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Full text of "Monumenta Germaniae historica. Diplomatum regum et imperatorum Germaniae"

MONYMENTA 



GERMANIAE 



IIISTOIUCA 



INDE AB ANNO CHRISTI QVINGENTESIMO 

VSQVE AD ANNVM MILLESIMVM 

ET QVINGENTESIMVM 



EDIDIT 

SOCIETAS APERIENDIS FONTIBVS 

RERVM GERMANICARVM MKDII AEVI. 



DirLOMATVM RKdWM KT IMPERATORVM GERMANIAE 

TOMVS III. 

ii!:i\i;i(i II. i:t .\riwixi i>ii'lomata. 



H ANN I) V KKA !•: 

IMPKNKIS Bl lil.lOl'Ol.l I MAIINIANI 

MI« •(•(■<' .MIKJCC'CIII. 



DIE 



URKUNDEN 



DER 



DEUTSCHEN KONIGE UND KAISER 



HERAUSGEGEBEN 

VON DEE 

GESELLSCHAFT FÜR ÄLTERE DEUTSCHE GESCHICHTSKUNDE. 



DRITTER BAND. 
DTE URKUNDEN HEINRICHS II. UND ARDUINS. 




HANNOVER 

HAHNSCHE BUCHHANDLUNG. 
1900—1903. 



3 

MgDv 
t.3 



HAXSOVEH, DRCCK VOK KRIEDUICH CÜLEMANN. 



INHALTSVERZEICHNIS. 



Seile 

Vorrede von H. Bresslau VII — XV 

Ileiiirick II. Einlei'tiuuj von IL lircsslMii XVII — XXX 

Die Urkunden Heinrichs IL herausgegeben von II. Bress/mi inid IL lilixli 

unter Mitwirkung von M. Mei/er und R. Iloltzmanu 1 — 692 

Anhang: Urkunden der Kaiserin Kunigunde 693 — 697 

Die Urkunden Arduins herausgegeben von H. Bresslau und II. Iloltz- 

mann unter Mificirkung rou IL Bloch 698 — 714 

Nachträge und Berichtigungen 715-725.850 

Quellen -Register von H. Bresslau 726 — 741 

Bücher -Register von R. Holtzmann 742 — 753 

Xamen - Register von R. Holtzmann 754 — 831 

Wort- und Hach- Register von H. Bresslau und iL Wihel 832—849 

Vergleichungstafel 851 — 853 




SANCTVS \^^Vi^ 

AMOR PATRIAE %^^^b 
DAT I f:^^ 

ANDIVM. "^ ^' 







Vorrede. 



A. 



uf der Plenarversummlumj der Centrahlirection der Monumenta Germaniae vom 
Jahre 1889 wurde der Beschluss gefasst, noch vor VoUenduni/ der Ausgabe der Kaiser- 
urkunden des 10. die Bearheitung derjenigen des 11. Jahrhunderts in Angriff zu nehmen. 
Die damals gehegte Hoffnung, dass Herr Dr. V. Bayer sich bereit finden lassen würde, 
die Ausgabe der Diplome Heinrichs II. zu übernehmen, so dass meine eigene Arbeit erst 
bei den Saliern einzusetzen gehabt hätte, ging leider nicht in Erfüllung, und auch meiner 
Bitte, gemeinsam mit mir jene Edition zu bearbeiten, konnte Herr Dr. Bager zu meinem 
grossen Bedauern aus Bücksichten auf seine Gesundheit nicht icillfahren : mit um so 
lebhafterem Danke habe ich es anzuerkennen, dass er meine Arbeiten später durch mannig- 
fache werfhvolle Mittheilungen und Rathschläge unterstützt hat. 

So habe ich seit dem Herbst 1889 in Berlin und seit dein April 1890 in Strassburg 
die Vorarbeiten für den jetzt vollendeten dritten Band der Kaiserurkunden zunächst allein 
begonnen. Am 1. Juni 1893 trat Herr Professor 11. llhich. am l'u November 1894 
neben ihm Herr Dr. M. Jlei/er als Mitarbeiter ein, der, als er am 1. Januar 1898 zum 
Archivdienst einberufen wvrde. durch Herrn Dr. R. Holtzmann ersetzt ward. Wie sich 
das Verhältnis zwischen mir und meinen Mi'tarheifcrn und der Antheil jedes einzelnen 
von uns an dem Werk iui ganzen und in seinen Theilen gestaltet hat, das habe ich durch 
die Angaben in dem luh<ihxrcr~ciflniis ajiszudrücken gesucht. ^) 

1) Die l/ni den einzelnen Urkunden an die. Spitze der kritischen Anmerkungen gesetzten 
Namen geben ivie in den früheren Bänden der Kaiserurkunden nur an, tver die in unserer Aus- 
gabe benutzten Abschriften angefertigt hat und dafür die Verantwortlichkeit trägt. 



Vm VOKKKDi:. 

/« der Pieiiarrersainmtinitj rom April lS!)ri wurde, die FnKje herathen, oh hei der 
Wiederifalie der auf Vorurkunden heruhenden Jiijdome ein tditfekürztes Verfohreu rathsnm 
sei. Sie irurde im allijemeinrn rerneint. (loch wurde dem Ilenuisiieher für einzelne Aus- 
iiahniefiifte ein lircht dazu nach seinem ErmesKen rorheftalten. II //• Indnii den allgemeinen 
(,' '- Edition. nnhescliiiiUt der (ileiehfi'irniit)keit im ifro.s-nen und (/anzen. 

• ' ' II Gentaltunt] de.s Einzelfällen Jler/innni/ zu trai/en, aueli hier nn()eiriindf, 

und irir hahen aUo ron Jener Iiefu(/ni.'< in i inii/en Füllen (lehraueh ifcmaelit, in denen 
eine Fiihrhnnij sich nur durch treniii umfnni/reiche Infi r/iolntion von einer echten Urkunde 
llrinrichs unterschied. Wir haben da nur die echten Diplome f;>". .V7V". .HfS'^^'. ioa") 
colUtändiij <)rdruckt. von den ijefälschten (ö^. 31,H^. 34^". 40(i*') aher nur die inter- 
jiolierten Stellen in eigenen, ron dem ührigen kritischen Apparat (jetrennten Zahlennoten 
i/ri/ehen. Dadurch sind zwar diese Spuria von den im nhriijen hinter den echten Urkunden 
i/rdruckitn räumlich (jetrennt: das Verfahren, hat uns aher zu(/leich die Miiiflithlieit 
(/eirfihrt, hei den DD. ,H13. 40G die Fähchungen auch für die Herstelliinij des Textes 
der echten Diplome bequem rerwerthen zu können, ron dem sie in ihren nicht interpolierten 
Theilen eine z. Th. bessere Ueberlieferun(j darstellen, als die uns zur Verfii(/nn(/ stehenden 
Abschriften der echten Dijüome selbst. Ebenso haben wir in einigen Fällen, in denen 
Urkunden in zwei wenig von einander abweichenden Ausfertigungen für verschiedene 
Enij>fänger hergestellt sind (DD. .V.V.>. ,')()!. 507) nur den Text der einen Ausfertigung 
rollständig, ron der anderen aber nur die ]'arianten in Zahlennoten gedruckt', in einem 
vierten Falle der Art (D. 332), in dem die eine Ausfertigung nur in interpolierter Gestalt 
au f uns gekommen ist. iriirde dies Verfahren die Anschanliehkeif nicht, wie sonst, erhöht, 
sondern beeinträchtigt haben, und wir bringen daher den vollständigen Text beider J£.vempl(ire. 

Unsere Sammlung umfasst im ganzen ö.'il Urkunden Heinrichs IL, wenn das als 
D. :'j7 gedruckte Diplom, an dessen Stelle, wie S. 722 f. dargelegt ist, dnx l>. (i'O zu 
treten hat, nicht mitgezählt wird. Zwei dieser Stücke sind erst toährend des Druckes 
aufgefunden worden und mit den Nummern 290^'^^ und ö'O-/*'* bezeichnet; unter den 
Kummern .'j. 39. .'iS. 83. 204. 2ö6. 20.',. •^Ull. 313. 322. 332. 33',. 406. 45'>. :',()]. r,it7 
sind je zwei mit a und h, unter der Nummer 34S drei mit a, h und c bezeichnete Stücke 
vereinigt. Zu diesen ,5,öl Stücken, unter denen sich zwei Concepte (D. 90 und D. 322'^) 
befinden, haben wir unter n. 129 die freilich unbeglaubigte nnd private, aber gleichzeitige 
Notitia über einen Rechtsspruch Heinrichs V(Wi Jahre 1007, hinter n. 143 das von einem 
Knnzleibenmten geschriebene (lriginalprot(d;oll der Frankfurter Synode vom 1. November 
1007 und unter n. 174' eine mit den Verhandlungen über die Gründung Dambergs eng 
ztmammenhängende liischofsurkunde hinzugefügt, weil mieh ihre Herstellung durch einen 
Kanzleibenmten nicht unirahrscheinlieh erschien und ireil wir ihre Kritik — ebenso wie. 
dir piits Protokolls — nicht unerheblich zu fördern im Stande waren. Im übrigen hohen 
wir keine Veran/fissung gesehen, von der tins durch die üentrald irection ertheilten Er- 
v(ärhligung. auch sog. lieichssachen aufzunehmen, Gebrauch zu machen. An die Urkunden 
J/einricln haben wir 4 Urkunden über llechtsifeschäfte, die von der Kaiserin Kunigunde. 
nach dem Tode ihres Gemahls vollzogen sind. nn(p'schlossen ^) und auf diese folgen 
10 Diplome Arduins; die anderen unter Ardnins Namen gehenden Stücke huhrn wir. wie 
" ' ' ' "IS nachmittelalterlicher Zeit stammenden Fälschungen, von unserer Aus- 

Von den insgesammt .508 Urkunden, die simiit unser ttuml vereinigt. Hegen — 
,iie, < higinnlconcepte und Urschriften von gefälschten oder interpolierten 
■immengerechneX — noch 373. d. h. beinahe zwei Drittel in urschriftlicher 

\) Dagegen *ethitveriitHndlich nicht tlie l/eiäen angeblichen Briefe MG. SS. 4, 822 und 
Khamm JJierarchIa Augujitana 3, 13. 



VORREDE. IX 

Form vor ; bei drei weiteren Stücken liabtii n'ir die Oriijinalitüt (lU zireifelliuft bezeichnet ; 
ron einem anderen ist noch ein Facsimile des verlorenen Originals erhalten. 181 Stücke, 
d. h. nicht ganz ein Drittel der Gesammtzahl, liegen in Copien vor und nur bei 10 Stücken, 
d. h. noch nicht 2 vom Hundert, waren icir lediglich auf die Benutzung älterer Drucke 
nnqeviesen, so dass es also um die Überlieferung unserer Urkunden erheblich besser 
bestellt ist als um die dir in Band 1 und 2 der Diplomata herausgegebenen Kaiser- 
urkunden des zehnten Jahrhunderts^. Bisher ungedruckt und z. TJt. gar nicht, z. Th. 
nur durch kurze Citate oder Extracte bekannt waren unsere DD. (!!J (das an die Stelle 
der modernen Fälschung n. 57 tritt). 209. 290bls. HOi^iK 312. 31,'}". 348^. .HCl. 3(>n. 
406^. 4GG. 470 und 473. Das D. 322°' ist von Bloch zuerst im Neuen Archiv publiciert, 
das D. 44!) ist von mir zuerst aufgefunden, aber schon vor dem Erscheinen tinserer 
Ausgabe in einer anderen Sammlung gedruckt trorden. Der allein erhaltene Auszug des 
D. 2(lfi endlich war längst gedruckt, bisher nln-r röllig übersehen worden. Auch in Bezug 
auf die Vermehrung des Materials sind loir also vom Glück — denn nur davon, nicht 
ron Verdienst kann hierbei die Bede sein — etwas mehr begünsfigt worden, als die 
Herausfjeber der Diplome des zehnten Jalirhunderts. 

Die in den beiden ersten Bänden der Diplomata- Ausgabe befolgten Editionsregeln 
sind im allgemeinen auch für uns massgebend gewesen; sie sind von Theodor v. Sickel 
in den beiden Vorreden zum ersten Bande eingehend dargelegt und begründet worden, 
und nur über die wenigen Puncte, in denen icir ron ihnen abgewichen sinel, haben ivir 
hier Aufschluss zu gehen. 

Die Untersclieid unq zwischen den Siglen (M.) =; JTonogramma. und (MF.) = Mono- 
gramnia ßrmatum haben u-ir fallen lassen. Sie beruht in der Ausgabe Sickels bekanntlich 
nicht darauf, ob ein Handmal den Vollzieht/ ngsstr ich aufweist oder nicht, sondern darauf, 
ob der Bearbeiter, der ein Originaldiplom abgeschrieben hat, die Nachtragung des Voll- 
ziehungsstriches hat erkennen oder nicht erkennen können, also auf einem Merkmal, das 
von suhjectiver Färbung nicht frei ist. Es giebt nun aber Fälle, in denen die Frage: 
nachgetragen oder nicht nachgetragen? nicht mit einem einfachen Ja oder nein beantioortet 
werden kann, in denen vielmehr die Nachfragung als wahrscheinlich, aber nicht als 
sicher erkennbar bezeichnet werden niuss; und es giebt andere Fälle, in denen ein Beobachter 
die Nachtragung zu. erkennen glaubt, ein anderer ihre Erkennbarkeit bestreitet. Überdies 
ist daraus, dass in einer verhältnismässig sehr kleinen Anzahl von Originaldiplomen 
Heinrichs II. die Nachtragung des Vollziehungsstriches heute für ti/is nicht mehr erkennbar 
ist, in keiner Weise zu folgern, da.^s sie nicht doch .stattgefunden habe; und es ist dem- 
nach, wenn allerdings die Erkennbarkeit der Nachtragung die Originalität eines Diploms 
beweist, die Nichterkennbarkeit durchaus kein Beweis für das Gegentheil. Daher haben 
wir auf diese ganze Unterscheidung als für unsere Zeit bedeutungslos verzichtet, zumal da 
in den wenigen Fällen, in denen es für die Entscheidung der Frage, ob Original oder nicht, 
auch auf die Beschaffenheit des Vollzieh ungsstriches ankam, darüber ohnedies in der 
Vorbemerkung gehandelt werden musste. Dagegen erschien es uns nützlich, die Fälle, in 
denen der Vollziehungsstricli fehlt, die Urkunde also sicher nicht vollzogen ist, besonders 
kenntlich zu machen. Wir bezeichnen also Monogramme mit Vollziehungsstrich — gleich- 
viel, ob dessen Nachtragung erkennbar oder nicht erkennbar ist — mit (M.), Monogramme 
ohne Vollziehungsstrich mit (M. IMP.j = Monogrnnrma imperfectum. 

1) Dies günstige Verhältnis wird nainentlich durch die grosse Zahl der Urkunden für 
Bamberg bedingt, die — dank der besonderen Gu7ist des Geschickes, das über dem Bamberger 
Archiv geu-altet hat, — soweit sie überhaupt erhalten sind, fast sämmtlich noch in den Urschriften 
vorliegen. 

Kaiserurkunden III. H 



X VOKKKDK. 

Jhis Kitilr ihr n rläiiiffrlrii Sr/iri'fl Imlnii irir nach ilriii ]'ori/<iii(ic Sir/:c/s durch ^ hc- 
srichnrt. Ihi ex »her in Ih'ploinrii J/eiiirichn /lisiref/eii rorkomiiil, thiss nicht ifie ijitnzc 
rrstr Zeile im rer/iini/erteii Jinchntnhen (lUMi/eJ^Uhrl /V.7. hahiu irir in .s-olchen Fällen auch 
tlas Hnile drr rrxtin Srhriftzri/r ilurch einen ilünncn 1 'crtikalufrich \ kenntlich (jemacht. 

f'hrr dir liri der Aiit/iisiin>i der A/direriatnr ]) (=: Jirac-, l)re-, pr§-J hcfo/i/ten 
OrMudütiUr hol xich Sickrl in den Vorreden zu lid. l di r Kaixerurkunden nicht tjcäuxsert: 
ich irill dexhalh xai/m, nach welchen llt(feln wir vorijeiiiiiHjen .sind. Wir halten iinx für 
die Anftiiniini/ dieser AhkUrzumj zunächst danach iferichtet, wie in der.<ielhen Urkunde die 
Vorsilbe qejichriehen war, wenn .lie nicht nhhreciivrt war (wobei aher 11 orte wie pretiuin, 
presbvter »*. di/l.. die auch im k/a.sxi.ichen Latein c aufweisen, nicht heriicksichtiijt siml/ : 
wenn tiöthiq, hohen wir andere Urkunden de.>i.sell)en Schreihers hcrani/ezoi/en und, wo auch 
die« nicht au.treiehte. seine sonstii/e (rewidinheit in Jiezui/ auf die Schreihunif iHtn -ae, -e 
und -5 Iwrücksichtiiit. Krijah sich danach, wie bisweilen der Fall war, dass ein uml 
derselbe Schreiber, da wo er nicht abkürzt, rerschiedene Formen ifcbrauchtf .vi> Indien wir 
hei der Auflitsumi von p prae- cor pre- und prc- cor pr^- berorzu(jt. ]]'o in der an- 
ifei/eheneii Weise ein Aufschluss nbey die (iewohnheit eines Schreibers nicht zu ijewinnen 
war, halten wir in (hiifinalen und älteren Abschriften prae-, in Abschriften l'oni 1^. bis 
zum J't. Jahrhundert pro- auftfelöst. Die Form des ^Ibkürzunt/szeichens ist dabei nicht 
heriicksichtiijt: insbesondere ist nicht, wie Diekamp ijefordert hat^, in allen den Fällen, 
in denen als Compendium über p ein offenes & oder ein daraus abgeleitetes Zeichen gewählt 
ist, prae- ifexch rieben : i/erade unter Heinrich IL kommt es vor, dnss ein Schreiber, der 
die Abbreriatur immer durch p mit überijeschriebenem a bezeichnet, da wo er die Silbe 
ausschreibt, ausnahmslos die Form pre- ifebra ucht ■ . 

All dem Grundsätze Sickels, Orii/inale und Urschriften von Fälsch iiii(/en so abzu- 
drucken, wie sie rorlieifen, und auch offenbare Fehler nicht zu verbessern, haben wir 
fesifiehallen : über seine Zweckmässiifkeit ist ja mehr fach (jestritten tcorden, und es lassen 
sich frriinde dafür und dawider ijeltend machen ; uns aber schien das (lewicht der 
ersteren doch durchaus zu überwiei/en *. Da.ss Fehler in Orii/iualen keine Missverständ- 
nisst herrorrufeii, dafür sorijen die Anmerkunijen^. Unbeschadet dieses (Irundsatzes 
haben wir dann aber in einiifen Fällen, in denen Oriifinaldijdorne durch sj}ätere und 
unlierechtiiftf liasuren und ('orrectiiren entstellt sind, irenii/stens dann, wenn der ur.sprüni/- 
lirhe M orllaut mit Sicherheit festzustellen war, diesen in den Te.rt aufijenommen, die 
Correfturen aber in die Xoten verwiesen. Eine solche Feststelluiuj war z. B. miiijlich bei 
Dl). H4. .y.V.»* und D. /.V.S', aber nicht mit ijleicher Sicherheit (sondern nur mit (jrosser 
Wahrscheinliehl' >' '•»' I'. .';''■': daher sind die ( 'orrectiiren in diesen Fällen verschieden 
brhnndill, 

Ih'e Siifnumzeile ist stets rnr die Jlecoi/nition tjesetzt, auch wo sie im Oriijinal unterhalb 
da Clin steht: doch ist in solchen Fällen die Abweichuni/ com (Irii/iniil vermerkt wiu'deii. 

1 ) Hijit. Jahrbuch (188S] S. 6Hlf. 2,1 Die Abbreviatur rccog haben wir in den Fällen, 
in denen aus da» sonstiijrn (Srlwaucli des Schreibers nicht ijeschlossen werden konnte, oh er 
rccopiovi oder ri-cupiovit nai/en irnlllr, unau/yrlÖKt ijelassen. 3) uu, iiv, vu, w hohen wir in 
Eigennamen reyrlntojigii/ der Sclirrihuni/ der (Iriijinale entsprechend, in deutschen Appellativen aber 
tele s. B. cidalwedon durch w wieiler gegeben. — Die Unterscheidung zwischen u und v 
haben wir bei Eigennamen brnbachtet, in den lateinischen Endungen -U8 -um aber aufgegebc7i 
und hier immer ti geschrieben. 4) Wenn aber von einer Urkunde — wie z. B. vim D. 152 — 
ein Factimile vwhanden ist, von dem unser Text abweicht, weil et ungenau ist, so haben wir 
nicht für nöthig gehallen, in den Anmerkungen ausdrücklich darauf hinzuweisen, //f/*.» unser 
TrM dat Hichtige bietet. 



VORREDE. XI 

Bei nur alisehriftlich Ulierliefertcn Urkundiii ist dem T'ext, wo nicht ein anderes 
Verfnhrin in der Vor/>emerhiini/ ausilriicklirh fin(/i'kiin<li</t ixt, stets die an erster Stelle 
ijenannte Quelle auch für die (hthotjraphie zu. Grunde (/elet/t. IVo wir von dieser Ortho- 
graphie abweichen — icir haben z. B. Formen wie authoritas, sylva, canzcllarius, die 
im 11. Jh. ganz unmöglich sind, grundsätzlich beseitigt — , sind die Lesarten der zu 
Grunde gelegten Quelle stets im kritischen Apjyarat verzeichnet. Correcturen in dieser 
Quelle — und in Abschriften id>erhnupt — haben rcir mir dann notiert, wenn sie für 
die Textkritik Werth hnbcn. < h-thographische Varianten der Handschriften oder Drucke, 
die neben der zu Grunde gelegten benutzt sind, haben wir principiell nicht verzeichnet'^, 
die sonstigen Lesarten aber — abgesehen von einigen Fällen, in denen das in der Vor- 
bemerkung ausdrücklich bemerkt ist — vollständig notiert. Emendationen von Eigennamen 
haben wir uns auch bei abschriftlich überlieferten Urkunden nur da erlaubt, wo wir 
die Möglichkeit eines Schreibfehlers schon im Original für ausgeschlossen erachten. 

Li Bezug auf die Literpunction haben wir den allgemeinen Grundsatz Sickels, keine 
durch mechanische Regeln bestimmte Gonsequenz zu erstreben, sondern von Fall zu Fall 
über die Setzung oder Nichtsetzung von Liter punctionszeichen zu entscheiden, je nachdem 
das eine oder das andere Verfahren das Verständnis zu erleichtern geeignet schien, auch 
unsererseits befolgt. Im übrigen sind irir nicht ganz so sparsam mit der Anwendung 
solcher Zeichen geioesen wie S icke l : insbesondere haben wir, irenn das Ende eines Relativ- 
satzes durch ein Komma bezeichnet wurde (was bei kurzen relativischen Zwischensätzen 
zumeist nicht geschehen ist), ein solches regelmässig auch vor das Relativpronomen gesetzt. 
Li einigen Fällen, in denen, die Setzung eines Literpunctionszeichens bestimmt erwartet 
werden könnte, haben ivir sie absichtlich unterlassen; dann nämlich, wenn die Setzung 
der Interjnmction eine bestimmte Literpjretation eines Satzes bedingen würde, -während eine 
andere Interpretation uns gleichberechtigt erschien. So haben wir z. B. S. 95 Z. .34 
hinter voluerint kein Komma gesetzt-, weil die Worte ad laudem et honorem dei et 
sancti Abondii confcssoris gerade .so gut wie zu dem folgenden perpetualiter faciendum 
auch zu dem vorangehenden facere voluerint gehören können und bei letzterer Beziehung 
das Komma nicht hinter voluerint, sondern hinter confessoris stehen inüsste. 

Dass wir nach Sickels Vorgange die Anwendung von Petitdruck auf die Fälle 
beschränkt haben, in denen Entlehnungen aus einer Vorurkunde derselben Empfängergruppe 
stattgefunden haben, erwähne ich nur deswegen, weil dies neuerdings getadelte Verfahren 
Sickels von ihm nicht eingehend begründet worden ist. TI'/V halten es für durchaus 
richtig: denn die Unterscheidung zwischen gewöhnlichem und Petitdruck bei Urkunden 
hat in erster Reihe den Zwecken des Historikers, nicht denen des Diplomatikers zu dienen; 
sie soll also leicht erkenntlich machen, welche formellen oder sachlichen Abweichungen 
eine einzelne Urkunde von früheren desselben Empfängers oder seines Rechtsvorgängers 
aufweist. Wenn in einer Urkunde für das Domc.apitel zu Volterra eine andere für das 
Domcapitel zu Pisa als Vorurkunde benutzt ist, so sind für Volterra alle ihre Bestimmungen 
neu und deshalb gross zu drucken; auf die Ubereinstimmnng mit dem Diplom für Pisa 
ist nur in der Vorbemerkung hinzuweisen. 

1) Zu ihnen rechnen wir abweichende Schreibung der Zahlen, also z. B. millesimo statt M, 
u. s. w. Die über Zahlzeichen stehenden Endungen (M, VIII u. s. w.), die hei Originaldiplotnen 
deren Schreibung entsprechend wiedergegeben sind, haben wir bei Abschriften unberücksichtigt 
gelassen, da unsere Ausgabe zwar darzustellen hat, wie in der Kanzlei Heinrichs IL, aber 
nicht wie durch irgend einen späteren Copisten diese Dinge behandelt sind. 2) Tl ie DD. 2, 
618 Z. 30 geschehen ist. 

II* 



Xn VoKKKDE. 

]'oH der Aiitrttuliiiui ilrs I\'titilriirh-i\s /la/xii in'r i/n Alislnml iiriioiiimeii. iro die 
( /HTt-iimliiHiiiuiiij eituflncr Worte der y<ic/iurkuiii/r mit dir Vonirkiindv s!rlicr nicht auf 
Hnltffnniiiii Ulis dieser hrrnht. So /iiifu'it irir z. IS. in l>. 11 dii- Worte nostro sli^illo 
iin|irinii iussiimis nicht jirtit netzrn /iijmvn, ohirohl oiivh in drr Voriirkitnde sigilli und 
iu^ii^iiniis Dtrht, truil die Formil dem hiwinderen Sjir<irfi<ii'f>rniic/ie den EA e.ntsprirht, der 
da« I). •/■/ ifrarh riehen /uit^. Sind in einer l'rkundr mehrere Voriirkiinden benutzt, so 
halten irir in den Fiillin, in dnnn diis niöif/ieh lenr", uiif die im einzelnen Satz Jeireils 
betiHtzte Vorurkunde durch <llc /linziifiii/nni) ron römischen Ziffern am Rande hingewiesen. 

l'm auch ijeriniifüqiijere Af>irvichnni/en der Xochnrkunde von, der Vorurkunde 
kenntlich zu machen, iras in ijeirissen Fällen für die Entscheldunij der Fratfc, wdches 
ron meJirrren iiahrzu i/leichlautindcn I>JK als ]\trurkunde ijedient hat, wichtlij Ist, haben 
irir nach drm in der Scripttires- Abtheilnnij be^foli/ten Uraiieh Pe.tit.tjierrdruek ani/eirandt. 
Wir halten uns seiner bedient, iro in der Xachurkunde eine andere Form desselben ]\'ort('s 
irie in der Vorurkunde biifciinel. und iro kleine J'arliktln z. li. et 7nid quo rertausehl 
sind, daijegen nicht da, iro In der Xachurkunde ein anderes Wort desselben Stammes 
'also z. It. Vorurkunde: \wi(;nW: Xachurkunde: jietitioncy *•/(-///. Doch scheint mir naeh- 
triiiflich die letz'- '■• /'/i-^./,.-,/,,/, //„,; „/,/,/ -icrkiniissii/. "iid 1,1, inrdf sie In Zukunft 
fallen lassen. 

In der Fassuiuj der Jietjejiten haben wir mehr die wirkliche Bedeutuni) als den 
Wortlaut einer Frkunde beriicksichtiift. Wir saijen also: der Könli] hestätiijt, auch dann, 
trenn in dem Ih'jilom selbst die Ausdrücke donaro, tradcre, coucedere u. s. w. f/ebraucht 
sind, sobald diese Ausdrücke aus der Vorurkunde, die wirklich donatio, traditio, con- 
ccssio irar. entlehnt sind. Die Im lleijeM gebrauchte Orthoijrajthle der Personennamen 
entspricht der in der l rkuiide begegnenden ; wenn aber ein Xame noch Jetzt allgemein 
gehräiichlich ist, so hahen wir die moderne Xamensform angewandt. Ortsnamen, die wir 
nicht sicher deuten können, sind Im Hegest durch Antiqua - Satz hervorgehoben. 

In der auf das liegest folgenden iJatlerung haben u-lr, wie SIckel, um die Unein- 
heltlichkeit zu bezeichnen, den Gedankenstrich tingewandt. Halten wir die Xlchtelidieltllch- 
kett der Itaten für möglich, alter nicht für sicher, so bedienen wir uns eines Gedankenstriches 
mit fi>lgendiiii Fragezeichen. Wallhaiisen — l(l(l4 März ~i In D. (!'> besiiijt also, dass 
nach unserer Ansicht der König am 'i. März 1(10 i sicher nicht mehr in Wallhausen war; 
Wallhausen — / ](I04 März 4 In I). fj4 besagt, dass wir es für zweifelhaft halten, oh 
er noch am 4. März da war. 

hie handschriftlichen Quellen hahiii wir mieh MöifUchkeit durch dieselben Sli/leu 
Itrj^lchnet, dir für die gleichen Quellen in den beiden ersten Händen gebraucht sind ; doch 
miisstt-n wir davon büiceilen abweichen, wenn neue Quellen benutzt werden konnten. Wenn 
c. li. bei einer hmjifängergrnppe ein Original, das mit A zu bezeichnen war, rorhim, 
HO miisste für ein In Hand J nder V mit A benanntes üoplalbuch eine andere liezelch- 
nung gehraiichl werden. Am zweck massigsten wäre e3 wohl gewesen, die Sigle A überhaupt 
nur für Originale oder l'rsrhrifteii mn Fälschungen zu gehrauchen, und so gedenke Ich 
, „ .i,„h l„ /iilimfl zu hallen. 

■ •'•le oder nahezu vollutHndlge Drucke haben irir, soweit sie zu unserer 
Kenntnit gelangt »ind, Kämmtlich verzeichnet, indem wir Ihre Quellen und Ihre Flllatton 

\, .;.„..■,,,.,..,... ,..,. Worten der Vorurkunde in der Naeliiirkinide halten wir wie Hickel 
durch • bnrirhnri; dm Dojtprlttrrn **, der angeben toll, daim srhon In der Vorurkunde etwas 
aut ■!, haben wir aber nur da angewandt, wo etwas für den Sinn UnentheltrUrJtes fehlt. 

' lißetziinij de» Textes einer Naehtirkunilc mm dem mehrerer 



VORREDE. XIII 

in derselben Weise, un'e in Bond 1 und '2 aiiijejjehen und bezeichnet Indien. Dan 
Zeichen = vor einem Drucke bedeutet also, dass er auf dem unmittelbar vorangehenden, 
das Zeichen ,= bedeutet, dass er auf einem der vorangehenden beriiht. Den Anspruch 
auf absolute Vollsfändif/lißit unserer Druckangaben erheben wir nicht; wie wir selbst zu 
Band 1 und 2 und zu allen neueren Begestenwerken mancherlei Nachträge in dieser 
Beziehung liefern könnten, so werden Andere unsere Verzeichnisse zu ergänzen in der Lage 
sein. Wir haben uns in der Hauptsache auf die reichen Schätze der Strassburger 
Bibliothek beschränkt, sind aber auch aus Berlin, München und Oöttingen vielfach 
unterstützt worden: ireitere kosfsjnelige und zeitraubende Bemühungen zu dem Zwecke, 
noch einen vergessenen Druck des 17. oder 18. Jahrhunderts zu ermitteln, würden mir 
als nutzlose Versch Wendung erschienen sein. Ebenso haben wir auf die Ermittelung der 
handschriftlichen Quellen älterer Drucke mir da, wo jetzt die Originale fehlen, aber nicht 
da, ico sie noch vorhanden sind, besonderen Werth gelegt, im letzteren Falle sie nur da 
angegeben, ico sie leicht festzustellen waren, wie mir denn überhaupt bei solcher Sachlage 
im Verhältnis zu dem Aufwand an Zeit und. Arbeitskraft, den sie erfordern, der Nutzen 
dieser Angaben ein äusserst geringer zu sein scheint. 

Kürzere Theildrucke, Extraete, Regesten, Citate haben wir nur da verzeichnet, wo 
sie etwas noch jetzt Beachtenswerthes zur Erklärung oder Kritik einer Urkunde beibringen ; 
man wundere sich also nicht, wenn ein und dasselbe Regestenwerk bei der einen Urkunde, 
wo dies zutrifft, erwähnt, bei einer anderen nicht erwähnt wird. Immer aber haben wir 
die jeiceilig älteste Ericähnung einer Urkunde in einem Druckwerke, die tms bekannt 
geworden ist, verzeichnet, vwbei es natürlich nicht auf die Zeit ankommt, ivann sie nieder- 
geschrieben ist, sondern auf die Zeit ihres Druckes. Auch dies Verfahren bedingt manche 
scheinbare Ungleichinässigkeiten, die aber in Wirklichkeit keine sind: so sind z. B. 
Ussermanns Citate bei den Bamberger Gründungstirkunden bald angeführt worden, bald 
nicht: angeführt nämlich, wenn es keinen älteren Druck giebt, und fortgeblieben, wenn 
dies der Fall ist. Eine fernere Ausnahme von obigen Regeln haben icir zu Gunsten der 
Regestenwerke nicht nur von Böhmer und Stumpf, sondern auch (seiner grossen Ver- 
breitung in der Schweiz halber) von Hidber gemacht: diese drei sind immer citiert und 
zwar stets am Schlüsse des die Drucke verzeichnenden Absatzes. 

Undatierte Urkunden haben nur unter Berücksichtigung aller in Betracht kommenden 
Cresichtspunkte da eingereiht, wohin sie am ersten zu gehören schienen, im Zweifelsfalle 
an der frühesten Stelle, die möglich erschien. Neuausfertigungen, deren Daten der ersten 
Ausfertigitng entnommen sind, also für die Zeit der wirklichen Entstehung der zweiten 
nichts beweisen"^, sind wie undatierte Urkunden behandelt; sie sind also zwar da, wo 
andere Anhaltspuncte fehlten, hinter der ersten Ausfertigung eingereiht, ico aber solche 
vorhanden sind, wie hei D. 104, an der Stelle, auf die diese Merkmale iceisen. 

In dem von Herrn Dr. Holtzmann bearbeiteten Namenregister, das unserer Ausgabe 
heigegeben ist, ist zum ersten Male der Versuch gemacht worden, die in den Urkunden 
begegnenden Ortsnamen, so iveit das möglich iimr, zu deuten, tvas in den früheren Bänden 
der Dijjlomata- Ausgabe mit Vorbedacht unterlassen icar. Über den Beschluss der Central- 
direction, dass zu diesem Behife grössere und zeitraubende Untersuchtungen nicht angestellt, 
sondern nur die nächstliegenden Hilfsmittel herangezogen werden sollten, ist der Bearbeiter 
irohl etu-as hinausgegangen, und er hofft, ivenigstens von den Namen der Orte diesseits 
der Alpen die iceitaus überwiegende Mehrzahl richtig bestimmt zu haben. Viel schwieriger 
war, v-ie früher schon einmal Sickel bemerkt hat, die Lösung der Aufgabe hei den 

1) Deshalb sind sie in die auf das Regest folgende Datierungszeile auch nicht aufgenommen, 
sondern durch Gedankenstriche ersetzt, vgl. z. B. D. 39^. 



XIV VORRKDE. 

italirnischeit l'rkiiitdfit: nhtjfjieheii roit Toscaua und Theilvn Pi'emoiitn fi'hlO'it liivr Vor- 
arfiri'tfii. »nV «iV für Ihulschloml rric/i/ir/i vorhoiideii xiinl, fast (/'("^,' Vl't'l mi'lir Namen 
aU •'« l)futttchlaiid sind al.so liii-r iiidustiniiiit «di-r zicfiff/fiaft i/t'/dif/irn ; auc/i an irrtJiiim- 
lichfH Hfstiniiiiiiii<isrri:iiir/ifn mai/ p* nic/it ftfi/t'n ; und llrrr Dr. lloltzmaHH wird ijewiss 
VersU'indni» für dir liittr jindrn, srinr itntimirin mü/isanir nnd irenii) dankbore Arbeit 
als rinrii t rsfrn \'rrsii4-/i anfziifassni, der aber doch, wie irir hoffen, eine G riindlaeje 
qeschaffrn hat. auf der Andere weiter banen inöi/en '. 

/'»'«' zur Erläuternntj der l'rknnden dieses Bandes ron nns jinb/ieii rten Cnter- 
aurhiinifen sinil die folijenden : 
Brejishiii. Zu dem antfrhlichen Freihi itxbrief Heinrichs II. für die LtiUe vun Ber</cll: 

AitSfiifrr für Schireizeri.tche (icichichte 11, Hl^. 
Bresslau, Zur ( her/iefrrun)/ der Kai.serurknnden für Peterlinifen: ebenda 7, 79'. 
BresMlau, Kr/änternn)/tn zu ilen Diplomen Heinrichs II. Drei Abschnitte: Neues Archic 

2<i, l'J.', {r.jl. csh: Vi", J.ST; :ii!, 41h 
Bretmlau, Bodo's Si/ntti<fnia de coiistri/ctione coenobii Gandesiani und die darin ilber- 

lirfirttn haisirnrkuuden : ebenda V.V. Irll. 
Breslau, Zirei I>ijdouic fhi.i'y II J, yur das Bisthurn und für St. Martin zu Worms: 

dmnda äH, Ufi. 
Brt-sslau, 1 ber das Todesjahr des Bischofs Adalb^ro II. von Metz: Jahrbmli der Gesell- 
schaft für b>t/irin(/ische Geschichte und Alterthumskunde 6, äS3. 
Bressfau. Zur Kritik den Ih'jdoms Heinrichs II. über die Sche.nkuntj der Abtei Schwarzach 
• II das Bisthum Strassburij : Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins N. F. 1.3, :')4. 
Jirts.s/au. Grandidiers f'rkundenbehandlunii: ebenda 14, !). 
Bresslau, Les jdus anciennes chartes du iminnstire de Sninfe-Afm h Auysboury : M''lan<fes 

Paul Fahre (Paris 1902) 172. 
Bloch, Dir Urkunden Kaiser Heinrichs II. für Kloster Michelsber(f zu Bambery : Neues 

Arehir 19, (,(1:1. 
Bloch, B'-itriiife zur Geschichte des Bischofs Leo ron Vercelli und seiner Zeit: ebenda 

22, 11 (besonders S. 45 f. S. -,9 ff). 
Bloch. Dil' Entstehunif der Bfunberi/er G ründunijsiirknnden : ebenda ^.V, 2().3. 
Bloch. Das Baniberi/er General/iriri/e// Heinrichs II. in Adalberts Vita Ileinrici II. c.J5: 

pj/enda 22, 21.'>. 
Bloch, Das Diplom Otto's III. für das Johanneskloster bei Lüttich (Do. III. 240) und 

die firünduuif des Adalbertsliftes zu Aachen: ebenda 2H, 14'). 
Bloch, Die i. herlief er unef dis Prirlh-ijs Heinrichs II. für die römische Kirche: ebenda 

25, €81. 
Bloch, Zur vlierlieferumj dir Kaiser- und Papsturkunden des Klosters Andlau : Zeit- 
schrift für die Geschichte des Oberrheins N. F. 11, :i(/.'). 
Bloch, Die l'rk'nidenfi'ilschunifen Grandidiers ebenda 12, 4(10 (Nachtraij dazu: ebenda 

13, :t43j. 
Bloch, Die alteren Urkunden dej) Klosters S. Vannr zu Verdun: Jahrbuch der Gesell- 

Bchaft für lothrinifische Geschich/e und Alterthumskunde lO, 338. 
ffoltzmann, Die Urkunden Köniij Ardiiins: Neues Archiv 2.^>, 4:').3. 

I) Perionennamen sind im liegistrr nur da unter einem Artikel zusammengestellt, wo die 
IdentiMt der Perton sicher war. Kl schien ralhsam, hier lieber zu vorsichtig als zu tvenig 
»■ ' ' ' '". 2) Di« Ausführung rn dieses Aufsalzes sind durch die spätere Entdeckung 

d' ■' niiUilim z. Th. Iiinfiillig geworden. 



VORREDE. XV 

Ich mag diese Vorrede nicht beenden, ohne noch ein Wort über das Verhältnis 
unserer Ausgabe zu den ihr vorangehenden Diplomata- Bänden hinzuzufügen. Wenn wir 
Überallan die Methode, fast überall aurk an die Editionsgrundsätze Sicheis uns anschliessend, 
die letzteren in einigen nicht eben erheblichen Dingen iceiter auszubilden versucht haben, 
so bleiben teir uns dabei stets beiousst, dass wir dies nur vermocht haben, weil Sickel 
uns vorangegangen ist. Der Erneuerer und der grösste Meister der Wissenschaft der 
Urkundenlehre hat auch für die Editionstechnik der Urkunden die feste und unverrückbare 
Grundlage geschaffen, auf der alle späteren nur loeiter bauen^können. Das meiste und 
das beste von dem, loas wir auf dem Gebiet der Kritik, der Inteiyretation und der 
Edition von Urkunden etiva zu leisten vermocht haben, verdanken wir ihm ; und wenn er 
niemals unmittelbar unser Lehrer gewesen ist, so bekennen wir uns darum nicht minder 
als seine dankbaren Schüler. 

Sti'assburg, 15- Januar lUOH. 

H. Br esslau. 



HEINRICH n. 



Am (!. oder 7. ■hm! 1002 — walirscheinltcher an dem zwcifeii als an dem ersten 
Taije — ist Heinrich IL in Mainz zum Köni(/ tjelcr'önt worden, nachdem seine Wahl ron 
Baiern, Franken und Oberlothringern vollzogen worden war. Von diesem Tage ab hat 

5 die Reichskanzlei die königlichen Regierungsjahre Heinrichs berechnet, ohne die Nach- 
wahlen, die nach der Krönung in Thüringen, Sachsen und Niederlothringen stattgefunden 
haben, irgendwie zu herücksichtigen. Schon vorher war in Pavia am 15. Fehruar 1002 
der Markgraf Arduin von Ivrea, den eine Partei der lombardischen. Grossen gewählt 
hatte, zum König des italienischen Reiches gekrönt worden. Von Heinrich, der in Folge 

10 seiner deutschen Wahl auch die Rechte des Königs von Tfalicn erlangt zu. haben beanspruchte, 
ist er niemals anerkannt ivorden. Im Jahre 1004 zog Heinrich zum ersten Mal gegen 
ihn, drängte ihn zurück und Hess sich am 14. Mai in Pavia zum König wählen und 
krönen. Auf seinem zweiten Zuge nach Italien icurde Heinrich am 14, Februar 1014 
in Rom zum Kaiser gekrönt; aber erst nachdem Arduin am 14. December 1015 im Kloster 

15 Fruttiiaria verstorben, war, und nachdem die Thatkraft und Energie der deutschgesinnten 
Partei unter Führung des Bischofs Leo von Vercelli die wiederholten Versuche seiner 
Anhänger, den Aufstand fortzusetzen, niedergescJilagen hatte, konnte etwa vom Jahre 1017 
ab Heinrichs Herrschaft in ganz Ltalien als völlig gesichert und unange.foc]i,ten gelten. 
Die Krönung in. Pavia hat für die Reichskanzlei nur insofern Bedeutung gehabt, als 

2u von da ab in einer Anzahl von Urkunden (zuerst in D. 70 vom ."^S. Mai 1004, zuletzt in 
D, 95 vom 2, Mai 1005) der alte Titel rex Francorum atque Longobardorum wieder auf- 
genommen icurde; eine Rechnung nach italienischen Königsjahren, loie sie in Privaturkunden 
Italiens nicht selten begegnet, findet sich nur in einem einzigen echten Diplom D. 70, und 
dieses wird, wie man eben deshalb vermuth.en darf, schwerlich in der Kanzlei geschrieben sein '. 

25 Wenn der Thronwechsel des Jahres 98S die Organisation und den Personalbestand 

der Kanzlei so gut wie ganz unberührt gelassen hatte, so brachten es die besonderen Ver- 
hältnisse, unter denen Heinrich IL zur Regierung gelangte, von seihst mit sich, dass dies 
im Jahre 1002 nicht in gleicher Weise der Fall loar. 

Die Kanzlei Otto's III. lear in dessen letzten Lebensjahren einheitlich organisiert 

30 geicesen. Zwar hatte sie nach loie vor zwei nominelle Chefs: den Erzbischof Willigis 
von Mainz, der als Erzcajjellan für Deutschland und den Bischof Peter von Como, der 
als Erzka7izler für Ltalien in den Unterfertigungen der Urkunden genannt wurde. Allein 
unter beiden stand nur ein Kanzler, der Erzbischof Heribert von Köln; und auch die 
drei Männer, die im letzten Lebensjahre Otto's allein als wirkliche Kanzleinotare begegnen : 

35 der Italiener Her. D und die beiden Deutlichen Her. C und Her. F sind bei der Bearbeitung 
soirohl deutscher wie italienischer Urkunden betheiligt gewesen, 

1) Ebenso ist die einzige Urkunde, welche die deutschen Regierimgsjahre als anni regni 
in Francia bezeichnet {D. 35), nicht in der Kanzlei entstanden. 

Kaisernrknnden III. 1 1 1 



XVIII KAISEKURKUNHEN. 

Da Pftfi ^»'<7^ {Irr l'urli i Anhiinn aiufesrhfos.ii'» hntU' iiml vtiti ih'esem 

nls I /irMtitü/t trcnlrii irur, ktmiiU' iiiifiirfic/i keine Ucile Jaroii nein, ihiss 

/'■■■•■..,. ~.,„,,4 Aiisjtnir/i auf iliv,i Amt anerkitiint li/iUe; ricfnie/ir wurde in den zirei 

II L'rkiindrii für ita/iein'scfie Empfdmjer, die uns aus der Zeit vor dem ersten Zutje 
llrinriehs nar/i Italiru heknnnt sind (IHK :.^4. 41}, Wi/fiiiis ron Mainz, dem der Köniif b 
zu i/ulem TluH seine Krone rerdunkte um! dem er seffistrerständfie/i das oherste Amt 
in ihr Kanzlei heliess, ebenso irie in den diutsr/ien Diplomen als deren ('lief liezeirlinrf: 
dii VirschmeUuntj der beiden Kanzleialitheiluniien. die Otto III- iniiiehnlnit hatte, irar 

'•ollständii] du rchijr führt worden; oder, wie man es rielleicht rivhtiifer ausdriirkrn 

es ifali in den ersten Jahren Heinrichs nur eine dentiche Kamlei) dir amh dir in 

wrnii/rn Geschäfte für Italien, die zu erledii/en waren, mit besorgte. 

Als Kanzler konnfe Heribert ron Kidn, welcher der Wahl Heinrichs iciderstreht hatte 
III, li sich ihr erst im Sf>iit.ionimer des .lahres ]f)(f^ unijern unterwarf, eben.sowenii/ belassen 
Werden, wie Peter con Como als itnlimischrr Erzkanzler: Heinrich übertruij das Amt dem 
Egilbert, einem liaiern. der rielleicht aus dem Hause der Grafen von J'Jbersjteri/ i5 
stammt, dem Bruder eines Heinrich, den er zu seinem Truch.<ie.isen ernannte. 

I'ii/i den Xotaren Dtto's III. hat Her. C, der unter Otto eine so umfamireiche 
Thiitiijkeit entfaltet hatte, nur eine einzige Urkunde Heinrichs II. geschrieben, das D. .V 
für den liischof Heinrich von Würzburg, den Bruder Heriberts ron Köln, der aber dem 
neuen Könige gei/enüber eine ganz andere Haltung eingenommen hatte als jener. t}li er in 
dabei als Priratschreiber des Bischofs oder in offciellem Auftrage der Kanzlei thötig 
gewesen ist. liisst sich nicht entscheiden. Hi r. I> ist u-iihrscheinlich in Italien und riel- 
leicht in Como geblieben; wir kennen auch ihn aus der Zeit Heinrichs II. nur als den 
Schreiber einer einzigen Urkunde (zu der die Kanzlei das Eschatoknll geliefert hat) für 
du« von dem Bischof Alberich von Como, dem Nachfolger Peters, begründete Kloster ib 
S. Abondio iH. ifT.'iJ. Dagegen trat Her. F, den wir fortan als EA bezeichnen, voll- 
ständig in den Dienst Heinrichs IL über, schon die erste Urkunde des neuen Königs 
zeigt seine Hand. Indem er. wie aus manchen Anzeichen zu folgern ist (er dictiert und 
corrigiert Urkunden, die ein anderer geschrieben hat), eine in gewisser Weise leitende 
Stellung in der Kanzlei Heinrichs einnahm, ist es zweifelsohne ihm zuzuschreiben, wenn 30 
/>ei' dem Thronweclisel des Jahres lOtl'^ die Conlinuität des Kanzleibrauches gewahrt und 
ein Bruch mit der I herlief erung, wie er ein und einviertsl Jahrhundert später, damals 
allerdings unter völlig anderen di/nastischen und politischen Verhältnissen, eintrat, ver- 
mieden wurde. Neben EA tritt uns schon in 1). 2 ein zweiter Notar EU entgegen, der 
wie Jener, von mittel- oder niederdeutscher Abkunft gewesen zu scheint, und dessen Ur- 86 
künden in Schrift und Dictat so grosse Verwandtschaft mit denen des EA aufweisen, 
dtiss man ihn nothwendig für seinen Schulgenossen oder Schüler halten muss^. Bis in 
die zweite Hälfte des Jahres 1(K)i haben diise beiden Männer allein die Kanzleigeschäfte 
besorgt und, wie wir ghich hinzufügen müssen, recht gut verwaltet. Doch hat, da ihre 
Arbi itskraft für deren Bewältigung wohl nicht ausreichte, recht häufii/ eine Betheiliguiig ¥> 
ron Parteischreibern bei der Herstellung der Diplome stattgefunden. Von den <i7 Urkunden, 
die bis zum Beginn des ersten Zuges nach Italien erhalten sind, müssen abgesehen, von 
dem schon oben erwähnten D. .H nicht weniger als H sicher auf diese Weise entständen 
sein; in den meisten dieser Fälle hat allerdings auch einer der beiden Kanzleilieamten. 
sei ej> durch Aufsetzung des Conceptes (HI). 11. Hl) oder durch Eintrnifiini/ gewisser 4!i 
Formeln (DD. 1. !t. in, /iH. HG. üi) oder des .Monogramms (wahrscheinlich D. ^7 und 

1 ) II i> jrtzl äriii EA, MO hol KU, ein ilurrhaus iinurlljutiiiidiyer Mann, sielt s/iätir ge- 
IfgrntUch drn Gewohnheiten dm liA und des EC angeschlossen. 



HEINRICH H. XIX 

vielleicht D. :^2) einen Antheil an der Ausfertigumj gehabt, und nur bei vier Di2}lomen 
(DD. 32. 33. 3ö. 41.) ist eine solche Mitwirkimf/ der Kamlei nicht zu erweisen oder 
ijera dezii a nsyesch lassen. 

Als Heinrich im Frühjahr 1004 in das südliche Königreich aufbrach, ward an der 
6 Organisation der Kanzlei nichts geändert; auch jetzt noch nmss die Errichtung einer 
eigenen italienischen Kanzleiabtheilung nicht als erforderlich angesidien. worden sein. Von 
den beiden Notaren hat EB den König über die Aljwn begleitet (DD. (17. 71. 72. 74. 
7ö) ; EA ist während des Zuges nicht nachweisbar und wird in Deutschland geblieben 
sein. Statt seiner wurde ein anderer ehemaliger Notar Otfo's ITI. Her. E, der im Frühlinif 

10 des Jahres 1000 (DO. III. 351, vgl. 3(>2) zuletzt in dessen Kanzlei nachiceisbar ist, 
vorübergehend zur Aushilfe herangezogen ; er sch-ieb in Paria das D. 68 und folgte dem 
Könige auf dem Rückwege bis Cadempino (D. 73), verschwindet aber dann aus unserem 
(resichtskreise. Ganz ohne nachweisbare oder wahrscheinliche Betheiligung der Kanzlei 
scheint nur das D. 70 entstanden zu sein. 

lö Nach Heinrichs Bückkehr fand sich EA zu Ende des Juni 1004 wieder am Hofe 

ein (DD. 7S. 79), ist aber bald darauf, spätestens zu Arfang des August 1004 (cgi. DD. 
81. 82) aus dem Kanzleidienst ausgeschieden. In späterer Zeit zeigen noch zwei Urkunden 
der Jahre 1011 und 1015 (DD. 230. .33!)) sein Dictat; und es ist möglich, dass er sich 
damals vorübergehend wieder am Hofe aufgehalten hat, aber auch, dass jene Diplome nur 

20 als Nachbildungen älterer, Jetzt verlorener DD. aus den Jahren 1002 — 1004 anzusehen 
sind. Statt seiner traten ungefähr gleichzeitig im October 1004 zwei neue Notare 
EG, wahrscheinlich ein Oberdeutscher ^, (zuerst vielleicht D. 84, sicher l>. 88) und ED, 
ein Franke, vielleicht ein Bamberger (D. 8t,': D. .S',?'' ist sjjäter, wann, u-issen. n-ir nicht, 
geschrieben) in den Dienst der Kanzlei. 

26 Nicht lange danach aber vollzog sich ein folgenreicher Wechsel in deren Leitung, 

indem im Laufe des Mai 1005 Egilbert zum Bischof von Freising ernannt und an 
seiner Stelle Bruno, des Königs Bruder, zum Kanzler bestellt wurde: am 31. Mai 
(D. 97) wird er als solcher zuerst genannt. Dieser veränderte nun den Persoiudbestand 
der Kanzlei in benierkenswertker Weise. EC verschwindet vollständig und tritt erst unter 

30 Bruno's Nachfolger wieder auf. ED ist in seiner Thätigkeit sehr eingeschränkt ; er hat 
unter Bruno ausser der verlängerten Schrift ron D. 97 nur noch eine Urkunde vom 
November 1005 (D. 103) geschrieben. Und selbst der älteste der Notare EB ist zunächst 
beseitigt und icird erst Ende November 1005 (D. 105) wieder herangezogen, um dann 
allerdings ziemlich häufig beschäftigt zu werden. Dafür stellte Bruno einen neuen Notxir 

35 an: BA (D. 97), jedenfalls einen Niederlothringer, der zu Aachen, aber auch zu Lüttich in 
Beziehungen gestanden zu haben scheint, wie er denn schon tmter Otto III. eine Urkunde 
für das Johannesstift in Lüttich (DO. III. 240) und eine andere verlorene für das Adalbert- 
stift in Aachen (vgl. Bloch im N. Archiv 23, 146 ff.) verfasst hatte: es entbehrt nicht 
einer gewissen Wahrscheinlichkeit, trenn Bloch in ihm den späteren Bischof Adelbold 

40 von Utrecht zu erkennen geglaubt hat. BA führte mancherlei Neuerungen, z. Th. im An- 
schluss an den Stil niederlothringischer Privaturkunden in den Kanzleibrauch ein. die 

1) Er ist vermuthlich der Schüler eines Clerikers des Erzhischof.f Williffis ron Maitiz, der 
schon unter Otto II. und Otto III. bei der Ausfertigung von Urkunden für Mainz und einigen 
anderen Stücken, an denen Willigis Interesse hatte, betheiligt war und in gleicher Weise unter Heinrich 
45 sich bethätigte {D. 139. 177 — 180, vgl. auch 143). In der Ausgabe der DD. Otto's III. ist 
er mit der Chiffre HH bezeichnet. Es ist möglich, aber nicht erweislich, dass er mit dem im 
Jahre 1008 zum Erzbischof von Trier eimannten Probst oder Kämmerer von Mainz gleichen 
Namens, den die Hildesheimer Annalen zum Jahre 1008 primiscriuius regis nennen, identisch ist. 

III* 



XX KAlSKHUUKrNDKX. 

«»VA aber iiir/il (laiimul fiiiziiliiin/irii ri'rmochlfn. Nehm ihm wurde zu Anfang ifcn 
Jahre« ]I)IH! noch eine zweite llilf-ikraft heranifezotfeu : ihr einziije Urkinufeii.sffnri/icr 
Ifriiiri'i'h.i 11., <hr seinen Nawen xel/isf i/iiniiint liiil i IK ^i^) : Erich, ein Sachse, thiinals 
( 'ajteilan des Krzhi.^chofs Tai/ino ron Miujdehurti, seit dem Ende des Jnhres lOOS liisrhnf' 
Clin llavelhrnj und {nlf> afn Mitfi/ied der köniii/ichen Capelle (jenaiinl. Kanzleiheamter im 
rti/rntlirhen Sinnf ist Erich indii nicht i/eiresen : nher vom Januar lOOtl, wo er zuemt 
he;/e<fnet flK 11)11), his zum Amjust ]t)]!t (D. tlf!) ist er wieder und wieder, zumeist 
nllrriliuiis nur, wenn der ll«t in Sachsen weifte, so zu sai/eu afs Hi/fsarheiter in der 
Kanzlei verwandt worden. 

Schon im Frühjahre Itiiili (/ini/ die J.i itum/ dir Kanzlei iliirch liruno zu Ende, 10 
der zwi.tchen dem i*/. April und dem 'JS. Moi zum liischoj-' rou ^lui/sliurif ernannt wurde 
( l'lK 11'J. Uli. Sein Xachfoli/er als Kanzler wurde Eberhard, nach der allerdini/s 
nicht Hnhedini]! sicheren Anqahe de.i I). :^(lS ein Verwandter des Klinii/s, den dieser noch 
zu ifräs.ieren Dini/eu lie.itimml hatte. Aliermals zoij der Wechsel im Kanzleramt einen 
solchen in dem niederen Per.ional der liehiirde nach sich. BA, der mit Bruno i/elcommen 16 
war, schied bald nach ihm aus: das l>. 1}'> com 1(1. dun! laoil für Xotker von Lüttich 
hat er wohl noch als Miliflied der Kanzlei rerfiisst : als er aher im Sommer 1007 
hei der llerstellumj zweier Ih'jdome für das rou dem Lütficher Bischof ahhäuifii/e Klo.Kter 
Thorn und für St. Marien zu Aachen (/>/>. I/o. Ul/ mitirirkte, ijehörte er ihr schwerlich 
mehr an und ijewiss nicht, als er im Jahre 10'j4 ein Dijdom für Utrecht verfasste (D. !'t()4). so 
Auch EB ziiif sich hald zurück oder iriirde ItMeitiift; in dem I). 12:'i vom 1. Januar 1007 
hetfetfnet er uns zum letzti-n Male. Statt dieser beiden Männer wurden nun sofort ED 
(IK 114) und spätestens im Dece.mher JOOt! E(' (DD. I'^Ü. V2H) wieder henniijezogen: 
ersterer am meisten heschäftiijt und offenhar in leitender Stelluni/. 

Auch in dieser Zeit ist die Zahl der Urkunden, die von Parteischreihern heri/estellt a 
sind oder bei denen solche niitf/ewirkt haben, nicht klein (DD. 79. S7. 88. .9.5. 104. 109. 
UH. l'<fll. Vjn. ISO. l.'iif. 1H4. IH.'i. IHU. 1H9. 140). Zu ijanz anderen Einrichtuni/en aher 
schritt mau, als im Herbst 1007 die Oründuntj des Bisthums Bamherq innerhalb kurzer 
Frist die Ausfertii/unij einer grossen Anzuhl umfanijreiche.r Urkunden nothiij machte und 
die Kanzlei vor eine Aufgabe stellte, der ihre bisherigen Arheif,ikräfte nicht gewachsen so 
waren. fh'e Leitung dieses Geschäftes wurde dem ED ühertraqen, der dafür ron allen 
anderen Arbeiten enthuuden wurde; er trat, wie man es ausdrücken kann, an die Spitze 
einer besonderen, nur für Bamberg arbeitenden Abtheilung der Reichskanzlei und i.it in 
dieser Stellung bis zum Herbst des Jahres 1009 (D. '^OSj thätiij gewesen. Als Mitarbeiter 
ward ihm zunächst ein Schreiher — vielleicht ein Ituliener — beigegeben, der, völlig 35 
unselbständig arbeitend und anfangs sogar die Hand des ED nachahmend, von uns 
als der erste der speciell für Baudierg thätiifen Notare betrachtet und deshalb inil der 
Uhiffre Ba. I bezeichnet wird; dass er schon int fh-tober 1007 am Hofe war, beweist 
das /). 142 für Cambrai, das einzige nicht für Biimherij ausifestt'llte, an dem er init- 
gearbeiieA hat. Er schrieb nach dem Dictat des El) das Protokoll der Frankfurter 40 
Synode vom 1. November 1007 i D. Il'i) und d-ann eine ip-osse Anzahl von Urkunden 
bis zum Herbste lOOU: gleichzeitig mit seinem Meister Elf verlieren wir ihn aus den 
Augen, ^eben ihm war noch ein von uns nicht besonders bezeichneter Hilfs.schreiber bei 
der Herstrilung einiger der 27 dründungsurkunden helheiligt (l)l>. UIO. Ili4. IG'). 1(17. 
ItiKJ; endlich ward dafür auch EC herangezogen, der nlnr nur bei den beiden 1>U. H!4. 45 
V;(i milgi-wirkt hat. 

Auch die in späteren Jahren bis zum Ende der Heip'erunij Heinrichs II. für Bamberg 

'i-n zahlreichen Diplome sind dann — uni das hier ijleich rorweq zu nehmen — 

... .,-.... tihiilicher Weise entstanden. Ein l'heil con ihnen ist von den ordentlichen Beamten 



HEIXKICH II. XXI 

(li'i- Beickskanzlei f/eliefert worden und bedarf hier keiner besonderen Erörtern nxj. Die 
Mehrzahl aber ist von drei anderen Schreibern hergestellt worden, die bei den sonstirjen 
Geschäften der Kanzlei nicht betheiliijt sind. Nur dürfen loir in dieser späteren Zeit, 
nach dem Verschwinden des KD, kaum mehr von einer eigenen bamhergischen Unter- 

6 abtheilung der Kamlei reden. Im wesentlichen sind jene drei Männer mit anderen 
Parteischreibern zu vergleichen, wenn es auch einen gewissen Unterschied in ihrer Stellung 
ausgemacht haben mag, dass Eberhard von Bamberg, für den sie arbeiteten, selbst ein 
hohes Amt in der Kanzlei bekleidete. Deshalb, aber auch, der Kürze wegen, haben wir 
ihnen Chiffren gegeben, die sonst von uns nur für eigentliche Kanzleibeamte verwandt 

10 icerden : ivir bezeichnen sie als Ba. II, Ba. III, Ba. IV. Ba. II, höchst wahrscheinlich 
ein Italiener, begegnet vom Mai 1009 bis zum November 10:if1 (DD. 195 — 4'>S; auch 
l>. 170 ist erst 1021 entstanden); Ba. III, vielleicht ein Oberdeutscher, vom Juli 1009 
bis zum Juni 1020 (DD. 204^—4.32; über D. 150 vgl. die Vorbemerkung); Ba. IV, 
den wir wiederum für einen Italiener halten, endlich vom Juli 1011 bis zum März 1024 

16 (DD. 23>) — 506). Zweien dieser Männer, dem Ba. II und dem Ba. IV werden wir in 
Ihflomen Konrads IL loiederum begegnen. 

In der Hauptkanzlei war nach dem übertritt des ED in die bambergische Unter- 
abtheilung nur EC zurückgeblieben : es ist daher begreiflich, dass in der nächsten Zeit 
die Beschäftigung V071 Privat- oder Hilfsschreibern noch zugenommen hat (DD. 171. 177 — 180; 

20 über DD. 172. ISS s. unten S. XXV). Das Kanzleramt hatte Eberhard ungeachtet seiner 
Ernennung zum Bischof von Bamberg einstweilen behalten, aber auf die Dauer mochte ernicht 
im Stande sein, den Pflichten dieses Amtes neben denen, welche die Leitung des neuen Bis- 
thums ihm auferlegte, zu genügen. Daher mochte er eine geioisse Entlastung in den 
Aufgaben seines Hofamtes tvünschen, während es andererseits wohl begreiflich ist, dass 

25 der König den ihm so nahestehenden Mann nicht gänzlich aus dem Hof dienst entlassen 
wollte. So beschloss man auf die frühere Zweitheilung der Kanzlei zurückzukommen und 
Eberhard, nur die eine geringere Arbeitslast bedingende Leitung der italienischen Abtheilung 
zu belassen, für die deutsche Abtheilung dagegen einen eigenen Kanzler zu bestellen. Ob 
für diese Massnahme neben den persönlichen auch, sachliche Gründe vorhanden loaren, 

30 muss dahingestellt bleiben; aus den Quellen ist nichts darüber zu entnehmen. 

Die Veränderung, die so zwischen dem 4. November 1008 und dem 12. März 1009 
in der Kanzleiorganisation geschaffen ivurde (DD. 187. 189), berührte die Rechte des 
Erzkanzlers nicht; Willigis blieb das nominelle Oberhaupt beider Kanzleiabtheilungen. 
Der Zustand, der somit eintrat, ist in merhrürdiger Weise von dem der letzten Jahre 

35 Otto's III. verschieden : damals ein Kanzler unter zwei Erzkanzlern, jetzt ein Erzkanzler 
über zwei Kanzlern. Aber die Motive, die für die Gestaltung der Dinge unter Otto III. 
mass-gebend waren, dürften auch unter Heinrich IL kaum andersartig und wesentlich 
persönlicher Natur gewesen sein; wie unter jenem der Einflnss Heriberts, so wird unter 
diesem die Bücksicht auf Willigis für die Organisation der Kanzlei bestimmend geioesen sein. 

40 Kanzler für Deutschland wurde ein Thüringer vornehmster Abkunft, Günther . 

der Sohn des grossen Markgrafen Ekkehard von Meissen, der naclidem er unter Bischof 
Notker die Schule in Lüttich besucht hatte, wohl schon unter Otto III. in die Capelle 
aif genommen war: es ist wenigstens höchst wahrscheinlich, dass ivir ihn in dem Capellan 
Günther zu erkennen haben, der 993 in einem Diplom Otto's (DO. III. 132) genannt 

45 wird. EC blieb tinter ihm noch einige Zeit als leitender Notar in der Kanzlei thätig ; 
erst nach dem 19. April 1010 (D. 214) verschwindet er für lange Jahre aus der Kanzlei. 
Er ist dann im Februar 1015 noch einmal an den Hof zurückgekehrt und bis zum Mai 
dieses Jahres als Schreiber oder Verfasser einer Anzahl von Diplomen Heinrichs thätig 
gewesen (DD. 331. 333. 334. 33.5) ; welche Stellung er in der Zwischenzeit eingenommen 



XXII KAISKIURKI'NDEN. 

oder im Jahre Vll't firk/eiJit /int, hiriht 1111,1 iniln'kaiiiit. Sr/ioii vor seinem pr,iten Anstritt 
aus der Knnzlfi im Juhrfi loltt irar aber ein neuer Benmter (tA in diese niifi/eiiommen, 
der in Sr/irift und Stii dnrr/itiii.s «/.v ein Srhii/vr (/e,i EC erscheint: der Iie.<]inn seiner 
Thiitiijkiit j'iilll in den Miii lOll!) {!>. ]!>.'>; iv//. (d>er />. 19^). Nach dem Aii.ischeiden 
des EC /dei/if (iA his :nm Ende de,s .fahres l(tl2 der mei,tf beschiif'tiijte Kamleibeamte; 5 
dir letzte von ihm eerfnsste und i/esehriebenc Crkiinde ist das D. ^'i.H ans Pi'ihlde rom 
V.''. Ihccmber 1(1 J'J; dann cerschirindet er röf/i</^. Da nnn Thietmar berichtet, duss, 
nfs der König Weihnachten 1012 in Pöhfde feierte, sein Caj)ellan, der trierische Cleriker 
Walker, trkrankt. bei Heinrichs Abreise ans Pöhlde dort zu rücktjehl leben und am 
II. Januar i/citorben sei, so ist die Vermuthune), dass irir in die.tem Manne den Xofnr in 
tr^l :u erkennen haben, tjestattet und nahe lieijcnd. 

Neben OA hat es einen eitfentlichen Kanzleinotar der deutschen Ahtheilumj, venu 
wir von Erich absehen ' rijl. oben iS. A'A'^ in den Jahren 1010 — 101-^ nicht (je(/eben. 
Einen anderen Mann, den man dafür ifeha/ten hat, und der in den Jahren lOO!) — lOUt 
(D. 198 — 404} bei der Auafertiejuntf ron Jh'jilomen betheiligt war, an denen, teie sich is 
bei ihnen allen nachweisen oder wahr.teheinlich machen lä.sst, der Abt (Todehard von 
Siederaltaich, Tegernsee und Ifersfeld ein Interesse gehabt hat, können wir nur als einen 
Cleriker dieses von Heinrich besonders begünstigten Abtes, also als einen Parteischreiber 
ansehen, l'nd solche begegnen auch sonst (auch abgesehen von den Bambergern), wenngleich 
nicht so häufig wie früher, in diesen Jahren (vgl. DD. SlG. 284. 4?.V.S'. :247. ä4f<. .2')3). Um »0 
so dringender war es nöthig für den Verlust des (iA bald einen Ersatz zu schaffen.. 
Die Wahl fiel auf einen Sachsen, GB, der, wie wir mit höchster Wahrscheinlichkeit 
annehmen dürfen, bisher im fh'en.ite des Bischofs Bernward von llildesheim i/estanden 
und als des.ien Cleriker im Januar 1007 das D. 1'2<i für Steterburg nach dem Muster 
der hildesheimischen Immunitäten rerfasst hatte-. Im Herbst desselben Jahres hatte er 25 
dann der Kamlei noch einmal hei der Abfassung der echten Vorlage für das nur in 
interjiolierter (ie.stalt erhaltene D. 171 seine Hilfe geliehen: ihr ständiges Mitglied wurde 
er erst Jetzt, und im März lOlS tritt er uns in dieser Eigenschaft zuerst entgegen (DI). 
Ü't't ff.). Von allen Wechselfällen unberührt, hat (iß dann bis zum Ende der Regierung 
Ileinrirhs die Stellung eines leitenden Notars in der deutschen Kanzleiabtheilung behauptet; 30 
naidt dem Tode des Kaisers hat er vielleicht einen Muhejjosten in der Pfalz zu Wall- 
hausen erhalten : wenigstens sind dort in den Jahren 1025 und 1080 die beiden Urkunden 
(St. Ifl7.5. UUKi) gegeben, in denen wir unter Konrad II. seine Schrift und seinen Stil 
wiedererkennen. Seine Persönlichkeit zu ei-mitteln, fehlt es leider an ausreichenden 
Anhaltsjnincten^: ob er eticu mit dem Verfasser der HilJesheimer Annalen in Beziehung ih 
gestandi'n hat, und ob auf ihn die bemerkenswerthe Angabe dieser Annalen über ein im 
Jahre I0I4 dem Bisthum Bamberg ertheilles, uns nicht erhaltenes Pririletj lleinriihs 
-iiriii kzuführen ist, mu.ss ganz dahingestellt bleiben. 

>>chon vor dem Eintritt des GB war die nominelle Oberleitung der deutschen Kanzlei 
in andere Hände übergegangen. Auf Willigis, der am 28. Februar lOll starb, war als 40 
Erzhisrhof von Mainz, Erkenbald , Abt von Fulda, gefolgt; aber wie dieser an 
jiersi'odlrher Bedeutung dem Vorgänger keineswegs gleichkam, so ward er awdi nicht rüllig 
der Erbe seiner Stellung am Hofe. Das Amt des Erzkanzlers für Italien, dos Willlgix. 
wie wir uns erinnern, gleichfalls bekleidet hatte, ward Ihm nicht übertragen, sondern er 

1) ijl/rr das D. 270 vgl. N. Archiv ii'J, lü? N. 1. 2) Auch die uns nicht erhaltene Vorlage 46 
de* D. 255 ßir inifiesheim, die gleichfalls dem Jahre 1007 angehörte, hat »■;• ol/rr Wahrschein- 
Uchkrit narh verfattt. 3) AUi-r Wahrscheinlichkeit nach stand sein Name in einer Dorsualnotiz 
drj I). 4S'J 'rfil dir V,,il,r,j„rhinff dozu), ist aber nicht mehr sicher zu entzißern. 



HEiNmcii n. XXIII 

iiiiisste sich mit dem durch älteres Herkommen mit dem Mainzer Erzstuhl verbundenen 
Amte des Erzeapellnns für Deutschland he(/nii(jen, das er Ins zu seinem Tode (17. August 
lO'^l) behauptete. Dann (/in(j es auf seinen Nachfohjer in Mainz, Aribo, über, einen 
Sohn des Pfalzcjrafen Aribo I. von Baiern, aber auch einen Blutsfreund des Kaisers 
6 selbst, der im Dienst der Salzburger Kirche die Würde eines Diacons erlangt hatte, und 
schon der kaiserlichen Capelle angehörte (D. 4^8). In den Urkunden trird er schon zu 
Ende des Septembers 1021 (DD. 447. 448), waJirscheinlich noch vor seiner Weihe, als 
Erzcapellan bezeichnet. 

In der itulienischen Kanzleiabtheilung blieb das Amt, das Willigis innegehabt hatte. 

10 zunächst unbesetzt; im Laufe des Jahres 1012 iveisen die Urkunden (DD. 24.i'. 24.'). 24(1. 
2:')1) nur die Recognition des Kanzlers Eberhard aif, ohne einen Erzkanzler zu nennen; 
erst aus einem Dijjlom, das in den Februar 1013 gehört (D. 2.')4) erfahren wir, dass 
Eberhard inzwischen zum Erzkanzler, oder, wie er zumeist genannt wird, ErzcajJellan 
für Italien befördert, und dass das Kanzleramt einem gewissen Heinrich, einem Manne 

15 deutscher Abkunft, über dessen Vorleben wir nichts wissen, übertragen war. Dieser ist 
spätestens im Herbst lOlö zum Bischof von Parma ernannt worden (DD. .?.56" — .'i38), 
behielt aber das Kanzleramt noch bis zum Frühjahr 1016 bei (D. .349) und ward erst 
dann durch Piiigrim, Gapellan des Kaisers und spätestens 1020 oder 1021 Dompropst 
von Bamberg (D. 440), ersetzt, der, wie Aribo, dem Hause der bairischen Pfalzgrafen 

io angehörte: die erste von ihm recognoscierte Urkunde vom 21. Juni 1016 (D. ,353) ist für 
ein burgundisches Kloster ausgestellt, ihre Ausfertigung aber der italienischen Kanzlei 
übertragen, weil es an einer festen Norm, wie Urkunden für ausländische Empfänger 
zu, behandeln seien, noch fehlte. Als Piiigrim dann im Sommer 1021 Heriberts Nach- 
folger auf dem Kölner Erzstuhl wurde, trat — zuerst erwähnt am 6. December 1021 

25 (D. 461) — ein gewisser Dietrich an seine Stelle, der wahrscheinlich mit einem 1006 
als königlichen Capellan erwähnten qleichnamigen Sohne des Graf en Bruno von Arneburg 
(D. 110) zu identificieren ist. Dietrich wird am 5. Januar 1023 zuletzt erwähnt (D. 483); 
er dürfte mit Tode abgegangen sein und ward durch Hugo (zuerst begegnend in D. 494 
vom 2. September 1023) ersetzt, der sein Amt auch unter Konrad II. behielt und 1027 

30 an Heinrichs Stelle Bischof von Parma icurde. Annähernd um dieselbe Zeit ward auch 
das Amt des deutschen Kanzlers durch die Beförderung Günthers zum Erzbischof von 
Salzburg noch einmal erledigt; es toar am 3. Januar 1024 noch unbesetzt, und erst am 
'). Februar (DD. 504. SOö) wird der neue Kanzler Uodalr ich , ein Mann unbekannter 
Abkunft \. zum ersten Mal erwähnt, dem gleichfalls seine Stellung auch unter Konrad II. 

36 belassen wurde. 

Auf die Verhältnisse des niederen Beamtenpersonals in der deutschen Kanzlei hat 
der zuieimalige Wechsel im Erzcapellanat einen für uns erkennbaren Einßuss nicht aus- 
geübt: GB blieb, wie schon bemerkt wurde, der meist beschäftigte und leitende Notar. 
Neben ihm sind — abgesehen von EC (s. oben S. XXI) — von den Bamberger Schreiberri 

40 noch Ba. II, Ba. III und Ba. IV, ferner Erich und der früher erwähnte Cleriker 
Godehards von Ilersfeld in der Kanzlei thätig geiresen. Auch sonstige Parteischreiber 
begegnen noch mehrfach (vgl. DD. 267. 268. 273. 277. 319. 324. 326. 327. 328. 340), 
aber nur in verhältnismässig sehr kleiner Zahl, auch nur für wenige bevorzugte Empfänger 
wenigstens seit dem Jahre 1016 (vgl. DD. 350. 387. 396. 412. 424. 459. 496. 501^. 

45 504. 507'')'^. Abgesehen von diesen wenigen Ausnahmen sind die deutschen Urkunden in 

1) Vielleicht ist er identisch mit den} amabilis capellanus Ödahicus Otto's III., der im 
Jahre 1000 in dem DO. III. 355 für den Markgrafen Adalbert ab Intervenient genannt wird. 
2) Vgl. auch DD. 417. 433. 434. 445. 492. 



XXIV KAlSKia KKINDKN. 

tlie«er Zeit nur in der Kaii^/ei hfri]f«t«IU irurdvit, in i/ir nach iler liückkehr Heinrichs 
roll seinem zirriten Ziit/e uns Italien noch fniif nene Jicinnte (iC, (1 /), (iE, Gl'' und (Kl 
einiirtrcten sind. ;n denen afs sechster ein nrspriinijlich in der italienischen Ahtheilimif 
hesehäftiiiler Xotar, //('. hinzn kinn, ron dem weiter unten die Hede sein wird. 

(iV lernen wir zuerst im Sommer Ittif kennen {DIK Ulli. HIV); seine Tholit/keit a 
fällt hauptsächlich in das Jahr Ulli, doch i.it er noch his zum duni, rielleicht bis zum 
November IDIS nachweishar (IHK .V.'/,V, rijl. 3!)li); er erscheint als ein Manu ron indi- 
vidueller Art. mit der Itihel und den Canones rcrtraut: rielleicht hat er, wie ISIoch 
rermulhet hat, in lieziehunijen zu dem Hiichof liurchard von Worms ifestanden, den er 
in />. .V.'/.V mit iim/rwöhnlicher Wärme jireisl. ('1> war, wie wir für wahrscheinlich in 
haften, im Sommer iDlt! schon hei d^'r Herstell umj der DD. 353. 3t'>4 betheilii/f: wir 
constatieren seine Schrift in den DD. .V.».> und 3!>ö und erkennen sein JUctat in den 
DD. 3511 — 3.'>S: zum letzten .Male tritt er also am V. September lIßJS auf. Jrj/end etwas 
Xäheres über seine Persönlichkeit i.<<t bei der ijeriuijeu Zahl ron l'rkundeu, an denen er 
Antheil qehaht hat. nicht zu ermitteln. (IE, nachweisbar <ds Dictator seit dem 17. (h-folier i5 
Ulli; ; D. 3.'i;0- oll Schreiber seit Ende 1017 I D. .'I7lj, rijl. 372. 374) lässtsich. indem er den 
Kaiser auf dem dritten Zueje nach Italien be(/leitethat, biszum Sommer 1022 verfolifen (D. 474). 
Seiner Sprache nach möchte man ihn für einen Mittel franken halten. Er ist in die Kanzlei 
Kourads II. überf/etreten und in (/cv.«»»;) ersten dahren der leitende Notar gewesen. (IE, 
möijlichir Weise schon einmal im Spätjahr 1017 I D. 377), sicher im Mai lOl!) (DD. ao 
4ttl. 401!*. 407. 40'.)) auftretend und bis zum November 1021 (DD. 455". 45.')^) in der 
Kanzlei thätit/. ein Baier, hat noch im Jahre 1ll25 das D. Ku. .V yesch rieben, einen 
zu Ilcifrusbunf ifeschlo-tsenen ]'ertra</ zuu'schen der Kaiserin - Witwe und dem Erzbischof 
tiunther von Salzhnrij, and hat also damals höchst wahrscheinlich entweder im Dienste 
Kunii/undens oiler in dem de« früheren Kanzlers (/e.^tanden '. Den letzten dieser fünf 25 
Notare endlich, (Kl. der nur in vier Diplomen der Jahre 101!) und 1021 nachweisbar 
ist (DD. 401^. 43!>. 447. 44s ), möchten wir am ersten für einen Italiener halten: sollte 
rr doch ein Deutscher (jewesen sein, so hat er Jedenfalls stark unter <leni Einßu.'is 
italienischen lirauehes ifeslamlen. 

Alle diese fünf Notare sind nun aber mehr (lehilfen oder I ertreter als eii/entlich 30 
(.'»liegen de« (fB gewesen. Denn wenn wir einerseits die von ihnen, andererseits die von 
dB rerfassteii und i/eschriebenen Diplome chronologisch geordnet zusammenstellen , so tritt 
uns ein eigenthümlichis Verhältnis entgegen. In der Reihe der Diplome des (lli zeigen 
sich dann mehrere Male auffallende Lücken — so vom IH. Mai lOlH bis zum li. December 
1017, vom 12. April Ulis bis zum Mtii lulH und endlich vom 3. Mai 1020 bis zum 35 
,'i. t htober 1021^) — die jedesmal eine so erhebliche Zeitspanne nrnfassen. dass sie nur 
durch Zfitweilige .\bwesenheit des Notars vom Hofe erklärt werden können, (lerade in 
die Zeit dieser Lücken fällt nun aber, wie die andere Reihe lehrt, die llaujitthätigkeil 
der fünf anderen Notare. Während der ersten Aloresenheit des (lli treten neben dem 
schon früher angejttellten (}(' noch (I D, dessen ganze Thäligkeit mit Ausnahme einer ^a 
Urkunde vom 2. Seplemlier 1018 in die Monate vom Juni bis October lOlfl fällt, und. 
(IE ein; die zweite Lücke in der Reihe der OB- Urkunden wird ausser durch Diplome 
dieser drei Notare und des später zu erwähnenden HO auch durch solche des (IE und 
(Kl ausgefüllt ; diese beiilrn Notare aber werden erst berufen, als (KJ und (ID 

X) Der VertwJi, ihn in Salzburger Urkunden der nffclulen Jahn: wiederzuerkennen, hol 16 
I • Ol l'.rgrhni* ijehaht. 2) /'.'/«/• vierte ilerartiijc [Jirke fällt in die Zeit des dritten Zuges mich 
llnlien, den dH wold nir/il luitgemarht hat, während er auf dem Zmie von lltl'i — lOli ikn 
Kaüer begleitet haUr (I). 307). 



IIKINKKII II. XXV 

Vcrsi'liiriiKlcn '. Alliril iitifs .siiiil du im inrlircre lUc.ser 2\ot(iri- diir/i .-i'i'fircis/' iiithcn (I li 
tliiitiij '-', iilsii iiirlil ftirii iliiiiii iilliiixdl irii'dir hesi'itujt, vonn ji'ner rin ihn Huf znrUck- 
ke/irte: nl'vr ni'lir rliariikti-ri.'itixili für ilitn ijanse ] er/iiilfni's int es (/i>rk. dass (iß. als er 
nach di-r liiirkkchr des Kaincrs aus Italii ii im Herbst ^02'^ wieder die (Tescliäfte über- 
5 niininf. sofort diircJiaits in den Vorderi/nnid tritt, und da.<is nun irirkfirh keiner der 
i/ciiiinntin fünf ^Dinner neben iliin iiiirlnrrishii r Ist. 

Gl) ist ii/sii mild/ duriii das ^liissc/ieidi'n (iiintlters iinil die isaelifalae iodalrirli.t 
im haiiz/ermiit in seiner Htelliimi nicht heridirt irorden. Welche Foli/en dies Ereianis 
für das /\iin.:'i ijicrsonal sunst nach sich i/i::ii(/en hat, /ässf steh ans der iieringen Anzahl 

10 von ( rkunden, die uns aus il.eii letzten Monaten Heinrichs erhalten sind, nicht mehr fest- 
.stellen; irir^constatieren nur noch, dass das J). ')(),S (für i\[ontecassinol ron einem Schreiber 
herrührt, der später einii/e Male in l^rkunilen Konritils II. beijefjnet. 

Mit einem erheblich i/erini/cren lieamte/ipersonal als die deutsche hat sich die 
italienische Kantleiabtheiluni/ behelfen müssen; ja es ist soyar zweifelhaft, ob ihr qleich 

15 nach der Kauzleitrenuunij überhaupt i\otare zuejewiesen sind: drei der icenifjen in den 
■liihren lOOi — lOD!) aiisijesteltten italienlscheu Urkunden, die wir besitzen (Dl). 17.'!. 
Is.'). IUI:, sind theils sicher, theils irahrscheinlich dem. E(' zuzuireisen^. Erst im 
Frühjahr 1012 lernen v:ir aus den l>l>. 24.'!. 2i;j. 24(1 einen Mann kennen, den wir 
sicher als i\iifar der italienischen Kanzlei betrachten dürfen und also Eb. A uennen; 

2(1 er u-ar seiner Schrift nach ein Deutscher, seiner Sprache nach vielleicht ein Nieder- 
deutscher. Inunerhin ist es sehr wahr.icheinlich, dass Eb. A bereits vorher in der 
Kauzlei thätiij war: schon seit der Mitte des Jahres 1010 zeigt der Stil des früher 
eririihnten iSotars der deiilsrlieii Kanzlei (lA i/eirisse Wendungen, die einerseits dem 
italienischen (lebraiich. andererseits den. (ieirohnheiten des Eb. A entsprechen und zu der 

25 T eriuiithiiui/ jähren, dass dieser schon damals in den Dienst der Kanzlei cjetreten war 

null diiss ( 1 .{ sich, irir früher an l'W . so jetzt an diesen Collegen anifelehnt und ron 

ihm rrrfas.-ite oder i/eschnebene l rkundcn als Muster für .leine eicjenen Dietate benutzt hat. In 

dl II l'rk linden ist das Ih'ctat des Eb. A bis zum Mai 1014 (zuletzt D. :104) zu verfolijen. 

Er.sf im dahri Uli.'!, als der zireitr Zuij Heinrichs nach Italien bereits fest beschlossen 

3(1 u-ar. Zeil/t uns das l>. 2-')4 die Hand eines zweiten italienischen Notars, HA. der indessen 
wohl .ichon eiuiije Monate zuror am Hofe einijetroffen war, da die Datierunij des D. 2')l 
(oder fielmehr der rerloreuen, echten Vorlaije dieser Välschinuj) von ihm herzurühren 
scheint. Mit Eb. J /und (rli) beejleitete dann IIA den K'oniij nach Italieu und erhielt 
hier, als die (ieschäfte sich mehrten, noch einen (ienos.ieu, HB, dem wir zuerst in D. 27!> 

35 beijeijneu. HA und HB, beide unzweifelhaft Italiener, haben sich aber in der Kamlei 
in sehr verschiedener Weise hethätiijt. HA hat nur ein einziges Diplom (D. 276) seinem 
ijauzen I nijantj nach ijischricben : sonst iibir iiiimer nur zu I'rLiindeii. ilie ron anderen 
Schreibern mundiert sind, gewisse l'rotokolltheih geliefert; zum letzten Male tritt er uns so 
in dem D. H02 vom Mai 1014 entgegen : ob er auch, als Diciator thätig war, entzieht 

.1(1 sij-h unserer Ki niitnis. HU. d<_r noch linliii Taije .später in ]'eronn im (refolije 
des Kaisers war (I). .'Uli, hat liäufger ijanze l'rhunden tje.scli rieben: wir ersehen 
aus ihnen seine T nbi-holfi'ntieif und Sclnrerfälliifl-ill im Ausdruck, seine iibi-rinis mangelhafte 

li dl' kiinute aUerduujs schon etiras früher der Kanzlei angehört haben; doch ist seine 
J!ethei/ii/iing an D. S7'7', wie seluni oben erwähnt wurde, nicht sicher. 2) (tD und OG sind 
gar nicht ueheii ( ! li i//iich:eitii/ naehiceis/jar, und HC nur eininaf in D. 420. Dagegen lassen 
ib sich lue/irfach (IC, (JE, GF (und ECJ auch neben GB am, Hofe nachweisen, i) Die zwei Du. 
172 (für Creiiioiia) und 183 (für S. Sisto zu riacenza) rühren von dem gleichen Schreiber 
und T erfasser her, und dieser könnte also möglicherweise der Kanzlei angehört haben. Aber 
beide Stücke gehören noch in die Xcit cor der Kiiiz/eilreuuuui/. 

Kaiaerurkunden III IV 



XXVl KAISF.HrUKl'NDK.N. 

JCriiHtiiis ilrr lult iitischi II (S rtimiitiilik : iilirr iiiivli rmi sii'iiiin Stil iiiniiiinii irir kiiiii' 
rrfhtt Viiritttlluiiil. I /irii/iiiM rrsvliriul ir sjiiHir iior/i liiimiil inr irissiii iiit/il. nli ::ii 

roriilirriithiiiiltm lulir /lini/rr ihiin null m .liifnit/in/t um llofr. ilii rr im •/ti/irr lifJO 

an dtr .liiiif'rrtiifiniii ilrs IK -f.'Hi für Anz::" mili/i'irirl:! Iint. In diu li'tsli'ii Ziitiii i/is 
tlattruisr/ifii ZiiiiiH tritt srhiirsslirh in ilin l>l>. .SVAV. 'tui^ .'t II norli iin nni uns iiirlil r, 
mit fitirr lnsniiilrrni C/iitf'rr hvziirlinili'f Ililfusi-lirfHifr iinf\ roii ili-ssin llnnil tinrli norli 
dir rrstr Xrile dm rrxt in llrntsrldiind finniffHli'lllin IK .'IIS für lliimlirri/ lierrülirt. 
^rhrii iilliii diiMi-n Mönnri-n idn'r sind {'iirtri- oder l'ririitxrlirfilnr ii/iinins lit'inp'ii lii-l 
drr lli rulvlliiiiij drr in Jlidim inini/i-firlii/tin l'rknndin thiiliij i/i'in-seii. 

.1«* den irstcn •lidirin inirli dir /{iirIcLilir ilis hiii.iirs nnrli Dt'ntsrliliiiid sind, nur lo 
iriiiii/i l rkiindt'ii für Italiin irlinitcii. roii diiii-ii zn-i'i Irijl. i>/K .'l'^l. .'l'^'Jl roii Liii roii 
\ ■ i. • lli ri'rfnust sind, dn i nndprr (lIlK HS(1 — 3>'iSi rum llirhsl lol'i iiiilir liiiiiiidir 
niihiri lirziilinniiin niifiriisiii, dir nnnilimi n Inssiii, dnss sii' siimmtlirh odi'r ircnn/s/ins 
Sirri niii i/iniii diin ifli'ivlii n. smist niclit In kiiniili'ii Srlimhi-r lifiznlvijeii sind. Im Fridijnlir 
Jolli tritt dann ein nenrr Knn.zli'ilifiniili r Hl' liii, dir. .zni'r.'it in dein l>. .'li'.i sirlnr 15 
narhirriuhnr. eheimo sirlii r hei dem l>. :-!SS, uii.iserdvni rielleivhl nmli In ! di n l)l>. .'KU. .'l/.'! 
niili/i irirkt Init und 11I.10, iihirohl deiitsrlier Ahknnfl. znersi dir ilid iinisrlirii hinlzlei 
nnifiliiirf linl. Im l'ridijalir IdlS ist ir in die dintsrlie Kiinzleiolitlniliinii eiinji trilni und 
hat für diese ziiernt an den hl>. :is!l. .'lUfl niitifenrlieitet: das ers/i- ( hii/iniildi/dum, uns 
dem irir seine Sr/irif'l kennen lernen. is> diis I). .','!)■{ rniii ]li. dnni TOlS. Jh'e li-fzle run 20 
»einer Hand tfine/irieljem l'rkniide ist das />. f'^ll rinn .'17. De.cemlier I0IH: rielleieht 
trar er aber auch norh hei der //er.itellnnii dis J). i^d für Aqiiileja und dis !>. j.'ln 
für f'ailerhorn (Mai l(>:^t)i liet/ieiUjit. Da die Mehr.zidil dir roii ihm seit dnn M,ii lii/s 
qejie/iriehenen l'rkiindiii für das hliisler Kinifniiijev inier in Kiiiifnniieii iiiisiji stellt ist, 
Uli liei/t die ] 1 rmnllinni/ nii/ie, doss irzn diesem Klnsler hesoiidere Hezieliiiiiifeii ifeliidit liat. ^r, 

,1/// dl in drilti-n Xnije des hiiisirs imrli Itiilnn sind i'i rln'iltnisniiissnj irritnjf 
i rknnden tfeifelien irnrden : leir liriuii uns ihnen nur einen itiilienisriien Srhrrdiir 7.1 
kennen, den icir als Kaiizli iheainten nnsjirerlan und nun März his Knde dnl! Itl'^'J 
Hochireineii können iJtJK -ffiS. 471. i7'i. 470'. 477); eine ilalie.nisehe l'rlinide iriilinnd 
diene* Xnijes (IK 474 1 hnt (iK ninndierl : im i'diriifen hat mnn sieh iiiirh diises Mnl mit :v> 
Privat«rhreihi rn heholfen. Saeh Iteiitsehliind ist TA, snriel irir erkeiiiiiii. diin Kaiser 
flieht ifefiilift: riin den nirht Ziihlnieheii lieiirknnihinifen f'nr Italien uns Ijeiiirirhs letzten 
I^eheUM fahren (DD. 4s-/. /.SV,'. /.'//. /.'/.;; iiher D. 'lOS s. nhen S. \.\'l'i stuminiii drei 
rnn (lli her. 

I her dii J/iitiernni) der I rknndin sali hii r iiiiht iiiisj'nlirlieln r ifelnindilt leirdin, 3.-, 
dn nie iheils in den I i>rhenierknni/en, theils an den Stellen meiner JCrliinlernin/eii Is. nhen 
S. \IV), auf die trir in den ]'iirhpnierknni/en rern'iesen hnliin, 1 iiiijiliiiid In siirmhen ist''. 
Ich heijniiije mieh dahi r hier mit ireniilen lienierknniien. 

Die Diitii-rnnif heslehl nnter lleinrieh irie unter den < Ittmuii reijelmässii/ uns .Moniits- 
datnin. Indirtion, Inearnatintiiijahr. /{ei/ii-rnni/s- I Klinii/s-, siil Ulli h'i'inii/s- und Kaiser-/ 40 
jähr, ttrlßiinifalie. Ahffeiiehen rnn Indirtiiin und Ineiirniiliniisjnlir, rnn dinen hald dir 
eine, hald da» andere rnranslihl ist dli imm iiil,, 1,, f!i :i,.„i',,l,f, ,/,', ,•,.,•/,,,■,»•,/,/„,/,. jidinh 
nicht die allein herrHchrniL 



,,,,•- 



1) Vgl. den Saclitraij S. 724. 'ii llii den JJi/ilnmen nm Ende lol'.', im Lmintr nllr 
dingi nur allifemrin auf den dritten Abirlmitt der Krliiulernnijeu fX. .Xrrhir 'Jd. 41 1 Jl'.j j;, 
rerwiejen irerden, nicht auf die genauere Seitenzahl. Dnrh ir'iril imrli hier die Adfl'iiulmxi des 
einschlagenden Ah$chnitteji drr l'.rUiulerungen l.elnr Srhieirri'i/I.ril miirlirn. 



HEINRICH II. XXVII 

J>(iss in Jiii tdi.ssrrliit/h ihr kanzli-i tn'sclirii-hi'iica Urknnileii iiKinclierh'! Ahwetchiimiea 
von i/t'r <iii(f<ye/teiieii .linn-i/ini/ii/ /ii(fi'(/ii<jt, ist. nifhl ircitir iin^'lilliij: nhi-r mich Pinzelne. 
K<uizlciii<>t(irt' linlifii sir/i ilir iiii-ht (iiihi-iiiii'mt. Hclioa KV hat in e.iniijeH Fällen ilii- 
Diiti'cniiiii mit (Ii'ti Jaliri'sdiiiiahpii hi>(/oiiiii-ii iiinl da im dii- l'rrtjcsniiijah'' mit ein/eitcnfleiii 
;, data '•()/• oiifr liintir autiim ii<sifzt [DD. Il.'i. tili. l'^i). IIA hei'orziiijt ibiim eine ganz 
atnlfff (icstdIttiiHi dt'r Jüiriiiel : fr li^ht i-s. sii' mit actum und durauf fnlifindiiu Ort.inami'ii 
anheben zu lassen: das 'l'ax/esdafiim setzt i-r dann in den 1)1). 'JS. '.)!). lO'i. 104. 141 ror 
die Ja/iresantjalM'H, in den. DD. 10(1. 1(1 1 idier zwische.n Indiction und Beijiernnijs'jahr. 
Bpüter iierführt GK irieder anders] er setzt das Taije-tdatum, irenn er es nicht id)erli<iiijif 

10 ireijlässt, rfifelmüssiii hinter acUim ror den Ort^. DieseJhe Htelhimj der Taijesannaln- 
■findet sieh dann aufli in D. f-'lO. das mäijlirhern-eise von HC datiert n-orden, ist, 
iriilinnd dieser Hihreilier in di-n l>lK .','!)S. 40'^. 'lO-'l dir l aifisii nijidii', die er rnrher 
meist </anz forft/elassen hatte, zwar aiiek einen i:on dem iji'n-'i'ihnl irhen ahv' eichenden, aher 
nicht denselben Platz wie (IE anvei.it'-. 

\-, Dass rerselientlich die Ausfüll nnij rnn Litrken. iri-lrhc für dir \iiihtrii(jun(f einzelner 

Anifaben in der Datienm(f.<izeile (jelassen waren, iintcrhlieben ist, kommt auch unter 
Heinrich II. oft f/e>ui(/ vor: in einem Falle sind solche Lücken für alle /Wahlen nnan^s- 
ije fällt ifeblieben : in einem finderen ist die JSachtraipaii/ der t/anzen Datiernnii vergessen 
vrorden (DD. 411. 4ö^J, in einem dritten fehlen, diesmal aber rielleicht aus bestimmter 

so Absicht, (die eingaben ausser der des Tages (D. igT)'""'. Sonst ist ron den Jahresanijal/en 
am häufigsten die Indiction nicht allein in nnr absch riftlich erhaltenen Urkunden, u-o das 
auf ilett Zustand der Überlieferung zuräckt/efidtrt icerden kann, sondern auch in Oriqinal- 
diiditmen der Kotare EG. ED und (IF (DD. l'io. 123. 4i:-l-—41.'), vgl. auch 412), 
tinsqelassen worden. Je einmal fehlen, in Folge des An.sdihisse.') an Vorurkunden, Tncar- 

s.-) nations- und Kaiserjahr (DD. :i'>2. 479). Die absichtliche Unter drürkung der Taaes- 
angabe in italieniscln n ! 'rkiniden kommt zuerst in den .fahren 1(107 und lOOS in den DD. 172. 
is.'l ror: sie ist dann zwar nicht ran Eh. A, aher cun IIA, HB und, HC geradezu zum 
rorherrschenden Kanzleibrauch erhoben worden, dem sich in der Zeit nach 1014 auch 
deutsche Kotare bei nicht wenigen l rknnden anschlössen , und dessen KacJnrirkunqen in 

.■10 die Zeit Konrads II. hineinreichen. 

Die Epochentage der Regierungsjahre sind schon oben S. XVII angegeben worden. Das 
Incarnationsjahr ist nach den DD. 2i>.H. .126. 827. 420 am 2-'i. Decemher umgesetzt 
irorden. Dass in dem 1>. CO com 2i>. Decemher lOO.l noch a. ine. lOO.'} gesetzt ist, 
spricht nicht gegen diese Regel, du hier die Tagesang(djc nachgetraejen ist: daifeaen ist 

v.ö in 1). 02 vom 28. Decendier 1004 mit a. ine. 1004 eine solche Kachtragung jetzt nicht 
zu erkennen. Besondere Beachtung verdient die Rechnung nach Marienjaliren des Pisani sehen 
Stiles in den avf Pisaner Gebiet ausgestellten DD. 201 — 20~i. 20(1^'. Tiber den Indictions- 
anfang hat eine einheitliche Komi in der Kanzlei nicht bestanden. Im Jahre 1002 hat 
man die Epoche des 1, September angenommen^: in den Jahren 100.5 und 1007 scheint 

jo die Keujahrsindiction beabsichtigt gewesen zu sein : ron 1008 ab sind die griechische 
Indiction und die mit dem Jahreswechsel neben einander im Gebrauch, jene in den 
Urkunden des GA, diese in denen des EC. GB entscheidet sich im Jahre KJl.'l für die 

]) Li 1). 3(^2 steht der Tag hinter dein Ortsnamen; iUms dies l>. das erste von GE ge- 
lieferte ist, halten irir für inili/lich, aljer nicht sicher. 2) Die sonstigen Datierungen mit ahwcichender 
4.5 Stel/uny der Tagesangalte rühren nicht von eigentlichen Kanzleiheamten her, D. SIS von Ba. IV 
nach der nhen erwähnten Weise des EC. Doch stand der Schreiber von l). 508 vielleicht schon 
unter Heinrich im Kanzleidienst, s.ohen S.XXV. 3) Datenlos war wahrscheinlich auch rem vornherein 
das Pactum mit Rom D. 427. 4) Vber das Fehlen der Indiction in D. 14 vgl. die Vorbemerkung 



XX\ 111 K.VISKUr h'Kl MMN 

XeuJoJifse/uifJie : ilat/tiirn tat hei ihn Kin/i tol.'l in l'iiriii <iiisiiri<tfllliii l'iliiiin/i'ii, irritii 

.«#V I. MV»7(inii/ ''«•() si'iuf, liur ilrr hciiirn Srjifriit/>irij>in-/irii (niijriioiiiiiun. 

\ ',1-1 loh '■••■tun (10 iSrplembrrfjiocht'l nnil Erich iXfiijiihrshiilirtioii) 

■ il'l lOli linl'vit nur zirn' l'rhinidrii rim (l K innl HC 'i/ii' Sr/itfiii/iirrrrh- 

■ftfl, dif ii/tritji'ii bieten eine <l<iiii rerk^'/irlf Xiß'vri 10 1!"^ i/i/im mir/i t/tia b 

I. Sifit' •iiliir iJif I>IK .'ItK'i. .V.''7 mit iml. 1. iiiiif P. .'IUI! mit iiiif. II. niiilir iiH.sriiiiiinlir : 

UHil rrsi vom Jahn- tili!) nh hrrmviil ilir \rii/iilirsiiitlirlioii f'usf iiii.isrli/n s.s/ifli ; nur 

Uli. IJ.* hat »ich im Jolirr Iti^l ihr iiirlit niihrqiuinl. 

Im o/ltft Uli iiirii liimit ilii lii-richiiiiiiii ilrr •liihrisiiiiijoliiii in ili-ii l'rkiiinliii llriiiriili.i 
mlir rirl zu iriiiinclirii, Viir iilliin i/ir /Siimhrrifrr Srlirii/irr, iiiitrr iliiiiii iiiiiiii'iillii-li \o 
Uli. III, iiiiil roii ili'ii Kaiizleiliiiimti II Kit iiiiil .sjnili-r 1! IS hiihvti in ihr ('lirnnn/ihiir nur 
«rlir Maiiifr/Iiuftf Kiniitiiiaiir bfgmtiin : riiii IctziiTi'iii kiiiin laiin i/irni/i-n .sinjin. ilnss ir 
i'. ' ../i«i/, ilii ir niirli liimlirrr fiitir/irirliiini/ .ii'iinr Iiiiil iifUi'it im ilin lliif .'.nriirk- 

i'ii ilrr Xiriurlii iizi il run xi liiin I iiniix.sin iniili.siiin linifirinkli' llntiirnni/ iiiif',s 
t'rniin/ ifflirnrlit Iml. I!<i <!• n Unmlieri/rr Itiji/oiiiin Iml ikiiiii iillirii nnrli i;, 
ilir lirnulziiiiii i'i'li Vuriirliiniili-ii, aii.i ilniiii in I iiizi'lnrn FiiUin ( rijl. /ir.sonilir.s 1)1). V'.V.V — V// 
null dazu S. Arrliir VV. l/.'Sfl'.i <inii- iiiizutriffrinlr Aminbcii jiiilitiikeiilo.i iibifi'.srlirir/n-ii 
niiiil, dir llolitriiiiiirii iiiluti llt. Im Hbrii/in i'rii'i'ixt sirli ilir linliiiion zirnr iils ilir mii 
imiiifslru xui'i'rUis«iili .Ini/abr: n/nr ninli Iniiirimlninx- iniil lii'(fiiriini/.sfiiliri- siinl nf'l 
filili rliiift brrrrhiiil irordiii. 

hiitii riiiiifcii. ihn II Kinlnitliflihi'il irir hezirrifiln oder lir.slrcitcii mii.s.srn. I.innniin ai 
■ ' im Jnlirt llHI.'t l>l>. Hl. li.'i ror. Aut liiinp'i/.ifi'n filiili-l i:s sirli iln, ilnss dir 
J 11111*11 luliilii Hilf IUI .sinilirm Sliidiiini dir lii nrkiindiiini i/rli/, als dir dr.s Itrlr.i': nhrr 
,,.,,/. ,/„j, iiiiuirkclirti \ rrliiiltniti. dir lirziiliiiml dir I IrLsiini/iibr iillr.in iillf dir ] id/zirlinni/ 

I inr lindere Hjiiitr Hciirkiiiidniii/niitiifr. kiiiiiiiii irir fruLsteUrii. zuersl in d, m I >. Hill. 
t liv riiir iiorli iiiidrrr Art dvr I iiriiilii illirlikril. das Aii.sriimndrrfitHrn Von TiKf nnil •.■.> 
th't liinr-. itllin .Inlirr.'iiini/iilirn niidrrrrsril.s, Kn dn.i.s jrnr riiirni friilirrrii, dirsr riiic.iii 
njiiilirin Studium dm liriirkiiiidiniilmlr.srliiiflr.s rnl.ijirrrlirn , ifrlirn dir DI), f.'i.'l. iij^ r.inril 
zirrifrlliiHrii JifJeij (ei/l. -V. ArrJiir ^(l, J(ltijf). Itni/ri/ni ist unrl, flu- dli Xril llrinri<lis 
II. kriiii l'rkiindi niirliziiirrinen, in drr rinr Sirlilriidiritlirlikril ihr Jlrzii liinii/ für dir 

§■1 i-^iltn ilt III II .1 iih ,-i ^11 iiilillii II miili iiiuii IUI II iri ,-ili II ifiiisv/i ■'. ;[n 



In lii r i III Hill' II r II inj i im I 'rnlnLiill und I nnli .il dir I hnlnini llrinrirli.i II. .sind nur nrniiir 
trirlitii/eri \i iirrninirn ijrijrniibrr diiil liriiiirli zur Xril I Illn s lll.xiilirmrrkr.il. Ilrrrorxnlir.lirii 
»riirr rttni. ihm» ih-r Titel KeillJMT Ulipilstlls .sirh nirhl nur mrliriniils in ihr Slifnnmzrih; 
<l>lt. .V.'.Vi .V.V''. /•(//. S. 7V/y. Hiindrrn icrnli/.itriiM rlniniil iinrli in drr Inlilnhiliu rinr.s .^^ 
nnzirrlfrlhiifti n * Iriijiiiiildljdiimii llt.:U>i. ri/l. S. /'^fl Jlndrl: ihi.s.i in dar l'riiiauli/alliinn- 
t'iirmel die VtifiniMlilhiiiii drr futtiri (•<>/• dm jiriU'scntOK, In'x diililn ifiniz nni/rwnliidlrli, 
Il drii SiiUir IIA In dir h'iinzirl rlni/rfiilirl. f'rrlli'rli nni srlnrn Siirlifidijrrn nirhl 

■ haltt n irlrd ^ : ilnuM in lUr Sanrllii dir Andrnhnn;/ rnn (Irldslriifrn. in llnlirn srhnii 

liinijf iddlrli. Immrr inibr In dir l'rknndrn ihr ihntsrhrn Kiinzhi rindrlm/l : nnd diiM.i ,^„ 
idierbaii/it rtirn xril drm diihrr illllH dim lüinnrlirmen drr driitm-lirn l'rknndrn run drin 
ilrr ttalienim-hrn ririfiirli brtliifliiMiil irlrd. 

Il Vielleirtit aurli Itn. IV, rijl, jV. Arr.liiv 'JH, 4I)H. 2) liri ilrm IK y, } inijl ,in zirri- 
■ .ji-r Xfilraum urisrhen ilirjirn .'<tii/rn. '.i) Stnm/i/ Jtri/. Ul):i int jrtzl alt miulnur riilxrlmnfj 

'■•r It. au ;/ill. Ulli irir in dm Mnilitnii/rn S. 722 zn It. r,7 lirnirrl.l lialirn. 4) llrsl n 
ll.iWi ilii Hl,,:, rini.i K,,ii,iiih ff liniiiii-l .:. Jil, ,jf,„; ;,i ,/,,,■ h'fin:lri rill. 



iii:im;i('ii ii. xxix 

Ziiiiji'ii iririliii 111 <li II I h'jilniiirii I li in rirlis II. in iiiii-iiiiili ii h'iilliii so irciilij i/iiiiiiiii/ 
irir unter seinen l orf/iaujern : ilii lJHiefferti(jiiii(ji n in dnii l'iiiliiin mil ih r loiiiisclifu 
Kirche (D. 4'i7) linhen eine andere /iedeiitnn(j und kiiIIcii diu Consi-ns (tii.sdrii<-l:eii : die- 
jcnii/en in dem J). :i'i'> sind wohl im Anschltiss an si/noda//' Vi'rh(iiidliin(/eii des Jiihre.s 1007 
b entstanilin, n:ie sie auch in der Form dm I nierschriften dis Si/n<id(djiro/(i/.'o//s l>. 1 }.'! 
oitsprechen und, sieh ron ihm n mir durch ilie lietheilicjimii ireitlichir Herren nnterscliiidin . 
die Zeiujen in JJ. .'!.'/■' sind im l.'l. duhrhiindcrf interjjolierf. Oh die Xamen., die 
ron <j/eichzeiti(jen Händen unter der halierumj des l>. S'J und auf dem unteren Rande 
der liückseite des I). 4Hä eirnjetraijen sind. Zewjen aniiehören, Ijisst sieh nicht feststellen •, 

10 und oh die auf eineui besouderen l'er(j(tmeu.thl,att verzeichneten Namen ron Zeugen eines 
auf Kloster Ilelmarshauseu hezihilichen l'or<jan(jes, die wir hei dem I). .-171 rdn/edruekt 
haben, mit dieser Urkunde xusirmineiihäniien, ist gleichfalls nicht sicher uuszu machen. W<ir 
es der Fallf SO würden sie doch wohl nicht als Zeugen der Handlung oder der Beurkundung, 
sondern am ersten ' als Zeugen eines der Ausstelluiaj der Urkunde rorangehenden 

la Inquisitionsrerfahrens aufzufassen sein, vie solche Inqaisifionszeugen auch im Texte des 
D. 247 für Worms genannt sind (vgl. Mühlhochir lieg. Ui'.l'i. 1><). II. 'JO'.h: freilich irissen 
wir nicht, ob, wie in jenen Fällen, in denen es sich um die Kutsche idtmg ron <! renz- 
sfreifigkeiten handelte, so auch bei der Hchenkunij des Klo.^ters Ilelmurshausen au Paderborn, 
ein wirkliches Inijuisitionsrerfahren stottifcfunden hat. 

äfi Iläußger, als für irqend eine frühere Jiegieruiuisepoche nac.Inreisbar ist, sind, in der 

Kanzlei Heinrichs IL, nanicntlieh seit dem duhre 1007, lilanquets reru-ondf irorden. Diese 
wurden in sehr zahlreichen Fällen für die Unmhenier. off ober auch für audere Urkunden 
dadurch her (gerichtet, dass das Fsclia.tokoll oder Theile des Kschiitol:olls (namentlich oft 
das Monogramm,), manchmal auch Theile des ^iiifanrjs2'r<itokolls oder dieses und Theile 

ä5 des Conte.rtes vorn u.f gefertigt n'urdeu. liisweilen sind, Anhaltspunkte dafür vorhanden, 
dass die lilanquets in, dieser (restult, also cor ihrer Ausfüllinnj, bereits besiei/elt oder 
u-enigsteus die Biegelschnitte auf den Pergamentblätteru angehrucht waren: in einiijen Fällen 
(DD. 26. 2)"^) scheinen nur hesiegelte Pergamentblätter als Dlanqueis rerwandt zu sein. 
Mehrfach haben sich dann die Urkundensch reiber, wie es scheiidj durch Dorsuafvermerke 

30 über den Inhalt der auszufertigenden Diplome Notizen- gemacht : in besonders merku-ürdiger 
Weise hat man aber in zirei Fällen (DD. ,'1/10. 411) der Veru-endumj schon besiegelter 
lilanquets zu einem anderen Zweck als zur Beurkundun(j der ron dem Kaiser iienehmigten 
Bechtsgesehäfte vorgebeugt, indem man auf der Rückseite der Siegel, ehe das Wachs 
erstarrt war, die Namen der Orte, auf welche sich die Urkunden beziehen .sollten, einkratzte ; 

3-, da die beiden Urkunden, an denen wir die.ie Beobaelitung gemacht haben, für verschiedene 
Empfänger — Hersfeld und Kaufungen — ■ avsge,>itellt sind , kann die Manipulation nur 
in der Kanzlei vorgenommen sein. Bisweilen siml übrigens Blanquets viele Jahre in der 
Kanzlei oder in Bamberg aufbewahrt worden, ehe sie au.sgefüllt wurden (vgl. DD. l')0. 
170. 453) ; ein Blanquet aus der Zeit Heinrichs II. ist sogar bis in die Zeit Heinrichs [IL 

if. )ina}(sgefüllt gebliehen (Stumpf Reg. 24S2) '^. 

Die Siegel Heinrichs II. sind von Foltz in N. Archiv H, 41 — 4') beschrieben worden. 
Das provisorische Siegel n" 1 i.it nur an den beiden DD. 1. 2 vom 10. Juni und 1. Juli 1002 

1) Mit Rieger hl Forschungen zur Deutschen Geschichte 16,476. 2) Vgl. X. Archiv 22, 199 ß. 

Ich benutze die Gelegenheit, um hier nachzutragen, dass nach einer gütigen Mittheilung von 0. Posse 

45 das Siegel von St. 248.9, nicht, wie ich a. a. 0. S. 200 annahm, ein üruchstück des echten 

Kaisersiegels Heinrichs IL, sondern eines gefälschten Siegels (Nachahmung von Heinrich III., 

Siegel n" 4) ist. 



XXX KAISKUriiKINUKN. 

>/7iii//<w. /'rtÄ zirrilr Kiiiiii/ssitiir/ hrijiiiiul an iliii l>l\ .'! '^i I, fi//. J). 'i', O '. /'(fs ilrlllf Siri/i / 
iiit irA'Arr«»/ Jer »faii'iii Ktiinrrzrit ririnniift. (llilrlizittiiji'r (3vhroi(fh im /irtTiT Sti'iiijwl für 
WiicJuinitiit/ kommt iii ilrr Xiit Utinrir/is II. nicht i'ur; trolil hIht ist iiihiii <liii W nchs- 
sinfr/ii in dir KöniifKcit in'r in i/rr Kiiisrrziit J/riiiriv/is jf fiii Steiiljiff f li. 1 um/ li. V) 
^"«V Mrlii/tnirifi f rrnrniiilt ironlni. l>ir KüiiiiislniUr ist, so rirl irir irisscii. ii/it/rsi-lieii 6 
ro» rinrnl Fa/ff i/eii Johrrjt 1007 (IK LW), mir im •lohn' lOO.'t <jrfirinir/it iron/in: lUi 
Knisir/iiiffr hat iiinii /trsom/rrs /iiiiip'<i iiiif ilrin ziriitrn ilofitiiisc/nii Xiit/r, tt/ii'r itiir/i spölir 
i/rtrifriil/ic/t aiii/i iruiit/t : roii thuturliin Kmjiftiiiiii rn hulitii, soweit niisfri- hiiiiitnis reicht, 
nur liie K/öntrr Michvhbrnj (IK sp. .-»^/V. iifspnhujlich wohl zu !>. .'!(>'(> ijehöriij) iiiul 
(rötm »/»</ die liisi'höfr von Hamherif. l'ailerhorii- und Worins'^ in der Kniserzeit lo 
hiiliirrte l'rkundvu rrhalteii. /'/»• Koiserhullr ist mich in liolii nnstjepröijt irnrdrii 
ll>. 4J.% ,ijl. />//. -jSi. IJ7j. 

1) Xirhl auch an I). ,Häli, wie Folt^ sayl, vgl. unten S. 412 N. c. — 11 7c das zweite 
Siri/rl llriiirichn an diu JtO. III. 2S'J yelowiiien ist, feriiiiigen wir nicht :u sayrn. — l'eher 
dntt Kiiifrrsirgrl an D. 204^ vgl. X. Archiv i>2, IJ!) X. 1. 2) Dieser auch für sein Kloster ^^ 
AMiiighof, rgl. die Corroborallon von D. 370. 3) Xarh der Corrohoralionsformel ron D. 39ii. 



1. 

Heinnch verleiht der bischöflichen Kirche zu Worms den Wildbann über den 
Forst Forehahi im Rhein- und Lobdengau. Worms 1002 Juni 10. 

OrigmahUpIom im (jrofiHh. Staatsarchiv zu Darmstadt (A). 

5 Schannat Hist. Worm. 2, 34 n° 40 ex archivo episc. Wormat. = Migne Patrol. 140, 

245 n" 10. — Orig. Giidf. 4, 297 aus C. — Böhmer Reg. 892. — Stumpf Reg. 1307. 

Ausser dem von EA hinzugefügten Eschatokoll von einein unbekannten, wahrscheinlich der 
Wormser Kirche angehörigen Mann nach Vorlage von DO. III. 43 rerfasst und geschrieben. 
Die ungeicöhnliche Stellung des Monogramms am Ende der Signumzeile lä.sst dessen nach- 
10 fragliche Zufügung vermuthen und deutet vielleicht darauf hin, dass seine Form erst 

festgestellt wurde, nachdem das D. bereits geschrieben war. — Zu den angegebenen Grenzen 
des Wildbanns vgl. G. Schenk zu Schweinsberg im Korrespond.- Blatt des Gesammivereins 
der deutschen Gesch.- und Alterthumsvereine 1875 n" 3 — 6. 

(C.) I In nomine sancte et individue trinitatis. Heiniricus'^ divina favente cle- 

15 mentia rex. Quicquid pro divino amore ecclesiis dei concedimu» et douamus, id procul dubio 

ad presentem et futuram vitani f, nobis profiituium fore oredimus. Quapropter omnium fidelium 
nostrorum tarn prgsentiuni quam et futurorum sciat iudustria, qualiter nos ob interrentum * Willigisi 

Mogontiiiae sedis veuerandi arcliipijsulis et Heinrici Wirciburgeusis aeclesiae illustris anti- 

Stitis nee non et per petitionem * dilecti uepotis * nostri Ottonis ducis fideli nostro Bui'chardo 
20 Wormatiensis aeclesiae venerabili aepiseopo», pro eo quod nobis devoto animo sepius servivit, con- 

ccssimus regium banuum in forestii Forehahi nuncupato a villa Ehueresbah nominata iiixta 
Kenum sitg*, iude usque ad Heriiieldon, hinc etiam ad Bibiloz, inde per rectam pla- 
tcam ad Otteresstat, illinc rectam plateam ad ^clesiam qnae est in Bezcingon'' sita, 
hinc rectam montanam plateam ad Heberstat, ab Heberstat per rectam montanam 

25 plateam ad Basinesheim, inde per totam montanam plateam ad Winenheim, ab Uuinen- 
heim per rectam montanam plateam ad Scriezesheim in Lobotunaha, hinc deorsum 
usque in fluvium Keccarum, a fliivio Jseccaro usque ad Renum, inde per universa 
Reni littora deorsum usque ad Elmeresbah. Omnia baec loca ab Elmeresbah usque 
ad Winenheim sunt in Rinecgouuue sita in comitatu Geningi comitis, reliqua vero 

30 loca iacent in Lobotungouuue in comitatu ]\Iegingozi comitis. Hunc prefatum forestum 
cum tota integritate et universis utilitatibus ad se pertinentibus concedimus nostra reg-ia 
potestate ad sanctum Petrum Wormaciensis §clesiae, ut nulia de eo forestu persona parva 

sive magna aliquam feram vel bestiam ibi venari vel capere aut iusequi presumat sine licentia supe- 
rius iam dicti aepiscopia B. sive successorum eins. Et si hoc agere quod absit presumpserit, quem 
35 regio fisco solvere debuit regium bannum et pacem, adhuc in earne viventi aepiscopo* suisque suc- 
cessoribus invitus persolvat, et bannus ac pax, sieut aliis forestibus a regibus vel imperatoribus iam 
concessum est, sub perpetuo iure aeclesiae AVormatiensis "^ et aepiscoporum" ei presidcntium con 

1. [Bresslau] a) A b) o corr. aus u c) a sofoi-t corr. aus o 

Kaiserurkunden III. 1 



•2 KAlSEUrUKlNDKN. 

»isut. Et nl h<;c lu.strm« coiiccMioniii doiidtio por fiiliiru Icniponnn dirriculn tii'iii;i ii('r|iiiii]ii('nt. Imiiis 
|irec«ptioui* tcuorrm indo roiiacriptiim «ifrillo iiosiro «ifrunrf iussinni» niniimiiu' i.n.inia. ut iiil'ia 
vidrtur. coiroboraviinu». 

^ Sijrnmii doiiini Ileinrici regis invictis^^illli. ^ (M.) 

^ Egilbertus canocUarius vice Uuillipsi archiopiscMiipi itfd^tidvit. |1 iSI. 1.) a 

I»atn anno iniarnationis tloniinicne MII, indictiimc XV, Uli. i.l. iiiii.', aiiuo vcm 
(lomni lU-inrii-i rt-ps I: aitinn Vvonnacie; fclititcr. 



Heinrich schenkt seini'ni Vnssoflen P. eine Besitzung in Oesterrdch. 

Sonlheim a. d. Günz lOCI'J Jitli 1. in 

Origiualdiplom im k. Beichxarchiv zu München (A). 

HrylHigrr Ichnographw Jiahenh. 1, 45 unvollständig aus Ä. — Mon. Boica 28", 293 
n" 189 aus A. — Meiller Reg. der Bahenberger S n" 4. — Blihmer Reg. 898. — 
Stumpf Reg. ISOS. 

Verf(t.s.<it und ge.<>chrielten von EB. Der Xanie des Empfängers der Urkunde i.v< an den i5 
zicei Stellen , an denen er vorkommt , mit Ausnahme des Anfangs- und an der zweiten 
Stelle auch des Schlussbuch.'itabens, auf Ru.mr von anderer Hand, die iiir in der Kanzlei 
Heinrichs sonst nicht nachwei.ien können, geschrieben. Auch der ur.ipriinglirh hier stehende 
Same liegann also mit P und endete — in der Nominativ form — »«(7 *■ (Note d) ; ivie 
er aber gelautet hat, ist nicht mehr zu erkennen, und icir müssen auch dahingestellt sein »o 
loMen . ob die Correctur von dazu befugter Seite oder unbefugt und in sp/lterer Zeit — 
ettra von einem Nachkommen oder Rechtsnachfolger des ursprünglichen Empfängers — 
vorgenommen icorden ist. — Die von Büdinger Gesch. Oeslerreichs 1, 47 H sowie Hirsch 
Jahrb. 1, 234 mit Bezug auf Fischer Gesch. von Klosterneuburg 2, 21 n" 35 angenom- 
mene Deutung des Namens des geschenkten Gutes (Enzersdorf oder Lungcnenzersdorf, ii> 
Klosterneuburg gegenüber) beruht auf falscher Lesung des Namens (Unvizinesdorf .itatt 
Uuvizinesdorf) und ist mit der richtigen Lesung ebenso unvereinbar, wie mit der alten, 
wohl noch dem 11. Jahrh. angehörigen Dorsualnote De Winestorh (so, statt Winestorp^. 
Die nähere Bestimmung des Namens muss auf Grund dieser Feststellung den Lokalfor- 
schem iilierlassen bleil>en , wobei zu beachten ist, icas Meiller Reg. 192 n" 12 schon zu so 
dieser Frage betnerkt hat. — Die Urkunde stammt aus dem Bamberger Archiv. — Zur 
Deutung des Au.sstellorts vgl. N. Archiv 20, 132, wo noch zu ergänzen i.st, dnss auch die 
Württemlterg. Vierteljahrshefte 13, 92 versuchte Deutung auf Mainsonlheim unmöglich ist, 
da Heinrich nicht, icie dort angenommen wird, von Worms, sondern von Reichenau nach 
Bamlterg zog. »5 

(C'i. ^ In noininf »nnctae et individuac trinitatis. Il(inriiu> divina ta\riite flc- 
tnentia r«-x. Notuin «it omnibus fidcliljus nnstris ^ jiracm-ntibuH «cilii'i't et t'iituris, 

(|ualitcr no« cuidani milili noHtro nomine Pilifjriini) " |iiani eins scrvitutcni iiitiiciitfs 
et honest^ eiun ]ietitiiini adsensinii praelicnte« (|Uiiddaiii nustrae proprictatis iiracdiiini 
in UuvizincHdorf '' et in Ostarrike in comitatu'' vem Ileinrici foniitis .■-ituiii, id est m 

1. II. id. ion. ritlleicht nni-ltgeirngm. 

■J. «; iliijri'no nuf Hniiir ron amlrrer Ilaml \t) \z\ auf Ilaxur, ol> rnn EJi oder 

■r Hatvl, iJrt nü-ht firhfr :u enlurlieiilcn ci hinter coiiiitatu ein liticlmtabe aus- 



HEIXUICH U. 1002. 3 

quicqiiiil in laddu villa IiaUirc visi suimis, insuper ctiani de silva quae proxima est 
ad centinu inansos ex nostru iure per hoc regale praeceptum donavimus sive in ])ni- 
prium concossinms, cum oinnibus eidem praedio iuste et Icgaliter pertinentibus niobili- 
bus et innnobilibus arcis aedificiis agris terris cultis et incultis pratis pascuis sive 
5 compascuis venationibus aquis a(|uanun(jue decm-sibus piscationibus innlendinis viis 
et inviis exitibus et reditibus quesitis et inquirendis ac c^tcris qu(,> quolibet modo 
vocari possunt appendiciis, eo tenorc quatinus praefatus Piligrimus'' liberam de eodeni 
praedio deinceps habeat potestatem possideiidi hereditandi tradeudi vendendi cimi- 
mutandi vel quicquid sibi pro suo compendio libeat faciendi. Et ut haec nostrae 
10 traditionis auetoritas stabilis et inconvulsa permaueat, hane praecepti paginam indc 
conscriptara manu propria roborantes sigilli nostri inpressione iusigniri iussimus. 

I Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. | 

I Egilbertus cancellarius ^•ice Uuilligisi archiepiscopi recog. " | (SI. 1.) 

Data* kal. iul. anno dominicae incarnationis Mllf, indictione XV, anno vero 
15 ilomni Heinrici regis I ; actum Suntheime. 



Heinrich schenkt der dem Bischof Heinrich von Würzburg gehörenden Kirche 
Johannes' des Täufers hei Würzburg die Abtei Forchheim, die Orte Erlangen 
und Eggolsheim mit Zubehör und drei genannte Pnester. 
20 — 1002 — — 

Oriyhiahliplom im k. Beichsarchiv zu München (A). 

Fries in Lmlewig Wirtzh. Geschichtsckr. 460 in deutscher Uehersefzung ^= Länicj RA. 
17", 935 n" 8, = Lnmmers Gesch. der Stadt Erlangen 177 n" 1. — Mon. Boica 31", 272 
n° 139 aus einem iciirzhurfjischen und einem Hauger Copialbuch. — Facsimile in Kaiser- 
25 tirkunden in Abb. Lief. 4, Taf. 4. — Stumpf Reg. 1312. 

Veo-fasst und geschrieben von dem in der Ausgabe der DD. Ottos III. als Her. C be- 
zeichneten Notar; vgl. X Archiv 20, 130 f. Die Bmnei-kungm Genglers Beitr. zur 
Rechtsgesch. Bayerns 4, 129 sind dem Original gegenüber unhaltbar. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heim-icvs omnipotenti.s de! 

30 et sanctorum suorum suffragante dementia rex. Si ad hoc sumus intenti et desi- 

derio pleni, ut | proprietates ecclesiarum dei de die in diem adaugmentemus, regnimi 
ad hoc nobis commissiun diutius prolongari et in futm-o cum electis«auim§ nosti'ae 
i-emunerari procul dubio scimus. Quapropter omnivun sanctae dei ecclesig fidelium 
nostrorumque presentium scilicet ac futiu'orum sollers comperiat industria. quod uos 

35 interventione domni Heinrici sacrosanctae Wirzlburgensis ecclesiae venerandi pontiticis 
ecclesie sug sub dominio sanctissimi martyris Kyliani ad honorem sancti lohannis pre- 
cursoris Christi constructae non longe a Vvirziburgeusi civitate dedimus abbatiam 
Forecheim villasque Erlangon et Eggolueslieim appellatas adiacentes" in pago Ratintz- 

2. d) iligrimu, aho das ganze Wwt mit Ausnahme des ersten und letzten Buchstabens, auf Basur 

40 ron derselben Hund, welche die in Xote a erwähnte Correctur gemacht hat e) da EB das 

letzte Wort der Recoynitionszeile stets abkürzt, und wir aho nicht entscheiden können, ob er 

recognovi oder recognovit im Sinne hatte, lassen wir in den ron ihm geschriebenen DD. diese 

Abbreviatur tmaufgelöst f) Data — sill scheint ron EB nachgetragen zu sein. 

3a [Bloch] a) c sofort corr. aus Ansatz zu n 

1* 



4 KAISEnrUKl'Nl>KN'. 

gouui atquc in coinitatu Hi-inrifi eoiuitis sitas; i|>.snui juitiMu'* !il>l>;\ti;mi n iimiln diit.is 
villas et omnos villns »il>i portinentos cum eeclesiis dociniis triljnturüs servis et ancillis 
art'is iifiliticiis tcrris i-iiltis et iiuultis a^rris ]»rntis caiiijiis pasciiis'' silvis vonntioiiibus 
n|>uin(|iic pasi-uis. (jui,' vulfjö dii-iuitur riilaluncidis, !i(|uis ai|iiariini(|ue ili-eiirsilnis j)isi'a- 
tioiiibus iiioIciKliiii« viis inviis i'xitibus sivo nditilnis taiii iiiixlo^' quacsitis (|uam iii- 6 
quirt'iulis |ir«'niiiuinnta«"' »'i-eU'siat' saiu-ti liaptistae loliaiinis finna trailitioiic cdiifcriinus 
et tli' iiostro iiirt' in suuiii ins i-t doiuiniuin oinnino t^an^^t'lllHlinuls. >>«' ctiain in post- 
niodiuu aliquis invidus insurfjnt. qui pretaxat? ecclcsine sancti lohannis baptistae* de' 
istis nocere vcniat, partim hiipciaddinuis pertinentias: iioniinativf I niiliariuiu snrsiuii, 
aliud deorsum' i)er flunuMi Hatoniiam, tereium iniliariiiin per flmiiou ([uod Suabaha lo 
vocatur, de ipso quideni niiiiarin ex omni parte nimm miliarinm infra forostum cpii 
pcrtinet ad Forecheim, aliud in forestum pertinens ad l'ralia. Ad inje (biiiius'' ecclesig 
supra dieta«.-' bcati'' loliannis baptistao' tres nostri iuris prespitenis cum unmi snpi"'l- 
leetile corum : Acemannum. l)ii>tli<iinnn et Annunem ' . co paeto nf eaileni alibatia'" dis- 
ponatiir et deferatur ad usuni eanouicorum, ipii in prdibatn liasilica samt! Ii>hannis ib 
deo famub^ntur. quatinus pro nostra cottidie a])n(l deum intercecbuit sospitate et rej^ni 
nostri sstabilitate atque pro saUitc animi,' diieeti quondam nostri ncpotis div(^ meniorit; 
boni Ottonis imj)eratoris. Et ut baec traditio ürmior permaneat, baue paginam manu 
nostra ünuatam conscribi sigilloque nostro iussimus insigniri. 

^ Signum domni Heinrici iM.) gbiriosissimi regis. ^ " (SI. 2.) so 

Data" anno domini M secundo, indictione XV, amin jiriiim f<^jrni Iliinrii-i 

regis; actum" 

4. 

Heinrich schenkt dem Gezo, Vassal/en des Bischofs Heinnclis von Würzburg, 
sechs Künigshufen zu Buhach. Bamberg 1002 Juli 10. a 

Originaldij/iniii im k. Staatsarchiv zu Berlin (A). 

Günther CD. lihenoMoseU. 1, 98 n" U aus A. — Beijer Mitfelrhcin. ÜB. 1, 333 v" 280 
am A. — Böhmer Reg. 894. — Stuwi)f Reg. 1309. 

Verfassl und geschrieben von EB. Die von Görz Miltelrheiii. Reg. llöß angenommene 
Identität des Orts mit dem heutigen Bubach (Kr. Simmern) ist sehr wahrscheinlich wegen so 
der Enrilhnung den Grafen Becilin, vgl. Draudt in Forschungen zur Deutschen Gesch. 23, 
.isiiff,. In Verliindnng mit der Dnrsmdnniiz : Proceptum in Bubach. 

(C./ jj in nomine sanct«; et iiiilivi<biai' trinitatis. Ib-iin'ieus divina favcntc cb'- 
mcntia rcx. Notum sit omnibus tidelibus misfris ]iraesentibus scilicet et futuris, 

qualitcr nos per inter\*entum | fidelis nostri Ileinriei videlicet Uucrceburgcusis eccle- 85 
»ine vencrabilii» cpiscopi cuidam militi suo nomine Oezrini sex niansos regalcs" do 

%, b> ipMDi aateni auf gr/liuerer Uasur, die noch in die U'oiie cnnipis pascuiH der foliicnilen Zeile 

hi' ■ ' c) modo auf llngur il) zirifchrn pri-iioininatac und ccclfHiac Uimiir 

I: 'irr. auf 1» f) hinirr de Itaxur, iriihntrheinlich ron \> g) n corr. uhh dr»i 

-I ti| « nuf Uiuur, riellfichl ron m i) .1 V) ilhcr Iicati KiiHur \) Aci;- l» 

TT. im Ol Annoncm vt>n i/lfirhrr Hand in dnfilr i/elnmienr Liirke narhr/elmi/en 

II ' ''■■'iir n) lintm und rtrhl« ron der SiijnHmzeile, il/ter dem Anfiinr/ 

'/■ - und unirrh'illj dm Siri/rh nirhl man :Hm Teil rcnriurhlc Frdrr- 

I .' der Vrkundr in keinem Zutiimiiienhangt Kielten; vyl. Text zu den 

/i .''*fi in Altb. 6>f o) unnUKi/efilllle LOche in A. «6 

4« [L r tofort exirr., trahrtrhtinlirh au» anr/efangenem d. 



HEINRICH 11. 1002. 5 

praedio nostri iuris in villa l{u(iflil).icli et in comitatu l'x/.ilini c-omitis sitos per lioc 
rcgale pracceptiiiii in proprium ilonaviiinis, cum onniibus eidem praedio iustc et lega- 
liter pertinentibus mobiiibus et imniobilibus areis aediüciis agris terris cultis et ineultis 
pratis pascuis sive compascuis silvis a(iuis acpiarunuiue docursibus piscationibus molen- 
5 dinis viis et inviis exitibus et rcditibus ([uesitis et inijuinnilis ae e(;teris (nie quolibet 
modo voeari possunt utensilibus et ai)])endieiis, eo tenorc (piatinus praet'atus Gezd 
liberam de eodeni praedio deineeps hal)eat |)ote.statem hereditandi possidendi tradendi 
vendeiidi comniutandi vel quicvpiid silii pro suo compendio libeat faciendi. Et ut haec 
nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconvulsa permaneat, hanc praecepti paginam 
10 iado conscriptam manu propria roborantes sigilii nostri inpressione insigniri iussimus. 

I Signum domni Heimüci (II.) regis invictissimi. § 

g Egilbertus cancellarius vice Uuilligisi arcliicapeUani rccog. | (SI. 2.) 

Data VI. id. iul. anno dorainicae incarnationis MII, indictione XV, anno vero 
domni Heinrici regis I ; actum Babenberc. 



5. 

6". Heinrich verleiJd dem Bischof Heinrich von Würzburg die Abtei Selirjen- 
stadt zuvx Niessbrauch auf Lebenszeit. Bamberg 1002 Juli 10. 

Originaldiplom im k. BeichsarcJiiv zu München (A). 

V. Bezold in Forschungen zur Deutschen Gesch. IS, 620 n" 11 aus A. — Stumpf Acta 
ined. 680 n" 448 aus A. — Facsimile in Kaiserurkunden in Abb. Lief. 9, Taf. IS. — 
Stumpf Reg. ISlO". 

Verfasst und geschrieben von EB. 



20 



5*. (Unecht.) Heinrich verieiht der bischöflichen Kirche zu Würzburg die 
Abtei Seligenstadt zu ewigem Besitz. Bamberg 1002 Juli 10. 

25 Urkunde des 11. Jh. in D-lplomform im k. Eeichsarchiv zu München (A). 

Fries in Ludewig Wirfzb. GeschicMschr. 451 Reg. — Mon. Boica 28", 295 n" 190 
aus A. — Facsimile in Eaiserurkunden in Abb. Lief. 4, Taf. 3. — Böhmer Reg. 895. 
— Stumpf Reg. 1310. 

Nachzeichnung von D. 5" mit einem an zwei Stellen behufs Geltendmachung von An- 
30 Sprüchen auf dauernden Besitz von Kloster Seligenstadt gefälschten, im übrigen gleich- 

lautenden Text. Das Siegel ist nicht, wie Foltz in N. Archiv S, 42 und Bayer in Kaiser- 
urkunden in Abb. SS* angeben, das echte SI. 2., sondern vielmehr das auch an anderen 
Urkunden für Würzburg befindliche gefälschte Siegel, beschrieben N. Archiv 3, 44. Wir 
geben vom Text nur die beiden Stellen, um deren Willen die Fälschung gemacht ist. — 
35 Ueber die Geschichte von Kloster Seligenstadt im 11. Jahrh. lassen sich noch über das 

hinaus, was bei Bayer Kaiserurkunden in Abb. 68'' (vgl. auch Meyer von Knonau 
Jahrb. Heinrichs IV. 1, 33S N. 51) bemerkt ist, begründete Vermuthungen aufstellen. Er- 
fahren wir aus dem DH. IV. Stumpf Reg. 2620, dass, als im Juni 106S die Abtei für 
immer in den Besitz von Mainz überging, Erzbischof Siegfried sich für seine Ansprüche 
40 auf DD. Ottos L, Heinrichs II. und Konrads II. sowie ganz besonders auf eine Urkunde 

aus der Zeit seines Vorgängers, des Erzbischofs lAutpjold, berufen habe, so muss, was hier 



6 .KAISKItlKKrNDKX. 

über rin DO. I. gesagt icml, l>ei drtii Mangel an Xachrifhleii iihrr die Geschichfe Seligen- 
sladttt im KK Jakrh. auf sich iHrithen hleil>eti : die übrigen Angaben des DH. IV. erhallen 
durch an' .■ t^nrllmangaben eine geiri.<t.ie lieglaiiliigioig , und e.i ncheint itn.s kein 

(Irund >■■'> . mit Steiner (le.irh. der Sladt und Abtei Seligen.ftadI il^ die lOliS am 

Siegfried vorgelegten Beireistirknnden ohne weiteres für untergeschoben 211 erkb'ircn. War 5 
nach I). ö" da.s Kloster l(K)'J an Heinrich von Wiirzburg nur auf Lebenszeit verliehen , 
so muss es uach dem am 14. Xov. lOlS eingetretenen Tode des Bischofs wieder ans lieich 
zurückgefallen sein ; die durch ein D. deperd. Heinrichs II. erfolgte Verleihung an Mainz 
kann also nur in die letzten Jahre des Kaisers ge.ietzt werden. Dass abe)' in diesen in 
der Thal der Erzbischof von Main: im Besitz von Seligenstadt gewesen i.it, srhliessen wir 10 
aus dem l'm.ttand, da.'is Ariho von Mainz hier in den Jahren lO'JS und lO'Jß Conciiien 
abgehalten hat (Bres.ilau in Jahrb. Heinrichs II. 3,267; Jahrb. Konrads II. I, lU'iff.): 
wir sehen al.so auch keine Veranlassung zu liezweifeln, dass Konrad II. diese Verleihung 
seincji Vorgängers urkundlich bestätigt hat. Aber auch sie ist jedenfalls nach dem Tode 
Aribo's (gest. 6. April 1031) rückgängig gemacht worden ; dass Seligenstadt nun wieder 15 
reichsunmittelbar war, folgern wir aus dem Umstand, dass Konrad schon Ostern 1032, dann 
nieder im März 1034 und Himmelfahrt 103.5 (Ann. Hildesheim. 1032. 1035. Stumpf 
Reg. 20')3) hier Hof hielt, und da.-is Heinrich III. im März 1041 hierhin einen Hoftag berief 
(Ann. Altah. Iu41 ; Stumpf Reg. 2209. 2210); es stimmt damit iiberein, dass der letztere 
am 2ö. S'ov. Ktlö dem Abt Otto von Seligen.itadf eine umfassende Immunitätsliestätiguug so 
erlheilte, welche auf die Selbständigkeit des Klosters .schliessen lä.sst. Berichtet dann das D. 
von 1063, dass Liutpold von Mainz, de)' von 1051 — 1059 Erzbischof war, wiederum 
Seligenstadt usquc ad finem vite sue besessen habe, so scheint uns auch diese Angabe, 
gegen die kein Zeugnis .'ipricht, die freilich auch durch keines unterstützt wird, glaub- 
würdig ; erst im Oct. 1062 (Stumpf Reg. 2611°) iit der königliche Hof wieder in Seligen- 25 
Stadt nachweisbar, und dass damals das Kloster dem Mainzer Erzstiff wieder entzogen 
war, ergiebt sich aus dem oft angezogenen D. von 1063. Erst durch das letztere i.it das- 
selbe abermals — und nun für immer — in den Be.iitz der Abtei gelangt: von Mainz 
trugen nach dem Zeugnis eines D. Friedrichs II. vom Aug. 1237 (Böhmer -Ficker Reg. 
2273) dieser Kaiser nie sein Vater und G-rossvafcr die Stadt Sciigen.sladt zu Lehen, und 30 
es hat also nichts auffälliges, wenn wir Friedrich I. und Heinrich VI. im Frühjahr 1188 
hier Hof halten seheti (Stumpf Reg. 4489 — 91. 4628). — Ergiebt sich aus der Zu- 
sammenstellung dieser Nachrichten, dass unter Heinrieh IL, Kovrad IL, Heinrich Hl. 
und Henrich IV. mehrfach Verhandlungen am Königshofe über die Geschicke von Seligen- 
.<itadt statt gehabt hal/en, .so ist un.sere Fälschung, die der Schrift nach jedenfalls ins 38 
11. Jahrhundert gehört, gewiss zu dem Zweck artgefertigt worden, würzburgische Ansprüche 
denjenigeit von Mainz etdgegenzustellen. In welche Pha.se dieser Verhandlungen sie aber 
gehört, ist nicht auszumachen ; und es ist ebenso möglieh, da.ss sie älter, wie da.ss sie 
junger ist alx die durch das IJ. Heinrichs IV. von 1063 getroffene Entscheidung. 

5°. C; ^ In iioriiiiio »aiicte ut iiulividuae tiiiiiliiti». Ilcimicu.s fliviiia l;i\xntf de- 40 
incntia rcx. Si rationabilcH fideliiim pctitioncs, riuas nobis pro »uits neccssitatibus 

innotiicrint, nd »frcctuin |)cidiieimu», et vctcrem regiim § in-ioruni consuetudintni 
exfTcciliiiH et alioH ad (idclitatcni nobift exhibendnin incitanius. Proinde notum sit 
omnibuM fidolibuH nootrih pracKontibii» «cilicot et futuHs, qualitf r 110« per intcrventiim 
Cunif^iuidac dilcctf coniugix nostrae fideli nostro Ileinrico videlicet Uuercoburgensis 16 
eccleniae epi»c'ipf< (|iiandani abbatiain in loc« (|ni dicitur Sclegonostat in p.igo Moimli- 
jr'oiue et in rf.inii.'itii" eomitlH sitnni tradidiiiius ci pi r lux- rc-i,':ilc jiraeccp- 

V, [Bre»' iina<uitjrfOUu Lüeke in A. 



HEINRICH II. 1(1(12. 7 

tum 1 potestative tenciuhmi coiicessiiims, cum iimiiil)([,s cidcm aMjatie jK;rtinentibus in 
quibuscumquo villis vcl pagis sive teritoriis ot comitatibus, id est mobilibus et immo- 
bilibus servis et aiicillis inifeiuiis et tiscalinis iirois aedificii.s ajj^ri.s terris cultis et incultis 
pratis pascui.s sive cmupa.-icuis silvis forestis veiiatioiiilxis viueis vineti.s aqui.s aqua- 

5 rumque decursibu.s piscatioiiibus molendinis vii.s et iiiviis exitibus et reditibus qu^sitis 
et iuquirendis ae ceteris qu^ quolibet modo voeari pos-i^uiit apjiendiciis et utensilibus, 
CO tenore quatiiuis- praefatus venerabilis antistes Heinricus liberam de eadem abbatia 
Omnibus diebus vitae suae habeat potestatem usu fructuario possidendi"^ vel quicqiiid 
sibi pro suo compendio libeat faciendi. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas sta- 

10 bilis et inconvulsa permaneat, hanc praecepti paginam inde conscrijitam manu propria 
roborantes sigilli nostri inpressione in.signiri i([ssimu.s. 

^ Signum*^ donmi Heinrici (M.) regis invieti.ssinii. | 

§ Egiibertus cancellarins vice Uuilligisi archicapellani recog. | (SI. 2.) 

Data VI. id. i((l. anno dominicae incarnationis MII, indictione XV, anno vero 
15 domni Heinrici regis I ; actum Babenberge. 

5*. 1) . . . praeceptum perenni iure in proprium delegavimus, cum omnibu.s . . . 

5''. 2) . . . (juatiuus praefatus venerabilis antistes Heinricus omnesque sui SUCCessores ean- 

dem abbatiam in perpetuura potestative possideant teneant et qnicqnid eis 

placuerit ad utilitatem suae ecclesie inde faciant. nostra nostrorumque suc- 

20 cessorum et omnium mortalium contradictione in perpetuuin longe remota. 

Et ut hec . . . 

Heim-ich schenkt dem Kloster Niederaltaich eine Hofstätte zu Regensburg. 

Bamberg 1002 Juli IS. 
25 Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Greiser Divi Bamliergenses 65 n" 1 aus Abschrift = Hund-Geivold Mefrop. Salisb. ed. 
Mon. 2, 21 n" 18 = Hund-Gewold Mefrop. Salisb. ed. Rat. 2, 15 n" 18 — Leibniz 
Ann. 3, 809, = Ludewig SS. rer. Bamberg. 1, 329 n" 1, = Greiser Op. 10, 556 n" 1. 
— Mon. Boica 11, 132 n" 21 ivohl aus Abschrift (h). — Ried CD. Ratisb. 1, 115 n" 123 
30 aus Ab = Migne Patrol. 140, 239 n" 2. — Böhmer Reg. 896. — Stimjjf Reg. 1311. 

Nachdem EB das Eingangsprotokoll und die Publications formet geschrieben hatte, fügte EA 
den ganzen Context von qualiter nos piam bis imagine iussimus, den er selbst verfasst 
hat, hinzu, worauf wiederum EB das D. durch Eintragung der Schlussformeln — Königs- 
und Kanzlerunierschrifi nebst Datierung — vervollständigie. Hofstätte und Urkunde sind 
33 1485 aus dem Besitz von Niederaltaich in den des Klosters Obermünsier zu Regensburg 

übergegangen, cgi. Ried CD. Ra.iisb. 1, 115; daher erklären sich die aus Obermüiister 
stammenden Dorsualnotizen des D. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Notuin sit omnibus fidelibus nostris praesentibus scilicet et futuris, 
M qualiter nos piam § Godehardi abbatis intendentes petitionem, quia nobis fideliter ser- 
vivit et dignus quem beneficiaremur fuit*, quandam nostri iuris aream infra muros 

5". b) über ssicl ein Strich ausradiert c) vor signum Rasur; es scheint ursprünglich beab- 

sichtigt getcesen zu sein, die Signumzeih höher zu beginnen. 
6. [ßresslau] a) das t auf Rasur 



8 KAISKÜfKKrNnKN. 

urbis Iladosjionensis sitam. liabontoni in latitiulino |ic(lcs ({iiadrngintn et in longitniliiic 
jii'tlcs oetopiitn, (juv «-x uiia parte |>latt'a*> i|iii; <lurit ail tlumcn. ex altera voro ])arto 
nreae oiiiiisduin liomiiiis lunniiio Himzi enlliinitat. iiumastcrid sancti ilaurieii niartyris, 
Olli ideiii vfiH-ral>ilis abbns in loco (|iii dieitiir Altälia'' j)r(,'csso dino^si'itur, iure jjerjietiin 
rctineiidain per hm- re;,'ale |)raece|itimi enntulinins. euni tenninis suis exitibus quoquc 6 
et reditibus sive ei;teris <|iu; (|uiilibet innibi vneari iiiste et lofialiter pnssunt a])])en(li- 
cüs, ea ratiiine i|uatinus pri^latus alibas (iodehanbis sivo sueeessDres i'ius lihenini 
dcinccps de eadein area liabeant putrstateni possidendi vel (piiecpiid pro utilitatibus 
nmna.-^terii illis libeat putestative faeiendi. Et ut liaee nostrae traditionis auetoritas 
Ntabili.s et ineiinviilsa |ieriiianeat, manu |iriipria |e|aiii roborantcs sigillari nostra iniagine lo 
itissiuius. 

^ Signum donini Heinriei (M.) rcgis invictissimi. ^ 

I Kgilbertus eaneellarius vice Uuilligisi archicapellani recog. ^ (SI. 2.) 

I)ata MI. id. iid.'' anno diuniiiicae incarnationi.s Mii, inilietione XV, anno vero 
dotuni Heinriei regis I ; actum Babenbere. i6 



i. 

Heinrich schenkt dem Kloster S. Florian eine Hufe an der Tpf und was er 
den Brüdern einst zu Lehen gegeben hatte. Kirchberg 1002 Juli 20. 

Originaldiplom im Kloslerarchiv zu S. Florian (A). 

Kurz Beilr. zur Gesch. des Landes ob der Emis 3, 256 aus Ä. — L'B. des Landes ob sn 
der Enns 2, 70 n° 5H zu Juli 18 aus A. — Sickel Man. graphica 73 aus A mit Fac- 
simile fasc. 3, Iah. 1. — Slumpf Reg. 1313. 

Verfassl und geschrieben von EB. Ueber den Au.ssteUorl vgl. Hirsch Jahrb. 1, 220 N. 4, 

iC.i ^ In nomine sanctae et in<livi<luae trinitatis. liciiiriciis divina l'avcnte 
dementia rex. Xotum sit omnibus fidelibus nostris praesentibus scilicet et futuris, 20 

(jualiter nos per interventuin | dileete coniugis no.strae ("unignndo pro reniedio aniniae 
nostrae vel parentiim et antecessorum nostronim memoria ciiidaui monasterio sancti 
Floriani martyris iuxta ripani flmninis quod dieitur Ippba constructo quandam* nostrae 
prf)prietati.s bobani'' |)rope candem ripam sitam'' dono contulimus et insupor quicquid 
fratribus ibidem deo famulantibus olim jiro bencficio coneessimus, cum omnibus eideni m 
jiracflio iuste et legaliter pertinentiljus mobilibus et iinmobilibus areis aediHciis agris 
terri« culti» et incultis j)ratiH pascuis sive compascuis silvis venationi])us aquis aqiia- 
nimqiie decursilius piseatioiiibus mob-ndinis portu et portatico viis et inviis cxitibus 
et reditiliUH <pi<;HitiH et impiinrndis ae ci;teris que quolibet nuxb» voeari ))osKunt uten- 
itilibiiH i-t aiqtendicÜH, eo tenore (piatinus praedicti fratres siiam tantinn et monastcrii 36 
iiuijiiam inde aliqiiatenuH rebvent et pro nobis deum et sanctum Florianuni attcntius 
cxorent. Et ut haec nostrae traditionis*^ stabilis et inconvulsa permaneat, lianc prae- 
cepti paginani inde conHcriplani manu propria roborantcs sigilli nostri inpressionc 
»ignari iuAsimuH. 

6. \r) dtr Acrtnt übrr rirm t «i lll. id. iul. rielleicht narhifii ragen. 4^ 

7. TJrcMlau) >| rm-r. ou« f|iio'iilnm 10 hnbam — »itnm auf /üiHur ; urnjyrängUch folgte 
auf pr<i|iric(atu zunäciud da» h'ort pracdium C) aucloritaji fehlt in A 



HEINRICH II. 1002. 



Signum (lomiii Ileinrici iM.) regis invictissimi. H 



§ Eg-ilI)Prtus cancollarius vice Uuilligisi archicapellani recog. | (SI. 2.) 

Data XIII.'' kal. aug. aiinn <i()ininitae int'arnatidnis MII, indictione XV, anno vero 
dinnni Hoiiiriei regis I; actum Kirichbcrge. 



8. 

Heinrich bestätigt der bischößichen Kirche zu Osnabrück die Immunität und 
einen von Otto I. geschenkten Wildbann und verleiht derselben Markt-, Münz- 
und Zollrecht in Osnabrück. Merseburg 1002 Juli 28. 

Copiar rfc.s Donistifta aus der Mitte des 15. Jh. p. 17-5 im k. Staatsarchiv zu Osna- 
brück (C). — Neueres Copiar des Domstifts aus dem 17. Jh. p. 5 ebenda (E). 

(Fiirstenberg) Mon. Paderb. ed. IL 237 aus einer Abschrift von E, die irir mit e 
bezeichnen = ed. III. 214 = ed. IV. 222 = Moser Osnabrück. Gesch. ed. I. 2^ 11 
n" 18 OD = Sandhoff Bes Osnabrug. 2^, 28 n° 15 (trotz seiner abweichenden Angabe), 
= Miiser ed. II. 2, 2H3 n" 18 = ed. III. 4, 30 n" 18 mit Verbesserungen aus E. — 
Schaten Ann. Paderb. cd. I. 1, 364 aus e = Lünig RA. 17", -578 v" 5, = (Eckhart) 
Gründliche Untersuchung eines alten Carolinischen Schenckbriefs (1719) 37, = Schaten 
Ann. Paderb. ed. IL 1, 251, = Leibniz Ann. 3, 814. — Meyer in Mittheilungen des 
hisfor. Vereins zu Osnabrück 8, 360 Auszüge nach handschriftlichen Notizen Lüpkes aus 
dem die.son noch zugänglichen Original (L). — Philippi Osnabrück. ÜB. 1, 105 n" 118 
aus CEL. — Westf. VB. Suppl. 94 n° 580 Reg. — Böhmer Reg. 897. — Stumpf 
Reg. 1314. 

Verfasst von EA mit Benutzung von DO. I. 20 (VU. I) und DO. I. 302 (VU. II), 
neben welchen Stücken auch die uns verlorene echte Vorlage der auf den Namen Arnulfs 
gefälschten DD. Mühlbacher Reg. 1780. 1781 herangezogen sein muss, wie insbesondere 
im Anfang der Corroborationsformel hervm'tritt. Aus ihr kann also auch die in DO. I. 20 
fehlende Bestimmung über die Befreiung vom Brückenbau entnommen sein. Da wir indess 
den genauen Wortlaut der verlorenen Urkunde sticht kennen, bezeichnen wir durch Petit- 
druck nur die Uebereinstimmung mit den beiden DDO. I. — Für die Beurtheilung "unseres 
D. ist sein Verhältnis zu den beiden eben erwähnten DD. Arnulfs und zu dem DO. I. 212 
von entscheidender Bedeutung. Alle drei Diplome sind, ivie heute woJd allgemein anerkannt 
ivird, Fälschungen ; den Versuch Diekumps Westf. ÜB. Suppl. 68 ff. n" 437 für die Echt- 
heit von DO. I. 212 einzutreten, haben Ottenthai in Mittheil, des Instit. f. oesteiTeich. 
Geschichfsf. 8, 638 und Philippi Osnabrück. ÜB. 79 mit Recht zurückgewiesen. Bestritten 
aber ist, ob jene drei DD. vor DH. IL 8 entstanden sind, wie Philippi a. a. 0. XV ff. 
annimmt, und also Vorurkunden desselben getreten sein können, oder ob ihre Fälschung erst 
später unter Benutzung des DH. IL 8 stattgefunden hat. Diese Streitfrage wird gegen 
Philippi durch zwei Umstände entschieden. Erstens enthalten jene drei DD. wichtige 
Bestimmungen über die Zehnten: um ihretwillen sind sie gefälscht worden; dagegen ist 
in D. 8 von Zehnten gar keine Rede, tcas unbegreiflich wäre, wenn die drei Urkunden 
bei dessen Anfertigung bereits vorgelegen hätten. Zweitens zeigt eine in DO. I. 212 mit 
D. 8 übereinstimmende Wendung der Corroboratio unverkennbar den Stil des EA, ist also 
in der Kanzlei Heinrichs II. concipiert worden und beiveist, dass DO. I. 212, mit wel- 

7. d) XIII in dafür gelassene Lüche tiachr/etror/en. 
Kaiserurkunden III. 2 



10 KAISKltrüKrNltK.N. 

rMoH Philippi rfi> rirrt 1>1>. Annilß iil<'irli:eilig entstanden sein lilssl, jünger ist <ils D. S, 
in icflchem (lurh der oiif das Markirerht iHZilgliihe Satz vollkommen dem Sprachjcliranch 
des EA rntspriehl. Wenn Phili/i/ii anf die ilnsseren Merkmale des DO. I, <?/<? Geirirlit 
leyl und dnssflfie id>ereinslimmend mit Diekanip im Id. Jh. (le.srli riehen (jhinht, so kihinrn 
wir ihm aneh hierin niehl folgen ; DO. I. 212 zeigt zwar deulUeh Xaeliohmung eines ]). & 
»aee. X. (vgl. Ottcnihal Reg. 2S4), aher in.<tnireit als diese Xurhahmnng nieht die Srlirif't 
Urinflnsst hat, enlspriiht dieselln- riel mehr der zweiten H/ilf'le des H. als dem 1(>. .Jh. 
— Fiir die Herstellung des Te.ctes halten wir E zu Grunde gelegt , an einer Anzahl 
roH Stellen alter nach C iK-richligt. Die teilwei.<!e ganz sinnlosen Lesarten des fillenn 
Codex rollstiindig :n rerzeiehnen. schien nicht erforderlich. lo 

In noiniiu' sam-tae i-t iiuUvitlnao triiiitalis. Hoiiirious" divina t'avente ck'iiieiitia 

II rOX. Novfrit'' oiiiiiiiim tiilcliiini llOStroruill taiii'^ priii-sfiiciimi i|Unni i't futiiii>riuii*' imlustiin, i|iiii- 

I litcr vir veiioriiliili« Vinxlilulpluis'' U«nnlirnp<roiisis vitlelicct eci-lesiae episcopiis"' iiustennip tidclls 
scrouilaliii nmtry rlomoiilinin" ndipii» |iostnlnvit, ut cidem eci-lesie siini» iminiiiiitntis iiostrae et lilior- 
Uti» pnnTcptum tieri inandaiVIIUlS, pi-r niiod rps et potestntes, (lUne siio cpiseopin iure (U'liuntiir. 15 
fimiiiis' «i- plcniiiii lialicre valiiis»i't. Ciiiu» petitioiii ob nmorem doiiiini nostl'l lesu (.'liristi ns.icii- 
snm pniebcnt«'» im fieri K decrcviiiiii« et \nn- prni-c'opliim ]irii voto Ollis «•iinsiiilii iiissinins, ])C'r 
OlKwl firinitrr praeripi in 11 s , iit, siciit » sniictae eei-lesi«,- doi'' * per tMtain Kiaiiiiani vi Saxoiiiaiii cl 
ininiiiiiiiMiiii tiiitioiie cx antecessoniin iiostruriim regriim videlieet et iinperatoniiii aiicturitate ' cmifir- 
mitntiir, ita praefnti pnioxilli« »edes saiieta perpetiio per hoc nostnim iiraeceptiim il<iiiiiiin iipitiilaiiti- so 
«tabillla couHistnt, 00 pacto ut iiiilliis iudex publicus iic<|Ue nli(|Un iudiriaria pntestas autl^ enniilc^ 
rcl vicCCOinitC!« sive uiiHui dimiinici per teniporn diseurioutes loea illiu« episenpatus ad plac-ita 
lutbend« vel freda seil parafrcda exigenda aut panna« faeieudas vel HdciusMiivs tulleiidos aut .scivix 
Vcl liljcros siv(" li<ld<illOs' et eaeteros et eos ijui ceiisuni persolvere debeut, <|iuid luundseat vncafur. 

ad |iiiiitein restaiiranduiii aut cnrrij^oiidiiin idlo iinquam tempore constnu}.Tudi>« iiifrredi a, 
aiirli-nnt. Liceat etiaiii in endt-iii loco Ossnebrufff^ensi '" niereatinn habere et monetaiii 
|iii)ilicaiii iiiKtitiiere et telnncum seu veetigal mniii tempore iiuli' aceipei-c lu-niine eon- 
tradiei-nte. Sit fjiioque licentia praeiato venerabili epi^<cnpl■ suisi|ui' succcsscuibu» et isiio 

udvoeat", re« praedietae ecelesiy cum nniniltU!« quae possidet vcl deineeps aeipiisierit i|uietii ordim- 
(■«•üidere miajiqne eccleitia« iuiite corrigcrc et suas eau^as ubsquc ulla eoiltranetate urdiiiare ati|iii' 30 

II diüpoiiere. liiAUper etiaiH » ad eiusdem ccelesiae »edeni ijundilain ueiuiis vel forestuiu iufra linee loea 
•ituni: Kaniiuuiuekel", Hrutan«teii", Aujrare, 0»niu|ErP, Siuitlii'l, IJeiTresliouef, Drcuaiiamcii*, Eteres- 
feld*, Dumeri, ctini omni integritate, in iiorcis videlicet silvaticis atque cervis omniquo 
venatione". quae fiib banno iistiali inore ad forestum di'])iitatiir, in perjietuuni^' propHe- 

tatiii uauui *^ diiiiavinin*, ea videliect ratiouc ut uullua euutuniaeiy deditus neniiis praelibatuni uiiHtro 35 
AC'ilicCt banuo niunitura «ine praedictf sedia cpiscopi vcl patttorix licentia studio veiiaiiili vel ali<|Uiid 
huiiucemodi iioigr"tiuin pcragendi, »icuti iiostri patres et antecessores suis praedecessoriljus 

MinXCrunt, praeaumat intrare. (^uod iii ((uiiiquain parvipendens temptaverit, Hciat hv tarn diviuae 
•|(uun et noiitry ultioni« vindietani iiieurn u r u ni iiec nou del>ituin pro delicto in renalem tiscuui reil- 
ditnnim. Et» iit lioc verin» credatiir ac jier futiirn tempora dili<jentius eonservetnr, hoc m 
rogine iminiiiiitatis inMigne manu jtropria linnavimux et si^illn nostro iin|irinii inssiniiis. 

H, ' ■ b) noverint C c) taiu — fuluronim filill in E d) Otlii- 

cpiücopuii C c) «erenitat nontram clenicneiHui C f ) C = XV. 
'/'.• iRcniiu« E (f) ita fieri C — AT.; InHuper E li) derlei E i) auctori- 
'■ l( E j -VC; litnne« C. Wir ilnick-en dir Worte vel liberos »ive liddonen 45 
ri iinnfrrr Vtittriieferunii iter VV. fehlen loul eml iliirrli Eiiiemliition in den Text 
■ I mind ui 1 (KnrlMirifenxi ''' n)'^'; Farwinckel I'.\ Kai-iiuuinkil VtJ.; Farnu- 
'■niHiiHtcn C. Wtijrn der lA-minfi rim L iiiifien trir trotz der ]'l'. und 
. niehl zu emendierrn, nondecn nf Innen im, dam der Fehler Dciton im 
<|l CX; Seiiete A' r) E; Herjri"liaud C; HiTt'ii»linuid f'U. Sl.'. bo 
' = \i'.; Kteni-«feld IT. u) oinni'ni()ue veimeionem f v) in 
j.ij.. iKii in 1 w Hill C X) dir f'orrnboratiimuformfl in f röllif/ xiinilon rntiitcllt 



UK 1X1! ICH II. 1002. 11 

8ij;'iiiuii (Idinni ilrinriri (M.) rcg'is ill\■icti.s^s^lui. 

Ej;'illii'rtus-^' faiK'i'll;trius vire ^^'illio■i^^i^ .■ire-liiciiijrllaiii rccog. 

Data \'. kal. :m^. aiiun iliiniiiiicac iiK'aniatiniiis Mii'', indictiDin' .W, anno'' vero 



iliinini Ilcinrii-i n-uis jirinm: actum "Slvi 



rsci)>in-.'' 



9. 

Heinrich bestätigt dem Abt RadhahJ vo)t Werden das Recht, die Klostervögte 
zu ernennen. arone 1002 August 4. 

OriginnklipJom im k. Staatsarchi r zu Düsseldorf (A). 

Schafen Äim. Paäerh. ed. I. 1, S62 dt. — • Kremer Beitr. zur Gülch • und Bergischen 
10 Gesch. 2, 198 n° 4 aus Abschrift tu der Eedinghovenscheii Sammlung in der k. Staats- 

bibliothek zu München. — Lacomblef Kiederrhein. ÜB. 1, 83 n° 133 aus A. — TVestf. 
ÜB. Suppl. 94 n" 581 Reg. — Böhmer Reg. 898. — Stumpf Reg. 1310. 

EingangsprotokiiJl und Context von einem Parteischreiber unmittelbar varh DO. III. 1-51; 
Eschatokol! von EB hinzugefügt, so dass gegen Stumpf Reg. 131-5 (in den Zusätzen) die 
15 Originalität des D. trotz des falschen Siegels feststeht. Vgl. auch Stumpf Wirzb. Im- 

miinitiifurk. i', 19 X. 3-J und die Einleitungen zu DH. I. 26; DO. I. 5; DO. II. 88. 
290: DO. III. 17 sou-ic Ottenthai Reg. 31. 

[\ In'' iKiniine'' sanctae et inilividnaf trinitati.s. Henricus tlivina iavcnte" cle- 
llieiltuy' l'CX. öi servorum dei petitioiiibus, quas pro aeccie | siarum sibimet commissaniui 

i'O utilitatil)us ii(pl>is iiisinuavennt, clemeiiter annuerimus, id nobis ad iierpetuae beatitudiuis premia pro- 
mereiida liipiiili) i)riit'utuiiiiii esse cii'diiiius. yua[ii'<ipter onniium Hdeliiim iiostroruni cognoscat in- 
diistria, quod tidelis uoster Radljald abba monasteni Uiifitbineiisis iiisiimavit eelsitudini iiostrae, 
4ualiter ipsum inüiiaehonim eoenuliium siln conimissmu a boatae*^ niemonae sancto Liudgero episcopo 
in prnpria eins liereditato t'uerit fonstnu-tmu m<iiuu-hi.siine ftuitradituin et ü'biririsissiniorum reg"!!!!! 

Sö HIntluuulic'i tilii inag:ni rejfis Karuli et sueeessonim eivis pro aeterna ipsorum omiiisque geiieris eoruni 
memoria det'ensione et tuitione acteuus fnerit conservatiini. Quam ob rem iiostram imploravit cle- 
mentiaiii, ut .sil)i per omiiem abl)atiam illi a nobis coneessam advooatos pro monasterialis utilitatis 
causa disponere et ordinäre nostra permitteretur act(jritate f . Cuius racionabili et iustae petitioni 
asseusMui i)rebentes concessimus proprietates nionasterii quod in üuertbina situm est per advocatos, 

30 nuos abbas * eleg'erit, liae lu'csenti actoritate f statuere et ordinäre, et ne qua iudiciaria dignitas eis 
iilio modo olisistere presumat. tSi autem aliipiisü' de advocatis in\Uiliter res nu)nasterii traetaverit et 
aliis advocatis locum advocature noiuerit evaeuare, et ad reg-iam dig-nitatem in long-um tractando per- 
venerit, non sohnn in illius defeotu ocourrimus, verum etiani nostrao dignitatis gratiam perdere non 
dubitet. Haec auetoritatis ooncessio ut presentibus et futuris teniporibns a cnnetis tidelibus verins 

35 eredatnr, manu jiropria eam firmavimns c annli nostri inprcssione sig'nari inssiuins. 

y yigmuii diinnii Hfinrici iM.i reo-is invictissinii. |i 
■ n Egilliei-tus canci'llariu.s vice Unillioisi arcliieajiellani recog. p (SI. ') 

8. y)'L; Crilbertus E; in C fehlen Signum- und ßerof/niiimiszeilt' z) AVillegisi L a) in- 
carnacionis centesimi quarti C b) auno — Merseburc in E heim Einbinden wet/f/eschnitten, 

40 ober noch in e überliefert. 

9. [Bresslau] a) Chrismon fehlt in A b) das erste n auf Rasur c) eii corr. aus et 
d) am ni corr., en auf Rasur; es war zuniichst cletitia (fe.sch rielien worden e) das zweite e 
corr. aus t f) ^ ") '^i ^"f l^asur h) c mit Aufsatz in A; statt et (VU.) oder ac 
i) falsches Kaisersiec/el, dessen Beschreibiinr/ durch Foltz in X. Archir 3, 44 ungenau ist, 

45 indem in derselben durchweg rechts und Unis rerwechttcU sind; dns .'^ici/el ist iiho dem erhttn 



12 KAlSKHrUKlNnKN. 

Data II. non. a\if;. nnno doiuinioni- incaniatioiiis Mii. imlii'iiimc xv'', anno vero 
«lomni lleinrici rotjis 1 •* : actum tinnia. 



10. 

Heinrich bestütifft dem Kloster Herford die demselben V07i Kaiser Ludiciy 
geschenkten Kirchm in Bheine. Wrttrinrfen }ind Stocku»! soicie alle ihm sonst b 
gemachten od' >• :>' 'nachendeti Schenkungen. Enritte Iwä August 13. 

OrighialdifiluiH uii k. Staatsarchiv zu Mihister (A). 

Schattii Ami. rndtrh. al. I. 1, 363 wohl aus A = Lioiig RA. IS'', 126 ii" 14, = Stliafoi 
Am,. Paderh. t-d. II. 1. 249, = Leihnii Ann. 3, S16. — Erhard CD. Wesif. 1, 57 
H* 76 ans A = Migiie Patrol. 140, 246 n" 11. — WUmans-Philippi West f. KU. 2, 139 lo 
H* 123 aus A. — West f. IB. Suppl. 95 n" 5S4 Beg. — Böhmer Reg. 899. — Stumpf 
Reg. 1316. 

Von Eli unniifti-thar nmh T>i> III. 16S geschriebni. 

iC.) I In noHiine sanetae tt individiiao trinitatis. Huinricus divina t'avontc tle- 

nientia rox. Si ncrolcsins ilei nostrn ifjriili |iiiteiitia siibliiiimv CMnaiimr. Imr priicul g duliin 16 

et ad |iriie»pntiii noütri regni statin» et • aclernne bentitiiiliiiis iiraciiiiuin ii<<liis ])i'<>l'iitnrtim Iure crcdi- 
miiü. yn«|ir<i|>ter iininilniK ti<l<'liliiis iiostriK |irni'»('iitilius scilicct nti|ue fiitiiris iicitiiiii esse vuliiiiiu». 

quomodo HO» per inten-cntiun «lilcctt," coniugis nostrae et roginf Cunigunik- una cum von- 
silio UllillipM Mogontincensis accciesiae archiepiscopi lionornudi ne Uereiilinrdi diicis alio- 
ninii|uc tideliiini imstrorum, votn et petitioiie« domiif Godosdlliui Merifiinlensis nioiiasterii voiicrabili» in 
abbali>!>ac ciinctfqiic cniipratioiiis" saiiotae Marine sibi cumiiiissae seciiieiites, nostrn'' reg^in nuetnritntr 
ires aerclosin« iu pafris Uiirxibntit et Scoping-oii imniiimtiü, in villiü <|UO(|Ue Hreini, Uuadiringas et 
Stocliheim coiuitnict«», cum oniuibns rebus et dceinintionibtis SUIS n Hliidmiuieo iniperntore ob reme- 
diuin niiiinae »uac ad praefatiim Herifnrtensc inounsterinm trnditas eideni nn'nnsterio niore anteces- 
«oniin noniroruin con6rmam<is, eo tenore ut iam dicta domnn Godesdhu abbntissn omnesqnc in codeni 26 
hoDor« sibi «uccedente« cum prnedictis aeeclesiasticis rebus aliisqnc omnibus n rojnbus et impera- 
toribns per praecepti pngriiiam illuc Iraditis liberam debinc pntestnteni linbeant cum suis ininistris 
■ecclexiaütico ordine disponere ati|nc g'ubeniare, remnta omniiim )i<iniinum cnntrndictioue. lusuper 
•üb eadcm corroboratione concludimus, quicquid n relifriosis et deum tiuicntibns personis ad sepe 
iam dirtum monnuterinm Ilerifurtense in prnesenti trnditum est vel in fiituro trndeiidum erit. Kt ut 30 
h«*c niiütrae repiac donationis cnrrobnrntio nb linc bora inantea lirnin et inconvulsa pennnueat, baue 
noitrae dominalinni* coufirmntionem inde conscriptnm sifrüli nnstri inpressinne sigrnnre iussiniiis nianii- 
qae pmpria ut infra videtur rorrobornvimus. 

i Sipiuni donuii Heinriei (M.)* reg-is invictissinii. | 

^ Kgilljortu» ennctllariws vice Uuilligisi arcliicapellani recog. ^ i?=I. 2.) .15 

I)ntn II. id. nug.'' anno doniinioac int'aniatinnis mii. indictinne XV. anno vfi-fi 
(lonuii n<-inriri n-Lri« I : actum Aruitdi. 

». .s7 l li-iini,',. ill. I lifj-rhrirlirn S. .irrhir Ii, hCiTt), ila» niicli ihr Vermuthung Sleiniiorlfii Jtihrh. 
Ilrinrirhf III i", .('•'> iil» .Mimter i/r<lifnt hat, noch fllinlichfr, iiIm dieser annehmen konnte 
kl XV und I scheinen narhiittrayen zu »rin. 10 

10. 'Brewliu': ■) A b) dtr ertlr .^trieh des n eorr. nun r; der Üchrriber wollte rermuthlieh 

zur ■ - 1 ..-).. . ., yf „rhrint der VnllzirhuniiKutrieh mit der Ver/tinr/erunr/ de*- 

t, -ich hinniiH in riinm /.mif iicmnchl zu nein, wie nelion Firicer 

ll,,:, ,. ..i . •■ '. /*/, ilii der Vol/ziehiinr/nKirii-h und seine Verli'int^eriin;/ ilie 

gleieht Färbimtj der Tinir a 11 fueium irir iIiia i/anzr M,, rin Hiihere« Vrlheil darüber nicht 16 
„„'.jflirh i\ M- i'l mlrt' 11. ii|, :iti'/ ir(ihfnrhfinlirlt utirlif/rfrttffen. 



HEINRICH H. 1002. 13 

11. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Woi^ms den Hof Gerau. 

Duisburg 1002 Auguxl 18. 
Originaldiplom im r/ros.«/; . Anhif zu Darni^/atU CA). 
5 Woirk ifcss. Lamlesgesch. 2'', -il n" 32 aus C. — Böhmer Reg. 900. — Stumpf Reg. 1317. 

Xacli Dictat des EB von einem Worm.^er Privatschreiher mundiert, dessen Schrift Ver- 
wandtschaft mit derjenigen des Xotars Otto's III. HI zeigt, ohne indess mit ihr identisch 
zu sein (vgl. Erben in Mittheil, des Instit. f. oesterreirh. Geschichlsf. 13, 370). 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
in mcntia rcx. Xotum sit omnibus iidelibiis nostris tarn ^ presentibus quam futuris 
qualiter nos ob intcrventum et petitionem dilect§ nostrae eontectalis Cunigundae et 
Uuilligisi venerabili.s Mogontiensis arehiepi.seopi nee non Heinrici Wirciburgen.sis anti- 
stitis quandam nostrae proprietatis curtem nomine Geraha in pago qui vocatur supe- 
rior Rinihgowi et in comitatu-'» eomitis, cum omnibus ad eandem curtem 
15 iuste et legaliter pertincntibus mobilibus et immobilibus quesitis et inquirendis areis 
aediticiis'' terris cultis et incultis pratis pascuis viis et in\-iis exitibus et reditibus 
campis silvis venationibus molendinis aquis aquanimque decursibus ac c§teris quae 
quolibet modo vocari possunt appendieiis, aeclesiae sancti Petri principis apostolorum 
videlicet infra Wormatiae civitatis murum constructae eiusque provisori* ac rectori sci- 
20 licet Burgliarto pontitici ad integrum donavimus. Et ut haec nostrae traditionis 
auctoritas stabilis tirma et inconvulsa pormaneat, lianc precepti nostri paginam inde 
conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri impressione insigniri iussimus. 

I Signum donnii Heinrici (M.) regis invictissimi. i\ 

I Egilbertus cancellarius ad vicem Uuilligisi archicapellani recognov. M (SI. 2.) 

iö Data XV. kal. sejjtemb.'' anno incarnationis dominicae MII, anno vero domni Hein- 

rici regnantis I, indictione XV; actum Diusburg; feliciter amen. 

12. 

Heinrich bestätigt dem Kloster Corvei die Immunität und die Zehnten, unter 
Vorbehalt der den Bischöfen zu entrichtenden Leistungen. 
30 Nimwegen 1002 August 24. 

Originaldiplom im k. Staatsarchiv zu Münster (A). 

Schalen Ann. Paderb. ed. I. 1. 363 wohl ans A = Lünig 18", 84 n" 40, = Schalen 
Ann. Paderb. ed. IL 1, 230, = Leibniz Ann. 3, 818. — Erhard CD. Westf 1, 58 
n" 77 aus A = Migne Patrol. UO, 247 n" 12. — Wilmans-Philippi Westf KU. 2, 141 
35 )(" 124 aus A. — Westf HB. Suppl. 93 n" 585 Reg. — Böhmer Reg. 901. — Stumpf 

Reg. 1318. 

Geschrieben von EB, viellächt nach Diktat des EA. Indem die Kanzlei angewiesen ivar, 
hei der Bestätigung der Corveier Privilegien das Recht der Ahfswald den Brüdern vorzu- 
enthalten (vgl. Hirsch .lahrh. 3, 9 X. 1), zog sie hei der Ahfa-fsung des D. 12 nicht 
40 die DD. Ottonischer Zeit heran, in welchen dies Recht mit verbrieft war, sondern griff 

11. [Bresslau] a) unausgefülüe Lück-e für den Grafennamen in A b) ron hier ab mehrfach, 

aber nicht rcgelmä.ssirj, Punkte, über i später himugefürp c) Sept A. 



14 K AISKItrUKlN 1'I:N. 

nuf kiirolhigische VonirhiHdni tiiriick. Die Imunniiliih formet stimmt vielfach mit dem D. 
Ludiriiis des Frommen rtni S'JH (Miililhaelier lieij. 7öö) iiml dem iil'-irlildidemleii D. 
Karls III. r«w 8S2 (Miildliiclier lieft. I5'>^) iil^ereiii : ein Teil der Xarratio ist nelir 
veriraiidt mit dem D. Ludiriijs des Deid.'ichoi von 855 (Miihlhaeher Beg. 1H71); die Cor- 
roltoratio kommt derjenigen von Miildtmeher Beg. 14H9 nahe ; endlieh finden sieh noch 5 
manehe andere Hlier den Te.vt zerstreute Aii.'^-driieke in filteren Corveier DD. ineder, ohne 
duss sich liestimmt sagen Ifisst, irelche der.sellien henntzt worden sind, zumal mit Sicherheit 
migenomme» werden kann, dass eine oder mehrere nicht erhaltene echte Urkunden, darunter 
wohl eine die Zehnten Itetreffende, der Kanzlei Heinrichs II. vorgelegen hohen. Unter 
diesen Umstiinden haben u'ir nur die mit der Immunität Ludwigs d. Fr. iibereinstimmeudeu lo 
Worte des DH. II. durch Petildruck bezeichnet, und auch diese nicht in der Narratio und 
Corrohirittio, welche Formeln sicher auf eine verlorene VU. (wohl Ludwigs rfes Deutschen) 
zurückgehen. — Auch die Uebereinstimmung un.<ieres D. in der Xarrativ mit der FtV.-<chung 
Miihltmher lieg. 1M5 haben wir nicht bezeichnet, da über die Entstehungszeit dieser Fäl- 
schung erst wird entschieden werden können, wenn alle verwandten Corveier DD. des 11. i5 
und IQ. Jh. untersucht sind (vgl. Erben in Mittheil, des In.itit. f. oe.sterreich. Geschichtsf. 
12, 54): einstweilen nniss damit gerechnet werden, da.ss in der Fälschung eben unser 
DH. LI. lienutzt .tein kann, eine Möglichkeit, die um so näher liegt, als dessen Fas.wng 
an dieser Stelle dem Stil des EA gut entsjiricht. — Die Handlung dürfte nach West- 
falen gehören, wo der König kurz vorher gewe.'^en war. so 

fC.) § In iKiminc sanctae et iiuliviiliiae ti'initatis. Heinriciis divina favontc cle- 
inentia rcx. Xfituin sit onmibus ticlelibu.s nostris pracscntibus scilicet et futuris, 

ijualiter vc'iierabilis abbas noinino Hosat" § nostrani adiit excellentiam suii|)lieitor oraiis. 
ut nostra luagnifica'' iiiuniKeentia prospicerenius inonasterin eni ]irni'si(l<Te videretur. 
«jiiod est CMiistriictiiiii super tiuvium Viiisera in Inen qui dieitiir Nniia Cnrbeia in linnn- in 
rem dei et saneti prntnniartvris Stejdiani, ubi et sancti \'iti niartyris jn-efinsa pijiiiera 
servari noseuntiir. Cuius pctitioui ratinnabili prnjiter diviiunn aninreni et veneratinnen» 
bcatonini inartynini assensuni [»raebentes hos apices serenitatis nostrae circa ii)siini 

inonHkliTiiim tieri iuHitiniiis, per CplOS (Iccpiiiinius ntqiic iiibemiis, ut niillns iu(1(>x jiiililieii.s vcl i|iii- 

libet ex iudiciuria potp.iute, nisi solus illius Inci provisor et advocatns praedicti ninnasterii, :in 
in fcclc«ia* aiit loca vel njfros seil reliqnas possessioncs praeiati mcmn.ilerii, i|ii.'is ninib'mn tiiiipuri' 
iuste et ratinnabiliter pnssidere videtur, in (|iiiliiisliliet episcnpiis ^,n|:U vel ti-iitorii» # vel 
<|uie(iuid iiiiilem prnpter divinum amnrem et illius sancti Inci veneratinnem cnllutiim 
fiicrit, «d causa« • niiiliendHii vel fredn exigronila mit iiinii.sionc8 vel pin'Htn.s fH(-ien<lii>i iiiit tidcinüsoro.« 
toltcndos aiit iilla.4 reddiliilioiicti VCJ illieilns iiecii.siiiiie» rei|uii'eiidHü mit lioiiiines ip.siiiN iiiiiiiii.stei'ii :ij 
l«m injreiiiK'» •(iiniii et Rcrvns VCI laton inilistc dUtriiiiL'eiidoN iill» iini(|iiHin tcinpKie iiif^redi aiideiit 
vel ea iju? »iipra memorata »unt peiiitiiN exipere ant exaetitai'e pmesiinuil«'. Seil iieeiit ibidem 
dc'O tamillantiblis «nli imstme iiiiiiiniiitntin tllitinne i|uietii ordiiie vivere iie residerc, (|liatillMs 
mt'liuK illns ileiectet omili tejnpore pro nc.l.iH et Coniujje imslni nlijue «tiiliÜilale totiii» re;4:ni 
n deo noliis eoilati domini miKerienrdiBiii iitteiitiiiii exornre. InsMjier etiani «lecinias vel dei'i- ii 
inaleH v*-'*^'*?*'** '" «piibusrpie episcopiis ita teneant atipic dispnnant, sicut siil» anti- 
ceshoribm* '' nnotri« refribtis videlicet et im]iei-atnribns teuere per praceejita visi sunt 
at<|Ue diKpoiiere. Kpi»cnpis'' vern, (piibiis servilinm et mansinnatiea <lci)cnt, tempnri- 
circuitiii» sui Hccuiiduni )*cripta hua sin^^ilis annis persoivant. Kt ut liaec aitctnritas 
concexMinnix «Kpn- eniiHnnatinni.K imstrai- tirininr lialieatiir et pi'r f'iilura tempnra a is 
Ciiiirii- firlcilliw- -;iii(t:i«- ilii ii-(|i->iai- noHti'istpic jirai'-intibii- it futuris iiH^liiis cre- 

li, Bre»»iau_ «i mil ilimklfccr 'l'intt, irnhrnchrinlirli nnrlif/elmt/eii \i) lUm letzte » auf Hukiic 

c) 8Ul cxaetitBre p ntif IIukuv dl A ei ipiiiopis ,|, mit iilKrllüxitiiiciii Ahk-iicziinnszeichfn 



HEINKICII II. 1(1(12. 15 

(latiir ;iti|Uc diligentius conscrvctur, inaiiu projiria siibter ('jim iiniiaviimi.s et sigilli 
iiiistri iujircssidiii' assi<;'iiari iussiiiius. 

y Sig'iuiHi (liimiii I Ii'hirici i.M.) regis iiiviftissiuii. 11 

I Egillii'i'tiis caiicclIaiMiis vice Uuilligisi ai-cliica|icllani rocog. '(\ CSI. 2.) 

Data Villi.' kal. scpt. aiuKi doininicac iiifaniatioiüs Mii, indictiono XV*', anno 
vero donnii IK'iinki reni.s I: actiun NouiüuiaiiO * . 



13. 

Heinrich bestätigt dem Bisthum Halberstadt den Besitzstavd, die Imnninität, 
den Markt zu Halberstadt, das Wahlrecht und andere Hechte. 
10 VtrerM 1002 Äugusf. 27. 

Origiiittltntiissiniiiit K. Adolfs von 1293 Januar 9 Im k. Sfanfsarrhiv zu Berlin (BJ. 

Heineccius Kumor. Goslariens. sylloge 4 ans B oder Ähschrlft davon = Lenckfeld Ant. 
Halhersf. 666 = Leibniz Ann. 3, 819, = Lliuig RA. 17", 19 n" 9, = Lenckfeld Ant. 
nummarine 38. — Leuckfdd Ant. Blankenhurg. 65 am C. — Ludewig Bei. 7 , 437 n° 10 
15 aus B. — Schmidt VB. des Höchst i ff s Hedherstadt 1, 45 n" 60 aus C. — Böhmer Reg. 

902. — Stumpf Big. 1319. 

Geschrieben nach DO. III. 104. 

In nomine sancte et individue trinitati.s. Heim-icus divina favente clomencia 

rC'X. Eeclesiavum dei curam g:erere, peticionibus quoque .servorum de! annuere regibu.s et hounri- 

20 lifuiii ac sahibre fore CHiicti.s tidelibus liqiiido claret. Quaproijter Omnibus fidelibufs nostri.s pre.sentibiis 
.scilicet at(iiie fiituris nntiim esse voliimus, qnomodo vir venerabilis Amoldus sauete dei ecciesie 
Halberstadeusis presul uostram adiens clemenciam pionim anteccssoriini nostrorum reg'um vidclicet 
et imperatorum ipsi sedi eoncessa preeepta et privilegia detulit, eadem a nobis conecdi et roborari 
depi-iscens. Xos veru rili devocionem dilecte COniugi.S nostre Cunegundis videlieet regine nee non 

25 et interveutuni tidelis nostri Willig-isi Mog-uiitine sedi.s venerandl arehiepi-seopi » pie petic-ioni eins 
benignum a.ssensum prebente.s omnia, que niemorate Halberstadensi ecciesie ab anteceSSOribuS nostris 
regia vel inqjeratoria niiniitieencia sive alicirum tidelium collacione sive per preeariam inste tradita 
sunt, et insiipor niercatnni, (lueni beate meniorie senior noster Otto tercius videlicet et imperator 
augnstus * in princiiiali loco Halberstadensi perpetualiter habendum eoncessit, Ciuemadniodum 

30 et nns per lioe iKistruni prece|ituni decrevinius, quiqiie pi'iu.s precepto .secuiidi Ottonis impc- 
ratoris atlgUSti in loeo Saligestat voeato habebatur, una cum theloniis ac monetis et regio banno 
in ntrisque locis tenendis et aeeipieudis et regalem lieribannum super milites liberos et servos eius- 
dem ceclesie ac* nostre precepcionis regia auctoritate pretato episcopo et eins ecciesie suisqtto suc- 
cessoribus dcnuo donamus atque eontirmamns, precipientes firmiter regio iu.ssu, nt nnlltis iudex' publicns 

35 seil qnelibet iudiciaria persona eiusdeml' sedis litos ac colonos seu quoslibet viros ad ipsam sedem 
variis niodis inquisitos vel adliuc inquirendos quolibet modo distringere audeat, scd maneat ipsius loci 
episcopo facultas propria que de hiis iuste voluerit faciendi. Ad liec eeiam pro Senioris nostri- 
quc anteceSSOris felici memoria nostraque prospera incolumitate eciam predicte ecciesie concedi- 
mu.s, ut habeant eiusdem sedis clerici canonice atque ecclesiastice seu inter se vel aliunde digne ad 

10 hoc et convenienter eligendi episcopum liberam ac propriam facnltatem, maneatque eidem loco tarn 
hcc concessio quam omnis emunitas umquam ab anteces.SOribus nostris illuc eoncessa firma et 
perpetualiter tenenda. Et ut hoc nostre auctoritatis decretum firmius stabiliusque perseverct, hanc 
eartani iiide conscribi_ iussinms anuloqne nostro insignitam manu ]iro[n'ia sulitus (irmavimus. 

12. f) Villi, .w, I actum Nouioraag-o riethkJil naehtjetragen . 
■IS 13. [Bresslau] a) K für hac b) eosdem B 



16 KAISEKriiKrNPK X. 

Si^nuiH (luiniii Hi'iiirii-i ivjjis inviili.ssimi (M.K 

Kifjilljcrtus tum-ollariiis viio \\'illif;isi' airliicancollarii'' rooognovit. 

l>ata'' vT kal. si-]>tfmli. ann" dominicc incarnationis inillcsiiuo socimdi), iiulie- 
tiuno XV, aniui vero (.iniiiiiii lli-iiirioi regis |irim<i: actuiii Traiefto; telu'iti-r anun. 



14. 6 

ll'iuricit bestätigt der biscliößicheii Kirche von Utrecht die Immunität, ge- 
währt ihren Wachszinsern und freien ^Schutzleuten die Rechte der kölnischen 
und verzichtet zu ihren (jrunsten auf den Nachlass fremder Priester. 

Elsluo UHrj September 3. 

Liher donat. aus detii Ende den l'-i. Jh. f. 23' im k. Reichsarchiv zu Vlrecht (B-). m 

Ueda Hi.sf. rpixc. i'lhaiect. 274 aii.s Abschrift mit MIII ind. 13 (H) = HednBiicheliiis 99 
veiiiesserl aus D und Mss. = Mieris Holt. Ch. B. 1, ÖH. — Kiederliiiidisrhe I'eber- 
Setzung in der Chronik des Arenl toe Bocop in CD. Xeerland. 2. Ser. 5, 69 mit Uhh) 
ind. 2. — Müller Hei oiuhle niii. rnu hei stiehl Utrecht 70 >i" 37 »us B-. — Böhmer 
Rey. 9(i4. — Stumpf Reg. 1321. i5 

Während das Protokoll den Gewohnheilen des EB entspricht, geht der Context, wie schon 
mil Riicksichl auf die Fassung der Corroborationsformel anzunehmen ist, auf ein ver- 
lorenes DO. II. oder DO. III. zurück ; da.is in dicion auch die Be.itimmung iiher den 
Sachla.ss der fremden Priester bereits enthalten war, ist nach der Formel deprccatus est 
nostnini imperialem clemeiitiam, mit der die Bitte um diese Vergünstigung eingeleitet so 
wird, mindestens wahrscheinlich. I)n wir somit die VI'., deren Benutzung in utt.ieretH D. 
wir annehmen, nicht mehr besitzen, haben wir nur die l'ebereinstimmnng mit den zwei 
filieren Vtrechter DD., die am meisten an das unsrige anklingen, niimlich mit den Im- 
munil/llen Ludwigs des Frommen Miihlbacher Reg. 558 O'^U. I) und Heinrichs I. DH. 
I. 27 (VV. II) durch Pelitdruck hezeichnel, einzelne Worte und Wendungen aber, die ss 
.•.iVA III anderen /illeren Vircchlcr Königsurkunden finden, nicht in gleicher Wei.'ic her- 
rorgrholien. — Wenn die in dem Chartular, auf da.i un.iere ganze handschriftliche Ueber- 
lieferung des D. 14 zuhickgcht, fehlende Indictionsziffer auch in dem Originaldiplom 
nicht vorhanden war (auf die von H eingefügte Ziffer 15 i.it nichts zu geben), so 
könnte das D. möglicher Weise kurz vor dem Epochentage (1. Sept.) geschrieben , des- 30 
halb zunächst für die IndicHon.'iziffer eine Lücke gela.ssen und deren Ausfüllung dann 
unterbliil>en sein. Das D. w/ire dann schon vor dem folgenden geschrieben, und u-ir 
hallen es um dieser Möglichkeit -/■.'//.>,. ror ihtn eingereiht. — Ueber den Ausstellort 
vgl. S. Archiv 20. 133. 

In nomine nanfti; et in<liviiliu; trinitati.-. ilcimiiiis «liviiia fav(nt<^ clcinentia as 
I reX. Xnvcrit iiidiiiilriii neu nn(;nciln.i omiiiiim liili-liiiin iiniitroriini taiii |iryHfiitiiini i|iiaiii et fiitiiro- 

ram, quU AnHindlln vi-ncmhili/i vir vctcri» Traiccti ycrlchi^ c-|iiiirri|>iiH, qiiy cot «•oiisiriuia in lionorc 
unrti Martini nniffimiiriii «•i/lcroriiiiH) 11 !■ Haiirtoriim, adiit celsitiulincm nostraill ili'|>rccaiis, tlt 

conei-deremuH |»r<;<lict<; Hanctt; de! (jccleKl^ <•), uiiinrL-iii il<i et • •.«iKii Mariliil, ut iiullii» 

II iier\'ii» aiit lilj<T |ir<;libat<; i/ecIcBi^ corani ulln jiresidc aut iiidicf Ud.stni nd c-iuikh» 40 

aiidifticla« aui (rcda cxif^cndn ertactiiH veniat, «ed corani advdcalo i|)Hiu8 ^celesi^- )iiii:iiitMr. 

IS. c) ricc canceltarii Williirini II d) H; irohl rerurhriefmi für arcliicupcllHDi c) dat B, 

mm allerdingt in iltr Knn:lti Adolf» für dat um ijcbrnurhl icird. 



HEINRICH II. 1002. 17 

Homines ([uoinu-, (Uti ccraiii ad jn-rdictaiii (jcelesiain solvunt " per aniios .siiigulos, et 
iugeniios'', i[ui sul. niiindibunlii ut tiiifioiie ipsius ecelesif consistuiit, tali lege fi'uantur, sicut II 
Colonieiisi occlesii^^ conccssiiiii est cyterisqiie in regno no.stro constitutis. In.super etiam 
jjrjdictiis honorabilis episcopus Aiisfridus deprecatus est nostram imperialem clemen- 

5 tiam, ut res presbiterorum advenarum, quos teutisca lingua overmerke iiominamus, 
post obituin ciiniin nostr§ ditioni reliet§'' supra nominal^ §cclesi§ concederemus. 
Cuius petitioni per iiiterveiitum dilect«; coniugis nostrg vidclieet regine Cunegund§ libenti i 
aniino aurein accommodaie placuit, et idcirci) hoc prt^'ceptum iani sei>o (litte fccicsie confeiliiiius II 
ol) amorem (lei * saiutiq ii c Martini et pr^cipiendo iubeiims, iit imllus iudfx puljliciis aut aliquis 

10 ex iiulieiaria potestate in snpra scriptis rebus (^cclesi§ dei aut rectoribus eins aliquam 
calumpniani gcrere pr?sumat. Et ut a tidelibus nostris verius et tirmius observetur, hoc i 
pr^sens preceptum conseribi iussimus et sigilli nostri inpressione muniri manuque 
nostra, ut iuf'ra videtur, signavinuis. 

Signum dnnini Heinriei regis invictissimi. 

j5 Egilbertus eaneellarius vice Uiiilligisi arcliicappellani recognovi. 

Data III. non. sept. anno dominic^ incamationis MII, indictione'' anno vero 

dnmini Heinrici I ; actum Elisla. 



15. 

Heinrich erneuert der bischößichen Kirche zu Utrecht die Verleihung der 
20 öffentlichen Gewalt und aller Einkünfte in Bommel sowie des Besitzes des 
Poppe in Arkel. eüIoo 1002 September 3. 

Liber doDat. aus dem Ende des 12. Jh. f. 24 im k. Beichsarchiv zu Utrecht (B-). 

Oronycke van Hollandt (DivMe-kroniek) CXV Extr. in niedeiiändischer Uehersetzung 
mit MI ind. IL — Heda HM. episc. Ultraiect. 275 atis Abschrift mit MIII = Heda- 

25 Buchelius 100 vey-bessert aus D und Mss. mit MXIII 00 = Miens Beschrijving der 

bischoplijken munten en zegelen, van Utrecht in't byzonder (Leydeii 1726) 128 in nieder- 
ländischer Uebersetzung, = Loon Äloude Hollandsche histori 2, 232, = Mieris Holt. 
Ch. B. 1, 56. — Joh. de Leydis Chron. Holt. 117 unvollständig mit M ind. IL — 
Bondam Ch. B. van Gelderland 1, 86 n° 63 mit MXIII aus BDEh. — Niederländische 

30 Uebeisetzung in der Chronik des Arent toe Bocop in CD. Neerland. 2. Ser. 5, 67 unvoll- 

ständig mit 1001 ind. 3. — Bergh OB. van Holland 1, 46 n" 74 Extr. aus D. — 
Sloet OB. van Gehe 1, 126 n" 126 Extr. aus B-. — Muller Het oudste cart. van het 
sticht Utrecht 71 n" 3S aus B-. — Böhmer Reg. 903. — Stumpf Reg. 1320. 

Wiederholung von DO. III. 312, aus dem auch die Devotionsformel und die Intervention 
35 des bereits 999 gestorbenen Bischofs Franco von Worms (vgl. Hirsch Jahrb. 1, 228 N. 4 

und Ficker Beitr. 1, 318) übernommen sind. 

In nomine sancte et individu^ trinitatis. Heinricus supenia favente dementia 

rex. Si liK-is divino cultiii mancipatis alicuius honoris seu proprictatis sublementum prebere stu- 

dtierimus, in nostr§ anime et caruis felicitate nobis divinitus remunerari procul dubio credimus. Qua- 

40 propter optamus, ut omnibus uostris fidelibus notum sit prjsentibus atque futuris, qualiter nos ob 

remedium anime nostre parentumque nostrornm nee non interventu et supplici rogatu Ansfridi sanetc 

14. [Foltz - Bresslau] a) solüt B"- h) B'- c) die Indictionsziffer fehlt in B- ; 15 H 

Kaiserui'kunden III. 3 



18 KAISEUl'KKUNDEN. 

Traiecleiuis ycclMiy venorabili« episcopi et Kraiiconie rcvcrendi prvsiilis nostri |irydic'l\> «cili Trnicc- 
teii»i« jcclMiy in honore sancti Martini • conntnicty dcdiniiis larpti siimiis ot oninino conccssimus 
omncm dittrictum «upor villani Kiiinola et super euncta. qiiv ad eniidem villniii jiertinent, videlicet 
publiry rei siibiecta, toloneum» vcro iiionctain et nei;iiciiim tfeiierale fermeiitaty i-ervisiy, quod vulgo 
fruit nancupatur, immo quicquid in iam dictn villn ad |>ulj|k'Uiii lianiiiiin sivo districtum pertiucrc 5 
ri«utu est tu comitatu Unroelii comitis in pago Tentcrbaut dieto situui, atquc eundem distrietum cum 
moucta bauno • tebinco et totius public^ rei funetione prylibato eenobio sancti Martini coufessuris * 
tradimu«. Insupcr sibi donavimns, quicquid Poppo filius Weiperi liabuit in ministeriuin in eodeni 
comitatu et in villa Arclo. (iroprietario iure habendum. tali ordine ut pryfatus Ansfridus venerabilis 

I -iil suique »uccessores easdeni res per nostrani coutirniatioiieiii trndita» teueat dispouat ordinot et 10 
;i:riiatur, nostra oniniumi|ue nostrorum perpetualiter reniota (•(Hitradicliouc. Kt ut » nostry auelori- 
t«tis pagina firma pennaneat, banc manu propria corroboravinius et sipillare pryecpiraus. 

Signum domni Ilcinriii regis invictissinii. 

Egilboi^us'' cancellariiis vicu Willogisi archiepiscopi recog. 

Data III. non. scpt. aiino dominic^ incamationis MII, indictione •, anno vero i5 
dnmni Hciuriii regis I : actum Eiisla. 

16. 

Heinrich bestätigt den Mönchen von S. Rani zu Reims den Hof Kusel. 

Aachen lOOä September 9. 

Copialbuch da- Abtei S. Beini aus dem Anfang des 13. Jli. p. 9S im Stadtarchiv zu so 
Reims (B) ; mit Correcturen aus der zweiten Hälfte des 14. Jh. (B^) wahrscheinlich nach 
einem Vidimus des Reimser Offidals vom J. 1306. — Copialhuch von Remigiberg aus dem 
18. Jb. f. 5 aus demselben Vidimus im k. Kreisarchiv zu Speyer (C). 

Marlot Hi.it. metr. Remensis 2, 58 wohl aus B -^ Marlot Hist. de la ville de Reims 
3. 695 n' 12, = Migne Patrol. 140, 237 n" 1. — Böhmer Reg. 905. — Stumpf S6 
Reg. 1322. 

Karh DO. I. 286 tcahrscheinlich geschrieben von EB. 

In nomine sanctc et individm,- trinitati.s. llenritus divina favcntf clementia 
rcx. Quoniam reglfj* digmitatis officium esse eonstat, ut monasteria dco et snnctis eins dicata ob 

con^crvandum »anctf reli^oniii utatum novis semper privilc^'ü» contra omnes infestantiuui incurHioncN SO 
manianlnr: idcirco noa iiiterventu dilcctf coniugis noütr; vidclicet l'Cgint,' üunigundi^', Kdclis 
etiam uoitri episcopi Notgeri ■ rcgi^ nOHtry auctoritatiH scriptum «ive preccptuni nionacbia doo 
iianct»(|uc R«mi(rio oximin Francorum doctori Hub reg'ulari disciplina in suburbio Remorum niilitantibuK 
• mngno imperatore Ottone'' olim<= concessum regii ctiam nominis auctoritate a den • nobi» 
rollata roborare dccrcvimiu. Undc rolumus et firmitcr iubcmuN, ut eurtem C«8la vocatam cum omni- 36 
bn* appmdicii« Hui» ad in« et prnprietatcm einiidem beati licniiirii pcrtincntcm infra rcgni noNtri tcr- 
mino« ennatilulam, quam nmnibu« retr« tcmporilm» Hub anteceHxoribufi no»fri» bencficiariam pro »tatu 
et inrolumitati- rc^i Vel imperii 8tli ideill inagnus Otto'' ad uhumi predicti cenobii, siellt llos 
modo, remi'it <•! abxilrit, monacbi ibidem deo nanetoqnc liemifrio famulantcH abHquc ulliiiH contra- 
dirtione teneant et poMidcaut, et quiequid ntilitati* exinde prorenerit, huIk ut libuerlt uniliUH adiungant. 40 
Xolliu ctiam iudex vel advoeaiu« liinc aliquid uxi),'cndi habeat poiestntcm, niHi ijuantum abbim aut 

IJl. T, ■...T'.r. .. ßJ I.) EuK.llKTtun /<'. 

!'•• /'', ircri auf Uiuur; irnji urgpritngikh in U hinter No nland M 

"•■■ ■ -.....•,. (• b) Otthonr f r .,lim JVC, fehlt in IS d) OHlio HC 



IIEIXHICII IT. 1002. 19 

mon.iclii oiusiiem cciiobii dederint vel permiscrint. Et tit lioe .aiictoritatis nostrc preceptnm firmuni et 
stabile permaneat, hanc cartam conscribi et aiiuli iiostri impressione sig-nari iussimus, <(Uam et projiria 
manu sub t u s tirinaviimis. 

Signum düiiiui Henrici invictissiiiii regis". 

5 Egilbertus cancellarius vice Vuilligisi*' archicapellanis i-ecogiiovi. 

Data'' V. idus septenib. anno dominice incamationis MII, indictione' I, amio vero 
domni Henrici regis I; actum Aquisgrani. 



17. 

Heinrich verleiht der bischöflichen Kirche zu Paderborn einen Forst vom 
10 Lutterbach durch Osning und Senne bis zum Wege, der nach Horihusen 
(Nieder - Marsberg) führt, und bestätigt die Immunität. 

Boppard 1002 September 15. 

Bruchstück des Originaldiploms im k. Staatsarchiv zu Münster (A). — Rescripta 2>i'ivi- 
legiorum Paderhurnensis ecclesiae aus der Mitte des Id. .Jh. p. 68 ebenda CB). 

15 (Fürstevherq) Mon. Paderb. ed. I. 14H angeblich (vgl. ed. II.) aus A = ed. II. 236 = 

ed. III. 212 = ed. IV. 220, == Schalen Ann. Paderb. ed. I. 1, 362 = Lünig EA. 
17", 702 n" 9, = Schafen Ann. Paderb. ed. II. 1, 249, = Leibniz Ann. 3, 820. — 
Erhard CD. West f. 1, 59 n" 78 aus B ^ Migne Patrol. 140, 248 n" 13. — Wilmans-Phi- 
lijjpi Westf. KV. 2, 142 n" 125 aus AB. — We.sff. ÜB. Supjyl. 95 n" 586 Reg. — 

20 Böhmer Reg. 906. — Stumpf Reg. 1323. 

Das von dem Originaldiplom auf uns gekommene Bruchstück, toelches nur einen Theil der 
Kanzlerunterschrift mid die Datierungszeile bietet, ist von EB geschrieben, ivährend eine 
Wendung des mit Benutzung von DO. III. 387 verfassten Contextes (peticioni . . . ut 
oportuit annuentes) mit Sicherheit auf EA als Dictator schliessen läs.it. — Ueber die 

25 Entstehung des D. hat Rieger in Forschungen zur Deutschen Gesch. 16, 456 ff. gehandelt. 

Er nimmt an, dass der Vf. der Vita Meinwei-ci , welcher in cap. 9, SS. 11, 111, einen 
Auszug aus unserer Urkunde giebt, zwei verschiedene für Rethar von Paderborn zu Boppard 
ausgestellte DD. in eine Erzählung zusammengefasst habe, von denen das eine die Verleihung 
eines Forstes, das andere die Ertlieilung des Königsschutzes betraf. Diese Aneinanderfügung 

30 zweier DD. in einem Excerpt habe dann den Mann, welcher im 14. Jh. das Paderborner 

Copialbuch B herstellte, verleitet, ein ihm nur lückenhaft vorliegendes Original - D. Heinrichs II. 
(man mms annehmen, dass Rieger hier an das angebliche Forstverleihungsdiplom denkt) mit 
Hilfe von DO. III. 387 oder DH. II. 45 durch einen zweiten sich auf die Immunität 
beziehenden Theil zu ergänzen. Dieser höchst complicierten Annahme, ivelche dem Copisten 

35 des 14. Jh. ein Verfahren zumutet, für das sich schtverlich in Paderborn oder anderswo 

eine zutre/fende Analogie finden wird, hat schon Diekamp in Westf. ÜB. Suppl. 95 
n" 586 mit Recht icidersprochen. Ist in unserem D. schon für den Eingang und für die 
Forstverleihung unzweifelhaft DO. III. 387 als VV. benutzt worden, stammen weiter die 
auf die Immunität bezüglichen Worte unseres D. ebenso wie die Schlussformeln aus der- 

+0 .selben VU., so ist nichts einfacher als die Annahme, dass beide Bestandtheile zu einer und 

16. e) S; regis eapellani C; capellam hinter regis nachgetragen B' -. offenbar war in dem Vidimus 
ton 1306 arcliicancellarii (s. J^ote g) durch übergeschriebenem c-apellaiii, welches hinter regis zu 
stehen htm, corrigiert worden; daher der Irrthum des Cojnsten in C und des Correctors in B 
i) Willigisi C gj arcliicancellarii BC h) datum C i) indicioue B. 

3* 



20 KAISEUritKl-NDEN. 

drr<irlltfH Zril aus ihr IT. liinllnrgeiiomnitii sind. Dass dabei die FasDioig unseres D. 
nicht gut geralhen ist, int ziiziigel>eH , erhifirt sich (dicr, irie schon Dieknwp bemerkte, eben 
ans der /•' '■ ; der VC, insln-sondere aus dem Vmxtand, dass andere in dieser enl- 
haKrMf /'. (.<."»' Ottos Hl., namentlich die freie Wahl des Bischofs und die Ver- 

leihung ausgedehnter Grafschaflsrcchte, zun/tchst noch nicht be.itfitigt wurden, sondern wei- 5 
terer Enciiijung vorMialten blicWn (vgl. unten zu D. 45). Dass dem Autor der Vila 
Meinicerci die Immunitiitsliestiitigung gerade in der Form vorlag, wie sie in unserem D. 
enthalten ist, darf auch aus dem Umstände geschlossen werden, dass er den Auszug daraus 
fast genau in diesellien Worte kleidete, mit nrlclicn er in cap. 7 denselben Passus aus 
Dn. III. H87, der in unserem D. wörtlich wiederholt i.it, ejccerpieric. Ist es also unseres lo 
Eraehtens um die Zuverlfissigkeit des Paderborner Copialbuchs weit besser bcMlt als Rieger 
annahm, so können wir ebensowenig seiner guten Meinung von der Genauigkeit der Urkunden- 
l>eHut:ung in der Vita Meinu-erci zustimmen. Wie willkürlich der Biograph auf Grund 
eigener Rechnung mit den Daten der von ihm benutzten Originalurkunden um.'ipringl . ergeben 
schon Riegers Mitthälungen , z. B. über die Berechnung des Incarnalion.yahres 990 in cap. 6, ib 
über die Einschiebung der Pontifirat.ijahre Silve.iters IL in DO. III. S8~ (cap. 7): es 
ist klar, dass er auf Grund eigenen vermeintlichen Be.sserwi.'isens in demselben Cajritel 
auch die Zahl der Regieningsjahre Ottos III., nie sie damaligem Kanzleibrauche entspre- 
chend im Copialbuch angegeben ist (16), in die seiner Meinung nach richtigere Zahl (18) 
geändert hat. Danach kann es detw auch keinem Zweifel unterliegen, da.is er eigenmächtig 20 
aus ind. I im unserem D. iud. XV gemacht hat: er wu.iste eben nicht oder hielt es für 
i-erkehii, dass die Kanzlei Heinrichs damals die Indictionen nach der griechischen Epoche 
berechnete. Unter diesen Umstanden halten wir es auch für eine willkürliche Correctur 
des Biographen, dass er in dem Au.izug unseres D. auf Grund der Vorurkunde Dei- 
chana statt Luthera schrieb. In Wirklichkeit ist der in unserem D. verliehene Forst, if> 
wie Diekamp a. a. 0. ausführt, umfangreicher als der durch die VU. bestlitigte ; dass 
eine Vermehrung des ur.'sprünglichen Besitzes beabsichtigt war, dürfte auch aus der von EA 
geici'thllen Ausdrucksweise (in subplementum . . . ecclesie in ius concedinius et . . . 
corroboramus) zu schliessen sein. 

In nomine sanctae et individuae trinitatis". Hoinricus divina favcntc cleniencia so 
rex. N'itiun «it omnibiis -fidflilms iiostris presentibus scilicet et fnturis, qualitcr nr>s 
inrcndi« I'ndcTliiinioniiiH ecciosic init^erabili oondolcntes peticioniquc nostri tidt'lis Ketharii 
veniTabili« epiHcopi, qui cideni sedi modo preesse videtur, iit oportuit annuentes, in 
Mibplomi-ntnm iani dicte ecclesie in ius concedimus et ]ht Ikh- rcj^alc ]pr('ci'iitiiiii cur- 

rnlMiraniUH forcnt um . <|ncpil incipit <1p Lutliera fliiniino of tciidit |)or UsnifJ et Sinidi UDqiif in 36 
»iiim 1)110 diu'it fid Horibusen; et de linmiiiiliiis Jin'dicti cpisc'ipi tarn lilioris <iunm et nervi« iiiilln 
iadiciaria potestate coimtrinirendiH niNi c»riiin adviicntn i|ii>'iii ipHc epiMcopiiH eleg-erit, * iioHtm 
omniinniiiK" nontrorum «iicreiiii'iruin et omniiini iiiortnliiiin coiitrndii'eione reniota. Kt ut lioc * confir- 
nucio utaiiilior ciinrtiii permmient temporilniH. Iiaiip paginani manu projirij! iiirroliiiraviiniis i't si|>'illi 
noatri imprnuione iiulffiiiri precepimnii. in 

Signum'' domni"" Hr'Ufici iM.i reps invictis»inii''. 

^ fEpibertUH cnncejllariuH vice Uuiliilf;^'*' arcliicapiliani recog.'] ^ (SI. 2.)' 
I)atn XVII. kal. oct. an[no| dmiiinicac incamationis Mii, indiefione I, anno vero 
domni lii'inrici regii« I: actum Bociibardon. 

17. '■ «; rfO in B frhtrnilf Inrorallnn Iml li!C>I L. ]f'i/i/itriii'iiin nnrlifietrnf/cn 1() die, 16 

■V /'■';/ r«Fi \t'ii>iirrninnn <n H nrirhi/rliiii/pn r) diii H'/ji/ienixinii in li (!) corr. 

'.'■' •' " '* >-miinn untftciitifilirli r/^Mrli rie/teti liat/r <•) tufii iler licrof/nifionssei/^ 

in ,1 i« iiice Uuilli • . . ^ Ifnlmr; ilim illirifir aus li erf/i'l»:! ; r<;<:ogii li, was 

Utri ■ I lifnurli ilfM S^-/irfi/tt i'M t/f/'/ni/rrf iJtt fi SV. V. Itfill hr! 



HEINRICH II. 1002. 21 

18. 

Heinrich bestätigt dem Kloster Sek Schutz und Wahlrecht. 

Speyer 1002 September 28. 

OriginakUplom im grossh. Generallandesarchiv zu Karlsruhe (A). 

6 Lagtdlle Hist. d'Alsace 3, 23 ivohl aus Abschrift. — Schöpflüi Ah. dipl. 1, 145 n" 181 

ans A mit TU. kal. oct. = Grand idier Hist. d'Alsace /', /,90 n" 3ö6 tinvollstiindig. — 
Würdtwein Monast. Falaf. 4, 77 n" 28 ans A. — Böhmer Reg. 907. — Stumpf Reg. 1324. 

Eingangsprotokoll und Context geschrieben von dem, aus DO. III. 77. 87. 159 bekannten 
Seher Schreiber ; Eschatokoll hinzugefügt von EB. Als VU. diente — auch für die De- 

10 votionsformel — DO. III. 79'', dessen in der Ueberliefernng verderbter und mehrfach inter- 

polierter Text mit Hinzuziehung von DO. III. 79" sicher hei-gestellt werden kann. Der 
Petitdruck bezeichnet das, ivas mit diesem hergestellten Text übereinstimmt. Die auf die 
Immunität bezüglichen Einzelbestimmungen der VU. sind in dem D. 18 nicht wiederholt, 
obwohl die Bitte um defensio immiinitatis gestellt ist und im allgemeineyi von der Geiväh- 

15 rang der gestellten Bitten gesprochen wird. Die durch Verderbnis des Pergaments ent- 

standenen Lücken sind nach der VU. ergänzt. 

(C.) y In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus d[ei gratila 

rex. Noscat omnium fidelium sanctae dei eeclesiae nostiorum scilicet praesentium ac futurorum 

industria, ^ Ezeniannum aD[DaJten: uostram devote adiisse clement[i]am petentem, rjuatinus mona- 

20 sterium a aoniin[a| Adallieida imperati'i c e augusta in Alsatia in loco suf proprietatis (jui dicitur 
Salsi * ad eternam laudem dei in liouore» apostolorum Petri [et] Pauli constrnctum cum Omnibus 
rebus mobilibus et immobilibus ac familiis ibidem pertinentibus sub nostram recip[e]re[mu]s [im]muni- 
tatis defensionem atque, (reniotja omni inquietudine, semper secnre et libere concederemus mane[re, 
ita ut] et nostiis et futuris temporibus apostolice tantum libertati et nostrae ad defendendum sub- 

25 iectum sit niaiestati ; liceret quoque semper ipsius monasterii monachos iuxta regulam beati Benedieti 
militantes patre mortuo de suorum collegio talem pastorem sibl praeficere, qualem in su<a regula idem 
pater Benedictus describit eligendum. Cuius precibus libentissime ob divinum amorem annuentes, 
praedictum monasterium abbatem et monachos cum omnibus ad se pertinentibus sub nostram suscepi- 
mus defensionem, firmissime * iubentes, ut nulla potestas, nulla persona aliquas contrarietates vel 

30 violentias eideni m[o]nasterio aut in r[e]b[u]s aut in quibuseumque [p]ossessionibus, quas a deo dilecta 
imperatrice suscepit * vel ab aliquibus sanctae dei eclesiae fidelibus susceptura'' est, nostris ac futuris 
temporibus inferre praesumat. * Ut autem hec nostrae largitatis concessio pleniorem in dei nomine 
obtineat firmitatem, hoc nostrj dominationis prjceptum inde conscriptum sigilli nostri impressione 
signare iussimus manuque propria, ut infra videtur, corroboravimus. 

35 B Signum domni Heini'ici (M.) re[g]is [invijctissimi. ^ 

I Egilbertus caneellarius vice Uuilligisi archicapeUani "^ reeog. | (SI. D.) 

Data IUI. kal. oct. anno dominicae incarnationi.s MII, [ijndictione I, anno vero 
domni Hei[nri|Li regi.s I; actum iSpire. 

19. 

40 Heinrich bestätigt dem Kloster Lorsch Immunität und Wahlrecht. 

Bruchsal 1002 September 29. 

18. [Bresslau] a) an ho Rasur b) A c) in der Mitte des Worts das Pergament zerrissen, 

so das« möfflkher Tl'efisf archicappellani gestanden haben könnte; doch schreibt EB sonst meist 
archicapellani. 



KAISERrUKl'XDEN. 

Codrjr L<iHrr«A(i»i. des 12. Jh. f. lü im k. Rfirktnirhir zu Miiiicheii (A). 

Ftfher SS. 1, 72 dt. — CD. L<wns}irini. 1. l.'iH au.i A. — CD. ].<iiiri\^h<im. I. 149 
H° 8i> ans A = Wilrdliniti Monn.'^t. Palat. •/, HT iinvollultimlig. — Man. Germ. SS. 
•21. 402 ans A. — liolim,r h'aj. 9-j:< ■•• D-<,„.h.r •>') - S/»,»*;,/- Reg. 1325. 

V,,l„^U r„„ FJl >i:irh Do. HI. II b 

lu lu.iuiiu .vauctv ^'^ iiulivi<lii<; iriiiitatis. lli'iiiiicus" diviiia t'aveiitc clvniculia 
rox. Si iTtrn Uirn divinis ciiltilni» iimiui|min il.)i<iiii' ili'<) serviintilms '' ali(|iia iiii'tatis 

(•pera impeiuliimis, non soluin ad regni uostri stabiliorom felici<>riiii(|iic .statuin nobis 
jirotlessc snpiimis, verum etiaiu atl »;'<^n>V ^i'".' gaii'ü» ac'(|uir('iula iios iiulo iuvari 

mininie (lubitainus. QuaproiHer noverit univcrsitas tidelium nostriiriiiii tnin prt'seiitiuni qniiin et 10 
luiiirorum, ([ualitiT • voiurnliili» «l.liiis GeroUlus, fjucm priiiio nostr«; ordinationis die per 
ylectioiH'IU fratruin monnstcri» l^urc-slinin difto, qimd est coiistructum in hoiiore beatoniin apo- 
st"l.>runi ritri « t I'inili et ubi sniictiis Nnznriiis ♦ corporalitcr iacet. pro oiusdeni Ixiiia con- 
vcrsatione abbati-m prccsse fvcimus, obtulit obtutibus nostris continiiationein inmuiiitatis 
dilcctLssinii senioris ac anU'Cessoris nostri bouv memoriy Ottonis imperatoris niig'usti, in (|iin 15 
coutinobatur<=, qualitor idcni senior iiostcr ipsiiiii luoiinsteriuni ob anioreiii ilei dcvotioneilKjue fia- 
trum ibidem dco SCrvientilUll sempcr sub finilissillia tiiitioiie et iiimuiiitatis defeiisioiie ab omni 
inquictudiuc iudiciarij potestntis consistere fecissct. InSuper Ctiam roga\'it uos idem |)ru(Iictus 
■bba* Geroldus, ut morem senioris nostri scquentcs preceptum huiiisceiiiodi * ininunitntis ob 
revcrontiam oaueti inartyri:! Nnznrii • circa ipsiini monasteriuiii fieri ceiiseroinus. Cuius pctitioni per 20 
inter\"entum dilecty Coniugis nostry videlicet regin«,' Cunegund«; ac » Willigisi Mog-outinc sedis 
TcDerabilis archiepiscopi * asseiisuiii prebuimus et hoc nostr; nuctoritatis preceptum erga ipsum niona- 
Jleriuiu et iDODachcm ibidem deo iiiilitaiitcs iumiiiiitatis atque tiiitionis * grntia pro divini ciiltiis amure 
et aniiDV no»tr( reincdio ticri decrerimiis, per qiiod precipinius atque iubemu.s, ut niillu.s iudex publicus 
vcl quülibet ex iudiciariii potestate nut ullus ex tidelibus uostris tarn prescntibu.s quam cl futiiris in ä& 
fccicsiu auf loca vcl agros seu rcliquas posscgsiones predieti monastcrii, quas muderno tempore iu 
quihualibcl pagis rcl tcrritoriis infra ditioncm regni nostri iustc et legalitcr possidet, vcl quf doinceps 
« catbolicia viris eidem collatf fucriut monastcrio, ad causo-s audiendas vel freda aut tributa exigenda 
aul manaioDci vcl paratas facienda;) aut tideiiussores tollcndos aut bumines ipsius monasterii tani in- 
gCDUOs quam ser\'oa super terram ijisiua comuianentes iniuste distringcndos nee ullas redibitioues aut io 
illicitax uccasioncs requirendas nustritt ncc futuris tcmporibus ingredi audeal nee ca quf supra niemo- 
rata aunt pc-nitus cxigcre prosumat. Liceat Otiani mcinorato abbati suisquc sueccssoribng res predieti 
monaxterii tiub dcfensione ininiunitntis nostry quieto ordine possidere. Quiequid etiam ius fisci exindc 
exijrer<? UhfjUC Iiac poterat, iu int<'|{TUui eidem coneessimus monastcrio, scilicet ut in alimoniam pau- 
pemm et stipcndia roODacbomm ibidem dco famulantium percnnibus tcmporibus proHeiat in anj^mcntis. 35 
Kt quando quidem divina vocatione aupra dictus abbas vcl successorcs eins de hae lucc u)i|7raverint, 
quamdiu ip«i monacki inter ac taics invcnire potuerint, qui ipsam congregationcm sccundum rcfrulam 
»ancli Benedicti regere valcant, per hnnc aueturitatem nostrr; contirmationis. siciit jiriils liabo- 
bant ex con*cn«u OttoniH imperatoris augU.sti, liccntiam Imbeant rliprenili abbat cm, <|uatinur< 
ipiii «crvi dei, qui ibidem dco rnninlantur, • jiro nobis dilectarpie conillge nostra ('niligllll<bl lO 

ad deuni devota« preces efTiindniit. Kt ut bec auctoritas nostre confirniationis liiiic et 
in pf-qietuuiil tinna |)emianeat. manu propria firmantcs sigilli nostri imprcssione signari 



lUMirou*. 



Sigii'iio rli.iiirii Hcinrici'' re^jjis invictissiini (M.j. 

19. ■|lr'-««lau ») Bhtrfitjiehrifhrn II. li| A <■) in qua contincliatur fehlt durch Schrcih- \b 

fthler r/tA Oo/'iWra ih IT, niMiu ilnrt aber trg/Inzt leeriiett d) Heinriei secumli A, ilag 

iHiirrt Wart offenbar Xiitat: lif» Copittrii, der den Uegenttnnanten die. Ordnungmahlen hinzu- 



JHEINRICH 11. 1002. 23 

Eigilbertus cancellarius vice Willigisi archicapellani recognovi. 

Data III. kal. octobr. anno doniinic(j incamationis MII, indictione I, anno vero 
donnii Ileinrici'^ regi.s primo; actum in Bruchsole. 



20. 

6 Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Worms den ihm von Herzog 
Otto übereigneten Besitz desselben in der Stadt Worms mit Ausnahme von 
drei genannten Eigenleuten des Herzogs. Bruchsal 1002 Odober 3. 

Ghartul. Worm. aus der Mitte des 12. Jh. f. 31 in dei- k. Bibliothek zu Hannover (C). 

— Notarielle Abschrift von 1360 im grossh. Staatsarchiv zu Darmstadt (E). — lAber 
10 priv. eccl. Worm. aus dem Anfang des 15. Jh. f. 1 ebenda (D^). — Abschrift in dem- 
selben Copialbuch f. 1' nach Transsumpt König Wenzels von 1384 December 16 (D^). — 
Abschrift in demselben Copialbuch f. 129' nach Transsumpt König Sigmunds von 1415 
April 14 (D^). — Abschrift vom J. 1777 des 1616 angelegten Vidimationsbucks f. 33 
ebendaselbst nach Transsumpt König Sigmunds von 1415 April 14 (B). 

15 Apologia der Stadt Wormbs ed. I. (1694) 217 aus B = Libera imperialis Wormatia 

3, 124 Extr., = Apologia der Stadt Wormbs ed. IL (1761) 217. — Schannat. Eist. 
Worm. 2, 35 n" 41 aus E (S) = Migne Patrol. 140, 245 n° 9. — Orig. Guelf. 4, 297 
n" 3 aus C. — Boos ÜB. der Stadt Worms 1, 30 n" 39 aus BCS. — Böhmer Reg. 908. 

— Stumpf Reg. 1326. 

20 Verfasst und wohl auch geschrieben von EB. 

In nomine sancte et individue trinitatis. Heinricus divina favente'' dementia 
rex. Si ecclesias dei ex aliquibus divino nutu nobis concessis rebus ditamus'' 

non solum ad regni nostri feliciorem stabilioremque .statiun nobis prodesse sapimus, 
verum etiam ad etema"^ paradisi gaudia capienda multum nos inde iuvari minime 

25 dubitamus. Quapropter noverint omnes nostri fideles presentes scilicet et futuri, qua- 
iiter nos pro remedio anime dilectissimi senioris nostri beate memorie Ottonis vide- 
licet imperatoris augusti et etiam pro nostris alionmique nostrorum parentum dignis 
commemorationibus sancte Wormatiensi'' §eclesi§ per interventum Cunigunde^ dilecte 
coniugis nostre et per eiusdem ecclesie venerabilis episcopi scilicet*" Burchardi" dignas 

30 postulationes totum predium omnemque proprietatem, quam nos per dilecti consanguinei 
nostri Ottonis quoque ducis firmam traditionem in proprium ius accepimus, sicut ipse 
VISUS est habere infra eandem civitatem, hoc est Wormatiam, predicte ecclesie in 
honore'' sancti Petri consecrate et venerabili prenominate" ecclesie episcopo eiusque 
successoribus per hoc regale'^ preceptum in proprium ius tradidimus, cum omnibus 

36 ad eandcni proprietatem iuste et legahter pertinentibus, id est areis edificiis viis et 

inviis exitibus et reditibus aquis aquarunique ' decur.sibus piscationibus molendinis 

mancipiis utriusque sexus, exceptis tribus supra dicti ducis Ottonis servientibus vide- 

licet Siggilino™, Ebone, Hecilino " cum uxoribus et filiis filiabusque eorum, eo vide- 

licet tenore ut idem prenominatus episcopus Burchardus" suique .successores de his 

/ 

40 19. e) übergeschrieben II. 

20. [Bresslau] a) favente fehlt in B h) dicamus B o) feliU in D- d) Wormatiensis B 
e) CE; Chunigundae B; Chimgunde D'D^- Chungundis D» f) videlioet D- g) CD'D-D'; 
Burkardi BE h) honorem B i) prenotate D- k) CD^; regium BD'D^E 1) aqua- 
rumve C : aquarum D' m) C; Sigelino BD-; Sygelino b'ß^; Syggelino E n) C; Hetze- 

45 lino BD'D^D^; Hetzilino E o) CD^D'-D^; Burcaidus B; Burkardus E 



•_M K A IST. i;r itKf N i>i:n. 

supnt scriptis rebus ad utilitntoni occlcsie lihorniii potestatem liahcant faciendi qundP 
veliiit. Kt iit lu'c nostif traditimiis auclorita.s stabilis et inconvulsa pcrniaiipat'i. Iianc 
prci'fpti pafjinain Jude conscriptani manu piopiia mborantes sigilli "^ iinstii inpressione" 
sipiari iussiinus. 

Sifrnuin doniini Heinrici rcjjis inviitissinii ' . » 

K^C'll»'"""'"'^'' oanccllarius ^•ic•o Willij,'isi' arrlii<.:i|MHani iihhj,'." 
Data* V. non. ort. annii d<>ininii-o iiu'arnationi»« MIl, indictionc I. anno vtro 
dinniii Iloinrici reps 1; actum-' liruoc-lisole*. 

21. 

Heinrich schenkt der bischöfiirhen Kirche zu Worms die Stadt Weilburg. lo 

Augsburg 1002 Octohrr -iL 

Aksrhrift aux dem Ende des 12. Jh. in den Sachträgen zum Chartul. Worni. f. 46' 
in der k. nihliothek zu Hannover (C-). 

Orig. Gurif. 4, 283 n" 3 aus C* »»7 hd. XV = Moritz Ahh. vom Vrapmng der Reichs- 
.sl/ille 221 Ertr., = Kreuie)- Orig. Nass. 2, 99 n" 68. — Böhmer Reg. 909. — Stumpf i5 
Reg. 1327. 

Verfiuvit und dem Protokoll nach auch geschrieben von EB. lieber das Verhältnis der 
Urkunde zu DO. HI. 386 und Stumpf Reg. 2614 vgl. Schliephake Gesch. von Xa-isau 
1. 306 f. 

In iniinine sanct^ et indiviihu; trinitatis. Heinricus divina favente cleniontia äo 
rcx. Niitum .sit omnibus tidi'libus nostris presentibus scilicet pt futuris, qualiter 

no8 per interventuni dilectr; coniugis no8tr§ videlicet regin^ Chmiigund<^ pi§ pcticioni 
Burghardi Womiacien>iis ecclesi? cpiscopi" (juandani partem predii nostrum ius rcspi- 
(.-ii-ntis a<l altan- sancti apostolnrnm principis Petri ])er hoc rcgale preceptnm in pro- 
prium tradidinnis in pago Ldgcnidi«' et in comitatu Gerlahi coniitis, id est eivitatcm ss 
nomine Wileneburg et omnem dominicatum, quicquid regias respieit nianus, cum'' 
cunciis eunim ui*ibus et pertinentiis, lioc est sen'is et aneillis areis r;diHciis terris 
culti» et incultit« prati» pascuis sive eonpascuis silvis fore.stis venationibus saginis 
aquix aqunrumquc decursibus piücationibus molendinis vüs et inviis exitibus et rcdi- 
tibu« quesitis et ini|uirendiH, cum banno regio et omnibus qui.» quolibct jnoilo rite .'in 
vocari pohHunt appcndiciis et utensilibuf*, eo tenore quatinus predictus Burghardns 
epincopu« et omnix illius in futunnn successio liberani de eodem i)redio deineeps 
habeat potitntatoni quicquid «ibi pro conpeudio et utilitatc ecclesi^ libeat facienili. V.\ 
ut b^-c nrihtr«; trnditinniK auetoritas stabilis et iiicunvulsa pernianeat. lianc nostri |)r(^- 
cepti paginam propria nntmi roborantes sigilli ncistri inpressinne signari iussinnis. 36 

Kigiibertuii cancelbirius vice Wiliigisi arcliica|)enani recognovit. 

Uatn II. kftl. nov. anno dominic; incarnationis MII, indietiune I, anno vero 
domni Ilcinrici I; actum in civitate Uindelicorum Augusta. 

SO. p) quid W q) pcrmancant D' r) niirni /)' a) appeniiinne BD* t) /)"; die 

Sh> --' '••■ !:rri<p'f: a\ C; Einffll'crtii« ßA)'; fencillx-rtiii ß'A"; GilheriuH /^' 40 

* /'; Willi(fy»i E «) A', uml ko nach dem Uraiich tlrg KU i/nlil rinn 

'h.; ,.;„..., lnh'lt^t)' X) C/)'A"; dst H\ datuni D'ir v) acta />' ■/.) C; 

Brunwl //; Bru)ch»ol /»' ; Brayichel /)'; Bruclwel l>'; Bnioilisale /•;. 

tl. [BruMJau] B) ein Wort irlr annui'nt«« oder amentieiitri* ffhil Ij) vel C". 



HEINRICH II. 1002. 25 

22. 

Heinrich schenkt dem Markgrafen Heinrich eine Besitzung zwischen der Dürren 
Liesing und der Triesting und zwanzig Hufen zwischen dem Flüsschen Kamp 
und der March. Haselbach 1002 November 1. 

6 Originaldiplom im k. k. Haus- Hof- und Staatsarchiv zu Wien (A). 

Ludeivig Rel. 4, 249 Reg. — Fragmentarisches Facsimile im Chr. Gotw. 2^7. ■ — 
Schroetter' Oesterreich. Staatsge,Kh. 123 unvollständig aus Chr. Gotiv. — Stumpf Acta 
ined. 39 n° 32 aus A. — Meiller Reg. der Babenbei-ger 3 n" 5. — Böhmer Reg. 910. — 
Stumpf Reg. 1328. 

10 Ausserhalb der Kanzlei vei-fasst und geschrieben. Das Monogramm scheint in dafür leer 

gelassenen Raum nachträglich eingefügt zu sein und wurde, da dieser sehr gross war, 
stark in die Breite gezogen. Da das Siegel echt ist, Schrift und Protokoll zeitgemäss 
sind, der Inhalt zu keinen Bedenken Anlass giebt, sehen wir keinen Oi'und, an der Echt- 
heit der Urkunde zu zweifeln. Uehei- die Erklärung der Namen s. Meiller Reg. 193. 

15 (C.) ^ In nomine sauctae et individuae "^ trinitatis i" . Henricus divina favente 

dementia rex. Notum sit omnibus nostris fidelibus | presentibus scilicet et futuris, 

qiialiter nos dedimus cuidam marchioni nomine Heinrico tale prediuni, quäle sub 
regia potestate visi sunuis possidere inter Durran Liezniccham" et Triezniccham, et 
insuper dedimus sibi XX hobas inter Chambam et Maraaho, eligendas ubicumque sua 

20 desiderat optatio, cum omnibus usibus suis et cum omnibus negotiis suis, qui^ l^^g*- 
liter illis sub[ia]cere videntur, una cum mancipiis utriusque sexus, cum §ccl§siis<' 
molendinis piscationibus pratis silvis pascuis conpascuis aquis aquarumve decursibus 
viis et inviis exitibus et reditibus qu^sitis et inquirendis cultis et incultis areis et 
^dificiis et quicquid in illis utilitati appendet, eo tenore ut idem predictus Heinricus 

25 liberam habeat potestatem inde faciendi quicquid eum libet possidendi hereditandi 
commutandi venundandi deo immolandi, seu quicquid sibi placeat potestative taciat. 
Et ut h§c ti'aditio nostri regalis prgcepti firma et perpetua permaneat, [haue]* cartani 
inde conscriptam nostro sigillo insigniri iussimus. 

I Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. | 

30 I Egilbertus canceUarius vice UuiUigisi arcliiepißcopi recognovi. | (SI. 2.) 

Data kal. novembri mense anno dominic§ incarnationis MII, indictione I ; acta 
in Hasalbach, primo anno regnante*^ rege Heim^ico.^ 



23. 

Heinrich schenkt dem Kloster Tegernsee einen Hof zu Regensburg. 
36 Regensburg 1002 November 12. 

Originaldiplom im k. Reichsarrhiv zu München (A). 

Oefele SS. rer. Bote. 2, 80 aus Abschrift. — Mon. Boica 6, 156 n" 3 aus A = Ried 

22. [Bresslau] a) es stand ursprihtf/l/ch iudiuit? t; das e wurde zu d, t zu e corr. und zwischen 

beide ua eingeschoben b| hinter frinitatis noch ein t c) zwischen n und i ein liuchstabe 

40 radiert d) Ä e) durch Loch im Pergament zerstört; die Oberlänge des li und ein Theil 

des c noch sichtbar f") d^is e zwischen r und g nachträglich eingeschoben g) in der 

Datierung konnten wir keinerlei Nachtragung bestimmt erkennen, rgl. Ficker Beitr. S, 2ÖÖ. 

Kaiserurkuaden III. 4 



26 KAISEinKKrxnEN. 

CD. Ratisb. 1, llti M° iVJ = Migiie Polrol. I4(t. •■i40 u" :i. — Farsimile in Kaiso- 
urk-Htidni IN Abb. Lief. 4. Taf. 5. — Böhmer Reg. 911. — Sliinipf Rey. IH-Jit. 

Eingaitgsprotokoll und Coutext aii.tserhalb der Kanzlei verfttsftt und geschrieben ; Rsrhiüokoll 
hin:Hgrfiigt von EH. Angesichts der Thal.iache, rf«,s',s' in der von EB gcichrieln-nrn Datie- 
rung die Tagrsangalx- sichtlich nachgetragen ist, lii.ist /tich die Entstehung des D. auf & 
itcirfache HViV erklären. Entweder die Kanzlei übergab der Partei ein Blanquet mit 
rorau.'igeferligteni Eichalokoll , in iccichew eine Lücke für die Tagesangabe gela-weii war; 
hierauf Hess die Partei Eingangsprotokoll und Coute.rt ■'schreiben : endlich wurde bei 
der Vollziehung des D. durch Be.wgelung und Nachtragutig de.i Vollziehung.istrichs im M. 
(die trir auch da annehmen, wo sie icie im vorliegenden Fall heute nicht mehr zu erkennen lo 
ist) da.i Tage.'idatum nachgetragen. So Bayer in Kai.'^n'urkunden in Abb. Te.rt 68'', vgl. 
auch Ficker Beitr. 'J . l'J'J. 1'24. Oder aber: die Partei lieferte ein von ihr bis auf 
das Eichatokoll fertigge.'itellfes D. in die Kanzlei, diesem fügte EB das EschatokoU hinzu, 
trug al>er das Tage-ydatum erst bei der Brsiegclung ein . nachdem das D. vom König 
gawhmigt und unterfertigt war. Mit dem Schrifibefund sind beide Erklärungen in gleicher i6 
Weise ttereinbar. — Gleichzeitig mit D. V.'< ist wahr.icheiidich ein D. über die Schenkung 
von zwei Hufen zu Loiben gegeben, von welchem wir nur eine Neuausfertigung besitzen, 
die wir hinte}- dem D. vom 22. Mai 1009 einreihen : vgl. N. Archiv 20, l.'iH ff. 

§ In* nomiiu" s.inctae et inilivülujic triuitatis. Hcinricus csielicii iii)])rrit;iiito de- 
mentia rc'X elt'ctuR. Dum cmu-tis niortalibus a deo eonccssum sit, .scfuiKliiin pro- so 
prium ^ arbitrium uniuscuinsquc pri) felicitate et spe luansiira sil)i j)raecaven(lo posse 
thcsaurizare fiitura bona, iccirco'' notuni volumus esse cunctis tidelibus prescntibus et 
futnris, fjuod ad prosperitatcni rcf^ni nostri et vitani pereiincin promorendani, iinpe- 
trante vcnerabili viro Kbarhardo al)bate, ad monasterium sancti Quirini dcdimiis uiiiini 
curtUe in Itatisponensi civitate sitimi iuxta nHTcatiiiii vieiniiiii lot-d (pii dii^itiir Alia- «& 
i'birclia in coniitatn Huodpcrti^'. Et iit b^>c nostra rcjjalis traditin absqiic iilla coiitra- 
diftione «d i<b-ni nioiiasti'riinn tirinitrr ])cnnancat, nwv per|n'tii(> ]iriipria manu in bac 
carta Hubnotavimus sif^ium et sigilli nostri inpressione iussiinus iinaj;iiiari. 

^ Siptum domni Heinrici iM.) regis invictissinii. 'R 

^ Kplbcrtnti fancellariiis vice UuilHgisi arebicaiiclbiiii rccog. | (SI. 2.) w 

Dat!» II. id. nov.*" anno dominicae incarnationis MII, i[n]dictione I, anno vcro 
dnmni Ili-inrici regis i; aetiini IJadosbone. 



24. 

Hf-inrirli fjesfätii/t den Herzofjcn Petrus und Joliannes von Venedifi die Lrkun- 
dffji .seiner Vorjahrin, injihesondere ihre und ihrer Kirchen Besitzungen in der 35 
Mark Verona und der Grafschaft Istrien seit der Zeit Otto's L, den Vei'trag 
ntto's IL, und was ihnen und ihren Kirchen Otto III. in jenen Gebieten ver- 
briejt hatte. Regetuiburg 1002 November 16. 

Librr hlancu.H aus drr Vittr des 14. .Jh. f. H4 im k. Staatsarchiv zu Venedig (C). — 
Codex T'n'i'MfliM« ««* detn Anfang de.s 16. .Jh. f. IHü ebenda (I)). 40 

ituraluri SS. 12, 232 Extr. aus zwei Handschriften des Chronicon A. Danduli. — Marin 

2S. 'HUtch] ») Chrijimo» frhil in A li) A ci hinler Riio<lpLTti freier Unitm ron 3 cm, so 

il/m drr Snmt irrihl nnrhgrtraijrn iiri i\) II. iti. iiov, ron KU nnrliffiiraffi'n. 



HEINRICH II. 1002. 27 

Storia de' Veiiezifuii 2, 264 Extr. aus D. — Romamn Storia di Venezin 1, 387 n° 16 
aus D, trotz seiner gegenteiligen Angabe ; ebendaher wohl auch die Verbesserungen 2, 468. 
— Man. Genn. Const. 1, 57 n" 27 aus CD (K). — Böhmer Reg. 915. — Stumpf 
Reg. 1333. 

5 Verfasst von EA, der den älteren Urkunden höchstens hier und da einige Worte entlehnte, 

lieber die Fm-m des Praecepts s. Fanta Mittheil, des Instit. f. oesterreich. Geschichtsf. 
Erg. 1, 108. Zu dem von Hirsch Jahrb. 1, 169 N. 3 angeziveifelten Titel des Herzogs 
Petrus vgl. Kohlschütter Venedig unter dem Herzog Peter II. Orseolo (Göttingen 1868) 44 
N. 1. — Wie D für die Herstellung des Textes in erstei- Linie in Betracht kommt, so 

10 haben wir auch seine Orthographie zu Grunde gelegt, die derjenigen des EA, abgesehen 

von einigen Eigennamen, viel näher steht als die von C gebrauchte. 

In nomine sanctg et individu^ trinitatis. Henricus divina favente dementia 
rex. Notum sit omnibus fidelibus nostris pr^sentibus scilicet et futuris, qualiter 

venerabilis dnx Ueneticoruni et Dahiiatianorum " nomine Petras una cum tilio suo 

15 lohanne* similiter duce per dilectum nobis lohannem'' diaconiim et suum capellanum 
nostram adiif^ maiestatem suppliciter'^ rogitans<^ rcgium nosti-§ confirmationis preceptum 
super bis rebus, quas vel' ipse Petrus vel pater suiis seu antecessores duces sub 
nostris antecessoribus regibus et imperatoribus usque ad nostra tempora dono Scripte 
sive pacto in regno Italico possederunt*?. Eorum igitm* ut oportuit petitioni annuentes 

20 per interventum dilectg coniugis nostrg Cunigund^ videlicet reging nostriqvie fidelis 
Operti '" Ueronensis ecclesig episcopi 2)er hoc regi§ potestatis insigne contirmamus et 
perpetua illis stabilitate corroboramus omnia a nostris precessoribus facta pr^cepta; et 
quicquid a tempore domini Ottnnis primi a suis decessoribus sive a suis ecclesiis iia' 
Ueronensi "^ marcbia sive in Istriensi comitatu hactenus possessum est, nostra dein- 

25 ceps libertate possideantur ' cum confinnatione pacti, quod secimdus Otto Vereng sibi 
fecit. Insuper etiam ea, quae sanct§ recordationis senior noster tertius Otto in pr§- 
dicta marcbia et in Istriensi™ comitatu sibi et suis ecclesiis j)receptali scriptione pos- 
sidenda concessit sive confirmavit, pr^fati duces suique successores et ecclesig Hcenter 
in integnim teneant, sive quicquid in prgdicta pro^^^cia per cartulam libellarii" nunc 

30 tenent, sine molestation^ teneant. Precipientes igitur iubemus, ut niühis dux comes 
vicecomes marchio .sive" aliqua regni nostri magna vel parva persona" eos vel eorum 
ecclesias et successores in hisP molestare audeat. Quod si quis fecerit, centum libras 
auri iuxta legem componat. Et ut hec nostra confirmatio inconvxilsa pennaneat, hanc 
nostri preccpti paginam manu propria roborantes nostro sigillo imprimi iussimus. 

35 Signum domini Henrici (M.)^' regis invictissimi. 

Eigilbertus •' cancellarius vice Uuilligisi* arcbicapellani rccognoA-i. 

Data XVI. kal. decembr. anno dominicf incarnationis MII, indictione I, anno vero 
domini Henrici' regis I; actum Radespona". 

24. [Pertz- Rieger -Bresslau] a) Dalmatiorum C b) loann. D c) adire D d) supüciter D 
40 e) rogitatis C f I fehlt in C g) possiderunt C h) Opperti C i) ecclesiis in fehlt in C 

k) uerouensis C, ueroueiisia D 1) CD übereinstimmend , so dass wir den Plural nicht 

eniendieren mögen ; schon EA kann hi^r aus der Construction gefallen sein ; liberalitate possi- 
deant K m) histriensi C n) liberalii C o) sive regui aliqua magiia persona vel 

parva nostri regni C p) D, doch ist die Lesart zweifelhaft, riclhicht auch intus ; in hiis C 

45 q) M. hinter signum in C r) Egilbertus, aber mit einem i-Punkt über der Zunge des An- 

fangsbuchstabens D; Kgilbertus C. Da der letztere Lesefehler leichter zu erklären ist, wenn 
im Or. Eigilbertus stand, und diese Form auch in der nächsten Urkunde des EA begegnet, 
haben wir sie in den Te.rt gesetzt s) üuillisgisi C; Vuiligisi D t) Bnrici D u) Radis- 
ponae D. 

4* 



28 KAISERUKKUNDKN. 

2:). 
Heinrich bejitätigt dem Kloster Memleben die ImimtniUü und den Besitzstand 
und verleiht ihtn rechtliche Gleichstellung n}it den Klöstern Fulda, Corvei und 
Reichenau sowie freie Wahl des Abtes und des Vogtes. 

lictjen.'ihiirf) 1(MV2 November 16. 5 

OritfimildiploM im k. Slaatsmchiv zu }farhHig (A). — Ahscliiift aus dcw Ende des 
IS. Jh. aus dem damals n<wA hesser erludleneti Originaldiplom iti Sclimineke's Diplnmala 
rium Hiissianim 1,111 auf der k. Bibliothek zu Cassel (A^). 

Wenek Hess. Landesgeseh. 3*. S9 h° il aus A = Wilhelm in Mittheil, aus dem Gebiet 
hisloriseh ■ antiq. Forsehungeti 5,73. — Böhmer Reg. 916. — Stumpf Reg. lH3i. 10 

Verfasst und — mit Ausnahme eines von EB nachgetragene» Wortes — gesrhrielien von 
EA. Diesem hat walirsrheinlich ein verlorenes, mit Jalfi-L. Reg. 3818. 3819 zugleieh 
ausgefertigtes Privileg Bemdiets VII. für Memleben vorgelegen; mit den DD. O. II. 194. 
195. 196 stimmt nur eine zu.iammenhänget)de Wendung von D. 25 überein. — A hat durch 
Feurhtigkeit sehr gelitten, doch Hessen sich bei wiederholter Betrachtung noch au.'ireichende i5 
Spuren der Schrift erkennen, um die mei.^ten Lücken mit Sicherheit ausfüllen zu können; 
if<iÄ auch so noch unleserlich blieb, ist nach dem Sprachgebrauch des EA und detn Sinn, 
unter BerüeJesiehfigung der von A^ gebotenen Lesarten, ergänzt worden. 

(C.) ^ In nomine sanctae et individuao triiiitatis. Ileinflms" divina favente de- 
mentia rex. Notum sit <iinni1)us tidelibus iioslris praesentibus soilicot et futuris, xn 
qualiter venerabilis abbas nomine Heginoldus'* nostrani ^ maiestatcni adiit su|i|)liciter 
obsecrans, monasterio suo, qiiod situm est in loco qui dicitur Mimeleim in ii|ia flu- 
minis Unstnidae, nostra nnniiticontia eonfirniationem ficri sujjer ii)so loco vel rebus et 
loconim iK-rtinentiis *■ in (K-i nomine ibi collatis. Cuius petitioni ]>er interventum 
dileetae eoniugis nostrae Cunigundae videlicet reginae [ut ojK)rtuit|'' annuentes con- « 
f[ir)''mamii8 et per hoc nostrae regiae niaiestatis [insigne]® pr[efat^'|'^ dti |aecclesi]§'' 
«■orroboranms |i[rei-e]j)tnm'f immunitatis et libcrtatis. vel qiiiequid ibi a .sani-tae mcmo- 
riae*" anteiM-s^ore iiostro Ditom- sceundo dono eoncanibio sive scrijito traditiini et con- 
cessiim »ive a c^teris Christi tidehbus aliqua fuit aiit erit oblationc (•nllatiiiii. Statiii- 
mu» etiam regia id maicstate saneientes, ut idcm iam dictus locus et abbas cum fra- 30 
tribuh iiomines({uc iliic habitantes aut' ibi pertinentes tali iure ac stabilitate deinceps 
perfniantur, (|uali utuntur cetera loca nostri iuris Uuldensis Corbieiisis et Augensis, 
sintque üHh per omnia iure stabilitafis similes et aequales ad** regulam saneti semper 
llenedicti eonununiter vivcntes, t-t nulli umquam nliquod terrenum serviciuin debeant, 
Kcd eunct«, (pn; habmt vcl in jioHtenim iialiituri sunt, alilmü ouni iii(imn-liis » a<l coruni 35 
necriMria, prout ein vinuni fiiorit, rnimtitiint iitf|iir lÜHpoiint. I)i(iiiniis cti.lMl eis lilx'rum (Avv- 
tioniH arbifrium abbate» per dccessiones, rcmota <inniiuin inrcstatione. t^iigendi. Ad- 
vocatoH jiro sua «-b-ctione constitiiant aut, si inqmibi l'ucrint, commutancb) et aüos pro 
ei« Bubutitncndo <b-ponant et eh-ctos eine alicuius eontradictione securi habcant. Et 
ut haec noKtra coneeHsio vcl continnatio Ktab|i|liK et inconvulsa jiermaneat, Iianc nostri <o 
|ira«cf]>li paginam manu |iro|)ria rcdirtrantes Kigillo nostrn imprimi iussimus. 

^ Signum donnii II. Imli 1.! \! rfgis invietissimi. jj 

ii. y 1 -1 b Kl ;,'iiiiililuN ron h'H in ilafür flelamutif Lücke narhi/cl rillen 

iiuf lltuur A) eeijätizl nun A' e, »o nach tlrn Heulen der tluchstabcn 

" • ■ /. . I-:a fri/ilnzt ; iimurifiTi- A' f) rrgäml nm-li den Heulen der 4& 

/ \iT'-faii> loco A' Kl prc'cejita A' \\) o euer, aut c i) a 

rtiii 'Kl. R III "111 , irohl nun tiu oder ni 



HEINRICH II. 1002. 29 

I Eigilbertus cancellarius vice Uuilligisi archieapcllani recognovit. | (SI. 2.) 

Data XVl. kal. deeeiiib. [indictione l]', anno iiicarnationis dominicae MII, anno 
vero ' domni Heinrichi regnantis I ; actum Radespone. 

26. 

6 Heinrich schenkt der von ihm zur Mtctterkirche erhobenen und mit königlicher 
Freiheit begabten Alten Kapelle zu Regensburg den Ort Eining. 

Rcyensburg 1002 November 16. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Heyberger Ichnographia Babenb. 1, 48 unvollständig aus A. — Ried CD. Ratisb. 1, 116 
10 w" 125 aus A = Migne Patrol. 140, 240 n° 4. — Mon. Boica 28", 298 n" IM am A. 

— Böhmer Reg. 913. — Stumpf Reg. 1331. 

Von EA verfassi und geschrieben. In der Datierung ist zwischen regis I und actum 
ein grösserei-, durch das Siegel ausgefüllter Zwischenratim. Danach ist es möglich, dass 
dem EA ein bereits besiegeltes Pergamentblatt übergeben wurde, ivie auch in D. 28 das 

iB gleiche Verhältnis obzuwalten scJieint. Die älteste Dorsualnotiz De Ouueninga scheint 

von EA selbst herzurühren, der sich auf diese Weise eine Notiz über den Betreff des her- 
zustellenden Diploms gemacht hätte. — Die älteren Deutungen des Ortsnamens sind durch- 
weg von einer falschen Lesung desselben ausgegangen ; die richtige schon bei Lang Send- 
schreiben an Böhmer 11. Die Urkunde über die Verleihung der libertas regalis an die 

»0 Alte Kapelle ist nicht erhalfen. — Von Udalrich von Bamberg zum Formular zusammen- 

gezogen und so in seine Sammlung aufgenommen. 

(C.) I In nomine sanetae et individuae trinitatis. Heinrichus divina favente 
dementia rex. Si collapsa vetustate aut negligentia sanctorum loca reparamus et 

ibi divino cultui mancipatis aliqua vivendi solatia devoti conferimus, et in hac et in 

25 aeterna vita | nobis hoc profutiu-um esse minime dubitamus. Proinde notum sit 
Omnibus Christi nostrisque fidelibus pr^sentibus scilicet et futuris, qualiter nos ima 
cum dilecta coniuge nostra Cunigunda videlicet regina intus in urbe Radesponensi in 
curte regia quandam capellam, quam olim Veterem voeabant, in honore sanetae dei 
genitricis* Mariae a fundamentis in matrem aecclesiam ereximus, dataque ei per pr§- 

30 ceptum libertate regali, institutae ibi in dei servicio canonicorum congregationi sub 
abbate vel pr^posito nomine Tagini pro stipendiis inter cetera dono contulimus et per 
hoc regjae maiestatis insigne contirmavimus quandam nostri iuris villam nomne'' 
Ouueninga in Kelesgouue et in comitatu Mägenes sitam, cum omnibus eiusdem villae 
legalibus portinentiis mobilibus et immobilibus servis et ancillis areis aedificiis terris 

35 cultis et incuhis pratis pascuis sive compascuis silvis venationibus aqviis aquarumque 
decm'sibus piscationibus molendiuis viis et inviis exitibxis et reditibus quesitis et in- 
quirendis ac c§teris qu§ quolibet modo rite vocari possunt utensilibus et appendieüs, 
eo tenoi'e quatinus pr^fati loci congregatio liberam de eodem pr§dio deinceps habeat 
potestatem quicquid sibi decreto coniinuni pro suis et pr^fate matris §cclesiae neces- 

40 sitatibus libcat faciendi. Et ut haec nostra traditio stabilis et inconvulsa pennaneat, 
hanc nostri precepti paginam manu propria roborantes sigillo nostro imprimi iussimus. 

^ Signum domni Heinrichi (M.) regis invictissimi. § 

25. 1) ergänzt nach den Resten der Buchstaben und nach A', wo aber amii iiic. domni gelesen wird. 

26. [Bresslau] a) am u corr. b) A 



30 KAISERUKKUNDEN. 

^ Egilliortus eftnc»'llnriu8 vice Uiiillifri'*i roroj^novit archicapflljuii. p (SI. 2.) 

Data \vi. kal. dto.' aiiii" iiioarimtionis doiuinicaf Mll. iiidictione I, anno vcid 
«lomni Heinrichi ivgis I ; actiiiu in i|)sa urbe Radespinia. 



27. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche von Sehen -Brixen einen Hof zu t 
Regensburg. Begensburg 1002 November 16. 

Origimtliiiplom im k. k. Haus- Hof- und Staatsairhir zu Wifti (A). 

Resrh An». Sahion. 3, 701 n' 73 nm A = Ried CD. Rtiti.sb. 1, 117 «» 126 = Sinmcher 
Hfi/Irfige 2, 17-2 n' 64, = Migne PiilioL 140, 241 ii" 5. — Böhmef Reg. 914. — Stumpf 
Reg. 1HH2. lO 

ÄMssefhalb der Kanzlei verfas.fl und geschrieben. Dass der Schreiber am Ende von zwei 
vocali.tch endetiden Wmien (s. die Xoten a. e^ ein überflüssiges a schrieb, welches erst i\ach- 
Iriiglivh getilgt wurde, deutet rielleicht auf seine iialieni.iche Herkunft. — Für die Echt- 
heit der Urkunde zeugt nicht nur ihre ganz unverdächtige Besiegelung, sundern auch die 
Xachtragung des M. in eine dafür gelassene Lücke, die wahrscheinlich von EA bewirkt i5 
ist. Die Datierung i.ft einem D. von der Hand des EA (wahrscheinlich D. 26) nach- 
gebildet : daher hier die Form Heinrichi. — Uebrigens zeigt man noch jetzt in Regen.i- 
bürg einen Bri.roierhnf, vgl. .Tanner Gesch. der Bischöfe von Regensburg 1, 443. 

(O § In nomine .sanctae et iiidividuae trinitatis. lieinricus diviiia t'aveiite j^ratia 
rex. Notuin esse voluinus omnibus nostris fidelibiis ^ presentibus et futuris, qua- 20 

liter no8 ob interventum dcvotunique obsequium fidelis nostri Sabienensis vcnerabilis 
episcopi Alliuuini ad ^a-elcsiam saneti Ingcnuiiuini curtiforum uniim in provincia Haioa- 
rifirum in eivitate Radospona in comitatu Huotperti" situni, possessnm a tribiis vjris 
ita vocitati«: Azo, Lanzo, Gotti'', liabens in longitudine pcrtieas*' XI i'i iliiiiiiliaiii et 
in latitudine sex. in proprium deilinms, eiiui exitibus et reditil)us ouniibii.scpie relms 25 
iure leptinieque ad idcni eurtit'enun pertineiitibu.'s, eo .scilicet tenore ut idem prctitu- 
latus antistCH oinnesque sui successores ex eodcni curtifero ad usiini ])relibattj aeccle- 
Miae potestateni habeant sine omni malivolorum contradictione habendi coniiniitandi 
«■t quicquid silii libuerit exinde faciendi. Et ut haec traditio nostrae auetoritatis, quac 
in dei roluntate et ob reniediiim animae nostrae'' facta est, finnior stabilior diutur- so 
niorque fiat. hanc pa^inam mann propria corroborantes sigiliare iussimus. 

^ Sifj^umi domni lleinrici'" (M.) regis invictissimi. f, 

^ KgiljtertUH cancellarius vice*" Uuilligisi arcliicappellani reeogiiovi. f, (SI. 2.) 

Oata .\VI. kal. flee." anno incanialionis dominicai- Mll. iiidictione I, anii" vero 
domni Heinriciii regnanii^ I: aetmn in urbe Kadespona''. »6 

26. c) '/iV ron FicJcrr Jlcilr. ^, i'fe'S ungmonmicne yarhtrngung den Tagesdutumt konnten uir nirlit 
rrkmnm. 

27. 'Breiwla»] t) » hintrr Kuotpcrti auttrailirrl Ii) ilie 'Irrt Xaiiien rirllrichl in dafür gt- 
loMtent tjürk* ntichgrtriujrn c) urnprilnglich itrheint iicrticae gejrtanilen zu halten ; man lial 
da» V aiimulÖHrhrn rrmurhl utid » nnchlr/lglirh himugffi'li/l <\) am a rorr. ej liinler 10 
Hcinrici iW rin n grii/gl {) die Worte vici' l'nUiH-iHi (ko) ar(;liica|i|»'llHiii rccojjfiiovi u-aren 
zun^rltjrt ohne lliirlcjiirhl auf dan tiachziilragende Monogramm gejirlirie/>en irorden ; um Kaum 
für doüArllje zu urltii/fen, uurilrn nie gelilgl und dann fo eingetragen, dann vir»- linkn vom ,1/. 
unter Hi'iririii, I.'iiilli((iiii rerhtji durtm unter rfifin zu stehen kam. /''mt darnuf wurde dan M, 
eingrMizt u) l'a'a .XVI. kal. <\vr. rielleiehl nachgetragen li) KH(l('H|ioiia mit dunklerer 45 
Tinte, irahmeheinlirh naehgelragen. 



HEINRICH H. 1002. 31 

28. 

Heinrich schenkt der von ihm zur Mutterkirche erhobenen und mit königlicher 
Freiheit begabten Alten Kapelle zu Regensburg den Ort Ober-Weiling. 

Regensburg 1002 November 20. 

5 Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu Münclien (A). 

Geschichts- und rechtsverlässiger Unterricht 128 cii. — Heyberger Ichnographia Babenb. 
1, 49 unvollständig aus A. — Ried CD. Ratish. 1, 120 n" 128 aus A = Migne Patrol. 
140, 243 n" 7. — Mon. Boica 28", 302 n" 196 aus A. — Böhmer Reg. 918. — Stumpf 
Reg. 1336. 

10 Geschrieben von EA nach D. 26 oder dem für diese Urkunde entworfenen Concept. Vgl. 

die Vorbemerkung zu D. 26; die Dorsuabiotiz De Uualehiuga int nicht von der Hand 
des EA. — Mit Janner Gesch. der Bischöfe von Regenfhury 1, 441 deuten wir den Orts- 
namen auf Ober-Weiling an der Laber (Oberpfalz, Ldg. Parsberg), mit Rücksicht auch 
darauf, da.'ts die in D. 61 der Alten Kapelle geschenkten Orte Diirrn und Manflach in 

16 unmittelbarer Nachbarschaft liegen. 

(C.) ^ In nomine sanctae et incli\'idiiae trinitatis. Heinriclius divina favente de- 
mentia rex. Si eollapsa vetustate aiit negligentia sanetorum loca reparamus et ibi divino cnitui 
mancipatis aliqua vivendi solatia devoti ^ couferinins, et in liac et in aeterna vita nobis hoc profutu- 
rum esse niinime dubitamns. Proinde notum sit Omnibus Christi nostrisque fidelibus praesentibus sci- 

20 licet et futuris, qualiter nos nna cum dilecta coniuge nostra Cunigunda videlicet regina intus in urbe 
Radesponensi in curte videlicet regia quandam capellani, <|uam olim Veterem vocabant, in honore 
sanctae dei genitricis Mariae a fundamentis in matrem aecciesiam creximus, dataque ei" per prae- 
ceptum regali libertate, iustitutae ibi in dei servicio canonicorum eongregationi sub abbate vel pr^po- 
sito nomine Tagini pro stipendiis inter cetera dono'' contulimus et per hoc regiae maiestatis insigne 

25 confirmavimus unam nostri iuris villam * Uiialehinga in pago Nordgoxiue in comitatu Heinrichi 

sitam, cum Omnibus eiiisdem * legalibus pertinentiis mobilibus et immobilibus servis et ancillis areis 
fdificiis terris cultis et incultis pratis pascuis sive compasouis silvis venationibus aquis aquarumque 
decursibus piscationibus molcndinis viis et inviis exitibus et reditibus quesitis et inquirendis ac egteris 
que quolihet modo rite vocari possunt utensilibus et appendieiis, eo tenore quatinus praefati loci con- 
30 gregatio liberam"^ de eodem praedio deinceps habeat potestatem quicqnid sibi communi decreto pro 
suis et praedictae matris aecciesiae necessitatibus libeat faciendi. Et ut haec nostra traditio stabilis 
et incouvulsa permaneat, hanc nostri praecepti paginam manu propria roborantes sigillo nostro imprimi 
iussimus. 

§ Signum domni Heinchi'* (M.) regis invictissimi. § 

35 I Egilbertus cancellarius vice Uuilligisi arcliicapellani recognovit. p (SI. 2.) 

Data XII. kal. deeembr.'' anno incarnationis dominicae MIX, indictione I, anno 
vgro '' donini Heinrichi regis I ; actum in ip.sa urbe Radesponensi. 



29. 

Heinrich verleiht dem Kloster Niedermünster zu Regensburg Königsschutz, 
40 Immunität und Wahlrecht und bestätigt seinen Besitz. 

Regensburg 1002 November 20. 

28. [Bresslau] a) aber der Zeile, nachyetrageti b) no sofort corr. aus na c) e icohl aus a 

corr. d) A e) xil. kal. decembr. vielleicht nachgetragen. 



32 KAISEKURKUNDEN. 

OWyifidWiji/om im k. Rt'irhsnrrhiv zu Münrhrn (A ). 

Hund Metrop. Salisb. 254 wohl ans A = Hund Geicold Meirop. Salish. ed. Hon. 2, 590 = 
Liinig RA. /S*. 174 n" H. = Hund Gewold ed. Rat. 2, 406, = Leibniz Ann. 3, 821. 

— Ptiricius Allfriieiif.ilf yarhrirht von den Ri-icli.-istiftern in Regen.<<hiir(i 1, 16:i «iw A. 

— Zimgibl in Hi.st. Ahhondl. dir hni/y. Akadanie 1, H70 aus A. — Ried CD. Rati.sb. i 
1, 118 n' 127 <iM.s A = Migne Pohol. 140, 242 n' 6. — Mon. Boica 28', 299 v' 195 
au.t A. — Böhmer Reg. 917. — Stumpf Reg. lH:i5. 

Verfassl und ge.-<rhriet>en von EA. Be.'ilimmung der Ortsntiwen bei Zimgibl a. a. 0. 

('.I § In nomine sani-tae et individiiae tiinitatis. Heinrichus divina favente 
dementia rex. Insta refjum et relifiiosa cogitatio deliet yceiesiis dci iibiciinKjue lo 

facultas siippetit aiitiuid* aceDnnnodare, iit indo proelivius mercedis aetern«,» premia 
consequantur. Proinde notum sit omnibus fidelibus nostris praesentibus scilicet et 
futnris, qualiter venerabilis § al)ljatissa nomine Oda per interventum dilectae coniugis 
nostrae Oungundae'' videlicet retinae nostrain adiit niaiestateni supplieiter rogitans, ut 
monasterium sanetinuTiiialium, cui ipsa nunc teni])ori.s infra Radesponensem civitatem i& 
praesidere videtur, quod div§ memoriae avia nnstra Ivditlia olim in lionore sanctae 
dei genitricis Mariae a fundanientis in abbatiam eroxit et donis praedinrum inter alia 
pro loco ditavif, in nostruiii innndiburdinm et regit» inuininitatis tuitioiieni recipere- 
mu8 cum Omnibus pertinentiis eins. Nos ergo ob di\'inuiii Miiuircm pie eins annuentes 
petitioni per hoc nostrae maiestatis insigne praefatiini inouastcrinni iiostrae nostronim- «o 
que post nos successoruni rcgiae et iniperiali pcrjjotuo delensioni sniiicinins et insupcr 
optima ea übertäte donamus, qua cgtera monasteria regalia ubicumque tcrranun nostri 
reg^i perfnii videbuntur. quatinus ibi sanctimoniales nionastic^ vitae sab regiüa sancti 
Benedict! mancipati,' liberius et devotius illam quam aggress^ sunt vitam absque in- 
quietudine regaHum exactonim vel subiiitnieimtiuni personarum deiiinc eonservare «& 
valeant. Regio igitur verbo et |)raeecpto'i iubemus et firmiter interdieimus, ut nulius 
dux mlarchio)*" cnmes viceconies episeopus vel aliquis sub episcopo aut iudex pubiicus 
sive regius exactor seu qu^libct iudiciaria persona niaior aut minor' dcinceps in prae- 
dieto monasterio intus vel foris et in locis aut hominibu.s vd umnibus ibi pertinentibus 
aliquam publici iuris exerceat potestatem aut quicquani de rebus monacbarum sibi so 
ipsi vel nobis aut sueeessoribus nostris usurpare praesumat sine advocato, quem prae- 
sens abi>atiKsa et qu^' ei succedant in liunc usum elegerint et eonstituerint, qui etiam 
in ipso monasterio et in locis eius aliud sibi noii imponat potestatis oftieiuni aut exigat 
<er\-ieiuni. nisi quod abbatissa cum sacris sororibus illi praeseripserit. (Jonlinnanius 
etiam eidem monasterio, quiequiii ibi umipiani per reges et imperatores pracccptoria 36 
leg;e sive per duces vel alios Christi fideles in quocumque pago vel eoniitatu aliqua 
traditum vel concessum est oblatione, cum curtibus et curtilibus «jditiciis maiic.ipiis 
censu» intra et extra civitatem aqui» aquarumque decursibus piscationibus nmlendiiiis 
aquimoUs in utraquo parte fluminis Danubii urbem |)raecurrentis, pariter cum •iiiiiiihus 
utcnsUibtiA et appendiciis loconim il)i pertinentium, qnorinn hyc pro parte sunt miniina: 40 
Schirelinga. Linui<lorf. Roggingun, Biberbabc, Linthard, Ilerolfleslinbard'' cum omnibus 
ajipendiciis iiiorum, Ilardkiridia cmn decimis suis undr'cunnpie villarum ronferendis, 
Salla cum foresto aqua moiendinis vel ceteris |)ertinentii8, in Sinzingun uniiiein illam 
qu9 ibi praescripto monasterio pertinet utilitatem, Deggindorf cum decimis et usibus 

29. Bre«!»«) •) d über der Zrilt narhifetratien h) A c) iiit corr. nun iit d) pcepto A, 46 

ohnr Ahk-irzuniiMsru-hrn i-) IjOfh im Pergnmenl ; der unlrre Teil tieg r und der obere den )i 

»ind noch nrhibar f) an in corr. j^) k rorr. aun dem frslen Strich einen 11 li) am 

zvreilen li rorr. 



HEIXKICH II. 1002. 33 

suis, Berge quod situm est iuxtii flumen Philisa. ot Budeleshusoii ciiiii juiiiis aqui- 
molis ' molendinis ot areis in Huviis'^ Ysara et Vualcliciicsljali cimi |Hiiitilnis suis vel 
totis eorum adiaffiitiis. llabcaut utiani uiouaehc potcstatciu liboram (kt deccssiones 
inter se (.'lifiondi ahliatissam, quam i>r()l)al)ilis vitae ot moruni regula deo projjicio 
5 composiierit, oiiiiiiiiiu [Kitestatiini vel pL'i'siniaruiii coutradictione rem[ota]. Et ut liaec 
nostra traditio coiitiruiatio sive libertas stabilis et iiiconvulsa pcrmaneat, lianc uostri 
praecepti paginam manu j)ropria roborantcs sigillo unstro impriiui iussimus. 

^ Sigiiiini' Hcinrichi (M.) regis invietissiiiii. j-i 

^ Egilbertus caiiccliarius vice Uuiiligisi archicapellaiii recogimvit. ^ (SI. 2.) 

10 Data XU. kal. decembr. annu iiicarnatioiiis dominieae MII, iudictione I, aiino 

vero donini Heinrichi regis I; actum in ipsa urlic Kadesponensi. 



30. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Würzburg den Oi-t Salza. 

Regensburg 1002 Nove^nber 21. 

15 Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Fries in Ludewig Wirfzb. Oeschichfschr. 451 Reg. — Eckhart Gründliche Nachricht von 
der alten Saltzhnrg ed. I. 43 ans A = ed. II. 54. — Mon. Boica 28", S()4 n° 197 aus Ä. 
— Böhmer Reg. 919. — Stumpf Reg. 1HS7. 

An der ron EB verfa.'isten und geschricVenen Urkunde, durch icelche ursprimglich Salza 

20 dem Bischof Heinrich von Wiirzhnrg persönlich, wohl nur auf Lebenszeit, verliehen war, 

hat EA eine Reihe von Correcturen vorgenommen, durch ivelche die Schenkung in eine 
solche zu dauerndem Besitz der Würzburger Kirche verwandelt wurde. Besteht somit 
eine gewisse Analogie ztrischen dieser Veränderung und derjenigen, durch welche in D. 5* 
die in D. 5" verbriefte Schenkung von Seligenstadi in ähnlicher Weise mngeicandelt tcurde, 

26 so sind dieselben doch durchaus rcr schieden zu beurtheilen. Während uns D. -5' als eine 

Fälschung gelten muss, weil der Schreiher nicht der königlichen Kanzlei angehört und diese 
Nachzeichnimg von D. 5" somit jeglicher Beglaubigung entbehrt, müs.sen wir die an dem 
Text von D. 30 vorgenommenen Veränderungen, weil sie von einem Kanzleibeamten, her- 
rühren, als authentisch, d. h. als im Auftrag oder mit Genehmigung des Königs vorgenom- 

30 men ansehen. Und es ändert an dieser Wertung unserer Urkunde nichts, dass das jetzt 

daran Ijefindliche Siegelbruchstilck unecht ist, da, loie schon N. Archiv 3, 44 bemerkt ist, 
auch andere unzweifelhaft echte Würzburger Urkunden Heinrichs an Stelle des einstigen 
echten jetzt ein falsches Siegel aufweisen. — I}ie hier geschenkte villa Salza ist wohl von 
der benachbarten Pfalz gleichen Namens (vgl. über deren Lage Dümmler Gesch. des ostfränk. 

36 Reichs 1-, 163 N. 2), welche Otto III. .schon im.. J. 1000 (DO. III. 361) dem Bisthum 

Würzburg geschenkt hatte, zu unterscheiden , vgl. Schuttes Histor. Schriften 1, 124 f. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Notum sit omnibus tidelibus nostris praesentibus scilicet et fatims, 
qualiter nos sancto" Chiliano ^ fidelis iiostri Heim-ici videlicet episcopi" piam ser- 

*o 29. i) es war zunäch.tt noch einmal aquis geschrieben worden ; s wurde ausradiert und molis zu- 

gefügt k) das zweite i sofort aus o corr. 1) domni fehlt in A. 

30. [Bresslau] a) sancto Clüliano — episcopi, mit Ausnahme des Wortes videlicet, durch Ra- 
suren und Correcturen, die EA hergestellt hat, entstanden; ursprünglich hatte EB geschrieben 
.... fideli nostro Heinrico videlicet episcopo ; was am Schluss der ersten Zeile an Stelle des 

45 Jetzigen sco Chiliano gestanden hat, ist nicht mehr zu erkennen 

Kaiserurkundeii III. «^ 



:^4 KAISEltrKKrNDKN. 

vituteiii *■ o<iiisi)l<>rant('s [lor lim- rcfialc |iriU'iM'|)imii irailiilinius imamlain imstri iuris 
villain in \>iiji*> (iraf|ilif'lt '' ot in (.■uniitatii Dltonis*' sitaiii iiimiiiii' Saiza ruin oiiiinl)ii.s 
|iertinciitiis ciiis''. lim- est arcis ai-diticiis terris (.•iiltis et iiioiiltis pratis |ias('uis silvis 
n<jiiis a(juaruiii(iiu- tli-i-iirsilms |iisi-ati<>niliii.s ninlrniliiiis viis i-t iiiviis cxitibus et rcdi- 
tibus (jiiesitis ot iii(|iiirciu1is ai- iM;tcris i|uil>uslil)i-t |ii'rtiiu'iiHis, eo teuore (|iialiiiiis 8 
pnii'latiis f|)isciijius Hi-iiirii'us siii(|iu'"' siu-i'ossoros lujc in usus <;ri.'lt'siac sin,' tciicant" 
pro libitu et coiiijR-ndii) siui. Kt iit harc luislrnc traditioiiis aiicturitas stabilis |icr- 
niaucat. Iiaiii* praccppti pa^iiiaiii iiicb' t.-<>iisiTi|itaiii iiianu jin>|iria roboraiitcs sigilli 
nostri iiij>r(>ssinnt' iiisi^niri iussiimis. 

H Sijjmmi (loiinii Hciimt'i tM.i regis invic'ti>siiiii. ij lo 

I K-jillM'rtiis i-aiicollarius vic-f riiilli;,'isi arcliicapeliaiii rceoi^. § (SI.)*^ 

l>ata XI. kal. »li'ct'iiil). i-' aiini) dominicai- iiu'aniaiiniii^ Mll, imlictiniic i. aiiiKi 
vi-ni ilniiiiii Iliinrii-i ivgi.s I; ai-tiiin Kadespoiic. 

in. 

Heinrich schenkt der hischößichen Kirche von Sehen- Brixen eine Besitzung i6 
in Teugn. Regenslmni 1002 November 24. 

OrigitmJdifilnni im fiirstbi.schöfUiheii Arrliir zu Brixen (A). 

Resrb An». Snbinn. H, 7U4 «° 74 aii.s A = Ried CD. Rnti.sb. 1. 121 ii" 12it, — Sin- 
micher Ueijhlige 2. 174 n' «ö. = Migne Patrol. 14(). 244 n" 8. — Mon. Buica 28", 305 
11* 198 HII.S A. — Böhmer Reg. 920. — Stumpf Reg. ]HH8. «o 

Xiu-h einem von EB rerfftisfen oder heeinflu-isfen Coneept mundiert ron dem.ielben Mann, 
der gleirhfnih in Rrgen-thurg den ersten Tlieil ron I). öl ge.ieli rieben li'it. 

iC.i Ü In niiniin«* sanctac et individuae " trinitatis. Ileiuricus diviviiia '' faventc 
deiiH-ntia rcx. Nntuiii sit ninnibus nostris H(b.'libiis presentibus scilicot vi t'uturiR, 

(|iialiter nos § jicr interventiini rlilect^ coniugis nostr^^ Chunigiinde videlicet regine ss 
tidoli noKtro Albiiiiinn Sabiniensis" ecclesii; episeopo quoddani'' nostri iuris"' in-idimii. 
id est r|iiic-(|uid in villa 'l'iginga |>ri( nostra jiarte actcniis visi sunui.s piissiderc' , cum 
ouinilius ad id legaiilcr jicrtim-ntibus nmliinis'' et inuinbilibus servis et aneillis eeclosia 
deciinis arei« edifieiis terris cultis et ineultis ptatis ]>ascuis sive e<)in])as|i'u|is silvis 
aquis aquaruinve di-cursil(us viis et inviis exitibus et reditibns (juesitis et inrjuirendis so 
et tjui; «jiioliljet modo rite vocari possunt aii|>('nditiis et utensilibu.s, eo ten(U-e qua- 
tinuf jiret'atiis venernbiÜK episeopus Albiniinus .suique siicceBsores predictuni predium 
deineepH liljera potestate teneant at(pie in |)erpctuo8 ccclesi^ nuq uhuk abscpie onniium 
pen*«inarum sive potestatnui <'iintradit-tioni' eonvertant atfjue |iossi(b>aiit, ba))ent(s inde 

30. ti rorr., irahrr^rlirinlirli ron ICA , iniM pin eiu« Hervitut<'in (!) ron KB in iliifilr ;/elnmene 3ft 

Lürkr tfi^li'i'ii 'Hirn <li hinler eiuK /jrf per augrudierl e) Huiinu- — teinuiiit auf Kiimtr 

niirht/' ■ EA. Am Knrtr nm '/,. 4, ilie jetzt mit dm Wctrlen NUcriwsdre« \t^c nchlirmt, 

idtinii ■ "A t«ti«.-at; nm Anfant/ (Ire folgenden Zeile xinil noch ilir. Huchntaben \tomv\ 

uml uxi zu rrkmnnt; aluu uriijiriinglich rirUeirht : caniluiu villaiii (oder etwa mich Annloi/ic 
ron f> !>" V.V ilii-lme viloe "imf> truent ]ioHHi(leai nive iisitt't f) <ltiH Ilnichntilrl- ilm Siegeln in 

rührt hten Slrmprl her, d«r N. Archir H, 44 l/exch rieben int )f) Xwhiragnng 

''" 7" h'irk-er Heitr. 'J, 'J5I>, rermiichten wir nicht r« erkennen. 

.II. H; iauj h; ii iinrl a der rerl/lngrrtrn Schrift find no lihnlirh, tliiKii die /.eMiing imliviilaai^ 
./'■ -in Vrvrhrn drt Srlireil^rii, nicht aiugenchhiKHen int h) A i:) in mit Hchwfirzerer 

I 'il il ihm zweite t\ corr. ant t «) iuri» — powiidcre mit 'f' 

' . grlajuene iMcIcr nachgelraffen ; ilnl/ei int d<u Sehenhini/Hverbum »er- 

mi lu nlluh liujiijiJii^utin u lullen 



HEINKICH II. 1 11(12. 35 

licentiaiii i-iiinuuitaii(li rt i|uic(|uiil sibi lilicat t';u'iiii<ii. Va iit Ih;c- nostra traditio sta- 
Lilis et inc'oiivulsa pcriiiunuat. haue pn ccjiti imsti-i |iaj;iiiaiii iiiaiiu [nopria ruhorantes* 
.<:igillari **' preccpiuius. 

§ Siginuii floniiii Hcinrici (M.) regis iiivictissimi. jj 

5 ^ Egil|irrtus eain'i'llarius vice Ullillig'isi arcliica|icllani i-cci)f^-. j^ (SI. 2.) 

Data \1II. kal. dec. anno domiuicae incarnatiunis .\I11, indictione I, anno vero 
donuii lleinrici regis t; actum Radasbone. 

32. 

Heinrich schenkt dem. Bischof Gotschalk von Freising und nach seinem Tode 
10 den Domherren der Freisinger Kirche das Gut Strasisch und seinen Besitz 
zioischen den Flüssen Libniza, Save icnd Zaier. 

Regerishurfj 1002 Novenibfr 24. 

Freisingei- Copialhuch am der Miffe des 12. .fh. f. H7 iw k. Beirlisairhh- zu München (B). 

Hund-Gewold Mefrop. Saiisb. ed. Mov. 1, IK) (ins CD = Läniy MÄ. 17", 221 n" 18, 
15 = Hund-Oewold Metrop. Salisb. ed. Bntisb. 1, 95, = Leibniz Ann. 3, 822. — Mächel- 

beck Hist. Frishig. 1", 198 ans D = Beuch Ann. Sahion. 3, 705 n" 75 = Bkliter in 
(Hormai/r) Archiv 10, 226 unvolhfändig, = (Hormayr) Beyfräge zur Lösimg der Preis- 
frage 2, 9 unvoUsfändig, = Lllepitsch in MitfheUmigen des hist. Vereins für Krain (1847) 
22 n" 8 nnvoUständig. — Mon. Boica Hl", 274 v" 140 ans BD. — Zahn CD. Anstro- 
20 Friiitig. 1, 54 w" 53 aus BD = Schiimi ÜB. des Herzoythims Krain 1, 22 n" 13. — 

Böhmer lieg. 921. — Stumpf Reg. 1339. 

Von einem Freisinger nach dortigem, Formidar oder niiter Benutzung früherer Urkunden 
(vgl. DO. II. 47. 66. DO. III. 197. 232) verfasst. Das D. ist vielleicht gleichzeitig mit 
der Ausfüllung des Blanqtiets von DO. III. 232 entstanden. — Da der äderte Theil vmi 
26 G und D, loie schon DD. 1, 643 (vgl. 2, 892) befnerkt ist, aus B abgeleitet sind, haben 

vir sie für die Textgestaltung nicht herangezogen und von ihren Lesarten völlig abgesehen. 

In nomine sanct§ et individue trinitati.s. Heinricns divina favente dementia 
rex. Noverint omnes üdeles nostri presentes scilicet et futuri, qualiter nos ob inter- 
ventiim dilecte uostr^ couiugis Chunigiindg regiue fideli.sque nostri Gotescalchi Fri- 

30 singeusis ecclesi^ antistitis quoddam prediiim Strasista vocatum, et quicqiiid intra tres 
fluvios Libniza, Sabum, Zoiu-a in regione Carniola et in comitatu Vualtilouis eomitis 
nosti-i iuris situm est, super gremium sancte Mari§ semper virginis sanctique Cor- 
biniani ibidem Frisinge corporaliter qmescentis in proprium dona%dmus, cum omnibus 
ad idem predium pertinentibus editiciis mancipiis agris pratis silvis pascuis aquis 

35 aquarumque deciu'sibus molendinis piscationibus exitibus et reditibus zidalwedon foresto 
decimis vineis viuetis venationibus viis et in^'iis cultis et incultis quesitis et inqui- 
rendis et cum omnibus appenditiis, eo tenore ut predicta nostra regalis traditio eidem 
presuli Gotescalco et post illius vit^ tenninum Frisingensis ^cclesie canonicis pro 
remedio anim^ nostr^ parentumque uostrorum absque omnium contradictione morta- 

40 lium in perpetuum deserviat. lussimus qiioque inde hoc preceptum conscribi, et ut 
hoc fiiTnius stabiUusque permaneat in" futurum, manu propria subtus tii-mavimus auu- 
lique nostri inpressione assignavimus. 

31. i) rantes mit dunklerer Tinte nachgetragen g) ri carr. a»* re. 

32. ^Bresslau] a) in in futurum B 



36 K.MSK HrHKlNDEN. 

Sijfimiii diiiiuii lU'iuru-i iiivii-tissuni ri-j^is. 

EfrilluTtiis i-aiu'i'llarius in vice \Villi>;isi ari'hiciUR'clliirii iKit.'' 

Data viil. kal. (Icrcinb. aiiiui doiiiinioc iiicarnatinnis Mil, iiidictione i. aiiiKi 
von) domiii Heinrioi iiivictissiini rcj^jis I : ai-tuin HadasimiK-. 



33. 

Heinrich schenkt dem Erzbischof Hartwig von Salzburg und nach seinem 
Tode den Domherren der Salzburger Kirche ein Gut im Lungau. 

Fcfienshury 1W2 Norcmber 24. 

Suhhiirinr KuiiiiiurbiitlK r 1hl. 1 f. II l nu.t dvm Ende des IS. ,Th. im k. k. Hau.^- Hof- 
iiiid Staatsarchiv :ii Wien (BJ. ■ — - Curli r li-ndiliuniiDi cd/iif. Siilislmryetisis f. H7' niis lo 
dem Anfang des 14. Jli. eltenda (C). 

( Klrimaijni) luvama, Anh. 213 n" 83 aus B = Koch ■ Siernfeld BeijfiiUje H. lo u° 1. — 
Biihmer Reg. 922 zu November 25. — Stumpf Reg. 1340 zu November 25. 

Wall rsrheinl ich ausserhalli der Kanzlei rerfns.il, aber mit mehrfiirh deutlich hervortretender 
Anlehnung an den Spraeh gebrauch des EB. Von den beiden Abschriften kann keine als 15 
die durchweg zuverlä-fsigere betrachtet werden, so dass wir einen eklekli.ichen Text unter 
Berücksichtigun/f der zeitlich nächst.itehetiden Urkunden liergestellt haben. Für die Ortho- 
graphie haben wir — abgesehen von einigen Eigennamen — C zu G-runde gelegt, das 
dem damaligen Kanzleibraueh näher kommt. — Veber den Lungau vgl. Beitr. zur Kunde 
Steiermark. Geschichisquellen 9, 49 ff. so 

In iiDiniue sancte et iiidividue trinitatis. Ileiiirieus divina favcntc elemencia 
rex. Competit regibus di\'ina exaltatione subliinatis subliniationis sue decretuiu 

pin forde attendero et ecclcsiaiHun ad se re.si)itieutiuui teniiitatcm pro diviiie im-rcedis 
einobiinento rebus sibi celitus concessis " relevarc. Quapro))ter ridelimii no.stnirum 
preseutiuni scilicet et fiitiiroriun noticioni jjateat, (pialiter nos per assiduam interven- a 
tioneni dilecte coniufjis nostre Chuiiigunde videlicet regiiie Ilartwici fidolis nostri luua- 
ucnsis eeclesie archiepiscopi promptam servitutein'' perpeiideiites et ob hoc |)rccibiis 
Bui« Vota nostra inclinaiites quoddain nostri iuris'' prediuni in Lungowe'', id est quic- 
quid dilectu inater noRtra Oisibi" hactenus ibi "^ possidere et j)otestative visa est con- 
tinere, nun onnii))us ad id legaliter pertincntibus adiaecntiis et titensilibiis niobilibus so 
et inmobilibus ciirtibus casis edifieiis censnaiilxis et utriusque sexus mancipiis tabcruis 
theloneis agris terris cultis et incultis j)ratiß pascuis alpibus nir)ntibus silvis venationi- 
buK a<piis aquaruinve decursiljus molendinis piseationibus viis et invüs exitibus et 
reditibun (juesitis et inquirendis " sive oninibus que quulibet modo rite vocari possunt 
appendieiis, nicut'' nos et (ntafer)' nostra pfissedinius iure imperiali'', ad sanctum Petriun 85 
sanctumque Rödbertum'' jier lioe regale inoniinentuni in' proprictateni concessimus, 
eo videlicet tenore quntinus jirefatus archiepisco])us liec tencat nsitet et potestntiv«- 
omnibus diebuH vito «nc possideat et post eins ab hac vita disccssuin in usus fratruni 

82. h) not U. 

SS. [Bre«laa] m) oommiant C b) promptum scrviciuin B; vr/l. iiiiim «ervituteiii in JJIJ. II. HO lo 
c) iurii nostri C dj U, rgl. dit Originale IM). II. i'7r, und Dil. IL :,'J; Longowe C u) Gi- 
mla C 't'i •■actciiu» C k) in li int nach iiii|uiroiiiliN Uaiim für etwa 20 liuchstaben 

freigthlMßtn, tr/lhrnul (' Irinr. l.xirkr iimlciiirl ; nach ilrm Worllaiil der fnrmel igt kein (iruiul 
vorhanden, eine tulcht amunehmnt li; Bicut — imperinli fehlt in C i» mater fehlt in li, 

muM» aber dtm Sinnt mich ergümi werden kj Kudbertum C \) fehlt in C 46 



HEIN KI ('II II. 1003. 37 

canoniconun sancto Rödbcrto'" scrvientium revertatur, ea firmitate ([viaiiiuis millus 
arcliiepisL'(i])us vel alia quelibet potestas post huius venerabilis archiepi.scopi obitum 
vel sibi tenendo vel in beneficiiim dando usibus predictorum canonicorum subtrahere 
presumat. Et ut liec traditio stabilis et inconvulsa permaneat, hanc iiostri preeepti " 
6 paginaiu manu propria conürmantes" sigilli iinstri iupressione insiguiri precepimus. 

Sigmuii domniP Hein (M.) rici '' regis iiivictissimi. 

Egilbertiis •' cancellarius vice Willigisi archicapellani notavi*. 

Data \'UI. kal. decembr. anno doniinice incarnationis inillesimo II, indictione I', 
anno vero domni i' Heinrici I ; actum Radesbone. 



34. 

Heinrich schenkt der bischößichen Kirche zu Stra^sburg das Nonnenkloster 
S. Stephan daselbst. Diedenhof&n 1003 Januar 15. 

Originaldiplom im kais. Bezirksarehiv zu Strassburg (A). 

Gallia Christ, ed. IL 5*, d66 n" 9 aus Ä. — Scköpflin Als. dipl. 1, 145 n" 182 aus A. 
15 — Granäidier in Wiirdtwein Xova subs. 6, 150 n° 75 aus A. — Grandidier Hist, 

d'Alsace i*, 191 n" 357 aus A. — Wiegand ÜB. der Stad.t Strassburg 1, 39 n" 50 
aus A. — Böhmer Reg. 924. — Stumpf Reg. 1341. 

Geschrieben von EB. Die Fassung des D. weicht, dem merkwürdigen Inhalt entspreeliend, 
in vielen Beziehungen von dem gewöhnlichen Schema ab; in der Arenga und Narratio 

20 sind viele Sätze gereimt. Einige Ausdrücke und Wendungen erinnern an den Stil des EA, 

andere könnten von EB stammen ; aber weder der eine noch der andere kann mit Sicher- 
heit als der Verfasser des Stückes bezeichnet werden, dessen Concept wohl nicht aus- 
schliesslich in der Kanzlei entworfen worden ist. — Die Schlüsssätze des D. sind, wahr- 
scheinlich in der zweiten Hälfte des 12. Jh. und im Zusammenhang mit anderen Strass- 

25 burger Fälschungen dieser Zeit (vgl. Wiegand in Zeitschr. für die Gesch. des Oberrheins 

N. F. 9, 389 ff.), durch Rasuren und Correcturen verfälscht worden, um dem Bischof ein 
Recht zur Revindication entfremdeter oder angeblich entfremdeter Pertinenzien von S. Ste- 
phan zu verschaffen. Der ursprüngliche Text Hess sich mit Hilfe der noch vorhandenen 
Buchstabenreste und des D. Stumpf Reg. 1-590, betreffend die Schenkung von Schwarzach, 

80 wo er benutzt ist, mit Sicherheit herstellen. 

(C.) n In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. In considerauda laborum recompensatione iuxta tale tautmuque meriti 
exsolvendiim iubet aeqnitas tale tantiimque debiti; sed tarnen non derogatm' ^ aequi- 
tati, si quid superaddatur liberalitati. Si ergo eos, qui sub quiete ac pacis ocio con- 
35 silüs tantvim rei public§ satagunt negotio, regia neutiquam defrudari'' convenit nee 
gratia nee mimificentia, quomodo non bis summa, prout res sese locusque dederit, 
tam ex privato regis quam ex publice legis bonoris et gloriae debetiu' reverentia, 
ciuorum tenacissimam in commune bonura fideUtatis ancboram et honestum cum utüi 
proposituni, quamquam circumsti'ipentibus-' undique popularium'' seditionibus et prin- 

40 33. m) Rudberto C n) B, wie in DU. II. 34 ; preeepti nostri C o) B; firiuantes C. Beide 

Farmen kommen bei EB vor p) dni C q) domni (M.) Heinrici B. Unter der Voraus- 

setzung, dass die Stellung des M. in C auf das Original zurückgeht, würde wohl an Voraus- 
fertigung desselben zu denken sein r) Engilbertus B s) C; reoognovi B. Wir haben die 
Lesart von C mit Rücksicht auf DH. II. 32 aufgenommen t) indictione i fehlt in B. 

45 34. [Bresslau] a) A b) iu auf Rasur 



as K.MSKinii kimh: N. 

i-iiuim iii-^iii>ioiiiiiii>. imiii; IUI- iiiiiii; mi- l'liiiiilitii; ilr >i;iiu ^lu ri^oris avelloro pos- 
.«luit aut |i<-llii-i'ro, <|iii>iiiinus contiMiiiitii i-friiin siiarmii tiimlitiis iai'tiira .siihtcr ipsas 
iiertiiU«; fauros <i(l»'i i-ertont luni |i«'nli-n' iura, l'ruiiiilc iinvfrit inta sai\i-ia ilri aeo- 
eli-xMi et in omni |>o|ml<i nohtrai- Hdt-Iitatis intr;;;ritas |>rat'scntiiuii si'ili<'i>i et tnliirnriini. 
qiialiler lUvae uu-inoriaf si-nior noctiT «-t antci-essur tcri-ius ()tli> viitclici'i iiM|ii'i'ati"r s 
aii>;ii(-tiiK Vfnorahilfin viriun Uiu-riiiliariniii, iujjc eins Kervitiuni ft Mr\ Ixmt^' ciinstan- 
tinni attfuden«. divin« ilispcnsaiitf jjratiu saiu-tac Arj!;entoratfnsi ai-oflosiac nrdinnvit 
et iirai'tui'it i'|)i8c<i|(iini. I'm*t taiiti itainn' iniporatoris al> liac vita iliseessiini votus 
hiter jnjos a |nu'ris |M-ii|iapita tainiiiaritas ff t-a (|ii<; runi tali i-osare nnhis erat iiarnn- 
tel^ et coiisanginnitatis afünitas [iraetato pcrsuasit anti.stiti cuni i'vt<'ris. (|M(iiiuii in- lo 
finitus est imnienis, nustrae inanus ilarc Hdclitati. nt <le<i praeside enneors pcipuluruni 
et principuni nnbis cnneedoretur fleetin et iii;ri'ditaria in i'cgnuin sinr aliqua ilivisiunc 
«uccessio. Fecit itacjue miserieors dous pro voto nostm qiind siunii erat, diabulus 
auteni uostrani sitieiis intertnrltarc- lytitiani seniinariuni cpioddain ermris invcnit, sed 
gnttias deci in ipso conatu prostratu.s et nt seniper inet'licax et eonfusns ernbnit. 15 
Nain qnorundani tune teni|ions dissidens a nostra subiectione coUe{:;iiini, praedietaui 
vcnerandi praesnlis sedein bostilUer inenrrens et in nostri muninis ininriani ea (jue 
in tota urbe et i;felesiis intus erant spidia anferens, nostri videbatur provcetns (biso- 
lari priniitins. Sed |iia nianns dei, fpi<; nunKpiain in se enntidcntcs (b'serit. eito et 
öum pace bona taliuni rebeilioneni sedavit et nostrae doniinationi Hcb'liter subiufj:avit. so 
Xe ifjitnr tanta urbs innmi sanetae dei j^enitrieis aeeelesia, (juia sua ex toto recipere 
non potuit, nostm non suljlevaretur auxilio, eonniuini tani episcoporum quam et prin- 
cipuin nostronun consilio et in |iriini!s llerinianui ducis assensu praenoniinato prae- 
Mili Uuerinhario snisipic in perpetuiim successoribus in nostram et nostrorum praeces- 
soniin sive sueeessoruni nienioriani trailidinnis et per bot- repfale praecept\im confirma- is 
vimufi quandani abbatiani aneilbiruni dei intus in nrbe Argentorato in iionore saneti 
Stepbnni |irotoniart_vris Christi institutani, euni onniiljus eideni abliatiac iuste et lejjja- 
liter jiertini'ntibus in (juibnsi-uin(|ue pagis ooniitatibiis et teritoriis, hoc est nmbilibus 
et inimobilibus areis aeditieiis servis et aneillis terris cultis et iueultis aj^ris ean4)is 
pratis paxeuis sive eouiimxeuis \'inei8 vel vinetis '' silvis forestis venationibus acjiiis 3» 
aquanimque deciirsibns inolendinis piseationibu.s viis et inviis exitibus et reditibus 
sivc c^'teris qu^ qnolibet modo rite voeari possunt ntensilibns et appendieiis, eo tenore 
qiiatintiN |»raelatus e|)iscopu.'s Uueriniiarius suiipie in perpetuum sueeessiu'es libiTam de 
eadem abbatia deincepi« hnbeant |)otestatem absque omni personanun eontradictione 
et mo|i'f.tntione (|)ossid]endi '' et in usus aeeclesiae (|uic(|nid inde s|i|b|i libeat]'' 35 
omnibus niodis f]aciejndi '^. Kt ut haee nostrae traditionis auetoritas stabilis et iii- 
coDVulsa pcrmaneat, haue nostri praccepti ])ajj^inam po.st ooniiieriptuni manu pi-njiria 
roborantOH sigilli noxtri inpreHsione insigniri iiissinms. 

^ .Si^iim domni Ffeinrici (M.) regi« invietissimi. ^ 

J Egilbertu« canccIlariuH vice Unillij^isi archieapelhmi reeo};. |j 10 

I)ata XVIII. kul. febr. " ninio dominicac incamationis .\lill, indictione I, anno 
rero domni Ileinriei regii» i; actum in l>icdcnhoua. 

(B. D.i 

S4. c) 3tntchrn i uwt ii Uantr d) poiwid noch erktnnixir, übet- durch liasur und Correctur 

p^„ .- — .. 11... I -;.7n//<r/ in rcrtitu <;) «ibi lihcal ilurrh Itnuur und Correctur von 45 

jü' 1 in »ulilntuin erst f) durch Uanur und Correctur von jänqerer 

//"... • • '■'■ nndi g) XVIM. kal. iclir. rUlhicht nnchf/ilrayen. 



I 



HK im; IC II II. 10(13. 39 

35. 

Heinrich bestätigt dem Kloster Weissenburg die Imnuinität und die Grenzen 
seiner Mark. Dkdenhofen 1003 Januar 15. 

Copialhtu'h vom J. 1491 p. 15 im Besitz des hi.'itorisrheii Verei.m zu Speyer (C). — 
B Liher priv. Wässevhiirtiemium vnm .7. 1580 f. 6' im k. k. Haus- Hof- und Staatsarchiv 

zu Wien (B). 

Eckkart Gemura dipt. Cimil. ■// ii" 8 loivotlständiij aus B )iüt \I. kal. febr. — Mon. 
Boica Hl", •J~5 n" 141 aus dem Cod. Rudolphinus von 158-2. — Stumpf lief/. 1H42. 

Wiederholunn ron DO. IL 15 mit einigen Verkürzungen namentlich in der Immunitäts- 
10 formet. Zu diesem von Sirkel Mittheil des Lifitit. f. oesterreich. Geschichtsf. Erg. 2, 84 f. 

besprochenen DO. II. halten irir zireiertei nachzutragen. Einmal, dass die Ueherlieferimg 
desselben fa.<<t um ein .Jahrhundert höher li inauf reicht , als Sickel bekannt u-ar, indem es 
bereits in C p. 13 enthalten ist. Sodann, dass auch die Ärenga von DO. II. 15, welclte 
nach Sickel a. a. O. im Stil des lO. .Jh. gehalten sein soll, eben.'io wie die nächst ver- 
16 wandte von DO. I. 379 für Speyer, bestimmt auf eine karolingische VU. zurückgeht 

(vgl. z. B. Mühlbacher Reg. 516. 578. 681 und, auch in Bezug auf die Verknüpfung 
mit der Inscriptio und die Publicatio, Mühlbacher Reg. 505. 550). — An dem Er- 
gebnis Sickels, dcws DO. IL 15, insbesondere megen der Nennung des bereits 960 ver- 
storbenen Ahtes Geilo, als nicht völlig echt zu betrachten sei, wird durch diese nachträg- 
20 liehen Bemerkungen nichts geändert. Daraus aher folgt noch nicht die Unechfheit auch 

der .späteren Bestätigungen dieses D. , für welche vielmehr die Fälschung bereits benutzt 
sein könnte; und was speciell unser D. 35 angeht, so sehen wir keinen Grund, seine Echt- 
heit in Zweifel zu zielten. Sein Protokoll rührt zioar nicht von einem Kanzleinotar her, 
ist vielmehr sicher ausserhalb der Kanzlei entstanden, aber es ist andererseits völlig zeit- 
ig gemäss und kann unmöglich von einem Fälscher später erfunden sein. Sein Inhalt — ■ 
einschlie.islich der Beschreibung der Mark — icird durch die drei DD. Konrads IL, 
Heinrichs III. und Heinrichs IV. Stumpf Reg. 2003. 2191. 2708 gestützt, welche 
Schöjjflin noch in originaler Ueberlieferung benutzt zu haben angiebt, und welche gleichfalls 
an und für sich betrachtet ganz einwandsfrei sind. Gleichzeitige Interpolation der vier 
30 DD. des 11. Jh. tmd des DO. IL anzunehmen, liegt um so weniger Veranlassung vor, 
als damit die Fälschung ganz nahe an diejenige des angeblichen Privilegs Dagoberts (Pertz 
D. Merov. spur, n" 31) heranrücken würde, loelches vor 1102 angefertigt icorden ist (vgl. 
das DH. IV. Stumpf Reg. 2956). Welche Tendenzen aher bei letzterer Fälschung mass- 
gebend waren, ergieht sich aus der Urkunde von 1102 sehr deutlich : es handelte sich da- 
35 mals vor allem um den Widerstatid gegen die Ansprüclie der Klostervögte. Davon ist 
in unserer Urkunde nicht mit einem Worte die Rede, und schon deswegen ist an ihre Fäl- 
schung in dieser Zeit nicht zu denken. 

In iiiiiiiine saiicte et indivicliie triuitatis. Heiuricus diviiia favente dementia 

rex. Uiiiiiibus epi.seopis aljbatibus eomitibu.s vicariis centenariis accionariis niissis nostris discur- 

40 rentibiis eeterisque fidelibus sancte dei ecclesie nostris presentibus scilicet et futuris notum sit, quia, 
si erga loca divino eultui manci))ata tuiciouem imperialem inpertimiir et peticiones servorum dei, quas 
nobis pro neeessitatibu.s suis iiinotiierint, ad eft'ectum perdui'imus, siue diibio ad eteme beatitudiuis 
l)remia (•apeseenda talia nobis facta proHeere non diftidinms. Quapropter conperiat omnium vestronim 
iudustria, quia Lllitliarclus'' tidelis noster abbas ex monasterio quod dioitur Wissenburg >>, quod est 

4Ä 35. 'Bresslau-Scbepps] a) Lintliardus B h] "Weissenburg B 



4t> K AISKHrUKl'NUKX. 

coiutrurluni in liüuore saurti Petri |iriiu-i|iiti^° a|ii>i<toloriiiii, vciiittiis ml im» iiarriivil *. i|U<i(l friitros 
pr«dicli c«uol>ii »(Mtriini ox|ioltueiil ciriiipiitiiiiii cirt-ii rcpniii iloiiiiviunfiii et circii i|>s.Miii luarciiiii, 
<|0«iii Pippiiiiiii t|iinui]niii imperntor iitilitnli el '' serriciu (■uriiiii Miib uniuiiitati» tiriiincioiic roiitradidit 
et poulpii Liidwiriia ' nliiqiio niitcresNorea iioütri ri>);os .siia aiirtoritati' tiriiiaveriiiit. iiiio iiostra tirina- 
r«lur. (jiiod libeoti auiino sU8ci|iieiite8 iiixta |iotii'iuni>iii i'unini licri ilccicviiiiiis. I,iiiiit<'.s luconiiiiiine 6 
noniin* cinMimiArcncimu srril>i vcl noiMiiinri iiiHi<iiini8 : i\ue iicrliiioiit ad orieiitHlfiii |ila|;niii iiionaNterii 
u«<|U(> nd Morrochenliouenn ' et ad Aldciilicrdc et inde ad (ii-holdcBwcjre et iiidi- »iibtcr vadiini l.iitro 
«t iiido nd Hiiosiu^pshtinit K et linde ad limitein, i|ni »tat in Hiininiitatc valliü Iiinonesdal'' noininate, 
et inde diieitur'; nd ineridiniiaiii vt-ro'' plagnm pertiucncin super Waraliesparli et iiiile ail llodeine- 
loneiiütaniplie et inde nd ' Selineli et inde ad Kirkendnie et inde nd ■" In);oMesalia <'t iiulc ad Hilvosos 10 
inonte» ui«|ne in loriiin i|iii dieitiir IJedelinr; nd oerideiitaleiii veio plaj;ain iini|iie nd I.utenbaeli " et" 
Berenbnch et inde nd Kriinbneli et inde nd Grnuenprunnenl' <! imlr ail (I(leriehc88elieit *l ; ail septen- 
trionnleni verii plai;nin U8i|ne nd Kiebineberg'' et inde ad rtdolucst.il " et inde ad siiiiiiiiitatoin Hnvii 
qui dicitnr Otterbncb — nun enni villn, »ient nnten nd piefatum Illiiliastcnuill aspexisse dinoscitiir, 
MO muicipü* silris viueis eninpi« prntis pnscuis minix ai|uaruin<|iie decursibns vil i|iiantuiiicun(|ue 15 
duec doniino ibi einelinrnre potneriiit, iiixtn i|nnd dilaoio ip.siu8 abliatis decreverit, ab8<|nu eninslibet' 
inpedimento tenennt linnissinie. .Siiniliter lalem ipsi abbnti eofnoseite eoiicessisse putustnteni », ut 
quicquid iu ipsa innren enutrire mit 8n{rinnre vel venntu conqnirere boiuines illilis potiierint", ex 
Dostrn indulR'enein no8tri8 fnturisqiie teinporibns bnberc vnleant trnditiini *. Inssinius qnoque ob 
remediuin nninie iiostrc prefatu eeiiobio cnrtani tuicionis grneia tiriiiitatiK eonseribi, |>cr qnain precepi- üO 
raus, nt nulliu index publiciu nut • episcopii» veP' quislibct ex iiidiciaria"' putcstnte seu aiin aliqun 
peraonn quicqnam poteatiitis • in ipsu innren et iu rebus * mouu8terii sine lieeueia abbntis • habere 
preaumnt, • »ed «üb uustre eniuuitntis firmacione oinnia illuc aspiciencia nbbns quieto urdino • pos- 
sident. Et ut boe U05tre nucturitatis prcceptnin ririnuni et stabile permanent, nnuli nostri inpressioue 
»ignari iusnimiu et innuu proprin subtiis lirinnviiuus. ib 

Signum (iomini Heinrici sei-enissimi regis (M.)*. 

Kpilbein^U!* >■ cniicellariiis in viceiii Willifjjisi archiepiscopi i'ecogiinvi. 

Data XVIII. kal. tV-hniai-ii aiiiin iiicai-nacii)iii>; doiiiiiii iKjstri ^^TI * , Ileinrifi <^\o- 
riofiiKfiiini ri'gis n-giii in Fram-ia I". indiccinno pi'iiiia; actiiiii in DiiMleiiliiMU' '': in dei 
iioniine fclii-iier "^ amen. so 

Heinrich bestätigt dem Kloster S. Bavo zu Gent den Besitzstand, die Iiu- 
mujiitö't und die Freiheit von (dien Zöllen im Reichsgebiet. 

Aiirlivn tOOH Februar 5. 
Oritrinaldij>l"iii im Capitdsarrhiv zu Unit (A). 35 

Mxi'UH Don. IMg. H4 tcohl am Abschrift = Miraeus ■ Foppeiis Op. 1, 347 (dazu Ver- 
■ iiingm bei Le Glay Jievue des opera dipl. de Miraeun HH) = Ada SS. Octobris 

ti. <:, I' Vü\ iii...«j.,l..runi priii<;i.;« Ti \l' Sliitnpf Heii. ■JHOH d) C VU. ~ KU.; 

»c h ei H r ilii.uenB /<; Moirbenboren C; Moricbenovenn VU.; 

M'<r. . li> hf. . aj Buol- ^ ■ C; Beiocbin^teHhurst /<; BuoBinKeHliurst KfA; Buüz- 40 

•I Vt. h) C -- VU. AU.; Inuenemlnl H i) item dncentur C k) C ^ 

' " W .V^' 1^ nd Srbarh — Bedebur C, abi/etfjten pon kleinen Differemen = 

' ' !i locum qui dicitnr Bedebur et inde ad Sebach et 

I' .iiliB li m) fehlt in C nl C VU.; Luden- 

• ■ il> A'f. o, <l lid J{ i>) U; GnineubumeD C; (irunenbrunnen VU.; 46 

•' .Vf. q> <■'; fldi-rricbejuicbeit B r) C -= VU. =■ A'(/.; Eychenbcrg Ji 

>' ; ft; ütd. \U. NU. t) cuialibet C u) potcrint B v, C 

' • Ä » f-' x) fehlt in C y) EgtbertUB B; die Jiecoffnil ione- 

:ni. ir,ir i„ • z) milleiMii" m ' h) frhll in B I>| C; Diodenhoffe B c) fehlt in B. 



HEIN IM (11 II. 1003. 41 

1(1. II. 1, .^(JS unvoUsfätidig = Ghesquieir Acta .S'.S'. Belgii 2, 561, = Würdtwein 
Monast. Palaf. 4, 86 uiirolisfändig, = Miyiie Ptitml. lii), ^5^ ii" 18. — (Serrure) Gart, 
de S. Bavon 14 n" 11 ans A = Bergh OB. vnn HoUimil I. 46 v" 75. — Böhmer Reg. 
i)25. — Sfiwipf Beg. lH4:i. 

6 Erste Zeile und EsrhatnkdU rini KB: dax übrige aii.i.ierfialb der Kanzlei verfasst und 

geschriehen . — Wenn in der Karratio von der Einreichung nur einer Urkunde eines Kaisers 
Otto gesprochen wird, so liegt hier vohl eine Vngenauigkeit des Dictators vor, der die 
betreffenden Worte aus Miihlhacher Reg. 669 entnahm. Ein verlorenes DO. III. als W. 
anzunehmen, haben tcir niimlich keinen Anhaltspunkt ; von den DD. Otto's IL für S. Bavo 

10 sind aber in D. 36 drei, DO. II. 125. 126. 148, bestätigt und für das Dicfat benutzt 

worden. Ausserdem haben noch die DD. Miihlhacher Reg. 669 (daraus oder aus DO. II. 
125. 148 auch die Inrocntio) und Böhmer Reg. Kar. 1726 als Vorurkunden gedient. 
Welcher dieser fünf l'rknnden jeweilig die durch Pctifdruck bezeichneten Worte entnommen sind, 
konnte liei der mosaikartigen Zmammensetzung des Textes nicht kenntlich gemacht werden. 

15 (C.) p In nomine domini dei et salvatori.s nostri lesii Christi. Heinricus diviiin 

favente dementia rex. Si ea, quae tideles nostri pro statu et utilitate aecciesiaruiii in locis 

sibi t'ommissis statiieriiit, § nostris eontirmamns edictis. premiiiiii nobis apnd deum etprne remmiera- 
tionis repeiidi iioii ilit'tidimiis. Idcirco uoverit oiiiiiiiij]i tiib'liiini sandte dei vc't'lesie iiostroniimiiU' pr?- 
seiitiuui seilit'et et t'uturormii iiidustria, quia vir veiieraliilis Kreuiholdus abba ex nioiiasterio CJan- 

20 deusi, quod est situm, ubi aninis Scaldis flllVll Lef^iv Hminiii iuiigitur, (•onstructuni a beato 
Amando pontitice in honore sanoti l'i'tri priucipis apostoloriini. iilii ctiam HlSlgnis JJauo eonfessor 
Christi corpore requiescit, optulit nobis " auctoritateni imniunitatis domni antecessoriS nostri SC'I- 
licet Ottonis invictissimi imperatoris, in qua eoutinphatur insertum, qualiter ipse ob'> anioreni dei 
preuiio q u e etei'ne retributionis pi'opnetates rer u ni quorundam tyrannica invasione * iniuste pre- 

85 reptas eideni numastürio nstitu e ri t hotque SU§ fOnfimiationis scripto roliora ve r i t , et ([liod 
grati a ni t'raterne sotietatis in eodem mouasterio Slbl eoncessani habnCTlt, vel (jtiallter oniniiini 
exactiones teloueoruni * indniserit. Pro firmitatis namqne studio rog'avit nos predictus rjrenilxildus 
abba eadem renovari, scilicet ut tantae'' auotoritafi tirnütatis g:ratia nostrani quiii|ue su]ieraddere- 
mus auctoritateni. Cuius peticioni libeuter assensum anmientes deci-evimus regig dignitatis pr§- 

30 eeptlim fieri, ^^delicet ut idem monasterium * in ordine monastico constitutum sub regulari disci- 
lilina res suas quiete possideat, quaruni hec sunt VOCablda : hoc est in pago Bracbantense 
villani Sliualuiam cum ecciesiis duabus et omnibus adiacentiis SUIS, et villani Holthem cum 
ecdesia ac Silva, et Mereslieni et * Fliethersele cum ecciesiis ac omnibus appendiciis earum, et 

in eodem pago villas bis nominibus dictas : Meren et Lietbeka et .Setleka et Crainliam, 

3ö et in * Kien Bocliolt cum ecciesiis singulis silvis et omnibus appenditiis jiropriis, quas quidem 

villas cum aliis rebus quorundam hostili prgdatione iniuste al) reptas* doninus auteccssor 
noster gloriosus imperator iure ac pie redonavit, et in Rien \'illam Frimethe cuui 
eeclesia et appendiciis, et nemiis Bunniggerotlia, et in Uuilrika ecclesiam cum appen- 
diciis , in pago Cjuoque .Scaldis possessioneni vocal)ulo C'rika et Papingalaut cum eeclesia et 

40 omnibus ajqiendicüs propriis, et super Odro.sfliet terram, in (jua possnnt ali oves D.tg, * et 
((uicquiil ex ditioue saneti Hauonis in * Beuelanda et in Uualacra et in Brumsela contineri dinoscitur, 
et super Depena terram, in ipia jiossunt pasci verveces CCCC.te, et in alio loci» ubi CC'.te, et in 
Hostholt super fluvium Lara CCCC.te. Hec ergo cum omnium rerum ad sc pertinentium summa 
iutegritate conlirmamus perhenniter usibus fratrum prefati cenobü * sub perpetua imniunitatis * defen- 

45 sione ac nostr? celsitudinis^ factO testamento, per quod iuliemus atque precipimus, ut nullus conie» 
aut iudex publiciis * vicarius # advocatus SCU quislibet ex iiiditiaria potestate in ecclesias aut loca 

36. [Foltz-Bresslau] a) obis auf Rasur h) dacor kleine liasiir ; o uahrscheinlich aus a 

CO»')-. c) auf Rasur d) 1 ci>rr. aus s 

K.'iiserurkuuden III. ^ 



4J KAlSERUHKlNnKN. 

tpI «pro« «pii rt'liiiiiait iiohkcilmiuu'K juvtati iii.iimutiTii. niiiis iiiuiK-nio tPm|iorf 1ii <|iiiliiislilirt piivis lU' 
ttTritorii« infri« (liti<ini>iii iin|MTii iiiiiitri iiistf l\V It-frnlitiT |iuHsiili-t vi'l r(iii; .liiiicc|i.s in iure ipsiiis 
«mirti lori voliicril divinn piftns liiifTfri, «"I i'iniHiis itiiilifiidfis vrl iVi'ilii i'xijri'iiilii mit niaiisiniics vrl 
paniUix fatiriidttis nul liilt<iilHiiorfi< ItilU'iiilos auf lioiiiiiics ipsiiis loci tani iiitri'iiuos <|iiiini lU' Nervus 
»uprr Iprrain ipiiius ciiinmniifu((.'ii ilistriii(,'iMi(Io8 iiee iiIIhs riMlililiitimics .iiil iuliiitiis nceiisiniii'N iii|iii- 5 
tvoda« nt«lri» UC fiimris l<-iii|i<iribiiK iiigri'ili aiuleat vi-l e» i|iiv Kiipra iiiniioratn sunt pooiiitiiN i'xijriTc 
(irvsMinnl : snl et iiiiMiiurnto inonnstOI'io sjll' lii-atitiiili 11 i 8 «oti-riir. nt ad snhitiMii aiiiinv Hier in 

t'tcriia nnil'tc jiri'Vi-lliat'', f»m • i-mifi-ssi s IVimI i s iiiiiiliiini tri. III um i\:iiticiiiis * iiiilultiis cssi' 

volitiniiü et reiiiissns, »irut in prv<-<-pto ailtcC'OS.soris liici cnitiiiiliir. it:i ul. i|iii.tii's pic utiliiMt. 
niDiiUKtcrii ac frntmni • alii|iius iliritji ciiiiliifiTit per diveisu lora iiiipciii nustri, nuitilms cl rcvor- 10 
tontibii« * nli.si|Uo ullii sollititaciimis (^ iiii|iiii-tuiIiiio iii'irotiniii suiiiii liccat i-xcrccrr, i|uateiiiis ipKos 
■ervo« dci • ibidpiii • fniniilant o s pi" lllr ;lt<|ilc sliitii ii';.'iii a diu lllilli rmici'ssi * in;.'itci- nÜ8<>ri- 
ronlinni dfi • osorure dclertot. l't aiitoni liuius * ri-iiuvatiuiiis et r(inliriiiati«)ni« am-toiifas maioroiii 
in doi nomine • (>ptin<-at vi^rori'ni, niaim iimpria sulitcr raiii liriiiavi aniilii|ni' * inprcssiom- as- 
•iirnnri iiiiNi. 16 

^ SifjiHiin «Iniimi lii'inrici .M.i ri'};is iiivii'tissiini. !| 

I KfjillHTtiis faiK'cIlarius vii-i' Uiiillij^isi :n\-liif;t|)cllaiii recoff. ^ (SI. 2.) 

I ^ata iKiii. t'fT.'^ aniKi ildiiiinicMi' iiu-aniaiiiiiii> \llil, inilictinnc 1, aiiiui vcni (loiimi 
Hcilirioi rc;;is I; artiiin Aquis<,'rani ]iahitio: t'ilit-itiT ''. 



•W. sin 

Ilfhirifh bestätigt der öisrh'iißichen Kirche zu Würzbuvf/ die Orte Neustadt 
und J/timfjurg und die Zellen Aniorbarh, Srhlüchtern und Mnrrhnrdt. 

Kahl HniH Fihninr ii. 
< trigniiiUliplum im A". JMrIisarrhir zu München lA). 

Lnuij lieij. Hoica 54 Reg. — Mmi. lioiai äS". 808 n" -MM) aus A. — Whiemh. Uli. « 
/. 2Sö n" 2<H aus A. — IHihwer Reg. ftä<>. — Stumpf Reg. l-iU. 

AlHirarhni roH einer von EA herrührenden Citrrecliir (Note c) ge.ichriehen von KU iinrh 
'■ riin EA verfiisslen Conrej/t, in irelches aus den Vornrkniiden DO. lll. 14(1. Hlö und 
• I i'iiehrr Reg. ÜHH nur einige M'm'le ühergegiingen s-ind, die irir, idigesehen viin einer 
zii.K(tmmeiih/higenden Stelle der letzleren, niihl lie.sonders bezeichnet haben. m 

•('.I ^ In ti(iiiiin(^ Hftiictuf et imliviiliiai- trinitatis. I Icinriciis iliviiia tavcnlr cli-- 
inontin rox. Si (|iii(l locis divinit fiiltiii iiiaiici|)alis noslrai' larj^itatis staliiliiniis 

munitic<-ntin. ilivinar' pIctatiK nos iiulc crcdiimis et ininiirio f, aiiiliij,'iimis rcimim'fandiis 
mnpniHf'Mitia. I'roind«' oniniiiiii saiu-tai' d<'i afccli-siai' iin.stronmuju«' fidcliuin ijracsciis 
et futur« copuiHcnt induHtria, qiialitcr vir veiieral)ilis 11. inriciis IJuircohurf^onsis» aec- »5 
(•I»'«in<f vidclicft prnr'Kid luiHtrain per inliTvoiitiiiii dili'fl«; cnniiif^iH nostfac f'nnif^iind«; 
virlclicet rr-pime Hiipplieitcr adiit maicKtatein , .(iiaiinns » .inydam locn iioinini' Niiwn- 

(Ut et ilnlirnhiiri^ •■■•ltiiliuii|iii- ali/m Aincrbarli, SIndiTin i-t Miirri-Iiart |i<'r rcfjCK V(d inipiTa- 
tnre» Pippiniiin. KarMlmn et poHtca div«; nirniiiriac sfiiinnin et antcccsKonni'' 
nodtnim tcrciuin vidr-lif«'t Ottoncin aii;rnsluiii ad <iiiiiiiiin in Imniircin sancti Salvatori-i 10 
winofir|itf Kvliaiii pn-ci'mi niaiivrjs <'|iristi in urlx' ruirc<d>Mr;;" corimralitcr rjuifs- 

•M. •■' j. rini- uiu II 1 ,1 fi) n.in. tiT. Httill fchr.l rUIlrirlit mi'lii/r/riif/en li) fclicitPr 

rhlltiehl HarJiz/elraj/rn ; i/i nm KU oiler rom TrjrlM-hreiber i-nl ni'hl m'rlifr. 
87. 'Br.-"liici aj ir cor»-, nii« i-r li) il'iliinter kirint Unnir 



11 KIM! IC II II. iii(i:i. 43 

Colitis (loiio Iradila et ilriiun |ii'arcc|itiiruiii tiriiiilati' currdlMirata nustra rcL;ali muiiifi- 
ccutiii cdntiriuarciinis. ('uius (|niil('in lioiicstar |ictiti(iiii |ii-iiiiiiiii pi-o aiiKirc ilci iiostrac- 
([iic salutis provci-tii satist'acii'uti's i)C'r lioc rc^iao maifstatis iiisigne foiiHriiiaiiius et 
validi.ssiiiie coiToborauius ad pract'atam saueti Halvatoris sanctique Kyliaiii iiiartyris 

5 doniuui loca meniorata et collas, cum niiinibus adiaecntiis utensilibiis et ai)jjf;iidifiis 
suis, in qiiibu.sciiini|Uc |iagis et couiitatibus iaccaiit, et universis taiii ((lu^sitis (|iiaiii 
iiic|uireiidis, sicut in prioribu.s praccpssonini iio.stronuii loo-itur scriptis, eo teiiore (lua- 
tiiuis prat'libatus iiracsul Hoiiiricus suii|uc ])rr[)ctiiii succcssrm's oadcm loca et coilas 
teneant usitent et ad'' iliviiunu scrviciuin, ita'' sieiit in aiiti(Hiis iTi;uiH et iiiincraturiiiii 

10 scrijitis foiitinetur, (lis|Miiiaiit, nostra iKistriiruiiKjiie succtissonun CMintradictione'' rciiiuta. 
Et iit iiaee iiostrae foiitinnatidiiis auetnritas staliiiis et iiicoiivulsa permaneat, haue 
pagiiiaiu indo conscriptaiii iiiauu innpria ri>li(iiaiitcs sigilli iidstri inpre.ssione insigniri 
iussimus. 

^ Sigimiii dimiiii Heiiiriei (M.) regis invictissiiiii. | 

In ^ Egilbertus eaneellaiius viee Uuilligisi areliieajiellaiii reeog. | 

Data V. id. feb.'' anno dmninicae ineaniatimiis Miii, indictiono I, anno vcro 
ddiiini Heinriei regis I; actum (Joloiiie. 

(B. 1.) 



38. 

20 Heinrich bestätigt der bischößicJien Kirche zu Würzhurg die Abtei Schicarzach. 

Köln Km Februar 9. 
Originaldiplom im k. Brichsarchiv zit München (A). 

Luäetdg SS. rer. Germ. 2, 14 aus il/.S'. des Chron. Schwarzacense. — Man. Boica 28", 
HOB v" 199 «IIS A. — Böhmer Reg. 927. — Stumpf Reg. 1S4.5. 

25 Gesehriehe)! von EB nach einem von EA mit Benutzung von D. H7 verfassten Coneept. 

Einige von uns nicht besonders bezeichnete Worte stammen aus den Vorurkunden von D. 37. 

(C.) I In noniiuc sanctae et individuae trinitatis. Heinrieus divina favente de- 
mentia rex. Si i|iii(l loi'is divino i-iiltiii mancipatis ncisti-au larptatis .staljiliinii.s imiiiifieeutia, flivinae 
piefatis iiijs imU- ji crctlinuis et miiiiiiie aml)ioimus rcnimierandos iiiaiiiiitii'cnfi:!. Proinde oiiiiiiuiii 
3« saiR'tae dci aecidesuae uostronimque Hdeiiiiin praesens et fiitura eognoscat iudustria, cjualiter vii" veiie- 
labilis Heinrieus Uuerceburyeusis videiieet aeeelesiae jiraesul quedaiu regiae vel imperialis 

jiraecepta potentiae nostris praesentavit dbtutibus, in quibus habebatur insertum, quo- 
mndd Hluduuidcus plus, intei'venieute memorandi nominis Anm pontifice, quandam 
abbatiaui nomine Siiarzaha et monasterium secus hostiuin tliimiiiis Suarzaha sitiun 

35 cum Omnibus pertinentiis vel adiacentiis suis ad doniuiu in lionore ^saneti Salvatorls * preeiosis- 
simique martyris Christi Kyliani in nrbe Uuereeburi;" ciiriinraliter ijuieseentis COnstructam reguie 
auctoritatis scripto tradidit et in perpetuum olitincnda stabilivit. Quibus lectis ob- 
lata sunt alia diiectissimi senioris et nostri praedecessoris tercii scilieet Uttonis impe- 
ratoris super eiusdein abbatiae vel monasterii coiitirmationc praecepta Ik^renuuardo 

■w bone memoriae pontitici tradita. His igitur ita gestis praet'atus veneiabilis * praesul 
lleiurieiis iiostram |>ei- interveutnni dileetae eouiugis nustrae Cunigundg videiieet reginae suppliciter 

37. c) ad divinum servicium ita auf ßasiir von EA d) rfn.y zweite c ron EB fit/er der Zeile 
nachgetrai/eti e| V. id. sicher, rietleichf auch noch fel>. vachgftrayen, 

38. [Bresslau] a) c corr. ann b 

6* 



44 K AISi:i{l'KKrNI»i: N. 

(h'pn'catiis i'!it i-xi'rlli'Utiaiii. ■iimtiiiiis sihi nustijic (|U<ii|ii«' fclsitmliiiis sujici' rrlnis |ir;ie- 
ilicty «lilmtia«' ilignaroiiiiir larj^iri et gratia tinnitjitis tradcri' srripta. t'nius iiuidom 

honimlan pelitiuiii |>riiiiiim pro niiiort' doi snjU'ti<(lU' Kyliaili Iliartyris ( "liristi pro ViitO siitis- 
(«rirntcs piT lior rrpinc iiinipütutiN iimi^iip CDiiKriiiaiiiils et viili<liHKiiiii' «(irrohoriiiiiiis'' aci't'losiac in 

lionort' saiu-ti Salvatiiris constnift\> . nlii i-arissiini iioliis )iatriiiii Kyliaiii inartyris i-cirpus :. 
re({llicsi*it . iiicniornt n m aKliatiaill et lininastcriuin, i-nm liniiiilnis niliart-iitiiK Mli'iisililiMK et 
«ppfiKlirii« miiii, in i|iiil>iisi-iiiiii|iii' pniri^ <'t coinilatilius iHconiit'', et iiiiiviTKis tnni i|iii,'Kiris i|iiniii iu- 
•|aireii<li<. »icut in prioriliUN priu'ci-sunrinn iiimtninini lp);itiii' |iraf ccptis, co teimrc i|iintlMiis |)rae- 
liCriptUS prni-Kiil ilfinrirns sni<|iii' in prr|ictUUIII siicccssorcs ■' » n (lein allbatiaill tciicaiit iisitcnt 
i-t seouri perpi-tini possidcant onliiu'llt at<|II<- ili.s|><>iiant. nustra n<iKtrorunii|Ui' Kiu-1-cssoriiiii <-(>n- 10 
irailiriioni- rfiiii>tn. Kt iil lincc iHistrai' lontirniationis aiirtnrita.s staliilis i-t inconviilsn pcrnuincnt, liant- 
pafriuam indv rouscriptiim mann pnipria rolmrantp!« siplli iionIiI iniinssioiic inmipiiri iiiNsinins. 

I 8igiiinn ilomiii lli-inrici tM.) rejjis iiivirtissinii. ^ 

I EpIlKTtns i-aiu-cllarius vice l'uillifjisi arc-liicapi'llani rccog. | 

l)ata V. id. t'cl».'' anno doniiiiicao ineaniatioiiis Mlll, iiidictinnc i, aiuii) vcri) doinni 15 
Hi'inrii'i rf;:is i: artmii < 'nlniiic. 

H. 1.) 



Heinrirh bestätigt dein Kloster Essen den Königsschutz und den Besitz sovne 
das Wahlrecht und die Imviunität. Ximwegen 1003 Februar 26. an 

(trigiiiiildipliim im k. Staalsarrhiv zu Berlin (A). 

Liinig HA. li^ . :VU) n" S rtiis AJixrhrifl. — Orig. (iiuJf. i, l-tH ans f'linrliiliir. nmld 
minierl mit D. H9^ (G). — LaconihM Mederrhein. ÜB. 1, 8H n' 134 aii.i Ä = Funcke 
(iisrh. roti Kssni a.54 ti" 8. - — ■ Faadniile iii Kaiserurkundeii in Abb. Lief. 4, Tnf. 6". — 
Wesif. IB. .Su/i/,!. 9H ,1" .lUl Re<j. — Bnhiuer lieij. .«»VS (muh G). — Stumpf Hey. 1346. s5 

(iexrhriehen und mit Bi-nutzung von IK>. III. 114 <tmh rerfan-st von EA. Gegen rfa.s 
Ende rfe« Contejcle.s »a7 die Urkunde rerf/ihcht, indem nach den Wmieti et ut hoc firniius 
hal«"Httir dpf Srhluss der Ciirrohiiriilionyformel auxrndierl und stall dessen (im Ende van 
Zelle 1(1, auf dir ganzen Zeile 11 und, als der Baum noch nicht au.ireichle, rechts von 
der Signum- und Rfrognition.izeile ein Zusatz gemacht wurde, um die Befugni.tse des m 
Kliislrrrftgts einzuschränken : an die Be.'<limmung darüber wurdest dann eine (Jorroboralions- 
fiirmrl xotrie eine Zeugcnlistr und eine I'oenformel angeschlossen. Soweit die Schrift einen 
Schluxs auf die Zeit der Fiilschung gestattet, dürfte dieselbe erst im 13. .Jh. erfolgt sein : 
dnmirh ist es miiglich, wenngleich es nicht mit Sicherheit behaujitet icerden knmi, ilass sie 
mit den lirdriickungen des Stiftes durch den Vogt, über welche wir aus der Zeit vor sä 
/«/V-1 Kunde hiilu-n, und welche der Äbtissin zu Klagen bei Papst und Kaiser Anlass 
gaben, im Zusammeidiang steht (vgl. ('aes. Heisterhaeensis Vita Engelberli Colon. 'J. t bei 
Hiihmer Faules V. 34lti : Chrnn. Emnnis Mon. (renn. SS, '23, ÜOÜ ; Albericus lüü.'i ebenda 
UlT: t'hron, regia Colonietuiis /V^ö ed. Waitz 'Jn^tl. Wird in der Inlerpolaiion ins- 
Itemimderr der AwotchlnsK des Vogtes aus der Stadt Essen betont , so findet sich in den i<> 
Abmachungen der Abtis.sin mit den Vögten erst lüUI eine entsprechende Bestimmung, indem 
■ ' I ■■il* der Vogt anf alle Cierechtsnmc innerhalb der Stitdl ecrzichlili (Jjucimdild Sieder 
■ VH. V. .i</ n° *.*()f<). 

ÄÄ, In iititr m k-ltinr U'i-" -nn ^,i.:f,n a ./,.-,• ,) 1 v 1.1 lichtr, cielleidil mi,!, „i^l, 

'1. mncMf/iirngtn l'> 



i 



II KIMM ('II H. 10(13. 



45 



39". 

Heinrich bestätigt dem Kloster Essen, den Königsschutz und den Besitz, ins- 
besondere das von Otto HI. geschenkte Gut Brüggen, sowie das Wahlrecht 
und die Immunität. — ■ — ■ — • — 

Origiiuddiplom im k. Staatsdrrhlv zu Dussdäurf l.V). 

Lünig RA. 18'', 8^9 n" 7 aus Abschrift. — Orig. Giwl/'. 4, 453 aus Chartular, ronta- 
miniert mit D. 39" (G). — Laromhkt Niederrhein. ÜB. 1, 84 n" 135 Extr. aus AK — 
West f. ÜB. Suppl. 96 n" ö9ä Reg. — Böhmer Reg. 9-J8 (nach G). — Stumpf Reg. 1347. 

Neuausfertigung von D. 39", geschrieben von EA, unter Einschiebunf/ eines Zusatzes, durch 
den die in DO. III. ii42 dem Kloster bewilligte Schenkung von Brüggen noch amdrüeklich 
bestätigt tnrd. Wann die um dieses Zusatzes willen erfolgte Neuausfertigung gegeben ist, 
wissen toir nicht; aus der Beibehaltung der Daten der VU. kann auf die Zeit ihrer Au.^- 
stellung nicht geschlossen werden; nur lässt sich annehmen, dnss sie vor April 1004 ge- 
schrieben ist, da EA spater nicht mehr als Ingrossi.'it nachweisbar ist. 



(C.) § In noinint^ s;uK-tac et iiidividuae 



15 .9.9". 39''. 
(C.) § In iiiiniiiie .sanctae et iudividuae (C.) ^ 
trinitatis. Heinriehus divina favente cle- trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Cum «in * regia post deum mentia rex. Cum iu regia post deuni pen- 
pendeat CUra de ea quae apud seculum est deat cura de ea quf apud seculnm est rei publi- 

20 rei publicae custodia quasi '^ tideleni pi'g- cae custodia imasi tideli-m | prepositum in dies 

posituni in dies c-aute * meditari, in monaste- caute meditari. iu inonasteriuruni iusto regiuiine 

riorum iuStO g regimine vel eoi'Um penitus vel eorum penitus (juae dei sunt vigilautia oportet 

qu^ dei sunt ■sngilantia oportet diligentius diligentius horam de hora suum cui ipse subest 

horani de hora suum cui ipse subest pa- patrouum uou retortis oculis intueri. Quapropter 

25 tronuni non retortis oculis intueri. Qua- omuium sauetae dei aecelesiae uostrorumciue fide- 



propter nmnium sanctae dei aecelesiae nostro- 
rumque fideliuni pr^sens et futura coj^no- 
scat industiia, ijualiter venerandi nominis 
nostrique sanguinis Mathhild Astnideusis mo- 
30 nasterii aljliatissa qu^dam prfdecessorum no- 
stroruni regalia nostris obtutibus precepta mon- 



lium presens et futura eognoseat industria, qua- 
liter venerandi nominis nostrique sanguinis Math- 
liild Astnideusis monasterii abbatissa (|uedam pre- 
dt'cessoruui nostroruni regalia nostris obtutibus 
precepta monstravit, in quibus erat insertuni, quo- 
uiodo idem videlicet X'eges prefatum monasterium 
stravit, in quibus erat ilisertum, quoniodo idem in suae iunnuuitatis tuitioneni perpetua cum suis 



videlicet reges * prefatum monasterium in suae 

immunitatis tuitioneni perpetua cum suis per- 

zä tineutiis lege tuendum susciperent et sancti- 

monialibus ibi div[i)io cidtix majncipatis li- 

Centiam eligendae per SUCCessiones abbatis- 
sae prfceptiva auctoritate COnferrent, pro rei * 



pertinentiis lege tuendum susciperent et saueti- 
ijuiuialilius ibi divino cuitu niancip;itis liceutiani 
eligendae per successiones abbatissae preceptiva 
auctoritate conferrent, pro rei firmitate uostrani 
humiliter rogitans eelsitudiuem, ut nos denuo id 
ipsum faceremus. Huius igitur votum quia ratio- 



firmitate [nostram liumi]liter rogitaus celsitu- nabile erat voinntario per suam et dilcctissiraae 

40 dinem, nt nos denno id ipsum faceremus. HuiuS contectalis uostrae Cunigundae scilieet reginae 

igitur Votum quia rationabile erat volun- intercessionem complentes effeetu, receptis in 

tario per suam [et] dUectissim^ contectalis nostram defensionem predicti monasterii sauctis 

nostrae Cimigundae scilieet reginae inter- virginibus cum terretorio» Bruggelieim nomi- 

cessionem complentes effeetu, receptis in nato, quod Ottonis imperati'ix manus per 

■15 nostram defensionem praedicti monasterii vei-bum venerabilis supra nominate abba- 



39". [Bloch] a) a ühe>- tJer Zeile nachgetragen 



39». [Bresslau] a) A' 



4ii 



.KA isr. ur liK IN Di; N. 



Miiu-ti.- vir'jiiiil>ii> omii l... ■- - ia>nilii< ailia- 
oi-lltiis llt•'ll.'•il,i!l>ll^'■ et iilll)lil>US il|i|M'liiIitiis 

vcl <|uil>iisruini|iu> ti<lcliiiin ilmiis i't ijUi; 
ilii trniVitHc sunt iiiit uni<|iiiiiii triiilcnilt; 
i'«iiifiT«'iitii>, |>»T lioc rt-j^iüc niiiii'>tati> iii- 
sigllO riMliiVllllUls t't (■oiiKriiinniiis Ulis \ct('- 

roni*" in nliltntUsn |KM' lU'i't'ssinnis ti-iii|)i>ra 

limitiniii cliiri'iiil n . |ir^'i-!|) i c ii t es Krinitcr rr^'io 

verho, iit iiiilliiii iiidt-x |iiililicii« mit i'xiu'lur 

r<-l i|uililii't <-x iiulirinrin potostiitc in locn |iriir- 
<licti niiiiiHstiTÜ, ((iii' vi't iiniK* |Mi.s>i>li*t v<*l -^ (li\'i- 
uiip |ii<-i«ti.> aiipiiciito |>iissi(lcl(it. iutiis vol 
fori.- ullii UIII<|Uaill tcinporo iii)rr<'>li iiikIiiiI 
Md cAiiMi.t Vi*l Ilti'S iiiicIiiMulH!' v(>l fri'ila mit tri- 
liiltii neu l'dllt'CUl« Hli(|UHK exi^'ciiilns mit iiiiiii- 
siuli)*« vcl |lHrHtll^ tneicndii» mit tiilfiiiHsoii'.s ti>l- 
lendos mit honiiiii-ii i|i|8iii)s nccctesiac u|o|ii- 
striiicviidti» iieiinc iilliu iicc|n]Niuiii?8 illiriln» ri'- 
i|uircndiut in-qnc tlK'ldiKMiin siv<- )>iiriifrt>doü in 
aliiinihii» ciusdcni inoitastorü lori» all Imniini- 
liiiii sill niris i'xiifcro ailt iiiiniiiics l|>silis i'colc- 

»iiii' »iTViiB liti.K vi'l liliiTii» alias ad placitmu 
vocaro iircsiiiiiHt aiit in militiain sivc hosteni 
ire constringat, nisi a)>l)atissn vel advoL-ntuii, 

i|iieni JililiHtis.Hii et l'oilgrt'gatlii ciiiKdeni loci in 
lioc ii|niii olf)r<Tit. Kt nt Imc- « tiriiiiii.s liiilicatnr, 
< |irf fipiitiii.-*. tit al>hatissu (;t'' riniveiittis 
<lo coniinii cimsciisu silii cHfriint arlvnea- 
tnin : et iili-ni advocattis nun in fivitate 
ahliatisse Astnirla M-d foriK cxtfa i'ivitatc-ni 
in indicin |>r<'.side)»it. t-iini i)isiini jn"o nia- 
ntinni *■ tninrationf vi-l arinoi-iini |)roela- 
inalioiiy'' i-iiiitigcrit : idciii t.-tiani '' advm-a- 
t«B in bonis quf «inpllatiin K|)i'ctaiit a<l 
ntibntiani iiii-liil silii iuris iisiit-|ia1iit. Et 
nt lii;<- oiiiiiia incMiiviilsa )ii-i-niaiu-ant ',> pi'e- 
oppti noKtin |tapnain iina^j^niK nostri"' bnlla 
<|>r<>|(rii!< inaiiiliiis> riiliorantes <fiinfiniia- 
iiiuh. 'J'i-htoi» i|iii |iivsfnteK adci'nnt i*unt 
Nuhnotnti: c«»iiii;h'' Bruno, advot-atiis Aki-«;- 
rifUK«. Knino. villiettK Kretlitdiennis,« Hezc- 



li-.--ai' cidiin niuuasti'riip in |iri>|ii-iiiin tra- 
didit. ft lioi' ita nt |ii-rnian<'at, nostrat^ 
i'iMiiivationis inMTi|itiii nmil" aftiiiiiat - et 
(■Ulli aliis I.H'ls iMuniliiis ad id iiuiii:ist<'i'iuin 

IK'rtini'ntihlls l'nuiilils luliiiccntiis iitciisililms i't 6 
iiniiiiliM> iiiiiiiiiiliciii- \r\ (|uiliiiHciiiii<|iii' tiililiiiin 
doiiis et i|uat' ilii tl'aditiic siliit alit iiiiii|iiam (ra- 
di'iidnc ronfiToiitii». per lioe n-iriai' iiiniestatiK in- 
«ijriip itenini rciiovmniis pt hnnitor (■oiitirinaiiniN 
ilii» vi'tiTrin In aliliiiti.sx» ])pr dpppxsioiiix teiii|>urn 10 
lircntiani rlitrciid«, iirroi]iifntf» firiiiitcr i'pjrio vprho, 
nt iinllii> indi-x |iiililit'iis aiit exactor vpI i|nililict 
i*x iiidii-iarin potpstatt* in Itu'a priMlicti nioitastrrii, 
qiiiu' vpI iniiip possidi't vpI <liviniip piptiitis aiip- 
niPiito piissidpliit , intiLs vel foris iillu iinii|iiniii 16 
tpinpiirp iii^rpdi aiidrat ad paintax vpl litcs andipii- 
das vcl frpda aiit tiiliiita spil collpptas alii|na^ 
pxij;piida.s mit niansinnes vpI paratas farii-mlas aiit 
tidi'iiissoi'ps tollpiidos mit lioiiiinps ipsins api-plpsiap 
ponstriiippudo» ni'qiip iillas ncpasioiips illipitas rp- SO 
i|niri'ndas iipijiip tlipliiiipiini ,sivp paratVi'dus in ali- 
•|uilius i'iiisdpin nionastprii locis ab lioiniiiiliiis üui 
iuris exigerc aiit liniiiinc.s ipsiiiN fcpicsiap'' Her- 
vos lito» vcl lilicroN alias ad phK'itnni voearo 
prcsiimat aiit in niilitiani sivc lio.stpin iri' pnii- »b 
striiifTat, nisi aldiatiasa vpI advopatus, quem ahbii- 
tissa Pt poiipregntio piiiMlciii luci in 1ii>p opus clc- 
gprit. Et ut liop tiriniiis lialicatiii-, liaiip imstn 
prpcc]iti papnani mann propria rub(>niiit(t> mpstrau 
inwififiiiis biillii in»i^niri prppppiiiiiis. (^ 30 



•8*. h) fn A trhfint li flfrr ilrr Xrilt iiachi/elru- 
f7"< :••<•'■■ ■ -rr Sucht rag jetzt 

HUI- nrirli ' ,.^ flau rmif p 

■/•••tt, ilnt« lief 

' II i*l d ) A 

■"" '- "(• hat A tinrn 

itt ( •■ rr/rr. nii» t 

' ' " II» A, 

:ii irol- 

/ ,..■.',..... /('/»i dir 

H'ortt ■ilvocntii« uml rillipuii nirhl zu dm 



80*. Ii| (jccleiiae nuf Hnxur ci nir ha/jen mirh 
den Srhlims der Corrt>l>iii-atiiintiformel durch 
J'elitdriick liezeichnet, ohirohl ilimer in der 
am SrhliiD» rfrfflliichleu VI'. nlch jetzt nicht i!t 
tjanz HO /indft : dann er in ihr »mpräniilich 
flfulani/rn »wl in iinm-rfm IJ. ring ihr enl- 
Irhnt int, 1,-iinn keinem Xireifel unterliet)en. 



HEINRICH n. 1003. 47 

linus, K)i('ruiiiiius, Liulnlfiis, Uwidekiii, 
Hezel, riKilkai'ilus viri luihile.s. Si quis 
riiiistitutiiini nostry i't iiiuiulato ecmtraire 
prcsuiiipserit , rry-ic '' luaifstatis (iH'cnsaiu 
6 se noverit iiicuiTisse.> ' 

§ Sigiiuiu (ImiHii llriiiriclii regis (M.) ^ Signum domiii Ilcinriclii rc'j;is Mj 

per Cliristuin invK'tissimi. Ü per ( 'liri.stuiii invicti.ssiiui. S 

^ Kgilbt-rtus caiicclUirius vice Uuilli- Ij Ki^nlhcrtiis canccllarius vice Uuilli- 

g[isi] archicapollaiii rccngnovit. J1 gisi arfliieaiiellaiii recogiiovit. ^ 

10 Data VII. kal. niart. aimo iiicania- Data VII. kal. martii anno incarna- 

tioiiis dominicac Mlll, iiidictione I, anno tioiiis dominicae uiillesimo III, indictiorie 1, 

vero dnmni Hoiiirichi regnantis adhuc I ; anno vero doinni Hcinriehi regnanti.s ad- 

actnni Nouinniagi. huc I; actum Nomomagi. 
(B. I.) (B. 1.) 

40. 

Heinrich erneuert dem Kloster Vilich die Verleihung der Freiheit von Quedlin- 
burg, Gandersheim und Essen sowie der Immunität und des Rechts, Vogt und 
Äbtissin zu wählen. — nxiH Feh- aar ^6". 

Orifiinalfraiissniiipt K. Adolfs roii 12^2 Juli 7 im k. St'tafmrrhiv zu Düsseldorf (B). 

20 Stumpf Ada im'd. 89 it" HS aus B. — West f. VB. Suppl 97 n" 593 Reif. — Stumpf Reg. 1848. 

Xiicli DO. III. 82, das auch auf die Devotiomfonnel einqewirkt hat, nerfa.'isf und icahr- 
srkeiidich auch ijeschriebeu von EA. 

In nomine sancte et individue trinitatis. Henricu.s divine caritatis munere 

rex. Oranis tideliiim nostronmi euiii.scumiiue coudieiouis cetus niiocuiuque lueonim situs i)ro inaioris 

25 auctoritatis causa coo-no.srat, i|iialitir nuidani imliilis vir * Slegingfo/. cum religiosa coniuge sua Gerbirga 

quondani regalem'' karissimi senioris nostri tercii Ottonis augusti preseuciam adierunt et 

«luoddani nioiiasterium, (|Uod dp jiroprio patrimonio suo pro eterne vite premio et memoria sui iu istn 
seculo iam * pü patris sui videlic6t SCCUndi Ottouis imperatoris augusti * cousensu iu loi-o ((ui 
Vileke dieitiir fou.stnixeruut. in suas niauus tradideruut, rogautes ]iro iliiii.s Inci staliilitate et defeu- 
30 sione de omni seeulari servicin illud SUa regali poteueia litierari ae luuuiri; CjUod et tactuni est. 
Nostro quoque tempore vencrabilis eiusdeni monasterii abbatissa niiniinc Adellicyda 
per intcrventum dilecte coniugis nostre Cünegiinde videlicet regine nostra id denuo 

fieri munilicencia supplex rogavit. Cuius püs petieionibus asseneientes cenobio illi ad legem 
et ad regulärem ordiuem ceterorum monasteriorum in nostro regno degenciura, scilicet CJuiddelinburch, 
S5 Ganderesheym, Asnitlie libertatem dedimus et ab omni imiuietudine seculari.s districtionis iugo absol- 
vimus, ea racioue ut uullu:i episeopus eomes iudex aut advocatus iu execpiendis causis id" aut illius 
loci servos striugere vel aliquod servicium inde exigere aut placituni iu memorate eeelesie |irediis 
agere aliquam potestatem habeant, uisi que divina sunt et quantum ipsius loci abbatisse placeat, et 
ut sorores sauete eongregaeionis inibi deo niilitantes iu t'utura teuipora iu libero arbitrio habeant, 

40 39". fohlenden, smulern zu den corangehenden 

Xamen (/ehören h) A i) in der noch 

unverfälschten Urkunde hat der Schluss von 

finnius liabeatur an jedenfalls so yelautet 

u-ie in T). 39''. 
45 40. [Bresslau] a) f7rt,9 Abkürzungszeichen über dem zweiten e fehlt in B b) li\ idera I t . 



4^ K AlSKUriiKlNDKN. 

<(Ueni Hilvocntiiiii t-t i|uniii iililtiitU.Miiii iiitiT m> <'li),'Hii(, iiitixiiiir »i in illiiiK limii viri et iiiatroiu' i<ii|ira 
«lirte. <|ii<iriiiii Imnn vuluiitiitc illt- locus diviiui ninii<-i|intiir niTvirii). parnitclii ad itl oftiriiiiii yiloiiua 
inreiiiatlir'', sin nuteiii, alias iiiDTHtiir. Kl iit Inr iioslrc doiiaviuiiis lilicilas tirina stalillisi|iii' pi-r- 
luaucKl. Iiuo |irivili'piiiii iiidi' riiiisiriiiliiiii iioaIiI siplli iiiiprcssioiic iilSKiinii'- |ii'i>|irlM snhii'i' imtaiido 
manu corriiliorari. g 

iSipiiiiii doiiiiii I li'iirii'lii (M.) rojjis invictissiini. 

I>ittii IUI. kal. inarrii aiiiiu doiniiiicv iiK';(rii:K'iiini> MIII.'' 

41. 

Heinrich schenkt der bischößichen Kirche zu Parma die Abtei Nonantola. 

Kinureijcn liKIH Februar 28. lo 

l'ghelli Italia smrn i'd. 1. ?, i'fA'i er cod. iahitlnrii Yntiniiii (V) = ed. II. 2, 161 = 
Orig. Guelf. 1, .576' m" 20, = Beim (e ('tiwici) Serie de' dnchi e marvhesi di ToscaKa 
1', ISS h" 10. = Leihiiiz Ann. imp. H, 8S2, = Mit/ne Patrnl. I4i). 2^0 n" l.'i. — Affo 
Slorifi di Parma 1, H7H n" 90 ni« eopia antica (P) = Capjielletti Lr tliie.se d' Itniia 
15, 1S6. — Böhmer Rtg. 929. — Stnwpf Reg. 1H49. i6 

Xarh Vorlage von Miihlharher Reg. l.'tT'l irahrscheinlicli aii.s.serlialli der Kanzlei rer- 
fas.st : durch ungesehickte Benuizung der VU. erklärt sich die Wiederholung de.t Xantens 
des Petenten im Eingang de.s D. Für dessen Echtheit .spricht nicht nur das — abgesehen 
ron dem Schreib- oder Lesefehler im Kanzlernamcn — röllig zeilgenii'lsse Profocoll soivie 
die Interrentinn des Markgrafen Thedald, dessen Konigstreuc ebenso bekannt ist wie .seine m 
Beziehungen zn Xonantola (er war G-raf ron Modena) ; sondern sie gilt uns insbeson- 
dere als verbürgt durch die Bestimmung, irelche ron der Schenkung an Parma das Land 
autmimmt, das der Konig .seinem getreuen Bischof Aiihert verliehen hat, eine Bestimmung, 
die »w einer spdleren Parmenser Fälschung unerklärlich sein wilrde, in die damaligen Ver- 
hältnisse aber aufs lie.ste pa.sst. Denn unter dem Bischof Aubert kann nur (tlhert von xr> 
Verona verstanden werden, der nach D. 24 u-enige Monate zuvor in Deutschland gewesen 
sein mu.ss und liei dieser Gelegenheit jene Verleihung erhalten haben wird, während wir 
andererseits z. B. aus Tiraboschi Nommtola 2, Hl. 95 ff. wissen, da.ss die Abtei Besitzungen 
in der Grafschaft Verona hatte. — Der von l'ghelli benutzte verschollene code.r Vaticanus 
und die von Affö wiedergegebene eopia antica durften auf die gleiche (Quelle zurückgehen, ao 
dif aller nicht das Original, sondern eine ältere Abschrift a-ar. 

In iiHiiiiiic saiK-tni; i't iiidividiiae triiiitatis. Ilrmiiu.s diviiia t'aventu ilciiiciitia 
rex. Omniliu« fidoliliuii • notuiii ficri volnnuis, ijUuil Si^jefredus " vcncrnbiliit snnctar l'ar- 

nii'usi« itcricitiac'' i-iiijicMiiun Hdclis nostnr et per iiitervoiituiii iiostri Hdelis Tlif'odaldi'' mar- 
chionii« ndiit noiitrnni cli-uicni-iani iani dic'tu« Sippfrodus » (»|)i8c<)|)UK saiictae Paniiensi» 80 

CCcl«'»iai'. — iinalinus Hniiatlls in Hdi' alacritor'' di-scrvin^t n<il)i.-* r\ nh ai-tcnio n'niunoratorc, 
40! omnibui« baliuiidnt huiüs, • ri-tril>nci»ni'ni ni-teniai' rcMMinorflcioniH prrripiaiii u » "', — ut nos aliha- 
«•imn ni<ma/it<-rii c|nod dicjtur N'inantula sitam '' in lionoro lii'nfi SilvcMtri" fiinffSMoriK iloi atfJUC 
Jioiltincif* fiilii suaci|n<- i-c<|psin<' l'armrniii iure (iroprii-tarin cum oninilMK adinri'iilll« rt |iirrtincntiiii 
eiu* in inu-frruni pi-rpctui« tcmporibns runcvdcrcniUH praeter illani ti'rrain, (luani i'iinceMMiluUH i" 

40. c; yi'.; invenialur li d) in H »leJil die Dalifnint/ mr ilrr Signumzrilr. 

41. Bloch^ a| Sigrifredu« /' bi t' ^-- VI.; ven. parni. ecci. Hanct«e /' c) Tlieobaldi f/ 
d' BCnter V ei «/«// dirnrn Woriet in (' eine Anzahl ron Funrttn zur Andeulun;/ einer 
I.ilckt f( fehlt in f.' ^) hnnorem »anc-ti .Sylventri 1' 



HEINRICH ir, 1003. 49 

Alilicrti)'' cpisfdjKi nii^tni tiilrli ; et illa terr;i sita est iuxta Atc^^iiii ttiinii_-n. Cuins pi-e- 
cil)iis lieni'rnitatis iiostrae auifiii ' jucoiniiiuilfiiitL-s eiiisqiie erga mos dwutissiniani tidilitateiii iiitendeiite.s 
iussiniiis ei suaeque Parnunsi eci'ltsiae in linuurem sanctae Mariae dci genitiieis * dedicatae hoc 
iniporialis nostnie aiutoritatis timsi'rilü piaeocptiiiii, per (niod c-oncedimus ei'' donaniiis atque largimur 

s piai'liiiatani aiihai-iam quae dicitur Nonantula sancti Silvcstri ' confessoris'" atque pontificis, 

nun unmiliu» adiacentiis et piM-tiiiciitiis * curtibus" capellis et» aodifieiis earuin tcnis campis pratis 
Vincis silvis servis et aneillis utiiusi|iie sexus nioliilibus et inimobilibn.s, cum * intc^ritate cornni Ct 
uni\'crsis ijuac diri auti* nnminari possuiit ad praedictani abl)aciani pcrtiiicntibus nostra iiiiperiali cnii- 
ccssione, ut habcat teueat fniatui'l pcrlicnniter tarn ille ([iiani et successores eins ad paitcm saepc 

in noininatae suae eccicsiae faciantiiiic cxiudc iniic(|iiid secundnui aetenium arbitiiuni "■ melius eis pi'ae- 
VlSUni tucM"lt. Quiciuiiriue vcro contra lianc nostrarn donaciuncin* concessionem sive larg'icioneni » 
agere causa ri vel de potestate » Parmensis ecciesiae subtraliere <inaesierit, C libras auri optimi cogatur 
* solvere, niedietatem palaeio iiostro et medietatcm praefato OlgC'freciO episcopo suisque «ucces- 
soribus ad paitem praedictae ecciesiae Parmensis, CHI violencia illata fuerit. Et ut liaec nostrae 

l.T donaciunis conccssii.inis larfriciunis auctoritas pracsentibns futurisque teniporilms plt-nissimum vi^orem 
obtineat et llt verius credatur dilifreuciiisque ab umniljiis observetnr. manu pr<ipria siibtcr tirmavinius 
et bulla nostra insin-uiri iussinius. 

Signuin ilimiiii' llrnri > .M.K'i " invictissiini regis. 

EgilbiTtus^ cancellarius vice Vviligisi"' archiepiscnjji vecognovit ^. 

äo Data II. kal. mart. anim incariiaeioni.s dominicae MIII, indictioiie I. aiiuo vero 

domni>' Henrici regis I'-: actum Nouiomagi". 



4*> 

Heinrich bestätigt dem Nonnenkloster MöUenbeck den königlichen Schutz, ge- 
währt ihm das Recht, die Aebtissin unter Einholung bischöflicher Genehmigung 
25 ZU wählen, und bestätigt die Befreiung seiner Leute von der Entrichtung des 
Königszinses und von der gräflichen Gerichtsbarkeit. 

Minden 1<)()3 Mirz lu oder IH. 

Orighinldiplom im k. Sfrntfftnrrhir zu Marhiiry (A). 

Hoier Belntio hist. de fitndtttione »lonnslerii Mollenbecensis (Rinteln 1626) lOÜ cit. — 
30 Martene Coli. 1, 36S am Ä = Kiichetihecker Anal, i/rt.s.s. 10, .391 v" 3, — Micjiie Pafrol. 

140, ■Jöl n" 17. — Gnipen Orig. Genn. H, 125 au.s Abftihrift. — Würdtwein Siebs. 
6, 807 n" 97 aus A. — Paulns Gesch. de.t MöUenbecker Klosters 39 aus Abschrift. — 
Wilninns-Philippi Westf. KU. 2, 399 unvollständig aus A. — Westf. ÜB. Sup})l. 97 
n" .594 Reg. — Böhmer Reg. 930. — Stumpf Reg. 1350. 

35 Verfa.sst und geschrieben ron EA unter Benutzung von Mühlbacher Reg. 1S7I (VC I) und 

DO. II. 189 (VU. II). Das dem EA sonst nicht geläufige Recognitiousverbum notavit 
wird der Notar in einem DO. II. oder DO. III. kennen gelernt haben. Wenn es au.s 
der VV. van D. 43 stammt, so müssle, da die Kienburger Vorurkunden Jedenfalls erst in 

41. h) Huberto U ii 1' - Vi'.; aures f k) PV; et Vi'. li Sylvestri i' m) fehlt 

^(, in P 11) r= Vr.; cortis P oi P = IT.; atque C p) P = IT.; et U q) P = 

VC: et l'ruatur i' n U = VC; arbitrura P s) das folgende bis zum Schhi.ss den 

Conte.rte.'i fehlt in V i) tlonni P: D. Henrici U ul ,V. fehlt in P; V i/ieht^ das Kaixer- 
nimiogranini, das riel/eicht dem bei ihm unmittelbar folgenden DH. II. aus der Kaiserzeit ent- 
nommen ist T) Aubertus PC w) cancellarius Videchi i' x) recognovi C y) donni P; 
15 doniini l' z) primo i'; ni. P, ob eerderbt aus secundi IV a) Noviomagi P. 

KaiatTurkuiidfii III. * 



50 KAISKUIKKINDKN. 

Miiijtifhiirtj eiiifierfirlit xiiirf, iiHffnioiiinifii irirdni, ilnss dir Aiisfertufuiiy imi />. />' shh 

bis in dfii .l/(i(/fW<M/v/cr Aii/'nilh(tll drs h'iiiiiiis rirz/iijirt hatte, die Dnticnoi;/ ntn-r nnf 

die Handliitiij 211 liciifhni wtire. — l'diriinns int die litditrliiiii dex Tiuiesdiitiiw.s vidi 
l). 4-J zircifilliiifl, vijL Xule f. 

(C.1 ^ In noiniiu' siinctac et iiulivitluac trinitatis. lliinriius diviiia laviiUo ili'- 5 

1 inontin rex. Si Im-n iliviuo cultui dioiiiii iinstiM stiidiiriiinus jiiii|iliHciire siil)»iilii«, ni>ft'rni ropiii 

liortiolipiii iios ob lioo niic|itiiruK ossc lii|tiiilo coiifidimiis. i;ii.i|in>|it('r Miiiiiimii tiilcliiim ii.isironini 5] 
|irao8riiliiiiii Sfilirrt " iit<|iii' fntiiniiuiii iKivrril iii>liistiiii . i|iiiililiT ijin,iliim YflUTaliilis anbatissa 

iiomino Bt-rtheid quijtlani iin|n.Tialia imstris nhtutiluis niiiacsi-ntavit praticiita ixr iiostnis 
antecessores Anioltuin et Ottonein Nccundiiin \n-ii iiiiiiiiinitatc sim collata 1 astcrio a m 

i(uiliu!<(lnin nobililniK pcrsoilis Hildiburffn et * pioshitoni Kolcliartn a t°iiii<laiiii'iiti.s olim in loci 
Muliulieclif » fonstructo « iiostrniiii| mp SUJjplicitor prccata CSt tlcmciitiiiin, ut et nos ipsitni loeuiii 
nini Ullis iiortineiitÜK in iiostriiiii innii<li)iiiriliiini et (lefeii.sioiieni pro roniodio aniiiine iiostrae «iisoipcn'- 
iiiiis et faill «Mli; in stlis MTilPti> ilivcilta l-st conveiiieiitiani l't (inlatinlicill ipistrai' aiiitciitatis 
»rripto e orroliorareniiis. Xos ita(|lK', iiitiTveiiieiit i li u s pro ca dilcclis vt tiUllilialilills'' iKistl'is 1;, 
Bcnihunlo duee et opiseopo Tllifdl'ric", in enins hoc monasleiiuin ptU'llarL' t.'iilistrilftlllll 
est dioccüi, pro divinac mereedi« nnpnu'iito ipsiini iiionasto r i i loeniii iiiiii suis adiat'ciltiis et * 
oninibus pertinentiis in noxtruni ninndilinrdiiini siiseopinins et ad uriliiiein |irii(riini ]iri;i'('|ptii|-iiiii 
in oninilius rontirma v i ni ti s et lldC rCfjio insig^ni robora v i in n s . lloc tirniitcr i'anc'icntes'' , llt 

sanetiinonialos ibi deo devutae per deeessinnis tenipora (inaiu niclicireiii noverint inter so 
»e pü^aiit licenter et sibi praeponant .ibiniti.-sji m . ei)numinicatn i'iiisfDpi sui cnnsi'iisii. 

II Insnper <-tiain in nostri nicmoriam noniinis oonoessinms, nt ab lioniinibns praedictac aeeclesiae nsibus 
et «ervitnti aneillariim dei snlulitis refrnli« vel iniperinlis eensii», «pii illde solebat * per.soivi, a 
nnllo eoniite vel indieiali sive rej^iae exactlOllls persona deiuee|)!f oxifratiir. et nt nullus eonies 
rel iudex pnblirns anl ali(|nn potoiis persona liomines praet'ntae aecelesiae in snu indieio liannnin eis 25 
impnneiido nnt instieinni ab eis nllain alii|UHteniix e.Niirendo andeat incjnietare, exeepta solliiminodo'' 
lepe illn, quain advoeatiis episeopi i|iii praesidet eidein aecelesiae solito niore ab eis dciiet reposeeri*» 
et illa iuris sanetionc, .si iplid nicf's.iriii proptir eapitali' crinii'H in piisiiitia dmis iijUls naljet 
liniri illdii'iaiiter et detenilinari'' . Kt nt liaee nostrae ( iimessionis aiictoritas linnior * liabeatnr, 
lioc nostrae iloininalioiiis praeieptnin * mann propria rnbiiratlllU llii!>trae ima^illis si<^lio inssi- ■.m 
miu iiwigniri. 

I Siffiiuni donini Heinriei (M.i rejjis in ("hiistd iiiviciissinii. fi 

^ K^ilbeitiis eaneellarius vier riiilli;ri-i Mieliica|pcllMni imlavit. § SI. D.i 

I)ata 111.'^ iil. niart. anno inearnationis doniinieae MIII. iiidielinnc i. aiiiin vri-o'' 
diiiiini Ib'inriei nj^iantis adbne I: aetiim Mindae. .-la 



4:{. 

IhinricU h<^.M(Hi(jt ihm Kloster Nieitlnirii K!hnf/ssr/i/it:. Inuiiniütät und Wnlil- 
i'trht, nuter Vnilulin'' 'io-r Mitieirkuuy (/e.<< Köni(/s hfl der Besefzun;] der 
Abtitaiirde. Mufidthunj Kurt März .^V. 

Ilriiiiimldiiiliiiii im l"i. Ilmi^ inid Stiiiilsunliir zu Znlifil (A). m 

lirrliinniiu Anliidl lli^' I >(" >•" * ■"" I ],, ■',!,,, >■ I.... :< x'A I lliiiiimuiiii 

4*. ^ '• iirnlc c lUiv. aiin 1 In ili imr. f/i" 111 mlrr m ,1, ipi- 

H i\i A (!) et <let«rminari auf Uiinur f'i oh ill mlir iii vi, 

i^f ni'Jit ^11 t 111" h' !•*' II. 



IIKrXKKII n. 10(1:5. 51 

AIhnilit der liiir 4'J8 n" 6 nun A. — Heineminni CD. Anhull. I, 71 n" 91 riKs A. — 
Böhnin- J?«/. !i:il. — Stumpf Itoy. JH.')}. 

Verfaxst uiid i/cschriebcn ron EA. Von DO. III. 76, dfis als VU. (jed'wtii hriheii konnte, 
■ist nur ein knrzrr Aunznci erhalten; irir halten nho nur die Uebereinstimmunfi mit dem 

5 1>(). IL Ut ihtreh Petitdnick hezeichnen können. — Unser D. ist in zwei Ahs/ltzen ge- 

schrieben. Nachdem der üontext einschliesslich der Corroboratio vollendet und für das 
Siec/el mindestens die Ein.tchnitte bereits fiemncht waren, mcrde gleichzeitig mit der Nach- 
tragnng des Eschatokolls ein Zusatz hinzugefügt, zu dem die inzu-ischen bei der Ahfas- 
sunii Clin I). 44 benutzte Papstiirkunde den Anlass gcdj. Dieser Zusatz, durch /reichen 

10 das nach Maxsgabe der VU. gewahrte freie Wahlrecht eine Einschränkutig erfuhr, musste 

wegen der bereits vorhandenen Siegelein.'ichnitte auf zwei Zeilen vertheilt werden, und nun 
nöfhigte die Kleinheit des Pergamentblattes dazu, an seine letzten Worte in der gleichen 
Zeile sofort die Königsunterschrift anzuschliessen. Dass nicht etwa der Zusatz allein nach- 
getragen worden ist, nachdem das Eschatokoll bereits vorhanden war, geht daraus hervor, 

15 da.^s die Signumzeile in ungewöhnlicher Weise eingerückt ist. 

(C.) I In iioininc sanctt' et individiiae trinitati.s. lleinricus divina favente de- 
mentia rex. Niitiun sit (imnibu.s firlelibiis nostris praesentibus scilieet et futuris, 
qualiter venerabilis abbas nomine Eggihartiis \\ ])cr dilectani ■' nobis cDniugem et 
reg-nonun eimsortcni Cunignndam hnmiHter mistrani intei'j)ellavit clenientiani, quatinus 

20 nostroruiii exeniplo antecessnrum, qiioruni in nianilms nobis portendeliat privilegia, 
Slium monastiriuni regulae nionachieae '' iu castello * Nif,'enbiug- «■ in lipa tliniiiiii.s SiUae 
jiag'fmue Xorthuriug-ii situm et per fratres germauos Geru n e m videlieet Coloniensis aeeclesiae 
arcliiepiscop u m ac Thietmar u m eomitem a llOVO constriutum in * lionoiem sanctissinie et glorio- 
sissi[nie]'^ semper virjfinis dei g-enitiicis Mariae in nostr ii ni iimndiljiirdi u m pei'petUO iure tiitaii- 

25 dum recipei'eniUS. Quapiuptor cum lioc sit * saluberrimum nostri "l * officium jjro aupeudo tuoudo- 
quo ecclesiarum lionore pro virilius dcsudare, piis llblis |ietitionibu.s afquicscent es . nionacbis supra 
meniorati castelli in nostrani imnuinitatem eum nionasterio et Omnibus attiiu-utüs et uten- 
silibus vel possessionibus prout oraljat reeeptis, libirnm per deeessionis tempora inter 
se eligendi abbatis cuiicessimus arbitiium « sine cuiu.squam contradictione, i|ucin Jirobabilioris 

30 Vltae diviuae dispensationis gratia decreverit. * Eiusdcm ctiam loci abbatps cum oiuuibus ad sui 
regiminis ^ aecclesiam iure pertinentibus debito totius niundanac servitutis absolvimus, regiae * maie- 
statis auctorltate sancientcs, eo (pio cetcri abliatcs iure ordinoipie sibi suliditis praeesse ncc cuius- 
c|uc' persouae quicquaui eoactl famulatus debere, nisi tantum illius siuodale praeceptum episcopi 
nspiciant, in cuius diocesi Christo militare videntur. Ob cuius firmamenti memoriam haue 

35 cartam couscribi mauiii| u o jjropria l'oboratam Sli;llb nostri iuipressioue iussimus signari. ita Ut 

nos defensorem appellent et praeeiceto inter sc aliljati nostra eonnnciidatione eurani 
regiminis inqmnant. 

I Signum domni llcinrit'i i.M.i regis in Christo invietissimi. '(\ 

y l^giUiertus eaneellarius viee Uuilligisi arehieajielbuii reeognovit. p (Sl. 1)..) 

40 Data XI. kal. april. anno inearnatio]ns dominicae MIII, indietione I. anno vero 

domni Heinrici regnantis adhue I ; aetmii Jlagadcburg. 

43. [Bresslau] a) am (•();•(■. an.>- um bi (tas erste c auf liaxuv c) Loch im J'evf/ument ; 

e i.sl noch theilwei-te skhtljar d) nostri ordinis VV. e,l nus reg-imis rorr., iiulrm EA an 

riof m unten ein i aithringtc mul n liljersrliriel) fl cuius(|, A ■. cuius(iuam IT. 



52 KAlSKinKKlNDKN. 

44. 

Heinricli hesfiftiift dem Xinuienlclostfi' Alsleben den höiiiglirliot Schutz, die 
Immunität und die freie Wald des Vogtes und der Acbtissin, unter Vorhelinit 
königlir/ier Miticirkunc/ hei der Einsetzung der letzter/n. 

Maißh'huni Uxi-i Mör: J-J. 5 

Unyiiiiiltiiplom im herz. Huiis- und Staalsarrliir 211 Zerhsl (.1). 

Schill ciiltiinj Dl' prifilegiis et jtriuTogatins iiuliiliiiiii »laliiiloniiti in GcntKiiiid lihell. siiigii- 
Iuris (Fraiifof. ad Mociniiii 171^) ViO niix A. — Drci/hirnjit lifsclir. des Sdiil-Crci/scn 
2, 84S n" ö49 ans A = Krosigk Uli. der Fumilic von Krosigk S, 4H(i. — Böhmer 
Reg. 932. — Stumpf lieg. 1352. 10 

Verfnssl und gesehrielieii ron E.i. — 1'«« den Ynrnrknnden. die der Xiirnitin znfnige der 
Kiinzlei eingereicht wurden, ist nur eine kai.ierlichc, DO. II. 190, erhalten. Eine i'iltere 
Pnpsturkunde für Aislehen i.s7 bisher nicht zu Tage gekommen, dagegen stimmt D. 44 von 
S. ö2 Z. 4ö au z. Th. irörtlich mit dem Pririleg Benedicts VII. für Xienhurg, .Taffi'-L. 
Reg. 3S1S, überein. Wtire es nun auch an sich möglich, dasfi dies Pririleg mit den Vor- 18 
Urkunden von D. 43 der Kanzlei Heinrichs vorgelegt, idier erst für D. 44 verwendet wor- 
den wi'ire. so iä/ e-i doch angesichts der ausdriicklichen Erwähnung einer Papsturkunde für 
Alslelicn viel wahrscheinlicher, dass Otto II. zugleich mit dem Privileg Benedicts für Nien- 
burg ein im zweiten Theile damit wesentlich gleichlautendes für Alsleben erwirkt hube, zu 
mal für das Dictat der Sienburger Papsturkunde auch das Al.slebener 1)<>. II. h>() als so 
IT*, gedieid hat. Wir nehmen aho für den letzten Theil von D. 44 ein verlorenes l'ri 
vilcg Benedicts VII. von 983 als VU. an. — Die Knappheit des Raumes nöthigte nmh 
bei D. 44 zu der gleichen Schriftvertheilung am Schlu.'ise wie bei D. 43. 

(C.i ^ In ii'iinine sanctac et iiidividtiac trinitatis. Ilcinrieliiis diviiia iinividontc 
dementia rex. Si quid loeis diviiio cultiii niancipatis vel etiani personis ili'n dicatis ;.■> 

de nostra roj^ali immifiei'iitia jim tirmainciito (.■miteriiiuis, acternae vitae j^i pri'iiiia iios 
inde conseqiii liqnidn cniitidiimis et ref^ni noliis a deo conees.si statuin )iiaj;i> t'clieeni 
et diiitumuin fore niininie anibipmu.«. t^iiajji-optcr universalis snncta^' " dei §cclesiae 
noHtr^que tidelitatis tani presens quam et futura cognoseat indnstria, qualitcr qu(,'dani 
veneraliilis ahitatissa nomine'' Matliild de monasterjo piiellari, quod ä Ixmae inenifu-ii; :ici 
quondam <>iiiiiip (ifruiic et uxoris suao Ail.'iliic unanimi i'.imm'hsh fundatum et predionim 
KUonnn sive posscKsionum suaruni unnii tiTci« purti- dotatum''. in livit.Mif • KIi'hIcho stqxT- 
qiie ripam tliiminis Salae in Ininori' » .sancliu' dei fri-nitrlrls * »mnlii|no Inlinnnis liii|iliHtiii' ae 
XII apnstoliirum i-nmiirnri um pia Hdelium ( 'liristi et regia vel iinperialis anteei'.ssKriini 
noütroruni <i|iil»UK et prediurum sive |)reeepi<iriini iililatinniliiis'' aii\it et eurrolMu-avit m, 
elemuntin. \»-v dileetain nohis eoniugem et regnorum eonsortem (Uinigiindani n.i.iinini 
liuiniliter interpellavit tcUitiKliiirm, (piatinus, leetis tpie in manilius |jreferei(at apostn- 
lieae sulilimitatis et imperatnrjae dignitatis privilegiis. n>i>iruni iuxta id exenipliini 
dignnrC!inur cidnm moiuuitrrio lai'giri niiimlilinnli mn et di-tViisjuni^ siijaciitm. NU» igitur, 
dignani <-(fectu prripter deuni illiiipi pi-tiiinni'ni existimanles, mnnasterium illud et lueum u> 
v»'l eongregationein cMini fllmiili« imrir- civitatis, qu<; a t'uiidatiirilius priniis eidem hikto loci. 
eonceHKn ect, et uiiiiiiiiUH il)i alicpio tideliiini dnni) pertinentiliiis mI in presens vel 
futiiniin cnllatis in luxtirn«- » iiniiMinitniln det'ensionem recepimiis, nostra aneloritate de- 
eenM-nten, ut iin-lntum monasteriuin per ea|»ut toi'nielur. sieuti alia ni'.nnsicriJi » f^iidi- 
liiiif»i>iirk'n <'t (iHniliri-alii-iin sive aliii noslre tutelai; " joeii saei'a. Slatiiinuis etiam, ut ai)l)a- i'.< 

44. 'Bre»>lau^ ») A In </«* rridr n auf IIukuc o >> mif Itimur mn il. «o ilimn ziicckI ilil, 

mihi ah Htginn ron ilitotum, gachrieben nur iJi olil» auf Hasnr 



II KI Mi IC II II. iO(i:i. 53 

tissa cum f(iiii;rcji-atioii('' nulli iiiui|U;iiii ali(|iiiil terrcni taumlaiiiiiiis cnacta ]icrs(ilvat, 
ut lihcriiis mihis t'ipiiiinuiiriii cniii cliristiaiiis orationcm iiiipciulat, inillnsii n .• i|iiscopo- 

riun VC'l'' (•(iniitiiiii * vi'l .ilimiii iiulicijni a V(.'l SCCularis iniMiiiii honiiiK-s ml ipSUlll locillll peiti- 
iieiites placitis '' ailt nlla rodiliitioiic Vfl .i]i.ri> amlcjit iiuniiotare, iiisi fjuofl*' abbatissa in usuni 
5 * accclesiae aiit * urbis sut' iu'i.Tssitatciii t.'t cniij;Tcij,'atliiiiis siiac ntilitati-in i-i> iustc lm|ii.iint 
per adv[iicatuin|*^, (piciu ipsa clcgrrit, aut suns iiiiiiistL-rialcs. Advocatum naiiKjuc, ubi 
eis placiicrit, timciitriu donm et stahilitati favcntein scx'un? pcrcjuirant, lialit'utos libe- 
raiii i'li'ctiiiiiciii in iiiati'c numastcrii per deeessionis teiupiis snhstitiienda, rpiamcum- 
que sibi iiiter se regulari et eanmiieae ivli^ioiii ajjtissiinam dciis osteiiderit. Nos et 
10 successores uostros dcteusoreiu appelieiit et ipsi post nos preelcetae inter se abbatisse 
procurationeni connnendent. Uti|ne ancill§ dei ab omni [uio]][e|sti[a] sint immunes, hoc 
iiiistrai' auetoritatis pri.ii|itiim inann |iri>|iria ri'lmr a ii t e s nostri) siij;illo imprimi iussiinus. 

il Siii'nuni donini Iliiuriei M.) reij-is in Cliristn invietissimi. ij 

I Egilbertus eaueellarius \iee Uuilliyisi areliicapellani niita\it. 'f\ (SI. 2.) 

V, Data XI. kal. a|n'il.'' anno ineaniatiiniis dominieae MIII, indietione I, anno vero 

ilonmi Heinrici rcyis adhne primo; actum Magadeburg. 



45. 

He'mricJt bestütir/t dn- durch Feaershrunst heiiugesuclden bischöflichen Kirche 
von Paderborn ade bisherigen Verleihungen, init Ausnahme des Rechtes der 
io freien Bischofsioah/, find den gcsammten Besitzstand, wie sie ihn am. Tage 
des Brandes inncgehalit hat. qaedlinhuni looH Aj>ril 2. 

()ri(/li/(il(lijjl<Jin im Stddtstirrhir zu Münster (A). 

(Fürstenherg) Mon. Paderh. cd. I. 143 uns A = ed. 11. 336 = ed. III. 212 = ed. 

IV. 220, = Leibniz Ann. 3, 834. — Schafen Ann. Paderh. ed. I. 1, 366 aus A = Liiniy 

25 BA. 17", 702 n" 10, = SrJiaien Ann. Paderh. ed. II. 1, 252. — Erhard CD. Wesff. 

1, Ö9 n" 79 ans A = Mipie Prdrol. 140, 249 n" 14. — Wilwans-PhiUppi West f. KU. 

2, 143 II" 126 ans A mit ind. A'I. — U'estf. ÜB. Siippl 97 ti° 595 Beg. — Böhmer 
Beg. 933. — Stumpf Reg. 13-53. 

Gesrhriehen von EB nach DO. III. 387, das auch für die Derotionsformel benutzt ist. 

30 Während in D. 17 Heinrich dem Bischof Bethar nur einen Theil der ron Otto III. im 

.1. lOOl bestätigten Verleihungen erneuert hidte, encirkte der Bischof dnrch unser D. ron 
dem König die Anerkennung weiterer Verfügungen seines Vorgängers; doch lAieb da.s Zu- 
geständnis des Bechfs der Bischofswahl aus dem Paderborner Klerm ihm auch jetzt noch 
versagt. Dass in Folge des Anschlu,<ises an die VU. die Grenzen des bischöflichen Forst- 

35 hannes liier in minder iceifem T'iiifuiig als in 1). 17 licstininif icerden, darf nicht als Wider- 

rufung der umfangreicheren Verleihung des Vorjahres angesehen werden, da diese, wie Diekamp 
Westf. ÜB. Suppl. 95 zu n" -586 bemerkt hat, im Besitz des Bisfhums verblieben ist. 

(C"i. I In nomine sanctae et individuac trinitatis. Heinrieus sujjerna t'avente de- 
mentia rex. Si liKiini ilivino iMiltni nianci|>ntiiiii ig-nei|iie siibitaueo cMin oinatu et oorrobora- 
10 tioniuii pairiiiis comTeniatimi i'estaurai-e fj uniaro et itenini .subliiiiari' vitlebiiimr, sririuis ot certi sumus 
i(l Htm ?iolum laude liuiiiaMa prafdieaiidiuii. veniiii c-tiaiii ilivina mcrtede reiiiuueraiidum. Ciiiicti.s ij^itur 

44. ei (Ulf lio.'iur f) qd über der Zeile nadiyet ragen gl Loch im IWf/ament; ein liest (hx 

.ihkiir:iingszeichefts über u M noch skhtbar In XI. kal. april. scheint nnrhijetraqen. 



54 KAISKinitKlNKKN. 

iii'CcIt-liiHf lU-i :i>lolil>iiii iiuctriMiin' aslaiitilnis et siiccfcleiitilm« r"in|ii'rtmii' U>rr vhIiiiiims. c|1i<ii1 de iii- 
ceudio ratcrbr.iiiiKMisiü aocvlesiac iiiiiiiiiiii i'unilnlpiites praciiiita aiitiHcssiiriiiii iKiNtroriini et (inla- 
tlolK'S nili'liuill iiieiiiurate .«edi liae )ir»eei'|itali iwi;.'!!!'! reiinMiiiiilN iteniiiii|Ue ooiitirniaiiius, ile i|iiiliiii' 
uniliii e>t <le e|ii»eo|>atils statu, •leliilie ilo tiiilimu' ati|lle inilM<lilmr<l|ii) eiiisldein aeerlesiae et ile uiiiiii 
propriotnte nil caiideiii aerelesiniii |iertiiieiiti • et dp oiiix liniiiiiiiliiis taiii lilieris i|iiani et Hervis iiiilla A 
iudieiarin |ier!<iiim eoiistriii);eiidis, iiisi coraiii ndviieato quem ipse episeiipus eU'ifcrit — iiiHiipor roiiii- 
vaiiiii'' et eiintiriiiHniiis inni liali|itM]e .sedi riiiiiitntiis Hiiper pajros I'aterg'a, Agn, ThreiiereHpi, Antra. 
Sorelitfelil ilatiis" pni deeiinis Xuvy Ciirlieie nd iiiinia.-'leriiiiii pertilielltil)iiN — et <le propiiolate eleri- 
eiiriiiii. -■•! <|iiis sine lierede illiiriiiii ubierit''. eideiii aeeelesinc eiincessa et de trilnis iiiaiisis in Tiiis- 
liure)^ et in TnitiiiHiinia et de t'iirestu, <|U<>d ineipit de Dellinn Hmiiine et ti'iidit per Aidennaiii et Siiudi lo 
usque in viaiii ipiae dlleit ad Kerisi. Ilnee i^ritiir omni», i|iiae siiprn seripta lialientur et >|iiy illa <lie 
lenere et possidere videliatiir. i|iiand<i eimiliu.-ta fnit, sepe mmiinat^- sedi Patirliriinnen-'i in ins pr.i- 
prictarimn donanin.i et Kmiissinia trailitinne restnuranius, ea seilieet serie iit diminnK Ketliariiis nienm- 
ratae «edis veneraljilis antixtes iiinnes<|iie siii siieeps.s<ire.s univer.s», i(ne ad episeupiuni aliipia lenrali 
datiioie pertinent, Kecuriter olitiiieant, iiostra iiniiiiiiin(|np nostrnrum »neee.ssornni et nnininin ninrtaliiini 15 
cuiitradieti<ine reinnta. Kl iit liaee renovatiM et eoiiliiniatiii staliilixr eiineti.- peniianiiit liiiipMrilius, 
hanr patriuani manu pmpria » roli<irax'iuiu.s et sigilli nostri ii:pre!<!<iiine iiisi)rnii'i praeeepinins. 

^ Signum doinni Heinriii (M.) rcgis invictissinii. ^ 

^ Egilljcfttis caiK-cIlariiis vice l'uilligisi aivliicapcllani n^co;;. i1 (SI. 2.1 

Data IUI. nun.'' a|)ril. aiwin «loniinifac incaniatimiis Mlll, inilictinnc i. annn vcm ;» 
(lonini Hcinrici rogis 1 : actum (^iiidilingalmri-. 



46. 

Htfinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Halberstadt den küniglichcn Besitz 
zu Ilsenbnrg. AJhhdt khih April ir,. 

OritjhialiiiploM im k. Sluiitsiinhiv zu Berlin (A). ss 

Milder Auf. hrinis-rir. rd. Jl. V"7 u" 7 nns Ahsrlirift = Leiirkfe/il Besrhr. der fiiildeiieu 
Aue 'J4H, = Heijdenreirh l'fiilzgrafen '^9, = (Bilderherk) Siiwiiiliitin iiniiedriivkler Cr- 
kinide,, V°, H6 Erlr. — Leiirkfeld Atit. Poeld. 'Jlit uns Ahsrhrift = Lexrkfeld Aul. 
H<dUerf:l. fi()~ = LihiKj JiA. /?*, -JO )i" 10. = Leilnriz Aini. H. SH.5. — Liide,ii<i IM. 
7, 460 ti" -JO aus ('. — Srhniidl IB. des H<i<lislifls Hnlliershidt I. 47 ii" til hh.s .1. — :i«i 
Jartihs l'B. de.s Klnslers ll.sevhiirfi 1. I ii" I iiits A. — Böliiiier fiti/. <i:i4. -- Sliiiiiiif 
Heg. l:iÖ4. 

Vrrfnssl und (je.irhriehrti rnii Eli. l'ehrr dd.s Verliiilliiis dii'ser Vrrleiliiliui :ii der in ihr 
l'rkiilidr des Bisehufs Arnulf inn lOlH (Jimihs ii. ii. O. I, V n" '<!) cririihnlen Silienkiinf/ 
(Hlii's in. ri/l. .Jnriilis ii. n. (). ii, AT ff. und Ilirre ILsenlninii-r Annidni (Leipzii/ :i,«, 
JNIMI) fiU If.. dessen fnleriireIntiiiH unseres I). irir nns jeditrh nielil iinsildie.\.'<en können. 
Walirsehrinlieh iriir die .Sifiiiikuiif/ Ollo's 111. nnr niiindlieli erfiilijl - iinili der Ver 
fnsM-r der Gesla e/ij). Hnlltirsl. Iint eiffenhnr keine {'rkiinile ilnriilirr fiekunnl nnil indeni 

ihr dexliidlß die mlle lieelilsiiilliiikeil tniini/elle, nielit znr Viillzielninii iiiliiinil. Mil dieser 
Annahme, für die nnih der l'insliind sjiriihl, dii.\s Arnolf siiner Irkiiiide ziifulije rrsl i<i 
»nrh OHo's HI. Titde ron der llsenlinrij Besitz eri/riff, -lind smridil der Wnrllniil unseres />. 

I"j 1 Hl in lief VI', mich iln» CuftiiilliMih F ilicl'in ; <l<irh ililefli innh ilii.t hinli ihm 

.liiciii/ in \'iln Mrinwerri riifi. 7 dato« im Orii/imil i/mla nilrn liii/>en In o iure, iiiix ii 

Ci IUI. not», ri/ii A'ß nnrhi/rlrat/rn ; ilir .innicitl l'lii/iii/n"', iIiikk ilie .\'iirlilri"'nni/ ron (iiiiliiii 
llaml herrührt, künnm irir nirlil Ihtiirn. . i;. 



II i;i N i; ICH ii. 11103. 55 

iric (Icrjetilfjc rh'r liischiifliclini l'rki(ii(le vcreiubdr : crsfcrcs helotil dii' <;iiii'}//llili rcrhisfjiltige 
Verleihung, letztere cnrithnt die erste Srhe>il:ii)ig. iJtujegen ist die Aunirht Herre'x, dann 
die roii Otto III. geschenkte Barg zur Grafscliaft gehört und dasc erst Heinrieh den lihiig- 
liehen Besitz didiei rerlirhen hatte, Hnhidttiar : d((ss die Ilsenlmrg königlieh irnr. dafür 
5 spricht KKch der r)nstiiiid, dass Otto III. .'W! hier (Jnartier geiminineii hfittc (iXt. III. 167); 

und die der Gewohnheit des Urkundenstils entsprechende Angidie, dass Ilsenburg in der 
Grafschaft Riehperts im Hardegau belegen sei, kann nicht, iric Herre anzunehmen scheint, 
dahin rerstanden irerden, dass es gräflicher Besitz gewesen sei. 

(C.) ij In noinhic saiictac et iudiviiluac triuitatis. Hciiiricns diviiia tavcnti/ clc- 

10 inciilia ri'X. Si raticiiialiilcs üdelimii iictitinncs. {[uas n<)l)is ad iiKTcini'ntum dix'iiii 

sprvitii ingeruiit, ad fffi'ctuni | pei'duoimus, aetcrnae retribiitioni.s in caelo iiierituni 
et j)i'ae.si'iitis obsequii in saeculn lutTiun nobis inde eoniparari liquido confidinuis. 
Proindc notuni sit onniibus ridclibiis nostris pracsentibu.s scilicct et futuris, (jualitcr 
nos [KT intervciituni tainiliarium nostroruni Bennliai'di vidclifct diicis, Ilciiiiici (|iio- 

i.j qiic (.'oiiiitis et Biirfhardi cnniiti.s palatini, jtie petitiuni vencraldlis viri Arnolti Ilahicr- 
.statcntiis accclesiac cpisfopi asspnsiini praobentes, ad altare .sancti Stephan! [inituniar- 
tvris partum f[uan(buii dr pracdin imstri iuris per bin' renale jjraeccptuni staldli [leren- 
nitcr dono tradidiniiis : id est (püequid in civitate Eliscnabnri;-, quao sita est in ]jag'o 
Hardegouue et iu iMuiiitatu Ricbperti, nostro tempore regali pertinuit potestati intra 

20 muros vel extra, cum omuibus appondiciis possessionibus et utilitatibus eidem praedio 
iuste et legaliter pertinentilms mnliiliijus et innnobilibus servis et ancillis areis aedi- 
ticiis terris cultis et incidtis pratis paseui.s sive compascuis silvis aquis aqiaarumve '^ 
deeursibus nioleiidini.s piseationibus viis et inviis exitibus et reditil)us (|ue.sitis et in- 
(piireudis ac eeteris (pi^ ([uoiibet mudo rite vocari aut inveniri |i(issunt utilitatibus et 

25 pertinentiis, eo tenore qnatinu.s pract'atus ej)ise()j)us Arnoldus sui(pie in perpetuum 
suceessorcs liberam deinceps indo habeaiit potestatem quicquid sibi in usus suos et 
praedict^ aeeclesiae libeat faciendi, onniium personarum contradictione remota. Et ut 
haec nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconvulsa pernianeat, lianc nostri prae- 
ccpti paginani inde cnnscrijjtam manu propria rn1)orantes sigilli nustri '' iupressinne 

.i» insigniri iussimus. 

y Signum dumui Hciurici iM.i i-egis invietissimi. !■! 

I Egilbertus enneellarius vice Uuilligisi arcliicapellani rccog. ^ (SI. 2.i 

Data XVII. kai. mai. anim diuiiiuicae inearnatinnis Mlll. indictione I, annn vei-n 
d(inmi Heinrici regis I ; actum Altstedi. 



47. 

Hemfic/i n'niimt das Kloster Heimarshausen in seinen Schutz, bestätigt ihm die 
Freiheit von Corvei sowie seinen Güterbesitz und sein Hecht, den Vogt zu 
icählen, und verleiht ihm die Immunität. Merseburg lOiJS Mai 7. 

Wenck Hess. Landesgesch. ä'', 4ii n" HH ans rerscholleneni Copialbuch (A) = Wilmans- 
Phili/ji/i Wesif Kl'. :>. Nr, ,/' liT. — Böhmer Reg. .'«.ö. — SInnipf Reg. 13r,7. 

Verfasst ron EA. Bei dir Alifassnng ist geiciss das uns jetzt nur im Auszug erhaltene 

4C. iBresslau] a) cor ;ic|uarumve eine Unterlänge radiert Iji hinter nostii Loeh im Pergament, 
fcefch^if .-itrhon ror der Schrift rorhanfien war. 



56 KAISKHl" liKf N HKN. 

1»). II l. Höti Htitl riellrirhl tiiicli ilif rrhlc Vitrliiiji' der Ftihrhiiiui 1)(). III, VÖW he- 
iiiilzt irnriini. Aus ccsVcrcMi D. sitiiiinif jrdrii falls ilie ileiii Sjinirliiirhniiivli des Her. C 
eiilxprrrheiide Currobonitio (njl. I>ii. III. H.id. HU.'). .UKi), so diiss die VeniiKtliittKj he- 
(jriiiidit ist, Dd. III. Hüli sei rnii diesem S'nltir reifasst tieirrseii. Elieiisa maij die lie- 
zeiehiiiimj des Willifiis ids itreliieiusi'opus (slutl itrchicapellamis^ auf diese VC ZKriirk- 6 
flehen. Iiiirieireit dayetjeii die Iiiiiiiiiiiiliitsfurmel (ds eine VerkiirZKiDj der entspreehenden, 
III der Aiistjidie iiield lienii.sldiideleii Formel in DO. III. 'J-'iH auf zu fassen ist, lassen wir 
dalli nye.'itellt und Italien iilierhanjd das Verlidllnis zu die.iem D. nielil dureli Petitdriiek he- 
zeirlniet, da eine sirhere Ausselieidunij seiner eeliten liestandllieile nielil mliglieli ist. — 
Erselieint die Verleihunij der Imniunitlit nach dem Worflaid unseres D. als erst nm n> 
Heinrieli früheren Heehten des Klosters hinzugefügt, so ist es doeh irnhl niöglieh, duss 
eiii ijenau eiil'iprerheiider Satz sehon in DO. III. Hö6 gestanden hat. 

in iiciiiiiiK- >aiu-t<' i't imlividiie trinitatis. Ilcnrii-iis diviiiii t'avcntc clciiicntia 
ivx. Notuui sit iiiiinilius tiili'lilms iiostiMs proscntilms sc'ilicit et tiitiiris, fjiialitci' iios 

sii|i])licil>us " Haulti aliliatis [irccilnis jim iliviim anioiv ciiiiilcsccii(liiiti> i|ii<iilil.iin >aucli i5 
.Siilvatoris nii>na.xt)-riuin in li>i-ii Hclniwanli-'slnisun ilii-tn in cnniitatu mth I hiiliccuiis et in 
pafTo Anjjira situiii. cui iiloin ablias jircsidcre vidi-tur. in nnstruni nuindiliurdiuni i't 
regie iinniuiiitati.s tuitionciii siuscopimus, statuentos c-t \n-v Imc [rcjjie niaicstatis insipie 
coiTobftrante.s]'' luonacliis i|i!<in!- loci taloni deinceps Icgoni, (jual<Mn ("orljcia [Nova]*" 
inonastc-riaquc |iuMi('a vidcntur habere, ita ut nee idoni inunastcriuni noc terra eins sn 
iiec Imniine.s in ca residentes aliquod secnlarc servitinni in |ier|M'tnnni alio inviti sivi' 
coacti persolvant. iminia veni. (piae alii|na liileliuni olilaiinnr sive dnnn aui vuto initii 
eollata '' fuerint. sub eadeni libertate alibati nii)naeiiis([ue eiusdeni loci, reniota onininin 
persDuaruni contradiotione. deserviant. Halicnat etiam licentinni flig-emli sibi ailvi.cHtmii, 
rpien» suis mnnasteriicpie usibus utilem esse perspexeriiit, hoc per nostrani nmniHeen- »» 
tiain "^ sujieraddit", nt nulliis sive conics sen alicpia liominum niaj,fna scu jparva per- 
sona in iain dieto nionasterio sive in omnibns, ipie ail illnd pertinent, |placitarc jjara- 
fredos aut aliipiani pnblicam tnnetioneni exif^ere )iresnniat nnllnniipw in ei< doniilins 
sine abbatis ant eonjji'efjationis assensn maiisionaiieum iialiere pi-csuniat. Kt nt liaiT 
nostra rej^alis anctoritas nunc et in fntnni tirniini- pcrniam-at, bane |iai;inani mann 30 
propria robnrantes si;i-illare inssinius. 

K;;ilbertii» caiieeljarins viee ^^'illi<xisi ' arciiiepisenpi i'ici);,qiiivit. 

Data nonas niaii anno doniinicae incarnationis Mill. in<lietione 1, annn v< ro dnnini'' 
Ilenriei regi« I: actum Mcrseburf;''. 



4S. 3» 

/leinrif/i .<;r/ii n/.t siiinui (Idrcuen l'ulciuar zicdiauf l\iiiiiij.^liul<n im (ichiet 
von Ziehst. Walheek IIHIH Mai 12. 

Ongiiialdijiloin IUI Slfidtiirrhir zu (roslar (.\). 

47. ^Blricli" •) «iniltlicibut A l>l Lilrl-e in A, uniitfflhr en/'inzl mich dem .Sjtrnchife/jnnirli 

dm EA ci l.ilrUr in A; Nova rriitlmi mil Uitrhsirlil auf lllt. III. '■i-^iß ; nh noch mehr nun- m 

ijtfnilen, <lit 'i<ni:r Stritt rirtlrirtit aim Curlieia Nova ceti'ra"|ii« iii<itia«t<'ria |iiilili<'a neilrrlil 
ist, mMjm tlaliinijfftflll Ittfit/rn ; itami iittrh iiwltef Itrirltttk-tnutfr, rltrii trif in h. ^') I'iiltttt uml 
Urirhfmiii, niiMlrilrl,tirli i/fniiniil ii/lrru, ij'I mirli Im. III. l'tii uml .hiffi'- L. Unj. :i!)^4 . irn 
niirtt nur roii ilrr h'rrihtil ron Cnrrri itir Ittilr int, iiirhl iralimrlifinlirli A\ cullcctu A 

(•> maniu t«n?Dtiatn .( I'i Willikiiii A m dni A In Merxeliurifk .1. u, 



IIKINRICII II. 1003. 57 

Leuckfeld Aiit. Halher^t. t}(>8 n" 4:i aus A = Eckhart Hist. gen. Saxon. 151 n" 26, 
= Leihviz Ann. 3, 8H6. — Ht'inccciDs Siiiill. 94 aus A. — Heinemann CD. Anhalt. 1, 72 
n" 92 aus Ä. — Bode ÜB. der Stadt Goslar 1, HS n" 7 aus A. — Böhmer Rc,/. 936. 
— Stumpf Re<i. 18.58. 

5 Vcrf'a.'ist und gesckriehen von EB. Der schon von Leuckfeld a. a. 0. 322 vorgeschlagenen 

Deutung des Ausstellortes auf Walheck haben auch irir un.s angeschlossen , so auffUllig 
auch die oberdeutsch gemachte Form des Namens im Munde des EB ist. — Von den 
genannten Ortschaften tat Uuieze mit Sicherheit auf Bios südlich von Zerbst, Liubusize 
entweder auf das in unmittelbarer Nähe westlich gelegene Leps oder, wie Kindscher nach 

w gütiger Mittheilung annimmt, auf Lühs im Kr. Jerichow I zu deuten. Der Ort Droganize 

kann nicht mit Heinemann (im Register zum CD. Anhalt.) im Köthenschen gesucht wer- 
den, sondern muss ultra Albiam, also auf dem rechten Ellmfer, liegen. Vgl. Stenzel 
in Mittheil, für Anhalt. Ocsch. 6. 327. 

(C.) I In nomine sanctao et individuae trinitatis. Heinricus divina favente clo- 

15 nipntin rox. Notinn sit omnibu.s fidelibus no.stris praesentibus .scilicet et fnturis, 

qualitcr ini.s per interventum ^ quorundani tideliuni no.stronun Bereidiardi videlicet 

ducis, Arnolti venerabilis epi.seopi comitisque Geronis quoddam nostri iuris praedium, 

id est viginti regales luansos ultra Alliiam in teritorio Zerbiste in eoniitatu praedicti 

Geronis .sitos et in locis bis: üroganize, Liubusize, Uuieze, cuidam tideli nostro Folc- 

so maro per boc regale praeceptuni in proprium donavinius, cum nnuiibus pertinentiis 

legalibus areis mancipiis utriusqne sexus terris cultis et incultis pratis pascuis sive 

eompascuis silvis venationibus aquis aquarumque decursibus piscationibus molendinis 

viis et inviis exitibus et reditibus qugsitis et inquirendis ac cgteris que quolibet modo 

rite vocari possunt utensilibus et appendieiis .sive reditibus, eo tenore quatinus prae- 

25 fatus Folemarus liberam de eodem praedio deincejis liabeat potestateni possidendi 

hereditandi tradendi vendendi conmiutandi vel quicquid sibi bbeat faciendi. Et ut 

haec nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconvulsa pennaneat, hanc praeeepti 

paginam nostri '^ inde conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri inpressione 



p bignuni domni Henirici (M.) regis mvictissimi. § 

I Egilbertus eanceUarius vice UuilUgisi arehicapeUani recog. | i^SI. 2.) 

Data IUI. id. mai.^' anno dominicae incarnationis MIII, indictione I, anno vero 
domni Heinrici regis I; actum Uualbacli. 



■'S' 



49. 

35 Heinrich bestätigt der bischüßichen Kirche zu Cambrai die Immunität sotcie 
Zoll und Münze der Stadt und verleiht ihr das Recht, zu Cäteau-Cambresis 
eine Münze zu errichten, nebst Markt-, Zoll- und hnmunitätsrechten daselbst. 

Gandersheim 1003 Mai 28. 

Originaldiplom im Departementalarchiv zu Lille (A). 

*o (Mutte) Memoire de Cambrai, pieces justif. 8 n° 6 aus A (M) = Böhmer Acta sei. 31 

n" 36. — Stumpf Reg. 1359. 

48. [Foltz - Bresslauj a) nostri auf R<isur; es hatte inde da gcitanden b) simus auf Rasur, 

die sieh noch etwa 2 em hinter rf«.s IVoi-iende erstrecfct ; EB hatte zuerst insigniri iusigniri 
geschrieben c) IUI. id. mai. nachgelrugev. 

Kaiserurkunden HI. 8 



58 KAISEKUHKINDK-X. 

ÖpsrArtW«"« t-on Eli; das Dictat iHTinflimsl roii EA. Für deti crslrfi und yriisseroi Thrit 
der Urkunde ist DO. III. 7'J (VT. I) iw mittel hur als Vurliuie bciiiitzt. iruhci zuiifichst 
eine Anzahl i«« Fchlrni dieser Vorlaije wiederholt sind, die erst diirrh vaehtriiijUehe Cm'- 
rrctur l>eseitigt wurde». Dir zweite Theil des D. leimt sieh an DO. III. :mi (TU. II) 
an, doch wird in D. JJ' da.i Münzreeht, nicht wie in der VU. das Markirerht, in den & 
Vorderiirnnd f/esteUt. — A, das erst neiierdiiifis ans der Coltertion Delattre in das Archiv 
gekommen ist, war längere Zeit im Besitz eines l'riralmanncs, der das D. wahrend der 
RefolutioH unter dem Fussboden seines Hauses verborgen hatte. Die Urkunde ist daher 
durch Mäusefra.ss stark be.ichfidigt ; doch Hess sich der Text mit Hilfe der Vornrkunden 
und des Druckes von Mutle überall mit Sicherheit herstellen. lo 

[In uomiiif snnctiif vt iiulividuae trinitatis. Hcinricus divina favciitc dementia 

rex. Niitnni sit oninilnis ti(l<-li1)iis imstris tani praesenfibus (|uani et fiitiiris. qiiorl 

1 ob reniodiiini aniina<- nnstraf <'t ant<-fcss(iriiiii imstronini srilicft iiii|K'rati(iMun et per 

interveutiiin • fidfliiiiii iiostniriim * ooiiocssiiniis rcimvai'i «[Uacdani seriptil sniictat' ilei gciiitrioi» 

Mnriae CaineracensLs fcelesiao. uli ninorcm ili'i et]" tiamiiiillitaU'in (friitruiii ibidciii c-oimistcii- Iß 

tium annu)entes pi^ pe|titi()ni venerabilis cpiscopi Eileuuini, qui eidom ccelcsiae prac- 
esse videtur. Siciit igittir ipse poHtuInvit ♦ ejpiscoiius pro rci Hniiitnrc, roc'ipientes pr9- 

fatani scdi-m in"* nostrae iiniiiiinitntiM » tuition r m regio verb<i iiilHums, iit niilliis inilcx pulilliiis 
(«ut aliquU come» vcl quislibct i-x iiidiciarin potcstato in eofli-sias aiit looa v<'ll affiDs scu ruliiiuas 
poeutensiuiics ipsiiic aercicsiac, i|iias inoderno tempore in <|uiliiiKlil)et pa^is vcl teritorÜH^' inlVa ditionem üo 
[regni nostri iu«tc et legaliter nieniorata tcnet vel possidet ceclesia, vel ea, «piae dciiijceps a eatlio- 
liris viris eidcni vollst ai) fneriiit aeclesiae, ad cansas aiidieiidas'' aiit freda vel niansiones vel parata» 
facienda» [aut HdciuKSorc» tollendos ant lioniines ipsius eeeicsiae tani ing-eniiox quam scrvuN Knjpcr 
lerram ip«!»» eonimanunte« nvquaqnani distringcndos vcl nllas rctrilintioncs out inlicitas orea»ioncR 
ruquireudas iiostriH et fntnriit temporilms [iu]|j;[rc)di andefat] vcl <|lt<.'' .s(upra miinor.'ita sunt pinltiis ^h 
cxiperp praeunniat. Sed liecat] nieniorato prysnli suisqiie Huccessoribn« res prydifetac- erelosiae iMini 
cclliilis] et rebmt vel liominilms üilii letrnlifer snliieetis siili inininnita|tis nostrae] tlefensione quieto 
ordinc [poiwidcrc et nostro tid|eliter parere imperio atqiie pro staliilitale nosira vel lutiiis rcfflll *■' a 
dpo [nobi« collati vel t'ouJHervainli una eiim ricro et populo silii snliieeto lilierc dci niisericordiain 
pxur[are], et qiiirqilid exinde liseuH noKter ex|igcrc poterat], in liiminaria'' ipsins aeeelexiac eoncin- 'M 
nanda perpetunliter vonecitHimnH ad liahendnm. InHnpcr nostra lar);itione eoneediniUH pr^-fato episcopr) 
et nnccciworilMK ciim omnc thclonenm eiiin nioneta eivitatis 8Uf Canier|aeenHig, oo videjiiect ti'nore iit 
novein pnrteü epiHcnporum niiiliiis depntentnr, di'einia vcro pars ad nsns fratriini eiusdem eonfrre- 
trationix perpetiialiter in elemoninain mistrani protieiat. Pr^terea eonKtitiiinins. ne qnis |dnx| vel 
leonie« atqiic vicajriu» iten quinlilict ex indieiaria potCBtate nostnini * vi.ilnri' pn/siiniat aiirturita- :iri 
teilt'. (^iiod Hi fceeril. eanHi» rej^aliliiis l< Hit olinoxiiiH et insiiper xolidiK ' 1>(' enlpabilis iiiilieotiir, 
iita ut duae parte» ad areliium'" ipiiiiiH eec|lcitiae adniittantur et terei a ni tisen» " refraÜK noster reei- 
piat, ut nulluK talc quid audere deinecpH pryannial. Ilisiiper l'Cgali niiKtl'a IllliniKcentia pre- 
ll fato Opixcopo HIlixcilie HlICCeKSorilillH IroncedimUN lieentiam faciendi * nioiiot a in in * ralstilln 
iKiVi» nilixl voeatur " enni tlieluneo mereato Veetigaliblis et idlini pnlilieu tiinetioni-, lo 

adiecta iioHtrae iiniiinnitatii* tiitela, pr(;cipienteH, qiiatiniiN nes iliidcni [nepitiantes «- tali 

pace et lege Utantlir. qnn]li • C'amcraccu» c » IllUlltlir uejrotiatoreii. • l^t iil liare n<iNtrn • aueto- 

49. ' Hn-wilBtl" s; il'iK rini/tiliimmrrtc liier iiiiil im fuli/riitirii iiiik M eri/i'/tul li) in iiiif Itiimir 

. 'Ulf llimur ; VI', torritorii» d) ilnu zweite a rorr.: t'l'. i'ollatf i-l ilax zirritr n 

.111 .<„•, i/ii« ea; vel en mipra IT'. (f) re|;ni niif Uiixur ; iinlnurlirinlirli war 46 

II irif in dir VI', In ilnu hlzlr » auf Itnuiir ; ii'ilirsrlirinlicli war 

•rit in ilrr VI'. i| dun in der VU. nunifrlntiKcnr aui'lorilatcm h/il KU 

rr'jflnil kl lliiu» mrr. nur Uli ll am o l'orrrcliir in) VI'.; niareliiiini M n) a f 

auf UiiMiir ; Icrtia VI'. nj IjOcke ftlr dm Xamrn in A niclil aimgifillll 



HEINRICH n. 1(103. 59 

ritas iliconvulsa inrinanciit, luiiic Uostl"! pn;cc|jtl ijag-iiiaiii iiiaiiu propria loborautcs sig-illari 

pr§cepinuis. 

^ [Sigiiuin (loiiini Ilcinrici] (M.) regis invictissiiiii. f! 

^ Egilbertiis caiicell[arius]>' vice Uuilligisi ;u-cliu'.i])cllaiii rocog. | (SI. 2.) 

5 Data X. kal. iuii. anno (luniinicao incarnatinuis Mill, indictione I, anno vero 

domni Hcinrifi regis I; actum Ganderesheim. 



50. 

Heinrich bestätigt der erzbischöflichen Kirche zu Hamburg für sie selbst und 
für die ihr tintergehencn Klöster den Königsschutz, die Immunität und, jedoch 
10 mit Vorbehalt der königlichen Zustimmung, das Beeilt, den Erzbischof zu wählen, 
femer Markt, Münze und Zoll zu Bremen sowie die Rechte und den Schutz 
der dortigen Kaufleute. Gieboldehausen 1003 Mai 25. 

Bremer Copiar aus dem Anfang des 14. Jh. f. 63 im k. Staatsarchiv zu Hannover (B). 

Lindenhrng SS. rer. septentr. ed. I. 135 aas C (a) = ed. Tl. 135 n" IT, = Leibriiz 
15 Ann. 3, 837. — Fiirstl. ertzh. Bremischer Nachtrab 343 n° 5 aus dem verlorenen Original 

mit MC'C'C (N) = Assertio lihertatis Bremensis 541 n" 5 (h) = (Covring) Bericht von 
der ertzh. Gerechtigkeit über Bremen f mit MIII = Lünig RA. 9, 432 n" 6, = Con- 
ring Op. 1, 859. — Staphorst Eist. Hamburg. 1, 322 aus Ca = Pfeffinger Hist. des 
Braunschiveig.- Lüneburg. Hauses 2, 88. — Lappenberg Hamb. ÜB. 1, 62 n" 56 aus Bh 
äo unvollständig = Migne Patrol. 140, 250 n" 16, = Ehmrk Brem. ÜB. 1, 15 w" 15 Extr. 

— Böhmer Reg. 937. — Stumpf Reg. 1360. 

Geschrieben nach DO. III. 40, vielleicht von EA. — Da die in K gebotenen, auf ver- 
lorene Originale zurückgehenden Drucke von Kaiserurkunden auch in der Schreibung sich 
an ihre Vorlagen anzuschliessen scheinen, haben wir N nicht nur für den Text, .'sondern 
25 auch für die Orthographie zu Grunde gelegt und nur einzelne Fehler aus B berichtigt. 

C führen wir mit (Htcnthal Heg. 49 auf B zurück und haben deshalb .seine Lesarten 
nicht berücksichtigt. 

In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus'* divina favente dementia 

rex. Si i)ias petitiones sacerdotuiii pruiia devotione ad effectum duxerinuis, id procul dubio ad 

30 statvim ]ii'fseutis vite et aeterue beatitudiuis [iremia oapessenda'' uobis profutunim crcdimiis. Qua- 
propter nimüiini tidcliimi nostrorum prescutiiim et futnroniiii nuverit iiidustria, i|ualiter vir venerabilis 
Liebizo sauctf Hamniaburg-ensis ecciesie aicliiepiscopus llOStris obtlltibus prgsentavi fecit prf- 
ceptac beate memorie senioris et antecessoris uustri Ottonis tertii imperatoris « augrusti, in 
qiiibus continebatur, quomodo ipse pro diviiio amore nionasteriis in eins episcopio consistentibus im- 
35 periali auctoritate ** libertatem et tuitioneni concessiss e t, rng'avitque celsitudinem nostrani, ut nos 
denuo uustra preceptione eadem monasteria et omnia illiio as])icientia contirmarenius. Nos vero eins 
iuste et ratioiiabili petitioni assensnm prebentes, intei'^'eniente dilccta COnilXge nostra et regno- 
nim consorte Cunigunda'', ad lionorem sanete dei gcnitrieis Jlarie, cni locus ille Hanimaburg- <■ 
est conseeratns, eidem loco supra dioto conoedimus oniues coucessioues, quas concesserat piae memo- 

40 4tt. p) Beste der ergänzten Biichstafien in A erhalteti. 

50. [Bresslau - Meyer] a) Heynric. B h) papesoenda ß o) N = VU. und NU. Heinrichs 
rom :iO. Mnv.' Iul4 (.Stumpf Heg. 1637); preeeptum B d) autor. JV e) Conigunda B 

f) N = VV. und XU.; Hanimaburcdi B 

8* 



60 KAISKKI'HKINDKN. 

ri«t> pnii't'utlis sOllior noHtt-r iiniiernlor, cnotorlsiiui' innniiii|orii!< ml liniii- iliorcsiiii K |icrtiiu'iitil>iis. 
i(l est Hrfiiiiiii, Kiikkiiiii'', Iviiiiinsliiiiii, Mircliisimiii ' , lla.-iiliii),''«'. l{i|i<'Kli<ilt, rii viilcliri't coiKlitiniic iit 
semper »ilb tuitionc no.itra siiit |itT|u'lii«liti'r. vt <|iiici|iiiil mixlo lialnaiit ** vrl ' driiK'i'pa iili<|iio modo 
adquirero'" posuliit, eis v<>riiiii(|iir <>piiirupo libore servint, •nniii iiidirinria potcstiiti" rcinota. Coiicodi- 
nitis iiioiipcr praefato Archicpisrnpo i>iii8(|iic «m-cessiirilm« liroiiliaiii ciiiiNtnieiidi inorcatiini in loco Hre- 6 
uiiiu luiiieiipato; liHiiniini et tlicImuMini nt>c nun inoiiotaiii |miilil'i |>iii)n('riK et pill'i nr<;('ntl totiiin- 
qiic, quod indc refriiiM rt>i piililicni- ßsriis nbtiiifrt> scii alii|iii> iii<id<i ail iioHtnini rcfriiini iii^ pritiiicro 
potorit, prncliliatae Mreiiu-nsi rniifcriniiit sedi. CJiiiii ctiaiii iic'jjiitialurcs ciiisdeiii iiioola« loci iiostrac 
tiiitioiiis patrociiiio coiulonaviiniis, prai'oipit'iiti'.s Imc rejfiao aiictnritatis " pracci'pto, (|U<i in uninilms 
inli pntrorinriitiir tnlcla et pntianliir iure. i|iiali ('arlorarnni ropaliinn institorcs nrbinin piT nostmiii 10 
regiiutn potiri noscuutnr, nenioqnr inibi ali(|iiani Hibi vendicct poteiitntuni, niHi pracfatac sedis ari'lii- 
i-pUcopus et adrocatu«, quem ipüe ad lux- delof^averit. Ad liaec coneedinius, ut niillus dnx neqne 
marehio vel comes aiit alia qiiaelibet iiidieiaria poteRtnx in anpra dirtnrum liominibu» nionasteriuriim, 
Hammabiir^'^ videlicet. Hremnn, Hukkinn''. Raninslann". Hirohsinnnl", Hasaling'e, Uipc»holt, alii|iiani 
pote8tateni sibi iinurpet, liti.s seiliect et enlimis atqne iaininidilin^iN, vel eos nliqni» eapiti» bannti ob i& 
capitis furtnni vel alio quolibet banm) ciinstrinfrat aut alii|Mani iiistitiami eopat facere, nisi advocati 
arcbicpinropi praenoniinati, qiios ideni ipne velit et eonstitnnt advocatiis; ipsi veio ailvcn'ati praedieto» 
hnmines banno ni>8tro cnnHtrinfrant nd onineni institiani t'neiendam. Donaniiis i|iuii|ue Ilaniniaburi^eii.tiii 
ecciesiae praedietorumquc UKinaiiterionini illo pertinentinni clericis poteNtatoni eli^endi inter se sive 
aliuudc, si necessitas exposeat, episcupuni, aequo taiueil regis COnseilSU. Et ut hoc repiac to 
noütrae auctoritatis'' pracceptnni a dei nostrixqne tidclibuH verius credatur ac per KueeeHHura tenipora 
inconvulxuni dilipenfius observetur, lianc eaitani eonscribi iiianii(|iu- nnstia roboratani ■■ sifjllll nostri 
inipreuione llisi<;iiiri iussimus. 

Sipiiiiiii (loiiini* (M. Hi-iiirii-i rcgis iiivictissimi. 

Egilljcrtiis' caiicollarius vice Willigisi archicaix'llani rccogiiovit." «6 

Data VIll. kal. imi. ainm doiiiiiiica)' iiK'aniatiniiis Mlll *', indictione I. aimo vcrd 
(liimiiii Heinrifi * rcgifi I: actum Ocbeliildehuson*. 



51. 

Heinrich verleiht dem Kloster Hersfeld deii Wildbann über den Forst Elieri- 
neuirst. Rohr 1003 Mai So. so 

Onginaldiplom im k. SUmtsarrhiv zu Marburg (A). 

Kurhetihecker Anal. Ha.ss. 12, 317 n" 1 aus Ahschrifl mit anno regis II. — Böhmer 
Reg. 938. — Stumpf Reg. 1361. 

Verfa.'isl und gexchrieben von Eli. Den Forst nennt Piderit DenkwUrdigkeiten von Hns- 
feld 3<i Hearings-, Srhmimkr Mon. Hass. 3, 3'J4 Heurings- oder Ehringsiraltl. S'aeh .i& 
gtiligi-r Mitlheilung dir k. Forsimnslerei zu Hersfeld gilt der Xawe Heuriiigs heule nur 
für eine rerhlM der Strwise von Hersfeld naeh Eiehhof belegene e. 1.5 hn grosse Wald- 
l>nr:rllr, dir der Stadt Hersfeld grii/irt. Zur Cirenzlie.itimmung vgl. zuletzt Hafner f>if 
/^',•lr/,^,;/,^l 1{ry.f,hl I Uri^filil IfiSU) (!/ 

iO. K/ // 11'. uHii .\l'.; liitMMiiu y \i) IT.; ßukkum A"; Riickiuii H (iro wir u imnin- mil lo 
im nuflr,»r„); Buckiun Sr. \) B-^VV.; Binbisinum A': Hirihninun NU. k) A' VU.\ 
halMiit U li n - IT.; et A' m) ß ■ VI'.; aequirere A' n) autlioritati« N o) liamas- 
laam A' p) H ^ VI', uml NU.; Birebainum A' q) aliqua iustitia A' r) roboratum U 
«I Itfi. A'; domioi U i) RAIhertus .V u) Kimign- uml Knnzleruntrmrhrifl frhien in H 

V Ml < < A' wj H; Hebebildehuseii A'. In A' i'jrf rfo« Vorhiinilfwein fintK Siegel» nni/rnirrlrl. 45 



IIKINRICIl II. IIMIH. (Jl 

fC'.t jj In iioiiiiiif siiiutac it iiiili\i(luac tiiiiitatis. lleiiiricii.s divlua favcnte cle- 
iiH-mia rcx. Notuiii sit nimiilms tiddibus nostris " praesentibus scilicet et futuris, 

qualiter iios supplicitcr postulanti ^ voncrabili viro Bcrenhario Ileroluesfeldensis ccnobii 
vidclieet abbati, quia nobis et praeccssoribus nostris fidelitcr servivit, ]>er hoc rofjale 

5 praeceptuiii licentiani eonce.ssimus et lioc imiims speciale altario sancti Vuigberti rciäa 
auctoritate stabili perennitcr ddiui contuliniiis. (juatiims idcm abbas Berenharius liberam 
babeat potestatem arbores iiiitrieiuli et siiifrulare at(|ui' doiiiiiiicale fdi-cstuni faciendi 
in ipso loco monasterii '' Ilerolt'est'cld de silva quae dicitur Ehi'rineuirst liis tenninis 
et hoc anibitu: id est de acpia Oiuielalia siirsiun versus usque ad Montem salis et 

10 inde in ^lihneiiebacii, inde {pioquc transversinn Üiiniinis ad Reginf^ozesinison, donec 
inde perveniatur ad Starcolt'eshuson, indeqiie ad Uuidam in vilhi quae dicitur Boum- 
bach, de Boundjaeh ad Breidinge, hine ad Soliuni (lundjerti, de hoc loco per mediani 
Uuidam et villam qu^ dicitiu* Vkeuordi ad locuni ([iii dicitur inferior Nuuuisazi, inde 
sursuni })er Yubach et Hir/.laha et mediani aipuini (pie voeatur deserta Herat'a in 

In Rindalia, donec per eins ascensuni veniatur in Uuilphaha, inde in Huviuin Ueneni, 
hinc ad Ilunalia, inde per Hodensasson et Rinaha et Megingozeshuson usque ad ostia 
fluminum Uuld«^ et Ouuelahae, eo tenore quatinus in hoc silve et aquaruni circuitu 
nuUa regni nostri magna vel parva persona aliquatenus praesiunat venari aut ullo in- 
genio feras insequi sub nostrae tirmitatis banno regali, nisi cui jn-aefetus abbas Bereu- 

20 harius suique per tempora successores licentiam dederint. Et ut haec nostrae con- 
cessionis auctoritas stabilis et inconvxilsa permaneat, hai\c nostri praecepti paginam 
inde conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri inpressioue insigniri iussimus. 

I Signum domni Heinrici iM.) regis in\äctissimi. | 

^ Egilbertus eancellarius vice Uuilligisi archicapellani recog. § (SI. 2.) 

25 Data III. kal. iuii. anno domnicae" incarnatiouis Miu, indictione I, anno vero 

domni Heinrici regis I; actum in Rore. 



52. 

Heinrich bestätigt der hischUßichen Kirche zu Speyer die Immunität. 

Bamberg 1003 Juni 11. 

30 Originaldiplom im nrnssli. Generallandesarchiv zu Karlsruhe (A). 

Philippus Simonis Hisf. Beschreibung 33 Reg. — Bemling ÜB. von Speyer 1, 20 n" 20 
aus A. — Hilgard Urk. zur Ge.sch. von Speyer 8 n" 8 au.^ A. — Stumpf Reg. 1362. 

Unmiftelbar »ach DO. III. ö7 gesrhriehen von EA. 

(C.) § In uoiuine sanctae et inilividuac trinitatis. Heim-ichus divina favente cle- 

35 mentia rex. Si petitiouibus saceidotum, quas iiostris auribus iiifuderint, pro utilitatibus Suis et 

aecclesianim suarum aliquid accommodarerimus, id procul » dubio § et ad praesentis vitae statum et 
aetemitatls beatg premia capessenda *> nobis profuturum C5rediinus. Qiiapropter noverit omniuni 
(ideliuni nostrorum taiii praesenfium quam et futnrorum industria, qualiter nos ob amorem dei et 
veuerationeni beatae dei gemtriois Mariae simulque per iuterveutum Rnopperti iidelis nostri Spirensis 

40 aeeclesiae videlicet *> episcopi renovari et rescribi per regalem luistiam munificentiam iubemus qiiod- 

61. [Foltz - Bloch] a) uostris auf ßasur; ursprünglich stand fidelibus fidelibus nris b) mo 
corr. aus ma c) A. 

52. [ßresslau] a) p auf liasur, auch zieischen o und c Rasur; vielleicht war zuerst idcirco ge- 
schrieben worden b) das letzte e corr. aus a 



62 KAlSKÜf liKlNIH: N. 

dum prvceptiiiii, quoil |>ii.'<iiiiiiiis bcutHi> iiifiiKirini' soiuor uosti-r vi ailte(.'t'>.sor Otto tcrcius inipc- 
ralor niii^iisliiM .Spirciiiti aoeelcsiao siiii|iiu <= pruvisoribu« vidviicot cpiiicopis doiinvit et SlCUt JUU 

aiiteci'ssores sui rcfjcs et iin|}erjitori's ronccssit, Imc est nt nullns ilux sivf conii"8 vi'l nliq\iis 

piil>licii!< iiulfx vel iilliis i-x iiiilii-inria iiotcstatc mit ali<|iia riiiiislihct |>i>tc'statiM itfiiota pcrsoiui, iiisi 
soliiü i'|iinru|iii9 ot adroratiiü i|i!iiili< Miipra iliclac .S|iiri'iisis iii'coli'.iiao, ox iiissii>iii' et i'oiicossioiu' nostru b 
elcilire|Mi jioicslati'iii linlioal pro c|iiik'IIIiii|IIi- iicpiilin vi'l pm aliiiu« rr parva mit iii.ij^iia platiliiiii ri'ti- 
iicrp »eil piililiciiin iiiiliriiiin facore iiifra civilatcin .Spira xt'ii Neiiit-tn vui'Htain aiit in i'irciiitu oxtra 
riviutvm, iii i>st in villa Spira et in niarcha <|iiy eiiloni iirlii adiauons i-hI, aut Hlii|uid per rcpralein 
bnnniim in iisiiin iii>.ilri «iieees.snriimiiiie iiKKtrnrnin oxigore iu'i|iie ali<|iiid de praedii» vel de inonetn 
neu • theloneu vel ex ulla re in fiseiiin repnin tran.sferre. Nee iilliis linniiniini ex tidelilxm .sanetae t<i 
dei aooelesiae ae nostris in aeceleniis aut loei» vol aj^'ris «e» in relii|ui» posHesHionihiis praefatae aoe- 
elcsiae, ijuas iuste et ratiinialiiliter possidere videtnr, in (|iiil>iisliliet pa^is vel leritoriis, vc-l i|iiiei|iiid 
ibidem prnptvr divinum amorem et venerationein licalae Mariac semper virj^iniK eollatiuii l'iierit, ad 
eaiisas aiidieudas vel freda exigeiida aut inan»iuiie8 vel parnlns t'aeieiidaa aut tideiusNurcs tollendcis 
aut ulln« reddibitiones vel illieitAs uecnsionex rei|iiirciida.s aut Iioinincs ipsius aceclcüinu taui iiifj^eiinus ifi 
<|uani «ervos et imiinlilingos'' iuiustc eonstringcndos iillu uini|unin tempore inire aiidcat vel la (|U\' 
Niipra inemorata aimt penitui cxif^ere aut cXilCtltai'C prnesnmnt ; sed lieeat ibidem deo famulnntibus 
«uh nostrne imniiinitatis tuitionc <|iiict(i urdiiie vivero ne re>idere, <iuatiiius melius illis delectet omni 
tempore pro nobiü ntipie stabilitale totius re^ni a de» nolii» eollati iloiniiii niisiTieonliani atteiitius 
exorare. Et ut ♦ uustrae oonee.ssionis anetoritas Stabilis et iln-ciiivillsa |ii'nii;ilicat. liaiu- llustri i'ii 
praccepti ])ngiiiniii manu i)fii|iria nilinraiitps nostfy iinaginis .sij;jillo iinpriini ius.siimi.s. 

I Signum domni Hfinrici .sccundi (M.) regis iuvictissinii. "^ 

p Egilbfrttis uanoollarius vic-o Uuilligisi arcliic-a|icll;iiii rccognovit. i^ iS[. 2.) 

Data III. iil. iunii'' anno incaniationis duniinicac .Mlll, iiidictiniic i, anim' vcni 
domni Hi.-iiirici fegis II. secundo; actum liabi-ubcfgo. a. 



53. 

Ih'nrrirh verleiht dem aus Laienlien:srhaf( befreiten Kloster Elbr.anrjen i/en 
Küuigsschutz, die Freiheit vnii Fulda und Reichenau und das Wahlrecht unter 
Vorhehalt der künifjllehen Miticirhung hei der Wahl. Bnmherq lOO'i . 

iJrulsch L'ihvysrtziiHij Dil Cojiiiill/iicli riiii Elliratigeii ans ihm l't. .III. f. Jo:t im /,. Stmils- an 
arrhir zu Stidtgaii (B). 

Khnmm Hicrarrhin Auquslana, auviarinm parlis /'', 'J.) <iiis li = Liiiiiii RA. IK'\ IUI 
n' 7. — Wirtimh. l'li. I. JHT ii" 2(r2 aus B. — Shimpf /i'-(/. I-WH. 

Ohiriihl von I). 53 nur eine sp/lte drittxrhe Uehersetzung rrlialtni isl, dir wir, abgesehi-ii von 
lim Hiirhslahrn ii und v, nhnf Amdrrung der firllioiiritjihir ivicdvigrhni , lil.s.il .vir// aiirli aus -.ii, 
difurr, inslir.iondere aus dm Wendungni der I'uhlirulio und ('orroboratio, mit Sirlieiiicit der 
Slil dfx EA erkennen : wir Italien deshalb in den Xoten die Stellen aus anderen von EA 
iterfassten DD., welche der Fassung des unsrigen iihnlirh sind, verzeirhwl , ilani'hen aber 
auch entsprechende Wendungen aus anderen DD. m-merkl. Dass aber dir vnn EA ver- 
fassle l'rkundr Heinrichs dem I'ebersrlzer noch in ganz unversehrter fjrslall vorgelegen 4o 
habe, iirt unwahrscheinlich. Mit annähernder Gewissheil lilssl sich zunächst die dreimalige 
Nennung des h. Veit als Inlrrpalaliun hezeirhnrn, dir irir auch in I><> III. HH, dessen 

TiS, c; A - VI'. Aj vgl. iamundilini^iK in f>. fiii e) m. id. iunii nnchiietraijen (j auf Uaiiur, 



IIF.INKICII II. HIOH. (i'i 

Verßlschid/fi im midercr Stelle ja f'eslslelil, iilelil (tis i/eniiii) hifniclileii können (vgl. Wirtemb. 
ÜB. 2, 425; Bosserf in Blätter /". Wirtemh. Kirchengexch. H, 67. 92); enf.schekleml ist 
dafür, da.is keine ganz echte Urkunde vor 1147 den h. Vitm neben Sennlianus und Suli».- 
cianus ids Patron den Klosters kennt, und dass dieser in der selhstiindiyen Ueherliefe- 

5 riniii der Weihenotiz ron 1124 (Wirtemh. ÜB. 1, 337 n" 281) sowie im Calendariuin des 

Klosters zum •')'. (h-latier (Wirtemh. Vierteljnhshefte 11'', 6ö) noch nicht (jenannt u-ird, 
dagegen liei der Wiederholung jener Weihenotiz in den Ann. Elwangenses (SS. 10, 17J 
eingeschoben ist. Verdiiihtig ist ferner die zuriniidige Eru-iihnung der ritterlichen Vassallen, 
denen ein Aniheil bei der Wahl eingeräumt und Gehorsam gegen den Abt auferlegt icird: 

10 für beides kennen wir keine Analogie aus DD. dieser Zeit. An der ersten Stelle scheint 

uns die Erwähnung der RitterseJiaft kaum möglieh, aber aneh eine Interpolation der be- 
treffenden ]l'iirli' schwer zu erklären; vielleicht könnten diesellien hier nur durch ein Miss- 
verständnis der Worte moiiachi deo militantes oder etwa fratres Christo militantes 
(wie in DO. I. 2S::i) in die Uehersetzung gekommen sein. Für die zweite Stelle ist zu 

15 beachten, dass in der XU. Stumpf lieg. 36.51 die milites nelien den feiiobitae eru-ähnt 

werden ; doch fehlt dort der Satz, der die Verpflirhtung zum Gehorsam ausspricht. Im 
Uebrigen dürfte unsere Uebersetzung im Eechtsinhalt mit der von Heinrich ertheilten Ur- 
kunde übereinstimmen, da die Verleihung des Königsschutzes, der Rechte 'von Fulda und 
Reichenau und des Wahlrechts durch die Uebereinstimmung mit den Vor- und Nackurkmiden 

20 (vgl. Mühlhaeher Reg. 502, 1)0. I. 233, DO. III. 38 und Stumpf Reg. 3651) sowie mit 

dem Dictat des EA als verbürgt gelten können. Dagegen scheinen hier noch einige Ueber- 
setzungs fehler vorzuliegen. S. 64 Z. 13 lässt sich durch eine leichte Emendation der Sinn 
herstellen : Z. 10 scheint eine Verwirrung, vorzuliegen, die nicht ohne tieferen Eingriff zu 
beseitigen i.<it. Wir vermuten vändich, dass das Gerippe der Dispositio etwa folgender- 

25 massen gelautet hat: quod locum monasterii nomine E. et abbatiam, quae usque ad 

nostra tompora . . . conqnesta est, quam iugo . . . absolvimns . priori liliertati 
restittiimiis atque . . . per hoc regale praeceptum . . . donavimus . . . tali liber- 
tatis lege. . . . Der Uehersetzer hätte dann die Worte priori libertati restituiraus zu 
den vorhergehenden Relativsätzen gezogen und dadurch die Construction in Unordnung ge- 

30 bracht. Ausserdem vgl. auch noch die Noten r und f. — Welcher Laienherrschaft Ell- 

wangen vor der Restitution durch Heinrich unterworfen war, darüber fehlt es an edlen 
Nachrichten. — Für die Einreihung des D. an dieser Stelle .statt hinter D. 56 hidjen 
wir uns mit Rück.ncht auf die mehrfache Uebereinstimmung mit D. 52 entschieden . 

In nanien diT heiligen luul ungetailten drivaltigkait. Hainrich von guust der 
35 götliclien miltiekait künig. •' Wir verielien gütiklich, glouben ordeulich und haben 

offenbärlieh bekant, welich künig in der schar diser schelligen weit flyssiglichen und 
sorgfellielichen und als ein getriüwer schaftner'' von gönnen des herren"^ daz würckent 
leben wol ufirichten, daz die in dem geraten sal und vnllcn tVid'' des ewigen kiinigs 
liilft' der ansehawenden trostung verdienen und daz sie umb ußrichtung, die in enptVilhen 
40 ist, untödliehen lone gewiinien.'' llieruinb von gnaden diser hoftnung so hatt euch 
geschrien der wyssage in unser oreu : laß sie ledig die da zerbroclien sint und zeryß 
all ir bürdin. ' Umb daz wir icht '■^ als mit tawbem gehörde hie für gen, so oppfern 
dann wir, wann daz ein genenis oppf'er der Vergebung und ablaß unserm schöppier 
ist, daz wir die diener, die er mit sinem dienst gefi'vet hat, eninndcn von dem joch 



45 53. [Bresslau-Stäliii] a) In nomine sanctae ot indiviiluai^ triiütiitis. Heinrich us divina larente 

dementia rex D. 52 b) vgl. quasi fidelem pruijositiiiii D. 30 c) vgl. diviiia dispeiisante 
gratia 1). 34 d) rgl. sub (jinete ac jiacis ocio D. :!4 e) vgl. mercedis aeteruj preiuia 

consequantur D. H9 f) lesaias .'iH, 6: dimitte eos qiii confracti sunt liberos et omne onus 

dirumpe g) vgl. ne igitui- />. 34 ; sed ne D. 63 



K4 KAISKlir liKlNHi: N. 

meiiM'lilii"ln'r (lionstl)iTkait.'' ilmiiil >ii' liocliwiii-t «arrii. Uanimli >ii wi|i die kristcii- 
lieli kiivlie, die da alliMitlialbi'ii diin-li di-ii iiiiilikrai,-i des crtriclis cr^osscii ist. ' wie 
drt/. wir von clf-rliolicr bt-tc'' dos «'rwirdifjcii al)ts llarliiiaiiiis ciniK-zirlii-li f^i'trihcn 
sint. da/, wir zu ilfiii erstoij durcii •jiitlicli liobf' und uiisim- si'11)s und iiinl) iniscni 
all<"rlii-l>sti'ii altlu-rrcii und vnrfarn kaiscr ( Mtcn dfs dritten säli<(er giMlei-iitniiii sele r> 
liails willen'" und von niiltes Heliens we^ien der lieili^en sant <Vit08> Siilpirii und 
Seruiliani niartrer für uns f^en pit zu tiind, so li.-dien wir die stat des elcisiers zu 
tewiseli Klwan;;en genant" und <lie alitv. die da l)i,S nU' unser zyt " seiiwären di<'nst 
dureli Inyi'u weltlielu-r herseliart't elaj^t lial)en. die da von dem liande te;;:!ielier f;eveii;^k- 
niii^ erlcdifTf i»U^ der wir ir vordem tVvliait widorgelien lialien i' und von liilll''i der u\ 
lieilip-n sant <Vits> .Sulpieii und Seruiliain unil des oli-jenanten alit Hartmans luid 
der andern nüt ewifjon «jeseezt lurselier. ■■ — die ila iiaeii verjj;an;;((n zyten ' iiaili 
niilter iTweliinj; der künifr^ die <da> einmiiti>;e<r> ' niitliidlunfi;" der nn'inieh <inid 
ritter>eliafl*t >' bewärt liiit. — durch di|? künj^iieli j;-el(ot" icenezlieli vi'rlilien -- mit 
••dien <b>n steten un<l zuj^ehrirdcn,^ mit aij^en und mit aij^en leuten. elosteniiannen la 
und rittern,>' die do.selbs bin ie «gegeben sein worden,'- — inidi daz sie mit irer 
vnrebton und gehorsainin dem fürseber dienen und sinem willen in allen dinj^en und 
dureb alle din-j andaebti^rlieiien naebvoljfen. mit den naelijjeseliribeu };;eseezten ili'r 

frvbait. mit «ler die best abty zu Fulde und in der .Vwe-' oder ander abty unsrer be- 
scbinntmj; '' under unsern vorfaren künij^'en und kaysern'' ie ;;;eii;ilit Ii.iIhm. nnd) ilaz so 
daz die nn'inieli under sant Henedieten rejrebi. die fi'ot selbs ver|itii(lil M'in.'' under 
unsrer frybait scbirm und {^i-rütem frid'' zu allen zyten dester li;iß bist für uns und 
unser lieb geiuabeln KunijLrund uml unib festiekait des ryidies. daz uns von not ^e- 
jn.'ben ist, darnaeb der lieili>;en martrer saut <Vit.s> Sulpicii und SerMili;ini Imrm- 
bereziffkait dester andeebtiglieber zu bitten.' Uuib daz aber der ji^walt diser küny- a5 
lieben frvbait ewiglieben unverbroeben belyb. so vestigen wir disen brieff unsers ge- 
hotte** nut aigner baut und baben gebai.>äsen daz insigel unsers biids clorurt' gedruckt 
werden. "^ 

fiS. lii ri/l. dccularis distrii-tionis iu|ffo absolvimuit D. 40 (aus VU.)\ debito totius muiidaime »ervi- 
tiitiH a)>iiolviiiiu8 I). 43 (aux VU.) i) iioverit ycolcsia catholii;a toto terrariim orliu difiiisa 3u 

f). li.H kl rf/l. f|ualiti'r nos i>up]iliciliu8 Haulti abbatis |iri;cibu8 />. 47 1) primuiii pro 

ariion? dci IJ. 37 im r;/l. pro remedio aiiimae dileoti HiTiiori» nostri OttoiUH videlicet iiiipe- 
ratori» au(;ii.sti noo iioii pro imstrae // ii7 ; lieatj memoria sciiioris et aiiteccHsoris iiostri 
(Itt'iiün tortii D. HO iiml i'lhiiliche WrtKhnifirn in D. 'JO. .'W. 5.9 ii) ipsiiin iiioiiaHtiTÜ locuiii 

/'. 4'J\ in ipB<i liico inoiiasterii h. .'il; ri/l. IrM-nm i|iieiiidam nomine .Spinal, locnni . . . oiiin as 
iniina«t«rio O. ii8 n\ um|Uc ad nostra teinpora It. :i4 p) ryl. priori hunoriH loci» rosti- 

tuon,' f). ßfi. Zu ilimrr Strlle rffl. flic Vorbtmerhunji qi eiwa pro conipendiii, rijl. I>. 'Jl. 'i'> 
r( Miii|UF in avtcnium sui'ceeHoroH J>. .1.?; sm'ipie in |)cr|ictuiiin Hiicccssorcs />. 34; riß. per- 
|>etiiii live 1>. lil. Im fnlfifwlm dilrfle nach verjfan^en zyten auf einem Mitu<vri-Hti'lti'liiin iIi'm 
lalriniurli.n inantca Im-uhm ; iler Tea't kann etwa ijelinilil haben: »iiceesHoriiin, ipms inaiitca Ki 
. . . 'rit Hl rill, praeposita regia clectionc I>. 711 t) iler Tej-I riiii Ii ixt 

hin- ;. if nchmi in If'irletn/i. I'H. a. a. O. rorr/egchlaf/en ixl, zu emenilieren ul ii/l. 

II' ■.(iiiiu Tuodatuiii I>. 44 vi hierzu r;/l. dir Vorbenierk-iini/ wi per lioe rejfale 

I'- ■■ H. P. i'l XI rgl. cum loeid iainilÜH adiiieentÜM I). 39 _vi in iiiilitibiis, in 

eeniiL,- . - et i(er\i>i XL'. Sttintpf llrii. 30,'il zi ri/l. ipi^j ibi traditae sunt aut um- •16 

<|uam ■ ''. 39 ai rr/l. optima ea libertat« donamuH. qua cetera munaHtcria reffali" 

.... p'Tir'ii ^ idebuntur H. 29; qiiali utuntur cetera lora noHiri iuris UuldeiiKiM OorbieiiHi» 
et Aagnui« D. Uli; iit eandem libertatin legem liabeat i|iiam nbtiina abbatia VuldeiiNiN ei 
Aageniiü yi'. bi ali« nostri; tut^Oa^- loca -tacra l). 44 e) Hub nostriK aiifeeensoribuB 

rctnbiw et irnp(.Tal<>ribiiii I>. 24 <1| njl. niib regiila Bancti liencdieti niancipiit^- 1). 29, i^gl. W) 

/A N.? I- ■ ' ■ -• • V tiütione i)uiet/i ordine Tl. ■'>2 (nun VI'.) )'i cpiatiniiR 

meliui illi« !') nobin at<pie Hijtbilitate totiuH re^^ni a deo nobiH i-ollati 

d-. ..■. •■' . re /;. r,2 (nuH \l'.). ri/l. I). 12; IT. Milhllßtiiher Ken. ■>'>'^: 

<!' dei <|ui ibidem deo raniiilare videntnr pro nobi» et eon- 

iu;. -ni no«tri attcntiun domini inixericordiam exorare. Auf- 55 

(öHkj ml, lUiju in mh-- 'i Heliel :ii doli nicht eriri'lhnl iriril ; riellrirht lull ilrr l'tln-r- 

»itiei- die H'nrte dei •' mi . , . nÜNehcordiam i'Xurari'i cii deinde rerlenen und deiihall/ 

mit daniHe)i trifleriieiirlim g) rgl. et ut noiitrae eoiiceiwiHniii anetoritaB xtabiliii et inconvulna 



HEINRICH H. 1003. 65 

Geben iiacli unser« herron geburt du niiin zalt tiis(!nt jar und darnach in dem 
dritten jaro, in dem ersten jar der kayscrzal und in dem jare liern Hainriehs de« 
andern künigs in dem andern Jar; beseheiien zu Bomberg.'' 



54. 

5 Heinrich verleiht dem Grafen Adalbero den Wildbann zwischen Isar und 
Loisach auf dessen eigenem und dem Reichskirchengut sowie auf den Gütern 
aller der Leute, die jetzt oder künftig darin einwilligen werden. 

Regenshurg 1003 Juni 30. 

Originnldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

10 Zirngibl in HiM. Abhandl. der bayr. Akademie 1, 378 aus A. — Ried CD. Ratisb. 

1, 122 n" 130 am A — Migne Pafrol. 140, 254 n" 19. — Mon. Boica 28", 310 n" 201 
aus A. — Böhmer Reg. 939. — Stumpf Reg. 1363. 

Bis zum Schlu.ss der G-renzbeschreibung (Erklärung derselben s. bei Zirngibl a. a. 0., wo 
indessen die auf falscher Lesung beruhende Deutung von Uuinidoiiua nnstössig ist) von 
15 dem schon an D. 31 ihätig gewesenen Schreiber mundiert und wohl auch verfasst. Von 

den Worten Nostra igitur regali an Schrift und Dictat des EA. 

(C.) § In nomine sanetae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Notum sit omnibus nostris fidelibii-s presentibiis scillcet et futuris, § 
qualiter nns fidele per omnia* .servitiuni dileeti nobis eomitis videlicet'' Adalberoni.s 

20 intuentes atque ipsiiis supplicationem per interventum venerandi presulis Gotescalchi 
attendentes sibi, prout ipse postulaverat, cpda legaHter potuimus, regalis potenti§ ban- 
num super agrestes '' fera.s eoneessimiis inter dnos fluvio.s Ysara et Liubasa tani super 
propriam ipsius qui pr§fatus est Adalberonis terrani quam super domorum jjontifiea- 
lium vel monasteriorum in abbaciis, qu§ ibi nobis pertinent, terras sive oninium illo- 

äö nun hominiim terras, qui in prgsenti vel in futuro huiusmodi rem cum eo collauda- 
bunt, in comitatu Frideriei"* qui iudicat in Hacbingun in pago Sundergouue, primuni 
ab liostio predictorum fluviorum Ysaram sursuni versus usque ad Hohenberg, inde ad 
Huggenberg et Cuniizdort", inde ad (.'arphse et Uuini<l(iuua, seeundinn vero decursum 
fliiminis Liubasg usque ad Wohieradeshusun. Nostra igitur regali ut praescriptum 

30 est auctoritate inter jn-aenominatos fluvios et terniinos bannum agrestium ferarum ei 
tradidimus et per hoc praeceptum largiti .sunnis, regio verbo omnimodis interdieentes, 
quatinus hoc ambitu sine sua ipsius licentia feras illas, qu§ in aliis dominicalibus 
forestis in banne sunt positae, nuDus aliquo ingenio vel gehere venandi audeat dein- 
ceps captare. Et ut li^c nostrae concessionis auctoritas stabilis et incon\iüsa perma- 

35 neat, haue nostri praecepti paginam manu propria roborantes signo nostrae imaginis 
imprinii iu.ssiinus. 

I Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. | 

I Egilbertus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovit. ^ (SI. 2.) 

53. permaneat, lianc nostri praecepti paginam manu propria roborantes nostre imaginis siofillo 
4P imprimi iussimus D. -'rj lii Data .... anno incarnatiimis dominicae Mlll, indictione l, anno 

vero domni Heinrici regis ii. seciuido; actum BadeuVierge D. Ö3. 

54. [Bresslau] a) tidele per omnia auf üasur b) dahinter ein zweites eomitis durch Sireichen 
getilgt c) -iciachen a und g ein zweitem g aum-adiert d) das eiste i corr. aus e 

Eaiserurkundea III. "^ 



66 KAISr. Kl UKTNOKN. 

l).ita II. kal. iulii ' anno doniinii-at- ini-aniati<'ni> miii. indiciiimi' I. ;niii<> vcr.i 
doiiini Iliinrici socuiuli rt'trnnntis II; aituni Kadcspnnt 



Ihinvirh vevleilit ilei' bifc/tüftirfiPii Kivc/ie zu l'rcis'nnj J'iir den i'o/i ihr ein- 
getauschten ( >rt Xa\ IUI (/' /( ( ht Ii'oding nebst dem ]Valde Vtinliard ///// .1««- t, 
nähme einer FörMerhuJ'e, ferner den (ht J >lrherlin</, mit Ausnahme einer vor 
der Thronbesteigung dem Megingoz verfiehencn Hufe, und den Ort Zenzing. 

Bamberg IVOÜ September 9. 
OriffiiinldifilDW im k. Heirhsnrrhir zu Münrhen (A). 

Meichelltefk Hisl. Friihifi. 1", IW uns .1 = liesrh Ami. Snbioii. H, 706 ii" 76. — Mov. lo 
Boica 28", 311 n' 203 nun A. — Wirtcmh. JB. I, 2:18 «° 203 (lu.s A. — Biilimrr 
Reg. 940. — Stumpf Reg. i:i64. 

Da.s Eitigniuis/irolokoll und die ersten Warlc ihn Cimle.rti's liis intcrventvini srhrifh Eli: 
den giimen übrigen Conle.rt fügte EA nnrli eigenem Diiint hinzu : setiUesulich rollfndete 
Eli dti.s Diplom durcli Eintragung des Eseliatokolls. Ein Blanquet des: EH anzunehmen, 15 
das von EA (nwgefütit irfire. ist naeh dem Srhrifilirfniide kein Grund vorhanden. ■ — 
Navua, das sonst auf Langenau, 0. A. Ulm, gedeutet wird, ist nach Baumann (Zeitirlir. 
de.f hi.'il. Vereins f. Sehwaben und Neuburg 2, 174 f.) identisch mit den römisctien castra 
Navoae an der Stelle des heutigen Ortes Eggenihal , Bz. A. Kaufbeuren. I>rr Forst 
Vtinhard isl irohl der nnniillrlbar bei Roding gelrgme IVaJd Kisnihnrdt. 20 

(l'.i S I'i nomine saiK-taf t-t individuai- trinitatis. llcinricus divina iavonte ide- 
ini-ntia rex. Notuni sit onniilms fidtdibus nostris praesontibiis scilioi't § et tuturis, 

qualitcT nos j)or intervcntiun venerandi Krisingensis ecclcsiae prijsiilis Godescalclii 
niiandain ciuii co concaiubii finnitatem fecimus et litteris ob nieninriani niau(bu'i ius- 
sinins. Tradidit ifritiir )irac'tatus c'])i.scoi)us fiodosc-alchus et nobis sei-iimbnn legem ss 
Alemannonim rirmiter legavit iure |>erj)etno rjuandam snae aeeclesiae cortem in Ale- 
mannia* pago I)uria et in comitatit Manog(ddi comitis sit.ini unmine Ninu.i c-um 
nninibns ntilitatib\is a|i|iendieiis mancipiis et ])ertinontiis suis, (|iioi|ni>niodii voeari sivc 
inveniri iiossint, sine sua suoruni(|ue sueeessoruni molestia'' aliijiia retinondam et lege 
proprietatis pro nostro libitu possidendam. Ecmtra, sient praefatus episcopus postu- 30 
lavit, pro ciini|tendio suo et loci vicinitate quasdam nostrae projirietatis villas iuxta 
tiuvium Hegino sitas sibi sut; ocelesiae suisrpie suceessoribus tradidimns et per lioe 
regale praeceptum eonfinnari perjietuo iussinnis, id est Hi'itega'' totam, ipiieijui<l 
Megingoz il>i in niinisterio vi«UH est obtinere, exeepta nna t'onstarii Iioba (piain olini 
Kovdalbertus'' possedit. addentes eidem villae silvani nomine' Vtinliard ', Tii'eliejinga' 35 
(jiKitnie totam, i-xeejita li<d(;i propria Mcgingozi, i|iioinodo eam sibi tempore dneatiis 
iioHtri tradidimns. Ciniiziiiga etiam totain, cum relifpiis eaniiidem" villariiin legalii)us 
pertineutiis et utilitJitibuK niobililnis et immobilibns servis et am'illis areis aeditieiis 
terri" ciiltis et iiieiiltis pratis jiascuis commnnilius silvis acpiis ;i(piariiin(pie deenrsibiis 
iiioleiulinis |iii<eationibuK viis et iiiviis exitibuK el reditibiis (jiiesitis et inrpiireiidis seu 10 
omiiibuH legalibiis pertiiientiis, eo tenore (piatiniis praefatus episeopus (iodesealebus, 

M. e) n k«l. iulii nnrlitiHrniirn. 

.Vi. l'.i.'- ..^ ' '/■'• !•':'■ 11 Hilf Uamir h) ilannrh hlrinr llaKur c) t roc»'. «im d ri| da* 

\ litt in '!'!• •• hiii'iii'Kziiiim ei ritllfifhl irar zufml iioinc ijetchriehtn f» Ti auf Hasur 

g) nm r corr. i.'i 



HEINRIill II. 1003. 67 

siti suecessores quoque ihm utilitatc siia et aecclesiae suae necessitate quicquid iiide 
voluerint libere faciant. Et iit lirc no.stra traditio stabilis et inconviilsa pernianeat, 
liaiif iiostri ])raec'ej)ti ||)a}i^iiiaiu iiiaim pnipria roborautes sigill« nostrae iiiiaf^inis im- 
priiiii iussiums. 

6 ^ Signum ilnmiii licinrit-i (M.) regis invictissimi. ^ 

p Egilbortiis eaiuM'Uarius vice Uuilligisi arehicapeliani recog. | Sl. D.) 

Data V. id. sept. aniin dniiiiiueae iiiearnatiniiis MIII, indictione I, anno vero domni 
Heinrici secundi regis ii: aetuii\ i'abenberge. 



56. 

10 Heinrich schenkt dem Bischof Gotschalk von Freising auf Lebenszeit und nach 
seinem Tode den Canonikern von Weihenstephan und S. Veit zu gleichen 
TJieilen die Orte Hützing mit Scharlau, Fösing, mit Ausnahme von Rappe- 
renowa, und Frieding. Bamberg 1003 September 9. 

Freisinger Copialhuch aus der Mitte des 12. Jh. f. 28 im k. Reichsarchiv zu Miinthen (B). 

15 llmd-Geicold Metrop. Salisb. ed. Mon. 1, 140 ans D mit MU = Lünig RA. 17", 221 

n" 17, = Hitnd-Gewold Metrop. Sali.sb. ed. Rat. 1, 95. — Meichelbeck Hist. Frising. 
1, 198 aus CD = Resch Ann. Sabion. 8, 707 n" 77. — Mon. Boica Hl", 278 n" 142 
aus BD. — Böhmer Reg. 941. — Stumpf Reg. 1363. 

Da der Context von EA dictiert ist, das Eschatokoll — abgesehen von der Apprecation, 
20 die wir für einen Zusatz des Copisten halfen, ■ — mit dem von EB geschriebenen in D. 55 

übereinstimmt, .so ist zu vermuthen, dass unsei- D. in ähnlicher Weise wie jenes unter 
Mitwirkung beider Notare auch geschrieben Lst. Die Deutung von Rapperenowa »i«.9s 
der Localforschung üherla^sseu bleiben. 

(C.) In nomine sanete et individue triuitatis. Heini'icus divina favente dementia 

25 rex. Notiim sit oninibixs fidelibns nostris presentibus et futuris, qiialiter nos, inter- 

veniente dileetissima nobis coniiige et regnorum consorte Cunignnda, venerabili Fri- 
singensis ecclesie presuli Godescalco supplicitev postubinti et digne petenti per iioc 
regig maiestatis insigne eoncessimns tres nostre proprietatis villas, id est in priniis 
Hezinga, que sita est iuxta flumen Drubenaha, quicquid Megingoz in ministerio ibi 

30 visus est obtinere, cum Searalowa, Besinga quoque, excepta Rapperenowa, eum vico 
Fridinga et omnibus earundem villarum iustis et legalibus pertinentiis mobilibus et 
inmobilibus sive in Nordgowe sub Odalscalchi comitatu sive in Danachgowe sub de- 
fensione Runpperti sitis, servis quoque et ancillis areis editieiis pratis pascuis sive 
coinpascuis silvis aqiiis aquarumque decursibus molendinis piscationibus %Tis et inviis 

35 exitibus et reditibus quesitis et imjuirendis et omnibus iuste legis utensilibus reditibus 
et ut prescriptum [est] * appenditiis, eo tenore et perpetue tirmitatis convenientia, quatinus 
presul Oodescalehus easdein jjrescriptas villas et earuni utilitates omnibus diebus vite 
sug usu tVuctuarif) potestative fruatur et teneat, post obitum vero illius in usus et 
dispensas fratrum Frisingensium in locis Wihanstephane et sancto Vito dco servien- 

40 tium cum omni integritate et equa divisione redeant, eo ordine si aliquis jirefati pre- 
sulis Cxodescalcbi successor, quod futvirum non credimus, prenominatas viUas in suos 
usus sine iusta et eisdem fratribus predictis placita redeniptione et convenientia tempta- 

öt). [Bresslau] a) est fehlt in ß ; n/l. />. -ji Z. 2ii 

9* 



68 KAISK i:r liKI N KKN. 

verit avi'itcr«'. nohtris ' licivtlilnis >iatiiii n^vcrtaiiiiir vt scrvimit. Kl ui lu;o nostn^''' 
aiicturitiis siabilis ot inconvulHn |ii-niiiiiicat, liaiu- iiostri |irci'c>pti ))aj^inaiii manu pro- 
pria n>bin-niitos nostry iinafriuis si^illi) iniprimi iiissiiniis. 

äigniiiii tli'iiiiii Ilfiiiric-i ^M.) ri-gis invii-tishiiiii. 

EpIbtTttis canccUarius vice Willigisi arcliii-apcllani ri'cMi<riu>vi. & 

Data V. id. fiept, aiinn (Inniiiiicc iiii'üniatioiiis MIII, indic-tionc I. :nni<i vith ilnniui 
Ili'iiirii-i sot-uiuli rfgis II; ai-Hini K.'ilicnlxTjjf ■< foliritcr aiiicn>. 



• X. 

Nclnric/i bcstntitft dnn Kloster rcter/iiii/eii die JlUJe Colmar imd Uiittinheim, 
die ('iti.<tiqm Besitzunfjev des (iinitravi im Efsiiss iult Ausnahme von Brumath lo 
und t'ine Hufe zu liadehbarh. s. Pilt loos Orlohn- 21. 

GrandidiiT Ui.sl. rf'J/.smc l'', 193 n" 358 nach Abschrift Znrhiuhcns ana dem dnmah in 
Bert) iH-fiiidlicIicn Oriijiiinl (a). — Böhmer Reg. 942. — Stumpf Rcy. l'-idT. 

Wiederholung von !>(>. II. -'tl, wohl von EA geschrieben, der aus die.<iem ]>. den Anfang 
der Areiiga »wi D. .58 entlehnt hat. Zur Ueberlieferiing vgl. Anzinger für Schweiz. Gesch. \b 
(1894) 79 ff. Eine Xeuau.ifertigung dieses Stiicke.t ist D. fi9. 

In nomine sancUie et individuar triiiitati.«. Hcinrieiis divina favcnte elenu-ntia 

rex. Si sniietiB et veni'raliililm» loi-is ea, (piac a tidcliliiis ipsis c-ollata «mit, iiosrra n'f(ali 

«uctorilate coiifiniinimi» nc corroborniiuis, proriil dubio pracsciitis vitae et actprnno sulwidiiiin adipiüci 
non diitdlnmim. Idcirco omiiiiini »aiictac dpi cei-leslae fidcliiini tiostrniiiiiii|iic prafsciitiiini soilicet ai' 20 
fiiliiroruiii üiiverit Hniversita», qiiaiitpr veiiprahilis al>lia.s gaiiotni! ccflcsiai' sompcr virffinis Mariac, f|im<' 
»ila cat in l'nteniiaco, noiniiio Odlio cum cuucta eongfro^atioiip fratnuii iliiilrni di'u Nan('tar-<|Ui' 
.Mariao «cniper vir^ni devote fanuilaiitiuni iiostrain adiit eclsitiidiucn), scripta Sciilc'Ct piisHlui <• i ii in 
Uttonnill I>rinii sccillldi l't tertii cactcrorumriuo praedepe8.suruni iiostriiruni rcffuiii vcl iinpcia- 
|i>niiii aiictoritntiliu« roliurata ui>ttlrac coiifcrpiiH pracxcutiac, ipinc Iniiusinodi xcriciu coiitiiicliant, qua- l'5 
liier inm dicti niiteechKorcü iioKtri cbh res, qiiao a noIiili.iHinio duce Kiiodulfo praefatnc eccicsiac 
•nnctitp Marine aonipcr virpiiiiN * ad usum et victum nionaeliorum ibidem Kervicntiuui c<iiiceH»a atcpic 
donnta fiierniit, curte« »rilieet Colunilira et Mittinlicini cum omiiibiis earuui" pertincutÜH, et nontri 
iuri» uiiutii manduin in villa Jiadcleitbacli et ouiuia, qiiae OuntrainnuN iu Alsatia proprictnlis vinu» cut 
haiicre, cxccplo Pmomadt'* cum HUin appertinencii», Bupplici iuNlitit pctitione, ut ui>va uoslra aiirtnri- ;i(i 
Ute omne» praedict*« '' re« ad eaudeni eccIeHiani data« et iuste appertiuciites robonire curarcuiUH, 
«itoü vidclicct in praedictü pago et in comitatu Udoilli« ciimitix. (Quorum petitioui nox axNcntionteN 
it« tieri decrovimu« atquc anb iir>i*lra tuitioniH ininiunitatc per liniuii praecepti nuMtri vigorcm nnincs 
l>r«edirtAi r>» eanimquo Ic^lc* nppcrtinuntin» concluNiniiiK. I'c^ali praecipientCH auctoritate, ut nitjniiMii 
inqui' • 'ad iam dictnui eccieiiinm libcre et »ecnriter |ierpctiin cimHiNtant ac fratruni edrun- .ir 

rlciii I ' quam et futiiroruiu uniii cntidiaiiii Hub abbali» urdinationir denerv iaut '' cum uno 

noittro man»! in «-illn lladele«bncli in pnf;» Miirtonuna et in eoniitalii ( 'llUonolliH cnmlliN * caetera- 
qur iimnia in AUnlin et in comitatu Odonin comilix nita ipiae »upra nunt dicia. Kt ut liaec noHtrae" 
defenainnia nncloritA« tinnior ulaliiliorque cunelin perpetiin credatur. Iiniu' ciirlain inHirilii iuHHimufi 
miuiiiqna iKMlrn •iilitii« r<ilinrntani ' annulu noatro inaHimu« ai^rillnri. lo 

30. 1' /•'; rnlirnler ini nintry für iioatni rrrM-hrirlifn, nihr e» int ein Wort irin rlonationis «w/er 

nuiuitfallm. 
57. J u) n; eomm VI!. In l'nimoHdl a; l'ruoinad IT'. ij rc» pmcdii-tas VU. 

dl ": dmciTriunt IT. e) VU.; noRtra a f) VU.; roborata " 



HKINHICH n. 1(»03. 69 

Siginini (liiiiini Ilciiu-ici rcgis inviftissimi. 

Egilljortus ciuifellariiis vice Willigisi archicapelhini rccognovi. 

Data XH. kal. iiov. anno dominicae incarnationis MIII, indictionc I, anno vero 
domni Ilenrici II. regis secundo; actum in sancto Hypolito. 

58. 

Heinrich nimmt das Nonnenkloster zu Epinal und dessen Besitzungen in seinen 
Schutz und verleiht ihm die Immunität sowie das Recht, den Vogt und, unter 
Vorbehalt bischößicher Mitwirkung, die Aehtissin zu loählen. 

S. Pili lOOH (Mober 22. 

10 58". Qhariular. Spinalense von 1779 p. 1 im Departementalarchiv zu Epinal (B). 

Calmet Hisf. de Lorraine ed. I. F, 564 aus verlorener Quelle (C) mit XI. kal. aug. =^ 
ed. II. 3^ 103. — Stumpf Reg. 1368. 

58*. Urkunde des 12. Jh. in Biplomform im Departementalarchiv zu Epinal (Ä). 

Duhamel in Doruments de l'hisf. des Vosges 1, 13 aus A. — Stumpf Reg. 1368". 

15 Keine der beiden Fassungen des D. 58 ist uns in einer solchen Weise überliefert, dass 

dadurch die Echtheit ihres ganzen Inhalts verbürgt wäre. Von der weiteren Fassung 
(D. .5S* =^ II) besitzen wir in A mir eine etwa zu Anfang des 12. Jh. angefertigte be- 
siegelte Nachzeichnung, deren Schreibe)- ein Originaldiplom roti der Hand des EB vor- 
gelegen hat. Von der Jcnapperen Fassung (D. 58" = I) liegen uns in B und C zwei 

20 Veberlieferungen vor, die von einander unabhängig sind, aber cvuf ein£ gemeinsame, jetzt 

verlorene Vorlage zurückgehen. Diese Vorlage hielt der Schreiber von B, wie die am 
Schlus.se seiner Abschrift hinzugefügte Bemerkung Le sceau qui etoit plaquö est detachö 
und eine Randnote (vgl. D. 58" N. r) zeigen, für das Original; aber auch sie kann 
nicht vor dem 12. Jh. entstanden .sein, wie — ganz abgesehen von dein in C fortgelas- 

25 senen Zusatz (N. t) — die jungen. Formeti einer Anzahl von Ortsnamen beweisen, die 

erst für das 12. .Jh. möglich sind. Dass aber auch diese gemeinsame Quelle von B und C 
Nachzeichnung eines D. Heinrichs II. war, ist um so u-ahrscheinlicher, als die häufige 
Verwechselung der Buchstaben a und u (vgl. D. .^8" N. k. o. p. u^ in Calmets Druck 
wohl nur daraus erklärt iverden kann, dass in der Vorlage noch das offene a der Diplom- 

30 Schrift des 11. .Th. beibehalten war. Gilt es bei dieser Sachlage, nach inne)-en Gründen 

zu entsclieiden , welche Bestand theile von I und II echt sind, so ist gegen das Proto- 
koll, das in beiden Fassungen (abgeselien von dem ungeschickten Einschiebsel vor actum 
in D. 58'') übereinstimmt, kein Einwand zu erheben ; es entspricht den Gewohnlieiten des 
EB, den wir als Schreiber der echten Urkunde, welche Heinrich II. dem Kloster ertheilt 

35 liaben muss, bereits erkannt hcdjen. Verfasst ivar diese Urkunde von EA, dessen deutlich 

erkennbares Dictat gestattet, mit voller Sicherheit als ihren Inhalt die Verleihung von 
Königssckutz, Immunität und Wahlrecht zu bezeichnen. Die Iiierauf bezügliclten, in I und II 
übereinstimmenden Sätze können auch ihrer Fassung nacli unbedenklich für die echte Ur- 
kunde Heinrichs in Anspruch genommen werden, und nur das bleibt zweifelhaft, ob der 

40 König dem Bischof von Metz allein, als dem Gründer des Klosters, oder auch dem Diö- 

cesanbisclwf von Toul eine Mitwirkung bei der Wald der Aehtissin vorbehalten hat: die 
dürftigen Nachrichten, welclie wir über die Geschichte des Klosters besitzen, gestatten keiii 
VrtJieil darüber, ob zur Zeit der Anfertigung unserer Naclizeiclinungen den Interessen der 
Nonnen die Auslassung des Bischofs von Toul in I oder .seine Einschiebung in II hesser 



KAlSKUrUKlNDK N. 

entsprach, ob iiiaii also die eine oder die andere als Ffllsrhiing nninseheii halte. Etinixo 
wenig ist eine sichere Entseheidioig dariilH'r mi'Mjlivh, in wie weit die auf den Besitz des 
Klosters tk'Zilylichen At'srhnittr roii I iiiid II dem (h'iyinatdiplnm Heinrichs nmjehört halten. 
Das IHctiil in diesen Ahsihnittrn kann weder anf KA noch anf Kli znriirkiii'fiihrt a-er- 
den, und sie enlMiren also jeder Gewfthr, kfinnen ahrr darum noch nirhl nnhedinf/t als .-, 
unecht lH-:eichnet a-erden, da hirr ni/iijlirher ]\'eise eine Urkunde des Metzer liischofs be- 
nutzt sein konnte. Ohne weiteres dürfen nur die Zusiitze am Schlüsse von I und II, 
deren ersteren (von Cahnet ganz fortgelassenen) wir in die Noten rerwiesen haben, als fnter- 
polationen angesehen werden ; elienso sind in der Besitzaufzfihlunii diejenigen Orte, welche 
nur eine der beiden Fassungen kennt, mindestens als rerdtichtig zu bezeichnen (iilwr den m 
Markt in Kpinal vgl. eine filtere Verfügung com J. 9SS in DO. II. Hl'.i). Aber auch 
wan in diesem Theile dtr Urkunde in I und II übereinslimml , kann nicht mit Sicher- 
heit auf das echte I). Ilcinrlihs zurückgeführt inrdcn , da in diesrm möglicher Wei.ie 
jede Aufzahlung der Besitzungen, also da' ganze Abschnitt von Quibus etiam bis Cuius 
quidoin pnicfati praesuUs gefehlt hat. — Bleiben uir über den zuletzt eri'irtericn i.-, 
Punkt in Zweifel, venntigen wir auch nicht mit voller Sicherheit zu sagen, welche der 
Iteiden Fassungen die altere ist (denn wahrend I mit seiner Trennung der Hufen von den 
Kirchen in dem Güterverzeichnis wohl da.i ursprünglichere Dictat bietet, finden sieh in II 
die alteren Namens formen) , so *.<;/ es deshalb auch unihunlich, ein Itestimnites Urtheil dar- 
ülier ahzugeljen, ob eine der beiden Fassungen von der anderen abhängig ist oder ob beide in 
direct auf die Originalurkunde zurückgehen. Demgemass mussten wir, indem wir beide 
Fassungen neben einander setzen, auf die Anwendung von Petitdruck verzichten und uns 
damit begnügen, die beiden oben erwähnten Zusätze als interpoliert zu kennzeichnen : diiss 
damit keine Anerkennung der Echtheit der nicht so gekennzeichneten Theile der Güterliste 
ausgesprochen werden soll, versteht s-ich nach dem Gesagten von selbst. s6 



öS". 
('. In iioniino sanctae et individuae 
trinitatis. Hciiincus' divina favciito v\v- 
rn)-ntia r<-x. Si '-a. ijiiar sam-tis ar"" 

veiKTaltililm.s loi-ih a Kdi-Iiluis sunt rollata, 
nostra re;;ali auftoritatc tirnianius, Imc- 
regni nostri stahilitati «-t taiii aniiiiac (juani 
corporis noKtri Kuliiti |>i-iifiitunini fssc nii- 
niiiic ninbi^niiiH. I'niin<lc notiiin sit nnnii- 
buH Kanctnf dci aeeclcsiac iiostris(|iic tide- 
lilni» |)rn«'Sfnin)iis Kcilin-t «-t t'utitris, (|iia- 
liter vencraiiduft »anctui- .Mcttcnsis'' at-cclc- 
Hiac praeKuI et Kancta«.- n-ligioni^ aniator 
nomine Adalliero nostram pi-r iiitiTv<-ntiuii 
diJectac eontectJilii« imstrac et re;^ii,,riini 
conMortin Cunigiinde ndüt ei-lhitudineni sup- 
pliciter ro^ritant«, iit Irieiini (piemdani ni>- 



5.S''. 
(C.) p In nimiinc sani-tai' rt individuae 
trinitatis. Iliimicus divina f'avciite el(^- 
nientia v)-\. Si ca. fjuar sanetis ae 

v<'neral)ilil)us locis a tiilclihns sunt eojiata, :i( 
nostra regali auctoritate* p tinnannis. Imc 
rej^ni nostri stahilitati et tani aniinac (piani 
eorporis )uistri sainti profuturuni esse nii- 
ninie andti^^iunis. I'minde notun) sit onnii- 
lius sanctae dei aecciesiac nostrisipi«' Hdc- x, 
iil)us pra<-si-ntil)us scilicct i't t'uturis. (pui- 
litiT vcniTandus sanctae .Metti'usis aeecle- 
siai' pracsul fl sanctae rclif^ioni« aniator 
nnniine Adalliero nnstrani per intervenlimi'' 
ililectae' cont(;ctalis'' nostrae ■' et rcf^noruni m 
coiiKorti« ('unifjuufle adiif celsitudineni 
sup|iliiitei- rujjitans, ul ioeuni ipuMidam 



58". (Arndt-Sirkel-»|rK;li ».HenricunC J») et C 



ßS*. 'Sirkel-Blnrir ai rtim eenle tt'orl der zice.ilen 
y.rilr noch in revl/inffericr .Schrift, i/euiimi 
t/rjiirri/en, tcpil rn in dem ih'iyinol noch in 16 
itrr rrnlni Xeitf in rcrli/nf/rrlrn Hiirhnlalirn 
utiinit b) ti!r ill>er iler Zeile iniclii/elriit/en 

(•I 8 ilbee der Zeile nachi/elrnr/en (\j et 

rielleichl corr. omä et oi dnn ernte i auf 

Unmir M 



HKINRICII II. 1003. 



71 



iiiinc Spinal in iiustruiii niuiKlilturdimii 
reciperemus cum inmiasterio, (iiiod divc 
iiuMiioriae suus antoccssor Tlicodi-riciis'' 
videlic'ct episcopiis in lionoreiii sanctis.simi 
5 martyris Mauricii '' saiu-tique Goerici con- 
fessoris a fundainentis ibidem ercxit pari- 
ler et con.'secravit. quodtpie oo niortuo ip.i^e 
operosis ])raediis ' et niuiioribus ditavit et 
auxit, institutis ihi saeris vii'f;iiiibus .siil) 

1(1 nonua saiieti patris IJeiicdicti deo iiiili- 
tantibu.-* viriHter et Iminiliter sfa-vieiitilms. 
Quibus etiaiii, ut studiosiu.s et sine qiie- 
rela divinum iiupiere vab^ant mini.sterium, 
de loeis episcopii antea sibi fainulantibus 

1.-. liaec loca tradidit et in provendani *■' ^'terno 
iure enneessit : iioe est de Longocampo 
octo niansos, de Arenteila'' oeto, de Ta- 
done decem, de Aventiovillaro ' .sex, de 
Maleseivilla sex, ad Fald'' manisum nuum, 

:;n ad Milierei unum, ad Moncels ' inium, ad 
Belzoncort '" ununi, cum ecclesiis manci- 
piis quoque utriusque sexus et omnibus 
eorundein locorum sive mansorum legali- 
bus pertinentiis reditibu.s et iitensilibus ; 

2.5 adiectis etiam bis ecclesiis cum dotalibus 
mansis et servitio" suo ac censu merito 
inde redeunte : hoc est ad Acei ° una p, ad 
Sarcus'' una'', ad Barnei ima'', ad Vineei 
una f, ad '' Donnnartin una •', ad Volmair- 

30 curt^ una', ad .sanctam Kodewaram " unaP. 
Cuius quidem pracfati praesulis Adalbe- 
ronis^' digne annuentes petitioni et prae- 
sci'iptum locum Spinal cum monasterio et 
.sanctis " monastice regulae virginibus, qui- 

35 bus modorno tempore venerabilis aliba- 



iHuiiiiic Spiu.'il in nnstruin miindiburdium 
reciperemus nun monasterio, quod div§ 
memoriae'' suus antecessor Theodcricus 
videlicet episcopus in honore sanctissimi 
martyris Mauricii sanctique Goerici con- 
fessoris a fundamenti.s ibidem erexit pari- 
ter et consecravit, quodque co mortuo ipse 
opern.sis praediis et muneribus ditavit et 
auxit. institutis ibi saeris vii-ginibus sub 
nnrnni saneti patris Ik'iiedicti deo mili- 
tantibus viriliter et liumiliter sei-vientibus. 
Qtiibus etiam, ut studicsius et sine que- 
rela divinum implere valeant ministerium, 
de locis episcopii antea sibi famtilantiVjus 
haec loca tradidit et in provfmdam ^terno 
iure concessit: hoc est mercatimi in ipsa 
villa et piscationem, ad Arenteila octo 
mansos cum aecclesia et capella sibi sub- 
iecta, ad Uolmaricurt ecclesia una, ad 
Longocampo octo mansos cum aecclesia 
et capella una subieta ^, ad Domnum Mar- 
tinum ecclesia una cum capella sibi sub- 
iecta, ad Tadone mansos decem ctun aec- 
clesia, ad Uinciaco mansos XX cum ec- 
clesia omnibusque ad eam pertinentibus, 
ad Barnei §cclesiam I, in Auentiouillare 
mansos sex cum capella, ad Malcseiuilla 
mansos sex cum ^cclesia, ad Sarcoaco 
ecclesiam unam cum capella una, ad Clu- 
sentena mansos tres, in villa Aciaco ec- 
clesia una, ad Fald? mansum unitm, ad 
Milierei unum, ad Moncels unum, ad Bel- 
zoncort unum, ad Sponis [man]sos sex, 
ad Euoriniuilla mansum unum, cum aec- 
clesiis manci^iiis quoque utriusque sexus 



58°. d) Theodoricus C e) Mauritii C f) feli/t 
In C, wo dafür Lücke g) perfruendum C 
h) Arautela C i) Avineio - villare C 

k) Fult C 1) Monsels C m) Velzou- 

40 cort C n| fehlt in C o) Uzei C 

p) unum C q) Sareum C v) vor ad 
sieht in B : [ad Tadonem una cum eapella 
silii subiecta ad Audelarevilla , ad Sarcos 
una, ad Lonccamp una, ad Arenteila una 

i") cum capella una, ad Dodiniacam villam una 

cum capillis (so) sibi subiectis et capella 
saucti Piecti (so, statt Praeiecti), ad Viu- 
ciacum mansos XX] ; am Rande steht dabei: 
tout ce qui est ici entre deux crochets [ ] 

50 se trouve par apostille au bas de Torig-inal 

avec cette note de renvoi ^. Dies alles fehlt 
in C s) Volmairecurt C t) fehlt in B; 
unum C u) sanctum Rodevunrum C 

V) fehlt in ß 



58''. i) A g) d corr. aus t 



KA ISKi; l KKl N l»i; N. 



tissa Diotlturlu' " praesidi-rt- vidctiir. in 
iiiistriiin rc'rf|iiimiü iniiiuliltimliiun, vt regn- 
liuin ex anti<|iiis cooniibioruni nostri rojjni 
oi.s librrtati' com-essa ro<ji<> vitIh» prai'ri- 
piiiius, (|uatiniis iiiilla roj;iii nostri nia>;na 
vel parva pt-rsuna prai-tati' uionastcrii 
loca ad causas niidicndas vel |>arata> ta- 
ciendas vd niansiimos parandas aiit frcda 
exijjenda aut lionünes eiusdcn» Im'i distrin- 
gendos aut illicita.s oi-easiones rciniin-ndas 
idli» niodii ingrodi andeat aut" aliquid ipu; 
ad puldiciun jtcrtinont indc t'xactilaro" 
praesuniat. excejito advocato, (jut/ni liiis- 
dcni inonasterii abbati.ssa ipialisruuii|iu' 
tunc fuorit cum sororibus suis clcgcrit 
suis usibus act\im'' et votis oaniui bcne 
obtemperantein. Habcant ctinm potostatcm 
per decossioucs olif^rndi intt-r sc al)ljatis- 
sam si'cundum suani t-t Mettunsis' i'pisi'oj)i 
dcfinitionein, quatinus eas melius deleetet 
pro noRtra ' sahite doum* cxorart". Et ut 
haec nostrae imnuinitatis auetoritas stabiiis 
et inconvulsa permaneat. haue nostri prac- 
cepti ])aginam inde conscriptam manu pro- 
pria robr)rantes sigilli imsti'i iniprosiimi' 
insigniri iussimus. 



•Sig^ium do)uni Ileinrici'' i.M.i' regi» 
invictiaHimi. 

Egilbertu«'' cnncellarius vice Willi- 
gisi archieapi'IIani reeog. " 

Data' XI. kal. nov." anno dominica)' 
incarnationis MIII, indictionc I, anno vcro 



i-i iiniiiiloi.-- i'oi'undcni locorum sive man- 
sorum Icgalibus pcrtinentiis reditibus et 
Hteiisilibiis, adieetis rtiani bis iii'ct'lesiis 
cum <b>tnlibus niansis vt scrvitio siui ac 
censu nicrito indc i'i'dountc. Cuius ipiidem 
prai'fati |n"ai'suli> Aibilbfronis dign«; an- 
nuentes'' |ietic'ioni et praescriptum loeum 
S|>inal euni nionastt'rio et sanetis nionastie§ 
ri'gnlae' virginibus, i(uil>us niodcnio tem- 
pore veneralülis abbatissa IHiilnirlic ' ]>i-ai'- 
si(b're videtur, in nostruni refcpimus inun<li- 
burdiuni. et i'egidiuni ex anticplis eocno- 
bioruni nostri regni ii> lilurlate Cfiucessa 
regio verbo prai'ei])iinus, (piatinus nuUa 
regni nostri magna vi'i parva persona 
praetati nionaslerii loea ad eausas audi<;n- 
das vel paratas'' facienda« vd niansiones 
parandas aut freda exigenda aut boniines 
eiusdem loci distringendos aut illieitas oc- 
casiones requirendas iill<> nioild ingredi 
andeat aut aiiijiiod qu<; ad jiiiblicum per- 
tinent inde exactitare pracsuniat, excepto 
advocato, quem eiusdem monasterii abba- 
tissa, (|ualiscumque tune tuerit. evnn soro- 
ril)us suis elegerit suis usibiis actum ' et 
VDtis earum bene ol)tcnip<;rantcni. Ilabeant 
etiam potestateni per decessiones eligendi 
inter se abbatissam secundum suam et 
Mettensis Tuilensisque ej>iseoporum d<'Hni- 
tionem. (juatinus eas melius deleetet pm 
nostra salute deum exorare. Et ut liaee '' 
nostrae innmnitatis auetoritas stabiiis et 
inconvulsa permaneat. baue nostri \)rn(;- 
cepti paginam inde eonseri|ii;nii iiiaiiii pro- 
pria roborantes .-»igilli nostri iuprcssione 
insigniri iussimus. 

p Signum'" donnii Jleinrici M.i regis 
invietissimi. ^ 

^ Egilbertus caneelJariuK vice Uuilli- 
gisi arcliieapellani reeog.'" ^ (SI. 2.)" 

l)ata M. kal. nov. anno dominieae in- 
carnationis MIII. indietione I, anno vero 



58". w) Dierburhe (' x/ exuctraher«' C y) ß; 
actunim f; in der Vorlagt nlnml fftirüm irir 
in O. 5«* actum z) nottnim C «; domi- 
ntun C V») Henriri ''* c) IH. ffhil in C 
d) Vilberiui '"' pi r<T'i^niovii Ji; regi» C 
f) datum C gi auf^upitj C 



68*. In "'» Irlilen <• ('orreiiur i) li ülitr lUr 

y.rile niirhr/et raffen kl t rorr. aim h 1) A, 
Kinll a|ituin iii) Kihiii/ti- iitul K'inzlerunler- i.'i 
Hchrift in A unntittelfmr hinter iuKHiiniiH in 
i/rnirll/en /eile Ml iIiik zum ffrilimereti Theil 
rrhiillene, ntiih 174» iim iler l'rkun'le nlt- 
i/eliiKte Sief/el liei/l l>ei 



IIErNKiril II. MM).!. i:i 

donini Heinrici '' .sei-uii(H regi.s II: actum in iloiimi llciurici .-ccMmdi icj^is ii : < ^ ipso 
saiicti) V|i|iolito'. imperante Ouingunt^^quc regine § aucta 

est ad Dodiiiiacam " villani aecclosia inia 
cum capcllis silji subici'tis, in villa (Jontiuen- 
tis aecclesia iiiia ad .-^aiictani Itodeuuarani 
cum dotalibus mansi.s et .servitio, Markes- 
uilla''> actum iu sancto Yppolito''. 



59. 

Heinrich schenkt dem Erzbischof Härtung von Salzburg auf Lebenszeit ein 
in €rut im Lvngau, das bisher Hazo zu Lehen gehabt hatte, mit der Massgabe, 
dass es nach dem Tode des Erzbischofs an Kloster Nonnberg zu Salzburg 
jalle. Regenshnrq lOOS December I. 

Originaldiploiii im Änhir des Klosters Konnherg zit Snlzburg (_Ä). 

Mezger Hist. Salishurg. 1078 aus A = lAinig EÄ. 16", 950 n" 6, = Hamiz GermanM 
i.ö Sacra ä, 164. — Mn„. Boka 28", 313 if 203 aus A. — Koch -Stern fei d Beytriige 3, 12 

n" 2 u'ohJ aus A. — EsterJ Chronik von Nomiberg 224 aus A. — Widmann in Mittheil, 
der Gesellsch. für Salzhnrgi-r Landeshinde 35, 3 n" 1 Reg. — Böhmer Reg. 943. — 
Stumpf Reg. 1369. 

Verfas.'tt und geschrieben von EA. — Das von Heinrich geschenkte Gut wird in den 
20 Miracula S. Erendrudis (Canisius Lectiones antiquae 6, 1129 = AA. SS. lun. 5. 582) 

Ehrenprechtsforff genannt, ivo das Kloster in der That timfangreichen Besitz hatte. Vgl. 
Hauthaler in Mittheil, der Gesellsch. für Salzhurger Landeskunde 23, 88. 111. Es ist 
das heutige Unfernhe^-g im salzhurgischen BA. Tamsweg. 



(C.i I In nomine sanctae et individuae tmütatis. Heinricus diviiia tiivcnte cle- 

25 mentia rex. Notiim sit omnibu.s fidelibus nostris praesentibus scilicet i-! ac t'uturis, 

qualiter nos, suppliciter iuterveniente nobi.^ dilectissima contectali nostra et regnorum 
consorte videlicet Cunigunda, venerabili Salzburgensis ecclesiae epi.'^copo nomine Hart- 
^^ligo per hoc regale praeceptum tradidimus quoddam nostri iuris praedium in comi- 
tatii Berchtoldi comitis situm, id e.st quicquid Hazo in pago Lungovue pro beneficio 

30 Visus est hactenus possidere, cum omnibus pertinentiis reditibus et iitilitatibus suis, 
cum maiicipiis utriusque sexus areis aediticiis terris cultis et incultis pratis pascuis 
silvis alpibus riuicatis venationibus molendinis piscationibus aquis aquarumque decur- 
sibus viis et inviis esitibus et reditibus qugsitis et inqidrendis sive cunctis quae quo- 
libet modo rite vocari aut iuveniri possunt appendiciis, eo tenore quatinus prac- 

35 scriptus" venerabilis praesid ipsum illud quicquid est omnibus diebus vitae suae cum 
omni integritate usu li'uctuario liberaKter obtineat atque possideat et post clausimi 
vitae huius terminum in usus monacbarum sanctae Eriudrudi supra urbem Salzburg 
regulariter servientium cum omni utilitate et integritate restituat pro nostra nostrorum- 
que debita salute et regni stabilitate nobisque dilectissimi senioris tercii videlicet 

10 Ottonis augusti animae apud deum commemoratiouc. Et ut haec nostrae traditionis 

58". h) Henrici C i) Ypolito B ; Hyppolito C ; SS*, o) das erste a übe=r der Zeile nachgetragoi 

vgl. D. 58>>. p) uill unter der Zeile; vielleicht ist das Wort 

nachgetragen q) hinter j-p W«.«Hr. 

59. [Kaltenbrunner-Bresslau] a) A. 

Kaiserurkunden III. '^ 



74 K AisK i; r i;k r n di. n. 

auotoritas stabilis vi iiicouvtilsn pi'niiaiu'al. liaiic imsiri (irai'i'e|ili ipaj;iiiaiii manu pni- 
|>rin robiiratam sipfillo nustiTi iiu|ii-iini iussiinus. 

^ Signum iloinni Heinrici iM.t repis iiiviftiKsiini. j| 

^ Ejrilljortus canoellarius vice riiilli;<i>i airliicapcllani ri-cnginivit. R (SI. 2.) 

lh\Ui kal. dcccmbr. indictiono I. aium iiicarnationis iloiiiiiiicai' Mlll, .umn vcro r, 
tlomiii Hoinric'i seeundi rogis II: aotiini Rados]>i)nt'. 



Heinrich schenkt der bi^chU fliehen Kirche zu Würzbiirg ein Gut zu Kirchhcim 
am Neckar, mit der Bestimmung, dass Bischof Heinrich von Würzburg das- 
selbe zu Gunsten eines von ihm in der Burg Laufen zu errichtenden Klosters lo 
verwende. Pnhtdc uxtH Dimiih,-,- j.-). 

Origiiiftldiplnni iw li. Ri'irksnrchiv zu Münrhe» (A). 

Bruschiii.i EpUome de rji. Germ. 158 rit. — Mdii. Boka 28^, 315 «" 204 ans A. — 
Wirtewb. LB. t. 2Ut n" 204 aus A. — Blilimer Jieij. 944. — Stumpf Ii<<j. 1370. 

Ge-'ichnriH'ii von EH: Aiv Dirlal, mit Au.'-iuiliiiif der ('orrohi)raliii, iruhl von KA. — Da i5 
das Taiti'.sdatum uarligelraym und das IiwiiriHit'wn.yahr noch nkhl umge.^vtzt ist, mag 
das D. lirreits ror dem 25. Deremher gesrhrieben, das Tagesdatum aher auf die Vollziehung 
zu beziehen .leiu. 

■ C. ij In niiniine sanctac et iiidividuae trlnitatis. Heiiu-it-us divina tavoiite de- 
mentia rex. NotiUM sit fimnihiis sanctae d(M aecelosiac iiciNtris(|iu; ti(lclil)iis jirae- i» 
sentibus sc-ibcet et fiituri.-;, (jualiter nns y per interventuni dilect«^' coniugi« nostrae 
Cunigiindi,» vidolicet regine j»i<' |)etitioiii carissinii nobis Ileinriei praesulis lluerce- 
buregenKii* nd votiiin respondentcs jn-o regni nostri stabilitato et anima dive inenioriae 
carissiini senioris nostri Ottonis tercii " iniperatoris augiisti scii jiatris nostri Heinrici 
]iar<-ntiiin<|U>' uostrnriiin (|ii<iddaMi mistri iuris praedium in pa^n Zalicrnnginiui et in :;fi 
coniitatu A<bdbei-ti'' eiiniitis situni. id i>t <|nii-<|nid nns liactcinis |ii)testative visi sunius 
pfissidere in villa Kirilidn-ini super ripani Huvii Neccar iaeente. ad eeeU^siani jirccii)- 
sissiini niartyris ("iiristi Kiliani in hnnorf? sancti Saivatoris infra civitateni (|uai' dicitur 
L'nir/.ibiirg eonstmetani per lioc regale praeceptum iun- |ierenid tradidinnis. cuni onnii- 
bus ad eandeni cortem cpnxpiii modo respicientibns nndtililius et iniin(d)ilibiis servis et so 
aneillis areis aeditieiis agris eanipis terris eultis et incultis jiratis jiaseuis sive ('(nn- 
pasiMiis vinelis silvis venationibiis a<|nis a(juaruni(|ui- denirsibus inolendinis pisealiipni- 
biis vük et inviis exitibiis et reditibtis rjuesitis et inrpiin'ndis sivr nnniilnis (|in; (pio- 
libet ntod«! rite voeari anl inveniri |«issinit pi'rtin<'ntiis reditii)Us it ulilitatibus, eo 
tenore rpiatiniis jiraefatiis jiraesul venera])ilis Ileinrieus in eastro quod dieitur Lnufon, »6 
tibi HAucta H'-ginKiiintdis \irgM eorjiore retpüescit. coorteni doo religidse niilitantiuni 
Mib ea qua sibi nptiitn fnerit iintfessifine vigilanter institiiat et pro libitii suo eani dis- 
ponat et suis siirccRHdribtis regt^ndain derelin(|uat et praedietmn loeuni emn reditibus 
suis in illiiiH eongregalinnis vietiialia et in<binu-nta p<'r|ii'tua stabililati- eonvertat, 
nostm oinninnKpie Kuceessorum nostrornni eonlradietjunf r<-niota. Et ut liaec nostrae 40 

*MI, nn-mlair ui f liurrh i'ori'rrlur hertttjttttlt li. in tlafür ifrtnsurtif l.iiclie niich- 

grlraijrn 



II KI \ i; I (■ II II. 1001. 75 

traditioni.s auctoritas stabilis ot iiicouvuLsa iicrniancat, lianu iiD.stri [fraecopti pagiiinni 
iiulo foii.-iciiptaiH iiiaim pnijtria rnlioraiites .^igilli no.stri inprcssioiio insigniri iussimus. 

I Signuui ildiiiiü Hoiiiric'i (M.) regis invictissimi. fi' 

I Egillx-rtu.'; caneellarius vice UuilHgisi archicapollani recog. p (SI.)'' 

6 Data VIH. kal. iau. "" anno fioniinicao infarnatioui.'* MIII. indictionc I. anno vuro 

ilnnnii Heinric'i sceumli rogi.s II; actum in Polide. 



61. 

Heinrich schenkt der Alten Kapelle zu Regensburg seinen Besitz in den Orten 
Dürm und Mantlach. Wahrm 1004 Februar 8. 

in Originaldiploin im k. Beiclisarchiv zn München (A), 

Geschichts- und Rechfsverlfissiger Unterrichf 128 dt. — Heyherger IcJinographia Bahenb. 
1, 52 Extr. aus Ä mit ind. II. — Bied CD. Rafisb. 1, 12S n" ISl am A = Migw 
Patrol. 140, 260 n" 25. — Mon. Boica 28", 317 n" 206 am A. — Böhmer Reg. 946. 
— Stumpf Reg. 1371. 

1.^ Verfa.tst und geschrieben von EA. Ueber den AuxsfeUwt vgl. K. .-Irchir 20, 134 nnd 

Kmfermann in Neue Mittheil, au.i dem Gebiet historiseh-antiq. Forschungen 18'', 152. 

(C.) § In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heiurichus divina l'avente de- 
mentia rex. Notmn sit omnibii.s tidclibus nostris praeseutibus scilicet ^ et futuris, 
qualiter no.s ad regiam capellam intus in eivitate Eadesponensi in honorem sacratis- 

20 .sim§ virginis dei genitricis Mariae a mibis reparatam quoddam nostri iuris praediuni 
in Norgovve" et in comitatu Ovdalscalehi'' comitis situm, id est qiiiccpüd in duabus 
villis nomine Duniin et Mantalahi *■ possidere visi sumus, interveniente Taginone'' 
Magedeburgensis *" aeccle.siae archiepiscopo quondam ciusdem capellae praeposito, i)er 
hoc regale praeceptum perpetua lege tradidimus cum omnibus pertinentiis et utilitati- 

s5 bus suis, hoc est areis aediiiciis servis et ancillis agris campis terris cultis et incultis 
pratis paseuis sive compascuis silvis venationibus aquis aquarumque deciu'sibus molen- 
dinis piscationibus viis et in%-iis exitibus et reditibus qu^sitis et iuquirendis seu c^teris 
quibuseumque pertinentiis, in perpetuos aecelesiae et eongregationis ibidem deo cano- 
nicc militantis usus. Et ut haec nostra traditio stabilis et inconvulsa permaneat, haue 

30 cartam manu propria roboratam sigillo nostro imprimi iussimus. 

^ Signum domni Heini-ici (M.) regis invictissimi. \\ 

^ Egilbertus canceUarius \-ice Vuilligisi archicapollani recogiiovit. | (ST. 2.) 

Data VI. id. feb.*^ anno incarnationis dominicae MIHI, indictinne i. anno voro 
donmi Heinriei seciindi regis U ; actum in ^"uarim ' . 

35 60. c) auf einer ztmschcn dem Schluss des Contextes und der Jetziffen Siynuiuzeih rurgezeichneten , 

für die KOnigsunterscIirift bestimmten blinden Doppellinie schrieb EB den Anfang der Recogni- 
timi Egilbertus caucellarius vice Uuilligis, radierte aber, als er seines Versehens inne wurde, 
die Wfi)-te aus und schrieb die Sigiiumzeih auf der für die Recognition rorgezeichneten Dopjyel- 
linie, diese auf der für die Datierung bestimmten einfachen Linie und die Datierung ohne Linie 

40 d) das Siegel ist das falsche Würzburger, das A. Archic 3, 44 be.ichrieben ist v) virr. kal. 

ian. nachgetragen. 

ttl. [BresslauJ a) norg corr. aus nri i; das Abkürzungszeichen ist durch einen Punkt und durch 

Verwischen getilgt h) das v in das o hineingeschrieben c) in dafür gelassene Lücke 

nachgetragen d) auf Rasur, rielleicht war zuerst Magedeb geschrieben e) das e>-ste g 

45 aus (1 sofort corr. f) VI. id. feb. und rielleicht auch Vuarim nafhgetrageti. 

10* 



76 KAlSKUr UKIMH: N. 

Heinrich schenkt der bischüßichen Kirche zu Haiherstadt als Entschädiginuj 
für die Abtretung eines Theils ihrer Diöcese an das niederhergestellte Bis- 
thum Merseburg hundert Hufen in sechs ( h'tsrhaften. 

Merxehurtj UHU . 6 

Gtsla episr. Hnlliersladeiis. in Cod. HH vinii J. li'S'-i in iler Giiinna.iialbibliollu'k zu Halhcr- 
slttdt (dX — Gesta cpisr. HiiltMr'ilndnis. im <'"il. Hisl. Gen». Hnö des 17. If^. .Th. in 
der Stadtbild iothfk zu Hamburg (li). 

Sagiltariiis Hi'.sV. Ualln-rstad. '^H eil. zu lOOö. — Lcibuiz SS. rrriiin lirtDi-sricrns. -J, IW 
aus verschollem-r Handxrhrift (r) = Hartzhiim Cimciliii Germ. H, 26. — Schatz Chrmi. lo 
Halberstad. 24 am a. — -I/o». Gmii. SS. 2S, 90 aus abc = Schmidt ÜB. des Horkif. 
HalbersladI 1. 4S n" li-J ;u llHiH. — Dobeneckcr Reg. 60S. 

Da in dem ron dem Verfasser der Halberstildter Bisehofsgcschichle gegebenen An.szug der 
ihm mich riirlirgetiden l'rkuiidc ein Thcil des WorHauls dersellieii erhalten ist, loic die 
Vergleichung mit DD. 63 — 66 Ichrl. halten wir den Auszug in diese Sammlung auf- i5 
genommen, imieni wir den Te.rl der Monunientemiu.^gabe wiederholen. — Zur Datierung 
vgl. X. Archiv 20. 136 S. 1, zur Deutung der Ortsnamen SS. a. a. 0. Doch ist 
Unsci sicher das heutige (Nieder-) Wünsch (vgl. Küstermann in Neue Mittheil, aus dem 
Gebiet hi.flori.schanlitj. For.sehungen 16, 282). Die Bedenken Hir.ichs (Jahrb. 1, 284) 
gegen Heldrungen erledigen .sich, trenn unter Seon und Wisserodi die im gleichen Kreis ko 
Eckarlsherga gelegenen Dörfer Seena und Wi.fchrode zu verstellen sind. Dorncdho endlich, 
das Schmidt a. a. (). .ifrj für eine Wü-stung bei ilarienlhal irkliirl, dürfte in dem 
Dornetlien und Dornptli' prope Weuelige des Halbcrstädter Lehnsregi.stcrs von 1311 
(Riedel CD. Brandenburg. 1. IT, 441. iiö) und in dem 1.564 (GQ. der Prov. Sachsen 
12, 237 f.) Dorm, Dorue genannten Dorfe Döhren (Kr. Gardelegen) zu erketmen sein, n, 

Anno flomini Mlll, indictione I, aiiiiii domni Heuriei " regis u. adiuiatis in Merso- 
Imrg archiepiscopis et episcopis. dueibus et comitibiis, presente bibliotecario Kmiiiun- 
«!cclesie Lfonc fpiscopo. idcm rcx Henricns" de coimmni auxilio oninium ab Arnulfn 
fpiseopo ini|i<-travit partcni siie dyocesis. qnantum vidolk-et circa Huvinm Salani Jli-rs- 
burgensih tf-rriturii protenditiir andjitiis, et instinctu sancte sue coniugis Kuncgnndis so 
regine epi8Co|iatiini MersbiirgcnKcm. rjuen» priiiK Ott<> iniperator ad honorem bcati 
l>nurencii niartiri»; insfitncraf, reforniavit ibidem continuo Wibertnm episeopum ordi- 
nando. Pro r<-oonp<-n^ationi- aiitem liorinn t<-rininonim rcx Hinricus de |)ro]irictatc 
sui iuri!» llalberstadenKi eccletiie tradidit lege per|)etua (' inanRos litnnum et Kervorum 
in hÜK viilis: in villa llnnci XVIll'' et decimam mansonim. in (.'rikstide '' .Will mansos sa 
et dei'imani. in Ilaldrungin XI mansos, in Seon VI mansos, in Wisserodi'' et |iroxinia 
marca XVII mansos, in Uornedhe" XXX mansos. Hos igitur mansos llaiberstadcnsi 
eccIoMP datos in perpctuun» possidendos regio jnüvilegio contirmavit. 



Heiwich schenkt der erzbisrhüßiclien Kirche zu Magdeburg, damit sie bei der lo 
von ihm berrirkteii Wiederherstellung des Bisthuins Merseburg keinen Schaden 

<L'. Weilaiwl^ h H « 1. frhil in I, i-i Siirrkatiddc ä <I) r; Wignerolii «; Wiicrodi b 
ei iMmetbc b; DnnicttiK- r. 



\ 



IIKlNRU'll II. 1004. 77 

erleide, eine Besitzung im Gau Zcudici und einen TJieil der Reliquie» des 
k. Mauritius. Maf/dchnrn 1004 Febrmr 24 (xW 25. 

Liher priv. S. Mauricii niis dem Ende des IL Jh. f. H9 im k. Staafmrchiv zu Magde- 
hiii-fi (C). — Maf/dehidj/er Ciipialhiirli lui.f dem Beginn des 15. Jh. f. 17 im herz. Haus- 
5 und Staatsarchiv zu Zerhsf (E). 

Aküzucj in den Gesta arehiep. yinqdeharqem. in Meibom SS. ?, 283 und in den Mon. 
Germ. SS. 14, 893 n«,s den daselbst 370 ff. verzeichneten H.is. (M). — Scujittarius in 
Boysen Ällq. Magazin 1, 254 aus D mit anno regis III. — Leibniz Ann. 3, 854 wohl 
aus D. — CD. Saxoniae regiae I, 1 , 281 n" 55 unvcdlständig aus C zu Februar 24. — 
10 Böhmer Reg. 947 zu Februar 24. — Stumpf Reg. 1372 zu Februar 25. 

Verfasst und ivohl auch geschrieben von EA , der vielleicht schon in Merseburg (vgl. 
D. 62) Concepte für die aus Anlass der Wiederherstellung des Bisthums anzufertigenden 
Urkunden entworfen hat, deren Reinschriften erst nach der Abreise des Königs von 
Merseburg hergestellt wurden. — Eine ganz sichere Reduction des Datums ist iceder bei 

15 D. 63 noch bei dem einzigen uns bekannten D. des 10. und 11. Jh., da.s die gleiche 

Tagesangabe hat (DO. I. 207), möglich. Auch die von TJlilirz Geschichte Magdeburgs 121 
herangezogenen Nachrichten über die Translation der Beliquien des h. Mauritius können 
die Frage nicht entscheiden. Denn das Magdeburger Necrologitim, das V. kal. mart. als 
Ankunftstag der Reliquien angiebt, bezieht sich zivar gewiss auf das im Gemeinjahr am 

20 25. Februar gefeierte Translationsfest, sagt aher eben darum nichts darüber aus, wann 

die wirkliche Uebertragmig im Schaltjahr 1004 stattgefunden hat. Wurde dies Fest tiach 
den späteren Magdeburger Calendarien (vgl. Cf-rofefend Zeitrechnung des deutschen Mittel- 
alters 2, 110) am Tage nach S. Matthias gefeiert, d. h. im GemeinjaJtr am 25., im 
Schaltjahr aber nach der Annahme Grotefends 1, 167 am 26. Februar, so sollte man 

25 danach vermuthen , dass die wirkliche Translation auch im. Schaltjahr 1004 am 

26. Februar stattgefunden hätte: dann aher wäre dies Datum für unsere Urkunde, 
die keinesfalls am 26., sondern nur am 24. oder 25. Februar ausgestellt sein kann, be- 
langlos. Und überhaupt ist der Schluss, dass die sollenne Translation der Reliquien am 
selben Tage erfolgt sei, wie ihre durch unsere Urkunde bezeugte Schenkung, keineswegs 

30 zwingend: sie kann sehr wohl erst einen oder zwei Tage später vorgenommen worden sein. 

— Ueber die geschenkte civitas, deren Name auf Gotha (Er. Delitzsch), auf Gautzsch muJ 
auf Taucha (beide im Königreich Sachsen) bezogen worden ist, vgl. u. a. Böttger Diö- 
c&ian- und Gaugrenzen 4, 321, Schmeckel Histor.-topograph. Beschreibung des HocJist. 
Merseburg 55, Posse Markgrafen von Meissen 338 ; die von Hey Die slavischen Siede- 

35 lungen im Königreich Sachsen (Dresden 1893) 88 versuchte Efi/mologie des Namens 

Taucha ist nach freundlicher Mittheilung A. Brückners unrichtig. Bei der UnsicJierheit 
der Ueberlieferung des Namens in unserem D. — wir haben die Form des älteren Copial- 
buehes in den Text aufgenommen — haben wir auf jede Deutung verzichtet. 

In nomine sanct§ et individu§ trinitatis. Heinriciis divina faventc cleiueiitia 
10 rex. Noverit §cclesia catholiea toto terrarum oi'be diffusa et tarn presens tidelium 

nostronun indiistria quam et omiiis eonim postei'itas futura, qiialiter nos, uua cum 
(lilectissima nobis coniuge et regnorum consorte Cunigunda in nostram parcntiimque 
nostrorum pariter et antecessorum memoriam divino ut crediraus instinctu rejjarare 
volentes sanct^ Magdabm-gensis " arcliiepiscopatum et una suffraganeum eius Merse- 
46 burgensis §celesi§ presulatum, quo.s pia quondam magni Ottonis soUertia alterum ad 

63. [Bayer- Bloch] a) Magdeburgensis E; ecolesie fehlt in CE und war aUo wohl auch im Ori- 
t/hial ausgelassen 



7> K A isi: j;i n K r .\ i>i;n. 

^lurinm ilt-i .Nniii-titjuc ri-tri aimstoli et prci-iosi marivris Cliristi Mauririi. alli-nmi voro 
ud lioiioreiii saucti lohikunis bnptisty saiictiquc l>.uir<iitii iiiarl\ ris rite (|iii(l('iii i>nliiiavil 
et ex voto bene divisit sinj^uloi« singulis providcnilo pastmvs, — sed t'is dcccdcntilnis 
incnutn iiiiediiin successüniin rovcrfiitia. niaiori lofo minoren) pro alibatia subiricns, 
andto.s «•|)isoo|>atus in uniiiu nsqiu' ad ims non sine viel" i('de<;;it — per gratiani f. 
domini voimu mistnini eft'cctii e<>ni})lovinm.s, niortuoque Uisilliario'' prctate sedis artlii 
episctipii diiK.s dl' nostra eapt-Ua vencrabili-s virus inoribiis et ftatc pmbabilcs, Tagiiii- 
nuni'' sfilieet Maj^daliurgensi ''. Vnibbcrtuni ' vfrii .Mcrscburf^cnsi pret'ffinnis (^»ei'lfsii; 
et, presente eiini eeteris rejfni nostri patribns Koniane sedis bibliotliecario ad nos 
niissci Leone pontiHee, utris(jiu' snas scparatis parroebiis divisimus cum omni eon- to 
eonlia pertinentias. Sed ne per nos eadeni sueri arcbiepiscojjji ' .sedes ipiasi immiiiuta 
dainnuni i)ati vi(b-rftiir. ipiedain nostri servitii et regic; proprietatis lnca iji proviiieia 
Zeudici*-' sita sancto altari ibidem j>cr lioe regi^ maiestatis insignc ])('rpetua reten- 
tionis lege eoutuHnnis pariter cum ([iiaibim parte relicpiianini saneti Maurieii, (juy 
nobiseum erant reposite'', id est «juaiubim eivitateiii nciniiiic ( 'liut ' euni toto eins terri- 15 
torio sive burgwardio, marea nuuijne et omnibus |itiiiiiiiitiis eius"" legiiimi-- iii"bilil)us 
et inniobilibus areis edificiis servis et aueilbs eolc.nis et litis terris eiibis et incidtis 
eam)iis j)ratis paseuis sive conpascuis silvis venationilms a(piis aquarumqiie decursibus 
in(dendinis piseationibiis viis et inviis exitibiis i^t reditibns qiiesitis et intjuircndi.s sen 
omnibus «pi<; quolibet modo dici aut inveniri ' possunt pertincntiis reditibus et utili- «0 
tatibus. eo tenore quatinns prescriptus venerabilis arcbiepiseopus Tagini siiique suc- 
cessores iUo quiecpiid est utiHter fViiaiitm- et sue sedi (juelibet neeessaria rite provide- 
ant sine onmium eontradietione jtersinuuMun. Kt iii liee nostre traditioiiis aiictoritas 
stabilis et ineonvulsa iiermaneat. Iiaiie nostry'" iussionis paginani mann |iriipria ri)l)o- 
ranteiv imaginis no.stn; fnnna injirimi decrcvimus. so 

Signum donnii Heinrici regis (M.)" per Obristiini iu\ietissiiiii. 

Egilbertus cancellarius vice Willigisi arebicapellani recognovi. 

Data \ I. kal. mart. indictione I, auuo vero (biminici; incarnatiiiiii> mihi, anno 
quoque donini Heinrici secnndi regis II: aetiini Magdeburg. 



(>4. »0 

Heinrich bekundet die Einieuening des liisthums Merseburg und die Ein- 
setzung seines Capellans Wibert zum Bischof daselbst^ bestätigt der loieder- 
herrif'j<tfUtfn bisrh'nßichen Kirche ihre Besitzungen und Hechte zu Ztoenkou, 
Merseburg, Kgthra und lleljta, verleiht derseUjen au,s seinem Eigentimm fünf 
Ortschaften und restituiert ihr den vom Bisthum Hnlberstadt eingelösten Theil s5 
ihrer Diöcese. WnlUmuscn -- / l(K)i März i. 

Orighinldij/loiii im iJonixIiflsarchiv zu Mersehunj (A). — • Oriyh)allrans.si(i>ijil Karls I V. 

von 1H66 Orlober Ü? ebenda (A^). — Mersehurgcr CupiaUntch aus dein Anfang des 

15. Jh. f. «/ IM dir Sliflshildiolhel; da.ielh.tl (li). Ah.irhrifl in .l/s. lirrhisdorlfs aus 
dnn W.'19..Th. '4. ji. 9 rii/.s ,1 ,l,ri,da (('). 4» 

Ü3. Ij; "• iwi "<". ron l>. i>4 ; (tinclliarin <'\ Gj'Hillmrio A" ki UaK-iuinuni IC 'li Majfdebur- 

(feiwi K e) E -^ I>. 64; Wilicriuiii C f) archijiidcopii A' k) K; Zuudici C; Zeu- 

ililz .V In rcjHMita. dueh mit ff/rt-rtiur am 11 K il C; (Jtuli A'; Tuclitiini .W k) »iiih A': 
n'irh ilrm Siiriirhiirlniiuch (Irr h'A ist lifidtJi möglirh \) IiDlninari A'; nach dem Spriich- 

rff brauch 'Irr Kanzlei find liridr Aumlrilrkt möglich 111 1 iioHlr^ nostry f n; d<ui Mono- ij 

i/ramm in f unter der am llaniU ntthrrwlen Sijfnumzeile. 



iiKi N i;i( II II. i(}iM. 79 

(BroiufP Chronica ron de» .hitiqiiitefeu T IUI Exir. — LUii'kj RA. 8, 760 n" 179 mix 
Ahschriff = Leiickfeld De bracteatin Merseburg. 26 mit Verhe.sserungen. — Po.sern ■ Klett 
Sac]ixe)i.i Münzen 1, S66 n" .50 niift Ä. — CD. Saxoniae regiae I, 1, 282 n" 06 unvoll- 
ständig aus A. — Dobenvckcr Reg. 604. — Böhmer Reg. 948. — Stumpf Reg. 1H73. 

6 Verfassf und geschrieben von EA, vgl. die Vorbemerkung zu D. 63. Von den uns erluil- 

tenen älteren Urkunden für Merseburg sind DO. II. 89 (Vü. l), DO. I. 373" (VU. II) 
und DO. II. 200 (VU. III) in der unsriyen benutzt. Die Stelle, die sich auf die 
Gerechtsame in Merseburg selbst bezieht , geht vielleicht auf ein nicht erhaltenes DO. II. 
zurück, von dem Thietmar 3, 1 noch gewusst zu haben .scheint. — In unserem D. ist 

lu die Tinte vielfach abgerieben oder (digesprungen mid die Schrift an vielen Stellen mit 

anderer Tinte von einer .Jahrhunderte jüngeren Hand nachgezogen , deren Ergänzungen sich 
jedoch an einigen Stellen als unrichtig erweisen hmsen. Soweit die ursprüngliche Schrift 
sich nicht noch durch die hei genauerer Untersuchung erkennbaren alten Feder eindrücke 
mit Sicherheit entziffern Hess, haben wir A^ B C zur Ergänzung herangezogen, deren 

15 Varianten aber nur da verzeichiet, wo Zweifel über die richtige Lesung möglich waren. 
Ah einer Stelle nius.'ite, da auch den Verfertigern dieser Abschriften das D. schon nicht 
mehr in ganz unversehrter Gestalt vorgelegen zu haben scheint, auf die Vorurkunde zurück- 
gegriffen werden. — Zur Datierung vgl. N. Archiv 20, 134 ff. : zur Deutung der Orts- 
namen vgl. zuletzt Küstermann in Xeue Mittheil, aus dem Gebiet historisch -untiq. For- 

20 schungen 16. 171 ff. 

(C.) § lu uomine sanctae et individuae trinitatis. Heini-icus divina tavente clo- 
mentia rex. Notiim habeat catlioHca totiiis orbis terrarum ecclesia et pr^eipue 

tarn presens fideliiim nostrorum indiistria quam enrum ^ ex toto posteritas futura, qua- 
liter pia in deuni magiii Üttonis iiiiperatoris sollertia sauctam Merseburgensis aeccle- 

25 siae sedem e2)iscopii nomine in honorem sancti lohaunis baptistae sanctoiaimqiie Christi 
martyrum Laurentii ac Romani ex voti debito primitus oniavit, ordinatoqne ibi pastore 
penügili Bosone'* t'acultatibus et sumptibus necessariis locum pro tempore sublimavit, 
additis suo debitis servicio tarn reditibus quam praediis, ut, qu^ hie cum benedictione 
sibi temporaliter minuens spargeret, aeterna coram deo lucrificatione recolligens meieret. 

30 Quibus de medio decedentibus et Gisilhario episcopo succedente, honorabile illud epi- 
scopii Caput et nomen in abbatiam flebiliter commutatum in archiepiscopü Magedcbur- 
gensis servicium quorimdam ut ita dicamus iucousiderata religio usque ad nostra tem- 
pora trausmigravit. Nos itaque, di[vino ut] '' credimus in.stinctu una cum dilectissima 
nobis couiuge et regnorum consorte Cuuigunda praefatam sedem reparare volentes, 

35 mortuo Gisilhario episcopo votiun effectu complevimus^ institutoque ibidem venerabili 
de nostra capella praesule Uuippei-to omnia, que quolibet mod[o ab antecessori]bus 
nostris regibus et imperatoribus ibidem quondam tradita vel praeceptorum scrijjtis 
commendata aut aliquo modo fuerant inde abalienata, recollegimus et sanctae sedi 
Uli per hoc regiae maiestatis insigne eontirmavimus, id est iiuaudam regii qiiondam i 

40 iuris civitatem Zueiikomia [nuiicupatam] '' in regione Sehutizi * sitaiu CUm SUO nomiliative 
foresto et reliquis pertinentiis eius ex toto, curtem quoque regiam cum aedificiis infra 
urbeni Merseburg positam et omnia curtilia infra et extra urbem que negotiatores 

64. [Bresslau - Bloch] ai am ersten o Correctur, vielleicht aus v bl C; in A hinter di Lücke 

von etwa 8 mm; itaque ut credimus A^; sinistro ut credimus B. Der Buchstal>enrest vor 

16 credimus scheint allerdings einem o anzugehiiren, ist aber mit der späteren Tinte überzogen, 
mul was ursprünglich geschrieben war, ist nicht zu erkennen c) Lücke von etwa l,5cni; 
ergänzt, da auch C hier versagt, aus der VI'. DO. IL 89. A^ bietet Zwenkow sitam in regione 
Schudicz sitam, was unmöglich ist. In B fehlen die Worte zwischen confirmavimas und in regione. 
In A ist der Buchstabenrest vor in niclit sicher erkennlmr ; gehörte er zu einem et, so wüi-de 

50 der Raum für nuncnpatam nicht au.treichen und etwa vocatara et zu lesen sein 



so KA ISK Kl i; K r N DKN. 

|ii»sii|i-iit . iii>ii|i('r Ol iiit'ivatuin inniictiiiii lli)-li>neuin(|ii<- i'X intejjrd. cl t|ul('(piid ihi 
■ |ii>>ii(tniii aii rt'-^iilrin nsuiii |ii'rtiii<Tc vidcliiitur in iiiuidiis aut tVi'da sdlMiitmeiiuc nonjo- 
tiatoria m-u iustii-üs lepilibiis sou «.•ytcris utonsilibus. i|n<; imlilici i-xaclorcs in rcf^inn 

II ntilitatcni |)<is»-t'l*f toilfliant, i-orlcsinin (|Ui>(|Uc rcffü iuris cum rimiliTin |su<)| si|tiiliii |in)"* 

in \illa ll<''l|ii<1i |>r<>|i<' ciiritMii ro;;nlciu • riiiii suis |)crtinontiis, villam ctiani noniiuo Itra • cum omni- b 

bii» apjifiulitiis Plus, liannuni quoc^uc iiostnnn suju-a res ad praofatani opiscopii sedem 

traditas imicdii-to antistiti Uiiibberto concessiiiius, bnc sicui et in vcti ribus ecclesiae 

1 scri|)tis eontinetur. post coti'ra repii vcrbi auctnritatf inlrrdii'fntrs. m huIIuk » coines 

III netjue :ilii|iiiK rx iiiiliriiiri» polrstiilc .iliii u o il ills lialioiit sllJMT r|)isc'(i|)alcs ros , nisi ad- 
vocatu», i|iieiii i|iAr i'|>i»ro|)ii8 • >ibi prii vnto i'le^'i- ri t. A(blidiniUs c|ni>({U<: i'X iiostro lo 
quinqui- vilhis bas : Tan(ii]('r<'ida ' . IJnniviia. l'lf'v.ifja. Zi''bf(b'S(birt' et item ZL'l((_Ml|cs(b>rf| 
cum si'n'is i-t aiu-inis ri (|nibiislib(-t «'anini piTtincntiis. Pro ' ui|aio]rc (jiHKjue cpi- 
scopii inantt-a stabilitatc et ix-vt-rentia partciii parofbiae llabicrstadensis ab Arnoldo 
veucrabili ejiiscopo i-entiiin iiDStri servicii niansis in b)C'is sibi couipi-tiMitibiis conimu- 
tataiii pt n-dciiiptani, id est <|iiantinn iUud Mcrscburficnsc burgvnardinni citra Sahim ifi 
riuiupii |»ri>tpnditur. sanetn altari. pracsente a)ii>sti)lic'" iiiisso Lcoiu' vi(b'iicct i^pisc-opo 
nostriqup rejjni saiictis |)atrib)i> ac prinri|iiliii>. ixTpciua rtliiicndi U-'^v transi'iidinius, 
ultra Salaiii aiit<-ni qua(|uar('rsuin . sii-ut tiTiniim.- rins priores liuniana adhitc rocolit 

III vetustas. fo tenori- Ut, si ♦ quis. quod absit, aliquid de bis iutiiiif,a-ii; praesumat, siuiiiiii «t 
aetonii iiidicis iraiii saiictiquc lobaniiis baptist^ alinii|tu- iiinrtTi-is l.aurontii niaj^nique Roniani so 

ibidem corporaliter roquiescentis vindictam in cxtrpino examinis die voti sui iiupos inc-nrrat. 

Kt iit h^c iiostra traditio " roiiovatio et eontiiinatio stabilis et ineimvulsa permaiioat, 
baue uostri praeeepfi pa;;inain manu propria robora|tan)| si<;illii nnsti-u [iinjpriini '' 
iussiinus. 

^ tSijrinun dumni Heinriei i.M.i ref^is p<T < 'lirisiuni inviotisslnii. j;! ,5 

§ Kfrilbertiis eaiicellarius vice L'uillij^isi arcbicapellani ' n^en^iKivit. Ü (SI.)'' 

l)ata Uli. non. iiiarl.' indictiiiiie I. aiinn inearnatii>ui> doininieae Mlill. aiiiio \'eni 
doiiiiii Heinrici seciindi rcf^naiitis li: actum Walabiisiui'". 



()5. 

HeinHcli heknndet die Einifuentug des Bisthinns Merseburg und die Einsetzung w 
xeines Capellans Wibfrt zuin Bischof daselbst, bestätigt der miederhergestellten 
hisch'ößichen Kirche ihren alten Besitz und restituiert ihr insbesondere den 
mim Bisthuhi Zeitz eingelösten Theil ihrer Diöcese, die Zehntrechte an den 
I h-tsrhaften Treben und 'ruclianuizi 7ind die unrechtmässig in den Besitz des 
liisthurnn Meissen gehnigten Urtschnften Wi(sscj)iicli<^ und Lnstnu. :,r, 

Wdllhaiispti liMil Mär; ■'>. 

W. 'I 'In Kf'jflnzuniii» 'i'ii'ii I I IUI'/ (//> VC. Im, I. 37!l" i/atirliirl . In A M von jihiijn-er 
llainl ruf villa fi'llm-hlirh ilc i/rjirlifir/ten triirden e) OÄ die lUicImtahrn tili der «llen Srlirifl 

'tuf/thürrn Ofl^' tittr ron der jüngeren Hand niarntwn ^ int nicht tiicher *ii entHcheiden ; die 
.\iniiiMfiifm wird nlirr ijKieniilifr ,1' ivilltt'i HimtiiiwcrruJi', wo Ijün fi'ilsrhlirli zum Sumen ge- in 
I... i.i\ und H (Tranowf liinlauii durch die iittudriickliche liemerkumj in (' ijeifichert , dcixs 
im Orir/innJ f/clanden hnht f) |pro ülxr der Zeile \i) zwinclien trnditi<p und 

• ie/leichl Uanur In in A nur pririii (mit ill>er/lilxiiiffeni i i7Ac/- py zu ernennen, 

'•■i'i'izl in der dem F.A i/elilufiijen Form; inprimi A^C \) am ernten a Ciirreclur V.) vom 

>f'irl nur noch ein k-leiner Heul rorhnnden \) lux. non. iiiart. ntichgelriif/en tn) von ir. 

.iüniferer Hund nnehejezogm ; iih Wiilaliiiion wie ('oder Wal(Oiu«on, int nicht zu ericennett. 



HEINRICH II. 1004. 81 

Merseburger Gopialbuch aus dem Anfang des 15. Jh. f. 102 in der Stiftsbibliothek zu 
Merseburg (B). 

Strau.is Positiones historicac de Rudolfo Suevico anticaesare ed. II. (Halae 1728) 29 ohne 
Daten aus B(b) = ed. III. (Ualae 1745) 30 = Wegelin Thesaurus rer. Suevic. 2, 186. 

b — Schöttgen Inventarium diplotnaticum 19 Reg. aus b mit Datierung aus B(c). — 

Kreysig Beyfräge 6, 303 dt. aus b mit Verbesserungen aus B Cd). — Lepsius Gesch. von 
Kaumburg 1, 187 n" 5 aus hcd(e). — Auszug in der Chronica episc. eccl. Merseburgens. in 
Mon. Germ. SS. 10, 176 aus der da.selbst 162 verzeichneten Ueberlieferung (M). — 
CD. Saxoniae regiae II, 1, 23 n" 17 aus be mit Verbesserungen aus D. 64 = CD. Saxo- 

10 niae regiae I, 1, 283 n" 57 unvollständig. — Dobenecker Reg. 605. — Böhmer Reg. 949. 

— Stumpf Reg. 1374. 

Verfasst und wahrscheinlich auch geschrieben von EA, vgl. die Vorbemerkung zu D. 63. Der 
Petitdruck bezeichnet die Uebereinstimmung mit D. 64, mit dessen Hilfe der mehrfach ver- 
derbte Text verbessert werden konnte. — Zur Datierung vgl. N. Archiv 20, 137 f. ; zur Deu- 
15 fung der Ortsnamen vgl. Küstermann in Neue Mittheil, aus dem Gebiet historisch -antiq. 

Forschungen 17, 354 ff. 

In nomine sancte et individue trinitatis. Heim-icus divina favente clemencia 
rex. Notum habeat * tocius orbis terrarum ecclesia * et precipue tarn presens fidelium nostrorum 

industria quam eorum ex toto posteritas futura, qualiter pia in deum magni Ottonis inperatoris sol- 

20 lercia sanctam Merseburgensis ecclesie sedem episcopii nomine in honorem sancti lohannis baptiste 
sanctorumque Christi martirum Laurencii ae Romani ex voti debito primitus ornavit, ordinatoque ibi 
pastore perWgili Bosone facultatibus et sumptibus necessariis locum pro tempore subliraavit, additis 
8U0 debitis servicio tarn reditibus quam prediis, ut, que hie cum benedictione sibi temporaliter 
minueus'' spargeret, aeterna" coram deo lucrificacione recolligens meteret. Quibu.s de medio deceden- 

25 tibus et Gisillario episcopo succedente, honorabile illud episcopii Caput et nomen in abbaciam flebiliter 
commutatum in archiepiscopii ^ Magdeburgensis servieium quorundam ut ita dieamus ineonsiderata 
religio usque ad nostra tempora transmigravit. Nos itaque, divino ut credimus instinetu uua cum 
dilectissima nobis coniuge et regnorum consorte Cunigunda prefatam sedem reparare volentes, mortuo 
Gisilhario episcopo votum efteetu complevimus, institutoque ibidem venerabili de nostra capella pre- 

30 sule Uuipperto " omnia, que quolibet modo ab antecessoribus nostris regibus et imperatoribus ibidem 
quondam tradita vel preceptorum scriptis commendata aut aliquo modo fuerant inde abalienata, 
recollegimus et sancte sedi illi per hoc regie maiestatis insigne coufirmavimus. Unde VCrO et par- 

tem parrocliie atque decimacionem civitatum, que Trebeni*^ et Tuchamiizis vocantiir, 
ab venerabili episcopo Cicicensis ecclesie Hildiwardo cum tribus vUlis loco sibi com- 

35 petenti coUocatis et sub uno vocabulo Crozi-vva vocatis sua voluntate i-edimentes Merse- 
burgensi ecclesie restituinius. Preter hec eciam duas viUas in pago Scliutizi et prius 
in episcopatu Merseburgensi sitas nomine Wissepuchg'' et Lostataua', quas predicte 
destnictor ecclesie Gisilherus sine concambio ac regalibus preceptis Wolcoldo Mis- 
nensis ecclesie episcopo sponte sua inpotens concessit, regali iure nostro et potestate 

40 ad integrum Mersebui-gensi ecclesie suisque'^ rectoribus cunctis, remota omni molestia, 

reddimus. Et ut hec nostra * renovacio et confirmacio stabilis et inconvulsa permaueat, hanc nostri 
precepti paginam manu propria roboratam sigillo nostro inprimi iussimus. 

Signum domini Heinrici (M.)' regis j)er Christum invictissimi. 

66. [Bresslau] a) ensu B h) buens B c) a'rena B ^^ aroliiepiscopi B e) Nup- 

15 perto B OB, M cod. 5; Tribeni M cod. 2. 4 g) B ; Thuchusi M cod. 2. 5 h) B; 

Wissenburg M cod. 2. 5; Wisseburg M cod. 4; Wissepuig bei Thietm. 3, 16 i) B; Loscana M 

cod. 2. 4; Lostatawa TJiietm. 3, 16 k) suis B 1) M. an dieser Stelle in DD. 64. 66; 

in B am Ende der Signumzeile 

Kaiserurkunden III. ^^ 



»2 KAISElirKKUNDEN. 

EgJlbertHS canoollnriiis vicf Willifjisi art'hi(.';ii)i'll:nii n't-o-jnovi '". 

Data IM. iion. innrcii iiuHctiono I, anim iiu'aniat'ionis ibniiinK'^" MIHI, .'iiino vero 
domini Hoinrici sci-uiuH rognantis li ; actum Wnlcliusen. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kii'chc zu Zeitz als Eiitschitdigiuig für die :> 
Abtretung eines Theils ihrer Diöcese an das wiederhergestellte Bisthum Merse- 
burg die Ortschaften Kretzschau, (rrei/en und Groitzschen. 

Gebesee 1004 M/irz 5. 
Origiualdiplom im Dornst ißsarrhiv zu Naumhiirii (A). 

Ijcpifius Gc.icli. von }\'ni(nihiirg 1, 184 h° 4 aus A. — CD. Snxoniae irgiae 1, 1, 283 lo 
m" 58 uurollsl^Hdig aus A. — Dohnwrkcr ftfg. 606. — Stumpf Reg. 1375. 

Verfasst und geschriebeti von EA, vgl. die Vorbemerkung zu D. 63. Zur Datierung vgl. 
N. Archiv 20, 137: zur Deutung der Ortsnamen vg). Kü.'<termann in Neue Mittheil, aus 
dem Gebiet historisch -antiq. Forsch. 17, 356. 

(C.) ^ In nomine sanctae et iiKÜviduae trinitatis. Heinricus divina favente cle- 15 
mentia rex. Notum sit nninibus Hdflibus nostris pr^sontibus scilicct et futuris, qua- 

litor nos, una cum dilectiK^sima nobis eoiiiugo et rcguoi'uiii consortc Cuiiiguiida diviiui 
ut crcilimus instinctu repararc et priori" honoris k)co restituere volentes sanetara 
Mer.sel)urgcnsis cpiscopii scdeni, quam nostra toinj)ora de taiita noininis dignitate in 
abl)atiae pauperi« hiimilitatem deiectam'' negligenter invcncrunt, instituto ibidem vene- m 
rabili prysule Uuibberto et recollectis undique qu^ per nostros antecessores ibi col- 
bita Kunt omnibuB additisque ex nostro, prouf oportunitas dietaverat, sumptibus et 
prydiis, ne quid tanti loci reverentiae minus esset, a venerabili Citiccnsis aecclesiae 
poniificc Hiidiuuardo jiarteni quandam i>arocbiae quondam suae in pr^sentia sanctorinn 
no^trat• fidelitatis patrum et principum impetravimus, pro s\io conipendio sibi prtjeep- « 
taria lege redfb-ntes et vice eoncambii propter perpetuani gcstoriim stabilitatcm tra- 
•lentei* tres nostri iuris villas in teritorio Tucberin sitas, id est ( 'iiroziuua, (Jribna et 
GrödiscAjii, cum omnibus pertinentiis nianci])iis utriusque sexus areis acdificiis tcrris 
cultiH et"* incultis pratis pascuis siivis venatioiiibus aq\ii.s aquarumque decursibus molcn- 
diiii» piscationiljUH viis et inviis exitibuK et reditibus qu(;sitis et iu<[uirendis seu e<;teris .10 
quibuhlibet appendiciis et utilitatibuH, eo tenore quatinus pr^fatus'' pr^sul Hildiuuardus 
omniHque BUccesHor illiun pro j)arte illa (|uani diximus ])arocbiae, qug duobua fluviis 
Gnionavua et Itidobodi distenninata us(|\ie in Salaui extendit\n", prcscriptis villarum 
triuni utilitatibus iure pcr|jetuo in usus ( 'ilizcnsis aecclesiae jiro lil)itu suo fiMiatur. 
Kt ut h§c nostra conimutatio sive traditio utrisque e|)isco|piiii'uni loci.s liriiiior li|a]b[ca- :ift 
tur], h(ocj pr^eeptum manu |)ropria rol)oratum sigillo nostro impriiiii iussinms. 

^ Signum domni Heinriei (}tl.) regfi« invictissinii. ^ 

^ Kgilbcrtus caiiccliariuK vice Uuilligisi arebicapellani recognovit. | fSI. 2.) 

I)ata III. iifin. mart. indietione i, anno incamationis dominica«- MIHI, .•iniio vero 
domni Il<inrici sf-cundi r<<_'i^ ii: actum Oeuise. m 

6.'). nu r<'c»KTiovi U n) <lümiiii Jl, narh tltm aiumnhmrlonen Gebrauch ilcs F.A rerlieiisfrl . 

M. 'Uri-"«liiii} ■) pr diirrh Corruiiir entirtanilitt In n rorr. au» u c) ut il/>er der Zeile 

narhgeiragen iXi vi cetrr. niw i und dem ernten Strich eine» n. 



HEINRICH n. 1004. 83 

67. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Sehen -Brixen das Gut Veldes 
in Krain mit Ausnahme des dem Domcapitel übermesenen Zehntens und 
mit der Bestimmung, dass nach dem Tode des Bischofs Albuin zwei Drittel 
5 der Einkünfte des Gutes seinen Nachfolgern, ein Drittel aber dem Capitel zu- 
fallen sollen. Trient 1004 April 10. 

Originaldiplom im krainischen Landesmuseum zu Laibach (A). 

Valvasor Die Ehre deß Hertzogthiims Cruin 3, 612 tvohl aus Abschrift von A (a) = LUnig 
RA. 7", 138 n° 77, = Richter in (Hormayr) Archiv 10, 243 unvollständig = (Hormayr) 

10 Beyträge zur Lösung der Preisfrage 2, 34 unvollständig = Ullepitsch in Mittheil, des 

hist. Vereins für Krain (1847) 23 n° 4 unvollständig. — Roschmann De episcopatu Sabion. 
disquisitio 2, 47 wohl aus Aa. — Resch Ann. Sabion. 3, 707 n" 78 aus A mit III. id. april. 
= Sinnacher Beyträge 2, 175 n" 66. — Mon. Boica 28", 319 n" 207 aus A. — Schumi 
IIB. des Herzogfhums Krain 1, 23 n° 14 aus A. — Böhmer Reg. 950. — Stumpf 

15 Reg. 1376. 

Geschrieben von EB. Das Di etat schliesst sich loenigstens zum Theil an den Sprachgeh'auch 
des Notars an, der in der Ausgabe der DD. 0. III. als HF bezeichnet worden int, so 
dass dem EB ein Diplom dieses Notars um die Zeit der Ausfertigung des unsrigen durch 
die Hände gegangen sein muss. 

20 (C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heiniicus divina favente de- 

mentia rex. Si geelesias dei aliqiiibu.s divinitiis nobis concessis rebus sublima- 

mus et exaltamus, non solum humanam f, laudeni, verum etiam divinam remunera- 
tionem nos inde recepturos speramus. Quapropter'' noverint omnes nostri'' tideles 
praesentes scilicet et futuri, qualiter nos pro remedio aniniae dilecti senioris nostri 

25 Ottonis videlicet imperatoris augusti nee non pro nosti-ae et dilectae coniugis nostrae 
Cimigundae reginae per interventum venerabilis Sabiuiensis episcopi Albuuini quod- 
dam nostri iuris praedium quod dicitur Ueldes, situm in pago Creina nominato in 
comitatu Uuatilonis supra dieto nomine id est Creina vocitato, eidem venerabili epi- 
seopo Albuuiuo suaeque aecclesiae in honore sancti Ingenuini confessoria et Cassiani 

30 martyris construct§, tarn sibi quam suis successoribus, in proprium ins tradidimus cum 
Omnibus suis pertinentiis, id est aecclesiis castellis '' aedificiis maneipiis utriusque sexus 
terris cultis et inciütis silvis venationibus pratis pascuis sive compascuis aquis aqua- 
rumque decursibus molendinis piscationibus vüs et invüs exitibus et reditibus qugsitis 
et inquirendis seu omnibus que dici vel nominari possunt iuste et legaliter ad supra 

35 dictum praedium pertinentibus, comitibus sive aliquibus iudiciariis persouis de publico 
destricto"* praeter licentiam episcopi nihil se intromittentibus, eo videlicet tenore ut, 
cuncta decimatione ad opus fi'ati'iun sancto Ingenuino servientium reservata, supra 
dicto episcopo usque ad finem \ntae suae secundum suam dispositiouem alia cuncta 
deserviant, post tinem vero vitae suae tercia pars sujjra dieti praedii ad usus fratrum 

40 propri§ * pei-tineat, reliqug vero du§ partes episcoporum istius venerabilis viri Albuuini 
successorum potestati " subiaceant. Et ut baec nostrae traditionis pagina nunc et in 
futvu-o firma et inconviüsa permaneat, banc cartam inde conscriptäm sigilli nostri iu- 
pressione insigniri iussimus et propria manu, ut inferius videtur, confirmavimus. 

67. [Bloch] a) qua in verlängerter Schrift b) hinter nostii ist ein s ausradiert, i scheint aus o 
46 carrigiert zu sein, so dass uohl zuerst nostros geschrieben war c) ursprünglich castello, 

i aus corr., 8 nachträglich hinzugefügt d) ^ e) i cwr. aus e 

11* 



84 KAlSKKrHKl'NÜEN. 

^ Sigiuiin (liiimii llciiirici i..M.» ri'jfis iuvictissiiiii. ^ 

^ Egilbertus <.imcolliu-ius vico Uuilligi^i arcliicapullani rcco«;. ^ iSl. 2.) 

Data IUI. i<l. jipril.' anno doininieao iiicariiatinnis MIHI, indicliniH' I, auiio vero 
domiii Hoiiirii-i t>ecuiuli regis II; actum Tridcntum '. 

68. B 

Heini'ich bestätigt dem Kloster S. Salvatore auf dem Berge Amiata den könig- 
lichen Schutz und die aufgezählten Besitzungen. Pavia — f 1004 Mai 25. 

Originaldiplom im k. Staat.iarchiv zu .Siena (A). 

Muratori Ant. ilal. 6, 19.5 am Abschrift. — Böhmer Reg. 951. — Stumpf Reg. 1S78. 

Verfasst und ge.trhrieben von dem in der Au.<>gabe der Diplome Otto's III. als Her. E lo 
bezeichneten Notar : vgl. N. Archiv 20, 139. Für einzelne Wendungen des Dictats, namentlich 
gegen das Ende des Contejctes, dürfte die VU. von D. 70 benutzt sein. — Durch die fest- 
gestellte Originalität des StHckr.<i erledigen sich die wiederholt (z. B. Archiv 5, 3^6; 
N. Archiv 3, 113: Hirsch .fahrb. 1, 310 N. 3; Lirerani II ducalo di Chiu.ti 239) 
geäusserten Zweifel an der Echtheit desselben. — In dem Güterverzeichnvi kehren natür- 15 
lieh eine Anzahl von Orten wieder, die schon in früheren DD. für das Kloster hegegiwn ; 
doch htit, wie bei DO. III. 202, dem Schreiber eine besonders angefertigte Zusammen- 
stellung für da.Kselbe vorgelegen, so da.ss von der Anwendung von Petitdruck Abstand zu 
nehmen war. — Zur Datierung vgl. N. Arcliiv 20, 149 f. 

(C.) I In nomine sanctac et individiiac * trinitatis. I Iciniiciis divina favente cle- m 
mf-ntia rcx. Si erga looa divino ciiltui inaiK-i|iata, |ir(cij)uc tamoii caciioLia, ])iae- 

tatis*" munu8 impendcre studuerimus, non soliiin hoc nobis ^ ad tcmporalis excellenti^ 
stütum, vcnmi ctiam ad ^temae recompensationis braviiim proficere credimus. Qua- 
propter omniiim sanctae dei aecclesiae nostronimque fidclium pr^sentium ac futuro- 
rum novfrit universitas, qualiter *■ domnus Vvinizo veni'raljilis abbas, qui monastcrio '' sr, 
doniini Salvatoris nostri sito in monte Amiate pr^esse dinosciti\r, supplicitor nostrani 
adiit celKitudinera lacrimabilitcr postidans, quateniis pro dei omnipotentis amore anim§- 
qiH- nostraf sabitc cidcin monastcrio snbvcnirc fragarit|uo dignarcniur illudquc" jicnc 
iam ad nichllum redactum rdevarc rcdintcgrarcquc dlgna ' cautionc studcrcinus. 
Cuius digni« petitionibu» aiirem noHtr^ pietatis accommodantes, nostra regali auetori- 30 
täte id ipnum monastcriiim rcdintegrantes sibi ilhid cum Bua intcgritatc confirmamiis 
corroboramiii* atque" ab omnlum mortalium invasionc tuemiir muninius atqiic dcCc^ndi- 
rau«, cum Corte xcilicet qu^ dicitur burgo de Uultiole, Burgoricho qui dicitur llota- 
cardosa, corte de Bagnio'', corte de Clim . . . o ', corte qu^ dicitur sancta Maria in 
Offina'' cum omnibu» Kiiis |)i'rtiiu'ntiis, corte de Ferignano, corte in loco qui vocatur 3fi 
( -ur-igiiano, corte quc dicitur ( "anqiagnatico, corte de Camposona, corte quy vocatur 
Titiniano', corte Kancti; Mari^ de LamuK; cum castro ipiod vocatur Monte latronis, 

07. f IUI. id. Bpril. nurhifrlrafim, rirllfirhl riiieh Trulc-ntum. 

•S. 'Klocli ni nm c kirinr llnjutr h) A, rirlleicht gollte ntier a in e corrigirrl tirrden c) ter <1 
auf Utuur ■!) öArr i rinr Olierliltiije railicrt e) xwiirhen il iiinl <\ kirinc Uamir f) da- 10 

hintrr ritt kUittrr liwlmliilßf aiixrniliert g) t niif Himur finer Ohcrliiiif/e li) a),'ii spi'iler 

mil nullit,- Tinir narhijrsoi/en i) liitilrr clim Loch im I'eri/nmitil ; für (Jliiii(iiitian]o, (Ina 

"■ 'il i'uf I>. /VO am tn'lrhirtrn lirifl, reirhl ilrr fliiiim nirhl ; rif/lriflil Klattil ('iiintino 

' fin Ahk-Orzuttfißzeirlttn Oljrr m int allfi-ilini/n nicht tnehr nirhlliar k) xwiac.tien i 

vtiil II liiiMur II da» zirtilt ti über drr Xfilf nachijetragen <[, 



HEINRICH H. 1004. 85 

Corte qu§ dicitur Garmarita cum vineis domnicatis, qu§ sunt in loco qiii dicitur Cor- 
nito, et cum Omnibus suis pertinentiis et cum omnibus predictorum locorum rebus 
mobilibus vcl imniobilibus f'amilü.s utriusquo sexus servis ancillis decimis villis mansis 
capellis campis pratis pascuis silvis montibus planitiebus aquis aquarunKpie decursibus 

5 molendinis piscationibus cunctis appendicibus vel utensilibus ad prefatum sanctum et 
venerabile c^nobium pertinentibus, ea videlicet ratione ut iam dictus domnus Uuinizo 
venerabilis abbas suiqiie pro tempore suscessores™ de cunctis superius nominatis 
omnibusque ipsius monasterii pertinentiis in integrum liberam et absolutam habeant 
facultatem agere ordinäre atque disponere et quicquid pro utilitate ipsius sancti loci 

10 sua libera vohxntas decreverit facere, omnium homimim remota contrarietate. Preci- 
pientes igitiir regali iubemus potentia, ut nullus dux episcopus marcliio comes vice- 
comes vel gastaklio nullaque nostri regni magna vel parva persona prenominatura 
domnum Uiiinizonem venerabüem abbatem eiusque pro tempore successores de pre- 
fato monasterio domini Salvatoris nostri omnibusque cortibus vel pertinentiis" supra 

15 scriptis inquietare molestare vel disvestire aliqua presimiat temeritate, liceatque domno 
Uuinizoni prefato abbati cunctisque f'ratribus sii§ ditioni commissis libere quiete paci- 
fice et tranquille vivere" atque pro nostra nostrorumque parentum oraniqiie™ fidelium 
christianorum an[ima]bus indesinenter domino suppUcare. Si quis igitur huius nostri 
precepti violator extiterit, sciat se compositurum auri pm-issimi libras centum, medie- 

20 tatem kamer§ nostr§ et medietatem prefato Uuinizoni venerabili abbati eiusque pro 
tempore successoribus. Quod ut verius et diligentius ab omnibus observetiu-, manu 
propria confirmantes sigiUi nostri impressione inferius insigniri precepimus. 

I Signum domni Heinrici (M.) invictissimi regis. § 

§ HegUbertiis cancellarius vice Uuilligisi archiepiscopi notavit. § (SI. D.) 

o a 

2ö Data vni. kal. iun. anno dominic^ Lncarnationis millesimo HU, indictione n, 

anno vero regni domni Heinrici regis H; actimi Papi§; feliciter amen. 



69. 

Heinrich bestätigt dem Kloster Peterlingen die Höfe Colmar und Hüttenheim, 
die einstigen Besitzungen des Gttntram im Elsass mit Aufnahme von Brumath, 
30 eine Hufe zu Bohlsbach, sowie das Recht der freien Wahl des Vogtes für 
diese Orte. j004 • 

Abschrift von 1564 aus einem alteren Rotuliis, früher im Kammergerichtsarchiv zu Wetzlar, 
jetzt im kais. Bezirksarchiv zu Strassburg (F). — Unvollständige Abschrift des 16. Jh. 
im Cod. Fdbarienais XVIII p. 33 des Stiftsarchivs zu S. Gallen (G). — Abschrift des 
35 Eschatokolls aus dem 16. Jh. in Diplomata ab ürstisio collecta p. 245 auf der Universi- 

tätsbibliothek zu Basel (H)- 

Tschudi Chron. Helveticum 1, 2 Extr. aus G mit MIII. — Herrgott Geneal. 2, 96 n" 156 
unvollständig aus G mit MIII. 

Neuausfertigung von D. 57, yuxch Vorlage von DO. III. 273. Die Schlusssätze, welche 

40 ein in DO. II. 307 verliehenes Recht bestätigen, verfasst und das ganze D. wahr schein- 

lieh geschrieben von EB. Die Datierung ist aus D. 57 entnommen mit Ausnahme des 

Incarnationsjahres. Wegen des letzteren und in Anbetracht des Umstandes, dass ein Auf- 

68. m) A n) das letzte i über der Zeile nachgetragen o) ve ül)er der Zeile nachgetragen. 



66 KAISERURKUNDEN. 

mthalt Odilo's m Pavia im Frühjahr UM luulrruvit iruhrscheiiilith geiiutcht werden 
kanit (i'gl. Snckur Die Cluniiicenser 2, 7), haben trir das D. hier eingereiht. Zur Ueber- 
lieferung und Datierung vgl. Anzeiger für Scktceii. Ge^ch. (1894) 79 ff. 

In nomine sanct«,' et individiiac trinitatiti. Hciirious diviiia t'uvontc clcnuniia 

IVX. Si «nnrtiii Ct vcnerabilibiis luois eii*, qiiHr |iil'' tidolibiis ipsia collHta Miiiit, iioHtra l'egali 6 

aiic-turitatt' '' eontiriiiaiuus ai' corroborainiis, proviil dubiu priu'soiiliü vitac [et]'' iiftoruac Mil>8idiiini aili- 
pisri null dubitHUiUD. Idcirro »iiiiiiiiiii .sHiictau dei '' i'i'ciraiae lidcliiiui U0Htruriiiu({Uu pracüiMitiuin Hci- 
licet ac futuroruiu uovcrit uiiiversila.s *. i|iialitor vcncrabilis'' abbaa NHiictae ervlctiiao Sfiiiper virgiuis 
Mariai-, quau sita est I'aU'rniafO ', iiumiiic Odilu»)' cum cuiicta" uouf^ro^Htioiii' fratniui ibidem dou 
tiunctae(|ue Mariae'' seuipcr virgini dcvulu famulantiiiiii iioatram adiit coUitudiuem, srripta'' vidvlicet ' lo 
piissimonim UttouuUI pl'iiui secundi et tertü caeterorumque >' pracdoccssorum nostrorum rogum 
vel imporatunim aurtiiritatibiiH*' roborata iiustrae conferens praosuntiac, quae buiusmodi aericm contiue- 
baiit. qualitcr auteceKüorO!« iiustri caK ro8, quae u nobilis»imo duce Kuodlllfu ' praefatao eveleiiiac 
saiu'tac Mariae »i'nipiT virjfinis ot ad U8Um et victuin nuniaoborum ibidem sorvieiitium coiiceHsa atque 
dunattt fuenint''. curtes seilicet Columbra ct Uitiubeim '" ciini umnibu» eariiin pcrtiiieutiis, et nustri ib 
iuris unum nianaum in villa Hadelesbaeh et umnia, quau Uuutrnniu.s " in Alsatia piuprie visus est 
habere^', exceptu l'ruumadi' cum suiü pertinentiis, supplici'i iuKtitiac '' petitione, ut uova uostra aucto- 
ritate*' unines res praedictas ad eandeui evclesiam dataa ct iustc pertincntes roboraro curareuius, sitas 
videlicct iu praedictu pago et in comitatu Vdonis comitis. Quorum petitioni nos asseutientes ita 
fieri deercvimua atque sub iiostra tuitinuiN immunitate per liuius nostri praeoepti vigorcm oniue» prae- uo 
dietax reu earumque legale» pertinentias eonclu8iuiU8, l'Ogall ]iraceipieutes aiietoritate'^, ut oinnium in- 
quietudine semota ad iam dictani eeclesinra libcrc et secure pcrpetim consistant ac fratruui < nnuMlt'm 
tani roaneutium [quam]'' et fufuri)rum usui cotidiano sub abliatis ordinatioiie deserviant'i cum uno 
uostro man»!) in villa Badelesbaeb iu pago Mortauuuua ot in comitatu Cliuononis " eomitis eaetera- 
qae • in Alsatia et ' in comitatu Odonis " comitis sita quae ^' supra dicta sunt. Liccat etiani ib 
pracdic-to abbati suisqiie successoribus in pr^fatis locis advocatuni quciidibct oi-dinarc, 
ita ut uullam ibidem babeat per sc potestatem praeter quam i])si sibi cum conscusu 
fratrum aniiuerint. Kt ut haec nostrae defensinni» auctoritas'' stabilis i-t inconvulsa ]K'rma- 
neat, hanc uostri praecepti paginam manu |irn|iri.i niboi'untcs sigilli nostri iii|>irssi(iiic" 
insigniri iussimus*'. 30 

Signum domim Henrici regia invictissimi. 

Egilbertus canceUarius vice Willigisi" arcbicapellaui rccognovi. 

Data XII. kal. nnvomb. anno dominicac incariiatiunis MIIIP', imlictioiic I, ninm 
V"T" diMiiini Jb-iirii-i isccimdi regis " U; actinn in sancto Ypulito". 

tat. Blocli - IVjlilj a) ea quae — universitau fehlt in G h) fehlt in F; ertjflnzt aim V(f. und :i5 
yU. .Stumpf lieg. lnr,2 <;) autlior. F d) VI', und XI'.; douiini F e) fehlt in O 

f) F — VU. und St'.; in Pat«rniaco d g) (Milus hinter aunifexl richenetn Ogidilus /''; 

Oddo <?; VU. Ogdilua, und so «land rielUicht auch in der Vorlage lon FG \\) ibidem 

(lomino sciucnlium Mariae F\ ib. d. »anctaeque Mariae 8. v. G i) F — VU. und NU.; 

»C7.. G k) caetcrorumque — fuerunt fehlt in O 1) VU. ; Ruodolfo NU. ; in F ist nicht 10 

zu rnlucheirUn, oli Kund'jlfo aiu Kuodulfo <xUr umgekehrt corrigierl int m) G - VU.; 

Hilenlieiin F\ hinter Hititdieini zu ergänzen trie in VU. etwa coiifimiaverunt et Irndiderunt 
nj '»■ - VU.; OuntnininuH rorr. aun ({eneravimus /• o) jiossidere G p) Pruotnadt G 

q) supplici — dcKcrviant fehlt in G r) uo VI'., rerleuen aus jnHiitit, und yU. ll'iV nehmen 
denhalh an, dam uo auch im Original ron />. 'i.'' i/enlandeti hat, und dann inBtetere, dan F hier i.'i 
und in der rurangehrwlen Altschrifl ran 1X1. Jlt. v'7.'y bietet, Cnmecliir den Abschreibers ist, 
rielleifhl reranlajisl durch iuÄtilil in dem in F vorher abi/ejichrichenen tX). II. .'il 8) G ^ l>. .^i7; 
Cunoni« /■'; Conradi VU. t) G ^ VU.; fehlt inF ui G . ü. hl; Vdoni» F, »Y>Vd 

auf Hntur ftehi v) quae — iunsimua fehlt in G w) apprcBHione /' x) Wclligi8i F 

VI FH ; in G trar gleichfalls .mihi gesehrie/ten, eine I ist ron Tschudi ausradiert 7.) G; 50 

rcgno F\ regni //. In der gemeinsamen Vorlage stami jedenfalls nur reg. a) Ypolico i''; 

Hypolito O; Uyppolito H. 



HEINRICH n. 1004. 87 

70. 

Heinrich bestätigt dem Klostei' S. Sabino bei Piacenza den Königsschutz und 
seine namentlich aufgezählten Besitzungen. Locate 1004 Mai 28. 

NdtnrieUe Abschrift von 1324 in der k. Bibliothek zu Parma (Ä). — Abschrift des 
5 1-5. ,Jh. im Capitelsarchiv zu Piacenza (B). 

Canipi Dell' historia di Piacenza 1, 497 n° 65 unvollständig aus Abschrift mit anno regis 
2 zu 1005 (P) — Leibniz Ann. 3, 859 zu 1004. — Stumpf Acta ined. 361 n" 259 
am A. — Böhmer Bef/. 952. — Stumpf Reg. 1379. 

Wiederholung von DO. III. 385 ; die in echten DD. Heinrichs nur hier vorkommende 
10 Rechnung nach Regierungsjahren in Italien lässt auf einen nicht der Kanzlei angehörigen 

Italiener als Schreibe)' schliessen. — Den Druck diesem- Urkunde bei Campi hat Dragoni 
für die Fälschung von Stumpf Reg. 1403 benutzt, wie er auch sonst neben änderest Quellen 
Campi's Texte für seiiie Trugwerke verwerthete ; die Datierung von Stumpf Reg. 1403 
componierte er aus der Datierungszeile von D. 70 und der bei Muratori Annali d'Italia 
15 6", 36 mitgetheilten von D. 95. Danach ist kein Grund mehr vorhanden, die Einheitlich- 

keit der Datierung von D. 70, wie N. Archiv 20, 148 f. geschehen war, in Zweifel 
zu ziehen. — Unserem Abdruck liegt die Orthographie von B zu Crrunde. 

(C.) In nomine sanctae et individnae trinitatis. Heinriciis* Francorum atque 
Longobardorum '' superna dementia rex. Decet regalem excellenciam sibi subditomm 

20 placita deo petencium avires sue maiestatis precibus inclinare, quatinus eorum fulta serviciis temporalis 
iraperii g^lorietiir honore atque post huius excessum vite bravium eterne mereatur adipisci corone. 
Quocirca omnium sancte dei ecciesie nostrorumque '' tideliuni presencium scilicet ae futuronim cora- 
periat universitas, qualiter dileetissimus noster domnus Sigfifredus * Placentine ecciesie veneiabilis 
presul nostram supplex adiit celsitudinem postulans, ut pro dei amore suaque devota peticione mona- 

25 sterium, quod impulsu domni Ottonis bone memorie imperatoris suoque favore vel suffragio 

fundare et ab iniis constrnere cepit et pro sua anima SUOl'Umque successorum regum vel impera- 
torum seu et pro animabus omnium christianorum fidelium deo favente vitaque comite perficere dis- 
posuit, in sua dioccessi non longe a Placentine urbis muro in honore beati Sauini confessoris et ponti- 
ficis Christi, ubi gloriosum corpus eins "^ requiescit, inceptum sub nostre regalis ^ protectionis tutela 
30 ae defensione S recipeie preceptalique auctoritate coroborare dignaremur. Cuius dignis peticionibus 
assensum prebentes prefatum*" monasterium sub nostra defensione receptum, quicquid a * donino iam 
dicto Sigifredo ' episcopo collatum est dicto monasterio nostrique predecessoris gloriosissimi 
imperatoris Ottonis precepto confii-matum aut ab eo d e m pi-eside sive a quibuscunque reli- 

giosis l' hominibus conferendum in posterum', nostra preceptali auctoritate confirmamus coroboramus 
35 ac stipulamur nee non iuxta decretum ipsi ecciesie ab eodem episcopo factum firmum perpetuo iure 
stabileque censemus: rillam scilicet que vocatur Fabiauum cum capella et omnibus sibi pertinentibus, 
mansos quatuor in Breuli, unnm'" in sancto Damiano, uuum in Mariano", ununi in Paldari ", du o s in 
Manelli, unum in capite Caride, in Kuncaliis v unum, cortem que dicitur Turris cum omnibus sibi 
pertinentibus, braydas in circuitu Placencie eapientes anuuatim modios quadraginta, insuper braydam 
40 sancti Tliome iuxta idem monasterium sitam ad vineas plantandum ortosque colenduni, molendinum 
unum, mercata duo — unum in castello Arcuato quod habetur tribus vicibus in anno, alterum Pla- 

70. [Bloch] a) Henricus P h) BP; Langobardorum A c) P = VU.; nostrorum AB 

d) P; Syghefredus A; Sigefredus B; Sj-gifredus B in VU. e) eins corpus P 1) P; im- 

perialis AB g) P = VÜ.; tutellam et defensionem A; tutellam ac dcfensionem B h) pre- 
45 dictum P i) P; Sighefredo A; Sigefredo B k) reliosis B l) P = ^U.; imposte- 

rum AB m) unum — IMontebissago fehlt in P n) VU.; Martano AB, allein ein Ort 

dieses Namens findet .fich jetzt in dei- Emilia nicht, wohl aber mehrere Mariano o) jB = 

VU.; Padari A p) Roncaliis .-1 



88 KAlSKiaUKlNDKN. 

Ofiitif tiiioil liiibetur in kiilviulig augusti — , inoutem Colliiri vuin ■> villii quo dioitiir Turiiuliiiii ■', in 
Plectolf braydam unnni, nivcum Pndi n portii qui vocatur Portatoriiim usqiie nd rivuin qui dieitur 
Krigidu», vivariuin iinuni qtiod vocatur Conen saiicti Antoniui, oorteni sancti Henedii-ti cum oorviirioia 
et togulariola ', qunliior niaiiaos iu Pouticellis, fortcm que voi-ntur Villasco », in Castonoola niausog 
quatuor, in sancto Paulo munsos duoB, in Bcrlnsc» ninnsos duos, in villa quo vocatur Salsc (de Nnio]' 6 
anDuatini modios duodecim, dv nniria nnforox per tinnmqucmque monsein kcx", corteni qii«' dieitur 
Palacium Apiniaui cum plebc CHpellin et decinuN contiiiquc suis portincntiis, corteui • quo YOl'iltlir 
Rc^ianuni cum omnibus sihi ^ portincntibus, niedietatom castclli quod dieitur MontebiNsaß-o"'. Hin 
autem n nobis tirmiler coroboratis, conredimus cidcni monasterio et por hoc nostrum l'CgalC pre- 
ceptum lirmamus, ut rector et"' abbas ciusdeni loci, qui ]iro tempore fuerit, licenciam habeat tluiiicu lO 
Nuruni aivc rivum, qui vonit per vicuni Ottonis". de »uo curau qnocumquc '' volucrit duccro et utili- 
tatem monaütcrii ex ip.iis perngere. Precipientes itaquc regilli iubenuis potciicia, ut uuIIun dux epi- 
gcopUH marchio comcii vicecomcs nullaque nostri re^ll magna vol parva persona abbateni it fratres 
in eodom * monasterio rogulariter dco * militantes de cunctis '' prediis et possessionibus aut quibtis- 
cumque rebus vcl rivulis superius collatis aut deiuccps couforendis inquietaro moicstare vel disvestire I6 
prcsumat sine iusta et legali examinatione. Si quis autera huius nostri precepti riolator extiterit, 
seist 80 compositurum auri obtimi libras centum, medietatem camore <' nostrc et medietatcm eiusdcm 
monasterii raonacliis. Quod ut verius credatur et diligenciiis <) ab onniibu.s observetur, manu |)ri>pria 
contirmantos '' sigilli no!<tri inprcssione inferius iussimus insiguiri. 

^ Sigiunn domni Heinrici ' (M.) regis invictissinii. | * 20 

I Egilbcrtus *■ | cancellarius vice Vuilligisi ' archicappellani '' rccognovit. 

Data V. kal. iuiiias indictione m, anno ab incarnatione domiiii MIHI, aimo vcro 
domni Hi'inrici ' secundi regis in Italia l'; actum Leucade comitatu Mediolanensi ; 
felieitcr. 

71. 

Heinrich bestätigt der bischüßichen Kirche zu Parma die Stadt mit einem 
Weichbild von drei Miglien im Umkreis sammt Zoll und allen öffentlichen 
Leistungen, sovne die Befugniss missatischer Gerichtsbarkeit innei'hnlb der 
kirchlichen Besitzungen und das Recht, bischöfliche, den gräflichen innerhalb 
des Bisthums gleichberechtigte Notare zu ernennen. n},,; joo-i Mai Hl. 30 

OriginaldipUtm im Capilelsarchiv zu Pfiniui (A). 

Murntnri Ani. Ital. 6, 47 aus A. — Affö Storia di Parma 1. SSO n" 91 aus A. — 
Böhmer Reg. .953. — Stumpf Reg. 1380. 

Bis auf das tton EB gelieferte Eschatokoll aiuiserlialb der Kauzlei geschrieben. Die An- 
fechtung die.tes D. und des in ihm — abgesehen von der fortgelassenen Oäterauf Zählung — s» 
wiederholten DO. I. 239 durch Rieger Immunitälsprii>ilegicn für italienische Bisthümer 31 ff. 
int angeifirhis der originalen V elterlief erung heider Stücke (DO. I. 239, seinem ganzen 
Umfang nach gcschriehen von It. B, ist jetzt im bischöflichen Archiv zu Parma icieder- 

70. ■() VI' lind SU. Stumj.f lieg. üOM; Cnllarium villa AH r) Tuniullum A b) VU.; regu- 

lariola AH; tcguliiricia .Yf'. t) VC ; fihll m Ali u) X /< v) ß = VU.; suis 40 

'.TLiiiliU« A wi ut revorendu« abbat P xj PA, in ,1 tt auf liaxur; Ontonis Ji y) quanilo P 
/ :■,-" P a) /',• domino AU h) P = VU. und AT.,- dictis AH c) can-.are AH i\) dili- 
t" ii luwjuc HP; diligcnt^njue SU. e) confirinates A Henrici /' g) verl/ingertf. 

Srhrifl in A und, »mrrit da» tvrnlümmrJlr Efhalokull Irnbrir int, aurh in li h) Klilicrtus /* 
i) P; Willigi» AH k} archcapp A; arcbicanccUarii J'; wom in H utand, int nicht zu erkennen 15 
1) A; die Xahl un/ubar in B ; 2 P. 



IIKINRIOII 11. 1004. 89 

aufgefunden worden) röllig gegenstandslos. Wir bezeichnen durch I'etifdrnck die lieber- 
einstimmung mit dem von uns rcrißiclienen Or. von DO. I. 2S9 auch an den Stellen, 
wo dies Or. jetzt vcrst iimmelt ist und sein Text erst ans unserm D. 71 ergänzt werden 
mitss, da bei der rollstiindigen Uebercinstimmung beider Urkunden an den Stellen, wo der 
5 Text der VU. erhaUni ist, da.'i Recht zu jenen Ergänzungen keinem Zweifel unterliegt. 

(C.) ^ In nomine sancte individuequc trinitatis. Heinricus divina Christi pietas" 
rcx. Ad hoc nos ad regale culmen subliinatos ese'' credimus, * oinnium maxiine aeoclesiarum 

dei utilitatibiis | cousulaimis, quasi ■= eas exaltaverimu», plurimum iiobis ad rogalis'' iiOHtri Stabili- 
täten! et ad eterno remmieracioiiis emolunientum pioficftre noii ambigimus. Quapiopter iKJverit omnimii 

10 sancti' dpi aerclcsi^; tideliiini nostroriiini|iU! prescntium scilicct et futiirorum sdli'icia, iiualiter inter- 
ventu'i dilecti'' et peticione Leonis Uercellensis opi.scopi fidelis * nostri Sigefredus sanct? 
Parniensis eoclesie episcopus iiostram adiens cleinontiam peeiit, ut more prgdecessorum nostiorum 
ecciesiam siiaiii piuticiendo auginontaremus ex his, qu? re^if potestati et puplice '' functioni debebantur, 
et maxiiiic ex liis, miibus eiusdem ecclesia lacerabatur, ex parte scilicet comitatus, videlieet ut res c^t 

r') familias tarn cuuc-ti cleri eiusdem episcopii, in quoqumqne '' oomitatu f iuvente fuerint, quamque et 
eunctorum honiinuni infra eandem e civitateni habitancium de iure publice '> in eiusdem ecciesif ius et 
dominium et districtuni transfunderemus, ut deliheraudi ' et diiudieandi seu distringendi potestatem 
haberet tani supra dicti cleri res et familias quamque et homines infra eandem eivitatem babitantes 
et res et familias eorum, veluti '' si presens adesset nnster'' eomes ' palaeii. Nos vero coiLsiderantes 

■M et commodum ducentes ]>cr sumpti '^ impcrii dignitatem et per mala omnia. quc acciderint sepe inter 
coraites ipsius comitatus et episeopos eiusdem ecclesif, ut™ penitus lis et sisma'' pr^terita evelleretur, 
et ut ipse pontifex cum clero sibi commisso pacifice viveret et sine aliqua inquietudine oracionibus 
vacaret, tarn pro salute iiostra et'' stabilitate ♦ quam'' et omnium in nostro reg'no degentium eon- 
cedimus et lartrimiir et de nostro iure et dominio in eius ius et dominio omuino transfundimus 

25 atque delegamus niurum ipsius civitatis et districtum et teloneum et omneni publicam functionem tarn 
infra eivitatem quam extra ex omni parte civitatis " infra tria miliaria * nee non et reg'ias vias et 
aquarum decursus et onnie territorium cultum et incultum ibidem adiacens et omne quicquid rei 
publice pertiuet. lusuper etiam concedimus, ut" omnes homines infra eivitatem eandem * habitautos, 
ubicuraque eorum fuerit hereditas sive adquestus sive familia, tam infra comitatum Parmensem quam- 

30 que in vicinis coraitatibus P, nulla'' exinde funcionem'' alicui nostri reg'ni persone persolvant sive ali- 
cuius placitum custodiant, nisi Parmensis eeclesif episcO])i i qui pro tempore fuerit, sed babeat ipsius 
ecciesif episcopus liceuciam tamquam nostrum"' eomes paiacii distringendi et diiiniendi vel delibe- 
randi omnes res et familias tam omnium clericorum eiusdem epis ejiiscopii ■' quamque'' et omnium 
hominum habitancium infra predictam eivitatem nee uou et omnium' desidenciura" supra prgfate 

35 eeclesif terram sive libellariorum sive precariorum seu castellanorum, et ita de nostro iure et dominin 
in eius lllS^ et dominium transfundimus*^, ut nullus marchio eomes vicecomes aut aliqua regni nostri 
magna remissaque persona exinde de predietis rebus et familiis et omnibus qu§ superius leguntur se 
intromittat aut aliquam funcionem'' iude recipere temptet. Ad aufglmentum eciam^ nostri imperiiy, 

71. [Bloch] a) A; das e in Miniiskehchrifl :: wischen rerlängei'tem. i und t oben eingefügt b) A 

40 c) wohl verschrieben für quia si, wie tiuch in der VU., die hier rerstümmelt ixt, gestände)! 

haben dürfte d) Petitdrnrk, weil auch die VU. eine Interventionsformel enthielt, von 

welcher noch die Worte coniugis (Lücke pon etwa 8 cm) praesulis nostri karissimi 

fidelis zu lesen sind e) hinter dilecti Rasur voti etwa 2 cm. Die noch erhaltenen Buchstaben- 

resfe würden zu nri Leonis passen, was der Schreiber getilgt hätte, um et peticione einzufügen 
45 f) quocumque co[mitatu in] ventae ist auch in V U. zu lesen g) n über der Zeile nachgetragen 

h) am b corr. i) di unter der Zeile hinzugefügt k) so auch im Original der VU. 

\) CO auf Rasur m) an ut radieH n) das letzte i corr. aus e o) et VU. p) tibus 
untei- der Zeile hinzugefügt q) hinter episcopi noch ein i ausradiert r) A ; noster VU. 
s) A ; epis am Ende von Z. !>, episcopii am Beginn von Z. 10 t) ein Abkürzungszeichen 

50 fehlt u) in VU. Lücke; Ughelli liest in VU. residentium v) ius ühei- der Zeile nach- 

getragen, fehlt in VU. w) das erste n über der Zeile ncKhgetragen x) oder etiam ; 

die Stelle ist durch Stockfleck schwer lesbar y) etiam nostri [impe]rü auch in VU., wo 

Status hinter nostri nicht gestanden haben kamt 

Kaüerarkundeu 111. 12 



90 KAISi: ÜIHKINDKN. 

qiiatiim« cadciii riiriiu-ii.si» i'crli-siu iitilliiis sii|)|ilfinoiiti iiulipi viili'UHir, pcriiiitti'iiilu ciiiiooliiiius ipsiiis 
lori opUropo, iit lialit>nt iiolc-ütati'iii clicviuli hivo ordiiiiiiidi xilii iiotiirios, qtii ritiiHns ipsiiis O|iisco|mtiis 
dUruvicntc« ubirum(|ui> opurtiiiiiim fiii-rit per pi^'dicliini opiNcopiiiii ' scrili.iiit Icnjitas i-iiiiisviiiii<|ue 
Tuliieriiit teütaiiionti. rciiKita proibieioiie vcl (•»iitrnvcrsin " cüniitiitiiH sivo c-nniitcs'', iit, »iout ex pi«rti> 
cuniil«tii8 sunt luiriim reriiiii exactore», ita vx parte i-piscopü iioslrii' iiiipcriali niictorltatc iiiiiiiKido r> 
innoten liabcantiir, oniiii coiitradirtiunc ropiilsa. rt iit lii-i-[at i>)pisc<>po '' i|iiuli' viviio. l".t si nrcidcrit 
de pr<,'dii'tis rebti» et t'iiiiiiliis siiic pii);iia li'i^nliler iioii pcisso dininiri, per liniic iiostii pi(,H'cpti pn^'nuii» 
concediimi» • ■■ episcopi vircdoiniiio, iit sit nonter niissu.s et Imlieat piitostatcm dclibcriindi et difli- 
nicndi atqiio diiudiraiidi taiiiqiiani iiostcr ' roiii(o8 pnl|ncii. Si <|uis igfitiir liiiiiii« iiostri pr^copti vio- 
lator extitcrit, scint He conipogitiinini inillp Übras aiiri. inedictatoiii kniiicrf oo8tr( nosti'f ^ ot iiicdic- lo 
tatoni ipsiiis rariiioiisis ' orclcsif episcopo. (Juod iit veriiis cTodntiir dilipciitinsqiip iib oinnibtis'' iii- 
vitdnbilitor<|ii<- ciiiitudiatiir, inaiiii priipria roborantrs aniili iiostri inprcii.sii>noiii !Mfuriii.s ' iiflifri pry- 
cepimii.i. 

I Sigmuii (l"iiiiii Ilciiiriii M.' iiivioti^siini rcgis. § 

§ Egilbt-rtus i-aiu-cllarius vice rnillif;isi arcliii-;i|Mll,iiii rocog. ^ (SI. I).^ \i, 

I>atn lt. kal. iun. anno diiniiiiirai' iiK'arnatiiini.-< MIHI, indic-tionc II, anno vcro 
donini Hoinrici scciindi rogis II; artmii in IJnil". 

72. 

Heinrich verleiht den Sölnicn des lUhaldus im Jiereirh ihrer am Po (jeleffenen 
Besitzungen Zoll und Vferab(jid>in ri,i, ihr Schijjahrt öis zur Mitte de^ in 
Stromes. md lü(i4 Mai 31. 

S'otarielle Absi-hrifl aus dem 12. Jh. im Archivio rkf/li ospeäali cieili zu Piareiizn (A). — 
Abschrift des 15. Jh. in einem Samniclhaud Placcnliner Chroniken auf der StadlhihUolhek 
zu Pincetiza (B). — Abxrhrifl des 18. Jh. in einem anderen Exemplar derselben Chro- 
nikensammlung auf der Kationalbihliolhek zu Xeapel (B^). S5 

Jj'iralus De Plarenlinae urbis origine Hi) ril. — Campi Dell' hisloria di Piatnizii 1, 498 
M° f)f> aus zirei Exemplaren der angeführten Clironikcnsammlung mit ind. II zu lOOo (P). — 
Blihmer Reg. U54. — Stumpf Reg. 1381. 

Verfa-tsl ausserlialb der Kanzlei ; das Esrhatokoll wahrscheinlich von EB geschrieben. Die 
hier genannten Sühne des Jiibaldus gehören dem später nach Fontana benannten Placen- :to 
linei' Geschlechte an; zwei von ihnen begegnen uns in einer Urkunde von 1027 icirder 
(Campi 1, 503; vgl. 1, 297 ff.). — Das D. hat schon dem Copisten des 12. Jh. nicht 
mehr in unrertehrter Gestalt vorgelegen, wie zwei von ihn in .seiner Abschrift offen ge- 
lasxmr Lürkni liewei.ien. Allerdings bietet die noch nicht genügend untersuchte Plaeentiner 
('hronikencompHaiion frühr.ttens am dem Ende des 14. .Th., auf welche, abgesehen von 35 
jener Abschrift, unsere Veberlieferung allein zurückgeht , im Eingang einen scheinbar lücken- 
lii^.i, und weit ausführlicheren Te:ct. Aber selbst u'rnn ihrem Verfasser nicht bloss unsere 
.\li-ihrift ,1, sondei-n noch das Originnidiplom vorgelegen haben sollte, ist es durchaus 
unwahrscheinlich , dam er so viel mehr hätte entziffern können, als der offenbar ganz bona 
fide doD, wnti er lesen konnte, copierende Notar, der A ge.<<chrieben hat. Du nun iiher- lo 

71. t) A ttall cpitcopiuMi, tri» rier Sinn erforilerl und in der \'U. iffuclirifben ist a) A li) A für 
mintti«, irir in ihr VI', ulrttt c) a rorr. nun i; (\j «o riitrfle. nuclt in (ler VU. fienlntulrn 

halirn, iro im <>r. ror etv viviT"' rint l.ilfkf inl <■) ciii"deiii epinoopi Vl^. f) xo aitrli im 

ih-iginal der VU. g) A; nostry zicrimni i/uchrifben, am Ende ron X. 14 und am Ikr/inn 

r<m Z. 16 h) obtenrctur ittMl auch im Or. der VI/, nicht i) danach Ilatur von l/i cm. I5 



HF. im; KU 11. 1(104. Ol 

dies der Chnwikrtilrrt niit A nicht rcreiuhur ist und an und für sich weder der Con- 
struction noch dem Ausdruck luich hefriediql, halten wir ihn für nichts als für einen 
Versuch des Chronisten, dm rerslümmeltin und ihm unrerstfindlichm Wortlaut seiner Vorlage 
zu ergänzen und zu erweitern : wir haben ihn daher in die Anmerkungen vericiesen , unserer- 
6 seits aber daniiif rrrzichlin müssen, die Lücken in A auszufallen, da es dazu bei der 

ganz ungewiihnlichrn und ausserhalb der Kanzlei entstandenen Fassung des D. an jedem 
Anhaltspunkt fehlt. Der Sinn des Einganges der Urkunde ist auch nach dem verstüm- 
melten Text klar; die Söhne des Ribaldus müssen in den Kämpfen des Jahres 1004 den 
König unterstützt haben. — Von den zahlreichen Handschriften der Chronikencompilation. 
10 deren Verhältnis zu einander noch nicht festgestellt ist (vgl. Ewald in. N. Archiv .3, 159 ff.), 

hat Campi zwei benutzt; wir haben noch zwei andere herangezogen, die offenbaren Fehler 
der Jüngeren (B^) aber nicht rollständig in den Varinntenapparat aufgenommen. 

(C.)" In noiiiiiie sancte et individue trinitatis. Heiiiriens'' doi inisericordia 
rex. }si)tiini sit ciinctis nostris lidelibiis liabitantibus nostruni Italicuiu regiiu|m], 

15 quod nostri tideles, qui nos adiuvaver[unt| ''de adquirere . . . . '' regnum 

et desudaverunt,'^ volumus, ut fideliorcs flaut et siiit in nustre fldelitatis übsequio, et ' ob 
In IC ut augeatiir illorum substantia est nobis vohmtas. Proinde considerantes nos 
nostrum dccus celsitudinis» et decentie nostre et illontm fidelitateni, qui nos adiuve- 
runt'' et adiuvare promittunt, et nt exempluni bonuni demus oninibus in regno Italico' 

20 coiiiniorantibus et audientibu.s nos talia facere fldelibus portantibus nobis'' fidelitatem' 
et bonuni merituni rcddentibiis ', credimus tunc proniptos et sollieito.s in nostri honoris 
servido'" ülos fieri. Et hac ratione nostre fldelitatis considerata, per interventuni 
nostri fidelis Teodaldi" marchionis concedimus et largimur et in perpetuum iure pro- 
prietario donamus, prout iuste et legaliter possumus, filiis Ribaldi de Uico Ualegari" 

25 seilicet bis noniinibus appellatis : Antonio et BumingoP seu Supponi'' et etiam Anto '' 
nee non etiam Teidaldo ^ omne ' toiloneura" et ripaticum^' navigii usque ad diniidiam 
aque partem" Padi supra ripam illius fluniinis et illoiiim proprietatis terram''; per 
liiiigitudinem cnntinctur et latitudineni et certis finibus terminatury et pertinere vidctur 
tota illa terra ad castelluni illorum^ quod" vocatur Superriuus *>. Quorum igitur peti- 

30 cionibus aurcs nostre pietatis accomodantes et considerantes predictorum fidelitatem 
de nostro regali iure in eorum ins et proprietatem transt'undimus '', ut liabeant et 
teneant proprietario iure, sicut supra retulimus, et perdonamus et concedimus, ut nullus 
dux marchio coiues'' vicecomes seu gastaldus nee non aliquis exactor fiscalis curie 
seu etiam insuper magna parvaque persona inquietare et molestare et disvestire 

35 audeat. Si quis vero, quod absit, quod mininie credimus, temptaverit hoc fatiendum, sciat 
se compositurum auri optinii libras centum. medietatem camere nostre et medietatem 
prelibatis et"* illorimi ' heredibus, (piibus illata tuerit violentia. Quod ut verius credatur 
diligentiusque ab omnibus observetur, anntdi nostri inpressione iussimus insigniri. 

72. [Blocli] a) fehlt in B'P b) Henricus BP; Enrieus B' c) vor de Lücke von 1,5 cm in A 

40 d) Lücke rrm 1 cm in A e) iw hierher lautet der Eingant/ des Contextes nach BB'P: 

Notum sit nostris fidelibus universis ha})itant,ilnis in regno nostro (nostro regno B'P) 

seilicet hiis, qui in nostris exerciciis et lalioribus adversus contuniaces et rebelles fideliter 

adiuvaverunt et inquirendo nobiscum occupationibus regni desudaverunt f) BB'P; in A, 

dan am rechten Rande bescha'rlifft ist, fehlen einige Buchstaben g) excelsitudinis P h) B; 

ii adiuver . . . A; adiuvaverunt B'P i) )i;alico B k) fid. nostris nobis port. B; fid. nobis 

port. B'; fid. nostris port. P 1) redolentibus P m) serv. nostri honoris BB'P n) Theodaldi 

BP; Thedaldi B' o) Uallecarii B; Vallengarii B'P p) Burnengo BP; Burnegho B' q) Su- 

poni B' r) A; Atto BB'P s) A; Teodaldo B; TbedaJdo B' ; Tlieodaldo P t) omnem BB'P 

u) toiTentera BP; forensem B' v) ripparitium B; riparitium P; riparium B' w) partem 

50 aque BB'P x) terrani illorum proprietatis BB'P y) tenninatis BP; terminaus B'; 

die ganze .Stelle ron per bis terminatur scheint durch Auslassungen verderbt zu sein z) fehlt 

in B'P ai qui P b) A; Suprariuum BP; Supperiuum B' c) transfudimus P d) comes 

marchio BB'P e) fehlt in BB'P f) eorum B' 

12* 



92 KAISKUr KKINUEX. 

Sifjnum «loiiini Ileiirici {M.) invictissinii rc-ris. 

Ejjilbertus« i-nnoellnrius vice'' ruillifrisi ' jiroliicii|icllimi'^ rocof;.' 

Data II. kal. iunii aiino (lominico iiu-iiniacionis'" MIHI, inilii'tiniu' I", anno voro 
donini Ilonriei secinidi regis" II'': actum in i':iiii|ni ijiii »lioiliir Ivaudn''. 

1',). 

Heinrich besd'i'titjt dein Kloster .S. I'ietro in dein d'oro zu Pnvia seine Be- 
sitzungen und Besitztitel sowie die Immunität und (jeirährt ihm seinen beson- 
deren Schutz für die gefährdeten Besitzungen zu Maglinso, im Lugano- und 
Agnothal. Cidempiiw — .' UH)i Jinii I. 

(h'igimildii)lntu im k. Slnntsnirliic zu Mnilaiid (A). lo 

Transunii>tiini oiiiniiini et quorumcunuiuc iarium, artioiniiii cl hniitiritiii micrdvdi rollegii 
Ghislerioriim Papiar (Papiae 1598) 23S aus A mit 111. iion. ian. — Robolini Noiizie 
di Pavin 2, 29S aus dem Libro ro.iso. — Hidher lieg. 1199. — Stumpf Reg. 1H82. 

Vrrfaxst und gesrhrieheu von Her. E (vgl. D. 68). Diesem huhen irohl mehrere filiere 
l'rkunden vorgelegen, so DO. 1.241. DO. IL 17H oder das diesem unehgehildele DO. ib 
///. 33, endlieh melleirht aMeh das D. Hugo's Böhmer Reg. lüir. 13SH. Doeh hat er 
die Vorlagen ao frei benutzt, do.is irir nur wenige znsammeiihäiigemle Wendungen be- 
stimmter auf eine der.ielben, das DO. I. 2-il, zurüekfiihren und deshalb dureh Petitdruek 
Itezeiehtiett konnteti. Anderes, was mit jenen Urkunden iihereinziuilimmen scheint, Itlsst sieh 
durch Vergleiehung mit DO. III. 362 und Dil. II. 68 als dem Stil des Her. E ent- so 
sprechend erkennen. Für die Giiferlisle mu.is, u^ie bei D. 68, eine besonders angefertigte 
Zn.'iammenstcUung benutzt worden sein. — Zur Datierung vgl. X. Archiv 'JO. t-W /f. 

(C.) I In nomine .sanctae et iiidividuac' trinitatis. Ileinriens divina t'avunte ide- 

inentia rex. .*<! circ-n loca dr-o dk-iitii iitistrnc bciiifriiitatis iimniticpiitiain preborp .studncri- 

nius, I all iioHtroniin repiiorum ^ stiitiiiii iiip!-trari|nc aiiiiiie saliitciii * ]>riitioi're i'ri'dinms. Quo- ■.''> 

cirea nnniiuin .«ianctae dei aecelcsi^ no.^trorunKjuc Hdelimn presentiuni ae futurornin 
noverit universitas, ([ualiter no.'< |iri. dei oninipotenti.'s nmoro iiostrjqiie .luimv .»iahite nee 
non inten-entu ac petitione donini Beneilini venerabilis episcopi nostn(|U(' rlileetissinii 
ciineta predia cortes et posses.siones atque faniilias onniestpie res niubile.s vd iniuici- 
biles monasterio snni-ti Potri qiiod dieitiir t'clum aiirpiiiii iiista nostnini Papiense )ialatiiini ao 
conKtructuni * per (jiiodvi» inircnium pertinentes vel respondendentes '' eidi-m sancto et vene- 
rabili crnoMn ponfirmainiiH • rorrnl.ora ni ii n atcjne iiostra rejfali potentia delVndinnis ci nb 
■ ininiiiin mortalinin inipiictudine liberannis: corteni'' seilie<'t'' (jiu; dieitur Aljicplaiia cnni 
universiH eiiiH ]iertinentiis, eoi-tem qu^ Flumjio noniinatnr, eurteni Uillarasi-ani nunii- 
nem*, cortem Larderiaeo. Turrine, Cresciano, Oenenzano'', corteni (|u<' dicilin- l'aone 36 
cum onmibus suii* pertinentibus, cortes etiam Calauade, Uirgonto, Malliace, Su.ssello 
cum omni omnibus ' eannn jjertinentiiR, omnesque cortes possessione« ac faniilias a 
noütri« predecesBoribu» rcgibus vel imperatoribus a tempore » Lintpramli repi« eidcm sancto 
loco conces» donatas aiit preceptali aiictoritate eonfiniiatas. statiiinniH insnper et 

72. 11) Ego (tilliertu» HU'; Klilicrtii« /' li) viceB Uli' i) Uuiligini A ; VuillijfisKJ //; « 

Viiilligini /': Violijn»»" U' k; fehlt in HU'; archicariccllarii /' 1) A; rccognovit lllt'l' 

m) iiic. doniini noMri Ii; iiic. doinini noBtri Icau Chrixti li'I' n) II /' o) regni eius /(/."/' 
p, ffhll in H'I' n) Laudo /<'. 

"S. 'I>tt«chit»,T- Bloch] A) A b) umpriituillch nfspotidcndendcnt«« ; iltu ilrille t]eu ilurrb l'iiii/.lr 
t/rlilt/t Cl o (nrr. aw» u di li KOijleifh cnrr. aug Ic e) Ge am ,Srli/um von Zeile l, 44 

nenzano am Anfani/ von Zeile .'» ron Her. IC nachi/etragen fl omni oninibii« A 



HEINRICH II. 1004. 93 

modis (ininibus constituinuis precimusK ac iubomus et iuxtJi nostrorum aiitecessorum 
regum vel imperatonmi '' tirmiter edicimus, nt inillns archiepi.scopus, nullus episcopus, nuUuB 
niarcliio vel come-s aut vieedominus gastaldio sive cuinscuniquo niinisterialis iiullaque 

iiKliciaiiii potestas vel rei publice minister * in predictis eortibus predüs et pos.se.ssionibus 

5 atque in corte que casale sancti Petri dicitur et in Anfoningo seu in aliquibu.s eor- 
tibus aut c'ortieellis vel loeis pref'ato venerabili nionasterio pertinentibus placitum tenere 
vel di.strietum faeere sive f'odruni aut aliquain publican» functione" vel reddituni ab 
siipra dietoruni locorum liabitaturibus vel pertinentibus exigere vel tollere, reniuta 
imiiii occasione, presumat. Inter cetera tanieu lioe specialiter statuendum censuimus, 

10 ut corteni predietam que Jlalliace dicitur, vel (juiequid .se})e dictum venerabile mona.ste- 
rium in valle Lui'iua et in valle Agno liabei'e videtur, precipue tueamur, quoniam h§c 
loca inter cetera niaiora et fortiora infortunia atque molestias hactenus sustinuenint, 
ideoqiie precipimus et, qiiibiiscumque interminationibus valemu.s iubere, decernimus, 
ut nullius umquani p|otestati]s minister vel missus aut famulus predictoiiim [locorum| 

15 habitatoribus sive pertinentibus aliquani deinceps molestiani inferre presumat, nullani 
districtionem eis faeere vel fodrum ab eis tollere aut e<iruni arbores succidere vel 
aliquid eorum supellectilis vel peeulii invadere aut de eorum possessionibus aliquid 
potcstative rapere vel diripere aliqua temeraria prcsimiptione aiideat; sed sieut hac- 
tenus iniuste fuenint contriti dissipati et ad nimiam ac infelicem paupertateni redacti, 

20 ita deinceps iusta deliberatione sint iuste miiniti et tiiti et ab omni oppi-essione ' 
nostra regia proteetione defensi. Si qnis vero aliquam querelam super aliqiiem eoruni 
habet, non per se vindicare aut per aUqnem legem i'eqiiire^ nisi per nos aut abba- 
tem ipsius'' monasterii presumat vel per nostrum aut ipsiiis abbatis missuni. Confir- 
matis igitur et ab onmibus infestationibus niunitis cunctis prefati cenobii eortibus villis 

sö capellis terris tamiliis tamulis et t'amulabus aldiis et aldiabus deeimis eanipis pratis 
silvis ' montibus vallibus planiciebus pascuis molendinis piscationibus aqiiis aquarum- 
que decursibus omnibnsque rebus iiiobilibus et immobilibus iam dicto monasterio datis 
concessis et adquirendis, regali auctoritate precipimus, ut nullus regnorum habitator 
nosti'oram, pauper aut dives, nobilis aut ig-nobilis, liber aut servus, magnus vel parvus, 

30 clericus vel laicus, aliquid ex imniibus supra a nobis statutis et preceptali auctoritate 
concessis et continnatis intVingere minuere aut aliter miitare presumat. Quiequic * 
vero in munitionibus vel preceptis a nostris antecessoribus regibus vel imperatoribus 
faetis continetur vel legitur. laudamus et confirmamus omnique tempore inconvulsum 
et incontaminatum permanere et perseverare decernimus et omnino deliberamus, qua- 

35 tinus prenominati venerabilis eenobii monachoiaim congregatio liberius et tranquillius 
valeant deo servire atque pro statu regnonim nostroram nostr9que"' anim§ salute et 
parentum nostronim sive omnium iidelium christianorum libentius sup[plicare]. Si 
qiiis igitur hoc nostnim regale preceptum [in]tringere aut violare temptaverit, sapiat 
s[e comjpositurum auri obtimi libras mille, raedietatem kamer§ nostre et medietatem 

40 eidem sancto et venerabili monasterio. Quod ut verius credatui- et diligentius ab 
Omnibus observetur, manu propria confirmantes sigilli nostri impressione inferius ius- 
simus insigniri. 

^ Signum domni Heinrici (M.) Serenissimi et invictissimi regis. ^ 

§ Hegilbertus eaneellarius vice Uuilligisi archiepiscopi recoguovit. ^ (SI. 2.) 

o a 

45 Data pridie non. iun. anno dominice incarnationis millesimo IUI, indictione II, 

73. gl A für precipimus h) ein Wort une precepta oder definitionem fehlt in A i) ne über 
der Zeile nachyetrayen V) ipsiü A 1) am u non siluis eitie Oberlänge radiert m) nrfq, 

ohne Abkürzungszeichen A. 



94 KAISEIU'KKrNnKN. 

anno vero ri'gni donini Hoinrioi rojjis secumlo; jictiiin in nüIIc Agno in loco qui 
dicitiir Cadainpiuus; tolioitor iunt>n. 



Heinrich erneuert die Verleihung der Bunj Bel/itizoiia <ni die hisrhößiclie 
Kirche zu Como. Locamo — lixH Juni IJ. t, 

Collectio privil. Ctimatiae ecrlesiae des 14. Jh. f. 'J in der Bibliolirn .^lllbrosi(Ul<l :i( Mni- 
land (B). — Cod. jmril. Ciimnnae ecclesiae aus dem Anfang des Di. .Th. p. :i im hisrhof- 
liehen Arrliir zu Como (C). 

l'ghrUi Italio sarra ed. I. ö, :i68 aus C mit ind. seciinda = ed. II. ö, :iSO. ^= Leibniz 
Ann. inip. 3, 861. — Migne Palrol. 140, 257 n" 22. — Totti Annali di Como 2, S'i4 in 
aus C mit ind. secunda = Hidber Dipl. Heb: 28 n' 20. — Hidber Reg. 1200. — Böhmer 
Reg. P.5.5. — Stumpf Reg. 1383. 

Wiederholung des D. .irdniii.'i Stumpf Reg. 1842 : das Esclialohrill ireixl auf Eli, rgl. 
S. Archir 20. 141. Ehnidn I'il f. (.s7 iil)er die Dalierinig yvhtniddt. 

In nomine sancte et individue trinitati.s. llenricus Fraiiforuni pariter((iio LongD- i» 
bardorum divina favente dementia rex. Xotum sit omnibus nostris liiielihu.s. i|iiiii inior- 

ventu Euerardi Cumani episcopi [pro]* diWuo respectu et romedio gloriosissimoruin anti'cesso- 
nim nostronun Nndelicet imperatorum et » propagatione rejriii uostri (ledimus in iiitiyrniin ae in 
perpetuuni saiicto A)>oiidii> •miiioin illain partein de Castro Itiri/.oiia, qiic ad no.sirani piihlicani '' perti- 
nait tnni intus quam forii*, cum omuibiis appcndiciis et pei'tinenciis suis, cum nicrcatis teloneis *, •» 
cum Omnibus publicis redditibus et funetionibus, cum ipsa quoque porta quc publico iisui hactenus 
descri-ivit, ut libere seccurc quicte pacitico cum omni potestatc et Idcm tuerardus episcoi>ns 
Cumanus pro iutcgritate suc lidei et puritate sdrvicii et omncs sui successores habeant tcneaut et 
qnicquid eorum volnntas decreverit ad riiltiini iliviiiiiiii l'iiciant. quia predictuui castruni Kiri/.nna cum 
Omnibus que ad illud aut iiitus aut foris pertiuueruut a iiustro iure et doniinio et ab omni publica 'if> 
repeticiono in ius et dominium sancti Abondii omniuu traiistiidimtis dedinius douaviuius, ut absquc 
ullo publice'' rcBpcctu et sine imiui publica iuquietatioue oniuin supra scripta pcrtinencia cum scrvis 
et ancillis ita teneant iudicont * ordinent sicut cetera loca, quc ante centum annos ecciesia saucti 
Abondii acquisivit et tonuit. Decct cnim et regno nostro est incrementuui de biis que deus dcdit dor> 
donare et ci honorem retribnero, qui g-ratis honorat et a quo oinnis honor procedil. • Honoremns :>« 
orgo sanctos, ditemug loea sanetoriim, ut ipsos aput deuni adiutorcs babeamus et interccssores. I'er 
hoc cnim prcdeceasorc» nostri deo multum'' placucrunt; per hoc et nos sperainus et vife saliitem et 
regni «ugmenlum et pacis prnsperitatisque honorem. lubemns igitur, ut nulliis A\\\ marchio coines 
vicecomes, nullus Latiuus. nnllus Teotonicns, nulla regui nostri magna vi! parva persona doineeps de 
prcdicto camro itirizona aut de aliqua eins pcrtinencia aut intus aut foris ullo in tempore per ali- :i.'> 
qiiod iugcninm ite intromittcre audcat nee uinquam ecciusiam sancti Abondii indc disvcstire presumat 
aut Kticrardum nostrnm (idclissimum episcopiim Cumanum aut nlluni eins" succcHSorem inde in- 
quietarc molcat«re aut per nllnui placitum fatigarc eontendal. ."^i <|uis autem feceril, mille libras 
probntiKKimi auri componat, medietatem nohis et saneto Abondio alterain, et hoc precepluni tem- 
porjliüs Omnibus in sua maneat tirmitate. (^uod ut credatur rcrius, conservotur diligeiitius. hoc pre- 40 
ceptum «cribi iiuuimua, manu uostra limiAviraus et noatro sigillo insigniri precupimus. 

Signum dnmini Henrici (M.i iiivietiKKimi rcgis. 

74. [Rieger- Bloch- Seh walmj ai l't'. ; fehlt in BC b) BC ^ IT.; c« scheint etwa potestatem 
vtrr partem ?u fehUn ; ilnrh riil. f). 7.5 A'. c C) ffliH in (' ili iniiltuni dco C e) eiua nllum C 



HEINRICH n. 1004. 95 

Egilbertiis cancellarins ^ vice'-' Villigisi'' archieapellani rocog. ' 

Data secundo idus iaiiii anno duniinice incai-nationis niillesinio qiiarto, indictione 
prima, anno vero doniini Ilenrici -secundi rcgis tertio; actum in Lacunauara; in dei 
nomine t'eliciter amen. 



75. 

Heinrich bestätigt dem Clerus der Kirche zu Conio die Klausen und die 
Brücke zn Chiavenna. Locarno — 1004 Juni 12. 

Collectio priiil. Cmnanae ecdesiae des 14. Jh. /'. 14 in der Biblioteca Ämbrosiana zu 
Mailand (B). — Cod. privil. Ciimanae ecdesiae aus dem Anfang des 16. Jh. p. 28 im 
10 bischöflichen Archiv zu Como (C). 

Taffi Annali di Como 2, 82-5 aus C mit ind. secmida = Fossati in Periodico della 
soc. Comensv 3, 191 n" 45. — Hidber Reg. 1201. — Stumpf Reg. 1384. 

Wiederholung von DO. III. 207 ; die von Arduin in Stumpf Reg. 1843 mitverliehene 
Grafschaft Chiavenna ist von Heinrich nicht bestätigt. — Das Eschatokoll rveist auf EB, 
16 cgi. y. Archiv 20, 141. Ebenda 151 f. ist über die Datierung gehandelt. 

In nomine sancte et individvie trinitatis. Hem'icu.s Francoriim pariterque Longo- 
bardorum divina favente dementia rex. Si sanctis ac venerabilibus Cliristo dicatis locis 

deoque servientibus nostrc sereuitatis munus ooufeiinius, per quod eorum religio sublimetur, procul 
dubio crediraus apiid omnipotentem^ deum undique remunerari. Quocirea oraninm sancte dei eeelesie 

20 fidelium nostrorumque preseneium scilicet'' ac futurorum comporiat industria, quoniam Ebei'ardus 
venerabilis episCOpuS sancte Cumane eeelesie * pietatis nostre ccisitudinem petiit, iit pro sempiterui 
retributoris amore et salute anime nostre omniumque parentum nostrorum sancte Cumane eeelesie 
gregi tarn de cardiue qu.imque omnium sacerdotum cunctoi-miive ciericorum, eui fautore domino idem 
Heuerardns * pontifex preesse videtur, elusas et pontem iuris regni nostri de Clavenna cum omni 

25 redditu et exhiliitione, que usque modo ad partem nostre rei publice inde exigi et exire solebat 
deinceps perpetualiter possidendum confirmare concedere dignaremur. Cuius quia ratam prospeximus 
postulationenij eins precibus libenter acquievimus, coneedentes atque confirmantes iam dicto sancte 
Cumane eeelesie gregi tarn de cardine quamque Omnibus sacerdotibus prefatas elusas et pontem de 
Clauenna cum omni redditu et exhibitione, cum omnibus, que ad public am'' exinde soivi possunt, 

30 omuiaque in integrum eoneediuius ef* perdonamus atque eontinuamus eodem« sancte Cumane eeelesie 
gregi tam de cardine quamque omnibus sacerdotibus, sicut hactenus iuri regni nostri pertinere visa 
sunt, eo videlieet ordine ut supra taxatus grex ^ sancte Cumane eeelesie ceterique suecessores sui 
potcstatem habeant eas elusas et pontem teuere possidere seu quicquid ex reddibitionibus vel censn 
facere voluerint .ad laudem et honorem dei et sancti Abondii eonfessoris perpetualiter faciendum ex 

35 nostra plenissima auctoritate. lubentes ergo sanctimus, ut nostris ac futuris temporibus nullus dux 
comes aut quislibet rei publice procurator neque aliqua magna parvaque persona cuiuscumque ordinis 
aut dignitatis ex pretaxatis clusis et prelibato poute censuque * aliquid subtrahere vel minutionem ^ 
facere quoque tempore presumat, sed liceat predicto gregi sancte Cumane eeelesie tam de eardine 
quamque omnibus aliis suisque successoribus qui pro tempore fuerint iam fatas elusas et pontem in 

40 integrum ad suorum usuni quiete et pacifiee possidere, remota omni publica excubia vel tocius pote- 

74. f) canzellarius BC g) vioes BC h) Villigisii B-, Villigiisü C i) rög BC, rerbessert 
nach der Geirohnheif de.i EB. 

75. [Rieger- Bloch -Schwalm] a) fehlt in C b) Silicat B c) BC; publicum n^ ; fgl.D.74 
N. b d) ac C e) BC = VI'., vgl. DD. 2, 618 N. h f) C = VU.; minuitionem B 



9« KAlSi:i:r UKIN DKN. 

•tatift inqiiiftudin*. Si vero, quod miiiimc i-rfiliiims, coiitrH hiiiiis iiostri procepti .statutn qiiisqiip temo- 
rarius «xtilerit, «rint sp compositiiriim niiri piirUitimi librnü luillo, iiiodictnttMii palni'io iioatro et mi>ilio- 
tat«>m prefato gregi sancte Ciimnno ccclp«ic. (jiioil iit voriiis eivilatur ot dili^entiiia ab oniiiilius iil>- 
»rrvetnr, mann propria annotatum sig^illi nostri iniprpssiono iussiniux si^illari. 

Sipiuim donini Heiiirici (M.^ inviitjssimi resis- 

EgilhtM-tus ciiiicollariusf vioo Villifjisi "' archifapollani rocognovit. 

I)at« seciindo idus iunü anm> doiuiuice iHcarnationis inillosiini^ Uli, iiidictione 
prima, amio voro dnmni ' Heinrici sei-iuuli regis torcio ; actum in Lancuuara ; in dei 
nomine felicifer amen. 



7(>. 

Heinrich bestätigt dem Kloster S. Gal/en die Immunität, das Inquisitions - und 
das Wahlrecht, letzteres jedoch vorbehaltlich der königlichen Mitwii'kung hei 
der Wahl Zürich lOOJ Juni 17. 

OrigiualHiplnm itii Stiftsarchiv zu S. Gallen (A). 

Tschiidi Chron. Helreliciim 1. S Exfr. au.s A. — Ficker in Wiener SB. 14, 164 n" 7 15 
ni« Abschrift. — Wartmann S. Galt. ÜB. 3, 33 n' 819 aus A. — Hidher Reg. IW^. 
— Böhmer Reg. 956. — Stumpf Reg. 1385. 

Unmitlelbar nach DO. HI. 145 gexchriehen von EB. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. licinriens i'"r;uu''>ruin et Lon- 
gobardonim divina favente dementia rex. Omnium fidelium nostrorum tam praenontium so 

quam et fnturornm % pie derotioni pateat, ({uod venerabilis abbas nionosterii xaiicti Galli ßurchai'dus 
nomine ad no« venit, nostris obtutibns iiracsentans praecepta beatao memoriac senions et ante- 
cessoris nontri tercii videlicct Ottonis impcratoris augnsti alioruuuino reguni et imporatnruni, in 
quibuK Hcriptum inveniebatnr, qiialiter ipsi praescriptnro cocnobium et res onines ilinc aspicientex snb 
rejria» et imperatoriaii omunitatea «uae tnitionix »nscepissent. Pro rei tarnen iirniitate petiit celsitu- S6 
dinem nostram, nt no« denuo id ipsiini faoeremiis. Ein» petitioni pie nssciwnni praebenteg siniubine 
praAdocesaornm no«trornm constitiita sub imninnitate aancti loei perpcndcntCH praccipinins et statni- 
muH, nt praefatnm monasterium ea imninnitate anbaistat, »ieut eartarnm textui« eidcm loeo eun.sciipta- 
rum ennntiat, nt vidclici-t monaebi in ipno monaaterio oonveniontes soenndnni rcfrniam aancti Bene- 
dict! abba t i » inter ge elif^endi lirentiam liabeant, pracposita tarnen in omniblis regia eleetione, .10 
et nt idem monaalerinm cnni peraonig intrinaecn« vel forinaecu» aibi cohercntibn», trrris i|ii'.<|iic iiiIiIh 
et incnltia ad ae iiigte donative ac lej^alitcr pertinentibua nogtro noHtrornnu|ne .lui'ci'Hsonini post denni 
et aanctOK ein» manripatui »nbieetnni nullinN »nperioris nnt infcrinri« pcrHony dil'ticultato tnrbetnr auf 
cainjcumque pracccptionig nive digtrictionig molegtiam patiatur. Sed liceat ipni abbati .sin» iiliini« 
contradictioni« obataculo monachog gnog rcj^ularilcr rcjE^cre, faniiliae praeeipero, reg monagtcrii ordi- S& 
nare, intn« gen fori* omnia iuxta eongilii ani provigioncni dccontur congrne et ntiliter i^ubernare. 
Negotia etiam canifqne monaglerii, qnando nceeggitag occurrit, por coactum cxigantnr inramcntnm. 
ipgiug monaaterii offirialibna et advopatia in exigendia eirrnmcirca ciuadeni bo'i ri'bns ins gibi a nohi» 
eonceaaum hahcntihna. Iiptnr, ut praedietnm eat, gnb noatrae tnitionia imninnitate loeii» praenotatns 
•nbaiatena ah omni alienf inqiiiailionia gen cxactiouia moieatia goeiima permaneat, nt dei gcrvitoribng iO 
ioibi degentibn« pro nobis et rcgni noatri atabilitate aine aliqiia forinaeea inqnietndine oninipotoiiti 

76. g) canzellariui H b) Viligifii C \) dni tt. 

7«. [Sickel]. 



HEINRICH II. 10114. 97 

deo iug'iter liceat .siipplicnrc. Et ut lioo nostiae concessionis praeceptiini per futiiri tciiipoiis curri- 
cula iiitiim ])er3everet, iiiami luistra illiu] n.ssi|fnaiite.s firmiivinms sig-illi(Hlc iiostri iiipres.sioiie iii- 
signiri iussinius. 

§ Signum <l()iiini Hcinrici (M.) invietissimi regis. ^ 

I Egilbertu.s cancollarius vice Uuilligisi archicapellani recog. | (SI. 2.) 

Data X\'. kal. iiil. anno doniinicae infarnationis MIHI, inrlictinne I, anno vero 
domni Hcinrici secundi regis III; actum in Zuricii; in dei nomine felicitcr amen. 



77. 

Heinrich bestätigt dem Kloster Einsiedeln den Hof Riegel mit den dazu ge- 
10 hörigen Ortschaften. Zürich 1004 .Tum 17. 

Burkhards - Buch aus der eisten Hälfte des 15. Jh. 1, f. 23 im Stiftsarchiv zu Ein- 
siedeln (B). 

Guillitnann Hahshuryiaca ed. I. 56 unvollständicj, icahrscheinlich aus B = ed. II. 76 =^ 
ed. III. 73 = Guillimann in Thesaurus Hi.st. Helveticas 18. — Hartmami Ann. Heremi 112 
lö xvahrscheinlich aus B = Eckhart Orig. Habsb. 237 n° 39. — Placidus Reimann Doc. 

arch. Einsidl. 2, 13 n" 15 aus Abschrift des 17. Jh. (G). — Herrgott Geneal. 2, 97 n" 157 
aus C. — Hidber Reg. 1203. — Böhmer Reg. 957. — Stumj^if Reg. 1386. 

Nach dem Protokoll wahrscheinlich geschrieben von EB. Wenn wir uns nur an die jetzt noch 
vorliegenden DD. für Einsiedeln halten, so muss angenommen werden, dass DO. I. 276 (I) 

20 — vgl. aber dies D. Ottenthai Reg. 371 — für die Fassung zu Grunde gelegt ist, obwohl es in- 

haltlich mit unserni D. nichts zu. fhuii hat, dass ferner für da.s Ortsverzeichnis DO. II. 24 (II) 
und für die Guntram betreffende Stelle DO. I. 189 (III) hei-angezogen wurden. Wir haben, 
um das Verhältnis zu diesen drei Stücken zu veranschaulichen, was mit ihnen überein- 
stimmt, durch Petitdruck bezeichnet, halten aber für wahrscheinlicher als eine derartige 

25 Zu.mmmensetzung miseres D., dass dasselbe nur auf eine uns verlorene Urkunde, ein DO. I. 

betreffend die Schenkung von Riegel, zurückgeht. Dass ein solches DO. I. existiert hat, 
ist nach DO. IL 24 und DO. III. 4 sehr wahrscheinlich (vgl. auch Krüger in Jahrb. für 
Schweiz. Geschichte 13, 520 N. 1), und wenn dieses D. deperd. Dictatvorlage von DO. I. 276 
war, so würden sich aus ungeschickter Benutzung dieser Vorlage auch die von Sickel 

3ii Kaise)-urk. in der Schweiz 83 f. mit Recht hervorgehobenen stilistischen Mängel der letz- 

teren Urkunde z. T. erklären lassen. Bei unserer Annahme ist die Voraussetzung nöthig, auch 
in dem .supjwnierten D. deperd. Otto's I. habe, wie in DO. I. 276, in der Arenga irrig 
divina {statt divinae) remunerationis premium gestanden ; denn offenbar stellt in 
unsei'm D. 77 divinum remuneracionis premium einen wenig glücklichen Versuch zur 

35 Verbessei'ung dieses Fehlers dar. Dass jene Voraussetzicng keine Schwierigkeiten macht, 

liegt auf der Hand. 

In nomine sanete et individue trinitatis. Heinricus divina favente clemencia 

rex. Si circa loca deo (iicata pro ecclesiastice faeiiltatis augmento iutendimus, divinum nobis I 

prot'ecto reraiuieracionis premium profuturum credimus. Ideo noverit * tidelium uostnjrum tarn pre- 

40 seucium quam et f'uturorum industria, qualiter venerabilis abbas nomine Wirand qui et 

Verendus nostre serenitatis excelleneiam deprecatus est, qiiatenus eccieaiam sanete Marie in cella 

Meginradi heremite constructam deoque dicatam sublevaremus nostrorum exemplo antecessorum. 

CuiUS precibus et ipsius interven t u i assensum prebentes * ob eternani remuneraeionem et rcmedium 

Kaiaernrkunden lU. 13 



98 KAISEHUUKUNDEN. 

«iiime iiostn- <|iinii)Inin i'urteiU regü ((Uiiiulain iuri« iirclilmtc occiosio » siTvisiiui' doi siTUiii • 
por «urcedeiicia tcniporn in profntii efllii tlro lul refJllllUll Slini'ti HeiU'difti militaiitilms [KT lioc 
II preceptum CnnfinnUvilUUS et ex iutoirru • (lonnviinii.s nun oiiiiiiliiiK Uli i- jiiiiliiii iiiitiMii (|Ue 
Kyo|i:ol dil'itlU' iii8tc i't Ipg'nlitvr portiiioiitibiiM in durHlu AliMniiiinicu in coniitiitii llri.sikf^owc. siili- 
nomiiintU hiU* loci» Kmlinj^a, Wcneliii^H, Clioncing'n, Doiiin^n, liiirclicini, llal>Iiii|;ii, ot cetera Idcu ad 6 
prefa t a ni '' ciirtoni Kiogol portiiienrin, ul)ieiinii|ue provinciariiin iaeere vidonntur, cum omni euriini 
nsii, cum ecciesiis ot paruni deciiniK, cum umuiliu8 ceuAiliux edificiis maneipÜK utriunque kcxux ap'is 
pratio vinetiü silvi.s fiirostibns paiicuis a(|uis ai|uaruni<| u e docnrKil>us pi.seacionlhus iniileiuliniK 
cxitibuii et reditilius cultis et incultis ((UcsitiK et ini|uiri'ndis I't Dlllliinn ita, siiuli i|iliili(l;llll 
III Gnntrammn.'« vistls Ost liabt'IV in stlM Vi'stituni. i|llilll(l» oti ren I n m ITgif illtidriitatis 10 
publica senteiicia convictiis extitit ot "iniiis eins pii.]irictas iusto iudicin in fogalciii imini- 
ficeneiaiU et potOStnteni loglllitor diiiKlIeata eat. InssiniuK i|iiui|ue lioe preccptum indc cunscribi, 
per <|Uod volumus lirniiterque inlienuiN. llt proillOlllOfati nionachi oiiinesqiio siiccossofos oofiuil 
absque uUius contradiotinno porpotiialitor libem iudo fruantur ai'bitrid sibi liabendi 

1 aut eoc'lcsiastie«! moro conillllltaildi. Kt ut bec nnctorita-s nostra stabilis inrcl"ra;rabiliter con- 16 
seiTCtur, mann nostra pmprin subtns enni Hrninviniiis et sigilli no.stri impresnionc ilisiglliri iussimus. 

Sigmini doinni Heiniici (M.) invictissimi regis. 

EgiJbeitus cancellariiis vice Willigisi aiTliioappellani i-ecognovi "■. 

Data XV. kal. iid. anno domiiiice incafuacionis MIHI, indictione I, anno vero 
donini Heinrici secuudi regis III; actum in Zuiicli: in dei nomine feliciter amen. so 



78. 

Heinrich ertheilt dem Cleriker Becilin ßir den Dienst des h. Cyri actis in 
Sulzburg die Erlaubnis zur Errirldunfj eines Marktes zu Kincka im Breisgau 
sammt Zoll, K'Jnitjsbann und Ufff-ntlichen Rechten, aber mit Ausschluss der 
Münze. Sirtmhurg 1(MJ4 Juni ^5. »5 

OngiuaUUplum tin Staat.sarchiu zu Pnintrut (A). 

Herrgott Geiieal. 2, 98 n" Jö8 aus Aburhrift von C. — TrouiUnl Moii. de BMe 1, lU 
m" 88 nu.s A. — Hidl>er Reg. 12()4. — Böhmer Reg. 9-58. — Slumjif Reg. 1387. 

Narh iJirtnt des EA geschrieben von EH. — Zur Deutung des Namens Rincka vgl. Poin- 
signon in Zeit.trhr. für die Oench. des Oberrheins N. F. 2, 460, Schulte ebenda 6, 572 N. 5 so 
und Heyrk Ge.ich. der Herzoge von Z/lhringrn H Aum. 12. sowie ebenda ti. 7. 9 iilier 
die l'er^on des derikers Becilin. 

<C.) ^ In nomine sanetae et individtiae trinitafis. lioinricu.s Franonnim paritor- 
que Longobardornni divina favente dementia rox. Hogiao est iiimiitieontiac ti(b'- 

libns Rui» modcKtc ^ postiibitn concedero. I'ndndc notuni sit omnil)iis tidolil>us nostris «6 
j)raet!(mtibiis seilieot et ftituris, (|iialitor nos siip)iliciter |ietcnti olorieo IJcoilino per 
interventtim dilecti nidjjs ueceicsiai- liasilion.sis cpiscopi Adalbonniis in aiigmentum 
Hervicii »anetiHKinii inartyris Cyriaoi p.r li.ie rogiae maientatis inKigno licentiain dedi- 
mu» faeiendi inoreatiim »ive emporiiiin in loco qui dieitiir Kinel<a in |>agit lirisiligoiiiii 
in comitatu Hertdoldi cnui thtdoneo sive veetigali regioquo banim ot oinni piiblioa 4o 
fiinctione, execptii iiioneta, liabeantque ibidem negotianto« pacom nostrae auctoritatis 

77. ■Hr<-««lati-Rini{li"l!'. a; hiii hiis U ]>) prefatnm /< >■) rci.infui fl. 



I 



HEINRICH H. 1004. 99 

et defensionis sieut in maioribus iiostri regni locis et civitatibus, omnium persoiicarum 
contradictione reiiiota. Et ut haec nostri praecepti auetoritas super oodem niercato 
stabilis et inconvulsa pennaneat, haue pagiiiam manu propria roboratani »igillo nostro 
imprinii iussimus. 

^ Signum domni Hcinrici (M.i invictissimi regis. § 

I Egilbcitus cancellariiis vice Uuilligisi arebicapellani recog. § (SI. 2.) 

Data VII. kai. iul." anno dominieae incarnationis MHIJ, indictione I, anno vero 
domni Hcinrici secundi regis HI; actum Argentin^"; in dei nomine feliciter amen». 



79. 

10 Heinnch verleiht der Aebtissin Brigida von Andlau die Erlaubnis zur Er- 
richtimg eines Wochenmarktes daselbst sammt Zoll und öffentlichen Rechten, 
aber mit Ausschluss der Münze. Mainz 1004 Jxli 1. 

Notarielle Abschrift von 1758 eines verlm-enen Vidimus von 1686 nach dem verlorenen 
Salbxch ron Andlau im kais. Bezirksarchii: zu Sfrassburg (B). — Abschrift des 17. Jh. eines 
15 Transsiimptes K. Sigmunds von 1437 Juli 13 ebenda (C^). — Notarielle Abschrift von 

1758 desselben Transsiimptes ebenda (C-). — Abschrift des 16. Jh. desselben Trans- 
sumptes ebenda (G^). — Abschrift eines Tramsmnptes K. Friedrichs III. von 1442 
Juli 13 in dessen Registe)-buch N im k. k. Hans- Hof- und Staatsarchiv zu Wien (C^). 

Lünig RA. 21'', 119 n" 112 aus dem Vidimus von 1686. — Schoepflin Als. dipl. 
üo 1, 148 n° 185 aus dem Salbuch (S). — Grandidie)- in Würdtwein Nova subs. 6, 154 

n" 76 mit ind. seeunda ebendaher, trotz seiner gegentheiligen Angabe (G^). — Grandidier 
Hist. d'Alsace i*, 197 n° 361 ebendaher mit ind. 11 (GV- — Böhmer Reg. 960. — 
Stumpf Reg. 1388. 

Geschrieben nach einem Concept des EA, abgesehen vielleicht von der Corroborafio, die 
85 dem Concept gefehlt haben mag und durch ihre ungewöhnliche Fass^ung die Vermuthung 

nahelegt, da-'is der Context von einem dei- Kanzlei nicht angehörenden Schreiber mundiert 
ist. Das Eschatokoll entspricht den Gewohnheiten des EB. — Da der Text des Trans- 
sumptes Sigmunds, auf welches dasjenige Friedrichs III. zunickgeht, durch die Ueberein- 
stimmung von G^C^ feststeht, haben wir von den Lesarten der schlechteren Ueberlieferungen 
30 C^G* (ebenso icie von denen der Drucke) nur einen Theil verzeichnet. 

In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinriciis* Francoriim et Longo- 
bardormn divina favente dementia rex. Regalis est decentiae'' fidelibiis suis 

modeste postulata concedere. Proinde noverit cunctoi-um iidelium nostrorum tam 
praesentium quam et futurorum industria, cpialiter nos humiliter et devote petenti 
35 sorori nostrae Brigidae '' videlicet abbatissae per hoc regiae maiestati.s nostrae in- 
signe'* licentiam dedimus constituendi mercatum sive emporiuin et qualibet quarta 
feria in publica potestate mercimonia stabilia " ventilandi in pago Alsatia ' in comitatu 

78. [Bresslau] a) vn. kal. iul. (oder rielleicht nur vu) und Argenting — amen nachgetragen. 

79. [Bresslau - Bloch - von Györ)'] a) Henr. 6" C^ b) C, dessen Lesai-t wir mit Rücksicht auf 
*o decet in dei- Arenga ron D. 80 gefolgt sind; clementiae BGS c) Brigitae C d) in- 

signem C e) scibil. BSG und C; stibil. CT*, so dass in dem Salbuch scibil., »"»i Original- 
transsumpt Sigmunds scibil. oder stibil. gestanden haben niuss; stabil, in C^ ist also nur — 
freilich richtige — Emendation des Abschreibers f) SG ; Alsatiae BC 

13* 



100 KAISEia'KKUNDEN. 

Kberhardi in ij>.sn villi» inonniiti'rii i[\un\ dii'itiir Autilalia", cum tiicluiu'o et vfi'tiifali 
et universa juiblica funotioiu', exccpta moneta, et cum totius stabilitatc '' iuris, ita ut 
non sit in'' t«ta Alsatia stabilius" mercatuni hactcnus a rogibus sivc ab imperatoribus 
permissuni <|uam' ilbnl a nobis jicrpctualitcr concossiim in snblcnicntum scrvitii mona- 
cliaruni ibidem sub rc-jula sancti Hcncdicti den scrvicntiuni, jirat'ci|(icntcs itaijue, ut t> 
oiiines boniincs in ciusdoni loco morcali invicom ncgotiantcs paceni et sccuritateni 
in circuitu per spatium miliiarii tam certani nostri banni et «lefensiimis teneaut, ipiani 
in aliis civitatibus opidis castellis vicis villis'' tenuerunt et tonere debuerunt. (piot- 
«piot ' pnblicuni petierunt mercatuni, junge remota contradictione tota. Et ui liaec 
nostrae ooncessionis auct<n-itas stabilis et firma vincat saecula, banc cartani praecepti lo 
nostri in testinmninni scriptam nostnxpie sigiild impressam'" propriM niaiui attcstantos 
linca subtns tirmavinuis. 

Signum doniini Heinrici " regis invictissimi. 

Egilbertus cancellarius vice Uuiliigisi" arcbicajjellani recognovit. 

DatA" kal. iulii anmi dominicae incarnationis millesim<i Uli, indictiono !•', aiinci ih 
vero domini Heinrici" secundi regis'' III''; actiiiii Mi)gimtiae"; in dei iKuniue f'eii- 
citer amen. 



80. 

Heinrich verleiht dem Bischof' Adalbero von Basel den Wildbann nhev den 
Hardtwald im Elsass. Mainz 1004 Juli 1. so 

Abschrift von 1513 im Basier Diplomatarium Ä p. 2 im Staatsarchiv zu Pruntrut (B). 
— Al/si'hrift aiis dem Anfang dcft 14. Jh. im (Jhartid. Bnsiliense f. 17' im Staatsarchiv 
zu Bern (C). 

Wurslisen Ba.tsler Chronick W rit. — Herrfi'ilt Geiieal. 2, 98 n" 159 aus Abschrift 
von C ^ Grandidier Hist. d'Alsace i*, 196 n" 360 unvoUstilmlig mit ind. II. — n 
Memoire pour les hiritiers d'Hervart contre l'Etaf et les communes intervenantes (Paris 

0. J., wohl 1847/48) 32 aus C = Zöpfl AUcrthiimer des deutschen Reichs und Erchls 

1, 330. — Trouiltat Mon. de BAle I. 145 n" 89 aus BC. — HIdhcr Reg. 1205. — 
Stumpf Reg. 1389. 

Indem die verlängerte Schrift des dem Schreiber von B vorliegenden Originals in dieser so 
Abschrift recht gut nachgezeichnet ist, lä.ist .lieh feststellen, dass unser D. von EB ge- 
»chrieben war; dieser hat wohl auch mit Benutzung von D. 79 das Dictat geliefert. 

C.i' ^ In nomine sanctae et individue trinitatis. Ileinricus divina favente de- 
mentia rex. Decet enim* regakin exeeliciitiam suis fideJibuH modcste § posttdatii 
concedere. Proinde noverit cuiictiirum tidcliuni nustrorum tarn'' j>resentium fpiam *" 36 
et* futuronim industria, fpiaiiter uok bumiliter t^t devote pctenti dilectissimu nnbis 
dnmino Adalberoni Ba-siüensis aecciesie veneral)iilimo pr^suli dedimus rpieudam iuris 
DM-tri in Al-.'i<i.i ' ■•.•dtnni rii-.-idi-uti-in versum iuxta Henum in comitatu Utonis" con- 

711. «( tiC'C'i AiiUlolm C; AiiililHlm USC hl H.SO ; nit et in C i) qua fl k) BSO ; 

vici» et villi« C \i >|uot>|uocl H m) HSG ; imprcngo C'C^C; imi)rcH». C n) .S',- 40 

Willi^iii nffC'CU"; Willitfi (•> n) HSG; «latum C p) ind. II «'; in<l. «ecunda G' 

Hl S(i ; rcjpii HC; inihrm-hfinlich ulanil im Oni/innl rc« r) .'t"" U 9) Maguntic C". 

XO. [BrciwUu, a; fihU in r In tum ß c) <|uu H il) Alsatia C e) Vttoni» C 



IIKlNRIC'll II. lOUl. 101 

situm et per hoc vegic,^ iiiaicstatis imsti-e'' pryocptuiii, as.senciente omni popiilo ciiisclem 
saltiis actcnus» usuiii liabente, in proprium et in perpetuum condonavimus, co tenore 
ut nemo virorum deinceps potestatem habeat extra volimtatem et licentiam predicti 
episcopi et successorum suorum in eodeni saltu — de Basil^a'' civitate deorsum ver- 

6 siuii sccus Hrenimi' usquc Bveliolieira'' et de Bvohciieini ' nsqno ad Ruluiniouiia"' et 
de Ruhuiileuua'" tenus Herinlmson et exinde" usque ad ]\Iu(itlieresiieini et de hoc 
usque ad Kudinisheim, deinde tentis flumcn quod dicitur liiila" et sie per liinitem 
usque'' Ilahuhunisheinri, deinde tenus IMatisheim'' et sie usque ad Binningun % ubi 
aqua Bersili ' vocata dceurrit in Hr^'uum ' — de genere eervorum sive eapreolorum" 

10 aut aprorum aut ursorunP' aut fibroriun agitare, nostro banne interdicente *", marem 
seu feminam vel saltem aviculam inquietare qu§ dicitur parix sive capere presumat. 
Et ut hec nostrae concessionis auetoritas stabilis et inconvulsa permaneat, hano" nostri 
precepti paginam inde conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri impressioue 
iussimus insigniri. 

ifi ^ Signum >" domini Heim-ici (M.) regis invictissinii. | 

I Egilbertus cancellarius vice Umlligisi arehicapellani recog. ^ § 

Data kal. iiü. anno dominicae inearnationis MIHI, indictione I, anno vero domini 
Heinrici secundi regis III; actum Moguntiae''; in dei nomine feliciter amen.* 



81. 

20 Heinrich bestätigt dem Nonnenkloster Fischbeck Schutz, Immunität, Wahlrecht 
und Reichsunmittelbarkeit. Ohsen 1004 .Mi 20. 

Urkunde in Diplomform im Stiftsarchiv zu Fischbeck (A). 

Mader Ant. Brunsvic. 209 n" 8 aus Abschrift = Pauliini Hisf. Visbecc. 7 = Leibniz 
Ann. 3, 862. — Wilmans - Philipjn Westf KU. 2, 146 n" 128 aus A. — Westf ÜB. 
S5 Suppl. 97 n" 597 Reg. — Böhmer Reg. 961. — Stumpf Reg. 1390. 

Wie die Urkunde heute vorliegt, ist sie im 12. Jli. (schwerlich noch im 11.) auf einem 
Pergamentblatt geschrieben, dessen ursprüngliche Schrift durch Rasur oder Abreiben ge- 
tilgt war. Dies Blatt enthielt ein Originaldiplom Heinrichs, dessen Siegel an seiner 
ursprünglichen Stelle belassen, aber durch Anbringung eines zweiten Rapides von eticas 

30 dunklerem Wachs neu befestigt ist. Während die Jetzige Schrift — bis zum Eschatokoll — 

auf 8 Zeilen (auf deren letzter nur das Wort iussimus .^teht) vertlieilt ist, füllte die 
ursprüngliche Schrift bis dahin nur 6 Zeilen und einen Theil der siebenten; das Mono- 
gramm stand eine Zeile höher als in der jetzigen Anordnung. Der jetzige Text gehört, 
wie die Vergleichung mit der VU. DO. I. 174 und der NU. Konrads IL Stumpf Reg. 

35 1868 (beide im Or. erhalten) lehrt, abgesehen von zwei Inferpolatione)i, dem nach dem 

Protokoll wahrscheinlich von EB geschriebenen D. Heinrichs II. an. Die erste Inter- 
polation umfasst nur die beiden Worte vendere aut in der Immunitätsformel ; durch die 
zweite wird dem Kloster die freie Wahl des Vogtes verliehen. In der VU. hatte sich der 

80. f) fehlt in B g) B; hactenus C h) 5; Basilea C i) B; Renum C k) C; Bounheim 
40 oder Boiniheim ß; NU. Stumpf Reg. 2174 in der Abschrift in B Buoheheim 1) C; Buon- 

heim B; NU. auch hier Buoheheim m) Ruliunlewa C n) deinde (' o) Hylla C 

p) ß = NU; usque ad C q) Habichesheim C; Habuchinisheim NU. r) Blathzheim C 
s) Binningen C t) Bereich C u) eapreolarum C v) ß = NU; aut ursorum aut 

aprorum C w) B = NU; interdicentes C x) hunc B y) Signum- und Recognitiom- 
45 seih fehlen in C z) Moguneie C a) eitie Abbildimg de.i Siegeh (SI. 2) in B. 



102 KAISKWr HKT NDEN. 

Kifiiig sflhst rfiV Voijtfi vorlH'hallrii : in (Irr NU. fehlen iirar die beziliilichen Wortf (n/l. 
Sote g). iilnf dtiss die Voylei kfiniylich trnr, ersieht sich aus den iihfr die Zeit Kon- 
rads III. vorliegenden Nachrichten, denen zufolge sie s-ich damals als Meichslehen in den 
H/fHdeii Heinrich-t des I^irn) Itefand (vgl. Kehr in A'. Archiv lü, H72 ff'.). — Das in 
die VI', und die NF. aufgenommene Giiterveneichnis kann in dem echten DH. IL den t> 
Raumverhdllniiisen nach nicht gv.<<tanden halten : schon um für die Interpolation Raum zu 
schaffen, mu.'iste, abgesehen von der Verlfingerung des Contertes um eine Zeile, die ursprüng- 
liche CorrolHtrationsfonncl gekürzt werden (vgl. Noten h. \). — Das Dictat der drei 
Stücke D. 81 — S:i° entspricht in manchen Wendungen den Gewohnheiten ihres Schreibers EB, 
in gewissen aiulereti mehr denjenigen des EA ; u^r müssen es unentschieden lasseti, ob EA lo 
^«•1 ihrer Ahfa.viung noch mitgewirkt, (dso sich noch einige Wochen länger als wir N. Archiv 
<?0, JöV f. angenommen hatten, an den Kanzleige.'ichfi ften beiheiligt hat, oder ob jene Er- 
scheinung dadurch zu erklären ist, dass der leicht zu beeinflussende EB sich einige Wen- 
dungen seines Collegen angeeignet hat. — Die Aebtiisin Alfheid wäre nach dem Fisch- 
becker Nekrolog (Böhmer Fontes 4, 498) die aste Vorsteherin des um 955 gegründeten i5 
Klo.iters geicesai und müsste also sehr lange regiert haben, troran Diekamp in Westf. ÜB. 
Suppl. a. a. O. Ansfo.^'i getwmmcn hat : allein die Angabe des Nekrologs wird durch den 
Wortlaut unstres D. nicht gestützt und bewei.st 7iur, dass man im l'.i. ,Th. von keiner 
älteren Aehtissin mehr icnsste. 

(C.) § In nouiiiK- .sancte et iiulividuc trinitatis. Ilcnrifus" diviiia favoiite cle- so 
Ilieutia rcx. 8 Nntum »it Kiiniilius (i(li'lil)iis * '• taiii pn-soiitibus iiumii et futiiris, qualitei" per 
intcrventum dilectissbiie coniugis nostre | Cunigundc videlicet regiiiy quoddaui mona- 

StCriuill in villa (ju^ dicitur Uisbeki COnstl'UetlUll est '' eanoiliea saiu-tiinoiiialiiiiii ooiig-re(,'iiti o n o 

a vcueraliili matruua tioiiiiiic Hclmliurpa quoiidaiii iustitutiiin, ul)i nunc temporis religiosi 
nominis abbatissa Alflieid preesse videtiir, in nostrum nnindibiirdiuni esf defensioneni Ü5 
cum oninibus ibidem eollatis aut conferendis per hane rcgiaui auetoritatem recei>iniu.s. 

l'ri-c-ipieiite» igitur iubcnius, iit iiiilliis iudex piiblicus iicquc ali(]Ul.S i-x iiidiciaiia potcstafe lioiiiiiic-s 
(iredicte ecciesio libero» seil coloiio» iitus aut »ervoa <vendere ailt > » alii|ui] iniusto'' iiegotio 

dütrin^cre preournat« ». Presertiin cuuci-diinuN insigni potestate regali, nt liabeant sanctinio- 

niales ille liberum • potestatem per SUCCessiones temponini inter se sivy f aliuude abbatiasani 30 
cligeudi, • Dullius «eculari dumiuio • subiccte, cxceptu iiotttro, ijui eariini *K defensor dcu aiiiiuente 
ewe volumu». <Sit et in potestatc eiusdem bici abbatissc una cum congregatione illi 
subiecta bec stabilis et incon>id8a libeitas, quatenus advocatuni eligant, (jui boniines 
ecclesie di.-stringat, si redditu« siii iuris experti fuerint rebelies. > Et ut bee nostra 
eonfiniiatio pennancat ratji,'' baue noetri preeepti jiaginain indc conscriptani manu sb 
propria roborantes ' inKigniri iussimus. 

^ Signum donmi Ileinrici (M.i regis invictissiini. \\ 

EigelberguH | caneellarius vice Willegisi arebieaj)ellani recogn. ^ (SI. 2.) 

Data XIII. kul. aiigusti anno milleKinm UM incarnationis dominice, indietione I, 
domni Heinrici »ecundi regis III; actum in villa Ösen: in di-i nnniinc i'(ru-it<T aiiicn. 4" 

Hl, Brcmlau] a| N und R ligitrl li) VI', urul A'f. fidelibus nostris, uml so wohl auch im 

l>r. ururrt» J). c) A, revKchrifben ft7r et dj Vi', umi NV. in aliquo nenotio iuiuste, 

und Ml tnihl auch im Or. unnertji I). e) danach in VI', und XU. iiini tautuni adviicatus 

loci illiuD, unfl »o fjeiriim auch im (h\ unurre» I). f) A g) W. advocatuH ac defensor; 

abtr in St', fthtm irie in unntrnn I). die Worte advouatus ac h) A'f. conKrniatio stabili« *■< 

et inconvalw |>cnnaneat; ditne dem Hli ijel/lufiye Formel hol f/ewimi auch im Or. unseren 
O. geslamltn i) dnnuch in AT. BJgilli iio«tri iiiipri-asionc, und ho ffeuiim auch im lh\ untere« D. 



HEINRICH IL 1004. 103 

82. 

Heinrich bestätigt dem Nonnenkloster Dr'dbeck Schutz, Immunität und Wahl- 
recht. Magdeburg 1004 August 1. 
Originaldiplom im fiirstl. Stolbergischen Archiv zu Wernigerode (A). 

B Bresslau DD. centum 31 it" 21 am A. — Stumpf Acta ined. HHS n" 260 aus A. — 

.Jacobs Drübecker ÜB. 4 ti" 5 aus A, nebst Facsimile. — Stumpf Reg. 1390". 

Geschriebeil von EB (iitier das Dictat vgl. D. 81) unter Benufzumj eiitircder des DO. IT. 22ö 
oder irahrscheinUcher des uns jetzt nur in kurzem Auszug erhaltenen DO. III. 167. In- 
dem ivir die Uebereinstimmung mit der ersteren Urkunde durch Petitdruck bezeichnen, 
10 müssen wir dahingestellt sein lassen, inwieweit die Abweichungen des D. 82 von dem 

DO. IL auf das verlorene DO. III. zurückgehen. — Ob und in welcher Weise die beiden 
unterhalb der Datierungszeile wohl von anderer Hand hinzugefügten Namen (s. Note ä) zum 
Inhalt der Urkunde in Beziehung stehen, oder ob deren Träger bei ihrer Erwirkung oder 
Ausfertigung eine Rolle gespielt hidien, ist nicht zu entscheiden. 

15 (C.) I lu nomine sanctiie et inclividuae trinitatis. Heinricus divina favontc de- 

mentia rex. Ndtuni sit omnibus tidelilms nostris; praesentibus scilicet et t'uturis, 

qualiter iios per interventxim dilectissimae ^ iiobis coniugis* nostrae Cimigundae vide- 

licet reginae quoddam monasteiium in honore sanctae Mariae sauctique Uiti martyris in loco qiii 

difitur Drubiki moderno tempore'' constnictum * in nostr^ •> tnitionis detensionem suscipientes, 

80 [pjetente vero ac consentiente Arnolde episcopo in cuixis episcopio situm est, * ab omni 

human^ infestationis dominio per Iioc nostrae auctoritatis praeceptum perpetnaliter absolvimns, ea 
videlioet ratione •■ ut nullus episcopus comes vel iudex aut exactor neque aliqiiis oninino in prai't'ati 
mouasterii rebus iudiciariam praesumat deinceps exercere potestatem, nisi quem praescripti monasterii 

abbatissa, ubi nunc praeesse videtur aut qu(j sibi successerit in re, publicis utilitatibus, 

25 eonlaudautibus sororibus, uleg-erit advocatum. Et quotiensenmque iuevitabilis sors mortis abba- 
tissani deleverit, SOrores quidein liberam inter se vel aliunde habeaut potestatem eligendi 
abbatissam sine ullius contradietione, dumtaxat non sit minor persona dignitate, talique prorsus 
iure perlVuantur, quali vel Ganderesheim vel Quidilingoburg- moniales deo servientes uti videntur. Et 
ut hoc nostrae regalis auctoritatis praeceptum firmum et stabile permaneat, iiissimus hanc cartam 

30 conscribi et sigilli uostri inpressione signari, quam et manu propria subtus firmavimus. 

I Signum domni Heiuriei (M.) regis invictissimi. ^ 

^ Egilbertus canceUarius vice Uuilligisi arcliicapellani recog. ^ (SI. 2.) 

Data kal. aug. anno dominicae incamationis MIHI, indictione I, anno vero domni 
Heinriei sec-undi regis III ; actum Jlagadaburg ; in dei nomine feliciter amen. '• 

35 oO» 

Heinrich schenkt dem Kloster Nienburg Besitzungen in der Lausitz. 

Nienburg 1004 August 8. 

83". Originaldiplom im herz. Haus- und Staatsarchiv zu Zerbst (A). 

Knaut Ant. Ballensted. 94 dt. — Heinemann Albrecht der Bär 430 if 8 aus A. — 
40 Heinemann CD. Anhalt. 1, 74 n" 94 aus A. — Stumpf Reg. 1392. 

82. [Bresslau] a) couiugis n auf Basier b) tempore — nostrj auf Rasur c) dahinter Rasur 
d) unten am Rande, 6 cm unterhalb der Wmie nomine feliciter, wohl von anderer, aber gleich- 
zeitiger Hand: Giselbret. Herolt. 



104 KAlSEKl'KKrNDEN. 

GeschrirlieH t-on EB (iilter das Dirtat vgl. D. Sl): datiert nach der Handlung, die ans 
Anlass der Kirrhreihe erfolgte, welcher der König rt>r seinem Polenfeldzug h-iirohntv {vgl. 
K. Archir -JO. ItiSf.). 

8^. Originaldiplotn im herz. Haus nnd Staatsarchiv zu Zerhst (A^). 

Beckmann Anhalt. Hisl. l, tHt n" S ans A = Eckhart Hist. gen. Saxon. irü n" ^7, = 6 
lA^hnii Ann. H. 863. — Heitwnwnn Albrecht dei- Biir ■i-J9 n" 7 aus A. — Heinrmann 
CD. Anhalt. 1. 73 n' 93 ans A. — Böhmer Eeg. 962. — Stumpf Beg. 1391. 

Neuausfertigung von D. 83", ge.'ichriehen von ED, mit Hinzufügung einer Reihe von Be- 
satzungen. Dahingestellt muss bleiben, oh durch den Zusatz die urs]>riingliche Schenkung 
enreitert wurde, oder ob nur die zu den beideti Burgwarden gehörigen Pertinenzien ge- lo 
nauer aufgeführt irerden sollten , letzteres (vgl. Ficker Beitr. 1, 297) ist allerdings nach 
dtr Ausdrucksweise in JafftIL. Reg. 4059. 134:21 wahrscheinlicher. — Die ans D. 83° 
ül>ernommene Datierung giebt keinen Anhaltsputikt für die Zeit der Neuausfertigung. — 
Zur Deutung der (htsiianien vgl. die bri Hirsch Jahrb. 1, 316 N. 3 verzeichnete Liltenilnr. 

s:r. 83''. 15 

(O ^ In nomine sanctac et iudividuae (C.) ^ In uniiiinc siiiutac et individuae 

trinitatis. Ileinricus divina favente cle- trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Si Idco" sam-tnnini muni- niontia rex. Si lof«" siuictormn munili- 

ficentiae repfJllis larfjitate silblinianius, lioc ccutiiii' roffnlis larg-itatc sulilimimui.s, hoc uobii 

nobis tani ill liraescntis vitae ^ dccursu tnm in prcsentis vitac dccursu ^ ij 11.1111 in l'iitiirae ») 

quam in futurae {ijliiriac statu prodesse glorine statu jirodesse liquido profitemur. l'iciimic 

liquid)) projitemur. Proindc noverit om- noverit omuium sam-tae dei eclesiae iiostruruiii- 

niitm sanctae dei aecclesiae nostroninique tjuc fidelium industria, qualitor qitidam venera- 

fideliuin industria, qualiter quidani venc- liili» et nostri sanguinis abliaa nomine Kggiliar- 

rabilis et mistri sanguinis al)ltas nomine dus, aedificato a se regulari monasterio i-t in »6 

Kggiliardns, aeditieatu a se regulari mona- lionorciu sanrtac dei gonitricis Mariae sanctique 

Bterio et in honorem sanctac dei genitricis Cypriani '• martyris consunmiato in eivitiiti^ i|uv 

Mariae sanctique f'y|triani martyris con- dicitnr Niuuenbure inxta Muvium .Sala. 8up])lex 

summato in civitate quae dicitur Nuuuen- nostram depreeatus est celsitudinem pro amore 

bürg iuxta flu^'ium Sala, Slipplex nostram loci in perpctnum * suae interesse dcdicationi. .lo 

deprecatUH est celsitudinem pro majore No» igitur suae quia dignn erat obseqnontes poti- 

loci in perpetumn reverentia suae inter- cioni, et quia oa tcmpcstate proxima nohi« in 

e8»C dcdicationi. Nos igitur suae quia .Sclannniani instabat cxpeditio, pro cercioi-is gratia 

digna erat obsequentCS pctitioni, et quia triumpbi ad prefatiim religionis Mnciac loiiiiii 

ea t<-miicstatc proxima nobis in iSciauo- cum episcopis nostri« Hildcrico llaiielbrrtfcnsi, 85 

niam instnbat ••xpciiitiu, J)ro certioris gra- l'uidone lirandenburgensi, Ilildiuiiardo Citlcensi, 

tia triumphi ad praefatum religionis*' sacrac Unipperto Mcrscbnrgensi , I'naltbcro .Spirensi et 

locum cum e|»isco]iis nostris Hildfriciio Taginone Magedcbnrgcnsis ecclesiac arclüpresulc 

Hnuelbergensi, Uuiflone IJrandciiburgensi, divcrtcntc», conKummatis ibi rite in dedicatione 

Hiidiuuardo C'iticcnsi, UuijjpcrtO Merse- templi divini» officiis, in pcrpituum«' nostri nonii- 40 

burgensi, Uuaitliero Spirensi Ot Taginone nis et dilectv coniugi«'' nostrae (Minigundai- nie- 

Magedcburgensis aecclesiae archipraesule moriam parcntninqiK! nostronmi et karisHimi scnio- 

di verteiltes, consummatis ibi rite in dedi- ri» et antecessoriH nostri tiTcii vidolicet Ottollis 

catione tcnipli divini« officiis, in perpetimni" impcratoriN auguati commcmorationeni ad aiignien- 

nostri nominis et dilectae conitigis nostrae tnni loci '-et fnitnnn ibidem dco sub rcguln sancti 45 



H8". KreMlaa] n) A ii] aber io ein Strick H8''. [Brcsslau] h) acorr. aim o \t)an ia corr. 

autrorlirri c) A' A) iugis auf Uamir c) o co)-r. aus u 



UKINÜICII II. IIMU. 



lOf) 



(Juniyiiiiiliii- iiH-iiiiiriuiii |iai'('iitiini(|ii<' iiDstni- 
nim et kjirissimi scnioris ot anteccssoris 
nnstri tcrcii vidclicet Uttoiiis iiiiperatoris 
luijjusti coiiunfinDratiiiiii'ni ad au;rtiwiitiini 
s Im-i et rratniin iliidiiii dco sid» n i,^iila 
saiU'ti r>i'iii'di('ll iiillilaiiliiuii \i<'tualia diias 
iiDstri iuris (.•ivitates , id rst 'li-iclnis et 
Liu))i>cli<ili, rmii tcritoriis suis in iiaf;ci 
Liisici et in Gcronis foniitatu sitis sanctu- 

10 rum altario per lioc rej^alc'' iiracrrptiim 
ad interoessiDucni j)ra{'dicte eontcetaiis 
nostrao et eornndeni eiiiseiipornni eontnii- 
iinis, nna eiini (ininilnis cariini l(?j;'alibus 
])fi-tinrntiis et ntilitatilms niobililins et ini- 

15 nioliililms areis aeditieiis servis ei aneilli.s 
terris eidtis et ineultis pratis paseiiis sive 
eonipascuis siivis veiiaticmibiis atpiis aqua- 
runuiue decur.sibu.s piseationibns inolendinis 
viis et inviis exitibus et reditibns qu^\sitis 

so et inqmrendis ac eeteris quc qiiolibet modo 
rite voeari possunt utensilibus et appcn- 
dieiis, eo ten<iri> qiiatimis praefatus vene- 
rabilis Eg<:fiiiar<lus abba.s suiquc in aoter- 
num .sueeessores liberani inde liabeant per 

25 onniin potestatcm pro coenobii sni usibus 
et monaehonuu oportimitatibiis quiequid 
sibi libuerit faciendi. Et ut hacc nostrae 
traditionis anetoritas stabilis et incon- 
vnlsa penuaneat, hane iiostri praeeepti 

30 pag^nam inde conscrijjtani luaini propria 
roborantes si<;illi nostri inpressione in- 
signiri inssiinns. 

^ Signum donini Ileinrici (iM.) rcgis 
invictissimi. ^ 

35 § Egilbei-tus cancellarius vice Uiiilligisi 

archicapellani recog. | (SI. D.) 

Data VI. id. ang. anim dominicae in- 

carnationis MIHI, indicti<nie I, anno vero 

domni Heinrici .scciuidi rcgis lll; actum 

40 in Kiiuuenburg; in dci nomine feliciter 

amen. 



lk'iii.'clK'ti iiiililiiiitiiiiii vic-tiinliii (Iiiax iHiatri iuris 
i'ivitatCH, id vat Tric-him et [..iiilioclioni, MroKcina, 

Orotiiisti, Linbsi, Zloupisti, (Jozteuuissi 
iiiin iiritiiiii» sui» — ae iinnie qiiiefiuid 
Dieliieri in beneticimn bal>uit — in |in(f.i 

l.iisici et in (ii'i'niiis ciiinltatii xitls Haiicluriiiii 
altariii per lido rc^fale |iri'fc|itiini ail iiitcrei-H.iioMfin 
|iiC(Iirtao foiitci'tali.s iiostra« et vuriimlcin cpiNCO- 
|>oniin c-oiitiiliniiis, nna ciim oinniliiiH i-aniin ' 
ic^'aliliiis K iiertiiientiis et ntilitatiliiiN'' inoliililjiiii 
et iiuiiobilibu.s arci» aeilitiriis Nor\-i.s et aiicillis 
terris ciiltis et inciilti!« pratis pasonin sive coii- 
pascni.s !tilvi.s rcnatioiiilin.s a<|uiH ai|uarMnn|Mi' ilc- 
(•nr.-(iliii.s jiiseationilin.s niolcnilinis vii.s * invii« exi- 
tibus et rcilitibus (|ne»iti.s i-t imiuireudi» ae eetcrin 
<|ue i|UMlibot modo rite voeari possunl utcnsilibiiM 
et appeiulieiis, eo teiiorc i|Uatiiius prefatua vene- 
rabilis Enfgihardus ' abbns suirjue in netenuini 
.suecessores libcrnm inde hnbcnnt per omnia pote- 
statem pro eoeiiobii sui usibus et monaclionnn 
O]iortuiiitatibn.s ijniequid sibi libuerit faeiendi. El 
ut haee nostrae tradieionis anetoritas stabilis et 
iueonvulsa pernianeat, liaiu- jirerepti imstri pagi- 
naui inde eonscriptam inaim propria roborantes 
sigilli'' uostri in]ii'Cssione iusigniri iussimus. 



{;! Signum domni Heinrici (M.) regis 
invictissimi. ^ 

§ Egilbortus cancellarius vice Unilli- 
gis*^ archicappellani recog. ^ (SI. D.) 

Data VI. id. aug.' anno dominicae in- 
carnationis .MIIII, indietione I, anno vero 
domni Heinrici secundi regnantis III; 
actum in Kiuuenburc; in dei nomine feli- 
citer S amen. i\ 



88". c) über dem leiten c üt tiimter ein Ahkür- 
ziings^eichen von anderer Iland hinzugefügt. 



88*. f) über T eine OberWnge radiert g) legali- 
bus aus legabus sofoti con: li) über dem 
dritten t eine OberMnge aitsradioi i) h auf 
Kasiir einer Unterlänge k) «<ic7i si eint 
Oberlänge getilgt \) u auf ftasur; irahr- 
scheinlich aar zuerst g geiirhrieben. 



KaUtrrurkunden ll(. 



14 



106 K AISI IMliKlNUKN. 

84. 

Heinrich bestätigt der bischVtßichen Kirche zu Cremona die ihr von seinen 
lo)' ' rrt/ieilten Jicchtc: den Jiesif: des FhissKj'ers, den Zoll und die 

lid\u.~. ,.' itcirnJt hm- )hiiU, der iStadt und in i'inein (')idireis von fünf 
Miglien. M,i<iiMiir<i lt)<)4 Ortoher 9. 6 

Codrx SiVflrrfirtii«'«' ""< '''»' Anf'nini ilis l:i. .Jh. /i. 'I'J in dir Hililinliiii iiiivvninlivii zii 

l'ghelli Itiilia siicra cd. I. 4. 804 eil. mit S. k:il. oct. — Miiruluri Aul. lud. 6, tiH 
HnvoUsliiudig aus A. — Saiicleiiientiii-i Seni'.'< episc. Crenioii. ^:^S n" 14 aii.s A. — Hühmcr 
Reg. 963. — Stumpf lieg. 1S9S. lo 

X^ten DO. III. 2'J2, das ah Haupirorurkunde diente und itiirh die Fonntdieniiig der 
Sigtium- utid Reeogiiiliotii^zeile beeiuflustile, haben hei der Alifa.isuiig coii D. 84 noeh andere 
Cremiinexer DD. , inshviondere DO. III. 204 — 206. vorgelegen, an welche aber nur hier 
und da einige von uns nicht durch Pelitdnick bezeichnete Worte anklingen. Ist nun auch 
die Moglichkeil nicht au.<ige.ichlo.<;sen, dass der Cremonese, welcher die.ie und andere Stücke 15 
(vgl. die Vorbemerkung zu DO. III. 198) hergestellt hat, auch D. 84 dictierte, so kann 
doch namentlich mit Miick-whl auf die Arenga mit einer gcwi.'<sen Wahrscheinlichkeit EU 
als Verfa.'i.ier unseres D. angesehen werden (vgl. N. Archiv 20, 159 f.). Die Fassung 
der Daiiernngszeile giebt in dieser Beziehung keinen Anhalt.tpunkt : ihre Wiederkehr in 
D. 86 kann ebensowohl als Entlehnung aus un.ferem D. betrachtet wie durch die An- 20 
nähme erklärt werden, da.is ED. der Schreiber von D. 86, die Datierung in un.ier 
Cremoneser D. eingetragen habe. — Es ist bisher angenommen worden, da.ts D. 84 
dem Bischof Landulf gegeben und damit das erste Zeugnis für seine Waltung sei (so 
zuletzt noch von Bres-<ilau .Jahrb. Konrads II. 2, 205 N. 6). Doch ist es .tehr auffällig, 
rfrt.w in unsenn D. der Name des Bischofs nicht genannt wird. Die Vergleichung der 25 
Strafformel mit derjenigen der 117. kann den Gedanken nahe legen, da.'is seine Nennung 
absichtlich umgangen sei. Nun wird einerseits Landulfs zu Arduin haltender Vorgänger 
Odelrich noch am 26. Februar 1(H)4 in Cremona erwähnt, andererseits ist in Heinrichs 
Urkunde von 1007 (Stumpf Reg. 1486), in der Landulf zum ersten Mal genannt icird 
(eine Urkunde angeblich von lOli.i im Arrhirio stör. Italiano 5. .ler. 14, 809 f. gehört so 
vielmehr ins Jahr 101.5; vgl. N. Archiv 20, 677), davon die Rede, dass erst vor kurzem 
(noviter) das Cremoneser Bislhum durch den Tod seines Bischofs erledigt worden .sei. 
l'nler diesen Cm-itänden teird zu erwägen sein, ob nicht zur Zeit der Ausstellung un.<ieres D. 
Odelrich noch gelebt hat ; er mü.^ste dann natürlich bei Heinrichs Zug nach Italien aus 
Cremona vertrieben, und die interimisti.iche Verwaltung des liisthums konnle vom Capitel über- a» 
noHimrn worden sein. Sollte nun etwa unsere Urkunde ebenso wir eine Verfügung in 
Betreff des Laurent iusklosters (vgl. D. S.'i) vom Capilel erwirkt worden sein.' Bei einer 
derartigen Anniüimc, die allerdings nur Hi/pothesr ist und nicht bewie-ven werden kann, 
icürde «ich die Fortlassung des Namens des Bischofs in D. 84 und die uneinheitliche 
Datierung in D. 8.'i am einfach-^ten erklären. to 

^ In iioininc Kuiictc d iiulivifliu» trinitntiH. Honricus divina fn^vonte iniHori- 
conlin Kraiicinmi i-t Lungohanloniiii rt-x. C^iinniniii luistniiii ost (.'fclesiaruin <h-\ 

nirnm millifiK- pfrcn- et in cMinctiK iitilitatihns cisdini vi;;il!mtiiis siibvcnirf, iiiodis 
((uibos poHHiiiniiH hniiiMniodi «»'rnjicr volmniiK r-t optanniK in-ccipuc officio deKudari'. 

fi\\ll]ir<i^)UT ii"itiiin mil ritnniliiu iionlri« liilililiii« |ir('«>'iitiliim ♦ ft fiitiiriH, nriH kai'itatc dci ft i& 

ilil<-c't<' rcgni iioxtri fonnr)rtiK ('iini^iindc p'atiHKinio intcrvfntu «pu-fjue iircicptn, ([uc ali 
aiiteceMoribuH noHtri!«, inaxiirw prinio »fcundo et tcrcin KanctiKHimi» r-t invictitisiniis 



HEIXIJICII II. in04. 107 

JUl^-Ustis Ultiiuiljus, oi-ck'sii; rrcinunonsi lai'gitiUi' cuncessa et coiifiniiiita Sllllt, CUIU olllllibus 
([ue * coutiiu'iitur in illis, cum ripa videlioct C't curatiiia teloneo et distriefioiie eiusdeiU civitatis 
iufia et extni \m (Hiininie iiilliaiiiiniin spacia «, nostri prcccpti auctoritatc COncedeildü pret'ate * 
ecclisic doiiasse c'outir m a s s e et loborassc, ea vidclicct ratioilC iit nulliis (lux marcliio 

6 ai'C'liie])isc(ipus episcopvis comes viceeomes sculdasio * ailt alifjlia mag-iia sive parva i)ersoim 
(.•uiiiscuiiii|iU' onliiiis SUpra dlC'tC ccclesie * de prcMÜetis mimihiis alii[iiaiii * inolestiani aiit Vlolcn- 
tiaiu intVrra presiimat. Si (|Mi,s vero, ijuod noii crediuuis, Imius iiostii precepti doiiatioilis et Con- 
tinnationis tcmerariiis violator cxtitorit, sciat se composituruin auri optimi liliras c-entmii, iiiedic- 
tatiiii campio iiostiu et piediete peelesi^ * episeopo suisqiie suceessonljus nu^dietatom. Quod ut 

10 verius credatur *, inaiiii propria * roborantes * sig-illi nostri inpressionn ins.siimis iiisijrniri. 

§ Sigmini domni Henrici (M.) serenissinii et invietissiini i-egis. | 

§ Egilbertus cancellarius ■s'ice Uiiiligisi archiejjiscopi et arcliieaneellarii recognovi. ^ 

Data VII. idus octubris indictionc II, anno ab incaniatione domini-'' MIIII, anno vei-o 
donnii Henrici secundi regis 111 ; actum Magideburgo ; feliciter amen. 

15 85. 

Heinrich verbietet dem Abt des S. Laurentiusklostevs bei Cremona, ohne Ein- 
willigung des Bischofs Theile des Klosterguts zu veräv^seim, und erklärt solche 
Veräusseningen für nngiltig. Magdeburg October 9 — 1009. 

Codex Sicardimms aus dem Anfang des 13. Jh. 2>- 33 in der Bihlioteca governativa zu 
20 Cremona (A). 

Ughelli Italia Sacra ed. I. 4, 804 aus A == ed. II. 4, 594, = Zacharia Cremon. 
episc. series 92, = Migne Patrol. 140, 385 n" 50. — Stumpf Reg. 1523. 

Zu Zweifeln an der Echtheit des von Stumpf Reg. 1528 verdächtigten, von Astegiano 
Cod. dipl. Cremonae 1, 93 unter die Documenti ^mrii eingereihten D. 85 scheint uns kein 

25 ausreichender Crrund vorzuliegen. Der imbedenkliche, in dem D. Heinrichs III. Stumpf 

Reg. 2163 fast wörtlich wiederholte Context ist wohl ausserhalb der Kanzlei mit Be- 
nutzung des D. Rudolfs IL Böhmer Reg. Kar. 1494 verfasst icorden; einige Ausdrücke 
der Arengn und der Corroboratio erinnern noch an andere filtere Cremoneser Urkunden, 
z. B. Mühlbacher Reg. Iß29 und DO. III. 205. — Das mit D. 84 nahezu ühereinstimmende, 

30 zu 1009 nicht imssende Protokoll mit uneinheiflicher Datierung, in irekher Tag und Ort 

zu 1004, die Jahresmerkmale zu 1009 gehören, weist darauf hin, dass im October 1004 
zu Magdeburg auch über die Stellung des Laurentiusklosters zum Bisthmn verhandelt worden 
ist ; da das Kloster bekanntlich eine Gründung Bischof Oddrichs war, können nach seiner 
Beseitigung Ma.isregeln gegen dasselbe nicht auffallend erscheinen. Entweder ist nun ein im 

56 .7. 1004 zugleich mit D. 84 hergerichtefes Blanquet, tvelches das ganze Protokoll, die 

Datierung jedoch ohne die .lahresmerkmale enthielt, im .7. 1009 durch Eintragung des 
Context es und der Jahreszahlen fertiggestellt worden. Oder es ist im .7. 1004 ein nur 
mit Tag und Ort versehener Akt aufgenommen und erst 1009 von dem Bischof Landulf 
die Ausfertigung einer Urkunde erwirkt worden, zu deren Herstellung man au,sser auf 

40 d^n Akt auch auf das gleichzeitig mit diesem ertheilte D. 84 zurückgegriffen hat. Die 

Verzögerung der Beurkundung Hesse sich aus den bei D. 84 dargelegten Verhältnissen 
im Bisthmn Cremona hinreichend erklären. — Die Vollendung des D. muss im J. 1009 
vor dem 7. Juni, dem Krönungstage, erfolgt sein. 

84. [Bloch] a) dl A, rf/J. D. S(i. 

14* 



lOS KAISKKrKKrNlU.X. 

^ In nomiiii' sam-tc i-t imliviihu- triiiitJiiis. llrmkus diviua ^ faviiit«' iniseri- 
cordia Kranconun et Limgobanloniin rex. Si samtarmn dci «.'ci-li-sinnuii iiiiscriis 

et opprvRsionibiis stiuliu-riiiiuii siibvt-niri' et Jiostr»,' uiaiestatis suhlevaiiicn lahmaveri- 
imis iii|ieii«lere. j)r<>ctil iliibin regriii iiostri statuin stabiliri et ctiTne remuiuTatiimis pro- 
iniiini II. (bis n-peiuli ni>ii aii)l)ifrimus. (.^uaproptiT imiuiii sit ()lllllibll^s iiostris tidelibiis ^ 
laiii pn>sentibu8 niiniii t'uturis. ((iiinl vir vciicrabilis Lniulultus sniicty ('reiuouiMisU oiTU'siy 
i-t |>iT ouiiiin iii'Mt'r liilcli.s.-iiiiiu.s • iiiiiili'!'ll<' iiostn; nullit. (jlKid i|ii('daill altbatia .s\lo 
■ ,. , .•■ stibdita et in luMioiv saneti Luiirentii dedieata vt iuxta eivilatcin siiam sita 
a ipiodnm abbate Lainpertn imiiiiiu- diniinueri-lnr in lirm-tü-iuiii daiubi et malus iii- 
seriptiones facieiido et hae oecnsione vietuaHa tVatniin siilitraliebautur, et sie nratioiies lo 
et heleiiiDsiiie, (pie pro aninia illius qiii eaiii eonstnixit et pro aniinabiis ninniiini cliri- 
stiaiionnn fieri debebant. diniiiiui vicb'bantiir. Ciiiiis rei eansa (bdon- enrdis tacii in 
triusecus, ipiid iude H<'ret, cogitarc cepiiniis. l>ivina iiaiiKpic ^ratia insiiirante et 
dib-etissiine eniiingis iinstiv Obunirliuiide «•niiscilici" salubcrinm " iiitiTvcnicnte, nustrc 
rejinlis auetoritatis preei-ptum. (pmd iiivii>labili' perpetiiaiitcr teneattir, tii'ri prec('i)iimis, 15 
ea videlieet rntione ut laiii presens abbas (piaiii l'utnri nidiam pntcstatem dciiiceps 
liaboaiit de rebiis ad |iredietaiii abbatiam pertineiitibus diiniimere nee in benefitiuni 
daiubi ni'c eonuinitationes seu jirecarias atfpie liljellaria.s taeientbi sine lieentia ]irc- 
.»entis f|iisc<>|ii et sueccssonim eins <nii pro teniporc fucrint. Si qiiis ver<i abbas enntra 
hanc nostrani nuctiiritateni et preceptioncni deinceps facere presninjiM rit. scripta et 20 
investitura «pn- fVeerit irrita et vaena et sine robnre perniaiieant, et ald>as jji-oprio 
honiire c-t diynitate privctur, et illi, <pii investituram aut alitpmd scriptum suseipere 

prosuinpserint, sei mit »c conposituros auri optiiiii libras ceiitiim, uu'dietati'iu canicic iiostro et 

nir<liptAt<-ni al)batie, eiii dampnuni et diniinutionem inf'erre tenqitaverint''. (^m«! ut veriiis cre- 
(l«tur diligx-iitiusi) uc ab Oiuuibuü uljscrvctur, mnim proprin roboraiitcs sigiili iiostri inpressionc «6 
iiMsimu« insig'mri. 

^ Sigiuini donuii Henriei iM.i gloriossissinii '' et invietissimi regis. | 

^ KfjilbertUR eaneellariiis viee '' Uuiligisi archiepiscnpi et areliieanceiiarii rei-ci^xnnvi. j^ 

Data vn. id. netnli. aiuin ab iiiearnatione dimiini'' .\I\1III. aniin vrm clmiini Henriei 
sectindi regis Vll: aetiun Maidebtirg; feliciter amen. -m 



80. 

Heinrich schenkt der bischößiclien Kirche zu Würzburg die Knechte Gerold 
und Iriiuf. Frone UM Odobrr 1',. 

Origiiialdiploni im k. Rcirhsarchic zu Miinriien (Ä). 

Jjnnij Reg. Boira 1, .5.5 Reg. mit III. id. oetobri«. — }foii. Buica 28", H20 n" 208 mis A. ;i6 
— Böhmer Reg. 964. — Stiimp/' Reg. l:M. 

Yerfii.'iti und grsrhrieliru von ED. — Vet>er die Fa-isiinij dir l)i(lirriiiiiis:illr njl. die 
Viirliniiirhiiig zu I). Hl. 

V., ^ In nomine nanetae et indivicbiae tiinitalis. lic imiens divin.i lavcnte cli- 
mentia Franconiiii et Lnngobunbtnini rex. Si fidelinm nostnninn piis | petitionibus i" 

nMicnMini pri;beintiit, inagiiiini in(b- iinime no»tnie jirovenire gaudiinn mininie disfidimuH*. 

Nfi. [Bloch] ai A b) tempUvit A c) vic« A A) «1' .1, ryl. D. bC. 

Mt. BresiUa; ■) A 



HEINUIOH II. 11MI4. 109 

Idcirco <iiiuiiuiii samtae ilci occlesi.ie ridclium'' novcrit iiulustria, quoniam inten'entu 
ac sii[iiilii',uniiu' dilrctissiiiiae iiobis coiiiiii^is xidelicot Cnniguntlao rcginae ncc non et 
Hecilini \'iiircilnirgoiisis yc•c•I(^siae cpiscopi pia Hagitatioiic (jiiosdam nostrae proprietatis 
servos Gerolduin videlicet et Iringuiu dictos ^celesiae sancti KUiani in Uuircibiirc in 

6 proprium donavimus dcdinius atcpie, oniniuni contradictione rcniota, prout ünnissinie 
potuimus, (.•ontirmavimus''. I'r^cipientes igitur regali maiestatc edicimus, ut nee'' 
parva" quornnilibet vcl ' magna ^ persona cundem prt^scriptum episcopum Ileeilinum'' 
suosqne sneeessores de iam dictis servis eorumquc possessionibus ' liercditatÜMis mo1)i- 
libus et imiKiliilibus seu ([uestibus ali([Uo modo iusta ae([iiisitione Ulis adliorentibus 

10 inquietarc niolestare vel disvestire presumat. Et ut hacc nostrae tradicionis aucto- 
ritas'' stabilis et inconvnlsa in etcrnum permaneat, hanc cartam indo consciüptam 
mann propria roborantes sigillique nostri inpressionc insigniri iussimns. 

^ Signum donini lleinriei (M.) ' regis invictissimi. Ü 

§ Egilbertus cancellarins vice Uuilligisi archicapellani recognovi. ^ (SI. 2.) 

15 Data in id. oetub. indictione II,'" anno ab incarnatione domini MIHI, anno vero 

ibnnni Ileinriei seeundi regis III; actum Fnisae; feliciter j-i amen, j-j 



87. 

Heinrich nimmt das von den Schwestern Frederima und Imma mit Hilfe des 
Grafen Gero gegründete Nonnenkloster Kemnade, dem, die Grün(^erinnen ihre 
20 aufgezählten Besitzungen geschenkt Jiaben, in seinen Schutz und verleiht ihm die 
Freiheit von Gandersheim, Quedlinburg und Herford mit dem Vorbehalt, dass 
das Kloster bis ziim Tode der Stifterinnen in deren Besitz bleibe, sowie die 
Immunität und das Wahlrecht. Magdeburg 1004 November 2. 

Originaldiploiii im k. Staatsarchiv zu Munster (A). — Corveier Copialbuch aus der 
ää Mitte des 13. Jh. p. 147 eljenda (C). — Corveier Chartular des 17. Jh. p. 82 ebenda (D). 

PauUini Ann. Corbeiens. 383 cit. — Martene Coli. 1, 865 aus A mit Lücke für das 
Regierungsjahr = Grupen Orig. Pyrmont. (Göttingen 1740) 10, = Migne Patrol. 140, 
2Ö6 n" 21. — Falke Cod. trad. Corb. 903 n" 409 aus A, nebst Facsimile. — Erhard CD. 
Westf. 1, 60 n" 80 aus AD = Migne Patrol. 140, 255 n" 20, = Heinemann CD. Anhalt 
30 1, 73 n" 93, = Dürre Orig. Kaminat. 4 n" 1 und 5 n" 3 unvollständig. — Wilmans- 

Philippi Westf. KV. 2, 147 n" 129 aus AC. — Westf. ÜB. Suppl. 97 n" 598 Reg. — 
Böhmer Reg. 965. — Stumpf Reg. 1395. 

Obwohl u-ir die Schrift der Urkunde keinem Kanzleibeamten zuweisen können, also ihre 
Herstellung durch die Partei annehmen müssen, zweifeln irir doch nicht an ihrer Origi- 
35 nalität, für welche der zeitgemässe, in einzelnen Formen an EB erinnernde, aber keines- 

wegs auf ängstliche Nachzeichnung einer Urkunde dieses Notars zurückzuführende Schrift- 
charakter, die Nachfragung des Vollziehungsstriches im Monogramm und der Tagesangabe 
in der Datierungszeile, endlich die tmverdächtige Besiegelung sprechen. Der Inhalt der 
Urkunde ist unbedenklich: was sie mehr lud cds die Bestätigungen Heinrichs IL, Kon- 

■»0 86. li) über der Zeile nachgetragen c) irma auf Rasur A) ilahinter vel ausradiert e) da- 

nm-h Rasur f) am ersten Strich des u eine Unterlänge getilgt g) n über der Zeile nach- 
getragen h) dahinter ein Strich radiert i) in ess ist das eiste s nachträglich eingeschoben 
k) o corr. aus a 1) am Monogramm mehrere Rasuren ra) id. octob. indiction. n »tacA- 
get ragen . 



110 KAISKIUKKINDKN. 

md\ 11.. Heimichs III. (Stumpf Rttj. liiSl. 187:i Oi: 214-J). die ührigi-n.s sämmtlirh 
rinfH Frhirr Hnstrfs D., vgl. Kote f, uiederhoten , — die Aiignhe der Gniie, »m denen die 
von rf« Griiiideriiinrii geschenkten (hte liegen, die gemnie Bezeichnung der KlUster. denen 
Krnimidr gleichgestellt wird, endlich der Vorhehnll der Eechte der Griinderinncn an dem 
Klitster fiir die lA-Inn.'iieil der beiden Frauen — ist rollkoninien unverdächtig , zumal ß 
nichl abrusthen isl, aus irelchem Grunde dieser VorMinIt in ein DH. //. von 1(H)4 — 
dass Kemnade ein solches erhalten hat, i.il aus dem unanfechtbaren Protokoll mit Sicher- 
heit zu folgern — .\'j>iiter hätte interpoliert werden sollen, da er ja mit ihrem Tode 
jede Bedeutung rerinr. — Ai.v Dictal erinnert in einigen Ausdrücken an EC, aber auch 
an andere DIK U. II. dieser Zeil, ;. B. an D. 70 (vgl. die Publiratio), das freilich lo 
srineraeHs auf eine Vorlage (Itlo's III. zuriickgcht. l'nd dass auch unserm D. eine ver- 
lorene Ottonische VI', zu Grunde liegt, isl wenigstens nicht ausgeschlossen: auf ein DO. I. 
für Ketnnade scheint .tich der Ann. Sojco 967. 970 zu beziehen, und auch das Pecognitions- 
verbum könnte auf die Vennulhung führen, da.is ein D. Otto's IL oder Olto's III. benutzt 
wfire : doch ist es uns auch achon unter Heinrich begegnet, vgl. D. S'i. SS. 4'i. -i-i. is 

(C.) ^ In iiiiiniiu' saiicty et iiulividiu- triiiitati.'*. Ilciiiriciis |ilivijn;i t'iivcnt " cK'- 
uiencia ri-x. Omniuin saiictg dei acclosiae nostroruinque fidclimn presencium ac 

futiirunini coinperiat ^ universitär, «lualitor dninna Frcdenina veiierabilis abbatissa 
eiusfjiie snror Iiiuiia i-omitissa, (iorone coiiiito adiuvantc, constnicsennit" (|U(>ddain moiia- 
xtoriuin ad lioiitirfiii saiii-t«; dei geiiitricis et i)eri)Ctuc virj^inis Jlarii,' dedii-atiiiii, ad 20 
quod omncni licriditatciii ", hoc est: Koininetaii. IIt;}j;cii, Barigi, Tiimliriun, ( »tliore — 
h^c sunt in Tilitiii — : Uarstan in Anj,';i: Iviitlii- in Uiiikanaiidde : H.-udt iiuiiie, Hot- 
uiauucsüuii, LuittliiTj), Britlinj^i, ]iia)i;;ilnidibury. Adduiicstliorp, llatlicrbiki, Uudan- 
buson, Sutlicrburg in Bardanga: Cianiki in Drenani; Uuiginannesburstal, Benncdes- 
tliorj) in Mosidi: Uuidila, Uualdc"r.s|i)di'', Kokerbiki in Ileilanga"^; Hi)la[naJ, Ann, 25 
Si-tila"' in llnglninga: H<-])stidi. Sinigas cunctaque eannn iiio prcnii-nKirata jn'cdia 
grati.ssinia viduntate tradid(;nn)t ", (ju«; vorn sita siuit in i-<iniitatii Bcrnliardi ducis. 
Undc nostrani regalcni aggi'osst; niaiystatyni * supliccs ntgavoniut. iit ipsnni nmnaste- 
rinni in n<»tn nnnidibin-dio su.si-i|ifrcnius tabsqno Hlx-rtatis ae legis |iriniatiini eon- 
cedorenni«, ipialeni ( iandi-slieini, <,^iiitiliul)urg, Heriuurti'' teuere videntnr, (juiid nos 30 
peticionc Tlieodriei MinddnneiiNi.s episcopi fecisse onniiuin noseat universitas tideliuni. 
Ad hoe Htatuiniu.s, ut in prefat«; abbatisse suffpic sororis comitisso potestate j)re- 
dictiiiu nn>nast<;riuni" et abbaeia nustro persistat eoncessu diebus vitc earuni, post obi- 
tum vero utrarunitpie earuni ad nostnini publieinn eadem al)ba|ei|a ins in per]ietuiini 
pertineat. Innuper autcni voluinuK, ut nnlla niainr sive minor regni nnstri jicrsona in »> 
eadem abbaeia |dacituni faeere aiid" aii<|uani sibi nmlcsliani intVn-e vel pidilieani 
fmiceioneni ex|i|ge(r)e ', nisi advoeatus abbatis.sc .sanetarunupie ninnialiinn. Iloe etiani 
nostra regaii auctoritato |ad lioc" conjcedinniK [abbajoie, ut sanett; nmniaics ciiisileni 
nionaMtcTÜ. abbati^^(a def|nneta. lieeneiani liabeant eligendi |a|liani ad lioe idonea|)n{. 
Kt ut liuius n^l^tr|e| aueturitatis prece|i)t|uni Hiinius onnii (t)eni||Mi|re perseverct,' li(a|nc i" 
pag|inani manu] propria roborantf^» silgillo'' nostrjo iussinnis insignijri). 

^ Siginini donini ileinriei (M.) re|giK invietiKsimi). § 

^ KgilberlUH cnnc-elJariuH vie«; UuilligiHi areliicappliani " iiutav. '(\, (SI. 2.) 

87» fBrtwlliU a) A b) A hirr uml in ilev Foli/e mthvfnch rcCKliliumrll ; dir h'rgilniiint/iH 

an* Cli ri rfn* fruit b rirllrii-hl corr. mm i <1; c corr. uns i cl in A war zuerMl M> 

bcriuuri grtchrieltm; ilnnn triiiilr c in t ctwr. und ilaror T ciniieurlwllrl f) ('; und no munH 

»arh dm rorhnndenen SrhviftrtMen in A geltten werden: excroeri- D; dahinter ffhil ein Wort 
trif pr>-*uniat iii ud lioo ('; liuic />; nach den SrliriflrCKtrn i»l die ernte Lemtuy iralir- 

»fhrinlirlifr h) /'; «igno C 



HEINKK'Il II. 1IMI4. 111 

Data IUI. non. novomb. ' anno (Ljminice infuniacinnis MIIII, indiccinnf II, anno 
vero (loinn[i IK'inriti II. i<gis III; actum Magjadeburc. 

88. 

Heinrich bestätigt dem Kloster des h. Johannes in Magdeburg den Zehnten 
5 vom Honigzins im Gau Nizizi. Magdehim/ 1004 Xovemhcr 13. 

Originaldiplom im />•. Slaatsnirliiv zu Berlin (A). 

Höfer Zdtsrhr. 2, 187 n" 32 (oic A. — Jaffv DD. quadraginta 25 n" 21 aus A. — 
Heinemann CD. Anhalt. 1, 7.5 »" 96 aim A. — Höht ein ÜB. des Klosters Berge 7 
n" 10 ans A, nebst Facsimile. — Stumpf Eeg. 1396. 

10 Ausserhalb der Kanzlei mit Benutzung von DO. I. 446 verfassf und — mit Ausnahme 

der von EC hinzugefügten Worte actum Magadaburch — auch geschrieben. Auch die 
ungewöhnliche Fassung der Becognitions formet und dir irrige Bezeichnung des Begierungs- 
jahres als ann. imperii gehen auf die VU. zurück, aus deren Signumzeile endlich noch 
einige Worte in Z. 36 unseres Textes stammen. — - Das von Holstein noch gesehene Bruch- 

16 stück des SI. 2 ist jetzt nicht mehr vorhanden. — Durch die Feststellung der Thatsache, 

dass ein Kanzleiheamter an der Herstellung des Stückes Antheil gehabt hat, ist dessen 
Originalität (für die übrigens wie bei D. 87 auch die Nachtragung des Vollziehungs- 
striches im M. und der Tagesangabe in der Datierung geltend gemacht werden könnten) 
und damit seine Echtheit entgegen den Ausführungen Sickels zu DO. I. 446 ausreichend 

20 verbürgt. Wie immer es also auch um die Echtheit des DO. I. (vgl. Ottenthai Reg. 379) 

hestellt sein mag, jedenfalls muss dasselbe im J. 1004 schon vorhanden gewesen sein. Die 
Intervention des Erzbischofs Tagino in unserem D. beweist bei dieser Lage der Dinge, 
dass dieser .li.ch den Ansprüchen des .Johannesklosters auf den Honigzinszehnten im Nizi- 
zigau nicht widersetzt hat. 

25 (C.) ^ In nomine .saiictae ■'' et individiiac trinitatis. Heinricus dei cooperante 

gratia invictus et pacificius'' rex. Divinae dispensationis largitione f, lei publicae'^ 

prefecti regendae, debitores sumus pro acqiiirendo animae iio.strae lemedio venerabilium 
antecessorum nostronini d(inativvim potestative atque imperatoria auctoritate futmac mei- 
cedis caiusa larn-itum finuare .Stabilire et augere. Ideo omnium sanetae catbolicae 

30 aecclesie Universität i fidelium nostraeque aetatis contemporanei.s nee non posteritati'' cunctae 

sit COgnitum , qualiter nos pro dei amore sanetique " lohannis baptistae et pro acquirenda 

patris nostri nostraeque animae venia nee non dileetg contectalis nostrae Cunigundac 
nostrique amantissimi Tegenonis Parthenopolitani ai'chipr^suli.s petitione, et insuper quod 
illi cunctisque caenobiis iuste debet di.sponi a nobis, ad monasterium praelibati preciu-- 

35 SOl'is Christi, quod in suburbio Magadaburch construetum ' noliiliter collegio pollet nionaclioruni, 
invictissimi aug-usti niagni Ottonis nostri antece.S.SOri.S donatione largitam omnem mellis quod 
eiUS pertinuit servitio decimam de Sclauorum provintia Nizizi noniinata, cum subscriptis urbibus: 
Siiisili, Vuerlazi, Grodisti, Usizi, Brot, Roehutini, Neszvc, Sipnizi, Turgua, Pretimi, Olsnic, Dumuz, 
Tribaz, Prietozina, Clotna, Uuazgrini, Zuetna, tunc temporis in comitatu * Hodonis, nunC VerO 

40 Geronis, scriptis litteris proprii sigilli inpressione signatis per huius nostri praecepti stabili- 
vimiis cartam, hoc scilicet tenoris pacto quatinus * ipsius coenobü provisor vcl illius 
qiiivi.? .sncces.sor cixm sibi snbiectis regulari b u s den ibidem militantibu.s n.sii frnctuario 

87. i) IUI. non. noub. nachgetragen. 

88. [Bresslau] a) am c Ba.^iir h) A c) rei publi auf Ra^ur d) st corr. ans te e) que 
45 auf Basur f) um auf Rasur 



112 KAISKKIKKI'NDKX. 

eiiiKloiii .rnsum anmin revolutioiu- "•■ utiitur. Sid (|ui!i ji ()iiiliiis(liini «liviiuis tiiimr p.uvi 
{•oiiilitur, iiisi Imiiiaiius sulisccjuatiir, doi-reviimis finuitt-niuc statiiimus, iit. si i|ui.s im- 
lu'riiUo nostruin in lioc transgivili incsuiniisorit profcimim, Nit tlcbitor ad re^ijale aora- 
riuin <lociMn auri talciitunun im-dii-tiiiiu' sancti riu'iioliid rostitiiatur in ilofii]>linn ciiis- 
ilciii (U-i-iinati<ini.< (U'triiiu'iitiin). 6 

^ Sipiuin dniiini'' lltinriri iM.»' ivps inaf,nii et paiitiii. i| 

I Eilbcrtus faucollarius ad vioeiii Uuillit^i^i arcirK-piscdpi suiiiini(|ue taixllaiii 
recognovi et subsi-rii»!. ^ (SI. D.) 

Data'' die iduiini novcmbrium ' anno doniinicae iucaniationis milli-siiiio'" IUI, iii- 
dictiont' H, anno autt-ni iniperii rcjris Iloinriii III: aitiuii Mnü:a(lalmr(.li". lo 



89. 

Heinrich schenkt dem Domcajiifel zu Merseburg eine ihn aus dem Nachlass 
des Grafen Ksico zugefallene Besitzung zu Kuckenburg und Ubhausen. 

Merseburg 10(l4 Xorember 2'i. 
Oriffinaldiplom im k. Slnatnarcliir zu lierliii (A). i5 

(Bvotnff) Chronica von den AvtiqiiHefen H I' rit. — Hafer ZeitseJir. 2, ISi) n" 'SH aus 
A. — Stumpf Reg. 1397. 

Vcrfassf und grsrliriehe» ron EB. — Da Crraf Esico erst am 22. November gestorben war 
(vgl. S'errol. Mer.icburg. in Neue Mittheil, aus dem Gebiet histori.ich-antiq. Forschungen 
2, 2ri7), so wird die Urkunde über die aneh von Thietmar 6, 16 (12) und im Chron. so 
Mersetmrg. SS. Kl, 172 (wo .vtatt Tutimberg die Lesart des Cod. 1 oder 4 in den Te.rl 
aufzunehmen war) erwähnte Schenkung aus seinem Nachlass nach der Handlung daliert 
sein. Eine im Chron. Merseburg, bei dieser Gelegenheit erwähnte Urkunde Heinrichs für 
Esico hat sich nicht erhalten (vgl. Vsinger in Hirsch Jahrb. 1, 288 N. 2) ; vielleicht 
beruht aber die Angabe des Chronisten nur auf einer Verwechselung: die Schenkungsurkunde ab 
Otto's in. für Esico, Dd. III. :i20, liegt noch vor. 

rc.i ^ In nomine sanctae ot iiidividiiac trinitalis. IToinricus divina favcnto do- 
nientia rcx. Si ioca sanctoruni vcl aciclcsias niiniitirciitiac icf^alis largitatt; «iibli- 

nianiUK, hoc ntibis lani ^ in pracscntis vitiie docursu ({uanKpic in futurae gloriao statu 
prodi-Hse liqiiifbi iirofitoniur. Proindc noverit omniuni sanctai' dci accclcsiae nostro- so 
rnmquo fidf^liuni infbistrin, (|ualitcr no» ol» anioreni dei nostraeque aniniac seu con- 
iupB nohtrao (Jiini;^n>rlao vidt-lic<;t rojjinac xfn antocessonun nostronun sivf successo- 
runi aninianini r<-ni<'diinii at(|iK- jiro memoria Ksiconis comitis aniniac jiracdiiim, ((uod 
ItracfntiiH EhIco, dum vixit, tcntiit in Cuciidiurj,' et in Ubhuson et nunc iiustrac n-'^nVi 
jintcHtati ■ |><Tlinct. ^ilum scilicf-t in romitatn Hurclianli comitis in loco (pii noniinattn' :ir> 
linHxnga, ••j(ii*coj(utui <t accci'siac nancti loiiannis bajitistr, (,'iiiisti aufcm cxiinii jjiac- 
cureoris ncc non ccIelK-rrinii ninrtyriH Laurentii in |)ro|)rinm (bmius r('gaii(juo auctori- 
tatc largimur, <'a vidclici-t rationc ut ]»ractaxati pontificatus canonici, incNbytcii dia- 
.-..i.,.. ,.i r.)'<i>'"- ■•IcniM, qui pro tompon- ibi ib-o sorvientrs fncrint onlinati, jirao- 

W. «1 ''" IrUlrn lUirhitnUn auf llatur li) iiriurhfn cjniiiiii und Heiiirici Hdmir i) einzelne 'Ptrih in 

rf« Mimniiiammf auf llanur k) zirixfben ii iinil t Utisiir \j dHtn — lioveniliriuni 

roH f/lfirhrr llinirl nwhi/rlroffrn mj fiiiii niif füiKiir n) actum Magadahurch ron EC 

narhflHrngtn. 

H9. ^BreMlau] a; i rorr. aui v 



HEINRICH n. 1004. 113 

noininatniu praciliiiin lial)ftant ad eonini usuiii et siiiii|itum toiioant firiuitorquc ])c).s8i- 
deaiit, oiiiiiiiini lioiniiuini incjuietatioiH' rcniota. Ut aiitviii iiaee nostrae traditioiii.s coii- 
cessio rinna et incon\nilsa permaneat, lianc paginani inde conscriptam manu propria 
corroborantcs sif^illi nostri inprcssione insiu^idri iussimus. 

§ Signum dimnii Ilcini'iti (M.) rcgis invictissinii. | 

§ Egilbcrtus caiiccllarius vice Uuilligisi archicapellani recog. ^ (SI. 2.) 

Data Vlin. kal. dceembr.'' anno doniinicae incarnationis MIHI, indictione II, anno 
vero dnnini Heinrici secundi regis III; actum Merseburg in eodem cpiscopatu; in dei 
nomine t'eliciter amen. 



90. 

Enticurf zu einem Diplom Heinrichs für das Kloster Niederaltaich, betretend 
die Bestätigung einer Anzahl von Orten im Besitz des Klosters, deren Ueber- 
tragungsiirkunden vermisst wurden. — 

Aufzeichmng aus den Jahren 1002 — 1004 auf der Rückseite des Originaldiploms Lud- 
15 xrigs des Kindes Mühlbacher Beg. 1974 im k. ReichsarcMv zu München (A). 

Redlich in Mittheil, des Instit. f. oesterreich. Oeschichtsf. 5, 404 n" 22 aus A. — Stumpf 
Reg. 1828" zu 1002—1014. 

Da.is wir in der hier vorliegenden Aufzeichnung nicht, icie bisher angenomme^i worden ist, 
die Ab.'ichriff einer von Heinrich II. dem Klostei' tvirklich ertheilfen Urkunde, sondern 

20 vielmehr den in Niederaltaich aufgesetzten Enticurf zu einer solchen vor uns haben, kann 

keinem Ziceifel unterliegen; es ergiebt sich mit voller Sicherheit, wenn man bei der Ver- 
gleichung mit dm- VU., dem D. Ludwigs des Deutschen Mühlbache)- Reg. 1302 (aus dem 
auch Invocatio und Devotionsformel stammen), die Gorrecturen beachtet, die wir in den 
Anmerkungen a. b. c. g. 1. m verzeichnet haben. Hätte dem Schreiber von A ein Ori- 

25 ginaldiplom Heinrichs II. , das er copieren wollte, vorgelegen, so wären diese Gorrecturen 

ganz unbegreiflich : war seine Vorlage das D. Ludwigs des Deutschen, das zu einem DH. II. 
ittngearbeitet werden sollte, so erklären sie sich auf das einfachste. Von der VU. (neben 
welcher für einige Worte der Gorroboratio D. 6 benutzt worden ist) besitzen wir eine 
Abschrift auf der Rückseite des D. Arnulfs Mühlbache)- Reg. 1878; zwei graphische 

30 Eigeiithimlichkeifen diesei- Abschrift (vgl. die Noten e. g) kehren in unsei-)u Entwurf 

loieder, und auch der Schrift nach kann es als sehr wahrscheinlich bezeichnet wei-den, 
dass der Schreiber des Entwurfs die Abschrift, die er als Vorlage benutzte, selbst ange- 
fe)-tigt hat; möglicherweise hat gerade die Anfertigung der Abschrift zu dem Wunsche, 
eine ähnliche Vergünstigung von Hei)irich zu erhalten, und daniit zur Herstellung des E)it- 

35 Wurfs die An)-egung gegeben. — Ob der Entwurf de^- Kanzlei Heinrichs eingereicht icorden 

ist, ver))wgen tcir nicht zu sagen : ein DH. IL, das auf ihn forniell zurückginge, ist uns 
nicht bekannt. Dagegen erhielt das Kloster durch D. 91 einen imanfechtba)-en Rechtstitel 
für zehn von den dreizehn in dem Entwurf genannte^) Ortschaften , woraus zugleich ge- 
folgert wei-den darf, dass de>- Entwurf älter ist als D. 91, )Mch dessen E)npfang seine 

40 Anfe)-tigung zwecklos gewesen wäre. Ein elfter Ort, Mi>it)-aching, uird in de)n DH. II. 

Stumpf Reg. 1527 vo)n 6. April 1010 erwähnt, aber die dort verbrieften Besitzungen in 
Mintraching scheinen e)-st von Heimlich vei-liehen zu sein, während das Kloster sicher 

89. b) villi, kal. decemr. (so A) viellekht nachgetragen. 
Kai^erurkunden III. 15 



114 KAISKUr KKINUKN. 

«-*</« /t 1111,1 (iii^fllisl fn-t/iilirt «vir (rijl. :. li. Moii. lioini 11. l>i). Zwei Orlxvhaflrn 
mimrrs Knltrurfs, Miihlh4iin und Tliiiiidinf, iiTrtlfii in UrkuHdeii Heinrichs oder seinir 
nOcMiirH Sarhftdgrr für das Kloxtrr itherhaupt nicht enciihnl : für beide bexa-is itimi aller- 
dings srhoH liHrrr Rnhl^titel. rgl. Miihlhncher Reij. til4. IHll. Doch ktinn intin nicht 
tichanpfm, dusx um des letzteren rnist<index leillen die beide» Sitnien in I). Hl fartgelnssen t> 
teärm ; im jenen soimhl irie in nndereii 1)1). des KUiülerarchirs, die irir »och besitzen, 
icrrdrn itiirh nndere der in unserem Entu-urf iieiiiiiinten Of'tseluifte» erict'ihnt, deren Auf- 
:ithluHi) IM dem D. Hl nicht unlerblielH-n ist. ]\'esh<db also von den dreizehn (hien unseres 
Enltrurfs in dem D. 91 drei fortyelassen und dafür zwei andere hinzugefügt sind, mitss 
ganz dahinge-itelll bleilien. lo 

In iioniinc duniini iiostri Icsii ("liri.-ti di-i i>iiini|M)tcntis. Heinrirus <liviii;i |l|.ir- 
{jiciitf ^rntia ri-X. Si» vrgn Im-n «livinis rultilpiis iiimii-ipatii flcillcnliT enj^itcimis et'' 

pr«pt<T Hiiixrriii ilri •'"in oindeiii Inci« sihi fHiiiiilaiitiliiiN '* Ix'in'ticia «iiinrtmiii lar(;ii>nir, |iiciiiiiini n o n 
.i|iii<l duminum in vtcr»«<^ bt'atitiidine rccipere vonK<liiiiiiN. I'ruindt' iiutiiin »it DuiiiibUH Hdi-Iilms saiu-tf 
d«i ecrlexiae uoütriiniuo presentihiui srilivrt i-t fiitiiriM, qUilliter vir veiierabilis Ciotahai°(llliS abba 16 
moimstrrii <]iiod dicittir Altnlia, qiiud cNt constriirtiiiii in lioniin- snMi-ti Maiirioii niartiris C'bri.sti, adicnH 
fXrfll<-nti«ni mnitrani iiinotiiit i-leini'ntiv iiostri,", quia » i|iii,-dain res ♦ esseilt, CJU(J ex repia potu- 
8tHte cidoin niimaoterio collllat^- fnisscnt . (|iias ctiani naijno Miini' jiredictum pusHcdil iiL'>ii;i>ti'i'iiiin. 
<Spd qui« anrUirita.i traditionis i'xindc niininii' appari'bat ', dcprct'atii» i'st idcni (xitahai'dus ablia, iit 
iiofftry nnctoritatiti larffitionrni atqne etintiriiiationfiii «'idetn darrnius ni(>nast('i'i<i, jicr (piain ipsas rus ^ 
in po»tini>duin prcdirtum nionatiteriuni piniiquL- roctoros al»(|iu' cuiiisliln't iuipediiniiitK aiit coiilra- 
dictionr pott'StatlVf teuere • poluigscnt*. Cuius deprceatiuneni projiter divinum amornn et reve- 
rcntiani ipKiuK xant-ti loci libenti-r aimiiiniii8 et ipsas res i)erpetiio possidenda» sollenmi donatione 

eidem c<inc-egi<imu» munastvrio. ipuinini noniinn subter notata sunt: Israhof, Puochof, Muli- 
lieni, Quinoina, Tuonidorf, ( lt;ilin<;a'', Paltheringa, Ojjarunhusa, Cozoltinga, Muntri- aa 

(.■hinga', Sliarzalialiof, ("clla, HiiOlt-resdort". Haj< itaqiie res cum manoipüs domibus cetcris- 
IIUC* edilicii» * terrii« C'ultls ci incultls silvis pratis pascuis [a]qui|sj aqiiarunive decursibus et 
■ ininibuK eoriini'' appc-ndiciis ex intef^ni in ius et dumiuationem predicty ecciesij perpctualiter 
babendas conferiniiis, ita vidclicet ut quieqnid de ijisiN vel in ipsis rectores et ministri supra nicmo- 
rate «ediii ob utilitatcm et conimoditateni ipsins ecclesiy faecrc vel iudicare volueriut, libcrani in .10 
omnibu« habeant p|o]te«tatCMi •. Et ut bfc Hnctr>ritn.s lar^itionis ntque contirniatiunis nostrv )>er 
KUCCcdlMltilt annuruni ' enrricnia inviulnbilein et incouvulsaiii uptin[cat] tirniitatem, manu |ir>>prl.'t 
subter tirniaviinuti"* et nufttra " imaffiiie si^''itlari " inssimus. 



91. 

Ueinri'h hu, mit d<i.<i K/ostf-r NiedertdtairJt und dessen Besitzungen in seinen 35 
Srhiit:. Allstedt ItKt-i — .fanunr -27. 

Driginiddijdom im k. lieiclisardnv zu München (A). 

W, Hr"-^1au] ai Si in A ührr rtre Xeilr narhiietriii/en ; in ilee »«« crhallrnen KinseldliKilirifl 
•In- l'l'. frhil <ta» M'ort bl clenii'nt«r i(iKit«muN illier iler /.eile narlii/elraifen ; et ;iriV/ir(i 

rnaiicipMta unti propter nnchlriliilich rini/ffili/t c) zicijtchm ilei uml in i«t uorumquc, '/«« 40 

rurcßl ilrr VI', enlßiirrfhrnil t)rM'hrirlirn nur, ilurrh Vntemlreiclirn (irlilgt d) fainulanlilpus 

rorr. nuß fHiiiulantiuni : ilir Crn'C. t/emarhl. niichilem eorumqui* ijelittß war o) an t/ir Litfufiir 
für el <&) ijrf ilir rauilii fint» e ant/rhiiniil ; iliftuiii ixl iltia Wort in iler iin« erlttillrnrn Kiiuil- 
■'- hfift ilri- VI', iirjtrhrirlifn f Imt <■/»•;•. nun liit jf) iVV/r;- ilie Liijnliir für et, ilurili 

... H-if in dtr u«* rrhullemn l'.inzrlnhHclirifl ilrr VU., die letzte .Sillie itm potuisset «im- ib 
■ ki ita, hat der .SrhreiU-e narhlrflijUrh ein n i/ejielzt h) II ilher i norlif/elrrii/en i) r enrc. 
VA \i Olirr der Zelle narlii/rlrrit/rti in ) hinler tirniaviniUH ic'iren zuerst die 

'I '- et anull, dit >n der VI', nlehen, yejx-tirirljrn und «ind dnnn inliliil ininleu 11 > die 

H'orl* noftra ima^ne ligillari »ind aum h. n mtlehnt. 



. IIKIMÜCII II. IIMI4. 115 

Huvd Metrop. Saiish. 17') Req. zu KMM). — Greiser Dii-i Ba»ihergeme>i 66 n° 2 auf: Ab- 
schrift = Hund - Getvold Metrop. Salisb. ed. Mm. 2, 22 «° /9 = Hinid ■ Gewold Metrop. 
Salish. ed. Rat. 2, 75 n" 19 = Leuckfeld Hist. Besckr. de>- güldenen Aue 247, = Mager 
Adrocatia armata 1.54, = Ludeirig SS. rer. Germ. 1, .330 n" 2 = Migne Patrol. lU), 
B 2H9 n" 24, = Gretser Dp. 10, nH6 n" 2, = Leihniz Ann. S, 852. — Mon. Boira 11, 

133 n" 22 aus A. — Böhmer Reg. 945. — Stumpf Reg. 1399. 

Verfasst und geschrieben von ED. Indem gegen das Ende des Jahres 1(K>4 die Kanzlei 
sich mehrfach mit italienischen Angelegenheiten zu befassen hatte, sind aus italieni.schen 
Urkunden, nie sie dabei eingereicht wurden, einzelne in diesen gebräuchliche Wendungen 
10 und Atisdrücke auch in Diplome für deutsche Empfänger Ubergegangeti ; so entsprechen in 

unserem D. die Foiinel ut nullus dux «. s. w. und die Corrobm-atio mehr italienischem 
als deutschem Brauch. — Die Handlung gehört in den Allstedter Aufenthalt vom Decembe}- 
1004 (vgl. Thietmar 6, 46 [31]) : das nachgetragene Tagesdalum bezieht sich auf die im 
Januar lOOö erfilgte Vollziehung, vgl. N. Archiv 20, 171. 

15 (C.) p In nomine saiictae et individuae trinitatis. Heinrieus diviiia favente de- 

mentia rcx. C^iiia, si piis dei famulantium flagitationibus aecommodamus benignum 

audituni. sunimaf | salutis inde provenire nobis incuiictanter credimu.s remedium: id- 
circo onniium sauctae dei eoclesiae fideliuni presentium scilicet et fiituionim uoverit 
religiositas, quoniam tarn animae nostrae coiisulentes quam etiam dilecti nobis Gothe- 

20 liardi abbatis peticioiiibiis obtemjjerantes venerabilem sancti Mauricü martyris abba- 
tiam Altaha nuneupatam siib nostrae detensionis mundibiu'dium reeepimus ac tuicio- 
nem, cum omnibus eidem prefatae abbatiae aliquo modo adhgrentibus , villis vero 
Iserahof^, Suarzaha, C'ella, Cunzina, Munichodorf, Pochof, Oberanhus, Usterlingun, 
Gozoltingun, Otilingun, Riberisdorf, Baldheringa •'' nuncupatis seu etiam ceteris cuius- 

25 übet utilitatis commoditatibus tamiiiis tributis tributariis rebus mobilibus et inniobilibus 
viis inviis silvis saginis aquis piscationibus molis molendinis paseuis conpascuis sive 
apium paseuis qu§sitis et inquirendis nee non iusta aequisitione eidem prefatae ab- 
batiae pertinentiis. Precipientes igitur regali summitate edicimus, ut nullus dux mar- 
chio comes vicecomes sculdasio scapio seu aliqua magna vel parva persona eundeni 

30 iam dictum abbatem suosque successores de prescriptis rebus inquietare molestare vel 
disvestire presumat. Si quis vero huius precepti nostri, quod absit, violator extiterit, 
sciat se compositunun auri optimi libras C Quod ut verius credatiu- diligentiusque 
ab Omnibus observetiu', lianc cartam inde conscriptam manu propria roborantes sigilli- 
que nostri inpressione iussimus insigniri. 

36 ^ Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. S 

§ Egilbertus cancellarius vice Uuiliigisi archicappellani recognovi. '^ (SI. 2.) 

Data in VI. kal. feb.*" indietione II, anno dominicae incamationis MIHI, anno 
vero domni Heinrici secundi regis III; actum in Altsteti ; feliciter p amen. S 



92. 

« Heinrich schenkt der bischößichen Kirche zu Wo7niis eine Besitzung in Pepin- 
'^11^- Dornburg 1004 December 28. 

91. [Bresslau] ai es scheint, doss alle Ortsnamen nach vero in dafür gelassene Lücke nachgetragen 
wurden b) vi. kal. feb. nachgetragen. 

15* 



1 H; KAIS K 1{ V K K U X 1) E N, 

OrigitialiiiploM im Shmlsarrliir zu Liuern (A). — Cluniiil. Woniiiit. aiui <Ur Mitti- drs 
IJ. Jh. f. :rj in ilrr k. liihlwllu'k zu Hininorer (C). 

SchttHuat Hist. ^'ormal. i>, :i(i »" 4^ aus A = Mit/iif Palrol. NO. 258 ii' 2S. — Böhmer 
Beg. UH6. — Stumpf i?«v/. i:i98. 

(resrhrielfu roii EU: das DirUii scheint von EC mindestens }>eeinflus>tl i« mih. — Wahrend & 
hier nur ein k/iniylirhes priiodiiini im l'ejiineille an Worms (lesihenkt wird, svll der ganze 
(irt schon im ./. 99H durch D<). III l'Jd als Perlinenz und antiqua ]iro])rictas des 
Klosters Weillnirii mit diesem an ]\'ornis rerfiahl irorden sein. Jenes ])(). III. ist jediich 
nur durch (' iiltrrliefert , und indem hier die Worte et nominative villani Fippinesdorf 
vocatam ipsius ecclesie antiqiiam proprietat^ni /» nnyeiröhnUcher und umieschickter lo 
Weise innerhalb der Pertinenzformel zwischen die Worte villi» vineis silvis und cunctisque 
aliis iit«»nsilihus eingeschohen sind, halten nur für -lehr u'ahr.tcheinlich, dass sie dem echten 
]>(>. III. nicht angehörten. AIhrdings ist kurz vorher das Wort Poparte in i'ihnlicher 
Weise eingeschoben : alter auch dies Wort erscheint uns (entgegen dem in der Vorbemerkung 
zu DO. III. 428 darüber gcfiiUten Vrtheil) als der Interjiolation verdächtig. Denn dass i5 
Kloster Weilburg, welches unseres Wis.'iens nur von Konrad I. dotiert worden ist, je 
ehemaliges KOnig.'<gut in lAithringen Imse.tsen habe, ist an .lich unwahrscheiidich. Und die 
Kirche zu Bo/ijiard hat thatsächlich dem Wormser Martin.'istift gehört und iit nur vor- 
üliergehend am Ende des 12. Jh. mit dem Stift au den Bi.^chof vergabt worden. — Zur 
Datierung vgl. X. Archiv 20, IH2 N. 2. üo 

(C.) ^ In nomine sanctac et individuae trinitatis. Ilcinriens divina l'avciiti- cle- 
nientia rex. Si loca sanctoniin iminiHcentiap regalis largitate suhlinianius, hoc: 

nobis tain in praesentis \-ite | decursu (|nani in futurae ji^ioriae .statu jjrndcssc li(|iiidii 
|)r<>fitenHir. l'rninde noverit omniuin sanetae dei aecclesiae nostrorunuiuc Kdeliiini in- 
dtiKtria. qualiter" Hurcliardus sanetae Uuorniatiensis aecclesiae venerahilis praesul s& 
noKtram rf}nain adiit liuiniliter «ibseerans excellentiani, ut |irac<linni. (|iiinl lia1iii-c in 
villa nuneMpaiiti' I'ipinesdiiH' videmur, suo episcopio ac sanctae üiuinnaticnsi acccic- 
-iae in Iioiku-i- sancti I'ctri aiiostoloruni principi'' dedicat^' largiri nastrac |irii rcnicdin 
aniniae dipiarenmr. < 'uiiis itarjue" petitinni per inten'enttnii Cunij^'iUMJai' ncisti-ac 
dilectae coninps videlieet ref^inae ae pro futurae renuinerationis auj^inento asscnsuni so 
praebentes praetatiiin iirai-diuin, (piod est sitnni in villa l'ij)inesdorf in Jiago Musel- 
<;ou\iae'' in coniitatu vero '" , intej^re cum eunctis suis portiiuMitiis, hoc est 

areis aedificiis «erv'is et ancillis terris cultis et incultis pratis pascuis silvis vciiMtiiiuiliiis 
piseationibus niob-ndinis aipiis a<|narumi|iie decursibus exitibus et reditibus «luesiiis et 
incjuirendis, iam jiraeniemoratae aecclesiae sancti I'etri eius(|ne rectoribus, (jui pro tem- 35 
pore ibi ordinati fuerint, rej^ali et praece])tali liac ita^^ina concedimus i't lii' iinstru 
iure in eins ins et d|oininiinii transf'un|d|iin|us''. Et ut liaec auctoritas nostra inviola- 
biieni in dei nomine obtineat stabilitateni, iiianii nostra roborantes eam sigillo nostro 
Hubter iutisiinuH insipiiri. 

^ Sif^inun «lonini Ileinrici (M.) invictiHsiini rej^i«. § w 

S KffiibertUH cancellariuK vice Uiiilligisi arcliica|)ellani reco;,'. ^ (SI. !).) 

l>ata V. kal. ian. anno duniinicai' incarnationis Miili. iniliitinMc II. anno vero 
doiiini Heinrici «ecundi refjin III: actum Diiornbur^;: in dei nnniiin' t'ejjeiter aniiii. 

\*i. Brcmlau] 8| •|aHlit4!r Burrhanliiii iianci«! Wonnatieiiüi* cpincopus noHtrain ]>reHcntiniii pi-ciit 

H nobiii, (|un1it«r c]iiic»|ii<> fiii» prcdiiini nontruni In I'ippinpiidorf lnr)(iri (li(^iHriMiiiir. CuiiiH 46 

it«<|ue (': 'tir Worte opiii'-'ipua — cli(|riiar<-mur auf Kagur bl A v) umitintiefiillle. IMeke 

in .1 '1) ilir Lücke in ,1 iiiu (' rrgänsl ; einir/e Hurhutrihenrculi' noch in A Htrhlliiir. 



. HEINRICH H. 1005. 117 

93. 

Heinrich bestätigt die Gründung des Stiftes S. Crucis zu Lüttich durch den 
Bischof Notker und überweist ihm namentlich aufgezählte Besitzungen. 

Aachen 1005 April 5. 
5 Chartidariim S. Ci-kcIk aus dem Ende des 14. Jh. f. 19 im k. Staatsarchiv zu Lüttich (B). 

Fisen Hi.st. Leod. ed. I. 273 imvollstäudig irohl ans B = ed. II. 1, 170, = Miraeus- 
Foppens Op. 2. SOS. — Ritz in Ledehur Archiv 10, ß9 n" 10 wohl aus Abschrift von 
B. — Böhmer Beg. 967 zu April 3. — Stumpf Reg. 1400. 

Mit Benutzung karolingischer Urkunden und icnhl auch einer Urkunde Notkers ausserhalb 
10 der Kanzlei verfasst. Die Datierungszeile entspricht den Gewohnheiten des EB. 

In nomine saiicte et iudividiie trinitatis. Henricus divina disponente dementia 
rex a deo coronatiis et ab omni plebe in regnum glorilice exaltatus. Qiiicunque 

catholicorum ad famulatiun divinum et ad honorem et laudem sanctorum dei res ecdesie 
devote maiorare ■' studuerit, id sibi a deo omnipotente in perhennis vite sorte retribui 

15 non difüdat. Quapropter notum esse eupimus omni sanete dei ecclesie gradui onniium- 
qiie primatum sub nostra ditione dignitati manentium tarn jjresentium quam futiirorum, 
qualiter vir magne sanctitatis et satis digne reverentie dompnus Nothgerus episcopus, 
ecclesie sanete Marie sanctique Lambert! martiris provisor et custos, studio divini 
amoris succensus ecclesiam quamdam in urbe Leodio a fundamentis extruxit in memo- 

20 riam videlicet et laudem ligni sanete crueis et canonicorum cenobium ibidem instituit 
et pro promerenda eterna vita ex sumptibus suis in eodem loco deo militantibus sti- 
pendia*" decenter ornavit, ut sanctorum patruia instituta sequentes die noctuque ser- 
■\nant, pro pace regni nostri et incolumitate nostra et dilectissime coniugis nostre et 
pro unanimitate Christiane tidei ad deum indesinenter preces fundant, una cibum 

25 capiant, pariter donniant totosque se divino cultui mancipent. Quare idem prefatus 
antistes adiit presentiam dignitatis nostre humiliter supplicans, ut id, quod industria 
pontiticalis sagaciter disposuerat, regalis manus ürmitate inconvulsum et indissolubile 
permaneat. Assignavimus autem eidem ecclesie per interventum eiusdem presulis 
loca quedani congregationi j>ro opportunitate administraria : videlicet in pago Ardenne 

30 Berthoniam villam cum ecclesia et aliam villam que dicitur Hadeliuia et ecclesiam 
que sita est in villa Sureya cum silvis agris pratis pascuis aquis piscatoriis exitibus 
et redditibus et cum usibus fructuariis ad pretata loca respicientibus, in pago etiam 
Condustriense in villa que vocatur Mella ecclesiam cum quatuor capellis eidem ecclesie 
subiectis, in pago vero Hasbaniensi cmtes duas Halteriuia'' iuxta litus Mose et in 

35 Bonnas* super ripam Gayre, ecclesias duas unam in vUla de Freres et alteram in 
villa Fies cum quinque mansis ad eandem ecclesiam pertinentibus, in pago Ribuariensi 
mansuni unum cum \änea et terra arabili et familia. Et ut hec coUacio divine servi- 
tuti addicta seeundum pret'atam difhnicionem inviolabilis et indissolubilis iure per- 
maneat, edicto banni nostri confirmari iussimus et hos apices maiestatis nostre inde 

40 fieri precepimus, per quos decernimus atque iubemus, ne quis imposterum aliquo sti- 
niulo "■ malicie tactus huic precepti nostri tradicioni audeat contraire, sed sicut a pre- 
tato presule seeundum dei placitum est ordinatum, sie in omni succedente posteritate 
indiscussum et inmutilatum decreto ürmitatis nostre perpetuaHter roboretur. Et ut 

93. [Arndt - Bresslau] a) B; vielleicht ist meliorare zu lesen b) stipendam B c) die in B 

« zweifelhafte Lesung wird gesichert durch die Bestätigung K. Adolfs von VJ93 August ö, wo 

deutlich Halteriua geschrieben ist d) oder Bouuas ; u und n sind in B nicht zu unterscheiden 
e) zxvischen m uiul u noch ein überflüssiger Strich in B 



11>5 KAlSKKURKrXDEN. 

hec auctoritas finiiitatis nostre inrovoiabilein in dei nomine dhtinoat stabilitatem, dex- 
tera regali cousij;navinuis et sipilli nostri inipressione iussinms insiofniii. 

l)«t« nonas aprilix anno dominice inc-arnatinnis M qiiiiito. indieeioiio tiMH-ia. luiin) 
vero ' doniini Henrici »eciindi regis tercio"; aituni Aquisgraiii: in (i<i nuniiin' t'eli- 
eiter amen. s 

94. 

Heinrich bestätifft dem Kloster 6. A/a.rimlii bei Trier die Privilegien seiner 
Vorgänger. Aachen llX).') April 9. 

Copialhiith ron S. Mn.rinii>i niia dem Anfang des IH. Jh. f. H4 im k. Staatsairhir z» 
CoNrtu (B). — Maximine}- Dijdomatar ans dem Ende des 17. Jh. p. 89 in der Stadt- lo 
hildiothek zu Trier (C). — Originaltran.isiimpt Karls V. von 1523 Decemher t f. 1 1' "° ^-5 
im Cod. lal. 9268 auf der Nationalhihliofhek :ii Paris (E). 

ZyUf.iius Defen.sin 2, 28 n" 19 wohl aus Tran.^-snmpt Karls IV. = Lihiig BA. 20, 128 
«• 5.5. = Berthnift Hi.st. de Lii.remhonrg H*" , 14. — Zyllesins Dcfensin 2. Hfi »" 42 un- 
rollständig aus Transsunipt Wenzels von 1H84 August 8. — iJinig RA. Ui" . 287 >i" 124 la 
ebendaher. — Hontheim Hi.st. Trerir. 1, S50 n" 215 ans dem rnsrholleiie» Original mit 
ind. III. (U) = Migne Patrol. 140, 266 «» 30. — Beyer Miticirhein. ÜB. 1, 334 n" 281 
aus CH. — Böhmer Reg. 968. — Stumpf Reg. 1401. 

Xach Do. II. 42 geschrieben, irahrsrheinlirh von ES. — Das Originaldiplom, welches 
sich im Anfang dieses Jahrhunderts in Privatbesitz befand (vgl. Westdeutsche Zeitschr. so 
.5, 22), hat sich nicht wieder auffinden la.ise» : die bei den Nachkommen des damaligen 
Besitzers angestellten Nachforschungen danach sind vergeblich geblieben. — Wir haben 
den .ticher auf das Original zurückgehenden Druck Hontheims zu Grunde gelegt und nur 
seine Fehler aus BCE berichtigt. Bei dieser Gelegenheit .sW bemerkt, dass die auf Zi/l- 
lesius verweisenden Randbemerkungen Hontheims nicht, wie in DI). Bd. 1. 2 an einigen tt, 
Stellen angenommen worden ist, die Quelle, aus der H geschöpft hat, bezeichnen sollen. 

In nomine nanctae et individuac trinitati>. Ileinrieiis" (li^•ina favente i'leniontia 
rex. (^iioniam r<>f;aliii antpccitdoriini iiOMtroruiii |iriividriilia et sollicitiido in <-i)iisfniPii<lis ci^ii- 

»tructiuve '' »taliilieiiHi» dei crclcjiii» pic inpiler imifrilavil, idcirco lir'iii),'iiihHinin * f'liiisti nii.s(>riitir>iie.'" in 
rujuj manu rcfptm corda vcl iura romiiKtunt, rc^i illormn dintiiniitii» pni'itii'ntH vi£;nit et ofriornit. 30 
l'nde not pic lalubritprquo de noiitri statu reg-ni tractantox devotamipip ilinrnni Kollioitndini>ni iniit.iri 
eapienton imTilpgin anteee«8onim nostrorum reguui SIVC imporntorum » roenobio snncti Maxi- 
mini, qui* iu «utiurliio Treviroruni requiencit, coiicesiin vcl attriliiita oli intprventnui diloetissimae 
coniuin« noKtrac Clini^nidae " videlieet reginae nft«trn ptiam nuclorilnto ' roliornre dpcTPviinns, 
iil pt ant«cp«*orum nnntromm bpnivola ' pipta« non n nobis neglceta dpliilitptiir Pt ni<inai'li<iriiin inilii 36 
deo ncrrientiiim tranqnillit«K ali aliiinn >inbintr<>diii:pn<la pc-rHona nnn inriniptptnr, pa Nl(|nidpni rntionp 
ut idpm POPnnbiiim, nbi prapnotatu» 1* xnni'tuH poiitifpx rpquipHPit, rni rpuprandun ahbns ()fdi>ratll 
nunc prappMp videtnr, aicut niib antpppitiinrum noHlrnrnni, »ic Hub nontpi i|ni>(|iii' iiirp ninndihurdio pt 
defeniionc ponaialat ncr alicni »pdi auf pri'lpiiiap, excppto miNlrnp regali potestate '' HnpcpHHoruniqup 

M. f) MCODdo B; im (fr. irini A gfutamtm tiahrii f/;) tercii ß. ^„ 

M. ''BrwwUu • .Sauprltiid - Molinier^ »1 Hcnricofi UCK li) conHtrurli»f|np A' c) HC ^ l'fA; 
mi», fhr l<«n. K\ ITir. t>pn. mi». // d; \i K e) Ctincifuu'lp /*; ''nnejfundae C f) au- 
tlifint. // \i) beneroU // h) KU I'C. ; prcnominatuN IfC. in II rrm jiinqerd- 

llnnH rorr. in prcnntatu« il CU; Ofdpridit HE, in H idit rmi jüngcrfr Hand auf Hamir 

Ici UFII. in II «ir- nm lliintte ; potpalati C lA 



HEINUICH II. HKtä. 119 

nostrormn, faniiilum aut appeiuiex vel ' benetiriaiiuiii »iibiaceat. Coiiccdinius etinin eis liberum'" arbi- 

triuin inter se eligendi abbateiii tali honore dignuiii et ad id ofticiuin idoiieum, ut eo secu- 

rius divinum ab illis im|iltatiir luinistenuill siiimiiai'ijiic |iiMjjeiisiiis iiiaiestatiN pro iiubis iiiiplnrent 
auxiliiim. Insiiper ctiam ccnicediimis, ut idf-m abbas sibiquc c'oinmis.sa coiigregatin (.'orunic|ue succes- 
5 sores potestatfiii babeaut advucatias moiiastcrii sui cui vidiiit dandi i iiique veliiit tulleudi, ^■,t ut iiulla 
cuiuslibet iudiiiariae di^nitatis persona in enrtibus eoruui placituui " habere praesumat, theloniuin a 
navibus eorum uullii» exigat t'amiliaque" eorum bauuum et fredas 1' nulli nisi abbati persolvat uullius- 
que nisi abbatis vel ab eo coiistitutorum plaeitum " atteudat, et in singulis eivitatibus regalibus vel 
praefectoriis liberani potestatem habeant intrandi et exeundi, vendendi et emendi, pascendi et ad- 
10 aquandi. ('ii|Ue opera regalui vel eomitialia funditus perdonamus. Et ut hoe auctoritatis f nostrae 1 
praeee|itum tirmuni et stabile permaneat, IIIJUIU propriil C'iilToboi'anteS sigüli llOStri illiures- 

si(.)ue iusigniri '' iu.ssiuius. 

Signum (M.)* doiimi • Hciiirici" ix'gis invictissimi^. 

Egilbertus ^^ caiicellarius vice Willigisi" archieapellani reeogiiovi™. 

15 Data V. id. april. amio dominicae incarnationis MV, iudictione'' IV'^, anno vero'' 

domni''^ Heinriei" secundi regis III; actum Aquisgrani; in dei nomine feliciter* amen.* 



95. 

Heinrich bestätiijt dem Ambrosiaskloster zu Mailand vier Höfe und zwei 
Hufen an genannten Orten. Utrecht 1005 Mai 2. 

20 Onyinaldiplom im k. Staatsarchiv zu Mailand (A). 

Puricelli Amhros. moiiaxt. mon. 333 aua A (a) = Puricelli in Graevius Ant. ifal. -i", 133. 
— Aresiiis Coenob. s. Amhr. abbatum series 57 aus Aa. — Böhmer Reg. 969. — Stumpf 
Be;/. 1402. 

Verfa,^st und nesch rieben ron EC , der die rier DD. 0. I. 138. 0. III. 236. 263. 266 
25 au.^giebif/ benutzt und so mosaikartig in einander gearbeitet hat, dass wir zwar, was aus 

ihnen entlehnt sein kann, durch Petitdruck bezeichnen, die Art der Zusammensetzung aber 
nicht veranschaulichen können. — Den sonst nur im Jahre 1004 vorkommenden Titel 
hat EC wohl der erstgenannten VU. entnommen. — Die Handlung ist in Dornburg erfolgt, 
wo der König Weihnachten 1004 gefeiert hat, vgl. N. Archiv 20, 148 N. 1. 

30 (C.) I lu niiinine sanctae et individuae triiiitati.s. Heinricu8 divina faveute de- 

mentia rex FraiR-orum atque Langobardonuii. Seniper enini iiistiun nobis esse M 

videtiu-, quatinus iustis petitionibus uostroniiii tideiiuni aures benignas* accomodare 
non difteramus, pro quibus eos fideliores esse nobis nulle modo dubitamus. Unde fore 

notum volumus oninibus nostris * tidelibus sub nostro iure et reg-iraine degeutibus, lohan- 
35 nem abbatem abbatiae sanctl Ambrosü sauctorumque * raartyrum Protasii atque Geruasii, ubi 
eorum eorpora reciuieseunt uobiliter tuniulata, nostram Dorinburg petisse clementiam, qua- 
tinus cortes supra dictae [a]bbatiae pertinentes cum omni sua iutegritate per huius nostri 

9i. \) H = VC. und XU. Stumpf Reff. ^»J74; aut BCK in) liberum eis E n) pkcidum H 
o) EH; familia BC p) fraeda i/_ q) nostrum H r) signiri H s) if. fehlt in 

40 H; in BE am Ends der Zeile t) dni BE u; Henrici BCE v) fehlt in C, nachf/et rayen 

in B \v) Recognitionsseile fehlt in (', nachgetraffen in B x) Wiligisi E y) lll H 

z) doniini H a) nach einer Beschreibung des Siegels in U (vgl. auch den in U^estd. 

Zeitschr. ö, 22 mitgetheiUen Eintrag in B) war SI. 2 vorhanden. 

95. [Laschitzer - Bloch] ä) hinter be ein g aultradiert 



120 K AISKIUKKINDKN. 

precspti'' pHj^nam ronfirninndo conreilertMiiiis. HaiU' igittir iustnill pptitio ii «> in oonsidcriiutea 

et di(rnam. ni>ii eins petitionis pr^'oes tnrbavinuis, sed pro nniniao reniedio nostrae 
statini (.•onoessimus et hac pngina nostri preoepti oonfirniarp non tardaxHinus. Quoeirca 
iiuUateiius predicti ftl)hatis renuiR'iata petitione. lins corto». quas püssimi ropo» \'go et 
lA>thii ri ii!< prcdec-esM« r I' s nostri pro sallltc niiiinnrmu siianun supra dietao ahhatiae dede- 6 
runt c\'terique tain reges (pinin imperatores concodi'niio coiifirmii vrr mit . vidolirct l.eiimn- 

tum, KeliciiHitim, Pnsiliaimm et Monleni, eoiicod e n d o rniifinn n ni ii s et ei>rrol)OnUlUl8 miprn dieto 
monasterio cmii oniuibiis nd »e pertiiiontiliu«, eiini • »Mperior[i]t(iis SciJieet et iiiferioribu», # eiim 
servi« et Hnrillix aldiouibuji et nldialiiis, CUIIl capellis castris viiieis i-anipis pratia paüoiiis silvis inoii- 
tibus alpibus'' nqnix nqiiarumque decurüibus molpii[diiii|ii piscntioiiibiis ae ciini omnibus eisdeni per- lO 
tineiitibus. Insnper eoiicedendo coiitiriimiinis per haue iiostri precepti png^iiiniii eidem moiiasferio 
sanoti Ambrosii atfJUO Slipra dll'tae abl>atiae »nnetonnn » iiiartiriim Protnsii et Geriuinii inaiisoa 
diio», iiiium in Meb>nioo, aliiini in villa Clcpiate. q u o » preeessor noster Karolu8 predic t a e abba- 
tiac rontirniavit. His itnqiie prelibatis. Hniia ac st:)1)ili llieiltis illteiltione onmia supra ilicta 
continnamus • in iutefrriim, ea videlicet ratione ut nbbatia per Oinnia beati » Anibroaii at(jUe I6 
beatoniin martirum Protasii atqiie Geruasii Supra dictas cortes Leniuntam, Felieianuni, Pasilia- 
num et Moutem nee Iion SUpra seriptOS duos » in • Clepiate manso» habeat, itii Hl imlliis ♦ 
dm marchio comes vicecomes paxtaldin nulliisqiie episropns iinllnqiie nostri rejrni ina);na parva 
mediocris vel minima persona contra hoc nost ru m preceptuill de supra dietis rebus afrerc 
preiumat. Si quis anteni illtelioi anilllO, qnod absit, eorreptus contra lioc nostruni prccep t ii ni 20 
agere temptaverit aut, quod seiliel a lldbis preeeptuiU est, infrinpere voliierit, * sciat se coni- 
positurum aiiri • optimi libras niille. medietatem kamerae uostrae et niedietatem predic tae abbatiae, 
cui violentiam intnierit. C^uod ut verius iiriniusque credatur diligentiusque ab omnibna * obser- 
vetiir, mann propria c o rrob[o]rantes sigilli nostri inprcssione subtus inssimus insiguiri. 

I Signum donini Heiimci regis in (M.) vietissinii. ^ 25 

I Egilbertus caiieellarius vice Uuilligisi arehicapellani recogno^^t. | (SI. D.) 

Anno doniinicac incaniationis niillesinio V, indietione n, anno vero domni Heinrici 
secundi regis in, data VI. nun. inai.''; actum Traiectuin; feiiciter amen. 



96. 

Heinrich gemattet dem Kloster S. Medard bei Soissons die Eniehhiiig eines «o 
Marktes zu Donchery. Utrecht M).') Mni .5. 

Charliilnr von S. Midard nus dem IH. Jh. f. 14 im Dej)artenientnlnrchh- zu Lmni (A). 

Marlot Hisl. Remensia 1, 509 aus Abschrift irohl vach A = Marlot Histoirc de In mlle 
de Reim.s '2, 826 n" 34 = Jenntin Chroniqites de l'Ardenne 1, 272 w" 2 mit ind. 11. — 
Böhmer Reg. 970. — Stumpf Reg. 14()4. »5 

Verfasst und u-nhrscheiulich auch geschrieben von EC, der auch hier die italienische Cor- 
rolxiralionn formet anwendet. 

In nomine sancte et individue trinitatis. Henricu« divina favi-ufe» dementia 
rex. NoRcat omnium tidcbuni nostroruni presentium scilicet ac futuroruni industria, 

rpiaiiter no« infen-entu Frederici dilectisHimi comitis ac ])ro nostre remedio aninic lo 

9h. hl aber Hrr Zril' nnchfirtciifirn cl p rnrr. nun \i d) ma riflleirhl rnrr. au» mi ; VI. non. 

mai. ritllfirhl na^hf/etragm 
W(. [Arndt - Knuch - Pnlaczek] ai fruent« A 



II KlXincil II. 1(1(15. 121 

Bosoni .•ihljati. i[in siincti iMcihirdi cciuiltio iiuin,' proesso vidctur, ccterisque fratrihus 
ibi dcd (Icsci-viciitiliiis cipruiiujuc ctiaiu suc'ccssnriljus lieeiitiaiii conccdinius'' liac iio.stra 
pi'cceptali [laiiiiia iiuri-atiiiii cilificandi in villa (|ue mincupatur Duuclierio sita in 
comitatu jirodicti Frederiei couiitis qui vocatiir ( 'astriiisis, ea videlicet ratione ut milliis 
diix ciinu'.s vieeconios iudex vcl aliqua nostri regni maior seu minor persona iani 
ditiiuii abbateni aut fratres inde inqui(;tare vel inolostarc '' aiideat. Et iit lioc verius 
credatur'' dilii;ciitiiis(|uc ab cniinibus nbsfM'vctiir. manu prnpria eorrnlnprantes sigilli 
mistri ini|in'ssii)nc subtus insiü,rnri iussinius. 

Sii;'nnni dnnnii' llenrici rc'i;'is inxii-tissinii. 

Ki;ilbcrtus canccllarius vice' Vuilligisi arcliicaiicllaui - recognovit. 

Anno doniiniee inearnationis MV, anno vero donmi'' Ilenriei seeundi reiris lll, 
indit-tiiinc 11; actum Traiectuni; (bita III. nun. maii''; t'eliciter amen. 



97. 

Heinrich bestätigt dem Kloster Echternach Königsschutz und Wahlrecht, letz- 
16 teres jedoch unter Vorbehcdt der königlichen Zustimmung. 

Utrechf 1005 Med 31. 
OfiginaMiploni in der Stadthihliothek zu Trier Ca). 

MeiUer w Kofizenhlaff 1, 114 n" 2 unvollständig aiis vidimierter Ahsrlirift eines Trans- 
snmpts Enrh V. — Bei/er Mittelrlmv. ÜB. 1, 335 n" 282 aus A. — Stunqjf Reg. 1405. 

20 Oeschriehen nach DO. II. 217, die verlängerte Schrift (Zeile 1 sowie die Königs- md 

Kanzlerunterschrift) von ED, alles iihrige von BA; vgl. K. Archiv 20, 163 f. 

(C.) 11 In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricn.s divina favente cle- 

nientia rex. Quiniiniii in l'undmido vel renovaiulo aecclesias dei per antecessonim nostronim 

regitni scilieet vel iiniieratonini tenipora cognovimus ^ amiilificata es.se regalia iura, nostram i|Vioque 

äö iiidiistriani dilectione dei provocatam nee non 'fideliinn nostronim .suasionibius incitatam oportet pro 
amplianda'' regall nostri pace iure .similibiis invigilare .studii.s. Fidelium itaque nostronim relatioue 
coniperinius, monasteriuni esse in regiio uostro Aesternaeus "^ dictum, in quo beatus requiescit Uuilli- 
Ijrordns arcliiepiseopus, qnod ipse venerabilis a fnndamentis construxit, datis sibi a pii.ssimo rege 
Pijpiiio prediis; hoc etiani ab ipso principe filioque eins Karolo uec non Chlndonnico imperaturibus 

30 scrijitis privclogiis "■ snb nnindiburdio et defensione .snccedentium regnm vel imperatorum dclibcratiim 
est niansurnni ac ninnachicuin ordinem secundnm regulam sancti Benedicti ab iuliabitantibus i!)i ])er- 
petualiter conservandum. Quod pravitate cuinsdam Karlonianni invasoris et tyrannidem exerccntis 
vlolatum est, raonasticae videlicet vite norma destructa et clericis saecularibus intromissis; sed rursuni 
a donino * boue memorie (Jttone magno serenissimo angusto instinctu illustris viri Sigit'ridi coraitis 

35 seciindmn decrcta snpra dictorum imperatorum impriorem'' statuni est reparatum, eonstituto ibidem 
.nbbate Rauengero nomine. Qui adiens serenitatem culminis nostri obtulit uobis jirivilegium prefati 
magni Ottonis ailgusti, obsecrans ut tirmitatis gratia imperiali auctoritati nostram quoque super- 
addcremus auctoritatcm. Cuius ]U'ecibus '• ob'" amorem dei et reverentiam ipsius loci libenter assen- 
suni brcliuiunis '■, at(|iic lioc nostre rcgalitatis preceiitum erga ipsum nionasteriiim tieri libuit, per quod 

*o 9ß, b) cocedimus A c) inquietare molestari vel A d) ut verius credatur lioc A e) donni A ; 

EC wendet diese nur bei romanischen Schreihern rorkimtmemle Form nicht an f) fehlt in A 
g) Vuilligiuus archicapellanus A hl maiy A. 

97. [Bresslau] a) dahinter ein Buchstabe radieii b) A; VU. imperii e) A d) b corr. 

aus p e) o corr. aus a 

Kaisernrkunden III. ID 



122 KAisKwr i!K r \ i>i;\. 

iiiiiu- ivgiili ii.i»tr" <li'iriiii <•! iiiirtoritnte ilrreniiniun iiii|iif iiiliciiiiis, nt inxla pii rcdi'iniiiiii (UtioIii 
rcgiiin vt-l iiii|ifr«liiniiii ob aiiioroni <U<i ' triuii|iiillitiit(.-iiic|iic iVatriiiii iliidi-iii siili ri'frulii snmti lli'iuilii'ti 
raiminilrnliiiiii cum omnibiiM * ml ti' iiisli' ns|iici<-iitilius vrl iurliiKutiUiis snl> plriiiKsiiiiii «li'tViiüioiii- 
niiKlrn nv iiiiiiiilibiir^ii •' luiKlrii niiil itt<|iic siicoosKoriiiii ikisIiuiiiiii, ca <'iiiiilititiiii' iil iiiniiacliicc euu- 
rcrMttioiiiii unlo ibidem iii|riti-r ruii.si'rv4'tiir iiiillii.si|iif <-is aliipiani vinlciitlinii vrl siil>ri'|itii>iii>iii imsscs- r> 
■ioiiiim ml moimchonim sli|it'iiilin iiorliiiriitiiiin iiift-rrc |ii'vitiiiiiat ". Kt iit iiii'liiis cos dclictct |irii 
iiostm lufobiiiiilntf (li'lUII cxurarc, roiK-piliiiiiiK iiioiiachiM oli-i-liiiii(.-iii liliiTaiii Niilii-eitiii'iKli ex si-iiirt 
i|iüii< «bbntfiii, l*(JUU re^is collseilSU, ■iiiciiiciuiuiik' rcliposy vity fnii^ruiiiii sili! iiivi'iiirc valiicriiit. 
Hnnc itai|tle niifluriUttvm, iit plenioriMii in dci noiniiu' nbtiin-at vi^'nii-ni i't a ti<lcliliiis .'<aiii-tni' did 
ncripsif et nostrin vpriiis rrodatiir et dilij^cntiii!« riiiiservcliir. iiiaiiii |irii|ii'ia siilitir Hniiaviiniis i't si<;illi lo 
iiodri iupro88i<mo sipinri iiissiimis. 

^ Sipnini ilimini Ifrinrici (M.i rt'j^is iiivii'ti>siiiii. ij 

Ü l?ruii<> c'oiii'clliirius'' vii-c l'iiilli^isi ari'liif:iii|ii'll;uii rccn^nnvi. ij iSi. "J.i 

l)nt« II. kal. iiinii intlii-tiono U, juiiki (InniiniciK' iiu-aniatiniiis M\', aiiiiip vcrii 
ilotniii Hcinrici scfiimli r('>5naiiti.s tercio; actum in dci iiiniiiiic Trairc-to; li-lieittT aimii. u. 



98. 

Heinrich bestimmt, dass das Marienstift zu Aachen durch die Gründung dei' 
Klöster des h. Adalbert und des h. Nicolai!^ daselbst in seiner Würde und 
seinen Zehntrechten nicht beeinträchtigt werden, sondern den Vorrang cor ihnen 
behaupten und deshalb von jedem der beiden Klöster jährlich ein Mahl er- so 
halten solle. Dorlmuml lOOö Juli n. 

Lib. privU. S. Mariae AquensLi ans dem Ende des 1'-^. Jh. /'. /.V /;( der k. Hihlinlhek 
zu Berlin (A). — Coiiüdhurh au.i der ersten Hfilfte des l-i. Jh. /'. -id im Sladlarehir 
zu Aachen (B). 

Betrk Aiinisfiranum W.5 Exir. — Ritz in Ledehur Arclrir J<ß, tl n" 11 nnrnUsläiidifi th 
itu->i AB. — ^ni-r CD. Aiiiiens. 1, 14 n" 20 aus B. — Laromldet Xiederrhein. IIB. 
1, 88 h" 142 aus B. — Stumpf Bey. IKlU. 

Verfasst und irahrschehdich auch geschrieben von BA. — Die Intitnlatin stimmt mit 
DO. f. 4'4 iiherein. — Zur Dntierungszeile dieses und der folf/enden Stiirkv njl. ,V. 

\,:h:, In lin :;a 

in noiiiiin' >aiict<' et iiiiiiviclii<- triiiitatis. I Ifinricus n-x diviiia in-niiiciantc cle- 
inviiün. Si conei.'KH« iiobis rationaliilitiT et Hdflitcr «inlinavi-i-iiims et ex rniircsKis 

eonc«(lciiUMii * honoravcriiiniH, ipsiim imliis citiK'ilialiiiniis, i'X i|ii"i ii'iii ncislra tanluiii 
«ed ot noK IjiiiMH ita'' KiihccjiiimiM, et <'tiaiii rcj^ic lilicrtatis inndcstiani i'x<'<|u<iiti/s 
<{uic(|iii(l fjfcriiiiii»* liac ralinnc ^ita1lilillK (•^'Sl■ piitaiiiiis. (^uoeiri'u iiotiini i-ssc vnlmniis :).'■ 
i'uncti)»' taii) futiiriH <|iiaiii |irf>K«-iitibiin. (jiiorl A(|uisf;raiii duo iiionasteria, uniiiii scilicct 
in honorc'' ttniicti AdclInTti, alteniiii in lionoro'' sancti Nidiolai'' cnnsilio rt funsi-iiKU 
|irin('i|Mini. «liiciini vidclicot r"|ii.scii]((inmi rf ('(utiitinii. stnixiniiis <■! iinniiii ciiiiiui' siiaiii. 

•7. f( Utirr iler '/.tili ii i y^l um ii ('»rrrcliir. 

9S. 'I!r<-'.ici] ni rix 11 bi A; ipsos .1. (o/Irr .1.) H. Sollte rirlleirlil im Oriiiintil I 1" 

-' '/.firlirn für ilif h'n'liint/ i/tjilnn'lrn IiiiIh-ii, hii'I priniiiiii mler priiiio c" legen nein f 
1« notum c<itc voliimii» // cl) ,!/<,• /» /< nuelilri'iijlieh ein .llihil rzuntiiiil rieh illirr e 

itittsuf/rfilgt f) Nikolai U 



IIKIN Kicii II. nmö. 123 

ucc'cssariis ad Iidc cxliihitis, ci)iij;rcf;atii)iu;iii docrc'viiiiu.s, ut il»i in nniiiiiriaiii iiiagiii 
Karnli seniorisque iiiei tercii üttonis spceialiter, antecessonim (|un(|iic et parentum 
meorum nostriquo (itiam et nobis successunn'um ' illi soli serviant, a quo reinissionem 
peccatonun j)cr Imiiisiiiodi decreta spcrainiis. Heo tarnen non liac ratioiie disponimus, 

5 iit^' inaicstas iiKniasteiii sanete dei fiOiiitricis cum dociina depcrcat, sed, ut acteiuis'' 
in cndcni lin'o ]iriiici|i,'itiiiii nlitiiniit. sie al)s(j\u' uila a)ul)iguitatc ' in futurum uljtineat, 
et singulis annis c(ini;i-cf;atiti sanete ^larie in t'estivitate sancti Adelberti ^ a cM)ii;irega- 
tione .sua et in t'cstivitatc saneti Nicliolai'' a e<ini;Tegatione .sua ret'eetioneni unam in 
respeetnm liabeat. Kt ut bot- uostre auetoritatis preeeptum })er suceedentia tenipora 

10 inviolabilem ineunvulsannjue oliiiueat tirmitatcni et a fi(b'libus sancte dei ecelesie 
nostris(pu' verius et certius eredatur, et niauu propria subtcr ünnaviimis et sigilli 
nostri impressionc designari iussimus. 

(M.) Signum regis gloriosissinii Mciui-iei. 

Hruuo eaneellarius vit'e A\'illegisi ' areliieajiellani reeugnovi et subscripsi. 

15 Actum est Trutmannie'"; recitatum pubbce pridie non. iuiii anun ab iucarnatione 

domini MV", indietinue III, auu" vero Hciuriei regis secundi rcgnantis Uli'. 



99. 

Heinrich schenkt dem von Otto III. begründeten, aber nicht vollendeten 
S. Adalbertstift zu Aachen den Zehnten von allen höniglichen Einkünften zu 
20 Walcheren, Goslar und Dortmund, ferner die Kapelle zu Ingelheim und das 
Kloster auf dem Luisberg bei Aachen. DortmuncI 1005 Juli 7. 

Abschrift des 12. .Th. im k. Staafsnrchiv zu Düsseldorf (A). — Vhartul. S. Adcüherti 
Aquensis aus dem IS. Jh. f. 1' im Stadtarchiv zu Aachen (B). — Extractum archirii 
S. Adalberti Aquensis aus dem 18. .Th. ji. 2 im k. Staatsarchiv zu Düsseldorf (C). — 
»5 Abschrift eines Trcmssumpts Friedrichs III. von 1475 in demselben Extractum p. 326 

CC'9. — Dusselsches Copialbuch von S. Adalbert am dem 18. Jh. p. 99 nach demselben 
Transsumpt im k. Staatsarchiv zu Düsseldorf (D^). 

Qui.r Die käu. Kapelle auf dem Salratorsberg 78 n" 3 aus C. — Quix CD. Aquens. 
1, 40 n" 55 aus B. — Lacomblet Niederrhein. ÜB. 1, 88 n" 143 wohl aus AC = 
30 Berf/h OB. van Holland 1, 47 n" 76, = Bode ÜB. der Stadt Goslar 1, 115 n" 8 

Fraqm. — Stumpf Beg. 1407. 

Verfasst und wahrscheinlich auch (jesehriehen von BA. — In einem Briefe des Barons 
von Spaen an Wedekind Cgednickt in Neues vaterl. Archiv 15, 114) envähnt Spaen eine 
in seinem Besitz befindliche »Charte originale de Ottern II. (muss heissen: III.) 997, par 

35 laquelle il donne ä Veglise de S. Adelbert h Aix-la-Chapelle decimas in Goslar, 

Trutmannia et Walacria outre plusieurs autres terres en Hollande«. Bisher ist es zwar 
den Nachforschungen, welche Herr S. Müller Fz. im Haag, wohin der Nachlass von Spaen 
gekommen ist, und anderweit auf unsere Bitten angestellt hat, nicht gelungen, irgend etwas 
darüber zu ermitteln. Doch ist Spaens Mittheilung insbesondere deswegen zu beachten, 

*» n-eil das gleichfalls 997 in Aachen ausgestellte DO. III. 240, das deutliche Spuren 

ttS. f) successurum AB; in A von jüngerer Hand corr. in successorum g) corr. von jüngerer 

H'iiiil in iie AB h) AB; in A van jüngerer Hand li rorgeschrielen i) ambing-uitate B 

k) Adalberti B 1) Wilseg-isi AB m) Trotmannie B n) MCV, dahinter wie es 
acheint I aiixradiert B o) quarti A. 

16* 



124 K A IS i; Uli; KUX DEN. 

(itx Dirltilffi ii'ii BA iiiifirfisl (rgl. X. .4»fAii' 'JO, 176), mmutitliih in seinen Schlusx- 
formrln mit den DD. H. II. .''f. I(KI nfith.it irriinniU i.il. Die>iv eniitn Bczithunflen 
/<l«ww sich iinf litis riM/'iirh.vle erkli'irni. irnin im J. 9tl7, ziuiliich niil DO. 111. '.^40 
otler srinei- trhfeH Vorlaye. ein zum i/ros-seti Theile gleirhlaiileniles DO. lU. für das 
Adiilltritslifl von BA veißssl und Min der Kanzlei vorgelebt worden ist. Diese.t rer- & 
Schollene DO. III. hatte dann nicht nur für unser D. ?'.'' ah 177. gedient, sondern 
icärt wn BA auch für dm Contcrl des D. Um für Mtigdfliuri/ lienutzl inirden. 

iC.)" In iiomiiu' sniu'li,' et iinlividiii; Iriiiitatis. llcinrii'iis'' diviiiii t'uvcntc i-li;iin'iili:i 
rox. In ilouui dei'' lar;^iriu;i siininios'' disjieu.satorcfi nus i-ssc sriuuis: si ridclitiT 

disijonsaverüntis, beati friinus i't in ^nudiuni dumini intrantcs bona ijisius pos.sidi-bi- m 
mus, 81 infidelitor, in tortoriuni dftnidoniur et usquc ad novii^sinnini ijiia(b'antoni tor- 
qiu'bininr. CjlnaproptiT et jicna" t-xterriti ot prcinio invitati, eimsilin (|U(>(juc' ]iriu(.'ii)iini 
no.stroruni subnixi Uli, \\\\\ lotiini dcdit et totuni nun i'xijj^it, sod ex totn «b'ciniam ad 
dovotioneni boininuni sHscitandani ' repetit. deciinani ex Ijualacr^" ot Ooslar ci Triii- 
inannii; rcditibiis in (innii n-. (|U(; '' n-f^alibus nunr iiscjuc subiai-cbat usilms, ad iisinn la 
fratnun Aquisgrani in i^fclesia sancti Adalbt rti ' iiabilantiiuu iciiKodiiniis t•(lnc■e^*sunl- 
cjiu' in perjictuuni esse volumus, eapellani nncique in Inj^illicni'^ sitani . Luuesberg' 
ctiaiu cum onniibus, cjin; per preceptum senioris et antecessoris ni)Stri tertii Ottonis 
illo" coucossa fiierant, quatinus bis iitcndn seniorisque nostiü Ottonis iiu-moriani 
habon(lr>, qui eundcm loeuni incepit iniperfeetunique ad pei-Hcionduni nobis rcliquit, sn 
nostri quiique nostroruuKiue antecessoruni ni>n oldiviscendo" et ali ii(si> audiantiir, 
eni eiineta ib-bentur, et (Hiod (juerunt se inqu'tra.sse letentnr. Kt liane eoneessioneni 
sie stabilem, sie esse V(diiinus inniiidjüeni, ut, si quis eani inlrinj^ere vobierit, et pro 
conatii regis regiim offensam ineiu'rat et quod (pierit adij)isei nullatenus valeat. Ut 
autem" ineiinvnilsa permaneat, et'' manu pnqiria linnajnus et sigilli nostri imprcssione w 
signari iulienius. 

Signum'' domni ■■ lieinrici'' i.M.j" regis invietissinii. 

Ilnmo caneellarius vice Uuillegisi ' areliicapelhmi recngnovi. 

Actiun Trutmannie" non. iuHi anno a)i incarnatione doniini MV, indictione lll. 
anno vorn Helnrici'' regis ^ regnantis IUI''. .m 



10(1. 

Heinrich liestütigt der erzbischößichen Kirche z>h Miujdebtir<j den Ort ScJdeder 
sammt Pertinenzien, unter Verbriefunfj der Immunität für denselben. 

Paderborn — .'' l(K)ö Juli 17. 

Oritfinnidijdom im k. Staatsarchiv zu Berlin (.1). 3t> 

T,,;l,.r„, j;.l I' C.N „■ (,/ „.,.7,; „„s A mit XIII. kalcnd. au«. — Gcnlau CD. 

'■f.<. .11 11) lilill in ACC'll^ l)j Heuric. A>' c) ilorniiii /{('CD d) sumiiB 

."'; fiuinmi C<" ; cIeJIfirhl war urhon im (h: mix Versehen »miimu« HtfiH RUiuinos 

j^i^iiiiiUn u) fehlt in ir f i HiiHtjtaiidaiii />' g) 'Waiccre lU'lJ' ; Walecrii (" In re<niic 

n/r i, All«rti n k; IpKflhfiiii tlCCD' I) in Lcuclicrj: /< ; in Lcucnlit-rjr CCf»' i» 

m) illi IJ'; illo ron miflerncr llnml rorr. in illi H ii) olilivcrciulo <■»/•;•. in obliveceinli) H 

o) etiam D' fii ac />' i|) f/a» iianzc F.Krholok-oll fehlt in A ri dorniiii f'C'l)' 

'' ' ' ■ ! <'ntir Si)riiain in ('("; ;« Anfanif tier l.'rhinile um lliimle in D' 

"irr. nun iiiilffeauiii It; WilpfCBiisi !>' ii) Triilmammi' /'' 

i'''fc';" it 'jn.m'ii iirii i,> *■ J* . If* 



HEINMUCll II. 1005. 125 

Ihamknhury. S, 45 n" 5 aus A ohne Daten. — Höfer ZcU.ichr. 2, 1-iO n" H4 aus A mit 
XIII. kal. aiig. — Westf. ÜB. Suppl. 98 n" 603 Reg. zu Juli 20. — Stumpf ßeg. 1410 
zu .Juli 20. 

Vcrfasüt und geschrieben von BA, der sich an die VU., DO. III. 245, nicht hielt. — 
& Übet- etiraige Benutzung eines DO. III. für S. Adalbert zu Aachen vgl. die Vorbemerkung 

zu D. 99, zur Datierung N. Archiv 20, 172. 

{(-'.) I lu iiiiiuiiic sciuiftc'' et iiulividui^^ triiiitatis. Heinricu.s diviiui propitiautc 
dementia rex. Intcr oiimia, qu^ regenda siiscepinms et nobis a rege regiim com- 

missa ^ tenemus, eclesiaruin facidtates et augere vohinms et avietas ab antecessoribns 

10 no.stri.s asseii-sus iiostri astipulatione corroborare deeeniimus corroboratasque vigilaiiti 
studio .semper et ubique defendere cupiiiius. Qiiapropter notum voln ticri omnibu.s 
tani t'utuiis (nuiin presentibus, qualitor iusta dunini Tai;aii(iiii.s pctitioiu^ archiepiscopi 
Magadclmrgcnsis eclesiy civitatem Sciderc cum oiiiuibus appendciitiis suis in pagis 
Gesiiu'gauuue, Uuctego, Thilethe'', Linigauuue, Saretliueith, Tictuiolle, Lethgaiuiuc 

i-i sitis, l'orcsti scilioet bis tribus Huvialis'': Hambrina, Nisa, Vvermana detenninata et 
ceteris cuique loco neeessariis, pratis videlicet molendinis canibis'' cultnris niansis servis 
libeins (pioque, qui regie iana potestatis erant, a scniore et antecessore meo tertio 
Ottone eidem eclesicj concessam, ea videlicet ratione ut nullus dux, nulhis comes, 
nulla i)ersona, preter ([uani ipse archiepiscopus elegerit'', quicquam iiiditiarie potestatis 

20 in ca agere audeat, assensu nostro linuare velimus, ea conditione ut, quc antecessor 
noster statuoraf, nulhis pervertere audeat. Et hanc corrobarationem"' sie inmobilcni, 
sie per regalem nostrani sententiam * volumus esse stabilem, ut, si (piis eam lacessere 
temptaverit, et conatus eins iudiciaria potestate reprimatur et id quod querit nullatenus 
adipiscatur. Et ut secundumf votum nostrum inconvulsa'' permaneat, more antecessorum 

25 nostroram et manu propria firmamus et sigilli nostri inpressione ' designare inbemus. 

I Signum donnii Hcinrifi (M.) regis invietissimi. i) 

I IJrund caneellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovit. ^ (SI. 2.) 

Actimi Paterebrunne ; recitatum publice anno ab incarnatione domini'' MV, in- 
dictione III, XVI.' kal. aug., anno vero™ Heinrici regis secundi regnantis IUI. 



lOJ. 

Heijirich bestätigt dem Kloster Schildesche den königlichen Schutz, die Im- 
munität und das Recht, die Äbtissin und den Vogt zu, ivählen. 

Corvei 1005 .Mi 18. 

Verstümmelte Abschrift aus dem 15. .Th. im k. Staatsarchiv zu Münster (A). — Ab- 
35 Schrift aus dem 17. .Jh. in v. Redinghovens Handschriftensammlung t. 48", p. 371 in 

der k. Staatsbibliothek zu München (E). — Meinders in Abschrift der Vita Marcswidis 
vom .J. 1707 f. 114 im k. Staatsarchiv zu Münster (B). — Abschrift des 18. .Jh. in 
Gulemanns CD. Ravensbergensis f. 3 f. 44 ebendaselbst (F). 

100. [BresslaUj a) .1 liot nur scanct, itudi ixt die cauda des e unten an das t an(/ehänf/( b) das 
40 zweite h über der Zeile uachyetrayen c) A d) i carr. aus e e) urnprünf/lich statuerit, 

a ist über dem i nachgetrayen, das i aller nicht (/etilf/t f) ten über der Zeile nachgetragen 

g) über der Zeile nachgetragen h) s sogleich carr. aus 1 i) p corr. aus p k) dofii A, 
zu (lomiiii aufgelikt mit Mck.iicht auf die übrigen DD. des BA 1) UI auf Rasur \ XDI. kal. 
aug. in dafür gelassene Lücke nachgetragen m) daliinter kleine Rasur. 



12(5 K AlSI-iaKKlNDi; N. 

LoHirii C'-h roH Bormsltrni Cl>. (i )i" 4 aus E (n). ]\'iliii(iii}> l'hilijiiii Wrsif. 

AT. V ISO ans AliF.i. — Ufihm-r Neg. 973. — Stumpf li,;/. 14(H). 

11 i'i'rAu/MHj; fOH DO. in. i:i mit geringfügigen Vernndermigrn. Die Datierung stammt 
nt» HA her. 

lii iiiiiiiino saiictc« vt imlividue trinitatis. llciiii-iriis-' diviiia l'avciitc clcmoiitia'' r> 
rox. Si rogin iti^iiitiu oci-lmiiaii Hoi, ipiuil «iii oflirii est, rxiiltat, « ii<l prcsoiis sriiilinn it rntnriiiii'' 

iil li<|<iido »ilii |irofiitiiriiin '' nun i1nl>itnt. (/iiii|iri>|iti'r uniniiini liilcliiini nustiiiruni iircsontiiini »ei licet'' 
1-1 fntururniii ' |>iiti>iit iiitlnütrii', «inin vir vcnpriiliili.s Kulliiiriii!« »luioto l'iitli'i-liiirncMsiK oi'clc.sii' i'iiiKcupnN 
Uli nuit vciiit < rogaiis huuiiliter ot (ifton», iit i|m>i]dnin mnnn.stcriiuii •ScIiiliK-sflu'*' iiunriipntiini in 
lem|iorikiu nntecessoris' U0!<tri honte meniorie Ottonis iniperatori!« nu^nsti i-ius couKnltn et liii'iirln in 
in lionoro ^ snurte i!ei pcuilricis Miirir novitcr rnuslrnftiini et fonsoiintnin, Hini * iirp<i"|>iiiini' inni 
»mU |iiTtini'noii» ' cnnfiriniitnni vt ii1> ein» sili-ces.s(»fibus et equivo t- i s "' sc'ilici't set'Ululo OttolK! 
et tprcio cum oronibn«" rebns illiu- iispieicntibns per siiiuu pi't>t'('|)i'ii>ni'ni ilcniio ciin'iilHii.'itnni iiixtit 
morcni ot cxtfuiplnm" ooruni ■' »»\) noistro oniunitiitis tnicinnom susoipori^niiiM. NUs vcrci pic iiiticiiini 
illinü'i beiiigmiui '' ns8cnt<nm probontoy iileni niona.storinni in sua dyooosi ooiiHtnu'tnni ot ninniii Icica 16 
n rolig-ioNis " viri» illiic trnditn sub nostrnni tlofonsiononi giisccpinnis ' et iiostro nnotoritnti» prooi-pln 
nd intc^iim vonfirmamiis ", sanctinioninlibns doo snucto Mnrioi|iio'' virgfini picilictn " Imo Scliildosolio* 
die nootoqiie fauiiiinntiliiis eonsnitn ot preoatn ))rofiiti l'ndorbornensis oiolosio licinonindi prosulis 
licontiflni oonoodontos intor so olijrondi nblmtissinn, (inofiesonncino opus ot nsns ovoui-rit, piooipiouto» 
ofiani re^in pntei<tnte finnitor, nt niilliis diix vol coinos aiit alia i|iiolili('t > indioiaria poi-Miua iiia;;na ÜO 
Ken parva in ei>deni nionnNterio vol '- loois illiic datis ant dandis aliijnain doliinr potostatoni oxoiooro 
presumat vol de fnniilia oinsdoni niüuastorii alioiiin.s oau.sc rntiononi cxi^'oro auiloat. nisi ndvooatiiH, 
qnem abbatiwia pretieiis et futnra* ad hoo 0]ius eunstitnenduin elegerit et ooni]>rid}avi-rit.'' Kt nt Iioo 
nostre eonfirniatioiiis nnetoritas firuiiur et stabilior"" iiostris et fnfnris tomporibns a ounotis tidililiii.s 
liabcatur'', linins preoopti tenorom inde oonsciiptiiiu sig-llli imstri inipiossiono siifnarc'" iussiiniis inaiiii- s5 
■|ni- pruprin, ut infrn videtiir, roboravirnns '. 

Si^iiiiii iloniiiii Henrici" regia invictissimi. 

lifuiii) caiK-cllai-iiis vice Willi>!;isi '' arc-liit-apellani rccopinvit '. 

Actum'' CrtfUfie anno ab incaniationc douiiiii M quiiitn, iiulictiiDic Ul, (juintti 
deciiiio kal. augusti, anno vero domini Heiirici i'cgia seeundi regiiantis qiiarto. ao 



101. jBrewilau - Bloch] a) A; Henricus HEF \>) einentia rex. Si re fehlt in A c) Int. id 
liq. »ibi frhtt in A d) prof'uturo /' e) fflill in F f) lut. pat. Ind. frlilt in A 

gl veu. rog. hum. frhil in A li) .Scliildecense li i) ant. noat. beate fihll in .1; ant. 

nostri fthll in It ki hon. g. d. gen. fehlt in A\ honorem /•' 1) tinein'iis onnl'. ot frhll 

in A m) K; Cfpiivoc A; aeipiivoco li; et c<j. fehlt in F n) iniiibus rel>. ill. asp. fehlt 35 

IM A o) luni cor. b. n. omu fehlt in A p) li ^ 1''.; ei|UO FF; )(c\\v\l in einer Ini A 

linjrnilrH ilrutuchen I /x-melriini/ niiii dem Anfantj des iH. Jh. i|i eins H n ben. ass. [ireb, 

fehlt in A »i A Itriehl mit rolij; nh t) UEF; auch in der IT. ililrfte nn :u lesen sein 

\ii ISF; confinnamuH enrr. in oontirmavimuH F v) /•' VI'.; Mariae (|UOi|iie l<: sanoto 
Maric<|ue eorr. in iu>nctci|ue Marie F \vl FF; in praodicto H; mieh in der VI', dilrfli 40 

in nur XiunU nm Meindfm »ein xi HF; Soliildesche rtirr. in Sohildosclii /•,' y) <|iiao- 

run«|Uo /< t) »eu ll ai /< IT.; fnturo FF li) H; eleRorint. Kt nt EF\ irir nehmen 
die l/>»nrt ron ll mit llileksirlil darauf auf, dass die in Sute p e.rwilhnle, rnn li iiniilthr/ni/itje 
l'ehrfßet: II nr/ hier Iniitel : diir tlio keion niidt proben <•) HrmiuH ot slabilins FE d) li 
VI'.; babori'tur F; haberolur cwr. in liaboatur K C) sif^nari F f) corrolinravinins EE «.'■ 

gl »II // hinter dimini : (L. 8.); ol> auch die Vorliiije rem H das M. an dieser .Stelle t/ehtihl 
hat, ift ■ Hinrii-i rojfi< iniperRtririü inviitlKHimi F; in F iniperal<^priM hinter rojfi» 

gttilgt .lii li lind die in \itle p eiir/lhnle l'eliersttzunii; Wiliijfili FF i) recojr- 

n'ivi KF 1. in li Inulrl die f>atieriini7. uffenlinr ron Meinders (irohl narh Musirr des hei 

ihm rnrhfrijrhrnden IJO. III. 1.1) iinit/ettnltrl : data V. kalond, aug. anno d-iniinioao ino. MV, 50 
indict. Ill, «nno vero Henrioi ll. rcgtiantia IV; actum Corbeiae; l'elicitor amen. 



HEINRICH H. 1005. 12.7 

102. 

Heinrich bestätigt dem S. Adalöcrtstift zih Aachen den Zehnten von den 
königlichen Einkünften zu Walclieren^ Goslar und Dortmund und verleiht 
ihm. Besitzungen in vier lothringischen Gauen. 

5 Nieiilmnj 10()ö Aiujmt IH. 

Vliiirliddr. S. Adidbcrti Aqutn.sis ans dem Vi. Jh. /'. S (B) and aus dein Aii/'aiuj des 
lö. JIi. f. I i (B^), beide nach Transmmpt des Erzhischofs Engelbert von Köln, im 
Stadtarrhiv zu Aachen. — Extractum archivü S. Adalbeiii Aquemds aus dem 18, Jh. 
j>. 4 nach demselben Transsum^^t (C) und p. H22 nach Transsumpt Friedrichs III. von 
10 I I7ö (C^) im k. Sfanfsiirchiv zu Düsseldorf. — Diisselsches Copialbuch von S. Adalbert 

aus dem tS. .Ih. ji. 2 (D) und p. 9S (D^) nach denselben Transsumpten ebenda. 

Ritz in Ledebur Archiv 10, 72 h" 12 angeblich aus dem jetzt verschollenen Original (R). — 
()uli- CD. Aqaens. 1, 40 n" 5>i aus B und l, Ö2 n" 77 aus C mit Verbesserungen aus 
R. — Ernst Hist. de Limbourg 6, 99 n" IS aus der Quelle von R (L). — Lacomblet 
15 Xiederrltein. ÜB. 1, 89 n" 144 aus C = Bergh OB. van Holland 1, 48 n." 77, = 

Bode ÜB. der Stadt Goslar 1, ll.j n" 9 Fragm. — Stumpf Reg. 1411. 

Mit Benutzung von D. 99 verfasst und wahrscheinlich auch geschrieben von BA, der in 
die Signumzeile einen dem EA geläufigen Ausdruck aufgenommen hat. Die Urkunde .stellt 
eine Neuausfertigung von D. 99 dar, in der auf der einen Seite die Schenkung der 
20 Kapelle zu Ingelheim und des Klosters auf dem Luisberge ausgelassen, auf der andern 

eine Anzahl von Gütern hinzugefügt sind. 

((,'.)" Ih iKimiiii' saiicte et iiulividue trinitatis. Heiiirieus'' clivina jiropieiante 
elementia rex. locimda patcniitas et patrnia eiusdein dei pietas, que luulta noliis 

conccssit f't ex multis pauea a iiol)is reqiiirit, non iit indigeat, sed ut pro pauei.s 
2ri iiinlta rt iiitiuita ricoiipt'usare possit, dum qiicrit diiimiii, et ad premium invitat et ad 
reiiiuiUTaiiduiii t'estinat. Feneratio dulcis, in (pia niulta j)aiicis, eterna mercantiir" 
cadxicis! Nam liuic darc'' debemus, qui nosniet ipsos nobis dan.s a suiü sua non 
recipit, iit habeat, sed ut centuplicata remittat. Huins spei gratia invitati * decimain 

i!X Walecre'^ et Gi).slar' et Trutmaunie re(litil)us in onini CCn.'^U, qui lefralibiis » suliiacet usibus, 

30 villas quoquo Soroii et Sohuaniam^' in pago Lewa'' in eomitatu ' sitas, Heroldes- 

husen'' eeiani sitam in pago Natre.sgauwe '''^ in comitatu Wideloni.Sj Horchcm' insnper in 
pago Colingauwe et comitatu ', Kluenliem'" quoque in pago Meinuelt" et comitatu 

Betheiini*' ereatori et ditatori nostro ad usum fratrum Aquisgiani in capella sanctorum 
martirum Adalbeiti et HermetlS liabitantium coucedimu.s eoucessaque in perpetuum esse volumus, 
35 terram eciam eidem capelle cum uno molendino circumiacentem ''. Et ut hec concessio 
secundum votum nostrum et iinna cousistat et inconvulsa maneaf, scrijjtum hoc more 
antecessorum nostroruin et mann pnqiria roboravimus et sigilli nostri iiipressione in- 



10'2. [Fültz - Bi-esslau] a) fehlt in D' R h) Henr. /)'; Henr. corr. in Heiur. D c) me-. 

reantur CC^ DD' d) olare li' e) Waleere CD'; Waleere corr. in Walecre D 

f) Gozlar B' g) CD' EL; Sdlmanniam Bli' (" I> h) HL, «//. Stumpf Reg. 'byi; Lunva 
CCD'; Lyrwa BB'; Lurwa corr. aus Lyr.a /> i) keine Lüche aiigciteiitet in BB' C D' 

k) BB' ; Neroideshausen C<" RL; Neroldesliawsen D' ; Neroldeslrasen corr. in Neroldeshausen 
D kk'i so alle; rlennoch i.tt rielleicht Hatresjj. (= pagus Hatternn) su lesen 1) RL; Horehem 
BB'; Horcheim ('("DD' m) Kiuenheim CC" D RL: Kuienheim D' n) in Meimuelt 

(papo fehlt) D' o) Beehelim D'\ Beclielim corr. in Betheiini D; rielleicht stand im Or. 

Betzelini p) circumiacente alle; rielleicht hat also im Or. der Ahkürzungsstrich gefehlt 

()) permaneat B r) RL, yemäss dem Gebrauch des BA ; iussimus insigniri alle übrigen 



12S KAlSKKlKKlNDr.N. 

Signum* «loinui ' I K-iiirici '" (M.)" |>t'i" rluistmii iiiviitissiiui. 

Hninn* caiti'ollariu.s vice" Willo{ji>i arclii(.'ii|i|*cllani rt'c'üfjiuivi". 

Aetiiiii ost Nuonbure* idiis nn^. tmu» al> iiicarnationü doiiiini .M\ , rtf^iiaiiti' rege 
Hfinrie«'' secuntlo, anno rcgiü' eins im. 



10:3. 

ffrinrirli ri stit/iitj-f ihm Klnsttr Niederaltnicli den Ort Flititsbcich. 

W'iilii loiirt Koretiiher ö. 

* ti'iijntitiiiijiitoii IUI /.. Uriin^inihif .11 Mttiiilirii {.'1^. 

Hund Mrlrop. Siili.sb. 175 lieg. — Gretser Diri liamhcrgeiisex 67 11° H itiii> Ahsthnft = 
Hiihii • Oeirold Metrofi. Salixb. ed. Mon. 2, ÜÜ v° 20 = Hund ■ Oeirold Melroji. Salinh. in 
cd. Rat. 2, 15 n° 20 = Leibniz Ann. H, 87H, = Ludt'irig SS. rcr. Btimhcrg. I, SHl 
„' H = Migiie Pahol. 140, 265 u" 29, = Greiser Op. lO, 536 11" H. = Kmmimihmix 
Corpus iuris gerni. ed. IL 1, 16 n" 40 iinrullstiimlig. — Mun. Boira 11, 1H4 11" 23 
<j«.v A mit anno regis III. — Bfihnier Beg. 976. — Stumpf Reg. 1413. 

Verfassl und geschrieben von ED; die Arenga zeugt auch hei diesem D. (rgl. ]>. 91) ir. 
ron dem Einfliiss itidienisrher Vorbilder auf den Stil de.s Notars. 

c. (i In nomine sanetao et inflivi<hiae triuitatis. I Iciinicus ilixiiin ("jivcnte 
dementia rex. Kegali.s enim exei'llcntiae <leeet maicstateni ratiiinal)ililms ^il)i a 

(loniinti" sujjplicationibuis niiserieonliter eoneedere jjei-j)etrati<>neni §, (|iiatinu.s eurum 
lus.siduii« precibus et seculariter trantjuillitetur et aeternaliter celcsti» Lravii diadeniate --'o 
eoronetur. (juoeirea universal]« tidelium mistrorum jire.'<entiam et futurorum ntiverit 
indu.'itria, <|ualiter tjuidam venerabili.'i (ioteliardus abba.<, ijmvisor vero Altaliensis 
in<>na.>^terii, celsitudinem jmtentiae nobis a deo eoneessae siibiit Immiliter inploran.-*, uti 
MO» quanilam villam Flin.'*l)a(li dictam in ]>agii SueiniiigDUui sitani et in eomitatu 
Tienionis eomitis ulim jircdietu mona.-iterio nuo ]>ertinentcm, dolore non |)arvo taetus ^s 
|»erdere quod iuste visus est liabcre debere, eö restituere dignarennu'. Cnius nos 
condigiiae petieioni a.-'sentiendiun f'ore existimantes eandeni iani dietain viliani nostra 
regali traditione atque |>agina ad ante dietum saneti Maurieii monasterium in Altalia 
constnietum '■ concedentes restituimus restain-avinms donavinnis ae tiiniissinif sub- 
(•cribentcs'' cö consolidavinnis ad <;'ii'i*^'*>>*(lii'» restain'andum maeeriamhnn pretatum m 
nionaKteriuin cum alii» ecclcsüs coenobiumque fratnnn. <|ui:i ol) lioc iircdictiis abba» 
requisivit. (|Uoniam terrji barenosa est maeeriaecjue utilis, - tradentcs igitiir'' in pro- 
prium saneto Maurieio subseri|if<iqne alibati nre non et suis sueee.ssoril)us. quiiMpiid 
inter Uuineira et Hofakiricbun videtur iaeere vcl i-tiam ad anti- seriptuni ' nioii;ist<Tiiim 
inibi respier-re, eum omnibus re))us niobilibiis et inmobililius tt-i'ris cultis et ineidtis »!> 
vinei.s vineti» nudendini« vii« invii» aeditieiis cxitibus et redifibus silvis venationibus 
pratiH pHKCuix eoiipaHCuix xivc npium paseuix aquis aquarumque ileeursibiis ])iseationibus 
familÜH utriuHquc «exu« qu^nitis vel inquirendis seu iimnil)us (jnar ib<'i vel seribi 

lirj. iifuin W t) (loiiiiui CC DU' II 11) m ilit Slelliin;/ iles .M. in IV iitul mich ll ; M. 

hiiiUr dorn in H; hintrr Hifniuiii in Cf; liinler <l»iniiii in IJ\ n/ Anfang iter l'rliiinile am V> 
llnivlr in l>' v| priitin /<' W) fflill in HH' !>' ; niirlii/eh-ni/fn in I) XI recoTijfiiovi li 

yi Xuilmrc /'; Xuenlic II'; Xueal-e. '"; Xuenl». <" IHt'\ Xiiiinl)U . . . ItL z) feltll in !>'. 

lOS. 'Br<-»«1»u; b( «11 Wm-t >rit clirn nulKlitonini (ri/l. IJ. 70) urheinl :ii fehlen b) ziiiiu-liim h 
Hnd t Itntur <•) in tub int \> eure, nun 1 <1) ur eorr. nun ir C) tu mo iinf lUiintr. 



HEINRICH II. 1005. 129 

intrinsecus sive extrinscciis possunt pertinentiis et utilitatibus. Et iit liaee nostrae 
traditiüiiis aiR'turitas stabilis vt inconvulsa priniancat, liaiu- cartam inde coiiseriptani 
inaini prupria roborantes sigillique nostri inpressione insigniri iussimus. 

^ .Sigiiuiii ilomni Heinrici (M.) regis invictissimi. § 

5 p Brunn faiu'cllarius vice Uuilligisi arcliicappellani recognovi. ^ (SI. 2.) 

Data nun. iii)\eiiib. indictione I, anno donünicae incarnationis MV, anno vero 
doniiii Ilfinrii'i scciindi regis IIII; actum Uveralae; feliciter amen. 

104. 

Heinrich urkundet für das von dem Bischof Adalbero von Metz mit auf- 
10 gezählten Besitzungen dotierte Kloster Neumünster. 

Duisburg 1005 November 22. 

Abschriften eines Transsmnpts von 1329 im Copialbtiche des Klosters Neiimiinsfer aus 
dem 16. Jh. n° 3 (A), aus dem Anfang des 17. Jh. n" 56 (B) und aus dem 18. Jh. 
71° 39 (C) im k. Staatsarchiv zu Coblenz. 

15 Kremer Geneal. Gesch. des Ardennischen Geschlechts CD. 285 n" 4 aus B (a). — 

Beyer Mittelrhein. ÜB. 1, 836 n" 283 aus Aa. — Gik-z Mittelrhein. Reg. 1165. — 
Stumpf Reg. 1414. 

Dass D. 104 nicht wegen der Erwähnung des Bischofs Adalbero als Petenten verworfen 
werden darf, ist im Jahrb. für lothring. Gesch. und Alterthumskunde 6, 283 ff. dar- 

20 gethan worden. Seine Datierung rührt zweifellos von BA her. Dagegen entbehrt die 

ungeschickte Fassung des Coydextes, in welchem zwar eine Bitte des Bischofs um Be- 
stätigung des Klosters ausgesprochen, deren Erfüllung aber nicht erwähnt wird, sondern 
auf die Aufzählung der von dem Bischof verliehenen Besitzungen sofort die Corroborations- 
formel folgt, jeder Gewähr. Der Context kann daher nur unter der Voraussetzung als 

25 echt anerkannt werden, dass er ganz ausserhalb der Kanzlei, vielleicht mit Benutzung der 

bischöflichen Dotationsurkunde (vgl. Mon. Germ. SS. 4, 662), entstanden sei. — Von C, 
das sehr fehlerhaft ist, haben wir nur einige Lesarten verzeichnet. 

In nomine sancte et individug trinitatit*. Heinricus'^ diviua favente dementia 
rex. Notum esse volumus omnibus üdelibus iiostris presentibus seilicet et fiituris, 

30 qiialiter Adelbero Metensis ecclesie episcopus nostram adiit dorainationem rogan.s 
humiliter, quo locum Nouimonasterii dictum in honore sancte trinitatis et sancti 
Therencii'' cousecratum, qund tempore" antecessorum suorum in beneficium coneessum 
atque neglectum fuit, ut pro remedio anim^ nostre et sui stabiliremus in dei servitio"* 
et in vita monastica, ne aliquis nostrorum aut suorum successorum illud delere 

S5 presurapsisset. Verum quia vita talis nou potest duci, nisi habeatur sufficientia, 
quasdam res suo subduxit victui, seilicet in ipso loco integrum mansum, quod antea 
dotalicium altaris fuit sancti Therencii'', et unam ecclesiam sancti Aniani cum omni- 
bus suis appendiciis, que ante fuit beneficiata '', et aliam ad Marsal ' cum omnibus 
suis utique appendiciis in ten-is ac« pratis, eeiam duas patellas et duo farinalia'', V 

40 mansos ad villam Puteos, VIII in Celleiris cum pratis et silvis ac omni aqua in girum 
fluente iuxta fluvium ' Oma, in villa Uualisgas '' duos mansos et semis , in Bredal 

104. [Foltz - Bresslau] a) Henric^us B bl Therentii BC c) q. t. fehlt in C: quae in 

tempore B d) BC; officio A e) beneficata AB; fehlt in C f) BC; MarsaU A ' g) BC; 
et A h) famialia AC i) flumen B k) A; nnalisgas B; Iraalisgas C 

Kaiserurkuaden III. IT 



130 KAlSKiniiKl' NI>F,N. 

(loimun Bcrtonis cum «imni sua iiosücssiono in aj;ris et viiiris. ad Honst-cit ' X inimsos 
cum Silva «•! «d Hostrncia'" (limidiiim maiisuin. in W'ilndskirpi " diniidinni mansuni. 
in Lon};auilla vinctn nd c-aradas VI et in viila Landrndorl" niatrcni »'ccli'siani cum 
cnjK'lla et lonniljus suis jicrlincnciis. Her (inniia et (|uc anti'a tiicnint jifndicia sancti; 
trinitati eiusque confessori sancto Tlicn-ntiu cx bcncticiis rcdcmjita contulit. \it in & 
loci» Kcrvicntibus victus et" vcstitus iiou di-sit. Et ut licc nostrc auctoritatis in<;fnuitas 
stabilis et iuconvulsa'' jicrmauoat. haue cartain'' conscriplani sujitcr'' tirniavinnis et 
si|;illi nostri imjircssionc insifjniri iussiinus. 

Actum Tuisiburj;" X. kal. dccembris, indictioiic III. amio vcni incaniatiunis 
dominic«,» ' MV. anun vcrn diunni" llcnrici regis sccundi roguantis* im. lo 



lo:). 

Heinrich schenkt seinei' Gemahlin Knnigunde eine Besitzung Iv Boppard. 

Diirlniund 1005 November 27. 

Origiiinldiploin im k. Staatstirrhii' zu Berlin (A). 

Erath CD. Quedlinh. 59 n" 2 aus A, neb.it Fae.nmile- Fragment. — Bei/er Miltelrhein. i6 
ÜB. U 337 n" 284 aus A. — Böhmer Reg. 977. — Stumpf Reg. /i/ö. 

Verfits-it und gesetiriehen von EB. Eine DorsuaJnotiz beweist, dass f/d.s D. dem Archiv 
des Klosters (Quedlinburg angehört hat. 

(C.i i^ In nnmine »anctac et iudividuae tmiitatis. Ilcinricus divina iavcntc 
dementia nx. Notum sit omnibus Hddibus nostris pracsentibus § scilicet et tut\iris, so 

iiualiter ni).s carc; nostrae cnntectali ('uni;,'inidi; vidcliccf rej;inac donavinnis talc |)raedium, 
i|Ualc nos vi.si .sunnis habuis.se in Uoclibardon in coniitatu IJecilini coniitis in jiago 
Urikeriiijjjon muicu|iat(i, continnantcs illud sibi per liaiic paginam praccepti nostri 
cum omnibus pertinentiis suis villis ydiHcii.s areis terris cultis et incultis pratis pascuis 
sive compascuis silvis veinitionibus aquis arpiaruinque decursibus molendinis piscationi- s6 
bus viis et inviis exitilius et redifil)us (jn<;sitis et incpiirendis ac ceteris rpt^» quolibet* 
rite vocari jjossunt uteusili])us et appendiciis, en tennrc ut jjraelibata Cunigunda 
rejjina ib-inceps liberani liabeat putestateui habendi tradendi cnnnnntandi vemb-ndi et 
i|uicquirl lib<'t <minilius niodis inde t'aciendi. Et ut haec nostrae traditiniiis ;uict<n-itas 
stabilis et inconvulsa permanent, hanc nostri ])raecepti paginam inde conscrijitani so 
manu pmjiria roborantes sigilli nostri inpressionc insigniri iussimus. 

^ Signum donini Heinrici iM.j regis invictissimi. i| 

^ linino cancelhiriuH vice Uuilligisi archicapellani recog. ^ (SI. 2.) 

DatJt V. kai. dec. ainin <biminiea<' incarnationis MV, indictiime in, anno vero 
diunni Heinrici secundi regis IUI; actinn 'I'hrotmanniae. S5 

IUI. 1 li; llonatuit AC iiii A; Hnatralin li; Hnntratvn (' ii) /((',• WihylBkirpa A o) bc li 
y incoiiiilM /' n) hinter cartam iVrf rirllrirht inile :u rrt/flmen rl auMiia IS ») Tuis- 
liorg /«' ti domini lif u^ dni ,1; •loinjitii IS; Lücke in C \) rcj^nan A; regni IS; 
rcgiiantc ('. 

l<»o. Brenlaa] ai mixlo ftlill m ,1 40 



HEIN U IC II II. 1006. 131 

106. 

Heinrich schenkt der bischUßichen Kirche zu Merseburg eine ihvi von dem 
Edlen Erkanbald übertragene Besitzung zu Gottfriedsroda sammt der Nutzung 
des dort gefundenen Silbers und den königlichen Gerechtsamen daselbst. 
5 Merseburg lOdli Januar 2ö. 

OriginnldipJom im Domstiftsarchiv zu Merseburg (A). — Merseburger Cojnalbuch aus 
dem Anfang des //), ,//(. f. 98 in der Stiftsbibliotliek daselbst (B). 

Chronica episc. eccl. Mersdnirgens. bei Ludewig Bei. 4, 348 und in Man. Germ. SS. 10, 
172 cit. — Höfer Zeitschr. 1, 1.57 n" 6 aus A. — Stumpf Reg. 1416. 

10 Ve)-fasst und gvschriehen von Erich. Zur Deutung des Ortsnaynens vgl. Försteinann in 

Neue Mittheil. aus dem Gebiet hist.-antiq. Forsch. 1,15 vnd Küstennann ebevda 17 , 366 f. 

(C.) ii In nomine sanct<ae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Onniiuni tidclium nnstronnn | tarn praesentium quam futuronim in- 
dusti'ia noverit, quouiodo no.s interventu tidelis nostri archiepiscopi videlicet Daginonis 

15 praedium quoddam quod Godefridesrod'^ nominatur in Bennaggero marclia situm cum 
Omnibus finibus, quos episcopiis Uuicbertus cum aliqua signorum notitia suo attitidavit 
dominio, unä cum inventi ibidem argenti utilitate et cum omnibiis que eideni loco 
aliquo iure adberere videntur seu modo inventis seu etiam deincejj.s inveniendis, ban- 
num etiam nostrum super eundeni locum et quaecumque potestas ad no.s iure respicere 

äo videtur, pro cotidiana nostri memoria et futuro animae nostrae refrigerio ad servitium 
dei sanctique Laureutii aecclesiae Merseburgensi in proprium donavimus. Quod 
videlicet praedivim a quodam nobili viro nomine Erkanbaldo, consentiente patre ipsius 
Siddigero et eiusdem praedii berede episcopo Uuicberto, nobis traditum atque conces- 
sum praefatae aecclesiae Merseburgensi ea ratione ti'adidimus, quatinus eiusdem loci 

25 episcopus cum suo advocato liberani habeat potestatem idem jn-aedium vendere com- 
mutare, si tarnen pro utilitate et augmento ecclesiae fiat. Et ut liaec nostra'' traditio 
nunc et in perpetuum iirma et inconvulsa permaneat, Iianc cartani inde conscriptam 
sigiUo nostro insigniri praecepimus et more parentum [et] "^ praedecessorum nostrorum 
regum videlicet et imperatorum, ut subtus apparet, manu propria roboravimus. 

30 § Signum domni Heinrici secundi (M.) gloriosissimi regis. ^ 

^ Brvno cancellarius vice Uuilligisi arebiepiscopi recognovi. il (SI. 2.) 

Data VIII. kal. februar. anno dominicae incarnationis MVI, indictione III'*, anno 
Heinrici regis secundi IUI; actum Merseburg. 



107. 

35 Heinrich bestätigt dem dem Bisehof von Verden unterworfenen Kloster Olden- 
stadt seine Besitzungen, das Wahlrecht vorbehaltlich des Raths und der Zu- 
stimmung des Bischofs und die Immunität. Merseburg 1006 März 2. 

Originaldiplom im k. Staatsarchiv zu Hannover (A). 

Chron. epp. Verdensiimi in Leibniz SS. Brunsvic. 2, 215 cit. — Pe)-tz Probedruck 9 n" 
40 5 aus A. — B. v. Hodenberg in Zeitschr. des hist. Vereins für Niedersachsen (1852) 

106. [Bresslau] a) das erste r corr. b) an nr Correctur c) ZMch in A; ergänzt aus B 

d) I hinter lli ausradiert, rgl. N. Archiv HO, 167. 

17* 



132 KAISEUUHKUXDEX. 

25 n* 3 aus A. — 11'. v. HudenfHTij Yrrdfiur GeschirhtsqitelleH 'J, lill ii" 5 aus A. — 
Stumpf Reg. 1417. 

Bis auf die Daturnzrile und einige Worte des Contextes (vgl. Note g), welche EB hin- 
zugefügt hiil. geschneiten (•<>» Erich. Wieireit .lich die.ier, der dii.s D. auch verfiisst hat, 
daliei an die VI'., Du. II. HH, an.ichloss, It'tsst sich, da wir von dieser nur ein kurze.'i & 
Regest Itesitzen, nicht lieslimmt entscheiden ; die Worte des Regests kehren in D. 107 
grösslenihrils wieder, und einige Wendungen des letzteren enl.sprechen dein Stil des in 
DD. Band 1 und 'J WB genannten Notars, der rt/.w wohl als Verfasser der VI', vermulhet 
werden darf. — Zur Deutung der (hi.'cnanicn vgl. auch r. Hamtnerstcin Bardengau 7 . lU^ f. 

,1'. Jj In iiiiiiiiiu- saiH'tiU- ft iiidividua«.- trinitatis. llciiiricus iliviiia tavciitc i'k-- lo 
inontin ri»x. Novcrint oiniics tidcK-s nostri | taiii )(racsc'ntc's scilifft <iuaiii et futuri, 

qualitvr ncriiliarius" sanetao Fnrdensis accc-lesiae vpnerabilis episcnpus nostram adien.s 
exi-flK-ntiani |ilurimuin rojritavit. <(uatiiiiis jmi aeternac iiicrfodis remiuieratione moniiHtcnum 
<|u>>ddaiii iiMiuiiH- rilisliiiMiii in i|i.sius i'|iiscn|ii<i situni, jiii parcntis |iracdoccss(iris(jiu' 
nostri ina;;ui vidflii-ft ^ Ottunis ^ iniperatoris aiigusti aucturitatf'' rulmratuni iiostrae is 
<mii(nn' aurtoritatis'' rohcirationo t-nntiniiamnus. Quem vidi-licet locuni ünm vcnoraliilis 
fiusdi'Ui l'unloiini» ccflesiae c-piscoims iuri" liorcditario pos.sidc-ns dei servitiii tradidit atque 
difavit i)>ideni<|ue inonasterium in honorem sanctae Mariae virgfini» sauctiiiue loliannis 
liapdstae tam pro suat- aniniac rodemptimio quam pro eorum qui eandoiii rocturi 
sunt scdoin aninianini riMnedio in pa;:.. üiuilantra per se iniasi a fundanicnt" conKtnixit so 
iliicpu- ciinjri'fj^atiiinfni sanctinKinial'mni f<illi-;;it, in ({uanuu usuin mtidianuni XXXir' 
nian^os in villis sie imniinatis : in Enimantliorpe inansos \', in IIlutlKTun niansos \', 
in Hristcdi niansiiin nnnni. in Haru'itlicirpa niansiini ununi, in Iiiidinsula niansos Will, 
niansi XXXIl ''. et eentiini aratra in aliis lueis: Ennnantliorp, Todanllnirp, \ iii^^antliorp, 
Riitliuiiardesth<ir|>, Krungantliorp, Hroehindbergun, Hauuohurst, Krotillanthnrp, Hristedi, 85 
Illitiieriiii, Xitileanipnn. Vurestedi, C aratra''. Unde ergo nos supra dieti episcopi 
lli-rnliarii )«'titif>ni assentientes nun tantuni haee loea eum utensilibus noniinatis ad 
iitilitateni <-iiisd<-ni numasterii eorniboranuis, verum etiani totuni jn-aedinni, (piod 
Aetlieluui eins loei abbatissa eum sororc sua \'ualtburf;a, eonsentiente advoeain cai-iuii ' 
Hiidnn»' atque patrnno. "•■ cicb-ni eeelesie tradidit atqui- dunavit, vcl (piieiiMiit dcineej)s 3o 
illue ab aliquo dnnari videatin*, nostrae renalis potentia auetoritatis tirinavinnis, ea 
lege ut eandeni in oninibus obedientiam eandenupie orationum instantiani quam sanctae 
Fardensis eeelesiae congrepatio suo ]irout nnrint exhibeant episef>po scilicet eiusdem 
sedi» patnino. ae ne quid in liis (pie Hrniavimus ulhis eiusdem sedis ejiiseo]ius vel 
eiinu-s vel alieuius |jcrsnna<- laieus alicpiatcinis in rebus suis minuere vel eensuni inde'' as 
r-xigere vel suae potestati aut tisui usnrjiare audi'at. Insuper <'tiain cidi'ni cati-rvac 
Manetimonialiuni ecineessinnis, ut, <|\iandiieuniipie neeessc fuerit, arbiti'iuni iialieant inti-r 
ne eum eiinsiii«! et eonsensu episeojii abbatissas eligendi; sin antein intri- sc in clcetione 
dinsenserint. in episeopi ' potestate consiKtat. Insuper coneedinnis, ut nuiliis conics 
vel alitpia iudieiaria pot<-sfas banmun aut alifpiam potestalem in rclius pracdieti 40 
monasterii exereeat, exeepto advoeat" ab episcnjio electo. Kt ut lioe nostri'' |)racce])- 
tum tinnuni permaneat. Iiani- eartam inde conRerijitam nostraeqiK- imaginis impressione 
signatam propria manu, ut subtus a|ipar<'t. e'irmboravinuis. 

lOT. Hremlao] •) zuer»! icnr Ben i/tuchritlttn ; iliinii int ilm-ili l'orrectur niig i/em ernten ■'^Irirh den 

II rin r gtmnrhl, iltr lutite aber niettt tjetili/l, mi iIiimh auch Iti'rinhnriuB iielrnrn uvrdrn künnle <& 
h. «I>> <■«»■>-. aut ttTf <•! o (orr. nun n <1) flie .Summe iltr Mnnnen Ktimml nicht zu Jen 

■'II ei ein Vtrbum irir tradiilit mlrr 'loiiavit fehlt in A fi a ritrr. aus o 

at<|iie [ittroiio ron KU in einr für tlrn Samen grlnKiiene Lilrlce rint/etrugen h) i 

«■-.* r nii' f- \t in eyi nrh^int dag i /tun c roerigiert :u nrin Vf A 



II KINUKMl II. 1(106. 133 

^ Signum (loiiiui lli'iiirui stcniuli i.M.) gloriusissinii regis. | 

§ Bruno euiicellarlus ad vifi-ni Vuilligisi archiepiscopi recogmivi. § (SI. 2.) 

Data VI. nou. mar.' anno dominicae incaniationis MVI, indictione im, anno'" 
viTo donnii Heiiirici secundi regi.s regnantis" IUI; actum Merseburg. 

108. 

Heinrich bestätigt dem Bisthum Verden die Immunität. 

Frose 1006 März 12. 

Origiiialdiploiti im k. Staatsarchiv zu Hannover (A). 

Crantz Metrop. 99 dt. — Hodenberg Verdener Geschichtsquellen 2, 22 n" 6 aus A. — 
10 Stumpf Reg. 1418. 

llnmittelhar nach DO. II. ll:> geschrieben von EB. 

(C.) I In nomine sanctae et iudividuae trinitatis. Heinricns divina favente de- 
mentia rox. 8i sacerdotum servorumque dei iiistas et ratiouabiles petitiones ad optatum effectum 
peidiiuinuis. iion solum regalem exei'cemns | consuetudinem, sed etiam eosdem pro nostris exce.ssibus 

15 duiiiiiii misericoi-diani exorandos devotiores promptioresque t'acimus ae per hcpc inmensam doinini riiiseri- 
cordiaiu t'acilius uobis eoucilianda m^ esse conüdimus. Idcirco noverit omiiiuni sanctae dei aecciesiae 
uostrormnque tidelium tarn praeseutiiira quam et fiituroram sag-aeitas, qnia Berenharius venerabilis 
episcopus nostraiii adieus celsitudiuem postulavit, ut aecciesiani episcopü sui sitani in pago qui dicitur 
Sturmi, constructam in loco qui vocatur Ferdiun super tiuviiim Alera dieatamque in honore sanctae 

20 dei genitrieis Mariae et sancti Andreae apostoli et niartyris Christi cum rebus omiiibus vel hominibus 
ad se pertiuentibus sub nostro muniminie'' et defensione consist[er]e t'ecissemus, qua[ti]nus nostra 
auctoritate ab [i]ni(uietudiue iudieiariae pot[e]statis eadem a[ecc]lesia cum omnibns sibi subiectis 
munita et det'eusa fuisset. C'iüiis petitioui assentieutes hoc uostrae auctoritatis praeceptum erg-a eandem 
ecciesiam atque episcopium immuuitatis atque tuitionis gratia pro divini cultus amore et animae nostrae 

25 remedio tieri decrevimus, per quod praecipimus atque iubemus, ut nullus iudex publicus vel quislibet 
ex iudiciaria potestate in §cclesias aut loca vel agros seu reliquas possessiones, quas moderne tempore 
in quibuslibet pagis vel territoriis infra d[i]etionemb regni nostri iuste et legaliter memorata tenet 
vel possidet ecciesia, vel ea, que deinceps in iure eiusdem aecciesiae voluerit divina pietas augeri, ad 
causas iudiciario more audiendas aut mansiones vel paratas t'aciendas aut fideiussores tollendos aut 

30 hiimines eiusdem ecclesiae tarn ingenuos letos quam servos super te[r]ram ipsius commanentes distrin- 
gendos nee ullas redibieiones aut illicitas occasioues requirendas nostris nee futuris temporibus ingredi 
audeat nee ea, iiuae supra memorata sunt, penitus exigere praesumat. Sed liceat memorato praesuli 
res praedicte ecclesiae suae cum omuibus sibi subiectis et rebus vel hominibus ad se asspicientibus'' 
vel pertiuentibus sub tuitionis atque immuuitatis nostrae defensione, remota totius iudieiariae potestatis 

35 vel alterius cuiuslibet ordinis inquietudine, quieto ordine possidere et nostro fideliter parere imperio 
atque pro nOStra nostrae q u e eoniugis incolomitate seu etiam totius regni a deo nobis collati una 
cum clero sibi subiecto inmensam dei elementiam ingiter exorare. Et ut haec nostra auctoritas in 
dei nomine pleniorem optineat vigorem et a lidelibus sanctae dei fcciesiae nostrisque verius credatur 
et diligentius conservetur, manu propria subter eam tirmavimus et Slgllli nostri inpressione assignari 

40 iussimus. 

107. I) VI. n. mar. auf Hasur pon EB, dem Schreiber der Datumzeile, nachgetragen m) statt 
anno stand ursprünylich noch einmal indict, das theils ausradieii theils ausgewischt ist n) regis 
reg. A, ebenso in DD. 108. 109; die Auflösung von reg ist nicht sicher. 

108. [Bresslau] a) conciliandum VU,; obwohl in DO. I. 297 conciliandam steht, ist doch nicht an 
■tö Benutzung dieses D. zu denken; EB hat den Fehler der VU. selbständig berichtigt b) A 



l.U KAISERURKUNDEN. 

^ Signum domni Ht'inrici ;M.) regis invictissimi. ^ 

I Hruno canoellarius vice Uuilligisi arfliicapellani recog. ^ (SI. 2.) 

I)«tJi IUI. i<l. mar.'' anno «iominioae incarnationis Mvi, indietiono Uli. anim v(M'o 
domui Heinrici secmuli regi.-» rognanti.« IUI; aotiiin Fro.so. 



101). 

Heinrich bej^tö'tiijt ilev bischöflichen Kirche zu Verden Markt, Münze, Bann 
und Zoll daselbst, sowie die Uirschjagd im Gau Sturmiun. 

Pi-ose 1006 März W. 

Diplom ureifelliiiffir OriginaJitiif im k. Staatsarchit^ zu Hannover (A). 

Prnlje Bremeti und Verden 1. 19 n" 1 aus Abschrift Danckers von A mit XIIII. kal. lo 
april. — Stumpf Beg. 141'J. 

Verfasst von Erich unter Benutzung ron DO. III. 23: das E.ichnfokoll entspricht den 
Geirohnhciteti des EB. Die Echtheit des D. kann seinem ganzen Inhalte nach ats ge- 
sichert gelten, weil die darin der Kirche zugestandenen Rechte nicht über die VU. Ottos 
III. hinausgehen : einige von die.ier aliweicliende Wendungen erhalten dadurch Gewähr; dass it 
sie in der im Original erhaltenen NU. Konrads II. Stumpf. Reg. 1869 wiederkehren, 
und da.'is gerade .v/V dem Stil Erichs entsprechen. Als zweifelhaft mii.^.ien wir dagegen 
die Originalität des uns vorliegenden Stückes bezeichnen. Seine Schrift ist in der ersten 
Zeile der des Erich, im Eschatokoll der des EB, im Context dagegen theils der einen 
theils der andern nachgeahmt. Bei diesem Befund .vnd zwei Annahmen möglich. Ent- so 
weder D. U)9 ist als ein au.tserhalb der Kanzlei geschriebenes, aber t'o« dieser aner- 
kanntes Originaldiplom zu Mrachten, dessen Ingrossist D. 107 (von Erich und EB) 
und D. 108 (von EB) als Schreibmuster benutzte. Oder es i.<tt Xaehzeiehiiung eines 
verlorenen Origiiialdiploms, an dessen Mundierung sowohl Erich wie EH beiheiligt war. 
Da einerseits die Besiegelung unverdächtig erscheint, andererseits nlier im M. die Xach- a, 
fragnng des Vollziehungsstrichs nicht zu erkennen ist, wagen wir nicht zu entscheiden, 
welche der Mden Annahmen zutrifft. 

(C.) ^ In nomine sanctae et individnao trinitatis. lliinricus d(ei gralia 
rex. Omnibus]' nottrU tidclibus presoiitibus scilicct et futuris iiutiiiii tlcn oiipimiiK, qiiunioilo 

Bemharius vcnerabilis episcopuii quoddam nobis ostendens preeeptuni siio pjrecessori 3o 
Erph Fardcnni» «ocelo»iae presujli'' ab Ottone imperatore augiisto nostro videlicet ^ antecessore 
datum et rcgali more continnatum no.stri jctiam auctoritate*' pjrecepti .-«ummciijoiv deprccatii.'« 
fhl roborari. l^uo inspecto et reeitato invenimus, quia idem Imperator, interveiiiente 
^etütrir« HUU Tbeo)p|b]aiiu • imperatrice aiigiistii, quasdam res ad rcgale negotiiiiii jicr- 
tincntct« prefato epiücopo f^xm niunitieentia contulit, Iie|enti|ani ci conopdeuN iiicrcntiiiii .i& 

et monctam faccrc in • Inco qui dicitlir l' erdjlin, iibi jirini'ipnlis est »viU-n * epi.'<eO|iii. h.'iiinnni 
quoquc ac teloneum et omnia huiuKinodi, qiiae a • mercato et inoiicta Jiertinent a<l |iiil)lirnin 
iiu, a HUn iure et polotalr in ditionem Rii|irriiiit inin dicti cpiscopi 8[llJece88oruiiiijiii' illiiis 

108» c; IUI. id. mar. nachgrtragtn. 

109. 'Bri-Mlau] a; rfiVflr wnrf Hü fnli/riirlen l.ilrkni in A, itns ifurrh ein tiroHnrn Loch remtllniiiieH jo 
ij<, »i>irf th*ih nach dm rorhiiiirinirn Iiurhntal>fnre'teti, tlirily nach ilrni Sinn rrqfinzi ti) li 

noch trkmnbar ; im Obrii/r» int ilif Kvfi/In:unii iinm'rhfr, enliipfiihl alirr rlira (Irr (irönKr 
drr Ladet cj «o rrg/inzi mit Ußck-nirht auf ilcn Sprnchitehrdii'h Krirhii; uilditamento et 

•uctoritato XI'., itvzii in /'. /"'* ''"■ Unnm nicht nuurrichl. 



11 1; im; IC 11 II. 1006. 135 

atque aecclesim- Ulis comniissae ;ul iutc^Tum tiiinst'umlf II s. Insuper etiam et huic libera- 
lissimae donationi aliain vidiimis julhiiK- 1 a m, qua iioiiiinato ciiiscopo sivc omnibus illi- 
US sedis futuris piovisuri b u s venatioiiem cervorum cervnniin<|iic per totum pagmii Stiiriniun 
vocatum reg-ali niuiieio * donavit firini s s i m e iubens , ut millus, CuillSCUmque COnditionis 

5 esset, in illo meicato * nioneta banno vel teloneo quicquam sibi potestatis lisurpare et absque 
licentia eiusdem * episc-opi sive successorum eins in illis locis venari aut eiiismodi feras capere 
presumeref. Uiide et nos propter divinum amorem nostraeqiie dileetissimae coniugis 
Cunigundae intercessionem simulque etiam propter lioc, quia Bcrniiarii opiscopi peti- 
tionem iustam r[ationabi]lemque esse cognovimus, voluntati eins assentientes pristini 

10 datoris piissimam benivolentiam nostrac dationis innovatione rcparamus et per presens 
preeeptiuu nostra iussione conscriptum et per nosmet ipsos munitum istum eundcm 
episcopum Bernliarium atque onines dei iussu et ordinatione futuros Fardensis aeeclesiae 
pastores non solum donata permittimus habere, verum etiam, ut libero et quieto 
ordine donata valeant possiderc, possessa quocumque modo placeat disponere, omnem 

15 ab eis vim et inquietudinem iudieum publicorum amovemus et expellimus, eo modo 
quii ab iniperatore factum esse legimus, et idcirco nostri regalis edicti severitate 
iubemus, ut ncque dux neque comes vel * alia quaelibct iudieiaria persona aliquam ex lioc 
vel ia posterum liabeat vel exereeat potestatem in predicto inercato * moneta banno seu 
teloneo, uisi * modo jiresidens aeeclesiae episcopus snive suceessores aut proeuratores ad illud 

20 officium elpcti. Et ut haee omuibus liarum litterarum iuspectatoribus vel auditoribus 
appareant vera semperque deo adiuvante rata permaneant firmitate, hane nostrae 

doniinationis pag'iuam inde tallter exaratam nostrique sigilli impressione signatam manu * 
propria, ut infra videtur, eorroboravimus. 

I Signum domni Heinrlci (M.) regis invictissiuii. \\ 

25 I Bruno eancellarius vice Uuilligisi archi[ca]pellani recog. ^ (SI. 2.) 

Data XVII. kal. apr. anno dominicae incarnationis m[vJi, indictione IUI, anno 
vero domni Heinrici secundi regis regnantis IUI; actum Frose. 



110. 

Heinrich schenkt seinem Capellan Dietrich Besitzungen zu Rodensieben, Älten- 
30 Weddingen, Burnacchemin und Dorfmark mit dem Vorbehcdt des Rückfalls 
bei seinem Tode oder wenn er ein Bisthum erlangt. 

Frose 1006 Anfang April. 

Originaldiplom im k. Staatsarchiv zu Berlin (A). 

Gerckeu CD. Brandenb. 3, 48 n" 6 aus A. — Böhmer Reg. 98.2 zu April 00. — 
35 Stumpf Reg. 1420 zu April 1 (2). 

Geschrieben von ES, dessen Dictat hier stark unter dem Einfluss des BA steht. Das 
Tagesdatum ist fehlerhaft, und wenn auch möglicher Weise der Fehler in der zu DO. 
I. 240 vorgeschlagenen Art erklärt werden kann, so lässt sich mit Sicherheit doch nur 
sagen, dass einer der ersten Tage des April gemeint ist. — Zu den durdi die DD. 110 
40 und 111 verbrieften Verleihungen vgl. den Bericht eines Magdeburger Geistlichen, der in 

der Deutschen Zeitschr. f. Geschichtswissenschaft 11, 134 ff. zuletzt herausgegeben ist, 
mit den zugehörigen Erläuterungen wn Bresslau. — Wenn Buruaccherun, ivie u. Hamtner- 
stein Bardengau 8 und Böttger Diöcesan- und Gaugrenzen 3, 197 annehmen, mit Börnecke 



1 36 KAIS F. lU' R K V N P K N. 

im braiiHSciiireig. Kreis Blanke)ihiirg identisch ist, s» wiiss der tTniinaitie Bardaga ouf 
einem Schreibfehler für Hardaga l>cn(hen. (•<;/. ntuii Zrilarlir. des Hiv:rerei>is ä'' , 80 f. 

(C.) ^ In nomino saiictao t>t iiuUviduao triiiitatis. noiiiritus ilivina tavinto 
dementia rcx. Notun» sit oninibus fidelibus ni>stris praesontihus scilieet et futuiis, 

qnaliter nos per interveiitinn ^ tideliuni nostrornni Ta-jinonis scilioet aroliiopiseopi et s 
Bennonis episcopi caeteriiruin(|ue tid<-liuni i'uidani oaprllano nostro nomine Tiiiederieo 
Rodcnesleuu in pago Nortturijj;gia in eitniitatn Uuerinzonis niarohionis cum omnilms 
pertinentiis et in villa Unaddinga XU man.~<iis cum mani'i])iis utriiisqui' soxus et in 
Burnaccheriin, qiiod est in pago Hardaga" et in ooniitatn Foieniaii eomitis situni, 
duos mansos cum manoipiis, in pago quoque Lainga curtem quae vocatur 'i'liormarea lo 
cum oninibus pertinentiis eoueessinnis, ea videlioet rationc nt, (]\iandiu absquc epi- 
scopatn vixcrit, fniatur et teneat. Si auteni aut epise<ii>atuni adeptus t'uerit aut ex 
hac vita migraverit, cuncta redeant aut in manus nostras aut in illm-nm. quibus 
hereditario iure concedere vohimus. Et nt iiaec nostra eoncessio stabilis et inci)n\ulsa 
pennaneat, paginain liano niore antceessunnn nostnn-nni et manu pnijiria lirmavinuis ift 
et sigilii nostri inpressione insigniri iussinnis. 

^ Signiun domni Ileinrici (M.) regi.s invictissimi. ^ 

^ Bruno caneeMarins vice Uuilligisi archicapellani recog. ^ (SI. 2.) 

Data VI. uon. april." anno domini[cale incarnationis MVI, indictione III, unno 
vero domni Heinrici .'«ecundi regis im ; actum Frose. so 



111. 

Heinnck schenkt der evzbischößichen Kirche zu Magdeburg den Ort Aimeburg 
mit 160 Mansen, welche Besitzungen er von dem Cleriker Ziazo und dem 
Grafen Vneco encorben hat, verleiht ihr die königlichen Gerechtsame zu Arne- 
burg und giebt dem Erzbischof das Recht, den Propst des dortigen Stiftes zu s» 
ernennen. MüMhausen 1006 April 7. 

Originaldiplom im k. Stnatsarchir zu Berlin (A). 

Jjeuber Disquis. stapulae Saxon. w" 16'21 aus A = Liinig HA. lO*", Sö2 n" 32, = 
MeilHim - Abel Walbeckische Chronik 202 if 8, ^ (Bilderbeck) Urkunden zur nieder- 
sächsischen Gesch. 2, 34 itnvollstfindig. — Kolten Diatribe de illii.^tri Veltheiniiorum so 
fnmilia (Helmneslndii 1727) 50 aus Abschrift. — Beckmann Beschreibung von Branden- 
burg 2^, ')' unvollstilndig aus D. — BuchhnUz Ycruwh einer Brandenb. Gesch. 1, 4<iS 
n' 5 ex collect. Gundling. — Sagittariiis in Bogsen Allg. Magazin 1, 257 aus D = 
Hirsch .Tahrb. 1, 372 K. 1 Ertr. — Riedel CD. Bnindcnburg. I. (>. /«« »" 2.50 aus C 
mit anno reg. II. — Böhmer Reg. 983. — Stumpf Reg. 1421. 86 

Verfa-ssl und geschritben von Erich. — Zur Sache vgl. I). IIa und dm in der Vor- 
bemerkung dazu angezogenen Bericht. 

(C.) In nomine Hanctac et indi\'iduae trinitatis. Heinricus diWna favente de- 
mentia rex. Ex quo regiminis huius curani den ^ annuente suscepinius et pia salvato- 
riB noHtri admonitione edocti in ecclesia Magadaburgenni". quae )iarentinii uostroruni w 

110. "BreüUu] t) A; rgl. die Vorlitmtrhing. 

111. 'Bre»»l»u] •) am A eine I'nirrl/Ingr auitrniiiert 



II KIXKICII II. lOOG. 137 

laborc et dcvötioiie i.uii tinri-t a<Iulta, iKismct ileo sanctotjuo martyri Mauricio, cuius 
suffragio et iniM-itis ali int'aulia susteiitaiimr, in s(>i-viim obtiilimus et no.s eins stipen- 
diarinm feciniiis, frefiuciitis scrvitutis et utilitatis obsequiuiii ex eodciii loco eiusque 
dignissimo jirovisore Tagiiione liabuiums. Iluiu.s ergo taiu niagiii boiieticii non iiurae- 

s mores iieque ingrati praecordiali nioerore tain diu suspendisse doleinus, quod locum 
ilhini, quoiii tnto eorde diligiiims, aliquu proprietatuni nostraruiu carismate non 
ampliiicavinms. Quapropter omnibus fidelibus nostris praesentibus scilicet et futuris 
notuni esse voluniu.s, quod nos ob interveiituni dilectae coniugis et conteetalis nostrae 
Chuniguudae et propter strennuissimae servitutis officium, quod fidelis nostcr Tagenl 

10 pracdietae ^lagadaburgeusi.s ecclesiae arcl)i])raesul uon tantuiu nunc, verum etiam 
antequain ad istum ordinem promoveretur. exhibuit, projjter iioc etiam ne inutilis 
servi fiagitium subeamus beneticia domiiii'' siii sine recompensatione numeris aiit 
servitii consumentis, eivitatem Aernaburg totam in pago Belcsem in comitatu aiitem 
Werinzonis "^ .sitam cum omnibus pracdiis sive pertinentüs, que abbatiam ibi prius 

15 constructam respiciebant, hoc est areis villis'' pascuis pratis campis silvis venationibiis 
forestalibus terris cultis et incultis aquis aquarumve decursionibus piscationibus mo- 
lendinis viis et inviis exitibus et reditibus quesitis et inquirendis, ad servicium dei 
sanctiquo JMaurieii ecclesiae ilagadaburgeusi pro animae nostrae redemptione tradimus 
atque donanuis. Insuper autem tradimus eidem ecclesiae metropoli centum et LX 

20 mansos, quorum centum de Ziazone clerico oostro filio Brunonis comitis cum medietate'' 
civitatis Aernaburgensis, LX autem cum medietate alia eiusdem civitatis ab Unecone ^ 
coniite aequisivimus. Istam autem traditionem in eodem pago et in comitatu Werin- 
zonis s sitam cum priore eo pacto facimus et confirmamus, quatinus fidelis noster 
archiepiscopus Tageni, qui haec apud nos et maiora promoruit, omnesque sui succes- 

25 sores sine alicuius contradietione liberam babeant potestatem in supra dicta civitate 
Aernaburg canonicorum congregatione '' collecta praepositum, quem sibi placuerit, ad 
providendum ecclesiae eidem constituere atque coUocare. NuUam ibi dux aliquis aut 
comes aut aliqua persona iudiciaria potestatem exerceat, excepto advocato, quem 
archiepiscopus Tageni suique successores elegerint. Bannum etiam nostrum super 

30 eundeni locum omnemque utilitatem, que ad nos inde iui-e pertinere videtur, deo 
sanctoque Mauricio su§que sedis archiepiscopo Taginoni eiusque successoribus con- 
eedimus atque donamus'. Si quis autem praesumptor hanc traditionem nostra iussione 
conscriptam nostraque imagine sigillatam ac secundum consuetudinem manu nostra 
roboratam infringere vel incpiietare aut etiam penitus a sancto Mauricio auferre temp- 

36 taverit, in die iudicii perpetuo anathemate constrictus cum luda proditore aeteruis 
suppliciis deputetur. 

I Signum domni Heinrici secundi (M.) gloriosissimi regis. ^ 

I Bruno cancellarius vice Uuilligisi archiepiscopi recognovi. | (SI. 2.) 

Data VII. id. apr. anno dominieae inearn.itionis MVI, indictione IUI, anno vero 
•10 domni Heinrici regis'' secundi regnantis IUI; actum Mulinhusun. 

112. 

Heinrich bestätigt der hischüflichen Kirche zu Utrecht den Wildbann im Gau 
Drenthe. Ingelheim 1006 April 24. 

111. b) o corr. ans dem ersten Strich eines n c) Werinzonis in dafür gelassene Lücke nach- 

getragen d) vor pascuis ein Wort, wahrscheinlich ein zireites villis, ausradiert e) cum 

•46 medietate auf Rasur f) one corr. aus om g) Nachtragung des Namens ist auch hier 

uahrsclieinlich h) am a Cmvectur i) na corr. aus m k) regis sofort corr. aus regn. 

Kaiserarkiindea 111. IS 



138 KAISEKrUKlNDUN. 

Liixr ihmnt. f. ^4 uns dnii Kinlt i/o ;;'. .//(. (JiV ii»d f. 64 aus dem II. Jh. (B^) 
im k. Efirhsiitrhir :ii l'trrrlit. 

Hahi Hht. fpisc. lUraifct. 276 aus Ahsrhrift mit iml. IUI. anno iv;l;. V = Heda- 
Biirheliu.t 101, iffln-sfurt (im.v D und Mss. — Xifdcrl/Imlische Udursetzung in der 
i'hf'iiik des Areiit loe Bocof im CD. Xirrlmid. 2. Ser. 5, 70. — Sloet OB. ran s 
(.,,>, /, ISl h" IHl (JMS B*. — ^fld^er H,t oudste rart. ran het »tirht Vtrerlil 7> n" S9 
aus B- B^ = OB. van Gronititjen en Drenth I. II >i" 11. — Böhmer Hey. 984. — 
Sliimi'f Prg. WJJ. 

Stich der in die Anmirkungm ririricsemn Fa)>snn<i ran DO. I. ti2 inihr.sihiiididi ije- 
srhrielt^n roii EB ndrr ED. Zur Datiennui njl. X. Anhir '30, I7H. lo 

In iiiiiniiu' saiict«; i't individiii; trinitutis. Hfinrious ilivina l'iivi'ntc cleiiicntia 
rt'X. Noveril onniiuiii tidfliiiin nostrorum liini pryseiifium <iiiiiin et fiitiirm-um iiiiliiMtri». i|iiiiliter 

no» inicrventni» • vpiuTnliilis Ej.jilbf'rti iir^siili.« obtciiipernntes IICC niillUS et volmitnti AnslViili # 
Traieclensi» 9rcU'Kiy antistitis afconuilttclantes ex lioc iimiiten |ir(,>seiiti rcpi^ aiicturitatis inyrepto 
iutcrdictmiii«, ut imllii« oomitum aliuriniive <|iioniiiioiiiiic|Uc lioiiiiiiiiiii in pngo Tlirient ^ lioiuinnti), i6 
quod est in comitntii linldl'ici, rri-voK iirsos nut npros, insiipur<^ beatins, qii<^ teiitonice elo et 
»relo appellaiitiir, vcnnri absi|iic prylibnty pasturis Cathedl'e '' perinissii prysiniiut. Voluinus qiiot|iU' 
tirniitiT<|Uc repnli» editt« miiiiiticentio pr^cipiontes iiibemus, ut in eodeni pago * univerHisque Hnibus 
eiu» ndnsque ndiacente» cyteras regioucs pryfat^ Traiettensi jcelesij ins servetur forestense, utputi' 
nobis in nostris. Et nt li<,>c'' traditioni» nostry concessio ünninrem * obtineat vigoreni veriusque per so 
succodcntiuni ciirrieula triupurnm ab oninilpus credatur lUConVulsiUSfjue m ^teriiuni nbserve- 

tiir, haue cartain inde eonscrijitain manu )>ro))ria roborantes sigilli nostri inipressioiie 
insigiiiri iussinius. 

.Sipuim dninni Hi'inrici legis invictis.siini. 

Bruno cancellarins vice Uuilligl.si arehicajjellani rccognovi. 25 

Data Vlll. kal. niai. anno doniinic'v incaniationis MVI, indictionc III. anno vcro 
donini Heinrici secundi ' rcgis IUI: actuni Inglinelieini *■'. 

Heinrich schenkt der hischüßichen Kirche zu Como die Hälfte der Vicegraf- 
schaft des Veltlin. 30 

— 1006 . 

(.'ijUiiiin jinnl. f'umiiniie errle.sKii^ des 14. .Ih. f. H'i' in di-r Bihliolern Anihrosiniia 7« 
Mailand (B). — Oid. privil. Cumamie enlesinc an.i dem Anfaiii/ des 16. .Jh. !>. 71 im 
bischlifliehen Archiv zu Como (C). 

Ughtlli Ilulia sacra ed. I. 5, 269 aun C = ed. IL r,, 281 = Migne Patrol. 140, 267 36 
w* 3t. — Tatli Annali di Como 2, 827 aiia C = Fo.i-sati in Perindico della soc. 
r-„„„„>, ;; /.'/.■( ,,- 46. — Stumpf lieg. 14:i2. 

IIS. .h'.iiz- hn-Miin :. jiit. rventii /J' b) /<',- Thrcntc «'; TJiriente IT.; (/ic -Yf/. .SY»»)/«/" /fp;/. 
Js'.iii hiil in II' Thriente, in It' Thrient <;) II'; inanper et 11'; aneh in iler .V/'. 

Sliimiif ll'ii. I^'ii'i zirfirn II' iintl IP hier in i/leirher ll'ciV. KV»" fnlgcheiilm uni l»i ilirser 40 
pirrcffrn: ilec Cehfcliffrcnnti, dir in tinent ztrciten Ftitt t Xntf t\} in f/*fnz ijtiichic Wfittc tcirjileC' 
Icrbrl, für H^ niil llilcluirlil auf Stumpf Uci/. i'.'>c(.9'l, ilan, nur in II'' ilhclirfcrl, in /meiden 
Filllrn ilit IjtMirttn liirtrl, dir fSr die J)l>. lleinricIiH II. und l\onriidii II. In II' </t;/i'tjen 
ufnUn <l; fccle«!«/ H' ; rgl. Mote c; niiii/lichfr Weife hat <;atlic(lre auch in der 17.'. i/i- 
ftnnileii und iict fiuc in If', irir in Himeretn l>. und der SC Konradn II., zu {(xlesif uinije- 46 
ütatlrl p. frhit in der W. rirllrictit nur durch Verliehen de« Copigicn {) II. B' g; In- 
iiliiiheim U'. 



HEINRICH 11. lOOG. 139 

Da die au.iserhnlb der Kanzlei rerfasste Urkunde die Kanzlerrecognition vermissen lässt, 
da dnft im übrigen (jetreii nachgezeichnete Monogramm in unsern Abschriften des Voll- 
ziehiingsstrichs entbehrt, da endlich die Datierung in B ganz fehlt, in C auf das In- 
carnationsjahr beschrankt ist, so haben wir es wahrscheinlich nur mit einem (vielleicht von 

6 Säten des Bischofs hergestellten) Urkundenentwurf zu thun, der die Genehmigung des 

Königs nicht erhalten hat. — Bischof Egilbert von Freising, der als Intervaiient ge- 
nannt wird, ist am 26. August 1005 geweiht (vgl. N. Archiv 20, 161); Eberhard von 
Conto muss vor dem 1. November 1007 gestorben sein, da das Frankfurter Synodal- 
protokoll von diesem Tage von seinem Nachfolger Alberich unterzeichnet ist. Muss dem- 

10 nach D. 113 in die Zeit zwischen beiden Daten fallen, so ist kein Grund vorhanden, da.s 

in C angegebene Jahr 1006, obwohl es in B fehlt, in Zweifel zu ziehen. Für die Ein- 
reihung innerhalb dieses Jahres haben wir keinen anderen Anhaltspunkt als den, dass wir 
aus D. IIa von der Anwesenheit Egilberts am Hofe erfahren ; wir lassen das Stück 
daher auf diese Urkmide folgen. 

15 In iioniiiic- sancte et iiulividue triiiitatis. Hemriciis divina favente dementia 

rex. ('iiiii niistrnnim tidelium peticioiiibus ad aiigmeiituni nostre tidelitatis pietatis 

nostre aiu'es acemu<idamus, multn melius esse inducimiis, si dei^ ecclesiis aliquid*" 
ex nostris libeneiiis doiiaverimus, quarum iuvamine malus nobis inci'ementum prestatur 
iiostrique regni celsitudo solidatur. Noscat itaque omniixm tidelium preseus et futura 

20 eollectio, nos pro i-emedio anime nostre nostreque coniugis ac regni nostri stabiiitate 
interventu Egilberti Frisiensis episeopi donasse Eberhardo " Cumano episeopo siiisque 
succpssoribus ad partem sancte Marie et sancti Abundii omnem medietatem vice- 
comitatus de Valletellina et onniino transfudisse ■*, quicquid ad illam medietatem per- 
tinet aut citra lacum Cumanum aut Bellasium •" ab omni nostro publice, et dedisse ad 

25 proprietatem supra dieto episeopo et suceessoribus eius tarn in districto quam in 
precaria et erimaunis, atque in omni pertinencia, que nunc ad nos attinere ' videtur, 
trausfundimus et largimur Eberhardo •" Cumano episeopo suisque suceessoribus a nostra 
parte ad partem sancte Marie et sancti Abundii. Precipientes ergo deliberamus, ut 
nuUus nostre potestati subiectus aut subiciendus, scilicet''' dux marchio episcopus 

30 comes vicecomes nuUaque maxima vel parva persona audeat inquietare vel molestare 
aut disvestire prefatum episcopum vel eius successores. Si quis vero facere presum- 
pserit, sciat se compositurum auri probatissimi libras centum, medietatem nostre paiti 
et medietatem supra dicto presuli suisque suceessoribus. Quod ut verius credatur 
fiimumque et inconvulsum ab omuibus observetur, manu propria corroborantes nosti'i 

35 sigilli impressione signari precepimus haue paginam. 

Signimi domni Heinrici regis invictissimi. (M. IMP.) 
Anno dominic§ incarnationis MVI.'' 

114. 

Heinrich bestätigt der bischöflichen Kirche zu Chur die Verfügungen seiner 

40 drei Vorgänger betreffs des Hofs Zizers soioie sonstige Schenkungen früherer 

HeiTScher, ferner den königlichen Schutz, die Immunität und die ihr sonst 

in Stadt U7id Grafschaft Chur soide im Thal Bergell zustehe7iden Gerechtsame. 

Erstein 1006 Mai 28. 

113. [Rieger - Bloch - Schwalm] a) fidei C b) aliquod C c) Eberardo C dl tranduxisse B 
4ö e) Belasium C f) pertinere C g) silicet B h) anno — MTI fehlt in B, ist in C nachgetragen. 

18* 



140 KAisr. i;r KKT N iii;n. 

Jaffi's Cdlation dts Druckes liei Mohr mit dem früher im bu<chiif{irheii Archiv zu Chiir 
rorhiiiideneH. jetzt lersehidleiien Orinitmldi/ilom (.4'). — ('h(trtidtiriitm winjuum aus der 
Mitte des 15. Jh. f. 6>> im hischöftichen Archiv zu Vhur (V). 

SlHiupff Chronickirirdigtr Thaateii Be.iehrci/hiiHy 2, HlH' Heg. — Mohr CD. /üi<7. 7. IdH 
u' 74 .i«Ä .4 ZH 1005. — Hidher Reij. 1208. — Stumpf Reg. 142S. 6 

Eine Wriiduiiij in der Petitiotisformel und die Corroborntio des nach Vurliifie von DO. III. 
48 henie.ytellten D. sowie doK Protokoll lausen mit Sicherheit .schlic.isen. da-is ED da.i 
jetzt nicht mehr auffindlxire Original geschriehen hat. Zur Datierung vgl. X. Archiv 
20. 167. 

(C.)' ^ In noiiiim- saiictae et imlividiuu' Irinitati.s. llciiiricus diviiia i'avoiite lo 
eleiueutilt reX. Si pü» »noorclotum petii-ionibus, «piod nd iiostruiii rcgiiiiii in» pertiiiet, nli(|iiid 

nccnmroodKvrrimus, indo iiolii» neternnni bontitudiiuMii liqiiido proveiiire confidiiiiiiii. yunpropter 
»■nuhiin sani'tne dei ecclcsiae" p uostrorimi (| u o tideliiim tniii proHciitiiim quam el futiironim no- 
Tcrit iudiiKtria, (|iioiiu>d<> vir vciiernliili« Oudalric'Ut- «niictne C'iiriciisis noci-lesiiif cpisfopiis ad uos 
venit ■eciini dcfrroiis prei-opta lirntae iiirmoriao lliaglU Ottouis noc min et riiis eqiiivoci, llisuper 16 
etiani et torcii Ottoilis autCCCSSOns nostri, iinperatonun videlioet aiigiiHtunini. in qiiibus con- 
tinebatur, qualiter ipse prciiotatns lliagiuis vidclicct Otto loeum Zizuris vocatiim funi onuiibiis 
utensilibuA «ui« ad Ciirieiucni ecciesiam tradidit ai' siia prcceptione eandem curtem cum suis appenditiis 
aliUque omuibus rebus illuo a regibus vel iniperatoribus traditis'' confirinavit, atque equiV'OCU.s 
eilU» nt'l' noii et tcrcius Otto per snum prfceptum baec cadcni UtcrrjUC corroboravit, Sed 80 

p08t luagiii Ottollis |iriiiiaiii prcdii ti'aditionein prefati «niidam Arnaldus Oudalrici ^ lilius 

eiun adiit querelaudo, tirniiter profesttuü contra ius locum eiindem sibi fuinse subtriuHnii iniiltuque 
acquiu« ad suam aocclesiam •Sclienuincs dictani, quam cui ipse tradidit, attincre. Ille autcni viroH 
uptimatcs C'urienois comitatus cum districtione banni Cunstanciam ad se urbem venire iussit pro 
inda^anda rei veritatc. (^uibus ibidem cong'regatid, iuramenti attestatione diligeutissime ab eis rei 26 
veritatem quaesivit, »i iam dicta cnrlis tunc temporis, quando cum ad prcdictum locum tradidit, sui 
pMet iuris ac potestati« cam tradendi an non. Peracta qnippc coniurationc, cuncti» isimtil attcstantibus 
eam »ui fuissc iuris dandi cui vellet, dcnno Kui aiictoritntc prcccpti cam Curiensi ecciesie triididit ac 
corroborarit, ca videlicet racione nt iam*' dicta curtis cum omnibus ad sc pcrtinentibus porcniiiter 
cidem acccicsiao, umninm iuquietudinc »emota, consistcret. I'ro rei tarnen tirmitatc peciit nos preli- 30 
batn* episcopus, ut aulc dictum Zizuris curtem ab Ottone magno eideni accciesiae truditam et 
iterationp »ui prercpti iiec non et preceptis Ottonuni imperatorum augustorum corroboraiam " 
cum oniiiibua ad snnm cpiscopatnm iuste pertincntibus sub nostrae defeusionis Hianiini rcciporomu« 
ac no»tra pagina • curroboraremu». Cuiu» ♦ petieioni consuitu dilectae Contectalis nostre 
Cunigundue » ajtsensnm prcbciiteii preccpta imperatorum preiatoruni de prcdirtn ourte * Curiensi J6 
eccieaiac conscript« aliorumque antecessorum uostrorum « donatione» inni iani ' dictae renovuri de- 
rrerimiM accciesiae, suscipiente» »üb nostram re^am tuicioneni ipsam ('nrien»em civitatem cum tali 
districtiiinc et iure, aicut antiquitu» ad rcgfiam pertinebat potestatcm et sicut bomines ipsius tuciu» 
proTinciac coosnalei ac üben sunt dcbitores, cum aediflciis in muro et assiduis vigiliis et custodiis " 
iotiu et fori« • omnibusqnc ad eaudem civitatem pcrtinentibus in tcloneo moneta et banno et cum 40 
omni censu a tibcris hominibus »oircndo in ipno comitatu Curiensi, scilieet a cpiartani» et quadrariis •» 
terri* eenxualibus omnibus in montnnis et plani» et hostisana, cum tota exactione intetrri cen»U8 et 
bannita districtione pontis tociusquc vcndicionis et negociatiunis ipsius bici et procuratione falconnni 

114. |.Iaff# - Ottenthai) a) C'hrijimnn fthll In ('. l» A' inl nur ilan Kmle der ernten Zeile bezeichnet, 

aber nirht nni/riftbrn, ilaiui dieM in rerUlnfiertcr Scitrift iimrlirieben war; ilnch riarf flau niil 46 
Sirherhril für ilimr /,rilr irie für ilir Sii/num- iiwl ilif Urcnf/nitionMzrile (ini/enoinmen wenlen 
li/ Vdalr. <■ •'«■lidi» A'\ leohl nur r<tn Jaff/ bei der Collation ilberiielicner Ih-uckfeliler 

d; fthlt in ' rridx.nita (' f| A' C g) custodilius C 



IIKlXincll II. KKIG. 141 

cum Dviiio p.nstu, iiisupor Herj.'-alliiiiii '■ valloiii cmii castcllo et decimnii t-celesia oiniiique districtione 
pinciti et banni et teloiu-o et forestis ac iiu|uisicione tocius census tarn in inoiitib\i.s <iuani in planis 
ad ipsam vallem pertinente, ea videlicet racione ut niillus diix * comes vel iudex publicus seu regius 
exactor sive aliquis ex iudiciaria potestate dehinc ali<iuani habeat potestateni in locis » villis aut 

5 possessionibus antiquitus sive moderno tempore ab iUlteucssoribus nostris cidem ecciesiae eoncessis 
(ilacit/i babciida seil bainins tollendes aut freda exigeuda vel ullas inlicitas occasiones aut paratas 
faciendas aut telonea exiffonda aut limnines ipsius aecclesiae cunsuales liberos aut servos aliquo modo 
distriu{>-ere in aliquibus negotiis ad eaudem ecclesiam pertinentibus vel inquietare presuniat. Sed 
omnes propter eclesiastica servieia et census tantuiii ad |ilacituiii advocati, quem episeopus et presens 

10 et futurus ad lioc opus elegerit, sicut mos est in aliis episeopiis regni nostri, eonstrinjfantur ; et propter 
eensualem terram liberorum et fiscalium et colonorum hominum ad prefatam aecclesiam pertinentem 
nou in ciiiuslibet ducis vel comitis aut alicuius iudiciariae personae placito, nisi in advocati solummodo 
eiusdem ecciesiae placito, deinceps constriugantur. Et ut haec nostrae renovacionis et confirmacionis 
auctoritas stabilis et inconviilsa permaneat, hanc cartam inde conscriptam manu propria 

15 roborantes sigillique nostri inpressione insig'uiri iussimus. 

§ Signum'' doiiini Heinrici (M.) regis invictissimi. ^ 

§ Eberiiardus cancellarius vice Uuilliü'isi archicappellani recognovi ^. | (SI.) ' 

Data V. kal. iun. indictiuiie III, anno dominieae incarnationis MV, anno vero 
domni Heinrici secundi regnantis IUI ; actum Erstein ; feliciter amen. 



115. 

Heinrich bestätigt der bischöflichen Kirche zu Lüttich und den von ihr ab- 
hängigen Kirchen die Immunität. Erstein lOOß Juni 10. 

Abschrift aus dem Anfang des 13. Jh. im Liher cartarum eccl. Leodiemis f. 72' im k. 
Staatsarchiv zu Jjiittich (B). — Vidimiis des Notccrs Johannes Gerardi dicfiis Asson vom 
J. 1333 ebenda (C). 

Chapeaville Gesta pontif. Tungrensium 1, 212 wohl aus dem jetzt nicht mehr auffindbaren 
Liber primus privil. ^= Lünig RA. 17", 490 n" 18, = Miraeus ■ Foppens Op. 3, 11 un- 
vollständig = Mig)w Patrol. 140, 269 n" 33, = Vos Lohbes 1, 441 n" 13. — Bormans 
Becueil des ordonnances de Liege 1, 4 ans BC. — Bormans et Schoolmeesters Cart. de 
S. Lambert 1, 25 n" 18 aus BC. — Böhmer Reg. 985. — Stumpf Reg. 1424. 

Verfa.'ist von BA. — Die zum grossen Theil iröriliche üelereinstimmung des D. 115 mit 
Urkunden Liuhcigs des Frommen (vgl. namentlich Mühlbacher Reg. 508. 522. 638) erioeist, 
da.'is ein D. dieses Kaisers oder eine spätere, wesentlich gleichlautende Bestätigung davon 
cds Dictatvorlage gedient hat. Neben dieser nicht erhaltenen VU. benutzte BA das DO. 
IL 210; ivas mit diesem übereinstimmt, haben wir durch Petitdruck auch an solchen 
Stellen bezeichnen müssen, an denen schon in DO. IL 210 die verlorene Uauptvm-urkunde 
benutzt ist. Auf letztere werden auch die Wendungen von DO. III. 45 zurückgehen, die 
in D. 115 wiederkehren : Benutzung des DO. III. 45 durch BA braucht nicht an- 
genommen zu werden. — Für die Herstellung von C ist nicht nur das Original, sondern 
) auch B benutzt worden. 

114. hl Pergalliam C i) in A' ist nur gesagt, dasx das Siegel gut erhalten sei; es ist jedenfalls 

SI. 2 anzunehmen. 



142 KAISKKr KKlNltK N. 

d'. ' In mnnine sam-te et iiulividuo trinitatis.'' lliMiiriois divina t'Mvciito i-lf- 
meiitia rex. Nobis iirofufunini ot ad \ itaiii incsoiitom iransi-rendam it ail t'iiiiuain' 

felk'it(M- obtincndain erodiiiuis et scimns, si scciindiini tidcliiim iiostronim iiisias po- 
tioiiiiuvs «•i-flosiastii-as facultatos et a i'iiiusijuc poti'statis iudiciaria distriotionc lilicra- 
verinuis ot liberatas aiignuMitavcriiiuis et auginentatas renalis iircoopti inuiiimiiu' tuendas 5 
esse Hrinaverimus. Quapmjiter iiotuin esse volumus omnibiis iiostris tidelibiis taiu 
futuris quam proseutibus. quia vir roncraliilis Notkcms Tun<rrensis scu Li-oiiio n s i s ecelesie '' 

epiisropus tj 11 o d dam procep 1 11 111 noNtris ulitiilit nlitiitilms, q\iod erat seeuildi Ottoilis illiperatiiris 

et consangiiinei nostri et iiiaiiu tiniiaimii et sij,'illit siLrnatiiiii, in i|iiii dieebatiir, i|iiiid 
non soliiin ipsc et p«tvr saus, priums videlieet Ott«« impora t o r virtute et nomine, sed 10 
et aiHoi'csso r !• s eorum ropc» scilieet Kram-ormii Pipiniis, Karo I u s , Liidowi c u s '". Kotliariiis 
et item Karo Ins ot otiam eeteri reges antecossores et sviccessorea eorum cideni icolosio 
sanrtc Marie et »amti Laiiiborti. eui auetoi'e deo idem episeopus preest, per auetoritatis sne 
proccpta ront 11 1 i-ra nt . tit et ipsa et siie appenditie — que sunt videlieet Luln is et in 
loco qui dieitur ad sanetum Hubertum. Bronio, (lembluos, Fossis. in Malonia, Nainuen, 10 
Dionanto ', Ccunaeo«, Cella, Tiinsris . Iloio'', Traiecto. Mai^linas' vil in ccii'iis locis — 

cum Omnibus rebus vel hominibiis ad 8e pertinoutibu.s libere ])er se ciiiisistir iMit et ab omni 

inquietudine iudiciarie potestatis defense et seeurc manerent. Huius seenritatis aue- 
toritatem sie ab antecessoribus nostris promul<!;atani ut oli annir<'in dii et reverentiam 
eiusdem ceclesie assensus nostri adieetione tirmareniiis, petiit predietus venerabilis so 
episeopus. Cuius iustc et rationabili peticioni aurem libenter accommodavimus et Ime 
nostre auetoritatis preceptum erga ipsam ecciesiam tuitionis gratia pro divini enlius 
amore et anime nostre salute fieri deereNnmus, per quod tirmissime iubemus, ut dein- 

Ceps nullus comes, nullus iudex, iiiai cui episeopus eoiiiiiiiserit . in predieta loea vel in Corum 

territoria, que in quibuslibet pagis infra regni nostri tlitionem et uune habeutur'' et in 25 

futuro habenda sunt, ad eausas audiendas vel ad tVoda aut bau na aut tributa aul di' Station» 

navium vel dc qualibet alia re tebmea oxipenda aut ad aliqua distrietionis negoeia super 
liomines tarn ingenuos quam sen'os in eis manentes exi-rcenda nostris et futuris tem- 
poribus ingredi audeat vel quiequain in eis contra voluntatem episeopi successorumque 
cius attemptare audeat, sed ipsi presuli successoribusrpie suis et nunc et semper 30 
liceat res predicte ecelesie et illi subditarum sub tuitionis atque innnunitatis nostre 
defensione, remota totius iudiciarie potestatis inquietudine, quietas possidere et iiostro 
imperio fidcliter' parere atque pro incolumitate nnstii et nnstre eoniugis et pro statu 
ac diuturnitate regui uostri una cum elero et iiojiulo sihi subieeto eleuuMitiani clei 
iugiter exorare, ot (juicquid de prefatis rebus ecelesiaruin ins tisei exigere ]ii)terat, .i6 
predicte ecelesie esset, ut deinceps ad peragendum dei servitimn augmentuni et 
supplementum fiat. Huiu» itaq>ie j)recepti auetoritaiem, ut in'' nomine ipsius, ipii nobis 
prccipiendi concessit potestateni, plenioreni obtineat vigorem [et]'" a Hdelibus sancte 
dei ecelesie ac nostris diligeutios couservetur, et manu prupria tirmuvimua et sigilli nostri 
imprcMione signari iussimua. 40 

^ Signum domni" Heinrici (M.) regis invictissinii. §" 

?>berhardu« canccllarius vieei' Willigisi arcliiepise<q)i rccognovit. 

Data'' IUI. idus iunii ainio dominiee inearnationis MVI, indietioiic III, anno vero 
domni" llciurici sccundi regis V: actum Erstiin : feliciter'' amen. 

116. [Foltz - Brewlau] a) fihlt in C b) In noninie »ancte et«. B c) futurum nC d) frlill I6 
in U e) Lodewieu» /* f) Dyonanto (' g) BC, u-o aber atieh Ceimaco oder Ccnnaeo 

gfle*m ireiiien künnlt h) Hojo C i) Mailinn« li k) VU.; liabent BC \) fehl! in H; 
nnrhi/rlriiiim in C Tn> fehlt in BC n) domirii C n) rerUlniiertr Schrift der Si./nu»izfile 
und M, am Hmle dtrteUten In B p) vici B i|i dat. HC r) fidelitcr C, dnror in HC cxplicit. 



HEINRICH IT. 1006. 143 

IIG. 

Heinrich schenkt dein Kloster Niedermünster zu Regensburg eine Besitzung 
im Bezirk von llegensburg. Boozheim 1006 Juni 10. 

Originaldiplom im k. Eeichsarchiv zu München (A). 

5 Zirnqihl in Hist. Ahh. der haiji: Äkiulemie (1807) 385 vielleicht aus A zu 1005. — Ried 

CD. Jiatisboii. 1, 12-1 n" 132 aus A zu 1005 = Migne Patrol. HO, 260 n" 26 zu 1005. — 
Mou. Boica 28", 322 n" 209 aus A zu 1005. — Böhmer Reg. 971 zu 1005. — Stumpf 
Reg. 1425. 

Verfa.'iSt und ge-'nh rieben von ED. Was an Stelle der von wenig geübter Hand auf 
10 Rcmtr nachgetragenen Worte quod Macelinus — Radesponensis (s. Note c) ursprünglich 

gestanden hat, ist nicht zu erkennen, und tvir müssen es dahingestellt sein lassen, ob die 
Correctur von autorisierter Seite oder in der Absicht zu täuschen vorgenommen worden 
ist. — Ueber Datierung und Aus.^tellorf vgl. N. Archiv 20, 167. 174 f. 

[C.) ^ In nomine sanctae et* inclividuae trinitatis. Heinriciis divina favente'' 

15 dementia i'cx. Si piis dei famulantimn peticionibus preberans assensuni, aeternae 

remunerationis procul dubio inde oboriri | nobis speramus remedixun. Idcirco oni- 
nium sanctae dei aeeclesiae lidelium presentium scilicet et futurorum noverit industria, 
qualiter nos tarn pro animae nostrae consuitu cpiani etiam pro dilectissiniae contectalis 
nostrae Cunigundae videlicet reginae diilci appetitu nee uon venerabilis Radesponensis 

80 abbatissae Ötae videlicet nxmcupatae sedulo interventu qiioddam nostri iuris predium, 
quod"^ Macelinus clericus vivens in curtibus Eadesponensis '' et in villa"' G. dicta 
et in comitatu Rodberti eomitis visus est in vestitura potestatis possidere, Radesj)onensi 
sanctae Mariae inonasterio, quod differenter inferius dicitur, tradentes in proprium 
donavimus atque in augmentiun victus sanctimonialium inibi degentium sub regula 

S5 sancti Benedicti flrmissima donatione proprietavinuis, cum omnibus eiusdem predii 
uteusibilibus " et appendiciis rebus scilicet niobilibus et inmobilibus familiis ' utriusque 
sexus areis aedifieiis ten'is cultis et incultis pratis pascuis sive compaseuis vüs inviis 
exitibus et reditibus quesitis et inquii-endis aquis aquarumve decm-sibus seu cum 
Omnibus quae rite dici vel seribi possunt quoquolibet modo utilitatibus, eo -vndelicet 

30 donantes« tenore, quatinus iam dicta abbatissa eiusque succestrices liberam dehinc 
habeant potestatem possidendi commutaudi colendi precaricandi seu quicquid sibi 
libeat omnibus modis de eodem predio ad utiütatem sanctimonialium faciendi. Et ut 
liaec tradicionis aixetoritas stabilis et incon^'^xlsa in aeternum peniianeat, hanc cartam 
inde consci'iptam manu propria i'oboi-antes sigilliqxxe '' nostri inpressione *" insignii-i 

35 iussimus. 

§ Signum domni Heinrici (Sl.) regis invictissimi. ^ 

^ Ebei-hardxxs cancellarius vice Uuilligisi archicapellani reeognovi. ^ (SI. 2.) 

Data IUI.' id. iun.'' iudictione III, anno doixiinieae incamationis MV, anno vero 
dümni Heim'ici ' secxmdi regnantis [v]'"; actxxm Puozinesheim; feliciter amen." 

10 116. [Bresslau] a) zwischen e und t Easttr b) das zweite e zum Theil auf Ra^ur, dahinter ein a 

aiixradiert ; vielleicht stand zuerst t'aventia c) quod Macelinus — Radesponensis auf Rasur ■. 
vgl. die Vorbemerkung dj i übergeschrieben; über u, wo jetzt das i steht, Rasur e) A 

f) über \is sind siiäter i-Striche hinzugefügt g) o corr. aus a h) über li und in sind später 
{-Striche hinzugefügt i) unterhalb des letzten Striches von Uli Rasur k) IIII. id. iun. xvahr- 

46 scheinlich nachgetragen 1) am r Correctur m) zicischen regnautis und actum ist das 

Pergament abgerieben \\) Puozineslieim feliciter amen wahrscheinlich nachgetragen. 



144 KAISKRrKKrNPKN'. 

117. 

Heinrich srhf)tkt lifio Pyopat ( ttim ron Basel eine Besitzuni] zu llasehi und 
Bellingen. Basel 10<)6 Juli 14. 

Alischrift ans dem Avfmig des 14. Jh. im Clitirtiil. Biisiliciise f. 19 im Staatsarchiv zu Bern (C). 

Herrgott Geneal. 'i, 9fi «" KiO ai(s .Ahsrhrift loii C zu 100.'). — Troiiillat M<m. de Bille 6 
1, 146 m" 90 aus C zu /(*«. — Hidher Ret). 1209. — Stumpf Beg. 1427. 

Verfasst von ED. Zur Datierung dieses und der ('tilgenden DP. vgl. X. Archiv 20. 167. 
— Hasela A-awM Hasel, Kr. Lörrach, oder Haslarh. Kr. Freihurg, sein. 

In nomine sancto et individuc trinitatis. Hcinrioiis ilivina tavontf i'lonuMU'ia 
rex. Uninibus sancto doi eeclesie fidelibus preseiitibiis scilieet et futuris notuni lo 

fieri* volunuis. <]naliter ni>s intorviMitn Odalric-i voncrahilis anialiiliMHic Ouricnsis ciiis- 
copi quoddani prcdiuni iiidiciaria ariiiiisu'ioiio iuri nustm (Icpiitatiiin \c\ acciuisituni, in 
villis Hasela et zo Bellinkon sitinn. in i>a<;ii autcni Hiysieiifjnwo ot in Cdniitatii Adcl- 
beronis eomitis, euidam tidrli nustm Hasiliensi.s ecciesio proljondario atque preposito 
Otim nuncnpato in proprium donavimus, eum omnibus eidcni predio in ante diotis villis is 
»ito iuste et legaliter pcriinentibus et appcndieiis, tarn rebus mobi!iI)ns quam inunobi- 
libus ediiicüs viis et iiiviis exitibus et redditibas quesitis et inquiremlis trrris culti.s 
et incultis pratis pascuis sive eonipascuis aquis aqnarumve deeursibus .scu omnibus 
que vel diei vel seribi possunt ipioquolibet modo utilitatii>us oiusdem predii vel ad- 
herenciis''. Precipientes igitur regali maiestate iubemus, (jii:itiiiu> idmi |)refatus Otim w 
libcram dehinc babeat potostatem possidendi vendondi connnutandi lioroditandi seu 
quicquid sibi libeat de eodeni predio onniibus modis faciendi. Et ut liec nostre 
tradicionis auctoritas stabilis et inconvulsa pennaneat, hanc cartani inde conscriptam 
manu propria roborantes sigilliquc iiostri impressione iussimus insigniri. 

Data"^ II. id. iul. indictione III'', anno doniinice incaraacionis MV, anno veio ss 
domini Ilcönriei socundi regnantis V: actum ■' l^asili'O: folicitcr amen." 



118. 

Heinrich schenkt der hischüßichen Kirche zu Basel eine Besitzung zu Opßngen. 

Basel 1006 Juli 1.',. 

Abschrift aus dem Anfang des 14. ,Th. im Chartul. Ba.^lien.'se f. 28' im Staatsarchiv so 
zu Bern (('). — Abschrift ans dem 7.5. Jh. im Dipinmatnrinm B p. 27 im Stniilsnrrhir 
zu Pruntrut (D). 

Herrgott Geneal. 2. 102 n" 162 aus Abschrift von zu lOOö. — Tronillat ^fon. de 
BMe 1, 147 n" 91 aus CD zu 1005 = Gallia chri.'<t. i5*, 192 n' 9 mit MC. — Hiilher 
Reg. 1210 zu 100.5. — Stumpf Reg. 1428. 3b 

Verfa.sst und wahrscheinlich auch geschrieben von ED. 

In nomine Kancte et individue trinitatiK. Heinricus divina lavi'uti' cli-mi'iicia 
rex. Quamdiu piis saecrdotum peticionibus superaddcndo quid venerabilibus illoiuiii 

117. ''BrcMiUuj a) feri C b) oder «dhcrcntii«, rgl. D.JISN. b c) dai C d) 3 C e) datiim 

Baiilcc etc. C; dat etc. hrrechtiijl imn, ittm Orttrniirh de» EI) rntuprerhcnd. fei. nm. zu ergänzen. 40 



HEINRICH II. 1006. 145 

lücis sive epi.scopatibvis prebeiuus-' au^mcntum, eterne roniunerationis'' procul dubio 
inde nobis provenire credimus remedium. Quapropter omniura sancte dei ecclesie 
fideliuni jirosencium scilicet et futuroniin noverit industria, qualiter nos intervontu 
A(lell)oronis dilccti nobis Basilionsis cpiscupi qu<>ddaiii prodium iudii'iaria aequisiciont! 

5 iuri iiostro ascriptuiii vol acquisitum, in villa <jue vocatur Obphinga" situm, in pago 
vero Brisiliriowi '' nuncupato nt in comitatu Adelberonis comitis, sancte Basilicnsi 
ecclesie sub iionore sancte Marie constructe " eterna ac inenodabili tradicione accom- 
modantes proprieta\'imus, cum omnibus eidem predio iuste et legaliter pertinentibus 
et appendiciis tarn rebus mobilibus quam inmobilibus "^ quesitis et^ inquirendis edificiis 

10 areis terris cidtis et incultis aquis earunive '' decursibus viis et ' in\'iis exitibus et 
reditibus'' scu cum omnibus que vel rite scribi vel vocari possunt quoquolibot modo 
utilitatibus et adherenciis. Precipientes igitur regali auctoritate iubemus, quatinus 
idem jiretatus e])is('npus Adelbero ' suique successores liberam dehinc habeant pote- 
statem possideudi edificandi commutandi precariandi seu quicquid sibi™ libeat omni 

15 modo" ad utilitatem monasterii de eodem predio faciendi. Et ut hec nostre tradi- 
cionis auctoritas stabUis et incon\T.dsa permaneat, hanc cartam inde conscriptam manu 
propria roborantes sigillique" nostri inpressione^ insignirii iussimus. 

iSignum '' domni Heinrici regis invictissimi. 

Eberhardus cancellarius vice Uuilligisi archicancellarii " recogno\a. "■ 

so Data' id. iulii indictione UI, anno dominice incamacionis MV", anno vero domini 

Heinrici secundi regiiantis^ V; actimi in BasUea; feliciter amen. 



119. 

Heinrich schenkt dem. Kloster Lorsch seinen Knecht Benzo. 

Bingen 1006 Juli 28. 

25 Codex Lauresham. des 12. Jh. f. 19 im k. Beich.sarchiv zu Mimeken (A). 

CD. Laurisheim. 1, 135 aus A. — CD. Lauresham. 1, 151 n" 90 aits A zu 1003. — 
Mon. Germ. SS. 21, 403 aus A. — Böhmer Reg. 974 zu 1005. — Stumpf Reg. 1429. 

Verfa.sst und walirscheirüich auch geschrieben von ED. 

In nomine sanctf et individiig trinitatis. Heim-icus^ divina favente dementia 
30 rex. Omnibus sancte dei ecclesi§ fidelibiis presentibus scilicet et futuris notum 

fieri volumus, qualiter nos venerabilis Geroldi abbatis pio interventu queudam nostri 
iuris servum nomine Benzo una cum filiis suis nee non et omni acquisitione vel in- 
quisitione sua Laiu-esbamensi ecclesi§ sub honore sancti Nazarii dedicat§ §terna 
traditione accommodantes proprieta%-imus. Proinde per nostram regalem iubemus 
35 potentiam, quatinus Laurishamensis abbas presens sive succedens liberam dehinc habe- 
at potestatem tenendi, in vestituram monasterii accipiendi seu quicquid sibi libeat de 

118. [Bresslau] a) prebemus C b) oder remuneracionis ; c und t sind in C »yielfai'h nicht sicJier 
ZV unterscheiden c) Ophinga C d) pago Brysichgowe C e) constitute C f) immo- 
bilibus C g) yel D; beides ist mOglich h) aquarumque C; earumque ve D\ vgl. D 121. 122 

40 i) C; fehlt in D; beides ist möglich k) redditibus C 1) Adalbero hier C m) fehlt in 

C n) omnimode (' oi sigilli C p) impressione C q) iuss. insign. C r) Signnm- 
und Becognitionszeile fehlen in C s) D; uahrscheinlich cerlesen für archicapellani t) in 
C lautet die Datierung nur: Actum Basilee auno domini MV u) millesimo Vi» D v) regni 
D; uohl irrig aufgeliist aus regn. 

45 119. [Bresslau] a) übergeschrieben II 

Kaisenirkundeu III. 19 



146 KATSERrKKrXDF.X. 

eodeni servo einsqm- filiis eonnnqiu' nc(|uisitiont" vcl iiu|uisitionc (niiiiilms niodis fa- 
fiondi. Et ut hoc iiostr»; traditioiiis aiu-tnritas stnbilis et iiu'oiivulsa jicniianeat, liaiic 
cartani inde coiisiTijitaiii luaiui pnipria roburantos i>ij;ilkiiiii<''' ncistro insigniri iussimus. 

Sigimin iloiimi Heiiirici rcgis iin-ictissiini. (M.) 

Eberhariliis cancellarius vii-e Willigisi archicapollaiii rocognovi. 6 

Pata V. kal. aiig. iiulictione IIl, anno doniinii-? incarnationis MV, anno vero 
ilonini Hcinrici secundi regnantis V ; act\iin in Pinga : i'i^licitcr ainun. 

120. 

Heinrich nimmt das Kloster Fruttuarin in seinen Schutz und bestätigt ihm 
seine Besitzungen. Aachen 1W6 AmiusI 31. lo 

Originaldiplom im k. Slaatsarrhir zu Turin (A). 

Mon. patriae chart. 1, 362 n" 211 aus A = Provana Studi critici 380 «» 3^. — Stumpf 
Jieg. 1430. 

Vcrfa.^sf von ED mit Anlehnung an den in italienisrhen Urkunden gcbraurhlichen Slil. 
ED mundicrte zun/lehst die erste Zeile, überliefis dann die Reinschrift dex Contextes nach )5 
seinaii Coneepl einem anderen , u-ahrscheinlich welschen Schreiber und fügte schliesslich 
das Eschalokoll hinzu. 

(C.) p In nomine sanctae et indivifluac trinitatis. Hoinricus divina favcnte cle- 
nientia rex. Omnibus sanctae dci aeccii'siae tidflibus presentibus scilicet ot fiituris 

nohim i^it.* qualitcT p vcnorabilis abbas Willehnus nostram adiit clenK-ntiani buniilliinc- so 
postulans. (juatinus monasterium Fructuaria dictum in iionore sanctae Mariae sanctique 
Benigni niartvris constnictum ac dedicatum sab nostrae tuitinnis mundiburdium susci- 
percmus pr<;ecptaii(pU' ]iagina nostra contirniarcmus. Cuius rogatus pios cognoscentcs 
iam dictum in(masteriiun sub nostr^ defensionis niaimiii reccpinuis ac nostra aiictori- 
tate. j)rout tirmissime potuinnis, corroboravinuis, cum curte etiam Obiani dicta, quam «6 
Berta filia Ilamcdci loco ante dicto proprietavit, et aecclesia in cadcin coite sita, 
cum omni utilitate eidem conti et aecclesi§ adh^rente nee non cum nnniibus monastcrio 
Fnictuaria dicto appeiidentibus tam qm^sitis (luani inquirendis datis vel dandis viis 
invÜK exitibus et rcditibus areis acdificiis tcrris cultis et incultis mancipiis ntriusque 
sexus aldionibus vel abiiabiis vincis vinctis aipiis jiiscationibus molendinis pratis pas- 30 
cui« sive compascuis seu omnibiis (|u<; dici vel scribi queunt quoquolibet modo utili- 
tutibus, pr^-cipienti's igitnr, ut nuilus diix arcbiepiscopiis episcopus marchio conies 
vicecome» ncuUlasio gastaldiu castellanus seu ali(|ua magna vel jjarva persona eundem 
j»re8criptum abbaten! «uosque successores de pr^fat^- ^-cclesig rebus a Guntiuirdo Tau- 
rinensiB aecclesig arcliidiacono iudiciali lege, quod iudicatus a))pellant, traditis et 35 
addicatis inquietare molestare vel disvestire presumat. Si qiiis ergo buius pr^cepti 
paginam violare temj)taverit, sciat se eonqtositunim auri r-xcocti libras eentuni, nie- 
dietatom camer«; nostrne et medietatem prelibato abbati suisque qui tune temporis 
erunt «uccesKoribuH. Quod ut verius eredatur dili;;enlius(nie ab onniibus obsr-rvetur, 
lianc cartam itide i'iiii>(i-!|it;iiii in.iiiu pr<i|iri:> rolidi-.-Lnl's sigillique nosiri impressione 40 
inHigniri iusnimuM. 

119. t>) »itrillo qiioi|Ue A; drr CopM hat nffml/nr die unt/rammaligche, aber gerade für EI) be- 

XtUhnrndr Wfndiin;/ rmmdirrl. 
liO, 'Hiegcr • Hlo'*li =*' ii"i"iii '-il ührr drr /.liU nfu-lit/rfrniiin. 



HEINRICH n. 1006. 147 

I Signum domni Heiiiriei iM.) regis invictissimi. ^ 

I Eberh.ardus cancellarius vice Uuiliigisi archicappellani recognovi. ^ (SI. D.) 

Data II. kal. septemb. anno al> incarnatione doniin[ica MJV, anno vero domni 
Heinrici secundi regnantis V; actum Aquisgrani; feliciter amen. 



121. 

Heinrich schenkt eine ihm von dem königlichen Capellan Meiviwerk übergebene 
Besitzung zu Bökenfürde an den Bischof Rethar von Paderborn mit der 
Bestimmung, dass sie nach dessen Tode an das Domcapitel falle. 

Corvei 1006 Octoher 24. 

10 Verfifümmelfes Originaldiplom im k. Stantsnrchir zu Münster CA). — Ahschriff am der 

Mitte des 14. Jh. in Eescripta privilegiorum Paderhurnensis ecclesiae p. 66 (B) und aus 
dem 15. Jh. ebenda p. 90 (F) in demselben Archiv. 

Crantz Metrop. ed. I. 103 dt. — Schoten Ami. Paderb. ed. I. 1, 374 wohl aus AF mit 
a. reg. IV zu 1005 (a) = Lmiiq RA. 17", 703 n" 11, = Schaten Ann. Paderb. ed. IL 
15 1, 257, = Seibertz Westf. ÜB. 1, 23 n" 20 Extr., = Leibniz Ann. 3, 872. — Falke CD. 

trad. Corb. 636 wohl aus Aa mit a. reg. IUI. — Wilmans - PhiUppi Westf. KU. 2, 150 
n" 131 aus ABF zu 1005. — Westf. ÜB. Supjil. 98 n" 605. — Böhmer Reg. 975 zu 
1005. — Stumpf Reg. 1433. 

Verfasst und geschriebm von ED. 

20 [(C.)]* I ^^^] nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina fav[ente'' 

clemencia'' rex. Om]nium sanctae dei aecclesiae fidelium presentium scilicet e[t] 

futuroi-um noverit industria, qua[liter 1" nos pio admonitu venerabilis] episcopi R[etjharii 
felicis memoriae patris nostri memoriam f[acientes nee non e]t tam nostrae quam etiam 
dilectissimae contect[alis] nostrae Cunigundae videlicet reginae a[mme consulentes ad 

25 monasterium iu lionore *^ sancti] Li[bJorii Podr[ajbr[unuen « dedicatum, quouiam pre- 
taxata a]m[a]bilis coniunx [nostra] regiae consecrationis inibi adi[nvenit] dominium, 
tale predium, quäle nobis [Meginwerc'' capellanus noster dedit, iu proprium dona]^^raus, 
situm in villa Puochine[f[irti ' dicta] et in comitatu L[iutolfi'' comitis], cum omnibus 
eidem predio iuste [et legaliter adherentibus et appendiciis mancipiis utriusque sexus 

30 areis edificiis terris cultis] et [incjidtis viis [et' inviis exitibus et r]edi[ti]bus [silvis 
venacionibus aqui]s earurave decursibus molendinis piscation[ibus se]u omnibus quae 
dici vel scribi possunt [quoquolibet modo utilitatibus, ea] vädeflicejt r[atione] ut pre- 
dictus episcopus in sua habeat potest[ate atque servi]tute, quamdiu™ deus sibi coucedat 
dies secularis v[it]ae; finitis vei'o" suis tem^joribus ad [stipendia fratrum in prefato] 

35 monasterio deo sanctoque Liborio famulantium, omnium con[tradictione remota], deter- 
minamus douamus consecramus atque o[mni iu]re proprietario confii-mamus, ut h[abeant 
teneant fii-miterque pos]s[i]deant et quicquid sibi libeat inde ad communem usum 

121. [Bresslau] a) ergänzt, obwohl in BF fehlend, nach dem st<indigen Gebrauch des ED b) er- 
gänzt aus F; in B fehlt die Inrocation c) diese und die folgenden Ergänzungen aus BF, 

40 deren Lenuiig mehrfach durch noch vorhandene Buchstabenre^te gestützt irird d) F; gra B 

e) qua in A noch rer/nngert ; it-ie weit die verlängerte Schrift reichte, i.it nicht zu entscheiden, 
da sowohl das Ende cmi Zeile 1 wie der Anfang von Zeile 2 in A verstümmelt ist f) B; 

honorem F g) Podrabrunneu F; Paderb B h) F; Meinwerc B i) B; ßochinefurte 
corr. aus Puochinefurti F k] F; Liudolfi B 1) et fehlt in F m) quadiu, ofitte Ab- 

45 kürzungszeichen, A n) r scheint aus o corr. zu sein 

19* 



148 K Als i: KT i: KUNDEN. 

(iiunib[us inodis fftoiemli agant]. l^liuul (iit vcri)us crcilatur (iiiconvulsiusque ab Omni- 
bus observc'Hir, hanc cartam iiuU- lon-siTiptani manu projnia mborjantt's s[i]g[ijll[ijque 
nostri inprt'ssiono (insigniri iussimus]. 

^ [Signum" donijni Heinrici (,>I.) regis invict[iesimi]. ^" 

I nEborhanlus] canfellarius vici- Uuilligisi ai'iliiia|irllaiii iconj^novi. ^ & 

[Data IX. kal.] uov. [injdictione III, anno dominicae inraniationis MV, anno [vero 
diimni'" Ili'inrii'i sccundi rcgnantis V; actum Oorplieic'i : t'elicitiT amen].'' 

Heinrich schenkt der erzbischößichen Kirche zu Salzburg das Gut Schlierbach. 

Merseburg 1006 December 7 . lo 

Origimldiplom im k. k. Haim- Hof- und Staatsarchir zu Wien (A). 

(Kleinmyrn) Juvavia, Aith. all n'^Sl aus B zu 1(K)5 = ÜB. des Landes ob der Enns 
2, 71 n' 54. — Facsimik in Kaiserurkunden in Abb. Lief. 6", Taf. 1. — Böhmei- Reg. 
978 zu 1005. — Stumpf Reg. 1435. 

Das in DD. 1^2 und 123 bis zu den Einzelangaboi der PeriinenzfurmA im wesenUiihen \b 
überein.ilimnicnde Dictat scheint auf gemeinsame)- Arbeit des EC und des ED zu beruhe». 
Der zweite Theil von D. 122 ist ron ED verfasst, der die ganze Urkunde mundiert hat. 

(C.) I In nomine sanctai- et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Si de terrestrium rerum facultatibus nobis divinitus § ei'llatis aecelesias 
dei locupletare sub obtentu futurae reniuueratlonis studuerinuis, decur.so liuius vitae so 
agonc bravio* imb^ficienti nos eoronari non difüdimus. C^tiiapropter generaliter onniiinn 
pateat industriae, cjualiter uos, intei-veniente dilecta'' coniuge nostra Cunigunda vide- 
lieet regiiia, (|uiiddaiii nostri iuris predium Slierbacli dictum in comltatu Kadjuitunis 
liittmi, in l>ag(i vem ( Miupestale '. lubensi'' aeelesiae'', ubi sanetus Rüdbertus eorpuraliler 
requiescit. pro redemptione animae nostrae dilectaeque coniugis per Ime regale testa- a 
nirntum dunando tirnianuis, eum omnibus appendieiis et utilitatibus eideni predin adia- 
eentibus, cum tamilia utriusque scxus, cum areis aediticiis terris cuUtis'' et incultis vli.s 
inviis exitibus et reditibus aquis earumve decursibus molendinis piseationibüs silvis 
venationibus pratis paseuis conpasctiis sive apium pascuis nee non cum uninibus quae 
dici vel scribi possunt quoquolibet modo utilitatibus. l'recipientes igitur regali auc- so 
tfiritate iubennis, (piatinus lubensis"' acclesiae'' veiierabilis archiej)isco|)us ■■ Hartuuicus 
Kuique succesBores liberam dehine habeant potestatem possidendi aediticandi ciimmu- 
tandi precarieandi seu quicquid sibi libeat omni nnido ad utilitatem moiiastcrii de 
eodem predio faciendi. P2t ut liaee nostrae traditionis auctoritas sUibilis et inconvulsa ' 
permaneat, lianc cartam inde conscriptam manu projtria roborantes sigillique nostri 36 
inpresHione ini*igniri iussinuis. 

^ .Signum domni Heinrici (M.) regis invictissinii. j] 

^ Ebcrbardus cancellarius vice Uuilligisi arcliicain'llani rccognovi. § (,SI. 2.) 

Data VII. id. decembris indictione lll, anno duminicae incarnationis MV, anno 
vero domni Heinrici Kceundi regnantis V: actum Merseburc; feliciter amen. 4o 

121. '•! .s'ti/niimzeilr fflill in li \>i F; (lomini B <\) Corjjheia F r) fei. am. fehlt in K. — 
Itit .'>Ullf, an (Irr ilat Sif(/fl j/rsfJ>iicH haben »iit««, int in A niuitierixten. 

123. ' WttU-nl'acli-BreBuliiu^ Bi b corr. niin )> \i) hinter a int e auHradiert c) in dafür t/e- 

liunmt Lilckr nachgrirai/tti d) A ej archieps, ohne Abkilrzungszeichen, A {) uuU auf 
lla$ur. <5 



IIF.INRICII n. 1007. 149 

123. 

Heinrich schenkt dem Erzbischof Hartivig zu Salzburg das Gut Admont mit 
der Bestimmung, dass es nach seinem, Tode an das S. Peterstift daselbst falle. 

Merseburg 1006 Decemher 7. 

6 Originaldiploiii im Stiftsarchiv von S. Peter zu Salzburg (Ä). 

Mezger Hist. Salisburg. 304 cit. zu 1005. — Hansiz Germania Sacra 2, 933 aus A. — 
(KleimaijriO Unparthei/ischc Ahluiwllung 262 Extr. aus Cod. M von S. Peter. — Novissi- 
mum chroiiiron »ton. ad S. Petram (Augustne Vindelic. et Oeniponli 1772) 178 aus A = 
(Kteimayrn) Iiivavia, Anh. 215 n" 85 mit Verbesserungen aus A zu 1005 ^ Wichner 
10 Gesch. von Admont 1, 225 n" 3. — Mon. Boica 28", 324 n" 211 aus A zu 1005. — Chmel 

in Notizenblatt 6, 17 aus Cod. M von S. Peter. — Zahn Steiermark. ÜB. 1, 41 n" 34 
aus A zu 1005. — Fragmentarisches Facsimile im Chr. Gotw. 1, 229. — Böhmer Reg. 979 
zu 1005. — Stumpf Reg. 1434. 

Verfasst und geschrieben von EG, der für den ersten Theil der Urkunde (bis zu den 
15 Einzelangahen der Pertinenzformel) das dem ersten Theil von D. 122 zu Grunde liegende 

Concept oder auch diese Urkunde selbst als Dictatvorlage benutzte. 

(C.) ^ In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricns divina favente de- 
mentia rex. Si de terrestrium rerum facultatibus divinitus nobis collatis aecclesias dei g locu- 
pletare * studuerimus, decurso huius vitae agone bravio indeficienti nos coronari non diffidimus. 

so Quapropter generaliter omnium pateat industriae, qualiter nos, interveniente dilecta coniuge nostra 
L'unig-unda videlicet regina, quoddam nostri iuris predium Adamunta dictum in comitatu Adal- 
bei'Onis COmitis in pago * Ensitala situm lubensi" aecclesiae, ubi sauetus Rödbertus corporaliter 
requiescit, pro redemptione auimae nostrae dilectaeque pi'efotae coniugis et amore Hartuici eius- 
dem aecclesiae Jjastoris per hoc regale testamentum douaudo firmamus, cum Omnibus appen- 

25 diciis et ntilitatibus eidem predio adiacentibus. Cum patellis scilicet patellarüsque locis et 

cum familia utriusque sexus, proiit iiiste ac legaliter possumus, eo videlicet tenore ut, 
dum predictiis Hartuicus archiepiscopus vixerit, ad suum servicium habeat, post vero 
obitum suum ad usum fratrum in monasterio sancti Petri sub regula sancti Benedicti 
servientium succedat. Et ut haec nosti-ae auctoritatis pagina stabilis et inconvulsa in 
30 aeternum permaneat, hanc cartani inde conseriptam manu propria eorroborantes sigilli 
nostri inpressione insiguiri iussimus. 

§ Signum domni Heinriei (M.) regis invictissimi. | 

I Eberhardus caneellarius vice Uuilligisi arcliicapellani recognovit. | (SI. 2.) 

Data VII. id. deeembris anno dominicae incarnationis MV, anno vero domni 
35 Heiiu'iei seeundi regis V; actum Merseburc; feliciter amen. 

124. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Meissen die Burgen Ostro, Dreb- 
nitz und Goeda. Pöhlde 1007 Januar 1. 

Originaldiplom im k. Haupt- und Staatsarchiv zu Dresden (A). 

■w Köhler CD. Lusatiae sup. ed. I. 2, 6 u" 5 aus A zu 1006 = ed. IL 1'', 6 n" 5. — 

CD. Saxoniae regiae II, 1, 24 n" 18 aus A zu 1006. — CD. Saxoniae regiae I, 1, 284 

123. [Sickel-Bresslauj a) A. 



150 KAlSKUrHKl'NnEN. 

H* 59 uHtvtlsliiHiiig ans A. — Facsiinile in Neues LausiUisches Magazin (1853) 30, Taf. 3. 
— Stumpf Reg. 1437. 

Verfassl und gesfhriel>en von EC. Die Xnchlragiiiig eines vierten Oii.ituimens Ghoimiiu 
ist fiiUchettde Ziithat, detm Zeit sich bei detn Bestrebet), die Schrift der Urkunde nach- 
zuahmen, nicht sicher bestimmeti l/issl. Da auch eine dem /.'). Jli. ongehörige Dorsual- b 
notiz, welche sich auf die Eintragung des D. in den jetzt verlorenen Liber priniiis 
privilegioriim befiehl, als Inhalt de.'%sclbcn nur die Schenkung der drei im Regest genannten 
Burgen angiebt, so ist die Interpolation vielleicht sogar jünger als diese Notiz. 

(C.) ^ In nomine sanctne et individiiae trinitatis. Heinrieiis divina favente de- 
mentia rex. Si aecclesias dei alicuins doni incremento nieliorare studucrimus, lo 
hoe|nobis profutiiriini esse mininie dubitamus. Quapropter oniniuni fidoliuni nostrm-um 
presentiuin seilicet ac t'uturonmi noverit iiulustria, qualiter nos pro iiitorvcntii Cliiuii- 
gundae reginae coniugis videlicet nostrae ac aniniae nostrae reniedio tria nostri iuris 
castella cum omnibus eonuu j>ertinentiis, eiini exitibus et roditibus silvis aipiis 
aquarumvc deciirsiljus niulendiiiis piscatiouibus eunctisque utilitatibus, adiacentia in a 
pago Milzani in comitatu Herimanni eomitis, quorum nomina haec sunt: üstrusna, 
Trebista, (»[odijbi*. Misnensi*" aecclesiae in honore saiieti lohannis ewanstelistae " 
dedicatae, cui nunc venerabilis episcnjuis Ilcieo preesse vidctur, bac prec^ptali'' pagina 
donando couHrniainus, onniium lioniinuni contradictione reninta. Et ut baec nostrae 
donationis auctoritas stabilis et inconvulsa omni permaneat tempore, banc paginam «o 
inde conseriptani. pmut iuste ac begabter possumun, inaim propria corroborantes sigiili 
nostri inpressione insigniri iussiums. 

I Signum domni Heinrici (M.) regis inxnctissimi. § 

Ebcrliardus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovit. g (SI. 2.) 

Anno dominic^ incarnationis millesimo VI, iudictione III", anno veni (loiiini ss 
Heinrici secundi regantis'' v, (bita kal. ian.''; actum PlioHda; feHcitcr amen. 



J2:). 

Heinrich schenkt dem Domcapitel zu Speier eine von dem Freigelassenen 
Lanzo ererbte Besitzung zu Gleisweiler, Hochstadt und Wollmesheim. 

Pöhlde 1007 ./nnuar 1. .lo 

Originaldiplom im grossh. Gtnerallandesarchiv zu Karlsruhe (A). 

Eysengrein Chronologicarum rer. libri 177 dt. — Lamey in Ada Palat. 3, 269 »i" 6' 
aus A zu lOttf). — Rcmling l'B. von Speyer 1. '2'J n" 22 aus A zu 1006. — Böhmer 
Reg. 980 zu 1(M}6. — Stumpf Reg. 1436. 

Abgesehen von einer wahrscheinlich von EC vorgenommenen Correctur (s. Note o) ye- si 
sehrieben fon EB nach einem von ED verfassten Concept. Durch eitie Reihe von 
(hrrecluren , die EB gemacht hat, als das D. bereits fertig mundiert war (s. Note b. 
c. d. t), ist die ursprünglich wahrscheinlich zu Gunsten dir bischöflichen Kirche (Jm.s- 

134« [Brewlau] a) ixlrr (io<lol)i iftrr (ioihihi. In A iil </<•;• S'anir rerKtiimmelt. Da einer der 
fehlenden ßuchntnbni eine Obrcliintje hiitte, int mit Iliichmchl auf <lie DorKuahiiile (ioiliuiii <tie to 
Kriii'inrunii nm «il riclier. Ob cor ilem h eilt i inlrr n nilrr u Ktand, igt nach ilrn ruchnndenen 
tlrjilm lim Hurhüloltrnr nirltl mit Sicherheit ru enluchriilcii li) rtm iilnr/rrcr H'iii'l ill>cr iler 

Xrilr narhijrlfiiiirn ütiuuaiiri c) A <\) 111 rielleicht nachgetragen ei ilata kal. ian. 

nafhijeiratjFn. 



HEINRICH n. 1007. 151 

gestellte Schenkung in eine zu Guiiaten des Capitels lautende umgewandelt worden. Oh 
mit dieser Änderung die doppelte Correctur des einen Ortsnamens (s. Note e) zusammen- 
hängt, oder oh durch sie nur ein Schreibfehler hcrichtigt wurde, muss dahingestellt hleihen. 

(C.) § In nomine sanctae et individuae trinitatis. Hcinricus divina favente cle- 

5 niontia rex. Notum sit omnibus sanctae dci aecclesiao üdelibiis pr^sentibus | scilicet 

et tuturis, qualiter nos tarn pro animae nostrae remedio quam ctiam pro venerabilis 
Uualtheri sanctae Spirensis aecclesiae episcopi" pio interventu tale pr^dium, quäle 
Lanzo manumissus tenuit atque posscdit in iiosquo iudiciario iure liercditavit, eiusdem'' 
aecclesiae fratribus '' sanctae Mariae inibi servientibus'' hac pr^'ceptali pagiua in pro- 

10 prium donavimus, situra vero in pago Spirihgouue nuncupato et in comitatu Wolf'rammi 
comitis, in villis autem Glizenuuilere et Hohenstat ac Wolmodesheim " seu ubicumque 
videtur situm esse, cum omnibus eiusdem pr§dii utilitatibus et appendiciis, nominatim 
mancipiis uti'iusque sexus areis aedificiis terris cultis et incidtis pratis pascuis sive 
compascuis seu apium pascuis vineis vinetis silvis aquis aquanimque decursibus inolen- 

15 dinis piscationibus qu^sitis et inquirendis seu omnibus qu^ dici vel scribi possunt 
quoquolibet modo utilitatibus, prgcipientes igitur, ut pr§fatus Uualtherus venerabilis 
episcopus suique successores liberam dehinc habeant potestatem idem pr^dium tenendi 
possidendi commutandi pr^caricandi seu quicquid sibi libeat omnibus modis de eodem 
pr§dio ad usum fratnun ' faciendi. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas stabilis 

so et inconvidsa permaneat, lianc nostri prgcepti paginam inde conscriptam manu propria 
roborantes sigilli nosti'i inpressione insigniri iixssimus. 

§ Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. § 

I Eberhartus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recog. p (SI. 2.) 

Data kal. ian. anno dominicae incarnationis MVI, indictione III, anno vero domni 
25 Heinrici secundi regis V; actum Polide; feliciter amen. 

126. 

Heimweh nimmt das von der Frederunda gegründete und dotierte Nonnen- 
kloster zu Steterburg in seinen Schutz, verleiht ihm das Recht, Aehtissin und 
Vogt — erstere vorbehaltlich der Mitwirkung des Bischofs von Hildesheim — 
30 zu icählen, und unterstellt alle inneren und äusseren Angelegenheiten des 
Klosters der Prüfung des Bischofs. Mühlhausen 1007 Januar 24:. 

Chron. Stederhurgense aus dem Anfang des 14. Jh. im herz. Landeshauptarchiv zu 
WolfenhUftel (A). 

Leihniz SS. rerum Brunsvicens. 1, 8.51 aus Ä = Rehtmeier Braunschweig -Lüneburg. 
35 Chronik 1, 255. — Mon. Germ. SS. 16, 201 aus A. — Böhmer Reg. 987. — Stumpf 

Reg. 1438. 

125. [Bresslau] a) zwischen episcopi und pio scheint ein Strich getilgt zu sein b) eitlem A; 
u-ahrscheinlich war zuerst eidem beab.iichtigt, und das Abhiirzungszeichen für us i.it erst nach- 
träglich mit den in den Noten c. d. t' ertviihnten Correctiircn zugleich eingesetzt uordei^ c) fratribus 

■lo von EB auf Rasur geschriehen ; ursprünglich stand wahrscheinlich in honore; Reste des h, 

(/«.« r und des e sind noch erkennbar d) ursprünglich stand hinter Marias wahrscheinlich 

construotae (ein Rest des st ist noch zu erkennen); dies hat EB radiert und dafür inibi servi- 
entibus geschrieben e) ac Wolmodesheim auf Rasur; sheim ron EB; ac Wolmode von 
anderer Haml, wahrscheinlich ron EC, der also, was EB auf Rasur gescliriebcn hatte, zum 

*^ Theil nochmak ausradiert (daher die Rasur im ersten Theil des Wortes tiefer greifend als im 

zweiten) titid rerbessert hat f) fratrum von EB auf Rasur geschrieben; dass ursprünglich 

monasterii dagestandeti hat, ist noch erkennbar. 



15-2 KAIS F, 1? V n K T N O K N. 

Bri der Ahfiissung voh D. 136 hal ein uns nicht erhaltenes karolingisrhes Immufiitäts- 
pririUii fiir lUts Bisthiini Hildesheim, dns aiicli in den Hildcsheimer Iniitiuuitfitsbesti'iliiiiDujcn 
t-oiH Miir; li>Li heniil:t worden ist, als Vorlaije (jrdifnt. Wiis sich in D. l'3(i nicht nnf 
diese Vorlage zurückfahren l/isst, erinnert in nvinnigfacher Beziehung an den Sprach- 
gebrauch des GB, der jedoch erst vom M<ir: lOt'.i ab als Kii»:lcini)tar nachweisbar ist. » 
Vermuthen irir also, dass D. laß von ihm rerfassl sei, so nehmen wir an, dass er bis 
zu seinem Eintritt in die Kanzlei im Diettste Bernwards von Hildesheim gestanden und 
in dieser Eigenschaft dax der Kan:lei eingereichte Concept von D. 126 hergestellt habe. 
Die Con-oboratio muss diesem Concept noch gefehlt haben : da sie von EC stammt und 
dessen Oewohnhcilen auch das Protokoll cnttpriclit , i.<tt daj^ D. wahrscheinlich von ihm lo 
mundin-t worden. — In einem kur: nach dem Hildesheimer Brande vom Januar 1018 
aufgestellten Verzeichnis verlorener hilde.sheimischer Vrkiinden ist an vorletzter Stelle ein 
D. de tradicione oouimendacione tuiciono pauperrime abbaciuncule Stodorburg er- 
wähnt (Hildesheimer ÜB. 1, 52 w° 60). Wir beziehen diese Erwähnung nicht auf D. 126, 
dessen Or. sich in Sieterburg erhallen haben mu.ss, .'iondern auf ein verlorenes DO. HL, i6 
wahrscheinlich vom J. 1000, das die Stcterburger Geschichtschreibung als Griindungsjahr 
des Klosters bezeichnet. Oh diese 1007 jedenfalls noch vorhandene, in D. 126 nicht er- 
wähnte VU. hier benutzt ist, lässt sich nicht entscheiden; ist es nicht geschehen, so würde 
das damit zu erklären sein, da.fs Steterburg 1007 nicht bloss Königsschulz, sondern auch 
Immunität erhalten sollte, und dass man deshalb nicht auf das DO. HI., .iondern auf so 
ein Hildesheimer Immunitätsprivileg als VU. zurückgriff. 

In nomine sanete et imlividiic trinitatis. Ilcnrii-us liivinu f'avcntc i'lcini'iu'ia 
rex. Si cpiscoporuni et servoruni <iei petifiones pro suis desideriis et precipue in 

divini< quas nobis innotuerint ad efteetmu pcrducinins, non sohun iT<jium ins ad- 
inipleniiis, venun eciani ad' utrivisque ielicitatis <;audia siisciiiienda id nobis prof'utiii'um aa 
liquidn cognoscinius. Quapropter oninimu tideliiini nostronun taiii presenciuni quam 
et futurorum sciat industria, qualiter vcnorabilis Bi-rnwardus sanete occlosic |Ilild<'ii- 
semensis episcopus]'' cum quadam matroua domina videlieet Fredcrunda, Altinanni 
filia comitis, ad nos veniens nostram celsitudinem deprecatus est, ut prefatam dominani 
eum parte' suc proprie heredit;itis. quam pro remedio sue anime ac utriusque sui 30 
parentis"' omniuinque suorum tarn viveneium quam et defunetonim salute ad prineipale 
sanete Hildensemeusis ecclesie altare eoutradidit. in nostruni minidibui'dium susci- 
percmus, id est quiequid in opido Stederboreli nouiiuato liabuit, undecim ac diu'cntos 
mansos in louis et vicolis'' sie nominatis: Lindim '. Thidlii, in alia vilia .StediTO, 
Nnrtlieni, Stokk<'m. Mfinoluesrode, Hi'jrindcjrcsrodc. H<Tikesgebutlt'. Tlnirin{^cs<j;ibutl(', 35 
Theletunnum, Kindum, Wagken, Meginsnichejijibutle, Winnenrotli, Brenliorst, Heeliorst, 
M<-_vnum. Smeliki', Onliorst, W'cndcbutlc, I)(Mianf;fl>utle, Bokele, ZmiliUc. O/.tnio, 
Mi»»ike, iJoliirunkf. Ki))pli. Mildanliouedi-, Klcstenikc, Palemke, Starljunde, (josikes- 
torp, Majtanttorp, Slilitanuflt, liii-baldcsj^cbutle, Daliicm. areas dnas et panstel duas, 
ca namque racionc ut in prefato opido Sted('rl)orcli .ib illn predio eatervula |iucllarum 40 
quantulaeimique conjrrejrari posset alt-retur, <|u<' pro nostra sospitatc toeius(|U(' ri';;ni 
noritri »tabilitate eottidiana instaiu-ia divinam niiscrieordiani di'proearctur. (Juius pi'ti- 
cionem quoniam* iuntani ae salubn-m esse cof^novinius, assensum li lllx-ntissime 
|ir<-huimuh. Precipii-ntes erpo iubeuuis. ut nullus iudex publieiis ii('<|ui' (|uisi|uain i'x 
iudiciaria potCHtalc villas »ivc ajjros seu reliipias possessiones ad illam eeek-siani per- 1» 
tin''nte», qua« iu*te et racionabiliter habere videtur, vel quiequid ammodo propter 

120. [HrcMUu] a) «b rorr. in >d; rfiVw imrf </f> folgendtn Corredurm ron jünf/rrcr llanil, imlit 
nach dem Oriifinnl In Hild. i-piii-. frhit in A <•) per te corr. in parte «1) pari 19 A 

e) iDcoli* A fi A; rielleirhl cu rerl/fiucrn in Lindun g) quam A 



iiF. iXKifii ir. 1007. 153 

divinum anioreni il)i(lriii follatuui t'iierit, iiltcrius iiivadcn- aiit in(|iiietare |)rcsumat. 
Sed liceat illo Cliristn famulantiljiis ancilhilis sub nnstra dofriisiimf' o(nic ac ([uict(,' 
residore, dcuiu nt dixiinii.s cxcu-are ot ])r('dicti cpiscDpi inssiouiljus (il)t(;m))crare. Si 
auti'iii ali(|iia persdiia se indr aliusivc iiitroiuittcrc vdlucrit, nos illis luri' tiitorem ac 

5 deieiisoreiu ccrtissiiiu' sciat. liisiijxT efiaiii ecclcsie Cliristi aiicillulo cniiii aucturitati' 
pret'ati aiitistitis plenariaiu liabeaiit iutra'' se, si digiia inveniatur, elif^cndc abbatisse ' 
potestatem. Si autem huiusmodi inter illas soror iion iiivenitur, coiisilio '' sepe dicti 
episcoj)i aliunde ad hoc idniica ' clig-atur abbatissa'. Et ut licenciain cligendi advo- 
catum liabeant, vohnmis; iuboiiuis'" (juoque, ut cuncta prefViti monasterii intus et foris 

10 iuxta aui'toritateni Bornwardi ppisfopi eiiisque succcssoruni, qui pro tempore ibi 
(irilinati l'iicrint", cxaniinentur. I'>t ut hec nostre auctoritatis jiagina stabilis ac in- 
convulsa perpetualitcr }i('rnianeat , haue |cartam]" inde cnnscriptani manu ])ropria 
corroborantes sigilli nostri injiressione insigniri iussimus. 

Signum domini lienrici rogis iuvictissimi. 

1.) Enerliart cancellarius vice Willigisi archicapellani recognovit. 

Data IX. kal. febr. anno dominice incarnacionis millesimo VII, indictione'' III, 
anno vcro domini Henrici secundi regnantis V; actum Mulihu.sen; feliciter amen. 



127. 

Heinrich schenkt dem Kloster Heimarshausen eine von dem Presbyter Adilger 
20 ererbte Besitzung. Mühlhamen 1007 Januar SO. 

Wenck Hess. Lamlesgesch. 2^, 42 n" 34 aus verschollenem Copialbuch (A) = Wilmans- 
Philippi West f. KU. 2, 152 n" 132. — Böhmer Beg. 988. — Stumpf Reg. 1439. 

Verfassf und wahrscheinlich auch geschrieben von EC. — Werni nicht, ivie wahrscheinlich 
iif, hinter dem Worte viculis eine in A freilich nicht angedeutete Lücke anzunehmen ist, 
2ö so niuss darin der Name des Orts enthalten sein, in welchem das geschenkte Gut gelegen war. 

Doch kommt ein entsprechender Ortsname in späteren Helniarshausener Urkunden anscheinend 
nicht wieder vor: auch haben mis M'kundigungen in den Staatsarchiven von Marburg und 
Münster keinen ausreichenden Anhaltspunkt zu einer sicheren Deutung desselben gegeben. 

In nomine sancte et individue trinitatis. Henricu.s divina [favente] =* dementia 
30 rex. Si ecclesias dei alicuius rei dono ampliticare vel meüorare studuerimus, hoc 

nobis profuturum esse minime dubitamus. (^uaproptev noscat omnium fidelium nostro- 
rum jiraesentium videlicet ac futurorum industria, qualiter nos interventu Brunonis 
dik'ctissimi Augustcnsis cpiscojd fratris videlicet nostri nostreque animae remedio 
totum predium cum familia utriusque sexus in eodeni prcdio resi<lente, (piod hcredi- 
35 tario im'e ab Adilgero beate memorie presbitero nosti-o regali ])otestati successit, sito 
in vicuHs'' , in comitatu vero Hermanni comitis, cenobio et mona.sterio in 

honoi'e sancti Petri apostolorum principis coustructo ac dedicato in lüco Hehnwardes- 
husen nominato hac no.stra preceptali ■■ atque regali pagina cum omnibus eins pertinentiis 
ea videlicet ratione concedimus, Tit nulla regni nostri persona prefatnm cenobium eiusque 

-10 12G. h) inter corr. in intra; ob das folgende se in sese corrigiert ist, lässt sich nicht sicher erkennen 

i) priorisse, priorissa corr. in abbatisse, abbatissa k) consilii A 1) ydonea A m) liberum 
cmi'. in iubenius n) fuerunt corr. in fuerint o) fehlt in A p) indictionis A. 
127. [Meyer] a) fehlt in A bl oder Viculis, in com., vgl. die Vorbemerkung c) perpetuali A, 
vgl. z. B. D. f)^. 

Kaisenirkundeii III. 20 



154 KAISKiaKKTNMKN. 

iihbatcs sive n-oton-s iiuiui«>I«rf vcl molt'stiiro audciit. Kt iit licc nostro doiintinnis 
papna stnbilis et iiu-nnviiisa pt>rmaiifat «inni toinpoif, lu>f picocptuin indc coiisfriptmii 
manu jirnjiria i-<in-i>lj<>rantc's .sifrilli imstri im|ir«'ssii)iu' insijjniri iMssimus. 

Sipiiiiii tlitinini Ilonrii-i ri'<ris Iiivii-tissiini. 

Kverlianlns caiu-cllarius \u-r \Villijri>i ari-liü'iiisc-iipi rccii>i;ii(ivit. fc 

I lata II!. kal. (vhv. anno itiiniiiiK'c ini'arnati<inis niillcsinin \'ll, imlii'tionc III. 
aium iloniiiii Honrici soi-unili n'^nantis V; actmn Mnlinlniscn: trliciti-r amen. 



r2s. 

Ihiurich bestätigt (h-r liischi'ißicln.ii Kirche zu Worms seine und seiner lo?-- 
gönger Verleihungett und schenkt dem Domcapitel zwei Kirchen. w 

Ludeiibiinj 1(X)7 März (i. 

Chnrliil. Wnrm. uns ihr Mill) r/<s JJ. Jh. f. H'^ in (h r I;. Bibliothek zu Hannover (('). 
— Lilm' i>rir. inl. Wurm, aus dem Anfanij des /ö. .Th. /'. 71' im (/rosah. Sinal.'iarehiv 
zu Darmstadl (D). 

Srhaniiat Hist. Worm. 2, 36 n" 43 es arrhiro eirl. Worin, zu 1006 (S) = Miyne Patrol. \b 
Un, 268 ti" 32. — Boos ÜB. der Sladf Worms 1, 31 u" 40 aus CDS. — Böhmer 
Reg. 981 zu 1(K)6. — Slumi>f Rei/. 1440. 

Verfa.isf (wohl unter Milirirkunif Eriehs) und wahrseheiidieh aurh geschrieben roii Kl). 
Dem Zusatz hinter der Cnrroboralionsformel (Et ex proprio — contradidinius) eutsiirirhl 
ein ähnlicher in Stumpf Reg. 2263, wo jedoch die Kirchen nicht genannt sind, vgl. Note ii. — tu 
Da S wahrscheinlich auf das Original zurückgeht, haben wir .leinen Te.rl zu Grunde gelegt. 

In niiniinc sanctae et individuae irinitalis. llcinrimis clivina t'avcnti' i'li'nicntia 
rex. Nihil eonnmidius ad" nustrae subliniitatis lionureni nostricjue rcgiininis t-orfo- 

htirationem jiosse faccrc cfedinuis, (piani si sanctarnni dii uci'flcsiarnni lialifiitcs 
sollicitiidineni eanini dotes incimvulsas scrvarc studuerinnis. (Ili lioo oinniuin sanctae sj 
dei accfli-siae Hdcliiini n'iverit indiistria i>rai'scntiuni scilicct et tnturornni, (|uatinuK 
divinae reconipensationis cnKilnnientn nee mm beatissinii apnstolnnuii priiuipis l'ctri 
veneratione"', in enius hiniore'' \'iii>riiiatiensis'' ejtiseopatns f'iuidalus esse dinnseitin', 
(<ive ndiunnitione'' et petitione' Jiureliardi <'insdeni sedis deviitissimi praesiilis prae- 
noiiiinatae' nccelesiae per Iniitis nostrac eoneessionis pafjjinani eonfirinaintis imniia, :» 
<|iiae rogcH et iniperatores nustri (pi(i(|ne antecessores sive nos eidoin aoeelesiae eon- 
tiüenint'', ea vi<|elieet ratione nt jiraetatiiH episeopus siiiqne sneeesnoreB iiniversa siia«- ' 
eccietiiae iit dixiinns eollata halieant teneant tirniitenpie possideant, oinniuni liixninuni 
ninleKtationo ot- contradieti«»ne reniota. Qnnd nt \crius ercdatnr dilige)itins(|ue alt 
onniiliUK «>l(hervi'tur, liane eartain ind«- emiseriplani mann |iriipria i-nlmrantes sigillicpie 35 
n<»»*tri inpre.shiiine, nt .Hulitii« vidi-tur, insi^niiri ius.'^imns. Kt i-x |>rii|irii) tu'clesiam'' silam 
in Kiihnrltio, alteram' I"'" ali nrlie miliai'ii) san<-ti" Aniandi" <•! < llipenlieim'' preposito" 
ad iiMuni praiditMidai- tVatnini e<>ntradi<limus'i. 

ÜH, 'Rrrnaiau] b) vel (' b) vciienitioncni S c) honorem .S' <l) WorniHtienBis C; Wonna- 

f> c) all mouitioncm .S f) pctitiononi .S' g) praom<!nionitne S li) ron- 10 

/» i) «cc C k) ccriii I) 1/ S; alturam (eram imf Uitnur) C; alt« ohne Al/- 
:■•, .■.••.i'irkhen I> m) CD; tino S vt) «aiicti — prepoHito fehlt liti .S, iler hier eine Lücke 
tiH'ltMlH; litt Wortt »ind nicht unlte'lenklieh o) «ci A. D p) C; Oppehem /> ij) contradiaiufi .S' 



liKiNKTCH ir. 1007. 155 

Si.uiniin ' (liiiniii' I Iciiirii-i iVi;is invictissimi.'' 

l']l)frli,u-(lus caucollai-ius vice VuilHgisi ' arcliicaprllani rccognovi. 

Data" II. iKui. martii iiiilic'tii)iic III, anmi ilimiiiiicae incarnatioiiis MVI, anno 
veni (Idiiinr Ilcinrii-i sccnuidi r('i;iiantis ^ V; actum Laudenburc" ; tolicitcr amen. 



121). 

Heinrich spricht den Klöstern S. Salvatore avf dem Berge Amiata und 
S. Antimo die von dem Bischof von Chiusi beanspruchten Zehnten im Gebiete 
der Abteien zu und verpßichtet den Bischof die Kirchen daselbst ohne Ent- 
gelt zu weihen. Neuhimj 1007 April 2. 

10 Aufzeichnung aus dem Jahre 1007 im k. Staatsarchiv zu Siena (A). 

['(/hclli Ilalia Sacra ed. I. '6, 716 aus A = ed. II. H, 622. — Böhme)' Reg. 986 zu 
1006 August 2. — Stumpf Reg. 1441. 

Geschriehen von einem unbekannten Mann italienischer Herkunft, der auch D. 130 mit 
Au.'snahme des Eschatokolls mundiert hat. — Die Jedweder Beglaubigung entbehrende 

i:. .Aufzeichnung ist iceder ein königliches Diplom im eigentlichen Sinne des Wortes, noch 

kann sie streng genommen mit Seeliger in Mittheil, des Instit. für oesterr. Geschichtsf. 
11, 405 als notarieller Gerichtsbrief (Placitum) angesehen werden, da in ihr von den für 
ein solches Document erforderliclien Requisiten (Beurkundungsbefehl des GerichtSj Fertigungs- 
formel des Notars, Unterschriften der Gerichtspersonen, vgl. Ficker Forsch, zur ital. 

äo Reichs- und Rechtsgesch. 1, 28) keines zu finden ist. Auch ist ihr Schreiber schwerlich 

italienischer Notar, sondern, wie aus .meiner Betheiligung an der Herstellung von D. 130 
geschlossen werden kann, aller Wahrscheinlichkeit nach ein Geistlicher aus dem Gefolge 
des Abts von Montamiata gewesen, der allerdings in seiner Ausdrucksweise sich in manche)} 
Beziehungen an den Stil italienischer Gerichtsurkunden Cromag)iolisch€n Formulars) an- 

25 schloss, ohne jedoch diesen vollkominen zu entsp)-echcn. Wir haben also nur eine private 

und uräieglaubigte Notitia ad memoriam futuri temporis vor uns, die aller rechtlichen 
Beweiskraft darbt, der tvir aber, da sie ci)ie gleichzeitige, wenigstens z. Th. in Vrkundoi- 
fo)-m gekleidete Aufzeichnung über ei)ie vom König vollzogow Regierungshandhmg daistellt, 
die Aufnahme in diese Sa)n»dung nicht versagen durften. 

31 Anno incai-nationis dominicae millesimo VI, indictione IUI, quarto nonas aj)ril., 

dum rcsideret domnus Hcinriclms rex in caminata sua in castello liaereditatis siiae 
quod difitnr Xouuniburgum, in presentia episcoporum Brunonis scilicet fratris sni 
Augustanac ciA-itatis episcopi et Wizelini civitatis Argentinae et Lamperti Constan- 
tiensis et Odelrici Curiensis et itenim Odelrici Trientini et in presentia abbatiun 

35 domni Udilouis Cluniacensis, Liuzonis Leonensis, Ugonis Farfensis '', Boni Eauennatis, 
Giselberti Senensis, loliannis Lucani, Attonis Amorbacensis nee non in presentia 
comituni Ildebrandi et Rainerii et Ardingi'', Uuidonis, Petri Trauorsarii et nimtii 
Aretinonsis episcopi Ingezo presbiter nominati et nuntii episcopi Senensis aliorunKpio 
bonorum cbristianonun, bimentati sunt ante ipsum regem Heimichiun Uuinizo abbas 

40 doniini .Salvatoris de nionte Amiate nee non et Boso abbas sancti Antimi, quod nullo 

128. r) Signumzeite felilt in C s) dui I> t) Willigisi CD ul dat. 5 v) S; regn C; regni 1) 
w) S; Laudenl>urg C; LaudiTiibg I>. 

129. [Lascliitzer- Bloch] a) con\ aus Faruensis oder Farnensis b) di co)^r. ans da 

20* 



156 K Aisi. i;r KKiNiu: \. 

rnciounbili orilim- rognre ;uit iiivitan- [mssi'ni Arialiluiii ('liisiiuim (•|iisi'(i|niiu ilc i-dii- 
i»i'crati»ne oi'i'k'siuniiii suanini in }i!U'i°<ii'liiu sui rjiisi'<i|iii iiiiinoiitiuiii. Aiuliciis luitciii 
idem doninuK rex IJcinrii'lius liuiiisinixii laincntiitioiu'ni, iniiu'io coiit'i'stiin (lii-iilo, vncari 
ad se proccpit eundi'iii i'pisc'(>|)iuii. Krat iiain(|iu' in fculcni casti'llo. ('uni uuiciii 
veniret et rox, cur eofli'sins jijirnioliiat' siii\i> bcncdiccre et coijsecrnre noilet, studiosc 6 
intorrofiaret, rosjiondit, <|uift ahliatcs snpra srripti ilci-inias in abl)aciis snis sibi snis(|ue 
canonit'is ciiiitradiciTi-nt. Tnni' r»'X inlt'rnij;avit abi)atcs ipsiis, si alit|uain auctoritalcni 
ImbiTi-nt, linde ecinim nionasteria «U'cinias ilias ad siiani ]iartrni dcfondirc et \ ciidicari' 
|Mituiss»'nt. Tune nstcndi'ntibns illis aMti(|nissinia nionastcrii soripta, ri'jpcrtnni est et 
probatiini per testinioniiun eirenni a^tantiuni, ([\iiiniani ab inieio nuniaslerii et tenipui'i- lo 
bue donini rcgis KaroH mngni et ninniuui suornin .siieeessunmi alibates et nionaclii 
decinias iUas hnb\u-runt et omnes «nteeessores episeopi Ariahli euni omni paee lial)ere 
eos pennisenint. Kt (piia (inines hoc seniper stabile debero esse hin(bivenint, idcni 
doinniis rex Ileinrielnis huidavit et eontirniavit et eitiseopuni contentuni et faeitnni 
esse fecit. Et iit nemo sit, <|in nllani iteniin (|iiacri'lani i'emoveat, ail iiLiiiiniiaiii l'iiiui'i i5 
teinporis haee seripta snnt et oribnata. Kt proniissioneni i'eeit ipsr fpisi'opiis aiili' 
ipsuni re^^eni de eonseeratione aeeelesiaruni sine omni }>eennia''. 

Breve'' reeordalionis de (beinia (pie I'eeit lleinrieiis lex.'' 



130. 

Heinrich bestätigt dem Kloster S. Salratore auf dem Berge Amiata seine ao 
Besitzungen tind Rechte. Regensburg 1007 April U). 

Origiudldiploni im k. Stitalsarrhiv zu Siena (A). 

Böhmer Acta seleiln 32 n" 37 aus A. — Stumpf Reg. 1442. 

Mit Ausmihme des vov ED hinzugefügten Esctiutol<olls roii demselben Prival.vhreiber muiidierl, 
der D. 129 hergestellt liat. Dieser benutzte DO. I. 237 unmittelbar als Dicfalvorlage, S5 
bediente sich aber für die Aufz/Üdung der Besitzungen wiederum eines eigenen, sowold 
von der VU. irie von D. GS abweichenden, wenngleich mit beiden und anderen DD. von 
yiiiulamiata mehrfach iibereinslimmendrn Yerzcirhnisxes. 

if.) ^ In iiomini- sunctae et individuae trinitatis. lleinrieus diviiia t'avonte cle- 
ineiltia rex. .Si HiinctU ae venuraliililm» lociH eo'*, i|iinc ah niitcpccnsorihus nostris collntii'' 30 

mint, corroliorare »tii<lu<Tiinii« et de lii», qiif iinstri iuris sunt, coiu-ederi» ttatag^iiiiis, ncteriiy vity 
«■molumciitiiin adipinri nv |>ri>HontiN KtatiiH iKiliditatem |iri>poiii*iiiH aiipiiriiliiri iioii titiiliiuniiH. Idcirco 
■iiniiiiiiii fidclitiin «anctao dci aoi-cluniae iioHtroriini<nie prf»eiiliiiin ai' fiitiironiiii iiidiiHtria nmcrit, Vv.'' 
nlibati-m et inonachon in c-iir-noliin dumini et xalvntoris noxtri Icku ChriHti niilitantex in iiioiiti' Arnittu'' 
nolii« lacrimabiliter protulixKc, quod famis ac niiditatis indif^cntia ibidem dco Hvrvirc nnn puHxent, or> 3f> 
(|Uod cortcf et ccllc, quac a precenHoribnH ad suniptiini curiun eonInte Hiint, a praviH fuisiicnt distractf 
liominibiu. No* i|nidem pro dci nmoro animarumqiic nOHtrariini rcmcdio, quoniam idom cocnobiiim in 
nontram devciierat potculnteni ac proprietatem, reu et'' prcdia, qiiae a noHtrin preecasoribiiH collata'' 
■nnt et ronfirmata ae rorrnbiirala, iMinfirinarc et rorroborarc HtiidninniH et de nogtri» ' iiiri» pmprii'tate 
in ninnarlioriim «timpliiin •'ortex et rellnx enntiiliiniix. qnatiniiN himIiiIo oratinneH pro nobin e<>iiiii^ei|iiR 10 
noiitr« Clini^llldn re^llia ibidem ad dnniiniim diriirntur'*. I^'itiir enrteH et ccllni«, niaaiiarieia et 

139. I) c rorc. au» cc d) Breve — rex im Mfijiinieln m» i/leirlueilii/ec, rietleicht gleicher Hand. 

ISO. [Lm»cliil/,er-mf>chj bI A, rergcitrielirn xlnit ea \t) das erste a corr. «im o c) Vv., wie 

et »chfini, auf Itatur A) A c) e corr. aus q () A — VU. 



HEINRICH ir. 1007. 157 

softes f;iniili;iim|iie iifiiiisiiiie scxiis, qiiae in-tomis tfuiierunt, iiiniiiai|iU' |)retL']itii iilj aiitccessoribus 
uostrisK iiiiil.it.i <iinniiic|iie instnniipnfa ciinfirinainus pleniterque eorroboramus, et quuiiiam prefatum 
c'opiKiliiuni Im imstram (Ipvi'iiit potestateiii et pioprii'tatein , et quae a pravia iiblata sunt liOmiiiibiis et 
alia, quiliiis imlitrentia'' explere valoaiit, in iisiiiii fiatruni per hoc iiostriim preeeptiim eoncedimiis 

5 donaiinis at(iiie laig-imus '', videlicet Hotaiii ciirdosaiii, cjuae nunc Burgoriclio nuiiciiijatur, et 
nioilict.iteni carte sancti Sebustiani et burgo de Uultiole'' et curte de Cliiiiiiitiano et 
Koeka de Senzano cum suis pertineiitiis, curte de Fereniano, curte in ('nrsiniano, 
casis et terris doniiiicatis in Cingona et iiixta Huiiicn qui vocatur Urcea, et curte in 
Titiuano, curte et cella sanctae Mariae ([ui vocatur Laniuie cum suis [jertinentiis, curte 

10 in Cann)agnatic(i, cella et curte in Ciannarita cum suis vineis qui vocatur Popuae in 
Cornito, curte sanctae Mariae in Uaicriano cuin ipsis rebus de Cortitiano cum Omnibus 
adiacentiis et pertinentiis earum, cella sancti Sauini nee non et sancti Stephani et 
sanctae Restitutae in Terquino, seu etiam curte sancti Seueri super lacum cum ipsa 
corticella de Bisentio, cellam etiam sancti Miniati nee non et cellam sancti Salvatoris 

15 in valle Rilcana, curte sancti Fetri in Ceruaria cum corticella in Capago ' cum omnibus 
rebus et faniiliis ad eas iu intej.'rum pertinentibus vel respicieutibus. Deuique etiam eoncedimus ad 
predictum eoeuobium omnia decinia^ frea^ et iudieiaria et omnem conipositiuiiem et exibitioutni 
pu[b]lieam ex omuibus mauentibus predicti monasterii ob remcdiiini a[ni]marum nustrarum in usum 
peregrinorum ad portam monasterii clamantium. Precepimus etiam et statuimus, ut deinceps in futurum 

20 haec nostra confirmatio atque donatio a posteris nostris inconvulsa maneat et inlibata, et ut nullus 
dux marcliio comes vlcecomes aut ulla rvgni uostri magna parvaque persona in domos vel res 
predicti monasterii violentiam iuferat aut fauiulos (lagellare vel affgariare presumat nequc de predietis 
rebus ullam minorationem facere satagat, sed lieeat abbaten! sanetamque congregatiouem predietas 
cortes et eellas cum eorum iutegritatibus teuere, omnium inquietudine remota. Si quis hoc nostrum 

25 preceptum violare temptaverit, * * ' se conipositurum auri optimi liliras centum, medictatem kamere 
nostrae et medietatem sanctae cougregatioui predicti coeuobii. Quod ut verius credatur et diligentius 
observetur, manibus propriis corroborantes anuli uostri injiressione subter iussimus insiguiri. 

^ Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. § 

I Eberliardus cancellarius vice Uuilligisi arcliicapellani recognovi. | 

30 Data IUI. idus april. iudictione IUI, anno doininicae incarnationis MVI, anno 

vero doiuui Heinrici secundi regnantis V; actum Radesbonae. 

(B. D.) 



131. 

Heinrich schenkt dein Nonnenkloster Bergen die einstige Besitzung des Grafen 
35 Ernst zu Dollnstein. Begensburg 1007 April 15. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (Ä). 

Brusch Chronol. 97' dt. — Nagel Origines dorn. Boicae 255 rf 3 aus B. — Mon. 
Boica 28", 326 n" 212 aus Ä. — Böhme)- Reg. 989. — Stumpf Reg. 1443. 

Verfasst und geschrieben von ED. 

40 130. g) nris, ohne Abkürzungszeicheu, A h) am zweiten u corr. i) Capago corr. aus Cäplano 

k) vicecomes fehlt in der VU., steht aber in deren VU., dem I). Hugo's und Lothars vom 
5. October 937 l) sciat fehlt schon in der VU. vor se. 



!."»> KAlSKIUKKlNnKN. 

((".p ^ In notniiip sanctai' ot individuac lriiiit:itis ■'. lU-inrit'Us diviiui iavont«> clo- 
niontin n-x. Si lU'i-li'sias'' dei inauj^cniln i-xaltnvcriiiius. jiotoniac roinuinM-atioiiis 

oinniunientitni noitis iiul*- |iri>|'utuniin ^ iiriiii(|iia)n ilit'Hiliiiiiis. (.^)iia|)i'o|>tcr oiDiiiun) 
Ranotne iloi acelcsiao'' tidfliuin prosontimii si-ilii-i-t in- tuturoruin iiovorif industria, 
<)iialit('r Ulis taiii |)ro luistraf (|uaiii pi-ii dilci-tis>iniai' conii-ctalis nostrac ( "miifiuiida»' r 
vidflii'fi ri'jriiiuf aiiiiiiac rcnu-dio saiiclac Harififiisii-iisis acfclcsiai« snnirilxi.s siili saiicii 
Benodii'ti rojjida dcp-nliliiis (|iiiiddani imslri iui'is ini'dimn i.ilili r d'iiiantcs |irii|irii-- 
taiims in adi^incntum sli|ii'ndii>ruin, (|iialit<'r Kniitst i'unics visiis fst imsscdissc id i|»sum. 
Tollunstpin <licliiiii in |>ap( Snalciicldiui sittnn et in coniitatu Weriiiliarii eoniitis, riini 
oninibus ciusdcni prcdii adlu'n>ntil>ns et a|»|)ondifiis vididieet villis aivis at'ditit'iis lo 
mancipii« ntriusquo soxus torris t-ultis et inonltis (|naesitis vt-l inijiiiroiidis viis inviis 
exitihus et reditihus pratis pasouis eoni>nsc-nis sive a|iiuin pascuis silvis safjiiiis arpiis 
nxdendini.-- piseaeiimiltiis eet<'ns(iue nmnilMis cpiae rite iliei vel sciilii possimt (|iiii- 
qunliliet nuulii utilitatiltus et api»endieiis. l'reeipientes ii;itnr rejjfali .•uicinritate inbennis, 
ipiatiniis lienrdieti sem|ier nn'jjis nioderatrix sive alil>atissa tani presciis quam etiani i5 
prot'utura' liberani fleliine liabeat poti-stateni ante dietiini prediinn toneiidi possidiMidi 
colendi aeditieandi advneatuni .-.uperininendi seil <|uic'(juid silii liln-at iiiodis (iiiniilnis 
(a]d |u|suni sanetininnialimn in pi'elilil)ala'' Barjjensi aeeelesia deo nionaeliiee stu'vien- 
tiinn faciendi. Kt nt liaee nostrae traditinnis sive donationis maiestas staliilis et in- 
conviilsa pennaneat. liane eartani inde eonseriptani manu |ini))ria rDburantes si^illi so 
nostri inpressione insipiiri iussimus. 

I Signum dimini Heinriei (M.) rcjjis invii'tissinii. f, 

I Eberhardus eancellarius vice Uuilli;;isi areliieaiiellani reeog^novi. ^ iSI. 2.i 

1 >ata XVII. kal. mai. indietione V, annii duniinieae inearnationis MVII, aiiii" vero 
doniiü Ileinrifi seeundi rei^mintis V: actum Uadesbone; toliciter amen. ss 



i:j2. 

Jlehirirh fjist<i/i</t der hisvhößichcn Kirche zu Vii'ceUi avj' (jruiid von Ur- 
kunden Karls HI. lind (Jito's 111. vaineidlich mifgeßihrtc Besitzungen im 
Gebiet von Ivi-ea, Norara und Vercelli. Bi'fienshinq 1(H)7 . 

.Misihrifl dts 12. Jh. im CapilehniThir zu Vrrrrlll (li). no 

Frrrcro De rila s. Eu.telni H58 aii.i li. — Uiisaiio Di.scor.ti tiixlorinli oö(i Jify. aii.s B. — 
Provana Sludi crilici H81 ii" Hä^'* (iit.>i Ms. Trrronci. — Gahollo in Arrh. stör. Ilnlifino V, 
17, H'JO ««.v li als iiiurlit. — Stiiwjtf lieg. 1 1 1.'^. 

VfrfitKut i-oii Hitrliuf Leo von VcrreUi, vgl. K. Arrhir 22, 6U ff. Gnhotto's Bfdvniicii (jcgen dir 
Erlilhril sind iinlK'gründrt. — Zur Deutung der (hisnamen vgl. Cipidln in Alli drlln It. ;if, 
Araul. di Torino 2H, 672 /f. HHH f. und Dnrmsliidlrr Urirhsgul -Jo? . -J-JJ f. 227. 

In nomine Hancte <•! indivi(hie li-inilati>. Ilcni-ieu.'- di'i ^ratia rcx. NmIiuii 

«it oinnibuH, [quin]* cortom repam que dieitur Oreo et vallem Cjeui it onniia «ins 
pertinentia sanetn Kimebio donavimns in perpetuum seeundum preeeptum donnii K:tridi 
imperatoris tenqiore Liutuardi episcnpi emieesKum''. qimd bene eredidinnis et melius lo 

1X1. 'Hrewlmij a) ta Olirr der Xrilr nnrlii/rlrngen h. A ci .(, irohl xlall |>uatfiitui-u. 

ISS. [Kicucr-lJloclij a) frlttl in H; rri/iiml nach dem rorin'ei/mdrn (iehrnnrh Ia'h'k \i) danrnh 

Lfitit ron I rm in B; dnn Sinnt nur/, In-aurhl nichiK zu fehlen 



HK I\ Kl (11 II. 1007. 159 

feeiiuMs, (|ui,i i|isuiii iinvi|)iiiin iiianilms |)io|iriis tciiuiiniis, (iciilis vidinius'", dci f^ratia 
le<;imus; et jux'c-i'ptiiiii etiaiii Icüiiiiiis de valle Cleui a .scniore iiostro Ottoiic ini- 
peratitre saiicto Ktiscbio i'diict'ssmii. Dniiius et reddinuis sancto Kiiscljiu (•(n-tciii 
Koinaniamiiii in intcf^nim iuxta doinnii Kanili iiiipcratoris et Sestigniiiii, Px'doliuni, 
5 Clauazani, Podroriini, Cansado in iiitcgniiii, Moutcni Uictiiiii)li. Si quis de hh oniiiiiin 
Uerecllensem ecelesiaiii disvestierit vol nidlestaverit, millc libra.s auri coniponat, niedii;- 
tatein uobis et occlesie alteraiii, et ecclesia siia retiueat iiiiijerpetuuiii. QikkI ut erc- 
datur et conservetur, lioe jirri-rptmii iiianii imstra liniiaviiims et iiissiiinis sigülari. 

Sigmmi (Innni' lleiirici i.M.i^" regis invictissiiiii. 

10 Kluiliardus caiieellarius \ice' aiTliifanoellarii recognovit. 

Aiiiu) ddininiee iiieaniaticuiis M\1I, iiidietiniu^ V, anim dninii*-' Ilciirici regis V; 
actum Kadaspone. 

133. 

Heinnch vertauscht an die bisrhUßiche Kirche zu Passau seine Güter Ehrns- 
16 dorf und Albern gegen das Gut Treffen. 

See 1007 April 17. 

(>ri(iiii(ildij/Iom im k. Bcichsarchiv zu München (A). 

Hund Metrop. S((Iisb. 12ö Eeg. — Hormayr in Wiener Jahrbücher der Literatur 44'', 12 
n" 28 wohl aus D. — Mon. Boica 28", 327 n" 21H aus A = Ankershofen Handbuch der 
20 Gesch. Kärntens 2'', 8-5 n" 41 unrollsfändiy mit XV. id. mai. — Böhmer Rag. 991. — 

Stumpf lieg. U4ß. 

Vcrfasst und geschrieben coii ED. Zar Deutung des AusstelJnrtes vgl. N. Archiv 20, 175 f. 

(C.) § In nomine sanctae et individiiae trinitatis. Hcinriciis divina favente de- 
mentia rex. Si sanetae dei aecclesiae venerabilia augendo meliorare" s^tuduerimiLs 

25 li)ca, supernae | recompensationis acm(dumpnta nequaqnam diftidimus inde nobi.s 
pnifutvira. Quapropter omniuni sanetae dei aeeclesiao iidelium pre.sentium ae futnroruni 
iioverit indnstria, qualiter sanetae Patauiensis'' aecclesiae episcopus'' Cristianus niin- 
cupatns nostrain hiunillimae'' postiilando adiit clementiam, quo quedam nostrae pro- 
prietatis predia Erniistesdort' et Albarin dicta in pago" sita et in comita- 

30 tu" eomiti.'^ erga predium Treuina dictum sibi accclesiaeque suae eomnnitantes 

nostra auctorali traditione conlinnaremus. Cniiis precibus advueatique sui legitind 
Gumponis nnmine' ceterorunupic tam eliTienruni quam laicDrum sibi subtiturum'' ob- 
oedieutes nuper dieta jn-edia, prout iuste et Icgaliter potuinuis, ecclesiae Patauiensi in 
concand)iuui pn-dii Treuina voeati aeterna contirmatione proprietantes contirmavimus, 

iä cum Omnibus eorum adiaeentiis et utensilibus videlicet rebus mobilibus et inmobiiibuss 
quaesitis vel inquirendis areis aediticiis familiis urriusque sexus terris eidtis et incultis 

132. c) danach Lücke nm i" cm in li; auch liier bedarf der Text einet- Ert/äti:: nnf/ nicht d) B 
e) das M. steht in B zwischen Eberliardus und caucellarius f) unausgefültie Lücke in B. 
Da uir nicht wissen, ob das D. rou eineni Kanzt-eihcamten oder einem Privatschreiber mumliert 

40 ist, müssen wir auch dahingesteltt sein lassen, oh im Or. Uuilligisi stand, dem Copisten aber 

unleserlicli blieb, oder ob der Ingrossijst, mit rler Kanzleiorganijiation nicht (/enügend bekannt, 
den tarnen des Erzkanzters auslicss und nachzutragen vergass g) doiii B, rijl. Zeile 9. 

133. [Bresslauj a) über dem a Rasur 1)1 dtm zweiten a fehlt ein Strich c) dahinter scheint 
radiert zu sein d) A e) unausgefüllte Lücke für den Gau- und Grafennamen f) J^. A 

Ja g) inniobilibv A, mit einer elgenthümlicJitn, wohl das s einschliessemlen Form des letzten Zeichens 



UiO KAISKKlK'KrNDKN. 

cetcrisque oinnibus qu(^ dii-i vel ritp srribi possuiii utilitatihiis, oxci'jitis'' ii itincraiis'' 
Cristano ot Enffilhorto ' oiiriinK|iio n{jri»''. |iri'i|>iiMit<'s"' iijiliir. ut [nvlatus opi.st'<)|ms 
siiiquo siK'cossoros lilioniin di-liiiic lialx-ant |Mitcstat«-iii'' oadfiii prfilia tiMiondi possitltMitli 
vel quicquid sihi libeat «d usuin iimnaslfrii nuxlis ciniiiiltus indi' rariciidi. l".i ul liacc 
nostrao am'ti>rilati> papna sinbilis i-t iiicoiiviil.-a |ii'niiaii<'at , liaiii- fari.-tiii iiulc vou- h 
sori|)Uiiii niaiiu ])r(>|iria rolmraiilos sifjilli nuslri iiiiu-rssiinu' iiisi>^niri iiissiiiius. 

^ Sifjuiun dmiini IIoinrii-i (M.) vv^U invictissiini. ^ 

^ Eborbardus i-aiu-olbirins vic-o l'dillijrisi aivJiii'aiicllaiii rci-n^jniivi. ^ (SI. 2.) 

Dala XV.' kal. mai. indii'lionc V, aimo (b>iniiii<'ao iiuviniatiniiis M\l!. aniid vcn» 
domui Ileinrii'i socundi rcffiiantis \'; aclum Sc; tVlicitiT aiii'n. lo 

VM. 

Heinrich schenkt der Kirche zu liamhcrfi sein Gut Ilalhtadt und seine ge- 
sonviiten iibrifjen Besifziingen in der Clrnfschnft Adalberts im Rednifzqan, 

Bintihn-f} t(K)7 Miii Ii. 
Orightaldiploiii im k. Reirh.iairhiv zu München. is 

Unjlierijer Irhnographia Bnlienh. 1, 58 unvolhtlindu] am A. — ( Hei/lm-fie-r) LandeshoheU , 
prob. H° 3 (JIM .4 = SchuUea Hist. Schrifteti 2'26 n" 2 iinvnUslHnduj. — Schmdamnd 
Besrhrähunci lidnihrnjn 2. KU n" IT irohl ans A. — Mon. lioica 28", XU ii" 21.'> ans 
A. — Böhmer Reg. 992. — Stumpf Reg. 1U7. 

Auf einem von ED durch Eintragung des ChiHsmons, dann der h'iinifis- und Kanzler- so 
Unterschrift, endlich des Anfangs der Datierungszeile bis regnantis (ausschliexulich) her- 
gerirhtetrn Blangucl schrieb ein zweiter Schreiber, der auch bei der Volloidiniti von D. 135 
ttiiitig getccsen i-il , das Eingangxprolokoll , den Conte.rl, dessen Dictat ähnlich wie bei 
D. 122. 123 auf gemein.iamer Arbeit des EC und ED beruht, uud den Schlu.<is der 
Datierung. Die Schrift die.<ic.s Gehilfen erinnert in einiger Hinsicht an die Schreib- s5 
gewohiihrilen des Ba. III, doch nicht in solchem Grade, da.is irir ihn mit Sicherheil mit 
diesem Mann identificicren dürften. — Das Tagesdalum ist vielleiclil ganz zuletzt von ED 
nachgetragen worden. 

(C.) ^ In nomine sanetae et individuae trinitatis. Ileinrieiis divina t'axciitc clo- 
nientia rex. Si aeelesias dei alieiiius rei (bino iirovclicrc vel ditare stiidiici-iniiis, ^ m 

id nobix j)rofutuniin ense niininie dtiltitainus. Qnapropter iinniiuni sanctue dv'i acciosiae 
fidclium |)rae»ontiuni scilicet atque fiitiironiiii noverit inchistria, ijiialiter nos tani pro 
noBtrae quam j^enitoris nostri ceteronimque ]>arcntiun nostronini aniinai' rcmcdin 
qnoddam praediiim Halstat dictum in eomitatu Aib-Ibcrti coiuiti.s et in ]>aj;ii I{alcn/,- 
gouiie* di<-to situni, additis insupcr i't adiuiictis nostri iuris universis prac(liis cpit;- 35 
cumque vel ub|icum|que in eodem pago vel nuper dieto eomitatu lialiianliir, cimi 
cnmm jjertinentiis et adlierentiis quesitis vel iiiquireiulis saiictai- liabenlierj^rnsi aelcsiar'' 
in boiiore sanetae dei genitrieis virginis Mariac^ sancti(|U(,' l'eiri apostoioruni priiieipis 
coni»tnietao ac dedicatae hac nowtrae auetoritatiH jjraeeeptali pagina larginiur at<|uc 
COnccdiliiUH et de nostn» iur«' in eins ius ae dominiuin transfundimus, videlicet vieis lo 

153. Ii| cxccpti« — uiiri». uohrgchritiliili nin i/leichrr lltinil, illifr ihr '/.tili- narhiiflmiim i) rt 
ligirrt in rinrr ilmi «t urlir i'Ihnlichm Form, mo iUikm ilir l^fKiiiiri ureifrlhnft 1.1I kl iilirr und 
unirr dcliini' lial>"iiti( p'iti'iituti'iii Aluhurh iiirhrrrrr liuihitiihni, ilic tinrm inif ilrm firijaiiient 
ijel'i/trn ISIatIf entutamtnni, i/rhufu Scbrifl uinh nirhf tri» hm irnr ]) W nnrhi/clriii/en. 

154. (Brenlnul ■) go auf Itn^ur li) A Vi 



HEINRICH II. 1007. 161 

villis f;imiliis utriusque sexus areis aedificiis ccnsualiljus \iiHis vimtis silvis silv.aticis 
aquis aquarumque docursibus niolis molendinis piscationibus viis inviis cxitibus et 
reditibus rebus niobilibus et iminobilibus terris cultis ot incultis pratis pascuis eon- 
pascuis ac ceteris qiiae rite dk-i vel scribi possunt qiioquolibet modo iitilitatibus, eo 
5 videlicet doiiaiitis'^ tonore, iit praedicta aeelesia eiiisquc rcctores sive provisores, oni- 
nium c'ontradiftiono rcniota, habeant toneant iirmitorque possidcant. Et iit haoc nostrae 
traditionis auctoritas stabilis ot iiiconvulsa peruianuat, lianc cartam inde cünscriptain 
manu propria roborantes sigilli nostri impressione insigniri iiissinms. 

I Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. | 

10 I Eberhardus cancellarius vice Uuilligisi arcbicapellani recognovi. | (SI. 2.) 

Data II. non. mai.'' iiidictione V, anno dominicae incarnationis MVII, ainio vcn-o 
donini Heinrici II. regnantis V; actum Babenberg; feliciter amen. 



135. 

Heinrich schenkt der Kirche zu Bamberg seine gesammten Besitzungen in der 
,5 Grafschaft Dietmars im Gau Volkfeld. Bamberg 1007 Mai 6. 

Originaldqüom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Rechtsgegrändete Prüffung, Beiß. 241 n" 1S3 aus A. — Heyberger Ichnographia Bahenb. 
1, 58 unvollständig aus A. ■ — (Heyberger) Landeshoheit, prob. n° 2 aus A = Usser- 
mann Ep. Banib., prob. 7 n° 5. — Mon. Boica 28", 329 n° 214 aus A. — Böhmer 
20 Reg. 993. — Stumpf Reg. 1448. 

Mit Benutzung von D. 134, dessen Text er durch einige ihm geläufige Ausdrücke veränderte 
und enceiterte, hat ED die erste Zeile und den Context bis firmiterque (S. 162 Z. 6) 
mundiert. Dann hat der auch bei D. 134 betheiligte Hilfsschreiber den Vontext vollendet. 
Signumzeile und Recognition rühren wiederum von ED her, die Datierung aber von dem 

äö Zweiten Schreiber. Nach diesem Schriftbefund ist wohl anzunehmen, dass, ähnlich wie 

bei D. 134, ED zunächst ein Blanquet durch Eintragung der Königs- und Kanzlerunter- 
schrift hergerichtet und dann die Ausfüllung desselben begonnen, die Fertigstellung aber 
seinem Gehilfen überlassen hat. Wie dort ist auch hier schliesslich vielleicht das Tages- 
datum für sich nachgetragen worden. — Von Udalrich von Bamberg zum Formular zu- 

30 sammengezogen und so in seilte Sammlung aufgenommen. 

(C.) ^ In nomine sanetae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Si aecciesias dei restaure^ vel alicuius rei dono g ditare studuerimus, aetemae 

recompensationis aemolumentum nobis inde piofuturum * mimme diffidimus. Quapiopter'' 

onmium sanetae dei aecclesiae fidelium presentium scilicet ac futurorum noverit industria, qualiter 
35 nos tarn pro nostrae quam pro genitoris nostri animae remedio eeterorumque parentum nostrorum 
aeternali tripudio «niversum nostri iuris predium, (j u o cumque locorum iu eomitatu Dietmari'^ 
coniitis et in pag-o \ olcielt" dicto habeatnr situra, sanetae B.abeul)ergensi "^ aecclesiae in honore 
sanetae dei g-enitricis * Mariae sancto r um que apostolorum principis beati Petri constructae sive 
dedicatae hac nostrae auctoritatis preceptali pagiua proprictantes largimur * concedimus ac de 
40 nostro iure in eins perpetuum ius ac dominium donamU.S ^ atque transfundimus, cum omnibuS 

134. c) A sfnff donantes d) II. iin mai. oder nur II. iin melleicht nachgetragen. 

135. [Bresslau] a) A b) propter o auf Basur c) G-rafen- und Gauname wahrscheinlich in 
dafür gelassene Lücken nachgetragen d) Ba auf Rasur e) auf Rasur 

Kaiserurkunden IU. 21 



lt;2 KAisKKi i;k r Mn; N. 

eilisdoni lirodü iiertinciilii» sivo nilluTPiitiin Vcl lltensililius viiU'lioi't vicis villi« fainiliis iitriusquo 
«rxiis • rfbiiK nuibililMis et iiiinobililiiiH i]Uf8itis vol iiii|iiiroiKlis vün iiiviis cxitilois et rcditlliiis terriN 
cnitiii et inriiltis prnti» piisriiis 81V(> coiiimgriii« tii|iii8 ni|iiiiriiini|iK' tlocursiliiiH |ii.scntioiiil>ii8 inolis 
molondini« «iivi» snfjiuis venationiblis «c cotori« oinnjblis <|iiiii" • dici vcl siTÜii <|iioquolibot modo' 
liuuiint iilililatibii.i, eo • donnntPK foiiorp, iit Jircfat« ncecU-Hia oiiisquo rcotore» nivo provisorcs idcni 6 
prodium, oniniinn» contradictione romota, )inlicniit tciicant liriiiiloiqno possidoant. Kt ut liapo iiostrae 
trnditiuiiis aiirturitns stabilis et incuiiviiUa piTiiiniirnt, haue i-nrinin iiido cuiiscriplani ninuu propriii 
roboraiilpii siplli nosiri improsaiono iiixipniri iiinNiniiiH. 

I Sij^miin dciiinii Hciiirici ^M.1 rcgis invictissinii. ^ 

^ Ebfiliiirdiis fiiiK-i'llarius vice Uuillifri'^i artliitapcllani reeofjiKivi. ^ (SI. 2.) lo 

Data II. non. inai.'' indirtioiu' \', aiiii" (li>iniiiu-ao iiu'aniatiiinis M\ii. .-miKi vcro 
doinni Heiurici II. rej^iiaiitis V; actum iiabcnbiTg; tVlicitiT aniiMi. 



lao. 

Heinrich schenkt der bisch'nßirheti Kirche zu Freising sein Gut Katsch. 

Bamberg 1007 Mai 10. i6 

FieixiiKjcr Cojiialbiirli aus der Mitte des 12. Jh. f. 4' im k. Reich.iarchiv zu München 
(B). — LUht ruher au.<< dem Anfang des 14. .Jh. f. 8'^' ebenda (C). 

HundGewold Melrop. Sali.ib. ed. Mon. 1. 141 aus D — Lünig RA. IT", 222 n" 19,= 
Hund Geirold Metrop. Sati.sb. ed. Rat. 1,96. — Meichelbeck Hisi. Frising. 1", 206 aus 
CD = Re.trh Aetas millen. 6H n" 31 = Eichhorn in (Hormaijr) Archiv 11, 241 n" .'iH »o 
unvollständig. — Mon. Boica 31", 280 n" 143 aus BD. — Zahn CD. Au.itroFri.fing. 
1, 56 n' 55 aus BCD. — Zahn Steiermark. ÜB. 1, 42 n' 35 aus BCD. — Böhmer 
Reg. 994. — Stumpf Reg. 1449. 

Wahrend das Eschalokoll und die Corroborationsformel durchaus den Gewohnheiten des 
ED entsprechen, scheint der übrige Vontext (vgl. zu DO. III. 232) in ähnlicher Weise 26 
wie D. 32 aus.^erhalb der Kamlei verfa.i.it zu sein. 

(C.) In nomino sancto et individue trinitntis. Heinriciis divina favonte" cle- 
mentin rex. Nfivcriiit omncs Christi noKtriqiie fidoles tani'' futuri (|iiaiii |)resentes'', 
f|ualif(T nfiK ]irf> nustn; s<-iiionsf|Up nostri Ott<niis iin]>craf<iris aiiiiiic ci>iisidrntia iiarcn- 
tinnve n«istr<)rmn l'clici memoria et j)er interventum dilecte coniugis nostri,^ ('uniguiidc^" 30 
regin^''' I'artlienopolitaniqiie '' archiepiscopi ' Taginini" dicti ac pro indulgentia bon9 
memori§ Abrahi,- episeojji, in euiu» laribus eis qu<; sanct«,^ Marie .sanetique Corbiniani 
erant bnnis pleniter'' ut<'ntcs patenio leniniine benigne nutriobaniur, ac ])ro i-equie jiii 
jirehulin fiotescalcbi ' iam defuncti, et (juia'' nostrum tidclcni i'",igilbcrtiini ' anlistitcin'" 
de jir'ipria quat<i cnmera ad tale dispendium superanduni vix nostr^ assiduitati sub- 36 
traxiiiiiis, (|iHiddam lui.-lri iuri«" jtn'diiim Chatsa vulgo noniiiiatiim in proviiicia 
Knrinthia sitiini cum i'amiiii« utriusque sexus curtiferis" «jdiHciis tenis cultis et incultis 
qncfitif* et inquirendis rebus mobiiibus et inmobilibus viis'' inviis exitibus et'' 

IK. fi dahinter ein n<irhmali<jtj) dici vel »crilii nuMi/ejilricJini g) o auf Itanur \\) II. iion. mai. 

ritHtirht nachifrlrnt/rn. 40 

IM. [Brewlau] aj favrniv fttvciite II 1»; tum — prcscntcs fehlt in II c) Chniiiffiiiiilo (' 

d) frtiU in (.' e) l'arU-nolfipniiique C f) arehiepi U g) Tagenini C h) piiriter II 

i) Cotejcalci C k) aUjup Ktnll et quia C I) C; Eis^ilbertum H, abei- mit ^iachlriiiiiiny 

tintM Stricht* ztrijK-hm K und g m) antistem 11 ni iuri» nostri C o) cortiferi» B, 

rgl. l>. 131 p; vii« et iiiv, Jj, rgl. Ü. IHl 46 



HEINRICH Tl. 1007. 163 

reditibus aquis a(iu;iruinve'' decursibus molcndinis piscationibus silvis vciiationibus 
sagiiiis'' zidalwciilis alpibu.s vallibiis paludibus (uniiilmsqiif cidcni prt^dio iuste vel 
legaliter [jertiii(iitil)U.s ad ccclcsiani saiicte'' Marie matris domiiii fiiiscjue saiicti con- 
fessoris Corbiniain in iiropriiim donaviinus, cd naiiii|U(! tnnore iit iam dictus Eigilbertus' 

5 Frisingensis opiscupiis suiqiie successores absque contradictione (ininiuni nostro doniinio 
subditonim liberaui exiude habeant potestatem tenendi ])ossidendi coinmutandi vel 
quicqiiid in usuni (^ccle.si^ libuerit faciendi, precipientes igitur, iit nullus dux aliquisve 
comes iugiuii aut aliquam districtionem servis libertisque in eodeni predio habitantibus 
iiiponere ins habeat, sed advoeatus eideni corti" ab episcopo iiqujsitus, quieqiiid in 

10 eadeni enrte rcgendnm eniendaniUinive sit, iuxta leges ac instituta luaiurum jjotestativc 
difiniat. Et ut hec iiostrc; traditionis auctoritas stabili.s et inconvulsa pennaneat, hanc 
nostri precepti paginani'' indo'' conscriptani manu pnipria roborantes sigilli nostri 
inpre.ssione insigniri^' iussimus. 

Signum" domni Heinrici (M.)"^ regis invictissimi. 

15 Eberbardus canceHarius vice Willigisi archicapellani recognovi."' 

Data>' VI. idus mai. indictione V, anno dominice incarnationis MVII, anno vero 
dnmui'^ llt'ini'ici secundi regnantis^ V; actum Babenberg'' feliciter amen. 



137. 

Heinrich schenkt der biscliüßiclien Kirche zu Freising seine Güter Wülz und 



«0 



Lind. Bamberg 1007 Mai 10. 

Originaläiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). — Abschrift aus dem Ende des 
12. Jh. auf einem zwischen f. 29 und 30 des älteren Freisinger Copialbuchs eingehefteten 
Blatt ebenda (B). 

Hund Metrop. Salisb. 41 Heg. — Meichelbeck Hist. Frising. 1", 206 aus Ä = Resch 
iö Aetas niillen. 62 n" 30 = Eichhorn in (Hormayr) Archiv 11, 241 n° 32 unvollständig. — 

Mon. Boica 28", 332 n" 216 aus AB (a). — Zahn CD. Austro- Frising. 1,55 n" 54 
aus ABa. — Zahn Steiermark. ÜB. 1, 43 n" 36 aus ABC. — Böhmer Reg. 995. — 
Stmnpf Reg. 14.50. 

Mit Be)iutzung von D. 136 verfasst vnd geschrieben von ED. 

so (C.) I In nomine sanctae et indi^äduae trinitatis. Heinricus divina favente de- 

mentia rex. Omnibus sanctae dei ecclesiae fidelibus presentibus et | futuris notum 

fieri vohimus, qualiter nos tam pro nostrae * remedio animae quam pro dilectissima e COn- 

tectalis nostrae Ciinig-mide videlict't reg-inae peticione nec non et familiarissimi nobis 

Eberbardi canceHarii pia interventione, insuper amabilli[mij-^ nostri Egilberti [e]piscop[ij 

36 assid[u]a obsequ[iali]'' admonitioue quedam nostri iuris predia Uueliza et Linta vocitata 

in provincia Karinthia et in Co[mitatu Adejlbei'Onis'^ Sita [elum tamilüs iitriusque sexus et 
cum ourtiferis areis aedificiis terris cultis et incultis viis inviis exitibus vel reditibus quaesi[tis 

136. q) aquarumque B, vgl. D. 137 r) saginis venacionibus C s) fehlt in B t) Egilbertus B 
uj com B V) consignari C w) Königs- und Kunzlerunterschrift fehlen in C x) das 

-40 M. steht in B am Ramie y) datum C z) dni C a) regn B; regno C b) Babenberch C. 

137. [Bresslau] a) diese und die folgenden z. T. durch Schriflresie ge.sicl>erteu Ergänzungen nach B 
b) B; in A ist der Schluss des Vorfes von neuerer Hand zu obsequendi ergänzt, doch sind 
unter der neueren Schrift die Buchstaben ali noch theilweise zu erkennen c) Lücke nach B 
ergänzt; die Schriftreste in Ä lassen jedoch vielleicht eher auf Adalberouis schliessen 

21* 



164 K AISi: KIKKL'NDKN. 

PI in]quir<<iidU ifliu« niobilibil« seil imiiiohililni«'' n<iui» OnniinVC doi-ursilms Iliolis inoloiiilinis jiis- 
ralioiiibiia »ilviii «apiiiii vr-nntioiiibils ajium ])asiniis pnliiilibus" iilpibii« vnllibiis" plilllil-icbus 

• •miiibiis • r»'l)US iintp vol li'pilitor U(l ciindom Ciirtim respiciontibus ml occlcsinm snnctno (lei 
grnitriris Miirtiqiio Corbininni t'liristi conroHsoris. omniiini roiitriulictioiie niimtil, liac nostrae 
HuetoritntiH jn-cccptali j)aj:;iiia >{<>iiii n i « s jn-oprii-taviimis, oo scilicct tfunrc ut iirrlibatus ' 6 

• p|iiiir«|>ii» 9ilii|iH' »iioroMorc« liberniii llcllilU" IwibranI imlrütntciii CatU'lU ailtC il'u'ta [ilcdia 
trn«iicniliK |mmi<l<>iiili comnuitiimli v<>l iniii(|iiia sibi libviit modis ((iniliblis iiulc fiiiiiiidi. Kl ut 
hure moirno'' tritiliciiini« «uctori»<us RtnbilU et iiiconviilsa |iornmiiPiit. Imiic oartaill » iiiuiiii iiropiiH 
roboraiiU'ii «ifrilli iinstri iiiprcimioiic in!<i|]r>>><'i iussiiniis. 

I Signum ilonini Ibinrici (M.) regis iiivicfissimi. ^ lo 

^ Eborliardiis fnncelhirius vice Uuilligisi anliicaixlbuii rccogiiovi. | (SI. D.) 

Data VI. iil. iiiai. iiulictiimo v. aiiin) (btiiiinicac incarnatioiiis M\ii, amio vero 
doinni Hcinrici sociindi rt-giiaiilis V; actiiin Babcnberc; feliiitcr aimii. 



138. 

Heinrich schenkt dem Grafen Ascivin sein d'ut Erinrj. 15 

liiimherfi UM)7 Mai J:i. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Hn/Itergif Ichniigrit/ihia Bnhcnh. 1. rifl iinvf)Usfihi(lig aus A mit idus maii = Schollincr 
in Xcite hist. Abhaiidl. der Imi/r. Akademie -i (17^2), 116. — Oeslerrrirhcr in Gcii/fHete 
Archire V, 374 n' 1 aus A. — Mon. Boica 28", 334 n" 217 aus A. — Böhmer Reg. ko 
996'. — Stumpf Reg. II öl. 

Verfa.'ist und ge.<irhriehen von ED. Die Urkunde stamtnt aus dem Bambergischen Arrhir. 

(C.) ^ In nomine sanctae et individuac trinitalis. Ilrinricus diviiia tavi-ntc de- 
mentia rcx. Oninibns sanetae dei ccclfsiac fiddibus presentibus scilicct <■! t'iituris ^ 
nntiini ficri volumus, (|ualiter nos intcrvcntu dilcctissiniae contcctalis nostrae ( "uniguiidae tb 
videlicet rcginae <{ii<iddam nostri iuris ])rediuni Eringa dictum in pago Rötgouue et in 
comitiitu Geroldi comitis situni cum ouuiibus eins j)ertinentiis et utensilibus, videlicet 
rebus niobilibus et inmobilibus quesitis vel imiuircndis ecdesiis deciniis faniiliis utrius(|iie 
sexus cortifcris aediliciis arcis terris cuitis et incultis viis inviis cxitiljus vd rciliiibus 
pa«cuiK com]ia8CUt8 pratis silvis saginis vcnationiijus incisuris acpiis caruiiivc (b'cursibus ao 
molis niolendinis piscatinniljus ac cum ci-tcris rebus onniibiis, (piac rite dici vd scribi 
possunt, Ascuuino comiti nD.stnKjuc fideli iiac nostrae auctoritatis prcceptali pagina, 
prout fimiissinie potuinuis*, in eius ius affpie dominium donantes pro|)rietavimus, eo 
videlicet tenore ut prefatus conies Ascuniiius iiberam deliinc liabcat potestatcm idem 
predium tenendi possidendi conmiutandi dnnaiidi seu (piicquid sibi libeat nuxlis f)m- 34 
nibus inde taciendi. Et ut liaec nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconvulsa 
pcrninneiit, linnc cartam indc conBcri|itam manu j>ropria ndinrantes sigilli nostri in- 
prcHHionc insigniri iussimus. 

1S7« d) H; utui »n Jrt:t rnn nrurrrr Unnti narhijamjnt auch in A; iirspn'lniflirh mihi inmobilibus, 

trit KI) :umriiä urhrrilit e) pnludiliiiH — vallibus in Ä nur rnn neuerer llnnil, ohne. 40 

norh trlcennhorr Spurm aller Sfhrift ; dir. I^mmg int durch li ijtJ<irhtrt fi am a f'orreclur 

g) A h) Dpae auf tiasur. 

IV*. ißreialaa] •) t loforl eorr. aiu • 



HEINRICH II. 10(17. 165 

I Signum (Iniiini Hiimici (M.) regis invictissimi. | 

§ Ebcrliardus faiurllarius vice Uuilligisi arciiicapellani recognovi. § (SI. 2.) 

Datii III. iil. iiiai. imlirtimic V, aniKi dominicac incarnationis >IV1I, anno vcro 
(lonuii Hcinrici seeundi regnantis V*"; actum Pialx'nberg; fclicitcr amon. 



139. 

Heinrich bestätigt de)' erzbischößichen Kirche zu Mainz ihre Besitzungen und 
Rechte. Mainz 1007 Mai 27. 

Forwidarhiirli WlnJrichif von Bamberg in cod. 398 f. 46' au.i der Mitte des 12. Jh. in der 
k. /;. HoflnhJidthek zu Wien (V) und in cod. 283 f. 74 aus dem 12. Jh. in der Bibliothek 
10 des Klosters Zwettl (Z). — Auszug ex vetusta copia archivali unter den Papieren 

Schuniks in der Stadtbibliothek zu Mainz (S). 

Eccard Corp. hisf. 2, 109 n" 120 aus V. — Jnffu Bibliotheca 5, 25 n" 6 aus VZ. — 
Stumpf Reg. 14-52. 

Mit Benutzung von DO. IL 9-5 (cgi. Böhmer Willigis von Mainz 122 N. 5) verfasst 

15 und wahrscheinlich auch geschrieben von einem Cleriker des Erzbischofs Willigis von Mainz, 

der in der Ausgabe der DD. 0. III. mit der Chiffre HH bezeichnet ist. — Aus dem 

dürftigen Auszug S, dessen icörtUrhe Treue dahin-^teht, haben wir nur eine Lesart des 

Contextes und diejenigen des Eschatokolls verzeichnet. — Die Datierung, die wir aus 

VZ entnehmen, entspricht der dem HH sonst gewöhnlichen Formulierung nicht. Wenn 

äo man statt anno V. Heinrici glor. regis, VI. kal. iunii lesen ivollte anno vero Heinrici 

glor. regis VI, kal. iiiuii, würde die Urkunde zum 1. Juni 1007 einzureihen sein. Da 

der König nach D. 140 noch nm 4. Juni in Mainz war, würde das an sich möglich sein, 

und auch die Anticipierumj des ann. regni um wenige Tage ivürde bei einem nicht der 

Kanzlei angehörigen Schreibe)- nicht auffallen. Aber HH pflegt an dieser Stelle nicht 

25 anno vero, sondern anno autem zu sagen, so dass uns die Emendation, zumal leicht die 

ursprüngliche Form der Datierungszeile im Cod. üdalrici verändert sein kann und auch 

S anno qninto regni bietet, nicht räfhlich erscheint. 

In nomine sanctg et individuo trinitatis. Hcinricus divina fovente dementia 
rex. Cum regit; dignitatis hoc ins velut jjri^rogativa meritorum constet eeelesiarum 

30 dei* commodis pr§ Omnibus rebus officiosius inservire earumque rectoribu.s, prout 
opus fuerit, ipsarum causa stabiliendarum subvenire, inde etiam nos secundum con- 
sultum et consensum nostrorum fideliuni animum nostrum eodem inducendo formare 
nutu divino cooperante disponinms ac 2'i'vclecessores nostros equiparare hac in re 
inaxime satagimus. Unde tideHi)us nostris quibusque per hanc cartulam pateat, rogatu 

35 et interventu Willigisi"' * archiepiscoiii erga nostram fidelitatem pro Omnibus tidcliter ex- 
tantis oinnia re g- u m et Imperator um ecclesic sue archiepiscopali MogUütine data tradita 

et concessa nos more regio iterum ruljorando dedisse et ürmissiine concessisse: monastcria 

abbatias tarn eanouicas quam monacliicas atque alias sitas ubicunque ecciesias CUm earum 
Utilitatibus, monetas Cum theloneis integre, villas etiam in quacunque regione sitas eidem 
JO metropolitan^ sedi appertinentes, colonos libcros ac servOS eiusdem putestatis quacunque ter- 
rarum parte habitantes, cum omnilms rebus ac possessionibus illuc iure legaliterque respicien- 
tibus. Ad hec antecessorum nostrorum pie concessa contirmando iubemus, quatinus 

138. b) V rielleicht nriclii/et raffen. 

139. [Taugl-Hammerl-Velke] a) fehlt in V b) SZ ; N. V 



166 K \isri;r k-ktnukn. 

uulliM iuilci eoines iidvocatus vtl aliiis «j u i lihet iiuliriarir poti'stntis sine licentia 
archifiiisco|ii ^kiogtintini seu suoniiii aliciiiiKs occlesias jiarnii'liias ci-llulas ««jms slvc 
reliquas imssossioiios iiivadcre pr^suniat vpI suis ouiuslihi't ])orsoiu; fainiliis nliiiuiiin ininri- 
aruni niulcslUni inferro • niidvnt. Si quid autlMU in iHis ab alicpin cxigatur, cornm archi- 
opiscojio vol «ilvoonto suo aut aliis ininistcrialil)us, jinnit res l'ucrit. im-ipiatur et 5 
dcteniiinando iiro-jri'ditMidi) a<l fiiu-ni usquc pcrorctiir. Iiisii|H'r in umnilius alis qui>- 
libot cidcin sodi arcliiejiiseoiiali iain attributis vi'i adlnu' tribuiMidis onninitatis ins 
archiejiisc'njms (jui ]>r(;sit vA qni))ns ijiso conci'ssL'rit ]>iit('stativo liabcant et |>(issidt'ant, 
et sui, euiuseunque eondic-ionis sint. eansas sinis aiionis andicndas non di'nt, tVcda 
scu tliclonca non sine suo advocati» ab aiicjno exigantiir aut nmnsioius aut ali(|ui; m 
rc'dibitioiies illicity roqniiantur. Et ut tuicio illins eininiitatis tradieionis vil jioiiiis 

rcnovntionis « iic itornt^' onnliriniiliimis auctoi'ltas rata lirinii stabil i 8 qiic » iierpeliiii maneat iii' 

diligoutpr ohscrvata in ])iisteruni constet, iioe ])r9C'e])tnm iussu nostro seeunduni con- 
snltuui (juorundain prinifiruin nostnuMini anctoritativo eonsciiiituni iiusn-<>(|iic sigillo 
«i^atum iiiaini • iiostra subliis hrniatuni * roboravinius. 15 

Eborbardus'" cancellarins ad vicoiu Wiiligisi arcbicanccilarii'' sipjnavit'". 

Data' anno doniiniet," incarnationis MVII, indietione V, anno V. lleinrici giorio- 
»issiuii regi», VI. kal. iunii; actum est autein Mogunti(,^; feliciter amen/ 



140. 

Heinrich verleiht dem Nonnenklostei' zu Thom Marld- und Zollrecht sowie »o 
die Gerichtsbarkeit daselbst und bestätigt ihm drei von dem Bischof Notker 
von Lattich gesclienkte Kirchen. Mainz I(X>7 Juni 4. 

Originaldijilom im k. Reichxarrhiv zu Maasiricht (A). 

}fiiarus Don. Belg. 381 ans Abschrift ^ Miraeiis Xot. eccl. Belg. J-lO itnrollslnndiij, = 
Kuipi>cnbefgh Hi-sl. eccl. ditralus Oeldriae (Bni.rdlis 1719) 67, = Miraeus ■ Foppcns 85 
Op. 1, 507 mit XI. nonas iunii (a) = (Wolters) Not. hi.it. sur Tliorn 87 n" 6, = 
Migne Pnirol. NO, 1*7.') n' 38, = Sloet OB. van Gebe 1, 133 n" 134 mit Verbciseruncien 
ans b. — Liinig R.A. 18'', 354 «» 3 aus Abschrift (b). — Bondam Ch. B. van Gelder- 
land 1, 91 h° 6-5 au.<t ab. — Habeis De Archieven van Thom 7 n" 4 aus A. — Böhmer 
Reg. 998. — Stumpf Rtg. 1453. m 

Auf einem von ED hergerichteten Blanquet, auf welches dieser Anfangs- und Schlu.ts- 
protokoll (doch vgl. tregen der Datierung Kote k) eingetragen halle, aus.'icrhalb der Kanzlei, 
irahrsrheintith von einem Cleriker Notkers von Liittirh, gcsrhrieben. Da.s Cinirejit hat BA, 
tcohl mit Benutzung von 1). ll-'i, verfa-sst, denn nur von ihm können die in D. It-'i fehlen- 
den Worte more anteroHsoruni nostrorum (vgl. D. JIM», lirj) herrühren: die S. ,\nhiv 'M, .i5 
105 X. 4 geäusserte Yermuthung, da.ss sie in dem Original von D. 115 gestanden haben 
und nur durch ein Versehen in unserer Ueberlieferung desselben au.igefalleti .lind, lässt sich 
nicht mehr aufrecht erhaltni, da dieselben Worte auch in dem neuerdings zu Tage gekommenen 
D. von 1018 für Florennes fehlen, urlehe.i gleichfalls auf D. 115 zurückgeht und in der 
('orrolmrnlio ir^irllirh damit ülfcreinstimmt. 'o 

18tt. </ ">' i.tfiiniifin ifi nur in S fl/irrlifferl fl) daliinter rpiris .S, ijetcim nur Zusal: Schunrk-g 
e) .•», »rfihl mn Srhiinik rini/mrl:! ; ilrr Srhreihrf /ifnirziii/t minul il(iK KrrminUiimKrerbum vow- 
iM-ri j*» t ) i} In ,S lauM ilie Datierung: clutiiiii Moi^uiiliue VI. kak-iid. iunii anno doiiiini 10((7, 
aiiiio (fuinto rcgni. 



HEINKICII ir. 1007. 167 

(C.) ^ In iiinnine sanctac et individuac trinitatis. Ileinricus divina favcntf; de- 
mentia rcx. Nobis profuturum et ad vitam presemtem" transiendam'' et ad fii- 
turam p feliciter'^ obtinendani '' crediiims et sciimis, si socunduin fidelimu nostroruin 
iustas jjetitiones aecclesiasticas iacndtatcs" et aumeiitaveriiims" et auinentatas" renalis 

5 pr§cepti inuniinine tuendas esse firmaverimus. Qiiapropter notuni*^ esse voluniiis om- 
iiibus iiostris fidolibus tarn fiituris quam presentibus, cpiod per intcrcessioncm venera- 
bilis viri Notkeri Tungrensis seil Leodicensis aecelesi^ episcopi Tornensi raonasterio 
eiusdem episcopi episcopatui subiecto mercatum eiusdem loci teloneum*' et districtum 
comccssimiis ". Insuper aecclesias de Britte'' et Ilamcritte et Auesaze, quas isdem* 

10 episcopiis in ampliticationera falcultatis "• aecclesiastic^ et exaggerationem reraune- 
rationis supern^ eidem monasterio concessit, per interventum eiusdem venorabilis 
episcopi ad pertinentiam dicti monasterii auctoritate iiostri consensus assignavimiis '. 
Hiiiiis precepti aiictoritatem, ut in nomine ipsitis, qui nobis procipiendi concessit pote- 
statem, ploniorem obtineat vigorem et a fldelibns sanete dei ecclcsi«; ac nostris dili- 

15 gentius conservetiir , more antecessorum nostroruin et manu propria firmavimus et 
sigUli nostri inpressione signari iussimus. 

^ Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. ^ 

I Eberhardus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovi. ^ (ST. 2.) 

Data'' II. non. iiin. indictione V, anno dominicae incamationis MVII, anno vcro 
20 domni Heinrici secundi regnantis V; actum Mogontiae; feliciter g amen.'' § 



141. 

Heinrich urkundet für das Marienstift zu Aachen. 



Aachen 1007 Juli 8. 



Liher privil. S. Mariae Äquensis aus dem Ende des 12. Jh. f. 16' in der k. Bibliothek 
25 zu Berlin (A). — Copialbuch aus der ersten Hälfte des 13. Jh. f. 7 im Stadtarchiv zu 

Aachen (B). 

Ritz in Ledehur Archiv 10, 74 n" 13 aus A. — Quix CD. Aquens. 1, 15 n" 22 aus 
B. — Stumpf Reg. 1454. 

Corroborationsformel, Signumzeile (vgl. D. 102) und Datierung stammen von BA und 

30 beiveisen, dass eine echte Urkunde Heinrichs für das Marienstift der unsrigen zu G-runde 

liegt. Aus dieser muss auch die einem DO. III. vom J. 1000 entlehnte Devotionsformel 

übernommen sein; gerade bei BA, der schon unter Otto III. für die Kanzlei thätig tvar^ 

ist eine .wiche Entlehnung leicht begreiflich. Der Context ausser der Corroboratio ist 

iceder formell noch, inhaltlich haltbar. Der zweite Theil von Venerunt etiam ad me an, 

35 der auf Grund einer Privaturkande gefälscht sein mag, zeigt sachlich und formell nahe 

Verivandtschaft mit der Fälschung Stumpf Reg. 1431. Der eiste Theil entbehrt jeder echten 

Gnindlage; dass das Marienstift auf seiner Besitzung in Traben jemals Zollrechte besessen 

hätte, ergiebt sich aus keiner uns bekannten Urkunde; nach gütigen Mittheilungen der 

Herren Stadtarchivar Dr. Hansen in Köln und Stiftsarchivar Viehoff in Aachen bieten 

w auch die späteren Urbarien, Register und Rechnungen des Stifts keinerlei Anhaltspunkt 

140. [Foltz-Bresslau] a) A b) nach transi ein Buchstabe mit Oberlänge, melleicht d, ausradiert; 

am corr. aus um c) ci über der Zeile nacJigetragen d) am corr. aus um e) das erste 

t corr. aus c f) t corr. aus 1 g) das ziveite e corr. ans i h) am ersten t khine 

Rasur i) dahinter der Rest der Zeile leer gelassen k) die ganze Datierung von ED vielleicht 

if> nachgetragen. 



168 K A 1 s E 1! r i: K r x n i: x. 

dafür, dass ihm je ZoUeinkünpe aus Tralu-H zugeflossen trfireii. — Müglirhenrrisf hui 

die rihlf Vrkunde Heinrichs, welche für die Fillschum/ lieinilzt ist, die Sche»l,iiii<j roii 

(iulifcn und Mhrrr iH-lroffcH. die in dem D. Friedrichs IL litihmcr ■ Ficker Hey. Iti45 
auf Heinrich iurückgefilhrl wird. 

In noiniiu' saiK-tc et iiidividiu' trinitatis. llciiiricus rox sccuiiihiiii Miiuntnlcin .i 
tlei et snlviitoris nustri losu Cliri.sti. < Notuiii sit oiniiibus Cliristi Hdflilms taiu \n-i'- 
sentib\is (juaiii nbsciilibus, <|iiiiliti-i' fratrcs Aqueiisis ecelesie ail iiu' fonvciiiTiiiit 
tlcprecantos, nt, (juml toinimrc autcci-'ssorum no.stroruin impt'ratonun " liabiioniut, iiioa 
prescntin rcnovaretur. Qiiapropter tclontMim de Trauena et bauniiiu eis eonccdn, 
siciit et ceteri aiifocossores mei. VtMierimt etiaiu ad nie incole loci illiiis, servi in 
81'iiicet oeclesie sancte Marie Aquisgrani, Gizclo, Anno, Guntbret, Huno, Liiiezo, 
Meinbolt. Huczelin, Ilunzel, Gislebret cum aliis, quns lunjinni est enarrare, et eeelesiani 
de Trauena eonun bereditario bono eonstructani cuni oniuibns, que ad ciini pertinent, 
vineis seilicet et deeiniatinnibiis ad iisuni fratruni A(iiiisgrani ad aitare beute Mario 
in niea jiresentia Iradidenint, eo tenm-e iit singuiis aunis pro eadeni ecelesia dentur i."* 
eis qnatnor karrade vini. > Et nt lirc tradicio tirnia et inconvulsa perinanont, 
scriptun»'' boc niore anteeessornm noslrornin et manu propria corroboravinnis et sigilli 
nostri inpressione insipniri inssimns. 

(>!.)'■ Signum donini Heinriei regis per Cristuin invietissimi/ 

Actum Aquisgrani pabitii VIII. idus iulii anno ab incarnationc doniini M\1I, in- so 
tlictione V, rege Heinrico regnante, anno regni eius VI. 



142. 

Heinrich verleiJit de?- bischUßichen Kirche zu Camhrai die Grafschaft Cambrai. 

Aachen 1007 (Mober 22. 

OriginaldijAom im Dcjmrtenicnlalarchiv zu Lille (A). :6 

ChroH. Camerac. ed. Cohener 495 aus A = Miraeus DD. Belg. ö5 (a) = (Beruard) 
Eecueil des traitez 1, 14 n" 15 = Dumont Corps dipl. 1", 41 n" 60, = Miraeus ■ Fnppeus 
Op. 1, 148. — Miraeus Not. eccl. Belg. 141 unvolhtändig aus a = Gallia chrisliana 
ed. I. 1, 2:i(i, = Carpenlier Hi.^toire de Cambray 2^, 5, = Gallia chrifit. ed. II. 3'', 
1 n° 2 = Migne I'alrol. 140, 272 «° 36, = Balderici Chron. Camerac. ed. Le Glaij 4S'.>. m 
— I.^galus ecd. Cameracens., preuves 64 unvollstündig. — (Mutle) Memoire de Cambrai, 
piices justif. 10 n' 7 aus A. — Böhmer Reg. 999. — Stumpf Reg. 1455. 

Mit Ausiinhme des Anfangs der ei.iten Zeile (bis presen^, welcher von Bit. I herrührt, 
ferfasst und geschrielfen von ED. 

(C.) ^ In nomine «anetae et individue trinitatis. Heinricus divina dementia 36 
favente rex. 0nini))us «anetac dei eecleKiae tideiibu.s prescntibus seilieet et f'uturi« 

notum ^ fieri volunuiK, qunlit<-r no» tam animae nostrae eomsultu (piani venerabilis 

Heribcrti arehicpiKcopi Coloniefnjsis interventu Chamcracen|Ki] ^clesiae in 1 «v 

fanetae Mariac eonstruetae coniitatum Cbameracensrni bae nostrae auct'iritatis pncep- 
tali pagina. protit finninsinie pottiimuH, in pnijirium di(nav(ini|us, preeipieiites igitiir. m 

141. iLtrcjnlau) b) )thlt m II h) acriptum e»t AU c) M. und Signumzeite in AU hinler do- 

iMtitrung. 



IIKINRICH II. 1007. 169 

ut prelibataje] sedis vcnerabilis Eraluuinus episcopus suique successoreres" liberam 
deliiiu; liabeaiit potcstatcin punrlcin |i'o]mitatuin in usiiin |a]ccclcsiae'' supra dictae 
tenendi, eoiiiiteiii elijji'iidi, paiinos habendi sou quiccpiid sibi libc|atj iiiodis oinnibus 
finde] faciendi. [Et ut| liacc nostrae traditionis auctoritas stabiliis et in[con]vulsa 
.■i pernianeat, lianc cartaui lüde [e]on.s[c]riptani manu propi-ia roborantes .sigilli nostri 
inpro.ssiono in.sipiiri iussinms. 

^ Signum domni Heinrici (M.) regis invicti.s.simi. | 

§ Eberhardus cancellariiis vice Uuilligisi archicapellani recognovi. | (SI. 2.) 

Data XI. kal. uov. indiotinno V, anno dominicae incarnationis MVII, anno domni 
10 Heinrici secundi regnantis VI: actum Aquisgranensi palatii'^; feliciter amen. 

143. 

Die Synode zu Frankfurt bestätigt, gemäss päpstlicher Anordnung, das von 
Heinrich nach Abschhcss eines Tauschvertrages mit dem Bischof Heinrich von 
Würzburg gegründete Bisthum Bamberg. Frankfurt 1007 November 1. 

15 Originalprotokoll im k. ReiclisarcMv zu München (A). 

Auszug in Ackdberti Vita Heinrici II. in den Drucken: Crretser Divi Bambergenses 14 
mit III. kal. nov., a. regn. VII = Surius Hisforiae Sanctorum lulii 192 mit ind. VIII, 
kal. nov., = Ludewig SS. rer. Bamberg. 1, 276, = Greiser Op. 10, 510; Acta SS. Itdii 
3, 757 mit III. kal. nov., a. regn. V^II; Mon. Gei-m. SS. 4, 795. — Labbe Concilia ed. 
20 /. 9, 784 aus A zu 1006 = Harduin Acta covcil. 6, 769, = Labbe Concilia ed. II. 11, 

1054 = Mansi Goncil. nova coli. ed. IT. 19, 285. — Eccard Corp. hist. 2, 60 n" 57 aus V 
(a). — (Heyberger) Landeshoheit , prob. n° 5 aus A = Ussermann Ep. Bamb., pirob. 13 
n" 9 (b), := Jaffd Bibliotheca 5, 27 n" 7 mit Verbesserungen aus VZG. — Mon. Germ. 
SS. 4, 795 X. 11 aus ab. — Mon. Germ. Const. 1, 59 n" 29 aus A. 

25 Das vorliegende Schriftstück ist von dem Kanzleibeamten ED verfasst und von dem für 

die Herstellung der Bamberger Diplome vielfach beschäftigten Schreiber Ba. I mundierf ; 
auch hat man es, wie die noch dem 11. Jh. angehörige Dorsualnote Privilegu (so A) Heinrici 
iinperatoris heiveist, in Bamberg geradezu als eine königliche Verfügung betrachtet. Es 
darf deshalb, obwohl nicht eigentlich eine Königsurkunde, auch von diese}' Sammlung nicht 

30 ausgeschlossen icerden, zumal alle bisherigen Drucke die diplomatischen Eigenthümlichkeiien 

dieses einzigen uns erhaltenen Originalprotokolls einer Reichssynode des 11. Jli. nicht aus- 
reichend berücksichtigen, und auch in Mon. Germ. Const. 1, 735 die von uns gemachten 
Beobachtungen übe)' die Art der Unterschriften nicht vollständig wiedergegeben worden 
sind. Mit diesen steht es nämlich so. Nachdem von Ba. I der Text der Urkutide 

35 geschrieben war, wurde dieselbe zunächst dem Erzbischof von Mainz zur Uiiterzeichnung 

vorgelegt. Dieser Hess die Formel seiner Unterschrift durch den bei D. 139 erwähnten 
, Cleriker herstellen, der in der Ausgabe der DD. 0. III. mit HH bezeichnet ist, und fügte 

dann derselben eigenhändig ein Kreuz Jtinzu. Darauf schrieb Ba. I die übrigen Unterschrifts- 
formeln und Hess jedesmal vor denselben Baum für ein Kreuz. An diese Stelle setzten 

40 denn auch die Bischöfe von Paderborn und Eichstädt ihre Kreuze. Bernward von Hildesheim 

aber schrieb dasselbe hinter statt vor die Unterschrift s formet. Diesem Beispiele folgten 

142. [Bresslau] a) A b) am Anfang des Wmies ist ein a zu ergänzen, dessen Tinte abgenprungen 
ist c) tii über der Zeih (/eschrieben; granensi palatii mit hellerer Tinte nachgetragen, iiahr- 
scheinlich von anderer Hand. Vielleicht war ursprünglich nur Aquis in eine dafür gelassene 
45 Lücke eingesetzt, ohne dieselbe ganz auszufüllen. 

KaisenirkuDden III. 22 



i;n K AI SKR 11! KINO KN. 

— mithtcniiiigfr ir«i.vf. ir«i7 nun vor den Samai kein Üauni mehr vorhanden uttr — die 
ßiaehiife von Cimsttim und HiinH-rsladt. Aher iiiieh ii/v Oudtilrieh roi/ Chnr, mit dessen 
l'ntersehrifl eine neue Zeile lieginni, vor seinem Stimm leieder Platz genug für das Kreu' 
grhahl h/ttte. ahmte er das Verfahren der vor ihm unterzeiehnenden Bischöfe nach und 
n/ithigte dadurch die Herren von Worms. Strasshurg, Spetjer sieh ihm anzuschliessen ; liriin b 
(•«»( Aiigshiirg musste demnach, da am Ende der Zeile der Hanni fehlte, das Kreuz, 
ül>er diesell>e setzen. El>en.io unterfertigten mit nachgestelltem Kreuz in den folgenden 
Zeilen der Erzhisehof von Trier, die Bischöfe von Toul und Verdun. der Erzbischof von 
Salzburg und die Bisehöfe von Pas.iau, Begen.'iburg. Freising und Bri.ren : Hartwig von 
Salzburg hat die Correctur seines Titels ('episcojnis in arfhiopiscopus^ dabei wohl lo 
selbst beirirkt. Heribert von Köln hat überhaupt kein Kreuz hinzugefügt, also das Si/nodal- 
l>rotokoll, des.'ien Inhalt die Interessen seines Bruders von Würzburg verletzte, .itreng ge- 
nommen nicht unter.'ichrieben : von ihm sind eigenhändig die Worte ad votuni sinodi hinter 
jnterfui nachgetragen, welche also nur seine Anwe-ienheil bei dem Synodalbcschluss bekunden. 
Da er mit diesem Xaehlrage den Raum vor dem Namen des nächsten Unterzeichners aus- i6 
gefüllt hatte, setzten die Bischöfe von Münster, Utrecht, Minden, Osnabrück die Kreuze 
wieder an den Sehluss ihrer Unterschriften, wöhrend der Erzbischof von Magdeburg einen 
anderen Ausweg ergriff und das Kreuz über seinen Namen schrieb. Dadurch blieb vor 
dem Namen Hildiwards von Zeitz Baum genug, um die.iem zu ermöglichen, sein Kreuz an 
die von Ba. I dafür in Aussicht genommene Stelle zu setzen, und auch Burchard von »o 
Lyon hätte so verfahren können, schrieb es aber trotzdem hinter seine Unterschrift. Ihm 
schloss sich dann der Erzbischof von Tarentaise an, wlihretid der von Ungarn dem Bei- 
spiel des Magdeburgers folgte. Zu den beiden Namen des BLichofs von Basel und des 
Bi-ichofs von Genf gehört nur ein zwischen ihnen stehendes Kreuz; welcher der beiden 
Herren nicht itnlerzeichnet hat. ist nicht zu entscheiden; Heinrich von Lausanne setzten 
das Kreuz ans Ende seiner Unterschrift, Eckehard von Schle.twig über den Namen .seine?- 
Diörese. Die beidai letzten Untaschriften sind nicht von der Hand des Ha. I, sondern 
riihreti von zwei von der Schrift des letzteren und untereinander verschiedenen Hflnden her: 
sie sind also entweder von den Bischöfen von Como und Triest .selbst oder von Clerikern 
dersellien hinzugefügt : die jedenfalls eigenhändigen Kreuze stehen bei beiden hinter den 30 
Unterschriften. 

(C.) Anno dominit-nc incarnationiH .M\'II", iiulictiono \', kal. luiv., rofjnaiite piissimo 
HC serenitiKimo Heinrieo secuudo, anno rcgni sui VI, pro statu et augmento sani-tae 
mntriH ai-ci-lpniac in locn'' Frankonot'urt dicto magna isynodus liabita est et celebrata. 
Nani idc-ni r<-x Ileinricus niagnus et pacifieus, nt in tlouni erat credulus et in lioniines 35 
piuK, dum alt« mentis deliburatione sejK.'numero cogitaret, in <|U(i denni sihi niaxinic 
placaret. Hununa inspirante divinitate cogitando disjinsuit, ut deum silji iiercdcm cligrrel 
et conHeriberet et epi>c'iipatum in lionorem uancti Pctri principis aptistolorMm in (pio- 
dam Nune pateniae hereditatis loeo Habenberc dicto ex onniibus suis ri-lius licnMÜtariis 
conntnieret, ut et paganismus .Sfiauornm destrueretur et tdn'istiani nominis memoria 10 
perpetualiter inibi celebris liaberetur. Sed dum paiTocchiam ad eundem loemn rcspi- 
cientem non baberet et nanetuni pentecosten in eodem sui regni anno \ I. .M(igontia(? 
celebrarct, quandam partem N'uireiburgensis dioeeseos, comitatum videlicet Katenzgouui 
dietum et f|inindam partem pagi \'olefelt dicti inter fluvins N'ralia et Hatenza sitani. 
ab Heinrieo Vuirciburgensi episeo|i(i linna ac legaii eoiiimnlatione aecpiisivit, tradens u 
econtra Vuirciburgeni«i accclesiae TL mansoH in vico Meinungun dieto et in adproxime'' 

I4:t. lircgiiliia] «) Olttr dem letzten Strich de» M eine (tberMn/fe nujtrndfert h) zwinchen locO und 

Krtiiikonofurl lla*iir c) z)ri»rhfn x uwl i llnxur; hinirr prnximc zicei Buchstaben, ivahi- 
-hrinli'-h B'l, aimrndirrt 



HEINUrCII n. 1007. 171 

iacentibus locis, hoc consentientibus et perspicientibus venerabilil)iis patribus, inprimis 
\adelicet Vuirciburü;cnsi.s accelosiae episcopo Hcnnrico et Viiillif^iso revtn'cndo arclii- 
cpiscopo Mogontiiio vt ßiirchardo N'uurmacicn.si'' et Vualtliero Spireiisi et Vucriiiliario 
Strazburgensi '' et Adalberone Basilensi et Lanberto Constantiacensi et Odalrico Curi- 
5 ensi et Liiidfilfn andiiopiscopo Trcuerensi et Tlieodorico Mettensi et Bcralitoldo Tollensi 
et Hcimone Virduueusi et ilereberto archlcpiscopo (Jolonionsi et Notkero Leodicensi 
et Eraluiiino Kameracensi et Daginino archiepiscopo Magideburgensi et Hildolfo Man- 
tuano^. (jloriosisimuss vero rex Heinricus tunc voti compos ofFectus pari siipra 
dictoruin patruin ennsultu diios suis ex capollanis, Alboricum videlicet et Ludomiikuin, 
10 adiunctis llcijirici ^'uilTiburgellsis episcopi literis, Romam usquc direxit, quatinus hie 
l)onc inccpta in melius prolicerent au'ctoritate Romana. Romanus vero pontif'cx et 
universalis papa lohannes jjroeatorias predicti Ilcinrici episcopi litcras inspiciens et 
piissimi regis Heinrici devotif)ni congaudens, habita in sancti Pctri basilica sinodo, 
pro confirmando Babenbergensi episcopatu pruilegium» fecit conseribi et apostolica 
15 auctoritate corroborari, universis Galliae et Germaniae episeopis rescribens, ut et ipsi 
pari communique auctoritate eundein episcopatum corroborarent et confirmarent. Quod 
videlicet privilegium venei-abiles patres in supra dicto Frankonofurt habito generali 
coneilio consistentes summa veneratione legendo suscipientes et apostolic§ auctoritati 
obendientes^ devotis mentibus subscribendo unanimiter laudaverunt conimunitcrque 
20 corroboraverunt. 

f Willigisus sauctg Mogontiensis aecclesiae archiepiscopus, qui eidem synodo ^dcc 
Romanae aecclesiae presidebani, conlaudavi et subscripsi. f Radlierius Podelbrunnensis 
aecclesiae episcopus interfui et subscripsi. f Megingaudus Eihstateusis episcopus inter- 
fui et subscripsi. Berenuuardus Hildinisheimensis episcopus interfui et subscripsi. f 
25 Lambertus Constantiensis'' episcopus interfui et subscripsi. f Aniolfus Halberstatensis 
interfui et subscripsi. f Odalricus Curiensis episcopus interfui et subscripsi. f Burc- 
hardvis Uuoraiaciensis episcopus interfui et subscripsi. f Uuerinharius Argentinensis 
episcopus interfui et subscripsi. f Uualtherius ' Spirensis episcopus interfui et sub- 
scripsi. f Bnin Augustensis episcopus interfui coUaudavi et subscripsi.'' f Liudolfus 
30 Treuerensis archiepiscopus interfui et subscripsi. f Berahtoldus Tollensis episcopus 
interfui et subscripsi. f Heimo Uuirdunensis episcopus interfui et subscripsi. f Hart- 
uuigus luuauensis archiepiscopus'" interfui et subscripsi. f Cristianus Patauiensis 
episcopus interfui et subscripsi. f" Gebehardus" Radesponensis episcopus interfui et 
subscripsi. f EgilbertusP Frigingensis i episcopus interfui et subscripsi. f Adalbero 
35 Brixiensis'' episcopus interfui et subsciipsi. f Heribertus ai-chiepiscopus Coloniensis 
interfui ad votum sinodi* et subscripsi. Suidgorus Miraigarduordensis ej)iscopus inter- 
fui et subscripsi. f Ansfridus Traiecteusis episcopus interfui et subscripsi. f Teo- 
di'icus Mindensis episcopus interfui et subscripsi. f Thietmarus episcopus Osneburc- 
gensis interfui et subscripsi. f f Dagino ' archiepiscopus Magedebui'cgensis interfui 
40 et subscripsi. f Hildiuuardus Citicensis" episcopus interfui et subscripsi. Burchardus 
archiepiscopxis Laudunensis interfui et subscripsi. f Baldolfus archiepiscopus Taren- 
WS. d) an Stelle von Vuormaoiensi stand tirnprünglkh Spirensi, welches getilgt /st e) dahinter 
eine Unterlänge ausradiert {') das erste a corr. aus o g) -^ h) das zweite i nach- 
träglich eingeschoben i) das h über der Zeile nachgetragen k) et ss. unter der Zeile sofort 
4fi hinzugefügt 1) das Kreuz über coUaudavi, da am Ende der Zeile der Platz fehlte m) archi 

ron anderer Hand über der Zeile nachgetragen n) da ein erstes Kreuz hinter ss. reririscht 
war, setzte der Bischof ein zweites darüber o) b sofort corr. aus u p) das 1 aus Verseilen 
zuerst durchstrichen, statt des h, welches durchstrichen werden sollte, um die Silbe ber darzu- 
stellen q) A; Dg corr. aus n oder g r) urspi-ünglich Bricxinsis, c getilgt, e über der Zeile 
50 nachgetragen s) ad votum sinodi von anderer Hand z. T. über der Zeile, z. T. hinter ss. 

nachgetragen; die Stelle, wohin es kommen sollte, durch Punkte bezeichnet t) das Kreuz über 
dem liiamen u) das ztveite i corr. aus o 

.22* 



172 KAISEIUHKINDKN. 

tasiensis iiiterfui ot subsc'ri|)si. f fAnustiisius' Unffronim aroliii']iisi'(>])us iiitcrful et 
siibsi-ripsi. Adalbero IJasilensis interlui et subsi-ripsi. f lliijjo tienuensis subscripsi. 
Heinricus Lausoiicnsis subscripsi. f * Kokehardus Slcsuuigcnsis subscripsi. f * Albe- 
riciisy Cunianus cpiscopus intortui et subscripsi. f Richolfus Tcrgostinensis cclesi§ 
cpiscopus f '. 6 



144. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Schambach. 

Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. Iteirhsarchir zu München (A). 

Geschichts- und rechtsverlässiger Unterricht 128 cit. — Oesterreicher in Oetiffnete Archive lo 
S. iH n" 2 aus A. — Mon. Boira 28", 357 n" 230 ni« A. — Böhmer Reg. 1011. — 
Stumpf Reg. 1468. 

Bis auf die von Ba. I xpäter nachgetragene Datierungszeile verfasst uttd ge-ichriehen von 
ED. — üeber die Entstehung der Bamberger Urkunden, ihre Ableitung aH.t einander 
und die Gründe der in un.screr Ausgabe getroffenen Anordnung vgl. N. Archiv 22, 203 ff. i6 

(C.) ^ In nomine sanctae et individuao trinitatis. Heinricus divina preordinante 
dementia rex. Sahiberriniis igitur saeri eloquii institutiimibus erudimnr et ^ ad- 

raonemur, ut temporalia relinquentes bona et terrena pustponentes connnoda aeterna 
et sine tine mansura in celis studeamus adipisci consistoria. Quapropter nos doniinicis 
non surdum auditum prebentes preceptis et deiücis obtemperando intendentcs suasionibus jo 
quendam nostrae patemae hereditatis locum IJabenbcrc dictum in sedem et cubiien 
episcopatus sublimando provexinms et Komana auctoritate atquc venerabilis Heinriei 
Vuirciburgensis episcopi conscnsu ac pari communique omniiun iiostri fideliuni tani 
arcliiepiscoponun' quam episeoporum abbatunique nee non ducuni et eoniituni eonsnltu 
decretoque in lionorem sanctae dei genitrieis Mariae sanetonnnque apostolorun» l'etri «6 
et Pauli nee non martirum Kiliani atque Georii stabilivimus et corroboravimus, ut et 
inibi nostruni parentumquc nostrorum celebre haberetur memoriale et iugis pro omnibus 
ortodoxis hostia mactaretur salutaris. Proinde noverit omnium nostri tidelium tam 
presens etas quam et successura posteritas, quia nos nostrae quendam projjrietatis 
locum Sciimbah dictum in pago Nortgouue et in comitatu Berangeri comitis situm so 
ad eandem supra dietam <'piscopaIem sedem Rabenbere'' dietam cum omnibus eins 
pertinentiis .»ive aiUierentiis, videlieet vicis villis aeeelesiis eapellis servis et anciilis 
areis aedificiis teixis cultis*^ et ineultis viis inviis exitibus et rcditibus quacsitis vel 
inquirendis silvis forestibiis saginis venationibus aquis j)iseationibuK moii.s molendinis 
n-bufi mobilibus et inmobilibus ac eeteris onmibus quae rite scribi vel appellari «6 
poHsunt quo(piolil)et modo utilitatibus, hac nostrae auctoritatis preceptali jjjagijna, prout 
tinniuM possumus, donamus atquc proi)rietamuH, omnium contradictione remota, preci- 
pientes igitur, >it in deo dilectus nobis sepe dicte sedis Eberhiirdus episcopus liberam 
dfliine habeat potestatem suique successores eundein locum Seainl)ali dictum cum 

IW. V; <ih tliv hiiitfi- rlrr l'ntrrHchrift dm HinehtifK ron lUmel Htehenilr Kreuz iu ihr oder zu der- *o 
jntiijen dm llifrhofii ron firnf t/ehört, int niehl Kicher zu enlxcheiden w) das Kreuz rer- 

iriM-hl, alßtr nnrh tirhrr erkmniiar x) dax Kreuz ül/rr .Sle»uui(^enBi() y) 1 zwischen A und 
\) narhlr/lglirh riniitfügl i.) eclesig cpinopus f über der Xeile. 

144. [Bnawlauj a« arch auf llcuur; t» tchrint zueral epincoporum geschrieben zu nein )>) ii über 

drr y.tilr nnrhgttragen v) t corr. auM 1 U> 



HEINRICH H. 1007. 173 

Omnibus appendiciis suis tencndi'' possidendi seu quicquid sibi libeat modis oranibus 
in usum opiticopatuis inde faciendi. Si quis igitur, quod absit, huius nostrae donationis 
muniticentiaiii destruere sivo violare presumet, in novis.sinio die torniento inextinguibili 
corani oeidis dei luat. Quod ne fiat, sed haec traditio nostra ab omnibus incorrupta 
6 pcnnaneat, lianc cartam indc conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri in- 
pressione insigniri iussinnis. 

§ Signum donnii Heinrici (M.) regis invictissimi. | 

^ Eberhardus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovi. § (SI. 2.) 

Data" kal. nov. indictione V, anno dominice inearnationis MVII, anno vero domni 
10 Heinrici seeundi regnantisVI; actum Frankonofurt; feliciter amen." 



145. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bambei^g den Ort Nittenau. 

Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu Miinclien (A). 

15 Ussermann Ep. Bamb., proleg. 29 dt. — Oesterreicher in Geöffnete Archive 3, 448 n" 4 aus 

A. — Mon. Boica 28", 365 n' 234 aus A. — Böhmer Reg. 1015. — Stumpf Reg. 1472. 

Unmittelbar nach D. 144 geschrieben von Ba. I, der, noch ungeübt, sich mehrmals ver- 
schrieben hat. Die in den Anmerkungen i u?>d n vermerkten Correcturen und wahrscheinlich 
auch die Nachtragung des Gau- und Grafennamens rühren von ED her. Das Eschatokoll 
20 ist von Ba. I später nachgetragen. 

(C.) § In nomine sanctae et individuae trinitatis. Henricus divina dementia 

preordinante rex. Saluberrimis'' igitur sacri eloquii institutionibus erudimur et admonemur, iit 

temporalia relinqujntes'' bona et terrena postponentes commo^da eterna et sin^'' fine mansura in cglis 
studeamus adipisci consistoria. Quapropter nos dominicis nou surdum auditum prfbentes preceptis*^ 

*5 et deifieis obtemperando intendentes suasionibus quendam nostrae patem? hereditatis loeum Babinberc 
dictum in sedem et culmen episcopatus'* suplimando'' proveximus et Romana auetoritate atque vene- 
rabilis Heinrici V'uireiburgensis episcopi consensu ac pari communiqiie omnium nostri fideliuni tarn 
arcliicpiscoporum quam episeoporum abbatumqne nee non ducum et« comitum consultu' decretoque 
in honorem sanctae dei genitricis Mariae sanctorumque apostolorum Petri et Pauli nee non martirum 

30 Kiliani atque Georii stabilivimus et corroboravimus, ut et« inibi nostrum parentumque nostrorum 
celebre haberetur memoriale et iugis pro omnibus ortodoxis hostia mactaretur sahitaris. Proinde 
noverit omnium nostri fidelium tam presens etas quam et suecessura posteritas, quia nos nostrae quen- 
dam proprietatis locum Nittenouua^ dictum in pago Tonohkoa'' et in comitatu Rodpei'ti'' comitis 
situm ad eandem supra dictam episcopalem sedem Babenberc dictam unä' cum omnibus eius perti- 

36 nentiis sive adhcrentiis, videlicet vicis villis aecciesiis * servis et ancillis areis aedifitiis terris cultis 
et incultis viis inviis exitibus et roditibus quaesitis vel inquirendis silvis forestibus saginis venationi- 
bus aquis piscationibus molis molendinis rebus mobilibus et inmobilibus ac ceteris omnibus qnae rite 
scribi vel appellari possunt quoqnolibet modo ntilitatibus, hac nostrae auctoritatis pryceptali pagina, 

144. d) rar teuendi ein Buchstabe ausradiert e) die ganze Datierungszeih von Ba. I nachgetragen. 
40 14Ö. [Bresslau] a) rex saluberrimis auf Rasur; in saluberrimis durch eine zu-eite Rasur das letzte 

i corr. aus u b) ,-1 c) pr^bentes prjoeptis, vielleicht auch noch et dei, auf Rasur 

d) am zweiten p Rasur e) corr. aus est f) dahinter ein Buclisiabe ausradiert g) a 

corr. aus i h) in dafür gelassene Lücke nachgetragen, wohl von ED i) unä auf Rasur, 

an Stelle eines längeren Wortes, nachgetragen von ED 



174 KAISi: KlUKlNDi: N. 

pruul tirmiuii posmimii», donnmiui atniio proprirtaimis. oiiiiiiiiin coutriulictioiu"'' leiiiot«, prycipionte» 
ifrilur. iit iii dco diloftii» iu>l>is «epo diety stMÜs KluTliiirdiis cpisropiis liliorniii di'liiiii' liaticiit potestatom 
•iiique aacevssores eundoni Inciini NittenouUll diotiim ciiin oiiiuibiia n)ipt'iuU('iis .suis Icniiidi possi- 
di^ndi neu quirquid sil)i libciit inodi.i omniliiis iii itsiim opiscupiitUH iiidv fntioiidi. •Si qiiis if^itiir, quod 
iibait, hiiiuR iiostry dunationia muuitieoDtiam'" dostriicrc sivo vioinrc prysimiot, in iioviiiitiiiin die tor- & 
moiito iiu'xliiigiiibili coram oonli» dci luat". Qiiod ne fint, »od liaec traditio noatra ab omnibus 
incorrupta pennaiieat, haue lartam iiidc conscriptam manu propriu ruboraiitcs i<ig;illi ni>äti'i inpn'Hsioiiu 
insifiiiri iussiiuus. 

^ Signum" ilonmi Heiiriei i,M.) regis invictissimi. jl 

^ Kberhnrdus cnnccllai-ius vico Uuilligiei^ arcliicapilhmi lecogimvi. ^ (SI. 2.) lo 

Data kal. nov. indiftii>nt> V, anno doniinice incarnationis MVIl, anno vero dinmii 
Hoinrici sccundi regiiantis \'I : actum Fiankondt'urt ; felicitiT amen." 

14(). 

Heinricit schenkt dem von ihm gegrilndeten BistJium Bamberg deii Ort Abhach. 

Frankfurt 1007 Novemhir 1. is 

Originaldiplom im k. Eeichsmchif zu München (A). 

Armtini Ann. Boiorum ed. Ziegler 111 cit. — Oc.sierreicher in Geöffnete Archive 3, 442 
n' 1 aus A. — Mon. Boica 28", 363 n' 233 aus A. — Böhmer Reg. 1014. — Stumpf 
Reg. 1471. 

ünniitlelliar nach D. 14^'i <ies<hricl)en von Ba. I, der da-i ganze Eschatokoll sp/iler nach- 20 
getragen hat. Die Datierungsformel ist verkürzt, da rfrt.s Perganienihlatt auf der rechten 
Seite schief beschnittett u-ar und in der letzten Zeile dadurch weniger Raum zur Ver- 
fügung .<tfand. 

(C.) § In nomine sanctae et indi%'idiie trinitatis. llciiiiiciis (li\iiia prcordinantc 

dementia rex. Salubcrrimis iyitur sacri cloqiiii institutiniiibus «rudiiunr ot aduioiicmur, ut i& 

tmiporalia rcliiiquciitc« bona ^ i't terrriin postponentes commnda aetcnia et sine linc mnnsura in cylU 
Ktndeainns adipUci consiotoria. Quaproptcr nos dominicis non surdum aiiditum prcbontes prcccptiH et 
deiBcii* obtompcrando intcndontcs suasionibus quendani iiORtr; patcrny licrcditatis locuni llabunbcrc 
dirtnm in scdcm »t culnicn epiacopatuH aublimnndo provcximus et Komana auctoritate atquc vonerabilia 
Ileinrici Vuirciburgonaia epiacopi conaenau ac pari communique onmiuni nostri'' tidolium tain arclii- 90 
cpiscopomm quam epiacoporiim abbatuniqiie ner non ducuni et coniituin conaultu dccrctoi|Uc in bonoreni 
nanctac Art (rcnitricia Mnriac aanctoruinqiie npoKloloruni Petri et Pauli neu non ninrtiruni Kiliani atijua 
fiporii «labilivimua et corrobnraviniUH, ut et inibi noatrum parentunique noatroruiii celebre liaberetur 
■ncmoriale et iug^a pro omnibua ortodoxia hoatia mactarclur aalutaria. Proindo novcrit onniiuiii nustri 
Hdeliiitn lam prfacna etna quam et aucceaaurn poateritaa, qiiia noa noatrae quendani proprirtatlH lociini B6 
Ahnbail dictnni in pago'' et in comitatn' coinitia aitum ad eandeni anpru dictam opi- 

«copatom aedcm Babenbcre dirtnm <ina cum omnibua cina pcrtinentiia aive ndhcrontii«, videlicet vicia villia 
aeccieaii* acrvU et anoillia areia aodifieiia torria cultia ot incultia viia inviia exitibua et reditihua qu^aitia 
Tel inquirendia allvia foreatibna aairinia venntionilnia aquis piaralionibua nioÜN mob'udinia rcbua ni»b!libua 
et imnubilibiia nc eetcri» omnibua ipiae rite aeribi vr-I nppellari poHMunl quoqiiolibi't modo utilitatibua, 40 

14&. k) di auf Uojnir I; am ü llnuuf rn) t corr. nun <• n) a iiuf Jiiinur von KI) nach- 

getragen o) doM ganze /■Jtchalolcoll ron ha. I tiachgrirar/m. 

146. Breaalau] a; am f Uojmr b) 1 auf Hagiir, die noch ettca» weiter gehl c) unauagr.füllle 
LCekm fOr den Gau- und Grafennamen 



HEINHK'II II. 10117. 175 

hac nostrac iiuotoritatis iirfccptali |iiifriiia, i]r(jiit tinnius pos.siiimis, <l(jiiaiiuis'' atqiK; proprietanius, oni- 
nium cinitradictionp rcniota, pryuipientes igitur, ut in deo dilectus nobis sepe dict§ sedis Kberliardtis 
episcopus libcram dehinc habeat potestatem suique »iiccessorcs eundcm locum Ahabah diotum cum 
omnibvis appeiKÜtiis .suis tenendi possidcndi seu quicqtiid sibi libcat modis Omnibus in usum episcopatus 

b iiiilc faticndi. !Si quis ifritur, quod alisit, buins nostrac donatiunis munificcnciam destruere sive violare 
prjsumet, in novissimo die tormento inextinj^iiibili coram oeulis dei luat. Quod ne fiat, sed haee 
traditio nostra ab oninibus incorrupta peniianiat, lian« cartam inde couscriptam manu propria robo- 
rantes sig'illi nostri inpressione insigniri iussimus. 

^ Sigiiuin'' (lomui lleimici (M.) rogis invictissimi. ^ 

]o I Kberliarilus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovi. | (SI. 2.) 

Data kal. nov. indictione V, anno dominice iucarnationis MVII, anno vero Heinrici 
secuncli VT ; actum Frankonofnrt : fclicitor amen." 



147. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Sont- 
16 heim a. d. Günz. Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (Ä). 

Vssermann Ep. Bamh., proleg. 30 cit. — Mon. Boica 28", 386 n" 245 aus Ä. — Böhmer 
Reg. 1026. — Stumpf Reg. 1483. 

Bis auf die von Ba. I später nachgetragene Datierung geschrieben von ED, entweder nmh 
20 dem von ilim corrigierfen D. 145 oder nach dem daraus copierten D. 146. — Zur Deutung 

des Ortsnamens vgl. N. Archiv 20, 132. 

(C.) I In nomine sanetae et indi\'iduae trinitatis. Heinricus divina preordinante 

dementia rex. Saluben-imis igitur sacri eloquii institutionibus eriidiiuur et admopnemur, Vit 

temporalia relinquentes bona et terrena postpouentes commoda aeterna et sine fine mausura in celis 

S5 studeamus adipisci consistoria. Quapropter nos dominicis non surdum auditum prebentes preceptis et 
deifieis obtemperando intendentes suasionibus quendam nostrae pateniae hereditatis locum Babeberc* 
dictum in sedem et culmen episcopatus sublimando proveximiis et Romana auctoritate atque venerabilis 
Heinrici Vvirciburgensis episcopi consensu ac pari communique omnium nostri fidelium tarn archi- 
episcoporum quam episcoporum abbatumque nee non ducum et comitum consultu decretoque in 

30 honorem sanetae dei genitrieis Mariac s.inctorumque apostolorum Petri et Pauli uec non martyruiri 
Kiliani atque Georii stabilivimus et corroboravimus, ut et inibi nostrum ])areutumque nostroruni celebrc 
haberetur memoriale et iugis pro Omnibus ortodoxis hostia mactaretur salutaris. Proinde noverit 
omnium nostri tidolium tam presens etas quam * successura posteritas, quia nos nostrae quendam 
proprietatis locum Suntheini'' dictum in pago Durihin'' et in comitatu Riwini*" comitis situm ad 

35 eandem supra dictam episcopalem sedem Babenberc dietam una cum Omnibus eins pertinentiis sive 
adherentiis, videlicet vieis villis aecclesiis servis et ancillis areis aedificiis terris cultis et incultis viis 
invüs exitibus et reditibus quaesitis vel inquirendis silvis forestibus saginis venationibus aquis pisca- 
tionibus molis molendinis rebus mobilibus et immobilibus ac ceteris Omnibus quae rite scribi aut 
appellari possunt quoquolibet modo utilitatibus, hac nostrae auctoritatis preceptali pagiua, prout finnius 

40 possumus, donamus atque proprietamus, omnium contradictione remota, precipicntes igitur, ut nobis in 

146. d) über und unter possumus und ztvisclien o und n «o« donamus Rasuren e) das ganze 
Eschatokoll von Ba. I nachgetragen . 

147. [Bresslau] a) Ä b) in dafür gelassene Lücke von ED nachgetragen 



176 KAISKIUKKINDKN. 

dfo dileclus'' «cp* diotac sodis Kl>i>rhnrdiis i'|)isi'ii|iMii suii|iu' »uci-i'ssorea liliornni deliiiic lialioiit"' pote- 
stalem oundcni proscriptuiU loi-iim Svntlu'ill)'' dicliiiii ciiiii omiiibus itppi>udii'iis suis tmciidi posai- 
dendi scu quicquid sibi libent inodia oniuibiia ii> iisiiin i'pisoopntiis iiidc raciendi. Si quin i};itiir. qiiod 
aböt, huiiM uostrae doiintionis miiniHrriitiani doatriiore sivo vioinrc proaumot, in novisaiino die voram 
Aciilis di>i torincnto iiiextingtiibili' liiat. Qiiod iie tiat, scd liaci- traditio noatra ab oiniiibus iiu'orriipta 6 
pemiaiipal. linue cartain iiido roiist-riptam nianii propria roborantoa si^illi tiostri iiiprcaaiono insigniri 
iussimus. 

^ Signum domni Heiiiriei (M.) regis invictissinii. j^ 

^ Eberhardus caiu-cllarius vice Uuilligisi archicapollani rct-ogiiDvi. ^ (SI. 2.) 

Data' kal. nov. indietione V, anno dominico incarnationis MVII, anno vcio domni lo 
Hcinrioi secundi regnantis vi: aetinii Frank<iniifurt: fVlicitor amen.' 



US. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Atcrnluii'. 

FrankfurI UH)T November 1. 

Originaldiplow im k. Beich-tarchir zu München (A). i& 

üssermami Ep. Bamb., proleg. SO cit. — Mon. Boica 28", 371 n" 237 ans Ä = ÜB. des 
Landes ob der Enns 2, 73 «" Ö6. — Böhmer Beg. 1018. — Stumpf Reg. 1475. 

Bi'.v auf die von Ba. I .ipäter hinzugefügte Daticrungszeile unmittelbar nach D. 147 ge- 
schrieben von ED. — Ein Ort Attorhof c.ristiert heute nicht mehr; es i.st wohl der 
Hauptort des Attcnmue.^ gemeint. ia 

(C.i I In nomine sanetae et individuac trinitatis. Heinrieus divina favento ele- 

nientia rox. •Saluln-rriinia ig'itur ancri eloquii iiistitiitioiiiljiis cnidiiniir et adnionciniir, iit tonipo^ralia 

relinqupntos* bona et tcrrcna postponentea commoda aeterna et sine Hnc mnnNiira in eelis studvnniiis 
adipiüci conaiatoria. Quaproptcr nos doniinicia non surduin nndituin iirebentes preceptis et deifieis 
oblempcrando intenduntes auasionibus qiicudani nostrae paternac liereditutis locutn Babenberc dictum 26 
in aedcni et culinen episcopatUH snblimando provcximns et Koninnn anctoritatc atqne venerabilis 
Heinrici Vvircibnrpensis episcopi consrnan ne pari conimiiniquc nninium noatri fidelium liini .'irclii- 
epiaroporuni quam opiseopornni abbatuniqne nee non duonm * coniitniii eonaultn decrctoqne in bonorom'' 
aanrtac dei (fonilricia Mariae aanctoruniqne a]ioatoloruni Pctri et Panli"" nee non martiriini Kilinni 
atqao Oeorii atabilivimua ot corroboravimna, nt et inibi noatrnni parontnmque nostrornni celebre 3» 
habcretur nieniorinle'l et ing-ia pro omnibua ortodoxia hoatia niactaretur aalntaria. I'roinde norerit 
omoiuin noatri fidelium tam prcaena ctua qnani Cf aucecaanra postcritaa, qnia noa noatrae proprietatia '^ 
queodam locum Aterahof dictum in pago Atcragowi* et in comifatii Ocbohardi" eoniitia aifum 
ad candrm • epiacopnlem »edcm Bnbenberc dictnni nna cum omnibua eins pertinentiia aive adbcrcntiia, 
videlicet viciit villi« aoccieaiia «ervia et ancillia arcia aedilieiia terrla enltia et ineultia viia inviia exitihna 8* 
et ri-ditibuA qnar'lti« vcl inquirendi« silvia foreatibna aa),nnia vcnntionibua ai|iii» piscationihna molia 

147. r) IT. jii de«, ciiiectwa iiciiiii» eil A; rC. Eberhardus episcnpus lihernni di-liinc habest 

poto«tat«m auiquc aucoeaaorca c) l'U. torm. inext. cor. ocuüb dei f ) rf»> (/rtiizr /lalienitifjs- 
zeiU ron Ba, I nnchi/rtraffen. 

H"«. BrcMlauj a; nn dm Ilufhulalien nt C-orredur h) e oder re Kcheint nachgelrayen zu nein; i« 

vohmrhemlich irnr urt/trilniflich rrmthenlUrh nur in lioiior oder in hono rifxelirMieii c) über 
u ein Ihfilii awrtidirrtrr, Ihrlh nimijnrinelilrr SIrirh d) da« rrsir e scheinl aim o r.orr. zu 

tein c/ daji in der VI'. nutgrlaiiHfnc et Itat EI) hier irieder eingefügt 1) rnn EI) über 

der Zeil* nachgetragen jfi in dafür gtlamtme Lücke ron El) nachgetragen 



TIKIXUICII II. 1007. 177 

molendiiii.s relms moliililju.s t-t iiiniolMliijiis ac ceteris rcbus miinihus qiiao rite dlCl vci srrilii'* 
possuiit * utilitatibus, liac nostrae aiutiuitatis prcceptali (lafrina, proiit Kmiissiiiio possinniis, donninus 
atque proinietaimis. (iiiiiiiiim contradictionc reinotii. prfcipiciites iifittir, ut nobis in deo dilectiix »cpe 
dic'te SITUS Elu'fhardus opiscopiis lilicraiii dcliiiK- lialicit potcstatem HC »iii successorcs ' i'iuidfin pre- 
5 sciiptiiiii lociim Ateraliof dietum cuni unuiibiiä ap|)biidk'ii.s suis tenendi possidendi sen quicquid sibi 
libt'at iiiodis oninibus in usuni episcopatus inde faciendi. Si quis igitur, quod absit, liuius nostrae 
donationis ninnificentiam destriiere sivc violare pre.sumet, in novissinio die coram ocnlis dei inextingui- 
bili t'innento'^ liiat. (^iiud ni' liat', si'd haci- tiaditici nostra ab nimiibus inc(jrnipta pennaneat, hanc 
taitani inde conscriptani manu propria loborantes sigilli nostri inprcssionc insigniri iussinius. 

10 ii .Signum rlnmni Hcinrici (M.) regi.s invicti-ssimi. jl 

ii Klj(n'liardus ciima-llarius vice Uuilligisi archicapeilani recognovi. ^ (SI. 2.) 

Data'" i<al. iiov. iudictioue V, anno floininice iiicaniationi.s MVn, anno voro domni 
Heinrici .secundi rcgnantis VI; actum Franivonofurt"; lolicitcr amen.'" 



149. 

15 Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Seedorf. 

Frankfurt 1007 November 1. 

OriginaMiphmi im k. JteicJisarcliiv zu München (A), 

['ssermann Ep. Bamh., proleg. 30 rif. — Mon. Boica 28", 377 n" 240 aus A = Wirtemh. 
T'B. 1, 247 n" 209. — Böhmer Reg. 1021. — Stumpf Reg. 1478. 

20 Bh auf die von Ba. I später hinzugefügte Daiierungszeile nach D. 147 geschrieben von ED. 

(C.) 1 In nomine sanctae et iudividua(f trinitatis. Heinvicus di'säna favente de- 
mentia rex. Salubemmis igitur sacri eloquii iustitutionibus erudimui- et admouemur, ut tem- 
poralia reliiiquentes bona et | terrena ])Ostponentes eomraoda aeterua et sine fine mansura in celis 
studeamiis adipisci consistoria. Quapropter nos dominicis non surdura auditum prebentes preceptis et 

23 deificis obteniperando intendentes suasionibus quendam nostrae pateruae hereditatis locum Habenberc 
dictum in sedem et culmen episcopatus sublimando proveximus et Komana auetoritate atque venerabilis 
Heinrici \ iiirciburgensis episcopi consensu ac pari comniuniiiuc onmiuni nostri tidelium tarn arcliiepi- 
scoporum quam episcoporum abbatumque nee non ducum et comitum consultu decretoque in honorem 
sanctae dei g-enitricis Mariae sanctorumque ai)Ostolorum Petri et Pauli nee non martyrum Kiliani atque 

30 Georii stabilivimus et corroboraviinns, >it et inibi nostrum parentumqtie nostrorum et Ottonis tei'Cli 

videlicet imperatoris antecessoris ac senioris nostri celebre haberetur memoriale et iugis pro 

Omnibus ortodoxis hostia mactaretur salutaris. Proinde noverit oninium nostri fidelium tarn presens 
etas quam et* successura posteiitas, quia nos nostrae quendam proprietatis locum Sedorf*" dictum 
in pago Para"* et in comitatu Hiltiboldi'' comitis situm ad eandem supra dictam episcopalem sedem 
35 Babenbcrc dictam una cum Omnibus eins pertineutiis sive adherentüs, videlicet vicis villis aecclesils 
servis et ancillis areis aediticiis terris cultis et ineultis viis inviis exitibus et reditibns quaesitis vcl 
iuquirendis silvis * saginis venationibus aquis ])iscationibus molis molendinis rebus mobilibus et in- 

148. h) ED hatte zuerst sei (ohne t) geschrieben, corrigierte dann das i hi r und tilgte die bereits 
angefangene Oberlänge des b i) hinter dem Wort kleine Rasur; VU. Eb. episc. suique suc- 

40 oessores Hb. deh. habeat potestatem k) VU. torm. inext. 1) dahinter ein Strich getilgt 

m) die ganze Datieriingszeile von Ba. I nachgetragen n) hinter dem zweiten ( ein Strich 

ausradieii, wahrscheinlich der Anfang des aus Veisehen zuerst geschriebenen r, igl. D. 149. läO. 

149. [Bresslau] a) das in der VU. ausgelassene et hat ED hier wieder eingefügt h) in dafür 
gelassene Lücke von ED nachgetragen 

Kaisenirkunden III. 23 



178 KAISKUIKKINDEN. 

mobilibiis ao rrtoris onmiliiis 411111' liic mtüm aiii ii|<|>('llni'i possunt quoquolibct modo iitilitntilius, linc 
nostrae aiictorilnli.t prci't-ptnli pa^iiiii, prout tiriiiiuK posHUiiiiis, tUuiiiniius nt(|iic )iroprietiiiiiU8, oiiiiiium 
ronlradirtiono rt-inota, prcripicntcs ig'itur, ut nobi« in deo dilectus sopo dietnc sedis Kberliardiis i>)ii- 
»copus giiiipir »liccossorcs lilpcrnin dcliiiic liiibonnt (»otcsliitiMn i'Hndeni pii'scriiitiim looMiii"' Sl'llori 
dk-tuui cum oiimibiiB appnidiliis suis tciioiidi possidi-iidi CUinilUltUluli ücii i|iiic<|iiid silii libent iiuxlis 6 
Omnibus in usum ppiscopntus inde faciendi. Si quis ifritur, quod iilisit, liuiiis nostrne donntionis iniini- 
tirentiam dcslnioro sive violare prcsiimct, in die iudil'ii conim uciilis dci tormcnto inoxtinguibili 
lual. (^uod nc CVeniat, (icd hnpc traditio nostra nb oninibus |iei'|)etllillitor iliviolnbilis permanent, 
hanc cHrtnm indc ron.scriptnm mann propria rubornntcs xiplli nostri inpressionc insi<,nüri ius8imu8. 

^ Sif^miiii domiii Hoinrici (M.) rcgis invictissinii. H 10 

S Kborliarilns faiicellariiis vice Uuillii^isi arfliicajnllaiii ncn^'iKPvi. p (Sl. 2.) 

Data'' kal. iiov. iiidictioiie V, annn (linniiiicr incarnatioitis M\ 11. anno v( ro ddinni 
Hfiiirii-i sct-iindi rognaiitis VI; actum Ki-aiikonoi'riit'"; tolieitor aiurn.'' 



i:)0. 

Heinrich schoikt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Holz- i& 
gcrlingen. Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplotii im k. Reichsarehiv zu München (A). 

Ussrrmann Ep. Bnmh., proleg. 30 eil. — Mon. Boiea 28", 379 m* 241 am A. — Wirtcmb. 
rii. 1. 243 n" 206 aus A. — Böhmer Btg. 1022. — Stumpf Reg. 1479. 

Auf ein PergamentblatI , da.i bereits EA, wahrscheinlich in der ersten Zeit seiner Thfitigkeit «0 
IM der Kanzlei Heinrichs, für ein Diplom hergerichtet und auf dem er die drei ersten 
Worte da- Signumzeile und das Monogramm angebracht hatte, .schrieb ED nach D. 149 
die erste Zeile und den Te.rt unserer Urkunde. Später fügte Ba. I die Datierungszeile 
hinzu, und irohl erst nach längerer Zeit (vgl. K. Archiv 22, 143 f.) vollendete Ba. III 
das D. durch Eintragung der zweiten Hälfte der Signumzeile und der Recognition. sa 

(C.) ^ In imiiiine sanctae et individiiae triiiitatis. Ilcinrifus diviiia favonte clo- 

incntia rox. Salubcrrimis ig-itur sacri eloquii institiitiunibus erudiniur et odiuoneniur, ^ ut tem- 

pnrnlia rclinqucntcs bona et tcrrcna postponcntcs commoda aetoma et sine finc mansura in celis 
studeamus ndipiMci consiatoria. Quaproptor nos dominicis non snrduni aiiditiini probentca prcceptix et 
deifici» nbtemperando intendentp» üuniiionibus (|uendam nogtrnc patornae hcreditnti» locum Hnhenl)ere 80 
dictum in »edcm it culmen cpiHcopatus »ubliiimudn |)rovpximn8 et Itomana auctoritnte atque vcncrnbilis 
Hcinrici Wirciburgcn»!* e|<i»copi consensn iie jinri eiimmunir|iie oninium nostri (iililluiii taiii arclilcpi- 
scoporum quam cpiHroponim abbalinnque nee non durum et eomitum eonsultu decreloiiue in hunorem 
aanctac dei gcnitricia Mariac »nnctorumque npostolorinn l'etri et l'auli neo non uiartyrnm Kilinni atque 
(ieorii atabilirimus et rorroboraviniU8, ut et inibi nostrnm parcntumquc noatrornni et Ottonis tcrcii ab 
vidclicct imperatori« antcrcMori" ae acniori« nostri cclebro liaberctur memoriale et iugig jiro omnilms 
ortodoxis boKlia miictaretur HHlutariH. l'roinde noverit omnium noatri fideliiim tnm presens etas quam 
et KueecKKUra ponteritiiK, qnia nos noKtrae queiidam proprietatiH locum llol/.gi'niill^a" dirtum in pago 
(•Iclllllltm* et in comitatn Iltl^OlliK* comiti» nitum ad candem 8upra dictam opiscopalem Ncdem • 
una cum omnibux ein« pertinentiis »ivc adliacrentüa, videlicct vieis villi« accelesiis Hervis et aucilli» 4» 

1411. c) loci», ohne Abk-ürzungiizticlien. A i\) die ganze hatierungazeile rim Ha. I tinrlii/clrar/cn 

e) A. 
l.'jO. ''BrcMlauj a) in dafür geUimcnt Lücke ron Kh nadiyctragtn 



HEINRICH II. 1007. 179 

• 

areis edificiis terris ciiltis et incultis viis invii.s cxitilius et reditibun quncsitis vol iii(|iiircmlia silvi.s ♦ 
veiiixtionibus aquis pi.scatioiiibus inolis nioleiidinis rebus iiiobilil)us et inmobilibus ac ceteris oiiinibu.s 
quae rite acribi aiit nppcllari possuut quoquolibet modo utilitatibu.s, liac nostrae auctoritatis preceptali 
pagina, pruut finiiius po»smnu.s, doiiamus atque ))roprietamus, omniuin contradictione remota, preci- 
6 pioiite.s igitur, ut iioliis in doo dilei'tiis ne\te dietae sodis Kbcrhnrdus eplscopus 8iii<|iie successores 
liborani ilidiiiic liabi-ant potestateiii eundem * locum llolzjijerninga'* dictum cum oiniiibu.s appendioiis 
suis teiieiuli possidciidi * seu quie<iuid sibi liboat modis oinnibus in usum c])i.scopatus indo faeiimdi. 
Si ([uis i^^'-itur, quod absit, iuiius nustrao donatioiiis muniticentiam dustruere .sive violart! |>resumet, in 
die iudicii eoram oculis dei tormento iuextiiiguibili aetcrnaliter luat. Quod ne eveniat, sed haeo 
10 traditio uostra ab omnibus perpetualiter inviolabilis permaneat, haue cartam indc conscriptam manu 
propria roborantes sigilli uostri inpressione in.sig'iiiri iussimus. 

^ Sigmiiii'' (lomni Heinrici (M.) regis" invictissinii. fj 

y Eberhardus cancellarius '' Uuilligisi archicappellani notavi.' | (SI. 2.) 

Data'' kal. nnv. indictione V, anno dominice incarnationis MVII, anno vero domni 
j5 Heinrici secundi regnantis VI ; actum Frankonofurt "^ ; feiiciter amen.® 



151. 

Heinrich schenkt dem Domcapitel zu Bamberg den Ort Pfürring. Ein Nach- 
trag von zweifelhafter Geltimg fügt die Schenkung von sieben Hofstätten in 
und bei Regensburg hinzu. Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiploni im k. ReichsarcMv zu München (A). 

Gesrhichts- und rechtsverlässiger Unterricht 129 cit. — Heyberger Ichnographia Babenb. 

1, 74 unvollständig aus A. — (Heyberger) Landeshoheit, prob, n" 11 aus A = Schuttes 
Hist. Schriften 27 n" 4 Extr., = Ried CD. Ratisb. 1, 125 n" 133 Extr. — Migne Patrol. 
140, 277 n° 41. — Oestei-reicher in Geöffnete Archive 5*, 81 n" 1 aus A. — Man. Boica 
28", 359 n" 231. — Böhmer Reg. 1012. — Stumpf Reg. 1469. 

Mit Ausnahme der von Ba. I voraufgefertigten ersten Zeile, der von demselben später 
nachgetragenen Datierung und des Zusatzes am Schluss des Contextes geschrieben von ED, 
der D. 150 ats Vorlage benutzte. — ■ lieber die Echtheit jenes Zusatzes ist schwer zu ur- 
theilen. Sachlich hat eine Schenkung von Hofstätten in und bei Regensburg an dcus Bam- 
berger Capitel, wie sie darin verfügt 7cird, nichts unwahrscheinliches, vgl. Hirsch Jahrb. 

2, 129; formell aber entbehrt der Nachtrag in den Urkunden für Bamberg der Amilogie, 
denn in D. 152 ist der Zusatz hinter der Datierung seinem Inhalt nach sicher als unecht 
zu betrachten. Wenn er nun in D. 131 von der gleichen Hand herrührte ivie in D. 152, 
so würde damit seilte Unechtheit feststehen; dies aber lässt sich, da in dem Zusatz zu 
D. 151 die Schrift des ED, in dem Zusatz zu D. 152 diejenige des Ba. I nachgeahmt 
ist, nicht mit Sicherheit behaupten; nur eine gewisse Schriftverwandtschaft ist in beiden 
Zusätzen bestimmt zu erkennen. Bei dieser Lage der Dinge halten wir den Nachtrag in 
unserem D. zwar für durchaus unverbürgt (vgl. Ficker Beitr. 2, 52), betrachten aber anderer- 
seits die Möglichkeit, dass er mit Genehmigung des Königs hinzugefügt sei, bei der eigen- 
thümlichen Entstehungsart dieser Bamberger DD. doch nicht als völlig ausgeschlossen. 

150. b) rar Signum ein tiefer stehendes a ausradievt; sigüum domni Heinrici (M.) von EA vwauf- 
gefet-tigt c) regis — notavi von Ba. III zuletzt nachgetragen d) dahinter fehlt vice e) die 
ganze Datierimgszeile von Ba. I nachgetragen f) i'urt auf Rasur, 

23* 



180 KAIS i: K r K K r M ) k n. 

1,0.1 ^ In nuniiiu' saiirt««^ et imlividiu- trinitatis. Hfinriciis diviiiM tavciito clo- 
liii'iillit rt'X. SBliibcrrinii» iptiir sHrri olmuiii iiistitnlioniliiiN (•i-ii<liniiir et rxliiiMiiiiMin'. iit tonipo- 

rali« r(-liiii)iipiiles bona ol lt>rri-nn J |>oiit|>i>iii-iitrH <'iiiiiiii<i<ln'* Ht'ti>rnn et »iiip liiir iiiaiisiirii in oolis 
ittiiiloauiu« ndi|<ifiri roiisiiiloriA. (^iiniiroptvr noH ilominiriti iioii siiriliiin aii<liliiiii prolioiitrs |)i'ft'(')itis ot 
dfilirin olitempiTniiilo iiiti-iul<>iites minxioiiiliiiN qucndniii iioslrni' patcriuu' IicrcdilatiK locum llaliclicrc'' 5 
dirtnin in scdem et ciilineii opiKcopntui« siibliniuiidi< provi'xiiiiiis ot l{i>inaiin niirtoritatc nt<|ii(' vciuriiliilis 
iirinrici Vrirribiirfrnnsi« cpUcopi congeiimi nv pnri coiiiniimitiiio oiuniiim iinstri tideliiini taiii arc)ii- 
episcoporiiin i|uiin) ppiscopiiriini nbbntunii|ui< n<>r nun diu-iim t>t roniitiiui consnltu docrotoiiuo in biinorcm 
«anotue doi )^-nilricis Marino sunctoninninp npo.ilnlornni l'i-tri t't Pauli ncc non martyruni Kiliani ntqiio 
(ii-orii »labiliviniuii et porrobornvimiui, iit et inibi noNtriini pnrpntuin<|iie Mustrornni et OttuniN li-rrii 10 

vidolicet iinpcrntoris nntcccssori» nr seiiioris nostri ccicbro hnborotur niomurialc et inj,'!« pr iniliii.s 

i<rtud«xiii boKiin niactjirrtur snhitaris. Pruindp iinvcrit onininni nostri lidi'liiMii lani prcBpns cta» <|Uaiii 
i't sui-ccMurn posterita.", ijnia nos nn^t^al' iinondani proprirtatis lociini l'toriuj^mi dictum in papo 

C'helsgouiie'" et in roniitatii Nortpotiiu' Herengeri '' comitis Kitiim ad stipcndimvi kanonicitruiii 
in eadi-iM Hiiprn dicta cpiocop a I i scdv COCllobitC deo sei'vicntilllll'' iina oiim onmibuK eins 16 
pcrtincntÜN xivc adbcnmtÜK, vidclicct vicis villis acelcsiia survis et ancillis anis aedifii'iiü ^ tcrriH eiiltin 
rt inmltiü viis inviis exitibus et reditibns quaesitiü vol inquireiidis silvis titrcstlblis Sllf^flllis'-' venatio- 
nibus aquis piM-atiimibus molis nndciidiniH rebus niobilibuH et iuniobilibus ac cetcr!» ouinibuN i|uac rite 
!<(-ribi niit nppellari possunt quo<|iiolibpt modo utilitatibux, bar no.strae aiirtoritatis preeeptnii paffina, 
prout lirmius posDUinus, donnnius alque proprictninus, nniniiini eontradietione reuiota, preeipicnte.« iu-itiir, in 

ut dilectissinii in Christo Babonbcrgcuses fi-atros nostri ox nostro iure libcraui ilihine 
habeant potcstatem oundem locum PioringUll dictum cum umnibus appcndicüs'' suis tcnendi possidendi 
vcl etinni sibi commoduin advocatmn ipsi loco niiper dicto siipereligendi 8>-u (|uici|niil 

illis libeat miidis Omnibus in usuni foflluliitalis ' tratcrilitatis iude faciendi. Si quis ijjilur. quocl 
abitit, Iiuius mistrae donationis'^ munificentiam destruerc sivc violare prcsumct. in die iiulicii ciirnm i!> 
oculi.i doi tiirniento inoxtin),'uil>ili aetornaliter luat. Quod nc evenini, sed haec traditio nostra ab 
omnibu.i perpctualitcr inviolabilis permaneat, lianc cartani inde conseriptam manu ]iroprin roborantcs 
i4i(.HIIi nostri inprcssione ■ iussimus insigniri. InBU])Cr Knti.'^pOllC tres arca.*« infl'n (irboni iuxta 
I)aniibiuni,'du«s Hrunnclaite, dua.s Hoginbuscn dodinni.s et cniifinnaimis in ii-<niii fV.iiriiiii.' 

^ .Signum domiii llcinrici (M.) rcgis invictissiini. [i i. 

I KboHiardus canei-llarius vice Uuilligisi arcliieapcllaiii recognovi. | (!>I. 2.) 

Data'" kal. iiov. iiKncfioiif V, anno dominifo incaniatioiii.'* MVII, anno vfrn domni 
Ileinrici ^et•undi regnaiiti.s vi; actum Frankonot'iirt: fcnfitcr amen.'" 



152. 

Heinrich schenkt dem Domcajjitel zu Bamberg den Ort Fürth. 36 

Ffankfinl IfX)/ November 1. 

I.'il. UrcK^ilau a| Ha» zirtilt o rurr. aus a h) .1; unter ilem zweiten e eine L'iiteyMni/e rmliert 

II Kh in iltifilr iifltiKK'nr Lücke nachi/itrai/i'n, aber auf liasur, so daiis iimprihii/lirh ein 
■ ■1.,-rf Gaunnmr (ri.ll.i.l,' Vorifi'iuuey narligelrur/en sein muss d) Nortgöiiuc Hcrcnjferi 

rwn fJI) in rinfilr </• he nachffeJraf/eti, nliei- auf liasur. Zuerst trar nur ein Xanie, U> 

mihi <ler lUs llrnfei: n/en ei um auf Uasiir f) aedifieiis am Km/e ihr 7. und 

am Anfanr/ der K. Sflnifiznh ran El) naehffetraf/rn, Jedenfalls erst narliileni I). l't'J (eefl. daselbst 
Sole tr » •>"' fi. /.'•/ abf/esrhrieben war ut die in der IT', fehlenden Worte t'orestilmg »aginis 
hat I "drr rini/efüiit In illier drm ersten p eine ()kerldn;/e aasi/elöseht i| eorr. 

nus irohl rnn Ha. I. hie Corrertur ist erst, nachdem die DD. J.'t'J. I.'i3 aus D. Ifit <•'> 

ti fcarni , rori/ennminen trarden ki das letzte i corr. aus e, eijl. D. t^>2 \. k 

'- Ire» auf liasur rnn anderer Hand, urlelu auch die folgenden Warte l/is in usum 
/■ ■ liri'lien hat, l'rs/irünt/lich stand inpresxionc initigniri iussirnus, womit iler Conlcrt 
i,l.. 'Iir i/anzr Dalirrunijszeile ron Ha. I nachijetraijen. 



HEINRICH II. 1007. 181 

Originakliplom im k. Reidixurrhir zu München (A). 

Replicae et AupUcae der Sfatf Nuennherg contra Brandenburg (Spirae 1569 = Holzschiher 
Deductionsbibl. n°48-i) 6S eit. — Kiirtze doch .gründliche Vorstellung des Hauses Branden- 
burg - Onolzbach , Beijl. 1 n° 1 ans Abschrift (a), die auf ein Yidimus (b) des Abts von 

5 Michelsberg aus dem 16. .Jh. zurückgeht und 1697 mit A collatiomert wurde = Faber 

Staatscantzley 31, 1S2 n" 1 = Falckenstein Nürnb. Urk. 17 n" 8, = Lünig JRA. 19", 
480 n" 1. — Ludewig SS. rer. Bamberg. 1, 1281 n" 46 ohne Eschalokoll und Zusatz wohl 
aus b = Wülckern Hisl. Xorimberg. ilipl. H20, = Migne Patrol. 140, 276 n" 40. — Kurtze 
doch grüiiilliche Vorstellung, was mr Varlhril eine l. Domprobstei/ zu Bamberg gezogen 

10 (1720 = Holzschuher Deductionsbibl. n° 147H), Beyl. 1 n" 1 aus b. — Geschichts- und rechts- 

verlä.'isiger Unterricht 125 n" 1 aus A und S33 nP 69 aus Transsumpt von 1699. — Ab- 
haudlung von denen landesherrlichen Gei'echtsamen , Urk. 3 n" 3 aus a (c) = Saueracker 
Gesch. des Hofmarks Fürth 1, 105 = Saueracker Nordgauische Staatengesch. 1, 105 = 
Fronmüller Chronik von Fürth 368 mit Verbesserungen. — Hegberger Ichnographia Bahenh. 

16 1. 73 unvollständig aus A. — Schönemann Cod. 1, 84 n" 46 aus d. — Ihsermann Ep. Bamb., 

prob. 16 n" 12 unrollstäudig aus d. — TW. zu der bestbegründeten Ausführung 1^, 125 
n" 1 aus cd. — Mon. Boica 28", 353 ii" 228 aus A. — Facsimile in (Heyberger) Landes- 
hoheit, prob, n" 9 (d). — Bijhnwr Reg. 1009. — Stumpf Reg. 1466. 

Unmittelbar nach D. 151 geschrieben von Bu. I, der das ganze Eschatokoll später nach- 
äo getragen hat. Der hinter der Datierung iingefügte Zusatz (Note n) ist unecht; die Zeit 

der Nachtragmig ist nicht sicher zu bestimmen, da der Fälscher sich bemüht hat, die 
Schrift des Ba. 1 tcenigstcns theilweise nachzuahmen, doch dürfte sie dem 12. .Jh. an- 
gehören. 

(C.) ^ In iiüiniiie sanctae et imlividur trinitatis. Heiuricu.s diviiia faveute cle- 

85 llientia rex. Saluberrimus* igitur sacri clumiii institutionibusl' erudimur et .idmonemur, ut 

teniporalia ruliiiquentes boiui et terreua | ]iostiioneiites coiiiinoda aeterna et sine fino mansiira in cclis 
studeainus adipisci coiisistoi-ia. Quaiiropter iios doininicis non surdum auditum i)rebcutes preceptis 
et deificis obtemperando ititendeutes suasionibus quendam nostre paterne hereditatis locum Babenbero 
dictum in sedem et culmen episcopatus suldimando proveximus et Roinana auctoritate atque venerabilis 

SO Heinrici'" Vvirciburg-ensis episcopi eonsensu ac pari'^ communique oninium nostri tidelium tani arclii- 
episeoporum quam episcopornm abbatmnque nee non diicum et comitum consultu decretoque in Iionoreni 
sanctae dei genitricis Mariae sanctorumque apostolornra Petri et Pauli nee non martirniu Kiliani atque 
Georii stabilivimus et corroboravinius, ut et iuibi nostruni parentnmque nostidium et Ottonis teitii 
Wdelicet imperatoris anteeessoris ac seuioris nostri celebre haberetnr memoriale et iugis pro omnibus 

35 ortodoxis hostia niactaretnr salutavis. Proinde noverit omnium nostri tidelium tam presens etas quam 
et suceessura posteritas, qnia nos nostrae quendam proprietatis locum Furti'' dictum '" in pago Nofd- 
gOUUUe" et in comitatu Berengeri"^ comitis situm ad Stipendium kanonicoium in eadem supra dicta 
cpiscupali sede coenobite deo servieutinm una cum Omnibus eins pertinentiis sive adherentiis, videlicet 
vicis villis ecclesiis f servis et ancillis areisS * terris cultis et incultis viis inviis exitibus et reditibus 

40 quesitis vel inqnirendis silvis Ibrestibus sag-inis venationibus' aquis piseationibns molis molendinis 
rebus mobilibus et inmobilibns ac ceteris omnibus quae rite scribi aut appellari possunt quoquolibet 
modo utilitatibus, hac nostrae anctoritatis preceptali pagina, prout firmius possumus, donamus atque 
proprietamns, oniniun] contradictione remota, precipientes igitui', ut dilectissimi in C'luüsto Baben- 
bergenses fratres nostri ex nostro iure liberam dcliinc liabeant potestateni'' eundem locum Furti"^ 

•ts 152. [Bresslauj a) A b) insti auf Rasur c) nach He ein Buchslabe, wuhrscheinUch ein u, 

ausradiei-t d) nach pa Rasur e) in dafür gelassene Lücke von Ba. I nachgetragen 

i) vor dem ersten e ein Bvchstahe ausradi«rl g) edificiis fehlt, vgl. D. l.öl X. f li; a corr. 
aus e 



182 KATSF. nrnKUNDEN. 

nuncupatuin'' cum omnibus appeiidieiia suis tenendi possidendi vel otiaiii silii vummnttum iidvoontum 
ip»i loco mipor diclo stiperolifrondi m>» qnioipiid illis libonl modis omiiibu.i in ii.ium eocnobily' fra- 
temiUli« iiid« faciendi. Si quia igitur, (luod absit, Iiuiu9 no:itrae donatioiiis'' iniiniticuiitinin dostnirro 
sir« violare presuiuet, in die' iuditii coram oculis doi tormento inextinguibili aetemnlitcr Itiat. Qiiod 
ne eveniat, aed haee traditio nostra ab omnibus perpotualiter inviolnbilis pormancat, hniu' riirlani iiulo t> 
coiucriptam manu propria ruborantes aigilli nostri inprosaionr insif^iiiri iussimus. 

^ Signum" domni Heinrici (M.) regis invictissimi. § 

^ EhorIiard(js cnnoellarius vice Uiülligisi .ircliioapellani riH-ognovi. ^ iSI. 2.) 

Data kal. uov. indictionc V, anno doniinit." incarnationis MVll, ainiu vero douini 
Heinrici seeundi regnantis \l; actnm Frankonofurt; feliciter amen.™" lo 



153. 

Heinrich schenkt dem Domcapitel zu Bamberg den Ort Holzheim. 

Frankfurt 1007 Xavemher 1. 

Originaldiplom im k. Beichsarchiv zu München CA). 

Heyberger Ichnographia Babenh. 1, 74 unvoUstiindig aus A. — (Hci/bcrger) Landeshoheit , i6 
prob, n" 10 aus A. — Oesterreiclier in Geöffnete Archive 3, 45i n" 7 aus A. — Mon. 
Boica 28", 361 n' 232 aus A. — Böhner Reg. 1013. — Stumpf Reg. 1470. 

Bis auf die von Ba. I später nachgetragene Datierung unmittelhnr nach l). 151 geschrieben 
von ED. 

(C.) ^ In nomine sanctac et individuae triuitatis. Hi'inricns divina tavente fl<'- 20 

mentia rex. Salubcrrimi« i^itur sacri eloquii institutionibus erudimur et admoncmur, nt tem- 

poralia rclinquentcs bona et terrena ^ postponentes comnioda aeternn ot 8inc finc niausura in cclis 
studcamus adipisci consistoria. Quaproptor nos dominicis non surdum auditum prcbentos prcooptix et 
deifici« obtcmperando intendcntes suaaionibus qucndam nostrae |iHtoriino bereditatiH Incum Habenbcrc 
dictum in ücdcm et culmen episcopatus «ublimando proveximiis et Hnnian.i auctnritate ntqup vonernbili» ü.s 
Heinrici VvirciburgenHi« episcopi consensu 11c pari coniiiiunique omniuiii iiostri lidplium (am .irihii'pi- 
■coporum quam epiacoporum abbatumque nee non ducum ot comitiiin" fonsnltii ilicrptoque in liiMKnem 
sanctae dci ^cnitricin Marine nanctorumquc apostoloruui l'oiri et Pauli nee nnn martvrum Kiliaiii atquo 
Georii atabilivimus et corroboravimus, ut et inibi noittrum |>arentumque nostrorum • videlicct Ottoniü 
tercii imperatori» antcceitiioris et Kcnioris nostri colebre haberetur mcmoriale et iugi« jirn nmnihus 30 
ortodoxis bostia mactarctur sahitaris. Proinde nuverit nninium nostri fideliiini tnni presens etas qiiiuii 
ot Bucceasura pnsteritas, quia no« nostrne quendam proprietatis locuiii llolzlioim dirluni in papn 
Horevun'' et in comitatu Vlonis** coniitiH situni ad Hlipendium kanonioornin in eadem supra dict« 
«piscopali Rcde cocnobilc deo servientium una cum omnibus eins pcrtinentÜH Hive adlieri'ntiis, videlicct 
vicii rillis aoccieaii* »ervi« et ancillis arei» ncdificiis terri» ciiIiik et iiiciillis \\]h inviis exitiliUH et 3li 

\&2, i) rgl. l>. tat S. i k) '/«/» Irlzir i corr. au» 0, r«//. /'. l.'il S. k I) i über 'Irr Zrilf iiticJi- 
ffrlraifen ni; das ifanzr Enrluiliihill ron lia. I nnrlii/elmt/rn n) unter der Diitirninr/ rtm 

np^lerrr Hand drr folf/mdf, o/fenlMir utifchlf ZiiHnl:: advocatun phicitiim iiahcnt ante fcHlum 
sani'ti Micbahclis et ante XLniani, et tunc ilctur ei »erviciuin: dun modii trilici, niodius Hilitfinis, 
porcus induetilis, ]>orcuR lateralis, porcellus, VI casoi, (' ovn, VIII (ralline, una unia vini vcl 40 
medonis — et uma oonslct ex XXX HtAupis — , du<; (iil>fr lUm ^\'oli Uatiurj unn- cervisif 
ciusdem meniur^, diio «cobri avenv, nindiuit avcnv trituratue (no »cheinl gcirxrn irerdm zu 
müiiMn). Siniilitcr flat de aliiii principalilius Imnis sancli (ieorfrü. 

158. Brt*«<lau aj mitum i"on ron tiruern' Hand narhr/fnir/cii, da die allen SIriihe n 11 si/rbliflie» 

iraren. Aiieh Uatur an diener .'<le/le I)) in dafür ffflasKrne Lileke von ICD mirhf/elrai/cn ii 



IIKINRICH II. 1007. 183 

reditibus quucsitis vel iiiquirendis silviH forestibus siipnis venationibiis nquis piscntionibus molis molen- 
diiii.s rebus mobilibus et inuiiobilibus ac ceteris oninibus quae rite scribi Vel appellari possunt quo- 
quolibet modo utilitatibus, liae nostrae auctoritatia preceptali pagina, prent firmius possumus, donamus 
atque proprietamus, oiiiiiiiim coutradictione remota, precipientes igitur, ut dilectissimi in Christo Babcn- 
fi bergeiiscs fratres iiostri ux nostro iure"" liberam dehinc habeant potestatem eiindem locum Holzheim* 
diitiim cum omuibus appcnditiis suis teiiendi possidendi vel etiaiu sibi eoinmoduni advocatum ipsi" 
loco uuper dicto supereligendi seu'' quicqiüd illis libeat mudis omnibu.s in usum coenobitac'' fratenii- 
tatis inde faciendi. Si quis igitur, quod absit, huius nostrae donationis niunifieentiam destruere sive 
violare presuniet, in die iudicii corani oculis dei tormento inextinguibili aeternaliter luat. Quod ne 
10 evcniat. sed haec traditio nostra ab oninibus perpetualiter inviolabilis permancat, hanc cartamS inde 
conscriptam manu pro|iria roborantes sigilli nostri inpressione insigniri inssimus. 

§ Signum doiiini Hpiiirici (M.) regis invictissimi. ^ 

I Ebcrhardus cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovi. ^ (SI. 2.) 

Data"" kal.' nov. iiulictione V, anno dorainicf incarnatioiiis MVII, anno vero domui 
16 Heinriei secuiidi regiiaiitis VI; actum Frankonofurt; Icliciter amen.'' 



154. 

Heinrich schenkt dem, von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Nagold. 

Frankfurt 1007 November 1. 

Originahliplom im k. Beichsarchiv zu München (A). 

20 TJssermnnn Ep. Bamh., proleg. 29 cif. — Mon. Boica 28", 381 n" 242 aus Ä. — Wirtemh. 

ÜB. 1, 244 n" 207 aus A. — Böhmer Reg. 1028. — Stumpf Reg. 1480. 

Mit Ausnahme der von ED gemachten Nachträge und Correcturen unmittelbar nach D. 147 
geschrieben von Ba. I, der das ganze EscMtokoll später hinzufügte. Die Erivähmmg 
Otto's III., die in der VU. fehlt, hat Ba. I, dei~ wahrsclmnlich unmittelbar vorher D. 152 

25 geschrieben hatte, aus dem Gedächtnis in ungeschickter Formulierung eingesetzt. Gegen 

das Ende des Contextes hat Ba. I wie in D. 158 eine Zeile der VU. übersprungen. 
Entireder irar nämlich die ganze 14. Schriftzeile der VU. ausgefallen und Ba. I hatte 
also geschrieben : Si quis luat. Quod ne fiat, sed haec traditio nostra ab Om- 
nibus incorrupta permaneat. Oder er hatte geschrieben: Si quis igitur, quod absit, 

30 huius nostrae donationis munificentiam und ivar dann zu dem in D. 147 in der folgenden 

Zeile unmittelbar unter munificentiam stehenden Wort incorrupta abgeirrt. ED, der bei 
Nachtragung der Orts- und Grafennamen das Versehen bemerkte, besserte es durch eine 
Correctur aus: so ist die von der VU. abweichende Formulierung der Corroborationsformel 
unseres D. entstanden. 

36 (C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus dirina preordinante 

dementia rex. Saluberrimis igitur sacri eloquü institionibus " erudimur et admonemur, ut 

temporalia rolinquentes l)ona et terrena postponentes commoda aetema | et sine fine mansura in caelis 
studeamus adipisci consistoria. Quaprojiter nos doniinicis non surdum jinditum prebcntes prjceptis et 
deiücis obtemperando intendentes suasionibus quendan» nostrae pateruae hereditatis locum Babenberc 

40 1.53. c) iu ron iure und eu von seu von neuerer Hand iiachgezoffen dl 1 corr. aus einem Buchstaben 

7)iit Unterlünf/e e) über p ein Strich ausradiert und ausgewischt f) t^gl. D. 151 N.\ g) über 

der Zeile nachgetragen b) die ganze Datierungszeile von Ba. I nachgetragen i) kk A. 
154. [Bresslau] a) A 



184 K.VISi: in'KKlN DKN. 

dictum in .sriiiMii il riilini'ii t>|ii!iro|iHliis )iul>liiniui<l<> iirovcxiniiis et Ki>iiiaiia aiirtoritnti' at<|ii(' voni'iitbilis 
Hcinrici Vllir^■ibu^{rl•n*i^ r|ii>ro|ii roiiRciiNii «r pari ('oiiiiiiiiiii<|iio (iinniiini iioslri tideliiim laiii iiiiliiopi- 
seoporiini qunin p|>iiicoporiiiii abbntiiniqiiv nvr iion iliit-inn et roniitiim coiisiiltii deeretoqiio in boiiorcm 
sanrtae dci pcnilririü Mnriae saiirlorum<|ii(< npustoloriiiii l'ctri rt Pauli iirc nun niartiriini Kyliani al(|iio 
Ornrii »ijibilivinin.H i't rorrolioraviniiis, ut <>t inibi noülriiin par(>ntnmi|UP noüfroruiii VKlolil'Ot (.)ttunis 6 

tercü'' videlicet iiii|i<'rati)ns'' nutocessoris vi senioris nnstri oelcl>re halicroitir moniorialc et 
in^s pro omuibiis ortodoxis hostin ninctnrotur ünliitariü. Troindo novorit oniiiiiiin mistri tidi'liiiiii taiii 
prt>«<>nii Pins i|iinui snoccwiiirn postrrita.», <|iiia nos nosirac <|U('iiilniii pinprictatis lncnni Nü^alta'' dictum 
in pnjru NilJJjalfJOmie"' rl in foniilatti'' \\ Cfilllicrii '' riiniitis sitiiiii ad oandoiii siiprn diclani rpisco- 
paloin sedoni Uabonbprc diclnni mia ciini oninibus eins piTtinenliis sivc adbcrcntiis, vidclint vicis villis 10 
nccrlrKÜs »i'n'i» et nncilli-i arci» ai'dititii» terris cnltis ot ini-iiltis vüs ot iiiviis pxilibiis et rcditiliiiü 
qtiaPKitis rt-l iiiquin-iidis silvi» t\ir<<iitibui> snfönis veuntionibu» aquis i)iK('ati»iiibnN iiiolis uiolondiuis rebus 
niobilibu« «t ininiobilibns ac ccteri» oinnilms qunc rite scribi aiit nppellari possnnt qnoquulibct modo 
iitilitalibus, bac nostrne nuctoritati« preceptnli pnj^inn, pront Krmiiis possumiis, donniiiiis atqno proprictaniiis, 
omnium contrndirtioni- rcmotn. pryoipientes ifritnr. ut nnbis in deo dilectus sepc dit'tac spdis Kborhardiis 15 
rpisi'opu» suiquc »ucci-ssciros libernui dcliinc habeal" potcslatoni rumloui presoriptum loetini" dictiini 

cum oinnilms npppudiciis suis tciiendi possidendi svu (|uici|uirl sihi libcat inodis iniiiiibus In msumi 
episcopatus ind<> fnoirndi. Et' Ut liace nostrac tfaditinnis aiietoritas'^ Inrorrupla ixTuianent, 
hanr cartniii inde cousfriplain uiauu pmpria robornnics higilli iioslri iii|iris>iiiiii- insiL'iiiii insslniiiN. 

^ Sijjiiuiii " doiiini Hoiurici (M.) regis invictissinii. jl so 

I Eborliardus caiu-cllaiius vice Uuilligisi ariliicaiicllani roeogiiovi. ^ (SI. 2.) 

Data kal. nov. iiulictioiic V. anno ddiiiiiiiee incaniationis M\ II. anno vci-o donnii 
Heinrici spcundi rognanlis \'l : actum Krankonufurt ; fclicitcr amcn.'^ 



155. 

Heinrich schenkt dem von ihvi gegirnndeten Bisthum Bamberg den Ort Deggingev. s5 

Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldijiloiii im k. Beiclisarchir zu München (A). 

l'ssermann Ep. liamh., prolep. ^9 dt. — Srhultex Hust. Schriften 336 n" 4 Knvollsiftndig. — 
.1/0.1. Boica 28", 375 v' 239 am A. — Böhmer Reg. 1020. — Stumpf Reg. 1477. 

D. i5/5 ist das ernte Stück einer Serie von lilanipicis, auf denen Bn. J die Königs- und 30 
Kanileruulcrschri ft voran fgc fertigt hat. Er hat dabei wohl D. 149 ah Schrcihmuster be- 
nutzt, eine Urkunde, in welcher ED am Raummangel beide Formeln in eine Zeile gebracht 
hatte, und sich ihm darin durchweg nngeschlossen, leifwohl ihm nelb.it die Raumrerhdltnisse 
dazu keinen Anla.ss gegelten hätten. Auf dicsetn Blampiet trug er dann, D. l.'iO ah 
Vorlage iH-nulzcnd, das Eingangsprotokull und den Conte.rt ein, bis auf die von ED nach- 36 
getragenen Orts- und Grafennamen. Die Datierungszeile hat lia. I später hinzugefügt. 

(('.! ^ In nomint' t»anctao ot individuao trinitatiH. Ileinricus ilivina t'aviiiir Av- 

incntin rcx. .Salnbirrimi« ifnlur »arri oloqnii inKtitutionibns ■•rudimiir et ndmonemur, 111 tciiipnralla 

relinqiiente» bona S '"' lerrenn po»tpiincnt<'» cuminoda neternn et sine tiiie inauHUrn in celi*i stucliMiinus 
adipiiK'i roiuiatoria. Quapropter nos doniinieis iiou '.nrduni nuditum prcbenles preeeplin et deificis 40 

^'A. M t<>rcii videlicct imperatnri« auf Hn»ui . .» ilnfdr gelaiume, LOcke ron KI) nnrliijelrufirn 
A) lia. I hatif zurrKl cninitu iiturhrirlirn, iran EI> in i-omitatu corriffirrlc v) umiu.it/ifill/tf 

LOrkt für dm OrUnamm f/ et - unctoritnji auf Hamir ron KD i/Mchriehen, r;;l, tlie l'or- 

brmrrk-uni) g) da* ganze Ktrhnloknll ron lia. I nachpetrar/en. 



FI i: IM! IC 11 II. 1007. 185 

obtempeiaiiilu iutiiulciitea sunsionilju.s ipu lul.uii •' uustiMi' (iiitermio hcrcditatis locuin Hiibenberf dictum 
in sodeni tt ciilnioii episcopatiin sul>liiiiuM<t<i |piiivixiniu.s et Hninaiin aiictoritate ati|ii(" vciierabilis 
Heiuric'i Viiirciliiirj^ensis oiiisuopi eoiisensii hv iiari cciiminmiiiiu' iiiiiniiiiM iiostri Kdcdiiiiii tani arcdiiopi- 
si'opnriiiii ({"am (■[■i.st.-oporiini al>IiaTiiini{iic iicc imiii diu-mii vX (-(iitiitiini (-uiisiiitii dc('rrto(|ii(' in limiort^iii 

5 sanctao dci {fcnitiii-is Mariae saiietoriinuiuc apostoluiiiiii l'eti'i et l'aiili uuc nun inartinnii Kiliani at<iue 
Ooorii stabilivinuis et oorroboravinius, ut et inihi lutsti-tim ])ar('iituiiH|<[e uostronini et (Utoiiis tertii 
videlicft iin|M'ratiii-is anteeessoris ac scniorüs iiostri ci'li'hri' haiM-ri-tiir itieiimriab- et iiij^is pro (jiiiniltus 
(Htodiixis huütia iiiaetaretur salutari». Troinde noverit oimiimii no.stii lid<dium tarn preseiis etas quam 
et .siieeessiira posteritas, (piia iios uostiae iiueiulam pnipiictatis Icieuiii lecginguil dietuin in pago 

10 KioZüin'' et in edmitatu Sigfiliardi ** eoiiiitis sitiim ad eandem sii|jia dietam episcopaleni .scdem una 
eiiiii «itiiniliMs eins pertinentiis si\-e adliaerentiis, viilelieet vieis \illis aeeelesiis servis et aneliiis areis 
ediKeiis terris eiiltis et ineiiiti.s viis iuviis exitibns et reditiliiis ([uaei-itis vel inniiireiidis silvis veiiationibus 
a<|iiis piseatioiiibiis luolis nioleudinis rebus iiud>ililiiis et iiiiiiobilil)Us ac ceteris oiiinibus quae rite scribi 
ant appellari pussniit qiiiM|inilili<-t iimd" iitilitatihus. liac- leistrai' atietoritatis iiroceptali paffiiia, prout 

13 tinuiiis |i(>ssumiis, douaiiius at<iue proprietanms, onininiu eontradietioiie remota, ])reeipieutes i^'itur, ut 
iicibis in deo diieetus sepe dietae'sedis Eberbardus e])iseo]ins suique successores lil)eram debinc liabeant 
]iotestateni cuiideni ioenni Tccgmgun'^ dietnni eum onniibus appendicüs suis tenendi possidendi seu 
iHiie(iuid sibi libeat nnxlis .mniilins in nsiini episeiipatux inde faciendi. Si quis igitur, qnod absit, huius 
nustrae donatiniiis nninitieentiani destruere sive violare prosnniet, in die iudicii coram oculis dei tor- 

20 mentii inexting'uibili acterualiter luat. Qnod ne eveniat, sed liaec traditio nostra ab Omnibus perpetu- 
aiiter invinlaliilis permaneat, lianc eartani inde emiscriptani manu prnpria rnborantes sif,'-illi Udstri 
iiiprcssione iusi<>"niri iussinnis. 

I Sigmuii domni Hcinrici (M.) regis invictissimi. ^ 

I Eberhardus cancellarius vice Uuilligi.si archicapellaiii recoguovi. | (SI. 2.) 

s.i Data'' kal. iiov. indictione V, anno dominice incarnationi.s MVII, anno vero doinni 

Heinrici secundi regnantis VI; actum Frankonofurt ; feliciter amen.'' 



156. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Nusshach. 

Fniiikfini 1007 November l. 

30 Originaldiplom im k. Reichsarehiv zu München (A). 

üssermami Ep. Bamh., proleg. 29 eil. — Müik Boica 28", 38H n° 243 aus A. — Böhmer 
Reg. 1024. — Stumpf Reg. 1481. 

Auf einem in der Weise von D. 155 hergerichfefen Blancfuet, in icelchem, tcie hier deutlich 
zu erkennen ist, auch das Siegel oder icenigstens die Einschnitte für dasselbe bereits an- 
35 gebracht icaren, trug Ba. I das Eingangsprotokoll und den Context ein. Ob er die 

Datierung gleich in einem Zuge mit dem Confexf geschrieben oder später hinzugefügt hat, 
ist nicht mit voller Bestimmtheit zu sagen: ebenso müssen wir dahingestellt lassen, ob die 
Nachtragung des Ortsnamens an der ersten Stelle von Ba. I oder von ED herrührt; die 

155. [Bresslau] a") en auf Basur \\\ in dafür (/etassene Lücke von ED nachr/clragm c) die 

40 yanze Datieriingazci/e i'on IIa. I nachgetraf/en. Etwas oberhalb (kr jetzigen Dat ierunggzeile 

hatte er zuerst eine blinde Linie gezogen und darauf data geschrieben, hat dien n'ort aber nach- 
her ausradiert. 



Kiiiserm-kunden 111. 



24 



186 K AISKUrUKl'XDKN. 

ühri{t<'n imchiirlrniirufu Xaiiifii sind sirhrr roii Ha. 1 ijcsrhricbfii. Als Vorlitiir hat li. 144 
gedient. FnUs dir liiiliening iiarhgetrayni ist, was wir nirlil sicher feslstellni kiiinwti, 
trSre D. 1S6 als das spfltest geschriel>cne Sliick, im dem wir diese ErscheiHung hcoharhtcn 
künum, auzHueheii. demgemttss also auch die Iel2le der rom 1. November 1007 dallerleii 
erkunden, deren Vonterl schon vor dem 1. Xoveniher geschrieben ist. ,, 

{('.) p In iioiiiiuf saiii'tai» et iiulividuc trinitatis. Hcinrii'us diviiia t'avciiti' ilo- 

lllOntia IVX. SiiliilnTriimis" i^ritur snrri <-l<)<iiiii iiislitiitiniiiliiis iMiiiliiiiiir rt iiiliiiniu'imir, iit tciii- 

puralin ri'liii(|iiciitos bona «-t ti-rrma |ioist|ii>ii(>iiteK i-oiiiiiioda ^ notonia t-l sine liiu' iiiiiiisiiia in rylis 
»Kidi-aiiiii» ailipisfi rimsistorin. yiia|ii<>|ilii' iii«s ilKiiiinicia mm siinluin Hiiditiiin pirlii'iitt's |iriM'('|vtis i't 
ik-iticis olil(Mii|ioramlo intoiuli'iitt's »iia.sioniltiis i|iifiuliiiii uostrao patonini' lirroiliialis loniin Halpoiilx-rc lo 
ilictuin iu spdein et ciiIiiumi cpiscupatiiN Biibliiiiaiulo provrxiiiiiis et Kuinaiia aiiclDrituto atipio vi>iii>i'al>ili>i 
Heiurici Vvirciliurpciisis episoopi cuiisciihu ac pari cuniiiiiiiii(|iio oiiiniinii iiuNtri lidcliiini taiii arclii- 
rpiscopuriiiii <|iiaiii episcnpnruiii al>liatiiiiii|M(- ncc noii diu-iini et comitiiin cuiiHiiltu (lfcrt>to<|iic !ii lioiinri'iii 
>aiirtae «Ici f^ciiitririK Mariac »aiicti>riiiii(|iii' apoxtoinriini Pptri et Pauli nee noii niarliriiiii Kylinni at(|iit' 
(icorii stabiliviniiiK et ('(iiTiibiiravinins, iit rt iiiilii Mustriiiii pairiitiiMii|iii' nnstrnriiin ci'li'brc lialieiitiir i;i 
nicniiirialc et iiips pm ••iiinibii.s urtoiloxis bostla nwu'tari'tur .salutanx. I'roinilc novorit oniiiiiiin iioNiri 
liitflinin taiu pn'scns etns (luani et succcssura posterltas, ipiia mos mistrae i|iii'Milaiii proprietati» Iikmiiii 
Nuzpach'' ilietiini in pago Jlortenoviia *■ et in eiiuiitntu Hessini'' eoniitis sitiiin ail eanilein .sii|iia 
(lictam ppiscopaieni srdem Habcnbcrc dictam eiini omnibnis eins pcrtinentiis sivo adhercntiis, videlicrt 
vieis villis aeeelesiis caiicllis servis et ancillis areis aeditieii.s terris ciiltis et ineulli.s viis inviis exitibns äo 
et rctUtibuij ipiaesitis vel in(|uirendis silvi» forestibun üairinis venati<>nil>iii< a(|iiii< |ii.seaeiunibn8 niulis 
inolendinis rebus inobilibus et inmnbilibns ae eeteris oninibns «[nac rit<' seribi vel appellari'' possinit 
<|no<|nolibet modo utilitatilms, hae*' uostrae auetoritatis preeeptali pa^'iiia, prnut tirniiiis poDsiinuis, 
donamus atque proprietanius, uinninm eontradietiunc reniuta, preeipicutes ig-itiir, ul in deu dileetiiB 
nobi« sepe dict^ sedi« Eberhardus episcopus liberam dehinc babeat potcstateni sninue suceessnreK f ii 
eundpin loeuni ^UZpaeh'' ilietiim eum oinuibus nppcudieiii« Kuis tcuendi possidcudi seu ({uici)nid sibi 
libeat niodis oaniibns in iisuni episcopatus inde faeiendi. Si qiiis ifritor, qiind absit, hiiins nostrae 
douationiH munitieeuttani <lestruere sive violjire presnniet, in noviNsiino die torniento ine\tin;^uil>ili 
eiirain oeiilis dei hiat. (/ii'mI ne liat, sed liaii' traditio nusira ali onniilmN ineornipla piTiiiaiK-at. bane 
eartani inde conHeriptani mann propria ruliorantes »igilli nostri inpressione insipiiri inüMinniN. 30 

?i .Si<niiini (Inuini Hoinrit-i tM.) rcKis invietissimi. H 

^ Kliorliardiis oanecllarins vici' l'uHli^isi areliicajM'llani reeognovi. jj iSI. 'J.i 

l)ata kal. nov. indietione V, annu doniinicc inearnat|ii)nis] MVII, (anmi veni| (Imiini 
lleinrici seeiindi rej^nantis vi ; actum Frankonofurt ; feiiciter amen. 



157. 3i 

Heinrich schenkt dem con ihm (jef/riindeten Bisthuni Bamberf) seine theils von 
seiner Mutter ererbten, tlieiU von der Rilint empfangenen Besitzungen zn 
ReichenhnIL Frankfurt UH)7 Nuvemhrr I. 

(triginaldi/ilom im k. lieiehsarrhir zu Münrheii (A). 

L'ssermann Kp. Hamh., proleg. HO dt. — Ocstcrreicher in (ieiiffnele Archive /'', HH9 n" I aus i.i 
A. — Mon. Hoira 2ff , S/H n' 538 aus A. — liiihmer Reg. 1019. — Stumpf Reg. ItTH. 

IM. '^Breatlan] «' ,1 >ii 1« dafür iiehminie lAIcke nnchijeiroqcn ; oh ron ED (»Irr lin. I, ist nicht 
tifher tu nilurltri'lm cl in dtifOr t/elaiumf Lflclre ron Ho. I nachf/ctroffcn <1) '/«« rmlt p 
rorr. Oll» b ei r rorr. aiu e f; ciriurhrii firm ureilrn iinil ilrm ilrillrn h kleine Rasur. 



IIKFNRKMl II. 1007. 187 

Auf ein in (Irr Weise von D. loö herijcriditetrs Bliniqiwt srhrich lin. T iiiiniitfi'lhur nach 
D. 14.8 (YU. I) das FÄnyangsprulokoU und den Confext soivie die Datierung. Für einen 
in der Dispositio abweichend forniiilierlen Satz benutzte er ein von ED verfasstes Dictat, 
welches in der Pertinenz formet nirh (dt 1). 147 (VU. II) oder ähnliche Stücke anlehnt. 
5 Den Gra/ennamen, melleirht a/nh dm Gaiinamen, hat Ba. I Kclbsf spriter nachgetragen. — 

7)rt.s- DO. I. 431 über die Schenkung der Saline Reiehenhalt an Heinrichs Gro.ssmutter 
.Judith steht ZH D. 157 in keiner Beziehung. — Ob D. 157 früher oder später als D. 158 
entstanden ist, liisst sich nicht entscheiden. 

(C.) I In iiiiniiuo saiictue et indivifluu trinitatis. lieinricus diviiia prcordinantc 

111 t'leuieiltia rox. Salulienimis ijritui' sacri cloiiuii institutioniljiis ermlinuir et ailnioneiiiur, iit I 

teni])iiralia i rliiuiui'iitcs Ikiiiu et terrona postjjoiu'iites conmioda aetcnia K et sine fino inansiii'a in cflis 

stiuloanuis adipi»ci consistoiia'''. Quapvopter nus ilominieis non surdiim anditum prebentes preceptis 

et deitieis obtenipcrando intcndentes snasionilms <|Mendaiii nostrae ])atenic hereditatis locum Babenberc 

dictum in scdem et eulnien episcopatus subliniand" provexinins et Komana auctoritate atqne venerabilis 

15 Heiurici \'uircil»ur;^'t'nsi.s episcopi eonseusu ae pari eoniinuniijiie oniniiiiri nostri Hdelinni tain arciiiepi- 

scopuruin quam episcojnnaim abbatumque iiec non clucum comitum eonsiiitu decreti)(|ue in honorem 

sauctae dei genitrieis Mariae sanctorumc|Ue apostolorum Petri et Pauli nee non'^ martirnm Kyliani 

atque (ieorii stabilivimus et eorrol>oravimus, ut et iiiil)i nostrum jiarentumque nostrorum etdebre 

halxMctnr nieiuciriale et iugis pro Omnibus ortodoxis hostia mactaretur sahitaris. Proiude noverit 

::ii onniiuiii nnstri üclclium tarn presen^' etas quam et successura posteritas, qnia nos talia boiia atquc 

prcdia, (|ualia beatae luemoriae inater nostra in loco Halla dicto et in pago Salz- 
burcgouui'' in comitatu vero Thiemonis* comitis visa est proxime vivens possedisse, 
insiiper et talia, qixalia in nuper dictis locis nobis proprietavif domna Rilint, ad u 

candeui * episoopalem sedem iJabenberc dictani una cum omuibus eorum pertinentiis sive aderentiis, 

■>ö videlieet * servis et aucillis coftilocis sive patellaruiii liicis, quae vulgariter pfansteti vo- 

Cantur, ac aediticiis terris cultis et inoultis viis inviis exitibus et reditibus (incsitis vel inquirendis * 
rebus mobilibns et inniobilibus silvis COHlUlunitatlbus ac eeteris omnilius quae rite scribi aut appeilari 
possunt * utilitatibus, bac nostrae auetoritatis preceptali pagina, prout tirmissime possumus, donamus I 
at<|ue proprietamus, omnium contradictione remota, precipientes igitur, nt nobis in deo dilectns sepe 
30 dicte sedis Eberhardus episeopus liberam dehinc habeat potestateni ac sui successores eadem prcdia 

atque bona, euiuscumque noniinis vel ixtilitatis sint, in supra dicto loco Halla sita 

teuendi possi<lendi seu quic-i|uid silii libcat inodis omnilius in usum ('|iiseo)iatus iiide faciendi. tSi c|uis 
igitur, (piod absit, huius nostrae donationis munificeuciam destruere sive violare presumet, in novissimo 
die coram oculis dei inextinguibili torniento luat. C^iiod n(^ 6at, sed baec traditio nostra ab onniibus 
35 incorrupta permaneat, lianc cartairi inde C(.»nserij)tam manu propria roborantes sigilli nostri inpressione 
insigniri iussimus. 

I Signum domni Heinrici (M.i regis iuvictis.simi. ^ 

y üjjerliardus cancellarius ' vice Uuilligisi arcliicapellani recognovi. \\ (SI. 2.) 

Data kal. nov. indictione V, anno dominice incarnationis MVII, anno vero donnii 
40 Heinrici*^ secvmdi regnantis vi; actum Frankonofurt; feliciter amen. 

157. [Bresslau] a) das erste, s sofort corr. «».■. st li) on corr. aus ec c) A d) Thiemouis 
in dafür gelassene Lüche ron Ba. I iuicli;/cti-<i(/en; ol> auch der (rauname nachgetragen M, lässt 
sich nicht bestimmt entscheiden c) proprietavit auf Rasur f) am n Correctur g) am 

ersten i Correctur. 

24* 



188 K AlSr. Kl'ÜKl'MtKN. 

158. 

Heinrich srlifukt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort MuUighofen . 

Fniiik/iirl lOOT Noremhtr 1. 

Originaldijiliim im k. Hrirlisurrhir zu }tii»rhni (A). 

l'ssertmim Ep. Bnmh.. proleg. •J9 rit. — .1/«»/. Hnirn :28", 369 u' 236 aus A = Vli. dis ■, 
LoHiies oh (hr Efiiis i>. 7-J n" 55. — Biihmrr linj. 1()17. — Sliinipf Reg. 1474. 

Auf ein in der Wrisf von D. l-')ö ht'njerichMes lilamiufl sihriili Hu. l im vugxton An- 
schluss an D. //.■> und in nnnn Ziii/r das l'Aiitinnfisprntiikrdt , dm Cnulixl und die Ddlicniii;/. 
l)ic ausgeliisxcncn Orts- und (irnfmmimni hui vr selbst später mieligelrdtjeii ; er hui tuult 
dabei nicht betnerkt, duss er beim Copieren der Vü. ähnlich wie in D. 154 eine ganze w 
Zeile iil)erxprungen halte. 

(C.) i| In nomine sanotao et indiviihic trinitatis. Heinrieus divina rlcmcnlia 

prcorninnntc rcx. .Snluliorriinus* ifritiir siioi'i ('liM|iiii iiistitiitioiiilius onidimiir et ailiiiiiiiininr, 

nl tcmpornlia roliiic|iieiite.s'' lioiiii'' i't trrrriin |insf|iuiioiiti'8 cuiiiiiKKln at-toriin S et siii<;" liiic iiiniisiira 
in rrlis NtiKiciiiiuis nilipisri coiisixtoi-in. (^iiii|irii|iti-r iio.s (liiiniiiifis iiiin siiriltini niKlitiiiii pri'lienti's |ir<'- ir> 
ci>|ili» et dcificis iilitoinporniiilu intendentcs 8iin.siuinlju.s i|Ucni1nMi iKistr.ir |i«lirnac liirrditiitis Im iim 
KaliiiilxTc dirtiiiii in .sod)'!)) et enlinon rpis('0|intns snhiiniiiiido provc\!niiis et Koiiiiuin aiiolnritiitc nti|iic 
vcnerabilis Heinrici Vuirciburjrensis epi.scopi conscuisu ac pnri ciininiunii|tic omniiiin nostri tidvliiiin tum 
nrchiepi.HCoponini'l qnani episcoponini ablintiiniijuc ncc non diu-iini et roniitum oonsultii decret<>>|iie 
in honorem «anctao dei penitrici» Marine 8nnctoriinii|iii' apdHliduriiin l'etri et Pauli noc non inartirum so 
Kvlinni atipie fJeorii Ktnhilivinins et eorrohornviiniis, iit et iuilii nustniin pnri'utiiinc|ii(> nostrorum ccleliro 
lialierftnr nicnioriale et iufris pro iminiliiis ortodoxis liostia iiiaetarctur saliitaris. I'ri>inde novcrit f>nt- 
niani no8tri tidelinni tnni presens etas ijuani et siiecessurn po.stcritas, ijuin nos iiostrae i|M>'Milai]i 
proprietnti.« locnni ^[atllf;llof '" dictum in pafr<i Matlljlf^outmc"' et in eoinitatu Gebeliardi'' i-omiti.i 
«itnm nd enndcni .iiipra dictnm episcopnieni sedeni Ilabenlierc dictam una cum omniliii.s eins pertinentiis :!.'i 
»ITC adlicrentÜR , videlicct vici» villi« nccclcsiis servis et ancillis nreis aeditieÜM terris cnltis et iucnltix 
vii» iuviiü cxitihnK et reditiliUH quaexitiK vel inquirendix »ilvi« forcRtilins snginiH venntionilms ai|iiis 
piücationiliUN mnlix niolendiniK rcbu» moliililins et inmuliilibus nc ceteris omnilius iiune rite scrihi vil 
nppellari powinnl quoqiioliliet modo iitilitntil)us, line nu.strac nueforitatis ' preceptali pn^'ina, proiit 
finniu« poMunniN, donamui; ntque proprietnniu.s, <ininium coutradictione remofa. precipientes iffitur, ut .10 
in deo dilectn» noliis »epc diete «eili« Klierhnrdus episcopuH lilieram deliiue lialieat pote«tatem Huiipie 
«neceiw<ire» eiindem loeum Matllghot"'' dictum cum nniniliux appenditiis suia tenendi jidHsiili^ndi seu 
quicquid *ibi libcat niodin omnibiiB in tisum epiaeopatUH inde fatiendi. Si ipiiM iffitur, quud absit. Iiiiiun 
noKtre donati<ini» muniticenciam dcHtruerc nive violarc" » conscriptaiii manu propria ro)>orante>i sihriili 
no-ilri inpre»«ione inoiipiiri iiisHimnH. 35 

^ >Sigiinin rlonini Heinrici (M.) regis invietishinii. f, 

I F]berliariliit* i-ancfllariii« vice Uiiillif^isi .•ircliic.i|)cllani ri'cii;,'iiiivi. f, (SI. 2.i 

Data kal. nov. indielinnc V, anno (loininii'i' incnrnationis M\ II, anno nito dunnii 
H<-inriei xcciiiiili refrnanlis vf: ailnm l'i ankonofint : lilicitcr amen. 

lö"«. ai A l)i r rorr. hiik 1 w/cr li ci bona auf Hnnur A) archieporiiiu, ohne Ali- in 

richrn. A ttj in dafür ijelniuirnr Lilrhe ron IIa. I nachgetragen f) u ii/irr ihr 

/.nU nii<hge/rat/fn (;) r« ergflnzm: pryHuniet, in novisaimo die t.orinento inextiui.'uiliili 

coram oculia dei luat. (^nod ne fiat, ned liaeo traditio nontra ab omiiibuR incorrupta |ier- 
Inaneat, lianr cartani inde, l>irAr Worte hililrn in ihr VI', ilir rifir Srhrifl:iilr, iirkhr nni 
IIa. l lifim AliKchrrilien ülirrßprniigrn trurtlr. i.. 



H K ixitrcii II. UNIT. 189 

I.V.). 

Heinrich schenkt dem ron ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Beilngries. 

Frankfurt 1007 November 1. 
Orii/iiiiildiploni im k. Beichsarchiv zu München (A). 

s Geschichls- und rechtsverläsdger Unterrieht 128 cit. — (Hei/berger) Landeshoheit, prob, 

n" 7 aus Ä. — Oesterreicher in Geöffnete Archive 3, 446 n° 3 aus A. — Mon. Boica 
28", 3Ö5 n" 229 ans .1. — Bühnnr Reg. 1010. — Stumpf Reg. 1467. 
Von Bd. l auf ein in der Weise von D. 105 hergerirhteles Blanquet in zwei Absätzen 
geschrieben, indem alles, weis auf locnim (Z. 28) folgt (abgesehen natürlich von der vor- 

10 aufgefertigten Zeile der Königs- und Kanzlerunterschrift), mit tnel spitzerer Feder her- 

gestellt ist. Bis zu jener Stelle isY D. 152, von ihr ab D. 154 als Vorlage benutzt. Die 
Unterbrechung hat ihren Grund darin, dass Ba. I, als er bis zu jener Stelle gelangt war, 
bemerkte, da^s er eine Vorlage gewählt habe, welche eine Schenkung an das Cajntel enthielt, 
während er eine Urkunde für das Bisthum schrcihen sollte; er musste also für die 

16 Dispositid eine andere Vorlage suchen und folgte dieser dann bis zum Schluss. 

(C.) ^ In nomine sanctae et individiie ti'initatis. Heinricus clivina favcnte cle- 

Hientia rox. Salulicn-iniis-'» ig-itiii- siit-ri oloquii iustitutioiiil>us eiudimur et adnioiieimn-, iit tem- I 

pui-ali;! i'i'liiiiinontfs Ijoiwi et tcrrciKi |io.st|iniiintc.s y ciiiiinuija iu^ttn'nii vX sine liiK! man.siirn in c^lis 
studeamus adipisci consistoria. Quapiuiiter iius doniiiiicis uon surdum audituiii prcbentes prcceptis et 

so deitiois obtemperando iuteudeutes suasionilms imendam uostrae patern^ liereditatis locum 15abcnbei'c 
diitiini in sedem et culinen episcopatus .suliliniando provexiraus et Komana auctoritatc atque venerabilis 
Urinrk'I'' N'virciljui'gensis episco]u i'Onseiisu ac pari'' eoninniuiiiue omuiiini '' iiostri iididiuni taiii arclii- 
ei)i.scopovum (luani opiseoponiin abbatmiKiiu* nee nun ducuiii et eoniitum consultu deeretoque in honorem 
sauetae dci f^cnitrieis Mariae sauetorunique aijostolorum Petri et Pauli nee non martirum Kyliani atqne 

25 Georii"' staliiliviiiins et eorroboravimus, vit et iuilii uostruni parentinmiue nostrornni et Ottonis tertii 
videlieet inip(M"atoris * anteeessoris ae seuioris nostri celebre baberetur nieinoriale et iugis ])ro omuibus 
ortodoxis bostia maetaretur salutaris. Proiude noverit onmiuni nostri tidelium tarn prgsens etas quam 
et .suecessura posteiita.s, ()uia nos nostrae quendani proprietatis loeum Bllmgriez dictum in pago II 
NordgOUue *"' et in eomitatu Beringen comitis situm ad eaudeni supra dietani episeopalem sedem 

30 Babeubere dictam una cum oniiiibus eius pertinentiis sive adberentiis, videlieet vieis villis aeeelesiis 
servis et aneillis areis aedifieiis terri.s eultis et inenitis viis et inviis exitibus et reditibus quaesitis vel 
inquirendis silvis t'orcstihus saginis venationibus aquis |iiseatiipiübus uiolis niolendinis rel)U.s inobilibus 
i't immobilibus ai' oeteris omuibus quae rite seribi aut a])pellari possunt quoquolibet modo utilitatibus, 
bac nostrae auctoritatis preecptali pagina, prout firmius possumus, donamus atque proprietamus'', 

35 omnium eontradietione remota, jjreeipientes iyitur, ut nobis in deo dilectus sepe dictae sedis Eberhardus 
episcopus suique successores liberam debinc habeat' potestatera eundem prjscriptum locum Bllingnez 
dietum cum oumibus appenditüs suis teneudi possidendi seu quicquid sibi liheat modis omuibus in 
usum f-piseopatus inde faciendi. Kt ut haec nostrae'' traditionis auctoritas incorrupta perraaneat, haue 
cartam inde eouscriptam manu propria roborantes sigilli nostri inpressione insigniri iussimus. 

tu B Signum donmi Heinrici (M.) regis invictissimi. f, 

^ Eberhardus cancellarius vice Uuilligis' archicapellani reeognovi. | (SI. 2.) 

Data kal. nov. indictione V, anno dominice incarnationis MVII, anno vero domni 
Heinriti' secundi regnantis vi; [actum] Frankonofurt; felicitor amen. 

159. [Bresslau] a) saluberrimis auf liamir; wahrscheinlich war zuerst wie in der Vü. saluberrimus 

45 ijCKchriehin b) zwischen e imil i ein Biiclidai>e, irahrscheinlich n, aii.'<rafliei-t c) ac pari 

auf Easur d) ü ror nosti'i nachträglich cinr/cicho/jen e) ii auf I{a.iur; es scheint zuerst 

georg gestanden zu haben 1) dahinter at ausradiert g) das zweite o corr. aus u h) zwischen 

a und m Ka.iur i) A kl dahinter ein n ausradiert. 



190 KAI;^l. KT UKLNDKX. 

lleinrirh srhnikt ileiii rnn ihvi (/egrü mieten liiMlimn Hdiiiftiiu] den Ort Ercjoldinc]. 

Fiiiiikfiirt ItioT Xorewhrr 1. 
Oriffiiialdiptom i»i k. Reirhxtirrhiv zu MünrhfH (A). 

( Hrijherger) Landeshoheit , jiroh. n" S tinx A. — Oexlcrrriihrr i» Geliff'inif Anhire :1. 4ü'-i & 
m" 6 ans A. — ilon. Boica 28". H67 n" -JSS aus A. — Böhmer Reg. 1016. — Slumpf 
Heg. 1-173. 

Auf ein in der mihrfarh erirahnten HVwc hergcriehtetes und mit dem Sieijel oder Ein- 
xchnilten für dasselln' versehenes litanquet gesehriehen von Bn. I unmittelbar naeh D. /56', 
mit ungesehiekter Einfügung der in der VI', fehlenden, dem Notar aber aus früher ge- ii> 
xehriehenen Ausfertigungen geläufig geu-nrdenen Erwähnung (ttto's III. Für Orts-, Gau- 
und Grafettnamen lir-vs der Srhrrihrr hier u-ieder Liieken : diejenige für den Gnunamen 
ist unausgefiHlt gehliehen, in die drei anderen trug ein anderer, auch hri 1)1). Kit. IHn. 
ItiT. ins :ur Au.'ihilfe herbeigezogener Sehreiber die Kamen ein. 

(C.i" ^ In iinininc sanctae et indi^^duc trinitatis. Ileinricus divina favciite clc- is 

incntin rCX. SHliilirminii« ifritiir liiicri <>loqnii institiitioiiibiis eriulimiir et ndninnemiir, iitem- 

pornlia '' relinquentcs bona Pt terrena ^ inistpoiientcs coinmoda notcriia ♦ sine fiiip inansiira in cyli.s 
studeanins adipisci consiKloria. Qnn|iro|>ter nos doniinicix non siinliiin aiiditnni prybpntcs prfocptiR et 
deificis olitcmperando intcndontes suasiimilnis iiupuilnni nuatrac pateriie liorcrtitatis locum Babcnborc 
dictum in »odom et ciilnicn ppi«coi)atiis subliinnndo jirovcxiinn.': pt Hoinann auctoritatp atipip vencrabilis so 
Heinrici Vvircibnrgonsis ppisoopi consensu ao pari comniuniiiup oinnium nostri tidcliiim tani arcbii-pi- 
Hcoporuni qnnni episcoponini Bbbatnnii|Ue nee non diicum et comitnm eonsiiltu deiTetoqnp in honorem 
saiictne dei i^enitricis Mariac Kanrtonimqne apostoloruni Petri et Pauli nee nnn inartirum Kylinni 
ntqnc Georii HtabiliviniUR et eorruboravimus, ut et inibi nostruni parcntumque nostrornni Ottonis 
tertü impcratoris antCCOSSoris l-t senioris nostri n-lebro baberptur memorialp Pt int^is pro SJ 
omnibnx ortodoxis bostia maptaretur salutariü. Proindp noverit omnium nostri tidpliiini tani pryspuH 
ctas quam et «upppssura postpritas, i|iiia nos no.strac iincmlani pnipriptatis lucuni Krfjfaltillgin'' iliptiini 
in papo** Pt in pomitatu AltinaniU' poniitis situni ad eandeni siipra dictam ppiscopaleni scilpm 

Babonherc dietam euni oninibiui ein» perlinentiis sive adberentÜH, videlicpt viei« villis aecelcsiis eapelÜK 
■crt-is et ancilliK nreiA apdiKcii.i terris cultis et ineulti» viis inviis cxitiltuti et rcditibu» quaositii« vel .10 
iuquirendiH Hilvi« » Ka^niiiK venationibn» aquiü pigcntiniiibnti niolis molendinis rcbux mobilibu» et in- 
raobilibiiA ap peleri« omnibu» quae rit^'' spribi vel a|ipp|lari pn.ssiint iiU(ir|iiidibct nioibi utilitatibus, bae 
U'iHtrae anptoritali!« pr^cpptali papna. jirout lirniins possnmus, donamus atc|Up proprietaniu.s, onniinin 
contradiptione remota. pr^pipipntps ipilur, ut in <b'<i dilertu» nobis si'pe diit^' «pdis Kbi'rliarduK ppi- 
■copus liberam dehinp hnlieat potentatem »niqui' Huppossorcs piindeni bn-iini Krj^altinj^in '' iliptuni puni 3.'> 
omnibu« iippenditÜK RniH tenendi poK^idendi »en qnipquid sibi libeat mudis omnibni« in u.huui ppiKPopatu« 
indc fntipiidi. -Si quin iffitur, qnud abxit, biiiun nuHtrac (bmatiimiN ninnilippiitiain dpstruere sivp violare 
prf!>nmet, in novinnimo die torniento inpxtinfrnibili poram opuMh dei luat. l^uoil up bat, sed bai-c 
traditio nonlra ab omnibnii inporrupta pernianeat, baue cartaiii imb' rniiNcriplain ni.'iiiii pnipria rnburautPH 
hif^ili nostri inprpHNionp in^i^^'niri iuüHiniuH. 40 

H Si;^iuni doiiini Heinrici (M.i fegis invii-iissinii. \\ 

^ KlicrIiardnH canci'llariii« vice l'nillijfi.si an-liica|ii'llani rccopidvi. ^ fSI. 'J.i 

I)ata kal. nov. iiidictioiic V, anno dimiinirc incarnatinnis M\ll. anno vlth ilnnjiii 
Heinrici secundi rcj^iiantis vi ; at-tuin KranknnoCuft : fV-licitcr anifn. 

IflO. Bbich) b) am oliern» Verlienisirirh iltji Chriiimnn» UaKur 1>) A, utall ut temporalia <i in !■ 
ilafSr getammr Lilrkr ron undrrtr llnnrl ndrlifirlrnr/rn ill unnu.-'i/rffi/ltc l/iirhr für di ii <!nu- 
namtn k) A. 



nr. 1 XHH'H II. 1007. 191 

161. 

Heinrich sche7ikt dem von ihn/ f/egründeten Bisthum Bamberf/ den Ort Klrili- 



licnii. 



Fraiihfioi KlO'/ Xoveinhcr J. 



Orujinaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

6 UssermcDiu Ep. Bdinh.. j/nilc(/. 29 rif. — Mon. Boica 28", 385 n" 244 aus A. — Wirteinh. 

ÜB. 1, 246 n" 208 aus A. — Biihmer licq. 1025. — Stumpf Hey. 1482. 

Indem wir dieses D. als letztes in der Reihe der Stärke einordnen, welche auf ein nach 
Art von D. 155 von Ba. I hergeriehtetes Blanquet geschrieben sind, soll damit kein Urtheil 
über seine relative Entstehnngszeit innerhalb jener ürkundenreihe abgegeben werden ; es fehlt 

10 vielmehr an allen Anhaltspunkten diese zu bestimmen. Ausgefüllt ist es von ED, der da- 

bei recht flüchtig arbeitete und die Vorlage, deren er sich bediente, freier als sonst be- 
handelte. Wir hid/en, da die Te.rtgcstaltung unseres D. dem D. 149 am nächsten kommt, 
was mit diesem übereinstimmt, durch Petitdruck bezeichnet; doch ist bei der Be.icha/feyiheit 
von D. 161 auch die Benutzung einer anderen VU. nicht ausgeschlossen. — Kiriliheim itf 

la ein Theil der heutigen, aus zwei Orten zusammengewach.senen Gemeinde Kirchentelliitsfurt , 

vgl. Beschreibung des Oberamts Tübingen (Stuttgart 1867) 414 und Bessert in Württemberg. 
Vierteljahrshefte N. F. 1, 298 ff. 

(C.) I In niiiuiiR' .siinotae ot iiulividuar tr'mitatis. Heinricus divina faveiite de- 
mentia rex. Saluben-iniis igitiir sacri eloquii iiistitutionibus enulimur et admonemur, ut tempi)- 

20 ralia relinquentes bona ot terreua | postponetites cummoda aeterna et siue fine iriansnra in celis 
studeamus adipisci consistoria. Quapropter* nos dominicis optemperaudo inteadentes suasionibug ot 
deiticiii nou surdum auditiini prebentes preceptis" qneudam nostrae paternae hereditatis locum Habenbei«- 
dietnm in sedeni et culmen e])iscopatus subliniando proveximiis et Romana anetoritate atque venerabilis 
Heiuriei Wireiburgensis episcopi consensu ae pari comninnique oniuium nostri fideliiim tain archiepi- 

25 seopurum (luaiii episeoiioruin abbatuiiique nee nou eomitum et dueuni consiiltu decretoque In lionoreni 
sanetae dei genitiicis Maiiae sauctornmque apostolornni l'etri et Pauli et niaityi-uni Iviliaui at(|ue 
Georii stabilivinius et conoboravimus, ut et inibi nostnnn pareutumque nostronim * c^elebre liaberetur 
uiemonale et iugis pro oninibus ovtodoxis hostia luactaretur salutaris. Proinde'' * onmiuin nostri 
fideliiirn taui ])resens etas quam et successura posteritas, quia nos nostrae quendam jiroprietatis locum 

30 Kiriliheim dictum in pago SulichgOUUe et in eomitatn Hessini comitis situni ad eandem sui)ra 
dictam episcopalem sedem P.abenberc dictani * cum oninibus eins pertinentiis sive adherentiis, videlice'^ 
vicis villis aeeclesiis servis et aneillis areis aediticiis terris cnltis et iueultis viis inviis exitibns et 
reditibus quaesitis vel inqnirendis rebus mobilibus et ininn)i)ilil»us silvi.s .sag-iiiis venationiljus aquis 
piscatiouibns molis molendinis ac ceteris omnibus quae rite seiibi aut apjiellari possunt quoqnolibet 

35 modo utilitatibns, liae nostrae auctoritatis preeeptali pagina, |)rout firmins possunins, donanius ac 
proprietamus, umuiiim contradietione reraota, precipientes igitur, ut iiobis in deo dilectus sepe dictae 
sedis Klierliardns episcopus suique suecessores liberam dehinc liabeant potestatem euudem * locum 
Kiriliheim dictum cum omnibus appendiciis suis tenendi possidendi commntaudi seu quicciuid sibi 
libeat modis omnibus * inde faciendi. 8i ipiis igitur, quod absit, liuins nostrae donationis iniinificen- 

40 tiam inirillgere vel violare presuraet, in die iudicii * tormeiito ine.xtingiiibili aeternaliter luat. 
Quod ne eveuiat^, sed hai'c traditio nostra * inviolabilis permaneat, haue cartain inde conscriptam 
sig-illl nostri inpressione manu eine propria ruljoratam insifruirl iiissimus. 

^ Signum domni Heinrici (M.i regis invictissimi. y 

Ktl. [Bresalau] a) in der Wemhini/ t\usi\ivtt\,tev — preceiitis steht D. 101 unter rillen DD. vom 1. Nov. 
46 1007 durch die Vei-tauschimri der Anordnung der Iteiden PaHicipialsätze allein b) dahinter 

noverit aitxrjelassen c.) A ä) der erste Strich dc.f a irrir/ mit Unterlänge versehen. 



s 



192 K A ISI. Ur HKl" N DKN. 

^ Eberhnrdus oancollaiius vico Uuillijjisi ariliii'.iju'lliuii rotoj^novi. ^ ^S1. 2.) 

Data kal. iiov. iiulictioni* V, anno iloniinlrac ini'arnatiimis MVII. anno voi'o ilonnii 
Hciuriri M'finuli ivyrnantis \| : ai-iiiui Frankonoruii ; t'i'liciltT anu-n. 



H)2. 

Ilrinvirh srheukt doiti von ihui iiri/riiii(/i ttn Ji/sflniin ßamöerg die Ahtei 
Hasclhadi. Frank fini 1007 Xovemhir 1. 

(higitinldiploin im k. Jirirlisnrrliir :ii Mihirlmi (A). 

HcijlHrgcr liJniogrnphia Babeiib. 1, 6it eil. (ins A. — Sdiultvs Ilisl. iicliri/hii a.'i'j it" H im- 
volhtifndig. — .V«». Boiai üS", SU n" 'J'JH aus A. — liiihnur Ery. liMJi. — Sliimi>f 
Rrg. Ntil. 1» 

VtffiiiUit Hud gesrhrii'licu van ED, dt-r sich, sairrit dn.s der nhreirhende snrhiiehe Inhalt 
zuliess, eines der früher gesrhrieln-nen DJ)., elira des IJ. InO aJs Vorlage bediente; ira.s 
mit diesem iibereinslinimt, ist durch PelUdruek gekennzeichnet. — Mit D. I<i2 beginnt 
eine letzte Serie unmittelbar nach der Sgnode vom 1. November 1007 hergestellter Urkunden 
für Bamlierg : zu ihr gehören die DD. W'J — 167 , durch die dem liislhum sechs Kliislcr i6 
ge.'ichenkl rrerden. — Hasc^Uiat'h irird wei.'il als Jlaslach i. E. erklärt. 

(C.i I In nomine sani-tao et indivitluao trinitatis. lleinricu.s tlivina l'aventc clc- 
lUCUtia rex. hacris iptur sacri (■loquii iiistitiitiuiiibus oriidimur et adiiioiioiiiiir, ^ iil tPiii|)nrHliii 

rclinf|uentp<< Ixma et tcrrcnn postponciitvs coinnKida neternii et siiic tiiie iniiiisiini in ci'li.i 8tii(li'uiiiii.s 
ndipUci coiiMstorin. Qiinpro|itpr hon domiiiicis noii siirdiim niiditinii prrliciitc.s pri'ci'iitia et dcitieii* ::<> 
nlitemperando intendentex siiasioiiiliiis qiieiidain iiostrae pateriine licrcditalis I<iimiiii Maliciilieiv dietiiiii 
in sedeni et ciilmen episropatiis siililiniandu provexiniiis et Koniaiia aiu-toritatc ae venerabiliK Ilciiiriii 
Wirribiirgcnfiiii* • ac pari roniiniiiiiqiic omnium'* iiOHtri lideliiiiii taiii areliiepiseuporiiiii i|Uaiii epi- 
»roporiini • nee iioii diieiiin et comitiini coiisultii dceretoqiie in lionorein sauetae dui genilriri» Marine 
«Aiietoriitnquc npnatnluriiin l'etri et Pauli at(]UC niartyriiin Kiliaiii • (ieurii staliilivimtis'' et eiirrn- i':' 
lioraviiiiUH, iit et iiiilii nostriiin parentiini(|iie ii08trorum ot Ottoiiis tereii videlieet impcratoi'is aiiteeeHSoris 
et acnioriii iiontri eclelire lialieretiir iiicmoriale et iiigis pro oinnibiis ortodoxis liostia inaclarettir salii- 
lari*. I'roiiide iioveril oinniiim iiOMtri fideliiini tatn preseus ctas'' quam et Mioeessiira posterita-s, qiiia 
iios noAtrae qiiaiidaiii prnpriciatiii ab))atiani in loeo Ilaselljacil in yngn vei'n'' et in 

roinitntii" cuniitiii Hitani ad eandem üupra dietani epi.seopaleMi .»edeni » enni nniniliuN eius J" 

pertinenliiii • proprie t a n I e 8 donn v i ni ii » ac pei'|)OtliaviniIlS, noiuinatini ruiois nioliilihiiH et in- 
niobilibiM ' vici» villiii aceclpKÜi) dccilliatlOltiblls <|uaei<iti8 ac([UlStis'^ vel inqnirendis vüh invÜH 
cxitibti« et reditibiiH KCl! oninibn« qiiafK rite (lici Vel serilii |iii88init ipioquoliliet nnido ntilitatiixis. 

♦ precipicntc«'' icitnr, iit iiubi« in ileo dileetn» Habcilbergensls aocelesiae l'J» rliardiis rpiscdpii» 
«niqiip KueeeMoreii I libernin debine bnbeaiit pdteNtatein e a n ileni ante (lietam aboatiani tiiii'ndi '>' 
orilinaiti' 8tabiliell<li Neu qniequid xibi libeat • in UHnni aetei'nai' i'oinnioditatis inde iVuiendi. 

• Kt llt liacc no«trne Iraditinni» ailCtoritaH stabiÜK et inC'onvul(<a pernianeat, hunc eaitani inilu 
coiuK-riptani innnu proprin riibr>rnnte.i ni(,'ii|lli nontri in|ireHHi(>ne inni^'niri iunninuiH. 

^ SijjfiMiiii «loiiini Heiiiriei (M.) repis invietiKKJini. 'i\ 

5 EberharduK eaneellarins viee L'nilli^^isi areliiea|iellani reeojjnovi. ^ (SI. 2.1 lo 

M't'X. I'' -'■•••I a) '/ri/iin'«''' cpiiic-iipi con^ienHn (iin<rifJaiuirn lii m7«c n liii Slriih (iiinniilirri r.) iU»>' 

'' tj fin Sh'irh mttii'tuth et d/ um t ein üöfr/tihHiffcr Strich e; itntiuntfcfiilUp 

: .. ,,>,■ dm fiau- unil (irafeniiamrn ii li euer, nun \\ >> ) A In iilipy tlftn vrfiin j> rin 

Slrieh aiitrnriirri i) dahinl«r ein Strich nimrailierl 



HEINRICH n. 1007. 193 

Data kal. nov. indictione V, anno dominicae incarnationis MVII, anno vero domni 
Heinrici secundi regnanti.s VI; actum Frankonofurt; feliciter'' amen. 



163. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegnindeten Bisthum Bamberg die Abtei Neuburg. 
B Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Heyherger Ichnographia Babenb. 1, 69 unvollständig aus Ä. — Schultes Hist. Schriften 335 
n° 2. — Oesterreicher in Geöffnete Archive 3, 457 n" 9 aus A. — Mon. Boica 28", 341 
n" 221 aus A. — Böhmer Reg. 1002. — Stumpf Reg. 1459. 

10 Geschiieben von ED. Als Vorlage für D. 163 und das folgende D. 164 hat jedenfalls 

eine uns vet'lorene Urkunde gedient, die aus D. 162 abgeschrieben war und daher siclier 
auch die Schenkung einer Abtei enthielt: vielleicht ist als das jetzt fehlende Mittelglied die 
nicht mehr erhaltene Urkunde über die Schenkung der Abtei Ostei'hofen an Bamberg an- 
zusehen. Wir haben bei dieser Lage der Dinge in beiden DD. nur die Uebereinstimmmig 

15 mit D. 162 durch Petitdruck kenntlich gemacht; die ihnen gemeinsamen Abweichungen von 

diesem D. müssen in dem verlorenen Zioischengliede gestanden haben. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae tiiaitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Sacris igitur Sanctl eloquii institutionibus erudinmr et admoneniur, ut tcmporalia^ 
relinquentes p bona et terrena postponeutes comoda aeterua et sine fine mansura in celis studeamus 

SO adipisci eonsistoria. Quapropter nos dominicis non surdnm auditum prebentes preceptis et deifieis 
obtemperando intendentes suasionibus quendam nostrae patemae hereditatis loenm Babeuberc dictum 
in sedem et culmen episcopatus sublimando proveximus et Romana auetoritate ac venerabilis Heinrici 
Wirciburgensis epiSCOpi ac pari communique omnium nostri fidelium tarn archiepiscoporum quam 
episeoporum nee non ducum et comitum consultu decretoque in honorem sanctae dei genitricis Mariae 

25 sanctorumque apostolorum Petri et Pauli atque martyrum Kiliani Georii stabilivimus et corroboravimus, 
ut et inibi nostrum parentumque nostrorum'' et Ottonis tercii * imperatoris antecessoris et senioris 
nostri celebre haberetur memoriale et iugis pro Omnibus ortodoxis hostia mactaretur salutaris. Proinde 
noverit omnium nostri fidelium tam preseus etas quam et successura posteritas, quia nos nostrae quan- 
dam proprietatis abbatiam in loco ^iuenblU'C in pago vero<^ et in comitatu"' comitis 

30 sitam ad eandem supra dictam episcopalem sedem cum omnibus eins pertineutiis proprietantes donarimus 
ac perpetuariraus, nominatim rebus mobilibus et inmobilibus vicis villis aecciesiis decimationibus 
quaesitis acquisitis vel inquisitis viis inviis exitibns vel reditibus seu omnibus quae rite dici vel'' 
scribi possunt quoquolibet modo utilitatibus, precipientes igitur, ut * in deo dilectus Babenberg-ensis 
aecclesiae Eberhardus episcopus suique successores liberam dehine habeant potestatem eandem ante 

35 dictam abbatiam teuendi ordinandi stabiliendi seu quicquid sibi libeat in usum aeternae commoditatis 
inde faciendi. Et ut haec nostrae traditionis auctoritas stabilis et inconviilsa permaneat, hanc cartam 
inde conscriptam manu propria roborantes sigilli nostri inpressione insigniri iussimus. 

§ Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. § 

I Eberhardus ° cancellarius vice Uuilligisi archicapellani recognovi. ^ (SI. 2.) 

40 162. k) ic corr. aus it. 

163. [Bresslau] a) das erste a sofort con: aus o b) nrorum, ohne Abkürzungszeichen, A c) un- 
ausgefülHe Lücken für den Gau- und Grafennamen in A d) vel zwischen dici und scribi 
nachträglich eingefügt e) zuerst nur Eberhard, us nachträglich angehängt 

Kaiserurkundeu III. 25 



1 94 K A I s i: i; r K k u x i> i: n. 

1 >ata kal. nov. indK-rionc V, jinim duiniinciie inoariirttionis MVII, anno ver<i «limmi 
Hehirioi sioiuuli' ro-jnantis vi: notiun Fijinki>n<il'iirt : fi'lititer anuii. 

I()4. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg die Abtei Bergen. 

Frankfurt 1007 November 1. s 

Originaldiphim im k. Reirhsnrrhiv zu Mihirheti (A). 

Gesrhichh- und rechtsverliissiger Unterricht 129 cit. — Srhuttes Hi.^t. Schriften 26 n" 3. — 
OeslerrrichiT in Geiiffnete Archive 3, 436 n" 8 aus A. — Mon. Boica 28", 339 n" 220 
aus A. — Böhmei- Reg. 1001. — Stumpf Reg. 14.58. 

Ge.trhriel>en von EC unmittelbar nach einer verlorenen, aus D. 162 abgeleiteten Urlanide, lo 
vgl. die Vorbemerkung zu D. 163. Gau- und Grafennamen hat der in der Vorbemerkung 
zu D. 160 erwfihnte Hilfsschreilier nachgetragen. 

(C.) p In nomine sanctac et individuac trinitatis. Heinricus divina favente cle- 
nienba rex. Sncris igitiir sanctl il(M|iiii institutionibus crudiimir et ndiiionoiniir, iit toni|ioriilin ^ 

ri-linqiiente» bona et terreiia postpouciite» toiiioda* » et sine fine iiDiiistira in celis .studeaniiis n<li|ii8ci 16 
c-oni>isturia. yuaproptor no» doininieis nun siirdiini aiidituni prcccptis prebontes et deitieis obteinpe- 
rando intcndentcs siiaxionibiis qucndam nostrae paternae hereditatis lociim Babenpcre dietiini in Hedcni 
et culnieu epiKcopatiis snblimandn jirovexinins et Koinana anetoritnte ac venerabilis Heinriei Wirci- 
burgensis cpiscopi ac pari cominunii|iie omniiim nostri tideliuni tani archiepiscoporum quam episco- 
porum ncc non durum et eomitum consultn decretoque in honoro ganetac dci genitricis Mariac 20 
aanctorumque apostolorum Petri et Pattli atquc martyrum Kiliani Gcorii stabilivimus et corroboravimus, 
ut et inibi noxtnim parentumquc nostrorum et Ottonis » ini|ieratorig antecessoris et senioris nostri 
eelebre haberetur nieniuriale et iupis pro oninibus ortodoxis hostia maetaretnr sahitaris. Proinde 
liovcrit omnium uostri Hdelium tarn prcscns etas quam et successura posteritas, quia nos nostrae qunn- 
dani proprietatis abbatiam • Barigin dictam in pago * NortgOUui'' et in eomitatu Peringeri'' 86 
c-omilis liitam ad candeni siipra dictam episcopalcm scdem cum Omnibus oius pertincntiis proprietantes 
dnnavimns ac perpetuavimuH, nominatim rebus mobilibus et inmobilibus viris villis aecclcsiis decimaci- 
onibu« quesitia artiuinitis vel inquircndis viig inviis exitibus vel rcditibus scu omnibus quae rito dici 
vel scribi possunt quoqiiolibet modo titilitalibus, prccipientes igitur, ut nobis in deo dileotus Haben- 
pergeniiis aeceleniae KlierharduN cpiscopus suique «ucccssores liberam deliinc )iabeant putestatem eandem M 
ante dictam abbatiam tenendi ordinandi stabiliendi Neu <|ui('i|uid sibi libeat in iisiim iietemue como- 
ditatis iiide faciendi. Kt ut haec nostrae traditionis auetoritas stabilis et ineonvulsa permanent. Iianc 
rartnm in<le o<in.'<eriptani manu propria roborantcs siffilli uoHtri inpressione insitrniri inssipiuN. 

§ Signum domni Heinriei (M.) regis invicti.ssinii. ^ 

I EbcrliarduK canccllarius vice Uuilligisi archicaj)|)i-lliirii recognovit. | (SI. 2.) »& 

Data kal. nov. indictione V, anim doniinicae inearnationis M\II, annn vero domni 
Heinriei seeundi regnantiHVl; actum Frankonofurt; feliciter amen. 

105. 
Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg die Abtei Kitzingen. 

Frankfurt 1007 Novetnher 1. m 

KtS« 1; »ciii, ohnr AhhüizuniiHirirhrn, A. 

104. 'BrcMlau] aj dahinter actcma aufffetamcn \)) ron anderer Hund in dafür gelasaenc Lücke 
nofhgtlragen. 



HEINRICH H. 1007. 195 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu Miinchen (A). 

Bruschius Chrono!. 77' cit. — Acta in Sachen Wiirizhurg contra Brandenburg 499 n" 288 
aus Abschrift = Lünig RA. 17", 9 n" 2 = Ludeteig SS. 7-er. Bamberg. 1, 1112 n" 1 = 
Migne Fatrol. 140, 275 n" 39. — Mon. Boica 28", 337 n" 219 aus Ä. — Böhmer 
5 Reg. 1000. — Stumpf Reg. 1457. 

Nachdem ED den Eingang der Urkunde bis admonemur geschrieben hatte, überliess er 
die Fortsetzung des Contextes dem in der Vorbemerkung zu D. 160 erwähnten Hilfsschreiber, 
der D. 160 bis parentiimque nostrorum Ottonis, ivelche Worte Zeile 5 von A beschliessen, 
copierte. Hier setzte dann ED wieder ein und vollendete unter freiei-er Benutzimg der- 
10 selbmi Vü., die ja schon wegen der Verschiedenheit des Inhalts nicht einfach bis zu Ende 

abgeschrieben werden konnte, das Diplom. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Salubeniinis i^tur sacri eloquii iustitutionibus enidimui" et | admonemur, ut 
temporalia reliiKiuentes bona et terrena postponentes commoda aeterna sine fine mansura in c^lis 

15 stiidoamus adipisci consistoria. Quapropterb nos dominicis non siirdum auditum prelientes preceptis 
et deificis obtemperando intendentes suasionibus qnendam nostrf paterne liereditatis K)cum Babenberc 
dictum in sedem et culmen episcopatus snblimando proveximus et Roniana auctoritatc atque venerabilis 
Heinrici Viürciburgensis episeopi consensu ac pari communiqiie oranium nostri fidolimu tarn archi- 
episcoporum quam episcoporum abbatumque nee non ducum et comitum consnltu decretoque in honorem'' 

20 sauctaf'' dei g'enitricis Mari^ sauetorumque apostolorum Petri et Pauli nee non martirum Kiliani atque 
Georü stabilivimus et corroberavimus •*, ut et inibi nostrum parentumque nostrorum Ottonis * senioris 
nostri celebre haberetur memoriale et iugis pro oranibus ortodoxis bostia mactaretur salutaris. Proinde 
noverit omnium nostri fidelium tarn presens etas quam et suceessura posteritas, qiiia nos nostri^ 
quandam iuris abbatiam Kitzingun die t am in pag-0 Gozfelt * sitam ad eaudem supra dictam 

25 episeopalem sedem * cum Omnibus eius pertineutiis sive adherentiis, videlicet * aecclesiis decuna- 
tionibns * silvis * venationibus * seu Omnibus quae * quo übet modo dici vel scribi possunt utilitatibus, 
hac nostrae auctoritatis preceptali pagina, i)rout firmius possumus, donamus atque proprietamus, omnium 
contradictione remota, precipientes igitur, ut in deo dilectus * sepe dictae sedis Eberhardus episcopus 
liberam dehinc habeat potestatem e a n dem abbatiam cum omnibus eiuS appenditiis tenendi possi- 

30 deudi seu quicquid sibi libeat modis omnibus * iude faciendi a c s u i successores. Si quis ig;itur, quod 
absit, huius nostrae donationis munificentiam destruere sive violare presvimat, in novissimo die tor- 
mento inextinguibili coram'oculis f * luat. Quod ne fiat, sed haec traditio nostra ab omnibus incorrupta 
permaneat, liane cartam iude conscriptam manu propria roborantes sigilü nostri inpressione insigniri 
iussimus. 

35 I Signum domni Heinrici (M.) regis in%'ictissimi. | 

I Eberhardus cancellarius \'ice Uuilligisi archicapellam recognovi. | (Sl. 2.) 

Data kal. nov. indictione V, anno dominicae ineamationis MVII, anno vero domni 
Heinrici secundi regnantis VI; actum Frankonofurt; feliciter amen. 



166. 

40 Heinrich schenkt dem von ihn gegründeten Bisthum Bamberg die Abtei Stein. 

Frankfurt 1007 November 1. 

165. [Bresslau] a) über (hm letzteti r eine Oberlänge ausradiert b) ppt A , ohne die pro be- 

zeichnende Schlinge am ersten p c) in hon auf Rasur d) A e) i auf Basin- f) da- 
hinter dei ausgelassen. 

25* 



196 KAISKKUKKrNOEN. 

Originaldiplotii im k. Beickiarchiv tu München (A). 

Heylhrger Ichnogm/ihin Balienb. 1, 69 cii. aus A. — Schultes Hisi. Schrifieti 337 »" 5 unvoll- 
slfindig. — Mon. Boica -i?8", 346 n' 22-1 aus A = Vetter in Schriften des Vereins für Gesch. 
des Bitdensees IH. 6L — Hidhr Reg. 1220. — Böhmer Heg. IDOü. — Stumpf Heg. 1162. 

Unmittelbar aus D. 165 copiert von EC; die Name» der Abtei und des Gaues .iowie das t 
Tagesdatum hat ED nachgetragen. — Die eigeiüiändige Vollziehung des D. durch den König, 
ipelche durch Xachlragung eines Striches im Monogramm zu erfolgen hatte, ist unterblieben : 
doch ist das wohl nur auf ein Versehen zurückzuführen, die Bechl.'igiiligkeit der Urkunde, 
trelche mit echtetn Siegel verschen und an Bamberg aiutgch/tndigt wurde, desacn ungeachtet 
nicht zu bezweifeln : es steht völlig fest, dass Kloster Stein dem Bisthum unterworfen war. — lo 
EC hat für das Tagesdatum eine Lücke j/c/d.we», indem er voraussetzte, dass, wie oft 
in dieser Zeit, da.iselbe bei der Vollziehung tuichgclragen werden sollte; ED hat dann 
— wohl bei der Besiegeluny — das Datum des 1. November eingefügt, mit dem alle 
diese ersten Baml>erger Urkunden, gleichviel watin sie vollzogen wurden, verseilen werden 
sollten, vgl. N. Archiv 22, 214. i6 

(C.) I In nomine sanctae et individiiae trinitati.s. Heinricus divina favente cle- 

mcntia rex. Snliiberriinis* ig-itur sncri el()(|uii iiistitiilinnibiis eriidiimir vt"' adinonomiir, ^ iit 

tfmpornlii» relinqucntos bona i't tcrrenn postiioncnfps cominodn aotoriia sine fine inniisiirA in cjlis 
stadcamiif) adipisci consutoria. Quapropter nos dominieiü iioii siirdtiin aiiditum prebentcs prcccptis et 
dcificis obtempcrando inteudentes siia^ionibus quendam nostrae patemao hcreditatis loeura Habenperc so 
dictum iu sedcm et cnlmen episcopatiiü subliniaiido provoximus et liomaiia aiictoritatc atqiic vencrabilis 
Ucinriei Wircibiirgensis episeopi cousensu ar pari coinmiiniqiic omniiini nostri tideliiim tarn arcliiepi- 
acoporum'' quam cpiKcuponim ' abbattimqiie nee iioii duciiin et comitiim consultti decretoqiie in honore 
sanctae dci penilricis Mariae saiietoriimquc aposlnloriim Pctri et Pauli ncc non martiriim Kiliaiii atqtie 
Georii Ktabilivimus et eorroboraviniu», iit ♦ inibi nostrum parcntiimque nostronini ac Ottonis eclebre ib 
haberctiir meniorialc senioris nostri et iu^s pro oninibiis ortodoxis hostiu mactnretiir saliitaris. Proindc 
noverit oniniiini n<>8lri fideliiim tarn prescns etas quam et siieecssiira posteritas'', qiiia nos nostri qiian- 
dam iuriit abbatiam Stein'' iliclani iu pago HegOllUC" .sitara ad eandcm siipra dictani cpiscupalcni 
(cdcm cum Omnibus eius perlinentiis sivc adhercntiis, videlicct aeccicsiis dceimationibns silvis vena- 
tionibna seu omoibus quae quolibet modo diei vei seribi posaunt utilitatibiis, liac nostrae auctoritatis 80 
preceptali pa^nna, prout firmius possumus, duiinnius atquc proprietanius, oinnium eniitradiotione rcmotn, 
precipientc« igitur, ut in deo dilectus sepe dictae »cdi« Kberliardus i-piseopiis llberain ilehiiic liabcant' 
potestatem eandem abliatiani iiiin oinnibiiH eins appendiciis tenendi possidendi .soii (|iiiri|iiiil hilii libcat 
modis Omnibus inde faciendi ac sui successores. >Si quis i^'itiir, qnod absil, hniiis nusirae donationis 
munificentiam destruere sive violarc prcsumat, in novissiino die tormento inextinguibili enram oculis" tft 
• • luat. Qnod ne fiat, ned liaec traditio nostra ab omnibns incorrupta permancat, hanc cartam indc 
conscriptam manu propria roborantcs sigilli nostri inpressione in8ig:niri iusaimus. 

^ Signum domni lleinrici (M. IMP.) rcgis invictinsiini. ^ 

^ EborliarduK canccilainus vice Uuiliigisi archicappeliani recognovit. ^ fSI. 2.) 

Data kal.' nov." anno (Inniinic-a)' ineaniationis niillcsiiiid Vli, iiidictiono V, anno« 
vero domni Heinrici Hecundi ngnantis VI; actum Frankonofurt; feliciter amen. 



Ifl«. [BrcMlau] a) äbtr ihm Wort Uanur h) il//fr 1 KcheinI eine OberMnge radieii zu Kein 

c) cporum. beide Malt ohne AbHlrzuniiiizeichen, A (1) am eridtn « Correctur e) in ilfifiir 
gtUimene Lücke ron KI) nacht/iiraifrn {) A g) dahinter fehlt leie in der VU. dei. 



HEINRICH II. 1007. 197 

167. 

Heinnch schenkt dein von ihm gegnindeten Bisthum Bamberg die Abtei Gengen- 
bach. Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

5 Gallia Christ, ed. IL 5*, 507 n" 49 aus Abschrift. — Qrandidier in WUrdtwein Nova subs. 

6, 164 n' 78 angeblich aus Abschrift. — Grandidier Eist. d'Alsace 1'', 202 n" 364 Extr. — 
Man. Boica 28", 342 n" 222 aus A. — Böhmer Reg. 1003. — Stumpf Reg. 1460. 

Nachdem ED das Chrismon und die Invocatio geschrieben hatte, vollendete der in der 
Vorbemerkung zu D. 160 erwählte Hilfsschreiber das D. mit Austiahme der von ED 

10 nachgetragenen Gau- und Grafennamen. Die Vorlage ist nicht einfach zu bestimmen. Am 

nächsten steht D. 160 unserem D., doch dürfte dessen Schreiber entweder daneben für einige 
Worte der Sanctio und der Corroboratio auf ein Stack einer anderen Serie (z. B. D. 149) 
zurückgegriffen haben, oder er hat überhaupt eine uns nicht mehr erhaltene, sowohl mit 
D. 160 wie mit D. 149 verwandte Urkunde als immittelbare Vorlage benutzt. Um das 

15 Verkältim zu D. 160 klar zu veranschaulichen, haben wir nur, was mit diesem überein- 

stimmt, durch Petitdruck gekennzeichnet. 

(C.) § In nomine sanctae et individuae trinitati.?. Heinrieus divina favente cle- 

mentia rcx. Salubemmis igitur sacri eloquii institutioiiibiis enulimur et admonemur, iit terapo- 

ralia lelinquentes bona | et terrena postponentes commoda aeterna et sine fine mau.suia in cjli.s 

20 studeamus adipisci cousistoria. Quapropter nos dominicis non surdum auditum prebentes preceptis et 
deificis obtemperando intendentes suasionibus quendam nostrg patem^ locum hereditatis Babenberc 
dictum in sedem et culmen episcopatus sublimando proveximiis et Eomana auctoritate atque vencrabilis 
Heinrici Vuirciburgensis episcopi consensu ac pari commimirnie omnium nostri fidelium tarn archiepi- 
.seoponim quam episcoporum abbatumque nee non ducura et comitum consuitu decretoque in honorem 

25 sanctae dei {fenitiicis Marie sanctorumque apostolorum Petri et Pauli nee non martiium Kiliani atque 
Georii stabilivimus et corroboravirnus, ut et inibi nostrum parentumque nostrorum Ottouis tertii im- 
peratoris antecessoris et senioris nostri celebre haberetur memoriale et iugis pro omnibus ortodoxis 
hostia* mactaretur salutaris. Proinde noverit omnium nostri fidelium tam presens aetas quam futura 
et posteritas, quia nos nostri quandam iuiüs'' abbatiam Genginbah dictam in pago Mortenoua" 

30 sitam et in comitatu HeSSini'' eomitis ad eandera supra dictam episcopalem sedem Babenberc dictam 
cum Omnibus eins pertinentiis sive adberentiis, videlicet vicis villis aeclesiis'' capellis .servis et ancillis 
areis aedifitiis terris cultis et incultis viis inviis exitibus et reditibus quesitis Tel inquirendis silvis 
saginis venationibus aquis piscationibus molis molendinis rebus mobilibus et inmobilibus ac ceteris 
Omnibus quj rite scribi vel appellari possunt quoquolibet modo utilitatibus, hac nostre auctoritatis 

35 preceptali pagina, prout firmius possumus, donamus atque proprietamus, omnium contradictione remota, 
precipientes igitur, ut in deo dilectus nobis sepe dicte sedis Eberhardus episcopus liberam dehinc 
habeat potestatem suique successores e an dem abbatiam Genginbah dictam cum omnibus appen- 
ditiis suis tenendi possidendi seu quicquid sibi libeat modis Omnibus in usum episcopatus inde fatiendi. 
Si quis igitur, qiiod absit, huius nostre donationis munificentiam destruere sive violare presumet, in 

40 die ludltll coram oculis dei tormento inextinguibili luat. Quod ne fiat, sed hec traditio nostra ab 
omnibus perpetualiter in\äolabilis permaneat, hanc cartam inde conscriptam manu propria roborantes 
sigilli nostri inpressione insigniri iussimus. 

I Signum domni Heinrici (M.) regis invictissimi. § 

167. [Bresslau] a) ia auf Basur b) u ai(f Rasur c) in dafür gelassene Lücke von ED nach- 
*5 getrageti d) A 



198 K A 1 s K ij r u K r N I ) i: n . 

^ P'berhartlus cniu'i'llarius vicf L'uilligisi nroliii-n|)ellani rooo'jiiovi. | (SI. 2.) 

Data kal. nov." iiulictioni* V, aiiiu> (loiiiiniot' incarnatidiiis MVII, iiium vrro iloiniii 
Ileinrioi socuiuli n-fjnantis vi ; actum Fraiikinmt'urt ; tVlicitfr anuni. 

168. 

Heinrich scheuht dem von ihm geijniudeten Bistlium Bamberg seine gesammten b 
Besitzungen in der Grafschaft Dietmars im Gau Volkfeld. 

Frankfurt 1007 Nuvcmber 1. 

Originaldiplom im k. Beichsarchiv zu München (A). 

Dcdiictio iuris et facti SO aus A. — Rechlsyegründete PrUffung, Beyl. 242 n" 134 aun 
A. — (Heyhcrgcr) Landeshoheit, prob. «• 6 aus A ^ Ussermann Ep. Bamh., prob. 14 lo 
H° 10. — Mon. Boica 28", .347 n' 225 rti/s A. — Böhmer Reg. 1006. — Stimpf 
Reg. 1463. 

Mit Au.<ttiahme des von ED hinzugefügten Ksrhatokolls mundierl von dem in der Vor- 
lietnerkung zu D. 160 erwähnten Hilfsschreiber. Als Vorlage hat uahrscheinlich D. 154 
gedient : auf die von diesem etwas abweichende Fa.'isung der Corroboratio, die sich übrigens i6 
auch in D. 164 findet, könnte möglicher Weise D. 135 Einfluss ausgeübt haben. Das 
letzlere D. verbriefte zwar die gleiche Schenkung wie D. 168, war aber vor der Gründung 
des Bi.^thums und nicht auf dessen Namen, sottdern allgemein auf den der Kirche zu 
Baml>erg au.igeslelll irorden, an da.^s bei der grossen Wichtigkeit dieser umfassenden Ver- 
leihung eine ausdrückliche Erneuerung zu Gunsten des Bisthums erwünscht sein mochte, «o 
Diese erhielt die Datierung der Grü7idungsurkundeti und ist deshalb von uns hier ein- 
gereiht worden. Freilich können die Erwähnung der Königin Kunigunde im Context und 
die Bezeichnung Eberhards als Bischof in der Recognition — beides Dinge, die in keinetn 
der übrigen DD. vom 1. Nov. 1007 begegnen, die sonst erst in Stücken der Jahre 1008 
und 1009 vorkommen — zu der Annahme führen, dass D. 168 erst später entstanden a 
sei (vgl. Ficker Beilr. 1, 167): jedoch ist es auch möglich, driss gerade der Schreiber 
dieses D. solche Neuo-ungen schon früher und hier zuerst aufgebracht hat. 

(C.) ^ In nomine sanctae et indiuduc* triiiitatis. lleimicus divina t'aveiitc clc- 
inentia rcx. SaluhemniU i|;itur Macri cloqiiii institiitioniljus'' crudiiniir et admoncinur, ut tempo- 

ralia ^ * bona ot tcrrvna poHtpoiicntCH (.'oniniodn iirtrnm et »iiip tiiip iiiaiisurn in i'yli« »tiidcanius tO 
adipiüci conAixtoria. Cjiinpruptfr no» doniiniei» nun siirdiini aiiditiini prcbentuM picccpti» et deilicis 
obtempernmlii iiiteinIcnteH fiunxiiiniliiiN ((neiidam nontrae pnteriiy licieditntiM loeum Hnbciiberc diitiim, 

conscntiente atque rogante dilectis«inia eoniugc nostra Cliuniginida videlicot rcgina, 

in »vih'tn et riilnien epiiroliatUK* Kniiliniandn provcximii!* et Komann niietoritate iiti|UO venernliiliH 
Heinrici Vuin:ibiirgcni<iit epiacopi cuniienHii ac pari coinmunii|uo oinniuin iioatri lidcliiun tum arcliiepi- at 
■coporum quam epUcoporum abbatuin<|iic ncc non diicum et comitum conaultu decretoquc in honorem 
■•nctoe' • g^cnitriciii Mari; Hanctoruniijnc apontolornin Pctri ot Pauli ncc non ninrtiruni Kllinni atipic 
Georii NtabiliviniUH et corroboraviniu«, ut et inibi nustrum pnrcntuniqnc noHtrornni et ainailtlssimC 

contcctaÜK noHtrf Clivnigundo videlicet rcgin^ nee non et OttoniM tertü » imperatuiU nntc- 
ceasoris et ncniori* noiitri celcbrc habcretur mcmorialc ot tu);^i« pro uninibux ortodoxii* hoHtia niactaretur 40 
iialiitariK. Proindc no»'erit »mninm iioHtri tideliiim tain preHcn» acta» quam Huree»j<urn |)iiHtiTitim, quin 
iKn oniliia n"»try pniprietatin Inen in pniro Vllolkfi'lt » i t a et in roiiiitnlu Dictinari coiniti» ad 

|(i(. ■•! V rorr. au* X. 

\(\>*. Kremlau] ■) A \>) it ron: nun u e) tlnhinler dei atitgelanten 



HEINRICH n. 1007. 19!) 

enndem supr«a dicfam episcopalem sedom Haljeiibert* ilictaiii uiin ciini omnibiis (;oriiiii pcrtiuentiis «ive 
adheientiis, videlicct vicis villis * ^lervis et ancillis * terris cultis et iuculti» viis et inviis oxitibus et 
reditibiis quesitis vel iu(|uirendis * ac ceteris omnibu» quf * scribi aut appellari posaunt quoqiiolibet 
modo utilitatibus, liac nostrj auctoritatis preceptali pagina, prout firmius pussumus, donamus atquo 
6 proprietamns, oniiüum contradictione reraota, precipientes igitur, iit nobis in deo dilectns sepe dict? 
sedis Eberliardus e])iscopns suiqne successores liberam dehinc habe an t potcstatem eadem * loca 
cum Omnibus apiiendifiis eoruill tenendi possidendi seu (Hiic(juid sibi libeat modis Omnibus in usnm 
episcopatus iude t'atiendi. Et ut lifc nostre auctoritatis traditio stilbilis et inCOnvulsa pcrmancat, 
lianc cartam inde conscriptam'' manu propria roborantes sigilli nostri inpressione insig'nin iussiinus. 

10 § Signum clomni Heinrici (M.) regis invictissimi. | 

p Eberhardus episcoptis et caiicellarius vice Uuilligisi arcliicapellani recognovi. ^ (SI. 2.) 

Data kal. nov. indictione V, anno dominicae incarnationis MVII, anno vero domni 
Heinrici secundi regnantis VI; actum Frankonofiirt ; feliciter amen. 

169. 

15 Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg die zu Forch- 
heim gehörigen Ortschaften und Eigenleute mit Ausnahme der in Forchheim 
selbst tvohnenden. Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Heyberger IcJinographia Bdbenh. 1, 64 unvollständig aus Ä. — Oesterreiclier in Geöffnete 
20 Archive 1'', 34 n° 1 aus A. — Oesferreicher Neue Beifr. 2, Beil. 7 n" 7 aus A. — Mon. 

Boica 28", 349 n" 226 aus A. — Böhmer Reg. 1007. — Stumpf Reg. 1464. 

Geschrieben von Ba. I, dei' entweder eine der älteren Bamberger Urkunden, etiva D. 149, 
oder das damit zusammenhängende D. 200 als Vorlage benutzte; der Petitdruck bezeichnet 
die TJebereimtimmung mit beiden. Der Satz Ad ultimum u. s. u: (S. 200 Z. 6) klingt in 
25 einigen Ausdrücken an D. 203 an, und unser D., das wegen der Recognition vor Ende 1008 

ode)- Anfang 1009 nicht geschrieben sein kann, ist vielleicht erst gleichzeitig mit den DD. 
200 — 204 entstanden; im übrigen vgl. über Entstehungsvei-hältnisse und Datierung der Ur- 
kunde N. Archiv 22, 162 ff. 

(C.) I In nomine sanctae et individue trinitatis. Heinricus divina faveute cle- 

30 mentia rex. Salubenimus" ig-itur sacri eloquii institutionibus erudimur et admonemur, ut 

temporalia relinquentes bona et terrena postponentes ^ comnioda aetema et sine fine mausura in celis 
studeamus adipisci consistoria. Quajiroptei' uos dominicis non surdura auditnm prebentes preceptis et 
deificis obtemperando'' intendeutes suasionibus (juendara nostrae paternae hereditatis locum Babenberc 
dictum in sedem et culnien episcopatus sublimaudo proveximus et Romana auctoritate atque venerabilis 

35 Heinrici Vvireiburgensis episcopi eonsensu ac pari communique omniuni nostri fidelium tarn archiepi- 
scoporum quam episcoporum " abbatumque uec non ducum et comitum consuitu decretoque in honorem 
sanctae dei genitricis Mariae sanctorumque apostolorum Petri et Pauli nee non martirum Kyliani 
atque Georii stabilivimus et corroboravimus, ut et inibi nostrum parentumque nostrorum et Ottonis 
tcrtii videlicet impcratoris antecessoris ac senioris nostri celebre haberetur memoriale et iugis pro 

40 Omnibus ortodoxis hostia mactaretur salutaris. Proinde noverit omnium nostri fidelium tam prcsens 
etas quam et successura posteritas, quia nos q u a e dam nostri iuris loca ad Forhheim pertinen- 

168. d) ri sofort corr. aus pt. 

169. [Bresslau] a) A b) do corr. aus da c) quam episcoporum über der Zeile nachgetragen 



200 KAISKlUKKlNDliN. 

tili his noiuinibus dicta: VvitlnHV'sluma'', Tniolmlin, TucisibnmiKi'', Ili'i-ilcsdorf ', Ari- 
liiiibaeli. item Arihinbaoh, Vvaldriilu-sbach. Seuualia, JlcrdiiKloii", Husa, llerigoldes- 
bach, Vviiiibilibach. itcni Viiimbilibai-h. Sliorbaob ml eiusdem ci)isc'oj)atus «edcm Unben- 
berc ilictnin lagitor* tiniutcrque donavinms, eo viili'licet tenore ut eiusdem sodis priinus 

i'piscopu» iiiibi» • diU'ftisÄ i in 11 a Kborlmrdiis dil'tus »uii|m> «iicrossores liborniii SCCUramqiK' debiiic S 
haboniit potoslntoni • possidendi oadom» I m- n et Utendi. Ad ultilllUll) etiaill «Ulllliil loca 

eiilta et iucidta et oiniiia utriusque sexus inanoipia (|iioc'unique locorum luiliila vel 
babitantia ad eundi-ni bn-uin Forldieiiii dietuiiiK, cxceptis .solumniodo in eadeiii villa 
inodu habitantibus, in pago lladinzgune" dicto et in comitatn Adalberti cumitis sita * c-nm 
Omnibus • (juf rite scribi aut nppcllari posaunt quoqiiulibct modo utilitatibus hac nostrac auctoritatis lo 
praeccptali'' pagiua, prout timiius possumus', donamus ntquc, omniiun contradictiono remota, proprie- 
taniUK. Et Ut huius nostr^ tradicionis auctoritas ab omnibus perpcfualiter invioinbilis ]icr- 
mancat, hnnc cartani indc conscHptam manu propria roborantcä Nigilli nustii inprcssiuuc intiigniri 
iussimus. 

I Signum domiii Heinrici rcgis (M.) invictissimi. | i6 

^ Gunzelinus canceUarius vice Uuilligisi arcbicapcUani reeognovi. | (SI. 2.) 

Data kal. nov. indictione V, amio douiiniec incarnatioiiis MVII, anno voro donini 
Heinrici seoiuidi rcgnantis VI ; actum Frankonofurt; tcliciter amen. 



170. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Bamberg das Gut Forchheim, m 

Frankfurt 1007 November 1. 

Originaldiplom im k. ReicJisarchiv zu Müncheti (A). 

Heyherger Ichnographia Babenb. 1, 64 cit. aus Ä. — Oeslerreicher Neue Beifr. 2, Beil. 6 n" 6 
aus A. — Mon. Boica 28', 351 n" 227 aus A. — Böhmer Reg. 1008. — Stumpf 
Reg. 1465. tb 

Auf einem noch von ED hergeriehteten und mit Signumzeile und Monogramm versehenen 
und lie.tiegelten Blanquet 7iaeh eigenem Concept geschrieben von Ba. II. der für die 
Datierungszeile D. 169 als Vorlage benutzte. Dieser hat den ersten Theil des D. (bis 
predium tenendi S. 201 Z. 21 einschliesslich) früher geschrieben, den Schluss später mit 
hellerer Tinte nachgetragen. Der zweite Theil ist wahrscheinlich erst 1021 gleichzeitig mit 30 
Stumpf Reg. 1772. 1774, die auf D. 170 als Vorlage zurückgehet! , hinzugefügt; wann der erste 
Theil ge.iihrieljen ist, 1/l.sst .siV// nicht genauer bestimmen, doch ist es geiciss nach dem 
26. OrtolH-r 1017 geschehen. Über Entslehungsverhältnisse und Datierung des D. 170 vgl. 
im übrigen N. Archiv 22, 162 ff. und Ficker in Mittheil, des Instit. für oesterr. Oeschichtsf. 
6, 22a ff., wo auch der Titel Komanorum rox zutreffend erklärt ist. Nur das ist den n 
Ausführungen Ficker.s a. a. (). 2i') in letzterer Beziehung hinzuzufügen, dass der Schreiber 
allerdings auch in der Königszeit Heittrichs schon für die Kanzlei gearbeitet hatte und 
also an sich hätte ivissen können, dass der Königstitel nicht invictiHsimus rex, sondern 
einfach rex gelautet hatte; er wird sich dessen nicht mehr erinnert und sieh lediglich an den 
Titfl (jf hallen liahrn, den er in der Signumzeile des Blanquets vorfand. — Im Text sind 10 

169. <i,i ririirirht iriir :iimit VvithoIfcJiliona txlrr Vvitliolfcsboim i/ewkrittien e) ein n illier der 

Zeil* nachffrtroifni (i da» zireitr e corr. nun i g) ein Wort irie pertinontia iil auKgclaHHen 
h) acc eml durc/i f'orrrrliir und Hnnir enlnlnnden, datier ron uns für die Auflüiiung der 
Abf/reciatur j) nicht alu mtmgeiend Ixtrachtel; Ha. I «chreibt sonnt prc oder \)rq i) p corr. aus f. 



II KINKICIl II. 10(17. 201 

einige Worte (Ie>i (ilfcini DD. ßr Bumhery entnommen ; icir hnhen sie nicht hesonder.i 
hezeichnet, da sich nicht ermitteln tiixfit, welches D. Ba. II ah Vorlaye benutzt hat: 
möglicher Weise sind sie auch ganz ohne Vorlage lediglich ans dem Gedächtnis in das im 
■übrigen selbständige Dictat eingefügt. 

b (C.) !j In iiDiiiinc sanct^ et iiuli\iiliic trinitati.s. Ifcinricu.s divin;» i;iv(;iite elc- 

jucntia Komanorum iiivlotissimus rox. Notiiin sit omnibus" sanctg'' clei ^ aecclesi^'' 

Hdelibu.s jn-cscntibu.-* scilicot et futiiri.s, (lualiter no.s divine rotributionis spe (jiiciKlain 
nostre |)r(i|)rictati.s locuin IJabenberc dictum ad boiiorciii dei omnipotcnti.s et saiict«; 
Marie iiiatris ildiniiii ii<it;tri lesu Christi .saiietiiruiii(|uc a])()stiiliiruiii l'etri et l'auli et 

ifi iimniuni saiictüruiii, e(in.seiitieiite dileetisima'' enngu^e'' n^stra (Jvnigunda et oniniuiii 
regni nostri prineipuiii, in euhueu et sedem episcopatus proveximus, ut et ibi iugiter 
liostia deo mactaretnr sakitaris et nostra nostrorumque antecessorum salus haberetiir 
uiemorialis. Ad cuius episcopatus augmentum pia birgitimio quoddam iiostrg doniina- 
tionis contulimus prediuiii Vorliciienr" dictum in pago Ratenzgiiuni situm et in comitatu 

15 Adelberti comitis, cum (unnibii.-^ eins adiacentibus vicis villis servis ancillis rebus 
niobilibus vel inmobiiibus terris cultis vel incnltis cxitibus et reditibus et onniibus 
que ullo modo sci'ibi vel nominari possunt utilitatibus, ea in liac (bmationc usi potcstatc, 
qua nostri antccessoi'es reges videlicet et imperatores antebac sunt usi in sanctarum ' 
aecelesiarum ditatione. Quapropter per nostram*-' regalera inviolabiliter i)recipinuis 

20 potentiam. ut nobis in deo dilectus Eberhardus primns pi-edicte sedis episcopus liberani 
dehinc babeat potestatem eiusqne successores prefatum predium tenendi possidendi 
commntandi seu qnicquid sibi libet niodis omnibus in usmn episcopatus inde faciendi. 
Ut igitiu' b§c nostre donationis muniticentia nunc et in posterum stabiHs et incon- 
vulssa'' pcrmaneat, boc preceptum inde ciinscrijitum manu pvoj)ria corroborautes'' sigilli 

25 nostri inssinnis impressione insigniri. 

I Signum domni Ileinrici (M.) regis invictissimi. .^ 

ö Guntherius cancellarius ad vicem Uuilligisi archicappellani recognov.' fi (SI. 2.) 

Data kab nov. indictione A', anno dominice incarnationis MVII, anno vero donnii 
Heinrici seeundi resrnantis \i ; actum Frankonoturt : feliciter amen. 



171. 

Heinrich schenkt dem Kloster Stein, ivelches er dem von ihm fiecirihulrten Bis- 
thum Bamberg unterworfen hat, den Ort Kirchen. 

— 1007 Kovember 1. 

Urkunde de.i Vi. .Th. in Diplomform im Staatsarchiv zu Schaff'hausen (A). — Abschrift 
Ulis dem 15. Jh. im Urbar Steiner Gerechtigkeiten p. 2 ebenda (B). 

Lüiiig BA. 18", 427 n" 2 in deutscher Uebeisetzung. — Neugart CD. Alem. 2, 23 if 819 
aus A mit anno [reg.] II = Us.sermann Ep. Bamb., prob. 17 n" 13, = Migne Patrol. 
IAO, 271 n° 3.5. — Vetter in Schriften des Veräns für Gesch. des Bodensees 13, 65 aus A. — 
Hidber Reg. 1219. — Böhmer Bcg. 1028. — Stumpf Reg. U85. 

I 170. [Bresslau] a) oiiiilius, ohne Ähkürziingszekhen, A h) sc^. ohne Abkürzungszeichen, A c) ein 

c (Hier der Zeile nachgetragen d) A e) das erste h über der Zeile nachgetragen f) das 
Abkürzung.'izeichen über u fehlt g) dahinter ein TT'oi'«, icahrsclieinlich imperialem, aus- 

radiert h) da das n von con'oliorantes fericischt icar, trug der Schreiber ein zweites n über 
der Zeile nach i) dies Wort ist in den DI), des Ba. II nie au.<igeschrieben. 

Kaisernrkun-len IH. 26 



•Jdli KAlSKlil" IvKlN l>r. N. 

H'iV im X. Archiv i?i'. lU'J ff. fimjihvnd (hiryflqil ist, iiniss KlosUr Stein t-in fehles D. 
Hriiirichs erhallen huheit, das mit lieiiiilziiii(i eines oder mehrerer der liamhenjer DD. row 
1. Sufeml>er l(Xt7 (iiameiillich wohl des D. 166) und yleiehzeitig mit ihnen von GB, der 
aller damals noeh nicht Kanzleiheamler war, rerfa.isl war. Auf die.\e echte Vt>rla<jc ijehl 
dir Fa.i.tiiiiti unseres D. 171 zurück, wieweit sie alicr dessen Wortlaut (jenaii wiedeniieht, f> 
ist nicht mit Sicherheit aiiszumaehen. Ueziichnrn wir nur das Wort v''<-'l<"siis im der Per- 
tinrnzformel, obwohl es auch In D. Kit! steht, aus den a. a. O. dariieleijten Gründen als 
Inlerpolalion, so kann doch auch dei- iilirif/e Inhalt der Urkunde nicht für in allen Theilin 
rerbürgf gelten, wenn auch kein Grund rorlieijt zu bezweifeln, da.is rfd.s' Kloster urinen im 
1;'. .1h. nachweisbaren Besitz zu Kirchen durch eine Schenkung Heinrichs erhalten hat. n> 

(C.) p In iiiiiniiH' sanctiU' i-t intlividuac ti'iiiit;ilis. Ilciiiricus divina ravcntc i'lc- 
inentia n-x.^ Saliitariltus !*nt'ri t'l(i(|nii iiistitutiiniilms cruiliiimr i't aiinKiiiciiiiir. iil 

t<-iii)iiira li.'i ]iarvi|K'iulfiiti's oDiiininila actcrna ft scniinT inansiira in ci'lis stinlcannis 
a<lijiisi-i iMinsistiiria. <^iiaj)riij(t(-T nos iluminicis ni>n >ur(lnni aiulitnni jirrlicnlcs |iri;- 
ffptis Im-nni qucndani nostri; liorcditatis Italiinln-rcli ilic-tnm in scilcni i'|iisfM|)atus iä 
>ul>linianil<> iiniv<'xinins |>ivtliisi|uc <'t variis rcruni dunatioiiilxis nia;;iiitiii' suliliniavinnis. 
Iniunxinnis (|iiiii|U<- jinjdirtt; «'dis |iiintitici j^iduTnatinncs et nKMlcianiiiia (lunruindani 
inoiiastfrionuii, intcr (pii; uniun ([Unddani in Alemannia inxta lipani llluni situni Steine 
vofitatmii nostra dis|ii>.siti()ne fimstruetnni et nindei-atiim eins eunniiendatiitni volnnnis 
ossf »iibiectuin. Huins ij;itur UKinasterii iinieiiratitre.s et ]iri,'lati serenitatis nostre jire- in 
äeiitiniii adierc ot de jtredicti loci inoi>ia ae possessioiuini illtic j)ertinentiuni jiarvitate 
coluiuerentes nliqiind sublenieiitiini " et auetioneni predioruni illue cdneedi et superaddi 
sU|i|ilieiter ])ostiUavere. Ipsoruni (iniK|iie (d)nixe jietitinni enin tideliiini nostroruni. 
eiiiseii|ioniin videlieet et al)liatnni clneuni et enniitnni. favdi- et >nadi'la aeeessisset, 
nos Vota illonini beiiif^ne siiseepinius et i)etiti(ini" eumni oli divine mei-iedis aM;;iiienluni j;. 
adinijderi <leerevinnis. l'roinde noverit onniiuni nostri tideliuni jiresenliinn ^eili^•et ae 
t'iiturnniiii industria. ([uia nos (|U('nidani'' nostri iuris ae |iro)irietatis lueinn ( 'iiilielieini 
dietnni in pafjo Prisieiipiwe et in eoniitatii Adalheronis comitis siinni tradinins ad 
sii|>ra dietmn nionasteriuni. fjiiod est'" eonseeratuni lionori sanetae dei genitricis nc 
sanefi (ieorjiii et ("vriiii niartvrnni, enni onniilms eins jiertinentiis videlieet < ^eelesiis ;■ :„> 
villis servis et aneillis areis edifieiis, euni lioniiniliiis terris(|ue eensualii)ns, enin trilintis 
et teloneis de navihns per Hlienum disi^urrentihns, vel nndeennii|ne noster tiseus eir- 
enin<jna(jHe illie alii{iiod ins exi;,'ere aut sperare dehei-i't. Hee i;:;itur enni onniilius 
cyteris appendieiis, (pie adlnie diei possent'', peri)etna tii-niitate ad ideni nionastei'iuni 
contradiiiius et traiisfundinnis. nt (piililiet ablias ibidem suecessurns alisijue eontra- 3.'> 
dietione hnbeat c-a in sua jiotestate, nee ipsi lieeat enif|nani libero lioniini potenti 
aliijuain exinde ]iarteni |iro benefieio eoneedere vel idlo modo al) nsn l'ratiMim deo 
iilie servieiifiiini alienare. Et nt iiaee auetoritatis nostre iai'fiitin Hi'niiiir liabeatin' et 
ab oninibus tiilelibus nostris verins eredatiir et <lili<ri-ntins eonservelnr, niami |Miipiia 
nostra mibter i-ani eonfirmavinnns et sigillo uosti'o sigillari inssinnis. .Si (piis anteni, lo 
«|Uod abKit. liiiie nostre sanetioni contrarius extitei-it et ijiie donavinuis vi abstulerit 
vel trmide alifpia detraxerit, ludv proditorix Concors, nisi resijiiseat, igne inextinguiltiii 
peqjetualiterjjardeat^. 

^ Sij^iuni doMMM '.M.> llejnriei rcf^is invietiss|iiMi{. jj 

'^ Kberliardu« cancellariiis vice Willejfisi recof^novi. [{'' m 

171. [Br<-«»lB<il a, A h) ein rnrr, aim vn mite oii cj ilahintrr lii> f/efilf/l il) A, »lull poHsiiut 
i" iniltm refhtf ein Theil ilm l'frijiiuirnlljl'illeit uuHycmhnillrn int, IiIhmI m'ch ill/er die llejiieiifliiiif/ 
litt I). nicht mlm-hfiilrn 



rir. IN unir ii. ioot. 203 

Dilta kal. imv. iiidic-tioiic V, aiiiio (loiiiiiiirc iiu'aniationi.s JIVII, aiiuo vcro doiiini 
Heinriei se[ciindi regiiantis ' sexto ; folicitor aincii'j. 



172. 

Heinrich nimmt den Bischof Landulf und den Clerns von Cremona in seinen 
5 Schutz und verbietet, nach des Bischofs und seiner Nachfolge}- Tode die Kirche 
von Cremona zu schädigen. Paklde 1007 . 

Codex Skardhiniis ans dem Anfang des 13. Jh. p. 32 in der liihliotcca yoveniatim zu 
Cremona (A). 

l'ijlwUi Italia Sacra ed. l. i, 804 elf. — Mnratori Anf. Jfal. 1, 991 unroUständifi ans A 
10 = Migne Fatrol. 140, 271 n" 84. — Böhmer Reg. 1029. — Stnwpf Reg. 1486. 

Yerfa-fst und jedenfalls anih gcschrirlicn rnn demselben Manne, der anrh 1). 183 hergestellt 
hat. Der Te.rf klingt mehrfach an ältere Cremoneser Künigsurkunden an, jedoch nicht 
der Art, da-fs deren unmittelbare Benutzung angenommen icerden könnte; auf die Amvendung 
von Petitdruck irnrde daher verzichtet. — Zur Datierung vgl. N. Archiv 22, 175 f. 

15 I In ii( inline sancte et individue triuitatis. Henri mas divinae dignationis p Pro- 

videntia rex. Regalis dig-nitatis providentiain semiier oportet eeclesiaruni dei pro- 

t'ectui consolare'' earnniqiio dejiredatoi'es violatores devastatores digne severitatis eensura 
eohercere. Qnoeirea oinuium tidelium nostroi'um presentium scilicet ac futurornin 
noverit niiiversitas, quod nos, comperientes in Italia ecclcsiarnm facnltates dcfuneto 

20 earuni presule depredari sanctamque Crenionensem ^cclesiani hoc quoque noviter 
jiassam defiincto pastore, snb nostri mnndiburdi defensione recepimns domnmn Lan- 
dulfum venerabilem presuicni eiusdem sancte Cremononsis ecclesig nostrumqne dilec- 
tissinium eapellanum enni (juniibus clericis snis ac famulis, precipientes insnper, nt 
nulla nostri regni magna parvaque persona post obitiim eins suoruniqiie successornm 

25 predietam §cclesiam clericos et famulos inquietare vel molestare aiideat. Si quis voro. 
qnod non credinius, liuius nostri mnndiburdi violator extiterit, si miles ipsius ecclesi(^ 
fuerit, omni benefitio, quod ex parte ipsius ecclesi§ tcnuerit, ipse et eins lieredes in 
eternum priventur et C libras puri argenti, medietatem nostre rei publice et medietatcni 
prenominate ecclesie, se compositurum procnl dubio cognoscat; si vero civis aut sub- 

30 urbanus, sciat se perditurum omnia predia et possessioues suas, medietatem a parte 
publica'' et medietatem predicte ecclesie; si vei'O aliqua regni persona fuerit, centum 
libras op.timi auri, medietatem nobis et medietatem prefate ecclesig, procul dubio 
componat. Quod nt vcrius credatur diligentiusquc ab omnibus observetur, sigillari 
iussimus. 

35 I Heuerardus canccllarius vice'' Villigisi arciiicapi-llaiii'' recognovi. jl 

Anno dominice incarnationis MVII, indictioue V, anno vero'' donini llcurici regis 
secundi regnantis VI; actum Polede; feliciter amen. 

171. f ) erynnzt ans B, n:o aber Heinriei regni sexto steht. Doch ist in A noch se unmittelbar nach 
Heinriei ^» lesen und regni ist in B jedenfalls irrige Auflösung von regu. 

40 172. [Blocli] a) A, u-ohl. statt consulere b) A, statt ad partem publicam c) viee .-1 d) arci- 

capellani A e) reg A, lerbessert mit Rücksicht auf D. 183. 

26* 



•Jim KAisr. ur ukindkn. 

l/diti'ich bestätigt der f/iscfiüf'/ichen Kirche zu Vicenza de» Erlass des Fodrunis 
ro)i den mifgezählten Besitznnym und den Leuten der Kirche. 

}fiilllllillisril J(l(»^ — . 

Absiliiif'l ilis I7..II1. im Cixl. Atlilil. Miiiiiisiriiils SiUrj /'. /•/.'<' ihn BrUlisihcn MKxmms b 
zu London CA). — Ahsrhrlft mm J. I67(i aii.s Cotl. A di's Arrhirio Mitiizn Carnlrnhi) 
foH 1564 in einer Deduelion der Brüder Fraconzoni E. I/ihro d'in.ih'umenli />. 1 In dir 
Sladlhihliothek zu Vieenza (C). — Ahachrifl des 18. .Jh. uns demsrlhen Cod. Carcdeabi) int 
Cod. di/d. Vieenl. des P. (.'. }f(irrfi Bd. 1 ehemhi (D). 

Vghelli Itidia saera ed. I. '>, llOli uns Ahsrhrift mit Datum XXX. . . //*/(/ iiuliot. VI 11 
(D = ed. II. ö, 103<i = Ciistellini Storia dt Vieenzii .5, ö.V Friif/ni., = Migne l'utrul. 
140, 'J8ü n" 45. — Barharuno Hisloria eeelesia.iliea di Vicenza .'>, 67 aux demelben Ah 
schrip mit Datis XKT. . . . anno und iudict. VI (H). — Lampcrlivo Srrilti slorid 
2, HHfi aus Ahsrhrift von C zu .Juni 'J'2. — Stumpf Reg. 1487. 

Verfa.sst nach Vorlage von l>i). III. M9 unter Fortlassung eines auf die Srhenicnny des ib 
Theaters am Flusse Beirone heziiglichen Stjizes; das Eschatokoll kann ron EC herrühren. — 
Un.tere l'elierliefi-rung ron D. 173 hernlif in letzter Linie auf einem rersrhnllenen Copinl- 
bueh des Domeajiilels zu Vicenza (rgl. X. Arrhir S, 93). A ist wohl unmittelhar daraus 
allgeleitet, triihrend unbeslinnnt bleibt, ob auch der von C und D benutzte Cod. (Javalcabo 
soicie die gemeinsame Vorlage von U und H direct und .telbständig daran.i geschöpft haben, -m 
oder ob Iteide jetzt verlorene Mittelglieder auf eine Abschrift jenes Copialbuehs zurückgehen . 
Wie sieh das aber auch verhalle, so kann doch keincticegs in jenem verschollenen Copial- 
buch die nur durch U und H überlieferte Indictionszi/fer VI gestanden haben, statt deren 
A und CD eine Lücke andeuten; man icird um so eher annehmen dürfen, da.<is sie erst 
in der Vorlat/e von l' und H eingesetzt ist, als sie zwar zum Incarnationsjahre 1008 n:, 
pa-tsf, aber elien deswegen mit der damals üblichen Rechnung in der Kanzlei nicht über- 
einstimmt: EC nümlich, der in jener Zeit allein Ihfilige Notar, hat bei Beginn des Jahres 
1008 die Indielion V umzu.ielzeu vergrssett und den Fehler erst im .Tuli bei D. 184 be- 
richtigt : vgl. K. Archiv im, KU X. 3. Bei die.iem Verh/iltnis der Abschriften konnten wir 
davon ab.iehen, die offenbaren Fehler, die nur in einer der Ueberlicferuvgen C, I), I'. II m 
begegnen und die daher für den Te.rt ganz ohne Bilang sind, zu verzeichnen ; nur hei den 
Xameu .tind die Lesarten voUstiludig aufgeführt. — Zur Datierung vgl. X. Archiv '2'J, 17h'. 

In nomine sanctiie et individuac trinitatis. llcnricus" divina favonte elonionti;i 

ri'X. Si cerlcitinriini dei curiiiti |,'(>riinii/< riiK<|iiu * (tilntnre Ktiiiliioriiiiii!«, iiostri I'C^ni stiitiiiii 

niilf iirariitAri '' iiiiiiinu- iliiliiUiliiiniiH''. (^luioirra oniiiiiiin Kaiictnn dci ccclosinir |liilcliiim| '' pracxeiitiiiiii i.j 
iirilic'ct ae" fiitiiroriiiii ii'i«cnt ninvürsita«, «(UülitiT lliiTonyiiHi»' saiictai' ViiTiitinac" frclpsiiie episcupiis 
noiitcr<|Mc'' fnmilinriM noNtrani a<liit ■'IciiiiMitiniii postiilaiiii, iit pro doi niiKirc iiiiiiiiiiiM|iic imstrac rcinedio 
rnxtclla Uli cpUcopii Virciitiiii*'', c|tini.' tudri (Ictriinciito MH(|iie modo viiNtaliaiitiir et conculcnnaiitili'. 
iioütrac ref>;iac ' aurtoritali« larifilatc*^ Inilii giiinqiie micccHsoribiiH] <' pc-rdonarcniiis et conccdvrciiiii.s. 
fiiiii« iietilionibim aiiiiii'-iit''K, prout iimti- ft lo^alitcr po»tiiiiniiK, iaill (lic'to llioroiiynio f opi8('o]iii 10 
riuiii<|iic ■HccMKoribim, hictlt silii roiiccn s 11 m CHt ac perdniia 1 11 ni a bimae liicmoriac ' dolilinn 
Ottonc"* C'flC'Haro nil^^llKto, • piTdoiiamuH, nl ili< oinniliiM caRtcIliit ad hiiiiiii iaiii dictiiiii epUcopatiiiii 

173. 'IVHr-Sfevon-on-BrpMlau] b) Enric. C b) CU ^VU.; au^pimentarc A c) dubiamus t'\ 
II ffhil in al/ni, rei/ilml iin» VU. c) i-t C'Ult f) HiiTonini. (' k) Viii- 

f'U.; ii(.it(lrii|ncf f>; iiuHtcr AUll, und m wohl tiiuli i/ir allen i/emeineanie i:, 
I 'n iiiijc; ^|l•^\t■T^^'l•: ilahrr nur rirhtiije Enifnilalion der Quellf ron CO i) regiii .1 k^ largi- 
tatione C/'; larj/itioii" l.'ll 1) bona na-iiioria CO n\j D; Ollioni; -1 1'//,- Ottlione C 



II kim;I(' II II. inii.s. 20") 

j)i'i'tiiiriitil/iis, viclcliiut" Ii(irli;iiiaiiii", S;ilv,iti;inol', Novuuta'i, Albctoiit' '', Aiireliaiii), Ciist'xliii ", Gran- 
conii', (iriinuilo", Vicontia''', liniidiila "", Alt;ivili.i, Mc)iite(li{riio, Coniodo'', C'liisey, Malado, Scrccdoy- 
et de VilUo Cuntlirnica", C'ucnllo'', Villo'', Aiserio'', seu de omiiihiis t'aimilis'" * suilCr terram'' 
iaiii dicti ej)iscoiiatns lialjitantibiis vel*-' rcsidcntibii.s iion nliiMii homliii, taiii diioibu.s (jiiain inarchioiiibus 
6 coiiiitibns soll alii'ui iii.-iyiiac iiai-vaeque personal', tuilriini piTsulvatur vel i'oiicedatur. .Seil lieeat per 
hoc * iiraeceptuiu * iam dicto Hierouymo'' ciiiscopo »uisi(iu! sueeessoribus, sicut Sllporilis sc'ri|)t;l 
habcntur', i|iiiote et pacitice Oninia praenominata castella eoniniiiue habitatore» ad iaill dictum 
episcopatuni piTtilientes vel supva'^ tcn-am oius residentes' de oinnibus fodris defendere et prote- 
gere, omni coiitradictione™ remota. Si vero eontigerit, ut nos in eas ]iartes veniaimis, ipsi; iaiii ilictlis 

111 Hievonymus" episcoiius vel sni suecessores per se vol cornin" iiiissos Hdcles t'odnini colligant nobisiiue 
servitial' seeiindiim'i posse pracparent, * eo Vldelicot uriliiie iit niilliis diix |)atriari'a niarcbio comes 
vieecoiiics seublasiiis' f;astaliliii llull;ii|Ur iinstri rrfjiii iiia;,'-iia p/irvaiine persona praeilietinii Ilioronv- 
nuiniä e]iisoopiim siiosque siiecessores de perdonatione et eoneessione fodri' supra scrijjtoruin 
castrornm * imiuietare molestare fatigave aildeat vel praesuniat *. Si [ipiis]» vei'O, quod non 

15 creiliiaus, boe iiostnnii praeeeptiuii « infring-ere toniptaverit, seiat se compositnrum anri ]mrissiini liliras 
quingeiltas, medietatein eainerae nostrae et^ medietatem praedicto Hierouymo"' episeopo suisiiuc 
sueeessoribus. C^uod ut veriiis liabcattU"'' *. mann jirnpria baue |)a},nnain robm-antes * sigillo 
nostro * eam lUSSiimiS * insigniri. 

Sigmuii-' diiiiiiiii Henrici '■ (M.)* regis invictlssimi. 

2,1 Eborardu.s'' |caucellarius vice]"^ Vuilligisi'' arcliicaiicllaiii'' recognovit ''. 

Data" X. kal '' anno dinuiiiicae incaniationis niillosiino VIII, indictionc ....'. 

anno vero'" ilnmiiii Ilriirici ' |si_'cuii(li| '" regnantis" VI; actuiii Mulinliusun"; fclicitcr'' 
amen. 



174. 

25 Heinrich tritt an die bischöfliche Kirche zu Würzburg die Orte Meiningen mit 
der Meiningermark und Wcdldorf ab, ivofür er von ihr einen Theil ihrer 
Diöcese, den Rednitzgau nnt Ausnahme von drei Pfarrkirchen und einen Theil 
des Volkfeldgaues, zu, Gunsten des Bisthums Bamberg eintauscht. 

Wärzhury 1008 Mai 7. 

311 Originaldijilom im k. Eeich.iarchiv zu München (A). 

Gilth Poligraphia Meiningensis (Gotha 1676) 59 in deutscher Ueher Setzung aus dem Ms. 
von Fries ^ ed. II. (Meiningen. 1861) -17. — Fries in Ludewig Wirtzh. Geschichfschr. 45ö 

173. n) scilieet (IE o) Barbarano UH p) UH; Salvaciano A; Selvatiano CD q) Norceta U 
r) Älbettone C; Albetine U s) Custodia — Brendnla feli/t in C t) Groniona D u) Gru- 

35 modo If; Grumolo A v) V'incentia DE w) Brendule D; Brendulis U x) Coruedo C 

y) Clusa E; Cluse — Sercedo fehlt in U z) Sarcedo E; Cereedo CD a) C; Conturnica D; 
cum Turrica A; Coturnica C; Ceturnicha E h) Cuculo A c) et Velo C d) Arterie A 
e) lamiliis CD f) terra CD g) et A h) Hieronimo C i) CD; häbeänt A; scriptum 
habetur U; hactenus // k) super AU 1) reddentes A m) eontraditione A n) Nico- 

■10 laus C o) vel per eorum ^jtf p) servizia ^ q) pro .1 r) sculdarius A; scaldasius CD 

s) Hierouimum C t) fodrum CDU u) fehlt in allen, erymizt mit Bücksicht auf die VU. 
\) fehlt in A w) Hieronimo C \) habeant A y) Signi A z) Enrici C a) M. hinter 
am in A b) Ebrardus C; Eb . . ardus D c) fehlt in allen; vielleicht int auch (wie in 

DD. 174. 177 — ISO) episcopus et cancellarius zu ergänzen d) fehlt in CDUE e) archi- 

*5 cancellarius .4 ; archicapett CiET; archicapellanus jOf/ f) recognovi .-1 g) üa-t. ACD; datum 

XXX V\ datis XKT // h) der Monatsname fehlt in allen i) indictione Tl l'll; doch vyl. die 
Vorbemerkung k) quinto UE 1) Enrici C m) fehlt in allen, aber Lücke dafür angedeutet 
in AD n) regni ACDU; regn. E o) Muliimissum .1; Mulimh . . . C; Mulind . . . un D; 
Mulind . . . UE p) foeliciter J. 



•20« K.Msr. iM"i!Kr\nr.\. 

(« deiilsrlier T'fhrrxrhinig = Liiiiig HA. 17". .''.iT n" II. — Sriiiilleii Gesch. drs liniiics 
Uinneh-rg /, 77 ti" 1 irohl aii.s VUJiuiiis von löi'2 = l'imennann Ep. Wiirvh., prob. IG 
„0 l't = Migvc Pahol. NO. J?!! ii" 44. — Moii. Boira "JS". mj u" 317 ans .1. — Srhüiiixicli 
Heniieh. l'B. 1, 3 »" 2 aiix Viiliiiiii.s rmi l'>l'J. — Dolieiiirker J}i'(j. li]8. — li/ihwtT 
Reg. 1031. — Stumpf Reg. 1IS!>. i, 

Verfassl iinil gesrhriehen ron KV. In den Eingnng rfc.s Co»te.cles sind einige Worte uns den 
Hiimlirrger (Ihindnngsnrkunden vom 1. NoremlnT UHtT übergegangen : die G renzbesehreibnng 
stimmt sncMich nnd z. Th. a'örtlicli mit J). 171" idierein. — Dieselben Orte waren durch 
Do. 11. 284 an die Kirche des h. Petrus in Asehaffenlnirg geschenkt worden nnd müssen 
also, insoweit diese Schetikung zur Ausführung gekommen i.il, von Heinrich liehnfs der mit i« 
der Au.'istdttung liandiergs znsamnienhfingenden Geschiiflc wiedererworben sein. 

(C.) ^ In iminino sanotac- et imlividuac triiiitatis. llrinricns divin.i l'uNriilc clc- 
nientin ivx. Omnibus Cliri.-li üik'lilius in-cscntilius sfilici't at«|iic liituris notinn esse 

vohunus, fjuia nus,^ ob ilivinae rcnumriatinnis sponi dfuni imbis iiistitinMitcs licrcdcin 
et ex nostris rohns liercilitariis (|U)'U(lnni nnstri iuris Uiouni Haliciiiicre ilictiiiii in cul- U) 
men et faj)Ut <'|ii.scii]>atus iiondiv sanc-ti Pctri principis a)i()stol(iruni insiirniti crijji'ntes 
et snbliniantos, <|iinn<lani Wiiv.iburgcnsis dim-fsi'i'is partoni": cdniitatitin vidrlifi-t IJatcnz- 
gouui dictum, excrptis tribiis (;rc'lr'siis \\ abhaun'id et Mulinliiismi ac Limorstat cum 
cappcllis ad easdeni aoeolosias rcspicicntibus, et (|uandaiii iiaili-m pa;;i NnlctVIt dicti 
vidclicc't a Inc-n, nlii flunion Vralia dictum iiiHuit Hatcnzam, et per ib-sccusum h'alcu/.ac so 
usque in iluvium Moin et per descensum Moiii us(jue in locum l-Mlu-riet'' dictum et 
per aseonsnm rivuli. (jui eandem villam' dividendn prctertluit, us(|uc in eiusdcm rivuli 
ca]iut et nrtuni et a capite illius rivuli seciindum (jnod rcctius et vicinius potest veniri 
in supra dictum flumen \'raiia ab lleiuricci ciusdem accdosiae episcnjin, consen- 

tiente et oollaudaute eiern et jinpuln, lii-nia ac U'j;ali coinnuitatione ad(juisivimus, tra- i» 
dentes econtra ei(b'm lleiurico episcnpo suac(iue aecciesiao nostrac jU'oprietatis loca 
in'" pago (Irapfelt in crnuitatu vern üttouis comitis sita'" Meiuinga et ^Iciiiiugeri)- 
niarchani et \\ alaiidiirf dicta cum unniibus eiunun pertinentiis, villis seiiieet et utriuscpn; 
sexus inancipiis aecelesiis dccinnitionibus siivi.s venationibus aquis aijuarumvc decursibus 
piscatjimibus mideudinis pratis pascnis tcrris cultis vcl iiioultis (jui'sitis vel incpiirendis .«i 
viis et inviis cxitibus et reditibus et cum onmilms quae dici aut imminari pitssunt 
utiiitatibns. iure" nostro in ins predictae aecclesiae transi'undendu, ea videlieet ratinue 
ut prefatUK e|)iseiipus Hr-inricus snique successores de pn-uomiiiatis locis (b'liiuc iiiieram 
liabeant piitestat<-m possideudi cnumMitandi vel (piicquid eis iii<le libitum .••it taciendi, 
(innii onniinm cnntradictiiuie n-mota. Kl nt liaee iinstrae crnnmutationis .sive ddiialinnis :if> 
anctoritJis stabilis et ineonvuisa omni pennancat tonqiore, lioc preceptum lüde enu- 
scriptiim manu jimpria ciirnibnrantes sigilli nostri inpressinne iusigniri ius.--inms. 

^ Sigmnn dunmi lleiurici (M.i regis iuvictissimi. ^ 

f! Kl»erliardiis ej)iseii|nis et cancellariiis vice l'uHligisi arcliicappellani recognovit. [l 

(SI.i' in 
l)ata nun. mai.'-' anno dnminicae incarnati>>ni.-' millesinm \'III, iudictione \', annn 
vero iliiiiini liciiii-ici .-tcnudi re;.'-nauti> \"l: actum W ir/ibiirc: f'ilicilcr amen. 

174. [Bnaalauj a) illirr »ml unlrr i; ein .S7ciV-A j/füli/t li) li rorr. «kx li c) a rorr. aim i 

<1 1 in — Mta über ilrr Xeilf nachf/elrngen c) ilaror fehlt de oder a f) da» .Sicr/cl igt daii 

faltchr ft'ürshuriirr, ilat S. Arrhir 3, 44 beitchrie/ten ixl g) iion. iiiai. wahriicheinUch nach- •»•'' 



II Kl N i; ICH II. 1008. 207 

174". 

Bischof Heinrich von Würzbnrg tritt au Köiilfj Heinrich zu Gunsten des Bis- 
thums Bamberg einen Theil seiner Diöcese, den Iiednitzgau mit Ansnrdime 
von drei Pfarrkirchen und einen Theil des Volkfeldganes, ab. 

WiirzJmrfi liios Mai 7. 

2'mii.isumpl Im OrKjiimlprivih'fi Lco'x IX. ron lOö'J Xoirmhcr 6 (.Tn/fc-L. Rcf/. -i^iS'.i) im 
k. Reichsairhir zu München (B). — Xiifluiliniiiiaj einer OrifiitKilnrhiitidc iroh! ans der Mitte 
lies IL Jh. chcmla (C). 

In der Gestalt von B. UnvalhtüHdiii in AiJalherti Vita Heiiiriei 11. c. 18 in den Dnieken: 
Gretaer Divi Bamhergeunes '27 = Siirins Historiae Sanetonun Iidii 19.~), = Lilnig RA. 
17", 16 n" 1-J, = Ludeirifi SS. rer. Bamberg. 1. 291, = Gretner Op. 10, r>]6, = Hartz- 
heim ConciUa Germ. 3, 122; Aeta SS. lulii ß, 773 = Cocquelines Bullar. Rom. pontif. ampl. 
coli. (Romae 1739) 1, 384 n" 39; Mon. Germ. SS. 4, 802 = Mlgne Patrol. 143. 698 n" 7--). — 
Eceurd Corp. hisf. 2, 92 n" lOO aus V = Mansi Concil. nova coli. ed. f. 1, 1281 = ed. 
IL 19. 689, = ed. IL 19. 69i. -- (Hegherger) Lande.shoheU, prob, n" .'>3 ans B (a). 
In der Gestalt ron C. Unvollständig in Adalberli Vita Heinrici IL r. 13 in den Drucl,-en : 
Gret.'^er Divi Bambergenses 17 = Snriiis Historiae Sanetorum Iidii 192, = Liinig RA. 
17", 936 n" 9, = Lndewig SS. rer. Bamberg. J. -.^SO, --= Gretser Op. 10, 512 (10 ; .Ma 
SS. Iidii 3, 7.iS ; Mon. Germ. SS. 4, 797 mit Varianten aus cd. — Ec.card Corp. hist. 
2, 62 n" ö8 unvollständig aus V (c) = Falclienstein Auf. Xordgav. 2, 159, = Mansi Concil. 
nova coli. ed. I. 1, 1222 zu 1006 = ed. IL 19, 291. = Hartzheim ConciUa Germ. 3, 32 
mit Varianten aus b zu 1006. — Hegberger Ictinographia Bahenb. 1, 76 unvollständig aus 
C. — (Hegberger) Landeslioheit . prob, n" 12 aus (J = Ussermann Ep. Wirceb., prob, l-'i 
n" 14. = Ussermann. Ep. Bantii., prob. IS n° 14 mit Varianten aus a (d). — Stumpf 
Wirrliurger Imm. 1. 7.5 aus C. — Looshorn Gcseh. Bambergs 1. 121 in deutscher Ueher- 
Setzung aus C — Stumpf Reg. 1489". 

Dnss C nicht, wie bisher allgemein angenommen wurde, eine Originalurkunde vom, .7. 1008 
sein kann, daran las.sen der Charalder der Sclirift und einige Abbreviaturen keinen Zweifel; 
das Schriftstück ist nach dem äusseren Befunde nicht vor der Mitte des 11. .Jh. entstanden. 
Datier kann es niclit Wunder nelimen, dass in C einige Eigennamen jüngere Formen zeigen 
als in B und dem D. 174, dass die in B wiedergegebenen Kreuze hei den. Unterschriften 
des Bischofs Heinrich und des Presbyters Azzo in C fehlen, dass endlicli, edle Unterschriften 
in C ganz von der Hand des Contextsctireibers herrühren und keine Spur eigenlmndiger 
Betheiligung der unter.'<c]i reibenden Geistlichen aufa-eisen, während docli mindestens die in 
die Form eines leoninlsehen He.rameters gekleidete Untersclirift des Azzo einen so individuellen 
Charakter trägt, dass man annehmen muss, sie sei in der verlorenen Originalurkunde des 
Bischofs eigenhändig ausgefülirt worden, wie sie denn auch noch in B graphisch besonders 
hervorgeJioben i.tt. Haben arir demnach in C ein Schriftstück vor uns, das wir als eine 
formale Fälschung bezeichnen müssen, insofern es wegen der Besiegelung mit dem — ivir 
wisien nicht ob ecliten oder unecliten — Siegel des Bischofs als Original gelten soll, olme 
doch wirklich Origintd zu. sein, so liegt der Verdacht nahe, dass bei der Anfertigung dieser 
Fälschung auch eine Täuschung in bezug auf den Rechtsinhalt beahsiehtigt war. Sotveit 
nun der Context der Urkunde in B und C übereinstimmt, wird, er durch D. 174 verbürgt, 
und .soweit kann seine EcJitlieit also niclit bezweifelt werden. Um so wahrscheinlicher ist 
es aber, dass der in B fehlende, aucli durch D. 174 niclit verbürgte Zusatz hinter der 
Datierung prgsente — commutuato (s. S. 209 N. o) als gefälscht anzusehen ist, und da,ss eben 
um dieses Zusatzes icillen C angefertigt irurde. Allerdings ist B im Eingang verkürzt 



20S KA isKKi i;ki N i»i:n. 

i/ii(/ hat niirli riiirii Thril der l'iilrisiliriflni nicht iiii/iiriiiniimrii, lihrr difsi' Kürzioifim 
Mreff'fH lettiylicli fornuile Thcilf </<•»• l'rkiiiidf; dtixs iiKtn im J. Ulö'i eine iiintiriillf liv- 
sthnmuHji i-on solcher Wirhiiykril für Utiiiihrrg, irif sie jciicr Zirnntz fiiihfllt, hti dfr 
Tnwssiimirnnui durch die ptiji>illichr Kanzlei fortfiilasscii hatte, ist so iDiieahrxcheinlich, 
daxs man vielmehr mit Beslimmiheil annehmen darf, die der pilj/silichen Kanilei ruriiclegle t> 
Urkunde halir jene nicht enthalten. Ist nun in der Bamheryer DiOcesansi/node von /f'.iS 
(Hartilieim Conrilia Genn. H, t'26), in welcher der Vofil von Wiirzbiirij für seine Kirche 
Xovahehnlen auf Bamherijer (icliiet heansiiruchte , dieser Ansiiruch nl/fiewieseii icordeii , 
nachdem der Bischof (iunther ran Bandierij eine carta tU* i'adein ro halle rerle.vn lassen, 
.so liegt die Annahme, da.'is diese carta eben unsere gefiilschlc Urkunde war, um so näher, m 
fi/.v die letzten Worte des Si/nodalakls auch im Ausdruck an den Schluss des oben bc- 
s/irocheiien Zusatzes anklinffcn : die Fälschung würde dann in den .Jahren l(l.i:J — 1058 
erfolgt sein. — 7m dem echten Texte enl.iprechen einige Äu.sdrücke dem Diciat des EC, 
der D. 174 rerfasst und geschrieben hat. .10 da.^s auch die bischöfliche Urkunde riellei<hl 
von ihm concipiert wurde. — Un.icr Abdruck giebl die Orthographie ron C wieder. lu 

(C.)" In nnniiiip snnot«; ot ijidividm; trinitatis. Onmiuiii saiioti; dci ofi-lcsiao Hde- 
liuin t«in |(r\»sciitiiiiii (juani futururiiin noticiain imu lateri' dcsidoraiiius, (|iialit(>i' {^lorio- 
sisiiniis'' rex Heinrifiis diviiu;, ut iTcdiiiius. adiiiiniilii'iiis stiiiiiilo i'i)ii|nnu'tiis" dt- prt'diis, 
ijU«,' dei fjratia licrcditan(>i|UO' iuiv |ian'iitiiiii in' suao jxisscssiniiis doiniiiiiiiii pci'vciicrant'', 
dci servitiuiu adaujjciv '' e|iisfii[)atiiiii eonstriu-ndi)' atque ordiiiaiidi» dcsidcraiis, (Hid id ü" 
li'pitiiiu- raticmaltiliterqdi' tieri potiiissct, neinrifuiii'-' vciicrabilcni'' Wirziburfjcnsis' 
rcelosiac jn-oviscircm, r|uatiinis ([iicndam'' locuiii liabcnbürg' nniu-iiiiatinn c-iiiii pa^'o 
c|iii Kedoiizcf^cwi'" dicitur. (|uia ad suae dioccscos statuiii ijortinerc vidfl)atiir", de siin 
iurf in riuiini ius id ad |ii'rHcii.'ndiini transt'iindori't, .■studinse C(;pit Hajritaro. Qiii, (|uip- 
niam instao at<|iu' rationaliilos vidobantiir causac, eiusdoni augustinsinii" attjuci' in- ss 
viftissinii rcf^is )ii'tili<inilius ac-<[uiescous, cum cunnmini rli-ri sui ati|iu' niilituni ncc 
Will totins |i<i|)uli cnnsilio et f<inf;fnsu jn-rt'atuni luouni ciini prc^dicto ])aj^o, tnbiis 
|iarriii-hianis acelcsiis'' cum suis adiacentiis cxceptis (|uanini liacc uoiuina .sunt: 
Waclienrod'', Loncrstaf, Mulinlnisun", nnnii ixistnuxUnn rcnmta cnntradictionc, suac 
potcstati tradidit. altcrius autcm pajji qui'' ^'l)lgfcld noniinatm', in (|U<> prcfatus locus 30 
sitiii« est, partcni ciilcni rc^i conccssit, quantum est de J5abcnlu'r;jf ' usf|uc ad flinnen 
Vralia, de Uralia in Hatcn/.am" fiuinen et sie iuxta deciu'suni ciusdim lliiiiiiiii> in 
M'iin et iiule ad rividiun l'iliirit|ialic*. deinde ad caput eiusdem rivuli sic(pie" (pia 
citissime ac proxinie pervenii'i pntest ad Uralia. Et ut liacc traditio finna et^ incun- 
vul.sa ponnaneaf, i|>se pr^.snl Ileini'icus cornibnravil et subscripsit. 35 

SifrniMn Ilcinriei' \\'irzil)urf;ensis ejiiscopi" -f.'' 

Hildelinus \\'ir/.iburgensis'' aecclesia<' pre|)ositus coHandando'' sul).scrip.-;it. l'ridiiii' 
decanus subscripsit. I{e;:;enliardus' jiresbyter subscripsit. f" Azzo'' jiresbyter inilif^nns 
subscripHi Cfirrle b<iii;oi'"*''- Itepl preslnter snl)scri|)s. Dieto' presbytcr subscripsi. 
• icmb Jiresbyter sul(scri])s. Kn^^ilbard'' jircsliytcr subscrips. Albiniiniis presbytei' sub- m 

174". a) ttaJt ((".) con\muclua laulel der Anfang in li: l'iim Hciiricus priinUM in iiiipcrio, 

11 r"'(fii"i «liviiii HiiioriH ijfiie kiiccciiku« li) C c) luTnlitario (ilahinter rielleicht f|iie 
titiil' l'ire in li il) provrnorant C ci augerc H i'i constr. ep. /* «; H. B 

\il \- ui (' \) uiiur7.itMirjr(>n''iN li V) predicluni ü \) lialienberc, n corr. ans r, B 

IUI ' , ||^l' <i--ir auf lluHiir; Ho<lf iiZ(;iMiui B w) viili'hantiir C o) frlill In B; t rm-r. nun h (' 1,1 
pi felill in It .11 <V Wailiijnrorl li; Walilmnr.'.d /». /;/ r) B IK 171; LoniTHtarl (' 

«, <o III I). 114; Mullhumin B; MulinhiiHon C t) Ualienlicrc B u) mi I). 174; Hati'iiza H; 
l>:it('nn;itn C V) B; Virlii'liali ('; ri/l. KiliiTii't I). 174 w) ctirr. nun »iipie 111 C xi iidino f 

• ■ ' ■'•.Tel B r.) H. C H) 1,'p. Wir/.liurfri'ii'-i- II In rinn Kreuz fehll in C c) eiiiHiluin B 

B (■) Frideiii B f) Ki'trinliardii« B f() fehlt in C U) in B nur: -{- .\/,/,o ■•< 
j. ... ; i .luli, der Kamt ihirrli ffröimcrr Biicliiilal}cn hercorffeliobcn i) Diedo B k) Engil- 
lirnduM /f, (/f>«c Unter rrhrifl hinler ihr Atbiein» 



HETXRTfir n. 1008. 209 

scrips.' Drusingus presbyter subscrips. Beringeriis presbyter subscrip«. Winizo 
presbyter subscrips. Ltizo presbyter subserips. Gozbertus presbyter subscrips. Dintba- 
linus'" presbyter subscrips. Ileribaldus presbyter colbiudantc asscnsumque pr^>beiite 
toto clero sanetae Wirziburgensis aecclesiae subscrips. Albuuinus diaconus subscrips. 
5 Scripta autem est" haec cartula" anno iiicaniatioiiis doniinicae niillesinio octavo, 

indictione VI, uon. mai.; actum in civitate Wirziburg". 

^SI.)" 



175. 

Heinrich schenkt der bischößichen Kirche zu Würzburg den Hof Altechendorf. 
10 Würzburg 1008 Mai 7. 

OriginaläiiTilom im k. RdchsarcMv zti München (A). 

Lann Beg. Boica 59 Eeg. — Mon. Boica 28", 888 n" 246 aus A. — Böhmer Reg. 1030. — 
Stu7n2}f Beg. 1488. 

Verfasst und geschrivhen von EC. — Eine sichere Deutung des Ortsnamens ist hei dem 
IS häufigen Vorkommen von Orten des Namens Alfdorf oder Altendorf nicht möglich. 

(C.) ^ In nomine sanetae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Si aecclesias dei alicuius rei dono sublimare studuerimus, nobis id 
profuturum esse minime diibitamus. | Qiiapropter omnium fidelium nostrorum presen- 
tinm scilicet ac futurorum industriae uotum esse A'olumus, qualiter nos ob remedium 

so beatae memoriae tercii Ottonis imperatoris senioris videlicet nostri aniniae nee non 
patris nostri seu nostrae atque Cunigundae contectalis nostrae sive ceteroi'um parentuiu 
nosti'onim vivorura scilicet ac defunctoruni remunerationeni quandam nostri iuris cortcm 
Alteebendorf dictam in coinitatu vero Herimannini" comitis sitam cum'' omnibus eins 
pertineutiis sive appendiciis atque utilitatibus, hoc est villis pratis pascids silvis vena- 

25 tionibus aqiiis aquarumve decursibus molendinis piscationibus viis in\Tis terris cultis 
et incultis exitibus et reditibus quesitis vel inquirendis sive cum omnibus quae dici 
vel nomiuari possunt utensilibus, ^Mrciburgensi episcopio et aecclesiae in lionore sancti 
Kyliani martiris constinictae ac dedicatae per hanc nostram preceptalem paginam con- 
cedimus atque largimur et de nostro iure in eiusdem "■ aecclesiae ius ac dominium 

30 transfundinuis, ea videlicet ratione ut prescriptae aecclesiae pastores vel rectores, qui 
pro tempore ibi ordinati fuerint, de prenominata corte sive eins pertinentiis dehinc 
liberam habeant potestatem possidendi commutandi vel quicquid eis libitmn fuerit 
faciendi, omnium bominum contra dictione remota. Et iit baec nostrae donationis auc- 
toritas stabilis et inconvulsa omni permaneat tempore, hoc 2)re[ce]ptum inde conscriptum 

3ü manu propria corroborantes sigilli nostri injjressione insigniri iussimus. 

lli'^. 1) die folgenden Unteriichriften fehlen in B m) C, ivohl verschrieben für Diothalmug n) haec 
confii-matio est B 6) Wirzeburc S; dahinter steht in C der folgende, in B fehlende und in 
de)- Vorbemerkung als unecht erwiesene Zusat::: präsente serenissimo rege Heinrico, ea couditione 
ut decimam in novalDjiis iam iucisis et ad mansos meiisuratis cum veteri decima non coramu- 

40 tuata Wirziburgensis aecclesia retineat, in novalibus vero posthinc excoleudis decimam Baben- 

bergensis aecclesia possideat cum termino commutuato p) in C Siegel (Durchmesser 59 mm) 

mit dem Brustbild des Bischofs, der in der rechten Hand den Stab, in der linken ein geschlossene^ 

Buch hält, und mit der Umschrift: -j- HEIXRICVS VVIRCEBVRGENSIS EP— S. 

175. [Bresslau] a) A, ni au.^ Versehen am Anfang der vierten Schriftzeile wiederholt, obgleich am 

15 Schluss der dritten sclton Herimanni geschrieben war b) dahinter kleine Basur c) s über 

der Zeile nachgetragen 

Kaiserurkunden III. 2 ( 



210 KAlSKUrKKTNItKN. 

I Sipimiii «loiimi Hrünrici rojris (M.) iiiviotissimi. ii 
jj Klu-rliariliis cpi^coiuis et i-iUK'i'llariiis vice iirclii(.-a|i|i<Hiuii rcciii;iiiivit L'iiillif;isi. [j 

1 »ata nun. inai. amio (lominicat''' niillr>iinii \ m . iiuliciinni' \ . aiiiin \cri) (lniiini 
lleiiirii-i seeumli rcpmntis VI; nctiiin ^Vi^TillUl•l•; lelioitiT aincii. r> 



176. 

Heiitrk'h schenkt dei- bisvlii'ifiichcn Kirche zu Wornis dd.t LfJie» des Grafefn 
Berilin im Lahuijau. Tnhur lOOS Mai II. 

Originaldiplom im (jroi'i'h. Sldiils-iirliir :it Duniisliidl (A). 

Liinig RA. Ql", 1395 n" Jßil <(»> .4. — Srlmnnat HixI. IWuni. J, :i7 n" 44 ex archiro in 
episr. W'oim. = Migw Pnlrol. 140, 278 if 43. — Orig. Gitelf. 4, 'J98 n" 5 mi.i C = 
Kremvr (hig. Xa-ifi. •^, hfU ii" ö'.V. — Böhmer Reg. 1032. — Stumpf Reg. I Ifio. 

Verfii.txl iinil ge.trhrifbni roit EC. 

i_(.'.} g In imniiii*' sanrtat' et iiidividiiac Iriiiitalis. Hciuritnis diviiia l'avcntc v\v- 
iiu'iilia rc'X. ."^i aruflosianiin- dci l"t"i aliciiitis i'unimiiditalis iiicTciiicntn !] niolinrarc i:. 

studucrinuis, nobis lioc pmlict-ro ininiinc diftidiiiiiis. (^>\i,i|irii|itrr iiiniiiuni Cliiisti tidiliuiii 
prcscntium .seilicct ac fnturoruiii luivcrit uiiivcrsitas, (|iialilrr ims nl) n-nic-diiini aiiiiiiae 
tcrcii Utt'iiiis iinpcratoris noe nun no.^trao paiviituiiKnu- nnstrin-iiiii soii Cmiijj^undac 
dileetissiinaf coiitectalis iu»strae <.'iiisdoni(iiic' intorvcntii at((iic |)clitii)iH' l.iiiTliardi venora- 
liilis cpisropi VWmiiai'ien.si cpiscopio et accclesiac in Iioikht sancti l'i'tri ai)i)st<il(iruni .•■ 
|irin(-i|iis constriictac ac dcdicatac, (|\ii<'r|uid IJcciliinis (.•oiiics in licncricinni mistri ex 
pailf liai't<'nii.-< lialiuit et tcnnit, cinn onniilms eins j)crtincnciis sivc a|i|ii'ndic-iis vcl ([uaf 
riiuililfct niiido diei ant scrihi jiossnnt utilitatilxis, situni in paj;«» Lii<^inaiii in ooniitatu vcrn 
Gerlai coniitis, liac iinstra prfci-ptali i)a;;ina intc^ro foni-cdiiutis atfpic larjfinnir ac de nostrii 
iure in eiiii> im» et dominium omnino transi'undiinns, ea viddicet ratione nt prcscriptus i':> 
IJurdiardus sanctae Wonnaciensis sedis antistos d(; preniiniinato prt'<li(i ciusfpic ])pr- 
tiiientiis ip«e siiique sucecsKores dcliinc lilji-ram iialioant potcstatcni iiabcndi possideiidi 
vcl (piicrpiid ois liliitiini luerit faciendi, onnii omniiini cnntradictiitne reninta. 10t ut 
haec nostrae donationis aucturifas stal)ilis et inconvidsa omni pei'niam-at tem|Hir'e, liDC 
prcceptum |in|<le conKcriptum mann prujiria currol)orantes sif^illi nostri inpressione in- .10 
higiiiri iiihsiniUK. 

^ Signum domni Hi-inrici iM.) regis invietisKinii. ^ 

!j Klierliardus cancellariiis vice Unillij^ihi arcliic;ip|"ll.nii reco^rimvit. i^ (SI. 2.) 

l>atnV. iduK mai. anno dominicae inearnationis millesinio VIII. indictiiUK' \', anno 
veru donnii Heinrici «ecuiidi regnantis vi: actum 'l'riljuri; feliciter amen. .1:, 

17Ö. il) (/<« Sitgrl itl das fii/.-ilii i\ üizhiirycr, iln^ ,\. Aixhir :i, 11 1« mhrielien i'kI "■; ilahinter 

ffhit iocamHtioiiin. 

1 7(1. Bretnlaiil. 



.11 EIN nie H 11. 1008. 211 

177. 

Heinrich überträgt in Folge eines Tausches mit dem Erzhischof Willigis ron 
Mainz den Brüdern der Kirche des h. Stephan daselbst für den von ihnen 
abgetretenen Hof Büchenbach sein Gut zu Dillich. 

5 Mainz 1008 Mai 18. 

Originuldiplom im grossh. Staatsarchiv zu Darmsfaät (A). 

loannis SS. Mogunt. 2, 517 aus A = (Ht'ijlifrger) Landeshoheit , prob, n" 18. — Böhmer 
Reg. 1084. — Stumpf Reg. 1492. 

Von (teil drei Schreibern der DD. 177 — ISO für die S. Stephanskirche zu Mainz ist uns 

10 nur derjenige von D. 178 als der in der Ausgabe der DD. Ofto's III. HH genannte Notar 

bekannt und bereits in D. 139 sowie in der Unterschrift des Willigis in D. 143 begegnet. 
Aber auch die Schrift der drei anderen DD. ist gleichzeitig und ihre Besiegelung ganz 
unverdächtig, so da.ss zu den ron Erben in Mittheil, des Instit. f. oester reich. Geschichtsf. 
13, 568 iV. o angeregten Zweifeln gegen die Echtheit oder OriginaUtiit derselben kein Grund 

u. vorhanden ist. Wie HH (vgl. N. Archiv 20, 160 N. 2) so sind jedenfalls auch die beiden 

unbekannten Schreiber, deren einer D. 177, dei'en andrer die DD. 179. 180 mmidiert hat, 
Mainzei- Cleriker. Der Sachverhalt ist danach offenbar der, dass S. Stephan für die Ab- 
tretung von Büchenbach durch die Ueberlassiing der vier in den DD. 177 — 180 erwähnten 
Orte entschädigt ivurde, und dass darüber vier Urkunden ausgefertigt wurden, weil Willigis 

20 oder die Brüder von S. Stephan für jeden der ihneti, überlassenen Orte einen eigenen Be- 

sitztitel zu haben wünschten. Ohnehin können die DD. 177. 179. 180 weder nach graphischen 
noch nach stilistischen Gesichtspunklen lediglich als Nachahmungen von D. 178 betrachtet 
werden; vielmehr zeigen sie ganz individuelle Schriftzüge und in ihrer Fassung vielfache 
Abweichungen von D. 178. Wo sie aber- im Text oder Protokoll von diesem abweichen, 

■ib stelten sie theils zu seiner Vorurkunde, DO. III. 189, theils untereinander in solchen Be- 

ziehungen, dass es überhaupt unmöglich ist, sie durch irgend eine Combination direet aus 
jenem D. abzuleiten : HH, de.r D. 178 verfasst und geschrieben hat, nmss vielmehr die 
drei anderen Urkunden ihren Schreibern ganz oder wenigstens zum Theil in die Feder 
dictiert haben. Diese Lage der Dinge berechtigt indessen noch nicht dazu, D. 178 als das 

30 zuerst entstandene der vier Stücke anzusehen. Denn es spricht einiges dafür, dass HH 

zunächst einem seiner Genossen das D. 177 ganz dictiert hat, indem er DO. III. 189 als 
Vorlage benutzte, mehrere Wendungen aber auch aus der Bestätigung dieser Urkunde, dem 
DO. III. 249, entlehnte. Indem er dann das im WesentlicJien mit D. 177 gleichlautende 
I). 178 selbst mundierte, würde er daneben atwh noch auf das DO. III. 189 zurück- 

35 gegriffen haben. Einige diesem entnommene Worte begegnen auch noch in dem D. 179, 

von dem der erste Theil xmi HH dictiert worden ist und dessen Text im übrigen auf 
D. 178 zurückgeführt iverden kann. Nur bei D. 180 braucht eine direcfe Benutzung der 
DD. 0. HI. nicht mehr angenommen zu werden; .sein erster Theil kann nach dem Dictat 
des HH unter Anlehnung an D. 178 geschrieben, .sein Schluss von Z. 40 ab aus D. 179 

40 copiert sein. Halten wir es nun auch für wahrscheinlich, da.ss die vier DD. in der hier 

angegebenen Weise entstanden sind, so sind doch, da HH an ihrer aller Herstellung be- 
iheiligt war, ihre Beziehungen unter einander nicht so sicher zu bestimmen, dass es angängig 
nitre, die eine geradezu als VU. der andei~en zu behandeln. Mit Rücksicht darauf haben 
wir bei allen vier DD. nur die Ueber einstimmun g mit den in einander gearbeiteten DD. 

•lo O. III. 189 und 249 durch Petitdruck bezeichnet. — Aus den Vorurkunden nahm HH 

auch den 1008 nicht mehr passenden Namen des Grafen (vgl. D. 181), so dass kein 

27* 



'JIJ KAlSERrUKlNDKN. 

iiniml foiiuwdeii l.^^ ((/;( ilitsfs y»meiis irilleti die JdfiiliUV des in den 1>D. 177 — ISO 
rnriihiiti-ii BiicIindHich mit dem in D. 181 tili Buiiibeni fitsilienkteii Orte zu bezweifeln; 
egl. ErWn ti. a. O. 

(C.) ^ In iioinino suiictju' i't iiuUvidiini' trinitjuis. Hoinrii-us diviiia tavciitf i-le- 
incntiii rex. Omiiiiiiu Hdcliinn nostroniiii tarn |irfsciitiiini <iuaiu ot tiitiirormn ^ b 

iioverit industria. (lunlitcr inter nos ot \\'illifiisuin Mii'^nntinaf sedis arclnopisoopuiii 
coininiiiii unaniniitiiti' convfuit (|Uiiddniii farerc roiu-anibiinn imstro usiii coiigniuiii, <•<) 
vidl'licct pacto Ut nos no-cleNiae siuu'ti Stepliinii iirotoiiiaitiiis iiilVu luiiriim IMogontinae civitiilis 
citiistructnt' in ftliitontlinriniii rt aiititiunin rratrihiis (U'ti ilndcin sorvitMititiiis oiiiiio pri'diuiii, (piod Hos 

haltiiinnis in loco Tlii('ll<'ic-lii diclo, i-t quici|uid ad illain curtoni pertinft in paj;o lo 
Pliirnihgouuf in contitatu Friderici ooinitis, per kaitani ncistrani inn tali (■luimuitationc^ 
tradorcmiis, quntinus nos piT advocatuni ipsiiis aeccK-siae Ezzonoin coniitcni eurtcni 

lliuirliinobniic noiinnii t n ni cnni onuiibus eius J)t'rtinentiis in pnp" Uanfjiiuiie» • in onniitntn Ailal- 

linrti comitis iaconti'in ad aecclcsiani snncti Pctri principis apos<ti>loruni saiictiquc (icorii 
niartiris Christi liabenberf^c constnictani in proprium suscipercnius. l'ndc pm conuim- i5 

tationc supcrius mmiinata idcni J)ivdiuni TllidliidlO nostrac pofostati iustc mancipatnni aecrlcBine 
Kancti Sti'pliani prntumartiriü iniVa murum M<);j;i'Utinat' civitatis c">n»tnu-tac Ot fratribns dco ibidoin 
«cn-ientibus ciuii omni utilitatc aecclesii« cleoinmtionibns « ufrinsnuo scxus mancipiis areia cdificiis 
jirntis cainpis pasciiiB torris ei'iani ruitis et inoultis silvi.s <>mnii|nc silvatica utilitatc ai|uis ai|uarunii|no 
derursibus piscationibu» niolcndiniH * vüs et inviis oxitibns et reditibus qucsitis vel adhuc ({uoino- so 
(lulibct aequircudifi * cum omni intcgrritate douavimuii. Kt nt hiiius reg-alis nostrae maucipationis 
aurtoritaü finna Ktabilis et incoiivulsn perpctunliter consiütat. Iioe precfptum'' conucribi iuHsimus et 
Hifrilli niintri iinpressioue • roboratum regali * manu nostra gubtus HrniaviniuN. 

I Signum donnii Heinrici (M.i rcgis invjctissimi. § 

I Eberhardus episcopus et cancellarius vice Uuilligisi areliicaiJillaiii (.:i)ni;frip.sit. g s5 

(SI. 2.) 
Datimi XV. kal. iunii anno doniinico incarnationis millcsimo VIII, indictionc |\'l, 
anno antcni Vi. regnil'^ Hfinrit-i rcgis seciindi; actum ilogontie; folicitci* amen. 



178. 

Heinrich iibertn'üjt in Folge, eines Tausches mit dem Erzbischof WiUigis von so 
Mainz den Brüdern der Kirche des h. Stephan daselbst für den von ihnen 
abgetretenen lUf liächenbach sein Gut zu Niederohmen. 

Mainz 1008 Mai 18. 

Oriffinaldijdom im groHsh. Staatsarehiv zu Darmstadt (A). 

loanui.i SS. Mogind. 2, ülH aus A =^ (Hei/berger) Landeshoheit . //roh. n" l'-i = Kremer .i& 
Oriij. Xn-vi. '4, lol n" 70. — Böhmer Reg. lO-iS. — Stumpf Hey. 1-191. 

Vgl. dir Vortiemerkung zu I). 177. 

(C.) ^ In nomin«' sanctae et individua«- trinitatis. Hcinricus divina f'avcnfc clc- 
inc-ntia rex. Onniiinn noslroriim HdcliuMi" tani |in;scntiuni (juani ^ et futuroruni 

iioverit induHtria, «jiuilitcr i>ii«r nn-. «i \'\ illi;.nvuiii sanctai' Mogoncicnsis acclesiac nrclii- i» 

177. 'UreHnlaul B/ um ziidlin u lUlki'lit i'uneiiur Iji A c) dir ErifSnsunfi ist ijnrcli uniii/e 

nrjfh rorhanileiif Srhriflrrnlr i/michrrl. 
llh, UrcMlau] Bj ilahinler ein Huch«lahe mit i'ntfrlilngf l>tyotineii, iilm- nicht rntlendel 



HEINKICll II. 1(M)8. 218 

cpiscopum coiiiuiuiii unanimitate convenit (|iiiKl(l;ua taecrc i-iincaiiibiuiu ucistiD usiii 

COngnmm, CO videlicet pactO Ut nos aeclesiae s.iiuti Stcplmni pri.toninrtiris iiifia iiiiinim 
Mogontinac livitatis <'oii.stiiirt,u> in stipiMidiaiiiim et aimoiiam l'iatiilms iliio iljidiMii i:mnilailtil)lis 

omni' pri'diuni, iiunil nos liahiiiiiius in loeo Aniena dicto, et quicquid ad illaiii curtcin 
5 pertinet in paj^o Oberenlogenalie lunnin atc in coinitatu Gisonis comitis, per kartam 
nostrani [n-n tali fonniiutationo traderonius, quatinus nos per advoeatum ipsius aeclesiae 
Ezzoneui eoniitem curteni ituoiliinebah'' dictain cum omnibus eins ajipeiiditiis in pngo 
Rangouue * in ooniitatu Adalharti eoniitis iacentciu ad aeclpsiani saiifti Petri apostoii Haben- 
berge construetam in proiniiun snseiperomus. Undc pro iMinnmitatioiio superiiis nominata 

10 ideni prcdium Amena iani dictum nostiao potcstati Inste mancipatnm acflesiae sam-ti «tepliani 
pnitonuirtii-is infra nmrnni Mof^'ontinae civitatis consti-nctae et tVatribus den ibidem serviontibns enni 
omni ntilitate aeclesiis deciniatlunibns « etlam ntrinsijiip sexns niancipiis arels aedificiis i'am])is pratis 
pasciiis tenis qiudem cultis et incnltis silvis omniinie silvatica ntilitate aiiuis ai|ii:nuninne deeursibus 
pisoatiouibns molendinis » viis et inviis exitibns et ledifibns quaesitis et adlmi; quomodolibet ae- 

15 qnirendis * tum omni integiitate donavinuis. Et nt hnins nostrae regalis anctoritas mancipationis 
Unna stabilis et ineonvnisa perpetnaliter oonsistat, hoc preceptuni conscribi inssimiis et sii^illi nusfri 
inpressione corroboratnin regali * nostra manu subtns tirmavinins. 

I Signum domni Heinrici (M.) rcgis invictissinii. H 

I Eberhartus cancellarius et episcopus vice Uuilligisi arclücapfllani couscrip.sit. | 
20 (SI. 2.) 

Datnra XV. kal. iunii anno dominicae incarnationis millesimo vill, anno auteni 
Heinrici regis secundi VI, indictionc VI; actum Mogoncie; feliciter amen. 



179. 

Heinrich überträgt in Folge eines Tausches mit dem Erzhischof WiUigis i:on 
23 Mainz den Brüdern der Kirche des h. Stephan daselbst für den von ihnen 
abgetretenen Hof Büchenbach sein Gut zu Beil. 

Mainz 10U8 Mai 18. 

Origiimldiplom im (jrossh. Staatsarchiv zu Dannstadt (Ä). 

Stumpf Acta ined. 40 (v(jl. S. 879) n" 34 aus A. — Stumpf Reg. 1494. 

30 Vfil. die Vorbemei'kung zu D. 177. — D. 179 ist nicht in einem Zuge hergestellt worden; 

nachdem die ersten beiden Worte der Corrohorationsformel geschrieben waren, ward eine 
Pause gemacht und alles Übrige erst später hinzugefügt. 

(C.) ^ In nomine sanctao et individuae trinitatis. Heinricus divina foveute de- 
mentia rex. Onniium no.sti'oruni fidelinm tani presentium quam et H futurorum 
35 noverit industria , qualiter inter nos et Willigisum Mogontine .sedis archiepiscopiun 
commimi unanimitate convenit quoddam facere concambium nostro usui congruum, eo 

videlicet pactO ut nos aeclesiae sancti .Stephan! piotiunartiiis intVa muruni MogOntin^ civitatis 
coustructg in stipcndiarinm faniulitinm tVatribus deo ibidem servientibus omnc |)i'ediuiu, qiiod nos 

habuim[us] in [loco Rigala dicto]", et quicquid a[d illajin cui'tem pertinet in pago 
•40 Meineueld nomlna[tol in co[mita]tu Becilini comitis, per kartam nostram pro tali com- 

178. b) das letzte h und der zweite Strich des vorhergehenden a auf Rasur. 

179. [Bresslau] a) diese und die fnlyenden Lüchen nach den DD. 177. 178. 180 und dem Sinn unter 
Berücksichtigimy der noch vorhandenen Schriftreste ergänzt 



■j\ \ K Aisr. Kf UK r N ni'.N. 

iiiiil;iii"iu' tniil<Teinu>. t|niitiini> iii«.- |iit ;ulviicalii(iii| i|isiii> afi'l|fsi|;ii' K/,/.om-|in| ciiniito|in| 
(i-jurU'in (itiiociiiinljuli (lii'tain cn]in |i>|nuiibiis cinjs a||)|i<MiiUtiis in [>»);,> K'imj,'..iiii.'' * in i-,.iiii- 
laiii Adulliarti rdiiiiiU iacfiiti'iii lul afi-lcsiain saiic-ti l'i'tri a|i<isti>li HabonluTjjc r<iii>tnu'laiii 
in iinipriiiiii'' snsci|u'rciniis. Uiulc |iri> iMiminutationo supiTius noiiiiiiata idi-in |irotli(iiii 

Ki;;ala iaill dii'tuin nosinic (Milivstnti iuMr iniiiK'iinitnni ncli'Kiiic'' NOiii-li Sl<'|iliani |n'i>t<>iuai'tiris intVii r> 
iiiiiriiiii Mii^ontiliao i-ivitnlin cniiiitriirtiio Ct t'^llril)ll^ di'o iliidciii servioiitiliiis i-nin oiiilU iitilitatr.« 
iiiiilici|>iis ulriil»((uc ki'XIim iirois iictlitifüs i'Hni|>is |lrllli^< iiiisiiii:« tcrrix i|UI<l*'lll iiiltis et imiiltiK nilvis 
tiniiiiqiio «ilvnlii'n iiHlitiilo iii|iiis iii|iini'nnii|iii- ilcnirsiliii.'« iiisciitliiiiiliiis nioli'ncliiiiK * vüm i-I inviis 
(•xililiiM ot ri>ilitiliii-> i|iiiior<itii> ot ailliiit' i|n<>nic><l(ililict iiniiiiiiniilin"* nun nnini intr;,'rilatr donaviiniiK. 
Kt iil liiiiii« noütrni- rrf^iilis aut-loritnii iiinm'i|intiiiiiis lirina slahilis et imunviiUa |ii'i'|i<:tnalil( r ('<in>islat. i» 
luK- |irc('f|iliini ronscrili! insniniiiK i>t siplli iioNlri ini|irt'i>sioii<' i'oniilMiratnni ri'f^ali * n<»tni inaiMi miIiIus 
tiniinviinii». 

^ Signum domni llcinrici (M.i re<;is iiivictissinii. j] 

I Klierliaiiiis i'|iisr<i]ius et camM-llarius vici- ruillitjisi ari-liii'a|K'llaiii cinisi-riiisit. H 

(Sl. 2.) '■ >:, 
l)atiiin .W. kal. iiiiiii aimn iluiniiiicac iiu-aniatioiiis niillt^sinin \lll, ainm aiiti'iii 
n< iiiriii ri'Lris .-.iiiindi VI. iiidiftioii«' \I : artllin Miij;(iiitic: t'clicitcr aincii. 



180. 

Heinrich übei'träijt in Fol (je eines Taiisches mit dem Erzhiscliof Willi ijis ruii 
Mainz den Brüdern der Kirche des h. Stephan daselbst für den von ihnen i-n 
abgetretenen llof Büclienbarh sein Gut zu Eschborn. 

Mii'iii: ItioS Mai IS. 

t iriijiiKiiiiijiliiiii 1)11 (//iiss/V. .Shiiilsiinliiv zu DnrntsliuU (A). 

loavni.s SS. Moqiint. 'J, 517 nii.1 A = (Heijhergcr) Lmide.slioht'it , prob, n" Vi. — Sinn-r 
CD. Xa.i.s. 1. .'><) ti" lOH aii.s A. — Böhmer Reg. 1()H.5. — Stumpf Reg. 1493. ;.. 

Vgl. die Vorliemfrknng zu J). 177. 

(C.) % In niiniiiK* snnctao et individiiac triiiitatis. llriiiririis divina favcnti' flc- 
inentia rex. Onniiiini nostrormn tidi'liinii |tain| jn-csentiuni iiuaiii i-t tiituriii-iiiii [i 

novcrit indiistria, <jualitiT intor no« et W'illi-^'isnin sanftae Mnjjjonticnsi.s accicsiac arcdii- 
opisfopuin connniini luianiiiiitat)* convonit quoddani iacen- concandjinni nn.sti'n usui .xi 

fonffriiuni, (oo \'i|dL'lifCt paet«» Ut nos uccIcMiHC »mu-ti Stciilianl iirntumartiriK iiitVa ninrnni 
Mof;i)ntinao rivitati» roimtnirtnc in Htipcndinriuin cl annonani tVatriliUH den iliidcni ianiulailtihlls 
«.miM- |ircdinni. <|niid noK hahuiniUN in loco Asclio))nuin<'n dicto, ot" quic'r|iiid ilii ad uns 
itertinot in |ia;;<i Nid<'li};<iinii' nominaio in (■•■mitatii Hundnlti roniitis '. inr cartani 
noKtrani |ir<> tali coinnnitationi- tratU-rfnuis, i|iiatiniis mhs |ii*r advncatuni ipsiuH acclewiai' nr. 
K/./.onc-ni eoniitf-ni t-iirti-ni ItncrliiMr-ltHli dictani cum omnihu.s eins |icrtini-ntiis in |)af,'ii 
Knntroniii' • in cmnitalit Adniliarti coniiti.s iucoutcm ad accU'Riam Kancti l'l-tl'i apiiKtoli .sancti- 

»jiie f«<"<»rii niartiris llalx'nJnTfjo conKtnjctam in iiruprinni suscipcrfunis. Undc jn-o c<im- 
niutationf Hii|>eriuii noniinuta idi-m prcdiuni, quod nos, ut dixinnis, in Asciudjrunncn 

linliuinniK, nrlcninp'' nnm-ti Sli'pliniii |ir<>tiiniartiri« infra niniinn M<i;(i>iitina<' civilAti» (■(nistiiictni' lo 

I7!t. Iii (I corr. aun ti C) u nuf Kamit ij) A. 

I*«<t. Brconlnuj n/ ct quic<juid — RuoJolli comitm ron glricher Utiml, iilnr in l.leincrcr .^ilnift, 
•o dan ditM Wwrtt irnhl in rine dafür ffelanAftie IjOrk-e nachgetragen nind \>) A. 



tnVlSMMcn IT, Tons. 215 

CT tVatriLiiis (li'o iliicli'iii scrviiMitil)!!^ ciiiii iiliilU ulillt;itr * ni.imi|iiis iiiiiiiscpic «cxiis Hrcis licililiciis 
CMiii|iis prntis |i.isciiis tcrris quiiu'lll rulti^; rt iiii-iiltis silvis (piininiuc silvjitii-a iltilitiitf iii|iiis .•ii|iiMnii]i- 
i|iu' iIi'ciirsibMs pisc'.'iticiiiilms ninliinliiiis * viis et iiiviis ('xitibu.s et ri'ditiljiis qiiesitis et adimc iiuo- 
nunloliljot ac(nnr('n(li.s * ciini (jiiiiii iiitefrritiitc (loiiaviinus. VA iit. Iiuiiis UDStnic rcfralis lUU'toritas 
f) inaiK'ipatitniis riniia staliilis rT im'i.ii\'iilsa inTiictiiaüliT t•(^u^sistat , hoc prci'rptinti t'cinscribi iussiniTls et 
sl^i'Illi imstri impri-ssimu' (■(irrnlmi-atma rc^'ali -^ .uostra inauii siiliriis liniia\'iiiiiis. 

\\ Sifi'nuiH (loiiini llciiirici (M.) rcgis iuvictissiiiii. | 

I Kl)rrliartus cjiisc-opiis et caiiccllariiis vice Uuillif;isi fircliicaijcllaiii fiiiisLTij)sit. jj 

iSI. 2.1 
,n l)atmii W. kal. iuiiii anim (loiinuicai' incarnatiniüs iiiillcsiiiui \III , anno aiitcni 

llcinriri rogis .secuiuli VI, iudictiono VI; actum Mogoutio; lolifitci- amen. 



181. 

Heinrich scheuM dem von ihn gecjründeten Bisthum Bamberg den Ort 
Büchenback. Mainz 1008 Mai 19. 

15 Or'Kjinahliphiiii im k. Reichsarchiv zu München 0\). 

Lang Reg. Boica 57 Reg. — Oesterreicher in Geöffnete Archive 'S, 450 n" 5 aus A. — 
Mon. Boica 28", 335 n" 218 aus A. — Böhmer Reg. 997, alle zu 1007. — Stumpf 
Reg. 1-195. 

Geschriehen, mit Ausnahme des Tagesdatums, von Ba. I, der D. 149 als Vorlage henutzte. — 
20 Zur Datierung vgl. Ficker Beitr. 1, S3H und N. Archiv 22, 150 f. 

(C.) I In nomine sanctae et indlviduc trinitatis. Ilenrieus divina t'aveuto cle- 
luentia rex. Saliibm-iniis igitnr olo(inii sacii iustituticüiilins L-nulimus" et admoiieinur, nt 

teinporalia reliiuineufcs bona et terrena postponeutes eommoda | aetenia et sine fiiie inaiisara in caelis 
stiuleaiiins ailipisoi eonsistoi'ia. Qnai>riipter nos doniinicis noii surdum aiiditum prebentes preceptis et 

2.1 deiliiis oliteniperando intendentes suasicinilius (piendam mistrae patenie liei'(^ditatis loeuui Babenbere 
dietiini in sedeni et etilmen episcopatus subliniando pioveximus et Roniana auctoiitate atque venerabilis 
Hcniici Uiiireiburgensis episcopi COncessu ae pari eonimnnique onininni nostii fidelinni tarn archi- 
i'pisenpdrnm qnam episcopornm abbatumqne nee mm diicnni et euinitiuii eonsiiitu deei-etiKjno in lionoreni 
sanete dei genitiieis Mariae .sanetorumqne apiistiib)nini Peti'i et Panli nee nun iiiaitii iiiii Kyliani atqne 

30 (Jeiirii stabilivinnis et eoiToboravinins, ut et inibi nostiann parentnnique iiostiornm et Ottouis tertii 
videlieet im])ei'atoris anteeessoris ac senioris nostri eelebre liaberetni' menioriale et iug:is pro omuibns 
urtodoxis hostia niaetaretnr saliitaris. l'roinde uciverit (iiiininiii no.stri tidcliiiiii tani presens etas quam 
et sucee.ssura jinstiTitas, cpüa nns nosti-ae i|nendani proprietatis loenni Buochinebacll ° dietnm •» et 
in eomitatn Ivuodbei'ti eoniitis sitnin ad eandeni epise<)])aleni snpra dietani sedeni Babenbere dietnm" 

3ö nna eum unmibiis eins pertinentiis sive adlierentiis, videlieet * silvis servis et aneillis * terris enitis 
et incnitis viis et inviis exitilms et reditibns (pu'sitis vel inniiii-endis sajjinis venatiKnibiis aqiiis 
aquai'unive Clirsionibus piseationibns mrdis nnilendinis reljiis niobilibns et innnjbilibns ae ceteris 
omnibns qnf rite seribi ant ap]ieliari possiint qnoijnolibet modo ntilitatibns, bae nostrae auctoritatis 
l)reeeptall jia^-ina. ])r(inf tirniins jKissumns, donamus ae prtqjrietamns. (unniiiin cuutradietione remota, 

40 preeipicntes iyifnr. nt * in deo dilectns sejie diete sedis Eberliardas cpiseopns snique suecessores 
lil>erani dehine habeant potestatem eundem prf.seriiitnm loeum Buochinebacn" dietnm cum omnibns 
"ppendiliis snis tenondi possidendi eommiitandi sen qniequid sil)i libeat niodis omnibns in nsnm epi- 

181. [Bresslau] a) A b) ran Ba. I In dafür gelttxsene Lücke nachgetragen 



216 KAISERrRKlNnKN. 

»CMiuilus üide l'atieiiili. Si quis igitiir, i|iiod iibsit, hiiiiis iiostriit' (Imintioni.s intiiiitu'oiitiaiii ilistnuMe 
«ive Tiolnrc pr^iiimef, in die iuditii corHiii ociilis d»>i tormeiito incxtiiigiiibili Imit. Qiunl iio Hat, 
srd haec traditio no<trn ab omuibus porpoliialitor invioinbilis poriiiaiii'al, Iiiiik' iiiitHiii iiiili' coiisi riptain 
manu propria roboraiitrs .sli'-illi noütii iiiprr.sxiunr iiisi^niri iiisiiiiiiii.4. 

^ Signum (loiniii Hoinrioi rcgis (M.v' invictissiini. ^ & 

^ Eberliardiis cancollarius vii-o Uuilligisi arcliioain-llaiii rofogiKivit. § (SI. 2.) 

Data"' XIIII. kal. iim.'" indii-tinnc V, anno doniinici- incarnationis MVII. anno voro 
(lonini Heinrici seciindi regnantis sfxto; actum Mogontiae; feliciter amen. 



182. 

Heinrich schenkt seiner Gemahlin Knnif/iinde den Hof Cassel. lo 

Iiigelhriiii lixiS ^f<^i 24. 

L'rkunde <ks IJ. Jh. i» Diplom form im k. Sfaat.'iarchiv zu Marburg (A). 

Sriiminckr lif-scli reihung ron Ca.ssel, Bci/I. ■'< n" 2 aus A. — Biihmer Reg. 1036. — 
Stumpf Reg. 14ii6. 

D. 182 geht auf ein von EC verfasste-t und geschriebenes Originaldiphm zurück: doch iü 
ist bei der Anfertigung der Nachzeichnung nicht bloss diese uns nicht erhaltene Urkunde, 
sondern auch die Schrift eines Notar-f, der in den Jahren 1018 und 1019 mehrere DD. 
für Kloster Kaufungen mundiiTt hat, muhgeahmt tcnrden. Die Nachzeichnung ist, wie 
schon Hirsch .Tnhrb. H, 7'.i N. H (vgl. auch Rieger in Zeilschr. für die oe.sterr. Gymnaitien 
(1875) 776: die entgegenstellenden Bemerkungen von Bresslau in Hirsch .Tahrb. H, H18 «o 
können nicht aufrecht erhalten werden) erkannt hat, in Kaufungen angefertigt worden, 
um den Satz H?c vero coutoctalis — iuris erant in Hassia zu interpolieren. Mit Au.i- 
nahme die.sex Satze.<i kann die Urhmde als vlillig echt gelten. 

(C.) ^ In nomiuo .sanctc et individuc trinitatis. Huinricus divina favontc de- 
mentia rex. Noscat omnium fidi-liimi iiostroruni § pr^sentiuni scilicet ac futurorum ss 
industria, ({ualiter nos intcrvcntii atque poticione dilectissimae coniugis nostrae Cuni- 
gundae vidcdicct rcgin^ sibi f|uandam nostrae ])riipriotatis fortcm CassoUam dictani, 
sitam in Jiagn llessia* in comitatu voro Kriderici c-oniitis, rnin oninibus eins portincn- 
tiis vel ap|KMiditii»$ arcis aodificiis villis pratis pascuis silvis vcnationibuK'' arpiis ;i(|ua 
ninirpio dei-ursibu« piscationibns niolcndinis viis inviis ('xilil)us et rcditil>us quesitis :io 
Hive inquirendis «eu cum oiiinibus (juy (juolibct modo dici vel Mcribi possunt utilitatil)us 
ac' nostra pr<^ccptali regalique ]>agina concedinnis atquc largimur et de nostro iure 
nc df»niini<> in eiu» ins et dominium omninn transfundimus, ea vidclicet ratione ut 
preseripta f'unigunda dilcctissima contoctalis nostra de ])ri;noniinata corte eiusque per- 
tiiK-ntiis ac utilitaliliUK di-liinc libcram lialx'at pntestatcm'' iiabcndi frucndi vendcndi m 
<lonandi commutandi vel quicquid xibi liliituni t'ui-rit faciendi, omni niiniiniii con|t]r|a|- 
dictione neu in(piietudin<- atrpie molestalione procid rcmota. < H^c vi'ro contcctalis 
no^tra Hanctimoniali'.H arbniavit in ('h<iupbun;;ia iliiipii' vitale ligmnu (bmiinici; crucis 

l*«!. 'I c Ofßfr i/etili/fnn a nncht/rlrof/en d) (im ^f. l'er:ieriinr/eii mil diinhlecrr Thitr, ilie watir- 

rhfinlirh h'll liinzugefilf/t linl o) data — iuri. ron Kit rnnuiii/eferlii/t oder walnKcheinliiher 10 

' "/' Salt A) nnrhi/etragni. 
!>>:.'. t ,U. ■ UUirh] »I a an i unten anf/efilr/t b) dahinter kleine Uaxur c) A stall liac d| iir- 

t/irflnfflich |Mitc»'aU:iii, lenn der Schreilfer unrollhniimen in pntestatem corrigiert hat 



in: INI! IC II 11. 1008. 217 

collocavif eaiiflenirjue .saiictisisiiimin cnicriu ddt.ixil cinii ijrinlifta Corte CassaLa et 
c^tcris, qiiae .'fui iuris crant in Ila.s.sia. > l!t iii lirr iici>tn; (Innationis auctoritas 
stahilis et iiicoiivulsa (iiiini |iiTinaiii'at tempore, Ime |ireee]ituiii iiulc c'Oii.scriptum luaiui 

|iro|ii'ia riirrolxii'aiiti's si:;illi iidslrl in))re-<sioiie in.--ii;'nir) iussinili.s. 

6 li yi^'iniiii (Iniiiiü lieiiii-iei (M.) rei;is iiivietissiiiii. j'! 

i| Kl)erliarclus eaneellariu.s' vice Uuilligisi arrliica|ic'llaiu recognovit. }1 (SI. I).' 

Data \ IUI. k:i\. iun. iudictiones \, anno doininicy incaniationis miilcsimo \lli, 
anno vcro doniui lleiniiei .-ecundi repiantis \'i; actum Ini;ilinlieim; feliciter amen. 



18:]. 

10 Heinrich bestätigt dem Kloster S. Sisto zu Piacenza seine Besitzungen und 
verleiht ihm Zollfreiheit und Immunität. Ingelheim looS 

OrifiinaJcliplom im k. Staatsarchiv zu Purmn CA ). 

Campi Deirhistorid di Fidcenza 1, 39S Fragm. mis A. — Muratori Ätit. Itnl. 5, 949 
aiifi A. — • Poggiali Mvmarie di Piacenza o, 260 Extr. aus A mit a. reg. V. — Böhmer 
lö Reg. 10S7. — Stumpf Peg. 1497. 

Geschrieben mid unter Benutzung des D. Brrengars Böhmer Reg. Kar. 1430 und des DO. I. 
141 rerfasst von äemseJhen Manne, der D. 172 hergestellt hat. 

(C.) |;| In nomine .sancte et individue trinitatis. Heinricus divin^ dispositioni.s 
Jil'ovidentia l'ex. 8i sacris ac veiiorabilibus loci.s teniporalia atque jjtrausitoria concediinus, 

so inaj,'iiam aiuul deiim remxuierationera * habere c o n fi Jinui-s. Quocirca oninium fidelium 
pre.sentium .scilicet ac futurorum noverit univers[i]tas, quod" nostiam adiit celsitudinem 

Cunigunda regina dilectissima coniunx no-stia, quatenus pro amore superne remiinerationi.s por 
nostri pvecepti pagiiiani qunddain moiiasferinm infra civitatem Placentiam a böat§ Scilicet ineniorit' 
Ano-elberga iiui)eratric5'' constnu-tum et in liüuore sancte resurrectionis'^ et beati Sixti martyris 

S6 (. Iinstl dcdicatum ItC <r abbatisse * cum Omnibus .suis pertinentiis fonfinnare atque oorrolmrare 
dignarcmur. * t' u i u .s petionilms''. ut lUStlUll est, * annuentcs per liaue nostri jireocjiti pagi- 
liam eidem Ite abbatisse » contirmamus omnes res et possessiones taiU mobiles quam immobiles, 
(JU^ ad partem ipsius mona.steril donatione vel cartarum iuscriptione legibus ndquesite"^ vel 
COntradlt^ sunt, seu quiequid jior regum vid imperatorum antecessorum nostrorum precepta ad 

30 cundem .sacrum loouni collatuni est. * familias quoque utriusque sexus * cum cortibus et cajjellis 
eanimque a])iienditiis, cum omnibus castellis casis vineis campis pascuis pratis silvis salectis * paludibus 
aquis aquarunnine decursibus molendinis * piseatiouibus, * Ollinem etiam destrietionem'' et reddi- 

tionein per singula loca et comitatus de omnibus rebus et possessionibus " eiusdem 

nionasterii, que ad partem publicam pertinere videntur, et cum omnibus rebus ad pre- 

35 dictum monasterium iuste et legalitor respitientibus in integrum coufinnanius et COlToboramus. 

Pr^ter h§c etiam decernimus atqxie sanccimus, ut nuUus dux comes vel aliquis rei 
public^ minister aut aliqua regiii nostri magna pars^aque jjersona in pr§scripto mona- 
sterio et in possessionibus eins aliquam contrarietatem vel inquietudinem facere pre- 
sumat nee non ab hominibus liberis in' potestate eiusdem nionasterii residentibus aut 

■'o 1S2, e) scheint auf Rasur zu stehen f) das erste a cwr. aus u g) hinter indict liasiir. 

183. [Bloch] a) od auf Basur; es war zuerst qualiter geschriehen h) A c) c corr. aus o 

dl d corr. aus t e) zuerst war jiosseonibus fieschriehen, dann wurde s zuischen e und o und 
si (Vier der Zeile nachgetragen f) in corr. aus cu 

Kaiserurkunden III. 28 



218 K A 1 S i: K r K K U N D K N. 

n tainiliis i|)siii.s loci ulluin portonatirimi iulcini'iiiii*'' iuii i-ipalioiiin vfl ([iirlilict vocti^nli« 
reqiiirat «'xifiat; si-il sit taiituin jtlai-ituni <lc rdius i-iusiK-in lori in prosciitia advciiMti 
Vcl UUStri Ulissi. Si i|iiis vero liyr IIOII u^si-rv n v e r i t , soint st- i'oiii|iusiliiriuii iiiiri <i|itimi librii» 
ccnliim, iiiiHliotAloiii canu-r^' iiontry i't iiu-divlntfin Jiivdicto inoiiasti'rio. Kt >it lioc certius croilii- 
tur •, iiiMiu • pruprin roborHnU'» si^illai'i iiiiiKiiiiiiK. 

I Sigiiiiiu douini Ileinrici i.M.)'' rcj^is invictissiiiii. ^ 

^ Klu-rlianliis canoellariiis vii-o ruilli;;isi ar(.-liica|iollani retM){i;novi. ^ (SI. D.) 

Anno (Ininii)ii'(' iiu'aniatiniiis niilloiiiiii nctmo . iiulicliciiic \', aiiim viru clnnmi 
Heiiirici si'c-iimli iVfjis i\'j;iianlis vi: aciiim in iiij^illioiin; it-lii-iter. 



184. 

Heinrich schenkt der bischößichcn Kirche zu LUttich einen l-\)rst rechts von 
der Maas samnit dem Wildbaun darüber. Köln 1008 Juli 1. 

Ahxrhrift aus dem Anfang dis IH. Jh. im Lihcr rarUiriim ctrl. Laittiensis f. 7H' im k. 
Sliialsdirhii' zu Liillicli (H). 

Chaprarille Gesla pontif. Tuniinnsimii 1, 'J'Ji aus dem jetzt nicht mehr auffindbaren Liher \b 
primus privil. = Liinig EA. 17", 491 n" 19. — Bormans et Schoobneesters Carl, de 
S. I^imbert 1, -JS n" 19 aus li. — Böhmer Reg. 1038. — Stumpf lieg. 1498. 

Vcffasut voti EC. Topographische Erläuterung bei Bormans et Sehoolmeesters inlmd. ■'> //'. 

(C.) In nomine sanctt' et individuc trinitatis." Ili-inricus diviiia lavcntc cli'- 
mentia rex. Si ecclesias doi uiicuiiis d<ini inerenn-ntd iiii-liorare studueriums, nobis -jn 

id jirofiitnruni cssp niinimc dubitanius. (^uaprojiter luiiiiiiiiii tidcdiuni nnstnirinii prc- 
scntiuni si-iliccf ae luturnruin indiislrii- nciliun esse vkIhiiuis, f|ualitcr uns diviiii aiiiDris 
instinetu nee non llcinionis sanete ^'i^dllnensis sedis presulis at([iii' li(,■/.l•|(>lli^ •" eniiiitis 
interventu (|iiandani iuris regni nostri iiircstini iniVa istus tines adiaccntcui liis(|Mc 
tenuinis precinctaui : ex uno iatere Huvioli l'oieia et Kdera, ex aiio Sininiia tliivi- ü6 
oluK, ex tercio straU» ini|ienalis quo a Siinuna tendit usfjiie ad viilain quc iiiiininatiir 
Pons iniperii, ex quarto Mosa et inter ortnni Poieie et Summe .silva (jue dieitur lleira — 
cum banno nostro eeterisque eius ])ertiucntiis scu euui omnibus (jue (|uiilil>ct iiiorlo 
diei vel scribi possunt utiiitatibus sceuuduni eollandatioucm etuiprovineialimn iiiilii 
predia lialientium sauete Leodicensis ecclesie episeopio eius(|ue reelnri lialdrieo \ idilicit m, 
antir^titi \»-r luiuc nostram ]>receptaleni paicinaiii eoiiecdimus atquc lar>^iniur et de; iins:io 
iure ae rlomiuio in eiu.s ius et douiiiiiuni, pniut iuste et le^^^aliter possunius, omiiiuo 
traiiKfundinnis, ea Kcilicef rationc ut jjredietus lialdrieus episcopus suique successoreH 
de iam nominata forehti eiusque pertinentiis liberaiii (b'liiiic liabeaut ])otestatem tenciidi 
fruendi vel quiecpiid eis liliuerit faeieiidi, oninium iioniinum eontradietioiie reiiiola. .i» 
Et ut licc nostre douationis auetoritas stabilis et ineonvulsa omni |iermaneat tenqiore, 
hoc preceptum iiide conscriptum manu propria corroliorautes sif^^ilii nostri imprcssioiie 
insi;n>iri iuHhiniUH. 

18Sa g) uHttr c kleine Uamir li| am M. llamir. 

184« (F'illJt-HrciwUUj n) In iininiiic »niicto ftr. li b; ziriirlien v iinil 7. halte der SrliicilM'r von 40 
H ein I eintUMetitn Ijrgimtifn, hat ilni Hiirhflaben alicr nirht rnlliwlel c) rietleicht zu ver- 

btntm in viddicet, </a* A'C an iliejirr StrlU rrr/rlmt'ltiiiiff i/rhraurhl 



I 



HEINRICH n. 1008. 219 

_^ Siginiiii (Idiniii llciiuici regis (M.) invietissiini. \\ 

Ehcrlianlus ciiiscdims et fanccllnrius vice Willigisi ari-liieappelliiiu recognovit. 

l);it;r' kal. iul. iiiilictidiii' \1, ainin ilnininicc incaniationis MVIII, anno vero dnniini 
Hciiniii sccnnili r'ijnaniis \'ii: aitnm ('nlunic; feliciter amen. 



185. 

Heinrich bestätitjt dem Kloster der hh. Hilaiius U7id Benedict zu Venedig 
bezeichnete Besitzungen und die Immunität und schenkt ihm zwei Höfe in der 
Grafschaft Treviso. Forchheim 1008 Juli 15. 

Ahschrif/ Ulis dem II. Jh. im Jjibcr Paclunim 1, .39 im k. Staatsarchiv zu, Venedig (B). — 
in Alisilirift <uis dem li. Jh. im Liber XIV (S. Gregorio di Venezia) f. 3' ebenda (C). 

Miirnlcri SS. 12, 2SH Fnigm. aus Ahsrhrift rmi B. — Minotto Acta et DD. IT, 1, 155 
ans B. — Gloria CD. Padovano 118 n" 87 aus Abschrift von G mit Datierung aus 
B. — Stumpf Acta i»cd. 368 n" 263 aus B\ — Stumpf 1505. 

Tn der Vurbemerkung zu DO. II. 240 ist die Ansicht ausgesprochen, dass der erste Theil 

15 di(Se.'i D. nach dem D. Karls III. Miihlbacher Reg. 1616 geschrieben und dann in unserem 

DH. IL n-iiderholt icarden sei. Letztere Annahme kann indessen nicht zutreffen, da 
D. 185 — von einem unten zu besprechenden Einschab über die Schenkung ziceier Höfe 
in der Grafschaft Treviso abgesehen — vielmehr im Wesentlichen mit dem D. Karls III. 
iibereinslimnil und nur in einzelnen. Wendungen sowie in der Devotionsformel dem DO. IL 

30 340 näher kommt. Wäre es nun auch an sich möglich, dass diese beiden Urkunden in 

nnserm D. zusammengearbeitet worden sind, so wird doch eine andere Erklärung dadurch 
nähe)- gelegt, dass unser D. sich nicht nur als eine Bestätigung dieser beiden, sondern 
auch noch zweier anderen, uns vicht erludtenen DD., eines DO. I. und eines DO. HL, 
darstellt. Man wird danach als höchst irahrscheinlich bezeichnen dürfen, dass die ver- 

S5 lorene Urkunde Otto's I. unmittelbar nach Miihlbacher Heg. 1616 geschrieben, diese Vü. dabei 

aber nur an den wenigen Stellen abgeändert worden ist, in denen jetzt DO. IL 24(1 mit 
un.ierm DH. LI. gegen das D. Karls III. übereinstimmt, und dass DO. IL 240 in seinem 
ersten Thcile aus diesem DO. I. abgeleitet ist. Ganz unbestimmt bleibt aber, ob das un- 
bekannte DO. III. auf das im zweiten Theile neu formulierte DO. IL 240 oder auf das 

30 DO. L. zurückging; in jenem Falle hätten tvir D. 185 auf das DO. L., in diesem n-ahr- 

scheinlicher auf das DO. III. zurückzuführen. Wäre letzteres die Vü. unseres D., so 
könnte vielleicht auch der oben erwähnte Einschub, dessen Dictat tvir keinem der Notare 
Heinrichs IL zuzmveisen vermögen, und der mit einigen Zusätzen auch in der XU., dem 
D. Konrads IL Stumpf Beg. 1899, wiederkehrt, schon der VU. angehört haben. Obwohl 

3i wir also weder das D. Miihlbacher Beg. 1616 noch das DO. IL 240 als unmittelbare 

Vorlage für D. 185 betrachten, haben wir doch alles, was mit einem die.^er beiden DD. 
übereinstimmt und icas daher in dem verlorenen DO. L. gestanden haben ivird, durch 
Petitdruck gekennzeichnet. — Das Eschatokoll entspricht den Gewohnheiten des EC. 

In nomine sancte et indivicliie triuitatis. Henricus siiperna ordinante providen- 

•10 cia rex. 8i ecelesiamm opes nostra regali iiotpiuia nccumulanuis, rcgi üt g-ubernari ab omni- 

potente (Jpo nos hie et in fiitiua vita rcmedium auiiiie iiostre recipere proenl dubio erediinus. Igitur 

184. d) dat B. 

28* 



220 KAISKIM UKINDKN. 

oniuiuiii saiicle >!<■! (rtli'üic ii<>slri>riiiiii|iii' liililiinii niiiiilniii |iri'?«('iitiiiiii scilici'l t>i t'iitiiroriiiii eompi-riat 
uuivcnitJU, (iimlitcr <Iomuii8 ot vi-iicrabilin nlilia"» \ UiIIk'IiiiUS '' iKiiiiiiio siinctarinii iloi cfclcsianiin 
Hilnri vt UtMieilifti ilt- |inrtibiis WiU'tio in fiiiiliitn Kiiumlt ■■ n s i*' iiixKi tliiviiim Viio noliis siiiini i'nclcni 
nioilii • mitiit l<-);ntuni InllilDUOlU OU'rU'Uin luiKlri rcg'iiiiiiii.s iiiiiiriiitiKÜiit'iii pi'tciitciii nti|iii' ili'iin'caiitciii, 
quatcniiü lUMi |ir<i (loi nmorv aiiiiii>-i|iio iiostrv roiiK'ili» et iiostri ri-;;iii slaliililnti' |>i>i' inistn' niictDiitalifi !< 
|irfrrp(iiiii i-iiidcni «anrtis cocIesiU iil currdlmrnrf vt i'<iiilirnian> (lipinrciiiur, i|iiii<l a Kamlo'' vctiiMtissiinn 

iniperatorc, sed ft pi'iinu et soc'undo vt torcio Dltdiit' im|i('rntore luistriK prci-ossoii li us 

lic rcili'iii orclcaie ii!><|iio a<l iiosiriiiii triiipiix toiiiii'riiiit. Ipso rtiaiii illuntris li>);atiis iil ipsiini priMcptiini 
aiilc UKKtraiii iloliilit prosi-iitiaiii, in ipio i-untini'liatiir. •|iialllor iilciii Sillll'tlssilill iiiipt'iato r i' s, KainliiN 

scilicot et |iriimis et seemulus et tereius Ott", «Isili-m itcIi-süs f(nico«8i' in nt icildims (Inixirciiii, lo 

ex ipiiliu» alii kuiiI • l'cro^nri'a'' cl alii in I'ladano, siniiil cinn cnpclla in ipsn l'lailann in iKinnn' 
«nni-ti l'etri fundata t-t ilvc-imn du predina l'fri>saria'' i't l'latano ^ ad ipsani pi'itini-ntc cnpcllam sive 
cnni riitoi« torriii üilvis rainpis pratiü pasonis palMililin» portubuH in prcdicto l'ladann coiistitiitis, runi 
ripatibu« toloiici* (Jlinrnntesiinis, • cum nmnibns ad prc<li<'ta loca pertincntibns. Le|;fcbaliir ati|iii' In 
eodeni preccpto, i|Uod idoni Karolus • licc oadcni loc-a ppr coninintntionpni arcopisNpt a Haiicti' Tar- l.'i 
uibiane ocrU'sio nntinliti- I.andubi nmnino et fisdeni ei'fli'sii» in ulilalicinoni «b-lnl i» m c t". llisiipcr 

etinin lefjeliatiir in endciii j)rfec|itii, <|uiiil i|i.s;iiii a Karolci lartam Miilaii.miMn ]iriiims 

et seeiindlis et tereius Otto «npra nnminalis n-di-siis piM- sni prm'cpti (•»nliiiiiatiiiiirni dcil <■ r i n I '' 
al<]Uo inipcriali potcncia liabi-nduni i)ivi<dabiliter routirinav o ri n t '. Noh autciii dciini tiincntcs iM 
ipsnm ilhistreni li-(^ntiini iuRto pptcntrm coniciitos et prcecpta angUKlo i ii in * obscrvanleH ciinlirinaniiis in 
et rorroborainns per hoc noxtrc renalis nnetoritatix proccptnm cisdcin ccolesiis rrcturibiisquo L-ainni 
prcnuminata lorn cum ouinibnH olini prrtincntibux nd iura ip.sarnni et senodoeliii.s beatissinii rclrl 
apostoli et Viti niarliris, «piod est in eivitnte Tarnisio, et ex onniibns rpie ad prerlieta'' b>ca Ceresaiia' 
et Platano pcrtiuent eiini suprn noniinntn eapelln et inni predieta ilii-iuia. ciini ilesi^rnatis atcpie de- 
»cripti« Interibns: Imruni nu" hiten- tirniante insnln'" «pie dieitur riseniffa", alio latere in Tereola, a S& 
tcrcio Intere in straln, «inarto vem latere in ipHo vieii IMatano. Ilue uinnia in ipsis eeeli'siis contii- 
manioa et rorroboramug cum terris viiieis pratis pasonis oampis silvis venationibus aiinis a(|naniini|iii' 
deciireibuH palndibns nuibMidinis ripis iiortnbns ripatibns toloneiü (|UnrniltesiIlll$ deeiinin eiinetisi|iie 
ad üUpra »eript« loca pertinentilins. Inbenten ei'f^O terribiliter |H'eripiinns, nt nnlliis episeopnH 'I'erni- 
»iiiu«" ant ali<|ua alia permna magna sive parva predietis ccelesiis niinistraiitis in<|nii'tare niolestare 30 
et de «upra dicfi» loci» disvistire sine regali'' iiiilicio |iresuniat. lli.s igitiir siijira iininiiialis 
loeis a imliis liis ipsis ceelesiis concessis et per luistri procepti eDiiHriiiatiiniciii iiivin- 
laltilitt-r emitiniiatis, Karoli et OttDiiuiir' pfedeeossoniin iiostroniiii iiia^iiuniin iiiipiTa- 
toniin faeta per rtiniiia efpiiperantcs , pr-i aniiin- iinslri' ri'iii('(lio iKistriqtie rcj^'iii 
Ktnliilitate ae'' jictilioiif siipra seripti lej^ati per presenteni [laf^iiiain preee|ifi cisdcm s5 
ecclesiis cDiieedinnis et ctinfirinainiis liabcndinii curtem nnaiii (pie noiiiinatiir 'rrcscf^ido' 
et nlinin' rpie dieitur Aureliaeo, sifns in eonnt.itu Teriiisiano", euni omiiilxis ap|ieii- 
deneiis suis" et euin universis ad easdeni iure''' aspieientiljus eunetas(pii' ali.is icri'ns 
n quil)ui*cuniqiie \'iris preseriptis sanetis eeelesiis le<]faliter attrihutas, lu.r pre<ipii>nie» 

Bc reg-ali iniperio eonfinnnnte«, ul iinlhH deliine dn.\ mareliici conii's patriarelia an liiepiseopn» ant liie *" 
cpiRCopiiii Teniiainntin vel ali<|niii itiiccemor ein« de cnnetii Hupra per ordinem nunilnatis faniulanli'H 
prediclin cccleniiit in'|iiielare vel de alii|nibiiK dixviitire silie regali"' iudieio presnniat. Contradici- 
inn« ptiani liomiiie« «nprn dictariim cceb-i .nn.i i. iim, - l,Mi.if,,it.... iinivcrtiiii indieialibn« perHoni«, itu 

1H5. [Itremilaa] a) Vilielnin« C li /n .\ i i>iiii„j,; linj. ls:ia); RivoallenHibuH Vi'. c) Ka- 

nilo <! i\) riellrirlil i»l iinror ilim in HC fehlrmU in (iii.i ihr VV. zu en/iincrn u) f'ere- 46 

'■ f) I'ladano C gi i'ontnliHnet, '" In ('; dederit, /<,• dedornnt XU. i) C A''/.,- 
:t H kl C —■ VU.; dieta H I) Cerennrio /<; f'ernHaria C in) in insiila H 

,. i .-■ ,...ra ß Ol Taruiit. C \>) HC uiul fl>fn»o C iii iln- VU. »lall lo);ali,' da der Fihhr 

nimt rielleiehl nchim auf da» Itr. (Irr VV. iiirileii/rhl, icar/ni irir nicht in emendieren; ri/l. iiiirh 
X. w qj Olloni C T) hiic li ») Trcicculu C t) alia li u| C ^ NU.; Hiianini It m 
V) itirai U w) liC; rgl. y. |i 



Hi: im; IC II II. 1008. 221 

iit ili^ ipsis liuMiiniliiis |il.'icitinii iiullinii faciant seil aliiinid ]iiililiri all eis exifjaiit aiit Indiiini tiillaiit 
niillaiiLi|iK' Ulis iiHiIcstiaili iiilVraiit. siil In potcstatc ablnitis [in-dii'ti permnnoaiif. Si ipiis aiitrui, (piml 
non i-iediiiiiis, luiiiis imstri precepti violutur extitei'it, sciat" sc coinpositiiriiiii auri jimi liljias nilllc. 
ni( iliifatini caiiiirc; imstrc et nirdietateni predietis ccciesiis et iiiinistiantiliiis eis. (^iiod ut verius 
6 ircilatnr dili'ji'ntiiisciiic' ali oiniiiliiis observetuiX, hoc precoptuin iiiaiiu propria roborantes sigillo iiostro 
insijLTniri iiissimus. 

.Sii;-nuni dninni Ilciirici (M.l rcg'is inviftissiiiii. 

ElH-rarihis caiiccllai-iiiÄ vice A'uilli;;'ir<i'- arcliicaiiccllarii recoo-novi. 

I)ata' idiis iul. iiidiftiono VI, anno doniinice incarnatinnis millcsinio octavo, anno 
10 vorn'' doniini lienriei secundi regniVII; actum Voi-oldieini'' ; l'elicitcr amen. 



186. 

Heinrich rerleiht dem Bischof Balderich von Lüttich und dem Grafen linl- 
(leric/i den Wildbann innerhalb ihres eigenen Waldbesitzes im Waverwald. 

Trier 1008 Sepfrwher 12. 

15 OriginaUliphm im Departementalarckiv zu Lille (A). 

Chapcaville Gesfa pontif. TurKjrenaium 1, 225 aus dem jetzt nicht mehr auffindbaren 
Über primu!; privil. = Liinig RA. 17", 492 if 20, = Sollerius Acta S. Eumoldi (Ant- 
vcrpiae 1718) 172, = Gallia Christ, ed. II. 3*, 149 n" 7. — Miraeus Cod. don. piarum 144 
cup. 44 aus demselben 3/s. = Miraeus Not. eccl. Belg. 142 unvollständig = Butkens Trophees 
20 de Brabant 1'', 22, = Le Bog Nntitia marcMonatus 17, = Miraeus -Foppens Op. 1, 53 

(dazu Verliesserungen bei Le Glaij Revue des opera dipl. de Miraeus 12) = Migne Pafrol. 
140, 281 n" 46. — Bormans et Schoolmeesters Carl, de S. Lamherl 1, 29 n" 20 aus AB. — 
Rcuseiis in Analectes de l'hist. eccl. de la Belg. 25, 144 n" '■> aus A. — Böhmer Reg. 
1045. — Stumpf Reg. 1508. 

äf) Vcrfa-sst und geschrieben von EC. 

(C.) p In nomine sanctae et individnae trinitatis. Heinricus divina f'avi'iiti' ele- 
inentia rex. Notum sit omnibus nostris fideliljii:^ presentibur- scilieet ac fiituris, 

qu.ditri- ii nos interventii atque petitione Heribert! Coloniensis archiepiscopi lianninu 
niisti'inn bestiaruni Baldrico sanctae Leodiecnsis aecclesiae presidi nee non Baldrieo 

30 comiti super eoruui proprias silvas, quae sunt inter illa duo flumina quae ambo Nitae 
vocantur et tercium quod Thila nominatur sitae, et qnae pertinent ad illas villas 
Heiste et Heinsteti ac Badfrido nee non Maehlines nominatas, quod tamen totum 
Waiierwald appellatur. in comitatu vero Gotizonis comitis qui Antwcrf dicitur situni, 
per hane nostram preceptalem paginani concedimus atque birgimnr et de nostro iure 

35 in eoruni ins ac dominium transfundimus , ea videlicet racione ut preseripti Baidrici 
de prenoniinato banno eiuscpie utilitate deliinc liberam habeant-'* quicquid sibi placuerit 
potestatcm'' faciendi, omnium bomiiuuu contradictione remota. YA iit haec donationis 
nostrac auctoritas stabilis et ineonvulsa onnii peiinaneat tenqjore, boc prec^ptum'^ inde 
con.scviptum manu propria coiToborantes sigillo nostro insigniri iussinuis. 

lo 18.5. X) sciant C y) fehlt in B z) Vuisliscisi BC a) die Datierung fehlt in C, steht in B vor 

de)- Signumzeih, die wie der Schiuns de.s Contextes und die Recognition rnn anderer Hand nach- 
getragen ist b) quinto B c) vor V ein überflüssiges und nicht zu deutendes Schriftzeichen. 
186. [Bresslauj a) h corr. aus p h) otest auf Ra.iur c) A 



KAisKur UKiN i»i:n. 



^ SifTiumi (loinui llcinrii-i i.M.i irj;is iiivicti»isinii. Ü 

^ Elirrliardiis caiu-i-llarius vioo'' l'uüli-^isi'' aivlii('a))|K'llnni rciMijjfiiovii. ^ (SI. 2.) 

l>ata jiriilii'' ithis scptfiiili/ indirlimic \l, aiiini (linniiiii'ai' iiiranialiniiis niillcsiniii 
\lll, anno vcr«i ilonmi Hi-inrii-i si'cumli rof^nanli.s Vll; arliini Trciicris; J'olicitiT amen. 



1S7. 

I/tiiirlch ertlu'ilt dem Kloster Jm/sc/i die Erlaubnis zur Plrriclituuij eines 
W'uchcninarktes in ( fjipe)dieini saminl Bann, Zoll und öß\ntiichen Rechten. 

Trier 1UU8 November 4. 

OhIix Ltiiiretilinin. des l'J. Jh. f. lU' im /,. liciclisnrrhir zu München ^.1). 

Freher SS. 1, 72 eil. — CD. Lniiri.slieim. 1, 156 «m.« A. — CD. Laitn.shmii. 1, l.'yj u" Dl lo 
rtMÄ .1. — Mnn. Genn. SS. 21, IdS iiu.i A. — Biihiiier Reg. 1047. — Sliiiiipf lieg. lölo. 

Verfa.'i.'il und irirhrKi-heinlieh tiiirli (leKchriehen ro» EC. 

In nomine sanct«; ot indiviiliic; ti'iiiilatis. Ilrini-iciis-' divina t'avrnU- c-leim'ntia 
rcx. Notimi sit oninilins nostris fidelilms presciitilius sciliect ao t'utiiris, (jualitcr 

iios intLTventu atque pt-titionc Bobbonis Lorcshcinicnfis abbatis in ijuodain Inco nidiia- i:. 
steril .--ivc abbatit; sui; in honore sancti Xazarii niartyris constnicti; ()|i|ienlii'ini diclo 
•■t in paf^o Wornicsvcld in comitatu voro Zcizolti condlis sito sil)i suisipR' sufi-cssoribus, 
qni il>i |iro tc-mpore ordinati tuorint, licenliani nuicalmn eon^tniendi et nii-rciiii<inia 
oxorfcndi in omni sabbatonnn die cum bainio et theloneo sivc cnnria |inl)li('a finii'- 
tioiie i'ius(|uc utilitate jior haue nostrani j)recej)talom pa^inani iicriictuo iure c-onecdimus s» 
at(iue larj^inun- ac de nostro dominio in eorum donnninm et poicstatem onniino trans- 
fundinuis, t-a videliiet ratione nt prodictus Bobbo abbas eiusquo suecfssorcs, jnosiript«,' 
seilicet abbatii; provisoros, de jircnoniinato niercato banno thclonoo scu eins nfilitalibus 
debinr li))i'ram liabcant |iot('stati'ni (|u!c'quid eis jiblrnorit rai-iciidi, onniiiini lioniiniini 
oontradictionc reniota. Kt iit liee nosire ilonalioiii>- aiictoi-iias stahilis et ini'>in\iilsa sfi 
omni jKTmancat tempore, iioe j)recei)tum inde eoiiMii|iliini iiiuiiii propria corroborantes 
.-igillo nostro insij,'niri inssimus. 

iSij^num donini Heinriei n^gis invielissimi (.M.i. 

Kberliardns cancellarins vice \\'illij^isi arebiea)iellani rl'eo^no^ j. 

l)ata |iridie non. novend>. indielione \\. aiiiio ilmiiinici; iiiearnatinni^ M\ III. anno m 
vcru doinni Ileinriei seeiindi regnantis VII; aetiun Treueri»; iV'lieiter amen. 



188. 

lleinrirh verleiht der bisrltnßichen Kirche zu Basel einen Wildhann im Brei.igau. 

Trier 11)1)8 — — . 

Ah.scJirifl ""s il,m Anfang dis II .lli im ('Innhil. Ilif-ilinisr /'. :>T im Slniilxnirliie :ii j» 
Hern (C 

IHIJ, «1^ am c Corrrrtur v\ Uuil (orr. mm l'il f) priilic idus BC|>tLMiili. rielleichl narhgelragcn. 
IM. (BreMlau] a) ahei-yrm-hrirlmt II. 



irr. [\i; TP TT n. loog. 223 

WursHsen Bassler Chronkk !i(> lit. — Schüpflin Hist. Zaringo ■ Badensis CD. 1, 18 n" 8 
aus C. — TrouiUal Man. de ßälc 1, JöO u" 94 am 0. — Hiiihet- Reg: 1225 zu Sep- 
tember 12. — Buhnvr Reg. Kilfj. — Stumpf Reg. Iö09. 

Verfasxt von EC. 

5 hl iimainc suncte et iudividiu' trinilatis. lluhiriini.s divina favuiite cloiiieiicia 

rex. Si ecclesias de! alicuiii.s doiii incTeineiito melioraro studucrimus, iioljis id 

prot'uturum esse iidiiinie dulntaiiius. Quapropter nimiiiiiu fidelium nostroniin pre.sen- 
eiuiii scilieet ac fiituroruiii uuxcrit universitas, qualiter iios interventu atqiie poticione* 
Adallieriinis Basilieiisis ejjiscdjii sil)i sueque ecelesie in lioiiore'' sanete Marie con- 

III stnietc ae dedicatc'' baiiimm iinsti'uni licstiaruiii super illas silvas liiis ti-niiiiiis ac 
Hniltus siiceinctas: a viila T(ii;iiiguii iisqiie ad villaiii ( X'liusen et ad Adeieidiusiin 
et inde Worin, inde vero us([ue ad l[arder(;ii et inde ad Zarinnen et inde ad Gondal- 
uingen'' et inde ad Wersteten et de illo loco ad Thiennondingen, inde vero ad llutiitin 
ae postea ad IJezseingen et inde per ascensum Treisame fluminis usquc ad locura, 

15 ubi Kamosalia fliivius intrat in Treisania, et inde per ascensum Raniesahae usquc ad 
prescriptani villani Togingnun — seeundum eoilaudationem cuniprovineialinm inihi 
pre(lia liabeiuium per liane nostram regalem pagiuam concedimus atque largimur et 
de uostro iure in eins ius et dominium transfundiinus, ea videlicet racione ut ])rcdietus 
Adalbero episeojius suique suceessores de preiiondnato banno" et eins utilitatibus de- 

20 Inne liliei-am habeant potestatem tpiiequid eis plaeuerit faciendi, omnium lioniimuu 
eoMlradictione remota. Et ut hec nostre donaciouis auctoritas stabilis et inconvulsa 
onnii permaneat tempore, hoc prcceptum inde conscriptum manu propria corroborantcs 
sigillo nostro iusigniri ius.simus. 

Actum Treveris anno dominice incarnationis MVIII. 

S5 1 J . 

Heinrich bestätigt der bischößichen Kirche zu Minden die Immunität, die ihr 
»on Otto II. i^erliehenen königlichen Gerechtsame zu Minden und das Wahlrecht, 
letzteres jedoch vrit Vorhchnlf der lo'miglichen Zustimmung. 

1009 März 12 — Vortnnml. 

30 Ahsrhriffrn Biinemanns vom J. 1718 f. 21' im k. Staatsarchiv zu Münster (C). — Be- 

glaubigte Abschrift vom, gleichen Jahr im k. Staatsarchiv zu Berlin Repos. 32. 22 (C^). 

Pistorim SS. rer. Germ. ed. I. 3, 734 aus Transsumpt vom, J. 1530 = ed. III. 3, 820 n" 2. — 
Goldast Constitut. imp. ed. I. 3, 311 unvollständig und willkürlich verändert (wie in den 
fipUteren Auflageyi) =^ Palafius Aquila sancta 33, = Lünig RA. 15, 140 n° 49. — Lünig 
35 RA. 17'', 105 n" 6 wohl aus Transsumpt von 1530. — Wilmnns-Philippi West f. KU. 2, 153 

n" 133 am C. — Westf. ÜB. Suppl. 101 n" 612 Reg. -- Böhmer Reg. 1048. — Stumpf 
Reg. 1511. 

Wahrscheinlich geschrieben von EC. — Da ein Immunitätsprivileg Otto's III. für Minden, 
das ah unmittelbare Vorlage des D. 189 gedient haben könnte, sich nicht erhalten hat, 
40 haben wir die Übereinstimmung mit den DD. 0. IL 48 (VU. I) und 147 (VU. II) durch 

Petitdruck bezeichnet. — Zur Datierung vgl. X. Archiv 22, 177 f. 

188. [Bresslau] a) posioione C b) sueque in hon. eccl. C c) edificate C, verbessert mit Rück- 
sicht auf dm rerjelmässigm Gebrauch des EC, vgl. z. B. DD. i75. 176 d) Grondaliugen C 
e) bono C; die Emendation tcird durch die entsprechefide Sielle in D. IHG völlig gesichert. 



2l»4 KAlSKUriCKlN DK N. 

In noiniiio fiiiiictac vi iiulividiiiu- triiiitiitis. Ilciiiriciis dixiiia t';i\i'iit<' i'liiiii'ntia 

I rt'X. Onilliuin rulfliillii li<iiilri>riliii lain iirni'M'iitiiiiii" •|iiiilii cl fiitiirnriiiii >'ii<;iiosrat iiiilnsii'i.i, 

((ualilor • 'rilifilricils 0|iiM-(>|iii8 • saill'tlU' MillilolU'Dsis nt'i-i'li'siiii' in liniioit' simcti l'i'Iri iipiistiiloriiin 
|iriiici|ii» countriirtJU' in iiostrniii iiltiilil |iriii<si'iitiaiii iiii.sxiiii » r ii in • iinti'ic.ssurimi uustroiiun i'i';,''nin 
vrl iin|irrulurlini • scri|ilJi, in i|uiliiiTi ftintini'linntnr''. i|ualili'r ipsiui- piai'ratac aocclcxiait ri.s cum b 
umnibiiü in i|uii« rebu8 coiiKUti>nlil>n.s siilt illornin rocoiirriint ninnililinidlo ac (k'ionslonc, pn ranisc|iic 
i'.«l apri'uilnti'in iioHtrani, ut lioc ipHuni n iioNirac renalis piilcstati.s ninscnsn liuii inm )'i'('n>aivniii.s. 
Nu.t auliMii oll nmurcni doi iinNtrn(M| ii c aniniao rciiii-iliiini iiou nun * pro rt'fj'niirniii'' staliilitatc 
|»rtU'defP8Soniin nustnirillll iimri'S i<c<|iicnlos ot eins' bcniirnitati assi'iilii'iili'» ila lii-ri il><Tiviiiiiis, 
prniH'ipicntoii Ol'gO , ut nnlliis iudex piililicuK vol i|uisliliet ex iudiciaiiii pnlrstati' in aoci'li-sias tiiil lO 
liii-n vcl n^rns »i'U r<'lii|UnK pusseitnioncM iuni dicinv nvi-t-lcsinr, <|naK nunc infrn ditioiifin ri'^'ni ixiKlri 
li'iriliiis poü."! li I' t ' rcl i|iuK- ilvinccpH in iura*' eiin« divinn jiictas viiluorit au^Ti-i, nd cansas aiidioiidas 
Yi'l frodn cxi^'x'ndn niansiiinvs vcl paratln-i ' faciondns aiit lidciiisHorox tiillpiidii.s aiil limnini'S ipsiuN 

niTi-Icsiai' Fraiieiis libiM'ns et aecclesiasticds liinnrs inaalnian vcl »orvi.s cuiiixlllict c-nniiitioniii 

suu eoliiniis roiltra'' latiunt'iu cii.strin;.''i'nil>>s IK'C ullas icililiiti.nics vi-l inliiitas iicfasioni's r(M|iiiiciiilas I6 
iillu nni<|iiain timiporv iii;:r<-di auilcat ailt bailliuni kIvc lici'ilinnillllll seil ra <{iiar siipra iilciihi- 
rata >>unt all lllis pi'nitiia oxi^'cio prnoKUinal. Iloniiiiiliiis iiikhiiio faniulatiini i'iuscli'iii ai'Cl'k'siiU* 
facicntibns prai'dirtuin niniuliburdiuiii • i-unstltuiiniis, iil oi'iam corani nulla iudiiiaria piitr?<tati' i'xaiiii- 
iiontiir, nini coraiii upiNropn rt ndvocntis CIUK, <|iiu!* eiiisdoin lix'i opiM'npns idi^rrit <^. lnsil|i('r 
II otuiltl Imnnuni nnstruin et nionctam tolononm <| u e SIVC luacelltim ]inblii-iiiii ilii ronntriii lii-oro et 20 
I <|uif(|nid * ad miKlrain potestntoni prrtinore vidobatur. Cldom acfclcsino doiiaviiiiiiii. (^uicijuid vero 
Hnoii« i'xindo spcrarc piiliicrit, pro notiTiin rcniuncrationc prai'dii'tae nccflciiac" ad slipciidia pauporiini 
et liiiniiiaria fonc-inuanda i'uncosniniiii. Kt jut'' so i'pisci.piis cum oniiiibns rebus .sui> iinstm liililiter 
parenl imperio et unb nostra onsicl di'fiiisinne Uli caelcrae re^ruoruui uoslrnnini aeccie.-iae et i'pisi'upi, 
•luatonns ipsuni fratrcM|Uc ciutidein b>ci pru nobis doniinuiii melius et iiij;iler * orari' ileleitcl. ('(jii- ib 
c-esiiiinus qiioqiic cindein fratribiis liceuliain clig'ondi inter »e pnstorcni (lif^nuill cl iil"liiiuii. salvii 
tnilicn regis sivc illlperatoris coiisensu. Kt ut lioc nostri inundiburdü et conccssioni« precoptiiiii 
linnius maifisqne iucunviilsuni cniictiH eredatur, lianc cartam iiis<ribi iiissinnis si;;ill((inii' luistiu si;;- 
nalain manu propria »iiblus tiriiiavimns. 

SigiiiiiM «lidniii llciiirifi (M.) re};i.s invictissinii. so 

Guiitlicrins i-aiiei-llariiis vice riiilli^^isi aroliiraii|ii'llaiii recrif;ii'i\i. 

I)ata IUI. iil. iiiart. iiiili<'tiniii' \||. aniiu iluininicai' iiicaniaticinis iiiilli'.siiii'> \ IUI, 



11)0. 

Heinrich bestätigt der hischößichen Kirrhe zu Speier das Mnrk/rcr/it zu May- js 
hack sannnt Bann, Zoll und üßentlidieii Hechten und gestattet ihr die Errifhlini;/ 
filier Münze da.srfLst. uxin Mar: 17 — Diiishuni. 

Otd. minor Spin-nsis aus dnii Emir fies IH. Jh. f. 47 im grossh. Gnirrttlliindcsiurhiv zu 
K<trlsnihr (H). — Cint. mainv Sjiimisi.i uns ilmi /ö. .///. 'J, Hl chnirhi CO. 

IWt, Urosliiu) Ol CC, ilrrm Orllwr/niphif irir folf/en, ohirnhl im Or. hiir iiinl im lüiiiieiidm M 
imhr/^Jirintirh fi f/rjirhrif/ttti iror titui tlirn nach tteni (ifhraiirh (hu KC jire aitf^itiiiseii wi'ire 
l>| CC Vf. I c; CT" VU. I, Ktnit coriiin, irir in Fulije der rornni/rlifnilni .ihiifichinui 
nm dtr VV. hänt ijtjirhritbm irniltn tollen ill CV -~ IKI. I. 'J27 ; in VI'. I linjl tiillrirlil 

Hill- «Ai VrrMhm ihn Coiiixlm rnr e) (",' posaiiict rorr. niig ptis»lileal ('; pos'<ide«t VI'.I 

f| C (mit ilrr llimrrk-iinfi, iIhm »o du» (tr. habt.) C a) rcKiii CC, wolil durch fuluchr Auf- 4( 
lümunii roll nifli li) nii' Ufuclirrihiint/ drn Siri/ch ^.S'/. '..') itil in C licii/rfiifil. 



iir.iXKiCll II. 1000. 225 

Eysengrein Chronologicarum rer. libri 177 dt. — DUmgi Reg. Beul. 97 if 38 aus BG. — 
Wirtewh. ÜB. 1, 248 n" 210 aus B. — Bemling ÜB. von Speyer 1, 2H n" 23 aus B. — 
Stumj'f Reg. 1512. 

Verfas.it u»d n-nhr^rhrhtlirh auch geschrieben von EC. — Zur Datierung vgl. X. Archiv 
5 22, 177 f. 

In III inline siinete ut individue trinitatis. Heinricus divina'' favcnto clcmencia 
rex. Si ecclesiaruni dei loca alicuins incrementi dono sublimare studuerinm.s, iiobi.s 

id profiitiinini'' esse niinimc duhitanius. Qnajiroptcr oinnium nostrortini fidelium tarn 
prescuciura quam cf futurdruni Industrie notuni cs.se volunuis, (|ualiter no.s per inter- 

10 vciituin Burchardi'' AN'iinüarien.^is opiscopi iidbis dilecti oli anime nostre remedium et 
ad rclevandain'' ex parte Spirensi.s ecclesie inopiam Waltliero eiusdem sedis episcopo 
regia et preceptali auctoritate confirmamus mercatuin in pago Murrensi in comitatu 
vero Adalberti ' eoniitis in villa Marcbach cum banno nostro et omni publica functione 
sive vectigalium exactione, tradentes ei insuper cum banno nostro licenciam ac libe- 

15 ram potcstatcMii in eadem villa faciendi monctam forma pondere et puritate Spircnsium 
.-iive ^\'(lrlllaciensiuHl denariorum ad dcstruendas in circuitu falsa.s munetas, ea quippe 
racione ut prcdietus Waltheru.s Spiren.sis episcopus suique successorcs de prenominato 
mcrcato banno sive publica functione atque moneta ceterisque eonim utilitatibus deliinc 
liberam habeant potestatem quicquid eis placuei'it faciendi, omnium hominum contra- 

20 dictione remota. Et ut hec nostre confirmacionis sive donacionis auctoritas stabilis 
et inconvulsa omni pcrraaneat tempore, hoc preceptum inde conscriptum manu propiia 
corroborantes sigillo nostro insigniri iussimus. 

Signum domni Heinrici^ regis invietissiini. 

Guntherus cancellariu.s vice Willigisi'' archicappellani ' recognovit'^. 

25 Data X\ I. kal. ajirilis indictione YII, anno dominice incarnacionis millesimo Villi', 

anno vero domni lloinrici soeundi'" regnantis VII; actum Duisburc;" feliciter amen." 

191. 

Heinrich bestätigt dem Kloster S. Apollinare irt, Classe bei Ravenna seine 
Besitzungen und die Immunität. Xeuburg 1009 April 25. 

30 Originaldiphnn in der BihJiotheca Classensis zu Ravenna (A). 

Miftarelli Ann. Camald. 1'', 190 n" 80 aus A = 2Iigne Patrol. 140, 286 n" 51. — Böhmer 
Reg. 1049. — Stumpf Reg. 1513. 

VnmitteUmr nach DO. III. 400 geschrieben imn EC. 

(C.) I In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente cle- 
35 nientia rex. Si nostrorum fidelium petitionibus aures nostrae serenitatis accommodaverimus, 

promptiores ac devotiores eos in nostro obsequio fore f, nullatenus titubamus. Omnium sanctae dei 
igitur ecciesiae nostrorumque fidelium presentium scilicet ac fntuiorum noverit sollertia, Bonum 
presbiterum et mona[cbum] '^ atque abbatein Kaueunatem mouasterii saucti Apollinaris, qiiod as.serunt 
fundatum dudum in civitate cognoininata Cl.issis, no.strumque devotissimum fidelem nostram in Omnibus 
40 e.'corasse celsitudineni, quatinus pro dei amore aniniaeque nostrae [perpetua] salute corroboraremus 

190. [Bresslau- Bloch] a) diuna C b) profutrum C c) fehlt in C d) Burckharti C e) revelaudam B 
}■} Adelberti B g) Lücli-e für das M. in C h) Willegisi B i) archicapell. B k) recog- 
novi C 1) MVIIII B m) II B n) actum est in Diusljurge (oder Duisburge^ B o) fei. 
in dei nomine am. B. 
<ä 191. [Bresslau] a) diese und die folgenden Ergänzungen nach der VU. 

Ealserurkanden III. 29 



226 K.MSKKrKKrNDK N. 

atqiip HriiiNmiiiis cl ex iiKxIrn beiiiinüx^iiim Inr^ilioiio fniulorcniiis'' et (li-libcraromiis in |>er|iotiiiini 
coiitirninudum per hoc iio«tri prcoe|iti nti|iie prn)>'iiiiitU-i sciii|icr'° iiiriolnhileiii iian-iiiuiii oiiiiies res et 
pouc«»ioiies, i|ua8riiiii(|iu> prcrHlH aei-rlosin prolibnti nio|iiiiHtt'ri! i|iiil>iisi-iiiiu|U<> oniitiuiiibiis vol] doli- 
lierntionibus visiini ext |u>!i.sitli're in inte(;riini. C'iiiiiN sncriü pvtitioiiibiis iii!<lisi|ui- desideriis dovoto rt 
libentcr nnmuMitc» et nxsoii.siini probrnti'» rorroburn iii ii it iitqiio confirni ii ni u a ot p\ nostrn iure et b 
doniinio in ein« ins HC doniininm triinüfundinins [videliret i|nnecumqne cunineent res) nioniustcrii tnm 
in nionnrrliin'^ qnnni t| n e per itinf^nlii loea noKtri rej^ni in eumilntii Fnnenxi et l'enüniirensi 8cu Arinii- 
nensi, villam qnae dirilnr Saln cnni suis nppendiriis in inle|,'rnni et titninni iiceelesine ipsins nionn- 
Ktorii in Intere pnrietis iiituni in honore sunelac Kelienlno et [iianetornin ninrtvriini Mnrei] et Mnreclli- 
ani et aecciesinni snnetae Mnriae dei ^enitrieis in prediela villa et enrtieclla Salae et »ccrlesiam lO 
sanrti Martini qnae nuniinatnr in Aipialonpa, liaec oinnia in inte)rrnm enni oninibus sxiin pertincntiis 
et eolierentiis nti|ne »nbiaeentÜN — oni pretnxatae Salae eoherentes 8ii|nt iinilIii|iiosec|nN] : priino 
latere Hurins <|ni dieitnr l'iBciatellns, sernndn Interi Vedrcta et I'aiiirianus, teicin lateri liiiirs ipu 
dicitnr Arxer pereurrens a l'aneriano nsque in stratellani'' et rivns qni voeatnr de Fabrica delinii'iis ac 
deriven«' nsqiie in inare et ipünni litns maris — , qnanluhinienniquo inibi pertinero vidctnr in inte^rrnni. 16 
Conredinius eriam Salain novam in intefi^rnni cum Omnibus appendieiis suis et qnicqnid renale ext in 
Ca.itaneto et in llul^-'aria et Uranchisi. Iteruui concedimus, ut liceat sibi in civitatc fncere quae dieitnr 
l'hano posterulam in publieo miiro in loco illü, ubi propriam tcrrnm infra et extra habeant, et iiixla 
mumm qui rocalur Dapenna aecclesiam ediliearc. ConcidimuH eeiam preeipientes q u e statuimus, iit 
nullns dux aut arehicpiscopus marehio conies vieeconies sculdntio jEfastaldio aiit aliquis piiMiciis ex- io 
actor in aliqnibus prediiü et po.isessionibns per qnaeenni(|iic nostri re^ni loea eoniarentilnis et resi- 
dentibuH aut huminibu» .suprasedcntibui) Tel inliabitantibu-s tlieloneuni aut aliquam publicam funetioncni 
per alicuius tiluli districtioncm audcat exigerc vel exquirere ncc aliquam invasionem vel diniinurationem 
aut temcrariani |irc8nmptioncni rel depred|ationem quo]qun modo agore vel iufcrre presunicndo per- 
tcniptet. |Si quis] ig-itur lianc noütrae senipcr et nbiipie inviolandac cantionis lir(ma]tionis deliberationis i& 
et couccssiouiH et voluntarinc distributioniü pa^'inani, quod absit, qnnqiio modo temerario ausn infringero 
conatus fucrit, aciat 8c conipositurnm centnm libra.s niiri aut mille, mcdictatem camerac nostrac et 
mcdietatem prelibat» nionaRteriu saneti Apollinaris. (jund ut meliu» ercdatiir diliffentiusqne ab (ininibUH 
obuer^-etur, manu prup r i a presentcm pa^rinani r>il>orautcs nostri si^'-ilii inprossiimc inferiu.s iiiHsimu.s 
insiguiri. 30 

§ Sipiuiii tloiiiiii Ilciiirici (M.) regis invictissiini. jl 

§ Kbcrhafdiis canccll.irius viec l'iiilligisi arcliicaj)i)ell;»ni recoj^novit. § (S[. D.) 
l)ata VII. kal. iiiai. indictione Vll, anno doniiiiicar inearnationis niillesinui Villi, 
anno vero domni lleinrici secundi reguantis VII; actum Niiioiililiirc)"; felicitcr amen. 

192. 
Heinrich schenkt dem Kloster Prühl eine Hufe zu Genstal im Donangau. 

Begenshurg — 1UÜ9 Mai HO. 

Trnn.vnimiit des Bisrhufs AIhvrl von liegenshnrg vom .7. J-lli int k. lirirhxarrhiv zu 
Miinrhm (A). 

191. b) A, rrriiehrifbm fOr concedereniufi, wie die VU. hat c) Bcp A, trau jedcnfall* fUr »ep M 

rtTKlirirben ijtt. In (Ur \'l'. iM nn ditser SItlle eint iJIcke, aber mich hin- itil Hcmpcr Ktiitt 
soripti zii ergfinzm, zumal die Yrrhindunii prn^rmaticum Hcri)ituni in IM). (Ilto's III. snnnl nicht 
zu Ittlriicn itl, pnii,'ni»tieuin nilein ulirr iifl riirk-ommt. In der MI'. Slunijif Keij. if()S7, ico 
MiHnrrlli Mripli drucki, ixt mich Collntiim llrlhmannn i/lrichfiilln Heinper zu liwn; zu nempiT 
inviolaliilcni ryl. auch unim X. '■!'< Beniper et ubique inviolandac dl niihl Kiijcnniime, \rie 4t 

im hrurk der VI', rini/mommm int, nondern marcliia, iric numenilich l'cirus Ihmiinni da» 

W'nrt mehrfach gebraucht, njl. Miltnrclli Ann. (.'amald. 1, ^■l.'i f. ei nicht (h-tnnawc, ximdcm 
Hfzeichnunij der Slraiwe ron Uarennn nach Uimini, ri)l. ( l'finluzzi) Mein. liar. li, iiroHpello C3 
f) A Sl'.; I'A'. derivieni g) Niiionb . . . (xler rielleicht Xiuenl) . . . A; ilie Erc/ilmung 
urc »ehr trahritcheinlich, aber nicht ganz »icher; der (Msnainr irahmcheinlich nachgetragen. U 



HEINRICH ir. 1000. 227 

Pez Theti. 6", 147 n" S6 aiin A. — Mon. Boica lö, 158 n" 8 aits A = Ried CD. Eatisb. 
1, 128 n" 136 = Migne Patrol. 140, 28S n" 48. — Böhmer Reg. lOöl). — Stumpf 
Reg. 1514. 

Verfasst und wiihrscliciulirli aiicli geschrieben von EC oder GA, vgl. N. Archiv 22, i-;6'. — 
6 l'her die Lage des Orts Genstal, dessen Nanie schon 1036 als veraltet bezeichnet wird, 

vgl. das D. Konrads II. Stumpf Reg. 2072 ; nach Zirngihl in Hist. Abhandl. der bayr. 
Akademie 2, 214 Note c galt er für das heutige Dorf Knmpfmühl, sws. von Regensbvrg. — 
Zur Datierung vgl. N. Arrhii: 32, 168. 

lu nomine s;uict(.' et indhiilnc trinitatis. Hcinricus divinji favcntc clcincncia 

10 rex. Si ecclesiai-nni dri lnca alicniiis doni inerenicnto subliiiiarc studuerinui.s, nuljis 

no.stri([ne regni statui id proticon^ minimc diftidiiuus. (iuapn)i)t('r (iiiiniiun Christi 
fidcliuui prosenciuiii scilicet ac futiiroruui noverit univcrsitas, qualiter no.s divini amoris 
instiuctii pro remedio anime nostre ob intervcntum et peticioncm Bonitatii Prulensis" 
abbatis sibi suoipic nionasterio in honore sancti Bartholomei apostoli coiistriicto atipie 

15 dedioato unum ref;alc niansiiin, qiind antea Waltrico concessimi babuimus, in villa 
Genstal dicta in ]>ngo Tunliehaw'^ in eomitatii Kupcrti situm cum Omnibus eius appen- 
diciis viis et inviis cultis atit incultis exitibus et redditibus quesitis sive inquireiidis 
seu euin omnibus que quolibet modo utilitatibus*^ dici aut scribi possunt per baue 
nostram regalem paginam coucedimus atquc largimur et de nostro iure et dominio in 

20 eius ius et dominium omnino transfundimus, ea videlicet racione ut, si quis Ratis- 
ponensis ecclesie episeopus, quod absit, idem monasterium destruere vel monacbicain 
vitam inibi violare presumpserit, prescriptus mansns iterum ad regales redeat manus; 
sin autem finnum et inviolatum prescriptum monasterium jiermanserit, iam dictus 
abbas Bonifacius suique suecessores liberam potestatem habeant exinde quitquid eis 

25 placuerit faciendi ad eorum utilitatem ecclesie, oninium videlicet bominum contradictione 
remota. Et ut liec nostre donacionis auctoritas stabilis et incouvulsa ita permaneat, 
hoc preceptum indc conscriptiun manu propria corroborantes sigillo nostro insigniri 
iussimus. 

Signum domini Heinrici regis invictissimi. 

30 Guntiierus cancellarius vice Willigisi'' archicapellani recognovi. 

Data XIII. kal. iunii indictione VII, anno dominice incarnacionis niillesinio nono, 
anno vero domini Heinrici regis secundi regnante" VII; actum Ratispona; feliciter amen. 



193. 

Heinrich restituiert dem Kloster Tegernsee den bisher an den Grafen Filgrim 
35 verlehnten Hof Warngau, bestätigt ihm seine Besitzungen und nimmt sie in den 
königlichen Schutz. Regensburg — 1009 Mai 22. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Hund-Gewold Metrop. Salisb. ed. Mon. 3, 405 wohl aus A = Hund-Gewold Metrop. Salisb. 
ed. Rat. 3,280. — Mon. Boica 28", 408 n° 257 aus A. — Böhmer Reg. 1051. — Stumpf 
*o Reg. 1515. 

192. [Bresslau] a) hier und in einigen folgenden Namen ztvei Punkte über u b) über w zwei Punkte; 
aus welchem Buchstaben das verkehrte 1 entstanden ist, bleibt dahingestellt c) wir ändern die 
auffallende Wortstellung nicht, da sie auch in der freilich nur durch die gleiche späte Über- 
lieferung bekannten XV. Stumpf Reg. 207'J wiederkehrt d) Willigisini A e) A, vgl. D. 205. 

29* 



228 KAISEUI'KKINDEN. 

Verfasst und gfSchrielHii loii EC. — Zur äk/ic r<i!. Hirsrli ,l,ilirh. 'J, 'J'J'J : :ur IhilicnitKj 
y. Archiv ä:i. 16S. 

(C.1 § Iii nomine snncUie et intlividuno ti-init:itls. llciiiru-us divina favente clo- 
montia ivx. Si accciesiis doi eisquo fainulantibus ali(|nid boiii vd oomnioditatis 

injicndert' ^ ouravcrinius, noliis hie et in futum niaxinic ]>r()Het'ri' |inK-ul dul>ii> spcranius. 5 
t^'iiaj»ri>j)tor oinniuni Ciiristi tideliuin novorit imivorsitas, (|iialiter nos divina iiis|>iratii)ne 
eonpuneti nee uon pro reuiedio aniniac nostrae j)arontirin(|nt< nnstrornni Oitmiis sciliect 
penioris nnstri tereii inipcraturis aupisti ae alionnii sivc riiunifrnndac oontcetalis 
nttstrae nionastorio in lueo Tegrinsce odustnictn at(|iu' in li<in4iro sancti l^hiirini marlyris 
dedieuto quandain eorteni Worngowe dietani, (|\iani I'ilij;rini conios actcnus in bi'nc- in 
fieinni lialmit, quae eeiam cideni monasterio antea dotaliter jicrtinnit, eun« onniilms 
eins appendieiis sive pertinentiis an-is edificiis eanipis pratis pascnis silvis aquis acjua- 
ninive decnrsibus eultis vel incnltis quacsitis aut iiKniirondis viis vel inviis exitibus et 
reditibus seu eum cnnctis (jnae (piolibet modo dii'i vel seribi possunt ulilitatibus per 
lianc nostrani preccptaleni pa^iiiani eoneedinins at(|nc larj,'iinnr et intejjre in eins ins i6 
et dominium tran.-iundimus. ea quippo ratione ut preseripti nnmasterii alibales de iain 
dieta eorte eiusqne pertinentiis dehine liberan» Iiabeant potesta;teni i[uici[iiiil eis ad 
utilitatem tamen eiusdem aeeelesiae plaeuerit faeiendi, onniium hoininum eontradietione 
rcmota. Si qnis antem, quod absit, hanc nostrae donationis auetoritatem infregerit 
vel molestAverit, anatliemali pereussione in perpetuum feriatur. Insuper vcro onmcs so 
eiusdem monnsterii res mobiles ant inmobiles confirmamus atque corroboranius et sul) 
nostrae defensionis" mundil)urdio firmiter reeepimus. Et ut haee nostrae donationis 
sive eontirmationis atque deiensionis auetoritas staliilis et inconvnisa omni pcrmaneat 
tempore, hoe preeeptum inde conseriptum manu pi-opria enrrnburautes sigillo nostro 
insigniri iussimus. n 

I Signum domni Ileinriei (M.) regis invictissinii. f, 

^ Guntherius caneellarius vice UuiUigisi archieappellani reeognovit. § (SI. 2.)'' 

Data XI. ' kal. iun. indictionc VU, anno dominieae incarnationis millesimo villi, 
anno vcro domni Ileinriei secundi** regnantis VII; actum Katisboue; telieiter amen. 



1.'4. so 

Heinrich schenkt dem Kloster Tegernsee zwei Hufen zu Unter - Loiben. 

Originaldiplom im k. lieirhsarchiv zu München (A). 

Hund Milro}). Sidinh. 303 dt. — Oefile Sf>. rcr. Boic. 2, 80 aus Abschrift. — .I/o«. Boica 
6, l')~ u° -i atvi A. — Meiller Reg. der Bubenhcrger 3 n" 6. — Böhmer Reg. i)12. — st 
Slumjif Reg. 1330, alle zu 1002 November 12. 

Mit Benutzung des D. 1U3 verfas.it und geschrieben von EC. — Wie im N. Archiv 20, 153 /f. 
dargelegt ist, betrachten wir JJ. 1U4 als Xeuausferligung eines nicht erhaltenen D. gleichen 
Jiecht.nnhalls vom 12. November 1002 (vgl. D. 23), dessen von Eli geschriebene Datierung 
in der Neuaiv/fertigung beibehalten wurde, obwohl diese wahrscheinlich erst im .Jahre 100'.> w 
gleichzeitig mit IJ. 193 hergestellt u-urde. — i'ber die Lage des geschenkten Gutes vgl. 
MeUIrr a. a. 0. 193. 

ItKJ. 'Im'mJi' a) dahinttr Uanur ; m fchrint Imi tiinlnndrn :u hulirn \>) duH ri/,(/rfiillrtir Siri/rl lirr/l 
!'■ lil rrhallen Itfi C) XI. cor kni. iun., nini/lirhrr ff'eine alirr tiiirh (lau iinnze 'l'ai/rj<iliilinn tuirb- 
ijilrai/rn i\ Bcdi cirrr. au' nilj. inilrm auf ilif lliin'liiti'j ilex '\ ein Auf salz icie für u genetzt wurile. «t 



IIKINRICH II. 1009. 229 

(C.) p In nomine sanctae et indiviiluae trinitatis. Heinricus flivina favente de- 
mentia rex. .Si aecciesiis p dei eisque famvilantibus aliquid boni vel coiniiioditati.s iiipendere cura- 
verinuis, noljis Iiic et in fiituio ninxlme profieerc procul dubio sppniinu.s. Qiiaprojiter oiniüiim Christi 
fideliuin uovurit uiiiversitas, qualiter nos divina inspirntione coiipiiiu'ti nn<: non pro remedio animae 
5 iiostriK' i)arontiim(|Ui' iiu.sti'oriiin ()tt(jiu.s scilicet seuioris iiostvi tcrtii iiiipcratori.s augu-sti ac .'ilioriiin 
sive Cliiinifjundue coutectalis uosirae nionasterio in loco Tegrinsei,' lonstnicto at((iir in lionori- sancti 

Quirini niartyris dedicato duas liobas in Oriente in loco Liupna nuncupato iiixta Danubiuni 

in roniitatu Hcilirici * per liauc nostram preceptalem ])ajriMaiii coneodiniiis atquo largiiniir in nianus 

Kbarlianli abbatis supra dicti nionastorii, ea quiiipc ratione ut suecedente.s abl)ates eiusdem 

10 niouastorii de iam dictis noblS * dclüiic liberani liabcant potcstatem quicquid eis ad utiiitatem tarnen 
ciusdeni aeccicsiae placucrit faciendi, oiiniium lioniiniini contradictione remota. * Et ut liaec nostrae 
donatiunis » auctoritas stabilis » permaueat *, Iioc preceptuni inde conscriiituni riianii propria eorro- 
borantos sijrillo nn^ifrn insigniri iussimus. 

p Signum (b)nuii Heinrici (M.) regis invictissinii. p 

15 p Kgilbertus cancellariiis vice Uuilligisi arcliicappclhini rccognovit^. p (SI. 2.) 

Data II. id. iiov. anno domiuicae incarnationis MII, indietione I, anno vero (biunii 
Heinrici regis I; actum Radesbone. 

195. 

Heinrich schenkt der bischöflichen Kirche zu Bamberg den Hof Salza. 

80 Allstedt 1009 Mai 25. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (A). 

Heyherger Ichnographia Babenb. 1, 78 unvollständig aus A mit MVIII, a. regn. VI zu 
1008. — Mon. Boica 28", 392 n" 248 ans A mit MVIII zu 1008. — Dohenecker Reg. 
619. — Stumpf Reg. 1516. 

25 Auf eine>n von GA hergerichteten Blanquet, welches die Signumzeile mit dem Monogramm 

enthielt, geschrieben von Ba. II, der die Urkunde selbständig verfa-^st und nur wenige 
Worte dem Formidar der Griindungsurktmden entlehnt hat. — Der geschenkte Hof muss 
dem Namen des Grafen zufolge in Thüringen gesucht icerden; über die nicht mit voller 
Sicherheit zu gehende Deutung des Ortsnamens vgl. zuletzt Dobenecker a. a. 0. — Zur 

30 Datierung dieses und des folgenden D. vgl. N. Archiv 22, 152. 

(C.) '\\ In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricus divina favente cle- 
metia^ rex. p Divinis et salutaribus sanctaiiim scripturarum admonemur documentis 
et erudimur, ut aecciesias dei cum larga benivolentia ditemus et summa devotione 
amplificare non ces.semus. Proinde noverit omnium Ciiristi nostrique fidelium industria, 

35 cpiia nos per intei-ventum nostrae" dilectissim§ coniugis Ciuinigundae reginae quandam 
nosti-i iuris curtem Salza dictam in'' pago "= et in comitatu WiUihebiii comitis 

sitara sanctae Babenbcrgensi aecclcsi^ in honorem beati Petri principis apostolorum 
et sancti Georgii martyris constructae et consecrate cimi omnibus appenditiis, sciHcet 
foresti x-illis agris pratis pascuis aquis aquarunu(iie decursibus piscationibus molendinis 

40 areis aedificiis utriusque sexus mancipiis exitibus et reditibus terris culti.s et incultis 

194. [Bresslau] aj am g corr. 

195. [Bresslau] a) A b) dahinter zwei oder drei Buchstaben durch Auswisclien getilgt c) unaus- 
gefüIUe Lücke für den Gaunamen 



230 KAISI. KlKKlNnr. N. 

cum oinnilMis iitililatil)us <|tiac iillo iiiiuln itut scrilti aiit |iii>Miinai'i |ici>siuit {'*, stiiinno i't 
liliiTali tlevinionjs studio in |)r<>jirium foiiiMMlimus at(nic (Idnaiiius, ca vidcliix't i-on- 
(litioiH* qunliims i'-iusiU-m siiprii «liotai- sani'tiu' llalii'iilM'rfjciisis aci-closlae voncrabilis 
episcii|>us El>i'[rlianlu.s ,siiiqiu> siu'i'<'|sst(res ilt-im-fiis liborain cxiiulo liaheant jiDtcstiitcin 
toiieiuli j)i)ssi«lfii(li et c|iiic-i|iii<l lul usuin pracdictar aocclosiao jx'rtincat facifiuli. cmi- 6 
niiiin remuto (■(uitradiotionis ohstai-ulti. Kt u|t liuius ii(>str|ai> donationis auotoritns 
stabilis et ini-<iiividsa |n'riictualitiT inaiieat, Imc |iracri'|iluni iinlo i'(iiis<.'ri|iliiiM )iiii)iria 
manu formbnraiites ^ii^illi iiii>tri iin]>ri'>siniic iiitoinius ^ifJ^a^i et insij^niri. 

I Signum doiiini Ilciiiriri iM.) rr^'i-- invirtissimi. ^ 

I (iiintlicriiis caiircllarius ad vicfiii riiilli;,'isi arfliicaii|icllaiii rcccijrnov. ^ iSl. "Jj lo 

Data VIll. kal. iiiii.'' iiidictioiu' VI. ainm duniinicao iiicaniatinnis millosimo \i'. 
anno domiii liciiiiii-i scuundi rcynaiitit* VII; aftum .Mtstfti:'-' t'clieiirr aincn. 



196. 

Heinrich sclicnht der hisc}t">t1ich(n Kirche zu Ihnnfxrg die Alte Kapelle :n 
Regeiuburg. Mersdm-g 1009 Juni I. \b 

Originaldiplom im k. Reiclimrcliic zu München (A). 

Hryhrrger Ichnographia Bal)enh. 1, 79 unrollsl/indig ans A zu 1008. — A. Mnijer Thes. nor. 
iur. tccleifiasl. (liatisponac 1794) 4, 145 n" 26 aus Ahschrifl. — Hied CD. Jiali.sb. 1, 136 
«" ;*/ aus A zu 1008 = Migne Palrol. 140, 278 m" 42. — Mon. Boica 28", 393 n' 249 
aus A zu 1008. — Stumpf lieg. 1517. «o 

Auf einem durch Vorausfvrtigung des Monogramms hergerichleten Blanquel mit Benutzung 
von D. 195 gcichriebni von Ba. IT. — Von Udalrirh fon Bamberg zkiii Formular zu- 
sammengezogen und so in seine Sammlung aufgenommen. 

(C.) § In iioiniiic .sam-tae et individuae" trinitatis. Hciiiricus di^^na faventc de- 
mentia rox. p lliriiiis i-t .saliitnriliiiK .snnrtariiin scri|>tiirHriini ndiiionciniir ilocuiinntis et iTiidi- ib 
mur, ut accflonia« doi c-iiin lar^a l(cniv<ilciitia ilitonuis et summa dcvotioiic ain|)liH<'aro iioii coshi'hhis. 
Proindo iiovcrit oiiiiiiiini Christi iioiitrii|iic fidcliiiiii iiidiistria, <|iiia nos per iiitcrvciitiiin iioNtrao dllcrlisNiiiino 

couiiifps Chuiiiiriindao * quandam nostri iuris eajicllani sivc abaziaiii intVa iii'beiti l{ad);.sponani'' 
in papo Tuonocgoiive "^ et iu comitatii Kliodperti "^ eomiti« sitam sanctac i<alipiil)erf;ensi aci-clesiy 
in honorem lioati I'etri iiriiiripis apostolorinn c-f' xmicti rJeorfrii iiiarliriH » oonscoratf iiiiii (Hiniilni.s 30 
appenditiis, M'iliot • cxitilniti vt rcditilniN li-rris dilti» i-t iiiriiltis et cum oiiiiiibns iitililatilni.s i|iii^ iillo 
modo aiit norilii aut luiininari posaunt, siiiiimo'' et ^ lilicrali dcvotioiic * in proprimii * duiiamiis, ca 
vidclicet conditionc <|iialiniiH ciimdem siipra dirtf • aeclesiar Halicnljcrf^on.sis roneraliilis cpiscopiix 
Kl>rhardiin'' siiiquc sticec«sores deiiiccp» lilicraiii cxiiide liahoaiit pntestatcm teiirndi possidi-iidi et ijnic- 
quid ad iisum praedicty aet-clesif perliiioat faricndi, oiiiniiiin i-oiitradicti on e » rem o t n. Kt ut liiiiiiH sä 
nostrf donationia nuctorilas staliiliii et iiiciniviilsa • permaneat, pracreptiim istlld iiidc eoiiscriptiim 
propria manu corroborantes ai^lli nostri impressioiic inssimus • insipiiri. 

195. <1) dietf und tlit ftili/rmlni Krgfimiiniien nach 0. 19t! e) VIII. kal. inn. irnhrsrJieinlich nachgetraqtn 
fl dnhintrr niml in ttrurrrr Xril noch zitei Striche ziiflrfilifl worden, nn dann jetzt iiiillesinio 
VIll in A ntfhl, ryl. darüber .V. Archic '^4, li>l S. it g) actum Altslcti uatirncheinlich «* 
nach(irtra(ien. 

196. BrfMlau) ai iv rifl/eirhl rorr. aiit iii li) A ci »m dafür ffelamicne Lück-t nachf/etragen 
d) t eorr. au» dem Anfang eine» » v) A, rijl. die ]'!'. {) et corr. auH ent 



II F. IX i;i( II II. 1009. 231 

I Signum (loiinii (M.) Ik-inrici ic^is iiu-ictissimi. ^ 

§ Guntlu rius faiicclliiriiis ad vici'iii l'uilligisi airhicappellani recognov. § (SI. 2.) 

Data*-' kal. iiiii. iiulictinui' \l. ainm ilniiiiiiii't,' iiiuaniatii)iiis .M\'III. anno vvV'i ilonnii 
Heinrici sccundi rcgnantis VII : actum MtTscliur^-; t'cliciter.'«' 

197. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Gei^au. 

— — Juni 1. 
Originaldiplom im k. Bcich-sarchiv zu Manchen (A). 
Mon. Boica 28", 395 n" 250 aus Ä zu 1008. — Slumjjf Recj. 1518. 

10 Geschrieben von GA auf einem von ihm selbst durch Voraus ßrticjung des Eschafokolls 

hergerichtefen Blanquet. Als Vorlage diente eine verlorene, von Ba. II mit Anlehnung an 
die G-ründitngsurkunden verfasste und auch für das D. Stumpf Reg. 1723 benutzte Urkunde. 
Darüber sowie über die unvollständige Datierung, welche ihren G^-und darin haben mag, 
dass die Schenkung des Orts an Bamberg nicht pcrfect icard, und über die Einreihung 

15 zu 1009 vgl. N. Archiv 22, 143 und 155 N. 2. — Obwohl die VU. von D. 197 verloren 

ist, lässt sich, loas in ihm mit Stumpf Reg. 1723 übereinstimmt, mit Sicherheit auf die- 
selbe zurückführen und i^t daher durch Petitdruck bezeichnet. 

(C.) § In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinrieus divina favente de- 
mentia rex. Noverit omnium Christi fideliuni ^i'^escntinni g scilicet ac futurornm 

20 industria, qualiter uos aeternae heriditatis^ mcmoies cjuenclam nostre proprietatis'' locum 
Biibenberc dictum auctoritate ^^ apostolica'' firmatum nee non dilecta^'' contectalis nostr^ C'hvnigundae 
et venerabilis •-' Heinrici Wirciburgensis episcopi ac omnium fidelium nostrorum * totiusque regni nostri 
priucipum concordi devotione eollaudatum in culmen et sedem episcopatus proveximus, ad honorem 
videlicet omnipotentis dei et beatae Mariae semper virginis sanctorum(|ue a])iistolorum Pi'tri et Pauli * 

äs et omnium sanctorum pia veneratione fundavimus, ut inibi tarn pro antecessoris nostri tereii videlicet 
Ottonis imperatoris quam pro omnium fidelium vivorum atque defunctorum memoria iugiter liostia 
maetaretur salutaris. I'roinde noverit onuiiuni dei nostrique fidelium tam i)resens aetas quam succes- 
sura posteritas, qualiter nos pro dei amore nostr§r(ue salutis acquisitione prcfatg sedi tot vcnerabilium 
virorura attestatione fundate quendara nostri iuris locum Gerana dictum in pago f dicto et in 

30 eomitatuf coraitis situm * cum omnibus rebus ibidem pertinentibus mobilibus vel immobilibus 

cultis vel incultis et cunctis que ullo modo scrilji ant iiominari possnut utilitattlius, prout Hrmius 
possumus, concediuius douamus et proj)rietamus, omnium eontradictione remota. Precimus^ igitur, ut 
nobis in deo dileetus Eberhardus eiusdem scdis primus episcopus eiusqne suceessores liberam dehinc 
habeant potestatem de SUpra di c t o loCO Geralia noillinato tenendi jiossideudi eommutandi seu 

35 quicquid sibi übet modis omnibus in usum episcopatus'' faciendi, l't antem haec nostrae ingenuitatis 
traditio stabilis et inconvulsa nunc et in futurum permaneat, haue paginam inde conscriptam manu 
propria roborantes sigilli nostri inpressione iussimus insigniri. 

I Signum donnii Heinrici i.M.) regis invietis.simi. p 

f, Guntherius cancellarins vice Uuilligisi notavit. | (SI. 2.) 



Data 



v.il. lunn. 



196. g) die ganze Datierungsseile von Ba. II spriter nachgetragen. 

197. [Bresslau] a) A b) tat cwr. aus ti und dem Anfang eines s c) u corr. aus c d) p c<»'r. 
an.i u e) n can:, wolil aus Ar.fang von r f ) unausgefillHe Lücken für den Gau- und 
Grafennamen g) A statt precipiuius h) am t Correctur. 



232 KAIS i; Kl üKT N iii;n. 

19S. 

Heinrich rerltiht dem Kloster Niederaltaich das Markt - und ZoUredit zu 
llengersberi/. Mcrsvhimj loou Juni 7. 

Oriifinaldiplom im k. lieirhsarchiv zu Miiiirlim (AJ. 

Hund .\hliop. Salish. IT.'i lict/. :u KMKt. — Girlsa' Divi Bnwhergrnscs 71 n° .5 um r. 
Ahsrtiriß = Hiimllltiiold Mttnui. Salixh. ed. Mnv. V, ^3 n" 'Jl = Iluiid ■ Gcuuld Mvtrop. 
Satixb. ed. IM. U, 10 n' :il, = Ludnriij SS. nr. Jidniliirg. 1, 383 ti" 5 = Migne Palrol. 
140. Si88 «• 53, = Grfl.-nr Dp. 10, 537 n' 5. — Man. ßoira 11, 136 »" 24 imlil mt.s 
A. — Stumpf lieg. 15 lU. 

IV/ihrvnd dif Echthril des J>. 1!)8 kriiitin Zirafrl iiutrrtiigr» laniti, IkiIkii wir Imigr gc- lo 
sihiniiikt , üb irir die mh.s trliallaie Aiis/Wligiiiig, die schon im J. lU-iil der Ktitizlei 
Heinrieh.i III. vorlag und in Stumpf lieg. 2364 wörtlich medcrholf , ja z. Th. michge- 
zeichnet worden ist, ah Originaldiploni an.schcti dürfen. Wenn nfimlirh Bayer (Kai.fer- 
Urkunden in Abb. 68'') ihre Origimdilt'it in Abrede stellt, .10 hat ihn dazu offenbar der 
l'mxtiind reranla.'ist , da.is in der That die erste Zeile und der Context dem D. 6, das 15 
ganze E^chatokull alur einem D. von der Hand des EC nachgezeichnet sind. Nun i<it aber 
die Cbirein.tlimmuvg der Schrift von I). lUS mit seinen Vorlagen keine volhtändige: und 
wo .vi> von ihnen abweicht, zeigt sie durchweg solche Eigenthümlichkeiten, welche den 
Schreibgeicohnhciten eines Mannes entsprechet), der in den Jahren lOlV — 1019 eine Anzahl 
von l'rkundeti ge.ichrieben liat, In-i deren Ausfertigung der Abt Godehard von Niederatlnieh »0 
beiheiligt u'ar. Da nun von die.'iem Mann, den wir als einen Clerikcr Godehards an.'tehen 
(vgl. X. Archiv 22, 157 f.), auch das Dictat von D. 198 herrührt, das sieh nur gegen 
den Schluss des Contextes in einigen Wendungen an D. 6" anlehnt, so nehmen wir an. dass 
die uns vorliegende Ausfertigung auch von ihm geschrieben i.st. Bei dieser Annahme be- 
greift .sich leicht, dtiss dir Schreiber, als er zum ersten Mal eine Königsurkunde herzu- H) 
stellen hatte, aus den alteren DD. seines Klosters eine Schreibvortage wühlte, für das 
Eschatolioll aber, das aus jener, der geänderten Kanzleirerhältnisse halber, nicht mehr 
zu entnehmen war, sich an ein anda'es Schrcibmu.stcr anschlo.is, das ihtn aus der Kanzlei 
geliefert sein tcird. Halten wir demnach die Originalität des D. 198 gerade durch seinen 
Schriftbefund für gesictiert, so verschlägt es nichts, do-is das jetzt auf demselben befindliche, ao 
wahrscheinlich später darauf befestigte Siegelbruchstück nicht echt ist. Es i.sl nämlich 
sehr glaublich, dass das ursprüngliche und echte Siegel des D. 198 von deni-tellicn abgelöst 
und für die Fälschung vom gleichen Datum Stumpf Reg. 1520 verwandt worden ist ; zum 
Ersatz mag dann später ein unechtes Siegel oder Siegelbruchstück an D. 198 befestigt 
worden sein. »6 

CC.I ^ In iioiiiiiM- saiiftae t.-t iiulividnar triiiitatis. Ileinrifus divina favcnfc cle- 
tncntin rex. .Si ijiii«! iios aeeolesias dci p vi'l in «•isdcm sorvicntcs de iiostri.-! ditare 

KtuducriinuK, proeul dubio inmarcfHcihile ])r('miuin in tniiirn capessere crediiinis. Qua 
de rc cunctis fideülju« nuKtris prt'Ki'ntiljus scilicct atque futuris notuni esse vulunnis. 
ijunliter nos netcniae viUic deHiderio inHaiiiniati tani prn rcmcdio aniniae uostrac (piani 40 
|iarcntuiii nohtroruiii nee noii et inten'entu dilectae contectalis nnstrae <Jliuni;,oindae 
et pro dilectiHxitiii AlilalieuHiH alihatiH <>i(dcliardi j^ralissinio cdiserjuio cidou aecciesiae, 
i'ui i|iKi- preesKe videtur, in ukuui inonaciinruni inilii den f'aniulaiiliuni in coniitatu 
'Diienionih jtrehidi« prope iiionabt<'i-inni in villa llidni;;iTis|ierk dit-la nicreatuni lial)rnili, 
thcloneuni tjiiii viantiuin <|uawi navipuitiuni exigeiidi iuH per]iotuuni per luic regnli; prccoptum <5 
contulimuii attjuc concei*»iniu«. (^uod hi ipia persona eidoni loco abstiderii, in ('iitiini 



HEINKICH ir. 1009. 233 

iudicio examinanda orit. Kt ut h^c nustiau traditiouis aiutoritas stabilis et iiuunvulsa iieniiaueat, 
manu projiria eaiii loburaiites sigillari uostra imagiue iussinius. 

I Signum donini Heinrici (M.) regis invietissimi. Ö 

I Guntherius cancellarius vice Uuilligisi archicappellani recognovi. ^ (SI-)" 

6 Data VII. idiis iim. iiidictidiic' VII, anno doniinicae incarnationi.s niillesimo Villi, 

anno vero donnii Heinrici secundi regnantis vill: actum Merseburg; feliciter amen. 



199. 

Heinrich vei'leiht der erzbischöflichen Kirche zu Magdeburg für ihre Besitzungen 
in Thüringen oder anderen Landschaften den königlichen Bann mit Vorbehalt 
10 des Rechtszuges an das Hofgericht bei loiderrechtlichen Entscheidungen des 
Kirchenvogtes. Merseburg 1009 Juni 9. 

Originaldiiüom im k. Staatsarchiv zu Magdeburg (A). 

Höfer Zeitschr. 1, 159 n" 7 aus A. — Dohenecker Reg. 620. — Stumpf JReg. 1521. 

Verfasst und geschrieben von EC. — Die Urkunden DO. IL 29 (Bestätigung des Königs- 
16 hanns für die Stadt Magdeburg und ihr Gebiet) und DO. HL 10 (Verleihung der Immunitat 

für alte erzbischöflichen Besitzungen) sind nicht benutzt. 

(C.) § In nomine sanctae et individuae trinitatis. Heinricu.s divina favente de- 
mentia rex. Si aeccle.siarum dei loca alicuiu.s doni incremento meliorare vel .subli- 
mare ^ studuerimus, id nobi.s regnic[ue nostri statni in cunctis maxime esse profuturum 

so niinime titubamus. Quapropter omnium Christi fidelium tam presentium quam et 
futurorum noverit universitas, qualiter nos divini ainoris instinctu atque ob remedium 
animae nostrae coniugisque nostrae Chunigundae scilicet reginae morem predecessorum 
regum sive iraperatorum sectantes sanctae Magedeburgensi aecclesiae in honore sancti 
Maiu-icii martyris constructae ac dcdicatae et suo pastori Dagenoni videlicet archi- 

25 epLscopo eiusque successoribus nostrum regalem bannum super omnes eiusdem epi- 
scopii proprietates in Duringia seu in caeteris cjuibuscumque regionibus sitas per hanc 
preceptalem paginam concedimus atque largimur, ea quoque ratione ut, omnium 
coniitum contradictione remota, prescriptae aecclesiae advocatus inibi placitum ad leges 
et iusticias facienda« habeat. Et si, cpiod absit, isdem-^ advocatus aliquid ibi iniuste 

30 aut presumptuose contra legem fecerit, in nostro palatiuo coUoqido id deducatur ibique 
iusto examine diffiniatur. Et \\i haec nostri banni donatio stabilis et inconvulsa iugiter 
permaneat, hoc preceptum inde conscriptum manu propria corroborantes sigillo nosti'O 



I Signum domni Heinrici (M.) regis invietissimi. | 

85 I Guntherius cancellarius vice Uuilligisi archicappellani recognovit. | (SI. 2.) 

Data V. idus iun. indictione VII, anno dominicae incarnationis millesimo Villi, anno 
vero domni Heinrici secundi regnantis VIII; actmu Mersebui-g; feliciter amen. 

198. [Bresslau] a) das Skgelfragmeni , welches nur einen Thei! der Gestalt des sitzenden Königs 
auf iceist, gehört keinem echten Siegel Heinrichs II. an. 
■10 199. [Bresslau] a) Ä. 

Kaiserurkunden UI, 3o 



234 KAISEKIKKINDEX. 

200. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthim Bamberg den Ort Gati- 
künigshoftn. Frmkfmi — lan) Juli 6. 

Originaldiplom im k. Hdchsnrchiv zu Miiiirlien (A). 

Long Reg. Boica 1, 61 Reg. — Mmi. Boicu 28", 40 1 n" 2öH nus A. — Oesterreicher 6 
Denkiriiidigkfilen 3. Sl u" 1 aus A. — Böhmtr Reg. 1041. — Stumpf Reg. 1502, ullr 
zu lOOS. 

Auf einem von ED herijerirlttcten Blnnquet, auf welchem tlie.ier das (liri.tmon und die 
Signumzeile mil Mmingnimm eingetragen hatte, geschrieben ron Ba. I, der sich unmittelbar 
au das ron uns als TU. Muindelte D. 14H oder an ein verlorenes, diesem sehr nahe- lo 
stehendes D. angeschlossen hat. — Zur Datierung rfiVws' und der folgenden DD. vgl. 
K. Archiv 22, 149 ff. 167; zur Ortsbe.ttimmung Hirsch Jahrb. 2, 124. — Von Udalrich 
von Bamberg zum Formular zusammengezogen, in seine Sammlung aufgenommen und in 
dieser Gestalt mehrfach gedruckt. 

(C.) ^ In noiitinc sanoUic et iiulividuae trinitJitis. Ilriiirifus diviiiii jiri-ordinante i6 
clcilieutin rox. Snliilivrrinnia* igitiir xncri cloqiiii iiistitutioniliii» eriidiiiiur et ailmniiemur, iit 

teni|ioriilia relinijiicntcs bona et terrena posti)Ouentc.s coininoJa netenin et sine tine niansura in eaeiis 
8tudeamu!< ^ adipisci consistoria. Quapropter^' no8 dominicis non siirdum auditnm prehcntcs pr^ccpti« 
et deificis nbteniperando° intendentcs sunsionibus ([ucndam no8trac patcmae licrcditatis loeiim Itabcnborc 
dictum in «edeni et cnlnien episcopatus gubliniando proTexinins et Honiana auctoritate atqnc vencrabilis M 
({oinriri Vvirciburgensis episcopi eouscnsu ae pari eonininniiine nmniiini nostri (idelium tani arelii- 
episcopornni qnnni epixrupornm ahbatnnii|Uc nee non diicnni et cuniituin ciinsultu doerctu(|no in Lonorcm 
«anctae dei ^enitricix Mariao «anctorumquc apnstoloriini I'ftri et l'anli nee non niartirnin Kiiiani .'it<|ii(' 
Georii «tabilirimn« et corroboravinuiü, ut et inibi nontrum parentumqnc noHtrornm et Ottonis tertii 
vidclicet iniperatori« anteeesNorix ae «enioriü no8tri eclcbrc haberctnr niomorialc et iii^^is pro oninibu» ib 
ortudoxia hontia mactaretur »alutaris. Proinde noverit oraniuni nostri fidelinm tarn prfscns eta» (|uani 
et succetunra pnsterita«, quia no8 nostrae qucndam ]iroprietati8 loeum Cliuniggcslinf'' dictum in 
pago<^ et in romitatu'' eomiti» sitnm ad candcni suprn dictnm epiNcopaleni sedcni 

Uabenbere dictam nna cum omnibus ciuH |>ertincntii>< sive adli^rcntiis, vidclicet vicis villi« aeccIeMÜH 
«crvij et anrillis areis nediticÜK torri« cnitis et incultis viis inviia exitibus et rcditibus quaesitix vel SO 

■ nquireudia ailviH »afrinis venati<inibu8 aquis piscationibuK nioÜK niiilendini» rebus ninliilibus et inniobilibnx 
ac ceteri« omuibu» qiif rite 8cribi ant appellari pii88unt quoquolibet modo utilitatibus, huc nostrae 
auctoritatia praeccptali pa^na, prout (irmius pogsumus, donamus at(|ue pro^iriotamus, omninni contra- 
dictionc remota, prfcipicntcg igitiir, ut nobiH in deo diicctus sepe dictf 8cdis KberliarduH cpiscopiu 

■ uiquc »ucccMorcÄ liberam dehinc babeant potestatcni cundcni |irae8cri|)tum locum Chuninggcslioi U 
dictum cum omnibuK appenditiis Kuin tenendi poHiiidendi * Heu quici|Mid 8ibi libeat modiH i>ninibu8 in 
■uum epiücopatuii inde faciendi. Si qui« igitur, cpiod abttit, buiuN nostrae donationis inunificentiani 
dcDtnicre »ive violare prcMuniet, in die iudicii corani oculi« dei tonncnto inextin^'uibili af'tfl'liallter 
luat. (juod nc cvrnint, ued haec traditio nomra ab omuibuH perpetualitcr inviolnliilis pi'rmani'iit, lianc 
lartam indo coniicriptam < manu propria roboranteg «ipili noatri inprcmlone inHi^iiri iu8Himu8. t« 



HIO, 'Breiwlau^ a| A b) ijuappt, um cntifti p fehlt ilie ttnti pro tiezriihmnilf .Scli/ini/r c) (/n« 

Ifiztf o rorr., irohl au» a; r«//. /*. 2111 .V. b d) in ilfifHr fif/aineiic Lllckf ron liti. I nnch- 

ffHrafjtn el utuiiuii/rfillllr I.ilrk-en für ilert (lau- unrl (irnfenii/imrn f) in ilnfOr ifflamiene 

LOckt ron Ha, l nafhi/firnt/ni ; iln» tridt )i corr. aiiK rlem An fang eines u g) coHBcri auf 

HoMur; leahrnchtinlich irar zutrM acriptam gtJichritlien icnnlen 



HEINRICH II. 1009. 235 

S Signum domni Hciiirui (M.) rcj^is invk'tissinii. il 

§ Gunthemis caucellarius \'ice Uuilligisi iirchicapellani recognovi. § (SI. 2.) 

Data II. non. iul.'' indictione VII, anno (li)niinico incarnationis MVIII, anno vero 
domni Heinrici secundi regnantis VII ' ; actum Frankonoturt''; felicitcr amen. 



201. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg den Ort Sonder- 
hof en. Frankfurt — 1009 Juli 6. 

OriijinaliUplüm im k. Reichsarchiv zu München CA). 

Heyherger Ichwgraphia Babenb. 1, 85 dt. — Mon. Boica 28", 405 n" 255 aus A. — 
10 Böhmen- Reg. 1043. — Stumpf Reg. 1504, alle zu 1008. 

Umnitfelbar nach D. 200 geschrieben von Ba. I, der sich icahrscheinlich eines von ihm 
selbst durch Eintragung des Monogramms hergerichteten Blanqiiets bediente. 

(C.) I In nomine sanctae et individue trinitatis. Heinricus divina preordinante 

dementia rex. SaluInTrimus-' igitur sacn eloquii iiistitutionibus crudimur et admonemui-, ut 

15 temporalia relimiuentes bona et terrena postponentes commoda g aeterna et sine fiue mansura iu caelis 
studeamus adipisci consistoria. Quaproptor uos dominicis non surdum auditum prebentes prfceptis et 
deificis obtemperando'^ intendeutes snasionibu.s qnendam nostrae paternae hereditatis lociim liabenberc 
dictum in sedem et culmen episcopatus sublimaudo proveximus et Romana aiictoritate atque venerabilis 
Heinrici Vvirciburgensis episcopi'" couseusu ac pari commuuique oranium nostri fidelium tarn arclii- 

20 episcoporum quam episcoporum abbatumque nee non ducum et coniitum cousultu decretoqiie in 
honore sanctae dei genitricis Mariae sanotorumque apostolorum Petri et Pauli nee non martirum 
Kyliaui atque Geurii stabilivinius et corroboravimus'*, ut et inibi nostruni pareutumque nostrorum et 
Ottonis tertii videlicet imperatoris antecessoiis ac senioris nostri celelire baberetur memoriale et iugis 
pro Omnibus ortodoxis liostia maetarctur salutaris. Proinde noverit oimiiuni nostri fidelium tarn prfsens 

25 etas quam et suecessnra posteritas, quia nos nostrae quendam proprietatis locum Sundei'ahof ^ dictum 
in pago DuuerehgOUUe " et in comitatu Heinrici'' eomitis situm ad eandem supra dictam episco- 
palem sedem Babenberc dictam una cum Omnibus eius pertinentiis sive adhjrentiis, videlicet vicis villis 
aecciesiis servis et aneillis areis aedificiis terris cultis et incuitis viis inviis exitibus et reditibus 
quaesitis vel inquirendis silvis saginis venationibus aquis piscationibus molis molendinis rebus niobilibus 

30 et immobilibus ac ceteris omnibus que rite scribi aut appellari possunt quoquolibet modo utilitatibus, 
hac nostrae auctoritatis praeeeptali pagina, prout firmius ])ossumus, donamus atque proprietamus, 
omnium contradictione remota, prccipientes igitur, ut nobis in deo dilectus sepe dictf sedis Eberhardus 
episcopus suique suceessores liberam debiuc babeant potestatem eundem praescriptum locum SlUldera- 
hof' dictum cum omuibus appeuditiis suis teuendi possidendi seu quicquid sibi libeat modis omnibus 

35 iu usum episcopatus inde faciendi. Si quis igitur, quod absit, huius nostre donationis munificeutiam 
destruere sive violare praesumet, in die iudicii coram oculis dei tormento inextinguibili aeternaliter 
luat. Quod ne eveniat, sed haec traditio nostra ab omnibus perpetualiter inviolabilis permaneat, haue 
eartam inde conscriptam manu projiria roborantes sigilli nostri inpressione insiguiri iussimus. 

200. h) II. non. iul. ton Ba. I nachgetragen i) VII vielleicht nachgetragen k) die von Fiaker 
■*o Beifr. 2, 306 angetiommenc Nachtragimg des Ortsnamens vermochten wir nicht zu erkennen. 

201. [Bresslau] a) A b) das letzte o auf Rasur; vgl. D. 200 JV. c c) in epi ist zwischen p 
imd i ein Buchstabe ausradiert d) über dem ersten u eine Oberlänge getilgt e) in dafür 
gelassene Lücke imn Ba. I nachgetragen 

30* 



236 KAISEKlKKrNnKN. 

^ Sigiiiun doiuni Hcinrici roj^is (M.') iuvictissimi. ^ 

§ CTiuithenis cniK-i'Harius vice Uiülligisi iiroliioaitoUnni recojjfnovi. ^ (SI. 2.) 

Data 11. non. iul/ imlietione VlI, anno doniinicc inoarnatiunis M\lll. auii<i voro 
(lonini Iloinrici secnndi rcgnantis Vll; artuni Frankonofurt ; tVliciter anicn. 



202. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Barnberg den Ort Biddcrs- 
heim. Frankfurt — 1009 Juli 6. 

Origiixildiplotti im k. Utiilisurrliiv zu Miiiichen (A). 

Mon. Boica 2S", 403 u' 304 aus A. — Bnhimr Raj. Ju42. — Stuiii/if licij. 1503. alle 
:u lOOS. 10 

Auf einem in gleicher Weise wie bei D. 200 ron ED hergcrichlelen Blanquet, welches 
Chrismon und Signumzeile mit Monogramm enthielt, unmittelbar nach D. 201 geschrieben 
von Ba. I. 

(C.) ^ In nomine sanctao ot individuae trinitatis. Heinricus divina favente de- 

nicntia rex. Sahiborrimus''' i;,'itur siieri elmuiii institutioiiibiis eriidimur ot adiiioncmur, ut tc-mpo- 16 

riklia rclinqiientcs bona et terreiia |iost|ioiicntes uoiiinioda ncterna ^ ut s!iiu fiiic niiiusuru in caclU 
stiideaiiiiis adipisci consistona. Qiiapropter nos domiiiicis non snrdum aiiditiim pr^bcntes prjceptis et 
dei6ci8 obtomperando intcudentes sunsionibiis qiicndam nostrac paternae Iicrcditatis locum nabenberc 
dictum in «edem et cahiicn opiscopatu» 8ubliniando provexinius et Komana auctoritate ntqiie vencrabills 
llviurici Vuirriburgensis epi.scopi consciisii ac |>ari eoninmniquo omniiiiii iiostri 6dcliuiii tarn arcbi- M 
cpiscoporum quam opiKcoporum abbatumque nee nou dueum et comitum consuitu decretoquc in lionoro 
sanetae dei (.'euitricis Mariae sauctorunique apostolorum Petri et Pauli nee non martirum Kyliani 
atque Georii stabilivirouN et corroboravimus, ut et inibi uostrum pareutumquc nostrorum et UttuniH 
tcrtii videlicct iniperatoris antcceiisori» ac genioris nostri eelebre haberetur memoriale et iugis pro 
omnibud ortodoxis hostia mactaretiir salutaris. Proindc novcrit'' omnium nostri tidelium tain pryKons tb 
et«« quam et »uccexsura posteritaD, quia nos nostrac quendam proprii-tatis locum Paldollosili'iin'" 
dictum in paf;o'' et in comitatu'' comiti.s situm ad candem supra dietam episcopaleni 

«cdcm Babenberc dietam una cum omnibns eins pertincntiis »ive adlifrentiis, vidclicet vieis villis 
«ecciesii« servis et aneillis arei» aeditii'iis terris cultis et ineiiltiK viis invii« exitibuH et reditibus ipi^- 
sitis vel inquircndis silvis saginis venatioiübus aquis piseationibus molis molcndinis rebus uiobilibus 80 
et inmobilibns ac cctcrit Omnibus quae rite scribi aut appellari poggnnt quoquolibet modo utilitatibuM, 
bac nostrac auctoritatis praeceptali pagina, prout lirmius possumus, donamus atque proprictamus, 
umnium cuntradictiono rcmota, pr^eipiontes iptur, ut nobis in doo dilectus scpe dict( sedis Kborliardiis 
cpiiicopu* suiquc successores liberam debine habeant potcstatcm eundcm pr^'scriptnm locum I'aldolfcB- 
hcim'' dictum cum omnibus appcndiciig suis tencndi possidoudi scu quicquid sibi libeat modis omni- M 
biu in UHum episeo])atus inde faciendi. Si quis igitur, ipiod absit, huius nostrae donatinuis inuni6ceiitiam 
dc«truerc sivc violarc prysnmct, in die iudicii i-oram uculis dci formentn iuextin^'uibili aeternalitcr 
Inat. Quod nc evcniat, scd baec traditio nostra ab onuiibus perpetualiter inviolabilis ]icrmancat, linnr 
•'Artam indc eunacriptam niauu proprin roborauteg nii^nlli nostri inprcgsione insigniri inssimus. 

soll f I otMcohl k-rine /lusutrrn Anhtilti<i>unklt ilafür trktnnimr Html, ist auch hier II. non. iul. jeden- 40 
fallji nofhgtiragm, rffl. A'. Archir i';', ir,7 y, -j, 

202. [Brc»slau) a) A b) t corr. au» a <•) in ilafilr gelassene Lücke con Ba. I nachgetragen 
i\, unnungrfaille L/lrkrn für firn Onu- iiiul f!rnfennnmrn 



HEINRICH II. 1009. 237 

1 Sigmuii ilonnii llcinrici (.M.) royi.s iiivictissimi. § 

I Gunthenis caiicellariu.s vice Uuilligisi archicapellani recognovi". g (SI. 2.) 

Data II. non. inl.'' indictioiic VII, anim ddininice incarnationis MVUI, anno vero 
Heinrici« secundi rcgnantis VII; actum Frankonofurt; feliciter amen. 

203. 

Heinrich schenkt dem von ihm gegründeten Bisthum Bamberg die Orte Velden, 
Kunbach und Kemnath. Frankfurt — 1009 Juli 6. 

Originaldiplom im k. Reichsarchiv zu München (Ä). 

Geschichts- und rechtsverlässiger Unterricht 129 cit. — Oesterrächer in Geöffnete Archive 
10 2\ 16i n" 1 aus A. — Mon. Boica 28", 399 n" 252 aus A. — Böhmer Reg. 1040. — 

Stum2)f Reg. 1501, alle zu 1008. 

Auf eine)n von ihm selbst durch Vorausfertigung des Monogramms hergerichteten Blanquet 
geschrieben von Ba. I, der seine, eine Schenkung im Nordgau an das Domcapitel verbriefetide 
Vorlage D. 152 zu einer Urkunde für das Bisthum — nicht eben geschickt — ■ umgestaltete, 
15 ausserdem aber noch eine Bestimmung in Betreff der zu den geschenkten Orten gehörenden 

Eigenleute einfügte. — Runbach erklärt zuletzt v. Oefele in SB. der bayer. Akademie (1892) 
123 als Kirchenreinbach (BA. Sulzbach). 

(C.) I In nomine sanctae et indiviclue trinitatis. Heinricus divina favente de- 
mentia rex. Salubenimus» igitur sacri eloquii institutionibus erudimur et admonemur, ut 

20 temporalia lelinquentes bona et terrena postpouentes commoda aetenia et sine fine mansiira in caelis § 
studeamus adipisci consistoria. Quapropter nos doniiuicis non surdum auditiim prjbentes pr^ceptis et 
deiiicis obtemperando inteiidentes suasionibus quendam nostrae paterne hereditatis locum Babenbere 
dictum in sedem et culnien episcopatus sublimando provcxinius et Roniana auctoritate atque venerabilis 
Heiurici Vvirciburgensis episcopi consensu ac pari eommunique oninium nostri tideliuni tarn archi- 

25 episcoporum quam episcoporum abbatumque nee non ducum et comitum consultu decretoque in 
honorem .sanctae dei genitricis Mariae sanctoi'umque apostolorum Petri et Pauli nee non martirum 
Kyliani atque Georii stabilivimus et corroboravimus, ut et inibi nostrum parentumque nostrorum et 
Ottonis tertii videlicet imperatoris antecessoris ac .senioris nostri celebre haberetür memoriale et iugis 
pro Omnibus ortodoxis hostia mactaretur salutaris. Proinde noverit omnium nostri tidelium tarn presens 

30 etas quam et successura posteritas, quia nos peticione et COnsensu dilcctissime COngUgis"' 

nostrae Kunigund^ videlicet regin§ nostrae quedam proprietatis loca Velda, Runbach, 

Keminata'' dicta in pago Nordgouuue"^ et in comitatu Heinrici comitis sita ad * e an dem supra 
dictam episcopalem sedem * uua cum omnibus eorum pertinentiis sive adherentiis, videlicet vicis 

villis aecciesiis servis et ancillis de quocumque alio nostri iuris loco oriundis et inibi modo 

35 nabitantibus ac areis terris cultis et incultis viis inviis exitibus et reditibus quesitis vel inquirendis 
silvis fbrestibus saginis venationibus aquis piscationibus raolis molendinis rebus mobilibus et inmobilibus 
ac ceteris omnibus que rite scribi aut appellari possuut quoquolibet modo utilitatibus, hac nostrae 
auetoritatis preceptali pagina, prout tirniius possuraus, donamus atque proprietamus, omnium contra- 
dictione remota, prfcipientes igitur, ut dilectissi m u s nobi.s in Christo Heberhardus episcopus 

10 Suique SUCCessores ex nostro ^ iure VolumUS liberam dehinc habeant potestatem e a dem loca* 

202, e) rec auf Rasur f) II. non. iul. tcahrscheinlich nachgetragen g) domni vw Heinrici 
fehlt in A. 

203. [Bresslau] a) A b) obwohl yachtragung der Ortsnamen nicht, wie in DD. 200 — 302. 204, 
zu erkennen ist, ist sie doch wahr.icheinlich; vgl. N. Archiv 22, 149 X. 1 c) das zweite o 

*5 über g yiachgetragen d) das letzte o auf liasur 



238 K A I S E U U R K r N n E X. 

cum Omnibus n|<|>pn(liciis suis tcncndi |iosidendi' w mh i|iiii-i|ui<i illus lilieiit iiioiUs*' umuibus » iude 
faciendi'. Si quls ipitur, ^^\\od nlisit, huitis nostrae di>uatiouisK luuuiHceuoinm dostruoro sivp violare 
presumseri t"", iu die imlic-ii t-nrnm oculi» dei tornieiilo inextin|.r<"l>>li n(c]tcniuliti'r luat. (Juod iie 
ereniat, »cd haoc traditio uostrn iili omniliiis porpctuiilitor iuvioliibiliü )ii'riiiiiiienf, haue cartnin iudi- 
coiurri|itaiu manu prnpria roborantos »iplli nostri inprosüiout* insipiiiri iu.sslinus. 6 

^ Signuin domni Heinrici (M.) lej^s iiivictissinii. ^ 

^ Uuiitliurius lancellaiius vire Uuilligisi architajicllaiii rccognovi. ^ (SI. 2.) 

Data 11. null. iul. \ii.' :inw< (li)iuiiiice incaniationis .M\ ii). .•iiiiici vorn domni Heinrici 
secuiidi roj^iiantis \ii: actum I'iaukonofurt ; folicitcr auieu. 

204. 

Ikiiirirli schenkt dem von ihm rjegnindeten Bisthum Bamberg den Ort 
Machendorf. 

204". Originaldiplow im /.•. Reicltsarchif zu München (A). 

Mainz 1009 Juli 6. 

Oeschichls- und rerht.tverlässiger Unterricht 129 cit. — Oesterreicher in Geöffnete Archive i5 
3, 461 n' 11 aus A mit indict. VI. — Man. Boica 31", 282 «" 144 aus A. — Stumpf 
Reg. 1499, alle zu 1008. 

Auf einem von GA hergerichteten Blanquet, auf welchem dieser das Chrismon, die Worte 
In nomine der eisten Zeile und das Monogramm eingetragen hatte uttd auf welchem wohl 
auch die Einschnitte für das Siegel schon vorhanden waren, geschrieben von Ba. III, der w 
bis zu den Worten destruere sive in der Poenformel das D. 15S (VU. I) wiederholte, 
den Schluss aber wegen der durch Cher^pringen einer Zeile in der Vorlage entstandenen 
Auslassung aus D. 203 (Vü. II) hinzufügte. 

204''. Originaldiplom im k. Beichsarchiv zu München (A^). 

Frankfurt — 1009 Juli 6. a 
Geschichts- und recht.iverUi.i.<figer Unterricht 129 cit. — Oesterreicher in Geöffnete Archive 
3, 459 n" 10 aus A^ mit indict. VI. — Mon. Boica 28", 397 n" 251 aus AK — Böhmer 
Reg. 1039. — Stumpf Reg. 1500, alle zu 1008. 

Mit Attsnahme des Ortsnamens von Ba. I unmittelbar nach D. 203 geschrieben, wahr- 
scheinlich auf einem von ihm selbst durch Vorausfertigung des Monogramms hergerichleten so 
Blanquet. D. 2(^4'' üt jedenfalls gleichzeitig mit den DD. 200 — 204" entstanden, aber 
damals nicht ganz fertiggestellt worden. Wohl erst einige Jahre später hat derselbe 
Mann, der die ältesten Dorsualnotizen auf D. 204" und 204'' geschrieben hat, den Ortsnamen 
Machindorf eingetragen: vielleicht war es aus irgend welchen (iründen erwünscht, die 
nähere Bestimmung über die zu dem Gute gehörigen Eigenleule, welche in den DD. 201'' x> 
und 203 stand, aber in D. 204" fehlte, gerade auf Machendorf auszudehnen. Erst bei 
dieser Gelegenheit ist dann D. 204'' nachträglich mit dem Kaisersiegel versehen worden. 
Vgl. darüber X. Archiv 22, 149 X. 1. 

208> e) modi» auf Hamir f> di ilureh llaniir und Vurrecliir rnMaiulen ; tu war wohl :un(1ehst 

fat-ientibuH gtDchritben f[) dag letzte i rorr. aun e, rr/l. I>. I.'i2 X. k ]i) corr. intn prcsiiiuet, *" 
indem » ülier m, ri Oher r narhfffirrirjfn irurde \) olnrohl dir Snchtrai/unii des 7'ti</ejidriliimi' 
jetzt nicht zu erkennen int, iul nie dnrh mit ItilrkKicht auf die IH>. :iO(l — :i<>J, '^ilf uahrurheinlich. 
iJaji fehlen de« Worte» iiidictionv IflKst Ktch durch die .innnhme crklilren, dimg /iu, I urnjirihifflich 
nur data anno ijfxchrieljen hiVtr. Indem <r dann n/uiler II. nou. iul. in dir dufilr 

grJatttnt LUckt eintrut/, mag er da» fehlen der Indictiun bemerkt und, da der Itaum für ** 
indict. VU nicht ausreichte, »ich mit der Nachtragung der Ziffer VII begnügt haben. 



HEINKICII II. 1009. 



239 



(C.) ^ In nomine .'^anctae et indivicluae 
trinit.atis. Hi'iiiricus tlivina ordinantc cle- 

I mentia rox. S.Tlulienimis iptur siicri elo- 

6 unii iustitutionibus enuliiniir et ailmonemm-, ut 
teinporalia relinquentes bona et terreua postpoueM- 
tes commoda aeterna et sine | fine mansura in 
caelis studeamus adipisci constoria". Quapropter 
nos dominic'is nou surdmii auditnm preljentes prc- 

10 ccptis et deiticia oliteiiipcrando intendentes sua- 
sionibus quendain nostrae paternae liercditatis 
locuin'' Uabinberc diotuni in sedem et culmcii 
epi.seo])atus siililiniandn prove.ximus et Kuniaiia 
auctoritate atque venerabilis Heinrici Wiicibiirgeu- 

15 sis episcopi consensu ac pari communique omnium 
nostri fidelium tani archiepiscoporum quam epi- 
sooporum abltatmnqiie nee non ducum et coniituni 
consultu (lecretoque in honorem sanctae dei geni- 
triois Mariae sanctornmqne apostolornm Petri et 

20 Pauli nee non niartii-nni Kyliani atque Georii 
stabilivimus et corroboraviraus, ut et inibi nostrnm 
parentumque nostrorum celebre haberetur memo- 
riale et iugis pro Omnibus ortodoxis hostia mac- 
taretur .salutari.s. Proinde noverit omnium nostri 

25 tidelium tam presens aetas quam et suceessura 
posteritas, quia nos nostrae quendam prorietatis" 
locnm Mahanclorf'' dictum in pago Nürtgouue 
et in eomitatu Heinrici eomitis situm ad eandem 
supra dietam episcopalem sedem Babinberc dictam 

30 una cum omnibus eins pertinentiis sive adherentiis, 
videlicet vicis villis aecciesiis servis et ancillis'^ 
areis aedificiis terris cultis et incultis viis iuviis 
exitibus et reditibus quesitis vel inquirendis silvis 
tbrestibus saginis venationibus aquis piscationibus 

36 molis molendinis rebus mobilibus et inmobilibus 
ac ceteris Omnibus quae rite scribi vel appellari 
possunt quoquolibet modo utilitatibus, hac nostrae 
auctoritatis preceptali pagina, prout firmius possu- 
mus, donamus atque proprietamus, omnium con- 

■10 tradictione remota, precipientes igitur, ut in deo 
dilectus nobis sepe diotae sedis Eberhardus epi- 
scopns liberam dehine habeat potestatem suique 
successores eundem lociim ^lahandoi'f'^ dictum 
cum Omnibus appenditiis suis teneudi possidendi 

45 seu« quiequid f sibi libeat modis omnibus in usum 

204°. [Bresslau] a) A b) o twr. aus u c) von 

Ba. III oder von GA in dafür gelassene 

Lücke nachgetragen d) das erste 1 corr. 

aus dem Anfang eines s e) e auf Hasur 

60 f) das zweite q corr. aus d 



204''. 
(C.) ^ In nomine sanctae et individuae 
trinitati.s. Ilenricus divina favente ele- 

inentia rex. Sainberrimus" igitur sacri elo- 

<iuü institutioniljus erudimur et admonemur, ut 
temporalia relinquentes bona et terrena postponen- 
tes ^ commoda aeterna et sine fine mansura in 
cjlis studeamus adipisci eonsistoria. Quapropter 
nos doininicis non surdum auditnm prjbentes pre- 
ceptis et deiticis obtemperando intendentes sua- 
sionibus quendain nostrae pateruf hereditatis locvim 
Uabenbere dictum in sedem et culmen episcopatus 
suliliniando proveximus et Koniana auctoritate at- 
qtie venerabilis Heinrici Vvirciburgensis episcopi 
consensu ac pari communique omnium nostri fide- 
lium tam archiepiscoporum quam episcoporum 
abl)atumque nee non dueum (!t e(_)mitiini consultu 
decretoque in honorem sanctae dei genitrieis 
Mariae sanctorumqiie apostolornm Petri et Pauli 
nee non martirum Kyliani atque Georii stabili- 
vimus et corroboravimus, ut et inibi nostrum 
parentumque nostrorum et Ottonis tertii videlicet 
imperatoris antecessoris ac senioris nostri celebre 
haberetur memoriale et iugis ))ro omnibus orto- 
doxis Iiostia mactaretur salutaris. Proinde noverit 
omnium nostri fidelium tam presens etas quam et 
suceessura posteritas, quia nos peticione *^' con- 
sensu dilectissime congugis'' nostrae Kunigunde 
videlicet reging nostrae quendam proprietatis 
locnm Machindorf'' dictum in pago Nord- 
gouui et in eomitatu Heinrici eomitis si t u m ad 
eandem supra dictam episcopalem sedem una cum 
omnibus eins'' pertinentiis sive adhereneiis, vide- 
licet vicis villis aecciesiis servis et ancillis de 
quoeunuiue alio nostri iuris loco oriundis et inibi 
modo habitantil)us ac areis terris cultis et incultis 
viis et inviis exitibus et reditibus quesitis vel in- 
quirendis silvis forestibus saginis venationibus aquis 
piscationibus molis molendinis rebus mobilibus et 
imraobilibus ac ceteris omnibus quae rite scribi 
aut appellari possunt quoquolibet modo utilitatibus, 
liac nostrae auctoritatis preceptali pagina, prout 
firmius possumus, donamus atque proprietamus, 
omnium eontradictione remota, precipientes igitur, 
ut dileetissimus nol)is in Christo Heberhardus epi- 

204*. [Bresslau] a) A' b) et feJilt in A' c) in 
die für den Ortsnamen gelassene Lücke von 
anderer Rand eingetragen, vgl. die Vorbe- 
merkung d) eius auf Basur; jedenfalls war 
zuerst eorum wie in der VU. geschrieben 



240 



K A IS r. lir UKv N i>i: N 



epixcoiiAlus iiide ("m-ioinli. Si niii-. iy^itur, i|11'h1 
abail, huiiu nuütrao iloualiuiii» nniiiilii-cntiani de- 
II struorc uro iiirioUrp prcsum|i»erit, in die iiidicii 
cornni uriiliti dvi turmeiito iuextiu^riiiliili iiotcniii- 
litrr lu«t. (juod 110 oroiiiat , »cd lincc trnditi» 
oostrn iib oimiibu!« perpptualitor iiiviolnliilis per- 
mancat, haue vartnin iiidc coniicriptiiiii manu pm- 
pria rohorantos si^illi nostri inprcssiuui' iiiai^uiri 
iussimus. 

^ Sijjiiuin duuiui Ilcinrici ivjris invie- 
tissiini. ^ (M.) 

I Gutherius» canccllanus vice Uuillipjisi 
!iruliicn|i|iellaiii recognovi. | (SI. 2.) 

Data II. non. iul.'-' indictioiie V, anno 
(lominieac iiicarnationis MVIII, anno vero 
dumni Hcinrii-i sccundi fcfrnantis VII; ac- 
tum Magontiac: fclu-itcr amen. 



MHi|m> !<iii<|iii' siu'cesaori's ex nostro iure voliimns 
lil»-raMi deliino liabeniit potestatom eundem lo- 
f n in ciini umnilius a|ipendifii8 suis toiiondi possi- 
di'iidi Ken <|iiio(|uid^' illuM lilioat niodis immibus 
indc faciendi. Si qiii.s i{ritiir, ipiuil nbsit, huiua 6 
uostrae donntiuiü» iimnitioentinm dostriiere sivo 
viohii'c prfNiimitcrit, in dii' iiidicii oirani oculUi 
dei lornieuto inextiu^^nibili nctcrniiliter liiat. (^iiod 
no eveniat, »ed hace traditi<i nostra ab dninibus 
perpetualitor iuviidabili.s permanent, Imnc laitani 10 
inde eonseriptain manu propria robornutes aigilli 
nostri inprexsioiie iiiüif^iiiri iiiHsimus. 

p Signum domni lieinric-i (M.) regia iu- 
victissinii. ^ 

^ Gimtlierius canccllarius vice Uuilligisi i& 
ardiieapellani recognovi. ^ (SI. 3.)^ 

Data II. non. iul.'-' indictiont' VII, anno 
«lominife incarnationis JiviII, anno vero 
domni Heinrici secundi regnantis VII; ac- 
tum Frankonofurt; feliciter amen. so 



205. 

Heinrich vertatischt an das Kloster Gandersheim für die Orte Balderslieim, 
(jauküniijshofen und Sonderhofen seine Höfe Derenburg, Bodfeld und Reddeber. 

Ingelheim 1()U9 Septemhcr H. 

Origiiinidiplom im herz. Landeshauptarchir zu WoIfeiibiUtel (A). tb 

Leurkfeld Ant. Gandasheim. HS wohl am A = Liinig RA. 18\ 28 ti" 20. — Leuck- 
feld Ant. Ufdd. (Quedlinburg 1709) 219 no)d aus A. — Leibniz SS. Brunsvic. 2, H77 
unvoUst/indig mw Ms. — Harenherg Hist. Gandersheim. 656 n" 1 aua A. — Böhmer 
lieg. 1044. — Stumpf Reg. 1506, alle zu lOOS. 

Verfasst und geschrieben von OA. Zur Datierung vgl. X. Archiv 22, 153 ff. — tjl)er so 
die Gründe, welche die Ent.schi'ldigung Gfnidershcim.i für die Abtretung der drei schon im 
.Juli (DJ). 200 — 202) an Bamberg übcrlassenen Orte Buldersheim, Gaukiiiiigshofen und 
Sonderhofen verzfigert haben mögen, s. die Vorbemerkung zu D. 2<i6. — Über die Lage 
von Bodfeld u)id den Umfang des Gandersheimischen Besitzes daselbst vgl. Höfer in 
Zeitschr. des Harzvereins 29, 341 ff. ss 

(C.) ^ In nomin«' nanctac et individuac trinitatis. Ileinricus divina favente de- 
mentia rex. Notuin sit omniljiis nostris fidclilnis pre.sciitibu.s .scilicet ae i| futuris, 
qualitcr nos interventu ac jieticione dilectae «ororis nostrae Sojihiae aljbafi.ssae sibi 
ac Buo monasterio Gandeslicim * dict" in lionm-f Kanetorum Anastasii vidcliect et Inno- 



SOi*« g) U. non. iul. ron IIa. II! iiaclit/etragrn. 



SOS. rBrealau} a) tteitrhrn k und li Itanur 



2W'. c; qni<-q.id A', mit üliertHiiisiyem i f) iVier in 
die Jletiiet/eliinr/ mit dem KaiKerniegcl rgl. 
die Vorliemtrlcunii p) II. noii. iul. wahr- 
gcheinlirh nartifielrufien. 



iir, rNKicH ir. Kum. 241 

coiitii coiisccrato, scd et pro concanbii coumiutatione'' Halfloluesli<'iiii et Cliunincgislinuiiii 
nee mm et Sondercnhouon, t[uaiul;uii ciu-tem quae dicitur Darneburc in ])ago liartliega 
in conunitatu'" I])ponis comitis seil et ]5adfcldun'' cum fbresti et venatione et Kediborun 
cum nnmibus ad eadeni tria loea pcrtincntibiis fiirtiticiis editiciis ac utriusque sexus 

6 ianiiliis aecclesiis vieis agris pratis pasoui.s a(piis aipianumpie decursibus molendinis 
piscaticinibns, cum vii.s vel inviis cnltis aut ineiiltis exitibus et rcditibus quaesitis sive 
iuqnirendis seu euni omiiibus"^ quae qiiolibet modo dici aut .scribi possunt utensilibiis 
per hanc nostram regaleni coneedinms atque largimur et de nostro iure ac dominio 
in eins ins et dominium omnino tranfundimus ^' paginani, ea videlicet ratione nt pre- 

10 fata abbatissa eius(pie suecessores prescripto nionasterio presidentes de prenominatis 
trib\is eurtibus pote.statem liabeant exinde quicquid eis placuerit faciendi ad eiusdem ^ 
utilitatem aecclesiae, onniium videlicet cnntradictione sive inquietiidine reninta. Va ut 
haec nostrae donationis »ou coiitirmatioiiis auctoritas stabilis et inconvulsa omni per- 
maneat tempore, hoc preceptum inde conscriptuni manu propria corroborantes atque 

15 continiiautes sigillo nostro insigniri iussimus. 

y Signum ilunini Heinrici (M.) regis invictissimi. H 

!! ( huitlierius caiiccilarius vice Uuilligisi archicappellani reeognovi. [j (SI. 2.) 

Üata III. non. sejitemb. indictione VIII. anno doniinieae incarnationis miliesimo \'III, 
anno vero domni jj Heinrici fj secundi regnante'' \ll: actum Incgele.-ilieim; feliciter 
20 I amen. i| 

206. 

Heinrich überträgt dem Kloster Gandersheim für den von demselben einge- 
tauschten Hof Belecke den Hof Dahlum., nebst dem zu Dahluvi gehörigen 
Widderzins von den Freien des Ambergmies, und bestimmt, dass diese Freien 
äö sich nur dem Gandersheimer Kloster untergeben dürfen. 

Lujelheim 1009 Sej) fernher S. 

Bodnnh Si/iifagnia (Je consfructione coen. Gavdesiani, Ms. vom J. 1532 f. 48 in der herz. 
Bibliothek zu Wolfenhiitfel (C^) und Abschrift Meihonis ans dem Ende des 16. Jh. p. 90 
in der k. Bibliothek zu Hannover (G-). 

80 Meibom SS. ä, 499 ans C'-' = Leuckfeld Ant. Gandersheim. 114 (a) = Libiig EÄ. 18'', 

29 n° 21, = Leibniz SS. Brnnsvic. S, 717 mit Varianten aus C^ (b). — Harenberg 
Hist. Gandershem. 657 n" 2 wohl aus ah, mit Ergänzungen aus D. 205 = Buchholz 
Gesch. von Bockenem (Hildesheim 1843) 127 n" 2. — Böhmer Reg. 1053. — Stumpf 
Reg. 1507 zu 1008. 

35 Verfasst von GA; zur Datierung vgl. K. Archiv 22, 153 ff. — Die Lesarten von C^ 

hahen wir verzeichnet, messen ihnen aber auch in den wenigen. Fällen, in denen sie das 
richtige treffen, nur den Werth von Emendationen hei, die entweder Bodo, als er die C- 
zu Grunde liegende zweite Becension seines Syntagma dbfasste, oder der ältere Meibom, 
als er dieselbe copierte, vorgenommen hat. — Dass der Hof Badilicka unseres D. mit dem 

40 Patelecke von DO. II. 202 identisch ist, unterliegt keinem Zweifel; tcenn wir zu einer 

von der bisherigen abweichenden Deutung dieses Namens gelangt sind, so beruht das darauf, 
dass wir zu dem Mon. Germ. DD. 2, 229 gedruckten, auf C- und Harenberg zuräck- 

205. b) ta über der Zfile nachgetragen c) A d) dahinter Sanur, auch das folgende cum auf 
Basiir e) omibus, ohne Abkürzungszeichen, A f) us auf Rasur. 

Kaisenu-kundeu III. 31 



242 K Aisr. i;ri;Ki'Ni>i:N. 

geht-Htleii Trxie i\i» DO. IL V<'^ kfiii Veiirniifii luibni. Demi in ilv