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Full text of "Lateinische Synonyme und Etymologieen"

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Ety m o 1 ogi e en 



von 



Ludwig" Doede^rlein. 






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Fünfter Theil. 



Leipzig .i836 
bei P r i e d. C h r i 8 t. Wi 1 k V o g e 1. 



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Seinen verehrten Freunden 



Herrn 



D. Johann Adam Härtung 

GjmnasialpTofessor in Erlangen 



and 



Herrn 



Carl Ludwig Nägelsbacii,: 

Gymnasialprofessor in Niifnbef{^,/ ^ ^*. 



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Vorwort. 



JNacli einer Unterbrechung von fünf Jahren ist 
es mir erst möglich, eine neue Fortsetzung- meines 
angefangenen Werkes erschieinen zu lassen. "Der 
Anfang des Druckes hat schon vor mehr als dr^i 
Jahren begonnen , die Vollendung aber hat sich, 
ohne alle Schuld des Herrn Verlegers, lediglich 

« 

durch mich bis jetzt verzögert , niclrt blos in Fol- 
ge ungewöhnlicher Geschäftsüberladung , sondern 
hauptsächlich dadurch, dass ich mich mehr und 
mehr überzeugte, die Sprachrergleichung bei mei- 
nen etymologischen Untersuchungen weniger ent- 
behren zu können, als ich bei meinem bisherigen 
Verfahren that und nach meinen früheren Grtind-*- 
Sätzen thün zu müssen glaubte* 



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Man wird desahalb die Behandlungsart der 
Etymologie in diesem Bande, besonders in seiner 
^.weiten Hälfte, etwas ab-v^eichend von derj,enigen 

iß den früheren finden , wie ich furchte , zum 

* I 

Schadeü der Gleichförmigkeit und Conse(^uenz, 

aber, wib ich hoile, zum Frommen der Resultate« 
Das Griechische habe ich früher bisweilen, jetzt 
aber regelmässig, und das Deutsche sonst aus- 
nahmsweise , jetzt häufig zur Vergleidhung beige- 
zogen >. beides^ jedoch mcht sowohl in der Absicht, 
eine Parallele dieser SpracheB dürchzufiahren , als - 
vielmehr nur^ um den Verführungen zu entgehn, 
welche den Sjpracybrscher , der sich ' streng innere ^ 
halb'EUner Sprache hält und die Sprachvergleichung 
aüsschliesat , von allen Seiten hedrohen. • 



,Bei dieser Methode und der zunehmenden 
Vollständigkeit meiner Sammlungen- ist mir beson-* 
Aßra klar geworden^ dass die lateinische Sprache 
namentlich im leadcalischen Theil^ ninr als ein 
Dralekt der j^echischen behandelt werden darf, 
und dass die ungriechischen Elemente in derselben 



y o *']r w o X !• , VII 



bd gehöriger ^erikksichtiguDg desjenigen Sprach 
Schatzes, yrelcfaer uns nicht gerade durch die 
klassischen Scjuiftsteller auibe wahrt ist,, und bei 
eiBiger Anwendung der yerschiedenen Lautgesetze 
beider Sprachen aul eine unrediältmssiaässig kleine 
Zahl zusammenschmelzeik 



Bei Vergleicbmiig der entsprechenden deutschen 
Wörter habe ich nndh hauptsachUcb an das neu- 
hochdeutsobe gehalten , obgleicb ieh gar wohl 

* "^ 

weise, wie trügerisch dieser Dialekt fiir die Sprach- 
forschung ist» Vor cüeser Getahr suchte ich mich 

durchi Vergleichung der gothischen, altbochdeut- 

#■ 
sehen etc. Formen zu sichej^ni und nur wo diese 

keinen Einspruch thateOt wagte ich es, meist ohne 

diese Controle beizufügen, das neuhochdeutschd 

beizuztehn. Was mich j^ dieser Beschränkung 

beslimmtef, war einesthäits die Sdheu vor Osten^ 

< 

tation, als dürfe ich eigentUdtie Kenntniss der 
gerntanisdtien Dialekte, welche mir leider ab|^t, 
dnrch so gelniiifie und bunte Anführung gothischer, 
aitsächsisdber > angelsäc)isischer ,. isländischer W(h^- 



VIII 



V o r w o r I. 



ter in Anspruch nehiiierf^ andernt^ieE^ die Rück— 

sdcbt auf die ' nächste Bestimmung meiner Arbeit 

\ , 
für den philologischen Unterricht, bei welchem die 

etymologische Vergleichung eines lebenden Wor- 
'tes der Mutterspradie in mancher Hinsicht' nützlich 
sein kann und wenigstens unschädlich bleibt, wah- 
rend eine weitere, e^r/^ro/fe^w tiefer eingehende, 

historische' Verfolgung solcher Parallelen wenig- 

* " • '' ' ■ . 

stens auf denjenigen Gymnasien, wo das historische 

Studium 4er MutterspiE'ache noch keinen Eingang 

neben dem altklassischen Sprachstudiuhi gefunden 

hat, nur störend und yerwirrend wirken .miisste. 



' Ich hofite anfangs, mit diesem fünften Theile 
meinen Vorrath- an synonymisch - etymologischen 
Selmmlungen und ' Untei^suchungeh erschöpfen zu 
können, \wenn ich mich nur grösserer Kürze be^ 
fleissigen und nsühentlich der kritischen Excurse, 
der Polemik gegen fremde Ansichten und dcir 
Häufung von BeweissteUen , mich enthalten wiirde. 
Päd letzter besonders thabe ich Tielleicht linehr 
als manchem Leser lieb und iw die Siehe selbst. 



,/ 



' ^ V o r w o ir t« ^ IX 

DÖthig ist, wirklich gethan, aber deanoch s^he 
ich am Schlüsse ' ^ineü grossen Theil der Aufgabe 
Doch vor mir, wenn meine Arbeit auch nur von 

fern auf einige VolÜtändlgkeit Anspruch machen 

/■ 

soll. Soweit eine solche überhaupt mögliclv ist 
und in meinem Plane liegt, gedenke ich sie ii^ 
einem sechsten Bande zu realisiren. Derselbe 
soll zwar zunächst, nach dem Wunsche otnancher 
Besitzer meines Werkes und .auf Anregung des 
Herrn Verlegers, nur ein Generalregister ent- 
hauen, ... da, IKsage NacB^dü^en ü, dea Re- 
gistem der einzelnen Bände unnöthig zu machen. 
Allein ich gedenke diesem Generalregister zugleich 

# • 

eine weitere Bestimmung zu geben, so dasb ;^s 
zur Ergänzung und zur Berichtigung des 
ganzen Werkes sowohl in synonymischer als be- 
sonders , auch in etymolo^scher Beziehung diene^ 
und mithin die Function eines Supplement- 
bandes und zugleich einer neuen, verbesser- 
ten und vermehrten Ausgabe übernehme, 

und wo möglich gar die Stelle eines Etymologi- 

• - ' - 

€um Latinum vertreten könne. , 



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VIT 1 n ö\a 1 ^, .- ,^ 

171« Ijrasci. Indignari. Stomachari.^ Fei. Bilis« . S« 119 

172» . Qnaarere» Scmtari. Indägare* Inyestigare. . • — 1!^1 

473. R(q4^^i^^®- Desiderare« Consi4erare^ Gontemplari. — 128 

« 

174. Homo. Mas« yii( HomnUos. Homuncnliis* Homimcio« '•— 130 

175. Anollla. Sern». Mancipium. Famiilas. Minister« Verna* -— 134 

176. Specns« Cavema. Antram. Spelimca, Scrobs« Forea. 

Fayissa. # . / . . . . » . — 139 

177. Viscer^ Caro» Pulpa* Intestina. Uia. Venter. Alyust — 144 

178. Fau3^.' Glatiis. InglavieiSt Gnrgnlio. Gala« Gnrges« — 148 
179* Lambere. Lingere« Libare. Gnstare. Labium. Labxiin](« ^—151 

M80. Vorago. Vorlex« Gurges» Barathroin« • . . - — 155 

181. Repente* äabko. Extemplo« lUico. Statim. Confieistini« «^157 

182. IJrgere. Instare« ,. • ' ^ . • • . . — ,164 

183. Lioitam. Fas. Concessmn. Conniveret InduJgere. iTe- 

niam dare« • « • • • . • • • -— 166 

184. Angviria. Anspioia. Prodigiam« Portentum.^ Oinen« 

Signum« . • . • ^ . p . • . . -^ 172 
185« Laderare. Laniare. Lacessere« Yexare« Delectare. 

Oblectare. .- • « • «. , , .. — 176 
186« Nece«lsarias« Oognatiis« Consangumens. fÜnitimus. Con- 

finis. Vicinns. • '• • • . • • — 178 
187. Orbis« ^ircnlas« Gnryns. Unons. Pandas. • « — 182 
189f Pognare. Dimicare.. Bigladiari. Pagna. Proelium. Aoies. — 187 

189. Lapis* Serapalus. Calcolns. Saxom« Jäapes, Gaates. — 190 

190. CiNs. Esca. Edere. Vesci. Epnlae» Dapes. ConyiYiäm.. ^— 192 

191. Mederi. Sanare. Medicina. Remediom. Medilarif Cpgi.^ 

' » tare. CommentarL • "^ - . ♦ • . . — 197 

192. Creare. Gignere. Generare. ' . « . , . 201 

193. Medias« Modicas. Mediocris. Medioxrmus« • « »* 202 
194« Penna. Ala. Pluma. Pinna. Yolucer. Ales. Ayisj .' •«- 204 

195. Yestis. Amictas. Caltas. Habitus. . • . ^ — > 208 

' * ■ * * 

196. Merere. Mererl. Dignom esae. JDignatio, Ai^ctontas. — 212 

197. Janaa. Ostiam. Fores. Valyae. • . • • — 214 

' - ^ 

198. Lepidas. Festiyas« Facetas. Sales. Dicacitas; CayiUaüotf — 21& 

199. Calma9* Callas. Spica.*Arista. Acas. Paled« Arundoi. 

Canna. • ... , . . '. ' —218 



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Inhalt. 



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200. fingiiis. Ophnns. Obestis« Adeps. Idirdüjii. . S* 1222 

201. Mons« Jajgiiin. '. '• , , .'. • , ' — 225 

202. Grayidas. praegnaas.^ Foetus. Fordiu. Inoiens. . — 2i28 

203. Fetere. Kogare: Fostnlare. Fo9ce7e. Orai^» Fxeoari« 



— 22d 

— 233 

— 2S7 
--24f 

— 244 
r-246 

— 247 



Obsecrare^ Obtestari. • . « , # 

204. RmnoT. Fama. Existimatio. Laus* Honor. Gloria* 

205. Simnlacmm. Imago. Statiia. Slgnnin. • . . 
20§. Fellex. Concubina^ Meretrix« Scortnnu \ . . 
207. Snspirare. Gemere. • ,, ,. . . « 
208« Otiiun. Fax, €oncordia»' '* . t. 

^ 20d. Yindicta. UltiOv Talio. Foena. Malta. Ca^tigatio. 

210. Damnum« Betrimentnm. Calamilas. Lnirrain. Smola.- 

menturn* Qaaestns« • >• .... < ' .—.251 

21(. Fidns« Fidelis. Fiducia. €oii£dentia» Credere« 9&tnÄU 
I ^ teare. Committcre« .. .. • • . • • '<— 255 

212. Plane. Omnino* Prorsn^. Utigae. Oppido. Ferquam« 

, Admodnm. Yalde. • . • • . . . ^ 260 

213. Tentare« Experiri. Fericlitari* Feiicidam. Biscrimen«, — - 203 
' 214. Scientia« Notitia. Jnscins« Nesdns. Literat. Arles. 

DoGtrina. Disciplina. . • . * • • ^ * '^ "^ 

215. Levis, Slaber. Terere. Fricare. • • .- . —^70 

216. Farere. Obedire. ObseqoL MorigeraxL Obtemperare. — .271 

217. Disceptatiö. latigatio, Contrdyersia. Altercatio. Jur- 

gimn. Kixa. • • . . • « • '—.27^ 

218. Sopor. Somniis.. Lectns. Cabile« • . . • — 278 

219. Diiplom. Dupleix« Geminps* Dabw. Anceps., • — 280 

220. Ramti3. Sprcnliis* Talea. . StolQ. Virga. Sar mentom. , 

Fratex. . . . . • 1 . « ^ 283 

221. Ventus. Frocella. Turbo. VorW. iTorqüere. Inrerterö. ' 

ConverteiT^. • . v. , , . . , —287 
I 222. Trabe«. Tjgnmn. . . ^ . . . • , — 290 
223. Jkperire. Fatefacere. Sera. Fessulaa. Obex. . — r 291 
I 224. Forte. Casu. Fors." Fortuna. Forsitan. Fortasse. Haud 

s^io an. . •• • - . ; . , • — 294 

225. Patare. Opinari. Reri, Aes^are« Existimare/ Credere« •— 299 

226, Grajus. Graecus» . . .' . ... • <— 304 



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XI V Inhalt, 

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227. Domiis. Ejamilk, Oeua. ^mii« Ptüsftilk. Progieides. 



Froles. Sabplee« • * • i^ \ . 

29tB« Qaestus. QuimHä^ iftdniwei Vegii^« . 

229. RennSi ToMa. . . 

\1i30. ^aadrare. Cadere, < • « • * 



s. ao^ 

— 81tl 

— 31!^ 



3ai. Dolhm». Capa« 'AnplKMk Qadän. P^culmu. €äl&x* 

Sl^. VitiiiBi. Me]i4ain, CCMrigeve. EmeKdiäre. D^rotare» 

Comimpeire* Änmpere. Frangere. • . . ■*- 3l9 
2$SB. NeceiMe est« Oportet. Opas est. Debeo. . • •*— B23 
j^S4. Agere« Faoere. Gerere. Faber. Opifex. Artifex« •— 325 
235.r Ebtius. ViDoIenttis. Temnlentiis« Oraputentcis. • ^ SBC 
1^; Actojp. Histrio. Lndio. • • • I • . . — 334 
237. Sdiv Vdrre«. Forciitf» €aper. Haedtts^ Hircns. • ^ 33S 
äSI« Adesse. Interesse. Praesentem esse« I&terest. lletot» 

AMe$9B* Deessc . . . . • • « ^^ 337 
tl39k Apcidere. Erenlre. ContiBgere« Obtingere. » < — 339 
W>. 6erpeve* R^pere. deip^fts« Augtiis. Goltiber^ • ^340 
241. ßatb habet«. Cbntenfinti esse* Bcttu oOMiil^e« • -^ 343 
d^. Primus. Fiinoeps« Frimarias. Frimo^. FtOeetW^ Opti- 



l 



' ' mates^ . , . . ' • « 

IM. BoiMs. Fmgi. Ftfobtts. äonestos. 

244» Mttims. ^firies. Maeeitfa. Moenia« JUtoranenta« 

246. Oi£ciam. Mnniis« Benefiohim. Meritom. 

246. Venennm. Virus. - • • ^ • • 

Ü249« Effingere. E&tergere« « • • • . 

246i Fafiere. Beoipere. i^raudari. • • • 

249. Exemplum. Exemplar. Bootunentiim« Specimen* AvgiK 

BKUttim^ « * •• .,• « • •— 359j 

250. Catenra. GUobns. Tnrba* .Tomultosi Seditio. S^öeasiOb 

B^^ere. Desoiscere. • • — SBll 



^ 344 

--346 
^350 
^ 352 

— 354 

— 355 

— 356 



Lateinische 



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and 



Etymologieen. 



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151. 

Mitis. Lenis, Placidus. Comis. Humanus. 

Communis. 

I 

1. daneca deutet amgleich «ine Sinn* und eineStftiiini« 
'«rwandtecliaft an, wenn er Epiit. ii4 p. 87 Bip. «tgt, 
^<^cenatemm allem fiOese^ non mitem. Der gemein** 
«ciaftlichi Stamm ist Meh-, ab6r der darin enthaltene 
%iff der Weichheit wird xxAtmoUia, nalauog oppoa. dttr^ 
oit^ireder indifferent oder von seiner nach th'eili gen 
^te als Weichlichkeit , mit n^itie aber oppos. acerbua wio 
^^hiii*id9fhei Findar aaob fioX^oMig, und mild von aei-^ 
'i«' vorth eilhaften Seite clargeatdlt. Tac. Anni VI, 3)8. 

a. Nümlich mitia ist ans melctia ^ntatanden^ naoh ei»» 
^ ziemlich dorcfagrcdfenden Oesetas der lateinischenEty« 
^H^9f welches' vor einem / seq. Conson.nnr die Vöcale u 
•^dbiiweilenödnldet; daher sind die Silben «/, *7nndo/,.aa- 
''^^noch einanderer Consonant darauf folgte ^iner Verlüde« 
^g^terworfbn* So entsteht durch Aendemng des Vobala 
mu8, percukusß midaus^ vulaus, 9€puliü9 MUtpeUo etc*, so 
^mukeo^ fidgvo xmi oatapulia die lateinischen Formen 
^^^ ^iifm 9 . qiUYOi f natanAtug. So difficukoB und s^ 
^üB aus diffiQiUM nnd wnilia^ so cuku$^ aduUm^ im^l*^ 



r 

iore, pislaer, ultra ^ puli , cidmen ans coldrcj poliere^ olle^ 
^lumen^ und muliuSf puMa, bulbua [statt noXicij itoXtogf 
ßiXßoq* Ausnahmen von dieser Regel kenne ich nur zwei, 
celms und'd^s ayncopirte olfaceri; denn heipeiPiSf giluus^ 
poluere ist d^r folgende Consonant nur ein Halbvocal, und 
meltom, poU^ poliur, polsgra apU sind veraltete Formen, | 
Selbst a hat die N9igun|[ unter j*nem Verhältniss in m über- 1 
zugehen; daher die Formen culrmis bei der Syncopevonj 
calamus;ulpicum neben alUumy nni s^kus , f/a^e« neben j 
aJLog und ahaniriS* 

^ . jria vielen andera^PSHen; i5ii*iWfrleh« ich «och ^^^ 
O^iets au8«ümittela veri^Qclitey bmiss sich üer Consonant 
selbst der Aendorung un|erw«rfan, d«rch Aasfiai, wie 
ebutf jic'ejo^ j durch Verhärtimg in das verwandt© r, wie 
^Urmesnni tertAhmHVQn^aUogwidtdlogodex ic'^t»? durch 
Verweichnng und AsüuafaitiQn andeibVötstl, iap^ocirm statt 
mrWidms, in tugmr voniU^/ iiiawcw»odör ca«c»* vad*aÄ/», 
eekttej in coäguium ram eoal^em. JMe treÄöMf*» Anar- 
logie aber für den Ud»rgia»g vöii meiUß in mW« gieöt das, 
Wort pis, welches in seiner doppelten Natur aus p^ ent-j 
atäadeli ist^ sowoM als •yfiocftift» dt weite Pcrsoa von 4^e£le^ 
aUÄchaUSubaantivwadas Stamtaeu l^£LO, fflfeo, des 
dtsa^ehen ßowiltr weioliea die St3dler«bsciinlateiö«ichen 
fT^ibi* tertritt. 



4. Miii9 bat nAt^Uni» nni phti^idus den B^rüF iet 
STatoftheit g«iB«tt, «her miiis beMdboet dies« Eigeii^ 
«efarft als Ge^iitÄttng, kni», m sofern siiA dies«tt« ia^ 
Handeln^ unäpiacidtis, in aofbm iie sich im äuaaer ei^ 
Benehmen zeigt. Cie. Att. V^t. NihU^^idi t^mmit^i 



Copus. Humaiiat« CoiiiBiiim8. 3 . J 

iam pla i:atü^m^ quam tum, meu$ frater erat etga tuam 
tororem» FbiL X^ 3. Fläca aliquando istum animtim \ßt ' 
mitiga. CatiL IV, 5. Homo [mitissimua atque le-- 
nUsimus» TibuU. I^ 9, a. Miti l»ivia periaaono^ Cic. 
Mar. 5i. Usuaßeciei, dies ' leniefj äetaa, mitigahit, 
Sen. Ir. II> i5.,Non mitiorüus animU i^itia leniora 
conjuncta sunt? Cic. Finn* I, i4| 47«^ Temperaruia . • animos 
past coaoordia quctdam plaoat 0c lenit. Senk 5^ Pla^ 
cida ei lenis senectus* Grat* II. 45. Hirt* B. Afr. 70. , 
Leniter ac pla cid e prx>cedere$ • ~ . 

5. iMis ist einerlei Wort mit li tl d; Ei isrt einer ;ier 
mcbt eben seHeneir Fälle, wo von einem DoppeiMovonan- 
ten der s weite darch Vetlängeravg dea Vorhergehenden 
Vocal ersetzt wird. Ausser einigen 9 weifelhafteoAualogieni 
tanus geanndy fiifri} Mond' dient mit möhr EVldenz 
das anderwärts behandelte r^n^i Rind oder Rinde* , 

X 

Oder ist vielmcdir /snis mit leise Und lentue mit gel^nd 
identiach? Weiter wage ick den Stamm nicht aute^ei- 
gen ; will man aber nd oder nis ala Termination betrachten, 
urelche den Endradical verdrängt habe, so wird man etwa 1 
lagoj laxusj gelassen, za Grunde legcta können. 

6. IHaeidus eben so wie jpianus ein Adjecttvnm von 
nijo^, trifft nach der Lantversofaiebung mit f laich nberehi. 
£s beseicimet Reihern Grnndbegriff nach die Ebene nnd 
Glat^ d«r Mee^reaflä^che neXAfe^gj Wie planus die ei-^ , 
fier Landfläche,, nnd hebt an jener Ebene den Begriff ^ 
äerRnhe heraus^ wie planus bei der Landfläche den der 
.Veberaehbarkeit« Flin« £p. IX, . 26. Nequaquam , 

eat giäfematoris pirius f cum placido et cum t ur-" 

A 2 ^ » -. .' 



4 MUifl«' Lraii. HAcido«. 

bato mari pAitur* . Und iä tropiacliem Sinn: Cic. Ora 
191, 63. Siede rebus pfacatia ac, minirne turffulenti 
. • loquuntun Ob placidus mit placere nnd gefallen zi: 
«aiiimenliange> nnd dieses Verfaum nicht yielMelir 2n pui 
fher gehöre^ lasse ich dahin gestellt seih« 

» 
7, In Vergleich init tranguillus, welches nach Th. 

S*. 81 gleich&Us yon der Meeresmhe gebraucht wirc 

giebt pUuddua diese VörsteUnng unter dem Bild de 

Raumes I der glatten Ebene, tranquiUuß unter dem de 

Zeit, der ruhigen Bewegung. Der FhiMB i$t placide flu 

ensj wenn er einep ebenen Grund hat , unddessbalb ein 

Spiegelflache ohne Wellen bildet ; aber tranquUte fluem 

wenn er wenig Fall hat und desshalb ruhig dahin fliesst 

8» ConUa «cheint mir ein Adjectivum Ton coqueri 
der lateiiiischen Form yon n^aaeiv, wie cicur yonn^nwt 
Die Terminationist dieselbe liriem incolumis und subli 
misj nnd die Foxmation dieselbe wie in Und oculi vol 
obliquuB^). . 



/g» Conus ist demnach| wer die natürliche B.t>hheit un^ 
Wildheit der menschlichen Natur in sich ausgerottet hai 
Aber diese Wildheit Sussert sich auf mamcbfidtige Weis« 
In den Bündnissen s. B: Liv. XXXVUI^ 1 1. Ma/estätei 
pqpuU II* CO mit er comerparUo^ ohne Zv^eifel der älti 
sten Stelle, ist die conUiaa gedacht im Gregensats za 
feroicia^ dem wilden l^nth oder Trotr, womit die 



*). Naoh cler Lantrersohiebwig lasst sich comis ancb mit h ö 
lieh, hole lieh und htbsch in Yerbiadoiig setzen* 






Comi«. Humanat. Communis. 5 

aer so oft die beharrliche FreiheiUliebe ihrer Oe^er 
sod ihrer Unterthanea zn bezeichnen pfleget, Die- 
»Ibe Weichheit eracheint bei Ennina : HonU> qui efrcmili 
comiter moTUtrat fitmt ^ und Plant. Trin. II, ly «4. Fit 
Ipse, dum Ulis conti's esi^ inops, im Gegensatz zu der 
Hartherzigkeit» welche ein^r billigen Bitte nicht willfiih- 
reo mag. Aus dieser um&ssenden Bedeutung Von t^nu'' 
ins bildete sich in goldeoen Zeitalter eine bestimmtere 
iicraosy welche am besten dem entsprichfy was wir Hu- 
nanität im populären und engeren Sinn nennen. Der 
mia ist gewohnt, in dem Menschen immer nur den Mit- 
oenEchen zu sehn , aber nicht den Bettler, den Knecht^ 
deaUntergeo#dneten>*oder wozu ihn sonst positive Ver« 
hdltnisse oder: zufällige Umstände gemacht haben. Liy« 
H) 4a. F'olumnius prasdae erat largiior , et benignita- 
Umperee gratam comitate ad/ut^abat^ ' vgl« XLII, l . 
\ 22. Beide Eigenschaften bezeichnen eine wohlwdHende 
Güte gegen andere^ aber die benignitas beweist sich durch 
Uittheilung von reellen Gütern , im Gegensatz 
^er matignitaa nach Th« IV S. i45 , die comitiu aber 
^ch Herablassung und Iieutseligkeit, indem 
h Vornehme den niedern seine höhere Stellung iiicbt 
fiUe]} lässt, im Gegensatz der eeiferitas oder der Nei- 
|{^g) immer den gestrengen'Herrn zu spielen. VgU $• i6. ' 



10. Wenn comüas dem populären Gehrauch von 
anitftt entspricht , so ist humanitas das Was Hnma- 
^tin der Gelehrtenspi'ache bezeichnet, die Bildung' 
äbcrhaopt. Die cömitas ist ^ne moralische Tugend, die * 
<ich hesonders im geselligen LebeB bemerklich ma^ht^ 
^hwnaiütas aber involvirt zugleich eine Bildüngi' der 



^' ' . * 






Mitia«! Leiiis« Pkcidnt. 



Inteliig^ns md «chlieMt ab die Ausbildung dar Seele 
zar •frahrenlCensöhliie^eit im weitesten Sinn des Wocie«, 

aU der allj^emeinelre Begriff, die eomafa« ala dei^ 

- 

untergeordneten ^ in aich« Diet' eornkmä beseichne^ 
einen ' Theil nnd eine Aenss^ang der hwaanilta*^ was 
Nepr Milt. 8t ^« J^ Mihiads trat quum summa huma" 
nitaSi tum mlra comiiaSf mU nemo tam humiUa esset 
ciU non> ad eum aditks päterßf$ schon durch die gramH 
matische- Verbindung aädentet Senec. Ej^ 88 , a. ul 
Humajiilas peteti superhum esse advereus eociosy veiai 
avarum ; vtrhis , rebus , affectibus c omam se fa c il e m- 
que Pretest fljß» Die hwnanitas hat Werth an sich^ die 
con^i$as nnr in Bezog, auf andere. VgL Cic Sen. xy, 5g. 
Qyrj^^fn caeteHs im, rebus eomem erga Z^sandrum atque 
humanum fmsse* YgLErnestin. 565. 

II. In denselben Verhältnis ^als das allgenieine zu 
dem besonderen steht die humanitas auch sn. der mansusr^ 

I 

tudoi facilitas in Ter. -Andr. \, i, 87« Humani ingerdi 
^mq^nsußtique animl officio, Gic. . Alt* XVI ^ i6. Homo 
facillimus atque hunvunissimus* Fanim. XIII, 24. 
Pro . tfia fa cilit.ate et humanitate ;. denn die wahre 
Menschenbildung ist mit der Rachflucht und der Untugendi 
alles schwer zu nehmen und dadurch andern das Leben 
zu erschweren, nicht vereinbar. 

.40k Den langen Vocal in humanus von Mmo, ..wel- 
eher meistens für eine zaföllige Anomalie galt^ hat kürz- 
liql^ Bopp in den BerL Jahrb^ i83o sehr richtig durch 
Gontri^QtiQn ans hominanus erUSrt. Eine Analogie fehlt 
nur noohj um dies zur Evidenz zu erheben. Diese bie- 



■ / 



p 

Comk« Hmnantti. CoipmuDis» 7 

tet timelum. Schwerlich wird ^in besonnener Et^dlog 
mehr m /»p^ti ätitäiabn^ da dort t6gar heide Silben .e^ 
langes e hd!)i^a. •'lEs.ist iamitietim^ ^ine Parti^ipialfotiili-* 
\'um von. tamnus oder 'yon iaminia uuOj quam ütü^t^RUi 
ufQiap Graeci pocani, nach Ceb; Uly ai« a. m. 



m 

1 3. Der doppelte Begriff, wdchen die Menschlichkeit 

» 
zulasst, je niichdem sie| als Vorsng/der Rohheit des 

Thieres od^9 als Sk^hWäche, der Kraft nnd^Grewalt 

der Gotter entgegengesetzt wird, li«gt nur jn dem Ad- 

jecliT humanus, %, B. ia errare hamtnimn esi^ aber nie-, 

mala in humanifäer In den AdTerbialformen erscheint 

diese Beriehung wenigstens bei Cicero geschieden: Tiu- 

manUus hat oine objective Bezithangy auf die änsse- 

rar Verhiltnisse des Ijfeiischen, namentlich auf seitie 

Ohnna^t xaA Sterbli6hkeity hufnane pnd humaniter aber 

eine snbjectiiro^ anf die Fähigkeit xmi, ien Bjemf des 

Menschen zur Bilddng. . Daher Phil. I^ 4. Si qui^ mihi 

human itu'8 cuscidiseetf d.' h. wenn mir i'n Folge mei- 

ner Menschlichkeit etwas begegnet; der Bedeutung der 

id^erbialterminatiop — ti^j Welche den Terminus aguä 

bezeichnet, völlig gemäss. Plin. H. N. X^ 65. s. 83» 

Tjrüy humanitue siratij herinaeei eiantes ct^bo inier 

it complexi* Dagegen Tusc. 11, 1^7, ^€5. Oraeoi r • . mor- 

\ios ioleraniea atque humane ßerunf^ und Attic« I, a. 

Sin aUter acciderit^ ^umanit^r fe remue; x>Aer A tticC - 

XII^ 44< fiiftium aliqidd ^d ie^ ütffma&&g seripsisse 

f^cile patibr; feeH enim humane^ und Qu* Fr. IL i* 

^tclt humaniter Lieinius^ quod ad me nusso sehäßu 

^fspfri f^enit. Doch gilt dies Hur vom goldenen Zeitälf> 

^^j denn Terent. Heaut. I^' s, 47 sägt: Coepi^non hu- 



•I 



^ \ 



• V 



' % Mit». Lms/. Plfuädiur*. 

nkitniiuM traoiarg im Skme you^ummm, Aber«ia &uti] 
Lnp. XIEr p* 85, gab «Vit Ruhnkon ^ämtmim h^manliu 
pncibuB deprm^antif guod p^iebat, dedi^ wührM^d die X^ea^ 
•rt der MSS. AwnanUfOia mit der Variante humani» ebei 
aO'natiirlich auf eijie woUUiiigendere Cenjectnr: Coi 
motua höminittprecibus fahrt« 

• « ■ ■ 

i4« Zwisclien Aoaioiz^ und humanäm; wird ej|n TJa 

tersphied schwer feafaniatejlen seio* Nach meinem Gefii 

ist -hiämane^ ein ernatmrer und edlerer Begriff ala humaniier, 

ao dasa sich humane facere ala Aeuaaerung einer m^ r a> ^ 

liachen BUdang^ dea Edelainnesi humanUu9 aber ala 

Aensaerang einer geaelligen Bj^ldaug, dei: Heiterkeit 

' nnd Grefälligkeit; fassen läsat. Damit>in Uebereinstimmang 

ist| was Mannt za Cic» Famm. VII. i. Te iptum .. • do^ 

ceboprofectöf.quid sU fiumaniter ifipßre aagt: U^iUUius 

Hum an e, et cum yuadam Ucintia dictum huma nS4 er^ 

ßicut' a Ter^ntio duritB'r pro dure* Vergleiche aiich 

Ciq. Off. IIJ« 6, 3o, Si quid ab hominß • . detraxeris^ 

^ inhumane feeeris contraque naturae legem , mit Qa» 

Fr- III, TL* lUum tarn inhumanit'er feoieee^ iä sirke 

imia liieris ad te proficiaceretur* 
I 

1 5. Die giiechiachen Adjectiva ay^^oMrcyo; und av^^-^ 
. nsioz und ot»9Qini,voQ entbehren aämmtlich des ethischen 
Oebranclliea von humanus; seine Stelle ersetzt iiti^ixi^S 
vni (pMv&Qomßg, nach Fr. Jacoba in Niebubrs Rhein. 
Mus. IL 4 S. 5a4. Jene drei Formen finden sich bei 
wenigen Schriftstellern zugleich. Aus Thucydides wird 
nur ar^funaiQQf fius Demosthenes nur avd'^n^vog ange- 
führt Xenophon- aber gebraucht af^^qimios iuallge*- 

f ■ . 



•, 



Comis. JQuBianaB. Commniiis. g 

meiner und indifferenter Bedeutung | .und weist .' 
mit itp&^em^OQ nuf die Sc hw Sehe ^es mesichlichea 
Gesclileobes hin. Damm hat wahrscheinlich auch Hero- 
dot. ly 86.' Qviip t$ ftSlXov ig, itavtov Xiyav ^ 1^ anav 
fi iv^fmntitot dem Geiat dea Zutammenhaoga genvSsa 
dieie Form gewählt Ea iat der eigentliche Gegensat» 
äea göttlichen> s. B* Fiat/ Rep. Vi, p. 49;, C. rovrß lih 
iS ofr* &etof ^iv, t« Si, iXla ap^gdn&fa. Vgl. 
Sophist p. 399, A. nata vi}y &9S'fwnhfi¥' do^p, lüit Hdbi- 
dorls Note« . , • • ^ 

i6« Die weitere Vergleichung dieser und ähnlicher 
Synonymen will ich der Kürze zu Crefallen an einzelne 
Stellen knüpfen, wo dprgleichen Synonyma verbundeit 
erscheinen. Gic. Balb. i6' nennt zur Erklärung iron 
comes ala Synonyma benigni, fa'ciles, auoi^es; Mit >v 
dem comis wie mit dem facüis ist in Geschäften gut 
verkehren und in Frivatverhältnisseu gut umgehen , weil 
sie sich auf gleiche Linie stellen und nichts voraus ha<- 
ben wollen ; aiber der cornia wird dabei in Verhaltniss zu Nie- 
deren gedacht^ der facüis in Verhaltniss zu seines Gleichen. 
Der 00/nis verzichtet auf die Ansprüche und Vorrecbt^^ 
zu welchen ihn sein höherer Stand zu berechtigen schein^ 
der faciUa aber will unter seines Gleichen nicht s|ch 
auszeichnen und keine besondere Rolle spielen. Gic«, 
Mor. 3i* Si illius comitatem et facilitatem tuae 
gravitaii seperUotique asperseris, Brut. 4o, x48. Scae^ 
polas mulla in aeperitate non deerat tarnen comitaa, 
Orat. 10, 34. Quid ehim tarn diatana quam a seperi^ 
täte comiiäa? Nep. Att» i5. < Ejus cemitaa pon sine 
9tueritate eratf neque grapitaa ainefacilitate, d. 






\ I 



h. er belitiipt<rte; gegen niedere bei aHer Her^blairsuiig 
ieindti atandesmiissigen Ernst • und nnter Freunden 
bei aller Ungeniriheit seine moralische Worde. 

I 
•* t 

•17. Ta^ Ann« I9 33« Ctermanico aipü^ ingenwm, 
mfra camifag.: .Als cif^i/»« liess er nicht £ählei^ dasa <er 
zä der Herr sehe rfamilie im Staate, als ^oam i|tcht| das 

^er 9a der Tornehmen.Clässe in der' menschlichen Ge- 
seüspfaiift gehlSrte* Jenes ^war eine paliti sehe, dies 
eine moralische Tugend. Sie Autoren aus der 'filteren 
2eit der Republik und der ersteh Kaiser konnten von 
dieser Bedeutung yon cwUii keine Ahndung haben; der 

' entsprechende republioanisehe Begriff war äti pepuhrisf 
welcher als Staatsmann nicht fahlen lässt^ dasa er su ei- 
ner beTorrerhteten Klasse gehört, ,. sondern ^uf 
I • 

das Wohl des Gänsen bedacht ist, FJutarch behandelt 
dfiudei^Qg und 7reWcM0$' in diesem Sinn als Wechselbe-^ 
griffe; vgl Schäfer, ad PJutarch. T. VI^ p, 463. 

i8* Ter. Andr* ly i^ 87. Humani ingenii man- 
suetique arUmt ofßcia* Die manauetudo wie die huma-^ 
niiqs steht der feritas entgegen; Cic. Phil. III, 9. Cur , 
tarn Buhito mansuetus in senaiu Jueritf cum in £dictis 
tarn fuisset ferua. Aber der hwnanus hat die natürli- 
che Rohheit in eine, schöne Natur verwandelt und ver- 
edelt, d^ mansuetua hat sie nur in eine unschäd- 
liche ^atur verwandeltund gebändigt^ indem er dem 
mit d^m wilden Tfaier gemeinschaftlichen Trieb, seinem 
Zorn Luft zu machen und Böses mit Bösem au vergelten , 

mittelst der Vernunft Zügel anzulegen sich gewöhnt hat. 

f. . ' 

19. de £p. Qn.'Fn I^ ly 8. Tuo ioio impeno für- 

« > f ■ . . • 



hU acsrhum etee, mhil crudeU; aiqȤ omnia plena cle^' 
meniiaej man^suetudinis^ hamoniiaiia. Vgl. Verr. 
V, 44. Gewöhnlich bezeichnet itianBuetudo als meas'eh- 
liehe Eigenschaft jene Seite 4er Gross math. oder des 
Edelmathsy welcher sich im Versehen erlittener 
Kränkimgen'Xeigty ist aber in diesem Sinne von ahtnen^ 
tia zu unterscheiden. Man denkt sich nimlich den/nonsue* 
/usals Mensch und iPriTatniann, werlcberfar die erlit- 
tene Beleidigung keine-R a c h e üb t^^den elemens als M a c h t« 
haber^ der über den UebelthSter die Verdiente Strafe 
nicht veriiSngt. Der mansueius hat nvtr die Veranlas- 
snng^ der clemens auch das R e c h t , das Böse mit Bösem 
XU vergelten. Beide Begriffe verhalten ^ich sn einander 
wie iracundia und erudelUas bei Sali. Gat. So« Qaa9 
apud alioa iracundia dicitur ^ in impisrio 8Upirbia at-* 
que erudelitaa appellafur. Sen, Giern. 3« Opporuiär 
dementia^ • . erudelltas^ qüae mhil aliud e$t quam 
atrocitas ardnd in exigendia poenU. Plin, Pan. 5 j 4«' 
Quum ioquar • • de clemeniia^ crudeliiai^em . . ex'^ 
probrarim Cic. Lig. 3, lO, Quorum impunilas, Caesar^ 
tuae clementiae laus est, eorum ipsorum ad crude^- 
litatem te acuit oratio? Vgl. Hill« p* 2to8. 

ao« Die Griechen sind verh^ltnissmUssig arm an be- 
sondern Wörtern für diese Synonymenfamilie: Ttgavg ut 
einerlei Wort mit )jrobus *) und frojnm, was als ein 
innerer Grund gelten kann, die Form nffiog ohne t sub- 



7 3tnra im Lex. Xenoph. ^. IV* p. 646. fahrt «elbat ngaltßffH 
ffXXxiu in der Bedeutung qui n<m decipiunt^ n©» furantur^ also 
probioresj aus Cyxop. I, 6, 19 an T ich finde aber die Slelie 
nidil. 



1 • 



• sßrjpt^m zu sclireibeii. ''ifTHQq ist .naöb Tb/ IV S. 17S eine 

• • V ' 

Nebenform von ona^o^^uu^ Mentiscb mit dem aogehädi« 

jisJßben sofUu sauft 

* > 

- • . . . '. • . 
SK4* Ungemein bKa% finden im cotnie in den Mss. 
miC eo^munia yerwechaelt^ nicbt blof wegen der zwei- 
di^ntigen Schreibung COM, sondern auch wegen der un- 
verkennbaren Sinnverwaüdtscbaft. Der comü wie der 
04nn$mum8 .stellt sieb auf gleii?be Stufe mit seinen Neben- 
peascheni aber der comis bebält sich stillschweigend 
seine Superiorit&t als eine natürliche und ^^ rechtlich be- 
gründete Vor, indem er sich ducch einen ^ct des freien 
Willens unä einer edelmütfaigen Gesinnong zu den Nie- 
deren herabläast, der communis aber erkennt die natür- 
liobe Freiheit i^nd • Gleichheit aller Menschen an^ und 
begiebt sich seiner 3aperiorität als einer blos scheinba- 
ren und sufHlligen, indem vep sich den Nied^i^ al pari 
stellt^ und zu einerlei Klasse rechnet« Die oomii^a« geht, 
wenn sie nicht Heuchelei ist, vom Gemüthe aus, die 
comnumiias von der Vernunft und dem Character. 

22. Indess scheint convmmis in diesem Sinne weniger 
det populären als der Schriftsprache anzugehören und 
dem gti^cfaiscben kbtfog nachgebildet zu sein. In dep phi- 
losophischen Terminologie bezeichnet Cicero 0£P» I, 45, 
1 53 mit communitas, wie Beier richtig bemerkt, subjectiv 
den Sinn für das, was er I, 7^ sdobjectiv communis 
toB ^i/otf ^naimt hatte, (mit demselben Recht, mit wel* 
chem Tacitns u. a. unter liberta» und serpitium den Frei- 
heitssinn und die Niederträchtigkeit verstehen) 
und macht diese communitas als Gemeinsinn 1|b Ge^ 



vComi«; Hmnatini« Coiiimiuas.' i5 

gensatz des ^oben Egoigmus, der weder Gereclitigk^fl noeb 
Billigkeit anerkennti^ zn einer der cogniiio^ magt^aiu- 
mUa» und modBfaUo coordinirten CArdiäaltugeiiä. 'Dteieh 
Gebrancli wiederliolt er III> Sf a4. Magi» est s^oamdum 
naturanh exceiaita» ärdnU et magnitudo ittnique äotmimu^^ 
nitae, ßustiiiaj Uberaütas^^ Was «li GattangdbegrüT der 
zwei folgenden Begriffe der bezielinogslosen eondtas Tor« 
zuziehen ist. Derselbe BegrifF erscheint^ nnr nit speciel-^ 
1er Anwendung anf die j^olitik, anch Famm. IV, ^ jin 
gui in hello • • • ctrtorum hominum minime pnxdentiwn 
consilio uteretWf eum magis communem cenaemuä in 
idctoria futurum. ßdese, quam incertia rebus' fuisaet? wo 
ahn Grävias ricbtig so zerlegt: qui nifdl smgulmre ac prskr 
prium eiii iribuunt prae aliisj qui ncn eupra alioa civee 
ee extolhaU, qui sunt populare^^ modesti, patientet Jurie 
legumque commuuium^ qui noi% suo in ommbua uiuntur 
eonailiOf sed et aliorum ci^ium hominumque» Auch hier 
findet sich comis als Variante; allein es wäre entwiirdi« 
gend ftir Cicero^ in diesem Verhältniss vom Poinpe}iis 
comitatem zu verlangen oder zik erwarten , denn die co« 
mitas ist eine gnädige, die communitas eine gerelphte 
Gesinnung. Der comis achtet, di^ rein mensohliche 
Würde, der communis die gleichen Rechte anderer* 

&5* Ganz entsprechend diesem Begriffe, nur als äusr 
serer Zustand und nicht als Anerkennung dieses Znstan- 
des gefasst, sagt Nep. Att. 3. Hie autem sie se gereöatg 
ut communis infimis^ par principibus t^ideretur *) ähnlich 



^ Derselbe Gebrauch, nur mit etwas yeranderter Str^otor« wie- 
derholt'sich in der freilich angefochtenen Stelle Lactant, Epit. 71. 
J\roii polest homo esse soluhilis^ qui cum deo et vuUu et meHie 
communis est* Vgl« Wopkens Lectt* TnlL p« l9l« 



lA 



Mitik. Laut. . FUcidak. 



im Plisi«"Paii« 2*. JSnimpero qftam contt^une^ quam 
€jß Ufq^HO, guodfeiißfis nos feUeem ilhm praedicamml 
I»«4^ .fibi^Q Stelleiii wo die Lesart schwankt, ent- 
scbeidet entweder die Autorität der MtsI oder des Za- 
sammenhang oder di^ bekannte Cliaracter der bexeichne<* 
teü Per«on üb,erall &x conUs^ z. B. Fkin. II, a5. Epiou- 
rum et iwnumi^irum €i co'mem et,humänn/n /uisse, und 
tSenect« 17. O/rrwn • . comem erga Lysandrum H hur 
manum fmsse^ und Muren. 3i. Catonem » . cömmo^ 
diorem,. comiorem^ nrndertUwrem* Nep, Miitt« 8* Te- 
stat«, fieautr V« ly 58. Quemquamhe ammo tarn cami 
ette out kni putizs. Uaoi^so besser ist c&mmunis an sei- 
ner Sieli» Soet« Claud, at. Nee uUo epecUmtä gerwte 
eommuniör aut remtssior erat. Hier wäre d(^>siriidBe 
Begriff eomiör, welchen aridere Mss. bieten aollen, wahre 
Verschwendung, Auch Yespas. ü2. Sup^ir aoenam et 
esmp^ alias eommunissimus muUa Joco p^neigehatf 
ist die Lesarf comissimus mit Recht zurück gewiesen ; 
d«m dei*1Slffiser gieng hier aber die co/nitaf. hiiiatisj -er 
machte sich gemeinl A))er wer ipag wohl Communem* 
que pocafe deutn beiiVirg* Aen. VIII, 2f5, wievtis Servias 
herichteti durch humanuni^ heneficum erklifft haben I 



a4. Die Sprachvergleichung identificirt- communis^ 
oder, wie es ia dem SC« Bacch. heisst, comomie^ mit dem 
gothischen gamains; die Wortforschung darf aber darin 
auch eine Adjeptivbildnng von ijiigogf fnötga erkennen, 
welches Nomen nach Th. IV S« 149« i5i bei denLateinern 
unter den Formen /^ar« und /ncm^r»'» erscheint. Dem- 
nach ist öomnumis das Gegentheil von immunU (nur hat 
communis eine pasaive oder' neutrale» immunis eine 



^^ Coinu. Hunumna» 



1$ 



\ 



actiTe Bedootong) wie sich «ncli ovfifiofo^ aU Oppo- 
litam von ofio^ denken .läMt« Das ;* ist in einen' Vo- 
cd übergegangen^ gaw wie in mwmi und fum^ nach Th. 
IV S. 4o6. . 



•- \ 



152, 

Dorsuiu. Tergum. Cutis. PelKs. Vellus. Reno. 

/ 

1« Eine Vergleichnng % der ganz Terschiedenen Be<^ 
deatnng Ton dortwn jipennini bei SneL Gaes. 44* vgl« 
Gurt* III^ 4, 6. y, 4, 4. Caea. B. 6. VII, 44. dorsum 
6980 e/u8 jugi pßTop» a lf fimm y d. hr den o beraten Tbeil 
des Berges oder BergriselMBf odt ierga ooUU bei lav. 
XXV« i5. d-li.^ den hinteren Theil des Hiigela, stellt 
siendidi klar in&Lio|ity dasader Römer sieb daa tforsam 
in hoTiaoBtäler, daa ttrgmm in perpendikals(rer 
Richtung dachte, daaa alsa dofwn eigentlich den Rücken 

\ 

der Tbierey kn .Gbgentaits dea Banchea, wie Flin« 
H. N. yill> lo iet^im den de» «ufreehtgehenden Men« 
schen^ im.Gegenstttasder Brust^ wieFhaedr. IV,,^« Ovid* 
A. am. I, 209 bezeichnet Hiefür spricht auch der ge« 
vdhniiclie Gebrauch im eigentlidienSianey nnd wenn bei 
Plant MiLII, 4, 44 der Sdave Sceledrtis von .sich sagt: 
do^mts iotue prurii, so ist daa natürlich eo eharacteristisohy \ 
als wenn er Bnchel statt Rücken sagen wür.de. Cicero 
gebraneht nbrigena msschliessjich tergwn^ auch 'Vom 
Tbiere, N.D.II» 4^, ia6 ntid 63| 159. 



tf* Unter dieaen Verhälfniiaen ve^Rert die fitymolo- ^ 
^ bei Feetnas dorsutn dictum^ quod sa pareeorporia de^ 



i6 DorsiJm. Tergum. Gatii. 

pexa sü iteorsuinf das' ah WabrscheinTicllk^iti Was sie 
etvra Stateh den zweisilbigen Gebrancli "rpn deoräUm bei 
Lucret. I| 3^3 -und die Apalogie^ von id^, tdoneu» zu ge^- 
binnen scheint. Offenbar ist dorsum ^ine ParticipialfiV- 
mation von d$iQrif attiseb A^,, womit Homer zunächst 
nur den Hals und Nacken, Pindar aber wie mit du^^ 
den Bergri^cken bezeichnet« EHeii so ist tergum nur 
eine Metathesia Ton z^&pikoQ, wie tergere von tQVfflSf ^fi~ 
^aJys» bei Hesych. trocknen, angels. drugarh und durch 
Vermittelnng von ^ipg vielldieht. einei'lei »Wort mit 
Riicken, was bei Eero noch fyucki lautet 

3* Synonymiseh ist also weddMepi} nopb t^^i^o^ mit 
doYsum und /er^i» zusommeiiziiistellen ^ biride bedeuten 
den Hals oder auch Nacken nur im engeren Sinne» 
jenes m^hr in der poetischen ;, dieses in^ der prosfischen 
Sprache.^ Den Nacken im' weiteren^ Sinn ^aber dder 
den Recken bezeichnet W90¥, 'Welches mit vi^qa; zu« 
sammenhisngen mag^ ui)d piBxoap^oVj aber wie ans Meleagr. 

NV^roSnifr erhellt y nur al» pars^ pro töt09 - 



< 



4« Dass digfi und dörsum, eben so wie Si^ig i' deQfia 
auf df^i schinden, zurückzuführen ist, ds^for spricht 
die anscheinende Identität von tergum und tsrgue. Formen, 
von denen zwar' jede den Rücken bezeichnen, kann , die 
letztere aosschliesslich aber wie tigqtog vhi'aTifij^ ein 
Synonymum von cutis und pellie etc. ist. 

5» Zunächst bezeichnet tergüs und cutis den ausser-* 
sten Ueberzug des Fleisches als blose glatte Hnut» sd>er 



Pellis. y^llos. Reno. 17 

Urgus die' grobe Haut des Tbietea, woJ/Bh^ das Weiche i^nd > 
mhaie Fleisch yhvdecki, cutis, die feinere des Menscbel^i 
welclie das rote, offene, empfindliche Fleisch schützt« Da- 
gegen /^^//m und peUus setzen, so wie PelZ| eicö Bedeckung 
des Felles Toraus, ahor pellis ist mehr eine bo^'stige, 
m pilis bestehende, und psllus mehr eine wolligci 
aat pülis bestehende, Bedeckung der Haut. Flin. H. N* 
YIII^ 10 vom Elephanten: Durissimum dorso tergus^ . 
fmtri mollSi setarum nullum tegumentum; nein 
cmda qiddsrn praesicüurn' abigendo taedio muscanim • • • 
ndcanceUatd cutis, et inPÜans id genus änimaliüm X>dore, . 
Aacl die Schlangen haben tergora^ und in Vijrg. Ae^. T, 
Sil tergora deripiunt costis, nämlich cerporwn^ kann man 
sich das Thier als vorher gesengt denken. Cels. VII^ uS^ 
2. &' purum sie profectum est aut propter angustias aut ' 
fropter duritiem tergoris, proiinus triangula forma 
cutis ab inferiore parte excidsnda est» Der Mensch hat 
^lUem, die Elephanten^ Sehlangen etc. tergora^ die Löwen^ 
biegen, Hunde etc. pelles, die Schaafe pefferä» JdvenaL 
^} i9'2. Deformem pro cute pellern. Colnm. VI, i5« "^ 
^^ pmis hubulo pecori't (^coriaginem rustici appeÜant) 
^m pellis ita tergori ad/taeret, . ut apprehensa manibus 
^fduci a costis 'Tion possit. Und VII, 4, Felles eo^^ 
^n [oämlicfa der tarentinischen Schöpse) propter pulchri^ 
i^MÜnem lanae majore pretio quam aUa pelle ra tradun^ 
^ mercantibus» Doch wird kein besonnener Kritiker 
^ dergleichen synon3rmischer Verhältnisse willen den ;' 
hopertius hindern .wollen , II, ao, & tergore statt des 
lewöhnlichen^ in dieser Verbindung üast verbrauchten pel^ 
ItTi ZU schreiben« 



i8 DoTsam. Tergitm. Cnfis« 

. 6* Qiiis entiyricht ih jeder Besdelinng dein dent^ 
>cheti Haut^ Bngeh.-hyd, wip in etymologischer dem gr* 
aftvTOSf and yerhilt «ich zu der volleren Form, welöhe 
sich in dem dfinischen sJbind nnd in schinden erhalten 
haty wie iatus zu. Lende. Doch kann man for cutis 
anch den Stamm CER zu Grande legen , welcher in co- 
rmm und dem tSteokritisohen ^6flfO¥ fich am ein&chsten 
darstellt^ imd in {po?» gerben» Kürachineri nnd in 
dem altnord. horimd dieHant^ iatOQß&awo^i TieUeicht 
such in %&aq nnd ntmiiw wiederzaerkennen iat» 

j. Dtfl3 P6ÜU8 nnd tfiUu^ mit Vliess nnd Wolle 
einerlei Wort sind» dnrcfa die Vermitteltmg von juallo^ 
auch mit ftaXamtog nnd molUa ansammenhange, iat ein*« 
leuchtender als yarro*0 Ableitung von veüere^ Mit pelliä 
PetZt Felly ist es so gewiss stammverwandt wie ouia, 
pinum^ perree mit opiliOf pincema, poreuB, Wenn aber 
angenommen werden darf , dass alle geminirte Gonsonan*^ 
tei;i> wie 11, spitteren Urspmngs nnd erst dorch Assimi-*' 
lation entstanden sind, bo hat sich der Stamm wohl am 
reinsten in der 'Form Balg erhalten i welche anch in 
hu lg a 8 Galli etzcvuloa soorteos appellant bei Festas^ 
und in Bilgen d. h. Felleisen und Bulg d.h. lederner 
Sack (vgl. Schmidt Schwäbisches Wörterb* S. 68 Uf io5) 
sich wiederfindet» aber nach dem Gesetz der Lautver-^ 
Schiebung eben so unverkennbar in dei^ ächtlateinischen 
folUa^ vielleicht auch' in ^iXoMoq erscheint. 

8. Von diesem pelUs int spoUatB iiWen d.h. die 
Haut.abziehn» gebildet» und apoUum ist mit 0noXig, wo« 
mit Aristoph« Avv. g34 ein ledernes Oberkleid» Xenoph. 



Pelli«« Vflliu. Reno. iq 

Aub. iVt^i> iS thsen Handseh bezeichnet^ w;eit nSher 
yermmdt ak iilit aHüX^or» wie ich Th. IV S. 32/ nach 
iremdem Vorgang angenomnien. jüücr« Y, gSt. ' 
Necdum ten igrU scibant tf^adare nee uti 
Pellihua et epoliie corpus Pestire firarum» 
voteritilieidet hiemit. ntir ^as Pell an aich. und dati 
abgezogene Pell. Dat logenannte Adverbintn {tta- 
90% weist auf einen obsoleten Nominativ noli^ als die 
{riecUsche Form von peJUs hin. 

9. Auch corium bedeutet an sich blos die Haut 
uid zwar in Vergleich mit seinen Synonymen, a^sschlies- 
leodeine harte, derbe, unbiegsame Hant^ wie ir.B« 
iffEIephant trägt, daher Cic. N. D« II , 4/^ 121. ^/u- 
^mtwm ••• aliae cofUs tectae suat^ aliae Pillie Peati" 
^(d.h. peüeribue)^ aliae epinie hireutae {A.h. peUibüa). 
&H.N. XV, sd« PiUamine clauduntur TUices, corio 
i(utaneaey • • cute upae^ corio et memhrana Punica» 

10. Was coriwn voL Thierreiche, das ist das davon 
gleitete eortex im Pflanzenreiche, und verhält sich ähn- 
Hcl) za Über der Bast, wie corium zu cutis* Es wird 
tdbst identisch mit corium gebraucht, um den Begriff 
^<^r Härte und Dicke eines Felles zu steigern, wie Phaedr. 
n, 6, la von der Schildkröte und Plin. IL N. XXIX, 4 
von der Spinnenart phalangii'^ und umgekehrt Pallad« 
^; 10. Securi arboris corium aaepe proacindunt, 

11. Gleicherweise von coriuf^ gebildet ist caUum^ 
Welches seinem Begriff nach in der Mitte zwiichen co- 
^ uad cuiia steht* Lucret. IV, 936. "^ 

B8 



^b Dorsum*. Te^gum. Cutis* 



'• V 



I» 



/ 



\ 



Propiereaque ferßrea omns» aui corio stpu ■ i 

J[^i etiam conchia aui callo nui cortice tectae» 
' Plin. H/N« lÜC^ 35 «• i54« Sard qidtüm pariu» mukipäci. 
constant cutBf non inhproprie call um ut exUtimari cor" i 
poria poasii. Es ist eine Deminutivform^ wie Stella Von 
Stern, and wabrscheinlich eine leibliche Schwester von 
cuUua . • genue tormenti e corio bei Festos. 

IS. Weit häufiger aber bedeutet corium das zum 
Leder Terarbeitete Fell^ aber wird auch da als grobes^ 
derbes Xicder jederzeit von alutOf dem feingearbeiteten^ 
unterschieden. Jenes wird ans coriie und 4ergoribu8^ 
durch bloses Gerben, dieses ans peUibue und veUeribus 

" und durch Anwendung des ahtmen bereitet. Caes. B. G* 
in, tS« Pelle 8 pro yelia alutaeque temdter confectae. 

' Lex« Lat« Gr. p. 174. oTvnrviqia ali^men, aluta. Vielleicl^t 
sind hieraus die Wörter der Helm cudo, Hut, und der 
, Schild cetra oder caetra zu erklären, denn beide Schutz- 
Waffen waren von Leder» nach Plin. H. N* XI, Sg.^ Ex 
elephantorum iergoribus cetraa impenetrahiles ßeri. SiL 
Ital« Vnij 495« Cäpiti cudone ferino sit cautunu 



i3» Da reno odqjT rheno nur vorkömmt, wo von 
Barbareil die Rede ist, z.B. Gaes. B.G. VI, 20. Pellibus 
aut parpie rhenonum tegumentia utuntur und Fr. Sallast. 
ap. Isid. Origg. XIX, 33. Germani intectum rhenonibus 
corpua teguntf so ist es wahrscheinlich, dass es kein ge- 
wöhnlicher Ausdruck war. , An Renthiere mag meines 
Wissens jetzt niemand* mehr mit.Morus glauben; vergL 
Barth Urgesch'. Th. IL 8* a45. , Nach der verworrenen 
Stelle ^ei Varro L. L. V, Sj Sp. In hU multa peregrina et 



Pellis. VelliM. Reiio. - - . * 9^ 

tagurn Rena Oallt: ( MS« fi* CkUUe^) quid Gaimoeumß et 
ümphimaUwn Graeca w«r es ein gaUkches Wort» rage* 
uommen, dau die Stelle mrsprüngliQii etwa folgende Ge- 
tUIt Hatte : ^Jn his muUa peregrind , ui aiiguin, cunphimal^ 
hmGraecOf OMicaqm renoy gaunacwna^^her ehenVar-^ 
lo's Anknüjifung da|>di in hia beweiati dass rhmo in det 
lateinuchen Spradbe >4iufaon eJDge1>ürgeKt war nnd Varro 

t 

nur auf einen Ursprung ans dem Galliacfaen hindeutetet 
Aber er konn^ es fast ebenso gnt ein homeriscbes Wort 
nennen; reno ist ^wog^ nnd da ßovg dorcb einen häufigen 
Tropus dieStierhaut nnd selbst den daraus gefertigten 
Schild bedeutet) so lässt sich yermutfaen, dass ^«yoip das 
üeatsche Wort Rind sey^ zu dessen Bachstaben ¥^ 
Ttno eb^n so verhalt wie Uw zu lind; besonders da 
dieser Stamm auch in noXv^grifSQ ardftg und in ino^^rpfO^ 
ieatlicher als das gewöhnfticb zu Grunde gelegte agvog za 
erkennen ist.' Oder liegt das Wahre noch näher und ist 
Ittogj reno einerlei Wort mit Rinde, wie cortex nach 
iio ein Derivatum von corium? Hieau stimmt beson<* 
^rs die von, Hersog zu Gaest a»a« O. beigebrachte Stelle 
suMela JSI, 3, g* F^iri sagia t^efaniur aui libris ar«*' 



153, 

^lacer« Gracilis. Exiguus., Exilis. Paryus. 
Pusillus« Brevis. Curtus. 

1. Die Synonyma cutiiSf coriwn bilden zwei gleich« 
^> synonyme AdjectivB in scutiUia imdcurioaus. Beide 

."1*1 f 

Verden schon von den Alten richtig erÜSrt Festus: 



» 

I 



I 



/ 



I 

/ 



l 

I 



afi ' |if acer« OtftcilitJ Kxig9ai. Exilü, 

ßcui^ilum imue H p%aorßm dhUum $x G^a$oOj ut. cum 
eÜdmus seMdilum hominem, 0»iUm alifU$m demo$tßträmu9, 
in qu6 p§llioula. tantum^ Und Plaut. AnlaU III, 
69 ft7« MB* Fif^ 4m U stdr$ qtd $ii i^nus durio? EU* 
Qui 089a a4fu0f^0llis fi^tua ««#, ita ^ c$tra maceim 
¥|^. Tlieom II; 90* iatf ^'^9 jco» HfiJ^a. DieWdrtbfl-- 
dvng' von scuiUu^f tfnvMi^f iAmtiAch^ in curiokher und 
üuriosuB ma3« idi die Lflnge^dM u nn^kl&rl knen* Die 
AUeltHng von eui'a aber kann nnr for Scher« gelten "i*}» 



a,. Vielleidit i^ aneh etrigoau» auf die gleiobe Weiae 
.'durcli t^rgoria plenusf an erklaren. Dieselbe Metatfaesia 
^ I ^scheint in dem entspredbenden iFt^fq:^^. HeBjrch. Stqs^ 
tpQQ* atQiiifMi, 94ffM, l^fou* ^iȤutg. So auch Phot Lex. 
£{i^ür fpricht selbat die Bedeutangi indem strigoaus ^ben 
so irie tergus ftat antochUeasli^ van Thieren g«braudht 
irird. Synönymiach unterscheidet es sich von acuiüus und 
tnaü$rUi a» dadurch, dasi siHgosua die Magerkeit als em 
.Zeiclien der Kraft und als Bedingung der Behendig- 
keit im Oegeuiatfe der Feistigkeit darstellt. Es ist jene 
Sehmächtigkeity welclw d(^n Rennpferden und den Wind- 
handen so wohl ansteht und zu Statten kömmt**). Co}um. 
. VII) la. Pecuarius canU neque tarn strigosua et pernix 
esse debet quam qui damaSi. ^ sectatitr^, nee tarn ob e aus 



*) Incmrioaus agnui^ was man hi gleiohsf Bedeutang «tts AppnY. 
' . Flor. p. 9. anfnljift . wird yoa Oadendorp richtiger dnrch 
aecurus erklärt, im Gegensatz von leporem maticulosum» 



*^) Man köirate versvcht seyo« strigoaus desshalb eben so wie 
strenuus durch adstrictua ztl ^rk^rea. Allein die Fömiaüon 
— 'osus bezeichnet niemals etwas anderes als den Reich- 
thttm an etwas. 






U' 



I ^. 



Parvm. Fiuülas« Brevu. Curtas. . a3 

aia gratds quam uilkni' Aorreique msstos. W^Tfjji. VI, 37« 
VII, 6« Maaaur. Sabin« ap« Gell. IV^ ao. Censores • • equum 
nimis strigofum et malß haßUum pideria^, Flin. EL 
N.XV^ 6 I. 8« Glana iUgnea flacii . • s^m angustam, ni- 
tidam^ sirigosamf poncUroeam, VgL VUJi 44 a« 6g. 
LiT. XXVny47. Häacbntbal notaint .. «^uoa strigoaio" 
/'£'. Vgl. Frontill* J» &• In dieabm Sinne iat «nch die du- 
nkteristik des Lyaiaa bm die. Brat. x6^ 64« Habet pUm 
certoa sui stifdiofoSf qui noh tarn habitua corporis opimoe 
^uam gracilitatee consectentw; quoe^ vahtudo modo 
honaut^ tenuitae ipaa detedat* Quanquam in Lysia 
iüipe Bunt etiam lacerti^ sicutßeri nihil possit valentiuß; 
verum est certe toto genere atrigoeior ; aed habet tarnen 
ms laudntorea^ qid hac ipaa ejm aubtilitate admodum 
^audeant. Wie die Knochen den Inhalt iind die nackten 
Gedanken derRede^ das Fleisch ihre Form und geschminkte 
Sprache repräsentiren , so ist tinter den Muskeln beidea 
Tereinigt gedacht, Kraft und Schönheit; daher Quintilian 
X, 1, 77. jieachinea pJua habet carnia quam lacertorum* 
BeiLysi^ war es umgekehrt. 

5. Maoer ^ in etymologischer wie in synonymischer 
fiiiisicht ganz einerlei^ mit mager, bezeichnet blos einen 
relativen Mangel au fleischigen Bestandtheilen im Gegen^ 
«atz von pingtUSy fett Virg. Ecl. III» loo« Eheu quam 
pingui n^acer est mihi taurua in anv* 

4. Wie maoiea die Magerkeit an sich und ganz ma- 
teriell, so bezeichnet ^raci/^/o«, die Schmächtigkeit, die- 
lelbe Eigensehaft in Bezug auf die damit verbundene 
Form oder den Eindruck, den die Magerkeit auf das 



/ 



a4l Mtiwr. Gncil», Bxignni. Exilis. 

Ange mat^b In dieser Hiniicfat ntcheintdu Fleisch dcif 
macU» gegenüber alt üppige Fülle, der graeUitas' 
gegenüber aber al« aobwerfsllige Breite. Pahexr 
wird grarilis hUwen\en all acbfine, tcliUnlre Gestalt von 
dem tadelnden macer scharf geschieden, wie Orid. Rem. 
Am. 327. 

Turgida, ti plana tat , ü fuaca est, nigra tiocetWf 
In graeili maciee crimen habere potaat. 
nnd nachih^ der Pseado-jGallns Eleg; I, 85. j 

' {^uaerebam gracilem, »ed non quae macra-fmsiet. 
Aach darf man Horat. Sat. 1 , 5 , 69. GraciU «if lanyie» | 
putillo das Wort niclit als Tadel -an sich fassen ; erat dnYcb | 
' den Zusatz des qualitativen sie wirä gracilis in einen Spott | 
verwandelt, während das an sich tadelnde pmitla» durch | 
das quantitalive tarn nqr gesteigert wird. 1 

- '.■■.. .- . i 

5. Allein im silbernen Zeitalter wird graciUs zn 

einem mehr tadelnden BegHS*. Suet. Ner 5i. GraniUima 

'frura\ entweder durch datt Medium des Euphemismus oder 

' zufolge seiner ursprünglichen Bedeutung. - Denn gracilia, 

bei Lucilius ^dc^^ui, ist einerlei Wort mit krank, vrel— 

cEes noch im fünfiehn^'m Jahrhundert die Bedeutung von 

achmSchtig und sahwach hatte. Im Griechischen 

*1in;le ich keine Spur dieses Stammes, ausser etwa ätt^ajyeg • 

dvgj^iQig, axltjQÖP, ÖUx°^o*i «ff*«»'^S. bei Hesych. aber die 

Erkl8rang durch jgüjioXof macht wahrscheinlicb , dua 



Parriif« ' Paiillna. Breria. Gartnsv 95^ 

4 

/ 

\ "S 

alseioe^Art DeminutiTm anzanelmy wie trucuiejttus von 
tmx nach Th. I S. 43. ' \ 

7« Wenn macer und gracUU 'eine animalischie 
K Ö r p e r g e 8 1 a 1 1 voranssetzen , ao kann sich i^xt ü»'« und / 
Umas auf Gestalten aller Art beziehn. Einen an-* 
dem Unterschied kann ich in Gic« RnU. n^ nS, 67. Quod 
solurn tarn exile et m aar um est, ut aratro perstringi non 
jiossit? nicht finden ; denn Hiirs JSrklärung/ Synon. p. 33,3 , 
)jUit exile ist die natürliche Unfruphtbark ei t gemein t, mit 
^macrum die,, welche entweder durch die Armnth oder 
),darch die Liederlichkeit des Bauern hin s^ugekpmmen ist^ 
scheint mir willkährliclu 'Mela II, 4> 4. Paiua aliqua" 
imm exilis et macer. Plin. H. N. XIII, '4. Poma 
macro corpore exilia. Colanl. I, 4, In exili terra, 
cukoris diligentia ma eiern sali idncere potesL Frontinv « 
Strat IV, f, ۥ Duobus equis praevalido aiieri^ alteri 
admodu/n exiliy jduos admovit juvenes eimiliter aß^ 
fectoSf robustum et gracilem,, 

8. Unter sich sind sie eben so verschieden wie macer 
und graciUsr Denn exilis armselig bezieht sich lediglich 
auf den Gehalt und Werth , tienuis dünn auf das 
Aussehen; und eben ao giehl exilis jederzeit ein ver- 
ächtliches Bild, während tenuia öft^ jenen Begriff des 
zarten inyolvirtj^ welcher der Form tener besonders 
eigenthümlich ist. 

9. Nämlich tenuia ujad tener sind beides Adjectiva 
von tenderCf wie dünn von dehnen. Beide Formen 
unterscheiden sich nur wie die Wirklichkeit von der 



y 



t46' Mftcor« .Graoilii. Esdsüiu. Exilit. 

.' * 

Möglichkeit ; dtaa terüie üt tcfaon in die Umge ge^og^ und 
daher fein^ aber zugleich sohwach, daB't^aerum lässt 
. sich leicht dehnen und ist daher zart, nicht starr, noch 
hart, noch spröde. FHki: £p. IV, 27. jiudm recipantem 
Gentium muUä, tsnuitsr^ muka ßubUnUier^ muUck fenust^, 
^ muUa teueren 

r « 

10« Eine Ableitung dieses Stamines ui euhüUe, wie 
iUa d. h^ £rTa(»a> von i/», und 4^^ von i^endo oder dessen 
Stamm. Plin. H. N. XXI^ 1. ' VencLB . / adeo in angh/Btam 
> 9ubtilitaiem .tenua\htur ut» penetrare sangtuä non 
poaaif. Lucret. IV| 89g« Vehtus s uff Uli corpore tenuis. 
Eine Differenz findet sich bei Popma p. 667 angegeben; 
Tmtde. eignificat dimlntUionem, rei, eubiilis i^ero acidiatem 
habM. Ergo Umdatw euiUle ingerUum^ tenue piiupercUur. 
Allgemeiner lässt es sich so fasseni: Teniäe ist das Diinne^ 
indifferent und blos mathematisch im Gegensatz des 
Dicken, oder mit Tadel im Gegensatz des Starken; sub-- 
tilis abcTf das Feine, mit Lob im Gegensatz des Groben. 
FHn. H. N. XI| 39 a. ,92« Sunt qui aubtilitatem ßnimi 
constarenon tenuitate sar^uinis puteiU. ' QuintiL Xlly 
2 «13. Diahctica «. secias ad tenuitatem suam pire$ 
ipea su'btiliiate oonsümet* 

II. ExiUs ist aammt exiguus von egere gebildet"!;). 

Diess deutet schon Bentley's Erklärung von Hör. Carm, I, 

I 4^ 17. Domua exilie Fhitonis äuxch egena et inops, sine 



*) Auf den gleichen Stamm fgeo ist, meine ich, loxvos zurück 
, zuführen, so wie man denselben in dxijv bereits erkannt hat. 
uiivoG ist eiiie Nebenforiti von kenxos* 



\ ^ 



Pamis« Puiilloi« Breris« Curtof* S7 

• ' ' . 

mp$U8Ctile H penu an. Die Bjnmrjmie beider Adjectiv« 

formen erbellt anh Plin. H. N. XVIII, la s. 3o.' Faba 
Opas .. .cum defiotidt, exiguaa deaiderat^ verglichen 
mit XXXIy 4 a. 2^* -^^^^^ • * sabulum ex lies tenuesquB 
prqmittiu Aber ^xiguus wird wie parpua , im Gegen- 
satz der Grösse im allgemeinen, oppos« imnunßus 
Cic. Orat. III; 67^ oder amplua Plane, ap. Cic. Fam, X, fi4. 
oder magnuB VarrQ R« R. .11, 4. gedacht, dagegen exßia 
wie macer im Gegensatz der Fülle und Dicke, oppos. 
'pUrau Cic. Ep. Y^ 17 undv Divin. II, 3o, oder pinguis 
Qobtil. 1, 11, 4. SuetGalb. 3, oder über Cic. Orat, I7 12. 
Sie i^nterscheiden ^ich demnach ähnlich wie die gleich* 
Ulis stammverwandten Wörter dürftig von dürr. 
Ausserdem aber ist exiguua immer nur ein qpantitati- 
Ter Begriff*, exllia oft ein qualitativer. . QuintiL XI, 
3, i5. Natura vocis spectaiur quanAitate et qualitate. Qäan-^ 
Utas eimpUcior* In aumma enitn grandis aut exigua 
est , , , QaalUaa niagis paria est ; nam est ßt Candida et ' 
fv*ca^ et plena et exilia^ et laepie et aspera* Dem- 
nach ist exigua pox eine schwäche, exilU pox eine 
Discantatimme. Vgl. $. i5. Ne ad epßdonum et mu^ 
Herum, et aegrorjim exilitatem ' vox nostra tenuetur, 
Piiik H. N. XI, Si 8. 112« H. Biäfu$ iantu'm feminie pox 
ßrapior^ in omni alio genere sxiiior quam maribf$si' 
in homine etiam castratie. Dagegen Suet« Nqr. so. Quan- 
quam exiguae pocis et fuscae , ' prodire in scenam con^ 
cupiit. In Jtistin. XLIII, 5. Phocensee exiguitatß ac 
nacie terrae cöacti geht exiguitae auf den Umfang , Wäh-> 
Tend exilitate synonym mit macie sein wurde, wie bei 
Cic. Rull. Hl xS* Verbunden* stehen beide BegiiiSe Cic. 
Oivin. n , n6. Bopis exile, et exi^uum et vietum cor. 



* 



t 



28 , Macer. GraciUt. Exigaäi« Exili«; 

Lael: 1 6« Nimia exiliier ei ejxiguead calct$lo8 repoeare 

cunic^iam,- •< « * • ' 

12. Auch petilus erklärt Non. p. 149. darch tenue 
et exiUi eine Erklärung | welche auf saiQmtliclie Stellen 
passt, auf insignis paria est cruribua atfue petilia bei Lu- 
cilius^ auch auf peülis lahris bei Flautus/ auf />e^//ci/» 
4uram bei Fe^tus. Unstreitig ist es der Stamm des fran-*> 
zösiscben* petit^ aber selbst pusillus und pisinnua lauten 
wie Nebenformen^ welche insgesammt vielleicht auf 
parum \ , paruus zurückzuführen sind. Denn pusillus 
klein**} mit kurzem i« ist wohl zu unterscheiden von 
pusilla, dem Deminutiv von pusa^ puella , ^welcheB sich^ 
vorausgesezt dass Bentley^s Kritik die richtige ist, mit 
langem u odefr in Hör. Sat. 11^ 3, ai6 findet: Ruf am aiU 
Po sillam appeüet. 

i3. ParvuB und nUnatus bedeuten das Kleine ganz in- 
different und in 1 ein mathematischem Sinne, ohne einen 
Nebenbegriff^ wogegen die Synonyma exiguus und pusillus 
mit der Kleinheit einen verächtlichen Nebenbegriff 
verbinden.' Daher die Gradation bei Juvenal. XIII| l3. 

Tu quumpis leuitun minimam exiguamque malorum 

Partiöulam pix ferre potes. 
und ebend. V^ 1 oo» JUin uti**€t infirmi est aniau exigui^ 
qne .poluptaa. 

.x4« Parpus und nUnutua aber unterscheiden sich wie 
die natürliche i],nd wesentliche Kleinheit von 



*) Priamum Priamique pisinnos in Cabeo*s Dias soheh&t nur 
eine Nebe&fona von pusillos zu sein. 



Farvüs« ^ PiisiUn«« Brevii. Gorttts. . ^9 ' 

i . '• 

1 der kSn8t|icben und gemacbteiH Mit dem alueusy 

i dessen Cic Or. 111^ 43 erwähnt, cuni grandem oraiionem 

pro magna j mlnutum animum pro parpo dicinmsj ist 

l immer cotbwendig eine ironische Farbe verbunden , wie 

I Cic. Brut. 75. OrcUor praeetat minuiia imperatoribus^ 

I d. b. Feldberrn iix verjüiigtem Maasstab oder 

I von kleiuem Kaliber. 

i5« Exigisua stellt die Kleinheit wie armselig Yon 
ilirer bedauerlichen 3eite dar, pusillua aber Wie win- 
z i g yon ihrer lächerlichen Seite. Dem edleren Stil 
ist dessbalb pusillua fremd. 

i6. Cbaris. I, p. 69 findet pusillua noch ein neues 
SjnoDymu*ni: Bravia dies dicitur^ non^ pusi^hum Brevis 
tnim in natura ^ puaillua in corpore rerum animalium^ 
lU ramus in ailt^a, alvua in porpore. Dagegen Hesse/ sich 
anfuhren Cic. Orat. II, 60. Puaillua testia processit . .. 
^d sedebat Judex L^ ^tt^ifex^ brevior ipse quam testia. 
Aber 6s ist überhaupt klar, dass das V^rbSltnids im all- 
geffleijoen ganz anders zu fassen ist. Nämlich puaillus be- 
zeichnet wie parvua^ exiguua und minutua die Kleinheit 
ohne Riicksi<^ht auf eine Dimension; dagegen . 
bezieht sich gracilia wie macer, teniäa eic, auf die Dirnen- * 
|iion der Dicke, und brei^ia, ' curtua auf die Dimension . 
der Länge. - * 

17. Das Verhältnisa Ton Irepiatn curtua ist das- 
selbe wie da« von parpua zu minutua n^ich §. i4. Denn 
<^'2w ist das Participium des obsoleten Stammes xeiW. 
Welcher im Deutschen nicht blos in scheren, sondern 
auch in kurz bei/Notkei: c^2^2. erscheint. Brefia aber'. 
verhält sich cu ßfaxvg ganz so wie levia zu iXeqig. -. , ^ 



3o 



Laoua. Stagnonl. t^Uua. 



I ^ I 

f I 

Lacus. Stagnum. Palus. tJligo.' Vadum. 

1, Iamcub ist roll ßiagnwn der Gcöiae nach Ter«, 
•chie^eiii wie der^ See von dem Teich. J^er lacus 

- I 

t I 

muss . Umfang genug habepy nm an das Bild der offenen 
See zu erinnern ^ das stagnum ist nur ein eingeschlossenes 
MYtisMiT. Ihr Verhältniss ist ^inlich wie nach Th. II S. 7 
das von anmU ui^d fluyiuB. Von beiden unterscheidet sich 
/>a/us durch die Qualität des Wassers, welches immer 
im Zustande der Verderbniss oder Fänimss gedacht wird, 
während das Wasser in lacus und meist auch in stagnum * 
durch eigene Quellen oder durch Ab - imd Zufluss frisch 
erhalten wird, wie Virg. 6. 11, 46g« Speluntas pipi^us 
locus» Ernesti n« i464. Habicht 5ji. Schmitson S. 107. 
Hill S* 486. Jentzen p» i4q weichen von diesen Bestim* 
mungen besonders in Betreff von stagnum ab. Plin. Fan. 1. 
^non ömns stagnum, omnem lacum circumpenis. Rullus 
bei Cic. Agr. HI, 2, 7. Aedificioy lacus , stagna^ loca. 
bor. Carm. Ol, 15, 4. UncUque latius sxtsnta pisentur 
Lucrino stagna lacu. Cels. 11, i^!« Quo ßt .ut ex 
stagno psl lacu pel flumins eadem gensra grauiora * 
sint* Ovid. Met. I, 38. JiddidU et fontes Immensaque 
stagna lacusque» Und Pont IV, lo, 6i. Stagno 
simiMs pigrasqus paludu Seneo. Qu. NMn> 3o. Aquas 
...amnes amnihus fungent, paludibus stagna. <!Solum» 
Vm, &5* Volueres quae stagna ei paludes rimanturi 
Liv. XLIV, 46. Cingunt paludes inexsuperabilis altituy 
dinis .. quas restagnantes faciuni lacus» 



* I 



. Uligo. Vadnin. 3& 

' Q. Die Worte bei Varro L* L. V. p. 4si S^. Locus 
lacuna magna, ubi aqua cüniineri potent tiitA offenbar yer-i 
derbt; waa Scaliger vor tibi einschieben wollte | lama^ 
würde gleichfalls die Erklärung Ton übi aqua coniinsiurf 
nicht c4niineri potesif noüiwendig machen j eher mlSchte 
lacuus ausgefallen aein, ein Wort, welches in die C^ot- 
sarien ans der loicr. a54 bei Orelli^ wo es einen Waa- 
serbebälfer bezeichnet, nachzutragen, ist. Uebrigena 
ist Vaürro's ErklSrung durch lacuna magna vollkommen 
richtig, nur miMs man dieses lacuna das Gewäsaeri 
Lagunen, als ein Homonymum von lacuna die Lu'cke> 
gar wohl unterscheiden. Das letztere ist Ton lacere 
schlitzen, das erstere von dem yöUig verschiedenen 
Stamm der als Zeitwort nur in liquere erscheint > aber 
in tix oder üxa da« Wasser bei NonluSi in laeu9^ 
und liache, lacuus y lacuna^ wahrscheinlich auch in 
hma Schlamm und in lateK unverkennbar zu Gründe 
liegt 

3* Festns: Lacuna ^ aqua& eollectiOf a lacu deripo* 
'w, quam alii lamam , alii lustrum dicunt» Alle drei 
Synonyma bezeichnen ein stehendes Wasser, ab^r lacuna 
ein ausgedehnteres 9 so dass «s sich als Gattungsbemff 
Ton lacu9 und atagnum ansehtt lässt, wogegen läma und 
lußirum ein kleineres, etwa eine Pf ätze, bedeuten. Lu- 
cret. Uly io44. Salsas itocuit superäre lacunas vgL 
V» 702 und ein schwülstiger Redner in den Rhett ad 
Herenn« IV ^ ip JNeptunias lacunas^ Hör. Ep. I| i3> 
lo. Firibus uteris pir cliuös^ ftumina, lamas* Doch 
wird in lama der Begriff der hinderlichen Näsae> in 
histrwn der des ekelhaften Kothes vorherrschen. 



•\ 



/ 



3d Xiacns« Stagnuin« PaIiu« 

4. Lustrttm ist in dieser Bedentaiig nur ans Testos 
bekannt: Luetra signißcai lacunaa iuiosaSf quat etint in 
silpia aprorum cuhilia^ Denn Varro' R. R.' 11^ '4 a* m. 
jidmisBuras cum faciunt ^ prodiguni ^ in lu^iO€08 lim i- 
ies et lustrOf ut polutentur in lutOy. quae est illorum 
requies, ut lopatiq hominum^ kann nicht -recht zäbleoi 
weil sich lutosos äach zu lusira bezieheji ' und dieses sich 
dniHsh Gehölz erklären lässt» Gleichwohl* ist an der 
Existenz dieser Bedeutung oder vielmehr dieses beson- 
dem Wortes nach Analogien nicht zu zweifeln ^ nut muss 
man niöht unmittelbar den Begriff von lavare zu Grande 
legen, sondern die Stammform von lutum und poUuere^ 
wovon luetrum , die Loh oder Lusche, d.'h. Lache, 
eben so gebildet i^l wie fiustra von fluere» Aber . noch 
drei, andere Wörter sind nicht als abgeleitete Bedeutun- 
gen I sondern als Homonyma davon zu scheiden ; lustrum 
als Sühnopfer, als Wald, als Bordel. Unter die- 
aeu kann höchstens nur das erste stammverwandt heissen, 
wenn man nämlich ütere, Xv<u für eine Nebenform von 
lapoj Xöv^ hält; dagegen Imtrum als Gehölz, als 
Wohnung ties Wildes ist von hicus^ bei den scbwäbi^ 
sehen Dichtern /o, Loh, eben so geoildet wie ülustrii 
■von ludere; und lustruin als Bordel stammt unmittel- 
bar wie lupanar von lupa oder von dem synonymer 
locäcea, meretricea in den Gloss. Isidori« ^ 

5. Auch stagnum hat mit dem allgemeiii ange^om^ 
Bienen Etymon stare nichts zu schaffen. Woher sollt 
auch das g stammen? Es ist die lateinische Form voi 
%ivayQq und Teich, und findet sein Stan^lnverbum i 
tiyfio, tingere und tauche n. Doch braucht das xivayi 



iUÜgo. Yadam. 53 

mcht notliwendig ringa yon Land begrSnzt zu «ein, wie 

das itagnum^ sondern «ich in die See selbst verliereni wie 

* 

das aesiuarium oder Fluthlager. Herodot. I, aoa. *Ö 
!^^tt|i7$ . • 1^ l'^flci TS sca^Tsya^^sc« hdiÖot* Fun. £p. 
IX^ 55. Adjacet^mari napigabile siagnum^ ex quo in 
modum fluminU aeBtuarium^^emergU^ quod , . nunc in^ 
Urtur mari, nunc rßdditur, stagno, - 

€. Anf den Stemm nnd die Gmndbedeutnng yon />a- 
^ Pfahl, fährt erst MartiaL lY, 4, i, 

Quod siccae .redoiet palua lacunae, 
wo /ya^ den Bestand theil des Sumpfes böceicbnet; der anch ^ 
nach Vertrocknnng des Wassers zorückbleib^ den Moor. 
Dieses ist das einzige mir bekannte lateinische Wort, in 
weichem sich das radicale l des Stammes faul erhalten 
liat; denA in puieo und pu6f so wie in ni&m nnd nSo^ 
in es wie in acutum^ der Schild^ durch vooalische Assi« 
milation, in putris aber entweder durch reinen Ausfall 
verschwunden , oder dar<!:h das r ersetzt. Zu dem grie» 
cbischen elo^ kann sich /7ei/z«s eben so yerhalteni vriepiaeU' 
VI ii^vg-, nnd ntjlSg kann die Formen vermitteln. Für 
<Iie Synonymie der Begrifie dient unser Sttmpf mr 
Erläuterung I welches sammt oofiqpo; auf cnjira» nnd 
GSTT^oV zurückweist. 

7«. In der R^el denkt man aber doch die palude$ 
mit einer Wasserfläche bedeckt/ bei der uligo aber 
büdet das Erdreich den Hauptbestandtheili es ist nur 
Ton Wasser durchdrungen. 'Diepalus erscheint als ein von 
ScUamm und Moder getrübtes Wasser, in dem man er- 
trinken kanui die uligo nur als ein von Wasser durch- 
veichter B o d e n, ih den man allenfalls versinken kann. 
V. Th. C , 



34 Laons. StagDOin. PaIus. 

8. ÜUgOf mit derselben Termmation yjne pitiUga^ fu- 
U^o ) stribUgOf hängt mit udtas allerdings zasammeDy ohne 
eben von diesem Adjectiv nnmittelbar gebildet zu sein« 
Üer gemeins^ime Stamm ist i^adum, welches wenigstens bia- 
weilen noch in derselben Bedeutung wie v^oup nnd Waa-* 
aer gefunden wird/ unstreitig bei Dichtern, wie Hör. 
Carm. I| 3, 24. Non tangenda ratea tränsiliimt ifada^ nnd 

• \ 

wahrscbeinlidi^ auch in det Iprichwörtlichen . Rediinsart 
bei Cic. GoeL aiy 5i. Qubnican emersiBse jäm e ffix-^ 
dit et scopuhe praeter i^msta^ f^idetur oratio mea.- Die ge-> 
wohnliche Bedeutang von Untiefe geht freilich nicht 
leicht aus dieser Gtundbedeutung hefvori aber das soll 
sie auch nicht, < denn sie .ist dem Wort fremd; die .Un- 
tiefen sind hrepia wie Tac. Ann» 1 , 70. Neque discerni 
poteraht incerta a eoUdis, brepLa a prqfundisf TgL Virg. 
Ai ly ii5} und wenn 8en. Ag. 5:7^ bretda vada verbin- 
ähXf so ist i^da eben das blose WeLBs^^r.^ Die Le:x:ico-> 
grap}iie luit auch himr Hemonyma libersehn^ wel<Dhe in 
der Unfähigkeit des lateinischen Alphabetes^ Jie Laute 
S' and d au unterscheiden, ikreii -Gorund hat. Näm- 
lich das prosaische ividue odbr «^a^abiifi.Jst einerlei Wort 
mit Boden, angels« hottn und ßi9oQ$ ßv9iq% wie das. 
synonyme fundua mit ßi^d'og. Hieraus erklärt sich zu- 
gleich, warum die Lateiner liiemal» f^adum transire oder 
pef^^i^adum ire sagten, sondern i^ado ^r^n^iW, nämlich im 
Gegensatz von nauibus oder ponie* 

9. Diese Bedeutung von i^adum^ welche nach allen 
Gesetzen der ^exicograpbie obenanatehn sollte , ist nichts 
weniger als s6lten, Plaut. Aul. IV, 10, 73. Jam esse in 
i^ado sakuis res videlür. Plin. H/ N. XXXII, 6. O streu 



Uligo« StagiMim» * 35 

neque in lutea capia neque in arenosfa^ Med in aoUdo po^ 
do, Tac. A&D. XII y 33. Prdefluebat amnis pado incerio. 
Doch unterscheidet ea sich von seinen Synonymen^ da* 
durcb, dass padum immer nur den 9oden eines GewSs-* 
sers, eines Flusses , SeeA , Meers'^ Brunnens im Gegen- 
tatz des ihn bedecketuden Wasser« , fundus gewöhnlich den 
Boden eines Gefösses im Gegensatz des eingeschlossenen 
Hanmes über ihm, und aohim den Boden ^ als Basis eines 
darauf ruhenden K^örpers im Gegensatz der^ elastischen 
Luft bedeutet. Vgl. Th. L S. 173. Daher xlie Spruch-^ 
worter Ter. Andr. V, 2, 4. Omnis re$ jam in ,pado 
^ty wie ein Schwimmer , der den Boden des Wassers 
erreicbt; aber Gic* OiF. II, iS, 54. Jam in prouerbü coH" 
iuttudmem peniij largitionem fundum non habere ^ wie 
dasFassder Danaiden. Cic. Brat ji^ 358. Solum ei 
luasi fundamentum, oratorie pidee: Und Orat UI, ij, 
i5i. Hoc quasi solum quoddam et fu n da mentum eit^ 
mhorum usus et topia bonorum. Appul. Met. I, p« 10 
Bip. At pero c'oetue illiua auiorem • • cum tota domo, id 
^ parietibus et ipso solo et omni fundamentb . . : 
in aliam cipitatem iranstulit. Nämlich solum ist der n a- 
türliche Grundi.der Fussboden^ auf dem ein Gebäud« 
fett nihn, ein Mensch fest stehn und gehn kann, funda- 
^mm abeir der künstliche Grund, auf dem ein Ge- 
iiiude n. s. w. ruht^ und dessen der Bau ausser dem 
^ noch besonders bedarf. 



— II, IM r riKi. 



Ca 



\ J 



4 . 



36 



Laqueus* Restis. Fontj. 



165. 

Xiaqueuä. Restis. Funis. Habena. FraenuM. 

r* Laqi^m unterscheidet eich vor allem aU die 
Schlinge vp» fimis oder restis als dem Strick, an 
welchem die ScbHnge angebracht istj am deutlichsten 
bei Curt. VII, ii. i5* 4li^ adjecUa funium laqueis 
^i/a««f4?t Appul. Met. l, p. i5Bip. Restim, qua erat in- 
texim grabaiulus, aggredior expedire^ ac tigiUo quod 
femstrae subdUum aÜrineecuB prominebat, infecta alque 
^ücta parte funiculi^ immis^o capUe laqueum 
induo. Vgl. Schmitson S. gS. 

fl Das Wort identificirt Nonne» mit XvyOQj Vossiusmit 
jtWs; Ramshorn evidenter mit ScWinge; im lateini- 
gchen liegt Ugare ziemlich nahe, zu welchem sich der 
veränderte Guttural in laqueus eben so verhält wie 
loquizu Uyfd. Ovid. Met. VI, j34. Laqueoqueani^ 
ntosa ligai^it guttura. Qb auch licium der Weber- 
faden dahin gehört, weiss ich nicht; die Läqge dea i 
mächt es nicht wahrscheinlich, 

3, Appulejus a. a, O. macht keinen Unterschied 
zvnscken restiß und /m/iw, wohl aber Varro R. R. I, 
22 1. Quae fiunt ex cannabi . . . ut funea ^ testea, 
tegetee. Und 23, 6. Spartum, tmde nectas huhm paieas 
linear r^ete^^ funes. Martinias und Forcellini s. re- 
stis unterscheiden, funie nur als dickeren Strick von 
restie A% dem dünneren. So auch Eanesti n. 2i33. 
Dies, scheint aus Colum. XI, 3, 5 gefolgert: lUimtur 
velnauticiB peterAus f^nibue i^el qiäbustibet aliis 



Habena. ^ Fraemun. - 3/ 

restibuSf -t/eil aaf den SchifTen die stärksten Stncke 

gebraucht werden« Jentzen p. ia4 bestimmt gar keinen 

Unterschied I nicht mit Unrecht; indess scheint mir doch, 

im funis mehr zum Ziehen oder Lenke n, be* 

stimmt war und desshalb wie das Seil eine gehöriga 

Länge haben mnsste, resiis^ mehr zum Befestigen oder 

Aofhenken diente und desshalb wie der S^trick anch 

hrz sein konnte. Di^ Leine, 'an welcher der equwi 

fimalis geht, das Seil, auf dem dier funamhiUus balancirt^ 

du Tan^ welches das Boot an das SchifF zieht^ faeisst ii;i 

Prosa niemals restis, dagegen der Strick^ mit dem' der 

Selbstmörder sich erhängt oder der Sclave gepeitscht wird,. 

beisst nicht l^cLtfuniSf weiin nicht der Dichter die- 

lern Wort, als dem edleren» den Vorzug giebt, wie Hör. 

£pod. 4, 5^ welcher desshalb Ep. I^ lo, Aj /une'm ducere 

fürml/zn ducere bei Ter. Ad. IV, 7, 34 sagt. In dem 

Scherzwort des Galba bei Qpintil, VI, 3, 8o. Mürae- 

Me . , Ufi tarn longae nascuntur^ ' ut pUcOloree Ha pro 

restibus cifigantur fragt Spaldihg: quis reste cingiiui^ 

Ich dächte der Sl!rick wäre zu allen Zeiten das natür- 

liebste Surrogat des Gürtels gewesen. Die Conjectur 

lUantur benimmt durch .die Allgemeinheit des Verbi dem 

^cberz alle Anschaulichkeit. 

4. Wirklich lässt sich auch reetis etymologisch mit 
Strick nahe zusammenbringen. Der Stamm ist Biringtrej 
^raÄer^y ziehen'^) oder schnüren, lind die Termination ist 



*) Eben so wie ^vxt^^ und olnoc Ton den gleichbedeuteiiden 
Zeitwörtern benannt sind. Dass In 3oph. EL 864 unter r^v- 
Toiii öIk«:« etwas anderes alsTs. 756 unter r^^rols ifjt^cioi zu v er- 
steben sei , hat meines Wissens Mos Hermaan behauptet. 



t 

\ 



38 



_ I 

LtaqnetiB. Refetis. F1mis^ 



dieselbe wie in tristiSf von ctemselben Stamm nach {Th. 
JII S. 236| nicht wesentlich verschieden in ceatua von 
cingere^ m castus ^ testa^ frustum^ von pagari^ tegere, 
jklpfviu, jüngere, frangere. Nämlich' diejenigen Verba, 
welche ^af einen Gutturalen auslauten^ bilden ihr Par-- 
ticiplum' nicht immer blos ao einfach durch Anhangung 

von ^<tf 9; sondern oft wird, ähnlich wie in abs te, aibs 

■*« 

qidbuSf zwischen den Endradicalen und die Termina- 
tion ein a eingeschoben, welches den Üebergang von dem 
Qutturalen- ZU dem Dentalen i vermitteln und erleich- 
tem soll, wie fungOf juxia\ lilyvvfu misqeo mixtus^ und 
eben so oft wird dann dieser Zusammenstoss von drei 
Consonanten als eine neuentstaodene Härte wiederum 
'gemildert durch Ausstossnng des ersten i also des Wur~ 
celbuchstaben y an "dessen Stelle nun jenes zur Vermitfe- 
lung , eingeschobene s tritt, wie in den Nebenformen JPa- 
stiue oder PacUua^ sjalpisia oder salpicta^ mistus oder 
Mxius', Sestius oder SextiuSf juHa oder juxta^ dann in 
aatusy ffosius, glastun von acusy pacare, glaeies; in 
pastus, tesia, frustum von vagari^ legere, frangere. 
Vgl, Th. m S. ai7. aj25. 



5« Daaa aber stringere seinen Anlaut auch bisweilen 
abwirft^ lehrt die Analogie des griechischen ifvot oder 
^v(0 1 -wovon ^vvtg oder ^vaag^ wie das sinnentsprecheudc 
rugOj Welches aus demselben Grund ein langes u hat, 
aus welchem der Vocal in ^vfta lang ist, obgleich }qv(jic^ 
den seinigen verkürzt. Aehnlich ist strlga, einerseits iden--- 
tisch mit dem inOberdeulschland noch üblichen Strans^« 
d. h* Furche I anderseits init'Reifae und dem durch die 
Turnkunst neubelebten Rie^e, Auf Varro iL R. r. 



Habeua« Frae£uxn« 5q 

I . - V • *• »^ 

45. Radic$8 smpra terram uere frigictiore ringuntur 
' will ich nicht provociren, wiewohl die Ausleger zum 
Theil stringuntur verlangen. 

■ 

6. Funis weiss ich etymologisch nicht genügend zu er-^ 
klären« Will man es mit oiolvo^ für einerlei . halten^ jsp 

I darf man wenigstens fundo und livto nicht als Analogie 
gebrauchen; denn funclfi erscheint hei den Griechen ala 
miySfi^j dagegen ^ifo^, %t(a in gutta und gutti4rnium. 
Vielleicht verhält sich funia stimmt filurn za fiAe^^ die 
Saite« üf^i^hil, ehen so wie finis nach Th. IV fiL 36i za 
^me; die fidiculae in der römischen Folterkammer wa- 
ren nichta ala funes.. 

7. Die Schiffataue werden im allgemeinen durch fimee 
bezeichnet j apeciell aher .durch rudentea^ orney tetiria" 
aäa. Unter . den letzteren unterscheiden aich rudentes 
noch als die Seegeltaue von retinacula und orae ala 
den Ankertauen. Virg. Aen« III, 266« 

Tum Utore funem 
Deriperey excussosque jubet laxare rudentes* 
y,'oexcu8Sü8 -prolej^iisch zu fassen ist. Die Ankertaue heissen 
aber mit dem technischen Ausdruck der Schifferspra- 
che ora^. oder mit ^ einem allgemeineren Ausdruck 
rtiinacuia. Maa vergleiche oram aolvere Liv. XXII, 
19. XXVIII, 36. Qimül, Pr«ef. und IV/ a mh Ovid. 
Met. XV, 696. Terta coronata» sol^mt retinacula 
naptSf vcrgU XIV, 54/. ' $ 

• « 

8. Rodens soll von rudei^e stammep, quod funes, quod 

i>mto rerfferanturf rudere existimentur atque hunc sonum i 



\ 



\ 



'> 



i 



'4o LadTteos. Resti»; Fanis.' . 

* 

'proprium funimnj non asiriorum putant^ nSiXxAii^i sapien- 
f^^&'m» bei Nonius. Wirklich gedenken die Alten oft. des 
lauten Tones der Schiffataue, ^. B. Pacav.'ap. Varr. L. 
£i. V. p. 19« Rudentum siBilus; wie Spengel ans Cjc 
Farn. VIII, 2 und Serv, ad Aen, I, 87 Ü&t rudentiaibilus 
giebt; und Virg. Aen« atridorquje rudentum* Aber abge- 
. sehen von der grossen Verschiedenheit zwischen dem 
ruditüa und deip Stridor oder sibilus ist das Tau schwer- 
lich von , einer so zufälligen Eigenschaft benanzrt, 
'6(tedern gewiss von seiner Bestimmung. Diese ist 
'Kunäehst das Ziehen^ wodurch rudens mit reissen in 
Verhsjtniss tritt | wie fidisse loSM b^e i s s e n. 

g. Den Schifferausdruck oram solpere versucht For-« 
c^llini durch ^£4/26/71 ab ora oder Utgre solpere zu erkla- 
ren; annehmbar, wenn nicht ein anderes n*aher läge: das 
fragliche ora ist eiQ Homonymum von ora, äie Küste^ 
dessen Bedeutung aus anriga und mehr noch aus den 
Glosseü des Festus erhellt: uiureas dlcebant frenos^ 
^Ikue equorum cojtrea religahtur, und Oteae ^ freni quod 
ori inaeruntur^ dfctif wie auch dieses oreae ein Sj/nony- 
mum von r^/Macii/a igt bei Virg. G, I, 5i3, Frustra 
retinacüla tendena auriga, 

lo. Die nähere Bestimmung beiFestus, dass orea ge- 
rade das Gebiss zeif hat ihren Ursprung blos in der 
naheliegenden Verknüpfung der beiden Formen mit auris 
und mit os; zwar spricht die Vergleichung von atofiiov 
dafür, aber der Vocal der -Nebenform aureae konnte 
schwerlich aus jenem oa entstehen etc. Sollte vielleicht 
ein Aalaut / ausgefallen sein^ wie in eJlßoiy XeCßon^ lin 



Habena.« f^raennm« 4i 



Ol 



\lp, hutprlQOQf in ^nag^ Leber, /ecurl Wenigsteos 
bedeutet lorum nicht blos, wie das deutsche L 6 r, einen 
Riemen, sondern selbst, auch. bei Liv* XXXV. 34 den 
Zügel. Auch Lnrde führt Adelung an, als einen 
Schiffsanadrück für dünne getheerte Strick ei mit^ denen 
die Schiffkeile umwunden werden. 

11. Im Griechischen iinde ich die Form lorum nicht, 
denn ^olioo^ kommt nach Passow erst ganz spät vor; aber 
Tielleicht ist av^rj^a oder evXtiQa in Hom. Iliad. XXlIi. 
483 einerlei Wort mit orea, wie lAfct;, xavd-^XtoQf 
IthSfov mit f^ermis, canteriua^ hirundOf besonders da eine 
Form ttVQfiQa kaum auszusprechen war. Zwar ist avXfiQa 
im Homer nur Variante und evXtiga behauptet sich im . 
Text; aber die Existenz jenef Form bezeugt ohne Bezug 
auf Homer auch Hesych. AvXi^Qag, '^viag" fAavdgag^ Und 
Jvlri^ov' i^Xivivf axoiviov* ot de anstgav» Und ?'4ßXiiQa, 

12. Lorum und oveae sind demnaeh Synonyma von 
hahefiae *) und frenum^^ ohne däss sich ihr Unterschied 
näher bestimmen liese j aber frenum ist der Z a u my wo- . 
mit der Reiter das wilde Pferd bändigt, habena der S^u- 
gel^ womit er das folgsame Pferd lenkt. 'Dti» frenum i&t 
im Maul des Pferdes, die habena in der Hand des Rei- 
ters. Dieser Unterschied ist zwar aus Ovid. Amm. IH, 
^) 1 5. Ut primüm concessas Sßnsit habenaa^ Frenaque 
ü tffusa laxa jactre juiba nicht zu, ersehen, wo beide 



*) Habend als Singalar bedeutet gewÖMhlich nor deH KlexneD. 
C. Schneider Lat. Gr. TW I. S. 4i5. 



» . 



43 L^queuB. ' Restis. Funü. * . 

Ausdi'üctke vielmehr aater einander vertauscht sind , wohl 
aber au» dem tropischen Gebraach bei genatiem Pro* 
aaiaten Cic. Lae}. i3« Quam laxUaimas ^habenaa Aa- 
dere ' amicitiae, 'quas pel adducas^ cum uelis^ vel remit" 
tas, Wogegen iendere frena im nämlichen Sinn bei Valer. 
Fl. VI, 377 nur poetisch ist. Dagegen das häufige yr^/i^^/Ti 
mordert tauscht auch kein Dichter gegen habenas ein«. 
Ferner Cic. Orat. J^ 53. ^a6. Senatum terpire populo^ 
cui popuius ipse moderandi et regendi sui potesta- 
tem quasi qiMsdam habe na 8 tradidissei , verglichen mit 
Tac« pial. 38* Pompejus' adstrinxit imposuitque quasi 
frenos eloquentiae. 

i3. Dass ha^ena von habere gebildet ist, wird durch 
die Analogie des griechischen '^vtov bestätigt, eines Syn* 
onymi von e^jAU* Nachdem nämlich Spfov in ^viov übergi^- 
' gangen war^ durch vocalische Assimilation ,dea ^, wie 
' Xax'^ii in i'fjvoQf so konnte auch der Spiritus asper wie- 
der in seine Rechte eintreten, wie in Sioi> Einer Ne- 
benform erwähnt Hesych. tvia, i^Qa. Der ^ahvog aber 
ist von xaXnog, oder besser noch von ^iXvßog benannt. 

I * 

i4. Fraenum^ frenum' mag mit frendere zusammen- 
hangen. IxL frendere «elbst aber »ind zwei verschiedene 
Stämme zu unterscheiden, welche in dieser gemeioschaft- 
Kchen Intc;nsivforfn sich auch ihrer Bedeutung nach sehr 
einander nähern, das transitive frendere zermalmen 
von frangere qi]!^ brechen, nach Varro's richtiger 
Ansicht , und das intransitive frendere knirschen von 
. fremere ßgifJ^sif br.ummen, wie tondere xivinv von 
TUftBlv* Natürlicher ist das erstere frendere^ zu Grunde 



Uabena» Fraennm* / 43 

zu legen; denn so gut als Virg. Aeh. IV, i35. Stat 
mipes et frena ferox »pumantia mandit stAtC des 
gewöhnlicHereH morcUt sagte, hätte er auch frendit wäh- 
len können. Wenn jedoch frignuni einerlei Wortf mit 
BräfflBe ist^ jenem iSlrick, mit weichet^ der Hufschmidt 
den Kopf oder 'das Maul des Pferdes, das si^h nicht 
beschlagen la5sen will| einklemmt ^ so würde froenum 
wie praelu/n eÜto von premo abzuleiten seid. 



156* 

Puer. Adolescens. Juvenis. Juvenalis. Juvenilis, 

1* Um das wihre Verhalthiss dieser Synonyma zu 
t^^greifen^ muss man sich faiiten^ sie als coordinirte Be- 
^rife und Gegensätze zu betrachten. Nachstehende Ta- 
l^lle wird die folgende Untersuchung erläutern. 

Pue/'itia, Jupenia» McUuritas, 




iiifarUia. pueritia, adöUspentia* viriüa aetaa. aenectus, 

3. Es kömmt hier vor allem darauf an, ii^ pueritiä 
'<Q weitem Sinn von jenem im engerep zu unterscheiden. 
^iodich jDz^r ist das Sultetantiv von parere^ und .ver- 
^^ seinen Stamm besonders in der Form * por y - welche 
nck, obgleich nur in der übergetragenen Bedeutung* von 
Wiener in Mar^ipor u. ä. und ohne Geuitivns auf ei-> 
&i|ea Inschriften erbalten hat. 

3. Woher Vbssius 'yfeis&; dass die t^orier na^ fiir 






44 . Paer. Adoleacen«. Juvenis. 

^ naCg gesagt , ist nfir uobekannt. Ich kenpe nur des He* 
sycbiua Glosse noQ' nov^* jidmovsg, derea'Aechtheit an- 
8;'afec^teii kein Grund vorliegt Aber andere Ablei- 
tungen eines griechischen SCammes purere finden 'sich un« 
gesucht, z. B. ni^xiq, nh^xd%^ juvencus , und darf man 
Eigennameii deuten , so ist der jagendliehe Königssobn 
UuQig ^ie unverstümmelte Form der spätem nuigt welches, 

/ ao wie auch yi/o^y hurus, den' harten •findrädical aus- 
fallen Hess. Dass das r in pwr acht radical war, 
geht schon claraus hervor, dass es einst gener ia commu" 
n^ war; dies beweisen die bekannten Stellen aus Liv. 
Odyss. Sancta puer Sälurni ßlia, regina u. a. Der 
Uebergang von por in puer ist factischj ich wünschte 
abe'r eine lateiniache Analogie statt der spanischen von 
fon/tes in fuentes beibringen zu können. Umgekehrt lässt 
sich forerti aus fuerem ' erklären« 

' 4. Wenn deminach jt^zf^r von parere einerlei Grund- 
begriiT mit Kind vom goth. keinan, ysvvav, genuissej 
bat^ so ist hierdurch für die altlateinische Sprache eine 

' Lücke ausgefüllt, die sich durch den Mangel eines ge- 
'meinschaftlicheki Nomen für 'filiua und filia^ oder eines 
Singulars von Uberly oft fühlbar macht. Mit andern 
Worten; Ursprünglich muss puer eben so wie liberi 
und nߣg, das Kind im Verhältniss zu den Eltern 
und nicht wie gewöhnlich nur im Bezug aufsein Alter 
bezeichnet haben; wie bei Naev, ap. Prise. VI. p. 697. 
Prima inc^dU Cereris' Proserpina puer, und noch ,bei 

. den spätem Dichtern , wie Virg. Aen, IV, 94. Tuque 
puerque tuua» Erst die. Gewohnheit, dass man aus Ha* 
manität die untergeordneten Mitglieder der Familie^ na- 



^ r 



JavenaHf. Javeiiilit. 45 

* • * 

mentlicb die Diener^ den Kitidern der Benenimng nach 

gleich stellte nnd enphemistifch puercs anstatt eervos oder 

fanmloB nannte, hatte :{;iii» Folge, da<8 man die eigent* 

Jichen pueroa^ die wirUichezl Söhne und] Töchter, aU dio 

freien, Uberoa von den /a/Ti^/i« ' öder den ieryientibua 

domus partibua unterschied» 

5. Daher h\ puer «le ein populäres S3monymuBi 
von fliua familias , dem juristischen BegrißT anzu-* 
sehn , und hezeichnet das Alter der bürgerlichen^ Un« 
Selbstständigkeit^ welches die Kindes-, Knaben- und Jung- 
lingsjahre ninfasst, und so lange dauert, bis der puer oder 
langgeaell selbst ein Familienvater oder wenigstens 
ein ganz selbständiger Mann wird. In diesem Sinn «agt 
Ovid. Fast. IV, 226. Semper /ac puer esse pelis* Da- 
her ist es ganz sachgemäss, wenn Gic. Farn. XII, i5 noch 
den neunzehnjährigen Octavianus als egregiua puer be- 
zeichnet. 

6. So wie puer in diesem weiteren Sinn gewisser-» 

massen den Gegensatz von pater, namentlich von patres 

in vielfachem Gebrauch/ wo das Yerhiil^iss des Alters 

mehr als das dei* Verwandtschaft hervortritt, bildet*, so 

steht die pueritia in engelrem Sinn als das mittlere Dritt- 

theil dieser ersten Hauptperiode des menschlichen Lebens 

im Gegensatz äcr'infantia oder prima pueritia und der 

adolescentiä . oder prima /upentus. Jene reicht bis zum 

siebenten Jahr, diese beginnt mit dem siebzehnten, Gic. 

Sen. 2. Qui enim citiiis adoUscentiae ^ senectus quam 

pueritiae adoltscentiae ^surrepit? Phil« III, 2, 

Caesar adolescenSf potiua puer, in engerem Sinn, 



• 



!• 



4S Puer» Adolesceni« Javenia« 

• weil ^r iK>cb in den ersten Jahren der adoksiwitia sUnd. 
aber IV* i. Prosequinüni nomen clarissimi adolescen- 
tis ffelpefiu» puer^ im wei^j^en Sinn^ weil er ^als ado- 
Ifiscetia noch pi^er vraTf aeine Jngend aber nnd • das ehren« 
volle MisaTerhältnisa seiner Geistesreife zu^ seiuei! Jah- 
ren dorch den Ausdruck puer ns>ch mehr herausgehoben 
wird. Snet. Tib« 68» Vi caput pueri pel etiam ado- 
leicentia taütro inilnerareß, Claud« a. Inf an 8 relictus 
a patre ac per omne fere pueritiae atque adolescen- 
tiae tempus •• fnorbia conflicttUus est, 7ac. H. I9 i3. 
"Otho • . puerit i dm incunoae , adolescentiam. peiu- 
lanier egeräß» 

A 

y . Für adoksoena, wie für ßitholeSf proles und olescere^ 
d. ,h. cr£«£^r« bei Lucn 11, iisg ist ein mit olere^ rie- 
chen bomonyoier Stamm anzunehmen, welcher sich zu 
der .JNTebenform alere wie das Neutrum zam Transitivo 
verhält« , ■ ' ■ 

8. Die jupentua umfasst- die adokscej^itia und die 
pirilia aetas^ ^ind schliesst nur die pueritia im engerä Sinn 
eben so bestimmt .wie die aeneatua aus. Es giebt durch- 
aus ^n^ falsches Bild^ wenn man juperda durch Jüngling 
und nicht durch junger Mann übersetzt Vgl. Vavas^ 
sor Antibarb. p. 472. Cic* Sen. \o. Jnfirmitda puerorufrii 
ei ferocitaa jupenum et grapitaa constantia aetatia* Tac. 
Ann. XIV, 55. Praeceptia pueritiamy dein jfupeniam 
meam fopiatL Plin. Ep. VI, a€. Pu e r aimplicitaPß, co^ 
mitate Jupenia, Qtiiutil. IL 2. iddulti fere pueri 

* • _ 

ad hoc- praeceptorea tramferüntur et apud eoa /upehes 
etiam facti peraeperant. Plin, H. N. VII, :a. In Jispenta 



Juven.aitis. Juvenilis. 47 

candido capillo qui ^ in Benectut0 nigrescai, ^ luvenkl, 

XIII. 55. « ■ ' r 

Si jupenia petulo non asaurrexerat, et si 

ßctrbato cuicunque puer» 

Sraec. Controv. I, a* Nemo credebat occisunt pirum a 
fmina; jupenem .a puella, armatwn nb iaermi, 
Liy. XL, 6. Perseua /am tricesimum annum- agens^ 
Demetrius qtUnqmnnio ^minor ; m§dio jupeniae robore 
ilkf hie flore, 

» - ' . . 

g. Wenn jupema mit jitpare von gleicbem Stamm 
ist, 80 findet wenigstens das unmittelbare Yerhältnl^s 
nicht statt, welches 'Varro ap. Gensorin. D. Nat i4 
anDimmt, qubd remp* in re militari poaaent jupore. In 
der griechischen Spra<ihe erscheint dieser Stamm nicht 
80 dentlich Wie in dem germanischen jung. D^ jedoch 
liai ; dem griechischen ^ eptapricht , wie ili jugum , jua, 
kiusj jujubae ans t<^jrog> ^i\^oq^ Zav^ ^iivq^oi^, so lässt 
es sich dvrch die Vermittelung von ini^wf^sXog mit ((koi 

und ^ia in ähnliche Verbindung bringen, wie eqpslo^ und 

» 
^lUif mit jupare. Für die Benennung der Jugend' 

sondern Jugendfeuer bietet täii^ioq uv^Sl fjt<&60s eine 

pasteade An^ogiej beide Nomina scheinen von ql&a 

icbildet ' . * 

10. Die f|ormen des Substantivs finden sich schon 
'^'on. p. 433. JuuentuB , jupenes; jrtPenta, aetaa ipaa, 
^d ergäi^zt bei Forcellini y/if^enms, dea, richtig bef- 
»^mmt. Cicero unterscheidet nur /ai^«/»^«« un^ fupentas, 
^^ überraäst juperUa der Poesie; z«, B. Catull. LXI9 



N 



^ 



, 4d Faer« Adolofcens. Tavenif. 

2^35• ,Aber schon Livias gebraucht Jupenia immer als 
, Abstractam, jupentua immer als cbUectives Concre^m. 

^ Vgl/ VII, 5. Ut qüi rure Jupentam egisset mit V, Sg. 
JfAventua miätaria, Suet. Aug. 68* A prima JuP€nta% 
mit Cap. 45i ilx nohiUssima jupentute^ Tac« Ano. III^ 
4/. Receptos in jiipenta triumphos^ mit fiist. V, a6, 
QalUca fuuentus; S. Böttichers Lex. Tac. p. äBi. Cart. 
X# 5, 35. JUpenta irritat iracundiam mit IV, i, 34. 
Cappadocum Juventute asaum^a, la Virg.Aen. VUI, i6o. 

Tum mihi prima genas pesfibat ßore. / upeiiia 
ist ^ie Variante Jupentas nicht blos der Kyriologie^ son- 

. dern des ganzen Bildes wegen' beacfati^ngswerth« 

11. Die Adjectiva jüpsnalls und Jupenilis anterschei- 
den sich so wie' regius und regalis; nämlich Juuenalis 
bedeutet das Jugendlich^ indifferent^ was den Jungen 
Leuten angeh5rt^ daher die bekannten Festspiele immer 
/ai^^Tia/ta heissen, ohne Variante/ dagegen Jupenilia hat 
den ethischen Nebenbeg rifT, was j ungen Leuten ^ eigen 
und ihrer würdig ist; iin^d wann auch /up^nalis einen 
ethischen Begriff involyirt, so bezeichnet diese Form das 
' Jugendliche , mit Lob , im Gegensatz der A 1 1 e r s s c h iv ä- 

r 

che, fupenilis mehr mit Tadel, im Gegensatz der Alters- 
reife; Sbereinstimmend n)it der psychologischen Be- 
deutung des Vocals i, welcher unter den Vocalen eben 
80 eine verkleinernde Kraft hat^ wie das l unter 
den Consonanten. 



, 5 



12. Ich will nicht behaupten, dassdie Alten diesen Un- 
terschied streng eingehalten haben, aber manches weist 
darauf hin / dass wenigstens das Gefühl für denselben* vor- 






. Javcnalig. JavenilH* ' 49 

banden war. Das' Fett der fu^enes lieiiat /uPinaliap nie- 
mk Juyenilia wie Palilia, Fetner vergleiche man Cic 
Sea. 4^ 10« JPabius ^ • Hanibalem Jui^eniliter exsul-r 
UsaUmpaHenüa sim moUlebat, mit Flin. H, N« XXXIII^ 2. a. 8. 
6a/&a . \ juv€ na lern famam apud principem popinarum 
fomis aucupatur^ nach Uardonina richtiger £rklaraDg 
im\ifama digiia sthenuo juuene^ im Gegensatx der all- 
intoleranten aenectusm Fetrou. 17. Jupenili impulsi li^ 
^iame Tac. Ann. XIII, 4/. Appul. Mnnd. p. 338. Oad« 
Yoküi habüudifie, pubhrtate J up enali^ nach allen Maa.^ 
^Ggegen in Metam. X. p. 72:2. Caloris JuvenaÜs impetu 
^ptis, die Lesart zwischen /uvenilia achwankt. Vielleicht 
i^ eine kritische Friifang der übrigen Stellen ein meinev 
Ansicht günstiges Kesultat. Fast an allen Stellen schwankt 
^e Lesart. Bei Virgilios eignet sich überall die Form jur 
«m/w. Aen« V, ^j5. Quae faeriat j up enali in corpore 
'ves, Ebend. YUI, i63. Mih^ mens Jupen all ardebat 
^re compeUare virum im Gr^gensatz nicht der Besonnen- 
K Sonden der Indolenar. Und II; 5i8« SunUis Priamum 
henalibus armie ui Pidii. Ana dieser Stelle folgt 
ier nichts für Sil. Ital. 11, 3 12. SciUcet imtmnsae pisia 
^^veniliihua arnm Subsideni Alpes! weil da die riesen-* 
'■lAen Berge den Waffen unbesonnener junger Man- 
^entgegenatehn* In 0?id. Art. Am, Uly i33. Jlieferam 
^mme tatus jupeniliter arcum corripU , d* h, mi t ju- 
(»idiichem Ungestüm und unvorsichtig» nach allen Mss. 
'^gegea Met. X, 675» Jecitdbohlifuonüidumjupeni^ 
htT aurüm, wo der Sinn erfordert wird: mit j ugen d- 
^icber Kraft, bieten viele Mss. jupenalUer. Eben ao 
^ii^enal. XI, 5. haben wenigstens swei Hdschr. Fcdida 
^lupenalia membra. In der Ausgabe des Livius hat 
V.Th. 'D • 



5o , ^ Puer, AdoIesceitB. Juveiiis. , ' 

die heaatt /upenali^ den Vorrang gewonnen; vgl. I, 5^. ii« 
V, 22 9 5« XXXVII y !20, 5. XL, 7, 2. Im gtinsen aber 
entscheiden sich die Mss. übd die Herausgeber meh^ für 
juvenilis, obgleich Priscian andeutet^ dass dies die seltenere 
Form sei^ IV"» 4. p. i56« Kt« ^or^ mortü mortdUa ; fu^ 
i^enia juuenaUs^ invenilw: Ifamen] etJuuentUa, 



15* Derselbe Fall ist mit v^naUter^ d. h. so gtodiickt 
und dienstfertig wie ein gelernter und gutwilliger Bedien- 
» ter, und mit pemiliiery d. h. so unedel und gemein wie ein 
Sclave. Auch hier sehwankt in der Hegel die Lesart. 
Nonius hat in seinev Glosse und in. den Fr. CaeciL 
Credo nimis tandem hoc fit pernilitei' bei Gothofredus 
das wegen nimia passendere pernaliier. Auch Mrird in Hör. 
Sat. II96, 108. Nee non pemaliter ipsi$ fungitur of- 
ficiU praelibans omne quod offert diese Schreibart einen fei- 
neren Sinn enthalten als perniUter, weil dann der allzadienst- 
willige Hauswirth indirect unter der Form eines Lobes ge- 
tadfit wird.'^ Dagegen U)it Recht Senee. Benef. II, 11. 
!Et liaec ipsa non perniliter (d. b, nicht mit dem Ton j 
sclaviscW ^Demüth) nee eäßgura qua quidam , reiieiwti^ 
' quae, magis ad se polunt atirähere. Auch in Tac. Hist II, 
59 lind 1X1,-52 ist pem£lib^9 bianeUtiis vtaipemiU dictum{ 
allein jpassend lind durch alle Mss. best&tigt 

i4. Von den reralteten Formen por xmApora^ neben.i 
puer und puera giebt es noch eine Anzahl Nominal- 
Derivatiouen, püsüe, puius, pullus; pupUBy pvber* Zuerst:] 

* mittelst der Participiaitermination entsteht pueus uxA pu9a\ 
bei Pompon. ap. Varr. L. L. VII, 3., wovon die eigent^j 

, liehe Subdtantivförni pmio^ mit derselben TerminatioB wie 



Jurenalis. JHVtmiti«. ^ k^' 

* ■• 

turno und äsno. Die QuantiCSt von pusio in Javenat. VI 
3a lasst auf die jon pusua' ÄurückschUeascn und boieui?t 
den Ausfall des radicslen r, wie in ßusutn und /asum» 

i5. Auch putus bestanct neben pusus wie pultare ne- 
ben pulsare. Gloss. : piUt^ (aixqoL Däss aach diese Form 
ein langi»« »hatte, geht ans dein absichtlich fehlerhaften Ge- 
brauch in dem Epigramm anter Virg. CatalL IX hervor: 
SciUoet hoc sine fraude^ Vari dtdcissime^ diocan^ 

Dispeream-, nid me perdldit^iete putus* 
Sin autem praecepta i^eiant me dicere, sane ' 
Nbn dicam^ sed: me perdidie isti puer^ 
So ist zu interpnngiren. £s muss aber dieses puiüs noch 
eine verborgene fieaiehnng^haben^ auf welchi^ die Pointe 
de«Epigrammes beruht ^^^ gab es neben putus noch ein pütus 
»uf dessen Bedeutung eine Vergleichuhg von püäendum 
praepuiiumf penis^ n60'9'fif niog schliessen lässt? Vgl. Inlt. 
ad Plaut. Asin. lil > 5, io5» 

• 

i6. Dagegen pullus und nouXog sind Deminutivformen " 
desselben Stammes pario, nur findet in der lateinischen 
Form eine consonantische Assimilation statt wie in steU<i 
Ton otaxriQy in n&Xog aber eine vocalische. Die Homony- 
mie dieses puUus mit jenem pullus^ welches durch seinen 
Begriff pechschwar«; auf eine Abstammung von pixy 
sKMoa hinweist, ist $chon Th. III. S. 207 erinnert worden.^ 

17. AmI) in pupm^ wahrscheinlich einerlei Wort mit 
Bub, ist das radieale r wie in seinem Deminutivum />u- 
^iUus durch Verdappelung des Voqales ersetzt, wie in ^^- 
^a von ^TToi^ s§rpo^ v^mU; und das zweite p ist keine 

Da' 



I • 



1 ■ 

. 5a Fuer* Adol^icens. Juvema. 

wahre l^ern^iiiationi sondeni * verdankt, seine Entatelj 
einer Reduplication des Anlaptes yria palpare, fühl^ 
\lfaXh»; vgl. Battmamia Lexil. Tb. I. 8. ^i. Encu^'^ 
püber verhalt aich zu demselben /)or xxnd purere yrieji^ ° 
lind Über zi^ facere und legere^ ^ 

i8» Synonymisch ist über pusue vaiipupus als üf 
allzoseltene und ungewöhnliche Ausdrücke nichts zu I 
stimmeu; pusio und pUber aber bezeichnen eine bestimf 
tere Epoche. des Knabenalters tls puer^ nämlich die r^ 
eintretenden liannbarkeit |d^ den Culminationspunkt ^^^ 
puerUia» welphes^ bei dem männlichen .Geschlc^cht in t^^^ 
^ vierzehnte, bei dem weiblichen in das zwölfte Jahr geset^' 
wurde; nach Festus s. pube». Aber diese Periode stellt pu^''^ 
mehr von ihrer schönen undreizenden Seitoi oderi|[^ 
dmßorem aetatia äkr, puher aber von ihrer physi seh ej^l 
und kräftigen Seite als ro^z^r aetcOia. Der pttsio ii^^ 
cur Liebe, der puber za den* Waffen und andern ern*^* 
8t en Beachäfiigungen reif. Daher wird pusio regelmäss^^^ 
ähjilich wio ßo8 aetatis in zweideutiger Beziehung geP' 
braucht: Cic. Cael. x5. Ciodiua semper /• pusio curn^^ 
majore sorore cubitopii^ vgL Tnscnl* I, j24, 5/ und Juven.^ 
VI, 54. Quod U^wn pu^sio dormii, Pusio qui nacteni'^ 
rion litigcu, AppuL Met, IX. p. ^sto^ x5. At vero adulter^ 
belUssimus üle pusio, 

ig. Pubes verhält sich zu pubertas wie nach §. lo. 
das Oollectivum /ufenius zu dem abstracten /tt^^en/a." 'Die 
pubertas tiMt auch ziemlich einerlei Umfang mit der /»- 
penta; beide sind gemeinschaftlich der sm&«^ tf«/a« ent- 
gegengesetzt, aber speciell die pubertas dem, unreifen^ 



/ 



Jovenalif. JaTenilis. 



53 



nta dein überreifen Lebenaalteri $o dtAB pubescere 
Vorschritt aas den Kindesjahren in die MannlNirkeiti 
mescere aber die Rückkehr aus dem Greiaenalter-in die 
md anzeigt» Der püber ist achon ein junger Mann» 
Jui^enis ist es noch« Tac 6. ao. Sera Jupenum 
eoqjue inexkausta puhertas, Cnrt. VII, s, !•, 
e ni € erat prinio aeiätis flore pub$^cena. 



L 20. Der adohscens ist jedenfalls puber, aber <nnr eine 
raltthat dea Siprachgebraucha oder eine Inconseqt^ns 
Gegensatzes machte es möglich > dass daa praeien» in^ 
QiiuL ein reiferes Alter bezeichnete ala das perfecium 
\plici8f wie aus Cio. Rep* II ^ ii. erhellt: F'idetiene 
m tfirü^conailio non sohun ortum nouwn popuium, neque 
in cunahulis f^dgieniem reUctum, eed a,dultum (MS. 
itum) fam et paene puberem» Namlic;^ wie ado'^ 
ens die letzte Periode der physischen Entwickelung, 
letzen Jahre des noch heranwachsenden Menschen 
deatety im Gegensatz des schon Ausgewachsenen, 
aduliua die erste Lebensperiode^ in welcher das Wachs-* 
bereits angefangen luit^ im Gegensatz dea Nen- 
{fiborenen« Cic. Brut« 7. Non-nasoentibue Athe^ 
^) sed jam adultie, Tac. Hist. I^ 3i. Incipiena ad- 
hc et non dum adulta seditid. Eine bestimmte Epoche 
wird sich für die aetas adulta |ao schwer bestimmen lassen^ 
^ fnr das deutsche herangewachsen; es ist durch«- 
m relativ und setzt lediglich denjenigen Grad der körper-« 
liehen Selbstständigkeit voraus, welcher den Dienst der 
Wärterin entbehrlich macht. Doch lässt die obige SteHe 
IUI Cic. Rep. II, 11 ' bei Knaben an das zehnte oder zwölfte 
lab denken. Cic. Yerr. V, 68* jidfiUa aetata puer ist noch 



j 



1 



'^ ' 54 ^ Paer«. Adolescens» Jnyenia. 

kbin adolß^naf nodi w«aigcr einjupem»^ QttiAttl. liy 
Adulti fer9 pueri id hoe praeceptoreB tran8f$funtur 
apud ,e99 jiHfs n^e 9^ eüam facii per^vtrqnU 

* 
• » 

91* MtXL könnte tynonymitch adukus das lachoa! 
vän^ von adoieacens ueones« Doch gut dies t Mos y( 
Masculinum. iHnn da das Snbstantiy adoh^oenB z\ 
noch von Terenz, aber nicht m^hr im goldenen Zeitaltc 
eine J u n g f r a u bedeutete, so gebrauchte man adulia i^irg\ 
um die denl Jänglingaalter entsprechende Lebenaperioi 
des weiblichen Geschlechtes ca bezeichnen; Dem adi 
leee&is steht die aduUa uirgq gegenüber* Zmschen Ci^ 
Divin* Xy i8» ' Africard fiUatn adoleecentem. iki 
Tusc. V, 2tO| 58. I>ionysiifiliae cum/amessent^adultai 
findet das den gra^imatischen Formen^gemässe Verhältnii^ 
Statt; dort die rtifeude, hier die gereifte Juagfraa. 



^ ^ abl. Im Griechischen hat sroH^ diejenige ausgedehnte 
Bedeutung behauptet^ welche ich $. 4 deta UrbegrilBP von 
puer zu vindiciren sücht<^« Unter den Deminntiyis ist 
9smii6v das indifferentestCi während nmSa^toiß und ncuditnioQ 
einen qualitativen Nebenbegri£P haben. Nach Xen« H. Gr< 
V» 4, 3fl» hgxig iiifiob natg t$ cSy nttl^itmidiuxüg uai 
flß&9 navtu tu KDti,vt neMV ii^wdleat, verglichen mit IV, 4. 

ist anzunehmen, dass das Kii^enalte;r durch. 9i:a«l*e}co$ voc 
seiner seht) nen Seite, hinsichtlich s^nor fiischea. Un- 
aohnld und Liebenswürdigkeit^ durch irittla^yaber von 
seinei; nach theili gen Seite, als da« unverstaadige kin« 
diso he Alter dargesieüt wird* Eine erotische Farbe, ^c 
wie sie au pueio haftet » ist desslialb der Ferm fPoMaxoi 



t\ 



\ 

1: 



Juveualis. JuveuUja. 



T \ 



55 



nicht irew4^ i^igeotbiimlich nber baftet siq m niXXa^^ wel- 
che» v^^KouitLt pßlkx lieber auf den Stamm parer^ zurück- 
fiihre, $^mut nilUiV, oäw etwa anf TTfli^l^^^aff^af. Be- 
aerkenswerth ist auch die Orthagraphje in den Gloas. veU» 
Poel^x^ ifliftj, TtäkXaKiqf offenbar eine yerweichte Form 
yoü porkxy wio peUe» durch AsumilAtiQn aua perhae ent- 
iUqiL Und oun ^juib^# der an upd für aich kils ama^ 
moi^T puüonitXkJ^oipvnalXttkog hei<at| ist era( re- 
lativ in Becpg auf aeinen Liebhaber To muSi^ku, B inatQ 
iialte ich mit Riemer für ein lakonische/»» durch noig t{li$ 
|?n!a^ zn erklSrendes Wort Vgl* Niebuhrs Rhefn. Mu- 



^ fujb^ Uiiq^fiffagp aber ^/Ji; selbst habe ich Th«IV^ 

Uo4 wiederum mi< analog in Verbindung feaetat. Qier* 

^ erUiirt aich auch das homerische onXivs^qgi d. h. 

intoUn^a^. Die äerleitung dieses Comparativ^ auä onXoy 
. • ■ » ■ 

^^ gezwungen) aber die Vergleichung dieser Homonymi 

jewihrt die beste Analogie für die Vocaländerung ; denn 

tnla verhält aich zu an im anfügen wie arma zu agoi. 



157. 

Cüpere. Velle. Optare. Gestire. Avere. 

1. Vufßrs ist mit cap^re so nahe verwandt wie hof- 
^6&mitdemgothischen haf jan^nndlässtaich demBegrüTe 
"^ als eine Art Desiderativum bezeichnen > wie Unte'iv 
^li^jf, hßog bei Hesychius in äbnl^ehem Verhaltniss zu 
^6ty Steht Wirklich ist diese innere De^iderativform 



56 ' Cnpore. VeUe, Optare» 

' ' . / ' 

cuper0 von der Sasseren I'requenültivferm eäptar^ 

auch niclit anders verschieden als der Gedanke von d 

Handlung; der leidenschaftliche Wansch vm dem BeA 

streben, ihn zu realisiren. 

> * 

3; Für weitere synonymische Bestimmungen ist ans 
Senec. £p« i i6 p. i* Cum tibi cupef'e inierdixtrOf velle 
permiitdmzn ersehen, dass i^Ue ein Act der rnhigen Ver-* 
nunft und Selbstbestimmung, cupere aber einZnstand des 

aufgflk^ten Geftlhls oder gar der Leidenschaft ist« 

« 

3« In derBengnug von ifsUe wechselt derVocal e und 
o, K« B« pelUf . pelinif via d. b» p^U^ nnd volo, PoU^ polebam^ 
potent^ so dass man mit Pa^sovr geneigt sein kan^, die eratere 
Form mit &ikto^ die zweite mit /Jo^o/uo» zu vergleichen. Am 
,Ende sind aber ^ih» und ßoh» selbst als Wnrzeln nicht 
wesentlidber verschieden als &f^Q nnd tpiqq^ wovon letzteres 
infera nnd vielleicht auch in penari^ iLh, ferinäri^ also 
&fl^f anch im Lateinischen erscheint. 

4. Eeinenfalls aber bat die lateinische Sprache diese 

* 

Doppelform synonymisch benutzt, wie die Griechen nach 
Bnttmann Lexil. I, S. 26 > welche mit i^^Aco, ^Om einen 
energischen Willensacti mit ßoXoiuu^ ßövlojjiM aber 
nur ein Moses Gefühl, einen Wunsch bezeichneten, 
n. Vm, 2o4« Sv da aq>la& ßovXeo flxtiv. iXnsQ faQ x* 
id'iXoiiiev oaoif ^avaoZüW agcayol TQiSas anmaäfr&M' Die 
Buttmann'sche Darstellung ist auch durch Demosth. Ol. I^ 
ab p. 24 K* ^uip 0% TS &6oi ^eXma^ ^al vfisXg ßoiXfiO'&e 
keineswegs in Zweifel ge^tellf, wie Schäfer App. T. l, p.!26i 
andeutet. Ich erkenne in dieser Wahl der Ausdrücke 



G^stire* Avire* 5y 

Tielmehr rine feine Ixoniei ^Is hatten die Atbener bislier 
es nicht nnr au einem kräftigen Entsteh Inas; Sondern 
selbst an einem aufrichtigen Wunsche fehlen laaaeni die 
Schwäche des Philippus 2a enthöUen^ Auf Eur. Iph. .A. 

338. t^ io^v fniv itvxi XQV^^^^^ ^ ^^ ßiivk$a&a^ &i^ 
lfa9 will ick kein Gewicht legen. 



5. f^eUe und cupere yerhalten «ich gemeinschaftlich 
xa optare und expetere wie.das Gefühl zu der Aeusse- 
rung desselben durch Worte. Der opiam und der expe^ 
tau pflegen beide einen Wunsch laut zu machen, allen- 
Mls selbst im Widerspruch mit dem Wunsche ihres Her- 
zens, wie Sen. £p. gS. Sflepe aliud f^olumua, ^aliud 
QptamusJVlBLtkt. Rud. III, 6>x6. Utrum Pia op,ta^ dum 
Ucet. Sen. Brev. Vit* 7. Assecutus iile quos optapgrat 
fascesy cupH ponere. Optare und expet§re [selbst abeir 
sind dl>en ao von einander verschieden wie pelle wadi 
cupere: so dasa in ' Cic. Off. I, sio. Nilfiil nisi quod 
honestum iii homioea aui admirari aut optare aUt 
expetere oportet; ersterer Infinitiv eine ruhige, der 
zweite eine leidenschaftliche Aeuaserung des 
Wunsches bezeichnet. Vgl. Pis. i4. Lael. 16. Phil. 
UV, 1, fi« Von diesen Ausdrücken sämmtlich unter- 
scheidet s^ch aber appetere durch den Nebenbegriff der 
Selbstthätigkeit, sodass der expefena die Erfüllung 
seines Wunsches von einer fremden Macht und Kraft er- 

* 

wartet^ der appetena aber selbst auf sein !^iel losgeht. 

6. In optare sehe ich eine Freq^uentativform des 
Stammes aroi. Daher ist der Gebrauch bei Tirg« Aen« VIII, 
^2, JBxternoa optate ducea, d. h. ernennet| wohl als 



58 Capere. Volk». Optare. ' ^ 

ChnmdbedMtiuig' zu betradhteii« OarMben' bestellt' ornr« 
alb ItttehttTfoann. so wie dM NbüieB 09 selbst aidits als die 
lateiniscbe Ansspvacbe voa 01p ist. Und. w^n manAe 
EtjjDologen aAakari von <Mfer«»« «bleitelen» so ist dieser 
Yersach Tielleicht nur ddun ^o modificiren, dsss adulor 
als Deminakiyform statt aäopior, neben MJbro ab Intenaiv- 
form statt adopro %a stellen ist^ 



( ' 



7'« Man könnte einwenden^ dass der grxebhisolieStamiii 
ebrs?v nicht nnter dfeser Fora » sondern als ^equor bei 
Plant Mit. IV) 6, 5; rmquor, maeee n» s« w« im Lateini- 
selten erscheine. Allein es ist dies nieht daa eumge Bei^ 
spiel>wo nicht bfo^ in italische Dialekten jb und ^ndternirt» 
wie in Tarquinius und dem oscischen Tarpiainsi sondern 
im Lateinischen selbst eine Formation das p behjUt', -die 
andere das qu substitairt% Man denke an coquo neben 
. pöpina^ ntfipur». Dies ist der Fall selbst mit ^egui^ ino^uxu 
NMmlieh wie optio die Wahl ofienbar das Verbalsabstan- 
tiv von jenem l!nra> ist^ so mass ich jenes, Imssoalinische 
optiOf welches den Amtsgehölfsn des Centnrio beaeidhne^ 
als eiä Homonymnm betrachten nnd eben so wie. emaoir, 
inffiiq und 9oeiiu auf §bof»a* und Bequi ssnriiekfiiiirett. 
Denn die Erkiärong b^ Panl etr Fest. Inre militari optio 
appeiiaiur ia^ quem decurioaui cenUtrio optat Mihi reruiu 
pripatarum magistrwn^ quo faoiUua obeeU publica 'offititl 

mal nicht geneigt 9&a festzuhalten. 



8. Der cupiena hat nur das Ziel seiner Wünsche im 
Aiige und fühlt sich durch die Oegenwart^ in welbhetr seine 
Wunsche noch nicht realisirt sind, beengt und gedrückt. 
Der g99iien$ aber ist schon in der Gegenwart frohi indem 



WöniGht aehon in cl» Gegenwart irenetst. Cic* Att. IV^ 
11. Gtstiq 0cire ista omma^ d. h. ich. freue micli 
darauf «Ilei mu erfahren« Ter*. Fhorn« U» i» 3<x 
fptm gestio dari mihi in conapectum, 

9. Niditi flobeint näher sna* liegen alc gestire^ eben ea 
mgmtare aüd gesäculari, Ton ^«r^re abznleiteny tind die 
Synonymie durch^Vergleichnng Toa trachten und tra*t 
jen 2tt Voranechanlicben« Aber beidet ist täa«chead% 
Tielffldir ist ge90tr'e eine Intensivlorm des Stammes folQmy 
^tim, begehren, gaimtm bei Vlfhilfa^keron bei Kero) 
Bodbedeatet bald sich über etwas freuen^ bald sich 
ittfttwai frenen; andererseiti ist trachten kein 
hleoiimai von tragen, wie Adelung meint, 'sondern die' 
^QticheForm yon difnofuuj 8^xtX9, daher sich drohion bei 
Oubieiaoch für betrachten und bemerken findet 

10« Die Begriffsyerschiedenheit, welche die deutsche 
^che durch die blose Form gierig im Unterschiede, 
k be^gierig erreicht 9 bezrichnet die lateinische mit 
^ besonderen Worte apiduSf avere*, Nlunlich cupere 
'testet blos ein heftiges, av9^e aber em ungednldi- 
^^i)haitiges Verlangen, welches keinem anderen GedaU"- 
^ neben sich'Banm lässt. Der cupiens ist für dieRea- 
"öniog Bduetf Wünschet nur warm oder iieiss,, der at^enB 
N)t bei dem Verzug etwas zu versäumen und ist in 
^biir sich au übereilen» Tac. H. I, 7. Serporum manu» 
^^ aifidae ei ^n^mun apud senem ^estinaiUeSf Gic» 
^^ n^iS. Inteäexif ^uüm auapenso ammo et aoUicUo 
^e aperes^ jpäd wfiet no^s, verglichen iqat IV, ii« Pe- 



> 



/ 1 



• • 



6o Cnpere^. VeUe. OpUre^ 

lectanmt me spisiolae tuae; •• perge reliqua; gestio ««| 

ista amnia*. Unä Sen. 8* Graecaa lüeraa sie auide arripn 

' ' , • . ^ 

quaai diuiurnam aitim expUre cupiens» ItiVp XXVI, 

. • ■ ■ . ■::'] 

27. i3. Temere potius quam apide crediderüis. 

1 1. Diese Bedeatang von apere ßabxt zngleicli a 
die Etymologie. Wenn' nämlich die Sltel:e OrthograpI 
hapere ist (vgl. Lambin ad Gic« Att I^ i5)» so stellt si 
^es als eine Nebenform von hiare berans, dessen Synon 
mieans-Cic. Verr. n, 54« Apatitiasemper h iahte et U 
minenti ßiiseef öder Tac» H. I, 12. H4ante8 amicortt 
cupidäaies erhellt ; denn hapere ist nur das Transit! vu 
des »transitiven hiare, ähnlich wie die*freqnentative Fofi 
.%a%iw, fuxiCia mit dem Genitivus constrnirt wird, wSfarei ^ 
der Gegenstand von;^airoi in derselben Bedeutung durch d' 
Präposition eig, mog^ neqi angeschlossen wird« Vgl. Wy^ 
tenb. ad Plut- Mor^T.XJ^p. ^oj. Jacbbs ad AchilL T. VI, 
Wie lavicOf xari^ai ihre entsprechenden Formen in hieta 
und geizen linden, so erscheint die Form hapere V 
Deutschen als gaffen, beiOttfr. iap/en,uni in dem grif 
chischen Derivatum xaZvog^ 



12. Zunächst bezeichnet cupido den Zustand des cv 
piene, dagegen cupiditae den Zustand des cupidus* Hiei 
mit scheint nicht, viel gewonnen, und doch führt dies 
Bömeirkung auf das wahre Verhältniss; denn entsprechen 
jenen Attributive]^ ist bei cupido als der Begierde, naq 
etwas, noch ein Zusatz nothwendig, welcher den Ge 
genstand des Begehrens en&alte, dagegen bei eupiditas a] 
der leidenschaftlichen Stimmung ein gleicher Zu 
satz nur zulässig. Die cupido wird mehr activ a] 






Geitire. Ayire. 6t 

[andlnngj nnd im Gegensatz der AbQeignngf oder der 
QTcbt gedacht, die oupidiias mebr, neutral aU Za- 
tand nnd im €regensat2 der Seele&mhe oder Gleicbgül-^ 
{keit. VergL Liv. XXI, ig. Populos md cupidinem 
^vae fortunae erexerunt, mit XXIV^ :a8. Quo minua 
upidiiaiis ac $$udii Pisa est craiio habere. 

i3« Ferner bezieht sieh die cupido vorzugsweise auf 
lesitz und Geld, cupidUa» allgemeiner auf Genusa 
fld Güter aller Art. Daher Yellej. P. 11, 33. Lu^ 
ullus ••• pecuniae exercebatur (statt expeUebatur ) OU" 
)idiney und gleich darauf: cum Lucuüua Pompe; ointer--^ 
knatam cuplditatem objioerei imperii. Endlich 
iahert sich cupido mehr dem höheren Stil^ daher Cicero 

Sut überall nur cupidUae gebraucht. 

( 

i4. Cupido und eupiäkae bilden einen Gegensats 
pgen den gemässigten Wunsch, lubido oder libido aber, 
ib blose I^ust und Latme zu etwas, im Gegensatz des vei^ 
liinftigen Wollens« * Suet. Aug. 6g. JSxcueantea non libi'^ 
iine^ sed ratione commieea adukeria. Cic. Famm. IX, 
A Nee praestari quidquam potesi quäle futurum, sit^ quod 
YxUum eei in aüerius poluntate^ ne digam libidine^ 

4 

i5. Das Object der lihido ist die poluptae. Cic. ManiL 
i4, 4o* Pompejum non aparitia • • ad praedam aäquam 
^ocapiiy non libido ad polupiatem. , Wenn aber 
^1»u2o besonders als Plural sdbst eine objectire Bedeutung 
«munmt, d^ch welche es zu einem Synqnymum Ton vih- 
^ptatee wird; so bedeutet polupiatee dieVergnügun- 
seil im unschuldigen Gegensatz von Ernst od^r Schmer^ 



N 



62 leere: Verberare* Ferfre; Fnlaare. 

xeUf dagegen Ubiiin»8 die L ü ste mit nninittelbaran Bezug 
auf den Mangel an Selistbeherrschung. Tac. H. II, 5i« 
Minus F'iteüU ignapas polupiatea quam OiAom9\fia^ 
graniissimae libidine* timthanturp Cic< Sonm» fia* 
ImpuUu Hbidinum poluptiUibua cb^cbentiunu 



r 



• löö« 

leere. Verberare. Ferire. Pulsare. Caedere. 
Scindere. Cudere. Tundere. 

t 

1, Die lal^imsclien Glotsarfen führen insgesammt, 
ohne Zweifel aaf die AntoritStdeA Onomast, ico als Prä« 
aensform von icere auf^ oh^e eine Beweiasielle. Denn wie 
geflissentlich vermieden findet sich weder Futurum noch 
Gonjnnctiv.» PrSs^i noch auch Prim. sing, oder tert^ plur. 
praes» indicat, die einzige^ Formen, aus denen ai)8nnekmeii 
wSroi ob KMra der Conjngatipnsform von Ugo oder jener 
vonfaeio folge. Zwar a^ht seit Oberlin in Tao. Anii. XI^ 
g. Foedua reperUe ieiuni nach Eraeati'S' Rafh ans AIS. Agr. 
im Text, aber Walther hat neuerlich in diesem Sats eine 
Tautologie mit dem feigenden pepigete naohgowieaen und 
die Lesart der übrigen MSS. JaciurU zurückgerufen , mit 
der haltbaren Evklätung durch iferba repente injiciunt de 
foederB ßanciendOp - 

t« So Wie nun «chon Ernesti daselbst an icüsni als 
grammatischer Forkn keinen AnsCosa genomm<m hat, so 
acheint auch mir icid wenigstens eben so haltbar als ic<h 
Detm icere ist eiaerl« Stamm imd Wort mit /ocsf« wie 






G«dere. Scind^ve. Cmiere. Tundefe. tö 



^ . 



Mrices mit der in den GIosiisLabbaiBx Btxfbewv&rten Corm 
jarnbricM ufid mi%* amhrie9€ bei Festnt« Aber in icert ist 
das a nicht etwa aasgefallen , sondern laatet als'i wie ia 
cka neben cmsta, und quxeecirt im ersten i so wie in 
mkio» Den Anssctilag giebt die Vergleicliung des Grie^ 
cbischen. Denn angenommen^ dass iarrte» so gewiss eÜMr» 
leiWort mit jacio ist, wie ijTr«^ mit fetWy so verhlUt 
lieh vmm^ Itto^ eben so su {anrro» wfe ido zufmeio. 

3« Aneh die DiiTerenz haben diese Formen in beiden 
Sprachen gemeinschaftlich* SMmmtUdi beseichnen sie das 
Werfen, aber faeere, lAntatP fasst den Urminua a quo und 
^e Bewegung selbst ins Ange, ioere, !mea9uy dagegen dm 
iermiaiu öd quem^ nnd atellt besonders die Folge des War£i| 
<ias Treten ^ dar, I>aher bezeichnet fidminum jactau an 
lieh nur den drohenden Blitz, fidminum idue den 
wirklieh treffenden, einsdilagenden zündenden Blitx; 
Mit Tollem Recht sagt Cic Divin. Ii; 18, 4a. Quod tanUrüa 
iaciusquejalndnwn extimuisient iindCatiLIII, 8, iB. Fahrnis 
Rwn/ae/iEs« Aber in Tac.Hist. V, 7. Campoe •* fidminum 
Jdctu araiwe hat «Wohl Orosios die richtige Lesart ieiu 
«^vrahrt, wie Liv^ XLI^ 9, €v JNapea fulmmia iotu 
mcremäitts esse nnd Cic. Off. III ^ 25, 94 ohtie. Tarianto 
steht Ferner sub ictum teil i^enim faeisst auf Schnssweito 
Qnd 80 nahe kommen, dass man getroffen a^ werden Gew 
^ läuft. ' Mit Recht aber zweifelt Dral^nborch zu Liv« 
^^^ Richtigke^ der Redensart prius quam ad icium ieM 
miret^ «luid biliigt^-des PerizoninsOnjectur ad /aetum ieii 
ik od conjeotum^ anf Schassweite uäd nahe genug» nas 
°iit Hoffiiong auf Erfolg werfen an kühnen. 



/ ♦ 



/ 



64 



leere» Verbente. Weanre», Fii^iire» 



4* Aber neben /acere hat «ich eise dem gciecbzechen 
laYrro Qo'cb ähnlichere Form diese« Stammes erhalten » in 
diasupOrß oder dimpare, wie popina neben cöquere. Fest» 
Supatf/aeü, ünde disiipcUf disjicU et obsipat^ ch/icU et inr- 
ekpat^ hoe est inßicitm Nur diedpare iat eigentUph im p-e- 
brauch geblieben imd eignet sich au einer aynonymiacJien 
Bestimmnng* Der dis/iciene will das, -n^as beisammen ist^ 
nnr trennen nnd die Einheit aerstören; der diesipane will 
zngleich die. getrennten CHieder dieses Gänsen vertheilen« 
JKe tUe^ctio kann sich auf eine Sprengung der Kampfreihe 
beschränken , wie in Tac« Annall. I^ 65» Dis/icere obpioSf 
und Sallnst» Cat. 64. Pauci quo^ medios • • cohorp disje- 
oeraU Die didaipatio ist aber immer eine Zerstreuung des 
FeindeSi Welche einer Flacht gleich ist; Liy. VlII, 39. tn 
fugcun dissipaU sunU Noch deutlicher wird meine Unter- 
scheidung durch die Redensart diasipare fiimank^ sermonem, 
ein Gerücht verbreiten, wogegen f J/s/ie^r« eermo^ 
n^ifi, wenn es vorkäme, den entgegengesetzten Sinn haben 
würde» ein vorhandjDnes Gerücht zerstören« Eben 
so wenig würde inXolum. H, 10. Vehea aiercoriä in juge* 
Tum disponer& et diaaipara uod Hirt. B« G. Vlllt 6. Cum 
Caesar aatis haberet conpenientea manua disaipare, d. h. ia 
Terscbiedene Orte zu verlegen > daiB synonyme diajicere au 
die Stelle treten können.. 



5»' Wie nahe die Begriffe treffeUf achlagen und 
werfen einander liegen, macht perberare noch anscfaaa^ 
licher, welches^ die Intensi^eodung rare abgerechnet, mit 
dem gothischen wairpany werteuy einerlei Wort ist« Sieht 
man von dem gewöbnUchston Qebrauch des deutschen uiid 
des lateiAischon Wortea ab und vergleicht die dngulären 



Caedore. .Scindere. ^ Cudere« ^Toadere;' 65 

Redenurfen über den Haufen wetfen, und mV# 
mberat agroa Jupiter, so treten beide aach ihrer Bedeu'- 
tuDg nach einander so Bfihe wie nach ihren Bnchataben. 
Du entsprechende griechiacbe Wort ist , Qlmtiv^ welches 
lieh 2a werfen eben so varhält wie ql^a zu Wfcirxel^ 
jnpa zu Wer f t e und repo zu perpua, permU^ S^nta* 

6. Verwandt mit perherctre scheint allerdings feriOf 
iBit der Ton Festus s. nequinont anfbewahrten Nebenform 
/m/20, aber. znnKchst kann firire als Desiderativam von 
/orort dnr ebb obren oder von nsi^o» bezeichnet werden« 
Anch dieier Stamm hat sich wenigstens in der deutschen 
Volkssprache erhalten, in bohren, abbären^ und denr 
intensiren biirsen, vielleicht auch in Ambos; vgl. 
Adelung Jh. I, S. 64/. Schmid Schwab. We^rterb. 8. 56. . 

i 

« 

7« ffoatire, welches Festus s. hoitia durch ferire et^ 
^f ut jeden&Us als Homonymum zu scheiden von ho^ 
^e, aequaref worin sich ein Frequentativum von loooi^ 
^K aW erkennen läast« Beide Bedeutungen lassen sicK 
'^Plantos mit Wahrscheinlichkeit nachweisen: Asin« II, 
^) no. Quin promiiio , inquamy koat ire contra ut 
^uerk ist schon des beigesetzten inquam wegen als völlig 
fT>)oiiyiQ mit Vs. io8. Cum ego te^ referiam zu fassen/ 
\^^n 1, 3, 2o« Par pari datum hoatimentum eat, opara • 
f^pecunia. In den alten Versen bei Festus s. redhaatire 
bei Non. p* lai ist schwer etwas zu bestimmen; aber 
hat Nonius nicht hoatire^ offandara^ eedere ge- 
"iriebcn, sondern entweder caader4 oder noch wahr« 
tclieiiüicher laedare. Ich sehe in diesem hoatire die latei- 
"iidie Foim Ton a&äf, wie in humeru» die von (a/ios< 
V. Tb. E . 



/ 



t 



1 



• 



\. 



$6 Icereb Verberare. Ferire« Foltare. 

^ 8t Festos bezeugt auch: Fulgere priaci pro' ferire 
dicebantf unde fulgUt dictum est. Dei> Of amiiiatiker ahn^ 
det nuch hier die Homonymie dicht, welche fulgtre, daa 
^ersetzte tpXlfuy (wovon fulgur fulmen, flagrare abznlei^ 
ten) gILnzlich untertcheiden heisat von fulgerey weichet 
sammt dem veralteten fligere und dem üblicfaeti flageUum^ 
affligere^ profligare entflprechjsnd dem goth, bligg/pan^ einej 
«sjpirirte Nebenform von plaga^ plahgere^ pUcterey suppli- 
cium, 9iXiJ|a» *} iat. Wie ferner in dem von obigem ftd- 
gere abgeleiteten Nomen fullo dei* Walker **) aicH da« 
radicale g dem / äaaimiürt haii) ao fmdet in psUfre eine 
ahnlictte Aasimilation S|^tt^ einer Form, welche in dem 
Intenaiyo pulaäre jpder puUare zu ihrer Grundbedeutung 
schlagen.zuruckkehrt; wenn man nicht lieber gleich 
pulsare daa Frequentativum von fuigere wie nach Th. 1, 
,S. i5o. portare ^onferre nennen will. Jedenfalla iat i'w/- 
fm$ am dnOaoh^tei^ aU Nominalforimätioii ie^^lh^n Julgere 
jmzuaebn^wie VülcanuB von dem homonymen /^^^^^^^ und 
mithin eben ao atamm- ala aininTerwandt v^^j^ga* Vgl* 

Th. IV, s; «55. • 

.9. Die Sjrnonyma papvre und baiunre atehen etymo- 
logiaoh Vereinzelt da. Papia^ mit aafinen Gotnpoaiti^ depu- 
f>er€f caedere; LuciUus: Palmisqu^ nüaeüäm depupit tHä und 
Obpupiätf perberat, bei Featua iat zwar mit naiet) einwlei 



<«-»-<- 



*) Ueber die Homonymie von plechre vXf^Sa*^ and pUcare, am- 
pUcti^ nldiat vgL TJu IV, S. 27^» nird Hand za Gronor. 
Diatr. Stat. p. 249. ' ^ 

**) Eben ao entspricht das dentsche nf dent Iat. / auch in watm 
/ormiM, Wabe favus^ Wurst farium^ und vielleicht welk 






r 

- ^ Caeäere« Scindere. Cadere. T^dere. . 67 

Wort, aber es aach mit pnffeni und poohen alt ur-» 
Tervrmdt ra befrachten , hat Schwierigl^eit -— Batu$r9 
fichdnt eine Inteniiirforlmatioi? desjenigen Stammes xn iTein^ 
yftkhst in bactiUui, ß&kt^v^ B an gel nnd dem gothiscben 
hang d.h. Sehlag en 'Grande liegt, so daSs sieh das 
radlcale c, je nachdem ia/iio oder iäituö disL übliehere 
Schreibart war^ dem Cöneonanten oder dem Vocal issimi^ 
lirt hat. Adelung bringt anch peitschen damit in Yer* 
liüdang. 

10. Synonymisch ISsst sich über das aas keinem mi«^ 
nmmenhtngenden Sats bekannte Wort fulgtr§ nichts 
kstifflznen; die übrigen aterfallen zoTSraerst in knA gros- 
lereClassens die Schläge des i^er berank f des pulsarUf äe^ 
mulcanä, des batuena^ des' paPiens prallen auf der Ober- 
üache ab, dagegen jene AeBfertena^ des iciämf de$ eaed^m 
können nnd sollen auch eindringen; ' ' 

^ • 

11. Ferire verhUt^fch ru öäedite uad icere als der 
iDgemeinere Begriff aa dem besonderen. Es beaelohnet 
oiine Rücksicht auf ein Werkaeug nKf die C^\ralt^ mit 
teicher etvras getroffen wird, während bei caeder^ ein 
icharfes, bei icere ein ^pitaiges Werkzeug yoransge- 
letzt wird; doch jsö; dass Schärfe und Spitze im ausgedehnt- 
testen Sinne an fassen ist» dort nicht blos Schwert und 
Axt, Sondern aneh Ruthen, welche in das Fleisch ein— 
(chneiden^ hier nicht blos^Dolch und Pfeil^ sondern auch 
der Blitzstrahl und die zu Stössen geballte Faust; kurz 
illei wai Cd^e> haut, berührt den Körper gleich alz 
^^Qie^ dagegen was icit^ berührt ihn ztinllchst. nur als 
^ankt; beides verinchieden von tundere, stosseui wobei 

E2 



• 



I* 



/ 



6* leere; Vcrberare. Ferire, -PolMre. 

Aer Gegenntänd gleich von einer Flache berührt wird, 
lav. XXir, 48« Tergaque ferienies (d. h. mit Hieb und 
Stich) ac popüiea cae deute fi stragem ingmten^ fecerunt^ 
fibend. Üi 5. Nudütos pirgis c a edu n t securique feriuntm 
£bend* XXXV> 5« Obstahant duces hastiiibuh cae-» 
dentea t^a trepidantium nämlich mit 4em Schaft. Cart» 
Vm, xti i4. Cum eüperne tela bärbari ingerereni^ «a«- 

piu9 ipsi feriebantur quam pulnerub^ni. \. . ^ 

\ • - 

X2. Gewöhnlich ergänzen /mr« und icere Wechsel- 
•eitig die ihnen abgehenden oder ungewöhnlichen Tem- 
pora» <o Sass fßrire die Präsentia und Imperfecta und daa 
Futurum für das ungebräuchHcfaeiWo^ iciebam, ieiam u. a. 
hergiebt, icere dagegen ein Perfectum und Partiöipiüm. für 
/das ungebräuchliche y^rüi feritifs. L^r. II> 35. Ctanr La- 
unig poputia ietum^fbedus» Ad id feriendum consul 
alter Romae numsit» 

|3. Unter ^^en übrigen Synonymen hat puisare die 
aUge.meinate Bedeutung des Schiagens, gleichviel zu 
.welchem Zweck> npr müssen die Schläge wie beim Klo- 
p£en^ öfters wiederholt werden^ dagegen perberare und 
mulgare setzt einen des {Impflndeils fäfaigeii Gegenstand 
.voraus, weldiem' durch Prügel Schmerzen verursacht 
werden solleUi papire aber eine^i lockern Gegenstand, wels- 
chem durch Pochen Festigkeit und Dichtigkeit gegeben 
werden soU. 

i4. Verherare ist der eigentliche Ausdruck fiir eine 
ruhige Züchtigung durch Schläge, weiche meistens als 
fÖrmUphe Strafe von der competenten Autorität zuge* 



• \ 

/ 

I 



I 

C46dere. S^indero.. Cudere. Tupdeie. 69' 

messen wird^ 'wogegen mulcare und puUare.eme MisS'** 
Handlung dareh Si^hlMg'e oder Stösse be^eicbnety welche 
ald blosse Racbe von unbefugten Personen im Zerne 
rerübt wird; doch bezeiehnet /?2^ar0 wie schlagen eine 
geriogere körperliche Misshandlungi durch welche vorsiig«* 
lieh nur die Ehre und Menschenwürde angegriflfen wird, 
mdcare aber wie dnrchprügeln eine gröbere , ^welche 
Torzugsweise physische Schmerzen verursacht. In ;diesem' 
Sione yerbindet Cic. Verr, HI, 26, 66. TTidetis pendette 
dios ex-arbore, pulsari autem alioa et ferberari, und 
V, 54^ i4i. Liciorea paleniiaaimi et ad pulsändos ver^ 
hrandösque hominea exereitäiissimi ; uaier pulsare yeT- 
stehe kh die Schläge^ welche die Lictoren gelegentlich bei 
h Einbringung der Arrestanten austheilten , unter i^er- 
ixr<»e die Schläge, Welehe sie in Gegenwart der Obrigkeit 
förmlich aufzählten. MiL i4| S/. ^ ^tblenua » • ita est 
^ulcatus (Ern« muUatus) ut pHatn amiserit. Wenn 
derselbe Vati». 5, ii. sagt: Licet. . mätrern i^erheraris^ 
10 kt das eben durch den Nebcnbegriff der mit dem Act 
verlnndehen Ruhe noch gehässiger «Is pukaria, V«rgl. 
Suet Caed^ 17. Vettium Caesar pignorihue capitis direpta 
^pdlectile male mutcaium ac pro r&stris^ m concione 
P«en« diacerptum in carcerem^ con/eeit^ mit Tib. 60. Cfe»- 
^monem Stratum humi paene ad necem perberapit^ und 
Galb. 5. Ut Agrippina . . correpta jurgio a^que eiiam ipanu 
P^hata Sit a matre Lepidae, — Taoit Ann. 1, Sa. Pro-- , 
^mos i^erberibus mulcanty sexagtni singuloa^ aber VI> 2 4. 
^i quis egredientem cuhiculo Drusum pulsayerat, ex^ 
^»rüerat. Liv. XL>7. Specidator male mulcatur-,.* nam. 
^ iis pulsatum com^is^am suum^ audierat duxd^ oiXi 
beiden Wörtern wechseln;. 



70 • leeret Verberare. Fertre. Pulijirp^ 

tS. In Vergleicb mit Bcindire fulirt der pßederhB j^it 

« -' ^ ' ', r 

6ow«U eine^ Hieb fiuf eiaea GegenaU^d, gleicbyie^ ob der 
Hieb den 6egeii8taiid theilt oder ob er lialb oder ga^« er- 
folglo« bleibt $ der scindena tbeilt diircli S|^Iteti oder 
ReiB$efi einen Gegenstands gleichviel ob er zu dieam Be^ 
huf einen Hieb liifart pder unmittelbar ^and an den 6^« 
genatand legt nnd ibn zerreisst oder spaltet* So wenig man 
dem enfolge in den Redensarten scincUre epUtolam^ eapült^s 
nnd in caedere pirgia diese Zeitfirorter vertanschei) k^uuiy 
so ist die ^ynonymiß doch grosa genagt um bisweilen di^ 
Kritik in Anspruch za, ndimen. In Tao. Hißt« IV, 5a 
haben die Herausgeber sämmtlicb pon^ ütorum oasirorum 
spatia eafoidimus ohi^e Erinnerung stebn lassen,. obgleich 
Sinn und Sprachgebranch ßxscidimuB verlangt» eben äo wie 
Cap. ju.s Quibu9 tot castrorum axcidia penaarenf($r atatt 
des allein richtigen exsciiUa, 

i6* Caedere lasst sich als Causativurn von cadere 
ansehn wie placare^ $edare ron piäcera, slfdere^ und wie 
f ä 1 1 ef n von la 1 1 e n, Dass auch scindere von diesem 
Stamme gebildet worden , will ich »icbt behaupten^ wohl 
ab^ri dass beides verwandte Stämme aindi wie die buch-^ 
atäblich ehtsprechenden Formen ^gai^iv und Qx^i^^f e c b e i - 
den *). Denn di© Verbalendung ~ foi erset;i(en die Lateiner 
regelmässig durph — do mit Verlängerung des Vopals, nicht 
blos in den belcannten und augenfälligen tüvm $ido, %i^Qfid§ 
cedof tgl^o) stridOf xl^t<a claudo^. »oniern auch m vl^ 
renideOf ß^ßa^ta vado und in alfudit undß; d^nn diesea 



1 
*y Nicht sehinden; denn dieses verh&It aieli zn cnfi«, d&nlsoh 

sHnd^ wie das synonyme fillenzufelL- 



Ca^dere. Scindere. Cudere. Tundere* 



7» 



Verbnm Tondem few^^nlicben ludere abzuleiten, wSre 
eben so irrig, als wenn man spielen .und spühlen inr 
einerlei Wort Kalten wollte^ ea ist die lateinische Eerm 
von x2v{Ju. " ^ 



27. CUdergf Wahrscheinlich die lateinische Form von 
mtet» und eine weichere Freq^uentativformi wie irudere^ ' 
rädere, tendere von t^v^^^' yQtt(pBi,Vy xBivuv hat die nächste 
Sinayermndtsohaft mit tundere* Aber tunclere ist nur ein , 
Äh der Gewalt^ durch welche ein Gegensteid entwe- 
der blos gestossen oder zerstossen wird^ cudere abe;r ztt->^ 
gleich ein Act der Kunst, durch welchen dem Gegen- 
(Und eine beabsichtigte Form gegdben wird^ daher die 
ipecielle Bedeutung von prägen.' So unterscheidet sich 
cudere fabas in Goluni. 11» lO. und Ter« £un« II, 5f 89 
von tundere grana Colum. IX, i3. Besonders carhellt die-v 
lei Verhältniss ans einer Vergleichung der Composita ex^t 
tundere und excudere^ dort zwingende Gewalt,^ hier, schaf- 
fende Kunst. Ich furchte deshalb, dass Colum. XI » i. . 
Claudius Augustäüa ... excudit mihi culiuB hortorum 
frosa ut oratione conipöTMrem die Gonjectur extiuUi- die 
bezeichnete Handlung etwa# zu derb, , als zwingende Zu- 
^gliehkeit darstelle.^ 

18. Das Frimitivum von xonno entspricht etymolo« 
^h dem deutschen hauen; vielleicht hat sich dasselbe • 
auch im lateinischen cajare erhalten, wenn es mit der An«* 
Khnmg des Fulgent« AUeg. Yirg. p. ifio« aus Plaut. 
Astraba: Quidtuam amicam times? ne U mänulea cajat? 
QQd mit d^r Erklärung durch puerilU caedes seine Hich- 
«igkeilhut. Die Notiz des Isidor. Or^g. XVII, 7. Clapa. . 



7a 



Salere. Consueyiue« 



H €4U€ja quam Horatius ca/am dhU^ 
fUni in nuterem Hoipatiös tiicht bestStigt. 



•ich wemg' 



169. 

Solere* Con^uevisse. Mos* Consuetudo. Hitus^ 

!• Soleo, alt soUnoj kt unstreitig eine Formation des 
griechisclien Stammet S^m, wie tondeo und doceo von dem 
4rJ»etioditcheti tivdc», dem ioniachen 8i^fu statt SitlSo», und 
wie . hrkfa von ß-mfri^. Der contonantische Anlant, wel- 
eher in l'^o^ abgefallen wie in aXoog und ifva^, saUua und 
serpare, in i^dvg aber vocalisch ersetzt ist wie in ijliog, 
cSKaägj spi, hat sich ausser soleo auch in dem althochdeat* 
sehen eiionf ^anordnen und pflegen^ nnd in Sitte 
erhalten. 

^ Q, Weniger ausgemacht scheint mir die Identität 
dieses Stammes mit S^oatu sedere nnd aitseUi welche 
Buttmann Lexil. Th. I, S. 3g2 annimmt und durch die 
doppdte Bedeutung yon fid'og, Aufenthalt und Sitte, 
dann durch das analoge Yerhältniss Ton Gewohnheit 
und Wohnen unterstützt* Diese Analogie yerleitete 
mich früher^ auch mos mit morari in Verbindung zu brin- 
gen^ jetzt aber scheint mir der Stamm S8og, ^(Of welcher 
überall das 8 und den Spiritus asper festhält /yon l'dog, 
siMt9'(s radical yerschieden. 



5, Charis« TU, p. 224 führt eine Form consueo wo. 
undForcellini scheint sdbst meo alsFrimitivum von 9ue$co 



Mos, Consuetuclo. RJti^s. j3 

\ 

* I , 

«Bzaeikeanen^ nach Lncret; I^ 54. jippeUare suemus, 
et haec eadem usurpare ^ woi^in nmn vielmehr nur eine 
Sjncojpe von suevimua .zu sehen gewohnt ist. In beiden 
Fällen liegt soleo sn Grunde, dessen l aosgefallen ist wie 
in ii^^ dolor, und wie das d' in ingritere von ingredi. 

4. Das einfache suesco gehört mehr der Poesie oder 
dem hohem Stil der^silbemen Zeit an, obgleich Gic. Farn. 
XV, 8 quod meati nicht rerschmäht. Unter den weit 
häufigem Gompositis wird consuescere gewöhnlich init 
Infinitiven, asäuescere aber mit Substantiven verbunden. 
Aasserdem jedoch heseichnet consuescere mehr einePas- 
iiyität> assueacere eine Activität, so dass der^ co/i- 
aietus sich etwas gefallen lässt und nicht widerstrebt^ der 
muetus aber Wohlgefallen an etwas findet und kaum da- 
von lassen kann. Zwischen aasuetue und dem positiven 
insuefus kann ich keinen Unterschied finden; Cicero ge- 
braucht nur aeaueaco, Tacitus nur inaueacom 

5« Das Perfect dieses Inchoativs jgebraucht Cic. Rose. 
Com. i6;46 identisch mit dem Stamm: Qui merUiri aolet, 
pejerare conaue^it. Aber an sich ist solere von allge- 
feinerem Gebrauch und kann wie pflegen von Ereig- 
Hissen so gut wie von Handlungen gebraucht werden^ eon^ 
ttüpisse aber bezieht sich wie gewohnt sein auf eine 
durch eine Persönlichkeit bedingte Handlung. So Habicht 
n. 856. Jentzen n. 984. Liv. XXXVIII, 17. Sed haec 
qiubua ins o Uta atque inaueta aurU, Graeci* • tUnearU ! 
Bier bezieht sich inaolUua wie aolere nur auf die häufige 
Erscheinung, inauetua aber wie conaiiepiaae auf die 
Befreundung dieser Erscheinung mit der Indi-: 






. 7^ Soh^e^ Consaevisse. 

viJvialitat des banddidden oder leideoden Subjeotes. Eine 
Verbindiuig von acoidere oder fieri comuspU ist demnach 
undenkbar* 

« 

6. Soleo bedeutet die bänfige Eracbeinuag ganz in* 
di'fferenty adsqko aber involvirt ein X ob, ao dass ad 
bald iii recie^ rite ^ ui fas esi, bald in glücklieber 
Weise aufzulösen ist. Vgl. Plaut. Pera, V, 1^7. PonUe 
Jdc quae agsöUnt. Terent. Andr. III, 2, i. Quae asso^ 
lent quaeque oporUU Liv. XXXVII, x4. Sacrifieio vi 
assolet rite facto, X[/, 5 i, Quwn multa as^oleat ve* 
ritaa praehere pestigia sui. XXIII, 5l. Ob quem imbrem 
TWPendiale ut astsolet eacrum fuit*Y ^\ If 3ß* V, 52. Cf>^ 
miiid cwriata n • uhi auspicato nisi uhi aßsolentüeri 
possunt? Snet. Ner. /• Non translatitias ut ade ölet et 
breites f vgl. 34. Vesp. 7./rac. A. VI, 12. Quod non ut ad" 
aalet lecto per magistroe aestimatoque carTnine, Dagegen ia 
Verbindungen wie etwa : Graeci pejerare assolent erinnere 
leb micb nicbt das VTort gelesen zu baben. " ' 

7. Mos ist nacb Ferottus ein Derivatum von modus, 
abnlicb gebildet wie crus von gradus. iJlie Synonymie- ist 
anfcbaulicb in der bäufigen Verbindung, Hör, Od. IV, 2, 
29. ^pis Matinae more niodoque. Cio. üfaiv. , I^' 
I^ulla mnt'^a nobis Carneqdis tncre et modo d^putata. 
Vgl. Vcrr« II, 34 Muren. 34; nänilicb more in subjec- 
tiver, modo in objectiver Beziehung; mos ist iMe Be- 
folgung irgend eines modus, so wie modestia die Be- , 
folgung des modus xo^^ i^ov^v oipt des absolut^ recb* 
ten Maasse^. 



Mos. Consnetudo. ^ Ritas* 



75 



S. Die A^umeicxmg Varrx>'s bei Macrob. Sat. IIT, 8. 
FarrQ de ^orib^ß mßrem esae dicU in judioio animi^ 
quem sequi aebeat consuetudo^ schlieaat nicht etwa die 
Folgerung in sich^ das« der consuetudo jederzeit der mos 
yorangeha^ müsse. Schärfer gefasst stellt sich das Verhalt« 
oiss so : die gleichförmige Beobachtung einer' Sache Beisst 
entweder consuetudo , die Gewohnheit, wenn sie • sich 
von selbst bildet und ihren Grund in der Neigung oder 
Bec[Qemlichleit des Individuums oder d^s Volkes hat; 
oder mos^ die Sitte, wenn sie ein Product der Vernunft 
und dos selbstbewussten Willens ist und ihren Grund in 
moralischen oder ästhetischen Ansichten von Recht, Ta- 
gend oder Anstand hat. Die. consuetudines bestehen blos 
factisch und haben keinen moralischen Werth, die mores 
sind auf irgend eine Weise moralisch sanctionirt, durch 
stillschweigende Uebereinkunft, %o wie die jurd' legesque 
dasselbe politisch sind durch förmlichen Beschlnss. Liy« 
XXXII, 34« Quum ipsi pro lege hunc antiquitus morem 
Servern, Clc, FlacCt 6* Quae 0Qcueatt>rio jure et more sunt 

r 

faua^ Tejrent« Andr. V, 3, 9. Praeter civiam morem ctquß 
legenun Soet* Caes. i8* Neque more rieque jure^ Cic. 0£^ 
II) 33, iXQ« Plerumque parentum' prasceptia imhuti ad eo^ 
Tum coneuetudinem moremque deducimur, Vgl.'4i^ 
Clttent« 35. Rep« III, 10» Genera si f/elirn fif^ris instiiutorum, 
morum consuetudinumque describerSf wo sich überdem.in- 
stUuium yon mos wie der Anfangspunkt eines Zustan- 
dea zu dem danernden Zjastand' selbst verhält Wie 
der Charakter des Menschen oä^v ntores^ aus Grund- 
sätzen oder inBiiuUi9.ifitae besteht; die er ge&sst ha^ so 
setzen dieSittei^L einer GeaeUschaft mer#f , glei0hlkll8 insti^ 



76 f* Solere, Coneueviase. 

iuia oder Einrichtungen Voraus^ mit welelien sie 'bei 

ginnen« Suet« Rhett. /• Quae. prämier eonsueiudinein /no^ 

• remque majorum filmt, . , t 

g. Von mos und consuetudo unterscheidet si'ch riiin 
als der ursprüngliche^ angeborne, von der Nataf 
und dem We«en unzertrennliche Gebrauch von dein ersi 
gewordenen oder angenommenen. Daher wird et 
bei den besten Prosaikern vorzugsweise «von dem instinkU 
massigen Treiben der Thiere gebraucht.. Cic Amic. 9*! 
Qiä, pecudum ritu ad voluptatem omnia refsrunt.Vh.il. Ui^ 
ü5, Latronum ritu. Justin. XXVH, :|. Non hominis sed 
*accipitri8 ritu. Plaut Men. II , 3^ 44. ffaec midier can" 
theririo ritu. adstans somniat^ Lucret IV, i!)ßo. Quadru- 
pedum ritu. Liv. III, 47« Pecudwn ferarumque ritu pro^ 
miacuB in concubitus ruere. V, 44. ' Ferarum, ritu sternun- 
tar. Eben soCurt III, 8, lo, IV, i3, i4. V, 3, »9 «»^ 
9, 5. VI, 5, 17. QuintiL VH!^ 3, 8 k 

10. Hieraus erat e&tvdckeh sich die Bedeutung, wel- 
che man als Hauptbegriff von riluß voranzustellen gewohnt 
ist, ein heiliger Gebrauch. Die mores können em 
höhe« Alter haben, die ritus aber mtisseu uralt und 
von der Natur geheiligt sein« Eine weitere Erläuterung 
eTspart Cic. Legg. II,. 11, 27. Jam ritus famiäae patrüm- 
que ssTf^arSy id est (quoniam antiquileu proxime aceedii ad 
dtos) a tUis quasi' traditam reUgionem iueri. Viffg. A^XIIy 
836. M orem ritusque sacrorum: Valer. An t Fr. p. 6(>. 
Co'rtt Regem <df Joffe . . quaesisse ritum procurcUionis et 
morem, Suet. Tib. 5. De more rituque priscae rsli- 
gioms, Plin. H. N. VII^ 1. Neque emm ritus mar es q üb 
nunc tractamus innumeros* 



Mos. CoUBuetado. Rita^ 77 

II. JUtu^ i«t die Substantivform yon ruffim, wie /rVt«^ 
tuid idta von legere Ttnd vigerey "vgl. Th. lU^ S. sog. Es 
I ist da« deutsche Wort Recht, «ngels. riht. Abeif daneben 
mos« noch eine Form ria angenommen werden, welche sich 
vointm eben so verhalt, wie mo/i«| wovon monioBue^ ^vi, 
I Moniiu, wovon moniuosus. Nur der Ablativtis ist in Ge«' 
brauch. geblieben, aiß deutlichsten in Stat» Theb. XI, 284. 
j Rite nefaäto iibaiue; am« häufigsten ohne Adjectiv, mit 
adverbialer l^edeutung und als Synonymum von r«c/^. Aber 
rec/^ bezieht sich ai^f menschliehe Billigung, rite auf 
üebereinstinamung mit der Natur oder, wa4 ebensoviel 
iit, mit heiligen übermenschlichen Gesetzen. In Cic. Sen.<i7, 
60 bat Orelli mit Röcht das bedeutungsvollere Hiße vero 
^ O^re, beaium ferunt, statt reete in den Text genommen ; 
Tgl. N. D« I, 20. Finn. 11^ 2. In der t^scr. n. i3j bei Orelli 
(tebt rite rede verbunden« 






160, 

Opitulari. Auxiliari. Adjuvare. Opes; 
Divitiae. Potentia. Vis* 

i. JLIen Mittelpunkt dieser Untersuchung soll ops, 
o/)et bilden, ein Nomen, wislches ohne Homonymie als 
Synonymum zugleich von dem Begriffe Gj^.walt, Reich- 
tham und Hülfe erscheint. Der Kern dieser Bedeur 
taugen wird am klarsten, wenn man ops als das Substan-' 
tivun von juvare betrachtet. Dass dies etymologisch 
nicbt undenkbar ist; kann die Analogie von uxot neben 
hm^o oder Von ovare neben zo triumphe^ nnd von opilio 
^eben^om le^en« Auch im Griechischen entbehrt der 



• 



I \ 



y9 Opitulari. Anxiliari« Adjuvare. 

itnXäpTechßuie Stemm des AnlaateBdeoQi i, in vipelog 
(wogegen es iil mq>8l$Xf darch Verdoppelniig äir o ersetzt 
ist wie ixif^naQ, jecur) Und Wibrscbeinlidh äacli in dem 
räthselhaften von Buttmsnn lAaXL.T!. I. S. 46 ti|igenügend 
Erklärtem, attptvogf opes* 

St. Als SingiilaTis ist öps ütct in den'GIsibtiS obliqnis 
gebräuchlich mit det abstracteit Bedeutung der Hülfs' 
I eis tun g, ttU Flnralis hat es dje conci'ete Bed^ntung der 
H ä 1 f s ni i 1 1 e !• Cic. Att« IX, 1 6, Cae^ätjäni öp e ä meaSf 
fton ut superiotibiisf literh öperti exsp^ctßt. In Liv. X, 58 
v^itä devrui^ etiäm ädkihueruni 6p eä dnrch opefn erklärt; 
Iricfatig, nur ititisc man es nicht iiijf eine AbWeiehting halten. 
Der FltiräUs deorätn yeiiangt näeh demselben Öesete die 
FluraUorm des äbitradt^ opem^ nach wefchdioa Sali. Cat. 1. 
Ingenii quam pirium opibus die iswei Nomifia. Dass aber 
derselbe Livius VIII > 9 auich deörum ope sagt| geschieht 
mit demselben Fug und Recht, mit welchem Cicero am 
Schluss der Yerrinischen Sedeli §§• i85 u. 187 mit ut ho- 
minum opinio'et religio /eri und mit sicul opiniones homi-' 
niim ei religioneß ferunt wechseln durfte. Dagegen dei 
alicujus opes wird schwerlich jemals die Hulfsleistung 

BeieicfhiieÄV 

• . . .. ,, ■ , , ■ ' 

* 

" 3. In qpein ferte \\tgl der Nachdruck tn^hk* auf dem 
KTomen, itt dem Gonipositum ojo/ifi/^dnt itaretof^äuf dem 
Verbunr. In ef sterm Fall Wird Hülfe tind iiichlS an- 
äeres gebracht, im letztern Wird die Htilf6 nicht ver^ 
*agt. Ter. Aridi*, I, 3, 5. Si illwn retiÄquo] ejus vitae 
iimeo; sin opitult)r, hajufi ininas. Cic; öflT. l!^ i5, 49, 
XJt quis^uä mäxime opis indi^eat^ itä ei potissimum 



• I 



Opes. Divitiae. Poteniia. Vi«. 79 

opitikl^ri. Dagegen Fainm. V, 4. Quodsi mihi iua ch^ 
mniia opem tuler'is hat xum stillschweigenden 6eg^* 
Satz ac non adpersaheris, ^ * ^ > _ 

4. Opern odep Quxilium ferre^ apitulari nnd äuxitiari 
sammt subpenire nnd Buccurrere setzen einen Bedräng- 
ten.ToranSy dem dnFch die Hülfe ans der Noth und Ge- 
fahr geholfen werden soll, im^ Gegensatz von desererei dar- 
gegen juvare , adjuvare einen Strebendeni der durch 
die Hülfe noch besser gefördei^t Werden soll, im Gegensatz 
von iu^edire; wie Cic. Verr. I^ 6^ i5. Qui non tarn me 
impediunt, quod nohiles sunt, quam ad/upanty quod^ 
noti sunt. W^nn bei Liv« 11, 6» Tarquinius die Vejent^r 
bittet: ferrent ppem^ adjuparsnt, so ist er bei dem erstem 
Verbo als ea;ulansy bei dem zweiten als regnum repetiturus 
zudenken* Aehnlich Tac Ann. II, 4 o. Quanquam falsum 
Jgrippam multi . • sustentaeae opibua^ jupisse con^ 
tiüis dicereniuK Terent. Heaut' V,^ 2, 39. Matres soleni 
mefiUis .• inpeccato adjutrices^ auxilio in paterna 
mjurich 

5. Wenn Cic. Verr. Et, 3, ^ verbindet: indigni qui-^ 
hui Opern awxiliutnqipe ferrelia, so dachte^ glaube ich, 
der Zuhörer Wie -bei d/76/n die Handlung der Hiilflei- 
itnng.so bei uaxiltum d^n Zuwachs an Hiilfs mittein. 
Der Opern feteiis bleibt selbsrtändig and ei^scheint als 
Wohlthätet, indem er seine Macht oder Kri^ft dem 
Ohnmächtigen an gute kommen lässt'^ dar auxiUum fereris 
ordnet sich wo nicht der Person doch dem Interesse des 
Hölfabedürftigennnter nnd erscheint als Bunds genösse, 
iAdem er seine Macht nur verstärkt. Kurz: opem inopi 






80 OpituUri. Auxiliari* Adjairare. " 

ferimusyi auxilium non sqtis firmo. Demi äuxüium ist 
niclita als eine DeminatiTformation von augere^ welche 
sich zu paxilliisy pauxillus eben so verhälti wie boUo und 
folium va ^aüo und <piXXov. Diese Formationsart beugte 
ffugleich einer Homonymie Tor mit auxilläf oü» parpula 
bei Flatus, worin ich ^ ein Deminutivnm von €trca sehe. 

v' ' 

I 

6. Die Präposition in adjuvare stellt lediglich die 
cicüo Juvahdi noch besonders als einen willkommenea 
und erfjeuiicheii^Act dar^ theilt jedoch die Bedeutung 
von. erfreuen nichts welche in juuare häufiger noch als 
die von fördern ist. Wahrscheinlich ist sogar eine Ho-* 
i.monymie im Spiel | so dass jupare als' erfreuen mit 
ialvBWf ohne Znsammenhang mit hapiXkuff einerlei yVvxzA 
ist» . 

.7. Eben *%o\ ist das concrete adjumenium eine Hülfe 
oder ein Förderunss.mittel für denjenigen, welcher 
nach einem Ziele strebt, wogegen ctdnunicitlum nur em 
Anhaltspunkt für den, welcher in Gefahr ist^ emer 

j 

Anstrengung zu erliegen und niederzusinken , tmd Bubsi-- 
dium ein 3. ü c k h a 1 1 , 4er cf em Unterliegenden zur Hülfe 
eilt in der wirklichen Gefahr^ im Gegensatz von f>ra^ 
^ sidium, wodurch die mögliche Gefahr id)gehalten wird. 
Cic. Mur. 18 1 58. Num.tibi haec parpa pideniur ad;u^. 
menta et subsidia consulcUus? jenes^ um das Consnlat 
mit Ehren zu verwalten, dieses^ um etwaigen .Verlegenhei-j 
ten zu begegnen. ' Tac. Ann. XIV> 54^ Quomodo . . i'«» 
fessua adminiculum orarem , ita • • • . cum ' opea mens 
idtra smtin$re non possimy prae^idium petOm 



C^pet^ Diyitiae. Potential Tis. 81 

■ 

8. Den Reichthum bezeicfanet opea speziell als 
litte], seine faShem Zwecke sc, erreichen, sich geltend zu 
nacfaen i^nd EiDflnss %vl gewinnen pder zi| behaupten, wo« 
;egen dipüiae nnd gazae den Reich tbum ganz allge- 
Dein als Besitz und als Mhlel» seine Wünsche jeglicher 
^rt zu befriedigeDy darstellen. Opes bezieht sieh auf das 
politische, diintiae nur auf das Privatleben. Cic. 
Lael. 6. Dii^itiaä ut, utarej opeis at colare^ honores 
ii hudere. Att. VIII, il. Moderator i reip, beata cit^ium 
viia proposita esi^ ut opibu^ firtna^ copüa locuphs siL 
Rep. I, 34« Didfituu^ nomen^ opes. Und 32» Divitiores 
tpulefUioresqu^. ' 

9. Das jedenfalls unlateinische gaza ist eine Steige- 
rung von diuitiae und opes, wie Schatz Von Reichthum, 
jond wird nur, wirklich odeif verglei chungs weise ^ von 
iöniglicheu Reich thiimern gebraucht. Cic. Off. 11,22, 
176. Omni Macedonum gaza., potUas est PauUus. Manil. 
23, 66. Hirt. B. Afr^ 91. Ut una cum cuncta •• gdza 
f^ia cremaretur, Lir. XX V^, aS^ XLIV, 10, Suel. Tib. 
^9« Oalb. x8^ Auch etymologisch ist gaza identisch mit 
^chatz^wie gutturnium und garrire mit schütten und 
iclierzen. 

10. So wie dlpea den Reichen bezeichnet, welcher 

iBcbr besitzt als er bedarf, im Gegensatz von pauper^ 

»elcher nach Tb. III, 11 5. in beschränkten Vermögensum- 

Men lebt^ so ist locuples der Wohlhabende^ welcher 

nerlei Mangel leidet , im Gegensatz von (sgenua. Cic. 

c.,35, 86. EgenteB in hcupletes, perdili in bonos, serpt 

ominös armabuniur, ^ Rose« Com. 8, 22. JSgebat? imo 

"/>&« erat. 

V.Th. . F 



» . 



A, 



V 



82 Opitolari. 'AuxiliarL AdjvTare. 

1 1. . Als Urbedeutiing von Ucupks stellten ^le Alte^ 
dbn Grundbesitz auf. Cic. Bep. ü, 19. QUod tum erat re^i 
pecore et locorum posaessionibusj ex quo p/ecuniosi 
locupletea pocabantur, und mit oder nach ihm Nigi 
ap. Gell. X, 5. Ovid. Fast. V, 379. Plin. H. N. XVIII, 
Qointil. V^ lo, 55. Es würde spmit'dem griechischen n(^ 
^ XvXviiog entsprechen. Aber abgesehen davon ^ dass ia 
Sprachgebrauch keine Spur dieser angeriehen Grundbe« 
de^tung geblieben ist, glaube ich ' nicht einmal^ dass locm 
einer solchen Synonymie n^it fimdusy ager etc. iähig was 
Ich sehe in der ersten Hälfte von locuples nur das Primi* 
tivum des deminutiven locul^, und .erlf^lare es. durch plerm 
löcuUs oder: cui nudtum est in loculis nach Hör« Sat I| 
5, 17, mithin als eigentliches Synpnymum von pecuniosuSi 
womit Cic. Rosc^ Oom. 1 5 locuples ^verbindet. 

13. Die drei von c|em Stamm potis^ nixvioq *) gebin 
. deteh Substantive poteniia^ potentatus und potestas bezeichi 
nen gemeinschaftlich eine Macht, welche als Herrscbafl 
von einer Persönlichkeit ausgeht, und sich auf Per- 
sönlichkeiten erstreckt und ihren Willen bestimmt, wo- 
gegen pii, robur /auch einer willenlosen Sache bei wob 
, nen kann. Die Wirkung der pötentia etc. wird als eine 
intellectuelle, die von pU und robur als eine, mecha- 
nische gedacht. Plju. £p yill^a4, 6. Mcde pimsuam 
potestas alwrum contwneUis experitur. Tac Diftl. 1 9. 



I r 



/ i3. Ferner^ pötentia und potentatus unterspbejden 
sich, wenigstens in der Periode der ausgebildeter eil Prosa, 



*) Yieileicht »cch in dem Deutschen: ein Fetze nkerl, Fet 
zengaul, d. b. stark, in den schwäbischen Dialekten. 



f 



x 



• 



Opes. Divitiae. Potentia. Vis. v 83 

h eine blofi factische Macht yon 'potesias ah einer 
rechtlichen Gewalt. Tac. Dial. 5. Perpetua potentia ac ' 
totestaie tnunitua. Cicero würde schwerlich so geschrie- 
en haben wie der Psetldo* Cicero £p. ad Brut. I, iS. Op- 
^essa ai impiia cwitäa^ opitulandi poteatate praeciaa, 
[o Tac. H. 1, 1 • Poßtquam omnem poiestaiem ad unum 
fonferri pacis interfüity hat Walther mit richtigem Sinn 
foteiuiam hergestellt; d^nn die Allmacht des toaverä- 
Hn Herrscbersi nicht die Vereinigung der Staits- 
gewalte n in .Einer Person that der Freimüthigkeit Ab- 
bruch, ■ ' " ■ - 
• ■ » 

i4. Was potentia als innere Eigenschaft des 
viel vermögenden bezeichnet, das ist potentatus als äpä- 
lerer Stand des Machthabers. Die potentia kann^sich 
lelbst geltend machen, ^wanh sie will, der pote/itatui muss 
bereits von den Niederem aneikannt sein. Vgl Caes« B. , 
,0.1, 3i. Quam tantopere de potentatu inter se muUoa 
^moi contenderentj n it I, i8. Quod eorum adu'entu poten- 
|iia ejus deminuta* Liv. XXVI, 38. Ci^n ab re auersuSj tum, 
^demlo potentatus inimicuSi Bei Cic. Rep. JI, . 8. Post 
interitum Tatii cum ad eum (^Romulum) potentatus 
(ifnnis recidisset. hat eine zweite Hand das dem Cicero weit 
geläufigere ' dominatus hinein gebessert. Allein dominatus 
iebrancht Cicero immer nur entweder von der Herrschaft 
mi Sachen oder > von einer d e s p o t i s'c h e n Herrschaft 
ober Personen. ^ . * 

i5. Wenn w, wie schon S. 2 bemerkt, das Sub- 
*tantiy von valire, mithin eint^rlei Wort mit Gewalt ist^ 
10 stellt sich das Verhältniss za robur^ welches mit ^'oijui;' 
und grob den gleichen Stamm hat, hach Th. IV/S. iG4, 



\ - 



84 ' Ani^na. D^mens. Vesamis« V9Cors.f 

ao dasa diö Stlirkß aU «*« sich ia, Bewegung, al« Angriff 
ala Fähigkeit, andere .sa awingeh, aU robur aber in Ruhe 
als Fähigkeit «um Widerstand und zur Auadauer zeigt. So 
verbindet Liv. XXVII, 46. Quorum corporis specm ro- 
hurque i^iriuin aptum mUUiae pidebatur. Virg« 6. ni,| 
235. Post ubi coUectum* robur., piresqus refectau^ 
Tac. Hiat. I, 87. ^ddiderai..iplerosqu€ e praetoriaFfis, vires ^ 
et robur exßrcitus, nach Lipsin» trefflicher Verbesserung 
statt e präetoriania piria ut robur, Senec. Const. 9. nß' 
Robur perp^tiendp läaaandique omnem ininucqm ♦'»'«• 

16, Alle diese Eigenachaften machen sich ^urch ihr 
innerea Wesen geltend^ wogegen die opukntia a» 
Macht auf der Menge äuaaerer Hiilfamittel, op««» 
um ihrem Willen Nachdruck zu verschafFen, beruht, tic. 
Phil. I, 12, 29. Credo ego voa . . non opgs^i^iolentas ef 
populö 72» minime ferendam potentiam • • co^^^P^^* 
Famm. I, 7. f. Qui plus opibus^ armis^ potentia pa- 
km. OiaF. Iir, 8, 36. Hinc opum nirrdarum potentia^ 
non fenendae. Offic. I, 3, .9. Suet. Aug. 66. Potentia atqi^. 
opibus floruerunt^ " - , ' 



161. 

- '1 

Amens. Demens. Vesatius. Vecors. Furibun- 
dus- Delirus. R^bidus. Ceritus. 

1. Cicero, acheint nach Tuscl III, 5, lö: ^ff^^^^^'\ 
nifn animi mentis cctrentem nondnapsrunt ameri^i^'^ ^ \ 
iUmque dementiam keinen Unterschied zwischen dieec 



/ I 



\ 



Furibandot. Delinis. BSAidua, 'Ceritoa. 85 ^ 

rielbe«jproclienen Synonystieii aitznerkefiiien ; andererseiti 

lind die bisherigen Bestimmongeny wie bei'Scfamitaoq S. ai^ 

la3s amentia eine wirkliche VeratandeazerriittaDg, dementia 

iber nur ein nn vernünftiges Beoehmen in einzdnen Fällen 

^dcute, wie Habicht S. J2 bemerkt, wirklich grundlöa. 

Die Differenz aber iat nicbt keine.« aondern eine andere} 

1er Analogie gemäaae. Die amefitia äusaert aich 'negativ- 

ftod paasivydie dementia poaitiv und energisch. Der 

imens entbehrt der Vemanft, indem er gar nicht oder 

ohne sie handelt, wie der Verduzte öder der G e d a n- 

kenloae; der demens aber, indetn er in der Meinang, 

äas rephte zu thun , der Vernunft achnüratracka zuwider 

bändelt, wie der Raaende. In ähnlichem Verh^ltniaa 

itebt sinnloa zu unainnig, und acpQtov zu^Tra^aqp^r» 

^as Liv. XXIII, 9 aagt amens metu und XXXII, 12. JNi 

ikmor .. amentea pritho terrorä reglös fecUset^ oder Curt. 

1^; 9. Periculi magrUtudine amena atque attonitua würde 

lein Lateiner mit demens vertauacht haben« Und wenn 

such amentia ala der allgemeinere und Aiildere Ausdruck 

4ie dementia vertreten kann., ao 'ateht demena deata be- 

^lehnender <]!ic. Gat. III, 5| kl aeeUre demena von eineniiy 

lea sein böaea Gewiaaen zu Schritten der Raaerei treibt 

^ehrere SchriftateUer gebrauchen nur das eine oder )daa. 

iQdere dieaer Synonymen ^ aber eine Verg^eicbung von 

Senec. Ir. III, 3 7. Demens^ quid ipAerest quam lecti pre- 

^s pariem? mit Cap« 3g, Primam iräm non audebimus 

^Qtione mulcere; surda est 4}t amens. Oder Plin« 

%-VIII/ß« Quia adeo demens ut per auum^ per puffU-- 

cüÄi dedecus pronedere i^elit? mit V|, 17^. Quas tanta aa- 

P^ntluy quae imo pigntia, arrogantia, sinisieritas ac potius 

^^entia^ in hoc, totum diem impendere ut offendaa? 






* \ 



9 

86 Amens» Demens. VesanuB. Veoors. 

Call. Maxim. Eleg. IV , ft3« O quoties demens, quotUs 
sine^mente (d. ht amens) putabar! ' 

2. Ganz ähnlich wie amens von demens unjEerschei- 
den sich insanus und excörs dxxxdi ihre blos privative 

, Bedeutung von vesanue xmi vecars^ welche depravativ 
zu fassen sind. Der inaanus ist des Gebrauches seiner 
Siqne und seiner Vernunft nicht mSchtig und ganz in der 
Gewalt seiner Leidenschaften^ der veaanua wird von 
falschen Vorstellungen su verkehrten Handlungen Einge- 
rissen. Der insanus geht über das rechte Maas und Ziel 
hinaus^ wie der IJnsinnige; der fesaniu irrt voh. dem 
rechten Wege ab und verfolgt ein falsches Ziel wie der 
Wahnsinnige. l^eT -inaanus macht den Eindruck eines 
Schuldigen, der pesanua den eines Unglücklichen. 
Daher ijiaani montea bei Liy. XXX , 3^. was der Deut- 
sche , wo nicht geradezu durch unsinnige, doch we- 

, nigstens durch unsinnig grosse B,erge nachbilden 
kann. . ' 

■ f 

3. Noch weiter gebt excors, und i^ecors auseinander; 
denn der excora ist nur unverständl^g und thöricht wie 
der atultusj der p&cora aber Wahnwitzig. Dem excors 
oppos. cordäim fehlt nur das Vermögen überhaupt zu 
l)egreifen und zu prüfen , dem pecora aber das Vermögen 

\ ruhig zu überlegen, weil seine Seele von einem Gefühl 
oder einem Vorurtheil schon eingenommen ist.' Man 
^vergleiche ' Cic. Juso. I, 6, ii. Inepte aane! Quis est 
' emm tam excora quem isia moueant oder N. D. 11^ 3. 
Phil. V^ si. LaeL a6. mit Pis. 21. O pecora et amens, 
Liv. IV, 49. Audita pox ejus in conoione^ atolida ac 

' ' prope pecora, , 



I 



> \ 



Furibnudas. Delims« Rabidds^ Cerittf«. 



«7 



'. 



4*' Den Unterschied von defnens, veci>ra und veaanu^ 
vermag ich nur nach dem Gefühl zu 'bestunmeni nämlich 
80, dass demens und i^ecora die Geisteszeirüttnng .mehr 
Ton ihrer prosaischen oder gar komischen Seite 
bezeichnet« ' etvra wie verrückt und wahnwitzig; 
dagegen veaanua von ihrer tragischen Seite, wie 
wahnsinnig'^}'. Von den Asta|)ensem, deren That er 
foedum^ ac Jerum nennt, sagt Liv. XXVID, d« Quum coeci 
furore in i^ulnera ac ferrum vacordi audacia ruerantf^ 
aber von den Römern nnter Fablilius IX, i5. Omnia ira 
militaria propa va^aa-no impatu agU. 

5. l^er HauptbegrifT von fureta ist die fieberhafte 
Erhitzung des .Geistes, dcQn dieser Stamm, ist nicht, wie' 
ich Th. II> S. i32 gelegentlich aogab, mit ferra un^ ftati- 
naray sondern mit farvaray fehrla, rtZ^ verwandt Der 
furor hat daher als ein rein positiver Begriff zunächst 
das Unterscheidende^ dass er die Abwesenheit der Besin- 
nmig nur als einen ungewöhnlichen Zustand dar- 
stellt, während sie in damentia, vaaania und f^ecordia als^ 
ein unnatürlicher Zustand erscheint. Daher ist der 
Begriff des bis zur Ekstase gesteigerten Enthusiasmus nur ^ 
dem Wort fi£ror und liovia eigenthümlich , und erst von 
dem Sta|)dpunkt des^ nüchternen Verstandes aus , welcher 
jene Steigerung der Geistes-, und Seelenkräfte als unna- 
türlich« Erscheiniqag betrachtet, steht er auf gleicher 



*) HartuDg griech« Part. T. II, S. 50. idemificirt dieses. f>e 
mit dem germanischen wau^ mithin vescmua mit wahn- 
sinnig; ohne Zweifel richtig , nur kannr ich ihm nicht 
glauben, wenn er in der curtten Hälfte auch yQn vehement dieses 
ve erkennt; denn auch Ton dem nicht erklärten h abgesehn,' 
weist die Vergleicl\ung des Gegensatzes clamana zu deutlich 
auf den Stamm vehere hin. 



1 

I 
I . 



\ 



88 • AmeiMu D^mens. Veaaiias. V«>comu 

Stufe mit insania. Die Hauptstelle ist, Cic. Tuac. ÜI, 5. 
Furorem esse rati sunt mentia ad omnia coecitatem; guod 
cum ma/u8 esse videatur quam insaniä'y tarnen efusmodi est 
utfurör Insapientem cadere possity.nom poseit Jinsania» 
.Auch Xiv. XXII 9 59. Plamifiius .. consul demum coepit 
furere; hie (Farro) ••• nunc quoqüe conml priusquam 
castra i^ideät aut hoste/n ^ insanit hat absichtlich das 
hartei:^ Synonynum für den Yarro aufgehoben« ' 

6. AI« Adjectivum existirt nur das Verbale furi- 
bündus ^ . denn furialis und /l^rsosz^siad. beide erst durch 
die Vermittelung x^^ Furia^ der eigentlichen, aber >zam 
Substantiv »erhobenen Adjectivformation von ßirer£, zu 
begreifen, und zwar so, dass furialis die Aehnlichkeit 
mit den Furien , furiosus die Besessenheit von den 
Furien bezeichnet. Vergl. Liv. VII, 17, Sacerdotes . .. 
incessu furiali miliiem RomanuTn- msue^fa turbaperunt 
specie^ mit XXXyi, 34. Quum,», a Jurioso incepto 
eos deterreret* Oder Cic, Plane. 35. Furialis illavox 
nefariis stupris effeminata $ mit Fr. Or. Clod. p. i52. Orell. 
jic furioa-is concionlbus indixerat» 

■ I 

f 

7. ; Delirus lasst sich als Formation in dasselbe Ver- 
^lältniss '^n cielinquo, deUquium bringen', iu welchem seroy 
oxpß z^n seqai'y enea&cu steht *}. Da nun dellnquer^ im alten 

'Latein die neutrale Bedeutung von deficere besass, so i^t 






) Die Ableitung von Hra vrird man nicht unger»^ aufgeben. 
DU Identification von delirare mit Xi^f^etv hat mehr fär sich, 
besonders da^sich die deliratiö meistens als Irrereden zeigt. 
Zix 'yereinigen aber ist diese Etymologie mit der meinigen 
auf Jteine "Weise , da ki^^os eine Formation von XaXeXv wie 
nn^i Yon Tcahiiv ^u Sein schein!, mithin dem Stamm hnsiv 
Unquere ganz fem liegt. 



t , 1 



Fnribimdiis* Deliriit. RaUdm . Ceritmi. '89 

deiirus znnSe&st ein SynonymOm von deUcalus, Cato R. 
R. 3.. VendcU hovM i^etiäoSf \armentä delicula, opes 
delieulasj lanam pSliem plosirwn peius j worunter ohne. - 
Zweifel «chwächliches Vieh verstanden ist. Man ist • 
geneigt nnd versucht^ in dieseta Adjectiv ein DeminutiTum , 
von jenem deücua au sehn , woipit Varro R. R. Jly 4 of- 
fenbar die a lade depulsos ^orcoa bezeichnet; aber die 
Sinnverwandtschaft dieser Begriffe ' ist kaum begreiflich. 
Betrachtet man dagegen delicus, dessen Quantität Scneller 
nur auf Gerathewohl bezeichnet /als Derivatum von lac, 
und dagegen deliculus als ^Deminntivam von deliguuSf 
welches sich bei Plaut. Gas, II, '2, 32 finde t^ so gestaltet 
aich alles gapz einfach. 

8. * Als Grandbegriff von delirus stellt siqh demnach 
die Schwäche 'des Geistes und* zwar nicht als ursprüng- 
licher Naturfehler ^ sondern als Nachlass.der Natur 
heraus, also dasselbe Resultat, welches schon Forcellini 
fand, praeeertim de senibus ^ui ob aetatem desipiünt, ob- 
gleich ihm seine Etymologie eine andere Bestimmung ab die 

Uand gab. Cic. Sen. 11, 36 Isla senilis etultitia, quae 

■''-'■ • ■' ' I. ' ■ ' .' » 

deliratio appel/ari solet, senum levi^im est, non omniwn* 

Q, Habere existirt in den deutschen Dialekten noch 
in der deminutiven Form rappeln und in der infensiven 
rasen, welche sich zu dem Primitivum eben so Verhält 
wie tosen zu toben. Die ra^t>5 involvirt eine mit der 
Verstandesabwesenheit verbundene Neigung za unmittel-- 
baren feindseligen Angriffen auf andere, während die bisher 
behandelten Synonyma ameiitia etc. andere Perscmen ent7 
weder gar nicht oder nur mittelbar gefährden. 



go 



Aiäeni. Demeiis. Vesanus. Vecors. etc. 



^ . «lOi, Cerriiita oder cerku^j welches bei Plantus und 
Horatins mehrmals einen Venrückten bezeichnet ,'7 wird 

' ziemlich allgemein ^t der Geres in Verbindang gebracht^ 

^ sq dass es durch vyyiipiXfiniog zu erläutern wMre. <>>An die- 

,,8ett Begriff der Ceres als Mond in allen seinen Beziehan- 

« ^^gen muBs auch bei der Erklärung des Wortes cerUi ge-v 
9,dacht werden. '^ Creuzer Symb. Th. lY. S. i88. Heia- 
^rf zu Hör. Sat. 11 , 3, 278 hält diese ErkllLrung noch 
für problematisch. Mit Recht wie ich glaube« Ceres ist 
einerlei Wort mit ^q%, xq^^oq uhd nach der -LautverscluV 

^ bupg auch mit Gers tCi so wie nach Serv. ad Virg. 
Georg. I, 7 die Sabiner das Brot ceres nannten. Cerit^s 
dagegen auf xuQay xqaviov , x^ia , welchem buchstäblich 
das deutsche Hirn entspricht, zurückzuführen, wird durch 
die Vergleichung dea synonymen cerehrosue geboten. Man 
vergleiche Flaut* Amph« ir, 3, i43. Quaeso, quin tu istanc 
juhes pro cerrita circumferri? '*^) mit Mostell,: IV, 2,36. 
Senex hie cerebrosus est certe» Oer Begri£P ist also 
Jiirnwüthig oder hirnwund. Ob cerritus oder ceri- 

. tue zu. schreiben sei^ ist schwer zu entscheiden» . Ist die 

^ . , ■ ■* 

' . '' 

letztere Orthographie die riehtige, >io verhalt sich cerUus 
zu Hirn wie pirus zu B i r n und vielleicht dirus zu z.ür- 
nen. . 



*) In Cic, Att. VIII, ^. Solet eum^ quum aliquid futiose 
feqit poenitere; nunquam ctuftm- certior fuit quam in hoc 

' hegotio ist certiur^ wie auch Orelli anerkeuut, offenbar cor- 
rüpt. yfäA ist gegen des Bosius Sinnreiche, leichte und dem 
vorangehenden furiose völlig entsprechende Vermutbong ^ce- 
ritioT einzuwenden? 



^Animiu. Aaüna. Mens. Spiritus. Aura. Anhelitus. 91 . 

162. 

■ 

I 

Animus. Aninia. Mens, Spiritus. Aura. 

Anheiitus. 

1. .Was die Griechen mit dem gemeinscbaftlichen ' 
i^ij bezeichnen^ unterscheiden die Lateiner ^emlich scharf 
als am/na und am/ni^«; indem sie die Seele durch anima blos 
physiologisch als das Prinzip der animalischen Lebens- 
krtft des Menschen uQd Thieres darstellen , welche mit 
dem Athem aufhört, durch animüs aber psychologisch 
und ethisch als das Prinzip 'der moralischen PersÖnlich)ceit, 
welche mit der Willenskraft aufhört. Die Seelen der Ab- 
geschiedenen heisseu vom mythologischen Standpunkt 
aus aniniae als .Schatten , vom metaphysischen aber , 
animi als unsterbliche Geister. Denn, wieOic. Tusc. I> 16, 
3/ in etwas anderer Beziehung sagt, an i mos p$r se ipaos^ 
ifwentea noh poterant merUe cffmpleoiij dagegen als animae 
waren sie sichtbare Wesen. Prop. UI, la, 33 ^Animae si-^ ' 
hntum. Sali. Jng. ^. Egregia facinora sictU anima im^ 
mortalia sunt, Dip afdma ist ein Theil der 'kÖrperliohlHi ~ 
Existenz , Zugegen ^animxia ist der scharfe Gegensatz von 
corpus* Lucr. Uly 49Ö. Desipieniia fit qua Pis animi 
atque anima i conturbahatur. Sen. Ep. 4. DifficiU est 
animum perdücsre qd contemtionem .animae* Und £p. 
58. jdnimantia • . quaedam pnimum habent ;. : quaedam, 
tantum' .animam. Juveii. XV^ i48. Priricipio induhit 
communis conditor. iUis^ tantum anima Sf nobis animum^^ 
quoque, ~ - . . " ' 



/ 



g3 , 'Aniinns« Anima. Mens. ,' 

a. Es ist kein ZWeifel| ' dass n/i^/Tia/altnoirdiscb onde^ 

aund dk h. Geist^ einerlei Wort mit avefAOs ist. Beiden 

liegt ein mit aiaai, wehen verwandter Stamm siuGrundoy 

von welchem sich in ventus ei^ Participiam erhalten hat ; 

^i^entus aber und Wind verhält sich zu anlhia^ wie Win— 

I 

kel zxk'angult^a und Ecke. ' , 

' ' ' • 

3. Da nun auch aura zu dieser Familie gehört, gleich* 
vieli ob es ein altlateinisches Wort ist^ für anra wie oa- 
lautica für calantica^ ode!r^ wie der poetische Charakter des 
Worts vermuthen lässt, das ans dem Griechischen' ent— 
lebnte cii/(ia von ai^^», so stellt sich das synonymische Ver^ 
hältniss dieser ^rei Formationen so : Gemeinschaftlich be* 
zeichnen sie die bewegte Liuft^ aber yerUus involvilrt 
eine heftige Bewegung wie im Wasserreiche fluctus^ .da- 
gegen az/ra uhd anima wie Unda nur eine gemässigte, 
l^elche nichts als Folge der flüssigen Natur dieser Sub- 
stanzen überhaupt ist. Vgl. Th. II^lS. lo. Plinl Ep. V^ 6. 
Sem^er aer spiriiu aliquo mopetur; frequeniius tarnen Ois- 
rasr quam i^entös habet, ^ ' 



N 



4* In aurä herrscht der Begriff des S toif es vor, die 

Luft selbst, in anima aber die Form^ dje Bewegung der 

Luft. Daher Lutor. V> 33 7* • Aurärumque lepes ani-- 

mae calidifue vapores. Weshalb Cic. Univ. 5. Inter 

ignem et ierram aquam deue animamque posuit^ und noch 

dreimal^ den technischen Aufdruck aere/n'gegen seine eigne 

Gewohnheit verschmäht hat. weiss ich freilich nicht au- 
s- 
zugeben; sieben Hdschr. substituireil auch a^ra etc., aber 

nach O^elli nur als Glossem. In Bezug ai^f das Athem- 

holen kann aura nur die Luft bezeichnen, ehe man sie 



Spiritas. ' Aura. Anhelitns. ' gS 

einatbiiiet|.aR»'ma ist die Luft in dem Moment des Ein- 

* 

nnd Ausathmens. 

r5, Darch dieses VerhältRisa wird anima femer zu 
einem Sjnonymnm'^ von apirUuB nnd anh^Ütus, Spirare scheint 
mir ein Intensivum d:t% Stammes von ventua und nacb eu~. 
phonischen Gesetzen ans suenrare entstanden. Man ver^ 
gleiche nur die Verwandtschaft von spinea mit ^inumy apa- 
rum mit, f(£rU| und apadix^ aporta mit. badiua, fero ; und für 
die Aenderung der ujalateinischen Exphonese nr die ähn- 
liche in tiro von teuer, 

6. Die Verbal form verhält sich znnächst zu anima 
wie die Handlung selbst zu dem Objekt der Hand- 
lang, Athemzug zu der eingeathmeten Luft.' Cic.'N. D« 
II, 55« ^pirijtu in pulmonea^animä ducitur^ Und 54, 
Aspera arter ia excipii an im am eam quae ducta ealapi- 
ritu. Orat. ly Gi, 261« Cum apiritua ejua eaatt angu~ 
itior, tantiun coMinenda anima in dicendo est chnsecutua^ > 
u/etc. Ovid* Met. XIIi 5i6« Nee habet quaa ducat api^ 
ritua auraa^ ■ Wenn aber, wie oft' geschieht, auch api^ 
fitua zu einem Concretum wird, f ao verhält sich apiritua zu 
anima wie der allgemeinere Begriff, der Luft zu dem beson- 
deren des AthemS| oder der Luft eines belebten Wesens; 
Cic. Catil. I," 6. Poteatne tibi.»hu/ua ooeli apiritua eaae ' 
jücundua; Plin. H. N« H^ 5. Spiritua quem Graeci no^ 
fttrique eodem pocabfdo\aera i^ocant* Denn die Luft ist der 
Athem ^er Natur, ' * , 

7* AnheUtua ist ein mit, Anstrengung verbundener, 
tpiritua wie das Keuchen. Auct ad Herenn. IV, 53. 



9^ ' ^ Animus. A^im^. Mens. \ 

Anhelana ex imia pulmombus pro» cura apiritus du^ 
cebatur* - Qe]l. XII, 5. ßp iritu.a et ahheliius ex ejus 
pictore epadere. Dies der, gewöhnliche Grebraudi^ wenn 
jedoch anhelare den gewöhnlichen Hauch und Athpm be- 
sciichnet wie in Ovid« Art. Am. 1,5^1. Nee male odor^äti 
sie triaiie ankelitMs oriSf so ist 4iea dein Stamme des 
SiiÄplex halatfe analog y ^orin qine Deminntivform des 
Stammek hauchen, polnisch chac/fam, nicht za verken- 
neniat« Bemerkenswerth ist in dem Corapoaito die sehr 
selten .im Latein erscheinende Präposition ava, wie in 
OLVuatlvBW% tief herauf'Stöhneni ich finde sie Hoch in^ 
andruare^ recurrere^ «Iso ava^^afiSfry, und ^twa in antennae 
yon avawlvM; wogegen in anfracius eic» anifjuplzn den? 
ken ist. 

, • . ■ i 

8. Wenn die Lateiner mit Spiritus und anAelitus je- 
derzeit 'das Bild eines ausathmenden' Geschöpfes^ verbanden, 
so köMmt andererseits flatus das Blasen ausschliesslich 
der äusseren Natur, dem Winde zu. Gic. Att. VII, 12* ha belle 
nohis flauit ah Epiro lenissimus ventus^ wogegen Virg. 
Aen, IV,' 563. Nee 7*ephyros audis spirare secundos eine 
Personifikation enthält. Beide Verba von lebenden Wesen 
gebraucht, bezeichnet spifare das unwillkührliche 
Ausathmen der Luft, flcare' Aet das absichtlipbe 
Au 8 8 1 o s s e n derselben. 

g. Animus bezeichnet die menschliche Seele als In- 
begriiT sämmtlicher Seelenkräfte und verhält siph in sofern 
zu mens wie das. Ganze zu einem seiner Theile : Ci^. Rep* 
n, 4q« Ea quae, lätft in animii hominum, quaeque pars 
animi mens ifocatur. Luoret, III, 6i5. Cur aninU 



Spiritaa. Anra. Anhelitns. 



95 



nunquäm mens cqnsiliumqus naBcitur4n capiie. VI9 1482. 
Periurbata animi mens IV, jb^* V.y i5o. Catull. 65.3* 
Nee potia est diiicea Muetxrunp expromere foetfia mens 
animi. Plaut Cist. 11, i, B. Nubilam mentem canM" 
habeo und £pid. IV, ,1^ 4. 



10. Allein da im praktischen Leben sich die Seele 
vor allem als Willenskraft geltend macht; so wird animue 
selbst auch zu einem Theil der Seele und steht als Gefühl 
and Willensvermögen incoordinirt^mVerhäll^iss zu mene, 
der blosen Intelligenz, dem Bewusstseim Ter* Andr. I, i, 
137. Mala mens, malus animus. Tac. H* I, 84, Quem 
nobia animum quas mentee imprecerUur* Gaes. B. G. t| 
39. ZJi.omnium menies animosqUe pertwrbcaret* Und 
B. Civ. I9 ai. Gie. Sen. ii. Non corpori solum eub^ 
ifeniendum esty sed menti atque c^nimp n^iio magis. 
Plaut. Trin. II, 4, 53. Satin tu sanua mentia aut animi iui?' 
Hör. Cp^Ii i4y 8. Isiuc mens animuaque fert. Virg. 
Aen. VI, 11. Magnam cui mentem animumque Dßliua 
inspirat i^atea, und I, 307. Senee. £p. 10. Roga.bonam 
mentem^- bonäm i^aletudinem animi y deinde corporia» 
Plin. £p. Vlly aji 7* Ipse ad scribendum animum^ oculos, 

V I 

manum intendit , ne'' vacua mens audUa simulofira . . fin^ 
geret* Gell. II> i| X, -21. ,tJnd in söfem der Gedanke 
dem Willen vorangeht, und der Wille selbst oder der En^ 
sohl aas sich als Mittler zwischen dem Gedanken und der 
Handlang, sich sogar als Diener des Gedankens, wie der 
Körper als piener des Willens^ vorstellen lässf, sagt Cic. 
TusG. in, 5. Mens eui regnum totius animi a natura 
tributum est. Inv. XXXVII, 45. Animos quf nosträe 
mentis aun/, eosdem in omni fortuna geasimus. — Von 



'^6 Gensii «Natio« Popnliis. ' 

diesem Gesichtspunkte a^s sinä auch jlie Stellen m bear- 
V tbeileil^ in welchen angeblich oder scheinbar arUmus und 
mens verwechselt werden. Wenn CicFam* X. 3. med. sagt: 
Dolabeüa clasaem ea niente comparaplt, so bezeichnet er 
den Plan blös als V o'r s t e 1 1 a n g ^ mit eo animo würde er 
ihn als Vorsatz dargestellt haben. 



A 



I 



.163. 

.'Gens. Natio. Populus. 

1. -JDer Begriff Volk wird durch gens undj^atio nur 
in pbysischer^oder ethnographischer, durch po- 
ptdus und civitas aber in politischer Besiehung ausge- 
drückt ^ so dass gens und natio nur einein gemeinschaft- 
licher Abstammung und Verwandtschaft begründete Ge- 
sellschaft bezeichnet^' wie m auch ohne alles Zuthun der 
Givilisation erscheint; wogegen popuku \m^ dpiteu einen 
Grad der Givilisation und eine geordnete Verfassung Tor- 
aussetzen, Cic. Rep. I, 25. Est populua •• nonomnU 
hominum coetua quojuo modo, eongregatm^ aed coetus mul- 
Htudinis Juris consensu et utilUaifs communione sociaius, 
SalL Cat. iO| |. Natiqnes .ferae et populi ingentes 
in, subactit 

2. . Fernem gens Terhält sich zu natio wie der ganze 
Vdlkerstampi zu der einzelnen Völkerschaft. Dies 
erhellt aus der, wenn gleich im übrigen noch dunklen 
Stelle Tac« Germ. 2. Ita nat^onis nomen in nomen 
^entis epoiuisse putant, ut omnes.,. Germani poc^renturj 



I \ 



Gen». Natio. Fopnlüs. 97 

7gl« £• 38. Sueporum • . non una ui Cätioru^ TencUro^' t 

rumque' g^ns; mä/orea^ enim Germaniae pärtetn ohtinent^ 
propriis nationibuä nominibuaquB distineiii > V^IIej. P« 
II, 98. OmnibuB ejus gentis tiationibua in armtLaC'* 
ceruis; vgL C. 38. loo. Cic. £p. ,Qu« Fr. 1« ijSL. In aurUnts 

■J 

omruum gentium ac nationumi l 

A 

.3. Aber wie in diesem (>by5if eben -^Bedeutung ^«72« als j 

Complex von Völkerscbaften einen weiteroh Umfang bat 
tU naiiOi so bat jes /zngleicb in feiner politiscben Neben- 
bedeutung .als Geacblecbt oder Complex yon Familien 
einen engeren Umfang als populm, dessen Begriff* tfonst mit 
naiio auf gleicber Stufe stebt^ so dass einerseits poptdus 
; ila civilisirte natio einen Tbeil der natürlichen gßn» bildet^ 
wie^Liv. IV^ 49. Simul Aequoa clädes prohibuit, Bolanis 
iuae gentis populo präesidium ferte^ und Virg. Aen. X, 
ao2. Gens Uli tripUx^ populi eub gente quaterniy 
uiderseits die politifcbe.^^ns einen Tbeil des poputwt aas«- 
laacht, wie Justin. VU, i. Adunatia gentibua variorum 
populorum. 



4. Der Begriff ciVi/as steht fn der Mitte des rein 
coQcreten populus .und. des rein abstraöten rs«/>z£^/ica ^ und 
^zeichnet bald den Inbegriff der Bürger , so dass Cicero^s 
Irklärong des Wortes Sömn. Scip^S. ConciUa coetusque 
mmun jure aociati, quae cipitatea appellaniur, fast gleicb- 
Qtend ist mit der $.1» angeführten Erklärung von populue^ 
d den Inbegriff der bürgerlichen Verhältnisse und Rechte. 
ber cwiiae in concretem Sinne ist ni^ der Inbegr^ der«- 
nigen Einwohner, welche 4m Genuss des ToUen Bürger^ 
«clites und eigentliche Herren des Landes sind, wogeg^en 
V.Tb. G ■ 



g8 ' ' Gem. Natio« "^ Popolof • 

' pojmiua «Ue SUaUiingehorige mit emsohlieiat Cipüom bt- 

, aSeiohnet das Volk blos liinidchtlich aemer Miqneren Verhält- 

. niaaey populut aber daaaelbe allgemeiQer in Bezug auf seine 

.jeaelligeti Verhältnisse nach inüen und nach aussen über- 

haupt. Ein Volk kann als w^üas eineA Ejrieg besohliessen, 

aber nicht fuhren, wohl aber als populus. Als clvUas wird 

es im. Zustand der Ansässigkeit gedacht^ populus kann 

. auch ein nomadisches Volk heiasen* 

5. Ottfr. Müller bemerkt Etmsk. S. 2i4. ^ dass die 
vocahula forenaia der Lateiner ungriechisch seien , darunter 
auph cwis. Auch ich finde keiii griechisches ^tymm^ und 
ai}ch im Bereich des Lateinischen lässt sich eine Verwandt- 
schafti «• B# mit censu» nur als mögHch bezeichnen.. Desto 
etnleuchiteiider für' mich ist die Identität voq cipis, (auf der 
^ab, Bant. veua ) und sciidtaa mit dem deutschen Stamme 
beim and • H e i m a t h , worbei höchstens die Correj^ondeni 

> des 1^ und m der Begründung bedarf und aie in den Ana« 
logieen curpu» krumm^ calvere Schelm^ iaeput schlimm 
d. h. schief 9 und pulvis Mulih findet. 

• . ' ' * , 

6. Noch unverkennbar^sr findet der sinnverwandte 
Ausdruck tribusy wovon sich i^ griechischen (wenn man 
sich nicht durch den Anklang .von t^ivti!^ täuschen lässt) j 
keine sichere Spur zei|^ sich in vollkommen regdmässiger 
Umgestaltung in dem gothischen thaurp% der Acker undj 
dem althochdeutschen dorof^ Dorf. «Die' nämliche Meta- 
thesis des Vocab ersc^int in iran$, goth. t?iair^ durch.: 
Eben so bedeutet der entsprechende politische Begriff dij^off 
bei Honier meistens das Land und ist eine Formation von 
d^y der Nebenform von y^. 



J 



Canere; CaqUre» . Canücaui etc. 



99 



164. 

- 

Canere. Cantare. Canticiim. Gantilena. 

Carmen. Poema. 

1. Canere ist der allgemeinste. Ansdrnck far 
nnuiciren^ voce^ iibüs, fidibu9f wie (liXnmy dagegen cantare 
bezieht sich nar auf die Vocalmosiki wie ailSwf psaUere 
Qar auf Instrp.mentalmasik nnd zwar blos Saiten- 
imtrnmentCy wie ipaXlot*). Gell. N.'A. XIX, 9. Qm 
canerent poce et qui psallerent. Sneton.Tib. 3. Can^ 
tare et ps allere jucunde^ In Sallust. Catü. 25. Sem'* 
pronia • . psallere et saltare eügantius quam neceese 
nt prohae, gilt die Variante cantare für eine Glosse von 
prallere. Wajrum will m^n nicht alle drci-Verba behalten? 
pmliereycaniarey saltare als Asyndeton 9 worauf die Mss. 
selbst führen; selbst das muUa'aUa nimmt sich nach drei 
Beispielen besser aus als nach zweien. 

3. Cantica und cantiUnae sind Lieder^ welche nur 

mm Singen bestimmt sind, bei denen, wie bei den Volks 7 

|liedern, Wc^te und Melodie uncertrennlich sind, im Ge« 

gensitz djer Rede und des Gesprochenen; cdrin^a und 



'^] Psäüere ist wenn irgend ein lateinisches Woi^t» aus dem,Grie-. 
chjschen im strengsten ^ Sinne entlehnt ; denn p« als Anlaut 
verschmäht die lateinische Sprache durchant; daher pulex 
fvXla ^ ' expOare yftloio « puUus ipeXoHC^ pälpare yfoXketr^ tp^^ 
tuqiar^ und Ton dieser Analogie abweichend ttumui ytdg^ 
halbvs ^tXl^u Anch Flinins noch macht fp^yft» dnrch »pegma 
dem lateinischen Ohr annehmlicher. 

^ G 2 ^ . 



I02 Chmre. Vbdfiemi Vocne. CiUra. 



Tue SpnKhrer^aAung kann ndt TczBudht fSMien ^^atet pit 
Barde m i^entificireii, wie iv^güta, vüBmm^ imruMj perrei 
ndt Becken, Balken, Barren, Bor^. 

6. Canere lA mäA mit jjouvuf^ umätm ndt Ttan^uv 
oder xantjpUr und dem Tcrwandten xotv/biir ausammen zu 
stellen; acKfiii^pi2 avlup bei Find« Fjth. X, So. ist niclits 
imderea als canim fibiarum, imd fulo^ xmpippt9 aotdrig 
▼erj&indft ApoHon. Rlu IV, 907« Im Deutschen glaubt 
J. Grinun. diesen Wortstamm in hano der Hahn wieder 
an erkennen. 



7« Caniiiena ist von canere nur dorch Viennktelaiig 
von taniiüare abzuleiten« Andi Carmen oder easmen pflegt 
man auf canere anrückzufahrei^ wie gemun kat gehuisse. 
Aber beide Aniiahmen sind sehr problemafisdh , denn eind 
Sjncope Ton canimen würde cämen bilden nach der Ana- 
logie von in, imu$ nnd abstinere, abstemine^ oder ccmunen 
nach der Analogie von gemma^ welches als Keim von 
genuissej und als Edelstein von Tatov gebildet ist» 



165. 

Clamare. Vociferari. Vocare. Citare. Appellare. 
Alloquu Nominare. Nuncupare. 

1, Das dei^tsche rafen hat trandtive iumI 'intran- 
sitive Bedeutung I aber poca^ per- 
sonelles Object« In Tac. Iqut 




A'ppeOttflf. Ailoqui. Nocninlure. Noucapiure. io5 

* \ 

damor currentiufn^ i^otitaniium, wie Eriiesti nach 
Fichena im Tejtt behielt, halte ich eben deshalb mit Wtflth^ 
ifoUtantium fiir das wahre \ nämlich currentium bezieht $ich 
auf das Fussvolk, PoUtantium auf die Reiter. Dasselbe gilt 
von Ttaktür; in Soph. Oed. T. 780. naXti nag o7iq) inia« 
mq (aq eüijp nat{^i ist >?ine Vermengung der zwei Con>* 
itrnctionen;' xaXst'^ fAB nXcta jov natQl und: ßou £g nXaütog 
ärjf natQl anzanehmen. 

2« Das entsprechende Intransifimm ist clamare nebst 
vociferaru "Beide Wörter bezeichnen das Geschrei als 
Aed»enmg einer yernanfi^uad eine. Willen.; n>it- 
bin das m ens ch li c h e Geschrei im Gegensatz von clangere, 
tlaf^Mj dem Geschrei als instinktjMassig.er Aeussemng 
des Thieres oder tropisch als mechanische Aeusserong 
eines Instrumentesi wie Virg. Aen.II, 3io. ExorUur cla-^ 
morque vimm clangor que tubarwn. In allen Fällen, wo 
clamorj clamare einem unvernünftigen Geschöpf beigelegt 
wird, fül^t sich die Peraonification leicht hindurch , nqr' im 
Lttctetiosist bemerkenswerth| dtaä er ^^iaa Wort clarigcr^ 
säuslich verschmäht« 



5. Clamare ist eine Aeusserung des Willens^ poci-* 
ferari aber der Leidenschaft, im Zorn, im Schmerz, 
in der Trui^enheit. Rhet« ad Her. in> i3. jicutä excla" 
matio habet quiddam illiberale et ad ^rmdiebrem potiüs 
voc ife rätionem quam ad pirilem dignitaiem iri dicendo 
accommodatum. Und i4f ^5. Oportebit » • celeriter ewri 
clam4>re i^erba conficere, ut pim polubilem orationis poci^ 
feratio* conaequi possit, Sen. £p. i5* Ut liligarUea a 
fiermone i/icipiant, ad pociferationem transeant^ • In 
III, i5. Quid clama^? qukl poci/eraris? 



/ . 



io4 



' / 



Gliimare. VcM^iferarL Vocare. Gitare. 



4. Wenn clamare auch iraasitiv .gebrauckt wird|'.8o 
ist die^^wemg3tens der eigentlichen Prosa &emd« Virg. Aeii. 
IV f 6/4. Per medios ruit ^ morient^m ^ominä clamat» 
Aber in diesen Fallen bezeichnet i^öcari ' ein r n h i g es, 
ciamare , ein angestrengtes Rufen. ' Der ' i^ocitns .will blos 
bezeichnenj wen, er meine, mit mehr oder 'weniger "" lauter 
Stimme, der vlamms ruft mit angestrengtes n|id erhobener 
^Stimpe y weil entweder der Gegenstand weit entfernt ist, 
oder weil er selbst seinem aufgeregten Gefühle zugleich 
Luft machen will* - • 

* ■ 

5. Der' pocans will zunächst den Gerufenen blos zur 

. ■ ' . . . ►• ' « 

Aufmerksamkeit und zur Antwort auffordern \ ob die Auf- 
forderung noch eine aasserliche £[andlung, >itte Bewegung, 
ein Erscheinen wie in ad coenam pocare zur Folge hat^ ist 
unwesentlich; dagegen der cz/a/is verbindet mit seinem Ruf 
wesentlich die Zumut&ung des Herbeikommens, denn cUare 
uiid eiere sind als Wörter einerlei mit mä&aiv und /Ci'J2, 
und als Begriffe »ul* Causativa 3er griechischen Formen. 
Die pöccuio'ist gewöhnlich nur eine Privathandlung gegen 
einen Gleichgestellten, die citfitio eine amtliche 
oder wenigstens Geschäftshandlung gegen einen Unter- 
geordneten» • 



6.^^ Ficare, appeUare, dicere in der Bedeutung von 
nennen bezieht sich auf jedwedes Fräditiat, wodurch. ein 
Gegenstand kenntlich ist oder kenntlich werden solL 
Dagegen nominare setzt das Aussprechen dea Namens vor- 
aus, der dem Gegenstand als nomen proprium ausschliessend 
eigen ist Cic. LaeL 5, ig, Ui ii fuerunty modo quoa no^ 
minaui {Fabricium^ Lipium/^ Coruncanium) hos piros bonos, 



) I 



• Appell«re. AUo^ni Nominiure. Nuncapat^« io5 

vi häbiii sintf uc ^am appellando9 p^tertUis, N« D. IL fiS^ 
61. Eis ip0a in qua f/fs inest major äliqua tie appella", 
iur, ut eajpea i^i^ nomin€tur deuk. Sallust« Cat Sg«/ 
ünumqmmque no min ans appelfat, 

7. Dass nundupare ein Synonymmn von nominare sei, 
fand Varro L. L. VI> 60. nöthig mit alten Stellen zu be-, 
legen. Wenn man Cic« Gaeein. \Q, Su Res ut omnea tuia 
ceriis ac proprüs pocabulia nominentur vergleicht xmt 
N. D. I^ Ji5, 38» Ipsaa res utilea et>sahUares deorum essB 
vocabulia nuncupatas *) oder II , 28^ 71« Quo 00s no-^ 
mine consuetudo nuncupat^erit, und Sueton. Aug. 3i. 
Sextilem mensem e cognomihe suo nunäupdf^it^ so bietet 
ach die Unterscheidung dar, dass der noMnans einen Gre-^ 
genstand mit dessen schon besessenem Namjen nennte der« 
nuncupans aber einem noph namenlosen Gegenstand einen < 
Namen erst ertheilt und ihn benennt oder beliamt. Die 
meisten Prosaiker bewahren nuncupare für die Falle auf, 
wo es als terndnus ievhnicus ni^ht umgangen werden konnt^^ 
in haeredefn . oder t^ota nuncupare.^ w;orauf .^ich Quintilian. 
VIII, 3^27 bezieht: Quaedam Ipetusta) etiam ntcessario 
iumuniur^ iit nuncupare et fari, nach Spaldings wahr-» 
scheinlicher Vermuthupg. 

8. Nuncupare darf^ in keinem ' Fall als Composition 
von nomen und capere betrachtet werden,, ab^r auch' nicht 
ala blose Nebenform von nominare y Utie tunc von t^m^ 



*) Auch itt Somn« Scip. 3. Quem vos vi o Grnecis accepistis 
orhem laeteum nuncupaiis^ ist die Lesart des altea Md. 
Turic. Macrob. bei Orelli, nuncupasiU beachteiiswerüi. 







/ 



\ 



• * 

loS • ClAmire« Vadfenuri» \(ocare. CiUre. 

«onderii' ala eine vollere Fonaatton ron nuneiartm Die Syn« 
onymie beider Forzoen, erhellt deutlich ans der juristiachea 
"EjatvE^nuncupare haeredem im Gegensate von Bcribtre^ lu 
demselben Sinne, in welchem nuncius als mtindliche 
Botschaft den litßrU, als der iachriftlichen Mittheäung 
entgegensteht, am deutlichsten Cic. Famm/XIV, 8. Nam 
miAi ßt scriptum et nunciatum est te infebHin subito 
incidisse. Vgl. Att. Vffl, 9. PhiL XIV, 7- CJaes. B. G. 1,26. 
Das Wort nuncius selbst aberweist nicht 9x£novus^ NO- 
VENTIÜS^ }uu, sondern auf dasselbe gnoscsre^ noffisse, 
wovon auch nomen der Name eben so gebildet ist wie 
semen der Saame von seuihse. .Die griechische Form ist 
oVojua^ welches^ ohne Verwandtschaft mit pifio»^ eine wei- 
chere Ausstäche von ;^Ofia ist wie jiUbanus für CUbanus, 
Selbst die Kurze des hat .seine Analogie in notare und 

0ogniiu8 neben nütus, \ 

-■•.■'• • . ' 

* 9* Jpptüare^ ohne Verwandtschaft mit pellerey mius 
nebst seinen Geschwistern Cd/n/T^/Zar« und inierpellars sein 
Simplex im Ausjiande suchen: es ist das angels. speüant 
erzählen , und gotspel das Evangelium, bei Otfried , wovon 
sich ausser befehlen wohl nichts mehr im Gebranch er- 
halten hat« Paher auch im Lateinischen das Anredeu 
als \Gruhdbe4eutuiig, nennen als abgeleitete mit Keciit 
angesehen iinrd, 

10. Adpelldfe bezeichnet eine ruliige, campellax^ 
eine scharfe Anrede, einen Tadel, eine Anklage j ciu 
Nebenbegciff, den selbst die Dichter selten aus den Augen 
setzen. .dppeUare selbst aber steht in. der. Mitte zwischen 
dem^vorn^ehmereu, gewählteren offari und dem ge- 



''•^z: 



Conciliom« ^Gonventiis. Coetnk. Condo etc. 107 

wöhnlicliexi alhqid» Der attoqu0nagt5Tm% dem andern 
äaa erste Wort, einen Gross etc. und ignorirt ihn nicht; 
der appellans zieht ihn ins Gespräch and richtet ernsthafte 
und mehr oder weniger bedeutende Wort% an ihui^ der 
affan9 gibt seiner Anrede d^n Charac^er des Pathos, ent- 
weder durch besondere Freundlichkeit oder Feierlichkeit.- 
Vgl. Cic. Cluent. 61; Quem nemo recipere iecto, nemo au^ 
dire, nemo^ allaqui, nemo reapicere veltet mit Att. XIIl/4. 
SaliUabunt benique, comiter appellabunt unum quemque 
nostrum. Und Brut. 3. SakUcUio libri quo m^^Uc äff a lue. 
quasi jßpeniem excitauii. 



166. 

\ 

Concilium. Conventus. Coetu3. Conciö. 

Domitia. 

1. Das griechische xaXsry hat sich als Synonymufli ^ 
Ton appellare nur in nomenclaior und angeblich in CalendOß 
erhalten« Das Primitivum calare hatte einerlei Gebrauch 
mit dem entsprechenden deutschen Worte: holen, welchea , 
bei den altdeutschen Schriftstellern immer eine Person 
zum Object h^t, wogegen sich die Bedeutung nennen in 
das Frequentativum schelten gereitet hat und in manchen ^ 
Diälecten noch besteht. « / 

fi. Auch conciluim stammt Ton calare (nichts von 
ciere^ wie concio) 80 handgreiflich als ixxXriala und ovfxXt^ 
%og. Concilium ist jede berufene Versammlung, gleich- 
yiel^ ob sie einen öfieutlichen öder Privätcharaoter hei, 



\ 
I 



t 



< 



108 Cbnciliuin* Conventai« Coetas. Cpndo« Coitiitiä. 

wogegen coätm uhä conumtua eine freiwillig zasammen- 
gekoijQmene' Versammlung bedeatet; aber coetua ist als der 
allgemeinste Ausdruck eine Versammlung zu- irgend 
einem Behufs z. B. zu blos geselligen Zwecken ^ der conPtn- 
im dagegen ist ein beabsichtigter Zusammentrilt zu einem 
ernsten Zw^ck, z. B. zur Feier eines Festes, Anbörung eines 
Vortrags et<^« Dagegen cöncilhmiy poncio und comitia sind 
beifuf ene Vers^Mumlungen, co/»ci/ii^/n meistens^ cpucio und 
. conulia immer inNStaatsangelegenheiten; aber coriciUnni ist 
die Versammlung der Edleren, des Ausschusses, d^seu 
Mitglieder einzeln eingeladen werden, zur Berathuug, 
cop^cioj und eomitia dagegen die Versammlung der Gemein- 
de, welche: durch gemein'samen Ausruif beschieden wird, 
zur Beschlussnahme oder Anhörung eines Beschlusses. 

3.' Femer die concio *) ist jede ordentliche Ver- 
sammlung der Gemeinde, entweder des Volkes oder der 
JS^fldaten in jeden; Staate oder Lager, comitia ist der histo- 

' rische Ausdruck für die römische VolksversäEunmlnng. 
Cic. Fin. II, 4, ii. Quid necesse est tanquam meretricwn 
in mätronarum coetunvj sie tfolupiatem in f*irtutum 

. concilium adducere? jyenn concilium ut der yornehmste 
und' edelste Begriff unter diesen Synonymen; daher regel- 
mässig concilium pairum\ deorum. Und 24^ 'jf^ In omni 
coetu conöilioqulß. Und Sen. 23, 85. Dipinum. ani- 
morurß conciliäm coetumque» Orat. III, 181 65. ConciO'^ 
nem aut senatum aut ullum coetum hominum, Famm. I V, 
] . Te frustra in senatum sipe potiu^ in c onpentum sena- 
torum esse penturum^ nicbt concilium ^ weil es in Ciccro*s 



*) Die Etynlologie Ton ccncio-^* eiere ist bei citare behandelt* 



Maicere. Palpare. ' -ioj 

Angen keine YOllzänIige»noch vÄllgültige Senafaveraamm- 
long war, nicht aoetuSf weil es doch eine geregelte Ver- 
sammlung zu «inem bestimmten Zweck war. QuintiL XI» 
ii ^4. In eoncilium tleorum, aber XII, a, 8. In con^ 
*fentu8 scholarurh recesserunt wie>n, 9^ d* Ooetus,8cho^ 
larunu Liv. XXXIV^ 2« S-t coßtua et concilia et no-^ 
cturtias consü&aiionea esse sinas\ im steigenden Fortscfaritt 
Ton formlosen Zusammenkünften zti organisirten 
Ver^ammlun gen. Und II, 38« Jdeo nos a sede piorum 
coetu concilioque ahigi. Und XXX V, 49* Aetohrum 
onviem Jerociam in conciliis conciqnibusque magis 
quam in acie apparere^ jenea vom Aussbhuss, dieses vom 
Ganzen. Hirt. B. Alex. 5j* Celeriter habito coneilig 
vom Kriegsrath imd: Hahita c^ncione mUitum tentat 
animöa ypn der allgemeinen Versiammlnng. 



' 



167. 

Mulcere. Palpare. 

1. Der mulcena streichelt etwas an sich rauch es, 
z. B. die GTaare^ zunächst um es glatt zu machen, d^r 
palpans aber etwas breites, glattes, die blose Haut, um 
durch die Berührung eine angenehme Empfindung zu er- 
regen. Man vergl. Ovid; Fast« I,; 259. lUe manu mulcens 
propexaifi ad pectora bar b am mit luven. X, 206. QuintiL 
XI, 3, ifiS. Sunt quaedam non indecentea morae, capui 
mulcere^ manum irUueri^ meint damit offenbar capiiium» 



• I 






y* 



.]io ^ Molcere« Falpare. 

tt. Ai;if 4i<^o Bertunmiui^ föbrt theils der tropische 
Gebraocli y aem znfolge -dox nmkere m die Bedeutmg der 
^Besänftigung eines Erziimten übei^eht, ftolparä aber 
bei.jene.r des Schönt ha,n« ond deY Liebkosung eines 
Geliebten^ stehen bleibt^ tbeils dieEtynnoIagie; denn mu/- 
cere ist die lateinische Form ¥on fi^Kla$a*i (ohne Yerwandl- 
*irebaft mit mulg^re afiÜiysip) wobei das a iua^h die Syn- 
cope eben so in u Sberging wie in atlamutf culmus. Fe- 
stes erldärC es mit Recht durch moUire^ einQ dwch Assimi- 
lation entstellte Foi^nu , v . 

( I • 

3. Patpare existir^m Grie^st^n als ^taXluv (nacl| 
Analogie vqii palpii<xrt niXiso^ak vaaA bßlbus ipeXlos) and 
ifHjSlaqpaf und verhält sich 3U dem .germanischen fühlen, 
befühlen, angeis« felan, wie upigekehrt rati 1 m e n sa mo" 
lere. Gewiss gehört auch palma zu diesem Stamm^ denn die 
palpatio verlangt eine geö^ffnete Hand wie der pugUa" 
tue eine geschlossene. Aber wie eben deshalb pugnm^ 
n>yf\M{ und, Faust oder in der ähnlichem schwabischen 
Form Fäukeli von sfrvxafony fügeui pangere und figere 
benannt ist, ho wird palnuz^ naX&pLii^ ahd* volma die 
flache Handy sammt plcuiia deir flache Fuss oder die 
Fnsssohle, mit pcdam^ niXti, naXiva^ nXaziq, Nebenformen 
des ausgebreiteten Stammes pander4j patere tmd nBtaaM 
iß Verhältniss stehn. Dagegen vola^ nach Festns: pesti- 
* gH4nk ^fm4ii 'pedifi coneaf^um oder im we^tei^en Sinne nach 
' Servifis : JüecUeioß pialmße ei petÜM gehört zu dem Stamm 
ßfoU^ere, palgusj wölben. ' 



V 



1 

Taeter. Foedus. Torpis. ^ 1 1 1 

Taeter. Foedus. Turpis. 

1. Durdh das taeirum wird die sinnliche E^m- 
pfindlung unangenehm affieirti dorch das foedun^voßA 
deform$ daM ästhetische Gefühl, imd «war «durch 
foedwn das natürliche, daroh deforme das gebildetem 
Gefühl^ und dorch das turpe die Vernunft und Refle- 
xion. Das ^a^lrtf/n bewirkt Ekel, das /b^c&^in ^ bscheu, 
das dafornu Missfallen, das turpe 'Jilissbilligung. , 

ü. Turpis , buchstäblich dürftig ,^ d. h* mangelhaft^ 
wird blos von Dichtern in sinnlicher Bedeutung ohne Be- 
ziehung a^f Ikjforalität gebraucht, bei Prosaikern bezeichnet 
es iimner das Unmoralische, und zwar von seiner ästhe- . 
tischen Seite, wie sceleäitu von der juristischen und 
Uff onus von der religiösen Seite. Vellej. Pr II,. 6}, 4. 
In f^aiinio *• defarmitaa corporis cum turpitud ine 
certabai ingenU. Cic« Off. II, a2« Habere, enini quaestui 
rempubUceun non modo iurpe est, sed sceleratum etiam 
Hnefarium. Cic. Finn. IIT, ii, 38. Niai eoa foeditate 
iua turpiiudo ipsa deUrreaik Cic. Rep. 11, 2^6,. Tyrannue^ 
quo neque iaetriue neqüe fo edius nee die Tiominihusque 
wpiüue animal uUum' cogitari potesL Vgl. Off. III, 8, 36. 
Lcgg. III, 8, 19. Phil. Xin, 6, i4. Off. I, 34. Luxiiria 
curn omni aetaii turpis tum senectuti fo ediasima est» 

« 
3. .Für taeter drängt sich taedei als Stamm gleichsam, 

auf. Und^doch ist die Synbnymie der Begriffe nur eine ont- 

fetQte.Denn dem iaedium ist wesentlich, dass es allmählich 



112 



/< 



Taeter. Foedua. Torpis. 



entsteht, als Ueberdröss und Yerdrass wegen langer Paner^ 
während die Jaetriiudo auf einmal wirkt. Auch möchte 
. man, wenn ter 'die Terminatibn ist, eher eine t^orin taester^ 
nach der Analogie von roatrum, claustrum^ Jruatra u. a. 
erwarten« * Ist vielleicht taefer die lateinische Form von 
ragra^og oder ora^r^^o^^ d^sen ^tamm itagtup ich in 
meiner Comment. de' a intBnaipo p* ad. nachgewiesen liabe? 
Diese Yennuthang wird noch bestätigt dorch die Glosse bei 
Festus': Tartärina: horrendo et terrikilif . ohas Zvre^l mit 
Bezug auf Eiinius' bei Varro L. L. VU, 36* Corpore tarta' 
rino proghala Paluda i^iragOy wo man nicht nötbäg hat^ 
den mythologischen Tartarus^ zur Vermitteluiig herbeizu- 
rufen* '• . . c 



4« Foedus liesse sich dem BegriiF nach mit /(^a/ere za- 
sammenbringen, aber eine vorsichtige Woi'tforschang darf 
sich dadurch nicht verleiten lassen. Poetere lässt sich als 
I^ebenform von putere betrachten^ ^b^o^s dagegen stimmt 
mit dem goth. baut ;and böse unabweisbar zusammen. Auch 
ist den Begriff des Schä^dL^ichen, der in dem deutschen 
Wort vorherrscht/dem lateinischen Wort keineswegs fremd« 
Liv. in, 33* FeutüenJtka foeda hominis foeda pecori. 
Vielleicht geborten diese Adjectiva zu dem Stamme ßndere^ 
fidiese^ buchstäblich beissen^ nach demselben Gesetz^ 
welches /o^cbra von fidere^ n^&elff ninoi^a bilden* konnte. 



X 



t - ■ , 

^Pradena.. Sapiens, Pioyiaiu etc. ti3 

Prudens^ Sapiens« Providus- Cautus. 

Catus. Scitus. 

r 

3* Vom Standpunkt der Wortforschnng i»t prüden^ 
Oie zasammengezogeue Form von propidena , wie achon bei 
Cic. Legg. 1/ 23y 6o« Ex propidendo appellata est pru* 
dentia. Divin. I| 49^ iii. Quoa p'rudentes pottaumus 
dkere, ideat pr opidentaa, AbßT die Sprachycrgleicliang 
weist aaf den Stamm qf,fa5 hin. Dem gemäss ist prüdena 
einerlei entweder mit dem homeriaeh^i AdjectiT (pgaSfig, 
wie schon Grimm. Gr, Th.I, S* 5g^ andeutet^ oder^ wie icE 
noch lieber glanbci mit (p^i^ioVj wodurch zugleich die Länge 
<les u und die Termination -^j* erklärt iat« 'Ausser intern- 
jretari kenne ich keinen Rest dieses Stammes im Lateini«* 
ficlien , aber d<Jr verwandte <Stamm (pQiqVj (pQoveZf -*- Wcl- 
cber vielleicht nicht eininal einen eigenen Stamm ausmacht^ 
weil qfgrfv eben so aus dem ungriechisch anslautendeh ^q(»8 
«^nUtanden sein kann , wie Igiv aus sg^da — ist in infrunitusy 
i'TpoJ'^TOj unverkennbar. Sollte etwa frona einerlei mit 

%^{9 sein? 

i 

i » • 

2. Gesetzt^ dass jenes GefnU der Römer ein richtiges 
war, so war prudens doch zu einem umfassenderen Begriff ge^ 
worden als pro^if^ena. Der prüden» ist der Kluge, welcher 
jowohl die Gegenwart zu verstehen als die Zukunft zu erra« 
then weiss; der pröuidua VLtkd providena blickt ausschlieäs* 
hch in di^ Zukunft^ von dem eautua verschiedeiii indem def 
\P^(nndena positive Maasregeln f&r die Zukunft ergreift, 
V.Th. . . H 



Ii4 Prudens, Sapiens. Providns. 

um seine Zwecke zu fordern'^ der cautus dagegen nur der 

« 

-Gefabren vorbaut und seine l^icbernng im Auge liat; dess- 
halb der propiduB dem prudena^ der cuulus dem timidu,' 
äbnlicber ist Cic. Inveüt. ^, 53. Prudentiat partei 
nmt diißey intelUgentia et propidentia. Liv. XX V, 34- 
ßcifiio dux cautus et pro%>idens, Vergl. XXIV^ 8^ 
XXXYI, 17. Cic. PbiLXII, 10, a5. Poemmne idd€ri satii 
cauttss, ßoiie prouidua» Rose. Am. 4o* 

■ 

3. Wie dqjC sapiens die rechten Zwecke mit ver- 
edeltem Sinne wählt und mit Ruhe verfolgt, so wählt dei 
prudens die rechten Mittel und ordnet sie mit Umaiclit 
an^ von dem 'calUdus dadurch verschieden^ dass die Umsiebt 
des prudens eine natärliche ist und sein ganzes Wesei^ 
durchdringt, die des caüidua dagegen eine erworbene 
' und eine blose Frucht der Lebenserfahrungen und vielfa- 
/eher Uebung. Cic. Fr« Scaur. 5. Hominis prudentit 
^naiurq^ callldiuBu, doctrina eruditi. Tac< Ann. IV^SS« 
Paud prudsntia (Abli^tiv) ^nesta ab deterioribus^ utlliü^ 
off noxüs discernunf ; plures aliorum epehtis doceniur\ 

I _ I 

4« Catiis könnte allerdings neben cautus ein Partici- 
pium von capiase sein, so gut als nota neben nötus von no- 
pisse ^ aber nach Varros ausdrücklicher Bemerkung L*. L 
.Vlly 46. CcUus Aelius Sextus npn^ utajunt^ sapiens sed acu^ 
ius^ war sein Begriff doch zu positiv und zu activ, am voij 
cavere abzustammen. Dass catus ein ungewöhnliche] 
Ausdruck v^ax, erbellt aus Cic. Legg. I, 16. Prudentem ^ 
ut ita dicam catunu Es scheint einerlei Wort mit dem Re^ 
Präsentanten der Schlauheit^ mit catus, die K a t z e, zu sein ^ 
denn wenn auch dieScbreibart dieses Namens zwischen catui^ 



I 



Gantas. CatoA. Scitas. Ii$. 

» • 

nnd eaituM aobvrMBikt, und die späteren ^rriedben xirva 

* " ■' • 

schrieben» so entsdieidet Abb Deminativam catulusj welcbep 

5. Im Yergleicli mit seinen weiteren Synoi^men ist 
prudeM, oppos* 9tuUu9^ der Klagheijb und natürUdie Um« 
sieht, 9cUu8^ wer Takt, Geist nnd BUdong, solers^ oppos« 
inerSf wer pra):tisches Genie nnd Erfindongskraft besitzt, 
cordatus, wer den Kopf auf dem rechten Fleck Iiat, nacli dem 
Gegensatz* von socors , nach Tb. I, aao. Denn ans Fknt» 
Poen. I, 1, 3. ,Qua8 tu 9apieni§r docie s< cordate ei cate 
geht klar berror^^ dass cordaiua niobt wie. beber zt eine 
moraliscbe Eigienschidt ]|>edentet,i wie es in mancben Stellen 
gedeutet worden 5 besonders da dor^ den Römern meistens 
als Sitz der Intelligenz, bisweilen aucb des Gefübls^ 
aBer nicbt leicht als Sitz desMutbes und der Willenskraft 
gebraucht wird. Eben so verhält sich tti^oq^ xi^wtoq^ 
u^iaXio^ zu xoQdla* Liy. X> ig. MaUem . • tu a m§ 
Urenue fticerd quam ego a te sciie loqüi didicissem^ 
Cic^ Rose Com. 6. Quo quisque est s ölet tioreti ng enio* 
iior^ eo docet iracunduu, nnd bei Plin. H. N.XXXV, ii« 
Nealces « • ingenioeue et eolere in arte beziebl sieh 
ingemosua auf die innere^ sb&rs anf die äussere 
Schöpferkrajft. , ^ 

V 

I ■ > 

\ ■• 

6. Soiius giebt sich als Particip yon ecire mit actirer 
Bedeulong, wie ge lernte za erkennen | und ist sicher ei- 



} Gelegentlich: felis f welches den Namen caius Terdr&jogt bat» 
ist das hannoverische Boise $ und der Njune Hinz in der 
Fabel ist nivadot. 



&|6 Fragor. Strepitua . Crepitus. 

ne^lei Wort mit ge scheid, welches nach coaseqnenter 
Anwendnng^ der Laatverschiebnngsgesetze se und weder 
gescheit noch gescheut zu schreibea ist pie Erklä- 
rang von sollera hei Festas aus ars uifd deip oscischen sollns 
schemt richtig. IHeses soUus, ^anz, U% nichts als eine 
dialektische Assimilation des bekannten soUduSf welche sogar 
in dem allemannischeu sölli^ müdhei Hebel wiederzaer- 
keimen ist 



170. 

» . 

Fragor. Strepitus. . Crepitus. ' Sonus. 

,■ Sonor. Sonitus, 

. /, • ^ . .' 

1* Das Substantivnm ron frangere, Qijl^h QixyrjfCUf* 
bei Lncret I, 747. 

Deinde ^uod omnino finem non qsse secundis 
Coi^ponbus faeiunt n$que pamam stare frag' o ri 

wann als ein iinäi elQiiftivep gelten. Denn das gewöhnliche 
fragor, das Geptassel^ gehört einem höchstens nur ver- 
wandten Stamme an^ dem homerischen ß^j^f dessen. Anlaut ' 
im Lateinischen eben so in der von ß^6(jn»i fremo] aspirirt 1 
erscheint. Desto genauer stimmt die Bedeutung äberein 
Hom« IL XII, 396. B^ii*iB ttv^ta noixila valxi^ mit.j 
Vurg« A^* XII, 7&4. Concurrunt cfypeis; ingehs fragor < 
aeihßra complit. Oder IL XXI, g. Bq^xb i' f^lnu ^h&ga 
mit Plin. H. N. VI) ag. Nilus praecipUans se fragore 
auditum accolis auferU Die ^griechische Sprache scheint' 
ihre Nominallbrmationen vpn /J^a^cn .dem homogenen j 
Stamm ßi^n^lq eben so aufgeopfert zu haben , wie der 



Sofias*' . Sonor. Sonitust 



»^7 



Lateiner die Vcrhalformationen Von fragor dem Stamm' 
frangerey Das griechivche Intensiram von gi^yfVfu Iieitst 
l(il^ot, ia6 von 'pfn^ot ist Qo^ito und of sj^eo* *). 



• » 



a* ' Das sinnverwandteste' Verbtun Yonjragor ist s/re* 
ftfw. Oyicf. Met XI, 365. 

lade fragore gravi str^pitans loca proxima terret, . .^ 
Aber strepituM und fragor geben dirin aasieinander , dass in 
strepiius der laute, läriiieitde, in fragor der kohle« 
klanglose Schall den. Hauptbegriff ausmacht; denn fiffujn», 
steht im engsten ^Zasammenhatig mit ß^yyfl^. Und sollte . 
nicht der Frosch seinen Namen von diesem Stantm habeny 
vie rana den seinigen yon ravis ? Ovi^- Metam« VIi 577« 
Auch ßavQajfig enthalt aämmtUche Elemente des Stammes 
von Poiji», , * 

3. Streper^ bezeichnet' einen Continuirlichen Larm> 
Friedas Raus eil eh, Summen etc., erspare aber entttredei^ 
einen einzelnen Schall^ wie das Ki^achen^ oder einen au« 
einem immer neu wiederholten Schall entstehenden Lärm, 
me das Klappern. Cic, Top* 12» 5a. Quaeruntur . • « 
pedum crepiius, sirepiius kominum, corporwn umbtae* 
Der tauschende FIuss heisst regelmasaig ^irepmSf anders dio ' 



V Passows Zweifel an der Bedeutung von ogex^üv^ brüllen 

und brausen, scheinen mir grandlos; ßoBQ öq^x^bov atpa^ 

iofiwot^ in Uiad. XXIII, 30 kann ans zwei 'Gründen nicht 

bedeuten: die geschlachteten Rinder streckten 

sicE; erstens wegen de^ Praesens 090 ^o^^i^o», zweitens 

weil in ogex'd'Miv so noth^ndig als iiioQlysa0at> ein Ziel, 

nach welchem man sich ausstreckt, vorhanden sein muss« 

' t 



HB 



Fngor. Strepitn«. Crepitos etc. 



Ajoichlagenclen Wdlen« Yirg« A. XI» ftgS, J^^smunt^ ripcui 
crepitantibuB undia. Lir. V^ 47, 3* Canea, solUcitufi 
ofiimal ad nodunios atrepitua^ aber §• 4« Clangore an^ 
^seräm alartanque crepitu exciiua iXf. Manllus», £I>en so 
iit erapUm armorum richtiger süb strepitua'^ vgl Drakenb. 
«a Liv. XXXVni, 17. 

4; Sonata unterscheidet sich von atrapere und crepar$ 
wie der Klang vom Schall, durch die geschwinde Folgs 
seiner Schwingnngen* Aller aprUtua ist musikalisdier Art»'| 
Appnl. Met m. 'p* i4i| 17. S'onitu pehemanii ai largtr 
atrapitu percussia Januia, jenes Yöm Eisen, dieses Tom 
Holz, Sonua bezeiolpiet den einzelnen, aonUua vxä- 
aonor den anhaltenden Klang oder Ton, doch so, dass 
ßoniiua der allgemeine, soitor . ein Mos poetischer 
Ausdruck ist Zndem 4^nkt man sich aonitua mit subje- 
ctiver Beziehung, ab Handlung, aonor aber ganz ob- 
jectivi als Wirkung oder Erscheinung« 



5. Sonua erscheint im Orieduschen als tovog, nicht in 
Folge eines Uebergangs von a in t, sondern beiden liegt die 
gemeinsame vollere Stammform ctiru^ zu Grunde, dessen 
Grundbedeutung der finme SxivtmQ erhalten hat ' Wie die 
Griechen aroi^o^, StöhneUi neben rovo^ behielten, so die 
La^dner tonare^ donnern, neben aonare* 



■■ " *— 



Ira«ci« ludigoaTu Stomacluuri etc. ii^ 

< • 

171. 

V ■ ■ ♦ 

I 

Irasc*. Indignari. Stomachäri. Fei. 

Bilis. 

V. 

1* Tor allem tinteracheidet sich iraa^i, indignarinnd 
Homachari ala eine momentane Anfwallang and ein Ans- 
bracji dea Unwillens gemeinschaftlich von succensere mä 
ae^re, gravüer fej^re ^ als dem Unwillen, der i^ehr im Ge- 
muth haftet, wie der Groll. 

üu. Der Ausbrach des Unwillens hat bei dem itmcen» 
den Charakter der Leidenschafti indem er nach Rach^ 
dürstet, bei dem indignans den Charakter des aufgei^egte« 
oder empörten sittlichen Gejübls, indem er mit 
Energie seine Missbilligting oder Verachtang zu erken*- 
nen giebt; bei dem stomächdns den Charakter der körperli- 
chen Reizbarkeit, indem er sich die Galle überlaufen 
lässt, nnd seinem Unmnth durch Poltern und Zanken Luft 
macht oder machen möclite. Der iratus erscheint als 
Feind und macht einen furchtbaren Eindruck, 'der sn- 
dignatu als Richter und macht einen imposanten oder 
ichtungswerthen Eindruck, der atomachana als Kranker 
und macht meistens einen halb komischen Eindruck. 
Liv. XXI, 4i. yo» ego miliies pugnare veUm . • • ^cum 
indignatione quadum et ira , pehu si servoe 
videatis peatroa arnia repente contra i^oa ferentean Und 
Plin. Ep.] VI^ 53, lO. Dedimua pela mdignationi^ dedimus 
vae, Senec. Ep.' 12. Jratüa ilii proximqm ,occaaionera 
itonachandi arripio, d. b. zu einer Expectaratian. . Cic» 






. . -. >■ 

I30 ImcL. Indigaari. Stoiuachari et«. 

BruLgS. Plin. Ep. PC, 21. Praecipua manaußtudini^ 
lau8, quum iräe causa justUsima est. 

3. , Weno ira , welcli^s schon Seo. Ir. IIj 3^ak coaci- 
tatio animi ad uliionem bestimmt, bei Tac« Hist. II > 7; 
xxat einem Synonymum verbanden wird: Hob ira, odiui 
ulihoniä oupiditae md viriuUm aeeendit^ so hat mai 
unter ira die BAohiUfifat uls momentane j wenit anch wie 
derkehrendeAnfwallang, tas^uUioiÜa ^upidUasabertilBt^^ 
•haltende GemüthtCimmnng asa denken* 






4« Ira wage ich auf keinen einfacheren Stamm za reda- 
oireii» Es ist wohl ekierlei Wort mit Eifer, Notk: eii^erof' 
"was als xfi* ^^ altnordischen selbst x o r n i g bedeateU <Suc- 
^wntere ist eher ein Intfattsitivom von auccendere ab c^ 
Gonijpositnm Yon ceMere, dessen, Begriff zu unschnldig mid 
an indifierent ist^.nm durch die PrUposition uub^ welche nur 
4x9 fleiralichkeit bezeichnen kann, zu deni Begriff des. 
Orollea erhoben «a werden» 

5« Das Symbol des Zornes ist die Galle, einerlei 
Wort mit j^li; ; ob anch mit fei und hilis, ist problematisch; 
denn wenn gleich j^ und / als Aspiranten verwandt «ind, 
' kenne icli doch kein evidentes 9«üpiel,- in weldiem das lat 
/'-dem grieeh. jj entspräche y denn oi^lvoq und funi* ist kein 
iokhes Beispiel, noch weniger ^'i«i und /2«»ifo> dadlelden« 
tität mit anMm weit nähef liegt« Dagegen sind fal und 
bilia ab Nebenformen zu betrachten, wie 7?^ und heUr, 
"Dtt Sprachgebiranch aber bezeichnet mit fei mehr die Galle 
dea thieri-schen, tmt hilk die Galle des mensch- 
liclien Körpers ; daher in fei mehr die physuche Bitter^ 



Qoaerere. Scrntari. Indiigare. Invesligare. 121 

keit| in bUis mehr die psydiisck^ Erbit^erang reprä^ 
sentiit wArd. Cic. Ttt«c. 1, a4, 56. Sahguinim^ ^tiiem, 
pUuüam 4 • • ei £oiius corperii figutam Ptdeot poase decerey 
unde cancftßa $int, aW Diyin« II> *a. No/htlhäm galßna^ 






Quaerere. Serutari. Itidagare. Ifi^efetigare» 

u JJms quatrere die lateiiusclie . Form «det deatteken 
köliren oder küren sei, wird mir noch besonders vahr- 
sclieinlich durch die Existenz der entsprechenden Neben- 
foriB quaesQ und k i es eiu Im Giiechisciien hjibe ich kein 
fitammverwandtos WojTt entdecken können. .. 



U. In der Bedentung ^on «nchen ist e3 votx acrutarip 
indagar^^Jhpestigaref ruapari nndrimari dadarch rerscbie^ 
den, das0 qua^ere das Sachen mxr als Wunscli, Be- 
dürfni»$ und Willensact darste£tt| in «c^u^ariete. 
aber der Nebenbegriff ded Mühsamen und der mit dem 
Sachet), verband^en Schwierigkeit hinzutritt. Die übrigen 
Synonyma scheiden sich in zwei Classen; der €cruia»s^ ru*- 
9pani^ rimans suchenjden Gegenstand in der Verborgen- 
heit > der investigcais ß der indagana und der persequen^ 
in der Fernew v 

. > i 

» - - • 

5. In scri^ari, rxjw/MU*» und uii7»«ri liegt gemeinsdhaft- 
lich der Stomm graben za Grunde. Die Bildong toh 



/ , 



12% Oiuarere. Scratati. 



»cnUari iat die gewöhnliche fire^u^tative, und wenn wir 
iiiiiielim6n> ^Amm Abb lateinische PrimitiTam auf /aashiiAete^ 
wie es .ddr^eIttsp]^eche]lde germanische Aoskat b Termuthen 
lasst> so hietot 9cruiiUu9f das Deminutiv Non scrofa, eine tref- 
fende Analogie £üjp die vocalische Assimilation jenes/. 

.* • 

/ 4. Ruspari und rimari haben den gutturalen Anlaut 
abgeworfeui wie raf^iM, grau, robustua, grob. Ferner 
verhält sicK ruspari zu g r a h e n wie cuspU xa capui oder wie 
discerBf pascere^ mücere^ gliscere zu docersy peeusp jcu^^^Mu» 
fXiveif^mf wo überall I wie mir scheint« das s seine Entste« 
hung einer Metathesis der Intensivform -sere verdankt» Ri^ 
mari häpgt durch rima als Mittelglied snit graben-ausam- 
men , wie TijttSy durch T»/iiJ mit tkiv* 



/ 



5. Ruspari ist ganz aus dem gebildeten Sprachge- 
brauch verschwunden > rimari hat seine sinnliche B^deu« 
tungi etwas in der Tiefe Verborgenes durch Aufgraben 
ans Licht bringen, bdiialten^^ und bezeichnet durch einen 
noch fühlbaren Tropus erforschen; BcnUari aber bedeutet 
allgemeiner: durch Herumwühlen ausfindig machen. 
Tac. H. tl, fig. Humum ipsam piUs ei' lancgis rimab an^ 
tur; aber III> a5« JDum semianimem ucrutatur^ d. h, 
indem er dessen Kleider durchsucht« Curt.IX^ iO|ii. Fa* 
mam sentire coeperunt^ radiceu palmarum • . • id>ique ri- 
man $6$/ Aber IX» g, 5. Scrutat'i omnia tuguria ian^ 
dem latentes reperere. Wenn beide Ausdrücke tropisbh ge^ 
braucht werden, so wird durch rimari mehr die An-' 
strengung und Mühseligkeit^ mit scrutari mehr 
das Interesse und die Begierde des Suchenden her- 
vorgehoben« Täc. Ann« VI^ 3* Rimana secreta omnium; 



Indagare« Invektigtre. ^ia3 

<» 

welche absichtlich geheim gehalten werden^ dagegen Xlly&a« 

Quasi finan principU per GuUdaeos ecruiar^iur, yv^ 

dem For$chenden ohne Widerstand eröfihet wurde« Quin* 

b']. V^ I o, a 2. Quod non rations acrutabimur, non poie* 

rinuss invenirB nisi casu, aber' i3> a3. Rimandum erU 

diUgnUissimef quid sie iri quogue •' • disaimiU. Daher ist 

CicDiv. 1, Sjf 130. Tarnen id quoque rinaiurf jucmium 

pouai PosidomuB ein stärkerer Ausdruck als N. D. III, a6^ 

42. Plurea{H4reuUs)traduiniii^ quiin$ßrior^$ a'crutan^ur 

et reconditas literäs, 

t 

- h 

6« Vossius bringt acrtsiari tsät ruere in Verbindung; 
dem kann ich nur halb beistimmen. Das Simplex ruere hat 
mit dem Stamm graben nichts jg^emein, wohl aber das 
Compositnm eruere, in welchem der kbiale Endradical Ter- 
sclimmden ist, wie. in imbuere von hihere und ^nlich wie in 
inchocU oder incokat von capere und aniruat voii trepere. 
Die -sinnliche Bedeutung von ausgraben findet sich noch 
Cic^Div. I, fi7, 57. Moriuum erutum esse e stercore^ und 
öfter, Daa synonymiscke Verhältniss zu ecruiari erhellt aua 
Cic. Tuac, I, i3,ag. Si pero ecrutari petera ei exhis quäe 
foripioree Graeei perdideruntj eruere eoner. Orat, II, 34, 
i46. Neque tum denique scr^ari locoe, ex quibus argumenta 

iruamus» Tac. H. III|33. Quidam • • • abdita scruiari^ 

» 

defoisa eruere» Ueberall verhält sich scrutari wie ein 
Desiderativum zu eruere^ welches schon den Erfolg 
des Snchens in sich scHliesst Vgl. Th. IH, S. 2^3. 

7- Die zweite Glaste dieser Synonyma suchen ihren 
Gegenstand in der Ferne, Inda^are und investigare sind 
l>eides AusdrScke der Jägersprache, aber indßgare ist mehr 



124 



Qnaerere. , .Scratoii. . f 



. das Geschäft des S p Hr kuü des, der rieh "v^h. seinem In- 
stinkt itthren lässty int^estigars das d^ lägers, der mit 
Bewusstsem derl sichtbi^ea Spar des Wildes folgt' Gic. 
JPiniiv.II^ iS* Ad ärandüm boffem^ ad indng^andum 
canem • • eMe ncUUm. ^ , • 

8. /iMJa^r« ioheiuCy wieschoiiTIuersch Gr. Gxamin. 
& 386 andeutet j"^' mit 4*^Ds» fiaden, woyoo £i|wi^ das De- 
mderatitnm ist , -rasaninieneulilLngen, so wie dds homerische 
T^y nimm, der Imperativ von TSTo^oSy ist '^}» Dass dieses 
indagare mit . dem gleichfalls der Jägersprache augehörigen 
- !Dfomen indago aoif das.Eagste zosammenhäage, ist eine fast 
2adringli^e^Annähme* Und doch ist der Begriff des An s- 
spürensvon dem der Umzinglnng so ganis verschie- 
den> dass ich keinen Uebergang finden kann. Beide Wörter 
sind sich ganz fremd« Jndaginem ist badistäblich das deat- 
'sehe Zaün^ Einzamiung^ durch eine ähnliche Syncope ver- 
unstaltet wie Zi er, d4cu»f und Mt> h n >ins M a g d n, fk^nwf, 

9« Inpesiigar&f Pesiigars ist das nach Analogie von 
eaaligare etc. gebildete Zeitwort des im Lateinischen verlor- 
uen Nomen F ä hrte, zu dessen Bezeichnung ein neues Ver- 
balnomen festigium üblich war» !}»$ anlautende lat. p ent- 
spricht dem deutschen/ auch in pilis^ f eil^ partum, far, d.h. 
bunt, wovonFttrbe} per€ri,gotK{tLUthteii,yRBy Oefäs s 



*) Hur bierin weicht meine Erklärung des x»/* ab von Buttmana 
LexU, Th. I, S. 104, welcher einen besondeären Stamm TjtI 
für T^ annitaimt* T^ Ist mittelst einer Apocope ans taya 

, ebeii so entstanden wie Xiyo* au« Id/oju und Sdi aus ^«Vi 
der nackten Wurzel von iiftof» 



Indagarc, InveBtigare. ia5 

etc. Das r Hat aichnur in dieser Formation als s enger an daa 
t angeschloAsen^ wie in ^estus nnd usiu9 ; dagegi^n in perta- 
' gus f der Jagdhund oder Spür b4i n d , worin Forcellini 
wohl 2a sdineU ein Fremdwort erblickt^ das r beibehalte^ 
kt. Aehnlich behauptete sich die Form castipuLum^ mensa 
fLodrata in dto Gloss. ^sid» «neben dem eben so erklärten 
carUbuluni des Varro, eine Erscheinung^ die beijdem eigen*- 
.thiimlicben Verhältniss des r nnd s in der Geschichte des 
kteinischen Alphabets nicht befremden kann« Verwandt ist 
übrigens dieser Stamm mit jenem von peritus^ comperirB,^ 
erfahren, etc., so wie pater mit pitricust pellia mit melius, 
und Fährte mit Spun 

? 

'^ 4 . ' _ 

1 * ' ' 

10, t Unter den Synonymen von quaerere^ in der Be- 
deutung von f r ag en nimmt rogare und interrogare gewöhn- 
lich die befragte Person, dagegen sciVc/^oT-i^ scitäri, per^ 
mtari gewöhnlich und quaerere immer die erfragte Sache 
zum Object an» - 

11. Der rogans und der intervogans haben es zahächst 
mit einer Persönlichkeit zu^ tfaun , die sie Ufa eine be- 
lehrende Antwort ansprechen. Dies thut der rogans mehr 
in der Form ^% Verlangen s, der interrogans in der Form 
der Bitte: der rogans will etwas wissen, QiXei, der inier" 
'o^a/is wH'nscht etwas zn wissen, povXsTCU. Dies Gefühl 
^angt sich mir auf, wenn ich Cic. Vatin, 4. Respondeto ad 
«a, quae de te ipso rogaro; vergleiche mit Tusc. I^ a4* 
^monen quendam Socratea inierrogat^it quaedam de 
^mica, ^Rogäre hat meistens so wie rogatio einen amtli- 
chen Charakter, interrogatia bezieht sich mehr auf das 
Privatleben und di>> Conversation. Rogamus iniente. 



186 Quaerere. ScraUrL 

enim est primua rogatus senienUam^ «la Mitglied «ines 
jR>rinIiclic(n Kriegsraths, Wie im Senat, aber XXXVT^ 7* 
HanrUhal iitptninaU/n interrogatua senteniiam, als eine 
zu der Berathnng beigezogene Privatperson. Doch gilt diese 
Unterscheidang natürlicb aar im Allgemeinen, bei welcher 
inUrrogare reuni und testam sogar als geriditliaber terminua 
Uchnißua bestehen konnte. 

13. 5it7itori nnd «c<«£?£/ar» sind Freqnentativformen mit 
desiderativer Bedentnng von 8cir€ und von dessen Inchoativ 
vum aciscere. Daher auch die gleiche Differenz und heisst 
Mciiari wissen wellen, aber scisciiari erfahren wol« 
leb. Ein weiterer Unterschied Jst nicht wohl anzugeben, 
da scitari der Prosa fest ganz främd ist 3 ich kenne nur eine 
Stelle, Cic« Orat* t6,5a. Seniisbam non te idscitari, qua' 
lern ego . • » aummum esse oratorem i>etUetn, und auch da 
mit der Variante scUvitarL 

i3. P^rron^/tr^' oder /76rczine/ari hat mit dem Simplex 
contari ^ cunciari nfchts ab den Klang gemein* Wie dieses 
nach Th. III, S. 294 das Desiderativum von conari ist» so 
perconiari dasselbe von dem Stamm des inchoativen gnoscOf 
wie erkunden von kennep. So verhält sich also per- 
contari y eine Metathesis von pergnoiari^ zu noscifare ehen 
so wie scitari zu sciscitari. 'Das Simplex las man in Cic« 
Att« XI> ,10. Quumqite exlso deme cöntaretur oder cun^ 
ctaretur, bis Orelli nach Lambinns percontaretur vom Rand 
der ecUt, Cratandr. in de4 Text einführte^). 



^) hm ähnlichsten diieser Formation ist yiymva^ ^ eben so 



\ 

« 



Indagcre. Inye^gplre. ' istj 

i4 Gic. Finn» II| i. SocruUa pereontando alquä 
interrogando'dicsre BoUbcU eorüm opiniones quihuacwn 
disserebatf ää h, indem er sie erstens ausfragte nnd darch 
tieferes Eindringen in den Gregenstand ausholte^ nnd zwei*- 
tens durch die fragende Form der Unterredung zürn Ant'^ 
Worten nötliig,te; denn der percontans Verlangt griind- 
lichejBelehrnng, der interrogana überhaupt nu|r Ant- 
wort. Quint 1X| ü^ 6» Quid tarn commune quam inier^ 
rogare pel percontari? Nam iitroque utimur indlffe^ 
renter j'quanquam äUerum noaoendi, alter um ar guendi 
gratia pidetut adhiherU Spalding entsc^ieidet sich dafui*^ 
noscendi auf mttrrogaref und arguendi an{ percontari zu 
beziehen; mit Rechte wie mir scheint > nachi 11^ 6. Non 
interrogantee perconietar ultro, nämlich' dlecipulos 
magißter. Cic. Orat« XI> 71^ ^Sd* Salsum eet etiam quae^ 
rentibua et quaei' percqritantibue lenUe! responder^ 
quod noleniß Vgl. I, 21« T,u nunquam mihi psrcontahti 
autquaerenti oiiquidde/uistL 

r 

V ^ . 

i5. Wenn zwischen /^ercon/ars und sciscitari ein fuht» 
barer Unterschied Torhanden war^ so möchte ich ihn darein 
setzen y dass die percontatiq immer aus Wissbegierdei 
imd mit Ernst und Ruhe geschieht^ wie die Erkundi* 
gu D g ^ di^ eciseiiatio aber dft mit Neugierde^ Fürwitz, 
Hastigkeit^ oder auch mit Hinterlist^ wie die Atisforschnng/ 



regelmassig gebildetes Perfect Yon FO^Üf wie oXoiXa von 
*0,4Q. Dass es urspriinglich nicht schreien, sondern nihr 
Teiständlicb sein faedentete, beweist die übliche Yerbia- 
dong TOA eeoov ts yiyofve fioyo.aC» 



\ 



itkS 



Reqpkere» Desiderarew 



▼erbanden ist« Liv. I, 5& Cupido incsisit animosßmfenum 
McisciAandi, ad quem eorum r^gnum Romanhm esset Pen- 
iurufn^ wobei noch tu bemeiicen ittf d«S8 Livius ecisciiari 
xmt dem Object der Sache ^ percontari mit dem d^r Person 
ZM verbindctn pflegt. \ 



173. 

• Requirere. Desiderare. Considerare. 

Contemplari. 

\ 

1. Requirere setzt, voraus^ dasa maa den Gegenstand 
bereits besessen aber verloren bat^. und verhält sich demge- 
4näsa zo desiderare wie ein Rechtsanspruch zu einem 
blossen Wunsch. Der requirens erwartet die ErfiillaDg 
seines Begehrens von anderen^ der desiderans aber von 
dem Lauf der Dinge^ von dem Glück. In diesem 
Sinn schreibt Cic Fatn« VOj 26. Magie tuwn offii&um de" 
eiderar i, quam abe te feqairi puiapi.meum, , wo ich 
Orellis Text quam te nicht zu. verstehn bekenne. Daher die 
steigernde 'VVortstellong in Tose. 1,^36. Trkte est nomtin ca^ 
y rendi; « • kabuitf non habet; des iderat, requirit, in^ 
diffet. Verr. V, 67^172. Omnes • . . vestram seyeritatem 
desiderdrftf pe&tram fidem implorant, pestrum auxäium \ 
requirunt. Quint. 1 7. Videt noetram amentiam , qid in \ 
pita sua rat ionem summ f officii desideremus, et instituta 
bonorum virorum requiramus» Sollte nicht eben so 
derselbe Cicero pro Mtlon. 1, wo dieMSS« am Schluss theils 



^ (jomiclerare* Contemplari« ^ ^^ 

iwischen beide Synonymen schwanken, tlieils beide neben 
enonder geben y beide gesclirieben Haben? nUmlich'so: ocu^ 
los, qiä quoounqu^ intiderunt ueterem conauetuiütutm fori 
desidera nf et prUtinum morem jitdiciorum rti^uirunU 
Ferner iit requirere mebr ein Act des Verstandes, der 
£e Brauchbarkeit des Gegenstandes ins Auge fiust^ 
ieaderare mehr des 6efÜhIS| welches dem Gegenstände 
liebe und Theilnahme widmet. So rerstehe ich 
FHiL Ep« VI| 2. SoUo nonnuhquafh in Judiciia quaersre 
[ih, r$fsirere] M.- Reffulum; nolotwndiceredesids'' 
rare, 

fi. Was Festns sagt: Desiderare et considerare a 
iäirihue dici certum est, scheint mir so ausgemacht nicht. 
Ick «ehe darin eine gewöhnliche Intensiyform des Stammes 
EUIl, Dass . dieser nämliche Stiimm in derselben Sprache 
loch als pidere erscheint! ist bo Wenig befremdlich als die 
^enz von i^ernde^ perbum neben «erpere, termo, asserire 
ton &jrä>, ElPSl. 

3. Eben so wenig als considerare hat auch /Dontem^ 
flari jene bedeutungsvolle mit templum zusammenhangende 
^nrndbedeutung, die ihm alte und neue Etymologen .unter- 
legen, v Es ist «ine Deminutivform des 3tanunes &t&a&M, 
<ler «ich als Simplex in tueri dai^tellt 'Auch das griecbär 
<cke Primitivum bildet . eine^ an Klang ^d Sinn ähnliche 
form m 9a^ßoq; denn dass ^saad'ait und ri^rpiaf taq^tf 
Wo nicht eii^erieij doch sehr nah verwandte Stämme sind^ 
^»ringt in die Augen. / , 



\ 



4. Der coneiderana wie der contemplans verweilt 
But Augen und Gedauken ruhig bei dem Gegenstand «einer 
T.Th. i' 



I 



/ 1 



t r 



iSö Homo. Ma«. Vit* 



.' 



Betrachtubg ; aber 4er conaiderans bat bei seinem yervrei- 
leuden AaUick ein^fk praktiscliexi, der cqrUempianB nw 
6inen äatheti^öhen Zweck. Jeuer iiberlegL um «ich eii 
, UirCheil zu bilden, wie der deüheranB, dieser, verseiikt sicI 
mit seinem ganzen .Wesen in den.tiegcnstanäy um sich dei 
angenehmen odef unaUgenefaili^i' GeföMen^ die derselbe 
erregt^ ganz hinzugeben» In Cic« Att. ,VII> 9* ^d coran\ 
considerabiihus^qucde sity haifwi btiim res delibera 
iionem, und N. D* II| 39^ 9^; JLicei jäm' r etnb t a sab 
tititate disputandi oculis ijuqdammodp coniemplart 
pulcritudinem rerum,^ würde sich das, Synou jmam nicbl 
^substitoireA lassen. OfiP. I^ 4i. Pictores , ,^ suum qukque 
opus a vulgi> c^onsiderari (näitilich niit einem kriti- 
schen Auge] pult, ut si quid reprehenaunt slt a piuribus, 
id corrigatur* 



'/ 174. ■• 

Homo. Mas. Vir. Homullui?, Homti^culus. 
^ Homuncio. 

1. iifoma.^ bildet wie . ay^jgtf»n:o^ den Gegensatz von 

_ r 

deus und von beÜua, und begreift Manli und Weib in sicbj 
iTias oppos. femina bezeichnet wie oj^as^y den Mann in 
physischer Beziehung f dagegen pir oppos. mulier wie drilß 
denselben in psychischer. Vgl. Th. IV S, .327. 

( 

c 

3. DertJnt^sehiöd von honüo und inr schuht so selir 
^tiflich ttnd ^ beäui^ kaiim ihn düreh Beispiele za belegen, 



*^ 



Homulkis« Hojfmnctdo«. Homiincio« r i3i 

wie (Toic. IT) aa> 52. C Stäritts . « ^uwn-^ecareiun^ uüUii. es 
aäigari,' crU9 nli^riim noh praebkii; Ha et iuHi d^iöreOk^ 
ut pir, €e-Ui homo:ma/ürerH fe¥^ eine causa Hecenaaria^ 
rtolait, Famm* V, i^« &3t te rogotem, ui e$ hominem te 
ttvirufn esse nUfrdniases, id est, Ut et communem incertumA 
que casum sapierUer ferres ei dohri fbrtiter ae fortunme 
Ttmtirss^ 'S^nec« Ep. io3« Cur timeat läborem pir^ tnor^ 
Umhcmo? GomoU ad Poljb. 56. Nan sentire mala 4aa 
non Bst kcminiSf n$ nonfene non est pi>L lastih.XI, i5. 
Quemadmodk^a Dario majorem iurhdm ho min am esse^ sie 
viroruM tibi*. Aber nach welchem Grefühl oder Oeset« 
wollte oder miMBteL. 2« B. Ciceto so oft ohne rhetorische 
VeranlaMUng su dem einen- Epitheton homo n^d tu denl 
mdem »V setzen? AugenfkUig ist der Grand in Famra» 

IV) 12. f^ir öiärissi>nus ab homine iaeterrimo aceriissüna 

I - • • -. 

»lorte est affecttiS. Coel. 5« Qalilina utebatur hvminibue 

inprob is wnuilis; et quide/r» optimis se Piris deditum ^ 

'^i aimidabat. OS,lUy6* Ut ab homine inerti atque 

inutiii ad sapientem^ bonHm fortemque pirum trans^ 

ferantur reS, weil pir an sich ein Lob enthält und nicht 

^cht mit ein^em tadelnden Adjeclir verbanden wird. 



3. Aber aus nachfolgenden Stellen erhellt sogleich^ 
Wenigstens in B^ug «af Gicero's LatinitKt , dass pir &st nor - 
out den m<^!«UBchen Attribaten bonos nnäjoräs yerbonden 
'Q werden pflegt^ dagegen homo mit solchen^ welche ein / « 
^älliges^ ein liatiirliches oder ein intellectaelleSy spgar ein 
ipecieUes moralisches Lob enthalten, wie Gebart, Stand, Ruhm, 
^, Gelehrsamkeit y Treue u. s. w. Cic. Verr. V, 45i i2o, 
^ Pir Primarius^ homo n^biliseimus dicit, iean 
P^^riue bezeichnet unstreitig die dütch moralische il 

I 2 \ 



i 



^ 



i3> 



Homo. m»i Vir; 



\ 



Werth erworbene/ öfibniliche Achtung. Funm, XIII » 53» 
L.'C^näciUo' .'• utor, optima piro et homine gratusimo. 
Und 55« Ja^ apudipsum (Jbmemmjj graiissimum ho* 
'minem atque Optimum pirum,'quam bene po$iturua Bis 
Studium tuum. Und Fam. VI# g. Clara homine ^et piro 

i 

fartu Orat III, i3. Prapter ». praeoipiUe ^asue elaris' 

V 

einkorum haminum €Uque optimarum pirarum. 
Caecil. j, a4. ,Ad viras fartee spectatoeque Aominee. Att 
Vn^ 2« IVon inteWgunt ee de cällido homine laqui, non 
de bona piro* Dejpt 6. £^ a piro optima et ab 
homine minime etulta. Famm« II.» i4» Fabio, Piro 
optima et homine doctieaimo, fämUiarieeime utor, 
Fimu U|35, iig. Syronem dicie et PhUodemumcum bpti" 
moe piroe, tum doctieeimoe hominis. * Cic« OEHip 

f 

iOy{33. luetie auiem et fid'ie hominibue^ id nt 
pirie bania. CaeciL .17, 5o. Viro optima et bo mini 
aeq}üa$imo. VgL at, 68. Famm. VII| 5, Probiorsm 
haminem, meliorem pirum^ prudentiorem eeee nemi' 
nem. Famm« XIII^ 7« Viroe optimoe, hamines 
konestieeimae eosdemque gratisaimoe. Att XIIi 48. 
Qutim Caeaaria omnia poteatäa eaaet piri optimi ei ho- 
minie liberaliaaimL Flacc, aa, 52« Per piroa bonos 
gräpeaque hominea. In Dejot* xa, Sa. Bleaamii ,enim 
nomine, PI ri optimi neotibi tguoti^maledioebot tibip haben. 
nicbt wenige HdMsIif. hominis optimi^ waa Orelli schon al» 
JjikQphoniach verwirft} vielleicht schrieb Cicero« piri 
optimi nee tibi ignoii hominis* 



4. Homo entspricht bochstäbäch dem goth. gxima, 
sonst könnte man venucht sein, hominea oder in seiner alten 
Form hemonee mit Mann an identificiren'und he-- für einen 



HomnUttir« HoipnnciiltM« Homimcio« 



133 



älmlicIieQ Anlaut su halten wje in Hetnud^ in mmdem, ^ 
tnoi. taum und Eca^tor* . 



5. Fir existirt im Goth« als u^air, und' viellbicht itfk 
Griech, als ^g, welches ähnlich aus fpifg entstanden , wie 
nach Steph. Bjz, die Insel KSg ans Kag$g» Eben so ent^ 
spricht das anlautende f^ dem lat p in (paHog poUub, t^iAxoq, 
^^^> f^og vUo. Es ist ein bloa poetisches Synonysinm 
Ton ai^^. 



6. Die WStterbücher fahren vier DenünntiTa von 
^0 an, homubiSf homuüus^ homtmcio und Aomtmcuiusi 
Ke erste Form homulus ist gegen alle Analogie und bemht 
Inf einer falschen Sdireibart in Cic.Pis. a5, 55| wo jetzt 
hmuUus aiehi, wie hi Lacr. IH} 928 nnd dem anapäfti- 
lAen Tetrameter aus Varro bei Non. p« 182J M. Cicei^o 
gekraucht alle drei Formen^ aber gewiss mit Unterschied^. 
Vamlich homunculus bezeichnet die Schwache ifad Ohn« 
loaclit des Menschen mit Bezug anf die der ganzen Gattung 
^ Menschengeschlechtes, homuncio und homuilus aber in 
Betracht der Schwäche eines In diyidnuma. Der homtm^ 
^ wird der Gottheit, der grossen Natur, der Welt 
S^enüber, ierAomuncio rmi^omulhis aber seines Gleidien 
legenüber als schwach und unbedeutend dargestellt, und 
^ar^diese zwei letzteren Formen so, dass homuncio ein 
6«falil des Mitleids» homuUut aber ein Gefahl der Ver- 
Achtung in sich schliesst. Tusc. I, 9, 17. JSxplicabo^neo 
^^men quasi PytUM9 jipoUo ,. . std ui hotnunculuf^ unu$ 
' nmUis. VgL Pamto. IV, 5* Dagegen Acad. IV, 43, i34. 
Oiua ille qui nUtil centiUt deesse pirtuti^ homuncio hio\ 
?^ muüa ptUat praeiet^ pirtuUm hQmini partim cara me^ 



iS4 . Ancilla. Servns. MBiicipiiiiB. 

^partinf €tiam nscesaariaf d. h. nidilblos eiiiMeiilch, son- 
deil^n ein Mensch rou bescHräukter GeitteskraS: und gemeiner 
Ansicht, eben so wie bei Senec, Ep. ii6b Nos homun^ 
eiones $umu9 in Vergleich mit den S t o i k e r n* Angnstiis 
nannte den Horatiiis hpidissimum Aomuncion0mf meht^Ao^ 
muncidum, im gleichen Sinn und mit der g1^hei;i Laune, 
mit der dieser sich selbst als Epicuri de grege porcum be- 
zeichnet Pi^s5|A9. Qidd vesaai hie homullu9 el argUla 
et biio factue Epicurua darf haec praeclara pratcepta • • 
aumma imperaiori? d* h. diese erbärmliche Personnage. 



-• 175.' 

Ancilla. Servus. Mancfpiüm* Famulus. 

Minister. Verna. 

1 . JT estus : jinciüae . . sie appeüantür^ quod antiqid 

anculare äicebant pro ministrare, Gewitis im ganzen 

richtig, nur ist anculare wohl zu speciell durch ministrare 

erklärt, statt durch das allgemeinere ferre oder portare;^ 

' denn in anculo ist eine Deminutivform desjftt^mmes EFKSl^ 

' ivsyKstv nicht zu verkennen. Dies angenommen modificirl 

sich eben so die andere Glosse : jtnclare. Aäurire a Crraeco 

. aviXol descendit; Liyius: Florem änclahaht Liberi ex ccur^ 

chesiis, und JSxanclarsy exhaurire» Auch, das bekannt^ 

exancla^e Labores ist nur ein Synbnymum von perftrre^ xxxA 

wenn dai^^ben die Schreibart exantlare sich findet^ sa 



Famnliis. Minister. V&nvu i35 

ist dies mir aipbomaclie Abwdiqliung Wie in stioppus fiir 

ieloppus» ' „ ' " 

2. Das primitive Nomen v<»i anciUa hat sich im, 
Liteinischen nicht erhalten^ wenn man nicht e^wa den Na-« . 
men Jneüs willkührlich denten will : wöhl aber in den 
deutschen Dialekten, in welchen noch Enke den Knecnt 
bedeutet Aach das räthselbafte iii^xwog nnd iiau^mg lässt 
»dl wenigstens eben ao glanUiaft mtSisPsyHaZv, ion* iptSiUUf 
«Li auf iiSxm odw Jiijxai (LexiL Th. L S. fiig.) zorttck-*' 
rähren; nnd das hon^erische aroQsokv lixog iyjco^iov^ 
0ai, bedeutete' ussprünglich wohl nicht fesiinantes^ sonderu 
mniHraiUes; denn iyxov$Zv heisst ijxovida slreu, derisdi 
i^lYJimv hei Aristoph. Ljs. iSii, übereinstimmend- mit der 
Form bei fiesych. lA^/XMOvg * Ötaiiofovg, ioiloyq. Erst bei 
tlen attischen Dx^c^rn geht tynovsVv in die Bedeututig von 
eilen über. Der Prosa blieb es fremd. 

3. Dem Giebrauohe nach lasst sich anoiUa als das Fe* 
miniuom von «^rf^zi^ betrachten» d^in die Form serua ist 
der gewöhnlichen Sprache fast so entfremdet wie die Mascu- 
tonn von ancilla. Zwar sagt Liv. I, 4/. Sert'um aerpa-- 
penatüm^ und III > 44» ^«r^a ^d natam seruamque ap^. 
pellans esse >Virgini€Uny aber nur> wie es scheint, uitn auf 
^ Rechtsverhältnisa einen besonderen Nachdmck zu legen. 
iJv. III,44, JtUerim dominum sequi ancillam aequum 
«««. CSc* Orat !!• 68» 37^- I^asica sensit illam (anoiliam) 
^ominifussu dixlsse. Vcrr. JII, 4. Hunc serpi an^ 
cillaeque amani. Fr. Cat.LIL Servi^ ancillae. Sueton. 
Ve«p. %i. Utj quae se qlieno serpfi /unxissel, anoiila 



i߀, ' AncUh. Semu« Ifawsipumi* 

r 

' 4. S$rvu8, anißiUa^ fäfnubff marwipium, pnna b» 
seiclmeD gemcimduiftlich einen nnfreien Diener im Ullte^ 
ecbied von muUsier^ einem freien nnd nur nnfergeordneteni 
Cic. Tiiflc. L Sij 75« 'ArBfamUiari, quae-wi miniatra A 
sfamula corporiaß jWes Iiälfireicl^ dieses 'dienetbar. Famml 
][| 9. •• m. Conadea aet^pi ^e ndniatri setÜlionumj jene! 
gezwoiigeni dieses helb freiwillig* Flin. Ep. X| 97« jinciU 
las quae miniatrae tUoebanfur, bei den CfaristenTeri 
a^ünmlangen* Aber aerpua bezeichnet den Skkven mÜ 
politischer nnd rechtlicher Beadeluing als Unter« 
jochten, vne dovXog nnd Sfuig, famulua in patritrcha«^ 
lischem Sinn als Angehörigen nnd Theil der Fansiliei wie 
elx^ijC^ mancipium in ökonomischem Sinn als Besitz 
ttnd känflidie Waare, wie aviffinoliWf d. h* Mi^ unihw* 
Ansserdem wird aerpua im (xegensatz Ton dominua, famubts 
aber in 'dem von ,herua gebraucht« Cic.'Vcrr* IV| 5o. 
l!7eque tarn aarvi Uli dominontn quam tu Ubidinum; aber 
Off. II» 7, 34. ^dhibanda iaepitia ut heris in ßimulos; 
weshalb auch famulua in demselben Verhältniss seltener 
als aerpüa, wie Aerua seltener als domüma ist Man moM 
sich nnr dabei von d^m allerdings nahe liegenden Vonirthe3 
frei halten, dass dominum eigentlich den Haasherm be- 
deute^ denn donUnua ist nui^ dnrch Contraction ans dem 
mteren von Festns bezeugten dubanua*) entstanden y wie 
aaiiifOQ ans Sefiavog^ nnd ist mithin dem Statine domut, 
iifm ganz fremd, und weist auf immoxffi hin, wovon «ich 
sonst keine Spur in der lateinischen Sprache ^det Viel- 



*} LiBdemann will' dieses TTort aaeh fai der Glosul -'^'^ 
lanum^ dvibium erkenoeo. 



/ 
'-..» -j««. 



» 



s ■ • ^' 



mehr bdmc&iiel hekBimit6iili\dommu9 jeden Herrn nnd 
flemcher in Bezag «af jeglichei Besitzduun» hena alber anr 
den Herrn in Bezog auf die ßchyen. , t ■ 



5. Die Etymologie thut.woU, bei diesen nralten Wor« , 
ten sieh anf die Sprachv^gleichnng zu beschrXnkien» Der 
Stamms von Merpu» erscheiDt in dem homerischen £^9^ 
und urird dorch eriiudo, 9ervUua bei Festns vermittelt* Za 
dem deatschen/S c h a r, d. h. Frohne, kann s«ft/2M in gleichem 
Verbältnisastefin wie das goth/sifrai^an zu ^alkng, S4ifiar0 
\ und Scharben zn sarpers, oder seirpua za airputf oxSio» 
XQ avtuif. 

t 

6« F<umdi origo d£i 09eiß dependet, apud quo$ Mirmä 
famel aominabaiur, unds ei famiüa pocäia : Festus« Wahx^ 
scheinlich liegt der Stamm ofia zn Gmnde. Dass pema 
einen Sklaven bezeichnete^ der nicht erst erwoj^ben, sondern 
im Hanse selbst geboren war, das besagt die Etymologie 
•elbst; denn i^erna entspricht völlig dem goth« bam^ d« lu 
Kind. • 

7* Mifüßter erscheint hSnfig als Sjnionymnm von 
odjtuor: Plin. Ep. VI, g« JlfinUier^ atf/isior, pariieeps wo. 
CicCod* ai. Vellej. P. ü, ifig. Aberimnier wird der 
'nwMterim nnter geordneteil) der oo^'i^or im gleich* 
gestellten Verbältniss der Dienstleistung gedacht« Ich 
wage deshalb nicht zu entscheiden , ob nUnUur wegen der 
Unterordnung an£' den Stamm minor^ minder^ wie magi» 
^^Mui magnua ;isariickzufiihren sei| oder wegen der Htilf* 
leistnng mit dem &st synonymen o/naniiensss auf fHKniu»* 






- »j 



•-*-jl^.-lP-f , /a. 



- i5& Andlla. Servitt.' Maxictpbfvu etc. , 

"^ ' 8« . S^rpümm isT im aHgemeinen, wie iavloinni von 
Aivlefa; die poetische Fcfnß ton settpitut^ welches ^em dtcty*'- 
l;8chen Rhythmus durchans widerstrebt Die.I^osa aber 
zieht s^ifitium gleich&Ils vor, wena sie die Schmach 
oder d»s Ungiiick der Ktaechtschaft besondere heryor- 

/ . / . 

heben will, während serpkus^ gam; indifferent den Zastand 
der Knechtschaft bezeiehiiet; ser^ilMim ist die SUaverei als 
dh gewaltsamer, ausserordentlicher, S0y^^<^ dasselbe als ein 
natürlicher« rechtlicher,, ordentlicher Zustand^ so ^dass sich 
^erpUiunk »» serpüus ähnlich verhält^ wie nach Th» IV. S. gS 

' asnisua «a nneeia* Man vergleiche Liv* XLI> 6. Fuisse 
(Lycioß) 'Sub ditione jinüachi; eam regiam seri/ituiem 
coUafam cum praesenti statUj praeelaram liberitUem yisam; 
^ion puUicQ iqniurn $e prsmi itnperio, $€^ singMtlo» ßustwn 
paU 9eiipit4um. lostin* XVj 4« Sandrocoiiua • • tUulum 

' iihstrta ii k pasi ideicriam m ^erpituiem uerieraif aiqmdem 
oocupaio regno p&puhu^, qimm ab exUrna dominatione pu^ 
dieoifßifat , ipse ^erpitio pr^mebai» Tac. Ann. IU y 45« 
InUderaniior aerpitus. iterum pie^ü^ aber II, 73. Pßr-^ 
cuUaa tot picibrüa Germaniam serpitio pfemers* Die 
meisten Prosaiker aber gebrauchen blos serpUiu als Abstra- 
ctam 9 serpitium aber meistens im Plaral als Ck>ncretam für 

^ ssrpif lind der Ansdrock nague desistam ahatraJhere a ser^ 
pttio dpiiaUm nosiram in £p. ad Brut. 16 hilft gegen die 
Aeohtheit dieser angeblieh ciceronischen Briefsammlizstg zeu- 
gen, weiitt es noch uöthig ist 



\ 



Sjpeons, Cftvcns«. AatnmiA etc. 



|39 



176. ' 

Specus. Caverna. Antrom. Speiunca« 
f Sisrobs* ^ Fovea. Favissa, 

]. Specus nnd cat^um saiAmt aeineli Formationen 
eaula und caperna, die Höhlnng, i«t> sofern dieselbe unter- 
irdisch oder auf gleichem. Ntyeaa mit dem Erdboden sdn 
ktmiy der Grattnngsbegiiff eineraek» von arUrun^,^ s^ehmea 
ymii tpelMeum^ die Höhleifdie man mit senkrechter 
Oefhung denkt, nnd andrerseits von scrobs, foyea^ fmcUid 
die Grüble, die eine wagereohle Oeflhitn^ llaf. Liy. 
X, 1. In eam Bpeluncam peneinüum cum 9igniB ^ ••»• 
donec altera apecu» efuB or« {nan% pendua er0t) im^nio 
utraeque faucea congeetU lignU agoensae» Taa Anik lY/Sg« 
Vescebantur (Sejanus et Tiberius) in ^^iUa,^ oui pocabulum 
Spelunke ae,mare AmyclaeMtm inter Fundanosqtie montee', 
natipo in ipecu. Ovid. Met. III ^ ig; JBet »p^cua in 
medio, pirgis ae pimine densua . • • Moö eonditua antPO 
Martine anguia erat,- > ' / 

2. Specus denkt man sich wie dne Khift mif einer 
ovalen öder länglichen Oefihung, capum, caperna, cqula aber 
mit einer mnden oder wenigstens regelmässigen^ eben so 
breiten als langen Oeffanng. Unter den letzten Synonymen 
iiXcauum oder capus der allgemeinste Begriff; cäuerna 
bedeutet eine geräumigere, das demiiüative «üiiAi fme 
engere Höhlung. Liv. XXIVj 23. Arebimedga murum.,. 
crehris cübiialibus fers eapi» aparuit; per quae capa pars 



■j 



." 



EUb-liL^. 



i 



» 

i40 SpfCBAfl Cäyeaau Antmai* . , 

tagiiik • »jmUikatU Aötimu Ebr. Sat I| 6| 116. M« «tfe^ 
cui^UBquB (meili Manadodb) TW»« abJnsklii$ Unui soIaH^ 
tfiir «ri^o. und sogleich PlrafMen. I, a, 49« In cauo honinom 
Alan vergleiche ferner Cic. N. D. II| 9. Hos e terrae ed^ 
$^€rni9 ferrwnslidmuadertjncreUYlp Sgjm ' 

Tecia superne tipmntf metuwU infsrne cavernae^ 

Terrcu ne dissolt^i natura rtperUe^ 
oder VI, 683 mit IV, 62a 

JntU f^o^ expriniiiur per c. a ul a < omnß palaU 

JUidiiur et rarae perplexa forandaa Uaguae» 
Üebngeiia gehört diese Bedeutung von caula,nxxt der Poesie 

\ V - ■ 

3« Ausserhalb ^es Lucretius findet sich eaula fast nur 
bei Virg« Aen. XKi/Bo. 

Ac vebui pleno lupus ifieUUatUe pyili^ 

Cum yremit ad caufas^ 

* ,•'.■- 

wo man es als Synonymiim Toit pinla rä fassen pflegte Offen«* 
'har aber beseiclinet opiie den eigenüicfaen Schaaf stall, Und 
caulae das denselben wie viele andere (Gebäude umgebende 
Gehwege, welches nicht sowohl von cauue aJs von copere 
benannt ist, an Stamm und Bedentang im ganzen d,em grie« 
chischen'cxijri)! aninag entspricht und vielleicht als einerlei 
Wo^t mit aiXii gelten darf, wie umgekehrt aper und eqper 

mit KoaiffQ^. ^ 

\' ■ \ ' -. ■ . , 

' 4* Spebmca bezeichnet die Höhle blos iii physischer 
Beziehnngi mit Hinweisung auf ihre Dunkelheit oder gar 
FurdbÜMO^keit^ wogegen bei anirum, vorzugsweise der Poesie 
angehörigi ein ästhetischer Nebenbegriff hinzutritt, 
wie in Grotte, welche einen romantischen Anblick und 



. SpeluBoib Scrobt. Fovmu FiTisto; ^ i4^ 

t j 

eineh kaUeucbKi Aofentlialt gewSl^rf* Säet, Nem 3i* T£#- 
tauroiease in Afriea paaiUaimit »pecubus abdiioß, aber 
Tib« 45, JProstafUss p§r antra ei capag rupw ex uirkuque 
WSU8 piibe. — * Cic« Att» Xy» 26« Specui tubUrran§i in ex^ 
tTtmofundo, TOB'W«werleitaiigai| aber Finn. 11, üq. J'hi^ 
hcteta jam d$cimum annwn in spetunea jacei, waA Vejtr« , 
IV^ 48« SpekmQä quaedam • • infiniia aüäudim» qua Ditem 
patnm feruni, rtpenie cum curru ixiitisse. Hör« Od. m« ^5, 9* 
Quae nemara atU quos agar in specu8 F'eloxmenie novaf 
Quibus an$ris egregii Cae^ariM audiar? beriebt aich specÜB 
aaf die Einsamkeit oder Wildnist , anirum anf den b^ei- 
iternden Aufenthalt des Dichters« Noch mehr Stellen in 
Bezug iixd anirum finden sich bei Bentley su I^ Sa, i* 

5« Spelaeum ist, wie die nnlateinische Terminääon 
Tcrräth, ans dem Griechischen entlehnt, 4nn]2aior| nnd be» 
zeiclinet in den wenigen alten Stellen , wo es sich findet^ 
Virg.£:cLX, 53« In äUvis, inUr spelata ferarum^ woiit 
Gir. 467. Infesiumque 9ui$ dira$ teaiudinis exit spif^äuin 
nur einen Schlnpfwinkel der Thiere, während apSunca' 
mxk Menschen aum Aufenthalt dient 

I 

.6. Specu» lässt sich mit pocare in Verbindung setsen 
wie sparum, apmea nnd apirare mit Peru, pinum und Pen-* ^ 
tüs; doch weist die griechische Form üniog mehr anf ana» 
iiini demnach der Riss nnd die Kluft den Hauptbegriff 
l)fldeii würde. Ein evidenteres Resultat gewährt hier die 
Sprschyergleiehnng; denn apecua^ besonders dieNeutralform 
beiVirg. Aen. VH, &68/ und Sit. It XJH, 4^5» deren Fln- 
itlis «/)eoorii lauten miisste,' ist buchstSbUch. einerlei mit^ 
Speicher^ beiOtt£ried apihir^ Di^ Uebereinstimmmig der 



I4ft ^' Specnl. Caverna. Antnim« 

v' . # ' - . 

Bettentahg €r!iälttie.iioA Hin. B» Afr.i494 Sfie&üi condmU 

ftäifnenti vüübcl 

, 7. Spelunca anifXvy% und spelaeüm anrikaiov sind 
Formationen des* Stammbs «palten oder sp^eUei!, von 
dem sieb in den alten Sprachen tixjfc noch wctoig ändere 
Keste erlilalten haben und. zwar mit Abwerfang des Zisch- 
lautes. !Da^in rechne ichni^lij und im LateinischedL pälam, 
vielleicht auch paÜls; wie ja iauch Thal, goÜi. äalei angek 
dael von th eilen goth. dailän angels« daelan abzulei- 
ten ist. Wenn das Zeitwort selbst sich im Latein erhalten 
hat, so kann es kein anckeres sein als vtllere^ -Reiches in 
seinem Compositum div>ellere mit der Bedeutung von spal- 
ten zusai^mentrifin;. ' ' 



8* jinirum ist» ob es gleich fast ausschliesslich den 
graciskenden Dichtern anj;ehört,' doch vielleicht ein alt-i 
iatea^fcea WprL Festua: Antreu: conualleu pel arborum 
mi$rW!la. Vergleicht man mit dieser Grlosse die Schreibart 

m 

desselben ^yortes in deaGloss. IsidiOT^Angrae, öder inGloss. 
Placidi: Ancraei und- in GJoss. Labb. Ancrae: uynea, av- 
imv^Qv 80 wird es nicht unwahrscheinlich, dass antrum statt 
aii«Jr4wi steh» «ind von andere und eng abstamme, eben so 
Wio eisanilatß oder exanciarß zwei leichtere Arten der 
Aoaspinaohe für $xfmctulare von ipsyxtXp war« Vgl. S« i34. 



9. Unter den WBxtem, welche eine Grube bezeichnen^ 
h^t föpea und fatdaiadio Beatimmang» nur bedeckt «0 
W^M^h) Ütt Vtwal iiü&ubewahren, besonders aber um ein 
itildes Thfer 2U fangen, die sc^roA« Hber aoll ulsbfild wied^i! 



Spdanoa. Scroii.s. Fovea. •Favista. 



i43 



zageworfen ^»«rd^ii; aiftti gräbt sie nutf am etw«3 iu 6ie 
einzflgrabexi , ettie BmanrrxazA oder einen LtidmaiH» . 

10. foi^ed JiaQgt mit./o^a^r^ ziusammen, ohoe sich 

«... * " ' ' ^ ' - '" 

fnglich daton ableiten zu lasseu* Denn yto sallte das d hin- - 

nnd wo das^^^ergekommen Bwal. Der mit f ödere Ferwandte 

Stamm von fov^a hat sich im Deutschen erhalten, bauen 

in Bezng auf Acker- und Berghapi, so wie in der Jägerspractiey 

welche so viel vom. alten Spracbschat2 gerettet haf, Bau das - 

Loch der Däqhso und Füchse etc. also^fopeam bezeichnet, 

Nocb genauer harmonirt Bau mit dem lateinischen favus, 

nnd die Eädstenz der provinciellen Form 'Wabe steht d» 

nispriinglichen Identität jener Wörtey nicht im Wege, lo^ 

Griechischen .finde ich kein ähnlicheres Wort als ^.ay/a«, 

"id^p^fak, %a(fQog, dessen Dentaladspiration einem lateinischen " 

f respondirt, wie in d'vQou, fores, d'eQftog formuSf &fiQ ferus. 

Die Verbalform Fovere graben ist vielleicht durch das 

homonyme foi^ere wärmen verdrängt , welches sich nüt 

seiner Nebenform fapere im Deutscheu gleichfalls vorfindet^ 

ia bähen. 

% 

11. J^aBS &\e fapzssae nichts anderes ^fbi^eae yrtar^if,' 
geht aas den dürftigen und nicht übereinstimmenden Nach- 
richten bei Gell, n, lo und bei Festes deutlich genug her- 
vor, sie mögen als Cisterhen o^der ds &fjaavQoi benutzt 
worden sein, 

12. Auch serobs eütbdirt de« Verbalstammes; welcuer 
jedoch leicht in graben fgcupuv zu erkennen ist nnd als 
^faestadvnm scrutdri fortbestand. Eben so verhält sich * 
«eropÄ«, tüa/po, Mqulpo ziiyQOfiq>öi/Sj yiayoi und 7^1; 9)01 und 
^(^urra zn garrire» 



K 



t % 



i44 Viicera. C«ro. Polp«. Inlettfauu 

• r 

i3« Um die obeti yeriachte ErHarnng Ton vaOik 
dtirdi Spalt qrnoDjnnisch m begrtiiid«n, darf ich vsa an 
die doppelte Bedetttang von Schlac|it erinnlem} welche 
ludd oben offen ist. wie das Thal, bald bedeckt, Mrie die 
Hd'hle. Zwischen ^oi/w nud <!onpalUs aber ist dieDiffe- 
renr unmerklich. Caes* B. 6. V» 3a« Cum sa major pars 
agminia (Romani) in Tfiagnam convallßm demiiuset, ex 
uirayue parU •/«. i^allU^ubitöüse otUnderunt hoste*. 
Des Festtts Unterscheidmig: CoHi^alli§ Mi ptüniüeM ajp 
omni parte compräAenta manuibuB eolÜbäspei[pall£a duohua 
^lateribu$ incluta pläniiUs, demnach i^alüs ein eigentliches 
Thal, conpaUU aber ein 'Thialkessel wSre, findet in 
Cic Roll« eine ArtB^tläi^nng: .ßoma in montanst posita 
4t donpallibu9. 



» 



mtm 



•177. 

Viscera. Caro. Pulpa. Intestina« Ilia« 

Venter. AIvus, 

2« f^iscera ist aDes was zwischen Bbnt nnd.Knochej 
ist^ also ein ^ynonymnm von coro und pulpa* Aber wäh' 
rend ^aro das Fleisch blos mit Einsicht auf seine Nator un< 
als Stoff bedeutet I im .Gegensatz des- Fettes, der. Nervej 
Muskeln. etc. und zwar caro ganz allgemein^ pulpa 
ap^cieller Rücksicht auf die Essbarkeit und Schmacki 
baftigkei t, wird es durch piacera als integrirender^ Tbei 
eines organischen Körpers^ im Gegensatz der Hai 






' ^ 



I N 



lüa. Venter. AkruM. lAS 

and des Gerippes beaeidniet Ceb. V, i4# Carn^mahni^r 
tera, huiyn$m kottite v^ipülfiam sagen, .wie Cato ILIL SS« 
Lardi F. IV «* pulpae P. lU. PKn. H. N. XVI, 3» a. 7* 
hquarundcaniurborum eiarnibus pulpät pendeqite tmitm 

2. P^iscera ist mit {{veff > äie ^eicheni buclistSblicb^ 
ein^rki^ wie vUeüa njit l^off. Cciro oder carnk, im deatschen 
Bru^kern imverkennbar erbalteu^ verhält sicli zu x^o^^ 
dessen Gemtiy nrspriinglicli doch sicher anch scf^TO^; lau- 
tete, ^ben 8o wie Brunn, Born zu fpQiatu und comua zu 
*i^ta; in cartüago fallt. auch diese Ab weidbung. hinweg. 
Tdpa ist wahrscheinlich einerlei Wort mit tto A^o^^ obgleicb 
beide Wörter nur in dem Begriff des Oenli&Bsbaren uber«-^ 
einkommen y der Grundbegriff dieses Stamme» ist der dea 
WeicI^en^ nvtXfi, pulph; niJiMopy noliog/pufs. Das deutsche 
Fleisch, angels; ^a«^i&> scheint mit OTrloT^va zusammen* 
zollangen wie aniXag, ontfog mit Fels, fein und wie 
Frosch mit ß^y^og* il < - 

3. Dagegen ist i^isc^a, wo es im engeren Sinn die 
inneren Theile des Körpers bezeiehhet^ der allgemein'- ^ 
tte Begriff im V^rhältniss zaexta, ijTcata, dem Eingeweide 
im OEerkörper, als HerZy Lunge ,> und zu intestina j iniera^ 
n«a oder iUä, den Eingeweiden im Unterkörper, nament^ . 
lieh den Gedärmen. Serv. ad Virg« j^en, 1, an. ^'«c«ra 
^n tantum intestina dicimuBj etd qtdcquid sjtb tiorio est^ 
^iftd V], 253» Nam piaceraeunty guiaguid inter oBsaH 
^m est, Cels. IV, lU .^ ^isceribu» ^äd intestina 
^miendum est, undVII, 4. Septum transuersum a eupe^ • 
^ioribus f^isceribus intestina discernitm Plin* H. 1^. 

^^7, 8» Exta'ho/mrd'ab inferjore ^ieeerum parte 
^parantut m^nbrartis. ' 

V.Th. / \. K 



. i • 



\ 



\ 



I ' 



i46 Viscera. Caro. Pu^. Intestina. 

4. Inusüna ist nur ala.audcre divacixiitUus vermittJ 
Form TOB inüraneät und interna vendueden, wie Inoodij 
Y^m d0r ComparatiTfbrin Irti^ (einerlei mit dem sädf 
Insteri d. h* Gekro^), .ohne Aendermig der Biedentuni 
intestina ist der üblichste Ausdimcki interanea hat erst d^ 
nacliaugastische Zeitalter, interi^a nur Vegedos. Ab^ 
säihmtliche JPormen bezeichnen lediglich die Gedärme al 
Verdaumigswerkzenge; ilia dagegen allea was sich i& l/ii 
terleibe befindet^ bjBSonders die gemessbaren Tlieile. 

*/' . . . ■ . ■ j 

, 5* Ilia ist wahrscheinlich mitÄ^V^t und Aü/tfi t^^% 

und jipXi^ oder %oK&^.f welches beides den Darm bedeutet 

verwandt Liesse sich demnach annehmen i dass es ein( 

aspirirte Aussprache auch Ton ilia gab, so würde hilia cleaj 

deutschen Geilen, welches die Hoden bei dem mämiüclieiij 

den Eierstock bei dem weiblichen Geschjecht bezeichnet; 

buchstäblich genau entsprechezi|^ während colei mit Hodei^ 

einerlei wäre wie ßa^i^nt siitVad« 

6. Im Griec)iiscfaen ist figia^ das Fleisch als die ge- 
niessbare, oi^ als die sichtbare, fühlbare, empfin^ch^ 
Substanz des animalischen Körpers, Di^se Verschiedenheit 
tritt besonders deutiich.in den Bildungen kgeougf&^v ona 
<ra^xa£u^ hervor^ aber schon Homer gebraucht <r«^ »nr 
von menschlichen^ %Qi€tQ Ton thierischen Körpern; 
,und wenn Achilleus iL 21X11, 54/ des gefall^eti BAtors 
ii(M ufia tdiASVOk will, so ist das nur eine Bestätigimg »es 
eben angegebenen Unterschieds. 

7* Fsnter^ alme und utsriu bezeichnet den ganzen 
Unterleib,, sammt allem was darinnen ist, aber i/eni^ o>^ 



Ilia« ' Venter. Alvas. \kj 

bnderer Hinsicht anf den Magen,^ aU'w auf den Darm« 
mal vsA uierua auf die Bärmutter, dagegen o&ifo^ ' 
b ist nur der äussere sichtbare Unterleib, der S c h m e er« 
loch. luven* tV> loi. Montanp quo'que venter adeet^ 
idomine tardus. Der Tiomo pentri dedUuB macht aichs 
Ir Lebensaufgabe^ immer mit Wohlbehageii aatt 2uVer- 
b, der abdondni tuUub aber, dic^* und fett zu w^den 
tod sich da Bäuchlein anznmästen. ^ 

8* Etymologisch fällt ffenler mit Wanst amsammen; 
mtex, panücea, von Festns durch yros pentriM unerklärlich 
lÜärt, ist wohl so nahe mit penier verwandt wie paUr^ 
|t^> porcusj pincema mit pUricus, pelUu, verree und vinunu 
pBein auch das goth. • quühta verhält sich xa penHer wie 
m, quUtjan zu pitnis, pastariß.. biese Form des Worts > 
rmittelt zugleich die Identität mit dem griechischen yil$%9Q 
xotU«! wo sich der Guttural allein erhalten hat, wie im 
ftteinisdhen der Labial allein. Fifteg selbst aber, ausser^ 
rerbindong mit SptBQa stehend, ist saiümt yivta, die Ein* 
N^eide, eine Formation von fifuo} wie figwt^ von 
F^K gleichsam die Füllung. ' ' 

9. UUriM ist voti^^ fiiqxQa oder ictgliq^ faoxviQß beides 
■ci Hesychiua« -— > Wenn aluus einerlei Wort mit cdueua, 
lud dem, altnordischen «//der Flu ss und mit ^tf/Ai« ist, so 
^ dies auf den Begriff des Kanal es als gemeinsame 
Grundbedeutung. Suqht man hiefiir noch einen Stanmi,.so 
W er sich vielleicht in sUvo), uoWo^ ^wölben und 
Wälzen, . 



K 2 



I 



i48 



Faux. Glatiu. io^Ties. 



178. 

Faux. (jrlutus. Itigluvies. Gurgulio. Gula 

Guttur. 

*i. Faux, ^/ulii« und int^/tt^M« bezeichnen gemein- 
• sdiaftlicli den Raum innerhalb der K^e» verschieden toz 
guttttr, gurguUo und gula als dem Theile des Körpers, 
welcher jenen Raojn bildet. Glutus und ingiut^iea bezeich- 
nen den ganzen Weg der Speiseröhre von oben bis in dei 
Mageui und zwar glutti^yne der Schlund bei dem Men- 
sehen, inglupiea vne der RacheUi bei Thieren^/tfui 
aber nur den öbern Theil deaselbeUi nach flin. H. N. 
XI) 37, 6S* Summum guiae fauces appsüatur, exiremum 
BiQinachuB, Vgl« F^rs« V| 112. Nee gluio sorbere sctlivo^ 
MercuriaUrtt mit Virg« G; 4So. Anguia • • pUcibua atr(u\ 
Imprcbus ingluviem ranisque loquacibu» exphi, odi 
Colum. Vllly 5,: 17« In pülUs gaUinaceis • . nisi pocua e 
inglupifiSf crudiiaUm eignificai* 

2» GfufuB ist einerlei Wort 4ind F^orm mit Schlund 
(wie hliieuB mit blind^«/a/2M mit^Stand, scrutari mit erj 
- gründen) wie auch wohl mit dem griephischen ^iUnai 
Darf glutus als die nichtige Orthographie gelten^ 80 ^ 
GbiPere, woton ingluvie^t als Stammform anzunehmeni 
dagegen ^/W/2» würde anfeine dem deutsdben schlucket 
analogere jB'orm Glugo hinweisen, 

y I 

3. Faux existirt in seiner Bedeutung in dem schwit 
bischen Blngerer, d. h. Luftröhre; vergL Schmiß 



LT 



Gurgulio« Gala. Gattor. 149 

I • • "" ' . _ ^ ' > 

Wörterbuch. Ob weh Bauch 'imd g)iS(rirq einerlei Wort 

\mi faux ist? Die Verschiedenheit der Bedeatabg ut hier 

Iso wenig ein Hindomiss, als wenn man, was fast unwider- 

sprechlich ist, or/^y mit Stitn identificirt. Sacht man 

einen weiteren^ Stamm für faux, so bietet^ sich farcire, 

welches nur im lateinischen Gebrauch auf den Begriff der 

Verengong von innen dnrch Vollstopfen beschränkt ist, 

ursprünglich aber wie das identische g^oa^off^a* nnd pfer- 

eben aacli die Verengung Von aussen durch Aneinander* 

räcknng der Gränzen bedei^t haben muas. Dieser Ablei- 

tuDgsyersnch empfiehlt sich besonders d^ch dib Synonymie 

m^urculae nnäl/auces p und findet für die Verweichung 

des r vor x eine Analogie in auxiUa^ dem Deminutivum 

Ton QTca, Im gleichen Verhältniss steht ifi^rfi nebst 

I zu üfiQ^&M oder (f^aa^M. 



4. Gurgulio bezeichnet wie Gurgel die Kehle de^ 
Thiere, gula die des Mens^chen, ^ulliir beides. Varf. 
H. R. Hl 5. Gurgulio longior in hircis prohatur, Veget. 
1^32, Ne gurgulionem rumpa» in pena aecanda. Gplum; 
VIII, S. Teniaio gut iure von Hühnern. I*lin. H. Ä. Xl, 
l^7> Gut tu r homini tcuUum et suibus iniumesciit 

5. Guitur und gula werden fiist identisch gebraupht; 
z^nschen guitur und gulam frangers ist kein Unterschied. 
Sben 80 wechselt Flaut Aul. Ili 4, &8 und fi4 mit gulam 
^dgutiurem; aber in der Regel knüpft sich an gula eine 
Beziehung auf den Gaumen als ein Geschmacksorgan, 
während guilur die Kehle lediglich als den Kanal für 
^ise und Trank nnd Stimme bezeichnet. Dalier ist gula 
ilas Symbol der Lecker fa^aftigkeit ni^d Ueppigkeit, 



.1 



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v^ 



\ 



i5o Faax. Glatas. 'Ingluvies etc. 

y ' ■ 
güttur das der G e f r ä s 8i gk e i t. Vgl. Sallnst. Jag. g4« Neqw 

nailem neque aUä gulae irtitamenta^quaBrebanty aberlav6n. 

IIi il4. Rarum ^t memorahile magni gutturia exemplunu 

fiilier gulosua einen Goarmand bedeutet, guttürosus aber 

ganz physisch auf den <tf/nor ^z///»ri« hinweist. 

■• . * ■ • - 

# * ■ ^ 

6. Guh, einerlei Wort mit Kehle) ahd. chela^ stellt 

isolirt da , \yemi man es nicht als Frimitivurn von gurgulio 

, und dieses mithin als eine redüph'cirte Form ansehn will, 

was. anf blof gewagte, genu^nder Analogie ermangelnde 

Annahmen nicht ^angeht* 

' •' ' ' • . ' 

7* Gurgulio erscheint im Deutschen als Gurgel, im 

Griechischen als ya^yagedv und Yigyego^j ßgoYXOQ bei He- 
sjchins« Mit gurges hängt es wahrscheinlich zusammen; 
noch unverkennbarer mit gurguitium^ welches eine nicht 
blos niedrige, sondern auch unterirdische Wohnung bezeich- 
net, wie das lakonische Gefäi^gniss TfogYVQti bei E[erodotIII, 
i45. Vergl. Intt« ad Polliic. IX, 45. Dagegen zu pqpi 
furchtbar, welchem das deutsche Schurke zu entspre- 
chen scheint, kann ich ohite Zwang keinen Uebergang der 
Bedeutungen entdecken* 

. ■ ' ■ - ' ' - 

8. GiUtur drängt sich bei seiner Aehnlichkeit znit 

* 

^litta und guiiumium wie gewaltsam zu dem Stamme xvch 
fivw hin, und Ramshoms Vergleichung mit Guss, Gosse 
hat viel Einladendes. Aber wie, wenn guttut die hiteiniscbe 
Form von fcurvtiQ wäre? Im alten Latein waren sich beide 
Formen ähnlicher als im goldenen Zeitalter; Flaut. AuL H 
4, &5 bot die Mascnlinform guUurem und Veget, Uli 6^* 
einen Genitivus gutierü wie xaaviqog. Wie verwandt «<* 



Lambere« ' Liugere. Ubii;r<2 etc. 



i5i 



die Gegemläude sind, l)e;weiBt atomackus^^ welches aiuser 
dem Magen auch die Speiseröhre bedeutet ' VtiÜ soUte 
niclit das deutsfebe Kuttei, Kutte 1 f 1 e c k für Eingeweide, 
die deutsche Form für yaaz'q^ und guttur sein ? 

■ ^ 

9. Mit einem Worte sei noch erwähnt., erstdni dass 
palatim eine Participialform des Stammes von palam ist, 
mithin mit spekmca verwandt uftd der deutschen Formation 
Spalt entspricht; das der Sache entsprechende Gaumen 
Iiat «ich ^ nur in dem jberivatjam gunda erhalten. Zweitens 
dass man besser thun wird, Jugfäum Wegen der Aehnlich- 
keit des Schlusselbeines mit dem wirklichen Joch 
unmittelbar a,u£ jugum alß auf jüngere zurückzuführen. 



179. 

Lambere* Lingere* Libare. Gustare. 

^Labium. Labrum. x . 

1. T^amhere und lingere bedeutet lecken, aber der 
^hena gebraucht die Zunge lediglich wie die Hand als 
Werkzeug, etwas aufzufangen oder zu berühren,, der 
»^gens aber zugleich als das Organ des Geschmacksinnes, 
^^ mittelst ihrer zu empfinden. Der Gegenstand von 
^^nibere kann daher etwas geschmackloses oder völlig 
^^geniessbares sein, der von lingere muss etwas ;wenig- 
tes relativ schmackhaftes sein. Cic. Verr. 111,11, 28^ 
^W« tribunal tneum i^ides lamhere, abeir^laut. Gas. IL 



i5a 



/ 



Lambere. Lingete. X»ibar& 



Xheb. U, 681« Mottiq^ tijeoim diglambii ipetUra üngua, 
Iber Cdls. m, 29« £ Cochleare püpwn paukuim delinga 
tur. Plin« H« N* XXXV, 7 js* 17. GEzn«m ex aer^ pubm 
§^um lambäniem^ «ber XXXI 9 gji s. 45« Peooribua sal 
(^itur ling€ndu8* ^ ' ■ 

2. Lmg§re^ eioorkj Wort vxLt «o'liliiigenj^^liäh; 
och sm lU^av» lecken«^ wie ndngere zu Oftlx^^fj vai 
bildet ein Inteurivuin ^} in üguHo, welekes in dieHiDdlaii 
^8 ting^re noch den NeWibegriff einea weichlichen 
iuKch« und leckerhaften Beleckens hineinträgt. Der tkigtiM 
will etwas geniei aen» wie der M^wißi der liguriens unr 
oberflächlich beleckenj* Tersnchea nnd benasch^n, 
wie^ d^r hx^eiiav* Varr. R. R, 111, 16 p 6, uitpes mn ui 
mäacae ligurriunt. Cia Verr. m, '^6^ 177. Nönreperie- 
ii$^ honunem iimide neö\ lepiUr Jiaeo improbUaima lucra 
ligurrißni^m; äeporgtr^ omnem pecnniam publicam 
non dubUapü* 



.\ 



3* Auch lanAere, die lateinische Form von gehl am« 
pen nnd von Xamuf oder yJiMpmtwv, nlveiv h&. Hesychius 
hat eine atammvefwandte Form in Ubare, welches in der 
Bedentmig Von laßetv hi^wegnehmen, z.B. in Cic Tasc. 
V, 2Q^ Lihai ex ontrUbuä, nnd der speci^eren kosten 



*) Ich. unterscheide diese Termiiiaüoii urio geiiah toh der de- 
slderatlTen <uno, surioi wctiche durchaus dnrch das parfic. fut* 
— »siir«t Termitfeh wMt ^0 ye^agilm Annk f^lia»» AasW 
«cofuttVe wird sie iiuht häufig ia den Schriften Torkomaiefli 
doch gtebt Gioss^ Isid. vagurritf per ofium vagaturf xmdßfg^^" 
rU ^i^a^ was ans ^U^st-Tcrderbt scheint. 



-\ 



' ( 



GusUre. Labiam« Labi^um« i53 

OWd. Amnif !> \ 54. Rejic€ libatoa Wius cr€ ciboa» jikch 
i meiner Anndit genau als ein Homon jmum geschieden wer- 
den nnus'Ton'^ar«^ 2e/^^ir ansgiessen, opferui man 
mußite denn diese letztere Bedeatong als' das CSaasativam 
I der ersteren ansehn wollen, 

4« Bei lambere^ lingerB und ligurire wird auf die 
besondere Art and Weise hingewiesen, wie genossen 
^df bei Ubare und gustare aber auf die kleine Quan«* 
titüt, welche genossen wird; aber der liban» nimmt eine 
so kleine Quantität tu sich, entweder'aus Massigkeit oder 
Am einer zpfalligen Ursache | der gustam aber um sich ein 
Urtheil zu bilden.' Der Ubana\ n i p p t ^ der gmtana koste ta 
Ovid. Am. I, 4,34. 

Si tibi forte äabit, qu08 praeßuatap^rit ipse, - 
Rejice libatoa iUius ore eibosl \ 

5. Gustare ist wie kosten die Freqnentativform von 
l^f^i käuen ^ dies aber stellt sich als eine ver weichte 
Grundform dar. Wie lautete also das volle Primitivum ? Festus 
^IDegunere, deguatare^ und das Gloss. Labb. Degunere, 
^oy9vaa(f&aif , ßvfysv<ra$ aufbewahrt, eine analoge mit 
Unrecht angefochtene form , obgleich auch guno uichl die 
reine Wurzel zu sein scheint« Dass vielmehr GES als solche 
gelten darf^ geht aus der Glosse äe% Hesychf L p.ß^S. tiöfiaj 
t^vüut und aus der gothischen Form hauajan hervor, denn 
die Uteinische Und griechische. Sprache haben den Endradi- 
lalen a fast in allen Zeitwörtern ent'ireder ganz ausges^ossen 
oder Tokalisch aufgelöst, so dass man ohne die Spracheuver-^ 
gleichnng versucht sein könnte, anzunehmen, kein Verbal- 
stamm hab* ein a zum Auslaut gehabt. So.Jlvsir» Uure^ lösen, 



I 



i54 ^ ' j^ambere* Lingerf« Libarc etc. 

•oll ' , * 

%hw giefiBscn» ßqiup sprieaseu, nki^v losen ^ ^^iutt tosou. 
Demnach ist cUgunere eine gleiche Formation wie '^uy 
und ^wie pdfure d. h. posnere, Causaüyum von ntatZv oder 
nltv^Pf also fallen lassen. . ' 

6. Lahium und UArum hängt mit lambere und Joi^aty 
eben so zusammen wie %HlXog mit XENJSl, %aitiav(a* 
Selbst in der Bedentunjg von l^essel ist labrum und labet- 
lum kein eigentliches Homonymum ^ es gehört so gat zu 
diesem Stamme als Xißfjg, Die Unterscheidung von labrum 
und labium bei Donatus : Labia sunt superiora^ labra in' 
feriora, und bei Charisins: Modica esse labla^ hbra autem 
immodiea sind offenbar unhaltbar. Aus der letzteren An* 
(gäbe lässt sich höchsteng etwas machen, wenn mfo, sie um- 
^ kehrt. Denn während die meisten Schriftsteller ausscUiess- 
^Jich labrum gebrauchen , bezeichnet bei denjenigen , welche 
beide Formen haben, iabia 4en Rand des Hundes mek 
von seiner grob materiellen Seite, als Lefzen, labra 
aber von seiner ästhetischen Seite als, Lippen, welche 
zum Sprechen, Kosten, Küssen dienen* Terent. Eon. II, 
3> 45f Labiis demissis, gemens, aber Ad. IV, 2, 20. Fide 
ui (Uscidit labrum. Plaut« Stich. Y, 4, 4i. Refer ad labias 
tibiaa, vielleicht auch der Alliteration ^vegen, aber Fsead. 
V, ], i4. übi labra ad labella adjungit. Lucretius sagt 
zwar an. sechs Stellen labra ^ aber IV, iiGS wählt er mit 
gutem Vorbedacht ' 

Simula 2BiXr(VTi ac Saruga est; läl^iosa qdrltifta» 
Der ältere Plinius gebraucht beide Formen ohne merkliphen 
Unterschied. 

7. Der Nebenbegriff des Gewaltsamen, welcher «ich 
mit verschlingen verbindet, ist von Urtgere und lambere 



f 



' ^ ' Vorago. Vörtex. Gnrgee, Barathram. 155 

fern; er hegt in haurire /wenn die blosse Sclinelligkeit 

andPIötzlicb-keit^ m ^or^r^/wenn die damit verban- 

*. _ • . 

dene Hast niid Ungeduld h^yorgehoben werden soll. 
Jüeporala werden ungekaxity äxehausta ungeschmeckt 
Terschlongen;' daher sick t{orare so wie Ungere nip'^auf 
Speisen^ dagegen haju^ire so wie iambSre mehr auf Ge- 
tränke bezieht ^ 

8» In gluiire tritt die mit dem Verschlingen yerbun- 
clene Mühe und Anstrengnug des Schluckens besonders 
hervor. " Es hat den Charakter einer Frequentatirform, mit 
welcher gluitMf Schlund^ und j^AiÜTTa auf einerlei Ablei- 
tuogsstofe steht, deren Simplex aber in inglupies und gula 
zu erkennen iBt. ^ - 

■'s 

9. Fvrare verhalt sich als abgestumpfte Form zu 
würgen, wie polare, zu polucer fliegen. Im'Griechi'- 
schen erscheint die vollere Stammform in '/^^o^o) noph in 
'^^ßQOxiff ^taxaßgoieisv, ßQOX&OQj ßqoi^iliat, und in ßo^xt», 
ßgv^ d. h. porago, neben der abgestumpften in ßoga und 
ißdotr. Haurire stellt Bnttmann Lexil. Th« I S* 8^ mit Ivr- 
miqtXif und a^inv zusammen; wenn mber, wie das Ferf« 
Immi vermuthen lasst, -rio nur Termination ist, so liegt 
Qfvffsrai Als Stamm noch näher, wpvon äfii2 wie hama eine 
Nomiiialformation ist 



, , 180. 

Vorago. . Vortex. Gurges. Barathrum.^ 

1. Vorago als Wasser^schlund kann ^ auch] in 
einem See oder Sumpf sich befinden ) vortex und gurg^ 



i$6 Vorago. Vortex. Gurges*^ Barathmin. 



aber siiid die sich im Xrd» drehenden Wasserstellen, wddie 
ein bewegtes Wasser ToraassetEen« Virg» Aen. YI, £96- 
Twbidua hie coeno t^asiaqüe i^oragine gtiirgea aestuat* 
Cicero niBOiit Seiet Sa» 111 den Gallins: Tu.mgo penculo, 
gurgjea' it porago patrpnonii, heüuaben? jenesi in 
"Sofem er sein Veriüögen. selbst verschwendet, dieses^ 
indem er es genossen hat, und Yerr. III,, 9. den Agro- 
mins immensä aliqua porago ac gurges püiorum tur- 
pUudinumquB omnium, jenes wegen der Menge, dieses 
wegen der Yerderblichkeit seiner Laster. Fhil. XI, 
5, 10 den L» Antonios: Queni gurgiiem! quam pora^ 
ginem! ohne Genitivos. In diesem, Sinne wfihxficbeinlicli 
war ßaQo&^g auch bei Lucret HI, 967 ein Schimpfwort^ 
nicht wie es yon Ammoni^s erklärt wird : o ßt»fi^fov a^iog 
av^Qomog. Femer stellt portex wie der Wirbel das krei- 
sende Wasser in, horizontaler Richtung dar, in soforn 
das Wasser sich blos im !Kreise dreht und das, was darauf 
schwimmt, am Weiterfliessen hindert; gurges aber wie 
der Strudel in perpendikulSrer Richtung, in sofern 
er das , was in seinen Bereich kommt , mit sich in die Tiefe 
asu ziehn sucht So Liy. XXVIII, So« Napis netro portice 
yiniortaf aber XXII, 6. Deßcientibus animis fiauriehantur 
gurgitihus. So Cuft IX, 4, ii. Rex in rapidissimos 
porticea incidlt, quihua intorta napis, aber IV, x6, id* 
Fugadefatigati gurgitihus hauriebantur. 



3. Wenn Porare einerlei Wort mit ßoQu ist, so bat es 
auch keilte Schwierigkeit, ßaQa&QOV oder ßi^&QOf mit 
poragp jEu par^lelisiren; beide Wörter bedeuten den Ab-' 
grnnd, sofern er etwas verschlingen kann, gleichviel, ob 
er als Schlund leer und gähnrad, oder als Wassertiefe 



> V 



/ * 



Repente. Subito« ^EÜemplo eUt, iS/ 

gefüllt imd bedeckt ist» Die- Lateins hilwn auch baraihrum 
sQ^enoiumen, z. B. Virg*Aen. Uli 43i. Imo barathri 
ter gurgii0 vcuios, soriet in dbruptum flttctua',^ doch be- 
schränkt sich der Gebrauch anf die Poede und 'ist ohne 
Unterschied von $forago» 



181. 

Repente. Subito. Extemplo. Illico. • Statine , 

Confestim. 

-■ 

1. Die hier verzeichneten Synonyma scheiden sich 
in folgende Paare: Repente und subito bedeuten plötzlich 
im Gegensatz der Vorbereitung^ extemplo und e pestigio 
im Gegensatz derZögerung, lÜico und iUcet ' im Gegen- 
satz der Langsamkeit, statim und protinus im Gegensalz 
der Folgezeit^ confestim und continuo im Gegensatz der 
Unterbrechung. Cic Ofll I, 53. Amicitias magia de- 
oere censent sapientes sensim cUssuere fuam repente *^ 
praecidere* Invent. H, 12. Quae gestum negotium con^ 
fest im aut ex interf^allo consequuntur» Cfaes. B« G. 1^ 
53. Xltrum igni statim necaretur an in aiiud tempus 
reserporetur ^ wie Gurt. IX » 7^ 8. Boxum protinus pUt-^ 
ouU interfici ; Biconem etiam per oruciaius necari. Tac« 
Ann. VI, 3« Statim curia , deinde etiam ItaUa exactus* 
Suet, Claud. 3g. Aut statim aut p äste a. 

a« RepexUe und subito and, wie aus den ^ollstSndxgeita 
Formen derepente und desubiiö erhellt, beides AbhitiTformbn, 






/ \ 



h-_» 



,i58 Repen^te« 'Subito« Extemplo. ^ 

als StamtnTerbA'aber.boCen neb die gleichfalLi ffimreswind- 
ten Verba repere (d. b» sübrepere) nnd stdhirt an, wdche 
beide die unveFmerkte Aunäberiuig mit Einachfass der dar- 
auf erfolgenden plötzlichen Erseheinmig begeichnen. Cic 
Sexi.59. Emerß^bai Bühito, cum itüb iabuku suhr^pse-' 
rat» Sen^c. Ep. i4. a* m. Mbrbi BilenUo subeuni nach 
Virg. G. Uly 66. A^er nur in Bezug auf subito ist diese Ver- 
gleichung richtig; bei rüperUe steht die Quantität von repen 
im Wege. Es verhält sich vielmehr repwuy repenU ni 
rapio wie (pißoyuUf (iivw zu papeOf maneOf und« ist mithin 
ein Synonymnm von raptim^ denn Liv. V, i5. ExirUemr 
perie coeli raptim mutatione in cofrUratium facta lüonnte 
eben so «gut auch repente schreiben; nur hätte er dann 
auf die Ueberraschnng der • Mensphen hingewiesen, wah- 
rend raptim nur die Schnelligkeit des Wechsds an 
sich darstellt. S^hr richtig zählt Härtung Pp4. Th. LS. 4)5» 
aucl^ ci%pa, d(pv(o, etlqtvtdiov, i^anhfig zu diesem Stamme 
sie sind sämmtlich von uiPUSl gebildet, -wobei das ausge- 
fallene Q bald durdi den Vokal »^ bald durch die Aspiration 
des fTf bald durch beides ersetzt erscheint. 

3m Repente ^ repentinus und subito , subitus sind &t 
Wechselbegrifie. Cic. deQrat;l, 50, 25^2. ^ax etgestmsu' 
bito 'eumi et aliunde arripi non potest; furis utiUtas ad 
quamque causam ' quamPta repente ^el a. peritie pel de 
libris depromi potest, ^ Aber . wenn' Plaut. Mit II, ß, ^i» 
jibripuit repente se subito. Senec, Ep. i6. p. m. Si 
repentina aut subita doniinantur, Suet. Octav. ji* Ai 
sj^bitos repentinoeque casus und selbst der wortkarge 
Cäsar B* G^*, jll> 8» Subita et repenfina eonsilia ver- 
bindet, so muss doch ein fühlbarer Unterlchied vorhanden 



* IlUco. Statiin. Confestim. ^ iSg 

gewesoi sein. NamHcfa subiiu» b^ziqht sich auf das lun- ' 
delnde Subjekt I welehes in Folge eines plötzlichen EiafaUes 
oderfintsclilnises handelt xxnA die Beobachtenden überrasdkf»' 
repentinus dagegen bloa auf die, schnell .ins Leben tretende^ 
Handlang mit Hinweisung auf die dadurch überraschten 
Beobachter. Oder: subito steht der Znriistungi repenU 
(lerErwartung entgegen. Daher lässtsich inCic! deOrat. 
I, 53, i5o. JEtsi utile est subito saepe dicere tarnen iUud 
uiilius • • • paratius atque accuratius dicere oder Fun. Ep* 
If 16 1 fi. Sipe meditata sii^e subita pro/erret, keines- 
weges re/7«i»/im/« snbstituiren. Gt^Tnac»T[I^2^f52. Bostium 
repens adpentus magie aUquanto c(fnturb<U quam exspe^ 
ciatus; et maris subita tempesias qttttm ante propietM 
Urret navigänteß pehementius. 

m 
I 

4- Extemplo unterscheidet sich VoA e pestigio taax wie 
die zeitliche und die räumliche Darstellung, \vie im 
Augenblick von: auf dibr Stelle« Die Vergleichnng 
mit dem synonymen ex tempore giebt die ein&chste Ansicht^ 
(Uss extemplo j oder extempulo bei Plaut. AuL I, a, i5y nur 
ein Deminutivum jener gleichfalls ciceronischen Fhrasis sei, 
grosse Wahrscheinlichkeit, obgleich die Analogie eine De« 
minntivform tempuscub^m erwarten liesse. Aber dergleichen 
Abweichungen sind nieht ohne Beispiel^ wie jcorpus ein 
Adjectiy corpulenius bildet. Wer dies nicht gelten lassen^ 
will, mnss zu Webers Ansicht seine Zuflucht nehmen: 
u Extemplo unsers Angesichts; denn templum ist eigent- 
slich der Gesichtskreis am Horizont, den sich der Augur 
9 im Geist absteckt, um darnach 'seine Zeichen zu entneh-* 
flinen.'' Uebungsschnle S* log. Doch würde ich audi in 
diesem. Falle eitie Homonymie anzunehmen yorziehn; jenes- 



i6o 



Repoite. Subito« Eziefoplo. 



iiut conUiUpiari auf ^«So^im iu»d Uufti,. ^jLgegmtmpimmj 
der Tempely eben so wie das oft getmg eotsprediende 
v/fM^Ofi' auf «ojMfiiy zuriidUahreti* ExUmph warde dann dem 
kagftnSmaigfihen Atudfuck; auf Sieht entspreehen. 



5, lUcet, sogleiehy iat, wie Hartiuig über Casus 
S. 206. nach'veeisti mur wie Nebenform yoa flice, denn 
schwbdick möchte sich diese Bedentong von üicei^ schon bei 
Afranios und Virg« AernYIIIy fiaS« Fuffg ilicei ocior euro. 
TibulLII, 6, ifi* ■ . 

^^cer Amor, ßraßt0$ tUkuun^Jnia (ela, §0giU€i9 
I licet exfincias adepieiamfue ßctees. 
aus der des homonjpnen ilicetf d. h. ire Üoei, ableiten lassen« 



6. Ilico oder lUico wird bekanntlich durch in loco 
erklärt. Wie in loco parallel nut in tempore als pritgnanter 
Ausdruck den Begriff yön idoneua in sich scbliesst, so HUco 
den von idem, im. älteren Latein rein 1 o cal, blog mit Bezug 
auf ein Bleiben ganz übereinstimmend mit h xoi^, xatä 
fiqavy an Ort und Stellte > wie Terelit« Fhorm. I, 4, l8« 
Sia Uli CO f dann bei Cicero n.a« mit temporaler Bedeutung 
in Bezog auf «ine H<andlung, welche ohne eine Orts-» 
yerandernng eintritt^ wie auf der Stelle. Die Ver* 
Schmelzung der regierenden Präpotttion mit dem Nomen 
hft im Lateinischen vielleicht k«ne Asudogiei wohl aber im 
griechisdien ifinag, d. h. |y nwtf und der Uebergang des o 
in i ist djudi das Rudcen des Accentes auf die Antepennlti- 
ma hinlänglicfa motivirty weil die Lateiner das auslaatende 
ei^ etc. am liebste^ mit i aussprechen. Sollte aber diese 
bisher geglaubte Ableitung trotz ihrer Ein&chheit dodi eine 
TSnschtmg enthslten^ welche' dnrdb Sprachvergleichnng 



Dtto». Statim. ^ Coiil«itiiii.r f$i 



aofgedeekt wird^ $o m^elite kh iiUeof wea^stem als %iia- 
njmma tob ilicety itir einerldl mit «lilig bei Will«raüi 
Higo haltioii; gewiss nhch «infaolier dis J. Grimm, der et ' 
Gramm. Th. IlL & 297 von iiUcy Üluc bildet« 

7* Zwischen illico und e pestigio wird gewöhnlich 
der den verschiedenen 'Fräpotsitionen angemessene Unter- ' 
scliied beobachtet, dass hA illico die Handlung auf einem 
ood demselben Platz TOrgeht, bei e i^estigio aber 
loit einer TOrgängigen Orts Veränderung verbunden ist. 
|Tergleicl]^ Gic. Mur« 10. Simukttque increpuii suspiciö 
^mukus, artet illico nostrac conticescuni mit Sulpic« 
in Epp. Farn, IV, IQ» E pestigic eo tum profectus • 
frima hc^^ Sueton, CaL 5a. Equum illico conscendiif 
Jüit Cae9, 4» JVbi» distulit quin e Pettigio per»equ$r4^ 
^ ch0tm^$8^ 

B, Für die prosodiscbe Unterscheidung von aiatim 
^^* peraeperanier 0t aequaliter^ und stätim d. h» iÜico 
fähren Nonius p. SgS und Donat ad Ter. Fhonn. V, 5, 7 
Wrne entscheidenden Belege an. Ich habe desshalb auch. « 
lernen grossen Glauben daran ; denn jedenfaUs ist es einer* 
^ Wort, und ich kenne kein Beispiel in der lateinischen 
opracke, wo verschiedene Bedeutungen eines Wortes 
durch Verschiedenheit der Quantität bemerklich gemacht 
^ären "*]. In der einen Bedeutung entspricht statim buch- > 
Itablich unserem stätig, stets y in der anderen dem alt- 
uutsclien %i staii^ %e atetCj oder dem neuen s te- 
ilenden Fusses, 



*) Denn refert^ uvatpi^u^ and rBfeH d. h. rei ftri^ ad^rem voa- 
AH| wird .man nicht vergleichen wollen. 

V. Th. , . L 



*- 



^ 



i 



X6a RepaHe. SubJljR*: Extemplo. 

' ../^l Wie «lolMift am g^Aaix^ton durch sogleich 
ftbersetst w«d, so /iro^WM» od« /wPl^wwi«* diwh sofert, 
•welclies eben soJl(*pp#lsi««iig sich bald »ur auf das unmittelbar 
sick anschüessetidc Factizm und Äcin» Zeitd^uer^ Wd auf 
äie gänee Folgezeit bezieht. 

ib. WönfeMfA Mt oJEJ^nbar einferfcl Stainm mit /m/^- 
narti welcher sich am teinsten lÄ deutsdien bas, beson- 
ders in f ürba^; erhaltfen hat. ' Öie Begriffe s elir und 
^ chii eir gfehn lifciÄg in eiikattdet fiber , wovon fiaifli ein 
Beispiel bietet; ' 



- \ 



ii: Cic. Cäfecil. 17, 57.' Äirf r^pi^nle^e pe^tigioi 
ex Twminä tanquam' aUquo Circaeö jpocido faoim est, 
Terres; wo OrelÜ repente für ein Glossem hält. Eine! 
Tautologie findet to wenig Statt wie in QuintiL Decl.XVII,i 
11, Virus quod ^taiim, quoct subito corripiat. Eher 
wäre dies der Fall in Cic. Diyin. I; 33', 72. AUa auiem, 
subito ex tempore conjectura explicaniur^ woselbst 
örelli gleicjifalls : Qw praestet , non potlus subito ex 
ghssa esse? Vielmehr ist ex tsmpore in dem Sinne Ton ex- 
temporali, welche Adjectivform Cicero noch nicht zu bilde» 
wagte, mit conjectura zu verbinden. Flor. U, 8. Statin^ 
et e i^estigio itur in Syriam. Plaut. Bacch. DI, 1, 7 
Quae itt dspexi,me continuo contuli protinam aä pedes 
Und Pseud» II, 1, i3. Post ad urbem continuo rfxerci- 
iumprotinus abducam.'hkB.ox. Ep. I, ißy 9. Sic m'ei 
protinus, ut te Confestim Uquidus fortunae rw 
inauretk,mn bei dieser richtigen Interpunction , demiiac 

protinus hier auchfeimer bedeutet, JteiÄ Anstos» ine' 
• •» 

obwalten. 






niico» Statun. CorJt^tax. |63 

13. Weou in aeiiawn die Parti6i|!|alfo|m nitAt ein» 
Tänschung ist, so kann es nur eine Formatian ron ajgprB 
eem^ wie einciutus, f^ersufuSf astutus, und Yisst sich M'» 
dann doich agitatum^ agltato cursu erklären* Das Te;r- • 
hältniss von ßciutum zu agete ist danii kein andere ab 
das von jähling zu jagen. Was aber diese Vermothüng 
besonders unterstützt, ist die Vergleichung des Zeitworts, 
hxwvm oder ay.tiit^^ dessen Grundfeegtlff anezkannter Weise 
der der Schnelligkeit ist, der ia dem Prünitivam| 
vofdr ich S/co halte, untergegangen ist. 

• • ... : ^ • ' ' 

i3, Topptr %>AA\ Qüintih % 6, 4ö unter die a> ÜU . 
(imis €t fam ohUteratis rep^tita tempo^ibtts. Scaligei^ 
Hess sieh durch die Erinnerung an \^if/?«>^, paülUper etc^ 
verleiten, p&r als Terniiniätiön zu bettadh^en. Lindemann 
ÄdFest. p; 724 identificirt es richtig mit t^ipfer, do6her* 
Es ist. daher mit ^n/fsAi^oi näher verwandt als nach Har-^ 
tnng über die Casus. S. 23 1 mit jäxa* 



l4* Im Griechischen ist alipUj agpyoi, a(pciQf aHtpviilo^ß 
^oiffVTfi^ y^antvvig jx^it . repente y nagaiQ^pia mit subito^ 
A&itogj fi&vg mit Btatinty avrtxa, ntt^avTlita ^ ,( welches 
sich zu dem localeu avrot^* nicht finders verhält als Cf%« 
W zu oXkodi) mit iUico und das Herodotische n^na 
&ut pro^mz^ zusammenzustellen. Xenoph. ^R« Equestr. g, 

f$ ;^aliyoi. BJst. Gr. I, i, 3o« j^sAsJoty ^;^eti^ t^ ^h 
'^ot^aXf^fiai Ttt de acoi ßovXBvaafAivovg; nämlich 
Tro^aj^^^fca entspricht wörtlich 4lem lateinischen' praeter 
fifn^ nicht zur Sache gehörig, ein BegriflF, von 
velciwiii zu dem des unerwarteten; welclier dm ordent-* 

La 



164^ Ürgcrc. Instare. 

Bohen Verlauf einer Sache untei^brielit; iiur ein kleiner 
Schritt ist. 



18^ 

Urgere. Instare. 

I. Urgere ist buchstäblich einerlei mit .o^ar» wie 
gurgUetium ^ mit . yogy^ffm, ' Auch die . Bedetttang beider 
Wörter trifft bisweilen zasammen, Bor^ Od. 11, |8, ao. 
Marisque Bajis^ ohatrepentie urgee euhmopere litora, 
ähnlich an Sinn und Construction nie Herodot* IV^ 199> 

füuf&att* In beiden Stellen wird der u n g* e d u 1 d i g e D r tu g 
bezeichnet; aber man fühlt auch in dieser Stelle , dast in 
urgere mehr die Gewalt^ in OQyap der Wunsch den 
'Hauptbegriff bildet./ 

Um Es ist daher sicherer^ ogy^v mittelst op/ij auf 
oqiyeo9iu hinzuweisen , ,und urgere ganz unabhängig von 
diesem Stamm als eine Formation von Igyswy ligystP zu 
betrachten^ welche, dem Griechischen fremd, im Latei- 
nischen das Simplex yerdrängte^ wie tondere das Hesio- 
disiche Simplex . rel^dsty, ^'Egyeiv aber ist schon bei Heiner 
aus der sinnlichsten Bedeutung einferchen in die abge* 
leitete von bedrängen übergegangen ^ mithin synonym 
mit urgere *)• 



-t 

*) Adeljong identificirt urgere mit^ würgen. Die Analogie tod 
OrÜvf-odeff P^biua, roa o^fy und gewahren spricht dsfnr; 
nnr mma es imbeschadet des Zusammenhanges ron würgen 
mit ßißQo%a^ vörare^ geschehn, mjthiD erwürgen yon bin- 

; ii&terwürgen etymologisch röllig getrennt werden« 



Ur^ere« Instare» / |65 

3* In Vergleich mit seineii Synonymeii bedeutepf nim 
vstg^re von mehreru Seiten zugleich bedrängen, in-^ 

Stare Ton irgend ein«r Seite > inaepiari yon hinten - 

i ' 

und premere wirklich oder gleichsam von oben. D« 
I demnach urgere eha stärkwer Begriff ist als insectari, so 
; Lann ich die herrschende Anordnung der StejUe in Cic.- 

Plane. 19. EUam atque etiam inato at£[ue urgeo, insecior, 

posco, flagUo 0iiam ct^hmt» unmöglich für richtig halten | 
i noch weniger lässt sich insector auf gleiche Linie ^it 

posco stdlen und als Transitirum mit crimen yerbindeo« 

i Vielmebr sind d^e fünf Verba in zwei Kola zu theilen 

i 

: and nach Anleitung zweier Hdschr« fblgendermassen zu . 

I schreiben: Etic^m atque etiam insto, insector atque urgeo 
(nämlich accueatorem^ } posco ^ flagito etiam crimen. 

^ Aehnlich wie Font, i» Insector ukro et ineto accusatorL 
"^ Cic. RulL I, 5i6« tibi enim capetur .. ne urbemhanc J 
alia urbe premere atque urgere possitis ? 



4. Wenn^ was sehr häufig geschieht; insiare natfUr»- 
gen yerbunden wird , so giqbt noch ausserdem mstare das 
Bild einer beharrlichen Zudringlichkeit^ etwa wi« 
«iaemauf de^ Leib rücken *); urgere ahet das 
eines gefährlichen Ungestüms. CSc. Verr. I, 3o, 75. 
^dest , initat , urget DolabeUa. Front. 1 6.^ Instant atque 
"fgent summo cum studio* Divi^. Uy 72i Attic« I, l3, 3. 
Virg. Aen. X,.453* 



*) Dag ^echiscbe ivlätao^M entspricht ganz diesem rein oflfen- 
«Ten insiare j und ist nicht durch entgegenstehen, gich 
widersetzen zu erklären. Eben so ist hetdxtit nicht ein 
Gegber überhaupt, «ondem ein Verfolger. 



s « 



166 



Lidtüin. Fäs« Concessam. 



S» Au5 dieser Bedeutung von urgere Vistt sich aller* . 

^ dtog» dla des Bearbeitens herleiten ^ in Hör. Ep« I, i4^ 26, 
Urgea Jampridem non^ Uifia Ugonihus aruü und TibalL 
I^ 9, 8. Et durtan lerrd& rüätieu» urget opus. Gleickwo^ 
darf niAn die Frage ailtWei'fen^ ob diesto urgere nicht viel- 

V mehr 'die lafeinlsche^Fötiii v(Hi l^/afsa^jo» sei?' Oder sollte 
dejr Stftmm ^p^^py^ Wetk> im. Latein ganz ! untergegangen 
sein? Ergo und ^«r^a sUid wohl eher homonym als iden- 
tisch, und e»efcere^ welches Passow unter EPTil zn 
jSescftfi Stamm zählt; ist wenigstens eben so leicht durch 
^äericfifr erklart. 



183. 

Liicitum. . F^aa. Concessuhi. Connivere. 

... ■:— ■ , •■ • "■ 

Indulgere. Veniam dare. 

1... Das impersonelle Upciiit si^erlioh mit dem per- 
jonellen Heere, a usbie teil ^ 'einerlei Wort. Sie lassen 
sich m . dem-Begrifii von concedere vereinigen , welcher sich. 
in der entsprechenden deutschen Form J e i h e n erhalten 
Ixat; IUI althochdeutschen Sijnplex lihen, 4« h. schenken, 
und selbst im neuhochd. verleiiijen. Wenn /iceo siammt 
ticUor freilich die engeve Bedeutmig vbn leihen nicht 
mehr besitzt, so hat es dieselbe vererbt an die Formation 
iocarey v^ermiethen, welches ich von dem homonymen 
. loctfre, s t e 1 1 e u y als einer Ableitung von locus , 2ego , /«- 
aus, legen, trennen zu müssen glaube. - Den entspre- 
phenden Stamm im Griechischen nachzuweisen ist nicht 
leicht IVfan identif^i^irt äcei mit db^fiy «wie lacrima mit 



.\> 



^ 



C<oiimv«re. lodolgvre^ .Vensfim dare. i^ , 

Vm^v* Nioht «mmöglicfa ; mau iniu»^ dann Uo9i fiir eise 
Nebenlomn voii dkowt erkläraii ; obgleich beide Vetba einesi ^ 
Gegeusatz bilden > Cic. Rabir. Post. ^^ Quid deeeaj r<Mr, 
nonqUantutrk lieeai vohis, speciare debeHs» Aber Ueeo 
wärde dann ein Homonymum sein, 

s, Zwjsehen iicei und Helium est ist yiH* [Jiiter9(»bied 
ab zwisoheu Neutram und Fassiviiiii .mrgeiid fUhlbar. 
Ovid. Am*. 1« » * 

Quod ticiiuvh e9t, irigvoium 08$}.quod non li^tt^ 

acrius urseU 
Er bescbfäiikt 3lch durcbans theii& auf die FordemDg^ii 
des Tbytbnmcbe» WoliUauts^ theiU.auf die grösseia Em* ^ 
phasi»^ welche bei. der hörbaren Trennung, des Verbama ia 
Prädicat und Copula /&ci^i»jji ei^t sich auf das Pxadicat 
coucentrirt^ während sie in A'c^l zugleich anf der Copula 
gemwn&chafüieh mht. 

3. Licet bezieht sich auf menschliche Satzungen, 
glejcbviel ob sie durch positire Gesetze oder dur€h|phte 
und HerkQinuiett, geheiligt sind, fa* S3i aber auf göttli« 
cbe Satzungen^ glelchyiel ob sie sifxh durch Vorschriften 
^er Religion öder durch d^ sittliche Gefühl offenbaren ; 
conceuum est • verein igt^ als a i 1 g e me i n e r e r B egriS^ 'beides \ 

10 sich. Gic. Phil. XIII ^ ^, i^.^Jjicei autem uemuni 
^o/Ura pairiatn flucere es^frcitum} *iqiiid$i^2^i<:er9 di^ | 

^-'imas, quod legibus ^ quod mQr^ majorum ,ifistjUuii^jue \ 

oonceditur. Vgl. Tusc. V, 19. Milon. iG, 43/ ao^Mi* ' ^ 

iia Judicick eottiempaersfi , 9*i eut^ nihil dehiflarei , quod 
^iU p^r naiuramfa^ essst, aui per leges iicerti^ 
^b,4y la JNon d^am^ Jß^n lieue^iif, sed »efasjue^ 



i>68 'üoitimi. Ffts. Concestmn. 

rii. Rttll. Hy 7, 19. Quoad possety quoiui fas eisßt, quoa 

licer0t. Unfl CaeL 11^ 27. Si lic^t, «i faß es> 

MartiaL Ep. XII^ 6^ 11. Nunc lieet et faa egt. Tac^ 

Hist. m^ 33/ AUudcuiqu€ faa nee quidquam illioitum^ 

I 

4. In dt»r, Regel bezeichnet licet und fae est eine 

moraliscbe Möglichkeit im Gegensatz einerseiti Yon posse 

. als der physischen Möglichkeit^ andererseits yon oportet als 

der moralischen Nothwendigkeit. Ovid« Heroid* XVI« ^35. 

'^a /ice/ et poeeum* Cic. Verr. IV ^ 20, 44; JLticuit 

poeee . : domeeticie copiis ornare cdnuipüuiß, wo kein 

Wort überflüssig ist« Bisweilen aber wird licet und bei 

Dichten sogar fae und besonders nefae auteh Tpn einer 

physischen Möglichkeit gebraucht So wi^ oft in- 

t 
ieiligi licet j eben so Quidquid corrigere eet nefae. 

#•• • 
^ 5. Um so einleuchtender Ist es , wenn ich das deut- 

sehe leicht ahd. Uht, statt es mit lepia in Verbindung zu 
setzen , sogleich mit Ucitum identificire. In fas fdhlte 
jeddpLa'leiner eine VerHeandtsohaft mit farif welche Th. n 
S. i4B. auch anerkannt ist»' und bildete nach diesem Gefühl 
nefantia und nefandus, Diess hindert jedoch nichts yom 
Standpunkt der Sprachenvergleichung aus diess Gefühl des 
Irrthums zu bezüchtigen i denn fae entspricht buchstäblich 
dem -deutschen Gebür, ahd. gepur^ demnach i»«/isru» 
ungebürlich mit seinem Synonymum nefandua j un- 
säglich^ keine Verwändtschaft hat. 

6. Concederef erlauben und /y^m^'/f^r«, freiste!- 
len, vertreten die Stelle eines GausatiTi Tonlicere, mit dem 
'Unterschied 4 dass die coneeseio in einer yorhergegangenen 



* 



Connilrere« Inäolgere. YeDiam dare.- ^ 169 

Bitte oder Anmathaiigidef Empfängers , die permiasio aber 
in dem Vertrauen oder in' der liberalen Geunnong des 
Gebers ihren Grund und Anlass bat« hk Gic. LaeL ii,' S/. 
Felconcadeire tunicia quicquid yelint^ vel impetrar^ 
aViU^ quicquid yelirAue, und Verr* V^ g, st2. Ui jam 
ipsis judicibua $in€ m€a argumentations conjecturam 
facere p^rmittam, lassen sich beide Synonyma nicht 
austanscbei^ Conced^re hat seinen scharfen Gegensatz in 
denegare^ abnuere^ rscusare , dagegen permiiiere den 
seinigen in pstare* . ^ 

7* 'Der conc^dena, und permitten$ gestattet etwas an 
sich unschädliches^ was jedoch seinem persönlichen. 
Interesse in irgend einem Grade zuwider ist, der indul* 
gens und connipen$ aber gestattet etwas , was einem ^ö- - 
heren und allgemeineren' Interesse widerstreitet, und 
zwar der indulgen^ durch fühlbaren Langmurth, der 
connipens durch scheinbares Nichtmerken. Cön^- 
fdvere ist entweder eine starke Formation von vsHbi wie 

» 

rivua von osvo», aido von sedeo,^ coepio von capto etc«, 
oder es ist Ton nico eben so gebildet wie pifo , von vigeo^ 
nach Th, IV S. 44 1. Die doppelte Perfectform connipi 
and connixi (denn connipsi hat erst Appulejus und nicht 
einmal sieber) lässt sich für beide Vermuthungen benutzen« 
Die Lateiner haben beide Verwandte Wurzeln fiVB$9 und 
i> eigen, Ton denen jene der germanischen', diese ^er 
grieehisch/en Sprache fremd . geworden , biewahrt, und zwar 
jene in nutar'e und den Compositis adnuo etc. , . diese in - 
nicere und nictare. 

8. Die Bedeutungen aber haben sich rerschobenV 
i^fttare ist wie nit^ken, neigen der allgemeinere Begriff 



/ 

V 

\ 



170 ' ^ Licitom. Fas. Concestimi. 

vnd bedeutet im speoiellen SinB mit^ dem Kröpfe winLcD^ 
niciare dagegen mit den An gen ;iirink,€B« So NoBt p. 
439 mit ansdrUol^licher Bertifang aaf i^et^eres» Plaut. Asin. 
IV^ i^ 39. Neque illa uüi hommi nicket, nutet, ad- 
nnat! Mere. 11^ 5, 72. Nutent, nictant^ eihikni! Und 
Jden. IV ^ 3, 49, Non hircls ego quidem uuquam quidr 
quam nuto neque niclo tibi. Naerias bei Fest.' 

Alii udnutai, alii adnietatf aiium amaii'aUuin 
' " ' fenet, ' 

>nro7tt f^estus: Adnicfat: eaepe et lepüer oeuh adnuit. 
Gegen dies« Bestimmung ist ^lun freilii;h derselbe . Festus 
p. i84 Xtind* Nietare et oculorum et aliorum mtm^ 
hrorum'nieu aliquid cönari^ aber blos darnili^ weil er 
das homonyme nictij eine Nebenfonn tou niii^ mit jenem 
niciare fUr einerlei halt. Dies erhellt aus seiner Beru- 
fung auf Lucret. VI (nicht IV), 837. 

Heic ubi niqtari nequeuntj insiaiereque aUs, 
yffo m«a nur das Comma nach nequeunt streichen darf, 
um . durch 'Verbindung yon nictari alie den passendsten 
Ausdruck zu gewinnen , den Virg. Aen, IV, 25^* nilens 
Cylleniue alie von ihm entlehnt« 

g. Tpdulgere ist die syncopirte Form von IfifXs'jfittf 
in welcher nach dem S. 1 berührten Wohllaatsfiesetz der 
lateinischen Sprache das e in ein a oder ein u j^ergebn 
musste. ^EfifXniBiif selbst aber hat seinen Stamm in Mir 
Jpg und vielleicht eiiie Sippe in €tiXsyo^ und 9iil*oq der 
Stiel. , . ' . •' ' 

lo. Ignoscere verhält sich zd reniam dare wie ela 
moralischer Act zu einem politischen^ wie der 
Zorn zur Strafe«. Der i^noacena vievzeiht von Herseii» 



9 

Coiiniyöre. fndulgere. Venlem darei lyi 

r I 

ff 

yergiebt und vörgis^t^ der peniam dan9 Hast Gnad« tax 
Recht ergehn und erlässt die verdiente Strafe. Der Freund^ 
der Gleichgestellte ignoecit, der Höhere^ der Mäcbtigera 
veniam daU Cio. Manil; 5, 8* lUis irrtperätorihua tau9, 
est tribuendd quod - egerunt; i^^niä danda qubd r^Um 
qmrimt; nämlich vom Standpunkt des richteiiden Volks« 
Aber Attic. XVI, i6, 5«' Ignoace mihi quod • •' eadem 
de re saepius acribam, und regelitiässig im Briefwechsel mit 
den Freunden. Philipp, VIII, f. Si error am auum depo^ 
merini, veniam et impunitaiem dandam puto, 
ziemlich gleichbedeutend; nur liegt In penia der Begriff 
der gnädigen Gesinnung angedeutet, au3 welcher der ganz 
änsserliche Zustand der impimitaa herYorgeht> 



11« Da sicli ignoacere schwerlich anders ei^area Itbst 
aU durch: keine Kenntniss von etwas nel^men, 
etwa wie unser ignoriren. so erscheint hier eine Com-* 
positlou des in priyattvi unmittelbar mit einem Verbo, welche 
im Lateinischen fast ohne Beispiel ist. Ausser den Parti- 
eipien inopinana und dem noch aufPallenderen indieans, 
m denen niemand auf inöpinor und indico in negativem 
Sinn schliessen wird, weiss ich nur zwei Analoga. zu nen^ 
Qen, erstens improhare^ wenn dies selbst nicht erst durch 
Venmttelung von improhua gebildet ist, und zweitens «»- 
d^cet bei Plin« Ep. III, i. Inuidere gebraucht AppuL 
^pol. p, 24i fü,r übersäe h en , aber daraus die Bedeutung 
^on beneiden ableiten zu wollen, ist ungeschickt« 



v/ 



13.^ F'enia lassi sich von allem andern eher ableiten 
als von peniö, wobei sich Vossius beruhigt, . Mir ist ulrafar-^ 
sch^nlich, da$s pcnia mit t^cnurn dem Sinn nftch eben so 



/ 



1711 Attgima« Aiupioia. FrodigiaiiB« 

xuianimeiiliangt wie licet mit Ucear. Äbei i^emmt rerfdlut 
darch seinen langen Vokal zu weiterer Naelifrage, Mir 
scheint penum samt rilif eine Formation von vacare odet 
vielmehr von dessen dem deutschen. weg! correspondireny 
d^n Stamme VECQ zu'sein, zu welchem sich die Biidong, 
Penia eben so wie laniare zu lacere vediiält« •! 



184. 

Auguria Auspieia. Prodigium. Portentum. 

Omeiu Signum. 

1, Die Erklärung von auspicium durch 4ivium spe- 
ciio ist so einleuchtend I wie jene von oU»voaK^rtog y desto 
zweifelhafter 4st die von ai^urium durch aidgeritsm oder 

T * 

Of^ium g09tua, zu weichte Serrius und bidorus das Signal 
gaben. Eben so wenig will sich die zweite Hälfte Ton 
äugur durch garrire oder gar gustare erklären lassen. 
Dem Ohre bietet sich augere als Stamm an , und auch zu 
der Sinnverwandtschaft liesse sich durch das augtri omine 
eine Brücke finden. Aber warum verschmäht man das ein^ 
facliste? Der augur ist Seher in allgemeinster Bedeutung, 
(nicht auf Vdgelflug oder Opferschau oder Blitzedeutong 
beschränkt) von ctty^ und au^a^Ojüa« Hora. II. XXIII9 453 
oder avfiiiuit Soph. Phil. 217 %o benannt, und, wie ich 
glaube, nicht sowohl, w6il er in, die Zukunft blickt; 
als weil er die Wahrzeichen beobachtet. Selbst 
oot^iMr/tfs braucht man nicht erst durch di^ Vermittelung 
von augur zu erklären, obgleich das Verschwinden jenes 
Wortstammes im Xiateinischen die Römer treibst dazu Ter- 



' Portentum. Omen« Signum. 175 

leitete ; aber eigentBcIi war uuguaius nicHu als Uvfaotig, 
tpectabiüSf iüustria. ÄUeiin, ganz ut^ier Stamm vielleicht 
nicht einmal verschwunden \ von dem nur verwandten 
Stamm ocui^^ das Auge, abgesehn^ kann aucupare, lau* 
ren, sich eben sd tu augur wie nuncupari tu nuncius 
Terhaltei|| mithin nicht ein Tropus, sondern ein Homo- 
Qjmum von aucupOi^i^ Vögel fangen , sein*. 

2. DSa auguria und ampicia sind Erscheinungen im 
lewöhnlichen Laufe der Natur, welche zunächst nur für 
den kundigen Zeichendeuter Bedeutung haben , und JEwar 
die augur ia für die geschäftskundigen Mitglieder des colx 
kgii auffurum ^ dagegen die auspicia fiir jeden Magistrat, 
welcher das Recht zuÄuspioien hatte^ die prodigia, osttnta^ 
porterUa, monstra dagegen sind* ausserordentliche £re%- 
QÜse^ welche auch de^ I^alen frappiren und nur ihre 

■ 1 

dähere Ausdeutung durch einen Wahrsager erhalten; die 
omina endlich sind Wahrzeichen, welche sich joder ^ dem 
sie begegnen, selbst und unmittelbar deutet« 

3. Zwischen prodigium^ pslentum etiD. hat selbst Gt- 
cerOy so nahe ihm die Veranlassung dazu Iag> keinen 
Unterschied des Gebrauches festgestellt» In der Notiz des 
Pseudofronto herrscht hie und da, wo er sich nicht durch 
etjmolo^bche Annahmen täuschen lässt y ein richt^«s Ge-«- 
^^hl; p. ^jk. N. Ostentum, quod praeter contuetudinem 
^fferiur, ut puJta si i^ideatur terra arder e pel coelum pel 
nor«. PortetUum, quod porro ei dmtüie manet futurum- 
^üe poetmodum aliquid sign^cat, Monstrum est contra 
^auira/nf ut est Minotaurue. Prodigiuniy quod mores 
' vielleicht fnoras ) faciunt ; per quod detrimenium ex-- 
^peciatur. Itaque qui prodigia faciunt^ prodigi i'O- 






I ^ 



Vj^ ' ' Aiigcudifu Av»{klcia« Pi^4^^^^>^ 

• \^ 

caniur. -r* /^ Qfiento rariiiu admirationsm faoit; in 
monstro rectua ordo naturae p$rtitur ; in pofimiio differ^ 
tur ßpentm; in prodigio^detrimentum tignificatur ^), 
Naqh tnemem Gefdhle tritt in prodigium das Bedeiitang»* 
volle und Folgenreiche, in oatentum .das Wuuci^rbare nnd 
Grolsartige, ^ia - porientum 4^^ Scbc^^l^liche und Gefahr« 
drohende und in mön^frimi.dei» Unnatürliche und Häss- 
liohe der Erscheinung in den Vordergrund» Cic. Yerr. IV^ 
49^ 107. Muha saepe prodt^iä ffirh ejus (üereris Ei^ 
nensis) numenque dectaränt , wo ' Cicero unstreitig an 
Wunder wohlthätiger Art detikt. iDiviii. I, 55, lii. 
Croeäi filiüs^cum esset ihfanSj locutu^y quo ostento 
regnum patris et domum funditua cohcidisaef ' denn das 

1 ' 

£reigniss an sich wät itbernatilrlich und nichts weniger als 
schrecklich* Dagegen Diviu. II, 28, 6o. An ffsro iüa noi 
ie rr eht, si qüando aUqua portehioita ; ; nata dir- 
cunturf und im entsprechenden coiicreten Sinne Fror. 
cons« 1* Gahiniüa et Tiso^ duöreip.j>ortent{i ac paene 
funera. Und Fis. i4« Tunc etiam inunaTiissimum ac 
foedia£ijnum,Tnonatrum* 

4. Die Etyma giebt Cic. Diviü. I, 42 schon genügend 
an: Quia ostehdunt^ poriendiuit ^ monsirant, ptaedituntf 



. *) Die üriter^cheidiiDg des Prob; Valerius inden']ifi5«jel!.'0bsat 
NoTT. T» IX. p. 997, dass otienium ei Imonsirum prae* 
teniia ost.eridunt , prodigium auiem fi portenium fufure 
signißcanl^ berulit lediglich a,ui der Annahme, detis dieses pro 
temporal zu fassen sei ; dies passt allenfalls auf prodigium 
i^uf d^s yon Festps bewahrte promonsfrum , aber porten 
Jkann nur eine Erscheinung bedeuten , welche den Mensch 
Kor Kenntnissnahme r orgehalten | wie das ostentum nut gier« 
Aex Wirkang ihnen entgegengehalten wird. Dahejf fa 
ich pro in allen drei Compoaitis eben S0| nämlich lokaL 



Partentum. Oihbq« Signnm. tyS ^ 

Tgl. N.' D. 11) 3. Prodigium ist buchstäblich das deutscb« 
Vou eichen^ vltA ist Ton PRODICARE eben so gebil- 
det wie indicium Ton üuUcare, mithin nur stammverwandt 
mit dicßre» ohne daron gebildet zu sein» Dass in dem 
Stamme J6t|aft, zeigen^ der gutturale Auslaut zwischen g 
und c schwankt ^ bewebt indigetare und indigitamenta^ 
was Festm durel^ incantame^^ta 4*el indicia erklärt* 
MoMfrß^n^ TAn^mo^^tf entspEicht dem Siim- nacli der 
Ma Innung,' dfxn Buchstaben nach dem Muster; vgL. 
Adelung ^^enn wie i^n mo&^e^unk,ß^^ .» gleichfalls ausföllt^ 
so haben,. ];Bianch(e pialel^e in > der, Form mun^tern das 
» be^j^h^tejj, ; .. : ,. ' . . / .. . ; 

5. Omen^ oder alt osmen^ ist,, wie ich anderwflrts ge- 
zeigt^ das SubstantiT desjenigen Stammes, dessen Tntensivum. 

ordre lautet/ gleichsam, die lateinische Form fiir oaaa und 

I > ... ^ • . 1 . 

ein Syiiöiäyinutn Von oracütum. Ein ähnlich ^prägnanter 

< * 

Sinn liegt iii' d^ Cruaidbedeutuug von aorSy der Orakel- . 
: Spruch; es iit, ivie fora Yonfe^'^ä, die einfachste Substan- 

tiybildung yon serere^ igstv, dem Simplex von assererä 
[ m^ disserere ' und dem Primitivo von sermo» Liv. V, l6. 

Ab DelphU iferuruntf ßortea ordculi afferentes. 



I 



6. • Der allgemeinste GattungsbegriJQT für diese ^ämmt- 
Hellen Arten von Wahrzeichen ist wohl Signum* Cic« 
Divin. I, 35, '/'/• Nee Flaminius eam rem hahuit reUgionlf 
objecto sign Of ut peritis pidebatur^ ne committeret proe- 
^MMt. Ich erkenne in Signum ein Nomen von seco oder 
iquotf ins^e, sagen, regelrecht wie dignum von decet. 



1 



1 

I 
i 

1 



>«■«• 



176. LaceAre. Lauiare. LaGMere. 



185. 

Li^cerarq^ Lianiare. Lacessere« Vexare. 

Delectare. Oblectare. 

1. Das Simplex kat irar Lucret. IV^ laoo. ,Quae 
laeere in fraudem posaunt, und ans Testos: Ijacü: in 

Jrioidam mducfi, lax enim fraus esi^ erhelk> dass dies 
Verbum auch bfcne jenen Zusatz ein Synonymum von 

fraudari war» Laeere muss in sexner Grundbedeutung den 

> 

allgemeinen Begriff von z i e h n gehabt haben', wenn sich 
die Bedeutungen von aüicer^^ lacerare and lacessere dar- 
aus sollen ableiten laiseiu 

' / * ' '" ' ■ " ' ■ 

2. Laeerare setzt blos« 6e\^alt irorans, welche 

ton den Händen, Klauen^ Zähnen geübt werden .kann, 
laniare aber ein schneidendes WerJ^zaug^ als wel- 
ehes die 2ähna tmd Krallen gleichfalls ^ betrachtet werden 
könnet. Appul* Met. IV. p. 84, Moreibus laoeratus 
ferroque laniatue, Gic. Tuse. II9 10, 24. Adunei^ lä- 
cermna unguihue Jopis sateäes ptutu dilaniat feto* 
Lir. XXIIy 5i« 'Conuertit omnea aubairaiua NunUda mor- 
iup amperincumbenii Romano pivm naao auribuaque lor 
ceratia, cum ••• laniando dentihua hoatem exapi* 
roBaet» Jn Tao. Ann. XI, 22 denkt man bei t&ianiahaiur 
tormentia an die" eisernen Marterwerkzeuge, aber XV, ^7 
bat tormentia dilacerari an den equuhus. 

3. Der taeeaaens reizt den andern auf derbe Weise ' 
und sucht zum Widerstand zu veranlassen und stört] 
seinen Frieden; der aolUciiana reizt ihn durch faine ^ 



\- 



Vexare«. Oelectare* Oblectare. 177 

.1 
Uittel und sucht ihn zu ein^r Tliatigkeit zu/be wegea 

und stört leine Tkv,h e. ' Beide bezwecken eine H a n d In n g 

h andern, wogegen der vest^ not Unmnjse und Leiden 

rerursachen will, phne auf Wldentabd und Ge^nwehr zu 

tecimen ; wesshalb sich PBxctre nicht so wie hcessere^ jind 

loüicifare mit ad aUquid reshinden lässt Cio. Mü. 5i. 

Utifi irriiare- ferroque iaqessere fbrtüsimum i^irum 

Milderet; näiplich irritare das -Gefühl und die Lei«^ 

(iensohaft zum Zorn, iaceaßgr^ aber dia Vernunft 

Qod den Willen zu;r Gegenwehr. 

y * 

• 

4. Läcessere Ist wie face98gre und €apeaB$re^ gleiche 
lam dne intendirte InlensiTform , so dass sich €apß$s^t 
ZQ captare ähnlich verhalt :Wie tantiüua. zu tantuki9.^ 
iHe Schreibfkrt capescere , welche hie und da in den Mss* 
'mkömmt, fUhrt. auf die Vermuthung, dass jene Intensiv- 
formen nur aus der sogenannten Inchoativform entstandet - 
vnd^ durch die nämliche Assimilation^ wie Tibis8U9 und 
^oiticuB, aus Tibiscua und Naseious, ßotticiti»re ist das 
Freqaeotativura von suhUc^re nach Th. I S. i53« VexorM 
^st sich weit leichter von vegere > . b e w« g e n , ableiten, 

>b wie gewöhnlich geschieht , von vettere. 

I ' - 

5. Die oilectatio ist eine angenehipe Beschäftigung, 
l^oterhaltuiig , Amüsement, welches die Längeweile ver«- 
treibt; die d^/^rto/so' ist eine wirkliche Ergölfzung^ welche 
Ntiven Genuss versehafit« Man vergleiche Gic. de Orat. ' 
S 26^ 11 8. In iia artihua, in quihus non lUiUtOß quae^ 
'itür necesaariay sed animi übera quaedam oblßciatio 
»ntFam. IX, ;ft4» JMagna te delectaiione et voluptate 
FipavietL — Soeiwi. Dom. ai« JUa «e obleciabai mit 

V. Th. ^ M 



* 



I \ 



I 



i-- S._ XfÄüf... 



\ 



178 Necetturius. Cognattu« Copsangmiieus« . 

1 
Aug« 89. DelfCtahatur etiam veteri öomosdia, Od^i 

Pim. £p. IV, i4« HehdeeattylUAü noMtrU^ •» im^ehicuÜ^ 

jui bttUneOf inier coeham ^bleciamus oßiüm temporü 

• » p»i 

mit IV^<8« Te q^idem ob hoc maxime- de leetat caigtA 
ratue meus, quod M* TuUiua augur''fuit» ' Noch aUg^j 
meiner gelfasst :. die oblectatio gewährt ein xeLatiTei 
Vergnttgea, in ErmaiigeliiBg eines besseren , di% deleetaiU 
aber ein absolutes Vergnügen« In diesem Sinn sag 
Qaintil. VI. pr, 6. ,Liberis tarnen superatitibus oblectm 
bar, scheinbl»: schwächend , aber mit Bezag anf seiuei 
Wittwerstand. MS. Guelf. Jiat delectabar» Cic« Cat, maji, 
l5| 52. Satiari A^lectatiene non poeaum ut f^os mea$ 
eeheotiUia requietem oblectamentumque noaeatia* Vgl» 
Maren. 191 59. Orat. I, 28^ 25o. 



/ • 



6« Die Form laminare ^ durch welche lacinia und 
wahrsehein^ch auch laniare erst vermittelt wird, kömmt 

torst im silbernen Zeitalter vor. AiAsh lamberare muss zu 

< • . • 

diesem Stamm gezogen werden; denn meo me iudo lam- 
beraä bei Flilut. Pseud. II, 4, 55 ist nichts als euie 
Variation von meo me Iudo laceaaia in Foen. I, 2, 83. 
Das labiale lamberp verhält sich zu dem gutturalen lacero 
eben so wie Umpha^ ümpidua zu Uxa, liquidua. 



186. 

Necessapius. Cognatus. Consanguineus. Fini- 
timus. Confinis. Vicinus. 

1. Neeeaaariua ist der weiteste unter diesen Begriffeii 
und schliesst all^ Individuen in sich| an welche wir durcb 



t ^ 



Finüimtis. Gonfinis» Vidnas. 



*79 



genct ehi dademdss VeThältniss gebunden sind , n^Mi, 
GurcL FamÜieiibande^ durch Geschtfftsverhältnlsse als eo/- 
fg'iXf patronus, cUens, durch Freundsohaft äUJamiUari^p 
\micu6, Ist er durch irgend ein FimiilienVerhältniss t^er^' 
luiideii I ' so he^st er zugleich propinquut , ein Verwand^ 
er, und ztvar cofns'angmneus oder 'cognaiuBf ventt;er ein 
31 u t sTerwandter, ' affSnis, wenn er ein a n g e h e i r a ihe t « t 
\rerwaudter, ein blos Verschwägerter ist; Oe« Verr. 
7y lOy 2J» Ut quüque te maxime cognatione, afj^i-^ 
ittaie , n0CW89.it udin» attingwhai y nach Orelli und 
^umpt. GicMur., 55^ 73« Virgo VestßlUf hujn» pr&^ 
pinqua et neoes^uria. Gic. Qaint« 6, 26; Si ;• pie-- 
täte prd^pinquitaä ooletüry neeeeee^eetj qüi «i, affiru^tn 
fama et f&rtunU apoUaite coHotaa ^i J « ympütm esae 
fateattir* 



n •• ' Die filutsremraikdtSGhaft selbst heisst im engeren 
Sinn cognatio, wenn sie noch als* Familienverwandt'*' 
Schaft besteht^ z. B, zwischen Vettern im weiteren Sinn^ 
fiber Qohsanguinitas, wenn sie überhaupt in dem Bewus%t- 
sein gemeiuschaftlicher Abstammung besteht, 
z. B. zwischen stammverwandten Nationen« Caes. B. G« 
VII, 52. Hominem.swnmae potentiae et magnae ^ogna*' 
tionia y aber I , : 1 1 • jimbärri neceeeaHi et c ansang 
guinei Aeduorum und 35. 11, 3« WL^^jj* Propinquie 
coTuanguineieque naatria. B/ Giy* I,, /4« Quod arma ^un^ 
hominihue neceeeariia et coneanguineie contäierirU 
conqueruntur, wo überall die landsmannschaftlioha 
Verwanjitschaft bezeichnet wird, wie in lir* VII, 9. <Cae^ 
riteny popuJum , c. o naangui nitat iei^mißerieordia Tkitr 
quinieneibue adjuhotum, und Su^t. GUlid. dS. Coneun^ 

M"2 



1%Q Ne^eufojiiuu . CpgmttiM. ComaBgiilneus. 

guin0Q^s 4U0S. (Romanorum) lUens^s^' YgL Jus.tul. XVIIIj 
5. \&SJVf &• In Tac. Axm. IV", 43. äegeatani asdeni 
Keneris « • restaur.ari postutapete , "nöia memorantea *dA 
örigirU ejus ei iäieta Tiberio** Susc6pii eurämUhens m 
conea ng Uineua wag^ ich nicht zu entscheldeii ^ • ob mii 
JJkfAos. SegesiOMkorum oder mit ^Walther Veneria %a 5np- 
pUrait sei; jtdenftUs Urar die Verwandtschaft za weit lau- 
fig^y am>epj7U>tos ztuulassen. 



%t 



S»r Im Griechischen sind die neoesacn^ii ngogiqxovte^ 
dkeypropir^ui itfpaveZg , bei Homer. «vai», die ^ffineaf xij^c-^ 
jMOi^fc.oder tetidearcdf bei Dichtem andb ntioif die eognaii 
jxoA^oomcmguinei ohne sorgfältige Unterscheidoiig gvj^e» 
«ind evritt^öi,. bei Dichtem auch of^oy^vaLq , ofMi^fdo*, ificuJi 
fiofig, Follux III^ 23* cl de avvukftoij Idimtoiv* ä^ef uai 
%6 opkalfAOiV (odeir bfiatfio* nach dem M5.) mn^fiTixov; Mit 
avAmfi^g oder aij^cfiäifAmf werden anssohüessUch. Ge- 

s h W ijB t e r bezeichnet 

>i ■ ■ 

.... ' • • • . 

«r 4» Affinia hat «eine eigentliehe Bedeutung angr>än- 
;send in der Schriftsprache fast ^nz yerioreii. Nur in 
litr« XXVm, i7 steht MaaaaayU gena affinia Maurii 
4jixne, Variante. An «eine Stelle ist confima und' finitlmus 
getreten. - Der.vUntejrschied ist zanäcfast.ein formaler; die 
^anfin^a werden ^Iti WechseiTerhMitniss gedacht als ge- 
genseitige Naohbarn^ welche gemeinsehaftiiohe 
Grenzen Ijfaben^ die^A^imt im einseitigen VerhKitBiss 
eds die Naehbarn des andern^ w«iehe en dessen 
Gi^ze wohnen. • Vgl. Th. IV S. 7^ über par utrd ton^ 
par^ Dieser Unterschied mag jedoeh« nur dnnk^ . in der 
liegAn.:;.;fliridas Grfähl besteht der andere, Aa» 



/ » 



Finidinus. Conifiiiis. Vieiuus^ l8l 

finüimi ein Mos geograpliischer Begriff ist , in eoh^ 
fines aber der ethische Neben begriff der durch di«r 
Nachbarschaft bedingten Freundschaft liegt« Ca«8. B. 
Call. VI^.2, Uli finitimoa Germ,anoa solUeitare ei,pe^ 
cuniam polUceri non desistuntf aber Cap. 3. Confines 
erant hi SenofUbus eifiiatemque patf*un^ memoria con^ 
junxerani; oder Sallust. lug. 4i^ Utl quisque jfoientiori 
confinis eratf sedibus pellibatur. Denn 6^ ßnitimi 
»sind ßnibus diremii^ dagegen 61e confines sind confinio 
^eonjimcii. 

v 

t 5. Confinis oder finifimus samt den mehr poetischen 
jSynoDjrmen conterminue und coniiguue bezeichnen wie 
'Gränznachbar die Nachbarschaft ton Llindem^ ToU 
ganzen Staaten^ sehener von den Landbesitzungen einzelner, 
im Unterschied von ricinus, den Nachbar in Bezug auf 
Haus und Hof. Cic SuU, ao, 58. Cum cueteri d^ce^ 
rent finiiimi, ac i^icini^ , 

6. Victie verhält sich zu oTxog wie finum und fiiex 
zuolvo^und oIoo9|.TUid zu Schweig wie-^am* und i^er- 
pusza Schw&iren und Schweif, oder ifa^gire und f e^ 
ftre zu dem goth. spog/an und sf^ithan. Darf man noch 
weiter gehn^ so ist oixoff eine verweichte Forrit von jjpxoc» 
^e oi^o^oi von Iqxöiaoi und oluav von OQfiSVf welche- 
^nrch die latduische Form orcue vermittelt wird« 






* • 



' 



,i^% Qrbis. Ginmloi« Gnrmt» 



187. 

Orbis. Circulus. Curvus. Unciis. Pandiw. 

» s 

f l ■ « 

U Orbis bedeutet die kreisfötmige Bn^wegung unj 

*die dadarch beschriebene Peripherie, im Unterschied 

Ton circulus^ der kreisförmigen Fläche. Daher GicUBir» 

7« .Ihinde in orh^tn toreii, oder Caes« B. 6, V, 35. It^ 

orhem consistere könnte schwerlich mit in circuJum'ret'^ 

• i 

tauscht werden, so wie umgekehrt ein geschlossener ge«« 

sellschaftlicher Kreb circulus heisst, nioht ort^. i 
Für den Schreibgiebraach hat dieser Unterschied keine wei- 
tere Bedeutung,. Gic, N. D. li, i8. .Ex soUdis glohuSf e» 
pUnis autsm circulus aut orbis^ qui GFaece tirA^i 
dicitur, und Somn. 3clp. 3. Sißüäe * • circulos {M, 
circos) suos et orbes conficiunt mira celsritate. 

Um < Orbis und seii^ Deriratum orbils ist buchstäblich 
einerlei mit murhi^ bei Qttfr. die Aohse^ .und. Wirbel, 
wie angulus mit Wickel«. Im Lati^in. selbst lässt sich 
orhis ^ als eine Nebenform von lineare , ei^cumdarSi , bei 
Festus wie orea zu wrc^tt« «bei rächten. * t/r^^ar« , durch 
circumdare und cingere aus dem Gebrauch verdrängt) 
bat sich noch in urpum und urbs erhalten und ist ohne 
Zweifel mit vurpus einerlei Wor^ -wie aper mit xan^ogt 
und unfuamr mit cum* Curvus ist Ton yvQOQ nur darch 
Versetzung des u verschieden^ "menertnis^ parvus^ fervof 
von fsvpoy^ nav^oq und nvq. Im Griechischen schwankt der 
Anlaut zwischen der media und ienuisf denn »vQtig und 
MiMj^g wird mHii von pf^^ und Y(iWt6g kaum trennen kön* 



/■ 



Ujicus» Pandas. i83 



X 



n«]i» Das dautsdia. krumm ^^ abd. krumby ist fQvnog,, 
wogegen fVQogp curpu». In Kucbe, Kurbel wieder zu 
erkennen ' ist« ' / . ^ 

5» Das Substantiv /S^o^ haben die Lateiner entlehnt^ 

; um imt^TTii^ eine kmmme Linie zu bezeichnen^ Denn ~ 

dass gyrua nicht wie orhis und eireuJus nothwendig eine 

in sich selbst zurücklaufende krumme Linie ^ sondern ^eben 

{ 10 gut auch z,3« eine Schlangenlinie bedeutetj geht 

I aus folgenden Stellen hervor. Yirg. Aen. V, 84. AagMM .• 

> septefn ingsns gyroSj aepiena i^olumina traxii,Qemu 

[ nicht Kreislinien ) so wenig als in Tac. Germ. 6^ wo 

sogar ein Gegensatz von orbis Statt J^det : Sed equi • « nee 

\ variare syroa in no$trum modwn doeentur; in radum 

^ am uno ßexu dextro9 agunt, iia conjuncto orbgf ut 

' nemo posterior »it. 

I 

i 

I 4« Circwndar^ hat eigentlich den Gegenstand^ mit 

welchem etwas umgeben wird , zum Object ; wenn dieser 
in das Instrnmentalyerhältniss gesetzt und der zu umgebende 
Gegenstand wie bei cingere .zum Object erhoben wird ^ so 
Verden die cireumdata nur bei, die cineta an dem 
umgebenden Gegenstand gedacht« Die circumiafa sind 
rings umlegt wie mit einem Kleid, die ci»cla rings um- 
schlossen wie mit einem Gurt eh Zugleich macht' c«r- 
cumdare den Eindruck einer trockenen Periphrasis, cingere 
den eines Tropus, durch den Anklang von cin^ulwn» 

5. An sich aber hat cingere eine allgemeinere Bedeu- 
tnag als umgiirta9. Es erscheint in doppelter Form im 
Deutsehen: am kenntUchsten als z ingein; alkm diese 



< 



V 



■<• '■ 



/ 



i8i Otl>i«r Orculiis. Carrtu. 

Form ist iinstreltig eine folose ElitiQliiiiiB^ ims dem Latein, 
^e cirmamum, Zitnt, oircinua, Zirkel^ oepula'^ Zi- 
1^11 e, )ei^ii/}a(«| Zinnober. Und wie für eeUa ausser 
Zelle noch die Form Halle am* der ucq^rilnglichen 
SpraohTerwaadtscIiaft, so neben zingeln das entsprechende 
hegen*, ngSi kegian» Auf diese Form ist, meine ich) 
auch caesiua oder e«^^ii«^der Riemen^ mit dem die Rin- 
ger ihre Faust um wanden, zurilekzunihren als Partici- 
pialform vfie asHsa hu.£ acus naeh Thi Hl S. 217. Ich 
halte ü€8iu8 fUr einerlei mit dem homerischen TteOTOg^ dessen 
ErklSrung durch gestickt ich in Frage stelle. Aflge- 
nc^mmeu^ dass mtatiq eine Fafticipialfonn des. FrimitiTs von 
xsyrseu seiy wie infeBtua Yon inf ender e^ so ist dieDeutaog 
oni ¥0v TTolvx^y^Ti^TOi» stwt» ToJ?ff ^(falq gewiss nichts wc- 
nigf r als natürlich. Mir scheint desshalb ia IL XIV der 
waxig i^aq der Juno nur eine Umlschreibung ron cingulum 
zu sein, woran sich im folgenden Vers irosx/lor erst als 
epiiheton omans anschliesst. Dasselbe wird in Iliad» IIT; 
371;^ ■ ' - ' ' . 

äf^B Si (iif ^o%VMB0ti>g t^itg anaXi^v vnb ds^fi^ 
der, Fall sein ,- wenn man nur noXd HBffwog trennt und 9ro2i/, 
gewiss nicht zum Nachtheil der Schilderung , mit aytf 
verbindet. 



. 6. Curpus oder in Prosa lieber cuivatm bedeutet 
der allgemeinste Begriff alles, was krumm ist, ton der 
leichten Krümmung bis zur Kreislinie ; uncus setzt eine 
starke Krümmung voraus, welche sich dem Halbkreis 
nähert, wie das hak^enförmig gebogene; />ai><if** ^^^ 
schwache Krümmung , welche nur- wenig von der ger*- 
d^ Linie abweicht^ wie das geschweifte; u»^ ^^' 






» V 



Uncus. Pandas. i85 

s ' - ' ^ ■ . ■ ' ■ , ; * ' 

DÜherer Bestimiiittiig dBe^t recurvua^ reduncua und repan^^ 
jius fiir das aaswarts- und aduntu» für das aiawarts* 
gebogoie. Cic. N. D« II, 29, 82* Sospitam • • cifiii calceolia 
repandis^ aber N; D.I, a4^ 66. yon Detnoknts Atomen: ^ 
corpuBcula eurpaia quaedom et quasi adunpa^ }9i^b^ 
mit Beziehung blos'auf die Form^ dieses zugleich auf die 
Fähigkeit^ eine Adhäsion zu bewirken. QuintiL XT, 3^ 
^5. Digiiis .. duobus modice curvatis.YI, 3, 58* Sar-' 
mentu •• hominem nigrum et macP'Ufn'^t pandum fibu^ 
lamferrtam dixit, Plin. H. N. XT, 3/, s. 45. Cornua . . 
aUis aduncdy aUis redunca. VitruT. 11, 9« n* Ulmue 
et fraxinua •• nb» hahent rigorem^ eed celeriter paip» 
danty und §. 12. Cupreaeua et pinus .• propter humorie 
satietafim in operibua eolent esee pandae^ d* h. ^ie 
werfen sich leicht Plin. H. N. X|X| 5. Cucumeres •• ' 
pandäntut eurpanturque, Appul. MeL III. p/ 6^« Bip« 
Duratur naeus incun^us^ coguntur ungues adunc-i, 
fit hubo Pamphih* 

7. Die curpa bilden eine fortgesetzte krumme Linie^ 
die inowva aber setzen wie die IntxafMi^ eine gerade Linie 
Toran», welche oben oder überhaupt am Ende ui'eine 
knunme Linid^ übergeht und ausgeht. 'So htimt ^v UimO^ 
sowohl als Augurstab, Cio. Finn. ü, ii» BaciUum inflexum 

< 

«< incurvatum de induetria^ wie Ditin. I> Ttj, 3o« als auch 
&k Blasinstrument, genue buccinae incurpUm. So heisst , 
eine gebückte oder gebeugte Menschengestalt incurpa, weil 
unmer nur der obere Theil des Körpers gekrümmt ist. 
Cic. Verr. H, 35. 8tatua eeniUe^ incurpo» Quintil. XI, 
3, i6o. Stare in cur u um, Terent. Eun. 11« 3, 45^ In- 
ourPu$f tremulue , labiie demiaeis. So auch Mela I, 



^ % 



]86 Orbis. Clroulns. Cumis« Unciis. Panäns. 

■• * f . . 

I ig, $. PontuB». ad Jbrmam Scjrthioi arcus maxime 
incuri^us^ Zu uberseheii ist aber dabei nicht, dass dieses.. 
ifi^ nicht mit h identiadiL ist, sondeni mit iwi, velchjBS 
nur itt wenig/BH lateiuiscbeii Compositionen in ankelare, \ 
anUmute elo« seinen nnprliagliohen Vovallant behalten hat^ 

9« Da« Unat ü(ffilUt9Vf camqrua bei Virg. G. III, 55. j 
Camuris hirtae ßi^b cornihuß aures hält Maorob« Sat. 
VI, 4 für ein peregrinum perbum. Es ist ohne Zweifel i 
das lateinische Adjectir für xtffixn!^ t - gebildet von dem | 
mit iML^tipak nahe verwandten Sti^mme w%pi$Xf* Als. Nomi- 
nativ sollten aber die Wörterbücher camur angeben^ wie 
sa4ür, nicht camuruM^ denn die Termination uro« bat 
keine Analpgie« {Bornas las in seinem VirgiUus canurU. 

V f « • 

I 

g. Dunkler noch ist: remiUum dicitur qw^si repark- 

t 

dUm bei Festos» Seine Belege .ans LucSlius nnd A&anius 
sind untergegangen, so dass sich selbst die Quantität nicht 
bestimmen lässt. Soll man rem als Stamm festhalten oder 
miU? Auf das letztere deutet ,die JErklärung durch r epan- 
dm, aber gleichwoU betrachte ich remükui als Denuijiutiv^ 
formatipn des .Stammes QSßßt^f wovoi^ QOf/ißog, ^afi<poff und 
be8oziderai«Faf»if^y^ KaiiniXoVf ßluvsiw bei Hesych. 

lO» Uncua ist den Buchstaben nach einerlei mit oysLo;, 
die Krümmung« dessen Adjectiv aj^xvilo^ lautet, während 
das, homonyme oyKog ^die Schwere^ graf^itaa , ohne Aeu« 
derung des Vocals ijxvkoq bildet ;.Hesy eh. 'O/xulpfi a§ftfiiff 



Pugnare^ Blmioare. Dlgladiari. etc. 187 



^ 188, 



t. 



\ • 



Pagtiare. Dimicare. Digladiari. Pugna, 

Proelium. Acies. 

!• PugnarB und oanfligere Jieisst mit Gewalt, 
dimicare und digladiari mit Waffen eilten, Streit zur 

Entscheidong bringen» 

* • 

3, PiigiuMtey kämpfen, und confli^ere, sich schla- 
gen, geben das Btfd einer Schlacht im Grossen, wo in 
Masse gefoohten wird; aber /izi^ar« wird mehr von einer 
förmlich' beabsichtig|^n Schlacht, confligere Ton cjnem 
TreiFen in Folge gelegentlichen Zosammenstosses gebraucht { . 
oder: pugnart bezeichnet die Schlacht von ihrer schönen 
Seite ^ in sofenl sie Kunst und Muth in Anspruch nimmt^ 
confligere aber von ihrer rohe ^ Seite, in sofern es dabei 
auf Morden und Todtschlagen abgesehn ist« Gio. Balb. 9, 
23. Qui cum hoste noetro eonUnue eaepe in äoie pugnOr' 
^it; aber Off. I, a3j 81. Temere- autem in acie i^ereari 
^i manu cum hoste confligere^ immarie quiddanh ei 
helluarum simile esß. Nep. Eum. 4, 1. Quum rnagnam 
pdrtem diei esset pugnatum, aber Cap* 8, i. Cum 
Antigoho conflixitp non acie instructa, sed in jUinere» 

3. Dimicare ist iia^iaisadoky so wie mactare das 
Prequentativ Von fto;^of(a«, fiaj^at^a, als Homonymum wohl 
2u «(^leiden von mactare ^ beschenken, welches mit 
nf^K€$9 vergleichbar auf mact^s und magnas surückxu« 
fttben ist« Dem Grundstamm von digladiari, gladius 



t 



1 



\* 



188 ' * Pagnate» Dimicat«. . DigladknrLv 

wird schwer mit SicherHeit aaf die /Spur ka kommen selu. 
' Es hSn^t wohl mit cludtn^ clades i4M laedere zusammeD, 
^ wie das buchstäblifjh entsprechende fyz im Theuerdank 
mit Terletzeni und ist Ton «imm nur wie der prosai- 
sche Ausdruck von dem poetischen verschieden. Dass 
entia mit Sejtse identisch sei, macht die Analogie ron 
eee€, ocuhss^ sehen, ÜU, oOus^ seller, und yieüeicht 

drcay Sarg, wahrscheinlich. 

• • • » 

4. Dlmicare bezeichnet daher als der allgemeinere 
Begriff das Oefecht mit beliebigen Waüen, als Schwert; 
Speer ^ Sj^ess , Keule , , diglädiari aber speciell nur das 
Gefecht mit dem Schwert oder dem scfawertShnlichen 
Dolch. Zugleich aber giebt diglmdiari durch seineii 
Klang das Bild eines mordsiichtigen Gladiators. Daher ist 

, dhnicare ein. harmloser Ausdruck nur für einen ^ der 
sich' seiner Haut wehrt> während das üngleidt seltenere 
diglacUari auch unwillkührlich das gehässige Bild 
eines gelernten Gladiators' giebt ^ dessen Lebensbemf und. 
Kunst allein im Fechten und Morden besteht. Vgl. Gc. 
Tnso. IV, lg. Conpenii dimicare pro legibus pro Über- 
iaü pro patria, mit Legg. ETI, 9, 20. lia sicis .. quas 
ip80 9ä projecüse dioii in forum, qmhu» if$ier se 
digladientur cives, und Fr. bei Non. p» 65.^Digl(^ 
diari auUm simper ^ depugnare in facincroBis et 
'audacibus, guie rion cum miserrimum, tum etiam stulr 
tiisimum di^erit?, 

5. Jhtgna bedeutet jeden Kampf, vom Zweikampf 
pU zui^ blutigstett Feldiöhlacht, und ist mithin der Gattungs- 
begriff Ton Mi09, welches wie die Fei dsoh lacht einen 



I 



Bagna* ProeKam. Acies» / *l39 

mit tafijSiAer Wniuft georclueteii Eiit8cbeidttiig»kiaiipf der 
strelteiideh Partheien , und yöh proeUum^ ireldi^ Wfe das 
Treffen/ Gefecht, Sc h armiit sei einen ^geiegefitli- 
cLen Kampf' einzeMeir Heerestbtkeilungen bedeutet. Dock 
gehört -aej«^ in diesem Sinn nu^der* höheren SpiNie^e itn; 
in der gewöhnlichen tritt pugna dafü^ ein.. Sali. Jug. 97« 
Gaetuli non ajaie neque uÜo more proelU, sed caßen^a" 
iim , . in nostros iricurruntm Ziuc^e^t« II, 11 8« ProeUa 
pugnasques 

' 6. ProeUrm erklärt Vossius durch n^f^Xii^f armat^r 
saftatio. ^ Seine Quelle iUr .die Form vgolX$g giebt «e^ laicht 
an, Ei meinte 'vrobl ngvXt^f ä. h» nv^^lXti, bei Hesychius^ 
Gallim. Joy» 52 und Lycophr. 222 > wovon das homerische 
n^vil^fi^, bei Besjch. auch n^xMt^y von Hermann de hy- 
perb. p. 9 (Opp. T. IV p« 290) als w^juoxoi gedeutet, das 
Personalnomen ist. Oder sollte proetium '^nrtn probg&ifii 
ZQ erklären sein? . ^ 

.V 

7/ BffnBtgnfivonncieSy dta^chlachtordnung, 
weiss ich aus dem von ßcies, die Si^härf^^ nioht abzu- 
ieiten. Selbst wenn man aunehmen wollte, dass die Schlachlh 
Ordnungen ttr&prüngltch keüförmjg gei^reien, wurde acUs 
, nicht die patoendste Bezeichnung jein. Man trenne b^ida 
Stämn^e. Das ersten» ^wies iteht £är agies , wie bei Festns 
acetare ftir agitate^ und ist sinnverwandt von agmen^ 
»ur wird der Hderhlken dihagmen ük Bewegung und 
öoch auf dem Marsch, als tictea aber in Ruhe und «be- 
Kits als Sc^achtreihe ai;%estellt gedacht. Lir. XXXI1I> g. 
Phalanx .' • agmm magU quwn actea aptiorque itineri 
iuam pugnae. Und XXIX, 5ft SemprDiiiui .\ in ipsp 



/ 



iUnere tufiUiliuar^ proefio p^nfliaeii; agmin^ihus po^ 
iit!» gManh acis pt^grtapum wt* RpmarUpaki et tum ul tu 
iferim .quatß pugna^..,intUrfeclL T«iu Ann. H, 16. 
Par^tua milMf lU'ordp ngminiM in^aai.eiH admteret, 
Tiirg...Aea* XII, 860. Postgtoim aaise ff^det Iliacas at- 
que agmina Turnf» ' - .^ ^ 



> 



I •• ■ ■■"II . 1 . 



^ 189. 

• > j ' • j - • • . • . ' ' . 

Liapis; Scrupulus, Calculuö« ' Saxum. . 

; Rupes. Cautes. 

•• • ■ '•' ■ ' ■ ' . • • . 

, , \* ...J^Wi^^ stimmt als Wortfojcm init Xmadag, la 
fftfo^ %$SS7idT^ig x6xo21f}fc/ya noffiXta^ oaTgiwi! ilättto bei 
iSesyobu., 'wqyon bei Athen* Ol, 3a fg. mehr zu lea^n ist 
A]leui> dieser Name «ines Schalthiere^ Wird > doch dem 
Stamm Xifita^ schälen^ zu ilberlassen sein, Ton welchem 
Begriff ei;n .^ebelrgang zu lapia schwer zu finden ist« Aber das 
fast homonyme to Xina^ bedeutet schon bei Aeschylus die 
Felsklippe, nach Ammpnius o^oi;^ MoancuffAa^ ohne 
Zweifel einesrlei Wort mit KlippCj wie Uyyeif mit klin- 
feUf fappß mit Klappe oder Klette^ lahi mit goth. 
UaupjarK Die dorische Form ^i;^^ der Stein, yermittelt 
dieses ^^0^ mijt dem. ionischen Xaag, worin si^ch der La- 
bial yacalisch assimilirt hat, wjie in H^ri^^ 8ifi^., wogegen 
ef^ in da^g,,; d^ea ohne Ersatz jausgefallen. ist^ . SqhiHid Im 
Schwab^ .Wörterb. führt Lai fdr FeUengrnnd an« 
AisXkiij das Kieselsteinchen, ist wie i^/H&i« die De- 

minutiTformi wie iüHMf Ton lantm. 






\ ' 



, Saxuin. Rupe»*^ Gaat^. toi 

2. Calx ist %dliS» m I>eiiimutiT geht ^kr specielle 
Begriff des Kalkes in» des Eie^els Tarlor»ii, AueK die . 
redupUcirte Form, rnxla^^ m^riT^f esseheint wieder .in 
cociacae^ lapides. ex flumine rOtundf aScoeJUetwUnt ßüni-* 

Utudkiem bei Festos« ,. ., ...... . , 

\ ^ * 

• • • . t 

\ ■ • 

3.1 ScrnpuSf sonst niur an« JBetronius, j^tet aii^ mis 

Cic. Rep, lU^ x6. bekannt ,. 9tpht zn rupes in gleiipliem Yer- 

hältniss wie: S ehr off e zu Bif f. . .Beide Fo?m<^n werden 

Termittelt durch, das italienlsobe ^iro/i^Q , ivie ^schlam-pen 

und lamb&ye durofa ^UtfAnTetP* > < 

4. Lapis ist der allgemeinste ^egrlfif und bezeichnet 
den Stein nur als Materie ohne JliickAicht auf ^ sein« 
Form, cälcßjf^ u\ tm glatter^ meist rundei:, acr^pulu» 

\ ein rauher, meist eckiger Stein. Doch ist die9e Bedeutung 
von Bcrupus, scrupulus nur durch die Grammatiker und 
die Analogie rerbiirgt; bei den Autoren selbst ist ßs ganz 

I in die tropische Bedeutung von Scrupel ^übergegangen« 

5» Saxum, rupes^ cauUa oder cotes sind als grosse 
I Steinmassen Ton Az/?^^ coür, «cri^zM unterschieden. Plin« 
i H. N. XXXVI > 22 s, SiUx piridis • • ubi inp$nitur, 
[ lapi$^ nan Bßxum sst. Saxum üt im grqssen, was 
I iopU im kleinen , eine Stein n|.a,s s e , gleichviel in wel- 
cher Form^ dagegen rupes und patraa sind steile, und 
; bohe Steinmassen y Felsen, und als solche beschwerlich ; 
(^autea und «co/qi^* sind rauhe und spitzige ^St/^iumass^n, 
I Klippen^ ^nd als solche gefährlich ; imd zwar die c^uUs 
kleiner und alienfalb auch unsichtbar im Wasser und 
tückisch, die scopuli aber emp^orragend und Ge£üur 



f 



JM 



Oibns. Bsot. Bdere* Ve^ci« 



tindlgöiK]. C«es« B. Ö« m, i5. Ui nm^s •• ab aestu dere^ 

>. , - • 

Uctae hihil 9asf4t ei oaüt49 timereni..- Lir. "KUSU, i8. 
Mispanorum cohore • • ac? coneursandum irUer taxa 
rup§4fu>$ dip^ior.' vlTiid.X^LXn, 4. Z7ri't «axo losc^ 
que ahaciBö rupibus imposita est , wo CSrovier die Ky- 
nologie rerkennend rupibus für eiadossem hielt. Virg. 
Atm. !X, 67^. yfn rupee, in eaxa • • /«rto räiem^ YlII, 
19; '/«m joir^üi» ^ajr^4 Miptfiuam Aase ,aepice,rupem* 
Appoliej. *M#t. V, p. 11^. Per eaxa eautium membris 
fdi^^fliUe atqUe dieeipatiBM, Und p. 100, Satsa öautes- 
gue* Cic. Tusc. IV, i4. :£!jr quibue quaniam tanquam 
ex ecrupoeU ooiibus enat^tganU oratio, JuTen« XIII; 
1246. Mdtie Aegaei rupetn stopuhsque -frequentea^ Curt. 
m, 1, 3. iPütu :. in eubjectam petram eadit .. Tror 
ditum est Ityfhphae ,.'in"iÜa rupe considere. 



190. 

Cibus. Esca. Edere. Vesci. Epuiae. 
^ , X)apes. Cönvivium. ^ 

t. AUmenta und penus sind Lebensmittel überhaupt, 

Speist und Trank , mid ' zwa» aümenia in allgemein^ 

1.1 
menschlicher Beziehung auf das BedilTfiiiss eines In-^ 

diyi'duunli, penua aber In '6konomi<s eher 'Beziehung" 

Auf das einer ganzen Familie, cibus und eeea aber 

stehn im Gegensatz von potio, Cic. Jl^n. I, ii« (?io<> 

^i potioHß fäihem süba^fue depelUmue. Und H^ 28* 

Contimptiesimize «#ca'#. ei potionee. 



I 



r ' ' 
fi. Gib» ut dieziAtuxIicbei €«ca die tqnrtliclie; 
zubereitete Speise. ^Ce'&u« ixt.eia NaJbrnng^inittej^ 
esea ein Gericht. Daher tb^deatejt eigentlich, ntir. cibug 
die Speise auch der Thiere, dagegen not ««co^ den Köd^r^ 
der gleichsam als ein Gericht bereitet und vorgesetzt wird» 
Man vergleiche Gic.,N..I). II; 47« uiniißaUa ^ibfjta^ parMm», 
derUibus capesaunt , ■ 9iit ,11 , ^3 > 1 • Jpü^ neQ\ e $ a^a Tta^ p oy 
tionibu^ i/^dciM/ur.. Flin#H« N« XVin,| jS^pSk J^un^inr 
ftUuii , • ut .0uptQr\ est UternfnOf ^Jar torrere^ qi/^jviißm * 
iostum ciha soMrius. , esset. ' « . : 

3. Eben ao / nnters^beiden sipk oihariß als . ^p^ aQge^ 
meinsten und gev^WJ^ofe^^eia Ewyaftren von^ ed^ä^^ , defl 
leckeren und aiis^sitiAten. VgjLyAfran. ap« Non« Cpnmer^ \ 
catia conquUUß edulih^uey mit X)s2* ^oaa 4lli«t^P,'.5& 
Amribus cibari^, P^^c^ looantUff^ o^ Soet Cal, 4p« 
Pro eduliis..* certurß statuniqm^ f^eigßba^'ff'i P^ Hih.^Aß-^ 
Conites •• nunquam salario f cibariia tanium sustentapit* 



i j 



4. Cibare bedeutet wie poscere füttern, abcir der 
pascens begnügt sich das Futter .herbdzaschaffen, .iü§ dei; 
Pfleger oder Herri der. cibans aber reidit es eigenhai)- ^ 
%i wie die Kiriderwär,terin. Vgl, Snet.Vesp. *8< 
Kineret .se plebeculßm pasoere, mit Tib« 72. DracQnem. 
^m.saa cibaturus», ' ^ i 



1 Iß 



5. Esca ist ohne-Vermiltelaa^ ,des Sapini aua dem 
^cof^ten edüif eQtstanden^ wie estur an» editur und nach 
^li* IV S. 294.. außcuäare von ium^» Ob aucb ^«^^pen 
durch: ein : dig^ininirl^s- ^f^er !za erklaren? Sch#erUdi?l 
Zo&a^jnt ist e( nur die lateinische F<nciti von fioawkftmß lide 
V.Th. N 



19* 



Gibiit^ Etfca; Edere. • ^Vearir; 



* 

paaei von nMou&at^ Dsm daa iuiliiiteiide /? im Lateixi oU 

n ei^chemt, ist unbestreitbar in ßoXofi^ak i^lo , ßmw vicia, 

fiist aadbi in /?o^, ßoomu Porare, ßhßa^ podere; womget 

in ßatm pmh^ statt Aimw iivvia nKher liegt 

s 

€* ^esc» ist der allgemeinste Ansdmpk lar ^en 
, Genus» d«r Lebensmittel: weldem ttnestheils ecUre uni 
biherey als Handlnngen der Menschen, anderntheils /^osci 
und poUtra, als Handlungen der Thimc« subordinirt sind, 
Cic« Tnsc. V, 32, 90» Laote, .caseoj came pescor^ ws 
«N. D. Uf 47. Wenn, pesci^ wie meistens^ auf das Essen 
bezöget^ Mrird, so kann man sich jede Art und Weise 
desselben denken, das Kau^i wie das Verschlingen j edere 
äher fmA eomedere ^ aufessen^ setzt die^ menschliche 
Sitte des Beissens und Kauens voraus. In pesci bildet der 
Zw^ck dQS Essens den Hanptbegriff^ die Ernährung^ 
in edere aber das Mittel desselben/ die Vervehruiig* 

7« Dape und epuUf sind ursprünglich Synonyma von 
eeca und cibue; als Flnralia dapts und ^puiae bilden sie 
«inen Collectivbegrifir, Schmaus^ ganif tty yvi^ aedäs , ei- 
'gentlich das Zimmer, in den des Hauses^ üt^ergeht* 
Cic Vatin. 12. Ita enimillud epulum estfunebre, üt mu- 
nu8 eit funerU ; epulae qiUdem ipsae, digmiaiis. -^ Epu^. 
lae durch edipulae zu erklaren, ist bedenklidi, äidls itegen 
der Seltenheit der Termination pulus, (yieHeicht nur ia, 
dUciptdua), theilö wegen der Kürz^ des '^ungeachtet der| 
Syncope» Ich meine , epulae sind g ek o c h t e Speisen, ge** 
nannt, von jenem Stamm tvio^ , von weflchem die Forma- 
üöneq e^^og, «ifH» und OTvtoo» samt tnfd$'ui^ Ofeii m^, 
erhalten haben. Ob' derselbe mit fiefit(>y^V0r^9«ndt'xst| wie 



t 



ifutilog x&it pampinus, bleibe dabingestelltt Dapea scheint 
einerlei Wort mit dalg^ welches scheinbar von 8abi§ abar 
nach Anleittmg des Lateinischen vielmehr samt deZnfOV von 
iini(o gebildet ist^ mit Aas£dl des n wie in Tfia^ trepidus 
Qnd vielleicht ottOf opino» ^ Comissari ist die lateinische • 
Form von Jfoifia^siy^ wie pafrissare von navQwiein , 

8. JBpulae ist der allgemeinste Begriff, die Mahl^ 
zeit, das Essen , fragA oder reichlich, enfamiüe oder mit 
Gästen I daüeim oder Öffentlich, convipium ist ein gesel- 
liges Mahl, ein Gastmahl, dapes ein religiöses, ^in 
Opfermahl, epulum ein feierliches, meist politisches, 
leinEhrenmalil oder Festmahl 9 commaiio ein schwelge- 
risches MaM, ein Gelage, 

9t Cic. Rep; II, 21« Cum ad eJ^laa regU adstsierei, 

\m gewöhnlichen königlibhen Tafel, oder Mar^n. 35, 

\l^> Lacedaemonii •• qid quotidianis epulia (von epuiae, 

^cht von epulum f da sich, weder epula noch epulorum ßn* 

det) in rqbdreMccumhuntp Aber Muren. 56. Cum epulum 

Q> Maximus . . • populo Romano daret, ein Festmahl. — r 

Ebenso Liy« XXXIX, 43» Inier pocula et epulaa, ubi . 

iibare düs dapea^ ubi bene precari mos esset; aber XLI, 

28. Cum pisceratione epuloque^ — * Eben so Sueton. Vit. 

i3. Epu^la» ... interdum quadrifariam äispertiebat ^ fnjen^ 

I iacith et prandia et coenas comissatiohes que, aber CaesJ 

|38. JJfecit epulum et i^iacerationem. — iTac. Ann. XVV 

S5. Liberales semper epuläs atruxisse^ aber Hist I, j€» 

(^rescena .^epulum plebi obtulerat* — Plin. H. N. XXXVI^ 

ißj 8. 56. Cum mercatoreä aparai per Ulm epulaa para^ . 

mt} aber XXXUI^ 10, s. 44. PytAiua BühynuB ; : Jürxia 

Na 



V 



V 



j'gß Cibaa« Esc«* *Edere. Vesci* etc. 

oopiä8f id äai aeptiea cerUän0 LXXXVIII miULa hominumf 
epulo excepii. 

10. *Ueber daps ab Opfer mahl yergleiche man: 
Liy. Andron« bei Prisdan. Quae haäc dapa eatpquis fe- 
stu8 dies?. Cato R. R» i5i. Dapem pro hubua. Und Liv. 
I, 7« Bope 8 a er um HercuUf adhibiiis ad ndnisterium da- 
pemque Patitiis et Pinariis, factum* Daniit stimmt Festus: 
Daps apud antiquos dicebcUur res^ipina etc. mid Serv. 
ad A^fxu III> 224. Dapes deorum sunt (d. li. den Göttern 
kn Ehren gehalten) ^ epulae hominum. Der gewöhnlichen 
Prosa ist daps firemd gewprden, Cicero gebraacht es gar 
nicht. 

11. Ueber conpipüim: Seuec Tranq. i p. !l44. Bip; 
Quid conpipia, quid epulas loquar ? Sen. ControT* IV. 
p. 377. Instituuptur dLi'^to iriprotnncia epulae^ et magni- 
fico appar<Uu exstruitur eonvipium* Liy« XL^ 9. Con^ 
ifipam me tibi committere aususnön sum; comissatorem 
te cum armatis penientem redpiam? Vgl. i3. i5. I> 57« 
Con^ipiis comissationihusquem Suet. Dom. 21. 
Co nPipabatur frequenter ac large , sed paene raptim ; 
eerte non ultra solis occasum ^ nee ut postea comissare* 
t^r; vgl. Vit. i3. Gic. GoeL i5. Conpipiaf comissa' 

tionesy cantus, symphoniae» 

I 
I I 

12. * Das silberne Zeitalter- gebraucht anch conpiclus ali 
Synonymtun von conpipium; aber in conpictua behauptet 
sich der allgemeinere BegrifiP des Zusammenseins uni 
Zusammengeniessens in beliebiger Zeit und Form , .während 
con^t^iim das bestimmtere Bild eines fonnlichen Gast« 
mahia bietet^ wodurch ein gemeinsames FrfihstUdk n. S. aus-« 



Mederi. Sanate. Medicina, Remedium. etc. 



^97 



geschlossen ist. So verstehe ich audiTac. CTerm. 14. Ncm 

I s 

epuiae et conuictua^ quanquam incompti , largt l<imtn 
lapparatusy falls cotif^ietus, wie i^h gern glauben möchte^ 
ficht ist, • * ' 



S 4 



191. 

Mederi. Sanare. Medicina. Hemediuixu 

/ 

Meditari. * Cogitare. Commentari, 

1. Aus Ovid. Met. ^XIV, 23. Nee medeare- mihi 

sanesgue haeo ^iäilnera mando , und aus Senec« Herc« 

F. 1261. 

Nemo poUuto queat 

uinimo mederi; morie sanandum est acelusl 
und ans der verschiedenen Construction beider Yerba möchte 
man schon schliessen^ dass sich mederi auf den Kranken/ 
^ sanare auf die Krankheit beziehe. So oft auch beide 
i Verba mit dem entgegengesetzten Objecte verbunden wer- 
den, so bleibt doch in mederi eine nähere Beziehung auf 
eine Persönlichkeit* Mederi ist die Handlung des 
Arztes, der mit m'enschlichpr Theilnahme, Klugheit und 
Kunst, heilt, sanare die Wirkung ßer Arznei^ welche auf 
mechanische Weise das Kranke wieder gesund macht« Me^ 
deri ist mit curare isinnverwandi;^ (nur mit dem Uilt^schied^ 
dass mederi den glücklichen Erfolg mit einscliliesst , ci^rare 
sich aber auf die Pflege und den guten Willen beschränken 
kann); sanare aber mit restituere. Cic. Tusc. III, 3, .5. Qid 
vero prohari polest f ut eibi mederi animue non possit, 
quum ipeam medieinam corporis animus inpenerit ;> juumque 
ad corporum sanationem muUum> ipsa corpora et natura 



'•k 



r. 



198 Meden, Sanare. Medicuia. lUmediiuB, 

ifaUani, neo onmea qui curari se paui sunt, continuo 
ßtiam oonpaleacant;. animi auUm qui 8e^anari,p<h 
luerirU proMceptiaque sapientium pflriiermi^ sine ttUa dubi* 
^ iatione sanenti^r? Und 6^ 'i3. Trßdantus nöa phHosophioi 
curandoi; et sanabimur. 

2. . Medicare ist nur als poefisclie Form Von' mederi 
yerschiedeny von Prosaisten fast nnr gebrandit, um in 
^ medicaius ein Partie« Passivi zu ge^anneu. Medeor existirt 
in iiiim and fn^doficM» am genauesten aber iajiedioir. Ge- 
wiss ist dieses fAijScai nur eine Nebenforip von fiiXiaf em^a^ 
hXa9aiff yAe aedere^ aedea Von SELO^ aoüum, aeliquaatrum; 
daher es ziemlich einerlei ist. ob man meditari aIs das Freri 
quentatiyum von mederi, oder, als die lateinische Form yoa 
ULaXatav bezeichne. 

3* Medicamen oder medicamentum heilst daa Arznei- 
mittel mit Hinsicht auf seine materielle jSubstanz , wie es 
vom Apotheker bereitet wird, m^^f^ci/^ mit Hinsicht 
• auf seine Heilkraft^ wie es vom Ar z»te verordnet wird, 
beide mit Beziehung ^uf eine Krankheit^ dagegen reme- 
dium ohne fühlbaren Tropus jedwede Abhälfe für ein 
vorhandenes Uebel. Cic. Caecil. ai, 70. Aut hoc reme- 
dium eat aegrotae ac prope deaperataa re(publicas\ • ^ 
nuUa tmquam medicina hia tot incommodia reperietur» 
Vgl. N. D. 11^ 55, i5!2« Medicamentorum aalutarium 
pleniaaimae terrae ^ mit Divin« Ü^ 5i^ laS. Quam a medico 
petere medieinam* ' 

4. Cip^Va^« bezeichnet die gew^hziliehe Thätigkeit 
dies Geistes, welcher nicht 8.ein kann, ohne zu denken oder 
sich mit etwas zu beschäftigen , meditari dagegen die ang^ 



> 



<-r. 



' Heditari. Cogitareb Cömxneiitan« ' 199 

stf eugiü GeistestMtigkeity welche ein bestimmtes Resolut 
) bezweckt« JJer ycogiiana denkt an etH^as, der mediimu 
. denkt lapf etvras* Als Gegensatz von cogiiare lasst sich 
\ agere oder facere denken \ von meditari aber patrar»^ oder 

perficer^. Gic. Gatil. I, ^ 23. ,Tu ut ullam fugam medir 

* • I ■ 

tire? tu tut ullum exiUum oogites,? Terent«. Heant. III, 
3, 46. Quid nunc /apere ci>git€8,/d, h« was gedenkst 
dazathon? aber Adelph. V; 6^ 8; Meditor esse affbibi^, 
Us, d« h. ich sinne darauf gefällig zn sein* Off. I, 4o, i45.> 
Ui ei qms quam causam sii acturus^ in itinere a^# ambula^ 
tionesecum ipse meditetur^ aut si quid aliud attentiue 
cogitet^ non reprehendatur. JBaxatiuanesciQ quid med i-- 
tan 9 Tutgarum et totus in Ulis, in 3at. I, 8, 2 hatte nicht 
gleichgültige Gedanken im Kopfe, sondern ein kleines Ge- 
dicht. In Cic. Tusc. III9.16. iV7Aü est quod t^m obtundat 
hetque aegritudinefn , quam perpetua in omni pita cögi" 
taiio, nihil esse quod €iccidere non possit^ qintm medi^ 
tatio conditionia humanaef ist eogitatio nicht Vielmehr 
alsldas Bewusstsein, dagfsgen mediiatio ein specala* 
tives Nachdenken. Rep. I; 22. Cum in suo quemque 
^e artificem nihil aUüd cogitare, meditari, curare 
videam. Famm. 11,5* JSa para, meditare, cogita, 
^uae esse in eo Piro debent, qui sit remp. in Peterem dignitor* 
^ni pindicaiufas ist ein Antiklimax: lass es dein Handeln^ 
dein Dichten nnd Trachten, nnd deine gewöhnli- 
chen Gedanken sein. Vgl* I^ 7. Vgl. Saeton.I^er. 18. 
^ Britannia deducere exerciCum cogitarit mit Cap. 35^ 
^dem mox eaepe fiustra strangulare meditätus* 

5. Cogitäre gilt für das FreqnentatiT von eogere, einer 
^btraction aas coigere (nichts wie noch die neuesten Letica 



• t . 



/' 



^ 



f 






30O, Medevi« Saiiare««Medkuia. *Ileinediiuii« etc. 

gegc^ alle Bildnngsgeftetate angeben^ $XkB .coagere) und eU 
Uä^ sich dnrcli die synonyme Phrasia animo oder besser 
noch eeown .agiiäre^ Ich glaube, man darf sich bei dieser 
Eridärmig beruhigen^ obschon- die Existenz des gothischen 
Yetbihag/an, denken, wähne n, die angenommene Com- 
position mit cum verdächtig machen kann.v Dafür wird man 
dieses hugfan gern in «oay oder xosf^y, d* h« wAf^ vielleickt 
anchi in m*c6hare wieder ed^ennen* j 

j < 

! 

6. Commeniari findb ich blos von Cicero als Synony- [ 
mnm von medittiri gebraucht. Phil, tn, i4, 36, ComuleB 
• • mukös menaes^ de popuU R. Uberttüe commenfati et nudi" 
taiL Orat I^ 27, ii3« Locoa muka commenia^tione ei 
meditatione paraioBm In /dieser Verbiadong bedeutet 
comut^n/ar»^ mehr extensiv, mit Müsse, Ruhe' und Grund« 
lichkeit^ mediiari mehr intensiv, mit Ernst, Anstrengung 
und Lebendigkeit über etvras nadbdenken. Famm. IV; 6, 
Ui ante commenienfur irUer nc9y qua ratione traducen.'* 
'dum Bit hoe iempus. 

s 7. Das Compositum exoögitare heisst wie ausdenken 
etwas verborgenes durch Nachdenken aus Licht fördenif 
sjfiionym mit repetire; dagegen comminisci wie ersinnen, 
einem nicht Existirenden den Schein der Wirklichkeit geben, 
synonym mit fingere. ' Reperire und fingere sihd als die 
Gattungsbegriffe unzusehn, indem sie auch rein 
materielle Dinge zu ihrem Object haben, können , ex- 
cogitare und comminisci aber auf das Reich der Gedanken 
beschrankt ist - Gc. Gat II, 4« Quid mali aut sceleris fingi 
autexcogUaripoiestf^quodittenonccfnoeperit? 



/ 



* t 

Creare« Gignere« Generare* ,201 



192. 

V 

Creare. Gignere, Generare. 

1. Creare unterscheidet sich, ab das Caosatiyum zu 
oriri, von gigner 0^ generar s und parere als den Cansativis 
za nasci^ gnascL > Nämlich creare heisst durch seine WQ* 
lens- und Schöpferkraft ein Ding aas dem Niciitä ins Dasein 
rufen, gignere etc. alter auf dem Wege der Zengong und 
Geburt ein Wesen ins Leben rufen. Cic. N. D. ü, 22. 
^710 censet artie maxime proprium esse, creare et gi^ 
^nere, jenes als eigentlicher Ausdruck^ dieses als 
tropischer. Off. I, 7> 22. Quae gignuntur in terris^ 
adusum hominiim omnia er eantur; jenes mit Beziehung 
«ofdie Matter Erde, dieses auf die schaffende 
Natur. 

2, Der Memorialvers : F'ir gene rat muUerque parit, 
ied gignit uterque hält die Frohe Hur im allgemeinen 
voA, nämlich mit der Modification , dass gignere als der 
allgemeine Aasdruck die Heryorbringung eines lebendi- 
gen Wesens durch Zeagung oder Gebart^ generare 
den männlichen Act der Zeugung, parere den weiblichen 
Act des G^härens bedeutet Cic. Univ. 11.' Ut oceanum 
Salaciamque Coeli eatu Terraeque concepiu* gener neos 
editoeque memoremus, Ithet. ad Herenn. IV, 4. uiiio 
tempore utantur ea factdtaie^ non tum cum parere ipei 
*i gignere et prof§rpe debent. Jedoch dachten sich die 
Lateiner generare schwerlich so als Gegensatz von parere^ 
wie wir erzeugen von gebären^ dafür kai^i leichter 
ierere angenommen werden. 



202 Medmst Modlcu 

3« A^cJb darneben ist gigners ein gewöhnlicher, 
gtnfrOM ein gewählter Ausdruck. Die Zengong ist mit 
gignere^As ein physischer und rein animalischer Act 
dargestellt^ welcher Zeugung, Empfangniss, Gebart voraus- 
setzt^ mit generare ais ein grossartiger, gottähnliclier 
Act| welcher nur Schöpferkraft voraussetzt; so dass gene- 
rare in die Mitte zwichen ,^creare und gignere zu stelm 
könunt^ Daher meistens hominea ei beUuae gignunt, natura 
et du gmerani. Man vergleiche Cic. N. D. III | 16. Her- 
ct^m Jupiter genuit, als mythologische. Notiz; mit 
Legg. I, 9« Dens Ttominem generapit^ als metaphy- 
sisches Axiom« Daher wird für geistige Productionen 
generare vorgezogen. Vgl. Suet. Vit. 2. Cujus filius . . 
equitem Ronumum gen^erit , mit Ner. 52. J^ersus .. 
plane quasi a <:ogitante atque generante exaratos. Qnintil 
I^ li i. Ad saepitiam feraeygignüntur, mit f, la^ i2« 
Cum puer • » genera,bit ipse aUquid et componet* 



193. 

Medius. Modicus« Mediocris. Medioximus» 

1« Medius ist rein lokal wie mittel, der absolute 
positivus von der mittlere , modicus "ist quantitativ mit 
Qezug auf Zahlimd Grösse ^ mediocris aber qualitativ 
mit Bezug auf den Werth. Modicae facuUates ist synonym 
mit mediocre ingenium,' Rhet. ad Herenn, IIJi ^9> Si unter 
den mnemomschen Regeln: Et ihßgnitudine modiea, [nicht 
praeter modum ampU, uöch nimis angusti^ ei mediocrss 






I ' 



Mediocris« Medioxiizins.' 



2o5 



Ixdcht nimia iüuatres noch. i^ehemenier obscuri'} loca» höhere 
oportet^ Colom. Uli 5. Mediocria et mpdice eiecue 

Um AuBserdetn aber steht modicus meistens mit Lob. im 

(^egensatz des Uebermasses^ wie massige mediocria aber 

' mit Tadel, im Gegensatz der Anszeichnung, Mfie mit* 

i telmässig. Das modicum ist dem Genug und relativezi 

Viel, das mediocre dem Wenige und Gering verwandt. 

I Zwar gebraucbt Cicero modicus und mediocris einmal als 

; Wecliselbegriflfe , Orat« Ö9, 101. Eloquens .1 magna grapi* 

ter et mediocria temperate potest dicere •./ Is igitur 

I eloquens f^iU idem illud iteremus) qtd \ l pote'rit parva 

j mmmisse , modipa te mp erate ^ magna grat^iter dicere^ 

aber desto bestimmter unterscheidet er Farad* Vit 2. Pe^ 

cimia mea est ad yulgi opinionem mediocris j ad meam 

niödica, ad tuyn nuUa, xmd Rep. IIj 3^i. Haud medio^ 

cris $fir fidt ^ qui modica libertaie populo data facilius 

tenidt aütoritatem principum,' ^ . ^ 

3. Als Substantiv von medius gebraucht Cicero medietae 
xmd meditullium ; jenes Univ. 7 mit dem Geständniss , dass 
es ein Neologismus $^ , dieses Top. 8 blos als grammatisches 
Beispiel I weil tullium eine bedeutungslose Termination s^. 
Desto geläufiger ist es dem Appulejus« An eine Compositiön^ . 
mit tellus kann ich nicht glauben ; es muss vcfrmittelt sein 
durch eine Deminutivformation von medius y ähnlich wie 
rapistellus , gravästellus von rapus, , Auch mediocris ist 
eine eigenihümliche Formation ohne eine Analogie; aber 
medioximus durften die Lexica so kecklieh als Superlativ von 
niediocris biszeichnen , wie proxime von prope» 

- f 

\ 



r * 



aoi 



Pömi». Ala. Plaauu Pkma. , 



' ; 194. 

Penna. Ala, Pluma* Pinna. Volucer. 

Alee, Avis. 

* ^ 1. Penna steht in der JVfitte zwischen ala\ der Flügel, 
und pluma, die Feder, imd nähert sich bald dem einen, 
bald dem andern Begriff; aber penna unterscheidet sich yon 
ala wie membrum von artus; penna weist auf die Fliigel- 
fe4ern, a/a auf das Flügelgelenk hin. Ein gerupfter Vogel 
hat noch atas^ nicht pennas. Colum* VlUt a. IngaHind" 
ceia^,, lacertosae simües brachüs alae» Plaut. Poen. lY, 
Uy 4ß. Meae alae pennas non habent. Denn ala ist, 
wie schon Gasaubonus sah, das Primitiyum ' von afcilla, 
Achsel; dies wird noch deutlicher, wenn man das Sef- 
vilische Cognomen Ahala eben so als ein Appellatiram wie 
Sura y und als die ursprüngliche Form von ala betrachtet, 
Vie VahaliB von Valis. Die prosodische Bezeichnung 
Ahdla ist willkührliche Annahme. 

' !2. Von pluma aber unterscheidet sich penna als die 
grössere härtere Flügelfeder von der kleiner^o 
weicheren Flaumfeder, welche den Leib des Vogels bedeckt 
Die plumae dienen dem Vogel zur Bekleidung, die penr 
nae zum Fliegen. Senec. Ep. ^2.Meminis££ , cum quen- 
dam affirmares esse in tua potestate , dixisse nie f^oktticum 
esse ac hp^m et te non pedem ejus ienere, sed penn am» 
MentUus eum; pluma tenebaiur; quam remisit et fugi^' 
Cic. N. D. U, 47, 121. uiiUmantes .. pluma alias f ^^ 
squamie i^idemus olductas : alias esse cornibui a r''^" 



\ ' 






l 



Volofier. Ales. Avia« ,^o5 

tas^ aUaa habere effagia pennarum* Colam. VJSLy ü, p 
Galiinae i^ siuti. rUbicuadae i^el fusoae plum^Bjugruque 
pennis. Und Cap. 4. Hu rsbus plwmam p^nnasqm 

emundant. 



3. Plunutj Flaani; sdieint eben so, Vfieflos, q^Xaio^ 
nnd (piXlov, zu dem ausgebreiteten Wortstamm qXia zu 
gehören. Denn Haarwuchs pnd Gefieder des Thiere^ wie 
die Blame des Bodens oder : die Bliithe und das Blatt d^s 
Baumes lassen sich unter dem allgemeinen Begriff des Ueber- 
I quellenden zusammenfassen. Dagegen Blume, goth. blomay 

t y 

gehört zu der sinnverwandten Wurzel ßXvcOf bullaref 

buUire. 

9 

' 4* Die ältere Form pesna für penria nabh Festns weist ' 
wieTTwjoy, Feder, slvS nixBod^ai hin, sonst würde pan^ 
dere als Stamm, (wovon dispennite bei Flautus jBjUltt dU'^ 
pendite, dispandtte), eben so nahe liegen. Unter den grie- 
cbischen Nominalbildungen ist synonymisch) TnCkov inlt ala^ 
niQov mit pluma und njiQV^ mit pennä 2x1 vergleichen. 
S. Herodot ü, 76. 



/ • 



1 • 

5« Pinna ist zwar nur eine Nebenform von pem^ 

wie pinniciÜUs von penicillita , aber bezeichnet toar äas ^ 

Crefieder im Gegensatz des K i e l«s , während perina den 

Kiel mit in sich begreift. , Man vergleiche Sueton, A. 33* 

^t ... hiajUi pinna in oa iudereiur ad exoneranäum sto-* 

Bochum; nnd Plin. N. H. XXVIII, 6, i5^ Sternum^nta 

pinna ( nämL ^ excitata ) grapedinem emendant } denn jener 

Kitzel wird nicht mit dem Kiel hervorgebraolit. Dieselben 

Schriftsteller neanen pehnatäs fbrmicasy nicht pinnataSf 

Ner. 46. Plin. H. N. XI, 3o. a. 36. Der letztere will XVI, 



906 



PaoiuL A^ Plnnuu Piima. 



f 

V 55 y 66. ,Mortem\acc€lerani pinna 4»ddUa oaiamU\ oimo 
Zweifel mclit eine ganze Feder verstanden wisseni die bin« 
tenin das Rohr gesteckt worden , sondern eine Befiederung. 
des Rohres'^selbst; Aebnlicli sind die foUa pinnata abie^ 
*ti$ und fräxini ^XYI, lo, 19 und i3> 24 zu verstelin: 
tota "SBries foliorum pectinaiim dlsposiiix, wie Hardoin 

^treffend bemerkt. Aus demselben Grund heissen auch die 
Flossfedcm immer pinnae^ F i n q e n , weil ihre Form dem 
Gefieder wie dän Kamm ähnlich ist, niemals pennae, als 
würden sie ihres Gebrauchs wegen mit den Fliegfedem 
parallelisirt. Einen Flederwisch nennt Colum. IX, i4 
pinna 8 aquüae , nicht pennas. Einzelne dagegen zeu- 
gende Stellen unterliegen noch einer genaueren diploma- 
tischen Kritik. 



» 
6« Quintil. I, 4, la nimmt noch ein Homonymum an: 

Nee nUretur, cur fi<U„ . a pinna (Ambr. i hat a pinnOf 

besser I weil sonst gewiss acies statt acutum folgen würde) 

{jjuod €8i acutum) securis utrinque Habens aciem h ip e n" 

»nie; ne illorum sequatur errorem^ qui quia ßpennis duahits 

hoc' eäee nomen existinumt^ penjias at^ium dici i^olu^nU 

Spaldifag hat pennaa gegen ,die Autorität der sämmtlichen 

Mss. in pinnas geändert und legt dem Qnintilian eive ganz 

unrichtige Ansich^ unter ^ wählend dieser nichts anderes 

sagen will als dies: „bipennis stammt von pinnus, d.,h. 

äcutuB; vret aber nicht weiss, dassy. wie hier geschehn isty 

der Vocal p bisweilen in e übergeht, der kann sich voß 

dem irrigen Gedanken nicht los machen ^ dass das Yfoii 

penna in hipennia enthalten - und die bipennis mit pernio 

avium verglichen sei" Spajdings Missverstand {pinnas, jw- 

tarn sibif^riter in Ungua pocem, praeter' omnem usum fl^*' 



r 

Volocer. iÄle«.- Avis« ' 

hta aBsigfümi) beralit auf dem brdmmp äoB» p^mat Üb 
Sphjecty äf^um «la Tbeil des Frädicates zu fassen sei. 

» * 

7« Quintilian seUosA auf pinnus, acutum wohl blc» 

r 

ans pinnOf d, h-Mauerspitze, wie Finne, d« lu Bergspitze^ 
mit fein verwandt. Aber seiner Vermnthimg köiteit zu 
Hülfe Sie Yergleicliang der Namen ^permiitus und Pem^iHus 
(ähnliche Appellativa wie Jälpes^ d. h* ahxpf, ndvQa^ bei 

HesjrcL,^ woyon ^Xfßatog) und der Ven^andten spina, 

/ ' 

\ . 

8. Volucr^ heisst alles Gefliigel/ die geflügelten 
Insecten imit eingeschlossen , aues und alitea aber sind nur 
^eVögel^-m zwar bezeichnet auis als aUgemeiner natnrfai« 
8tomcherA:asdnick jeden Vogel, ale^nket als gewählter 
Ausdruck in der Sprache der Dichter und der Andorn einen 
grösseren Vogel| besonders den Adler, und als terminna 
technicus in der Auguralsprache jene Vögel, deren Flug, 
im Gegensatz von ^<Dm«5, der^n Gesang odqr Geschrei 
beobachtet und gedeutet wurde* Ovid. Art. Am* HE, 4io. 
Jörn in mulins deuolat nies ape^. Hor* C. IV, 4, 2. Qiut" 
^m miruBirum fiilfninis aliiemj cui rex deorum regnum 
in apea vagaa permisit. Virg. Aen. XII, 24/. F'olana 
^rd fulpmJopis'ales in äet9ira Litoreas agitahät ap^a* 
Cic. N. D. IT, 64, ' 1 6o. Apea quaadam f et alitea ^t oaei^ ' 
^^1 ut noatri- jäugurea appeUahi^ r^tUm augutandarum 
fioma etaa naiaa pittamua. Vgl. Diyin. I, 53. Fanim. VI, 6; 

g. In poluc-er ist der Stamm fliegen, atga^ßcgdriß 
ahd. fliagan^ leichter wieder zu erkeönen als in d^em abge- 
»tömpften polare. Auch Vogel, goüiifugla^ aäiä^ ß>gal, 
^ woJiI'UQr eine Ableitung, in welcher das radiGale•^dfirch 



\ 



Sp8 ..^V^Bitis«.; JLiniefoui.* 

dfe, NSUte des.deinimifiiEexi i rer&ängt: nwdj^ist; iAe in 
i'icnayXot, in gn^jos^Aoft tqo fplifUf (pki^atva, in Qhumtla 
neben Obulculaj und in Zettel, woriaich nicbt schedula^ 
toöd^tf ein Deminatiy Yoü ÜlTog xn ^tkeluafen glaube. 

demt fmäianiem appeihnt hei^eatas p. 276 Lind, die rich- 
tige Lesirt ist, 80 möchte ich pokgrqi^ um den Eintritt des 
Gdttoralen zu erklären., lieber von t^ölüoer. fdy mit Eestas 
VKm ifMtf ableiten; • -dn wachem Fall ^waai> fwfiHar$ eine, 
, peminutivform für i^ulcUlare, nnd ifolßgra oder fucillam 
apis ein Synonyomn» von ahsopp. moen aein-.wÄde, Von 
o^^ £nda ich% im Gonechisch^W keine sichre' Spar; ef 
miissta demi ai^M in olet^vicyriß ^oc. a^otvocinv^os, wh 
wnfi^ enthalten seift: so wie oviB m^tradbieni Demiinntii^ 
OPitta {agnua retentis por^i^ beit'Fesstas) in ii'ig^i . 



. r • » 



195. 

, I 

• Vestis. Amibtus. Cultüs. Habitus. 

1» Festis. f/eatimentum nnt^rschieidet sich zunächst 
die Eleidnngy welche d^n Körper onmittelbai^ bedecls^t^ der 
. Nothdurit und des Anst^ndes wegei|, . yop ßnHCt{i8^\ amicur 
tum, weldhe als Ueberwnrf die Unterlileidung bedecfet, der 
lyäfme oder dea Sbhmucl;:es wegen. TibulJ. I| g, j3. 

Fruatra jam veatea^ fruatra' mutantvr amiciua» 
Sü. ItäLyn,447, 

JPt^puraoa aliua i^ß^tia religabat atnict ua. 
Vro P0ati8 als Genitiy ^ , o^^i^ als; Accnsativ, zu fassen W» 
Tac. G. 17. JFammae, aaepiua^ iineia-ajf^iatibua ^fekaUufi 



«. 



Cultns. HabitBo. ^ 109 



\ • 



partemque petiitu^ 9up$riorie £n'marUea§ non exten^ 
dunt» Catt, V». 1 1 58« Dein prima quaeqm amiöula 
exuuni •»•ad uitimwH ima corporum pelamentn profieiünL 

^« Featitus und amietua unterscheiden d^ von Pestis, 
pesiSmenium und amictilum wie die Klei dang Tom ein» 
seinen Kleid oder Kleidangsstück; jene sclilie««! 
die Art und Weite in eich, wie di^se gebranchti angelegt^ 
getragen werden. Festia aber cdbst ist bft ein jCk>lIectivam 
von peiiimentum. Festem mutare beisst T fa n e r kl e i d er 
anl^^en^ dagegen peatimenia mutare nichts als sich um- 
kleiden; vgl. Intt* ad Snet Tib. 56. 

5« jimicire ist sichtbar ans amh/icere. Davon weiter 
gebildet ist das Compositam redimire^ mit dem Umliiut wie; 
inimicua, und hinten abgestumpft. Der Kraft des re gemäss 
müssen He redimita rings, umgeben sein, so dass der An« 
fang mit dem Ende zusammenläuft, äie ^amicta brauchen 
nur Von einer oder einigen Seiten bedeckt zu sein. 
Die redimiia ferner sind blos von einer schmalen Fläche 
umgeben, von einem Streife, Kranze, Bande ^ die amicta 
aber von einer breiten Fläche/ idaher redimiculwn ein 
^ATk^diy amietua aber einen Mantel bedeutet. 

- 4. Vestia ist wie ia&'^q (oder h&iq bei Hesych.) und* 
goth. woatjaj Weste, eine Participialformatfon von dem 
gothischm wasjan , bekleiden, wovon das sjnonjrme 
veluin eine Deminutivform ist^ aus pealum entstanden wie 
qualua ama.quaaillua. In dem Verl^ale ieta* ifSvfiata und 
loxfi* }inoXfi* KvnghOi bei Hesy^chius ist der Stamm' Reicht zu 
I erkennen, der in IVrvfi» durch Assimilation wie in pemuh 

V. Th.' • O 



» 



alt £48na vexAankelt ist CiceroA Verbindung (Orai 45; 
1^3) von pexillum ui^ ifeUun mnss freilich nach dieser 
Anleitung von Pßlum aufgegeben werden^ aber was hindert« 
ifexillufn eben so wie f^exare von pegere ^ bewegeui 
schwingen/ schwenken, ebznleiten? 



5. Cullu& m der Bedeutung von Anzug glaubt man 
durch den Mittelbeg^iffder Sorgfalt von coUre ableiten 
zu kjönnen. Ich halte es für ein Homonymun^ gebildet aas' 
dem SimplejK von occuhre^ welches mit hüllen , goth. 
huljan, eben so« iibereuistimmt wie celare mit hehl eii, 
goth« heljaiu Juven. III, 94. Doridanuäo cultam pal- 
liolo» Von demselben Stamm ist cucullua die Kappe 
gebildet mit seinen Nebenformen cuculUum , cueullio und 
cucuiium, Dies^ letzte Form hei Trebell. FolL Claud. 17. 
Cnculid PiUoaa duoy in welcher sich das / yocalisch assi- 
milirt hat, gi^t zugleich eine schlagende ^Analogie, aucli 

^cutufn von culere ( wie. das synonyme clupeus von clepo, 

» ' 

naUmoi } abzuleiten und mit Schild zu identificiren. 

' «. 

' v" • , ■ -• 

, 6. Cultas und hahitus sind . weitere Begriffe als Pestis 
,nnd amctus^ und begreifen Schmuck und Waffen und 
ähnliches in^sich, was nicht zu den ELleidem gerechnet wird. 
Daher die Verbindung Corn. Nep. Paus. 3. Cultum pe- 
• titum^ue muUtpit^ Dat 5. HonUneifv optima peste texit, 
Qrnäiipique etiam iorgue armiflisqu^ aureia ceteroque regio 
culfu^ Vellej* P» I, 2. Codrjis deposUa peste regia pß- 
aioralenh cultum inäuit, welche Stelle schon allein vor 
:der auf irrige Etymologie gegründeten Annahme warnen 
^nn, dass cullus ^ne vornehme Kleidung bedeute« Auch 
würde Taütns dann schwerlich culius lugubris verbinden, 



:/ 



• Caltas« Habitus^ 31 1 

% ' ■ . ■ ■ 

Ann. Xin, 32. Cic. Verr. IV, 3. Duo signa . . pirginaU 
hahitu atqu$ ifeaßiiu^ . Tac« H* 11^ 5» Vespasianua • • 
veste Ihi bituqum Pix a gregario . miliie discrepans, V^* 
Gronoy. ad Liv. XXIX^ 1.7^ li. Praeter hahitum peatüum" ' 
^eetsonum. XXVIIT, la, 27. XXX, 3 3\ XXXVII, 54. 
Saeton. Octav. 4o. Calig. 52. F'eatitu calceatuque oaa^* 
ieroque habitu, 

7. Der Unterschied von hahitus und cuUm erhellt 
deutlich aus Sneton. Caes. 44* ^^cam ea quae ad formam 
it hahitum et cultum et morea .. pertineant. Zu. h^ 
liius zählt er das Aeussere überhaupt , die Reinlichkeit^ V 
die Art, das Haar zu tragen , za cullua aber blos die Klei- 
dung und was dazu gehört. Liv. XXIII, 34- Funicua 
'^^ultus habt tue que süspectoa fecit legatoa Hdnnibalia, 



Q, Als Anhang noch einige etymologische Andentungen 
über die Namen einzelner Kleidungsstücke« Palla, pallium 
^d pahtdantentum sind einerlei Stammes mit p^is, anoXag, 
! ^oYon ninlag eine reduplicirte Form ist. Im Nibelungen*- 
'Üed heisst Pfeile eih gewirktes Zeug zu Gewändern. 
' Paenula^ 9ra»yoAi}^ und qMivoXTjg *) ist samt pannus , F ah- 
ne, ndt nilvas ver wandt wie la^nOy ^(laXva mit Icnay wel- 
clies nicht zunächst mit Xilvag einerlei ist, sondern mit 
^priy wie aranea mit agapiri. .Dieser Stamm erscheint 



*) Wenn Pollnx qfmviSXfji schon bei lUiinthon las^ so kann es 
kein ans dem Lateinischen totfehntes Wort sein. Ueberdie 
besondere Upbereinstimmnng des sioilisdi^n-^neohisch mit de^ 
Latein vgU Miiller Etrusk. S. 14. Dass ^aipoXt^^ mit ya*- 
f9lls avmg bd Sappho nor homonym war, springt in die 
Angeh. 

O 2 



1 



* 

V 



♦% 



2ia 



Merere« Mereri. . Digmun esse» 



nnferstiimiiielt in lacema^ worin das niedersaclLsuche Slig- 
ger, d.h. Schleier , wieder za erkennen ist« Supparum 
MSxi.Mpcü'iumy Nebenformen, Vie sospe» voAMspes, enthält 
das griechisdhe qiaQoq. Toga ist wie 4ugurium ein Nomen 
von tegere\ einerlei mit ahd. duah und schwab. Stauclie) 
d.h. Scbleier oder Schürze *zd demselben Stamm iego, cu^w 
ist auch sagum aäytj natürlicher zu ziehn, als za aä^m; 
dehn der Ausfall des t wird vermittelt durch die Analogie 
Yon aegestrum^^ die lateinische Form von ft'^ifaßXQOv ^ und 
von sonusy arowcgj tonitru; vgl. S> 118. Aijda$ ist lodix and 
L A z » ^^}^o$ ist R o cik. 



\ 



196. 

Merere. Mereri* Dignum esse. Dlgnatio. 

Auctoritas. 

1. Mierere ist gewjShnlich transitiv, wie verdienen, 
und wird. mit einem Aceusativ oder einem! Finalsatz 
verbundei^, mereri dagegen intransitiv , wie sich ver- 
dient machen, und wird mit einem Adverhiam ver- 
bunden. Vgl. Cacs. B. G. VI, 5. JEx 00 guo-d meruerat, 
mit B. C in, 55. Quem Caesar^ ut erat de ae meritus 
et de rep. donatum • . . pronuntiapit. Oder B. G. YOf 34 nrit 
Fr.i aus Cic. Att.IX,5. Ita de me mererie. — CicOrat. 
'I, 5i, 25u. Respondit se jner\4ies0 ut maximiahonori' 
hua deeoraretur, oder Rose. Com. 15, 44. Ftucium^ quem 
meruerunt, reiriluam Jtoit Cat. 11, :a, 4. Si Mum ut 
erat meritua, motte mulctaaaemf oder III, 2, 5. Z^*« 



; Dignstio, Auctoritas. &i3 

imnibuä pro so mihi af? mep-eör^ relaiuros gratio^a 
esse. Und Snet. Cft(. 4o.. Quantum quaeque uno cohm 
cubitu mereretj mit Aug. 56. Nunquam filios suos pa-- 
pulo commendeu^ii ui non ad/icer§t : si merebuntur. 

2. Dflgegen merere ohne Accusativ^ wobei bekanntlich 
ttipendia 'Bis Object zu denken ist, bedeutet dienen, p.nd 
mereri mit einem Object bedeutet sich etwas verdie- 
nen, d. h. erwerben, oder sich zuziehn, ohne dass die 
Würdigkeit hervorgehoben wird, und uuterscheide^sich von 
merere dann ähnlich wie derVerdienst von : du s Ve r- 

i dienst. Doch gilt diese Unterscheidung nur im allgemeinen 
nnd hauptsächlich von der ciceronischen Zeit, denn.b^son- 

I dersim silbernen Zeitalter istinerere nur nochd^r technische. 
Ansdmdc für den Kriegsdienst; beiQainctilian, dem jungem 
Plinius n. Tacitus lautet die Gonjugation mereor^ mtrui, mereri. 

3. Merere f mereri setzt eine Thatigkeit und Zu^ 
rechnimgsfälii^eit voraus^ dignum esse aber blos eine- 
Eigenschaft. Beide Ausdrücke unterscheiden sich wie 
^Un und consuepisse nach S. 73. Dignua ist das'Adjectiv 
von deoerey nach dem Lautgesetz der lateinischen- Sprache, 
welche kein cn als Inlaut duldet, und eb<en so Signum von 
«ßywi sagen, segnis von sequi ensad^ai, lignum von IriruSf 
^gnum, larignum von salices, larices^ und culigna, cygnun, 
dagnades von xyXixei, KvxfOQ , dtixvoi formirt* Detere 
selbst aber ist einerlei Sinn mit Ätxij , wie das Jiomeri^che 
^ ^iv,'^ iailv anschaulich macht Auch setzt dixanxog eine 
AdJGctiyforin dtxßfog voraus. Dignatio ist die Anerken- 
^^g Aer digniias ; jene steht dem Äonor, diese der ifirtus 
öaher. Die dignitas aelbst aber wirkt auf das Gefühl, 
indem 8te Achtung und Ehrfurcht einflösst , die aucioriias 



y 



ai4 Janaa. Ostiuxn: Fo^es. Valvae. 

aber zngleieh auf den Willen^ indem siö znr Nachachtung, 
Naphahmnn^, Folgsamkeit aufTordert. Cic« 'Rep. II, 19. 
JDemaratum et Iionore et auctoriiate et fortunis facile civi- 
tatis sua^ principem. Tusc. I, 16, 38«' Caecil. 20, 64. 
^ucioritas et cUgnitas Pisonis f*alebat plurimum. Quintil. 
XI,. 3, 153* In senatu conservanda auctoritas, apud 
popukim dignitaSi in pripcUis modus. Tac. G« 11. Sua- 
diendi auctoriiate magis quam jubendi potestatSn SvLeton» 
Cl. 30/ 



f • 



197. . 

Janua. Ostiüm. Fores. Valvae. 

, 1« Janüa und o^/m/n bezeichnen dicThär als die Oef f- 
nnngy durch w^ekhe man aus- und eingeht, fores und 
valpae aber als die T h ÜT f 1 ü g e 1 , Welche . diese Oeffnung 
zu . schliessen bestimmt sind. Terent. Heaut. II, 3, 3^* 
Dromo, pülsat fores: . . haec ühi aperuit ostium 
Cic. Verr. I, 26^ 66. XJtjaiiuam clauderent et ipsi ad fores 
asshteirent imperat, Tac. Ann. I, 59. Coneursu ad j a^ 
nuam facto moliuntur fores, Appul. Met. IV, p. 82. 
Tores januae repändit, Plaut. Most^ V, 1, 5. Ostium 
quod in angiportu est horti^ patefeci fores , nach Krüger 
lieber die\ Attraction p.'£i2i. 

&• Ostium ist der allgemeine Ausdruck fiir jede 
Thür öder thürähnliche Oefihungi janua ist speciell die 
IJausthür. Flaut. Fers. V, k 6. Hie volo ante^ ostium 

et /anuam megs participes betie accipere* Tac. Ann 

' ■" • - •■ ^ . 1 



. ! 



I 



'Jaiiu4 Ostitim. Fores.' Valvae; ai5 

XI Vi g. jinicetuä , . Te/racta janua ohpios sentorumz. 
accipity donec ad ft r es eu bleu li' f^enirei, \V'enn Cicero 
Grat. II, 68^ 2j6 mit ab ostiö und ajanua ^uaerenii wech-^ 
seit, so will er sie nicht als „vor der Stubenthür — vor der 
Haustlpiiir^^ nutersoheiden. Sowohl Nasica als Ennius erkun* 
digen sich gleich Äi ach, ihrem Einfxitt. in die Hausthurj also 
beide von der Ha u&flar aus | nach äjtm Hausherrn, 

3i JPöri»9 sind die Tbarflügel an gewohnlichen Thüren, 
valuae an Prachtgebauden^ besonders' an-T^mpelthüren. Die 
fores können einfache Thüren sein, dagegen die i^alpae im-^ 
merFlog^lthüren sind. Isid. Origg. XV, /• Fvtea'etyalpae, 
claustra- sunf , sei fores ditnintur quas forasy valvae' qua» 
miui reyohfuniur et.duplLces complic^biiesque simU Sed ge-^ 
ner aliler usus vocabula ista *4)orrumpU. ffalt^ae'' ist währi» 

1 scheinlich einerlei mit Welle (im mechanischen Sinn}, da& 

; Nomen von polt^ere^ bachstäbhch wölben. 

4. Die Homonymie der Wörter Janus, d. h. Dianua 
uud/anz^^, janüa von ire hat BUttmann überzeugend nach- 
gewiesen: MythoL Th. II. S. 72. 78. Ostium ist schwer- 
lich V021 ps za trennen, welches, oft sogcp: in die gleich« 
Bedeutung eintritt, aber freilich >ich dann^zu ostium verhält, 
wie der tropische zu dem eigentlicheji Ausdruck, 
z.B. Qc; Verr* V, ra.. /» ipso ore atque aditu portuSm 
Aber 0^ selbst lasst sich entweder als diö lateinische Form 
von OTp betrachten, od^ als ein Nomett von Xata, jfatW, 
Welche letatero Vermuthung durdb die Vergleichung von 
oscifar«, einem Frequentativ von kiscere^ ^maxskVf uhtei^ 
stutzt wird; denn auch die Aspiration ist dem Wort nicht 
fr«»d • Gh CJyr. Eostiumy oioj^ov. Und Gl. Isid. HosUtor^ 






r 

ai6 ^ Lq^idos. Feativds« Facetas. 



^ßonitor, portitor. Im Deutochen scheint Oehse^ .Oehr 
bucbstäblich zanachst mit or, dem Sinn nach mehr mit 
Qsiium identisch.' 

5. F(xreB gilt als die* lateinische Fövm Ton dvgai^ nnd 
T hür , nicht nnwahrst^einliob nach der Analogie von 
fera ^Wy f^il^B Sl^la^y Jormua^ ^sgpLog, fof^a SrtmjHn 
tag)og, follis 5i;AaS> lauter Fälle , wo die Lateiner die ihnen 
abgehende dentde A^iration. durch die labiale ersetzen. AI- 
lein vom Standponktl der. Woftforsehang aus gehört Jores 
samt foram^n als Nomen zk foreu^^ wie das sinnverwandte 
poria zu per und ndfur^nMoaP, wovon forare selbst nur 
eine Formation ist,* wie rogare von h^f^i». JüMe Aspiri^on 
in fQrüre ist, wie m fer%for nv^g in fornue nogvfft eine 
Wirkung des nahen r ^ derea Gesetze neoh nic&t fainiänglfcii 
' ennittelt sind. 



198. 

Lepidtis* Festivus. Fäcetue. Saled. Dicjacitas. 

Cavillatro. 

I«. Wenn es keine Anmassang ist ^ die alten J^ezeicli- 
aungen des Wittes unabhängig von GieeroVund Quintilitf>< 
Theorie zu rangiren und zu bestimmen , so bezeichnet l^poSf 
faeetiae xxoA fesüpüas den härm lasen Witz, welcher 
als Humor nur dem Ernst] entgegensteht und das^ Attribut 
eines w.ofalwollenden Gemüths ist; und zwar' bp^9 
den leicl^teaten Witz, isß Gegensatz des schw^i^tlli^° 



' / ' Sales. Dipacitas. Cavillatio. ai7 ' 

i Ernstes 9 sinnverwandt mit i^endres, i^enustus; ferner feBti-- 
I ifUaSt den heiteren Witz^ im Gegi&nsatz dds finsternEm- 
, stes, sinnverwandt mit hümanitas xxnä. urbanitas; endlich 
facetiae,, ien luitigen.Witz, im Gegensatz des reellen 
i Ernstes y -des Evnstmeinens, sinnverwandt mit jocus.'^ • Da-. 
I gegen scdea^ cUoacüas und omdUatio besEeichnen den- stren- 
gen Wits, welcher als Lange ein Zeichen eines scharfen 
Verstandes ist y nnd zwar ist sales ^virhältnissmässig die 
liarmloseste Art desselben , in welcher mit das Piquante, 
im (iegenaBts des. Fadenr und Trivialen, .vorherrscht, 
wenn es nur eine Pointe hat,, gleichviel ,. ob dadurch Sachen 
oder Personen wohlthätig oder schmerzlich berührt werden ; 
dkacUas dagegen ist der safjrische Witz , welcher auf 
Kosten Aiiderer geübt wird, doch so, dass. der Sdierz Haupt- 
zweck,, der Spott Nebensache bleibt;. capülatm.Gaä^h der 
sp 1 1 eu d e ' VYitz , bei welchem die Kränkung des Andern - 
Hauptzweck^ der Scherz nur Mittel und unwesentlich^ , 
I Form ist Cic. Grat 2^,- 90« JJemas^enes non tarn dicax 
fmt quant facstus. Estni^m iüud acrioris ingenii^ hoc 
ma/oria artU^ wie Qnintil. VI,3,iii. Coel. 28. In conuir 
VÜ9 faceii et dicaoes. Cic. Orat; I, 67. €umi muUa 
coÜigeres . . no7> modo acute, aed etiam ridicuh atque fa^ 
CBte» Rep. II, 1. Qrapitate mixtus lepos* 

■9 
ft. Lepidusy lepos, gehört mit Xentog, Xanagogj wahr- 
scheinlich auch XeXog , Uuis ( nicht laevis ) , zu linsvfty 
schleifen, ahd. s/f/it7>, so wie das sinnverwandte politus 
Anf feilen hinwdst Ob facetus näher mit facere oder 
mtfacundus, qManBify oder mitfasginum^ ßäaualvu¥f zu- 
sammenhängt, weiss ich mcht. Das deutsche^ Eaxen^ 
Fachaen, für Possen, schont exst entlehnt Aber ob die 



j2iS ' Colmirs. Cakmos« Spica. Axiata. 

's. 

i^ersus Fesceimini und Fatfcbing tüit facetu^^g9x nichts 
gemdn haben? ' ' ^ 

* ' 3« Möglich, dassj^s/if'itf einerlei mit äerrttoff Ist; wie 

O. Müller Dor. Th. XI. S. 5i3 yernmthet. Aber da die 

I 

älteste Bedeutung eine weit allgemeinere ist; gut nn4 vor- 
trefflich, z. 3. opeta feativa bei Flaut. Mil« 11, 6, loß^ 
so liegt die Verwandtschaft mit bas (wovon bester) nocli | 
näher, wovon /l^f/iVu« -eben so gebildet ist, wie primüivwij ' 
naiiuuBy fugitiuu9 ; im Griechischen vmA dasn^e^re^eS; 
^fxwxog diesem Stamm entif»rechen« 

4., Ca^illari stellt sieh als ein Deminntxv des Verbal- 
stanümes hauen dar^ welcher dem griechischen > xonT»y 
zu Grande liegt und in cafare eine Nebenform hat. Wie 
nahe sich die Begriffe hauen und spotten, liegen,^ zeigl . 
die doppelte Bedeutung des ajnonjmen sugj^illaife und das 
Verhältnisse von -rnntuv selbst zm. üxciniav*' . Das n ciit-* 
spricht hier eben so einem y> wie in SKEUJl, öxon&f, 
eM^er&, Di4:ax erklärt sich zucht zunächst durch dk&r^ 
sondern durch dicia causa. 



199. 

Culmus. Calamus. Spica. Arlsta. Acus. Palea. 

Aruncjo, Canna. 

!• Cälmu3 ist etymologisch nichts anderes^ als die 
Sj^cope von calamus, wie culmen von cfdumen; beide 
Formen haben als Ableitung^i von delsuSy exceUere ^ 
Emporragende zum Grundbegriff, uifd bezeichnen ge- 



k 

^ 



Acn8, Falea. Arundo. Cannä« 



^»9 



meinsam den Halm, aber in cidrniis d^nkt man wiegen des 
; Anldangs Ton culmen Vor/zngsweise an die äussere Cesfalt 

f * \ N 

der schlanken Höhe, bei calamus an das innere' Wesen 
der röhr artigen ]Eohlheit. Culmus ist i^rdp^, buch-* 
. fitäblich Stange, Stengel; calamus ist xaXa(iOg oder 9ta^ 
Unri, Halm, wovon Schalmei. 

2. Culmus' und stipula bezeichnen gemeinsam den 
Halm des Getraides , im Gegensatz der Aehre , aber öülmüs 
insofern er die Aehre trägt, wie der Körper das. Haupt, 
j als integrir'ender Theil des Ganzen^ stipula ^ insofern er im 
Vergleich mit jder Aehre der werthlose und unnütze 
Theil des Ganzen ist, als Stop |)el und Stroh'j von 
stramentum , als dem allgemeinen Begriff, unterschieden, 
wie das Stroh von der Streu« 

^ Spica ist die volle, a/*i6>/a die stächlijchte 
Aehre. Spica bezeichnet die Frucht diss G^triaiaehalmes^ 
olme Rücksicht auf ihre Gestalt, atista aber die S^it^e 
oder den obersten Theil des Haldes, ohne Rüdksicht *attf 
seinen Inhält, und bisweilen blos die SUcheln. Dahet kann 
dem Grashalm, dessen eigentlicher Name fe^tuca is^ 
Wohl arwfa beigelegt werden, aber nicht spica. , In dem 
diesen Begriffen entsprechenden adriq oder äy^e^S erkenne 
ichdas Wort öfifor, slt edor. 



\ ' 



4* Plin. H. N. XVni, j; Calamus aUior frummio 
quam hordeol Plin. H. N. XVIII, 7. Frumenta . . fasti^ 
ianturin stipulam , . at milium et panicumin culmum 
S^niculatum, Quintil. I, 3, 5. Inutatae spicas Tierhulae 
inaruhus aristis ante messem, flapescunt. Virg. G. I, tti. 



23Q 



Ciümas. CalAmiu. Spica. Ariala. 



Ne grcLpidia , procumbat culmus ariai'is. Plin. H. N. 
XXyil, 19,63. Holcm aristaa habet in cacumine, tenui 
eulmo, Virg* 6. I5 3ai. Ci^lmumquß leuem stipulas- 
quB pfolantea. Varrö L. L. VI, 6. In corporfpili utarista 
in apica Jiordei^ horrmU Und R. IL L 48. In segetihu^ 
frumenttmif in quo cul-mua ^xtulit spie am; ea quae 
muiilaUt non äst , in kordeo et triticq tria habet Qontinentia ; 
grarfum^ glumam^ artet, am et etiam primitus spiea cum 
oritur, paginam, Cic. Sen. i5, 5i. ' 

.5. Spipa oder spicus, spicum:, in der Lingua rustica 
epeeäf ist einerlei Wort mit Speiche nnd verwandt mit 
Spitze. Das niederdeutsche Spier bei Adelangi welches 
die Spitze dnes Gziashalmes bedeutet, würde mit einer Neu- 
tralform spicus, spicoris eben iBo übereinstimmen, wie Zier 
und mehr .ziiit decus^ imä magie, . Spica ' sümt epiculum, 
spira etc. halte ich für verwandt not pungere, pugioy um so 
liiehr;^ da:in in dem germanischen Oialect der Endradical 
ein ^ ist I . wie. im schwed. spik > die Spitz e. IqI Griechi- 
schen gehört nach Bnttm* Lexil. I. S» 17 das Nadelholz, 
mimi^ za diesem Wortstamm, ein Wort, weld^es in seiner 
gewöhnlichen Bedeutung als Fichte durch ptnzM ersetzt 
wir4, in seinifer tropischen aber als Schreib tafeln, wie 
Eur. Iph. -A.'59, dem IsX. pugillarea entspriefat. 

6« Stipula möchte ich gern als da»^^ Deminutiv von 
etirps fiissen, suche ähet vergeblich nach einer Analogie, wo 
das r vor 77 wirklich ausfällt 3 denn in etipea, falls dies 
ala Nebenform von siir^5 gelten darf,, und in vipera von 
iqaiOj permie^ ist ßjis r Vocalisch ersetzt durch das ge- 
minirte i. 



^ 



Acas. Falea»^. Anmdo. Ganna« 



221 



7. /^cus xmd palea^ untersclieidet Flin.H. N. XVIIIi lo. 
Acu8 vocatur cum per ae pisiiur spica, iantum €Uiti/icum 
ad usus; ai visro in area teritt^ cum stipula paiea* £iiie ^ 
andere Bestimmung giebt Cat fi. R« an' die Hand : palaas c 
trUiceas at cordaacaaa , acua fahaginum. Das Wabre ist 
vrohly dass acz«f der allgemeine Begxiff für alle aosge- 
scliälten y leichten Hülsen ist , palaa sicH lediglich wie 
Spreu auf die Getra idehülsen beschränkt, ^czm ist 
aivQoVj eine andere Formation von ax^ffl 9 Agen oder 
Acheln, gothisch ahana. Falea ist buchstäblich naXfj - 
oder nali^. ' - '- , 

8. Calamus' ist nach obiger Bestimmung , $« i , ein 
Synpnjrmum yon artmdo und canna. Hier muss pakunua, 
als der a 11g emei he BegrifiP gelten für jedes Rohr, wäh- 
rend arundo ein längeres und stäuck^eres^ cänna fiin 
kleineres und dünneres Rohr bedeutet. Colum.VI]^ 
9, 7* Radieulaa degeneris arund in ia , quam vulgua c a n- 
nam vocat. Und IV| 32. Ea est arundineti aanectus^ cum*. 
Üa denaatum est^ ut gracilis et cßnn<ze aimiUa arundo 
prodaat. ^Oyid. Met. VIII, 33;. Longa parvaa aub arun^ 
iine cannae^ . \ 

V 

. • ^ . / , 

g. üeb^r denNamen der Binsen, Jüncua und acirpua 
oder slrpzsa, beschränke ich mich auf die £t3rmolpgie* Beide 
Worter mögen von dem Standpunkt der Wortforschung 
^it/ungere und airpara, d. h. alligarey zusammenhangen, 
^^vimen mit piere^ und Bast mit binden: yon dem der 
Sprachvergkichung identisire ich darneben /««»ctt* — nicht; 
^t (sioXvog, sondern — mit iova^^- wie im Griechischen 
^Ibst h^oq und iaim neben io^ und 9ai^ bestand« Seir^ 



t 



/ 



I 

I 

ft22 Pingai^« Opinius« Obesua. 

p\M ist mit Schilf^ die Nebejoform ürpu» vokX. dem dani« 
sehen Silf identisch. Warum das / im lateinischen Dialect 
weidien musste , erhellt ans dem . S. 1. entwickelten Laut« 
gesetZ; welches eben so das griechische a/A(p^ durch die Um- 
armung iu ürpe dem lateinischen Ohr accommodirte* 



' . 200. 

Pinguis. Opimus. Obesus. Adeps. Lardum. 

1. Pinguia bezeichnet das Fett von seiner gleich- 
gültigen oder von seiner schlimmen Seite als den 
unempfindlichsten^ kraftlosesten Bestandtheil des Körpers, 
daher trag; opimus dagegen von seiner guten Seile als 
Zeichen der .Fülle und yVoLlgenährtheit , daher reichlich 
. Gell, N. A. X Vn, 1 0. Pindaruß nimis opima pi ngu i- 
que*facundia esse existimahaiur ^ wo ninUs blos zu opima 
zu beziehu ist Auch^ Cic* Orat. 8. fi5. A&ciperunt aptum 
suis auribus opimuni quoddam et ^tanquam ad i pale 
(nach Orelli statt adipatäe) dictionis genus will mit dem 
ersten Beiwort dieUeberladung, mit dem zweiten deren 
Folge, das Schleppende, tadeln; bei o/^/ttiz^/ti wird das 
Fleisch (die Worte) im Gegensatz des Geistes (der Ge- 
danken) gedacht, bei adipale der Speck. (nichtssagende 
Worte), im Gegensatz des derben Fleisch es, (kräftige, 
inhaltsreiche Worte) gedacht. Golum. L pr^ef. Potesi nee 
Hibtilissima nee rursuß ut ajunt pingui Minerpa res 
Qgrestis adnUniutrari bezeichnet wirkliche Geistlosig- 
keit^ dag^gex^ Hör. Sat Tly ul, a mit abnormis sapiens 



Adeps.^ Lärdam. 



223 



crasiaque, Minerva einen loatüi^icaen , derben , h a,if ^ ^ 
backnen MeiiscbcnYeralaii,d$ denn in beiden Slctl*^ 
len ist Minerpa, so weit es nämljch der Geist der alten 
Sprachen gestattet ^^ als Appellativum zu fassen , als Neben« / 
form von mena^ wie luerpea von hm, und nicbt personelli 
wie in dem sinnverwandten inpüa Minerua. f 



2. Aebnlich bezeichnet ohesuk die Feistigkeit mit 
Bezug anf die damit verbundene Schwerfällig keit^ 
corpulentus aber mit Bezug auf die Stattlichkeit. Festiis : 
Corpulentis Ennius pro magnis • dixit» . Nos corpulentum 
dicimus corporis obeai hominem. Geis* Med« 1^3, 3o* 
JUi gracileSf alii obesi sunt. Und^^a. Corpus aiUem 
habilissimum quadratum ^st y quod neque gräcils neque 
ohesum^ Colum. VI^ 2* f. Corporatura musculis A>busta^ 
non adipibus obesa* Suet. Dom« i8. Domiiianus de^ 

' formis • • obesitate pentris et crurum gracilitute. Flin. 

; H. N« XI^ 53* Somno concoquere corpulentiae quam 
firmitati utiiius, Colum. VI> 3* Niiidum et hilare et 
corpulentum pecus, 

Z» Pinguis ist mit piger so nahe verwandt, wie nw»- 
^z> mit nix, Juven. XII, 12. Pinguior Hispulla tra^ 
heretur taurus et ipsa mote piger. Aber piger selbst ist 
buchstäblich einerlei mit Tia-^iq und feig. Zu dieser Wort- 
familie gehört ferner 7?ecfM*, welches mit ütffiog (yon ^^aa*, 
wie %fi&ri ) gewiss nichts gemein bat., wogegen ^'70^9$ mit 
pectoris eben so gut identisch sein kann, wie papiUoy pam^ 
pinus mt^nloko^y o/iTTfi^Off. Der Gk*undbegriff ist sodann 
der Brust kern^ der fleischigste and fetteste Theil^des 
äuerischen Körpers ^ ähnlich wie spectile oder spetile^ und 



üüi Finguis. Opimiis. Obesns .etc. 

fjT^y einen ^dter unten liegeadeo, gleichftlls fetten Theil, 
besronders des Schweins, bedeatete. Vielleicht ist äacfa 
pexuSf dicht, eher sn diesem Stamui, ^s wie Th. IV 
&' 439 gescheim, zapangere su «ielin, obschon beide Wnr- 
sein verlKTMidt sind, wie 'die Synonymie yon nr^ogXnnog 
und na%vg, von nifüg nnd ^ap^ri anschaulich maofat In 
' nlciiv quiescirt das ^^ wie in (tvaltog von fiviog, während es in 
fAiaivp) von Ofi^}^c0, p^taxog , ohne Ersatz ausfiel« Das verbale 
niwftog von ntaadilvak (wohl ^u unterscheiden von nlaatoq 
oder*7Tlf€9T0$)i ^ersch^nt im deutschen feist; dageg^i fett^ 
ags. faeif stimmt entweder zu iptpttog oder zu pastus» 

^4. Obesus als Participiam eines obsoleten obedere zu 
behandeln, hat yrelen Schein; nur d^f man es nicht als 
ausgemachte Thatsacbe ansehn. Denn vergleicht man das 
synonyme bassua und spissus , so erscheint zwischen beiden 
obesua 9[b eine Neben.- und Mittelform , in welcher das ur- 
sprünglich^ anlautende s nicht wie in bassua weggeworfen; 
sondern vocalisch durch o ersetzt ist, ähnlich wie atigaiivog 
zwischen ardQeuvog und ieQBpivog steht. Bassus selbst aber 
i^, obschon durch keine Schriftstelle verbürgt, ein unbe- 
zweifelbares Wort. Cyrill. Baasus , S/ptXog ( sehr* fy)[dog 
oder ^iXog^- geil, d. h. fett), naxvg* Gl. Isid. Bassus, 
pingiUs^ obesus, GL Labb» Bassus j crassus^ pinguis. 
Das Wort scheint eben so wie ßtiaöa und ßaaemv von ßa&ig 
gebildet, welches oft genug die Fülle und Dicke be* 
deutet. 

5. Das Fett obne Rücksieht auf die Quantität tfnd sein 
Verhältnbs ia dem Fleisch etc. heisst im ^Ugeaeinen adeps, 
mit aXmpm Xinmg verwandt, und in besonders featerG^tilt 
iardiant mit Xm^og verwandt 






Moos« lugum. 22S 

20/. 

. Moxis* Jügum. 

1« In allen Fällen bezeichnet monii den Berg mit Hin- 
sicht auf die Höhen dimension , jugiftn auf die Breiten - 
oder Längen dimension. Aber Jugum selbst scheidet sich 
wieder in zwei Bedeutungen ; bald bedeutet es die oberste^ 
Wölbung des Berges , welche, je nachdem sie mehr flach 
oder mehr spitzig ist, noch bestimmter entweder dorsum 
oder cacumen heisst^ als Gegensatz Yon radices moniis; bald 
aber auch die Ausläufer eines BergeSi und besonders die Hö- 
'. Len, durch welche yerschiedeite Berge zu einemJGrebirge oder 
. Höhenzng Terbanden werden, im Gegensatz von mons selbst.' 

a. In der ersten Bedeutung steht Jugum Caes. B. 6« 
1,21, St^mmum Jugum montis adscendere juheU Tac« 
G. 1. Summo ^bnobae jugo, Virg, Ecl. V, 76« Dum 
juga montis aper^ ftuuios dumpiscis amabit. VgL Ovid* 
Met. IL, 172. Liv. XXII, 18. Sub Jugo montis proe- 
Uumfuif^ lu der zweiten Bedeutung Tac. Agr. lo* Jugis 
aique montibus inseri» Ovid« Met. IV, 657« 
^ Mo n s f actus jitias ; / u^g a sunt» humer ique manusque; 
I Quod, Caput an%s fuit , summo est in mqnie cacumen^ 
i Liy, iJ^LI. iB, IQ. PefiUus adper^us Baiist ae et Leti Ju" 

fßumy quod eos montes perpetuo dorso conjwigit, castra^ 

'1 .1 

hobuit» Tac. G, 43. Scindit Sueuiam continuum ißontiu'm 

\ jugum^ .AucbrhiiUdie Conjectur in Caes. B. Civ. III, 97. 
J^ompejaifii • • . reiiotQ monte uniyersis^Jugis (statt des 
sinnlosen Juris) ejus Larissam i^ersus se recipere coeperunt 
«inen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit; vgl. I, 70. 
V.Th. P 



► J 



336 GraTidns. .Fraegdant. Foetiu. 

Sa' Jugum tfaeÜt alle Bedentimgen von Joch| gotb. 
/£«i&. Mona ist eine Nominalform von "MENO (wovon mi- 
naH'f emporragen« Virg. Aen« I^ 1 66 und eminere), wie 
^Promontorium von frommere* , Von demselben Stamm ^ der 
von den Homonymen Stammen mens^ meminisse und ftsVo, 
mcmeo wohl zu' scheiden ist , leite ich mensa ab» >o 4*^ 
mensa zu mon^ in ähnlicher Begriflsyerwandtschaft stellt, 
wie ara zu dpm homerischen ^^tor, der Erdhügel^ wel- 
chen bmden Wörtern ai(^g a^i zu Grunde liegt. Unser 
Bergi goth« hairg f w.eist buchstäblich au£farcire, dem 
Sinn nach noch, mehr auf qp^^a»^ bergen, hin, und das 
Nomen selbst ist vielleicht^in den furcia oAerJurculis Cau- 
dinla zu erkennen. 



202. 

Gravidus. Pracfgna'ns. Foetus. Fordüs. - 
' Incieiis. 

1. Eine Unterscheidung, wie sie das Neuhochdeutsche 

tischen schwanger (vo|i Menschen) und träehtig (vod 

, Thiereti) darbietet, ist auf die verzeiebneten lateinischen 

Synonyma nicht anwendbar. Sie kommen s'ämmt}iefa als 

Prädicate von Thieren vor, nur mit dem Unterschied , dass 

grapidus vorzugsweise von Menschen, praegnane von 

Menscken und Thieren, foetus, fordue^ inciene nur 

von*Thieren gefunden wird, mai zwar foeius von 

allen Thieren, ineten^ besonders von^ Kleinvieh and 

meistens von Schweinen, f ordne bloa von Kühen. Vgl. 

Bentley zu Horat« Od. Öl, 27, 5. 



I 

^ 



' • ' 



I ; 

\ 

>. • ' ■ _ 

j9» DaB8 praegnana genie hooh&chvrfLnger, ^^ 
Entbindung nahei bezeicUne, geht am keiner miriie- 
kannten Stelle nnd nicht einmal aus den Zeugnissen der 
Grammatiker hervor. Und wenn es der Fall wirklich 
wäre, so würde sich. die ernsthafte Stelle bei Cic. Clüelit* 
1 2, 33« Magius uxorem euam interrogauit | esaetne praä-» 
gnans, oder Plin.^ £p« Viliy lo. Dum ae praegnantem 
esse pueUariter ryescii^ kaum ohne Lachen lesen lassen* 
Mit mehr Recht liesse sich dies von gravidus behaupten^ 
tlieils wegen des unwillkührlich mit diesem Wort verbun- 
denen Begriffes der Schwerfälligkeit, theils wegen der 
Verbindiuig Cic. Cluent* U^ 3t. Cum esnst grapidhAykria 
et jam appropinqitare partus videretur ^ und Vcrr. I, 
18, 4 d. Lutonafh grapidam et Jam ad parienaum pic i- 
I nam.' Suetoii'. Claud« 1« JLiviä quum jiuguato gravi da 
nupsiesHy inita mensem tertium pBperü^ Ausserdem aber 
v^heint praegnan9^ etwa wie guter Hoffnung, ein feinerer 
Ausdruck zu sein, als die physische und medidnische fie- 
Zeichnung graviüus , s c h w a n g er. Cic* Att* T> 10. " 'Quod 
soror praegnana eat, wo Tor Oi^elli praegnaa stand, was 
Schiits Ind. Cic. gegen alle Wahrscheinlichkeit als die äl«. 
tere Form angiebt; denn wennPlautus praegnas gebrancbf^ 
80 thuter das nicht als älterer Schriftsteller, sondern als 
Kopiiker* 

5* Orapidus ist sicher eine Formation ron, graptsy 
ohne je die aUgemeine Bedeutung von volLoder schwer 
zuhaben, wie die Lexica angeben mit Verweisuilg* auf 
Flaut* Truc. I, 2, 3; denn der Gegensatz Neu qui mc^^ae 
attulerit steriles introj adnos grayidas exportet foras 
zeigt deutlich, dass der Begriff der Schwangerschaft so 

P 2 



aaS Graridiu« Prftögnaiis, Foetas, Fordus eto. 

weit^lg in dieser' Verbi^Sang untergebn sollte, ak in ^er 
schwängern Wolke* ' •. • . 

4. Foiftus'ht das Participium von q}Vm, fuiss^, mit 
demselben Umlaut^ wie in pQena, moenia^ coenum^ von oder 
neben puni^e , munire ^ cunire « und hat meistens Ferfect- 
bedeutang; daher V^rro R. R. H, lo 'foeia fät puerpera 
ji gebraucht; und da durcK jede Geburf die Präsumtion der 
s/eri/i/cis gehoben ist, so heisBt/heius auch fruchtbar, aber 
aU die blose Fähigkeit, etwas und einmal zu gebären, 
midiin verschieden von foecundus, welches die Fähigkeit und 
Neigung viel und oft zu gebären, involvirt. Und end- 
lieh hatjbetus auch Präsensbedeatung, wodurch es zu, einem 
Synonymum von ^rawW«« wird. 

5« Fordus mit seiner dialektischen Nebenform hordas 
ist ein Adjectiv Yonfsro, wie ifOf^dg* Ond. Fast. IV, 63 1. 

Fq rda fere ns Boa est, foecundaque iicta ferenda. 
Värro R.R.II, ^. p. i8i Sip. Quae steriUs est vacta^ iaura 
appeUaiur) quae praegnans^ hör da. Dasselbe' Wort 
hat die deutsche Sprache erhalten.. in deni schwäbischen Ad- 
jectiv braut, d. h. ausser der Ehe geschwängert; vergl 
Sdbmid Schw. Wörfeb. 

6. Jnciens ist nicht, wie Festus meint, propinqua par-^ 
iui^ quod incitatus ait fetus ejuBy sondern bekannthch 
nur die lateinische Aussprache von SYXvoaVf wie incitega von 
IffV^tl^ri* Freilich £näet sich ein Verbum l^^xvo) nicht, son- 
dern nur eyHvog, i^xifionv und xvto, xviwf aber dies diönt nur 
' cum Beweis, dtLSs inciens nicht ein erst aus Griechenland 
enüehntes Fremdwort war. 



v/ 



Ptftere« üogare« Posloltre. Potcer« etc. 393 



[ 



203. 

Petere. Rogare. Postular^, Poscere. Orare. 
Pifecari. Obsecrare. Obtestari. 

1. In petere sehe ich .gegenwärtig zwei homonyme 
Verba; erstens in der Beedatung gehen ist es die Gmnd^** 
form Tcn Traf ^o» (wie umgekehrt fieVoi von maneo) y evident 
in derUebereinstimmang von tuxvo^ und compitwn, und viel*- 
leicht einerlei Wort mit TT^ucr^a» 9 flieg eni zweitens in 
der Bedeutung verlängern ist c;s die Grundform TIE&Si, 
no&imy MvoYon postiäare als Deminntivum zu betrachten ist« 
Die durch das Fartieipium vermittelte Termination •* tulus, 
- tulare ist nicht selten • "oni vor diesem / musste das 9 in a 
übergehn^ wie^in idita^ Apii^cj , und besonders^ in al&Wf 
aesiu&, aestuare^ vielleicht auch ivLnaSoQoq^ castufi. 

^f Als Synonjmum ist petere und rogare der allge- 
meinste Ausdruck fiir Jedes Verlangen y gleichviel, ob auf 
dem "We^Q der Bitte oder derTorderung gestellt , und steht 
auf diese Weise in der Mitte zwischen />p6C«rc und orare elc* 
doch etwas näher der Bitte. Pseudo-QuintiL Decl. Äöfe. p» 
i4o Bip. Non exigo tarnen ut facias quod Jubee; peto 
ut facias quod rogauerim* Cic, Fam. II, 6. Ne id quod 
peiat ex ig er e magis quam rogare . • yideatur^ Vgl* 
IX, 8. Daher die Verbindung von precario rogare oder 
petere, von Zumpt in Sehutz genommen zu Cic. Verr. V, 
23. p* 875, 

5m In Vei^leich mit petere bezieht sich togäre ;nnmilT 
telbar auf di« PerspOi Welche um einen Dienst «iig»g»»gen 



i5o Tei&te. Rogare« Postokre. Poscere* 



'( 



Tf^Jrdy petere aber auf den, Gegenstand , nm welcben ge- 

* beten wird. Cic. irgendwo im Verr. Isis petit n rege et 
eum pluribue verbie rogat^ lUl cLd ee mittat. Plane 10,2 5. 
Neque enim ego sie rogabam\ ut petere piäerer, quia 
familiaris easei meus, FliiLIX» 5o^ "/G* Qui • • i/i proximum 
€mnum consulatum pßtere» i^el potius rogqres^U 
per municipia coloniasque GaUiaey in qua nos tum cum coiu 
0ulatu8 petebat,ur, non rogabatur, petere coneulatum 
eolebamua^ cum GalUcia et lucerna cucurristi* 

4. Postmlare und exigere bezeicbnen eine einfache 
' Forderung ohne steigernden Nebenbegriff> als mhige Willens- 
Susserung, aber bei /7o«m/ar0 tritt mehr der Wunsch und 
Wille des} Fordernden, bei exigere die rechtlicheVer- 
bindlichkeit des Angeforderten hervor ; poscere an4 fl^" 
gltare bezeichnen ein,© nachdrückliche Forderung, aber 

, der poscens fordert nur mit Entschied^nheit^im Gefühl 
seines Rechts oder seiner Macht, der flagitana aber mit 
Leidenschaft und Ungestüm, in Folge seines ungeduldigen 
WunvheSt Curt. IV, 1, 8. Dariüe poatulabat magie quam 
petebatfUt... matrem sibi ac conjugem ac liberos restilui'- 
ret» Terent V, 1, 54, jibs te petere et poscere. Cic. Verr. 

. TU, 34, 78» Jncipiunt poetularey poscere^ minari 
Und IV, fio, 44. X^emo . • inventua est • , tarn audax^ qul 
pöaceret, nemo tarn impuden^^ qui postularet ut pspr- 
deret. Ljr. II, 45i Poacunt pugnam, poatula^ni lU 
Signum detur, Tac. H. 11, ^9. Otkone per lileraa flagi" 
tante ut maturareht, miliübus ut imperaior pugnae adesset 

• poacentibus; plerique copias trana Padum ^ageniea acciri 
postulabant^ Gic* Veri*. Vf ft8, 7 u Nemo erat qiifin re- 
i///iU)s .« »DU. deviderarei^ $oium, atfl iUam poscere t ^ 






I 



*' . Öirarr« Pjrecari. Obsecrare. Obtettari« dSji 

• « ■ * ■■ 

flagitareU Plane* 19, 4& Poscerß^oique }stkun flagUare 
crimen, CSc. Quint« 3. '^ameUi causa posiulat, tarnen quia 
poeiuiai, nan fl^agithij praeteribo. Und 'Litgg* 1,5. 
Foetulatur atefamoUu Pti fl ag itaiur poima kistoria* 
Orat. III ^ 5. f^enimns adtnonitum iey ncn fla^gitß-» 
tum, ' Famm« IX, 8« Admonitorea' nah nvnia i^erecundos^ 
qm metuo ne te forte fiagitent^ ego at$iem moHdavi ut r o^ 
garenU Ebenda«. XV, i6* Longiores Uieraa^ exapadabo 
pel potiue exiganu Säet Aug* 4a« Populo promUsum 
quidem coiigiarium tepoecßnth ^onae aefidei eaae^respon-^ 
da; non promiäaum autem flagii.anti iurpUudinem ei ' 
impudeniiäm eäic$o exptobravit. Gaes. B« Civ* I, 87. Pe:ra^ 
jua aique Afraniua quwn atipendium ah legianibue paene' 
shdiiion4 facta flagitaren4ur^ cu^ua iUi dum rumr' 
dum penisae dicerent, Caeaar ut cognoaeerat poaiulä^ 
tum eai. 

S* Dasa poaeere kein Denderatirum iat^ gebt aus der , 
Perfectform jDoposoi bervor. Die Glosse des Festus: JVocä* 
dieebant prapoacit führt auf die Vermuthimgy dass poacare 
üt po^'oere stehe ^ wie Faliacuä für Fatericua , compeacere^ 
nir campercere (wie Ja Ffaiatas mit beiden .ImperatiFea 
iur noii selbst wechselt, Po^i. ]^ a, 1S7 und Bacch. IH» 3, 
^9«) und durch dieselbe Metathe^is, wie porrigtre^ pfdkme 
etc. VgL Th. II S. 53. Mnss dann auch gleibh die nahe^ 
liegende identitUt von poacera und foraohen, altbochd, 
forskon, aufgegeben werden j so gehören doch beide Formen 
Sa dem gleichen Stamm' pracarl,'^ f r a g e n ; denn forschen 
**t eine Intensiyform von fragen, wie naschen ^^ lau- 
schen, bauschon» wascfhen. von nagen, lugen., 
^^^gen, a wagen*- « ' 



aS^ . Petere. Rogare. Foslolare* Poscere etc. 

. 6, 'Flagitar» gehört sichtbar als Freqneutativam zu 
flagrare.^nni fpXdynv. Vgl« Th* II S. i43. Es vqrhält sick 
^ zu ßagrare nicht anders j als die Aensserung. eines hefti- 
gen Begehrem darch Worte zu dem inner'n Zkistand des- 
selben« Aber die Lange des a bleibt eine Anomalie. 

r 1 

I 
% • " ^ 

-7. Rogare uitd orare bezeichnen gemeinsam eine, ein- 
fache Bitte/ als ruhige Aeussernng eines r Wunsches^ aber 
der rogans f iililt sich dem rogatua gegenüber al pari^ und 
bittet nur um eine Gefälligkeit, der orans erkennt seine 
SuperioHt^t an, und bittet um eine Wohlthat. Beide 
verhalten sich .etwa wie ersuchen oder ansprechen, 
zu bitten« Cic. Att XVI, 16. Jgitur, mi Planee, ro'go 
teatque eiiam oro, Famm. XIII^ €€• 

8. Qhsec^are i^nd olte&tari bezisichtten gemeinsam eine 
leidenschaftlich^ Bitte, durch grosse Noth TeraQlasst; 
der obsecrans beschw^ä^rt bei den gelneiusamen sacri§ , der 
cht^tans aber bei den Göttern^ bei dem Z$vg tniatog , die er 
zu Zeugen seiner Noth «nriift. Der obsecrans bittet uor 
dringend um etwas , der öbtesiäns ist in g r o s s e r I*^ o ^^ 
und der Verzweiflung nah?. Ob^eoro ist durch häu- 
fige^ Gebrauch, namentlich als Parenlhesis, . seines, religiösen 

Characters verlustig gegangen, obtestor aber, ohne^ schon 

dam \ Rhythmus nach ^gewichtiger und nacbdrucksVo^er, 

'blieb für wirkliche feierliche Beschwörunjg^n -aufgespart» 

i Fseuclocic p. Hed. ad Quir. i6« Pro mea i^oa ^uie non 

'rogavil solum f^erum eiiam ■• o fe se cr^viu Gic« . Verr« 

II, 17, Cum 0U(n orarai atquB obs^craref, Vglt Att Ar 

^* Plane. 43 f. GoeLSa, 78. Oto obtaHorgue pos. Vgl* 

J\fil, 38 £ Lir. XXX, lai Tercnt. Ad. IH, 4, !l6. 



^ 



Ramör« Fama. Existimalio etc. 



233 



g» Precari nni süppUeftre {buchstäblich fragen und 
-flehen), bezeichnen gemeinsam eine Bitte an die Götter 
oder im Menschen , die man .eben, als Schntzgeistar zu be- 
trachten und zu bebandeln Yeranlasst ut, aber der precana 
ist wie der Beteiflle Indern ruhigen Zustand^ in wel- ^ 
chem er nur die H^nde zum Himmel aufhebt, der supplU 
; cans^ wie der Flehende in einem leidenschaftli- 
chen Zustand, in welchem er sich auf die Knie öder zu 

y - 

\ Boden wirftt und die Hände ringt Ferner wird preeari 
sls ein Transitirum mit dem Accusativ der Person 
oder der Sache, supplioare aber als ein Neutrum nur mit 
dem Dativ der Person vetjbunden. Cic. Parad. V, 5, 4t). 
Nociu f^enirB domunt ad i^um, preeari, deniqus aup'» 
plicar€0 ^ \ * V 



204. , 

V 

Rumor. Fama« Existimatio. Laus. Honor* 

Gloria... 

1. Rumor ist wie Gerücht, die unklare^, dunklet 
oft heimliche I fama aber wie Sa g^ die offene und laute 
Fortpflanzung einer Nachricht, die rumorei, sind mehr 6e- 
genatand der Neugier, und gehen mit der Generation, in 
der sie entstanden sind, zu Grunde, die fama Ast Gegen- 
stand der Wiss'begier und geht als bleibendes Bfgenthum 
auf die Nachwelt über. Der rumor erhält nur durch die 
Neuheit, die fama aber durch die Wichtigkeit des 
Gegenstandes ihr Interesse. Als den Gegensatz Ton rumor 
denkt man sich die zuverlässige Nachricht, als die 



> / 



I 

st3i Roraor. ^anui. CSxistimstio, 

TOB fama «l>er die A u t o p s i^, * Gato- ap. Fest. A ii m o •• 
r rifi , fama m flo^t non faoit. , Caes. B. &• Vi, fio« ^i 
jriff« derep* afinü^U rumore ac famd aceeperit^ Li7. 
3tXII| 39* Resistes adi^rntt famam ru^oreaque ho- 
minum^ bI satis firme steiensj, CSc. Mai^ 9, 2i5. (Jalamüas 
fan/a fuiif ui eam ad eatres £,ucuUi non exproiUo nunciuß 
fed ex Sermone rumor \Mfferret. 

' d., iZamor ist V das Snb^tantir von reiAiaiv, welches 
sieb als Gompositam in Adruma$fity rumor em feeU eipe com» 

• w • - , 

^murmuraius est^ und als Freqaentativ in Rumiiani^ runrige^ 
rantur$ NaePius: Simul aliwtaliunde MumitärU infer $esef 
bddes>bei Festus, erhalten hat. Dazu Vett. 6lo9S. Adrumo^ 
corrumOf 9>i]|ci/^a» ^)« Es ist das deutsche rahmen, afad. 
giruamenj exzäblen, so wie auch Rniim ehemals das 
Gerücht bedeutete« Im Griechischen scheint dieser Stamm . 
'verloren (denn QVfuti gehört za ^Ofißog, ginia)^ Wogegen 
sich von der reichen Wörterfamilie fama, qpij^f}« fori, <favaif 
im Deutschen kei^e Sjpur mehr zeigt, ausser bethen (fat»- 
^stv}, bieten, goth. &/aVa« und Bothe, iparig. 

3i In snbjectiver Beziehung als Besitz oder Eigen- 
schaft eine3 Menschen bat fama einen engern Kreis > und 
bezeichnet YPie exisHmaiio nur zunächst als pocabuk&n me^ 
i&'u/n den Huf, den guten oder bösen Leumund eines Men- 
ilbhen, und in gutem ^inn die unterste Stufe der Ehre, auf 
welche atich die Mittelmässigk^it Anspruch mächein^mass; 
wobei /a/na die äussere Anerkennung der Makel los ig' 



/' 



*) Was nooli verglichen wird , rumai^ efißgoj/iat£(st ^ rumerif tu- 
itiinare gehdrt 2u eineni homonymen Stamm. ;, 



, / 



Laos. Honor. Olorur^ 



a55 



keit dorcA Wort und Nadbrede^ ^aUmäüo aber zu^kicli 
die innere Anerkeunnog durch Gedanke and Urtfaeii in 
sich sc^liesst« Cic« Qoint iSy .5o* HujuSt omnis fam.a el 
exisiimatio cum bonU »mul p08$id$litrm Yg^* Appvl» 
Met VI. p. »33. 

4* Laus unSikonor dagegen inTolyiren die An^kennt- ' 
Biu einer Anszelchnangy welche «ich bei iaua durch 
bloseWorte^ bei Aoner aber durch Handlungen kund 
giebt« Eine Steigerung beider Begriffe liegt in gloria und 
claritasj welche eine Anerkenntniss der Anazeichnnng auch 
•nsfierhalb des nächsten Wirknngskr.eieea be* 
zeichnen ^^ beide Begriffe stehn sich dem Grade nach gleich, 
aber die gloria mird unter dem Bilde des Redens und 
Hörens, die clarUaB unter dem des Glänasens und 
Schauen s gedacht. Fun. Pan. 56, 4. Magnum ßst diffirr^ 
honorem} mafus, gloriam. In Einklang mit Cäc. Iot. 
II, 55^ 1 66. G.loria est frequena iU aüguo fama cum laude 
onterscherdet auch Curt, VIII, i, !• jilexander majore fama 

quam gier ia in dUionem redaoia petra* Vgl. IX, lo, a4. 

■• »* 

Cic.Mor. 5, i3. Mx Asia • . laue JamiUäe^ memoria generf, 
honoe «# gloria nomini consiiiuia eaU Tac. Dial. 13. 

♦ 
5. Laue ist identisch mit Lob; das u ist radicaler * 
Natur und der Diphthong hat eine ähnliche Entstehung, wie 
in laurue ans : Aittpt^y daqpy«2 * IJegy^^ hei Hesychius/ Der 
Zusammenhang mit Laut, nXvtog, ist darum noch nicht 
aafgehoben. Vgl. Buttm. Lexil.{ II. S. i la. In honor ist der 
Stamm gönnen nicht zu Terkenrien; honsstum ist buch- 
«täblich die Gunst. Zwmfelhafter ist gloria. Es liUst 
<idi als AdjeetiTformalion anschn von cluo9' , do^ bei Cy- 



1 



.i;ö.-..^.. , 



336 Ramor« Fama. ExistinifttiD etc. 

♦ ' • 

rillas (badtstäblich xUog, wie sudor^ Hoq) , also Ton cluire; 
aber eben so gut kann es aiifch eine Formation yon clarut 
sein, wodurch zugleich das g seine Erklärung erliielte ; denn 
incfariM selbst ist (voirattsgesetzt, dass eis sn dem Stamm 
f^lav gehört) ein ursprüngliches g erst urerdrangt worden, 
wie in corytus, conger, condire ^ovöav u« a. Hesycb. faXsQOv u. 
faXri^ff yaXtiPOff iXaQOv, ^v8iaf* Der Umlaut in o ist der- 
selbe wie von ignarua in ignorare^ < An yXmqoQ zu denken, 
kann blos Scbörs sein ; dieses Wort erscheint'im Latein in 
der Form luridus^ ^ < 

6. Pass laudare |ind probare in demselben Verhältnisi 
zueinander stehui wie ihre Gegensätze pituperarB und repri* 
lundere^ ist schon Th. II S. 160 ausgeführt» Der probam 
erkennt nur eine Correctheit und erfüllte. Schuldigkeit 
an , der laudana aber eine Schönheit und eine nicht er- 
wartete yorziiglichk;eit. Cio» Famm. V, 20. med« Quanh 
rationem' omnes non solum prob an ti s^d etiam laudanU 
Zugleich aber ist in probare der Nebenbegrifi* der innern 

i 

Ueberzeoguug, welche sich ausspricht, während laudare nur 
eine äussere Handlung ist und Heuchelei in sich schliessen 

* kann* Fam^. VII, i £• Et laudo vehementer et probo» 
VgL IV, 9. V, ao. Senec. £p. 97. Quae probo, quai 
laudo. 

r 

7* Gloria im Sinn von glorlae cupldo unterscheidet 
sich von osieiitalio undjaciatio wie die Ehrliebe und der 
Stolz von der Eitelkeit. In ihrer Ausartung kann die 
gloria lästig und strafbar werden , aber nicht lächerlich und 
verächtlich« Die ostentatio und penditatio will vermeint- 

• liehe Vorzöge zur Schau, stellen iznd überhaupt nnr b«- 



» 



;' 



fiioluliicrtim, Iisago etc* 9$7 

merkt wiasca^ die JacicUiq aber legt ein ttbormaM^s 

> « 

Gewicht auf Vorzüge und wiU sie anerkannt iivjsseit* 
Cic. Rab. Post. i4. Quodgenua iandem est ist üd oste^nta-- 
iionia ei gloriael Und Lad. a5« A muUis.pittußitKen'' 
ditatio quaedctm €i osteaiaiio esse diciiar. 'Ilbiett.äd 

I Her. II) 3o, 4'7, jiue ingenii t^ehdiiandi aut mefAotfiae 

I ostentandae causa, : , 

8. Wenn' iferiditare niclits anderes, als- das Fl'eqiien- 
tativ von i^enderBf verkaufen, sein kann, so ist die Ver- 
gleichung van penditatio mit M a rk t s e h r e i er e i. nicht 
uneben; aber mir scheint es von demselben Stamm wen-- 
den gebildet^ wie mndieäre, veniilare. 






205. 

m 

Simulacrum.' Imago. Stätua. Signum. 

^ .■ . . 

1. Simulacrum und </»i7^o hezeichnen als die allge- 
meinsten Ausdrücke jedes Abbild, mag es ein Werk der 
Plastik oder der Malerei sein ; statua und signupi und effi^ 
giss sind blos plastische Arbeitea^ tabula und pictuKa 
blos Gemälde. Cic* Famm. V, 12. Neque ^pictam 
neque fiotam imaginenK . Invent. II, i; Helenae ße 
pingere simulacrum* 



a. 'Bei imago denkt man an ein natürliches, ^bei «»* 
nmlaerum und effigies an ein künstliches Abbild; bei 
imago nur an die Aehnlichkeit, bei simulacrum und 



. j» 



a58 Sunubcrum» louigo. 

^^M« aber an die Naehbildang; Im Wasser und im 
Spiegel selieti wir zanäohit iinsere imago ; 'wvt hiefar sinrn- 
iacmni. sagt, der stellt das Wasser oder den Spiegel durch 
Tropen ah^ einen Künstler ^daiP. Die imago wird dem Ori- 
ginal als dem Vorbild verwandt -gedacht durch die tref* 
fendeAehn li ch keit der Form» wie ^etmiy, üaatimuiacrum 
aber dem Original als dem wabren Wesen entgegenge- 
setzt durch die triigliche Nachahmung der Form, 

Mdie ef^ior. Vgl. Webers -Uebungsschüle Tk L '8. i55. 

- ' ■■ • • • ■ - , • ^^ 

5» ^itm£</acrt#m bezieiht aich meisten» wie- s^o/ua saf 

4 

die Aehnlidbkeit oder Nachbildung dei^ ga'naeu Gestalt» 
tffigus nnd imago aber irorzugsweise auf die des am mei- 
sten charakteristischen TheileS| besonders derGe- 
aichtszuge. Daher bereichnen>, wenn Ton plastiscben 
Bildern die Rede isti sUnulaora die ganze .Statur^ imagi'^ 
7169 ^nd effigies \her vorzugsweise die blosen Brustbil- 
den , Tac. Ann. 1^74» j^lia in atäiua ampuia^o/^pUe 
AugusU effigietn Tiberil iridUam. Und Hist. 11^ 3« S^' 
mulacrum dta§ non effig i e kumana. SneL Aug. 3 1 . 
iStaiaäe ttiumphaä effigi: PHn. Ep. 11, 7, €• Und 
Ep. X| 97, ۥ Omnes ei imaginem iuant dsorumque li- 
iHulacra ptnerati Bunt. Gic Verr. 11, 65, -i Sg« Vix eon" 
vtnire ffidtfretur^ qmm ipifum hominem asperänt operiere, 
ejus effigiem eimulaferumquB serpOFk* . Arcb. i^ 
So» Si-atuae tt iinagints non animorüm simaln' 
cra suntf std corpqrunu Farn. V, 12* Unus Xeno^ 
phontis Ubellua , • omnes imagines omnium siaiuasgue 
(superapii. Plin. Ep. III, 7* "MuUum stHiuarum, mUÜum 
imaginum. . 



-\ 



Statua« Signimi, 



»59 



4. Das« 9ibes\imago yotZßg^P^ voa OemHIden^ 
effigie9 aW Ton plastischen Werken gelte». erbelKaos 
Cic. Tusc. in». 3« 3*. OptißnuB quis^ßia • • consecialur n^Uäm 
eminentem ef/igiem [uirlutui nach Benders Emenda- 
tioQ einxaseUen] e^d adumbpatam imaginem gloriae» 
Und Arch« lU, 50* yirluium effigiem •« MumnUa ing^^ 
niU exprefsam et politanu:. Vgl* N. D« I> 3/» 103. 

.^i/ «an« </«»« ^ff^S^^% hominis tt i mag o. I^iv. V» i3» 5« 

I ■ 

5. Der allgemeinste Ansdruck für alle plastischen 
[ - » - 

I Arbeiten ist signum , im Gegensatz der Gemälde etc. , etvra 

I wie tt^aXf^ctf wogegen statua als specieller BegriiT eine 

i . • . • t . ■ • ■ 

I ganze Figur » ein Standbild bedeutet» wie avdQtig, 
Sali. Cat 11* Signa ^ tabulas pictas, pasa caelata nu^ 

• fori. Cic. OfL ly 4i. Pictores et m» qui signä fabri" 
cantur» Orat* I» 35» 161. Neque tabulia et signis pro^ 
palan eoUocatis, Verr. IV» i« Nega jmsse . • sign um , 
uUwn oh^noAinf marmoreum, eiurneumy nego uUam pictu- 

[ ram Jtdsae quin conquisUrit^ MwaÜ l4| 4o. 'j$igna.et 
iah u las cäeteraque ornamania^ Soeton. Caes. 47« ^ Gent^ 
mae, toreum(Ua,.signa^ tabulas pperis antiquL. QuintiL 
IX, 2y i62. Cufn morbum in eigniß et tabu Hb ob/iciat 

- VerrL Pltn. Ep. I» äo. Statuae, signa, picturas. Gict 
Verr. T^ aa» 59, Legati deorum simulaora • • uenera^ 
laiUur; ittmque caetera signa et ornamenta • • lacri^ 
Nantes intuebantur, .^ 

6« Gewöhnlich wird ataiuae nur von Statnea ge« 
braucht^ welche Mensifhen darstellen» für Götter- 
stataen aber das allgemeinere eimulacra vorgezogen ; am dent-* 
liebsten vonCia CdtiL IH» 8» ig. Simulqcra deorum 
^fiy^rtaliism depulsa sunt et statuae feterum hominuhi « 



sio Simulmamm. Imtiio eta 



de/teloä «C l^um aenz liquefhctae. Und Tac« Ami. I» 73. 

Falanio 0bjivieb(U atcutiator^ 'quod ,\ 'vmdU$$ horti$ Mta* 

iüam Aaguüti sinml. mfmci/Msaef /. .' ». Neo contra 

reUgi&näs fieri\' quöd'ifj^gies ejun.tit alia numinum 

äimulapra, pendUionibu^ hörltorum H do immin acoedant ; 

den^ die Statue war ohne Zweifel verfeptigt, als Aagustus 

ngchrein I^ensch warv' Snet. Tib. ^6« Sibi prohibuU .. 

etiam siätiHts et int a"g ineB , :, poni, pe/misitquB ea sola 

conditione, )i€ inUr ^imulacra deorum ponerenlur. 

Allein es ist zu viel gesagt, dass statua niemals von Göt- 

terbildern gebraucht werde, Schon Forcellini verweist un- 

tep simülaqrum auf Mart|al..£p. XII, 79. jinte Jopis sta- 

iuam;, aber auch in Prosa sagte schoä Ckio ap. Priscian. 

Vn. Miror andere et religionem nori tenere, statuas deo- 

r u m f exempla €orum facierum^ signtt domi pro>8upelle' 

etile statuere, .... 

< ■ .• • •.-,•■• I - . • 

^ 7^ Simülacrunt und i/Hägö sind gemeinschaftlich von 

dem SUikmiy welc^nt '^^e' GriecHeh io oiAoXo^^ 'Vfjimpg, die 

Germanen in nachahmen erhalte A haben. * Vgl. T|i. UI 

B« 63. /Signum ist nachSi 17 5; das Noipen^von aequo ^ sa- 

' gell, und inuss das 'Bild ur^r&nglich mehr als ein bloses 

SymWl denn als eine treue Nachbildun^g der Form 

bezeichnet haben. 

8. Statua f einerlei Wort mit Staude, StudeJ, 
d.h. Säule, hat ein stammverwandtes Synonymum. in iwfi/fl''> 
welches ddrch inatttutare xmA orij^ctsiy '^nlich.mit stare 
. zusammenhangt, wie eltztua durch statuere^ ISueton. Caes. 
6t^ Equi , * irisjtar pro aede F'eneris . . dedkavit. E« 
wird jedoch ausser dieser Stelle fait lediglich in tropischem 
Sinn, gebraucht» 



Pellex. Goiurabiiui ^c. 34 i 

*■ # 

%' -^ ' 

2oa. 

Pellex, Concubina. Meretrix. . Scortum. 

1« Pellex istf wie KebsWeibs^ die Beiscbläferin eines , 
Ehemanns^ mit Bezug auf dessen Ehefrau und im Gegensatz 
derselben als ihre^-Nebenbuhlexiu , concisbina aber jede Bei- 
(chläferih , ohne weitere Beziehung als dass sie nicht in 
gesetzlicher Ehe lebt. Vgl« Suet. Caes« 49. Pellicem r«- 
^inae DolabeÜa Caesarem dixit, mit Ner« 44« ^^ ^ ^ ^^ ^ '^^^ 
^uas secum educersL Cic« OS, II,. 7. ^b ea est ipse ob 
pellicaiua auspicionem interfectua y mit Grat« 19 46, i83. 
jQuae si fudicaretur certia quibusdam perbis^ non nopia 
'nuptiis fieri cum superiore diportium in concubiAae lo- 
cum duceretur , mcht pelliciäy weil hier ein blos juridi- 
sches, kein häusliches oder moralisches Verhältniss zu der 
ersten Frau Statt findet 

! • 

I 
i 

' V 

. , t 

, 2. Pellex ist allerdings die lateinische Form vqu nak- 
H) wie pellera die von nalJ^hV, und wie murex, aurex^ 
^iexfsenex von fAva^, VQU^, laiat, Sva^ ; wogegen pallaca Suet. 
Vesp. 21 das entlehnte Fremdwort naiXaxri ist. Aber sämt«- 
Hclie Formen stehu weder mit peUicere noch mit naXXe$v 
^ Verwandtschaft y. sondern sind Formationen von ndgaki'-' 
7<^^ai, wie noQanoniQ, avynoijog, concubinua von Tia^i- 
^i^^hy avynsifiuu, ~ Die Assimilation des r vor /ist zwar im 
Griechischen nicht so häufig, wie! im Lateinischen > in 
*upellexy pelUcere, atellay aber unverkennbar in ^vX^og^ der 
^eminutivform von nvqxoq, und in keinem Fall konnte nach 

• ■ ' ' ' 

eingetretener Syncope das nngriechische qX sich behaupten. 

, ..*.;• • ■ ' • "' 

V. Th. O 



5. PelUx und concubina smd an Einen Mann gebun- 
den 9 die meretrix, scortwn^^ it^^f proatibuhun aind Dirnen, 
welche sich bald diesem , bald jenem hingeben« ^ Aber die 
meretribes trad aporta vfiH Torneloner, I^ben auf «igeneHsnd 
und geben sich ziachWahl und Neigung preis , und zwai 
Jieissen sie meretricea in bürg e.r lieber fieziehung , inso- 
fer;^ sie einem Stand und Gewerbe angehören, wie die 
ni^ak^ aber hcorta in mcAraÜsche^ und geselliger 
Beziehung ^ insofern sie yerfuhrerisch nnd vergnüglich sind, 
wie die Iia7|f(u. Die /7i«r«^Wc«« sind mehr öffentliche, 
die ßcorta mehr unzüchtige Dirnen. Die lupae nnd 
proatihula sind giemeine Personen , die dem ersten besten an- 
gehören^ nnd zwar denkt man sich die lupaa in, dem Bordell; 
lupanar\ dagegen die proatibula auf offener Strasse ihre Be- 
werber erwartend. Npn. p. 425. MeraUix honeatioris loci 
eat et quaeattta , was a^ch ans Cic. CoeL ao hervorgeht ^ be- 
.sonders aus §. 4g. Ui non aoium meretrix, aed etiam 
procax ifid$atur ; ^dagegen MiL ai, 55* lile qui aemper se- 

^ cumacorta, aemper exoletoa, aemper lupaa^ duceret, Lucil 
ap. Ndn. Si nihil adjuciem et aolum lupa pToatibulum- 
qua Rumi opua eat atque asaia» Flaut. Cist. ap. Non., /^''^ 
ad bonam meretricem; adatat eä in tda aola; proatl" 
bula aane eat^ Ammian. Marc. XXVIII, 4, p. 45o £rn« 

. Si appayuiaae ignota aübito compererint manoipi^ aut oppi- 
danae quondam proatibuluni plebia vel meritorU corporis 
peierem fupam, certßtim concurrunt^ 

\" 4. Meretrix oder mer^itrix ist das regelgemSsse Feminw 
von meritory einem nicht vorkommenden Masculinsubstantiv, 
welches durch nz^^r me^itorius bei Cic, Phil. IL 4i umfichne-' 
ben wird, wie meretricea selbst durch meritoria acorta bei 






«> «»• *•» '•!' 



5«. ^dop^li^ffiv nt näcH der Anaicht deoß AlteH einerlei 
Wort Aiit ecortuniy das Leder, quia ut pelUculae subigan- 
Ivr^ wi^'pMiL ex'Fe«iQ>A^ Kiobt' nnmögliGli | abei^ eben 
so gut ka|]ii man cbs sweite seortum anf coriuiMy .yo^iai»^' nad 
jja» er^tere «xf ini^i}. zoruekfuhreif ^ ta weldiefki Wort mA 
Miortwn yßAeüerMxftn^vot Maiäv Miä^tbeiiv Ter^alt^m 
würde* ' 






/ 



6. PrösiibnhM, pröaiibuh^ ht ^bbn so YonprfisA^e 
plMet] ^9v^ üahülumi die Bededtttng fnrd nocli kto<)^ 
forfch VergleIcEtfflgf a^#^ayfeoöyttf^/«Hji?^«Ä«>^^^ Pfeüi^Pöeö. 

|I,2^54. Die />ros/»Wa wird stehend gedacht, uih^^ich 
[feil zu bieten; die jproseda Aer sitzend, wie in Javen. 

Sat III ^ i36^ wen^ auch nicht gerade ante stabidum^ wie 

Nonius und Festus meinen. 

7. Fornix ah| Sj^pp^\iq^YP^'{^Pfi^9'^ ^^^^ ^^^ aller- 
^gs als eine abgeleitete Bedeatang von fornix^ der Schwib- 
^en, MrtehteH^f* rfbör eti^fft rfd ökhö^Mcigt die Ableitung von 

Mldet sicS lÄ *bÄi ^slfcli^abiaöliteYi F äh r tf i irf B(*i VV SdliiM 
wiedier findet IMWtf' f ^Wt ^Bt^sditaer^ ^^^ß*ridhelle'i3^ 
^wuch /oryfßr' :Ä/%;i^tfik«''-rdii CSstfr' bei Siiei OAte'S. 4cf. 
Eine Billei^heidmigf vott /ojr/ÄV Äiicf lupuridf* iVittf nifeiriaWÄ 
verengen ; i»/?a atelbst aber i^r nitf feto Hbiüdiiyiirtttri t^ 
^«, die Wölfin, und ersbhöiri* gleifeBfiiH^ itf dem obei5»- 
ieatstjbeh Lupp6 tf nc| dem Schwäbischen S<ihlof £ Vgl. 
Adelung n. L ü p p iJ ; V. Schmi* U S <?h 1 tit Uebe* Aas 

i - - • ■ ^ 



ä44 



Snftpirnre. Oemer^. 



YcrhSltniii Ton lupaiu iusira^ sn üuUceB^ mentiricea in da 
6I0S8. Isid.)- schiräb. Sclilatt, zulu^tth^' kann idi nicht! 
bestimmen.^ Die Aspiration des Labialen im Lateimschei 
ist eine Wirkung des kiahen r^ wie infhr^or nvQ xl a^ 



' S^ Wenn, <imbube^(» ein hteinisclies Wort ist ^ so ist 
es gewiss nicbt ans amhi^ Bti/ae zusammengesetzt^ sondert 
aus am^bub-^CLfat (d.h. ctmbtibaricu , wie aquariusj itali 
ii^tta/o)'und mit den bbscöneu Namen und Begriffen BaubOf. 
ßovßfiv, bubinar€f bnben in Verbindung zu bringen. Doch 
scheint es ein Fre^idwoit zu sein. Schol. Acren, ad Hor^ 
Sat. l, Oy if ^mbubajoM äicuniur muUerea iibicines Unguä 
Syrorwn; eUnim lingua Borwi^.iilLß sityB^syniphpniaambuA 
baja {iiciiur, wozu Ueindorf: ^pTiehiiehr abubf, anbub, eine 
Pfeife.'* 



■**- 



207. 

Suspirare. Gemerc. 

1. ^MSpftrars bezeichnet wie seufzen ein tiefes Ein- 
athmen und heftiges Ausathmen, als unmittelbare Folge eines 
beklommenen Herzens 9 g^rmre dag^eii wie ächz^Ui ein 
mehr willkührliches, um der beklommenen Brust Luft sn 
machen. Die suBpiria sind mehr blos du lautes Atbemholexi 
nnd ein Alpdruck derAngst; ^^/n/^us aber ein unartiknlirter 
Klfglaut und ein Au^dri^ck des Schmerzens. Cic Att II; ^i 
,a. m. Cunf. diu otcal^e suspirtusent , poatäa jfam gemere, ad 
eftremum pero loqui omnßs 0i,cldma>'e coeperunt» Liv. XXX; 
iS, Quum crebrq a^UBfitfitu €t gemitu « . afiquanturhtemr 



/ 



Snapirare. Gemere*' 



245 



^ > 

poris eonsumpaisaei. Petrpn; Sät jB. Gemifm mapirio 

iectua. Ovid. Her. XXI, aoi. 

Inga mit et taciio suapirai pactore* 

QmntiL XI| 3^ 1.^8, Suapiratione aolUcUudinem faiarL 



> üi' .Gamera ist unstreitig einerlei Wßxt mit j^dfitit^ wel- 
ehes jBejiie grob sinoüche Bed^utang yoU s^eia allein fy$ir^ 
gehahtei} hat. Erst das J)eri vatam- yoav ^) » vermittelt dUrcb. 
fooQ, «$iae Nebc%nfo):m* yon y6i$0Q, wiQ vf/o» von v^^fio^ und 
utir^m von iimeoy kann ala eine A|*t Synodymum von ^e-«- 
mre betrachtet werden. Im Deutschen ist Kummer y abd. 
ckumhar^ FOMEPON^ yosQOP, und abd. ckwnen, A.lou achr 
zen^ rOMESlj da« entsprechende Wort Das eigentliche 
Synonymum von ^«7iMr# ist aber oxivaiv^ fß^x^faiiSv, ^töh* 
nen, Aechzen ist das Intensivnm von aj^ofia»; aber 
! «enfzejiy ahd. snften, das von saufen; denn saufen^ 
I ikd. sunffen, ist die deutsche Form von aorbare; die Be* 
I deatong Ist in den verschiedenen Sptach^ 'nur durch das 
1 Object des Einziehens oder Schlurfen^ verschieden, Luft 

j und Getränk. Daher ItaX die Erklärung des räthselhaften 

I „ ■<. ■ , • ■ ^ 

I a^o§ ÜQtiinivov bei Plaut. Poen. I, a, i85. 
I Nam mihi j am tndeo proptar ta i^iclUandum aorbila» 
durch j](6r auspiriaat gamiiua vidi Wahrscheinlichkeit. ' 



*) Ob anch die Knb ahd. ehuo Ihren Namen von yoqv bat?- 
Die LaiitTerflcbiebniigsg^setze sprechen mehr hiefür als fdr 
eine VergleichnDg mit ceva, welches als weichere Nebenform 
TOB eerva^ wiecevi statt terui von n4(faf benannt scheint. 



\ r 



i 



»4€ 



OtSmat -Vtx. Oniuwrdii 



o fll V»* • »« 



208. • 

': Otium. iPax, Cöncordia. 

u Otium' t^eatjei' »tth^e' ^c^en fiberbaupt nnd 
scUfesstf in «ith /»a^r in Besug adf' ^e aaswäi^tff eii) 
eoncötdia'BXd iAe innam Tet^lltnb«6^; Zu^ch setzt 
Mü»n niir factische Wftffdmiihe, 7/aii^ aÜe^ eineU yolker- 
recbliichexi Zustand in Folg^* ein^s g^raehiosseiten Friedens« 
biindnisses,, ebneordiä einen hioyalisdfi-^pQlitiiBcIten Zustand 
in Folge der Zctfried!elllieit der'Oentüther Toraus. Oicw Orat 
J, 4/i4. l'oaiqüam . .'diuitnm^a»' pauU Ott um conßrmai^ü. 
"RtSii VLy 4/ 9« QmW äriint'eäi ta/h pbpülare quam p^'ax? • •• 
Quid tarh piipuktte quäni oiiumfH wa^bald darauf erklärt 
wfr d-: cum 'i^ideäm, .' Ipttcem txtB^n am ; Uhertäiehrt pro- 
priüni geheris aö nominis pbaM y lö t iuM d'o m es Hcum 
TäiC. Atin. XIV, 59. P«/ronfe*..' nbn' irritatö kösUnequt 
lap6hsitue höfzeäHim pücis n^orheri ' iegni otio impösidi* 
Und: Otium ihagi9 quam )&«* 'füft. Bist. III, jh. Pa- 
cem' et Concor diam uietiß ütiÜin.' -" 



3. ÖiiMiUk tttie Ode identisch, 'vrovon ^a^aüt- 
hidsy die wüste. Die Sinnyerwandtschaft ist noch leichter 
erkenntlich in d'er alten Verbindung öde W^rke dh» 
eiUe> unnütze, otiosa opera. fSjoUt». aber KKÜWi di« vi- 
sprüngliche , etymologisch richtigere Orthographie sein, «0 
würde sich ocium eben so zu t^acare verhalten, wie 
Urbius, udus zu Virbius und i^adum* Pax ist samt pignitt 
ein Nomen von pangere^ fangen, d. h. befestigen; Liv* 
IX, IL Paoem nobiscum pepig ist 19, wie XXIV, ^9^ 



Vlidi(tli. UlUo. Tdio eto. 



iif 



% 



V 



^ompadiM yeMßt «ick ita (est, II«iidFe«C^ 
^t j|EMMr oder TielmeJbr^ paöaius ite dem ^ötk 



209. 

Vindipta, Ultio. Talio. Poen,^.^ Mulota. . 

Castigatia. 

1 . Vindicta ist em Act der 6- e r e c »1 1 i g k e i t , wie 
Älindnnfi^ ultio ein Act des Zornes,, wie ^aphe^ talio 

der Act der Wieder Vergeltung, ohne psychologische 

. ' *•'■■•-• ' ''•'•' 

Beziehung. Cäto ap. Prise VI. Si qids membrum rupii 

(Mt 08 f regit ^ talione i^indiota proximua cognatus 
; ulciscitur.' Vpllej, P. 11, 7. F'isa ultio privato odio 

nagis quam püblicae i^indictae data, Vergl. Wopkens 
: Lectt. TulL p. i48^ Liv. II, li. In rebus par^is ne- 
i $ligen$^ultor grai^em se ad major a yindic em serpa- 
\ ^a^ Cplum. VII, JP. ültor aut f^ index. Pseudo - Quintil. • 

I^ecl. 5i3. p. 212, Bip. Vindictae et ultioniß ratio. ^ 

'■■>."' • ' > , 

2. V index , y^indicare mit • pis m Verbificiang zu 
Wogen, wie Cic. Inr* Ily ß2 itnd 53 ttat, Wird durch,' 
& anHei'e Schreibart »«»tiji^cdi^ bddenkli«h; denn nur aia 
Auslaut kann ein ursprüngliches i durch Abschwafcbdhg 
^ « werden, als Inlaut aber hat B^onderS ror n jeder Vokal 
«ms Ndgung In i liberxiigeheDi Ohna ibit ysdta desshalb 
^ Kw^tea von t^^hden abgeleitftU» Verblüh ai^zonehiileii' 



a48 VindicU. Ultio. TaliD. .^ 

laOe ich mich äarch fhlese Sclvcdbavt Iid>er «iif äa$ Ety- 
wKm weiidengoth. u^ndjan hipßibrenf wovon v&uiicar^ 

4 , 

vrie ß)dlc€tref aplepdicare^ medieari^ peUicare^ claudicare, 
welche sämtlich durch ein Nomen P9ndexy medieua yer- 
mittel^ sch'einefn , wie nutricari dm^ch ntUrix, ' OaAselbe 
Terbum erscheint in defendere; für den 'Wechsel f ix* p 
\Asi\xX fihra^ fimbria und vihrUaa; falxj falcipediiu and 
i'*algus; fulgere^ ViUcanuB; u, fulgtre^ uubiiis unverwerf- 
liehe Analogien. > , 

, 3. "Wewi^pindicare deäinath nrsprüÄglich ein'Syno- 
nymnm von def andere War, wie meist bei Cicero^ z. B. 
Orat. I^ 45, 199 Ul • • ah aoUiudine domum meäm vin- 
di eurem (obgleich Diomed.. I, p. 36 1 diese Bedeutpng; 
' als die jüngere beafeichnet, weil Sallustins da^ Wort anders 
gebrauche) ; so leitet rieh daraus die Bedeutung von ahnden 
so natiu'lich ab, wie die des synonymen' ulcisci aus aX^'xsiy, 
denn die Sinnverwandtschaft ist einleuchtend^ um in ulcisci 
eine. Inchoativförm Von aXaX%$Zif zu erkennen. Das a 
ging nach der S. 2. dargethanen Neigung der Lateiner, 4a> 
2 mit u auszusprechen, in u über wie in «loiTnjl, ifidpes 
und calamus, culmus. Buchstäblich liegt freilich öl^xe»? 
noch näher, nnd Theoer. XXII| 107. 'AXXaXovQ 'S" oXsxo9 
atagnotg ^Bipovreg Ifiamp macht auch die Synonymie an- 
schaulich. 
. • • ') 

4. Talio soll von taüa stammen , qüod aliqiUs tale 
gnid patituTf quak fedt. Die Quantität bei MarCial. £p» 

xn, 64. 

Corruhpit eine iMlidne cqelebs 
giebt dieser Anitohme einigen Schein. Gleichwohl halte 
ich in der Erkläi^ung lieber deh Begpff /^a^irz^ als taU 



I y 



Poena« MnkJta.^ Gattigatio. jvig 

fest TOiA erkläre taUo ab das Sabstantiv von TJAJJlf 
talaöaty tukag, wovon silatus iXfi%ig und tolerof neSst 
dem verwandt^n^ tollere xtXXup auch in der lateinischen 
Spracke ersclieint Der Grand der Länge des a in taüo 
ist mir 'so unbekannt wie fder des o Jn tM^num von 

« 

dänere* • - 

''■>.. .* ■ 

8^' JheultiOf pindiccuio nnd toZtö^gescfaiebt anseige- 
' Her MaolitTollkonimenbeit^ wie punitiOf smtUtnUiOf 
animadpersio j caetigatio, in Folge eines ansserea Be- 
I rufe 8. Die poena i«tj wie sieb gleich zeigen wird, der 
I uUio am nächsten verwandt, daher die Verbindung Gic» 
Caecfl. 16, 55» Impimitae et inuUae. Senec. Ir» II, 9^- 
■De uliione el poenä figaiur. Besonders als Deponens wird 
punire ein formliches Synonjmum von ulcisci^ so dass puniri 
oder vielmehr poeniri die Genugthuung bedeutet, die man 
sich selbst 8chafil,'/>tt7uW aber jene, .die man anderen 
Bcliafit. Cic. Inv, II, 27. Peccatum quod apohte sua 
reus p Unit US eit "Mih vS, 33» Cujus tu ininucutfh 
crudelius etiqm punituß ^s; dagegen in derselben* C<n^ 
Btruction Rep. III, 9. Alexander . • • hunc ^beliahdi oaou 
9am inferebati quod i^ellet Qtetecide fana poenire^ w» 
ich nicht wie OreHi, poeniri %a schreiben wage. Tasc...i,i 
44, 107. Cum muUi inimicosL etimti mortuos piiniahtu r„'> 
Off. I, a5,t 88. Animadpsrsio debet • • • neque ad ejus qu» 
puniiur ahquem ^ .utllitatem referri. Zwar wäre ttreng 
genommen das Activnm richtigbr, aber die Wahl dea 
gehaasigeren Deponens lag nahe durch das implicite in 
dem Satz enthaltene Verbot des poeniri. Ausser Cicero 
ist mir jedoch kein Autor bekannt,' der diese Unterachei* 
dang beobachtet oder das Deponens überhaupt gebraucht 



iS9 






tXfL 



UMe. QanliL 1^,3^6 bMiedbt im Gdximeii 



•6* Di« pomä. mackeiiit .mehr «Is jBilrAf», veldbe 
dasVerbUte uacL bekidigte^Geieti orbebohl; darch ii^eud 
ein Leiden, die nmlcla aber als Busse, welche die Ge* 
rechtigkeit nttd Billigkeit als Ersatz für zugefugten Schaden 
fordest I ibesoadesK .dflrck Ocldatrmfe^ die t^awügaiio di 
Zä^htigttiigi wekiie der iadiTidodlen Bösedrang 4ienta 
Boltj Ibesonders durcfa V^rweiae. Die ^oena scXL dem 
A 11 gern ed neu, die wu^ta dem Gegenpart^ die ccuU' 
gstio dem Strafbaren' aelbst fnamnien. Der pmniem 
wird'^ls :gestn«iger.Iliclilery der mukwu als veraöhneiider 
Rkihiter, .der oQ$iigana als JBrzieher gedacht 

■ 

r y. PatHaf nofi^fj und «noiya halte ich für eine N<h 
ttmalförmation tou .niftirjfi^f mit vckaUsoher Auflösung 
dear q wie in ai^opm, otfuia Vi>n egiojini,^' igfum. Die Gitiud-*. 
bedeotung irar demnach der, Kauf prei^i wekher in die 
engere des L» ff s e g el d m überging Nur im -^teiaischen 
entmckelte sich daraus der allgemeine Begfiffd^ Straff 
ki.sojiem sie jederaeit alt Lösegeld für den Frieden anzusehen 
ist», äßilcia nach Vsri^o ein Mbinischer» i^aoh Fe^üs ein' 
oscisches Wort, verhält^.sicfa* zu mu/car» ach la^en eben 
ao wie das poetische pleot^r^ strafen zu plaga und n'^rj^ 
woT<m auch auppiicium atammt VergU Th. IV S» 2'^Q* 
und Hknd adf6ronoy.,Statk'p« 24g» 

.& Daa griediische ^fila, kretisch, ^^iii^ inukta weilt 
den' Bnciiatab^n nach au£.d«/laa» hin, deiA Sbm nach aber 
mehr auf iinnm nnd Aofroi^» weldtea mh zu Cy^ 



sinn- «nd «lamth^eFwuidt ifut^^onm^inf weiehev-v deHurm 
nmnögUpti 'gebiUiel «Bin kamt/ Toransgeifitzt , dtau dtmoi^ 
nicfat bl^ scheinbar etn Compotitum .Ton emarar ist. 6ie 
•ntspreclieaLde -l^^ormatiott üb cfaMMMNi» bat Heat^aliitti er^ 
haHen ': .^ikfe^ov' 'Mm^^, TevgMeheA itait ^IsalPn^ l0»^o^ War 

» 

vielleicht atidb'^fiio^ defr Henker Bor «jn Honaonymnm 

« 

TOB ^^Mo^y öffehtiieli? , 



210. 

Damnum. Detrimentum. Calamitas. Liucruib. 
' Emölümentufti. Quäestus. ' 

l ' '• ^' ' f . ' . ' •*' • ■ 

I. I>amr\um, ist regelmässig der Gegensatz Von lucrum^ 
^S^ge^ detrimentum von emolumentum , Flaut. Cistell. l, 

[ 1, 5:2* Multia damno et mihi lucrö sine meo ^aepß 

. . - * • ' 

i eris sumpf u^ Capt. 11^ 2, 77. ^«/ etiam übi profecto 

' damnum praeatet facere quam lucrum. Ter. Hea\it. IV^ 

4; &5. Hoc paidum lucri quantum ei damnum appor- 

tet, Cic.. Flu. Vf 3o, 9i. Nee meroatwa quaestuosa, $i 

inmaximis lucris aliquid da mnicorUra^erit. Sen.Benef» 

IVy 1« Tranq. i5« Lucra damnaque parlier int^isa^ 

^ägegW Cic, Finn. I, 16, 53. Plus in ipsa in/uriß de- 

trimen^i est quam in iis rebus emolumenti^ quae 

pariunfur injuria. Und III^ 29, 61. ßt emolumenta 

et detrimenta (^quae i^tXrniaxa et ßkafifiata appdlani) 

communia esse polmrunt* 

3. Damnumnt der seWstTeracknldete Verlasti 
80 wie lucrum der selbstverdiente und errungene Gewinn, 



r 

LfU.. l . . • 



V » 



353 Domniim; i)etrijaieotiiau Calaaitea. 

deirimmium dagegen üt der erlittene Verlot!» so wie 
. emolumeaium, «der ohne eignes Zathan znfidlende VortheiL 
Daher bedeutet nur dämnwn die Gddbuwey wogegeü die 
Formel P'ideant Cos9^^ ne ^uid detrimenti r^Bp» capiatj keine 
Vert^usciiung mit dammmi zulißst Vellejas denkt sicli 
n, ii5 den Feldherm. bei .dämno amwi'milUiSf in so- 
fern ^ des Leben seiner Si^ldaten auf» Spiel setct, aber 
II ^ 97 sine lUlo detrinienio commissi ^xerci^us , in so- 
fern ihm keiner überhaupt verloren geht. So verbindet 
Cic. Verrt IH, 45, io8 und Legg. I, 19. Propter damna 
aut detrimenta aut cruciaius, aliquQS* n^eros esse 
' dicimua, 

' . ,► ' :. . .- • . 

3* Detrimtntum . ist etymologisch . genau nicht yon 
deterere abgeleitiet, sondern eben so wie tripi und triium 
von der volleren Form r^e/Soi, von welcher %zi^ nur 
eine Abslumpfang ist, wie «fie/poi von o/uc^doi, und e^sipa 
von ^p£S. Das Nomen fällt mit jfifiiAa zusammen, nur 
haben deü Labialen die Griechen consonantisch ersetzt, 
die Lateiner vocalich, wie iimgekehrt in stilla und aiAii 

4* Lucrum ist eine Formation von lucar, womit 
Tac. Ann. I, 77 das Honorar eines Schauspielers bezeich- 
net; dass die Verbindung dieses lucar mit luqus auf keiner 
notorischen lliatsache beruht, geht sattsam aus PluUrch. 
Quäest tlom. 88 hemsor.' Lucar selbst abe:|r ist desKomen 
,von locare; was Juvenal anschaulich macht VIII ^ i85. 
Voeem^ JDamaaippe^ loca^ii Sipario', clamosum ageres 
*iu phasma CaiulU' Vergl» Cip. Rose, Am. 10^ a8. pisci- 
pÜMf quae erat ab ^ hoc ^iradäa, locabat se. Da oon 



ILinei^iiin* Emoiaine&taiii* QuaestaA« 



a53 



feiger locärs einerlei Wort fliit leikeli^ gQtb« ieihpan^ xi% 
80 tritt auchXolin götfa. laun^ als Nomen des S^iwlunis. 
lehnen'^ in etymologisches Verwandtschaft mit lucrumi 

5. Jctctura iiät eigientKch dl» Abstractum Von detri^ 
mentum und damnum» Senet' Brey« 8, Ideo toUrabiUg 
est Ulis j actura detrimenti ItUgntia. Wenn es^'aber 
selbst zum Concretam wird, wie Cäp. Rull. I| j^ 3i« 
Non queror • • flagUium hufu9 j actura» atqut dam ni^ > 
vergl. Geil. H, a,/ oder Hkt B« Alex.^49. Jaopuraa 

et detrime^nta rei faniiÜaris / %o entspricht j actura dem^ 
was wir tropisch ein Opfer nennen, nämlich einen Ver- 
lost, den man freiwillig erleidet i um einem ^össeren 
Uebel zu entgehen oder auf anderer Seite einen Vortheil 
zu erringen. , VergL Th. IH S. aSg. z. B. Caes. B* G. 
Vf, V3. ^riopistum magnis /acturi s et poÜicitationibuB 
perdaxeranL ' "' 

■ " • ■ • ■ > 

6. . CalamitaB ujad irifortunium bezeichne wie Unr- 

glück einen Schaden, welcher durch ^eine Gr össe nicht 
blosBedanerli ode^r Aerger, sondern Schrecken 
2Qr Folge hat* In ealamUaa erkenne ich nicht isalamuB als 
Stamm, nicht den Hagelschlag IQs Grundbegriff, son* -^ 
uern sehe darin eben so wio in ccUwnnia ein Nomen 4®« 
veralteten calvere oder calpirA betrügen, - ein Begriff 
Welcher (wie das gr. a<pakXBi/¥ beweist), mit dem des B e- 
raubens und Beschädigens wechselt. Calpere selbst 
^ mit xoXovmf nöXoßog^ halb, einerlei, woraus sich die . 
^ocalverschiedenheit des AdjectiTes incolumia erklaren 
läast; das i^ altemirt mit m wie in forpu»^ fervidu»^ for^ 
^^ und in Borpoma dea^ Mormonia. Ob Schelm 



\ • 



I / 



356 FidMi. tiMU. Vünusu. itÖ#äd«itMu ' 

äknlif^er Fall scheint in fundus ßlv&OQf in frcigor > ßquiaa^ 
in fodsre ß6,^Q0Q einzutreten. Im deutschen erscheint 
Sk9 Adjectiv pdas Tielleicht^ in bider ahd. biderbe , 
wc^qli^s« einer lateinischen jPorm Fiden^ua nasch der Ana- 
logie von Minerpa, aatert^a^ luerpes.^ entsprechen würde. 
An ihrer Statt finden wir ausser der forma von fidelin 
nur Tiö^ fidustua. ' . 

/ ' . . ' * , 

4* Ueber die depravatiire Bedeutung der Fraeppsition 
in perfidus h^be ich sdiion Th. I S. 53 gesprochen ^ per lii 
in diesem Sinn einerlei initTra^a und ver^ wie in T^apa- 
ßaifiWf 9Tä^xovs»y> napayo^o^y während das intensive 
per aus ns^ entstanden ist, wie in nBQijaqv^gy per^raius 
VergL Härtung Griech. Part TK. I. S, 33 1. 

r 

5* '. Fides und fidelUtin bedeuten die Treue, die 
man gegen andere bewahrt, und awar j^^fes im allgemei- 

'i ■ ' 

nereniSinn, wie tti^tt»;, das Warthalten und die Zuver- 
lässigkeit, und das dtoaus entspringende Vertrauen, dessen 
man bei ändern geniesst, den Kr edit» dagegen fidtUio» 

- im «pecielleren Sinn , wie Tnarorij^ , die treue Anhäng- 
lichk«it an Fersonen, denen" man sich einitod ergeben 
hat; beides verschieden von fidudia i^nd confidentia, dem 
V,er trauen^ welches man aijif eine. . Person : oder Sache 
set^t, und zwar /iducia das 16 bliche Vertraäien nuf Dinge, 
denen: man wirklich vertrauen darf, .im ^iegensatz der 

^ Furcht, wie ^oQUog-^ dagegen cohßdentia äA9 übertrie- 
bene Selbstvertrauen, das Vertrauen auf die eingeW!^^^^ 

' eigene.: Kraft, im Gegensätsi der Bescheidenheit und yor- 
sicKt, Yne.:^^aqg. Die fi4ucia erscheint als *Mulh"i d^ 
K/r^zM t verrandt , die cojrfidenü» aiß £[ochmuth> ^^ 



^ -x 



CMbr0^' P«raiittfire. .CottHotlM gSf 

ienurkoB TerwindL In Cic FLiL XII fin. Suam fid0m 
r9iptAÜea§ eonsiantmmfus praeniar^ m| die einaud Sber* 
nojnmen« Ffliclit> dagegen FAmin^vXi t^. JIU fide* 
/f/a« €rga päirüun non dtfmt ist ^e frei^ivillige AiH 
hängliclikeit an daa Vaterland gemmt» Eblbn ca Plant; 
Tnn« V| Sf s* J^id9s fid^Utaäque wrga 4Unhwm (Sor 
LaeL i5* JS^«^ ist tyrannomm püa^ in qua nuUa fidehg 
(des Tyftavoßn bei den Untertliaiien)| niiäb siabiiU bmu* 
voleniiae 'ess0 poUBt f{ducia, (der Untertbanen anf 'den 
Tyrnaaen). I>aT)»n abwticliend aagt Flaot AnL III^ 6, 49 

Iboad iefr%tua tua^ Fide9f fiduoia -*« ' 
wo man rersncht sein .konnte, nach fietua ein Coauna ra 
setzen ^und tita fiducia als Apposition zn fiüaen^ wenn 
nicht ans Trin. I, dy 79« Qk^ /imis mandait^ 0si fidsi 
€t fiduciae erhellte, daaa fiducia im alten Latein deäi 
Begriff VQn fides weit näher stand« Aber die Redensart 
ftdem äUcui habere bedeutet nicht x einem Glauben 
schenken, sondern Glaubwürdigkeit beimessen» 
Cic« TnsG. ZII| 7« Qui foriie est^ idem est fid^nSf qut^, 
niam confidenB mala conmeiudioe hquendi u» ffUia po^ 
miur^ womit auch SchoL Cmq. ad Hör. Sat I, 7, S 
übereinstimmt: conßdena in maßSf fidens in bonia, 

€• Wie die fiducia und die ßdenüa überhaopt im 
Gefälle der eigenen Kraft anf guten Erfolg ihres Be«* 
ginnens vertraut, und'zw^ die fiducia al^ habituelle 
Eigenschaft^ die fidenlia aih temporärer Znstand und 
wie die confideniia die Dreistigkeit in diesem Ver« 
trauen allznfest und sicher iat, so handelt die audacia 
und audentia mit Veraditung der mit dem ungewissen 
Erfolg verbundenen Gefahren und ist eben deihalb vom 



\* 



£Uftd{)iiidLt der KlU^^eit inu mit der ttmßdtmüiynT'* 
wmk9H iztsi ein G«gemats der fiduti^:^ «vst» Slndputfol der 
$ittlicl)ikei.t Aer miftiter virtuBf «ufcd ^6tt> in der Mitte 
ziriwJiün. djßr jederzeft.UUiidiAitySfliiicm^wd ^er jedeizeit 
ttddiwgerlhb» tenrnnM^ der ToWr flhnftrit, w^elcbedie Wahr- 
eeb(li]]lfal^«ttkgnMe für tmd geg^u* di^ Oel«&g^il gar nicht 
i^iragl imd ine Auge ^ttit Der fidms. liat sübjectiT lAehr 
l^Kelv8eheinKcIilurit'fdc:Mli» des f^et^arin^aoelir ^ogeu 
adi| dAB aiMbxap JiatiDirielfiir aiejegeniklu Jor^md.XIlI, 108, 
,'Numeum magna mmlck sup&reai audmcia coiUBe^ 
. Crediiur a nuätiMfiduciom 
SettMw £p«- 87« pw^SS?, Bip« Qua«. &iiu» 4wu, ffdujoiam 
facimni;, dwUim OMdnciam. Cic PMl. XIII» 5, 12. 
IneonM,id§ranilSf n^ dicam awiaci^^ • Plis. Ep. VJ^sp. 
Aßäidmiäie mmiu faciliia» magis ^uam fatüUos , nee 
fidacia- ud i^nkeritaB paraiui^i Hirt fi. Alex. 74* 

^ f^0l tsm§riiai0 i^l.fiducia commofus* Li v. XXV, S;* 
Mirabandi uruU iknia mtidaöiaf' tankt fidUcia sui 

.) pieiis 0c fugoiiif mid nachher: Ad ^cohsilkm prima sptcie 
t-tLW^&Yarium mägü fnatt^ a^m dcMi* 

7« l)iejüBigen AvAöten^ welcnef audeM, Qxdftitis 
aeben audax, aziciei(^ta gehrauchen , verbhiden^ wie schon 
Na^il||l lehrt ^ mit jenen Synenymen immer einen lob- 
• Ucbeft Begriff^ wie mit fciihn) mil den' lötstem ater 
eiiiea indifferenten, 2rweideuti|oir oder' g« ta- 
delnden Begriff, wie mit keck. Man vergleiche Tac 
Ami. XIV", 58. NihU gr4PHi9^ au de »^i qUäm ig na vo pa- 
titndUm, mit Ami» XI^ d6u Maglliis manißstk Buibßidium ab 
audacix9 pet0adufH. Aher ausserdem liegt ia amkiöiä nur 
dfir. aUgemmne Begriff der Kühnheit im "Gegemat« der 



\ 

I 



and det Triob^ etwJ|8^212 ?Ar4geH «n^ cMutch eme 
Probe «eines Matbe« imd seiner Hoobhetssigkeil; ab^olegen» 
In didsem fikn sUgt Tac. G&tJOä^^ 34» i^(to i2b/ii4 a ^den^ 
Ha Drmö O^fmämcoit- Qtoslil, \XUi pr. 4«:; Ff4f^ /^' 



' ' ) 



64 Dmt can^id0f0 niidit. de^ (i^elpdoitt fiegi^fi! tlij^il^. 
Wekber seiaeiii^ Fasticqp oor^den^ äohmgt^ be>ett£^< Cic« 
Tasc^ Hl, 3^ ^ataüSlrnekKck iF^^ ist tertiriiueixi,, <?i^ii- 
fidere fest ^eflfttaüeitf^ iiMsolieli V^^ Stfll' ejxte ^iraft 
Und Miilfdi imd dsdoreh irenehioim rm fid^j^ &a/teri, 
Credit geböit^ xmA -^aü cfidkr^^^ Gl^uhen »th^nhen^ 
nämlich einef guieü G^esinHuüg/ Liv. II, 45. Coä- 
«u/65 riiagiä non cofifid^te quam non dredere suiä 
miMiusj jetie^xmt Met&ug auf ihr^ Tapfefkeit, dieses 
atifmre Tretie« ^ 



^ g« Credere und confidere besteicbneii beidef nui* eine 
i ^esinnaug/ dagegen commiiieie und p€r^0i^t$re alt^Sjra^ 
: onyma des tran^tivea ct^Ara^ .eine Haudluiig, indem 

sie ein Gesciiäfit iü fremde Hände geben; aber der co/n" 
\ fnitUn» tlmt es kn leiten Vertaraufbi i^t p$rmiifßnä aber 
t ^ des ÖescMitetf selbst le^ zvi seid. Bti emnm^er^ 

invertraiieffi, i^i de^äeg^i£F: in die H^a^gebezi^Tör- 
I Wsoheudi in /7«rW^sr0;fibe(r}ass:^.n .ab^ der .Begriff: 
; &Q8 der Haud geben. Diei xönUrtuai&hi^mi^ vskotßr 

I ^ ■ - 

j H8cli6^ od^r reHgiösOi die permüsiö böi>I^ste|is . eine 
j politiscj^e adei^ i;ecliUich«tf VeiüwIvfrcfrtJicbkeit iaf|. 
I ^tlen i Iermit*timws^ fmod poteäktH fionced^r^u^, ul 

R 2' 



V > 



fi6o Flaü^* Omniiio. Prorios. Util^iieif 

Cic. Veit.' It 3ä, 8a LdtnpMOoini . ä' ineonMoia^wa 
nösiria eommititf^e^ Ug&mst fadkdis ^ quam doiari mo 
pgrmiffer^ malueruni^ Foi^t. i4, 30. JPi'Ugi hominem 
PidHiUypMÜum in s^estra fide ^i poüsiaie, aifue üa ui 
ct>mmi0eussU fidei^ p0f^miB9u9 poUstaU, Yctr. V, 
f4^ 95* lia (putsßior iwn /^»eius f in mxM honorem iäum 
tumfwi solum daiumy sed etiam creditunt efcomr 
niiBsum pmärem\ Wo inicb Zampts BemerknDg: ^/ntt^ 
BÜmpUcüiTi credtmus ^u&d grape putamus^ contnutiittm 
guod catwn Jiabenuü nidit ganz befriedigt; dcuuB honor 
bezieht ^dt wie p'^nÜMus auf die Reckte/ welche da» 
Amt gAi creditm wbA cotnmissus tlber auf diejdiuiHt ver« 
bttndeneii moralisdien Verpflichtaiigetu 



212. 

' • ■" -^ ^' . "^ ' ■ 

iPlane« Oiimmo* Prörsus. Utiqti^. Gppida 

"^ " - ' , ' ^ *• 

PerqüäitB. Admo4luiii. VaWe* - 

■» . . . - . . ..-.., i - 

s. Plane Väii^ wie^gerade a^«, neifd^ denGegensätz 
-^öxrf a«t tuid von fcaam} pmniho Wie im ga^zenund im 
iUgcineiiieM, uhei?haupt den 6i^nsate; der .Hieile oder der 
cinzelAen niid der'^BÄnabiä^ÄV /?^J^«2«r wie ge- 
rääezk dfen Gi&i^cliäÄitz "^ ?on ge^lfrsel^ mästen oder 
«leichsamj- /?«»äiw wie ^on 6?und aas« griin<i- 

l$th den Oegeneatzv Von einiger mafl^deni^^V'^ ^^^ 
jede ü f a IIa fden- 6egen«atz TOn vi^He i c h t , oder allen- 
ikilsr-; denn es y^hSH sich «i ii/e^;iia nkl^t jändeis »k 



quUipif: an ^xcäHfM« iih4 ist das direole. GegeütheU: yon 

dum\ f^ei puiia plxiii^ 0f/e0^sr*4^ Und SS, . ifiS« V- 
Gracehum • « <b superioribus päe^ne sobfn tego.^ JmQ 
plane finfpiomf Btute, bgas^Mit^Q. Attic. XI, v9. Qua« 
maUmre yips poMum i^elplc^ia niüip modo po99um^ Rhett«. 
ad H^. iVv 2t»j^ a4. Sa^ifieri potwst ut non^ plün4 
pav sU numerus iifrilaiarum^, Cic. Tnac. 1^ .1« Quum • • 
muneritus aut v/hninoaut magna ek^ partBx e9§enk 
aUquando libercUus. Famzn. IXj i5« FUn. Ep« VIII, 7. 
Separätim m« pendidisse , j^zm)c? mi)^ /icia/ omnino 
vendirem .Cic Bnit«< 59^ >ai5« *]^«c f#«ro rSuipiciö ,dicefe 
po99upUi8 • . [r«in] ullam €x iiUa quinque pariibm plan^ 
atqueömnino defaisag^ Ter. Ad. V, 9^ S5. - Qaia'non 
iusta m/usta, -p^ränsu9 omnia omnino obaequor* ^' . 



st» Von ^oppido ISsst sich' fragen, ob es mehr mit 
jßane oiet Ttdt'vaida synonjipt sei.- Ich ghmbe ^9 sieht 
so in der Mitte zwischen beiden, wie unser gar, und ge- 
härte dlien so ^wie dieses^ dbae dem edlen Stil fremd zu. 
sein (Ltv. XLII, StS\ IhmUiutf oppid.o adtdesö^na 
sacerdoa leeta^) .doch mehr der traulichen Sprechweise 
B&,.imd hatte gewiss solionlinge,, bevor es zu Qinntilians 
Zeit ein fSr/ididier Archusmns geworden, einen 41ter^ 
tbümliehen Charaister. QointiL VHI, 5, aS. 8a$is est 
Htm (oder liefanchr anit Znmpl: SatU mi petmvälde); 
M nsoMs «s#, 9BMM, dSjciw nss 

P^uluiuni Umperii nosifb auperioifes , vefeor ui /am nos 
(«ndere non^ ich vermuthe nostrum oder nunc) ferai qtda-' 
^m; cerie »niegerio,' cujün eodim 8ygnific4aü> est, nemo 
^i ambitioBus uietür. - ' 



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1 



* « 

iro r I; . 'Dat «^aIC^4DB^ip^«ii£0i wd^icMpdfc Sostna wd die 
et^pMU^feH^ aoffiUiMiV ]beidkcicl^* ichiwfth Al^leitM; aber 
öppidd ' ^rJ^Sve' 4cli ^tfa^^Sktti «atk Snaa^ifkJfiimq^ und 
bttdbstSUipli 4dnrrii ->lfiifr4»^, 4l^leiph A»«^. gt^cübinbe 
e«tli{)o^ij|iQii ; ii{<9ft witiojaaß«) den StAmiifevs^; londern 
fUta-li^monyiiicii «r^fer ealhielL^ Dcbh miist of^ oad ircJi} 
f kvtvMl kl pfid^a^ v^mp^i'^nmnwUfy in depv^Q^irÜMelait* 
}käam$ 'p0dar9^ pedamenttpn ^rliaiteii, ^emi *]fnm mk lfmih 

• « W ^ ' ■ \ , 

• . . • 

'4, Uotofi den' iii»rigcpi ^^moQyjyan' viUi »ekr aruclct 
fM'^fita^^'^mffn Jfk^^h^TwGrk^ fVE» »U ««/«/^^ magnopmtj ad- 
rttodam^und inyolTirt Jnii^}i AuadriMA; d^-^rfrlaiin^p« 
von Seke dot Sprißoki^i»d0Q.i#9U>9t, .iiräbni^d' die ^« 
eine niicliterne Stf^ig^ning des Begriffs enthalten, ralde^ 
ädmodttta pnd mulUim in Vi^rbindong mit Attribntivis 

[-er mit Verbi^^ magnop^f nur }pBai Y^tlni»^ 



* « I 



und' 4ie im^oge Opnstvsi«!^» i^avfiaorrcut 4^^ nodi Velphpr 
attdfr i>ppiäo ^p$ami; 'm(b/U)f^m quum j ^e}^u(tden wurda 
Adnodun^ ist ^vnäcbst ißyiiQDjm 11^ jarcipai^cuJBui^ imd I»- 
d^tttol eigebdiok yn^ dieses so- 'lüi^mli^lk^« %. B* l^ivt 

iHmbt luick diq Doj^tfi|t^utag.wi&fliiMq^^4rt, f^ßide ofle^ 
^to/iob ist dem Stamm 'l^ftck identiacli roi^'W<okI mid ge* 
w alt ig; >yahFSckeinlichv anok mit cvXog, ologj wo dieselbe 
Vecsetxnng deBaier^heiiit^ wie in aS^f^ri aag^e, wachsen* 
Buttmamis Bedenklicbk^iten Lexil. Th, !• S. 189 mi 



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T^nfMMt .^ei:H- P^icliiiici «C«; kH5 






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. €•> \ Jlffuküm^ut^in» Pa^tjdptfltorA toB.|i«Afi,^.Mrfel4Mr 
SUuiH» luidai .ia melior ,ifili .'in d#r «ft«Q ti(»^ umAph»^ w a tf 
ore#79 4ißßb^^ i)i8iF0«li]^« $(^i:ludtQii' in; tdam dbst nuft^A»* 
der qi^Uttve Btpi^ i»««prät3gUdb itielitd» aa^scUteMfiehe 
vüs .beMr«iait dor ur«lte Aji^dtnick^- /n^/or /7i»v cor B«»- 
jKeiclfiSKig' ä«r Ml^ j'^i' 1 1^^' Dieser - etji^aiologmbe ZuMMuinefl^ 
^^1 tiegt 4m.m^ilfiM>imher. Alaf 0V«r iiüit\ /SfiUiOMr^: weh^^s 
vieUod^ m'^eiA^ ^{[^fficheint^ oder wit nilli^imlixig, 
\Tvkkef seh - in ^.poU$pe , Mm \ ^JU^P ia. /y Aa» y nlhft^' in 
pkara im CariB« Fr^ ^v« «icdttcfii^de» .,...:} 



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I ^m^f,m^t t f I 



.«• • 1 



213. 



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Tentare- Experttt. ^^ericlitÄrl Pefrifeülüm. 

Discrirnen. ' ^ 

i> tm CÄsar Jagt in glaieheDi :£miiv£; G. I^ J 1 Jt^imam 
^s^ri^i ym WSf S fimtUnam^ttniare^ und Gic Verr« Yy&o, 
vexhiAdftt: ^m^«4l proeUi» farÜUMOt tjmUtr&s aQ^pe^ 

^h dec Ufltersohii^ d«arch, dast. der^i«f}i<m« s^eii Vac^ 
such: maeliti um. mir Eimicht ^m gelatigeB, der exputUim 
und der pericUian$ aber durch den Verancli wirklich- jBUr 
Siosicht gelangt^ und zwar der expericns zunächst blos 



' / 






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Mk IVntif«; Expe^kgi^ .PcridüMf et^ 

> . , 

JNhtaivii^dAiiitlB^YeFtaHdeiieiiGefJir. Der jr#iiAm«]i5rt auf, 
•obäU der Erfolg 'eeiaen Wikischen nicht zu entftprecliei] 
acheint, der €xperien§ liat miih>>weim:^ mitten im Werlq 
•nfhötty dodi «chon etwas gewonnen und gefördert* Flin« 
Sf* If'ßOftS^ Ommä pert^ntöf omnia 0Mperi0r, wie 
Faetodaeio. «d Bmt 16«. £ i.ty.IV; 5. JmmPßimmroBm 
iMiiiah »nii sfn^rp'wts nqn ß»p€risntar,'Wit' WsU 
und' Absicfat^ denn to* dem UnU^4 gebort wenige Moth 
-dir zu exptfrirC Seneo, Clenir I, tu Quetnium in civn 
^oet iaeht ^xperi^ndo teHtare* Gio. Manil, ^, 33. 
.Quiuna$ion08 mif^uampf^mka Rifmänu^n§fts0 la^ets^n* 
das hello neque tentandas puiapU^ wo offenbar CScero 
dn^n idiärferen Gegenaats beabsichtigt i ab in' d^ Innen 
Unterscheidung auch ' des .neuesten Erklärafs Beneke Kegt; 
nSmlich ich beziehe teniar^ anf die iti ed liehen Versuche 

t "^ - 

ilomsy sich init anfidera Völkern in Verhältniss zu setzen, 
durch Eiakdo^g zttr.politisclien Freundschaft und Bnndsge* 
nossenschaft. oder auch nnr freandschaftlichem Verkehr: 
denn Untare ,€Ui^uerß ist so allgemein und um&ssend wie 

np^erp. iicJi an jemand nuach^eiu. 



' K*r1 



9. Die QfitBia wird ia^ perfpulum ab «SSfit daner, 
in dUcrimeh als Zeitpunkt gedacht; \äia(ärinum*yL.i^ 
.Colnnnationspmikt Ton pericuksm Ltvvm Yl^ 17* M ip9o 
di^crimine periouii desliiußt. VIS; 34« Qiddinianio 
disorimin^ periculi eünciareiftr* TXlf i8, Pewicu^ 
tum ipetMi dieerifnenque id po^cire.'Wet^ Cje. N« D. 
lly 66, &66. Matul« 5..0ff. 1, 4i. Ta«. H. II, jj. I, 68» 
Admlich verhält Ack ancepa Xfxdisbiu9^ 



I 

f 






SdfoMKi Noäiia. Im6lva\ Nesohu «V^. 



» V: 



aßS 



214. 



> • f >«•»» 



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Scientiä. Wotlti^, InsciuSv Nesöiüis/ Xitei-ä^^^ 
Artes. Doctrina^ Disciplina. 

i;^ Uxfter dte Sytioirjriheii ieiehiiä'i docttim^ ^tUsei^ 

pUiiä, at$ tiai liOträB ist nur 9c^gMia dn reli^ inbj'öd*' 

üver, uniib^mtf ein reis oB^j^eetiVet S6griF/''d!ä 

übrigen «i»d .Md daa dne, lAld ^ka' indei^h' (»k bfitl 

III, 10^ S9« 'Jj<>quendi eUgWraia expoliiur ä'ciißntit» ii^ 

ttrarium0''*Eki8i daher gewisSi.'dAss seieniia zwar deili 

Singidarifl^Witiseiiacliaftin der Bedeutong SeßWisBcrnt 

I estappielit) aber 9ei^ntiäe inemüd ^ab «asdrlzckeil' kann, 

wa» wir Wi^aenschtf f teitt nennen; aber kexnes^eges^ folgt 

üuniuziigleiclij daas der Plilrdi)^ tron scienirä vberhitipt 

unltteiniscli aei Die Aasleger haben diesen Plural in CSc* 

Scn« M> 77* Quum tantm o^ht^itt» 'anintarum sii^$ania 

memoria prae$eriiorum fiukrorumyu^ pruäenHa toi iaries, 

Uft sei^rt^iaef tot inuerita nenerdilkga dorch Atkfbabnie 

der aldiniichen Lesart Hintan scmOiae und dercfh tlrkKroi^g 

als Genitir beaeitigt, abttr^ wie idx glatibe^niclit aom BeAeA 

^ Conefaurftiit Gern mdAU ich Faedmlati^ Leiart «Btk 

inAV^^igkUbsung von ,Tcc. 1XA. 5u Inoidtini emm&§ 

V^ra^qua • « tn qt^mhaä ftwfm B^Uniiaä f0fpdnmtm% 

in Schatz nehmen ^ aber da hat meine Collaticn des Ood« 

Farnes, wirklich in quibuB haec quoque scientifl reqtti^ 

I ^itur^ obgleich alch dijeies Wisa^ ab ein vxelfacbea, auf 

[ fMcivile^ gramtnatica, musicä, ei ^omeiria zvacnclAtziehU 

I Aber bei Vibruv. UI.. praef. findet sich derselbe Floral 

I >weilBal^ DUcipUnarwf^ scieniiae • • nan inc^riis fudicUa 



nropaneniurf und nädiher: scientias aHlficiorum • penitus 

latentes. Von conscientia. gebraudht Gicetto seibat mdbr^ 

" * * 

mala deki Plqralis» Rose* An/ 94, Cluent. fto* Patad. 2; 
warum soll nicht aacii scimäa$rhei Um ias Wissen voa 
m e hr o.r e n GegenstS^den beseiclmea 7 , 

,yfl:mog^9^;^ Y^^UäiOA ^eipQ lhMer/9. %£i:ich«i|iqftffg^» zi^ Bß- 
^l9^a^sGiti>bri9gt u«d^4wB#ra^fl^ ftot^JUl« iMwniui aber 
inYq^^if J; iii^a Sp|pnta.A«i^S|^ und.iatvjätb 4^ Wabrlicit 
^, C^ffP^enstfurf^ : bevrus^^r.^Qi«: «iffli^Mr toia.^bet^ doer 
ggI$g«9t|ipliiB^ Km9t]4isp4lSli«iiBielic» U^ibetüt fß» ,^ckniia 
i^usfi i^ clfsu G^ep4ß^aeki^ewcil3^ ß^m üxi^ ibii 4ell»ti- 

fkff4^ii^tsi^^^<aUiiuit0M imn^ßr\9:oieuMfkJ^rhk Momml 

^ , <vi5--,.ZH. b«4«& 5Vört«i» Wfkhü fiiu^ 7iw»tßL<a.i der 
^efllf^ b|^«biii»t,; V3(prb)i;itMa^ ^fVgni4iOg $0t\mktIiTkennt- 

$x4^|a9^ y»^ A'^o^viPinr^«; und in^lAiMb das %^ no^m^* 

« s. • 

. J^ .D», aiSnücIi^.- y^hialtiilas fl«dtt Slatt aicbt 
Uos. jBwiscbeu .scire wd tio^«^ saadera sBncjbi awucben 
de« we^er^ :^\^\ms^i^fiim ißnA ig^n^rm* Tac His^» 



# 
f I 






kead^ V DctAo matter uit diftcyqiltilliaiig «I; i5it&r iFbmii^ 

itm M tmrukk n$c»$arJto9^ fMeiL igxuünm . 4« .^ wr,^^ , Ic^4<Ml 

ihre Aecfatheit idt schon durch das Schwanken^ der. 'M$9^ v 
in Frage gestellt. Die Coojectarea in secrefo and in 8ini$ 
hab^gleieiifcvit) W^dbx'sch^iJtiliehkQib . Ah^v iSocl« fig. 

gebmg untfinfehinifiia ]«8SQn>C|ind.^>liDiCi dir ^iWlmSfi^gev 
sciaev fipwraii0üig«4iil> 4liDd€aL..:Virg%;^ji^aü tiVXÜid6^*\ 

w»iHHiti:eafi^./Äfli£r}i«4^i^^ ,.,;^:^ 

Sj; JQi4^ Uk^ssffiaheit dea 4>iNi«9 90^ i^ 
?««lb/ intern :ärf«iui' der ^^7^4^«B!r> >et3i!iis .»ifitoirwfiiSfc 

i&difftr ent^ ond/fUieUo^e NßgiMi3i^ 'Pior 

imkts hftt ntebU fder. etevils michi' f «i^ivo^« :d^ ^flmfimp 

bmi . «hpölut aleha » ' mf^^ü« i » W. fF4iih«gt . ei«eii Oma^ - 
hSmt etc^ iCic^iAtedrll, :$.: 9». Qm« ikUßgmu^nii^Jh 
c«OT fli, . i|ia»ö/a;^ Vergl. :£iilnf/ ¥ , >94: Jftb :Kirfr 
^um insciusj esse uHUtutem in fiistoria; xxat Df^l«.^ K» 

Brot 83 ; igt*' JWsc ium dmniUrn reruhp et rudern^ mit 
FliQ.Ep« VIII y a3. Absens et imperidentis mßU nesoius, . 
Cicero selbst hat nesciua memth mit dem Genitiv und 



»••.' »< 



* -■» 



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:««i«Uli. VMStu ' Iiueftti.^ N«Nl«L 



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• i"^ '6. Scientia^ 'eognkiö wid Tto^/^ia Tej^laBgeti j^deneit 

ditten GeiiMv als ' tiälme Sesäfmu«^ köiiii*ii ine 

8b äksi^ut gt^brUttcbt'irercMi, ^^wi« dio v^onsr entipreclieBdon 

deilt8«b^ An^Braekte in ^vl RedegmorleQr« er besitzt 

Keii»tttis«9 IL m^*).' lÄtB gesduei^ ' dsvoh i&iarrina 

iuid'>iralc2iA(V| mit dew ÜÄter4chied| dtts dns^MMa» so wie 

6'elibbi^<«vikeit,^ii^(Bhr'ds eine beftinmle Avt 4eF gri^ 

stigen iMUldfiog . 4m' Machen, '^ßrudi$i»K,tif^ ^ w ^ 

gelehrte Bilda»g, als die Krone derselben dargesteDt 

tirtrd, »IXe'«fe««ruia g«MUirt blos eine Ueberiegenbtit an 

Xättiftniliieif ^ ^tind -steht^^ vooordinirter Segriff der^aaN»«^ 

Jkt^ia/ weldie Uebeiiegtttheit an Ferlrgkeitonminily 9^^ 

'* iifcer^' und kann doishrib :anpb ^ blose ^lie«iri^deiD 

f^aiiniftblexidereii Natseh der Praxis gegenüber ^dhoel aa^ 

geseiiett md bespditalt werdea; die arndKi^ dagegen stebt 

im Praxb aehon ti«^t fiäj^er und iiiTolviii dse^ 'SJUwirfanis 

;dar cribrntan^ Kennlnbse nnd d^ Stodita «If ^ VeMde- 

fang des gansen Mensd^n; sie ist die Baiasiilni'img d« 



^N 



*) Dena €io« Off. I, 6, 19« Omma taaem ^gHodo . , l ma m 

, WßuHiiM capiundfß *-^ f^aui in siftdiis »cf^niiaf e^gnüiünit' 

que ver$tftu$ konnte nur durch Irrthöm hierhei* gezogen werden ; 

' beide Genitivi sind subjecÜTi« Orat. I,' 11, 46. Excl»^ ab 

. omai -doeiriita rerumq^ jnajorum « c Ire iith ' 



•» 



T 



JAUfttm Art««. DoctTJAüi .p!fpip)kii# , ^ 

's • ^ 

%Xige,'ffrui die^sittlicV« Eobbeit:bedei^et ; CiCt-Orat. 
n, stSf log* DefintUa.^»* gmuTB ip90 da^ififiamrM^oUt^ 
exerckaiimemque paene puerüem, wo du Comma nach re^ 
ifo^^ ffentUch machen «oBte, das« /^^^im puerilem xikht aueb 
zü doctrinam gehört« v^ 



7» LUeräe^ arieSf doctrinae und diecipÜhae sin3 ob« 
jective Bezeichangen för die Wi88en8chaftj&n> «her 
üe'/^^i^ «iid €ir^« 'bezeichBto daa all, gern eine ^bject 
der wissem^hafitiehen BUdongi and zwar Uterae im enge- 
ren Sinn, nur als die Literatar^ sofern die Wissenschaften * 
mBudiem iäiederger^gt slnd^ nnd dto Geist .mit Kumtm^ 
arä bcrdtobeni, nnd mittel bar sittsh choiVeriCftiid a<M^ 
mA 4lea CMchiMck IriHeBi *miee über im wtaiteateii 
IKnoi aofisnt sie nnmittelbargeiit^eBildnng und Kaust« * 
fsrt^letften gewähren^ doctrinae und dkeipUnae dagik^a 
bezeidmen die ein96^^lBi^& zA Sjlstemeia aosgebildeten 
TlieS^ dia leUgemeineft Objedes der' Wissenschaft, "mit 
awarnfoelniMrsmehr^die.speculatiteiiy ähstractBU, der philo^ 
lopbisGhen und gelehrten Bildung gebÖrigettt<£i«ei-« 
pHnoB' mehr die peak ti'scken deat^ Leb'tnv*angehMgen , 

Wissensehcfteii. Nep. Att i> 3w Hie protU ipee^emabal ' 

' ' ■ 

Ht^w^e , ominibut^^ doetrinie^ quibue puemtte aeüae 

imj^e^iri debei f fiHtm erudl^iL Cic; Fäm, tVy 3. fa . • 

eumme omäiwn doetriitarum etudiosum fuüse* In Cic^> 

Ck>eL 3o, 7a« Cetf/üf • . prima aetae dediia discipliriie 

fuit iisque ariibus, quibua imiridmur ud huno usum 

forenaem erscheint allerdings diseipUnü in der Bedeutungp 

belebe ii^h oben <iir üleris äuaecUieänlieh in Ansprucli 



I 












■' ■ -^ 515/ . 

fti€fvis. (jftebeft Terere* Fricarcr. 



1. X«m hei3it gktt un G^geusats ^es rajoben oder 
tolperigeu^ glaher glatt^ im Gegeitsats des rJ-uhen^ behaar- 



Ü4 Lhfia ist isla^y *wie c^w)"« M$iofLa$^ mitfam ticht 
t^e äcitäputf cuoM^. SU aefareiben. Der (Svandbegriff üt 
wohl der 4ea Geaeltalttfit» Ui? aiv, wovoä «uaadT i««;r»? 
dovoh y«rt(relcilItt^{ :dea Birdradicalen aticli 7i9VQoq g^iH^^ 
xat^'wie hig^iOkA ^emfig ron Xinaq und arti^^ai« Gidu' 
jat flo^v^og Toii He^cliitu untei* anderm diafdf i^^f'^^'? 
erkllirL Sowolil in dieser als ib der gewöbnlicben Be- 
deutung von hohlUt €^ daa Adjeotrr itöü fkJi(p»ß oder in 
der volleren Totm §<falp0f fmaHm^ d^jlo^ Dnrcli ein« 
MeUtfaeais deaaelbed Stailitnvoeala erklärt aicb tfaoh cüIpm 
weit natürlicher y aTs durch ulifog, a&us^ obgleioh die 
letetercr Consbinatioxi in dmn Verkältnisa ron ^it^^oc ^ 
bUnk (wie qAkaif^gg te blond) el^ Analogie findet 



• ' 



fricare^ reiben am ^ ^kidilrlA. glattste metben^ wh ^^f^fjfiif. 
von iirer$ reihen ttm dadnrch kleifler ^ nacfaen^'niri^ 
jt^ßsi/if. Die 'frioeuio «tehfe der pMp<üU> ^ luibe ' wiö die 
tritio dtT immimtiia* luven. Vt^ 5jj. Si prurU frictu9 
oceUi angülus g^gex^ A$b Joelceiii aber Terailt«^ Eon; jy 
1, a3. Odulo9 ur^iruh^ rnktre^ XkA -Tbräuw liennuxo- 
presieii. . ^ . . ', . 

4; iTeber das VerhSItnis« vö» ierer^, iriidaWf irUfiü^ 
ta rpi/f» T^ißoq Terglr n« 3« JF^icars vermag ich. im 
griecliischeii nicht fiacbznfweigenj eat taiüsste detia in '^m^ 
if^exa^} ^2^ s>dt wieder erkennen lasaen 3 denn i^ itt da 
proteosartiger Laat» der im laCeiaiselieii wirkKch biiweileB 
durch fr ^ersetzt aeheiiit, ao daM sich bei «diMcr Axm^kmä 
frigua mit rpyx^f ftaudari voiV-^^iiMwid^mf^yv&Pfi ftii 
iimire mit t/;4i^lipoff» frendere mit ^pM^O^ai^ xhdeiv bei 
Hejfjchias vmd . besonders friare adt tptecr - identificiren 
würfe. ' ' ... - 



a«*^»M^rt*aJu 



» '« < 



216. 

Parere. Obedire. Obsequi. ' Morigeraru 

Obtemperare, * 

1. -Patere und obedire invelTiren wie gehorchen 
«ioe VerbiRdlicbkeit nhd eih Verli^lbii&s der FfUebt nncl 
Unterthänigkeit/ obsequi^ obi^mperarey cbsecundarey tnorige-' 
^^i abelr wie^ folgett ist ein Act des freien WiUeusii 



f^ 






I 



# 



§j$ PflMroi. Öbedire. OEaogai. 

Birt B».Afr. Su Mb0§ barbaro poiim ohädientem 
fyisHj i/umii mmiio ScipimiU ^ii^mpsrast^^ mit Ab» 
%iclit 4oit dertgehSttigCj Uer der^xieandlzchere 
. Ansinoiks ^ CaeCi t& jS» s^nmÜB noHrU hoc conoß—eti^ 
fiii»i ui ad ptfba no^U obediani, non ad id^ qmd ex 
fwtfm üudligi pos$iif obtemfLetBut» Ck. Man. a6| 48. 
Uicw€9ä»90n99riiUj MQoii oifemperaperiJit, hautet 
obedierint^ B$d eikun peniitempestaieaqui obaecunda" 
per int» Legg« UI» 3| 5. Obtemperent oBedianiyue ma" 
^mtfitot, jenes ^moraHacher, dies^ «laphysislDlier 
Act AtL XI| 9* Ceaai meis pel pothta par'uU Tic. 
B* O, i4^ Paraia non arnta modo sed obiequium et 
parandi amor^ ä. b, Folgsamkeit «nt Achtoxig und 
.liebe giegen den Feldfaerr», imd Freude am Gehorsam 
in dem^Gefabl, da«« ohne Sabordiuation mid Ordnung 
fiKt SimAo aidil hMtabM kSnae. 



8* AMrabeJtettlet eSgtiotlicIi eiiicin permaaenten 
Ziiatand» ein ünterlhan lein^ obedira aber imm^r eine 
einzelne Handlange «ich gehorsam beweisen» Tta 
Agr* i3« Britanni domiii tu paroanip nonduhi tU aeruiant 
konnte nicht obediani gebrancheui ohne wenigstens nobis 
beizufügen. Cia Famnu IX, a5« Nunc ades ad impe^ 
randunty pel ad parendum potius* Aber dem Begriff 
nach deutet /Mir«ra ein demüthigenderes Verhaltniss an 
ab obedire; der parens gehorcht z. B. als ein Diener (daher 
apparitor) seitiein Gebieter | als Unterworfher seinem Ty- 
rannen, der obedlens als ^in Nachgeordneter seinem Vor- 
gesetzjeh) ?• B. als Sptdat seinem. Feldhemiy alsJBürger dem 
Gesetz und der Obrigkeit. DieUmschreibmigcUc<oaiM&72/tf0> ' 
^ oder <^^n^fm,eu«inyolTirt den BegrijSd49innbedingts0 



und* blinden "^Crehorslmu^ weldier Ordre parii^t nnd 
gleich, anfs Wort folgte ohne «rat m grübeln/ im 
Sinne de« ehrlichen Klostefbn^rs bei Lesdlig. Da obedire 
nnatteftig, m Gopporit^oi roujfudire UXf «o »hat die 
Schjreibaft' o6ofci?^*<f 2 welche ne,9er|i«h .an^ vielen ^8S. 
bemerkt wird , weit, mehr Analogie. Appnlejda hat 



m 
( 



• / 



S. Parere^ gehorchen^ ist kein Homonymnni Von 
parere^ erscheinen. Das letztere ist Grnndbegnff, wel- 
cher auf wafego^ hinweist, eu welcfaeifi sich parto eben 

, •.. "i . ■ . . » ., ' ' ' . t- • ^. .,1 > ' I « f' ■ 

so verhält wie tiro und f>ir</5 zu iiner und ^e/Mm/m. 

Der Vermittelnde Begriff ist praeato esse* 

4. Weiter «nierscfaieden folgt der ^hssque^ und 
obsecundans aus Liebe und Gefälligkeit^ indem er 
sich willfährig beaeigl^ der mci^erana und obtemperane 
aber ans Uefo«ra«ngung , . Hocha^IitiiBg odMr 
Furcht^ indem .^ «ichnaehdeoi andöm gentrt* Oie., 
Orat. 71, 330. Dum au roffahti uiaiügntii ,o^ßSfui, 
aber (Sc» Farn. iX, ü5. ObitLmperare. cogita, pre^a^ 
csptpa iuis, . . 

5. Obtemperart heisst einem andern gegenüber oder 
zu gefallen sic& genkeh oder^ buchstäblich iibereinstim- 
mendy den eigenen Willen dämpfen, zu welchem Stamiki 
sich temperäre khen so als Intensivnm verhält wie perbe^ 
rare und vibrare zu Werfeii nnd wippen. Und da 
nach . S. 74. mos stamm * und sinnverwandt mit modus ist, 
<o tritt rnprigerari zu obtemperare in ein^ ähnliches Yer- 
I^tmss wie' nach Th. II S. 208 modereUio m ümperaiio* 

* » 

V. Th. S 



,^.^ •? . . .;>;>f..:J . •.: ,"ftf*f •*;::o'.-i ft' <f ■ 



"''/■.. • ' ' 

DiSCeptaWo. ^ ^'Liitt jgatitf.' '' Cofnttto Vl*i«sra. 
Coiiteldtiö. 'AUercatiöl 'Jurgiüm,' 'Rixä. 

. i. , ^ t; .i< ; . .-...'.■.. '( •• ■• . ' ' ■■' ■' '',11 

1. Die diaceptäiiOf Utigatio und controversia dud Un- 
^ einiskeiten . deren Beilegang mitA^he iind auf orjent- 
lich'etn Wege versjicht wird. Bei der cgntentiOi altercatio 
und furgium tritt der, Begriff der leideiischa f 1 1 i c h e n 
Behandlung hinzu, welche sich jedoch auf Worte beschränkt, 
bei dqr rixa aber in Thätlichkeiten übergeht oder we- 
. ' nigs^eüs überzugehen droht. ^ Liv/ XXXV, 17. jE^ 
ifi«» c^ tatione alivrcäiionem ßsoerunt. 



> , t i ! 



> »• 'Coit/rd^vr^'a gibt nur da^ JSild ^ron swei Parthdeiii 
* welche sich einander gegenüber ' stehen, bei der dUoepiaiio 
werdet sie ini Disput mit einander gedacht, zünäciiit ohne 
' ieii|dliche Absicht, sondern blos unr mittest der Utiter- 
•ucliutig der Wahrheit auf die S^pur zu kommen oder 
das Recht zu ermitteln, wie bei der Erörterung, bei 
ier\litigatio aber liegt eine feindsdige Stimmung und ein 
persönliches Interesse, zu Grunde, wie bei dem Hader. Gc. 
Plane. 36. ErcU non Jure, non kgibuB^ non disceptßndo 
decertandum^ sed armis dimican du m» In Famm. IV« 1 4- 
F'idehqm , quanto periculo de jure publico discepiaretur 
armis ist eine so absichtliche, dem Oxymoron verwandte 
Ak3rrologie, wie Erörterunjgen mit dem Schwerte« 

3« .Um disdepiare mcht misszuverstehen , muss man 
totk capiare abstrahiren, und es vielmeht mit duiüx^ninfio» 



i 



I - 



CoiMiäo^< AlteTMl^« 'Jbr^iiiB« : Rbdb üj6 

eben €D id^titificireÜ "«vie dimica^s hiit^^iafüi99d-a$.' Der 

VI 

Stamm aawmi»! <m69iv9^iiM^tVKd7re7y etischeinlswar gewöbnlich 
im lAitein dnroh* MeUthes» al» specio, specto, spUheii, 
speckten, ad>er«b^k w cops/^, »cfakuen, scheneni 
welches sich «ni -idem iatensiTen tf^^jf^ro/M^i nicht imdw« ver- 
liält) fl(l« ctipcme ztt (fftiiTif »k ... 



• • I / • , 



. 14; JLi^^ar«: stimmt^ ;biichgtSbiicb Td^lig sa belei« 
digei],^'wie->l»t^ara*zti achmeiidigi^tn« Die* Versch^e^ 
denheit /3er iBi^griffe lür imä Leid "wird durch die *jdie 
BedentUBg -you laoiä, d. h«. Bkas^t vermittelt/ . Aber 
L ei d' scheint zogleid^ in der alte» Bedeutmtg Ton L eichen 
die deutsche 'Form' ^roB iHum zu f sein', > und;]»' der- üb- 
liohiiteii 9edeat«Bg.aKtti'Schme>xia -ni^fate jBMm ^gar mit 
Ihre auch i/olxim/frXiroy.d^riii wätdererhemiea.' 



• ».» 



„>-j;j .,i! 



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;' i' ; ;u :' 



5. Der conUniena will durchaus Recht behalten und 
mit Anstrengong aller Kräfte seinen Zweck, gleichviel^ in 
welcher Gesinnung > durchsetzen ^ der alutcan9 ^iVill den 
andern mchtdas letste Wort behalten lassen , der jurgOM 
wdlj ohne auf 'den ätf dem au hören^ «eignem ünmath dnrdi 
harte Reden Luft* machen. Die con<«i»^'o :giebt,. wie der 
Streit/ das achtan^^werthe Bild der i^igeslreagteil 
Krafti die,a/^£roaj9ü>> wie^dei^ Wortwechsel, dks<- ärger* 
licke oder l-äck erliehe Bild der An&egung und Hitse, 
weiche sowohl die vemünfldge Verständigung durch Griindci 
als sadi die kräftige Entscheidung durch Schläge oder.Wid&n 
vers^shm^ht und sich«. naeh Weiberart durch blose Wjorte 
Luft mftchf, und wo jeder den andern zu überschreien sucht ; 
das iurgium endlich, wie der Za^k| gibt AiU widrige 
Bild des rohen Zornes. • 

Sa 



• \ 



I. 



ftf6 JEl^l^tMtklr i litiartipv 



6^ Das FragniMt «im Cioi Ri)^ IV h^li(<iil. p. 4S^. 

Si ./Urganif mfu&i, ien^okrum* cßine&rUUio^ nttnMßinimh' 
cttmm .fuvgwm dicUurj kasfi imnra^lff^ .ao . Tosaltanden 
w«sdM»< wi» der Dedankeniote Noatii» Aieiat^ äk «rUäee 
Cicero furgiwn für näher ainii^itrwvndt .nut ben&^hrum 

cönceriatio als mit /»• Idi weiss nicht, wer däs^Sabject 

' • ■ 

KL iriquit and da* m ßütgmi$i wer der Varfass^^ ti^d welches 
der ^isatwaenbaBg daif vod CScoro ^^rten Stelle iitj 
aber effeidbar ist üur Slam und Oei^ folgendUrr Nanfüi^ 
widir , wfeiBi mm des Streit diesbr Mannet: ;a»^uffi»nemietl 
will,« ddnO'jniisa hiah itok /ifr^Mtom. esäen gana iMtoad hih 
erhörten Begriff vei^iBdetti naodichi den Te»il' hkm^nfokrum 
-tßHcnrtaüot nnd^nicbt. den gewöhnlidMn and eiiisi|[ wtbttü 
von lis inimie9ruht4 Di» Art4^ wie RamaboKti didsa Stdle 
anführt , macht diese Erläatemng nothwendig. 



' ,/ I 



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' » < » • 



' ■ 4 ' 



:7^. Wiqit^r' sagt li^pnns: JH ä» s^famtfif^ Jur^tfiv 

igifu^'lex füUia. inter've pteilum^ymAn HUgfträ; hier 100«* 

o£ß&nbar i>9tat fot /7ii/a^ gelcs^ wenkn} diata». ist dev 

^ Sinn: £bs Gesetz initersi^ dan Nachhambd einlreteddar 

Uneimgkeil nur Zank und Streit ^ ;ak otiedaabte ßeÜMt' 
hülfe ^ keineswegs ahd? ckii nrdentUcheil Weg der gericht- 
lichen Klage« NiaEUffk ist aöck bei Ctoei^o das /urgiafi^ 
etwas tederes ak ein AnsbiMh des !Zt>^ne;St w^hidlr iob 
dirin Mdber die ialciä»diii Ftimirmn o^f^if «adi dar 
/ Analog yonfküw' ^nu^ ^ui^wm m^ikkm^ inMASsk sacb 
ytOk ;hm äjina nnd /uäitiM Smo^ ert«nnd> alä me Gen^pQ*^* 
^ tkki Ton ->aft* -nnd a]^«r«'iaaah* der Anialogie .voja titigiueu 

cofUinuaa et infesiäa o rut i on es püH^öti ' emU^ 



i Coaimät^/ Mktsbt^^ 'jk^^^ iUxA« \ mf^ 

8« .jRiura steht: als Art des Kmnpfea gßaz so wie 
die Rauferei und Scbl^g^ei in der Mitte zwischen 
jurgium nfnüt, jM^psiiwn, und scheint eigen^icher ein Particip 
YOn fingen» als wie ich Th. ni S. 35a angabt von 
rin^i m. MOk Tai^ iH. I» 44* Jurgia pvMum^ mox 

discipUna. Jwvot. X¥, &i. , . "■ 

\8edjurgia »prima lineare 

imcifiuat aninda. lärdtni^Us; ha$ü ^mka rixaje;' 

i' 

.i)d9^dmnof9 pari tg^mmtmiinr^-^t $4^ t€U ^ ^ 
ßam^k nudm mammi» 

Dattti V». 73. 

• Pars aUera pron^, ferrun. 

Audet ei infeatia pugnam instaurare sagHfie, > ' 
Tac. Did- fiG. , 'CiMsritf /tfaf^erif».« • ipneetiam quibüsjaüur 
tirmi» iüiftm^oeikis si^tuäio feriMi pkrfimque dejectue^. 
wn pug'tm§ siß^'rUx^tuw'f Gegensats i^ön liegdinäsaigeiii 
k«9StgejiässtÄ Fimttkampf und Von -»eher :K(atiliiaIgeireL 
ColttBid VQ^ a. p. m^Qi^niäm ei ad rixum <ei ad 
pu'gnaah y i« c&mpart^ktr. 'Sienee. fav BE|> lS4* Qu^ 

puet09 in rimmm^ei fwrgi-u-^m c^neüamii, ' 

( ■ • . ■ ■ ■'.'*■■■• ' • . 1 . < . . 

g. iScor^lusj händ eis ficht ig, zuerst bei Senec. 

Saas. Vlii wird von Salmasias richtig mit ffxopoJor in 

Verbindung gebracht« Hesjch* SnoQoiiom* f d n^ triq pk&jjriq 

oxo^o^o«^ avaz^ixpa» (scfar. ava^fixpai) io'ÖQ aXixtgvovag. 



i • ■■ \ < / j .1 » 



SchwerHch aber ist es ein altlateinisches Wort, sonst würde 
es Bcordulua lauten^ wie crapida, scutula^ peaauku^ boiulum 



•S \) 'S. . _■ ' ■• ,'.» ' ♦ " 



statt xöCMncUi] , irxtiTcUfly noaaaAo^i ßtyv&akof. 



N ' - 



. 6. Oidfii^ bat kttü natwii «faüBrM'Unliiiim, im* ent- 
spricht m^arB baeHiiüäMidi der "Farm KtBA^ uvßa^, 

<?<ii« ist^ft iUxr^tnr uftd'^m/baclutAEch mit Ijmger YSÜig 
identischen Xi^og von AEXSl gebildet, wel^^hen Stamm 
biMtiiiänn ti^xÜ. Tb. II. S. 9s mit Tallem Bechte von 
Xiym schadet Totw ist wio o^^wffm Am Notosn tob 



•»M 



219. 

Duplüm. Duplex. Geminus. Dubiüs. 

Aiiceps. 



ah ^ontinaitl^cbe OrÖMCf tdiaa dbyNter ^B 
gezählt, Am duplum geWogeft 'oder'igüiw^s^qeal )^0ia9 
^ zugleich wird duplex regelmäS8ig( adjectivisch gebramch^ 
äupfiim'Bh'et s^abs'tantividch. QüintiL VIII, 6^ 43. 
ih qub it Mi9Mrh8'^9fMt'dupl'e»f mBc.:dmpluw^ flMum. 
Vergleiche Oiio, 1^^. l^,.&o,-ip». ^^iDfuaw etM wrfek d^ 
plices^UB ); ut^W^ anirkorwri e 'isorpome esocBdeniium, wo 
bei e&tar« 'die W«jge als 'sw«i Van ^«Ifai^der gta^i^ Teräcfak^ 
dtae-,'%lfi dupiicB^'^^hßt in ^ihrer weofaselseittgenv&ziebDng 



• • . ■ . » ■ ■ t • . • « 



tt. Ifu]^ Uk eineiM;' Wblrtroili^'^miii'MrXttS bei 



t 

\ 



^ "^ Däbiiu. Atewltt. _; Sgl 

dngegdi diqrB$ gdt dft Mooe DtiiaithiCkrfixrii von Am^ 
d^utf <, wie : 'Mmpkm, Toii ^MüM. AHmn ift li^fiieSg « db* 
/>lei# Mit Zwsif«! aUL mfßti-iBo genMi ottsamaMiiiliiilnt 
Uni dig, UgaUf iuiw^p mit. ■wir, cwUchc^^ Zwi«1^ 
86 ericeime ioh m jenem ^ plm^ *^ fml iäß Wrioaitiram 
Ton falten, wdolies «ich za d«m ydüerm pMoarej nläm 
Bidit andeta' Terhätt idi f.ef alles tm \pUusera» JPHr die 
BegrifrrrerwandtaGhaft ver^eitlie auan imt^gi^^ rmrdapm 
peln und zwe^telwu Das« Mo Form 4^'PP®1 ^^ 
später enüehn|e ist, geht ans der zweifachen Abweichnng 
von den Gesetzen der LautverschieDung hervor. Genünua 
ut das Adjectiv von /a^os; der verschiedene Gebrauch 

Tereinigt sich nnter dem Begriff des Faarens, £s unter- 

■\ • ■■ ■ . . • . . ' 

scheidet sich von duplex nicht Uos wie die Perso,n von der 

Saohe^ sondern in geminm ist die Aehnlichkeit und Gleich- 

heit bei der Zweiheit Hauptbegriff, in duplex aber die Zweiheit 

bei der Ähnlichkeit und Gleichlieit. In Gc. Part. 6. P^erba 

geminata atqUe duplicata pel etiam ,saepiu8 iterata 

V 

bezieht sich gemihaius aul die "Wiederholung eines Be«^ 
gr^s durch S^onyma, dupliccäua auf die Wiedei^holuu|| , 
des nämlichen Worte^/ Das entsprechende ildvfios ist 
eine Reduplication von dvo. 

3. Duhitäref wovon zaudern ein fortgebildet^ 

. ' ' '••.''••■ ' ' • * 

Intensivnm ist/ bezieht sich auf UeberzeugUDgen und £nt- 

Schlüsse, wie ivooiaj^e$v : haesUare^ ^auf Worte und Handlungen^ 

wie ano^iCfi <imbigere auf beides, wie ajAtpiaßfitatv»' Cic 

Äcaddr n» 17, 5 2* F'inolenii si quae jg^iunt , dubiianf^. 

haeeiiant. repocani sß interdum. 



) '< 



>%• Vellej% JP«t B,^79. ^& pairähdö bMö moNn 
fidt, ffUödpom» dubi^i ei init^TJftuw^mfi^cipiti f^ 






f 

\ 



383 Daplanw ^Dnidcx. G«ii{tiii8 etc. 

recht; ^nb anDBpaiiA oft .eine SXmgsmogyiOTL^duhkiM. Bei 
diibui»itBUjiiwnbigmt9'hKBA^l es siek . überhenpt um Ge- 
liagen ixder MUalingen, Sieg /odev .Miedei^i^e^ Glück 

oder Uaglüek*, ber ancepa Mhejj nm die gcniBe Existent, 

• > 

üBi Sein oder Nichtsein. Tec.;A^m.IV, 7$. 2^- 
%ee • , dubia '-9uarum' r.B^üitaneepB iraetua » • f^iiii 
Ugiomum imphraUu. Hist U^ 86. Pro csrtU.U^olim partis 
W9^u, ambigua^ anoipitin maUb<U. 

5« Pupüciter ist immer modal, .auf zweierlei Weise, 
in doppelter fiKnsichl^ hifariam aber local, >an zwei Orten 
oder in zwei Theilen* Cic. Farn. IX; 20. Dupliciter 

' delecialus sum lUeria tuU; aber Tose. IH, 11'. hifariam 

_, ■ . ■ '' ' ' ' *■• • ■» ' »'»..' i 

quatUQr perturbationeß aequaliler distribiUae ,sunt. Auch 
Messal. ap. Gell. XIIIi i5. Quia bifariam ^cum populo 
agere non poteat^ ist nichjt wie Forcellini meint, durch 
duobaa mödia y sondern düobua focia zu erklciren. Eben 
so unterscheidet sich Sneton. CI* ai« Gladiaiorum munera 
plu^rifariarn ae muliiplicia exhibuit^ und Cal* 18. 
Scanicos ludos et aasidue^et parii genarta ,ac multi- 
fariamfacit. ; . 

6« Bifariam nebst trifariam, quadrifariaxn ^ iimbi" 

fariam, plurifariam , multifäriam , omnifariam Vka%t sich 

auf zweierlei Weise erklären, je nachdem man das rzam 

Stamm oder zur Terminatioi^ zieht In zweiten Falle 

- ' \ f t • ' X * K. ^ ■ . - 

wiirde man nicht ctriua als Endung , wie in agrariua 
n. a. annehmen mitssen, sondern nur riua^ auf den Grund 
der Gloss. CyrilL bifaxj dirro^i (buchsüiblich zwei- 
fach) demnach faceray/aciaa als «Stamm zu Grtfiide liegen 
würde* Im entg^engesetzten Fall\ .enthält das '«r den 



Ramiii» SfUHsahu. Tabt^ Stola «to. 



985 



Summ 9apco/ ^^o^Qmigf welcher in ienTormen paf{»^pariä$f 
separa seine 4fi]^irution irnfgegebcoA hat. In diefem Fidle 
wäre bifarius der>.Be4^atung xiach mit ^«fititöff» den 
BuahstabjMi loßßk mit dem herodot^Gbea :8t^$iriM^ 
idcDtiacIu / 



220. 

Ramüs. Suirculus. ' Talea. Stolo», Virgi^. 
. Sarmentum. Fruteau 

I. Rami und ramalia sind die Aeste im directen 
Gegensatz ß:ea Stammes, ans welchem sie unmittelbar her- 
Torgewachsen sind , und dadctirch verschieden von sllbki 
übrigen Synonymis, welche entweder die Zweige^ die 
erst ans den Aesten wachsen, oder blos mit Rücksicht anf 
die lange Und dünne Oestalt die Reiser bezeichnen. Aber 
rämi sind die lebendigen grünen Aeste, >afi»a/!ta dagegeii die 
abgestorbenen, Aeste. Cic. Orat III, 46. Inarbori-^ 
hm truncu» y 'rami, 'foUa' sunt; aber Tac. Aim; 
Xnii ^^* [nominalem arborefn • . moirtuis ramalibu9 
ii ar BMC inte irUnco deminuiäm pröSgü ' locö käbi'* 
tum ett. ' - : '. • ; 



a. Ramiu betrachte ich am^ liebsten als Contraction 
▼onaraoamifS) alap als eibe Formatiozi yon ^ ^i^ioq oder 
(a^i womil Hieoj^hiv Gaus. FJaut IE, 7, 3. a(^ii»Teq ih^ 
^igag <dio Sre^zlinge beseiehnet werden. Hesych. ^iPogra» ..^ 



^' 



^ - 

\ ' . . » 

Ter^lkbeli «ak : ^Aix/^ff* o^AflqftiiOfri üUSHf fat eheriet Wort 

rttintitf mit ¥90^1*09 identifielity 86 bat- ^ glekliftllf die 
muiogb BMttDg 'Von t^meUim ani «omwitoy i^kidit «elb^ 
dumus ans 9apiyog für sich. Einerlei Stamm mit S^fivo^ 
selbst bat offenbar gußdogj Qoang^ (onctlovj Qlxp und ^oitfri aneh 
wohl Rebe; oQodaftfog aber, nebst ^«jafiyog, ^a^'S» ^aJ^i^o^ 
ist keine blose Nebenform von o^firo^, sondern [enthält den 
Stamm AulüsSf buchstäblich Rei^^ und rudUf Rn^he^ woza 
auch ridica, der Weinpfahl^ der Formation nach aber 
yel4b(itt 'sich iigoSttfiVog M nadiua ^bctt so wie inJ^ti^iog 
(durch die Venatttrliilig von tfr^n^og) iA a%Bifiig. 

3* .Sm^ulm (^owMAiBt 4« J3«iDJniijtiT von 9wu»^Ji/^ 
Pifikl) no^ A^m€it4um W9A Dfjrivata rpn Aor^^ wek 
ehes «^«t jsixhworlicti ^was andres i«^ aU «n^ A«^ 
mlalion TOB ^enr^r^f pur^ßre bei l^^^t^s, womit 2^9^» }4ie 
$icliel» Im Aeisio4« Ofp. 671 ^^«wnmei^Ki^ Bei4ii 
Fonimi iMiben ako zum X^twäb^jiffismmi Zwfijg» ^el^her 
als vSberflilssiger 4wVfliffha 4es Baniaea #)^|^«sQbi|M4e9 
oder boi^ts ia)9^esohnitt49>«uist^^ «in Begijffi welcher 
iii.mrcuißP0 pkmtas bei Goliw^ V| 9^ 4t l^v. be^chiiifi^ 
den j nnyerl^eniibar er^cint — Taka nqd fiiql^ ent" 
halten den Stamm &ttXlog und Telken» Zelkep agii. 
telga^ der Ast . 



• « 



^ -w 



4« In gpKUmfiwmilwm iTmmht digegdn gpUum »mner^ 
9MitBMmmim und tM$amwt^w»tm^ toA^ Ixeideidai ZwP^S 
gleiiqjbsamL^^ ^Olii^d loder <0ini v&i(n4; id^ flatmica .dpi^ 
fiMm, dar weiter ^ab Prop.froar f^er «If Sjitsbaa^ 



Ykfß. . JtMUeiiMlk. ; xXtuink 






war F»»%iflan«mg di«ep.|;Mm o4er ioll; «ii^millB ^4^ 
mentum und «to/a« iadftril hrid». den ZiHpdg %Ia iUip0«|i 
AaswncliB des Baumes darstellen, der beseitigt oder 
weggeworfen wird^ und zwar aar mentum in allgemei- 
n e r e r fiezieliung als einen ^los n h nü t z e Q ZW^efg ^ degr 
dem tiaüoi aiol' Itosfeii seiner Öesondtireit Moden S^cbmuci: 

verleilien würde, stolo aBer s p e ci elte r äen s q h ä d 1 i^c he n 

. V - - ~ 

Zweigi. der ak Scliniarozerreis una' Raubelr durchiüs weg- 
gescnnitten werden, muss. 



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5* 2Vrm«s hiit mit tuno , &vüaog , einerlei Stamm^ 
wie das homonyme termes oder tarmes der. Holzwurm, 
mit i^r^db. Höf • B|)ö£ tfr, 451 '&^minai ä^ m^uam 
falleniia' ierMä^'oHi^ät, Was die 9eboL dimir Mulls 
oder ihyr&m iAkst htMia CfTüSien i 9vg^og hhet hVik^ah 
Frisch einericl Wort löit Tors cffc oder Bö'tB, d. h* die 
Erdräbe y Beäyehf üs , ^ i^^ipög^ atiUxög y , %t ai^gp fp^wh^ 
^luQtfiyLai' öder Öl dter kä^^a Form': ti^se»^ ^*>t4 yAi, 
gehört gkichfalb hiether. Cohüt. TLlL, 48. Ikii^ii^g$^ 
riohe^ in hohummitikOjiif'ciHw dtprimttnif ist dn 



>i • j 



& lFUrg0 nxA säiy»«n/fv:^ bedeuten mei^ei^s» r(icf/s 
inakOier ein^ Tom BftifüDcv ^p|ion . abgetrennten Zweig) 
aber i^ir^.iwd, r«^ niüsfisp .ge^l^Ad^ i»p4 .««rblf^nke 
Zweige sein , ( und zwar die pirga zugleich dümji xjüpk^ 
Sxchwanky um als Gerte zu dienen, der rudia aber 
dicker und steifer, um als Stöckchen zu dienen): 
diesorm^rUa denktman sich als krumme, verkrüppelte 
Zweige, wie sie an Hecken besonders gefunden werden« 



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^i8S RumroiSonfllM» IM«, .^^tolo etc. 






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> 7. yirga bedeutet sn- sich gar nicht einen l'heil 
des JSaumesy sondern ebenso oft einen selbständigen, im 
ersten Wachsthnm begriffenen Baum. Daber ist virgul- 

«.i- , ..i. , . t i i. , , $ \ , ' , I , •••••5 , ^ 

tum ein iSynonymüm von frutioetum oder friaectwn oder 
fruMum* Aber als virgiUtwn ist der Ort mit Gebüsch 
bewachsen und nicht kahl, als fruticetum aber mit Ge- 
sträuch ver w a c h s e n und nicht wegsam. 

I ■ * • • •' ■■ i .-.*>». . , . . % « . I • ' • ; ». \> » ' 

f «" t I « 

* 1 ( 'i li // \ • «> ; !• • . » . ■ •, i . ;•'>'<•< , ' '' " ; \ / * 

t,^ 9ty< l!rK/«;ir miia^evbeji den C(|ieche{i,;^p^raj^ lauten, 
vA:f9Pi d£es9 e^pr9eh^^^e;.pprmation. Ton. /J^iIsft'^J^vro;, 
ifR^i^^sP/«» ia Umlauf, gewesen ^äre; ,Yjgl^ iibeyyrfl^or, 
fii^X^ .S« )-. ^^f ^i<f< , sdi^iat .x^r i natürliche^: 4ds eine Ver- 
bindung i^it ^A», fruciuß^ odp^ wt spifixfftt^f . Dagegen 
«tf^^.mit ..Zweig al|d.« 2««A fu i^ent^ßc^reii i hat mehr 
BedenlcJjfhkeitp ^Ofi^, doiff. pcr^o^. ocjer bei Ijlesych. mSok 
ist A^t; nila^Off.ei^al^t jjie sämmtlicben ^^lemente Ton 
Holz, wie Ufadia die von Herz; vermittelt durch die 
I^tathesis K^AAJOSy nach Analogie yon utoQiia'^ daraus 
mag auch caudex zu erklären sein, fSr xaXov\ jedoch 
liegt nv^l KijiUq», )ra(0(i näher. ' Aber uhanf Verhält sich za 
nAadei wf6 ^^^^v zu' '9t8<p^^, wo der - ungriechische 
Aksladt' d in «iiuen vörwttRdtbn'^echiaefa tönenden Anilaut 
übiferging, ' ' ■ ■• '^ .f " 



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Vmi/hn^i FvoMb: aEHtWi'^ Y^tflm. »c ^ ^ 



Yi'! Ö/ jSf '.".> 4,'^ , ' y»*. "'-', -T Vr"' •'' ' ■••Ä-*.'i' ■: J * •■ 
^mus. Procella. Turbo. Vortex. Torc^ere. 

Jnvertere. Converterel , . . . 

cetta^nditämpesiaB als dfem' h'efti'^e^^a Wii^^^ 
und Voir :/örÄo' Tita' ' f>07^/<?if wSs flem Wir*elWin*. 
Lucr. VI, 123. Cum subito i^HdV'if'ernt^ tolUttti ^^rtf* 
eella nuhibus intorsü sese. Flaut Carc. V, a^ 47^« 
Exof'itTär'i/e'ntüi iüt'bo. VJi^.%W; 11,-4^6. 'Jlupto 
turb'iri/' i^'ä'nef conßigunt.'''A)p^W^ ^ 'p-VS^^. 

Variie turhil^^bii^ procBitärum' turbätä. "Lfutr. ¥t, 
44^. /V'i; 'qübqxie 'idinPblpat penti^e riuBibua ipsBhfo'riiW» 
Cic. R08C. A^."45i ' T'eiiH vkJiemmtibr^s dut imfhoäS^ 
ratae iempestates. * ''' * 

^. Procella ist ein bioser S t ur m ifir i n d odei^ >b'eftig^ 
Wm^iOsB/ tempksiai aber e£n 'Völler Stur m, ein Stux:jh'^ 
Wetter, Meistens begleitet yoU Blitiz und Donner, Regen oder 
Hagel', cic Öff. H, 6. • Procellae, ' Ufnpestatei. TiÄ^t wird 

die procella Hur als Theil' der tempesias betrachtet: Plki. 

_' , _ ■ • . . 

H. N. XVIII«'a8* 8. 40. CäeUstU in/uriae genas umun^ 
^2M)(f ternpesi^hies PöcäMUs,^ in* ^üibus grändkries y pr o^ 
cellaäf cäefieraque sitnilia ihteUiguhtur. ' - 

3, Nach Lucret. I, 296. . • ' ■ 

irUerdum cortice torto 
"'■ P^enkyes. i : ' =• • " " •• . 

'^^ Corripiunt rapidijfüe rotanii turhink pqrianii,:^ 
lässt siöh )itienfaUir"Temiuthbn;- Üass tförtex einen seh w f c h e- 
ren, Ä^rfo ^üiienge wältig iirn Witbelwiild b^iefane. 



1 

1 






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' 4«. Froe^Ua giltaU d« Nomen von prooeügr9; feÄer 
aaeh der Analogie t<üd ^vJttÜ'nnd <it«Ua liesae «ich /ro- 
celia auch fait dem Stamm von. proo — ax ip^ Verbindiu^ 
bringt^n. Zalij ist cnnächrt mit C^io;, beides mit (iw, 
nicht riiit aäh^, in Yerbinaiing'za setzen;^ Xaäiatp ist eine 
B^4ittl|irfHon, tdj^ ^A^i i4>i9r i(^ .ist, weder ,za ^esem 
Stamn» noc^ «ncfa^ wii? P«9fow tlmt| 9if. W/Sia» o4er XUn9$ za 
.ilie))c9^i .liondem 'wi9 4^ entspreobende Name Pfriem 



\ -• 



// 



.,.,'^6. 2n«<)6o Jha^^imt ififr^ar« fa9iclist, i^JQ^jl^ta gemeisi 
ftf^nde^ ^t i^|^isf)|^, Aptwed^ir q^t ptnißfig. bei Aesch« 
\4f. §4pj veildbe« müt.deo syno^pnenji JPo^jpf^n atffi(Aß9i 
qjid v^goqpia^yS, TW fftQßqußii wie f^or^J^ von <^rto gebildet 
ist| nnd einerlei Wpxt ffdtStari«^ ist, wie probutt $rab9if 
^qabelium^ tituhaj;9 mit fromm, Thram; Scbämel; 
t^nmeln; oder idei^tisch mit jvu^^ bei Aesdb. Ag. 639. 
fi|id/3ppb. At^t, 4^8^» yw ^^u^^ oebou ^rn^ a^ mit curpm, 
m4 m^ff^*^^ °4t coi'^if; initlj^ ^e Bedang von, r|)^«; 
jbnn^ die ^riechen ef^etzign pft eifi iMmCdle^AeA f dprcb 
die Aspi]n4ioA der fotg^deü J)||(edia oder 7^°.^ * T^^ üi 

pieii^ .El^r^iA QofiieriM p. 9. Und da deif Wirbelwind 
rf^gelmässig Staub ei^c^t« sollte da nicht diese Form 
fvqmg mit Staub| gdfb^.sUfi^ abd. 9tufipo, altnord. dift 
identisch sein? 

6« Die Stammform oiqit^ hat «ich in siräbo und 
siriSfigQ bejianptet^ %fiim^ in ir^pU^ verfi$y bei Festiu 
un4 mjriip0^um erhalteiv la.delr/ww «qgSngUicheii l^ati* 
oMSt tft 4iWf: ifr^para.jdorc^ ^ Oeriva^om iotqmr^ 



<* « 



Tarquer^^;'Iorette»&^ Obliteriere« v ^^ 

worden , n^elches sicli za tginm uiid der in ät^^c» »»cJ- 
»iijff erkenotlictien Nebenfotln TPEiCJZy drehen, ebenso 
v«:hält wie tergtire^ tergurn^ tertius m tpif9$f ^ tgagtilogy 
Tfltog und wie fk^ö zä ^Uyimi '^Upa: 



e ' 9 ' 



7. AbfT synonymisch ist torfUere «die SfeHe v^»]^ 
9tfif9^ gfitreten, nnd ^lirr* w di^ 75^ Tj4?r«»f , inp^rf, 
Denn *vne#w bedeutet, ; wie w an den i^nd .T^A^r, dieVp^ 
«etzung eines Dinges in eine andere I^^<^, f!orjpf^« ulie^ 
wie drehen nnd ot^^gp«*» die Bewegung ldn^^ Qiiigl^ g2„ 
einen festen Funkt oder um seine Axe. ^erigrß^^fgkjfjlnti 
eine sanfte, iorquere eine gewaltwme ^e^r^gp^l, .jjie ^^^^ 
«ind ans ihrer bisherigen, die iörta aber ans. ihser 
nttürlichen Lage gebracht- Cic. Univ. 6. -|ff«^f^\,^ 
wvum 90 iprqueiur ei periitur, . 



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8. Cönpertere heissfc entweder mit fiezug auf die Han- 
delnden: insges^amt wenden, z* 5^ Qaes. B.,Civ..J, 80. 
Ui jfaene t^ga conperta^t d. Ji, :«'?Wf^ «f>»^^ «f/'W; Wß* 
tant^ oder, mit B^zRg auf den gewewdet^^ Q«g«nst|ind,v 
vollständig umwende.!?,. d'.^|ei^t^^^ ^^».g«^ 

andere Seile, also halb, oder auch lingflajuu, aUog an« 
umkehren 9 im Uilterschied von iny^rtpre, uur h)iib ,ainf» 
wenden, /u> dass er in die umgekehrte Lage., k^Dw^t 
nnd die Kehrseite Migt^,. und von, jterparlere, so dag^ er J© 
eine verkehrte Lag^ kömmt und qnbrauehl^ar >r^d q^er 
«a G^ud^. geht. ,C5c. Off. ni, j, ,98; O^« iö^^*%j^a^a, 
«;«« annuli ad pqlmam OQnP.erterät, , und : ,^?n. 4SflÄ^ 
pttm ännulum inperterat. 



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222. . 



Tral?es» Tigniim« 

1» Trabea beieidmet einen ISngeren^ iignum einen 
kilIrsereti'luiS cUdiid'eii* äaiken. Die irä&« ut der Sftnge, 
dtf iSgnU^ deä'Blo'cl: thuliciier. £in Üo^ Wstelit ans 
irdäibüi, idthi kiü ti^nti'^ dagegen düi fiblzwerk an einem 
BkiiV ^ Hirekli^ ft£i 'SSuTe cum Yngeh l^estininit ^Üt^ beisst 
li|ffoiihii nidit ii^ablfs, womit Vielmeiir'die jgetragehen Qoeer- 
fcÄj^Ve^äbbiik werden. Caes. B. Civ< H, gj. Supra em 

d^^y^^Ti^t 'eahi doniigfiaiidneni; 'äitpraque ea tig'nä diricto- 
iradii^iiä rräh'49 ihjeetnuU eas^ dxibui reÜgapmait* 
Lner. VI, a4o. DisiurBäre domoe, atMkf iigna tror 
bßsque^ vgl. n, igi. 

« .'■ * • .• . 

zQ^g^äk dfe beniihativformeu 'trabecula, vidpemta erklSrt 
aittd. Der Nebenform iraba entspricht tposit^. l'tanif 
TIS» Ml gcfbrandft Aoch liitthd:» i Kto. 6, 6 für Balken. 
Dia Wort ist '«nf dis öligste ^erV^tfdt mit •tirpes, iUrps, 
Wltt'ftifrtti^ I dapsOU ttät sÜpä, iOidr irdbes bei rSiiiiB(i1ie& 
Dhältern wie ihranu bei 'UlpÜilks d^ SHum bedeutet 
ti^ffinm ist buclkstitbKdi mit Stiicicen, d. h. Sitick, iden- 
Aisk, tmd ^elfeieht ein^ {"(»rmAtion irdn 9<^)^'^» >ie ^^ 
Wn ao2^l|/Ldh^, mit 4^11^ gteibhdü Ve^eelüBeftiiig ^^r 

cfdaMeiiden ihMa md 'ienäu "#10 tn itttog^ iina^ i^ 
ta^dae. . 



> V 



Ajferite. P«t^%^e. Sera. Ifeffoim. Ofc«. 

223«- . ' » • . . . » ■. 

* 

Aperire. Pattefacere. Sera. ^Peflsulus. Obexl 

1« AfmHri iMvMit Mk dgMrtilcb '«nf «iato lUunj, 
der von obeti te <ptfp«ii4iciil|ir«^ Rkditaif g^öflMH -irvM^ 
paiefitem^ cof^'^inMi, der iroii der^ito ia^ komontdUr 
K^ttirg geruhet wird. J^Hf^a» g$ f$MU äp0imt$0y^0am^ 
pö8 9t yiawei pcrtäB paufmin(UM9. ' Olt npm^ ^rirm «di^ 
gedeckt dnreh D«ckel| MAsm, miA goüaltea iiim^dvii 
Adblitki ^'pmefacim «W Yersptrt'C diiroililUaiii^ 
Vrände ete. liod gcwttlteii Attei den Zutritt. $%a/MnMi 
capif« bei Cic. Pbil. II, 3i t{^. Offi I| ^S mvoAt oieaMnul 
leicht pai$fac€re getagt Iiaben« Vgl. Tose. I, 20» 46» 
Auf' dfeee Ujrtersctieidiiiig fititvl iMMüderi 4ir* Cegenstts 
operi>€f deMen VerMMiiiiS ni H^« i^^h^idioii Tk IV. 
S. 5s m l>estifBiiM»ii >er«chte. hik gkobo beide Ve«|yi 
«nd ohne <Vvr^aAdt8ah4ft mit dem Stamm r^a nspftrini.'efi. 
tmd vielmehr MHiJtiuttelbtf toh a&^ «h^»^ab^«nd ofr^ di|{^ 
tu f gAfIdet ; ^daför apricht die Kürae der eraten Silbe. ' * ' 



. ' .' 



rarp $^txen So^loss p^d 9^gef vp^qim.» J'^^?^^ 9f^^ 
<JfUtrßK0 «bar bl9<.eiae OeffniiBvgi. w^)qlie .yerfli^pjt^^. 
Meine J5i^)dSruqg yon nßuran^ Aifrch, ^f^fm^pf (^Tl^ IJI 
S. ifi;) .YfiKUmchp jp{i We^rfliit gegen eine ei|^leDe)it;f;n4^f?^ 
Es laf daf Ipteivirwi JflSjStaiwn?«? T9n,jf^|j^^««^in?K^^J^ 
▼onoii^cüi ad^cpo^i ttipare, «topfen^ frxjjqpo^sid)^ I^^l^ch 
durch den Mangel des Sibilanten unterscheidet. Aber die 
Präpos. rr mpss eiqe .di?ppqlte ^^.^enjtnngi]^ dieser Com- 
fpwtipn gehafit ^aben, tsf^J^ ejnp ^ufbipb^dfÄ l^tsj« 

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agi • Apirire. Pßlß&wre:' 

reclndere f, zweitens eine verstärkende; wie in rii/>/sre. 
Kor ao erkllireii sich die dort Bngefahrten Stellen m 



Varrp und Amö|)ii}^ 



** 



J. . .5«ra ktfiii;' tvieiui: es auch «taedei W«rt mit (r»> 
ijbty dennoch a^cpriB0!^ndis fonbm seineit Namen l^aben. 
ISOftf^ra war wie da» 4;<ti4«/f<m.niefarSchl9SS als Kiesel 
and^ dadorcb von t^a^i peuukm und' repagub^ yexdd^ 
den} aber das cleißitrum war ein featp^i .die ^«ra ein 
.bewegliches HSchli^s3> unsern Voaüegeschlfissern ki- 
,gleichbary daher die Yerbi^dwg^ Mildere oder ^onere 
NMT^ ft^Mf^ Otü. Art am. B, 656. Fast; 1, ^65 , nicbt 
obikri^i. wie bei den Riegeln, 



^ . v^*. Di»:pä$8uU sind klebie Iti^l, welche 'nm: ^^^ 
,Thei{flei Sehlo^ses anmachen ^.m/vi^afa nnd oii^^^^^^ 
^l^rasse lUegel« .iT^ldm selbst .die^j$teUe. des Sehlosses ver- 
.tretei können. Der p$99ubu ist für die /iv^^i 4er repa- 
^gtdcu fiii ..die: aalpas, die obicea für- die«/>ar^. FM* 
6ist» m» 104 Oeciudüe aed^a pe^^^Hß^ r.fP^i^^^-' 
Appul. Met. L p« io8. Postes ad r0pagula redeurU, od 
'dldüah'a peäsüii'*reöüf*runt ist woHl verschrieben & J^ 
^öeüa repagiOa redmnU Täc- Atin, S!lII, % Obice^ 
'portkruni säbüerät, nhd HiaUlll^'ZO.^ t>)iic es pdrtmm 

fetratL Cic. Vei-ri IVi 43. .VonPÜisiB tepagulis epa 
ciisque pÜlifün'i," tind Dlvin. I, 34. Fulpae clausa 

^Pia^UMf^epägüTisJ^' * "- . ' 

;' '"^ 5. Pe86ülta''Ütttiiäüiet dg^ttüicli einen ^Pf lock, <Ji« 
'*^hi/achjte Art ätear Rlfe^els, und »t böcfeslälilich einerlei mi 



il 






^* \ * 



n&$mA9g j ^we^fihes gl^i<^i^U ^inea Filp(;kj'aker nicht ziißi 
'Vorstecken und Schli^ss^, soodern «am Eioacblag^ ii^4 
Anfbllngßii beaeichnetv. Beid^ Wörter «lad nur ;eikie ,a9»i^ 
miJirte Nebenfoirm Ton paxilbis , wie nana vou naxa^ 
r^%öij wie aasamenta von axameniaj t^xtu} oder ia;{oi> clas^ 
^fsun^yom elangOf ikaaoq^ von ii^4g,. äSjUBk Demxukck ükmmt 

p€49ulm. mokl weni^t «1» repa^ülum yJ^npäh^trBy iti^^Siänk 

II* , ■ 

♦* I * ' («« '» •*-■ V « .«»I 

V '• ... ', •, ,.•.•.*»>»' 

I \ 

» 

■ 6; , uiper^€Opf. ocouUe^ oder tfeo/flllieiut of£eiil;iuii« 
di-g nndvuuveirho^reny. f|Q dassie» jedermaiixi erkoib* 
ircn und wis&en ka|m; palcun oppj ciam^ öff/entliojb 
ttiid:'ttnyea»borgen| ao daas es jedectoaaA «eben ddei^ 
ii6<i*en'kaxin; manißsto^ hajidgf eiflioby «6 dm mia 
aller UntersuGhungf «Her Yermuthung^ *9S^ Anstree^iig 
der Sinne oder des Qeistes überhoben' istw. Cic. OriA^'id« 
Non ex.imidiU, sed aperie, ac pala/n elcAoraiur; V|^ 
Brut. 38. Vmr. Act I, 7, 18. Plant. Bacciu U, Z, 68. Cäo» 
Mil. 9, il5. Pal am agere xo^pii et, ap0rfe- dicers^ oeoi^ 
dtridam Mitönem. Und RosCf Am. 9j a6« Mes 4rat ni^dAÜ- 
featß; furtum erat apertum. ' ^ 

yw Propahun enthält mdit blos eine gewöhnliche 
Sl^ige¥upgit<>ö/^öf/ay?^,. sondern inVolvirt <pine ^efUsseiit« 
liehe Veröfientlichung. Die palam coUocata können, 
die prtSpalam coUocata sollen von jedermann gesena 
we^n. M Man vergTeitl^e Cic Qrat I, 35^^ i6}« Neque 
propQsUQ. arggnta ; nei^uß iabuli» et signis- prop dla nk qoi^ 
locatisf d. b» ?tt jedermann3 BeVanderArngt ndt Pis.^ 36j, 88« 
Mm8k% palam propotitis, d. h., ungescjieot tmd ungenirt« 
Wenn Tac. Ann« II , 39 vqn Psendoagrippa sagt: Nequ» 
propaiain aäspieif so ivt nicht gemeintrdaaser si^Kdem 



i^t Forte. Casu. Föttf. Pöttima. 

fkaäA läÄdiclr i^utzögen (da^ VHtdcr p»läih t^^^ipud 

fthdeil Menget ziidifc intht absicbdidb iiild dttor WeiM 
Wfdage«lieHHiab©. 



I , • . .♦ 



<& ^{faiah' d^ Crlots» läid. Jn paüun, ^^He, k^ptJam 
ab am JiluiUdier AccuatiTiu anaOaelm iiwie eoßtum^f w« 
quidquam, pLifqv ; Tgh Th. III S* loi« Am unverkeim« 
banlen eraohairit dieser Stamm noch inp<äatUin vaA in 
nnijkifiy wo^ dk» p^'ffvltn« der Häoplbegriff gM»hen\ 

ist' keif^' framdar« iuBbobjmer Stamn) $ ndr ist ia diöMD 
W^6rtes«i das Breitm#c)i^oii und Zermalmen in d^A 
yor4^gr»iit( ^dretea«;- beide Begriib aber sind iiiit#r d<» 
IfainefBtfcliaftBcheil daa Aoabreit^na auf dai naiib&liitB 
MwbadanreQf dah^ 4ia»er Steam «ocliMmit pandoh 
OTfl{oal f a ao nallar ^^wnAAXitAmSt itdit^ iiie ^dluifii oit 
aadia, ^loi ntft fitfa^i»^ iiodi b^tamiterar nidU an ge« 
fwwwm« 



-»■^»-:-»«' ii ^ i '\ t' K 



J*brt6. <?Ä Föi*s. Fortuna, Forätän. 
Fortasse, Haud scio aru . 

!• 2%r#a, foikuäfb ttnd mMi babieti am ftrem<^«* 
aatt! die !i^bilitbt daA Bdrecbucti^ ^b<a4unipt, iemtM die 
Yen^umge Awecbnafig. f^v, IX, 81. iVaiwj/Mfai^ J«^** 
pfdr$ foru; p^$ C0¥^8ili0 ^Naii. $uatt Ang- **^^** 
fört0 seu UtOmdl^ cä^ ^ CI<ä» F«ii* V, 31. «wi* f^^ 
yüähi comiUoforiiif^ Cic. Caaei)*^ 16, So. Vm conmU^t^ 



J 



r' 



"FoT^tßfh Fqxüu(8e. Bmd «oio mi. 



i^ 



cmni^ £8$ iryti99K4f^\ reim gfi{tf9k.0a,^ gua^ umi^r^ '0 



1 \^ 



\ • 



»( A 



a. Ca««« und fors bed^^p d^ .?^MU H^Cf? «««f 
wie atl^<)po^ ab ein (odt^s Natnrereigniii, welches nicht 
dicr ^'plg^ in^nychliptiei: Berecfapt^ig 0*9» .^l^W^. UrM* 

cJjpn irti /«r* w f m «U iM»u>ii>yAoipgwii^ W«Hb 

jFel^e$ ati^e.?,?arec^ iin4 ;i;UU fi]^bwi> m^ ^.^ 

Welche wie das Glnck nicht zweeUpS|r sondern lifcljL. 
persönlicher Gunst oder Ungunst in den Gang 

wenden, und zwar die dii nacjbi d^ b^greif]|i^h.en pe^ 
setzen der Moral » nach Verdienst und Würdigkeit, Recht 
M Bi^}i|^^, J^as ya4^4?f» aber yach den gpfcfimniss- 



1 ' 



»/ 



205 Forte. Gasöl . 'For«. FoHuntt. • 

ffon. p« 4s5. M^ jieciuit \ .' Quo capKü» T^oae,'^ forian^ 
"Ofif^P^t repertiw^ . .: Ideffi . . J^iMu^i^ura prava md^ 
gU fmam foi'ß iiui för^tüna <Äfuii' .': *'l,ucüa^^ Jhu 
f6ri€^mnm6 a€ fcrtuna-tineere beUim* Vj^liCüd 
&6|^i Hl 11, s8. Diviiü 11/ 6 ) i5. Qmd^^i» tnimiOimi 
forn^ quid fortuna^ quid casus , quid evsntusf ^'^m^ 
HitU rV^ 26* Qtfo</ «o pacefors siu mitura^ tunc fa^ 
tunH e^'ira d^oruHi'i^ocäbaiur* . » 



•.■" ' :*~i -• , X'* 



*>*■ • 



5. Fcri^M tonlas, wie «tofällig; ybritiUo, forudtu 
iber einphati8€b/.wi\&^ dutcji Irlaien Ztifail, doch 
efliättocli/bi^r ^Teh den flusdnicltlichött femd aiügedrfici« 
ten "Oegelisatz von eofisüio eta dieaf^h Naclidrcrck) während 
fonrüdib' ^Ic, ]h|i schon äii' 6ith ihVolvirl. 'E^ ist dasselbe 
Ve^h3Hniss wie nadi ^h. IV S> 266 i^isclJett' nocte.äu 



.> w, i> • '-'■ V '-: yi ^ rt ' ur 1^ ■::;!-.• ^ ' 



> « ' » 



' 4;* Ar« ist das Notiien' voii j^ro/ >^6' Söii ViJd sm>, 
^ dtssirö , und wird driäuiert 'äfinäi^ td" ^f ^iaiV Ix <^s6S ^^pij ^^ 
^ in^ Söph« Oed. C. 1 664. I)ie AdjectiVJi/{Jr/2intt» wüAfor^ 
itdilä^ siäd'nach der A'nalbgie Von ^pporiü^uü und ffraäuius 
gel7ildet.''jPb>*/ai«« Verhält sieh m fors Yfiwnscßsse ^m», 
und* zor fhftäBsis sb wie' /»ofi^ sin ^<i[//«; Bas synonyme fon 
ist kam' Noadaativ, ' sbiidwä eine AdrerbkUbrni; t^» 
■ Hafbüig'pirtik. *h. I a2a4. 



* \. 



5. Dasselbe j^r/6 Ist zligleidi A% das\£neliti6am 

4er etnpbatischen Adverbten fortoßse nnä ßfrsiian %u be- 

trachten /ond findet in Gexnassheit 'dieses' Verhältnisses in 

.rd%r Bede^tong vieneiGiit öder etwa lei&^gliich nach' den 



\ 



Föirsitaii.' PortasseV Hikul sciö* an. 



^' 



Coi^kl^^ohen^nBj M, nki, nim sfiihe Stelle! "j^atvi Im 

TtirtelL IL p. 740V auf dejMen ätrdfüii9lkli«re Beiundhiiig 

dieser Adi^erbleil ich jifo«Fha«pt irervreisea mms,' maclit 

einige äteUAn inoAätt, m y7tic}im^'ft^rik Btait föftatBk wifk\ 

vorfindet; "aUeiD die fcHttsoh lin4 exegetisch' 'unbdat£ittiä,iien 

tedütiren ' sieh ^ auf ''eine^ «ehr «hteiae' Zahl. ' HonU iEpad» 

16^ 'i5; " : ' •'**./ •''■"• • ■••' .- ^' •• 

- - ^v rte 'quid expediai ' eomriiuMeii^* aui mglifF* parm ' 

MäliB carer0 quaeriU$^ilohotAit8.?' • ' . ' 

AUdii In dieser ohnehin ' 4eh\v$^ngeh 1Uld^streitigeIr/Stoltf 

liat der Fragsät2 Völlig die ''Geliun;^ eines' hypothetiachoJl 

Satzes y oder ist >• wie mait sich isoiiiir aastudrückien i^flegle^ 

s£ vor forte ausgelassen j ' Wie-Epikki I> 6^ 56.' SaLlI^ 5, 74^ 

In Cic. Att/Xy \üy Quarß aui 4fi aut ciam agenduvietffi 

si Pi forte et'cuM iempestate ; clam autm MhJ? '^T]K3S:t% 

OrelH fKr eorfüpty ^eil forte fÖr forteuie nicht lateiniacb 

sei; aber gesetzt.es wäre latdmsch.^« weldien'^Kiiil »afilttf 

ßi'rtiuse hier geben? Weit natürlicher würde.« jyian.^^fta 

mit 81 verbinden, wenn es der Geist der« Stella gfiAtletfii 

Orelli's sinnreiche Correctnr ei t^if fortiter ao tempeetit^ 

' » ... " 

hat wahrseheiifUfch' CiceTo^s' G^anken * getroffan \ \ aber die 

Lesart des treftlicfaen Ood. Me^. tiad cd^r Ed. ,M^Wh 

forte ne cum temp, {iihrt Auf fortiter nee intempestipe^ 

Eine dntte von Hand übersehene SteUe ist Liv. !XX£{, 55« 

• • ' - ■ • ••'.-•. . ■.■.». 

JSquiteei ».^^miitendo», qui ob^iam pe^ohtando'aUquoe e» 

fuga profettoey päsaim dissipätos forte referoM^ quae 

fortuna coneulum out ejf^cUu^ eit^ Sie ist als Icritiseli 

unsicher an^rkanntw • 



iS 



6. Fortaeefi ist schon aeipes .Namems' wegen etwaa 
nachdr ücklieh'er als foreUariy vaA enthalt mei^it ein« 



/ % 



/ 



sgS ^ Fort». Cm^ F«ii» Vottmfm lAc. 

jriis|iriiokIiolie AserkennoBg mid. Qe^iimptung 
der MögIiehk«ity^irSlMr0iidjfbriqi^ pur wie Hn Vgp« 
betgehn, die Mdgliolil^eift emph def Qi»gei|tlieih 
jRigieiie»- Ddber bedeutet faHßn* Tielieiolit 9l^d «og«f 
irakrielieinlrioh» ßmsU^n «bffiT twr miS.^li^he^ Wen 
ifei»: alleaifella. Wo^ dir Begrifl Vi^Heiplvt I m^ 
gftnsen Sats aaimecbtt erinnere ioh mich nur Jk^fK^^ 
geleMB^zn beheA^ idebt ^«ite» .^)» I)4m ^4^^'^»^ 
gewölinlich mit dete htäinüy, .foMii^vh Hut-: dem Coa- 
jtioMT rerbaiide«. Tcareiill«<£oiu.]I,^:il^ Ag^ fMimü H 
foTt'ä9MM^ aber Pb>rMk^ IV^ 5) 5i> JR^r^iTf^ß n t^o9 reüeiaif 
fS^ CfiedL la* Fori'<$:9^ .«dfPfH» ebcf Rofc^-Am. 6| 5. 
^t^pMitaM.quätruUSf Cae««.B..CiT. Illit 90, Mfor^aßu 
thopiam txeuwr^ .•• #<Mtiii mmiioeriß esi animi,.,nhQT 
GUst B. AI«. 58. jB forßitan €iiam ioq ficßtH odio 
fy$^$mh. Der Grund bifr^on liegt in, dei; x^nm t^rer* 
MeBiclif« Nebkr yen^or/oi«^« yn^bj^ßni Jor^iian i*ufon 
^^419 eigenllidi eiiiM iüdlr/OQten^l^ABl^. bUd^t| Tgl-i^ 



Oi* 






w— »■ ir'i . . * . r \ 



*) Hie^it stimmt 6. Herpianns gelegentlich gegebene Beftim- 

*; ' mnbj de partic. iif in tJpp. T. IV. f^ «K P%nibiUhu9> mäcf»^ 

^ • .dU.miMertfii ivo»«» fprsißan^ Germt^cf yfeUieicht| ^«f«^.«' 

^,.' C9Hi»^y»Ä« .jed »DU scfeniis • • yeritimiUbus aultm significandts 

' adtuheiur n0v ^'forlasse^ Wohl, yuo J es! o^fiitt^Af W w» 

affirtnaniis^ die Zusammenstellong der. {tentpoben A(ii|dräok0 

abgerechnet I im wesentlichen überein; w/entger Gernbard zu 

QuintU« II, 16, II. .p^ 93. Forsitan ^ua^raniur »gnjfienU 

". HO» mulium rrferi qungranfur neune; Forttuse fieri ^«w»"* ^ 



\ 






pHtftre« OpfnvI. R«ri etc. 



«99 



I^ 5| 16 bat Zmdpt fo^üan ii^getCeHt fa i«a ilteHto bei 
Uvim mid Chrtibi «ofcwai&t neiittiii <tie L<^sttt ' '#Vii>^ 
lictMte bitt «iae «eltnet« Nebenform kk foriu$9U^ n. B» IVajiict. 
äff» Plin. 1^, X ^i,fona9si9 ^ig. BeM« tatiBaMk,' fimta^ 
WüiforiaiBis^ smd aiio der P«Mft WenigBtiefii ftitsht ee fMMl 
wie j^i« Virg. A* V; a32 cnA forsU Hön Sali % «). #94 



8. Abei^ £ese •S[^tlidlel^ 9ymowfmmk wiind^**^ 
WvUklieft 'ÖeitSbdnias der tJnii4iia^bh«it laid UoMi^tieiw 
k^tttiAs der -Mägiiebkeit) im UntersohMI ^yriftkh^Mimoify. 

Qn^ ivgmsU an^ Mrddieg nur -e^-ei^pbeAtiidjeMe &iiGkiU«k 

i» 

kang der bejalienden Behauptung ast Foriatse t^erlun eei 
mifitBiiän perum sÜ hei«ti Vielleidit kU wahr, 'TieDeicht 
Aach Hiebt yab^ Aaud kcio än^i/^Nim sU: iei|iiaite ea'fSar 
waliTi^ <^"^ ^^ v^ ''o^i^t ah *gei>!Arm «ttMp:reeb^ 



• .<. I 



. '• 



"^^"•■i"^*«» 



' 225, 

Putaro. Opinari. Reci. AefitiuiMu;^ £ddBtH 



mqre. Crfedet^e. 



*' 



1* Der leanaifw mrdala tftuniiieiicIerSeiiatar^ ^rjudioam 
alsformKcher Richter» der arbiirant alf Schiedsrichter, der 
outünam aja Taxator ▼orgeetellt^ Ba diese atoMdi als b e^ 
rufen e ÜiitheUer gedaeht werden^ iso Aritt idei^ Begriff dea 
iflbjectiVe« DaiiirlialtraB bei ihrer Meiinnig ala dneir 
competei^t«n'Beg^Aaohinng Wdt mehr m den' Hii><t 
tergrutid ala bei opinari^ ptUttr^f^ estitiimmtgg rwi fätA ^U&i^ 
^e, wob^ei jpaa «mJcbH an Briratwirtimingen denkt» 



. / 



s 

, ': ;f^' .iViikm jjlesjiir wird am ^e6tfaiinte#t(ßi opinm-i ia 
G^gienstU^ ie^ Wisaeo« gebifaiidijU ^ Cic» Aca^d, II extr. 

'. ^.O^p.r9h^f^di a$ p,^rcipi poaaiU Ulid Ol»t I, 33, 

^ent. Andr. I^ fi, 3o« Caesar ap. Saeton. 66. Desinanl gm- 
diem^iM^^are ßUira ^mf) opinari^ nUhlqm'dui tont" 
P'€rJujm'..^h'a1^$o ^^^ifavslv.. .Die ^/^imp .beiriUit» wieder 
Waliii^^>aii{ leib^m mwf' diwkelu Gefäh}, die unUnäa 
«b(St^odi0 'AnaiclLi^v>4^'^t^^i? Uareu Ueberzeogung. 

.. X' 'Deii SUMDm voixtopiiiar^ finde ich jedeoMs in oi|'; 
<^'ili>dfiiaic6pr.ecrheii iui»dakT8i;r» €id«r indem Gesiebt 

, und oTraNRaiat eine weijtere^Frage;; denn da« Meinen i»t 
mit dem Sprechen^ sinnverwandt , wie die doppelten 6e- 
deutungen der Verba ^fii9^(p^oiM$, autumare^ beweisen, 
abe|r nicht weniger mit dem. Sehen oder zu sehen 
glaub en, wie aus'ijrfora/iM erheOt; die Vergleicbbng von 

' opinus, necopinuß^ dnrch welche Form opinari erst ver- 
oddi^ .wird; wie d$i4äare ixiä äaginare, yffiat mdbr tn^ 
in9»na hin. Di^ Idjentität quit ot» ist, dadurch so wenig 
geläugnet al« die Verwandtschaft- yoi^ dapes^ opiliö ond 3(uii 
aS;.v:XlieiTermiBationJtt dieselbe wie in pipte und avUai. 






4*^ Den.Begrifi näi püiare, rechnen^ kann ich tä 
jenem toU put reu nicht änsammenbringetu Ich setee eia 
fiomoByn^m '▼ÖFaus j ofagleiöii ich von Ibtüieapem keine Spoi 
im*6xd0chiisichen und Deutschen finde; denn patsen utr 
wie die doppelte Abweichung von der Lautverschiebung 
verrüth^jein^p^ehiites W»rt. FUius weiafcmf >««« ^ 



Aestamare. Existidiare. -CMoere. Soi 

piarei' dr h« pufgar9y bin. - Dagegen ^ piUari ^'T^^chukOf 
erkenne idb hv&io^m, wie p&Ur& in ni^QfUwi .:/i«feJV'iü 

5« Räri gilt fSrein ^ya'etiseUe/Sy atttmmqt^^fm ein 
Veraltetes Wi^rt, nach Cie^ Qnt. III, 3S vnd. QniitfiL 
Vm/ J, 26« jR^er ist f!EJ2'i nicht Uoa ^em.Stuaaix ^>^ 
dern auch der emphatischen Beddiüxuig nadi ^ ^ denn die 
sämtlicheu Dei^vät^^ Qfijbf si^^i^toy V £repy /o« tmf ä tif m 
(fola,' ^^^9 vtfr2«m^ nicht vocabulumy Q^TW^f orafat, 
^t(Ni. beseichnen gemeinsam ein bedeutendcjces lUdeir 
als And9, XefUf etc* Eben so ist auch reri ein gewaiil- 
ter Ausdruck, VM^Ueicfat so feierlieb \nefari uadi Tb» 
IV S* 3« Andererseits ouJ^iMnora, Terhält sich jni aii^yxjnrie 
wgumare bei Festua zu negare. Auch der Uebergang der 
dentalen media in die lateinische Tenuis ist nicht phne. B^ 
spiel: lß.vogf iina, Satüegf taedae, joxo^, tignum, und ala 
Inlaut. adijr, saiiis» Will man^ um diese Annahme su 
umgehui autumo mit tütioi lieber zusitmmenfallen und den 
Nebenbegriff des lauten Rufes untirgegangen sein lassen, 
SO wüsste ich das auch nicht zu bestreiten ) sowohl au'r^ als 
wiiri sind Yerbalia von cceo>. 

&• Durch die gleiche , etwas selteiie Termination nn* 
terscheidet sich aesiumare von ciad^iadtu:' der umfassende 
Gebrauch von ^^n/Zr« vermittelt die.atif den ersten Anblick 
ziemlich verschiedenen Bedeutungen. Der Unterschied von 
existimare besteht lediglich darin , dass der aes^mans < als 
polizeilicher Begriff in der Function eines ^wirklichen 
Taxators gedaCfat etwas wirklich oder tropisch nach seinem 
reis und 6 eldwer);h schätzt, der e^iistimons ßibpTids 



\ 



Sea ' Pntee. Opliuirl. ' I(m« 

f>tii«*crber Bagrilf dlo^&K^i unr ii«pl| ilimn Wf rtli,fl4^ 
ilir««.W.Alurliell im aU09BM3ia»ii icUital. Eben «i {"ar^ 
oellini u v. 4xi$iimaiio mit AmSf!»»^} y^^ßfimmfio^ 
r« p^ptn»a et cognUa fudicium ; exiMiim^iio d» re 

Mudi.^<lte(ilici «1b Prfwtimirht i»m c^mp^xit^« VriM) 
fmifi^im9ikmifttep0i044M9:H$, 90d ^gUßm 0ff UUß^ gyo^ 

RirijuM JmdiciuHA mimpt^Uar^ V^ Fjült ffE« 9, i6« 

diifem, vaaA dm. Ottmuk ZthlloaeSMUM^ip d<9ieii$f 
XieMtC cmiob^n d^«iMuirB mA MrMraaf3B.«:bwiuikt| ^^m^ji 

■ 

7* , ^Hilmars ist daher zanXchtt synonym mit iaxare^ 
eiaevi Wor^ welches für nnciceranisch galt bis znr Entdek- 
knn^ der Fragmente pro T|iU« §• 5* Ejus rti taxaiio- 
pem no$ fecimua-} afi8iimaii,o p^esira esf; Judicfum 
daiiitn,eet~in quadruplum} demnach die' iaxaiio IUmb vt)n 
der Partei» die a^stimeuio von den Richtern ausgeht« 
Doch bemerkt dabei CSramer: //i /uris UbrU contra ett^ 
ubi a^stimationem de utraque ^ taxationem non 
f^4 nUi de judicB dictum reperiea. In oneigentlicliem 
Sinn wird aestimfiurß oltj taxar$ nur bei Seyieca gefnnden. 

8* Diesei Iomw ist> wie aobon SorfeUüni ¥#r«i9tbfBtf 
Aa«'f>e^ettt. rem itcimqfo^v. Bagegea des Vmtm ^J" 
'SiM4ogi*: Taxai 0t taxatioa üerbo iango diüimUir ^ Mn^ 
Mf das HMioBjmiim^ taxai Auguetum )W 8mU Ah ^* 



AMtdmire. 



Grüdere. 



tos 



untüwtnä^i A h. taddf» wie na^dktttfdtuif and dc^stmitti^ 

... .1 • . ' 

Ttrwimdtd «tbel^eii, dtielielm Von beiden Stön^ieii 
verschitäen ht isk alle iaxün, desseü veriiamite» Sfyuroii 
tactre iih Alten ^dbrt nilie genog gelegt llatfeli« Potpipon. 
ap. Kult CläridMbu» täöituä i)axtm pr^fpeektuiperiem' 
iumj ciii ha^fijpiwi^ Wie das tjx^scb^: /jMtt^ gra^ä 
gra$fiteyqUels6MidU "oilet dkä tiMi^riidie etofffi^ tii^' 

9« OMi/'ii gASrt ägeiitHeli üfcht zu deh SyttoHjfttlt 
Tou puücirg, deün jederzeit ist es die Folge t6At ät» ei^. 
ge&en RirilekiM tuiA Uebei'zeogttiig'i söndeHl 'd^ Oiredifi% 
den iiiim eiiiem fremden Zeugniss ^giebt. W^a CSoMü 
seine Rede pro Sekt Hose. Am. liiit' ür'ido tgb ^Po» Judith 
mirari an^gt , so keisst das nicht v fth gktAe, ikr WttUdeM ' 
ench, sondern: Ich wiB es gem^ltab^^, da^'ihr«MM|i 
wandert — mit Bezog entweder auf flire v^i^endMMi 
Mienen oder cnf . Aeosserongen , die ihm za Ohren gekom^ 
men waren. Eben 90 Philipp. I, la^ 29*. Credo enim 
*^08 « • • magna fiMudam sp§cianU» • • non pBcuniam^ • • 
^edgloriam cöneupiaae^ d. h. Ich gkabe eorer Versieherang 
oder eorem Haf. 



lo. Als Piuidntlies6} dient opinot der Bescheiden- 
heit wi||oIfkMy cr^do der IrO'liiei wie iS^ibikSr. Opinot . 
kann aw«r anch eine ironische Fsörbe annehmen, aber be( ^ 
ctedo fbhlt sie yielleicht niemids gaxäp) nur hat sie yerscftde* 
dene Formen; denn eredo bedeutet bald: ich denke doch 
wohl -^ bei Befaanptoiigen, die defa von selbst venftj^hn, 
wobei die Ironie den trifft, riMr desseii Ohreii sie noch «os« 
gesprodten und wiederholt' werden «müssen, eder der sie 
irgend ea4>etwtifeln Lmt «eigen wibde,- bald: ich denke 



I 

\ 



\ 



.Sol , Griijna. Gi^eciu. , 

, wobl gar^ oder: man, «,ollte gf r meinpn -^ bei tm- 

• gommtfin BelMopta]]gen,..rdie.inan dem Andem^iQ 4en Simi 

and Mund sa legen «idb berechtigt glaube »Za der ersten 

Art. gehM Gio« Finn. I, 3*:Si pißnß hc v€rU9:e§n Plalonem 

' ani AriatoUUm^^ut ^^^rterunl nottt^i poetQe fabijoi^ tnak, 

cr^dop m^rerer de meU eivibu»{ si itfl earufn eogmüonem 

dlyjßß iÜ0 ingenia irm$ferrem! Zu der tweitep Gaes« B« 

^Civ. Ilf 3i. Ut media nooie profichcamxtr^ <ftdduni ; quo 

mafor^iA^ cre^o^ üceiUuun habeaiU^ qmi peceare concBniiu\ 

I^b fölure djbete zwei Stellen diuram an, weUForce}Iiiu kdne 

Irooie daria anzaerLehnen scheint, so fiildbar. sie ist* Oft 

li«gjr aie etwas tie{er, . wie in Cic. Brnt g3, Sio* In 

Stella 9 vo die Ironie am , yerborgeosten ist , entspricht es 

nilfereair ich gUubf^ natürlich, x. B« Ättjc. XHI^ 32. 

Quod-ß4 U 4^ Ugcdie ^cripßi , parwn irUetk^ü^ credo^ 



« > 



1 




• 


;..•'." 


> r 


236. 


Gi-a 


jus. Graecua. ^ 



. 1,; Graeei bezeichnet die.Griedlieii ids b)os ethno- 
graphischer nnd..hi3tqrischer Name, ohne ethjadie Nc- 
benbeziehung^ Gra/i heimsen sie mit Lolb als das kUs* 
aisoh'e.ond ^eldenyolk der Vorzeit, ,w|e nmgekelirt 
ffra^ctiU mit Tadel als das entartete Volk sor Zeit 
der rQmisqhen. 3chriftateller. Planti Men. rV; 1, i5^ JNon 
tußci$, miiliery ^J^ecüb.aingMapropter €anß^Qi:({/jpraedi^ 
cabant? , ;Cicä N* D. JII,* 21, 5ß», Jw^ovgoßt eßam apud 
Gr^j^i mukia.modis nominaniur , yyq ^,n\^ die Nation, 



• ©rajus. Graecttd. ' 5o5 

' ' * <^ ^ ' * * 

sondern £e theologiscliei; iSchriftsteller verstanden wissen 
wilj. Rcp, n, 4.^ Coloiüarwn^ quae deducta est a Grafis.^ 
quamunda non adlucU? üind IXy i5» lävent. Ij a5. II, Sq. 
Tac. Orat. i5« Fldeo ^tiam Grajia accidisge, ut hngius 
absU jieschine; . • Nicetes quam jljtr m , a Ciceronä' da-* 
gegen Cap. 29. Naiiis injaria tielegatur GPa4ouiae • 
ancillae. QuintiL VIII, 3, 8^. G^ajo^sin equym A- 
scendisM. . Plin. H. N. XXXIV, 6 s. 12. Pjthagjorae 
et Akihiadi fortisdmo . • Gra/ae gentisM aUeri aaplm^ 

tUsimo» Ji25tin. I, 6. Clarissimus G r a/ i noniini» Lvcurgus» 

*.- , . , ' 

2. In Bezug auf Boraz und. Bentleyis Kritik, welcher " 
oft Graf £ ohne MSS. in den Text setzte, lehrt m ähn- 
lichem Sinn der ReC. von Th. Schmid in der Leipz. LZ. ' 
i83i. N. 97, ,S, 771. ^Graji als die mehr dichterische 
gehört dem feierlichen Stil und Ton an, wie es Vs. 19 
(Epist II, I.) unstreitig zukömmt So mit Recht II, 3, 
4i von der mythischen Zeit, eben so Ovid> Trist III 
9,. 1. V, xp, a8. 33. IV, 4, 78. IJagegen werdeji hier 
Vs, 28. einfach Graeci und Latini einander entgegen ge-* 
setzt) und man muss siph sehr hüten, in den ein- 
fachen Vortrag ein falsches Pathos zu bringen. 
Daher steht fest Sät I, 5, 5, Graecorum ; I, 10, 3i. 6Q^ 
GraecU Epp^ II, 90. opp. nobis U, 1, 161. ll] 2j 7.*^ ^ 

Nur Lucrelius gebraucht überall Gra/i statt Grabet. ", 

* ■ ~ . 

3. Graecum ist das acht griechische, was in 
oder aus * (Griechenland ist , Graecanicus aber das -na c h- 
gemacht griechische, was nach griechischer Art ist. 
Varro L. L. X^ 3. p. 583 Sp. ^Ua Gratca^ aiia. Graß-^ 
canica* Säet. Dom. 4. Amictua ioga Graecanica^ 

V. Th. . U X ' 



* 



/ 






' 5o6 Grtju». Graeoi«* 

' 4« Äehnlidh, wie «mielieii Omfßi ^mA 'OrHics vn- 
teraelieiden. die 'LUeiner cwuchcn JithUd^ d. li. den 

Bewohner dea eigeiMlicfa^n Aßhaßa beteic&Het, oder poetisch 
'die Qesioiimtgrieclien als Zekgenoasen der Ronier* • Ck. 

'perB, ^der in GaeGÜ* ao, 64^ Quöd eum «tb' jächaei 
pairomsm adopiarani. Denti das ScUk^sai wölket dass 
dieaer N^une nach dem* Untergang der griechiaehea Blä- 
thezeit lioch einmal, fast dben ao wie in d^r Hero^nzeit. 

V die griechische Nation repräaentiren aoUte. 

^5. Daa Adjectiv von AchiuußiAuXet^ckaius, bei 
Hör. Carm. 1, i5, 34. iV,, 3, 5. Virg. A. U, 462. 
V, 6a^. SU. It. XIV, 5. XV, SoGj da# von 4thagw 
' aber hat die prosaische Adjectivform Aohaicus^ bei Cic. 
Att. I, ;i3^ Achaici homines et Eplrotici^ und Pseadocic 
Ep..ad Brut. i5* jichaico curm» Ich weiss wohl,^ dass 
in jenen Dichterstellen die Lesart zwischen beiden Formen 
schwankt, ^ber jedenfalls ist nach aller ilnalogie Achcuus 
die der Lyrik angemessenere Form, so* wie auch Troius 
den Vorzug vor Troicua erhSlt, wo nicht i^Ilgemein 
blos aui Troja und Trgast^ sondern specxell auf die 
Heroenzeit und den trojanischen Krieg fiingedeatet 



*) Denn aeu$ z. B. in spelqeum^ milaeum ist eine eben so an- 
lateinische Tenninatiön wie eus^ daher yapvaXo^^ gnavutf 
ntQVuoS^ praviM, und lAa/a, oliva^^ *ji%ato(^ Acbivu Deiglei- 
chän gnecbiache Anklänge gaben der lateinischen Rede 
einmippetisQhea Charakter, wie gegenwaräg der deut- 
schen Rede einen wisseuschaftlioheii oder komi- 
schen Anstnch. 



» ■ .'■ l-,- .f ' * , / 1. 1 ' .. . -■»;.),. 



227. 



. •<■.! 



Doiqius.. Familia. 'Geris« Genus« l\*o6ftpta. 



it I JMinu(9 boS^it^t die Ftenflie! hat patlfiarülia-* 
2] s c h^ kn Simiy ate Jibgoaddosaeiie,.' «ssammengel^iT^evCxo* 
8eB8cbi^£k>»jßz'ai^a: lü^cr üt .politt0 6i»eiii Silin ^ aM TtieQ 
itr gtEffi9 ^dw ,dct eifdiaä. Ap|>ii}; Met. IV. p» iSfi^ aS^ 



' > i 



a. Cf«n« tat «la politi«eli^«^ jftfn««,öia natiürll-» 
ches Geschlecht. Die gena besteht aus Familien und 
IndiTi^nen^ die der Stactengröiider zot^ein^r Gemeixiftchaft' 
o^er eMien» FaHiiljfhQC^mplex tweii^t bat, das genm ans 
Arten und Sa4ivid|M:n.| wejLcbe^dwroh jbre genleinscluifili-» 
ehe Qualität zu, einer und dex^elben CSaase Von Wesen 



/ .• t , 



. Zw Das Geftihlecbt hejsst BÜrpi^, g^na und ^atti49 ge« 
wtShpti^ia a>s&ei)).d^nte(r^ p^oß9p/(^f progeni4ß, p^^^g^x 
procqpUf .prol^Si $uhol€9 |n desctenden t^t Link» £^ 
^d diesfi 4ie Abivtrscta oder C^ootiva. • sifVj»« oi^lc^ jni 
majQrt^^ pi|d pro«mpia eto« sn posierL Jene Untemdbei-« 
daiig ist jedoch siar ii9 sUgeineilistsen gültig, dstin weidgstens 
in 4ev. Poesia werden. «i^x>/>« etci. nicht aeken tou dev 
Nachlcgaunensphaft gebrsfieht» Bei gena, bocfastäblich KiQ'd^ 
ist es mii nstürJicbsle^ ;^ bei $iirp8 hat eajaeineii Grnftdviki 

\ • 

der nui^der geläufigen VorsteUiing,. die NaebkonuiiMi ab 
StaiB^iihulter mit d«ip ß^pmmy toni die Vo^hreki mit deaa 

U a 



^ » 



5o8 Doma»« Fanilii« G«iis, ^Geätttf. ' 

Waigel des Banmea zu vergleichen 9 'A$a nfttürlichere nnd 
geläufigere Bild aber ist, die Il^ihe der Ahnen als Stamm, 
die Nacbkomiuen als Zweige (soboUs bei Colomellä) uud 
HblT/die Urahnen oder Stifter des G^sdilechtei' als die 
Worzel zu dcgakösb . Liri^iKXXIXy:»*^ ;,*Äp6i>^s ^lirpü. 

/ . ' 4i •* SUttpp ist boehataWch' * mit* vtdQiipog ' einerlei» Die 
Bedenfmigte 'geilen nur. acfaeiiihar. weit' ^aoseinander; die 
*GiJechen hielten 'ber'dem; Begriffs d^rb« i» i^^i^og die 
•die D^bheit bediDgende Trockenheit im Auge, die 
Lateiner bei demselben Wort die Feksst ig keit, daher der 
Stamm im Gegensatz der schwanken Zweige -und Blätter. 
' Die kürzere Form dieser Wurzel ütfQiffxo^ taff^igt T^xigpe^og. 

5« '.Prosqpia etc. toüssen ihrer PrSposition iVregen, 
I 
welche vorwärts und nicht v^rh-er bedeutet | noth- 

wendig auf die Descendenz bezogen werden-, und 

S^eUf wie Flaut« Cure. III, a^* 'DBCöcUiüm pronapia 

te esse arbiiror sind ao zu verstehn: du stammst von des 

Codes Nachkommenschaft« Prosapia ist ein v e r a 1 te ter 

und feierlicher , proies^ und suhöiei ein p o e t i ji c h e r^ 

pr^genw ein edler Ausdruck; der ge^v öh hl icheist 

für die Nachkomnien im ersten Glied nwc Uberi^ fdr 

die nepotes Aer ' posieriias. Cie/ Univ. ii. Joi^ . • 

uiamur Pßteri i/erbo^ priftfapiam^ und strenger nach 

viel- Generationen QuintiU I, 6, 4o. • jf*» uUifhU et Jam 

obÜieraH» repetieä tefnpofibu8f qüaliä-iopp^r, . • et pro- 

dapia^ und VlII, 3, a6^ ' Tragieum: prcletn düc^mdam; 

Unipwnafn ejus prce^apiam, inaükümi oder nacb-Ztimpü 

Cenjector:: JPräieni dieetnua' in pereu^. eed prosapiark in- 

^liiah. Schon in Plaut Cnroi Itt, aft ist der feirttliche 






.Prösapia. Progehiea« FroW Suboles. 509 

Cbarapter < des Worfa mAt su ,Terketiiien ; und Sallnat 
Jug* 87* J^moltrei&d» prosapia^ ei mullarum imagi^ 
ny>n ,. wählC %% nicht als Freund Ton Atcliaismen^ 
sondern um dein Marius eine Mimesis in den 'Mond sq 
legen ; deiin ea ist wie gintiÜB ein auwchliesslich . a d e I i« 
ger Begriffi. • ; - - « 

6. Festus: Prosapia: progenies idest porro aparsi» et 
quasi j actis liberis, quia sipare signißcat Jaoere et dissipäre. 
AehnlichNonius von/wo5M^ar«. Also von tai^a». Aber weder 
dieses Verbura, noch. Jace^e ist bei 'den Alten ein übliches 
Symbol der Zeugung. Mii:: scheint es noch ein Nomen von 
proseulsäe zu sein, mit verhärteter Aussprache des Li^bia- 
len, wie in opilio von opis. iVgL Th. IIJ S. 85. Aus 
demselben Stamm, lässt sich auch sobrinusj consobrinus, 
Sippe leichter .erkläreu «Is durch soror;^ denn dass der 
Gebrauch nicht . auf die Verwandlscfaaft ddrch Matter« 
Schwestern beschränkt ist, Idjirea die Lexka. ' 

7. ' Ueber proles . und suboles sagt Cic. Or. III , 38> 
]55« Habet etiamdn oratione poeticum aliquod i^rbuok 
ügniiatem ; - neque enim fugerim dicere • •'• prqlem, ai4 i 
lubolem • • quibus in Icco positis grundior et antiquior 
oratio: saepe videri solet. Dem gemäss gebrauc|it et '/7ro- 
genie^ als den geläufigem Ausdruck ^nr ErkISrniig, Aep. 
II1 aa» Protetarios nonUnauity ut ex ms ^uasi prol'e», 
id'eatf quasi pr ogenies cipitaiia exspectari ifideretUr» 
Im Gebrauch fühle ich den Unterschied , * 6iSM die Kinder- 
darch prohs.sAs Früchte^ bestimmt, als jüngeres 6e- 
icblecht neben dem äHerenaK «xistiren, '4arolt sii&o/ai^alB* 
Nach wachs, bestimiBtv. die aba(efben3e Ceneratiott au 



• > 



$10 



Qaeitns. Qacrela. 



«net««ti} dtt^gealflUt iRMvdes; «bw ^ymologiioh angeselm^ 
muBB ich rar Vezstaadiiiia der versebiedeneii Frapositloii 
i^mmehmcsy ctofi/ Toransgeaetzt fc^^ Wörter bedeuteten 
urspribglidi ^inen Zw^ig, proies iir8|>riiiiglicli dts Bäd 
eiBeft Iiotizontali^ subol^ 4^ eine» in die Höliq^aDf- 
geschossenen Zweiges enthalten mosste; denn sub - er- 
streckt iricfa nach der Analogie von mbpM etc. in die 
flöhe; pro-' in die Weite. 



228- 

f ■ 

Questus. Querela. Quiritare. Vagir^* 

1. Qms^MtB und Quiriiatio sind Aiödrttcks is9 
Stthm^rses ia'imartieiilirten Tänen; mit dem Unter- 
schied^ -dsaa jr£i#4^ sichmif einen eins einen, qdrUaiio 
auf ^inen fortgesitxten oder oft wiederholten Kbg^ 
ton bezieht; querimorUa und querela Ansdrücke des Ver*- 
^ru9SiBi& in Worten, mit dem Unterschied, dass die 
querimeniavik den ach^nngswerthen Geftihi des Be- 
eiijnträehtigten» der kein Unreeht d^en will> ihreD 
Grand hat, die qwer^ Aes in dem meist tad^lnswer« 
ik^n Geföhl dea/Uttsufriedene»/ welcher kein Vih 
gmAcH ertragen mag. Die querimomm bezwedct Abbwfo 
ocbsrx €reuagthai}aig , wie^ dia Beaohwerd«, die qu^^ 
zmK^b«! Jim^. eine &Bze(n8ev]eiehterimgv wie da» Vorkl^ 
ge|i,.^^Did:^aMMmb«Ma ist ojiaAct 4et Versta»«*/ ^ 
9Uftßl0.9m> i^ct des &efühU». Yeigl Ck. Ep. «d Q«- 
^Sffill». X*', JJhiHnie magna jqMUfniou>niM; omniam Jitf^ 



QttiriUre. Vagire. 



5ll 



nihil €8t; quag plena stomac^ Ißt querslarum eai, Oder 
Caecil. 5, 9« In popuU JRjömam ^uotidiana querirtkonia 
mit Farn, y, l4. Tu non intelligesj ie guereiie quoti^ 
di a n is nthjH prqficere 7 Aber nicht immer mit Tadel : Rep. 
li, aS. Cowoilaia ci¥ikiA • i » reetnti quersla LuOreiia^ 
pairi» et propinquorum. Auch Liv« VIII ^ • 1, ^eOni 
Romam • • cum querimouiis acc^^iae dadU i^ejtsfmUf 
abei^ I, 59« Bruiua eastigaiar iaerimärum atqutt in»r* 
tium quereldrMm. Yergl. XXXf^ 46. mit ij. PKq. 
H. N. Yni, 57 t 56. NaUt^ non principe adiio queri^ 
moniis propinciälibuif aber XXXVI 9 iSf ft4. Quae 
quere la de Cannia? quqntum mali poiuii aocidere? 

a. Für queri kenne iob kein griechiadbes Wo|rt jEiir 

Verglekhung« ^ >de<i StmmHi d^ rediqplicirttm Form xoo- 

«a£(ct7> KjiPJlj aLu$ welchem dcher )e^^vS , vielleicbt* auch 

du fronai crier^ nnd acfhreien abndeiten ist Und oh 

nicht auch Carmen trotz der alten Form atsmen beaaer von 

diesem Stamm nach regelmäßiger Analogie, als von oa- 

' mre, cammen abgdeitet werden möchte? Für quiriiare 

(mit demselben Umlaut wie quirriiare von ^fernes) nehme 

» 
ich wegen Lodlius: Oontfcersana ut arenm^iue ckxreque 

quirxiane lieber eine Nebenform quirio an, als das^ ^ 

ich mit Varro es durch Qairiiee inpecare efklMren 

mochte. Es bezeichnet, das klagende Geschrei Ton £r* 

wachsenen> wie pagire das von Kindern. Vagire 

iwrhällt sich an quäken -wie goth« quift^e, qiu$t/an xn 

vipue, paeütre, und uhd. queer ifud erquickten zu 

pont» und vig^re^ idgere^ 



1 / ' 



/■ 



3 1 2 Remus. Tons«. 

"-. 229. 

* Remus. Tonsa. 



.1 



. 1. .Um den anUteiniachen Zosammeostoss von In ro 
Ternieid^n, wurde bei igBtpiog , r^mu9 ^ durch vocalische 
AfsJouIation geholfen, wie andererseits in Tfiftfloc» T^ 
molus/ Tfiitfo^, T\>mi^u», durch Ein^chiebimg eines Vocak 
Der Stamm beider Formen ist PJ£dJ2y: igid-iOf woTon 
QQ&iof^ rütteln^ Rnder> ags* rhoUr , ahd. fuoder , wel- 
chem Namen eine griecbische Form ^9^i^v oder, ^o^^f 
entsprechen wSjde. 

A* Daa Sjmonjmum toma aollte nicht unter iondm 
stehn^ quod quasi tondeaiur farro^ wie Festns meint Mir 
scheint t&nsa eine alte Schreibart für turtsa; also von 

ytunderef welches von ^6(W< gebildet ist, wie /«»Ars you 
TsiwoK : "WßB diese Ableitung noch unterstützt, ist die Ver- 
gleicbnng von &^waQ (welches doch gewiss nicht von 

^£(Voti zu trennen ist,) mit dem tropischen Gebrauch von 
palMa, bei Catulli LXII, 7. CaeriUa per^eräes nhiegnis 
aequora pal miß und gelbst bei Vitrur. X, 8.^ Die räth- 
selhafte Glosse bei Hesych. eiooa* ottia^wj»« würde ich 
unmittelbar mit twiMy tusa identificiren ^ wenn der 6e- 
w^hrsmann weniger cbrrupt wäre« 

3, Da demnach das Ruder durch heide Synonyma 

.als ein Sc.hHgwei^k^eug bezeiöbnet^wird, so ^*" 

»cihränkt sich der Unterschied lediglich darauf,, das« toiua 

ein antiker, blos poetischer, r«/7u«s aber der gebrauch- 

liehe prosaische Ausdruck ist 



. \ 






Qukdrare« , ddere* . . "3i3 

4. 'TohnUä" uheint mt den eiriten Anblick «in D^ 
mmtitiy yon M%9af ' allein^ Ibei iiälierer BetviKslitQn^ gthlkt 

• * • . 

ea^^ftls ein Höl^aönyintim zwei Stämmen an, weiche beide 
mit /£^/i£&rtf . nichts gemein haben; erstens iönaiUa ab 
der Pfahl, an den' die Schiffe aügebnndeii'Werd^) bei 
Aceius nnd Pacutrins^ hat einerlei Stamm mit den dieses 
Festhalten verkniitelnden retinäCuUa. Zweitens- tonsiUa als 
Mandel auf Halse bei Cic. N« D. II, 54, ist einerlei 
Wort mit gedunsen > nnd das Particip Ton iuniere, statt 
iiimpaa, wie sich saTistf neben sa/ii^sa findet« Eben so 
yerhält sich das niedersächs. Dlpünsen zn dormirg, den^ 
iua vielleicht zu fici^oi und ä^ilich ß^wwf^ zu ßgifu^ß 



■ 11 

V, - 

r 



230. 

I b 

Quadrare. Cadere. 

1« Quadrare von ßuatuor abgeleitet, bedeutet iztii 
einem Vieteck biideh, wjie bei Hör. £p. I, 6, 35« 
quod . ^uadret acennm. Wollte man daraus die an^.ei:e 
Bedeutung tob passen ableiten, ao miisste man den JBegrifl 
der JVollendnngy Vollkommenheit,^ Abgeschlossenheit, wel- 
eben i^e Alten so häufig mit der Vierzahl yerbindeOi 
urgiren, nicht mit Serv.zu Virg. G.lli 277 aag^ : Trca^ 
htio ' a quadris lapidibua , qui Mi inpicem bene ' conpB^ 
niunu Aber . viel natürlicher erkennt man in diesem ho- 
monjmen quadrare ein lotensiyum von cadere, wie 
in reeuperare^ Jhgraare^ vibrare, von recipfre, tptijuff^ 
wippen. 






3l4 QoAfinre. jCkdcre. < 

. .: .ü» iSbm' 8dM<9m UflWncUed^fn Jieatiinsieii^ yer- 

i[«» if/M^^di^ mmli0r0m non aadür^ j^dMüMr^ ver- 
Jüchen. fl»t demflohlM»: iiif» «nmo, qtt^t^ mtrm,pirpimäni 
:a£^Miiil!JOir«JiM'ir.ff» i^jtam fuadrai*^ iddenniMtk Doch 
.fiadö ifik u»der0 iam^ mit 4em Zasaiz in äliquid Ter- 
Iwiideii, wJätt^B^ quadr0i Bxiäi ab«plat sieht, wie Cic. 
JBbmSL au Qaoni^m tibi iiß quadraU Denn Ont Uij 
A^. 1754 CoK^nt^üan^fn fß^riforwn •.. • az^^iitfw« ccden^ 
wi quidrar^^ H pejrfiH ¥clumu9 siod beide Begriff« 
^vürchaui» nicht fdir Sf^oxknymA ftsx fteien.; mimdre«« gehört 
jsinvig zn cacffre imd enthält .die einfachste Fordenuig eines 
rjiythmischeii' Schlasees dts Satzes;.. qtAodrare bezieht 
sich allgemeiner auf die Angemessenheit des Rhyth- 
mus, und perflci ganz allgemein auf die künstlerifiche 
yoUendang and Tadellosigkeit desselben. | 

I 
1 

3. Den Eintritt dee q statt c in at^geleiteten Formen 
erkenne ich auch in qualua , nach Festus cistaB gtnaSf 
b^i Horas der Strldkkorb. Man glaubt es mit noXa9oi 
verwandt; Aev die Nebenform quasüla» weist aaf ca$a 
bixt^ Wcyrön qaotua <statt quikhu , wie eirMir» /w»na atalt 
öämeHy peanü) vxA fistiniäis iPeminutaTfornicii nnd, "^^ 
pülüa und paafiÜUif'W4>gegen näim&o^f cabuhäSf «irf^^ 
eamt «sdiai ^/te zu dem frudiäiarctt Staittm wl^*' 






/ ' 



i 



(?ttpa^ AmphoMu Oida» etc. 3iS 



• \ 



« ' « »> 



DoUuiii« GupdL Amphora^ Gadüs^. PMsitlrim. 

GäÜK. Scy-phus. Cyathud. 

1. Wenn ich eine Zosamniemtellimg einigec Tiink^ 
ßkue vtmit FaM bur zum Bedier TeMoclie^ so yerticbte 
Ic* «if .peddl* «xtki^H-cha und rede Ux.te,«4e^. 
dang ihrer Tersehied^ien Odstaltttiigen and Bertimtnimgeii, 
find bdsdränke mick «uf die* Etymologie ihrer lN[Aiiien« 
Ueber die healieB giebt Aäieuk XI. p. 471 und Mi^oaroK 
Vy ai die reichlichsten Notben. 



st* DoUum, cup4j äeriä^ ercß sind grosse PtMit 
edcfr TotmeUf in denett der Wein 2nier8t'amhil(elbtr foil 
der Kelter weg gefüllt wird^ ehe er in die am^kara^, i4^ « ' ^ 
genas^ cados vertbeilt wird 9 um von da munittelbar beim 
GebraacH in die craieraa, focula^ calices etc. geschüttet - 
ZU werden. Dolium ist eine Deminativform von doga^ . 
welches bei Vopisc. Anrel. 48. gleichfalls ein Gef^a^ 
bezeichnet und mit doj^^ y daxtXov einerlei i^t. Die yoca- 
lische Assimilation des g ist dieselbe wie in paius^exiliSf 
mulus Ton pangOf eg^o, mugire. 



3. Wie doga zu . d^^^OfiCM , so yerhält sich cupa zbl. 
dem synonymen oecuparB^ coepio; und capis, eapedo xütA 
capuloj der Hafen und das Häfelein zacapere. Cupa 
ist auch in dem griechischen xinni vorhanden 1 Wovon xv- 
mUoir und xi^imlo^i wogegen S:»fe. imr «nUdnüt sekejnt, 
äü die LantreradUöbong Ba nf « v^rilangt FtoA hommfm 



Si6 :DoUam« Cup«;;*. AiiifJiorA# CMh)«* ' - 

mit capeft ist der Stamm cäuare, e7;ßmx9», und m«ncluii4 
wird 69 i^weifeibaft bleiben, ob, ein Gefäas ob capaoUaUm 
oder oft excauationem benannt ist, z.B. cymbium, Hvfußiov^ 
Hnmpi^Vf welches * ein» TerstSrkte Form -^ben so gut 
Ton nvnri sein ktfm^ als auch' vpn ^^9^9^ ^auvqiog. Da- 
gegen $caphßf scaphukLy ,3cjrphu8, Schsift^ Scheffel, 
S c h i ff gehören « u ci^pcff » • Amphora i$t- f q , wenig als 
ofi^<)9fV9 <^nG . SjAQope Ton o^^ft^off^v^i tondern .von 
ayaq^09i9:>. avai^^v(;: ^Bo^hstäbäch ontspreohpod i^t iaa 
atogela^ ßtnber, woran« Eimer g^word^i). Dass. die am^ 
^Aora. ein Gefasir ^lUn S^hp^pfeo (äraqpffn^f) .war,: gebt 
aus dem 4iltesteq Q^ebcBUch> amphpru n^U^rna bri Cat 
R. R.. XI hervor. DaheKkann ich der. Annahme, dass 
Zuber oder Zober sich zu ^ jenem Amber etymologisch 
verhalte, . wie zwei zn ^ein, nicht beitreten; Zober' 
apbeint identisch^ miit dimag, wh[ fw^k*opiUiMg 'mit 



« < 
.1» 



» I 



'4. 'CäduSf bei Herodojt naHog, lakonisch xa^^og, ist 
Ton ptSelp. eben so wie xovdv; bei Menander und Athen. 
XI. p. 477, oder Condus,' srfphus^ paCera, poculum, Wide 
hibitür in den Glosse Latt. ,Valesii von XJBNJSl , ^avÖavetv, 
lä. den' Formeii x^tvi!^ und in dem gortjnischen ^^orrog 
oder 20*'og> einem Trinkbecher, hat sich die Aspiration 
im Anlaut erhalten. In Hij&ig, in dem lakonischen xai«^a>y 
und in xav&UQogf cantharus^ ist sie auf den dentsilen In- 
laut geworfen, wie in xt^ojy und akeS^gos* 

•■i 

5. Lügina, Xff^frifft)^^ LKgel^ schmnt mit Jb<»a oder 
iociK^i^. eln^m Wa.as^^jtrog» von einerlei .Stamm, viel- 



I 

hkiht vra 4fKg 6 KU PtfssöMr iieifÄt kxft Reebt äxttA Iffkn^o^f 
aHch wojil Äaicifd^ verwandt.« '^ -• ^ 



\ k. A 



6. Calix ist urverwandt mit Schale^ Wie c«/t»ir 
mit S^be^ihhi ^'ihr^d^Ker^k'^kü Fremdivä^ atr2b«elm . 
ist. Es hat ' einerlei Stamm - Aiit ' cällmi ctläte, IsLt h^ pp,\' 
sowie xviili ciif/^/iÄ bei .€atcf|R/R. i5a utid öältiiiuä 
hei Hot. Ä.v P. 4S4. Od. I, 3i , i k' mit det 'Nebfeäfdrm ^ 
4icci4l0f^, hnlleihi Ebeil- eo rerbSlt' sieb 'xilnig tk^§th^ 






«• 



7. Cbi»i€//tf bei Ovid. Fast IV, '779" istdaS Denif- 
nativ tpn ea/w«/-«, wt^tnit ^Tafc.;HiÄt. III, 47 cirief Art 
Sefaiff(& bfezeiobhet. ^ ^enn S(;:biff und Gefiiis'iind^' We 
die obtgen-Beispi'ekf - cymhd und vfmlnum, aTtvtfOg' mid 
Schaff, Schiff, calix und Scbelcb lehren, fast 
Wecbselbegrifle* Ein Schimriielein bedeutet iq manchen 
Gegenden Fxiankens ein Maass von anderthalb^^choppen, 
Wie anderwäHd"&eidlei;i eine'fi^i^/ay». 



r » 



8. Tesiia biet teJ^e^ verhält sich 2u tegere etymologisch 
wie yiw/a an /üw^rr« (vgl. Ö.' 38*), und der Sinnver- 
wandtschaft nach wie caäx zu i^elote. Virg. Aen. VI, '228. 

Ossajüe^lecfa 'cado t^xiiCÖrynaeu^'vtkthei 

" II''' 

Simpulum 'hei ^CidrHarasp, ii\ s^9^ und simpuuitm hei 

famen. 'VI>^'3^:y' scheint die' Ut€fini»che FoJrifx r&a'mnvfif 

W^oyetd. VgL 'Lobeck Agliioprh. p. 874., Ohba^ pocuU 

g^nUs, quöd Hunä übba «/ici^^r bei' Noniiis,- hX mit a|(i/7i$, 

Iv ^ tOK »'e^pef^ dsiittSovakifj wodurch oblfa m'den Oloss. 

erfclS^t ist, '\ Öder - buchstäbltch noch mehr mit' S^/^ij so 

identisch, -^ie'u/ni&a'mit li^ßm^* 'l)as fn 'hat siek conso- 



t 
\ 






nmSivdb MrimSttj. ßiß:itk wß^. lywfKiS. yocidmbf Stau 
«tunnftt •Ahm. oder. Ohm, wjo .Thr#iii to trdbM, 



. ) 



fidpa }m. .Ariic^bias» ^ wie ,^ifiaH$i t}cn. . Aä^nSoi iot mil 
fiftinovft^k Xgniditn* .^ 4i: Jt^cfi:'?«>^M«fn.1>ei i{e93rc|i^ mit« 
fcui ^fchFöUWE ^ ipß mit vroT^fq, ^alUM TOXI ^Idphem 
3ti|mi^. ^; DfB9 ^»a/1^ Arnph; VQt ,f 4 iKj^S imdi« 
GI068. Labb. einerlei Worl ^ n^it, f&r?)« o^ßiifi^ria bei 
Charis* {p. 37. ist nicht zu zweifeln* Ist bria die richtige 
Schreibart, .^p luc^nnte/pan nach $»7. an. .diit Schiff £am 

V iQ^ Unter den J^^ewnng^n dea Jßecli«rs ^bevien nnr 
poc^tl^tn und 4rii^ .4ltli|t«tini«che W$r(e^ pnd. > od 9 9 Trinb- 
gefSss blas mitRücksipbyt auf 9^inen Gebxfiu:^hjKLbe«dfihr 
oen; wogegen scjrphus, cantkarua^ cymhium; welche die 
Orthog|ra{>hie als Fremdwörter darstiellt^ nuldeup^ griechischen 
'Luxus, und der griechischen. Beu^; in Qc|br$uq|i;kiun9li, ^nd 
eine BeiiehuDg auf die F.o^m und den Q^giiS* eiltest uns t;- 
iich gearbeiteten:3^<;ber# inYalvjlr«n,3^i^,ui)terscheiden 
si<i «amtlich als T r i nfc b e^h ex von dem altröpiisehen sim- 
puviwn oier dem modellieren cyathm^ als^ demSchöpi^ 
beoher^ ^en man sein^ Bestimmung nach, pqaerem 
PnnschlQffel, wie deu eraUr der Fans^hterrine 
vergleichen J^önnte. ac^Yerr. IV ^ a4, 54. Jta actis m 
aureU poculis ÜUgabat, itaaftß in acyphia awyii 
inehtd^HU.. Macrob. Aft V^ au S^c^pk^ß hP-^wäs po^ 



Vitnau» Htndiinu ißairigaim. . 'BlMeadanri «16^ SI9 
cu&tm Mif tte if< JUb§ri pairia^ ^apn&arum^ wm Fun*. 

oanthari9 pot<ttn Liberi patrül exempio traikur*. 



-^ 



' ^ 1 p ' i ' '* 



232. 

Vitium. Mendum» Corriger^. Emendare. De* 
praivare. Gömimpere. Rmnpere. Prangere. 



'> 



"i. VUiunK tedeatel jeden J'dhler^ mencb oinoa 
natürlichen^ besonders lon Körper ; mendunk einen be« 
gangenen Fehler, besonders In Schriften. Diese Un- 
tersebeidung yon M«n</a und m^iiciifiti. ist zwar nicht nen^ 
9teht aber auf SQ}i^w49ben Fäss^, weil in keinem SchriHk-t 
steller beide Formen augleich Torkonmien, ausser in Ovid« 
Art. in, a6i. , 
Rära tam$n mendo facU$ cßr^; oecuie msndas, 
Quamquepi^a^ pi$ium corporis abde ^tuL 
mi zwar hier gans identisch nnd ohne VariantOi. ohsch0ti 
nitht abaus^hn ist, wa« die Dlegana des Verses d^^ 
diese Abwei^i^luQg gewintiCi CicetQ hat nur nmmium» ^ 



St^ Cotriguniur prava.§t ipaa Pitia^ smßndnn» 
iur operß mend^am^ DeniMch aiod die corrigendct m ihrer 
Ganzheit verfehlt, die amendanda nur mit Fehlern rer- ^, 

nengty mithin jst corrigara ein nor stärkerer Aosdrudb ala 

< 

«men^fors^soriel wie Y^x\i^a%^fa nnd berichtigen, 
•Is %us|iesserii« Dies schein^ auf den ersten AnUid^ 
auch 4QS Fun« Ep« VI^ 9» 9 hervejrzogehii': &ad de hU 



5pO • yttiniB« Mebdom« Corrigere.' Einendare. 

mdiks eoranki tU d^ pkmAua i4iU8 eitntäiis; nam tu quo^ 
afhore communium (d, h. des -öffentlichen Juthent, wie Hör. 
Ep.^Iy ao^'4.) soles emendari cupwre, quae jwn cor^ 
rigere diffizile eU^ wozu Cataii: j,PIum '^Bt corrigere 
quam tnundare; narß^qui eorrigii^ in rectum reducU, qui 
emendat , Pitiuni^ öperit et mendae superinducere conatur 
pelamen aliquod; und ähnlich Gesner. Vgl. Baumgarten- 
Crnsius im Ind. Sueton. p. 254, Aher aus der Stelle des 
Flinkis ist nicbts za folgern; to wenig als ans X, 48. 
QtMe pidenUw e men4.^n da, corrig eßet oder Quintil. 
ll, :ly 7. In emendandoy quae oorrigenda erunt^non 
aeerbusy ^onux* Ahwechselung . keine Unterscheidung be- 
zweckt • ist» ^ . • •.•;•"''- 

I ( , 

3. Wichtiger schdnen mir folgende Stellen, in denen 
€««n<^a nicht ohne Schwächung sich suhstttuiren Jiesse: 
Cia Mur. ag, '60. P'erisöime dixerim nuila in re te iCato- 
nern) esse hujasmodi^ ut corrigendue poiius quam U' 
f^itep inflectenduB esse ifideare. Denn den corrector 
denke ich mir unter deqi Bild des Schnlncl*eißters oder 
Zuchtmeisters, der das Verfehlte richtig machen 
will, den e/nf»(/a^or aU den des erfahrenem L«^" 
reps und theilnehmenden Frejin'desj der das 
lifangelhafte vollkommen machen will. Plin. Ep*I;^^' 
Non castigat errantes^ sed emendat^ Paneg. 6; 2. 
(krrupUi ssi discipüna castrorum^ ut tu corrector em^/tr' 
^datorque contingeres^ jenes durch' Strenge, dieses 
durch Weisheit, Vgl. Cic. Balb. 8, 26. Daher setzt 
smend'atus nicht nothwi^ndfg eine Irübere J^ehierhaftig^^e^^ 
Vbraüs: QnintihXI^X 3l. Ila haec qi&jue e/nendata 
erU^ id est pitig carebiß, wögegewcorrecius ixom^^ 



Depranre« Comxmpere. Rninpeve^ Frangere. 5a i 

ivTck piüo iiberaiuß.ztt erklaren ist, und oft unsereiar 
Wiedefgatmachen entspricht; wie Sallnst Jag. 3« Fi 
regere patriam • • qufonqMMm 4t possU 4t delictd eorrigas^ 

4. Df r eigentlidte Gegensatz von zornigere ist depra^ 
f^artfy lYie prauus' von rsctusf die. f*ian». I,' 6^ 17/ 'und 
sollte mithin ein atärkerer Ansdmck sein als das Oppo«> 
situm Von 4mendäre, als welches man etwa püiärk he^ 
zeichnen könnte. Aber piiiare hat schon bei Cato deit 
obscönen Begriff der Weiberschändung, wesshalb e^ in, 

Prosa selten in idlgemeinerer Bedeutung gebraucht wird *)• 

■'. . . . /» > 

5m jÜBprapore bedeutet relativ schlechter machen^ 
corrumpere aber absolut schlecht und unbrauchbar ma^ 
chen; die deprapota sind ver besserlich, wie dis blos 
verdrehte, die corrupin aber unheilbar, wie das 
zerbrochene. Cicero Fhjl. 1 , 1 3. Solent domeHici 
depr.avare honnunquam h&iel sich vrcfhl v6r detn belei- 
, digenden corrumperB. Cic« Finn« I^ fti, 72. N^ue de-* 
prapate fudi^ant.neque corrupt^* Und Mur.' xa, fi/. 
Jureconsuiiorum ingeniia pleraque corrupta ac depra^- 
vaia 4unt. OS» II, ao^ 71. Mehr Beispiele giebt Ruhnken 
zu Vellej. F. H, '^o« Schwarz m Flin. Paneg« 53« 

6. ÜMmpere wird eigentlich Wie reiss^ von bieg- 
samen, frangere f'sfrle brechen^ Ton atarren Gegen- 

*) In' Vitium erkenne ich gegenwartig efai Nomen ron velare^ 
eine Yerrnnthnng, welche dttrch den eigeDthümlichen Oe- 
branch 10 viiio ereaius nnd bei Cic. Att. IV, 9« Seite veUm^ 
num eeidum impediani iribuiä diebus vHiandie nnterstützt 
wird* PravuM ist identisch mit nsQuies wie gsatrs«, gnoiifoi 

V. Th. ^ X 



t 



I 



^%% XiHfimn Uteäanl Comgeret Skeniore cte^ ^ 

tßvAiBn g^jp^vl^tk Gilo ifb, Brise» ^i $imw v^Mirttui 
niipit oM 0% ftegii^ tßdiön^ Pmdicta proaeümu cogtuUua 
^leigoUur, w.dll^i dem gebrochenen Glied nicht der Kmocliei^ 
sondern nur das , sichtbare Fleisch entzwei scheinet. Wenn 
aber iMXch. rumpsr^ auf . slarres übez^ethii^ii wird, so in- 
yQlirirt es den Begriff dfa^ angewendeten Aastre-ngang 
und &eirMlt^ ^v^khelr iußang^rm nicht vescnlliGh liegt 
D«r /?i«Ji^an» sedbridrt^ mia ganx ist, dev rump^ü das, 
^fa^/ibm hinderlieh iät. 

f. Bktfump^niur^^vmi diffringuniuv rgg iaUg9iQ4^ 

dipelluntur cöpiUaiae. Vergleiche Cic. Att. Xu, la. Hon 
d^pr^^peri^UlOf^tdiiruMpar diä^ßre, d. b,^ mein^ ganze 
Seele laödite bferst^, mitFlm^ 33| f^^ J^meot H di- 
Helior dalor£t wa da« Bild i^^ dass der Sduncta iba airf £e 
l^oljer spannt und ib»di<^ Glieder d)renBen wilH; wobei 
die Extremitäten night aJf Q^gRüisiph© Theile des K^perSf 
iBipndern als aogefi^et^ betrachtet werden. Eoat 1 7 , 37. 
f^it^ etüfm de, matrU hunc öotnpÜSu • • .4»$» eil et tOqm 
ab^tra h^l ? d. h» losrejssesi- imd iortschleimen.. 

8. I^imga^ i^fi nicht Mos dem Stimm , sondern der 
Formatier salbst nach ^^vfU," du» v der stermii»tioiT ist 
. verisetzty wie in pango, Jungo, damnum , nt^vfUf t^v- 
r^f*%y joifoif^v Kur kl dkser Form haben die Griechen 
d^ Ifbial^ ijilaat abgefrdrfeny wie» in />^u6^^ ^ye?; in 
9a^y| aber und in Verbindung mit dem Sibilns in OTrogagw, 
spreigen *), wie dort In 9^ beibehalten. ^JPUntm 



^•«— »-I« 



/ 



*) Von diesem Sprengen jb^B, eioes Beitel meine ieb daB 
Was«ersprengen, fi^ixuv^ J^arg^rif und daa. 4rns r« en- 



N 



Neoesse ett Oportet Opus esi. Debeo.. 335 

■ * . 

fetVre^he^, fodb '^/«frÄii; fffe BlfdisiT&ttÄiitiöh bere- 
ist* a «teigt äM bnfchttibiftjli ih frusium^ /Ä^^örjtea 
dem äiAÄ nach Brock«fn,M3rt>8atii, \^ä8 luutr^itig eü 

• * ♦ . ^ . ■ ■. .. 

5. Difeer fitirtöta F^JtSl lÄt *^ v^fit^jhfebhcÄdd Te^ 
ttöls als AiaÄirt^, 'tforbÄ ^'ofköff vxA I^W^ji , lUtd selbst die 
AspipÄta, wovon ^X.*^*» *iö*^ ^^ex^(», ' äW tutnperä ist im- 
geachlet d*r Aijhbljcfhlfeit Von '^wg toit rupes als gto« 
gesonderter Äbiitiiis zu befcäridelö Änd gehört irtt dem Stamm 
^m,^lni(di füpßoi, Rnmpf, woron IpeÄr«, \rdotei 
ztigleiäü die Weit lAis leüiÄird^gegäng^eik BeAeuk^ngenta- 



/'. » y 



Neceäse ies^. Oportet. Opus fest. Üefeeo. 

IV NeeesiB eü beiiäthtiet dno Forderuäg der Natm* 
oportBi ehid Fordeltitijg der ^ittliehkeit «ud der Elire^' 
opus «sl( elae FoH^tWftg d»r Kliighöit tokd, des Nati^äns^ 
MkctobkSat I^ 164 Q. J?^iu^ M4tkimus . . >är^^ opot^ 
tere atro die parenfare, quia 4t$rw qmoque JuHuiA Jouemque 
praefari nee esse est^ quos nomin'ari atro die npn opor^ 
ttU €ic. Ortt n> a6i lo8. Jur^^ ^ohihia defenduntur, 
^lUßB 8WU: ejiee ^ihniJ^f m^ atd vpü^rtueri4 ^autüofterU atU 



■ f ffo ' .' 



geil ^es Pferdes t4ii[ '94^%h^ 'als Hbvmi][3f1na -säieidea to 
lanssen, so leicht aioh anch d^s Spren^^en eines Felsen 
(Aesch. ^rom. iÖ54) aus dem Begriff des E m p o r s p r i n g e n s 
äblditAi fiesse. 



5fl4 JHee»n9 eat- Oportet ^ Opiu hL Qebeo. 

- A 
f ^ • 

necieät'e fiterü. Cttto bei Seuec. ^Eß. XCIV", a. £mo 
non quod cpuß est, se4 q^d n^eesse e^t; quod non 
opus est, asse C€irum ßsu Cic. Orat^II| 43. Jüud eiiam 
si opus est, tarnen est minus neqesis.arium»- Und Fant. 
- I, g. jLegem curiatamconsuli ferri opus esse; nee esse 
jion esssy eine Stelle, in, welches Fpürcellim dip DjjSerenz 
verwischt glaubt ; mit Unrecht; toiir in m^gatlTen Sätzen 
wird opus est zu. einem Synonymuni von ^cesse est,, wie 
Sallust. Jag* 3i* Nihil pif, mhil\ secsssione opus est} ne^ \ 
cssse 0st\suomet ipsi more^praecipites ßont» Cic. Alt. 
rV^y 6. Si loqupr de repuhlioa^ ^uod oportet , insa^us^ 

■ 

si quod opus est, sen^us existimar. . Und ^^UIj ^5 p. i. 
JEToc fieri et oportet et opus est. Aus enjtspreqhendes 
Personale gehört dehere za oportet, s6 wie indigere zu 
opus est. Tac BList IV, 7* ^ccusatores etiamsi puniri non 
oporteät, ostentari non debere; nämh'ch opoHet be- 
zeichnet objectir, die moralische Anforderung, ds^ 
bere aubjectiy, die mctt-alisch^ Y er p flieh tun g. J&m 
muss oportet im Verhältniss zu debeo als (^usatirnm 

' fiisseh I wie miserei me im Verh'altniss zu nussreor und 

» 

ndseror, nur mit dem Unterl^chied, dass oportet die gefbr- 
derte Handlang als ObjeCt annimmf^ miserek sSopt die 
affidrte Person./ Etymologjscli gefasst i^t oportet die 
Frequentatiyform yon opsrari, 

2. DAere stellt sich .fdr das Ohr so natürlich. • «u 
Aa&^ra w^ praebere, ala sein Gebrauch sink aus jener 
Grundbedeutung: von jemand etwas haben und es 
ihm oder überhaupt schuldig sein nicht schwer 
ableiten Ksst. Ob das aber nicht dennoch eine der 
Uusend Täuschungen ist und die Lateine^r selbst den für 



!Agere* Facene. Gerere ttc« 3a5 

sie vemozelten und ftst «lugestorbeneii Stamm dito, iivm, 
mangeln allmäilich so in der Aussprache umgebildet 
haben, 'dass er durch seinen Anklang an habere^ ein neues 
Leben, erhielt? Dann c wird auch debUis wie ifdifig zu 
diesem Stamm gehören. ' 



234. • 

Agere. Facere. Gerere. Faber. Opifex. 

Artiföx. 

\ 

!• ^ffere hat wie thun eine Wirkung, welche sich 
nur in der ^ Z e i t bewegt } facere aber , wie machen, eine, 
Wirkung,^ welche im:B.Aume fortbesteht. Dieacto sind 
vorüber, sobald die acüo aufhört^ und bestehn blos noth 
unsichtbar in der Erinnerung, die facta sind erst fertig, 
wenn der faciene aufhört, und langen nun erst eigentlich 
an zu existu*en. Der agens wird nur in Thätigkeit über« 
haupt gedacht^ der faeiens aber in productiver Thätigkeit. 
Vanr» L* L. VI, 77. behandelt diese ganze Synonymeo- 
classe im ganzen richtige ich hebe das wichtigste ans: 
Poiia fac.it fahulam et non agit; contra actor agit et 
non facit . • • Qui quid admifästrat^ quofus opue nohextai. 
quod eub eensüm peniat^ alb agitatu • • mßgie agere 
quam facere puiatur. . Terent« Adelph. IV, 4> d. 

Vt rieque quid faciam^ nee quid agam certwn eiet. 
^gl* V| 3, 1A. Cic. Phil.' DI, 33. , HuUum iempue dimittam, * 
^20» M • quod agendum ao faoiendum eit, non modo 
rßcusem. liiT. XXVII,' 10, 2. Consulee • • agereni. 
faeelrentque^ tU erep. due^rent. 



t ^ 



%zS Avrß. F^ibere, Gerero^ 

jleri9| da83 di0 Slvidlwg fb oipe liaftt^^ welche za b^för- 
dernVoder «H ei{)Q Aufgab fi, wf I«1m «a Ipsm ist» be- 
trachtet wird- DJiber b^iA di«.r««^f«(a# meut^ijuB yi irem* 
dem Interesse und Auftrag aiugefiihrt^ jadfoiaUj» |b^ n^iicseH 
sie schwierig und bedeatend genug sein, nm ak eine Aufgabe 
bezeichnet werden 2a können^ Varro a. a« O. Imperator 
r§B -• • gtritf id est BUiünei^ Ußii8latt$m ab hisp qtd onera 
gßrunt. Cic. Verr. I, 38^ gS. Quae etiamsi poluntate 
Doiaiillaefi^bointj per is^tmt^men omma gerehaniür. 
FhiL U, 5, 11.' Quid coßtti^ifij^ ^uid gessi, päd egi? 

* 

3* Deni begriff nadi ist cpm das Substantiv von fa- 
cere, und factum das von ag%re. Dabar hat Benllej an Hör» 
A. P. 68. Anstoss genomoäen: MortaUa facta peribuni, 
,yfVod fa c ta nc J^atinum qmd$m in iaa senieniia sii, 9§d 
cpevaf* eitoe Behauptung, wekhe wenigstens fiir die Prosa 
juchtigist« Q^^jrasiiid Weirke, /ao/aHandlüngen^ reB 
g€Hae Thi|ten$ denn aoia ist gana in den poUtisclien B^ 
griff Ton Varf Übungen übergegangen und wird nur yon 
da» IHchteirn aUgemeiner gebraucht« In CSc. Ox«t 11, i5> 
63. R%rum ratio f^ult, quoniam^ jii rebus magnie memoria' 
gue dignik oomeiUa primum^ dUnde aoia^ postea et^entue 
, exepeeiantw», et de oofufÜie eign^ari^ 2*^ acriptor probet^ 
#tf w rebus gestie dedarari^ non eolum quid actum 
{e!SLfactuAi)aUt dictw^ sit , eed etiam fuomodo, niöobie 
ich moht Mos mit AI« Müjler» quid factum auß cU^tum eit 
lesen stall actum, sondern auch kuis vorher deiade actia 
in facta ifaidem, naah io, 169. JSx aäorum f actis ^ aut 
dietisy out et^entis. Ep. ad Dotab. (Att XIV, 1.7.} Jfe&i 
de facto ac de re gesta^ ^ones yoö dem ünjfcei»dbyBieD 



Paber. Opifex. Artifibsc %%y 

I 

des Amtios, dmei von seiner weisen und ittnthigen Be* 
ttraftmg durch IMabella.- , Plia/Paaeg. 80 > $• Favf0 
moriäKum inter di^iha ofer^ nfsmerate dignatu$ 49t, 

ik Die Bedeataiig von ^g^re, thnii^ welche im La-^ 
tein die herrschende ist^ hat das griechische ayut nur in 
ayB beibehalten. . Aber ich glaube diesen Stamm «uch ia 
avtiog, actoTj zu erkennen; der Guttural ist hier eben so 
TokaHsch verweicht; wie in nXaiQiogf Nebenform von nAa- 
y^o^f und in (icUotav der Koch, d. h. f^aydamf, Nebea«> 
form von iuayHQog^ wahrscheinlich auch in a<<rso^ von «Siog.« 
Noch schlagender aber ist die Yergleichung von iiana^ 
allem Anschein nach eine Verbalform von SiafBkV, deggre. 
Im Deutschen ist das Simplex nur in den alten Dialekten' 
zu treffen^ im goth. agan; Acht, achten^ stellt sich 
durch Yergleichung von ayog^ oynv als Intensivum dar, 
obgleich es auch identisch mit i^^^v sein kann; in kei- 
nem Fall aber darf man sich durch die Synonymie ver« 
leiten lassen, agere mit jagen^ zusammenzustellen; denn 
jagen Ut Jadfre, welche Form im Griechisdien nur noch 
in Iwm^ am finden ist 

5. -^ge, ag^düM, ezifhSOt eht^ ernstgemeint^; i 
nunc eine ironische Aüfibrderting. Gifanius Obss. p. 1 17; 
,;/ nunc indignänii8 eH ei eumcaniemtu irrkbntis ;^ttwM 
wie imser: Probirs n^r einmaH 

€^. Ag€r0 bedeutet > ä>ensö wie degere andi ohne 
yUegrn ^9ßi aetaiem siöh -wo- hefittdfen und auftalteU; 
aWv ügir^ wfiid Von.einer b^es'^fhiränkteren, degere Votf 
tbMr Ifngtten )E^iiiiMt geblratteht; aj^iniuxt dUrh ; aber 



3a9 



^Agcve. Facore. G«rer8^ 



dsgimus aepum. Zagiridi yesbindet sich not ßg€r€ meut 
der NebenbegrifP ein^ Tliätigkeit> znit dßgere der der 
Ruh^, ^entwedei^ der Gemächliclikeit od^ der gdBwtin- 
genen Unthädgkeit. T«o. Ann. I^ 68. Haud minus in- 
guies Germanus xtgtbati und III; 38* Thrada discors 
agebat) aber IV, 4i. Ui Tiberiwa ad idiam proeiU Roma 
Htmoenis locU degendum imp^UereU ' 

« 

7. Von diesem degere^ dtayEtv^ welches unstreitig 
eine Contraction von deigere, nicht von deagere, ist, mus$ 
taan. jenes degere unterscheiden quod aniiqui posueruni 
pro exspeciare, nacli Festus. Dies ist identisch mü diyji^ 
ü9^a9 (buchst zagen)» welches bei Homer , H. IX, 191* 
und später in der Form doxm (wovon zögern ein neues 
Intensivum ist) auch in der Bedeutung mit jenem obsole- 
ten (Regere übereinkömmt 



8« Dass faber ein Nomen von facere seip scheint mir 
nicht so aHsgemacht Denn we^ auch -^ber so gut Mose 
Tejmination^ein kann, wie in Mulciber, lugubrisy ille^ 
cebrae^ so ist doch der Aus&U des radicalen Cj noch dazu 
ohne vokalischen Ersatz, gewiss bedenklich« Wenn, wie 
man gern glaubt, faber ursipriinglich den Schmied be^ 
zeichnete^ so ist faber nach der Analogie von Foyii^ qui 
nunc Fabii appeüantur^ das Nomen vo& fasere oder 
fopere, den lateinischen Formen von ^aü^o», atpavm^ (wel- 
ches Passow nicht mit avctf ia "V^erbindung bxingen dorfle) 
tmd dem deutschen bähen. Oder soll . man. npi^h ein&- 
^es faber aus der Glosse des.Hesjrch« f^V/Siv' muXv 
OTklarcn?,^ Di^es .Verbum^ wq^d^ , ni^tl ^ f^der^ :Am 



Faber. Opl^. Atüüx» ^89 

ab ehie yerndttelnde Form zwisohen OASl. wahco und 

. . . ' . ■ 

g. Im ^gemeinereii Sixm bedenten fahrt mir dieje- 
nigeir Handwe^iker, welche mit : körperlicher Kraftaor- 
strengnng arbeiten^ Zimmerleute uAdSchndedOf.öpificea 
aber die^ welche mecbanifiche Geschicklichkeit and 
Fl ei 38 nÖthig haben; beide verschieden von ariißceSj 
welche mit Geist und Erfindungskraft ..auch bei 
ihren mechanischen Functionen yerfahren« .Eine gleiche 
Unter^scheidung Yon fahrica und officinay d. h*- op^ißeina,^ 
Tei:mag ich nicht nachzuweisen. Cic Off. ly 42. Opificßs 
omnes in' sordida artei i^ersantur; necenim quidquam in^ 
genuum.poteH habere officina; den^naeh ppiffx dem 
Begriff von ßivava&g, xmi faher dem von xsiQtiwaif X8^9^ 
tilfTfif x^iQovfypi mehr entsprechen würde. Brut 73.' 
1^0 me.Midium ew. mallem qwmpel opUmum/abrum 
tignarium, 

10. Schmiedeni ags. smithütn, scl^wed. emida^ ist 
das Verbum von lUToiAoVj weder mit alXog verwandt^ 
noch mit litiaXXSVf einer Deminutivform von fiorevscr/ 
welche mit ausmittel n aufTallend übereinkömmt. 



\ ' 



*) Ehemals 1 sachte ich Jahtr mit vrffr in Terbindang^ zn briii- 
gen; jetzt lehrt mich die. SprachTergleichuDg, 4ass vafer 
einerlei Wort mit Weber, mithin ein Nomen yon oder*za 
,^fpahüi ist; der Tropus 8llovt nml fiktiv vtpalvuv^ciion bei 
Homer nnd das Gewebexyon Lng und Ti-pg ist ge- 
läufig genüge Auch iftvot ^ist durch das pindari^che fiilo^ 
vtpaivHW zu erklaren; ähnlich wie dichten einerlei Stamm 
mit iexere hat, nämliches»«?!', %ixy^% %i*vmv^ tUfnir. 



,1 



S5o Elnint, VilMrickitks. ^UimAtnM», Cnpdosa«. 

235. 

Bbrius. Vinolentus. Temulemms. Grapulosus. 

I.' EkriUM iit die Uteinifelie För» Tjon ifigo^. Die 
«r4>riiiigliche SytiOQjBiie der Begriffe eirecliefak noch W 
Plaat. Ca#. m> 6, iB* 

FcMeiie comtank ui mihi ebriasiif 
i.^. mch&ch, iß^ Und Plia. H. N. XIK 4. ÜM/^ii 
«# pomi ipiuB 4brigta9. Auch if&er ist identiffch adC 
0^0^ oder baohftäbltoh yielmelir ant Sß^f*)^ aU dereii 
£biip4>e8riff bei Honerai mehr die Genut««acht ris 
die Ibaolens ^scheint, und wemi sich eite Ortbogr«* 
%phie osbtiutf wie obotdio, nachvireiseii liease, so würde ich 
ghrius dordi »^i* Teranfttelt glonb^i* Dms «o^üm wie 
dem Sinn nach y «o andiL ah Compositom das Oegcntheü 
Ton ehrius sei, i«t m^ niehl so ganz ausgemacht 3 de;m 
die Beispiele des #o-*priyatiyl sind sehr beschränkt]^ Tiel- 
leicht selbst nicht sicher: auch würde so-'ebrius nioht iu 
sobrius contrahirt sein. Vielleicht ist sobrius eine Bildung 
TOn. 0090^9 eibuSp sapsr0i wiq inaubidua^ 

3* &n€i09 stellt die Trunkenheit Tön ihrer schön- 
sten Seite dfTy als Exaltation ^ als Steigerung dea Lebens^ 
'mnthes und in ihrer Verwandtschaft mit der Begeiate*. 
xuttgi wio sie Hor«Ep.Iy^ i6w beschreibt: 

Qtdd non abriet äs dBsi^rUit? operta rectudiip 
Spes jjvbtt tss0 ratßs; in proelia titadit in$Henu 



^) Ich möchfe v§^i>9 eine intebflire Kel^iaifonn Ton if^t nen- 
nen, -wie ß^v%a99a$ ^ ptvnaa^nif fiv^os^ «v^c, fitMXßcc^ 
^eH^t irvi^off Ton ^^%m ^ik%(Aan%Xv f ßi^oi^ nd^a, fAuS^r^ 



1 



ISbAfß. VbaOMMf TemoimOm^ CrtpiiliNiiia. SSfi 

r 

vimolmtiß und iemaUm^ tU^nif Voii ilqp^p bXf »liehen 
Seite, ftk Ueb^«3ttigwg, ood in üuw Verwandttduft mit 
der Befinu^u'g^lo^ijl^eil;« Der «iriW bt trank ez^ 
der piaqkntm ui)4 tenmkr^m aber betranlceo» der 
crafiijikuiwt bat emen R#^3c]i« jCüc. PbiL II» 4]^» iVa^r 
$onabanSi onmia voqi^uß ßb^tiorum, nod€^an$ papim^ni^' 
rino, madebaat pmrieM^f womit, nmr eiiofi überliMtige Ge* 
sellachaft geechilderf werden «o|l; qdw Divia. Hi 58| |90« 
Quic? dicam insanisy quid ebriis , quam nmUa falsa W- 
deniur! aber Roll, l, %• Bäße ifobia oonsiUm siccornfn an 
pinoleniorum^somnia i^dgniwr? cder Fwun. Xu, %^ 
Vinol$ntunk fw^OKenu Und Sext« 91 ^30» Coel* «p« 
Qaintil» JVi jl, ie3, TBumUniu* sopor. Endlich PbiU 
Ui \2. JEdcrm crapulam et exhaia, fienee. Contro¥* 
IV, U^ Op m. iMUer i$muientßs ^briorüm reliqmoM 
eyerritur humanuni caput* 

3« Vmohnk$9 und temuientus, d« bu f^imun und 1«^^ 
metum redoUru nepli Th. I S. 42, nnterscbeiden sich nnr 
dann, wenn t^inum, und temetum verschiedene Arten 
eine« berauschenden CretrSnk« waren,* wogegen spricht 
Flin. £L N. Xiy> i3 s, i4, T$me$um tum (aa Gates ZA^ 
Uv) wtfmn vino era^; unde ei temuleniia appelbUau GicU. 
X» 23. AhUemium egUß», hoc eai pino^ quod ttinetum 
priaea Hngua appellabdtur, abeiimMee..\Ubev ^m 
Verwandtschaft mit t€umnia^ otwfvkfi vgl« S« 7« 

4« Dei Gellina Ableitung von mbatermm^ ist wdbl 
richtiger' als die anderwärts .vtrsncbte von o^sAmmts,. 2a 
welcher allerdinga die Katachteaen, %• B» bei Hör« £p. 
I> la t 7« l^ m^dio ^poeÜQhui^ afmkunüm^ odier wU ub^ 



I • 



S3a Ebriiu. ^ Yindentitt. - l^emfätkta». CnpfpiosoM, 



tumioB belFIÜHiiB, vaA fie'TtTderbte Scfar^^ GL 
Cyr. abttmuB^ iSgonottigj verfülireii k5imte« Abstemiuz 
istoocro^y mit dem a& priyatiTo ^ welches nicht blos in 
, griechischen Oompösitis ktiff^oQ tu a; Torkömmt^ sondern 
aueh in arnänt nnd in <ibBUrdu9, nxxr muss ^man diesem 
,Wort; ohne an surdua, taub sm^denktfn, als B^vatom 
Ton sarckaref was Naey. bei Pestos fiir ini^igere ge~ 
braachtOi änsAni wie insubm, iowkare yon sakus^ saUare» 

y 

\ 

5. ^ Bei einer Vergleichang yön pinum mit olro^ darf 
msn das ^ nicht- a|s' ein Digammä tteoUcum betrachten, 

* 

sondern als das in u übergegangene o, ginz wie in olnog, 
i^icuSf .olßog^, pimehf fitex. Eben so ist das Yerhältniss 
yon' oi/to* 'zu wimmern, yon o2<pair zu Weib ^ wei- 
hen, d. h. hen:athen,^und yon ovxof zu Wunde* 

6. Crapula ist xQamoXfij ohne die Beschränkung, 
welche Ammonius n« a* dem griechischen Wort zuschi^i> 
benr TCfa^naXfi larir ^ {^ca^yi} ' fi^^ij * {Ai&fi 8a ij TJJf$ 
«vf;^^ ^jd^^ff fivofiipfl olvcoa^tg. Die gewöhnliche Ableitung, 
yon koQa und n aUXeo, wäre an sich nicht verwerflieh, wenn 

- nicht' das- deutsche Kropf (d. h« ^Rausch bei Adelang) 
den letzten Theil jener Wörter als DeminutiTterminationen 
naohwiese» Am* nächsten zur Vergldchung liegt 9tQa$mo9, 

7. In Vergleich mit ebrius etc. ist upidu$ und ma- 
didm nur eine tropisehe.Bezeichnang d^ Trimkenheit, 
m. B* Flaut Amplu IH, 4, 18. 

Faciam at aii, madidus soMw* 
< aber; die Deriynta bei Petras 41« ArnfsUdoM du^i si 



Ehriiu. VinolentBi* T e wi l eattn; ' <?rapoloiaa. SS5 

p/an« maiUB sunt; i^ua in eerfiirwn abUi , und F^enjol; 
y, I, 1^ 7. Proi« obeQ maduUa^ sind -«lyje Zweifel 
eigentliolie^ aber komis^clie Ausdrücke von dtsr Art 
wiq in. Liobtenbergs Semmliuig' deutscfae,r Syuonjrmi^.' Ob 
modere ein Parüpip Jna/f«« oder /no/in«. bll4ett i#t «cbwpr 
zu entscbeidei^; jenes bat die Aaudogii» -VKm meäi^Sf m^^ 
iari, ^ejUri, 'dieses die von iiedo, ceipe für i^cb« . i(n CÜC 
Alt* XVIy 13.11« E« bat.OreUi JUongulum aaneiiier ei pia 
inepta ans dem Cod. Heimst« aafgenoQUBenj;das .ist abei^ 
gewiss kein passende« Epitheton. ^ Die Varianten .inai0^ 
annUa fiifaren aof mau»i welches der Cod« Crusell. und 
ein Qxon. darbietet. ' 

8. Madtdaa ist nur dnscb Vermittelong eines Demi- 
nutivs madulare zu erklären^ ähn^ch wie tumuUuSy auscid^ 
iare, hitäcusy petulcus. Die Fortn madusa, ebrius y welche 
bisber in ^en Ausgaben. des Festus stand, ist ?9t>n Uhde- 
mann x)ach MSS« verbessert > doch können beide Formen 
«ben so ^t neben einander bestanden* baben> wie ooecu^ 
Urs neben cfiecuUarey ...... 

9« InUr ebrietui$m. et.ehrioaitatem iiUereetf 
üUudquB est amatorem eßse^ aliud amantem, sagt CSCf 
Tusaiy, 12, 27, so dass nach einem allgemeinen Wort- 
bildungsgesetze ebriue den Trunkenen,, ebriosue den. 
Trunkenbold bedeutet^ jenes einen temporaren Zustand, 
dieses eine habituelle. Neigung und Gewohnheit. Lyco ap. 
Rutil. Lup. II« p. 110 R. Ebrioaum ipsi pix ebrii 
cognoscunt. " Daher kann ich in Acadd. II> i7> ^« ^^ 
Tour exemplU sommantium^ furiosorumf ebrioruaif die 
Kritik. Orelüs, welcher ßbrioeorum vorzieht^ mcht gut 



's 






tS€ 



• 

AdAf« OkDfiO« 'Iilldm 



^iHoUHU Üi^Jb^imH^.^ Eb^^ deSs^dg^ür, nfebt blo« W^ 

Bf^f^th äiehi Hoeh treil ehrii^rum zM schWAcli WSr^, 

xläkt i&beä jfetst bfeinidk^ ira seiü;^ W«^ hiek* ^OA we^ 
tti^tdlsdiä iäti taskäk^ iU es Mt futiasus^ d. & yün den 
VWH^A fknift frls^eftii^tly hl Vergleieh. ttk/»tei«s odef 



236. 

/ 

Actor. Histria. Ludio. 

t^ Btit kötor tma d«n «tilydfdjiiMeii Bb^i^ifcü ^cömoe^ 
Am Wäi Pr^g^ita wird) Wie^ ibft Öt>han^pieibie, da^ 
Bi^hneiis^kl ah ä<ilittiittg'8Wibx^tk^ Klilbist, däj^g^ tfiit 
/2<fi?/oy ludiusy wie mit Comödiant, ab lel^ hknd'v^&rl:^-^ 
massiges Geschäft bezeichnet. In der Mitte zwischen 
lii^deä i^eht de^ ^e^iSMatHo. Daher bat act&r nebift co- 
jM^cm, ttägKMdm %kt keinen ^hiichen Neb^ähegtiff^ 
^Ubfti'iö abar dtta der e^ek'^ühliftigkeit und iVind- 
b«Uti^lei, ludii*^ deä dtel* &eittietiihbit> Säet Ati^. 
74« Ab^smuia $t histl^iontis aut ^Üä^ Mviälks tx circö 
ludiui int&rpöh^äh (^lot ^3^ 64^ ii6> tpstiUhihaxbke 
ludiUBf nori titdum^pactätof^ seä adt'or H ddroi^Wk ll^^ 
(Mb. lOi^^ök Neme iMt pesiimo hihtHon-e htfnum cö- 
moedUm fieti posäB äSeisiimtreii VvA %U ^i fie vi 



X 



quam po§ia€ d^ni aetef^rMs'indu^irii.eölBtßiik esUiemta 
parts diUgentfysimm sü.Ce^ V^ 96, i. JG[iet9*iiO»i9' etf^ 



2. MisMo odcs* As9/#r neuul: Lir* YII, a ein betriifr 
risclies Wort. Ist dies wahr^ so ist freilich alles Etymo- 
logisiren abgeschnitten \ wäre es aber lateinischeu Ursprungs, 
und Hesse sich annehmen, dass die A^^noiMs ursprunglich 
nicht blos ad tibicfnis- modoa tanzten , sondern selbst auch 
mnskirteni so läge esnahe^ iister mit Geist, ttgs. gasi^ 
ahdr i:€iet in Verbindung za setzen , denn Geist und gei- 
sten bed^tet bekanntlich im altdeutschen d<^ Wind und 
blasen« t , 



-)^ 



237» 

Sus; Verres* Pdroue. Capep. Haeduß« Hireus;' 

X« Su8 ist der allgemeinste und naturhistori- 
sclie Name des S oh w eines, die übrigen läe^eichnungen 
sind mehr Ökonomisch; i^^r^^s^st eiti männliches , icrofa 
ein weibliches Zuchtschwein, poreuaxaA porca t\ti jnn- 
%t& Schwein^ Mit bim terbindet sicii der Nebenbegritf des 
Schmutzigen, mit porous dfer des Fetten. Man ver- 
gleiche Horazens aridta lutö sUa mit sdher Selbstschilderung: 
Epicuri de grege porcum. Plin. H. N, XXVIII, il/ f^iriia 
i^errinum 4 Bcropha 0xcepiwn* 

fl. Btu ist mit £^, a% , Sait einerlei ; tilalo^ irt davon 
eine Itemiimtivformi wie iJiyi^ipefliSloff vtsn.&rd^^vifc« Die 



V 



/ 



S9PS . At^ V0nm. Pocvi» <|le.' 

Xittemec besatteH .neben 9üUbu^ yrtian in Vam R. R. 11, 4: 
die Lesart ricbtig i«ty aucK Mmnus^ wehmss in SchMrein 
i^s Substantiv erscfaeint, vrw.acer'nus in A hörn. Porcuäu, 
porceOui'hMt sich in Ferkel^ perr$s.^ yielleißht «^^y^ in 
War erhalten* Serofa ist die lateinische Form von ffOf^q>agj 
-wüia wie fQvllog äu£ fQv, gnmnire^ hinweist 

3.' Xofpoc/ohne Zweifel von^igoogy hirtUSf hirsutus^ 
gebildet, mithin stammverwandt mit itiQ^ her, heres^ und 
dessen Syndnymis aj/^Qog und vielleicht auch' ixZvog, d« h. 
i^fQvogy henhaceusj erscheint im Lateinischen, wenn man 
nicht kara mit xigaog in Verbindung setzen will, in keiner 
Form als JBezeichnnng des Schweins, wohl aber als die des 
gleichfalls rauchen, struppigen Bockes, in hircus, hirquus, 
ähnlich^ wie ManQog bei den Lateinern zvl einem caper, 
und xaitga* al|' Tv^Qi^fol bei Hesych. wurde. Wenn die 
sabinische Form ßrcus als die altlateinische behapdelt 
werden' dirf, so entsp^cht derselben das deutsche Borg. 

4. Unter den Namen dieses Thiergeschlechb bedeutet 
eaper, eapella den Bock, die Ziege in allgemeiner na- 
tujchistoi'ischer Bea^iehnngj hircus ist ein alter ausgewach- 
sener, haedus ein junger Bock. ^ Virg. Ecl. VII, ^9, 
C aper tibi aalpm et haedL Dass nach Gell, IX, 9 cvuiore 
Varrone ie demunu Latine caper dicitur^ qiU excastratus 
est, was durch die Anecdote bei Martial, Ep. IH, a4. Vum 
/Uj^ulas hircum, f actus es ^pse caper bestätigt wird, 
schadet dieser Bestimmung nicht; denn caper steht dem Äir- 
cus in doppelter Bedeutung entgegen, wie der Ochs dem 
Stier } eininal aU GÄttungshegriff gegen die Art- dann als 



. % 



Käme der Mehrsalili dei^ irtrM^itttaMii g<%eii db 
Minderxali],* die ütcbt Tenelinkteiifii. 



5; Naedüä lat golfa. ^at^, G e i a s ; t^o/oc itt'ftrf r k e $ 
uüd Bockt BöekleiBy ist so evident einerlei mit (^/ilo^ 
(oder Tielfnefar qntftloQ, nach Grdtlliiig« Lehre ▼• Aeeeat 
S. ^i84) ;ind f«}^2ao9i wie ^ayoveg mit Bavkeii. £)pif«9 
existirl doppelt im Lateiniftchen ; erstens in ibgx mit irer^ 
veicfatem e^ wie Efle in üex, tmd ^erb§rar4 iü i^ibe»^ 
zweitens di^animirt in pervex; so doppelt y wie Ssnpto^ in 
anim'ua unäi penlus, aQota iq arvum und vervcuiium. Aach' 
aryigu odjsr ^uga 'Uei«B sSch als Nebcofmii iron PMrvMx 
EPI^BS erklären» wenn xiicht i^mfi^ .ü^v M^ßmuf mü^ 
ßionok * 091«^ bei Hesycbiua <näher lüge. 



338. 

Adecse. Interesse. Praes^ntem esse. Ihtereit. 

Refert, Abrisse. Deesse. 

X. ,,4d^u$ Updi^ht sich apf «ine. Per;ion a4 Ar S«^ 
ehe^ (d^.miMi^a^e ist, ii^r^Ms^s^ aiif eine Han^Inngi 
der man beiwohnt. Ci^* Verr* I» 4^0» I03^ &äR«fMi m 
quae notiora sunt hißj qui adsuntj quam nobU * • • Ds 
iÜo nihil- dixit'i in quo $go in$erfui. 



t '' 



.Qw PraetsM ist das Participinm '▼on adeeee; im .p»^ 

rifdurastnehe .prasseniem §$8$ vei^Bgi ^ne uimlftteibaip)^» 

hörbare odernsschibare Geg^nwln't> >irähreiijA atkeHf 

nur allgemein die Gegenwart in eilM^ «ai sogehMtgen 

V. Tb. Y 



I 

\ 



/ 



38 Ades«9. I)dt)»peii6. VraeMneem esse elc. 

" V 

Kreite beseiclmetf ^Ji 'e]?i¥iirMw ChuiltfreiiBd afib«i> wenn 
er in «nsem Mimiorny muern Wänden sielt bj^findety 
praesens, est aari \yrjpim er'in einerlei Zipmer mit^ns ist 
Qe«fTlise* IV, 7, 1.4.' JLidide opinio peniari boni, quod 
sU09s U8U Jamipraeaens ,ease et <idsaee. Off. I, 4» ii. 
,BMiA ad_id' eolum^iuiHi cuieet^ quodque praesens est^ se 
aßC9«Btmodat^ w^s^lbstBeiersDentong: Juncümssigmßcantt 
qyod cwnxmtMQime €$deät ac ße insinuäi iüecebris suiSf 
gmM willkiihrlick,ist Finn, I, 17, 5S« • Corpore nikUniu 
praeefne ett qu^'d »adest sientire.possumus» 



S. InUteH xxaü refert gebraucht Vellej: P. II, 72 
ganz 'identisch : Brutus H Cassius • . . «i pieissent^ quantum 
reip. interfui% Caesarem potius habere quam Antomum 
prinoipem, tantunh r etulis eet habere Brutum quam Cas^ 
sium; über rlfert lehrt: Verrius das Wahre bei Festus: 
Refert cum dibimuSj errare nos ait Ferrim; esse enim rei 
rectum f er t ^ (fatipo scilicet, non ablatipo casu; sed esse J am 
ueu posseHum. Nämlich rei fert ist dqrch ädremeonfert 
ZJOL erkläi:en. Die Phrasis in ihrer ursprünglichen und ganz 
correcten Form, sjmonjm mit prodesse, hat Plin. H. N. 
XXVnt^ ö, 8. 3. JP^icti/Has cOedi sine predatUme non pidetur 
referrei Nur durch ^nen Pleonasmus ist sie entstellt in 
Stellen wie Plaut Päs, IV, 3^ 44. 

(^uid id ad me aut ad meam rem refert^ Persae 
/ , ; quid rerum gerant ? 

wogegen die Cbn^uctiou mea refert nach dem synonjmeti 
f^ß;ini^eA(^, es gehört zu meinen Interessen, and 
magm ^ef^l» ^ac^ dem gleioh&lls eynooTmen magni ataii*^ 
l!«?W««fl»;«f# gei|io4ettiist : v .^1 ,■ 






\ 



Acd'dere. Erettipe. Cov^lmgtvi. Obtingere. S% 

4« jibi$9€e nielit d« s^'in^ efT^si>^ä4e$8^^ ^6lll*«lie' 
Abweseiilidil: ' bloa ab L o c a I v er h ä i t nj sa dar; \ » d$ok's4' 
aber fehlen, eppoa* «a^ oäey superew^ t^i^ Ca^a. B^ Cär- 
11^ 3i) mit dem Nebenbegriff, daaa durch die AbwbsW- 
beit eine Integrität geatört ist; iW gupd äessi i$t mU 
ein Theil ) oder einei; Acddenz der ^Sab8(an»,' «2// deeU^ >. j^e^- 
dacJaty.mit der atibjectiveB Be^hang-,' daaa aetee^ Anwi»i» 
fienheit vermiaat wird *}* Abesse^ verhält- aieli ganz äp.zft* 
deessB, wie carere ta egere , indiger^s^ tmd Hbiilich wicr. 
adimere m^derMr^^ Vgl. Tb; HI S. ii4r, Tb. XV. Bi i^i 
Gc^ Brut 8o, 276,./ OJidio^ciumm. . . ai Wi&fl mtäiHiiM^ 
habtb0t', abfuiiy 91 opU9erat^4i€/uU* 



». > * 1 



V « 



5v DeficßrB^ iat. daa Incboativnm za deßsse, mepröfi-^^ 

oratio d€e99€t, nevox vireaque defieerßfhts . 



,0 • . • •. < , • '" ; r 



> \ < 



.« - , « i »'» 



339. 

1 " ..." ■ • . ' 

Accidere, Evenire. Contiiigere. öbtiiijgere. 



. ' • > 



t. Aocidifre and a^aitfra Wird 'tm jegliehen'Elrr 
eigniaaen j contingere , obuenire nnd obtingärä ntlr ' ' *1r^ir 
:gliicklichen gebrancht. Aber- die accid^niia aind aber- 
raachende, die , epementia aind erwartete Vorgänge« 
Die accidentia werden ala Werke dea Zufalla, die «^a- 



i > 



^)*Habichta Recenaent in Jen. LZ. 182|^, S. 418. ^«^fs«« iat 
„eictensiv, (7ire<5« intensiv zu denken. Jenes b^z^ichuet eine' 
„Abwesenheit, weiche iitk Kaum «ingeschaTrt wilrd,' dieses efujer 
«lAbweaenheit, wellte. fli^Q Mangel eihier .l^irkj^Pg ^Q^i.thut-^^ 






li/dpiliit ids JLasolteto Torlieiigcbender Ebmfllaiigeii T)der Vor- 
fiUle^ ' die' boniinginiia al» eine' Gunst des GlüeLet^ dto 
obiiil^ktuia ütid cbptnMmiia besoaden als Gaben dies L o o- 
ses ^dsrg^tdlt. Cic, Fem. VI^ ai* Timebam^ ne etf'eni^ 
r4nty (pM^ acciderunt; jenes mit anbjecCir^er Be- 
nehung auf seine Ahndung * dieses 'gans objectiv von 
dein Staadpankt derer Aqib, i^e]<^e- sich nrnn^ flbemudil 
zßiffiB. Vgl. 'Divin. I> 28: Plane. 6f f. Nikiif ut pUrwn^ 
qiawf ewrwHkit , proBUr opMonem ficcid^tf jenea mit Be- 
ziefanng anf die yoriiargehende Wablbandkugi dieses als 
Eäctttm füraklu' .Tac H».iy, ig» 'Cunct0,fua0 accidß^ 
rant aiU meiuehäiUur^ no» inertia milUtM rleque hotdium 
pi, 8ed fraude ducum epsjiire» Senec Ep* 1 10« Scies 
pbiranmki conti'ngire nobU quam decider^; quotiea 
emm ßäidiutis. euma.- et imiium jfi^if quod calamifmt po^ 
' cabatur? 

2. Gontingere, obtingere ist iwtp^&fHV^ inhxvfxifufy 
und als Homonymnm zu seheiden von cwUmgere^ dem 
Compositum von tangere^ alt tagere^ wie xixwfmy wovon 
tasten und.tätscheln. Man k(lnnte scheinbar mit mehr 
Einfachheit dieses cöntingere mit |i;ydft//afrai identificiren, 
W^Ufi ^tf^t ' da» ai»iUate^e & im Latein regelmässiger eu 



.; ;:!.,,..; .... . ^ .-r — ^ — 1 ■■■ ■ *• 






340. 

► r ■ « 

Serpere. Repere. Serpens. Anguis. Coluber. 

•• - *" * - • • 

1. Serpete xofiA. repere sind verschieden^ Formen von 
9^iw y in jener. , ist der. regelioässtge Sibiknt statt der 
JlspiraWöta, in >^/>e^i^ >ifMi WfetWhÄib^ jjanz ähnlidi wie 



Serpai«/V A^gou; .<;joliib«i:. 543 , 

die Sieb«! bei Hesipdcu) luid'sugideh is rti^1h$ iriddersaNT 
eflkenncn iat« . ;-i ;' •■■•'.'.*/ 

, r • ' ' , . . 

* , ■ • * " * -t 

l 

ul .' O^' Ui^erscbied beider Foraieki be5tiiiiiiiten.':di^ 
Alten : repunt, ^uae parfOB petita haierU, « rpun t^ fnuff 
pedibus carent, In:repere ist die Langsamkeit' des Vor- 
wirUkommeiis der^HaaptbegrifiT) wie in kriecl^en, in 
sm^p^e ^e Geräaschlosigkeit^ wie in ae^hleiolieft. 

3» Serp§mkt der allgemeinste n^torbtsItoiuifilRp 
Ausdraek für alks, was nach, ScUangeniirt: krieclit) diAter 
die Verbindung von serpsna draco b^ Suet. Tib» f S; odk 
^KiA/s besoichnet mehr die g pr o s s e n furchlibaren j , mduker 
die %leiner«ii ttickiscben Schlangen. 

4. jingtdi führt besonders mittelst der DemiluttiY^' 
Itnm anguiUa Aui iff^vg^ welches. nnr eine verstärkte 
Form von f|fjra» l*;;^ ist. Im Deaischen ei^tspricht dem 
Wort die Unke, worunter- ),eigentlich die ran^ p^rt^nh 
f,io8a, oft aber auch Schlange aUgemein verstanden 
,,wivd«'^ Grimm O. Mythol. S. 396. , 

-' . ; • ..;••■• ^ ' : 

5* Coluber ist die lateinische Form von nmhi^fH' 
imtmhufaq* Maywf^tBg^ bei Hesych, Ansser *Aff*hiimi4 ifß^ 
hört anch xisXeifijc, d. h. aexßinßtij^g hierlser und jaicht 
zu «sSior* Den Stamm selbst wage ich labi su nennau, 
dessen deutsche Ferm mit simlautendemVipcal aehlüpfien^ 
(wie lt/tbricu8y schlüpf erig) dem griechisohen Deriva- , 
tum w^it ähnlicher ist In der Mitte liegt glaber ^ yXa» 
fpv^ig. ^ ^ , ^ - 



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I 



I 



;♦»♦•* 



« » 

TV .£..1 JSxceira bet Piautito xmdJÄt. OCXXIXi ii wdss 

w^IchQ Analogie liMUe dann die Composition mit ekier 
Präposition^, Oder stände es mit.cetra dem Schild auf 
«ineL t tllBtieh 'dnnkfe ^WeiM^ ini VevUältDiBs «' wie aoTii^ zu- 
fWfßk die Seiilange^lifldentet? 



'\ -y- 



. .7^ >' pie übrigen. S^rnooyma sind: Namei^ spedelfer 

« 

^oiilangenärten vaA* meist äiis dem. Griediischen entlebt 
Utfgriechisch ist nur boa eine grosse Wasserscklange, na- 
iHiXy äaM F^miniii von natot^ eine kleinere Wasser- 
idilange, id«k|tisefa mit N a 1 1 e r / im G^gensata von '^pira, 
welches liilr ans V«r/>«rei entstanden seliein^ ynv^pibexm 
verhex ^vaüaa in Gemeinsehaft mit verma %mi perpus 
eine zweite Form von eetpo zum Stamm hat^ ganz analog 
wie perbum neben, eo^s und ißermo you l^stV) wie pa^ 
n^hemeaePu» von ei^ eivoq^ wie vide^e ntfhen considerare 
töv i^7r. Oder iat • ^/9«ra identisck mit Schweif, 
aokwts^ifen^ wie v^ire mit goth. swogfany Pärm «wt 
SefawSreDyf'ifcB;» mit Schweig? ' 



> . .,» ; ». .' j I / 



Q. Den Namen Schlange selbst finde ich im Lsteio. 
niqht; — obschon lacerta^^ welches sich bachatSWich «» 
SchleicKeTi d, h. dner vipernartigen Eidedisei eben so 
»verhalt, wie /acama 2a Schleyer, Sligger, oder iäoerm 
«a Schlägeljuahe gemig verwandt ist — ^^ wohl aber iß» 
Oriec^chen, in adXufi^ msd nodi mehr in der Neben- 
form oaÄayl, ixdvg &y9»6s bei Hesychins» Die W«»«^ 
ist iilr^'oH sdileicheh und achliagenk 



y . 



y 






341. 



N. 



Satis habere. Cönteiitüm esse. Boni qohsulere. ' 

1« SaiU h^er4f dtüdkt ein Urtheil aiu, wie für 
g^nag hfilten, oqd i#t nni* eui,JZei«tiei|.T<mIeiiUiudMilb- ' 
los^r. Beurtbeilang dea nachten Mwisesj. corUen^un.. €889 
aber 'ein 6 efübli wi^ «ich begnüg en^ und ist ein. 
ZeiolieQ von Beseheidenlieit Qi|d SßlbfttbeheiTscbiuig. «Denn 
niemalft geht in,,.cönifnluß der Bfi^grijQf der GenifgaaniT 
k.eit über dem aUgemeineren der Z,afriedenh^it ver- 
]me^,.jdah^r ^pr^ letztere. Begriff-nnr in wenige^. F4H^ 
4iirck cQnf0nlu8 ar^muSf in den ipeistcfn d,iirch ßeqUttß 

ownitf . wiedenEpgeben i«t. Cic. Oflft Ir ^^. l^^i* .'f'^^,9^ 
ii49fa. k,n) satiaUi ^ttfljfiifu *^/ c on^t eu t^ potiM9* * Farad«. VI» 

.. 2. ^n^f^ .haf^ep y^rd. regelms^Mig mit ei^m. Ilifi* 
nitiVy^ conteni^^ fium mit^ii]iemiAh]iatiii: qd^rnut 
fufld . fioixttivittB .Cic. Orat m, 1.9., 70. .iS* 8ati8^f88.e 
puiatis ea • • dUdre; 8ed si Jus contsnti eaiis «#<i« 
Fr. Orat. Glod. 6. Quasi ego non cont$ntu8 sim, quod 
mihi XXV fudices crediderimU Erat von Vellejos an- 
finde ich Infinitiven aach von conUn4ua abhängig. VfcUej« 
F. Hl 4g. io3. lao. .Senec. Ir. HI, a4. cbroxoiU p.378. Tac* 
Dial 93. Cnrt. ID« i» 38. 



5. Sinnverwandt ist das bekanEnte honi consuU, gieb 
dich infrieden./ Idb^ kenne davon keine andere Er- 
kLarungy'als die von Qointilian I, 6/ Sa* Sii enim eonBuf 
a cofiMukndo t^l arßUdio4mdof nam £i hoc eonsukre p0^ 



i 



t * 



Vm Ffimtit. ^MBoaf«. KiMMhn^ 

« t 

% ttreB appeiiaveruni f undß adhuc r^nanei iUud: honi can- 
gulüsi id est hifwum fudUcgBi OffenlMuc^ ist diese Erkl&miig 
nfir cm ^y f r f «jch , eine. xxttStp Redentfzt. in ihrem Ur« 
sprang zu begreifen , nnd kann durch seine Antoritüt 
(t^ia ttea^ Vei^i^tieh nicb« an^Aoltliiteseii. Die Slteste Be- 
düihtcttüg y^ MiiJtel^i'^ kbekit mir; nied ersitz eki» sie 
.Cotn^DSifiuit jen^ Nftbehforni ircto Md§Hi ni^elclitf «ick ki 
MM^^i ^fMum, ä9Uä^ ' Hli^pMatrUfi^ erlieltc^l fast; DeUn 
ilia^ andi iöllü** xif^it «letii götiii stä/a^i deit Gt'ttnd 
l^^^tt) C(»h6rell (mit iS^^^^so sinttterWaildt, ^e f^Sit^^ 
nttä df J^^ iblt flery) idid besbtidei:'^ saAnö iHÜiligiiür ^m^ 
ttiih hti FMna. - W^teik htth cwgmlete • in dtlr iiblicbett 

I 

B^eitaing. ein €iiti«tivttiil l^ön eon»iAr$, mithin, iAt 
,sdiOtt 6. Yossiils Y^müthclei coHeilkm eiii SynoAjmxan 
^ön in>riisäa8u$ kt^ Mo ist es. in borU eomUlas ato^ IntraH- 
«itiTum tu fktten imd zu erklä)^en dtürch beM x^Müi^ 
ödär acquu9ca9; nSmIich boru halte idk fiu* eine Adver- 
KeUbrnk, idh hiH, welche äicfa, Wie dieses in here^ so in 
hbhs{M Lücrtsiitis) abgesehwStht hat^ woraus rieh zn^eicli 
die anotaiale Verkihrzai^ in ^bohe^ bvnie eAyibreh würde. 
V^ Hartoaji aber die Ga^ns 8. i^giz. 



■**- 



342, 

Primus, Princeps. Pritaiathl*. FtixüoreB. 

Proceres* Optimates. 

t * 

1» ^PrimwB ist der enee^ ioteh er iiliRa«fti odelr*j[er 
Zeitzaerst erscheint, princepä^ eof^r&er zaezvl handelt 
""Frimm ist der erste > «rf veldMn «ndert f^lgeai pr^mseps 






FiiocVef. BrobBreil' OpÜtmlM^ 



US 



HdgiJBD iladclddiiAr und laMon loeiiicii Iti^^ fküum «dir 
Mif- priite^K denjken; lolfther />Wac^« nur d^n'Fiint#n 
taxeiGfanen ktfniiY akbt ater ^eincfei^inzelixetl Rüfttei, 
fAOJweaig ah$ pat^r emetk >einv«]iwn Sen^r^ '«liitt uium e 
.prineipAoB oder v ptUribus; A^gegm* der primanut-*) 
tifd pH^umoA setzt Gleichgettolit^ voi^an* und ge frört 
nw* stt deb «Fstea^id^ jorimuntis fti der prima Agios ixit 
ptimainua^ üu deki primori9* Didier' kann man \y9ut pri^ 
zMiii i^< jd/iEa«»/w* mn^M. vcsrbitidetti «bcv l)eQicsvBg& 



">» 



tkf 



.1-« 



!!• Pr//n««kami mit TT^^S^nioiitidentißoirl werden; 
7rpo^a$ ist ein, Positivus, dessen Superlativ f rumist im Go- 
tldaeh^i wie Fürst von vor/fü^y pro, por^ erseheint; 
ptimu* Aw ist der SaperUitir, <U i?$e priot^ d«r Oeppa- 
xtttir ^ott prüä^ wie 9i>^dU()e; von^ >3c^« 1 



t« * ■ 



'5. Äimef«i0t ist <Bi»^ Comf^irativlnldangv.iiife promi" 
Mwf«»*^ wie d^r« erster e^ iflpoS^niriio^ n^ a.^ nndbesdehnik 
alle, die zu der ersten Reihe gehete».^ Beaandiurs heissen 
primorw die Vornehmste)! imStaate, and« «w«r als ) 



*) Das Wort pnmoiiif« steht tmerkannt anoh Tac. Ann.^I 42. 
Primant et viee$ima legiones ^ iZIa signis a Tiberio accepiyt^ 
tu toi praeUorum «ooia, efrt^mm dum vestm graiiam rtferUs! 
Alle Ausleger memes Wissens fassten Primant als Feminiu 
mit der F^gj^aertikel, tiad sahen «ich dann.dnreh das folgende" 
egregiam in Verlegenheit gesetzt; denn entweder müsste es 
ptfimaiu • « . tade graHam oder prffna t • • eg^.egiam,gratiam , 
referÜM heissen. Nach meiner ol^igen Andeotnng redet Q^t» 
manicos mit primant die anweseüdei mit vicetima U§h 

* Hie «kw«««Bd<ft Le^en an. 



54^ Boaiss.' ;EVu^« , Probus. -Honestiii 

die 'ei»fla98r6i€li9t«b;afn3 gea'S]itolvt«iiB4irger^$ 

Adet ikn ^G^enaate der G^ineiiieii ; mA aptimaißa «Is po- 
JitiicM Bartiei, il« dse Arirtdavten iinCr^geaaats der 
Demokfeten. . iDie priM^«^ nand prineipe» edieiden sioh 
durch inhertr Voxziüffe, TeleMe und BsefitemiifidciBttt 
j(lind zwar «ind die /^riilc^« /als/ die ersten Montier 
ini Staaty die Wörtfiilirer'iiiiter dtn pHmeribti^ wüAi;) 
die /rrocvras' diu::ch äussiare Vonsüge^ Oelrart oder Ver- 
HKÖgenf ..die v/i^cmaiStfsrdurch ihre G.esiniiaiig und Grund- 
sätze^ als wahre Aristokraten oder als OMgarchen^. Flator 
kraten von der Menge. Golam» XII, 3.- Primäres 
oiffktHum'Oijgue optim-ai^s* ' :^*' ' * 

I 

.:, k'4w Proeeres utndt n^imw^ SMtiiief^> vetWiiiidt; diea^r 
S^fOSBr hat aber «idbt blos einen labialeB^AiülanV.imBiL-' 
eher io der Form nfdgßp^yTtffigßtot^gjhßi Bomcf isnäoän^ 
tissimus^ in pr<f)e und prepior erhalten ist, sondern in 
einer NeTien&rm ancb einen gnttnralco, wovon .das hero- 
dotisdie^ n^oxo s o g'l e i c h , proctr iind , proximuM^ - gebildet 
isly und wohin yielleicht auch Procapäms, provindä, Pko^ 
Cevitt, proximus' bei Isidor gelUSrtv 



'i ' 



• • ■. . . • ' • L • .-■■•» . > ^ ; I 

,343. 

Bonus. Frugi* . Probus. Honestus« 



1. Als ihoralische Eigenschtilt bezeichnet honut und 
h»ne moratm im allgemeinsten einen Menschen von gntem 
Charakter, homo frußi und probus ilher .den, niederen 



^Behiwk'*Friigi. Frobn»« * Hoa«8ta9. 347 

Gfad d€r\SilÜkilikek> yrelchei^)^h, Mtsoiiäera a^eMÜT 
beweist • indem er sich vom Uuteditüumv frei bUt, ivie- 
recbtsch af f e n ; honvy flonentus^ und sanctua aber den 

_ 4 

h'öheraG'lrad dfsr Sxttjiebkeiti ; weIchei>v]^oaitiv»^dttrch 
einen böhevea $inti ncbiüHer'^ «tie gewöbinlibb,w- MkitasciMai 
imd dii» sogenannte Haukmoral cffbebt, imd in^ie.CSfwe 
4er edlere» Mensebea« T^raetEBt« . P)i&«.^£p4<Xr ' 95w • - - «SiMfti-^ 

eruditissimum piru/ttm » ' •< -Vi ^ • ; 






I 



a« Bei d!etn ^onu« bleibt es lüientsdiiedeit, ob. seine 
Güte in seinem JNaturdl oder in seinem Gkarakter 'ibren 
Grnnd hat^ der i^ne^ moratus 4^r ^if d als g e b i 1 d e.t «r 
Charakter gedacht D^ ^oniss ist g^t im pofhalHireii 
Sinn» in welchem das W<^wollen od«r< Hevaen«^te ein^ 
Hanptbestandtheil i£» golm (Dhar^ier» ist, der i«n« mortem 
aber in mehr pkilosophiachQm Sinn, in welchem Vor 
fäXetä SelbstbdbLenrsdmng, Ckwissexihaftigkeit imd Freiheit # 
Ton gemeiQttm Egoismus verlangjtwird« Cüe. OratSi 43* 



i • 



3* Der hömpfrugi oppcab- neqUßmi hat i\V?rth| ; i» 
sofeni die Rechtschafienheit eine Grundbedingung der 
Brauchbarkeit im praktischen Le^n ist, der prokua ^b^y 
in sofern sie eine negative Bedingung der Sittlichkett ist 
Der frugi verhält sich zU' dem probas wie der or 4e>|i>- 
liche und brave Mensch zu dem r e ch t s eh ftf fernen 
und braven Mann. Daher Cic. Dejot lo. Frugi Juh- 
miner^ dici nah muUwn laiuUs habti. in reg0f Q^inti]. 
I> 6f ^9' -Äf. CoeUm S0 esse Aominem fr^gi ft^U 
probare^ mn •quia abatin^n» 9k (nom id nß^menfiri 



t 



SiS 



JtfUDu,' Fragi« nrdbtMi. HomMm, 



fuifktn fioinn^) 4Mlq^^ u^iHf mnk^i Ü^rnkfi^i^nttm, 
mde fä dipia ßugalMßßu . . 



/ • 



4. 'Der honmtuäx oppos* impüf iAcha^ smh doroii 
öirtej^d^liffe» dear «fi/i^KI^; durchs «ine firiesierli^h« 
G«rfi>Qattg und UaodluiigiWeite au.. D«r .i&0tf»^iMt wird 
darcb di^ Idee ^ Ekre^ dM ^neiufdurekii^ndet Gott«- 
{efäJligk.eit geleitet* Jener ' «trebt nach Aherken- 
nung, dieser nach Unsträflichk^it» . . 

5« Fm< hönkui^ altflbe/iUe und deAsen Nebenform .8i&- 
I^VSf b€JkB Bild deren DeminntiT Mbu^ Aidu9Üi$a}BXtm\iik 
den enti^rechenden griechischen ^taoun ni^Ht naehwieiseii, 
^wvna nipht Inne etwa ui dem doriächbn ßinnQto^ statt 
^MilTU7V99 Terborgesi liegt; aber nuHor ist der Comparatir 
tön lUh» smd der Stuaai der Paictipififlilfornft multus, wo- 
iron 'me&>iis, tnelix^rm bei Festas, <liar- die' ältere Schreibart 
'ScHeiat. ßinen SuperlaliT mafisia» Tersndhte iSchefier in 
Petrbth -Sy in dem oerri^en hqnUni nutli imi^ mt digmr 
lese tVL erkennen; sinWicfaj aber alki^wagL Ecn« an- 
dere' Frage ist» ob dieses fia^, meUor, einerlei mit malus 
^ öder homon^^ra? Der Begriff gewaltig, weldier in 
p&Xa^ fUtJii^^ tsa Oruaide liegt, lieu sieh aller dinge nach 
beiden d«ten hin aäsbilded, nach riner guten als stark 
und tue htig^mMjh einer bösen als heftig und. ge- 
walithätig; db aber xiicht maiita vidLmAt mit m fiils, 
/lAcec^ asnsafflinenfäUt? 

» . • • • • . 

& Ddp Si^rlatir aptimui ist ^en so wie nach 
Th. t 'S« 4g seine Opposita p0$wttuß und- detmrimuß von 
dutW Pr&poeit|(m gebildet, Ton ofr, «aek der Analogie» yoo 



BoDoi« F¥lagi. I^bnir EEo&estüs. B4o 

ext$mtt9/ inUmua n. »• Die impranglich^ Bedentuitg 'totix 
o^ lut sidh sw«r' om^ in 0>iifepo6itiobeKi «rlmltMi, ^io o5«- 
dueire, obügtitef Aet w witA ^urch eine Vergldchttttg 

7k Fragt ist aoerlei Stftmiii mit biriiübhen, Adii«. 
$iuM fttneilnWort mit Gunst. Pr^tus ist «v^o^^n^dof^^ 
Der ursprüngliche Begriff der Sanftheit tritt auch in 
probus bisweilen in den Vordergrund,' wie QnintiLVIi 
4^ 11« Non esi alter candi ars ^ • res animi y'aöentta ei 
mollie eupra modum froniie} fallUque plerumqUe güod ' 
probiiaa PocaiuTf quae eU i-mbecillitas» ' So ist auch 
wohl der labor improbua omnia pincene bei Virg. & 
I^ i45 ohne Beihälfe eines intensiven in za erklären. 
Uingckehrt g^braddbit Xenophon sr^re^» n^lXtok ^ all« 
gemein wie probue^ för bene moratL Ob inck» ander»* 
wo behauptete Identität ton probiu, nf&o^ wtSt fromtb^ 
Such bftlt, ist mir zweifelhaft. Yieknehr ist w^ö^, Iff ob, 
Ad^fi'ou, die Nebenform nQettis daa Nomeh yoü freuß% 
ahd* freuw^n, frowpen^ und das yerbale li^^iti:^^ ^^eiiei 
mit Frbund, %c^^ fiiondi. 

' ■ ' 

8. Im Griechischen veirhält sich &ya96g, ^ya&tog 

eben $o zu ffi^im wie oaüuloV« ^oAosf^ au uiihfw,'ohne 

Verwandtschaft mit ttjn^rJ^. tou äp»iim* Seine drt*l 

Gotnparativen JlsHwr, o^sfyoiv, ßil^^og sind ähntliob trsü 

dem B^ff W Ullrichen gebild^, nämlich JiMtnP oSküht^ 

von lfi^9 ilftfttoiefia» , eben saa^ifunr von {n^wcg ^ i^fto^, 

ich begehre minne, wosn dann auch- moniM gut bei 

Festos gehört; endlieh fiiktegog^ fiikmto; gAökt an feUe^ 

denn unstreätig.belUnd auch im Girieehischen /f^Jlofiixs neben 



V^r 



ßclofmiSüvli^w , nie t^dimf pelU neben Vo/o^ i^ult ond 
T/yille'iiiöken Wollen, Die spätere Form 'ßtXtit»^ — 
^^it sie aus Ho«. Od. XVß, 18 und Hesr Opp. 363 ver- 
«chwuQden ist, fiodet.de noh sd&weilich. frülier als Hom. 
hy. Mterc. 36 nnd Mimn. Fr. II, 10 -- ist erst von 
ßAt^B^ gebildet, so .geset2mdi;ig wie (ptguatog von tpiq^ 
Tiffog und a^öMiu bei Aescbylos von aairof^; nur hat sich 
tiebeft diesen die ricbtige Formation q^gtawa^, nj^iova er* 
.IviHeny aber neben jenem I^ein /^slfor. 



/ 



344. 

Mums. Paries. Maceria. Moetiia. Munimenta« 

^ .,> 1-4 Mums ist der allgemeinste Begriff und bezeichnet 
j^es manerartige Bauwerk, blos^ mit Kticksicht auf dio 
<SiQstalt, dme Beziehung auf: seinen Gebrauch; partes ist 

' speciell die Mauer als S^ite eines Gebäudes wie Wand, 
snr Trennung der Räume; moenia die Mauern einer Stadt 
nun Schutz gegen den Feind; maceria die Mauer eines 
Grundstückes,« Gartens oder Weinbergs aum Zeichen der 

« Gx^änze und zur Abwehr der Diebe. 

i • ■ • 

4 1 t > 1 k * * * t 

N 

3. Die drei ersten Sjmonyma gehen sämtüdi von dem 
Begriff. der Scheidung aus. Der murus^ Maueri ist 
eine Bildung von fic/^. Die ahe Schreibart moerm bei 
Enniüs, Lucret. IV ^ 291 und selbst Virgilius #eist auf 
die buchstäbliche Identität mit^Oi^v, «ertheilen, hin. 
D^selbe Stamm, fts/^oi .iit auch in merus^ tmvermischti 
d. |i. gesondert^ zu erkennen. Auch meridies würde durch 
(AstQmp diem^ Tagesscheiide, erklärt 1\nerdeii wüsseii, 



- * Mbeai«. MoniineiiAi. 35j| 

wenn die Fonn t^edfdUs nur auf einer Hypothese Cicecoa 
oad Varros beruhte «od nicht selMm in. .den XII Tabb. 
Torkäme. 

* 

* , ' f t 

' \ ^ ' , % » 

3. Wie sich nach dieser Darstellung moerus hinsicht- 
lich der Bedentnng 2a fA^ga Tevhält, eben so TerhHlt sich 
paries zd pays, portio, und ist mit sgparare waf per und 
ndfo^t nmagür zurückzuführen. 

^4« DieAngabei dass maceria eineyiinagere, dürfüge^^ 
Mauer sei, beruht lediglich auf der Vermeinten 'Ver- 
wandtschaft mit macer j welche, schon dnrdt^ Venchieden- 
heit der Quantität verdächtig wird; man müsste wenig- 
stens marcere zu Grunde legen. Abei^ liegt mdrgo, Mark, 
nicht nde genug ? Hesyohius fuhrt (itixtk^v, q^QofiMxa und 
lAaKiXoQ, dQVifanifQS 9H, was viei,leicht zu liOf^oQf fpQUfiAO^ 

m 

im gleichem Verhältniss steht« 

5. Tac. An. XV| 43. Nero institüU^ ui urbie domus 
non oommunione parietum^ seä proprih quaeque 
muri 8 ambirerUur, Sisenn.. ap. Non. Po$i piilärum ma'*- 
cerias ac parietif^aa : qtdnqui cohoriee reliquU ^ jenes 
Ton Hof- und Gartenmauern, dieses yon Terfallenen Hau- 
serui was wir Qemäuer nennen, wie Pliu. H. N. XXV, 
extr« Aizown in murie parietinisque naecitür» Virg* 
Aen. 11^ 234» JDii^iäimus muroe et moenia pahdimus 
urbis. Und.yi» ^4g. Moenia lata ifidet iripUci cir- 
cumdata muro^ Vell. Pf II, 23. Homirute <, • animoa 
extra moenia, corpora necessiiati serviente« intra muros 
habebani. Flor. I, 4. AncuB . . moenia muro. amplexue 
eeU yitrUv« Vin,'4. Ziamae moenia rex Juba dupUci 



55d Offidiim. Itamlx BeneScfoim Meritam. 






HUI»« njMTtl. Dts^ imter inoMiia nirg eüJb iuid«re «Li Be^ 
rftttigangiiiiaiuni m Tcntehn mnifluA Tk Sehmidt aa 
Hör. £p. IIi 3, 5. durch genaue Frufiing der vonBeuÜej 
citirteii Stella dargetban. 



<i' 



• (• Moemia ik, das pnmilSnrej mwUmentum -daa abge^ 
leitete tiommn von muninsy ifnvifuVf pvpfi^ worip i^h eine 
Formation von jiiftß mit oamotiTer Bedeatnng erkenne; 
moenia «bezeichnet nur die Befestigung der Sta4t gegen 
]eim ««^sten AngriflF; rm a u m mtfa die eigentUchen Ver- 
aofaanznngswwke tou Festungen vmA Lagemi weldie mSbU 
einem. feindUclien Stwm trotoeii könn^. 



/ ^ » 



345, 

Officium. Munus^ Beneficium« Meritum. 

1. Das GetchSft heisst officium als m er a Hache, 
mtmuB ttls politische Verilflichttog. Das ofRcuun wird 
des trc Wissens halbet'^ das /n»»»« des Auftrags wegen 
Y<>nbraeht. CHc. Sen. lo, 34. MasinieMa onuviß 0x9equUur 
rsgis officio ei fnunera. Dtrin^ II, *^, »4, I^S*, 71. 
Font. 7» i5. CaedL i9, 61. Besocdlers Muren. 36, 78. 
H€tec sunt officia neceaaariotfwn ^ commoda Unuiorun^ 
munia candidaiorum. Goerenz. ad Legg. I. p. 11 3« den. 
ao, 7Ü. In seructute reete • • • piviiur^ quoad mun»* 
cfficii ex$equi ef tueri poa»8. Apjpul. Met. IV. p* 75« 

a» Officium bedeutet wie officere eine Handlung, mit 
wtoleher taan einem andern Mtgegenkeinmt^ da «ber dai 



\ 



Qfßciiiin. Hmiiis« Bendkiiiiii. Meritoiii* ' 553 

» 
■* ■ I ■ 

Entgq;enkomaieii bald ein frenndliclies zu^iilfei&oiii^ 
meiii wie in oi^i0mperaref.halA ein fein dl icke s Entge- 
gentreten, wie in obaktere itX, so kttm die Bedentong 
des SabstantiTs dem des Verbnms e diatwtro^ entgegoi. 
gesetzt sein. 

3. Die officia $is Gefälligkeiten oder Freund- 
schafts^enste setzen ein Gleichbeitsverliäitnisr zwischen 
Creber nnd Empfönger yorans^ die benefida^ wie die 
Wobtthaten, einen Geber,, welcher im Vortheil iit; 
die officia yerpflichten za Gegendiensten, die binsficia 
nur zur Dankbarkeit; die officia werden als 'Schuldigkeit^ 
die-&€/i^cia als freie Gunst betrachtet« Die officia haben 
einen idealen Werth und sind mehr erfreulich, wie 
Artigkeiten, die benefihia einen realen Werth,, nnd 
sind mehr nützlich, wie Geschenke. ^ 

4. Mit AenbaneficOa stehen die meriia auf gleicher 
Stufe, nur dadurch unterschieden, dass sie wie die officia 
ein^n al pari stehenden EmpiEÜnger yoraussetzeii ; die be^ 
neficia setzen in irgend einer* Hinsicht das Bedarf- 
niss der Hälfe> die merita nur das der Mithülfe 
voraus j es ist ein. ähnhcher Unterschied wie zwisch^ 
opitulari und .*a4/uifare nach S« 79. Cic« Farn« XI^ 17.. 
Magna aurU Lamia» in me non dico officio^ aed me^ 
rita; und XII, itg» JLamia nuUum periculum^ pto m^ 
adire- dubitapiu Ad haec offi cia , pel merita p"o tiuip 
Jucundissima conaäetudö accedii. In Ep.XI^ x6. Magno 
htneficio Lamiae magnogue merita sum obkgatus 
bezieht sich beneficium mehr auf die dankvefpilicbtende 
Gesinnung, meräum auf den erfreulichen JEr folg* 

V. Tb. Z 



i 



I 



-►* 



\ 

• 



1 

1 

\ Bio» in di«aer Bedemtotig Miet mmua 
Fliircl muma nebdn mwiw^vi, oieoids wcmn es das G 
s^chenk beacictoet* Ich §ehe ia munm nicht em H« 
ft^küto«!^ sondern' es ist nai^ Analogie der gnechisch 

r 

Declinationsweise das r oder s angefallen: msmia; 
fiwaa statt numesaj fhi&a. 




246. / 

s Verienum Virus. \ ^ 

t. y^neimm nnd ipinis bedeutet eigentUdkuwr dnen ^n 
künstlichen and wirksamen Trank oder SafU Cfe. Clnent '^ 
54 ans einem alten Gesetz: Qüi penBnum malum f^ j^, 
ci^j, und Gajos Fand. XVI, 2i36. Qui Pmenim» iüeii, l^^ 
aä/icereidebei p utrum mahua an bqnum, lufm et mecUca- \^ 
nuntc^ 'peiuna sunt* VgL SaUost. X^t« i,n Und Sery. "^ 
XU Virg« G* I'; 129. //^ moibni' pirus. serpenübus ad- ^, 
didit.atria. ,^Vq» «st msdiae' HgrUficeUianis et tarn de 
salubri quam ds nöxio sueeö dicitar. <' Vgl. Ovid« Met. 
n^ 8o^. In sofern beide Ansdrncke im engeren Sinn das^ 
Gift* bedeuten, steSt penenum das Gift mehr als einen 
känstlicheU^ ^/r£#«^ aber ab einen schädlichen Saft 
odef Trank dar« Das penenum wird als siiss nnd ver- 
führ er isc^h,, das piruB^ als widerlich gedadst Lir. 
H^ 53. TrÜbmd plehem agitixre suo penenCj agraria 
iege^ h^tte nidat i^iro sagen kOmen. ^ Dagegen, Cic. Lael. 
a3. Epomat pirus acerbittftis stute^ wahrscheinlich auch 
Tac. Dial* 0%„ Quänquam Oassius Seperus • . • pha 
piti (naeh Liaaeniann stall pis^ habeat quank sanguin^, 



^ 



> > 



fiffngflre* Bxt^geee« » ^ 555 

le ^iwnmum mtttl $9bn T«^ Ann. Xm* ]5. Deco^ 
\ur ^iruB eognitis ärttea i^oneni^ rupidtun foB ab« 
Ltfichr' Wriif den ftrtigeB Oifttrank^ ventna mar die 
igon SnlMlriiisen besciofanÄi ^ 

d» FimM Inmi aHerdings arift %t^ ztuumnenfiden, jirie 
[»'mit fl»8f et<v, dooh istoit Veradtiedtnheil nidit 
Acht an lassen^ da» (in ^vc^ das r oacB cinan 
:zen Vocal ausfälljt,, in {o^ ri>er nach ein«n langan 
3ge£dlen \(räre» Sollte nicht idrus das Nomei^ von ipvqia 
idD and anch etymelogibch mit ^j^nxer nuMDinienlian- 
gen? das anlantende > entspricht inc^ht Uos demy*, soo- 
isxn auch deitt f^» in ^suUo^, 90ilxo^^ 9vU4^ «(bei Herfroh.) 
fwu»y vaUus^ palguB, t^ulpea^ i^üio, nnd o^^ffta^ o^, 
pineir0f po94 Füf ddn Vooalinr^cbsel ist vor vi^en Bei^ - 
q^len fi^^ «nd ^/iuf mit ^voi nnd ^^JUo^ an vergleichen. 
T9oeißum ist offenbar das Adjectiv von ttucus^ Für #m^ 
nun»' habe ich lf eder Wunsel nach Staaunterirandto anS- 
inden können. 



■UAaita 



247. 

Effingere. Extergere. 

1. Wie will Cato R. R. 67. FUcinaa 9pongia «/- 
fingat 'von 162. Pirnas • • die tertio extergeio 
spongia bene, perunguüo oko, nntei'schieden wissen? der 
effingtm wi& durch sei« Abwischen reinigen, der ex- 

**rgeHt abier troO^^neo. 

Za 



tf».y , 



556 



Fallere« Deapere« Frandp^^« 



2). Das« dieses effingere nicKt von dem gewölmfichen 
fingere gebfldet sein kann» ist klar. Es ist die lateinisdie 
Form von In^rliXHif, wie Ungere^ ^niingere Tim Xa^ffi 
ofi^isii^« . In diesem ^x» erkenne idi das lateinische^püf«, 
welche» im ältesten Latein mit purus synonym wax} dem- 
nach' sich piare, eigeol^h pthßte^ eben so za fegen 
T^hälty wie via, täXpma^ zu Weg. Das verwandte 
i^wQoq verhält sich dann eben so zu püräi wie oxusgo^ 
zu oh-acuruam 

3. Dagegen in fingere bilden, sehe ich eine Sjnr 
cbj^e y^m ijfifa^, y>jB9axi^io; eine weitere Vergleichmig 
wiitde dieses Wort zu. q>iyYf» eben so stellen , wie %ha- 
' fog zu xiyffOf nnd da ^iyyoi mit gMi/ra> und fpaoq znsam- 
.menhangty wie auch facio^ so wird auf diesem 'Wege am 
End^ auch facere und fingere so nahe verwandt; wie 
trähere iind siringere, nttffJQ und pingui^, eaguni und 
eingiUo* Im Deutschen entspricht das räthselhafte Ban- 
kert (nXaavofi vto^ bei Soph. Oed. T. 78<') buchstäblich 
jenem ^^ya§. Der griechische entsprechende Begriff von 
.fingere ist nX&üouVy welches seine Abstammung von nilHaq 
und yerwandtächaft mit nXrialogfna^nJi^Qioq, wie simü- 
lare mit similis^ dadurch kund giebt, dass es ein Futoram 
nXaSoi vers<;hmäht. 



248/ 

Fallere. Decipere. Fraudari. 

1. FaMßre und frustrari bezieht sich hauptsächlich wie 
tauschen auf den Irrthum, aber fßlkre iuf eine irrige 



flauere. Dedpere« Fnmdari. 557 

Ansicht, frwtrcari auf eine irrige Hoffnung« Decipere 
and circumptmre denten auf die angewandte List, nur 
giebt decipßr^.AaA Bild einer plötzlichen» ciroumpenire 
das einer künstlich^iingelegten Ueberlistnng ; fraur- 
dare nnd imponere auf dfe Untreue^, aber ^v fraudana 
missbraucht verrätherisch das&emde Zutrauen^ der 
imponens aber schalkhaft, die fremde Leichtglän* 
bigkeit« Fallere ist tduschen, decipere überlisten^ 
circismvenire hintergehn, fraudati betrügen, impo^ 
nere anführen. Tac. Ann. IV, 45. Per derupta et 
at^ia aequenteß fnUetratus est; neque diu fefelliU 
VelL Fat 11, 8a. Ardaifasden fraude [and nicht blos 
aaiu\ deceptunu VgL Säet. Tib. ^ß» Cio, Mar. 3 6,'^ 7* 
In eo quidem fallia et decipiaj vgl. Rose. Am. -40. 
Tac« H. l, 5o. Falluntür^ quibu» luxuria apeoie [die 
MSS. apeciem] liberaliißtitlimponitf ygL Plin. Ep. II, 6.. 
Doch ist mir die Richtigkeit der Emendatipn noch nicht 
nnbezweifelt; denn imponere scheint wie aufbinden, 
weiss machen^ mehr der komischen Sprache anzuge- 
hören^ wie in Gc. Qa. Fr. II, 6. Catoni egregie^im- 
poaui4 Milo nostery^Ygh Att. xV, 26^ and passt dann 
für den Stil des Tacitus gewiss nicht. Sollte es nicht 
eher heissen : Fallunt^ quibua luxuria apeciem liberali^ 
tätia imponitj nach Liv. IX, 11, 7. Semper aUqiiam 
fraudi apeciem )urM imponifia^ Gic« Rose. Com* 6, 17* 
Fraudarit et fefeUerit. 



s. FaUere, jgleichsqm das CaosatiYam von errare^ ist 
als' Begrifi and Wort einerlei mit aq^Xloi, dessen Dm- 
vata tpiikog, aq^rjg, ^uXeog ' xmd anoqaiXtog gleichfalls 
den Sibilanten verloren. Vgl. meine E^ma Homer, p. i. 



4 



358 .IhSSxa». Decqpite. f rAO&rL 

Die Ideotatat mk f«llen mkl f&llen iat »Ifelit in glei- 
clMm Grade endest; denn d«s buahaliailich mtapredendB 
flfoUeif -ist auch ab Begriff Terwajsdt genug; jedenfaUf 
tffaUeiV und naXlnr laiBt ^(Miaur urerwandfte fitiunne* 



3,. I>«ciW« lieiwj einen nbler Weise fimgeii, 
nach Th. I S. 5i5 eine Modificatiop, welche in dem syn- 
onymen Gebranch bei Cic. Acadd. 11 , 20. • Cavere^ ne 
capiatu r; ne fa llätur^ pider e nicht besonders aus- 
gedruckt ist; Von gleichem Stamm ist xiß8f}los, Adjectiv 
von xlß8ri9' rMfOvgyoSf ntikog [corr. yf^lo^ oder mit 
Heiles. ißanTiloi] x$iQ0T^ffi9 bei Hesychins. 

4« jnwidaf^ neb^t «einem Izttensiyo frmtrari hAe 
ich S. Ä'71 mft if«Mo^, ^w^o^ identificirC. Dem B^riff 
nach ist es bfnauh^ welches ich im deutschen äffe« und 
in iqjwi*«, Possen (v^ TwCH S* Bf) wiederfinde; 
denn audi cifr(Wi] hat die Bedeiütang ron 2ieitvertre%. 
üeber Y(of3»i2$, Ärpeif^«,nntrie glich, von TFlSKSU 
dTehen, yrovon törquen», franz« tt^oquer^ >vgL aieine 

Varr. Lectt. im Progr. v. J. i834. 

• » ■ 

« » 

5. Laoßre bei I^boreljmi samJt 1^1 i|Ad ßol^irp^ 4^ 
p€^ bei Flaotos aind ausser Gebrauch gekommen, ehe 
sii^'die Sprache^ zu feineren syno^yinflscben Unterschei- 
'dimg^ ansfaildeto* In lac^re scheint mir itog^^» lügßOj 
^ ahd* liugan von gleichem Stamm , und identisch jrnit dem 
achwäb. laitshen, d« h. betrügen^ nach Schmids Worterb« 
Calpeyß hab^/^ ich jinit calßn^asa ^^h^lm^ wAovfOy be- 
reits 8. ^Z zusammengestellt y oder iats ^ie Kih^tfS^ das 
Simplex Von wüXi%%s»? 9ol,c<wiUare hat ,es nichts zn thun. 



*>4>Ma***«a»VHMWw«^ 



£xemplum. Exemiplar. Documentum. * ^ 
Specimen. Argumentute. 

1 . JSxemplum heilst ein Beispiel von' vielen, exemplar 

' » * " ■ 

aber ein Beispiel vor andern« Das exemplum^xmi, exem^ 
plar sind, als Individuen > exemta aus der SpMre eines 
Begriffs > aber das exemplum wegen seiner relativen 
Tauglicbkeit y für dnen bestimmten Zweck , das e^semplar 
liegen seiner VoBkommenbeit oder absoluten' Tauglicb- 
keit, die Idee der Gattung zu repräsenti^en. Das exem- .^ 
^plar ist exemplum exemplorutn. 

a* Die Bestimmung bei F^stüs : Exemplum eei^ quod 
sequamur aut pkem^e, exemplar, ex quo einUle faciamus. 
lllud animo aestimatur^ Utud ocuiis conepidtur^ istr mir^ 
dorcbaus sru eng« Im ganzen ist exemplum nur der all- 
gemeinere Begriff, exemplqr aber speciöll ein Muster- 
beispiel im gut^n UQd bösen, z» Bb Tap- Ann« VI, 52. 
Exemplar adulatoriVdedecorU apud poeter oBy obne Iro- 
nie und obne Akjrologie« Daher leLphter exemplum Six 
exkmplar stehen kann als umgekehrt* I*4^ur in der ganz 
speciellen Bedeutung von Exemplaren • eines Buches tritt 
e xemp lar ein und ist' nach Mencke'n Obss« p. 352 exemplum 
sogar unlateinisch; von apographum^ derCopie, istes 
natürlich dadurch unterschieden, dass exemplar auch selbst 
ein autographum sein kann. Doch Unde ich dei^ Unterschied 
ziemlich genau beobachtet. CSc. Mur. 5i, ^i^. Domesti- 

r 

cum te habere dixisti exemplum ad imitandum^ Estillud, 
quidem exemplum tibi propositum domi; sed tarnen naturae 
similUudinem ilUus ad te magie', qui ab iUo ortus es, quam 



- ' 36e / Ezemplooi* Exemplar etc« . 

'' ■ « - « . \ ' ■ 

ad unumquemque Jiosirum ptrumUr^ potuU) aä imUcmdiun 

vero iatß mihi propasüum exemplar illud esi quam tibi; 
nämlich erst wiederholt Cicero 'mit exemplum den urkand- 
lichea Aiudmck Catbs | der wafarscheixüich Anstand genom- 
men hatte^ seinem eigenen' Urgrossvater den a^tisprochsvollen 
Titel exemptar za geben 5 Cicero aber selbst gebraucht 
daratif; wo er im eigenen Namen spricht, als rückaichts- 
losen Ausdmck der Bewunderung exemplar. Man ver- 
gleiche fwmer Vellej. PaL 11^ 100. ^ni^nius singulare 
ejiemplum clemeniiae Caesaria mit Tac. Ann. XII, 37. 
Si incohunem seruaperiSf aetemum exempldr clementiae 
erö, wo nicht etwa tuae beigesetzt sein kannte. 

3« ^ Die Begriffe specimen und documenium ^stehen in 
der Mitte zwischen exempium und argumentum, un^isoUen 
nicht zur blosen Anschauung, sondern zur Belehrung^und 
• Ueberzengung dienen, wobei das specimen als sichtba- 
. Jrer und handgreiflicher, das documentum^aia redender 
Beweis gedacht wird; beides sind aber Beweise für die 
an mittelbare Erkenntnis^, dagegen ar^z/uie/i^tty» für 
die Vernunft. Das specimen und documentum setzt 
Unbefangene und nur Unwissende voraus^ das 
argumentum aber einen Ras onir enden. Zweifelnden 
und Rithtenden. Specimen et documentum doceni, ar- 
gumentum probat. Fhn. ,Pah. 45, 4. ffos provehia et 
ostentaä quasi specimen ät exemplar. 

4. Arguo ist buchstäblich %ow, das vielleicht nicht 
VorkommendeCausativ von jenem qß^'ac, he 1^, welches auch 
in apySff, argentum, zu Grunde liegt Homonym mit diesem 
ist jenes arguere% anklagen, Welches ich Th. II S. 161 
dxxi^ adgruere zu erklaren suchte« 



/ 



XJaterta. Globin.. Türku Tbrnnltiif eto. 3^i 



!i50, 



*, 



■ s 

Catterva. Globus. Turba. Tumultxxs. -Seditio. 
jSecessio. Deßcere. Desciiscere. 

{, Eine Meo^henmenge; wird init caUrpa, cohors^ 
agmen.tla im geordneten^ mit turba, glohua, grex als 
im verwirrten Zustand befindlich bezeichnet; die ersten 
drei Synonyma geben, obgleich ursprünglich airgemdneren 
Sinnes, das Bild einer militärischen Ordnung und 
Einheit, aber bei eaierpa wird die Menge nur als ein ge- 
schlossenes Ganze^ bei cohors als ehrende und schutzende 
Begleitung eines Oberhauptes, bei agmen ^in Form 
einer feierlichen Prozessio'n gedacht. Die drei andern 
beziehen sich blos auf die Form und zwar grex auf die 
Formlosigkeit, turba auf die ]30sitiye IJnord- 
nung, globua auf das Gedränge, welches, indem jeder 
dem Mittelpunkt nahe sein will, eine Kugelform bildet. 

a, Caterpa soll ein gallisches Wort sein; so schliesst 
man ans Veget. R^dil. ü, 2. GaUi Celtiberiqüe plurea- 
quß barbaricae nationea aatervia utebantur in proelio, 
DazuTsch ich keinen Gnmd in den Worten des Aütor^. 
selbst in denen des Isidor. Origg. IX, 33 nicht: Proprie 
Macedonum phalanx^ Gallorwn eaterva, noaira legio 
dicitur. Das heisst doch, unbefangen angeaehn, nichts an* 
deres, ab dass die Römer evaea gälliächen Kriegshanfep 
nicht mit den historischen und nationalen Namen phalänx 
und Ugioj sondern mit dem aUgemeinep caterpa benannten^ 
womit sie jeden ein abgeschlossenes und geordnetes 
Gapse bildenden Menschenhaufen bezeichneten. Jedenfalls 
ist das ital« aquadra^ franas. eaeadrey woraus Geschwa-^ 



I* 
i 



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I 



5^ Oiterv«. dobm. Tnilip, ¥iiiiiidtM 

4er wurde, die tomamscbQ Farm von caterpa; diess führt 
auf die Vermaihmig, dass caterva durch agmen quadra- 
tum zu erklären sei; Wobei das ursprüngliche t statt d 
.«einen Fiats wied^ einnahm ; vne in queUi^r, triquetra, 
nixQQsg, pBtorrUum^ d« h« quätuor roiis consiang» 

3. Cohora rerhSlt sich zu chora ähnlich vie ince- 
Tiare zu i^hoare. Wenn nun cohora wie incohare die 
ursprüngliche Form i^t^ so wird 'man die Uentitat ttit 
xiQiog aufgeben müssen , und in diesem Wort liebet Aor- 
iua erkennen I cohora aber für ein Nomen Ton eoercere 
ansehen, oder da sich eine Orthographie cohercere gleich- 
falls findet, von iQxog, ägym. 

4» GraMiaivi iyai^^ Schmar, wuider meAMnn^ 
Dieser Stamm ist )n fif^ym^op ToUständi^ rednj^licir^ 
wkt in ßAifßßQOQ, ßSi^ßoQOQf nSf^ß^o^, (MinKia^i^ ^ ^^ 
homcagynt&k. yafffOQliatti , von ßoQvg oder faruif ^Qvm 
xmA foriay Sij^oV) fiaipo»» y^pv^, wogegen sich in grex aie 
Reduplication Mos aiif den Anlaut beschränkt, Wie m 
ßXaßtif Kigxfif nginotf von ßaXttv^ ^Qnoai,^ ifBigMfy id 
^gläciea, palpare von gelidua^ peUre, in treten, »*'* 
meU) tererey molarem 

5. Ghbua stimmt bnchsUiblich M Sohulpe^ i^^ 
Seholl«, wie daa verwaiMUe glabß aU Begriff di^er Form 
entspridbt; denn un«&hUgemal verbindet «ich i» g^^ 
y mit einem Zisc^ant sum doutaehen aek^ daher gre^*'^ 
aMgraOua^ Sehr itly gluiu^SchltinA, gamma, Schi*' 
»er, gi^za^ Sohats^ y^^» Schlamm, jhai^^^ 
sohUiDpen, y^in^^j Schramm«^ j^f, schiH«'*' 
ayilQaiP, schanren. Di« Neb«nl6rm giomua ei^cna« ^ 



Sedito JbMm»^ DeEctk^ De^ebmse^ S6S 

in ]Cl«mp «riedler* Ob andht ^i^iM za deou^ben SHnnm 
gshiSrty w«i«8 icb Hiebt, ledenftlb iit e« v^«rwABdt mit 
giitta vmi. iHiwrIei mit Klos« (wie grandit mit groM) 

Pünteiikag^lii bieMn^.KieVtse» gUimimh 



6. Die grieebisch« PiMwt ran «iri^ triiby nanilidi 
vigßfli Will Ton &9f^vß^ völlig geacfaiodtti sein. Den« 
wSbrend ^4^^bIp mit 9godf su ^f^jccy gflbdrt, veldiea 
im Ltatmu sireper^ erschein^ wie zfiiw m irgpidi^tf nß.iH 
dagegem, tv^ßfl » rvQßa^Bi» «ine .Formation von avQifWf 
axgaßaCf 9t4^ßlog» Dieas b/sizpogen aogh die Nebenforii^9 
otvQßaÜMß and wffßi^; denn luier ist kein Uebergang des 
/ in «, sondern oup/fif und %VQß^ sind zweierlei Abkiir«' 
aaongen der vollen Form^ wie 0ühars nnd ionare <v»n 
anäw, $0gestre and ic^^fv von ot ^ywj vielleicht fluch #»&»*- 
/Mtf, aif^u^o and tihia von 8TEBQ« 



7» Tiir^otf und turnukuä sjnd polizeilicho Sto* 
ruiJigen des öfibntjicben Xicbens^ nnd zwar so, dass durch 
die ^iir^o« die Ordanng^ doroh iumüku9 die Rnbo 
gestört, mrd; dage;^n 8eiMo nnd sefessio sind' politi« 
sehe Unrahen in Folge entschiedener klarer MeinuAgs- 
Verschiedenheit, Aber bei der seditio ist erst die Ein<- , 
tracht gestört^ nnd die Partheien sind noch im Streit 
mit Worten gedacht^ ])ei der aecessio jst die Aussicht 
aaf Vereinigung bereits aufgegeben und die F^a^theien 
stehen entweder j^chlagfextig eixiander gegenüber od^. 
haben wenigstens . ihre Verhältnisse mit einander «ab^brp-* 
chen« Cic. Lig. 6, 19. ' Sece8$ionem *u iUam existi^ 
maatiy Caesar, ihitio, non bellum; ndn hostiU odium, sed 
cipüe dissidiumm - 



/ 



564 . Gfltem. Globiu. Tnrba. Tmniiltas ^. 

8. Dnrcb die iediHo nniseceasio wird mehr ein 
'Rechf geäSt als eine Pflicht verletzt; die^sedUioü und 
seäsderUes werden als Barger oder als Glieder eines fireien 
Staates gedacht.; dagegen die deßcienies nt^d deaciscenies 
brechen einen Vertrag, indem sie entweder als.Untertha- 
nen sich eippören oder [als Bundesgenossen ab&llen. lir. 
XXym^ a6. Tarn foediiexen^li defectio magis, quam 
sß-ditio. Beide Synonyma Werden als Wediselbegrifle 
behandelt von Cic SolL la, 35. Baru cipes non , . ^ si 
a me for^e desciperis^ idcirco t» a ^e et a repubUca 
üt a iua dignUate dfificere paUerUur. Und Liv. x xxi^ 
7. X2* . Nunquam isti pepuli^ . m$i quwn deerU ad 
qoiBm desoiscani, a nobia non defieienU Vgl. 
XXI, 19. Und Nep.^ Dat 7, 1. Doch \%t deficere wohl 
diejallgemeinerey desciscere^ der eigentliche Begriff^ 
und wird der Abfall durch d^cere mehr von seiner 
moralischen Seite als eine treulose o4er feige oder 
wänkelmüthige Desertion, mit desciscere mehr von der 
politischen Seite, als eine Aenderung der Grundsätze 
und des politischen Systems; dargestellt« - 

g« JDeJicere ah aUquo ist ^mittelst Vergleichung des 
neutralen facessere und proficisci einfach^ durch w eg- 
ge hn^, so Mvie deficere aüquem als prägnanter Ausdruck 
durch deficißndo deserere dliquem zu erldären« Aber de^ 
aciscera weiss ich aas aciscere , weder in seinem desidera- 
tiyen Sinn wissen wollen, noch in seinem causatiren 
Sinn kund und zu wissen thun, auf keine naturliche 
Art abzuleiten. Ist descisöere vielleicht eine Bichoativiorm 
von acidisae , und verhält sich zu dincidium wie decedere 
zu discedere? 



tm 



m 



I. Regia t f r 
dfer kritifoh. oder exegetifoh behandelten 



iAppuleJm Met. I 
—' — X 
— Flor, p.9 

Amobioa VU 

CaedlU Fragm. • 
Caesar B. Cit. ,11, 3i 

-r ni,.97 

Cato R. R. 67 . 

Cicero Rhett, ad Her. III 

'^ Orat. II, i5 

— — II, a5 

— — II, 68 

— — III, 44 

— BnittiG • 

— 7- 'Ö9 

^ Otkt» 8 

— — 16 . 
^ Part 6 

— Or. CaeciL 17 

— Verr, III, a6 

— '— V, i4 

— — V, a3 

— — V, 54 

— ^laoc. 19 

— — 16. 

— — 33 

— Manil. 9 

— Pi«. 25 

— CoeL 3o 

— Mil. 1 



»9 



8. 392« 
49. 

22. 

3i8. 

5o. 

3o4. 

225« 

' 355i 
202. 
326. 
269. 
ai5* 
314. 

23. 

261. 
29. 

222. 

126, 
281. 
162. 

69. 
260. 
A29. 

69. 

i65. 
267. 

322. 

264. 
133. 
269. 
ia8. 



jpceroMiL li. • 

— Dejot. 12* . 

— SeiLt. Sa • 
,— Tüll. Fr. . 
-— Famm. I, 9 

— - Itr, 9 

— - VII^26 

-:- Att.il, 10 • 

_ — VIII, 5 
-' - X.,X2 

— - XJ. 10 

— — XVh i3 

— Aeadd. II, 17 

— Tuac; I, So 

- - in^ 2 

— — ni, 16 

— Fkui. II, 1 

— DWin. I, 33 

— Rep. III, 9 

— — IV 

— Somn. 3 

— Off. I, 6 

— — I, 43 

— -. III, 5 
-*- Sen. 21 

Cohimella XI, x 
CyriUi Gloas. 

Eimias « • 

Fettua a. Tolagra 
Fronto ... 



Stellen« 



5« 69. 
xSa. 
i56. 
3oa« 
324. 

|3. X 
128« 
a27« 

90» 

297. 

126* 

333. 

333. 

280. 

236« 

199- . 
127. 

162. 

249. 

^ 276. 

xo5» 

aßfl. 

x3. 
285. . 

224. 

iia. 



208. 
173* 



566 



I. ft'# g i tf t • n 



GidUntXVn» 10 .' 
— XVIII, 15 

Heaiodus Opp. 363 
Hetychiua • • 
•— • • ' • 
llirtius B« Atr. Sx 
Honenis IL III» Syi 

— — XXKI,3o 

— — XXIII, 483 

— 04 XVII, i8 
Honftiiit £po4. i5, l5 

— S«t. I, 6 

— - I. 9 

^ - n, * 

'.^ Epist I, »4 
^ «- I, 1% 

-t. — II, 1 
' — A. P. 6g • 

JtrrtoiOU VI, 342 

~ XI, 4g 

IiMus H, 6 • . • 
— ' H, 45 

— IV, 5 
— — / X, 38. • 
-- XXII, 19 • 
^ XXU, 5S . 

— XXVI, 4o 

— xxxn, 4 

— XXXVIII, 11 
Lnbretias VI, 837 

Bl«rtialis £p. III, 24 
Mtstala ap« Gell. • 



Ottdius Met. X 
PetrcMOia VI 



S*2as« Plantiii AnL III, 6 S. 

282. — Moit. V, i| 5 . 

— * Poen. I, a • 

35o. — Stich. V, 4 • 

^4. piiniut £p« VI, 2 

55Ö. — — VI, a, 9 . 

ara» -- H* N. XVI, 55 . 

i84. » — XXI, i8 . 

117. ^ — . xitxni, Ä 

4i* Foinpoiiiii9 ap. Non. • 

55o« pHtoianat IV . » 

^9k Iiiettdocio.Ep*adBrat.I,i5 

* a4« — ' .ri- *-> 16 
199. 

232. gfttintiliapfig praef. 



5o. 
t66. 

3o5« 
3^6. 

3i> 
49« 



1,4 

VI pr. i 
VI, 3 
Vltt, 3 

VIII, * 

vnr, 3 

IX, a 
IX, 3 



79. Rtttüina Xup. H p^. 85 

«59./ 

fl64. SaUitt^ua Cat. %S 
78. — Jngf. 87 

39. Seneca Snaa. VII . 

297. Siliaa Ital. VII, 447 
63. 8ophoolM £1«*^6 

192« — Oed» T. 780 

4. Snetoniita Ang« 4^ 

170. — ^ Claüd. 9(9 

— Veip, al 

^a- Tadtiia Agr. 19 * 

— Anou I, 4a 

«^ - - K17 
^7^ ■ — — tt,5ti 

— — IV, 3S 
_ — IV, 45 

$5». _ -r XI, 9 



49« 



357. 
2l4. 

a45. 
i54. 
129« 
&o. 
3o5« 
278. 
- 49. 
3o3« 

5a. 

85. 
i38. 

39. 
ao6. 
178. 

57. 
Xo5. 
261. 
5b8. 
127« 
a5o, 

8. 

99. 

177. 

a&8. 

37. 
io3. 

302. 

467. 

a55. 
345.. 

253« 
393« 

ii4. 

180. 

62« 



t.^ R e g i 8 t e .r. 



567 



TMitn« Ann. XIII, i5 S« 555« 

— DU1«^36 . « 277. 

— ' — a6 . .'354. 

— — 3i • . 365. 

— Germ. i4 . 197. 

— Hiat. I, 1 / 83. 

— — If 1* • 266. 

— — f, 3o . 55j^. 
^ — l, 87 . 84. 

— — "H i4 • 37X 

— — II, 4» • 102. 

— — IV, Sa . 70. 

— - V, 7 • -^^65- 
Tbeocfitui XXII, 107 . fi48. 



Yarro L. JL V • • 8.20^ 

— V . . 5o. 

— R. It II, 4 . . 3a. 
-: n, 4 . 89^,' 

— — — II, 4 . -338. 
Yellejtu Pat« II, 33 • 6i. 

— — li, 79 . 38x* 

Tirgilint kmu III, a66 • 39« 

— — VIII, 160 48, 
~ «^ Vin, 6a7 367. 

— — vin, 275 i4. 

— G. 1, i45 . 349: 

— — in, 55 • id6. 

— ^GaiaUw IX • bu 



V I 



S68 



ILRegiitei 

I 

d«r galegeatlioli behnndelten griechiso^en Wörter. 



\?' 



♦ 



oj^f , vß^c 8« 53o* 
vyaOotf ytfiifo S. 349« ^ 
myatfAm und dvd^uit S* aSg. 
«fnoptar S» i35. 
aatSuf und f«/il4r«f^ S« 99. 
attTMC y avatp' S. Say, « 

o/««;^, dtpvaam ^. i55, 

U(kßlvt»v Ton fiiftwm 5» 549. 

UfAvvw^ itipo» S.^352. 

dpd^tdt und ayßlfid 8« 339« 
'dvdgdnoSow u&d ^vJU^i ouUtiiS 
'8. i36. 

cc9ro9QiZio(y .99aIA««v S. SSy. 

£ootovaf äy%tata 8« 35ö« 
' dta^ilifct S. 112, ' 

OT^M^fy r^oiicvi^ffy lofgu^re 8* 
189. 358. 

«viliT^ay ci/ili^fte 8* 4i* 

avr^a 8. i63f 

av(fa^ aiaat S, 9^ 

a^fiil^«, o^dXXat» S. 557« 

^•voffy ope« S* 78. 

tlq>Qmf und nß(fd^(fmp 8. 8$. 

•, • 

fidrffaxos^ ßQd{(a S* 117* 
ßiXfegotf /9f2riW» veK« S* 35q. 
fiovXofum und* ^^Jl« 8« 56« 
Pa^%*^^y ftpreugen 8. 324. 
.fiifoiai] wnrg^nS. i64. 



yiy^a Ton /rtSrcu S« 127« 
^'clai^y tcKilleriL 8« Sföt 
yipta yiftm 8. i47, 
ywvuv^ kauea 8« i53* 
)^ooff yifMü 8« l45* 
ygdjbtf^tj, Schramme S. 363, 

Mtofy Zettel 8« 208« 
difßag ywatno^t Fraaejaiimmer 

8. 3i6. 
8i^%99^a$^ trachten, betrach- 
ten 8. 69. 
3ix9od'a$ , 2 a g e n 8* 538t 
9f^fiotf Sri 8» 98.^ 
Siatra Mysip !8. 327» 
dtdurmg^ 8t$¥ty%9tv 8« i55f 
di9v/io9 , S1S0 8. 287« 
S&iiuovoi dn¥8y^tß' 8* i35* 
Stnlovs^ duplex f Zweifel S. 

281. 
J/c, Siovdte^v^ «w^p, Zwist 

8. 281. 
i6lt%of^ M^lsxitv 8. 170* 

^^''^'f I i^nCU' 8« 221« 
^0^1 «O^ICOC 8. 221« 

6ovXot und oixinji^ dfffdno^ 

8. i36. 

» 
iyuQViTv 8« i35. 
«2'J«fXoy und aMMtf' 5. 238» 



X ' 



* 



A 



s. 



IL B«« g i i i 9. 



369 



stfuap und «r<lvZo^ S. sSd» 
iv9eX§x'tVf ioLxi^ Si 170, 

tvvvfu^ hti^ gotik- umajitn 8t ao^^t 

igiinu , fdxof 8. 325« 
sgalna^v^ flnvetv 81 533. 

ie^x^^^t 4ni^^i ht^U^ 8. 117. 

' 3a3* 

ixtvot^ X^ff 8. 536^. 

^^Xoc» &i^ 8* «88« 

itjfila^ ietndvtf 8« aSo» 
SijrsZr^ Sijiu 8. ii4. 

i^/id'Mff, are^« 8. 47. 

ijUßatoi^ alk^ 8. 307. 
i^y/of'y fÜML^ ixuv 8b 42* 
^totf anuUi S« la« 

^^Zoi tmil.^tfv Ao/ME* 8. 56. 
^ivoifi &9ivm 8. 3ia. 
^o(fvßßir^ ^^dnr 6. 363. / 

Idtlsi»^ ldym& S. 190« 

loxpoe^ axi^Vf igere S« 2k6« 
latHii^ jaoeref jagen S« 5a7» 

Nal«^«ffy »A«v4^e^ 8« 3i4. 
»aA9r«ff, nalvyßtH 8. 3i7. 
navttxtitv^ canere 8» 102. 
MaxAlSpf y fali£ S. 191« 

%(ß^XQ%^ dempere 8. 358. 
niradot^ Hins 8. ii5« 
nXdSot^ eaudeXf Holz 8« di8G« 
«loiy, icila^tf 8. 286. 
no^r^ noilr^ inooftarr 8« 300» 
x6m$&p y h a a e n 8« 218« 
KOj^ot^, 2«i«t 8. 191. 
V. Th. 



«piiv^r» «Nf^vr 8« 970« 
n^ia€ ttnA pä^ 8* x46* 
iriSa^M, flwv^ftr 8« 9i> 

«vV'^ilof ^ iivfr^ 8^ 3i^» , 
woXiutffi^ udXu^^ S« 34i* ' 
JIjw«« JTilfff S« i33» 

XaßtcVf XintMtr.S* hS^ 
XaiXatff^ XdfipöS 8. aBSa 
XaXli^ y 2ap»fitt« 8« 190» 
Xsv^otf Xint4t 8« 270« 
Xavs^ X$itds 8. 190. 270t . 
liXßfff L>f^|p 8* aSo« 
Xijuv^ot 8« 317. 
l^^tf« TOn XaX^p 8. 88.. ' \, 
lfyf$t9i klingen 8^ 190. ^^ 
Uamn^ Xaßitv 8. 55. 
Zmff| A««rof 8. a6« 
^9, ^«f S. a88« 

fUXfmv und dMtiP 8. 99. 
^tra^^f'» ftmrtvMiv 8« 329« 
fMftdtpffwp und «'«iffvr JS. 16» 
^^«a»y^ Magen, Mohn 8^ ia4« 
§t,v$X6i^ f^vxP^ 8, 224« 
fi>vv7f 9 ju^a» 8* 3534 

vwtop und fAstdfQSPör 8* i6« 
f'^;f«Af;r, f^a^fe^iv 8. 288. 

oynoif dfKvXo9f mum$ 8» a86« 
o&ff, Ast 8.286. 
ctto-^atf opinctri^oyf 8« 3oo. 
otnixifi und ^iTiloc, avS^dif^Bnf 

8. i36. 
«Tkoc, «ipxMy orcif« 8. 181. 
olfA^^i ogfifv 8. 181. 
el9it¥jYmb S. 332. 
•r^ofta«, iffxo/itu 8« i8i» 25o« 
oyo/A«, PN OMA 8. io6.' 
^jiZoT«^oc, a9r«l«»t<^oc 8« 55« 
SfMfüfoQf fdßSat 8f 284« 

if^ax^^f pQ^f^ ^\ 11 7* 
cg63afivo9 f ^«^S « rtidi« 8* 284. ] 

A a 



570 



IL R e g ist e r. 



nvtMQtw und vemdlwoQ S« 54^ 
9ra«^»xcl und nnlXa}^ S. 55« 
na$9iano6 und' naMpMP S. 54. 
nalXtiftri yonnaQaXiyßt'&a* S.a4l* 
waHa^ und nm*Binä S. 55. 
na^üttpffutv nud atpifwv S. 85« 

«rjTyoff, ««Z** S. »34» 
meNFTos, feist S. 324. 
9vXa/a«o«, Klay^t S« 337* . 
5rAcf£., flach S« 3. - 
yfiilaaaMJ', nliptioVi niXa$ S. 356« 
nolvQ^tfWBt 8. 31« 
^«^«^17 ▼on ni^nj/M S. 343- 
n^^e^ ir^ffv«! froh« frjBn«n 

.S, 349. 
«fwiVr©«,' Freund S. 349. 
fire^ov und ntiXw^ nti^i S. 3o5. 
9rtrilj7, pälam S« i43. 

f(ftt9tVf werfen 8.'€5, 
fox^w, ßifA%ok S. 117. 

^iqi pnd «^^tfc S. i46« ^ 
cUtXoQf av€ S« 335«. 
0iuunTSi¥^ Komptr S* 3 18« 
itoftfpit^ 9an(fpSi^ a^e$ S« 3^. 
a^fl»^i»£a*, f9f<(* 8. 333. 
onß^X^ /springen S« 3s3.' 



ifitidyxwmf Fleisch S. i45i 

niQupo9^ TQi^pof S. 3o8i 
ütiQvoTy Stirn S. 149. 
. OTtj^oe yQp: 4^ü»$ S; 3i3. 
QVfjuföi^a und rvf 17 S. 396. 

rivayos , ^iyy€a S. Sa. 
V?, TSTayöiv S. 134. 
Wxrecf' » dichten 5« Sag. 
v^R}<oc, Stärke S. 337. 
w^aipTiif TifOitiS S. 290. 
Tv^ais, Staub 8. 388* 
rvxij und ^vft^Qa 8* 396» 

vß^is^ ußgoc 8. 33o. 
vfAVO€f v*palwe§¥ 3* 3^9* \ 

^ayoUf^ Backen S* 357* 
^alaMQOS^ hlanc 5. 370»' 
ipdlap&oti blond 5. 270« 
ipdgayi^ frangere 8. 335. 
^ti^Mf^ beten ß. 294. 
^ivai , Bankert & 956. 

ifvonti^ Bauch S. 149. 
9«til«otf, oifdklMV 8* 367. 

jl^avf'otf, ÄttWfre S* 60. 
Xoti^oi 8« 336, 



4j. 



vr* 






,1 



571 






\ 



. , III. R e'g.i 8 t e r 

der behandelten lateinischen Aus^d'ftoke. 



Die Verbindang und .weist auf synonymische Üntenoheidnngeny 
von und ans auf etymologische Erklärungen hin. ' 

ahdomen und votier^ ähm$ 8. 1^. aduUus and adoletcen$ S* 53. 

ahesa^ und deeue S. 359. ' aduneus und recum»« 5*. 1 85. 

a(<i«miu«, iemeium $.. 33a* o^gre ferre und iVcucs S. 119. 

äbsHräus, sardqre S« 33a* oeguo animo und p(v»<eii<iiii> etttf 
aoddere ii|id evemre^, eoniingere $• 343. 

8. 339, Aesculapius S. 34i. 

Achagi und Achivi S» 3oS. ,^ aesiimope^ aw^ia^at 3. 36 u 

Achcui^$ und Achmut. $. 3o6« ae^ümfxre u- öpinari, puiare S. 999« 

wfcUf^i^und Achaei S* 3o6. aestimare und exisiimare S* 3pi* 

ociV« und agfnen 8. 189. . . aesümare und iaxart 8r 3oi. 

acie« Ton aous u^ TOn ogere S. i84« o^sf»«, al'^Mtr. 8- 229. 

ociV« . und pvgnOf procUum 8. 189« o^ari und afiogiii\ apptUare 8. lo7« 

acior und Zudius, Justria 8« 3S4« affims und «ogndliM 8. i8o. 
oduiiim, aurtf/yoi S* IJ63. ^ qffinU und negestariui S> 179« 

acu«, axvgor S* an. c^e und i nunc 8. Say. 

acu« und palta $; 2;iX. <i^er« und gerert 8. 3a6« 

oJep« , dkii^ S. 334. <^ere ^und degere 8» 3a7* 

adesse und - intereue « praeseiOtm tigere und faoere 8. 5a5. 

M«e 8. 32^7* agmen und aci« 8* 189« 

adfumenium und adminicvltfm 8. 80. agmen und <ttr5a 8* 36o. 

adjuior wid minisier 8« iSy* ala und penna^ pluma 8. ao4. . 

ttdjuväre Und opitulari y auxitiari äla , Ahala 8- 2o4^ 

S. 79* älijnenia und p^niM 8. 19a. 

acfniiiiicv^um und adf/ummittniy 4u&-> oliie« und ave«, «oJucr^j 8» 307» 

iidium 8. 8b» dZlogitiiind appWtorf^ aj^ari S«- 107« 

admodum und perquam 8* ^^^^ ^ aUudit unda^ ulvCtK 8. 70« 

admodum^ propfmodum S« aGa« adiercalio und ooni^niio, jurgium 
adoletcens und odiiKN« 8* /53« 8* 275« 

odor, o^j^ 8« fii9. äUercaiio. und diaoepiatiQ^ UHgfOh 
adiolet und' igUt 8.,74. 8- ^74. 

A« a 



t' 



$7» 



IIL Register. 



äimla und eomiM 8» ^« 

äivuß y tßveuB 8» i47. 

olvM« und ptwter ^ uieru^ %• i^f» 



appettare imd bSo^i, o^ari Sf 107. 
ttppeüare and üomprüare S* io6. 
mppeüare und n^nänare S* io4. 
appetere nnd expetere S. 67» 



wnhigere und dvbUare ^ haeuUvrt arh^irari vtnd opinare^ pülare S» :iqg, 

Qrguere aai »iffom und aus ar^rmo 



amhiguus und anceps S. a8a. 
ambriceSf jamhri'ces^ imbrices S. 63. 
ameii9 tind demens S* 85. 
amrniia nnd ra&<<< S. 89. 
OMictr^i amkfioere S. aog« 
amic<»< und .rfdimiiu^ ^* 309» 
amicfus und omicuJum S* 209. 
«mioM^' nnd 'vMfif Si 308. 
amivtut und 0»7hM S. 9ie. 
amicvlffvl» -nnd orfiietM S. io<). 
tfMpfcorft -toll (if^i^nl^ 8. 3i^ 
aneepM und iIvftiiM S. s8t« 
oncilla nnd serva S» l35. 
>aniriatf,Tkiiefar^, i^tyn^v 8. 'i34. 
«icrae, tffttnnf», tmgtre 8. i43. 
. .^i»i#9 Enke S. i55. 



S. 56o. 

argumentum n. ilociimmtiim'S. 56o« 
arUia und sprna 8. 219. 
artet imd dodrinae^ UUrae S« 269. 
ßriifex und of»/««., ./aftrr S- ^39. 
arundo nnd coJamus^ coRiia S. 33 1. 
ar^igtt^. itruga S. SSy. 
aasameuia ^ 4txi»inenia S* s$3« 
a$guescere Und ätmanneere 8. ySi 
üiKrttpiirr, tteg:Vrt «v^ri^ 8« t?^ 
miiisJr und ^<f«n« , attdeiu 8. 268* 
audaoia nnd audewHu 8* 958. 
augur, augpiMhij, «^^«Ctar 8. 17^ 
tmguria tm4 |B*fOilisio, osipMia 

8, 173. 
erwra nnd ammtt 8- 9^ 



ongui« nnd ttrpeu$^ Muher 8. 54t. auteae^ ourfgil', oite 8. 4e. 
aflgifiä^4tnguiaa^¥x*^ffyV^^^'^*' ouäpida tOkd piedSgt*«, mi^rfa 



anheUlui nnd ^spMius S. 95» 
onima and mdit^$ 8* 91» 
ORuna nnd venitn^ ttura 8. 92» 
amma und spitiiuM 8, 95. 
animu« nnd «leiis' 8» ^4. 
animv« und amWid' 8« 91» 
anl^nae, JivotAväi 8« 0'. 
aalnim von ong'e'nr .8. i4l. 
onfhtM niid spehmod 8. i4o. 
aittrum nnd ^peetis Si i4i. 



8. 17^ 
auf orti<ir Qnd^ dSjgfttt0i ^ ^tgidUn 

aidiunare« dtiiaif^ ivtitr 8. 3oi« 
auiumare und pttfore, 0ffnitfi>t 8. 507. 
ttüixiHari luid /itifarf 8. 79« 
auxüium und ppem 8. 79« 
äuxUltt^ ärha 8. 8e. . 
avertj havtrt^ hiare 8. 8d. 
09^^ tlhd mijMfr^ S. 59. 



onfnim' tUtd »pei^s , <6rok« .8* iS^* -MveÜere nnd ahstrdhere S. 322. 

jfptftninM^ plnna 8. ^7. ove'i mtd ikttfes'^ volttürc*ir^ 8* 2^7. 

ftpenVi^ tlttd patif ädere 8. ^gt. ovilla, oüis 8. 3o8« 

aperire ¥en: afr 8. 29^« ^ avU^ öutnfoi 8« 3o8. 

Il))^irfettnd pafont, mtfufj^o 8. 295« oxom^ia i^on ijx^ oder «tifi» 

apinae^ andteu^ äffen 8> 358. 8* 293. 

äpögrapfmm und exempltum 8. 359* oxiaa, wAoto 8. 2o4. v 

appeüare^ ags. tpeSaii-8.- 166. hadius^ spadix 8*93» 



llh^UißS^^ ^ *i^ 



SfB 



tanticunk, ih fsMiUm ^ jao. 
caniüena uüA ^olJpMn Ssi. loqu 
eamUlena nnd eony^i ]iM«i^ ^« ^^ 
heneßcium jiiid Djg^'Om; m«iilwfl <^op^ und %irci»«» WlH^tS. J8d6» 



ftoat«»^ ßml^^ kfiUtm &• aa4« 



t • 



u • 



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' «I 



s. 354. 

hene mcratuß «od' ^flm«# 0. ^7» 

hi/ariam Md i«Kf»M«rr: & sSsL 

bifaXf bifmiam 8v «89* . '; 

io«i»a>9od Ml» moilR^ &.347« 
ftonu« und jvroftv«, ^onrsfVfi $. 547« 

eaS^nt «nd jgu(»l^r|i.»8.^f4U 

c«42uct ^«^9 JK«^?f 8«.^^ 
eaedere^ X9dC9*P <8« 79# m 
caed^e T»* /«■»•• g; wert • $, $7« . . 
caedere und -scmdgr^ 8. .7(0> 

co2flnmVait| ^i^liiVM» 8«.a5^ 



eäpeire^ eupere $• 66. 
capeasere^ taptster^ St.i'Jip ' 
copilfruiiiy Mf^ 8» 1S67* ' 
capUBire Xaxd et^re 8« &6r • 
Carmen Etjm. 8« lOa« 3il«, n 
Carmen' ntk^' catftimtmt y^KiMikm» 

8. 99' •• . •■ 
cafTfiA' und p^emf^ 8^ »ttO* ^ 
«oro %mA pidpu^ vUcenmS* iM» > 
raro, nqimQ^ Brnstkern -8* t^^* 
eaatigati^ nndmuHiet» p ti tii .8».fi6f^ 
iMif«w$« «ce^os^ 8* M9». 
coni iiiid lemere 8. 294». .^ 
casut iuid.|^!o?Vy. Jbf/üiiff. 8. . A9&« * 
ctä€rii0. vaU IvrpAf 09h§m 8» 861« 
caterva , ^iiiidtfoi» . 8* d&b ; , < ^ 

eaudexy ifldftit 8% aMw - 
cait<a and «ffiif .8« l4kN' 
•«<4i9i»M Q^d detrim^ntum 8t a6di «awfa und c^tfirniA 8» f 8gi . 
cälamu$ und ciilmu« 8. 219* cauies und «wn» 4(ipji»2Jl*S« 19JU: 

caJamiM nnd aniiufo, «niMia 8« j(91« cavftw und protrfdtf« 8« iA$. 
calaref b-Ol^n 8« tP7< cavattf 0»dnTU¥ 8. »76« 

calculuM nnd 7apM« «onijiifJbiM 8» .197« ««»rrfri rüwni» 8^ ;i76 



eak> • jqnd . «93f!P^M9 . 8. . d 1 8t 
caZix^^uh^l« 8* .317,. 
cäUidus n^^::pru4eH 8«a^i4i> 

cälXf %ulti 8. 191« 

eam^lla^ .oamträ 8* %17*< 

oamiir,. «tnnttinic, ii^i/MV^iUf 8« 186« eeriiua^ eenifua ß^g^ 

canere nmi amiartf paßfhre 8« 99» ctrriiua , nd^m %*\ 90* 

canertf Mam%^ 8- 109« ersAMy magere S. .i64« 

cami«f^luid'.anMHi9y «<ritaR»af 8»IIM« cevo, ^irrva 8« 246* 



cavemä nnd ofifn»^ .eto. 8i i39« 
camaari^i$9^t%Hr^^mm9fk¥.S, 9%^ 
caviü^io find 9ak$t flic^m$ß» 8» 917« 

eelox, Scheich 8* 3i7r 
9fflMrr#.und iqwiariy pntar« 8>'t3!99«k 

cerehrosus 8. 90. 
C^re«! ff(^7 8«. 9((V 



'£ > 



57* 



HL Regt rt er, 



• 4 "- 



eibar^ nhd poBeere S* icjiS« 
^ olbafki nr^' edultaS* 195.. 

ciitt« tind afimento 8. 192^ 
^-. ci^Mf imd esea S, igS« -' ^ <" 

mehä^xM»if S. XP4. '- 

^n^eräq hegen S. i84« ' 

eircttluff und orbis S. i^s. 
' eirovZii« und gyrvr S. i89« - • 

eitcumvemre und faUert -8. 357, 
^vU'eumdare und, cihgCT'^.S* i85.- 

efoar« und vocare S« 'io4. 

^ tdviüs nnd comis S. 10. 
' tnvifas nnd gm«« naiio 5^ 9^ ' 
«svi/eu - Und popvJu« j re^pul^ltea 

. 'S; 97.'- ^' 

cf«»'<a^, H^eimath 8.98. 
\elamare nnd t^ooiirr, voei/erari 
8. io3. ' ... ,v 

tHangfre nnd clamare 8» io5. 
elöÄie/i^ nnd ^ria\ hon<n^' 8« a9fi* 
elaniSj ymXij^ot- 8; 236. ' 
€?af<i<^m, clangere 8i 393» 
cZavsfrum nnd «^a -Si) 39a. 
cJnii^nü'o mtdmonsii^do- 8v ti. 
cbiäen^ gkiäius 8« 188* • -t • 
^ciupeusi Kml^tu S* aio. ' 
eZuor) ^lortu 8. ^35« i '^ ' 
eoecüUare^ coecuf$r€ S* 333» **' 
coeiu8 nnd ü6ndHUM ^^ ' ^ eön9€iau$ 
"8.'io8. •• • ■ - 1. •« - •.•.- 
cfog^tf atis ecigete 8* ' 1 99« ' ^ 
€o^tare nnd tneditari 8^198: " ' 
oogütire^ hicohar^i j^oÄu hu^tm 
8. apov '" .:'•'■ 'i ■•>' ^ y • 

' «ofAafU« imd kehe$$t&iua^^' '^mntm^ 
^inats 8. 179. ' 
eogniiio und notiüa 8* 366« 
cohercercj e^picM '8. 36a. 
coftor» , nnd calerva 8. ^i « ' 
eokort Etym« 8» 863* 
00)0% Hoden 8« i46. 



ecluhe^ nnd «nguia, j«y)i€fif S* 54t« 
eomedere und edefe^'^eni «Sv >94« 
comifyt eoguer^ 8. 4. - r 

eomi« nnd (fiitgn«i' 8r 5. 
•com» nnd fat^U S» 9^"'^ 
vomiff-nnd «ItfiliV 8. itf. * - 
comis nnd communis S» 13. 
comiasarif TcmfidC^v 8* 195. 
cbmu^oiio n.^epwlum,' däqpte SvigS. 
€omHai vAd^humaniia^'S» S» 
eomitia nnd condo B* iro8. ' 
eommenlari imd'^medtian S.^aoo.' 
eomminisci und^ ejtcogiiare 8« 300* • 
^Hmmiitefe tBtid etedere\ p^stwitUre 

8. i59i' ■''^•^' '' ;i ' '.- • 
commvRM nnd>'coitii#' 8r 13« 



* V A. 



., •M^' 



>. l • • «'^ ' . 



communis^ fU^oiT 8* 14»^ 
eomoedus nnd histrio etc. 8. 334. 
compeka^ ^d «ppFHai^«' 8. "lo6« 
comp^ntRum'- nnd ^ luorttm ^ * enfoJ»- 

menium 8.\ 354. * ' ^ ^^ *" ' ^ 
eomp^scere-y'eomperter^ 8; 35t. " 
47ompiitfm, 4^aM>f' 8. -2^v 
eonoedere nnd permiitere'S» x68» . 
coneede^e nnd Indülgtfi^e 8; »69.' 
cimeibtrm tind cotfliM| ' ddnlr^niM 

8. 1-1^. ' ■"■ »•■ ■•; 

cohHIfnm'^On cälate 8.' 107. ■ 
eoncio. nnd >eomtiMi ^, io8. • 
cSncio', li!^ 8^ 106. 
concore^ia'nnd t^ojp ,' oHitm 34(^ - 
ooncubfna väd-peUe^ S.^t. ' 
condir^, yuvSav '8i 336." 

confesiim , /^k^mu/, b äü S.'lCs;^' - 
ecnfesUm nnd tef^f^ , • ex ie m p l o 

8. 157. *^' '^ i^^-^»- % . • ' 
eonfideniialsäd fidueits^^ß, sMr 

€%nfinis tind tft'oilit^ '8.' ^U 
eonfinU nnd:/f^ff}^ui^l8»'^i8o«' 



« . »li t 



1.« f . 



, III. Reg i • t er. $75 

!. '■ • > ■ . ~ . ^ 

evmAMre and inäulgfre^ eoncedere coniimpere uad depravare^.vüiare 

Sti 1.69; " 8. 3ai. 

eonnuxere ^ t^9vttp S«^i69» certex, corium S* 19* 

r oonnixi, ifonnitfi, eofmlpai S» i6g* coiea nnd «oxa, nip«9.S^ 191. > 

coruanguineus nnd^ neeessariua ^ co* crapula^ Kropf S* 332. 

gna/u« ^8. '179* crasaa Tind pinguis Minerva S, v%l9 

considerare und coniifml)Mtori S. i5o. creare und gigntre S- 2Q1. 

coMuescert und cuniesctfre Sc yS* crtdere und commiUere^ permiiter^ 
consueiudo und' mos S« yS» S. 259. ^ 

eoiMUtfltfilo and ritus 8* '76« credere und fidem habere ^ c^ufi-- 
conaueviase und aolere 8» 73* « cJere S. 369. 

corumUre S, 343. credere und putore etc. 8« 3o3. >► 

coniemplttri\ &aftßi<0 8* 129« cr^clo nnd opinor 8. 3o3. 

ooniemplari nnd considerare 8« i5o* crepare nnd «onare S« 118. 

oonienäo and a2l€roaf)(Oy jurgium crepare nn^ strepere 8-117. 

S. 275. cm», gradus 8, 74. 

conienüo nnd diseepMü^i UÜgatid cuhlh und fedu« 8« 279. 

8' 374« CIICU0U«, celare^ occulere 8^210. 

conltfhiu«! €»«e nnd 9aüs 'habere cuquiium^ celare^ ooculere 8. aio. 

8. 343« • ^. . eudere nnd iundere. 8. 71. . "^ 

i7ontennuitt« nnd ^con^nii 8* iß7« . endete^ MonrnP 8« 71* 

con/iguti« nnd • (foi^nif 8.187«- cuUgna^ culutlus^ ooculere S. 5 1*/* ^ / 

cotnimgere und evemr^ ^ - avcidere culmus nnd. calamus^ "stipulä S* 219» ^ 

8« 339; . cutius Ton «olere, und von ceiare 

eonfingere YOn «'v)'^^*'**^ ^'^^ "^^^ 8. 310. 

iangere 8« d4o« ' > cu2<il« und vesfi« 8, lio» 

confinuo und r^p^e , exitmplo cuUus und AoW<u» 8. 211., ^ - 

8. i57« " • culullus^ culigna, oeculere 8. 3 17« 

coniroversia uxid conieniio^jurg}utn *^V^* xvnp • 1 • _ _^ / 

^ / oupere und captare^ veüe 8« 96. ^ - 

• v .r ' , , . eupere. und avere' S» 5g* 

convalVs und t^aWiÄ 8. i44. ^ ^ c cc ^ 

eupere ^ capere 8» oo. 

convm<us und concilium , eoefu«. . ,._^ a r« 

' eupere unq gesiire 8. oo« 

*'' ^.^.' cujtidilas und cupido 8. 60« 

eonveriere w\d inveriere , rrrt«-« ^y„p,v;<, ^„4 cit'pÄiiifl« 8. 60. ^ ; 

S. »89. capido und W611I0 8, 61. *>j 

convidus und oontut;/]»?!! -Sw 196- cuspis^ capui 8. 122. J 

eonvivium qnd convictu« 8« 196« cutis und lergus 8. 17. 

cimt>ii;iifm und.«pvtoe, dap» 8*195. euHui, jca/p«» S. 39. , •« 

cortiätfiit nnd,pr»dfR«, »cito« 8* ii6. curare- und mideri S» 197. ^ 

corium und aluta 8. ao. . cvrio, curiosu^ milgery YOn 00^ 
«orpttlenlus« nnd ohesm 8i'223. rium 8. 22* ^ • > , 

corrigere und emendare '8«'3»9« cvrviN ^^nd n^ivrim« 8t i85. 



/ 



V 



lU^iL 



M 



ilL Eagiat «r. 



gyaüau v&d jcyp&uf , poculum 

S. 3i8. 
cyinftiitiiiy Humpen 8. 5i6« 

danmum und «dlooiif «f , fa^ura 

8. a53. 
danmiHn qnd d^nmmium 8< sSk« 
dapes ond «^ont^vium, epulae S» igS» 

dehere und operiere 8. 3^4* 
deler^f debiHMf Sbumü^iu 8. 3a5« 
deeere^ SUaj 8, li9* i66. 
dedpere und fimttntr^^ faOfre 

8. 357. 
^deeuBf Zier 8. isi. aao» - 
dee$te und o&ef«e, defieere 8« 339» 
deftmder^f wdiemre & »49» 
defieer£^ foBenere 8« 364. 
defieere und dr^fM 8^ 33^« 
defieere und desaeeewe 8» 3$4. 
defwna9 und ioeirr, ^«(iiM 8. >| 1 1* 
drj^«'iiiid iigr^« 8b 337. 
iif9«rr| M;"«» u. Uiß9^m 8. 338. 
degunere 8. .i53. 
deleciatiö und oUrotaii» & 177, 
delieulu9f deHqaus Sp. 89« 
deHcue^ lae 8* 89«- 
deUruBf deUquium 5«-8Qw 
delinu und drmaij eto» ^ 89* 
dtfifienfund/i^faiini* 8. 8^ 
dement und ojrm S» 85« 
dement und dcImM 8. 8g« 
^«meiifia und /»rc(r 8« 89U 
dentu«, 4hK/M{ £« 3t3» 
depr^vart tind «brmmpew« ttifjarr 

8. 321. . . 
desdscere und defioert 8* 364. 
deteiscerHy Etym* &» 364» 
desiderßre und re^ v irere nS* xaS« 

, 8« a53« ■' . , ■ 

4«frJm€n^ii «nd ^nwiiiiii. J^. «691 



denderare TOn £1^12 8. 199. 
dicacUat ottd soIm, «eiriBaif o & ^17« 
diGOx^ iKcJi MWJ« 8. m8. 
dijfringere und diinimpffi«^ A'xii 

Irre S. 3a3. 
digladiigri und divdwttrt S. 189. 
digsoii« und' difvil«^ «sitrafaM 

S. ai3. 
digniias und d^oHe ^ mmtmiimt 

S. 3 t 3. 
dijfitiim r«se und mereri 8. ftiSL 
dignut Yon dtfMt 8* 175. al3b 
dimcare und digktdian 8» 189» 
dSmiMrCy iuiftdxem^at 8« 187* 
dUcepiaref dieia«nfT9c^eu> 8. 274. 
duöepimiw und uDwifiiiie^ iwfnui 

8.274- 
duoipimatf und ' cio0<niia< t iif<«i 
. 8. aSg. 

diseriw^en und paricwtem A* a64* 
disjicere und dueipare Sv 64* 
füf|i«iMliiufi und- «vmfvf S« 954» 
dUrumpere und diffingere^ divel" 

terr S. 3a3. 
dttüpare und dUficere 8« 64^ 
c{m!k« und lyc^pl^« 8. 6a-^ . 

dimnUus und /a<o 8. agS» 
ditiiiiae und ppfs, gflusae S* 81«, 
doetrina und erudäio S« 268* 

4 

dooirinae und 0r<eS| Uterae S* 269^ 
docummiiiin und sprcimeK, oi^g[i»«> 

mmüim 8. 260, 
doga, ^x^'t dix^ftt 8. 3i5« 
dotlMm, doifct 8* 3i5«' 
dommaius und poieniatu» 8« 83. 
<2omAiWf und herua 8. 137. 
domdiiM, duli^Mfts ^ 'iSif, 
demut xtod finrnütt Sm, 3o7W 
domir«, trä.ttni«nij dm^&mtMm 

8. 279. 5*3.. 
dorsum^ 8u^ 8. i€w 
d0r«i0ii .uitd iermmm 8k tS» 






IlL Begibt • r. 5^9 

dubiiarerVsA htmiiare , amiMgere. exemplum und exemplmr-S,^, 

S. iSi^ ' ' • exeroere^ «S«o«i?y 8j t66^ . 

dubiue und anctpa 8* a8a^ exigerä ' •Ava , p98tu9art^ ßagflm^ 
duplex ^ duplus^ iinlai^ A^rÄoÄr 8. aSo. ^ ' 

8. 281* , ' , ». exiguu$ TOtt vj:«r^ 8»'46,' j^ « 

ciii|»7«>jf,uiid ÄnjOKm 8, aSo* txiguu» and ^jciTp^ 8, 27.' '^ 

<lup^€>x> und gerrünua 8. aS*-. * exigu»« und porm»« 8; s8. 

dmpüeHer mki tiftirtiim S* «8a. . e»gwttit and imWUiir 8. 29. 

duplum und ilujplex S* a8a. exOU nnd macer S. «6/ 

exiUs nnd <«nui* 8; «Sw '^ 

c veatigio und cai^empld S: ilg. " «jif»/i« und ejn£tr»«"8. S?^ 

€ vesiigio und fliico S« 16 t. . exiUs yon egere 8. a6, 

ehtia^ Etymon %. 3i8. ^ exisfimare und aeatimare 8. 59U 

ebrieiaä juid vlnüUnÜa, fenwieniia wiatimtrth nnd fuma 8. 334.^ 

8. 33i. experiri nnd periclHari 8. «S4, ^ 

e&ri<^M «rid f*riW 8. 3S3» mpep$n und /«Trftere 8. «6ä, . - 

ehriua und ehrioaua 5. ^3v expetere und opfa/e, «;*2fe 8. Ö7. , 

ehnua^ über ^ Bfy9f S* 35<x * exp^are^ ^Xi^ ,8. 99« 

«ff re und ve«cf S. 194.' exia und i^Moera 8. i4& . 

<^g7e« mid timulacrufff , Inv^gf«. extemplo und e ve^iigio 8. liJ^. 

8- a37, . •' ; «xfemp2o und rfp^fe^ I8/0O 8. 157^ 

fjfigiea und aiatna 8. a58.' extemplo^ ex lempore 8. 159.^ 
ef fingere und extergere 8. 3S6« 

effingere Ton v^i^^etf*»" und voa - ^ „ « ^ « * 

.rg«-e, ii;tijy 8. a6. /«*?'" ""»^ ^'P'/^*» «r/</>* S^Sag. 

emen^re und eoMgewr 8* Sig. •^"''^* '***^ ««^' ^» ^^- 
emolumeniufi^ und ^atfMiM^ <w»^ /acrtiair und ^po«, /es^i^im &^9XJ. 

pendium 8. 2fi4. • /«c% wd cow/« S. 9. , 

«moltimeiitem Itaid l»«ruif> 8. 2167. Z«^''^^« und ÄuTO^mö<W, maiMm?^ 
enais und |^1a«;iiM 8. 188^ ^^ ^' ^* -: • 

tfpnZo^ rok aSaa^ o«rr«i» 8. 194. faeetua^ fttüundm %i.aLyp^,. ^ 
eputoe und crnivM^iMi, ii»pc9 8. 19& /<><^a und r^Agc^o«, ojlirrA.fi, Soft, 
epuhitfi und epütae 8* 195» . foXlere und /rusfrerri 8^ 3^7«. 

eru(2iVi* und dtelrina B. &68. /oZJere , QfpdXÜw^ .9f^USs ^ 35& 

eruere und serwiarf 8. >j9k3« /^^« ü;a^< 8« a48» 

e«ca und cC5ii« 8* 193. , fama und eocistma^n B%^S^. 

eaea sind sSmcnis 8. X93« > ^ /oma nnd miaor 8« 9^3* 
esoa Yon.rdrre 8( 193. famel^, a^/Hi S# f37v. 

etücnirr'u; otf^'d^ ei$nthigereSi5^, famiUa und domuj^ 8. fio?- 
rxai{.<;2ar^, ejraiififltre, 'IH;'«^ 8i» fomuiua und aerv:^ ^ manc^pmm^ 

134.'" '• ^- ' '8? ►56. >. . , ' . 

excogUä^ und «omMliiii^ 8« ^00. fwreM^ f^U* » lyevg«» 8» tO<K. 



378 IIL Aftg itt er. 



./arfw») Wuypt & 66. . ' ^ore .und «pjirartf S« 9^ , 

fateti und 2»cr< S. .167. foteundus und foetua. S. aoS** 

/m, GebniirrS« 168» ^ • . foedus xand iaeter^ iurpis S* m« 

ybliim und /orfmo, /o» S« SqS» foedus^ bös 5* 11 3, 

/aifx und ghitus^ ingluvifM S. i4i& fottus^ ^im^S» aay. 

foMx^ ^agpfi^^farefri S* l4(^ . . fotiut JUid foeeundus. S« äsB. 

favere^ bähen 8« i45« foetut und praegntmfy gramdus 

favUaa vijid itrobs $• l42« S« 326. 

favissa und specus «tc & iSg. fordua and foetuSf praegnmis S» 2a6. 

favissa 8. x43. , . fardus, <pogas S. 327, 

'faimSf Wabe 8» i4fl4 foreg ond janua^ vaAvae S« 3l4. 

/e&n« I ferv^e^ S. 8.7» . . , ybrrt Und vaUtoe S« 3lS« 

/pI^ mnd £i2m -S. wo; fores, forafe S. «^16. . 

ye2f9^ .Boise S- iiB« . /ona, ^o^ovw S* 362; 

' /«nVe ,nttd perbtrare r J»»^«w« etc. fimnu»^ v a x ni S. ' 66. 
S. «67^ .-, . . fomix^ noffvii S. 243» ' 

ferire] föt^n^ beren, bürsen fors und fortuna , e<t«M S. 095. 

^ S. 65. forsyAdrexh. S.-296« 

fgrus nnd rudU 8. »69.. ^ - /or» Tpn feto 8. 2^6. 

Fjpscmnmu« y /aociv« 8. 2i8« . . fof'siian und fariasse. 8» 2^^ 
ftsiiviUu und l^08j faeeütu o» ^17* forsUan und /^u<2 «cio an 8. 299, 
fesUvuä^ JEtjrm» 8. 2i8" . farätttn und /orfe S. 296. ' 

fidelia , ' 9r«>o( 8- 355. ^ foriasse und fardian 8; 297« 

'fidelis und ^dus 8* 255. foriasse und j^ud «cia an 8« 299. 

j^dejiias und j^dea, ßducim S. 256. foriasse und fari^ S,^ 296. 
^dem Xavere und credere 8. 369. fortassis 8. 296, 299« 
fideHs und Umerarius, audax 8. 258. /orfe und fortassüi^ forsitanlS* £96. 
fidentia und fiducia 8* 2*57. /orle , fqriuna und ^i*K^ 8. 395. 

fid^e und confidere 8. 269. /dr#« und /oriv^'fo 8> 296. 

^ fides^fider€^ns9'%tv^n»l&Hv8»^Bk forte und fernere 8. 294. 
yfd^s und fideUitu^ fiduda 8* 256» /oHui<o und iemerp 8. .294t 
fiducia und ^de« 8« 256. fortuUo und /orfe S. '296. 

j^Educia und fidentia' S* 357» . fortuna ^scLd for», aäs^ 8f 295* 

j^dtf« und >Sd«2i> 8* 255. /ovra, -^d^eu^, vwff^vas S* i43« 

j^dutftis 8« 2Ö6, ^ ^ /o9€a und «crü&5 8. i42* 

fiUus^^^uXtei 8. 555. ' /btiea und ^^e^iM eto« 8« 139. 

^2iu« fqmiUas und ptt^r 8. 45* fragor^ ßQ^X^ 8. 116. 

.*. filum^i'fideg- 8.-39. fragor x^d strepiiui 8. 117. 

fingere^ ^wai^ Bankert 8« 556. frangere^ hreolL^n^ spr.ingan. 
. finiiimus und vUnnus S» #87. '^. 323. /. 

finiiimus iaid-€bT^nü 8. 180. ' frangere und rwnpere 8» 321^ 
^rcii«»'B>org 8' 33,6, - < fraudori und imponere 8*357» 

« flagiiäre^flagrare^ 9>ic/«lfr g.3S2« fraudari^ iff9dSea&a$ 8. 371. ^58. 
fiagüalr und pwcete, ewigere 8. «3o* frendere , V^4«o<^«^ 8. 271, 



HL tRe giiTt r^. 



5^9 



* 

frenum nod luAtna '6^'4i* 
fricare^ ^rixHV S. ^71«' 



§0im xaoA gen$^' f^süa^fSh^M' 3072 . 
gerertr Qttd 'Ogerr & 3a6, . 

geüiee Und mpere. S« 68ii*. .. 
gign'ere tmd creare, parere 8. aoi. 
eignere and gefU(n»t S\ f»oa* 



/nigf und -''(oititBy ^dMn 8« 347« ' 

/nt«(ron* n. ybfftfrey d!hnp^# 8. 357; IfZofter und. Zm<vS. 279». 

flustum^ geborsten, Brttfäm gläber^ yXa^vf^ot 8.^ 37«^ 



t« • 



frtkiex , /7^vai • Si a86. - ^ . 
fruiicetum und .i/i^gäZtom-^ S* 2861 
yiici/Jare^ ipdZuoer 8^ ao8.' 
fulgere ^ flageltum 8« 66> 
fuUo ^ fulgereS,'^^^» . :.• 
yundarnfn/Um. ttnd /iiiicZiW'S« 35»'- 



^todivs und.«?»!« S...x8ß^ 
gladms ,. clifdlai , , i;2ad[e^ 8« iB8. . ^ 
glan«. Klotz, Klpslft ^.,$^* > 
gJo&u«.^ 8 c h n 1 p e Si*ß,ß2^ . . 
gZomu«, Klumpen 8. 363« >. 
gloria , clarua 8» 236^ . . , ., 

glona und o«ffn^oito,7afi(ctf^*i>.8* 33i6> 



fundus und «;a<{um, «o2um> fimäor gioria ia^<^ Ißui^ %(»ijor ^ a3.5»^,. 



menium 8« 35* '^' . 

fundus^ ßivd^t S: 34. 256. 
/u»i5 und 'V<«<w Sfc 37. 
/um*« und Jagiieu« 8«-96i 
* fitnisj fidieulae*ß.5gm . 
furcae^ furculae^ furmre S* 226* 
furere, fervere S. 87.. . - " 
furialh und 'furibunduß f- Juriwui 
S« 88» ^ ' ' <» .. . 



1.» 



gZuiire^.jichiacken 8*..>55i 
gkiiu«, Schlund i48,/363«, .. -^ 
gZuiiM und ingUtpieti fa^,8*..i.4&i 
gradlenius vnd gmeiU^S* 24«^. ^ . 
graeäh und grßcilenii^ &» 24.t.^-. a 
grtüßiUfM und maciVs-S. 23« 
graciluB^ gremtUsf, kra.nJk^ jcrank^ 

lieh 8. 24, , , ; J ^ 

GraecanicuB .und ßra^^^ 8. ,3p$« 



-1 ■ ' , V« 



<?r«^'iiK. und '^fae9iM^...;(7r<iKa«})Hi 
^ 8. 3o4. 



furihundiia' und furit^ , ' JuriotuB Grßeculu» und v Graetfu^^ -, . Orßjnt, 

8. 88. ' - M ... , 8. 3o4. 

fvrioms Vi1id Jutibwtdus^ fmiäUa Graec»$ \md GKoectm^M» Spi^^oi' 

8. 88^ . r 

/«ror und i*öKRpr 8.' 89« 
^ror und fi0mmfMif'«fieMifi»a 8. 87* grapidus tmd. incieni^ foefua.S^^26^ 

gravidus und praegnanß. 8« 227.. 

I^el/u«), Schritt 8« 362» 

grex^ ayst^m^ yaQyagor 9, 004. 

gii2a und gurgulio, gvf/ur 8* ^'^* 



«mV' > 



,*. <i • 



.•<• UV» 



• I l 



gaUünf gtoH» ')8v^363«, •!<( ' 

gazae und' opea^'divHiae S.^8li 

gemere und- .9ti»pfrarr<'8w 2l44« 

gemere^ yifiHVf Knmm<^r 8» »43^ i:u2a, Kelile* 8* J5a. 



germnus tmd •'äuphtx'' 8<';b8 1 .^ « ^^ 
get^ma^ doliim>ni&v\>S« 363v 
getterOtre und • parviv -8^ • 207 v 
generore und gigmere 8k* 202. > >« 
geK^^Hnlf jH>j>iiti^,- liaijbi^»' 96* ^ 
ge»«, Kind- 8.» 5ö7.'^'" ^ . ■'^- '' 
gau und geim9^ firtmapidiS» 9of 



t k .»■.■) 1 »j 1 



. »'• 



^•>^*^ 



guiosut' xthd '^güfiuyB^s ' 8; 1 5o* 
gi^ges x^iäd vorago^ ioiiex 8. ii55i 
gurg«^'^ , • gurgeä S.* i5o. ' *"' ' ' ' ' 
gUT'gttlfo und 'gula^'guiiur St't^^'" 
gurgüsthm^ yopy»por^8. iÄ4« 
guitare und 2i(are, Ungere 15« l63# 
gusUtre , k o 8 1 e-n 8«* i53. 
gi»<iur I -yigii^Yi/f 41. i5oi. 



.-,., .. 



•».» 



^ III. yRejiKt riH 



/ 



gH«ifhi j»m ,' «li oll u« tj9 n ft: &t ^ - .. ivmanilmyt iind flOT«r<«t & Sn . - 

gutturaaus -and gtfotüsu&js ido; '. ; humaniias nnATinnisuetuS^^ fatOU 

Aa&iifu«. nitd tmlfuf^ 9. ^n» ; 8*7'.. L, 

luäfUus xmä'bevHs S. aier^ - Äumon»« aiU hominmnts S. 6. 

haesHare 'iiid «M^rr, «»*%«•« »««"^ und ©«rier«»^ |wü«» «(«• 

8. a8i. • 8. 67. • • 

Äara nnd «»3* 8. i79. ictus md faefut S. 6S. 

hämiihti^ 8. S56. '* .ignanu ^nd hut^ÜM 6. «66., 

%au<l ietV%n ünÄ ybj^d»i«''8. 299.' ^gwowf .«nd naiam dan S. 170. 

Äflurw^e tani t^rari 8. "röfi. * . ignoscrrif 8. 171. ' ^ - 

havert\ hiarT S. 60. . »>*^i E'*« S» 357» v. 

hStittf^ mpn. 8. 3^8. ^ ^ ^ »Wa ^nd inteitfna & l46. 

Ami« nnddbmfniU^ $. f 37." »K« r V'^'» «. t46* 

Äirtar*, ^eflsen 8. 60. Äcrf, fütoo 8*160/ 

ftiVciit mtdtebper, Äo^tltt* 9 366« ' **'^** ***** wjkate , €art«iipto fite« 

Ä#^, t^m 8; 39«.-> t- 8. löy. ,v . *^i 

ÄMCCT-tf, ««aiMtv S. arS. • '^•* ««>♦ ¥*^«^^^» *^'** 

Ai^yiö/IEtfm. S; &5S. ' • " ^ ^ *" ^^* iKica und e vesUgfo 8. i6ü . 

WWrjo nnd>tfeter, 2iid^s 8. 554« ««<» n|»d /-«jpeirfif, cirtempfo .&^S7. 

Äomo, goth. guma 8. iS». -" ^^^^^ «»«^ «'fl<wa S. a38. 

hämo nnd iHas\ vTr 'S* tBo: " ^^ ifuiigw ui^d • jniiWaiBn^ 

AoTirolhi« ^md AomvAmthl«', IkofMiM^ 8. 237. 

S^ i33, V - Jmiric^«, ;afii5rM!eS'8» 434 

ÄoniuiiWo nni fumuncütüi, %omul^ ipmimiti.jpiie«^,^. vi^. , 

> Iii«8.'i33. • *'«/>'*>*, Etym. S. a6a. 

.:' i , ' ', ''i- imponere und fraääiiH 8bS$7« 

s i33 / • ^ f" '7 

Unestum^ Gunst |8. aS5. ... UUAm^^ iymwawS» »«7.^ 

ÄoiteM«» Wd/#aprtiM 84 34^/ . indem mid fiirdth, 4wam4u$ i^9efi» 

Aonor nnd Iqw.^lQrh S. »3^,^. incoÄaw-, Mi?»y^gotlk.iltt«/«ii&ä(mw 

Ä^fjd^tf/on^Ä^-.ÄÄÖ - f .,, ,^ tii0oZ»ifi^,'cd(9k»m«Mv <7Mt»rr<8*.«^ 

-Äo«ö>e «Qn,J'(»<»f pd VOM <»^^^ mourviut und mw«« 84 .iB^^ 

, S. wW». » , y ■ . :j X .' .^ mdogiireiand^viiitiiM^ai« 8«:Iä4^ 

%o«<iiim,'«tlf»iii^ 8* :S<6* • • ' . ftdaifare, >^jtt> 8» iv>4« t ' .. 



HL B 0« f r.t iixi' 



m 



's. ug, /ofiflrfld niui floria fi* ad$» . 



S. 169« 

indulgere^ MtXextlv S. 170« . 
ijtßdeU$ und r?i/?<|u«, perfidus 8« 2i55« 
infidui und infidelU^ pprfidus 8« 355« 
infrunHus , ifjpQonjtoi S. 1 13« 
ingeniosus Und «oZ^# 8. iiS^ 
ingluvies und glulus^ faux S» l48. 
ingruerCf ingreäi S. yS, ' 
inhumane und in^umaniief 8* 8. 
in^umant^er und in/^umaitf 8* 8« 
11» pcdam S» 394« 
insonu« und t;^<anus, vecon 8* 86« 
inscius und ignarus 8« 366, 
injciuf und absein« 8. 967« 1 
hiMoUtus und insueivs S* 7^ 
iiMomniiim und «omnium 8. 37^ 
fnsfar, instaurare 8. 34o« 
nuiare und urgere^ intectari 8« l65. 
in<li<«<um und mo« 8« 75." 
msueteere und atsuerdere 8« 75« 
insu^tf« und iiuoli/u« 8* 7^« 
inieranea und intestina^ (Ha 8. i46« 
iniereue und adesse 8« S37« 
inieresi und rr/rr< 8. 838k 
inierpreiari ^ ntffgaSeTv S* ll3« 
interrogare und rogare 8. 125. 
interrogare und perooniari 8* 137'' 
»nfef/ina, irr699$a S. i46. 
intestina und viscera 0« i45. 
intestina und interanea 8. l4^« 
j nunc und a^« 8« 327. 
inpertere und convertere ^ vertäte 
S. 389, 

iiive«<(gare und indagare S« 134. 
»ra und vUionis^ cupidita^ S* 130« 
ira, Eifer 8» i3o« 
lra<d, und sueoenseref indignqri eto« 

irrkart und ytxarf 8. 177» . - 



7<MliM und Miiij 8* 63«- 
jambrite9^ mnhric€$ p* 6^ 
/aniMi und /«r««^ o^iiiM» 8« 3i4» 
januQ TOa irr 8« 345« 
judieare und opinari^ pvtart 8* 299» 
, juguhintt y^^vm S. i5i. 
/ugvn;! und moiM 8« aafi» 
jnueu^^ #py«£ ä-.33i* 
jurgium und dis9epiaii&f UligaUo 

8. 374, 
jurgiwn nnd oHereatiOf tfosOmih 
. 8. 375. 

jwgium^ il^ 8. 376. ^ 
jurgium und Hxa 8. 374. 977* 
7u«<tr« imd ^piiulari^ amjaUwi 8* 79> 
juvai^ laivu 8« 60*, 
juvenaU^ und juvemUa 8. 48» 
juvenis^ H»Utp9h»t S^JLj* 
juvenia und puberims 8* 63. 
juventa und Juventus 8« 47. ' 

Juventus und juveniia 8* 47«^ . 

IMum und 2«i5riim 3. i54> 
lacerare und laniare ^. 176* 
lacer«, {«sc 8* 176. ?58« ^ 
2tt«eni«, A«fx^i7, Sjchleier 8* 

313. 34».. 
Jacertai Schlange 8t 343« 
lacettus^ Schlägel 8. 343* 
Utesfsere und soUhiiart 8* 176» 
2acM«tfrtf und t>«prar# 8« 177« 
7acttiia und 2ama 8« 3a^ .. 
lanii und sio^tiifi ^. 3q. - - 
lagena, Etym. 8» 3i7« -- 

Jama und JvifiiJMi 8. 3 t« , 
toifi&rrare 8« 178» 
2a«i«r«f «chlampea 8« i{>a, 
lamhere und Ungere 8« i57. 
lambere «nd XftoFV, «suiMNMr 8* x53» 
loiMi^'^f^ 8* aiu 



\ 

I 



1 - # w , 

}apf9 und «aIcttiiMt ««rvpM 0« t^i luridys, j^^^C S. 336. « ' 

Ia^«»s und ykn j» r V««» ^« 36- . Iiwfniiii, hiiwn S. 32» . , 

7a«d!«re ^Äd' proJarre ' 8. »36» ««^'^ ^ 

Ia»ni9 f Jlee^i; 1^ ^^vtl S, s36» '< m^er und eidlU S.. aS, 

. |au3 'und ^onor, ^Icri^ S. a3S« • macer und maciTeni»^ Sf 34« 

leeiusjand cubile 6* 379» .macer qnd strigosus 3t as« 

lem's nnd mürü, placidus S» 8. • maceritit^ marga S.'35ijt 

j0piäuSf XMnr^f S» 317* macma nnd mvru», moen^ct S« 3£o«. 

tepo«and/«<f0i<a«, /ace<»oe5«:|i7» macies nnd gracüHas^S, »3. 

levis 4ind gto&er S. a7b« maci2eii<u4 nnd macer ^^ 34, 

2i6are von kufieiv und TOniiißMiv mädare TOn f^dxsa&a^ nnd yon 

' S»' i53, * fftfyaff S* 187. 

Ubare nnd lambere^ ^slare IS. «53« ma<{u2sa « maäusa S. 333. 

4 I^ido und cupido^ volupta$ S« 6i« magnopere und t;a{c2e S. 363« 

' Ueere\ lotaire S« i66. malus ^ Etjni. S. 3^8, 

Mcet^xaiA 'Ueitum y fas e^ S* 167. mancipium und /(imute» , «erviM 

licere nnd poMf S« i68« 8. i36. " . 

Ueiium , 1 ^i c h t 8t l68« manifesio nnd aperie^ palqm 8. 393« 

UcUum est xaiä licet Sw 167« mouisveivdp nnd * A^umoni/as , /oci- 

Iignum, ludfs S* 3i3» Utas 8. 6« |o. 

' Ugurire void Ungere 8« i53. ^ mansuetudo nnd clemeniia 8. 11« 

vüngere nnd'Jam^ere 8« i57,- mor^fo, Mark S. 35i« 

Ungere^ sc klingen 8. l53« mas nnd vir^ homo 8*.i3q. 

Ungere .nnd U'guipre 8. i52* mofftts, mä/i», modere .8» 353« 

Kngere nnd- ifJare, giistare 8* i53. mederi^ fuSiwv S- »98. 

Ui^ae nnd scteiiiia «etc. 8« 365« medejfi und meditare 8. 198. 

Ii^ertfe und orte«, doetiinae 8. 369, medefi und «änare, curare 8. 197« 

2ii!%are , b e 1 6 id i g.e n 'S* 376» medicamentum und m^didna^ reirie^ * 

Uiigälio und coitfen^iö ,' jurgium dhtm 3* 198* 

S. 374. • ' ' ' medieare nnd mederi S. 198» 

' l^tgarcj iicere^ leiken 8. 166. a53» yuedic^ und remedium^ medica^ 

iifdiXfl^Boi^ Laz 8. 313. , menium S* 198, 

/ Ueuples mad dives 8« 8z« medidies 8. 35 1. 

locuples^ Id'euZJ 8* 83» mediocris und modicus^ medius S* 

^ Inincnt«, 2ai»9 gZa(er 8; 54i« aos. 3q3* 

Ivcor, lucnim, locare 8» a5l. > meiiiojninvs ^ Supetlat. von medio^ 

hierum nnd emolumentum S» a57» 'oris 8. io3, 

itcoTum und quaestus; ecifipendmm medUari pnd cogHare 8« 196. 

S. 354* .'.,'■ medtiari und eömiiientdri 8, tfoo. 

tudices^ Seklntte 8.-344.^ ^ • medHari ^ ^iUr^r, TOn mcdteri 

l»i2iiw nnd ador, Mäirio* 8« 394^ 8. 198;^ 



, l « ' > '* VI • V % 1 



IIL R e-g.i;i t.kr. ; 

medius imd mocIJcif 9 , m/nßoerh »mulcere und palpark S. 109, 



583 



S. 203« . ^ 

m^^ör/muJfiM^'^Jt« 8. 363« 548« 
menda und Vitium Sj 3 19. 
mendum nnd vitiftm 8« SiQ« 
mens und animus S* 94« ^ 
mensa, mons, minari S« 226* 
merere und dignvm esse S» 31 3» 
merere und mereri 5. ais« 
meretrix^ meriioria S* a42.. 
mtretrix nnd «corium etc« 8* a42* 
merHum nnd heneficium 8« 354* 
minister nnd adjutor 8« i37* 



)nu2<rf<iy mufta yon mii^oare 8* a5o. 
mu2<a und poCTta, casHgaHo 8» aSo* 
mvttttj» meUor^ fidXm 8« 363« 34& 
munia, nnd munera 8. 354» 
munimenia und mo^nia 8. 353» 
mun»« and officium 'S. -353« 
muru« nnd moenia^ maoeria 8. 35o« 
muru^y fAöi^fp 8, 35o. 

niusa, najra, v^%6Q^fH 8« 393» 
naiio nnd populus, gens 8. 96. 
necessarius nnd propinguaa^ cogna- 

ius 8. 179« ^ ' 
necesse nnd opus ^«f, oportet 8« 333» 
nescio an nnd fortasse 8. 399» 



ministbr^ manus 8* i37. 

miniffus nnd exiguus^ parvu» 8» t8« 

mft/gar^, .chmeidigen 8. 375. „«cmV nnd msri«/ s'. 3^67 

miii« nnd ^enw, p2acii2ii« 8. a, ^.^^^^ „^^ „^,^^^ g^ ^^^^ 

mft« nnd moßw 8. 1. ^^j.,^ ^^j pr/marz«, 8. iffi. 

moÄci.* nnd m«Kocr«, medius ^^^^^^^ „^^ nuncupore 8. io5, 



8. 303. 3o3. 

iftoilo nnd rnore 8«' 74^ 
moenia^ nnd muTiimni^a 8. 353« 



nominare n&d vocare^ appeUare 

8. io4.^ 
nossif nnd acire'S» 366« 



iHocnitf nnd mun«, maceWa 8- 35o, ^^^.^.^ ^^^ ,^.^^.^^ ^^^.^.^ ^ ^^^ 



moenia^ fiCpif, fUvo* 8« 353. 
Tnoerus^ murus' ^» 35o. 
7noJU$ nnd milis 8* i« 
mont nnd jugum 8. 335« 
7Roiij| inman', endnere 8. 336« 
moiMfrum, JVInster 8. 175* 
moiMtnim nnd augurium 8. 173* 



nuTicius, no«cere 8i 106. 
Runcupor« nnd nominare 8« io5« 
mincupor^, nunciarä 8« io6« 
nuteare nnd nictare 8« 170. 

obha^ aftßti 8» 3 17* « 

obedientem esse nnd obedire 8. 37^ 
monstrum und ostentum^ portextum obedire nnd o&se^i, obtemperare 

8. 174. 8. 371. 

more nnd modfo 8* 74« . obedire und' parere^ oibedientem esse 

morigerari nnd o^seguf 8« 373. 8« 373i ' 

morigerari nnd parere ^ obedire obesus ^-ISXym» 8.234, 



(dtesus nnd eorpuUniüs 8« 333. - 
UistilMitm^ obex nnd repogvlvnty pessuius 8* 393« ' 
oblectaUo nnd delfctmtio S* 170« 
6boedire\ obedire^ obaudire %• 9rj^m , 
o6<e»nf«9 aarMi^t 8» 55i« ^ 

miilcare' nnd ferire^ oaedere 8. 67» obseetare nnd obtestari 8. oSd« 
müleare nnd iffi^crtfre, pultare o&««cufifldr< :nnd mor^cniH, o^^ 
8. 6$. Umperare 8. I373. 



8# 371. 
mo« nnd «oiMtoefiMlo , 

8* 75. 
moj, mo<lii« 8. 74« * 
mo« nnd riius 8« 76« 



98» 



IIL fi egi i t ^ t. 



€h9eqm und parert^ tSbeüre %% 37t» 
tibumpertire Qwi ohßequi^ S« ayS. 
pkiemperare «ftd parm^ ^edit^ 

S. 271. 
oftfMion mid cbseorare 8. fl9s« 
ohieslarß ». Etyrm: S. aSi. 
.obtingere und c<ui<i9|r^e S. 54o» 

üib^enire and evenire S. 34o. 
oetnäere^ hüllen 8« 3io» 
officium nnd inunu« 8. 352* 
officium und henefidum S* -554; 
•fn^itvond aujsurium S. lyS* 
omni) osmm, 00a« 8* 175. 
omnino und plane ^ prorsu9 8* a6o. 
op€m und opea S« 7^- ' 

' opem ferre und opiiulon 8«. 78« 
Opern n^id auxiUum 8* 79* 
opera und /acia , rr« gcstae 8. 32D» 
operire TOft o5 8* 291« 
opes nnd divitiacy gazae 8« Bi« 
op^«t /uvore 8* 77« 
ope$ und bprm S* 78* 
opifex und ariifex^ fahtr S« SlQ^ 
opimus und pinguia 8, aaa« 
opinari und (fcntere S* 299. 
opman', ov 8- 3oo. 
opinio und senieniia S» 5oOw 
0p j«or und- «redo 8« 3o5» 
opjf Nlcnri und opvm /errc 8. 78* 
opHulturi und juvare 8* 79/ 
•porfvrr und dehere 8. 3a4« 

* 'oportet , operari 8* 3a4* 
oportet und dptit, Mecetae est S* 3»& 
pppid&^ ifi^niäit^ invKi^mt 8.262^ 
i^pido vsad pteney voldle 8* 261* 
opforir und tf«Sr| ttcpeiere Si 67« ^ 
t>pforr Toä iWt» 8. 57« 
OpHmatep und p^nnoiao»^ . proo«»i 

8. 346* 
Opfimil« T09 o( , 1«/ :8» Mi¥ 
^pfio« oii«o»y 8» 68« 



opuleii:üa und potnMa 8» 84* 
opMr und ncoMMT «rt^ o|^«rf r^ 8« 8aS« 
ora und reiinacuhim 8* S^i. 
ordifn »olvert «^ öurrant 8* 4oi« 
orare und rogtfre^ 8*^ aSa» 
orar€ und rogare 9« äa^b 
or&M und drcMliMi gyruo 8« i8a. 

i83. 
orftity vrvare 8t i8d« 

o^co', vrom« 8. 182» 
o«| offiiMiii Öhr 8« ai5. 
OS und os/i»in 8* ai5* 
. o#citore^ hiscere^ %i9imtß 8« ai5« 
ostentatio und ^ri« ^ vaüivtalio 

S^ >236* 
o«fenitti» und «iifl^itifi 8« 173* 
ostenium xuA'poHenimm^ prmdigbm 

8. 174. 
«Mifvm. und o# 8» 2ifii 
osfräm und fore$f 7<*"*f> fi* A<^* 
oiium^ öde 8. i46* 
oiium und pä»^ oomnrdia S^tM^ 

ik «od «ovto $• *4o« 



ptunuUty pamiß»f <r jf» >f 8» »11« 
palam^ palatumy irvA% 8» »42« ^94^ 
palam und aperf«, propa2<lfft 8. 293. 
paZdrfiHis palam^ nvXij 8« 1^1 • 294. 
pälea und acut 8. a^t, 
paUa^ pdUium^ peUii 8. a&i« 
palkioa und prttror & 24i« 
pctima, palpare S. ito* 
pdlpare ^ fühlen & iio* 
pa2ii4i'faul 8« 53. 
pdliM^iind uMgo S* 33« 
paiidtt« und uncua^ curvu$ 8t ^^84. 
IMftffennd geiiirra#-#^ gtg^ere 8. aoi* 
purere und obedire 8. 272«' 
parere und o&^#9«i% ^ShUmptrmt 

St 271. 
pidürm^ {pmv9^€ 8a 973» 
porve«! nUgwif 8» 35 1« 
p/uieä nnd pariefiiuttf 8« 33i« 



III. Register. 585 

■\ 

l • ' 

parieünae mxd paries S. 55i. . petere^, Stamm von narsiP md 

ptisctre und dhare S» igS* ' ' * TOn itod-ttv S. 229. , 

pasei^ ndooü^at S. 194* p^^e |ind poicere etc* S. sa9«> 

pastus^ fett S. 422« pr/i7tts S. 28* 

ptxtefa^ere und aperire $• 291. petorritum ^ jthoQZt toiae St 362. 

pavire f .naUtv S« 66« pinguis und craMa A/inen^a S«222« 

pavire und puUare S. 68« pinguis ^ P^S^y n<it%ii S»:i%5, 

partus und \exiguuSf ^inifiui S« 28* pinguis und'opimus S. 222« 

pox und eoncordiOf oiium S. 246* pinna und penna S« j{o5« 

pczsc, pignu9 S. '246* ptnnii«, spina^ feki S« 307» 

pedus^ ^to^ S« 223« pifiinnif« S« 28h . 

peeu«, pascere S« 122, P>»«9 y^VX^t fegen $.556* « 

p^darCf pedicßf ni3ij S* 269« placidus und Z^iis, mi<z< S. 2» ' 

pW2fx, »aAAckS S. 24i< , ' placic^vsy planus^ fla,ch S« 3« ' 

peZ2extmdcoRcu&ina,paaacaS«24i« plaeidua and froRguiZlu« S« 4. 

pellisj pilns S* 17« pZoR« \)nd \9miiziio^ prorsus S» 260» 

peUis and «poZiumS. 19. planus ^ platndps^ nXu^ S* i* 

peüis i^nd vellus S* 17* plectere yon nl^^nt und von frU- 
peniius und plane ^ ommno S« 260« |a* «S« 66» 

penw und älimeniß S...193« pluma and penna ^ ala S^ 9o4« ^ 

penna and pinn<k S..2o5« pluma ^ ipXvut' S» 2o5» ^ 

peHna^ pesnia,^ nixse&a^ 8* 2o5. pZus« nXiov S* 363. ' « 

penna and oZa, pluma 5* 2o4* pocuJum and «cypAu« 6« 5 18. 

Penninus, pinna S. 2Q7. poema and oonficum, canii2enaS*99« 

peropniari and inierrogarff soisei^ poema nitd Carmen S« loo« 

<ar» S. 127« ^ pO€7ia, sro^v^^ niifVTjiuS^ 25q« 

perconiari Von gnovissef etknn^ poenä and mu7f0, ctisiigaiio S. 25o, 

den 8. 126« poemri and punire S. d49* # 

pei^fidiosus and perfidus S* 255« poela and tia/f« S. löi« 

perfiduSf na^d S* fi56« poliere^ noXXot S» 263. < 

perfidus and infideUs « ^ perfidiosus ponere^ posnere TOB nvo«i^, nhviw 

S. 255. ^ ' ; S. i54. 

pericÜiari and experiri S* 364* pop»2f«t and civitas^ respvhUca S« 1^7. 

pericUutri and ieniare S« 263« popuZu» and g^n«, civitas S. 96. 

p«ric»2um and diserimen S« 264. por ^ piier ^t 44« 

permttere and commiiiere , credere porcus and j»« , scrofa S* 335«' 

S. 259« ^ ^ porta, prr, mlgsiv S* 216* * 

permiiiere and concedere S. 168. porienium and au^rmii» .^« 173« 

permiiiere and vndvHgere S. 169« porienium and o«ienfum, prodrgium 
perquam and valcJe S* ^62. « .S. 17.4« - , 

pestuZu«^ 9r««ad^afypaxi£[us S. 293. poseere and peiere^ rogare S. 229. 

pe»v2tt« and repOffulttv», oiesr poseere and poslitZore, flßgiiare 

S. 292, I S. a3o,^ ^ . ^ 

V. Th. Bb ^ 



386 



pöieere^ föVBthen S« ^i« 

poste und ticere S. i6S« ^ 



III. Register. 



V 

prcle9 und präfOptd ^. Ikl8b 
prolev uid stifpit gtm S# Scr;. 



poiiuUtref n^£¥ 8* H^. proJr» und süftolSf« 8« Sog, 

postulare imd exigere^ ßagüate propägo und sdrpti geHs 



8. 33d. 
f>eM«^ itofvtH 8« 81. 
poteni&tu9 tmd pt>tenäti 8. 83« 
poieniia und ins ^^p(rtetia$ S«89!. 
poieniia udd poitniatu$ &» 85« 
, poieniia tind opuleniia 8. 84* 
potesias nnd' poieniia S. 83. 



propägo und «firp»« ^«ii« S. 307. 
propetom und polom 8. a^S» 
propmguvs nnd sM^sienii^ S« 179« 
prorsus xmd amnkl»^ pton^S. ä6o» 
prosopia und proUs^ tuhöles 5« 3o& 
prosapUi, proseviMe 8. 9og* 
prosapia und 'giirps^ genM 8< 5o7r 



sooiHiin 



/ ^ 



potesias nnd' poieniia 8. 83. pro^eda nild prc^stiMtJum 8* 349« 

prq^gitonsn&d/oefui, /•iYfiii8. Il6# pros<üu2um nifd meretrix ^ sooiH 
prae^afu tmd grmfidus 8.' 2 st 7« 5. 34a. 

praeäentem e$$e nnd ädeise 84 837* prosfi&uZuiti, protitre ^< ft43« 

prawsj ütpmtdi 8« 3o6« Sil« ^ ^roflnus un^ 



profinus und tepente^ ixtempU ete» 

8. 157. 
prtividus nnd ptudifHi^ cmiHu 8. 1 iS. 
prüdem nnd protidenä 8. tl3. 
ptudeM tthd iapieits 8. ii4. 
prudeng «nd «ciful, ^oler« 8« II6. 
«, prudens ^ i^(füi^ü»f 8« 11 3. 



pfieari^ ft'age« 8« ^3l. 

precari und iüppUet^i d. fl^* 

prhhamu$ 8. 545. i 

Primarius nnd noftilxs 8k i3lt 

Primarius ^ ptimorei 8« ^49* 

primärem TOn primus 8, 345. . prudfiu, Vf^^^^B^ 8. lll 

primores xmd praceres^ opHnuäeä pubtt vmd pmiö 8. 5^. 

. S. 346. ptibfriäs nnd Juvenia 8* 5«. 

pimui nnd prine&pi 8.544. ' "'* '^ .-.0 > 

princeps ndd primUs 8. 344. 

prinfoepsii.primorHf proettes 8. 346* 

probare «fad läudate 8. aSÖ. ^ „ ., ^ 

profus nnd frönits, /htg/ 8. 347« pugnare nnd conflrgife äu 187. 

probus^ ng^f ftotntA 8. 1 1.349* pugnas , FSnkeli 8. ito. 
p^capis 8. 346. pulZus, v^A9<f 8. 9g. 

^eeir«^ ^oiircür^ 8. i5l. ' . piill»«, ^«uAiot, Yoft pÄfere 8. 61. 

procella^ Etyni»/S. 388. " pu7pa nnd caro, viscera 8. 144* 

fHtceUa xmd turbo^ iempesias 8. 287. puJpd , n^lqföt 8. i45- 
probtris^ itf^inwp 8* 346. pulpar^ nnd mäate 8. iog. 

proceres und primbrei^ iipfimäfis ^puUare ütfd «^f-freritr^, -mi 

8. i<46»^ Ä." 68» 

prodigium xmd imgurtum 8. ^^3« 
prbdigikm tilld bsitniwfi^ tbrientu 



puo^ias UHU juvenia o» w* 

pufr nnd ^fous fanttUoi 8. 46« 
ptt*r von paT*«*^ ^v ^- 
pugillares^ nBvnij 8. S30. 
piä^d Tibd ai^rV«, jsrodtfiim 8. 189* 



^nle^i 



pulsare nnd ferire ^^ caide^ettc 

8. 67. 



prbdigikm tilld bittntufä^ pörientulH 

a. 1^4. 

|irodig:iiim, Vorzeixheft 8. 175. ^ , ^ _^ 

p^eUiimiffpiXii 8. idg. pv^rThis nnd Arrg»M 8» 29- 

pi^eKvm nnd pttgrta, ddhs 8. 189. putlllus nn^ pety*m« 8i 38. 

progemes nnd s/i>p«, g^ens 8* $07. piicio und pii6er^8. Sa. 



pzmiV/ nnd j^tiM/r^ 8r tt49« 



II L t^ t g i » t ä^jTs 



rkmiüu^^ iifi^ii fmpi^pf i^^itm 
remus , ^nidi^ ifi^ S. Ski. 
rgfous iimi Umsm S» 3tüL 
renideOf vtt» S* TQ» 
teuo jB. 20« 

repagttlum üu ptssului^ oft^c 6. a9«« 
repenie ^JjA fxiemjiiUf «i^o 8« f(,6y. 
repenie^ raptim S, 1S8. 



pusM, pu$h4 pwiu» £. .^i, 
putkre und (frfdet:^. o» 393^ 
pia,tu9 ^ nMtm S« ^5x# 

quadrffFf xsnd ^qäisrß S» j$i4^ 

quaererß^ Icü.re« S* Ml^ 

qu€ierere xa4 »cruiar^f rknßrii*i2t* rep^lhui und «ii^tli^fl 8^ t50. c 

qüaerere vaa4 Jfogure Sm ^94? reptrje^ %^mt^ &• .94l>» 

yuiM^o, kiesjSJBL S« »jti^ reper^ und aerpvf S. 34i. 

^pttdua^ ^qtunfUuM^ eaw & 3l4. rm und pi^tere« ^pmßri iS.'SvMl.' 

yua«i2/]Mi caua j5. $i4^ reserare and-reiurm^^S» 391« 

guerela und (pMrJmpnfci^ giMstfn« res ge«l^ und qperOi ^cto ^. ^^ 

gi4m , tiarmen S, 3ii« re^fu und ./iiii£i Sm ij, . 

gnerimowia und ,(pie«<iM, ^a^ resiis und to^u/wi $.36. 

^. |liq«v restis, gfringete & Sy. 

^esfiM und «gu^'iiim«^ fn^rcto retinaculum und orae S« 39* | 

S. 3ic^^ ^ returwe^ iomteaium .6« 391« 

quirüath snd gu€9ht$ jS. 3ftO. * returare und rturare ^ r4CMUF€ 

S. 391* 

roMct und /»rar B* '39« rAflia S* ao, 

racrmii«» 4"t<K« RabJl^ S.. »84.. ridica y ruäh S. 284. 



Vamab'a und rami S* sS^.* 
rant» und ramälia S. 3^& 
r^wniitf ;racemus 0, ^3w 
rona, raww' S. 117. 
.reiiuäer^ und reserart S« a^i. 
rechtdere §md rt^ume S» ^94. 
rcö<e -und rite- S» 77* 
r^cinx^ts und .a«hiiMW« S# „i9& 
rtähQsiire $.• 65* 
redimitus und andcius S« 9(319. 
redüncus und adimi^M S. i8j^. 
refert, €td rem nonftri $i;..338. 
re/erf und »nter^ S. .^dS^ 
regaUs -futd .«yg«»«^ S* 48. 



rimari und (pocrrre & loa. 
riman und «civfuri ;& 1^9. 
Wpa, Werfte €, $£u 
rite und rei^ B« 77» 
rifiM und masf eMweimdo BAfi). 
ntUÄ, rtctuß S.-77. ^ ' 
nviis, ^^of B« 169« ' 
rxyo und jfKrgium B. ^4. 277- ' 
rixa^ ringtre^ rlng,en.B. 1*77«^ 
robur Ujdd vis ^S. .d4« 
fnobur^^rah B. 83^ . ^ 

rogare und orare 8« sSx 
rsigart wid pmcere «jt«. B« ^»9« 
rogare und yttaejcerr, igierr^gume 
S. lüS. 



/ 



remedham und ine<{»aiR0., iii^dbi««^- rii(^« UAd.rie<iii«WMjbMi»(Oi:a jS. Sf. 
' ineii(»m B« i^8. > ^ rucfi«^» ro^illf S* a84. 



388 



III, Register. 



rwOiit txaa ferui $« A6g, ßcrofa, »erufUhta 8* iftsu 

rudiM und virga^ gannentum S« d85* «en»pifhM-imd 2api«,>eoIciiiii« S.igi. 

rumor f tumare\ Srühmen S. a34» «cmpti«, nip«» 8* 191« 



nimor und fama S- 235. 
rumpere und frangere 8. 3ai« 
r»pe< und sojcum 8. 191« 
>iMparF, y^dtpatv 8* laa. 



«<rrupiM, schroff 8* 191* 
•cruiari und eruere S* is5a 
9cruiarij aeroibs^ graben S. 123. 
tcruiari und quaerere S. 131* 
«crvlar»' und rimari 8» 122« 
MOgum^ segestre 8. fit^ * «cmftBiM, serpfa S» 122. 

•a2«sund^<liVa<n<a«, üovißafio 8» 21 7« tcurra^ garrire 8. i43« 
säUare^ goth- «JbaZton 8* 137* seuiilus^ culii 8» 22- 

9anare und mederp^ curare 8* 197« ^cyphus und pd^nlvm, «diur 8. 3i8i 
soHctiM und ^on^sju» 8t 348. $ec£8sio und sediiio 8. 363» 

sapietM xmd.prv4en$ 8. 11 4. seditio tind seeessio 8« 563. 

sarmentum^ sarpere S, 284. iegesire^ nwiyaatgov 8* 212. 

«arm^ntoin und r»(2i5 8* 2^5. «mex', aMi{ 8* 24l« 

MErmen^um u« «urtfuJsj, fa2ea 8* 284» §enieniia und opikio 8« 3oo« 
sarpere^ S(fntj S- 284« - ' sera, afft^a^ seruisse 8. 293* 

sarpfrCf a^nuietv 8f 34i« ' «<ra und elausirum 8. 292« 

B/xlU habere und ctmtentum e$se eerpens xaid anguis , coht&er 8* 54it 

8« 343. terpere^ 9(^99HV 8. 54o. 

saxum und lapis, yiipe« 8* 191« aerpere und r^pere 84 34i« 

serva und anciüa 8« t35« 
ser Vitium und serviiua S. i38. 
servitus und setvitium S» i38. 
Mervus^ ««V«^« 8. 137. 
$ervus und famulua^ maneipium 

8. i36. 
ahiluSf tihiü 8« 363« 
«ignum Ton se^iii, sagen 8. 175« 

21 3. 24.0* 
tignum u. sinttfZacniTfs, imago S* 237. 
«igfnum und «falii{)('8- 239^ 
simpulttm, «mpuvium, otnvri 8« 3i7« 
£Jmw2acrum und «loiita $^« 2391 
simulacrum und effigiea^ staiua 

8. 237. ' ♦ f 

singitio j sagum 8« 356» 



9celestu8 und fvrpi« 8« iiib 
'scientia und notiiia 8» 266. 
Mcifttiia und IHerae etc. 8» 265. 
stdeniiae 8« 265t 
scindere und caedere 8. 70« 
sciVe.und fiosse 8. 266»' ' 
«cirpus, 8chilf 8«223. 
MoUoHari und percofäari 8« 127. 
seisSkari und «d<an 8, 126. 
scitttri und acisciiari 8* 126« 
sit?iius, gesdheid 8* 116. 
scitoa und prudens^ solers 8« II 5. 
»coptdi und oauies 8* 191. 
scorc2a2u5, ok6qo9op 8. 277. 
-scortom Yon «0^17 und Ton %6gutv 
. 8. 243. - 

tooriuiT) und m^re^rüp, 2upa 8« 242*' «irpe, 0iA^i 8. 222« 
«cro^s und /oWa 8. 142.' sirpus^ 8ilf 8. 222* 

scro&s, Grube 8. i43. 5i/u2a « Seidlein 8- 317. 

aerophäf yQOfiipdtf yffi 8* 936« «oftoZfs und proZ<r« 8. 309» 
•cro/a und «im, porcM 8, 335. so^nnu«, Sippe 8. 5o^' 



U -*. 



I i 



. » 



III; Register. 



389 



9olere und consuevis^ 9« '7^* 
solert und ingeniosus S* ii5* 
9olers and prudens^ scifua S» il5t 
«oZef und aastilei Si f^» 
söUiciiare und laüfsiere S, 176« 
solUcUare und vexare S* 177. 
soUus^ soliäns S» 116. 
soZum und fundus , i;aclum S* 35« 
somnium und in«omni»m S* '379* 
«oifiTtiM und «opor S. 278, 
sonore und streperej crepare S.iiS« 
«om'^u» und sonoy S; 118. 
sonor und sonüUs 6, 118» 
ßonus und «onor S. ti8, 
sopoTf vnaff S. 278. 
sopor und «omniis S« 278» 
«ordere, saufen S« 245. 
sorhiium S» 245. 
M^<, sermöf «lipo» S. 175« 
spadix^ h€tdiu$ S* 95/ 
spargere^ sprengen S, 323. 
sparum^veru S« 93« 



stognum und ?aoii# 8* S^« " 

sietgniimf tit^myos' S* 32* 

«<ai»m und tepenie^ eatiemplo etc« 

:8. 157. 

staiim und stäiim ,S« 161. 
siatinif stets S* 161 • 
s<ai^a , 8 1 a u d e 8* fi4o« 
«ia^ua und Signum « simulacrum 

8. aBg. 
cia^ua und efßgiei,^ itntigo 8« a38» 
sfafua und jimuZaorum', ffßgifs 

8. 237. 

ßtipare^ iomeTiiinn 8. 391* 

«ii*jf>9 , dänivtj 8« 290« 

«tipu2a und <T«2mii9| stramentum 

S. 219. . ' 

»UrpSf cri^ifpöt 8* 3o8« 
«iirps und prosapia^ progentis S. 307. 
«foZo, ia2ea 8.284« 
siolo und sarmenium^ iälea 8. a84« 
stonuichcai »und ircuci^ indignari 

8« 1^9. 
sirepere und crepare S* 117. 



i(pecere,«pecfarei spähe By 8p ecb.'* sirepere Und «onare S. 11 8« 



sirepere^ S-gistv^ &o^vßity 8« 363« 
strepiius xmd fragor 8. 117. - / 
^i^*fr%ö, «/rafto 8. 288« 



ten S« 275. 
specimen und doöumenium S. 36ö« 
specus lind anirum 8. i4i. 

sjpecu^und ,^frum, serobs S* i39* ttrigosuSf iergus 8« 22* 
9pecu8f 09rio9, Spiele her S* l4i« ttrigosus und macer 8. 22. 
gpelaeum und speZsiica' 8* i4r« 



spelunca und anirum 8. i4o. 
epehtnoa und spelaeum 8» i4i. 
spelunca f spalten 8. i4a. 
ipeiile^ pechts. 8* 233. 
spica^ pugio^ Speiohe 8. 220. 
«pjca und an«fa 8. 219. 
ippiheä| timum 8* 93. 
epirare und j^are 8. 94. 
spirare^ venius 8« 93« 



sintere, ato^i&ut 8. 280* 
«u5Jio uifd extemploj iUieo iSj, 
8ul>Uo, auhire 8* i58* 
su5iiif5 und repentinus 8. 159.' 
«ii&o2tfft und proles 8. 309. 
«u&o^e^ und prosapja '8* 3o8* 
^ suhsidium und a4jumenium 8» SfH ' 
suhiiHs und l^niii« 8^ 26* 
«i(iu20y si6ihis, ii&ia 8. 363.- 
subvenire und juvare 8. 79« 



spiriius und animOf anheUius 8« 93. succensere und ir<wot , siomachari 
spissuSf hassus 8* 324. etc. 8« 119. 

spoUare, enoXat, peUls 8« 18* succensere von succendere 8« laow 

tpoUum und peZIit 8« 19. suescere jmd consufscere 8. 7&rt 



390' 



UI* Ae^giit^r. 



MuiU und ^ira S« 279* 
«iim<u« ntul ,di8peiMUumf 8« aS4» 
ft/ppUcare wid precari 8. »33» 
«urcuJtt« nnd «arm^nium, «foJa 8«iß4« 

ttts und porcui^ 9eröfy .S. 336« 
suspirare und .gfmßre 9-^ 3^* 

io^l^r und foedut^ \urpis S» ili. 

#«IJM und ^oZo o. a^. 

XaZio, iolerare^ ^Xaftßtu S, A4g^ 
ioZio und ulli^j vmdicUi^ &m ai?» 
lall« mul punUio S* 249» 
iarmesj ieredo 8f a85« 
iaxare tind xiestimarg .S. 5oi. 
««vone TOB 9:«£m wmI TOn Umgert 
-S« 5o3« 

4ksoMf«ritts md mtdot^fidem S. a^fil 
fernere nnd /orle, eawu Su 094« 
irm<rliiiii.y famuM« & > 
iemperare^ d«iB|pfen ^« tt7'3u 
Icrop^jfofiijBd ivr/^Q, pivoeQa ^•&87. 
iemplum , rif$wo€ 8* 160. 
-iemulenUa und e^rMtef. rätplailKa 

S* 33 1. % » 

iehuu xmd fiKÜU A. aS« 
ienuii und ^cr, MftlilM S* a£« 

ientare niid -experiri,^ jperietUgui 

8. «63. 
ffrere^ond frieate^ 8* 371» 
iergefe^ T^v^ur .8. «89^^ 

iergum^ 9^Xffi^ >8. i4. 
<«r|fiM and iTioit 8. ij*' 
term^s, turh JSu i285. 
^e^, .ittm, 44g0re 8. 3«7. 
iexere^ tntnif 8. 3)9« 
tttia, '«ftättf 8. .363u 
f%inim und «soiti & g^ . 



timere^ wnft/iun 8* 346. « 

iiro, inier 8*^3» 
to^a, imgwmun ^ l£ger€ Biß gia. 
iomciiittm T<m Blopfi^^ 8* i^i, 

ionderef xip^^w 8« 1^^ 
foiua, iundere, 8. 3iil«. 
toKMi «nd reouM S. 3i.3« 
joiMsUa yoa ^rr« und Ton immtrt 
, S. 3i3. 

Mpper^ X^pier 8. i^3« 
iorquere «nd veriere 8« 289» 
foriMy OTopdßa&f'itwpwff 3^ aSo. 
loxiüuMy i«vu« 8« ^5* 
irair«, froftsy und ügwm 8. jStgn» 

iragoeduM und Aufiip ate. 8« ^^. 
iran^Ülu» und platidus S» 4» 
iraii5, gotil* iiWiir, 4arQÄ 8. 9S. 
irepere 5« 289, 363* 
IriiiM, goth« tkaurptf Dorf 8«'^ 
TroiciM und Tnfiu» & 5o6» 
ismvftiM and turha 8» .363. 
iundere nnd ieere 8* ^7« 
tuadere nnd ^imdere 8« 71* 
litria nnd iumuUiks 8. 5Ci3i* 
.iiir^a, tjrnb,«9«^ifNl*i^ 8»«362u 
4nr^o« ßx^fidt 8. a8S» 
<wri« und fv^cUa» fiarfcar .8*jtf7. 
<»rio,#v|UiPO( 8wdS5. 
lurpU und SfM^M^ii« 8« 4.1 U 
iurpit und laeArr.» /»«diiM A Ma.. 

uA&a^ 05&a 8« 3<i-7* 

u^y e^iriiM 8. B3.Q. 

uJdfscJ, A^MiT od« «lAciif^ &• i»ä. 

uligo und fiyvZiM ^8« 33« 

üUgo^ udus 8. 34« 

ii4<ii0«is tmpuliia^ «nd tr^i 8« :iacu 

uUio nnd pimiijo, w m K ol io &.a^. 

uUh und «in^at Xoti« 8. g47« 

»mdo, ^M^auf 8. 347« 



III. Register.' 



591 



«HTM, cynot^ ayitilöt 9. 1861. 
mtffus find cttitnit, pandus S. a84» 

vrgere nnd instar e^ inietftari 8« i65. 
urgere' TOn iV(fye»p und Ton 1^«- 

iw9ap S. i64* iG6« 
illerus und aüviU^ ventir S. 147. 
uiupte nnd plonr, omsrfto S« 2(6o. 

vacorr, weg! S. 172- 
»adiim^ v9oiQ nnd ß^d&iH 3; 34* 
tfodmm nnd fundvi , soliim S. 35. 
vafery Weber, v^a(v»w S* 329« 
i^agfntf, Becken S. lor^ 
raXdff nnd perquam , mttgnop€re 

8. 262U 
väide^ wohl 8( 262* 
voj;^«, /blv, ^oAnoc 8. 248. 355. 
vaUis^ dii^eüerf 8. i42» 
vdUia nnd wnvalüs S. x44»' 
volb«,, 90^X0« S. 355. 
voJva«, voZver« S. 2i5t 
«oJvo« nnd /or«« 8» 2l5« 
vähae nnd janua^ ottium 8. 21 4. 
vanu^ Schwären S. J8u 
tio/f« nnd pbefa 8. loi. 
t^afrf, Barde S. 102. 
vecordia nnd /uror 8. 87. 
^vecon nnd excors^ iHsanus 8. 86. 
vecors und vesanus 8« 87. 
t^eA^mms, vettere 8. 87. 
reSe nnd cuperc 8« 56. 
«^IM nnd opiare^ expetere 8. 67. 
i;«22«« nnd pcRis 8« 17. 
vellus^ villus S« 17. 
velum^ vesüs 8. 209. 
vendicare^ viridicare 8. 247. ' 
vendiiare^ Etym. 8. 237« 
vendHfäio nnd jaciatio 8« a36. 
venenum nnd vfrv« 8. 555. 
t;eR ja nnd impuniias 8«' 171. 
venia, vmunt, vacare 8. 172. 



* ^ 



9mam dare Und {gnöieere 8. 170. 

venire f ^ifiuv 8. 194. 

venier nnd altfo«, uUrtu 8« 147. 

votier^ Wanst 8. i47. 

veniut nnd onAna, aura 8* 92« 

tfenftf^y ipirare 8. 93. 

venfiM n. proeeUa^ 1empe$icu 8. 287* 

verberare u. ferire^ icere etc. 8. 67, 

verherare n. puhare^ muleare 8. 68. 

verberare^ werfen 8. 64. 

vema^ goth, bam^ geboren 

8. 137. 
vemätis nnd vemiUs 8« 5o. 
verres nnd ms, porcus 8. 335. 
veriagus^ vestigium 8. 124*^ 
wertere n. iorquere^ invertere 8. 289. 
e^ra , sparum 8. gS* 
mervex^ lipi^or 8* 337. 
tresaTife nüd /iiror 8. 87. 
vesania, Wahnsinn 8. 07. 
vesanus nnd insanus , excors 8. 86» 
vetanus nnd demens^ vecors 8. 87. 
vesci, ßoansa^ai S, igS. 
ve^ imd tf<fer« 8* I94« 
vestigium-f vertagus S. 124« 
vrsfimeTitnm nnd amicuhim 8. 2o8. 
vesfis nnd amicto« S. 208. 
t^rs/15 nnd vesthus S. 209. 
vesfis nnd cuTfif j 8. 210. 
vestiiui nnd t^eif» 8« 209. 
vexare nnd laceuere 8* 177« 
vexare TOn vegere 8. 177. 
vexittum TOn vegere^ seh wen-« 

ken 8. iio. 
vtirare, wippen 8. 3t 3. 
rtVissa, ^5ra 8. 2^8. 
vieus^ ohot^ Schweigt 8. 18t. 
tiebtus nnd finliimus 8. 18 1« / 
vmdieare , wenden, def endete 

8. 2^8« V 

vindicatio nnd punitiof muliatio 

8. 249. 
vindicta nnd ulfio, <a2Jo 8* 247*> 



Sgi s • » III R e g i 1 t er. 

ffinoleniia xmd Arietai^ iemutmiia mümn^ teiare ß» 3ai. ' 

S. 33i,« ^ ' Vitium und menäa^ meadum S- 3l9« 

vmu^ oivot 5. 33^. ^ vocare und elamare^ vodferari 

•vinum, spiR/a S> 93» S« io3« xo4, 

vipenAf *i{fnfi Sp 34^» vocare und «ilore S« io4. 

vir npd maa, %omo S* i3o* voeare nmd iiomMar« S. io4« 

VirbiiU^ Orhius §. i64< vomfefari und clamare S» io3« 

virga «nd nidu'S. 2S5. voto, wölben S. iio. ' 

virguUum ^nd fruiiceium S. 296» vobgra, volueer S. 2o8. 

tiirttj, 9v^ar S«'365« \ voZvcKer, volare, fliegen S. 7JO^m 

virus and venenum S» 355» voZ»6r<s und äves^ äUtes S« ^7» 

VM, välere 8. 2* 83* i;o2u|>fas und libido 8» 6i. 

«» nnä' ro6ur '3- 84* volvere^ wölben« wälzen S. 

vis oiJd poteniia S* 82« 247. 

visceral ifvst S» i45. t^orago nnd vortex^ gwges S» i55. 

'Viseeraisaid caro^ pulpa S« i44« vorare^ ß^X**^t würgen S. i55. 

vistera ond exta^ inieaiina S« i45. vorare und haurire S« i55.. 

visire^ q>vafv S« 3j)5. vorfeJV und proceUa^ iurho S.^aSy« 

vHiare und depravare^ cormmpere vofiex und voragOf gf^rges S. i55« 

S.;32t* vulnuB Yon fulgere S» 66. 24B. 



Verzeichniss der Druckfehler» 

S. BS Z. 2 flchr« sondern kann sich. 
.— 49 Z. 1 y. u. sehr. In den Ausg&ben« 
'»— 1- 57 Z, 1 V. o. sehr, ^«ere statt Avire, 

— 6S Z. 4 Y. u. sehr, Liv. XXVI, 40. 

-— 87 Z. 6 Y* u. sehr, wan statt wau^ / 

— 129 Z* 1 Y* o. schv. beiden statt beide. 

— 199 Z. 13 Y. o. sehr. Sat. I, 9, 2. 

. — • 249 Z. 16 Y* o. sehr, punire aber: statt puniri aber. 

— '271 Z« 2 Y. o» sehr, wie rpt^xsv»^ Yon ierere* 
— - 275 Z. 15 Y* O* sehr, oontendens* 

— 305 Z. 4 Y. u.'schr. Graeifanicum» * 

— 337 •— 352 sind die Artikel 338 — 345 gezähU statt 238 — 245- 

— 341 Z. ,16 Y. o. sdir. ^%t9¥a. / 

— 352 Z. 3 V. o. sehr. Hör. Ep. II, 1, 3. «^ 



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