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I 



(y^Qr 



52.r 



amoltj Arboretum llörars 



FRANCIS SKINNER 

OF DEDHAM 



IN MEMORY OF 

FRANCIS SKINNER 



*,„/„,/ Ott: /fosr 



9leue aUgetneine bcntf(^t 



^ütUn^mi y Itntt^nintttttg. 



3ettf<^nft ffit ©orten« unb $Btttiiienfteitiibe, 
füx Simp tttib ^onteldgdtttia. 



<&(taitfQC8(((n itab r^^nt 



»on 



«cbrcTcr gelevrtcn ttefcflfifeafieit nnb Scrcine gm VefAr^cning M ^itcRtand. 



^ÜRfter 8anb. 



Scrlag »onUtobett Stittltv. 
1849. 









V '^ . 






'".: .:v: - 



' t' . 
• • •' 



)il)alt0 - ^erstiäfnx^ ium ffinften ^a\)V(ian^e. 



@dte: 

Alies BoYislAsii, ^tmcthon^zn aber . . 605 

Aeurtl&ostacbys, bic Xtten biefer ©attimg 564 

AehimeBes, SbtUitr berfelben 56 

,, mib ®i9Xinm, aber bie 9^adfMtat biefer Gattung. Son S. ^df^er 129 

Aeebmcft, bie in ben Härten befinblit^en Slrten biefer ©attnng 564 

AeeliHiea fülgens tmb disoolor aud ©amen 366 

Aga^« aaiericana fol. Yarieg., b(ü(enbc 606 

^ttHn^pffan&nir Jtuftur btr 400 

^OSMoiaia!, 9emerhtngen über biefelben unb^eitrog }u beren Jtultur. Son^. i 

majos Varietäten 421 

^%nSi/^, ^tfle vxiif^tx ber befien ju d^aHwüxt^ im 3a(re 1847 u. 48 287 

wf Mtax ber, ofne 2:$pfe, bon SIeming 281 

„ 'Staltox gu (iiai^xüoxti 286 

k, bie in ben ©arten beftnblittfen mixten biefer ©ottung 564 

imbrieato, S^lottj über 607 

ebiBensiB, (Einfö(rung ter 59 

Ssfrof an ©otanüer 557 

f$astbu«, bad ^eilige . . 511 

Sombn^r^^r, über bad Sängentbacf^dt^um ber ©hoffen bed 570 

Saant^aottien 272 

9ao]itfftuIen, bie }u gtottbetf ber ^enen 3amed ^oot( 4* ®d$ne. Vom 

SHebacteur 93 

Biübergia, bie in ben ©arten befinblicfien ^rten biefer ©attung 564 

^tsmat*, %tü^U itnb ©emfife^^Kudfieflung in ^otdbam. (Sorre^bonbeng^^tac^ric^t 209 
„ „ n Vom ^ofgärtner 3^ o r f (( 514 

«IwBcnSabe 125 

IStaicntrdberei, Ueberfii^t berfelben in Verlin in ben S^onaten 9{obember nnb 

2)ecember 1848. Von @ 95 

BomWx Ceiba, über benfetben 573 

BoBapartea, bie in ben ©arten beftnbli^en Strien biefer ©attnng ...•.-. 564 

Sotanif in ben bereinigten ^\aa\m 9{orbamerifa^d 120 

^mqfSLM, fran^WWe 553 

BroAelia, bie in ben ©Srtcn beflnblic|;en Srten biefer ©attung 564 



IV 

Bromeliaeeae, Semerfttttdcti hhtt biffe gauiifle itnb dofammdifldluiid bcr in 

ben ®arten !iiltii»icteii 9tteii berfelben. iBom Stebacteur . Ml 

„ • ^lai^trag baju 603 

(Sacteeii/ nber bic mib beren Anttur. 9on 9t. Sintfe 177 

(Salamtt^r b«r fWe ber Alten 15 

Q[aIceoIatien, neue engtifi^ 115 

(Ealifornien, 9lottsen aber Jansen bafelb^ 281 

„ SJegetotion bafclbH 185 

Campliire Ober 9amp(or»Qattm» ber lUcn. fto^ ^kutton 621 

CftramllMilA itttb ba^ filimVinp, 5tu(tttr ber 20 

^arbnnr bte, Cynara Cardancnlas. IBon d^. WlOTXtn 5 

Caranda (Garissa Carandaa), StvAtVtt ber Ofd Siafetfru^K 576 

daffta, über bie ber ftlten. 9lafl^ ^arton 587 

Cerevs grandiflorod^ genießbar 566 

^ BpecioalMianMy xiifi^ . . r 606 

(Seytcn, Segetatidtt auf. $on Dr. ®arbner 171 

^ampiflncnbrut gu erseugen . . . ., 168 

(S^emie, über jhtitnral«. $on SfUot 204. 383 

CheDopodiam anthelmiBticnm * . 124 

(l^fna, SReifenot^en a96 

Chrysanthemum in S^fttft « 640 

Chrysanthemom Leocanthemnm, Slittel d^^ ^audungesicfer 22P 

Cömbretam parparenm, (Ir)ielttn9 beffetben M etiaWffanii* Sen ®COb. 222 
Koniferen» ^wq;capW^^ Serbrettnng berfelben am ^imalai^a ....... 41^ 

Cookia poneUta, StnltVX ber 79 

Corchoms capsidaris . 123 

Cornea, neue Porten • • • • 906 

Cryptanthos, bie in ben ©arten beflnblicben ürten btefer ©ottuno 566 

Cryptomeria japoniea, (Slamen)>1lanien . * 219 

Cycas revoluta > 460 

j)a(lten T2 

Daaylirion, bie tn ben ®drten be{hibli4^en Srten bicfer OottHng 565 

^Draib^bannif DracaenaDraoo, über ein erfoIdreicftedCr^^enmeit Sm Sain 229 

Darion (Dario Zibethinns), Anltur be4 at4 2:afelfnubt 5^6 

Djckia, bie in ben ®5rten befwbU4<n Arten biefer (Skittnng S65 

Echites, Ättitttr einieer Arten 61 

(£i(be unb (Sfc^e al4 Sßetterpropbeten 61 

(Mm, eine 3lu4»a|fl bcn 50 ber beflen 542 

^lacoartia, ttrten ber, aI4 gnn^&ttme. 9ta4f ^arton 460 

jB*reycinetia Banksii, 9lebenbl&tter ber .... 61 

3ru<tftb5ume, über ba4 (Sinfneipen berfelben 96 

iucbftcnr neue enötür^e Jpbribe 104. 207 

Pnohsia semtifolia, im Sinter Mü(enb 219 

„ spectabiliB . . . . ' 318 

©arten, botanlfi^er auf Xrinibob 60 

„ ,, )tt Äe». Son Dr. (£a4parp 470 

,r '(EtabtifTcment be4 ^erm Sikbnann mib StoÜ&en fc^^n blö|«iber ^flin-^ 

Sen bi^elbü. Som 9lebacteur 13 

„ be4 f)errn Senator 3enifi(, Sinmenfior bafelbfl im Januar 1849. . 68 



@ette; 

\, ^otiaen Übet eiiHde. Som 9tfbacteiir 371 

:r bcr bctonifiH- Son 3. O. g. 2)otanct . . . « 371 

liteer«£t(raiiilalt in ®ent • 438. 481 

tUKr^Sercin 45 

iMsami'ibwIlcii, ^felfretar e^^irlM an« bmfcfbeii 174 

,, Ibifnetiiieii imb2)itr(^iateni brrfelbai. Sott 9» Oberbtccf 

428. 494. 530 

H ia ^Jta nfCT be« ^eim 6niah)r Kerd int Stonot Januar 1849 102 

tiMrr'^oI} bcr mun 19 

f^ffif^c« 62 

lia, bic m bm gärten beftttblii^ Krte» biefer ®at(tntd 565 

Itba (dh^tn), So^otbe baiMti 386 

WtAAky Me üt bcn eSxicn b<#iibti#eii ftrtfii bkfer (Satteng 565 

^ ■himmi &imintflnif über bie ftofo^e bet 387 

MMtc* IGScrftinfl berfelben auf fMftlni 606 

^oriftbrnc (9f eiieo««a byopi), toefbolbif^, Stültwc berfelben M grn<^tbAnme« 

9la(t faxten 491 

tittitiMwflfae^ciet» tn Cmibott 318 

f^ftf, bcc «tten 75 

fteiMia, I83e|<aib(und ber 189 

«pMtiUfiB, me nene 9olme on^ üiHi il 

Safnilflilaofli anf €effoo, d^örmid brr 173 

JMKr «viöffHer, oI« Mittel geoen gew^feit in 9)liflbeetfäfleR ...... 411 

tateffrOronVeü, Aber bie 555 

teftm unb Xronf^ten, t9(e fMa^n^ett tber bie9ebttrfnif[e ber« 

(etbcn. Son g. Sn^itt 143 

Ui U9L oUen Wmem 105 

«aeCte Ne Mttm ^ 190 

«herlABSMt (CipadesM fhitieoM), ituItttT berfelben ol^ltafelfmi^t 576 

fbraMM, itttitnr ber 580 

r- ober ManiMee-flj^el, ftttltnr befTeO^en. ftaii ^arton .... 486 

365 

SodwtKfer 9ertreibiHi§ beifelben 125 

M il c a rr» V^gne^ ^oni^ecrer Itttlinr berfelben 491 

üigMiKtte, bie 8aum«. Son (intiiit 374 

TBkiBJi «dorata, 8ef4retbnno berfelben. Son 9^0 f. Seemann 369 

iGaiolis, ItnitK ber m fM^jim. Sen (E^. Storren 9 

mtlcltand' «iber bie 9N(f^it0(dt beffelben. SonIRoore. « 37^ 

myristiea, ber amerilaniff^ 9{nmieA 493 

destillatoria, itultur berfelben ISS 

Oleander 341 

bie in ben (0&rten befinbfi^en Xrten biefer Gattung 065 

Hm* aaimalk^y ein netter sn ent^fe^lenbet ^DAngcr. 9om SU ebnet eut . . 478 

M»C0, ber omerifanif^e (£akbaf<^ (Moaodora myristiea) 498 

ObVbanme, in »cli^ (StUfemnnd fe(4< auf Merfonb %\x pflanzen fmb . . .237 

„ Sereb^ berfelben mit Intvenbnng ^tn ^oapicx 459 

OMiäaitoi, I9nnberb{ire Seife foif^en aninlegen . 120 

Omaren, über boffelbe. fßtm Dr. Mittel 554 

OfmWr, Slirtii *ber 512 



VI 

On^ibem, 9uö»a(l (({^diiblä^ettbcr in ben @e)»äi|i^ufeni ber Ferren 

3. 8oot( ^ @öHe 384 

M ^Beiträge gut 5tultur bor epip^^tif^en Ifi6 

f, '@ammlttng, bie be« {>emi (Sonful @^illti aes 

,; Md(enbe in bem SBorm^aufe be« ^etm Senator Vlnd - . . . 509 

Ozalis crenata, SÄeJI bon 607 

9alme, bie bon @unnam, bon be ^ri'ef e 33 

^antpa«, SJegetation ber 119 

PapyroB antiqnonim, ^emerfungen über. Son <£. Z&j^n 417 

Pastinaca sativa 1^4 

^atfd^OHlp ober f^uc^a^pat, 3tetii über 604 

Pelargonien« ©amlinde, ^n^fttUnnq berfelben 423 

Wanden/ 9udn>a(l fcb$n blü^ber im ®artenetab(tf{«nent bed i>mn SoAnann 2Bd 
,f ^emerfungen über ba« Sinfcnfen berfelben. Son S. Otto . . . . 544 

„ blü^enbe in einigen ©arten bei Hamburg 548 

n neue 318 

M neue unb feftcne Sene}uela'd 404 

„ über einige neuere gu empfe(Ienbe für j(u^engärten. ^on Suca^. 182 

/, bor bem Verbluten su fc^u^en 125 

„ 9udtt>at( f((ön unb fetten blü^enber im bot. ©arten gu Hamburg. 

Som 9iebacteur .... 54. 117. 216. 266. 362. 406. 506. 548. 
n neue unb feltene empfe^Ien^toert^e. 47. 111. 209. 247. 355. 402. 

550. 581. 

9ffan3enaudMungen in Bonbon, ^efudft berfelbenj 414 

„ erße bie«fä(rige )tt (E(i^tt>i(f 388 

f, itoeite bie^iabrige ^u (&,ffiitoid 340 

Pflanzenbau in ben bereinigten Staaten 9lorbamerifa'^. Son|gleif($mann. 29 
^fianitn* unb ^lumenauöflettung in Hamburg am 25. unb 26 StpriL Som 

SRebacteur 257 

n unb ^lumenaudfienung in Hamburg am 7. September. Som 

Slebacteur 465 

„ unb Slumenau^f^eOung in Berlin im Tläth, ^on Saferer ... 310 
„ unb l3IumenaudMung M Sereind inx ^eforberung bed ©arten» 

baued in ^reufen im 3uni. Som dlebacteur 321 

„ »QEtiquett^f neue 415 

PhalaenopsiB grandiflora 221 

Pholidophyllam bie in ben ©arten bef{nb(i(ben Wirten biefer ©attung .... 565 

Pinns Deodara aud ©amen ^u )ie(en 271 

Pitoairniay bie in ben ©arten beftnblic^en Srten biefer ©attung .565 

P]amba|;o Larpentae 319. 461 

„ ^ n 9lotij über. 35on (£. «öf*er .... 517 

Pomretia/ bie in ben ©arten beftnbUtf^en Srten biefer ©attung 666 

9r^mien, Programm ber^ für ba« 28. 3<k(te^fcft M SBereind ^ur ^eförberung 

bed ©artenbaued in ^reufen 326 

9roteaceett. (Einiget über bie Stiiiixa berfelben. Bon ^indt 278 

„ über bie Serme^rung berfetbe». Som Sllebacteur 278 

^tt^a'pat (^otf^ottlp) 604 

Pnja, bie in ben ©Arten befuiblii^en Strien biefer ©attung 566 

9ptamiben«lipem/ neue 72 



vn 

Dbüc ^mgaltfi!^, Stnifttt bcrfeAen. 9l<ut ^arf^ti. . .^ 520 

\athM, Tomi-Tomi mtb attbere Srten ber Flacoartia M gru((tbäumc . 489 

sber bte (Sitttfiramiddinet^übe. Son Sronner 599 

coeeiDeft, öbct bte Qe(anb(inifi 8Ittmen a» hi^itn. Sott 

Scott 485 

^arofiti^titn^ berfetbett . . . . ^ 121 

l|IMb€iibtcn, bie »on 6ifftin«{>imalia 268 

ff bte bc« (Sotttinettt^ imb ber Ssfcfn Snbioi'« 523 

14i.gdbe 460 

n im Sinter gum 8Ift(en SU bnndeii 121 

tDd#e 124 

^mm^tats 319 

bo^ ^ethfmtn berfelbeti bom @teftt$ tttib Xemob^ Son 3 dg et . 426 

Bmsa^sitm, brr bed ^errn fktet BmÜti in Seraeborf 3dl 

^•■Iwfni 72 

Ssratenkn, f^otis über bic StvAtax 230 

€4Hta, Düttel jitr Sertitgutig berfelbett 460 

CWUMwto ibflmny ber getoo^tili^e, Bombaz Ceiba, bon @übatner{fa. ... 573 

mikjiiiioides gur 9Iät$e ^u btittgen 122 

rantlia 367 

6t«MbecicBr eilt Sort fiber bie 3u<tt ber grofett 99 

stemlift BaluislMs, 9lotisen aber. Sottt 9{ebaetenr 43 

SiTMaatike sanguiiiea, Oeftrcibmtg ber. Sotl Dr. 6oilber 225 

» „ JtuUttrbenterfnngen fiber biefelbe. 9om Stebücteur 227 

eiMkca, Bonnotiün an ber SSeffffifle 410 

Xuafia üsticham, fnu^ttragenbed 60 

WM^f vtfinMafÜii^e ^^tion na^ 80 

nau, WiMya fiber biefdben. Son 9)?orren 390 

bie iit ben Porten beftnblii^ Srten biefcr ^ottmig 567 

speeiosam, Semte^rung bed. Som Slebactenr 272 

, trUsolor, ihiltnr bed 413 

TaOa pfaukifoliav gvtti^ersielmig ber. Sont SKebaetettr 65 

Intaau ncne präc(ti(ie 336 

Sny^an^en, öter ba4 grofer 8dnmc k. 411 

ratflria reciA, nber bie 9(fit$enersengmtg berfelben a» (S^ot^toort^ .. 567. 595 

Sigd, fiebere« WAti biefelben bon ber ^n^faat äbgutfolten 220 

Tiiem, bie in ben @&rten beftnblii^ett Wirten biefer @l<lttung 567 

S«Mbo)ne, Gmpfe^Inng berfelben. !8om S^ebactenr 222 

S3»^«8a6mr jtnltur beid 79 

%terb(mnen, f^ef!f4e 512 

Klingen be« Sintert 18^74« auf bie ^ffan^cn im greien. Som [Rc 

bacteur 329 

Zmckaeria ealifoniiea 367 

jBiM, MItur berfdbni in 9itl$Ianb. Son ©aillet 68 

„ Mittaten«/ itnlinr ber. 8on S^orren 71 

jKrarini, 2)enfrebe ottf. !8on b. SKtartin« 84 

änbcTr berfi^ene Srten.natfirlic^enf ffir 9Artnet 123 



vra 

II. ntüenü^ti^ten. 

9merfungen emcc Keife noi^ 9ttlin, exiHan, mtu ic, 801t & e^mikt 

160. 191. %4». ÜB. 

(Soue^ponbeniiMi^riifiteit an^ Berlin t)on €>. g5 

ff mA 9*^0«. Son l* . 509 

IV. SiteraHfc^e». 

©otatilWe ©arten, We. »o« 3fijne 401 

„ ®drtaer» ber. »on 2)oftattcr 4eE{ 

^anbbtt(t bed Obfls unb (9artenbaae4 für Sanbtpirt^e. ^on SB. Sdbe . . . no 

^anbbn(( bed ©amengärtner«. f$on !. S. X)ietrl(b a08 

jtuttitr bc« Stanlbeerbmtme«. Son Dr. Stltnät 462 

The Rhododendron of the Sikkiiii-lfiina]%ja. 8on Dr« {>i»o!et 

Serm^tttnd bec 3ieT0etDa((fe, l^on S. t !Dietr(4^ 

Seteblttna^arten ber 9<iiime unb @trätt(^er unb ftaiüaxü^m ®mSi^. 9on 

«. «. !Dietrl(> 9^ 

Saper, ivm ^^05tfteiHKn>ectof in ^erren^aufen befdrbeti es 

!3>«n€an, }um X)irefe^ be« botaniMen €terten4 «nf Iffmtrftittd ernannt . . 416 
9^an^, Sm sum (Snraior M ©arten« ber cat<boiiif((eii (JlkfdlRIaft ^ 

öbittbttrö ernannt 175 

ilUfer, Dr. unb ^rofefTor, jnm X)tre{tor fp^meHtom su <i(bena ernomit. e» 

fHadap, 3- S:., sunt ©octor cretrt 175 

g?'9lab, 3ame«/ ^m dEoroAn: be« Monifc^en ©orten« s» Mnbnrg 

ernannt ....,.« 125' 

%\»aiUi, ©. ^. 5t'r al« Sta^fotaer be« f>mn ©arbner ernannt . . . . G08 
Senblanb, um ^ofaorteiiisn^cftor sa f^erren^anfen befdrbert ed 

VI. 9teVroIpgf nnh %vbti^niti^cn ühttz 

Siton, S. C«q 60S 

©arbner, ©eorge, Dr. 32a 

TO'Äab, 8 - . . . ITö 

fit^l, ian @n>atopluff 416 

@iämann, 8t 126 

emftj 608 

»ilb, 30^. Sttb. Dr 608 

VII. ^fifUmitm wnb <Safiieti$SBetf^utf«^9lii|elgeii» 

Sauntfarm bon Stenfeelonb 415 

€«cttt4*@ammlund bon 9cn!e in 9erlta . .* m 

Oxibibecn )»on (E. S. ^Degener in 8rainf(irmetB 68 

Don Dr. Uettter In aSanb4bctf 463 

9f(ansen, neue, bei Seit^ unb ®o(n 463 



DL 



et^t: 



^mifli, wie Hüb Wm M Carl 9mmi in (feftirt 6S9 

im botonifi^ hartes au ^am^irrd «24 

r« fidrodiKte, bct cai»{ff^ gl^a \ . 608 

iHMr bei ^fge In ^mbttrs *...!. 64 

l iya c o lM -grtoi, Ui Vtaad m 64diifbftf ......!!.! ö60 

„ DeckeriMoa im MüHfilni <0artai )it ^amburd . . .! . 56o 



€., ttt Ctfurt 

lAloiDi9 4- eieöttnö, (ftffiirt." 

IM t» «rfurt 

fbb 4r 6ob« in (irfart 

e^ifblcr * eobn in Se0e 

^., in SBetmot \ 

}, fktcTr in ©«rßctorf 



63. 



599 

63 

138 

560 
127 

138 
127 



wO^ U^^ti^n ober iibcr bmn ftnltUY fief))ro^nt motben. 



II 

Mlata 



atroBaaguiaea 



@ette: 
. 605 
. 209 
. 587 
. 138 
. 118 
. 135 
. 218 
. 139 
. 140 



9 oadid» 

, earÜBAliA 

^ Sni>^^<»"^ '^ 

, Ursiita • 138 

, Kaichtu . 213 

9 UiebBiÄMi 13b 

^ l0Bgiflorft ....... 185 

^ „ Utcifelia. . . 135 

y, mifler» 113 

9 Biittiflora 137 

^ OttOBia. 140 

yf patcns 138 

^ pedmeolatä 137 

^ picto 130 

, * rosea 134 

^ Wamewiesii 148 

ii^Kea diseolor 366 

„ fUfena .366 

icgle Bfannelos 520 

tekles erifpmii 252 

icaehjMwAM siiaiatiia 256 



A|:aliBy]a 

Acaye amerieaaa fbl. Tariaf 

Allamaiida Anbletii 

ii graadifloni 
AUopleetafl eapitatns . 
f) speeiotm . 
Aifltroemeria albeas . . 

n labiata . 

n marfiaata 

« palehella rabra 

9) rakeJIa 

Amaryllis Cybister . 
Amheratia aobilia . 
Aaohpaa eehioides . 
Aadronedla braeteata 
AaemoDe japoaiea yar 
AfKma myriatiea 
Af helandra Ghiesbre^tiaM 
Afhelezia homilis. 
Ariatoloehia naeradeai« 

99 piota. . 
Arnebia eehioides 
Arthrotaxis imbrieata 
Aram i^ttatam. , . 
Aflclepias Donglaaii . 
Aatrocaryom Awarra 
Asjstasia qaateraa . 
« soandena . 



eette: 
48. 468 
806 
111 
111 
552 
552 

504 
504 
504 
504 
504 

500 
581 

501 
586 
582 
497 
115 
214 
589 
405 
501 
607 
587 
112 
41 
403 
403 



Seite: 

Atrop» mandrai^ral^ 601 

Ao^sta i^ndiflora 211 

Averrhoa Bilimbe 20 

„ GaramboU 20 

AMiea ledifolia lacteola fltriata. . 47 

Baetris evspidata 41 

^ Parataais 40 

Bambnsa arnadiaacea 571 

^ bacifera 572 

^ Balooa - . . 572 

„ glsantea . 571 

Barkeria melanocaalon 52 

Barringtonia speciosa 212 

Bejaria coarctata 254 

Bessera miniata 213 

Bombax aoaleatam 573 

„ Ceiba 573 

^ quinatam 573 

Borooia tetrandra 319 

Brassavola Digbyatia 591 

Brassia Coryandra 51 

Browallia Jamesonii 247 

BrQckea p>andifolia 406 

Cactos Bobilis 35^ 

CalamoB aromatjeuB 15 

„ Draeo 15 

^ Botang 15 

„ Zalacca 15 

Calanthe vestita 503 

Oalcostylis aaraDtiaea 589 

Camellia jap. Areidacheaaa Aagosta 592 
^ * jap. RoB8* Boperb. ... 47 
„ ^ Grand Dae GonBtantin 51 

CampylobotryB diacolor 254 

Cantua pyrifolia 53. 404 

Capparis Carandaa 577 

CariBsa CaraadaB 577 

CarpodinaB dalcia 577 

Castalia ampla 589 

Centradenia floribanda 500 

CephalotOB follioalariB 14 

CereoB f randifloruB 556 

^ Leeanus 249 

„ redaotuB 258 

^ specioBiBBimoB 606 

Cbaetagastra atrigosa 214 

Ohenopodiam anthelminticam . . . 124 

Chirita Monii 248 

Chironia trinervis 251 



ChryBanlhenraiii Leveanthemam . SS 
Ginnamomom Campbora .... 58 

n GasBia 58 

jt Golilaban 53 

Gipadesaa fhitieosa 57 

Girrhopetalnm Macrae! 25 

jt DutaDB 241 

Goehlearia acaalia 21( 

GtcoB nacifera ......... 4] 

Goelofyne ftilj|;inoBa 351 

„' liowii 505 

Gombretom parparemn 232 

Gookia punctata 7£ 

GorchoruB oapBoIaria 123 

GorydaliB Bpectabilia 585 

Grataeva BlarmeloB 520 

Gryptomeria japoniea 219 

Gopania Gnnninshami 590 

Gureama eordata 355 

Gycaa revolata 4GO 

Gynara Gardunealaa 5 

Gyrtanthera aarantiaet 589 

„ eatalpaefolia .... 359 

Gyrtochilam citrinnm 683 

^ Karwinakii . . . . 210 

Delphininm ma|piificom 594 

Dendrobinm Gambrid^anam . . . 403 

^ Devonianum 253 

DeaniOBoiiB horridas 40 

^ poIyaoanlhoB 40 

Dielytra Bpectabilis 585 

Dipladenia nobilia 214 

jf ^ var. roBea . . 53 

^ nrophylla 112 

Draoaena Draeco 229 

DracuncaloB crinituB 360 

„ minor 360 

Drymonia criBtata 210 

y, sarmentoBoIa 210 

DryobalanopB Gamphora 522 

Dario ZibethinoB 575 

Echitea peltata 211 

^ spinosa 577 

ElaCiB piinensiB 41 

Epidendram tetra^nam 858 

Epimediom pinnatam 584 

EriopaiB rotidobalbon 856 

EBcallonia knacrantha . . .^ . . . 591 
EueapnoB Bpectabilis 585 



literpe oler»ceit . . . 



« 



'Ra.montschi 
rtLamnoides 
sa^pida . . 



MMftifoUa 



iMikiflora 






Bpilendens . . 

splendidiBSim» 
mrhitfielfii . 

crcctft . • . 
odorata . . 



•catifblia . 
mitiflora . 



r» 



fieta 

eaaleseens . . 

eerina var. . 

fimbriatä . 

3 hirfeata . . • 

^ macolätA . . 

„ Merekii . . . 

., apeeioiia . . . 

„ ttibiflora . ■ • 

iSoaft^lialoUnm hirsotimi 

Tenastam 
sa paleheüa 
tmncata 
llaaaiabiis Blartianns 
paWscens 
g speciosa 

itaia ügniM • ■ 
Wifi I jM Beandens . 
■flierotriehiun macrodoa 
Apeastran anomalaiii 
aulicmn . 



2d8 



25a 



357 
35 
251 
591 
490 
^1 
490 
489 
490 

490 
490 

319 
550 
219 
819 
318 
501 

318 

58 
586 
586 
566 

tum 

586 

39 
39 
504 
464 
146 
146 
551 
146 
143 
146 
144 
146 

248 

248 
498 
48 
591 
577 
57t 

407 
403 
250 
500 
256 



@Cltc: 

Itoya bella ^ 

loopsidiam acaale ^0 

Ipomaea fleifolia 189 

Iriarta veiitricosa 37 

JasminoDi nndiflorum 114 

JolMtea gpectabilis 11 

Juaticia bracteata 357 

Kennedya ezimia 248 

„ tabacina 2tt 

Lacepedea insignis 585 

Laosiam domesticam 6fß 

Lapageria rosea 402 

Lauiandra Kanthiana It2 

Lechenaaltia formosa 5Ö0 

Leptospermam scandens ä'DÖ 

LimnanthcB rosea 2i(y9 

JLiaianthae polcher iäi 

^ aeylanicus . 251 

Lithospermnm ereclom 501 

Loasa piota i^*2 

Iiobelia densiflora i55 

Lycaste Skinnei^i ^^ 

Ljcopsis eohioides 50l 

Macleania panctata 252 

OHammea africana 487 

^ amerioana 486 

^ emarginata 4^7 

Mandragora aatamnaliH ^1 

^ macrocarpa . . ^ . . 50l 

^ ofBeinaram 501 

iManicaria saccifera ^ 

Maranta omata fol. albo-Ilneata . 212 
^ n 9) roseo-iineata. i2l2 

Maaritia fiexaosa äd 

Maxillaria leptosepala 355 

Maximiliana regia 4.^' 

Medinilla Sieboldtiana 5^ 

„ eximia Ö50 

IMtelaleaca florida 590 

Atelastoma ciliata 214 

^ strigosa 214 

akelicoeca V^aga 491 

^ oliTaeformis 492 

„ trijäga 49fe 

fitelodinas mont>gynii8 ät7' 

BletrosideroB florida 5M 

iftiUonia Karwinskil dltj 

„ speotabilis vär. ptti^ürea- 

violäcea 2&1' 



xn 









< 10 
10 

. 10 

. . 10 

. 10 

. 10 

. 10 



eo« 



Mtmi IoWto 608 

Mtr^fU dIHfttftU 249 

^ MelMffi 249 

MKrftrift eoecloe» . 113. 403. 066 

MociflU motlsoid«» 211 

MoDodorA fflyrlsdcft 493 

Mormodei lentiglno«« 508 

MontMoiiia olefAM 092 

Moonna monoearpA 502 

NefliAtonthat oortleoU 506 

^ lonemn ..... 586 

„ Morrelliana .... 586 

NfmophlU maeoUta .... 247. 255 

Nopenthea deitillatoria ... 158. 22! 

Norlum Oleander 341 

Nymphaea ampla ........ 569 

Y, Lotua 569 

n Radfeana 589 

OoComeria maorodon 250 

Odontofloiaum lucidum 357 

.Oonooarpna Baoaba 35 

Onoldlum flabelllfbrum 255 

n Rifbyanum 593 

Ordia frandiflora 111 

Oreodoxa rof la 36 

Oabtckia oraata 214 

Oxalla orenata 607 

I, elt|aiia 591 

naeKyttfffma peploldea 356, 

PAttiflora Naunaml 214 

Paallaaoa aaUt% 124 

PMiUCemoii «ardlfbllvM 310 

^ cyawmtK««! 580 

^ ovatam var» atra-e««- 

rakiiM 51 

INNHHuarta t«tr«|t«M 358 

l4iala«Mpala frainltOara ..... 221 
V^Ua Pt m u ii a a dtt var. plana . . 58 
mM» IVHMlara tt\ 

IH«rMaa KM^kaa 111 

IHwaUr» UriMrta« . 310. 461 > 51V 



PHadOU 



Pnnmia allaie» 505 

Rapfcia Balla 97 



Bliexia ckumäetutm» 



ff oraato . • . 
BfiododeadroB arboream 
«1 albam . . 



... 214 
.... 214 
... 214 
. . 271. 
. . 526. 
aatliopodoin .... 529 
arboreaai roaeaoi . . 528 
arfentenm . . 271. 527 
barbatom 271. 502. 527 
BrookeaDDiD .... 524 
eampanaiatam svper- 
bam .... 504. 528 
Campbelliae. . 271. 528 

'celebicum 526 

271. 



m 



529 
. . 528 
270.502 
271. 529 
271. 527 
529. 585 



GinnabariDam 
cinDamomoDDi 
Dalhousiae . 
elaeagnoides 
Falconeri . . 
formoBum 

Gibsoni 5g5 

graoile 524 

grande 527 

hybridum amcenom . 47 

Javanlcum 524 

lanoirolium . . 271. 527 

„ lepidotom 529 

,) loBfiflorum .... 525 

„ malayanam .... 526 

n ^nilaf iricvm .... 528 

,) panieeam 528 

„ retvsam 526 

„ Roylei .... 271. 529 

y, aeioaani 527 

^ tabUlonm 526 

„ ircrüeillataai .... 524 

,, Wallickii ... 271. 528 

Rliyacbopora paactato 404 

Ribea rabram var. Gaadoaia ... 54 

Rogiera anactta 550 

RaapcUia (rata 

R«elfia «aerafl^yfla 

403 



xm 



8ilm »Bvre« eompaela 
SmtmmUiub giututom 
ScrteUwia STAadiflora. 
- niaerantha . 



@ette: 

.... 318 

.... 587 

.... 250 

.... 250 

taeeia likanioidcs 122 

Saka g taplü» GhiesbresbliaDom . 115 

SUi TCMsa 587 

SflMcampyloe gUndolosiis. . . .211 

y, mierostoma .... 960 

Sikafia maerantha .... 360. 367 

Sriuam somaiealeBtiiiii 500 

S|rekelia Cybister 500 

Stidhaanaia aostralis 590 

Stuaia fbmiosa 406 

8tnM»BacaBthii8 maerophyllos . . 403 

Sterodu Balangbas 43 

Stif^ ebrysantha 211. 356 

StreBaatke san^inea 225 

Stylidlaa scandens 114 

SwainsoBia Greyana 113 

SwaBDerdamia aBtennaris .... 209 

Taxodivn distiehimi ....... 60 

Thynacaathos bracteolatas . . . 357 

Tweaia arraeaBensis 115 



6eite: 

TreTiraiüa eaadida 213 

TrieeraU tiaifblia 585 

Trieeros xalapeasia 585 

Tropaeolom creBatifloram . . .50 
„ DeckeriaBom .. 407. 593 

^ LobbiaBom spleadeas. 49 

^ oxaliaathum .... 49 

„ SmithiaBam i64 

^ speciosam •< 272 

„ trieolor 413 

„ „ var, versicolop. 49 

^ n 9) anraBtiacnm. 49 

„ ^ „ graBdiflonim 49 

^ taberosnm 449 

YaBda trieolor 254 

VaBilla pUBifolia . 65 

Victoria regia 578. 595 

Viola lotea 319 

Willughbeia edulis 577 

Zalacea edolis 15 

ZauBchaeria califoniiea. . . 115- 367 
Zieria arboreseeaa ...... 551 

y, macrophylla 551 



IL. ^«toirett. 



»OTgel 235 

8öm, 3ota 229 

^oÄparp, Dt 470 

(EuttÜI 374 

t)el5riefc Dr 33 

©^JOHCT 289 

0Kot «Ol. 333 

Stcming 281 

SI(ifc(maimii # • • • ^ 

goTtonc 396. 540 

SofifC 426 

3n*T!e, g 148 

«tt* Dr. 554 

^^rnoim, Dr 370 

«ncirt 182 

«iwfe, « 177. 274 

«af«Ctr (g. . 129. 310. 417. 517. 546 

^. 3Rcrctiu« 84 

SWoore, 375 

Vl9ntn 5. 9. 71. 390. 523 

fRorf» . 514 

OberbW 428. 494 

Otto, d. II. 13. 54. 60 65. 68. 93 



102. 117. 216. 222. 227 

263. 266. 272. 278. 319 

321. 329. 331. 362. 370 

371. 384. 408. 438. 465 

478. 548. 561. 568. 569 

Otto, 8 Ö44 

Horton 15. 19. 20. 79. 230. 234. 489 

491. 493. 520. 521. 537. 573 

575. 

«egel, (& 105 

«oUin«, 3 1« 

aiuffcl 56 

@ 95 

®aim e9 

©cott 486 

e<(mibt, % 160. 191. 240. 243. 377 

©onber, Dr. 225 

Javior 287 

X^onifon, XJom 80 

»tmom«, «. © 1«> 

SBifliam« 3 *^ 

SBoob, m M? 



pemttkungen übet 
Alströmerien m^ pHtrag 3» ^even Jlnltttn 



S>te AlströmerieD gekirnt mit )tt ben ati|te^ettbflett ^^tijen, bte 
mifem ©arten ttu^ t^trf^iebetten ®egetibeti @äbamertfa'd^ befonbet« 
^^ilt/ tttgefontmen {tnb. ^rü^er toaren aitfet Alstrtfmeria pelegrin» 
nnb Llgta ttttr wm^t anbete ^rten tn ettro^Atfd^en ©Arten t>erbrettet^ 
nnb er^ in bent }t9etten 2)ecenmttnt btefe^ da^r^isnbert^^ aÜ mit bem 
affgemeraen S^'ebtn an<^ ü^ieber t^ättger fftr bte ^flanjenfttttnr gewtÄ 
n^nrbe^ gelangten neuere^ itoax fd^on bnrd^ S3ef(!^retbnngen nnb Herbarien 
iefonnte, tn (ebenben (STemf)Iaren aber nof^ nt^t t)or^anbenen Xrten tn 
bie eitn))Mtf(^en ©arten. 2)er ^terlt^e Hn^ant nnb bte fi^dnen Slnnten 
ber ntetflen btefor altern nnb nmtm Krten ttn^tn ptx tDettern 'SSerbret« 
tnng berfelben betV b^^ aber fanben fie ^^ ^awfi^i^li^ nnr tn grSfiem 
9ber Sotontfc^en? nnb ^nbettgdrten, Stegen aber dfter and^ meber )>er« 
foren^ ba bie Rnltnr berfelben tn iö^pfen ntd^t tntnter ber Sflatnr btefer 
l^flanjen angetneffen roax. ^ 9(llgenietnen nämltd^ tpurben {te bnrc^ 
yt grofe ©orgfalt ^au)>tfä(^ltt^ bnrd^ tint jn ^o^e S^emperatur^ t>er« 
)ärtdt, babnrd^ gef^mi^t »nb^ )^^<^n 1^^ babnrd^ auö^ ntc^t verloren 
fitngen, fo brachen jte bo(^ nur n>entge nnb bnrfttge Slumen^ bte burd^« 
oQd fein gendgenbed StKb t^rer t^oKfontntenen ®<^dn]^ett gaben. 

X)te Alströmerien, al€ Sen)0^ner ber gentäftgtern 2:]^etle @üb^ 
amerifa'^, »o fte tn 9Kej[tco, f5em nnb ffWfe an bügeln nnb ©ergab* 
^»gen, tnetjl an trotfenen nnb flefntgten Drten »orfomtnen, Iteben mtt 
»entgen^ Su^na^nten letne vx ^o^ 2:ettt)>eratnr, ba an t^rent naturlid^en 
Stanborte bte SBamte ber otft t^etl^ bur(!^ bte ^d^ere Sage^ t^ettö bnrc!^ 
ben freien unb luftigen ©tanb gemtibert »frb. Ctnfge jtd^ »tnbenbe 
Sitten n^ac^fen au^ tn SSor^i^Ijern nnb (td^ten 9BaIbgegenben, tt>o fte 
wem'ger »on ben ^etfen ©onnenfhrai^Ien getroffen »erben. Ueberbie« 
f erben alle, ba fte mtt langen fnoBenarttgen ober ffetfci^tgen nnb faft* 
retten SSnrjeln oerfe^n ftnb, tn ber i^etfen 3a^re^jett oberhalb ber 
Srbe ab, nnb mfien fo Tange, btd jte bnr^ bte toteberte^renbe Stegenjett 
jtt neuem Seben ertoedt toerben. 2)tefe <Etgent^ttmIt(^(ett, toetd^e fte 
mit allen RnoÄen* unb 3»tebeltragenben $flanjen gemein ^aben, mu$ 
mm cmify bei ber ftnitur un^ aU 9ii(!^tfd^nnr bienen, jebot^ mit bem 
Unterfd^iebe, baf, ba ^ier i^re äBieberbelebnng n>egen i^rer fäblid^en 
Jttjlammttng in nnfre f^)ätern ^erbfl* unb S38tntermonatc fällt, »o »ir 
^nen bei aÄer Sfn^e m'd^t eine ganj geeignete Iettq)eratnr nnb l^efon*' 
Hrt nid^t bte nit^tge, jn mm fragen ®ebet>en i^nen nnentbe^idtciie 



VI 

@ette: 
Dr^ibecn» Sludwa^l ff^dnUfi^etiber in ben ^mä^^^ufern bei Pmtn 

3. ©ootj 4- ©öjnc aal 

;^ 8eitr&de gitr j(ultur bcr eptp(j^tif((en 

„ '@ammlmig, bie be^ ^erm (l^onful ©Rillet 

n Mü(enbe in bem Sorm^anfe M i>mn Senator f)?ecd . . . . 569 

Oxalifi crenata, 9)le(I )M>n 607 

9alme, bie bon @nrinantr bon be Sifef e 33 

jßamaA, Se^etation ber 119 

Papjnui aDtiqaonim, Semerfungcn über. Scn (£. Söfit^ei 417 

Pastinaca satiya 124 

9atff(oitIp ober ^u^a^pat, 9{oti3 über 60« 

9elQrgonien'@ämIinde, ^nifitUmQ berfelben 423 

Plansen/ füt^toa^l f((5n Mürber im @artenetabUifcmeni be« {»errn ^öAnonn 283 
„ Semerfungen über ba« (Sinfenfen berfelben. Son S- Otto . . . . d44 

,, Mü^enbe in einigen (harten bei {»amburg MS 

„ neue 3is 

H neue unb fettene Sene^uela'« 404 

,» über einige neuere su empfe^Ienbe für Jtüi^engärten. Son Suca«. 162 

,, bor bem Verbluten ju fc^u^en 125 

„ 9tt6matl f((dn unb fetten Uu^enber im bot. ©arten au {)amburg. 

Som aiebacteur .... 54. 117. 216. 266. 362. 406. 506. 548. 

n neue unb feltene empf e))len«toert$e . 47. 111. 209. 247. 355. 402. 

550. 581. 

fHIonaenau^flenungen in Bonbon, ^efuc( berfelben j 414 

n er9e bie«iä(rige su diiixoid 388 

f, gleite bie^iätrige )u (S(idtt)td 340 

9flanaenbatt in ben bereinigten ©taakn 9lorbamerifa'«. Son|gIeif(^mann. 29 
^ffonien« unb IBlumenau^Mung in Hamburg am 25. unb 26 %pt\i. Bern 

Slebacteur 257 

unb leiumenaudflenung in Hamburg am 7. September. $om 

8lebttcteur 465 

„ unb SUtmenaudfleQung in Berlin im ^&xi, ^cn Hi^tx ... 310 
f, unb IBiumenaud^eOung M Serein« nur SSeförberung be« ©arten* 

baue« in ^reufen im 3un{. Som Slcbacteur 321 

,t >(Stiquett0r neue 415 

Phalaenopsis graadiflora 221 

Pholidophjllnm bie üi ben ©arten befinblicfien Slrtcn biefer ©attung .... 565 

Pinna Deodara aud ®amen }U )te(en 271 

Piteairnia, bie in ben ©firten bei^nbttcfien Wirten biefer ©attung .665 

Plnmbago Larpentae 319. 461 

,f ^ n. Silotij Über. 5Jon (J. «öfcjer 517 

Ponrretia/ bie in ben ©arten beftnbli^en 9rten biefer ©attung 566 

^rdmien, Programm ber, für bad 28. 3a^te4fefl be« herein« ^nx 9efdrberuttg 

be« ©artenbaue« in ^renfen 3SI6 

9roteaceen. (Einige« über bie jtiiltur berfelben. Son ^intfe 273 

„ über bie Serme^rung berfetben. Som Sflebacteur 278 

9tt4a<pat (9at((ott(p) 604 

Pnja, bie in ben ©ftrten befbiblii^en Srten biefer ©attung 566 

9ytamiben«Silem/ neue 73 



vn 

Doüte, hcn^aUf^, Sttütux berfelbeit. fla^ ^aTton. . ., 520 

ItBOBtoelii, Tomi-Tdmi imb anbete Slrten ber FUconrtia M %xn<Hhänmc . 489 

Mm, öta: bie Sfatfihr)mi0Met^be. Son Stonnet 599 

icMBtbera eoetioe», über bie 8e(anb(mifi Qlmneti gu jie^. Son 

€rcott 485 

JQteantoceen, ^aroftitömud berfetben 121 

9)obobfiibTeii^ bie )»mi 6ifNm'{>itiia1ia 268 

„ bie be^ (Sontineiit^ imb ber 3«f<to Snbien*« 523 

Sofca, fldbe 460 

,f im Sinter amn 9Ifi(cn ^u blinden 121 

fMkitSbcn, wti$t 124 

0alatr Dnnn^eab« 319 

6aitten, ba« Sirrfetmen berfelben )»om @teim nnb 5(emob^ Son 3 dg er . 426 

^mengattcn, bct t>U t>ttxn 9cter @mit$ in Sergeborf 331 

@aatTi)fen 72 

SoRacenien, StoHi über bie jdtltnt 230 

e^^Rctfen, WHti im Sertügund berfetben 460 

@(ftemootIenbaitnt, ber f^m^^rdiöft, Bombax Ceiba, bon ©äbamerüa. ... 573 

Seneelo mikaBioides ^r WlX^t ^U bringen 122 

Sobralia maeraBtha 367 

6i(4elbeerenr ein SBort über bie 3u4t ^^ flrof en 99 

stereolia Balanghaa, 9loü3en über. Som 9tebaetenr 43 

84roBaathe sansainea, Sef^ret^mtg ber. Son Dr. 6 on ber 225 

u „ Xttlturbemerfitngen über biefelbe. Som Rebacteur 227 

^nmotto, gorwatimi on ber SSefKüfle 410 

!Eu«djani distichvm, fm^ittrasenbed 60 

^ Xttbet^, t»i{ieiif(taftli<(e dxpMim no^ 80 

TbmMy 9?«t^enüber biefetben. Son !Rorren 390 

riUandfia, bie in ben Härten be|inbli<ten ürten biefer (Slaiimig 567 

Tnpaeolom speeiosam, Semte^ning bed. Sem 9tebactettr 272 

y, trieoler, itttUur be^ 413 

VaidDa plaBirolia^ gnul^Sietmid ber. Som Slcbaetettr 65 

Setbencn» nette prii^oe 336 

Serpfonsen, über ba« grofer Oanmc k 411 

Tietoria regia, über bie Slüt^eneraengung berfelben a» ^icAMexti .. 567. 595 

So($elr itibered IXittel biefelben bon ber Hnöfoat ab)u(alten 220 

Yriesia, bie in ben ^'drten beftnblii^en 9rten biefer Gattung 567 

S(ub4bo(ne, (Empfehlung berfelben. Som Slebaeteur 222 

Sompee'^anmr itnltur bed 79 

BüiterMumen, itinefif((e 512 

Bnlmigen be« Sintert 18*749 onf bie ^flanjen im freien. l$om 9 t» 

bacteur 329 

Sbucliaeria ealiforniea 367 

itoiM, ftttftur berfdben in 9til9Ianb. l5on ©aillet 68 

tf 9ataten^ StuUox ber. Son Storren 71 

ättccorini, 2)enfrebe onf. Son 9. fRaxtin^ 84 

Smber, berfii^^bene Ürten notürlii^, ffir @Artner 123 



pemttknn^tn Aber 
Alströmerieii ttnl» pHttag )u ^ertn finitnt. 



XHe Alstremerien ^tjixfn mit )n bett fttt^te^ettbfleii fflanitn, bte 

nfeni ®ärten ttn^ ))trf$tebetten ^egenbett ©öbamertfa'^^ befonber^ 

^|ifi/ iitgetommeit itnb. ^ru^er UDorett (mfet Alstrdmeria pelegrinii 

sab 14^ HUT toentge anbere Strien in enro^Aifi^n ®Mtu tettxnttt, 

mb trfk in beut jU)?iten 2)ecenntmn btefe^ ^a^r^nnbert^^ al^ mit bem 

Qfl^emeaen Stiebtn ant^ mteber i^&ttget fihr bte f)j{an2en(nltttr gett)tirft 

Mibe, gdongten nenere^ itoax f^on bnrd^ SSefti^retbungen nnb Herbarien 

lelaimte, in Te^enben <S;em)>Iaren aber m^ niifyt bor^onbenen SIrten in 

^ cnroyäifij^en @arten. 2)er jierli<!^e Snflanb nnb bie feinen Slnmen 

Hc vei^ tiefer altem nnb nenem Ürten ttn^tn )nr n^eitern iBerbrei« 

tsBQ berfeU^eii bei^ bo^ aber fanben fie ^^ ^Wfi^ii^ii^ nnr in grj^fem 

«bcr Sotonif ^n? nnb ^anbettgdrten^ gingen aber dfier ond^ loieber ber? 

fare«, ^a bic Rnltnr berfelben in toyfen ni^t immer ber Ütatnr biefer 

1Pjlan)en ongemefen n>ar. 3m allgemeinen nämlic^ )9ttrben ^e bnr«^ 

fB grpfe Sprgfatt/ ^auf)ifa^Ii^ bnrt!^ eine jn t^o^e Xem)>eratnr^ t>er; 

V^dü, babnr^ gef^iodc^t ^nb^ toenn {le babnri^ an^fy nic^t t)erforett 

giagftt, fo tra(^en fte bO(^ nnr n^enige nnb börftige Slnmen^ bie bnn!^' 

osd fein genngenbed 93ilb i^rer ^olHommenen ®<!^dn^eit gaben. 

THt Alstrdmerien, aU Setvo^ner ber gemäfligtern X^eile @fib« 
ammla% wo {ie in SRejitcO/ $em nnb Sbite an {)ägeln nnb 93ergab« 
basgrn, meijl an tro^nen nnb fteinigten t)rten borfomhten/ lieben mit 
Mitgeit ün^n^men feine }n ^o^e Semperatnr/ ba an i^rem natuxii^tn 
6tasbOTte bie Sarme ber foft t^eild burt!^ bie ^d^ere Sage, t^eil^ bnri^ 
tat freien nnb InfHgen @tanb gemilbert n>irb. Stnige jtc!^ minbenbe 
9rtni tva^^fen an^ in Sor^o(}ern nnb ii^ttn 9BaIbgegenben, n>o fte 
tcfttiger wn ben Reifen ©onnenflra^Ien getrofen n>erben. tteberbied 
^rcben aSe, ba fte mit langen fnoOenarttgen ober ffetfii^tgen nnb faft« 
retten 93nr}eltt berfe^en {tnb, in ber f^etflen ^a^re^jett oberhalb ber 
€ibe ab, unb xn^tn fo lange, iii fte burci^ bie n>ieberte^renbe 9tegen)ett 
pt nenem Seben ertoedt werben. !Z)tefe di^ent^mli^kit, n^el^e fte 
mit oBen JhtoKen:: nnb 3»irteltragcnbett |>flanjen gemein ^aUn, muf 
ana on^ bei ber Itnitnr nnd aU Sttd^tfci^nnr bienen, jeboc^ mit bem 
Hsterfd^iebe/ baf, bä ^ter i^re SBteberbelebung toegen i^rer fiiblic^en 
Sb^ammnng in nnfre fpfitern {>erbft^ nnb SGSintermonate fallt, koo u>ir 
^ten bei aSer WHü^ niift eine ganj geeignete Xem))eratnr nnb befon« 
\nt ni^t bie ni^c, tß ^^ trA^en ®eb^i|en i^nen nnenti^elirli^e 

tatf^t harten' nnb «Inmenaeititiifl. V. Saab. ^ 



frete Suficircnlatton QtUn Unntn, toix t>orifig(t(^ ba^in fheiett müffeir, 

Sltt^ttetienö erfl tn unfere 3Bintermonate falle. i>t€WiQt^n tfi t^nen 
na^ t^rem 9li^cxUn, n>ad (et ben nt(fft mtnbenbeti Strien ju Snbe be9 
®ommerd eintritt tine aUm&^li^ etntretenbe Sermmbemng ber^en^'g« 
Uit nnb ein fitster unb trodner ©tanbort im SBinter ju i^rer kfern 
(Er^altun^ nnb t>erlängertent 9itt^eflanbe tin not^ioenbige^ Srforbernif . 
3nt Sr%a^re ifl i^nen bann junt i&effern 9tt^treii&eQ eine ntfif ige Soben« 
wärme nici^t un)>ort^etl^aft/ I>efonberd ben tt)inbenben Srten^ bie ixUn 
^au^ft tixoai nte^r 2B(!ftme, al$ bie atifreii^ten^ ertragen. 

SBenn nun aut!^ bei bcr !£o^ffuItnr bur^ jmetfmäfige Se^anblnng 
bie tiefer bdfantttett älrten jn einer giemli^n aSotf^mmen^eit gel^ta^t 
koerben fonnten^ fo ^at nti^ bo(^ bie (Erfahrung öbergengt, baf bei 
5i>ielen Arten bie Kultur im freien Sanbe bei »eitern t^ort^eil^aftcr i% 
iinlb baf^ auf btefe SBeife erfl bie 9{{an}en i^re s^oSIommne Sntwidlnns 
ttnb @^5n^eit erreichen. @ine Slintä^erung bajn wirb f^on baburt^ 
errei^/ »enn man bie Cirentplore, im SDtoi ettpa^. and ben Stopfen iu*^ 
freie 8<mb an ^äfenbe SteSen au^fe^t, unb fte errei^^it ^nt, tpenn fie 
mt^t fi^ott in ben S$)>feti ^ttiMtit nmren^ eine gri^fere Ue))pt5fe it, ber 
It^tere Umflanb inbeffeu/ ber öfter ni^i ^ umgeben i{l/ (»riit^t^bann 
ein n^eniBet gänfh'ged Stgvbnip jju Iföege. 3luö btefer Urfad^e, nnb 
t^etliDeife a«6 bnrd^ Umflänbe n>iber ieflimmte Stbjt^t bagu gcn6t(tg^ 
lam i^ )tt bem S3erftt<i^> {ie 8lltt)li4 im freien jn gießen. 

S(tt itimh'^ im 3a^re 1845 bur^l^ ^erm i. t>an ^entte in 
(B^nt bie ntmtti ^(leftf<l^n Als(röiaerieii iefannt ^emci(fyt unb in ber 
Flore de6 serres ^ des jardiiiH abgebilbet »urben^ lie^ i(!^ mir 
im ®pAt|erbfle beffetten 3a^re$ 2d tnoKetr biefer neuen Slrten ober 
)>ielmeir S3aflarbarten fommeft. @ie langten fpät im Stpoember aii^ 
lottrben in oer^ältnif mäfig geräumige Zii/jt gepfiangt nnb wa^renb beft 
SBittterd in einem falten ^»4(^d^aufe aufgehellte mo fle inbeffen^ ofe^ 
100^1 mj^lid^fl M${ nnb treffen ge|alten^ bo^ fc^on im barauf folgenben 
Sebruar anfügen att^giftreiten. tXi e^ nid^t mögli^ toax, fte foialb 
im $reie gn fletten^ au<^ fpäter nic^t foglei(i^ eine paffenbe Stelle jum 
$(ttdp9an)en oorj^aoben xoa^p fo lonrben bie 2:riebe langer unb ^tfyvoä^:: 
litfyzx, aU mir angenehm. Srß in ber SSRitU be^ 972ai fturgte i^ ^e 
in ben freien @rttnb/ »o ffe fi(^ giemlit^ erholten unb auc^ mehrere 
re^t ffäbf«^ Wx^tttn, U^ fte im ^ugujl toieber anfingen eingugie^en unb 
bie Stengel abguflerben. ^i xoüx nun jtoar mmt 3lbftd^t j^e ^u ge« 
poriger 3eit loieber ^erau^gune^men, unb in Sldpfen bur^gumtntern^ 
jiebod^ and SAangel an paffenben Slopfen mnf te i^ bied »iber äßtffen 
oerffi^ifben^ ntib baburd^ ging meiner Stnfi^t na4 bie geeignete S^ii 
oerloren; fo ba^ i^ mic^ entf^lo^, alle ru^ig ^e^en gu laffen, befon^ 
berd »eil mi^ bagu bie S3emerfung ioan ^outte'd, bap er fte ou^ int 
freien bttr(^u>intert ^aU, ermut^igte. 9ta^bem ba^er bie erflen ^rofle 
eingetreten toaren^ n>nrbe bad IBeet einen falben ^uf ^o^ mit trod!nem 
Saide iberbedt/ unb e6 blieben fo bie ^flangen^ ni^t o^ne einige Sorge 
^on meinet &tit^f ben SBinter über flehen. 

Cttoa in ber ^ittt bed 9)tärg boranf folgenben ^a^red, 1817, 
btingte H mitfy nnn^ b« bad SBetter gelinber xoax, ttai|)ufe^en, nnb 
t^ begann ba^r an einigem ^tett^n H^ i^v(k i^eggnne^m^n» ^n meiner 






8 

p^ aSnmmbemtie, ctfter w«^ d«ttem SefrieW^iiig, faf i^, baf 
m kB ott^tbctfteii StrOeii btr jiiitigftt ZxitU fi^vtt iM b€Y Sibf trab 
(^tOoftfr foj^ bm^ bie &m(bedk gebmootn tmireii, )DeI<!^ Untere U^ 
m f^sTcä^ emtfetncft tt>^. 2>tef( Stmbe, burc^ bie SSebedime ^>^ 
M|Itf^ (äteii jtiHir btrr^ f^ter no^ etntt^eiibe Sto^tfri^^ mit bm 
^ tii ^ ic fl g tt bc« Snl|Itn$^ uttb bem (m^attmb göiifUgerit Sßettft 
jft^ («meB öberaft oeae imb bifh'ge €i^(f Httge jittii Sori[ttem, inib 
miSdttn ^ i« mmer ^of eti ^rtiibe immer me^r. SRttte 3itiii 
^ vfnctni fE^ raiielne aufatmen nnb )tt Snbe bfefed SRonat^ mt im 
^ MT ba4 sattje SSttt im ^(i^jieft glor. 3e$t-frjl, (<kttn i(| 
^m, lentte t^ bie goti^e fhra^t biefer Alatrömerieii feiraett itab 
i^i^^ tttib f«^^ ttnt tt^emg aui^ bod Srfle im Zcff gejogeite ober ini 
^ Scfe^le 4E:cfntyIar eitieti Serglett^ mit biefen im freien erum^feiteit 
ai|aftai tomite. Deitti, w^eitb iti beit erfiers ein Stengel |5^flett^ 
6 M 10 Slmiieii geigte, eiit»)ulelteti {i^ «uf ben frAftigen, ein Ui 
1^ Snf ^o^en 3:rteben ber le^tem m^ nnb nadft 20^ 30 U^ 40 
Sinnen, «nb ba< gonge 8)eet tot anf biefe iBeife über fe«^^ Sßo^en 
liBg ben ^»ra^tooSflen Xnbßdt bnr, inbem av^ bie i^erf^iebenen ^orben^ 
afafhi^gen, axuß tpeif in rofa unb ^o^ineontat ober on^ ^eO^omoid 
in gdb nnb pKaitge oorirenb, bA4 liMi^ft ^orbenf^el btfeeten. Jbii^ 
cme cet^lt^ ®a«ienemte nmebe mir gn Z^eQ. 

Ca bie ^ai^e« onf bemflSeete fi^ fe|r t»erme|(t nnb an^ebrettel 
^ttn vnb f^ieiboeife fafl in einimber gen>a4feo mnren, benn bie @^df^ 
Sige fantett oft erfl in ber (Entfemnng oon % gnf f^erDor, fo mnf te 
a^ feäe {ebenfalls ^an^ne^men/ nm ^e mieber in ge^dlriger SSeite » 
Hhn}en; vtoMeö ^atte i^ eine Sngo^l ©ämlinge, bie mit einrmtgtrt 
Mten ^ttten. 3<| lief bo^er in ber SDtitte be# &tftmbtxi gwei 
Seat boin ^erri^ten, inbem Üfy felbige erfl gmei %n^ tief <ttt<graben 
«b naf bell ^mnb berfelben, gnm beffem Slbjnge U€ 9Baf er^^ eine 
.dfed 6 3^1 ^^^ ^6^ ^^'tt 3teg^jlA(toi nnb groben ftnüfci^ntt bringen 
irf; aber biefe tom gnerft eine nnbere 6 SoK ^o^e Soge grober i{mbt> 
üb Slafenerbe, mtb bann tonrben bie Seete mit einer 9)?if(!^nng oon 
Safca^ onb Sonberbe nnb ®anb angefitSt, fo baf fte tixoa tintn falben 
|8| aber ben 9S3eg er^O^et konrben. ®egen <Enbe be^ @e)>tember tonr- 
ba am bie Ani>0ett ber Alströmerien an^ bem aßen Seete oorft^tig, 
U ^ lei^t gerbre(^ti<^ finb, ^eran^genommen, unb nebfl ben ebenfalls 
m {anbe fle|[enben ©imiingen in iVs fufiger Sntfemnng an^gep^angt 
fo bof anf )ebe^ ber 3Vs $nf breiten 93eete brei fftti^tn tamtn. Um 
Mtere Serfn^e mit anbem Srten gu ma^en, fe^te i^ anf eine^ ber 
Scde nod^ Alst. aurea, psittacina unb versicolor. ®))dter tonrben 
He Seete^ n>ie froher, bebeift, unb bem Sinter uberlaffen. Cer (Erfolg 
K«r ott^ bie^mal koieber ooCIommen befriebigenb, benn nii^t aUtin bie 
Ißi^^n, fonbem an^ bie brei anbern Srten, flotten fid^ ooOtommen 
fit bnri^mntert^ nnb bindeten in biefem @ommer )>rä^t{g. 3^n biefem 
lifi^'o^r legte i^ au^ no$ ein Tieue^ SBeet an, anf n>e(^e^/ anf er ben 
flä^^tn nnb ben anbern bret fci^on angefahrten Slrten, no$ folgenbe 
otge^fongt tt^nrben/ nomli^: Alnt. Barklayana, ocalata. pele^na 
kre mbro nnb flore albo, tricolor nnb Salsilla. äBie fxq wn biefe 
tetinnntem merbeii/ mnf i^ abtoarten, glanbe inbeffen hoffen gn bttrfen/ 

1 * 



4 

3<| ^attt ttrfa<!^e, Ui beut Sttle^eti ber Stttt ^ bie Alströnierfe» 

mit me^r SoYgfott )tt t>erfa|rett/ tt^etl berjci^küere tmb laltf^fifftge Se^«* 
toben meinet ©artend mir uii^t ^r btefe ^{langen gerigitet fd^teit; ein 
»ärmerer unb milberer SBobeo tvärbe ba^er faft feite »»eitere Ser^ 
ibefferung erforbent/- att ba^ m«n nöt^igettfaS^ fftr SCbjug ber etnxi 
iiberf^nfflgett ^eu^ttgfeit ©crge trüge. (Sin fe^r leider Sanbtoben 
aier bttrffe bagegen mo^I mit einer Iräfh'gen Sanierbe ynb tt»a^ altem 
märten Se^m jn s^erbeffem feyn. S)ie Alströmerien lieben itoax Snft 
itnb @onne^ bo$ i^ ed für bie @(!^6it^eit rnib ben Sejtonb ber %löt 
bcfer^ n)o migli^ bte Sage ber Seete fo )n n^&^Ien/ baf bie ${Ian)en 
in ben ^et^e^en @tnnben bed Ziagen @(^atten |aben^ ober^ baf ilian 
{le' jtt biefcr 3^i^ <nif irgenb eine SSeife jn bef^atten fn^t. Hn^alttn* 
ber Siegen fi^aben im Sommer la>ettiser ben |}{{an}en^ n>enn fle nnter^s 
]§alb guten SBafferabgug ^aben, aU ben Sfomen^ nnb toegen It^ttxn 
Umflanbe^ lodre freiließ bei folij^er SSitterung eine Sebe^ng tdi;^ 
nnnit^. 

X)ie äSerme^rnng gefi^ie^t tt^eiB bnr^ S^^eitnng ber SSnrjelfnoOev^ 
t^^iU bttr(^ ©amen. 2)ie Slngn^ onö legten» i{t nid^t fil^toierig. 
?iyiün fäet bte )iemli^ grofen mnben Jtorner enitoeber balb na^ ber 
9ietfe ober gettig im %xi^äfyxt, nnb {hOt im legten ^aOe bie @amen^ 
tof>fe nur mäfig tt^arm. Stac^ äSefi^ofen^eit ge^t ber Samen in brei 
ii^ fec^^ SBo^en auf. @inb bie ^{längd^en einigermafen erflarft^ fo 
iji e^ oort^eil^aft/ ^e gleid^ einzeln in^ freie Sanb gn fe^en^ n>e {{e 
{räfn'ger n^a^fen^ nnb oft no^ im nimli^en 3a^re einjelne ^(nmen 
bringen. 3)er balb no^ ber Steife gefäete Samen ge^t fnt^er anf, 
e^ muffen aber bie fJfCanjen bann in einem ©la^^anfe burcl^tointert unb 
erft im S^^^i^^^re an^efe$t n)erben. 2)nr^ bie Sr)ie^ttng on^ @amtn 
erlieft man neue nnb fi^öne $arben^@))ie{artett. 

Wli^l^Un S)orfte^enbe Semerfnngen int (Empfehlung biefer ff^nen^ 
gekoifl ni^t f^ioer )tt fultibtrenben f^fCanjen beitragen, nnb jn beren 
koeiterer SBerbreitung in ben ®firten ernrnntem. fi» 



Jit Cartiun C^ynara Cardunculus L.) 

%ft^ bett^favteioen @iep))eti ®rie^nlattb'«, (efonber^ ofet auf Ut 
^et (xtta, ottf ^anU, in ber99er6eret mtb fe(6fl aud^ tm fflblti^fu 
^aiftti^ «oä^^ ein fd^öoe^ ittib ebM ©etttäfe^ gett)5^It^ Sarbitn^ 
«d^ 9^^ iebod^ fätf<^I{(!^ C^arbott genannt. Ste Catbnn ifl bte 
G5nra CardunenUts L. unb ge^Crt jur feTben (Sathtng nnb ^amitte 
Mt W %ciif€^ode (Cynara Scolynms L). »iätkt ftttb ftebeifpalhg, 
ndn^tt totlf^fitg, ^a^elte, bte Slittd^en bed aOaemetnen fteld^e^ 



3>ie enteil fpra^en oft i^on einer efiaren S^arbon nnb e4 ^t 
fa^ ^bASm%\%4f *en>fefen, b«f btefe «^arbon ni^H anber« tfl, aW bte 
fcctei, «otetoo^t jieboc^ bte Carnoa acaalis, btefe Urifytitt ^flanje, 
9eU^ bts Warnen „Chariemaffne^' fü^rt, tt«>> »el^ biefer »aifer an* 
wenbeU, um feine «rwee bon ber «n^r jn retten, feine IW<l^eni)franje 
#, fa tetett^^tde man lie bcnnoc^ att eine jum «ffen tanjK^e «Karbon. 

Statt aSaa^itt U^mptttt, baf bie (Tarbun nt<l^t ^on ber Watur 
erirast fei, frobem baf fie eine l^jtribe ber «rtifc^otfe ifl; genaue 
Sittofttc^aen jebo^ nnb bie Sxtllen) ber Sarbun feit 3a$r^unberten 
m aafern ©arten, iewetfen, baf 3ean fdwx^n it# geirrt ^at. 

9Ran fennt ba< SSaterlanb ber Sarbnn, aier ni#t ba< ber arttf<|o«e. 
^edmaan ^t p^ m'elSWn^ gegeben gu bereifen, baf bieWten fAon 
g »rrttttttge^ ioittttr »rtif^orfen gegefen ju i^aten, obf(^Ott btefe »e^ 
-jife «iemanben re^t «ar f^einen. ^ermolan^ »ariaru«, ein 
aaüeaer U€ 2)io<cor*e«, »el^er im 3ö^re 1494 fiari, bepstigt, baf 
hk fUHS^odt erfl 1473 in bie ®«rten »on »cnebig eingefä^rt würbe, 
^ er fU wii bart fonimen lief, wo lle bamaW nod^ fe^r feiten »ar. 
Sm ^}äbet tot 1t(^ bie «rtifi^orfe über ganj gtaTien wrbreitet. 3n 
naaOxti^ fo^ »an fte snerfl jn Anfang be« J6. Sa^unb^«, unb jur 
3tt4 AetnriÄ Vül. tarn Ite nad^ Cnglanb, gur grofen gSefrtebigung 
bkfe« gurftea. SWan fc^rieb fc^on aa« biefer S^t, baf bie SBetnfenner 
■Ä »eittfÄmeif er fe^t bie »rtifc^oden lieben: inter deliciaa habentur, 
w^bicaae veaeriaqae iodtamcnta. «^ tfl Dobonctt«, »elidier nn« bie« 
feirtT^ Dber, man fennt bie gäbet «>einri(^*d vm. nber biejen ©egen. 
fbnib; berÄrt erfWrt man Iti^, »ee^att er in feinen ®4rten arttf<^oÄen 
Jltojea lief, «»b »enn er reifte, ßef er fi«^ ^)on biefem pÜMitn 9t^ 



9 Anale« <« J* BoeMU Royal« d'A«rieoltarc et de BotAwqM de Gand. 1848. 



\ 

I 

i 
I 
1 



mftfe na^f^rmgett. Sudi ftnbet titan unter feinen fJapieren^ baf feiif 
@^a$inet{ler an einen !t)onte{lifen 4 (S^ifftn^ nn"^ 4 $ence beja^U J^at^ 
tt)etl er !(rttf(!^odfen jnmftSni^e na^^ort geira^t ^attt. Unter ftonigiittt 
SR arte f(^ne( man fd^on etne iefonbere 9(&^anb{ung äkr bie ftultitr'' 
ber artif^orfe. 

Die Snglänber (e^aupten, ba§ bie S^orbun auö Sanbta erjl ^nberf 
3a^re na^ ^mri^ VIII. in i^x ?anb etnßeföbrt toare. !Oie Snßlanbcr 
öerpe^en nx^t, man totif e« »o^t, anbere ®emüfe att bie ftartoffcl» 
f^tdli^ Sttjtttoreiten/ (0 baf bte Q^arbnn iti i^nen wk^ eise @eIteiM 
^eit tl):. 

9la(^ aUtm biefen nnb na(^ m'elen St^anbtungnt üt^er bte nu^Itc^ett 
fjffanwn, foO bie SSrtif^ode Wnger befannt fein, aU bie Sarbnn. 

^iefe SBeiauptung jiebod^ ip fe^r ibefheitbar, toa^ Selgien betrifft. 
Dtefed Herne ianSo erbeut f{d^ feit ^a^r^nnberten eined re^tmafig »er» 
bienten Nnfe^, aM ein Sanb für gute unb ^ttxiid^t @entnfe^ nnb ^itt 
ma^ tto^ eine S^tfai^e }n S^ren ber ftationalität biefe^ Sanbeö in 
Sitf)»it^ genommen n^erben. 

2)e SanboIIe i^at fe^r gnt tetoiefeu/ baf bie bnr^ bie fveiben 
orofeti berft^iftten ielaifc^en SBotantler t>erdfetttlt^ten dei^^^B^^^ ^^^ 
2)e rs^clnfe itnb sSobon^nd, ft($ nt^t anf bie S(rttf(^ode, fottbent 
auf bie Sarbun be}ie^en (Dod. Pempt. 724 et De l^cl. PL var. 2 
CL. m, üg. 3). 

Dobonettd ift fe^r Sar itnb kfKmmt in 93e)ug onf ^ie Xrtif^oife, 
er fagt sm^ettifflg, baf matt {te in Selgien MtMxt, bafr bie ^taiieiier 
f{e CarzioffI, Archiocchi, bie ^panitx Alcarrhofa nnb bte 
Seigier itnb ^anjofen Articbaax nennen, aber er unterfcl^etbet bie 
fla(!^e(igen Corbunen (Cynara apinosa), ätor bie er ^^ in einer ge^ 
lehrten Sb^anblnng ba^in au^fpri^t, baf {le nid^t bie Cactus bcd 
Z^9}fyxa^ ftnb. ^obonaud, glanben^ mir, ^otte eine eigettftnnige itbene^ 
ipeife; feine tranrtgen nnb fammenooKen Böge geigen e« ^inreii^enb au 
ttnb einige nnferer ®emufe gefielen i^m. & lanntt bie 3lnn)enbttttg^ 
bte gedeichten 9{attn)^en ber Sarbnnen gn efen, etotfo bie fii^fe ber 
%rttf(!^o<Sen nnb beren @(^tt)>f>en, ator er erltarte {te fnr twgeftmbe 
'@)>eifen, ®affe ^eroorbringenb uab SRelan^oIie ergengenb! 2ettte> grefe 
SrennM pon Sarbunen unb 9trttfc^odten/ beftniben ft^ xoo% ^aten nit 
1« t>iel (Solle tmb erfreuen fUl^ bed befhndgli^flen ^nmxil 2>9bon<^« 
|at l^ierin ttnreAi. 

t>e t'SdcIaie ^atte t>iel gereift^ er fai^ bie (Eimpo^ner pon ®ata# 
manca git bem ^eifii^e bie langen ^ftotgen ber Q^rbnnen ro^ efett^ 
itt er felbfl 1564 fernen ^rennben in Selgien @amen ber xoiVun 
C^bDn an^ ber Umgegenb jiener ©tabt fenbete, nnb e4 ifl tn^a^rfi^eitt« 
It^/ baf er ni^t bie &ifytt Sarbun pergaf , bemt bod ©ange i^rer ®e# 
ft^ii^te I5ft nn« glauben, baf unfere Sorfa^ren fett ber ^SXitiz be« 
16. 3a$r^bertd bie tpa^re fpanif^e Carban befafen, nnb umK man 
itO(!^ einen bentttü^en 8ett>eid boppu f aben, fo ^nb e6 bie dei^nungea 
ber f^flange/ meldte gn jiener 3tit bei ^tantin VSnPer^ angefertigt 
nnb in ben SBerfen Pon 2)obotiettd uttb X)e r^S^dnfe t>erö{fentlt^ finb. 
^tnt gn 2^age (nitipirt man bie Sarbun mtt grofiem äSort^eil in 
ben meiften ©em&fegärtenj fle liefert em ^errli^ed ®emSfe/ nm fo 
m^t mutfy, ba man fie kpa^renb be« gattgen SBtnter^ ^at. 



fBUn mnferf^eibet m^tttt Sartetdten: 

1) 2)t€ Sarbnn s^oit 5toitv^ (Le C«rdoD de Toari) ^ai glatte, 
^ ^arfc SlattnV^ti, «*er bte »Cdttec ftnb fejr ftoi^ig, »nb »e« 
Wefe etai^it fe^r f^rf unb flefa^rK«^ ftnb, fo ifl bic «itltitr wtansci' 

2) 2>te ft>anif^t€ärbtt«i(LeCar«kMid^Ba)m^ue)o^iit@ta(!^eItt^ 
«kr bte afi{y\>en fiiib «it»eber ^% ober nur W« jitr ^filfle »ott. 

^ datt) ^a^efloft ^arbutt (€ardon plein ioerme). !Cie 
6feB4cfii iittb fo xoti^, ober fe^en gatt), ttnb bte 9%eii ftnb fo fletf^ig 
w^ ^d vyie hti ber erflen. 

4) t£«Tbttn mit rotten 9lt>f)en (Le Card<iii & cdtes roa^«>, 
fiae fWit fo f^»m att nufbi^e Sunetät^ bte aitf>))eit ftnb gto^ rdt^P 
Ü# itnb oott bte Sldtter o^ne ®tac^e(it. <Bit ftamwt au« bettt (otOf 
«(^ (Satten ^u SRarfetHe, »o jte ^err 2)eIecourt^@Ottffe 
{Ktfl tcnicrft ^atte. 

5) L.e CardoB Pavis^ t^ eine Sarbtm etgent^mltc^er 9rt: fit 
i$l ttsb ttirb «0€^ mit bett uibri^en formen im iotantfd^en ®artett 
^ Mtttt^ tuftiiQJrt. €te jcic^aet {t^bur^ eine auf crgekoo^ttltc^e ©rife 
Jtvtt SU^er an^, bie ^rrlt^ ftnb 2)te 9tt{>pen ^att t^ott ittib o^ite 
^la^s;'ite ^ammt an^ bcr @egenb )>Ott Sycn unb tx^Qt ben iRomett 
bcd .^erai f>n«>i6^ ieru^mten Slgronom tn §ran{T€t(^. — 

ZHe Oanie« ber Sarbun galten fic^ ö--6 ^a^re, unb nton t^ttt 
m|I {i<l^ t^on ben Ortginal^flanjett etne iHnanttt&t )u )oevfd^afen^ bamtt 
mm «k^t sit^tg ^t bte attjä^rü^l^ geernteten, (Samen jn fcten^ benn 
\k 9flait)eA arten tn ben harten fe^r (etc^t aniS. $err 9tam))eliers 
^ Stiffef teft^t ^ttten @amen oon fnnf Sartetdten ber Sarbnn, 
Offnen er !»ott Xottr<$ unb and bem ftibti(l^n ^ranfretd^ er^elt ^o« 
fcf^i \>^ Kttm« ben ®amen fe^r gut reifen mac^t. Um gute ®amen 
1» ecMtett/ «tnf man nnr einen Slut^nfopf an ber ^ftanje laffen. 

Stau f«ttit bie Sarbnn fo fnUit^iren, bof fle tnt 3Sat }nm ®e« 
fota<|e tattgli^ ftnb. 

1. gri^fttltnr. flRan fdet bte ®amen unter SUoden ober auf 
c»9tffl6eet imSannar m^, unb fobalb bie^pns^en jtoet guteSUtter 
yvail^t ^aie«, &er)>fi[an)t man fle normale unter anbere @Ioden ob^ 
«if tm «cne« Seet, ba< 8^9 3<^ ^o^ Sßifl^eterbe ^at>en mnf . |>ier 
Uff inmt fte %i^ }ttm britten äSerpffangen oiif ein ^ttKoarmed SSifllbeet, 
^^OL 3tt bief«« 95eet »ringt man eine 9IU(c^nng SRi^f^eeierbe mit 
ftin OnrteBerbe einen gnf ^ "^'nein, unb fotdb ba^ 33eet ftf$ er? 
rtrflie f«t^ ^«n}t «an bie (Sarbun^ffrongen, 9—3 gu^ oon einanbrr 
olfcntt t«t Sevbanb, ein. «Eine ®Io4e* fleßt man ü6er (ebe 1?flan)e 
vb icbetft fle tod^renb ber 9tac^i« unb falten £age mtt ©tro^motten. 
Cin fot^e 9eet mnf minbeften^ 4— 4V<i ^u^ breit, jtoei S^f ^0($ 
.»ft g<HiS gegen SRittiig gelegen fe^n, etenfo frei oon ^^atttn unb 
fernes falten aSinben au^gefe^t. X)en teeren Staum 2n)if^en ben 
l^ttiett benutzt man )nm Stnjie^en oon @aTat, fRaU^ ober bergleiii^en. 
^e iMtbittt erforbcrt oiel äSaffer unb barf nicmal« 3KangeI baran leiben. 

aBSenii bie Sarbun a u g ge^ o aci^ f en ifl/ f)inbet man fte iti guter, 
trodaer SBtttemng mit ©tro^ gufammen, nrntoidtlt fie gang mit ®tro^, 
ye^t fte fe# jtt nnb U^t nur bie ®?)ijen ber »IStter frei. Durc^ biefe 
Oefmw^ giat mw ein toenig SBaffcr, befen^tet bie ©tro^plle mäfig 



8 

ttttb fe^t fle in etnen ^eCei; 9la^ bret SBotl^en fin^ bu (Earbimen ge^ 
Üei^t/ man Hnbet {{e auf unb ^txixan^t bte 9{t))^en ber 93Iätter. 

im 3amtar an^gefäet ftiib utib ^^atijt fle im SRdr;^ auf em ^eet im 
treten. SRan tt)a^It ettun gefd^u^ten^ na^ ^ittaQ gelegenen Ort. 
2)er 93oben nntf na^r^afi imb tief feyn. SDlan grübt ein f^uf tiefe 
Söd^et;. brei S^f ttxeit »on etnanber entfernt int SSerbanb;. unb fiUt bicfe 
mit guter Srbe an^. ^tte^ £o(^ em))fängt eine l^fEan^e. Sta^bem f[e 
anaeg^ffen^ Jlul)>t man über jiebe ^{{an}e einen großen SIumentDt)f un^ 
loaert bie (Srbe um bie $j(an}e beim S^aci^fe^en of^er^ auf. 3(ne ixoti 
Xage mufen bie |)f[an}en angefeu^tet tt>erben. 3n guter 3a^red)eit 
werben bie ^flangett entbßft^ mit ®tro^ im ^vmi unb ^uli umbunbeii 
nnb ftnb balb borouf ivan Serbrouc^ tauglid^. 

a äBinterfttttur. S^ttte Slpra merben bie (Samen gef&et, a)l<» 
nimmt ein Seet Don 6 ^uf Sänge^ ma(i^t bie Sö^er im äSerbanb 3 %n^ 
entfernt unb legt 3 — 4 ©amen, 2 3oIl wn etnanber entfernt em. 
3n brei SBoii^en fittb bie ^flanjen geletmt, man toä^lt bie {lärfflen au^ 
unb entfernt bie ^^xo&tfyfttn, tnbem man nur eine |)fi[an}e in jiebeto 
Sod^e laft, benn ixo^i f^aben ft(^ immer. (Sinige ber au^gejogeneit 
f^flangen refer^irt man ftify, um eine tttoa tobt gegangene gu erfe^ett* 
2:ägli(!^ mäffen bie ^flanjen begof en unb ber S3oben aufg ^lodert n)erbett. 
3m October fängt man (^n bie ftärfjlen f^flangen ju binben unb um^itit 
fie gut mit ® tro^, unb fä^rt fo ))i)n a^t }u a^t Ziagen fort, fo ba$ 
bid jum Eintritt be^ ^ro^ö aOe eingebunben {tnb. 2:ritt*e$^ojl ein/ 
fo nimmt man bie $j{an}en ^eraud unb bringt fie in ©i^eri^eit. din 
So^ in ber (Srbe, 3 §uf tief unb 4 $uf n^eit, genügt fe^r gut )ur 3(u|^ 
betoa^rung, menn man e^ gehörig mit ®tro^ betft. 3» Z^vlx^ iUi^t 
man jte unter Srbe. ^an binbet bie Slatter mit äBeiben ober @itt>^^ 
bebedt fte mit langem ®tro^ unb ^ufelt bie Srbe über einen ^ufi ^o(^ 
barttber, inbem bie f^flanjen an ^rer @tel[e k>erbleiben. !Z)»e Sarbun 
bleibt gut unb n)irb fe^r jart, bleibt fte jieboc!^ länger aU 3—4 993oc^eii 
fo liegen, fo ri^firt man fte )u verlieren. ^^ fann man bie f^flangen 
3U Snfang äSinterd in tintn fteOer ^{langen unb fte bafelbfl auf analoge 
SESeife bleid^en, unb Ratten fle fl^ fo fe^r gut iii )um SRär). 

Slttd^ aU 3i^ianit fann bie Sarbun betrautet loerben unb maif^ 
tintn guten Sfeft. S)ie grofblättrige SSarietät ift f^^ner aH bie fcJ^ön^ 
flen AcaBtbii8-3(rten. 2)ie SUtter biefer SSarietät flitb me^r aU einen 
SRetre lang unb eignet fl^ befonber« aU l^feit^rpflanie ober bergleic^en 
dtt>etfen; bie Slätter flnb toeOenfSrmig unb neigen jtc^ äu^erfl {»erlief 
natfy unten. S)ad @run f^^immert in^ ®ilbertt>eif. X)ie 93Iume ber 
^Sarbun «gleici^t ber Slrtif^ode/ ifl bon einem fronen Slgurblau unb bie 
93Iumentöpfe flnb grop unb aufreci^tfte^enb. ^er Sffeft einer f<i^5n 
(ultioirten f^ftange ifl tin fe^r )>ittore^Ier unb fann biefe f^flanje gnr . 
Sbtöfd^mudung i^on 9{afen))Iä0en loor großen ®ebäuben tt. nii^t genug 
emf)fo^Ien toerben. 



9 



Kultur )»er Mimulus in peigun. 



tHe fbrtett ttnb jd^Iret^eti SSanetaten ber &attanQ Mimalu» koerbeit 
a Serien mit grofer SorlicBe ge^fltegt. illle Strien berfel^en bieten 
I ä )^^olo^if^er ^nfic^t etne intereffante Srfc^etttnng. t>a€ @ttgma 
Cbes S^pi^exti^eit ^^ bte ÜRttte bet 93Ittme etnne^menben »eiMti^en 
Sm^rgane^) ifl nimltc!^ )n>ett^etlig nnb bte (etben iafiftn beffeliben 
1^^ ^11 ehiatiber. ®o^b ntan btefeien berührt pber IBInmenflanb 
oaf bitfctbeti )ur 99efnt^tttng ixin^t, fo ergeben fle fi^ aogenMtcfltV^ 
isb Mtit^eu fi^ }tifantsten. 

m giet>t noenig i>in^tt in ^ügitn, in melden ber Mimulas 
■aschfttus (3Rof4^it^)>{{aH)e) m^t gejogen murbe^ mi^tn ber {^ern^ntte 
S9sgla4 inSoIinn^'en entbedte. Sd t'fl btefeö iefanntlt^i^ etne f^flanje, 
We tot Bnntiter in einer lodern ^et'beerbe leitet gebettet nnb oud bem 
fl»f<iS»iben @amen t)on fetbfl n)ieber aufgebet/ fo mie ite an^ im 
SM^ia^s ^m^ ©tedlinge mit Sei^tigfeit »erme^rt koirb. Sril feit 
]t826 iDUtbe btefeKe in ben ©arten eingeführt nnb bennod^ i{l {te Wegen 
i^RT bi^teiK ftnitur nnb Serme^mng^ fo koie n)egen i^re^ Warfen 
9bfi|it«grnt^e^, ganj ollgemein »erbreitet. 1>it @tengel biefer ^fCanje 
fagcm {i^ iiteber nnb Rängen nber ben Xo)>franb ^erab^ toti^oii fxt 
iUf jor Seyftanjng )>on 93tnmenam)>eln^ ftor^en nnb im ©ommer gnr 
ScOefriDig t)Oti 3elfen))art^ien eignet, ^er @ertt^ (ommt oon einer 
Ikhigtn Sen^tigtet't bie t)on bräftgen ^axtn, mit benen bie $f{an)c 
Mi^ M^ rß/ att%ef^tt)i$t n)irb. 

Miniulas ringens B. tonrbe fc^on 1759 an& 9lorbamertfa ein« 
SCfi|tt iitib tt>trb feitbem aH an^bonernbe @tattbe in ben ®&xkn fulti^ 
3» setoo^nlii^er (Sartenerbe gebeizt berfelbe aber feiten frenbig^ 
tß »erlangt berfelbe einen lodern^ mit gnter SDtoor«' ober |>eibea 
cite gf|$ng bttr^mengten 93oben^ fon>ie einen ^albfd^attigen Otanbort 
ftif ^^«t^cn, toeld^e fnr 9)aleen^ IX^obobenbren ober SU)>en)>flan)en in 
^n @arienattlagen benimmt finb/ gebei^et berfelbe ganj oor}ttgIi4^. 

Minmias alatas. 1783 wa^ 9lorbamertYa eingeführte mit gejlä^ 
f^Ucm ottfrei^ten @tengeln nnb )>ttt)>ttrblatten 93(nmen^ f d^lief t fi(i^ an bie 
Mr^cfge^enbe Srt an« SSerme^mng bnrc^ ©amen^ »el^er n>egen feiter 
tbai:^ett fomo^I bei biefer, toie bei allen anbern Srten biefer ®attnttg 
ns pben mf gefhrenet itnb ni^t gebedt n>erben barf, foioie bnrc^ SSur« 

V 64»tiimiM 3ciif4ttft für (^rtcnbau. 



10 

MimuluB Lewisii fam erfi tm ^a^re 18^ t)on ben Ufern be^ 
üJttffottn m 9lotbameri(a ju und. (£tne grof e Ma^rot|^e STunte }etc^tiet 
bettfeI6en au^. St IteU (^(^atten^ leti^te Srbe unb t>tel ^euc^ttgtett. 

2)en )>rä($ttgett Mimulas cardinalU mit fernen fc^önen großen 
}mnobetrot^en SStnmen^ t)erbanlen n^ir eienfaHd bent nnglüdli^en 
X)ott9la^/ jenem nnermubttc^en Sammler für bte ©arten^bangefeOf^afi 
in Sonbon/ bem fein nnermublic^er Sifer ffir bte 3Biffenf(^aft ben 2:ob 
I^rac^te. 3m 3a^re 1835 feimten ))on i^m gefanbte @amen biefer 
^ra^tigen au^banernben ^kt^^Wiyt in Bonbon unb feitbem i^at ft^ biefe 
f^fCan^e nid^t nur mi nnglauMi^er ©(^neSigfeit in unfern ®arten t)er» 
breitet/ fonbern mir tultiiitren and^ bereite eine grof e 3<t^I ^on SKarten 
berfetben/ mel^e^ menn an.^ ni^t an S<^rben))ra(^t bo(^ ivx Sau ber 
Slnme/ bie.@tammart ttbertrefen. @tammart unb SJarietäten noerben 
im Z^o)>fe ober freien Sanbe erjogen. ^v^ freien S«nbe muffen fle dfterd 
t>er)){{an)t unb au^einanber gerifeU/ fo tvie im fBinter Xzii^i teibedt 
merben. Sine leidste Srbe fogt benfetben am meifien ju. 

MimuUs roaeas ifl ebenfatt^ inSalifomten ^eimifd^, Don wo t^n 
Douglas im^a^re 1833 fanbte. Die rofenrot^en SSIumen unterfii^eiben 
benfelben t>on M. cardioalis, mit bem berfelbe bie ^^^i^t ftuUur l^eitt. 

Mimulas luteas B. in* %%^\ ^eimifd^^ i{t eine au^bduernbc 
^anjc mi aufficigenben ©tengetn, mit ooaten ober fafi leierfövmigeit 
^iiiittxi ^x^ ®runbe unb l^erjfirmigen umfaffenben Sldttern au ber 
@)>i^e bed StengeM. 93Inmen gelb mit einem blutrotf^en ^I^d. 93on 
biefer %xi flammen bie ga^Ireid^en Sbarten^ mie M. rivularid^ variegatus, 
SfflUhii K. 2)ie Slbart M. variegatus biente yxx Safiarbtrung xci\k M. 
cardinalis, toorau^ juerfl M. Mac Leana unb M. Moodlana entfptau« 
geU/ wA benen mieberum mt f^otere Generation ^on yskfixzviojtKL 916« 
arten erjogen mürbe , mit rofenrot^en^ )>urf>ttrfarbnen/ orangerot^en 
StumeU/ meiere ftd^ fämmtlidj^ me^r bem M. cardiualifl nähern unb bte 
Kultur mit bemfelben i\^^^Xi. MimakM luteoA unb feine Abarten etgueu 
ff^ atti^ }um äBinterfKor^ inbem fle 9Xi \^iiitl^ @tanborten fd^on im 
Sebruar bl&^en. 

Mimuloa guttatua Cand. tfl einerlei mi M. luteas Sims. X)erfetbe 
flammi oxA $eru ui^ unterfd^eibet fld^ oon M. luteas L. burd^ S^^ 
Slätter unb bo^)>eIt fo lange^ gelbe, tot| ^uuftirte Slumen. 3ut 
@^atten unb ben äBinter gebedCt/ ^ätt berfelPbe im %xmx^, au^. 

M. florlbandas DoagL, ott^ SalifornieU/ M. parvifloraa Lindl., 
9»& %^^\, M. aadicolos Kntli,, and ©äbomertfa/ M. breTipes Benth, 
wA ^A^xxfkfOif M. teneilas Bange, OU^ (E^ina/ M» lyratae B^itb^ 
«tt^ Salif;>tnien, M. glabratua Knth., t>on SRerit^/ M. pModaacakia 
Koth., oon f)ertt/ M* ateiooldes Doagl., au6 (Salifomien/ M. prinmloldes 
Benth, ou^ 9loi^>««ierjfa/ M. pedoncalarts Dougl., aud Kalifornien^ M. 
javaiiicas, J3tume aud ^^»^, M. nepalensls Doogl., oon 9lt^<d, M. 
orbic«larlB Wall, <tu9 Dflinbien, M. repens B. Br., oon 93an t>itmtM^ 
totb/ M. graüUuB R. Br., avi^ Steu^oSonb unb M. glaiidalosad Lehn, 
an4 9torbamertfa, flnb aSe^ no^ bie jie^t nur «oentg verbreitete Slrten 
in unferen ®4rten^ toeli^e mo^I eine allgemeinere Setbreitung oevtoienten* 



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iBB Qü^cE Iß bnngn Itl 

u »ctpe IM 

Mt Dnmi^ab* 319 

omsr btt4 SoifeiiiMii bctfdbcn D0111 Gttiits inb JtctnobfL Son 3(ig€i . 496 

tan^ateiir bcr bc« f>crni fdcr 6iiitt( la Seraeborf 331 

6iitc9fai 72 

g grac c iH itt , fTotts ober bie itultiir 330 

^^ciffii» fKtttti im SeitÜgnng bctfelbm 460 

Ccikcnoofcnbomn, brr gnbo^Iü^e, Bombax CeiU, bon Gubamcrtfa. ... 973 

SeaMi» nikauoides ^sr eitil(e |tt bdnflcn 133 

Mnfia ■Mraatli» 307 

Cia tctbmi H , ein fBort fibet bie 3114t ber ßrofo 99 

SicmEa Bafauishas, 9lotiaen über. 8om Sfcbacteiit 43 

%i —Hal b e aaBgviaea, 8ef4Tctbiiii0 bcr. Von Dr. Gonbet 235 

„ 5htItitTbciiicTtaiiden iiber bicfdbe. Som Kebacteur 827 

u fofattttioii cn ber SefHftjle 410 

aktichamy fnu^agenbti 60 

ttSbt^ 9i|nMaftfi4e ^ebition nat^ 80 

»aja^ fläiin ober birfdbm. Son Storren 390 

TiBuittiy He in ben @drten befinbfif^ Srten biefer (iktttmis 667 

Tifpaealna speeiosain, Sertne^mng be4. Bcm Stebacteor 272 

, trieolor, ihiltitr be4 413 

Taaai plawfofia^ Sni^teQielmid ber. 80m SXebactenr 65 

SaNnai« «ene pxa^üfit 336 

Sai(la»}eit, ober bo4 grofer 9dimie u. 411 

Tietoria repa, ober bie 9Iät(ener|enditnd betfelben an (S(atdtt)ort( .. 567. 595 

SlSfl, filtere« ^Kittel biefetben bon ber flitdfaat ab^utolten 220 

Trieäa, bte in ben ®drten befinbli^en Srten biefer Gattung 567 

S«H^o|ve, (impfe^Inng berfelben. Som SHebacteitr 222 

Snnt»ee>9anmf JtnUur be^ 79 

Bgtterblusien, t^eftf^e 512 

Sitodcn bei Sinter« 18^749 onf bie ^flanjen im greien. Sem fRt» 

bocteur 329 

ZtBKhaeria ealifomica 367 

3»iM, Mftur berfelben in Stuf lanb. Son eaiHet 68 

,f fdatatta», StuUox ber. 8on Slorren 71 

3ncttrini, Den!rebe anf. Son b. ftartin« 84 

3nber, berfi^ene tlrten natörli^/ für (Mrtner 128 



12 

itieo^ (Bkottting)/ toeti m w^ eut )tDeitrt Slml» tu bn Stittc ke4 
Stammet erjengt^ bie attbrre tonb Xmartlla aenaitiit tn ^olge f^ret 
gen^ett aSebel. 2>te {<q>ttaiia6 tmbett über 130 gitf ^oi|. 3>te 9läffe 
(etmett^ iia<^bem flc etti 3a^t tu brr (Erbe gcTegrii ^beii, loo^fnt jeboc^ 
fe^r longfam ttnb et^ nai^ Hubert 3a^mi foOeit fie %xnifytt tragen.^ 

9tux in ber trodetteit 3a^re4)ett^ t>Qii October bM %}fxil, D^trb ber 
®9rtt)> berettet. 3^^ btefem B^^^^ tt>itb bet Stamm tfietTtt>etfe tu ber 
9lft^e berSBnrjel bttn^e^anett/ em Xait totrb ttai!^ oben angebrad^t mib 
ber Soitm mit Sorfi^t attf bte Cibe gett>orfett. Sorfti^t ift Sterbet tu 
fo fern nüt^tg, aU ber &0mm m^t }erf))Itttent- barf^ tnbem er banit 
teintn ®aft liefert 9titr bte »»et'blt^eit ©tfimme »erben gefättt bte 
Slätter abgefc^ttttten nnb bann etn @tuä on^ bem @tammt, tn %orm 
etned ftrenjed/ ge^onen^ too ber Soft gn flteflen beginnt. ^M ba^ 
Riefen beö @a^e^ anf^ fo tottb ein nener (ftitf^mtt ettoad ^d^er ^tn< 
anf gemacht nnb fo fort btd jnr @))t$e ober bt^ }nm oberen Snbe betf 
@tmnmed^ ^tl^tn Z^tU bte S^tlter f)aImtto nennen, nnb ber, tt>enn 
^f(^ entblättert, Atf erfl jart t^ nnb, gelobt ober gebraten, gegeffeif 
»trb.*) 

Der fo ^eioonnene ^aft lotrb nnmtttelbar in ttxpftmt @efif e ge# 

tan nnb bann, A^vAi^ tote ber @aft be^ S^ättxti^t^, geftebet. 2>er 
9mf> totrb tn (Sc^aaf^feOe oer)>adt, auf SRanlt^teren na^ Santiago 
er)>orttrt. @ein Xn^fe^en nnb ®efi^mad gleist bem be6 S^ätx^ptup^. 
jDiefer Sym)) fann bt4 gn einem hoffen ®rabe rafftntrt merben, 
nnb ber (Eigner ber S3ef{(^nng Socalan n>ar im 9)egrif Serfn^ atu 
gn^leUen, nm Knm borand jn brennen, ber bem anö B^^^^o^r' geioon» 
nenen loenig naöf^t^tn bnrfte. 3« einem Sommer lief ber Seft^et 
fnr feine Stec^nnng 500 fJabnb&nme mn^anen, oon benen er 250 an 
einen @i^m))fabrtfanten i^erfanfte nnb fnr jeben Stamm 47« 2>oIIard 
erhielt. Stnn m'mmt man an, bafi jeber ^almflamm tm Dnrfd^nitt eine 
aroba ober 32 f^fnnb Saft liefert nnb jebe^ aroba n>irb mit 12 DoOard 
beja^It. 

3m Dctober beginnt bie l^alme gn il^tn, nnb nm biefe 3tit 
muffen fte gef&Ot n)erben. Z)ie ^rut^te reifen im ÜSärg, fie ftnb mnb, 
oon ber ®r$fe einer äBoOnnf, idn>enbig tt>etf nnb ^aben im Sentrmn 
eine fleine ^^^Inng^ ber ®ef^mad ifl faft toit ber ber getoi^nti<^n 
Soctt^nof. 



S)ief<t X^eiC ber ^afme ti^ttb au^f bon bieten anbereH Krim tn Mtxtn 
ScMibmi gegeffen. £). 91. 



18 



ÜhtT eittige fd^ßn hlü^tnbe 9HIatt)en 



im 






SsfaiiQ^ Z)eceiiAer ^iti^te 9teferent bad (StoUtffemeitt be^ ^errn 
^. Soetfmattn imb fatib ttt ben ®e)ofi<^^diifeni bafetSfl eme^ fftt bte 
jlr^e 3o|tt^ittt^ fl^^f^ SRcnge f<^(ner ^jlangeti in ^Ini^, Dott benen 
«4^ ^^^^ v^^ toegett t^ret ®(^9tiffett/ fonbetti a»^, totH fie tm SSBtn^ 
to tla^, ^efoiibev^ 3tt eiiq>fe^Ien fiitb. 

2>ie ^cntien nt fäntiittlt^ett ^ättfem etfreuten ft^ ettte^ fe^r ge^ 
poibeii Sitffe^eitd/ tDOjn ber itngeittetn mittt, trab man (anit au^ fagen^ 
fMMrnmU^e ^etbft enien Z^tü mit (etgetragen ^t ^^^ tt>o^I nt<l^t6 
ffl Wa ^oiigeti/ bef^nber^ beneti beö ftaU^cmfe^z ita^^iKiger^ aM eine 
KnifSt^!^ et^ettgte Sintte^ jttmal iDestn f^on frS^setttg bamtt angefatigeti 
«cifctB imf • dttttAi^ Seife ^abeii mx ü^ SRttte 2>ecember wü^ 
mU^ jBMfi% 0e^M> bie ft«tt^itfer }tt ^et}en. 

3ii Hs ftaft^fent bähten bereite eine fOtettge |)f{an)en, bte mati 
erfl fyäter Uö^ett 3tt fe^ett getoo^ttt tjl, fo mehrere Poly^la, Lega- 
le, ol^ Aeada*, Cborofiema-Shrtett/ fertter: LeohenauUiä splen- 

Crowea saHgna fe^r f^^tt^ mefre Pimeleen, fipacris miniata, 
>ik>etrfe Sitten^ Stypb^a ti^iflora uab mani^t ottbere. 

CiQ f^9ite4 Chrysanthemam indiGotii (Pyrethram clilnense) 6or^ 
iHRSt ^osb iti>^ m Slöl^e^ attb obglei^ ber $(ntf>tslati) ber Gerten 
svrUer UKtr, fo jet^neten fi^ bennot^ mehrere bnrj^ fc^^ne %Mm^ 
ber Slitami oM. Smt ben btelen flnb befmtber^ ^erDorjn^kn : 

Oriait, Qitbr ^^ unb rot^Ii^f f<|atttrt; TA« IHiAre, retn toetf, 
fc^ grof 3 Comte de Ranzau, fe^r fc^dn bttnfel)>ttr))nr3 Annie, 
g^gelb; Madame Poggt^ f^ön rot^braun^ u. a. m. 

du ben SBarm^fem getc^neten {td^ i^efonber^ an^: 

C^erodendron lae^ifoliam mtt pif^en geKltd^ »reifen 83(nmen; Cl. 
fiOax soperbnin, nngemetn len^tenb rot^ nnb unflrettts ba^ fc^dnjte 
CSerodendron t>on allett.*) BraDthemnm coccineam Lern. (Aphelan- 
dra longiseapa Hort, Jasticia longi-racemosa Hort.) vxii ^nbfti^en 
badtfrod^ Flamen 3 Aphelandra Ghiesbreehtii eine fe^r f(^5ne ^^nje 




1 9am ffi^enb em(9nf pag . 478 be< bOTlfien Sa^rgaiide« biefet aeitnng. 



14 

nttt fi^atlac^rot^ett Slutnen^ Aphelandra Jiarantiaca LindL (Heseina- 
sandra aarantiaca Hort.) eme fe^r )tt tvxp^UvItt ^flanit, bie {i(^ be« 
fonberd burc^ t^re (errli^en, glän^enb teu^tenben, orangenrot^ett 93(umen 
an^ti^mt, unb um je^ige S^i^ f^^^ banfbat Uti^t. ferner waren nod^ 
bemerfenökoert^ : Oxalis Steerii, eine fe|^r ^üif^e tttib nette 9lrt mit 
geVben Slnmen. X)tefe %tt f^etnt bt^jie^t no^ ntd^t bef^^neben {u 
fein. Ruellia lilacina alba, Kranthemanh albifloram, fe^r ^ä)in, E. 
strictaiD, Gesnera eloDgata, Aeschynaathug radicans nnb nte^re an$ 
bere^^rten btefer frönen ©atttmg« Die neue unb no(^ feltene Tra- 
descaatia Warszewiczii Kth. ^ub, tok mehrere anbere neue ober fe(; 
tene fJfHaujen, in ftno6^)ett. 

@e^r erfreute Steferent bte noil^ in ben ©arten fo feltene Cepha- 
lotos follicularis LabilL 3)te9flan3e toax ungemetn nf>)>>9 unb Iräfttg^ 
ti ifl 9ett>iJ eine ber tntereffantefltn fjjlanje«, fo »te fle aui) not^ in 
fe^r n)entgen @ammlungen pi ftnben ift. X)ie $jlan}e gei^ort befannt? 
It(| tu 9leu^oQanb )u ^aufe unb gab Sabtltarbtere bie erflen ^tt^^ 
t^eÖungen bantber^ er fanb fle an funn)figen JDrten, an einer ©tette, 
Setttotn^lanb ^tiMinnt, am f ubMepii^a X^etb t>on Steu^oOanb. 9L S r o »> n 
traf jie f)>äter fafl an bentfelben Orte in berSt^berttdufg^^eotg«^ 
6tra^e. 3m SSaterlanbe btflfit fie eedenCnbe December. 3m 3. 1823 
f^eiat fle juerfl in (Sttrof>a ringefu^rt )tt fettt, loo fta))ttattt Sting Uf 
benbe f^ftanjen mit t>on fetner Steife brai^tr unb fie bem föntgl. bota^ 
nifil^en @arten )8 Seio fd^entte« Sleferent fanb fte auf feinen früheren 
Keifen )uerft 1839 im botanif«^ ®arten )tt (Ebinburg^ nnb ^ot fie 
feiibem nirgenb^ angetroffen. 9^a4 ben in ^änben i^abenben f^flangen^ 
Katalogen bet bebcntenb^e» ^onbel^^Oarten fittbet fic^ biefe ^flanje 
nur no(^ bei ^tnn 8. Serf^affelt/ toofelbfl fie jt ÖO ^ancö on^ 
geboten mirb. {>enn 9)agel/ DbergArtn^ bed in Kebe fie^enben (ita^ 
bitffementd, ifl e^ bereite gelungen, eine )ttttge f^nje otid @tf(fitngen 
in erjie^en« Z)ie ®^And^ an ber 9Rntter)»fi[an)e ^ben eine Sänge 
t>Jon mebr aU tin 3^ti^) 

2)ie Or<!^ibeen^@aiitmbing bat f^ im it$ttn 3^^ oml^ nm loiele 
fc^one Srteit oerme^rt nnb gebei^en fe^r pit 3JUfytt Strien fbtnben in 
Stütze, unb leic^neten fii( bef^lbet^ oAi: Fhagos g^rmdifoliaa mit 
fieben Stengeln^ Zygopetainm Mackal mit fünf @tengeli^ Cymbidiam 
Binenae, EpIdeDdriua ciliare^ fe^r u^ig, Oyrtoefcilaa macnlatam, 
Onoidiam leaeediilttin) oraitJboniiyBchttai, Haemaris discolor^ Notylia 
punctata, Laelia aaeepa^ Dewirobiiim sp«^ ManOaria Deppei. Sine 
9)lenge anberet {eigteit 9Itttfienfno^))en. S. £)-*o. 



•) abgebflbet ift Wefe ^ffanje Im bof. SKag. t. 3118—9. — ^Ifucrbing^ in 
Ux 8(ora bet eeio^^^nfer mib ®Mett turoi^'^ in. H^ S9a 



15 



Pev fü^e Calamirs aUv Cafainus 
aromaticus iev ^Iten. 

Ui oiacmeia atd &€^ilp^Qimt iOannt i% mh iwax lfe>egftt i>ret H^n^ 
HjßA im ^abitttd mit man^em ^tmtarttg^it ©vfifem« 2)iefe f^flanjcn 
»^^ ^r^r t^^, fttib oie? fo ä^beratt^ ^ixnnt, baf ein gett^&^nb'^er 
tkite^tet ^e e^er fitT langt n ®(^äf/ aU für SSttgUebeY etuer fo eUen 
S«nulie, Kvie bie ^<^tn<^tt anfe^ft \onxU. 3n)lDtf^en ifl beren Sttt^^ 

lUktT bie 1>eme^endioevt^eft(n ©yected biefer (Battuifg nt^e eiv> 

•1^ MTbcn: r#b«e ft«t^It(uu$«lnte ober bad Itaiefeo^r (Oalamiis ni« 

iai«i>, tDfUl^cd %i9 ^ ber anf er^rbentti^en Sänge loon 500 gnf 

«mi ta^ felbfi Ui gong dm»^nli(|ieii äßad^^i^tttn 3 »i4 400 gnfi 

laBg »üb. X>ie bunflett &t&vmt loerben )it ©triefen nnb ZMtn }n« 

VncBCK^f^bTe^t; otibere »erben gefj^Ken nnb 9ivit barand gtfto^ten, 

sib ne^ anbere ja Steifen ^r fttfien nnb jn anbern ät^li^m 3v^<tt^ 

yfaw^t 2><e parieren (Stamnie »erben gewjf^nlii!^ jn @))a)ierfi$den 

Mx«Mtet «nb |n ^nv^f^evä^n Derteenbet Kuf ben VUluä^n, in 

C0#«i<|tsa nnb in t^erf(|tebenen X^etten i»on CfKnbien »A^fi biefe 

^wcic^ ia ttrberfittf » 

Z>er 3AlA<^(A^®4iIf (Calamns «ilacca, ober Zalaoea edalis). 
2>iefe ^^tö tragt eine ef^are, ongene^m fi|ntedfenbe Xnf^ m^lh 
lie aaf 3<Ä>a nnb befen 9tac^barinfeln fe^r t>iel fnittmrt wirb. S)ie 
^rm^ ip Don ber ®rif e einer Äeinen SBattnnf nnb bie fterne finb 
f^ fuf nnb gnt. 

Z)ad fiattan^Sto^r (Calamns Rotaa^ nnbCalanma scipioiiaiii)« 
2)tt fi^Ianfen @tänrate biefer beiben |)alnteni'®))ecie$ {Inb fi^on feit tan« 
0rr 3^it nnter itntm 9tanien na^ Sngknb gebntmen nnb »erben M 
^^Miirrflöde nnb fdr anbere berartige afitagli^ 3wät f^r gern^t. 

2){e Dra^entlnt'^alme (Calamiifl Draco nnb Calamns Za« 
Imem.^ Seibe bringen bie »o^(befannte ^rjenei^ genannt X)ra#enblttt^ 
mtU^ i^T t)erbitfter ©oft ift« 

C%tt>i>^I nlKe bie ädrigen ®pecie€ be^ Calamns Sigenfc^aften )>on 
MortcRber SBit^tigfeit fnr ba^ SRenf^engef^Ied^t befi^en nnb ba^er 
bcn tpert^oOflen ^robntten ber !Ratnr beigefellt }n »erben i^erbienen^ 
fo tfl e^ bo(^ an^genta^t, baf feine jener ®^ecie« alt bie |)f[an)e «n« 
ffSr^ »erben fann^ »el4|e bei ben Otiten nnter bem Uranien Calamas 
Wfomt t»Qx, ha {te fommt nnb fonber^ be« Sßo^ern^« entbehren, 
9^mb b(»d^ ber Calamns be^ 3)ioeeoribed tmn fo feinen ^arfnai 
Mof. bof er unter bie <^or)ügIi^{ien @)»eiereien nnb »^'e^t^n 



16 

^obttcte itntt S^^ claf|lf(cirte itttb etite ber ^ngrebettitett Ui ber %a^ 
bricatton be^ »o^Iried^enben Dele^ v^w, baf bte Suben tn t^rem Za^ 
UmaUt imb Zempelbtenfl Demenbeten. (2. S. aRofe So)). ao. t). 23. 
ff Stimm )tt Dir bte beflen ©pejereten: ^rr^en^ Stttttamet unb ftala^ 
nm^" K.) ^a bie Stgenfti^aft be^ SSo^lgentd^e^ bte l^ftattje gn einem 
tottf^t)otitn ^aitbettarttfel ttttter bett 31(tett ma^U, fo muffen totr 
und getotffermaf en ^mfi^tlt^ ber Stenntntf ber ä^ten f^fKanje anf t^e 
®(^riften/ fo iDie oni^ auf bte Semertnngen nnb SntbeAtngen nenerer 
®4^flfleller nnb JRetfenben J>erlaffen, befonber« folgen, bte Aber bte 
^robttcte nnb ben |)anbel Djitnbiend genaue ftunbe etngejogen* 

3tt 9Rarf^gegenben nnb tn anbem n>affertgen £>ertttd^Ietten toa^^ 
fafl tn üeber Q^raff^aft t>on ®rofbrtttanten nnb mithin and^ tn man^ 
^en 2:^etlen hii ^onttnent^ etne )>erenntrenbe @<^n>erbtltlte. @ie 
^t ^ori)ontaIe, fibrtfe nnb gelrämmte äBnrgeln^ toeld^e gewö^nlt^ Htt 
3oQ btd ftnb nnb etnen fd^r angenehmen 9So^Igem($ beft^en. ^te 
SUtter ^nb lang nnb f^tverbtfirmtg, ein^ tnd anbere fd^netbenb. 
Die Slnmen {tnb flein nnb unfc^einbar nnb bilben eine gräne Sle^re^ 
bie an^ bem Slattranbe ^ert>orge^t Diefe ^flange i{l bie fnf e @^xoetts 
Itlie ober Calamns ber Acorus Calamofl nnferer i&vibtt nnb bolanifc^eit 
Slataloge. Sr be{!$t mt aromatifc^^bittere Sigenf^aft nnb toarb {tu^cr 
t>on einigem 9ht$en in ber 9Rebicin gehalten/ aber gegen)oirHg Dertoen^ 
bet man x^n fafl einjig nnb aUm w4 ^^ ber ^abrication t>on ^aor^ 
^uton, bem er einen angen^men f^arfftm giebt. 3n Stonflantinö^jel 
iDirb biefe ober irgenb tmt anbere ifir na(^fte^be ®^ecie^ jn einem 
ben ^agen ftArlenben Sonfect i^ertoanbt. %tü^tt n^nrben bebententoe 
DnantitAten enhoeber t)on biefer SBnrjel ober »on irgenb einer anbem 
&pmti, bie i^r fe^r gleist nnb na^ fe^t, Sa^r ein 3a^r an« unter 
bem 3tamtn Calamus aromaticos in Snglanb eingefft^rt) bief oerTeilete 
mele icvtU 2tt ber 9nft(!^t baf biefe bie )>on ben 9iUtn fo |^o^gef>riefetie 
At^te f)f|[an)e fei, nnb in ber 'X^t, mM fpri^t jn (Snnflen biefet 
Se^anotung/ toenn man bie «oeite Xu^be^nnng ber Climoten in SBetrac^t 
jie^t, tu »et^en biefe ?)jlfanje »Ä^fl, toie g. ».: felbfl in bem contt';» 
nentalen Swbien. 

Ilnterfn^en toir jebo^ mit Sorgfalt bie ©^riften ber Alten, fo 
fc^einen ^inreid^enbe ®rttnbe oori^anben gu fe^n, biefe ©^toetbttiKie ga 
t)enoerfen nnb eine anbere nnb oerft^iebenartige ^flange an t'^re ®t^tit 
^ fe^en, toel^e baö SBa^^t^nm eined S^ilfe« ober dto^xi ^at. ^nbetn 
2:^eo)>^ra{ln« oon biefem ®egen{lanbe nnb beffen Socalitat fpn^t, bena^^ 
rid^tigt er und, bafi in einem Keinen 2:^ale, genannt Shtlon, am ^uf e bed 
Siban^Serged, ber Calamus ober fäf e @^ilf nnb ber Schoenus ober bie 
föfe Sinfe loj^fl^ gngleid^ fü^rt er an, baf bie lebenbe f^ftanje feinen 
9So^Igem(^ oon f{^ gebe, baf man biefen aber fi^on in einiger Snt» 
femnng oerf|>ftre, »enn jte gnm Steile getrotfnet fei. 

®trabo benaiS^ri^ttgt und ebenfaOd, baf ber Calamus im &as 
bAerlanbe loa^fe nnb inbem er oon @pxicn nnb ben 93ergen fit'banoti 
nnb Xntilt'bannd ft>^'4t enoa^nt er, baf in mtm gmif^en benfetben 
gelegenen Sl^ale fi^ tin @ee beftnbe, voti^tx fowo^I ben Scboeniu 
ober bie aromatif^e Sinfe aM ben füf en S^tlf, Calamus, ^eroorbringe/ 
nnb baf ber Salfam (Balsamodendron ^leadense ebenfalls in Heber» 
ftof m biefer ®te((e angntreffen fei« 



17 

(leM (Rii^ boffette 2:^ 3ii>tf4^ beut Sttanon itnb btm Utrtfltiaiuni 
«I mtb tttititt e6 9)Iarfva9, tn bef en fnt^ett^ ntdrfd^igeit ®rftiibeii «m 
b» ®et fowo^I ber oroiitdift^ ®4t(f aM bu ffifc )i3{tift m Uetcr« 

^Itnttti fagt ebettfaü« tti fettiett Si^Wfteii: 3» flr<Ateti )o4A{l 
brr ffrpt (TaUmras, tDeld^er foi»o|t in btefem Saiibf aü mt^ ttt Sym« 
«»d^iili^ tfi^ btr tyoti Syrien vittttif[t aber aSen Abrigen nnb mAd^ 
» ctneni 2:^Ie |wtf(^ bent ^'banon nnb etnem anbem Sergej boft 
g^e^ fomo^I ber fnfe Calaraas tU ber Joacos odorataii. 

Sa« bem 2>to«tortbe6 ergieU ft<^/ bof f^wo^I bte (Kgenfi^fteti 
Ott bie Sotolttfiten ber Cahmras foioo^I ben ®riei^n M ben Srabem 

eittfttt« er^r bet fetntn 9la(^forf4mtgen nn^ mebmmfü^en 
^^flas)eit ^e^ Dflen^ DOn ben ftonfKenten^ totU^t mit btefent Xrtifel 
^BbeBrn^ b<i| er in bem Z^ale jmtf^ bent St'banon nnb bem SntiV 
Ubamu tDod^fe^ aber er n^ar ni^i tm Stonbe f (^ wu Mefem fadnm 
m oergei»tffem. Z)te fnf e Stnfe^ SchoenoS) genannt Stomeel^en, foOte 
» jcntr S^olitat ä)>ptg v^oi^en^ aber ntil^t ba^, wA mit ber Sef^ret« 
bang be« Calamas JiberetnfHmmte. SCn«^ f)>äter erfii^ er an^ anbera 
Daellen, baf ber grif ere^ n^enn nt^t gar ber gange X^etl j[ene< |>ar^ 
fimg wn ^anbeldlenten m^ ^nbien ^bemebra<^ nmrbe. 

Ob^e Semerfungen leiten nntf jp ber aSermnt^ng, baf ber KataauNi 
ber Stten eine Sri n>o^Irie4^enben &^üfti ober Sl^red nnb ))emtat^ 
fi^ tbeatifi^ mit bto fif en Xo^r be« deremia^ (iian. 6 t^. 20) nnb 
be« ^tfoia ((£a)>. 5) toar; ob)90^I ba« SSort beS deremiad in bet 
6epta«qnita nSimmttmU" Cdnnnmoe) ift nnb diefaia nnr einen rff^or« 
fam ottgiebt. 3m ^efefiet, Sa)). 27 ^. 19, toirb insnnft^en bet Kala- 
araa Oatmad) in Serbinbnng mit rfSaffia nnb (Eifenerbe'v bie anf ben 
WMtu t^ott Xymd )n lanfen waren, em>A^nt; nnb in bem ^o^Iiebe, 
Ccq». 4 t>. 14/ n>irb loon bem Oalmoii gef)>ro4en/ ber in tintm ^rcu 
VU^ harten tt)a(^fe, mXÜ^ i^on einem ffSom lebenbigen Safer, bet 
twn Sibaaim ^teft'' bett>fiffert n>erbe, nnb berfelbe snglett^ mit rfKor» 
ben, mit &üfxatt, Sinnamom, mit allerlei Sanmen be^ SEBei^ran^^z 
fljlrr^ea nnb Xloe^/ mit allen beflen äBihrjen" angefahrt« 

jDa mithin ber Calamas in einem andenvJblten ©arten jngleiA 
mit oabttn f^ffanjen an^Oftinbien nnb anbem entfernten 8Atbem fnttp 
trart »arb, fo mj^^^ ^^ <^I^ tva^rfd^nlif^ angnne^men fein/ bof berfelbe 
gln^ ben (entern ein firembe^, eingefn^rte^ ^robnet ^ax, ober n>ar et 
ein mil^timi^^t^^ bann mnf er, tt>ie einige nnferer eini^eimifi^en f^flat^en, 
f» feiten gemefen feyn, baf er nnr t^entg befannt loar. Z)ie 6iflorie 
iefaot an^, baf er mi ber ®efc^en(e mar, n^el^e @alomo ber mnigin 
non^ba nberreid^n lief; ifl bem fo, bann mnfte feine Sin^^mng in 
9fritn »or me|r aU 900 3a^ren t>or ber ^ri^Iid^en Beitre^nnng ffatt« 
gefallen ^aben, nnb bann %^ U ni^t ferner )tt begreifen / toit et 
fl>ätct|ia , tn ben Spcalitäten aU natnraliftrt angefe^en »»erben (onnte, 
mie c6 2>io^oribed, 2:^eo)>^ra{hi6 nnb anbere S^ri^eOer Don loeniger 
atteat Z>atnm get^aik. Snjn^ifd^en mnf bie OnantitAt, mel^e gn i^rer 
3eit tn Syrien txrgefnnben n)arb, fe^r mtjnreic^enb getoefen fenn/ am 
bie angel^re 9lai^frage na^ rinem fo begehrten Slrttlel an befriebigen^ 

^ tDratf^c harten' mhI» ttMumenicitung. V. 9ant. ^ 



18 

aiti^ bie &KaIitat bürfte tocit serttiger aH bie bed* au^Ianbtfi^e« ^ro^^ 
bitctd geioefen (ein unb ba^er tfl ed fe^r «ix^rfc^einli^ ^ baf ^arte 
Sitt^^tn/ i»emttt^It($ ^on 3tibun ^n?/ Don Seäeit ber mit Sptmtitn 
ittib anbern loparen ährttfeln ^anbelitbett fiaitffetttett/ flattgeftnbett. 
3nbte]i t{l m ber 2:^at retd^ an arontattfc^en Sd^tlfen unb (Brafern, 
jtNteir beneo l»tr nur etniße ber t>or)ägIic^flett anfuhren n)oOen. S^^^^ 
ber KhuB ober bod Kasa^®rad CAnatheram moricatam), beffen too^U 
m^enbe Surjelti }kpif(^en ftteibuttg^p^en gelegt tverbe», iUii^ tote 
ibet und ber Saioenbel/ t^eit^ bed (Sent^e^ ^atber^ t^ette um ^nMen 
gtt )Derf(!^ett(!^en. Slu^ tt)irb ed tu lofe hatten/ @c^me ober SSor^ättge 
)iifamitieit ^flo^ten/ mel^e man oor Spuren uttb S^itflern ))Iac{rt unb 
mit 9Baffer bef)>rengt/ Koobur^ bie ^i^e m bett , ©emä^eru ni^t aQeiu 
ermaftgt tt)irb ^ fonbern biefe le^tern mit mtnt angenehmen $arfum 
angefnKt n>erben* Do^ Ginger-lSirad/ ober Kochi (Aoatherum nardus) 
1^ ein anbereö biefer koo^Irte^enben ®^tlfe^ Stntge ^a(en e^ für bie 
gemeine 9Rarbe, Spica Nardi, ber Slftett gehalten/ mel^e jiebo^ fe^r 
bem NardoBtachys Jatamensi gleist. 

!£)ie Ataxia Horafieldii unb bie Hierochloa borealia liefetn m^ 
einen reii^en $arfäm/ toenn fie abgef^nitten nnb ooOfommen getro({net 
ID^rben^ koad man ni^t fo fe^r in grünem 3u{lanbe oertt)enbet. 9l6er 
nii^td (ommt ben betben ®f)ecieö wn Andropogon gleic^^ n>on melier 
eine6 bem &^ten Calamus bed SDio^coribe^ nnb bem »/füfen Sto^re'^ 
fo n>te bem f^rei^ aromntifc^en ®(^'(fe au^ fernem Sanbe'' ber ^eif. 
@<(rift gleist, tier er#e iß 

bo^ Simone ngrad (AndropogoD) , Cymbopagon SchoeoanthuB« 
S)iefer fc^Ionler @^ilf toarb im 3a$re 1786 in ^nglanb^ ©orten ein^^ 
gffni^rt) ba e^ a^er eint SD3arm^tt«)>{{anje o^ne Bt^rHnme i% fo toax 
ed lange nic^t in ben Sottectionen atijutrefen. 2)ie @t&mmt bejfelben 
fernen fonfl and ber S^irlei ^ie^er; ffe koaren in Sänbel ^on 1 S^up 
Sänge jafammengeipadt unb follten aromatifd^e unb flimnlirenbe Sigen:: 
f(|aften befl^en; fie toerbcn a^er feit langer 3^it ni^t me^r oertoenbet. 
2)er oermnt^U'c^ fitste Calamus arematicms (Andropogon Calamus 
arematiciis) iß eine grofer unb jierlid^er ma^fenbe @^ecie^ al6 baö 
Simonengra^^ fokoo^I @ir ®itbnt ^Une, aU fein Sruber^ ^cAtn ifyn 
für bie ä^te 9larbe ber ^eit. @^rift gehalten) atitin Dr. Sloyle unb 
älnbere Ratten i^n mit gutem ^runbe ^r ben toirni^en Calamus ber 
aiten. ®ein SBac^^t^um iß f^ilfartig, mit berSonftßena eineö 9to^re$> 
fein SBo^geru^iß erregenb unb föfili^ unb baö baroud gewonnene 
£)el iß fo aromatif^, baf e$ in jiebem Setra^t oon binreiil^enber 
Sii^tigleit mar^ tm eine 3ngrebien} bed {oßf))ieIigen |>rä)>arat6, ju 
bilben , mt^e^ bie 3uben in i^xen ZaUxnaUin nnb Z:em))elbienßen 
oertontbet^n« ^ (Mag. of Bot.) 



19 



Pm tf4ip|)er-Jp0l3 Ut $iiUn. 



äBa^ fät et« |)oI) mit ^em Sitt^bnuf ®o)>^er«^o() etgenUti^ 

EDetnt t^, i^ mieetvtf^ bte dn){ge 9(0% weli^ m't ittitet btefcnt 
meo U^tUr befinbet fii^ ttt ber ^il. S^Tif^^ t90 baffere tu Sm 
Kttasig itttt ber . Sriftaitatttg ber Srd^e, ober be^ grofen <^i^fe€, in 
»cl^eiii btr 9le{ie ber lebetibtge« ®ef^d)>f^ ]»Ott bet »eri^eeretibett @Attbf 
(bt$ W»ii^ toerbest foSten, attgefn^rt tt)i<b. tt^ tfl »enig smetfel^aft^ 
b«f b«S ^9() be» fUfe» loo^I ibelairot ivar^ toetttt o»«^ bte JBdmne, bte 
H \€rwtbxa^ttu, e^ ntd^ loorett, mib U Dtnf imfiretttg oon ^^ 
nb fe|t boaex^fier Zextur geivefen fein, bamtt e^ mit St^Ig bett 
tofMien 9BeIte» unberfte^tt itnb fi4 auf ber OtorjIAd^e ber SAfer er« 
^Iteii foimle, ititt bfe mä^Üge 8ärbe, bte ba6 @(^tf in feitte«i 3titiert 
hox^ wt bent Utttergottge )tt beiva^qreit. 2)a ber ertoAJ^tite 9tamt, f» 
mel tttiö Mattnt/ tu (einer onbertt Sd^rifi ber Ktten Dorfontmt, fo i^ 
e^ M^i^etnlii^, baf ba6 $9l) mat onbem tnb tncDeii^ fiett>9^n^ 
fÜ^en 9l<unen ^ite. 

eine Sermnl^ttg ^in^Üiify be« Samne« tfi, bafi berfelBe bie 
l^ikaie fei, bte und miler bem 9lanien Henn» ober Henu^^ ber 
LawwBia alba ber 33otani(er, befonnt tft, toeli^ bnr^ gonj Xeg^^ten, 
ferfien, dabiea nnb felbfl in Xnterila gefrtnben loirb, k»o fte ntordll 
'^v 9^4^^ ttmrb^ in flegyptat nnb ben ongranjenben Sinbern anifb 
fte inel Tsttti^irt. 

&'e l^dbet einen grofien ©tranig, toelAer, loenn er jnng, gan) 
8(«tt i^, »enn er aber fttter toirb, tperben mit in>n ben 3^'0en i^er^ 
bnitet nnb btiben Slad^eln* S){e SUtttx {Inb gonj, entgegenfle^enb 
mb («ngettfdrmi0. Die SBInmen ftnb tt)ei{l nnb {l^en in Stielten. 
Der ftelcb tfl mxQ^t^tiit, andgebreitet nnb fl^enbleibenb* f^etalen 
fUb ^itt, t)erfe^rt eiförmig, mit ßlonen t>erff^en nnb on^gebreitet. 
€tattbfäben ai^t, fafl bur^ängig ))aar)oeife, toelc^e obtt)e^feIn nttt 
ben f^etolen. Doarinm ft^enb. X)ie Lawsonia inermui nnb bie L. 
B^osa be« Stttn6 »erben für biefelbe |)j{an}e oon oerfd^iebenem Stter 
ge^fttten. 

Z)ie $flan}e liefert ba« Henna ober Al-hennah ber Shraber, 
einen an« f>ttIoeriftrten IBiSÜtm gemachten Zeig, ber fotoo^I bon ben 
9eg9|>tiern oU ben 2:ür(en baju oermenbet n)irb, nnt t'^re Stagel, bie 
Staunen i^rer ^ferbe, t^e <^ttt unb ba« fogenonnte SRaroffo^Seber 
mit einer gelben ober r6t^li(^:'gelben ^axbt m färben. Die <Sittt be« 
anmalen« rei^t in ba« i^o^^e iUkttffom ^inonf/ benn bie MmX ber 
figyi^ttf^en äSnmien loaren gefärbt ^rmnt^ «Mr e« ein atU^ 
^Hr iBnrbe^ aUt {ein Stttlet jnr ^x^S^mi b^ 6i^Meit, bemt ba« 



18 

atti( bie Ottatitat bttvfte toeii fifringer aU bte beö- audlanbif^eft f^ro^ 
bttetd geMffen fein unb bo^er i{l e4 fe^r iDa^rf^einli^ ^ baf ßarle 
Sinfit^vflt^ Devmut^Ii«^ t>on 3nbien $ey^ t>on Seiten ber mit Speureieit 
ttnb anbern fofKaren Slrtifeln ^anbelttben fiattflettten^ flattgeptnben. 
Snbiett ifl in ber S^t reid^ an arontatif^en ©d^ilfen unb ®räfern, 
jttnteir benen tvir nur einige ber t>or)Bg{i^{len anfuhren n>oQen. B^^^^ 
bet VJku» ober bo^ Kasa^®rad CAnatherom muricotum), beffen n)O^D 
m^enb« SBurjeln }koif(^en ftleibitngdfluden gelegt tt>erben, iUii^ toit 
ibei nn^ ber Sa)»enbel, t^eilö be^ ®em^ed ^alber^ t^tiU um ^nfeeten 
3tt )^erf(^ett^en. Slu^ koirb ed in lofe ^atten^ @(^'rnte ober Sor^änge 
}ttf<uttnten ^{{o^ten, metil^e man oor Sl^nren unb ^enflern piaütt nnb 
mit SBaffer bef)>renQt^ n>obnr(]^ bie ^i^e in ben , ©emad^ern ni^^t oQein 
ermäßigt n>irb/ fonbern biefe le^tern mit einem angenehmen $arfnm 
angesät koerben« £)a^ Gin^er-Sra^/ ober Kochi (Auatheram nardus) 
t^ em anbere^ biefer loo^Irie^enben ®^ilfe^ Sinige ^akn e6 fnr bie 
gemeine 9larbe^ Spica Nardi, bfr Slften gegolten/ koel^e jebo^ fe^r 
bem Nardostachys JatamenBt gleist. 

Die Ataxia Horafieldil unb bie ITierochloa borealia (iefetn auc^ 
einen reiben ^ax^im, toenn {ie abgef^nitten nnb ooKtommen getrodnet 
iperben, uoaö man ni^t (o fe^r in gr&nem S^ß^^obe oern^enbet. Slber 
niäft^ tovmt ben t>eiben @:|pecied )>on Aadropogon gleic^, oon tottffyet 
eined bem fixten Galawas bed ^Dio^coribe^ nnb bem »/fö^en Slo^re"^ 
fo loie bem r^rei^ aromatif^en ®<!^ilfe an^ fernem Sanbe^' ber ^eif. 
@i(rift gleist. 2)er erfte ifl 

bo^ Simonengraö <Andrapog^on>, Cymbopo^on Scboeoanthius. 
3)iefer f^Ianler @^i(f morb im 3a|re 1786 in ^nglanb^ ©arten ein« 
gefni^rt) ba e^ aber eine 9Bann^tti)){Ian)e o^ne Si^^üom^ i% fo ^ax 
ed lange ni^t in ben SoQectionen atQntreffen. 2)ie &&mmt beffelben 
bmen fonfl an^ ber Stärtei ^ie^er^ f[e toaren in Sitnbel oon 1 ^n^ 
Sänge jnfammengepadt nnb foSten aromatifd^e nnb flimnlirenbe Stgeit:: 
f^ften be{l^en> fU merben aber feit langer 3^t nic^t mefir oertoenbet* 
!Cer soermnt^lid^ ä^te Calamas aromaticvs (Andropogon Calamas 
arematicH0) ifl eine grö^r nnb )ierliti^er n^a^fenbe (Bpitit^ aU bad 
Simonengra^^ fomoi^I @ir ®i(bert 93Tane/ aU fein Srnber^ ^aitn t^n 
fnr bie £^te 9larbe ber ^ii* Sd^xift gehalten; allein Dr. Stoyle unb 
Stnbere ^en i^n mit gntem ^rnnbe fnr ben loirftic^en Calamas ber 
^t^n. Sein SBa^dt^nm ifl fi^ilfartig^ mit ber Sonflflenj eine^ Sio^re^^ 
fein SEBo^Igem^ ifi erregenb nnb {öfjiti^ unb ba$ baraud gemonnene 
£)el ifl fo aromatif^/ baf e^ in jiebem Setra^t oon binreid^enber 
SBi^tigleit mar/ um eine Sngrebienj bed foßfpuligen |)ra))arat$ ju 
bilbeU/ mel^e^ bie 3uben in i^ren ^^abemafeln nnb Zempelbienflen 
ber^enbeten* (Mag. of Bot .3 



19 



^a» ^opf^ev-Soi} Uv ^iUn. 



9Bad fttr ein {)oI) nttt tem Sltt^britit ®0^^ev^$o(j etgeittlt«| 

gfnettt i% ifk tragemf^ bte einjige 9{q% wel^ I9ir unter btefcm 

Somtn Vefiifteii^ ^eftnbet fi^ tti ber ^K. S^Wf^^ »o baffeKe ttt 8er^ 

WMms mit ber . üMommg ber Srd^e/ ober bed gtof en ^i^'fe«, {it 

iK^cm bie Sfleflc ber lebenbtgeti ®ef^i3{)f^ wn ber i»er^eerenbett Sflnb^ 

jbt^ tciDi^ toerbesi foOtett, attgeffi^rt toirb. ttd t{l loenig uoetfet^aft 

bc| b«» f>ot} bell ttlfeti loo^I befoimt iDar^ «oentt att(^ bte SbixoM, bte 

H ^iMtbro^^tai/ e« tit^t toornt, mib ed Httif m^ttiHi DOtt }4^ 

nb fi^t baaer^ftor Zextur geivefen fefo, bomft t$ mit Sr^Ig ben 

tefabcii Sdlen wiber^^tt imb jUf a»f ber OtorjU^e ber SAffer er* 

Htm tpmde, um bie wicl^ttse Sitrbe^ bte ba6 @(i^if to feine« dttttert 

teg, wx bcm Untergänge js tovo^mt. Da ber ermAJ^tite Staute/ f» 

tUL wbA btfamit^ in letner onbem Sd^nft ber KIten i>orfomnit/ fo i^ 

ei iDoIrf^eittli^^ baf ba^ ^vif eüum onbem nnb t>ieDet^ gett^i^n« 

lb|crfn 9lamett ^atte. 

Cine Semmt^ng ^mfU^It^ bed Sanmed ifl^ bafi berfeKe bie 
9|aagc fei/ bic nn^ nnter bem Planten Henna ober Henu^^ ber 
LftwMBia alba ber Sotontf er^ befannt ifl^ n^eld^e bnr^ gan} Seg^^n^ 
fccfitn, 3nbten nnb felbfl in Xmerifn gefnnben »irb, koo fte nf^eroS 
ii^ ffS^^^ )^^9 ^ 9eg9pten nnb ben angrinjenben SSnbern «^nfb 
He biel laltn^trt. 

€ie bäbet einen grtfen ©tron^^ »elAer^ wenn er jnng, gan3 
flffltt i% «oenn er aber fttter toirb/ n>etben biele lyon ben 3^gen t^er« 
iatta ttttb Hfben Stacheln« Die SBIAtter flnb gon^, entgegenfie^enb 
nnb Iansettf5mtig. Die Ginnten fittb »eifl nnb fi^en in 9ti^))en. 
Der fte(4 iji t>{erget^etlt, an^gel&reitet nnb fl^enblet'benb. fJetalen 
faCb mer, t>erfe^rt eiförmige mit Stwtn »erf^^en nnb on^gebreitet. 
€^tattbf£ben ai^t, faft burc^^gängt'g ^aaxtoci^t, mel^e abkre^feln ntit 
bea f^etolen. Dioarinw {i^enb. Die Lawsonia inermis nnb bie L. 
a^aosa be^ iinni »erben für biefelbe |)f[an}e 9on t>erfd^iebenem Xlter 
Se^ottea. 

Die ^^anje liefert bad Henna ober Al-hennah ber SIraber, 
einen oa^ )>nfoeriftrten Slättem gemausten Zeig^ ber fokoo^I »on ben 
aes9^tiem oU ben 2:ürfen bagu oer»)enbet \»ixh, - mn i^re 3laati, bie 
9tä|nea i^rer f^ferbe^ t^e ^axit nnb ba^ fogenonnte SRaroffo^Seber 
not einer gelben ober röt^(i^::gelben ^arbe jn färben. Die &ittt bed 
Saatolen« ret^t in bo« ^o^^e SUtertffnnt $inanf/ benn bie 9tiMl ber 
Agf^f^en SInmien looren gefirbt JBennttt^ mr ed eät Benzen 
i^ mitHß aber fein 9tittel anr dx^i^ ber 6Mett, betn boi 



20 

Smtaleii loar beti &dci»tn Detioten. £te Sbtitiett bet l^ftattje ^itn 
fftr (EttYp)>fier einen fe^r nnanAene^nten ®trui^, ben ater im Gegen* 
f|eiK bie onentalifd^en Tanten fd^a^en. 

&^cn im 3(^re 1752 warb bie f^flanje etngeffi^rt, o%«»o^I ftc 
ttO$ jie^t feiten in ben CoSedi^nen angetrofen n^irb. @te er^eif^t 
bte Zimptvatwc be^ 9GBar»^«ttfe4 nnb mnf bnr«^ ©te^inge an^ bem 
^ireifsn ^olse in ®anb^ nnter ©la^glotfen nnb in 93obeni9amie s»et^ 
me^rt »erben 

So^nrt itnb onbere tnjnnf^en polten bo^ ®o^^er^$oI} für niü^t^ 
ni^ nnb ni^t< »weniger oU bad ber genteinen C9))rep CCapressos 
semperviren), meldte eine Singeiome ber 3nfeln be^ flxd^iptUffXif 
(ef^nberd Sanbia*d (be^ aften Sreta) nnb tjfptxn^^ ifl. tia<^ i^ tie in 
Oriei^enlanb/ ber Stärtei, Werften nnb ftleinafien }n ^onfe. ObwolH 
fit 1>ti uxA )n einem ^nbf^ ma^fenben @ttaiUfy n>irb^ fo to&öfj^ {te 
bo^ in ben genannten canbern jn einer fo (ebentenben ®ri^t ^eran^ 
baf Sretter t>on 3 Snf Sreite nnb barnber barantf gef^nitten n^erben 
finnen. ®ie toax ben alten @rte^en nnb Vtdmttn »o^Kefamit nnb 
beren {>oI) »nrbe jn ®Argen^ ®tatnen^ fd^weren X^firen nnb mani^en 
anbem B^vetfenr toeld^e Starte nnb X)atter bebingten, «>em>enbet. 

2)ie äBa^fi^einlic^feit f}>nd^t alfo fnr bie letztgenannte f^flanje, 
n»e(#e baö ®Of>^«{>oI) ber Hften geliefert; benn otoo^I bad ^ol» bet 
Law^nia alba bt(^t geabert nnb fe^r baner^ft i% fo ift ed bo^ nie 
ielonnt ^eworben^ baf {ie in trgenb tmtm iaxdtt, loo fie bt^^er t)orge» 
ftmben/ nte^r «oirb^ al« ein grofer ®tran(^, feiten ^ö^er aU 10—12 gnf ^ 
nnb baf beren ^olg trgenb gn befonber^ »Heutigen 3^^^» )>ertoenbet 
n^orben; loä^renb im®egent^eil bie S^^preffe bie^S^e oon 70— lOOgnf 
erreid^t nnb einen Stamm ^t, and bem man Sretter t>on 3 %uf Sreite 
nnb barnber fc^neiben (ann. ^ nun femer ba4 @tamm|^I) ber Henna- 
|)f(an)e (LaivBcnia alba) fanm me^r aU einige 3olI im 2)ttrc^meffe? 
betragen toirb^ fo laft e^ fU^ nU^t annehmen, baf Sretter Don fo ge^ 
ringer Sreite jn bem San eine^ fo grofen &^iffc^, mt bo<!^ 9toa$*d 
ür^e gekoefen fe^n mnf, i>ermenbet n^orben toSren. X>a aber bie (bf* 
)»reffe in ben mtiften bfOU^ Sonbem gn bebentenber &ti^t n>{rb unb 
breite« ^ola liefert^ ba^ oon ben HIten iberan« oiel gebrandet n>arb^^ 
fo ifl ed $}^fl loo^rfd^einli^, baf e« and^ gn jenem Si^iff^ban ge- 
nommen »Sorben. (Mug. of Bot.> 



littUnr ^et Carambola w(b "bett Blimbing 
(Averrhoa Carambola ttnl» Bilimbe 

Lin.) «(0 /tud)tbänme. 

2)ie Carambola {{t bie AretAou CarandMa nnferer botantfc^en 
llaidlogi ttnb bie Taauuratoaga, Camaai, Camanmga nnb ber Blim- 
Uaff ber einfiebomen dnbioner. &it loid^fl iberona ^üa im 3m 



21 

ttbmntn Z^tütn Mfitn». 3m ^n 1798 wa!t f[e ttt (rnglmib efti' 
|rfi|re «Hb b^^ i» ^^ SomtKie ber Oxalibeae. 

3» «>ilbeii Btt^oiibe bübet t^e eineii e<niiit boft 15—^90 ^ 
|i#, mit fil^nrem Stamm/ ber fettev me^ att ai^tje^n 3o0 im 
1fadm6 ^It. Z)te Xtttbe ifl broim. Slattioerf dbtt>eil^feUib/ ge«» 
Itttart me 4 ober 5 ^attx me^felfeih'g fk^bm eUlttem bej^^enb, 
Ik etformig, fpt^t^ 9«% se^ftt, bie bi^tttn bie gtö^teti ttitb alle 
tri^Ȥx finb. Slitmen m Ait}fit Zriebeit/ fetteoflAttbiS/ riet^enb/ Rritt/ 
w& dlonjenbCT St^fufarbe, ^mrge^enb aii< bnt «aAni Stdmmen tuib 
JMsen. ftel^ gtott^ ait< ^«f ®q>a(e]tbefle^eitb/ 1«<^* SoroHa 0e(ii/ 
kfk|c8b ans finf ^üt», glocfeafdrmtg; Segmente oblong eifdrmtg/ 
ctiM€ gerönbet/ oon rei(^ ro{!g))nrpttmet ^arbe^ bttttt mit orangegelb. 
Staabfiben je^n in f&nf ^aartn, oon benen bte ^dlfte fmdbtbar; 
Sibts gefriumnt. %xn^i mit fSnf ft^orfen Kanten^ oon ber 0r}fe 
flieg fii^iieme^ bt^ in etner grofes Orange^ fie treiben fe^r fdUn, 
»estt fte {U^ bet 9lei^ ni^em, t^re Sorbe toirb bom retc^ftot @lelb 
nb ber t^rfmi iß flart nnb erregenb; ba« Sletfc^ enteilt tnjmtf^iett 
eme fbrfe Portion ®anre/ toe^lb fit weniger aM Xafetfhtc^t gef^A|^t 
mb, QiU ntant^e anbere; Wlant^t ^Iten fit aber in reifem B^ß^nbe 
fir belkot 

Dbioo^t fie loegm t^rer 6tare bon ben dwctpitm nii^t fonberlti^ 
ion Z>efert gef^$t toirb^ fo n»irb fle boi( lote Pldrles in ^alb mi^ge* 
iM^fenem B^ßanbe ^infig onf bte Zafel gebra^t> orn^ bie reife 9ni^ 
Mb rtngeina^t. Sbtf ^aoa toirb bie reife m'e bie nnreife %xn^t ia 
Zocten 9cnoenbet/ gfeti^ loie bei mi ^tpfü^ nnb ber ®ef(^ma(f foff 
<reffTi4 fein; on^l ma(^ laan einen &fxxof aai bem an4gei»ref ten ®afie 
wA fdbfl eüt »ert^oolM (Eingemachte^ an4 ben einmen. Z)tefe betben 
fetten fhra)>arate toerben gegen Sieber nnb gaSic^te Uebel angewenbet. 
Smiefn, 8latter nnb ^^t »erben ge^en i^nlic^e tttant^ttn ^u 
trankt nnb enhoeber afUin, ober in Serbtnbnng mit ben 8Uttem be< 
9ekf«9lttfianmed it^tfltn. 2)er Saft ber reifen %m^i giebt einen 

2>«« Sttfe^en bed Sanme^^ loenn er mit Sttt^en nnb %xii^itn be» 
boft ift^ ift ftift iierenb) obn>o^I nnr bon fe^r mä^'ger Statur^ bilbet 
er bo^ einen elegant an^ebreiteten fto)>f nnb ba^ ti<l^tt, fonnige^ gefie» 
bertr SIatin>er(/ bad bem einer WoMarien^eeie^ id^t nnibnlic^, mai^t 
4n fOL dntm Liebling im Oorten^ ba er gnglei^ ein fe^r rei^Ii^er 
frnfirjISfr i% ber aKe 3a^ brei ftarfe Sefen Itefort, nnb nberbie^ eine 
knge 2eben«baner, wo^I gegen 50 ^^n, Uf^t t>a^ $oI) ifl oon ge^ 
mgem SBert^ nnb toirb n^enig benn^t 

(Smt anbere S)>eeieg ber Averrhoa toirb biet in Snbien gejogen 
ob fnr |än^(ic^e B^edfe eben fo fe^ Qtf^&t^f närnb'«^: 

Der Bilimbe (Averrhoa Billmbe). jDie^ ift ber Ourlenbanm 
oon ®oa/ nro er nberan^ oiel tultioirt toirb, eben fo in oerf(]^iebenen 
«Bbem Z^Ten D^nbien^ nnb in Säbomerita. Sr bilbet einen timtn 
9taan, ber fetten nber 8 bi4 15 gnf ^0^ mirb. 3»>^td^ 1^»^ ^»^ 
loenig ttttb ehoa^ niebergebogen. Z)ad SUttenoerf iß toed^fetoeife 
ftejrt, 6^ü>cti, beße^enb on^ fünf bi« je^n ^aar eiförmiger, lanjett:» 
|taw8«> ßonitt, filotter, fenflttoer »tttter an Inrjen Stielen. Dte 



22 

fßtnmXL (otttmen m Graniten unb 9li$ptti and bent @tomm ttttb htn 
Bwetgen ^erDor. ftel^n^oOig. fetalen fünf, eiftontg oiblottg. ©taufr^ 
fäben in fünf paaren. %tVLiS^t oMong, fhttnpf Qttanitt, emigerma^ 
gldd^eub einer Ketnen bttfen ®UY{e^ niti einer bannen^ glatten, grnnen 
liinbe, angefnfit mit einem «ngene^m fänerlid^en @aftr^ SI^T^ ttnk 
®anten tti($t fe^r nna^nli^ benen ber (Shirfe. 

Z)er Bilimbe tt>iifb gan) in berfelben SBeife nnb fnr biefelien 3^^^ 
i>em)enbet koie bie .Carambola; ber €aft^ obmo^I e^en fo faner^ wirb 
f&r angenehm f^metf enb gehalten, aber bie ^rud^t ifl tt)eber fo f^on twil^ 
fo gro|> koie bie ber Ie$teren. !^er Bilimbe tt>arb im 3a^re 1791 tin^f 
Mf&^xi imb iü feiner ^eimal^ bln^t er )>om Vlai iU jum 9ugufl. !Z)ie 
Senennnng Averrhoa erhielt bie f^flanje ja (E^ren etned ieru^mteit 
aral^tfil^en Srjte^^ 9lamtnt Sli^err^oe ^on (SorboDa. 

t>it ftnltnr ber be^en genannten Ayerriioa-®f)ecie^ ifl fe^r lei^t. 
SBerben bie f^flanjen in 2:4)>fen ober Stnbeln gejogen^ bann mnf ben 
Sßnrjeltt ^inrei^enber Stonm getoä^rt tt)erbett nnb bie SRifc^nng mn^ 
att4 )n>ei Z^tittn gnter fanbiger Stafenerbe mtb einem Steile fe|r jer^ 
gangenen 2>&ngerd be^^en^ flnb fte aber in ba6 freie Seet eined 
SSamt^anfed anege))flan)t bann bebärfen fie nnr einer tei^ten^ na^r» 
laften Stafenerbe. 

@ie er^eifc^en bie Temperatur be^ SSarm^aufe^^ n)o i^nen in ber 
tt^^'g^en 9Ba^«t^ttm«)>eriobe 19—20 ®rab 8t. gemährt werben fann, 
jiebo^ bei bebeutenber ^en^tigfeit; in ber troäenen ®aifon bei mäßiger 
gen^tigfeit 17 ®rab nnb im äSinter 8—10 Ohrab nebfi trodenem unb 
fttftigem ©tonborte. 

@inb bie ^ftanjen im beften SBa^tn begrifen, bann rei^e ntau 
i^nen eine fe^r f^at^e 2>ttng1[ttffigfett nnb befeni^te bae SIatttt>ert 
mit reinem SSaffer^ bie^ muf aber anf^ören^ n>enn bie Srnc^t im Steifen 
begrifen ift nnb n^a^renb ber trodhnen f)eriobe. 

äBenn ba6 Sßetter f(j^in ifl, gewahrt man reic^Ii^en Safttiüritt, 
aber ))or jebem latten Snftjng mäfen fit gefil^tt$t fein. 

Steine ber beiben €)>ecie6 eri^etfc^ 9obenn>arme; bo^ koenn fie in 
2:6f>fen nnb ffäbeln fuTtioirt n)erben, ^alt man t€ ffir ))ort^ei($afi> bie 
S^^fe in Srbe ober alte So^ gn oerfenfen^ toeil fle^ koenn man bieiS 
nnterldft^ ni^t fo koiKig jn binden nnb nid^t fo rei^tid^e Srä^te an^ 
{«feigen ?)fregen. 

2)ie Wan^tn finb oon f^r rafi^ SSni^fe nnb bie Slatter faSen 
balb ab> ®tamm unb Dlotter mtxttn bo^r balb gang naiSt. ^aben 
bie ^fTangen brei M oier da^re nppi^ geunnl^fen/ bann merben fle ju 
bli^en anfangen. Z)ied finbetim Snli fiatt nnb mofirt btt gnmCetobev 
fort. S)te $ru($t fii^koiat lü^t an nnb erteibet leinen @tia^aiib M 
ffax Steife. 

!Die äSerme^rung g^f4;i^t burc^ StetSinge k>on reifem $ot)e, tt)el(^ 
nnter ®Ia^gIoife nnb in 0obentt)ärme leitet konrjetn. 



23 



Jßfianitnhau 
m ^en Ü er einigten S^UaUn Mov^ammka^e. 



Sd Ufl fi^ XftnUn, ba^ in emem fo oudgebc^nten Saube^ tpte btc 
Serein^n Staaten, mit fo s^erf^iebenartigem Slima unb 93oben fi^ 
de ttd^li^eii ^vpbiicte erjeugeo laffen. 

3ii %oiiifia«a ftnben toit S^iäexplantaQtxtj ben ^tfftfft>)>t auf^ 
Mxtd ttd leime ff ee unb m bea Btaat^n unter ßlci(i^em ^rettengrabe 
ta ScntnuoolUiiiatt^ ^om D^io an ubxW^ U^ an bte oropen @cen 
t{l bod SXaid^ ttnb SBetjenlanb^ mit^x uMU^ Don ben ^een ifl bet 
iRat<^«B Uttii^er nnb ber garmer ^at bort nur wenige 3Ronate (ur 
@iat ttiib Söite. 

1. WlaUr Z«tfif(^ fBe^n, aSSälft^tm, «ttfnntf 

Indiaii-Corn, Maiee. 

Sa^ in oOen Qegcnben ber (Erbe, tt)o bie S^emperatnr toa^renb bed 
&tmmn^ toemg^end einen !D2onat im X)ttr(!^f<^nitt 70^ Sa^r^. beträgt, 
taan bte tutiet bem ^tomtvi bed ^urlifc^en SBei^enö ober SBälfc^Iorn^ 
Mmtte ®etreibeart mit 9lu$e9 unb Sort^eil (ultioirt »werben. SDSeoen 
i^rtr entfernten 9e$nli^eit mü mannen ©etreibearten, qWU man i^r 
tn i^erfAiebenen Säubern man^erlei iRamen^ bo(^ ift ber inbianifqc 
9amt Vtai€, fo loie (et un^ 2)eutf(^en bie üMi^e Senennung 3B&l\äf^ 
(b. t. aiiM&nbif<^) ftom ober 2:urf if^er SBei^en ä^eratC )>erflänbli(!^, unb 
m offen Oegenben t>on Slmerifa n^irb ber 9tame Malze ober Indian-Com 
tenl^S^enb^ AebrouAt t>ix ^oid i{l in ^merifa eih^eimif^, unb 
bient »otjiglf^ ben Cingefornen )ttr9}a|rttng/ unb toit too^I nid^ an€« 
Vradftit^ (ennefett toerben fann, bof biefe burc^ atle äBettgegenben ttx^ 
ireäete ftimerfm^t nrf))ringli<^ au^ bem amerifanifc^en %tfiavbt 
«IfUonte, fo ijl bo^ niil^ )tt bejtoeifeln, baf bie aui (Suro^Hi bort an- 
|efe)»Aen Stationen ben ^nban unb bie 93enn{fnng berfelben t>on ben 
ttxftnt90^neni, ben r9t|fen SSannem, ertcntten. 

9BJe wc^t in oieten Oeaenben 2)eatfc^Ianb^, mie in anbern euro^ 
^f4^ Sänbem bod SßUfd^ont lange 3^it nur jnr Sätterung be^ 
^aiet^^it^^ nnb iux SSäfliing bed ^ofgepget^ benu^t tt>urbe, fo wax 
Wogegen bie nj^renbe nnb Irä^enbe (Sigenf^aft beffelben, ol^ dla^rungö^ 
■ttStd fir 9Kenfc^en in anbeten Säubern, tt)ie in Italien unb Ungarn, 
Unefl iefannt nnb würbe feit ben legten fündig 3a^ren an^ in 
mni^ 0«treibearmett (Begenben Dentfc^anb« ni^t länger unUa^tct 
^^en; fo fut anify bie ftattoffeinot| in ben (e(^ten 3a^ren nii^t 



24 

»m^ itjitttt^fn, bett 9bt(<m be^ Silf^forn^ etn)ttfiit^rcit/ tnbeifi Ut 
SRo^t^aftigfeit biefe^ ftont« bte ber Kartoffel too^I itnt bad Sterfa«!^ 
übtxixx^ — X>tt idbrltd^e (Ertrag be« SRat« I^trägt m brn Sereintgieii 
&iMttn nä^t bad jDo)>)>eIte aller fitogett @etret>earten^ matt f>erf<^tt€te 
bte SRat^erttte tttt 3a^re 1847 auf 539,000,000 Sufi^el. 

2)a bte SRat^pflanje aOgetttettt belanttt tfl, fo tfl ettte 93ef<^ret(mn0 
berfeKett ^ter ((erftufftg. 

@ p i t If itttb Xbartett. 

2>te bettterfett^tDert^eflett ®)){el^ ttttb St^artett, bte ft«^ ttttter^olf^ 
ber Serettttgtett @taatett ftnbett, ftnb folgenbe: 

1. Golden Biohx, ober Nortbem Yelfow Flint-Coni, gelbem 
@temIortt ber tt9rblt(^ett ®egenbett. Sle^rettfoliett btd utib fürs, }to(If^ 
getttg) Stinter tttaftg grof, dttg, fe^r na^ri^aft. 

2. Kiog: Philip, ober Eif bt Rowed Yellow-Corn. %{fyU 
jetltge^ (BtlMüxn. Ke^reitloKett tste^r littglt^ tttib fc^ttial, ad^tjetftg, 
mrtter gr6f er, al^er toetitger tto^^aft, ttt gittettt S3obeit auö^ }Vo$I^ei(tg. 

3. Canada-Corn, ober Eight Rowed Yellow Small* 
Com, cattobtfii^e^, HetttKrtttge^, a(!^t}etKtge^ ®eKfont. Sle^rettIo(ben 
a^U U^ atoSt^SOtg, a(!^t}etltg; KSrtrer fteitt trab bic^tgebrätigt, tta^r^ft 
9% frd^retf. Sitte oerebelte Stuart bm>oti/ jtoSI^eilftg/ f&^rt bett 9tattten 
99roiott*4 ffortt. 

4. DuttoD-Com, ^ttttott'^ itont. Sattggefhedfte, 2^$tf^ bi^ 
f^^^tti^Kige Sle^rettblbett, Ui nab lang, etaeitt regeltaäf tg gefnrd^teii 
©dtttenf^iafte ä^nli^y Stimmt toeniger bi(!^t, ya geräuttttgen B^fl^ttgrubeit, 
rttttbltd^ gefonttt, etaaaber taattt bern^reab, s^on loett gefälltgeretit Situ 
fe^ea aft bte gebräagtea ndrbltAen Könterarten; bte JcSraer entl^alten 
me^r StArfente^I unb Oel, ba^ (^etoebe tft )a^er, bte 9tet^ ft^oter; M 
®c|koeinemafl totrb biefe SLrt befonber^ gefc^ä^t. 

6. Southern Small Yellow-Corn, ©uMtf^e^ Retae« ®elb^ 
(ora; beta oorigea ä^nltt^, ta fletaereat 9Raf flabe^ bte ftiraer baalelgetb 
ttab fefler, ba^er jam SafSetoa^rea aab )ur Serfeabuag aie^r geetgaet^ 
bte fra^ere Steife läft fauat eiae SRiferate ^a. Soa btefer aab ber 
i^origea giebt ed eiae iOteage @{>ielartea. 

7. Rhode Island White Flint-Corn. SBeife« @teiafom 
»oa 9l^obe^3^(aab. Xe^reafolbea jieatltt^ grofi, 12 — löjetlig, ItSraer 
aUa^eab toetf , fafi raab, eat^altea eiae gIetV(Ktrtige SDtafe ooa $f[aaiea> 
fi^Ietai aab Starfeate^I, aber a)eatger Kleber ate aabere Slrtea. 

& Southern Bi^ White Flint*Corn^ @nbb'<^e4 ^ofed 
a^et^ea ^eiafora; grofe, btde, 2tooIf)ei(ige $le^rea!oIbea, ber großen 
®en^(oraart bed ^itbead iitm\i<^ d^ali^> eat^dtt rne^r ©tärfeateH o^ 
toeaiger Oet aU bie 9i^obe^3dIaab fßmttat 93oa btefer Srt loirb ba^ 
tteblittg^genc^t ber anieri{aatf(^ea Saableate, ^oauatay, am fd^adj^afte« 
ftea bereitet. 

9« Southern Small White Flint-Corn, @ät>li^H tltine^, 
loet^e^ @te1atora, ber oorigea Slrt d^Ii^, aar ia Heiaerem SDlaf^abe/ 
aber toeaiger ergiebig* 

la Dutton White Flint-Corn« koeife« S>attoai>®teia{oira, 
oott bem gelbea ^attottlora aar baril^ bte ^^rbe berfiAraer s^erf^iebett. 






I 

1 



25 

IL Barly Caiiftdian White Flint-Corn, danM^^ I9etff6 
Intimi, Witt mar guai fnf^ ®eiratt^ aU dnbfl fmitbant^ ^nft 
dm wU^ mtittt itn^t 

12. Tascarora-Corn, Xit^earora^ffoni, etiie bau St^obct^taab^ 
im i^Iü|e Sbt tm ^taatt 9telx>^9otf/ beren Storttet «Debet Melker itoi| 
Cd ciif^Iint, tmtglti^ gur f^ferbefttttenatg, )«m 89rob(ad( en itity fo lange 
jiyhm^ea, aM ba« 9R4i iio# frif^ ifl. Da^ SRe^I m'rb ibalb 
li^fig, )ttT @tärftierettiing kDtvb biefe Stomart ]»»r}figli4^ itnul^t. 

\S. Virginia White Gourdseed-Corn. Strgimfc^er »eifer 
liiltd4toTinaa{d/ bte Se^renfolben lieber fo btd noc^ fo lang aU bad 
jcffe fnblii!^, gelfre nnb loetfe ®tetnfom, ftnb gletil^ 24^ bi« äÖietltg; 
Mrtlnier iiitb'IattdU^ nnb f(!^mal geformet, nai!^ ben unteren Snben 
dstjb^t j toegen t^rer gebrangten ©teSnng fallen ^e fe^r tn« ®etm^t 
3^ (8imtJ>t ift jart nnb ber ®tarfeme$l^e$alt nienoiegenb/ ber an 
Kkr na^ Oel jieboi!^ genng. @te etgnen ft^ nt^t )nr 33erf(!^tfang ; 
1^ Sa^trotfnttng nnb 9tdftong (ann ntan biefe 9ri 9Rat^ nid^t anf^ 
ksa^rea anb man nraf fie forgfaltig in fU^t neunten. ®te gehört jn 
tar fjpater retfenben Srten. 

14. X)eT Saben^ nnb Snrbenmat^/ Badea-CorD (Tree Coro) 
Indea-Coni, flnb bnr<^ forgfalttge fJflege erjtefte Slbarten beöftürbt^^ 
taiKttt«, beffen Sm^tbarfett )9on 3—4 9e^ren bt^ )n ^eroorbringnng 
«tt 6 — 10 Xe^ren an etnent etnjtgen ^alnte geweigert »>orben ift. 

15. Early Sweet-Corn, ober Early Sa|:ar-Cera, frn^^ 
mfrt 3a&rfora, an^ loo^t Papooa-Com (3ReIonen(om) genannt/ mit 
xUSjüi^ ober tDetf en, nt^t fonberlic^ langen Se^renblben. !&tefe toi^ 
Itltni 8 Sift^en »et^er ntattf^unmernber Itöxntt/ bte a^nlit^ benen ber 
leiigea ^ibea Xrten, nac^ bent Strodnen efnf(l^rttnq)fen/ nnb babet bad 
bfc^ ati^t Dofltger Steife bellten. Z)iefe ftomer ^aUn jnder^altige 
Sefnibl^le anb n>eniger &tättemt% man benn^t fte ba^er nte^r für bie 
«K fnf^ <^^ gebfert bienen fle jnr Sereäung niedrer f(!^ntad^after 



16. &ice-Corn, Slei^fom. Sine SSätfd^fomart/ fe^r abtoei(!^enb 
908 ben bt^^enaen^ bie Seiten ftnb Hein^ bie ftdrner ftnb bon blutrot^er, 
Iteedea iaö Slanlic^e nnb ®ränli<^e f(!^tllember %axU, ähneln juemli^ 
UtL Skt^fdraera^ enthalten loeniger @tär(ente^I nnb tt>eit nte^r Oel aU 
obere ^aUattttu 3^ üRe^I gemahlen geben biefe ftdmer nur mit 
JBBifi^S anbern SRe^Id tin f^marf^afte^ 93rob. 

17. Pop-Cora, ober PareliiDg^-CorD, 9toftfom, |)nff!orn (Zea 
Gvagraa). 2)iefe %tt, na^ t^rent ißaterlanbe a3al))ataifo4tom genannt^ 
8ni|act fb^ bar(^ fletne 9e^renIoIben nnb Seine ftöm^en au)^/ bie oont 
übteotlnnt in^ Siotette fd^iOem^ fte entsaften tt)enig Starte nnb beflo 
ac|ir Da, «oel^ed beim 9ldflen am Sener tinm ni^t unangenehmen 
tkft 5»rT6rtitet & n>irb feiten gnm 9ttt$en angebant^ ba man nnr 
Ma bea frifc^ gerftfleten ftomem ®ebratt<^ mac^t. 2)ie It^rner )er)>Ia$en 
ait mem ftnaK nnb ^oben al^ann eine tt>eif e %axU nnb getränfelted 
faf^n* 3n biefem 3u{lanbe ftnb bie ftdmer ^»^fl ft^ma^a^. 3n 
Süldamenfa tß btefe ^oi^att i^orjttgli«^ i^^4&$t nnb an« berfelben 
MW ba« SRe^I )>ormaM bereitet^ bo^ oor)ttgOn)f ife fnr ^it S^afel ber 
Swtf Mtt ^era beftunmt loar. 



SB 

fn#tai S«bai Ummt n wüH fvtt t>n Vtm^ tiAt eittoi jtKm 
S)9be8 »ib et« »äfts fau|M, «Mnite^ JRtma. $bif mogerm 9A«f 
Dtilaagt er ßorfe l^infft»^ 

®aatjeti 

It^ ^ber ndttlt^m tose «üb ber 3a^€«}eäeti. Der Soben f«t 
f^os )iniilt(^ wn ber (Sonne bnh^rmt fein, nm ben ftetmttiijj^)>ro)ef 
Se^in'S JE bef/^enntgen. 2>ie gett>o$ttlt4e Stegel t{l: ben vHaU }i 
^flan)en, «mw bie 8Iiti^ be^ S^elbminied ftc( entfalten. 



yflaninng^ntet^obe. 

9tatt )>fan}t ben SRott na^ ber Sef^en^'t /be^ Soben« mib 
be« IKtniad me^r ober toentger entfrmt oon etnanber. 3n oen nM* 
Klieren ©egenben )>{Ian)t man ben SDIot^ anf 3 %n^ md ®et>ierte. 
3Der ^ot^ lotrb bort nt^t fe^r ^o^ snb breitet ft^ weniger au^, ^ 
Sttben, 100 ber ^aU fi^ me^r enttoitfelt nnb eine bebentenbe ^<^ 
erreicht, werben bie Xeifien fünf Snf nnb bie fflanjen in ben SIetV» 
brei Jnf oon einanber gemalt. 

SRnji legt gewd^nlif^ fnnf U$ a^t ildmer in eine JDefhnng. SRon 
ma^ vBoi einer |)atte txn 2oi^, loir^ in felbtge^ bie nöt^ige an}a^ 
Sömer nnb lit^t mit felber ein^ 3^U ^o^ (Erbe barnber. 

Searbeitnng wA^renb ber Segetatiom 

Die fernere Srbeit noi^ beni (Einlegen ber Saattimer befielt in 
einer loieber^olten tinflocfemng U§ Srbreii^ um bie aßnrjeln ber 
jnngen |)alme, nnb in ber Sertilgnng bee Unfranted. JDal Altere Seo» 
fo^ren, bie <Etbe nm bte SRotd^^flanjen mit ber ^ade oon Itnirattt frei 
gn ma^en, nnb bann bie lotlere (Erbe nm bie aSnrjetn ^ anfsn^anfeb^ 
wtib niil^t WH ber ümflinbüi^feit nnb SDIA^eligfeit wegen, fonbot 
an^ be^^fb oon ben tn^tig^ 9Xai6)>{Ianjem langft oerworfen, weS 
bobnr^ bie gdrteren aBnrjeln an ben {Hibnen lei^ befc^bigt werben, 
imb »tu in ben ^oi^ange^nflen {^ngeln bie äBmjetn )tt f e^r ^er trodenben 
©onnen^tV anigefe^t^ bie (Erbe lei^t oomSBmbe wegge^^rt ober oom 
Stegen abgeff>n^It nnb bie Snrjeln entbUft weiben. 

SRan bebtent fi^ ief^t eined fe^r gweämfifigen äkrfa^ren^. 
nimmt bie erfle Srbeit oor, fobalb bie ^ftanjlein ^tnl&ngli^ grof 
flnb, nm fie anf ben Steigen entlang nnterf^e^n jn fönnen, man , 
ein fe^r einfac^e^ Serljeug, bie SRai^gge, gan) na^ läng^ ben bol 
Seiten ber SRai^^ngel^en ^tn, o^ne btefe fetbfl jiebo^ jn berühr 
Dabnri^ wirb aOed Heinere ttnfrant entwnrjelt, wel<^ed man otlu 
Zage liegen laft, bamtt eö in ber @onne oöIltj| trocfnet, bann fo' 
man mit bem $fbtge no^, mit welkem iU ^mti ^öi^ftend britte^i 
3oQ Xiefe ba6 größere Unfrant andgerottet wirb, o^ne bof babei \ 
ttnterge^fCttgte Dunger ^roorgewn^It wirb. 9ti{fyt nnr wirb bobm 
aOe^ grdpere Unfrant entwurjelt, fonbem an^ )ttglei(]^ ba^ (Erbret^ 
beffer aufgelodert, aU biefef bnrc^ mA^amed Senden mit ber ^ai' 
wörbe gef<^e^en fönnen. ®)>iter lommenbe^ Untront fann bann Iei( 
mit ber ^ade an^erottet werben. 



27 

te gecjgitttem SSoteen Sk^mi, bmii ft^^cner ft^ ttt^t ne^t i^oit bett 
ki^atni ninbtt^en ^otdarten nnterfc^etbe«. 

Sc^nli^^ )&evValt ed ftt^ mit ben Slrteti/ mel^eii eme att^ge)et(^ttete 

i^i^^^ Ittgef^riebeti »ttb. £)ttti$ forgfdltt^e 9ttd»a^l DOY)figIt($ 

ftt üb f^on ott^fe^b^r 9ivm jttr @aat ifl ed ttamlt^ iUtoiiUn 

fiag/tn, foU^ ^oexebelte i>aimt irgenb emer beliebten SRat^atrt {tt txf 

pa, ba| Mefe ^tt ber geivo^itteii 3<^t ^<>tt ^^ ^^^^ }^^</ ^S<^{l^n^ 

kci üi^reti, bertn o^t frid )e^ *) oo etsem {xdnte ^er^orbroc^ten unb 

|ic{Ba4 itiigett>5^a|j4l^e <£ntteii fm>atitit tk^tn. Z)tefer/ t)on 3Ran^en 

f» ^^etfi^tnte SBott^ett t{t jiebot^ fe^r beträderifc^ ttnb utigeaci^tet man 

HMetben eme gröf erc Stttftoterffomfett g«ge)»ettbet, ate er in ber S^at 

mUctttr, fo ^at boi!^ ber (Erfolg gejetst^ ba^ m ^fol^en ^äSen bte 

%^m Heiner «Daten nnb bte ftomer tn benfelben nuDolIfontnten ent^^ 

m&lt, baffer iii^t ^lef^ieitig reif kontben^ ba^ bnrc^ ^erbfifröfle bie 

^•Arr ret^beit ftdmer ju ®rmibe gmgen^ alted bted aber and bem 

riMa^en ©ntnbe, noetl aber bte 3<xK ongefe^te Se^ren and bemfelben 

^oinie (eine gröfere 3)Ienge entfaltenben nnb enttt)t(fe(nben 9la^mng6;; 

^ffed gemnnen Onnen^ aM folt!^ m $aTnt fetner 9latnr gentaf ben« 

fdbcs sajitfn^ren bejHntmt t'fl. — 

Stau ma^Ie eine SIrt s>on SSälf^forn jnr <Saat, koeld^e fru^ retf 
müb, wtä im ®e^temier oftmals fd^on bebentenbe 9{a(!^tfrojle fid^ er? 
tigßm, bie ben ftSmem fe^r no^t^tlig merben fönnen.' Die gnte 
^leaf^^ofi be« frffbern Steifend »erliert fid^ jebod^ aUm&^ixQ, man ^of 
ge^nbes, baf im 9{orben frfi^reifenbe SRatdorten, int ©nben audgefäet 
M^dfrt längere 3^ S^t t)ölKigen Steife bebnrften« 

jRoa »d^Ie ferner nnr s^mi folgen ^fonjen ^it &aafUtn€n oMß, 
bie Mühend %r»ti bcd brei tst^Kig entoidCelte unb boOtonunen cm^Qt^ 
Mbeix 9ei^reiifoIbeit tragen. SSHeberl^otte Seobo^rfsngen nnb SSerfnc^e 
^tOkm waitgntiftlt enoiefen, b^if man bnriA anfmerffanted nnb nm^^^ 
%d Serfa^res in biefer Seji^Stng ben. <&trag ber Sieger nuQtxoi^Uf 

Befimbere Snfnterifamleit »erbient bad ad^tjetlige n^eif e !&uttonforn/ 

•dfled »egett fetned retd^ (Em^^Srtraged in Slorbanterifa ))Dr}äglii^ 

I frfi^fitt nneb. SnnfjelngiOige 0e^rentoIben ftnb in einigemtafen gntet^ 

1 äa^reit bei biefer 9»atdart m^t^ feltened* 2)ie Sömer flnb gelb; bie 

I idmai traeeii feine geifere ßa^ Herren nnb i^r äBad^dt^nm ifl int 

I Sergfei^ mit anbem Staidarten e^^r ^tottQartiQ gn notnen^ aber bie 

Mi^ Sfbräneten {)alme t)erbreiten ^ ober ben So^en/ nnb geben bor:> 

fi^ÜM Setter, -t- 

93ef$affen^eit bed SBobend. 

Z>ar 3Dtaid bebarf einen rei^ 199ioben; e^^ f^nbtgen nU f^n^eren 
iQcsSe^iitbobe«» gonj i99tf&alUfy gebeizt ber Staid onf onfgefi^mentmtM 
Ifedobe nstb giüi gnte «nie onf nenent SSalb^ nnb ^rairie(anbe> 
Mt^ b«n$ eine Sinrfrnd^t fi^on ttm^ nrbor gemalt tonrbe; anf 



■)8ri eftier STiidfteflnng tant»(rtJWafttl(bet ^rotuclc (n O^to, »urtc cfn 
WaWenQcl mit s^^U t(e(rcn bor()e}ctg(. 



30 

ttiib wegett ^et tttebnsett |hresfe ber eitropätf^eit Seilte m^ mü äSor- 
i^'l er^gt n>erbett tonnte/ ^Dirfc SernberM gntgen t^ttoeife ein nnl 
ber 9Beinf»att am O^ioflnffe f«^ fetnent Snbe na^/ iit ^tn Songi 
n)ort^ tu (Einctnnatt bnn^ glnÄi^e Serfui^e mit Keffer geeignete« 
milben 9ttUn biefen B^veig ber ftnltnr toieber rinen neuen ünff^tonni 
gn( nnb Dide ^fu^^f^ in ber bortigen (Segenb anf)>orniie, bie $iigd 
am C^flttfe mit 9tei^ gn (e^flanjen, bie anmnt^ btefe« fd^hici 
Slttfe^ )n er^d^en nnb fo tint )mette St^ingegenb jn ftilben^ meU^ 
iebo^ immer bie alten Stuinen, bie 9iofttt, ge^ngen n. f. ». fe^loi 
ttoerben, bie ben fR^tin fo interefant ma^tn. 

Sttfkr an ben D^imtfem finbet inon aber an^ noc( Seingirtnee 
in me^rmn anberen Staaten, bo^ ift (einer berfeIHn fo iAtntHüo, bof 
er anf eine grof artij^ SSeinerjengung re<i^nen (äffen ttnnte» i 

Snlagen t»on Seingärten in ber 91% grofer @täbte lohnen fU| 
bnr^ ben 2:ranbenoer(auf fe^r gnt 3« ber 9ta^ t>oti Xen>^9ort (it 
fi0t ein Xrjt 9tanten^ ttnber^ill/ einen grofen SBeingarten^. s>on n»di 
^em er t^ergangeneö 3l^x ihtt je^ntonfenb Dollar^ fitr Zxmita fjfii 
Ufk ^abm fofl^'O 

^ttt £ongmort( i^tüt übet ben ffieinl^on in ber @egenb tw 
Sinctttttati einen anlfu^rlid^en Seri^t mit <ktt^ bem bal ^ntereffantefk 
^ier folgen mag: 

ttVit $uge(/ onf »eichen i^ meine SBeingarten angelegt ^aie, 
liegen t^eil^ unmittelbar wax D^io^ t^^i^^ ^iuige SReilen t>on beut 
glttffe entfernt. 

£)ie ®5rten ftnb über ben ganjen ^figel ^in angelegt o^ne Sticbi 
fi^t auf eine befonbere Sage« 

Xttf ben Xerraffen lafe i^ bie 9teben in ^ti^n oon 4 — IVs 
anb bie f^flanjen in ben Seiiben 3Vt-*4 ^f ton einanber fe^eu/ 
ji^e fie an ^tidtn bon 6 ^ufl Sdnge auf. !£)er 93oben braucht fdd 
loenig Z)ttnger, «oenn iäf aber loeld^n antt)enben rnnf^ fo ne^me n| 
Üebe Srt Don D&nger, toenn er nur gut i)erfautt i^ 3^ {>1lAni^ immecj 
3n>ei @e$Iinge in jebem {)t(get unb gioar fo^ baf fte fld^ an ben obemj 
(Enben 2—8 3^K nähern nnb nuten iitmiiify \Hlt ii^on einauber fle^efl^ 
bomit loenn tint ober bie anbere ¥flan)e ^erau^enommen «oeiben mufj^i 
bie SSttxjeln ber anbent beim 9n$^Un ni^t bef^bigt merben« fBkm 
ber ffia^^tffum ber ^flan^tn niä^t fe^r (r&ftig ijt^ unb fie fein giNci 
veifeiS $oI) anfi^en, fo (äffe iify jle in bem erften SBinter über mit 
erbe bebeden. mt Anfang bed grä^ja^r« f^neibe i^ lie a(6bantt bÜ 
aQf2obet3{(ugen, unb fobatb ^ie 9teben ^in(Ang(i4^ ^erangen>a<!^fen flnb^ 
um fe^n jn (ömien, mel^ed ber ^rtfle dou ben trieben mirb/ lafe ^ 
bie fd^tod^eren ou^bred^en unb bie ftarfften forttoaAfen. 

SReine bentf^en f^fii^ter moOen bie Kcben gu mner anbetn 3a^re«>^ 
jeit ftf^neiben al^ im Stft^ia^te, n)ie ed in Deutfü^anb gebrAn^(i<^ i^' 
mobnr^ aber bie t>erfi^'ebenen ^(rbeiten im ^rä^a^ fe^r oerf)>ä(et 
»etben. 3^ fd^Iage bagegen ^or, ba9 ©Reiben im |>erbfte, fobalb^ 
bie 93(&tter abgejfaOen flub^ oorjutte^meU/ g(ei(!^}eitig aber on^ bie^efi' 




*^ CfiNnt toobt ein »cnig m^ antfrifanifibet %U fibertrieben jn fdn. I 

2). Sieb. I 



31 

ütfft |tt ^sfhiiiiett. Set folc^ ^ev(f^)ftatr)migett «nttbe M bte ©elltnge 
^ eiitlesett, ba^ ba4 pUx^t Slttge berfeKett mtt ber Ij^erjläc^e bed 
Debend gleit^ jtt flehen hvxmt ttnb voirbe fte aber SSmter mtt etn>ad 
€rbe f>Atdtn^ )»tU^ nfi^^ed Sru^io^r^ »enn (eine garten ^riflc me^v 
p bef ä r^ t t tt finb, ^we0gerattint mevbat faiitt. 

3^ ^oie meiere 3a$re long ittt(m4gefe$t mtt aSe» frembctt Slcbeii;' 
(Mm ttnb jtoot im ®Yofen SSetfit^ gem«^ SBcttt jtt berttten, f(nib 
«kr^ baf it(^ f ettter brrfelbett fitt ititfer itltma etgitet^ imb bat att^ i^tn 
te 3bef etaer Stcfltutattftntttg btefer Sprint gattg }tträdgebmtmeit ^ ja 
i^ ^e ite fbgat für nttmSglu^. 

3c^ Itei mir unitt Sttberm äüOO Stcbett t>oit 9Rabeira ttttb 10,000 
90B Sr«Arei<!^ UfsrntUy i^en le^terett beflattb bte ettte ^at^ au^ i^oitgtg 
to bent^ftite^eti Stebenforteiir t^üä^t wxi bem 3inra'®ebtrge, M bem 
andblt^ftai 2:^(e ber ttdrbU^^fteit Sßetngegmb ^rottlret^'^^ tameit. Sben 
(• ^tte i^ Slel^ii ond bcr ®(genb i»ott fJan^/ Sorbemtjc ttitb 9ott 
2)(irtf^(aiit. 3c^ flötete babct feine Stt^Iitgeii, tief tmit btefe Xebett 
iß rt^t i>vbeiitb'4f ^btren, bie ®ette ettte^ f^ttgel« rnjolen imb legte 
oflf betK SSobeit @tetite Hub Sied mit 9lb)itgdgräbeit, mifil^te bte (Erbe 
ttt <EMi)>i>fl mb ©oitb attf ettte S^tefe ooott brei Sttf itttb |>fbtst)te tmit 
of bea fo 3ttbereitetett Sobett btefe t>erf(l^iebeneti frembeit Stebettfortett. 
SSe btefe Serfu^e ftttb aber mtfgUtdt ttnb i^ i^t gegett^arttg t>on 
Ata btefeit Steben nid^t eine eimige mef^r. ^ tat^ boi^ ttnbebtngt 
Me ftidter tmferer einf^tmif^ieit Stebenfotten on^ glonbe itn^, baf Ser:^ 
fsi^e^ belfere €i^en cM bem ©amen Derf^iebener Slbarten }tt entrfen, 
fo Btniea 3. 93. SRifd^mig ber Oatawba mit fremben Sotten^ trfelleu^t jn 
eiaem guten SRefnItat fn^ren. 

jDct Seätban Monrbe fi^on SH>v fnn^ig So^en in bet 9Iä^ ^on 
fP^oH^a DOtt einer ®efe8f^^ ttt @^nng ^0 berfn^t @ie nn^e» 
o^Idnbifd^e ©orten nnb fanben fie ebenfalls in ttnferm fiftm« nii^t tnU 
fpt€^^€Blt'y eine einjige Sorte aufgenommen/ toeld^e gut fortfam nnb 
tn^^U^ Strauben trug. 2)ie ^bee^ äBein Don bem ein^eimiff^en Strauben 
|s siad^/ ^atte man jn ber 3^ ^^^ lac^erlid^ gefttnben nnb ber 
Dtredor biefer SBeinbangefeKfc^^ nannU biefe ©orte^ mi^^ fo gnt 
»emünfttger ffletfe^ tpenn anc^ ni^t mit Siedet; Ztonben t)on 

Sorgebirge ber gnten ^offnnng, obgleich ^le bon ben Ufern bed 
^^laytfiSd gekommen tt>aren. 

Der nä^fte SSerfni!^ lonrbe t)on ben @(!^n>eiurn gemad^t toeld^e ft^ 
mSep^, dsbtona^ nieberliefen^ bort aber anil^ fe^r ba(b oudfanben, bap 
^ €<l^ii>e^erreben ntd^t fftr nnfer Klima (»aften; fie loerfd^afften {l4 
ba^ bte oben enoa^nten Cape grapes oon ®pnng $t% nnb mai^ttn 
boseti einen Sßein^ toel^er ^erb, ron^ nnb nur mit Buder genief bar 
wtxj i^re SSetnberge ^nb aber aOmä^Iig eingegangen, nnb bie Cape 
gmpe (BchnyHnll Maseadell) tt){rb mentg mefir gejogen/^ — 

Stfy ^abe bad 93ergnngen/^erm Songtoort^ |)erfönli(!^ jtt (ennen 
B^ man tann auf feine <£rfa^rmtgen m Seaug auf ben Setnban biefed 
tnbe^/ nnbebtngM 3^<ut^>i f^^- {><^ ^* ifl ^iner bon ben wenigen 
laevilaaeni^ tt>el<$e nt^t f&r bie Oegentoart, fonbern fit bie 3«f»nft 
cbft^en. 

di$ eutne^^ ^ier and Sro^nd Trees of America bie Sef^reibnng 
^« »tlbrii S^ranJenf orten, toel^e in ben bereinigten Staaten wrfommen. 



Fra-grape, wU tIm. V%m mmvMgt de TAMeri^ne. YfOs Labinset. 



2)ir %m^aAt tfl c» «OTfray^i^ nb «mibct fh^ M }tt Ml 
SBqrfirfa tar ^i^ftai Sine fcMsf. Z)ie ra|dnm3»et(|e ftab ii»rr4[ 
mk mm UimwSiäftm %Uam McA. 2>te bml«y)»ieeii, W^f^nmoo^ 
«B Xctfbc M«if mfl^N« tV^ttr fiab clmK grdfcr, oI< bte brt 
can^^tlai SBrnfbA, dMr 4—6 B^H m Z)«r^flicff€r mib üttf kor 
iBlfi'f €cäs wt cnMH bi i ^ t w / loc^Ki^cs obcf roflfntbtttcft Stonn 
iicr}tSaL X>it gfMu|grinai 8i&l|cm fomcs i« 3s»t {kik Stcf^N^ 
ob l^^s am hqoi 6(id^ ni bo(b€sftongai ZroafeesMfil^Iii Mr 
fuBMi. 2)tr Sems, »eli|e m Odotcr feifai, ftsb UnfjU^ nnb/ 
etses fiiMi 3^ ^^^ bArtter te Z)Mf^nefet/ bnfdpBVfnnpfiiTiig inril 
MEtreüe«, befoibeif »en fk fngfältis se|»{lM|t loerbe«, etne« «t|ii 
se^sm gcwirjlfflffffR Ocii^. v^ gicbt abe? nH^ befsflciufftcbi^e mb 
gtiifiiVwfipc; fk ^beB i« »ilbes Bsfittsbe eme |a^ Öc^ide m^ («Iv 
^ttni eise fiifl breta^alu|e Stoffe, tȟ^ bie SNhrvtr smgtebt. Sm 
tmigoi SbAites imB «an }»enut m etsem 3a|re mfe Xroabe» m 
^ftes lobea, «mi< fi^ jdDHM^ mnr m sas| toomes mb frtu^ftoct 
3i^eeE eieigittt* 

3s SvibMMTffft siiletf((|fibet mhi wdet bes bnt^ Ssititr eijttttcii 
Sicftn MiisgiMtfe frigoibe: 

1. 3fabeI(a^Zrasbe (Inbdla-i^rqie), «tt länfjfü^twßlbtx, pm 
|NUfiubescv Seete, ms ssgese^sum, bifusA^sIt^^eni 0ettt^. ^ 

8. 9iamV€ Zrasbe (VbmA'n Fox-gnipe), mk blofgtSiies 
SUHtm ssb nnibeS/ Uofti^b'^^es Seeres. 

S. CalsisbS'Ztasbe (Catawte * gnpc), siit gt^fes, Ungti^f 
nmbes Sectcs, bI£sIti^)psi|Hin9t( ss bet 90s bet 6osse bef^tesescK 
ssb iit|ia^isss U$ Ua^w^ «s bet osbem 6cäe. 



•) Vkis baUOa ifl os^ frit bfina(e |e(ii Sa^rni in mehreren eiiro)>aif(lMl 
Wilcs bcfoimt snb »srte IMS in Ht tOo. Porten). p«g. 853 Tfi^mdM 
em^llst €i (dft bafdNI: ,Xw «M^moi 3o^en o^icU ber l)0tftiiif4« 
OartCB )« 9crlitt aa4 bcm liiasaeaii Botaaie Gardea aad 
Narseriea bei ^tctO'^cif ctaefBcinort mit bcr 9e)ei(bnitne Yitis laabell% 
sstcr ivektcm ftarnn fte (oub in bm neuen fWanjcnfataloficn bet ^erres 
«. snb 91. Oasmann in 8on»ilIet onfaef&brt tft. — 96 i9 Hei 
CISC bet OBiMteiftorteftcB anb cmyf ellenmertbeten fHbmS« |nt 9eneibnii§ 
i»on €Ment Tfetlert Vlwum anb ber^r anb nt^t nUcin ben übrigen 8ci» 
orten, oll Vilia iadiTina, Ldmisca, nparia tt. a. boriu^icbenr fonbem fM 

aOen ftbrigen 9flan|en. bie )n ieneln 3»cd bt#(er bem>enbet »nrbcn, m 
Arialalochia &afho, toaMatoaa nnb ä^niU^tn. TÄt iäbdgen »eben enti^Ci 
in cintro no^rboftcn 9üben oft eine «äsge bon 18--ao'r onfgeuKi^^iHe 
Glättet bnben eine S&nge von IS" nnb eine breite bon 16". SDie 6iHo* 
Mt bei Sanbei wirb noib babnr^ erhöbt, bof bie nntere gla^e bei 9iati^ 
»eif ift. nnb mit ber gefSttigt grünen Dberfl^c^e einen angenehmen Controf 
bflbet n. f. ». — '• ^ . 

eeit ISiSr W9 Hefe fBetnort bnri^ bic Jb »eit beibreitete «flg. ®arteni 
aeitnng beflf ni empfotlm »orben iftr M ne M me(r nnb me^ berbrci^ 
ober no4 ni^t genug, snb mirb (ierbur6 allen benen, vh\^ mt f^ncfl« 
SKHifcHbe snb f^ine Slonfj^flattie gu baben »ftnf^, noi^ali beffcni 
embfoHfli« ^Dir ^f^t bot. Vnrtes ^t no^ me^e frnige 91Ianaen ab^n« 
tofTcn. «. O-c. 



31 

b cudcgeit, baf bod oiberfle 9ttge terfeKett mit ber Oierjlä^e bed 
Btaid glet^ 3tt fk^^en fontmt nnb voärbe Ite ibn SGBinter mit ettpad 
b)c Meden, tt>el<^e^ na^ited Sru^ia^Y, »enn Mnc flarfett ^r^e me^r 
ytefiit^lrn fitib^ ^nttoeggeroirntt tt)nbett fax«. 

3^ ^te me^reire 3^Te lang ttiaitegefe(^t mit oMen fireinbcn Stebctt^ 
Uct trab )ti>ar im ®Yof(m äkrfiti^ gemalt SBent gtt (ertiteii, fosb 
in,^ fä^ feiner berfeifwn für ttufet SHinta eignet^ ttsb bot ao^ S)0» 
lir 3bef emnr St^imatiftmitg btefer Sorten ganj inrädgetonimett , j[a 
il lidte fie fogax für nimioglti^. 

34 lief «tir imteT StibeYm äOOO 9{ebeit t>ott 9Rabdra itnb 10,000 
MQ Srcmltei^ fcmtmeii) wn leiteten beraub bte eine ^äifU aui )tiHiii)tg 
kr krii^mtefleii Steienfodfti^ toel^e au6 bem ^wca'®tUxQt, ald bem 
M^blit^^ 2:^Ie ber tterblt^ften Sßetngesetib Sran(ret(3^'^, tarnen. «Eben 
^ ^tte iä^ ffltbtn, cM bct ®(genb t^n ^ati^, Soibemtr nnb t^pn 
ItitfdHaiKb. 3^ fd^enetf babet fetne analogen, Iie$ nun btefe Xeben 
ji T«^ etbentlt^ probtren ^ bte ®Hit et ne4 ^flgelf riijioleo ntib legte 
i^ ben Soben Steine nnb Sied mit 9lb)ng^gräben, mtf^te bte Srbe 
wä ima^ «Hb &cxi^ anf etne Zitft Mn bret Sofr nnb )>f[an)te nnn 
of bea fo zubereiteten Soben btefe t>erf^tebenen frentben Stebenforten. 
tle biefe Serfu^e ftnb abet mifglödt nnb tii^ bejij^e gegenwärtig wn 
dtn biefen SReben nt^t eine eimige mefnr. 3^ rat^e bo^ nnbebingt 
We SbOtitt imferer einjietmif^eii Stebenf^rten cm^ glanbe an^^ baf Ser^ 
^, beftre @orten and bent @anten Derf^iebener Slbarten }n entelen, 
f» Smn }. ®« SRtf^mig ber Oatawba mit fremben @otten, vkUtU^t jn 
raeni guten 9lefttltat fuhren. 

2>er SMaiaa konrbe f^n SH>r fttttf)tg dorren in ber 9lä^e »on 
iPtebefj^ »m einer ®efeSf^^ }tt ®)»nng {^0 oerfni^t @ie na^e» 
Mldobff^e @orten nnb fanben fie ebenfalls in unfemt Sttima ni^t ent» 
f^f^Htiib; eilte einzige Sorte an^genornnten^ toeld^e gut fortfam nnb 
m^ti^ Zraitben tmg. 2)te Sbee^ äBein t>on bem ein^eimif^en 2:raubett 
j* aai^, ^atte man gn ber S^t ^^ft la^erli^ gefttnben unb ber 
fioecta: btefer SBeinbangefeKfc^aft nannte btefe @orte^ ml^t fo gnt 
fntlaB, »eratui^ger äßeife^ n>enn an^ nt^t mit dtt^t, Stanbett oon 
ItR fSerg^rge ber gnten ^offhnng^ obgleich lle bon ben Ufern be^ 
QfsyTKItt gefpmmen toaren. 

jDer itdii^fie Serfn^ tonrbe t)on ben Si^toetjern gemalt, ^tt(fyz fi^ 

> 3itbiana, nieberliefen^ bort aber anil^ fe^r balb audfanben^ bap 

4ie e^tDe^erreben nn^t fir nnfer fHima ))aften; fte t)erf Rafften fxif 

bie abtn ermahnten Cape ^rapes oon ®))rtng ^iU, nnb matten 

einett SBetn^ toel^er ^erb, ran^ nnb nur mit 3uder gentefbar 

t|re SBeiabnge {inb aber attmd^Itg eingegangen, nnb bte Cape 

f^empe CSehayftill Maseadell) n»trb menig mefir gejogen/^ — 
3«^ ^abe bnd SergnSgen/^erm Songtoort^ ))erföttlt^ jn Unntn 
lA mau fann anf feine Srfai^rmtgen in 93mg auf ben äBeinban biefe^ 
t«be0, «nbebingte^ Btttranen fe(^n. ^£>err & tft einer »on ben »wenigen 
UnOanetu^ toti^e nü^t fitr bie Oegentoart, fonbern fSr bie S^funft 
■Wen. 
I 34 tutütfyxit (ter cM Sro^n^ Trees of America bte Sef^reibung 
^ iPÄ«r Zxanbv^^^'cttn, »el^e in ben bereinigten ^taat^n ^orfommen. 



f 



34 

txti\tn Aiigetrofett xoüb* 2)tcfed icm^ß in etitet germgen Sntftriiimg 
^m 9eqttator, )ioif<!^eit ^em Dcean itiib best (SMix^t, totl^U e^ ^n 
Srafitjen f^l^ibet^ gelegcii, imf etne uttgtineia s^rfil^tebenarttee SSegetatton 
iefi^ett/ uttb enoa^nt man no^^ baf bte ^m^tbarfeä beö Soben^ buri^ 
ttint anbetet Sdnbet ber Stbe übettrof en tottb^ ba^ etne fcthpa^tenbc 
Wiaxme »on 80—90® S^^^^^v vxit gro^et gen^tigfett loetbnnben ^ettfd^t^ fo 
mttb man ni^t etftannen/ bap tn etnem fold^en fth'ma etne forhod^tenl^ 
^bn?e^e(mig anSS&tnten nnb^^tl^ten anjntte^n i% bie tn bet Stegen^ 
seit tooj^I in eixoa^ ^oetminbett »ttb^ bix^ nte gang aufsott*). 

ttebet bie fiolnten bed ^ottanbif(|^en ®ntana ftnben fi^ bid je^ 
nnt einzelne fnt}e Sett(^te t>üt. Med tea^ nnd i^on biefet fc^önen un^ 
mett^tooSen f^ffansengtn^^e in wtfenf^afiltd^et ^tnftc^t befannt if/t, s>er< 
banten mt nnt 9){dnnetn^ n)el(^e 9teifen in anbeten £^etKen ^on SImettfa 
nntetnomnten ^aben unb infofern bad iDtitget^eiUe übet bie fJalmctt 
jener Sdnber ntü benen 9on @nrinam äberetnfüntmt. Staft(ten, franjofifd^ 
®uianci, t>ttMxaxa, 93enmela nnb 9teugtanaba |ä^Ien Dtele Sitten biefer 
%imüit^ xoüä^ au(^ in Sntinam^ angehrofen metben. 

9)}an fann dbet ft^er anne^en^ ba§ @ntinant nod^ m^^xtxe 3(rtei| 
attf}nn)eifen ^at toti^t no^ ni^t entbedt f[nb^ nnb beten Snfbecfuttg 
no4 bet)ot{le^t. 

3n ben leiteten 3a^en ^nb i>etf^^ene ^atmenfenbnngen oM 
biefet Solonie na^ ^oHanb^ ^ci^itn nnb fielen 2:^eiten ))on ^Centf^i^ 
lanb Qtma^i n>otben nnb beftnben ft(!^ iti^i nte^t dtemplate t^etld m 
dfentlt^en^ t^eild in |)ti))at«®amntlnngen, aU jie ju^pt, 

®o n>ie bie ^olntenatten im Sagenieinen^ fomo^I in ben ®atteii 
ald in ben ^flanjenfatalogen^ meiflend nnfi(^et angegeben ftnb^ fo gitt 
bied befonbetd fnr bit Stten ^oon Sutinani/ inbem fte etji n^enig be« 
fannt finb« f^olmen no^ ben in ben (BixUn erlogenen Sxemptaten 0|~| 
bejlimmen/ ifl fia^erft f((^toietig^ )untaC ^enn biefe nt'ti^t »oltig ünigiff-i^ 
bittet fitib, benn nnt an fotc^en jtnb bie gegebenen Sl^ataftete jn ctt i 
fennen. 3Ber biefet ni^t betndfä^tigt, itxi üi^, mU ^Enttoi^nng^! 
fotmen fät -Stten ju Rotten nnb ^u ntac^en^ bie ßax nid^t beftel^ett» \ 
Son Plec^comia eloo^ta Bl. CCalamus maximus Reinw.) }. S3t fotU^ 
man bemnaij^ eine je^nfac^e S<^^ fennen." — 

3»tt{)ülfe ^inldnglici^et ^iUfi^ittei: i^ ed J^ettn f^tofefot be Srief» 
ntoglicj^ geipefen t>on na(!^fie||enb angefuJ^tten $atnten»^tten eine 93ef<!^rei« 
bnng ju geben/ nnb bebauett nut no4) ni^t ba$ ®IM ge^bt }u ^dbeti^ 
bie Sntfien bed $f[an}entei(^d in t^rem 9Iatur^ujianbe beobac^itet ^äbtn 
}tt tonnen, ^ett be SStiefe ^offt/ baf man in bet Kolonie ©elcgen^eit 
^abtn toit^ fetne Untetfn^ungen foti^nfe^en nnb i^m ®elegen^eit geben^ 
buti^ SRitt^eilnngen ber SSeoba^iinngen bie fetnigen ju loerooSflanbigtn 
ober }u ))etbeffetn. 

S>ie äSefcj^tetbnngen bet nac^fle^enb aufgefn^tten fJoImen^Slttea l^at 
^txx be Stiefe i^anptfä^tic^ anf bie f^btie Sammlung be^ ^tvm 



*) ^plitgcrber^^ bota»if4c ^^intetUffettfcbaft. Kutfflug nad^ bem X)t|ltifte 
9 ata/ in ter (Sokwie SurinaWk %vui feuten (interlafi^nen^atneren, huxib 
Sß. t>. bc «riefe mitjttfrettt. Seitfc^rift tet 5?aturgcf*i*te unb ^bPftl 

XU. 163. 1845. 



35 

S.S. ßplii^tritit gegviitibet, mt^t no^ befeii Kbfxxbtn nam ^i^tn^ 
ilfgm ber Uumrfttöt in itpUn imotttn ift % 

Areca-^ormen. Arecinae. 

oleraeem Hart. 
Xk ®attuttg £iiterpe Mart (nee. &&ttXL) entölt bret ober ^^jji^n^ 

Seit ftnb. SDtan ftnbetfie in tyUl^a^tx S^^l an feuffftett Drten lutb 
m^äa^Ü^n äBälbem. @ie ^afies fe^r ((^lanle^ tiadj^ oben dfter^ 
gebogene, nagebontte^ glatte Stämme/ bie im^mters em tt>ei<i^ed^ bteid^-' 
fdfngtd ®e»)ebe l^aben. 

!bte ^ahfaben^l^alme/ Eiiterpe oleracea Mart. Palm. 29. 
U 29—30 (E. gbbosa ®ärtti. fruct. I. 24. tab. 91 Manaca Maraelta- 
BMnm vel Pfrii^ito Humb. Nov. Geu. 1. 315.) ^at na^ ^on 9Rarttud 
emes Btamm ton 80—120 %n^ {>o^e mtb äBebel ))oit 8 — 12 guf 
iABge. $err ©{»tttgerber entbetfte im ^a'fytt 1838 biefe ^almenart 
ta Svxinamr koofelb^ jie itt feui^tea äSalberit ^äuftg gefunben tt>trb» 
3m 3amiar mtb ^tixmx fa^ er jle m t>oütT Stütze ^ mit farmotfiii^ 
ntbea Slitmeit. Die Stämme kvarea 60 — 80 ^nf ^o4^ unb ^ieütea 
4-^ SoV, im 2)4tr4l^mef er. X)er 9lame "^ina ift bei bett Siagebonten 
ebeafb gttnräu^lic^ alö ber ^ame ^alifabe. ^erbar. ®^ritg. 318. @ie 
xriiä^ft in SDlitmbieo itnb SSraftliett, im le^teriDc^nteu Sanbe n>erben bie 
wattt^tn np^ aufgeroOten Steile ber Slatt^engel nebjl ben jiurtgen 
Skttt^ilca mit Sfflg, @a{^ unb H^feffer ^ubereittt unb gegejfen. 

£)te Sinfü^rttng in bie europäifc^en ©arten mirb tfon Soubon 
(Hert. Brit. p. 382. Ed. 1832) auf 1800 fefigefeftt, »on ©»eet 
(Hort BrU. 715. 1839) auf 1819 unb fc^eint man fomit baruber 
aagetptf in fein. 3m ^a^re 1846 erhielt ber Unit)erfität^;'®arten ^u 
fe^bcn t^urc^ bie ©itte be^ ^errn bon Seefting in SSaKenburg 
etii%e Zloufenb, t^tÜ^ gefeimter^ t§e((d ungefeimter @amen^ in einem 
sä feu^^ter Srbe gefitOten Mafien ton Surinam^ ton benen eine fe^r 
grtfe %nia^i ^erangewa^fen ifl. 

II. jDic ÄomBociJ^Palme* 

2l fiimil^pe« S^oinatt» Oenocarpus Bacaba AlaFt. 

S^ii Oeuoearpua ifStinJ^en^t) ^at ton ÜRorttti« fänf 9Lxttn auf^ 
4qi^, »e{^ ade in Sbaerifa etn^eimifi^ flnb unb ni^t fern bom 
^ ►r tiKi4f^9 1i^ ^<t^^ ^^^^(^ ^t(ft, t^iM nitbrige ©tämme^ bie 



*) X>ii botan, ^cfcbreibungen (abe i^ bei ben !0er{4)iebencn ^rten fortdelaffm 
nn^ nur bei iebcr %xt ta^ n^ebr <0ef^t((tU(^e kpteberg«0eben. ^ür ctDctc 
tnweüfe «üf ba^ Original. <i. £)— c. 

* 3 * 



34 

(reifen ^ugetrofen mtvb« 2)4efed Siwb, in etner gertagen Sntfernitttg 
)>om Sleijuator^ |mf<^en ^etn Öcean itnb bem ©eHrge^ tt>el(!^e6 e^ wn 
Srafißen fi^etbet^ gelegen^ mnf eine ungemettt soerfc^tebenartige SSegetattott 
befl^en, unb ertü&^nt man no^, baf bte ^rn^tbarfett beö Sobend bnr(|» 
{eine anberer 8&nber ber Srbe ubertroffen toith, bafi eine fortn>a^renbe 
äBatme ))0n 80—90® S<^Hv mit großer Send^tigfeit »erbnnben ^errfd^t, fo 
mirb man ni^t er^nnen^ ba$ in einem fold^en ftitma eine fortmd^renbe 
^bn^el^efong anSSfnmen nnb^ris^ten anjntrefen i% bie in ber Stegen^ 
leit n)O^I in ettoad toerminbert »trb, bix^ nit ganj aufhört*). 

Ue^r bie $atmen bed ^oKanbif^en ©uiana ftnben fic^ bid )e|t 
nur eingelne fnrje Seri^te t>or. ^Ued wa€ und k)on biefer fc^önen unb 
totxtfywU^n $f(an)engrtt)>)^ in n)ijfenf^aftit(l^e¥ ^tnft^ befannt i% t>er« 
b«tt(en toit nur SJ^dnnem^ tt>el(^e Steifen in anberen Zweiten ))on Smerila 
unternommen ^cAen unb infofern bad 9)litget^eilte über bie $almen 
jener Sdnber mü benen t>on Surinam ttbereinfHmmt. Sdxa^xUtn, fran^öfif(^ 
®uiana^ ÜDemerara^ 93en^e(a unb Steugranaba {ä^Ien mU Strien biefer 
%ümitit, xoüä^t an^ in @nrinam^ angetrofen werben. 

^an tann aber fif^er anne^en^ baf Snrinom no^ mehrere arten 
aufjutoeifen ^at, koelc^e nod^ ni^t entbeilt ftnb, unb bereu Sntbedung 
no4 bet)or{le^t. 

3n ben te^teren 3a^en fmb i^rfti^'ebene ^atmenfenbungen au^ 
biefer Kolonie na^ ^offanb^ 93e(gien unb mUn 2:^eiten s>on 2)eutft^' 
lanb gemacht tt)orben unb beftnben ft(^ jie^t me^r Sremplare t^tiU in 
ofentH(^en^ t^t܀ in f^rioat^Sammtungen, aH jie ^u^or. 

@o n>ie bie ^Tmenarten im Slllgemeinen, fomo^t in ben ©arten 
aU in ben fJftanjenfatalogen^ meidend un{t(^er angegeben ftnb^ fo gitt 
bie6 befonberd für bie 8rten t)on @urtnam> inbem fte erji n^enig be« 
(4nnt finb. |)almen no^ ben in ben ©arten erlogenen £rem))Iaten f/^ 
beflrmmeU/ ifl dußer^ fc^toierig, jumal^ loenn biefe nid^t ^btÜQ audge* 
Uhet fltib/ benn nur an folcj^en jfUb bie gegebenen (S^^araftere gn er« 
lennen. 3Ser bief^d ni^t berudlf^tigt^ irrt Uiifyt^ biefe Sntu>i^ungd« 
formen für 3lrten jn ^cAttn unb ^n machen ^ bie gar m(^t befleißen. 
Son Plectocomia eloöi^ta Bl. CCalamus maxlmus Aeiuw.) j. S« fofite 
man bemna^ eine je^nfac^c 3a^l fennen." — 

!Wtt{)u(fe ^infdnglid^er |)ttlf^mitte( ifl ed |)errn f^rofeffor be S^nefe 
mögli(!^ gen>efen »on na(^{le$enb angefu^^rten ^almen^^rten eine iBefc^rei« 
bung ju geben^ unb bebauert nur uo4^ ntc^t ba$ ©lud ge^bt p |^aben^ 
bie Sui^fl^tt ^^ "^fCan^enreif^d in t^rem Siaturjufianbe beobac^itet ^aben 
JU fönnen. ^err be SJriefe ^offt, baf man in ber Solonie ©elcgen^eit 
^oben n)irb ferne Unterfu^ungen fbri^ufe^en unb i^m Gelegenheit geben^ 
burc^ SRitt^etlungen ber i8eoba(|ttungen btc femigen ju s^er^ottf^bigen 
ober JU öerbeffern» 

2>ie äSefc^reibuttgen ber na^ße^enb aufgeführten $a(men^9{rten l^at 
$err be SSriefe i^auptfä^lic^ auf bie ^ä)hnt Sammlung bed ^errn 



*) ej^ntgerber'^ botamf#c S)interIaffcuf*afL «u^Bug natb bem ^ifhifte 
9ara, in ^cr (ioU>9it Surinant. %ni feuien (intertapnen papieren, bur^ 
8ß. i>. be »riefe mttjtt)^c(U. 3eitWrift ber 3?atur9cf«i(>te imb ^^p|i! 
XII. 163. 1845. 



37 

M biefeOeit mit 50 — 60 ^iif ^o^ett @timmtn, 6t htt SRÜte \>tx 
ftltt« ettoad t>erbiA^ We Slttmen^Slttpen t>ott 3—4 guf lattgeti SSlumtn^ 

ä^ermut^Iic^ tji btefe f^abne Doit Cuia eingeführte benn fie tt>trb 
nrgfnbd ol^ tin aitf bem Sefllanbe Slmenfa^d etn^etmtf^e^ ®ttoa^^ 

X>er 9lame fJalmtet tt>irb tta^ berf^tebenett (Sänften für fe^t )>{ele 
wft^iebene Slrtett itbxanü^r ). 9« Beschryviii^e van het heilycke 
ade CS^ze^ende Landt Gaajana, waar in gelegen is de seer voorname 
Laadstreke Serrenamme, pa^* 53. 2)tefe ^almenart tft fd^on feit 
bagtr 3eit in ben (Sättea belanat^ ][ebO(^ ifl ber beftimntte .ßeitpunft 
j$ffr Smf&^nnig tmfld^er. Der bot. ©arten ju Serben erbielt bor(^ 
Me®äte bed ^$>mti t)Ott SeefttnB ^'^ Salfenburg im 3a^re 1846 eine 
Si9fe ÜXoffe ©amen oon biefer (enlii^eo Srt 

rV. Iriartea. 

4. Baxiara Barriguda (ber fJortttgtefm). 

Irlarta ventrieosa IHart» 

<E^ i{l ntiv imbefanttt/ ob btefe ^olme in Sttrittom etaea ooIM« 
^baK^cn 9lamett fS^rt. Sie i^ tu btelea Z:$etlett ^iifyft merAoarbtg, 
tm]äsU^ toe^en t^re^ Stammet. Sanaam bef^ bemmt^Ki^ mehrere 
Brtnt, bie (Büttan^ felbfi }£^tt 7~8 Srtett* ®ie toac^fen an dben, 
fm^teii/ in ben ffiälbem gelegenen Orten, ^aben bie @t&ninte einige 
^^ errei^t, fo bilben fi^ an benfelben Snrjeln^ bie n)ieber tn bie 
Crl^ S^^n* Z>ie ttrf)»ringli^e ^^a^tonrgel ^bt }nle|t fafi gan) ab, 
aöb m^t ber fa^ 80—100' ^o^e ®tamnt aKein rntf ben oon x^m tnU 
fpriagtnben 9?ebenn>nr}eln. ^>m bon SWortind giebt in feinem ^r&(|tigen 
^ßeSmtm^tdt ^terjn mt ^enli^e 3^^^^H 0* ^* 

1* I. ventricosa. ^er Stamm biefer %xt ^<d in ber ^flitlt feiner 
Sauge eine bandförmige Crtoeiternng. 9ia^ bon SWartiu« (t. a. pl. 37. 
I. 35 mib 36) fommt biefe $alme tn fenci^ten, nn}OgangTtd^en SSAIbem 
9ra^litnß, an ben Ufern bed ©olimoe, oor. ^txx ©flitgerber fanb 
biefe l^almenort im Slpril 1838 anf Sergen nnb in Z:^äTerne bO(!^ nur 
ia f^r jungem d#anbe. @ie tt>irb in Srafllien jnr äSereitnng aSer 
Sbtea ^an^gerit^fd^aften, auA }n ^fetTen, Skiffen, 3Bo^nnngen tc. 
gciTan^t M^ SBebel gnm Z)eaen ber ^ütt^n tc. oerkoenbet. 

V. ©ago^f^ölmcn. 
5« ^ago trafietibe ^almett« Rapiila Ruflia Mart. 

2>tefe fJalmen fommen, fo biel nn€ befannt i^, in Surinam nur 
Wten öor, tot^^atb toix fle ^ier ganj fiberge^en. $err ©pHtgerber fanb 
Sogo^f^afmen tm ©arten bef <^errnSoogb auf Sombe im 3uni 1838, 
We Stimmt »aren 12-^20 %n^ ^o^. 



96 

tut 3mtertt etn meu^ed (Bmtht mt^attett« ^ttt t^ott ^attki (4t feiiK 

Oenocarpas Bacaba tti B^^T^I ge^eOt jttY Palma comon Aubl. (Gaiao 
Bappl. 102) ttttb Qteit btefeKe tn ben 9BäIbern/ att bett Ufern br 
@oItmoe ttQb 9{u> 9legro tt)tlb mac^fet^b oit^ wo fle beaStameit Bacabi 
ober Bacaba-assu fn^ri SB%ettb be4 ganjett 3a(re^ fa( er btef 
^altnett binden anb tut 9looeittbrr aitb Z)ecember ^rd^tc tragen. 2X 
@täntnte tt>aren t>on 50 -^ 60 ^f (o^^ glatt nnb grabe^ io4(renb b( 
äßebel 24 @))annett (itngef% 2Vs Sra^onter (Elle) lang n)aren« (93oi 
SIRartm^ 1. c. 24. t. 56. f. I, 2. p. 165.) 

^err @)>Ittgerber (Herb. Splifg. 675) entbeAe btefe f^aTmettoi 
tnerfi tnt ÜRärj 1838 tn ben SBäbem t>on ©nnnant/ oorjögltd^ U 
'faxa, tn ber 9tä(e ber ^(antage Serltn n. a. 2)te ^d^e be^ Stammet 
gieit er anf 20—40 gnf an, alfo ^o^er att t)on aRartfn«. 

3tt ©ttrinam »erben nac^ @^)KtgerBer bte ^rfic^^te gegefen* Soi 
3Rartttt^ ti^ettt tn Sejng ber fcraf!ltantf(!^en f)alme mtt^ ba^ bei ®afl 
maxier ber Srtract ber %tu^tt gn ben erften Sederbtffen gere^ne 
»erben. S^m @^{n^ ffigen »tr noc^ (tnsn, »a^ anc^ SuMet tn feine 
„Hifltoire des plantes de la GaiaDa Fran^aise^^ über ben ©ebrand 
btefer fJatmen au^fagt. f/2)er Comon/^ fagt 8lnMet, »^er^ebt fl(^ nn 
gemein (o(!^ unb nbertrtft ^flerd bte (Stiften 93änme. S)ie (£tn»o^e: 
t)on ©uiana, fo »te bie Areolen nnb Slegef flnb oon btefer ^xu<^t fe^i 
eingenommen^ »el((e ben ÜRirabeSen-^flattmen fe(r na^e flehen nnb ti 
Sßaffer gelocht »erben. Die Sreolen beretten {t<( ^teroon etn ©etratdj 
»el^e^ m'ele Sigenfd^aften mit ber S^ololabe gemein i^at. ®obaIb bii 
9lttfi gefolgt x% entfernt man bie Anfere S^aU t>on ben Sutterö^nj 
liefen Zueilen unb f^nttett le^tere^ fobalb man bte ganje ÜTIaffe abge 
fonbert ^at, tn ein mit Reifem äBaffer gefuOted %a% »orin fi^ bani 
nnter fortȊ^renbem @df&tttin eine bt(fe Wflit^ ober rin^ Srt ^il^ai 
trän! bilbet. SBlan laf t biefed @etranl bann burd^ ein @ieb tr^pfe^ 
er»armt ben bnrt^gelanfenen S^^etl unb oermif^t t^n mit 3uder obe) 
anberen @^ecereten^ benen man ben SSorjug giebt. Sluf btefe 2Be^ 
bereiten ft(^ bie Sreolen tin S(oIoIaben^®etränf^ »el^eö f[e ebett }i 
gern^ »te bad oon gubereitetem SacaO/ lieben. X)a6 Oel au^ bei 
Comon-9tu{fen »trb )U Spetfen oer»enbet. 

m. ^almiet. 

3. I^almtet, ^almt^t], fJalmtto, $a!(ma^9leat 
Oreodoxa regia H. Sc WLth. nov. gen. 1. 305. 

X>xt i^ter angebentete ©urtnamtfci^e f^atmiet^^^Jatme gebort gn 
bem Oreodoxa-®ef(!^te^t CWilld ., H. S: K., Mart», Endl.), oon benen 
alle Slrten ^Ü^lanU, geringelte &t&mtn^ ^aben. !Die Oreodoxa regia 
H. B. A Kth. (OeDoearpas regius Spr.) ^aitn mtttelmäf ig ^o^e @tamme^ 
bie in ber ^ittt einigermaßen angefd^»o0en fEnb Cvon Mart. 1. c. p. 
166. tab. 156. f. III. IV. 

!Z)iefe f^almenart »Ac^ft^ ttaü^ 9tamon be la ©agra^ auf Suba 
(Hiflt. de Caba p* 348). ^err @|>Iitgerber fonb biefelbe %xt in ber 
Volonte Surinam tm Sebruar — 9Rär) 1838 äberall (ntttoirt. (Er 



37 

(Kib W^etbeo mtt 50 — GO gnf (o^ett &tammtn, in ber S^e bec 

Sermut^Iit^ i^ btefe ^alme ))on Stt(a eingeführt, benn fte mrb 
ugnib« ot^ ein auf bem ^efllanbe Slmertfa^^ etn^etmif^e^ ®ttoa^i 

Ibn SSome l^olmiet lotrb nacff t>erfi$tebenen (Sd^nftett für fe^r lotete 

•ccf^beitt XrteiK geironi^tf 3* 83* Beschryvuig^e van het beilycke 

ade G^esende Lfandt Guajana, waar in gelegen is de seer voorname 

Uidstreke Serrenamme, pag* 53. 2)iefe fJatmenart tfl f^on fett 

I hi^ 3^it ist ben ®ärteit befonttt^ j[ebO(^ {^ ber I^efKmtnte 3^tt)>ttnft 

I i|ifr (SafS^mitg lutftd^er. Z)er iot. ©arten )n Serben eritelt bur$ 

I IJt@ite be« ^erm »on Seeftins ^^ Salfeniurg tm 3a$re 1846 eine 

I fife Stoffe &amm wn biefer (enU($en Slrt 

IV. Iriartea. 
4« Baxiara Barrlguda (ber fJortttgtefen). 

Irlarta veutrleosa IHart» 

Cd t|l «IT itniefatiBt/ o( btefe 9a(nie in ©nrinant etnen ^Mi» 
iUi^ 9lamett fS^rt. ®te iß in bieten SC^eilen ^(^fl nterhonrbig, 
M}isltf^ iDegen i^d @tantmed. Snnnant (efM berrnnt^Iii^ mehrere 
ben, bie ®itttttttg felbfl jji^ft 7—8 arten* ®ie tt>a(^fen an (ben, 
ffä^, in ben SBdIbem gelegenen Drten. ^aien bie @täntnte einige 
[ ^ erreicht fo Gliben J!^ an benfelben aSntjeln, bie mieber in bie 
fibe e^tn. Z>ie ttrff)rjlng(i($e ^^o^tonrjel pxU jttle^t faß aan) ai, 
■ib m^t ber faß 80^100' ^o^e <Stantnt allein anf ben t)on t^nt ent« 
faroigesbett 9{eienn>ttr}eln. {>err bon 3Rattiut giebt in feinem ^rac^ttgen 
IhfaMtn^erfe ^terjn tint ^xxli^t Sti^wm^ (t. 36). 

1, I. TCBtricoga. 2)er ®tantm biefer 9Crt ^ot in bet ÜRitie feiner 
Inge eine tan^f^rmige Snoeitemng. 9la^ t)on SRartiu^ (t. a. pl. 37. 
t 35 mb 36) fommt biefe ^atmt in feni^ten, ttn)ttgcittgli^en SBAIbem 
Suftltend^ an ben ttfem bed ©olimo^, )»or. <&err ®f>Ittger(er fanb 
tiefe f^bnenort int 9Ipn( 1838 anf Sergen nnb in Z^imt^ bo^ nnr 
ti fe^r jungem 3#anbe. ®ie tt)irb in Sraßlien jnr Bereitung aller 
Ucs ^att^gerSt^fd^aften, an6 jn fJfeilen, @^tffen^ SBo^nnngen :c. 
lArattil^t, bie SBebet gnnt Z)eaen ber ^ütttn tc. bermenbet. 

V. ©ago^f^almcn. 

S* ®€l^ tragettbe ^^almeit« Raphia RnflHa Mar^. 

Dtefe l^afnten fonunen, fo mt nn^ (efannt tß, in Surinam nur 
tt» not, we^^tb toix ße ^ier ganj übergeben. |>err ©plitgerter fonb 
Sige-fkibnett int ©orten be^.^errnSoogb auf Somie im Sunt 1838, 
^ eOmme Mren 12—20 ^nf ^o($. 



40 

2>te Degmoncos-fbiett tithUm w ia ttettm fBkU bie Cataiw«^ 
Sormeit wn Dfb'nWm- @te Keieii ^etf e, f<^attetttet(^e ©*lber, luib 
»n*«i me ^J^r aU laOO' fi^ ber Wlmt^flä^ anQttt^tu. (Mart* 84.) 

10. IBielbortttse Desmoncus. Atitari 
ober Jatitara ber Srafiltaner. 

Desmonens polyacanthos Itawt. 

Der Himmeiibe 6iatinit erret^t ettte ^i^ Doa 30—40 S«f • ^crr 
©plttgerBer faab biefe Jlrt in beti grofeti SBalbem t>oti faxa Ui 
£>]ionfto. 

^tt ber &mmhmi ttn Sobbtee« (et Sonbott fanb matt btefe f^alttte 
f^9tt im 3a^re 1896. 

11» @tar( gedornte Desmoncus* 

Deamoiifni« Itonpldus Spllty. Mbb. 

Der €taittm tfl ^in mib ^er geboßett, 12—25 ' (o^, bfe itaterftat 
SBebel fmb 5—6 ' laitß. — Diefe «rt tjl tieu, »etitflflen« ni^t wu 
». SRörttw« tttib «Äntt crnfgeftl^. ^err ©plttgerber eittbeÄe fie tm 
SloDember 1837 in Öttrittom, w He ttu^t fetteti iit aSalbertt nttb 
gtotf«^ ®e^iit^ett m ber Koje wti fJaramaribo »orttmmt. 3m Oort^ti 
)a Steißerbom beftitbet ft^ ettte lebeitbe f^flattje btefer f^abne. 

X* Bactria. 

Dtefe |(a(menfii))>e ^€täiitme feliea ^}(er att 10-^20", fien>ö|tu 
It^ ttp^ tttebriger^ «stb yflanjeii ft^ ^wc^ SBurjeloit^Mttfer fort. Die 
»et^ea Sriea ^beo f^»ar}e ober bratme Stakete/ bie hinter uab aa 
bea Vlattf^'bea fl^ea, aar fe^r »eaige futb o^ae @ta^ün. 

12. I^aramalo. Baetrto Paraltesfai. Bplit^. Msa. 

Diefe merhoArbise |)alme ^at (eiaea Stamm, bafur fe^r laage 
SBebeT, oft 18—25 '. Die Steagel berfelbea fiab fe^r ^axt mit ®tad^ela 
befe^t bie fic^ me^r m^ obea ja oerlierea. — {>err @{)Iitgerber faab 
fie im 9)Kr} 1838 ia bea äBalbera ooa Sariaam bei flaramaribo, aab 
^eüt S^Igeabe^ baraber mit : Uater bea ^o^a S3&amea bei $ara/ aiat« 
Ii0 aaterSäamea, berea Stimme ftd^ 50—75 Saf ^o(^ o^ae oetäflett 
)a feia er^ebea, aab berea aa^ebreitete ftroaea ba^ ^rrlic^fie ®etoi(be 
btibea, loelc^ed bie SiabtKbaag fi^ aar ga fc^af ea oermag, bea ©oaneiu 
fhra^Iea aabarii^bnaglic^, aater biefea ^o^ea Soamea trifft maa aar 
bdr^ge Segetatioa, aDe ©emcicl^fe ooa eiaem gemö^ali^ea S^arafter 
f^eiaea oerbtaagt )a feia; aar eiae |)alme f(^eiat bea etoigea Stl^attea 
3a tiebea, afimli«^ bie ^aramafa, eiae Xrt 93actri^* Diefe foaberiare 
^alme ^t teiaea Stamm, bie SBebel mit t'^rea Steagela flnb jiebo^ 
25' (ang anb fci^eiaea birect ^om Sobea aadjuge^ea. .Sie flab mtt 
eiaer grofea SReage fe^r fi^arfer Sta^ela bewafaet, bie beiaa^e emea 
Stager laag fiab. t>it 9leger Uebea bie Sritd^te fe^r, obglet^ fie aa^ 



39 

7. 9;a^9telwc* »eoiioma aeutlfolla Mart* 

pttt e^litQeT^v faa^ biefe Krt im 3un{ 188B. 2)eY Stamm 
Vit ^e Stde ettied StttB^rd ^"^ ^^ ^^^ 6—10 ' ^o^, toad au(^ mit 
tat Scfa^ten ^on t). 9Rarttu6 tiieretirfltmmt, ber ^e in feitd^ten fBäh 
Httt an btn Ufent bed 9ma)oneti«@trome^ fa^^ tt>o im Wlmat Üfo- 
9eatet imb X>ecemt>er bie ^ttc^te reifen. Geonoma acatifolia ifl bi^ 
)f^ 110^ rnc^t tn bcn (Särten (efannt. 

B. Safs^SiIntc« tteonoma multfllora Mari. 

9lai!^ &ip\iiQtxUx erteilt fte eine {)o^e t)on 6—8 ^uf, unb f^af 
tir Stonm V^c^flend bie Dide tint^ 'DmvM. !Cer Stamm i^ burd^ 
M|e Sttnge ge^eic^net^ bie 3 — 4 3oQ ^on einanber entfernt fle^tty 
». Storttitd fo^> fie nur V« — 1 3^ß ^^w einanber entfernt. Die 95ltttl)e* 
|nt tfl ton 3an«ar ü^ 9^1 ^nt^treife Jm Oetoier M Decemier 
(Start). 1847 »urbe biefe ^xt bnr^ |>errn Seefting in ben botanif^en 
Sartnt gn ^epben eingefi^rt^ nnb i{l b^rt in fe^r m'elen (Exem)>laren 
fOcfoBbcit. 9ttfer biefen beiben 9lrtett fi»8 Surinam u^ mehrere 
tctrs ¥trfar Gattung enthalten« 

VIII. $Beitt))a(me. 

0. äBeinpalme. Ubussa. (®rof ea^|}aImbUti) 

manicaria saccifera Graertn. 

2)te 9Bein))aIme tt>a^|l in ben feu^ten SBdlbern 99ra{tlien^ unb 
6mmm^, im erßgenannten Sanbe m ben Ufern be^ Sma^pnenStrome^^ 
m &9xinmm t>or}it0li# an bett Saramaeco« (Herb. Splktg. 826). 
]kr Staat« mrb 10— 2&' ^o^^ fetten ^iö^er, ifl biä/ genarbt, o^ne 
Svniai^ ttuvenbig an^ einem loeic^en/ ff^^tvammartigett ©emebe befle^enb. 
t>k Sebel finb gan)/ fe^r bnrabte unb fe^r grof . üDie ^rä^te ftnb t>om 
Haggft Ua Dctober jeitig (v. Mart. t. a« pL 138—140. 230. tab. 196—9). 

Z>ie 3i^^<A><^^ bebecfen i^re {)ütten mit ben SBebeln biefer ^almt. 
Sie «rtfifett Un Saft, ivet^e bte unreife S^t^t ent^AIt. Z)ie IBInt^en^ 
f(|d^ ^tettt }ttr ifof)fbebe({ung. 

B. 9lartiud t^ilt mit, ba^ biefe ^alme, n^enn fte i^om S^bniar 
M mai in Stütze ^e^ <« ben SSalbern einen betanbenben &ttn^ 
H^^üet. ®<|ott 1836 f^eint fie in dnxopa einge^^rt )n fein. 3m 
3ä^ 1847 würbe fie bur«!^ ben ©MDernenr »»n Surinam in ben 
•orlm )B «f^beii etngefanbt. 

Soco6?^ormen^ Cocoinae. 

a. Sta^ettragenbe. 

IX« D c » in o n c u «• 

©iefe gorm ifl eigcnt^itmltc^ burc^ bie fcl^wad^cn, bannen Stämme, 
Wejt mit IDcxntn unb ^nftg gegen anbere 83äume aufflimmenb. Die 
8fW ft^en oft ber ganjen ?ange nad^ an ben Stämmen, 



f 



40 

2>te De0inoiieii8-9brtett i^^ttttttn in bev ttettm fBktt bte d^Üamn*^ 
Somten Don JDfb'nbten. ®ie (tHen ^ti% fi^attettrei^e äBilber, ittib 
tperben nie ^^tx aU ISOO' fi(ev Ut 9Rem^{lä^e aQ^eirpf eit. (Mart« 84.> 

10. IBielbornige Desmoncus» Atitari 
oter Jatitara ber SSrafilianer. 

Desmonens polyacanthoi» IHarf* 

t>tt Kimtnettbe ®tatmn erreid^t ettte ^9^e »Ott 30—40 ^uf . ^E>ett 
@))Iitget(er fanb btefe 9rt in ben grofen SBälbem t)on fiara ^et 
Dttorito. 

3« ber @<mtmTnng t>oti Sobbtge6 Bei Sonbon fanb man btefe ^atmc 
ffi^on im 3a^re 1896. 

ll^ @iar( gedornte Desmoncus. 

Desmonfni» Itorrldu» Splltgr- Mss» 

Z)er Stamm tfl ^in tmb ^er oeiogett/ 12—25 ^ ^o^, bte itnterfleit 
Sßebel jlitb 5—6 ' lang. — Diefe %xt tft ntn, memgflett^ ni^t sooii 
«>• SRorttitt^ unb ftun^ attfgeffi^rt. $err ®)}Ittgeriber entbedte ite nn 
9lot>em(er 1837 in <Sttrittam^ n)0 fie »tii^t fetten in SBälbem unh 
3tt>if^en ®e{lritt^en in ber 9l£^e t>on t^aramari(o s>ortdmmt. ^ ®artin 
jn Slmfterbam ibeftnbet fl^ eine lebenbe f}jlan3e biefer f^olme* 

X. BactrUi. 

2)iefe $almen1!^f>e ^ot @t£mme feiten ^d^er aM 10-<20', geioo^tu 
li^ no(l^ niebriger, nnb f>{Iatt)en ft^ bnn^ SOBurgelandUnfer fort Die 
meiflen Srten ^a^n fi^marje ober branne ^ta^tin, bie hinter nnb an 
ben a^Iattf^eiben fl^en^ nnr fe^r toenige {tnb o^ne ®ta^ün. 

12. f)aramafa« Bactris Paraßnsls. Spltt^. Mss* 

Z)iefe merhonrbige $alme ^ot (einen @tamm^ bafur fe^r lange 
SBebeT, oft 18—25 '. Dte @tenget berfeli>en ftnb fe^r {lar( mit ©tadeln 
befe^t^ bie fl^ mei^r nai^ oben jn «>ertieren. — ipttx ®))Iitgerber fanb 
fle im ^IHxi 1838 in ben SBcilbem oon Snnnam bei Paramaribos nnb 
tiftilt Solgenbed bornber mit : Unter ben ^o^en Stomen bei f^ara^ nim^ 
Ii(^ nnterSänmen^ beren ©tämme fl^ 50—75 %nf $0(^ o^ne oerafUU 
jn fein er^eben^ nnb beren ausgebreitete ftronen bad ^errli^fte ®etoi}Ibe 
bilben^ loel^eS bie (Einbtlbnng ft^ nur jn f^af en ))ermag, ben ©onnen^ 
fhrai^Ien nnbur^bringlid^^ unter biefen ^o^en fßinmtn trifft man nur 
burfKge SSegetation^ alle ®tto&i^^t soon itntm gen)d^nU^en C^aratter 
f (feinen oerbrangt ju fein 3 nur eine |)atme f&eint ben en)igen Statten 
jn lieben, nämlic^ bie f^aramala, eine Hxt SactriS. 2)tefe fonberbare 
$alme ^^t feinen Stamm, bie SBebel mit i^ren Stengeln flnb tebo^ 
25^ lang nnb fii^einen birect t>om Soben anSjuge^en. Sie flnb mit 
einer großen 9Renge fe^r fcl^arfer Stapeln betoaf net, bie bemalte einen 
Singer lang ftnb. !&ie 9teger (ieben bie ^ruc^te fe^r, obglet^ fte natl^ 



41 

iNhm ^ef^matfe vAä^ aitgette^ flnb. 2)et Ut ©arten erlieft 1847 
i^im Ubeftbe f^nseii btefer fcHmt iwc^ bte ®ttte be^ ^errn Seefttng. 

13. Bactris mit tanken S93et)e(f|)t0eit. 
Bacirls enüpldata Rlart. 

Stamm 4 — 5' |o(^ ttnb Dott ber @tärfe etiter @^t)9at»nt)>Qfe. 
Itt4 0. IRarimd iDä^ll btefe faimt m Srafilien an ben Sluffen 3a^ 
fssa imb €oI{mo6 in ber 9^^^i^ 9iiQ ^tegro^ unb Uä^t m December. 
^&(Sü%ttb€t fonb fte m bm fBSlUxn in bei iRäi^e ber blonen Serge. 

XI. Astroearyuni. 
14to Awarm« Astrocaryam Awarra (nov« specl) 

5e^ti SErtrn ftnb )>on ber Gattung Astrocaiyiim an^t^tUn, nnb 
Mrfk bie in Siebe jh^enbe an^ m^ etne nene fein« 3n mehreren 
60araifiiiigen ieftnben ^^ A. i^aiaBense, ipelc^e ^rmvtt^li^ bte A* 
awarra flnb^ bo(|^ flnb bte <Sxent)>Iare no^ {n Iletn^ nnt 9ld^ered an^ 
neteii. 

3>«e flrten btefer ©attnng ^aUn etnen nttttelmfiftg ^o^en @tantm. 
3i la^treif^rr SRenge warfen fle an tt)albtgen, fen^ten/ ^ti^tn Drten, 
fe Mui^e« bort einjeln ober in (SxtOf^tti betfommen. Z)er @tantm t{l 
{M mit €ttt^eltt befe^t toeld^e t^n nnantaflbar ntad^en. 

THt Oortftt 3« Serben er^'elt im oorigen ^o^re mehrere lebenbe 
fftmfiUact, wi^t isfpii gebei'^en. 

B» Ungebornte Inermes^ 
XB. Klaeto. 

15. Oe^^f^ai^miet oon ber Stufte oon Ontana. 

Elfteis g^ainensis L. Mart. 

2>iefe l^abte ift in ben ®ftrten iitmXi^ aOgemein/ nnb f^on feit 
ka^ einge^^rt. ^ie fd^etnt (eine (Eingeborne be^ gefllanbed oon 
maäa git feitt/ mithin otti^ in ®nrinam eingeführt. •t>err @plitgerber 
faSb fit bofelbfi 1838 ange^ffan^t. 3n SrafUien nennt mm ^e Cocco 
de deate. Xnf ben SntiSen n>trb jie ebenfalls btltimrt^ nttt^tn <m^ 
«H»^( bort^in eingeführt. ®ie liebt einen freien nnb fanbigen ®tanbort^ 
Miiger (ttfi^ige, in ber 3lS!^t ber äBo^nnngen. ^cm ftnbet {le nteißen^ 
tfiät in ®arten nnb anf ben ^lantagen. 3n ©ninea ftnbet man fie 
«Sgeann »üb »o^fenb. Sn^ ben ^xüi^Un koirb tin gelbem Dti ober 
9itn UxtiM, ba^ fafl gef^maßlod ift, aber einen angenehmen ®e^ 
iB^ ^t nnb jn @eifen oerioenbet koirb. 

xm. coGos. 

16. 2)ie Kolappas. Klapper. Coco8-9lttf «l^alme. 

Cocoji nucifera X. 

ZHe Cocoif ^f abne ijl eine SBetoo^nerin ber fnblic^ gelegenen ftiiflen« 
tUber £>^feii^/ t>or)ögIi^ ber ©nnba^ nnb aRoIuKen^^nfeln. 93on 



42 

bort ftnb fie nai) ben Sänbetn bet Sßenbefreife Aiberftebelt iDorbett. (Sit 
i^ etnd ber nä$U(^ftett ®ett>ä(!^fe ber (Evbe itnb Derfle^t beit SeiDo^neni/ 
n)0 fie melfäfttg getaut iDtrb^ tnit fafi allen Seben^iebürfntfen. @te 
ttebt feu^te/ mora^tge ©egenben, fe^t feiten ftnbet man fte auf 93ergen. 
?ltt(^ tn ©urtnam ^nbet wan fle. 

Diefe $almc tfl eine ber älteren ®arteniett>o^ner, bo^ i'jl fie eine 
ber garteflen ^almen nnb feiten trift man tn ben ©arten ^xtwpUxt 
t)on Sebentung. 

XIV. ]n[arlpa. 

17. £)ie SJtaripa^f^alme. Palma Inaja. Mazimiliana. 

regia Mart* 

^almen )^om fi^önflea ^aUM, mit aitttelmaflig ^«^en^ aufred^ten^ 
glatten (Stämmen. 

2)ie Maripa ober Maximiliana regia fa^ )>on SRarttud in Sra^ 
fiHen im 3Wai unb 3«»i «nb fpäter im Sluguji nnb ©eptemier Wit^enb. 
Die Sruc^te reifen im S()>ril nnb ^Hai /unb n)erben bon ben Sinn>o^nern 
gegejfen. $err @^)Iitgerier fanb biefe prSii^tige ^almt in ber 9?a^e 
t>on ^aramarito. £)er ©arten jn Serben oerbanft bcm ©onberneur i>on 
©urinam au^ biefe ^almenart* 



S)ie Kultur ber ^almen ifl einfa(i^. 3m SSinter fei bie $tem||>^ratur 
nic^t unter 66® 3a^r^.^ im (Sommer jiebe^ l^o^er. gär unumfij^rinfte 
ffintwirfelung, ber SOBurjcIn muß geforgt tt)eÄen. Die Srbe, bie in ^ol« 
lanb meiflen^ ju ben f^almen Jbenu^t mxt, ibefl^^t aul einer SRifc^ung 
»on */3 fmifthaxtx ©artenerbe unb Va alten verrotteten Än^bunger. 
Diefe SWif(!^ung mnf »enigfien« ein 3<^ir alt fein, e^e fie getrauet 
tt>itt. Die Surjeln muffen ftetd mäpig feu<^ geilten loerb^. 

Die. für ben ^anbel gepignetflen Slrten finb 9?o. 2, 4, 5, 6, 9^ 
10 — 14; unb 17, befonberd aber bie Iilartea ventricosa, Desmoncus, 
Bactrim paraenms, Aatn Awarra n. a.^ beten Sinfft^mng großen 
yini^tn gekoä^ren n^ürbe* Die (Einführung l&ft fi^ burd^ (Samen Je^r 
lei^t ievoerf fettigen 3 man legt bie (Samen tn Heine mit feud^ter ^be 
gefällte Säft^en, ungefähr einen 3oll t>on einanber entfernt/ nur muf 
man oon beren Steife t^oOtommen itberjengt fein. 



SemetfuttQ. 



lieber Orcodoxa regia Kth. ^ait ii) in ber 9tllg. ©artenjeitung 
IX. p. 169 «ndfu^rlif^ed mit^et^eilt, inbem i^ hinlänglich ©ete^en^eit 
fanb/ auf meinen Steifen in ^uia unb SSenejuela baräber 9tottjen in 
fammeln. 3^ traf fie in SSenejuela/ namentli^ am OrinocO/ fe^r ^äuf g 
»ilb an, »ä^enb auf ber 3itfri S«*« meiften^ nur angei>panjt 

®>. O-o. 



43 



Il0tt3en über Sterculia JBalaDgkaä L. 

Som 9itba€itnt. 

<£ttt it«gefaVT a^t Snf ^o^e^ (ixtmplax btefer alten Semo^nertn 
to weitem botaiiifc^en ©arten I^Iä^te tm Sunt t. 3. int ^teftgen 
t9(«]iif<!^en ©orten nttt einigen 93(ut^enn^y>en^ mih ixaifytt gegen QEnbe 
t)e€eiiif>er brei t^oftfonitttene Sräd^te gui; Steife^ bie iü^ hi^ jie^t no^ 
Bit^ in einem ®arten ju fe^en ®elegen^tt ijlattt, 

Sereit^ 1787 »urbe bie StercolUi Balaaghas L. (SouChweUia 
■obilia SalifibO ^nxi^ Saby Xnteh'e ^unte iniSii^knb eingeführt unb 
W^te ^nerfl in ben ®ett>ä<^^^nfem be^ ®ir %ita^am {)ttme gn 
Sornttevbnrp in ^ertforbf^ire in ffinglanb. 33tefe Slrt t'fl in 
OjHnbien gn ^anfe, nnb errei^t bafeltfi eine f^ebeutenbe |)p^e unb 
Ordfe, fo bof fie IBomne mit t)on 2—3 ^u^ int £)ur(l^ntefer ^altenbeit 
Stmmtn bilbet. @ie gebeizt ant ä))))ig{len auf felfigen unb fanbigen 
S^bcn •). 

Die Slnmen^ an V4— Vs Suf lanaen Stilen fl^enb, n^eld^e an 
best atten ^t^o^J^ ^^^ 3»«ig« erft^einen, jtnb nur Kein, !aum V4 3«>0 
itt Dnr^melfer, ))on f^mu^ig getbli^tt^ei^er e^ariung unb t)on einem 
aagene^en ®eru^e» Die (raunen fiernfrü^te ffnb einen guten 3^^ 
Ung^ UngTi^ 0)>al unb ^aUn einen ungemein bitteren^ ä^enben ®e^ 
f[|nuitf. 

9lai!^ Soubon'd ),Encyc]opaedia of plauts^^ tDurbe bie ®attung 
Stercufia wn Sinne nac^ Sterfuliu^, bem ®otte ber ^rit^etd (oon 
Stereos <&cremente) genannt, unb n>irb t)on eintm franjöftfii^en Slutor 
gnt Umtttt, baf iei ben Siömern bie Xoll^eit bed ^eibent^um^ mit 
loa Sergdttern ber unfc^i({Ii<l^flen ®egenflfinbe unb in fafl . anefeinben 
Gablungen, enbete. 

33on ben meijlen 3(rten ber ®attung Sterculia ^nb bie ^xix^tt 
oeate^bar ober auf irgenb eine S(rt ju gebrauten unb^^nb ed folgenbe 
Srtea^ bie am meiflen unb ^fiufigjlen in ben ®drten gefunben »erbeit. 

1) acuminata Beauv. (Cola Pers.) i{l in Slfrifa ein^eimif(^. Die 
Srü^le »erben Äaffee »on ©onban, Stota, SRuf bon ®ourou, 
9hif »Ott Äolo genannt, unb »erben ,in SSlfrifa t)on ben 5Regern jur 
SRa^nittg gegeffen. 



fbtf meinen SReifcn fanb i^ bie Sterculia Balanghas a\x^ in Senciitcla 
aof bfirrettf fJetnigten ©oben, unb glaube faum, ba# jtc bort einacfüt^rt ift. 

a. 0—0. 



44 

2) Balanghas L. (Cloropanns miaor Ramph,, Feronla Balaii- 
ghäs Corr.) auf ben SRoIttRen etn^eimtf^. !Z)te Stinbe noirb old bett 
SRonat^flu^ tretbenbeö 9RitteI {»eitit^t !Z)er Same, 9lufi t>ott ^aiabat 
genannt, gtebt ein qvlM 93renn(I. 

3) Chica St. HiL ani SrafRten. 2)te Stntt)0$ner ber f>rot>tit} 
®om geme^en bte @amem 

4) cordifoliaCav. an^ ©enegamWen. ®te Sieger effen We gnt^t^ 
pullen mit SSo^IgefatCen, unb ba« i^arte {)ol3 biefeö Saumes (emt^eit 
^e ;ur Bereitung einiger 93anli^leiten. 

5) crinita Cav. (Joira prariens AubL) ün^ Sai^enne. Die 
©aliii^ «)erfertigen Zmt unb grofe Sänber cm^ ber innent 9linbe 
biefed Sßanmt^. 

6) foetida L. (Clompanos major Ramph.) loon ben fSftotattttu 
Btmtianm, (Stinf^olj. Sin Delott ber grillte ifi &(fyUim erjettgenb^ 

Sfamnten3ie$enb; an^ i^t man bie &amtti isnb gewinnt and i^nen tiu 
A, gut gum (£{fen nnb 93rennen. 

7) platanifolia L. (Finnlana chineosis Medic, HibisGUs simplex 
L.) auö S^ina. ^arafot ber QE^inefen. Die gn^te flnb na^rfaft, 
jiebo^ barf man nur tvenige effen. 

8) tomentosa Perrot. t)om ©enegal. Die 9leger effen bie 
Sru^te n>ie bie 9ln^ t>on @onban nnb loertioenben {le wxif anf gleite 
Keife. 



Die ftttltnr ijl au^erfl einfa«!^/ fte gebei^en fämmtlii!^ in einem 
mafig kparmen {)anfe in einer gnten Sanberbe, nntermifd^t mit rei^Iid^ 
©anb« Sobatb bie f^flanjen im ^erbfle anfangen i^re SIcitter a^gn^ 
tverfen, entgie^e man i^nen aümfi^Iic^ bad äBaffer nnb (äffe ^z einige 
^tii, bi^ fi^^ toieber ein neuer Xrieb gu geigen anfängt, nt^en. Sangen 
fte gu treif)en an, fo t>er)>f{ange man fle in frifc^e Srbe nnb toenn ndti^ig 
in größere 2:d))fe, unb jlede fEe ettt^a^ n%r bem m^tt- Die Ser^^ 
me^rung gef 4^ie^t bur^ ©tedRinge, bie t)on $alb reifem $o(ge ge^ 
nommen, hii^i unter ®Io(fen auf einem tt)aimen Seete n)a(!^fen. 



45 






^ it»Mftest ^efie t». 3.p.583 tDttrbe bie Sübttttg be^ rr® «fttner^ 
Setein« in 93 erlitt" emä^ttt^ mit bent 9Bitnf(^e^ baf att(^ itt $am^ 
liTg etil folget Sereiii mi ttitn tttttn tn5ge. . ©ettbem linb bet 
Ikbacium ber 9letten 9Qg. bentfii^ett ®axttnf uttb Slttmenjettttitg bte 
Stotnteii nnb bad fJogranmt bed Seretttd ittgegatigeii^ loel^e^ (entere 
|ier «a^^e^nb ntttgti^etlt mtb, tme bte ©tahttrtt brt bet Stebactton 
^. 3- Jtt^ <lmfi(^t bereit liegen. 

be« ©erttner ©firtnetifSBerein«. 

Sla^bem ^it )mtt SBo^I ttttfere^ ®tattbe^^ jur SBa^ritttg feitter 
3Btmfeii, wie jttt nnterfU^ittig feiner (ulf^bebör^gen SRitalieber fo 
»te beren Hinterbliebenen tc. einen Serein gebilbet i^aben^ beffen äBirf^ 
fsstfett n<i^ bem^ier beifolgenben StaMtn, fl«^ ber SC^eilna^nte oller 
(m^ bur^ @<)nberintereffen 3ö^ffi*örtliebenen^ ®artner erfrenenb, in 
Serfin bereitd ita Seben getreten i% galten »ir e« fnr nnfere' ^iii^t, 
ge^a^ mxf bie ntannigfat^en an einjelne üRitglieber geri^teten ^nfcci^tn, 
«afere ©tonbe^gcnoffen in ben ^ros^injen J)on bem S^^ä «nfere« Se* 
mtnend in ftenntnif jn f e^en^ fte jn bitten^ anf gleiil^e 9lrt in i^ren 
Areifeti }ii toirfen nnb jt^ )nr gemeinfanten ^örbernng mit nnd in 
bamembe SSerbinbnng }tt fe|^en. 

Z>te ®tnnbe^ n^el^e nnd jnr (Errichtung eined berartigen SSereind 
feästen, ^b oben bereite angebentet. 

SBiT fe^en ba^ Uebel^ toa€ an nnfem SSSnrjeln nagt, ni^t allein 

in ben je^igen 3^ti>^Y$attniffen^ tt)ir fe^en ed t^eilmeife in nnferm 

Slonbe fdber^ befonberd barin^ baf SSiele mit bem SQamen ®drtner 

ctB|erge^/ bie t)on ben eigentli^en ftenntniffen tint^ ®ärtner^ ttint 

S^mttg ^aben, bie nnferem ganien ©tanbebnr^ ^fitf^en ba6 Ser^ 

fronen ber ^xin^ipaU nnb be^ f^nblifnm^ nic^i oKein in tec^nif(6er — 

fogor bnr^ i^r Sene^men in morolifd^er ^inft^t entjiei^en; toir fe^en 

c^ ferner^ boff leiber bei einer ni^t (leinen Snja^I gelernter ®ärtner 

fein Zineb gnr ^ortbilbnng in i^rem %a^e flattftnbet, baf {le iti Se^ 

ftfm^ s^on &UUen nitl^t ben ^nforbemngen entffjre^en, bie bie 3^i^ 

nb mit i^r bo^ f^nblifnm on nn€ ma(fyt, nnb toix glonben borin einen 

baran^ entfprutgenben ®rttnb mit )tt fe^en^ tt>e^^alb bie f>ecttniare 

6ie8in9 in nm^tt ^tii immer geringer }n tt)erben fortfahrt. Sine 

^%f ha»0n ißf bof ^ tt>enn iptr mU müftm SBiKen &nit9 nnb SJeffernng 



46 

^erietfit^ren motten, nur toixtiid^t ©ärtner in ben SSeretn aufgenommett 
»erben burfen. abgefe^en »on einer mV^t aBjugrenjenben Qnconfeqnenj 
Ui aufnähme ^on felt>{l titc^ttgen Saten^ treten wir m^ ni^t m^ bett 
©renjen unfere« Sor^aten«: 

r,bte ® drtnerei burc^ |)eiung bed materiellen unb geifligen 9Bo^(ed 

bet ®artner gur öffentlichen Oeltnng jn bringen" 
^eran«, »obei »ir ber Änfi^t folgen, baf nur ®ärtner bie »unbeit 
SteBen i^rer ©tanbe^genoffen rii^ttg erfennen, ba^ ^le loor bem iaitu 
gut ricj^tigen Leitung befähigt finb. — 

a^ tt){rb un$ $2an(^er ben Sortourf nta^en, n>e^§alb wir bie Sltt^ 
träge: un« an bie »erf^iebenen ©artenbauüereine anjufd^Kefen, jurürf^ 
getDiefen, ba bort )oiele etitflafreii!^e isttb Umttütt 9Ritglieber me^r in 
peamidrer $infl(^t für nnö )U t^un i^txmi^im, M wir ®drtner unter 
^inanber — wir ^tnb aber ber 8l»p<l^, baf ber S^td ber ®artenbaiu 
t>ereine if: bie f^robuction angnrfgen ut^ gu ^eben, wd^renb wir 
ben l^robttcenten gut (Stitt flehen woOeS) wir wollen bnr^ geeignete 
^ittti ba^itt ftreben, bie fienntnife ber jüngeren ®etterationen gs t>er^ 
t^oKf ommnen ^ i^ren fittlid^en SBert^ gu ei^alten nnb fo^ wenn onc^ 
®(^ritt für Schritt, burd^ f^^dtcrc Seiflungen unferm Staube wieber eine 
%<^tung gu ergwingen^ ber an^ in pecunidrer ^inff^t eine SSerbefferung 
^aUn wirb, wenn wir geigen, baf wir unferein SSerufe (enntnifrei«^ 
unb ^ractif^ t>orgu{le|em oerm^gen. 3Bir ^»erwa^ren und aber gleic^^:: 
geitig, ald wiefen wir bie Unterjlu^ung gu unfemt Unternehmen &tittn& 
ber zaitn, ®artenbe{i$er unb ®artenbauoereine t>on ber {)anb, ed ergebt 
im ®egent^il bie Sitit an Mt ebengenannte, i^e t^oretifc^en ®amm^ 
lungen, tei^nif^en @d^d0e unb (Erfahrungen ben äßitgliebern unfere^ 
aSereind bereitwillig mitgut^eilen, fEc^ Dertrouend^oQ iü «»ortommenben 
Sacan^en an un^ gur 83efe^nng )i>on ©drtner » Stellungen gu wenben,. 
w« bann jie nqt^ SSerlangen; bur^ eine U^immU Sommiffton gef>rttfte, 
@ärtner ^erf(|icbener ®rabe unentgeltlii^ ioorgef<i^(agen werben, ^uf 
biefe äSBeife hoffen wir ben S)ielfa^ SH)r{ommenben ^ifgrifen t^or^u^ 
t^eugen, wo ®UtUn bur^, in eingelnen ^xan^n fe^r tu^tige ©drtner, 
fe^Ier^aft befe^t werben, anbererfeitd ber Sefe^ung bur^ unbrauchbare 
3nbit>ibuen entgegen gu arbeiten. 

Sd i{l Dielfail^ baruber t)eri^anbelt worben, ob ber jie^tge 3^ttpunTt 
geeignet fei, mit einem Unternehmen oor bie Defentlic^teit gu treten, 
beffen gange ©runWogen unb Slfit^e nur auf tieffien grieben baftrt 
feien, toii^ {!nb ai^ex gur 9(u4f(^reitung burii^ bie Hoffnung befh'mmt, bafr 
wenn auc^ an man^er Stelle unfer Stuf j[e$t t>ef^allt, an einigen bie 
®aat bo^ erff)riefti(^ gu werben oerfpre^n lönne, wir wollen niif^ 
mit grofen äSer^e^ungen ^en^ortreten, wir werben feinem anbem 
93erein ber ?(rt entge^en^e^en, fo (angr berfelbe nnj^art^üf^ )^ SBo^I 
fammtlii^r <^rtttet ind Shige fafit^ — fo ^of en wir burd^ rei^tlic^e 
S3emtr(ungen und emporguarbeü^, »aß m^ je^t nof^ an firöften fe^lt, 
wirb ber ^ni^ unb bie Sludbotter gum 3i^t fuhren ^Ifen. 



mmfssaam 



47 



Heue nm^ feltese emfftl^ieMmerti^t pfian^tn. 

ftigettlbet ober (efc^ne^Ben tit au^Tdnbtf^en ®ar(enf(]^Ttften. 

Asalea- ledifolia DC var. lacteola striata. 

!£)fcfe rctjettbe Sartetat (ji ba^ ^robult emcr httifllt^cti S5cfru(^* 
tcEg ait6 bna ©arten 'beö ^erm 3. Dan ®eert, |)orttfutteur ju 
©ent.- Der fJotten emer 35arietat mtt rotten Slumen tourbe auf eine 
&(i|btn^en:be A. ledifolia übertragen. X)ad ^robuft btefer Sefiru^tung 
kt mm f^on )n>et ^a^xt ^tnter «tnanber bte ^errlt(!^flen Slumen ge:? 
liefert, bie ft^ bnrd^ t'^re ^i^bn^tit Dor t>telen anbern au^jet^nen. !C{e 
Shmten ^e^en jn 4 — 6 ietfammcn, <inb grof, »on niil^tt>et|er JarSe 
geäfft geflecft ober punTttrt mit fd^onem tRofa. I^ultur koie Ui ben 
«ibcni tnbif^en 9(rtett. Joorn. dUorticuIt. 1848 t. 202. 



Rhododendron hybridum. var* amoenum. 

SRon banft biefe trittante Sarietat einem ierfi^mten ®5rtner, bem 
9erfbr6etieit 9R. ®mit^ }tt 9toriiton bei fiingflon in ber ®raf^ 
fc^a^ ©urrey. S)erfe(be ^atte bie glüctfii^e 3bee Qc^ait, einen Rho- 
d»dendron pootieam ttA bem flottes einer AsmiIhi sinensis fnnflltc^ }tt 
lefnti^teit/ jwet fe^r oerf^iebene ^flfangen, ju einer unb berfelben ^amilu 
Sel^retib. CUt^ einer glet^en Sefm^totTg finb 1>e«eit^ fönf |e$t no<| 
ta Jtaltitr befinbli^e Sariet&ten eatfianben/ namti^ Rhodod. aurcnm 
eameiiiii ele^antissimum, decomm, Dorbitonense nnb flavescens (gelb^ 
b'f^) «nb bann bie in Siebe fle^nbe 9rt, bie toix jtim Unterfci^iebe 
anoemtm nennen, in Stelle bed yiamtn buif, unter treuem fle ^err 
fimittif^ "SSerf^af fett an« (Sngtanb einführte. 

Diefe f^anje tragt, nn'e alfe otrö biefer Sefrud^tung erhaltenen, 
bie (lE^radere ber SÄntter (Rhodod panticmm) '^infi^th^^ ber ^orm mtb 
Stdlmis ber Stmnen, ®röfie nnb (Sonftflenj bed Saube«, unb beiS 
IBcter« (Azalea sinensis) ^inft^tK^ ber Slan^^eft nnb be6 matten ®rün« 
M Scmbe^ nnb ber S^trbnng ber 93Iumen. Se^tere jmb blafgelb, in 
i«fa na^ ben Stänbern gu uberge^enb, ber tfbere mittlere ^eil mit 
txängtQtlbtn fünften Qe^zi^ntt. Journ. d^orticult. t. 203. 



CamelHa jap. L. var. Ro ss's snperba. 

Z>ie Sfnme ^at fafi 6 ^' im Z)ttr^effer, i{l f[a^, mit giegelformig 
liegenbat Jkt<äen «on m^^^nliifit ®rift. 2)ie ^arbe i^ (eb^a^ 
BR^nrrol^. X>ie $a(fte ber fetalen ^at einen n>ei^en, breiten ian^^^ 
fitiftn. S^ iß eine an^gejeii^ete gorm, . 

Journ. dlloriicnlt» t. 204. 



48 

GoDgora tmoeata LindK 

Orchldeae. 

fftnii vm't fa^^n ^aUn in ber $(ora Don f)ent tnsb £^1i bie 
©aititng Gongora mit tintt ^flontt anfgefteSt, weld^e tie tst ^ttn ttiU 
Uättn tttib na^ Dott Sttttonio Satallero y ©ottgora/ etttent ge^ 
lehrten ®f><mter^ nannHn. jDiefe ®aitims ieflefft bi^ je^t nitt tio^ 
au« einer gemgeti Sttja^I Srtett/ loel^e ®taftltett^ bte Sßilber ~ i^oit 
1>tmttaxa, ®nattmcia, ca (Stta^xa, (Smana^ ÜRejtco ttitb f^ent bewo^tteit. 
3tt)ölf Sitten {Ittb ben Sotanüent befannt^ aM GoDgoi-a atropurparea 
Hook., bufonia Liiidl., citrina Hort., fdlva LindL, leacochQa Lern., 
macalaia Lindl. , nigrita Lindl., odoratissima Lern., quinqveaervia 
Raiz A Pavon., speciosa Hook., iinncata Lindl., anb TiteUina Lind!., 
!Ctefe Wirten $aben in i^rem Saterlanbe etaelDtenge fßatittättn erjettgt^ 
fo bte Gougora maculata aQeitt aber jtoMf i)erf(!^tebeae %f>tmtn, tt>el$e 
alle in 2)emerara anb ®niana ja {>attfe flab. 

T>U mStebe {le^enbeXrt flatmat an^^tiico, tDO fte^errSiribaa 
1840 entbedte unb an ^errn 91 u der bei Soaboa etnfanbte. Slu^ 
$)err a. SSerf^affelt erfielt fle öon bort ^er. 

2){efe $(rt, mie alle fibngen lafen {{^ fei^r le^t futttioirett. SRaa 
binbet fle auf tin @täd ^ol)^ anb be^aabelt fle gleit!^ ben abngea 
Drc^ibeea. Joum. d'Hortiealt. t. 205. 



Agalmyla staminea Blain. 

CJosticia parasitica Lern« Cyrtandra staminea Vahl. Lysionotns? 

gtamineuB IlkidlO 

Oesneraceae« 

2>te (Sattaag Agalmya marbe t>oa SSinmt in Jetner Bijdriige tot 
de Flora van Nederlandsche Ihdie (1825 p. 766) an jtoei tlrten 
ber Gesneraceae anfgefleOt^ bte obige anb A« aaperifolia. ^ 

Diefe $errli(^e f^^aaje ^ommt and ben bergigten ®e^5I)en ^on 
Sa^a, 100 Ite toi^renb be^ ganjea do^re« bittet« T>it 3at>aaefer 
nennen fle Tji-pait. 

$err 8obb fS^rte fle ooa Sa»a tin anb flnb jie^t fc^on fafl all* 
gemein in ®tnt verbreitet 

2)ie fiultnr ijl Ui(^t aab fafl ben Aesehynanthos-Slrtett glet^^. 
b. ^. eine ^ei^e nnb fernste 9ltmof)>$£re. ®ie liebt eine fUtdige peibe* 
erbe mit ttti^a^ ®anb* Serwe^rang bnr^ @tedlinge anter ®lodeii 
anf mtm maxmtn Seete. 

(ftinz fe^r fd^i^ne nnb )n ent)>fe^lenbe f^flanje) 

JonriL d'Horttcolt. t 206. 



49 

Tropaeolam oxalianthum Morr. 

Sine «>ermttt^Ii<!^ neue Htt, bte etmge Se^nli^feit mit Trop. bra- 
chyceras Poep. ei Endl. itnb mit Trop teDellum Don ^at, ft^ jlebod^ 
WL Mbeti ^älänglt^ uaterfc^eibet/ um etni^ neue fixt ju ({(ben. 

ÜDiefe Rrcjfeaart {tamittt on^ S^ili aab n>urbe Sei .^errtt Sau» 
■aas |iier^ etngef&fitt 
. SttItitT. SSte alle SnoQen triPkgenbe Tropaeoiom t>enhe^rt fte ft^ 
\ \mi^ Steditttge ober ^fro))fett, ja tt)el^ent le^terea 'SSetfa^ren man fl^ 
f»|teat^e{(4 ber ftnofien bed Tropaeolam tttberosdm bebtent« 

Z>er 92attte ozaliaiitham tft btefev 9rt b^f^atb beigelegt^ xoM bte 
Siatten üiti Sle^nlt^e^ mit bea Slnt^ea etniger Oxalis-Srten ^aben. 

Joum. d'HorticuU. t. 207. ßg. 5. 

Saf berfelbea Zafü mit biefem obenertvä^ntea Tropaeolum finb 
»4 o&de&tlbet: 

Fig* 1* Tröp* Lobbiättum Hook» var. splendeus. 

Sd i{l bie^ etned ber bejlen 9lrten> fott>Q^I ^inflcf^tltü^ t^re^ f^neKen 
So^fe«, ate t^rer (etc^ten^ffuttur^ fte gebetet gut t'm Steten aU auä^ 
k @tti>ä^^^nfe. Slultiiotrt man bte ^flan^t tm So^fe/ ftuiS bem man 
Den Soben def^Iagen, fo baf bte S8ur}eln fld^ tn freier Srbe gehörig 
««breiten tonnen^ fo ifl bte SSegetation btefer l^flanje erflaunenb. *) 
€te atai^t eSeatange triebe unb blitzt bann toä^renb be« ianitn SBtnterd 
saanteziro^ea fott* Stefe 9rt tft ni^t genug ju em))fe|len. 

^ 3a^re 1843 tt)utbe biefe ftreffe bereit« bitr«! ,t>erm SoBb an^ 
(UbaMtn eingeführt, »ofelbfl; fte fe^r ^Auftg t>orfommt. 

|)err 9^ entkam nannte fte T. peltophorom, jlebot^ ^at ®ix $oo^ 
fex fi ma^ ifyttm Sntbeder getauft. JDbgtetl^ perr Dr. 9SaI))erd tu 
fciaeoi Repert. Botan. Syatematlcäe V; p. 382 biefe bet'ben 9lamea 
jMCB s^erftf^iebeaea S(rtea gtebt, aM Lobbianum Hooker anb peltopho- 
IVB Beatham, fo erfeunea bie englifc^ea S9otanifer> aater anberea 
fax ton fEe at« tittt aab biefelbe fixt an; 



\ 



r I • 

k Tropaeolum tricolor LiiidL 

var« rersicolor, aurantiacüm et grandiflorum. 

([Trdp tHcolorom Sw^et, toccineam Miers M00O 

triefe f(^5aea »arietäten auf tab. 207, fig^. 2, 3 anb 4 abgetfilbet, 
tx}dg {>err Saamcinti )n ®ent ani @amen, uni jeic^nen fte fx^ U* 
(iniiber« bnt<^ bie ®röf e ber SSIumen, xoit wtl^ iwci^ eiae ettba« anbere 
aa berfelbea an«i 



*) Sott Trop. Lobbiamini gitigcn tm S^üM^^re )».3. jmeij^lfansen aiid@amen 
na greien auf; t(b lief ftCi ha fte an einer geeigneten SteOe geleimt Ratten, 
fteb^. Sie muffen ungemein fc^nea unD erreitt^ten bie Stengel bi« 9)7ttte 
«ooember eine «änge »on 10—12 CUen; ttc ©lätter Jatten 6—?" im 
Xurc^effer. ^Die Blumen erf((ienen erfi fpöt unb fpärlid^^ gegen ©onimer 
|ibo4^ feSr ^ajlrei*. ^- O-o. 



50 

(S^ ftnb bie ^ler ai^tlnüittn itttb tia^er ibefi^riebeiten ^ormett bte« 
^elhtn, bie man jie^t faft in jiebet ©amntlung ftnbet unb intnter au^ 
®amen crjogen »erben.) S. O — o. 

Tropaeolum crenatifloram Hook* 

^crr Soii f^rte biefe ^fibfci^e Sri ebenfalls ein. Cr fcmb fte 
juerfl Ui ^itiao unb S^aljula in |)eru unb mürbe bereite 1846 
t>on @ir SB. ^ooUx befannt gemalt 

(S$ ijl biefed f^öne Tropaeolum au$ f^on in ben meiflen ©antnt^ 
Inngeii )u ftnben. ilU tm einjä^nge ^fkn^e mnf man n)a^renb be^ 
(Sommert ©tedU'nge ma^en, bie {!($ bann lei^t in einem mä^ig falten 
$auf^ uberti)intern laffen. iln^ fe^t biefe Slrt glei^» ben anberen tti^t 
@amen an« ^it 9te^t tann i^ biefe^ Tropaeolum aUtn SSIumen^ 
freunben em^^fe^Ien^ benn e^ befi^t bie Qutt (Sigenf^a^^ ba^ e6 )>om 
9lot)ember bi« S^^jia^r Mn^t, nnb pflfanjt man alöbann bie ^flanje» 
%n€ %tm, fo fanßen {le n)ieber t>on neuem an gu treiben unb )tt blitzen.) 

a. D— 0. 

3n neuerer 3^^^ ^ai ft^ bie ®attünQ Tropaeolum betrac^tti^ uxf 
mt^xt Sßtivx 3(u^a^Ien ber Slrten biefer intereffanten ©attung gelangt 
man bi« auf 32 Slrten. 

1. 2lrtett mit einfad^ gclap»)ten unb ganjen 23(attern: 

1. Trop. majas £/., 2. T. mlavB L. 3. T. hybridom (o^ne 3»^f^I^'o 
©artenbaflarb), 4* T« aduncum Sm. (peregrinnmJacq, nan />., chiiense 
et eanariense HortJ^ 5. T. Smtthii jDC, 6. T. dipetalum Rz. et Pav.^ 
7. T. bicolomm Hz. et Pav.^ 8. T« tuberosum Äa?. et Pav.^ 
9. T. pubcscens A. e^ /CM., 10. T. ciliatam Rz. et Pav,^ 
11. T. orthoceras Oardn.^ 12. T. brasiliense Casaretto^ 13. T. 
peltopborum Benth.^ 14. T* Lobirtanum Hook, 15. T. umbellatvm 
Hook, 

2. Slrten mit fc^ilbformigen Sffitten. 

16. T. s^ecXo&fim Poepp et Endl^ 17.. T. brachyceras J?ooft., 
18. T. oxaliaiithum Morr.^ . 19. T. trieolor LindL^ 20. T. poly- 
p)iyllum Cav.^ 21. T. sessifolium Poepp et Endl. 22. albiflomra 
Lem.^ 23. T. tenellom Don.^ 24. T. leptophyllum Don.^ 25. T. 
eleg^s Don., 2&.- T. chUense Bert^ 27. T. Moritziauum Klosch*^ 
2^ T. eirrhipes Hook.^ 29. T. Hayuiaaum BemA.j 30. T. vio- 
laeflorum Dietr.^ 3L T. Bridgesii Gard.^ 32. T. edule Rz* et Pav.^ 
33. T. creuatifloinim, Hook, 

Tropaeolum azureum ifl ald eine befh'mmte ©attung }U betrauten: 
Bixea, unmittelbar in)if(!^en Chymocarpus Don., gegrünbet auf Tro- 
paeolum pentaphyllum Lam.^ unb ben n^a^ren Tropaeolum fte^enb. 

3)iefe ©attung fd^eint fe^r gum Sajlarbiren geneigt ju fein urt 
%Qii man ^teräber f(!^on fe^r intereffante 99ett)eife. (SUlg. @art}. XII4 
p. 145 unb 298.) 



51 
GamelHa j«p. L. var. Grand Ihic Constantin. 

CBeufaHd eme att^gegeii^itet fc^dne Oamellia, bereit Slimtett 4 3oll 
öl Dur^meffer ^aUxu 2)te auf eren IJetalen fttib am soften, t^etl« 
H8eI««S*8/ t^eto itfiregelmfiftg Kegnib. SWe^r na^ ber ÜRöte }tt 
öcibCÄ iic no^ unregcIin^tS^^ «^»^ fl<wj im Cetittttm finb f{e tutetu 
finaig. 3>ie ©ruwbfarte ber fJetaleti ifl rofa, j[ebo<|> m^ hm »anbe 
P w weif <ui«tettfetÄ>5 bie feinett Stbern f{nb toteber rofa, iinb wor^ 
fern ft^ bentK^ tm SBetf en. Jomn. d'HorticuU. t. 208* 



liindleya mespiloides Homb. Bonp. Knth« 

Rosaeeae. 

(Etile ^9ni>nmiolht, 8oa)>(attb A ftttai^- ja S^ren bed bera^mtett 
fit^^t^ 3o^a 2 table 9 1825 oafeefteme ®attnng. 2>te $ßan}e 
g^ort )tt beti Slofaeeea aab ^ai eine ftapfel gat S^^a^t. 

^err J^artweg tjetft gotgeabe« aber biefe ^fl«a|en aiü. 3(^ 
kab fie, fagt er, 12—15 ga|, ta ber 5»a^e ber aatSrß^ea »ra((e 
pteate be Z)tod, 45 SRetlea aorbkoefl »oa Steal belSRoate, tt)0 
fie ta etaer ^o^ Doa 6,500 ^af a(er ber !Dteeredf[&(^e loä^ß. SJ^aa 
jtabet fte oad^ ^^'^^ <uib ba bei ber ^acieaba be @aata Saaa, ta 
bea etaoten »Da Oayaca, »o fie aaf eiaeai fomiigeii aab (attisett, 
Sebea loa«!^^. 

IMe fJflttaae Mä^te jaer# bei ^err» »erf^affelt ]a ®eat, i# 
j<b0^ fftfl überall s^erbreitet« 

Snitat. 3a Saglaab ^alt bie Lindleya mespiloides, glet«^ bea 
SaeaUonja-Slrtea tat greiea an^. ®ie bla^t im 3ali aab toa^rt bie 
Sttf^jett 4—6 äBp^ea. Joarn. d'Hertieiüt* t. 210« 



Penstemon oratum Dougl. van atro-coeraleom. 

jDiefe SarietAt aaterf^^ibet ft^ ban!^ eiae ate^r banlfore, ojarMotte 
Bntotg aab etgaet ^^ borjfigltd^ }ar Slttdf^maAttig wn SBIamea^ 
r«Mka. Jodrn. d^Hofticolt. t. 210. 



Brassia Coryandra Morr. 

Orchideae« 

3>tefe ^errlic^e @))eeted tt>tttbe oaf ber Sa^fleOitag ber „Soci^te ro- 
yiie d'AgricuKar et de Botaniqae^^ )a ®eat 1848 att^ Serfe^ea aatete 
beat Stamea Brassfa long^Uoba gejeiii^net, eiae aeae boa Sl()>^. 2)eSaa^ 
boUe af^ebtlbeie aab bef(!^nebeae 9(rt, ia feiaer „dijdeme notice siur 
lea plaotes rares da jardin botanique de Gen^ve (p. 9)v^ dUx gart} 
mf^teben boa ber ^ier in 9tebe. fle^enbett. 



52 

2>te BfßaeiA Coryandra ^ ein ixitlanM Uil^c^ gvfinea f^eri^ 
änt^ttitt/ ttiit^ mtten |it tntt fnrattnen Sl^dd^en geact^net Z)te Solttntita 
ift girtttt un^ bad SaMmn mi% ^uriftitt mit ®räti «nb mit einem 
irottnen Sentrum« 

Diefe f(|Sne Sri erhielt $crr $L Serfci^affelt Don ®t Sat^riita. 

Itttitttr. 2)te Brassiae ^cd^en in ber ftnltuv-Dtel ®Ief(^f4 mit btie 
Odoiitoglo88!im»9(vten4 ®i» )»0Tlangeini grof e £ö))fe, um ft(^ tloObmineii 
3tt entv^eln« Joarn. d'HorticuL t. 211. 



6arkeria nielanocaulon Rieh» et Gal^oiti^ 

Oföhideae. 

Z)ie Gattung Barkeria n>ttrbe i^on englif^en SietaniUm, bcn ^errett 
ftnoA)led unb SBeflcott^ in bem Floral cabinet anfgefleOt^ t90 bie 
einjtge bantaM belannte tlrt^ B. ele^ans abgebilbet n)ntbe*. fJrofeffor 
Sinble^ ^ät tint lurje 9ef^rei(ung btefer Strt in feinen Miscellaneons 
be^ BotaDical Reg^istfer tin 1840 gegeben. X)ie Barkeiia eleg^ans ift 
tint tltint Ori^ibee dn^ ^tikb, unb ^dt einige Sle^nti^feit mit einer 
Cattleya. ®ie foO fe^r f(^n)er jn (nltit>iren fein^ be^^atb no^ immer 
feiten. 

X>xt i^ier in Stebe fte^enbe üxt ift nen unb nnterf^eibet {td^ ^in^ 
Idngti^ t)on B. elegaos. Z)te S3Iumen ftnb rofa4tt<i init etn>A$ ®rnii 
am Snbe bet Columna* 

!£)ie $f[an)e befnnb f[(^ im 3uni 1848 auf ber ShtöfteHnng ber 
ftdnigl. ®efeaf^aft fir Hcierbatt unb SBotanit }n ®v^^ M^in fte bie 
Ferren 9ti(!^arb unb ®ciU9tti eingefenbet Ratten. 

Jooni» d'Hdrtieolt. t. 212. 



t^otentilla atrösängüineä Lodd* Var. MenziesiL 

!Z)er Z^pui biefe^ Saftarb^ ifl fein anberer aH Potentilla atr<r- 
üangttinea ^ox langer S^it t)on Sobbiged im Botanical Cabinet 786 
ief^rieben unb abgebtlbet/ unb i^on ber ®tr SS. {)ooIer no^ eine 
anbere ^atittät mitx bem9{amen P. atropurpurea var. ß Russelian« 
(Bot. Ma^.,' 3470) abgebt&et ^at, n)el^e an^ unter gleichem 9Iameti 
im Bot. Reji:. t. l49(> «)on Sinble^ publicirt i|i. 

PoteDtilla leacocbora-a(ro*saD^u(tieä ober bie Pot* Mac Nabiatei 
bereite früher txtoä^nt, gehört an^ }ur felben Sfrt. *) ®te {lammt nr^ 
f)>rttngli(l^ and 9le))al ünb s>oit ©i^faindt^atl in Ofltnbien. 

$)ie in ben ©arten unter bem falf^en 9tamen P. Menziesii befännte 
9Sartetät unterfd^eibet [\^ tnx^ gel(e S^lumen^ ber Juf ere Slanb ber 
fetalen unb bad Zentrum ift leb^a^. ))ur)>ur. S)er 9lame ift infofern fal^^^ 
^U er ber $ffan}e glei^ einem @)>ected 9Iamen betgelegt n^orben i^^ 



I I 



*) eic^elV. p. 612 bicfer 3eiiung. — Suib Potent Fintelmtimi gebort iitttct 
unb fc^eint mix itmtifcl^ mit P. Mae Nabinia. ü. fö. 



53 

*9W4 «. »« «HC aSatirfit ijl titib »War tiut eine SarietÄt kttrt^ 
l&AimS/ bie ita^ Sttttie titewaW att C^arafter bieiten fami: Color non 
est eliaTacter« Journ. d'Herticult. i. 213. 



Cantaa pyrifolia Jöss« 

CDiefe ^ertti^e ftflattje auf Üb. 214 be« Joqin. «rHorUcak. aU 
jeMbct, i^ f»emt« im wriflcii Sa^tgattge, ^cft XI, btefer Bettung ni^nwnb 
mDö^iit, «tib loittt iä^ ni^t um^in, n^<fyma\^ baraitf oufmerlfam ju 
■0^ 9la^ beut Senate be^ Gerrit S^, Wlnicn ijl ffe tri ^errti 
Sto. 93erff^plt abjttgeben. ^. D— p.) 



Dipladenia nobilis Morr. var. rosea. 

Apocynaceae. 

3)tefe ®atttt]i0 fc^emt üu^ jttnt Saflarbiren (eic^t senetgt ja fei«, 
baiB |»et gormen fiiib und bereite befannt. 

Z)ie botanifc^ett tttib ®arten«3ottrtiaIe (Sngtanbd/ S^anfrei^d unb 
jDcstfc^tatib^ fabrn bi^ Stitfinerifamfeit il^rer Sefer oft auf biefe Dipla- 
4eiBa nobilis, birett t>Ott @t. Sat^arina in (Sent bei ^ernt %. äJet^ 
f Raffelt eingefS^rt, aufmerffam gemai!^t. 9)?e^rere biefer Journale 
nb befonberd Gardener*s Chronicle unb A^ricultoral Gazette ffabeu 
Sct^nrngett biefer ^flauje gegeben, fo baf man auf biefe SSeife in 
000} Snropa Senntnif ton i^r erhalten ^t. 

»n ^erm «• SSerfc^affett blühte biefe rofa Hu^enbe SSarietfit. — 
£te Siumenro^re ift aufierltd^ gelbli^, ber Saum t>on einem bnnHeti 
Ibf«, Acnfo bie Üto^re innerhalb. Jouru. d'Horticult. t. 215. 



k^o^f'WTVi^IXitP«*^ 



Phlox Drummondii Hook« var. plurcs. 

9itf btefer Zaftl {tnb 11 ber f^onften unb o^rf(^tebenartig{len ®a^ 
^be oigebilbet, att: 

Fi^. 1. Princesse Marie» Flg. 6. Honnear de Flaudrea. 

2. Hortense. - 7. Sarprlse* 

- 3. Honnear de Ledeberg. - 8. Coquette. 

- 4. Rig^olette. - 9. Reine de Beiges. 

- 5. Duc de Brabant. - 10. Lilacine. 

Flg. 11. Incomparable, 
fedl^ fSmmtlic^ auö ber rei«^en Sammlung be« ^errn oan ®ert jn 
Oenl entnommen (inb. 9lo. 2, 4, 5, 6, 8, 10 unb 11 ftnb ganj be^ 
fwber« )n empfehlen, fte jeic^nen fic^ bur«^ ^übfc^e 3«it^«tt»9 »ort^eil* 
^fi aal Jonrn d'HorticnU. t. 216. 



54 

Ribes rubrum var. C^itdouifl^ 

(Groseilier rou^e var. Gondouhi.) 

2)iefe neue rot^e Soi^aunttieere »ttt^ »wt ^ftxn &dni$nxn 
Qtmtn. Vk^tib^ }et($)tet jUfy burd^ nnQmo^vXiift ®r9fe ou^, fpmofl 
bte fettöe bfr gru^tttou^e« aW bu ®röfe b€r rinjetnen Seeren ftnl^ 
tiO($ eimttol fo grof aU iti ber get^^ffitltc^tt Xrt. t>it ^atU ber 
Seeren tft f^^n ^tt¥))ttrrot^/ ber ©efd^tnad ifl ^irxtxXiify, aUx f^ ait^ 
genehm. 

' ®n ©trottd^, »eli!^er ante grämte ^cworttingeti füll, ttm|[ t» »oder 

Sttitft feiX «oad für aSe B^d^tflrfittd^r cntr ttoturlid^e ^btitgung tjl. 

Die %($f^<kj3^ t^<^<^ ^i^f^^ f^Snen So^anitt^^eere (ft ungetnetn flarf^ 

oOetn 2—^9000 Sxeni))Iarc gingen onf einmal na# Stmerifa nnb n^nrbr 

ba« ®ttt<( mit 50 Centime« f^a^It. Jonni. d'Horficttlt, t. 217. 



^mwai^i |d)0tt 0l»er ffU^n blül^enl^^r Pümscn 

im 
»A^tenb be« 9){onat« Z)ecem{^er 1848. 

*Abatilon venosum Hort. Belg. 

* Aeschynanthua Boschlanns de Vries., tli^i feit mehreren 3)}onaten 

nmnf^ixlid^ fort. 
*Aphelandra cristata R. Br. CJusticia jpulcherrima Humb. Bonpl.) 
*Asystasia coromandelina Nees CRüellia), Ui^t feit ^omt Detoter 

unnnterirot^en. 
Begonia fuchsioide« Benth. 

* ), macropbyUa Dryand. 
,, micrantha Btead. 

* „ punctata Kl. 

* „ ricinifolia O— o A Dietr. 

* „ zebrina purporea Hort., flnb fftnmtlidj jtt em<)fe^Ien, jumal f!e 

in jeftifler Sa^re^jeft bie aBarm^anfer mit i^ren jarten Stützen 
gieren. 



♦) ®(e mit einem • beaei^neten finb l>efonber« f(J>9n nnb Jier abgaebbor. 

Ä. O— 0. 



55 

laiber^ift amoena Lindl. 

Chtouiedorea Innata LIebiu., etne fe'^v f(|dne $atitte. 

y, Schiedeana Schlecht. 

baatkcmnm albiflorum. 

,, strictum Colebr. 

Eipborbia fül^ena Karw. 

^Butoraa lacteam Liebm., ili^t fett bem SRonate <Bt)^tcmitx unauf^ 

^drltc^. 2)te f^flanjen iiütn immtx neue kxkU unb an 

berea @)>i^en neue Slut^en^ itnb f^etnen bte f^fKan^en ni^i 

fo bifftcö tri bcr ftttltor ju fein, al€ bie »erwaubten Slrtcn. *) 

' Gäsomeria long^iflora R. Br., eine alte aUx fe^r }u em))fe^lenbe ^fKanj^. 

Gesaera sebrina Hort. 

* 7^ y, Geroltiana Kth. 

' ,, r9 compacta — o A Dietr. }et(^net fi(^ bon Ges. zebr. 

bur^ einen eigentpmli^ gebrungenett äBuc^^ au^z 
bte ffian^tn {tnb mtt bem auögebtlbeten 93(üt^enflendel 
fautti 6" ^od^. 3ei^nnnQ ber Slatter unb Stut^ea 
gtetc^ f^^n ber Gesa« zebrina. 

■PUeaimla Olfersii h. Berol. 

* ,, staminea Lodd., betbe ju ben fc^önflen Slrteu bcr Brome- 

liaceae ge^renb* 
^fthodastonui ^ardenioides Scheidw« 



*Acaeia alata R. Br. ß platyptera Meisn. 

* ., diptera.Lindl. a latior Meisn. 

^Andcia Kjgomer\s DC.^ {>(tt^t tta^bettt bte ^^anitn SDttttc £!)ctobct 
oa^ bem %xticn in 2^öpfc gepffaitjt worben ftnb, unöcmetn öott 
anb öerbtent bfefe fSjtanje eine ao(^ tt>ett gröfere Seaii^tung, 
ald t^r. bt^ j[e$t ju £^etl gemorben tfl. 

Baatcma erieaefolla L. fil. 

*Correa bicolor. 

* „ Grewillei. 

* „ Harrisii. 

Dryandra loDgifolia R. Br. u. a. Wirten. 

üemlclidia Baxteri R. Br. (Dryandra falcata.) 

Hessea spiralis Berg., etne fe^r nteblii^^e 3^ieieX ^om ^ap. 

MoBDina poljgaloides Hort. 

Pfaaeiia linopbylla Smith. 

„ nirea LabtU. 
Stnunaria fiüfofia Jaeq., fe^r gierlt^e^ S^i^^eiQt^ä^^, 

,, llng'aaefolia Jacq. 
Tetrantbera japonica Spr. (Lauras.} 



•) &icp€ 3apxQ. 1848, p. 369 bUfer 3citung. 



56 



Tropaeolum crenatiflorom Hook, tin mit fi^onen^ grofieti gelBen !B(tt|Keit 
Uxx^txCot^ Tropaeolum, beffen SBtutfie}eit mmntli^ i>oit 



Cynibidlam chinense Sw. 
Cypripedium insigne Wall. 
Dicrypta Baaeri Lfndl. 
Epldendrum Cochlea (um L majus. 
Haeinarta discolor Liiidl. 
Oiiiithidhim coccineum Salisb. 
PIcorotbairis trldentata Kl 

Vanüa Roxtnrghii R. Br. Taf. unicolor Hook. !Der bcn Stutzen ent 
flrömenbe flarfc Duft Qiti^t ganj bem bcr SWarfettt^r Sajettcn. 
Zygopctalum maxUlare Lindl. 

,, MackaiiHook. tmb tnel^rere SSarictatcn biefcT Slrt. 



«BS! 



Jlte JlnUnr tirr ^d^imencd.*) 

!3)en 9((!^tmene^ ^aUn bt> 93(itmenfreuttb? ne'ben t>teTett anbern tien^ 
aU^ eine grof ^ ^egirnjltgung gagetvenbet uttb )tt>ar mtt Siecht )>erbienen 
te btefe, beau ft^ finb ni^t altem »on ber tetc^tefl^n ftultur, fonbern 
te blühen auc^ anaudgefe^t i^erfc^tebene SDionate ^iaburc^ unb }»ar in 
jeb^r todern (Srbmtfc^iing unb ftnb Ui^tex ju t^enne^ren ol^ jebe anbere 
^flan^e. £)ie 3l^tntene^ föni^en alfo mit ttwa^ auf ergen)ö^nlt(^er 9)fiif^e 
unb Sorgfalt bad ganje^a^r ^(nburi^^ tniBIut^e gehalten n>?rben. 3$rc 
^etntat^ iinb SDtejtco unb äÖefltnbten unb ^n te^terer ^$it finb unfere 
Sammlungen mttteljl neuer Stnfu^rungen unb aud Samen bur^ t>tT^ 
fc!^iebene fe^r bi'flincte SSartetÄten »erme^rt toorbcn. SOBa« nun b(e Äut? 
tur anbelangt, fo mag ^ter SRad^fie^enbe« folgen: 3« Slnfang 3anuarö 
n>Ä^lt man einige Sdpfe loon jeber SSarietat bie im »or^ergef^enben 3a^re 
geblüht unb bie aBinterru^e in bemfelben Sopf^ gehalten ^aien, auö, anb 
^{{angt fle {n Squberbe« toorauf bie %i^\t in ein äSarmbeet t>on ttwa 
20 ^ 91. SBobentoarme gefenlt »erben, »obei bie atmofp^ärif^e SBanitc 
»on J2 — ^20** Joariiren muf. ^ier »erben fie etvoa^ feu^t gehalten, 
»jrauf fle balb ju »a^fen anfangen. ®inb fle nun 2—3 3ofl grof 
geworben, bann pPanjt man fle glei«^ in q^tjöKigc 2:ppfe, mit tüchtiger 



IGSenn auäf na^ftt^entcx ^nffaö, aU bem (^iglifc^en übcrfc^t, wenig 9?eucd 
enthält, fo mag er benno* Wer einen "flaf^ finben, ba man nocb immer 
l^äufig Atagen (ort, ba$ f[(^ bie ^iinm^ ni^t Ui^i tu(tit>iren la^en. 

D. Sieb. 



57 

S^JEtbeiiitiftierTaae mtb tit euie SWtfc^tttig wn Zxi^f ober Stafenerbe/ 

6iBetfaBb ^injafugt ntib wenn ndt^tg an^ etntge ^oT}fo^Iett3 ba^ (San^t 

»I aber in ^etn fo groterötfritgcn SttP^ttbe »te m5öli^ fem. 3la^ 

^Vtmp^caxipxiQ lo^etbeti fe m'eber ttiö SEBamtteet gebrad^t bod matt f&v 

a%^ X^S^ S^^^^ff^ ^Aft tttib üe na^ bem 3u{lanbe be^ Seete« nnb 

^ Setter^ nttx Iftftet. 2)te oBen angesebene orbentltil^e 90finne muf 

kil^<dtem la^erbeti* Sefottberd 9^t mis^ man jiebo^^ auf ba^ ®{efiett 

)eks, i]i!tem man ^td^müta^^ bte f^flanjen bnr^fteH unb nur foI<|ett 

Safer ret^t, bte foIc(ie^ er^etf^en ntib ttac^^r tt»a€ uUxbtan^tt ®o 

sie We ^a^re^Sett fortf^rettet, »erben bte SWt^lieete mit groter 8eini« 

i9asb «o&^renb ber n>entgen @tnnben bed fle<!^enben ©onnenfc^etn^ U^ 

fd^oitet. 60 tote fte tn Slut^e fonrnten, bringt man bte f^ftanjen tntf 

&mfeTt>at0rtit]it ober «oarrne ©run^an^, tt)o bte metfien SSartetoten ^err? 

M 'btt^eit. 3n}n>tf(|en mnf man fle ^ter fe^r ^ox (alter Snglnft jn 

Hteit fu^en* Qtnjelne ^jlan)en »on ben ^9^er n^ad^fenben Srten^^m^e 

A. pedoiMmlata, geben ^nbfcpe Srem))rare ab, n)enn man (nrje 3rit 

SBa^t^iime an iebem ©etenfe etn>a^ Sin^alt t^nt nnb fle f^metrtfd^ 

^iitbet. aber i(^ mJcl^te au^ tmp^t^Un, »ter ober fftnf 3«* 

ttt eilt grof ered ®efäf }tt ^ffanjen nnb t*^rem SSac^^t^nm bnrc^ 

ixoti ober bret 9RaI Stn^olt }n t^un^ too^nxüfy man fe^r 

e Snf ^e erjtelt. A. lon^iflora muf ettt)a^ btd^ter ge)>f[anjt loerben* 

r rioetd^e man ali Stnjetnerem^fare jte^t^ möjfen in ber äblt^en 

an @tabttt befe^Kgt »erben, jebod^ fo, baf man etntgen 3tt>«'S«tt 

Vige %Ttifytit taf t/ bte bann gractö^ nber ben Sto^^franb Rängen. !Z)tefe 

Sorictat wa^i fiü^ am fd^in^en tn Rdrben , ge^^ffanjt tn ÜRoorerbe, 

f>^fo^feii nnb 3Roo^. ^är ite mnf aber eine ret^Itd^e SS}afferf))enbe 

ftofi^ttbett, ja eme ®abe oon 2)ttngf[äf{tglett -t^nt t'^nen bann nnb «oann 

gereuet fe^r n>o^L A. picta t^- fe^r beliebt nnb lo^nt and^ xtiifyiiä^ 

ct»Hi6 me^r Sorgfalt* 3nbem man btefe Slrt tm ^erbfle and bem 

Statte t>erme^rt, tann man {te f(!^on fru^ tm %xma^xt in Slnt^e 

V^ben. aßte gefagt, ade fi^b letc^t jn oerme^ren: @tedRtnge faffen tn 

«Kaigen Zagen SSurjeln^ anci^ »ac^fen fte Iet($t and bem Watt nnb 

b«rt^ Z^etlnng ber fd^n)>f>tgen ShtotCen; etntge ber SSartetaten btiben 

ffttne ftnoüen am ^olje, bte eben fo gnte |}f[anjen abgeben, aU bte^ 

jcaigen, mefi^^e and großen ftnoOen nnb @ted((tngen ^en^orge^en. 3n« 

Hm man einige X6pft oon jeber Krt jieben SDtonat gnm SIntret'ben 

rast, »obei man natnxUtfy bte 3^'i bed Sttibringend tn ba6 SBarmbeet* 

j#7^ (faxtet f<x^^ ^^^ ^<^^ 6<^^)^ 3^^^ ^tnbnr^ btn^enbe Sxem« 

lim taten, üini^c @)>e€ted atd A. pedancalata, hlnnita nnb grandw 

An emttt fic^ (efonberd fnr bad SBo^ngtmmer. Sto^ci^bem fte abge^ 

M/ uSt bte RnoUen retf geworben, flerben bte Stamme ab ntnb bann 

JLnnen tic Snctlen ni^t^ tcetter att oottfommen trotfen nnb froflfrci 

td^TkU werten^ (KuBseM gn Chelsea tm Gard. ^ Farm. J.) 



58 

Gardenia Whitfieldü. 

9ß^Ü^t% ber btefe fc^ne ^flanje in bit twc^ai^i^tn @axUn euu 
geführt, ^^tt felbß S^i^h baf btefeO^e f>I%tt tt>nrbe^ ie^ot fle m'^ 
Sebeutenbe^ S(Het unb ®röf e erreid^t ^a(e. Stn folc^er Ueieljknb mörbf 
^€ dUx fnr bte attgetneine ftultor tittgeeigiiet unb f&r fol^^^ bre tuiv 
ief(|rin(te SDtittel (efi^eit/ goit) nu^Ipa gemalt $|a(e]t, juinal ba biefe 
beeren (att^tfä<!^It<!^ mtr tt)älk(la^ettbe|3^an^ttfttltä>tre)i,f^efpttber$ folc^e/ 
bie fe^r iDO^Irie^^enb flnb* £)a^ a^er btefe ®arbema bei gehöriger Se* 
^anblttitg au^^ ben festeren ^n^pxn^tn genügt^ lottit id^ mit IBergnngeit 
))etft^nt^ ba fte bei mir turjüc^ )>vä^tig gebläßt ^at Ungefähr t>or 
3tt>ei 3a^rett koavb ein bomald neu gemad^ter @te^ittg in einen fec^^^ 
iöOigen Z^ ge)>f{anit, nnb {mar in eine SDtifd^nng k)on iorftger 2:rift» 
erbe unb 9)toorerbe/ untermifti^t mit etu>a^ @ilberfanb. dx warb fo> 
bann in ein So^beet beö äBarm^anfe^ gebratl^t^ tt)0 tint ^o^e nnb feuchte 
Z^mptxatax ^or^errfti^enb to^x. SBä^renb bed Sommert tt>tt($^ bi^ 
|)f{att)e (rciftig nnb gegen ben ^erbft gefiatteie i^ i^x, ba^ ^olj ^ 
^(^ng )tt reifen unb ii^ jum ^rtt^ting }u ru^en^ }u n>el(^er 3^i^ ^ v^ 
bemfelben Som)>ojl/ jiebo^ in mtn gtoöI^öHigen 24>))f umge)){Iait)t lu^ 
loieber ind Sp^beet gebrad^t tt>arb/ w^Ui jiebod^ gleid^ ^pi^e äBärme unb 
Senc^gleit beibehalten n>urbe* 9lm ©^lufe bed @pmmer^ iDar bir 
$flatt}e täd^ti^ (erangemati^fen unb nun gejlattete man i^r^ bie jiunge« 
@(^ufe gehörig gu reifen unb SSlumen an)ufe^en. Um^ aber bie $fliui}e 
)tt per^inbern^ in ungünjliger @aifon ju Uäfytn, kparb fte an^ ber ^o^eit 
2:em))eratttr t)on 17 biö 22 ^ 91., toü^tx {te n>ä^renb ber Sffiad^^t^um^ 
i^eriobe oudgefe^t getvefen^ in mt lältere unb trodnere ^Üm^^p^äxe s>pit 
8 ii^ 12 <^ 9t. gebrad^t. %n biefem ©tanborte Perblieb fte ben SBintec 
^inburc^. Ungefähr (Enbe 9)tdr) iparb fte kPieber in tin kpärmere^ {)aniS 
oebra^t^ n)p bie ttnp^pen aOmä^Iid^ ^erpprjufpmmen begannen. GEnbe 
ftfxii toaxtn bie ^Inmtn 6 3^^ I^^^S u^b fingen niebem^art^ gtei^ 
umgefe^rten Zxom:ptUn» 3e^t gingen fte auf unb bpten einen neuen^ 
l^errli^en Stnbltcf bar, benn bie pra^tigen 93Iumen mafen 3 3oU unb 
boritber im Surd^meffer am 9ianbe unb contraflirten mit i^rer n>eife9 
^arbe ^errliti^ mit bem grpjpen grünen Slattkperl. ®ie ift eine ber 
fe^enötpert^efien SBtumen, bie mtr ie bPrgefpmmen unb burfte, felbfl 
V ipenn fte geruc^lpö kpäre^ in feiner Q^pftectipu fehlen. 9(ber unglei^^ ben 
anbern grpf en rp^renförmig blu^enben ®t>ecied, n)eld^e nur n)enig too^U 
ried^enb flnb, beft^t biefe fafi ben SBp^Igeru^ be$ captfd^en ^a^min^, 
eine £igenf(^aft, bie fte befpnberd ben ^tumenfreunben fd^d^en^n^eri^ 
ma^tn mu^. (Stner ber U^en unb jugtei^^ einfad^ßen ©^fteme in ber 
@arbenia^Itur befielt barin, baf man {te tpä^renb ber äBad^^t^umd^ 
peripbe in ein mi^ Sp^e gefuQted SDtifibeet bringt^ bejfen SBarme man 
bur4^ 9Rtjtumfd^läge er^p^t. (R. GlendiDuing im Gard. S: Farm. J.) 
2)tefe $f{an}e n^arb an^ unter bem Flamen G. mallcifera im 
Botanical Magazine befannt gema(^t^ aber 2pber33A^re na^^er n^arb 
{te im Bot, Register G, Whitfieldii itnannt. 



09 



Feuilletons 



Oef#td^e her Ott itf fl^tttn« 

tti bmt Journal d'hortteBltare.) 
3» do^rr 1728 f^titte et« 3efmt 
toacsd IttcarriUe, berfeKe/ tio^ 
^cb|cni bte iBtüttm^ iDcarvOlea 
mmt tfl, bte er^it &amtn biefer 
9P«iite «tt« H^cffog/ (Ol Xtitoiiie 
Mim m "paxia. ^€ eni#miben 
|mtf ^^flanitn mit ffetnett^ toetfett, 
ofMlett SStmnenHpftn, bte oi^td 
*cs%cr Ott f^in loarett. 3m 34re 
l'SQ Ui mcbcT^oOer 9ttdfaat eift^ 
{hU fd^^ii cüie anbete KboTt/ mit 
räf«^ «ef^en SSbximniipftn, bk 
a4 ist ber A&xPft attgettommen 
Mn. — 3n btefer ®efbilt jpfi 
^ fHIostje fi^ott bte S(ttfmer{f(mi« 
fcft ber S^remtbe be^ ©arteiii&Mte^ 
oif fU^^ tt>el^e bett fietm jtt t^ver 
^tktxtu S^nCotmstett^ett ittib Wiaxt^ 
BiSfdItigfeit in berfettett ettibecfenb^ 
tefdfteti in etncr Serfammlmtg im 
Sfo^ jn (£fyaxtxcttx, ben 9lamen 
Reme des Ma^erites bettegten^ 
«4bem |te (ereit^ bttri!^ ben bo^ 
aatt leSeabeo Sitttte^ ben fyflema^ 
i^n Slainen Aster chinesais er^ 
^ttcn ^atte. 

St« |Bm 3a^re 1734 fonnte man 
ntr bi^e roti^e unb weife einfa^e 
8tot 3eftt tottrbe nun ober aitc^ 
rate Diolette 9iatitt&t er^oltpt nnb 
«m fta0 tton nvt bie Sl^ern rei^t 
V#'S m ben ®firten an)ttbatten. 



@o »erme^rten fi<$ bie »barteti 
jÄ^i^, gegen bö« 3a^r J750 er* 
i^ieft man bie erflen fleftHtten Stt* 
arten in )9eif, x^^ mtb tHPlett. 

3tn Sa^re 1772 n^nrben in ben 
ftöniglii^en ®firten jn Xrianon bie 
er^en reflelmÄfifl gefnttten Abarten 
mtt flauen 93(»menblattern in ^et* 
f^tebenen Barben^ einfai!^ nnb ge« 
fußt eraengt, tint &Vfpt, ml^t 
tt)egen i^rer Se^nli^Ieit mit ber 
gefüllten Slnemone^ Slnemonen* 
Hitzige aflern geannt »nrben, 
^on benen einjelne Abarten no^ 
iv$ feftt »ergangene 3^it in ben 
Sanemgärten gefunben tDnrben. 

2)ie gegentDfirtig m^ allgemein 
in ftnttur be|tnbli^en S^^x^a^ttn, 
fome bteienigen gefüllten ^o^en 
S^rn/ beren Slnmenblätter &^nii(^ 
mie bei Z>a^lien, fämmtli^ ger^^rt 
{ittb^ n^nrben in bem ©arten bed 
{>er}og« i>on Siron in ^ari^^ )>on 
bem ®ärtner 9)2oiff9 jnerft eriogen 
nnb im Sonfe ber S^it ju ber bo^en 
©tttfe- ber SBollfommen^eit on^^ü^ 
bet^ n)elti^e tt>ir gegenti^ärtig an ben« 
felben bewnnbem, — 

Slbarten neueren Urf)>mngd t)on 
ben 8e$teren, flnb bie Ängelafiem, 
tt>et(^e flc^ bnrcä^ bi#t gefftOte U^ 
geKge Blumentöpfe au^jei^nen^ fo 
tt)ie ferner bte t>ollflänbtg gefuttten 
$9ramibenaflern/ t^et^e gegettn>artig 
t>on Sranfrei^ on^;. befonberö em^» 
)>fo$len toerben' nnb tvirdii^ »on 
tm^gejeifi^neter ®^n!^tii f{nb« — 



00 



@0 (rait^te bte d^ineftfd^e Sfler 
mt^x aW ^ttnbert 3a^re bcr fortfle* 
festen Rultttt, itt «0 bie ücrfii^ie;^ 
benarttgett Sparten fti!^ Mma^ii^ 
^txanb^tn hnnttn, mt^t unfern 
Charten gegenn^ärttg jttT ^öt^flen 
3terbe geretf^en unb bte kvo^I nte« 
maM gan} ou^ benfeKen meber 
jjerbrfingt »erben bnrften. — 



3>et hotanii^t ®atttn atif 
Ztfnttab* 2)erfelbe liegt nörbltcl 
am l^ort of ®)>atn am Stngange 
be^ S^ale« ®t. »nne, nnb tfi etoent* 
K^ ber ®arten nnb ^arf be« ©0«^^ 
öernenr«. Der ®arten »nrbe »or 
etff^en 20 3a^ren com »er jlorienen 
Soif^arbt angelegt vnb fte^t ge^ 
gentDärttg nnter ber Seitnng be4 
|>errn ^urbie. Hnfer m'elen bcr 
fi^önflen nnb mer(n>urbtgf}en ^flan« 
jen Xrtnibab'd enthält ber ©arten 
Dtele fettene nnb pr5(^ttge (9eti9ä(^fe 
ani anberen SSeltt^etKen. ®Iet«^ 
am (Eingänge beffe(6en n>e^t etnem 
bnr«!^ einen Eucalyptus unb etntge 
Safuartnen eine frembartige Suft 
an^ unb ber Säte felbft tt>trb einen 
@))a}tergang burd^ ben ®arten nii^t 
bereuen^ ba er ^ier bie nu^Ii^flen 
®ett>S<!^fe berSrbe^ fo totit ed bad 
mima erlaubt, -nic^t in Reinen ®ts 
t^&^^^axitbänm^tn, fonbern in gro^ 
f en mit Sdtixf^^n unb S^^ten be^ 
labenen (Exemplaren Jjereinigt finbet. 
SafI alle fogenannten ©emürjbäume 
3nbien*6 flnb ^ier gu ftnben, »om 
SRuefatbaum, ber im ©Ratten eine6 
mä^tigen ®aman (Pithecolobium 
S. Benth.) jt)>)>ig gebeizt unb bann 
mehrere SitttmttHxmt biö hinunter 
jum f5fefferprau(!^e, alle arten »oti 
X|fee)>flan3en unb anbere lommen 
»ortreffliiJ^ fort. Son auÄfinbifd^en 
Halmen bemerft man bie Areola 
saccharifera mit i^ren ungeheuren 
SUt^en^tDeigen, " ein Calamus-®e^ 
btlfc^; Oaryota u. a. bie nO(^ ni(^t' 



gebläßt ^aben. Sott anberett SStt« 
mtn avi^ ber alten 9Belt iti^ntn 
{{(^ einige o{Hnbif(!^e ®uttifereii, 
einige ^ineflf^e Srud^ftaume oit^^ 
nebff i^erfc^iebenen Spec. Pandamui 
unb ber rieftgen Ravenala mada-p 
gfascariensis. Sber au^ t^omSbncf 
nfanifc^et^ Jeftlanbe ift un^ mait^^e^ 
f(^ne unb nö^lic^e gefommen^ melr 
(^e6 $ier vereint gefe^en toetbeii 
(ann. Da bemerft man bie mS^tigi 
Berthollelia, bie ^errlid^e Browne« 
g^randlceps nebfl ber mer(tt>nrbtgeit 
Eperua g^utanensis mit ben Hafter« 
langen berab^angenben SlAt^en^e^ 
len^ rie^ge (Eafjten mit gelben tmb 
orangefarbigen fBiit^, irfi^reob 
man bort auf ben S^ti^tn einer 
tt>in}igen Crescentla ^unberte bet 
f^^nffen unb merhourbig^n £)r^ 
been )>erfammelt ftnbet. 3tt ber 
9la^e bed ^aufe^ be^ ©ouoemeitrft' 
^at ber tätige $err |)urbie ^ibfd^a 
Slumenanlagen gemalt ^ man famt 
^ier unter anbern bie erftaunliife 
^arbenf>ra^t ber ®e^neraceea in ' 
Sugenfil^ein nehmen, ^itt an^ fin* 
bet man bie Brexia madagasca-i 
riensifl, bie koo^lrie^enbe ClavIJa 
R. et P. unb'fo motCil^e^ anbete.' 
Unter ben &^Htn, mel^ ^erv 
^urbie Don feinen Steifen mitQu 
ixa^t ^at^ flnb ju nennen Phyte«- 
lephas, ber beräumte Cedrone (Si^ 
maba), bie Chupa chupa (Muli^a)^ 
Courafari sp. u. a., wel^e ifpif^ 
fortfommen. — 
(99ot Bettung No. 43. p. 753.) 



> ■! 



distichmn Rieh. 3n einem ber 
berliner ®ärten^ l^ei^t e^ in No. 46 
ber $Ulg. ®arten)eituna^ geigten fi^ 
in biefem 3a^re (1848) grucl^te an 
oerf^iebenen Steigen eined Taxo* 
dium distiehum Rieh. (Cupresans^ 
dislicba L.)- Da^ QtxemifAax lourbei 
t)or }e^n darren gef)f{an)t unb barfiel 



61 



n^f^fyt 18 3a^re alt fem. <E« 
M km» eine ^5^ Don 20-21 
^ nb ciiieii ©tontmbttrd^mefer 
Ht fiae« Sstf erreicht. Der ftro« 
iBtan^f^ititt f^ctragt 11 ^f. S^ 
i| Me< bcr erfle ^M, baf grämte 
« Mefer (Eomfere in ^ett betbtter 
Vflrt» gefc^en toorben ^nb. — 

Xtt^ tat ^eiigeti botatttfc^en ®ar«; 
in jrii^iiem fi^ ac^t S)rettq>(are bte^ 
M ^l«l^ 93attine^ bttr(^ ®r6fie 
Bäb fronen SBud^^ w^, Wltin 
Sers&sser, ^err D^Ienborff, ^at fie 
^aadSomeit rrgogen unb sourben 
teSonot nneefd^r 23—24 3a^re 
itt^fnii. ®ie linb 24-26 m 
^# 88b ^aben etne Stantmbide 
9«i 1-lV« gtt^, 4 gttf «tcr ber 
Ctte gemt^tvu Z)tefe ac^f Srent^ 
Itec fti^ nne {>aQ^t}tetbe beö 
Antntd, Bvr tfl )it f^ebauern/ baf 
Ik |i »^ aneinanber unb in graben 
lt£^ gq^{[aQ)t toorben {tnb/ fo 
ba| fe ^il^ ie$t f^on mit t^ren 
3feetgts gegcttfetttg bertt^fren. 

Sra Sttt^n ober grämten ^abe 
id^ M j^ noi^ mc^td »»a^rgei' 
3f«ttf«, ^en fo loentg {etgen ^i^ 
bic fbnbetbaren Sbt^wn^fe an ben 



t{l. !£)tefe genannten ürten aebet>en 
»a^renb be< aBtnter« bei 8-12» 
9t. äBa^ am nac^t^efltgfien auf fie 
einwirft^ ift SRangel an ii^t, ba^er 
man ®otae tragen mnfl, ^it^flan^ 
}en bem ®(afe fo na^e aU m&gli($ 
jtt bringen. *) 

!Dte Echites caryophyllatn Roxb. 
an^ D^inUtn, domingensis Sw. 
oon ®t. iDomtngo^ roacranCha Spr. 
Ober gtandiflora Roth, au^ £){l^ 
tnbten, repeos Jacq. oon ®t S)o« 
mtngO/ saberecta Jacq. Oon ^a^ 
maica, trifida Jacq. and Dflinbien^ 
torosa Jacq. oon ^amaica unb 
nmfoellata oon eben ba^er, ftnb bie 
am metflen in ben ©arten oerbret« 
teten Srten. @te ftnb ungemein 
bei t^rem ®ebet^en oon bem Stn^ 
{Inffe bed ii^M a(^angtg unb tft 
btefed für fte ein {)au))tbeburfnif. 



«. D--04 



.*> 



Itmit9acht m tt tn u^tn citttget 

ichites-STteit* Echites biapi'- 
Thb. oom Sorgebirge ber 
Site ^offnnttg, £ch. diffonnis 
ITak. anb Reh. atellaris Lindl. aud 
Smfiliett verlangen eineSrbmifd^nng 
iffkftab 011^ gnter Sanberbe, Sil- 
[kifinib mtb einer gnten {>eibe^ ober 



S){e @f4^e unb ble m^c 
Ute 9EBettet|iv9|»]^cteit. SBenn 
bie Sf^e i^re Slätter oor ber (Si(^e 
6f net fo folgt geioi^nlii^ tin na|fer 
©ommer^ (ffnet aber bie(Si<!^e t^re 
Slätter oor ber ffif^^e, fo folgt ge* 
koo^nli^ ein trocfner @ommer« 3)iefe 
äSBetterregel foO feiten tauften. 
3a^rb. b. Sanbiofc^t. 



^it 9teUnbtätttt btt Frey. 

«Ineiiä Banksll. ^n ben fBSU 

bern 9leufeelanb6 »fi(^fl bie t^rey- 
Sofrerbei 2)tefe SRifc^ung ifl allen 1 cioetia Banksii (Samara) , beren 



tita an allgemeinen juträglic^. 
BcUles Stellaria liebt i€t>oif eine 
Mr foobige ÜRifc^nng. J3ei allen 
letal mnf man bafur forgen, baf 
Wr Si^Eis be^ «Baffer« frei flatt:^ 
W, tttbe» bie ffinrjeln fe^r 
Ik^iß flnb unb i^ntn etn fle^en^ 
iHOfsM JB^affer #rt< naj^t^eilig 



fufe unb fleif^ige 9{ebenbldtter tim 
angenehme @))eife gen^ä^ren. 3^r 



«) Echites difformis fuUtOire i4 f((on 
feit ütoei 3a(ren mit ^ort^eil toä^renb 
M SBtnterd in einem falten Stafttn, nur 
mit genfter, ^aben unb ^aub aegen jtälte 
gef*ö*t. C. O— 0. 



Ö4 

3« bem fe^t ret^^alH^ett ^erjet^ntffe fär^ ^al^x 1849 t^on in* 
uttb au^Mnbtfc^n ®etnttfe^/ ^elb^ unb Slitinen«@ciineretctt t>oia 
jfttnfi^ itnb t><^tibeMgärtner ^errn S^^'^^v^ 9(boIf>^ ^aage jua. 
tn Srfurt, jetc^neit {i^ unter Stelen anbeten 9leu^etten befonber^ bie 
neuen Achimeoes^ aU A. WärssewicEii R« OUo^ violacea H^e^ 
violacea palllda Hgc, Uaageaua £. Otto, Kleei E. Otto unb 
Ottonis H^e«, au^, bte p. 560 sq. t^on^en ^a^rganged btefer 3^^ 
inn^ befc^rteben n)orben ftnb^ unb \ot\^t in ^aittn ftnotten a % — 1 «^ 
angeboten kpefben» jDie ^ebactton eni)>fiei^tt fte w^maU aü fc^oit« 



^err 3. %. Drfeße, tn ^dniburg, Stltenflraßc 5»o. 28, ^at 
aberntald eine Clitatttität frtf^er fSbafrtfantff^er • ©ämereten erbalten, 
tt^el^e t)on $errn S. 3e|^ifet t)om Dctober 1847 hU SSärj 1848 qcs 
fammelt tA>orben ffnb. 

2)ad ganje Slffortiment Crit^tig beflimmt) befielt aud 176 Srteit 
unb fojiet 40 J[ ^amb. Ert. (16 ^ fJr. Crt.); jebe äu«»a^I Joerf (Rieben er 
arten berfetben bte ^rife 4 /? |)amb. Srt. (Vio «f ^r. ffrt.) 3« 
bent afforttmtnt )ei(^nen fi<!^ befonber^ etne SRenge fi^oner Sommer« 
getoä^fe, ferner Leoeadendroo^, Podalyria-^ Protea-, ^erfiiria- uitto 
berglet^en Srten aud, tt^orauf bie Siebactton glaubt, befonber^ aufmerf« 
fam ma^tn )u mAfen. 

abriefe unb (Selber »erben »on perrn jDrege franko einjufenbcii 
gebeten. 



iZämtuitn P0n ^kottotico 

uliimo 1847 bet ^umaeao gefammelt. 

f>PanjenKeb^abern befonber^ ju empfehlen, ba biefelben nac^ SSer^ 
ficl^erung beö ©artimlerö, eineö bort fl($ auf^attenbih beutft^en ©artner^^ 
nur oon Bi^^pPönjen entnommen ftnb. 

IDtefe Sammlung befielt au^ 17 Uticn, meiere jttfammen IVa«^ 
^r. Srt. fojlen, emjelne t^rifen a 4/f (Vio«^). 



9atttt<®amen* 

3fi Srten, ebenfalls bet{)umdcao geffiimmelt )u 6^4/? (2V8.^ 
^r. Ctt), etnjelne «rten a ^n'fe 4/?. 



93er}et(^ntffe über fdmmtß^e Sämereien flnb fotoo^t bei i>ttm 
2)r^ge aU bei ber Slebactton biefer 3^itf^nft }tt erf^alten. 

X>. Keb- 



es 






^KtT €• <E. X)egener atit aSenbenf^ore in 95rattnf(^»eifl Wetet 
feite Sommtttns ^^^ tro^tf<!^en Dr^tbeen, iefle^enb in 3S8 9(rtett unb 
460S)ceinplaren, SBImnenfrennben gitm Kaufe an^ unb }n)ar für bte{>älfte 
M fretfe^, ^tt tt>el(l^em fol^e tu ben neueften Sergetc^niffen ber ^axAtU^ 
9htBcr oudgetoten «Derben. 

Die f}f[<tiiieti finb gefunb/ grSf tent^etB flarl I^etva^fen, mit 8 ibtd 
1b 3»te^tst «nb ba^er tn 2 I>{^ 6 (Srem)>Iaren ju t>ert^et(en. 

Sn^ei^mffe itnb loon ^errn 2)egetter me )>on ber Slebactton 
^er ^eüimQ oitf )>orti>frete Slnforberung )u (eiteren* 

Die Dom ^erm S)egener angebotene Drd^tbeen^Sammltutg enthält 
side f<^6iie^ ^errlid^e nnb feiten e Slrten^ unbjtnb etujelne (Gattungen 
^ reii!^ vertreten, fo {tnb 10 Catasetoni-, 14 CaUleya-, 23 Den» 
droMiim-, 48 Epidendram-, 14 Laelia-, 31 MaxiUaria*, 96 Odonto- 
I-, nxCt 45 Oncldiain-Srten tc aufgeführt. 

ttiitex ben f ebeneren Slrten finb )tt ermahnen; Aeridea crispa, 
DeBdrobinm aduDCoiiiy Heyniaaum^ Pierardii, Epideiidrum seUigferum, 
Harileya ^olacea, Sallia purpoi'acea, superbienH, Oacidium Galeoth, 
lAdkü nnb Diele anbere nte^r. 2). 9leb. 



Vtein grofler ff atalog (16. ^a^rgang) über alle gangbaren 9(rten 
BamttL, ©eorginen, bi&. ffnoUen unb %vi€t»a^l loon ft^inen 
Stauben nnb S:ot>f)>fIan)en liegt jur Slu^gabe bereit^ unb iittt i^ 
^ 3tt bef en Sranco:'<Einfenbung rec^t ^äuftg }u i>eranlafen. 

«Erfurt^ im Z)ecember 1848. 

ftunfl^ S: {)anbel^gärtnet. 



Sin ret4f6artiged SSerjei^ni^ fix ba6 3a^v 1849 ober ®äme^ 
reien, ftnöIleU/ l^ffanjen tc» t>ott ben Ferren 9)lof^{o»)i^ A 
Siegling, Ännfl^ nnb |)anbeWgfirtner in Crfurt, liegt ber SRebaction 
HS snb erlaubt fi^ biefelbe fol^e^ ben Slunten^ unb f^flanjenfreunben 
kjknd ja enq)fe$Ien« 2)iefed SerjeiAnif t^ nur ein SU^gug be« ^au)>t^ 
Wog^ 9on 1848 unb ent^ffitt blof bie uu^Iicl^ften unb ueuejien 9it^ 
fSd, WPxnnUt ft($ Diel Steuer unb (Si^int^ beftnbet 



64 

3n bem fe^r retc^^aMgett äJerjeic^ntffe fur^ 3a^r 1849 ^on in^ 
Uttb a«6ldnbtf(^n ©einufe^/ ^elb^ unb SIttmen«@£meretctt i^oiit 
Ihtnfl^ itnb ^anbeldgdrtner $errn S^tebrt^ 9boI^^ {>aage jitttt. 
in Srfurt/ jetc^neti fi^^ unter tx'elen anberen üteu^eiten befonber^ bte 
neuen Acbimenes^ aH A. Warssewiczli E. Oüo, violacea Hge^ 
violacea pallida H^c, Uaag^eaua £. Otto, Ifleei E. Otto uttb 
Ottonis H^e«, an^f bte p. 560 sq. ))on^en Sa^rganged btefer 3^^ 
tung bef (^rieben n)orben ftnb^ unb toel^e in ^aittn ftnoKen a % — 1 oi^ 
angeboten kpetben. jDtr Slebactton eni)>fte^tt {te w^mäH aü f^on. 



^ttsei^e t^ott tietfättfltd^etk ®dftirrciett. 

^ert 3. %. Drbge, ttt ^dmiurg, Süienjlrafe 5»o. 28^ ^at 
ttbermoW eine Oüafttität frif^er fübafnf antfc^er • ©dnicreien erhalten, 
»el^e öon $errn S* 3 e 9 ^ e r j)om Dctober 1847 brt SWdrj 1848 ge^ 
fammelt n)orben ftnb. 

X^aö ganje Slfforttment (rt(!^ttg befiimntt) befielt aud 176 UvUn 
unb lofiet 40 ^ ^amb. 6rt. (16 «|» f5r. 6rt.)5 jebe ?(u«»a^t t)erf(^iebener 
arten berfetben bie fti\t 4 /? ^amb. Srt. (Vio -^ ^r. Srt.) 3ii 
bem Sforttmiut geiii^nen ftc^ befonberd etne SRenge fi!^6ner @pminer< 
gett)d^fe^ ferner Leoeadendron«-, Podalyria-^ Protea-, Seriuria- unb 
bergtet^en arten aud, n)orauf bie Stebactton gTaubt, befonber^ anfmertr 
fam ma^en )u ntftfen. 

äSrtefe unb ® eiber n^erben t>on ^ertrn jOrege franeo einjufcitbeii 
gebeten. 

^ämetticn t>pii ^pvtotieo 

ultimo 1847 bet ^untaeao gefammelt. 

f^ffanjenlteb^abern befonberd jn tmpU^U^, ha btefelbcn nac^ 93er^ 
ftd^erung bed Sammlers^ etned bort ftti^ auf^altenbin bcutfc^en ©drtner^^ 
nur »on 3t^'^pPÄnj^n entnommen finb. 

!Diefe Sammlung befielt au^ 17 ürten, n>el(^e jufammen 1 Vs ^ 
9ßx. ert. foflen, einjelne f^n'fen a 4/f CViot#)- 

ä7 Srten, ebenfalls bet|)umacao gefcimmelt ju 6^4/? (2V2«^ 
fJr. Crt), etnjetne Arten a ^rife A/i. 



Serjet^m^e über fammth'^e (Sämereien flnb fon>o^( bet <$)emt 
2)r^ge aU b^' ber Stebaction biefer 3ettf4^nft gu erhalten. 

». Web. 



Mtbtr /riid^t-<Cr3telun0 

^ev Yanilla planifolia Andr. 

Cd xfl ni^t untntereffattt ja (eitierfen, baf atx^ in ttnfrrm iRorbett 

bsr %tn^t t>eT SantUen>$f(an)e tn einem ®ewä<|^^ttfe }itr Steife 

ftcloftgte. 3ii bem grofett itnb fdSf^nen Or^tbeen^ufe bed Gerrit 

eeitatOT Setttft^ }tt %Uttiti fing am 18. Sebruar 1848 eine fe^r 

forfe ttnb üppi% n>a^fenbe ^jlan^e ber VaiiHla planifolia Andr. )u 

tli^it ott^ unb öfnetett ftc^ in 3A^tf(^cnrtomen wn 3 |tt 4 Xagett 

a^cre Slunun^ t>on benen, of>gTetc^ alle burc^ ben DhttQüxtntt ^enrn 

•ramet mit ber größten Sorgfalt Innflltc^ befruchtet n^urben^ jieboc^ 

nur eme SItinie ^^rui^t anfe^te. S3t« ^nm 29. VtctmUt t>. 3. ttibete 

^ bte Stufet frafttg aud, um totl^t Stit fit fic^ gu färben anfing unb 

jc^ €0» 15. 3<(nttar t>ot(fommen reif ju fein f^eint unb e^eflen^ ab^ 

foAe« törfte. £)ie Sruc^t ifi 8V3 ^' lang unb s^erbreitet einen un;* 

gmeis flarfin 2)nft. 2)iefelbe ^atte t)on 3^t't ber 33efrtt^tttng ii$ 

pa Steife gut 10 ^pnatt not^ig^ mithin ettt>a^ me^r al^ in ben ©arten 

fibK^KT (Segenben (inx^pai, benn n>ie unten bemerft, beburften bie 

Srii^te im garten }tt $»abtta (aum 9 SSonate. Sigent^um(t(^ »ar mir 

btr flrfc^inung bei ber in Siebe fte^enben Snt(^t> ba^ ^e an ber @^i(^e 

etntge Stnten.tief geft>a(ten i{i/ unb au^ ber Deffnung ftc^ tin braitner 

€aft abfonbert/ ber )i>on einem fe^r jlarfen aromatif($en ©efc^mad nn'o 

ifl. 

£a nun biefelbe ^flanje bereitiS in ^mi (Jahren hinter einanber 

geUu^t ^ot, fo burfte jie auc^ aUiai^xU^ neue ®(umeu unb ^ofent(i<^ 

ün^ mt^x S^U($te bnngen. !Z)af biefe (Srfc^einuRg jie^t ni(^t me^r ju 

htm. grofen Seltenheiten/ obgleid^ immer eine ^«^jl intereffante Cfr:? 

f^^eiitnng, ge^^ri, n>irb na(^fle^enbe 3uf<^^)tienftenung ben)eifen. 

3m 3a$re 1836 blühte bie a3amae^f)j{an)e im botanifc^en ©arten 
|a Stitti^ nnb n^urben bafelbfl bie erften gruc^te berfetben in Surojpa 
erhielt« -^err ?5rpfeffor ÜRorren ^attt feiner ^tit eine fe^r au^fit^rs 
iüfye üi^attblung über bie Sultur ber SSanitte, ferner literarifc^e iBe« 
serCungen »ber biefelbe, tvit gefti^ic^tlic^e äSemerbtngen über bie $(n^ 
n^cttknitg ber fönfUi^en 93efruti^tung bei ber SaniOe im ^Bulletin de 
rAcademie royal des sciences et belles-letters de Bnixellea 1837 



66 

p» 220^, fo toit in beti ^^Aonales de la Sociöte Royale d'Horlicttltare 
de Paris Tom* 20 p. 331" mttöet^ciCt. *) 

3fl U nnxir baf bte ä3e{t0er bott Samlle$$flan)en bur(^ btefe 93e^ 
merfungen me^r aufgemuntert tt)orbe]t ttnb/ unb fettbem mc^r Sdtfmert 
famfeit auf t^re f^flanjeit )oertt>eitbet ^aben, ober tfl eö nur SufaK/ ba$ 
na^ btefer erflen ^ru^ter^telung t>on ber aSantIle»|)f(an2e }ii SutH(^ au^ 
in mehreren anberen ©Arten SSamne-^fKanjen blühten unb ^^.<^(c reiften. 

WLt^, xoa9 {)err $rof. 9)Iorren angtebt^ ma bte SSantße jur Sl&t^e 
ju bringen, f^ien mtr^ toit mehreren Snberen^ ntd^t unbebtngt not^- 
»enbt'g jn fein, unb ifl |)err fJoiteau ju'fJari« au(^ balb gegen |)errtt 
ÜWiorren aufgetreten, (nbem c^ne aÄe« 3vit^W eine SSanitle ju f>and 
tm Jardia des Plan(es 1838 in Stätte fam nnb ^rö^te reifte. 
(Annales de la Socie(6 Rovale d*Hor(ieultare de Paris Tom. 23, 

p. 99. 1838.)**) 

<So )>iel mir befannt gemorben, blühte eine Vaoiila aromatica ju^ 
na^fl in ben ©ewa^^^aufern be^ ^errn Senator 3enif^ }u glott^ 
bei bei >5>«»tburg im gru^ja^re 1840, m>o fi(^ eine ÜKenge SJlät^en 
enttoidetten, aber leiber tro$ aller SRu^e unb ftunjl feine grüßte au€f 
bilbeten. (Sine ein}ige Slume fe^te %xu^t^ bo^ fiel biefelbe Snbe ^nli 
nnau^gebilbet ab.***) ^err Dbergartner Rramer, unter bejfen ^ffege 
bie SSanitte bläßte, ^atte jwar ba« t>on ^errn fJrof. SWorren anemjyfo^Iene 
brennen ber ä'^^ii^f fo ^i^ ^^^ 2)ur^bo^ren berfelben mit 9{abetn, um 
bie fJflangen gum Stufen )u jtt>ingen, angeioenbet, allein e^ gef^a^ fo 
für) i9or bem <£rf^einen ber ^Ittt|ettfno^)>en, baf biefe £))>eration anf 
bad bamalige fdl&^cn feinen Sinf(uf gehabt ^aben fonnte. 

3n frA^erer S^i^ ^<>^ ^^^ ^^^^ ^^ SReinung, ba$ nur Vanllla 
aromatica biejienige 9lrt fei, bereu %xü^tt unter bem 9}amen Sanitte 
in ben {)anbel gelangen, bi« 1836 ^err ?rof. ÜHorren in Mttic^ tm 
botan{f(^en ©arten eine anbere SaniKe gum 93(tt^en unb ^ruc^ttragen 
bra<^te, beren grumte eine glei<^ gute SaniHe gaben, nämli^ V. plaoi- 
folia. 9u^ ben über biefen ©egenflanb angeflelltcn Unterfu^ungen ge^t^ 
l^ert)or, baf man bi^^er in einen großen 3rrt^um gerat^en mar, unb 
ba^ unter bem 9tamen Vanllla aromadca mehrere arten oereint flnb, 
bie ft^ ^inreii^enb ^on einanber unterjc^eiben laffen, unb baf, oon 
welcher !lrt au^ immer bie mejiieanifi^e äJaniOe erzeugt n>erben mdge, 
bie V. planifolia ebenfalls aromatifc^e grumte, bie ][ener gar nic^t iiai^-- 
flehen, liefert. 

X>it t>on ^iUtx 1793 unter bem 9tamen Vauilla aromatica 
eingeführte Sri beftnbet ftc^ nic^t me^r in ben englift^en ©arten CI811), 
fonbern bieienige, n>el(^e gewd^nlii^ in ben ©arten fnltioirt n>irb, bie 
Vanllla planifolia Andr., bie 1810 eingeführt würbe. 

"^err 3. ^enberfon )u SRilton giebt folgenbe ftulturmet^obe 
an, bie bei t>m bur^ ben atter^eften 4rfotg gefront worben ifi. SSor 



») Sür bte bcntf<|e Uebcrfe^ung tiefer ^b^nbluogen Ite^e aUgem. @artgnj. >% 

»•) aUaem' ©artenj. VIF, p. 15. 

^**) 9r$it) be^ harten' unb 8lumenbau'$erein^ für Hamburg, Hftona )C. 1840 
p. 59. (9flgem. (Sparten}. IX, p. 166.) 



ng^ ^ttf 3aV^ xoxct%t e(tie f^flunae i^tt bet V. plimlfolia mi tfe 

^ättimAii^ eine^ SSarm^fe^ tn einem I6eeren)4en StauHt ettte^ fbttM 

gciHUitst. Z)te 9Rtfi^«tig be4 Seeted l^eflanb oud gratet |>etVevbe ittib 

nm Beuten 2:^e Z0))ff^^en. 3ii btefer 9Rtf ^ittig iDU^d bie 9f(«Hge 

fdk tmfv 3«tt fräftig etn^or^ erte{||fte fH)(b ba6 obere Sttbe ber @atlTe^ 

■^iM ^ 9^08^ti n>Ar ttxb iDurbe Al^onn mt We etfernett Diierftangen unb 

6wntii ber ^interfenfler fortgelettet 3tt btefer (EYf>ofittoii erjettgten bfe 

9|ht}eit nt xetctit $TJi^j|a^re Slüi^eti. ^r9f. 9){0rren benierft tn fetner Slb;^ 

VoMiaid -Witt bte ^yn^^^^i^^d^^d ^^^ SantKe in Snrofxi/ ba^ 

■ift im fafti^irten 3uf^anbe nnr grin^^te but^ fnnfHtV^ie S3efrtt(^tttng erffalte 

(ttgm. ®arfett3. V, p. 282). 9la^ erfolgtet andbtlbttng ber 99(üf^n 

■Wh Wi^rttrC^ Wet^obe »tebet^olt nnb bte f5flttnje fejte balb- baranf 

Mi^e oit^ jiebo^ ba bte ti^ttge Sage bed Stigma anf ber @temf)eU 

fUc mi^t tDa^T}fuie^men loat^ fo voar ber SrfoTg nnr nniooafmnmen^ 

lie toesigcn ^rii^tf reiften j[ebO(^ im $ru^j[a^r nnb litten baffefbe 

8n«a, tpte bte and bem Saterlonbe einge^^rten @^oten Cffa))fe(n)! 

Set Srfolg ttn $rn^)a^re 1840 xoat anf erorbentT{(^, benn an ben er« 

fi^eneii 53 »lüt^rtd^^en btibeten ft<^ 240 Stützen an«. 9m 

lOi December befanben ftd^ 236 ooSfornmene ^rftc^te an ber ^flanje^ 

fr bof, toenn fte fammtli^ ;|ur Steife gelangen, ber SBert^ berfelben, 

»1^ beut ntebrtgflen SRarftpreife gefteOt^ anf ll^fnnb nnb 16@d^i(ling 

€(erltiig beregnet merben -lann. 3n )>ecttiitarer |)in{t(^t ^erbient ba^er 

Hc 9a&xt ber V. planifolia n^o^I jiebtoebe ^eräd{t(^tignng/ vm fo me^r, 

oB fle itnr toentg 9tanm )u t'^rer fhtitnr bebarf, unb in j[ebem SBarm- 

lofife gejogett iverben fann. 9n jebem Orte i^ bie ^Itur ^6^^ ein« 

fdi^: ein S3eet ober Zopf mit torftger ^eibeerbe, oermif(!^t mit 2:oj)f« 

fi|erben ober groben ©Vant (Äted) angefuBt, fo »ic in jebem beliebigen 

^en, beflen Sbeile no^ ro^ genug Pnb, vm freien 8b* unb 2)ttr^jug 

M Saifer^ jit gefiatten/ t^ gleic^ ankoenbbar. S)ie ^ffanje mag ge« 

leitet loetbeit »o^in fle »itt, fo toirb fJe f^nell an |)oIj, eifeme ©tÄbe, 

Itat| nnb bergt, fl^ fejtfangen, nur muffen bie oberen ©piften ber 

^fkbe öftere auögebro(^en »erben, "tamii bie f^flanje ©eitenjtt>eige 

Wbet, benn \t me^r fte fic^ oerojlett, befio gröf er ifl ber ?5^u^tertrag. 

Snt^te }tt erlangen ^angt tebigtici^ oon ber 3lufmcrffamfeit unb ®enautg« 

ieä ob, mit ber bte S3efni<^tung ooOjogen n^irb. SBirb ber lunf^Iic^e 

8c(ni^tittig«}>ro}ef genau au^gefö^rt, fo ifl bad $(nfe^en oon S^üc^en 

yiKf. S)te 99Int^en faden nid^t ab, im @egentl)etl bleiben fte lange 

ftev. dn 3^i^ t)On 24 @tunben nimmt bie ^^uc^t ^ufei^enbd an Sänge 

1^ ttttb tn ^tit oon einem ^a\^xt toirb fte reif fein. 2)ie Stumen 

ef^ea fit^ gctod^nh't^ beö yia^ii ober am SDtorgen unb ifl bie^ bie 

^eetgvetße S^^f fämmtlid^e ofene 93(nt^en ju befruchten." 

e^ott 1833 bläßte )u "pabua im ft..». Unioerfttät^^^arten eine 
Vaailla plaDifolia AiMlr.^ bie jleboc^ einem ^agelfd^aben beinafie gang« 
iu^ saterlegett toäte.») @ie erholte ft($ aOmä^Itg unb blühte 1840 
{UR jioettett SRale. ^m @Qmmer 1841 erfi^ienen n>ieber Sfumen unb 
Wtfe eimni^rgtrit ^errn Dr. SR. o. Siftant, ^rof. nnb Director be« 
M. ®arten^ jtt f^abna, mi bem 93etfianbe bed Spzxxn % SIementt, 



*} Siener ^t^Msng "o^xn 9. 3nni 1843. Singem. ©avicn^. xi, p. 211. 

5* ' 



88 

afft{lettt€tt ^r hol it^xUnitl itntt Um^tt&i ntih ^ttm Säfliiitir 
OUvaaxtntt bafet^fl eüiett Serf«^ f&nftli^er SSefru^tustg tiac^ I^elgtf^ 
ittib ^an}$ftf(!^er %xt bamtt j« ma^en, kpel^ier glädlt^ unb erfreu)^ 
gelange ttnb bef en äiefultat ttt feiner reifen nnb föflli^en ^rui^t Uftt^L 
Vit %tni^t (ebtttfte ;in t^rer B^^Hgnng 9 SRonate nnb fei loon feKfl m 
1. 9»ai 1842 a>. 3n bemfelben 3a|re Mu^te bte Wm^t aUmaU m 
3tt>et Z)oIben nnb tntgen btefe 14 Srn<^te. 

3in 3a^r^ 1S44 benterfU i^ m ber V. planifolia ivx Ut ©arten 
jn 93erlin m^^rere. 9S(ut^entnD^)>en/ lurj )ut)or ald tti^ meine SteHnng 
bprt anfga^^ nnt mmt ^tefige an)ntreten, nnb fo Dtet tntr befannt ge^ 
worben^ ^ben fi4 ^te ftn^^)>en att^ entfaltet ^i iebo^ bie ^rn^te ge» 
retft flnb^ tfl mir ntti^t erinnerli^. ^ler muf id^ nnr itmtxUn, baf 
td^ mit ber ^flanje im bot. ©arten )tt SSerlin m^t€ n)eiter soorgen^mmen 
^ab^ ab ^äuftg bte @)>i$en an^gebro^^en/ nm Steben)tt>eige ut erjielen, 
nnb baf bte @ten^I re^t oft ^in« nnb hergeleitet konrben. S)i'e l^flanje n>ar 
bebentenb {lart ^tte mit i^rem ^onptfiengel oon bem Seete^ koorin fte 
flanb to^gelaffen^ fl^ bafnr aber mit ben ^nftttmrgeln uberatt feflgefogen. 
Sd ifl mithin bnr^anö fetn brennen nnb ©te^^n ber ®tengel not(< 
n^enbig^ um 93blt^n gn erjengen. 



P lumentiat 

in ten ©ewä^^pfiufern bc« J^emt (Senator ^etttf^ 

am 16. 3annar 1849. 

$et meinem Sefnil^e btr rfi^mli^fl ittannttn f^flanjenfammlnng be^ 
^errn Senator ^enifd^ jn glottbed jet(^ne*en ft^ unter mehreren 
anberen na^enannte ^ffanjen bnrc^ i^re 93Iut^enpra4t befonber^ an^, 
bie nm fo me^ }U emf>fe^Ieh ftnb, ba fte im tälteflen SBtntermonat i^n 
Slnt^en entfalten. Sd ftnb oon ben Dn^tbeen: Laelia anceps tu 
mehreren dxtmpUxtn, Mormodes Cartoni feiten nnb etgent^itmlii^^ 
Burlingtonia Candida, Spiranthe» Lindleyana, Lycaste Skiuneri nnb eine 
f^öne bnnflere 3imtt&t, beibe befonber^ aI6 fc^^nblti^enbe Drc^tbeen ju 
emf)fe^Ien. Odontogloasum.pulchellum in oielen Sxem^Iaren^ Zyirope- 
lalam Mackal nnb SSarietäten^ Stanbopea Wardii nnb grandiflara, 
binden ununterbro^en feit Sommer. Dendroblunot nobile, cacaUa- 
turo, Rttckeri fferrlidb nnb feiten^ nnb formoaum. Oncidiam sphace-* 
latum in nngemein flarfen Srem))Iaren mit 6 — 8 brei bi^ soier Snf 
langen SUt^enflengeln. ^ O. altissimum , pnbes. Pha^as ^igantess 
mit einem 5' ^o^en Slät^enftengel. Z)ie 99Iatter biefer ^errlic^en 
Dr^tVe ^aben eine Sänge t>on 4—5^ nnb ftnb na^ ^^x Wlittt 
gtt fafl %^ breit. Z)ie 93Inmen p^n bem Pha^iis (Limodorom) 



69 

TkikerrUliae fe>r iw^, finb jebo^ fafl Mify i^intt ttttb hmfkt. 
SteBorrhymlftus speelosafl, jonopsitf teaera eine Herne a(er fe^r Iie(« 
Hi^ Ot^{bee^ Epldendrom Skinneri^ Btamfurdiaiiafli, ein ^errltd^ed 
ticit^ar mit fSnf ffairlett Slit^ttfifttsebt. Sd tfl bte« tin$ ber f^dii^en 
B^endram. Femaoderia ele^ans, Epideadrai» loa^celle, Odonto- 
glHsni BleConlense, f^M^n ittib felteit/ Goai^ora truncata tuib mehrere 
albere geHDo^nli^ere. Sine f^r grofe Snja^t S^^B^i* ftno^pea uttb 
birfle m 3^t t>on 3—4 Sonett eine f<(foe Sammlttng biefer fo mert 
•Kbigen ^f^f^anjettfamflie in »Iflt^ ^te^n. 

Ssfer teil Orc^tbeeti ftelen mit in ben anbeten ®ma^i^n^^xn 
«^ befonbert auf: Asrrapaea Walliehii mit t>ren etgent^umli^ fd^Snen^ 
Vtsei^eii, roi^n SHttt^enb^Iben. Dte ^flanje blatte fe^r )a^Itet<|. , 
Aphdandra e1eg:aii8 nnb eristala tt>aren glet<^fatt^ f^^to^ ni^t minber 
rrao«Mseea latifoRa, Bernade^ia rosea, Wbitiieklil lateritia, fammUtc^ 
m ff^nen, u^ptgen (STemf>Iaren. 

3« bett StaU^ttfem ^anben btVetfe Corr<^a-9rten, Boronia viininea, 
CamefKen in grofet fin^toaifi, (Sxittn, ^atri^ nnb anbere tm fd^in« 
^ 8tw* «. O-o. 



Kultur )er JUmiebel tn Hu^tan^. 

Son ^crrn ^aiütU 

I>a€ Joarnal practiqae hebdomadaire de Massehl tfytiÜ bte ÜRC' 

(|dbe mit ^ie man bie 3^t^(^I in Stuf lanb tultimt, nnb uoel^e barin be^ 

{k^, bof man biefelbe, nac^bem man fte einige 3^t ^cingenb aufbetoa^rt 

asb ^e t>ermitte(ß Slanc^ getro^et ^at, in %^tm eined Itrengf^nitte^ 

«B iHer Zueile i^eilt, nnr ntuf man @orge Iragen^ baf bte ©tudfen an 

bcY 9Bttt}eI (99a^d) S)ereint bleiben; man )>{Ian)t baranf bad (Banje auf 

cttt «en gitbereitete^ (Srbbeet iebo^ nt^t )tt flarl gebangt. !Cer ^err 

SIeferent biefer ÜSitt^eilnng^ tt)0]^l einfe^enb^ ba^ btefe SRet^obe i^m 

bm befriebigenbed 9tefnUat liefern )A>urbe/ glaubte jebo^i/ baf e^ ber 

9K^ tt»ert^ fei fte }tt i^erfuc^en. 3n (Ermangelung trocfner 3tt>tebeln^ 

mS^ SIeferent grofe faftreic^e S^i^i^i^f unb na^bem er fte bur^ 

erneu ttrtuif^nitt in t)ier Zueile bt^ )nm Surjel^od aet^etlt ^at, glaubte 

er fi^/ bof fte in ber (Erbe faulen n>tlrben. 9{eferetit ^atte fl^ in 

fernen SSermut^ungen getinf^t^ er bemerlte ntd^t nur mit grofem fßtx* 

gtigett^ bof ttid^t nnr jeber ber t>ter X^etKe ber B^i^^^I ^^^ ^^^ 

Cibe ^erDorforn^ fonbem an^, baf ftt^ mehrere Srm^tßengel bilbeten^ 

tnb bof iebe 3tt>ie(el mer f($öne 3u>iebetn ^er^orbra^te. 

«Ed f^eint, baf biefe rnfftf^e SRet^obe 3n>iebeln }n erjie^en no(^ 
m^ atßtmtin Mannt tfl. (Ed i{l aber gemif aut!^ eine anbere Strt aM 
b^, iDfl^e man oM ®amen erite^t, namltd^ bie^ wü^t man Oi^noü- 




70 

P^muie de terre in 9tit({an^ nettttt unb tbenüfd^ mit ber i% mi^fye 
in Sranfrei'^ itnb S3f Igten ben Flamen Oin^non-Patate fu^rt«*) 

SDet ^ro« S^^^^^^f^^^^^ Slauite biefe SKel^obe ntitt^etfen 311 
mftffeit/ ittbem er fpl^e feit länger aU 30 3a^ren aitf feitieii ®üttm 
mit bem aOeri^eften Srfotg, anioenben lief. 

9{a^bem bie SkDiebeln iväf^renb be^ äBititcrd an frofifreien ttfib 
Irocf neu Irrten auf^iva^rt n)orben fEnb (toit man eö getpö^nh'i^ }tt t^utt 
l^fte^t)/ merben fie t^ottfornmen getro({net, nnb im ^rnÜa^re, fotafb bte 
SBitterung ed erlaubt, n)erben bie S^i^^^^^ ^i^ ^i^ ftartof ein in 9let^es 
ein %n^ iDon einanber entfernt att$ge))f[an}t. 3)er Soben n>rrb im 
f)erb^ f^on gebungt unb bereitet. Z)te SÖc^et, n>el(^e bie Stoiehein 
aufnehmen foKeU/ brauchen nur fiaä) )tt fein unb fobafb bie 3toitbtln 
eingelegt to erben fie zin n>enig mit €rbe bebedCt. 

9lld |3refi^rs9ati^ gegen S^ofl unb um bem $oben glei^^jeitig neue 
Kraft )tt geben, bebient man fid^ trodnen ju $ulk>er ))erarbeiteten |)ferbe^ 
bungerö, unb bringt auf jiebe Stette, tt)0 eine ^toiebti liegt, bat)Ott ein ^auf^ 
^en, ungefähr i—5'' breit unb 3^' ^o(|^. 9a(b treiben bie 3n>ieHf]| 
burc^ biefe ^äufci^en burc^ unb merfen ben Z)itnger jur @eite, ben matt 
jiebo^ nic^t entfernen barf. 

9)?an fd^neibet gewö^nKc^^ jebe S'^i^i^^ in 4 Steile, loft fie 
24 @tunben in marmem tllan^ jubringen unb legt fte bann eingeltt 
nieber. 

@obatb aU bad 3Bac(^fen f^neK Dor fid^ gc^t, brici^t man fte unb 
»irb balb bemerfen, baf fimf, fec^ö bi« a^t Sriebe »on jiebem B^i^^^t*' 
püÄe au« ber (Srbc l^erjoorfommen, bie man fdmmtlic^ »a^fen täfft 
mn^ aber <5orge tragen, baf fte t)om Unfraitte rein bleiben. 

®egen bie Wlitt^, ober }u (Enbe be« 3(ugufl 9)Ionat$, n^erben ^'e 
3»iebeln aufgenommen unb bie SBlätter abgefd^nitten. 

aSBo^t in Wn?m ?anbe »rtten me^r S^Mtin oerbraui^t al« in 
Stuflanb Jourib 4 Horücult. 



*) 5Dte ritttigc bcutf(be 55cncimimg ifl mir nwtt bcfcnnt unb »nrt>e cd mir 
i>e(r ertt)in[ilftt fein ju erfahren, ob in Dtntfd^kinti auf Ik^nUiä^ SBcifc 3to>k* 
belli erjogcn twiibgu. " if . ö— 0. 



71 



Kultur ttt pataten-fimi(btl 

I 

CL^oignon-Patate.) 

ÜJtan ^at immer geglaubt, ba^ bie oi/srnon- Fatale ein ©ef^enf 

Stes9iptra6 an bie eagltfc^e Shrmee fei/ unb baf bte Offtciere berfelben 

iie ilrem SoiAe 1805 mttbra^ten. (Sine St^anblung über biefe be;^ 

ri^mte 3^^^^^^ i^ ben ^TransacüoDs of tbe Uortk^ultural Society of 

LMdon ail) p. 305) fagt jebix^f au^, bafi btefe 3n>te»el bereit« 1706 

bei emem ®ärtjier, ^mett« !Or{t>er/ itim ®^Io{fe SIrunbel hAtmti 

«orben fei; SKa^er befaf fte fcä^o» 20 3ai^re »or^er. X>iefe 3»iebel 

trägt attferorbentlii^ nnb i^r ®ef^mad i{l nt(^t fo er^o^t, al« ber 

aiu^er asberen ^rt ober Sorietat, tt)d« fSr mU ^erfonen eine Miit 

Csenf^aft ifl. ®ie »erme^rt ftA felbfl unter ber Srbe bur^ bie 9iU 

tm% jostgcr 3tt^iebeltt unb bie (Srnten flnb ungemein reid^. @te retft 

fij^ttfQer aU bie onberen 3n>t>beln/ ieboc^ barf man fte ni^t e^er ^er- 

os^ne^meii, aH Ui fie ^^ithmvxtn reif ifl. 

Um fte gut stehen, mnf man ben 93oben erneuern unb t'^n in 
Seete wn 4 ' Sreite ^^tn. Suf jiebem S^eete teilet man ft(|i brei 
glei^ mett t>on einanber entfernte Steigen ab unb )>f(an)t bie 3^tebeln 
barosf 10^^ ]»on einanber entfernt routenfiirmig an^. ®inb bie S'^i^^ 
b^ gelegt/ fo bebedt man fie mit Sauberbe/ StaKbungersCrbe^ ober 
(effiet mit tintm fc^on lange 3^t t>or^er bereitetem (S^ompoft ber Xrt, 
baf bie Ibrone ber S^i^Ul frei bleibt. ®ittb bie 3)i>t>beln ein^ 
39S ^^ emporgetooil^fen, fo behäufelt man fte, mie man ed bei ben 
Sortoffcltt }tt t^nn pflegt, ieboc^ mu^ man jn btefer Arbeit mm trodEnen 
Zag midien. 3iaify biefem ifl nur fur^l 9teintgen ber Seete »om Un^ 
front <Sorge jn tragen* 3ttm ^flan^tn t)ern)enbet man nur bie S^i^' 
bds geringerer ®rdfe. 3m 3>ebOttf^ire'f4en (Cnglonb) pflanii man 
bie liebeln in ^nrd^en, 10^' oon einanber entfernt, ko4^renb bie 
f «rd^ nmr 6 '' (Entfernung ^aben. 3n ©(^ottlanb n^enbet man bie;: 
feOe Ibftnrmet^^be an^ Journ. d*Harticalt. 



72 



^antrafen uti1> )te tirtirn p^vamt^enafUvn. 

Sluf bte %xaQt, gteit U wo^t eme ))erenntrenbe ^teüan'tpflatne, 
tt)el^e bte !Z)a^(ie in unferen Blumengärten )u erfe^en t^emtag? muffen 
n>tr mit etnem ^an^ entfc^tebentn t»yitin^ antmorren. — Steine (inbere 
$f{an)e Mu^et f(^ unauigefe^t ))on Anfang Sommerd ibi^ ber raufie 
|>au^ ber erflen fldrfern |)erbflfröfle fie jerjlurt. 3$t iaui UtM Um 
ganjen @ommer ^inburc^ tin frif^ed lebenbiged ®ntn^ md^renb bie 
fd^5n gefuKten unb t)erfd^iebenarttg getauten 93tnmen in ben leb^ftefiet 
uttb f^önflen Marien t^rangen. 9(6 Souqnetpflanje für grof ere Silttmcns^ 
vafen liefert fte ben gangen @ommer ^inbur^ ti^ren rei^^Iid^n Xrii^itt 
unb ermöbet nti^t fletd neue SSlumen ju 6tlben/ betin e^ bilben ft(^ im 
®egeut^eil aOe fotgenben 93(umen um beflo f^öner unb t>cIIfommener 
au0/ tt)enn bie ijti^tt enttvidfelten fletf u»eggef(^nttten toerben. 3» 
grofere ober Üeinere 93Iumengrup)>cn jnfammen gepftanjt/ tioirlt fie tu 
grofen Slnlagen toie in Reineren Slumengärten gteic^ betebenb, fui) 
toir fennen feine aitbere ^flanje/ n^elc^e fi<^ fo burc^ bie SDZannigfaltig'' 
Uit t^rer mithin fi^tbaxtn SJIumeU/ fowie burc^ @^dn^eit bed SaubM 
unb bur^ i^re lang anbauembe ^lüt^tieit, ber Dahlie )ur @eäe }u 
fletten »ertrto^te* — 

Sei fo t>ielen 93or}jtgen ifl e^ be^^atf» ou^ fein SBunber^ baf fk 
gegenu^firtig bereite aflentfalben in ben Slumengärteu mit grof er Sov^ 
liebe ge)>f{egt unb felbfl in ben enttegenbeflen ©egenben ^ier unb ba in 
ben 93dttemgdrten gejogen uoirb. — 

SBä^renb nun aber biefe f^ine Si^^f^^i^ immer me^r unb me^r 
®emeingttt aller ivirb^ totidjt nur einigermafen @inn fär bie Ser? 
f^önerung i^rer unmittelbaren Umgebung ^aben^ ibirb bereu Kultur ^ier 
unb ba in grüferen Blumengärten nic^t me^r mit berfelben Sorliebe, 
tt>ie ttod^ )>or u>enigen 3a^ren betneben^ ko&^renb boii^ gegenu>ärtig an 
ber @telte aO^r mangelhaften Slumenformen, gerabe in feieren ®ärten^ 
nur. no<^ Dafftien wn ausgewählter ®(^ön^eit gebogen werben. Die 
gana natitrli(|^e $rage mo^er (ommt bie^? bürfte ungefähr folgeubar 
SBetfe beanttt)ortet U)erben. £)er 3Renf^ ^ulbigt in ber S(umifK( bem 
nämlichen f^ringi)) U)ie im übrigen Seben, er fe^nt ft(^ nai^ Sbuoec^Slung. 
®o s^erbrängt benn in unfern IBIumengärteu ftetd eine ^anje bie am 
bere/ ober eö mirb n>enigflen$ bie ^Itur ber einen ^ffanje me^r be^ 
f^ränft^ nm anbern ^flfanjen neben i^r ^la^ )u mai^en. @o lange 
nun in irgenb einer gerabe beliebten $flan)engattung/ i&^xli^ no^ bt^ 
fonbere Üteuigfeiten erjeugt ober eingeführt Koerben^ n^elc^e enttoeber in 



75 

h^ gitit ti vtxdtt benfelfren mxtli^ tt^t au4ge}et«^neie inttU Sßtumen, 
vfofmi j[ebed eiR}dite Sdivm^ntiati regrimäftg geftretft itnb batet bie 
^Bbtmtn b#r @(|ette «fi no^ anbete aü bie bed iRanbed gefärit ftnb* 
(Ed iSrrlrefen btefs neuen SfterfoYten fo fe^r ade altern f^^en Stflern 
oa Si^on^ett^ baf man aKgemetn tn ben Blumengärten bie getoö^n;? 
H^en ^^tn atflern nnb feltfl bte ftugelaftern etsge^n laffen foKte^ nm 
bieft« seoe f^robnft be^ ^leife^ ber franjoftfc^en ©drtner an beten 
Stelle }tt UUimtn. Ütnr bte niebrtgen 3tt>ergaflem fönnten megett 
i^re^ Qom s>erf(^ebenett SSm^fe^ n^Un benfeKen beti^e^alten »erben^ 
i^Irti$ fte ^en tn Setreff ber ®^bii^ät, bed 93btnten(aue^ unb ber 
Sörfwig (ebenienb na<l^fte^n. 2>te ftnltnr berfetten niberge^en mx M 
gaa| aSlgmein iefannt^ ibemerfen ater nur ncd^ in Setreff b^^ ®amen4/ 
b«p eS ni^t genügt biefen nur, Don ben fd^&nften gefüllten Sätvimtn p 
foanneln, fpnbern ba^ man mi^ oOe ausgearteten^ einfach ober ^alb 
etnfoi^ ilä^mben/ fletd and ber SRa^e ber ju @amen befb'mmten |>^n^ 
|ca ^txgfäUig entfernen mn^^ tt>ena man ftd^er f^in tt)ifl^ minbe^end 
e^fo fc^dne Slnmen dud benfeKen jn erliefen. 3»^ Secpratiim wn 
8lmnettra6aiten ))on Xnfaug Sngufl U€ QEnbe September ^ ftub biefe 
wm ^yaramt'benapcm nnberglei^It^ fi^on« 

(@^»ei)enf4e 3<t^f<$' für ®artenian.) 



«s 



|lfr Hyssop ^et S^lXen. 

HjMop ober Ezop f4eutt äne ben Sitten moi^Iielomite f^onje 
nnb 9on i^nen fe^r geft^o^ für mebi)tnif^e 3tt»ec(e geioefen jn feyn; 
akr »eld^er @ipeeied fie biefen 9lamen Witegt ober auf mUift^ &tiai& 
kffc£N Sejttg ge^att/ bad ifi nic^ let^t )tt i&eflimmen. Die lonlgfire 
SBcutttM tft im Silgemeinett gewefen, ba$ bhdö üttere firant^ iveff^e« in 
mfent ©Arien unter biefen 9taaien »äi^ »nb t>on und ju ^änilif^en 
3»e4c]t «>«rtDenbet UHrb/ mit btm Esob ber Sites ibenüfd^ fe^^ im^ 
l^ani^ inju^ifil^n ift eine Singetome bed fi^Iii^en ^ro)>a/ nnb oim^l 
foe Sarietät, ber H. orletttnliB, am ftaufafnd unb atibem X^len tmt 
SRittelafkn loo^fl, fo ift fie, fo ml m »ifen, bo^ nie in «oObem 
3n#asbe in 9h'eber«Xeg9)>ten^ ber Kit^e )»on @inai^ in Syrien ^ ber 
Si|c Mm 3emfalem ober in irgenb eine« ber tetta<|tartett Sdnbent 
gcfunbcn worben, nw^renb bo^ ber loirKi^e nnb o^te Ezoh, no^ kern 
<Mr«n$/ ben bie 3uben booon Q^mü^t, ^ ntH^ttKi, in aOen ienen 
Devtfi^feiten in natirlt^em 3tt9anbe angetroffen fein nrnf* VM, in 
Sctttnbnng mit anbern ®runben/ ^(d koifenf^oftlif^ SDlfenet j^ ber 
ttmflanmgeB @^U^litmxi% ge^rt^ ba$ bir UjBsof anferer ®£rten 
eine Mrf^iebenartige ^ftanje oon bem fiaob ber Sitten fei. 

jDer fRome Hyssap fi|eint abgeleitet mo^rben jn fei^/ )9om ffebriif^n 
Sorte Clzttl» oberSzeb^ UHb^ ein Eilige«/ ein retniganbedfirMitbebeiilet^ 
«ri| iß bie Sbi^f(ira#e beffeR)en fafl glei(^ in aten enro^ii^n nnb in 



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•'.'.-•i « Ttennen ei ^xe ^n^^a Hysope, 

-.o. T ^?:&iratT IsojMi, tte ggimgr Hisopo^ bte 

N.«, T C^utca Isop, tk f:uiLtm^ Hyaop^ bte 

^ - -rr:cr Biob, Ezobh sxm Ezai xE3t tie S^aT^ 

>->--*r fcntmt er ^air% scr inur c* vnten fcort 
j--'-T:tirTm^ beffe!^ fic^irancr, venra^ man 
-:• M» ^te f^flante in retreü Cer:!;4?fifem, »o fle 
•nr -TTattfen tji, £)ie er« fcxritorrj ttr f^flanje 
:•••' :fdjid>t ttt SerKatint^ nnr 5cr Stofefirag bcd 
•^.^ar ttn 3fraelfteii ^bim «ort, rnini äSfifi^et 
•tjiHtn ttn^ mit bemfelbe« t«* 3?f3r >«* Cperfommed 
•t :ac ^hjttn )« fprengtH. (S. ± I*. *?ef. Co»* yjt. 
*tni ctrt ^ttfc^el Sfop sat ümte is to^ Slot tn bem 
.1 ?sTcf >aimt bie 9let!en(<i^tretle Ent tie jtrfttt ^ßfofttn.^^ 
t^ ^>.itit wtt ben 3übtfi^eii ^ luüt i n ^ t« Xetnmitns 
K.i ^T< att btr 9tt^fett^e Befalles »oitm, sab t?oii {>ättfertt^ 
4v:».^tv;e irebBttn, ^atixau^t C® 3. S?. ?Rcf. ^q?. XIV 
» .t%> 4. :jj. SKof. Sttp. XIX r. 6 ) Sük!^ tu ttt dp. an 
^1 c^. I\ 9« 19 ttitb tm ^aim tmrb borasf an^efptett. Otm 
>»w >n 5^*aiijt »trb (Sap. 4 t>. 33) beffes bfilänfig erwähnt 
.; iSiiti.uv bte i»an ber Sanb koäc^^", »oroni man f(^Tte|e» 
.^ ..^ ^«s t£ vitt Rdstd 9xant, im ©egeafa^e js bfr Ceber be€ 8tW 
^ ^ ^u^cl;^ fev^ Diefelbe ^flanje »irb anc^ tm 6». @t. 3o^. 
. .w MV VN ^ M^tfü^rt %uöf i^linm€ em^ä^nt tu feuttn &^nfttn 
-« '««^1%^ tt£ bem ^IVa^en fc^äblt^ fet^ er fagt bie 9tdmrr f^ttteit 
w «- Uisin 4i^ t^urgahD/ mtt ^ontg aM em Si^ifittte! genommen^ 
.^ H^i«« *te b\t^ Straut mit attberm )tt einem f^fla^er tmber ben I3tf 
.;h«. r^i'^Hilitfit rtm^enbet. X)ie Oert(i(!^(ettm^ tn benen ei t^ilb 
«^<H v^Kit nacft tbm: ber Serg Xmttui m StciKen, tn ^ompl^iia 
^ s.sji^rtki, CtrtlK^ftittn^ in benen unferi ffliffeni berHyssop nnfrer 
.•«iii^M Hi oMnKfnnbcn werben. 

•^l♦i^l^^«i iVttnnngcn ffnb Ui^tt t)Ott &^tiftfttUetn nnb 3*etff»^ 
,^ N ifu^iiit Hr in ben |>i{)orien anfgefu^n, bomali fb ^o^gerifm^ 
i?«4.irtw<f >?wvt<^ aufgeflettt »orben. (Kntge. i^ben nat!^ ber Bei» 
*;^i% ;^:i'ti^nn^ in bem »u^e ber Wnige gemnt^maft, baf fie eine 
itvrf^ >^s.vi^ einei ^Voofei fey, nnb ba bai GymDostomnm trmicatam 
x;».S 4«i^ Nn iXaiMtn nnb Änincn bon Sernfalem »a^ft fo »ie an^ 
a .iMu-Svxi^n^iv« nnb in ber ®ßfle bon ©inäi, fo »arb ei aU We 
.Hv^iMii^ «rt b*i »irflit^en Hyssop angefe^en. 3ene ^ftan« tfl 
.^.i,<*.t *n^ etA<»tbÄmIt<* unb fdjeint jn bem obenerwähnten Öo^e 
nW ^ ^ bw Ä(^«iv\e, »0 ei »on ©alomon ^i^t: «nnb er rebele 
,^ t^iiriKii i^Hi ber tfcber jn «ibttnon an M m ben fifop, ber ani 
•sr tlk^^^ ns»^«^-» in Nff^tt/ »ermnt^K* nm bnmit bie beiben €ytreme 
X* .K^Mu^Us^^n ^*i^bfnng ««Jttfljjen. «n . r- - . 

^.ft^.^v KftHn ani benfelben ®ninben etne anbere aJfooi^@}>eetei 
Hl N*» w^^ÄivNn M^^isiMp ge^Ittnj fte ^ti^t Trichostomum ndculare 
.^N .»t 4A^^ «w ietrerti. ein^eimif^ <» »ritanmen, »enngteid^ ei 
v*.»4>t 01^ i» afttn ben «ocaKtaten ongetroffen wirb, »o ber a»e 
a,^y ^KW^*Vn »*Kn fon. Vit «h'moenbnngen, wel^e gegen btefc 









75 

^ gjAt e^ ttttler bettfel^en xoixtiufy tt(fyt aiUgejen^neie intät Sdtnmai, 

Mofrnt j^ed eütgelite StmitenMatt regrintäftg geftreift itnb batet bie 

atraieii bcr ®<^etbe «fi no^ anbete aU bte be^ Staubet gefärbt finb* 

(d ibcrtr^en btefe «eaen Stfterfatten fo fe^r alle altern ^e^e» S^ern 

4D S^ön^eit^ ba^ man aKgemetn m ben IBIumengärten bie gett^ö^tt^ 

tt^ ^^at Sfterxt nnb felbfl bte ftttgela^em etttge^st laffea foHte, um 

k«frt oene ^robuft bed ^ei^e^ ber franjoftfc^en ®ärtner an beren 

StitSe )n tmlti^iren. 9lnr bte mebrtgen 3kDergaflem (önnten megett 

iM 8^ x>erf4^ebe«ett SSJn^fed neben benfelben beibehalten »erben^ 

ilfileu^ {^ ^nen tn Setreff ber ®l^5tt^eit^ bei) Sbtmenbanf^ nnb ber 

Sbbss tebenteiib nac^fte^n. 2>te ftnltnr berfetten jiberge^en mt clU 

^9} afigemeisi ielaMt/ bemerfen aber nur nod^ in Setref bM @amen4/ 

^ r0 nt^t s^nttgt btefen nnx, t)Qtt b^n (((duften gef&Sten Slunten ju 

ffflmeln, f Zubern baf man an^ oSe an^gearteten^ etnfo^ ober ^alb 

ciafaf^ (lä^mbeti, flct^ an^ ber Sia^e ber ju @avten befitntmten $flan^ 

jßM forafatttg entfernen mn% Mnn man fi^tx fftn n)tS/ mtnbe^enö 

tef9 fc^dne Slumen on^ btnfelben )u erliefen. Butr Secpratton ti^on 

fbatenraiatten t>on Slnfang Xvgnfl bt^ Snbe September, finb btefe 

wen f^yroitttbetta^cm mu>erglei#(td^ fi^on« 

(@^tt>et)erif(!^e B^ttf^- für ®artenban.) 



«s 



Jlfr Hyssop l>rr ^en. 

Hywop ober Exop ^euit eine ben 3l(ten m^lbefomite $f[an$e 

aib 9011 i^oe« (c^r gef((4$t ^r ni«bi)tnif^e 3^^^ gen^efen jn fei^; 

ikr »elfl^et @)pecie< {te btefen Flamen beilegt ober onf i»el(^ Ü^etm^ 

Wifrfte Se}«g gehabt, ba« ifl nti^ letc^t gn beflimmett. Die vulgäre 

Ünunui ift im SUtgemeinen getDefen, baf ba6 bittere ftrant;. M((^ed in 

«fem ®&rt«n unter biefem 9tamen w&4^ m^ txm tm^ )u |ränf(ic^en 

^»edm MftDenbet leirb/ mit btm llzob ber SUten ibenlifd^ fe^^ tm^ 

^oiiie inii»i\^ti i^ eine (Singebome be^ ^bli^ ^Mx^pa, nnb obiv^I 

fwe Sanetat/ ber H. (mestnliB, am ftonfafn^ nnb aUberti 2:^1en imi 

Stätelafies »o^fl, fo iß ^e, fo ml toix toifen/ \>0^ nk in »Obern 

in Stieber «Sleg9|»ten^ ber ftäjle )»on ®tnav in Myrten, ber 

Mtt demfolon ober in irgenb tintm ber benachbarten Sanbern 

gcfssbe« t^orben, npaffrenb bo^ ber loirlttc^e nnb ä^ie fizoh, na4 bem 

fl^onclf/ ben bie dnben boDon gemalt, )tt urt^Ten^ in Pitlen itwax 

Oesilt^Ietteit in natirli^em 3tt#aRbe angetroffen fein mnf . Vit^^ ht 

Serbmbttng mit anbern ®runben, ^at »>iffenf^«ftli^ SRCnner m ber 

Hul^imm stu ©^Inffolgentng gefä^rt^ bo^ bir Hyssop anferet (Härten 

eime «trf^iebenartige $flan)e oon bem Eitob ber ^Un fei. 

^tx ätotne HysBop f(|eüit abgeleikt morben in fe^, oom ^ebrjif^n 
Sorte Kz«b ober Mz^, m^ m ^itige«, ein retnigoibe« SvMä bebottet; 
a«| ^ bte 8biff|»ra#e befelben fafl glet^ in aSen enro^^en nnb in 






76 

eitttgen aflattfcl^ett ®^)rad^ett. ®o nennen e6 bte JJranjofen Ifysop^ 
bte !Z)entf^en ber Isop, bte Italiener Isopo, bte Spanier Hisopo, ^te- 
^ortugtefen Hyewopo, bte !Z)änen Isop, b{e ^oKAnber Hysop, ble 
@rte(^en Hyssopos, bte Hebräer Ezoli, Ezobh ttnb Ezof unb bte S^a& 
bder Ezofa. ^ 

3tt ber ^etTfigen ©c^nfl fommt er ^äuftg »or tmb eö »erben bott 
bte öerf^f^enerlei SSerwenbunaen bejfelben befd^rfeben^ toorau« mah 
iiat&xU<Sf abnehmen barf^ baf bte l^flanu tn jenen Dertltd^fetten^ mo fSt 
gebrannt »orben, tt>itb gewac^fen tfl. I)te erfte (Srwd^nnng ber $f[at(|e 
tn ber ^etC. S^rtft * gef^te^t in Seriinbung nttt ber ©nfe^ttnfl bc* 
Dflerfefk«, an weitem ben SfraeKten geboten warb, einen SJufil^et 
jiened Jtrante^ ja neunten nnb mit bemfetben bad S9Int bed Dflerlamnte# 
anf a:^ttrf^tt>ellen nnb fJfojien jn ftjrengen. (®. 2. SB. 3Rof. €ap. Xlf • 
«>. 22: ff Unb nt^mt etn Snf^et ^o)9 nnb tunfet tn ba^ S9Iut tn bem 
SJeden nnb berühret bamit bie 5ftebenf(^tt)effe nnb bte jween ^fofien.'ö 
9(n^ n^orb ba^ ftrant t)on ben ^nbtf^en ^rtejlern bei ber Steintgmtg 
i)on fJerfonen, bie mit ber Sttflfen^e befaOen waren, nnb t>on ^&n\ttn, 
in benen anöfafttae »o^nten, '"aebran^t. (S. 3. 95. 3Äof. Sap. XIV 
ö. 4 tt. 6. nnb i 95. STOof. Sap. XIX ». 6.) %n^ tn ber Sj). an 
bte (Jbrier, So^). IX ». 19 nnb tm fJfalnt wirb baranf angefpteft. 3m 
erften 93u(^ ber K^nt^e tt>trb (<Sa)>. 4 )>. 33) beffen betKäuftg erwähnt 
aU einer ^flanje, bte »an ber SSanb wäc^ft", woranö man fc^Itefe» 
bftrfte, baJ5 ^le etn Hetned Ärant, tm ®egenfafte jn ber Ceber be^ i^Of 
non, aU 9an^o(j, fe^. 2)tefelbe f^flanje wtrb an^ . im Si>. @t. 3o$. 
€ap. XIX. t>. 29 angeführt. $ln(^ f^Itnin^ txtc&^nt in feinen (Sänften 
ber ^jffanje, bie bem SWagen fd^fiblit^ feij er fogt bie SMmer ^atte» 
fie mit S^igen old ^nfgatit)^ mit ^ontg aU etn 99ft(9iliittel genommen^ 
an^ ^tten f{e ba^ ftrant mit anberm )tt tintm ^flafter mber ben 95{f 
giftiger 9te)>tilien »erwenbet. Die Dertlit^feiten,^ in benen ed wtfb 
non^, ttxiren na<^ i^m; ber 93erg Xonnt« in Stetigen, in 9ant)>i^9(t<ii 
nnb (Smprna, Dertlt<^(eiten, in beneti ttnferd 9S3if ett^ ber Hyssop nnfret 
©arten nit anfgefnnben worben. 

Serfd^iebene SReinnngen ffnb U^et ^n ^d^riftfleHent nnb Stetfeii» 
bett |{nft4itli(^ ber in ben |>iftorien anfgefn^n, \>amaU fb ^od^geri^itH 
ttn f^f^anjen^Specie^ anfgefleOt worben. (Einige, ^ben na^ ber iti^ 
länftgeit !(nf&]^mng in bem Sn^e ber ft9nige gemnt^maft, baf fe eine 
Umt ®)>ecie0 eined SRoofe^ fey, nnb ba ba^ Gymoos^tommii trtmcaitaiii 
i^infig mtf ben SRanertt nnb 9tninen t^on 3^^f<il^nt wä^fl^ fo tote <mi| 
in Unter»!leg9))ten nnb in ber SBufte loon ®in(^i, fo warb ed aTd ble 
wa^rf(^etnti^e !lrt be^ wirftic^en HyBsop angefe^en. 3ene ^flange ifl 
fe^ win}ig nnb eigent^nmli^!^ nnb fd^eint jn bem obenerwähnten ^ofe 
an^ bem 1. 93. ber ftOnige, wo e^ t)on ©alomon ^i^t: r»nnb er redete 
i^m 93(ittmen/ t>on ber Seber )tt Libanon an M an ben 9fi>)>/ ^^^ ^^"^ 
ber 9Banb wät^fl" }n )>affen, oermnt^Ti<$ nm bamit bie betten S^rtremt 
ber &egetabilif(|en ®^i)pfttng anjngeben.' 

SUtbere ^aben and benfelben ®ninben eine anbere 9)foo6^@}>eeie6 
fitr ben wirKi^en Hyssop gehalten 3 fte ^ti^ Trichostomam acicalare 
nnb tft, glei^ )»it le^tered, eivü^timi^i^ in 93ritannien, wennglei^ e^ 
^tafig on«^ in allen ben Socalit&ten angetroffen wirb, wo ber alle 
Hywop sewa<i^fen ^aben foK. Vit Sinwenbnngen, wel^e gegen tiefe 



77 

Siei^^pccie« angeftt^rt toorben fqib, baf t'^re araStf^eit fflamtn tu 
\tm ^XL^^t ^lefe Setmut^itng )ttUfeit^ %c^ lDa| fie i'rgenb eine btr 
uMomf^ru Steenf^aftrn ieft^eti, »>el^t bm jiubljj^en Rzob ietgelegt 
iiibtft- 

Stse ^out^tae ^arrft ^ ®))ecte^ tfl ferner bafär angefe^en tt>orbett; 
te Vicfetbm Qsuuoetibttngen gelteit gegen btiefer lote gegen bte 3Roofe« 
fbibre ^alen tDtebemm geglanf^t ber 3ubätf(^ SSJermutHArtemisia 
jiribitm) fe9 eine a^nlic^e ^flange« ^erfelbe tfl etn Keiner tmmergnitter 
I &rm^, ter tn ^tn Sonbem^ k90 ber )»ixtii^t Hyssop gen^ac^fen^ 
12--18 '' ^o^ tt>trb3 sAtx bte £)erttt<I^Ieöen befetten {Umwen ntd^t )tt 
taea beö otten fiyssop, ba er nit toai^^tnt auf Seifen ober an Sdnben 
f^lnben toitby anferbent tt)trb berfette wmify in ber i^etX ^xi^ (e^r 
tepamiit mtt attbortn Stamen genannt» 

$on Sa&uiten ^aien bret $f{an}en tn bem ^ter in 0{ebe fle^enben 
Sctca^t etm^e Sufmerffamfett anf ^(S^ gejogen. Die erjle ift bie 

IStstrc^otttne CSatuieia mootana), koel^e ä^nlt^e Sigenfc^aften U^ 
&t anb in s^ei^en SpcaKtoten )»&flfy% wie ber Hyssop: aber |)Iinin^ 
[i|xt biffelbe aU ein tnlttoirteö ftrant an^ ba^ bie Schmer in i^rer 
bi^^fsn^ mtb SRebicin afo em ®en>ttr) oermenbeten. !Z>er Rosmarinaa 
•fidDalta ^at elenfaSd feine 9Seri^et^iger^ aber er uoa^fl ni<^t in ben 
bcolitaten^ voo ber alte Hyssop touc^^. SStelleii^t nimmt eine Sabiate 
bm grdf tert St^eil unferer 3[aftaer(fan|(eit in Slnfpmi^/ nämli^ eine 
Ssitetät be^ gemeinen Hyssop, allgemein befannt nnter bem 9tamen 
Hyssapus orienfalis. Sr ifl ber H. officinaüs an^^tifolias oon 
Ikaf^aiii ttttb ber H. caacasicas oon @))renget 2)iea9(ätter ftnb fe^r 
itfmai, bte (Stamme bnnn, an^ iß bie f^fKanje oon loeit geringerer 
9x9fe aU t er gemeine Hyssop ttnferer ©arten j ^aUM nnb (Eigenf^aften 
ftamicii 3» benen be^ jinbif^en Hyssop; aber bie nrff>rttngli$en Oert« 
iu^fctteit iUib anberd, benn er toirb am Hanfafn^ nnb in anbem Steilen 
Seatra^Xflen^ in toiibem dußanbe gefunben^ aber nie nnb nimmer in 
ttgfgipttn ober Arabien. 

Seine oon ben oben angeführten @)>ecieö f^eint ba^er alle bie 
SUqmfUe bed n>irf(ti^en Hyssop }n befi^en. 3m 3a|^re 1844 U^ 
Ut. ato9(e in ber $(ftatif(^en ©efeOf^aft eine fe^r interefante @(^rift 
oor, am )tt beioeifen^ baf bie ftaj>er CiapptxO f^flanje ber Hyssop 
ber Slten fei. (Gard. Cbron. 1844. p. 556.) Sto^Ie'^ Slufmerffam^ 
tfä loarb jaerft bobari^ auf biefett.®egen{lanb geriil^tet, ba^ in St^afed 
l»et Hyssop-Srten befannt n)aren. (Sine berfelben mad^fl in ^er ^aif* 
.b«rf(^a^ oott Semfalem nnb am Ißerge @inai^ an totlt^tt l^twn 
6teSe Snrtf^arbt fte entbedte^ an ber (Seite jiene^ 93erged glei^ 
ciaem f^araftten em)por (rie^enb nnb t^re )a^Irei^en bannen 3^eige 
loeit. aa^ireitenb^ bie äberaO mit flemen 'j^oxntn bebetft ftnb. 2)er 
araüf^e 9i€ant foK x^a^ feiner SIngabe Aszef fein. 

S^ac^ SSnrd^arbt'd Benennung nnb Sef^reibung fc^Iof Dr. dtopU, 
baf bie geiod^nIi(^e (£a)>per^|}{Ian)e gemeint fein müffe^ ba e6 befannt 
if, baf btefe ober eine fe^r na^e fle^enbe ©pecic^ ein^eimifc^ i% fo* 
M^t in llttterxSeg^pten, in ber SBitfle, am 8erge Sinat, aU an ben 
Staaern nnb 9lttinen oon ^ernfalem^ in meieren oerf^iebenen Dertli^« 
fciteB »0J>e nnb anbre Steif enbe nnb (5d|>riftfieaer fte angetroffen, 
ftw^ ber Warne f^eint, genan genommen, ffir bie SJermnt^nng jn 



78 

fl^red^en, ba^ Wefe fjpanje toivtii^ ^et ad^te H^nssop ber %Üen fet 
betin im Sraf^ifc^en ^tift tt Aszef ober Azaf. 

!Z)a aOe bie Slequifttett be6 alten Hyssop ft(^ 'in ber CTapper^ 
^flanje jn «ereinigen fc^einen^ fo bnrfte eö nntveife fc^etnen, eine foI<^t 
Sotttciben) fnr rein }ufä1i[ig jn ^alten^ benn 1) ^at ber ara^if^^e 9tame 
Aszef ober Azaf eine grof e Se^nli^feit ntit bem ^e'^äifc^en 9lames 
Azof ober Bzob. 2) ®<^eint fte biefette (Sewo^n^eit gu iefH^en, »ie 
bie 3ttbif(^e 9(r(, ba fte auf 9Ranern nnb %t\\txL »a^fl. 3) aS5<^ 
fie milb in aOen Socalitdten^ »oo bie ^nbtf^e fJffanje etn^eimifc^ ge» 
»efen feir mnf • 4) ®efijt fie reinigenbe nnb abffi^renbe Sigenfdj^aften. 
5) ffiirb oon ^liniu« angefiü^rt, bafi fJe ju feiner 3«t öW ein ÜRittel 
gegen eine ^antfrantf^eit^ bie bent Stn^fa^e gleid^ fom, t>ert»eQbet 
n>ttrbe. 6) ißirb fte nod^ gegentt>artig aOgemein in £>|linbien 8ef<^a(^t 
imb nimmt fte ixt einigen ber t^n^ntnioXtn ^^armacopöae einen 
f5Ia$ ein. 

eine fol^e SRet^e treffenber UebereinfKramungen, burften »o^I ben 
95ett>ei« liefern, ba^ bie Sapper *^flan je ber äÄte alte Hyssop tfl, 
3nj»if(^cn bietet fl^ w6) tim ®i)Xoitx\cfüi "^tnfit^tlic^ ber ibentifi^en 
©pecie« ber (Eapper^^jlanje bar, »ef^e in Arabien unter bem ^ata^ 
Aszef befannt ifl. äSier, »enn niii^t gar fünf oerf^iebene Hrten 
n>a(^fen n^ilb in biefen Socalttäten. Der Sodaba - Kaper (Cappaiis 
8o4aba) ifl eine abflerbenbe f^flanje mit {(einer rotier $ru6t nnb 
Mafrofafarbigen Slumenj fo»o^t bie ftnoipen cAt bie unreifen grnc^te 
»erben oerwenbet nnb aW ärjneimittel gef<^ä$t. 'X>xt bunttWttrige 
Äaper^^flattje (Capparis heteracantha) nnb bie »cifibldttrige (C. 
leueophylla) ^aben beibe »eifie 93Inmen nnb »erben 4 ^ l^o^. 2)fe 
ge»5^nli^e Äaper^^ftanje (C. spino»a) ifl eine Singeborne beö fnb-* 
lii^tn (Suropa« unb einigen J^eilen oon ?ffien, öteßeic^t au(!^ ber 
ffiü^e unb äegppten«, boc^ »offen »ir bie« m'^t behaupten. ®ie ijl 
gewd^ttli^ cm ÜHitteUanbif4en STOeere unb in ben mciflen angrengenben 
Säubern; aber ^ier xm^ man ben ©n»urf matten, bafi bi^fe ©peae« 
»0^1 nic^t ibentifdj^ mit ber bon Suri^arbt unb Slnbern entbetften 
^flanje fei, ba fie oon ben alten ©li^riftfleffern mit bem btfh'ncten 
9{amen Kapparis angeführt »irb, »ä^renb !Cio«coribe« mit feinem 
Hyssopos unb f^Iiniu« mit feinem Hyssopus boc^ augenf^einlic^ ganj 
baoon oerf^iebene ^flanjen gemeint ^aben. 

Die Strt, »e^e in jebem Betracht mit ber Sefc^reibung uberein* 
jttfhmmen f^eint, ifl bie Sfegpptif^e Äaper^^flange (Capparis aegyp- 
(iaca), unb Hffe« gufammengenommen Tonnen »ir nici^t anber« M biefe 
^ftanjc fiir ben »irWi^en Ezob ber ?llten ju galten. 

(Mag:, of Bot.) 



79 



lluUur iDfet Wampee - jlanme 0. 

Cookia punctata. 

©er gnoo^ttltt^e Wampce Dott ß^ina unb ben SDloIußett*3nfrin 
ql bie Cookia punctata unfrer lotantf^cn Sataloge unb bte Quioaria 
Lwchim L«oar. Codi. 272 mtb Ramph. Amboy« y. 1 t. 55. 

3« feineui »ilben 3öfl««^^ *rtbet er einen ^aum i)Ott 20 ' ^o^e 
sab boruber, mit ausgebreiteten 3tt>et8en. Die Blätter ftnb gefiebert^ 
Shttioebel altemtrenb^ ttxoa^ unglei^i an ber 93aft$, ober fd^ief^ 
a^nntg^anjettfdrmiß^ fpi^ig* 99tunten f(ein, n>etfl, in traubenartigen 
%^^. ftelc^ funfget^eilt. fetalen fünf, fc^ifffömtig, tan^* ©taub* 
9if^e ge^B^ mit freien^ linienförtnigen ^aben nnb rnnb(i(!^en S3euteln. 
O^atittm gottig. %xtid^t beerenförmi^, etwas JögeKg, funfgejettt, 
3dks einfaamig^ etn>a t)Ott ber @ri^e etneS SaubeneieS^ ge(b auf ber 
tafcofcite. Sleif«^ koet^^ ettoas fduerli^^ aber t>on angenehmem 

Die S^<^^ ^^'^ ge)9ö^(ic^ gum Defert t)ertt)enbet. ^tt dnx^pa 
i$ ft foum befannt^ wd^renb fie in d^ina unb bem inbifcf^en 9ix6^ipci 
fc^ gef^o^t ttttb auf ben SDtariften t)on (Santon unb anbern c^inejtf^en 
ff^ca m grof er 3)'{enge leerlauft mtrb. 

Der ^aunt ijl fe^r ergiebig unb fein äeufereS fe^r jierenb, 
itBcattii!^ wenn er mit feinen }a^(rei^en 93üf(^efn ^olbener ^rut^te 
kbcdt ift, bie ^errli^ in bem leb^ften ii<fytt Ux reinen troj>if(^en 
€«tBf erglättjen. 

gr »arb im 3a^re 1795 in Snglanb eingeführt unb geraume 
3eit Btit t^efimberer Sorgfalt futtioirtj aber ba er tro^bem »eber 
fStBmm no^ ^ru^te brachte, fo tt)arb er tn^li^ gang oernai^tdfigt 
nb btS )>or einigen Sauren ifl er ben jtultioitoren' bis auf ben9?amen 
^ anbffannt gen^orben. Der ^mm ifl eine Sarm^auSt>f{an)e unb 
jc^rt gar Orangenfamilie (Auranliaceae). SßaS S:em))eratur unb alU 
|f«cme a3e^anb(ung anbelangt^ fo mag er geretl^net n>erben )uv 
Bsphoria Lffchi^ Anoaa Cherimolia, Jambosa Tul^aris, Spondias 
iiiae Jc; tinc gemäßigte SEBorme ip feinen ©ettjo^n^eiten unb feiner 
ÄatÄT am meiflen jufagenb. 

Die Crbmifc^ttug muf, »enn bie ^flanje in S:oj>f ober Rfibel ge:» 
{egea toirb, au& jtt>ei -J^eilcn guter na^r^after Siafenerbe, einem Si^eil 
9t0orerbe anb etnem X^eile fe^r oerrotteten fJferbebungS, mit tüchtiger 
Sl^beannterlage ieflel^en, »irb fte aber in einem freien öeete bes 
®opd<^Sja«fe^ faltiöirt, bann bebarf fte nur einer gute» na^r^aften 



80 

torftgen Stafenerbe^ o^ne trgenb etne anbete Setmif^ung. Dte 9 
^anblttttg tß itt jieber ^infld^t bte im Samt^aitfe getod^nlt^e. Utifi 
(ixtmpiax }tt S^t^mort^, ibel^e^ ungefähr 9 ^ ^o($^ ifl an betn ffi 
It^eti Snbe bed ^ro^ett Sottfeii>atoritttnd fl^)>flftn)t^ nti^t u>ett »^ 
Sattal, k90 )tt fettteitt (Suttftett bte äBttrjeln ehi>ad äSäntte erhalt« 
®tec{Itnge t^ott retfent ^o()e utib ttttt ttttt>erle$tett ^tättttn faffeit gi 
Surjeln tn @attb, unter @ta^loät nnb tn 93obenn)dmte. — S^ 
Sartetäten finb iefannt, bte eine bringt %x\x^U wn oblonger, bte oi 
bere t>on faß (ugeliger %otm, CP«xtoD.> 



SRitget^eiU tn 9nefen 9on $erm Dr. Zl^ontM t^l^omfpit a 

®ir SB* 21« bootet« 

3^farbO^,^) SBoöember 23. 1847. — SSon SRnbra »erfolgte U 
ben Sauf bed S^yuf^SIttffe^ bi6 )um Sinfluf in ben dnbu^ unb »o 
bort Idng^ biefed @tromed bid ^ter^er. !Die Sttterung toar für wii 
ungunjHg; bal <£nbe beö |^eri{led iji unbefldnbig in btefem St^eile bi 
Seit unb fo ^attt i^ buflere^ unb unangenehme^ Setter, n>d^rei^ 
ber ganjen Steife. ^U^Ii^ Harte ed ft^ auf für 1 — 2 Zage, abe 
balb fe^rten bie Soffen toieber, tt>ei( ml S^nee in ben ®ebtrgci 
rtngd Iferunt fiel« X)er ®^nee fc^eint bie ^^d(er, fe(b{l fo^e w 
geringer ä3rette, )u oemteiben. !Cie bebeutenbe {>$^e ber (Gebirge i\ 
o^ne 3^^tfel bie Urfa<|^e. t)a^ Z^I be^ S^a^uf bietet toenig ooi 
3ntcreffe bar, bie ©ebtrge ftnb naät unb »erlaffen, Sei 9?ubra »t 
an tin ober )n>ei anberen Drten ifl bad Z^al be^ Sluffe^ breit, jiebo^ 
im aUgemeinen fe^r fcj^malj bie ©ebirge erfheden ft^ bi« an bc 
8Iuf . 3«^^^«^^ Dörfer ftnb an ben Ufern, int aOgenteinen mit etne 
großen Slnja^I S^u^tbaume. 9(u|er ber $l))ri(ofe, bie überall fe( 
)a^Irei(^ i^, fanb id^ no^ SaKnuffe, 9)tauibeeren n. a. S^n^tbaumi 
unb »urbe bereu 3ftK 8^*f ^^^ J^ *«^^^ bie ^J^e ber ©ebt'rge «l 
nimntt. Einige Seinfldde fanb ic^ auc^, jebo^ nur feiten. !Ca 
©etret'be i% »ie ftc^ oon felbfi oerjle^t, feit lange gefd^nitten, unb b< 
nun au^ fafl aQe 93äunte bie 93Idtter oerloren ^ben, fo ^at ba 
gan)e Sanb ein bärftiged !9nfe^en. 3(^ fam fficr am 12. an unb U 
f^dftige mid^, fo gut eö ge^t, mit bem Orbnen ber botanifc^en un' 
anberer Sammlungen 2C. Vit ^a^re^jeit ifi )tt xocit t^orgefc^ritteii 
um ^flanjenfammlungen )u machen. 



*) 3m üu^juac aud bem London Joamat of Boiany No. 83 unb 84. 
**) 3tffarto(# {>auptflabt oon Suftiötan. 



81 






3i^ *rfmbe m£i^ uneefa^r 7000' uier ber Wlttmfl&^t, ffiaffcr 
J^r 6« erfl 199« ^a^r^. 2)a« ffietter ifl wetfietti Mie, ba« 
Sr'^iA'o *r-^* J^ ©otittenattfgang 16« ga^r^. unb fletgt ife auf 
^«^r 50 <» btö ^mtttag. ©te ©etttfle fiitb jiart mit ®(^nee iebctft. 
tttige Janlperus ftttt> nur *emerftar, fonfi ifl außer in ben OrtfAaf 
to fraic »aumöeeetattott auf ben ©cWreen ga jtnben. 2)te« tft cm 
teirth^er »«»et« loon bcti ffittfuttgett bc« fllinta«. 3n flcrabcr ?tme 
ilt fafc^mtr ferne ^uttbett SWeflcn entfernt, tebo* ünb bfe ©etirae 
binrt uitt biegten SESalbniafen ieberft. 

Dtc ment'sen Ocflräu^e, btc t^ noi^ crfennen fann, finb bfe, 
M^e t^ fo ^attfig angetroffen- Stne «ofe unb Hippophae flnb am 
l^lm^^tn. (Sine aScarieri^e ijl au^ ^uftg unb f^^eint neu ju fem 
n^ htmtrfte tc^ noc!^ JRef e t)on ©euttancn, 3ri^, Prunella vulgaris, 
Arnassia ii. a. "f^fCattaen. Veronica AnagaUis unb Beccabunga ftnbet 
a<m ^ier, me fafl in ber ö««gett Seit. 

2)ra«, 2>ecem^er 15. 1847. — »m 2. »erKefi i^ 3«arbo^, um 
ea^ Saf^mür gu retfeti, jeboc^ »ar eö unmagK^ öortoortö ju fommen 
ifib »ar f^ gestoungen umgufe^rcn, nm in 3^farbo^ ben SSBrnter lu t>er* 
Ifto* 2)er ®c^nee liegt 3' ^o^ auf ber ©traf e,jutt>eöen W« 20' unb 
wermefltd^ tief, fo baf i(|> «ic^t »etfl, o* em Srief iefSrbert »erben 
»itb, ba e« nur mit bem SRtftfo eine« SWenf^enteten e^f^c^en fann. 

3«arbo^, ben 24. getruar 1848, — ©eftfl je^t, »o ber §ru^. 
liüß^ier fi^ einbetten mn^k, ^aUn tolv nur »enig ©onnenfd^ein, fo 
>af bet <S^nee faum anfdngt ju fd^melaen. ©i'e ©trafen flnb »om 
S^nee frei nnb fo gcbenfe i(^ SWorgen abäureifen, um einige Sr!ar* 
Sonni, t^ett 3nbtt« ^ttiat,- ju mad|fen. ^eute flieg baö ^^ermometer 
«f 43» ga^r^. nnb e« tjl fonbertar, baf ber ©^nee tei einer fo 
^^ Temperatur fo toeni'g f^mtljt. 

3«farbof^, ?0lÄrj 30. 1848. — 2»eine Syhtrflonen toaren o^ne 
dien fefoTg. 35ie Statur be« 8anbed machte mein Sortfcf^reiten 'feir 
fs^Äiertg. aSerge t>on 500, lOOO iiö 2000 ' muf tc ic^ crjleigen unb ^ 
Um «lieber ^inafe, fo baf i(fy fm®anjen nur toenigSangen^^ Entfernung 
gevoami. 

3^ teerte t>alb jurutf unb errei^te meine Sluögang$^©tatiön it)teber 
iUÄ 11. b* Z>te ©trafen finb ganj ungangbar für ^ferbe unb ba i^ 
bnsm lOOO ' fubttc^^er S^farbo^ gelangte, fo oerme^rten fi^ meine ©amm^ 
hm^tn ott^ nur um fe^r menige«. Daö S^ermometer peigt nun ii^ 
auf G4 ® unb ber ©c^nee ifi fafi öerf4>tt)unben. 2)er gortf^ritt ber 
Segetatton tft tangfamer, aU i^ ba^te. SGBeijcn unb ©erfte finb Sn^ 
fongd be^ ÜWonat« gcfäet unb bereit« aufgegangen. X>k SBeiben^ftnogpen 
fonsen jn fci^wetlen an, ^fatanen, SBaUnuff^p, äprifofen unb SWauIbeer* 
^^'ßtt« i^iQ^^ ^^^ ^^i^^ Segetatton. 

ftafc^mtr^ 26. «pril 1848. — SWeine ©ituation njö^renb ber 

legten 4 — 5 SWonate, mitten im ©d^nee unb in ber Ratte tt>ax burci^au« 

fo anti>^otantf(^ / baf i^ ni^t« in biefer »cjte(;ung Sffiiffen^voert^e« 

mitt^iltn fonntc. 2)er ©ijlrift, nad^.bem i(^ meine ®rlurfton oon 

3«f arbo^ an^ ntacJ^te, ^eif t SRonbee. g« ifl f^toierig ben Stu^bru* gu 

ftnbett, um btc burfüge unb fclfigte SRatur biefer ©ebirge ju tefc^reiJen. 

Sie ilttb Qatii «njugänglit^ für |Jferbe, ober irgenb eine Slinbbie|^art. 

€teile Wy^änQc oon 10-^15' ftnben ^^ ^dufig auf b^r Strafe, dint 

Zrrutfd^c &Art<n' nnt ^^lumcnjcitimfl. V. ©au^. Ö 



82 

SRettge :Z)iyfer glet^n beneii iti 3^(<trbe^, bad i!anb tfl terraffirt unb 
grttd^ttmmK, tefotibetö Slprifofen^ jittb ga^Iretd^. Da« etnjiflc 3»tcref^ 
fante tt)ar fitr mtc^, ba« Htttreffen i^on Kernen ©e^dljett au« Pinos 
excelsa ibefte^nb, attf ben ®ib\tQtn auf ber ©ubfette be« 3tibitd tn 
emer ^5^c wn 8—10,000'. ^i^ mx im ©tanbe bte %xt m ießitiu 
meti/ ba mehrere emjelne Sämne an bem Ufer bed glnfed felip koo^fea 
imb o^ne 3^if^I bte tn ber ^ö^e KDac^fenben, biefelie %xl voctttn. Pioas 
excelsa i% glaube i^, bte Sontferee, tt>el^e auf er Janiperas am l^öd^flett 
fftnauf n>a^jl. Sine ^xt Fraxinus tt>ar j^dnfig am Slufe^ eben in 
93(ttt^e fomntenb/ biefelbe Slrt fo t>iel t6 mix f^ien, bie i<i^ bei ftanamar 
nnb ftamaon fanb. Dbglei^ ber @^nee faum fort mar, fo loarett 
benttO(!^ mehrere $arrn in S[)oCer grnctiftcatfon, befonberd tin fe^r (ter- 
lic^e«/ neue« Adiantum. Linaria ramosiflsima i^ eine fe^r aflgentein« 
$^an)e in t>ielen Z^Un be« Punjaub, bie i^ nie in fold^er $^^e atr? 
getroffen ^ait. 

3tnt 11. 9)}ar} toar id^ jn 3«farboi^ jurudgefe^rt unb nac^bem ber 
<3(!^nee gef<^moI)en/ ftng bte Statur ailmä^li<l^ )it erwad^en an. Sine 
(frncifere (Hutehinsia?) nnb jn^ei Keine ®entianen toaren bie erflen. 
Tassilai^o Farfara begriifte i^ ate einen atten SSefannten. S(n fe^ 
fonnigen @tetten fanb i^ eine Viola, tim Ga^ea, tin Carex, jmet 
Cyperaceae unb einige SÄoofe. 3d^ »ar fro^, baf bie ©trafen offen 
U)ttrben unb id^ am oI. SDtarj not^ ftaf(^mir aufbret^en fonnte. X>tx 
Z^til )>on ftafd^ntir, in ben i^ getaugte, toar ba« k^al be« @cinbe^ 
Sluffe«, ber, loon Dflen nad^ äBeffen na^^ beut 9lorben be« grofett 
i^aU^ laufenb, meldte« bur^ eine ^o^e Steige @ebirge )>on i^m ge:» 
trennt ift, ffc^ mit bem 3elam/ koenige WleiUn unter^Ib fiafc^mtr 
s^ereinigt. 

Seim Eintreten in« Z^al be« ©cinbe^^uffe« lag uod^ ^o^ ©c^iiee, 
j[ebod(^ neigt e« ftd^ fo fd^neU, baf nad^ jmei S^agereifen i^ bie 93e- 
firiebfgung i^atte, fd^on u>ieber auf feffem 93oben ju fielen. %U ber 
©c^nee fc^mol}, fleRten ftd^ H^ige Stegen ein, benn e« ift bie« ber 
Siegenmonat in ^afd^mir. ©obalb iify au« ben ©d^neelagen fam, fanb 
11^ auc^ neue Vegetation 3 ba« fc^nette ^inabffeigen führte mi^ bur<^ 
]>erfd^iebene 3onen ber Vegetation. Sieben Pinu» excelsa fanb ic^ 
®e^ölje t>on einer Picea (Pindrow) ebenfaK« fe^r ^ouftg. 2)er obere 
a:^et1 ber glufufer toar betoad^fen mit Sitten, Sirfen, ^aj^^jeCn unfe ' 
äSBeibeU/ toie mehrere anbere, bie oi^ne äSlatter nod^ ni^t genau ju be^ 
Timmen n>aren. Mmä^li^ vertiefen aUe biefe Säume ben ^Tu| unh 
Haaren nur an ben ©eiten ber ©ebirge fid^tbar, tt)ä^renb ba« Z^ai, (tc^ 
bebeutenb ermeiternb. Selber, ^rud^tbäume unb lultioirte $a)>)>eln unb 
SBet'ben geigte. 

Den erffen blit^enben ^txan^, ben i^ antraf, toar Vibaroain 
nervosum, bereu rot^e ftno«)>en unb toei^e Slumen fe^r gierenb ffnb. 
3n grofer SRenge traf ic^ ^alconer'« Fothergilia involocrata im 
niebrigen Z^ale an, überhaupt fanb i<!fy bie Vegetation ganj »ie fle 
gafconer gegeben ^at. Die Slora jle^t stt>ifd^en ber be« 3nbu«*X^arc« 
nnb ber be« dfllit^en Zueile« be« ^imala^a, iebod^ heim ^niliä in fo 
fem. ganj »erf (Rieben , . al« bie SBalber festen, an JReic^t^um unb 
pro^t gleicht e« ben ©imla^ unb 9)?affoori''{)ttgeIn, unb obgleid^ UiUn 
bitfelben Sliten n^n finb, f^ fehlen, wie gatconer »o^l bemerft ^t. 



8» 

\k ^atteri^f^ti Slrteti. Huf ber anbern ®ette aier toithex ^aUn 
m enic Stenge ^atoftcrifKf(!^e ^öwjen be« ^nbiiö^I^ale«, aW Jani- 
pcn» excelsa, Rosa Webbiana, Myricaiia, Ribes, Dapbne, etne Viola 
ob nettere ^ami. !htlti))irte Säume finb (etbett eigene ^txxiiü^t f^fo« 
iaiieft, SBoStittf ^ ^ap^ptln, SSettifidde^ 9[))n(ofea dnb ^tpfttbavmt. 

jDad Raf^mir^S^al tjl ein ßatig Joerf^iebene« t>oti äffen anbeten, [ 

tie i^ gefe^en ^at>e. (£4 tfi etne au^gebe^nte, DoQfontntene flaifyt (Sbene, 
gegeMärttg fe^r unter SBafer, fafl einem ©umpfe gleid^ nnb ganj t>on 
Sabimsen entMdft. SBo ni(|t ftt(ttt)ttt, t{l e^ graftg itnb fttm)>{tg. 
Knbteirte Saume ^nb jebo^ ^änftß. Um )>iele ^flanjen )tt jtnben ifl 
H 80^ jm fra^ im 3a^re, bennoc^ fanb i^ mand^e ^{lanjen auf ben 
iBBgen Sfeiefe» ttnb j»if(i^en bem ©ettefte, bie mi^ tnterefftrten. dint 
grp|e Stenge Smctferen ^be i^ gefommett, Draba venia mit Koetf en, 
^dbcs ttn^ fletf^farbenen SInmen ift fe^r gemein. 

SRetii nä^^er 9ieife)>tan ifl fe^r nnbeflimmt. 3n )tt)ei bi^ bret 
Zdgea beute t^ na^ 3<tmtt }u reifen, bad 2:$a( ^tnanf an ge^en, nber 
>fa Soui^al^^af ind Z^al bed S^enab^^nfe^. 3n 3amu t»\U i^ 
aeiae ©antntlnnsett aUegen, bie ykmii^ reid^j^altig getoorben {inb» 
^a»ä liegt am Stanbe ber (Ebene, bort (ann id^ meine ®a^en cutf 
tämeele'Iaben unb {te nac^ Serojepore fenben, toc ^ meine anbern 
6aanaliaigen be^nben« 2)ie Sntfemang beträgt t^on i^ier fe^d^^n 
Zdjereifeu unb tt>erbe i^ auf biefer Steife jiebe ^rt lHima,> )>om etoigen 
64l^iiee Hd 3ttm ©Artet be^ Tropen «Salbei, burc^manbem. SReine 
€rQte bnrfte bemnad^ rei^ k^erben. Son 3amtt mod^te i^ ben S^enab 
i V$ cttDo^ hinter ftid^tan>ar ^inab reifen, ^on bort fd^arf öfHi^ über 
bea f^iieetgett f^o^ na(^ bem 3<xtt^f<tr^Sbtf, ber n6rbti($ flieft, um f[(!^ 
«tt best 3iibttö yt )>ereinen. Son bort einige Stagereifen ben 3nbud 
^aob hi^ na<fy bem Orte ^imid, wo ed einen fJafI giebt über bie ®e^ 
Krge na^ htm Z^ait be^ @^i^ttf, auf koel^em §Iuffe id^ bid Slubra 
nifen oerbe^ t>cn bort enbli^ aber bie ®ebirge nat^ bem t^affe ttber 
Me flEoToforam^ffette ^ nai^ 3«rfunb nnb oon biefem f^afff itt^ (l^intf 
f^t^ Xerritortum, n)ortn einjubringen ti jiebo^ eine Unmiglit^feit fein 
Mrfte. 3d^ werbe bemna^ aber Sabaf^ in^ ftaf^mir^Sieic^ {uritcffe^ren 
(Siifaagd @e)>teinber), unb ^ofe bann im Dctober ober 9lot>ember über 
bie ai^rigereit @ebtrge in unfere eigene f^rooinjen ya gelangen« 



9tt 



*^ ^oMAten Miti 9los>ember 1848 melben, ba^ Dr. 2;^omf(m bie Aorof oram' 
Jtette wir««« erteilt Jat. 

6* 



84 



^ e tt f t e b e 

auf 

3uccarttti ifl mitten m einer Saufba^n, bic eben fo rei(i^ tt?ar an 
grfotgen d^ an ^offnnn^cn soon bem ®4>au\)Ia$e abgetreten! 3Dic 
l^etten färben im Sttbe feiner SSerbtenjle erfc^einen nnö no^ getrübt 
tm ©(!^tagf(^otten eineö lebhaft em^jfunbenen ©(^nterjeö um ben fo fr«^ 
SBerlorncn. 2)iefc Sröner; attgemein unter ben iDl&xtncxn, btc t^nt bur^ 
®emeinfam!eit ber ©tubten ijerbunben gett>efen, ip boppelt tief hti 
3enen, bie i^m perföntid^ nä^er flanben, benn 3iiccarini ^attc eine 
nnfc^o^bare ®abe i?om ®ef(3^iä erhalten, er war eine liebenöwurbige 
^erfönli^feit .... 

©ie 5Ratur ^attc 3i4<^carini mannic^faltig unb gtanjenb au^ge? 
flattet, mit ®ai>tn, bie i^m nac^ me^r aU einer Stiftung ^in ft^önc 
Erfolge fid^erten. ®r fd^Ing felbjljlänbig f(!^on frii^jeitig bie Sa^n M 
§Ratnrforf(^erö cixi'^ unb ^td^crlic!^ ^atk er ^ier in gefnnber Sraft feinett 
wa^rflen SBeruf crifannt 

3ofe9^ ©erwarb 3iJccarini »urbe am 10. 3lugujl 1797 ju 
3Kiinc^en geboren, ©ein aSater, S^^nj, njar ein bur^^ öielfeitigc 
Scnntniffc unb SBeltbilbung unb burt^ ^o^^e^ mimifd^eö Stalent ]^ert>or= 
ragenbeö SDtitglicb ber i^ieftgen 95ü^ne . . . ., feine STOutter, tine gc 
f)orne Sang, toar eine burd^ tueiblic^e Slnmut^ unb cblen S^araftcr 
anögejei^netc grau, ©iefc aber »erlor er fc^on balb (1803)^ unb er 
hiiti nun mit gwei jungem ©eftbwifiern, einem ©ruber (ber aH 
f5^il^eöenc burci^ einen ©turj öom 3tf(^fale^^etfen fein ?eben öerlor) 
unb einer ©d^n>efter unter ber alleinigen, jioar liebevollen aber jirengcn 
Seitung bcö Saterö, ber, mit fortgef^rittenem älter »om ffr^eater abge* 
treten, fafl auöft^lief tic^ ber Srjie^ung feiner ftinber lebte . • ^ J)ur(5 
^riöatle^rer gum SSefud^ beö ©pmnaffumiJ vorbereitet, bur(^licf 3 
biefeß, fo toie baö t Spceum ju SKünd^en in ben Sauren 1811—1815. 
®4on »ä^renb biefer Spoc^e cntmidelte fi(^ in bem jungen SWenfc^en 
eine innige SReigung gur SRatur. 3liä)i6 regte i^n fo lebhaft an, aU 



») Oelefcn in ber öffentli*cn ©i^ung ber Ä. ©aper. 21 f abernte ber 
fBiffcnf*aften om 28. SWärj 1848, von darl griebr. mn tcn 
SWartiu«. — 

Obgtci* biefc ©enfrcbc bur*gäng{g Jöttft intereffant tft, fo fann Rc Wx 
boji^ nur tm 5(u«3itge wtebergcgcben tt?crbcn. 2). SfJcb. 



85 

W ^übentttgeti frember Sänber. ©alb »enbete er ft(^ jur iSntomoIo^ 
jie ttttb Sotattit^ unb no^ U^ox er tm |)crbfle 1815 bie Unmt^tät 
(rfangtit begog, "^ttt er bie Umgebungen t)Qn Wl&n^en anf t^re SSege« 
tation mit fo t>tel (Ji'fer bur^fuc^t, bafi bcr e^rwürbtge @^ranl ^c^ 
von i^m f^on bamal^ ßünflige (Srfolge öerfproc^ für bie SSetterfü^rung 
wb Sttdbflbang emer Äenntntf, ju ber er fetbfl im 3a^rc 1789 burc$ 

feite treifh'^e ^ora 5)on Sägern ben Ontnb gelegt ^atte 3m 

^^tt 1819 toott ber Um'öerfitat m^ ^m^tn jnrürfgefe^rt »tbmete 
^A 3- ü^^i ait^f^Itefli^ ber 93otantf. Unter Seitung bed greifen 
Rejtord bicfcr aDBiffenfd^aft, t). ©d^ranf, bef^aftigte er fic^ im 9. 
(otanif^eii ©arten mit fvftematifc^en arbeiten. 

3m jDecember 1820 famen bie beiben bai^erifc^en 9?a<urforf^er, 

S^^ir tmb ^artitt^ and Sraftlien jurüd, unb 3« erlieft nun ben 

Iitftrag, an ber Slnfflellung unb 93earbeitung be$ auö jiepem reiben 

2:t0))eiilaitbe geirac^ten Herbarium ^nt^eil ju nehmen. 3ni 3a^re 1823 

SMob er jum Stbjuncten ber ft. Sfabemie ber 9Btffenf<!^aften unb jum 

teurer ber 93otamf ant ft. Spceum ernannt, ^lad^ Srric^tung ber 

iii€bic{itif(!^^c^irnrgif(^en Se^ranflalt )u ^nnä^tn, im S^^xt 1824^ über« 

so^m er ait^ ^ier^ fo n?ie ff)äter bei Ueberfleblung ber Unit)erfttät i>on 

^b^^ut iiad^ Snund^eU/ im 3d()re 1826^ an biefer ba^ ^e^ramt aH 

oBfeTorbetttli^er^ üom 3ai^re 1836 an aH orbenttic^er fJrofeffor ber 

tobtoirt^f^aftti^en unb gorji^SJotanit ^m Sa^re 1837 warb er ^nm 

osferorbentli^en SRitglieb ber ft. fßa^tx. Slfabemie ernannt^ 1839 }um 

«tttntlit^en trxo&^lt, unb 1836 erhielt er, na^ ö. ©^ranPö Sobe, 

bie SeflaOttitg ott jtt>eiter Sonferöator be« botanifc^en Oartcnö. @o 

iwnr er alfo fru^jeitig auf bie SSa^n gefegt, welche feinem regen latente 

eine bem innern 35eruf entfpre^enbe Z^atigfeit gctt?ct^rte, unb o^ne 

Usterirec^uitg ifl er auf i^r t^tig gett?efen, bid i^n ein frü^jeitiged 

defi^ict am 18. gebr. b. 3. (1848), in golge eine« feit ben legten 

^len aadgebilbeten Sungenleiben^, und unb ber äBiffenfc^aft ent;^ 

führte • . • . . 

Da« 18. 3Ä^r^unbert Bnnte, fo ifl fd^on öfter gefagt »orben, in 
ber (£tit»icKttngögef(i^i(^te ber 5Raturttjiflfenfd[^aften bQö3<»^^M«bert 
ber SWet^oben genannt »erben. 2)ie ^^^flfolifc^cn SBiffenfc^aften 
Ifatitn bur^ 5ße»ton einen fejleren SJoben gewonnen. 9Kit ber Snt« 
beAtng ber allgemeinen ©raoitation, unb mit ber gortbilbung Don beren 
Simbamentalgefe^en toax jiene rein^inbuctioe S)^et^obe gegeben, bie 
Mein bie gldn^enben grüd^te ^ened erhabenen ©eifled n>eit^i^ audgu« 
irittgen »ermoi^te^ — alle red^ncnben Doctrinen »aren in eine neue 
Hera getreten, ©teid^jcitig aber ma(!^te ^x^ in ben bcf^rcibenben 
»atnrtpifenf^aften, in ÜRineratogie, Sotanif, 3oorogie, baö SScbürfni^ 
etaer mächtig burd^greifenben unb organiftrenben SWet^obe immer fü^^ 
barer. 2)ie 9Raffe ber Wnjelnen S^atfa^en, toä^t ber Strom ber 
3eit immer reicher unb befru^^tenber ben ©eijlern jujlut^et, warb größer 
mb großer, ja fap unfiberfe^bar, unb fo fÄ^rt benn aud^ ber SBeltgeifl 
btejenigen ®enien auf ben <Sc!^aupte0, bie bem Sebftrfniffc einer 
i»ti^obrf(^en Stnorbnung unb ©lieberung bed 9)tanni^faltigen ^u genögen 
wmpdf^tcn» 

gär ba« |JfIanjettrei(i^ ^atte ber Deutfd^e 3ttn8»tt^ ^^^ ^^^ ^^* 
Maber Slaje« bie ®rttnbj>feiler einer »a^ren aWet^obif gelegt, w 



86 

folgtoi Zottrnefori ittik 8tntte. 2)ev Sej^tete^ )>rägita)it, fitimg/ üebe 
Krt 4>oit 9tatttranfc|aittttte in {{^ «u^e^ntenb^ 2^6^^^ ^^üiitäfieiMS lui^ 
b^d^T^ ge|l«Itettb/ emelte bt^entge met^obtf^e SSe^attbtung für ben 
fyflemattf^^tt ^^^ä( ber iotani^^n Stffenf^iaft, meldte bad 0aii)e 
18. 3a|r^ttnbert audgefftSt ^at. 8(m SKu^gattge btefer mertoörbigen 
S)>o(]^e flehen Slnt. &or. ))on ditffieu, ber (Srünber ber fogettatinten 
uotttrltt^en 3)2et$obe^ unb unfer grofer Sanb^manti/ 3ofe^^ ®arttier, 
ber ftar))oIoge. !Dtefe ma<!^ttgen ©etfier, unb aQe ubrtgen^ bie in bem 
te}et^neten Beitrautn (Emjittf auf bte f^ftemattf^e ®ef(^ic^te bed ^flaiu 
}etiret^0 genommen ^aten — ii^ ^e(e von i^nen l^efonberd iTOtd^elt, 
S)tnenttt^, 9(banfott nnb Malier ^er»or — rangen^ an )eber na^ 
feiner äBeife^ mit mt^x ober tt^entger ^Rüttln unb Erfolg/ na(^ ber 
üRet^obe. 

äSenben n>ir aier nnfere SItde and jiener ^rett^ ber ®ef^i(!^te 
i>erfaQenen ^eriobe ber Sßtfenfc^aft in bte nä^fle nnmttteQ»are @egetu 
toatt, fo muffen tt)tr anerlennen, ba^ j[e$t unb )tt)ar erfl fett toentgen 
3a^ren, fär bte Sotanti S^t^tung unb 3n^att gebenb ehoad gau) ^n^^ 
bered i^erioortntt^ al^ bte 9Ret^obe ber Slafftftcattonen. 34^ glaube ntf^t 
)tt lotel ju fagen^ menn t^ au6f)>re^e/ ba| btefe 3Btffenf(^aft tm ^e^^ 
^rtfe ^e% in eine neue $^afe t^rer Snhoufelung ubequge^en. £d rfl 
He^t nü|t me^r bte geworbene, fertige ${lan)e, beren (Erfenntntf man 
m^\^tit^tiH^ anfhre^t^ man fu(^t i^ielmei^r )tt I^egreifen, toie ft^ ti^iv^, 
M)ie ^e fld^ nai^ 3nnen unb Sbtfen geflaltet; man fragt na^ ben aU^ 
gemeinen ©efe^en biefer ©eflattung/ natfy ben fträften, bte btefe tebitt^ 
gen. Sntioi Jelttng4gef(i^i^te koirb na(i^grabe M ber (£in^ unb 
9[u^gangd))unft ber ^«^rfd^ung anertannt. %n9 ben SBerfen ber B^Ut 
nnb bed ©efäfeö ftt(i^t man }ttr ®ef(^t^te be^ ®en>ete^, t>m biefer 
)nm SSerftanbntf »on ber SBilbnng ber innern unb auf ern Drgane )tt 
lommen, unb fo foO bie einjetne ^flanje in i^rer 93e)te^ttng ju ben 
tt(ngen an^ bem genetifd^en Stanbpuntte/ unb enbli«^ n)o|I au^ ba^ 
gefammte f^flanjenrei^^ aU fein Seien nad^ ben allgemeinen ©efe^eti 
^eran^:: unb ^ineinmenbenb ^ in feiner tetturifd^en ^xa^mcÄit ibegrifen 
«oerb^m Sd ifl ein(eudSftenb, ba$ eint berartige Sluffaffung loon Stii^tung 
nnb 3n^alt ber iCoctrin i^r neue 93e)uge gu ben übrigen Staturtoiffen^ 
f^afteu/ jumal ber ^^pfit ber Hernie unb ber ©eognojie, eröpet. 
Seb^afte nnb fd^arffinntge ©eifler ^aien biefen 3Beg einer melfeitigen 
3nbnction/ an^geruftet mit bem 9)li(rof{o)) , biefem Seuf^t^urm ber 
oraanifc^en 9laturgef(^i^te/ unb mit ben 9)>{)araten ber (i^tmie nnb 
t^fyftf/ mit eben fo biet ^ener aM Srfolg gu betreten begonnen. 3tt 
bem Sefhreben^ jebe oorgefafte SReinung audjufd^liefen^ ber X^orte 
bei ber (Erforfc^ung be^ eoncreten Objiected nur biejienige ©ettung )u 
gen>&^ren, o^ne koeld^e bie (Empirie blinb nnb laut koare, — {inb bie 
Vorgänge be« Sntfle^en^ nnb ber (Sntn>idlung im 9jlan)enrei^e lebig^ 
Uify aU aßobalit&ten materieller Stiften), aM ^p^lologif^e f^rojeffe 
aufgefaßt worben. 9EBad feit ^a^rtanfenben in ben organifc^en fRatüt^ 
tt^tffenf^aften unter ben mannigfolttgflen Ütamen^ ate Anima plnstica, 
Entelcchia ober formgebenbe Sini^et% aU Archaeus, Nisns formativiui, 
Seben^fraft u. f. to. ))0{htlirt toarb^ ift oon mannen SSertretem ber aw 
gcbentenben fRi^tuna, dU bie erfa^rung^m&f igen Z^U ber ttnterfu(!(^ttng 
^tntract^tigt, oerllni^tigt ober aufgegeben loorben. 9^ gef^n^ bie^ in 



87 

n« m motenene fJwceffe urfefttj jeboi^ barf ba^on fitr bie »e»nttt<f 

ba 9tatitr mmet^tt sie^t dibifb'ee« er^of t, att Ungun^tged ßefurd^M 

selben, ^tef ttm fo me^r, att bei bem atiflebeiitetett ©ange tnbactföer 

Sor^Kitg ba€ 93eburfiiif lebetibtger att j[e ^ertjorgetreten ifl, b« ©cfefte 

be« ergamfc^eit Sebeti« in beffett Totalität ttn 2:^er^ vok im ?}f[(Xtt)enrei^e, 

folibarif«!^ )n f>egretfeti. t>tmnaify finb au^ bie grofen fragen i^on 

bcs UrVcbmsttttgen ber Srfc^eiitutis tinei Dvganifc^en itber^att))^ t)on 

ber tlrerjeuaiiit^ )»oii bett ©ronjen )U)if^ett 2:^ier^ «nb ^ffangeitreid^ 

aab il^ren 3RertmaIeii tt. f. xo. tieiterbing^ tt>ieber in i^rer ganjen ä3e$ 

bextfanrfeit anfgefoft, nnb bie ba^'n einf^Iägigen Unterfud^unQen }nnt 

C^iaßftap eine« f&c' ben Biologen nnb ben 93otanifer genteinfatnen 

ZMtigfett erholen l»orben. Ueber^an^t aber jle^t {i(^ bie Sotanif bei 

ber (Erfbrf^itng ber Sitnbantental^Srf^einungen bed t>eQetabi(if($en Seben^ 

anf cm f ntnige« Snnbnifl mit aÖen übrigen (£rfa^rttng^«Diffenf<!^aftett, 

of füie fol^t breite nnb Xiefe i»on äSorfenniniffen ongekoiefen^ ba§ 

lie fortan geji^nngen i% bie bef^^reibenbe nnb fyjlentatifirenbe X^atig« 

trit, «poriti f e ft^ tint gerannte S^it fafl andfc^Iie^Iid^ bett)egt tta($^ 

grroibe )tt 1>t\<!^xanttn* !Die6 ntn^ nm fo me^r gef^^en^ aU ber 9lnf 

bf< B^itgctfle^ gebieterifd^er ol^ j[e )ttt>0r forbert^ bap eine tiefere Sin^ 

fb|t tn bie 9latnr ber fJffanje^ in bie äSebingnngen nnb ©efe^e i^re^ 

Sai^ffyxm^, ^tU ®ebei^en^, i^rer $ort)>f{an)ung nnb Sßert)ieIfaUigttng 

aaf bem profttfi^en ®ebiete ber ^anbttnrt^f^aft ntei^r nnb nte^r Üt^^ 

rang ttü^t . f • 

Z)tefe <E))od^e, ti^ä^e i^on ber StnffteOnng ber natnrlid^en Üßet^obe 
3ttfften'd nnb soon ®ärtner'd lorpologifc^n ©yflente bid gnr ®egen« 
«Ott botirt, tt»<i einen 3^trannt ))on 60 ^a^ren begreifenb^ d^aralteri« 
feit fi<^ ganäA^ bnr(|i eine m'elfeäige nnb energif(!^e ^ortbitbnng ber 
€lafftficatu>nö^9Ret^Pben. Diefe m geiftiger 3:^ätigteit tt>altet 
» t^Y »or. Do^ ^aben gleid^jeitig aaä) $^9^oIogie nnb älnotoniie ber 
t^cttjen, nnb nber^an))t aSe tibrigen 2)octrinen/ bie n>ir unter ber 
Sotottff 3tt begreifen )>{legen, »ie |}f{an}en:'®eogra))^ie/ f}f[an}en^®e^ 
f4tt|te nnb t)a(äo)>^9toIogte^ mäi^t (Srn^eiterungen erfa^ren^ ia bie 
bftfren futb in biefer 3eft jn fe(b^ftanbigen ^ad^ern erhoben n^orben. 

Die Seiterbilbnng aber ber f^fhmatifd^en 93otani{ nnb )unä(|{l ber 
i^t t>on ben fogenannten $antilien fonnte nur an^ einer genaueren 
Crforf^ttng ber ®t^aütn gemonnen merben. ^ier ergab {ic^ benn 
cmeTfettid ba^ Sebnrfnip/ tiefer in biejienigen Sl^eile einzubringen^ toü^t 
tinn^'d Characteres fractificaüonis barbieten^ anbererfeit^ bie aKgei» 
«etnen 3Ba(^t$nnt^s>er^ättnife, n)eld^e bie 3]terfmale bed fogenannten 
fyfütaa barbieten, tt>ifenf(^aft(id^er anfjufaffen nnb an^ ber (inU 
tofifelnng^efti^id^te jn begrnnben. ^int natnrgent&^ere ®rtt)>^irung ber 
<Bni9ä€^fe foUU nnb fonnte erfl bie ^ru^t biefer Soi^f (jungen fein* 

8tnn^ ^ttt bei feiner 2)arfleattng bie ®attttng6(!(»ara{tere glei^f^ 
f«m nur an^ bem ®roben gearbeitet; feine S^aratterifiil baflrte lebig« 
US^ anfSIöt^e nnb^m«^ in i^ren änderen ®efiaItungd^Sejiigen. 
9am (Stritt )i>eiter ging 3nffieu. 3ubem er ben f^on t)on iinne 
afßtäri^en Unterf<^ieb na^ ber Sd^i ber Seimblatter im ©amen aU 
On^e^ aVomettt an bie ®))^e ber eiafftftcation jleKte, na^m er bie 
^enf^often te^ Ramend ^ bie ®egenn>art ober ^bn^efen^eit mt^ 



88 

^m^i^Ut)ftx^, ik ©eflalt unb Sitc^tttttg bed ftetmed u. f. ko. unter tnt 
SWcrfmale auf. 2)ted n)ar ber crfle uob fe^r »efentlt^e Schritt jür 
9(ug(t(bttng eme^ natörlt^^en fJflanjenfi^^em^. 2)ie vettere Slu^fu^rung 
bed äBerfeö fiel anberen SReiflern }tt. 

9ioc^ e^e ^uffteu t>om @c^auf>{a$e abgetreten toax, erflanb bev 
®enm$/ n^e^em junteifl bte »vettere SnttotdRung iener rtt^mt>olIen 
arbeiten t^erbanft toix'o: Stöbert 93romn^ unban i^n, bent ^wettert 
pufften, f^tte^t fl^^ tt>te etn Sinne unfrer S^age^ £)e (SanboUe an. 
Um btefe ^en)orragenben ©etfler fi^aarten ft^ etne SJtenge Z-aUnttt }u 
gletc^em (Streben mbunben^ unter t^nen auc^ Bttccartnt .... 

3n ber S^it nun^ ba bie ^ter angebeutete ©ttmmung unb ^i^tnnQ 
ber (Seifler n)altete, »ar eö, boß B^ccarint begann an ber botantft^en 
ißtffenfd^aft unb gumal an bem Sluöbau be^ natärtt^en S^flem^ t^ättgen 
%ni^tit )tt neunten. 

©etne erjle arbeit galt einer Siei^e »on tnterejfanten fSflanjen* 
gattungen, bie ber Stebner aud S3raftlien ntitgebraci^t ^atte^ unb bte t>on 
3uccartnt, unter Bttg^^nbelegung ber an Ort un^Steffe gef^riebenen 
9lott}en^ grunbli(^ unterfnc^t unb au^fu^rltc^ befcl^rteben^ ben erfien 
2^^ett ber Nova Genera et Spccics plantaram Brasiliensiam fuOlen. 
fJracife 5Raturauffaffung, fd^arfe unb jugletc^ pia^i^^t ©arjlellttng 
seltenen btefe Slrbett^ fo n>te aüe anbern an^^ toel^t üon 3ttccartnt 
auf bem ©ebtete ber fpflemattf^en Sotantf ^nb geliefert n>orben/ 

2)te oben bejetc^nete fyflemattf^e S^^atigfeit fe^te 3ttccartnt ju^ 
nää^^ in einer ber Sb^anblungen fort^ mel^e ben 2)enff(^rtften unfrer 
afabemte einoer(eibt ftnb/ unb enttoeber etn)elne ®attungen unb Familien 
monogra)>i^tft^ be^anbeln, ober r^a))fobifd^e 93ettrage liefern ju bem 
grof en Ra^Mtale oon ^ftanjen^Slrten, »etd^e« ber %Ui^ ber Steifenben 
neuerli'«^ fafi tn allen ®egenben ber Srbe entbedt unb tn b en botanift^en 
®ärten unb {)erbartum niebergelegt ^at. 93on ber erfiern 9(rt ftnb 
unfere^ (Sollegen arbeiten über bie ©attungen Oxalis unb über bie 
natürliche %amiUe ber Sacteen^ oon le^terer t>ier Slb^nblnngen^ in 
n)el(]^en $flan}en^ jumal folc^e, bie in S3raftlien oon SRartiud/ in 
SDtobaga^car oon SSoper^ in SJtejiico oom ^r|irn. oon Karn^in^ti ent« 
beät ober bur(^ oon ©d^ubert^ 9lot^ unb Srbl oon bereu 9tet[e in 
bie Seonnte mitgebracht morben^ bef^rieben n^erben. 

^U bie fd^onfle ^xni^t aber einer audgejeitigten 93t(bung auf 
bem ®ebiete ber bef^reibenben unb fipflematifd^en SSotanif muffen bie=s 
jenigen ^xicittn anerfannt toerben, bie 3ttccarini über bie glora oou 
SciT(fan belannt gemad^t ^at 2)er auögejei^^ncte ärjt unb Slaturfbrfc^er, 
V^' Sr^r. 0. ©iebolb, ^atit oon tintm me^rj[%igen Aufenthalte in 
3apan (1824—1830) «Katerialien für bie ^flanjengefc^i^^te j[ene^ öfi:. 
Ticken 3nfelrei(^e0 mitgebrad^t/ bie an Sludbe^nung unb n)iffenf^aftlt(^er 
Sebeutung aiffe« totit übertreffen, toaö früher einem Sieger, SWcijier, 
ltäm)>fer unb 2:^unberg ju ®ebote gefianben mar. 3li^t blo6 ein 
reic^eö ^erbarium^ fonberö auc^ ja^lreid^e unb genaue^ oon bem i^äti^tn 
äleifenben an Ort unb Stelle gemachte 9luf)ei(!^nungen, bann 9loti)en 
an^ bem SRunbe unb Sammlungen ou^ ber $anb eingeborner 9tatur« 
funbiger unb 600 meifi oon jiapanifc^en ftünfilem aufgeführte ^flanjen« 
jeid^nungen unb ^orbenbilber oerlei^en biefem SJ^aterial; bad uberbief 
fpater no(^ bur^ oon ©iebolb'ö 9la^folger in ber ^anbeldloge oon 



89 

Sasft^^afi, Dr. Sdix^tt, t>ermei^rt morben x% ein feltetse^ SSerbten^l. 
^Ikfonbfre getanen ^ä) bte iumZ^til unter benälugen d. @teboIb'^ 
cBhpotfeneit 9b6ilbuitgett^ mte ati(^ in ber 93e^ttbtttngdwetfe an ä^nli^t 
Sox^eSangen ^tneftf(^er ^nfiler erinnemb^ bo^ bnr^ etne grdfere 
frri^ uBb bttrc^ ein ttefere6 Stnbrmgen in jene SSer^dltniffe an^, 
led^e jandc^fi eine ri^tige f^flentattfc^e ffenntntf begninben fönnen. 
tii »eitere Searteitung biefe« ^o^jl »ici^tigen SWateriatö übergab ber 
Skifenbe uaferem Si>fiegen> unb biefer ^at bie Aufgabe einer forgfdUigen 
ia/it^S^ ttnb 9}tttftemng bed Stoffe^ nnb beffen Slebactton jn üEinem 
mlenfj^ftTtt^en ®an)en mit fo viet ®Iti(f gelöf t^ baf matt ben Seiftnn^ 
gea be^er ^^xf^tt für bie ^jlangengefi^t^te ^on 3a)>an eine neue nnb 
m(^ tu^mlic^e S^oc^e batiren mu^. (Sin mit (Eleganj unb ÜBa^r^eit 
to Ssif^nnng unb be^ Solon'tö an^gefiatteted ^xaifytwcxi unb fänf in 
tiu, jDenffci^riften unb ben geleierten 9(n}eigen unferer Slfabemie befannt 
^a^it Slb^nblungen n>erben fiir aSe S^iUn aU bie wahren ^unba^ 
■ei^ wn ber ^ora iener merhourbigen ^nfel€omf)Ie)re betrachtet 
itctben. 

Z)ie 33erbien^i^(eit einer foli^en f[oriftif<^:;f|l^flematifc^en 3lrbcit 
Mb ixoat ~)ttnä^{} bebingt )>on ber ©enauigfeit unb £iefe ber Untere 
^img, ber firäeiftpu^ ber ü^arfieQttng unb ))on bem Salente^ auö ben 
f^sdeHeti Z^atfa^en^ allgemeine @ä$e für ba6 grofe ^ftan^enf^flem 
skr|attf>t a^nlfiten^ Riebet ifl at^er auc^ bie ob}ectit>e Statur be^ Sporen:: 
reu^ ooit wefentli^flem Sinflufl. 3^ eigent^ümlid^er unb manntg:« 
fa^^ bte formen finb, »etciee bie Statur in ein^m ge»tjfen ®tbktt 
aaigq»ragt ^at, um fo banfbarer unb erfolgreit^er muf bie ffirforffi^ung 
bcfelben fein. 2)ief SSer^ältni^ !am nun unferm (Sollegen bei ber 
Bearbeitung ber ia)>anif^en ^ora gar fe^r ^u Statten. 2)ie j[af>anif<!ee 
Snfelgritppe, üom 54»— 30® 80' 5». »r. fiiie erflredenb, unb eine burc^ 
®ebirge mtb IBekoäfferuttg fe^r mannigfaltige Dber{{d(^e bietenb^ be^er« 
bergt ein S^renrei^^ ba^ an Sielartigleit ber ®e{lalten Dtetteic^t feinem 
anbem na^fle^t. 2)ie meijier^afte ©d^ilberung^ tt>el(!§e unfer greunb 
S9Q ben eigent^umlii^en (E^arafteren ber ][a))anif^en Stora im Wi^t^ 
flräen entiDiyrfen ^ai, fu^rt und ein ^flan}engeogra)>^tf^ed @emdtbe 
nx »on ber ^di^ften (Sigent^umli^feit unb bem mannigfa^j^en ^ntereffe^ 
M^ blöd für ben äSotanifer^ fonbern auc^ für ben ©eogra^^^en unb 
ben ^efc^i^tfcl^reiber^ ber ed nid^t »erfi^md^t^ m^ bie Regierungen ber 
Sotfer )n bem ^f{an)enrei(^e in feinen Kombinationen aufzunehmen. !£)ie 
^l ber Don B^ccarini mit ©ic^er^eit beflimmten p^anerogamif^en 
arten belauft ft^ auf 1650, bie gu 621 (Gattungen nnb 172 gamitien 
gehören. (£r glaubt, baf eine SDoKftdnbige 93earbeitung bed gegen^ 
8^drtigen 3RatmaU me^r aU 2400 fji^anerogamen, ttti>a gu 700 ®attntu 
ges gehörig, nac^toeifen n>erbe. äJon ben iii j[e$t befannten ^flanjen^ 
fimilten toürben gegenwärtig 70, zim im SSer^ltnif inm %xtaU bed 
^renrei^ed geringe S^% niü^t rq)rdfentirt erfii^einen. (Sin großer 
Xetd^t^nm wn ^olj^ itnb SRtt^k^jlanjen (te^terer »erben gegen 500 
angenommen) ifl oortoaltenber (S^araftergug in biefer gtora. ^apan 
ge^rt mit (S^ina, Rorea unb Oberinbien ju bemfetben gtoren^SompIere, 
i« »eitlem önter ben Slu^pflanjen ber S^ecjlraut^, ber Samplet? unb 
ber gtrnifbanm nnb ber §itii att tjorjugön^cifc bejeic^nenb auftreten. 
3n ber genanejlen »ejie^ung flc^t bie gtora bon 3apan in jener öon 



90 

i^m. Seibe ianitt luib ftorea, fett ttnsoorbettlti^er S^ ^ Serf^ 
mit etitanber^ i^tn an^ Ut^übtn ttuitttx^wa^^e. Stn bie S(o* 
be^ ttorbj^flli^eit ^ttbiest^ »ttb bed {^uitalaya^Sebirge^ f^tteft fi^ W 
japamf^e bttrd^ grof e ©emetnfamtett ber ^attungen^ bei SSerfd^teb«! 
l^tt, wenn 6^^^ Sematibtfi^aft, ber Strten an. 3tt jweiter^ Sint 
^e^t bie 9(naIogte mit ber ^ora soon 9torbainert(a, uitb })9ar mi^ 
mit bem atlanttfi^en X^eile feinet ©ebiete^« SRe^rere ®athtti0a 
bie man frä^er atd au^fd^tiefti^ed (Eigent^um ber netten 98Ut ^ 
tracf^tete (Ne^ndo, Bassafraei, DierrUla, Torreya, Pacliysandrt 
Miehelia, Maclora, Liquidambar) f{nb burc^ nnfer^d (SoKegen Ufttti 
fnc^^ungen au^ in bet alten 98ett na^getoiefen worben. 3m nj^it 
(i^jen Zueile ber jia^anifd^en 3nfelgrn))))e enbU'^ fleKt fid^ augenfafitj 
Serwanbtfd^ft ober ®emeinfamfeit mit ber $Iora bed fnbd^Itc^ 
Sibirien^ nnb ftamtfd^atfa'd i^eran^. Wt ®nbameri(a fte^t bie ^t^ 
»Ott 3a}>att nur in fe^r \i^toa^tt, mit afrifa unb Änflralien itt gn 
(einer SSejie^nng, n>d]^renb eine tiii^t gennge 3<^^I ^^^ borHgc 
©attungen ant^ in duxopa t^orfommen. 

3($ ^abe einige t>on ben 9{efttltaten i^ier angefn^rt^ n^eld^e 3 u c c a 
rini an6 feinen Unterfn^l^ngen nber bie jiaf>anif(^e $Iora gewonnen 
nm bamit ben ®eijl einer ^i^^eren^ allgemeinen änffaffnng jn 1>e)ei^ 
nen^ tt>el^er bttr(!^)oeg feine f^flematifd^en arbeiten belebt. 2){ 
$$f[an)en unb bad ^flanjenreic!^ Ratten fnr i^n ni^t blod ein concrt 
f^flematif^ee 3ntereffe^ fonbem er erfannte beibe in i^xtt nni»erfal 
^^iftorifd^en Sejie^nng jur Wltn^^^Ht, }tt bem Soben, n>el^en üi^iüf^ 
tion nnb Snbnfirie oerebeln^ nnb jn nnferm allgemeinen birgerli^Ki 
nnb ^atüi^m <Entn>ideInngen. (iin jeber S)en(enbe^ oor allen äbt 
toev, toie nnfer Sollege^ bnr^bmngen ifi t)on &pmpat^it fttr bai 
SRenfd^lid^e, mnf anerfennen^ mt toufenbfiltige Serf^Iingnngen ftatt 
f nben }n>if^en nnferm ®ef<^Ie<l^te nnb bem ftnmmen^ gn pa^tx Z>{en{l 
barfeit gef^afenen ©efd^le^te ber ^{lanjen/ (Er »eif ia, ba^ m 
nn^ erfl bnr^ i^re Pflege nnb Snban an bie ®^o1le gefefelt ^oben; 
tooranf ba^ ®ebänbe nnferer ^an^Ii^^en^ bärgerti^en nnb flaatli^et 
3nfidnbe ft(^ eri^oben. dim fold^e^ id^ möchte fagen jngleid^ teil 
menf<^li(^e unb ^olitifd^e Slnfi^annng^meife^ koeli^e bem ®emnt^ 
3ttCcariniM gan) oorjügli^ entfpra<^, begegnet nn^ in allen feinet 
2)arftellttngen oon oermanbten ^nfgabeU; unter tt>et^en er namentliif 
bie oon pflattjen*geogra}>^if(!^em 3ntereffe mit Sorliebe »erfolgte. 34 
t)ertt)eife in biefer Sejiei^ung )ttnä(l^{l auf tint 9teil^e fritift^er Slnffa^, 
bie er in bem allgemeinften Organe nnferer literarifc^en 2:$atigfeit^ ti 
ben r^gele^rten 9(n)eigen" befannt gemacht ^at 9)?an meint ^ier einet 
®eorg ^orftern i»ertt>anbten ®etfl f^re^en }n ^9ren* Sud^ n>aret 
e< neben ben rein fyflematift^en inrtefonbere biefe arbeiten, tt)el<l^< 
nnferm Sollegen bie tt>ärbigenbe Stnerfennnng )a^Iret(!^er gele^rtei 
Ä8r^)erfj^aftcn, nnb im 3a^re 1847 @r. STOaj. be« RJnig« ber Wiebet 
lanbe txxoaxUn, tt>el^er ii^n ^nm fftitttx bed; St. 9{ieberlcinbtf(^e« 
Sötoen^^Orbenö ernannte.*) 



*) 3uccarini toarb orbentl ^ttatteb ber St, Saper. botan* (§lcfc0f(baft |ti 
aRcgwi^burg (1821), Dr. ber ^Jiipfcp^ie gn grlangm (1823), or^. WitgKrt 



91 

Da( er ^ M eurer bevartigcit 9etfledtt^ttg ottd^ fcer dx^ 
^9Ui htt t>aUttäu^i^m %ttxa ^oi« ^iDeiibeji ntttfen^ It'egi m ber 
täter ber @ai^; siib i^ ^aU hmU^ angege^cti, baf er befltmmt 
fi|iai, ben @^tttf ^eiit jn beut )»09 @^ran( errt^teten ®ebättbe 
mt toftnjäftn %i9Ta in fägeit. (Knes i^efentöc^eit Settrag l^texn 
ÜciRte er m ber $tora ber @egenb t>en SDtntt^^eti, t)on loelc^er 1829 
Ht ttftt 2:^1 Oie bretje^n erftett Slaffett bed LinneischeD Sexual- 
t^ms begretfenb) erfi^ftettett i^. X)ie S^rtfe$nng nnb SoSeitbttitg 
Wcftr&^ri^ nnttxilkif na^tm bie fIort{ltf(^en Slrbeiten Don Stet^en^ 
iii^^ Stttel itnb Sod^ ba^ Seb&r^if nl^ ement berorttgeit ^ant^ 
hift »erriagert fnittett« Ibifer (loUtfft ba^te alber baron^ alk ©Rectal? 
km i^iHi !Deiitf^Ianb mit bent $ait)>tmerfe i»Dn Itod^ in tittimttetbare 
<)q^«d in fe^ett. Sr felifl ttnterlief e6 nii^t^ fi^rttoä^reitb far bie 
Srndasg Don Z:^tfa4ien fnr eine f^ffanieng^eograp^ie unb ^^tangen^ 
t^SfÜ DOS $Sapttn t^tii jn fein. Sinjeuie t)on i^m beobachtete 
Mmmmfft ilnb entioeber fc^on befannt gemac^t^ ober ftnben fx^, 
l^lci^ mit oaumtd^tn S(oren)>er)ei<^ifen einzelner ©egenben, in 
fnieis {iterartf4|en 9Iad^Iaffe. SI^ ein fe^r banlen^toert^eö ©emdibe 
m ber Sert^Inng bed ^^anjenreid^^ in SSaiftxn ift eine Hb^nb^ 
fng »aber bie a3egetationlgrtt^))en in Sägern'' jn r&i^en^ n^el^^ tt 
n bicfem Orte im 3a$re 1833 oorgetragen ^t, nnb loeU^e ate bad 
8Kl|Kd ber SIrt nnb Seife betrautet toerben (ann^ koie er bemn^t 
yiKfen^ bie Stefnltate einer forgfditigen nnb »ornrt^eittlofen Seobad^^ 
Ing ott^ für (Srioägttngen nnb &e|ren einer rationellen Sobenfnltnr 
|ibeKtt$ett. 

9tan brauet nnr tin^ tliintn Z:^t ber n>if enfc^a^Ii^en Seifhtn? 
im btefe^ SXatme^ mit SE^eilna^me yi toerfolgen, nm bie Ueberjengnng 
|i n^en^ bof i^m ba^ Siffen nt^t blo^ nm be« t^eoretif^n @e« 
NM/ fonbem auü^ um feiner ))raftif(^en SSebentttng »{Ken Sert^ 
Mte. 9}i^t bie .ernfle, troAie SBiffenf(^aftIi(^(eit, bie .j!<!^ fo oft, mü 
Si^iilflttttb ^ebedt, am Stabe ber Sogi( i^ingef^Ie]>^t, ilrebte er an, 
Nto m (elbenbige^ äSiffen, bad ani bem ^nner^en be^ ^anitn 
Soif^^ ip^nt^^f ^^^ bep^atb Mtl) ni^t einfeitig ober f>ebanttf($ 
»Vit, fonbem mit ber Zotalitat bed 9)t^<^en, oon ®eijl nnb ®e^ 
*>4 ^Sriffe«^ s^on biefem (entmm nn^Iic^ na^ Slnffen jnritAoirlt 

Hut \ol^t 9infi^t »en ber SBiffenfd^aft vermittelte in 3ttccarini 
ose 6ttmmting, bie ^ gerne an allgemeine dntereffen ^gab. 



tifr itaif. itar^8copo(binif(ben 9fabemte (1824), ber (9efeOMaft pr 9^ 
foitentna ber gefammten ^latuno. in TlaxlnxQ (1829), ber Societa« phy- 
«ico-niedica erlan^ensis (1890)/ ber Sraueuborfer ^artenbougefeüfcbaft 
(1830), ber S^o^fauer (0efeaf«. ber 9latutf. (1836), ber natur^ifl. ©efeUfcb. 
itt %tben (1896), Hu^fcbutmÜglieb bed polt^tecbn. Seretnd in^aj^ern(1898), 
vbrenntttglub bed pfät^iff^en (3artenbaut>eTeind (1841), bed p(arma)eut. 
Sereind in Sapern (1822), ber p{»arma}eut. ©efeUfcb. tnSR(dnbQj}ern(1837), 
ber Ä. nfeberlänb. ^oatf(bappp, ber naturbW. OefeUfcb- in ^'lärnberg (1847), 
ber @artenbauaefeUrib- in ©ot^enburg (1847), correfpcnbirenbc^ 3)?itglieb 
ber ©enfenbergifd^en OefeOf*. in grantfurt a. 3Ä. (1814), ber (^ortenban* 
gefetifib. in SBten (1840)» 3Wit0lieb ber mcdlco-botanical Society in Bonbon 
(1828), ber ^ofliibia (1845), ber ©artenbaugefeUfcb. iw ^reujjcn (1840), 
ber Soe. medie. et natar. curios. in bei ^olbau (1899), ber ^fabemie m 
9bilabelp(ia unb ber natur^if). ®efeaf(^. in $)ambnrg (1815). 



92 

ÜMoratif^c unb Hx^exlH^t 3ttfl*ttbe bwr^ Wc Stffeitf^aft tertc^ttgeiti 
bele^renb^ emtunternb^ ju ))er(effern^ tt>ar i^m eine ^erjettöaitoelen^ 
2)armn ^telt er t)tel anf f)o)>tti)aIaritat tn ber SBtffenf^aft^ unb fen 
!Z)arfleQung6tt)etfe tt)ar gerne t>oIf$tpinTt^. B^^gntfl ba^on gtebt tit^ 
iefottbere fem r/tei^t fafh'c^er Vinttnx6)t in ber f^flanjetilttnbe^ für ^€ 
Sürger «nb Sanbrnanu" (ÜWün(!^ett, 1^4), ber bur<^greifenb t>erntel^: 
unb öerbeffert aU r/Slaturgefd^it^^te be^ ^flanjenretci^^" {9tvxpUn, 184S 
erfc^tenj unb tn d^nltc^er Seife anfpre^^enb jtnb mehrere fletne äfuffol 
gef(|rte6en^ n>ortn haVo örbttic^e ^ntereffe t>er^anbeU; balb atCgemet 
menf^It(^e Sejte^ungen junt $|[att}enrei^e t>on einem ^5^eren &tan\ 
)>un(te mit Verebter Slnmut^ ^ert>orge^oi>en n>erben. SRan^e btcfei 
meiflen^ burc^ momentane SSerantaffung erzeugten 3(uffä^e/ finb bur^ 
brungen oon einem tie(en$tt>ürbtgen $umor^ ber ni^t mit SRitttvteit ba 
UeMe in menf^Ii^en 3ttfi^nben unb (£inri(!^tungen xxiQt, fonbertt nn 
geigt^ baf fte ef^en fo t>on SRanget xi^ti^tt Srfenntnif ^errü^ren^ ti>i 
ber ©chatten loon 9RangeI be^ ii^M Snbern a{>er t>on feinen getfltgei 
^cr^orbringungen liegt ßlei^fam aU Solie eine fanfte elegif^e @timmitti| 
2U ©runbe. 

^m Se^r^ortrage mar 3ucearini anf^^auli^^ (emegli^ unb an 
regenb, Cr rii^Jtete bie äufmerffamfeit ber 3u^örer auf baö SBefenl 
Ii(|e^ unb (ef^ränfte jene SDfanntgfaltigfeit ber Z^atfac^en^ bie oft bei 
@inn be^ @^äler^ gu )>ertt)irren bebro^t. 3ti^t bur^ trodne togtf^ 
Segrif denttDidelungen^ fonbern burc^ bie ®MaU einer ^o^eren 3nbttctt>i 
unb bur^ ^rägnang mo^Igemd^Iter 93eif{>{ele fud^te er bad Ser^dnbmj 
ju grftnben, baö Urt^eil ju fd^drfen. — Der Se^rer ber 99otani( tf 
bur^ ben 3n^ft feiner SSBiflTenfil^aft fetbfl auf eine yen>atetif(^e 3)tet^ob< 
i^ingemiefen^ unb fo benu^te 3uccarini auc^ indbefonbere bie mi 
feinen ©Jätern unternommenen SBanberungen in ber Umgegeub s^oi 
SKitnc^en/ bie man^mal bid in€ ®ebirge au^ebe^nt mürben, um oitl 
ber 9laturanf^auttng ba$ ^i^tn }U befru^ten unb i^m an^ pxatti^^ 
Seiten abjugeminnen. 

J>iefelbe ^eitere Seben^frif^e, biefelbe Unmitteftarleit ber Sm^fttti 
bung unb beö Stuöbrudd, mel^e feine Se^rt^dtigfeit bnrc^brang, duf erti 
fld^ aud^ in feinem Umgang mit S^eunben unb SoSegen unb im @c^oo^ 
feiner ^amiiit, ber er im mai^rflen @inne XitU^oU, tvaxm unb einflufM 
rei^ ange^Jrte. 

@o t)oQenbet \iä) benn tn ben f^ier gef^ilberten 3&6^ ^i^ ^^^ 
ben 5>erf(i^iebenjlen SBejügen rei^ auögejlatteteö innere« Seben; — nnt 
menn toix fcl^merjli^^ beWagen muffen, baf biefem Sebcn ein fo fru^e« 
3iel gefegt »orben, fo fann nn^ ^ier Dor Slttem nur bie Ueberjeugung 
trojlen, baf eö tin in fid^ gefc^tojfened, f^öneö Seben mar, — ba^ toix 
an ben innern äSert^ be« inbioibueOen ©efc^itfe« nic^t ben SRa^flab 
feiner 3«tldnge legen bürfen, — unb baf ein jeglici^e« ®ef<3^id unter 
un« nur bann ju ffinbe gelaufen, menn eö bieffeitö reif gefproc^en 
morben ifl t>f>n jener Sinen ®äte unb SBei^^ieit^ bereu Sßalten, mie oon 
bem gefunben einfachen Sinne be« 35oIfe«, fo unb tiefer, inniger, banf* 
barer no(^ »on ber SSBiffenfc^dft erfannt unb »ere^rt mirb. 



93 



fite ^0ttl»effcer paumfd^uien 

ter sperren ^niited 93>OOt^ d^* 

ju g(ottBerf bei J^atnBurg.*) 

3e fettener man ©elegen^eft ^at btefe^ ö^^?<^^^'ö^ Snflttitt jtt 
, ic mc^r itns^ man bann n(er bie SDtaffen fc^öner unb fettenet 
njen ftmtntn, bte ^ter betfamnten {inb. 93etrad^tet man ^ente 
:lne ber fogenannten Show plaots, fo glänzt man, ba$ fte nic^t 
If^lner werben tonnten^ unb benn^c!^ flnb fie e0 gen)Qrben^ n>enn 
^a tinxQt SRonate fpdter fie )tt fe^en ©elegen^ett ^at, toa^ befonbet^ 
bcc %aSl mit etmgen fiatt^ unb Sarm^an^pf^anjen i% auf bie i^ f)>ätet 
temett toerte. £)te Z:rot>en]oegetatton tn bem ^errltc^^en Dr^ibeen? 
ittfe fanit titelt (efer erjeu^t »erben, fommtlt^e ^flanjen, mit Snl« 
iaS^mt tDcme emjelner finb e^ nnr £)rd^ibeen, bte baö ^oud jie^t fuKen, 
trogen t>on Uefjptgfett, ipa^ fic^ bnr^ bte bunKen, gtänjenben 93{dtter 
Hsdu^ jetgt. Stne grofe SRenge Slrten fianben am 24. Januar tn 
!Kntbc^ t>on benen na^fle^enbe befonber^ ^ert>or}u^eben finb: Acantho- 
lyppiam sjUietense, Goodyera pubcscens, Notylia Barkeri, Brassavola 
Teiio«a, €roD^ora macalata aarautiaca (f(!^^n),^ Cyrtochilam maculatam, 
Oaddiiun Papilio, asceudens tn t)telen Srem))(aren, i9on benen etntge mit 
S 9(st^flett9eln/ eine fe^r )tt em))fe^Ienbe Hrt. O. sphaceolatam, 
(fcnfafi* mit 4 — 6 a3tut|enfienaeln. Trichopilia tortilis, eine fe^t 
UüHi^Drd^ibeej an brei grofen (lrem)>Iaren i&^Ut t^ 50>-60 Sinken. 
£b riefigcö (Exemplar t>on Cynibidiam siDense ^attt 15 Slitt^eitf^afte, 
nb wrireitetett biefe ÜWenge Stützen einen nngemein flarfen, fajl be* 
takaben @tru^. Brassia macrostachya, fe^r \^^n, Epidendram 



») 3m »öriaen SaJr^anßc bicfcr Seftung p. 467 i^xhc idf bei @mätnun(j 
einiger ^rten ^amburg^ mi^ berettd ba^in audgefprocben, baß i6) iDon 
3ett }u 3^u bteienigcn ^l^angen loerfc^iebencT (^aren unb ©arten -(Stabliffe« 
mcntd burc^ biefe 3eitf((nft namhaft machen tpcrbe, bic ft(b bur^ ©c^ön^elt 
t^cr Siumen^ Rätter, burcb üpvtd<^n SBucbd, ober bitrt^ 9{eu^e:t unb 
Scttenbcit au^^etcbnen, unb 'bte fomit uiglei^» atten ^(untcn unb ^flanjen« 
frcwnben ^u empfe(?lcn finb. ©»awe ©cobad^tunflcn unb 53emcrhingcn bcr 
Kulturen r ^ermebrun^ u. b^l. fouen gtric^iettig em>äbnt merben, fobalb 
mir SSiü^et'unöen barübcr gemattet werben. Da bie ©arten erfleu SRangc« 
iierfelbft bereit einen europciifcben 3luf erlangt baben, fo enthalte iiS) micb* 
tt»ie fcüon fiüfrer bemerft, hierüber ieber ©emcrfung. 3ugtei* bitte i^ aber 
noi^, mir rc*t oft ©elegentjett gebe» 2« »pUen, S^lotijen au« bcm einen 
orer anbemt ©arten geben gu Wnnew. S« O— o. 



94 

falcatam, fragranB, Skinneri, f<^6tt/ natans, Laelia acomioata in ttte^i 
aU 20 s^xtmpiaxtn, Zy^opetalum Mackai mh ^ioxittät, pallidum, Z. 
crinitam ttnb maxUlare. Pleurothallis prolifera, eigettt^ämttt!^^ C^'pri- 
pedium TeDustum, Phalaenopsis amabilis, flartb fc^oti fett mehreren 
^Jlomitn in Slut^e itnb iUiit ito^ immer eine ber f^önftett Ord^ibeeit 
Batemannia Collyi, Lycaste Skinneri mit 6 Flamen, cruenia mi( 
12 S9tttntett unb maerophylla ntit 5 Sbtmen. Laelia aatumnalis nnt 
anceps in )>ielen (Exemplaren mit 5 — 6 Slttt^enflengeln. Maxillaria 
Barkeriäna, Dendrobiun aoblle, eine f^flonje 4 ^ im ^nrc^mefer, gaiti 
mit Slumen nberfäef/ ^errli^. Me^clinimn falcatam mit 11 Slnt^en^ 
j^engeln^ Phajas grandffblias mit 7 S^Int^enfc^en^ Hondleya violacea 
nnb nod^ einige anbete mit nn^bebenteren Slnmen. 

3n bem im i^origen $erbfl:e erfi nen »oflenbeten Sarm^anfe ftelen 
ganj befonberd anf: mehrere Ixoren, 3 — 5' ^^d^, 4' im ©ntd^meffer 
nnb trottet ftnod)>en^ bie jur 3^'t ber 93Iütie^ etnen i^errli^en 9lnb(idt 
gen^äBren mäffen. Oarcinia Mangostaoa, 8 ^ l^o^^ Paya AlteDsiteinil 
mit 4 Sfat^enfoKfn nnb P. tmdulata. 

3m Xalt^ttfe ftnb au^er na(!^jh^enben dviten }tt icmttten: BoroiAä 
serraiata, tint ^errli^e ^flanje, 2 ^ i^od^ nnb 2 Mm iCnrc^m.^ battft 
ErloBtemon baxifoliQm, 5 ' ^o^ nnb 2Vfi ^ im 2)nr(^mv Pimelia epec^ 
tabifis, 4 ' ^^ nnb 4 ' im ©nrintv e^ Itnb biefe Wö^r^aft ^dfittf[ 
Sremplore. 93on QErifen itii^ncn f^ ani: Erica Hartaelli, 3' ^o^, 
3Va ^ im Z>ttr<^mv vestita rosea, 6 ^ ^o^, 4 ^ im Snr(^mv Lamber-| 
tiaiHi rosea, 2^ ^9^ nnb 2^ im Snrtl^mv in bret fafl gleid^ f^Sneil 
(feemplaren. B. hyemalis, 4' ^o^ nnb 4' im ©nr^m., bann picf«^' 
Westcottii, Sebana lutea, Templea, Linnaeoides gehören mit yx bet< 
f^onflen f^flan^en^ \ok cm^ t^erf^iebene Epacris, t)on benen einige 4^^ 
^^ fhib nnb 2—4 ' im !£htr^m. i^alten. 

Steuere Jahnen im ^almen^onfe ^ben |e$t eine betrS(!^fti($e ®xift\ 
nnb ®tÄrfe erlangt, aber leiber ^e^en fe in einem fSr ffe jn Keinem' 
^anfe fo eng beifommen, bof man i^re »a^re Oröfe nnb ®^5n$eii^ 
nid^t erfennen fann. @9 ift ein Pandanus odoratissimus bereite 18' 
^(^ nnb mift 17' im Vnxü^m. Corypha umbraculifera mit 12 SSebetH' 
ifl 17' ^oä nnb ^at 20' fm Dnrdjm. Phoenix dactylifera mft 
32 SBebel, jeber 20-25 ' fctna. Latania borbonica 15 ' ^0(3^, 21 " 
im Dur^m* mit 12 ffiebeln, mehrere grof e (foemplare wn Dioon cdule, 
^relitEia au^sta mit 25' fangen ©Httern n. a* m. J)iefe »entge« 
^ier genannten ^atmen n>urben aUtin tin nod^ einmal fo grofe^ ^antf 
fttllen/ o^ne baf {le jn n)eitUnftig fl&nben. 

®^Iief li^ lann i^ ni(^t nm^in nodj» ber rei(!^^Itigen äSanmf^^nlen 
}n em>ä^nen. @omo^I t)o6 3iet^ nnb SQBalbbanmen, ®efhran(i|^en aller 
art nnb jieber ®r5fe, n>ie Obfibanmen ifl ein rei^Ii^^er Sorrat^ t>pr*! 
^nben. g. O— o. 



BH 



96 



Uetetfi^t bet Sltttnentrctieret in ben 3Ronaten 9}o))em^ 
In itb !Z)e€etnt>er 1848. £)ad Seftreben ber fDgenanntett 93Ittnttftett 
iiStrli« oetbient o^ne ß^^t'f^I bte grj)^te Snerfemtuttg^ tnbeitt btefe 
«U osfbieten m^t allem bie ^aupiftaU^ fonbertt am^ no^ onbere 
&SoU tei^li^ mit Slumot )it loerforgeit, *3 unb man tann \oo\l fogett^ 
ÜtSfanttflem m Serim tft ju eiim: f^I^en Stufe gebtd^en^ baf {{e (^ 
Ja^ Et^t anb^rd«»o »iettrofett tt>irb. %U SSttoti^ tt>te frä^jeitig nnb 
ft i9eU^ Sn^a^T f^flattjen getrteien xottttn, nt^e folgenbeö bteoett. 
IKtte Dctotrr temerlte man teretW auf ben ÜWdrften Sutpen (Duc 
TB Toll) unb Duc de Berlin ; le^tere tin fe^r ^vA^^tx, t)om ^anbet^^ 
«teer ^erm ?tni|)te(^t tu Serim erjogener Sajlarb, ber tiO(3^ ben 
wjii^ )9or ber alten Duc van Toll ^at, baf er jl4 letzter unb früher 
^rikit läft, att(|^ tji bte Slunte gr5fler^ feiner unb t)on angenehmerem 
9mi^. Sjiiiig^a chinensis unb f^öne SameOten fehlten um btefe 

an^ iitC^t. 

thtfattg^ SloDemier gat» ed iberettd rei^Iid^ rot^e/ (laue unb toet^e 
^^ocml^/ intb ixoctt fo f^5n^ baf man fie auf unfern {)9actnt^en^ 
|e!b€tn iit^t f^oner ftnben fann. !Dtai6Iumen (Convallaria majalis) 
«am i^ ja^Iretc^ unb f^ön. 3>a^ bte Zxet^eret biefer f^flanje ^ter 
ii ®rof en betrieben ii>irb/ (ett^etft/ baf eine SRenge blu^enber 9Rat^ 
HsacstSpfe nat!^ anbern Stdbten 9erf(!^iA tt>erben/ unb ba^ ein 
Didier aSetn 8—10/000 ®tu<f S^laiMumen trei&t. Serner n>aren 
m^üd^ )9i>rl^ttben: StanunfelU/ Viola odorata semperflorens, Punica 
Gnaaton, Citrus chinensis, Tussilago fra^rans, Rosa semperflorenSy 
eibirica, Oxalis Tersieolor, Poly^onatum muUiflorum u* a. m. 

2>er SRonat ZttemUt ira^te mon^e fd^öne f^flanjenart in Waffen 
n S^rf^tti/ iefonber^ gnr S^ei^na(!^td}eit unb namenüi^ toaxtn u 
nor^ntd, bte uieraQ }tt ftnben maren^ aU A. Johnsoni, vittata, rutila, 

la, erocata, fonnosissima unb 3iaxittaUn, bann Veltheimia viridi- 

y Steifen^ Viburnum Opulns roseum, ZuIpeU/ Duc van Toll (eitu 
^al^ sab geäffte) ef^enfo Toumesol, Pottebacker, Evelin's Mantel, 
We de Neukirk; ILenria japonica, Rosa centifolia minor, C^^ocus 
toniooler, Ooipiialodes vema, ^ojetten^ Azaleä phoenicea unb ledi- 



^ Soft (ter nai^ {»aml^urg fornmen um S^eitge blu^enbcr ^flan^nt ^cn IBerftn, 
hfCl^tr^ Erica fracfiisy byemalis, re^rmiflans, CitniB chinensis n. a. m. 



I 



96 

folia alba, Rhododendron ponficum, Be^onia incaruata, CottteKteti t 

SWajfen, eietifo Oranatcn unb ^^acinf^tn in atfen ©orten. 

3nteteffant waren «nb ftnb nod) bie Slumenläben, «nb ba bi 
Ste'b^aierei für mterefante unb f^one fßiattp^axtitn tntnter nte^r jt 
nttnmt^ fo ftnbet man in ben ^anbtnngen an^ f(!^$ne 93Iatt)){l[an}en, a\ 
Dracaena- unb Cordyline-Slrten^ Ficas elastica, eine fe^r geftt^i 
^flanje, beren SBert^ QWi^nii^ nad^ ber 3«^^ ^^^ SSKtter beref^n< 
»frb unb ga^Ö man jebe^ SBIatt mit 5 ©gr. (6 '/« fi), ferner Carcultg 
recurvata, Maranta zebrina, |)almen'3(rten unb f(!^dne ^arrn^ al 
Adiantum cuneatam, formosam, Moritzianom^ etne ÜRenge Lycopodiom 
9(rten, Anpidiam Sena u. a. m. $f{an}en btefer Srt gewd^ren^ nniex 
mtfc^t mit $9acmt^en, Zulpen ac, einen fe^r im>>ofanten SSnWfrf. So 
Mufienben ^Panjen fhro^ten bte Slumenläben föruttt«!^ im 2)ecemb€ 
unb jet^neten ftd^ (efonber^ Erica graeilis aatomnalis, hyemalis tt. a. 
Jaaticla foimosa, Gesuera zebrina, GeroKiana, Vibonium Tinui 
Cyclamen persicum, Chrysanthemam indieum, Euphorbia splendem 
falgens unb palcherrlma (Poiucettia), Eopatorium glabellam, Ardisi 
crenulata, Epacris-SlrteU/ Primula chinensis unb anbere nuö* 

Unana^, fnf^er ©^arßet unb S^antptgnon toaxtn im 3Jtonc 
December reti^It^ bor^anben. S. 



$err ^rofeffor STOanourp trefft i^teruter golöenbe^ mit: ©o 
batb bie Segetation fe^r t^äh'fl Qm^xUn,- fo wuf man unumgdngK^ 
fofern man bie SSaume fc^9n Hlben unb fie ju guter Srac^t für ba 
fommenbe 3a^r geneigt ma^tn »ilt, fie genau ubertoa^en uitb bt 
aSegetation fo leiten, baf bie triebe eine ®ntn)iÄeIung erlangen, bi 
i^rer fpätern ®efiimmung gehörig angemefen ifl. 3« biefem Se^uf 
mn^ man auf aÜe nur mögli(!^e SGBeife bie Slu^be^nung ber Striebc 
»et^e fpater ba« ^olgtoerl be^ ®aumeö bilben follen, ju begünfiigei 
trachten, unb bemgemdf nur ben ober bie £rie^e Ineipen, n>e($e guoic 
ffintwitf düng auf ftoflen ber anbern gen^innen »ilrbcn. 

2)aö Äneipen befielt, voie 3ebermann tt>eif, bann, baf man mi 
bem Stagel beö Daumen« unb beö ^ei^e^n^tx^ bie ©pije jebc« S:riebe< 
fo lange biefer noc^ jart unb Teic^tbrü^ig ijl, befeitigt. 

Vai Rnei})en ber SSirnbäume. Die SBirnfpaliere finb oft mi 
trieben uberfeftt, »et^e an ber aSorberfeite ber tiQtnÜi^tn ^oIj*8e^ 
hervortreten, fe^r frdftig irerben unb bann 3»«tgc bilben, »eld^c mai 
aSafferf^offe, auc^ Slduber nennt unb »elci^e man fräter^m forg 
ffiltig abfci^neiben muf, »oburc^ bereit« ein ^übf<|er S^eil ©afte« t>et 
loren ge^t. Um bem Uebelflanbe biefe« Slbf^neiben« oorjubeugeu, mu 
man bie triebe in i^rer erflen Snttoitfetung hemmen unb ^ierburc!^ bi 



1 

I 



97 

6i^ iwhiQtn, in iene ZxitU ti^evjtttreteii^ totl^tn man ftrafi t>er« 
Iß^ mü, ^amit bo^ ^oljtoert am Sannte fi(i^ t^rrgrSf ere «üb 9e' 

SiS man an irsenb ettiein Saume eme retc^eve Seräfhtng ergtelett, 
{» Avf bte Stelle^ »o btefe emtreten fott^ mit toentsflett^ jtoei guten 
iigcB Befef^t fettt unb man mnjf ^^ kvo^I pten, baran gu fueipeit. 
6>lte ft4 inbeffen eined btefer Sugen übermäf tg er^ebeU/ unb babur«!^ 
Ifl^Sebet^ Pbet fogar baö Sebeu be^ anbent bebro^eu^ fo muf mau 
\kBfiit ba«)oit abfnetpeu/ um ben @aft gu gmugett/ bafi er jum SSor^ 
l|(i(e bed anbem in biefed übergebe. ®mb bte euttveber )u Ser« 
Ibgenrng ber ^ofg^Slefle ober ju bereu Serme^ruug befUmmteu XxitU 
t¥^ S^#ont worbeu^ fo ^altt man btejientgeu/ mel^^ }» fr&fttg )u 
MteB bro^es^ burc^ ItnetVeu etsoa^ gurüd unb f(^one bie f($n)ä(!^eren> 
SfÜ fte )ttm S^u^tebringen geneigter flnb« 

i^i^ramiben« unb @f>inbetbanme. Da bie ^^ramibenbäume 
^ benen ber @f)aliere au^ eigentlichen ^olg^Ke^len gebilbet n^erben, 
[e säffen ou^ jene glei(!^ biefen be^anbett ioerbeu/ b. f* man barf bie 
tnebe, »eli^e fi^ jn ^oT) au^bilben foSen, ni^t Inei^en^ n^a^renb ba^ 
Sict|)ett fe^r ndt^ig i^, kvo e^ ftc^ tm Srtt(!^ttriebe ^anbelt^ tücl^t fl^ 
)i fe^r ^u entn>i^e(n bro^en. 

f^xt^i^t ^aU @j)alier. SD8ie bie ©irnbaume, muffen auc^ bie 
$^i^bdnme/ gefnei{>t/ oft fogar andgebtixi^ett n>erben. Diefe« 
iB^rei^eu be^e^t betanntlt^ in ber gänglic^en Sefeitigung eine^ ganjen 
tii^. ' ^eber ^ruc^tegu^eig muf an feiner 93a{td mit menigften^ 
nBcm unb ^oc^flen^ mit }tt>ei guten Slrieben befe^t fein. @i{^en biefe 
Irirte an ber Sorberfeite ber 3»«g^/ fo fnei^pe man fie, fobalb fie 
1%— l'/i" lang finbj fiften pc jeboc^ an ber Dberfeite be« 3w«g^^/ 
[9 »arte mcai mit bem Shtei^en^ bid fte 5^^, unb fi^en fte an ber 
IWirfeite, bt« fie 8—10" lang ftnb. 

3m Sinter ftnb bie ^ruc^tejtoeige ber (finftig rei(!^eren Zxa^t 
wgen bef^mtten toorben, o^ fo^ baf man oiele Sugen flehen gelaffen 
|at, mel^e eine grofe Wltn^t ^on S^rieben ergeugen* wlan (neipe 
iter bem t>ierten mattt alle jienen an ber @))i9e fte^enben^ n>enn fte 
»icii einer ^tn^t lommen ober biefe be^errjf^en, anbemfaSd bre^e 
■«n ^e gou) an^, »obei man ft^ inbeffen bo(^ erinnere, baf jiebe 
Sroi^ nnnmgangti^ 2 — 3 gute SSIatter über ft^ ober Ui ft^ ^ben 
nf* Dagegen ftnb bie an ber 93aftd ber S^c^tegn^eige erf(^einenben 
tncbe ut bereu einfHgem Srfa^ befümmt unb mttffen ba^er na^ unfern 
9%cii »nbentungen gefneipt ioerben. 

SKe Xriebe gur aSerlängemng ober )ur 9Seräftung muffen^ tt)ie an 
Hb Simbämnen, gef(!^ont n^erben. 

9))rieofenbäume. 93on allen Cbftbäumen finb biefe oi^ne SGßt'ber^ 
f^^ bieienigen^ tt)el(^ am frit^geitigfien gefneipt n>erben muffen 3 aber 
fi i^ ttttumgängXi^^ baf man genau gu unterfc^et'ben oerfte^e, n>el^er 
titeb ein ^»(l^tgtt^eig rottet, b. ^. t)on felbft ein^alte^ unb n^el^er ein 
^rijtrieb, alfo fe^r froftig »erbe, inbem ba« ftneipen wit^ grud^te^» 
{iMige^ bie gange uA^fte ^xntt bur^aud ^^mi^ttn mtrbe. 

Der 4>oIgtrieb i^ grof unb bei einer Sauge öon 4—5'* trägt er 
a fetner &fi1^t no4 einen Mumenfo^Iä^nlic^en ©trauf »on »lattern, 
»t(4e fämmtlic^ nm einanber gerollt ftnb. Sr muf tn^tii ge{net>t 

Cnitf^c (Barten' itnt S^Iumcnieituna. V. Sanb. ' 



98 

»erben unb futj. Daöeßcn ifl ein gtucl^ttriei flettjö^nli^ Bern, ettt>a« 
rotier unb erreicht ntc^t eine 8finfle 5)0tt 3V« "3 erreicht er btefe, fo 
Meftt er bo^ immer fetner S^arafteriflif treu, b. ^* er ^t feinen fo 
ietra(!^rtt^en »latterjlrau^ an feiner ©^)ifce unb enbigt fe^r oft t» 
einem fe^r Keinen äufle, »el^eö öon fettft »ertrodnet 3Wan mtt$ fic^ 
»)0^( Ritten, ein fol^e^ Stuge gu (nei))em 

3m Uetrigen fott ber 3lpricofent«um gleich bem fJftrfici^taume he^ 
i^anbelt toerben. 

^flanmenbäume. 9lt(e^, tt>a^ mt t>on bem 3l))ricofenbauitte 
gefaßt ^aien, finbet auc!^ gteici^e Slnwenbung auf bie Pflaumen* unb 
3»etfti^enbäume. 

SBeinreien. 2)ie SBeinrete ^at glei^ bem ^firjicJ^', Sirntaum 
jc. eigenttid^e ^oljjweige, woran Srfi(^tejtt)eige fte^enj an jiebem ^ru<!^t^ 
gweige mfi^te man 2 äugen fronen, »osoon eine« ungefähr ^/s — 1 " 
öom ^otjjtreige unb ba« anberc ganj in ber 9lä^e fle^t. !Diefe Betben 
äugen muffen ^»ei mit Straufcen ietajiete Sriete Bringen. i)ie SBer^ 
Xängerung^jtoeige an ben SteBen, s»on mittlerer Sänge gef<^nitten, ftnb 
felkjl mit äugen Bebest, an^ voe^en briete ^eröorlommen, bie ffir 
immer grüc^tejmeige tilben muffen. 

Sitte biefe $robuctionen finb, tt>ie bei ben ütrigen Obfliaumeii, 
bem ftneipen unterworfen, fot^alb fie lang genug flnb, bafi ba« ftneipen 
vorgenommen werben fann, o^ne ber gruc^t ju fc^aben, b. ^. fotalb 
bie Xrauben genug l^erau^getreten ftnb, baf ba« Kneifen an ber (B^i^t 
Üebe« /Ziriebe«, ein 99(att ^0^ über ber Testen Traube loorgenommen 
werben Mnne. Dicfe« Äneipen ^at jum SÄefuUate, baf e« Äraft »er^ 
Ui^t unb fogar äugen ^eroortreibt, wetd^e jurüdgeblieben wären, mithin 
ba^ ed bie äu6ft^t auf eine gute S:rac^t vermehrt. 

®Uiäf not^wenbig ift bie 99efeitigung atler ®aitin (9lanfen), 
wel^e fi(^ auf ben 3we{gen ober gu Süfen ber Sträuben entwideln. 

!£)a« ßnei))en ber Weinrebe bef^Ieunigt ba« Steifen, mad)t ben 
iSommerfcä^nitt, ber i^r fe^r naä^t^cüi^ ifl, überfCufjjig, reijt gur Snt? 
widetung ber Strauben, weld^e Seiner würben unb minber gro^e 93eeren 
trögen; e« träftigt unb fleigert ba« Sac^^t^um ber gru^ttriebe, atfo 
ber ganjen J£)offttung für ba« folgenbe 3a^r. 

SSä^renb man bieäBeinrebe fneipt, mu^ man an^ bad äu^brec^en 
ber fiberftttffigen a:riebe beforgen unb fic^ erinnern, bafi gwet gute 
grn^ttriebe an j[ebem ^xn^tixoti^t ^intängtic^ ftnb. ®o oft ber )>on 
bem ^oI})Weige entferntefl: jle^enbe 2:rieb feine grud^t bringt, hxt^t 
man i^n au«, Uralte aber ben an ber Saft«, b. ^. ben nä^flen am 
$oI))weige, anö^ wenn er nii^i fogteic^ S^ü^te bringt, ia Ui. 

Um enbtic^ bie SSeinrebe gut gu be^anbetn, erinnere man fid^, 
baf fie nic^t me^rmal« 4 Trauben bringen foH, alö fie 
gru^tjweige ^at 

2)a« erfie ftnei^jen ber Säume genügt oft ntc^t unb bann gefd^ie^t 
e«, ba^ fic^ fd^on wenige Sage banaii^ neue triebe entwidfeln; oft 
txtiUn fogar bie f^on gef neipten a:riebe mit ju »ielerftraft weiter an^: 
in biefem ^aUt mn^ man bie Operation t>on Steuern beginnen, inbem 
man bie jungen Schöffe ernfl^after fneipt, wie wir oben bereit« erwähnt 
i^aben nnb'jwar fo oft, at« e« bie Vegetation er^cifd^en wirb. 



^ 



99 



€m Wort 
übet Yite <3tif^t Irer ^m^^n ^ttt^jdbe^rfit. 

Se^T ^aufig ertdncn Älagcn loon ©artcnfrettnbett üUx bie J^anbe fö- 
fsrtRrr, mbeiti Wefc tf^nen na^ i^orangegattgcitct 3Sin^toa% unter bem 
ianai öon großen englifdben ®ta<^eIbeerforten junge ^fTanjett 
jcCcibei %{A^n follen, bereu gritc^te fauui baö SfWfttelmaftge erretten. 
Ci i^ eure ju leichte unb bequeme @a(^e, jebe^ 9Rtf tmgen ober unange« 
te^iae Sefitttot o^ne SBeitere^ ber 9?a^Idffigf eft ober gar bet ®etrfigetet 
Iteertr in btc ©c^u^c ju fetteten, benn batei ^at man feltfl uit^tö 
^ benfm «nb ntt^W ju unterfu^en, «oad tetbcö mitunter etwa« SWfi^c 

9tSn^t man bic ®arten t>on ge^n fot^er filäger fiter ©artnerbe;^ 
titlet;, fo ^nbet man gettJtf bei neun berfelben, baß berOartner feine 
£^nlbigfett 9ot((ommen get^an^ b. ^. bad äSerlangte ri^tig unb ä^t 
«f^bct ^öt, baf jieboc^ ber $err Rdufer, fei eö nun a\x€ SKangel an 
xeastniffeit ober an Ucberlegung ober an€ t^tU^tm anbern ©runbe, 
^e Qnten unb ä^ttn ©ta^elbeereu fo geflellt, fo ge^)flegt unb U^an^ 
Mt ^iot, bttf ftc unmögli^ fe^r otele unb fe^r grof e grämte bringen 
Konen snb mit jebem 3a^re me^r jurücfge^en muffen. 

j:)ie (Stoße unb ©(ä^onfeit for(^er gritd^te ip ni^t ein «rgebnif 

to freien 9Iatnr, fonbern tin Wefuftat be^rrli^ unb confequent »er^ 

fM^ter Serfnc^e, gegntnbet auf Iangj[ä|^rige Seoba(!^tungen unb ®tubten 

ber Stgent^umlic^feiten ber @ta(i^elbeere unb ber Sinfluffe ber Suttur 

aaf biefe ^flanse. SBad bur^ S3ere(!^nnng unb ^^^t€ Staffinement 

ber ffnitnr geioonnen n^orben, muf bur«!^ Se^arrtt^feit in )»erjtanbiger 

Ailtttr feet feiner Sereblung erhalten tt>erben, fonfl ge^t e^ naturgemöfl 

9en ^a^r }tt 3a^r me^r gu feinem Brguflanbe ber tt)i(ben ©ecre juritrf. 

- 3ebe 8rt oon S3oben tragt ©tad^elbcereu/ baö ip wa^r, inbeffen 

l^tt bte S5eoBacf>tung, baf f?e in einem tto>a€ Witten unb fubjlantietten 

l^^n oni ieflen gebei^en. ^at ba^er ein ®oben biefe Sigenfcifeaften 

mi^t, fo mu^ man fol^e x^m entnjebej na^ unb nac^ ert^eilen, b. I;. 

«et btrartigen ©ompoflen na^beffern^ ober man muß feine ^ia^tU 

kcren an folc^e £)rte ^jflanjen, tt>enn man reid^e Srnten guter unb 

frtfer ^c^te paben wiU. 

Die ©toc^efteere f^ä^eut bie i>otle 9Rittag«fonne unb in no^ ^5^erem 
®robe einen wffen, biAten ©d^atten.^ 2tn beiben ©tanborten tt>irb fle 
# iaÜ i^tt bur^ Äunjl erlangte ®rdße unb ©c^on^eit oerlieren* 
i^it i^ bentnac^ feine anberc SSa^I für dntn ©tanbort, fo iod^te i^ 
W ffeinere tletef «wb ^)f[anje fte. in bie ©onne, wofern e« nur fo 

7* 



100 

gef^e^en tann, baf toenigflenö bte SStttjettt gegen aU)i 
heftigen ©onnen^Sittflttf etmad gef^u^t ftnb itnb berSobc 
^et$ etmad f^if(^ erhalten tt)erbett fann. Z)entt gefc^te^t bii 
nii^t, fo rnnfr not^wenbtg He l^flatije {let^ franleln unb tvitb in ttm 
trodenen itnb Reifen Sommern fogar ba^tnmelfen/ betör bie S^<^ 
reif ftnb ttnb oft M an ben 3Bur)eI^a($ oölltg abwerben: ^ 

^abe t(!^ meine ®ta^elbeeren im gei^Srigen Sobett/ fo ift bad be^ 
SRittel jn i^rer ©efnnb^Sr^altnng, koenn i^ bie Srbe ring^ um be 
®tod gegen Sln^trodnnng f^u^e, unb bie^ gef#ie^t unfehlbar ai 
ft(!^er{len^ wenn i^ ben 93oben ringd nm^er fo bi(3^t mit Sadfftetnei 
Steinen ic. belege, baf biefe ©teinlage eine Slrt oon Seien bflbei 
tamit bei eintretenbem Siegen ba$ 3Ba{fer concentrif^ nati^ bem aOSur^d 
jlod jttfammenlaufe/ tt)ä^renb bie @teinbede 3a^r aud 3a^r ein be 
Soben unten gehörig frifd^ unb fen^t erhalt. 

SRan^e Sente fuc^en fo((!^en Srbfi^it^ burci^ anbere ^flaujen j 
erjielen, aber fie bebenfen nid^t, baf bicfer S^uft not^menbig and^ be 
93oben auffangt, n)ad Steine niift t^un fönnen^ um fo koeniger, ba fi 
bei bitter ^^aflerä^nlic^er Segung juglei^ ben 93oben gegen 3kt 
bftnftung n)ie gegen Sluötrocbtung burd^ Sonnenbranb betoa^ren. Sßei 
bnnftung unb Sobeni^i^e^ .koel^e fogar großen Stu<^tbäumen oft m^ 
t^eüig »erben, »irfen auf Sta^elbeeren nid^t feiten töbtenb, unb fteti 
auferorbentlif!^ f(^ma(^enb. 

aWan lann feine ©ta^elbecren in, oicrerfei formen fultioiren: ot 
^ianm^tn, aU @txan^, al$ fenlre^te6 ober aU »)agere<^tei 
®j>alier. 

SBSitt i^ fie aW Sufc^ ^aben, fo gemtgt e«, fie i^rem SRatur. 
toa^^t^ume frei )tt ubertaffen. SoK fie bie ©efiaOt eine^ 93 au meiern 
getoinnen, fo mn^ i^ naturli(i^ nur einen einjigen unb {toar ben ge 
fänbejlen/ gerabeflen Stengel am Seben (äffen, ade übrigen fogleici^ be 
feitigen, unb ia^rlic^ aSe Seitenjtoeige am Stamm, fo. toie ade neues 
!ffiar}eltriebe forgfcKtigfl au^fc^neiben. £)iefe 93aum^en}tt(^t ifi bif 
itblic^fle ün Stan{rei^) unb gen^a^rt o^ne oiele SIrbeit aud^ bie genugenb« 
^en Slefultate. 

3ur Srjie^ung für fenfre^ted Spalier muf man fi^ natürlich 
oor Sdem Ui^tt Spaliergitter bilben. 9)tan pfian^^ bie Stöcfe wenig- 
lien« 3' »eit audeinanber (bejfer 4V«— 4' n>iiO'y man friimme bie 
langen 3tt>eige (eic^t, meil fie fo f(!^ttener unb rei^tic^er tragen 3 man 
gebrauche bad 9)7efer o^ne 3(engflti(^feit unb f(^neibe ade ftd^ bur^^ 
freujenben unb ^inbernben S^^i^^ <«b. 3)abttrd^ gewinnt baö ®anje 
ein ^ubf(^e$ unb regelmäßige^ 9(u^fe^en, bie bleibenben B^^^B^ ^^^^ 
xotit me^r Städte an, biefe Rängen frei, reifen fdj^neder, werben größer. 

!£)ie wagere(^ten S))aliere legt man auf jweierlei äBeifen an: 
entweber in einiger (Entfernung über bem Soben, ober unmittelbar auf 
bemfelben. 3m erfleren %atit ^iti^t man ben Stod aH SSäumd^en, 
bilbet unter ber ftrone eine 9(rt oon runbem Zi^^^tn, auf welkem 
man bie 3lefle unb 3weige jlernf<^rmig ffad^ ausbreitet, t>amit fie bie 
ganje gtd^e bebeden. 

2)iefe SlRet^obe, an fid^ fetbil tin (äbf^ed 93i(b mati^enb, $at oor 
aUtn anbern ben unoerlennbaren 93or)ug, baf bie ^rtic^te, weil fie nii^t 
f^ängen, fonbern auf $oI) liegen, oiel gr$f er werben, was ia einer 



101 

fl^rfhretAatett QErfa^mtte ßeiwaf Ui atten %tn^ttn bet gaff ifl. (So 
«fat »alt j. 35. an fJftrfl^^fraKeren immer fttiben, bof We an^ ober 
oflicgeBbeti ^röi^^te bte grdf te» »erben, »te fiiber^au^jt gttt angeJttttbene 
^pdtcre ^et« grof ere grumte Mn^tn aW freffte^enbe SSäume* 

So^ gr&fere ^rä^te Kefer» in ber Sieget bte nnmtttettar anf 
Ita Sobeii gemalten ©Spaliere, »a^renb btefe SWet^obe gugleic!^ 
Ä curfatl^^e ifi. ®te tefle^t bartn^ ba^ man ben @tod öom aBnrgels 
Vffie Ott rütg^mn mit SSa^einen ober Si^^^^^ fo nmtegt, bafi bad 
B«fer m ber SRttte gufarnmentaufen mnf nnb nU auf ben Steinen 
^1^ fielen i>Uihen fann. !(ttf biefe ®tmt itvi^ man nnn fammtlic^ 
3N<3e in @temfonti $eral», fobalb {te ifö^en. Safen fle fx^ auc^ 
)>s^ S^ct^ anfängltc^ ii^ nnmitteKar auf bie &Hint ^erabiringen/ fo 
#n ^e bie^ bo^ S^&ttx unter bem ®etoi(^te ber ^rit^te oon feltfl 
^cr tatgett fi^ went^flend fo, bafi i^re @)>i^en aufliegen. 

Z>ie Sort^eCTe biefer SRet^obe lenkten ein: bieSSurgeln ftnb burc^ 
^ teilte fietö gegen ben ©onnenbranb gef(!^u$t^ Stegen unb 99egttffe 
säugen mtmittelbar an ben äBurjelflodj bie^^^te bleiben rein, reifen 
fiBt&et mtb merben gr^fer. 

Stiä^t btefer ftnlturmet^oben man on^ koi^ten möge, immer ^at 
■ta ed in femer ^anb, ou^gejeic^net grofe unb f^Sne Xafelfrü^te jtt 
ßißdtn, mtnn man, fobalb bie ^rnc^t^en f(!^on ein »enig ^erange^ 
lii^feii ftitb^ nur bte grSf ten nnb ooKfornmenften jte^en taf t unb alle 
iftrMpt oifi^ste&et* ®oId^e Stiefen mögen ed freiließ oft fein, »a^ }tt 
km 9]ii0^ettimgen fornntt unb fo (ärmenbe^ 9(uffe$en erregt. 



BBi 



102 



tei J&erm (Senator flflct^ in ^orn hei ^ambuxn, 

n)S|^renb tti SWonat Januar. 

®eft bem SWonate Dctober, too idfy julcjt üter bte reid^e ^Panjcu* 
fammluttg beö ^errn Senator aWcrd, auf bejfen ?anbfttie in ^oxtii 
ctm'ße furgc Slottjen gat,*) ^aien freiftc!^ euic SKengc fi^öne, feiten« 
iinb felbfl nette ^jlanjen 6^^^"^^ unfirettig aber ^atU ber 9Äond 
3anuar bi'e meinen unb f^önpen aufjun^etfen, bi'e tt)ä^renb be^ 2Btnterö 
.trt jeftt in Slfiti^e geflanben ^aben unb gröftent^cilö no^ pc^en. Da« 
im 3a^rc 1846 neu erbaute ©arm^auö, »orin aufer anberen frönen 
Sarm|aug))fi[an}en/ aud^ bie ntetflen Prd^tbeen {ultit)trt n^erben^ ^t ftc§ 
au^ in btefcm tatten, bo# nur furjem SBmter, in jebcr IBejie^ung att 
ein gut conflruirtc ö ^an^ betoa^rt, unb befonberö ijl c^ bie SBBajfer^^eigunfl, 
bie fxäf aU pxatti^^ beioiefen ^at, beren bie Slö^ren öon Si^i ftnb- 
Sine au^fü^rliti^e IBefc^reibung biefe« pbf(^en ^aufed ifl im ^xäfit> 
be« ©arten^ unb Slumenbau^SSereinö für Hamburg, SKItona 
unb beren Umgegenben gegeben »orben, auf toü^c^ i^ ^in öerweife**). 

2)ie ^ffanjen in biefem, wie auc^ in ben anberen ©etvde^ö^nfem 
jeugcn öon einer guten ©efunb^eit^ ein SSewei«, baß bie t>on «^errii 
Dienet angett>cnbeten ftuttumtet^oben regelrechte unb auf ^)raftif(3^e ®r« 
fa^rungen gegriinbete finb* 

3:n ber erjlen Hälfte beö Januar« jlanben folgenbe ^flanjen in 
aSIut^e: 

Oncidiam roseum; Cymbidiam ßinense; Rodrig^uezia planifoHa 
mit 10 fe^r kräftigen 93(üt^enri^f>en) Zygopetalum Mackai, striatum 
unb crinitum; Sophrenites cernua unb grandlflora, le^tere befonber« 
fc^ön; Habeuaria leptoceras; Stanhopea graveolous unb grandiflora. 
S3on anberen Saubp^anjen jeit^neten fi(^ bur^ befonbere ©(ä^5n|eit Lucuii» 
gratissima unb Piuceana anh, tt>ie au^ Aphelaiidra aurantiaca, eine 
^errlf^e unb nii^t genug ju empfc^Ienbe ^Jpanje. 

aSon SWitte 3attuarg an Müßten unb blühen gröf tenti^eilö no(^, J)on 
Dr^ibeen: 

Brassavola Perrini; Epidendrum SkiDDeri in gmei fe^r fronen 
(Sremplaren^ Stenorrhynchus speciosas; Cypripediam insigne; Aerides 



*) V. 3a(;rg. p/ 467. 
*») Slrcjit fccd ©arten* unb ©lumcnb.^Screin« für Hamburg k. 1846 p, 19. 



103 

lajoilosttin, eine fe!>r feltene »rt öon SWanrffa, »clc^c brei ö^ofe 

|Wt4cnri^^ett jur gröftcn SoWomnten^eit QeUa^t ^at*). aJtefe «rt 

^it btm Aerides Brookii Batem. (Aer. crispum Lindl.) in ^^rtuitB 

»t B^^i^^ng fe^r na^t, ifi jcbo^ burt!^ i^re ?tp<)e fe^t »erfd^tcbeit, 

mit an^ We fetalen mit i^eÖpurpfartencn ^«nften gejet^nct finb. 

^inmtti<!^e ti$ je^t tefannten Aerides-Ärtcn geSören mit ju ben 
ffMnftax Dr^ibeen tinb pnb bi'c wahren (i^inefifc^en ?uft^)ffanjcn. Cd 
Vält ^^t»er einer %xi ben Sorjug geben ju »oflen, fdmmtK^c jeic^nen 
^ bnrt^ @<!^on^ett unb 3<x^t^^tt t^rer 93{umen/ bie in großen ^ängen^^ 
^ Std)>eii ietfammen fte^en^ aud. — S^rnet blühen Oiicidium orDi- 
tbonrhyiicham, eine fe^r ttcbh'c^e %xt, ^xä^txQ buftenb; Trichopilia 
Idititis; Lycaste cruenta; Laclia albida: eine unbeflimmte Cataselam- 
9n t^ott Sa ©uapra, Haemaria disrolor; PleurothalÜB ophiocephala; 
Ladia anceps; Cyrtochilum roaculatam in mehreren Sjrem))(aren3 bai$ 
Unli^t Dendrobiam nobile in bret dxtmpiaxtny Fernandezia elegans 
inst fleinen gelben^ aber änf crfi nieblic^en äSIunten^ toit ubeT^aiq>t bie 
gaije ^flan^e ju ben jierlic^^en ge^ort^ Laelia saperbieos, kpa^r^aft 
»ctt^tooQ, ber Slüt^enflengel ^at eint Sänge t>on 5V4 ^ nnb trägt 6 
^enli^t 93(ttmen; Maxillaria Mackei unb varie^ata; Laelia acomi- 
■ala; ODcidium Caveudishianam in jloei ^xtntplann unb Omitbidiam 
coceiDeoai. 

^olgenbe Srten finb beut 3(uf%(n^en fe^r na^e unb ^ben ba^r 
avL^ ben SSorjug^ ba fle im 3Binter blitzen: Phalaenopsis amabilis 
(Wa^t tereit^ feit länger bet «Ferren ^amei ä3oot^ S: ®o^ne)^ Brassa- 
ralm ^laaca; Monnodes lineata; Ooeidium stramtneam, ascendens, 
i^Blii!^ beut O. CeboUefa; Gongora macalata vai\ Boothiana, eine 
fe^r fi!^pne SJanetät; Odontoglossum palehellam, Maxiilaria picta, 
Lyeaste Skinneri, plana unb einige anbere. 

Sott anberen ^ffanjen^ bie in Slitt^e fle^en^ ^ebe i^ nur ^er)»or: 
Aescbynanthus Boschianus, Lobbiana«) pnlcber unb zebrinus; Gold- 
fsssia Dicksonii unb glomerata; Stypandra fratescena, fe^r f(!^on unb 
js e]ii)>fe|Ien^ Siphocampylas mierostoma, fe^r ft^ön; Geissomeria 
loii^ora, eine ni^t genug )u emf)fe^Ienbe ^flanje^ fte blü^t f^ön unb 
fo^ ipa^renb bed gongen Sßtnterd^ Erantbemom strictom unb macro- 
phyllam; Clivia nobilis; Gesnera spcc, f<^9n^ an^ brafftianifc^en 
Samtn erjogen; Columnea crassifolia unb splcndens; Begonia albo- 
eoccinea unb eoecinea; Paneratium speciosum fe^r itp^ig unb f(^Ön; 
Bamadesia rosea eine fe^r ^ubfd;e Som))o{itee. Abuülon paeoni- 
lorom fe^r ^^ön u. m. a. Unter ben Salt^and)>f{anjen toax befonbertf 
Profea mellifera f^on. Die Santettien, QEpacrid/ 9lcacten^ St^obobenbren 
«ab inbiff^e Stgaleen finb rei(^ mit Rnodpen »erfe^en unb Joerfpreti^ett 
is farj^er 3ett eine ^errlii^e »tüt^enfütfc. Unter ben ajaleen ^at biefe 
Soimitimtg gfei^fatld bie fc^önflen unb neueften Sorten aufjumeifen. 



•} »gebiltct im Bot. Heg. 1845 t. 58. 



104 



Viene en^lifi^e l)t)brt)e /udyftett^ 

tmp\o^Un im Gardeners' Joninal No. 2. 1849. 

ttnt ben Stei^tern btefer ^enltc^en ®attung mit ben neuefleit tttt) 
ibeflen ^pbrtben formen UUnnt ju mac^en^ mögen ^ter bte SSefc^reiton^ 
gen t)on 12 (Sorten folgen^ 6 mtt Vetteren unb 6 mtt bunfleren SitumtUi 
benen ff>äter no^ 12 na^folgen foQen. ^ie Sef^reiiungen fittb fc 
genau aU möglt^ gegeben. 

1. NichoFs Beauty of Leeds. 9t$^re unb ftel^I^Iättet 
^tU fa^nenfarbtg , Slumenbldtter roflg f<^arla^3 btefe ^fiani^ ifl 
tint gute @^att^93arietät^ fte to&^fk gut unb uf>))tg/ unb bln^t Iet(^t 
unb t>oIL 

2. Mayles Parity. Stne ^errltc^e SSUtn^, fRö^xt unb ftelc^^ 
blattet toti^, SlnmenbUtter rofig ^ifaxia^, gut ^)roporttomH '^a* 
bttnd ber f^flanje gut unb eignet ft$ t>oxtxtf(li^, nxa fte aU S^wx^ 
iffianit iu jte^en- 

3. Turville's One in the Ring:. Stne f>rä(!^ttge ^axi^tat, 
Sti^xt unb ffel(!^blätter jart xoti^, Slumenblattev ^eO »ermtOon^ 
$abttud ber f^flanje gut unb blui^t fte fe^r leicht. 

4. KendaTs Beaaty Supreme. Stn^ fi^öne @(^att«93arietat^ 
9i$^re unb Stel^blätter pinä^xoti^ Slumenfrone fd^arlaci^, mit 
leifem Anflug ))on f3ur))ur^ f(^dn^ ausgebreitet unb in guter 9ri>f>ortion9 
^ahitvi^ gut unb auferorbentlic^ leicht btu^enb. ®ie ifl gau) befonber^ 
aßen greunben biefer ^JfJanjen ju empfehlen. 

5. KendaFs Elizabeth, (iint fe^r niebli(^e 93Iume unb be^ 
fonberS )um Slumeni^anbel geeignet. Sti^^re unb ftelc!^ (eO^ Slumen^ 
(rone f^arlac!^, gut ))ro)>ortiontrt; bie abgeftumpften fteld^blätter jeic^nen 
fle befonberö an€. ^aiitn^ fe^r gut, leidet blu^enb. 

6. Smith's Lord Nelson. Sine ^eOe ^pbribe erfter filafe, 
tim grofe, freie 93(ume, t)on k>or)ttgIid^en $ro))ortionen. 9tl^ unb 
9t0^re ^aben einen Ieid|^ten ©Ratten t>on Sarmin; bie untern Snbeo 
ber Itel^bUtter bunller loerbenb unb mit ®rün gefhri^ett. Die innere 
&tiU berfelben me^r f^arlati^. SStumenfrone grof unb gut proportionirt, 
garbe ^eÖ carmin, leisten 3(n{tug t)on $uq>ur; ^abitud fe^r gut. 

7. KendaPs Crimaon Kiu^. Sine f(!^one bunfte SSarietät ))on 
^errlic^er $orm. iBIä^t leicht unb ^oU unb ^at einen guten {)abitud. 
Sine gute $ftan}e }u 9(ud|leIIungen. 

8. Smith's Ne plus ultra. Sine fe^r niebli^eS3Ittme; Sld^re 
unb ffeli^blätter coraOenfarbig , jierlic^ jurädgebogen , fo baf fic^ 



105 

MaxS^ Vit Sttmtenfr^tie t>oti^et($aft }etgt. Z)teferie tji pntput^^itttU. 
()fttitu« ttnb SBtt^e Ux f^an^t e^er gart it^t aitt ttitfyt 

19. Jettnini^* Prince Albert. Sme gnte bnttfle Sarietat^ 
Sl|ie ttttb Reld^ilatter ret^ carmotfin^ i^on bauember Sostftjlen). 
BUmcntToae xo^pnxpux^ grof ttnb geformt SUt^ett fe^r ga^Ireid^ 

10. KendaFs Dreadnoa/rbt. Stne ))rac^ttge grofe Slmne/ 
^It^ beut Colossus ^ 9Iö^re ttnbffelc^t^Iatter fi^ön bunfel carmotjitt/ 
Slamenttoite gut )>rof)i>rttotttrt. ^aiitn^ gut ttnb Iet(!^t ilu^enb. 

11. PiBce's Corallina. (Sme altt alber gute Slisnte. 9td|^re 
si^ ftel^datter retc^ canttotfiit/ ^Itttnenlrotie {te^t tn gutem Ser« 
Uttatf px ben ötngen S^^^tlen ber Slume. ®te t{l ^efonber^ i^red 
n^rment iorttn nnt eleganten ^aiitxi megen ju emj>fei^leti^ unb t^rer 
jnfeii SRestge s>on Slitmeti, bte fle erjengt. 

12. Smith's Dr. Smith. Sine gute ©(^an^SInme. Std^re 
n^ ftel^lblatter carmoiftn, {entere geller aU erfiere. Slnmentrone 

IminiiMOlel; grof nnb gnt ))roportion{rt )u ben ^ib\^ att^getreiteten 



Pie ^unft^&vtnetei bei \fen alten Kimevn. 

X>it oT^iteftomf^en unb f&n^Uxi^^tn S^ipfungen ber alten 

%niö^tn imb SRomer ^aUn nnferer . mobernen SSautunfl nnb Stlb^anerei 

|ir SofU gebient. 9lo(^ flannt man an ben ii^ )n un^ gelommenen 

Sefterre^en bie ^o^e Stnn^erttgfett unb bie Steinzeit bed ©ef^made^ 

CS, letl^^en 9or aUcn bie alten ©ried^en in biefer {)infi^t befafen. 

Ki^ mir t^rett Silb^auerarteiten legten ^e ^M bie SVatur in i^ren 

iMftea itnb reinflen formen )u ©runbe^ fonbern e^ ^at au^ in neuerer 

3cil bad tiefere @tubium i^rer arti^iteltonifc^en SSergierungen unb fton^ 

{bafti0tteii nac^gen>iefen, baf biefe fott>eit eö anging, flet^ ber Statur 

fttsBomntm toaren. @ie ui&erluben femer i^re Stibnereien nie mit 

Sergicntttgen, fonbern ixa^Un biefe nur ba an^ n)0 fle jugleid^ au^ 

mta, ^e^mmten 3tt'ed ^aütn. t>&^^^ ft($ bie ©rieben ntc^t blof 

Hant f^egnngt bie Statur auf i^re ar^^iteftonifd^en ^^ip^nn^tn unb 

Sütaeretett auf eine fo burci^bac^te SBeife ju übertragen/ toel^e 9tein^ 

yat ber gorm, ®^6n^eit ber SSer^altniffe unb 3tt>ed bed Oanjen, fotoie 

ictar ^ngel^it "ßetd gtei^geitig in6 9(uge fapte/ fonbern n)dren fte 

mtm @^ritt meiter gegangen unb Ratten an^ bie lebenbige Statur gur 

tBerfd^dnenmg t^rer 9Bo$nungen angetoanbt, gett)i^ fie »würben auc^ in 

i«fcr ^tnfic^t nur ben ffieg befolgt ^aben, »el^en bie Statur fetbfl 

I tai ®artenfunfller t>orf^reibt. 

I Süiberd »erffieft e« 1?^ mit ben SRomern; biefe erbten jttjar bie 

f IMwi^ tJon ben ©rieben 3 bie »erborbenen Sitten ber fpatern Seiten 



106 

überluben t^re Saufunfl unb 93t(btiereten mit einet ^enge 3n>e(fIofet 
Sterrat^ett. 

SBäfirenb matt ttuit (ei ben Sc^^riftfleKcrtt ber ®rted^ett nttr t>oit 
beti (Söttern flcwei^tctt ^atnen u. f. f. i^ört, befaf en bagegen bie dtimn 
mxtiitify fc^Ott eine ©artenfunjl, beren 3wfi«nb itn« eiß bur(i^ ©rünbli^^ 
feit unb tiefe« Duetfenjlubium auögejeic^tteter äuffa0 beö ^crrn ^rofcffbr 
SSSttflemann, im fecä^öje^nten Sa^re^beric^t bed S^üringer Oartctibatt« 
aJereitt« gn ®ot^a, (Gilbert. (5$ ifl bie« ein »id^tigcr SBcitrag jwr 
©ef^ic^te ber ©ortentunfl, ber un« »iebernm ben Setoei« liefert, baß 
bie ©artenfunfl/ tx>o fie at« ti^ttdli^ terfc^önembe ftunfl a^^genbt 
würbe, mit ber 35aufnnfl auf ber QUi^tn ©tufe flanb, fowie ba^ beibe 
flet« im innigen 3wfammen^ang mit ber Steinzeit ber Sitten unb bem 
atiQ^mtintn Silbungöjujianbe ber J^erfc^iebenen 3^öafter jianben. 

' 3n »eitan« bem grofteti S^eil affer bi« je^t über bie Oefd^id^te 
ber (Sartenlunfl erft^bienenen SBerfen wirb angenommen, bie ©drhterei 
fei er|i unter Snbm'g XIV. gur t>erft!^önernben unb belebenben Sun^ 
^erangebilbet n^orben, inbem bie ©ried^en unb SRömer nur 9tu^gärtett 
befejfen Ratten unb im ÜKittelalter, xoo jebe 8unjl barnieberlag, uatitr# 
Ii4 (iVi^ bie ©artenfnnp nid^t fultiöirt ttjerben tonnte. 2)er SJerfajfer 
ber oben genannten @d^rift toeif t un« aber na^, baf bie 9{omer, K)etd^e 
auf i^re SBo^nungen unb anbere Suru^gegenflänbe fo ungeheure ©ummett 
öertt)enbeten, afferbing« auä) bie lebenbige SRatur gur SScrf^önerung ber 
Umgebung i^rer 23Bo^nungen benu^ten, inbem fie ©arten um biefelben 
bilbeten, toti6)t in i^ren eingcinen fiarti^ien ber franjöfif^en ©arten» 
futtjl glichen. 3ebo4> Knnen bie ©arten ber fpatern 3«t nid^t ben 
®(I;öp^ngen be« geiflijoffen Le Notre jur ®tit^ gefegt »erben, xoit 
biefer fie ben Sitten granlreic^ö in bamaliger B^it, im großartigen 
9)?afflabe an^^oßte. Sie bejianben t)ielme^r auö einem ©emtfd^ »ort 
f^ötien natürii(!^en ©ruppirungen unb barroquen 3Serjerrungen unb SSer* 
fKtmmetungen ber 9latur, bur^ SWeffer unb Säge, tt?ie bie« no^ ^eut 
gu Stage, bie ©artenfunfl ber Si^inefen, toefd^e mit ben ©itten, ber 
Äleibung unb ber Saufunfl jene« eigent^ümtid^en SSoIfe« parallel gc^t, 
aT«- ^öd^f^e Runpfertigfeit »orf^reibet. SBerfen »ir, bei)or wir eine 
furge 2)arflcffung ber Sigentpmlid^feiten ber ©artenfunfl ber Äömet 
geben, no(^ einen Slirf auf bie Sitttn unb bie Saufunfl onbcrer 5Ra* 
tionen, at« biefe t)or ^a^rtaufenben noc]^ ben crjlen Slang unter be« 
a5ölferfd[>aften unfer« Srbbaff« einnahmen, fo gtauben wir mit giemtic^er 
©id^er^eit folgern gu bitrfen, baß bie ©artcnfunjl an^ fc^on »Ott ben 
merfwtirbigen aSoIf«jlämmen au«geübt würbe, über beren ftönjle unb 
SBijfcnfc^aftcn ba« graue Slltert^um un« einen bic!|iten ©c^Ieier berft. 
Die mäd^tigen SSötfer, weld[>e am Sup^rat unb Ztgri« bie SBunberfläbtc 
Sabpton unb 9?inioe grunbeten, fowie biejenigen Dberegppten« mit bem 
ma^tigen Sieben, beren Sunflfertigfeit wir je^t mO) no ben wunber« 
baren Ueberrefien i^rer gropartigen 99auwerfe bewunbern, bie nad^bem 
fie nun 2V« iaufenb 3a^re in S^ntt begraben lagen, erjl in neuefler 
3eit wicberum aufgefunben würben, befaßen beflimmt aud^ fd^on eine 
©artenfunjl, wel^^ ijon i^nen auf bie ^erfer, ©g^pter unb JRomet 
überging. SSon ben atten egpptifc^en aSoIf«jiammen wijfen wir mü 
giemlid^er ©id^er^eit, baß fie ädterbäu in großer Äuöbei^nung it» 



107 

tmbctt, fott)ie baf We «g^pter jur 3eit>et !»8wer aW gute ©ewife^ 

n^ Dtyf^ü^ter ^etannt »areti. 

Sa^^renb ed nun aUx t)on ben egi^^ttfc^en Stämmen gegettn^arh'g 

nr to(^ mit <Si^er^rtt tefannt i% baf {le ber fogeitannten 9lu^3ärtneret 

§?t|ett Stet^ ttttb SSttfmerffamfctt guwanbtcit, fo f^etnt bagegen in 
fSrfofotamten an<l^ f^oit bte 3<^^gärtnerei att^geü^t unb bemunbert 
©oAea jtt fein- ©o würben bie fogenannten fc^webenben ©arten ber 
So ai i a mi^ )tt ben 7 äBnnbern ber SBett gejagt. 9{a(| ben btd ja 
wbA getotmneneti Ueberltefernngen Ratten btefelben eine 4«edtge ©eflolt 
nb ei^o^en ^(Sf teraffenfdrmig über etnanber^ inbem jlebe ber ^d^em 
Zetoffen lletner aW bte nntere wor. Wo gu einer ^ö^e »jon 300'*) 
IKe Xrager biefer Serraffen waren fietnerne ^feflerj bur^ 93(eiYtatten 
SÄibe ba« 3)nr(^ftefern ber genc^ttgfeit Der^inbert, nnb über biefen 
xa^eke eute ^o^e (Srbf(bt(^t^ tn ber bte ^flanjen unb S3änme ret^enwetfe 
tmgqpflasü waren. 3ln€ bem na^en Su^^rat würbe mtttelfl 9Raf(^tnen 
bö6 SSaffer jii ben @^)ringbrunnen nnb anbern ©ewaffern geleitet,^ 
»ffi^ fot9D^I gut SSewäffernng aU »ufilnng btenten. !t)iefe @5rten 
ow^ten ungefähr einen fRanm )>on 4 S(iler umfaffen nnb machten t>on 
Sotem ben (Stnbrmf einer nnge^enern^ mit SBalb bewa^fenen ^i^^ramibe. 
9on bor Plattform berfetben ^attt man bte ^n^^^t auf bad grofe 
Sob^lDs^ bem (Su^^rat nnb bie nnerme^Itc^e iSbene, weld^e baffelbe nm^ 
gfli. 8«f ben ^erraffen fanben ffc^ ©rotten, Springbrunnen, SInmen* 
pmtrttf @t^ nnb @)>etfefäle, @(^atten))art^ien wei^felten mit Sln^^ 
^i^ten mxb bie ntorgenlänbifc^e fira^t nnb Uef>f>igfe{t ber ©ebäube 
cnttta^ixte mit ber einfa^en retgenben 9latnr. S)er ®age nad^ i^atte 
fostg Slebutabnegar biefe ©irten au6 ©afanterte gegen feine ®cma1^lm 
asgelest, weli^e aU gebome SRebierin fe^nfn^t$t)ol)( ber 93erge nnb 
SSolbsngen i^e^ ©ebnrtdlanbe^ gebaute, f^a^ anbern grnnbete ^(fycn 
Stmramii, bie ©ema^lin be« vlixtn^, biefe ©arten, wä^renb wieber 
avbrre bie @emtramtd äberi^aupt für eine fabeT^afte ^erfon Ratten. — 
2)«f bie ^i#eng biefer ©drten ^i>n anbern wieberum gättgtic^ begweifelt 
Witt, bÄ ^. 39. 'f)erobot, welcher Sab^Ton befd^reibt, berfelben gar nid^t 
aUKt^nt^ tfl be!annt, j[ebo^ teijlet biefe @age ben ft^em 93eweid, baf 
t$ jebenfnll^ an^ im grauen ^((tert^nm bei biefen SSoIfern t&n^li^t 
9äxitn QCib, toeKfyt ring^ loon oben unfruchtbaren $!änberftrid^en um:; 
gciben, bie Sewunberung aßer Solferfc^aften jener 3«t erregten. 

9Son ben Werfern wiffen wir an^ ben ©(^riften be$ 3£enog)3^on, 
^ioboTtt^, ©trabo tinb ^liniuö, baf fJc Sieb^aber öon ©arten . waren, 
ia bencn gerabltnige 8Hfeen mit Slumenrabatten, ^^utJ^tbäumen, ©rotten 
ttRb €))rmgbmnnen we<|felten. Sd fdf^einen bemnac!^ aUe ©arten ber 
älteren Sj>(ferf(!^aften fi^ me^r an bte frangoftfci^e ©artenfunft ange^ 
fil^Ioffeit ga ^aUn, wofür avi^ bie Ueberrejie ber reichen aber ttber^ 
Üocaat Xrd^iieftur fpre^en. 

auf bie ©riechen, weld^e bem fRti^t ber fJerfcr ein Snbe machten, 
ghig wie eö fc^int beren Liebhaberei für ©arten nid^t über, fte würben 
«tt ibrem reinen ©efS^I für bad ®<^5ne, bejlimmt bann an^ i^rc 
Porten ber Statur nadj^gebilbet ^bcn. SEBo^I ergä^It ^omer Don bem 



•) ©. Leaden Eocyclopaedie fcc^ (9arttnwcfcn. 



108 

®axUn be^ iatttt^r o^^^tt bt'efe^ ^ax to)o^( nur ein tetnet Stu^garten. 
2)te ©riechen ^(en aUet 9EBa^tf(^etnti(!^fett m^ bie ©artenfunfl jur 
Serf^i>nernng ber Utngeibitng i^rer äBo^ttutt^ gar ni^t audgeut^t ttttb 
nur um ibre ben ®otti^etteti aemei^eteu Ztvxfd, natürliche $atne ge^ 
)}^an)t. ^öd^te ber mtt ber Literatur ber ©riechen unb fHömtx gtcii^ 
aut belannte SSerfafer ber oben ctttrten Sli^nblung und au^ ^terül^eir 
tn einer f^&tern Sb^nblung ffenntnif geben unb fo ben itotittn Stritt 
2tt einer ®ef(!^i^te ber (Gärtnerei t^un^ n>el(^e loont ^ö^e)>unft ber 
SSiiffenfd^aft/ bie aOntä^Iige Sntmidelnng berfelben bei ben t>erfd^iebenett 
SöÜerfd^af^en bi^ auf unfere 3^iten loerfolgt ^o f[e atlm&^Iig ju ettter 
Slu^bilbung gebieten ^ bie frui^ere Sa^r^unberte ni^t titmal a^nett 
fonnten. 

@äfon in ben fru^eften S^i^^tt ber Stdntif^en (Sef^i^te werben 
2tt>ar ®arten em>ä^nt^ aber t^ U)urben in biefen au^fd^Iieflic!^ 9tu^^ 
ipflanjen gejogen unb ed f^eint^ baf ein fo((!^er ©arten gtei^fam no^^^ 
tt>enb(ge Begäbe eined Sanb^aufe^ tt>ar. Den ©runb ba^on ftnben rotr 
im S^aratter ber Sldmer, bem ber ftunjlftnn .erjl ff äter bur«^ ben Utn^ 
QCiXiQ mit anbem Stationen eingeimpft »urbe. €rjl oW fie in ben 95e* 
!^ grofier 9tei(!^t^umer gelangten^ bilbete fi(^ bei i^nen ber ®ef(^tttad 
ix eigentli(!b^ ®artenanlagen jur SSerf(!^i>nerung attmä^Iig a\t^ ttnb 
j»ar f^eint berfelbe anfangt, fo lange -bie 3Wmer noc^ flrengere Büttn 
ima^xUn, au($ tint totit naturli^ere a{l^etif(!^ere 9ii(!^tuitg ge^ait ßu 
^aben. @o tt)irb soon f)om))oniud Uttibt^ erja^It, baf er einen Suftoau)^ 
ber an feine SSo^nung ^ief^ ald 9(ttfent$alt benu^te. !Z)ie eigentlt^en 
®Mtn biefer fJeriobe f^einen nad^ einem gefunben natürli^en ®e« 
S^mad iKugelegt getoefen )u fein^ &^atttn'^axt^im unb ©elegeni^eit jttr 
SeKoegung im %xmn, f^dne Stn^flc^ten/ »ie bie6 namtnüi^ von ben 
®&rten bed 9om)>^j[tt^, SRacena^ unb Säfar geräumt tonxU, uoaren 
bamalö tioc^ oer ^anpiii»z(t t>on ben ®ärten^ in benen man gt^ar feine 
feltenen ®ett?ä^fe, aber aud^ n^^ Uinz fold^e nnnatnrlii^en Jtänfteteten^ 
wie in ben f^)ätern Seiten be« Äaiferreid^e« fanb. Der ©djatten mn^te 
unter ber Reifen @onne 3taliend fletd ein ^aupterforbemif ber ®arten? 
anlagen fein unb bie diimtx ^ubirten gleid^fam bie äBirbtngen befelben, 
fo fagt f^Iinitt^ oon bem BÜ^atttn bed Slufbaumd, ba^ er bem ftopfe 
be^ aWenf^en \^St>li^ fei, ber ©d^atten ber Linien tobte ba« ®rad, 
ber B^atttn ber ^ti^tni&nmt, Ulmen, fJIatanen u. f. f., fei koo^It^dtig 
u. f. f. — Seiber giebt un« bie fd^öne arbeit be« $errn SBüflcmann 
lein Silb ber innern (Einrichtung ber ®arten jener f^eriobe, fo ba^ tt>ir 
in Ungewißheit bleiben,^ ob biefe ®^atten))art$iett, Slu^fid^ten u. f. f. 
in eint ^armonifd^e SSerbinbung gefegt waren, benn bann w&rben wirt^ 
li^ biefe ®ärten unfern jie^igen natärlid^en ®artenanlagen jiemlid^ na^t 
gefommen fein. Z)er auf biefe Seife angelegte ®arten be^ duliu« Safar 
unb no(!^ anbere würben \^&ttt bem ^uflifum geSf net, fo baf man alfo 
an^ fd^on öffentli^e ®ärten fannte. — 

93on biefer S^^ <^^ fd^eint aber ber immer junei^menbe Slei^t^um 
bie aSerberbttif ber ©itten, bie SSelanntfd^aft xnii orientatifd^en ®arten^ 
antagen u. f. f. einen nur oerberbU'dben Sinfluf auf bie im Snt{le$»en 
begrifene ®arten(un{l ausgeübt gu ^aben, inbem balb barauf bie ein- 
fa^e ©d^on^eit ber 9{atur ober finnige naiMx^t 3ufammen{lellungen, 
bem oerwö^nten JHömer ni^t me^r genügte, inbem ber fRtiifyt überall 



109 

cteae ftonj Befonbere^ ^aUn wollte, »a« wd^t na(^ ber 4fl^etif<^ett 

S^^B^eit, foubem nur tta^ bem ÜHafjiabe ber Äofien ber ®tnri4^toiig 

vte bet baxauf »crtocnbeten SKu^c gef^Ä^t »urbe. ättcen, Oange, 

fttie ^a^e itnb 93€ete, mit ^n^ianm stm^flanjt/ ber tn atten mdg« 

t^en %onnett gefii^mtten »urbe, toit )n öerftJ^iebenartfgeii X^ierforwen, 

ftasmiftSagett, ^ignren vu f. f.,' ober @mige/ bte ^etfenarttg mit el»eii^ 

\äA gef^uittcnen ®tratti^ent itm)){{ati}t loareti/ ii^tUn ^on ba an bte 

Sküsptmcte ber ®artenatilage, tt>el4^ unmitteKar in bie 9lä$e ber 

Solmmgett verlegt tourben tinb lei^aft an bie Serjiernngen ber 

fcftSiöfif^tti (Sartenfnnfl erinnern, don benen man an^ bei nn^ no(^ 

^er nnb ba einige 9{efle ftnbet. Platanen unb S^preffen, toel^e fnn^^ 

ti^ yBL {letnen Btoergbanmen gebogen mnrben, n>ie bie^ an^ nod^ l^ent 

|s Zagt eine« ber größten SWei^erftöde ber (^inefifi^en ©artenfnnfl i% 

»Aren f^on itnter 9(ngnflud fe^r beliebt. Dbflbaume, 3Beinreben nnb 

ttbert Soittnarten n>ttrben gu fönflli^en ^^ramiben, 9Banben, Sogen^^ 

jättgen tt* f. f. gef(!^ttitten unb ti koar bie fiunfl, bie ^äumt, naxntnU 

t^ aitx ben ^ofen 93tt^^banm gu allerlei formen au fc^neiben, fo be^ 

UAi, ba^ man eigene ®drtner ^atte, bie nur biefe ftunfl ausübten nnb 

»Ott ben Siotnem Topiarias genannt kourben. — 2)iefe 9Bege nnb 

0ange liefen' entn>eber gerabe, oft paxaViü neben einanber, ober fie 

»tafelten mit offenen ^lä^en, fleinen 9lafenf)Iä^en, Saubengongen/ be^ 

bfAen ®änQtn^ SBobengangen, Safftn^ u. f. f. 3ebo(^ nxUx ftti^ 

base&en ber ©ef^mad für naturli^e fJartl^ien ni^t ganj, inbem in 

aSen grof en ©artenanlagen, beren ed Diele t)on gan) bebentenbem Unu 

fang gab^ aui^ beir SBalbungen, ber SBiefengränbe n. f. f. gebac^t tt>irb, 

f^iDic fe^r barauf geachtet kourbe, 9(tt^ft^ten in bie Umgegenb ^ert^or^ 

treten jn laffen nnb bte iei ben Stömem fo beliebten bebedten ©cinge, 

loeff^e ju t'^ren Spiäm unb Set^beöübungen bienten, tourben koo ti an^ 

3^g f<> gebaut, baf bie f^enfler berfelben angenehme Stu^ft^ten boten. 

9i^ ißvaättn, tod^t bie 9ltt^ft(^t gfei(^fam be^errfc^ten, brad^te man 

Spetfefdte an unb richtete biefelben koo mog(i$ fo ein, baf fte na^ 

aSen »tcr ©eiten »erfd^iebenartige 95Iide, entweber in bie ©artenanla^e 

ober bie Umgegenb gewahrten; Springbrunnen, SBajferbafjtn« unb tn 

beren 9ta^e tn^I unb ft^attig gelegene 9{u|^e{t$e ))on 3)?armor mürben 

meift anf dm {innige 3(rt angebra^t, Sine toi^ti^t fRoUt in biefen 

©ortenanTagen fpielten ferner bie mit ungei^eurem Su^ru^ eingeri(^teten 

SSber, Sanben unb Saubengdnge unb ein fogenannted |)ippobrom ober 

offene üteitba^n, ba bie Stdmer in i^ren ©artenanlagen ni^i )u reiten 

pflegten« ^liniud fagt t>on feinem |)ippobrom, e^ fei burc^ bi^te Um^ 

l^ffanping mit f^Iatanen, jmifi^en bem corbeer^^ nnb 93u^$baum gepffanjt 

inirbe^ ganj abgefc^Ioffen. Um bie @tamme ber Platanen koinbe ^^ 

Cp^tt unb Derbinbe fi^ loor ben 3tt>eigen berfelben guirlanbenä^ntic^ 

mit bem (Sp^eu benachbarter fßänme. !^n biefer Seife laufe ed eine 

@trede gerabe fort, bann meiere e^ in einem ^albjirfel ab unb bie 

goaje ©cene i>eränbert \iif. Dort fei e« bann »on Sppreffen umpftanjt 

unb übergangen, meldte ftnjlern fit^Iern ©Ratten gemä^ren, n>ä^renb in 

ten innem St^gengangen^ bereu eö mehrere gebe, fu^Ier ®ä)atttn mit 

eonnenfc^ein mec^^Ie, fo baß anäf Slofen bafelbfl »ad^fen. — 3«^ 

©nri^tung manmgfattiger aBajferpart^ien, welche fte wegen ber Kühlung 

unb be^ aWurwetn« be« Taufenben 9S8affer$ fe^r liebten, berwenbeten 



110 

bie dlimtt un^e^eure (Summen uttb i^atten }tir Uttter^athtttg berfet6ett 
etnen eigenen SBaffermeifter (Aquarius). £)te 93änme unb Sttän^er, 
totlift bie fRimtt ixt t^ren ©artenanlagen ))ermenbeten, toaxtn ni^t 
fel^r manntgfad^er 9(rt/ ^anpt^äi^ii^ traten e^ ^latanen^ SorBerreit^ 
SW^rt^en, S^lpreffen, Utmen, Stayu«, Sud^rtaum, DIeanbet, dlo€matxn, 
bcr SWauIbeertanm, bic Sänne, Siebte, ^inte, Su^e, ^a^>})el unb Qii^t 
lt. f. f.j auf Ueterfiebelung frember ©emäc^fc legten jie fctnett befotts^ 
bemäSert^, fo ba$ bte Ueberftebelnng bed fttrfd^banmed burtj^ Sucuttn^ 
na^ Spähen, glei^fam tote tin t>ereinjelte^ factum bafle^t. — 

Son Dbftiaumen »nrben Äepfel, SBtrnen, Äirft^cn, Äaflam'eö, 
^Paumen, SBein, Duttten, f>ftrftc^e, ber 9?uf taum, ^tniolcn, 3WanbeIif, 
®ranaten, Difoen unb S^tgen gejogen unb befonber^ gute ©orten gönj 
auöne^menb ^0(^ i^(^^^ fo ergä^tt fJItntuö, baf man<!^er Dbfiiannt 
iä^xli^ 2000 ©eflergten ober ungefähr 160 ff. Z. V. eintrage. 2>a« 
aSerebeln berfetten war i'^nen iefannt unb mehrere ©c^riftfletter ber 
?anbtt)frt^fc^aft ^anbeln weitläufig baruber. Drangen werben noif rti^t 
erwähnt, bie Sitrone würbe ju ^Itttiu6 B^i^^n iw Äubel gegogen; 
1(30 3a^re fpäter tovi(i^^ fle um SReapel wifb, würbe aber erfl ein 
gweiteö 3a^r^unbert fpater genoffen. — SRiebrige ©traud^e a^ttttn bie 
aiömer nid^t, fie fannten öon ben in 3taKcn ^eimifd^en unb fuUioirten 
nur foI(^e, beren ?aub ju^ Ouirlanbcn gebraust werben fonnte. 

T>it 93(umen)U(^t, oor allem aber berer, weld^e ftd^ gu ffrcinjeti 
eigneten, würbe mt eö fd^eint, in ben oben befprod^enen großartigen 
anlagen ber Sanbgüter ni^t betrieben, wo^I aber mit grofcr Sorfiebe 
in ben Heinern ©arten in unmitteftarer 9la^e .ber ©tabt. 3n biefen 
l^errf^ten f(^attige ©änge unb Sauben »or; bie SGSege würben mit Äieö 
befireut unb forgfältig unterhatten. Die SBfumen würben xok bie Säuim 
in ben grjßern anlagen, ©attungöweife in Seete unb ©ruppen ju^ 
fammengepfJanjt^ fo ijl bie SRebe oon Silienbeeten, 3tofenbeeten, Seild^ettf 
ittttn, SKprt^en^ainen u. f. f., unb e^ befafen bie Slömer in biefer 
^in\iä^t einen gebübetern ©efd^mädf, ate oielc unferer heutigen ©artner^ 
weld^e ici i^ren 8(nlagen aUeö wilb bur^einanber mif(^en, fo baß feine 
eingetne Saumform d^arafteriflifd^ ^eroortreten fann. %xtiii(!^ übten bie 
SRomer biefe^ ?rtnjip in ju großartigem SWaßfiab auö, woburc^ Sin? 
tJnigfcit in i^re anfragen gebraci^t würbe, wobei wir jebod^ nid^t »er^ 
fennen bitrfen, baß btefe ^ffangung^met^obe wefentli^ burd^ bie geringe 
SRannigfaltigfeit ber |3ftanjen, weld^e fie fannten, bebingt würbe. — 

9Kit ©uirlanben, Srängen unb 93(umenbouqttetö würbe in SRom tin 
großer Sujcu^ getrieben. Slumenmöbd^en boten bie Slumenboaquet« 
jum SScrfauf auö unb bic unmittelbare Umgebung Storni fonnte nt<^t 
fooielStumen probugiren, att oerbraud^t würben, fo baß biefelben xoHU 
^in na^ ber ©tabt gefd^afft werben mußten. Hm beliebteften waren 
bie aSeilc^en, S^clamen, Slargiffen, Sitien, ©labiolen, ^^agint^en, Stofen, 
Spc^ni^, ftornblumen, ämarant^en unb Siaufenbfd^dnd^en. 3« 3^öett, 
wo ixt 3taliett ber 95Iumenfitor oorbci war, begog man gange ®(^iff«s 
labungen looK Slumen an^ (Sg^pten, ba bie (Sgppter bie ftunft 93Iumeit 
unb %xn^tt- gu treiben, fd^on gu einem gewijfen ©rabc ber SSoOfommett* 
i^eit gebrad^t Ratten unb tiberi^aupt war ber 99lumen^nbel ein wid^tiger 
^anbeWgweig gur bamaligen 3^it* ©la^^anfer fannte man allerbing« 



111 

^^ Are ^iefel^nt »ttrben ni^t s^i* ^k »«te« too^I uiij»eAtt«f ig 

3tt betreff bed Siixuö bcr Ctttri^tuiigeii unt> ber Stuöbauer mit 

te angeiiitiiflt^e Saunen unb Einfälle in 99e}ttg auf ©artettanlagen 

irf Jektt gerufen tiourben^ ittertoteti bfc Stömer attc^, tt)a« in unfcrer 

3« ia biefer SHit^tuttg gefc^e^cn tfl. ©o bauten fie ©änwnc tu« 

Beer, m auf bettt Sanbe bte SKecrIuft gu gcntef en^ Ötuben auf betn 

Jab« 8»fe ici^e axt^, tt>el^e fie mit ^KecTOaflTet füllten unb ©ce^^ 

jS^ebamn festen unt> legten enbli(^ auf ben ffa^en Dächern ii^rer 

fcäiifer fisflltil^e ®arten an, um mitten in bcr ©tabt bie anne^mli«!^* 

km ^e^ ^anbleBend }u genief en. S)a I^ra^ten ftc Sauben t>on Sßein? 

itifli as, pflanzten fletnere Su^^aine ))on großen IBäumen unb UUitcn 

M gaaje bur^ in Ääfige eingcfc^rofenc aSögel unb ©pringbrunnen, 

toea Saffer f^tnauf ge^um^t unb in marmorne Secfen fCof^ in toelc^en 

irfie attf6en>a^rt »urbcti. — Sbenfo gog man in ben genflern ber 

Si^imogett 93Iumen in ^&))fen unb fo gli^ bie Steb^aberei fur93Iumen 

ab ®attettftttt^ t>or fafl 2000 ^Ä^ren fc^on in mUn Steilen ber 

ütfnjtB, iDa^renb {te ^ttift(j^tli(]^ be^ ©efc^madCed einer bei und no^ 

säit long t>erf<!^tt>ttnt>enen "^eriobe na^e tarn unb in Segug auf ^nxni, 

aegaag bcr <£itiri^tu«9Ctt, ©ro^artigfeit ber anläge unb 2)ecoration 

mit ©antocrlen, SBiXbfauIcn, SBajfertoerfen u. f. f. bei bem ungeheuren 

Stu^tSnm bcr SRönier bie Unfrige no^ überbot. — 

(©^weijerif^e 3^i*ft^0 



^bge1>{(bet ober tef^rieben in auWanbifc^en ©artenf^riften. 

AllamaDda Aubletii Pohl. 

C-^^amanda ^randlflora? Lam., Orelia grandiflora AubK) 

^ bcr rei^^ctt Sammlung ber Ferren Sucombe, fJinceÄSom^. 

^n Ureter Mü^te biefe ^errli^e f^ftanje, unb ip bie äc^te Orelia 

irraadiflora Aubi.i, koel^e mit ber Allamanda catharüca L« oern?e(!^felt 

«eiben i% )cbo<!^ )>on fJo^I aU oerfc^ieben befl:immt unb A. Aubletii 

gtaaavi »urbe. Sttj)^onfe J)e ßanboUe ^at j{e abcrmalö, jeboc^ 

Art UiiTe<^i »eretnt. ©eibe Slrtett flehen ft^ fe^r na^c, fte^^t man fte 

\€t^ gufatttmcn toa^^cn, fo flnb ^abitu^^ Stüt^enjlanb unb 93Iätter 

%<mi »Ott cinanbcr abwei^enb» Die obige Slrt ^at fürger^ .S3Iätter, 

Weiter na^ ber ^itte ju, ga^trei^ete Slumen an ben blattlofcn 9li<3pen, 

bie «filmen finb grd^er unb blaffer in ^arbe, ber ©(^tunb berfclben 

.fft i^eiter, unb bte 9<ip^tn be^ ©auwe^ f?»b fpi^^r. 



112 

(£« tjt eine 3Bami^att^)>f[an)e mit ian^tn, biititett, fiü^ td^t fd^ 
tragenben/ aUx bettno<!^ tit<^t totnbenben B^etgen. ®te lontbe bttr<| 
©amen au« SrafiKeji cingefö^rt, SWt^ejctt m Sotmner. 

Bot. Ma^. 1848. t. 4411« 



Pleroma Kunthianum Paxt. 

(Lasiandra Kanthiana De Caod.) 

Melastomaceae. 

, Sine fe^r fc^Stie Slrt, oigleid^ P. elegrans nitl^t fiiertrefenb. 35« 
Sfamen ftnb cienfo grof , jebo(i^ »on ganj anbetet gätbnng. 93titisei 
fafl 4 ' im Dut^meffet ^altenb, bnnIeI*^)uti)nt?))ioIetttot^. 3m Botaii 
®atten )tt ®la€QOto tontbe fie gnetfl and @amen et}08en; tt>el(^en $en 
Oatbnet an« StofiKen emgefanbt ^attt. @fe Mü^t tm 3uti tttil 
oetlangt ba^ äSatm^and. Bot. Mag:. 1848. t. 4412. 

(3m ^flanjenfatatog be« ^ettn ^. Soetfmann tfl btefe f^dn« 
%xt betcit« jn 1 # 8 /? anfflefn^tt. (E. D-o) 



Asciepias Douglas!! Hook. 

Stne bet fd^önflen bitten bet ©attung Asciepias, eine 93et90^nerii 
bet SBeftfeite bet Rocky MonotaiDs, mofeftfi fie ^on 2).0ttglad etii 
bedt n>Ptben ifi. Bot. Mag. 1848. t. 4413. 



Dipladenia urophylla Hook. 

Apocyneae. 

Sine ^txmut^li^ nene 9ixt, ba fte mit leinet bet soon De Sanboft 
ief^rieienen übeteinjlimmt. I)ie 'S^^'^ren S8eit(| ju Stetet erjogei 
fie and @amen^ ben fie au^ Stafilien )>om Dtge^®e(itge ^et enijp^ii 
gen Ratten. CEd ifl ein nieblic^et @ttanc^, mit fi^önem^ gtofem üaify 
xvcxt nnb bnnfet tofafat(enen^ im @(]^innbe gejeii^^neten, SInmen. 

Bot. Mag:. 1848. t. 4414. 



Wiesla glaacophylla Hook. 

Bromeliaceae. 

Sind bem 3nnetn loon @i« ^axt^a, 9lett ©tenaba, ftammenb/ ^oi 
tDO fie bntd^ ^ettn f^ntbie^ Sammlet fnt bie fti^nigl. @ärtett }i 
9ttc, eingefenbet n>ntbe« X){e ^flan}e gebeizt auf einem ©tätf^ei 



113 

^V ft^^4 t>teleii £)r(i^Aeett, am htfttn m\> entfaltete im Shteufl 1848 
ifx Sl«meu. 

^ine eigent^jinilic^e tmb )» empfe^Ienbe fJflanje. 

Bot. Mag. 1848 t. 4415. 



Swainsonia Greyana Lindl. 

Legaminosae. 

Uiifimtis \>k fc^onfte fixt btefer ©attung. @ie ^at loiel äte^itltc^^fett 
«ft Cydog^yne canescens Benlh. t>om @(^tt)anen :; ^luffe. D6tge Jlrt 
fommt (ot^ Slujlraliett, n>ofeI(ß {ie )tter|l t>ott ®tr X^ema^ ^Jlit^tit 
a bot Ufern be^ SOturray-glup^ entbeut n>urbe^ tt)te au^ f)>äter m 
Uc 9ta^e SDon f)ort Slbelaibe in ©Ab^Slufhralten. 

Z)te fJjIange loerlanot bad ftalt^auö für ben SBinter. @te blu^t 
Mm 3nnt iU Stnguß. S)te SliU^entrauien ftnb oft 1 ' laxtQ, Slnnten 
gtüf, f<^an mt>Utt:'JfninfVix. Bot. Mag. 1848 t. 4416. 



Acliimcnes misera Lindl. 

So . tfl btefe « Slrt ein xoa^xe€ Unfraut. ®ie ifl eine fleine, 
^ettatttrenbe f^ftanje^ in j[ebem 3:^etKe pnbe^cent nnb ^at gegenäber^^ 
flefifttbe, tief gegd^nte ^Utttt nnb Heine^ f^mn^ig^ioei^e 99Innten/ qz^ 
|ftt!^et mit j)ttr))ur int ©^(nnbe. ®ie ßamntt and ©natemala^ t)on 
vo fte 1848 eingeführt 9)ttrbe« Gardn. Journ. 



Acliiinenes atrosanguinea Lindl. 

Sme ber f^inflen Srten biefer fo beliebten ©attnng. @ie ^ai fanm 
Jbotten, aufrechte Stengel^ ungefähr 2^ ^o(^^ o)>a(e^ ^ergfömtige^ tief 
gtyS^ntt, paarige 93tatter. S)ie Blatten ftnb i^errlic^^ befle^enb aud 
einer ff^Ionfen 9t$^re^ IVs'^ lang^ gelb nnb mit bunfel f)ur)>ttr gefledt. 
£er (c^ntale, ausgebreitete ®annt/ befle^enb an^ ^albabgernnbeten Sin^ 
f<|ititten, tfl s>on leb^affc f^arlac^rot^er Färbung. 1>a^ SSaterlanb ift 
ni<l^t befKntmt, )oermnt$Iii!^ au^ ®uatemala* @ie n>nrbe 1847 eingefit^rt. 

Gardn. Journ. 



Mitraria coccinea Lobb. 

Gesneraceae. 

6in Heiner niebli^er, ranfenber ©tranc^, imi>aUttx^ a^nli* einer 
Cotanuiea. ®r würbe bttr4 6errn 8obb Don &an Carlos beS^iloe, 

Q 



114 

l9ofeI6fl er m^etmtf^ tfl/ emgefii^rt* Z)te ^errett 93eüc^ unb @o^ii 

gtt St et er fultiötrett bt'cfc ^^an^e, in beren ©ammlung fie 18^8 tm 
9Ka{ ()Iü^te. @ie ^t fleinc, eirunbe, gegenüberflf^enbe S3Iättcr «nb 
etttjelne a^fclfiänbigc SSIumen, bie an fa^ 2" langen Slumenjlielen 
l^erab^ängen. Slumenfrone let^aft ft^arlad^rot^, 1 Va " lang, baud^i'g, 
mit furgen, gn?ei(ap^)tgen ©aume. Dte ganje ^fTanjc nnrb ungefähr 
4' ^od^ itnb tfl eine gute Stcquijitton für itnfere ©arten, ©i'e ^at au^ 
tioä) ben SSorjug, ba^ fle fa|l ganj ^art tfl, »a^renb fafi aflc anbercn 
Strten btefer ^^^ntttte bad Sßamt^aud t>errangen. Kultur unb SSerme^rung 
bur(| ®te(f(tnge tfl Ict'c^t. Pazt. Mag. of Botan. 1848. 



Stylidium scandens R. Br. 

Slylidiaceae. 

Sthe iwax aUtit aUx unflretttg etne ber ^ttifi^flen Srtett. @ie 
iDtrb 1 V2 ^ ^0^ unb i^at etnen afltgen, perenntrenben Sttn^et. S)ie 
SBKttcr flehen t'n Duirln, ftnb f<!§mal lintenfönntg, fafl 3" lang unb 
Ott ber ©pi'^e n>te eine Sflanfe eingerottt. 5)ieSlumen flehen in Qi^ftU 
flanbtgen, öteTMut^tgcn ©otbentrauben unb ftnb rofenrot^. J)ie |>flanje 
tfl t'n Sleu^oHanb/ ^^an«£)te»ien^Ianb unb tn anberen 2:^et{en Slufhrattend 
3tt'S>ö«fc wnb tvurbe tereitö 1830 bur«^ Solonel Stnbfep in Cngtanb 
rtngeftt^rt. Faxt. Mag. of Botan. 18 18. 



Jasminum iiudifloruiir Lindl. 

Jasmineac. 

I)ic ®avteni>au*®efellf^aft ju Sonbon »erbanft ^errn gortune 
biefen neuen im SBtntcr Mii^enben 3aömtn, ber t^n 1844 j>on Stanftn 
in (J^ina eingcfanbt t;at. So tfl eine fc^r jartc SBlrt unb ^at tereit« im 
Sanuar 1848 im ©arten ber ©efettfe^aft ju S^tötPicf im freien ge* 
btü^t. £)ie ^flanje »urbe bafeltfl an einer SKauer gejogcn unb erhielt 
n>ät)renb ber 9&iU nur eine Ui^t^ ©tro^bebedung* Sd tfl ein ©trau^ 
mit lang au^Iaufcuben 3tt>eigen, voti^atb er auc^ an einem ©palter ge^ 
3ogett »erben mu^. Uie SSfatter ftnb breijaf^h'g, mit eirunben ^lätt* 
^e»^ abfaHenb. Blumen ftnb ge(6, nit^t »o^trie^enb, unb flehen tn 
ben Slattac^feltt, ba iebo(!^ bie Slattcr im |)erbfle abfallen, fo erfd^eint 
ber fpäter erf(^eincnbe 93lüt^enflanb aW eine Mattlofe bi(f>tc äe^re. 

3m Soipfe fuUiöirt, jjertangt bie |5flanjc »Ä^renb be« ©ommer« 
eine rei^Ii(!^e 3Safferf))enbe. Faxt. Mag. of Bo(an. 1848. 



11& 

Sericographis Ghiesbreghtiana De Cand. 

CAphelandra Ghiesbreghtiana Horfolan.) 

Acanthaceae. 

Dicfc ^üT)f(!^e f5flattje »urbe 100t einigett Sauren burd^ ^errn 
»aleotti in SBröffel m bte »elaff^en ©arten emaeffiH ««^ We 
^ea 9ioTIifon )u 5£oottns tnSnßlanb erhielten I84iS etnef^ffattje 
m t>erni Wa{o9 ju Utti^, rottet im SRär) 1848 bläßte.*) 

Faxt. Mag. of Botan. 1848. 



Zauschneria califoraica Presl. 

Gaagrarlae. 

3iit 3Rai 1847 mürbe btefe neue ^arte (»erennirenbe f^flanje buri^ 
^trcn ^axtrotQ t)on @anta Srnj tn Saltfornten tn ben ©arten 
ber Sonboiter ®artenian:?®efettf(^aft eingcfö^rt, »ofelbjl fte im ie^ttn 
taga^ bläßte. @te tfi eine ber fi^onften frautarttgen ©ewä^fe, nnb 
»enit iic erfl ^inretd^enb Jjemie^rt tfl, börfte fte tn fetner @amni* 
(sag fehlen. 2)ie fJflanje btlbet einen fajl 3 ' ^o^en ©nftä^, mit gegen- 
äier^e^ettben^ ft^enben, eirnnben, jü^arfgeja^nten S3Wttern nnb in beren 
S^frfn crfijeinen bic lebhaft fc^artat^rot^en SInmen, bie emjetn an 
tejftt SJfmnenflieren gefättig ^erat^^angen Sbenfo flnb bie ©toutge* 
fttfe mit i^ren änt^eren, »ie ber ®rtfel mit ber Sparte rot^, nnb ^at 
bic f^flange im äffgemeinen tid Slc^nlic^fet mit einer gnti^fte» 3« 
l>bm QUttn ©artenboben fann ntan fte jie^en nnb fon^o^I bnr^ @amen 
«tt ©ttffKnge »emie^ren. ©antenfflfanjcn Witten bereit« im erpen 
3a^e I ®e}>tentber, fobolb fte im iSIlai gefäet »erben. 

Faxt. Mag. of Botan. 1848. 



Torenia arracanensis Paxt. 

®ne ^tttf^e jjerennircnbe $lrt. Der ©tengel ift jjteretfig nnb 
Ibtifmb ttttb wie bie ^erjfömttgen Sldtter, ^ntpnxtot^ nberlanfen. 3Die 
Stallten a^fel^ nnb gi))felflänbig^ unb in le^teren in SBufc^eln t)on mer 
H# fe^*. ©Inmenfrone ift bunlel j>urpurrot$, mit nttr.üierla^)i>igem 
Sonae^ beffen Ctnfc^nitte abgernnbet unb fetter att bie 9l6.^re jlnb* 
3m 3iwt 1846 Wn^te bie fJflanae bereit« bei ^errn StoIIifon ju 
Zeoting. Faxt. Mag. of Botan. 1848. 



*3 fine in ben ^ambnrgifc^cn ©Arten faft atf^cmein befanntc, ^übf((e f^flan^e 
unh gn fe|f mdfigen 9fxt\^tn in erhalten. <S. O—o. 

8* 



116 



M(ne en^lt|4)e iCaiceoiavien. 

3n 9>{o. l be^ ©arbeitet'^ 3<>ttrnal tt>erben nai^fle^enb Uncaintt 
Saiceolarien aU gatt} neu itnb fcf^Sn aufgefä^rt, itttb foKett fie ftc^ gan) 
ibefonbeid biird^ tlire etgent^umltc^e ttnb fferrltd^e B^^'^nutig att^jetc^nen. 
@eba(3^te^ Journal ^tanU, baf jieber^ ber btefe Salceolarien {te|t eine 
SorIte(e fuY biefe {terlt^eit/ jarten nnb ^ö(3^{l tntereffanten formen ge- 
mnne» wuf * 

2)ie greife, bfe ni^t mit an^tQtUn finb, fotten tioc^ jtemlic^ ^di^ 
fettt/ n)ie e^ auf etner anbeten ©teile in bemfeKen donrnal bentertt 
»irb. ©ie gormen finb: 

1. Kinghorn's Gustavas. Sine pra^ttge SSanetät Slumem 
frone gro^^ runb unb gut anfgeMafen mit einem pbfc^ geformten 
@d^Iunbe^ Färbung bIet(!^rot^ (claret) mit ^eUgelten ®trid^en gejeid^net. 

2. Kin^horn's Leander. Slnmenfrone )>on mittler ®xo^t, 
Sorm erjlen 9{ange^, mit einem ebenen Umrif; ®rnnbfar(e (erm 
^einfarbig mit einer f^arfgejeic^neten Slatter, nnb biefe mit wenigen 
gelben Züpfelc^en gejiert. 

3. Kin^horu'flPurity. Sine fe^r )>offfommene SSanetät^ fdtnmt 
t>on mittler ©röfe, gorm onögejci^net, gärbung gelb, mit einer 
rnnben, cormoipnfarbencn Stottcr auf ber Dberfla(3^e ber Sorotta. !S)iefe 
»ejcic^nnng ijl ein fe^r entfc^eibenber nnb j«glei(^ f(^8ner S^arafter. 

4. Kin^horn's Cavaller. (£ine ^übfc^e bnnfle Sanetät. 
Slumenfrone runb unb f(^Jn, ^arbung tint prä^tige SWifd^ung 
üon SBIeid^rot^ unb Drange. (Sine fe^r fc^a^bare Slbbition jeber 
©ommtung. 

5. Kiuie:horn's Delicata. Sine jarte ^eOe S(ume, ton aufer- 
gett)6^nli(i^er Sinjicljung^lraftj Stumenfrone flro^gelb, mit Weinen, 
fd^arf marfirten b{ei(i^farbenen S^edCen, bad ®anje bitbet eine koirttid^e 
@(^an^eit. 

6. Kinghorn^s Maid of Orleans. (Sine 93Ittme, bie (Einigen 
ate 'Sltn^tit gefallen bürfte. ®ie ifl jiemlic^ grof, fi^ gut ^)rafentircnb 
unb oon blaflgelber ^arbe mit ro{tg::carmoi{tnen %Uätn. 

7. Gaiues's Aspasia. (Sine gut geformte 93Iume; ^arbe ^eS 
buff, untermif^t mit ^eH^carmoifln. (Eignet ftd^ gut )ur Si^anp^anit. 

8. Gaines's Apollo. (Sine fe^r nieblic^^e Sifume unb gut ge^ 
formt j garbe bunlel maronenfarbig, ^4^ttitt mit carmoipn. (Sine pbf^e 
Sarietät ate 3»«f«^enfarbe. 

9. Gaines*s Karl St. Germains. (Sine beliebte SarietJt beö 
3n^ter. garbe rjt^fidj braun, gefd^edt mit (S^wefelgetb. 



117 

10. Gaines's Warrior. %ix mati<!^en Sammler etne toin^^tMf 
vcd^Sorietät. garte ^O^carmoiftn ®ntttb mit glei^faritgen bunlleren 

IL Gaines^s Miranda. Sme gut geformte Shtme ttnb fe^r 
osye^sb. Särtang boff-®rttnbfarH ge^eAmtt 9io^a, ^ubfd^ arrangtri. 

12. GaiDes's Surplice. Stne ,fe^r fc^a^are äJarietdt in Se^ 
|8g M %t^alttn^ t^re^ S^arafterd. ^arbe buff-Grunbfarbung, be^ 
W b]ir<^ f^one roi^e ^ede. 



Jtwwal^l fd|0n 0)»et feiten hin\)ti{bet flflatuen 



tm 



fiotuttifd^eti blatten |tt ^ambut^ 

toä^reab be^ Üßonatd daauar 1848. 

a« SESattiil&aud* 

Be|P«iia albo-cocciaea Hook. 
eastaniaefoUa Fisch. 
Goccinea Hook, 
dipetala Grab. 

,, var. Warszewiczti bort. Berol. (Sm fe^r ^nbfc^er 

ä3aflarb {tDif^en dipetala unb mfinicata, mit grofert 

^eOrofa äSIumeit/ fe^r leicht unb {a^tret^ blu^enb. 
Fischen Otto A Dietr. 
fochsioides Beoth. 
hydrocotylefolia Hook. var. Warszewiczii, etn fe^r )U em^^ 

))fe^Ienber 93afiarb. 
iDacropbylla Dryd. 
maiiicata Cels, ttnjhretttg eine ber fc^onflen nnb am banfbarflen 

Uneben Segonten. 
micrantha Stend. 
Ottoiiis Walps* 
punctata Klscb. 
ricinifoUa OttoADictr., glet^fafiö fc^r em)>fe^Iettb,bte9 flanke 

bln^t mit einer Slät^enbolbe bereite fett SRonat @e|ptbr. 

t). 3. ttttb immer no(^ entwiieln \i^ neue ^tif^tn 

an berfelben. 
Ecpttorioni omphaUaefoUam Kth. dint fe^r bobfcf^e 3Barm^attd)>i{attie 
an« »enejnela, fie blfi^t fiet« im ffiinter, mit Keinen miftn 
»I«l^ ttt flrof en, oft 1 ' langen, anfret^tjle^enben fHi^ptn. 
ftaäf i^rbreiten bie Slnmen einen angenehmen 2)ttft. 



^ 



118 

ClhfiA oobiHfl Lindl. 

MunettiA bicolor LiadL 

Musa sapientam L. Sd iji btefe f^ffattje krett^ bte mxtt,_mlift feit 

^Sttjl )». 3. im J^teftgett (Sarteit iblu^i 
Pla^acanÜias asperolas Neea., eine meblt^e Acantbaceae. 



b. Jlaltbaitd* 



Acacia dealbata Lk. 
Banksia Cannioghami Sieb. 

9, mar^inata Cav. 
Beaufortia decussata R. Br. 
Correa HarrisU lutb atibei^ ^xtm. 
Dryandra loDgifolia R. Br. 
Pimelia linopbylla Smitb. 

;, spectabilis Lindl. 



c. iOrdbifreeti. 

Bletia byacintbina R. Br. 
Cymbidium sinense W. 
Cypripediam insi^e Wall. 

„ venustum WalK 

Bpidendnim cocbleatam L. 

,, elliptlcam Grab. 

,^ umbellatam Sw. 

Haemaria discolor Liodl. 

Odontoglossum pulcbellum Batem., fe^r up^^S ^^^ f(i^ön. 
Pbajas roaculatus Lindl. 
Prescotia plantaginaefolia Lindl. 
Stenorrbynchas speciosas Rieb. 
Vanda Iloxburgbii R. Br. var. unicolor Hook. 
Kyfopetalnm Mackai Hook, unb mehrere S^artetäten. 



■■ 



II« 



^eniUeton^ 



S€0et4itt9tt htt ^amiHi^* 

C^rtcd Dartvttt t^ettt ^itttAei 
m feiseti rf 9taiQTti>tffnfc^affIt<|# 9ttU 
fcB^ I. p. 138 golgenbe^ mit. 

Sir paflirten ttc ®ttorWa bei 

fbmte, em artige^ @täbt(]^ett^ mit 

«rfcii ®ärtc«, We mtt f^fir^t^* «nb 

dtttten^ttmen ^ngefüttt {Ir^. 3>te 

t!btnt fa^ ^fer tt>ie m tjcr 5Rä^e 

M« Soette^^^Sf^re^ att^^ ba^ ®r<i^ 

»or bnrj iiiib ^ffgriin, mit gturen 

90« fffee ttnb X)t|lelii. ^^ n>ar 

frfr ietrofeit Aer bte ieteutenbe 

BtTdnbentttg tu bem SlnMtd be^ 

tisabf^, na^m xoit ben (Sakbo 

fofftrt Rotten. Son einer graben 

Srgetotiott famen Yoix auf ben !£e^» 

fU^ 9^n htm f^dnfien ®rtin. 3«!^ 

f^riei bfefe^ j«erfl einer Seranber* 

»3 tit t>er 9latttr be^ 99obend in, 

Art bte Stnwo^ner t)erf{(^erten/ baf 

»0 in btef em Sanbfhri(!^ wie tn SSan^ 

b<uDrititta( ein großer Unterf^ieb 

{iNft^en bem Sanbe nm SRonte^Si^» 

b€0 mib ben büiin betoo^nten @a^ 

9«nnett i»0tt Colon ia ^attfänbe, bie^^ 

fr# bent Dangen nnb @rafen^ be^ 

ttobt^if ^ gngef^neben »erben müf« 

fe. 3^ bin ntü^t S3otanifer genng^ 

«n jn fagen, ob bie SSeranbernng 

ber Stnfn^rnng o'on ne^en Slrten, 

<ber t^rem ^eränberten 9Ba<^«t|ume 

Pber einem Unterfd^ebe in i^rem 

«w^eberMftmf J« eiiianber gnsu* 

f^e« 1^. «jara bemerlte eben* 



aStf biefe Seränberung mit Sr« 
launen: ifyn oenoirrte au^f bad nn^ 
mitttiox^ (fcffc^einen oon ^anjen, 
bie nic^t in ber 9Ia^barf4aft oor« 
(ommen, an ben ©rengen eine« 
fJfabe^, ber gu einer nenerbauten 
|>ntte fu^rt. %n einer anbern ©teöe 
fagte er: ^Cen cHevaux (snava^es) 
ont la maftie de pr^ferer les che* 
mina et le bord des roates poor 
deposer leur» excremens, dont on 
(ronve des morceaax dons ces eu- 
droHs. *) SrMart bie^ ni(^t inm. 
Z^tii ben ttmflanb? SBir ^abtn «nf 
biefe SBeife Streifen oon reic^ti«^ 
gebängtem Sanb, bie ali Serbin^ 
bung^fanäte jtt)if(^en wtittn Difhftf* 
ten bienem 



») X)'Orbfgnö (Vol. I. p.474) fagt, 
ba9 tit ^arbenbinei nnb btc SrHfciode 
milb gefunben »erben. Or. |>ooter 
(Bot. Maeas. iv. p. 2S62) Ut eine 
SBarktät ber Cynara and tiefem %i^\i 
oott ©übamerifa unter Dem Flamen kicr- 
mie bef^riebcn. ^x fa^, baf bie ^o» 
tanifer je^t aßgcmein übereingefommen 
ftnb, bag bie Äarte unb bie artif^orfe 
ißarietäten einer ^ffanje linb. (6iejc bo» 
gegen bie Witt&eilung ober bie Cynara 
CardaBcalas )9on {)errn iRorren f. 5 
im l. f)efte biefcr 3c tg. b. 3a*rg.) 3«^ 
wiü JinjHfüßen, bQ§ ein e'nfi^^tiaer ?anb* 
VDirtJ micb oerft*erte, ba§ er In einem 
t>erIaiTencn ©arten einiae ÄrtiWoden in 
bie gewöhnliche Äarbe tibergeben faf. Dr. 
?>oorer glaubt, ta$ J>eab'« lebenbiae 

, »efcbreibunfl ber Diitel ber 9ßanm^ fU(f 
auf bie Äarbe bejie^t: aber biefe« ift etn 

l3rrtjum. «apitain ?)eab fprtc^t wti 



1 



120 

Üta^e bev ®ttarbia ftttbett wir bte 
Kblti^^ ®reii}e Don }n)et ettropätf^en 
^Panjeö, bic jeftt fe^r ^uftg fle:^ 
ivarben ftnb. X)er ^en^el bebedt 
in grpf er SRenge bte Ufer ber ®ra^ 
ien tn ber Slad^barfc^aft ))on Suenod:: 
Sl^red^ SRonte^^ibeo ititb anberen 
©tabten. »(er bte Sarbenbipel (Cy- 
nara Cardanculas) ^at eine tt>eit 
größere 9Serbreittt«ö; fle (lommt in 
biefen SBreitegraben, auf betben Sor^ 
biOerea burc!^ ben gangen Sonttnent 
t)or. 3(^ fa^ fle an unbefugten 
f$(a^en in ii^iU, Sntra Sttod nnb 
^anba-DrtentaL 3n bem le^teren 
Sanbe aKetn {inb t>tele (t)ielleic^t 
mehrere ^unbert) &uabratmei(en mit 
einer 9Rajfe »on biefen ©tac^elge* 
bufc^en bebe({t unb für SJtenfc^en 
nnb SSiei^ unbur^bringli^. $(ttf ben 
n)enenfonnigen Sbenen^ mo jle in 
fo grofer 9)}enge ^orfonimt/ fann 
ni(^t^ neben i^r leben* S^e jte 
eingeführt kourbe, toar bie Dber^ 
fläd^e tt)a^rf^einlid6 ^ mie in am 
bem Sl^eifen be^ Sanbed, ntit einer 
wuc^ernben . Vegetation bebeät. 3^ 
itotiflt, ob tin anberer ebenfo grop^ 
artiger ^aQ ft(^ ftnbet^ tt)o bie bent 
Sanbe eigent^umlit^en fJflangen burd^ 
eine frembe ))erbrängt n>urben. 34 
^abe bereite benterft/ baf i^ bie 
ftarbe nirgenbö fübli^ t>om @aIabo 
gefe^en ^abe, aber ed ifi tt)a^rf(^ein^ 
li^/ bafi mit bem SSorrudfen ber 
Set)ölferung a\x<l^ bie Sarbe i^re 
(Brenjen U)eiter au^bei^nen totrb. @d 
ifl anberd mit ber buntbidttrigen 
SKefenbijiel ber ^ampad, bie i^ in 
bem S^ale @auce antraf. äBenige 
£finber ^aben feit bem 3a^re 1535, 
aU ber erfle änftebler am Sa^Iata 
mit 72 ^ferben lanbete, bebeutenbere 



Seranbemngen erlitten. — SBte ^t er \ 
mit ber ftarbenbijiet, fo ftnb bie 
unfein in ber SRänbung bed ^aratta 
bid mit f^ftrftd^^ nnb Orangenbdumeu 
bebedt, bie ^on @amen entf|>rttttgeii 
ftnb, welche bie äBafer bed ^^e€ 
bort^in gebrad^t* 



Dr. SBilliam 9lrnoIb 93rom^ 
fjtelb t^eilt in feiner ©djrift öSer . 
r/ä3otantit unb äBttterung ber Ser^ ; 
einigten ®taattn" folgenbe 9lotijen i 
mit. Sei 9^tKabeI)>^ia ^ti^t Evony- 
mos atropurpureus ber brennetibe ■ 
<3trau(^ in ^olge feiner grof ett 
aWenge fd^artod^farbener grüd^te, bie-«^ 
im |)erbfle reifen. 2)er lulpcn^ 
bäum fü^rt ben Flamen r#geI6e 
^apptl" unb ifl fein $o() i^on 
ben SSagenfabrifanten fe^r gefc^ä^t. 
Sbenfo n>irb ba^ {)oI) ber Nyasa 
sylvatica t)on ben Stmerilanern Ta- 
pelo, Soor ober f^toarjer ®nmmif 
ä3aum genannt, fe^r gead^tet, iu 
fonber^ oon ben 9{abema($em. !Z>ie 
Stämme oieler 93äume werben ^tn 
anbern Iletternben ^flanjen fafl er^ 
brüdt, fo oom S)>^eu, buri^ bie 
®tftei(^e, Rhas radicans, toeld^er fo 
giftig ifl, ba^ man ft(^ fd^eut i^n 
abjul^auen, felbfi um ftt^ ij^tn }tt 
nd^ern, unb bie Seute ftnb nic^t ju 
uberreben i^n fort)uf(^affen. 

3m 38« 53'' SR* »r. ftnbet 
man bie Tecoma radlcana. !Z)te 
Catalpa cordifolia erreicht i^re f^ön^ 
{le Sntkotdelung in SSirginien, n>o 
man Sremplare loon 60' {)o^e fin^ 
bet. !Z)a^ SSaterlanb biefe^ 93aumetf 
^at no^ immer in j^rage geflanbeU/ 
ba man i^n ^dnftg in ber 9lä^e ber 
alten 9lieberlaffungen ber 3nbianet 
gefitnben ^atte« Gai-dn. Jooni. 



ber 9flatt$c, bic i(b einige 3cUen weiter 
unten unter bem 9{amen ERiefcnbiflcl er« 
toäine. Ob ed eine ma^re t>ifitt i^, 
loeiS iöf ntc^t, aber fte tfi gan) t>on ber 
Itarbenbifiet i^erft^ieben, unb gleitet einer 
eigentlicb fogcnannten ^iflel. 



SEBttitberlbare 9E3eife dntu 
löhft^atttn aniuU^tn. d^axl 
2)artt>in fagt in feinen r^SIatur^ 
toiffenf^aftlit^e Steifen II. p. 



/ 



f 



p Sqyfdbäimie fo 31t gebet^ 
ptn, ald m beut frud^ttaren 
Pr iet a3alb{i>ta nt C^tlt. 
h bot atmnen ber ®traf e gab e4 
lidr jnge Säicme, bte fi«^ ofen^ 
kr fel^ S^f^^i^St ^attett. 3ii 
(|i(oe ^efi^en bte <Etitt90$ner tint 
m^er^are titrge äBctfe, ^^ emen 
Dip§aricn cmjxilegett. 9n bem ttn^ 
ist Z^de loott faji )ebettt %^t 
1^ Heise, contfci^e^ Sraune ittib 
l^^nniteitsefd^nist)>fte SteHen ^er^ 
m: btefe iinb fafi nnnter gntetgt, 
^ ut Sß«x|elit gtt sotmaitbeln^ tt)te 
Mt imoeileit fte^t/ too ®(^Iamm 
lifSfiig gegen bett Saum geff^ri^t 
Mi^ Sut Rfl^ fo bi(t tt>te etn 
Stcttdf d^enfel , tt)trb getDci^It ttnb 
gr«^ «xter etner ®nq)))e i9ütt bte^ 
fa fhniftett aBge^oiten^ aOe Hetitetett 
3MM)e »oesbeit ab^efc^attteti/ utib 
er «ftb bann 2 ' ttef in bte (Erbe 
jeft^', bte Operation wirb )tt Stu 

rtiSb be^ fDigeiiben ©omtnet^ f^ief t 

ber 6t]nR||>f fe^r lange ®)>ro{feti attd 

nb trigt jitweilen felbji S^t^te. 

nm )tigte mtr etnen^ ber 23 9e)>fe( 

leo^rgebra^t ^oite^ irad man af>er 

fir etivad fe^r Uttgeto>öi^nlt$ed ^telt 

^ füfgetibeti @ommer treiben bte 

Sproffen )»i>nt erflen 3a^r anbete^ 

üb m bem brttten 3a^re tfi ber 

SteKi^f in einen gnt befolgten Sonnt 

scfToanbett, ber retc^It^e grämte 

ta^t <i€ foO tintn 9ef>felbanni 

y \a (EngTanb geben^ ber anf a^nltc^e 

\ SBfife be^anbelt merbenjfann^ aber 

si^ glottbe/ ^^ bte ®(](^nentgfett beö 

SoS^^l^mn^ ^ter me( geringer i% 

«ie bte Sänme ton Si^loe* Sin 

ittcr @taiitm Jbei SSatbioia bett>ie4 

fein SCott» : ^eeesidnd es la madre 

iel mTeBcion^ bnrc!^ bie Su^ä^Inng 

ber man^erlet nn^Ii^en Vin^t, bie 

»ott9h)»feIn g^mai^t »werben ttnnen. 

{ ^erfl ma^t er Qiioct, bann jie^t 

er an^ te» 2:rebern einen toeif en 

»b ftintn Bxdnniwm ab; bnr^ 



121 

einen anbern l^rojef betont er einen 
fäf en ^xup, ober toie er i^n nanntt, 
^onig. (Er jeigte nn^ ond^ Sein 
opn berfelben Sm<l^t. 



Olafen im Sßintetsne »Uttfie 
}n (tingen* dnt Gardn. Joum. 

j^nbet ft4 na^folgenbe SÄet^obe. 
ÜRon pflanjt im erjlen grn^ja^rc 
tonrjela^te Srentf)Iare ber }nnt SlretV 
ben beflimntte 9{ofen in ongentefene 
grofe löffe. t>at man immer« 
blü^enbe ©orten bajn gewählt, fo 
fnet^t man benfelben oOe ftd^ bi^ 
inm ^erbfle tttoa jetgenben Slät^en« 
fno^)>en ond. 3m {>erbfle nimmt 
mon bie oberjie (Erbf^i^t oorftc^tig 
fort, crfe$t fie bnrc!^ frif<!^e fraftige 
(Erbe nnb jiettt bie ^flonjen in einen 
falten, froftfireien ftaflen ober ^eOe^, 
faltet Sommer, wo fie bi^ inm^n:^ 
tttiUn im toormen ©etoid^^^onfe 
ße^en blei'ben. 

(Eentifblien, 3Roo«rofen, fJer^^e« 
tneOe n. 0. bogegen f^netbet man 
im ^erbfi ti^tii gnrnd nnb ^äU 
fie mi^ii^^ ttoätn, bi^ )n ber S^itf 
tt>o fie getrieben iverben foKen. 



^ntafiti^mnd bet fH^inan« 
t|iaeeen% — ^rof. ^en«Io» 
htriäfttt im Gard. Chron. No« 39 

über SSerfnc^e, toeli^e er tt>egen bed 
fJorafiti^mn^ oon Rhinanthas nnb 
Odontites bnrd^ Su^faot angefleSt 
^otte. (Er fäete fie n&müi^ no^e 
bei nnb entfernt oon onberen $jlan^ 
}en. (Einige (Exem)>Iare be^Rbinan- 
thufl Crista gM\ gingen in (Ent« 
femnng oon onberen ^ftonjen onf, 
ober tninoidtlttn fi^ ni^t, fie er^ 
reid^ten nur eine ^9^e öon 1 — IV«'', 
nnr jn^ei brod^ten jiebed eine99Inme 
^erbor, nnb bann oertoeCfteö fie gonj, 
o^ne bof ein Samen gebtTbet tonrbe. 



*) «CTö(€i(5e au* p. a90t>orig.3atrg. 
^icfer 3eitö- ^' &-<>• 



122 



i6et mietti SSktjeti^alme mtfgmg/ er^ 
ianitt i^xt ^Mi^nti^t 3)tmenftoneit 
unb bläßte freubtg/ ater ed mürbe 
ni^t Uoia^M, o( t^re @atnen ft^ 
anßQtbüM ^atttn, SDte (£xem))Iare 
Ht Odoiithes rubra lameti freubiget 
aU bte be^ Rhinanthns cntf unb 
Hüteten ^mmüiil^, fott)O^I bte (et^ 
aU bte fern t)0]t anberen f)j{an)en. 
@te Ratten eine SDtenge wn Satt^^ 
wuxyAn, ober faitgtoarjenarttgenSor» 
ragnngen an t^ren SSJnrjeln^ tt>elc^e 
m an bte &on äBetjen^ unb ®er{ien^ 
)>flan)ett angeheftet ^atten^ nnb tn 
)n>ei Sollen )>erfoIgte er SCBurjel^ 
fafern ber Odontites, noeld^e fu^ 
me|^r al^ einen ^n^ lang soon ber 
©telle^ wo bte f^ffanje n)tt(^^/ ant^ 
breiteten, Wd fle bte gafern ber ®erfle 
erretii^t mtb ^c^ mit btefen s^ermifi^t 
^en. 3ii etntgen SäSen fonnte 
et feine @)»itr t)oii ©angmorjen mib 
nt^t^ 9on trgenb einer $hi|e^nng 
an bre ä9ttr)el)i miberer $f(an}en 
toittrfcir« Sot 3eit 



Seaeelo aalcaMold«« fum 

JBIul^ett gn Ibtingett* !Z)iefe ^ier 
in Hamburg, »ie fajl überalt, fe^r 
Uütbtt ®^ttng)>fliatq!e, »ü^ f^ gn 
Xnqieln unb i^ed f^neOen SSn^eid 
»yegen jur SeReibung t^oit SEBAnben 
imb ®))a(ieren fo trefpt^ eignet, 
Un^t iwtanntltd^ fe^r fd^mer. ^err 
@artenb{rechnr ^. Otto t|eitt in ber 
98g. (Sorten)« fRo. 51 t). 3. fM^ 
geabe SKet^obe mit, biefe f^flanje 
Uii^t tttlBIit^|n,bebmmen. #'9Bcr 
fa^en ibei mtm fJrt^ateaün brei 
Si^er tu ferner SSÖo^ung mit bie^ 
^r 9^axiit belorirt, bie mit einet 
ÜRenge golbgelber Sttt^nbolbeu ffs^ 
f^snMt »aren. 2)ie @^ön^ett fo« 
tto|C, att btt Steu^^aUigfeit ber 
93ittt^en erregte iä m^ ben SBnnfd^, 
fie na^er betrauten )u bärfen, aber 
cm^ }ttgle{($ »t erfahren, xoit man 
e9 an)nfangen $abe, fo rei^ Uä^enbe 



fjftoojen jit erjieleu, Ml^e^ aK 
oa^ freanblic^fl geio&^rt toin^* Soa 
ben im 3nnnter, btc^t o» bea ^i^ 
flern, in. ooSer Stütze fie^eabea 
Srem^kren ftanben eimge in langeit 
ftäflea, bie fafi bie ganje S^ge ber 
Senfierbrufhtng eiato^en anb ua^ 
gefäl^r 6—7" »reite anb 6" ^S^ 
galten ^ bie äbrigen flouben in Zü^^ 
t>oa berfelbea 2)inieafioa;. unb morea 
gam S:^eit am @patitt, ober togea^ 
förmig, ®Ufr(attben bitbeab, gebogen. 
£)ie @rbe, »ortn fte fkonbea, f^tea 
eine gen>ii^ali^e aai^rl^afte (B^xten^ 
erbe }tt fein, in koel^^ fte np^g 
ma^fea unb eine bi(^te Soainnäfe 
bilbeten, koeU^e mit ffuabertea ooa 
93{ät^nboIben gefc^madt maren uab 
etaett ^errtic^en ^uft t^erfereiteten« 
9ta(j^ bem SSerblü^en n>erbea bie 
^llanjea ati^t U)eiter bea<^tet, ta 
ein f alte« 3immer gefteOt; aot^ürf 
tig begofen, too fte fi^ iats> cnb> 
blättern. ^ bem baraaf fol^abea 
Srn^Iinge koerben t>oii ben jinngea 
trieben SteAinge gemotzt anb bir 
otten ^flaa^en aU nnteaui^binr gän|( 
li^ entfernt, jöit jiuagea i3tedling(U 
)){tan}en n)urbea ia bie baju Ü^ 
jlimmten Sänken ober Xd)>fe 0eipf[<m)t/ 
frei in fonnige Sage gieflettt uafef 
ia betiebtger ^«rm gebogen. ^ 
@e)>tember erft^tinen bereite baatt 
ftttO^))en, anb beginnt ba^ äBetter 
im )tt n)erben, fo (ommen fle «» 
bad för fte befitmmte Bimmer, beffieat 
Sea^er na^ Öftea liegen. 2)te auf 
biefe 3rt gejogenen ^flanjen tntf 
voideln i^re Släti^en im Dctober, 
beren ^oaer Dottfommen gioei 9i^ 
nate to&^tt SSir ftanen tri^t nn»^ 
^lu bie Seb^aber, taelil^ 3immer» 
)yf(aajen jiel^ea, aaf biefe ftultat» 
nretl^obe oafmerffam }tt matten« ba 
fte fe^r bele^enb i% unb bie ä3Utt$e» 
}U einer ^o^e^eit erfc^en, w 
fie einen bo^etten 9ßert^ ^aUn.f* 



l 



f 



li Arteorisia odoratisaiiDa Desf. 

eoKar SoimtiDonettfiiM^eit d^itlt^ 
ibinf^fr, in bemi Stttle ft(^ etn 

I fabofStmiged/ mit iteifK^en Xxd? 
Pnlbagrtt Ba<^ bem tbnbeife ttt^ 
8 cifc| ai^ 3(^3 ^eftnbet^ )t>el^e^ 
w^^tinli^ M (Evieisgtitf trgenl) 
coflr SttatSfytit t{l^ toelc^e irgend 

\ fix 3iifrff öerurfo^t. Dicfen ©toff 
mactt bte Straffer tn Stlgter Sa^o 

Ifhi^ ^ütiKg^ ob trefDfii^ett 3un^ 
)(t {am Seittraitf(|(iEgeii. 
Sa^ ^q€ mi€ ^r ^et)aote etnge^ 
li^ Semen-Contra tß etn $n)btt!t 
/ äefrr IHi^iiige^ todc^ird SIgter fnr 
jtt) Sm^ tteferti toiiirte. 

Sirfffte Sigotfi^aft ber (et(^tea 
jiibteifeit ^at ber ä^tic^e^ aber 
■tad ^efärte ^mtm an Artemlsia 
Ibxa LincIL (A. cliineasis), bte 
atar a^ti^ Ser^Unifm »&## 
üb m bat @te^))eti jtt ftnge^enern 

Z)fli ^eöca ber ®)>anter tft ein 

M^ (euVter ju ^Beabe^ Wtatmal 

IHiSieaeraiifc^a^n^ benn ed Ibe^e^t 

Wglti^ otte ben frifii^ 'Qtpfi&ättn 

wn Oonyza nipestfis L. 

Conysa aaxatilifi ^ L. , wd^t 

ft feU^ wit ben ^ngem ret^en^ 

e^ it^ anf bem ^ener^nte 

snb f^itcK »ie ^tterf^nxmtm 



fbti^ fit Selaien tebienen ftd^ bie 
^■ttnbif^en Sanblente unter bem 
^^ihmeit SHt» Syi^Qiet eine» i^id^en 
Ikbttgttvßotx^ t>oa eittcc etenfofi^ t« 
Scstf^Iasb mel »etimteteii ^f^^^ 
itMKi^ mm Artoniaia vfügnte L« 
iBa trennt ben M>eiflen £^£[ bes 
Hütne: 9im bev gränen Ctofette 
;«b (s^ft babnr^ mätelfi: Smngen 
iMtnd ein^n t»attenartigenSlamn^ 
|Wb^ naf tait ^eaetfbeine UU^ 



123 

ber in %i(^ttn ^e^ ^v^, ttie 
ntmt f(!^tt (et Snttu^ fe^en fonn. 

3a Un länblttl^en ^anttlien fant^ 
meit man bnrre Slätter s^on biefev 
Artemisia yolgaris, reibt fol^e im 
SSintee jmif^n ben ^ätittn nnb 
fonbert bnbnri^ ben tt^attenarttgen 
^oam in fietnen 9äll6en ai, bie 
bann toit lletne Senerf^Iantntjlöd:; 
(^en )nni Snjnnben ber f)feifen 
bienen. 

<Ed t^ore mo^I ber SRi^e )totxt^, 
biefe (£igenf^ften im Sntereffe ber 
d^tmxc unb Sleci^notogie nfi^er jn 
nnterfttf^en, ba erwiefen i^^ baf 
biefe glanmntaffen iid jnm ($tl)en 
IC. {i(i^ t^ereinigen loffen^ tim grofe 
3n$i^eit nnb ^aMarfeit betoä^ren^ 
»a^renb bie ^jlangen fetbfir brtnnnt^ 
U^ ieina^e gar feine ^^t%t er$ 
leifi^en« 2:|nnng. (Porten}. 



C^reBkmrm» wm^mwAawiM. (Samen 

btefer f^oioe er^iett ber botaniji^ 
Mortem }n fie») i^oa ben SSefi^em 
ber {)eatHieIb«$«foif jn Dnn^ 
bee^ bon benen mehrere f^flan^en 
erlogen mnrben^ mtb j[e^ in bem 
bttnnif^en SXnfenm mit bem 
mi i^tnr in oben genannter 9<tl»ri( 
i^erfevtigten ^äbtxtat m fei^ finb. 
!Die ^^nje' ifl ein^d^rig unb »raeb 
][e$t f^M aOja^It^ in ®rof britanien 
importirt im SBert^e j)on 900,000 £. 
Dte fJftange ^at in feiner SSejie^ung 
Se^i(|feit mit ben gelbbät^eaben 
Cordcnui ber ©arten (Kenia ja- 
pMmlca), fonbem g^jrt ju ben 
Tüiaceac, beren fammtlic^e Srten, 
M ytx gemenien Sinbe/ na^tii^e 
%o^xm liefern* 

aSiefe imferer Stfer oetben bad 
c^iaefifk^ ^oirftii, genannl: Ohra«« 
leinen C|rras0dotli) flennen. ®ir 
fflitliam ^^ofer ^flt e« fär 
BoebBwria nirea (Urttea nlraa L«) 



124 



Pooah- ober Paya-^ofer soon 
9lq>al imb ®t8mt toixt ju Zantn 
unb^egelttt^ ^txaxbtittt unt fonttt 
bem itibtfc^en ^obttft. i^orgujte^en. 
S^ foQ ))0n ber Boehmeria Paya 
Wall. GJrtica frutescens Roxb.) 
fowmen. SStelfälttg tfl c^ 8^*^^ 
worben unb jie^t iti fetner Sejte^unp 
ben %aititattn au^ ntfftfc^em ^anf 
na^. @tr9B. |)ooter fägt ^injit, 
bafr bte S^aractere btefer $flatt)e 
beiten be^ t^ttteftfd^en ®rafed fe$r 
na^e flehen nnb t>ertnut^It(^ (et>e 
|){{an)ett tbenttfii^ finb. 

Obat fittb bie ^er »Ott Stcr- 
culia villosa, aud benen Zant t)er$ 
f^tebener 9Ltt in dttbten f^ereitet 
tt>erben ttnb nur. aUtin t>ott ben 
S(e))^anten ^ 3ägem benn^t loerben. 
Sor ungefähr jtDet 3a^ren tt)urbe 
ein garter nnb fd^dner 6tof tn 8on« 
bon etngef&i^rt nnb t)on ben Samens 
^änblem )nnt 9lnbtnben ber $f(an^ 
jen IC. attentj)fo^Ien. Dtefer Stoff 
\at oiel Se^nltc^Iett mit Safimatten 
nnb nac^ ber 93ef^et(ttng Ȋrbe 
baö Dbal biefetten S^f^vi^ f^tn. 
Btercolla guttata Roxb. foK tint 
gttte SttnbiK liefern nnb oon ben 
Stnmo^nem oon SDtalaiar gn ©etoe« 
ben oertt>enbet werben. X)te 93dunie 
werben gefäOt bte Sttnbe gang ai» 
gelöf t nnb na(!^bem btefe gewafd^en 
nnb tn ber @onne getrotf net toorben 
i% tt)trb ite o^ne fonfttge Searbet^ 
tnng jn ©eweben oertoenbet. 

Gardn. Joam« 



3tt ber Siinna ber naturf. Srennbe 
gtt Serltn am 21. 9tot)br. referirte 
Dr. Slnnter aber etne oon t^nt 
oorgenontmene Unterfn^ung einer 
f)f{an)e oon Corchoms capsularis. 
Z>er 93afl berfelben bient gnr Sln^ 
ferttgnng beö nnter bem Slamen 
©ra^Ietnen (grassdoth) befannten 
t^tnefif^en ©etoebe«. 2)te fßap 
geSen ge^en in bannen 93ttnbe(n bid 
auf ben 9Bnr}eHo))f ^erab^ to&^renb 



bte bed ^ac^fe^ nnterl^alb ber ^lu 
fertton ber Sot^tebonen etngelit xM 
Slttfi^toeOnngett bäbenb^ enben. SEBtt 
bemerlen ^iergn^ baf naü^ bem Sev 
trage bed ^errn ©arten ::3nff>ectoc 
£. Sonc^^ tm berliner @arteit(atM 
SSerein ber unter ber Senettttitiig 
Yellow Grasscloth erhaltene 
@amen eine CaDnabis-^rt lieferte^ 
White Grasscloth bagegett ben 
Corchoras capsalaris. 

»ot 3eit. 2. 1849. 



Pastlmaca Mtiva. 3Rit QBaf« 

fer abgetönte Snrgeln ber kottbe« 
Pactinava sativa l^aben^ M 9la^ 
rnngdmtttel genof en^ nad^ ben 93eob^ 
a^^tungen bed Dr. ^»^de jtt ®ne- 
fen^ bei ftinbern älanfc^nngen ht€ 
®eft($t«, Sertnft be^ Seton^tfeutd, 
fliUe Z)elirten, ©c^winbeU ftere» 
^tid, SBei^fet ber ©eftd^t^farie, 
nnterbrndten ^tti^ nnb fnU^<I^U% 
n. f. xo. ^ert>orgebra^t^ bod^ eri^ 
folgte nai^ Sred^mitteln ©enefimg« 

»ot 3tiU 



ClienopodiMiD «nUieliiiiA* 
Oitcnm (Wormseed ober JeroBalem 

oak ber 9}orbameri(aner) iji nac^ 
Dr. S. Sngel^arbt ein ftd^ered 
SBurmmittel, weld^eiS eine orgatitfi^ 
SBafe^ ChenopodiD^ enthalt, nnb ont 
beffen @amen man ein De( ge^ 
tt>innt^ n>e(d|^e« fi6f befonberd totrl^ 
fam jeigt. »ot. 3eit 2. 1840. 



an 

loeifen Stnntelritben geiate ftd^ tn 
@ttfoI( eine franf^afte Srft^etnnng^ 
bie »Utter waren baran bnnSer/ 
M an ben gefnnben^ nnb fingen 
gnr Srbe nteber^ oll ot fte 9SangeI 
an SBaffer ^tten. S)te l^flangen 
fa^en an^, aU ob fit in ifyxtm 
früheren n)>)>tgett SBad^ö^nme ptt^ 
li^ t'ntrege^aften Rotten; fte waren 



125 



Mb M ein fietnev S^ttger an 
cstgcit @ttlleii^ an anbeten au^« 
kn^enb in Knoten ober fttumpen 
m ber ®r5$e eine« ®&nfeeted. 
^en war )coeber ein frant^after 
^onb, no«^ 3nfetten, np^ fonfl 
(tiKtd )n ^emerfen. 

9&(!^ iet itn^ in Z)enf(^Tanb fotlen 
boBf^ofte Srfc^etnnngen 9on biefer 

Wa«i^ 8^f^^^^ f^*"' ttOTttter eine 
«ttere Jiw^ri^t em>nnf^t n>äre. 

S5ot. S^t. 



^oit^en t^ot btw 9)rts 
Hstrn X» i^nl^tn. $etr galcon 
xittrte «el^rere feinet fJelatßonien 
is bicfem ^a^rt öon bem 2lobe be« 
SerUniend, inbem et foaTei^ m^ 
hm IUf(!^ne{ben ttwa^ fufoet s>on 
gettanntent 9 alt auf bie SGSnn« 

bc8 freute. D^ne 3w«fd ^«^P^ 
btcfM SRittel att(!^ iei anbeten fJflan^ 
len btefelf^c 38it(ttng t^nn« 



W^aulwütft. SRottlrnntfe 9et^ 
ttei(t ntan am {ic^etflen bnti^ na6^ 
fle^enbe 3»affe : SRan nimmt V4 u 
ftif^ed äBei}enme^I, 1 Sot^ ®tun^ 
fpan, 6 iot^ nnge»f(^ten Ralf, 12 
StttÄ frifi^B^«^*^^« *f rtfe nnb Vi « 
@yiädl^ tt>e% Se^anbt^eile tt>P^I 
nnteteinanbet gemifd^tnnb fein }et^ 
{lofien^ nnn }tt einem Xeig gefnetet 
n>etben« !Z)atatt4 mnfi man ftugek 
f^en ibeteiten nnb biefe, ^itü^iöft in 
bet ®t&f e einet ^afelnnf, in bie 
SJtatttotttf^^anfen/ obet l^itx nnb ba 
anf ben Mtx, SBiefen, ®ta^))I&^en 
IC. fhrenen. — 3e fiftet bie »ägel* 
d^en finb, bejlo »itffamet {inb jle, 
meil i^t @etn(^ {lätlet ijl. 

Ägtonom. 3«^fl' 



Sste SSlumtnftäbii^tn* $ett 

3- galconer fagt im Gardeners 

Cftronicle: ÜKeine ®en>o^n$eit i% 

im Stntet eine Onantität SBeiben^ 

fO^en jn fammeln^ {te bann jn 

tNlcn nnb )n fpnlen, nnb i^ietauf 

HtM^re i(^ fte an einem fend^ten 

Otte, jebod^ nntet Z)a(l^ anf^ bid 

H fic 9ein>enben looill. 9tun fd^neibe 

i^ ^e in etnden t)on 6—8'' Sänge 

iBb itobe fte fc^od^ obet funbett^ 

loetfe in ber 9Ritte jnfammen. ®ie 

&fa^tttng ^at mi^ UU^xt, ba^ e^ 

Iriae (efere @tä(d^en giebt. äSiS 

noa e^ no(^ (eqnemet ^aben^ fo 

ViBbet man folc^e ©tabtä^en nnt 

hijenbweife jnfammen, »eil man 

mi einem QuHn SWeffet W<i§t im 

Staube ffJ, ein flanjc« ©nftenb mit 

eiaem einatgen ©t^nitte jnte^t jn 



^ttx 3a me^ SR'Slab i{l an bie 
Stelle feinet oitftotbenen SSatet^ 
)nm Sntatot bed ftönigt botan» 
^axttni )tt Sbinbtttgi^ etnannt 
tt)Otben. 2)iefe Stnennnng i{l nid^t 
attein e^tenooK inm 9lnbenfen be^ 
oet^otbenen ^txxn SW'SRab, fonbetn 
e^ iß and^ ba^ 93e{le tt>ad bie Sie;: 
gitnng inx äSo^Ifa^tt be^ ®axitn^ 
^ t^un finnen. !£)er oetftotbene 
$ett aW'SBab »at feinet 3«^ bet 
gefd^entefle )>ta(tif(^e ®ättnet^ ben 
©(i^ottlanb, obet fclbfi itgenb tin 
Sanb attf}nmeifen ^atte. S^ ifl ba^ 
^et an^ ni^t jnm 9lad^t^eil beffel^ 
ben, tt)enn »it fagen, baf bie Sw^ 
bed ®attenö jie^t mit nenet Sttaft 
etgtiffen »etben muffen, nm feine 
ftü^eteStettnng »iebet jn U^an^ttn, 
nnb koit glauben, baf e^ feinet 
beffet )tt t^nn n>eif aU bet, n^el^ 
^er 9lamen nnb ©teffung gcetbt 
^at*) Gard. Joorn. 



•) 9la<b bem 2obe bc« ftctrn SBIlHam 
2»'!»ab waten 510er Hagen auf beffen 
@o^n gerichtet, nfi^t aaein atd legitimer 



126 



Um 18. ^annax ftar( ju ^anu 



ficirtc 9la*foIaer, ^err 3- 9»'3lab iat 
nit^t nur aUctn eine [e(r genaue Kennte 
nfß von bcr Jfota bc^ ganjcn vereinten 
StiniQxziif^ Sro^ritanten unb 3rlanb, 
fonbern an^ 'oen ben tropifcben Sporen» 
wie er überhaupt eine oroie Vorliebe für 
^llanjcn jcigt. ^err W^Slah ifl bcreiW 
ber botanif(ben SBelt burtb mehrere treff» 
U(^ ^b^anblungen binlängticb befamtt 
^aii) befonberd aber ber bctaniftben ®cs 
feUf((aft ju ({binbuta^, ber er ^^ febr 
»erbient Mmai^t j>aF. 3m 3oJre 1836 
crbielt 3. l»'9lab bie @teUe aU (gupcrin* 
tenbent bcd kartend ber dalibonifc^en ®ax* 
trnbau'^efeOf($aft gu @binburg( itnb (at 



mann, Slfftflent 0m ^tefigen botoit 
@artett/ tti einem 9(tter ))Ott fa^ 
ftetenjig 3«^r^»- 



biefer ®arten unter ber Rettung beffel 
unaemein in ieber 8e|ic&ung gewönne». 

tu ifb 1835 tnk bDt. harten gu €1 
bnrg( conbiticnirte, fe(rtc ^err 3. 3R'9{al 
s>on einer botanif^en 9J2iffton va^ bi 
fübti^en bereinigten Staaten 9{orbami 
fad, mit reiften 9flon)enf(bä(en ;ini 
unb er()ielt barauf balb bie oben nto&t^} 
8teae bei ber ^oUbonifdlfen ®artenbai 
©cfettfcbaft, berc n ©arten bamald erfl x\ 
(Sntfieben xoax, benn icb fanb bort ni 
ein S^arm« unb ein Jtalt(au4 unb 
SSeintreibfaflen i^crr tt>ci(renb ie^ iio< 
eine {^aQe ())crmut|!i(( gu ben 9ue^ 
ßeüungen), ein (Samellienbaudr sn)ei S01 
ferbatorien, ein ^ermcbrungd^aud ut 
ein fo eben boQenbetcr Sßinten^arten ^toj 
gugefommen ffnb. d. O— o. 



SSerf^effetitn^ett. 



{)cft 1, pa«;. 51 3^i(s 13 b. U. flatt oratam lefe ovatvin. 

63 „ 18 b. O. flatt 8aHia purporacca lefe Laelia farfaracea. 

63 i, 18 b. D. flatt Oalcoth lefe Oaleottianom. 

63 r, 1^ b. £). f^att Lindleii lefe Lindenii.' 

II, ,, 60 n 2 b. O. flatt Stenorrhymhus lefC &?tenorrhynehut. 

69 n 2 b. O. f^att jonopsie (efc Jonopsi». 

9i n 6 b. O. ^CiH Collyi Icfc Colleyi. 



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127 



tarnen* unt» yflaiuen-llatalirge-Jinjetgen. 



!X)te Slebacitott ma6)t äffe 93Iumen? unb f^flanjenltei- 
^IcT auf bic ^tcr ju ^amturg, ^opfenmarft SJlo. 27, erSffnete 
S«mc&^anb(uiig be^ J^errn $etcr ©mtt^ aufmerffam.*) Dad erjlc 
afi^tnene Ser^etc^ntfr 9on tn^ unb auölänbtf^en @ämereten liegt 
tec Slebacttoii tox. Daffetbe enthält attfcr ben beflen unb n^ueften 
Scmafef amen^ eine fe^r ^ufrf^e 3(tt^tva^I Don Slunten^ (ät^bli^ 
B^ StTdu^erfatnen^ anfetbrm a^er no<^ ükr 500 S(rten Xo))fge;; 
«üc^efamen, n^eli^e btrect avi^ ^leu^oHanb^ daUuHa, dt^Un, 
S^tsa, SBe^tnbien unb ^antatca belogen koorben finb, bte ben 
^Teaaben «>i>n ^a]t^f)flanjen befonber^ em)>fo^Ien uoetben f5nnen, tnbem 
jb^ barunttr ©atnen wn Borottfa-*, Boesiaea-, Crowea-, Dillwynia-, 
Kpaens-*-^ MIrbelia-, Styphelia-SIrten ic. jc. beftnben. 



Da« ^ret«^Berjei^ntf für 1849 öon ©amen, Snollen, 
Stumenjtotcbern/ ^flanjen, Sanmen, ©eflränt^en jc, »e^e 
13 bf« Saimtfc^ulen bei bem®artenmei{ler 3. S. ©c^tebler ^©oi^n 
ra Celle }tt befommen fmb, hegt btefer 9lttuinier ber Steuen SSffgem. 
bcstf^en ©arten* unb Slumenjeitung bei, worauf bte SHebactfon bte 
Ooxteitfreiinbe befonber« aufmerffam mad^t. J!)tefeö Stabttjfement ifl 
^■r^ frine SteeUttat meit unb breit idanntf aU ba^ e^ ^ter no^ 
tr^cnb einer ©mpfe^Iung bebarf. Sefonber« rei(^^altfg ijl ba« Serjei^* 
«^ ber ^oljarfen unb Wu^enber ©träuc^er ju ©arten ^ 2tnlagen unb 
8itfb®eMfc^en, unb pnb bie einjelnen, neueren Slrten ju fe^r btfftgen 
^rrifen angefeßt 2). 9?eb. 



•j $frr ftttx ©mit 5 »at bid öor gwei Sajrcn ÄuUt»ateur ber rüJmUc^il 
befonntrn ^Jflansenfammlung bcd f>mn (S. ©teer jn f)am bei Hamburg, 
unb tfüt ftti feitbcm in^ergcborf etablirt. 



128 

Dtefem ^tftt ift femev (etgefSgi, ba^ Serjet^titf ber <S^ 
mtxtitn, 2^0)>f^f)flan}en, (Seorgtnett^ 9lofen^ (Stauben 7C* ^9 
$« ®(!^toaie^ St'mta ^ofgärtner SRoo^ tn äBetmar- (Ed mad^t im 
ein Befottber«^ SSergnngen ben 93(umen:: nnb ^flanjenfreunben btefc 
i&etitegenbe SSerjetc^ntfr an^ befter Ueberjengnng em))fe^Iett ju (dunei 
^te barm aufgeführten ^{Ian}en^@amen finb frif^^ ä^t unb fetmfa^tj 
nnb bieten etne fe^r ^bf(^e Sndtva^I bed 9lene{len nnb @^dn{len. 

D. »eb. 



Sllle IBInmenfreunbe^ fo mie ftunft^ unb ^anbeUgärtner ma^ 
itfy auf ntetn biefent {)efte beigelegte^ Slnmen^erjeif^nif, namettttit) 
auf meinen Srfnrter Sei^fo^entof^ffamen ^ani befonberd onfmevl 
fam^ ntit ber Sitte^ SefleKungen xt^t ititi^ an mi^ gelangen }» laffe« 

9bbreffe: %n $errn Üte^nnng^rat^ ^ahfk in Srfitrt fii 
SNricMdi^ ^abfl in ^()>er^ge^ofen. 



^er ^atXun^tn Achimenes ttitH Gloxinia. 

ctftm (Sk^ftifm int Wcadfdin harten su ^amburd* 

Sie ttngetnettt {i^ feit ittigefft^r einon ^a^rje^enb ithfere ^flanjen^ 
|i^ Dernte^rt ^aitn^ tttib »eld^e ititf^4$(Kire Steic^t^umer in ben 
fidler 110^ ttt^t ober bo(^ menigflend muooafommen bereiften 9ege« 
lBitoiidTct(^ett X^eiteit ber auf erettn>))äif(^en äBelt nnd eröffnet n^orben 
{ob, bat>oit giebt nn^ ein 93Iid in bie »obmtinjfen Jtatabge ber größeren 
^nbtUgärtner nnb ber botanifc^en @5rten, ober ein Sefnc^ ber bi^ in 
Ite gerittg^ 9ldnme gefällten ®Mä^^^&n^tt bie fl&erflen 93en)eife. 
Sd$e ooferorbentli«^ «annigfa^e nnb foßbare Stcqnifftionen flnb nn^ 
wmnäi^ att€ ben tparmeren ®egettben ber neuen 98elt jngebntmen/ toic 
mB «ik^ fafi tdg(i<^ burc^ bie ja^Ireid^en nnb nnermäbeten 9leifenben neue 
wa^ fettfame 93etoo^ner ber Xro)>en nberfanbt merben^ fo baf e^ tt>a^r^ 
li# mn fe loeniger Sßnnber gn neunten i% ti^tnn fi^ bie i^or einigen 
9i^a entigermafen gefi^tonnbene Sieb^aberei für marme $flan)en mit 
tMn Vta^t »ieber ergebt. Setrat^tet man bie ®attnnitn FranciHcea, 
Ix0n^ CTlerodendron, Ckirdenia, Aphelandra, Begonia, Dipladenia tc.^ 
wMft unge^enre 9Rannigfattig{eit nnb f^ra^t i^ }n>tf(^en biefe ®e$ 
f^ed^ter gefonmten^ nnb meldte Sbt^koa^I fle^t jej^t bent Sieb^aber nnb 
ndtbotevr ju ®ebote! 3eboi^ tro^ ber Vitien Slepräfentanten jeber 
birfer angeführten Gattungen ifi too^I Uint ^ontilie mit fo oielen nnb 
^Oid^oVen Snfimntlingen bereichert nnb ertoeitert tt)orben, att bie 
laäie ber Gesneriaceae, nnb ntit aOemSte^te itbt fie jie^t in ber 
Smmttfiot eine getoife Hegemonie in ben (Semdc^^^anfern nn^. 

9tit man onf einzelne (Gattungen biefer %amilie na^er m, fo 
Mb wt aSUm bie Slnfmerffamfett anf bie ®attan^ Achimenes DC. 
gdenft bie fi^ feit ad^t ^a^ren fo nn^tmtin oert>teIfdItigt ttnb oer^^ 
audorigfad^t ^ot nnb in biefem fnrjen S^itranme fo oiel glanjenbe 
6fl^li|etteit fomo^I im ^abitn€ aM im Slut^enreid^t^nm nnb ^arben^ 
Vlinä jeigt/ ba$ man fitfy oertonnbert fragt: toit ifl e^ mdgli^^ baf 
tn^ ber anerftinnten Z^ätigfeit nnb tro^ be^ nnermäbeten €iferd ber 
fifi|eren 9leifenben biefe 3<^ttber ber Vegetation nnö fo lange oorent^ 
H&n ivetben (onnten! äBeld^e geranme 3^it toar bie Acliimenes 
e»cciaea Pers. bie einzige Ste^rdfentantin i^rer ©attnng^ fo baf fie 
fsfl beralH t^emad^Ufflgt »nrbe^ nnb erß bnr(^ bie nnerMf li^e S^' 
fnraen^Smtg mit i^ren fd^inen p^xotfttxn bie ©teile toieber gn 



130 

erringen 8ett>ttf t ^ai, bte ijx mit fftt^t gebft^rt. <Stne faft gleiil^e ja^I« 
ret($e 3i<n<^^^^ ^^^^^ ^^^ u(ngen ©attnngen ber ®e^neriäceen er^tten^ 
unb btefer %amilk babur^ bad 9le^t ern^oriben^ an^ in ben {letnfieii 
©arten eine SSertretung (eanfprud^en }tt fdnnen. 

Dbf4^on nun etnjelne ©attungen^ mt ). S. Achimenes ttnb 
Gloxinia nngemetn t>ev(rettet {tnb nnb fafl in jiebem ©arten fulttotrt 
n)erben^ baf ed alfo fföc^fl überpffig fein märbe^ n>oKte man bte ®ts 
n>Q^nItd^feiten einer gen^ö^nlid^en ftnitur no^mal^ bnr^arbeiten^ fo n>aren 
e^ bo^ breierlei ©rünbe, bie mi^ tefiimmtcn, öorjilglit!^ über bie qu 
nannten ©attnngen einige SBortetn biefer 3eitf<!^rift nieberjulegenj möge 
man e$ ni^t jn jheng (enrt^eilen. (^ine^t^eifö nnb t)or}Micl^ kooltte 
t4 ietpirfen^ bafi man fi^ ber $ra^t^ ober fogenannten ma^Rnltwc, 
ber man anf er in ben größeren @täbten no^ fe^r toenig Su^erffam« 
Uü gn mibmen fc^eint^ me^r beffeifigen m^ge^ inbem man unter atteit 
^aff^^Itnren am ftd^erfien nnb fc^neKflett gerabe bei biefer ^amilte 
in einem günfligen Slefultate gelangt^ anbernt^eild an^ um bte ^^r* 
f^iebenen ftultnren ber etngelnen Specte^ jn tmm öberfid^tli^en ®an)eii 
gtt oereinigen^ ba faft lebe ber einzelnen ©pecie^ t>or äffen bei Achimenes 
eine me^r ober »weniger abtt>ei4enbe Suttur erforbert. 2)entt obtoo^ 
bei lieber neuen 3lrt^ bie abgebilbet ober m^ nur bef(^rieben tt)irb, eine 
Art ftulturbef(^re{bnng beigefügt i% fo bre^en ft(!^ berartige Angabe» 
bo(!^ immer nur um bad 9(ffgemeine unb längfl 93efannte, o^ne ben 
eigentpmli(|ien Säuberungen ber ^jlanje Serüafi^tigung gu gett>af^ren^ 
ed ifl ou^ in ben meijlen Raffen tin nä^ere^ Singe^en fd^on tnfofem 
gang ttnmöglii!^^ ba man bie neuen ^flanjen ^mi^nli^ glei^ nac^ i^xex 
-erflen S3Iut^e ber Defentlic^feit übergtebt^ unb bef^alb ft^ nt^t et^ 
3a^re lang mit ber 93e^anblung berfelben befaffen lann, um bad bejte 
S^efuUat erzielen unb tnitt^eiten ju (ounen^ mtb britten^ U)offte ti^ 
benjenigen Sieb^bern ber ©artneret, betten e^ nur vergönnt tjl^ einige 
SD?ijU)eete ober ^oc^flen^ ein Keinem &w&(l^^an^ )U ^aben^ ben drt^wni 
rauben^ aii feien biefe fo ).arten ^ftangengattungen fo fc^mer gu luli^ 
^mn^ unb bef^alb nic^t ben yiut^ ^aben^ fi^ bamit gu befd^äftigen. 

S^e i^ gur befonberen ftufturbefc^reibung ber eingelnen ®ptciH 

uberge^e^ ifl eö n>o^( not^toenbig ba^ 3l((gemeine^ toenn auc^ meifl ä3e^ 

fannte/ boc^ n^efentU'i^ gur ®a^e gehörige oorgubemerten: bie Sbtfbe« 

loai^rungdtoeife^ bie S^it be$ Sinpftangend tc. jtnb im äCffgemeinen iu 

tannt, unb berühre i^ fie ba^er nur oberpc^Iic^^ bod^ toerbe i($ bei 

benjienigen fünften länger oermeilen^ gegen bie man ^ier unb ba nod^ 

oerftö^t Sobalb im ®))itfommer bie f)f(angen abgeblaßt ^aben^ oer^ 

minbere man bie 3Baffergabe nac^ unb nac^ unb {ann man iti ben 

A<^imeDes furge 3eit nad^^r gänglid^ auf^ören^ bei ben Gloxinien aber 

oermeibe man e$ ia, fofort mit ber 93ekoäferung inne gu ^alten^ wie 

ed mand^e ©ärtner fälfc^Iic^er SBeife t^un^ fonbem man fd^neibe fle 

oon 3^t gu 3^it ttxoa^ gurüd, unb i^öre erfl bann gänglid^ m giefen 

auf, n>enn fie ii^ auf tt>enige 3^^ gurucfgegangen jtnb» A>tnn bie 

Stnoffe/ bie todffrenb ber ä8a^$t^um^))eriobe fafl äffe i^re Sxäftt auf 

bie Sl^etKe aber ber Srbe oertoenben mn^te, fängt nad^ biefer 3^it erfl 

red^t an ftc^ audgubitben unb gu erflarlen. Sntgie^t man alfo bte 3&^ 

toäfferung fc^on, toenn bie f^fiangen no(^ in i^rem ooffen ®run ftnb^ fo 

f(^ruin))fen unb troAnen bie Shtoffen getooltig gufammen^ mm raubt 



131 

iSßa bie ®elegeii^ett fefl uttb ^att )tt merben utib itüitt^t fte ettte jit 
lange Siiiterrtt|e {tt galten. 3ft matt batttt natfy Um 9}er))f[att)en nt^t 
im ©taube t^nett emett Dort^etl^aftett @tattbort att}tttt>etfen, utib tfl mü 
bei Seioafferttng nt^t ^o^jl t>orft^% fo gerat^ett fie, ba btt etnge^ 
f^^iSQipfteii Drgatte nti!^t fogletc^ fa^tg {Ittb bte S^u^Hglett oufjane^nittt 
mb mtt^ bte nette SSittjelbtlbung jtt lange t>er}dgert tt>tVb^ letc^t in 
SSalnif «nb i^erbetben. Stn trotfner temj)erirter ©tanbort öon 6 — 10® 9t 
loo^reitb ber Stu^ejett tfl bet befte^ jeboc^ f^nnen bte St^tjonten bev 
Aebimenes oenndge t§rer meniger fletf^tgen Sefii^afeni^ett einen be^ 
bestenb ^ö^eni ffiämtegrab ald bte Gloxinien »ertragen, o^ne iu letbeO/ 
mnr »ob babnrc^ natärlt^ etn frn^er 2^rieb f)ro))oc{rt ^atman jn tventg 
geeigneten Stanm gar SlnfbetDa^rnng, fo fann man biefthoKen nacfi bent 
Cntgte^ cat^ ben grofen @efafen ne^en, bie nberQ&fiige (£rbe bak>t>tt 
eitles nnb e^ne dia^t^M mehrere in einem Zopft in troffner Srbe anf^ 
kioa^ren. Zhe S^t bed Umpflanitn^ in gett)0^nli(^e, für bie Achimenes 
isge^r 4^dntge Zip^t, bei ben Gloxinen lomntt ed anf bie ©rof e 
ber SnoQen an^ ^ängt gatt} loom StnIttVatenr felbfl ai, j[e frit^er ober 
1^ er fte in SUt^e ^aben n>iU'y bie mittlere S^it ifl mttz ^annat 
M Stttte S^bmar. tHan fanbert bie ftnoKen ))on ber alten (Erbe, giebt 
ben Z:0|>feTt eine tä^tige ©^erbennnterlage nnb bedt bie StnitU^zn ber 
AcbimeneH mit V« — 1 <^ Srbe, »on ben Gloxinien hingegen bringt man 
mnr drca % ber ÄnoKe in bie (£rbe, ben übrigen Z^til läf t man ober 
ben atottb beö Zopfes ^ert)or{le$en. t>tt ©tanbort nac!^ bem Ser^yflanjen 
98$ ntögti(|fl ^eO nnb frei unb bie 9Baf ergäbe im SInfang gering fein, 
btt bte ftnoOen in Zrieb fommen, na^ biefer S^^ tfl ein 3$er{n^ nid^ 
mt^ jn befnr(!^ten. ©obalb bie andere Xemf)eratttr ed erlaubt (t>ienei4t 
State 9Rätj) ifl e^ gerat^en, bie Zipft in tin toorme^ SDtiflbeet ^n 
briagen, nm fte px regeren 2:reiben an}uf))omen. 3fl man gewitzt ^e 
»^ fri^er jn ^aben, fo brauet man i^nen nur 93obenn)drme }tt geben, 
wäux^ fte foglei^l ^eroorgelotft merben. !Z)ie toegen ber jarten Snrjel^ 
bObmig fix alle@e^neriaceen geeignetfle unb gnträglic^^pe (Erbe ifl be^ 
kamüi^ bie |)at>eerbe* Wian t>mni\^t fle mit einem großen Z:^eile ©anb, 
nb )n>ar am beflen mit frinem toeif en ©anbe, ber für aSe feinmnrjeligen 
^^n}ett bei mettem )>orti^eiI^after ifl aH grober JDuar}fanb, unb fiigt 
bonn^ nm bie Srbe fo Toder nnb leidet aU möglit!^ ju ma^en, ettoad gei^adte^ 
#ber jerrtebene^ 9^ood (Spha^nra) ober jerbrödelte Xorfflndci^en ^injtt, 
«e{^ le^tere bte frinen SSärjelil^en loorgügli«^ gerne bnr^^ie^em ^ai man 
fste Sanberbe, bie geeignet ifl ber fDtifc^ung me|r Stai^rung jugufit^ren , fo 
tntn man Va bat)on ^injnt^un^ tfl man )ebo(!^ nic^t ^inlanglicf^ t>on ber yta^x^ 
fofttj^t berfelben ubei^eugt nnb torif man ni^t genau, ob ft^ biefelbe 
m ber SRtf^nng immer fodfer nnb tti^t ertoeife, fo fle^e man lieber 
gftnglti^ bo&on ab. Sit^t man fiä) bann bur^ SDtangel an guter, fetter 
nnb na^r^after Sauberbe gendt^igt^ $at>eerbe atiün an}utt>enben^ bie 
Mttarlt^ vermöge t'^rer Sei#tigfeit ttnb i^rer Urbeflanbt^eile auf er 
Stonbe tfl meI9ca^mng }n f^enben, fo ifl e$, um eined guten Srfotgeö 
gavtfer gn fein, bur^auö not|»ig, ber SD^if^ung ein Steijmittel fiin)U}tt« 
fimi; i^o^ pflege 4^ beim erflen Sin^ftan^en f einerlei ^nnffXiitUl gn 




132 

jerfej^en utib ber (Erbe )tt afflmtßren/ ätbcrbem aiti!^ btefe erfb f^rocebm 
leine tt)ettere ^itncHon ^at, M bad Srfc^eistett ber jlttngen f)fUn}t!^eii 
gtt (ejmedten. Setm itotittn Ser))f{att)en f^mattsere td^ bte Crbe etit» 
lieber mit gan} fetn bur^gefteiten |)ontff>ätten^ (bte graten iraitt^eti ju 
lange 3«ft, e^e pe fi^ Joermtfc^en unb ^JUegen in flefi^Ioffenen feni^c« 
Stänmen gerne ju ntobern) ober mit getroclnetem, jerbrodeltem^ remem 
Sht^bunger, tt>el($e %etbe, soorjügtic!^ aber ber le^tere^ fic^ mir aU ^6^ 
ergiettg bemtefen. dixt toettereö !Z)ungen btefer f^flanjen bur<^ flnffige 
Sub^anjen ^at feinen entfpre(!^enben Sort^eil, im ©egent^eil »erbtrM 
man ^t^ ni<!^t feiten bie f^ftanjen bamit^ benn bie ffinrjeln anf ber Dhtt* 
flad^e flnb fo gart, bap fxc bur^ bie geringfle ©Aärfe gerflört v»tt!tm. 
^t^n tann man ed nur bei tiefer iDurjelnben ^rten anwenben, mdb 
wuf bie e^Ittff{gfeit anc^ bann nnr ^eO unb Har nnb gang frei Don 
ieigenben Sigenf(!^aften fein. |)oIi^fto^(enflanb unb fto^(enftöd((!^ett ftitb^ 
obtDOi^I nic^t unbebingt not^n^enbig/ bo^ ein 93eflanbt^etX ber in aUen 
ftulturen ft(^ aU ^4f^ nu^(i(^ beweifet, inbem er bie (Erbe loder er» 
^ätt unb }tt einem bunfeln unb gefunben Soforit ber Slätter n^efentlti^ 
ieitrfigt; bO(^ nt^mt man bat>on nur Vs ober Vio, ^amit bie (Erbe nti^t 

Stt branbig unb rau^ n>erbe. 9tt^ loert^eile itfy in jiebem ®efäfe einige 
(einere ftiefel ober gerfc^tagene 3i^g^I{ht(f(^en, bie ben Slb^uf be4 
SBaffer^ begunjligen unb loon ben 9BurgeIn gerne aufgefndj^t unb tmu 
30gen )(oerben. !Z)a biefe ^f(angengmp]pe ed fe^r liebt an ber Ober^ 
f[i<^e gu murgeln, fo t^ut man tt)0$I anf bie (Erbe grof e gerfi^Iagene 
2:oj>ff^erben gu legen, unter xotl^tn ii<^ bie SBurgeln gerne fammefo, 
onferbem t>er^inbern fie anc!^ Suft unb ®onne bie Dberflji^e ber 
(Erbe gn fe^r abgutrocfnen unb bie garten SBurgeln gu beUfh'gen. Z)af 
bie ®efdf e bei bem |)flangen mit einer tu(]^tigen 8age S:opff(]^erbett ober 
beffer no(^ Bi^^^tftuden auf bem 93oben oerfe^en koerben, oerfte^t ^^ 
DOtt felbft. !Die gur ^aft^finltur ber AGhimenes ttnb Gloxinien am 
beflen fi(^ eignenben ®efäpe flnb U)o^I ffai^e Stapfe, benn ba bie 
SBnrgeln beiber ©attungen ni^t fe^r tief ge^en, fonbem ^auptfAc^U^ 
auf ber Cberjlä^e ftd^ umfiergie^en, fo würben f{e einen tiefen Sto^ 
ni^t ^inreiii^enb audfuOen fönnen unb bie (Erbe witrbe i^erfanern. 2)te 
getoö^nlicfie unb gugleic^ bie grS^te ©orte, bereu ^ mic^ bebiene, t^ 
beiläufig 6 " ^o(^ unb 10 " weit 

Da biefe ©attungen ipcn ungemein garterSeytur ftnb, unb grdften* 
t^eil« aW Setoo^ner ft^ttiger feu^ter (Segenben in i^rem Saterlanbe, 
f^on oon Statur baran gewöhnt ^nb im &^aütn gn »egetiren, mr * 
man t)or aOen Dingen barauf bebaut fein, bie ©trauten ber ®on 
nnb bie ä^fixömnn^ trodner Snft baoon abau^alteu, benn ber gering 
®onnenfHc^, oorguglii!^ nac^ einigen trüben S:agen, wirft na^t^tiliQ « 
bie Selaubung unb madf^t fte fledig. SBid man bie Senfler nur n 
©^attenreifl ober Deden bef(^atten, fo ^at man an nnbefldnbigen Zagei| 
weiter ni^t^ gu t^un, wie ®^atttn gu legen unb wieber abgune^men,! 
unb ifl man ani^ nod^ fo oorft^tig babei, man wirb bO(f» angeftt^rt.! 
fSJlan i^ni ba^er wo^I, um für aOe (i^tntnalitättn geft^tt^t gn fein/ bie' 
Senfler gu äberfhrei(!^en unb bebient man ftd^ bagu nur ^iner SRifi^mtg 
ott^ anilc^ unb putoerifirter Streibe. Diefe ÜRif^^ung ft$t giemlii^ feft 
nnb f)>au ftc^ nur aSmft^Iig ab, fo baf fle er^ gegen ben ^erbfi ^'n 
»öllig abgewafi^en wirb unb fomit i^rem 3^^<tt gang gut etttf^ri^t 



ISS 

fk ^«^»tar^Tbenit^ hH btefeti ©attmtaeit t{l feu^te in^, ttttb «utf 
Ml ba|nv fot>teI ed nux immer o^tte 9ta(^f^etl gef^e^en Um, ^ptH^tn, 
bei| btrf man ed ^egreifb'^ertDeife Rt(^t toä^renb ber @omint^t$e i^ott, 
Hb |»flcgt mott be^ ^DZoTgeti^ )tt gtefen, i^ e6 bur^au^ tidt^tg, glri^ 
i4 bem Sef|>rt^ett ettoad )tt lüften, bamtt e« eintgennaf eit loor ber 
SUmg ber @onite «oieber abtrodnen fanii; eben fo rat^fam tfl e^, 
tat Dimft, ber fi^ «loa^reitb ber fHa^t auf bte SUtter mebergefc^Iageii 
H bnr^ Suften ju entfernen, e^e bte ©onnenfba^Ien auf bte Senjler 
oorarfeii. 3<^ «eitterfeit« )te$e e« t>or, gegen 6 U^r be^ %UtM s» 
jiefes, |it ivel^er 3^i^ man bann bon ber (Sonne ni^i^ me^r )tt be^ 
fn^ta ^, ttnb aitd^ bte bnr^ bte @tnt^ bed Xage« erf^Iaften 
fflaieii crfirtfi!^t vlvl'^ ^äxft. — Son ttngejtefer, »a« |>err ^rofeffor 
ittrreii aXA Jef^r beläftigenb fnr bte Gloxinien angtebt ^abe td^ bet 
mer Snltitr tti^tö jtt t>efar(^ten, nnr ntuf man bte ^ffanjen ntd^t )it 
ktgt im ®etDä€^«^attfe behalten nnb bafär forgen, fon>o$I bte Srbe 
M £o^^ al« bie Sitft be« Staumed mt^t }u troden »»erben }tt lafen. 



©attung Achimenes DC 

Trevlrania^ ber ältere ißame btefer ©attnng tonrbe t>on 2)e San« 
bf de Dermorfen ttitb t^r oon t^m ber jie^tge^ Achiroenes, beigetegt. 
Cb mm bie aBer»erfiuiö be« (Srfleren mit Sle^t ober Unre^^t gef^el^e», 
i^lca xnx ba^inse^efCt fem lafen, bo^ tonrbe ber It^tere ongenommett 
oft tft icÄt aUa^wa^in* -Sn jiüngjler d^tt nun ^at ed ^err (Ebnarb 9tegef, 
botanif^ber ©artaer in 3»^^/ unternommen, ben 3tamtn Achimenes 
m fstoeobiren rmb b« älteren mteber etn)ttfu^ren; ebenfo ^at er t)tele 
^ecicd a*«etreimt unb neue Oattnngen bamtt «nfgefkettt. Obtoo^I 
metstiae Strien im ^bttnd gtemlt^ abtoet^enb )>on bem ^avcfttf^fui 
bicfe« ®ef ATe€bt6 erf^etnen, tote i. S. bte argyrostigma mtt t^reit 
miea »tSter»^ ii^rem pftenben ^tamm, t^rer bWtterlofen aSInmem 
ätte, fe battcl^t mic bo^, baf 4)err Siegel bte botantf^en ttnterf^tebe 
«t^aftlitb fttAt, tttib babnr^ nnr etne große IBertofrmng in biefer 
iiUmwianiwe ^ert>eifä^rt. »i« jeftt ftnb biefe SRenernngen noc^ nti^t 
cunontmen, im S««« P« fr«*^^ I«^^* ^^^ aOgemetn angenommeti 
tt f Otiten, ^a*e i^ pe ben betreffenben ©pecie« betgefugt. 
l Ackimenes coccinea Pers., Trevirania coccinea W. Cb^ 
M biefe in Sawaica etn^etmtf(!^e Slrt bereit« gegen 70 3a^re ein* 
M^vt nnb in ben esiro^atf^en ©arten Mtiotrt mx\>, nnb man koo^I 
^n^eit foSte, ba^ atted, toa« ftnltur anbetrifft/ an biefer ^{{anje er;» 
f^Utoft fei/ fo fie^t man {te bod^ immer nur in getoo^nli^en fleineti 
^^elaren, tnbem man fle toa^rfr^einU^ für ju alt unb ber,9Ätt^e 
m^tmebr für n>ert^ ^ält, i^r eine forgfcLltigere IhtÜur «ngebet^en ju 
lafen, nnb bann eignet lie fvdf fafl unter atltn Slrten am beflen basn 
l^oAtexentpIare jn bilben, ba ijsre SeliMtbttttg fe.^r rei($ unb bid^t unb 
f^ nttKlbttgen fc^arfa^enen Slumen gen)if im @tanbe ftnb/ einen 
^bes n feffeln. — Um fle oort^cil^aft ju fulttotren beoba^te i^ na<^* 
9e%eiib^ aSerfaire»: 5«a#bem bie ^flanjen bie |)5^e oon ungefähr 2" 
crreubt boben^ pftatije man fte in bie «Bapfe etn, nur fo fefl, baf fld^ 
bie irbe beim ®tef eu ni^t su fe^r einfenfe, unb t^ut matt babet ^tet 



131 

j»it übtt^awft Ui aOett 9(rteit xo^% bie Srbe in ber ÜSttte itttgefä^r 
Vs ^' ubtt ben Slattb bed 9}af>fe^ {i(i^ erbeten ittib gegen beu Stonb ^ 
ift ber äBetfe fUfy abflauen }tt lafen^ baf bte SSertiefung am IRaxtiDe 
^tnretc^eiib grofi genu^ fet, um bie 93en)äfferung ber ^{lattje aufttr^itteii 
gu (dniten. ®en)$^n(t(^ ^flanje t(^ in einen iRa^f ))on ber frtt^er os^ 
gegebenen ®röf e 8—10 ©tnd ehtjelne ^fianj^en, mit je 2—3 Zxititu 
in gleid^ kDetter (fntfernnng/ bO(!^ fn^e t(^ bie aufierflen bem Siaitbe f» 
na^e aU möglich jn bringen^ bamit fie ji^ fo fe^r al^ möglich oitftr 
ibreiten lonnen unb bie innern nid^t beläfligen. 9la^ bent ^ßttpfianitu 
(ringe man fte in ein n>arme^ So^ibeet, ^alte e^ im^fang )iemUc|^ Qtf 
f<I^Ioffen/ bamit bie ^flan^tn fo^atb aU mSgli^ fortma^fen^ nnb fitd^e 
jie t)Qn nnn an bur^ gmedmä^ige SSe^anblung in reger Segetation gtt 

. ermatten. X>enn n^enn ba^ SBnrjebermdgen bur^ Un))orfi(!^tig!eit einiger« 
ma^tn anfer S:^atigfeit gctrati^t mttr fei eö bur(!^ t^eilmeife« SBcr» 
(^rennen^ SBerfanlen ober Sertroifnen ber SBurjeln^ fo iann man fe(6fl 
im gnn^igften ^aOe fein auf ergett)d^n(i(i^ed SlefnUat ermorten. SEBenn 
bie ^fldnji^en bann bie ®röf e t>on circa 3 " erlangt l^afcen, fc^neibe 
man bie Spi^e an^, ^amit fie fic!^ öeräfietn unb tuf(^ig merben. SBartet 
man mit bem(£influ$en jn lange, öietteic^t t)i« fie eine|)o^e oon 6—8" 
errei^t ^aUn, ifl e^ ni^t me^r rat^fam biefe Operation oorjnnei^men, 
inbem man ft(^ bann nur yiai^t^tii bereitet^ benn ba bie S^t ber SSInt^e 
f(!^on )n nai^t ifl nnb bie ^flanje nii^t mt^t bie 3^t ^at bnrd^^n« 
treiben, fo bi&en fl^ bie Slnmen . ju raf A and unb man ^at bann 
nnanfe^nli^e fopflofe (ixtmplaxt. Ungefähr 3 äBoc^en na^^ bem 3^^ 
f(^neiben toerben bie ^jlaujen i^re frif^en Zlriebe entiDidelt ^l>en nnb 
man mufi baran beulen, jieben einjelnen S^^ii foi^gfattig aufjnJbinbe»^ 
unb t^nt man babei am it^tn ber ^{{ange bur^ ba^ SinfledCen ber 
©tfibe gleii^ biejenige ^orm ju geben , in ber man fie aU ^xa^U 
txtmptax }ie^en miO. ^n ber 9tegel nei^me ic^ }tter{l ettoad fleinere 
&taU unb ergänje fefbige erfl fpäter (bo^ jögere man 't>amit ni^t $n 
lange, ba biefe Itrt fe^r leidet bri<!^t) bur^ größere, ba e^ bei langen 
Stäben einedt^eil^ gn fa^t au^fe^en, anbernt^eitö in ben Sä^en }tt 
»ielStattm unntt^ t)erf(^menbet toerben kourbe. Um jieboc^ einigermafen 
fparen unb bie f^ffangen immer in ftrenger ^orm galten ju fdnnen, 
pflege i^ fpdter am 8lanbe beö 9lapfeö B — 10 längere Stäbe einju* 
fteden, fo ftad^ aTö i(^ bad dxtmpiax ju gießen gefonnen bin, . unb nm 
biefe }ie^e i^ bann titUti^t 2 ober 3 ftreife mit Sinbfaben, am beflen 
get^eerten, ober fiupferbra^t, an tt)el(!^e i^ bann jieben einjcinen auf em 
Xrieb be<)uem anjie^en (ann. .3»'dt bie ^ßanje bei fortgefe^tem SBa^d:; 
t^nmt nod^ gefunbe unb fräftige Segetation, fo ijl ed bur^aud m'(!^t 
n5t^ig fie noi^ ferner fo »arm gu :^aUen, im ©egent|eit eri^ält fte ein 
bnntlereö ®riin unb »irb gebrungener an einem fahleren Stanborte 
mit eüoaö 9uft. 9luf biefe Seife be^anbelt »irb ber Kultioateur feine 
gehabte Wli^e burc^ ben gWnjenbpen unb rei^jlen Slut^enft^mucf be* 
lo^nt fe^en, unb er wirb ffii^len, baf eine fo^e, »enn au^ nur Hein* 
blumige coccinea, ben neueflen grof blumigen xn^mUä^^ )ur Seite ge> 
fe$t »erben barf. ©ei fot^er Kultur ^be i<!^ <£xemj)Iare erjogen oo« 
nber 9 ' im Umfang unb taufenben ^on 93Iumen. 

2» Achimenes rosea Lindl., Trevirania coccinea var. rosea. 
Sereit^ 1841 umrbe Achim, rosea aud Srafilen eingeführt. ^^ 



135 

la jb faß offeemem fnr etiie tit ifrem Satetlatibe geibilbete SmOit 
M eoccinea, obgleich fte {t<^ t>o« ber Ie$terett auffaOcnb untorfd^etbet, 
^m t^r ^abftit^ tfl iwel ioxta, iiyt ©a^Ät^um longfamer unb t^re 
8ta« anber^ gegetd^ttet^ bo<^ nähert fJe ftc!^ in einer wieber »on i^r 
jr)ogaiett Sortetöt^ bey Beatoal, ber Stotitntpflanje bid aitf tin toentged. 
ftoifo i^ i^re Anllur jjo» coccinea Derf^iieben. SHan j>panjt «nges 
f^ 10- 12 f^^äna^eit «n einen 9»a<)f, fhtftt fte tei nngeffi^ 3" 4)d^c 
ea URb loft fte^ Wo fic öoÄjlfinbig »ieber emgewnrjeCt finb, in efoent 
wniett Beete. 92a<!^ biefer 3^^ fl«*« wan i^r lieber einen ff^attigen 
Sos^nt in einem mafig fen^ten nnb »armen {)attfe^ ba i^r eine 
ortsebe^ere refne Snft tt>eit jntrogli^er i% aU eme gefc^loffene bttm)>fe 
a bcB tä^n. Sit ben Raflen n^ac^fl fEe nteiflend ni^t frenbig fort^ 
Mt Wdtter f r umm e n fi^ ober Derberben nnb bie (Srenif>(are iDerben nn« 
afiE|iii(^. ^orgfdlttge^ Xnfbtnben nnb ätu^etnanberjic^en ber S^i^ 
itaätrU^ an^ i^ter erfotberli^ nnb fe^r geeignet ba^ Slnfe^n ber 
$jhni)e )it-t^e1>eii. 3ttr 3^'^ ber Slnt^e erforbert fie einen tem))artrten 
fmet 6tanbOTt. 

3. Acbimenes Beatoni. (Sine fe^r )n entpfel^Ienbe Sariet&i 

Ml rosea i^ bte f^on genannte Beatoni. @te flammt tt)enn i^ nt^t 

int, Otto ben t>elgtfi!^ett ©ärten^ n>enigfien^ ift ^e in ben befgifii^en 

(otd^gen ftuerfl oufgefn^rt. 3^r 98n(^ i{l bet wtitcm frfiftiger nnb 

ybnmgeiter ald ^ei rosea nnb bie Sldtter {tnb fafl gan) mie bie ))on 

eDCctnea^ nur etts^o^ woHiger nnb weniger ran^ nnb ba^ Solorit bnnfel« 

jtn. jDie S3Imnen finb carm{n))ttrpnr nnb fe^(t i^nen loon coccIdcb 

UA Icn^ienbe utib Menbenbe* X>a fie fid^ Ui(^t ^eräflelt^ f>f[an}t man 

ngefoi^ 8 — lO in einen 9la)>f nnb nimmt i^nen }n rechter S^t bie 

IMe. <Kitte ni^t %n fei^r gefü^toffene Snft ifl fnr fie bie geeignetfte, 

on^ erfotbert ^e tt>etii^er flarfe 99en>affernng. 3^re Slnmen entwideln 

%Si ^emii^ tangf atii/ jiebo^ ebenfo Tange ifl bann bie S^t i^rer f6lnt% 

«^ bifoet ^e mit coccinea gewiffermafen bte 9{a(^^nt ber Achimenes- 

4. Achimenes longiflora DC, A. grandiflora Aact. (Trevf* 

rama longlflora B^i) Diefe nnter allen gro^blnmigen 3(rten guerfl 

cragefR^rte @pecte^ ^ammt andSRefico nnb tonx))t t>on {^artweg ein« 

grfaabt. S)ad (Srf^einen btefer pxa^t^oUtn ^flan^z mrtte wie tin 

efectrtf^er @d^tag auf afle ©artenfrennbe nnb in fnrjer 3^t war fie 

iler ade ©arten s»erbreitet. !Dettn ba man bereite faft aSe ^offhnng 

af einen S^xoa^^ ber ©attnng Achimenes aufgegeben ^tte, mnfte 

e^ nm fo nte^r einwirfen^ aH biefe ^ofnnng enbltc^ fo glänjenb er^ 

fiSt lonrbe 2)ad Serfa^ren^ wie i^ e^ bei ber t^or^erge^enben @^ecie^ 

ti$ pxm (Einfinden angegeben^ gilt an^ fttr biefe nnb fafl atte foigeu;; 

bem Slrtrn. Sei longiflora, i»on ber man nngefä^r 10 — 12 ^ flanken 

tB eines 9la^f bringt^ tfl bad fru^e Sinfin^en ^oit großem SSort^etl, benn 

ba lie bie Sigent^nmlt^feit befi^t äBnrgelan^Iaufer jn ma^tn, fo werben 

tiefe triebe bnrd^ eine berartigc 0^>eraKon fe^r balb ^eroorgelotft nnb 

i0a<9^fett ^ann mit ben {>an^ttfieben rafc|^ weiter. (So (ommt eigentli^ 

bei biefer «rt fe^r anf ben ^leb^aber an, ob er lieber ein niebrige« 

gtbmngene^ nnb nmfangrei^e^ ober langet nnb fc^Ianfe^ üxtmplat 

leibftt nta0^ im Testern %aUt fann man^ nm ben 9Ia)>f looO }n mad^en, 

«»^ att bie gegebene $ln}a^I $f{an}en ne^men^ nnb ^at bann ni<l^t 



136 

ndt^ts hit ZxitU HniUp^tn. 3^ meineirfetid gie^e e^ »et fle titebvt^ 
2it ^atteti^ ba man o^tte^ttt ^%ir^ loaii^feiibe f^flamoi ttt ÜReage j^otj 
t^ itnbe baim nur bte fl&tfereit 3tt>etge aitf tmb laffe bte äinsen äbet 
bett 9{attb bed ®efaf e^ äber^aitgetu 3^rer )>ava{{ttf(l^e]t (Etgetit^uiiilu!|ir 
fetten ^cAivc etforbett fie bebeutenbe S^c^tigteit ttnb eine teitt))erirte 
äBäntte, unb ba ite fe^r rafd^ koa^fjl^ bebarf ed att^ lusv Iitrger 3fe^ 
ttm anfe^ttltij^e (Srem^Iare )tt ttpt^n. @te entfoltet t^re grof ett blatten 
Stttttten )9on allen Sttbent iuvc% unb ^at eine fo an^banernbe ititn^ 
traft, baf fte^ n>entt bte erflen ®tengel abgeblaßt finb unb jutntffte» 
fi^niütn merben/ fU^ noc^ jn einer jmeiten^ tt>enn on^ weniger brittantett 
Slot entf(|Iieft. ^laü^ i^rer Slndbilbnng ttxtanit fle i^or SUlen dn 
f^attige^ fenc^^^^z ^i^^ V^ »armeö f){ä$i^en, too {ie lange bnr^ i^re 
andgejei^net f^iinen Ginnten ba^ $lnge ergoßen »irb. @ie ifl übrigen^ 
fo genftgfam^ baf man {ie felbfl in ®efaf en mit SRoo^«, Zotf« unb 
^aibeerbeftöä^en angefuSt nnb in ber Snft ^angenb^ mit gntem Si^ 
folge )ie$en fann* 

5. Achimenes iliclfolia van HoaUe, A. long^iflora ilicifoli« 
i^ toeiter nt^td aU eine ^axittit loon lon^iflora, bie fi^ Don ber 
Ie$tem nntr burc!^ einen me^v gebmngenen fräftigeren ^an, tiefer blaue 
Slnmen mit fc^arf begrenjten tt>e{f em 9(uge am @anme bed @(!^(unbe^# 
foioie bnrd^ lebhafter rot^ gefärbte 9ln({feiten ber Slatter an^jeiil^net. 
3^re ftttitnr iß gan) ber loor^er beft^riebenen ©tammart gleid^. 

6. Achimenes grandiflora DC, GiesebreclitiaDa Hort« Bel^*, 
Trevirania ^andiflora Schiede. X>a^ SSaterlanb biefer f^imn @)>ecied 
t^ ÜRejiico nnb tonrbe biefelbe loon @(^iebe nnb ^tppt entbeift nnb 
etnge^^rt. 3^r natixli^tt ^tanbort fd^eint ein me^r freier nnb ber 
@onne an^gefi^ter )tt fein, benn i^r ganjer ^abitnd ifl )iemli<^ robnfl 
nnb Iräftig nnb erträgt nngnnfligere Ser^ttniffe toHt leichter aU jebe 
anbere Srt. Da fie fxif, nngea^ftet fle f^Iant in bie {)(^e mä^ft, tau 

Sern loeräflelt ifl ed bod^ nt^t gerat^en, ba^ Surädf^neiben bei i^r in 
[ntt>enbnng sn bringen, fonbern mn^ man, van ein effectt>oIled (Exemplar 
bilben )tt lönnen, fx^ bamit Reifen, eine gröfere ä^^l ^{{an)en in 
Üeben 92a))f einjnfe^en, loielleid^t 12—14 ®tnd jn ber ^^xn angege^ 
benen ®r0|e. ^tim Stnfbinben jieber eimelnen ^flante fteäe man bie 
änf em ®täbe ni^t fenlred^t, fonbern f^ief tin, um fie na^ oben an€> 
einonber jie^en nnb ben innern S^oeigen i^re freie Stn^bilbnng gewähren 
in Itonen, Dbaleid^^ g^randlflora nii^t fo oiel %tudftiiUit aU bie 
öbrigen Slrten erforbert, fo nimmt fie bp^ gerne mit beren @tanbort 
bnr^ge^enbd oorlieb. 

7. Achimenes LiebmaDni Hort.^ Trevirania grandiflora var. 
Liebmanni. X)iefe fJrof. Siebmann jn S^ren benannte Achimenes ifl 
ein Srgengnif ber ®ärten nnb leitet i^re Slbßammnng oon ber oor^er^» 
gei^nben ab. Sbenfo mie i^re SRntter erforbert an(^ bie Ie(^t genannte 
tV natttrti(^ed Sa^^t^nm ni^t )tt fldren, j[ebo(^ an^ gan} entgegen^ 
gefegten ®rönben. äBä^renb nämli^ ^randiflora fif^ ni^t gerne t>amit 
abgiebt, ©eitenju^eige }n bilben, koäc^fl Liebmanni bnfd^ig nnb gebmn^ 
gen, nnb pflanft man ba^er, um bie befhnoglic^fle 9(u4bt(bnng jieber ein^ 
jelnen ^fCange jn erjielen, nnr 6—8 in einen yiapf. SWan ^at mit biefer 
Hxt am aKertt^enigflen fDli^t, ha fte fi(^ felbfl fe^r regelmäßig haut 
nnb bie einjelnen 3»eige ^arl genng finb fi(^ felbfl jn galten. ©oOte 



137 

te ©«bort fe^ fettet fnii, fo t>erfäitme man titelt, fte »ö« 3«* J« 
3« p Bitterfttfl^eit^ bentt ba t^r Stt^^ fe^r gebrttngen ttnb i>re 8e^ 
Iflteig bt^t t^, toixrmi e^ gtttoetlen )»or^ baf tie ange^uf^e Sen^ttg^ 
tttte üittera asiatter «ab ©tettgel m g&tlni^ »erfejt. 3^r S^anbort 
1» int ber SBlütf^e muf Dorjualti^ frei toon ben (ftnmrfntiaen m 
Nbr 8eiKi^tief eit fein. 

8. Aeblmenes malliflora Gardn. ®atbeiier fanb btefe 
ttd%art m bcr ^ro«»m) (Bo^aj in Sraftlen, wo fte bte trodenen 
^ bet SSaiber betiop^at Zro^ t^rer l^ef^^eibetteti (lattltOa SärButtg 
*^ ^ ^^ bof!^ bnxi!^ t^rett geregelten Sau, bnr^ t^re etgetit^nmlt^ 
jr^ajteii Sliumen mtb bnrc^ t^ren Slut^reti^t^ttm in jieber @amiiM 
ha} eise @tette ju enooerten* SRan f>flan)t i»on btefer S(rt nngefä^v 
6-8 m einen 9lapf unb ffai^t {ie ibet 3'' ^i^ etn. Den Ser^ältntfen 
i|m ^VMÜfy ^infi^li^ be^ ©tanborte^ tß man bei btefer SCrt ge^ 
imgen^ s^olle äSerädiid^ttgnng )u f#enfen, tnbem fte burc^ t^re fein» 
Mltge Sefleibttttg nngemetn {nm %h^txUn nnb ^anlen geneigt ifl. 
fton t^ut ba^eT ti>i>|^I i|r einen @tanbort in einem mäfig loarmen/ 
icbo^ ni^t ^tt fen^ten nnb bnnfh'gen Seete an}un>eifen/ nnb fann man 
fb fdbft etttoad ben Sirfatngen ber @onne an^fe^en, wenn man fie 
u^ nnb nad^ baran gewöhnt. 3n fen^ten {)anfern tt>trb fte ^^ in 
Vfm ganzen S^ön'^eit nie fange ^alten^ benn obwohl e^ t)tenei^t ber 
Sltaie »euiger f^abet, fo befommen bO(^ bie 931<ltter balb fanle gletfe 
wA fönen oft; fkettt man fte tnbef )nr 3^t't ber Slnt^e jiemKc^ ^eQ 
n^ ftei, fo tt>tvb man lange S^ ^^^ Stngentoeibe ^aitn, ba fie in 
Mfion 9la^ t^Tem 92amen maltUlora entf|>ri(^t. 

9. Aeblmenes pedaocnLata Beath., (Locheria pedaneulota 

H^*) X>«kd Sotetlanb biefer f^toeniSattnng if^®ttatimala nnb »nrbe 

ba^elfcfk wn f>artt9eg bei @anta SRartffa in fc^attigen^ matbigen 

|>(a^ (lefunben. Z)er ^abitnd biefer^^ fo wie ber folgenben ebenfalls 

«s6 (Baatimala fiommenben Xrt meidet i)on ben übrigen Achimenes 

t^eatenb ab, benn wä^renb jiene me^r ober weniger niebrig bleiben 

mb bie @tengel bnnn nnb jart ftnb, erreicht biefe, anöf wenn fte in 

bca ^ sttfagenben iBer^altniffen tnttioirt wirb, etne |)d^e oon 2—3 ' 

mib biCbet einen ^iemlidi^ ^ol^igen biden (Stengel; ebenfo ^aben biefe 

Sbtes an^ ungemein lange nnb biete 9(^i}omen. 99ei einer ftnltnr in 

fo wanner nnb fenc^ter Suft wie man fie ben übngen angebei^en Mf t, 

Intal »an (ETeai|>Iare iitiftn oon gegen 5' J^o^e, jebod^ mnf'man ftc^i bann mit 

ber Uofen ®rdf e begnügen, ba fie ft(^ bei einer foI(!^en Sdnge mit ber 

Silbang loon ^Inmen wenig ober gar ni^t bef<^dftigen fann, wa4 an^ 

kbtglii^ ber ©nrob ifl, we|M^ ^^^ tit^tn Srten fo wenig 9(ttfmert 

famfeit toibmet. ^ätt man fie {ebot^ falt genug, baf fte nic^t fo in 

bte ^ö^e warfen (ann, fo wirb man gewif frafttge, reii^Ii^ bln^enbe 

sab ba6 Sage ergö^enbe ^flanjen ergicf en. Ütai^bem bie inngen f^^cln}^ 

4^C9 bte flhrbe bnrt^bro^en, fleOe man bie 2:oi»fe an eine li^te, fen(]^te, 

i€b<k^ )iemli(^ fn^Ie @teSe be« äBarm^anfe«, bamit fte ni^t )u ^aflig 

«Mti^ea nnb ^ttbfc^ gebmngen bleiben, oer))flan)e fte bei einer @röfe 

9on 3 ^' in grof ere Zdpfe nnb laffe fte auf berfelben Stelle flehen bt« 

fie wteber gehörig angewnrjelt ftnb. 3«^ »e^we jn biefen arten eine 

etea4 t^fücttte (£rbeom)|>ofttion, oieOei^t )tt {)atbeerbe % gnte Sanb^^ 

eibe, anb mttfl biefe SDttfc^nng mit Sta^rnngöt^eilen nnb Z)ungmitteln 



I 



188 

fo gefi^mcittgett att oi^ne )» f^abett mi^iidf i% fetii^ ba btefe ^fCanjeti 
bitrd^ t^r ^arfed SBurjelioermögeit ttstgemem je^rett. Um t^tten ba^ 
fo lotet al^ miiii^ Soben {u getoa^ten^ tte^me t<| )tt i&etben 9(rfnt ge^« 
vöS^nli^t fla^t Zip^e, bte, ba i^xe SBui^eln tief« ge^e», iaib unb öolt 
flänbig burd^tDnrjett tDerben. t>k gröflte @orte Z:d)>fe^ bte i^ bering, 
tji ttngcfä^r 6 ' ^o^ unb 6 ' »eft utib pflanit i^ in Wefdien 4 — 6 
einjelne Subwibtten tu glei^ »etter Sntfertttttis. Sollte ber ©tönbort 
* im ^attfe nm etkoaö ju toorm iverben ittib bte f^ffanjeti }tt ^pMem 
anfangen, fo bttnge man fte in etnen nnern>armten ^aflen^ ober in na 
MM ^ani, ^alH fle jtemltd^ fen^t, f^ü^e fle t>or flatfer @onnen^t|^ 
unb gebe t^r an n^atmen 2:agen Suft^ jiebocff toa^re man fit 9or 3^8'' 
Infi. @oba(b ftc!^ bte erflen Slnfa^e ber ftno^enbtlbnng {eigen/ ne^me 
man fte loteber tnö J^and nnb gebe t^nen eine ät^nltd^e tt»te oben an- 
gegebene ©teKe; btefe S^it iotxfänmt man ja nt^t benn läft man fte 
gtt lange fn^t flehen, fo btiben ft(| bte ftnöüd^en in ben SJkttac^fettt 
nnb mit ber 93lnt§e tfi ed loorbet. 

10. Achiroenes hirsuta Lindley, (Locheria hirsata Re^I.) 

Sßit fci^ott okn bemerlt an^ etne Sen)o|!nerfn t>ott ©natemalix, er« 
forbert fie ganj tn benfelben SSer^Kniffen bfefeftc Äultur. SBet'be 
bluten, »enn fte gebrungen unb trafttg gehalten werben, xd^li^ unb 
ft^müdcn bur^ t^re auögcjctt^net fc^ön gefärbten, auf floljen ©tengefn 
ru^rnben S3Iumen auf lange S^it bte ©emäc^ö^äufer* 

11. Acbimenes argyrosti^ma Hook., Tetraoema hinsatam 
Hort. (Köllikeria ar^ro8ti|^roa Re^l.) ä^Qt trginb eine ber einzelnen 
©pecied ber Achimenes eine f^rofe Serft^teben^eit loon ben ädrigen, 
f tfl e« öor atten biefe jicrlit^e ärt. Die grofen, fo jort mit ©itber^ 
gefKecften Slätter, bie blattlofe 93Iitt^enriö))e/ ber ganj niebrige SBui^^ 
ftnb bo^ nur i^r eigen, unb f(^eint fte fafl mit ben übrigen ni^td ge^ 
mein ju ^aben al^ bie Sl^ijomen ober bie %^xm ber 93Iume. @ie 
lourbe in ber ©ierra Steoaba inSiengranaba an feu^ten fc^attigen 
^lä^en gefunben. SWan ^)fJangt t>on biefer Art, ba jebeö eingelne 3«* 
btVibuum in ^olge i^rer großen SBldtter einen ^^iemli^en Stanm eftt« 
nimmt; ungefähr 5 ober 6 ixt einen 9{a))f nnb bringt fte bann in ein fe^r 
f(!^attige6, fen^t n>armed 93eet. Sine fe^r na^ri^fte, nid^t jn let^ 
(Srbe, mit einem guten Z^tü {)oI)fo$Ien oerfe^en, ifl m ^au^tbebing« 
nif, nm ben Settern ein bunteied SoIoWt unb ein in ^Ige beffen 
f^arfered $ert)ortreten ber @i(berf{e(fen }u S)erf^affen. Um bie $f{an« 
gen im ®efäf t>or tinem ^im unb ^tx^aUtn jn ^tfy&i^tn^ jiebod^ bie 
©tammc^en meifl fo (urg finb, nm fie an ein ©tabuen befefUgen }« 
fonnen, flecfe man ungefähr 3 (leine ©täbc^en um bie f^fCange ^erum 
ein unb jie^e biefelben burc!^ einen SBaflfaben jufammen. SJor ben 
(Sintoirfungen ber ©onnenflra^Ien, fo xoit an^ ber xoaxmtn, trottnen 
8uft muffen bie ^flanjen auf alle gäße flti^er geflettt werben, inbem 
baburc!^ bie fcl^one bunfelgritne ^arbe fc^minbet unb bie 93Mtter geblei^^ 
werben, ^at man ein f^attige^, nit^t }u warmed ^an€, fo fann man 
fte gegen bie ^ittt i^rer 3Ba^6t^um$))eriobe borti^in bringen, unb wirb 
fte mit einem berartigen ©tanbort wo^I }ttfrieben fein, föd^renb ber 
»Ifttfiejeit barf bie geu^tigfeit be« ^aufe« ben ©tengel nt^t incommo^ 

biren, ba er abjumobem immer fei^r geneigt ifi* — 



I» 
I 



läAchlmenes picta Bisnlb«, Achiaienes zebrina Hort. (Oies- 
Jeni picte Re^lO 3>£efe fowo^l b«r^ t§re t>ra(^h>oa ri^ wit f^lvar) 
JW"^.S3hn»e« im^ottirenbe, al« bur* t>rc ^ammtaxÜQtn, mit »>etf 
wffjdmäfta ^«TE-c^Iottfettben »latter reigeiibe fjpanjc »utbe att«2Rejicp 
cnjffttbt iStne <Eteettf(^aft, burd^ bie ftc ftc^ t)or ben Äirfgen ott^ 
{o^tet anb aHeti ® a r t e uf r e nn bcn fafi mtntU^xti^ ma<fyt, iji bie, tt>a^* 
id^bcrSifttemtonate 511 erfi^ettte« unb bte @en>a(^fiäufer 3« fd^määen^ 
B cwer 3rtt alf o, »o i^rc S^uoeflcrtt tu)^ im Schlafe liegeii unb e« 
ot Btar^tt^t Ott SRtumtn e(en {ein Ueierffuf ifl. Wlan legt bie 
IlqMteii ttssefoi^r im Sbigitfl obei? @e<>tem(>er in frifi^^e «rbe, fäft 
jie iB eöm feac^twartnett ®teOe bee ^anfed an^treiien nnb fe^t ^e^ 
tt^cm bie ^fCdttgcl^en mtsefo^r bie ®röße »on 2 " erreid^t ^aben, in 

üij^fe, ^cüöttfis 10 12 in tin ®efa^. Der ©tonbort, »eichen bie 

fWimica )[>0u ie^t an lotvian^en, muf marni/ j[ebo<!^ nic^t }n feu(^t in 
cocoi Sarm^ottfe t>o» 12—15 ^ fein (felifl in einem Slnana^^anfe i^ 
fliesen T€^t>^ itur ileOe man {te frei unb lid^t. 9Rit ber Sewäffernng 
M iB<kn# ba {le auf t^rem tvarmen f^Ia^^en kbcntenbe Seuc^tigfeit 
Iß confmmreit ni^t miteriaffen merben^ nid^t fparfam fein, auc!^ u6er; 
trinft man fie mttuttter an ^etLen Sagen. @te toad^fen gebnutgeu unb 
M^tg nnb ^t man tütiUr nii)t& not^ig, aU fie forgfdltig auf^niinben 
n^ Ite fo rettt aX^ mvQti^ gn erhalten. 3^re Stut^e^eit fäOt bann in 
Me Stonate ^e^ruar, SRärj nnb 9lpxii, ie na^bem man fte nun 
fri^r ober f^äter in Xtitb gei^ra^t ^at 

13. Aeltlinenes pateos Beotb», (Trevirania palens Regl.) 

^atttte s eittbetfte triefe 9rt iereitd 1837, mä^renb feiner Steife in 3Jltiio>, 

it^/Oit ite aber crfl 1843 nad& (Englanb. 3n garic ber Slnme fommt 

d^ bie ^ran^llora ita^e, im ^aiitmS aber neigt fU ftc^ me^r ber longi- 

iara ^n, o^ne iebo^ aui^ i^en ^dngenben HBud^d gu iefl^en. Sine - 

Ci^pni^miili^feit aber, bnr^ bie fte {t(^ anf ben crflen 93Iicf loon atlen 

aa^em ttrten ott^seti^ttet, ijl ein bnrc^ bie äSerlängerung be^ Sel(^e^ 

aber fesne 93aii« gebilbeter @]»oren. 3^re Kultur ^at tt>eiter fein^ 

MMbere @^toitxi^Mt'^ iti einer ®rof e i»on 2—3 '' ))ftan)t man {ie 

iK 10— 12 in bie 92ä)>fe, flettt fie in« tt)arme Seet, unb jiu^t {ie, nac^bem 

fU aa0ftt>a^fett Itnb, tin. Senn bie ®eitentrieie gehörig au^gema^^fen 

mwlb geotbnet ftnb, fann man patena in einem feuc^ttoarmen {)aufe eine 

f^ottige, jebod^ freie unb bem Sid^te na^e Stette ankpeifen, unb toitt 

^ fi^ ^ter xoeit fraftiger nnb gebrnngener geflaUcn. Die Semdfferung 

rid^tet iid^ natnrti^ na<^ i^ren iSrforberniffen, jieboc^ (»raucht man Ui 

mcr fräftigen^ gefunben $f[aa)e leinen )tt ängfth'^en Wla^^ai anju» 

l<SCTt. 3ttr 3^^^ ^^^ Slöt^e md^Ie mm einen ni(|t ju feuchten Stanbort. 

14. Aebinienes GardinaHs Dietrich, ^n ber (berliner all; 

Semeiiien ©artenjeitisng ifl biefe neue 9lrt befc^rieben CS3b. XV. 

p. 813). äBenn biefe in Stebe fle^enbe 9trt ni^t mit ber in ber Flore 

des Serrea bef(|^riebetten Acbimeaea igoesceaA Lem. ibenttf(^ i% fo 

gleitet, fte berfetien bo(^ fe^r, nur fii^einen in ber 3ll>(ilbung t)on 

U^BcaeeDs bie 93Ittntett tt»a^ ^eSer jn fein, md^renb iene bunfelmenntgrot^ 

Imb. <Ed ifl bie^ eine ber Iangget%ten ^rten, mad^t einen flarfeu/ 

froftigea, aufregten ©tengel unb f(^eint einen ©tanbort im @(aö^aufe 

i^er offen )n liebem S^balb bie |3f[än)(^en ii>er))f[ansi»ar fmb, fe^e man f[e 

in 4 — 6 in eintn £o)>f, tt>ie bei pedancala(a, ober 7—9 in einen 9}a)3f. 



140 



(Sttt }tt gebratt^ed f}{[ati)en geretc^i (ec btefer Sri ttitt jttm 9Ia<l^i^ilt, 
betin ba bte SUtter jtemltA gtof f!nb unb ba^er jiebe enijclite fJfteiqe 
einen jtentK^en Staunt erforbert^ fo wävbe Monntmangel t'^re w9f 
{länbtge Snöitlbung nte geflatten. (Stn geller, i^armer f)Ia^ tnt SBamu 
^anfe tfl i^x ont ^nträglt^flen^ bo(^ confnmtrt nnb ^ttlangt fie n^enigey 
^eu^ttgleit aH bte ningen 9[rten. 2)te Serme^ntng btefer Hxt tonn 
man in€ ttnenbltd^e treiben, ba fie nad^ t^ver Stöt^egett förmltiü^e SBuIfle 
netner ftndO<^en tn ben ®pt^en nnb SM^feln ber S9Iätter btibet. 

15 AchimeDes Warszewicsil E. Otto. Z)er Ketfenbe ^erv 
)>on 38ard)en)tc} fanbte bet etnent 2:ran^f)orte anberer f^ffanje»^ 
an^ btefe neue Achimenes-Srt an€ ©natemala tnt i^ortgen @ommer 
an ben ^te{!gen botantf(!^en ©arten etn. S$ tß tn Sßa^^ett eine 
nteblt^e 3lrt, ba fte nur etnjtg t)on Achim, ar^yr. an 9{tebli^feil 
nbertroffen »frb, benn t^re »etfien, mtt gelb gejet^neten (p.4H )>ons« 
da^rg. (nä^er befd^rtebenen) 93Iunten ftnb noi!^ ttma^ ffetner mte bte 
»on cocclnea nnb t>re gan}e ^p^e ^itUti^t Va '. 3^re ^{tnr tfl fe^r 
etnfad^ unb er^etfdf^t fetne grofe S(nfmer!fantfett ba fie t>on gtetnb'c^ 
harter @tructur tfl. ^Stan p^anit, nnt bet ber ^letn^ett t^rer Slnnten 
bod^ etntgen Sffect ^ert>orbrtngen jn !önnen, gegen 12 — 15 tn einen 9ta))f, 
unb bringt ffe bann in ein feuc^te^^ fo))ie( toit ntögli(^ gef^Ioffenef 
warntet Seet. 3n einem SBermei^mngd^ufe/ m man fte noc^ in einen^ 
tt>enn ani) gerabe ni^t n^armen ftaften fleKen (ann^ beftnbet fte ftd^ am 
tt)offIften^ fte bilbet bann bi^ )ttr {)alfte i^rer ©röfe Suftmurjcln axA 
bem @tamm, bie n>te uoetf e ^aare an bemfelben ^erab^^ngen. @te t>er^ 
ciflelt f ^ fe^r leidet, man ^at bemnad^ ni^t n(t^tg fte jn ffat^en^ jnmal 
ed i^re Statur nic^t ifl^ au^erbem jugiebt f!c^ bebentenb }tt ergeben. 
®ie entn>id(elt t'^re IBIumen fe^r ba(b nnb muf man i^x bann tinta 
' fend^ten / fc^attigen ©tanbort im Sarm^aufe ann>eifen. — Dbgleti^ 
jn^ar biefe Achim. Warsz. Uin brt'Kanted Colortt jeigt, fo ifi e^ bod^ 
gerabe biefe feltene »etfie garbe nnb i^r jarter, jterlii^er Sßu^d, loa^ 
t'^r in fturjem in aUzn (Härten Singang nnb einen ftd^ern $(a$ )>er« 
fd^af en n>irb. "Sütit biefen feltenen Sigenfd^aften )>erbtnbet fte noc^ einen 
großen SSInt^cnreid^t^nm nnb eine lange S3Iät^e)ett, baf alfa D^ne 
3n)etfel alle ®a/rtenfreunbe bem Sinfenber f^r biefe 9le<)tttfttton t^ren 
frennbli^en !£)ant nid^t t^erfagen tverben. 

16. Achim enes Ottonis Hge. (Ebenfalls tint w^ gan} neue 
Slrt bie ^err t>. 9Bard)ett>te) im t)Origen 3a|fre an^ ®natcmaia 
unter bem ^amtn sang^oinea einfanbte. ^err ^aage ^at btefeo 
iRamen^ ba er fld^ fd^on bei einer Saftarb^Aehim. s>orftnbet^ t>em>orfen, 
nnb fte^ bem 3nf)»ector be^ ^ieflgen botanift^n ©artend gn S^ren^ mü 
i|rem jie^igen üßamen benannt. 3^re Selanbnng, Selletbung nnb t^r 
flämmiger^ fräftiger ^ni^^ ifl fafl ganj tt>ie bei hirsata. X>a ^ 
wegen f))ater SKufunft ber ftnoOen i^re t)i^Oige Sn^bilbnng btd }nm 
^erbfle t>er)ügerte^ n>ar e^ ntd^t me^r mdglid^ fte bei bem SRangel a» 
Sonne }ur ^iüi^tn Sluöbilbnng i^rer Slnmen jn bringen, bo$ foQ 
garbe unb'®rofe ber SBlume uberraf(^enb fein. @o loiel i^ »A^renb 
ber furgen S^i^ erfe^en^ fann man i^x getrofl bie Se^anblung bet 
pedanc. nnb hirsuta angebei^en laffen, jieboc^ nm einige ®rabe tt>&rmer. 
3tt feiner S^it ^^tbe i^ ba^ nod^ nii^ erforfc^te na^jutragen nt^ 
oerfäumen. 



141 

17. Achim e'n^B cvpreata Hook. Z)tcfe neue itiib fe^ ttttettf« 

}jak ^fUmie «oittte wn f^nrbie in ißettgranaba tV ber 91% 90tt 

Soiift an fttt^tett tlfern tnfbtät ttnb tn ©amen an ben botttntfd^it 

(krta in RevD eiBgefatibt too fte im Sf>rit 1847 blühte. Seim S(ii^ 

Mtf bkftr 9ftoi^S^ tm Hit^enlofeo 3ttflatibe tann man fic^ bitr^^an^ nic^t 

\uka, bof {ie gut ©attuitg Achimenes Qtiä^tt »»erben Kwtte, benn 

i|r frit^ber^ «ourjelitbet äBit^< fUft felb^ bett 2)e eanboUe^fc^ 

Chaneler ^enericos, ber ^Herbae erectae^ fttr biefe ®attmig beotb 

fpn^t, mn; aitc!^ ni^t minber t>evf^ieben !nnb eigeni^ämli(^ ifl i^re 

noortexteo^^e Segetottott, benn fie toäifyft Sommer nnb SBinter immer 

fKt «Hb Idft man fit gangli^ etn)te|en, fo treiU fte nid^t loieber 

m^, manm, i^ ^ot^ß einfa^« J^oofer fogt in feiner IBefi^reibung im 

Botamical Ma^asine U 4312: ,,Root a much-jointed rhlzoma^^, 

icbo^ t{i btefe capreata fo miberfpenfliig nnb ^artnacfig bnr^and feine 

tmlten )it ^aien. 3^x fo ganj fettfame^ Srf^einen ma^te in mir ben 

Snfi| rege^ ont^ einmal i^reftnoKen jn fe^en^ nnb oorjnglid^ toat e^ 

^ onrgelttber fßu^i, jafolge beffen bie ^flanjen eine immer grJf cre 

bAf^nmig. erlangten, bie mi^ enbli«^ findig ma^tt nnb miftram'f<^ 

«cibta lief gegen einen InoHigen SBnrjeljloct. Sin (leinet dxtmplax, 

Md gerobe ein toeniger frenbtge^ ffiac^^t^m jeigte, nnterfnAte i^ 

pmi gcnott itnb fanb »weiter ni^t$ — aU einen getod^nli^i^n SBurjel^ 

tafea. Xa biefe^ f){[dn)^en tin ©tedling nnb nnr nngefd^r ^4 3a^r 

ttt oor^ tomite i(^ no(!(^ fein beflimmie^ ttrt^eil faSen, i^ na^m ba^er 

ciB }n>med gripere^, beiUnffg IVa^ia^nge^/ toa^ toir an^ ^annoDer 

ei|aftrn, «nb gnlelt ein grofed 2«j[a^rige4 Sremplar, ma^ nnd an^ 

Snfletbam gngefanbt loar, bo^ koar mtin Semn^en nmfon^, id^ fanb 

aar gevoö^ttlid^e fd^mai^e äBnrjeln. @pUtt erfuhr ii^, baf man in 

fbidmanHi^^ StabKffement eine gvofe an^ (Englanb fiammenbe f^flanje 

im f>erBfte ^otte eit^ie^en laffen, tebo^ im anbem ^rn^a^r bnr^and 

Bü^tf Ubtntt^ im 9{at>fe me^r tfbrge^nben. Sla^ biefem Seilen ber 

9^i^omtn gef|t ^ert)or, baf man bei ber Sefc^reibnng ber f^ffange )iem; 

iii^ i>(cr|{ad^li($ t>erfa^ren i^, nnb man bem Kamen Achimenes me^r 

ftgetrmt ^ot^ aü mad er gn letflen im Stanbe i^. 9li($t nnr Sotanifer 

mb ftnltäxttenre fe^en fi^ babnri^ getonf«^/ fonbem e€ *^aben t>or:> 

i^i(!^ bie ^anbetegärtner f^ecnniare 9{ad^t^eile nnb SSerliße. <Sie 

fabelt fif^ biefe ^^nje, bie natnrlif!^ oermdge i^rer 9len^it nnb @(^$n^ 

tftä sic^t too^Ifeil ifl, mit fc^toeren ftoflen jn )>erfcl^afen, gebenlen nnn 

im aSertranen onf i^re an^banembe SOSnrjel im Sräffja^r eine fi^öne 

Cniie bot^cn )tt jie^en nnb toerben anf biefe äSeife nm i^ren Sort^eil 

gefero^t Dbtt)o^I nnn biefe genannten Serfd^iebenH^^ ber capreata 

MS ben äbn'gen ©liebem biefer @attnng gerabe feine iotanif(^e Untere 

fü^iebe barbieten, fo Idf t fi^ bo<^ oemmt^en, baf ftc^ an IJInmen ober 

^^n anc^ botanif(|e Unterfd^iebe ^erandfteOen »erben, bie btefe 

@ptcit€ Ott eigne ®attnng anfjn^eOen geeignet erf<^einen lafen, nnb 

k^ t^ bef ^Ib t>$Oig an^ebitbeten Slmnen mit @e^nfn^t entgegen. 

Z>te ^ttltnr biefer ^nnic titM im ungemeinen fetne ®4^mierig« 
tett bar. 9Xatt gffanjt fe in bie oorn angegebene Srbmifc^nng einjeln 
ia einen S^opf ober Slopjf. fßiU man fei^K grof e (Exemplare ergießen, 
tf ee ba^ Sefle fle in grof e ffa^e 9lipfe gn pflanjen, inbem bie Sln«^ 
Uttfer ipieber in ben 93oben tonrteln^ nnb anf bi^e äBeife ben ganjen 



143 

9)0)^ «(«rjfe^ ttnb an DSOig («fd^t^H S]cem^Iare Mlbet. Um tB 
glei^tttafig )tt ^aben, ntitf man im Snfaitg bte llit^Iattfer an i^ 
geetgttete ©teile befejh'getu Sdta^x^tigt man aUt eine ia&ige SI«t^ 
}tt erret(|enr fo gebe matt t^T nttv toetttg Sobett utib lafe bte Xriehe 
am 24>)yfe ^erai^ängen^ loo {ie batin^ toetttt fle }ttm (Emmitrgeltt teilte 
@teSe fiitbeti, ftd^ (etV^ter }itm Sln^ett iequemett trerbeit« ^ äBttiter 
s>erlatt9ett fle eitte ttte^r trodetie inft unb etnett ^eQett^ fretett @tatibort 
reff), ^axt^tort, beittt ba bte triebe Aberf^än^ett/ btibet ^t balb eine 
au^mti^ntU 9(m)>elpflan)e. SRatt xi^it fettt Shtgenmerf im SBtnter 
ait^ t>or)«(|Tt(!^ bataitf^ bte S^v^'s^ nt^^ i^ ^(^^ ^^^ beut Stottbe be^ 
Slo^fe^ anltegen jit laf ett^ ba fte fe^r let^t fanle %uätn befontmen ittcb 
banit cTbfil^totttbeti. 2)te Serme^nmg mitf , ba ^e (ettte ftsoKett er« 
jeugett wiU, burc!^ @teifltttge gefc^^ett^ utib bietet fle ttt teti^ter (Erbe 
bttY^att^ (ettte ©t^mtengfett — 



Ueber bte SSerme^rttng ber Achimenes tfl ed etgetttlid^ ttberftiffig 
ttO$ ettoa^ )tt bemerfeti/ ba btefe ®aititttg geti^tffenttafett t^re Ser« 
ttte^ttttig fe(b^ ttbernommett ^at Sd btKben ft^ »>A^reitb t^rer S&a^^ 
t^umdperfobe fott>o^I ttm bad atte St^tgom ettte URaffe tteite, bte glet^ 
im erflett ^a^re btefelbe ®r(f e erret^^ett, fo tote ft(^ ott^ tta«!^ ber 
Slfit^ejett tti beti SU^feltt nnb @f>^ett ber fJflattgen ettte tttimaffe fiettter 
StttöKtl^ett attfe^ett^ bte bei tredtter . Sufbema^rung iit (Scbe ober @aiib 
tm Srü^üa^re )tt oegettren be^ttittett. 9Ratt oerotelfAUtgt fie anäf bttr^ 
3erbrdd(elttiig ber 9l^t)omett, tttbem jiebeö etnjeltte ®Iteb bei forgfilttger 
39e^attbltttig fä^ig i^ ettte ^jlattje gu btlbett^ uttb and Samen, boi^ im 
leiteten ^i&t meiflenö nnr; nm and imf)ortirten @amen nene Sbten^ 
ober nm oon be^^^^^n Slnrnen getoonnenen. ntut äSartetdten jn erjielett. 
Die @amen (eimen in lei^ter (Erbe gefäet nnb anf loarmem Seete 
mif ig fen^t be^anbelt, fe^r iti^t (stne Serme^mng bnrc^ dn>eiBe 
nnb Butter toirb feftener angett)anbt, bo(^ ge^t ed rei!^t gnt mtr vm^ 
ed ^n Anfang nnb in ber erflen ^dtfte i^rer Segetationdperiobe gefc^^es, 
inbem fte fpdter »o^l äBnrjeln f^fagen, aber o^ne itndU^en g^ilbet 
)n ^aben^ toieber abwerben. — 



B. ©attuttg Gloxinia L'Her. 

yii^i toeniger aU bad oor^erge^tnbe ®entt6 ifl bie Gattung Gloxinia 
geeignet ÜUt, bie [x(fy nnr im entfernte jten fftr Slnmen ihterefflren, fnr fle ge^ 
neigt gn matl^en. 2)ie Serfci^ieben^ett i^rer Bei^nungen nnb S^rbnngett^ 
bie fl4 ^om reinflen äBeif bi< tnd f^Onfte 9iot^, oom jarte^en ^immet 
blott bid in^ tieffte Dnnlelblan in aOen Slttandrnngen bem 9lnge bat; 
fteQen; bie reid^e faftgrftne Iräftige Selaubnng, ber Sl&t^enreid^t^ nnb 
bie im Serglei^ gn aQen biefen Sorjägen bo<^ * fo gennge Stft^e bei 
i^rer fttdtttt flnb too^I ^inrei^enb genng getoefen^ fle Idngftjnm Sieb« 
liog in ben ®Arten )» ergeben. Seniget retc^ an nenen Smen^ att 



143 

Kewf|trfte^be^ iffc Wfe ®atttttt8 Ux(fy We aitfiiiertfamJeti bet 
dfataet bo^ imerf i^ö^flt^ in St&tttig netter ^piüaxttn^ nnb i^at man 
it bff ttcnem 3«it b«« Oßd ge^aW, SortenJDerWnbnnflen jn er)telen> 
obie man früher fatim gebac^t ^tte, «>ie j. 93. bie ©trdfjet^iwttfl 
(iS(«i nnb Süot^ 1>ei Gloxiuia Teichleri ^tnlanBltt!^ bemetft. 3Jor)% 
li^ }^ bie alte 61. speciosa Lodd. (Gl. formosa hortiü.) t^'g, bei 
Ht SübitiiQ s^ou SSoYietäten jii^ )n beteiligen/ fo baf man burc^ fie 
üb m^et bttT^ Sreu)iing i^er SSarietaten eine Slnja^I Sbidmntlinge 
it bctt ®ärtett ^gt* 

Dttt^ W geringe Xnja^I ber t>erf(^iebenen ®ptci^ ift ba^r auif 
\k Sttttax ^et Gloximen $6^{l einfat!^, inbem bie meinen fßaxittittn 
Hl mt bet ^Be^nblnng i$ter Strt begnngen. unb nnr bie rot^gejeid^^ 
Wien nnb bie mit fe^ »völligen 93tättern (MoiziesiU b(U>on eine geringe 
Intaa^me ma^en nnb tint ttwai forgfältigere Se^anblnng er^if^en. 
^ «»ecbe ttii^ ba^er bei einigen Strten nnr anf ifyct Sngabe nnb bod 
SefmUiil^e ^efc^riinlen^ jieboc^ bie S^rbernngen ber Sarietöten bern(& 

1. Gloxinla macalata L'HerU«, Martynia perennis L. Die 

&Tfyecie6 ber ©aitnng Gloxmia i^ bie ebengenannte. Stöbert SJtiHer 

caäitcEte fte tu Sart^agena nnb fanbte {te bnrc^ @mnen na^ Snglanb. 

Safonglt^ Q^ixi^ biefe f^^lan^e unter bem Flamen Martynia perenois L. 

J>94t ba fie ^'i^r fotoo^I bnn^ i^en {)abite6 unb i^re oudbauembe/ 

fef^n^yt^eif^ig^e fEünxitl, old ou^ befonber^ burt!^ botanifcf^e äJerfc^ie« 

tadelten ber9»Ittnie/ bie fte guerft im ^a^e 1739 im (E^elfea ©arten 

^rm^vn^te/ ^intonglic^ k>Ott Martynia nnterf^ieb^ trennte fte S'J^eritier 

nb ma^te eine eigene Sattnug barand* <Sr nannte fle einem bomafigen 

bcatfi!^ Sotamfer9ett}amin fieter Dioxin in So{mar }tt (S^eu/ 

WanBui. 9{a<| nun beäänftg 110 ^al^ren^ in benen biefe ®attung 

i|KeB Atomen fn^rt^ ^t |>err 9tegel bei feiner befannten Zrennnngö« 

ia(l 0M^ biefe f^flange m'ilf^t t^erfd^ont gelaffen unb i^x einen nenen 

ftamen, Eschera gloxiniaeflora, gef^afen; bO(^^ meinet iSra^^tend nai^ 

tm fc^r t&t&fnrli^ed tlnteme^men* ^err Siegel ma(!^t Z)e SanboSe tiber 

bie nnre^^ä^ige äSenoerf^ng be« (Sattnngdnamend Trevirauia Sortt>ärfe^ 

H^ ^onbeli ed fh^ b^ nnr nm einen blofen Stamen^fheit. $ier aber i{l bie 

Sninlafftgfeit nt^ »iel f^Iagenber^ benn man (ann boil^ t>on einer ®attnni 

nit bie ®ptdt€ trennen, bie aH ttrff>ecie^ bafte^ unb ben Zppn^ ber 

9altas3 begeiü^net^ o^ne ben iRomen für bie ganje Gattung ju t>er^ 

Mrfrn. ^otte ^err Siegel bie fibrigen ®))ecie4 ber ®attung Gldxlnia 

iif^dxtnnt nnb )n mtt neuen ®attnng t)ereinigt, fo tt>äre e4 in bev 

Orbmtttg, aber fo toirb er bei reiflit^er Ueberlegung »o^l felbfl einf e^n, 

liof er ^^ hierin eine grof e ffiilKä^r f^ot jn ©Bulben fommen la^tni 

3^ Berbreitnng ifl tro$ i^ed ^^n 9((terd bod^ ni(^t fo aÖge^ 

mein, dU man iti i^xtx @^in^tit ertoarten fottte; unb liegt bief tod^l 

icbigtit^ an i^rer einigermafen f(!(^tt>ierigen ^Itur. @ie erforbert, e|ie 

fte tü^, eine giemli(!^e @rdf e nnb man mup fte nai!^ bem a3er)>fl[an}en 

im ^amtar ober S^bmor (i^e St^ijomen toerben beädttfig tt>ie bie 

AiMm&ies Vs — 1 ^^ tief in bie (Erbe gelegt) entweber in ein tt^armed 

9tä, «ber bo<^ koenigflend an tixit toorme Stelle be^ ®en>fi^^|anfe^ 

k»^/ bomit fie balb in Sen>egung fommen. @inb im ^rft^iai^re bie 

Mnm kä^n v» ^tn angelegt^ fo bringe man fle in tintn berfelben 



144 

itnb fiti!^ t^r immer etne fettd^t'e warme SUmof^^Jre )tt ieretten. SBeml 
bantt bte ^flanjen bie erfiett ©efä^e an^ttonx^lt ^itn, Det^floiije 
matt fle ^UUdil^t in 5 — 7fiiHi^t, ma^t bte (Erbmif^tmg jtemlt^ tta^r^ 
iaft nnb ^alte fle tia$ bem Ser))flatt)ett no^ ehttge S^it in gef^Ioffenev 
Sttfi. 9ta^ etntger 3^'t n>ettn fte ft(^ toteber erholt ^at itttb etti f^tt 
fttitbe^ SBa^t^ttm jetgt fo geie matt att ^tertt S:agett Suft tttib laffe 
e^ t^r titelet att reifer 93etoanertttig fehlen, «^tttfic^tlt^ be6 Sttftgeieti^ 
mttf matt bet t^r^ t)or)ngItt^ aber bet bett «bngett llrtett utigemettt wu 
ft6ttg fein ttttb ^ermetbe ed j|a ma^retib ber i^etf en trotfttett ZaQMnft, 
bte aitf bte Gloxioien ttngemeitt tia^t^etbs ettttt>trft, bte ^etifler ^rf jtt 
dffaeit. Sßatt ertteuere bte Suft tiitr be^ SRorgett^ btd ttttgef^^r 9 ober 
9Vft ttiib be^ yia^miüa^^ t>oit 5 ober 6 U^r att. Sei ttefett Stipn, 
in toeli^ett bte f}f[an)eit m^t ju tia^e am ®(afe fle^, bratti!^ moti 
toä^retib ber genanttten 3^ fiar fettte Soft {it gebett; bei fefft flac^ett 
Itäflen aber^ too matt fnxffyten nmf^ baf bte Xem)>eratttr fl^ p fe^r 
er^t|ie> jlede matt ba4 Suft^ol) ttitr flatl^ ettt, um toetttsflettd bie &b^ 
m&f tge SBärme abjte^en lafeti ffx fdtttien. 3ebettfalU f^ä^e matt aber 
bte ^enfter oor )n {tarfer Stntotrbttig ber Sotttte fo otel aU ttä^U^. 
2)te Glosinia maculata fättgt bantt im SIttgttft itttgefAf^r Sit bläffett an, 
um toel^e 3^t matt t'^r ettteti ^eQen yia$ im äBarm^itfe antoetf t^ itiib 
trägt {te batttt t^re ft^öiteit blatten SIttmett mehrere äBoc^en }ttr ®4^att. 

2. Gloxinia apeclosa Lodd. S4 t^ bted bte jltefte ber Srteti 
mit rttttbli^en finoOen^ fte toarbe an^ Srafiltea eittgefu^rt atib U> 
ftabet fxtfy f(!^ott feit etntgett itttb 30 ^al^rett m bett @irtea. äBte f^oa 
oben bemerlt, finb bte ®ärten burc^ btefe Strt tn ^i^brtbformen nnge^ 
mün Uvtiifytxt morben unb fötbert jlebe^ 3a^r beren no(^ nene na 
Xage/ fo baf/ bie je^t f(^on in ben i^rfci^iebenen CoHectioncn fb$ U* 
finbenben aOe namhaft jn mail^en, man faft nfi^t im Stanbe t^. 3» 
kSßemeinen ftnb fte mit gleicher Se^anblnng jn^eben unb fiab e^ bM 
etntge toenige^ bie ettoad me^r Sorgfalt beanf)>m^en/ anf toelt^e i^ 
loetter unten jnrndfommen n^erbe. 

^at man fein toarmed SSttt im Sarm^anfe, ober irgenb einen 
Sianm^ tt>arm unb geeignet genüge baf bte Glozinieii fl(^ 6^^B (etonrjeln 
unb entwideln Unntn, fo lege man 9Ritte ober (Eube SDtir)/ fobalb e4 
bie SSittemng erlaubt^ tin loarmee Seet tm Steten an unb bringe, 
»enn e6 ge^Srig abgebunflet unb }ur flu^a^mt jarter f^ffongeu geebnet 
erf^eint/ bie^f^n}en hinein, trage aber®orge, baf bie feud^ten Dnn^e 
immer, obglei^ man begrei^iAer SBetfe jn btefer 3a^re6}eit loenig 
(üfteu barf, auf unf(^ablt^en äSBege entfernt toerben. 3Benn bann bte 

fftanjen bie Xöpfe gehörig buri^tourjelt unb ungefähr eine ®r(f e oon 
—4 '' erret^t ^aben, pfCanje man fie in bie grftf ern ®efAf e. @ini 
bie ffnoKen t)on foliber ®röfe, oon (räftigem Xrieb unb gefnnben 
SSnr)eItt, fo fann man fle glei(^ in bie grdf ten 9tä))fe etupftonjen, finb 
fte hingegen no$ tliin unb bie triebe f^ttä^lic^/ fo gebe man ^en 
nur na^ unb nai^ me^r 93oben unb ]9erf)flan)e ^e gnti» ober breimat 
Ueber bie Crbmifcl^nng an^ für biefe Gattung ^abe i^ frtt^er an^fn^^ 
li^ gef)>ro(^en unb bemerfe nur no^, bafi oor SHlem bei ben GtoziaieD 
eine maf ige Seifngnng oon ftn^btbtger (fitr jeben 9la))f eine tii^'ge 
f^riefe) augenf^einli^e unb feaftige äBirfung änfert. ^at man yi^ 
t^flanteu au^ ben erften ®efäf en entnommen, ($fe man mittuet tiat^ 



145 

^^ bic aSBttir jeJn ^e^ittfam »om »aOe» lo«, unb Breite pe, »emi 
^ Sw Jttt 9litfna:^e jttfleric^tet tfl, in bemfeften au« «nb fu^e pe 
M fwgfaJHgr« Utnffitiern mit Srbe gweSmafig ju »erteilen- 
M^^ftt ber RnoVe lutb ber ©d^etientititetlage »crfdume man ni^t 
ewjt Rteftt ober 3i^S^Ifiu<<eii einjulegeii^ eine^t^eiW »er^tnbert e«, 
^ ntB bif (Erbe bo^ fo twm'g att mJgK^l anbnttfen barf, frater et» 
]^{laifed @eBfen ber fJftanjen, anbemt^eiW ^ten bic SBurjetn bard^ 
Wi|e Leiter toemieer 9Rü^e beii aSBeg bur«^ ben »atten ju finben. »ei 
Äfti D^^eratiott f ente man bie ftnotten, bie t(!^ beim Cittpflanjen fe^r 
^ )tt leQen anritt^, f>eilättftg gut {)älfte in bie (Srbe ein, ^ufele bie 
mi cm ^ie Sttolle cm, bede biefe ©renje t^eitoeife mit £o))ff(^erben 
ü, kamt ^ie (£rbe ^^ itim ®i^tn m'd^t abfpäle^ unb ftreue auf beii 
iier bec (£rbe fle^enbett S^eit ttur let^t^in tt»a^ Srbe. Um nun 
atar ti^t Med SBIätter, fonbetn t)or)ägIic^ auc^ 99Ittmen )tt erlangen^ 
k|t man btr *|>flan)e nid^t jn t>iel SCriebe unb entferne bie feineren 
vb f^VDd^eren, ba eine flarfe ftnotte mit 6, ^i^^tni H Stengel ^in^ 
mlfivS^t SStf^dfttgiutg ^ben mt^. 3Ran ^ede fogleic^ Heine ©täbe 
in, |ie^ ^ie SCriebe andeinanber nnb i^ert^etle fie tegelmof ig, hamit 
Vi l^tt Z:rte^ frei nnb nnge^tnbert entn>i(feln fann. 9^it biefem 
{MB^atigeii Slnffeinben nnb Stndf^net^en fa^re man bi^ )ttr Sl&t^ejeit 
{«tt# ba ^iefe Xttfttterffamfeiten jn einem fro^Iic^en ®ebei^en nnbebingt 
cifoibttli^ iinb. 3la^ bem Serpflangen tt>erben bie $jlan)en in ein 
eteHiö enodrmtcö Seet gebracl^t, anfangt sn>ar ttwa^ weniger jlart 
itg^lftn, iebo^ t%li(^, iDenn ed bie äBtttentng einigermaßen erlaubt, 
tn^ Ueber^raisfen erfrtfd^t. fträftige gefnnbe ^flangen brauci^en nnr 
halt 3^tf ttnt folc^e @t(^mngen )n t»erf(^mer)en, nnb n^ac^fen bann 
mü cmenten ftrdften i^rem f^dnen Si^^^ )tt- •$)ier t^eilen ftc^ nun 
bte Sebenetoege ber t)erf(!^iebenen SSarietaten nnb gerfaSen beitäuftg in 
3 ^^kntpttribttö. a, 3n bie blauen nnb meif en, mit ber Urform speciona, 
bes Sartetdten albiflora Hook., Warssewiczii, Bninnowi, grandiflora, 
Priestleyaoa Hort. :c. an ber @)>i^e« @ie befinben fi^ am tpo^lflen 
m einem lauen 93eete, erforbem an f(!^$nen 2:agen me rei(^(i(^e 
Soffergabe, bie man i^ntn mittelfi ber Sraufe gutommen U^t, unb 
mr fend^te 2uft. ®(|^n$ ]D9r ©imnen^a^Ien beanfpruc^en fte in^ge^ 
famRt* b, 3n bie rotten, rot^ unb n)eißen unb rot^ unb iXamn, mit 
UoTi^ rosea allia, U. belg. CartoDi, digitaliflora Otto, Teichleri 
tc. !Z){efe genannten fönnen {ic^ mit einer jn fe^r geft^toffenen 
tampfen Sltmofjp^dre nic^t tt>o^t befreunben unb i^ i^nen m immer? 
«d^rcnber ®tanbort in ben Kdflen ni^t fe^r mOfommen, benn i^re 
ZxUht btlben fid^ ni^t frdftig au^, bie Sldtter [(^rümpfen ^^nfammen 
mib bte SSlntf^t ifl fpärli^. SBoIfte man i^nen in ben ftdfhn me^r 
feifk ge^tten, fo würben bie ^flanjen »ieber ju fe^r »on ber burren 
Siiftt jn (etb^ ^aben, e^ ifl ba^er ba^ ®erat^en|le, fie nacl^bem fie flc^ 
wiAtt Mllflänbig benmrjelt nnb erholt ^aben, in ^in »Tarmed, nic^t 
{K ^mfh'ge^ ntebrtged ^and )u fleKen, n^o fte bi(^t unter ben Senftem 
im etiler feni^twarmen Stemperotar )ur Sreube be$ Kulti))ateur« {t^ 
Icraiibtfteit werben« c, 3n bie mit tt)ottigen 93Iättem MenKiesK 
BmU jDtefe ©ippe fann man )t»ar ebenfalls in Rä^tn belaffen, bo^ 
ba ^e »egen i^rer birfen »oKigen 93{dtter unb @tengel ungemein 
mep^Ui^ für ^arfe geui^tigfeit i% barf man fie ber »e^«ib|ttng 

\' Ttutfdft faxten' imt »Inmcnjritung. V. !Pam>. -1" 

k 



146 

ttnter a ntc^t unitmtx^tn* So mitfi^ ftdit man fle a(gefon^nt 

0{efen, itnb fpri^e bte Vlatttx nitfyt (ün j^fiere« 9ta^\t^m wegen 
i^ver @enetgt^ett jum %mUn ma^t ^ |((^fl »Qt^tt>esibtg. 

3ttt 3^^t ber 8Ittt|ie i^eyfangeti fSiiiiittIt(|e Strien einen freJen^ 
}ebO(| gefd^ä^ten ®tattbort nnb eine etwad gemifigtere Safnrgabe^ 
t>er)jigli^ ntttf ntatt^ nm eine längere Slfit^e }tt ftd^ern, flarfe^ ^rt^en 
s^emteiben. — Stn (räftiger San nnb eine reic^ Slnf^ »irb bent Sntf:! 
tbatznt bie SRn^e fi^er t>ergelten/ tt>enn er feine ^flnngen im SXge^ 
mtixttn na^ biefen SBinfen mit 2(ttfmertfam(eit I>e^nbelt nnb pflegt 

3. Gloxinia canlescens Lindl. (GU grandlflofa Hertö 9lM 
Sernamittc eingeführte beftnbet fte ft<)^ f^on fe^r lange inben®arteii« 
®ie tu^kt fl^ ebenfalls m^ ben bei speeiosa nnter a angegebenen 
»er^filtnijfen. 

4. Gloxinia hirsata LiadK S)iefe eigent^ftml^e nttb fe^r ntd^ 
li^e $(rt n)ttrbe ben l^arrifon aU Srafilien eingefil^rt nnb i^ 
f^9n feit tini^tn nnb iti^ig 3a^ren in ben ®ärten. sDie nnbe^mmte 
Sorm i^rer ftnoHen^ i^re faarartige SeKeibnng, i^ niebriger 9BBn^ 
nnb ber bflfd^etfdrmige @tanb i^rer b(Attl%tt>ei^en Slnmen unierf(^et« 
bet fte eigentpmlid^ t>on ben nbW^en. man borf bei biefer Xrt nur 

^^ftcni 3 ober 4 3^^fi^ Y<^lf^/ ^<k f ^ M f^^f^ ^^ %^^9^ ^^^ grofett 
Slatter nnb i^re^ m'ebrigen SSnd^fe^ ^(ber einanber oetbrdngen* &t 
erforbert nbrigend bie Sei^nbtnng loie bei «peciosa nnter e, nnb ifl 
i^ bor}ügI{(]^ in i^rer Slnt^ejeit tin trotfener ^lo^ jn fiberlaffen in 
einem Stanme, ber fie oor bem Sbfanlen ber SUtter {^er ^ieüt. ®te 
jß fibrigend tim ungemein bantbnre 9lrt nnb btt^t gegen 6 — 8 
Sio^tn lang. 

5. Gloxinia cerina yan v. Bontte. Sine ber neneften nnb 
f^dnflen Gloxinien ifl bie genannte/ me(i!^e an^ 6&bamerifa jner^ in ben 
@arten tan ^ontte*« etngefEli^rt n>nrbe. Die grofen nwCigen fdlSU 
ttt, bie tin fanf^e« rofa mit koeif i^rf^meljenbe %wi!be ber Slamen 
nnb bie fRti^^tit bed ^or« ma(^n fle in jiebem ©arten ium Siebling. 
SBitt man fte in ber grasten 9(n^bi(bnng fe|en, fo barf man ii^r ^4* 
fttn€ 3—4 Stengel taffenj Wft man i^r mei^r, fo »irb fle gn b^rt^ 
nm fi^ ^oQfl&nbig au^bilben jti Knnen^ an^ fann man fle ni^t gmt^ 
bor pulnif f^n|en« !Dtan fann ^e ebenfalU iiei speclosa nnter e an> 
reiben nnb ben Ui ber loorge^enben $(rt geforberten ^iaif tt>ä^nb bet 
S9»t^e i^t t^eilen laffen. 

6. Gloxinia Merckii Bd. Otto. 3m bOrigen 3a^rgang biefer Bei-» 
tnng, im 9(ngttfl^efte ifl btefeSlrt oonDr. !Z)ietri<^ bef(|rieben morben« 
@ie flammt an^ Srafilien nnb tt^ntbe i^or nngeft^r 3 3a^ren etr^ 
in ben ©arten be9 ^. (Senator 9Rerd eingefai^rt. &it ifl gleid^ 
an^gejei^net bnr^ ii^re mit weifen bieten Slertoen gelierte Selanbang 
fon)0^t, aU bnr^ pra^oOe lüa a3(nmen. ®ie ifl fafl flengeSo^, 
fffre Slltter legen fl^ unmittelbar auf bem Staube be« ®effifed 
nnb nur bte Slumen allein flehen anf fd^Ianfen Stengeln tmpox. @it 
^^iip ft^ ber S^ei^anblung ^on etpeciosa unter a an, nur mnf man i^ 
ebenfalls wit birsuta nub cerina beim fßl^en einen meniger feu^^en 
yta$ gelen^ wn Rätter nnb iSBImnen oor ber 3^itung fl<i^em lu 

Unntn. 



147 

7. Gloxinia tnbiflora Hook* Z)Kfe fM bntd^ &amtn »oit 

tivttb an« ©nbamertia etngefauH iif^^ gem'fennafett ttnUthtt^ 

yftg ^011 Gloxinia )tt Gesneriu 2>te Stibitng t^rer Slttmen^ oibtop^I 

tin^ i^Tt ri^renfötintge SBItttnenfrone an^ t>om $au)>tt9f>u^ ai&wet^eitb/ 

aa^t ^t )Ttr Gloxliiia, t^r äiriger ^aiita^ Uft j[ebo(^ e||^er eine Ges- 

aem Knautien. @te läf t {t^ fe^r Iet(!^t fitIHt)treit ttnb xo&^ft mige« 

■eia f^eO^ bo^ bringe man fle^ e^e {le t^ren SSbtitienflrtisel eat^ 

«tfdt^ m ein m^t jtt feit^ted äBarm^attd^ tt>o man fie tn etner fon^ 

Kgen SteSe i)Iaifrt. Srmgt man {te erfl (nr) ^or Snhottfelnng t^rer 

Sternes m^« ®en>a^«^tt^^ fo gelingt ed fetten, baf man fte }nm S(ttf^ 

Hi^ 1mn%tr bte @)>t^en ge^en tn ber 9legel iuxnd. Sntiotdett fle 

)M^ erfl im ©etoa^^^nl t^ren SInmenflengel, fo ifi gtpf e Sorgfalt 

tail^att^ «t^t erforberli^. 93telfa$e Setfn^e^ bei eingeflu^ten Sirem:: 

yfomi bte Kettentriebe )ttm Sinken gn bemegen> $nb mtv nte gegUÄ. 

Obgletf^ t^ ta^ (Einfinden fe^r frn^ unternahm nnb bte (ixttaptoxt 

grof «nb fraftig erlogen tontben^ blieb mein Semil^en bo«!^ er^Iglo^. 

2>ie Serme^rnng ber Gloxinien iß eben fo erfblgreid^ nnb Der^ 

f^tebenorttg^ xoxt bei ber ©attnng Achimeoefli* 3^e einjelne Slatt^ 

ine tft fS^ie SBnrjeln jn f^Iagen, nnb ifl biefe Srt ber Serme^ntng 

to out ^itfigßen benn^te. Snlmber fc^eibet man ba^ fßiatt in t>er« 

f^lMeiie 6t6de nüb ftedt jlebeMal bie Safl« ber SRtttelrifqie tn bie 

<h^e, ober man legt nnb befe{h'gt ba^ Slatt anf bie Oberfläche ber 

Cd>^ m^ f^netbet f^M^I bie 3Rittdri))))e aü bte fUMeren QMten« 

nn«i OM »crfd^Aenen Stellen bnrc^^ m melden fie bomt i^re Snr« 

1^ itt bte 4^e f^Iagen mib eine SnoQe ergengen. SSon ^xi^m 

eie^Hmeeit ^ait i^ im er^ 3a^ f(^n ^nbffl^e blit^be e^enq^are 

ojigeit. Seratr an^ on^ ben Bn'eigen nnb ZriAtn, nnb f onn aum bte 

teni ttsq^ttgen on^gefii^ittenen f^ gnt ^er^enben^ ntbem fie bomi 

|m €^p&tf9mmer fc^on timt i^nbfi^e blii^enbe fflan^tM bitben^ )»ae 

wqß%U^ fipt Sfnmengdrtner non großem Sttt^en iß^ ba man bot| 

m ftebfleit fletnere l^onjen fanft Sie tragt ani^ fe^r (eii^ @amc», 

Ije mf btefdbe Seife wie beiAddmenes bei^onbeU merben^ nnb einen 

ffä^en Crtrog geioäi^ren. 

Z)je in biefer Sb^anblnng onf^e^eOten nnb angegebenen 9t0h 
i^tBROen bem^en lebiglii!^ anf me^4riger (Erfoi^rnng nnb ftnb meift 
•Se Sbtgaben anf eintgermof en nngnn^ Ser^Itniffe bere<^net. 3d^ 
9iibe wtU^ nngemetn befolgt füllen/ mtm biefe SRitt^ettnnge» ^ 
ttb toteber im Stanbe fein foltten^ t^iren 3^^^ )tt errei(|en^ nnb bte 
i|Bet»tn ffnfft &fm3faf^ fnr biefe fi^foen ®attnngen n«4 mef^r )n 
Mdien. 3>a4 immermd^enbe Sttn^^i»^ biefer ®attnngen m'rb m^ 
mmt Snfmerlfamleit ßeigem^ nnb merbe ii^ sn feiner S^t ba< (Sanje 
}i lPer»9SfUüibtgeii mi^i nnterlaf en. 



10* 



148 



S3etrad^tungen übet 

Vte pMtfnifft ttnl» fiuflätC^t )»rr <^art0f elkuüar 

ui(t^ )»er |l(irt0frel[iratt[il)eit 

»Ott 

ocobem. ^firiner unb Sekret be« ©orteiibaue^ an bn Xcobemie (Stttna. 

%U Stnteihtng jn bem mad t($ ä(er Wefen f8r bte meüfd^I^e 
®efel[fd^aft ^o^mt^ttgen ©esetiflanb t)or}ttirutgett ^aie, ri(|^te tc^ an 
alle Partner unb ©artettfreunb« 2)etttf^(attbd^ befen iaat b^gu 
attget^att tfl/ {ttttfic^ft bte Sitte^ bafi ed t^nen gefafleit to^Ut, för bes 
bet>or^$enbett Sni^Itng no^l einmal tntt aller Ssergie boran in ge^n 
ttttb auf ex^enntentolent SBege bte (ranf^aften 3Rtfbt1bitttgett ber ftortoffff 
b«r<^ ben (KtnfCuf ber Äaltur — »en» bteö wögK«^ ffl — ju etttfemc». 
S^ tfl bted fretlt«^ bei ber f(^tt>a(^en ttnb mangelhafte» ftettntttif, »elc^e 
mr DOtt ben bte Sranf^eit bebtngenben codmif^en 9latttrgefe^en ^in, 
eine grof e unb fd^toierige Slitfgabe! Z)ie äBiffenfd^aft ^at und au^ ^ter« 
bei )>öaig im @t{^ getaffen^ eö ftnb allerlei SSermut^ungen iber ij^re 
Urfaci^en in Umlauf gefegt unb mtU ^itttt batoiber empfohlen unb l 
»erfu^t »orben, aber — o^ne iSrfoIg. 3»^ flÄUgen nörblid^eu Deutf«^* " 
lanb ijl bie Äartoffetfranf^eit im 3a^re 1848 fo tjer^eereub oufgetrete«, 
baf ber uat^t^etlige rüdtoirfeube (Sinfltt^ erfl in biefem ^rü^Iiug burc^ 
ben SWaugel ber @aat;^Rartoffel re^t fit^Ibar »erben »irb. Sd ifl über 
bie ftranf^eit t>on ben 2:$eDreKfern me^r gefci^neben, aU t>ou ben 
f^rafttlern beobad^tet unb ge^anbelt »orben. t>it gange lanbn^irt^fi^afi^ 
"liäft 3ourttalijh'l ijl für i^ne |)emmung in bie ©d^ranfen getreten unb 
bie ga^Ireid^en Ianbtt)irt^f4aftli$en SSeretne ^aben {t(^ soerbuuben i^rer 
aSBeitertjerbreitung ein 3iet gu feften. ffiir wollen ^ier gleid^ bewerfen, 
baf na(^ ^ieflgen ©erfucä^en, bie t>i>n $errn Rfo$f4> anemjjfo^tene ®e^ 
»innung ber SBIattmatamar^j^ofe baö auftreten ber ftranf^eit nic^t oer* j 
^utet. Srfa^rung^mäfig fennen mr nod^ fein Stabicalmittel unb barum < 
mn^ ber firaftifer, uad^bem er ^d^ über i^re Cntflefiung unb i^ren SSer? 
lauf untem'^tet, e« »erfuci^en, tnxi^ forgfdltige ftultur bie »)^9ftfalif<^en 
(Sittflttffe i» fol^e ^a^mn gu teufen, baf fie in i^rer SBirfung eine 
gefunbe ^robuctiou ermöglichen- 



149 

r 

^^ i^ in ber Z^t f&x ben nvAtjM^tntn Seoitd^tet tint ni^t 
f^ etfreitK^e Sßa^tne^mttng, mte tttebrtg tnt ®n>f m imb ®anjen bie 
9tifft«it be^ ©aYtettbatted Don Seiten ber Sanbed^Stegterongen Deran^ 
f^^ftt mib ttte feiten fetnen ©eburfniffen nnb fiEtfoIgen für bie Sntereffen 
bcs wenf^^eit Xe^nitng getragen kDtrb. Unterfn^^nngen ttier bte än^tXf 
K^oi ®eire(^en bed ©arteniauö nnb über feine geringe Slnerfennnng t><m 
Stitt berjem'gen, bencn er eine mittelbare ®t&it %% fte aber fo nn^ 
fni^tbar, ald bie häufigen Itlagen über SRangel an tii^tiQen ©artnern 
grsaMo^ ftnb. %Ut€ ti^itt ij^ in ber SBelt na^ 3(ngebot nnb 3la^^ 
fmge. ©ei man ho^ soorftc^tig in ben Slnforbernngen nnb fn^e bad 
itebel nU^t bnrc^ t)em)irrenbe Segrife nber ben rationetten Sifonngd« 
gasg ber ®ärtner mittelft (Srri(!^tttng i9on Unterrid^töanftalten nnb ^e^ 
fi^r&Bfimgeit bed freien 9}erfe^r^ ju )>erf$Iimmern! @o^e 3[nforbemngen 
briagnt ben ©artenban ni^t auf ben {>$$e))nnft fetner 3^ii/ fonbern 
fe$es ifyn in ber of entließen 3Reinnng ^erab nnb entfernen feine f^fleger 
«9n ber $ast)>tfa^e. 

jDer ®artenban ifl feiner ganzen 9Iatnr nad^ berufen nnb ba}tt 
befähigt bie S^rbemng ber f^flan^en^ftnltttr materiell ^erbei)ttfn^rett; 
feiner ttntfici^t Sorgfalt nnb ^racifion loerbanlen koir bie^ bnrd^ ben 
an^ebe^nien Slnban ber ftartoffel herbeigeführte SSerme^rung ber SRittel 
imb fomtt einen UmfiS^ionng unferer gefenf(^aftli(i^en 3"iiÄnbe. ©er 
Sortoffelbatt ifl auö ben ®drten hervorgegangen nnb wenn berfelbe bie 
SSeburfniflc einer fleigenben SeoJIferung befricbigen nnb bie J>ielen S3e- 
lie^nngen be« Sotfölebenöpfleger Reifen foll, fo wirb er in ber Änltur 
m^ Se^anblung auf biejenige t^oSfornmene @tnfe bed Slnbaued ^urödf^^ 
fe|rett muffen, öon »elc^er feine Verbreitung ausging. — 

IRa^bem nun feit circa 40 Sauren ber Slnbau ber ftartoffel in 
grofem 3Äaf ftab eingeführt ifl, fnb Rranf^eiten aufgetreten, bie affmÄlig 
»etter inm pt^ greifenb gegenwärtig eine fo bebenftii^e Ausbreitung er? 
iongt \abtn, ba^ ber So^Iflanb ganger Sänber unb bad 93ejle^en ber 
gegentoartigen 8tgri!ttItur?3Ser^dItnife bur^ fte bebro^t erfd^eint. J)ie 
bö ie^t ieoba<!^teten Rranf^eiten ber Kartoffel ia^tn iid^ im SBefentKc^en 
ttnf 5 jurndfu^ren: I) Rrdufelfranl^eit — 2) «oft — 3) blaue ^Jotfe 
•ber Slan^Änlaufen — 4) bie ©toÄfduIe unb 5) ber ®(^orf. 

1) !Die ftraufenranf^eit »urbe guerfl 1776—1779 im@ittina. 
f<^, bann ani^ in mehreren ©egenben beS norbmeflli^en S)eutf(!^IanbS, 
ftomentlif^ in ^annooer unb in (Sngtanb ^dufig beobachtete ifl aber feit;! 
bem nur in geringer ?(u^e^nung in !Deutfd^tanb oorgefommen. Sie 
bruA fi^ babnrd^ auS, baf h'e nd^er aH gewJ^ntid^ am Stengel fl^en? 
Un, }a^Irei($eren unb behaarten SälatU^en runzelig, fraud, brdunli($ 
9ber bttnfefgrun n^erben, balb t>erf($rttm^fen unb eine SSerfümmerung 
ber fittollen ^rbeiffi^ren. £)ie ftranl^eit beruht auf einer mangef^a^en 
(fonä^tnng nnb barauS ^ert^orgei^enber 9laturoerdnberung beS imä^^ 
tnter ber Sber^ant gelegenen ^arend^ipne^ ber 93Iätter. (Eine d^nlid^e 
Crft^eimmg bietet 

2) ber 91 oft ber Äartoffel bar. J£)ier flarben einige ^art^ieen be« 
Beffgewebe« ber Sldtter unb be« SBurjel^atfe« ber Stengel ab unb er* 
f^nen aU ropfarbene ^eden, bie pd^ immerme^r ausbreiten, »oburd^ 

I* bie »ßtter unb enblid^ au(^ baS ffia^öt^um ber ganjen "f^anitn a« 

'I ®Tiwbe gerichtet wirb. 

1« 



ISO 

S) tut ilatte f^dt ^ot iU^ in me^tereit (itegenbeit bee ItSntg^ 
ret^6 &aifyftn imb am D6er^ 6^)^* ®^ ^ ^^^ ^ ^aitglä^J 
itnierfu^^ ott bes nHr jit ®rtott fl^nbeit ftnoSen erflanbai }ttetft im 
hex D(erfl&^e (loitf %uam uiib ^odet, ipovoitf bte ftttoOe t^on iMem 
bitiifelfatitseit fKI}gttt)ebe umgAen wtb bim^bnmgeit imnrbe, boi^ ^etf^ 
erff^etitt bttrimf iblmt gefledEt imb geflrm^ ttiib eigset {l^ fte {entctt 

4) ©t« ©torffäiile (grit^ftreH tttnf<!^ett ber Btiiavtüfftln, 
fbittttib^n, l^tt0^ctlfattIe, Seßcnfttitle, »«olenbratib) oitf ert ^ icf^jibet« 
bttt(!^ f^ttfUe^ ganlett ber etttjemitettn Rottoffcln im Ättter ittib 
aWet^, ober ber ©e^fttollett auf bem gdbe, fo baf festere balb, «o^ 
e^r fle ait^^etrieben, ijerfauft il»b, balb nttr Wetne birfhge ©eitfiu 
ItttiHI^eit tretien, bte gor ni^t att^wo^fe«, balb trnr bÄrftfge ^JiCanjeti 
tretktt^ bte jettig atflerbeti «nb nur tiirt)0n!ommene ÄnoOen ma^en. 
J>ie Äm)ffen t)erfattlett entweber nof («äffe ^oute) ober fie tte^mett erjl 
eine trodfne^ trüf elar%e Sonftflen) an, in toelci^er fte f ettie %t^ me^r 
gtt tretben t^rmögeji, itt fte enblid^ bitr^ Rnjte^g t>wi Jen^ttfifert 
«ttiJ bem ftder in Jätttaff fiterge^e»*). 

©ied tft bte Zro de »faule, koet^e tu tteuerer 3^'t ueben bem 
6i(orf fo grofe Ser^eeruttgen tu beu ftar toffeler titeu aurtil^tet Z)te 
^Atage )tt ber Xrodenfoule euttotdett ft^ f^on auf bem ^elbe, an 
ftaten ©orten entweber in ber 5Witte Qrxli) ober ju Silbe (Hnfang 
®q)tember) ber Segetatton6))ertobe nnb oerrat^ ftd^ ^uftg burdb eine 
etfient^ttmlt(^e @tellnng nnb @^ma<|ttg{eit ber Stengel. 3$r Serlanf 
litM 2 ©tabten bar. 

L Sdti ben (Ernten jetgen fl^ bte Kartoffeln (alb Kein, ni^ aa^* 
geioa^fen, balb att4gen)a^fen, aber ^nfig i^on nnregelmö^iser %ctm, 
bie namenätc^ an i^er Oberffä^e ba& einen, balb mehrere bämt^ntige 
9lebenfniC(i^en tragen. S)ie Oberhaut erfd^eint ^ie nnb ba minber 
gUngenb nttb glatt/ uoie an gefnnben ftnoQen nnb mit deinen SBarii^en 
(tRiffen) nnb brAnnli^en gleden befe^t X)ad Ser^alten f^^reitet aS« 
mjlig bi^ {um 3ttfammenfliefen ber $fede uitb ^vm Stnrei^en ber 
Oberhaut fort. Sn ben SteSen, too ba6 naiixUä^t SBer^alten ber 
Dbfx^i jerfUrt if}, nimmt bad bamnter liegenbe ^erf^ «ne trodenere 
Sef^afen^'t nnb bnnRere Sarbe an nnb ei^ entjle^n braune ^eden 
iMtt loerfc^tebener Sn^be^nnng. ®)>ater ergebt ft^ bie Oberhaut ^ie nnb 
ba in Seine |)^r, in md^en bo^ 3^%etoebe oon bnnfferer, gelblt^ 
bromier garbe i% nnb nnn tritt bie Ihranl^it in i^x imit^ ©tabinm. 

n. !Da6 3<Oengetoebe in ben twä^ien ^Mexn erf<i^etttt gef^toori^; 
bie Ober^ant auf bemfelben t>ertrodnet nnb trennt ^ enbtnl^ bnr^ ^^ 
9t^ 3fi»i^^m bem fd^toarjen 3^flgeta)ebe bemertt man einige Ileine 
it>efpe fJnnfte, bie fl^ gn tinm mei^ ©^tmmelinl^ entmtdeln, ber in 
tmtDeren ftreifen bsml^ bie gerriffene Oberj^ont ^ers^ortmt^ert. Z>i^ 
©(^immelbübnng verbreitet ft^ nber bie gange OberfU^e nnb fätlfi 



*) e^arafterWfcb ift ed für bie etodffiule, baf i(r in ben legten Safte» immer 
bet 9ranb ooraufging, unb anf mannen B^lbcm (äufig ade 5 5branf(eitcn 
gugieiit auflraten. 



151 

atmätbaiQ tintn erbtg faultaen Qeru^ oerireit^t nitb tmner mc^ im 

c^grnt^jhttlt^e^ äSer^alten annimmt, Dermoge beffcit er ber SuMPiffimg 
M Api|en< mit SBuffier ober Z>«»ii^f berge^idt »)tber{leH baf fx felft# 
t«| tte^r^unbigent ftix^it nnx mit einem («Warfen ÜReffer \»it ein 
fen^ter 3nitberf^tt>amm gefc^nitten «werben (ann unb ))oatg ungemefbar 
Kb. Set f^rtfc^reitesbem än^^^en be4 fiooQen^ iMIbeii bte ntetflen 
€^cmmet|>tl)e eSi))ttf<^ ober cylinbrtf^e 3—4 fäi^rige fteim}eleii i»$ii 
feasgrimer ober 9raut>u>ktter S^rbe, ivelc^e bolb )»er{lattbe« «ob wx 
t|rfB bt^ I>erfil2tett ®nuib aK ein tt>et$I{^0 9Q3Ar}^ert )urtt(f{A{feii* 
i^ l^i i^ ^^^ ÜSarttttd Fatfisporiam Solani genannt morbrtt. 
6eii!e er^eo Stetme finb f<^eH ta b^ attf(]^uieisb n^ gan| gefiinben 
tutka. ^tD{f(^ bem 3<%t»>ebe imb unter ber JDter^aut ber ^e4e ftt 
falbes, fie treten überall in bett fioiffaulen ftartoffetit auf. Sr i(l bo^ 
frebnlt einer franf^aften Srnä^rttttg ber ^flanje; eiitmal gebilbet oiier 
M feine albnälige Serbreäung bur^^ bett ganjen ftnoSett bte S^^f^^^^i 
■b (Enteif^nng be^ ®ett>ebed gur S<>Id^ (bfr ^tl) t# alfp erfl bte 
Strfnng einer {»artiellett ftranf^eit, bann aber bie Urfai^e 
eiaer allgemeinen }erjldrenben) inbem er fl^ anf ttf^tn be« 
fKnmter @tofe ern^t. 9ta^ ber d^ewif^en Snalyfe (t)on 9(. 9tt#ner) 
f| in ber trodenfanlen ftartofel bA< @tärfeme^I nni^r&nbert nnb in 
ktöc^i^er JDuantität wx^anUn, bage^n ob^r ber &»fi^^ ^njß^ 
•erf^^ttninben nnb bie Onantttat be^ äßaffer« «m «e^r aU bte $&Jfte 
Moninbert jDer ^tlg etttn>t(felt ftc^ benttiat^ auf ilofkn etne^ Snt^eilf 
Mt aSBafer nnb {Itäfbffreier af^niiltrter ^nbftanjen nnb ofle« ^x^ 
Mbenen (Eiu)etf#ofed (Sttdflopaltg. @ttbfl>. 

Die t>on ber SCrocfenfduIe angegangenen ftartofeln bnr^fanfen bie 
•erfii^bettctten @iabten in »erf^tebener 3^t, jie na^ bem ®rabe ber 
IntfiU&mtg, n>eI4en bte ftran{$eit im ®arten ober ^etbe f(|on erlangt 
ob }e nad^ ber Sage/ in ber fe atfbekoo^rt ffnb* |>^^ere !£eni^eratmr 
iBb Cts0efi|lofienl^it ber inft un äßtnterlager begätt^tgen flet6 bie 
fd^ettttion/ t»k im SUIgenteinen fo an^ ^'er. 3m er{len ^tabton 
Üben fie im SteSer nur btr^e nnb fc^aci^e XxitU, fe^en ^ber ni#t 
fetten s« bie 9ngen SCeine ftnoKt^en an. Snögelegt geben fe tinr 
filMi^e triebe, ober bleibten an6. 3m )n)etten Stobinm erMgt gor 
hin Sttgtrieb me^r. Sdeixa X)ttr^f(!^netbeit erf^eint bie @#nii^^ 
fifUo« «nb Derfi^ieben marmorirt. 2>er S^S<^vxtMtil^nt ber ^eift^fl^ 
ifi SteSenwetfe aufgehoben nnb )UkoeiIen ftnben ftc^ gan^e |)anfen ber 
8e|kiKib^ mläft emftg bef^äftigt ftnb ein)elne ®tärfe&$rner aud^n^ 
«oben. X>ie^t X^ter^en ftnben ft^ in $oIge ber 9n«tro^nng be/S 
ftmleng ein« €benfo i^er^a(t e^ fi4 mit bem (Srfc^tnen ber Sar4>eit 
i«n Z)nngerf[iegen/ bie fi^ oft in ungeheurer SD'let^e in trodenfankn 
nb ottc^ nuf f(^rftgen ftartofeln ftnben nnb ^nf i^ren ®ängen ben 
Sortfd^räten ber Serbetbnif ini ^innere be^ ItnoQeni folgen^ aber bie« 
frlbe ni<!^t nrfprungltd^ ^eroomtfen, loie o. fturon>6fi Cin fetner ©c^rtft 
8eoba(^tnngen über bte Xrodenfänie ber ftartofel) annimmt, ber in 
Wefen SBnrmem bie atletntge Urfa^e ber oer^eerenben »ranf^eit fle^t. 
J)ie tlHntn gliegen legen i^e Cter an »ergetabtTifti^e ©ubflanjen, bie in 
\n 3erfe#nng begriffen flnb, eben fo gut anf t^iertf^e Sxcremente im 



153 

Dttttget^ ate an bte ftodfattlett Sartofeln m ben ÜRiet^en^ too fie fi< 
oßerbtnfl^ oft ju Xattfetiben ftnben*) 

@etner ttrfä<!^Ii(!^e]t Sntfte^ung nal^e ))erU)anbt^ a(er in ber 9ldhtr 
ber ^tljbtlbttttg fe^r »crfi^teben t)Ott bcr Stodenfäule^ mft ber er fe^r 
l^dttfta auf benfetbcti ftttotten »orfommt tjl 5) ber @^orf, (Orinb, 
fträ^e, 9i£ttbe, ®na^). S)er ftran!^ett6^93erlattf bietet aud^ ^itt 
2 ©tabten bar. 

I. Sei ber Srnte iemerft man an ber Dber^aut ber ftnoSeti jer* 
fhfeute braunK^ gefärbte, trodne gleÄCH/ bte bei größerer ^au^gfett 
jufatnmnfitefen, baö ^eif^ ift ttoi^ un))eranbert ^lai^ SSerlauf einiger 
fEio^tn iDirb bie Dber^aut jieiter f^eden loderer, ba^ bamtiter liegenbe 
3ell9e»ebe »erfdrbt fttfy unb enbli^ [(i^toeffcn einjelne ^art^ieen ju fla<!^? 
cottt>exen bunfleren SBarjen an-^ bie gan^e Dber^aut rttnjelt unb ber 
StnoKen nimmt ein nnregelmäf ig ntaferigeö Sln^fe^en an, ba^ ^etf<^ fie^t 
nod^ weniger »eranbert au«, ijl aber ^i^m trodener unb »eniger wo^U 
fd^medenb gek^orben. 

n. 3la^ abermaligem SSerlanf einiger 3So(fytn rei^t bie Dhtt^ant 
ber SCBarjen auf unb e« erfi^eint in ber Seule ein feine«, teilet ab« 
faOenbe«, ixannXi^ f^tt)arje« ^ufcer, ein SWojlpitj (Photomyos tuberom 
Solan! Mart.) au« fugeligen einfad^en 3^0^» ^^^ forniger Dberjläc^e 
iefle^enb, bie juweilen in braun gegtieberten gaben au^wac^fen. S5et 
näherer Unterfu<^ung crgiebt fic^ eine tranl^afte aSeranberung be« 3«^* 
genjebe« ber ^ufleln unter ber Oberhaut. t>a^ ©ewebe, in »eifern 
|i(^ ber fJilj gebilbet, bejle^t au« loderen ^arend^^cn, »cl^e« froher 
bie äBarje au«füttte, feinerfeit« aber auf 3^0^« ^% toel^e ben ®e» 
»eben ber Oberhaut &^nli(^ gebitbet ftnb, aber unter ber fJuflet eine 
»eit mächtigere ©c^icä^t bilben. 3n ber Umgebung ber ^uflet enthalten 
bie S^Um ttoenig ober gar feine ©tarfe, SWad^ ber Serflaubung be« 
^ilje« erfiä^eint bie ganje Dberffa^e be« RnoHen« me^r ober weniger 
»ie bur^ SBermoberung gelodert unb aufgeWft. Die Serberbni^ fd^reitet 
jtoar ni<^t tief in ba« innere be« ÄnoÄen« oor, bod^ nimmt ba« ^eif<$ 
foioo^t ro^ al« gefod^t einen efel^aften ©erud^ unb ®cfc!^mad an, fo 
baf fettfi ba« 33ie^ in ^o^em @rabe f(!^orftge Äartoffeln ni^t freffen 
mag. ©t^orftge Rartoffeln ftnb bem SSerberben, ma^renb be« 9Binter« 
ebenfaO« au«gefe$t, i^r ©tarfege^alt leibet jtoar ni^t bebeutenb, bo<^ 
K^t f{c^ ba« ©tärfeme^I ^^toex rein barfleHen. 3»^ Su«faat gebraucht 
iitiUn fd^orftge Äartoffeln ^auftg au^, ober treiben bod^ nur f^toa^t 
^flianjen, bie eine ^öd^fi geringe unb oft fo »ert^Iofe Srnte geben, baf 
fd^ ber Snbau ni(^t lo^nt. 

X)ie (Entn)idelung«gef<^i(!^te ber ftranf^eit jeigt, baf ft(^ fi^on auf 
bem gelbe meijl bie Äartoffeln bem aSotumen unb ber ©efiatt nad} oft 
mangelhaft, oft aber auc^ ooKtommen regelmäfig au«bilben^ baf ieben^ 
fall« in i^ren ©eweben einen großen Z^cil ber 9Bad^«t|^um«veriobe ^in^ 
burc^ leine SSerduberung eintritt. Srfl gegen ba« Snbe ber äJegetation«^ 
i^ü ^in ftnben {t(i^ unter ben ©telleU/ wo bie ^ufteln ber Dber^aut ftd^ 



*) Dag bie Siicgentarocn nicbt bie Urfa(!Je ber Srorfenföulc finb, crgiebt M 
au« bcr 9)?i!roölopiWcn ^Jcrfolgung ber Äranf j^cit^cntwirfdung/ wie aui bcr 
9laturgcf((^i($tc bcr Sliegcn fclbfi. 



153 

ii teifen Vnbeitiiiiigett getgeti; 9le{ler t>or^ itttregelma^ge, bett 0(er^aiit^ 

f^tu ber f[OTm tia^ a^nttii^e @tarlemc^l arme S^UtxiiiStnnQtn, bte 

lai ottf einer at^toet^etiben ©toflttmiilbtttts Berufen Unmn, aU bie 

altai @9itif tome emer Itfltmtlahonöfranf^ett. 9lo^ ifl aier nt^t^ )>on 

yi^^mig iva^Tgime^ine»* Heber btefen 9lefien ffad^er, ret^entreife 

ürnmanber geseilter 3^0^» tift«» P<^ «^^ ©ubflöttj ber ^oÄcti Maferu 

ffornige 9aren<!^9en 3^1^^"/ ^^ beneti f!(!^ bte f)tlje t)on tt)tn}tgen 93Ia€^ 

ieii aOm&Itg ja ben anfe^nltd^en ^geljeflen enttt^ideln^ bte 2ute||t bad 

ftntteriellengetxye^e 3erreif en itnb al^ (ratttted ^ttfoer in ber ern^etterten 

tMe erft^etnen. 

Der ^il) 1^1 alfo ba^ le^te f^robuft emer (Srnä^rung^frattf^ett, bte 
^ ttft in ben f^dteren @tobtett ber ftnoOeitbtIbung btd }tt ettient 
Cinifhfe auf bte Stnictunoerf dittttfe ftetgert n>oiet erfl bte Stibitng 
9e«€t£Tfe an ben tranf^aften Stellen^ unb nur an btefen beetntra^ttgt 
fffi^'itt itttb tnW^ üH xaamittMaxt ^o(ge einer abnormen Stofnm^ 
Mtemg bte (Enttot^eTung etned franf^often B^Q^t^B^^^^^^^/ ^^^ 93ranb' 
iStgtB, tinttitt, iDeld^e^ nnn ki^te Ui ber Srodenfänle feine n^eitere Sind« 
Nbims elenfall^ anf Sofien einiger Seftanbti^etle ber ftartofel t)erfoIgt. 
^ktamt ergiebt ft^: 

1) baf eine Slnfledfung bnr^ joon Snfen ^erangebrad^te ^tTjfeime 
m^t angenommen koerben {ann^ n>e{( biefe fl^ a\x^ bem 
Snnem anf Rojlen ber afflmilirten ©toffe nat^ nnb nac!^ ent:: 
tDtrfeln nnb m^t an^ @poren ^eroorfeimen^ 

2) fann a\x€ bemfelben ®mnbe eine mei^anif^e Sinmirfnng fc^arf- 
eA'ger 9{ei^{9rner :c. im 9)oben ni^t ^atuirt werben. 

X>o It^ bie Anlage ber ^tKjbitbmtg f^on n)%enb bed fßa^^i^nmi 
Mbet unb geigt fo ergiebt jt4l 

3) baf biefelbe feine^n)ege^ bnr^ tint ungeeignete Slufbetoa^rung^s^ 
art ber ftnotfen erfl er g engt wirbj eine ^o^ere Stemperatur 
bnr^ (Er^i^nng ber ^anf en nnb ^cni^tiQUit babei; toirb ieboc^^ 
tme jebe ^tT)t>egetation nber^^aupt fo (^^^ biefe mä^tig be« 
guttjiigen nnb hiermit an^ ben ta^^tn Serlauf ber gangen 
ftranf^eit nnb einen ^^ern @rab ber aSerberbnif l^erbeifü^ren. 
Stt^ S)erfattTen f^Iei^t aufbetoa^rie, gefunbe ober blo^ oerle^te 
ftartof ein in gang anberer SESeife aH bie oon ber 2^rodenfMe 
ergrifltnen« 

4) SBenn mt eine birecte SnfteAtng ni^t gngeben tinntn, fo 
mnffen wir avi(fy bie t>ielfä(tig oorgebra^^te 9ln{t(!^t oon ber 
{>anb tveifen: baf bie Urfac^e ber beiben in Siebe jle^enben 
ftranf^eiten in einem bur^ bie lange ftuttur on^ Stugen ^er:; 
vorgegangenen uberreigten, f^wd^titi^en 3"^«»^^ ber ßartoffel 
liege. 2)ie SRntterfortofet ober bad i^r entnommene Singe ifl 
nur in ber erflen Seben^periobe oon SJic^tigfeit ffir ba^ ®e« 
beiden ber inngen f^flanje, inbem fte bem Seim fo lange gur 
mateneQen ©mnblage nnb gn feiner erflen Srnd^rung bient. 
©obalb biefer aber bie gngteic^ mit feinem ?Itt^»a(^fen gebil? 

I beten Webenwurgeln in bie örbe getrieben ^at, ifl er unab* 

^ngtg nnb nimmt feine Sta^mng gn allen femern 93tTbnugen 
au^ bem Soben nnb ber Snft; er ^cd bann mit bem SSer^alten 
feinet gangen SEBac^t^nm^ nid^t^ me^r mit ber ÜRntterfartof el 



154 

)tt a^tm. &^a^ ftartofpel uta^ii itafräftig^ Zti^ ober 

Utibtn gatt) ott^^ fEnb a^er euistat bie ftetwe ovbenili^ ait<« 

getWeien^ fo fenn man f)>ätfre Srattf^eiten ni^t m^ Don bec 

SKititer ^erletten. ä9et bet grof en @e{f)^ft&iibig(ett be« Seflesi^ 

leien^/ iet t^tet totatett S^ongtgfett s>0n clufireft SlgeiUtei 

in 93e)ttg anf t^e matertelle Su^t^ttbung Unn immer tutr i^on 

tintt inbit)tbite0en S)^]»tlttatum m ^olge mMtgel^after <Er# 

ni^ntng, niematt i^on etner erMul^en bttr<| s»tele (Seneraltoneit 

aOmaltg jttne^enben ä3erf(^n>A(^It((mtg soon ^flanjenarten b<e 

Stebe fein. 3tm getgt al>er and) bte Srfai^ntng/ baf Mm 

^d^orf nnb ber Zrodenfavie btefe ftratl^etten erfl in ben 

f)»äterett @tab{en beö SSa^ti^nid ber afjtctrten ^fauyt cmf* 

treten^ iveU^ ft^ lang^ ttsa^ingig t>0n ber 9Rttttet)>{{an)e er^ 

niüfyxt ^at ün^ fann bte germgf DnanÜtdi »en offlmä^rien 

Stofett/ n>ej^ ju ben er^en 3^^8iitbungen be^ fietmi4 an< 

ber SKttiterfnoUe ^erfam^ anmögliti^ t^on bem Setange fein, 

baf man i^rer Ouatitöt^ ^egenuier Don ber Stenge wu 

Slaffmng, koel^K jn aUtn ^fCanjengltebem aaü bem ^Boben 

nnb ber Suft aufgenommen merben mn^tt, einen (Einfluß osf 

bte ^piietrt 3elknMIbung6)>voceffe/ anf tint tranf^afte ^i^po^ 

fitton berfetben jufc^reil^en titmit nnb b&rfte. 2)ie Xnna^me 

etne^ latenten Xnfle^ng^flofe^ oon btefer @ette, miberjlreitet 

ber ^^yflologie eben fo fe^r, M bie eine^ fold^en iM>n ©eiten 

ber t^ilafttb^an). 

2Bir fönn^ alfo ben angefn^rten (Sinftnfl ber Iang)a^rigen ftultnr: 

eine tronl^te Z)i6pofttton ber ganjen ftcrtofp^Igottnng anf ©ntnb ber 

9tatnr be^ pfKanjIi^en Sac^dt^um^ nber^n^^ n>ie in^efonbere ber 

ftartofel m^t anne^men^ )»ielnt^ toeifen mir bie Srfa|rnngen ber 

legten 10 3a^te baranf ^in^ bafi jiene Sranf^iten fU^ in jeber fiartoffek 

generation ui^)>ränglt^ entmtdeln, fei fk avi^ gan) gefnmben ober fd^on 

^eilmeife angegriffnen^ au$ fremben ober eini^eimif^en Sorten^ and 

{(ttgen/ att6 ben ^ntemobien ber fteime ober frtfc^e oon @amen er« 

gogenen ftnoSeit ^eroorgegangen, koem fte in ge)»ife gelber gebraut 

loeid^en^ beiaen 93obienlon]^itttiton oon ben ^ttterting^oer^altnifen fo be^ 

Iftn^i^t toirb^ bof }ene eigentlui^e abnorme €m&^mng nnb XnöbtKbnng 

ber ftnoKen erfolgen mnf ; fte tritt um fo allgemeiner nnb »er^eerenber 

^f/ V glei^^^imiger bie 93obent>er^Itnife ftnb. 

2>ie ^atfa^^e^ bafi burd^ bie SSeränbemng ber 9$obenmif(^nng 
<9RergeI) ber ©c^orf ft^ in ungeheurer Xn^bilbung auf einem ^elbe 
emftcfite/ bekoeif t^ bof er bie ^olge einer franf^aften Sma^mng ift. 
Sel^e Stoffe e^ nun ftnb^ bie oon ^er Kartoffel aufgenommen^ ben 
Schorf — ober in anbern fjatten bie S^rotfenfanle — erjeugen^ ijl oJttig 
nnbelonnt nnb koo^I fd^mer na^jitioeifem Sticht atter 9KergeI erjengt 
i^n. (t€ »nnen in ^olge be« SRergetn^ f^äblii^er @tofe in ben »oben 
gelommen fein — bie ^emifi^e Snal^e ^oi aber ferne fol^^ na^meifen 
linnen — ^ ober t^ Idnnen not^taoenbige @tof^^erbiinbttng«n ober Sr^ 
f^Iiefttngen aufgehoben ober oerringert merben — ober aber gau) un« 
id^^&ngig ^txsoWf toerben bttr(| koieberl^olte unn^alifc^e nnb analyflfc^e 
Z)ftngnttgen nene fi^äbKi^e @tofe anfgeft^IofTen nnb ^rbinbnngen ^er^ 
gefleOt^ beren St^fammen^ang nn4 nod^ nnbefannt ifli ettoa4 I9eftimmted 



15Ö 

^^^Ü!^^^ «o^ m#t etiitital t^tmf^n, «ef^Mc^ Uun U^nxipHn. 

'^^'^^^^ *« etseti«i<!^eti SRatur ber RrtnOlftitui iUibi alet ber 

JgJ^^JJtttt ffir aXU icotüixtnS&wiafl^tmffin'i Pe »irb «itr px mannig* 

Wjl» *ttiu<^Ctt nut (Experimenten anregen, votU^ »iettei^t na^e lie* 

J« SXittet au teie ^onb geie« ben Ser^ernngen ^letfetten ©d^ranf en 

M4«- €itie rationelle Se^anblnng nnb anftoDOl^rung ber SaaU 

m^\%, fo ba^ biefe onf einer 6cf5(mbern ©tette «ngefcaut »erben nnb 

nc&oSbmDen ott^sebilbete, fehlerfreie ftnoOen yu ^(ttö^flanjttng U^ 

n|t toet^en^ t>ri»0t reC^Ii^e ^rn^te, nnb lonn i^ baffefibe aU erfolg* 

wN fiiafert>a^t>«9)2tttel em|)fe^ren. fß^u ber »»jn^t nener Rartoffel 

BBÄ Samen i^ in Wefer ^infi^t ni4fU yt erirartes/ in ^)raftif^er |)itt* 

Ht t^ iie t««m iPoiuif4en^n>ert^ 4tnb loort^eil^ft. ^d^ jte^ feit 

14 ^teu RaTtoffet aod ©amen nnb no^ ifl feine ©orte loon ben in 

Si^ fte^en'beu Brautzeiten oerfc^ont geilte(en. %n 140 mir (efannten 

Soden, tx>et<!^e t>elgif<^en, englifd^en, franj6fif(i^en, amerifanifc^en nnb 

Wift^^^tn UT^\>ntngd flnb, ^o^ i^ bte ftranf^ett im oorigen ^a^re in 

ffetcx Qtoti geritigerer Sn^be^nnng Beoiac^tet^ ganj frei iff letne ©orte 

bi9on geUte^en. 

Der @taTfe^93iIbnngd))rocef in ber ^flanjentoelt f(!^eint nt^t an 

nact ie^mmten ^eriobigittflt be^ ^anjenleien^ geinnben px fein. S^ 

ip eme SC^atfa^e, baf fru^e ftartofelforten oon ber Srodenfänle feiten 

CTgrilfim «Dec^»^ i^re fon^^tfb^il^e ftranf^eä U^^t im 9(oft^ oon 

mdi^im bie Stütze in einer S^it BefaKen werben^ in ml^tx bie ftnoKen 

fo^ «at^eretft ^. %ti^ ©orten h^i^tn im SUKgemeinen^ o^ne 9iäd* 

f4^ auf bie SSoben^er^ältniffe^ einen geringern ©e^alt an ©tärle aK 

^H^y lo^roodgefe^, bap bie SmSltlbnng ber festeren ni^i hnx^ ftrant 

jleä qitbemat ^irb. ©d^'eibt man bagegen burd^ fpäte ^tt^)>f[an)nng 

^bbe aRaO bet Stn^fartojfel i^re Süt^iubnng l^tnan^, fo reifen fie jn 

@e)>ieml&er nnb finb bei loeitem reifer an ©torfe. 

Z>«f in aaifecti metflen fHIat^en bie nai!^ O^oi^anniö abgelagerte 

im ^rn^tnig/ Iberm IBeginn be^ (Erbadmobif^en SorgongeiS, in 

imsebtlbet lanrb^ tfl eine fe^ftd^enbe Z^atfa^e nnb be^alb liegt 

Me ScvQttttZiing no^, bop bie ekltrif^e 6|>annnng nnb ©trömnng beir 

fHfl ia ber ^eriobe ber erflen ©aft&ewegttng eine anbere fein mn| aW 

^cr |n>etteii. — .S>«t(ett biefe Sorg&nge imn einen Sinflnfl ax^ bie 

«nb On^bilbniig ber Aa«tofrIn? ^ir loiffen e« «i^ — 

O^ wgettb tote fftr ettomge anjnfieSet^e Serfni^ Sorfi^^rtften 
t )]i »oSen, mi^n loir bo^ ft^Kepi^ folgende ^nnlte ber Se? 
tUf^Ugan^ be« geneigten Sefer^ emf^fe^tai: 

1) Jhif naffem faftem SSoben tfl ben RartoffetSlet^ bie 9t{l^timg 
wn Wotben nor^ ©oben gn gekn, anf me^ »armem ©oben 
^8^S^ bon Sdeflen itac^ Dflen. 

2) ^ie Se^anfetattg mnp anf nafem Soben f^mfit^er aW anf 
trocfenem ftattftnben) bagegen mnf anf erflerem mt ^änftgere 
Sodemng aU anf le^terem oorg.enommen »erben. 

3) %nx ^a^eboben tiefe ©earbeitnng tm ^erbji auf ranker gnr^e, 
ba0 (Ebnen berfetben erfolge mt ber ©abel nnb ^atU im 
^rn^Iing^ baf nic^t bnrti^ ein gkoeite« Kraben (im grn^Iing) 
bie SSinterfeud^tigleit entmeic^e. 



154 

Stt tfytm. &^i^ ftiirtoflirl ma^n itttbäftiQe Ztitbt pber 

tUiitn gfttt) ün^'y flnb ater eiiiittal bie Sletvie orbetiili^ ani^ 

0etnet»eii, f« fann man f)>atere Sranflfeänt m^t «le^ ton ber 

ÜRiiiter ^Uütn. SM ber grof en @e(6^ß5Bb{0lett be« 3eOes^ 

Iel»en4, bei jtrer totaUn Sl^^gtgfeit ddo äüfereii Sgetilteii 

in Se)ti0 oitf i^re tnaterielle Sbtöiitbitng tanii immer nur «9» 

einer inbiJ^ibneEen Debtlttatiim in ^olfie mangelhafter (Sx* 

nä^mng/ niematt bon einer erbUil^en bnr^ lotete Oeneroitonen 

aOmfilig jnne^enben Serf(^tt>a((Ii(^ung i9on ^flanjenarten bie 

Stebe fein. 9lttn i^i^t aber an^ bie (Srfa^rnng^ ba^ Uim 

<5^orf nnb ber Zrodenfänte biefe ftranf^eiten erfl in ben 

f^^ren @tabien be^ fBa^^M ber afftcirten ^fanyt anf# 

treten^ totKf^ fx^ Ungft nnab^ngig b^n ber 9Rtttteq>f{an)e er/ 

tt&^rt ^aU flti^ lann bie geringe Dnandtat »en öfftm^rten 

(Bttilftn, loel^ jn ben erßen 3^^n^il^ttngen be« Reimet oit^ 

ber SRntterfnoKe ^erfam^ nnm^glid^ »^n bem ißelonge feis^ 

bo^ man i^rer t^uaik&t, gegenüber Don ber SDtenge Don 

9la^mng, toüift )n aOen l^fKanjengliebern oud bem &obe< 

nnb ber Snft aufgenommen tt>etben mnfte, einen Sinftuf onf 

bie ff>diem 3enenbiftnng«f>t9ceffe^ anf tint (ranf^afte ^i^pt^ 

fitton berfelben {ufc^reiben Knnle nnb börfte. Z)ie Slnna^me 

eitte€ latenten SnfteAutg^flofe^ t>on biefer @eite, mt^erfhreitet 

ber ^^i^fiologie ebm fo fe^r, aU bie eined folgen tM>n &tiUtx 

ber $il)fnb^an). 

9Btr Knnen alfo ben angefahrten (Einftnfi ber longjia^rtgen ftultnr: 

eine tronl^te Di^pofition ber ganzen ftortof^Igottnng auf ®rttnb ber 

9{atnr bed )>fl[anilt^en äBac^dt^nmö uber^a«^, xok in^fonbere ber 

ftartofel tfdi^t anne^en^ mlmt^ toeifen n>ir bie Srfa|!mngen ber 

legten 10 ^a^xt baranf ^itt, baf jlene ftranf^iten fid^ in jjeber ftartoffel^ 

generation ttrff>rttngli4 entioideln^ fei fie an^ ganj gefmiben ober f^oir 

^eilmeife angegriffnen, an^ frembett ober etn^eimif^en ©orten, ottd 

fingen, an^ ben 3ntemobien ber ftetme ober frif^e bon @amen tt^ 

jogenen ftooKe« hervorgegangen, loeim fte in ge)»ife gelber gebraut 

merben, becen Sobenlon^ttntion t>on ben SBitterung^r^ältniffen fo ht» 

^errfi^t loirb^ bof jene eigentli#e abnorme ^EmA^rung nnb fltt^bäbttttg 

ber StnoEen erfolgen mnf ; fte ttitt um fo allgemeiner «nb »er^eerenber 

0ttf, Je gIei(^^lTmiger bie S^enoer^Itnife ftnb. 

2>ie 2^atfa4^e, bafi burd^ bie SSeranbernng ber Sobenmifc^nn^ 
(ÜRergel) ber ®^orf ft^ in unge^enrer Sn^bilbnng auf einem ^tttt 
einleite, bdsoeif t, bof er bie golge einer franf^a^n Sma^mng ifl. 
Sßeld^e Stoffe ed nun ftnb, bie oon ber fiartofd aufgenommen, ben 
@(^orf — ober in anbern %ätitn bie Xroilei^aule — erjengen, ifl ^iUi^ 
nnbetonnt nnb lool^I f<!^u>er naiJ^jitioeifen. Sticht ater SJ^ergel ergengt 
i^n. C« fihtnen in golge be« aRergeln^ fc^äbli^er (Stofe in ben Sobeit 
gelommen fein — bte ^emif^e Snalyfe (ot aber leine fob^ na^meifen 
Itenen — , ober H tihtnen not^tt)ettbige @toffoerb«nbnngen ober Sr« 
fc^liefmigen aufgehoben ober verringert »erben — ober aber gang niu 
ob^&ngig V^erbon, »erben burc^ »teberl^olte mineraüfi^e nnb analyfif^e 
Dftngttttgen neue f#4bK4e Stoffe anfgefi^loffen nnb SBerbinbnngen jer* 
ge^U/ bereu Bnfammenyang nn4 noij^ nnbefannt ift^ ettoa4 Se^immte« 



197 

' Jfflt/ >«f ^ fie bt^t f et« tiifijfett, We grof e« ©fetten finb « »emribcn, 
taa je Hemer itnb enger bie ©Reiben hegen, beflo »emgcr ©Ratten 
Mt 8«9*ett »« n>erbett. aRattgef^Kffette« ®ta^ »irb ou^ emj)fo^ten, 
M ttoa bann m(!^t n5t^tg ^at ©d^atteti jtt lege«, jebod^ fann nitr ge* 
^ tverbeti folc^ed xti^t j« nehmen, ben», obgleti^ bte ?^flatijett bte 
fiimttfung ber tmunieribroi^etiett ©onneufha^Iett «iil^t ertrage« Ktttte«, 
f» iräibe« ite benno^ nte^r leiben buri^ bte (Etntt)tr{««g etneö be^än^ 
^(e& matten Si^te^* SSafferbtcif^te^ £et«en jnr Sebeäung bee ^aufed 
«l^b ber 9ta^te ift bad befle, ed erf)>art bte Srjettgnng mtltt Unp 
^n S&rme mib erhält }nglet4 bte Sen^ttgfett im C>attfe« ©d^Itng^ 
lHajeu uttter ben genfler« ftnb na^t^etltg, jte erjenge« 3nfelten «nb 
{Acii yt ^el ®^attett* %U et« mtil^ttger ®egenflanb «>trb ^er^orge^ 
tc^]»at bte not^toenbige, genaue SDutrotte ber Stmofp^äre bed ^aufeö, 
es tviib angerat^en^ eine Retne JDuantttät Slmmontmn ober fto^tenfättre 
icä ober untermif^t tntt SBaffer tnö ^a«^ )« fe^e« «nb bie ^flanjen 
t«nt }u 1>efv)ri$en. 2)te ito^lenfäure «tag babnrd^ erjeugt «)erbe«/ baf 
aaa ^f^e treibe ober Statt tnd ^a«^ legt «nb btefen mit ii>r;rbtt««ter 
&^iDefeX^attre ütergte^t. — 6^ t^ »tc^ttg l^tcr barii^ tin Setfptel )u 
Vmerfen, ba^ Laelia majalis auf (Stc^bdumen in ben @ebtrgen ton 
Keiico ix>a^^, tvofelSfl ber »oben oft «ttt 9letf bebedt tfl, mtt^tn eine 
gref e SReitge ^flangen 4« t^rent natürltc^en ©tanborte gefunben tEoerben, 
«tfelbfl eine niebrige Temperatur ^errfi^t, iebO(!^ toenn fie tn ^ö^erer 
ZeiaDeratnr fulttotrt »oerben, fte mtt grfferer Sraft toad^fen, aber 
Me ^o^re ^Eemperatnr t^nen nur loi^renb bed SSad^fen^ }n{ommen 
frifte. 3» S:roj>entönbem »erben bte ^flanjen bnri^ Dürre in 
rafcf^ben 3itß<^n^ terfe^t, kod^renb tn falten Sdnbern, gletc^ bem 
n^r^eit, bttrc^ bte Stnmrfnng ber ftdlte. 60 ® Sa^r^. tt)ä^renb ber 
fta^t, loenn bte f^anje« tm f(!^Iafe«be« 3ttfi<tn^e ft4 beftnbcn, ftnb 
Vamüfytn^, «nb 75® md^renb be6 ©ommer^. Der befle 93oben für 
bie c^f|>i|9ttfi^e« Srten finb bte fafrtgen 2:^et1e ber ^atbeerbe. ©obalb 
bte Srbe txtätn \% «werben bte Srbjläcfe fo lange gefc^Iagen, bt^ ber 
fsifn^e Z^tü nbrig blet'bt. Dte fangen mnffe« troden fein, n^enn fte 
Mr^fEaii)t »erben, unb mnn mdglt^, tfl alH (Erbe ju entfernen, ftetne 
ht^immtt 3a^re€)ett wtrb }«m Serf>^an)en befonber^ em))fo^(en, fonbern 
nr foiolb bte ^flangen gn treibe«, anfangen« Mt |pflan)en möfTe« 
wsisflettd einmal in )«9et ^a^re« beq>f{a«)t werben, einige S«d«a^mett 
mätkclU^ a1»gere(^net. SSerfo^Ite $oI)flnde, fnr fol^e, bie biefe Se^anb« 
bog ei^rbent, ^nb 2« bern^erfen, fte abforbiren g« t>iel SBärme, tt)el(^e^ 
ben Snrgeln «ac^t^etlig i#. ©tnäe eineö %felbaume^ ober trgenb 
etaed ^rten, glatte« ^olge^ ft«b oorjujie^en, bebedt mit Sphagnam 
iber fafrtgev ^atbeerbe. 3ange ©amen t>|[an)ett, bie au^ bem SRofe 
of ben ^oii^ätn aufgeben, flnb tin gnted ÜRerfmat ^in^(!^Üi^ ber 
Jca^^feit, ben« fte koelfe« fobalb äBaffer fe^tt Mt ^flanjen auf 
^ol§^(fen ober in Sorben, aU Stanhupea- nnb Aerides - 3(rten, 
folEtm int ©ommer an jlebem britte« Slage mtb im SSinter einmal in 
bct SSo^e ^em«ter genommen «)erben, um fte genau ^infi^tli«^ ber 
ica^tigfett )« «ntetftti^n. Slrte« DO« Stanhopea, Barkeria u. a. 
. MAtn, loenn man fie tod^renb ber Sto^egeit me^r «nter ®(ad ^lu 
{ Bptci^tn, aufgenommen bei gang trotfenem äSetter, ifl }u oertt)erfen. 
"pflanien, bte rei^Itdj^ bluten, erholen fl^ feite« oor bem jkoetten 3a^re^ 



158 

U tfl ben fffattjett Vii^t f^abli^, fle at^ einer Reifer Slhi0ff>^te m 
etste (altere gtt (ringen, tt»9 ffj!^ t^e Slnnten Mngere 3^t erhalten. 
3nfeften jeber %xt finb gefä^rKd^^ Befonber« «Ber 8«nfe, Staetfen örtb 
^eÖenDnrmer, nnb barf man (etn Slttttel nnf^erfni^ laffen/ f!e gn loer^ 
tttje». Die Sldtter ber IJffanjen t^n ge^n ju gei^n Jagen mit warme«; 
ni^t ^ifent SSaffev gu m^i^n, mt 3efeRen a( nnb (ef^rbert bie 
@iefttnb$eit ber f^fi^ngen. 

9}a(^fte^enbe fnnfgig Srten gteM $err ®orbon att bte (efkn mib 
f(|dnfleo an. PhaTaeBopais amaMlis, Odontogiossmm ^raade, Caftleya 
Skinaeri, C. crispa, C. Mossiae, Oncidiam Lanceanain, O. sphacelatam, 
O. ^atta(ani) Mlltooia specfabilis^ M. Candida, Bariceria 8pectabili8) 
Saccolabinm g'attatam, Laelia snperbiens, L. PerriAli, L. aneepa, 
CoelogyDe cristata, G. Wallichiana, Braeraia macrastachja, Tands 
teres, Scuticaria (MaxHIaria) Steelii, Stanbopea ügrioa, g^randlflora, 
Renantkeiti eoceinea, Phajas Wallichti, Deadrobram WaUiehianam, 
D. formosam, D* palchellaia, D. cbrysaatbam , D. DaUioa»!eaii«n, 
D. cacallatam, Coryantbes macraatba, Sobrafia maeraatba, Chysis 
bractescens, Zygfypetalum Maekai, Ansellia afrfeaaa, Acineta Hom* 
boldtii, Aerides odoratam, A. crtspam, Cymbidiam masterail, Periaferia 
elata, Mormedes laxatatn, Leptofes bicolor, Cycnocbes Loddig^esK, 
Epidendrum macrocbilum roseom, E. Stamfordlanam , Sopbroiiifea 
grandiflora, TncbopUia tortilis, Odontogiossom citrossmam. 



Uebcr 

JluUur Ut Nepenthes destillatoria. 

fOiiUiäf bie Nepenthea-Sfften ni^t gu ben gartefhn fflan^n 
ge^Jren, fo fnbet man fie bemt^t^ fetten in ben ©«mntlanjen, »o ft« 
grjftentlietto an^ 9^anÄeI an ftenntnif ri^Hger ftnltnr wteber Der« 
loren ge|ien. 3n 9to. 6 be^ Gardeners^ Journal b* 3* ift ein Settrog 
gar ftaltnr berfetten gegeben worben, wona($ e^ m'ellet^t letzter tvtrb 
biefe interefante f^flange in ben ©antntlnngen gn et^Iten. 

3n 93egng anf bie £emf>eratttr ^if t e^^ verlangen alle Nepenthes 
ein äBarmfan^^ «»0 fie ben to&tmfttn ßtan^tott ^aUn miflftn, ba f{e 
ffintmtlid^ on^ Reifen Stobem jlonnnen*). üngenonrnten i^ $abe imtge 



*) @d it bic ftaxi^ ber itultti^attttte ben ftn^ent^ef eine grof e SSrnie gn 0cbea 
nnb gioar meiQend mit mttm iSrfMg. 9$ mal (itr Iebe4 bemerft werben, 
ba9 bie Nepenthes destiltatorU (eine^weged eine garte 99ange iß, dbdUUi 
fle SBÄtme fejr liebt. 2)er \>?rftorbene jJerr ». Ä'flab t^eUte mit, baj et 
eine 9ffange einet Stalte ^m s^ an^fe^ nnb fie bann in ein ISarnma^ 



witr f» ierette ii!^ mir eine Srbe me folgt. 3^ $<t(Ie ober f^netbe 

cses S^etl frif^e^ SJtood (Sphagnam) ganj tltin, mit biefem mtf^e td^ 

tan einen Sl^eü ©ä^erfanb itnb einen (leinen £^eil {»ordfer ^eibeerbe/ 

f^ bof ba^ SRoo^ bod Ueberge^ii^t f)e^It. 3« btefer SRtfc^ung fnge 

mm eine O-uantität gerf^Iogener Xo^ff^erten^ t>on ber ®ti^t bid }ttm 

9e»i<!^te s>on 2 Sot^^ ttnoa^ nte^r ober »eniger. 9la<^bem nun bie^ 

dM gst nntemtifd^t i% )){Ian)e man bie jnngen f^flanjen anf geiod^n:> 

{^ Seife etn^ nur mit bem ttnterf^iebe^ baf man bie (Erbe ni(!^t fe^ 

(D^itttfen ^arf nnb in bie Zv^jt tint gute Unterlage gnm Sbjng bed 

SBofer^ legeit mnf . @inb bie fjflanjen einge))f[an}t fo bereite man 

{b| ein ÜXM^ieei 9on HTpnnm, in n)el(!^ed mm bie Stapfe bid an ben 

StoBb einfenft. ÜDiefed SKoodbeet ifl fel^r not^toenbig, man ne^me ^ier)n 

ec^ eine Sage jetf^Iagener Staner^eine^ Hmit bie Seuc^ttgfeit/ in ber 

l«l9bod geilten toerben nm^^ ni^t ^en bfeibt^ nnb mnf bad 9eet 

k angelegt n>erten, tt)o man e^ loarm erhalten (ann^ fo baf koa^renb 

M S&i^fend bie ^flanjen in einer 2:em)>eratttr k>on 80" S<^ffr^. flehen. 

An be^nben ft^ bie f^flangen in gnter Srbe nnb an gntem fJIaj^e. 

jnä^ft mnf nnn bad SRood^ worin bie 2:j^))fe flehen/ gei^örig be« 

fj^ werben^ (efonber^ l9i^enb be4 Sßac^fen^^ toojn bad Safer nic^t 

Ut fein barf^ fonbem minbe^end bie S^emf^eratnr be6 ^anfed ^oi^n 

mf. Sann bte ^f{an)en befpri^t werben müjfen^ ^ängt fe^r oon Unu 

jUiben At am beflen glei^ be< SRi^gen^ nnb bann gegen Slbenb. 

CMen an^ bie Mepenthes inet @onnenIi^t fo mnf man ^e bo^ )»or 

fimotrfatng ber brennenben @^nnt )tt f^n^en fn«^n nnb muffen im 

Smaier non 8 tt^ 9Rotgen« an bejf^fattet werben. 9le^men bie 

ypM^en an @rif e )n^ fo miffen f{e »eri>ffan)t werben nnb jwar^^ wie 

d fby Mn ftlb^ Dtrft^t^ in reine mit einer gnten Unterlage t>erfe^e 

Zi^fe nnb in bie oben angegebene Srbmifdj^ong. !Ca4 9Roo0, wel^4 

^Zipft umgUbt, nwf, ba e# ^i^faS4 flarf wä^fl, |««fig bef^nitten 

Hb gcetnet merben* 

J>gt^ bte fUft am nntetn Qnbe Ui Stammte }eigeiiben jinngen 
ffitqi^; laffen ^^ bie Sepentles lei^t bermebren. Z)iefe werben 
fl igcw mm en itnb wie angegeben be^belt. Sei 8efoIgnng biefet ein^ 
ii|n yrnftifc^eii SRe^be wirb man flnben^ baf bie fJf^anjen teilet 
a^ p^e fm^ge (Sc^witrigleit warfen« 



braibte, wo 9e 3a|re long ]|)»i>ig forlwucb^. eie wdibfl in (Sfttna wüb, 
in ^^enben, wo 9rd|ie eben n«bt fetten flnb. SRamotf. 

^te fd^dnfle nnb grdfte Nepentbes, bie i^ le aefe^, i^ im botantfcben 
Oiarten xm e!tMmQ^, wo He aUfA^tli^ blü(t nnb Srfnbte tragt, ^erglett^e 
metee SXittbeiInng baruber in ber SOg. Wartens iv p. &r. (S. O— o* 



160 



fUrtiterktin^en einer Hetfe 

na^ Serlin, Sre^Iau, SBien, Untere unb DBer^@tetermarf, 
©atjburg, Saierti/ einem Z^cil ber ©(^meij, bcm Slfaf, 
SarWrul^e, Darmflatt, ^anffurt a« SW., SÄmnj, QoiUny 
53oitn, @JIn, ^annot)cr Big Sutwig^Iufl/ Befonber« in gfirt^ 

nerifd^er unt> botanifc^er J^infic^t. 

(9rof(eTSO0l. ^ccflenburg. ©artcnbircctor in ^ixtxciQ^in^.*) 

Sm 28. 3Rat 1834, SRtttas« um 1 U^r, reifte i^ attf ber m 
{xmiBurg tta^ Setlin fa^renben @d^Qeaf>o{l «)Oit Subtoig^Infl ab im^ 
traf am 29.^ um 12 U^r SRittagd, in Serltn an. 

Z)te medleuBurgif^e, t)Oti Sttgläuberu gebaute ftnuflflirafe »^ 
®rattit^ tft »eutgflenö ebenfo gut u>o nt^t beffer, a(^ bte fMreufif^ 
i^ou ber ®rau)e (SBantou)) bi^ nad^ Berlin ^^reu^e^ wtU^ fttäv^ 
an^ uic^t fo foftbar im S3au unb tu ber Uuter^Ituug fein foS^ tdkj 
jene. Sd fommt alfo nur barauf aur ob bie mednenfeirgtfil^e boueüj 
^after fein unb fo ber größere S(uftt>anb in i^rer Slnlage unb Sr^Itmig 
an^gegli&en tt)erben u>irb. — 2>{e|l ^t fle nunmehr )ur allgemeinen Sm 
fWeben^ett enviefen. @oioiel aber ift üebenfaK^ geu)if / baf bie pnü^\0 
t)or ber medlenburgifi^en einen u>efentlt<^en SSorjug tu bem @msMß 
n>ege beft^t, xoä^tv auf ber linfen Seite neben ber S^auffee tifyttit 
ff^arfe ©ränjh'nie Einläuft. 2)abur^ »irb t^eiM bie Seid^tigfeit be| 
fluömei^enö oerme^rt^ tfyeiU ben SReifenben, in bereu äBtHRübr ed fie^ 
auf ber S^aufee ober auf bem Sommerwege ju fa^ren^ eine ntil^t nüiff 
bebeutenbe 93eqttemli^feit unb Slnnei^mlii^feit getoä^rt. !£)enn ni^t xM 
fann man, inbem man ju 3eiten auf bem @ommerkoege fä^rt^ fttr bi| 



•) Obglcitl^ bie 9icifebcmcrfunflcn fc^jon »or funftcjn 3a(ren nicbctgefctrfcb^ 
n)OTben ftnb, unb feitbcm fi(b fo man^t^, t^eild ^um SortMI. tbetU 31 
9{ai(tHl g^änbcrt |^at, fo enthalten fte bennot)^ fo manche treffenbe 9i 
mettunnen unb ®etra(btunaen, bte (cute no0 aans an ((rem ^^ia^z ftnl 
)ubem fommcn fte aud ber gcbcr etne^ ber tü^tigjlicn» erfalfenbftep, prattifcf 
ten Jänner ber ^artcnfunn^ baf cd nur ^u tebauern iß, ba$ bad ^ani 
fcrtpt ntcf^t früher ber DefTentfic^fctt übergeben »urbe. 

@o mit mir etmaige ^ranberungcn belannt getoorben finb» toerbe 
biefc bei ben betreff enben ©teilen. bemerfen. S. D-^o. 



161 

Meft^tmuig itiib S^wn^ bcr^ be^ Sattfett^ auf ber C^aufee ni^t 
gan^ttn $ferbe fprgen, fotibent mti^ (equemer bte Srcnben bet Untere 
^Ii8aa geitief eit, »el^ onf bev effoitf ee bitr(^ bad beflaiibige ®eraffe( 
M Sagetiö fafl gaii) att^geff^foffen m'rb. 3)a)tt Mmmt^ ba^ bte 
SqHiradtveit ber @traf e toett lei^ter bef^afft nnb bte 9Rateria(ten )itr 
latteffenmg berfetten befer ))Iactrt iverben ttnttett/ too ettt Sommers^ 
»CS 1t«i^ ieftnbet al^ bte^ auf ber tnednenbttrgtf^en bet SaO tfl. Dtefe 
fot oitf Mben @ettett Sanqitetö, bereit rittet ^r %u^iinßtt, bad anbere 
Act fnr SRetter U^mt i% mosegett bte f)rettftf^e (ettt Saitqitet ^at 
^ %o^Q&^6tt itnb bte ju ^erbe Xeifettbett auf bte C^anffee felbft 
*er attf ben ©oinntenDeg angewtefett ftttb. 3tt fanbtgett @egetibett^ 
wk tttt totniQtn Xtt^tta^ntett ber ganje Xattm }n>tf^ett ^ontbttrg unb 
I^^i^ ^^ i^i^f tontmt ber SSerfat^ an Sobett für bett @otttmenoeg, 
{nd ya bitr^ btefeit attt^ ettt 93anaitet für Sit^gto^er erfpart totrb, 
üet^pt m^t (01^ tit 8(iire^ittttig: nebettfaK^ aber totrb ba^ÜRe^r be« 
^^enrottm^ bnr^^ ba^ barau^ etttfte|^ettbe 9)te:^r ber Sequemlt^^fett 
j/mt&ßfjli^ onfgetDogett ober gar ibenoogett. 

fia^ bte S^anfee«9ef>f[an3itng (t^etU 3^'^^^ ^^^ Strafe über« 
iimfi, ^eüd Sebär^tf ttt fi^neeret^en Sßttttem) i^ M üe^t beffer 
ctf bem )>Teitftf^eit X^etle btefer @traf e, aM auf bem ntedteitbttrgtft^ett, 
ivfS8sIet4 OM^ jener tto^ ntan^ed nu mättf<!^ett ibng laft. 3(^ merbe 
A St^Inffie btefer Setnerfungett »ber ben 9ltt^en ber d^^attfee^^flattgutt^^ 
gct «üb tAtt bte metflen^ ntattgel^ofte Xtt^f&^rung berfetben etne be« 
fnibere tU^^nblitttg Keferti, itnb beö^alb im Serfolge btefer Sletfebe^^ 
fi^retbmtg ber etttgeltien itttnftfhafen ttnb t'^ter Se))flan}t2ng nur tut 
ttgcnietiiett dmi^mn^ t^nnf tote t<$ ^te fanb/ i^re SDtfingel aber unb 
ftmnä^Qttt Ctnret^htng tn jener Stb^anblnng toetä&ufHger befprec^en. 

aSoit Sarnon> btö f)er(eberg tfl bte S^onffee nttt ber ft^neO^ 
•i<^ett nnb nn^It^en canabtf^en |^a^)>el bq>f{an}t. SM 93e»ei^ t>red 
Sext^ enoö^ne t^ bettfinftg, baf ber beri^ntte ®enerat SRoreau 
»i|rrttb fetne« ünfent^alM tn Snterifa anf fetnen borttgen Sefi^ungen 
80,000 btefer S&tnte anf>f[att}en (tef . 3n (Europa n^entgflen« ^aben 
»ir, metite^ SBtffen^, (einen Sannt, ber btefen an ®d^neakon(^ftg(ett 
MA tarnt unb tut @anbboben, toenn berfelbe nur tn ber unteren 
6i^f^t Seni!^ttg(ett ^ält, fo gut gebte^e. 93on ^erleberg btd Rle^^de 
f»%t ber Sogelbeerbaum, Sorbus Ancupaiia , etn Saunt, ber be(annt(t<^ 
Hi^ fetne Sni^te tut ^erbfte eine !Dlenge 3ns^^del ^erbeijie^t unb 
hoSm^ ber ©träfe einen er^d^ten Steig oon Seb^ftig(eit nnb 9Rannig« 
fdügfett i»er(ei^t. 3n ber ©raffd^aft 9lu)>))in übernahm, wenigflend 
^i^^ ber $err Sonbra^ oon Sitt^^n bie Direetion aber ben98ege> 
bon sab bte Sßegepflanjnng. Z)tefe fJfKanjnngen jeic^neten {{(^ frufer 
fc^ wxi^ü^a^ oon oielen anbern arx^. t>i aber bte altt Strafe mit 
ül/ttt SStpflanim^ itim ^aa ber neuen (S^anffee beibe^Iten koorben 
i^ kocifi i^ niAt, ba i^ biefe ®egenb in ber Slad^t )>afrtrte/ n^o bie 
Ihuttel^ett bie 9eoba<!^tung Einbette. 

3>it «^attfee^fjpanjung jwif^^en a:egel unb Serlin, in einer 
ber fteritihn @egenben, too (aunt fttefem gebei^en, befielt an^ Acer 
platuofdes, @))i^a$om; Popnltis moDilifera, canabif^e 9aopeI> Popnlos 
alba, @iIber)Hq>t>eI nnb Robinia Paead^acada, nn&^U Slcacie« Son 
^efet lejfteten, fe^t brn^^^tgen ^o^art loirb bie ftrone flar( eingefrtftt, 

Ztntft^t harten' tin» eiuntenseitung. V. fBanb. '-*' 



162 

bomtt be¥ ffibtb ni^t fo let^t Sniii^e in beti Sefieti ^«rtetfä^c. Setm 

f[Iei(!|^ bev a^atret loon fettem ndttttlii^eti Sbtfe^ett bobim!^ t>ie{ M?ltevt, 
gebettet er ^t^ auf btefe tlrt fe^r gttt unb gtet^ ber ^flanfttttg 
m^t tittr bttv(^ gr^ete ^itoei^Unf^ imb 9)Ianittefatttg{<tt, ki^ld^e feio 
f^ne^ geflebeite^ icmh ^et^t^nngt eine fe^r freunblic^ ®f^alt, f^ti« 
bem erg(0t oud^ jur SlSt^ejett bie @ertt^önett>en auf boö ongette^rnffa^ 
9{i<^t nuY, ba^ alle ^tet Ott ber S^oit^fee ge^flatt^ten ä^dime gut 
gebei^n Oad etneii 93en»ei« Dott ber @a(^nntmf hefert, bte baWt 
aewattet i^at}] fo jetgen auc^ bte fletnen ©arten ber Solontflen^ wU^ 
)l(^ tn btefer ®egcnb aitf ibet'ben @eiten ber @irafe in etiler 9bt^ 
t^t^nnn^ ))Ott nttnbeften^ einer ©tttnbe angefiebelt ^aiett, k»aö cmif in 
bem unfnul^t(arflen Soben ilti^Qt äRenft^m^änbe, tinter^ii^t ^on ber 
^ä^t etner großen <3tabt^ \»t> i»tel Z)tt]tg f)robuctrt uub |ebe< Sr)ttt0* 
tit^ Iet<!^t abgefegt wixt, s>erm^en» SRatt ftnbet bafelbft aUt 9Mit 
@emAfe^ ia fogar bte befreit ft^^Iarten utib @ellerte^ bte biM^ etutt 
fetteten nnb :^itmtt^ret<^en S3t)bett »eriangett, tn ber befleti Dttalttot^ 
S^ tfl ein ^o^er ©ettu^, fletne, aber nette äSo^mingen, bte iflHt^rf^^« 
It^ einigen S^anfenben k>ott SKenf^ii Obbai^ geben ^ nmfr&iitt t>ott 
©irten^ bie mit bem großen %Ui^t UfttUt ftnb, ba )tt fe^eiir too Mr 
90 3a^ren laum bte Siefer Degetiren n^t^Ote: ein gar frennbli^e^ 93ilb, 
tou man ed t)or mancher anbern grofen €tabt s^ergeben^ fnc^en nnb 
nngem ^ermiffen twrb. 

(Sine Stenge 9BtttbmA^{en beteben btefe o^ne^in fe^t freqnente 
©träfe in ber mi^t ber ft^Bnfkn Sleftbenj £)eutf(^Ianb6 anf ba« ^^ 
ne^m^e. X)ie grofe Stfengteferei, bemt tErjengniffe^ i^n ben eoioffatflen 
9lxieiUn bt« }u ben feinjbnffttten nnb^n^^fa^n ^erab/ belannt ^entg 
ftnb, bominirt ^m. !Z>ie Xii^^ift fanb tc^ t>or)ng«n)etTe mit f))6mf^^ 
lieber, Syrlnga TnlgBris, bepflanzt. 2>iefer ftonb eben tn ber Slnti^e 
nnb gab fo jienen Statten, fati be6 faronrigen !(ttfe|en«, n^eb^ei bie» 
felben bnr^ tobte ^nfcl^nften nnb gef^madlofe SRonumenlr jn erholtet 
l^flegen, ein frennbliti^e«, fl^ immer Derjüngenbe« 8eben» 

lieber bte etgenttt^en SRerfloürbiigleiten Otrltn^^ über bnl 
eoTofale Sd^fof , bad int^irenbe nnb reic^ anege^nttete Bm^Hb»^/ ^ 
Qtti^rfttdltdgebättber boid D^ern» nnb @(^auf|>teI|Niiu«^ ba« neue tR^inam 
bie f(!^onen iSBräden imb Z:J^ore, fo toie aber Sttc^tn, fRommeitte HSs3^ 
mt>ttt ä^nli^^ bemerlen^mert^ ©egenftanbe, an benen btefe ^ttxWIß 
Ädttigflabt fo reit^ i% giebt e« ber SBef^^reibnngen fo t)tele nnb gnm 
X^K fo gnte, bafl e« ein nnnfi^e« 93egtnnen fein toirbe, baräbtr ^ 
wi^ anöjnf^red^en. SSietme^r befil^rdnfe i^ mi^ auf bie Untgebntuf^n 
ttttb ä3erf4^i^nerung6anftalten in nnb um 93erltn, loa^renb i(| t>oit ^ 
banben^ andge^eii^neten SRonumenten nnb Statnen nur toenige6 erttm^nen 
»erbe. 

Unter ben ofenen Sergnngnng^i^I&^en nimmt ber f^Iaf^ ntiter Jbes 
fiinben ben erflen Slang ein. SMe breite Sinben^SOee^ ti>etd^e oom 
O^ern^aufe U^ jum ^arifer^^^Ia^ am 93ranbenbttrger^S:i^ore ftc^ erfbreA, 
ifi tttoa 300 9htt^en lang* ^ier t>erfammelt ft^ na^ ber ^orobe bie 
elegante ^Ot !S)t^ «btnU i^ bte SlOee, beren ^ime nbi^em», bt« 
fielen @tiudie« m^en, mtr eint f^et^te Segetatton jeigea^ ttiit ^H 
ti^vi^M. Sirfe jmifc^en ben SNtWiw imgebroi^e ioänit laben im 
@iiftn nnb pm fiSen »eol^ni^en m. Onf bed)en €e«teii ber XScn 



16B 

^Dcr Stt^elin€)>la4 i^ tin l&mli^t^, mit S^iwitn nm^fmiHi 
Bienä. 3» Un Stfe» «ti^ im SRitte()»onIte ber i6ft>en Ungetett ^ettm 
fefiabem {i^ fe^ matm^tnt SSilh^iuUn pxtü^i^^ct ^tt^t% namlt^ bte 
ttnterdle Ssrß ddo 2>rff<iit, @<|menit, ffimterfeH Sietft, @ettli$ itnb 
Berthen. JDJefrr $Ia$ ifl mit 9>ala{ien uitb fc^dtien {Käufern umgete» 
nb gc|irt ns^etttg ju ben bott^gti^flen S3erlttid. *) 

Sc? Smii^offi^f 1^(a|/ «fiilrati}t t^OQ $ra(^tßebduben mib SSinmtn, 
tUf/t im fct«er SItittf ^en OUM1, worauf bte (Entftmniig mehrerer 
SfA, naify Wltütn ^on Ifircavui Uxti^nU, be)et(^ttet ift. 

X>tx $(a4 jUDtf^en Um @#Ioffe nnb bem )>rA$h>oI[en netten 
SNinia, woriti SBolurfotf^er ttnb Snitfifrettttbe rei^ett @tof für t^re 
6tabceii fitibeit, fo iDte natf^ ber etttgegengef entert @ette ))9tf<^en ber 
StKtirf^e itttb ber ebenfo ptäüfHatn aU folt'bett, 150' breiten Srtide 
iltr bic @yree, mI0f wn ben ^tnben )nnt @($(offe/ 9)'htfettni n. f. m. 
^|ct ^ feinen Surften t>pn S)efau onb fetne lombarbtf^en fa^ptln 
«cffMcm. SRan ivor eben in ber nenen Snlage biefe^ $(a$e^ begrifen 
ntb fo8 berfidbe in ber Stttte eine S^ntaine er^fatten.**) 

Unweit be^ @4^Ioffe6/ auf ber langen Srtttfe (bie früher langer 
MT (M je^t) {1^ bie coloffole {Reiterfiatee be^ S^nrfurften Snebrii^ 
Sd^ebn« Sie ifl fe^r benterlen«»ert^ nnb foO ein ®ewi^t ^on 

9l0!^ mehrere )>Oit geg^ffenem Cifen ober i^on Stein erbaute 
fkUkn, »A^ kttm mit ®tatien nnb Sfifyimtn gejiert finb, führen 

Me ^ee nnb nl^iUtn bie ^ommnnication )ii>if(|ien ben »erf^ie« 

V iNtr^ bffi Sln^ getrennten @tabtt^{(en. 

2>a$ |)alatd ^onbiion, tt>el(^e^ ton einem @arten umgeben 
41 iMr fim^ ber @t$ ber &m^^lm 9ini%^ Sriebrtc^ SSil^elm n. 
t$ liegt ui ber @»anbaner S^orf^bt nnb mnrbe bomal^ bon bem 
$ei|Pte <Eart bi»v $fe<ßenbitrg^><Stre(i#/ General en cbef ber ®arben, 
lcw|iil***)* @ibli^ wirb e^ i>on ber @pree begrängt. Z)a bev 
BflEfen ini^ fletn if(/ fo fio9te mmi mmtn, er möf e tin wahrer @(^at^ 
pr teSSerliner fein: gleiiftmo^t ^bet man nur wenige äSenfjf^m barin. 
Cimt e^ b<i^/ bop einige bei einem ^ofai« in ber ®tabt breite, mit 
f^en »mmn, iefe^ie, f#attige Mm, ofene, mit etdtuen, SSafen, 
^rmgbntniien n« bgt. gezierte ^lä^e erwarten, tioai f[e ^ier fretlic^ 
nd^t finben ? ober, baf anbere einen englifc^en ®arten }tt ftnben ^of en 
nb fid^ ebenfalls getaufil^t fe^en, inbem fte t^ergeben^ f($9ne "SStatnu 
ftoEtn ftt^en nnb ^i^flen^ ^^^ütn jinben ? ober iß ber ®runb anberdwo 
]n ftt^e»? Z)antber woge i(^ ni^t ju entfc^ieiben. 3Bo^I aber mn^ i(^ 
tefevnnt, baf nur ber harten wegen feiner Ueberlabuing mit ®ebättben. 



*) etü 1044 ift tiefet ^^a^ mit ttnet fleinen Unlage '^exMtn werben, \>ic t>on 
einem etfemem ©itter untaeben unb bem $ubltfum |ttt Öenn^ung oe teilt i% 
•f) 39 feit (ener ReU au^it(tt worbeit. 
^ $at fett bem ^be M fx^^m au berf(b(ebenen dwetfen a^bimt 

^ d. O-o. 
11* 



164 

liegen feiner ^elfen^ bte in ettter dUttt attfgefii^rt flnb/ mtcaxf ettt 
il^tneftfi^er ^MiU^n mit ®I5äIetQ gejtevt ^t% uvüo tDegeit andrer i^n^ 
K^er Dmge fc^on tot 40 Sauren ni^l geftelj unb »eiwi er gletc^ Joor 
eintflett ^a^reti ettoaö tnobertifftrt tfl, fo entfpnd^t bo^ biefe SerBeferttng 
«od^ immer nt^t ben grof en Sortf(^ntten^ tt>el^e b(e btibetibe (Sorten« 
fünft in neuerer 3^tt gemacht ^at 9lm »enigflen tonnte mir eät |)ttgel 
jnfagen/ t>on tt)o an^ mm boc^ ni^t^ fie^t^ ba er felbfl mit S^orn uttb 
bie Umgebung mit anbem Säumen unb Sttan^ttn be^jlonjt i^ jDie 
Itronen ber S^ombäume traten 3tt)ar in ber ^eme einige ffiirfung/ 
tnbefen i^re gum S^^etl {rummen @tämme luben eben md^t frennblt^ 
ein/ ftd^ S)t>ifci^en fle }u begeben, toa^ <tud^ buri!^ tint ©tange, bie über 
ben gum ^ugel i^inanfu^renben SSeg gebunben xoax, unterfagi toorb* 
3n ben S^reib^Aufern unb 3:reibfa{len n>ttb gur Sßintergeit eine SKenge 
Blumen getrieben, grof ent^eilö gum @(^mttde ber föniglid^en ©emoc^er, 
unb baburi!^ erhält ber ©arten einen SBert^ für Slumenfreunbe*). 

S)er ©arten bc^ ^errn ftrieg«*SDlinifler« oon ^aaä, hinter 
bem ©ebäube bcd ftriegö^3){iniflenum^ getegen, ift loo^I einer ber t)or« 
gugli^jlen in Berlin. !Denn ni^t nur ift bie Snkge ber Sage ange« 
^aft unb ni^t minber gef^ma({oo0 audgefu^rt, aU entworfen, fonbertt 
ber ©arten enti^ält au^ eine f^öne f${(angen«®ammlung, befonberd ^iüe 
CameDien, bie ^ier auf eine beifpietto« Uii^tt ärt oerme^rt koerben. 
Viint 9){enge ton Cobaea scandens giert bie ®anXen bed an ben ©arten 
fl:ofenben ©})eifefaaW gar liebti«^**). 

S)ie ©arten ber J^erren 93ou(!^6, ^att^itn unb O^m tnt^dtm 
ei^e Stenge SBäume, 3^^tflräu^er unb 93Iumen. 93ei Srfteran ftnbet 
man tiberbief §ru^t* unb Slnana^*£reiberei, ebenfo bei^erruD^m***), 
UtUx^mpt ^nbet iti aUtn biefen Ferren ber ©arten ^ unb ^Inmtn^ 
freunb fafi beben 38unf^ befriebigt. S^ {inb nod^ mehrere beräi^te 
ipanbet^gartner in 93erlin; meine 3^it erlaubte e^ mir aber ni^, t^re 
(Sc^ä^e gu befe^en. 93ei ^erm ^att^i^, ber mitmtttx fe^r fettere 
^flangen in bebeutenber SSermei^rung befi^t, fanb i^ bie f<i^$ne PaeoRla 
arborea Don., (in (l^ina ein^eimifc^) im freien 8anbe ubenointert 
mit einer SWenge Slumen jjrangen. 2)iefelbe fc^öne ^flange uoitrbc 
burc^ bie gtoetfmä^ige ^norbnung be^ faiferfi^ rufftf^en ^ofgirtnerd^ 
$errn Seinmann gu ^axohit, in einem Sinter^ loo bie Statte bei 
feteröburg nur auf 18" fR. fh'eg, nic^t nur bur^getointert, fonbern 
blühte an^ in bem folgenben turgen ©ommer in i^rer freien Sage. 



*} !Der ©arten fclbß (at ft^ btdje|t norb nt((t Oicl oerkfTert. 9lur bie ®e« 
wäibd^öufer ftnb t^eild neu, t^eild terbefTert erflanben unb enthalten man^e 
bübf<be ^llanjc in ^Waffen, befonberd folcje, bie ^^ gum 2:retben unb 
$)eeoriren ber 3immer eignen. 

♦•) f>en oon ^aat tcax ein groSer ^flanjen» unb S3Ittmenfreunb, unb batte 
au^er biefem (Barten h 9txiin noc( eine fAdne Seft^ung mit i^arten in 
^ot^bam. ^a^ bem ^obe beffelben gina bie 9flangen'@ammlung jebo^ 
ein imb wirb meinet IBiffend nur no4^ SBenigeö auf ben (harten felbfi ge« 
baltcn. 

) S5?aren bamaW bie bebeutcnften ^ffanaenfultiöateure , feit jener 3eit pnb 
bort, tt)ie überall, eine «Wenge neuere aufgefouttt unb Jaben bie älteren, 
bie gern beim tllten flehen bleiben, meijlenö überflfigelt. d. O — o. 



«*« 



165 

Z)er fß^ianituaaxtin (imter bem Untüerfttät^geBäitbe Itegt 
f^ gelesen für bie @tubireiibett uitb anbern Snfängern ttt ber ^fiaru 
inifnitbe. iSr enthalt mtU offtaneüe uttb fonfH^e ^^onjen*). 

Der totantfc^e ®arten ju S^dneberg^ eine ^albe (Staube 
MB Serftit, enthält gegentvärtig (benn »or 40 ^a^ren n)ar bte ©atnrn/ 
fssg m^t fe^r betrad^Itc^) ben grOften ®<!^a^ )>on SSeaetabtIten attd 
ofies Settt^etlen. Cr Detbanft fetneti dttUft^nm ber ItSeraTett Untere 
fi^itas ^^ i^^ regteretibett ftötttgd ttnb ber unnnterbro^enen Z^tiU 
■«^e be^ $emt SStntfter^ )>oii aitenfleim Sttd^t nur, ba§ bttrdj^ 
bcB «neminbeteii Sl^tf bed beräumten 9Bt(bettow uttb Stn(f^ etne 
Stenge @a^n buri!^ Xaufc^ unb Slnlauf gei^ottnen ttnb ange}ogett 
mrcbe«, ^at aat^ ber ftotitg ben ®arten:^3nf{)ecti>r nnb 2)trector, 
$ctm Ott«, unter befen 9(ttf{i<^t btefer ©arten fle^t^ mehrere SRoIe 
la^ ben (ern^ntteflen ®&rten IDentfc^Ionb^^ Snglanb^ nnb ^ranlret^^ 
gefonbt, xoo berfelbe eine grof e £Xuantttdt fettener $f[an}en jttfammen« 
fasfle nnb na^ @(^j(tteberg fanbte. 3« bemfi^Iben 3^^^ mttrben an^ 
^^^^ gef^t'Ae Partner auf Kntgli^^e Soßen nac^ 8bnen(a gefanbt. 
£te ©onratlnng )»on ^flanjen tfl fo gro^^ ba^ )>tele berfelben no^ gar 
Bi^ (efUntmt ^b. Um btefent 9RangeI ab)tt^elfen^ i^ t)Ott @r. ^Ulayt^ät 
atfet bem2)treetor be^ botanif^en ©artend, |)errn ^rofeffor Stnd^ 
»^ ein stoeiter Dtreetor tn ber $erfon bed ber botamf(^en 9Be(t bereite 
Mif^l^oft befonnten $errn ^rofeffor^ ftnnt^ angefleOt toorben. 
Dkfet ®arten/ ber tn bem {)erm ®arten^!Z)trector Otto einen an^ge^ 
iej^neten ^ß^nimJtvtibattüx ie^t^ ifl glet^fam ber SDtuttergarten ber 
gefommtcn ®ärten ber ))rettf tf^en S^onan^te^ au^ tt>el^em uberbtef etne 
Stenge on^toirttger ®ärten bur^ Zonf^f [(^(pfen nnb ftc^ bereitem: 
bem nnr loentge anbere gentef en fo fdntglt^e Unterfln^nng uoie btefer^ 
b«^r on^ »lele jnfammen badjentge nt^^t tetflen, xoa^ btefer aOetn ber^ 
»ag. Sid 1822 gtebt iiniti Ennmeratlo Plantarom über ben Sc^a^^ 
ber ^^ tm botantf^en ®arten befanb^ {(u^funft ^amaU n^oren 
9791 @)>ecie4 be^mt, anf erbem eine SRenge no(^ unbe^immter ^flam 
fOL @ei(bem ober ^at ^^ biefe Sammlung no^ ungemein )>erme^rt**)« 
9lUbt nur ate ^flanjett^ftnltiDatenr nimmt ^err Otto einen gan) t)or« 
tttjS^tnyXai tin, fonbem an^^ aU StunfHer, ber in ben ^anferU/ mie 
«8fer|alb berfelben, bie gef(!^maäooaflen S)ecorationen bur(^ f^flanjen 
^fi»orirtngt unb f^anjen bnri^ ^{lanjen auf bad (ieblii^fle unb gan) 
ber 9tatnr gemaf )tt oerf^inern unb }tt ^eben n^eif . 9lm 3L ^ai 
nb tto<!^ f)>Ster mnrben f^flanjen ani ben Conferoationd^Aufern in ben 
Sorten ge^o^t unb i^ier t^ett^ familientoeife, i^nü mit SÜtdfl^t auf 



*) 9u4 btefer @arten tft feit Stnxjitm ^a^x^^cxi unb ftnb t^m ^U)et nette 
i^änfer erbaut tt>orben, in n>el(ben man eine fe^r fntereffaute ^f^^n^en» 
Camminng ftnbet, bie unter Pflege bedUm)»cr1ttcitd'®ärtnrT^$)enn ®auer 
gani »0TtrefFli4 gebei^en. 

••) 3m XIX. 9be. p. 6o ber SBer^anM. Ui Sereind üur Seförb. bed ®ortenb. 
in Serltn tbetit i>m ^rof. Stvinti mit, bag ber bot. ©arten Mon feit 
wuaer 3ett mit 9le«tt für ben rei*ften in Europa gelte, b. >. für ben» 
jentgen, »elcber ol«*i«ti0 bie arö9te 3aM lebenber ^flanaen auftuweffen 
babe, bie nai^ bem neu ongefcrttgten fpßematifcben Aotologe 14,06l Srten 
nmfofe. *• C>— o. 



16B 

l»te Wtaitiun^ anUttt ©egenftättbe (töie ber ^inttxwin'U i>0i ®e^ 
»ad^^lättfern) ober imf bte 8age in ^infi^i brr Soiitte «nfgefhltt* 
Xitbtxatl aitx toax man «)orjttglmeife barauf iteb^^t^ bap S^^resbt tmb 
Serttettbe jiebe ^flattje leqttem {»eoia^ten Unnt ittib batet bd^ ®att)e 
eüten im^Dnirenben (Stnbrud moi^e, fo baf feftfi Sßt<!^tiotant(i¥ b^btti^ 
|d(^ft anaene^m angef)>vo|^en toerbcn. 2)a4 ff)äte {^^rait^brifi^ett ber 
spfULti^eXi ^t U)O^I in ixoti Urfät^en fernen ®tttnb : erfleti^ m ber Vttn^t 
bet degettjlänbe^ ti)elc!^e loiele B^it etfctrbern^ ttm gehörig gforbnet ju 
vetben^ iwittn€ Hxin, b<^ tnnlt in neuerer Stit {t^ immer tne|t 
baran gemöfnt^ Slefpect ^or ben {zerren WtamtxM, ^ncratiud «nb 
eit\>ütim gtt ^aien (to^emo^I ^riebrici^ ber ®ro^e i^re üvxt^xitat nt^t 
atterfennen wottte) . oor beren äBo^Igef^tttn an Sta^tfiifitn man oft no^ 
fogar 10 Sage ff)4ter auf fetner ^nt^ fetn muf^ bamtt bie in ben 
Käufern oerjdrtetten fJffan^en ni^t bann not^ fe^r letben* 

a^ tft mertoirbtg^ baf^ loenn ^Itt^ Serltn um einen ®rab fnb* 
H^er liegt M Sttbtt>is«(ujl, e« boi^ bort bei grof er Mte getoö^nli^ 2« 
{alter ift ald ^ier. ^rjl 3lnfang4 3uni blitzten W S3et{tn Cyi\amn 
Liftbarnam, Aesculas HippoicaBtanam n. a. m./ bte bei nn^ loettfgften^ 
8 £age frä^er in ^Bi^ ^nben. :die i^l^ere unb freiere i^t a3er(in4^ 
auf ber anbem &tiit aber bei nn^ bte Slä^e ber £){}fee (b4 betanntli^ 
bie gleid^mäfigere Xem^eratnr bed SKeered fon>o^ auf bte <&i]^ aU 
ani!^ auf bie ftafte milbernb eintt)trlt) mtiQ bief erHiren« 

tteber ben bötanifi^en ®arten ^inan^ liegt tin onberer» ben @t, 
SRajeMt ber ftönig jur fhtfbeton^rung bed |>erbari«md unb für m* 
bereB^etfe angefanft uitb einfihonlett bem ©arte noe reite ibenotefen 
^ben. |)ier i^ ba$ ®artner;:Se^r«3nftttnt ^laeirt^ n»^ innge Sente, 
»eld^e ^nftgärtner ober (Sarientänfller loerben lOoSen^ «inter %eitii4ig 
be^ |)errn Otto i|ren Se^cnrfnä beginnen. 

%tf er bem ^ufytgebanbe biefe6 @arten^> loorin bad ^txHtixm ber 
Unioetfttät anfbetoo^rt i^, beftnbei ft^ in bMfe(ben noi^ bie SSBoffnong 
bed 3;nflitttt6^®ärtner^^ $errn 93ott4e> ^inti er^^eo^ien, ge^ 
fil^idten SSfimnt^, unb tin anbere^ ®ebäube^ in totiU^tm bte jinngen 
^ente n^oi^nen; ferner ein S^reibl^and unb einige SRiftbeete. ^nfer unb 
Xreibbeete foKen oergröf ert n>erbcn, n^il na^ einem nhtern Sefl^Iu^e 
be$ lof^en SRiniflerium« unb ber S)ireftion bed ©arietl^SSereiti« ^er. 
^ra^tblumen in SRenge gejogen tt>erben foSen^ nm bie laufet nnb 
^efle Serlin^ rei^Iit^er hamit fi^mäden yik fSnnen. . 

3m ©arten felbfl »erben ©emüfe, ^nbel^gewa#fe nnb Dip 
bfiume gejogen. 2)a ber Oarten am Singange .gefci^ma^oO angelegt 
ifl, fo befommen bie jungen Seute, »el^e ^ier gcbitbet »erben, gleic^ 
eine 3in^x^t, toie Heine $Iafte um bie ^aufer ju f^muien fiub. 

Der jiunge üWenfc^, »deiner fnad^bem er conjirmirt ijl) ?ufl ^at 
in bie Slnflalt einjutrefen, muf folgenbe Sorfenntntffe nnb Wertigkeiten 
mitbringen: 

1) eine f^öne, geläufige ^anbfc^rift; 

2) fooiel ttebung in ber latem^<^tn B\>xa^ unb fö oie! maf^* 
matif(3^e SSorfentttnijfe, att oon ben @c^filem ber britten ftlaffe 
einer gelehrten <S^nU geforbert »erben; 

3) ooUffontmene Wertigkeit in ber ^mtintn dttifytnUin% unb 

4) einige Uebung im S^i^^^^* 



B^dluise \aUn auf bet ttfttn Se^rßitfe in S^neiberg, ^el^ie 
«gf 2 3a|rr berechnet tß^ ia^tUäf pmenameimiido 95 «^ yt )a|(en. 
8s|exbm mäffen fie^ mit Xudna^me ber SKurnttett, j^r Seit mttin'iigni. 
2)«^ ei^altes ^, auf er freier SBo^ituttg; ^etjung unb Sojl, Unterrt^t 
m ber 9tat«r^9Btffeiifc^aft iti^ m ber ®txotxM^xt bed ©artenbaite^^ 
fenttf lUtm^etfitiig uttb Uetong in ben 9Rattq)ttIattonett be^ Porten« 
»efnitf, im Crfenveit ber ^flanjeti, im S^i^^^^r @(^jnf(^ret6en^ Stec^nen 
nb m ber Sbiferttgung fi^rifilul^er Suffixe. 

Die Sbi^itlbtmg auf bev )tt>ettett itnb brttteti ?e^r{htfe CtUn^alU 
Mtt ber Z>a»ct )>ott 2 darren) finbet in f^ot^bam jtatt. ^ler ibe^ie^t 
fi^ ber Unterricht nnb bte Ueinng ^avtpt^ä^li^ «uf ben i3au ber ®cii 
Kife^ ber <^nbeld« nnb 3nHerAen>a(^fe^ auf ISannt^ nnb 8(umen)n(|^t 
tab onf Streibere(, inbent mit &^rt>ortr&9ett ober bte fpeeteOe 'Ze^nit 
btefer ftultoren ^raltifc^e ttebnng berfelben ^ttintiUrt, baneben an^ bte 
Berf«^ im kennen ber ^flanjen f^rtgefe^t n>erben. ferner tt>trb 
ictt ber Unterrt^ auf bte btibenbe ^artenbtnfl nndgebe^nt nnb b(e 
Q^iras im 3^ti|nen befonber^ auf bte an^arbettnag t>on ®arten^9(änen 
ftfU^M, gtt «Deli^em 99e^ufe bte BoB^^B^ <tu^ <" ^^^ Setbnte^tnnfl 
intertmefen werben. 9lt^ mtnber erhalten fte (Selegen^eit nnb 9(n« 
Uämg^. ft^ über bte Oegeiiflänbe i^re^ ®emfed nnb bte ba}tt ge^oriBen 
tffe «tt^ gnten Snc^em felb{l weiter jn nnterrt<!^ten nnb in ber 
»flttttÖ ft^n'ftKe^r ainffä^e fl^ jn t)ert>eßfon!mnen. 3^^« Jttnge 
teste fonnen bei ben ^ofgdrtnem freie äSo^nung, C>ei)un0 nnb 9i^t 
ftBüttn, fnr i^re Seföftignttg aber muffen {le fettfl foraen. Die ßi^^ 
Inge biefer binben ftlofen jaulen jieber 30 ««^ jn ben Lehrmitteln« « 

I^te 3*9Knae ber vierten Älaffe erhalten im fünften 3^^^^ i^^^ 
MtRommene ütt^übnng jn ©artenfänfUern. Sie werben gn ®c^6ne^ 
berg ober jn ^otöbam, j[eno(^bem bie 35irection ed für jwedfmÄf ig ^ott, 
in ber SSotanif nnb in ber pxacti^^tn ^ribmepfunjl nnterric^^tet, 'tantUn 
fn ber Anfertigung loon ©artenpidnen nnb i>on fd^riftlic^cn Slnffä^en 
weiter geübt, ferner erhalten fle Stnieitung jut Jtttdarbeitnng ijon 
ft^pen^Änfc^Kaen fär ®arten»antagen. SJcfonber^ foOen fle bieSotanif 
tn wiffenf^afni^er ^orm nnb Segrnnbnng ftnbiren. @ie nehmen an 
ber Shittttr im botanif(!^en ©arten X^eil, antS) foff i^nen ©elegen^eit 
• gegeben werben^ eine ober bie anbere etwa ftbrig gebliebene Snäe i^re4 
Siffen^ nnb i^rer ))ractifc^en ^ertigfeiten attd)ufaaen. 

2>te BJßltnge biefer Älaffe mnffen bte Soften i^reö Unterri^t« 
fflbfl bejheiten^ ati^ für SeWjligung nnb Unterfommen fclbfl Sorge 
tragen. 9Benn jiebod^ im ^nflitut^garten jn S^öneberg Staum i{t/ fo 
fol ti^nen bie Sufna|ime bafelbfl nic^t oerfagt werben. 

3Benn bie B^S^^^ft^ binnen 4 ober 5 3<^^^^ btejettige Sln^bilbung 
Bii^t gewonnen ^(Atn, wel(!^e i^on einem tüchtigen Äunflgartner nnb 
(Bitttutnn^Ux bertangt wirb: fo muffen fte ba^ Serfdnmte burc!^ SSer« 
Ungemi^ i^rer Se^rgeit na^^olen. 

T>it B<^I ber 9(nmnen, web^e Unterrii^t, 93eKfUgnng, äSo^nnng, 
^"^nng imb Seit frei ^aben, ifl für bie brei nntern Klaffen auf gw5tf 
^gefe]^. Xu^ gi^t man an^gejei^eten, aber nnbermogenben Bog^ 
Imgen ber liierten fttaffe ©elegen^tt, ft4^ bnrc^ äJeft^ftignng all 
ißrtiierge^Ifen i^ren Unter^It, wenigftenl gnm X^etT, )tt erwinbeit. 



1 



168 

X>it ®efe(^e in {)m{t^t ber ^Utipün flttb etenfaU^ fe^]}tt>e^ f 
tttäf t<j, mte benn tt(er|attpt bte gute Siftc^t be^ SDImiflertumd ber getfU i 
li^ixt Utttemc^t^^ unb SRebtcmaDSlngeleAen^ettett unb be^ SRimfleriitsit6 r 
bed 3nnern^ ixaviä^baxt unb - tui^ttge ®ärtner in btefem ^nfHtute jit 
bflben^ nt^t )tt t^erfcnnen^ t^tefme^r bonfbor an}tterfennett unb )tt i^tu 
e^ren tfl* ®Ietd^tt>o^I ^at e^ mit ber erfien itlaffe anfditglit^ tiid^t nai^ - 
9Btmf(^e ge^en moSen. SSiele junge Seute foQen bie Unterri^^ttflnnbeii, 
weld^e fte in SBerltn )tt i^rer ^u^hlbung erhalten/ ni^t einmal befudj^t n 
unb benn^t ^aben. X)ie 9}ä^e Serlin^/ namentlich megen beö botanifc^en ' 
©artend unb fo i^ieler anberer attöge)ei(^neter ®drten in beffen Unu 
gebungeU/ mö^te aU ein fe^r gunfliger Umflanb für eine fold^e ie^t» 
anflalt erfil^einen/ to)enn man auf bie inteOectuelle äSirffamfett berfelbett 
iieit. Ob aber in moraltfc^er i>in\i^t bie iRä^e Serlind fnr folc^e 
^nnge Seute^ bie )um Z^tH soom Sanbe unb aui Keinen @täbten fommen 
itnb ^ier nun in }iemli^er Slnja^I beifammen finb^ ebenfalls erfprie^Iid^ 
fei/ ifl eine anbere Srage, ml^t n)enigjlettd ber erße SSerfu^ ni^t 
iejia^enb beanttioortet ju ^aben fd^eint. 3nbef fle^t )tt ermarten^ baf 
unter ber $(ttf{t(^t bed neuen ^n^itutögärtnerd/ bed fo erfaf^renen toie 
foliben ^errn ^eter 93ou(^^, bte 3(bft<^t bed ^oi^en 9Rinifleriumd unb 
bed (Sartenioereinö befer aU frü^er^in erreicht merben tt)irb. 

!X)a^ ber SBunf(^, me^r brau^bare^ n>tf[enfc^afttt(^ gebilbete ®artner 
}u ermatten, burc^aud libti^ ifl unb ftc^ in einer eigenbd barauf be* 
regneten 9(nflalt, tt)0 mehrere Se^rer ben Unterriti^t t^eilen^ i^iel Ui^ttt 
erreid^en iä^t, aU biep bid^er mdgtiil^ tt}ar unb aU t€ o^ne eine foli^e 
äber^attf>t m5gli^ ifl: mer mi^tt bad ioerfennen? SUtem auf ber anberti 
(Szitt abgefe^^en felbfl bat)on^ baf ber hierbei nöt^ige ftoflen^Slufnooitb 
bie Kräfte man^ed SSaterd, ber feinen @o$n }um ©artner gebtibet ja 
fe^en ti^m\^t, mit uberßetgt^ ifl eö bod^ au^^ fe$r natürli(]^^ bie %xaQt 
auf}tttt?erfen: ob bie 3(udft(^t t>or^anben fei^ baf tüchtige/ and biefer 
Sln^alt |er)>orge^enbe ©artenfünfller nun aud^ eine, ben aufgetoanbteit 

?rof en mflen (früher unb auc^ ie^t nod^ tt)erben bei ben ^ofgärtnern 
ix 60-— 100 «^ jiunge Seute )u ©drtnem gebtlbet, unb aud biefet 
©d^ule ge^en ^äuftg fe^r gefc^idte unb braud^bare ^Jlanntx ^er)>or) ber 
größeren gekoonnenen SBilbung unb i^ren ^ort^eil^aften B^ugntffen an» 

fiemeffene 99efoIbung unb SBe^anblung finben merben? SQSad bie ju $of« 
enbe ))ecuniäre SSerbefferung ber ®ärtner betrift, fo md(i^ten bie beö^ 
faKftgen Sonjiuncturen faft ttberaO tt>enig gunflig erf^einen, ba bie 
Striege unb eine SRenge anberer Urfad^en mtt früher SEBo^I^abenbe, ja 
ganje Sänber in ®c^ulben gefegt ^aben^ unb bed^alb eine grofe 3<^^I 
9on ®artenbeft^em bei bem beflen SiOen färd erfle ni^tA Ungemd^n« 
lid^ed für i^re ®ärtnerei leiften fdnneU/ benn ed ifl nic^t genug, tintu 
®arten(ttnfller gut ju befolben, fonbern, nm me^r gu leiflen aU ge^ 
n)öl)nlt^e ®ärtner jn t^un )>f{egen/ bebarf er aud^ ®elb^ulfdmittel )« 
feiner l)idpofttion. Unb koenn gleid^ Uin eigentlicher SRangel an ®elb 
fein mag/ fo ifl bod^ gen>if/ bafi in t)ielen ©egenben }u n)enig ^awn 
circulirt. — ^rfi^er tourbe an^ eine SRenge gefd^idEter ®drtner nad^ 
9luf(anb/ |)o(en, @d^tt)eben unb t>äntniaxt t)erlangt. äBd^renb ber 
Striege unb ber Sef^rdnfung bed ^anbeld i^ ein grofer X^eil ber 
bortigen ®tttdbef[^er unb ftaufleute arm ^etoorbeu/ unb fo toerben nur 
noi^ fe(r feiten ®drtner ba^in s>erf(^rteben: t>ielme(r toarb iäf bei 



■emer legten %m^cn^tit in Stuf (onb t)on manchen ber bort ibeRnblt^^ni 
agegaKgat, ifyntn ettt anbemeih'sed Utttevlommett tn 2)eittf9lanb )tt 
rnft^en. SEBemi alfo tu |)tii{t(^t erne^ }tt ^offenben aitgemefenen 
Cigagemeittd ed mtt ber Sn^^^t ^^^ aisfgewanbteti fioften ber ertangii 
(Ol Silbitiig iHTgolten tmb btefe fetbft anjlänbtg itU^nt }tt ftnbeti/ fefr 
aip&il^ ^t^t: fo tft fie tto^ x>(el i^entger gunfltg/ loettn man ratzen 
«»ritte, bof ber fo gehtbete ®Sxtntt fi^ etadtren nnb {>attbel tret(en 
aige. X>eim erflen^ fatin bte ba}tt nbt^iit Srfa^rttttg tn ben 4 ober 
5 3a|>tit ber Se^rjett titelt erworben toerbett ; gmettend tfl bte Concnrren) 
ber |>aabe!iibett je^t gn grof/ tnbem früher nnr ®irtner mit (Begen^^ 
fltben ber ®arhieret {>anbel trteben, j[e$t aber auc^ (Sntdbefl^er unb 
üä^aupt jeber, ber baipt Snfl nnb ©elegeni^ett ^at, btefen (Ertoerb)toetg 
(tsretfrit, »obnrf^ bte f^etfe fo gebrncft toerben, baf oft babnr<^ nt(^i 
linidl bie fJrobnctiondfoflen fx^ be^en laffen; brtttend mtrb e^ folgen 
jstgeB ittxttn mti^ an @elbe fehlen, etne 9(nlet^e aber um fo toetttger 
p ^feii ober jn ratzen, aU fd^Ied^te Sln^ftc^ten {tnb, bte Bmfen gn 
tif^ttnogett, gefc^loetge benn oon bem@emtnne bad fta)>ttal abjntragen; 
einteilt oBer fo, lote foQ etn innger SDtenfd^ o^ne ^tnlangltc^e Sr« 
f^nuift/ o^ne (Erebtt, o^ne {>anbeMoerbtnbnng ed anfangen^ nttt alten 
^anbtUEaartnern gleite f^retfe jn galten, bte felbß SRn^e genng ^aben^ 
fü bffkfen? nnb toooon foQ er toä^renb ber erflen 3a^re leben, koo er 
u^ iDcntg ober ni^ii ongegogen ^(d^*y 

SBBad aber btefe beffere Se^anbfong betrifft/ fo berechtigt bte fort^ 
fi^reäcitbe ^nmonttit loo^I }n ber {)ofntnng/ baf innge Sente^ bte tint 
Toiä mtfaffenbere Stlbnng genofen, M ber getoo^nIt(!^e @^Ienbrtan 
fra^ Omttoti^i au^ ^ter e^renioert^e Slu^na^men geltett) jn oerlet'^en 
HOBcö^, m^ etne anjiinbtgere nnb angentefenere Se^anblnttg )n ge^^ 
»Mitigen ^obett/ ol^ btef ^:^er getod^nltd^ ber %a1l loar. ^nbeffen 
iviib in manil^en ©egenben nnb oorjüglti^ anf bent Sanbe no(^ ntand^e 
Srit ^mge^en, bt^ man lernen tt>trb, fo anögebtlbete jinttge Sente ani!^ 
Ott Stättfiler gn betrad^ten nnb )tt be^onbeln. @^n fe^r gl&dlt^ 
Mxtat fte fi^ an mannen Drten fii^a^en mnffen, toenn fte ben Strt^» 
f#aft4niff>ectoren/ Serettem nnb ftammerbtenem glet(^ gefteQt loerben* 
Xkin toentt glet(^ {)trfAfeIbt fd^on oor 50 3ai^ren fagte: »S^ret bte 
htn^ mtb f^ä^et ben ftän^Ier!'' fo ^at btefer Stnl bo^ no^ nt^t 
iteraO/ «ote er foOte, 99ead^tttng gefitnben. 3(^ f))re<^e ata (Erfahrung 
HU loidtn Sänbem« 

9M btefen farjen Snbentnngen/ glonbe t^, ge^t ^eroor, ba^ ed 
9isf4iend)Dert^ fein mic^te, bie 3<^^I ber ®artenfän^(er nit^t }tt fe^r 
JB oermelren ober biefe Serme^mng jn befirbertt, tm ni^t otele talent^ 
8oCe mib e^rliebenbe jinnge Seute nttglAcKt^ gn machen**). ÜRir f(!^eint 
c6 mAt genng jn fetn, fnr ^6^ere ®arten:^ftnltnr nnb ^i^^ere^ Sergnägen 
ber ^artenbeft^er @orge jn tragen, fonbem ed i^ anc^ $fli^t/ für 
bni on^änbigen Utiter^att nnb baö ^ortfommen berjienigett gn forgen. 



*} (^eaentoarttg fie(t ed no$ meit fcbUmmet an^, ni^t nur für bte ftmgen 
Gärtner # fonbcrn aucb für bie bebeutcnbfien ^anbeUgärttier, »ie aucb für 
f>9fs nnb färfllt^e Gärtner. 

••) ißn febr »ajrer Sludfrai*. (K. D— o. 



170 

kte bell Stirag er^(^ «nb boi Setgttngett ^etgent foQeti: bte^ aUt 
witb tamißli^, folaVt bte 3^^ berfelbett )u grof xoixt. SDtU^ btmft^ 
baf bte ^tvttn SSorfie^ ber ®äTtner:;Se^ran{fattt bad aiti^ f^on fi^; 
^offetttit^ n) erben jte ed fär bte Sufenft tmmer me^v t^etiidfui^ttgeii, 
betin anf fetne Sßetfe barf btefe @a(^e gn leti^t genmnnten uoerben. 

Di nbrtgend burd^ ba^ ®artner<Sel^r«3n{lttiit bte 3^1 ber Se^t» 
Itnge bei ben fontglt^en ^ofg&rtnem gemtnbtrt toorben fein maq, ^abe 
i^ nt^t in Srfa^ntng gebra^^t: fot>ie( aber bewerft man Id^tt b«f 
i|^re 9n)a^I aufier^alb Serttn unb f^ot^batn no^ nii^t abgemmtmen :^at. 

Ueberbtef werben in ber Sanbe^bonrnfc^nle <tnd^ w6f (dartenfate^ 
nnb (Bortenarbeiter gebilbet bie^ toenn fte QltUfy (ie nnb ba SBebörfnif 
ftnb, bo^ anc^ baju bienen, mand^em Stabt«^ nnb Sanbgdrtner^ ber nii^t 
gang Za^üi^ntx fein ma^, feinen Qtvotxi gn fd^ntdlem. 2)afi gefiftdte 
Partner/ bte mehrere ^rnfnngen befielen ntnffen, gebilbet «»erben, «og 
bei bent aOfeitsgen S^rtfi^reiten ber menfc^Ii^en ®efeSfd^aft fe^r vovi^ 
t^ÜQ eingr^'fen. Sogu ober mittelmäßige? (benn baö bleiben fol^je 
®artenlne<^te :c. btx!^ immer). %n folgen ^ ed meinet S^en^ nie 
gefehlt. 9ln<^ »»erben fot^e nntergeorbnete ®artenarbeiter ja in ^ans 
beMgdrten nnb in anbem {(eineren Gärtnereien in giemttd^er, iA>enn am$ 
tneSetd^t nid^t gang gnreii^enber, 9nga:^I g^gt>gen. — 

3m Sl^tergarten an ber (Spttt liegt ba^ Sn^fd^iloß SeTIeione. 
!Z)er ©arten^ n>el(^er bafelbe nmgiebt, i^ fd^ön nnb getd^nete ft# f^ 
feit längerer 3^it ^<>i^ manchen anbem in ber 9lä^e Sertinl bnr^ 
Drbnnng unb Xeiniic^feit, burd^ ^aniS« unb SRiflbeet^^Slret'beret fe^r 
ftort^eil^aft ouö« 3tt bem S3e{t$e ber (mtigUd^en ^ringen aber :^at er 
n9d^ unenbb'd^ gen^onnen. 9lid^t nur bilben bie ^d^ lieblid^ ^inwinbett« 
ben iSege an ber @pree, bie fd^dnen, t^eild fräf^er fd^on Dori^t^cnen, 
t^'tt neu gef)f|[angten C)aine nnb ®ru))^irnngen nnb ber ^rrfid^c 9lafen 
gttfammen bie ^ennbü^^ften Sanbfd^aft^fceneu/ f«nbem bad ®4nu «oitb 
nod^ geffoben bnr«^ gefc^mad()oolle ®ebätx^t, befonberd fc^ftne fangen; 
nnb ^nanad^ttfer, bur4 einen großen äteic^t^nm toon nen^o84nbifd^en 
nnb Sa^^angen^ unb bnrc^ eine 9}tenge ber trefftic^ften Stunten. 
XSe^ gebei^et ^ier nod^ äBnnfd^; befonberd toerben bie Sbtanod in 
inrger S^it gu großer SoCKommen^eit unb gur S^nd^treife ^broi^i 
ftn^anernbe ütbt gnm %a(lf, fd^arfer ftennerblid nnb nnemiäbeter ^eff 
be^ l^erm {)of gärtnert ^rafd^ f^rid^ {td^ i^ier in jebemBtoeige ber 
©ärtnerei auö*). Sle^nlid^e ©ärtner^ bie i^r %aiS^ n>ifenfd^aftli(^ nnb 
mit ^U betreiben^ finb in unfern Zogen freiließ (eine fo fettcne (ixf 
fc^einung me^r; aSein fold^er Snr^n unb großen ^txxtn, bie^ kme ^ier 
gefi^^t/ fid^ felbji mtt £tebe einer ftnnfl i^ingeben, bie fo ^o^en ®ennß 
an<^ bem ©eifte gaoo^rt, unb bie, rec^t getottrbigt nnb em^funben, hai 
menfdifh'd^e $erg soerebelt (nod^ nie fo^ i^ einen tt>armen 93ere^rer ber 
f^jnen Statur nnb einen fd^Ied^ten Stenfd^en in einer ^erfon $)ereinigt!} 
nnb ed immer na^er gn bem freunbltd^en . ®d^pfer ^infn^rt; toeld^ 
bod, 100$ gum Slor unb Unter^olt eine^ f(^5nen ©ortend erforbert mirb, 
gern für {id^ unb t'^re mtnber Umitttlttn 9lebenmenf(^en Ergeben: 



*) ^ofgärtner 8raf(^ flarb am 15. Sugttfl 1842 unb t^ bar# {)errn ^of' 
gärlner ^roto ad erfe^t n>OTben. iJL D«-o. 



171 

fßl^tt ^nxftOL wü> ^enrett tt>irett, ftKfl in atifem mtforifftrtai ^ttn, 

»a (fntm rn^en im^ niit$)^ti hatten mogef^cit» 9}ai|^ Ül^jktVi 

a«^ i^m f98 ber |>aif SH^rf nn^ ®fdf e ^aitn, i^tt^ÜttnaxH^t ürtf 
fagcs anb we^rfisK^ ®cetten^ grof e @rn^Uf e itob ©(^öljaiafett, ®e» 
»^er 1909 bcbeatenbrm Umfange anb ^a€ ®aa§e eine grofe aab eble 
Safaae ^t^orf^ringhi. 2>a aber biefer Marita t>tel S(na»<^ anb 
Ciq)aii| ^at mc^t gar btefe etgeatpatlt(|^e Salogea^ bte in bea atetfhni 
Ihtct^teen fe^r lac^enb ftnb^ anb letae ftoatra^e aab a)flbe Wotarfceaen 
k|i$t: fo bärfte i^m bet 9taaie etaed (Batitn^ anter mel^^eat er aac!^ 
tat ^UilMt Moaat tft tt>o^I }a kfen feta. €fa grofer Zl^tl be«^ 
fdka C^ tft etne $aI6e @tanbe »oa 99erlm entfernt b^a tpo eiae 
tcept^e^ aagennm belebte S^affet aa^ Sl^rfotteabarg füi^rt) »otrb 
Ml bie @|)tet begrdajt anb fc^on ^'erbar^l^ er^t er etae fe^ oage^ 
«1«» Sage, aoemib aai^ bte Serltner in gr^er Haja^^I }« t^m glei(^ 
' fm »mll^^rtea. 

2>ft ®artea mnxU miet ber Sttgteraag gfriebrt^ SSfl^efat IL 
to^ bea fontgltc^ea ^ofg artner Stferbed tat aeaera ätatargefi^atad 
Bit »o^rest JteafterUtde fafi aea oagelegt. tEr enthält etatge ^<fy^ 
m^T^tt^tnbt |>art^a. 2)er 9Beg ja t^m fü^ Skt>tf#ea itoti grofen 
JDraagerie^®ebdttbea itat bad Dp'em^oad ^raat. Setm fEtatröte it» 
fmbet attm {ic^ oaf einer at^t ^p^^ breitoi Zttta^ bie t)oa JDßea 
at^ Aejira bt^ an bem 64;(offe^ ber Oraagerie aab beat O^pera^afe 
|m fU^ ait^^t anb bie Srette be^ aoa |tet aad aac^ Sterben {iegea» 
ba g orteag ««aintmt. Svr ftt^ |at rnoa naa imUbli^} cinea i>oa 
0«8gttt ton^f^Iaitgeaea ^^$in: bicf ij^* aai| ateiaeat ©ef^ntotfe^ ber 
ma a>eatgilen intercfaatr X^eft be^ iSartea«. ®e^t ataa oaf ber^ aiit 
Or«ageii6anaiea gejterten ^erraffe toetter^ «n betn JD^cm^afe t>orbe{ 
irt tfüt hai ®i!|fof^ fo erbltflt nam ein fc^i^at^ fJarterre, atit @^atad^ 
WaaMQr @tväad^era anb Oraageabäaaten gefd^ödÜ. S)ea Sb'ttetgraab 
Übet cell f^aer Jtar^yfcaieii^ ^tate ^oeil^eat ft# eine geff^at&oKe 
9ride ergebt: beibe ftnb mit f3{lan}nngen umgeben, hinter ber Sdtäi^ 
af(^aat ataa eiae 3nfet, bie tux^ ben 3ludn)urf ber nea gebilbeten, 
ffltf ber @pree abgeleiteten StanäU entftanben anb bari^ bie Snfa^r 
sider taofenb Rä^nt ^oU ®anb anb Srbe bebeutenb erhöbt i% anb bie 
fd^ae SSeHenlinie in biefem früher flauen äSiefengmnbe bilbet Slaf 
ber 3afel, f^art an ber ©prec, ergebt jt<^ ein fe^r foflbare« aSefoebere, 
t9n too aa^ atan bie SSinbungen ber mit @^tfen bebecften @))ree/ 
€|^bait aab man<|e anbere interefoate fJanfte in ber gerne erblidt» 

Son ber 3afel fü^rt ber SBeg gt^ifc^en bem SSWaafoIcam anb |err* 
la^ea SBiefea aa^ bem fogenannten $afanengartea, aa beffen (Enb))an{te 
eta Safl^aa^ ft^ beftabet^ too {t(^ materifc^e Sla^ji^ten in bie 9lnlagen^ 
taf gelber, äBiefen anb gturen^ auf bie @))ree anb ün ber ®rdn)e bed 
f^prigoatd aac^ 3Befien auf @))anbau erö^ten. 

Soa ^ier gelangt man enttoeber bur(!^ einen anbern "^til be^ 
{afaaeagartead anb bur(^ ben ßltitfy anfangt bemerften ^ain -an^ bem 
Sorten, ober, »cna man ^^ linU wenbet, am (Snbe einer fR^t^tanntn^ 
lee, bte $ier bur^ ^Jjlanjangen )u einem beträc^tli^en ^aim erhoben 



172 

i% )tt bem 9R(mfo(etmt bev tioii^ tm S^obe aOgemem fo i^o^ Dere^rten 
itdtttgin Stttfe* 3iR Simern bejfeKen (en>isnberi man bte, ton fftmäf^ 
SRei^et^itb au^ »eifern cararif^en SRarmor geformte Stlbfastle bet 
eblett Z:obtett in Itegenbet @ttUuni, leidet i^er^Ht ^rä^ttge Sanbe« 
labev ttntgeten ba^ ^Dlonttmettt. 2)a6 ®arnt ifl einfach unb ber entfleti 
Surbe beö ©egenftanbe^ etttf)>re(!^ettb^ bo^ )>ra(l^tS)oIl. SBome unb ja 
(etben Stittn bed SRattfoIeum^ tft aKe^ mit einer SRaffe tn Zipftn 
fle^enber SInmen gefi^mfidt. 

S)er grofe/ o^ett fd^on ermähnte ftar)>fentei(l^ Qtxo&^xt ben Su^ 
koanbelben t)iel Sergnttgen, bie ni^t )u nnterlaffen )>{Iegen/ feine beffen 
f^on get^o^nten ®emofiner ju ftlttem. 

3n bem bnrd^ bte Orangerie mit bem S^IoJfe loerbunbenen Opem^ 
i^anfe geten bte 93erliner @(l^anf))ieler im @ommer gemö^nli^ ©onntag^ 
SorfteSungen« 

3n einem jtcoeiten^ nenern unb beffem Orangerie^aufe^ fo toie in 
Reineren/ Dor bemfetben liegenben {^anfern toirb eine SDlenge STnmen 
gegogen/ toel^e im SBinter bie Bimmer be6 ftönigö in Sertin fc^mttäen. 
Sltt^ noerben ^ier in eigenbö bajn eingerichteten ^Anfem im SBinter 
mele Sonnen, tin SieMing^gerid^t @r. SRaieflat/ gebant S)ie fd^tvarjen 
Shn^bo^nen eignen fi^ xn biefer Slreiberei t)or}ttg4tt)eife. @ie loerben 
in x^i)))fe gelegt nnb biefe auf ©teOagen platixt, ml^t bur^ eine be> 
fottbere äSorrid^tung ^(^er unb niebriger ge^eOt unb fo na^e an bie 
obem 2)eäfen^er gebracht tt)erben fj^nnen. 

^in fnnreid^ eingeri(||teted Slument^eater mit einer SDtenge ber 
f(!^5nften unb feltenflen ftinber %l0xa% iji bei ber Sntree be^ ©ortend 
angebra^t. <^ier bur<!^/ fo toit n^eiter^in burd^ ben t>n^ ber ^Drangen» 
Mttt^en^ bur^ fd^jne Sanbf^aftdfceneU/ burd^ Hnt reiAe Stirnien^fie 
jeber ^rt unb flberafC Vuri!^ bie grifite Steinlid^feit unb ©aubevfeit toiib 
ber Sefttd^enbe ^ö^fl angenehm unb be^agli(^ afficirt. 

S^artottenbnrg ^at au^ meistere f^öne ^ri^atgärten , unb mt 
SRenge einlobenber ®afl^öfe/ lintd unb red^td an ber ^miii^m, breiten 
@traf e^ bie jnm @d^Iof garten fu^rt bieten faft immer^ fotoo^I tox ber 
2:^ure ate im Innern, ein buntem ®emalbe i^on 2:attfettben oon 
®r6f en bar. 

(gorfefcung folgt.) 



178 



f^itiOeton^ 



lal b€r Horticaltaral Society )tt 
toabüR (eftnben ft(!^ Slu^jvge aud 
riHem Senate be^ ®. @arbner 
€6q. n*er Wf Äranf^eit ber Kaffee^ 
tiumt attf (Se^Ion. Sd fi^etnt na(!^ 
Wcfem Seri^te^ bafi eme 9rt Coecas 
grofen ®(!^aben bcn ftafeq>Iatitagett 
gsfigt. ©a^ Uttflejtefet ergretp bte 
mttrreSette bcrSIatter ber jungett 
Bvmge. 2)affette tfl ttngefÄi^r IV« 
{tRte im 2>iir(!^inefer tmb 1 Unit 
btd. X>a^ 3Bei($en foll gegen 70 
<Kcr legen. 9Ran nmt^af et^ baf 
td mtt eitttgen ftaffee))f[an3en ))on 
Sontki^ etngefSl^ n^orben t^. ^err 
®aTbner fanb ed jiebo^ auf nte^re« 
Tta Xrten Sanmen an i^erfd^iebenen 
€tcSen, äbtx e^ fd^etnt un^, na^ 
bcn Seri^te^ bof tn btefent Sanbe 
titrc^ f^fed^te ftnltur ftranf^ett unb 
Ungejtefer erjengt toorben i% xok 
«b4 <^f f<tttten nnb naffen 93oben 
«sf (Eeyton nnr ftetne ^rnt^te er« 
}tett werben^ n^enn erfi bienatfir^ 
It^e ftrofi ber ^flanjmtgen gehemmt 
99Tbeii nnb bte Sannte fo jn ftrant^ 
letfen, natnrlt^ an^ ju 3nfeften 
titb fh'fjen s^or^erettet n^nrben. ^err 
darbner tft jiebo^ ber SDtentnng, 
b«f toenn btefe %rt ftranf^ett fd^on 
fri^r anf ber Snfel gewefen wäre, 
i|re Strfongen an^ fc^on be^ 
merft ivorben »«freu. ?}{(an)ttngen^ 



bte froher 2000 Sentner Iteferten, 
fteTen pliifii^ bt« anf 700 Centner. 
®tnb Säume b^n btefem ttngejtefer 
befallen/ fo »erben fte and^ fogletd^ 
wn bem ^tlje angegriffen, ber jef^t 
ben griffen Z^$il ber ftaffee)>Ian« 
tagen auf Se^Ion äberjte^t. |)en 
Serfele^ fagt tn Segng auf bte^ 
fen Fan^s, r^ntd^t^ tfl gen^t^n^ 
lid^er, aU baf Drangenbäume nnb 
anbere glottbl&ttrtge erottfc^e 93äume 
bnri!^ t'rgenb eine Fuoga9-9(rt itu 
ben ntfiffen, aber fafl tmmer, glanbe 
i^, f[nb btefe $f{an}en t>on etnent 
Coccus Dörfer befallen gewefen/ 
an^genontmen ba, mo r>itUti^t etne 
Verbrennung bon ^ontgt^an ^att^ 
gefttnben. SBa^rf(l^etnIt(^ t^ e^ an^, 
baf btefelbe ftranf^ett, mli^t bte 
Drangen » Slnf>f(an)ungen auf ben 
9()oren nnb SRabetra ^eunfud^te, bte^« 
felbe SSerbtnbnng jwtf(^en |)flan|e 
nnb 3nfe(t au^ntDetfen ^at di 
läf t f[(^ an(!^ nttt dtti^t annehmen, 
baf i)tete btefer fJIagen gnerjl etn- 
geführt voorben finb, nnb i^ wti% 
baf etntge ))egetabtY{f(^e Srjengniffe 
frember Üibftammnng, tt>te autfy etntge 
äinfeften, bcfonber^ tn ben neuen 
^flanjungcn flarf auftraten, ©old^e 
Srfd^etnungen traten bafelbft pMp 
lii^ nnb fo ftarf anf, tote man ed 
früher nte gefannt iat" — $err 
SSerWy fagt, baf biefer S^wamni, 
ber ben Raffeebäumen auf Se^lon 
ein bunUe^, efel^afteö Slnfe^en gtebt 
)n (Sorba'^ fonberbarem ®enn^ 



174 



Triposporiam ge^Srt ttob }tt S^ren 
be« ^errii Oarbncr — T. Gardneri 

— geoatint l^at. 



^t^ttation auf ßet^Ion* Dr. 

®ax^ntx, 2)treetor beö ©ous^eme^ 
inentd^@artett auf Seiten, 'berietet 
an bie ®artenbait ^ ®efeOf^«ft }U 
Sottbott/ baf/ obgletd^ ber ©arten 
bereit« 30 3a^re befiehlt bennod^ 
nt4[t« für bte gefc^i^^tltd^e ä3otantf 
biefer 3ti[el getf an »orben fet. Dr. 
®avbner tfl gegeniDarttg befc^df^ 
ttgt ein grofe« Serf über btefen 
(^oenftanb gu beotbetten. Die )»ei 
f)affattt>mbe ^bett best grif ten Z^etl 
be« 3a^^e« tmte nnb «oirfeit anf 
ba« bortige fitinta ein. 2)er @ttb« 
toefl l^affatwinb bonert i»on 8())nl 
bi« ®e)>tbr. nnb ber 9torbtoeft ^on 
Wobbn bt« gebr. 3» »egitg «f 
bie bDtanifil^e <Seogra]»^ie i^eift e«, 
i^ e« dar, bof iebe grof e Sanbe«« 
fhretfe i^re eignen fangen nnb 
Zitiere ergengt^ nnb bof bie gleichen 
Sreitengrnbe niilt^t biefetten f^flanjen 
ergengen. 3» ber ^rofen fKad^en 
Sanbe^fbrede gtmfd^en ber @ee nnb 
ber ®ebirg«f ette^ tt>ttrbe bie Salva- 
dora permca anb ber®ettfbattm ber 
^eiligen @d^rift enibedt*); denfo 
mttrbe ber fe^r beräumte Üpaa-Sanm 
^tt entbeA. 2)ieerflen2000' auf« 
wart« fofien m^ äBoIbnngen be« 
flehen, in ben ^weiten 2000' flnb 
bie meijten Saf ee))I«tttagen angelegt. 
du ben na#en, n>a« 9000' ^^t 
ma^t, beerben bie Säamit Keiner^ 
^errlid^e ®tattbengetoäc^fe^ gorm 
)»on 8 '' bi« )n ben iBonrnfarrn bon 
20' i>i^ ftttb fe^r }a^Ireid^. {>ier 
erf^nt an<!^ ber SannuSt^oboben^ 
bron gnerft !&ie ^d^enregiiynefl 
ber nfi^fien 2000' ftnb mertwirbig 



') ©er ©cttfbaum (Siotpi« CraticoBa). 
Nffer Bettung. 4r. O^o. 



^infti^tlii^ berSDtenge folget f^flan« 
)en al«^ Salfantbännie , ^falrntn, 
%axm nnb ber grof en 9(n)a^( ^alb^ 
^rancbiger Acanthaceae. Dr. ®arb^ 
ner glaubt jttei neue SR^obobenbron- 
Hrten entbecft gn ^aben, bie eine 
mit Sldttern, beren Unterf(ä^e rofl« 
farbig, bie anbere mit S31attem, beren 
Uatetfta^e filberfarbig ifl. 2)ie 
f (binfle ^flnnje, bie er fa^, »ar ö w 
50—70' fio4 mit ©tdmmen über 
3 ' im Dttr(!^meffer. 

3tt einer ^d^e »on 6000' ge? 
beiden enroi^dift^^e (Bemtife ic. fe^r 
gut; ^ftrfl^bdume bleiben immer 

SrnU/ ftnb aber o^ne SSert^^ bie 
Ürfi^e H&^i, iebo<^ fomint bte 
%tti4t nie )ttr SoOfoinmen^ett. ^an 
^ttbet auf ber 3nfel ni^t eine 
|){{an}enart; bie ibenttf^ mit irgenb 
einer enro^difd^en tȊre. Z^ieSau^ 
bificl CBonchas), ber ^n^nerbom 
(Alsina), Poa annua u a* tn. n>a^» 
fen ^ter^ ftnb jiebo^ eingefö^rt 
Gajrdn. Joum 1849. 



Qfnfelfrdef 9ipititmi an* 
«eil X StnoUtm. ^n 
Sre^fdl^mar berii^ttet ber %at nrf. 
®tUUii^. in ®ixlH, bof, ba 
bieftnofien ber@e9rginen }u ni4t« 
)n Dert^enben ftnb/ fdb^ itt^t brt 
ber loerfd^iebenften «tnb forgfdlüg^n 
dnbereituttg al« SSie^fulier, fo ^ot 
man in Slmercfa einen Stufen ent» 
bedCt/ ber benSlnboit beriS^eorginen 
tu igrof en SPZaffen nnb bie Sb}n(^t 
bcrf^tten an« @amen nur befi^rbern 
nmf . 9lad^beitt bie finpllen gereift 
au« beul iErbb^ben ^eiuümnten n)or^ 
ben fmb, werben biefelben gerieben, 
nnb auf bte belonntie 9ß^e nnrb 
011« ben gfxriebenen ihttfCen @tdr(e« 
m^I gemac^, noorau« fobann tin 
xtvHK ^ifef^eier @))tvitn« gdvoniten/ 



175 



|til|cii x^i gefugt roixV. 



Xegimiiig ^t gwei |)retfe au^ge^ 
fc^t: emen jn 5000 %tanttn mit 
cmet s^lbmeit ^ebatttr imb fmen 
ja 1000 Sranfen. 2)fn erftett für 
M ht^t SEBext ubev Sffgemetite 
loatetrtl^fc^aft nnb ben )mettett fit 
Me tt^t Stt^atibbing Aber bte fiar^ 
l»frttr«sl^t. ^rembe «Derbett etn^ 
adhiben ja concumrea niib {isb bie 
ftaufcttylc an ben Sttmfter b<^ 
^Baem M gum 1» 3<^ttsar 1850 
esjoftitbeii. AtheDaeom. 



is bte <StrQe bed Gerrit dornet 
SPatab %um Cnrator be4 ®ar^ 
Itm^ ttx Saleboütf^fn ®ar^ 
tcsbam«®eftnf^«ft }tt iSbt«^ 
bsrg^ trtuamt »ocbcn. 



£iem ^fftxn % Z. SftaAap, cm 

tfl oen beut Trinity Cofieg^ bod 
2)M»r ^ jDi>I»iit jttert^tt t«y«rbeii. 
^crr 9So<a9 ifl fett tintx Stet^ 
«tt Saures Cmrator bed geiidiniten 
@iirteiie^ ^ält fett Tanger 3ett botan. 
S^rlefmigeit ttnb gdt mit Steilst für 
etBcn ber |>raftif^flen Sotanuer in 
©Tofbntomien. 



ICrfcr0l00. 

SBilltaw SW'SBab, 3m wrigen 
^t »nrbe bereite mitget^eilt^ bafi 
()m 3ame« 3»*9lab bte ©tette 



feoiea Satert aU Ciiratot be« 
löntgL bütantfc^en ©artend 
gttSbtnbttrg^ erhalten ^atti^ o^ne 
baf tc$ genau angeben fonnte^ gn 
»etiler 3^tt fem rn^mlti^fl befannter 
SSoter geftorben fei*). t>it mix noü^ 
nad^träglii^ gttgegangene SSummer 
loont 24. 2)ecber. ». 3. be^ ^ardn. 
J»HrB« gtebt etnen au^fu^td^en 
93ert(l^t nber bnd Seben onb SEStrfen 
bed s>erfiorbetten SB. SR'Stab, besi 
t(^ »emgflend tnt an^guge ben ge« 
ehrten £efem mttjnt^etlen fnr ^t^t 
^aUe, benn SB. ^'^ai tfi nti^ 
alletn in gang ®rofbrttanteit nnb 
3rTanb ru^mltc^fi befonnt nnb i^o^^ 
gee^rt^ fonbern aad^ t>on einer f^ 
grpf en Slnga^I @ärtner nnb ®ap 
tenfrennbe bed übrigen ^nropa^. 

^err SiKiam 9R'9tab ßarb 
am 1. !Z)ecbr.')>. 3« tm botamf^en 
®arten gn (Sbinburg^« 9S^ na- 
gefolgt gtt)oIf aWünaten ^atte er ba6 
Unglud( eine i^lfte gu t>erre»Ieii, 
k9a0 tetber fa{fi(|(i<| (äi ^tn^ hu 
^anbett »urbe^ ii6 ntan erft tm 
©eptbr. gen>ai^te/ . baf ed «tr eine 
S&mrettfmtg feu Son ber 3ctt beiS 
ttnglttd« Ott ff^KMinb Wl'3l4^ ®t^ 
funb^eit gnfefienb inb !onnie er nnr 
]ie4 ^^n 3«^ gtt 3<ct einige ^nge 
burA ben Porten i^exmittel^ .ftritdeft 
macpen. 

äß. SR'SHab in>jtrbe 1780 gn 
S)aiU9, einem Dorfe inSC^rfi^ire 
geborcat^ wfettfl fetn Sater (d0 
^ocmertebk. @eine ftn^fben ^a^riE 
)^ern)enbete er oid ©d^dffcc^ict osf 
ben ©ebirgen feine« Saterlanbe«. 
3n btefen ©ebtigen mürbe fetn ®etft 
burc^ bte berfd^iebenen '^errliil^en 
gormcn be« tegetabtlifd^en Seiend 
erregt nnb erlangte eine iSorltebe 
fnr bte eble fflartcnfnnfl. Sm. äJater 
ißimmte t>oßfommen mit ein nnb 
gab feinen ©o^n, 16 ^ofyc alt, bei 
perrnftenneb];^ guDalqui^arran 
in bie 8ei^re. 5Ra4 f^iw^i^ beenbeten 



•) ^eft II. p. 125. 



176 

fctetjä^näeti 8e|rjrit tunrtt et »on 
^nrn Rttittebv an brtt jt^ eer: 
Portww Satter TiiÄfon gn 
(£btRtnra^ mii^^Ien, btr i^m eine 
SttUe tn beti @äiten beö itxif 
^abbigton jn X^ning^am eer 
fi^offte. in'et bliefc 3R'9Iab nnge: 
fä^T em 3a^r unb ging, um feine 
Jtettntniffe no^ me^r jn cnseiteni, 
nai$ Sosbcn, nc^i'n er an ben 
{»crrnSiton, Sor^e^i ber fdni'gL 
@ärtett jn Aew, empfohlen ivutbe. 
9tac^ bretjä^ii'ger ISef^äfttgung tu 
ben t)erf(^tebenen Stesitren »urbe 
et jani Öietgetiülfen erboten, ^ter 
fammelte er Renntniffe unb ffir= 
fa^mngen, bie mit feiner gü^rung 
bem ffBnige ®eoTg III., bamald 
einem eifrigen 99efuc^er beä @ar: 
ttni, uii^t unentbetft (tietun, wie 
er an(§ mii @ir 3oftp^ S5anffl, 
bem »o^r^often ^atrcn «nb finnigen 
gtennbe bet geregten SBerbienjle, 
Mannt wnrbe. ^ia^ bem a:obe 
beä SniatOTÖ bcö bot. ®aitenö ju 
«Ebintnrg^, würbe S. aR'9Iab bem 
bomaligenlJrofeffor Mattier forb 
»i)n©tr3i)feB5»an!ö empfohlen 
nnb erhielt ani9 fogteii^ btefe Stefle, 
bte er im 3Rai 1810 antrat. £BicIe 
loiffen, mit was für einem nnf($ä{ts 
laren ^In'fe S. WVSiai ftc^ bem 
alten ®arten ^ingoi, unb mUf 
aJIe^rete wiffen, tvie »iele gro^e unb 
xm^^&i'ban (bcmplare aai bem alten 
3nfh'titt in$ neue buri^ feine ®e: 
fl^imii^tett trab nnerrnnbltt^e 9u$< 
bauer nberficbelt taiucben*). 



Dicfe wem'gcn Sorte geicii btt 
geehrten Sefem ben Umriß oon beai 
8cben etneä ber beflen, wenn nii^ 
be« fcefien jraftif^en ©ärtneri 
feiner 3tit. <£d ifl nit^t aai ®e> 
ringf^äfung für ttnfem eerftortcnen 
Sreunb, tvenn wir fagea feine 3*^ 
fängt an eerbnnfttt gn teerben, beai 
in ber ^{{anjenhiltut, befonber« ii 
ber Kultur bet fSrifen, »arcn feint 
S Ife »Dt jtoanjtg 3a(tcn 

g: en fo gnt, aü bie teßei 

S ife ber -^aufitfaltibatenre ber 

je Jn't. di gie(t »tele, bie 

^ in jebet SSejie^g f« 

h , baf fic t^ieö ©leiten 

fut^en, aber jut Stit, in ber wir 
fprei^en, ^atte 3R'9Iab feinen Slival, 
webet in Sngtanb no$ in St^otti 
lanb ober fonft »o. aJI'Slab'« fcSen 
waren ni^t aCcin gnt pnr compa- 
raison, fönbern fellfl eine ©(^dm 
^eit unb fie (onnten nic^t — »iel» 
lei^t in ^ejug ouf i^te Arten — 
bur^ irgenb wel^e ber nette|leii 
3eit ütertroffen werben. KtS Sekret 
war WVytab merftuürbig bari^ feint 
^raxii, wenig Scrt^ auf bloft 
äorfc^riften legenb. @etne Sb^nb* 
lung übet bie Kultur bet (£ritcn*) 
mag np^ fientt mit gto^en 33ot' 
tfieit b0n ben ffuUieatcnten ßnbirt 
werben, ebenfo mögen bieitnigen, 
wel^e ®etegen(tit ^aben immt» 
grüne ®eilrfln(^e »»n jeber ®ra^ 
)u eerpflanjen, feine ^emerfungen 
hierüber gur ERii^tft^nir nehmen- 



*) lieber bie 5tnllur ber (ap(f((nt Qiitcn 
O ^n neue. fc$l befteVnbc botanifi(e von IB. W9ab. Ha». ^ortrnieftnng 
Sortm würbe IB81 eröffnet. 1. p. ii. Q. C— o. 



€^intge0 nber CacUen ttn) ilyre iluttor. 

©artenge^ülfen im bctanifct^en (harten ju Hamburg. 



9LH i^Sc^fl auffaüenbe ®etoä(!^fe unter itn fj^anerogamen erf(!^etnen 
bie Sacteen, ai€ Sleufer^e^ ber ganjen ^amtlte Ut ntafen^aften ftn^ 
griformeit/ ][>ertretett tur^ bte (Gattungen Melocactas, Mammiltaria) 
Echinocactns unb etntge neuere (Gattungen; (et ber ©attung Echinopsis, 
feK^ f(!^on bei mehreren 9(rten t)on ^ammitlamn unb (Ed^tuocacten 
tritt etne @an(enform ^troox, totlö^t ^^ Ui ben (Eereen am bentßd^ftett 
on^rägt^ tt)etter abtt)<lrtd t)erltert jt(^ btefe lieber tn etne brettgebrfitfte 
geglteberte @tenge(fomt^ tote {te bte @attn1^Qm Opantia, Rhipdalis unb 
Epipbyllam aufbetfen^ unb am Snbe erf(^etnen bte xcxxtli(^ "beblätterten 
^ereeften, aU Uebergang jur attgenteSfnen |5flanjenformatton. Auf 
biefe 9Betfe jle^en bte Sacteen^®attungen an^ nt^t t>eretnielt unter ^iSf 
ha, iovit Uebergang^formen t)erbtnben bte ®attungen mtt etnanber, unb 
eifiifo »trb bte gefamnite %amük mit ber übrigen ^flan jenweit »er« 
mtttftt. Stuben n?ir bo^ in ber ganjen organifc^en iRatur niemals 
fi^roffe Sbfhtfungen, fonbern immer fanpe Uebergänge, immer SSermit? 
ielttngetu 

2)te »unberbaren formen unb ®efletbungen ber Sacteen, fo mie 

t^e )>rä<^ttgen Slut^en^ ma^en biefe ^amtlie )tt einer fiufer^ inte^ 

reffanten: — Setra^ten tt>ir nur ). 93. Mammillaina Schiedeana mit 

i^rer fo fauberen ®ta($elbelleibung^ Melocactus amoenas mit feinem 

SBoSff^^opfe unb fio^rot^en %xü^t^en, bie Pelecyphora aselliformis, 

ben Pilocereus senilis; betrauten roix ferner bie Stätten i^on Epiphyl- 

him AitensteiDii, öon> Cereus speciosus unb grandlflonis, unb fuc^en 

tm ttn« eine (Sefammtanff^t ju öerft^affen, öergegenwÄrtigen »tr nn^ 

tat gefeHtgc Seifammenleben ber Sacteen, fo »irb ber Sinbrud ein um fo 

gmi^er fein. Sin too^I befeftte^ Sacteen^^auö, worin bie oerfii^iebe* 

neit Gattungen gruppenmetfe jufammengefleKt fmb^ wo auö anberen 

Cereen ein tt>eiflfd))ftger Pilocereas ^eroorragt wo um grifere Sc^ino« 

cacttn fi^ Heinere fd^aaren, wo an ben f5fetlern unb SBonben fd^tanfe 

(Eereen ^inaufranfen unb au^ Ampeln f)arafttif(^e 9(rten ^erabfiängen — 

gewährt gewif einen impofanten ^nblicf. ®c^on Ungfl ^aben bie Sac^ 

teeii tffre S^eunbe gefunben, man ^at i§re SWannigfaltigfeit, i^r anjie/ 

^beö ®^6nt anerfannt^ gar 3Ranc^er er^ob i^re ftultur }ur Sieb^a« 

berei unb auf biefe äBeife entflanben loflbare Sammlungen. 93or 

ungefähr 12—15 Sauren foKen biefe am meiflen ftonrt baben, Sacteen 

£nitf(fie ©atten» iinD ^htmenacUung. V. {Rani". -l^ 



178 

watett ^amaU SRobepflanjen. Sorjäglti!^ angeregt itttb uttter^^t koitxbe 
btefe Stef^^aberet bttrcl^ ben ^Berliner botantf^en ®arteti^ too $err 
®artenb{rector Otto eine beräumte ©ontmlnng jnfatttmensebrac^t 
^atte^ loel^e lange S^^ aM eine ber erften galt. nUtin jie^t tjl'd 
anbet^^ bte Sacteen fEnb t>on anbeten ®ett>A^fen me^r nnb me^r t)er« 
bvfingt koorben^ bte S<'¥^ t^^er Sere^rer ifat bebentenb abgenontmen. 
^anbettgartner ^aben fie metflen^ bet ®ette gefegt, mü feine 9la^$ 
^age nte^r nac^ i^nen toox, nnb i^re Sr^Itnng liegt )e^t t>or}ngIt(^ 
in ben ^änben ber alten Sieb^ber biefer ^{lanienformen, einige fotf^e 
befi^t }. 9« Serif« in bm Xif^ermeifler ^enn Sngnft 8inte^ eitt 
eifriger Sammler nnbgnter itulti)>atetir, ^ermSIIarbt^ ftunft« nnb {>aii^ 
bettgcErtner nnb {)errn 9te<(nungerat^ ^e^ber^. biefe ©ammlnngeit, 
befonberd bie be^ (e^ter^n^ flnb av^gejeic^net. Slud^ bie ©ammlnngeii 
bed ^erm S^^'^^- ^^* ^^aage Jun. in (Erfurt^ bie bed {)erm Dr. 
SR&^Ien)>forbt in {)annoi9er^ bie be^ Snrjlen ®alm^2)y(l bet 
Steuf nnb einige a^ere in nnferm 2)eutfc^Ianb oe^ifren no(^ in be» 
er^en nnb bef^en ttnb werben ^on ben 93e{($ern aun^^rti^ bnr(9 neue 
Sitten ipiertDoK^änbigt. 98o^I mi^tn ^^ folc^e SRännev not bie ^ifeii^ 
f^ft ^rbient, inbem {ie ®eUgen(eit bieten, f^fKanjcnfenntniff^ in fam^ 
tneln unb )|t t^erbreiten^ unb i^ieSeid^t n>irb e^ tl^nen^ im SSerein mit 
botanif^en ®(irten/ getin^en^ eine SSorliebe für (^acteen im StCgemeineti 
toieber me^r at^nreaen unb )u be^rinben.*) Cd giebt fajl feine anber^ 
f^flan^n, meiere ftd} f<» tei^t {ultii>iien liefen^ a(^ gerabe btc; (Sacteen^ 
«ttb bem Stat^^fteunbe tisirb bnr(3^ {ie eine fc^one (Gelegenheit ge^e&en, 
ftd^ bnt^ |}f[aiüenttt{tu.v Si^eube unb i^r^olnng ju loerfd^afen — unb 
^tebt e^ ebiere SSefj^aftiaHn^en/ cäi bie mit ber iRatnr? 

(Jactecn finb auf erjj befc^eibene f^fJanjen, fie »erlangen im S5er* 
glei^ 2tt anbern ungemein U)enig f {lege« 3($ fa( eine ^ammtnng in 
^tttem Binimev unter (^on} nngunfltgen 93eY^äftni{fen^ le^tere lag gegen 
SSitterna^t nnb fiatte ein eben ni^t gr^^e^ S^n^er, in biefem 3iu(mer 
mußten bie Sacteen bie I£ng{le S^it bed 3a^re^ an^^alten, tro^bent 
tiparen {Ie frif(^ unb gefunb. {)«u)}tbebingu.ng^ iß ein teinli^er nn^ 
trodener !Dxt, hm man i^ISi^t ^en, fo t|l ed um fp beffer« X)a^ 
beße i^ naturli^ ein befo^beref ^an^ mit guten ^ei)«^ Suftung^^ unl^ 
@(l^atten^93orri((tunaen. !^a{fe(be fann gegen Wtta^ tiegen^ muf auf 
trodenem Soben erbaut fein unb t>or)ugIi<9 folibe^ bi<$te Sender ^beit, 
^mit lein Zxppftn ßatt{tnben fann, benn XroipfenfaS ifl i^nen mit am 
ita(!iit^eilig{len. ^iU man in einem ^anfe aOe Gattungen beifommett 
{tttti^iren, fo muf fi$ bie äBfirme )tt)if((en 7—10* 91. bewegen^ ^o^r 
barf {Ie ni^t fommen. SRan ßellt bann bte f^flanjen \^ wie {?e ^^ 
intern natttrlid^en @tanborte nad^ lieben^ bie Mdocacten am n^armfteit, 
>^; bie Opuntien am U^l^tn, benn geto^^nli^ giebt e^ in tintm ^aufe 
»erf^iebene itemveraturen — in ber 9l4^e ber ^eijung »irb e« j. 85. 
lo&rmer fein, aM am entgegengefe^ten ^nbe, bie unteren Suftfc^it^tf n 



«" 



*1 dA fann biet nfa^t unbemerft bletben, ba9 bie Liebhaberei bet Cacteen tu 
ben u(ten 2— a 3a(freo loieber mebr ^* a\^ abgenommen bot, befonber^ biet ia 
Hamburg, m mttftm neue Sammlwigeu oUflanben, oon benen einige niibt m« 
bebeafefib ünb. 9* O— o. 



179 

«oben tSiiltT fei»^ aU bte oims* 9ttmmt man (levoitf (ef^nbett 
UUfi^t, fo flttb s^erf^iebene Xit^eilnttgen be^ {^aufed^ wärmere mb 
S^tei, «ttii&t^t0, itnto ^oieii btefe auify »o^ beii Sta^t^eiX bof mos 
Mt 6airtiiilitii0 Sit fe^r gerjUdfelt ttiib t>reii ®efammtetitbrtt({ bobtir^ 
flirf^. <Eüi <^att^ mit nur fi^rcig {legenbeti ^enjiertt^ in bem an bor 
SoAermoiter eiite SCafel enäanQ läuft unb tu ber ÜRttte m Seet Iie^t, 
{f fax CacteeiuftuttuT re<^t pufeub. Suf etuem Seete^ ba^ ietläuftg 
«fagt e^en fo ^o^ fetu (ouu oü bie Zafel, laffen ft^ i»«r)ttglic( f^ne 
9n|^)>eft auf^ellem^ uub würben auf bemfetben Opuntten, Cereeu/ d^ 

SfioL «tt'b aftbu>faltben^ wie anA ßrifere Srten s^ou C^tnocacteu uub 
(mtmiSoriett ^lai^ ^nben* Sluf ber 2afe( an ber SRaner liefen ^ 
^tttKactm isnb Q^tnopfen ^t Reffen* Pr fjeredfien wären Wörter 
OB ber iDaTmeren ®{e(elfeite gut augeira^t^ fnr JD)>uutien uub ((ereen 
iMxe ba4 tu^tfle QEnbe w^ )u ieuu^eu« pr SRelocacten, ^eleeyy^ora 
nb Sn^alottium muften 9&rter tn ben oberen Stäumen i^or^nben 
fm; bie imige %nin^i unb ©elteni^eiten fdnnen auf {)ättge(retter bi^t 
nitet bem ®tafe untergebracht werben« Die ®j»arren unb Säulen be4 
^on^e^, au^ vot^l bie ^interwanb unb bie äJorberwanb bed Seete^ 
Ift^fU ^äf mit Kettemben Sereen gut betleiben^ auf erbem ttnnen an^ 
wti %vxft\n mit i^ängenbeu Sereen, (iifif^ifitinm unb 8t^i))faliben ))or^ 
t^ttt^ft ange1>ta(!^t werben. X)iefeKen «»erleiden bem (Saiden me^t 
%et<^tj^eil utCt erzeugen eine angenehme Sliwefi^elnng. 

IBad bie ^etjung anietrij^^ fo ifl an^ ^ier — )»it fafl in allen 
Ocwi^d^ättfiem — einer 28affer^ei}ttng ben SSorjua jn geten. 39affer« 
^eiiUMen eT)engen eine me^r naturli^e^ ba^er gefunbe ä8änne^ wä(^ 
tesib Oefen unb Kanäle bie 8uft jn flarl an^troduen unb (mf bieft 
SBeife, befonber^ bei lange an^altenbem/ fiarfem {)ei)en^ ben f^anjen 
SMft^ gefä$rli($ werben. Sttftung€l(a))))en mufen fowo^I in ber äJor« 
ber:^ aU 9lfi(fwanb be$ ^anfed angebraAt fein, um bie 2:eniyeratus 
sa^ 9ttiAtn regeln ju Unnen. md ^^attenbede eignet ^ eine 
leiste ®ace re^t gut au(^ Sto^rbeden linb gut anwenbbaf. 

3ni Sinter bewäffert man bie Sacteen gar ni<i^t unb t>erfc^aft 

j^nen auf biefe SBeife ii^re nat&rlid^e 9Iu^eieit j au^june^men s^on biefer 

llegel wftren bie ^ere^fien, 9t^i))fa{iben, (ipijfifypUcn, 9n^aIonium unb 

H^ flettemben unb bängenben (Sereen. ^Daf bie 2u^ im ^onfe nie^ 

wiHi )tt febr andtrodnen barf muf man j[a Ua^tm, benn trodne inft 

mai^t bte Cacteen )ttfanunenf4tunq)fen^ nebenbei wtrbun ttngejiefer — 

bie flrfften Seinbe ber Sacteen — erjeugi S^n man^^e ®atmn(ung 

tft buril^ )u l^arted «^etjen unb bnr^ bie Solgen beffelben oon ®)>innen 

1^ Saufen befallen worben unb ^aben biefe erfl uber^anb genommen, 

f^ ift H au^ um bie ©dj^dn^eit ber |){Ianjen gefi^ei^en« j5a0 Unge^ 

liefet t^tmt^tt f{(^ ungemein f^neU unb i% ba e^ jwift^en ben Stad^ebi 

ber tacUen tin ll^ered Ser^ed ftnbet, fi^wer jn i^ertilgen. iin^ 

9e8ge iRitttl ^nb bagegen befannt, unb wirb ani^ ba^ ttngegiefev 

9€xtOM, fo leiben bie fflanjen in ber Stegel me^r ober weniger burt^ 

ba6 SRttter felfvfl. 

tteberwmtert man (^tcteen im 3immer, fo ^at man ba ebenfaQd 
bte erwarten @mnbregeln )u befolgen, auf erbem muf man fle no(( 
nor 6taub 6ulen# baber man ibnen am beflen ein eigeneli 3immer tin^ 

12* 



180 

vanmett mfifte, benn tm 9Bo^n}tmmer t|l e6 fSr bte f^{Iatt}ett ut ber 
Sleßel jtt toaxm nnb i^<xtti*<9- 

Sttfang^ ober Snbe !0fat, tDte e6 Rltma ober Socaloer^SIhtTfe ge- 
rabe erlauben/ t>erlaf t man mtt fetner (Sammlung ba^ S&mterqnartier 
itttb ^ttt fle «a(^ i^rem SSebnrfniffe in ftdjlen ober tn« Jrete. SWcIo^ 
cacten, anti^ too^I bte alten Ortgtnal^^ftanjen ber St^tnocacten^ bringt 
tnan tn lamoarme, bnnflfrete ftäflen nnb ^lt Ite nur mäftg feu^t; 
AnbaloDiam fSnnen ebenfaSd an foI(^em Orte flehen, j[ebo^ oerlangen 
biefe me^r SBaffer. (Stl^tttocactett/ S^tno)>fen unb Sl'^ammtnarien fteUt 
man in fatte ftfiflen nnb begteft fte bet trodfenem SQetter ftet^tg, ibet 
}n flarfem nnb an^altenbem Stegenioetter legt man ^enfler äber^ bo^ 
fO/ baf bte Snft barunter $tnn>eg{faret(!^en (ann. ©chatten tfl nur hei 
fe^r flarem ©onnenf^ietn ju legen nttj^tg^ unb bann me^r anfänglt^^ 
nad^bem bte f^flanjen bte SEBtnterquarttere t)erTaffen ^aben. Slfitpfaliben/ 
^ere^ftett/ (If>tpfi9llen unb bte belferen D))untten unb (lereen lä^t 
man tm ^aufe, voo ^e mtt ^tnlänslt(^er 99ef(!^attunß unb IBetodffemns 
bebaut n^eipben; ubrigend fann man fte ani^ tn ttefe Sfäjlen bringen, 
tt>o man t^nen eine &^n\iäft 99efianblung )tt 2^etl »werben tä^t, tote ben 
Sd^tnocacten. !Z)te ^drteren Dfpuntten unb Sereen jlettt man gan) ind 
grete an etnen Ort, »o ber Siegen fle nfc^t ju fefir trifft, ^ter ßnnen 
ott^ bte ^drteflen Sc^tnocacteU/ SJtammtOarten unb (S(!^tno)>fen mit anU 
gebeut loerben, £)te Z6^^ auf bte blof e (Erbe }u fleOen tfl nt^t gut, 
tnbem tfiettt Slegentourmer ftc^ tn bte 2:öpfe gießen, t^etW fi^ aber 
aud^ bte Slbjngrtö^er ber 2ö})fe oerflopfen unb fo bad aSBaffcr nt^t 
ftet ablaufen lann. Um bte^ }U oermetben, bringt man auf feine Sac^ 
teenbeete einige 3^0 ^^^ groben Äie« (®rant) ober au^^ jerKeinerte 
©d^Irtden »on ©teinfo^Ten ober Sofeö, bie fe^r jwccfbtenli^ ftnb. 

Ungemein frdftige ^{lanjen erjielt man bur(^ Xu^pflanjen, moju 
man ein ^albtoarmed 93eet benu^t^ baffelbe fann in rinem ^^tif ober 
©teinfapen angelegt fein, nur muf bur^ eine tii^tige ©c^erben^ttnter^ 
läge für guten Slbjug geforgt »erben unb barf bie Crbe ni^t ^ö^er 
aU V« ' aufgebracht »erben. ^6^ fa^ einen folc^cn Rajien in bem 
nur (E^inocacten an^gepffangt toaren — Echioocactas niyriostigma 
barunter— unb »ar e« ju bewunbern, »ie üppig biefJfranjen würfen. 
S5ei biefer SWet^obe muf man aber fitr ein jeitige« aBiebcreinppanjen 
in bie Wpfe Sorge tragen, \>amit bie ^fanjen noc^ barin an»urjeltt 
f5nnen, e^e ffe tn bie Winterquartiere gurüÄfommen, 

Die SJerpftanjjeit ber Sacteen ftnb bie SWonate ^uni ober 3ttK. 
yflanjen, bie fd^nell »ad^fen uub oiele ffiurjeln bilben, oerppanjt man 
aUmxtii^] anber« iji e6 mit ben aWelocactcn, biefe fönnen mehrere 
3Ä^re in benfetben ©efdfen flehen j unb »enn man fte loerpjlanjt, fo 
nimmt man Stapfe, bie nur um wenige« mefir im Umfang ^aben, ald 
bie ^ffanjen felbfl, Sitte Drtginal * (Exemplare muß man fo lange att 
mJgtid^ in benfelben ©efafen jle^en laffen, benn flört man fle, fo 
ge^en fte fe^r ^äuftg tin. (Eacteen^Söpfe muffen red^t por5ö unb mit 

Srofen abjug«Iß4ern oerfe^en feiuj man bebient ft^ immer mögli^fl 
[einer ©efäfe unb fuKt biefelben auf tin Dritt^eil mit jerfd^Iagenen 
lopffc^erben wx^, bamit tin, freier abjug be« ®affer« flattftnben fann, 
3n Hei'nen köpfen errei^en bie SBurjeln balb bie Jopfmanbe unb fan^^ 
gen ftd^ baran feji, too fte bann freubig »at^fen» (Eine atoerfmafige 



181 

Croe fir ^attnn i^ eine gatt ianUttt, »titermtf^t mit ehrad S^ttf ? 
fosb — imgefa^r '/sSaukrbe unb Vs @attb; etn>a^ jerf^Iagene ^ol)^ 
b^Ie t{l ben ^^attjen aud^ }ttträglt(l^. $atbeerbe tfl far Sacteen )tt 
(cu^t ttttb trocfnet im SBinter^ ia>etin man titelt gteft, }tt Slfc^e. (Eine 
tXh'f^ttttg DOtt aOen m&glii^en ({rbforten, tt>ie ed mehrere t^nn, tfl gan) 
«t^od. 9Ia(^ bem Um)>|Iatt}en mnf man mit bem 9en>äfeni ^ox^^^ 
üger mageren unb fteOt bie€ na^ mib nad^ gan) ein, tvenn man im 
Vlvnat ©tpitmitx ober Öctoter toieber ind Winterquartier iurndflei^rt. 

SBet mit feiner (Sammlung an^ n>A^renb be^ ®ommer^ im Si^'' 
mer Utibta mnf^ ift aOerbing^ loeniger gl&(fli(^ baran. Unter folgen 
Um^ben mnf man ffei^ig lüften nnb hinlängliche ^en^tigleit oer^ 
f^affen. 

Vit Serme^mng ber Sacteen bnri^ ©amen ift einfa(^ nnb leidet 
Xetfe @amen leimen, in tint fanbige {anwerbe gefSet nnb auf ein ^atbf 
marme^ 9eet gefleOt, fe^r balb. SRan nimmt bie Stu^faat im %t&^s 
ja^t wt nnb oerpffanjt bie jinngen ^flän}(!^en f;)äter^in nac^ iSeburfnif . 
@a»enp{{att)en verlangen in i^rer ^ngenb tiü SBaffer, nnb barf man 
fe feftfi im SBinter niti^t )tt flart an^trodnen laffen. S)ie 93ett)ttr)e^ 
bmg ber ®teAinge ge^t minber fc^neU bor fi(^ unb barf man batet 
bte ®ebnlb nid^t oertieren^ benn mitunter ftei^en f[e ungemein (ange^ 
e^e fie SBurjeln treiben. ®en>ö^nlid^ ^tdt man Sacteen^Stedlinge in 
retaen @anb/ nac^bem man oor^er bie SBunbe ^at gehörig trodnen 
laffen; man ^edlt fit fc^r flai) ober fe^t fie anü^ too^I nur fla^ auf. 
Z)er 9Iaum, »o man bie ©tedßinge ^alt, muf ein ooQfommen abge^ 
fd^Ioffener fein — tin lauwarmed Seet o^ne Vnn% 85ei ^erm^inf e 
is Serlin fa$ i^ tint ^dd^fl interefante Sacteen^Sßerme^rnttg. 9lci))fe 
Isolier PUecereos senilis, Pelecyphora aselllformis, Echinocactos my- 
riosti^ma freubig «onrjelnb. Die Stecflinge toaxtn burt!^ Sd)>fung 
alter ^ffonjen gemonnen nnb lourben bie fo)>f[ofett 7flan}en gleid^faOd 
in bemfelteti Xanme )ur ^eroorbringung oon jungen Zxitbtn ge^ 
jtonngen. 



182 



Mtbn einigt ntune^ für ffco^ttt <ßetitnfVgJirtm 
}n empU\)Ui(be ^fif^engartettpflanten. 






X)te Serjetd^m'fe bev ^<mbetegartitet ikttn fa|l }£(rl{(!^ eitte 
SSmge Stemafettett ffir ben ©emäfegarten an, fo bdf man oft bebend 
lU^ f9trb^ 00 berni aitd^ burc^ bett Snbaa aQet btefer neuen CStf^etU 
ttmt^eti ein Sorti^ed fftt ben^ ber ben ©enififebau ni^t M Sttjrud obet 
ütebenfa^e^ fonbetn aU eine IncraHoe SBobentnltut tvetben tttuf^ et^ 
tetd^t tt)itb. 3n le^tevem Sali beflnbet ^^ au^ ber ^anbmirt^^ ber 
feinen ®emfifegaYten eben fo meni^ jn Setfui^en, aM )nt St)(e$nitg 
ber fetnften Sum^^eninfe ^mxi^Ut, fonbetn bet nnr fotä^ ^mi\eau 
ttn itani^tn Um, bte bei mi^ll^^ u»entgen befonbern ftnlhtranfptü^eii 
mm fiebern nnb loi^nenben (Ertrag gwi^ten. (So lann sboü ettte 
nene ^pkUtt einet ®emnfe{){Ian}en9attttn8 inm Slnban im ftleinen^ 
auf einem ^inii^ttL Seete, em|>fe^ten^n)ett$ fetn^ bte für ben $r$f etn 
Stttban ganj mxt^Ui n^irb. t>iU i^ }. 9. bet Salt mit bem ntutn 
&pinat oon Claytonia cnbensis, bem ®emufe aui bem St^frant bem 
Scolymus ober @oIbbifleI. 

3^ n)erbe ba^er mir erlauben^ auf einige neuere ©emttfearten^ 
n)el(l^e befonbern für einen großem Slnbau }tt em))fe^Ien finb, nac^ 
ben Srgebnifen be^ Snbaned berfelben im oorigen nnb ben frn^rnt 
darren anfmerffam ju machen. 

Da« ntu^ ixU^i^^t Centner traut*) ift tin ixmli<l^ ftn^««^ 
fe^r grof e« fla(l^fö)>ftged ftraut mit anferotbentlid^ feßen Stip^tn. d^ 
lieferte in gleid^er S^t nnb auf gleid^em 9laume fa^ tin Drittel me^t 
SRaffe aU aOe anbern ftopfto^Iarten. 

au frn^e ftrantarten mii^U ba« SBaccalanIrant nnb bad 
frni^e ftaifertrant nä(^fl bem fe^r oorjägli^en Ileinen frn^eti 
fefien (Erfurter äBei^Iraut^ tt)ad }ebo^ f^on lange befannt i% 
Srnpfei^Inng oerbienen. ^ebenfaHd finb biefe n^eit geeigneter )nm fbn^ 
bau für gr(f ere ®emfifegarten^ aU bie fogenannten B^^tgfrautarten 



*) Die flamtn be^ie^cn 1t(b auf bie (Kataloge ber Atöpern @amen(anb(ungen 
in Q^rfart s* S. ^aa^e, UppeUu«/ Senarp u. a. 



1«3 

StU ^Sit, (alb attff)>rmet nnb aud^ ttHt ^ettttge 9Rafe Itefeti 

3)te t)rtf(!^iebenen^ unter fl($ tDetttg abn)et^enbest @t>ielarteii be4 
ätvt^tratttö {uib Sefottbet« }ttr fhtititt tm ®r^eii mb to tattern 
{ftgeti fe^r )tt entpfe^Iett. ^Ar bie ^^txn Oebtro^gegeobett tattgt 
mbef tinr ba^ ft&i^e Sl^t'^frattt^ befonberd ba^ lErf ürtet> boq^ 
femä^rt ^4 att(!^ bo^dotldttbtfc^e bort ve^i gut, inbem bat gtifete 
fpdte Stot^fattt ftA In folgen Sagen td^t boOftAttbtg anOiHIbeii 
fotttt. t>it 9Iot^fratttfdpfe galten 1t(| ftt mi^t )n to^atmeit Vettern ti$ 
C^ent, »d^rettb baiS ffittf fraut ntetft nitY bil }um ^ei^tttav b«itett 
mtb bann ftotf jit faulen beginnt. 

!Z>er neue Strftng Choo Marcellin ifl tint fe^t f^d^are 9cqm'^ 
fttion; et btibet anferotbentlti]^ gtofe, fefh. bt^t a^fd|^Ioffeite Jti^fc 
itttb fait f{^ lange. Sud^ fetne ZXmer^aftigmt gtgen JtAIti^^ ^tik bf« 
er fafl gar nii^t Uittt, nta^t t^n entpfe6Ien(n)ert|. 

Stt^gejetd^net fowo^t burcfi großen (Ertrag, aM Onatttdt nnb ^att# 
barfett i^ ber langfdp.'ftge IBirftng, getodffnti^ etrafbnrger ge# 
naiint; er tjl jiebenfallis ber ^tbarfte nnb oerbient ben attdbcbe$ntefleil 
Hiiiait m toirtSf^afttic^en (Semnfegärten. 

X)er netteX)attbentottf<l^efto^(, ber ^erenntrenb jn fHn ft^etHt; 
iDtrb old ein fe^r frn^ed ©emnfe^ n)«^ bie im ^rfi^jit^r balb |nroor# 
loittntenben jinngen @pro|ett geben, balb (Eingang f(nben. 

Sott ben Seüerieforten ^at mit feine f^Snere nnb grtf ere 9ditr« 
sein itXi^ttt, aU ber grofe Stfnrter ftnoltfellerie. £)^ne baff 
iA bie fonft äbti^en |)ttlf6mittel antt>enbe nnb bei gan) tnSfigenl 9u 
g^en, erhalte (d^ jia^tlic^ S3nr}eln bon 4-^5'' Dnr^meffer. di 
Meint mir Sei ber ©eSenefnihtr nnerldflif^ }tt fetn, (ebee 3a^r beit 
piaf^ )tt tt^ed^fettt nnb erfl nad^6— 93a^ren voieber auf ber gfei^eit 
€>teQe bettfelben abetntatd an^npftanjen^ tin anbere^ 9an)>tetforberttff 
tfl eine früi^e nnb ni^t xn btd^te ®aat 

Son Salatarten jieV i^ jnnt 9nban im®r9fern boi^: beH gr& 
»en nnb braunen SBinterfalat, ber fon^o^I an Ort nnb Stelle ge» 
fSet ald t^erpflanit tro$ nnferer ^o^en nnb ranl^en Sage (}3O0^ ^t4f 
Aber bem 3Reere5/ einen ftd^ern nnb retd^en (Ertrag giebt SBiS maik 
befelben ftd^er fein, fo barf }ttni Sttban fein )u fettet nnb bn^^kM 
rnd^t frifd^ gebnngte^ ^anb genommen )oerbeii; man thiif femer bie 
Garnen in Keine onr^en^ bie jnm S^n^ ber jungen ffbtnitn bknen, 
bringen, mnf mehrere ©orten (8nbe Snli uitb Anfang bi« !ÖWtte 
Sbtgn^ mad^en, nnb mnf enblid^ bur(| Vertiefung ber f uf loe^ Jloir 
fd^en ben fßttUn bie 9l&^e bei S^ann)etter fd^neS aljttleiten tta^ttn-^ 
bann ^t man bad Stn^mtntem nid^t )tt fnrd^ten. 

gerner $attc i^ für bie beflcn unb in ber ^i^e banetnbflen 6a# 
late: ben afiatifd^en grofen gelben, bett fogettannten t^am^ 
j>agnerfatat, ber in liieftger ©egenb ^aufig angepflartjt wirb, beti 
neuen groffSpfigen fogcnÄnnten Lactuca dicephata ober j^^etfÄpfi^cft 
©alat, »a« tibo^I nur fo i)iet iftiftn fofi, baf eifte fffanje f* otele 
ÜRaffe liefert, aW fonft imei! Der neue ©rum^eab^^Salat fijjeittt 
mir (bentifd^ mit bem (Sbantpagnerfatat. X)agegen jtnb ber fogenannte 
©pargelfalat unb ber ftoc^falat ganj entbe'^rlid^e ©emdd^fe. 



184 • 

Sej&gli^ bet 3^i^^^^^ f^Vi^^ ^ ^ b^n neueren/ ). S. ber 
9)labetra)t9telbel/ ber blut^rot^en SBtrn})s)teieI ober Corne de 
boeuf, lange ni^t bie Srnpfe^Inng gere^tferttat/ ntdglt(!^ertt)etfe ftnb 
iebO(^ aud^ Htmatifd^e (Em|[ttfe Urfa(!^e bed inid^tgebet^en^ gewefen. 
3d^ erhalte fon^ tntnter i&^xli^ einen fe^f bebentenben (Ertrag att 
3n){ebebi/ bie td^ auf breterlei SKetfe t^ane. S^^ ben ' erflen Sebarf 
toerben ^te({}n)teleln soerkoenbet/ beren ©emtnnung unb Stnban j[a überall 
iüanni tji. SRetflend fäe td^ aber bte 3tt>tebeln in Steigen auö^ )>er< 
banne fte gehörig unb erhalte auf biefe SBeife )n)ar ehoa^ fpäte^ aber 
i^tM grofere S^itUln, aU t>on ben Seeten, bte mit ©tecfjtDtebeltt 
befleOt tourben. Vnxtfy bad Singtefen ber @anten mit ©alle t>or 
bem Sebedten berfelben Doirb i^re fteimung fei^r befdj^Ieunigt. £)ie britte 
Smte ergieße iify and ben t>on ben gefaeten auögegogenen ISftanjen^ bie 
iif auf geleerte 93eete nitfyt gu bid^t ^{lanje unb nur bie SBurjeln ein 
toentg einflute. S(ud^ muf man \i^ ^nttn, biefe ^fldn^f^en ju tief 
)it ^fianien. ftommen fte nur menig tiefer^ aU fte ))or|er geflanben 
finb^ fo er^falt man feine t)olKommene S^i^^^i^- 3<^, ^<^ue fomo^I bte 
ila^roti^e fto))f)n)iebeI aU bie gelbrot^e 93irn}tt)iebel unb 
ftnbe bie le^tere^ bie nod^ tt)eniger loerbreitet f^eint^ aud^ red^t \>oxt^tiU 
^aft, bauer^aft unb faltbar, ^on ben Sd^alottengn^iebeln burfen 
bte grofen banifd^en in feinem ©emäfegarten fehlen. 

Sine fe^r em)>fe^Ien^n^ert^e neue Spinatfcrte ifl ber neue breit? 
btdtterige Spinat ^on ©aubrj, ber jiebcnfaK« »or ben anbem, 
tDenn ftd^ erft feine X)auer^aftigfeit gegen bie SBinterfröfle erprobt ^at^ 
ben Sor)Ug t>erbient3 er liefert mit fd^onere unb größere Sldtter. 

9Ba6 bte grofle 3^^I neuer ©urfenforten betrifft^ fo tt)age i^ 
mein Urt^etl no($ nid^t au^gi^fpred^en. Der ^iege ©emufegarten eignet 
^^ toegen feiner i^offen Sage »»enig ^um ©urfenbau. 3d^ ^alte bt^ 
jie^t bie mittellange grüne unb bte lange grüne ®(^(angett« 
gurfe für bie einträgli^flen ju grdferem 9(nbau. 

Son ben neuern So^nenforten ftnbe i(fy befonberd aU Stangen« 
bo^ne bie r^einift^e grofe bidlf^otige S^toertbo^ne in jieber 
|)tnftd^t empfe^Ien^wert^/ fie tragt fe^r xti^U^, i^re {)ülfen ftnb grof 
unb fleifd^ig/. ^aben jung fafi feine ^afern unb bie $flan}e kocid^fl nber^ 
au^ Irdfttg unb üppig/ unb ifl toeniger empftnbli«^ aU anbere. 

93on ben in le^ter S^t aU neu angezeigten B^^ergbo^nen loerbient 
bie Sorte ,/{>ttnbert für Stne^^ wegen i^rer ungemeinen S^udfytbarfett 
em^fo^ten ju loerben* Sie ^at tltinc, fafl runbe ^ülfeU/ bie ni^t fo balt )d^e 
loerbeu/ aU bie ber ^oIIdnbif(^en 3tt'^^g1><>^nen/ fleine gelbe Samen unb 
Hngt ft^ auferorbentlid^ ooQ. dttoa^ früher ifl bie ^oddnbifd^e tt>etf e, 
fd^tt)arje unb getbe 3^^tgbo^ne/ bie ))orgeba4^te txeiht aber IdngereB^tt 
fort mm Slüt^en unb giebt fomit einen anfe^nli^en Srtrag. 

Dbgteid^ ed too^I nod^ mai^d^erlei empfe^(endtt)ertfie Stooitdten an^ 
bem ©emüfegarten giebt, fo fc^tiefe iä)^ ba i^ nur oon benen fpred^en 
»oflte/ bie i^ felbfl erprobt ^abe. Siettei(^t finben fld^ anbere greunbc 
be^^.fo nü$Iid^en ©emüfebaue^ )u ä^Ii(^en SRitt^eitungen i^rer Srfa^^ 
mngen in btefen 931dttem i^eranlaft. 

(Sl^eintf^e 3eitfd^rift für «anbtt)irt^fd^aft k.) 



r 



185 



iibetr bie SegetatiPtt ^afelbft« 



XOe 3^'tf^^^ft^tt ttttb Journale (ringen je^t ^m^U üUt bie uns 
je^sren ©olbfd^d^e Sdtfomten^/ ubtt bie SCu^wanbernng^fn^t S^an^f 
fnbcr aSer Stationen na^ i^tiem Sanbe^ nnt bort bad ©lud in ®oIb^ 
pvbcs mib ®rat>en )n fitd^en^^ aier toenig ^t man ii^ je^t itter bie 
totttge Segetation erfaf^ren^ nnb fo bnrfte e^ ni^t nnintereffant fein, 
Imbie netteren Senate nber bie Segetation Saliforniend lennen )0 
feiacn, totKfyt baö Horticoltural Ma^^azine mitt^^ilt 

tHt felftge |)albinfel i»on Unter;: Kalifornien (ietet nnr eine 
{JNtrfame !Begetation. Sinige i^rer Srjengniffe {inb jiebod^ nn^bar; tin 
tarn, SRe^qnitobanm genannt, liefert bnrd^ feine Slätter eine oMi^ 
Sa^rmia f&rd Sie^, fobalb fein ®ra^ nie^r ^ox^anUn ifl, tt)el(^er %aU 
)Sas^ in ber trodenen ^a^re^tit eintritt Slnbere Säume tiefern tint 
gsU ©er'betisibe. S^igen, Olioen, 2)atte(n unb äBein, bie bnrti^ bie 
S^pomer etnge^^rt koorben flnb, gebei^en gut in ben fieifen troänea 
Z^bni «IIb an fonfi gnnfligen Orten. Ttaii nnb 9)2anbioca merben 
Utmirt. 

2>9e |ttr ftttlätr geeignete Stacke Sanbe^ ifi jeboc^ nnr fe^r Uf 
\lftMt, bie Reiten, fi^roffen ©ebirge, cai^ benen bie |)albinfel ^on^pt« 
^lii^ iefie^t ftn^ fajl nn}n^ängli(!^. 

£)(ercaIifornien ^at jebod^ eine me^r an^gebe^nte 2anbedflä($e, 
umü^ wn ber 9)7eere^Iufle b^\i(fy na^ ben „fRi>ä^ * SRonntain^'^ loo 
mt ate^r tntereffante einf|eimif(^e Segetation ^d^ oorftnbet. Sine SRenge 
fi^aer harter $^an}en, y^i in ben euro)>äifd^en ©arten vx ftultnr/ 
feixbeti früher K>^Vi bort eingejfu^rt nnb mehrere anbere neuere Sntbedungen 
Idka bte ^orfc^ungen be^ üe^igen Sammler^ ber Gartenbau ^ ©efelU 
\^ }n Bonbon belohnt 

^err ^artmeg f^reibt oon gritnenben gelbem nnb einer fd^onen 
kbeAen ©ebirgöfette bei SRontere^, ^u)>tfa^Ii(^ bie ftuftenfette ber 
^eKrge. ^JZe^rere fe^r fc^ä^bare Piuus - ^rten bett>o^nen oerfi^iebene 
2^(e be^Sanbe^^ unter biefen ftnb Pinus insi^is, ein Saum 60^1(XV 
Im^ nnb mii einem Stamme oon 2—4' \xx jDurd^meffer; Pinas Bentha- 
^aaa, 100 ' ^o^, mit einem ©tamme oon 3—4 ' m S)ur6mef er \ 
Kaoa LambertiaDa !0On glei^er ®rö^e; Pioas macrocarpa, 80 — 100^ 
H, bie Stamme 6—8^ xxx Umfang ^altenb^ Abies Dou^lasii, ein 



i .:^ '.ixm d ' US ttatfiBB^ UtaflMft &ämm, rak 

-^ :}o#, ^ nm hs^^RBsrnm tarnt tiib ie« 
. — ^ -«.TiMe» ober tnäwt ftijy i hhl . Sz tai troAieit 

> ue 'iä' ^0^ «ab lOc eac iäicrcübde ftrone. 

1:. . . j ^ -^läiaascs 9li«i»ea es fca^sr ItcBjif, fiab tDcrp, 
^ «.« .nft ?e i bnilta etaes girt^rn^nwt ^«ni^. Saf bm 

^ .. <^...r 3 trüget 9teage. £«fer9iiiaB csm6c bte cnome 
• . «• .ixuet mit eta ^feü^ sst caoi nana aea 6—8' 
^ -. .it -^c C4]i JpaO Ht (tae |mü4r sKie ^»rte, i^ btd^t, 
. . . .,c«. .« tairb »oa ^nfrftai ai^ azfrxnfca aab »irfi 
.^; lactc rU^ «t^ bte (SrHr^^^^sdc mit tmt 8rt Cis- 
.^ .NT Ttrttal; nae f^^roanbcaferm Hbcal. Sie Staate 

•« --m JanoMra ftM^ ro^, aM J> Onb Icrmct gfseffea. 3« 
.. 1^. ^^? 9iutflCa^ra00O8 aiacroearpa, bteät^^ aoaOO' 
. M.1. *«« .;a«Bi ^StaaoB 90a 9' tm Unfoas. £« SMige bcrfe&ett 
..^« 1» Mt^catat «tf^ »te be{ ber Cebcr m« Mam. Z)i(fe 
: m a^uAilea 9taaKtttca. Saf bett ®e(irgca M Saa Stteaib, 
«% jkNr^i^Mta Ua^t ber Mfle, ia ber Xd^ bc< 6altaft<« 
: ..i «^ zntt^ etat bcM<(tIi($e ^(^e. ^'tr fiabcf f^ ta Steagt 
I. •«.«§•<< tn PvniM^ 3^Ia9 Qeaaliat, mitSUtteni a^It^ beaai 
mt aab $nk|l«a Av^ ben Stttfc^ea^f^fbaatra. Ibod bm 
ci. 4N<«^!«^ ^HttKk \% fif tab t>ott anpear^ea Otffaiatf; ber 
:t . ^.«Nii:« ;4 etat tMtütgtfKtfc btt Sabmart. 3a bcftfdbea 9^ 
... «^cxt i«t etat üaawiyiac Hrt itaflaaie^ berea ftife^ m ^d^ 
.« V 4trt w bta ^Satfttt brr iaagta Xxiibt fteeab, aab la %oim 
.«« H •« Na l^^i^^^tt jltfu^b, eutett gemef baren 9rm, ^^ 
«.... cNv^Mi bca b\T {siMaaf gletc^t. 2)te @amea »ea Plraft 
t^.^M v<tNa «K^^tmnKtt aab Ma bett 3abtatiertt MTfoafl, «^{>en 
>«..%vH ^««^^t.' jlttf b«t ^?€ttf etae« 9t%xt^H bet bem Xtuiti» 
Nt C^KtM b«r Sierra Stebaba fanb $err Sryoat etttc 



* c 



>. ^ •« 



***** 



^hHMNtt mf aab aat att^gebilbet ran (Utgaf 

Ctt i^A^^aa»* bttfdbca ^dßte gletVI^, ober fafl beffer, jA« 

v»^ *< ^*»<* t^mlwpt. ifbt4 fetten bte ©trSad^er mSfi rei^I^I 

^ t^s^^ Ci* ^^oabtoAt bei ber aWiabttttfl be« ©acrameat^ 

,i. .\ n^^^t <tttt n«»* faare Jtraabe im tteberflaffe. «w 

>r:»s.H ^«^ ah» J» etam 4—6' ^oje« ©traa^e, im Safe^ea m\ 

s ...^si^ ^v>%^ Nt ^\t<lb<ett. 9Raa faab fte auf bea ^ftgetn bei« 

^% ;^:%\ ^x tt^ mit jpca bett 3nbf««ertt beaaftt 3tt bea 

-^^^ C v; V- sht^ ahwi etaett Hitttea »aam, 10-12' ^oif, rJt^ßA 

o.Ät HiNva;> ift^tutat* settaaat. Der ©efc^mad berfelbea tf 

\v-->Mi ^xt'** >*>a^ «•«• *PW- ^*^f^ «tratt^ m^\tit mx 

^^ <*^ *.|^^ > H« tb«U wa ffieber Oü thc valley of tb 

J\ j- ^ V ^ ^ ^,^s^^ stiea W^ ttiott, b«f bte 3ttWaner pittoeriftrtei 

ILi^^Na«c«^^^i«M *» «Älnatjlmittel berbrand^tett, aab fm»eat 



187 

iriHtü fmtt, baf er auf bem ^9(t|teitW (iMmm wx wotimu^tx 
tMäü tttfb s^fer att bte tu mto^^ tm 9R«t itiib dmti trif antraf, 
ffk oskete Sadetfit i>oii bet Smofo »M ^U tMfk'tttt fftr 6etfc ge^ 
toM^t, iftb )9niit gwof^ Ml^ i^i^^^ ^^ ^t (ifteit ani^ut^m», 

Sm Stttfbf e be^ %Att ^ ^ttffe« in bot Gacramento^ traf f^err 
Srjfast Eingeborene^ bte St^eln einer imntergränen 9ti^t fantmelnb 
(MJ^i^etnlic^ bie ^on ^axUotQ entbetite CastaDea)) ba^ 9te^I btefet 
Vij^, »el^ed man bnrd^ SCroitnen nnb B^nnai^Ien er^tt^ ttirb jtt 
sKt Srt Srob i^enoenbet nnb ifl bort bie ,,®t&9e be« 8eben^^^^ tnbent 
ei kr ^an^^tna^ntng^arhfel ber »i(ben 3nbianer in biefent Zueile i^on 
Utfvnuen on^mat^t. Die St^el in Kalifornien i^on einer intntergrä:? 
Kl Ct^e ift »tel grj^f er, niger nnb ioenmer bäter ate bie anf ber <äf 
iotifi^en Seite be^ Continent^. 3n frnjftreic^en Sauren famnteln bie 
Jiftimr folc^e klaffen bai»Ott ein, baf ^e 3a$re lang genng ^aitn. 
tx^ut enod^nt etne fJflanje, bie er Canchala^na nennt nnb ttelc^e 
Üeediformer ate ®egengift für aOe ftranf^eiten ^o^ fc^a^en. (ti 
f bM ttH)^rf6einIi^ bie Erytliraea GachaolahaaD, eine Xrt ®tntiant, 
Kr tari^e linbernbe Sigenfi^aften beflftt. ^ad^ Srpant tofrb fte be« 
jiMeie (et ^'eberfäflen angen^enbet^ toie ane( )ttm Slutreinigen nnb 

P4^ bof e^ ein n>eri^)>o1ler flrtifel in bet ilr^neftnnbe werben mfifte. 
Setter in (EaTifomiett flnb gegiert mit nieblie^en tit^Ut^tn Slnmen 
N^ M Hftai nnb ^nl (Sitte 8rt CoUluBia (C. tinctoria) fanb 
:g ottf ben (Sebirgen Ui bem (S^nba, einem Slrme be6 f^ber^ 
; anf ^ 





; onf ben Gebirgen pifc^en bem Battamtnt^ nnb bem ^eber« 
i, fanb er dne nmbeHtferee, genannt Jerba de la Vi^^oi-a, beren 
ttt mib Stengel attgemein mit gnt^m Qhrfölg gegen ben 85if »on 
itqn^^Iaftgen gebrone^t n^etben. £iie jerftof enen Snrjeln einer Srt 
t^twiB^ Amole genoitnt bie ^Mma Ui WlonUxe^ fanb, werben 
tfl 6iti{litttt fiir @eife gebtaui^t; bie SBttr|eI, toeI(|e ber feiftge Z^tH 
ttijt na$ ^^^^^ ^^^ 3tt>iebel* J&err ©rj^ant fanb bei bem Sear? 
pt<|e ttt Syjafen voilb. £)ie frn^tbaren S)iflri(te fc^einen eine 
tid^i^afler ®räfer au erjengen j bie Sarietfiten ftnb fe^r }a:^rret<!^, 
l^ alle tragen reic^Uc^ ^amtn ^, voie an«!^ aSe gleid^ bem ftom 
• X^mng ^r'd Sie^ tanglid^ ftnb, bie ofin^ jlebe anbere ^la^tutii 
ü hVfen ®rafem leben nnb fett »erben. t>k |Jferbe nnb SHinber 
^ba6 ganje 3a)r ^inburd^ oon biefen ®rafernf Ofterö merben bie 
Mteft Kwn ben ^nbtattern eingefammelt nnb )tt S^rob s>ern>enbet. t>it 
Wfrr etft^einen fobalb aU bet Stoben feud^t n){tb nnb n>a^fen ben 
meit Sinter ^iubur^, einige Srten ftnb j[ebO(!^ ^n^ immergrün nnb 
{tttitttenb. 

n^ bie ^errli^e $Tora bed ganjen St^eile^ biefer Ütegion, ber 
^mitt^e Stegen ^inret^enb ben^äffert ioirb nnb eine gebei^enbe 93e^ 
Wrtioft et^ait ^aben toit bur^ tömt ^ffanjen. bie in nnfere ®drten 
^^t^^tt ^nb nnb bmn^ ri^tig angeivanbte Kultur )n ben fi^^nflen 
TÄttjen gel^ren, genügenbe 35eifj>{ele. Die 9Re^rja$I nnferer 
Ben ttnb oon Salifotnien eingeführt toorben, unter i^nen bie Ne- 
^ .juto-, Conintfia-, Gilia-, Leptosiphon-, Eatoca-StrteU/ bann mehrere 
^len nnb anbere Slrten au^ anberen ©attungen. 5We^rere ^errli^e 
f^itt^^^t att Calochortas, Orelol^otlira) Callipfora nnb Brodiaea 




läB 



»nfeaiif eo wir Ca(tfom«L Sbtfer btcfcn flammen no^ eine Steige Stau 
bengetväc^fe au^ btefem Satibe, wie a«(( bie ^errli^en iEannen stib Si<(la^ 
bereit o^en fc^on gebaut morben i% 91^ int Ie$t ))erfIoffeneii 3<^ 
wttrbe iDon bort bte ^rrlii^e Zaaseluieria califoroica Presl.*) bnr^ ^erra 
^artweg/ ber fte (et Santa Srnj fanb^ eingeführt. 



Cl)amptgtt0ti-|}rttt CMusliroom 8pawn) 

3tt erjeugem 



Ungefähr $(nfangd 3utti/ wenn bte SBittemng fe^r troden nnb ^eif 
i% ne^me man t>ter Z^^eile fnf^en ffn^bttnger/ rein Dorn @tro^, jioei 
Z^tiU frifd^en ^ferbebunger^ eienfaüö rein ^om ®tro^, ein Z:^etl guten 
frif(!^en SGBiefenle^m, ber bnr^ tin ®iei geworfen wirb, bomit ^afera 
nnb Steine jnrudbleiBen/ nnb mif(^e aOed gut mit !Z)nngwafer lUf 
fammen. ffann man Ie{|tere^ ni^t erhalten, fo löfe man Vs ^fwob 
@uano in 4 ©aKond Stegen^ ober weichem äSaffer auf, nnb fc^Iage nnb 
ru^re biefe 9Rif(^ung fleifig bid fle ju einem mortelartigen Srei mt>. 
9tun xi^tc man fi^ einen Z^if^ )n, a^nlic^ bem, toü^tn bie S^^i^ 
flrei^er braud^en, auf biefen lege man eine S^ieferplatte, nm bar(Mf 
bie l^ormen feigen gu ISnnen, inbem {ic^ biefe $ier lei^ter fortnehme» 
laffen, wenn {te gefüllt finb, aU oon einem Srette. Sin ®efäf Sapr 
muf in ber 9Iä^e fein, nm S(!^iefer))(atte nnb formen ge^öng feiü|t 
galten p ISnnen, wa^renb beö gormend. Stod^ i^ ein ^täb, mfßf 
fa^r IV«^^ im X)ur(^meffer, nöt^ig, nm bamit in jebed Srob, e(l 
man eö and ber S^^^ nimmt, auf jeber @titt ein So($ bohren |^ 
f innen. Sinb bie 99r0be fo weit fertig, fo lege man fte anf Sreü 
9— 10' lang unb 9— 10" breit, beoor man etwa« troienen ©anb bar 
geftreut ^at, Hmit fle nic^t aufleben fönnen. 2)ie 93rdbe werben 
bie SeitenfHäAe gefleKt nnb jwif^en jiebem nur fo \>iüfftanm gelaffe«^ 
aU fte bid {tnb. 9Ran w4le inm Xrodnen tincn Drt, bem t>oltt| 
®onnenf(!^eine au^gefe^t, nnb fobalb bie Srobe ^inreic^enb fleif werbet^ 
(e^re man f[e {letfig nm, bid fle gau) ^art wie 2:orffoben geworben 
finb* Sobalb fle }ttm Slnfbewa^ren tauglid^ finb — wa6 man an i^xtt 
Sei(!^tigfeit bemerft — wa^Ie man gute S^am)>ignon^93rut oon einem 
Sßarmbeete ober oerrotteten üRifl^aufen, wo man {ie ^auftg ftnbet, fSJk 
bamit bie Söd^er, welche man in bie Sröbe oemac^t i^at nnb oerSdte 
biefe mit ber jnbereiteten üRaffe ober frif(!^en ftn^bunger. ^an to&^U 
einen gefc^Ioffenen fftanm in irgenb einem S^uppen ober Stalle, unb 




eie^e p. 115 b. 3a(tg. biefer Settg. 



f 



189 

W Wt SrSbe bi^t an etnattber auf, bo$ wttf 1— IV«' öoti bet 
Äoaer ober SBanb aWltibtn. ©tnb fle aafgefejjt fo tebedte man fle 
I« alcÄ Letten «tt trodenem ©unePro^, «ttb bnttfe biefc« ji'emK^ 

fe^ Ottf. 3n 3 4 3:agett fangen bte SSrdbe an jn ga^ren, wo man 

jk gtnatt uuterfn^en tnnf, benn jlci^t bie ffifirme lieber 70« gajr^., fo 
■ifen fie at>3ebecf t »erben, Wnnen jebot!^ fpfiter »ieber iebetft »erben. 
3» 3ttt »Ott 4 — 5 a3Bo<i^en wirb pd^ bte C^ampignon^Srnt bnr^ bie 
jOjeB Sröbe ^inburc^ gearbeitet ^aien, ntan nnterfuc^e fit wieber itxiM 
nb jinbet man, baf bie Smt äieratt ftd^tiar ifl, fo lege man jle anf 
dl 8rett ober attf bie <Jrbe jnni IroÄnen, unb ffaib bann jnm Ser^ 
hat^e im nä^flen ^erbfte tanglic^. ^inbet man einige Sröbe, bie 
witfi genng ^mt aufgenommen, fo tann man biefe mit tttx>a^ !Cung^ 
tifitt n^erftTei<!^en ttnb not^matt jtträdlegen, wo jle na^ 2—3 3Bo(!^en 
a^ gnt fein werben. 

James Rollins in Gardn. Journ. 6. 1849. 



pel^aribimtg )er Ipomoea ficifolia. 

Diefe ®^ecie^ Mü^t im Sonfett)atorfnm i)om 3nni M jum 35e^ 

er unb tjl weber jn fparfam in ber ®itt]^enfpenbe, noc^ jn ranfenb 

Ml 9Ba(!^^t^um. 9Ran ma^t frä^}eifig @tedltnge in ber @aifon, welche 

ta]mtgen »or^eroe^t, in welcher Stützen er^eifd^t werben; man fledt 

fr ftt •'t^jotltge 2:d)>fe unb bringt biefe in ben @te(f(ing${a{len. <3inb 

VB bie 5t$)>fe mit äBnrjeln angefnitt; bann werben bie f^fldnj^en in 

C^SSStge Zopfe einge))fia)i}t, inbem man ^^ in beiben %&1im einer 

teft^ten fanbfgen <£rbm{f^nng bebient^ nnn werben iie anf ba^ ^ront«' 

ml ente^ tn^Ien SSarm^anfed gebracht, in welchem bad X^ermometer 

«%eitb be« frühen X^eiTe^ bed SESinterd auf 40<^ $. (4<> dtO ^dnftg 

flb. 3» Einfang ^ebmar^ werben fte in 12^j9nige bobenlofe Zfi))fe 

mgep^anit, wobei man grobe SRoorerbe nnb gelbe 9tafenerbe jn glei^ 

& Zueilen oerwenbet, jttglei($ mit einer ffcinen JDuantität verrotteter 
erbe unb ©tiberfanb. Dann werben fte wieber inö SBarm^au^ 
|Aittf^t unb bie Temperatur er^o^t, fo wie bie Sarfon fortf^reitet. 
Ihai hittpft man ein flarfed S^an an bie Stopfe nnb leitet ed bi$ jnm 
t^, tttimittelbar unter bem ®(afe; bort wirb e6 an ber St&cfwanb 
kfs^gt unb an bemfelben bie ®^u^e emporgejogen. %t&^ im ^nni 
tmmt man f{e fobann.in^Sonferoatortnm, bie S:öpfe werben am Stanbe 
cflM 93eete^ etngefenft nnb ober bie ^flanjen an bem ©ta^bac^e me^, 
tfene Stetten ober Drahte angebra^t, an welken bie Zam mit ben 
Soafnt befejiigt werben. 2)ie @(^ttfe laufen nnn bid jn ben ftetten 
i^m unb ba(b barauf werben bie f^flanjen förmliche @änlen rei^ 
ferpvmer 9int^tn bilben. (James Duncan in Journ. Hort. Soe.) 



190 



pk fiuitnt )er Laelien. 



Xfit Slumen ber Laelia majalis loerben 4—5 SBo^eo in totthmr 
meaer %x\\äft iUiktn, mena man bic |)flan)(tt im ©Ratten ibalt Se(« 
tere liefen nt^t bte fhenae aab t)erf^Iojfene ^t^e, etoa 70<^ g. Cl7^) 
flnb ^mret<l^enb felbfl loapreab ber Dotter i^te^ flärfeflen SEBac^^t^ttml 
@te muffen feKfl bort anfge^dnat toer^en, n>o fle tagb'd^ etn)a6 Snfi 
gentefen (dnnen; iD%enb ber UCu^ejett rnnfen fit mx »entg Safer 
erhalten nnb tm in etner XeaH)eratttr »on 50—60« %. (8 - 12« 9t.), 
gehalten n)erben« 9Bä^renb ber ffiac^^t^nm^periobe nmf bte SBaffer« 
aal»e, fotoo^I an ben äBnrjetn aM nierlopf ret^It(!^ nnb bte atmoff)Vare 
Iftn^t jfetn. ®te(en fle tn Statte, ^(rt natnrltd^ ba^ Uebertraafm anf, 
nnb tint äBirme »on 12—17« 31. muf getoa^rt »erben. 3n Wner 
3ett mnf bte ^flanje einer ju Indien JEemperator an^gefe^t fetn, fon^ 
Setgt fle glet^ bte ®))nren eine« letbenben Snßanbe«. ®te gebeizt in 
einem offenen^ groben $oI)Ior(/ ange^Ot mit SphagDum nnb Zo^f^ 
f^erben; fle ttäc^fl ant^ gnt an einem {^oljflo^ mit einem SM^tn 
Spha^nm baran. 

Laelia ancepa fteit t)ier SBo^en lang in fd^^ner Wi^y berea 
SItlt$enf<!^afie loerben 3—4' long. 2){efe nmf genan eben fo (e^ 
bett merben, loie L* miyalis; bafelbe ifl am( mit L. autiuiiBalis, aca- 
oiioata, albida nnb saperMenfl ber SaO. L. danabarina nnb flava 
^nb in X9)>fen }n iie^en, (alb angefSOt mit Zopffi^erben nnb barnber 
oebreitet 1'^ bid 3pkai:iuim - ÜRoo^ ; bann tt>frben bie 2:<)>fie mit 
9Rooverbe^a3rMeIn Mn ber ®r9fe tint^ ^fi^nereied angefnitt nnb 
biefe mit Zopfft^erben utttermif<^t 3e weniger SSaffer man t^nea 
toä^renb ber Kn^eseit gieb^ j[e Iraftiger loirb bad SBa^^tfmm anb {e 
rei^Ii^ev fpdter ber Sldtj^enflanb fein* ^flan^en anf ItU^ o^ne 
SRoo« er^eifd^en me^r 2Baffer aU fol^e in Z({)fen ober ftirben. Sßoil^fca 
bie l^flanjen täc^tig, bann gtebt man aa fonnigem SBetter jioet md 
am Zage Safer» @inb fle fe^r trotfen^ bann nimmt man bie Kfijfn 
^erob nnb toui^t fle uberfopf in Safer. Stegen^ ober Sntnnen^Safer 
iß am )nfagenb{Un; bo(^ mnf ed fafl fo marm fein, n^ie bie Zen^ 
ratnr im ^anfe. Se^tere ifl gan) biefelbe tote ^r L. miualia. (B. S. 
Williama in Gard. CbronO 



sr 



191 



(f^ttfe^nttig.) 

Z)er 2:eiit^Iotrer SeTfl/ ni^i ^^t 9om totAntfd^ii @arieti, i^ 
finnr fc^ttcii Slit^fii^^ trfotiteYd auf Vo^ gtofe ^anoratna 9erlme, 
sA dsee auf i^m erricI^fUn att^?)et(^tieteit Jj^Ionuntcntc« tpcgeti be« 
«trfetemert^. £e|tered i{l au^ Sifen gegofe». 2)te ®)>{j^ tr^gt ^ 

Icf^vtacf gesotten if(. ^ ^n 9}if(^ett flehen bte ®t«i^f>i(bfr bev att<« 
|^'(^eteit ^reiif tfd^ti ®a»#t{It ou^ besi Sefremngdfriege; «nb an 
tat Setoi Ii>ft man folgrnbe ^nfdl^ri^cn: 



Per KöQis 
dem Volke, da« auf 
e^nen Ruf hoebher^ig Gat 
und Blut dem Vaterlande 
darbracbte) den GefaUenen 
«Hin Gedäcbinias, d^n Lebenden 
%mjr AnerlteiuiiiBg, den känftl- 
gea G^^lechUini vur 
NiKsheifmiW. 
Dtfkmi^ «1 Bfrli« gel^iget in d«r k^nlgL Eleeng&eaaevel an 

Berlin.. 
BvficbtM im Jahr^ )82Q. Blngiweibt den 30. Merz 189L 
G^rscben« Kntebnc^. Gr. Beeren. BeUe AHiance« Laett* 
8«r Aobe, Paria. I4arftbiefe. WnrteiAnrg. Leipaig. 

Bennewha. Cdm. 

f>iffe0 St^avnKttt »ttb tmigfben mit einer gt^farttgm Slntogt 
lin<Mdnben, ^pUlsfliitn, Stntf^^ne^, eent)erfaiton«^aScti u. Stij^t 
wiftii gx«tart%6 ^ntnngen nnb ü(er^)>t aSe^, »atf >ad get^ilbelf 
MäcMi m^pxii^tn tmn, Ut%m bem l^taae, melden bct ^txt ®artcn« 

%caS^t. X>ai @att)e tfl nod^ im (Entfielen, nnb ed Iclf t fi^ t>on ber 
bontf^ mtb JUffii^Uit btefer SnTage^ (n>el(^e bon ben {)erm ®el»röbern 
Scrife gegtinbet nnb b^n t^nett S(tt>oIt genannt »nrbe) no(^ fetn be« 
fiannte^ tttt^etl fäOen. ®en>{f fonn ed fe^t anjte^ab nnb tnterefont 
»eibes tti* ift jeben^Kd eine ber gv(^en bon ^rtbatlenten gewagten 
tat e tne ^ miin gen btefer flvt. ^ebo^ m($te ed n)0^ f^toerUt^^ »»enig« 
fiBd 9^ bem Serlanfe man<(er 3a^re np<$ nii^t^ biele fo anmnt^ige 



192 

^t&it att^ttkoetfen ^aitn, \oit man beren mc^xctt im Z^itXQaxitn 
SSttlin ttttb tto^ toett mt^x im ^xattx iti fßitn fttibet 

!Ofc fJfattentttfcI Ui ^otöbam, ber gteWtng^atifettti^att bed 
Wm'fld, liegt in ber ^Mtl, mtnt b« lieMt^flen Rluffe, »eil et fle« 
f(!^5ned flared Safer iinb auc!^ an mannen ©teöen tint iHxää^Üi^t 
SBreite ^at, nnb feine ^5^eren Ufer mit äBaIbf)art^ieett gef^nradt finb. 
Z)a^ berliner nnb fJot^bamer ^ubTihtm n^aOfa^rtet an itoti, t>om ^of« 
SDtarf^all^aintt bejlinimten Ziagen ber 35o^e in grofer 3(n)a^I ba^m; 
an ben äingen Zagen nnb totnn ber ftdnig ft^ bort Befuibet^ wm fiiS^ 
gan) bent füllen^ nngefldrten ©ennffe be^ länbli^en Sebend ^in}ttge(en, 
ijl bie 3nfel gremben »erfc^Ioffen. Dtefe 3nfel »ar früher grdften* 
i^tiH mit liefern/ einigen frönen St^en, mageren Selbfrn(!^tett uttb 
^aibefrant befleibet: gegenn^ärtig ifl {te bnrd^ m f5nigtt<^ed ^aXai^r 
tnx^ ein anbere« fnr bie MnigKc^en ^rinjen nnb bie da^^atiere, beffeti 
antife SSerjiemngen t>on einem ®ebänbe in 2)aniig genommen xomibtn, 
bnr^ eine ÜRenge fleinerer nnb grdf erer ®ef»änbe^ bie mit an^Tfinbtf^ett 
Zl^uren, befonberd mit einer bebentenben Slnja^l ))erf(^iebener %^tnax* 
im befe^t flnb, bnrd^ Zeiche für au^Iänbift^e^ ®ef{ngel n* bgl. ge^ 
f^mfitft. an Äffen:: unb St^afarten übertrifft bie ^ieflge SDlenagerte 
bie S^önbmnner bei tioeittm.*) Die ganje 3nfel iji jejt einer ber 
fti^onjien ^axH, bie man fe^en fann. J)ie Riefern ^aUn feltnereit 
^oI)arten^ bie in SRafen ange}>f{an}t n>urben, loeic^en mitffen; bie f^d^ 
nen ®^en finb »on ber nnwürbigen Umgebnng fc^Iec^ter Äiefern befreit 
loorben nnb (orangen ^ier nur eingeln in tt)urbiger @te1Inng aU bte 
ftSnige ber bentf^en ^orflen* Dnr^ reic^e^ malerifc^ georbnete ^fCan? 
Snngen/ burc^ grope, fc^dne, mit ©mp^en ge}ierte Sfafenplä^e ^nb 
treffliche ^anbfcpaft^gemälbe nnb ^ernflc^ten gef(!^affen. X)iefe n^erbett 
gehoben burd^ bie ^errli^en ®ebänbe nnb belebt bnrc!^ Slriften aun&n^ 
bif(!^er^ feltener S^afcattn, nnb bie ^ie nnb ba tiegenben ^e^anfunaett 
nnb ftaftge für andlanbifc^e X^iere geben bem ®an)en bie mannigfa^ 
Ügflen Steije. Diefe 9lei)e tt>erben noA bebentenb geffeigert werben, 
koenn tin )>ra(!^tiooHe^ |)almen^an^ mit 42 Sorten fettener fJalmen^ bte 
@e. aRajefldt iti ^ari« angef auftraten, errietet fein toirb.*0 Dort 
koerben bann fJapagaien nnb anbre tro))if(!^e 2:^iere toa^nen^ i^re ^tt* 
mat^ }tt ftnben. Snferbem ftnbet man in biefem ^art eine rei^ 
Sammlung oon Stofen^ bie^ ba {)unberte oon $o<l^{iammigen bastt>tfc^eit 
ge))ffan}t ffnb, einen Stofen^ain ^m betrCc^^tli^em Umfange bitbeti. 
©eorginen ftnbet man mo^I nirgenb^ in grdferer 3)tenge unb ja^Irei« 
liieren Sorietäten^ aH ^ier. Der beräumte Slaturfbrf^er^ Stexanber 
k)on ^nmbolbt, fanb biefelben anf i^rem $ieimifd|)en ®tanborte tit 
9Rej[i(o Ui »weitem ni^t fo f^ön^ xoit ^ier. Sd ift bied aber an^ ber 
Siebling^gegenflanb bed (enntnif reichen ^ofgdrtner^/ {)errn Serbinanb 
gitttelmann***) Dnrc^ weii^felfeitige SJe^md^tung jie^t er SSarietdteit, 



*) jOie STOcnaflerie tourbe »on ber Snfel oor etnCßen 3a(ren nodj bem neu er« 



richteten xoolo 



if^en d^orten bei Berlin ocrlcdt. 
, , Jaimen(au4 tfl erbaut n>orben unb fle^t noib ut feiner 9raiM* 
***} i>m g. ginteimann tourbe oor mehreren 3a)ren natb bem &<blo#dartcii 

alE^arlottettburft oerfe^t unb übeina(tn fein Keffer ^err®u^ao gintelmanii, feim 
^ere stelle. S. O. 



193 

Kt iaft thimblicf^e ge^etu K^nqnM ^teröon, bie er orbnete mt bonn 

X)«t4^ eine Dampfmafd^ttie »irb bad Sßafet and bet ^obel auf 
to ^<^fteii "pvmtt ber Onjfel geleitet« $tet fällt H an^ einem ftgu^ 
nrieii SpTimgbnttiiien in ein grofe^ Safftn/ nnb and biefem wirb ed 
^ST^ eifente Stieren in Derfc^iebene ®egenben bed $arf4 geleitet^ nnt 
Stofen, 9&fiitnett nnb ^fCanjnngen )n beioäffern. Sind einer ber fRü^^ 
mi, bie ^(!^ in f^rager Stnte t>om @(^Io{fe enbet^ fprtngt, nac^bem f{e 
Ol einiger (Entfernung bat>on - bnrc^ einen @^Iä{feI gedpet »orben^ 
cm frönet SBafferfha^I an€ bem ^oc^ gelegenen 9tafen)»Ia^ empor. 

X>te Stt^ftC^t t)on einer SSerbinbungdgaKerie titn auf bem ^atatd 
oaf bie mit ftd^nen nnb ®onbeIn Uttätt ^a^^i, auf bie lange ^röde, 
M marmorne ^ataid im nenen ©arten am ^eiligen ®ee, auf $ot0^ 
bam nnb Neffen ^ttxli^t Umgebungen, tfl fo rei^, baf man feine %1^f 
9BUQ bat>on ^at, tt>enn man oon 93erlin tommt nnb ^otdbamd fc^ine 
Qaigegenb no^ ni^t fa^. 

SBenn man biefe rei}enb{le nnb rei^fie ber ^I^f infein oerldft nnb 
bnnl^ bie Sd^re n^ieber mi Sanb gefegt ift, fann man einen SBeg ein» 
fi^ta^ett, ber jn tintm ^aufe oon rufftf^^er 9tationaI^93attart fn^rt. Sd 
ifl ottf rutem f(^5nen |)ö^epnnft im SBalbe erbaut nnb ioirb oon einer 
mfftfAen gamitie ben^o^nt, bte ftc^ bnrc!^ bie Liberalität bed ftdnigd fo 
i^qii^ fu^tt baf gewif oiele Familien in Stnflanb gern mit i^r 
isitf<|tett* Z)ad 93efu($en biefer {(einen (Kolonie belof^nt fti^ nitfyt nnr 
bnr«^ bad flare Silb, tt)el^ed fte oon einer rnfftfc^en ^Dorfttoo^nnng ge^^ 
toä^rt^ fottbern aui^ bnr(^ bie fc^ön^en $lnd{l(|ten, bie ^(fy ^ier ftnben 
nab ^^ i^ter »lieber gan} anberd gejlalten^ aU auf bem ^alaiid ber 
|)fattett^3nfel. 

S^Idgt man mn oon bier ben äBeg natfy fJotdbam ein, fo fommt 
SH» haSo an benf^arf be^prinjen Sari )u ®Iinide, fruJ^er Sanb^: 
fi^bee @taatdfan)terd, ^ärßen oon{)arbenberg. 2>iefer ^arl oon be:' 
bentenbem Umfange »irb auf ber einen (Seite bur^ bie fil^Sne^aoel begränjt, 
«xf erbem burt^ einen ftiefem^ nnb Sirfentoalb, tt>obur(^ bie Strafe oon 
Scrfut nac^ ^ot^am ge^et, bie nai^ am l^alaid nnb ©arten ooritber^: 
fi^ nnb oon loo ft<$ einige ttberraf(!^enbe Slnft^ten bed f^alaid nnb 
ber baffetbe gunäc^fl umgebenben Zueile bed ©artend bilben. 

3n biefem fJarf, koo bie ffiatnx nnb bie ftunß bie fc^onfien Seilen^ 
fiiten ^en>orbra^ten^ too bie^o^en griiftent^eiU mitSRaffen oon treffe 
U4^ in^ nnb andlänbtf^en ©erdigen gefd^mädt finb: ^ier ^at ber be? 
Krtte ®artenlunfller, $err ®arten?35irector 8enn^, mehrere ber 
rfQenkflen Sanbfc^afidgemälbe gebilbet. (Er ^at bie fernen reichen Um^ 
gebungen f)otdbamd nnb bie n^ic^tig^n f^unfte biefer @tabt felbft mit 
grof er (Einfielt benu^t unb auf bie mannigfaltigfie äSeife feinem f^ano^ 
imna einoerleibt (Ed ifl ein ^o^er ©enuf, menn man an ber^^anb 
bed @(!^ö)»ferd biefed begaubernben ^axU felbfl um^ertoanbelt , bie 
3been, n^elc^e i^n Ui feinem (Enttourfe leiteten nnb bie er fo glucflid^ 
on^gefn^rt ^at, ani feinem WlnnU )u oerne^men unb oon einem ^^i^ 
wen f5ttnfte gum anbern geführt ju »erben, »o meifiend ber ^errli^fle 
Sortoer« nnb ÜWittelgrunb bur<^ Äunfl gef^affen ifl, ber ^intergrunb 
ober ft^ groß tent^cild aufer^alb bed ^arW beftnbet nnb enttoeber oon 
ber 3»atnr ober bur^ bie ftun jl in« !Dafein gerufen »urbe. 

tfotf^f (Satten* vnr ©iHmcnjdtuiia. V. »aiit« **^ 



194 

Set btefet SBanfcerung fatib t$ eote Xnbetttaitg im SJorgetiUatte 

mtit wiffen muf^ aU er f^rei^t n>entt er gut f^reiten toitl-y fo nm| 
ott4 ber ftunfller tne^r au^fu^rli^e Silber in fi^ tragen, aU er gieit; 
tDenn er gut (tlben toiü/' -- Z)ie 9tafen))Iä$e ^aben bie liet^Ii^fini 
gormen: balb entfernen fle fU^ hinter fjflangnngen, balb treten fie beim 
Sortfc^reiten bem Sanberer in neuer ®i^a\t »ieber entgegen. Mm 
i^ fkt^ttf baf fie nii^t fo f(^ön unb int))onirettb bleiben »erben^ ba 
ber Soben i^ier gr(f tent^etid fe^r fanbig i{l unb ber Stafen ba^er bei 
an^altenb ^n^em Sommer ))erbrennen tt>irb^ tt>enn ni(^t bei 3^it^ rine 
fDtaffe grof er, fc^neSnouc^figer SBanmgruppen barauf i^ert^eilt toirb; unter 
beren toeitreid^enben ©Ratten bad Srad fic^ beffer erhalten b&rfte«*j 
greilic^ »werben folc^e ®nt)>)>en ^ie unb ba jl&renb in bie grof en Saub^ 
f^a^ögemalbe eingreifen unb fleinere Silber formiren; aQein immer 
m$^te bief no(^ erträglicher fein, aU grofe %la^tn ber 9tafen))Ia$e 
S)erbrattnt ju fejben. 3m tliai (1831) n>ar ber Siafen noc^ fe^r gut; 
aber fottte bie Siebe )um 9leuen ft^ minbem uub bie Unterfiu^uug för 
ben ©arten um ttwa^ nac^Iaffeu, fo, fordete i^, tt>irb meine Seforgnii 
nur aU^n fnt^e t>ern>irni^t tt)erben. 2)ie beiben SSege finb inm SD^eil 
mit (dement an6gef^Iagen, n>obttr(^ fie eine grofe Se{ligfeit ermatten, 
eine @a^e, bie mir eben fo f^ön, aW neu erf^ien. 

Son biefem ^errlic^en $ar{ liefe {i(^ no^ gar t>ieled fagen — 
benn bie Slnne^mli^feiten fleigen i^ier t>ott ©tufe jn @tufe unb t>er^ 
f^meljen gleic^fam in einanber, mo fle bann in i^rem Sttfammenffuf 
tin f^$tte6 &anit bilben — , aKein fo banfbar i^ H au^ erfenui;, 
baf bie Sorfe^ung e« mir »on S^i^ J« S^it gemattete, t>iet f(^9tted i» 
fremben Säubern ju fe^en, fo mar e^ mir bo$, vermöge meiner SSeiv 
^ättniffe, nie erlaubt, auf einjelne ©egenben ein ®tubtum mehrerer 
Xage }tt Dermenben nnb bann genau unb betaittirt ben barand für 
mein ©emitt^ geu^onnenen Sinbrud iu f(^t(bern« Seit 36 Sa^reu, 
koo i($ Sorjle^er breier ©ärtnereien war (unter anbern einer grofeu 
nnb briKanten gn SRarienbnrg in Sieflanb), lit^tn e^ bie barauf ^er^ 
Dorge^enben Ser^ältniffe nie }tt, baf i^ lange entfernt blieb, fo oft i^ 
in biefer 3^it anif reifte, nnb fo IftitW i^ itberaü nur ^näfti^ beob^ 
a^ttn fonuen, au(^ bie Sinbrücfe nur 9&<^tifi unb in Sile in 5fo|io» 
mif^en nnb ©arten ^ ©Triften gef<^i(bert. a)Iag ba< an fic^ 2:abel 
flnben: fo gebe iö^ bo^ babur(|^ loieKeic^t SSeranlaffung/ baf anbere 
Sflatur^ nnb ftunflfreunbe bei me^r SJZuf e genauer ba^ angeregte beob:: 
a^ten nnb bann bad ^ublifnm mit bem (Sefammtuoert^ be6 Stun^x^^ 
bulie^ befannt machen, «ooburd^ Semittelte )nr 9Ia<!^eiferung begeifert 
iDerbeU/ mä^renb anbere in ber S^ilb^rung felbft tin ^^er ©enuf be» 
rettet mirb. 

Son ©linide fit^rt ber 9Beg über bie lange $at>elbrn(fe , nnb 
nun getaugt man balb an ^ot^bamd Sorftobt. Kleine Sanb^äufer 
loe^feln mit gröf ern, SiKiarbd mit ©afl^äufern, grofe Safernen mit 



*) !Die atafetq^täfee in ber ^d^e be« ©iblolTed ftub fo treffÜA, fo audgc^eiibibtt 
ae^atten, ba? mm \ie in ^nglaiib^ u^o belanntllib bie fc(^dnflen 9tafen)>(ä(e ^u fe^cn 
ftnb, ntcbt fcboner finben (ann, i^ fle auc^ nie fi^öner gcfunben ^abe. <S. D— o. 



195 

grofeii elesanten ®arteii)9o|itttitsett. $I»c^ txiiiät mm (te unb ba 
Sm0ärteii, — eitte fettene Srfi^ettttttig fnr ben, ber t>^ ber Dp pber 
Storbfee fonmt. Mc^t^ ^at man beti ^etltgen @ee^ an befett ent^e^ 
fef^r» Ufer bad fc^dne SRomor^^alot^ im neuen ®arten liegt Stne 
IJmK^ 3<t^I ^^tt SBtttbmit^Ieft ieteben bie ®egenb anf ba^ anmnti^tgfte. 
S^r fU^ >it man bte ))rä(!^tt0e 9le{tben) $ot6bam, bte tn t>telen t|rev 
Z^le mit ben fc^4n{len ©trafen Serltn^ wetteifert. 

3^ eitte jnm fönigli(|^en @(^Ioffe^ bad mit einem Snflgarten nnt;; 
gAen i^, ber nun X^eil gttm Sxercier{)Ia^e bient. 3t\^t gar toeit bat)on 
fi^t eine in S^Iefien an« Stfen gegoffene ^ra^tbröde itber bie {)aDeI 
Boc^ emer anf ber entgegengefe^ten &tit^ liegenben SSorflabt^ bur(| 
wd^ ber 9ßeg nai^ @a(!^fen ge^t. Die ^of^ nnb ®arnifon$Iir(!^e/ 
M Snebriil^ ber ®rof e ru^ fa| i<^ auf bem StädE mege nnb eilte nnn 
jn bem Orte^ ber fftr mi(^ ia€ meifte Slngie^enbe ^atte^ na«^ San^fonci 

2>ad etnfac!^ @^{o| bafelbft.tPO Snebri^/ ber fj(niglf^e äSeife, 
fi» gern s^enocffte^ ^t an feinem Sb^ange fe(^^ Z^erraffen, beren 9bf 
to^mgett mit Sendern ioerfe^en finb^ (inter benen ker trefUi^fle '^m, 
|»ge», ^firft^e^ 9)>ricofen n. bgt gebogen n>erben. 93or ber nnterflen 
Zerrofe roixb bie Sage^ nac^bem man mt fnrje, mi^ San^fonci fu^^ 
wübt, Sflee «erlaffen ^at, frei, nnb man erblidti^or fi^ marmorne Statnen 
foii4^n f(^5nbln^enben ®e{brän(^^grtti^))en gerflreut. SSon ^teraud ge^^ 
iM^rt bad @^Iofl mit feinen baneben (iegenben Kammern nnb Silber^ 
j^erien, Sterraffen nnb Orangenwalb einen ^Q(|^{1 einbrttd^t)oaen Tim 
Hut 34^ hin fein großer äJerei^rer bed franjöfif^en St^te: allein 
Uefer Snblid ifi eri^aben nnb maä)t np^ ^ente benfelben Sfect ben er 
otf imfre 93äter mad^U. $ier finbet man befiatigt, tt^aö ni<!^t nur 
^farfc^felbt in feiner ®artent^eorie jngiebt, fonbern au^ neuere @(!^rift« 
jMbr mit bäftigen ®rnnben unterftö^en: baf in ber 9tä^e t>on@d^föf$ 
ftm mtb |)raii^tgebdnben^ bie nii^t ben S^arafter ber fianb^äufer i^aben, 
Symmetrie ganj an i^rem fJIa^e fei. 

So bo^ @c^Iof (^liefen fi^ meftli^ bie Kammern an^ loor benen 
cm Z^eil bed ©artend buri!^ banne Stäbe abgejännt ifl. 3nner^alb 
biefer Sefriebigung beftnbet {{(^ ein Xi^eil ber Drangene^ bie gmpipen« 
imfe onfge^etlt i^ nnb beren ftnbel bur«^ bln^enbe $flan)en in Zo)fjtn 
«o^ftrt fhib. Diefer Heine ®arten iß grdf tent^eitt mit bln^enben 6)e^ 
fbrän^en eingei^ägt, nnb ber Orangen^ain in bemfelben äberrafd^t eben 
fo angenehm bnr^ %nUid nnb S3Iitt^enbnft ald er felbfl in ber be» 
ji^en Sage fti^ n^o^t beftnbet. 

SSBeiter^in na4^ SSBefien tommt m grof e6 Drangen^and, loor bem« 
fdben feinet Dbß nnb Stellagen mit SSlnmen. 3m äBeften ergebt ftd^ 
UA im^nirenbe Sefoebere^ mel<^ed früher anferi^alb Sandfonci gebaut 
Mibe, «nb }tt>ar auf einer ^i^e, um eine n^ reti$iere ^u^ftc^t^ aU 
Ml San^fmid and^ gem'efen jn {(innen. ®egenn)ärtig liegt bad SdtU 
dcbere innerhalb bed ®artend, melc^er ft^ Pon ^ier bid jum neuen 
fkloid $in (bad ^riebric^ II. nac^ bem fiebeniä^rigen ftnege bauen 
Kef, ^ebentenb erweitert ^at. 2)er ©artenbirector Senne l^at mit Uf 
Bt^i^er Uttter^ung ^ier in mtm 3a^re eine Anlage geft^af eU/ worin 
er, wiewo^ in einer flauen ®egenb, .bie fanfteflen sSeKenltnien f(^uf 
nb SBaffer^ SRaffen »on Sd^nu^fhtflud^rn/ großartige @mppixnnitn, 
Itfonberd \>0n amerifanifc^en ^liii^en, große^ liebU^e 9lafen))Iä^e i^roor;» 

13* 



196 

vief, ttnb babttr^ tad fDZonotone bfefer foitfl bärftigeit S^ai^e tu eine 
ret'i^e, (ejattternbe Sanbf<^aft uxmanMtt, beren ®($dti§ett tmmev me^r 
ftc^ cx^% it toüttx man S)on bem Sefoebere fld^ etttfentt ttnb beut 
ißaiai^ ft^ nähert 9li^t aber bef ^alb ftnbet biefe Stetgentng f at^ 
n>et( man bem neuen f^alat^ nnb befen Umgebnngen nfi^er hvxmt, inib 
ntd^t tn btefen felbfl Ite^t bte Dneäe be^ er^ö^ten Oennffe^: fonbem 
tarin^ baf man t)Ott 3^^^ 2^ 3^^^ ^inttt ^^ ilidt nnb nm einen immer 
grdf ern i^etl ber neuen Anlage, im |)tntergmnbe aber M ©täf^puntt 
baö grofartiae Sefoebere nberpe^t. I)a^er fd^etnt e« mix, baf ber 
Srnbrntf, ben btefe nene @(^5))fung anf ben gefit^fooSen 83ef(^iter 
machen mnf, DoOflanbtger nnb grSfer fein merbe, n>enn man f{^ i^oitft 
neuen ^alaid in biefelbe begiebt, aU U)enn man fie ):)on ber[JDrangene 
cber t>on bem me^r afterti^nmli^en/ jeboi!^ fe^r t>eTf(]^9nerten ®arteit 
©an^foncC^ ^er betritt 3^ erkonnf^en D)äre ffir biefe ^art^ie nod^^ 
ba^ ber 3ttf[ttf bed SBaferd bebentenber nnb bie SCafferbifbnng grof ^ 
artiger fein mi<fyte. Denn ber iejige, jtoar fd^dn geformte Sßaffer^ 
f^ptegel mac^t, loom <3ät>ebere an^ gefe^en^ jn n^enig ^ffeet nnb fi^eint 
mit ber ®r$f e nnb ®rofartigfeit biefed ®ebättbe^ nnb mit ber einfai!^ 
granbiofen Stniage nic^t fo gan} im <£in((ange jn fein. ^ebenfaOd aber 
ift bte SBa{fer))artfiie/ ant^ in i^rer ie^igen ®e^alt^ fd^on ein bebeuten? 
ber @en)inn ffir biefe Slnlage^ ba @anöfonei nnr (arglii!^ mit fc^dnem 
iSaffer auöge^attet ift 9Bad mir aber t>or)ngdtt)eife an biefer Slnlage 
gefällt, ifl ber Umftanb, baf fte nic^t bnr^ Statuen ober burc^ ffeinere 
®ebäube, bie {t^ in ber 3la^t be^ 83elt>ebere6 koinjig an^ne^meu wnvs 
ben, gefd^mfiÄt ifi. Oft, fo an^ ^ier, t^ut ein f^dner Stafen, eine 
intereffante SBaumgruppe, eine riefeinbe SBafferleitnng me^r SBirfnng, 
aU S)ar{let[nngen ber SRyt^otogie nnb Sanfnnft, n)Obur(^ @egenflSnbe 
hereingebracht loerben, rottet bem gr5f ten Z:^ei(e ber Sefi^auer nnbe^ 
fannt jtnb nnb an benen bie meiflen glei(]^gältig t>oruberge^en. Slte^rere 
(Sartenfreunbe, benen i(^ na($ meinem ®efu$Ie toiOig beitrete, galten 
ed für eine ®(|tDci^e nnb Serirrung nnferer Sleft^etifer, bie in Mttn 
©egenben, unter norbift^em ^immel, ®eb&nbe unb (Särten mit®5ttent 
au^ ben »armen ®eftlben ^rie^enlanbd nnb 3ta(iend bnrc^aud bet)9I^ 
fern n^oQeu. Silbf&ulen geboren iitx^anpt in ®ärten t)on grofent 
Umfang, ^ier fann ^xa^t ^errf^en; ja ber SWannigfaltigfeit ber 
®cenen n>egen Unnen an einem f^idli^en Orte gut gett)ä^Ite nnb 
gearbeitete ©tatuen erhabene <Em)>ftnbungen totätn unb nnenbli^ 9tel 
}ur angenehmen Unterhaltung beitragen^ menn man ni^t pt t>erfd^tt>es^ 
bertf(^ in ber Slntoenbung unb wenn man be^utfam in ber 9Ba^( ifl, bamtt 
bie fflirfnng, »el^e ein foli^e« Äunfhoerf hervorbringen foff, niti^t J>er* 
fe^It ober wo^I gar in bie entgegengefe^te t)ertoanbelt tt)erbe. 3>a nnit 
aber San^fouci f^dne Silbfäuten nnb ®ebättbe ))on mancherlei <£$^^ 
rafter unb in i^inWnglit^er Änja^I befi$t, fo t|nt e< xo^% am dnht 
be^ ®arten^ tinc einfach gebilbete 9taturfeene o'^ne allen ^mnf jn 
fe^en. 

T>ai neue prä^tige ^alai^ enthält, auf er mannen Seltenheiten, 
treflid^e ®emä(be unb einen fo imponirenben, großen Saat, mie ed 
beren nur »enige giebt. Sor bem ^alai« auf ber 2:errafe ifl ein 
t^eil ber Orangem flacirt, unb in einem $albjirf el jie^t fld^ ^ier tin 
^oQänbifi^e« 99Iumen ^ f^arterre $in. Z)iefe^ lotrb t)on Hnm breiten 



197 

Scge bur^f^ttitteii, bct |i^ mit ber^ bur^ ben f^atf jitm nettett fJalatd 
{i|ieBbai Sttee tn Serh'itbttitg fe^t iCad 9<^rtrrre ^ai aud^ emige 
SorAibcnmgeii erittten: ee {tob barauf^ )tt>tf^en ben Siafen, ©tratt^« 
lKii]8f>e itiib SIitmniTatatieii oeitlbet^ nnb wenn btefe ba^ @an)e fd^on 
ctoo^ s^Pit ber l^oQAtibif^nt vJtanitt entfernen (wad fräßet ganj im 
(Eürflange ntit bem f^olatö ftaxüt), fo »Hrb btefl bo(!^ bnr^ eine genan 
{yvnactrrfc^e Süunent^eqtenmg am Sanbe ber ftlumpe unb Slabattcn 
cistgemaf en toteber erfe^t. 

i^etritt man, »om nenen 9ßalai^ bmmenb, bte fc^on ermahnte grof e 
nhe^ fo ^ft man balb anf etn ®tiänU, totlö^td früher bte Slntifen 
ca^eft, bte nunrne^ir na^ Serlt'n abgegeben ftnb. ®egentoärttg ent^ 
|alt bte6 SRttfenm ein ftnnfln)er(, tt)el($e« burc^ feinen ©egenflanb aQe 
fhraif en nitb SDlerflenbnrger t>or3ug(tc^ anfpric^t. <Sd ift bie^ eine anf 
ciatiii Xtt^^tte liegenbe ^ignr ^tn caranf^em SDlarmor^ bie ^o^felige 
Stetgin Sottife bar^eOenb. !Cer bern^mte 9ian^ arbeitete bei einiger 
ftsfe loä^renb 10 3a^re baran. Sbgefe^en bon bem ^o^en Rnnp 
Wft^, beit biefe^ SBerl in ieber $in{t($( ^at, ffdft fc^on bie fteif ige, 
menimbet emfige 9rbeit innige 9(^tnng f&r ben ftunfUer ein, ben, ob 
er glct^ bem ^renf enlanbe borjng^weife angehört, boc^ jeber, and^ ber 
Cntfemtefle, ber fnr ^atriottdmnd nnb ^n^begeiflernng empfänglt(!^en 
Gm ^at, gern jn ben ©einigen jaulen mi^tt, Unb in ber Z^at, 
ttUftltx wn biefem Stange nnb biefer rem menfd^Iic^en SoOenbnng 
0ȟtm Sttgleti!^ bie ^i<^^t StnnfboQenbnng liegt) ge^iren ber Seit an. 
9taa mic^te bem eblen dtan^ tonnf^en, baf, mt einfl bem ^iebling^ 
loftfe |$9gmaIiott*d eine gätige ®ttt^tii feiner ©(i^dpfung i^Un tin^ 
^ac^e^ feinet s>erbient menigjlend fo ^errlii^en Sc^n^ beffen ft^ jinbetnb 
««^ ba^ Saterlanb frenen n^ärbe^ me^r aU er. 

Som Sntifentempel ge^t man, rec^t^ ft^ toenbenb, jn bem 2:empel 
ber ^rennbfc^aft. 3n befen 9tä^e beftnbet f!^ ein bnr^ ftnnjl ^en^or» 
geiroil^ter im^ti, mit einer ^axti ))erfe]^en, wo man t>or ft(^ bie %n^f 
i(^ attf ^etrlii^e SBiefen, anf bie f^trfc^^aibe, auf bie nene Anlage 
«11 ber @teSe^ tt>o fonfl bte Sanmfd^ute war, hinter ftc^ aber ben alten 
faxt wn ©an^fonci iat Sd ifl bie^ einer ber f(^$n|len fünfte in 
Condfond. Diefe nene Sniage wirb bnr^ einen ®raben ion ber no^ 
neuem SnTage, S^arlotten^of, getrennt, wel^e bem ftronprinjen ge^^rt, unb 
fi^ ni^t gar weit bom nenen "faiai^ mit Sanöfouci unb no(^ wei^ 
M^ mit ber f)trf(^^at>e vereinigt ©erlägt man ben SBeg )>om ^reunb^ 
ff^fütempel i^Ii^ burd^ bie neue Anlage ein, fo wtrb man bur^ 
niedrere fd^one Sanbfc^aft^fcenen fe^r angenehm angefproi^en. ÜRajfen 
Mtt BigiioDia Catalpa, Gleditschia, AilaDthus, Diospyrus, Fraxinos 
Jagbms^.Liriodendron, Rhododendron, Rebinia n« f. w. berfe^en ben 
Sanberer g(ei<9fam nac^ Smertfa unb tincm ot'el wärmeren Slima, 
«tt bad fJot^am^ i% Stnd biefer Anlage (ommt man nac^ bem üopa« 
Bif((en J^aitfe nnb bon ba jn einer ber fc^dnen, ^ie unb ba mtt {>o(}« 
nsb Stran^grnppen gefd^muiften SEBtefen ober ber Bowling: - g^een, 
(nm bte &a^t engttf(^ }tt be^eid^nen), we^e burt^ bie na^ bem 
6(|loffe San^fottci ^nanffä^renbe äinee burc^fdj^nitten wirb. Unb fo 
tefinbet man ^, na^bem man gana ©andfouci umgangen, wteber au 
bem ^nnfte wn bem man ausging, nämd'^ bei bem <Entr6e. 



198 

Derjentge Z^zü mi^tn bte gvof e )itm netteo f^olat« ^^ttbt 

Mtt bttrf^tietbet itibet eine grofe SBaftfcene, koprm fc^ne ®d^tt, 

Sf^oro ttnb Stttjlertt bomimren. Z)a0 ®ait)e t^ Don SSetbiubKngdgangen 

bttr^freujt/ n>e((!^e red^td unb Itnfö in bte ntatn (Sarteti'Xtttageti fä^s. 

£)e^ ie^t regterenbett fidms« SRajieflät Itef^m bie alten Sanme fe^Y 

nnb f^etnen gan) ber Snftc^t eine« beni^ten S&vften ju fein^ ber ba 

a^U: ^^S&une jn t)erntc^ten fei Uidl^i, aitt grofe Sännt e gn f (Raffen, 

k^e ni^t in feiner SRa^t nnb be^^aÜ ntäften bie befle^ben nnge» 

tört bleiben/^ Da nnn aber bie (Einheit nnb |)annott{e eine« ®ar^ 

en«/ ber toxiügfiiS) ba« ®emät^ anfpred^en foO^ ber einen be^tnmiiett 

S^aralter trägt nnb t)on Stufe }n ©tnfe bnrc^fn^rt tnib enttDidelt^ nnb 

fo in ba« ®ti>kt ber bilbenben ©artenfnnfl tinttitt, bnr^^ tint gerobe 

Sinie nit^t blof ttnterbro(!^en, fonbern t^dOig ge^drt tt)irb^ fo fann ber 

©arten bon @an«fottci, na^ meiner SReinung, tro$ aller feiner Se^n«« 

iDurbigfeiten nnb einzelnen ®d^5n^eiten, boc^ ni^t ben Slang nnter bei 

i[)or)ügIii$jlen nenen ©arten 2)entf($Iattb« einnei^men, \ok bie^ bie 9&t* 

ten t)Ott ®ar% ber englifcfie ®arten bei ®(^a, ber 9tofami)n>«Iif^ 

)tt ^itn, bie englif(^en ©arten Sarenburg*« nnb ^finc^n*« o^e S^»tu 

fei t^nn^ bie ben 3)entf^en aUt QE^re ntai^en. 

S^arlotten^^of/) ber ©arten be« ftron)>rittiett^ begrän)t Satt«fonci 
fnbli^ nnb ifi mit beffen Anlagen in Serbinbnng gefe$t^ fo baf btefer 
©artenr int Serein mit ber reiil^en 8anbe«battmf^ttle «nb mit @an«foaci, 
bttr«^ grof e SRannigfaltigleit an ©egenftanben ber bilbenben ©arten« 
Innjl, bnr^ Xret'bereien oerfi^iebener Slrt^ bnr^ grofarttge« ^lantageQ« 
koefen^ bnr^ eine SIRenge oon art^iteftonifc^en^ ®(tt()>tttr» nnb Stalem' 
Serien in ben ®($Ufem nnb anbern ©ebänben, ein reid^« S^Ib be« 
©tttbinnt« für Jtänftler nnb ffnnflfretinbe fd^on j[«|^t ifl nnb immer m^ 
toerben tt)irb nnter einem prflen^ ber fo nnenbli(^ Diel fnr ftänfte nnb 
SBifenf^aften t^nt 

(Eine iCampfmafd^ine ifl anc^ ^ier in 2:^tigleit gefe^t^ bie in bie» 
fer flaö^tn ©egenb ba« Sßaffer in bie {)ö^e treibt nnb e« aber eitte, 
einem S$am))ignon a^nlic^e ^igur in tin Steferooir fäKen Uf t. Diefea 
fnnfUit^en SSafferfaQ ^at man anf ber tintn Seite be« {ron)>rin)li4ico 
|)alai« t>or fi^, »ä^renb Don ber ^nptfafabe an« fi(^ bie rei(|^ 
8ln«fl^t anf bie $at)e(, f^elber nnb ^nren^ ^dfe nnb Heine Sanb^n« 
fer, fo knie anf ben altgot^ifd^en 2:^nnn be« 93ratt:^an«berge« nnb beffen 
^o^e malbbeHeibeten Umgebungen auf bie ¥irf<!^^aibe nnb in ben ©är» 
ten eröffnet. 

S)a« l^alai« unb bie ©egenßänbe, mel^e e« )tttta# umgaben^ 
^aben ettoa^ Srembartige« nnb nit^t Sttfammenfb'mmenbe«^ u>a« jttHir 
gefällt, aber in bem eiligen ä^ef^aner n^enigflen«, leinen bletbenben 
btjlimmten (Einbmcf ^intttiä^t. 9)tatt mnf bie« gn mehreren ^aloi 
nnb jtt oerfc^iebenen ^a^u^^ nnb Xage«)eiten fe^en, nm ein ttrt^I 
baritber fällen jn fönnen. ^in Src^iteft nnrb bamit e^er fertig, allou 
ber ©artenfünpter ^at mehrere« gn berfitffid^tigen, wenn er nnterfn^en 
toi% ob bie Umgebungen ber ©ebäube ober ba« ©ebänbe ben länblu 
d|en Umgebungen artQ^n^t toorben, ober ob fein« bon beiben ber %w 



*) ^^adotten^ofr SiebImg«OTt be« ic^igcn St^ni^i. 



199 

\a, ter^ toet^ed letztere fretlt«^ ba^ ®ati)e ctner iatA^afttfttm ^iu 
fcB Drt «e^t s^etlteren^ al^ gemtnnen mS^te. 

3« mib ttnt @an^f(mct flnb a^t fdntßlt(!^e ^ofgärttier. 3ebev ber^ 
frlbem ^t emm befoitbertt 3i)^(t8 ber ®drtiierct t)pr)ug^t9etfe ju te« 
jiprgett, «nb ba^er fommt eö^ baf ntaiK^e X^ede bed ©artentt^efend ^'er 
{s etmrr gte^tn SoKfontmen^nt gebieten ftnb, tiamentlt^ bte Snt^t^ 
nb (äentSfetretteret/*) \0oxunttx ft(^ bte 9nanadtretberei i9ort^etl(oft au4« 

3itr (Stnric^tsttg eiiter groflaritgett Sattbe^(attmf($tile gaien 
@c. 9to|e^tr ber Stoniq, tlntn bebetttenben %li^tnxanm in ber "^ix^^^ 
|ijbe^ iodi|e an ben ©arten S)Qtt Satt^fotict unb an QT^orfotten^of gr&njt 
|er« ^itx tt>nrbe ter Salb abgetrieben, ber SSobeft rayolet unb )tt 
SamoL^ nnb f^flonj^Sottnifc^nlen etnaertd^tet Dte Serbtnbnng itoi^^tn 
bell la »erf^tebcnen ©egenoen bed SBalbed Itegenben SSaumfc^nlen ()tt^ 
{fonmtn jc^t etn^a 100 SRorgen gro^) mtrb burt^ einen breiten %a^xi 
veg er^Itcii, ber in fanften Stnbnngen ))on timm Ouartier jmn axt^ 
bem ftt^rt Z)abiir^ baf bte Sauntf^ulen etnjeln litten, genießen fte 
ber SBo^It^at be^ Sßalbff^n^e^ ; a^S^^tc^ t^ aber t>r Umfang grof 
Sentg, baf Sonnne, 39tnb unb ftaltt ^tnret^enb etntotrfen nnb fo bte 
|iar gelegenen Baäftn in gan) freien Sagen eri^ontrt toerben fdnnen. 

2)ie Spflen btefer großen Sanbe^bonntf^nle werben gebe^: I) bnnl^ 
Usterjei^ttttttgen oon Scttonar^. 3m 3a^r 1834 n>aren fc^on für 
36ir923 ^ gejeu^net Sinnen 14 ^a^ren «Derben Sa;»tta( nnb 3mfen 
te<l^ (Erjengmffe ber Sanbedbanmff^nle beja^tt. 2) bnrd^ !Z)etai('{)anbeI. 
^lerbri ^nb bte |)retfe fo gefteOt, baf bte |>anbeldgärtner nt^t babnr^ 
in bebcittenbeit Kac^t^etl gefej^t »werben. 

3n ber erflen Sbt^ettnng befnbet ft(^ bte ntüt äBo^nnng be^ 
9Ia«tettr4, »orin cm^ etn f^Ia^ fär bte X)nr(^nnntemng ber tn ftaf en 
gt^tuta, in ber 3ngenb em))ftnbit<^en ^oljarten, eingerii^et tf « 3tt 
bJefcr SCbt^tTnng {tnb ®amen- nnb ^{lanjen ^ 93eete »on gröftenl^tl^ 
omenfanifdl^en ^oi^axUn, bte ^ter acclimattftrt uferten, j* 8. eine 
SBengeXrten Andromedeu, Azaleen, Bt^nonieD) Kalmien, Oxycoccos, 
Aeer, AilairthaB, CeKis, Diofipyras, Janiperas, Capressuti, Ltriod^n- 
droa ntib mehrere anbere, bie ^ter treffltc^ gebet^en. 

3» einer anbern Sbt^etlnng beftnben ft(^ amertfantfc^e, enro^ätf^e 
Sa&bamne unb Si^mudfhräufl^er unb {ibtt^oapt au4 aUen SBeltgegenben 
bad, UNtd ^^ aft on^banemb in nnferm (Etima }etgt unb tn ^fenomi» 
fi^er, tei^nif^ef nnb a(l^ettf(^er .^inftt^t 9In$en ^txfipxiä^t Siing^nm 
bie Satsmfi^ttle ftnb Saume, gröftent^eiKö aber ^trouc^er tn Iletnea 
Sbt^itengen ge|p{Ian}t nnb ongefät, um {tt^ t^on i^rer Slu^bauer, ' 
64rneair&^ftgfeft, ©^ön^eit nnb t^rem mannigfaltigen 9iu$en auf bem 
fitjefle» SDBege gn nberjeugen. Die^ gÜt att<| t^on ber Umi^anjuttg 
ber <S^u(e mit |>e(Iett^@trätt(^ern nnb ^ Säumen, xoo^on bie le^tem 
fjitc ebenfadd aU ©traniger gegogen noetben. 

3n einer brttten abt^etlung btftnbet ftf| eine grof e Stenge wn 
£)bf arten, mld^e tn biefem Soben ^U^ gebei^en, Diele Xoufenb 



•) Die fonfgl. Oemüfcöärtncrei ift (cttcr mit Um lote U^ fofgärtnerd Sof 
IW3, eingegangen. ^' ^« 



200 

amettfamfc^e (iUS^tn, d^^m, Zanntn, ffteferit/ unb eine ibebeutenbe 
3«1>t Dott ^oljfamett^aSectcn. 

3n ber ganjen Saurnft^ole tt>trb alled mti grofer Umfli^t unb 
bett)ttttberttdn)ärbtßer Steie getrie(ett: fo xoU baö SSereblung^gefd^äft 
nantetttlt($ fabnfenmäf 19 «>on $anb ju ^anb loor j^t^ ge^t Z)ie föittg^ 
Itc^e ®))enbe be< ^ä^ettraamö mar gro|^ gro^ »ar ber ®efammteiits^ 
tt)ttvf bed 3nflitttt^: aber nit^t nttnber gro| unb entf))re^enb ^nb bie 
ibt^^ertgen Setflungen biefeö neuen StaBItffementd. äBetd^ emen unbe« 
re^enibaren 9tu{^en totrb e^ bem @taate f(^on (innen 25 3a^ren 
f^affen? unb »ie »irb ffc^ berfefte erfl m(fy 60— 803a^rcn flejlftlteti, 
tt)enn bie antenfanifd^en Sieben, Sf^en unb anbere S^äutne bereite eine 
Snt(e 9on 9ltt^^/ 93aUj» unb S^^rbei^ol) liefern »werben unb tuvt!^ fte )ttm 
S^^eil ber 9(bgang nnferer di<fytn erfe^t werben tt>trb? X)antt merben 
Flamen, tt>ie SRaltjal^n^ 2enn6^ Snbolf^ Seet^e, Jtranfenif, ate 
ber 33eförberer unb ©ttfter fo mM ©uten^ bie e$rent>oIle unb baut 
f^are äBnrbignng ber 9la^tt)elt ftnben^ tt)a^renb letber bie 9lanten fo 
mancher Slnbem t^erldf^en muffen^ toel^e eben fo gern nu^Iic^ gett>efen 
»aren, aber o^ne Unterflüftung blieben.*) 

%m $ fing ß berge ^at ber König, jum 9(nbenlen be4 Saiferd 
Stlexanber^, eine mffif(!^e Solonie anlegen lafen. %m (Enbe berfelben 
tft auf einer 9(n^i^^e in einer fe^r loerf^önerten Umgebung eine rufftft^e 
ftir^e erbaut t)on gar ^bfd^em Snfe^en. 3la^t bei berfelben moi^nt 
tin (Santor ober Jtird^enbiener. 3n biefem ^aufe ^aben ber Jtönig ft(^ 
ein 3itnmer refer))irt, i»on wo an^ bie Solonie nnb oiele anbere inte^ 
refante ®egen{Üinbe überfeinen werben fönnen. 3n einem großen 9tanme 
flnb bie äBobnnngen unb Sänbereien ber ruffif^en Q^Ioni^en fe^r finn« 
rei^ ^^erti^eiu. ^Qeö iß i^ier nett unb anf^re^enb, unb biejienigen <£o« 
(oniften/ wet(!^e i^ fa^ unb fprad^, bejeuoten in SPZienen unb SleuferttU^ 
gen bie ooOfommenjIe 3ufrieben^eit. $)ie i^o^en Flamen ^riebri^ 
9Bi(^eIm unb Sderanber werben in biefem glu(fli^en Sianme nie 
»erKingen. 

9lun erwähne icb no^ beö neuen ©artend am ^eiligen ®ee. 
Z)i(^t an bemfelben ifl »on ^xithxi<fy SSil^elm II. ein Sßarmor« 
$alai$ nebfl Solonnaben errichtet worben, in welchem ftc^ ©emälbe 
Don Rädert unb Saöreliefö t>on Sanot>a jtnben. X)ief ifk ber altefle 
MnigKi^ne ©arten in neuerem ©ef^mad. dx würbe Don bemfelben 
(giferbe Ä, ber bem (E^rlottenburger ©arten feine ntnt ©eflalt gab, 
Angelegt 2)er yiamt biefe« SWanneö ifl mir e^rwfirbig, aW eine« ge^ 
fAidten ©artenfnnfllerd uUx^an^t, ber wo^I oerbient bei feinen fc^dnen 
äBerlen genannt ju werben, unb bann befonber«^ tocÜ mi^ bie 2>ant 
barleit an fein ©ebä(^tnif {nä))ft, ber i^ unter unb ))on i^m fo mon^ 
^e6 lernte unb, aU immer neue Sffieinberge ju ber anläge ^in^ngefanft 
itnb biefem ©arten einverleibt würben, bie )>erf<^iebenen Stife unter 
(giferbe*« Seitung für ®e. SfRajejldt jufammentrug. Da ber ©arten 
Wdil^renb ber Einlage immer no^ t>ergr5f ert würbe, fo {ennte na^ fei^ 
ner SSoOenbung ni^t uberaO bie gei^Snge {)armonie ^errf^en nnb e« 



*) Die (. 8aumf(|ttlc i|} fettbem nocb feftc erweitert worben nnb Mt ie^t 
unter ber umftc^tigen Leitung be« ^lanteur«, i>mn ^ad^tleben. 



201 

Ukb alfo mM^t^ itt tonn^^tn niti^. Z)ed it^t regterenben Mmgd 
9la|e^t tTttgeit ba|er Dov mehreren ^a^reit bem $etm Senn 6 auf^ 
oü bem @a]t)eii eine me^r ffarmontft^e Stttoge )tt bilbeti/ jebO(!^ nttt 
i»i}ttglii!^{ler @(!^ptiistia ber gvof ett 93attme. Z)tefeiR e^retiDoQen Suf^ 
imgt ift btsrc^ {>emt Sennö auf eine ^5^{t befriebtsenbe äSetfe getiägt 
vnben, fo bof btefer f)ar{ in feiner jie^igen ®eftalt, mit feinen aa^f 
ff^ei^ntttn (Bebänben/ mit feiner f(3^onen Drangerie^ feinen Treibereien^ 
ferner Somnfc^nte, feinen Slnmen in SRafe^ tt>o^I mit ber ))Qr}ägIi(^fle 
iet $9ft9bam ift. @i^abe nnr^ ba^ $ier befonberd ber SDtangel an 
(Beste^eoben nnb Sufh^anbelnben fo anffaOenb i% n^enngleic^ er in ^tU 
tun 3ttiiera ün (änblic^e^ äSirt^^^an^, bie fogenannte Villa Berlinianaf 
iefi^. 9ber e^ gitbi ber faxH, ber ®arten, ber ofenen fJromenaben 
tab »erfcl^otterten ©egenben bei ^oi6bam fo mit, baf , n>enn fie ni^t 
f»tilta bnrc^ Serüner belebt werben, man ^itt }tt>ar rei^^tit^e SRnfe 
isb ®e(egetii^eit jum ©tnbieren, aber feiten gefettige Suf^^wntenfnnfte 
«ab (Seoüffe finbet 

3tt ©(^ön^anfen bei Serlin ^at ber ftlnig )ttr Xrronbirnng bed 
Si^Iofgarten^ no^ einen Sic^enUMiIb angetanft^ nnb ber ganje ©arten 
^t eine fo bebentenbe Umformung bnr^ ben @arten « Direetor Senn6 
o^tteii^ bof er, nac|^ ber Serft^ernng eined @a^fnnbigen/ ber i^orjug^ 
Uäf^ bei 93erlin merben tt>irb. 

€o ^eben nnb ))9egen ®r. SJtaje^&t nberaK bie ©artenlnnfl bnrc^ 
Bnter^tt^img fc^iner SBerte, »ie bnr^ Sj^rensoerlei^nngen nnb Unigb'c^e 
defi^^ente an andge^eiil^nete.Sänfller, toie benn äber|ani>t aQe ftiin^e 
aab SBifenf^aften im f)rettfif(l^en ^taaU in bem {ic^tborjlen $ort^ 
((tatest begriffen finb. Unter bem <^erm ^of^SSarfc^all nnb ^nttn^ 
tasten, 93aron oon SXaltja^n/ ^aben bie fönigli<!^en ©arten in ben 
Ufltu 10 ^a^ren unenbli^ gewonnen. 2)erfelbe ifl ni^t nur ftenner 
«tfb Steb^ber ber f(^5nen ©artenfnnfl, fonbern unterßti^t and^ biefen 
3toci0 feinet Sßirfungfreife^ auf jiebe Seife nnb be^anbelt gef^idte, 
tl/ätiQt ®irtner mit iitbt nnb SKc^tnng: ba^er bad raf^e Sortf freiten 
nnb bo« nberaS fk^tbare Streben, }ebe @a^e in ber mdgli(^{len aSoQ^ 
tommen^eit )U erjielen. — 

Sei>or i^ ton biefer ©egenb fc^eibe, erlaube ic^ mir no^, mid^ 
aber eine Srt t)on ©artenbeforation on^nfprec^en, bie i^ ^ier oorjng^weife 
sab loieber^It fa^, ber i^ aber nie ©efd^mad abgewinnen fonnte. & 
^ btcfe^ eine gar jierlt^e Slanbbeforimng, wel^e bie $oI}|>jIansttng« 
StAsng ring^ nmgiebt, inbem biefe in aUtn i^ren Sinfi^nitten nnb 
Diegtmgeo bnr^ 3--4 abgemeffene Sinien oon stumen oerjiert wirb. 

jDerglei^en fanb i^ felbjl nic^t in Btt^^tojiefelo, |5awIow«I 
sab ©atfc^ina, wo wegen ber and bemftlima ^ert)orge^enben Srmnt^ 
U$ Soloritd bie^ no($ e^er )tt oerflatten gewefen wäre. 3ln Wlittün 
bojn f^^Ite ed bort ni^t: benn ed wnrben j. S3. in ^awlowdf wenige 
{kttd 50^000 Xopfe mit @ommerbIumen angezogen. SlHein biefe wnr^ 
ben itt ben Slnmengarten nnb um ben ^alajl oon S^it jn 3^i^ ^i^' 
rottgirt, bagegen bie grof en ^axU jt(^ mit i^ren Säumen nnb @träu(^ern 
iaäRafe begnügen mußten nnb trefftt(!^en Sffeft machten, wie anc^ üene 
Härten überhaupt in ben meiflen gäSen a» aJlnflergärten bed neuem 
9ef(^acf« angefe^en werben finnen. Die grif te ©auberfeit war babei 



202 

aUt^ fottnte burd^ ^imberte loott Slrieitem erregt n>erben. 

3ene SSerjientttg tfl klebet im retn ettgltf^^n et^I: benn ba ifi 
aVe^ emfa(!^ nnb gto^y no(!^ tm ftan}dftf4eti: benn ba flitb fiberaS 
grabe Sinien ober geotnetttf^e S^gure»^ no^ tft fie fm Style ber 
9latttr: benn btefe faet unb pflanzet, meinet ®ifen<$^ nie in gtet^formtg 
neben etnanber ^tnlaufenben frummen iinkn, wo^l e^er in gerabe fort« 
kttfeuben^ n^te }. S. bei Carex arenaria. Da nun bte f^Sne Statur 
bei Anlage neuer Soubfc^aft^gärten itnferc Su^rertn fein foK^ bie Son^ 
turen ber {)oI}^{{anjttngen bamac^i entn^orfen n>etben^ bie Sm^^^nränrnt 
bcr 9tanb))f[an}ttng aber tn ben erflen Sauren tine SInntent>egetati^ii 
gulaffen: fo erreii^t man auf bie einfad^fle nnb ber 9Iatur entf)>re(^enbflc 
SBeife feinen 3tt>ed, n^enn man in ben 3t)>if^enraumen ^ie nnb ba 
einige perennirenbe f^flanjeu/ bie frn^ nnb ^pät hln^tn, pflcm^t, bett 
nbrigen Staunt aber mit gemifd^ten ©omnterblnmen^ nantentli«!^ bed 
äBo^Igeru^d ^lÜer mit m'eler äiefeba befäet^ noa^ bann fpäter ju bi^ 
nnb }n ^od^ t>orn am 9Ianbe erf^eint, mirb andgejogen^ nnb fo ^ai 
man tin natärlid^ed ®emifi^ oon äSfunten ben gangen ®ontnter ^tnbnr4^. 
Sd oerfie^t ^<fy, baf meggef^aft loirb^ xoa^ abgeblüht i% n)obnr4 bte 
onbem ^)f[anjen gröfern Staunt ^ur Sn^befnung nnb )ur beffem Sege^ 
tation erhalten, ^at man aber SRittel unb 3^it genüge fftni^^t auf 
bad Solorit ju ne^en: fo tann man burti^ ftun^ nnb {toectmaftge 
SBa^I ber @cene einen grdfem ntalerifcfien 993ert^ geben. 2)enn att^ 
bief t^nt ^duftg bie Statur: au^i fie fdet SRafen einerlei ^flan^tn am 
Staube ober Saunte ber ®e^l}e unb ®ebdf^e^ looburi!^ bad ®emilbe 
me^r Rraft unb @r$fe tt^&Üy ia fte erginjt fle an^ oft burc^ anbete 
f)f(an)en. SOe^ biefe^ fann buril^ ftunft no^ oodfornrnner erreti!^ 
»erben: nur mnf nton ni^t toinya Mn^eln^ fonbem bad St&nfKi^t 
muf aui!^ ^ier natürlich au^fe^en« S^on Jtant fagte: «oenn bie Statur 
ioie Sunft unb bie ftunfl toie 9tatnr auöfle^t^ fo gefaOen beibe auf 
gteid^e SBctfe. 

Der 1>i^ttt bebarf SBorte, tm f{<i^ toerflänWi^ jn ma^tn^ tin 
?lnbrer brauet, um feine 3been bargujletten, Stein, (8rj ober ^olj, efit 
Dritter garben, ein SSierter Sloten : ber bilbenbc ©arteuKnflfer bebient 
f{^ ber äSegetobiÜen. Mtin ani^ i^ foKen biefe ein SRittel ber Ser^ 
flanbigung, ein Organ feiner ®ebanlen fein, nnb ba^er mv^tn fit fo 
angewanbt unb georbnet feiU/ baß ber ftun^t>etitänbige {lej^t nnb em^ 
|)ftnbet, »a« ber S<^ö^)fer ber fianbfdjaft ^abe fogen »ollen 5 benÜW^t^ 
fenner aber ntu^ »enig^en^ aUe^ angenehm anft^ref^en^ er muß glauben, 
bie Statur felbft ober boc^ bie Sopie berfelben )u fe^en: bie So)>ie oier 
foS treu unb »ai^r beut Originale na<$gebt1bet fein. (Sin beliebtet 
S^riftpetter fagt: r.fo »a^r, aU erfleh, j^eite« unb britte« Stequfftt, 
ift nnerlaßli^ unb o^ne ®nabe oon jiebem ftunfterjeugnif )u forbem 
bie aCBa^r^eit. 3a, too Met'bt felbfl, mnn biefe einntjtl fe^It, bte 
äfl^etif^ moraKf(i^e SBirlung, bie bo<^ ber leftte 3>a>eä aUtx ffnnfl ifl 
nnb bleiben »irb!« Da^er co^Jire ntan bie f^infitn lÄer beliebigfhm 
Scenen ber Statur, bleibe biefer treu unb mifii^e ni^t^ UnnatArfi^ed 
unb fileinli^^eö ^inetn. 3n tltimn l^ritHit;:, Slunten^ nnb Damtn^ 
®ärten ntSgen jiene Sluntenoerjierungen an t^ent fkla^e fein^ aOein 
in öffentlich en, großen ©arten, tn benen bie ®ärtnerei al^ bilbenbe 



r 



208 

finii^ iiiib bte feKfl aU 3)>bt{iergätten erf<!^etiteit foKteti^ pa^t fol^ed 

&n avüottt (BaxitnUnßex itttb @(|riftfleHeY fagt gtvar: Stumen 
(o9iim tt^rall attge6ra<$t tt^etbeit/ {te f^aben nirgenbd^ fonbent erfreuett 
iicraO bad menf^It^e ^erj, ia er gtel^t fogar Smfe ju äffnlt^en 
8(imeiu>fr3tenmgett/ t»k bte oben ernannten. 2)agesen ^abe iü^ @€enett 
u bet Statut gefanbett/ bte tittr o^ne Slitmen nnb einfarbig t^ett me^r 
jnfagten/ al4 ^ e^ mttIBInmen unb bnnt get^an ^ben loitrben. ®tcAt 
Mtt fä^re i^ nnr einige S9eif)>ie(e an. <Ein fpregelfTater ®ee, ber 
Ue iox^n be^ ^immcU unb ber i^n 2nna(|fl umgebenben ©egenftänbe 
f^mel}eitb ist {t(^ i^ereinigt n>ie i(!^ bereu in ©ebirgdgegenben fa^; ge« 
jtei mir üumer unenblic^ me^r^ ate anbete €een^ bereu Stanber )>oUer 
&^üf^ ®rad unb Spinnten mareu. Sbenfo ifl e^ mit S^äffen: einige 
ci|altett fi^ frei t)0uSBa[fer)>f[att3en; bie aber einen trägem Sauf ^aitn 
(üb uii!^t ü^ ftnb, futb mit einer SRenge äBaferyffanjen unb ä^bimeu 
ongefaltt: gefaOen oitt tu b«r Stegel nii^t bie er^eren me^r^ aU bie 
U^kttn^ ma^eu fle UDenigjhnd ui^i eri^obenere Siubrötfe aU biefe? 
€o gefättt ba^ einfa^^e ©rnu eine^ f<$on gehaltenen Stafend im Sorber« 
gisnbe ctued ®atten4 mei^r afd ein mit l^lnmen uutermifc^ter u. f. m. 
C# täft fi4 biefe Slnf^t loieHei^t felbfl bur^ bie 9SergIei(|ttng einiger 
Sünetolteo rechtfertigen* 2)er cararift^e SOtarmor ). SS. gefallt gau) 
rem mb o^ 9bent me^r^ aU mit Sbem^ ®^p^ unb Itreibe rein 
me^r, aU gemif^ k. ^a, erfc^eint ni^ av^ ber ®f^nee in feiner 
ngemifc^teu Steinzeit bem Suge f^iteer^ aU menn er mit 9tabeln, Soub 
8Bb Stbe 9etmif4^t ifl? 

^an befi^ttibige mi<^ ni^t et»«/ baf i(fy ein %tin'b bet Blumen 

fei: im ®cgei^eit/ id^ fammle bereu fir beu (Sorten unb mein ^erba< 

lism tägli^) an^ glaube man nk^i;, bof i^ bie &^in^tit ber ätoi^r;^ 

mof eit nub anbrer ffiaffer)>f{att)eu in @een unb Sluffen unb ber SBInmeu 

a»f beu SBiefen i^erlenne^ ntitif iify fii(|Ie nur nnb tvoOte nur wi^^pu^^, 

bo^ bie 92atnr au^ Scenen fc|a{ft, bie f(|^ön o^ne 93Iumett finb unb 

f^uer^ aU {ie unler Um^anben^ mit biefen fein kofirben, bafi alfo 

Sinmen itic^t flberoK utA unumgangli^ no^menbig ftnb gur Q^in^tit 

einer Saubf^ft^fcene; ba^ iebenfaSd aber fte uoie aOe anbem ®egen? 

fUttbe, ^dreub mirfeu möffen^ loenu man in i^rer Unorbnung bieSßeife 

ber 9tatsr i>etla^. :{)et benfenbe tuufllet mufl ftennet ber 9latnt 

üb be4 menfc^Iii^en @em&t^e^ fein^ unb )ebe ®a^e nur fo anmnben« 

i»ie ^e uu (Sinttange mit ber 9tatnr fle^t unb «oie {te i^red Smbru&t 

af bie (^)>finbuug geio^if fein barf. 

(Sortfe^^ung folgt.) 



204 



Vieb0t Jlttltural-C^emtr. 

aSon Gerrit &ttiot, 

ftttltttral ^ S^emte tttttfaft eine Stemini^ ber Seftanbt^etle ber 
fSflangen, be« ffioben«, ferner »oi^er biefe Seflanbi^etle lowwen, bann 
auc^ eine ftenntnif ber SBirfnng ber loerfd^iebenen aU S)un0er ge« 
(ratt<!^ten ®ub{lan}en^ fomo^I auf ben SBoben^ aM au^ anf bte 9f[«u 
gen felbfl. 

SMe Seflanbt^eile ber ^flanjen ftnb organifc^ ober anorgonif^: 
bie erfieren »erben t^ei(n)eife ^on ber ittme^p^äx^, t^eitoeife s>om Soben 
hergeleitet; bie le^teren jlebod^ nur t)om Soben. ®ie bringen in bie 
fjflanjen ald pffige ober gaflge^ nientaM aU fefle ©nbflanjen. Die 
Seflanbt^eile^ toM^t oom Soben hergeleitet werben, bringen buri^ bie 
©augtourjeln in bie ^flangen^ n>&^renb biejenigen^ toeli^e and ber 
3(tmof)>^re ^erfommen bur^ bie Slätter^ ober m^ hnrt^ bie grinen 
Z^tiU ber (Stämme (aU Ui ben Cactas) eingefogen loerben. 

J)te organifc^en Seflanbt^eile finb »o^Ie, SBafferfloff (Hydrogen)^ 
©anerfloff (Oxygen) unb ©tiÄpoff (BfWrogen). Äo^Ie ifl eine 
fe^e Sttbflan) / gen>d$nlid^ oon fd^toarjer $arbe , ^at n>eber @e? 
S^maä no^ ®ertt$ unb brennt mei^r ober «oeniger im $euer. ^oh^ 
fo^Ie, aßaffcrMei, €ofe u. a. finb ätarten ber Äo^fe. äBafferjioff 
ifl ein ®a^, bad leic^tefle aller befannten ©ubflanjen^ brennt in ber 
8uft, aber niä)t für fii^ aMein; mit ©anerflojf t^erbunbeft bilbet e« 
ffiaffer. ©auerftoff ifl glei^fato eine «rt ®ai, e« ifl tin mächtiger 
©eförberer ber SBerbrennung, 2:^iere ttnnen in x^m leben, er bilbet Vs 
ber SRafe ber gett)ö^nlic^ett atmof))1^{irif^en fiuft. ©tidftoff ift an^ 
eine ®a6art €r brennt nic^t, toie er aud^ toeber Verbrennung no4 
animalifc^eö geben förbertj er bilbet Vb oon ber üRaffc ber atmofp^ 
rif^en 8nft. 

2>ie ^auptffi^Ii^flen organifi^en ©ubflanjen ber f^flanjen finb: 
Oummi, ©tärfe, 3ttder, «^oljfafer (Signine), Dele unb ^ttt, bie jn* 
fammengefe^t finb an^ fto^te, äSaffer^ unb ©auerftof, ferner f^flanjett^ 
Itim (Weber, glaten), oegetabiKf^eö Cafeln, oor^errf^eub im SRitrogen 
unb alle oier Elemente ent^attenb, toie ani^ ©^loefel ober f$^oö)>(or, 
ober beibe^ }uglei^. 

<9ummi ift um Rebrige, I5^bare ©ubflong, oon ber ed eine 
Stenge 9(rten giebt, mit Sinf^Inf bed fo uu^Ii^en Saout^onc nnb 
®tttta:»9er(!^a; ©ummi arabicum, oon Acacia sene^lensls unb einigen 
anberen "^flanitn fommenb, ift bie reinfle SIrt, toirb lei^t mit SBaffer 
aufgeKf t unb ifl )u oielen ä^^^^tt Auf erfl u&((i^. 



205 

Si&xtt ftvbet Ml rein tu melen aSegetaiWett; Stttd ^ftefct an« 
fafi itt^td attberem; SSetjen^ ftartofeln eitt^attett f{e in grofer Stenge ^ 
SrreiD^TOOt, ©ago ttttb Za)>ioca finb fbrten b<u>on^ fle tfl botltg auf« 
HAor im SBaffer. S^^renb ber SegetaÜoit ber Samen n^irb fte in 
3sier Denoatibelt nnb qUU bem (Embryo bie er^ 9la^mng. 

3ittf<er, oibgletf^ ^ott))iffi(^{i^ nnr wm Buderro^r Qeu>onnen/ finbet 
^ niM^ m mehreren anberen ®etca^icn, aM in ber Seete^ bem (t^am? 
I^tt, (Eic^orien, in ben Xronben, ben S^^^^^^^ u. a. m. 

^olgfafer (Signine) bilbet ben ^au))tt^eil aOer 9rten ^otj, 
@tro^, Saaten wn 9lnfen, Sanmtt)oOe, ^ac^d^ $<mf n. a., ^e finbet 
fn^ an^ tu einem fe^r verfeinerten Svflanbe in bem Sleifi^e ber $(e))fel 
flBb onbrrer ^rn^te. 

ZHe Oele bilben mt fe^r intereffante Klaffe ber )>egetabi(tf(^n 
6sb^)en, fte finb in }mei l&afen get^etlt, in fefle nnb flnii^tige. 
|e^ Dele trerben ^wb^nU^ in ben Samen gefiinben^ aU in ber 
Ranbel, in bem Semfamen^ 2^o^n nnb @enf^ feltener in ber l^nKe ber 
Sonen, aU (ei berDliioe. S)ie n^efentlt^^en ober fltt(!^tigen Dele finbet 
Boa in mehreren Steilen ber f^anjen^ befonber^ aber in ben Slnmen 
tBb in ben ^finten ober SebeAtngen ber ^räil^te. Die SSarietaten 
jbb fe^T ja^Ireic^, alTe ft^arf nnb reijBar^ fie flnb bte ®erääe ber 
Stamm, größte k. ald^ Sam)>^or, iüA (bie ©rnnblage be^ Siegel 
luU), Satfanu nnb ^atiMrttn, ber ümbra n. a, ge^dren ^ie^er. 

I^flangenleim (@Inten) ift eineSnbftan) a^nlid^ bem äSogeQeim, 
nSb ttiprt mit ber Starfe in fa^ allen Z:^eilen aOer f^flanjen. Sr 
i# m^ti^ im Seiienme^l nnb ma^t ba^ barand bereitete 93rob beffer 
M iebe^ anbere. 

@tärf eme^I (SObnmen) finbet ft^ in ffernen nnb ftartofeln, e$ 
t|i baffelbe aU bad animali^ifyt SOCbnmen, loe^ed fafl in reinem 3«^ 
flanbe im Sßeif en ber Sier oor^anben ift 

Cafein ifl oor^errf^enb in Srbfen nnb anberen ^anjen ber 
§«ttilte ber Segnminofen. 

ZHe 9Renge ber brei it^Un Subflanjen/ ©Inten, W>nmtn nnb 
^bilfnnf »ergli(^en mit ber @r$fe be« begetabißf^en Neic^^ ifl in ber 
Z|at iinr itxin^, aber bie Stelle, bie fie anr Srffaltnng nnb Smä^rnng 
ber Zetere nnb SRenf^en tinninmt, ergebt fie gnr toi^tigflen na^ nn« 
fcrer Setrad^tnn^. 9Sirb 9Bei)enme^I mit SQSaffer gefnetet nnb bie 
mtö^ige 9&S^i^^^ a^fioffen, fo Uüit eint ga^e Snbflan) itbrig^ bie 
faiq>tfa^Ii(^ an^ ®Inten befteifit* 2)ad Slnfftse, ba^ na^ abfe^nttg ber 
Starfe bleibt, enthalt forno^I ülbrnnen atö Safein. 3Birb eine biefer 
bret Sttißan}en in einer ^nflifung oon fi$enber Soba getrennt nnb 
bn^ eine Säure jnmSej^en gebracht, fo tx^äü man einen 9lieberf(^Iag, 
f rotaitt, itnannt S>ie Dnantitit biefer Subfiang, welche bte oef« 
f^'ebenen ftom^ürten geben, giebt tint gute 3bee oon ben na^r^aften 
^esf^^a^en berfelben* 

J>ie attorgattif<^ett fJflanjent^eile enthalten 8—10 berfd^iebene 
Sttb^mtjen, ntolic^ ^otafci^e, Soba, Kall, SRagnefia, (Erfen, Sraun^ 
jkin, eüicimn, £^r, Sd^mefel nnb fio^p^ov. 

fJotaf^e nnb Soba toerben bie fe^en Sangenfalje im®egettfa$e 
jRÜmmottsnm, a» pc^tiged Sangenfala, genannt. Sie mad^en 37 i^eiie 
oott ^bert ber 9f^en be« fßtiim^ nnb Sloggen« an^. ^tafc^e er« 



206 

^äü man im ^anhti iw %^tm ttnea loei^ett ^ttberd^ man erjettgt fte, 
tttbem man |)o()af(^e mtt SSofer iA>af(^t mib itai!^^et bad äSafer t>er^ 
bttitflett ta^t'j fte n>trb erfl feitet unb bann pffig^ «oenn man ffe ber 
Sttft andfe^t ®te jtnbet fU^ ^auftg im (Seefrant^ an^ bem fie t>M 
unter bem 9tamen Slf^n^ol} gen)onnen tt^trb; man bereitet {te j[ebo<| 
{ef^t an^ an^ Seefalj nnb flnb bte bet btefer Sereitnog entfte^enben 
Z)äm))fe ober 2>nnfte in ^olge t^rer faljtgen Säure ber äSegetatton fo 
fei^r nac^it^etltg. 

Ralf ifl etnejbetonnte, n>etfe^ erbtge (Snbflang nnb finbet flc^ im 
SSgemeinen in tttinen jQnantttäten in ben meiflen f^an^tn, T>it 
Kfc^en ber di^tn enthalten 10 ^ocent ba)>on* 

SRagnefta trifft man QtXü^nli^ in ^orm eined tcti^tn f)nfoerd. 
a^ ma^t ungefähr Vio ber Slf^e ber ®etreibef$rner ani. 

Sifen, toeU^e^ in ^{lanjen in ^orm eitted Dr^b^ Dorfommt^ ifl 
ein ^arte«, blanli(^ grfinea aRetaK, bad ntt$ti(^{le aller 3Rttatl^. 06t 
glei^ fafi in aQen ^{{angen Dor^anben^ finbet man e^ bo^ nur in fe^t 
fleinen Onantitaten^ feiten me^r aU 1 t'roeent. 

Srannflein ifl tin ^HetaU feiten in ^fianien, nnb bann nur in 
fei^r Keinen JDuantititen. 

Silicium ifl ber 9iame einer ®ttbflattj S^nU^ bem ^enerflein^ bem 
gelfenfrpflaa nnb bem @anb{lein. (£d finbet f%^ in 9Kenge in ben 
@tenge(n ber Gramineae nnb giebt bem ®tro^ be^ SBet}end nnb bem 
Stetere bte ®teif:^eit nnb bad gifingenbe äudfe^en. 

S^Ior ift eine Slrt Suft ober ®a^, \>on grnnlid^^ gelber ^Arbang 
nnb ftaxt erflidenbem ®txn(fy, ed ftnbet ^if oereint mit ®oba aM Qt* 
xoi^n\i<^t^ @al). 

@(^tt>efel finbet fl^ in fleinen Dnantititen in fjflanjen aU 
@^tt>efelfäure (SitrioI^DeO* 

9^o|S)>|for^ )»tltfytt in^jlanjen aM eine Säure enthalten/ ifl eine 
i^rer anorganif^en Seflanbt^eile^ er ma<$t fa^ bie m^ ^älfte ber 
Xfä^en be« 9Bei)end and. Sr ifi bie belannte Subflanj^ aU ber bte 
3tinbMtjer bereitet n>erben. 

t^ffanjen, loeft^e au^ biefen ®ttbftan)en }ttfammengefe$t fUtb/ ober 
foI<!^e enthalten, erforbern gu i^rer (Erhaltung, baf man i^nen )tt i^ret 
9ta^rung biefelben Subflangen giebt, nnb bie f^ftanjen m&ffen ba^er an 
fol^e ®teaen gebraut ober unter folgen SSer^ältntffen be^anbelt n>er^ 
ben^ mo fle biefe ©ub^angen einnehmen unb fie i^ren @efdf en gnfn^re» 
tOnnen« 

SBenn eine l^flanje in einen 93oben nnb in eine Sage gebracht 
tt)irb^ mo fle in ge^5nger Proportion atit bie Seftanbt^eÜe i^rer Sn^ 
fammenfe^nng^ mit Sinfd^tuf be^ Stammet, ber Stätter unb ^rnil^te^ 
einnehmen tonn, fo gebeizt fle mit ftraft nnb trxti^t einen ^o^n ®rafr 
i^rer SotUommen^eit, unb mir fagen ber Stoben ifl ^^tbar. &U^t 
itto^ eine f^flange in einem Soben, n>o fie fruf))>elbaft voä^ft/ mo fle 
erf^Iafft nnb melf n>irb, fo ift e6 einleu^tenb^ baf etnige i^rer Seflanb« 
i^t bem Äoben entweber festen, ober in bemfetten in nid^t ge^rigen 
^ro)>ortionen oorf^anben flnb^ nnb einen fol^n Soben nennt man mt^ 
fcn^f^ax. a^ giett natätlid^ oerfttiebene ®rabe oon ^m^tborleit beö 
Soben^^ loä^renb anberejgan} unfruchtbar flnb* Unfruil^ttarfeit »irt 
cntmeber ergengt burc^ S^anget ber ®nbft(m)en, tctl^ bie l^^angen 



907 

2:^leti ber (Srbc bebetfett), obw fie twrb erjeitgt bunl^ bad Ueicröem^ 
ber etven Sub^anj über ber anbeten^ ^. 93. (Etfenox^b, bad m grofet 
Stenor ber SSegetattott fo tia^fti^etlig ifi, Set)fl[att)en u>tt tum ritt 
&taa iatCt ^a^x auf 3a^r mit etn unb berfelbea |^f[an}etiatt/ fo t>er:' 
Uert cd attmä^Itg feine gnt^tbarf eit far btefe $f[an)ettart tmb «Dtrb ittu 
fvu^thav, mbem btefe f^flanjeitart bte t^r {ufagenbeti ©ob^atijett mtf^ 
Se}e^rt ^ot^ bai^r tsati »enuttifHget Seife f^dttfiger bangt unb mit beut 
SefleHen bed Sanbed mit ber |>{{anjenart toe^^felt, benn bei bem cSb 
iä^rltc^ett SSe^feltt ber m^n ^flanjenart mit einer anberen merben bte 
enbilanjen int S3oben ^Uiifma^i^ in ber Qualität verringerte benn 
eine ^fCanje t>er(angt ^ S» einen großen 2:^ei{ ftatf^ »a^renb eine 
a9bere tne^r ^^o^pi^ov^ bei ber jiä^rli^en ä(bfonberung biefer Seflanb^ 
i^Ie and beut 93oben bur^ bie fiffangett/ iDeli^e berfelbe ernährt n^irb 
auf btefe äSeife Unfrui^tbarleit erzeugt, unb »irb ed be^^alb unbebingt 
idt^ig, baf biefe Stflanbt^eile erfe$t toerbeU/ tvod nur bnrc^ Z)itngttng 
gef^^ti fann. i 

Um nun tinen Soben jn bungen, ifl e^ nnumgingli^^ n&t^ig, ben^ 
felbeii genau ju fenneU/ nnb obgleich biefe Kettntnif burd^ bie S^entie 
kii^t gtt erlangen i% ba {td^ ber Soben genan unterfui^n Id^t, mod 
fir @ttb{lan|en unb tt)ie t>ieii i^on üeber er ent^dtt, fo i^ e^ bod^ tittt 
gou) anbere ®a^e, fobalb man eö in ber $ra]:i^ amoenben mU^ benn 
bie Sbobenarten )>ariren im Sittgemeinen fe^r^ niii^t nur auf fe^r geringem 
SUc^enraume aOein bi9 Dberf^dil^e, fonbern aui^ oft no<^ me^r bie Siefe 
^ber Untergrunbe fo baf felbft bie genauefle Unterftt(!^uttg t>on tt>entg 
9ta|eii ifl. i&^t |!^ nun au^^ bie genaue Unterfnd^ung im Saboratorio 
mijjt )>rattif^ aufd Selb« nnb ©atienlanb anmenben^ fo ^at hierin bie 
Stffenfc^aft bo^ ungemein oiel get^an unb ti^ut ed no<!^ fortwd^renb, 
benn offne beren {)tilfe n>utben loii @ubflan)en at« JDänger atttt)enben, 
bte bereit« in rri^Ii^em 9Ra^e im Soben oorf^ünbett jinb, me mir 
anbere fortlafen^ bie unumgdngli<)^ etforberiic^ todttn« @o mag ein 
Saubmann fein Sanb 3a^r an« 3^^r m b&ngen, in bem ^itUciö^t nur 
ein ober jmei 93eflanbt^etKe fe^ten^ bie neu ergdn)t ^inret^en mürben 
eise gute Srnte )« geben. 



Hftte en^Uf^e fj^brtliff /ttt^fteit für 1 849^ 

(Sortfeftnng ooti pog. 105.) 

IH. Schofleld's AlbonL (Eine Sarietdt erfler ^affe. Std^re 
hn, aebrttngen/ jiebo^ gut j>roportionirt,§arbe xit^liö)-, Äelc^bldtter 
imt abaefttttni)ft unb gut m^üt^r oon berfelben gdrbung »ie bie 
SMbre betfipf* ^i^ Mafgrun; bie innere ©rite zttoa^ bunWcr f^attirt. 
ilum'enfrone au^gejei^net , einen J&albfrei« bilbenbj ba^ «udge« 



208 

aet^netfte bjefer SSarietat befielt bortn, baf jiebe^ ÜtSIumettMatt i^errlt^ 
ttnb f(^arf^ ^on reinem^ ^eSem^ xüfiam &^axla^ I^Stenjt ifi^ lo&^renb 
bte ©runbfarie gait) ^etttot^ i^. t)te innere @ette ber ^ttaUn tft 
i^on berfetien ^arbe^ fc^in gefärbt. 2>tefe Steu^ett tfi gan) befonberd 
gtt empfehlen. 

14 Jenning's Saperb« dint fe^r m'eblti^e SSarietit; 9t5^re 
lur) nnb gnt i^roporttontrt^ $arbe Ha^pinty Kelchblätter breite {htmpf 
nnb nteblt^ ausgebreitet. t>ie äofere @ette blaf)»tttf, getupft mit 
®run^ bte innere bunfelrofaj Sluntentrone ^ubfd^ geformt^ $atbc 
bunfelrofa. 

15* KeudaPs Mont Blanc (Eine gute Sanetät für üts^^ 
fleKungen; 9tö^re unb fteI(!^bUtter gut |>r0))ortiottirt^ ^arbe n>eff ; 
Slumentrone in ^ttm unb ^arbe gut i>aiiin^ fe^r gut unb reic^^ 
li^i bltt^enb. 

16. Pope's Criterion. Sine au^egeitl^ttete ^ariitat, d^nli^ 
SmUh'sNe plus ultra; fRi^xc uttbftel^ rot|f/)ien)Ii^ }urädgebogett^ 
n>obur(!^ fx^ bte 91 unten frone gut präfentirt^ bte Iat>enbeIbMu(tt$ ge^ 
färbt i^. ^abituS ber ^^anit gut unb xü^ti^ bln^enb. 

17. Smith's Bsteem. dim gute Sifyan^9iaxiMt 9l$^re 
unb ftel^ gebrungen^ benno^ gut proportionirt %cixi^ ^eOearmoifitt j 
Slumenfrone gut geformt ^urbe roftgpurpur^ ^aiitvii ber f^flonje 
gut ttnb xtiä^ixöf btu^enb. 

la Mielles's Flavescens. Sine ^tlH<^e Sarietät; 9t$^re 
unb!tel(!^ ^eOrdt^ti^^ getopft mit ®run; Slumenfrone grof nnb gut 
geformt 3 ^arbe fc^arlat^; ^aiitn^ gut 

19. Mayle's Enchantress. dinc ^bf^e iBartetät; 9ta$ire 
unb ftelc^ n)eif[, Slumenirone oon guter Sonftflenj/ ^arbe roflg^ 
carmoiftn^ ^aiitn^ ber f^flanje flor( unb reit^ blu^enb. 

20. TarTiHa Ele^ana. Sld^re lauft unb gut proportiouirt, 
gau) toeif. Z)ie ^ubf(l^eu ftelc^blätter, glei^fatte toeif, i^aben auf 
ber innern ®txU einen Iei(^teu Snftug oou pin( unb finb an ben Spieen 
mit IfeQgrun gejeid^net. ®Iumenfroue gut geformt unb oon briOauter 
carmoiftnf^arla^ @<^attirung« 

21. Mielles's Prinzess of Lamballea. 9int gute Sorietftf, 
Stiere unb ftelc^ metf^ Slumenfrone mit einer Scfiattirung Don 
oiolet; biefe Slume ifl fomo^I bifHuft toie f(^ä$bar. 

22. JenDiog*8 Matchless. Sine prächtige ^orm ber IhigeU 
blttt^enartigen^ Stö^re unb ftel^ Mit proportionirt %ax1>t briOant 
rot^} Slumenfrone ((^in geformt sarbe purpur^ {)abitud gebnut^ 
geu/ leicht blu^enb. 

23. Epp'8 Nymph. Sine fe^r niebli^e fßaxitat^ Stiere unb 
ftel^ ^tU, äSIumenlrone gut proportionirt^ $arbe pui^uroiotet. 

24. Miellez's Napoleon. Sine atte Varietät iebod^ fe^r )nr 
@(^aupflan}e geeignet 9l$^re unb ftel^ gebrungen, $arbe rU^ti^, 
Slumenfrone cannoifln unb f(!^arla^^ bie fteli^blätter biefer Sarietat 
breiten ft(|i ni^t ^inlängli^ aus, toaS ein grofer fflai^i^il ifl. 



209 



S^e^i&et ober bt^Ü^xitUn in audl&tibtfc^en ®ariettf(^rifiett. 

Swammerdamia antennaria DC. 

Sin gebrinieetter, imwergrÄtiet @ttm^, mit e*'fle», Äeittge» 
S(^ ^ mit SStatttxn oott ber Sänbrnig tooit Evonsmias japonicuei. $>it 
fiimm ihtb fleut, tt>e{f »nb flehen m (letnen 2:ra«Bettn<f>en ^etfammett. 
Sr t^ ein Setvo^nev t>oit SKottttt ffieHingtoit m San 2>temett«« 
Uiib, 190 er soom ^axmax iU SIRat) ilö^t (Er tfl $art, I9äd^{i let^t 
iBb taft ^^ oitc^ leitet t>enite$roi. Gardn. Joarn. No. 5. 1849. 



Limnanthes rosea Benth. 

SStttbe tooti ^etm ^arimeg etitgefanbt, bev fle in bem ®acta« 
fliriito:s2l^aIe^ tn Salifornten^ an f]tin)>ftgett @tellett fanb. Qti tfl 
cme ^ me^r fla^ aubxtittntt fteifi^tge f^ftanje, A^tili^ im ^aUtn^ 
Um Limoanibes Doaglaflti. Z)te Sßl&tttx fltib fe^r ft^mal nnb pfi o^ne 
&q>t>eii. 2>ie 93Iitiiten {!tib rofafa((tg nnb flehen auf Sbinmtn^tltn, 
^ langet linb aU bte Slotter. C^ iß m p(f(^ed ^orted Sopmevge^ 
i9d^d itttb erforbert gleit^e Se^onblnng al^ Nemophila, Collinsla tt. a. 

Gard* Joarn. No. 5. 1849. 



Abronia umbellata Lam. 

Sine oM (Samen erjogene ^^{lanje, bte ^err ^artmeg aud Sa^ 
Klmttesi eingefanbi ^at, too er f^f^anjen am SReere^ufer fanb. 9n 
f0k^ @tellen triebt bie ^flanje nnb ma^t lange, SBurjeln i6tlbenbe 
€ienaeL @ie ^at tMlt fCeif^ige S3 latter, i6ett>tm))ert mit paaren* 
Z)ie f^lnmtn fte^tn in Dolben^ {ie ^abtn eine lange i^iolette 9id|re^ 
nst einem fmt gef)>altenen f^ad^en ©aitm. X>it Slume ^at ml Se^n^ 
Hd^feit mit tintt Verbena nnb fpQ kpo^lriei^enb fein. Ha^ ifl fie ^art 
«ib verfangt biefeKe Se^onblung att 93erbenen. 

Gardiu Jonrn. No. 5. 1949. 



Cratf^c hatten« un^ dumenicttmifi. V. ^ant, ^^ 



810 

Miltonia Karwinskii Lindl. 

(CyrtochUam Kanvinskii Bot* Reg.) 

Oaxaca fanb. S)tefe Ox^&tt tontet ux^ptinffi^ Don Saron Stax^ 
xoin^ti nai^ getrodtteten Sxentplaren U^^xitUn, bie er (ei Slqiico 
gefaitben i^atte. @)>clter rntttbe jle )tt Cyrtochilom ttnb Oncidiam ge> 
3fi^tt, e6 tfl j[ebO(| etne ä^te Miltonia itttb )tt)ar emc ber fii^dttfien jie(t 
in Itititttr. Der Slttt^enf^iaft D^trb 3' i^od^, ftetf aufre^t^e^enb it»b 
ifl gegen '/s feiner Sänge mit gref en n>etfen, ^urf^nr, getb nnb (rann 
Ui^aft ge}et(^neten 93Ii|tne;t befe^t. Z)te 3^t'<(^ttttng ber SBI^men tfi 
nn^gejetf^net. Vit f^flanje i»er(angt biefeI6e Se^anblnng aU Oncidiam, 
jebo^ eine ffiltere SCemperatnr. Gardn. Jonm. No. ö. 1849. 



OrymPflia q-i$tata Miq. 

(QryMQiita sarmpntofifnla Lern») 

flfisneriiifpao. 

dint fe^r intcxt^antt f^flan^e mit langen^ t^et{^ an ÜRaneni/ t^eitt 
an Sanmflfimmen flettemben S^^i^^f wit f<^9nen grof en^ faftgrnnen 
blättern/ mit getblic^ weifen, ^efranjten, grof en Slnnten, beren Sln^ 
ntenbl&tter anf erbent no^ mit pttr))ttr gejeti^net ftnb. 3(tt ^arafU be« 

anbelt^ gebeizt fle in ^neni feud^tn>annen |)ai|fe/ j. ^. Dr^^eetu^anfe 
Mt gnt/ nnb geip{i$rt bnrt^ t^ren eigent^äml^en ^cAibxi ^^^VüLi- 

4^11 ?inbKÄ. Flore des Serres IV* 388. 



(Coohlearia aeanlis Desf. ۥ pusilla Brot.) 

Crneiferae. ^ 

(£tne nieblt^e Keine SBetoo^nenn bed fnblitl^en (inxtpa% n>o man 
fle anf Safaltfelfen bM ^^a|f9 fii^f^, )p{f fie ^n^ femer im Sterben 
S)on Slfrifa 9on De^fontaine^ ge^nben iDorben ift. ®te ifi nnr enM 
jÜ^'g nnb erft neuerbittg^ in unfbe ®dytei| eingejffi^ loorben. ®te 
t^ybient mgeax i^e^ nt^rigen tBn^^fe^^ i^rer pb^eit ^tx0tmii^ 
SNttkr nnb i^r«r nniAfligen jarl ))io{etfjtrbenen Slnmen toegen miji 
knetet )tt tt>erben. Dte fJflanje bilbßt Reine fRafen wn i—ß^' ^>|e 
nn^ bie Sternen #ttb fo ja^Ireiü^ b«f bie Slätter fafi bebedt merb«k 
SKon fiel bie ©amen im K^ril nnb p^Wit bie y{Mn}(^ett bann fjiätev 
M ^9itf an fd|att)ge ^H<$e^ 9ber man faei b^n 9amm au^ im 9kif^ 
itmUx, um f^ftansen boMii im tSiakt jn ^im^ 

Flore de» Serres IV* 389. 



■»^-— =r— r 



811 

£chit6s peltata Vellos. 
Apocynaceae* 

(BUU^^atU tim f^tne Sri bttfey ^atfetng mit gelBen Stumm. 
|»etr aSan {)Otttte erhielt fle ^^^n t>ttm ^. ®aItott( itiib flimtmt fle 
ntma^li^ m^ SrafUtes« @te t>erlatiflt bte 9BArme etsH &(#^it^ 
^osfe^ «nt gttt jtt ge^ct^en« Flore des Serres IV« a90. 



Stiftia chiyfiantha Mik.* 

(Ao^vsta j^andifl. Leandr«, Plasia brasiliensis Bpr., Mocinia 

matisioidea* DC.) 

Compositae. 

3ttft^ tat 3a^re 1847 tlu^te btefe ^mli^e f^^ange im f)fl<m)eti* 
garten j^ f^ort^^ unt> e^ mar mo^I So%^ ^'<^^v ttnrt(^ttgeti ftttitnr, baf 
«alt tttd^t e^er ben ®etittf t'^rer ^errlt^en Slamen ^otte^ ba bte |>flatt)e 
krett^ 90r Uagerer S^it eingeführt »orbea ifl. SSifan eatbedte f[e 
]BeTß 1817 anb bemertte, baf ^e in i^em Saterlanbe Srofüien eine 
|)ö^ s>ott 12' errei^t. Die SIut^entt)»fe {lel^ea eingela an ben ©(»ifea 
ber B^etge anb be^e^en an^ gegen t>ier)ig einzelnen Sternen^ ^nb 
tenfelorongeforben anb nmgebea s^on ^eQeren {>aaren. X)ie Stnmen 
mof^ea eiaea tt)a^r^aft \^inm d^eft« 

Flores des Serres IV. 391. 

(®Iei4 ber Btiftia inaigDiB wirb aa^ n>o^I btefe ^errlicfye Htt 
m^ Uüfyt )ttm 93Itt^en jn bringen fein^ menigflend ifl e^ mir no^ 
aii^t gelasgett aab mir anil^ nt^t befannt, bof fie in beutfc^en ®ätten 
SebU^t ^e. Set'be Srtea seidenen fi^ aber f(!^on bnrcfy f^ine^ 
glöajeab gratte SIAtter m^, fo baf jle felb^ ald Slatt^fianjen.^n em)>fe^Ien 



Siphocampylus glandalosus Hook. 

LobeHaeeae. 

2>tefe i^abfd^e 9rt flammt )ooa ^Bogota Santa ^e^ Sflen- 
draaaba/ t>on toc ^err f^urbie 1845 ®amen an ben bot. ©arten 
la IteiD einfanbte. @ie wä^^ leidet anb n)>))ig nnb erjengt ma^renb 
bH Samttterd tint 9}{enge fc^rlac^vot^er Slnmen« 

Um fie a)>))ig gn i^aben ifl t€ not^menbtg^ fte in freier Saft im 
f)«Ibf4atteir in einer fetten^ mürben drbe mä^renb be^ ®ommerd in 
kUmtn. 9tim ^intcitt be^ ^rofle^ 1>f(an}t mm fte ein, anb fteSt 
fie tn na gemäf tgte^ $an^. Flore des Serres IV. 401. 



14 



212 

Barringtonia speciosa L. 

Myrtaceae % Barringtonieae DC« 

9litt mit (Erfiauncn utib SSemitttberung Betrautet man wmiVt&^x^ 
U^ btefe @(^&n^ett ber fc^afenben Statur, ^n t^rem SSaterlanbe ift fie 
et» titebrtger Saum^ in nnfemt @ekofi(!^d^attfe tiiir ritt ©trotte^, mit np^ 
fa^ 1' lan^tn itnb i^er^altm^ mäfig breiten Sldttern^ t>on fefler Son« 
jtflen) unb glänjenber Dberflät^e. Z)te Slnnten btiben einen grofen 
St^prftt«, 60—70 Cent. lang, wajepdtifÄ georbnet nnb enbjlänbig. 
3cbe »Inrne ift 12— 14 Cent. lang nnb 14— löSent. im 2)ttr<i^nieffer. 
@ie öfnen fi^ gegen 9(benb nnb faOen am näc^ften ÜRorgen ai, jieboc!^ 
banert i^re Slut^egeit im ©angen itttu^tti^ (ange. 3^re ©(^on^eit 
befielt ^an))tfä(^Ii4 i^ ber SRaffe t>on @tanbfaben, n)el(!^e nad^ ber 
93a{ld }tt meif , nad^ bem oberen (Snbe }n lebhaft fd^arlac^irot^ ftnb nnb 
fxä) rei^erfeberartig ausbreiten. Die Slnmen erinnern ettt>aS an jene 
Don Caroliüea, Bucalyptas n. a./ ^aben nun aber no(^ ben Sorjng, 
baf fie einen ^errlid^en 2)ttft t>erbreiten^ ä^nli^ bem »onCereus gran- 
difloras. (Es ijl mit einem SBorte, xoix mfifen ed no^maM attaf))red^en, 
eine ber ^errli(!^{len nnb ^rä^tig^en @(^d]pfungen. :Ca4 SaterTanb ber 
Barringtonia i^ giemlic^ ausgebreitet man ftnbet fle in ^nbien, auf 
5^a^a, ©nmatra, Sorneo, CelebeS, auf ben ^oMUn, ^^'lippinen, im 
Often 9on S^ina tc, n>o fie befonbers an ben Sinf tsfem n^äd^ft 

(Eine fol^e ${{an}e t>erbient bemnad^ anc^i jiebe ®orgfatt ^inf[<^ttt<l^ 
ber ftnitur. @ie toa^^ üppiQ in einer guten fetten (Erbe unb i)erlangt 
^auftg befpri^t )u tperben n>äi^renb ber 3Bad^St^umSperiobe, toit eine 
mäfig feu^te unb n)arme Temperatur. Um ^e leicht }um Sltt^en ju 
bringen, ergießt man ^flanjen ani Stedlingen, nnb fangen biefeßea 
bereits in einer $d^e t)on 4' ^äuftg }u bltl^en an. 2)ie ©tedfinge 
tDurjeln leicht auf tintm SBarmbeete unb ^aUn in 4—6 3Bo(!^en bereits 
SBurjeln unb Idnnen in Zopfe gepflanjt werben. SBom 9to^tmitx iii 
Wlaxi muff man mit bem @pn^en t)or{t(^tig umgeben unb au^ bie 
2:emperatur beS ^aufeS n)a^renb ber Tläc^te soerringern. Vit befle 
(Erbmifd^ung für biefe l^errti^^e ? flau je ifl m Z^til poljfo^le ju ^uU 
lotx geftoflen, gute ©artenerbe, meifer ®anb unb {)at^eerbe. 

Flore des Serres IV* 409. 



Maraiita ornata. 

Var. 1 foliis albo-Iineatis 
Var. 2 foliis roseo-lineatis. 

Z)iefe beiben wa^x^aft ft^Snen 3iaxiMt^n ber ©attung Maranta 
s>erbanfen tt>ir ^errn Sinben, ber (Samen bat)on mit aus ^tumbia 
gebrad^t ^at. Da bie ^{Tanjen no^ nit^t geblüht ^aben, fo ifl eS an^ 
mögti^r baff fte }ur Gattung Phrynium gehören. D^ne 3tt>eifel flnb 
fle ganj neu unb nod^ niä)t befc^neben, fo toie fte buri^ bie lebhaft bijan 
gejeidbneten 99(ätter eine ^errli^e STcquifltion für bie SBarm^äufer flnb. 
Die i^Iitter finb tourjetflinbig, breiten fl^ i^orijontal ani, ber 9lanb 



213 

betfeKm ifl toeflenfStmig^ bte Untere ttnb OUv^a^t f e^r glatt ttnb gUtt:? 
lenb. 3^if(^^ ben Slatttten^en treten eine ober jtt)et gientltc^ grofle, 
Brette rot^e ober »etf e ©tretfen (j[e tiac^ ber 8(rt) ^ert>or^ bie jiebod^ uoeber 
bell 9t(mb n^i^ ben äRittelneno be^SIatte^ erretc^ett. 

Flore des Serrea IV. 413—414. 

(3n betn iieueflen Ser)et(^ntfe bed ^erm Smben 30 iuxtmint^ 
^j^en btefe Reiben ^errltc^en Maranta-Hrtett jiebe mit 16^ ^rSri oer^ 



Trevirania Candida Decaisn» 

(Acliiiiienes Candida Lindl. Ach« Knightii Cat« Knight A Perry. 

X>te ©arten'baTS « (SefeHf^aft jtt Sonbon erftelt btefe Trevirania 
bsr^ ^crrn @tttttier oon ©nottmala. frof. ^tnble|^, ber t)OR bte« 
fcr 9rt eiste Sefd^ret'bisttg ttn ^ourtial ber ®artenbau ^ ®efel[f^aft gu 
foaboii ^xAt^ enoa^itt bte SBttr)eItt gar titd^t. $err Decatdtte/ toth 
^er fU^ gegeittt)&rttg ttitt ettter tteuett OEttit^etlung ber Gesneraceae, 
etae fe^r ttot^wettbtge Slrbett^ ba and tn neuerer S^it etne fo grof e 
Retige Xrten btefer ^anttlte gngefontmen ftnb^ f»ef<^afttgt t^etlt hierüber 
folgmbed mit 

r#2)te tn Stebe {le^enbe ^{lanje ge^6rt nt^t ^nr nxrKti^en ®attnng 
Acklmenes, i<fy ben>a^re btefen 9tamen für bte ©attungen A* longiflora, 
patens, ^andiflora, liicifolia, Liebmanni tc^ bet benen bte Slunten« 
frone mit einer langen am $alfe jngef^nnrten Stö^re oerfe^en x% unb 
wo ber @aum grof nnb ausgebreitet i^. ^(fy oeretnige obtge ^flanje 
tttt ber @attnni Trevirania, bte i^ tt>teber aufgefleOt ^abe nnb bie 
)nm Xppni bie alte Colomnea erecta CAchimenes coecinea, Cyrilla) 
^t. Z)iefe ^flanjen nnterfci^et'ben ft^ oon Achimenes burc^i bie ftnrje 
ber Slnmenrö^re^ bnr^ ii^v ©tt'gma n. f. n>. ^err Siegel ^at fnr bie 
Adiinienes argyrostigma bte Gattung Köllikeria aufgeflellt nnb bad 
Bit Siecht.'' Flores des Serres IV* 420. 

(Sinnen ftnrgem toerbe i^ (Gelegenheit ^aUn einige SRitt^etTnngen 
in Sejng ber neuen Stnt^etKnng ber Gesneraceae bed |)errn Z)ecatdne 
«u^a }a ttnnen. S. O— 0.) 



Bessere miniata liCin* 

Liliaceae. 

^in fe^r jn em)>fe^Ienbed S^tebelgetoä^d aud 3Rej[ico, mit 
MSonten 2itittot>errot|^en SSIumen. Flores des Serres IV. 424. 



214 



Chaetogastra strigosa. De. Cand. 



(Melastoma atrigosa Lia., Meliuitava dliata« Dear. in La» Dict.; 

Osbeckia ornata 8 wart»; Rhexia dMinaeclatiis Sieb; Rlieacia 

inconataiMi Vahl; Mexia ornata Rieh.) 

Melaatomaceao* 

Z^onta^ ioH ^ btefe »erteile nette ®rin^ottd^|Iame ottf 
®aabeIott()e «orgefutiben unb fie an SSeitt^ A @o^tt in (Eretet 
gefanbt. !Z)er ^abitne ber f^flanje tfl }tt>etstS/ bte 93tätter {tnb Kein, 
bte Steige \^lant unb au^gcbrettet} fie »irb nit^t fiter 6--8" ^ocj 
2)te au^ 4---0 f^etalen ie^e^enben 93btmen ftnb nid^t grof, (ommen 
atev fo tet(|It^ ^en>or nnb ftnb 9on fo le^^after ro^g))tttpnnter ^arbe, 
baf bte ${{an)e einen fe^endmert^en StnbUd aetva^rt. WUt^x aU 90 
SIrten t^on Chaetogastra flnb bt^^et entbedt unb bef^rie(en^ t>on 
benen etntge fe^t ^in fb^^ ^ev bt^ jie$t finb mitr uoenige in ben 
CoSecttonen t>or^anbett. S)tefe C sM^^oaa i^ t^ifKeti^ bte ^bf^e 
90n ollen Ui^^x einQefft^rten« @ie gebetet am beften m einer 9>{ift|nng 
DOtt fanbiger 3)^or^ nnb Sonberbe^ mit einem St^en Safenerbe^ aber 
bie ©(i^erbemtnterlage nmf jebenfaK^ i^tnra^enb fein. !Z)ie Senn^nine 
gefi^ie^t bnrd^ ^tedlinge on^ halbreifem ^oli^e; bie inngen ffUmi^m 
jtnb fd^^n im Sinken mOis« Faxt. Mag. of Bot. Jan. 1849. 



Apbelexis hamilis.* 

Aateracoao» 

@^on eine alte 9en)0^ner{n ber (Srnn^afer^ bie bereite tm 3o^e 
181Q )>oni So)) ber gnien {>of1rnnng eingeführt nnitb. 3fre f<^dnen 
^Iitmen^ bte fl^ nnr bei @onnenfil^etn djfnen^ fInb \>9n glonjenber Stofa^ 
färbe ntib fommen rei^ti^ im ^ai nnb 3uni i^ert)or. t>et f^abitnl 
ber ^flanje tfl jtneigig nnb an^gebreitet nnb i^re Se^blnng nii^ 
f(|n)ieng. Aphetexia hamills maerantba ift eine f(^6ne S^arietät ^tm 
b«r obigen, n>eIAe Dor einigen ^a^ren an^ Samen gen^onnen tt)arb, 
einen a^nlic^en ^obiM, aber grdf ere nnb fe^en^n)ert|ere Stnmen ^ai 
X)ie Ci^mifi^ttng^ bie biefen f)flan}en am bef^en gnfagt, ifl fanbige 
ÜRoorerte y ed ift aber rat^fam fie beim Sintopfen tttoa^ $o^ im ÜRittel« 
pvinttt einjufe^en. ®ttte @d^erbenunterlage ifl ebenfalls erforberIi(!^ nnb 
ba^ Safer mu^ mit Umfl^t, namentli^ im Sßittter, nur ^päxli^ ge« 
reid^t n)erben. StedRinge fommen in ®anb, unter ®Ia^gIocfen, in bem 
mAfig lA^Ien S^^etK be^ Serme^rnngö^aufed unb iü nii^t )n mi Sen^« 
tigfeit gut an. Faxt Mag. of Bot. Jan. 1849. 



Passiflora Neumannii. 

Passifloriaceae. 

(Eine ^Abfd^e ^^ixitt, bie auf bem Kontinent erjiett nnb }u (E^ren 
be^ {)errn 9lenmann t>on bem Jardin dea Plantes ju 9ßaxx€ alfp 



8i6 

iettaimt tomrbeti* SSentmt^It^ tont {{e fl«^ tltn fo mtdboiteYitb att 
P. coendea setgett, mit bereu ^hmtn {te etmge $(e(ttlt(^(ett tm ^obiM 
^ot Sepolen «nb fetalen finb grititli^toetf mtt rdt^Ii^em 9(n^g an 
ben @f>t(^c3t^ bte Strahlen btr f^abettftone ^nb ^tmmetbtait. @ie k9trb 
ta ieber getvd^nK^ett Mieten Srbe gebet^ettj bet ber 2:o)>fIttIt»r i^ 
aber rise 9)ttf(^ttii0 t>ott fanbtger Stafen« unb ÜRoorerbe bie befle. 
6teff(iiige muffen doq ^aKreifetn ^olje gettommett toerben. 

Faxt. Ma^. of Bot, Jan. 1849* 



Dipladeftia nobilis. 

Diefe f(!^iae &)fitk^ fkanmi aii9 SraWen twb k^arb i)oa f^rof. 
StotTeti alfo benamtt. 3)te Sibbtibttng (tefert )tt>et SSanetäten^ eüte 
baaSere, tofenrot^^ unb eine ^eHere^ faji loeife mit rofearot^em 9taj[og 
aa ber Safi^ aab ben Stänbern ber fJeiaten unb tief rofarot^em Sc^btabe. 
!I>ie baaOere blatte )uer{l tm Octobef 1847 im ^abrf^Mtea bf^ 
^«nra ®Ieabiaaiag^ Siarn^i^ai ^i^eea^ bar fit etVMi |ft>et 3a^re 
90r^f( Mtt 3RietIf} ja ^tUe m<t ber Xügabe ei^Mea, bafi fte brei 
^Tt )>0T^er aad (^ab^Smertfa ecagefiH »orbenv ®Irab«intag ijl 
bn Xa^c^, baf betbe S«r(etätett eteeatli(^ aif|i )>0a etnaiAer ^erfi^te^ 
bca aab bte S^rbea i^tt Sfatmen tffe^ )|>emi)ilenf fern aab baf bte 
S«rf^itbemnrt%Ieit ber te(^ea bernat^i^ bwr^ övtlt^ UmfUabe 9er^ 
airioft fe^a bftrften. Sie U«f m »ttfit tftt bt^ttf M SioOtf oa'l/ Xootiag. 
3)ic ®)^ecie^ ifl eia 9)«nfef bev Se^Mffaafet aab ffibe^ in einer 
A»f4«»ft ^» 0(eil^ea t^fea ki^tef, iHi^r|«fil!eif 9bifeattbe, ^aibe^ 
obe aab fe^ groben Soabe«. 3nk SJtai^eafkNM amf fk ben sollen 
6oanenflra^fea aa^eft|ft fein/ fon^ sterben fM$ Me ^maea nii^t fo 
rct^Iit!^ df^en, nt4 beren färben fo brJKoa^ f0in. fB&^ttnt bet 
Sail^ti^amöperiobe fagt i^ntn tm fend^te SUmofy^rt aab eine rei(^^ 
Ui^e SBaf ergäbe an ben 3Bttr}eIn jn^ bann nnb wann gefei^te^/ ii>o|l 
ai^Srttfete^ S)angtt>affer iß ai»^ jitihrc^li^, bo^ au^ e4 niil^t $a fr&ftig 
nb af^i pi xtiü^titfy geg^ea t»erben/ meit foafli bit S^rj^Ia leitet aa^ 
tl^t^nr nmbea Knaea. ^i» Sinter n^en bie ^flanieK fafl trotfen 
je^aS^ aab i^inn m fatftigir ®tanbovi gei^i^i »erbea. 

Pa^ Mi^ Ol B^ Febv. 184B*). 






•) Diefe« ^cft tö^tbt9 unter bcm »cränbertcu %M „Paxton»« Magtiine 
tfeardeniaip dr Botany« eTf((ienem enthält nur an>ct 9bH(bungen. 



216 



^mmü\)i fc^0n 0>er fVUen blfil^en^er Jßüan)en 

im 
»i^renb be^ ÜRottatd SRirg 1849. 

^Be^onia tomentosa Schott. X)tefe bereite im t^ongen Sa^rgatiQe btefet 
B^itmi pag« 514 attdfu^tlt<!^ txto&^ntt ^^int ^tt, blä^t )sm 
erflen SRale im ^lefEgen harten. £te t'flange ifl gegen 5' 
^od^^ o^ne (3e{teti)tt)etge^ onb flehen bie nur Iletnen metfen 
Slnmen an etnem 1 ' langen Slilt^en^engel. äßegen ber 
großen, ofi 2 ^ (retten Slatter^ bte anf ber ttnterflac^e ^errli<$ 
))ttrf>nrfarben flnb^ ge^9rt btefe %xt mit gn ben f^i^nften ber 
®attnng. 3e fd^&ner bieSI&tter, je unbebentenber flnb ^Atftg 
bte Slnnten etner |)flan)e nnb fo ift e^ and^ ^ter ber Salt 
Sßte bte Slfitter nnb Stengel ber f^flange flnb ani^ fommflti^e 
X^efle ber Slnmen nttt feinen^ tt>etf en^ fletfen ^ärt^en befe^t, 
toai ben Slnmen ein etgent^ümlt^ed Sbtfe^en gtebt. 

«BiUbergia iridifolia Lindl. 
„ pyramidalis LindL 

Desmodiom gyrnns L. 

*Distemon Konzei Boachö. (Stne fe^r ^bfc^e Cannaceae (Ut^ ^ta^ 
fttten, beren 93Ittt$eaett fleti um btefe 3ett fällt« Z)te ftl^önen 

f[rof en^ glänjenb gränen SJlätter nnb bte etner ä^ttn Canna 
e^r naffe ^le^nben^ roti^en Slnnten nta^en {le befonber^ gnt 

S)ecoratu)nd:»$flan)e geeignet 
*Dracaena stricta Sims« (Cordyllne Stead.) 
*Franciscea uniflora (Hopeana) bld^t fe^r retc^lt^. Dad in Stütze 

fle^enbe dxtncftax ^at tint ^i^t t)on 3' nnb einen IDnr^' 

weffer ))on 1^/4 ' nnb tjl loon nnten auf bnfc^tg. 
*Pleroma petiolatam h. Angl. (Etne gmar belannte aber t^rer f<l^3nen 

)>tolet))ttr)>nmen Slnmen tt)egen gn empfe^Ienbe l^flanje, bte in 

jiebent SEBamt^onfe gnt gebet^. 



*) ^ie mit einem * be^eit^neten ^flanscn n>erbcn im bot. ®arteit hüü^ixt 

(5. O— 0. 



r 



217 

*Porpliyrocoiiia lon^ifolia Botan. Mag. (Sine fe^r }tt etn))fe^Iettbe 
Acanthaceae. @te etforbert^ um upptQ )tt gebei^en^ tin 
SSamt^attd ttnb fea^^te 3(tmof(>^äre/ etae aa^ri^afle mit Se^m 
atttermif^te Saaietbe. 3<t ^a^eevbe metbea bie 33(&tter ge^ 
tt>5^nli^ gel( anb aaaafd^nli^« 

*Roe]lia macrophylla Vahl« 



*Acacia cordifolia 8wt, cuneata Benth. ^ glabra Meisa., fe^r f«!^da 
aab t>oQ/ Cy^orum fi sedifolia Meisn., eiae ber fd^iaftea 
Hcatitn, dealbata'Lk., diffusa Ker., floribanda W., graveolens, 
bastalata Smith, ber A. cordifolia fe^r aa^e fle^eab^ jeicffnet 
ft<^ aber bar^ eiaea fc^Iaaterea aab leid^ierea äBad^d befoa« 
bet^ aad; lanata Sieb., latifolla W«, leprosa Sieb», rascifolia 
CuBDiog^h«, stricta W., verticillata W. a* a* @ämmtli(^e 
Kcaciea ge^orea aaftreitig mit }a bea grSftea 3t^vben ber 
@ett)ä(^^$aafer tt)ä^reab bed ^ra^Iing^ aab ^ab befoaberd bie 
oben geaaantea ja empfe^Iea. <£me SReage aabere Slrtea 
fie^ea ao^ ta ffao^pea aab tperben fpätev ernannt tt)erbea. 

^Aathocercis albicans Canniogh. Sine intereffaate ^flaaje mit fafl 
iDeiffiljigea 93Iättera anb mit n^eif aab grän gejei^neten 
Slamea. 

*Beaiifortia decnssata R. Bn 

*Boioiiia alata Sm. 

*CaDieoina sei-ratifolia R. Br. 

*C]ioroz6ma cordatom Lindl. 

,, floribandam Hort., fämmtlic^e Chorozema - Slrtea ftab 

gieteabe aab )a em)>fe^Ieabe f^flanjea. 

*Cytigii8 Attleanus Hort. 
,, chrysobrotrys. 
,, racemosas, fämmtli^ )ierenb fnr bie (Sewac^^^äafer. 

Daviesia mimosoides R» Br* 

Dryandra loagifolia R. Br«, eiae ^errlit^e fJflanje^ gegen 16' ^o^^ 
iM>n nnten aaf bafc^ig aab mit eiaet grofea 9n)a^I Slat^eav 
{0|>fe bebedt* 

*EipaetiB Attleana Hort, coccinea, nivalis Grab., Cooplandii a. a., bie 
genanatea }ei($aea fl^ befonber^ bar^ Sarbea)>ra^t i^rer 
Statten oa^. 

*6Didia pinifoHaL., eine fe^r niebli(^ bln^enbe ^flanje anb t)erbreiten bie 
tTeinen ^emattigen in Sopfen )ufanunenße^enben 93Iamea eiaea 
Iteblic^ea 2)aft. 

*€hiii]iera scabraR. A P«, eiae eigentümliche fJflanje ^inft^tlic^ i^rer 
»lat^en. 81^ »Iatt^)fl[onae, befonbere jar 3ierbe auf Slafen 
pläf^en^ eine ni^t genug }u em)>fe^Ienbe ^flanje. 

*Hakea cacaUaia R« Br. Sine feltene anb ^ö^önt ürt mit banfelrofa 
Slanten. 



318 

«LfttMiMiiiki ^aiicJHIora Lindl« dint ttth^, ft^t tdAtU^t, f^ftene ttdb 
folmffattte ^fldttje ptx %amtHt bet AphyÜantbadeae ge^orntb. 
@te »ttt^ Attd bem 9om Dn l^reif aud StttftraKen tttttge^ 
tra^^ten ®otnfn ^er erjogen« ©tefDffanje t>erfatrgt eftic leiste 
(Srbmtf^uttg^ etnen gelten ttttb ttodneit Stombort im ftalt^aufe 
u>%ettb bed SBtnterö« Sud bem Stamm bet ((emett ^ftattjen 
hlben ft^ häufig SttffaDttrjeln ttnb tragen biefe gitr letd^teren 
SSerme^rung mel bet. 

*Pultenaea subambeUata Hook» 

* „ tenuifolia R. Bn 

Scottia dentata R. Bn Eine in ben Cammluagen immer no^ siemti«!^ 
fettene ^flanje, ba fte f!^ bef anntltd^ fe^r ferner loerme^ren läf t. 

Trymalium fvairiraiis b. Kew. (Sitte IteMt^ ${tan}e, mft f^t ffenfett 
tu lodere« Xraubea betfammenfl^etibnt metfen^ angenehm 
bfrfteiü^eit 9{itmea« 



^Brassavola cordata Lindl. 

'^Calopogon pulcheUus R. Br. 

'^Cymbidiam slnense rubro-striatam b. Hamb. 

""Cypripedliim venastam Wall» 

DeDdrobiom nobile LindL 

^Epideodrum ellipticam Grab. 

* ,, Qmbellatam Sw. 
'"Haemaria discolor Lindl. 
*Lycaste eruenta Lindl* 

* 5, gigantea Lindl. t>ic Stome ^at 4V«" im ©arc^mcffer. 
''^ Odontoglossam pulcbellum Batem. 

*Oncidiani Cavendisbianam Batem. 
*Pleurotha11is tridenUta Kitz. 
Prescotia planta^naefolia Lindl. 
Zygopetiyam interme^im Lodd/ 



219 



^ttiOetoti^ 



^tftttn^U^ 



fot ^itb )»ie (et aScii Srlm btefer 
Somilte, bes @teAtng^^fIati)eit t>9r^ 
{«jt^en. {)eTr X)* Stl^nie t^etlt 
mit, bof er f&rjlf 4^ 10--I2 Du^etib 
6lecRüisö)>{Iatt)eti mib migefi^ 6 
3>i|feiib &<mfWf^mi€n in ftuttat 
^ttr. Z>te mttften SteAittg^^im« 
ya Ba^en ben tS^orafter ber ®e{^ 
tnjMige an, b. ^. fle i»«^fni ni^i 
iaftt^ «vb btibeten fetiien ^avcptf 
fmm, n)te fle au4 ttm regele 
iRttfis ^etibe®eitett)i)>ct9e matten, 
nie e^ bet beii SroiKarten itiib ^tx^ 
«Mtbtett Srteit (E^arafter i% $enr 
Sterne »{H m'ittr U^ttpt^, baf 
tili tttnter ber 9af fem atttf, j[e^ 
M^ fp »etit fetne Seobad^tatigeti 
jg^, 1^ H ^ux ettt befirmmfer 
^atäüci. <SMnin94^ati}eti er^at^ 
teil sie Dber bo^ mx fe^r feiten 
Uefes f errlt($en pabitud nnb fragt 
m jJB^ tik {It JMoI^ eint fi^ grofe 
^e erreu^tt urerben, fo lange 
U» »tb etn fo tre^t^e« $M) 
ir^ aU i€ @antenf>fi(m§en t^iin. 
CtenbL Jovm. 1849. 



I^flanjen ber Oryptameria japonica 
erlogen ^oben mtb ofertren gnte, 
gefunbe ißflanien jn 3b 6d (1 «^ 
5 ®gr«)/ bo^ Cuftenb an 368 unb 
ba« ^bert an 12 £ lOs* 



Cryptomeria japoniea Don (Ca- 
pressofl japoniea L.« Taxodhini ja- 
ponlcnm Bro^.) t^ in QT^tna, auf 
ber 3nfel iCcen^^an nnb xn 3Äpaii 
gtt ^anfe, tt)0 fte tn ffiolbem 500 
M 1200' über ber ^mt^^ii^ 
»a^ft. ®te erretd^ eure ^d^e bon 
60—100' nnb t^r (Stamm 4—5' 
im T>nx(^m. Zh'e S^tnefen nennen 
fEe San, Sin, bte 3a))anefen So^i 
nnb tfl nfi^jl ben Sraularien nn^ 
Petttg eine ber f^Jnffen (Eontferen. 



Die Ferren Stanbif^ A SRoMe, 
^onbettgartner jnSagd^at jeigen 
ta ben englif^e» ©artenjeiinngen 
AI, bof fie eint Slnjo^ ©omen^ 



V^chHa aeiratiftoliaim 9S3fn» 

ter Mffl^ent« 3n Gardn. Jonm. 
9?o. 7. nnrb brefe gm^pe att eine 
fftr ben ©interjlor fe^r geeignete 
^flftn}e tncffü^ltn nnb tt)trb ^ter< 
fiber ^titn^ti mttget^eilt. «ine 
oMi einenr ©terfKnge um WHttt 
SommerO erjogene pflanze tonc^^ 
bt« (gnbe ©epteniber nppig fort, »o 
fit bann an bl&^en anjing nnb ta^ 
mit m (Ente 3anuar anfielt, ^in^ 
jig ereignet e^ ^ aber, baf bie 
fjpangen, na^bem fte äj)pig fortge* 
«ooc^fen fUib, bie thMifm Airj oor 



220 



bem Stttfbtfi^ett aBwerfen, fettjl bie 
Keinfiett an ben ©pfften ber Bw^^'fl^/ 
worüber foji at^eittemeftlage ^errf^t 
ttttb glaubte Siceferent ben ©runb 
^tert)on barin }tt ftnben^ tnbem feine 
erfle ^ffanje fo ^errlt^ im SBtnter 
bläl^te, baf btefe ^u^fie im SUlae^ 
meinen ?n einer weniger fonnen* 
reiben 3a^red}eit/ mithin int |)erbf}e 
nnb äßinter^ am beflen gebei^en 
mfifte. 3« biefem SSe^nf würbe 
eine jlarle f5flanje genommen, bte 
wenig im 3ttni geblüht ^attej biefe 
iDurbe tn^tig eingefln^t unb in tx- 
nen Heineren 2:opf gepflanjt. ®ie 
wnc^^ fo gnt, a(^ e^ bie ^ai^red:: 
ytii nur mit p^ brat^te bi« SKitte 
@e)>tember^ wo jle }tt blühen anfing. 
2)ie ^flanje wnrbe noc^mald t>er« 
^}flanjt, jebo^ Sorge getragen, baf 
bie ffiurjeln ni<!^t bef^abigt wnrben 
nnb fo blühte biefe ^ffanje bi« in 
gebruar fort. 3m äugu^ würben 
einige ©tecflinge »on jlarfen ^xotv^ 
gen gemalt, in 3*j4ttige 2:öpfe ge* 
^ecft nnb in einen falten Saflen ge^^ 
fleMt» 3Jor 4 ®o(i^en (im Januar) 
geigten fämmtli^e junge ^flanjen 
^oö^en unb waren mit ben SBur^^ 
}eln bur^ bie £5f)fe gebrungen. 
93eim ^eraudne^men )erbra(!^en bie 
äBurjeln unb glaubte man jtc^er, 
baf bie ftno^jpen abfatten wörben. 
Die ^flanjen würben ixt, ein ©ein? 
treibfa^en »on nur 54 • ga^r^. ge* 
fteOt, o^ne fte gu ber^)flanjen ober 
fonft etwad mit if^mn toorgune^men, 
wo {ie atle i^re ^no^]pen entwidel^ 
ten unb ununterbr^xi^en fortblö^ten. 
^ieraud {äft {i^ wo^I annehmen, 
bafi biefe gu^lfte fi^^ me^r aU SBin^ 
ter^>f[anje eignet, aW für Sommer« 
{ultur unb oerbient mit fStti^i me^r 
<tttge}ogen gu werben, ba {le unftrei;' 
tig eine ber f^önften Srten iß. 






(et 9ini^aat aBjtil^altett« !Z)te 

3eit beö ^(u^fäend unb ^flangenö 
rudt ^eran, unb ba mele (Partner 
fein ^iittX %n ber |)anb ^aben, nm 
einen ber lafligften geinbe, nämlid^ 
bie SSögel abgu^alten, welche o^ 
gange ©aatf eiber gerfiören, fo fönnen 
wir na^fle^enbe^ M unträglid[^ enu 
j)fe^Ien. Obglei^ wir au^ e« felbfk 
no4 xiii^i t>erfu4t ^aben, fo bürgt 
nn^ bo^ unfer Sorref))onbent fxi^tt 
bafür. ä3erfu(]^e be6 (Sinen ober 
änberen werben ben guten (Srfolg 
glei^falld beflätigen unb bitten um 
3Ritt^eiIung ber hierüber gema(]^teit 
(Erfahrungen. 

!Dai$ a^ittel, we^e^ in Gardn. 
Joum. angegeben wirb, befielt in 
ber 3(nwenbung t^onSRennig. "SStwx 
befeu^tet feine %in^tx, rü^rt We 
Samen, welche gefäet werben foDett 
um, unb fhreut fo t>iel k>on bem ge^ 
fto^enen 3)?ennig über, baf bie 
Samen ni^i gufammenfleben unb 
gum fäen tauglid|^ bleiben« |>ierburi^ 
erhalten bie Samen einen Ueberjug 
oon SJZennig unb ber (Srfolg tfl,. 
bap fein geinb, weber über no^ itt 
ber Srbe fte berührt. SSerfn^e 
ftnb angefteOt woiben an fto^Iarteiu^ 
Salat«, (Enbtoien«, 9tabi^(!(fen«, fto^I^ 
rabi« unb bergleic^en Samen unb 
mit bem beflen Srfolg. 9luf einer 
Stelle würben einige Samen and 
ber (£rbe gewühlt, jiebo^ balb folgest 
bie Spiere i|fren ^rrt^um ein utib 
liefen bie Samen liegen '^) 



Chrysantheuivm lieucaatiie- 

mum. !{)iefe fJflange in ben metflett 
®egenben S)eutf(]^Ianbd unter bem 
^amtvi ftalbdauge, an^ grofle !Dta§^ 
liebe ober ©änfeblume bef annt, wSc^fl 
^uftg auf aßiefen. ^err ^rofeffor 
ÜKorren ^di biefelbe neuerbing^ att 



*) Hucb nacb ft>äter eingegangenen W,U 
t^eilungen (^at $(b bie 3Ret(^ote a(« febr 
»ortjciljaft bewtefen. d^. O— o. 



cm ie»afycft€ SRtttcI gegen ^anis 
«Asejtefer unb m^Befonbere ^d^e 
anempfo^Ieit. — 25tc getroifaetett 
Slttt^en tt>eTben )tt)tfc^en ber @treti 
«nb bm ^Rabra^eti attgewenbet. — 



PlialaenopslB fn^Andlflora. 

38 bcm Dr^ibeen^aufe s^on @. 
Xiicier, Söq. gtt Sßanb6tt)0rt$ 
Mn^te btefe grof binmtge Phalaenop- 
flia-SIrt fttrjttt^ )tterfl. 2>er Slut^en^- 
f<l^aft loar ttwa 2^ (ang^ gejtoeigt 
Biib trag etwa 80 t^rer immenfen 
mo^(entY9tcfeUett Slnnten. Z)te Steine 
|ctt ber toti^ %arU ber SSInmen^ 
bte )arte gel^e d^^'^itimg auf ber 
}tt>^e^ im Seretn mit ber WIHq^ 
tett tmb lle^)>tg{ett be^ Slut^enflan« 
be^, ma^eii {te bei ben Or^ibeen« 
tol^atearett mit 9tti^t gu einer ber 
kivunbertflen Sri. 

Pazt. Mag. of Bot. 1849. 



WepeMAe« destillatoHa. 2){e 

Ferren 3anied 2)idfQn A @a^ne, 
^nbetegdrtner nnb ©anten^onbler 
^ Sbtninrgi^^ 32^ Sont^ ^annober 
Street hitttn ben an^toärttgen ^cm^ 
btl^artnent nnb' ^flanjenfreunben 
Crem^Iare biefer interefanten ^Jflanje 
}t folgenben f^reifen an: 
10 @tid gn 5 £ 58 &t 

JO tt n § 9t 11/8 n 

50 r. „12 r. 128 ,, 



ftottjeit übet <|(fIaiQeii G:as 

Sftottievd. 3tt einem Sßerle 
snter bem Zitel: ^^otes on a Mi- 
itary Reconnoistiaoce from Port 
Leavenwortb, In Missouri, to San 
Dieg^o ia California, inGlii4ing parts 
ff AricansaS) del Norte, and Gila 
rivers etc., by Capt. Emory, pa- 
biiabed at New York 1848'^ fn^ 
bea mt fe^r interefonte 9lott)en 
äer fHlanjen, »el^e anf biefer 



221 

• 

Ix^ in Salifomtea angetroffen mor« 
ben ftnb. SBefonber« ftnb e^ bie 
Caetas, nnb nnter biefen ber Ce- 
rens i^igantens Engelm., toorüber 
Dr. Sngelmann bent^tet. iDiefer 
Cactus toäi^^ oft aM einjetne 
®änle, oft i^ er ond^ oeraflelt, 
nnb foQ nac^ ben Serii^ten bef» 
felben 20 — 30 ' ^o^ toerben nnb 
2—6' im Dttr(|meffer ]^aben. Die 
Slbbtlbnngen jetgen beatli<i^ ben loo^I^ 
bekannten Cereas senilis, oon benen 
ber bot« @arten jn fteu> jtoei 
dxtmptaxt oon 11 ' i>i^t beflt^t 
Qtin anbered dxtvxplax oon 18' 
$ö^e ift leider geflorben* Die bei« 
ben lebenben (Erenq^Iare ^nb nid^t 
oer&^elt. Sine f^tnlitl^e, nnb jnan 
(ann fogen etnefe^r ^arafteriflifd^e 
Sbbilbung eined gigantifd^en oer« 
dfleften Srem^Iare« befinbet fx^ in 
Um oben gebadeten äßerfe (p. 94) 
}tt bem im Ser^ältnif tin SReiter 
aU 3v^0 erfc^eint. Sine 9bbit 
bnnß ober Sefd^retbnng einer IBInme 
ifi \tt9^ nid^t gemad^t. Sin Sor« 
red))onbent in 9Rej[ico berid^tet aber^ 
bo^ fobalb biefer Caetas grof nnb 
alt genng i% bfn^e nnb einen gro« 
fen looOigen ®^0))f bilbe. Sin 
foldfied Srem))Iar befanb fl^ and^ 
in ber Sammbtng bed oer^orbenen 
SRr. Lambert;, nnb ifl belannt 
nnter bem 9tamen SRnff « Sactn^* 
^cit biefe Sn^fage feine ^ti^tifUtitf 
tooran toir nid^t gin^eifeln^ fo iß 
Jc^iefer Z:^eit analog mit ben Solu 
fd^i))fen ber Melocactos commnnls 
nnb bem anf bem Bcbinocactos 
Yisnaga. 

Sine anbere intereffante S^afel 
biefer Serien ifl ^^eine ®mp|>e^ 
bie Segetation am. ©ila^^In^e bar« 
{ieOenb/' ®te befielt an^ Cereos 
senilis nnb anberen Caetas, Larrea 
mexieana ete* Larrea mezieana 
ift bie Sreofot ^ ^^anit ober Jo^ 
deondo ber 9len « SRejicaner, ba6 
fittferlii^ gegen ät^enmati^nme an^ 
getoanbt toirb. S^ ^t einen mii^p 



222 



tteett ®ent^, Hit Z^ frif t H, 

imb ed tjl titn f^ tm^Iod att Srenti^ 
^ol), ol^ ed felbft faitm itttmtn 
mü, JouTD* of Botan, 



^e ttefe^ ^a^xH ber Flore des 
Berres et des jardlns de l*Eiirope 
sab. Tab. 433 ibeftnbet H^ mt 
»bbtKbmts bttfer fo »fHt^rti SSo^^ 
aeaforte. $err Steaittaaa/ jardi» 
Bier en chef ber ®ett)d(^d$anfer 
im ^flanjettgarten ja f^arid^ fagt 
im Revoe borticnlt t>Ott btefer Sßo^nt 
folgeabe^: /^btefe Mftb'^e Urt^ toel^e 
fett mt^rerea 3a^ren^ j[ebo($ aar 
ia fe^r gertageat 9)taf c ta etrngea 
®£rtea gc^at loirb, berbuate ia 
jcbem ®rmafegait(a ja feta. 2)te 
Sattea flab baalebtobttttaa/ äbf 

Seraabet^ wn gemd^alu^er ®rd^e. 
){e €teaael ct^ebett fl^ aagcfä^r 
6^S' ^, bte Slaatett fEab f^da 
filatofa. Z)ie {mlfra ftab jaerft 
t>ea etaeia f(^iaor ®fäa, toaif^tu 
fi^acQ^ 0^ bof f{^ j[ebo4^ ber 
Soatr fi^ fc^O aa^btlbet^ ber )9oa 
etaem btdea^ fleiftl^igea ®etioebe 
ttmgebea i^, toeli^e« me^bg «ab 
jttderig tfl. Bar Setfejett gettea 
btel^älfea o^ae t^re 3tt(M<tItt8f ett 
yi i>eriterea aab blobea ebea fo 
ißxt^ üi U bte jaagea fbb. üi 

StaVegretflt^ m'e eta fo ^errbd^e^ 
eauife fo loitge |^at t>eraa^Idfftgt 
bletbca ttaaea. @obaIb bte ^ilfea 
m f» mit ta^gebäbet |abea^ baf 
rnaa fk ati^l au^r geatef ea faaa, 
fo jetgea {!d^ iaf erltc^ parfutrblaae 
ittäi aaf beafelbea/" i 



fljittgea. (E^ gtett eiae Sorte ntft 
fil^toarjea aab etae nitt koetfeti 
@amea^ erftere fafl am^ fi^daer 
aU bte le^tere. 2>tefe So^^ae i^ 
ta bea atetflea @ameaber)et^ntfea 
aotirt aab aater bem 9lamea „tm^fy^ 
ft^ttge Sa^^ « ober Zlraa^pareat« 
3ttder«So^ae/ o^ae ^a^ aab %af 
bea^' belaaat 3a ^ranfretc^ feaat 
ataa fie aater bea 9tamea ,yHari- 
cot beurre, H« cire, H. Transla- 
cide, H* Forsterlio^, H. de Mon* 
ffolie, H. Transparent, H. d^lieieax, 
H. d'Mger* SRfgea btefe weatgen 
äSorte ^tareti^ea^ btefer trefflti^ea 
®entafeart etae toettere Serbrettaag 
ja oerfil^afea. S. O-o. 



Xih( i^'cr ta |)antbarg tfl bcefe 
UfllM^fl So^e loenig bäaant aab 
(tniebaiit» 3<^ erhielt fte^ b« t^ 
fia (tn tttrgetkb angAon/t »orfanb, 
tMi ^o^irtaer SNorf^ ja 9ot^ 
bam iMf eimgea dai^cti ttnb iwm 
mm bad oHtt btrftber ®efaglr ki^ 



(Eabe aSarj erfc^etat itt Soaboa 
eta |}ra^ttt)er( anter beat Zttel: 
,,The Rhododendrons of tbe 
Slkkim- Himalaja, ooa ^erraDr. 
3ofe])^ X> alten |>oo(er. 2){efe^ 
äerl en^&It botantf^^e aab geo« 
grof^^tfcl^e aRttf^etlitagett aber bte 
aaldagfl m bet ^rootttj ®tKtat, 
bem öfUt^ea ^tmalüia f ®ebtrge, 
eatbecttea äl^obobeabrea. 2)te3^t4M 
nangea aab Sef^fretbaagesi flab an 
Ott aab Stelle geaio^t loorbea. 

2)er Sobfcrtpttott^pret^ tfi 16s, 
ber aa^^r eiatretenbe Saben))retd 
1 ®ataee. 



9Ktt etaeat aagemeta gUAtc^ett 
Srfbig ftab {>erra {)ooIer'< Sor^ 
f^angea ja S)arj[eeltag tm Sih 
ttai^tataUja getoefea« S(f Xrteit 
9t^obe»bfeii belo^tea fetae 3Ra|e^ 
^0^ beaea wix etae ta mem atd^t 
taitglt(j^ta 3»fbiabt aat gemalt ^u 
morbea, eiae atbere fc^jett nitr baö 
bekaat? Rä»' arb«ream jit fein. 
(Sine atAeye «rt ifl ba4 fo ftltene 
Rb. barbaivm Don, fiiie no4 an« 



^e i^ Dr. ^ooler'^ ^errlt^ed Rh. 
DaUiiifflae, tint faft e))t>^9h'f^e Slrt; 
fte iEoa<!^^ )« etner i>i^t s^ott 6' 
ottf mooltgen Stämmett anberet 
fNamt, fit ^t ^errltc^e^ iavA, 
asb bte Slumett {Ittb tm £)ur$« 
f^mtt 3V«" ra«8 ttnb »ett, »tele 
rrreu^en aier btc ©rd^e toon 4—5" 
Sauge nnb 98ette. 2)tefe ^errtt^tn 
Sfitmen finb toetf^ ge)>f[e(It mit 
9ot( if«^ asgime^ bnfttnb« 



Da« enN^ttf 99«rf ^$t ^im^ 



Tab. I. eto Ufi^enber 3^^ß ^on 
Rh. Dalhoosiae Hook 
fil. in naturlt^er ©ro^e. 
,, II. bte Qattic ^piattje tn ber- 
Hetnertem 9)taafftabe^ 
auf einem 93attntftattime 
tDa^fetib. 
^y m. Rh. barbatam Don. 






1» 



IV. 
V. 
VL 
VII. y 

IX. „ 



lancifoliam Hook fil. 
lilaciimm Hook. fil. 
OMipbcIllae Hook. fiL 
ovallfoliiim Hook» fil* 
ciDDabarinumHook . fiL 
macrophyllumHook fil. 
Ftloonerl Hook fil. 



tthtiittun^tn 



fM «c«Mt» 


Me 133 Seile 7 


M l» 


., 16 


,. 137 


/, 9 


.r 1« 


,.11 


M 140 


,.26 


M 141 


f, 18 


., 142 


/r 1 


,* 143 


m20 


M 148 


,, 23 


.,, 148 


n 7 


.* 149 


,, 7 


.. 149 


,, 24 


„ 149 


n 7 


M 150 


rr 20 


M 151 


,. 5 


» 153 


,. 25 


., 154 


,f 23 


,, 154 


„ i6 


,, IM 


„ 8 


n 154 


,. 3 


r. 155 


/, 28 


f, 155 


.. 2 



fbib Hii t. tiefte meiere (bmcntllfffenbe Sedier fte$en gebfieben, 

^. tt. 9att unb bO($ lefe ttnb bann. 

"0. t> flatt temponrten Icfe tembetisten. 

tt. 12 )». U. flatt lann lefe fönnen. 

t>. O. ftott i(r lefe ibnen. 

«). O. ßatt 9latur nic^t ifi. an^etbem aufliebt fi(b, lefe 9latur 

auferbem nic^t ftugiebt. 
t>. £). flatt bte (efe ber. 
t>. O. liatt (Sremplare (cfe (Stemplar. 
t>. U. ^qM meinet (Sracbtend na^ ein fe^r tcfc meinet (Sracb^ 

tenöLein fejr. 
s». U. ffatt eT))ertmentaIem lefe erperimenteOem. 
t). U' ftatt ®en)tnmtna lefe Hemmung. 
1». D. ^att fie aber lefe ftnb eben. 
]D. £). ^att $olId(ebend)>fleaer lefe 9$ol!d(ebend pflegen. 
K). U. u. anbeten GtelUn Statt ^arencbpne^ lefe f^arenc^pm. 
». O. flatt Kartoffelernten lefe Äartoffelfelbern. 
)). n. flatt 5^urott>dü lefe 5tunon>dft. 
». D. flatt Sieidförner lefe Jtie^förner. 
S). U. flatt wir lefe mir. 
t>. U. ftatt eiaentlifbe lefe eigent^ümlic^e. 
t>. U. flatt alter lefe aller. 
)>. H. flatt analpftfcbe lefe antmalffi^e. 
t). O. flatt bie iSBlät^e lefe Bl&tter. 
». U. flatt baß ni((t lefe bamit ni($t. 



224 



3i n 3 f t fl f tt- 



^m Zltfi^Iet ^ SReifter ^n^n^ Stufe in fSttlin, Slumeti^ 
flrafe 9t o. 63 a^ ffat (et ber 9lebactton btefer 3^i^H ^^^ Stnja^I 
Serjet^nife fetner rä^tttlt^fl iefannten Sacteettj^Sammlttttg ttteber? 
geleßt tt>el^e auf fJorto frete^ SSetlaitgeti atgegeieti metbeti. 

Dad Ser}et($ntf tfl fe^r m<!^^alhs itnb flnb bte ^retfe fo (tfftg 
aU ntSglt^ gefleOt t^otbe», au^ tt)trb für bte Sttcl^ttsfett ber 9lamett 
garatih'rt. (5. O— o. 



Z)te Serjet^tttffe ber aijulafenbett StattbetiQclo&d^fc, 
SB&tme ttttb ®tfttäu^t, fo tote ber t^aMpflanitn fftr 1849 
be« iotatitf^eti ©artetiö ju ^ambitrfl flnb erf^teneti unb werben 
auf fJorto freiem Serlattgett gratis jugefatibt (i. Otto^ 

S5ot ©arten, be» 1. «pr« 1849. Stifpector. 



^<v 



Stromanthe'^) Sonder, nov. gen.e 
famiL Marantaceamm. 



Calyz sapeniB, coloratns, triphylluei) folioUs oblon^is, erectis, 
coBcaYia. CoroUa calycem aeqaans, biseriata; series exterior 
tripaitita, ladaiis obloD^s, erectis, aeqaalibas, interior e folioUs 
CMStat daobas, inaeqnalibas, aagustis, sabspathalatis. Lab eil am 
nlfaDD. Btaminodiam petaloideom, maximum, saborbiculatam, con- 
eaviiiBCiilani, apice creaalato sabpataloin, lamella obliqaa, adscen- 
deote, apiee cacullata, Introrsam aactum. Filamenta petaloidea, 
finearia, basi connata, staminodio opposita, sterile latere exteriore 
deatiferum, cacollo terminali stig^a involvens, fertile latere exteriore 
aatberlferam, antbera sabpedicellata, obloni^a, UDilocalari« Ovarinui 
iafenim, uailoealare. Stylas crassua, subeompressus, ereetas, api- 
cem versus sabincarvas. Stig^ma deflexum, trancatani, perforatam, 
DBdimi, — 

Herba perennis, foliis maximiS) petiolatis, discoloribns; canle 
erecto, herbaceo^ spica panicalata, braeteafa, floribas inter spatbam bi- 
valreni, san^ineam gremmis, pedancolatis. 

Genus Tbaliae et Calatbeae affine, a Maranta lon^e di- 
Tersnm. 

Stromaiitlie sanarniMea Send, foliis pctiolatis obloug'o-linea- 
libas oblon^sve aeotis subtas pnrpnrascentibas , spica panicnlata, 
distieha, bracteis oblonges sanguineis« 

Maranta sanguinea Uort. 

Patria: India orientalis. 

3<^ fanb btefe ^ttxliäft ^xa^tp^anit im ©arten bed $erm {). 
Sodmann. Z)te9Bnr}eI bttbet tin fnoKtge^^ thva^ friec^enbeö 9l^t)ont, 
Sl^i^ bent t>on3n^- ^^^ berfelben tnttoiätli fx^ tin anfxz^tex, ganj 
gktter @tengel ^m 2—3^ ^9^e, ber am ®mnbe etn>a^ )>{attsebrä(ft 
nb nttt 3 — 4 gn^etj^Stgen )>nr)>urfarbt^en , ttxoa€ behaarten , am 
Sbntbe getpvmperten @4^e{ben nntgeben tfl. X>k SBIätter fi^en auf 
einem 1 bt^ mehrere BoO langem^ fttelrnnbent Slattfttete^ ber au^tä^t 
mb unterhalb ber 9(attf[ä(^e mtt einer aSerbtdnna t>erfe^en tjl^ bte ^iäU 
in fdb^ fangen aber aber, jtnb ungefähr 1— IV«' lanQ, 3—6" breit, 
ber Sttli^ pnnpj, 6^«**/ <*wf ^^^ D^erpäc^e Qani bunfelörun brt anf 



*) Der Kamt begießt ^ auf bte {>üQe obet Dede unter ben Slumen. 

Zrutfäft 9üTten* «nt ©lumenjdtmifl. V. «aiil>. *^ 



226 

einen gtemlid^ f>retten toet^en @tretfen^ ter bte SDtttte be^ 93Iatted etn^ 

nimmt (mitunter abn an^ f^^IQ^ ^t^^^ 1^<(^ 1^^ pnxpnxwt^, mit tttoa^ 

^ert)ortretenben^ bunfleren^ gegen bad ii^t gehalten bur^fi^einenben 

@eitenner)>en^ bte loon bem 9)tittelnert) in ^i^xä^a Stit^tung na^ bem 

9tanbe )u laufen. @ie ^aben grof e Se^nlid^feit mit ben ^Uütxn t>on 

Calathea discolor, finb aber mel langer unb fpi^er. 2)er äJIut^en- 

flanb entwiÄett fic<> birect auö ber ©pi$e be« ©tengeW, ober — »tc 

eö in ber Siegel ju fein fc^eint — e^ jeigt flijj bafelbfi erfl noc^ ein 

ftnoten, ber jmifd^en einigen jwetjetfigen Slättern ben tDirtlii^^en V« — IVs' 

langen 93Iut^enflieI ^ert>ortreibt. Se^terer ^at bie Diäe eined ®änfe> 

field^ i{l flielrunb ober ein menig jufammengebritilt, ganj glatt^ gntn 

unb f^wac^ gejlreift. Die 3nflore6cen^ ijl eine ri^penfjrmig »eräjlelte, 

ausgebreitete Ht^vt, ffci^tx ober Heiner na($ ber ®r5fe ber ${Ian}e, 

SßoKfommen )toe4ei% ba alle Sefle unb felbfl bie legten ^Int^enjUele 

na^ ben entgegengefe^ten Seiten genutet finb^ {ie t^eilt {i^ ga^(< 

f))aUig ober öfter no(^ entf{>ringen brei Slefle bei jeber aSerj^eigtutg. 

Slm Gmnbe beS SBIit^enflanbed finbet fi^ ein grof eS« Iängtt(|eS, fc^eu- 

bigeS 3)edblatt/ unten auf ber 9(uflenfeite mit feinen paaren befe^t) ein 

fol(^ed S>e(fblatt — obwohl {leiner unb gau) glatt — i^ bei ieber 

einietnen 9Ser)tt>eigttng s^cr^aaben^ bi^ bei bem le^ten^ gabeltg get^eitteit 

Stttt^enfliele )n)ei fol^er S3ra(teen bie SBlume becEen. (Sämmtli^e 

!Z)eMlätter ober (S^iiUn .)eiil^nett fic^ burc^ bie ))rä^tige blut ^ ober 

ft^arla^rot^e ^arbe aix^ unb oerlei^en ber f3f{anje i^r f^Sned 9(nfe^en. 

£)ie einjelnen SBlüti^enfliele ftnb gabelig get^eilt unb tragen jkoei Slumen« 

Vit 93lume ift im ^er^ltnif jur ^flange tttin, ungefähr 4 Sinien lang, 

t>on eiförmiger ®efialt^ einen (leinen Jtrug barfleUenb. @ie fi^t auf 

bem ^ruc^ttnoteU/ mit tt>el(^em fie oertoac^fen i% unb it^tfyt üxl^ me^^ 

reren^ beutlit!^ gefc^iebenen Itreifen. 2)en auferen J^reid bilbet ber 

ftel^^ ber blutrot^ gefärbt unb breibldttrig i% j[ebe6 einjelne Slatt tfl 

eiförmig4ängli^^ ein n>enig ^o^l unb fie^ aufregt* 31U jtoeiter ftreid 

finben jt^, mit ben Kelchblättern abmec^felnb^ brei ein menig {ium))fere, 

fonfl bem Reli) glei(!^ge^altete unb eben fo lange Blumenblätter^ bie 

aber am ®runbe mit einanber, fo toie mit ben inneren Zueilen ber 

SBlume, oern^ad^fen finb unb eine fe^r (urje Siö^re bilben^ »on Sarbe 

Inb fie toei^ mit röt^Ii^en f^unften. 'jt>en britten ftreid bilben jn^et 

^maie, toei^e ober xit^ii^e Blätter, ebenfalls abtt)e(!^felnb mit bem 

))ori^erge^enben ftreife; bad eine biefer Blätter iß lanzettförmig unb 

tanm falb fo breit aU baS anbere, toel^e^ eine f)>atelförmige ®e{lalt 

^at unb gerabe hinter ben ©taubfäben fie^t. X>ex oierte Jtreiö enthält 

bie beiben ©taubfäben unb ba6 fogenannte @taminobium. Se^tered 

nimmt ben oberen S^eil ber Blume ein, b. ^* eS ifl ber Sc^fe guge^ 

fe^rt, fie^t an^ mie ein Blumenblatt/ ift größer unb breiter (aber nt^t 

länger) <äc bie eigentlichen Blumenblätter beS imeiten ftreifed unb fle^t 

bem oberen ber le^teren gegenüber. (Es ifl »eifl, S)on ®eflalt fafi frei^^ 

förmig, mit feinem oberen, f^n>a^ ^ geferbten Cnbe ein tt>enig jurucf « 

gebogen, auf feiner inneren %tä^e trägt es eine )iemli(^ gro^e SameQe, 

bie, oon ber linfen Seite auffleigenb, oben eine Rappe iitoet. l)ie beiben 

©taubfäben finb blumenblattartig, breit linienförmig, am ©runbe mit 

mit einanber oern)a(^fenj ber eine berfelben ifl flenl, er trägt feine 



227 

9nt^€, ^ai bafnr a^er an bet äaf ern ®ette etttett Itm^nformtgen 3a$ti^ 
er liegt btVftt an bem ®riffcl ttnb bebeA mit ferner tctpptnfoxmißtn, 
fi^mad^ rafenrot^en ®pt$e bett oieres X^etl befelben. Der frtti|ftare 
6taii(fabeii f^at bte @e^aU be^ i^ongen, ober tfl m Hetn toentg f(^&^ 
(er, ifym ft^U äbtt oben bte fiai>^e unb an fetner äitfern Seite trcigt 
er bie Sitt^ere. Se^tere ifl tiein, eiförmig, ^at titir ein Sac^ nnb fijft 
«if etsem foirat fc^tbaren @tiel(^en. Der unter ber Winnie befinblid^e 
gnt^tbioten t# einfdc^erig, Hein, Derfe^rt legelfJrmig, gefhreift nnb mit 
feinen, tt>etf m paaren bebecft. Der ©rifel ift bid nnb fleifi^tg, ein 
irenig jafammcngebrndt unb tttoa^ gebogen; an feiner @pifte tragt er 
eine Mettförmig abtt^artögebogene, abgeftu^te, inmenbig ^o$(e 9tarbe/ 
bie fleine ^rtf^ängfel $ai Die ^rn^t ifl no^ nic^t betannt. 



S^ tft btefe $errli(]^e Marautocene eine ber fi^ä^en^mert^eften jier^^ 
(»{lonjeit bttrt(^^ bie unfere 9Sarnt^äufer in ^enefler S^it berei^ert n)or< 
ben ^nb. Die ^{lanje n>nrbe nadb einem lebenben, Mu^enben Sx^mf 
ptoe im ©arten be« ^errn $. SSoedniann, wofelbjl no(!^ j[eft ini 
Sarmjbaitfe mehrere fraftige ixmplax^ blühen, bef^rieben, nnb ^attt 
^err S. g. 9lagel, Obergärtner im oben genannten ©arten, bie 
defdOigleit, Wa^fle^enbe« nber bie Cinfii^mng nnb »nltur biefer |Jra«^t^ 
(ȧanje init}ttt^eilett. 

r^SBir erhielten biefe 3i^r^fIo»)e unter bent Flamen Maranta san- 
pünea im ©pät^erb^e 1847 an^ einem fnrjllid^en ©arten in ®t. f^e« 
in€bnxQ, ii>ofeIbfl {!e im botanifc^en ©arten on^ ofiinbif^en 
6amereieii erjogen fein foll nnb mehrere 3a^re unbeachtet geblieben 
»or, bid fie sur Slut^e gelangte unb nun bie Slufmerffamteit aller 
bortigen ^flan^enlieb^aber mit «>oI[em Steilst auf fi^ }0g, benn xtii^t nur 
rji ^r aBBuc!^^ unb ^aiitüi, unb flnb bie formen ber SBIätter nnb Slumen 
aaffattenb f^5n^ ba bie Ieu(!^tenb ^eQblntrot^e ^axU ber 93Itit^enflie(e unb 
Stelle lebhaft mit bem Setf ber Blumenblätter contrafh'rt, fonbem befon^ 
ber^ mai^^n bie fe^r grof en glänjenb bunfelgrnnen 93(ätter, mit bunf el^pur^ 
)Hirfarbener Süfidfeite bie f flanje )u einer ber f^dnjlen Deforation^^ 
p^au^tn, bie in neueper 3eit in unfere ©arten eingeführt finb* Stnferbem 
bejtftt bie fJfCanje no^ ben grof en SSorjug barin, baf ber »(nt^enflanb 
totiä^^ fa^ monatelang bauert, i^re fiultur unb SSerme^rung o^ne aOe 
6i!^n>ieri9f eit ifl. 1>it oon allen (Seiten um bte urf|>rungli^e ^flange (erDor^ 
bmmenben triebe »erben mit bem SDleffer abgenommen, loo fle unter 
gun^oen Umflänben fc^neU mittx koa^fen. Die ^flanje (iebt fmc^t:^ 
bare ^be^ bie ni(^t jn leicht fein barf unb ^ler and (e^mtgter 9lafen^ 
iaxA^ unb etu>a^ Dungerbe befielt. @eIbftoer{länbIt(^ muf für einen 
outeii Sattjug bed fiberpfjtgen SBaffer« geforgt werben. Sie gebeizt 
w ber 5Cem)peratttr eine« jeben aßarm^anfe«, obglei^ bie feu(!^te SSärme 

15* 



228 

etne^ Drii^tbeen^attfe« «üb glet(^}etttg bte 9obetttt>arme etne^ ip^Uttt^ 
ober emanttteti dx^UtM ^t jur grdfteti Ue)>)>tgfett (ringt Die 
|$Patt}e erlangt wä^renb ber SSa^^t^um^^enobe t>tel SBaffer nnb ^in^ 
retc^enben Xo^^franm; fte muf gnm Sn^flanjen auf emSeet U^SBatm^ 
l^aufe^ }. S3. mit Maranta-, Calathea-, Phryniom- unb Hedycbiam- 
Slrten tc. t>on anflerorbentltc^em (EfeTt fein^ nm fo me^r, ba fle für 
jiebett @tanbort @(^n^ gegen l^eifle @Dnnen{ira^Ien^ ober beffer noi^ 
einen f^attigen $(a^ erforbert, menn fte fiöf in i^rer gan}en @c^dn^ett 
ent»ideln foO". — 

3n ben tt)entgflen ber neneflen ^flanjen ^ SSer^eiif^niffe ber beben^ 
tenbfken beutf^en unb belgifci^en ^anbettgärtner ip biefe 3i«JT>P«ttje 
aufgeführt unb fc^etnt bentna(i^ nur erfl toenig verbreitet ober befannt 
}tt feiU/ ^itUci^t in ^ol^e^ baf man fte ni^t für fo f«!^9n nnb jierenb 
\&ti, aU fte U \0ixtli6) t% ober ^kUtii^t gab an^ ber bi^^er }iemli^ 
^o^e ^reid ein 9(n{lof fte anjnf^affen.*) 3n S^Ige ber leisten Ser^ 
me^mng iß ber |)rei^ bebeutenb erm&figt unb fomit aQen ^rennben 
f<!^öner Bi^^fl^^ngen Gelegenheit gegeben^ ft($ in ben Sefl$ biefer 
f^flanje }u fe$en. !Z)ie Stromaothe saDiraioea ifl niÜ^t nur eine Si^^ 
pfianit aU 93Iatt)>f(an)e^ fonbern i^re xoti^tn, loenn ani^ nur Seinen, 
ntebli(^en/ oon bfotrot^en 2)ed(blättem umgebenen Slumen getoä^ren 
einen fferrlid^en ünbiiä, unb ^at bie ^flanje an^ nod^ bie gute (Eigen« 
f(^aft/ baf fte im äBinter^ meifl f^on im Februar blu^t, unb toit f^on 
oben ertt>ä^nt, lange bamit anhält. 

a O— 0. 



*) 3n bem SmeicbntfTe be^ 8d(!mann'f(ben ^flangen * (EtabltfTemcntd oon 1848 
»at berJJrei« für biefe ^ffanje 15-90-JI^ (ö— I2«f), berfelbe W (ebocb m blefem 
3a(re bet ber grof en Serme^rung bafelbfi auf &> (8«^) ermäßigt. 



'229 



%tbev ein. nfai^vci^t» itrpmmtnt mit einem 
^va^tnbanm (Dracaena Draco}. 

Sott ^erm 39l^n IBain tmDitMitier iot. ©arten. 



Der Z)ra6etif»attttt t^ etn (Emgetonier Dflmbten^ unb matb bereite 
im 3a^re 1640 tit Soropa emgefii^rt Dr. Stnbley fagt in feinem 
fi^d^en^toert^en iEBerle ^(he ve^etable kin^dom^: ;/Z)ie Z)racaenen 
fmb bie nefigflen ber Klaffe nnb erretcffen auf ben canarif^en unfein 
bie bebentenbße ®r$f e. iint D. Draco beftnbet ftd^ bafelbft^ tt>el<!^e 
70—75' $5^ nnb an ber »afi« 46Va guf an Umfang ^aty f^on im 
3o^re 1406 n)arb fle bort ald fe^r alt angegeben." 

3tt Snfang bed 3a^reö 1842 ^atte nnfere ^flanse im botanif^en 
®arten )n £)nblin fafl bad ®Iadba^. ber ^änfer erreic^t^ i^ f^big 
olfo mein Srf)eriment ))or^ weTc^e^ bamate allgemein für nnan^fä^rbar 
etfiärt n>arb. Der Stanm »arb mithin ern>eitert nnb ba6 $an^ t)on 
12 anf 20' gnf ^i^t gebraut. 3m 3a^re 1846 errei^te aber ber 
8asm S^on tt)ieber bie ern^eiterte ®renje nnb 3n>ar berge^alt baf ei« 
ntge fetner SBIätter bnr<$ ba^ @la€taä) brangen. Sllfo tt>ar bie älter« 
natme gefleOt, entmeber mein (&xptximtnt i^orjune^men^ ober abermals 
boiS ^an^ jtt er^S^en^ ober enbli^^ bied fc^one (ixtmptax jn oerftnmmeln. 
Crßere^ tt>arb auf mcim SSerfic^ernng/ ba$ i6) bed (Srfotged gen>ifi fet^ 
ertoä^tt, jumal ba i^ an^ bart^at, baf mein $Ian mit ben toenigflett 
fio^en oerfnupfi nnb e6 nberbie^ att(]^ nic^t jn billigen fei, baf man 
so einem $anfe, too eine bebentenbe 3^^! grof er $flan)en i^ren ®tanb^ 
ort ^Ben^ einer einzigen geflatte, }n oiel Slaum einjune^men. 9ttd ber 
Stntctnr be^ Drac^enbanmed nnb and feiner Steigung, bie an^ mani^t 
aabre f^flanjen Reifer S^'nen beft^en, Suftmurjeln ju ma^^, hm 
mix ber ©ebanfe, baf, tt)enn er gan}Ii(^ i[>on ber |)att)>tftammtt)ttr)el 
getrennt tDÜxU, er bo^ gn n^a^fen fortfahren ober bot^ toenigflen^ fo 
lange gefunb nnb am iti^n bleiben btirfte^ ii€ bie Umfldnbe t€ i^m 
geftotteten, jene äBurjeln toUttt in ben SBoben ju fenf en. yiaä) biefer |)rä« 
mrft atng i^ au^ }ttSOBerfe. Steine f^ftange toar 20' ^o(fy, ber Stamm 
|atte ä ' 6 " nnb ber fto))f 16 ' im Umfang. 3tt0^r toaxh nun ber 
Biamm mittelfi Streben unb Striaen fo befefligt, baf er ge^n jeben 
3nfall nnb jeber SSerdnberung feiner Stellung geft^ert toar. sittoa 4 ' 
99« ber DUrKä^fyt ber Srbe, in n^el^er er bi^^er getoaci^fen/ maä^tt 
i^ nun etnen ^infc^nitt in ben Stamm oon einem falben 3oll 9:iefe, genau 
^ iur ^dlfte feinet Umfanget unb oerleimte unoerjuglic^ bie {larl blutenbe 
Snnbe^ bamit fte gei^orig trodFene» Mma^li^ fe^te i^ nun bie SSer^ 



2ao 

tiefmtg bei din^^nittz^ fort, tDoiet t^ j[ebo<$ nie bte t>o1)tfommene 9n6^ 
tro(ftmng ber SQunbe Derfäumte, btd enblt(^ ber @tamm get^etlt tt)at. 
hierauf »arb ber untere Z^tii beffctten mit fernem aanjen ®ttrget 
itttten »eggefjJ^afft, ber otere Z^cU aUx mit bem Ropfe eintge 9Ronatc 
lang an bem i>ai^z bei ^aufel Rängen gelafen. SBä^renb btefer S^t 
ieflättgten ft^^ meine Soranlfe^ungen t)otIfommett/ benn el fc^offen 
^arle, gefnnbe Surjeln JW^W^» ber ^oljigen ©tmchtr unb ber rittbe:^ 
glet^en @ttf){lan) $er)>or. tUtin Saum, ober toit itl^ t^n lieber nennen m5<^te^ 
mm 9liefettfletflmg mar nun (erett gum Stnfenfen tu J^en Soben ; et 
tt)arb bemna^ ^erabgelaffen tu btefelbe @telle, bte feine früheren 95ur^ 
geln eingenommen Ratten, nad^bem jebo^ t)or^er @orge für einen ge^ 
|5rig na^r^aften eom))o{l getragen toax, um ein Iräftigel Sa^lt^um 
)tt fi5rbern. Sor etwa 4 SRonateit ifl et wieber ttmgepjlangt n^orben 
«nb ifl jeftt fo gefunb unb treibt fo toc% toit er el nur t>or ber ^ro* 
cebur getrau, ©er Srfolg bei SrjserimenW ^ängt unjireitig öon ber 
83eba(^tfamleit, mit tt>e]^er el aulgeffi^tt tDorbeit, miD s>oti ber ge^orp 
gen 8Iultro((nung ber 9B3unbe unb bet Sb^ärtnng bei ®tammel ab. 



Hat« filier >te #«ltttr ^n ^arracetiten- 

JHt «laffe ber ©artaeenien i&^lt tiiitit jwei fe^r mfc^iebenattige 
Venera, Sarracenia unb Heliamphora; er^ere ^at fe^l belannte @)>e» 
cfcl, re^tere nur eine, «tte ftnb frautartige ^ffanjjen t>on niebrigem 
SBa<^t|um mt ftbrjfen SBurjeln nnb bie »lattfh'ele Wtben ^o^Ie Kehren 
ober ftannen, an ber ©pije gelffret, mit concai)en Decfeln, toe^e 
übrigem, n>tnn bieSMtter aulgetoa^fen ftnb, nii^t bie Deffnung betfenj 
bal innere i'eber Ranne ober Sld^re ifl bi(^t befe^t mtt juruigefcogenen 
|>aaren. Die in «uropa eingeführten ©arracenien * ©peciel ftnb 0. 
Drammond!, iava, minor, purparea, rubra unb Tariolaris. Sott S. 
pnimmondi »eif mon nur roenig, aulgenommen, baf fie in benfelbeti 
«ofaWSten, mit ben anbem «rten aufgefunben warb, fle ip wn 
^»etgigem ^aiitn^, ^t j)ttr<)ttrne Slumen unb warb im 3a^re 1829 
m Cnglanb eingeführt. S. flava ^at grofe tri^terfdnnige »Wtter, 
2^ unb barüber lang, mit aulgebreitettm ©(^lunbe unb einem gro^ctt 
©etfel. 3>ie »lumen ftnb grunlii^ gelb, tingtrt mit »raun. S. minor, 
bie Wl^ befannte fleinfle ©peciel, ^int (Rngeborne »on Oeorgten^ 
t)on tt>o fle im 3a^re 1829 bur<^ Z. WuttatI eingeführt »arh ©te 
auf ere Steige bei Äel^el befielt aul bret fleinen Btpa^m oon btduK^ 

güner garte; bie innere »et^e iji breit unb aulgebreitet, grün auf ber 
berfeitf unb leicht tingirt mit ^ur^jur auf ber untern Seitt unb au 
ben «anbem. ©ie |JetaIen ftnb oon gWnjenbem ^ntpnx auf ber 11»^ 
terfette unb gejeic^ttet mit berfelben garbe auf ber Dberfeite. S- pur- 
piirea ifl im Mu^enben Suflattbe fe^r ft^ön. 3>ie »lü^en^engel flehen 
1' ^o<^ unb baruber aul bem Centrum ber ^o^Ien »lättet {^eroor; ein 



281 

ffbeö betfd^n tfl an Ut @yt^e mit ettter Sliutte i^erfe^m, mi^t lej^terc 
bitr^ eineSrnmmung an im Snbe bed StengfM (etn aOen SIrtett gf^ 
mcuifii^aftli^er S^arafter) fo umseiogen ift, ba^ fle i^re @)>i((e gerabe 
ben ©tommMattem gegenflber (erainetgt tmb jtislet^^ ba^ Ul^a^t <tay^ 
mot{iiq>Qrf>ttnie t^rer fetalen jtt t^rem grj^f^ea SSort^nle )etgt. Sie 
{lammt au^ (Eanaba t>om {)ttronfee i^et unb tfl bemtitti^Itt!^ bttf^' aSe 
2:|^ile (Sanaba'e verkettet, n&rblt^ bt^ jum SBärenfee ttnb fiblid^ bt^ 
Qa^ Sarolina. Urfprungtt(^ marb Itr f(^on tm da^re 1640 bttt^ 
3i>^R Srabe^aut jittii. eingefä^rt* — B. rubra; btefe ^ixtli(l^ f^ötte 
@)^cted tß mAttger befannt aM 8* pnrparea tmb »trb oft mtt i^r gtt« 
fantmengetDorfett. @te tfl titbefeu xotit feltener aM btefe utib bieOet^t 
m^ titd^t fo let^t 3tt be^atibeltt. ^te SIttmett ft$eit an ^^tvtn &Un' 
geln^ ftnb ooa tieferer Sarmotftnfarbe tttib bte SUtter gleiten an S^tm 
me^r benen ber 8« flava, flnb aber f^$n geabert mit Carmoiftn. (Sie 
t^ eine Singebome bon Georgien nnb S^ortba nnb bffd^rinft t^re Oert? 
Ii«^fett oemtttt^tid^ anf bte fäblt^en t)ereintgten @tüaUn. ®te loarb 
arfprttttglt^ tm ^a^x^ 1786 eingeführt itab umrbe }nerfl 8. pflittadna 
genaiiat3 neuere JBeobai^ter galten biefe aber für eine ganj babon ber^ 
fc^iebene l^flanje. 8. variolaris ift im ^abitnd ber 8. flava ni^t 
nna^nltc^; aber fte ifl bon berfelben oerf^ieben bnrd^ Heinere ®efla(t, 
oadgebrettete nnb ni^t ^erab'^ängenbe fetalen nnb bie bnr^ftd^ttge JBe^ 
fedttng beö obern Z^tiU ber Slüdffeite ber 93Iattrö^re. @ie ifl in ben 
ofenen @ttmpfen oon 9lorb$SaroIina nnb ^oriba )n ^anfe^ tt)0 fte in 
fanbtgem Soben toäc^fl. !Z)ie Slumen f{nb grunli(^ gelb. Sie ifl bie 
8. advnca bon SmUh's Exot. Bot* nnb Yoarb im 3a^re 1803 ein- 
geftt^ri 

Db»offI afle biefe ©pecie^ in ben ntebrigen Sümpfen bon 5Rorb* 
omerffa jn {)attfe gef(ren^ fo kooSen fte bO(^ in Sngtanb in ber 
freien Suft ni(^t gnt fortfommen^ tt>ennglei^ ed bo^ Seifpiele giebt^ 
bafl fte $ie nnb ba für eine B^tlang gebie^ finb. 9Ran ^at gefttn<« 
ben, baf fte flc^ am beflen in einem ftaflen ober SRiftbeet beftnben, 
mel^ed eine toarme unb fc^attige Sage ^ai, ober in bem f^attigen X^eile 
bfv aSarm^ttfer, n>o bie Sirme ni^t fe^r ^rl ifl. Sitte Specie^ 
mnffen in ZipU WH^^m merben^ ongefättt mit ^Stoorerbebrödeln auf 
ber Si^erbeaunterlage unb Bpba^uin an bem oberflen Z^Hit, bie 
Zipft in yiäpft mit SBafer geftettt; fte gebei^en au^ aUm in 9Roo< ge^ 
ffanit, o^ne Zipft, in einem SOhflbeetfaften; für beibe ^ätte mfiffen 
fk aber feucht unb f<^attig gehalten koerbeii« Unfere $flatt}en in 
C^t6i9ort^ fielen getopft t^it eben angegeben nnb in Safi^nclpfen, 
aa^ bem ®Iafe an ber Duette bed grof en (fonferoatorium^/ mo fte 
fro|(i^ toac^fen unb iebe Satfon xtiiS^lii^ n>ä|renb ber 9Konate Snat 
mib 3nli Mälzen* 3m äSinter, too fl4 ^^^ f^^anjen im rn^tttben S^ 
fbutbe befinbeU/ ifl ^ixie geringere Duantttät bon ^eu^tigfeit erfotbev^ 
li^. Z)er genertfd^e 3lamt tt>arb ber $flaa}e oon 2:ournefort bem 
Dr« Sarrazin/ einem fran^jflf^en, gu Duebee anfäfigen Xr^te^ ber 
t^ ba^ ®tnM au^ Sanaba )ufanbte, gu S^ren beigelegt. 

HeliAmpbora Dutans ifl bie eingige befannte Srten biefer neuen 
mib fonberbaren (Sattung. Sie marb entbedt ^on S^omburgf auf 
bem ®ebtrge Storaima im brittifi^en ®niana, wo fte in ben marfd^igeu 
e^Mmtu lod^fl/ ettoa 6000' |o^ iber bem SKeere^fpiegel. ^abttu«. 




232 

Sttvjefo/ Stonneti nnb angemetne ®tructuv fittb btefelSen rnt'e f»et emer 
Barracenia;aQetn ber @4<^f^ ^^^ Heliamphora, anflatt tt)te (et ber 
Sarracenia etnilfit^tg }tt feitt/ trägt eine lodere Xtauie t)Ott 2 — 6 
ntdenben Slutnea^ bte an (urgen Stielen ft$en. Vit St&t^ettorgane 
ftnb 6ait)>tfä(^It(^ loon betten ber Sarracenia bnrc^ bte grof e ätebncttom 
ber ä^^ t^ter Zueile t>erfc^teben. Slnfiott ber bret btfltncten SRet^eti 
DOtt Slnt^en^fiSen^ ^at bte Heliamphora nnr i, 5 ober 6 93Utt(^ett^ 
9on benen bte anderen ttxoat btder nnb frantarttger aU bte tnnerm 
jtttbr wenngleich aOe ibid }tt einem gett)ifen ®rabe petalot'bifc^ nnb ge« 
farit ftnb. @tanttna ftnb nniefhmntt nnb {{^enb n>ie in %er Sarracenia ; 
ba^ Di^arittm ifi nnr bretV {latt f&nf3ellig; in anberer ^inftc^t futb bie 
(ti^tn Ott S^% Slrrangentent nnb ®tructnr benen ber Sarracenia gleic^. 
Z)er ®rifel ifl aufregt c^Iinbrtfc^ nnb ^at ni^t bie Steigung jn ber 
I^Utterartigen Sn^breitnng^ toie f(e in ber Sarracenia bentertt mirb« 
2)te einjtge SRet^obe bie man Stößer bei ber SSerme^mng biefer $jlatt)e 
angetoenbet^ ift Z^etlnng ber äBnrgeln. !Der 9lame ift abgeleitet sooit 
helos, tin ®nmt>f nnb Amphorens eine ftanne. 

(Mag. of Bot«) 



mehet Vit Ütsieiung l»fe Combretum 
purpureum aia ^d^au - oUt Ptad^tpüan^e. 

Son ^erm 9B* i9EBoo> jn gorf. 



Unter ben Si^f^^^i^^ ^^^ SSarm^anfed ^at too^I feine eint gti^ 
fere Setonnbernng anf fi«]^ gejogen, al^ bie ^ier in Stebe ^e^enbe^ 
totnn fe ge^^rig be^anbett i^re (deinen gro^en^ )>ri^tig andgebreitetett 
Xranben flemiger )>nr))ttrncarmotftnfarbiger SBInmen bringt. Si^^er 
warb ^e aber nnr in freien 8eeten ber Sßarmi^Anfer mit Srfolg ge|Ogett, 
bena bie Zopftnitnr lief w^ immer Sieled )u toänf^en ibrig. jDem ^^rei^ 
ber biefed t^ le^tere gelungen, inbem er auf folgenbe SBeife babei ^tx^ 
ftt^r: 3n einer i^erfi^tebenartigen ®ammlnng t>on ffiarm^au9)>{{an)en^ 
bereu d^c^t i^m übertragen toarb, befanb flt^ im duli 1847 an^ eine 
ftarle/ fitmii^ n>o^I t>er}tt>eigte l^flange t>on Combretam parpnreum iit 
i^albfc^Iafenbem 3n{tonbe in einem Zopf i>on 11^' Sreite« ®ie n>atb 
and bemfelben herausgenommen, ber SaOen )>on ber andgefogenen (Erbe 
befreit/ toobei jlebo^ di^tfam @orge getragen n>arb, baf bie ^au^ttour:^ 
)e(n uttb ber geringe Z^tit ber i^orrat^tgen fungen ^^'bem ni^i Der^ 
Ie$t kDurben unb in einen ber @tirfe ber l^^ange entfpre(!^enben 14^ 
idCigen Xof>f umgepflan}t, inbem man 2^^ bide grobe S^erbenunterlage 
auf ben Soben Qtixa^t unb auf biefe eine Sage grobbrddfeliger getrod? 
neter SRoorerbe xoo^ niebergebrittft toarb unb fobann ein Sompofl )»on 



^ 



233 

fitg iiti^tn Zi^tn Mäeti^tx, fanbtaer^ torftger Stafetterbe ittib toti^l 
lergoitgeiter torftger |)atbeerbe ben S^eft be4 Xo)>fe^ att^fullte. Dte 
^itje tDorb itntt für emtge So(^ett attf bte Oittfl&ä)^ ettted tttaf ta 
tmfxmkn i^^UzM tm Setttfaflett gefe^t^ iU {ic^ 3^^^>t ^i'<<^^ ^&v 
tiges SSBa^^tf^tnn^ ftttib traten ; itutt kt>arb ber Xo))f auf bemfeKett 
9ecie Ui }ttr ^dlfte ttnb fo tote bad fBa^it^nm fortf(!^rttt bret Ster^^ 
^eit etitgefettft tnbetn etne ottögebe^itte @^u{fel ober 9{a)>f unter ben 
!&|)f gefleSt tt>arb. !Z)te Xeitt)>eratitr bed ^aafe^ tDttrbe baiet auf 
15-20« «. itijta^t uttb «tf 8—12« «. bet 5«a^t gemaltem .3Ba« 
bie ScnÜIohon anlattgt fo tvurbe ber Sttftjutritt fo fru^ tote bte iru 
fere 9tiiiof)>^re ed gemattet gemährt betttt Serfc^Iu^ aber bte Z:ettt« 
fmiwc tu ^o^ent ittib fettestem ®rabe ge^attett. SBet folc^er ^e^attb» 
intg toor ba6 SSac^^t^utit nttgeittettt fräjittg^ 12—18'^ lang. %U aber 
boranf ba^ Steifen be^ {)oI}e^ eintrat tonrbe ber 2:of>f aQnta^It^ att^ 
fnier Serfenfnng mteber auf bte Oberfläche gebracht nnb bte f^flange 
m^e bann ben $erb{l nnb ben barauf folgenben SBtnter tn bentfelben 
(KDtfe tmb itoax bet einer 2:em)>eratttr ^on 8—12^ 9t. gelaf en, tt>et^e 

Eobe ^tureul^eitb erf^ten^ nm bte f^flanje tn ben ®tanb )u f4en^ t'^r 
toerf )n bei^alten btd innt Sommer 1848« 3^ btefer 3ett braute 
Mr an entern ^a^en^ 2V9' ^oi^n Spalter gejogenen ^jlanje bet 
M^ftrr $andȊrme cM ben 99latta<^feln t^re^ im oongen (Sommer 
nb ^erbfle geretjten |>oI)e^ präd^ttge Slöt^entranben^ t>on benen bte 
eile fa{l 2^ lattg nnb 18^^ brett mar. Diefe f^flanje mar etn äberand 
m'jenber ®egettflanb nnb marb ant^ auf ber t^orjA^rtgen Xn^fteOnng tu 
9^ tmt ber ßrof en SRebatSe gelri^nt. 

(Ma§^« of Bot.) 



^> 



)e« Avocado c'btt ^tx 



« •*! 




tif Alligfiior - Stme t^ ber Laura» Periea 

Xtttorett ttQb btePeraea fTstissima unfern 

(Er ifl etn (Eingeiimier Se^nbten«, oo 

K ni andgebe^ntem VJaaf e Mh'^trt itnb biffe 

M tttf bntt ConHnettt t)OR Kmerifa ^o^ gcyrtefen 

^. ^ uimin itäb faß äbcroK auf bem aoten Simtinent ge^ 

«.M. «I ^. thKbie toif auf [nutn ateifto btunl^ Solitiiibm emes 

^«^n^i» S^ bttfrt Sdtmed an, ttio^ 2000 ' ^ik^ auf bem SO^ 

^^ .^» %MKife^^ttJvgt6, wo ba6 Sattbtt)er{ befelbe« ibcvoit^ bxxatiH 

S^^ «Mctt^ $ini(^t fe äberau^ retd^It^ wx^anUn xoat, bof »M 

Ni«« i.HK«ift ^«nt «berfSet erbltdte. 3n feinem n^tlben 3ttflanbe btKbet 

. ^A^^ttiHt eütett $9aum t>ott 40—50 ^ $ö^e mtt einem @tamm t^on 

4f«^ ;** m SliY^ttcfferj aber in fultit>irter Sorm tt>iib er feiten nto 

i.- v%^ mu ott^ebreitetem ftopf nnb einem @tamm t)on ber Dtde 

« «:^« ;\«c^alt(l^eii Xpfelbäume. 

;^v»^^retbntt8* ^ftanje ein Sßatm. 9tinbe glatt, afi^farWg. 

;>^«.;v «uvxnUiit jart, (anm im Stanbe bie großen fteifc^ißen glätter 

« m^^"^ Blatter gegenfldnbig, oblong, glatt, glei^^enb benen M 

>w^^«itKtt ^rbctrbaume^ (Pranas Laaro-Cerasaa). Slnmen gro§^ 

%im«^h4 birt^r^ebcttb an^ ben ®)>i$en ber 3tt>eige, )>on grnnlii^em 

s^%^ mi^afibttlM^. Srncl^t t>on ber®röfe ber gröf ten S3irne. Sleift^ 

S^4i «Hl ttner jäfen, ^autigen Sefleibnng t)on )iemli(^ fefler Sonft^ 

^1^ KU jarttm« H^ii^tm ®ef^mad, ent^altenb einen grof en raupen 

^«^ asH^r amfitOt i^ oon einer ober jwei bannen ^änttn. i)it 

l^n^ Witb fowoV tn SBeflinbien aU Smerifa oon aSen Klaffen ber 

^K^^^ft ftbt tiel genoffen unb al6 einen not^wenbigen 9(rtife( auf 

N^ ,\ubl^ail^ftl Uttai^M. (Einer unferer S^^^nbe, ber lange in 

^MKit^i ^<^a^<^)^nt t>erfi^ert nn^, baf bieienigen^ voti^t bie ^ru^^t juerft 

a«^ all^s^^^a* btrfetben bO(( am (Enbe ®ef<^mad abgugekoinnen »nften. 

;^<K¥ i(l )art ttttb ^oU, boc^ feiten x^t man bie ^ruc^t allein, einige 

i«hM f(<f in "^ftffcr nnbSals, anbere in (Eitronenfaft, anbete inB^äcx 

^^ i^^'iM; alle fltmmett aber barin nberein, baf fte ben %Tppttit 

^wVt iknb libit^ani^t mo^It^nenb fnr ben Rixptx ifl. fteine troptfc^e 

^u^t HHVb ^ieflci^t aOgemnner gefc^ä^t aU biefe^ fie besagt allen 

^\K^«; fdbj» fftxU, m^t, ^nnbe, »ajen nnb alle fm(^efreffenben 



235 

Sogel t>erf(^tna^cit fle ni^ X)ie Sttro)>äet oKe txtläxtn fie f&t fö^It^^ 

@(^on tat ^a^xt 1739 tt>arb ber Avocado tit Sttglmtb etngeftt^rt^ 
a(er Mitist ^at er tttiferö Stffen^ no^ lettte %m^t in heu SBantt^itt* 
fent Qtita^t ^n htm großen Sotifenoatpntmt )« C^Wmort^ tvdd^^ 
eilte ^^nit beffelten mäc^ttgltc^ unb loerfprt^t ut i^etitsen 3a$reit et» 
ft^Jner Sottm )u »erbntj ol^er bt^jie^t {et'et er ferne Stetguttg^ itu^tt 
attfe^en jn »oOeti. 

Set ber ft^tur er|^tf<^t bie fJflanje bad SSamt^ttd nttt et»><i^ 
8obestt)ärme att bett SSurjeltt nttb tm ®as}e]t bte SBe^nblitttg be^ 
CioBamomam vemm, nttt tt>el^ V?^^i^ ^^^ ^abitttö ettte I^beutettbe 
%^nli^Uit ^aU SBa^renb ber SBac^dt^ttmpertPbe fei man tiUxal mit SBärme 
mb Se]t($ttgfett^ iefoaberd a^fter mit feuchter !ltmof)>(ftre. Sßerbett bte 
ffanitn in Zippen <>ber fiul^In gejogeu/ hann i^ eine 9Rtf(i^«Qg s^oit 
Slafen«, iDtpor^ uab tDo^teerrotteter S)nagerbe bte befte f&r {te; fte^ett 
jte aber ta etnem berettetea 83eete be^ 9Barm^aufe^^ biU^i^B t^ gute na^tf 
^fie Stofeaerbe o^ae trgenb etae Setmtfd^uag i^orjajte^ea. 

2)te Senae^ag ftef^te^t hnt^ ®te<f(tage onA i^albretfeat |)oI)e, 
tooiet jeboii^ tm^t bte Slatter latbtrt loerbea ataffea^ ta Saab^ aaler 
d(a6gIo<& anb auf 93obeaa>&me. Hnxfy (daaen fle bar^ iRteber^tea 
<ob Silagen ^erute^rt werbea. 

X)er Staate Peraea toarbe t>oa S^eo^^ra^ etaem agy^pttfd^ea S^aaate 
ingetegt/ aoelc^er %xt btefer loar^ tfl bt^e^i aabelaaat. 

(Mair» of Bot.) 



€tnt{)e0 übet bie ^nltur ber Cacteen im freien 
/anbe beti ^0ittiner l|inburd). 



SSoa ^rra iBfitoel, 
Obcrgärtiier jn ^cttflatt a. t>. ?). 



Ste fe^r ataa aa^ no<^ t)or n^eatgea ^a^rea ben (Sactad atö etae 
flflattje betrat^tete, bte aar tat »orarea ®(a«^aafe, gaaj trotfea ge^at 
tfti, gefaab tjegeh'rea aab Wii'^ea ttaate, fo ftab xoix ta aeaerer 3^it 



*) Huf ber 3afcl dnla itab in ^eaexuda (obe i^ biefe ^rucfit faß auf atlcn 
fWaiijimsen an^ebaat ongetroffett anb atidb f^^r bctuftg baran erqntcft. 9nfangli(b 
»or es mir niibt mdftli((, fie för eine Sritc^t )u (alteft, benn i^r i^eifcb. n>ef((e4 
in 8tü<fe gefd^nitten auf einem 2:cC(er flerci^ii »urbe, botte mtbt Slebttli((t(it atü 
Satter, aU mit trgenb einer %r\xd^t (Siaen eigent^umii^en ^efcbmatf ^t bie 
Snt^t ni((t, bad ^d^äf laft f!$ mit bem Daumen jerbrüden unb man i^i cd in 
^ »eacl )u ©rob mit ^fcffcr, (gffig, Od nnb Öalj, aucb nur mit le^tcrem @c» 
»irj f$mem b<e W««je feft gtt. €. 0-o. 



234 



Keller lite JluUur Tie« Avocado c'bet lier 
Alligator -ptrite aU ^afelfrud^t 



!Z)er Avocudo ober bie AMigutor ^ ^ixnt tft ber Laurn» Pertea 
Lian6 ber alten (otantfc^en Sutore« utib btePeraea i^radssima unferer 
Üe^tgen |){{an)enf» Kataloge. (Er ifl ein Singebomer Seftnbien^^ »o 
er toegen feiner grucl^t tn an^gebe^ntem SD?aa$e Mtitixt nnb btefe 
legiere fotoo^I bort atd attf bent fl^otttfnent t>on Hmerifa ^o^ gq^rtefen 
loirb. 3)te Avocado koirb faß iberoQ auf bem aenen Continent ge^ 
funben unb ^r. ^nrbte traf auf fetaen Slctfra bnnl^ (lolunAia einea 
atganttf(!^en Satb btefee ^ounte^ wtf ehk>a 2000 * ^9^ auf bem W>^ 
lange be6 92toaba^®e^trged/ 190 bad Saabioert befelbea ibttmi lamrttl 
nnb bie {dflli($e $ru(^t fo nUrant retd^b'^ tot^anUn toat, baf atoo 
ben SBoben bamit u(erfäet eriltcEte. 3n feinem tt>ilben 3tt{^<^nbe bilbet 
er gen>o^nli(^ einen ^aum )>on 40—50^ ^o^e mit einem @tamm t)on 
ettoa 2' im Durt^mefer^ aber in funit>irter ^orm toirb er feiten uBer 
30' ^o<!^, mit ausgebreitetem Sto^f unb einem <5tamm soon ber T^iic 
unferer gett)$^nli(!^en Stf^felbdume. 

Sefc^reibung. ^flan}e ein ^atm. 9linbe gtatt, afc^farbig. 
Bkoeige fucculent, jart/ faum im ®tanbe bie grofen fteifc^igen Slätter 
gn tragen. 93Iätter gegen fldnbig^ oblonge glatt^ glei^^enb benen M 
gekoö^nlii^en SorbeerbaumeS (Pronas Lauro-Cerasus). Slumen grof^ 
tent^eild ^er^^or^e^enb aus ben ®))i(en ber 3w^'ge/ )>on grnnliii^em 
®elb, unanfe^nhc^. %xvi^t t>on ber®röfe ber gröf ten Sirne. gletf^ 
bebedt mit einer }äffen/ häutigen SeHeibung t)on )iemli(^ fefler Sonfi« 
flen)^ t>on )artem/ föftlic^em ©efd^mad, ent^Itenb einen großen raupen 
Stern, n^elc^er umfuOt ifl t)on einer ober gwei bannen ganten. t>U 
%xvL^t toixt fomo^I in ffieflinbien aU 9[merifa oon allen fftaffcn ber 
©efeOfd^aft fe^r titl genofen unb aU einen not^wenbigen Srtifel auf 
ber grü^pfidStafel ittxai^M. (Einer unferer greunbe, ber lange in 
Smerifa QWo^nt, )>erfl^ert unS, ba^ biejienigen^ n^elc^e bie Srud^t juerjl 
ni(^t mochten, berfetben bo(!^ am Snbe®efc^madE abzugewinnen n>uften. 
Diefer ifl jart unb »oK, boi^ feiten i^t man bie grui^t affein, einige 
tunfen jle in fJfeffer unb ©alj, onbere in Sitronenfaft, anbere in 3u(ler 
ober 3Bein^ alle fKmmen aber barin itberein, bafl {te ben 9ppetit 
rei}t unb Aberi^aupt UDO^It^uenb für ben Stdr))er i^. fteine tropifd^e 
^ruc^t m'rb ioielleit^t allgemeiner gef4fä0t als biefe^ fte besagt allen 
Siegern; felbjl fJferbe, Ru'^e, >^unbe, Sta^tn unb alle frm^tfrcffenben 



235 

Sdgel »erfc^Dtä^eit ^e nt^i Z)ie Sttro)>aev alle etflaren fie fit UfAx^ 
imb tta^r^aft*) 

®(^oti im 3a^re 1739 tt)arb ber Avocado m Sngfonb eingefa^tt, 
ato iUit^t ^at er unferd SBifen^ n9(fy lerne Sruc^t tu bea ^atml^än^ 
fem ge^ai^t 3n bem großen Sonfertoatormm ju (E^at^mort^ tQd(!^^ 
eine ^flanje beffeKeti mä($dglt(^ ittib berf|>rtd^t üt t^entgen Sauren et« 
f^dnet Sonnt }tt iverbettj ater it^je^t )e^t er feine SteigunB^ ix&^U 
(mfel^en jn tpoKen. 

Set ber Rultnx er^^t bte l^flonje iai äBarm^n^ mit etiodi^ 
9obemi>änne nn ben SButjeln. anb im ®an3ett bte SBe^nblung be^ 
CiDBanioaiam Temm, mit tt)e(t^ f'jlattje i^r ^cAitu^ eine tebentenbe 
9e^lt<^(ett ^ai. äBo^renb ber SBa^^t^unq^eriobe fei man liberal xait SBärme 
nb %ta^tißttit, iefonberö Alfter mit fen(|^ter 9[tmof))(ire. äSerben bie 
ffUmitn in Xcpfen ober S&Ulu gejogen, bann ift ^int ÜRtff^nng s^on 
Stafette, SDtoor^ nnb tt>o^oerrotteier 2)ttngerbe bie befte für fte; flehen 
(k after in einem Geretteten ®eete be$ SGBarm^aufe^/ bai^on ifl ^tt na^Xf 
^fit Xafenerbe o^ne irgenb eine Setmifd^ung i»or)tt)ie^en. 

2>ie aSerme^ng aefd^ie^t bnr^ ®te(flinge on^ halbreifem |)oI)e, 
»oiet jebo^ m'i^t bie lolätter laibtrt loerben rnnffeU/ in ®anb^ nnter 
Mo^lDcfe ttn:b anf Sobenm£rme. $bu$ lönnen ^e bnri^ 9lieber^(en 
sab Sb^noen üerme^rt werben« 

Der 92aiiie Persea tonrbe »on S^eo^^rafhtd einem ägy^tifd^en Sonme 
(ekelest, tt>eli!^er %xt biefer max, ift bi^4^ nnbefonnt. 

(Mug. of Bot*) 



Ctttt^eo übet Vtt Jlttitut )irr Cacteen im freien 
/an^e ^e» ^0iitiner ^in^urd). 

Son ^rrn iButoel, 

Oberßärtncr ju ^leuflatt a. t>. ?). 

SBie fe^r man arx^ no(!^ t>or u^enigen ^a^ren ben (ITactud aU tint 
ffUnje ietra^iete^ bie nur im mormen @Iad^anfe^ gan} trodten ge^al^ 
Jen, gefnnb »cgetiren nnb linken ttnnte, fo flnb wir in nenerer S^it 



") 9uf ber 3nfel Snba itnb tn ^tnmda (abe i^ biefe %xu6)t faß auf aUen 
ffaaionQen angebant ongetrojfen tinb mtcb ft^r (dufig baran erqni(ft. 9nfdnatt(b 
aar ed mir nicbe mdali(b* fie für eine %xt^t )u (alten, benn tbr ^eifcb, »eu(e4 
« &Mt acfd^nltten auf einem XcOec i^txcUSul würbe, (otte mtpr Ke^nltit^tt mit 
INarer, ad mit iroent» einer Sru^t. (Suien eieenttumlicl^n ^ef^maif <K)t bie 
8iud^ ttiil^t, bad me^fA Id$t fiA mit bem Daumen aerbriiden nnb man ift cd in 
fccr »eael ^u 8reb mtt Pfeffer, ©fftg, Dct unt» eolj, autj^ nur mit leetnrem ®e» 
»«5 f*meÄ bte ^>ftenjc fejr flit. ^. O— o. 



236 

ttttc^ bie an^ttenbett Sem&^itngen unb SSetfuc^e mehrerer Q^acteett^ 
fttt(tit>ateitYe eme^ Seferen belehrt unb att<!^ eigene Srfa^rungen t>er^ 
antejfeti nit<^, fiber biefe, in i^remSau ttnb,95tfit^ fo fe^r i)erf(!^tebe»e 
^flanje, emige SBorte gu f^jred^en. 

3)er 6«ctu«, tint t« »anne» ganberti ^etmifc^/ fnbet flc^ weijl 
aufhelfen ober fleintgem ttnb fatibigem Soben^ e^ tft ba^er an^^avo^t* 
erforbertit^, i^m in ttnferen ©egenben etnen gefc^d^ten uttb xoo moQ\x^ 
ttoätntn ^Ia$ t>on beltebtger ^ü^t im (Baxttn atutttt)etfett, unb tt>o 
mdn tintn foli^en ni^t ^at, bur^ Sof^Anfen i^on Steinen unb 93au« 
f^tttt Kv ba§ ba$ ffiafer im Innern bed ^ägett guten 9b}ug ^at, 
fld^ einen jn bereiten unb mit einer a)lif<!Jung 5>on 2 IC^eilen SWipbeet« 
erbe^ 2 lE^eilen @anb nnb 1 SH^eil alten 9RanerIe$nt; einen f^nf ^o<!^ 
jtt nberjie^en. Unt bie (Erbe t>or bem Slbfd^memmen bnrc^ ftarfe^egen^ 
güffe )tt fi^ö^en nnb jitglei^ einer foI<!^en ©rttppe mei^r feljtged an- 
fe^en ju geben, nimmt man Suff* ober Jlropfjleine, ober in (Ermangelung 
berer, anbere monflröfe ^etejWtfe, nnb tegt biefelben in nnregelmäftgen 
©ebilben terraffenci^nti^ um bie (Er^ö^nng. 

Anfang ober SWitte 3uni, xotnn bie Wä^te »arm pnb, pflanjt 
man bie (Eacteen re^t comjjücirt baranf, b. ^. STOammiKarien, ßereen, 
Opuntien ac. bur(!^einanber, fo baf e^ eine Keine Silbnif giebtj bief 
fte^t unfheitig f^dner an^ aU toenn man jiebe Gattung ^tpativt ober 
nac^ ber ®rdf e in fftti^^n )>flan}t; au^ muf man oorjfigli^ barauf 
fe^en, baf bie ^o<^ma($fettben Slrten nic^t ju gejn^ungen angebunben 
tt)erben, toa^ einer no4 fo großartigen (Sammlung unb bem f^dnften 
Arrangement tin ungefäKiged 3(nfe^en giebt* 

SBei bem f)f{an}en aud ben köpfen ind freie Sanb berfldffi^tige 
man fe^r flreng, baf ber ©actu^ ni^t tiefer ge^)flanjt »irb att er im 
2:o^)fe geflanben ^at, benn jie tiefer man i^n in bie (Erbe bringt, je 
lei^ter ift er ber S^ulniß an^gefe^t, toai aUerbingd bur^ bie bergtge 
Slnlage eine^ 93eete4 oerminbert toirb. £)a^ (Bitten iß nur nSt^tg, 
»enn an^altenb trodene äBitterung ifl unb mufl baffelbe na^ (Sonnen» 
Untergang gef(!^c^en. Auf einem folgen Terrain ^at man bad Ser? 
gnägen, feine (Eacteen bei ui>))igem Sßm^fe, ioor}ttgli(!^ 9)2ammillamn 
unb Sereen, retd^tid^ blui^en )u fe^en, }umal toenn man fte in einem 
trotfenen Ola^^aufe Ui 2—4® 9t. Sbermintert ^at Zxiit »ä^renb 
ber glor parfe« 8legentt)etter ein, fo tfi e^ ra^fam, bie ^litf^tn wx 
benfelben )u fc^^fi^en, inbem man große Slument^pfe, ober toenn man 
SÄetonengloden beji^t, biefelben barfiberfleOtj ffir größere (Exem^)Iare 
ift e€ aUerbing^ ni^t fo bequem^ bod^ (abe i^ bei benfelben mit gutem 
(Erfolge na^fle^enbe^ SRittel angett)enbet. Um bie ^flange fledte i^ 
in gleicher (Entfernung 3 — 4 ^fä|^Ie unb fpannte grobe ©atfteinwanb 
barfiber, 5Ro(^ bejfer aber iji, gumal bei größeren ©ammlungcn, etti 
tran^^jortaMe^ 2>a^, toelüje« auf Säulen ru^t, bie immer flehen blet^ 
ben, unb bamit fle (einen unangenehmen (Einbrud aufd Sluge mati^en^ 
mit f(!^(ingenben Sacteen ober anberen ))affenben @^Iingp{Ianiett um* 
kounben n)erben muffen. 2)ad T>a^ befleißt au^ ^öljernen fRa^mtn, 
toorfiber grobe SeiuJoanb, bie mit Delfarbe bejiriijen ifl, gefpannt »irb, 
bo(!^ muffen biefe Stammen mittelft ^aUn an ben &&nUn befefKot loer^ 
ben, \>amit ber fflinb flc nic^t i^inöoegfu^re. @elbfl im ^o^en Slorben 
"^abe i^ Serfu(!^e mit ber Sacteenfuttur im freien Sanbe angeftefft unb 



237 

tme %iUt t^ott STäi^ett er)iett^ fogav bie i^enlti^e ft(titgttt bet Sldi^t 
(Cereas gjandifloi-ttB) am Spalter ßeitQtn, ml^t^ an etner Xerrafe 
9011 25® IDoflrung (ag^ lieferte mir im Saufe bed ©ontmerd me^r benn 
50 Slüt^eti »on einer @rdf e unb SSoOIommen^eit, bie ni^t lei^t iei 
{0)»{)>f[a]t)en s^orfotnmt SDtitte ober Snbe Se^temier bringe man {te 
m^r in i^re 2:o))fe nnb ^atte {ie über äSBinter jiemlid^ ttoäen. 3eber 
8c{i(er einer (Sacteenfammlnng^ fei fte am$ no^ fo ttein^ foKte fl^ 
ctte fo% $elfeiigm)>))e anlegen^ bie ä^n^e ifi B^^fi/ ^^^ SSeto^nttng 
Att lafix xm fo grof er. 



^n meid^ev (fntfernnng fttt)» CEMiflbSttttte anf 



3n 9lo. 48 b. o. 3. ber f)fä(){fc^en ®arten)eitttttg murbe bie %n^ 
ffttgc gebest r«3n koelc^er Sntfernnng jlnb JDbßbanme auf ofenen 
fn^ttragenben ©mnbftöden^ o^ne 9{a4^t^eil ber auf beiben Btittn an^ 
jceii]eoben Silerteft^er anjnpflangen?'' 2)iefe Snfrage ift in 9to. 5 nnb 6 
kt\t\btti B^^^^f^ beantwortet tooi^en^ nnb ba mit bem Slnpffanjen 
to Dbp>ixaae fo ^onftg Sedier gemai^t toerbeU/ fo btirfte ed man^em 
m 9tii(ett feitt/ hierüber einige Siegeln fennen )tt lernen. 

3» ber äSeanttoortnng biefer ffrage Idft jtc^ leine allgemein gel^ 
tealbe Sieget fefife^en^ benn ed ^ngt bie Sntfernnng ber Obflb^nme 
]) »on ber Sreite ber ©mnbftöde, 2) oon ber ©attnng be« Dbfle^, 
Mc |e))f[an)t »irb, nnb 3) oon ber Sefd^afen^eit be^ 93obend nnb 
bn &ige ab. 

Unter r, offenen, fru^ttragenben ©mnbftnden'' tt)irb ber SragefteOer 
trijl Seder begeii^nen woSen, bie }ttm ®etratbeban n. bgt beftimmt 
H ^^ offene Dbftgärten finb anberd )tt be^anbeln unb jn be)){{an}en. 
b der^ebt ftc^ ba^er oon felbfl/ baf bie Saume o^ne^in f^on in fot 
^ Cntfemuits gef>flan2t toerben muffen, baf biefelben ben auf ber 
ftH gepftanjt koerbenben Segetabilien nii^t f<^aben. !2>er Dbfibau 
boif ({er nur nebenher betneben »erben, xotil biefer Selber na<^fte 
Stpimmnng ber ©etraibebau ifl« 9la^e gepffanjte IBäume ij^inbern ni^t 
doB {ttft nnb @onne, fonbern fle oeränbem Mify oft ben äSinbfhri^, 
Wies t^n auf, t>emrfac^en $ie unb ba, befonbera im äBinter, eine grofle 
la^os^ng oou @c^nee, loelcl^er oft großen @<$aben anrietet ^n bie^ 
foi Setra^t ergtebt ft$, baf überhaupt auf Sieder aKe SBäume toeit 
|qifbtt|t werben muffen, unb um fo weiter, j[e f^mäler biefe ®runb« 
m pit. 40 ' entfemung für Sle))fel, Sirnen unb Sltiffe ifi auf 
(»m Sier soon berfelben 93reite am )>afenbften, weil babur<!^ bem 
H^km fein Schaben gef(!^ieH tt)enn nämli^ bie ^änmt in bie ^ü^ 
tar tauge na^ gei^Iangt werben. !Ciefe Sntfemung ^at auäf ^wei 



2S8 

i&n^tn bed ^etbe6 mit Um ^ßn^, tvcbttre^ man (et bem 9^itn, 
tt>enn man an bte 9Rtttetfttr<!^e Tommt biefelbe noA grSf tent^eitt um^ 
menben fann^ tnbem man 3^^ QctDtnnt^ ben |){lng bet jebem Sanme au^jit' 
^eben nnb ba^ "J^ferb gegen ben anbern Sanm ^tnjnmenben. 

8nf etnem ^alb fo breiten^ mtf^tn nur 20' meffenben 9(fer mäfen 
b(e Säume mn bte {^älfte metter ober gar letne auf fold^e ge;^att)t 
i^erben^ mett btefelben tit^t aQein bur^ t^re ^o^en ffronen ober Se« 
brabmig, fonbern anc^ bttri^ i^rt ausgebreiteten 9Bnr}eIn ben Stac^bam 
na(!^t^etttg mürben. 3m ^i^fitn SaOe m&re bet folc^en Seilern ber 
99tmbattm^ toü^tx mit feinen äBurjeln meifl fenfre^t einbringt^ ober 
Heiner bleibenbe ©attungen^ }* 93. ®ommer(trfd^en^ f^flaumeu/ 3tt>etf((en tc. 
3U matten. Sepfet^ unb SRufbaume^ @ttf(irf(!^en taugen ^terju nii^t 
met( bereu Surjeln meift an ber JDberfläd^e fi^ befinben unb be^^alb 
f{(^ meit ausbreiten« 

X)tefe Dbflgattttngen burfen nie aU auf 40' Entfernung ge)>{Ian)t 
merbeu/ mo^egen jene auf 24' %uf ^ittrei(^enb Stanm fnben unb 9lt^ 
manb f^äblti!^ merben. 

UebrigenS mirb man auf Seder feiten fjflanmen, 3^^^«^^ ^^^^ 
ftirfc^en pflanjen, mett fle gu oiele 9nStSufer tret'ben unb burc!^ ba^ 
frA^e Sietfen ber ^rä^te ber untenflei^enben Itultur na^^eilig merben 
mufen^ inbem bur^ baS (Ernten beS JDbfleS XOeS total vertreten mirb. 
9tt^ hat man bei ben 9e)>feln unb ^itntn barauf gu ai^ten^ baf man 
leine grüK'^rten t»S^U, ba an^ btefe^ mett {te oft oor ber ®etraibeemte 
jeitigen^ Seranlaffung gnm 9hebertreten geben. 

Snblid^ ^at man noi!^ befonbere 9tttdjl€^t anf bie 8ef<!^afen^eit 
beS 83obenS unb ber ^ge gn ne^men^ in melier bie Obftbdnme qv 
p^it merben* ^e bejfer ber Soben nnb bie Sage ben Säumen an« 
gemeffen i% be^ metter mäfen bie Säume ge)>flan}t merben. Hn 
Sergen unb geringem Soben fann bie angegebene Cntfernung auf einige 
Snf rebudrt merben. 

3m ®anjen genommen mürbe bie (Entfernung ber Saumlinie oon 
bem angrengenben Stder^ bei 3tt>#^^tt/ f^jlattmen u* bg(. 12', unb bei 
9(e))fel unb Simen 50' baS unf(^äbli<l^e wlaa^ fein, über meb^eS fi^ 
fein Sclbna^bar befd^^meren (ann. 

2)it anbere (Entfernung märe auf gutem Soben fttr 9lttfbänme 
48', für 9et>fe^, fAitn^ nnb ©u^firfc^enbäume 40', far 3u)etf(!^ett, 
$^umen nnb @auerftrf^en 24'^ auf meniger gfinftigem Soben, ). S. 
auf Sergen ober in uttgänftigen Sagen, auf 6anbboben sc für 92ni« 
bäume 40', fix ^^U Sim^ nnb ®uf (irfi^enbänme 32', fAr St^tft^en, 
fJfbmmen nnb ®anerfirf(^en 20'. 



|>tngegen fagt ^err ^nf^itutSgärtner SucaS in feinem neuejlen 
Serie: /r^er &b(lban auf bem Sanbe fär ©emeinbe^Saum^ 
märter." 

ffX>H (Entfernung^ in metd^r bie Säume ge)»{Ian)t merben follen/ 
ift fotgenbe: 
a) a^epfel^ Sirn nnb ®&f{irft^enbättme. 
1) Huf Sanmg&tem in ebenen ober fonft geneigten Sagen 36'. 



239 

2) SIttf SmmQüttm an ftSxttttn «^ättfiett 30—32'. 

S) 3n ©arten (fofern ed eblere ©orte» loon f^tt)ä^ernn SBu^fe 

ÜÄt), 32', foiifl 35'. 
4) an , ©trafen , je na^ ber Sage berfelbe», an !Dammjlraf en 

30-36' an i^alfirafen 36—40' entfernt 

b) fJflanmen nnb Swetfüjen 15~20^ 

c) äBannu^banme 40^-45'* 

Diefe SBetten {tnb m^ aQen ®etten ^in ^erflanben. Set ft&rferen 
Strängen lonnen btefe um V5—V4 loernttnbert )9erben. 

£ie Samne n>eYben ouf Sänntgnter nnb in (Särten toomiiU^ 
immer tn SSerianb nnb na^ ber 2)ret))f(an}ttng (fo baf immer 
brei Säume ein glet4ffeih'ge^ Z)reie<l büben) gefegt inbem anf btefe 
Sktfe 6et ber t)orgef4nebenen/ not^tgen Entfernung, bte burd^ ben Um^ 
foiig ber Sanmfrone bebtnat i% bte größte 3^1 ^^^ Säumen auf tint 

ggeiene ^ä^t }n jle^en lommt/ fomett ber S3oben am ieflen fnr ben 
Ifliau genügt mtrb. 3n mUn fallen tft e^ ^prt^etl^aft, )tt)tf4en 
bte ^auptret^en einer lternobjl))flan3ung 3tt>tf(^enret^en ^on B^^tf^^n 
^er SSetc^feln, bte ibalb tragen unb na^ 30---35 ^a^ren kpieber tnU 
fentt tottt>en, an )){tan}en. 

Unf bemlid erlaub foQen bte Säume naify aU^n Seiten ^in min? 
^eflen^ 50 «on einauber flehen, bamit ber ^elbban feinen namhaften 
imtrag erletbe^ unb )e na^ ber f^orm bed Selbem in einer ober imi, 
nb mehreren Steigen ge)>{Ian)t toerbeU/ ti^obei fomo^I ba^ Ueber^angö^ 
re^t be^ ^taü^iaxi, aU an^ bie Sequemli^Ieit ber Seorbeitnng Uaif* 
iet merbeo inu^. äBer nur tin paar Säume pj^anjen n^tC/ t^ni am 
ieften, fte in tte Sntpanb )tt fe^en« 

9n hen ©trafen m&ffen bie Säume in einer fti^onen, aeraben 
8tBte nnb tcr gefe^Ii^en Seftimmung gemäf 10' «>om ©trapenranb 
fribe{ntt>ärt^ fielen. 



240 



pernnkun^tn einev %tife tc. 

(gortfeftttttg.) 

9Lm 4. 3uni bed 9ia<^mittagd reifste U^ mit ber (tetnen Sc^selli 
))oß t)on Seilin na^ Sre^Iau ab. Z)ie S^aufee t)Ott 93erlm it^ S^an& 
. fttrt an ber Ober tji öortreffKc!^. Seftterer Ort tji etnc f^Jne ©tabt, 
beren SRerftofirbtgletteti tt^ jiebo^ titelt \a^, )a>tü i^ beim ©rotte» be^ 
ZaQt€ bort anfam unb bie ©(^neOpo^ nt^t Unger tt^etfte^ oI6 erfor^ 
berlt(!^ t^av, nvx ben ftaf e etnjune^meti. X>U ^oI}erne S^rucf e, toeliie bei 
gronffurt über bte Ober ffl^rt, xoax mtt S^annettbufc^ unb etnem Sr^re«^ 
bogen gtttn Sm))fattg ber Äöntg^to(!^ter^ ber ftatferin t>Ott Stuf (anb^ ge^ 
f^mudt. 

93et Sroffen ftnbet man ettoad SBetnbau. X)te Strafe fu^rt ^ter 
aber einen 8erg^ oon n>o man eine totitt Studft^t auf Derter, ^uren 
unb SBdtber ^at Die d^an^n iii ^ie^er war mit lombarbtfd^en, ca^ 
nabifc^en, ©itber^ unb 3itter*?af peln, mit Slüflem unb ^ic unb ba mit 
3tt>etf^enb5nmen^ tn 3tt)if($enrdttmen ))on etn>a einer ^ut^e, befe^t 

Sei Ornneberg jinb eine 9Wenge äBetnberge, »on benen, »ie in 
fßblic^erett ®egenben^ an^ felbfl bie i^ii^tn nnb ndrblic^en Sbbad^nngen 
mit Seinreben befe^t tt>aren. Die äBeinberge fd^ienen mir jum Z^|iei( 
jn fe^r mit Obfibaumen nberloben )tt fein^ beren Statten bie 9teife 
ber !£rauben tn einer fo nörbb'(!^en Sage no^ me^r oerf))äten mnf, jia 
oft nnmogli^ ma^en koirb. Uebrigend kotrb '^ier ber 3Betnban na<^ 
»ijfenf^aftli(|en ®mnbfä$en betrieben.*) Die Sieben waren ^ier fär^ 
|er, aM bet Sroffen gef^nitten. X)ad ^ieftge®ewä($^ foflete bieglafi^e 
®rof^en^ nnb fc^medte mir beffer^ aU ber SReif ner Sanbwein felbfl 
oor 38 3ai^ren, wo 0^ bo<^ tn einem 9llter flanb, in toel^^em felbjl 
ba6 ®(^(e^te beffer )u f(!^me(fen )>{Iegt^ t^ au^ öberbief noc!^ wenig 
anbem SBBein getrnnfen ^attt. gramer ^att^ ber Ort feiner t>ielen Znä^^ 
fabrifanten wegen flarfe 9la^mng^ feit aber bie (Sinfn^r btefe^ %abti* 
(atö tn ältt^Ianb verboten i% foK er fe^r gefunfen fein. Daf ber 
SBeinban i^m wieber aufhelfen werbe, fte^t wo^I (anm erwarten, fo 
fe^r e^ anc^ }u wnnff^en wfire. SBie f^Iecl^t mnf }. S. 1829 bie 
(Ernte an^gefaOen fetn, ba in biefem 3a^re manche 2:ranben ni(^t ein^ 
mai im fubltc^en Dentfci^Ianb reif würben. 



r 



*) (iinc fBeinbauaefetlft^aft (at junge fac^oerfiänbtge SBinaer an bcn Ktem 
ACfanbt» um (ier bie oeflen 9l{ebenforten unb bie Jtulturmet^oben 3U beoba((ten unbr 
fo oicl ed t^unlit^ i% bei ©rünebcrg einzufahren. 



241 

8t<fa, 2 9RetIen t)Ott SßxUian, i^ merlmilrbtg, med ^tev ^rieb« 
ri<^ ber ©rofe im ^xebtniSfytiQtn ftrtege auf bem Sd^Ioffe^ too et 
S^'^tfi^e Dffctete traf^ btefelien^ mtt einem bon soir, Messiears, unitt 
^ tretestb, gefangen na^m. Sor Sredlan tt)trb bte ®egenb flac^ unb 
ttiebng unb ber Soben iefer. ^ter tcixh t)iel ^drSerrot^e ober ftrap)» 
aitf 4' (retten Seeten^ bie am SRonbe mit fto^Iri^en itpiUanit finb, 
asgeBont« 

£)ie S^anfee l^on Sroffen iii Sredlan toat mit £)(fi^ unb 3BaI[« 
mtf battmes, mit f^a)>)>eln unb Sio^Iafianien befe^t. 

£)ad ©etraibe onf bem ganjen SBege t>on Serlin ncit^ Ißre^Ian, 
fo m'el i^ ndmltd^ bei Xage fa^, flanb nnr mitttimä^i^. Z)agegen 
^e i^ e^ im $a))elbifbtcte ganj «»orjuglit^ ge^nben. 3n ber ÜRit^ 
telmorl, iefonberd aber in Unter ^ @(!^Ie{ten, erf^ien ber ^elbban mit 
nU^t fo großartig, toie in nnferm SSaterlanbe. Z)ie gelber tvaren anf , 
i, 6—8' Cntfernnng, fettfi anf ^d^en mit tiefen SSSafferfnrd^en bnrij^ 
}ogeii, unb tt)enn glei(^ bied befonber^ in ben Öbergegenben fe^r itotd* 
mdftg fein mag, fo ift bo^ nic^t jn längnen, baf folc^e Sanb)erflttde^ 
imtg tintm ni^t baran gen^d^nten Sluge unangenehm anfällt nnb ni^t 
grofartig erfc^eint. 9lirgenbd erfreuten miify fo totitt SUt^ unb ftot^ 
tofelflureti, toie bei unöj au^ xoax ®emufe in ben äBirt^d^dnfem eine 
feltene Srf^einung. 

»re^lan »irb auf ber iWorb^Djl^sSeite öon ber Ober eingefd^Ioffen. 
Die «brige Umgebung ber Stabt bi(bet grof tent^eil^ ein tiefer ffialt 
groben. S^i\^^^ biefem unb ber ©tabt waren früher geflungtoerfe, 
»et^e ater je$t gef^Ieift unb an bereu ©tefle Saumatteen unb ^flan«' 
jungen in naturltd^em ®ef(!^ma(I getreten {tnb. 2)iefer f}Io$ gen^ä^rt 
in feiner gegenn)ärtigen ®t^aU ben 93etoo^nern 8)redlau^ unb jiebem 
gremben einen ^o^en ®enuf, ber um fo baucmber unb ungetrübter i% 
ba feine ^uri^t )>or Sombarbement unb Selagerung fi^ barein mifc^t. 
Sie SlOeen befielen ou^ S($om, Si<^en, 93ir{en, f^Iatanen, Sinben unb 
@Iebitf(^ien« ®rdftent^eil$ laufen me^re 93aumltnien in geraber 9ti^« 
taug j^xa&tt neben einanber ^er. 9(nbere folgen ben ^Biegungen be^ 
SBallsraiend unb f^ier ftnb bie Pflanzungen ber fanft gebogenen Sannu 
Itnien gemif(^t, befiei^enb aud Äirfc^^bdumen, ^irf^Iolben, oirginif^en 
unb gemeinen SSogetfirfc^en, fibirifc^em Srbfen{lrau(|^, äBet^born mit ge^ 
fiOter 93Iitt^e, 3Baffer$oHunber, 93o$nenbaum tc äBenn nun gleie^ ein 
folget in fanften Biegungen burj^ eine gemifc^te Saumpflanjung fort^ 
lon^nber SBeg me^r SRannigfaltigfeit fon>o^I burc!^ bie ftrummung ber 
üaitn, aU an^ burc^ bie gemif4fte Saumpffangung (^ier {tnb m^ 
6tran^er ehood mibernaturlit^ ^o^jlämmig ju äSdumen gejogen) er^filt 
«ob ^ier befonberd ber Slu^ftcbt auf bie Sorfläbte eine Slbtoed^^Iung 
verleibt, toie bie^ bei einer geraben SHIee ni^t fo fe^r ber %a1l fein 
»urbe^ fo ifl bo^ au($ nic^t in SKbrebe gu gellen, baf breite, lange 
mb getabe SCeen burd^ ft(!^ felbfl me^r imTfmixtn, ald gebogene unb 
frurnmlinige, befonber^ baburti^, baf man in jiene eine SDtaffe ^romeni» 
renbet jugleii!^ erblidt unb itberfte^t^ auc^ i^ immer Statten, menn 
Säume oon einer Srt auf einer langen ©treffe gepflanzt {tnb. ^n« 
befen ^at ber le^tere Umflanb ^ier n)eniger ®zt^i^t, tt>et( bie ^anmi: 
pfanjttug/ tt)0 fte {t^ )u biegen anfängt, i^re Stiftung soon @uben nai^ 
C^ nnb Sflorben ntmmt^^ unb man alfo, «oenn in 9){affe gelufhoanbelt 

Ztutfdn Carteit- unto 9)fnm<ti|citnng. V. tbant. 1^ 



242 

im'tb, iti Ut 9enfnttg itt Sobettd nnh mit Shnunp{[mt»ingett im {)m« 
fergtttttbc, bcn ©«^fttten tti# »ermtft} »et aBcr We iJromenabe W 
Wwften^ ntad^eti »iÄ, <Ii!^ m len fd^oitiflen 2:^efl ber fJflaiiittttg j^er.- 
fligen farnt. ©tcfet fu^rt nai^ ber »»2:af^eitia|Koti'' ^tnottf, »otr »o 
in<m etne ^ertli'e^e Ätt^jic^ auf beti 3^^«^*^^ ^»^ *^^' festerem ^'m- 
ntel auf We @^ntttüp)ft tt«b auf ba« ©ebirge ^mter 5»etf e Bat, t>xt 
fiatsfleiite ^aben auf bem SßaQe einen ©arten, ber ntit Sbrcm^ttie, 
^an«f)f(an}en, Saunten mib $efhrou(^en gefc^fiA if! nnb »o $un^ 
berte t>on ®arten{lu^Ien ju Reuigen Soni^etfationen einfaben mtb be^ 
wi^t »erben, ^reunbe «lilffen, ba bie« tin $ef(^tofftne ®efettf«^aft 
iff/ eingeführt »erben. 

9(nt SBaO unb ienfeit be< SaOgrabend {rn^nen ft^ bie mit Dram 
denen nnb ®lnmen ftef^mfltftett ^fiufer be« ^crm ®rofen {)enÄeI 
fe^ t>ort^ir^aft au^, nid^f ntinber bie bie ^Äfer untgeBenben ©arten. 
%n ber SSaIl))romenabe, nit^t totit looift D^Ianer Z^tt^, iaM tirt etegan« 
tt€ Saffe^au^ ein, »elc^ed bemt aud^ im Innern nnb im ®atten eine 
Slmge @&^t gn t)erfanmieln jjffejft, befonberd ba Äa^jintittttg^ ber 
©enu^ tto^ bttti!^ 9RttjIf erf J^t »irb. Der breite, mit reine«, ^i^tttm 
SBoffer angefSfite SBaffergraben »irb bnr^ @(]^»ane, bif i^re J^onftts 
<^n auf bewfelben nnb i|re Weflet atr bentfelben ^<rten, auf* KeMi^fle 
belebt. 

3m biHattif^cn Oartett erlitt ba< gtJfere ®e»8c^«^att€ burdji 
er»irmte ?uft bie erforberlid^ie a:em<)eratur. ©ie fangen gut georbnet 
ttnb in ber »aäe im Sanbe eittgefitttert. Huf er einer bebentenben 3afil 
tropif(!^er ®e»cl<^fe bomintrte in ben fc^dnen ®e»a<i^*$fa«fern »orjug* 
li^ eine 9Wenge ©aftpffanjcn. 3m freien ©artenlanbe ftanben Diele 
f<^9ne perennirenbe ^ftanjen, anc^ »urbe eine bebeutenbe Sfaja^I »on 
8(f)>enf)f{an}en barin fultitnrt. ffieniger rei(| fanb i^ ben ®atttn an 
an^bouernben Säumen nnb @trätt(!^ern. 

Ruf bem ®anb (an^ bie Dom^^Swfet genannt) bdminirt bte prfi^ 
tfge Dwn^- unb Äreujfir^e, fa wie bie an« 100,000 ffierfe befte^nbe 
»ibliet^ef. 3n ber «ugnfh'nerfir^e geit^net HU^ ber «Itar »wjSgli^ 
and. Die lut^erif^e Rir(^e gtt St. Slifabet^ t^ut fi(| bur^ eine fe^r 
grofe ®(o<fe Don aBen nbrigen JKr^en ^ert)or. Diefe ftir^^e litt bur^ 
ba« Sombarbement »on 1806 gang befonber«. Der Stempel ber 3«bett, 
ber in einem großen ^offanm labgelegen j>Tacirt ijl, mat^t ff^^ bnri^ 
feine «rti^iteltttr fe^ »ort^il^aft bemerfKc^jf. (g« ip ber fc^6ttjle «em^ 
j>el biefer Art, ben i^ je fa^. Sei feiner Cinwei^nng »ar er mit 
©nirlanben unb Orangenbänmen auf bat) gefü^matfwUfie geft^mttcfi 

Die Änla ?eopolbina; m gr^^er, ptäi^tiger ©oäl im ttniberf&ät«' 
gebfiu^e (t>ormal9 einem it(o^er), i^ titn fo au«gegei(!|ttet, mit ba< 
^<ttige ®eWlttbe felbjl» Dnr<^ bie ®flte be^^err* l^rofeffor fJaffo», 
ber mir, »ie an^^ fein ©(^»iegerwiter, ber ^ert firofeffor unb Stbli^« 
t^efai^ SB a datier, mele ©efcESigfeittn et»ie<, fa^ id^ unier anbetn anüf 
ba9 reifte SJIufeum. Son einer ga^Ireid^en nnb gut er^Itenett 2:^ier^ 
fammtnng au« aUtn »laffen »ar ntir eine Sentelmetfe mtb ein fa^ 8' 
i^er ©traufl befenber« merfwfebig. 

STtt^er'« SRonument, auf einem 9tar(tt)Iat anfgeffeCt, ifi ein* 

'fif^er, aber t^ieHeiil^t eben be«|alb »firbet^oHer; aB bot in Serliti unb 

Ste^otf. «« fpri(^t in ber fpttf^reitenben ®trtftmg nnb in ber ganjen 



34a 

orral £attett}UQ'^ 3ßoitittneiit ^e§t aufer^ati be$ SBaOsraiett^ in 
mer 9?orflabt. 

sar^ie nnb ietatmtlii^ att^ eine "bebeittenbe f)atibel^ftabt^ ^ai t>UU 
Tti^t usb u>^^I^at)entie Sttimo^ner unb mehrere SSelu^tguns^örter unb 
f^joe ©arten in feiner Slo^e, tsok O^Uf,-%tt^<^^n, ©olbft^mtebe 
tttb®(^ättina. aSBennÄleic^ eö ma^re»b memeö ßterfemö s?iel reanctc, 
fo jefirf mir SSreÄatt bo^l f«V/ »te»)0^ guttpigere^ SBcttec ' gett)i| 
ait($ etnen tioc^ gusfltgereti (Smbrud at^atttt ^aUn koitrbe. 

Sptt 39red(att fitcic ?3rteg, D^peln aad^ wfel fanb tc^ bic @tra* 
itnbtfflanganQ ^am Sü^eil fe^r ttnt)oU{ommen. £)er 3Bea »oar ttt^i 
atoaS ^attffm; fonbern gut geebnet unb mit ®ranb fiberfaf^ren. i)a« 
betreibe an ber Strafe fianb nur fe^r mtttelmäftg. SSou ^ofel (16 
Xatitor tfl bet Sebeu t^efjer unb ba^ ftorn ^anb i^ortreflid^. 

3]t dt ata ^t »urbe ic^ burd^ bte ©utt be^ ©c^ude^rer^, ^errn 
Sel$/ ttt bett ®ärtett bed ^^otj^Uxß, ^erru ^rau! flefü^rt, ber »ut 
«rfbottember Stete bte ©ortnerei treifct. SWand^e feltuc ^|[aujett »ur* 
(ea in bem ®etoä$$$aufe uub im ©orten fuUtt)(rt* 2)er tM'ele Stegen 
sab bte fRä^e ber ^arjpat^en fluten ber Orangerie uub ben meinen 
f>f[aÄiett m'e^t fe^r jujufaaen; fie Ratten am 11. 5»« griftentJeiB no6 
cia trottrtQe^ älnfel^m« um fo me^r )}erbtent ber um>erbroffene ^letf 
bt^ $ern S^anf, UDomit er feine an€ ben fernften ©egenben ^^rbeige^ 
pgeneti StcbKngc ^pflegt, bie grofte auerfennung. 

%m 11* ^uni jal^ eö lu 9Rittag ein flarte^ ©euntter^ «on einem 
far^ftatett SHegengnffe iegleifet. X)ief mufte au(!^ im ©eibirge flottgefunben 
\obtn, beim ber Heiue Opt^afluf fc^moQ baburc^ fo ibebeutenb an, baf eä 
aamögtid^ towc, m^ an biefem ^ienb na^ Zxop^fan ^ineinjulommea. 
Siebrig IiMeobe Käufer ber Sorfiabt ftanben im SBaffer uub mat; 
faabte am folgenbe Zage ben bort too^uenben SDtenfc^^en burc!^ einen auf 
ber ©träfe fa^renben Rol^n ®rob, nm fle nii^t junger leiben jn laffen, 
Sott bem S^^nrw beö 2)orfe« ffötfor, bi^t iei Sropjjau, gli^ baö Z^al, 
vobor^ ber 3(nf feinen Sauf ntmmt^ mm @ee, Sine traun'ae Unt^ 
{U^ fix int$T benn 16 n>oIlte bie <^(^neI[pofl oon £ro))t)au na^ SBien^ 
bie am 12. $(Senb^ abj^e^en foKte^ benn^ten: traf i^ alfo ii^ gegen 
7 n^r Slbenb« ni(^t in S:ro))))att nn, fo muf te i^ enttoeber a^t SCage 
bcrt warten, ti6 bte ©c^neKpojl U)ieber abging, ober i^ fa^ mi(|i ge« 
aot^'afc 5xtra<)0jl }U nehmen. 3» jienem aber ^attc ic^ feine S^it, 
btefe^ koare mir jn fo^bar getoorben: unb fo bot i$ benn atte^ auf^ 
be« flewanbten «nb gutmüt^igen Dorff^ulje» — bier JRi^ter genannt 
— jtt bem SBerfut^e )u betoe^eU/ ob leine aRöaJi^/cit U)äre, nai^ Zx^^ 
pwx ^tneui}nTommen... (Er (tef ft$ benn aum ein^ferb fatteln, um 
iciteii Setfttt^ gu matten uab m mögfi?^ bie $ofl für un^ jn bejleHen. 
gor be» Satf/ baf eö i$w nitfit gelonge, »erfjira^ er, unö einen ft^ern 
Vtann m [4^^^, ber uu$ AU So^n ^inäberbringen foUe, ein ^ann, 
ber f^ott fnr bi^ 9tettuug mehrerer ^üRenfd^en eine SRebaiKe 00m Saifcr 
Idommen $abe. ©0 tt)enig tröfHi^ nun au(^ ber Ic^te ^wföf füt i^iii 
^<Q^ f9 gent icDiffigte (^ bo^/ kcerf ni^t^ anbercö übrig Uicl, in biefe 
^ifi$%e »n* tTo^ eima ? tuer ^tunbe, bie mir biei Anm iBerjtpeif^In 

J6 * , . 



244 



lange toaxfo, tarn et jurud unb fagte^ ber ^tf^er (aie bte Urmifj^i^-^ 
tcit, mit bemftai^ne jur ®tabt :^metii)ttfotnttten erllärt^ meilbte Strömung jn 
{lar( fei nnb tcix xMixten, ba^ ber Sta^n nmgetDorfen tt)urbe unb t^ir 
auf ber ©träfe ertranfen. aber ju ^ferbe, fagte ber SRii^ter, fei e« 

t •*' * »^ ^ 4 - /tt tf ' £ L^ rf. . ' Ott. e L. ^ " ' » 



erbe für meinen 
er ®e^>aÄ fatteln. 



m$gli(^ burc^infornmen. (Sr lief bemnad^ jrnei ^ 
9{eifegefä^rten unb fir mi^, unb 3n>ei anbere föt unfi 
SBa^renb beffen ndfym er unfer®e))ä(t unb unfere^äffe unb ging bamit 
bur^ ha€ mehrere Stt| ^o^e fle^enbe SBaffer jur 9Raut^/ um erflered 
»iptiren unb festere m'jtren }tt laffen. Stun führte er felbji unfern 3ng 
bur^ bie SSorftabt an, too bie üRenfi^en in ben Senflern lagen unb un^ 
ferer gefä^rli(!^en Steife )ufa$en. Xnx^ man(!^e päufer flur}ten bie 
SBaferf[ttt^en. 3nbe{fen toix famen gludltd^ bur($ unb fanben bie 
@^net[)>o{t fd^on 9or bem $o{i^aufe )>4>rgefa^ren. Slad^bem toix bie 
$oft beja^It ^atten^ erlaubte man uxti xti^t nur, erfl unfere naffen 
ftleibung^fhide }tt toecj^fetn^ fonbern anify no^ in€ Sßirti^d^au^ )u ge^en, 
unb un^ ju reflauriren. fEia^xli^ eine feltene ®üte! unb no(^ mar ed 
mir ni^t t^orgetommen, bafl bie fJofl einen Slufent^att megen }n)eter 
$a{fagiere Qttaa^t ^&tte. ^reilic^ mar i^ ani^ no^ nirgenbd in einer 
fo bebenfliil^ett Sage gemefen, mie ^ier, menngleic!^ i^ früher in (Ejl^^ 
unb Sieflanb be^ Slbenbd oft burc^ eine ©efeOfc^aft 9BoIfe fnj^r, unb 
einige Steifen auf ber Dflfee auify ni^t gefa^rlod maren. iti ifl ein 
gans eigene^ ®tfi% entfernt i^on ben ®miQtn eine folc^e ®efai^r yx 
befielen. 

Son 2:rof>))au ging'd nun eilenb^ bormSrt^ — bie öfterrei($if($e 
S^ntttpoft ift eine ma^ire ©(^neQpofl — nic^t meit t>ott bem fd^inen 
X)orfe Zeft^en «vorbei na<!^ ^of, )>Qtt ba nac^ ber alten ©ebirg^flabt 
@ternberg^ bem ^ärflen t)on Si^^tenflein ge^öng^ unb bann naSf 
ber Sefhtng Olmu^. {)ier jeid^net fi^ ber Z)om/ ba€ Stati^^au^ unb 
ein f^pner 3Rarft ^ort^eil^aft an^. Sine @tunbe hinter S)lmni m^ 
SBaiern }tt, pafflrt man tin reic^ angebanted Z^aL Stuf einer @trede 
))Ott fafi 100 ÜXeilen fa$ li(!^ feine befere Selbfrud^te aU ^ier, unb glei^^ 
»ol^t »iele Settier an ben Sanbjlraf en. ffieiter^in trifft man auf ein 
fur^I. Si^tenfleinifii^e« ®nt, mo ber %ix^ bem »aifer 3ofep^ II. ju 
C^ren einen Dbeli^f ^at em'ii^ten laffen, mo ber ftaifer ben fS^ug Uu 
Mt. X)ie @egenb bef ®(!^la(!^tfelbed t>on $(uflerli$ mar t)on ^er 
©träfe au^ ftt^tbar unb ermedte in mix f(!^aunge ®e^^(e« ^n ber 
9W^e ber netten gabrif jiabt Srfinn bominirt ba« fefle ©d^tof ©piefc 
berg^ mo ©taatdgefangene aufbewahrt merben« &^im€ Aorn unb Diel 
äBeberfarbe, Dipsacas fullonam, mar in ber ^a^t Srunn« fld^tbar. 

$lm 13. 3ttni be6 SRorgen« erblitfte iü^ ben fo fe^nli^ erharrten 
@t. @te))i^andt^urm, ben fta^tenberg nebfl feinem alten ^ bemo^nten 
@^U%, fomie ben Seo))oIb6berg unb einen ^^eil ber frönen 8ergfette. 
aSor üü ^a^xtn ifatk i(^ biefe mir bamal« (iebgemorbenen ®egenfiänbe 
i^a^tn. tHan^t botanifd^e €rcurftonen unb ^ergnugung^ou^pge bei 
meinem bamaligen jmeijiä^rigen Aufenthalte in SBien traten jeßt »ieber 
tox meine ^Ennnerung unb t^erfe^ten mii^ augenblidfic^ in bie ^errli^^en 
Umgebungen unb ®enäffe ber frönen ftaifer^abt. 

9la^bem mir eben bie Xabor^^Snide, meldte aber einen Smt ber 
Donau ftt^rt, })afftrt maren, »nrbe angehalten. 3eber ?5affagier mn^U 
feine ©a^^en au^ bem äBagen $oIen unb ben S^ant^beamtenjur Sifl^ 



245 

tati0ü Mrlegen. flUU wtnrbe auf 4 genaiiefle tmterfit^t^ tt)nttifileii!^ ti^ir 
f(Jw <uxf ber ®ren)e t>tjittrt toaxtn. Diefe Uttterfitd^itng erfheSte 1l(^ 
\db^ auf |>affagtere, bie Don äSränti lantnt^ tt>a6 anjubetttett ((^ten^ 
baf, iDtttit snati s>ott ettier $rot>tn) tn bte anbere berfelben ÜRonar^te 
fä^rt, malt benitix^ ber SStfttatton triebt äber^oieir tfl. 3tt Untere Uttb 
ÜbtXiSteievmarl, fotote ibetm Stntritt tnd Saljiurgtft^e^ fanb t^ ba^ 
m'^t !de fJäffe iDurbeti ^ter einem jeben abgenommett, tt>ogegen man 
fwen @^cin eri^telt^ ben man am folgenben $torgen auf ber 9ob')ei 
mjetgen tnitf te, um »teber m ben Sefi^ f^tne^ l^affed ju fmnmen. 
^berte fanb i^ am @onnta$morgen auf ber fJoItget^ unb ed (oflet 
9li^ imb oft meiere ©htnben 3^^'^ ^^^ c^'n S^ember ba^ Surean ftn^ 
M »0 fein ^af i% nnb e^e er abgefertigt tt>irb» 

S^ 0iet>t befonntlic^ be^ Se^enötoert^en fe^r titl in biefer grofen, 
fcrrli^^en ftatferflabt^ unb ed mangelt oiti!^ nic^t an 93cf(!^reiittngett ber 
nt^eget^ttetflen ®egen{länbe. jCa^er tperbe i($ an^ bon bem, tt>a9 
m^t bie ©artneret betrift, in toie rnett i^ U toS^xtn^ II S:agen fafi^ 
rar in ber Rurje (Ermahnung t^nn. 

Die tm^omrenbe @t. @tet>^and({r(!^e ift 342' lang, 222' breit 
nib 79^ ^o^f ^at 38 marmorne SUtäre unb manche au^geieic^nete 9Ro^ 
Bsmente. ^m 3a^re 1792 fa^ i^ fiier bed ftatfer^ Seopolbd ftatafalf: 
Die üDecorirttng ber f(^((nfien ftir^e nnb bie feierliche 2:i>btenme{fe 
matten etneti unau^föfc^tic^ er^abenenSinbrud auf mic!^. Ser tun^olte 
^vlxm ifl 425^ ^c^ nnb beburfte 75 3a^re }u fetner (Erbauung. S)ie 
gofe &l0de, bte nebfl mehreren anbem im Sturme ^ngt, ifl loon er^ 
Oberteil turfifc^en ftanonen gegoffen : fte ifi 10' im iDur^mefnr toeit unb 
viegt, an^er bem @^)oängeI, 354 Sentner. 

3ii ber Stuguflinerfir^e jeic^net ft(^ unter bielen fe^en^toert^en 
Stouimtetitett unb ©feletten ba^ SRonument ber Srj^erjogin (Effriftina, 
wn Canoba gefertigt, gau) borjfigli«!^ au$. Z)ie Ueberfd^rift i{l fol^ 
geabe: Maiiae Christlnae Austriacae Uxori opdmae Albertus« 2)ie 
Qmälbe bed ^oc^altard ftnb t>on gau} soorjuglic^em äßert^e. 3n bie^ 
fer itird^e fa^ i^ tin JDrbendfefl feiern, bem $rin}en bon ^effett^f^om^ 
bürg getDibmet. 2)er @arfo^^ag toar t>or bem Altäre enid^tet, unb 
i»d^reiib be^ |)o^amted toax bie ftir^^e gefüllt mit Slittem; felt{l eine 
Sttja^I 3n^aliben, inm Z^til nur mit einem ^uf ober $lrm, koo^nten 
btefem Sefle bei. !luf ber @traf e )>arabirte eine grofe SDtaffe DOtt 
Stflitor, ttoobOtt bie ttnganf(^en ®arben ein befonber^ martialifi^e^ 
Saferen ^tten. 

3a ber fta)>ujiner(ir(^e liegen bie entfd^Iafenen SRitglieber ber lai^ 
ferlt^en Samilie. X)er ©arlop^ag ber ftaiferiu 9)7aria 2:^erefla )ei(^^ 
aet ^^ bar«^ fjra^t DorgugÜcl au^. Die präil^tige ftartefir(^e am 
Senatoege tfi bie fc^dnfU aber niöft bie anüt^^ in aSBten. 3)ie lut^e^ 
rifi^e sab bie refbrmirte flofen bi^^t an einanber, unb u>arett am 
14. ^vm fo fe^r, feltfl auf beu X:rq^pen, mit SReuf^en gefuOt, baf 
eö, felbfl ald bie $rebigt noi!^ nii^t i^rea Anfang genommen ^atU, 
fd^wer ^te(t, ^ineinjufommen. 93eibe fttr^en {eignen ^^ u^rigen^ 
äaferltcl^ bur(^ ni^td t>or anbem |)dufera an^, ^aben foIgTi<^ mae 
Z^ünae ao(^ ©loden. ^a ebangelif^en Säubern ifl U anber^: ia 
^ung^Iu^ uab @4f»erin ). S. ^abeu bie fat^olif^ea ih'rd^ea ebea fo 



246 

tettt t^ikm'^ ftnb (Modf^tt/ toit Hc ber ^ettfi^ettben e)>attgtVfj^ett Con^ 
ffflidtt. 

Dfe »ttrj *fl ijoti ßrof «tt Umfange. 3« btmjittiißeii Z^t bw^ 
fefben, »el^er ber SttnaKft^e $of i6«ft, ftnb bte fBo^n ? ?lö^)artemei!tt 
btr faflferlt^en gartiiKe. ©te ^ijftapefft war überfftHt mit SKenf^tn 
AB« aUen €o«fef({otten, totii ber ^ofprebtjer, em junger Wann, att 
fWbffont einen nngef^eiften »eifatl ^otte. Die J)retf«WjIe{t«fattfe anf 
bem ®raben, Don Sfaifer Seopolb jnm banfbaren Änbenfeti an bte abae* 
^onbte l^efi em'c^tet^ ifl Atn fo grof att funfboß nnb eme »afre 
Sterbe biefe« f<5^6nen f5rafte<. ©te Woffale Wetter^latne 3ofep|« IL 
t)on 3«tt«^/ öttf bem ^ofqji^^plajj na^e bet ber JBnrg, tfl ber ©rJfe 
be« ®egenflanbe« nnb be« ^la^ed angemeffen/ nnb matt tDetIt nttt Ser« 
^niigen bei tinem {(nlbliäe, ben ein fo an^gejeiil^neted Shtn{i})robttft 
itnb tm fe an^gejeit^neter 9Rmm gett)%t. Stod^ {tnb bie dofe^^dfonle 
anf bem ^^maxH nnb bte ^Dtarienfäule auf betn <&0f fe$en<n^li^. 
9ti^t minber ber Srnnnen auf bem 9tenmat1t befen <Statuett »a^re 
STOeiflertterfe ber Äunfl ftnb» 

t>at fatfrrlic^^c 3^6^««^ if* tt?o^I ein« ber rei^jktt tmb fnnfbott 
georbtietften^ bie man f^n !ann* SSRit faft aQen Safengattnngen ^nb 
ttid^t nnr Tanten nnb SBänbe, fwibem felbfl ber ^afbnb biefe« nnge? 
^tnnn fSiereÄ« auf ba« geffi^aÄtJoHfle bewrirt. ©ajtoifi^en befinben 
f[d^ ®emalbe )>on %M^cnn, %a^ntn u. bgl. Senn man über alle 
biefe ©egenfMnbe t>on bem fa^funbigen gfi^rer bie gef^iii^tliAen nnb 
möitfirif^^» Um^finbe erfahrt, fo ^etoinnt ba« Oatne im 3ttterefle fett^ 
für ben, ber hin Slimrob ober Ieibenf^aftfi(^r Serel^rer bt« Ättegl* 
^anbw^te ifl. ©er grof e oieretfige ^ofrloft ent^Äft eine SWenge grJf* 
fettt^l6 eroberter ftanonen, bte o|ne ia^Mtn hvl^t m einaitbet liegen. 
^itt f e^t man aui!^ bie grof e eifeme 9tüt, »omit bte Surfen bei ber 
^lagerung SBien*« bie Donau fperrten, guirlanbenffirmij ring« «m 
ba« ^tufl^ani aufgefangen, ®ett>ifl tottb beim Änclitf biefer iJette 
jiebtr (ÄebtTbete ®ott einen fHtten !©anl barbringen, baf ben »atftaren 
bam«» i^r «nf^Iag auf bie ^ret^eit Europa'« unb ber ®^rrf*en^ 
tx(^t gelang. 



m 



^m 



Heue ttttl» fVltene etttfiffl^ifnettiertl^e yflanjen. 

Sligeidbet ober ^fi|M^n in oMltebif^M ©artenfc^n^ert. 



Browallit Jaiiiesooii«^ 

Scrophulariaceae. 

©iefc Browiillia-6j>ecfrt tji eine bcr f^Jnjbn nnb fejen^tpert^ejlcn 
M g(ui)eti ®tvM. <Sk {fl rill ^fiSf^er nrnttergrüner <Bttcax6), vAi 
etsem ^cAttu^ ttt^t itna^nlt^l bem einer ÜR^rt^e. Sieben ^id a^t in 
ttttfem (SoSectionen befatinte Slrten finb anniteOe^ loon biefen ^at B. 
0pecio€ia jirar tt>eit grdf ere Slumen ate B. Jamesonii, ba fle aier 
ansotell x% fo ift fte auc^ n^eit »enigev mert^. 9ß« SoH i^at legiere 
iD ber j^erttottif^ett ^«mtg Cuenca <ait%rfaitbf a^ tt« fle ja einer {hatti!^;« 
artigen fJflan^e )>i>n 2—3^ ^d^e ^erantt>ä(^fl nnb ^fxaiftoxiVit, Ie(|^afi 
wangenfttÄigt Sftimen ttTngt. 5^ Sfattn^erf tjl bem "ber tretfMattri* 
9t9«r^e S^nKci^« ^e JNIitnr ^ lei^t nnb erfeif c^t txm 9Kif(^g t>i9n 
{|fev^ Z^Ten lei^tr fanbiger 9toffentifbe^ ¥auB « nnb !Dh)pretbe mit 
gster Gi^et^nntertage* Part. Mag. of Bot. Fefbr. 1849« 



Neino[^a utacolata LindL 

Hydropbyllaceae. 

9la^ I>r. ^inble^ t^ biefe bie lefle SüwttfSe, i»el(|^ bii^er avA 
bem Saaten 0en)onnen/ bie 't^err ij^artmeg in Coliformen gefionunelt. 
t>u ^Htud ber ^ftanje (ft ber b^r »o^Ibefannten liebli^en N. insfgnis. 
Z)te SInmen ftnb gro| nnb \6i^i% tt>ei^ nnb befonberö le^aft babnrc^^ 
baf jieber ber fünf Sa)))>en ^er iSondla mit tintm tief Hanen Stehen 
an ber @))i$e soerfe^en ifl. £)%gTei(!^'bie färben nid^t immer eonflant 
anf ben SInmen jnm SSorfc^ein fommen, fo ifl bie fJftanje bo^ fe^r 
^ifd^. SlKe 9{emo{>^iten gefaSen ^xify in einer etn>a^ fend^ten Dertli^» 
leit ank biefer ^leigung «>erbaafe« ^e xnt^i i^en gt^r^i^c» Itainen^ 
nomltd^ t'on Nemos, b i. ^ain nnb pbileo, lieben. 

Paxt. Mag, of Bot. Febr. 1849. 



248 

Chirita Moonii. 

GesDeriaceae* 

S)tefe )>rä(!^tige ®)>ecte^ mit t^ren grofen glomtenarttgeit SBIttmen 
aud Seiten ijl ierettd m^ bemSot*9Rag. tm IJ* »nb 12. |>efte ber 
©arten-- unb SSIumeruS^ititttfl öow t)or. 3* aufgeffi^rt toorbem 

C- O— 0. 



Gompholobiam venastum* 

Fabaceae. 

Sott ©omp^olotien, bte afle ber Äultitr »üAtg iflnb «üb aa« »erf^ie* 
benen 2:^etTen SnfIraTtend ^erftantmen^ {lab I6t^j[e^t nte^r oU 90 ®)>ected 
attfgefunben unb ief(^rieben tDorben« Dtefed G. venastam ifl bereite 
aad bem Sot. SDIag. Zal. 4258, October^^eft 1846, befannt. @{e 
^at catmotf{npttr))ttrne Slumen mit glänjenb gelbem $Ietf. 



Gompholobium hirsutam. 

Drummottb fanb biefe9(rt jitglet^ mitG. venastam m berfel^ea 
Sofalttät am @($t9atten^^{fe unb fattbte Saamen bat)on an ftnig^t A 
f^erry, bei benea fle jtterji im ^uai^ 1847 blühte. (£ö ifl ein immer^ 
grüner ®tran^, im ^cAxtn^ bem G. venastam fe^r ä^nli^, bod^ s>on 
robnflerem SEBa^f^t^um unb i^at tpeniger Steigung jum Stanfen. Die 
f^ön gelben Slumen fl^en in Sor^mben beifammen. 3^^ erfolgreit^en 
ftttltur ber ®omp$oIobien ift ndt^ig : mt geeianete Zlopfung, gute @^er« 
benunterloge, ))affenbe Srbmifd^ung, trodene i^uft unb umflc^tiged Se^ 
giefen. X)er &om)>o{l muf befielen au^ gleichen Z^tiUn fanbiger 
{)a{beerbe unb leidster Stafenerbe mit einer Portion Silberfanb. !5ie 
2:ö)>fe muffen nid^t )u grofi fein unb bie $|{an}en ni^t ju tief in bie« 
felben gepflanjt »werben. !Die SSerme^rung gefc^ie^t burd^ ®tedKinge 
»Ott halbreifem ^olje, nicl^t t)on ben Sytremitäten ber S^^i^f ^^ ^^^f^ 
}u gart finb, unb nid^t e^er aU bi^ bie ^lit^tn abgefallen flnb. 

Faxt. Ma^. of Bot. Mars 1849. 



Kennedya eximia. 

(Caolinia Moench., Kennedya Ventenat, Kennedya tabacina Labill.) 

Fabaceae. 

Siefe f(^jine rantenbe f^flanje ^at ebenfalls 2)rummottb am 
®d(^tt>anettflttffeaufgefttnben unb an Rnig^tA^ er r^ gefanbt. ®ie ^t 
^xM^Hi fi^arlai^e 9Iu men unb blu^t überaus banfbar. Sie fotpo^l, 



249 

fürgfaine SBafergaie unb f)>ArK(^ Setterwäme. Setzte Stafenetbe mit 
gtetd^er JDitatititat {>a{beeTbe ititb etne $ortten @anb tjl i^r Sottt))^ 
^a^^ U]tif>f[ati)ett mit guter ©^erienttitterkge tfl erfotberlit^^ bamtt 
bif Sinseltt fu^ m'(|t )tt fe^t «)etft()en. 

Faxt. Ma^« of Bot. MHaz 1849* 



Cereus Leeanas Hook. 

Cacteae« 

Der föittgL ®arten )tt ftew $at biefen j)ra4ft)>oO Hü^enben 
{actitd loon bem ®<hrtncr See )u ^ammerfmitp erhalte», ber i^n 
(M S^aiitret<!^ att eine nnUtanntt @)>ecte^ (efomnten. X)ie $flan)e 
rjl fafl em Stt^ ^o^ «ab et»a 4*' irett, toon cpKuberifi^er gorm, tief 
gefnrd^t trab nttt langen Stad^efo berfefNßtt^ X>xt 9Umtn (ommen au^ 
kr &pi^t $en>or^ fitib tief badftettirot^, fafi )tt (Introt^ f[4^ Itmtetgenb^ 
aab ^en etne limÜ^ lange 9ti^t, bie grAn an ber Safl^, bann 
gdfrK^ orange nnb mit oblongen^ fteifii^en @^tt)>)>en i&efe^t t{l. Z)a 
Ccrens Leeanns ein Singetomer be^ nMli^tn SReiteo^ t^^ fo tfl er 
fc|r $art. Bot« Mag. 1849. T. 4417. 



Cirrhopetalum nntans Lindl. 

Orchideae. 

®e6rnber Sobbtge^ ^aUn biefe e^er nterfmürbtge aU fd^dne 
Crt^ibee bnr^^ Snnttng an4 ÜRanila er^Iten« Dr. Stnbfey t)er^ 
steigt ^e mit bem C. Wallichii an« yie)^al. ®te trägt i^re ilaff^ 
giften SInmen anf einem bönnen langen @tengel in einer ftlnfterbolbe 
bctfammen/ beren ®ef>alen t>erglei4f^n)eife fe^r \i^mal nnb lang ^nb. 

Bot. Mag. T. 4418. 



Mirbelia Meisneri Hook. 

G^rbelia dilatala Meisn. in Plant. Preis, p. 76.) 

Legaminosae. 

jDiefe ^i^f^e ftranc^artige l^fKanje falben Sncomte^ $inee4;So. 
M Bamtn getvonnen/ bie £)rttntmonb t>om ©(^manenflnffe ein^ 
lefottbti fte }>li!fytt gnerfl im Wiai t>. 3. 2)ad tiefgräne Slattwerf ifl 
im ein 3oS lang nnb m beffen Segmenten mit ®ta(^eln i6en)a^rt. 
^e m^^n rot^pnrpnmen SInmen ll^en an ben ®i)i|^en ber 3tt>eige 



«0 

tmHknatlii MfattUBtn wob ^ttit tili getttd tfai^ im (Enrtrum. Die 
f^e fb^m^vm^ fix biefe 9ht 911<^)t)5 (^e^ aii^ großer 9R99r» itiA 
.(Niibfetbe »tt tte{l8€m @atib; otbentfid^ C^temititetlage vwf tat 
SuferaSjvg ^^ent jDieZj)>fe möffeii nie ganj attdtretfiiffi ttnb bo^er 
att^ bett fhafett ©otinmfhrai^Ieii ttii^ au^efefft fem, b« bte flfaifen 
SBin|eItt fe^ ^mp^bltc^ s^^» (»tt^Iic^e Seränberungen ber Imptta-- 
tut ^nt. Bot. Mag. T. 4419. 



Scutellaria macrantha Fisch.* 

(Scatellaria grandiflora Adams (non Sims). 

Labiatae« 

^m 9in^ifmnt be« i^lU^ 3nbteiid^ uAniM wa 2y<a|tt{teit 
(Dr. ^if^, )Btm^e) DematW^ bte goitje €lrelfe Wd pr 99^ 
£f^e|l{4nt SRmteT/ «>o {k <5tr ®t$tc% Stottatoa nt^tiHt. SMe 
®£rteti inm Stw er^iettea bea ©MMieti oit^ bem ItatforL bot. ^weUn 
pL ®t ^tUHbwuf^. SDfefe MSbatmea oit^battecnbe f^flfaaje ttrirb iw 
Hr. ^ottx »egitt i^red aagmem gtenabta (S^xahtH sab <^ iat« 

ea eOit^nfiaabeiS bev ftultor tn SRaf e anf^ aaeeleeenttt^fle iaqpfo^. 

te ret(!^ ^ttr))ttrtteQ Slumen fommen ja^Ireti!^ tn enbjlättbtgea 3(e^ren 
)ttm Sorf^em. Stefe (raatorttge $jlan)e toirb in jieber guten ©arten- 
erbe tvo^t gebet^en. Bot. Mag. T. 4420 



% 



Heterotrichum macrodon De Cand» 

OelMwnris imaopindoii Naadla.) 

Mdastomaeeaa 

(Eine ))ra^tige SBarm^an^pflanae and 9{ett^®ranaba, bereu 
©aanten SBilltam 8obb an Sett$ nnb @(|fne m (Ereter gefanbt. 
2)ad Slathoerf tfl nngemetn f^dn, flebenfa^ gm>)>t nnb btefe 9lt)>)>es 
bnr^ ftetne jDuerabem tviebemm S)erbttnben^ ba^n tfl e^ auf ber Ober> 
flä^e ret^f fantmtarttg grün, auf ber Unter^^ie aber bläffer. S)t( 
gif)fel|lanbtge 9fterb«Ibe <befk>t (in^ 1&--I2 ISInmtn t>on ber ®rif( 
unb f^arbe berientgen ber Stoffaflanten^ fle {Inb retn n>etf mtt rot^ at 
ber Safl^ anb bejle^en an6 a(^t 9)eta(en. Dfefe ^f^^J^ gebetet gn 
m guter Iet(^ter Slafenerbe, map aber ret^I{(^ Z:o))fraunt ^aben. X)e| 
®(^ttffen muf bann unb tcann din^aU getrau n^erben, fonfl »trb bi 
9fUi'ii|c atter^ M^ laadt B»t Mag. 4421. 



2» 

SSr. 3JV 9tat ^t btefe Or^tbee anf ee^Ion entbecft, »)0 fle 
in bm äßälbmt anf @tammen w&^% @te ilii^t tm ^ult uttb toett 
^if^er ate C. natans* IHt dntttbfar^ bet Slume tft gelb^ bte lott^ 
gen @eitenfepalen jlnb ater mit rot^irann ititi^ntty f^etalen fEebttr? 
I^nrbrann. Boi. Ma^. T. 4422. 



fixacdm ^eylanicun Griseb. 

(CkironU triaervis LkiDr, Liaianthi» eeylaniciiB Spreng.) 

Geoüaneae« 

tint fi^ne HnnneOe mtf Seylon, Me Woote wat^Xa^nti^in 
kt 9artm pt X>ubUn (»9 @«mn ge^^gen^ nnb bem B. tetrai^aDiim 

^Mtr» («tfMättft {t|^be Slnttten/ in betten bte otMtgefotb^n Xnlft^ 
m tintn ^dnm ^ntta^ Mbio* 3|r fa||i einis ti^^Eetie totfige Stk« 
flrifÜ^iijiO nkil gie^^rigev ^^eiiloitmteiiiist jn. 

Bat Mag. T. 442% 



Lisiantbus palcher Hook* 

Gentianeae. 

®^$n ftnb aOe ®f>ecte€ bi^d ^ennd LIsianthiiB, aber btefe mii 
mvc attbent f(^arIa(!^Mut^tgen,r ^t L« splendens Hook, ftnb »o^I bte 
^onfleii« ^nrbte ^at btefe betben tn 9lett«®ranaba entbedtt nnb 
|KK»r I^ piddier bet VlvnU bei SRorP «m£)etebet ISffi. 2>ie pra^t^ 
9o( fi^Io^farbtgen, nü igdbetn ®c^br f erf^^fnien SU^^miblnnten 
^ngeli in einer loderen ^i^)ft fftaiM ^erab. yia<l^ $nrbie UkM bte 
ffflange tn ber ^etntat^ ein 5 — 7' ^o^er @tratt(!^. Sodere ÜRoorerbe 
mit ge^Sriger @(!^erbennnterlage nnb ber Slnfent^alt in t)erfd[fIoffeneni 
®rttn^anfe toerben ber ^anit am beflen jnfagen. 

Bot. Mag. T. 4424. 



■«M*M«i*Mii*i 



Miltonia «peetabilis Lindi« ; x^nr. purpnreo^violacea Hook. 

Orcliideae. 

(Im »rad^änrfle Sarietü bor forett« »br nH^erett da^en f«t90i^I 
bml bo« iS)rt. Sieg, att i^ad «ot. SRog. betennt ^)9in:b«ien 6))eeK^ 



2SS 

m 

mit fiotis ttef ))itiryttnieit Slutneit^ toA^re^b aitf btefer (e^tereit fetalen 
ttnb @q>alett faß rem tvei^ ftnb, att^ bte 8t))f)e bläffer aM btefe be^ 
i% tpä^renb {!e auf ber urfpntttglt^ett @)>ecte4 et» loeit tiefered f «r« 
^itr beft^t !t){e SRiltomen ftammen aud Srafilien ^er. 

Bot« Mag. T. 4425. 



Macleania panctata Hook. 

Vaccinieae. 

Sitte fe^r i^erft^iebette ®)>ecied Dott bett brei bereite bef^riebetieti 
biefed f^finett ©etittd^ tiättiltt!^ M. floribunda, angulala nttb loDgiilora, 
betitt fte 1^ai ^ubfc^^ed^ blaugrutted^ ynttltirted ^UittorA, loe^e lej^tere 
Sigettft^aft fie )>or ben äbrtgett ait63e{(^ttet. SBtlliattt Sobb bat j!e 
auf beti älttbett t^ott (Ecuabor etttbedft uttb ati Sett^ ttt Sreter 

Sefaitbt, bei bettt fle tut 9lot>. 1848 )iterfl blühte. 2)ie ^^rad^ttp 
Hitf^ett fi^eit tlitfterarttg gebtittgt aa ben oberen ®)>i^ea ber 3^f^^- 
Z)ie 9t9|fretibltttneii fittb f^da rofearot^ attb ^abett einen funflaf))>igeti, 
Vöti^tn ntit getb )>ttntttrten ®aum. j6te fnr fe ni^t^ige Srbmtfil^ttag 
mnf aniS ti>o^Igentif(^ter Stafen^ nnb SRoorerbe befte^n nnb i^ ber 
üttfent^It ivx »amten ®ntnf»anfe gett^rt »erben. (Se^brige @^er< 
bennnterlage ifl QErforberntf ; au^ mnf bie f^flange ni^t jn tief getQ)>ft 
toerben, ba fte i^re ftbrSfen SSurjeln wx ber Dberflä^emad^t. 9BilI 
man nac^ ber Sbbilbnng nrt^etKen/ loirb biefe f^flange ben ®ttofiifi^it' 
fern fe^r jnr 3i^fbe gereichen« Bot« Mag« T« 4426. 



Aerides criepum Lindl« 

Orohideae« 

£»{efe fi^ane Or(^ibee anf %a>. 4427 abgebi(bet, ifl bereit« feit 
1841 befannt^ ^äaftg befi^rieben nnb anc^ fc^on in ben ^anbeldgärten 
j^erbreitet» (S. 



Loasa picta Hook« 

Loaseae. 



Sine überaus ^äbf(!^e ®f>ecied^ jn S^aca)>o9ad in ben Snten 
m ^anfe, wp 3ß« Sobb fle entbedte nnb an Sett^ in Sjeeter 
fanbte, bei beni fie jnerfl im ©ecember 1848 blühte, ^rofeffor ^ooler 
gab i^r bie Sqeic^nnng picta n>egen ber S)erf(^iebenartigen Barbe ber 
fetalen nnb 9tectatien (ober )>etaIot^f(^ea @^n))))(n). SSemmt^Ii^l^ 
toirb fie fl^^ M ^artc ananelle enoeifen/ geeignet )tt»i 9(nd)pf[(msen im 



258 

9nitn, wo fit ft(^ mit ifyttn gra)t}feti mib ieil^afttti ibhmtn, gtlb mb 
»elf mit rot^em Xisge^ fei^r ^n^^xt^nn m'tb. Sm näc^fkn fle^t fie 
ber L. xanthHfolia Jim. Bot. Mag. T. 4128. 



Dendrobium Devonianum Paxt. 

Orchideae* 

Stite ber f^9n{len Drc^tbeea^ ixt man fe^en (an»/ tt>eId^e$a);tott 
lemtd ünVlI.Saobe fetnedMai;. of Bot. (1841) p. 169. Sef^rte^en. 
6te tfl )»öitotg ben Flamen bed ^enogd t>on 2)et>pnf^tre/ etned fo n>ar^ 
nm Sefirbererd ber Sotatttt vnb ^orttfaltur )tt tragen. ®te flammt 
wn ben S|ofta>^ttgeItt tn Dflmbten ^er. £)te Slumen ftnb ^ra^tt>oil/ 
bte ©nmbfarbe tfl gelblic^ tt)eif, bte Sepalen ftnb mü j>ttrpurHatt ge« 
let^aet^ bte fetalen breiter^ fe^r au^gebrettet an ben (Sq^t^en mit pun 
IMtiTOt^eti ^edett t>erfe^ett; bte StV)>e tfl bemerfendmert^ breit/ am 
Soabe tief itsb ^d<!^fl elegattt gefranst/ mit jmei groflen orangefarbigen 
Sieden onf bem reintoeif en ®mnbe nnb mit einem pnrt^nrrot^en f^edf 
oaf ber »anbf))i$e. Bot. Mag. T. 4429. 



Gloxinia fimbriata. Hört. Paris. 

Gesneriaceae 

(Eine fe^r ^bf^e nnb 3art on^fe^enbe SBarm^on^pflanje/ xotiü^t 
bie®ärten }ttJlem S)om|>ermfteteTett> in $ari^ nnter biefen9lamen 
er^Iten. SBeitere« »trb ni^t barÄber angegrten. ®ie ^at grofle 
Haft/ )»ttrpnm>eife Slnmen mit tiefgelbem^ rottf)>ttttftirtem ®(^Ittnbe; 
Ht &üxtm tfl ftinfla)>f)ig/ toerp, gefrättfelt nnb gefcanjt. 

Bot. Mag. T. 4430. 



Gesneria picta Hook. 

Gesneriaceae. 

Sine iberan^ ^^int ©e^nene/ nii^t allein megen ber brillanten 
iorbe t^rer ^a^lxci^tn Slnmen/ fpnbern ant!^ megen i^red Slatttverl^/ 
bo^, fo n>ie bieB^^t'd^/ nnter^Ib tief ^nrpnrrot^ nnb oberhalb fammt« 
iit% grnn t^. Z)ie Slnt^en fl^en in gt^felflanbigen, langen Slranben 
betfommen, nnb jn^ar n>infelartig and ben Sfatta^feln. 1)ic SoroKa 
^ fi^rla^rot^/ unterhalb nnb am SRanbe gelb^ fe^r paarig nnb fammt^ 
«rtig^ fnbc;^Iinbnf(|^/ nnter^alb tttoa^ bannig ^ ber SRunD flein^ ber 
6mn m^ fSnf fleinm, twCt>\i^tn, gefledten Sap))en befle^enb. ä3et 
Wefer e^in^ ^at fie mu^ bie Xngenb^ wn xoimftm, frei ipot^en? 






Bat. Maf . T» 4431 



Vaoda tricolor Lindl, 

Orchideae. 

jlbcntatt eine yraii^toolle £)r(!^tbee, bte St^omad SoB( auf 3a))a 
ivctea^ ttiil^ tfli t>tttmiex d. 3^ ttet Seit^f ^ @o(n üt ({)ceter Mu^te. 
Ur. ^utWc^ t>ergtci(^t fie tntt ber V, HindsiL bie aa^ IReu * ©uinea 
Iter^Btmt 2)te Slunten finb fcf^dn 9tib jsrof, voo^ mit b(e ^rof ten 
M 9etttt€: SepaXm ttnb fetalen {Inb gtanjenb soIbgelB mit ja^T^ 
ttt(|ett gledett unb Streifen t>ott tiefet SBIittfarbe^ bie Sippe ifl ptttpuni 
mk tieferen Strichen unb bie Kolumne xoü^. 

Bqt. Ma^. T. 4432. 



Bejaiia coarctata De Cand* 

Ericaceae. 

Snblic^ einmal eine Sejarien^Specie^^ mel^e im erflen WiaU in 
Sn^Ianb gnr SMt^r gefontnten. 3Rit ^nim^mt ber'notbamerifamf^en 
B. racemosa flnb alle übrigen @pecie^ Singeborne ton Säb^Smerita. 
Diefe bln^te jnerfl int 3i<^nttar b. 3. in bem ©arten S)Ott Sncomie, 
fiince A So. ^n Steter nnb }n>ar im t^Un ®riinjbaufe, tt)o ni^t 
me^ Sorge für {je getragen n)urbe^ ati ^ iojbtfc^e ^)alen« 2)a & 
in i^rer ^eintat^ in einer lalten Oerttic^fett i»on "f^m, M ber Stobt 
Sadcomorcan, na^ ^nmbolbt 9—10^000^ über bem ^eere^fpiegel U* 
legen, soorfommt/ fo i^ eö me^r ald ma^rfd^eintic^, ba| fle bei nn^ in 
Snglanb im freien ©runbe an^banern tt)irb. d^ tft ein niebriger 
@trau(^, pbf^ t)er)tt>eigt^ mit f(^&nem immergrünem S3tattn>er{ unb 

fiebrungenen gipfelflänbigen Slät^entranben ; bie Slumen ftnb bla^ rofa« 
arbig mit bunneren Streifen. £)iefe f(!^dne ^f^anje ifl nur no^ fe^r 
menig ttxixtittt, bei i^rem (beraub ^äbfAem |yabitu$ unb i^rer SSittig^ 
leit im Slawen in )n>etgigem 3n{lanbe mxh fte balb ein ©unfKing ber 
ftuttit)ateure «»erben. Sie er^eif<!^t eine Wif^^ung s>on fanbiger ^oor^ 
erbe, £)ungerbe unb ein bi^d^en t)enotteter Sauberbe* 

Bot. Mag. T. 4433. 



Campylobotrys discolor Lern, 

Cinchouaceae. 

Sine ntebli^e ^aa»e mit neiae» fi|^rtai|irpt|en; Blumen. Vit 



Liebi^ q^ciosa, Cokuneea piloB« u. a. Die Sertne^nutg Atf^'e^t %vix^ 
»tätter. Flore des ISerres T. .427. 1849. 



Nenophila maeulata I^ndl** 

Hydrophyllaceae« 

©iefe ^crrlid^e «eue «tt ifl fllet^ifafld auf Zab. 431 b. 3. ber 
Flore des Seires, mt im Januarhefte be0 FIoricuKaral Cabioet ai^ 
geiäbet tmb fann tntt t>otlem Steife jiebem SJtumenfreuttbe empfohlen 
»erben, fln^ tei biefen Äbbilbungen »»rb, tote fci^on ©ette 247 ie* 
«erft, gefagt, baf bte («^warjbtauett glerfe am obern Kanbe jebe« 
Slumemblatteö j^aufig »arireii/ oft ftrof er^ oft ttemer, regeltnaftg anb 
oft nnregebnaf tg fnib. 

«. D-o. 



Oiicidliiiiii flabelliferain. 

Orchidaceae. 

D^tte 3^^f<I ^^^ ^^^ ff^inften Oncv^teo^ i((Ü^t fo fe^r »egeii 
bcr ®rdfe be^ ^(^ed anb ber 3ln)a^I ber Slamea/ afö megen ber 
b^en, berea ®e))alea aab fetalen üb&an^ f^^»/' tiegerarttg ge« 
ftru^tt anb panitirt {tab. !Dte Ferren StoHtffoa ^aka btefe ^f^aage 
«i ^^re Imß &9a beat in J&rafiftea aafd^tgea SBotaaifer $inel eia^ 
gefKBbt er^Itea. SXe fffeabohtoQea ^ab 2'^ anb barAber laag; ber 
eSt^c^aft ]2— 18'% ®e)^Iea anb f^etalen flnb eif dnatg « laajett' 
fütntg, geruubet gcfc^vaetfi oa bea Stänb^a^ bt^t gejIedK aab geflreift 
mt 9aTf)tir6raan, tt)te bei 0. tig:rinam. £)ie St^))e ift grofi aab breite 
fl^^trformiß, gefraafelt aa bea Sidnbera, imetla)>p{g/ boa gUajenbeat 
9tH, U^t QtfLcdt atit fSaqsurbraaa am oberea Staube. 

Faxt. Mag. of Bot AprU 1849. 



Lobelia den$iflora. 

Lobeßftceae. 



Unter ^en Spbeliea^Srten^ bte bt^^er befaunt anb bef(^rteben f!nb^ 

Ki fl^ leine, »eldje mit biefer flbereiuflt'mmt. Sie bläßte juerfl im 
ber 1848 in bem ^anbeWgarteu öou ftutgt ä fSerr^ ja S^efc 
Sta. Sie ifl eine |5fJau}e bou bebeutenber ®($5n^eit, fe^r xtoergig, 
Utea \iitt aU 18'' »erbeab, »>oioon bie ^al^e auf bte bi^tge^räugte, 
^ "— '-' «e^re inlenftt) tobattWaner »örmeu Jommt. 3)a^ 



256 

Stattn^ert tfl eTäatjeiib imb Ul^aft grün rnib c«irtra{ltrt IteUt^ mk bm 
tiefen SBIau ter äSIamen. 3(ttf Hemen Slnmenieeten tt>trb fu ft^ fe^t 
^if^ matten. Pazt Mag^. of Bot. AprU 1849. 



Aescbynanthus miniatus Lindl. 

Gesneraceae. 

2)tefe fe^r ^öbfd^eKrt flammt aud ^dDa, t>on tt>o^er {te SC^omad 
9lobIe an äSeitt^ A So^n im yior>miex 1817 fanbte. SBegen feu 
ned grajtSfen ^a^ttnö nnb ber mi^li^tn Slnt^enfpenbe bnrfte btefer 
AeschyDanthus jieglt^en anbern murbtg jur @ette fle^en^ nnb bie ge^ 
ringe ®röf e ber emjetnen Slumen im SSerglet^ }u anberen bnrc^ bie 
^nOe ber 93(uti^en rei^Ii^ aufgewogen koerben. Dit Slumen ftnb ^on 
glänjenbjlem @^arla(^ mit gelbem S^Innbe nnb purpurn geflreft. 

Faxt. Mag. of Bot April 1849.*) 



Hippeastrum (Amaryllis) aulicum. 

Diefe« ebte S^i^^^H^^^^ »erbient me^r Inltiijirt ju »erben, att 
e^ bi^^er ber $aQ gen)efen^ xoixh U in geeigneter Sffieife be^anbelt, 
bann bietet ed fnr lange 3^'t feine ^eiteren SInmen, eine (Sigenf^aft, 
tt>el(^e ed befonberd nu^ti^^ mac^t. ^^ ^alte tint 9)tif($nng s^on jtt^ei 
2:^etten frfifh'ger JRafenerbe nnb einen £^eil »o^I »errotteten Än^bung«, 
gemifiJ^t mii Xriebfanb, für ben bejien Sompop. J)ie ®r5^ ber Scpfe 
^ngt t>on ber @ti^t ber 3tt>tebeln ab. 3c^ oertt>enbe 6'jJlKge Zöpfe 
fär 3tt>iebeln oon 3" nnb 9*iottige ^tS^i^itin »onÖ— T'MttUmfdng. 
«ine Temperatur »on 60 — 75 ' §. (l-i— ig^ÄO i^ «w beften, 
koenn fle in ooQem SSac^dt^um ftnb nnb ein 83id(^en 2)ttngtoa^er, ein» 
mat bie 9So(!^e gereicht kotrb ben ^ffanjen fe^r n:)o^I t^nn. ^aitn 
biefe nun i^r SBaAöt^um ooQenbet, bann muf bie SBaffergabe fe^r ttt* 
ringert nnb fte totit U^Ut geilten »erben, bi6 man fie toieber jnm 
3Ba(!^t^um anregt. 3)ann muffen fte »ieber fo Tange eine ^o^ereXem« 
^jeratur ^aben, U€ bie SJIumen fl^ J» öffnen beginnen, too man fte 
bann in tin fu^Ied Sonfenaatorinm ober in ein ®run$au6 bringt nnb 
bort an einen ffi^Ien ^laft fiettt, ber aber oor falter Sugtuft gefii^ftljt 
ijl5 bort »erben fle 5--€ SBoc^en in Slnt^e flehen, ^aben pe nun 
abgeblüht, bann bringt man fie »ieber ind SSarm^and, bamit fle i^r 
SBac^öt^um }u 6nbe bringen. Sefonbre ©orge mufl man bafur tragen, 
baf nic^t bie Slätter bef^dbigt »erben. !Z>ie meiften ber anbern $lma$ 
rotten »erben flc^ bei fol^er Se^anblung ebenfalls »o^I beftnben. 

(Gardn. Chrön.) 



*) !Die 'oUxit Safct bed Sprtl^te^ t^on Faxt. Ma;. of Böfany giebt eine %h 
bitbunß ber Dipladcnia urophy IIa Hook., »efcjc f*Jne^f!ansc bereite p. 112. b.3 
an$ |)ootcr'« 9ot, f^ga)ine enod^t »orben i^ . / ts. D— *o. 



2W 



in ^ümbut^' Mn 95« ititb «6« fDMitil« 

JDer ®axitn^ ttnb Slttntentait^Seretn für ^minxQ, SUtona 
ttiib bfren Qmgegettben ^atte am 25* uitb 26. fbfxil bte erfie bte^jlä^nge 
poft f^fCongen« itub Slutneit « Stt^flelltttts tm grofeti (Saale ber ^{r^ 
feitarfaben i^etanflattet^ oerbimben nttt etner ^flanjen^erloofung für bte 
Stitetteber bed SBeretnd« @o ))or^errfc^enb uttgünfltg an^ ba^ (alte^ 
ttnbc %xA^a^x für bte SSegetattott ber f^flanjen {tc^ sejetat ^att^, nnb 
fa fe^r att^ bte )>oTtttf(^eii äBtrren etnen 3eben j[e^t bef(|d^en^ fo mar 
bo^Slefnltat ber Su^fteKung benno(^ ein fei^r erfreuttc^ed «nb ftatib 
^tnfi^tltil^ ber |)ra<^t nnb @c^5ii^ett ber etnjefoen ^fla]t}enexem)>Iare 
bat fra^erett ttt^t na^^ n>etttt an^ mM^t eine tti(!^t fo ^ofe 9ltt)a|fl 
»OB fangen (etfammett tt>ar^ aU früher gefe^ett koorbett %% fo toarett 
btcdutal um fo^me^r f^Jnere tttib grofe Qxtmpiart unb t^etltoetfe ait^ 
fe^ fettene nnb nene |)f{att)en anfgefleSt^ koeli^e bte 93en>ttnberttng 
ber Slnmen^ nnb ^fiangenfrennbe anf {t(^ jogen. d^ Ratten ftc^ fnnfi 
y^n itd fe^je^n ))erf^tebene ©arten bet ber Slu^fteHnng bet^eih'gt nnb 
btefe &^it aui t^ren Sammlungen etngefanbt fo baf bamtt ber grof e 
6miI fa^ in aOen feinen 9tänmen gefnQt tt>ar nnb ein fc^dned Oian^t 
borioi} onen befonber^ frönen Cinbrud machte ber ®aat mit feinen 
iß^nben 9)f[an)enf(^ä$en loon ber ©aOerie befeiten an^ gefe^en. 

@e^en mx nun bie einjelnen Seiflungen genauer bnr^^ fo befanben 
^ tn ber ^ülitU gtoei grof e ooale Zifc^e^ s>on benen ber eine mit ^en^ 
tt|en imb man (ann fagen mit unnbertreflit^en, nat!^ bem tftinmalu 
geitSerpf(an)f9ftem«« fnitioirten ^flangen, ani ben flottbed er ä9aum^ 
f^en ber Ferren 3ame^ 99oot^ A @o^ne^ befe^t »ar. {)en 
(Soobe, S^orifl in oben gebac^ten Saumf^nlen^ j^at bnr^ feine 
bittotrten nnb anfgefleSten l^ftangen itmt^en, tote u^eit man e$ bnrd^ 
Sbtf^ knnft nnb ^n^baner in ber $f{an)enfnltttr bringen fann^ b. ^. 
wm bent ©atner au^ )ttglet^ bie ba}u erforberli^ien Wlitttt, Stäum:» 
b^feitett nnb hinlängliche 3^^^ i^ ©ebote flehen. Z)er jtoeite' ooale 
Ztf^ enthielt .^fl(an}en an^ bem ©arten ^ Stabliffement be^ $errn ^. 
9otdtaanny enthielt biefer Stifc!^ anc^ ni^t fo grofe ^rad^teremplare, 
Ott ber erflere^ fo befanben fi(^ unter ben baranf aufgeflettten $f{an)en 
be^ me^r nenere nnb feltenere SlrteU/ oon benen mehrere ^wm erffen 
VlaU anf nnfem ^u^fleKnngen gefe^en tonrben. 

Unter ben tw $erm ©oobe anfgepettten ^flanjen jetc^neten ft(^ 
im) bcfonber^ an^: Aphelexis purp, macranthnm, tint 2' im Z)nr^^ 



ZOO 

m 

t 

meffer (altenbe f^flattje nnb fafl eten fo ^o^j Pultenaea sabnmbellata, 
em «ttüiertrefftid^ f^Sne« (Syem^)!«, 3V«' im Dur^meffet ttnb 2V« ' 
^0(^> Boronia denticalata unb anemonefoHa, f(^$n UQb {räfti^; Leche- 
naultia formosa, eine ftugetform l&ilbenb^ 2 ' im 3)ur^meffer$ Cytisos 
Attleaous, )tt)e{ f(!^öne S);em))Iare3 Erica Cavendishli, ^errlt(^^ fasti- 
g^iata latescens, 2Va ' ^o4>, 2' tni Dur^fmeferi Willmoreana, 2V« ' 
tm !Z)ur(!^me{fev unb eien fo ^oi!^/ leutlculata moschata, ein gletc^ 
f(!^dned Srentplat/ tt)te auc^ E. g^randinosa; Dracophyllum Becandam, 
ein ma^ftige^STempIar; Oxylobiam PaUenaeae, fc^on^ Daviesia latifolia, 
fafl 3V2' ||0(^ unb fc^^n buUig t>ot| unten «nf; Spurtinni tpaltiflorom 
u* 0. S(n f(!^dn geformten Spalieren toaren Ilardenbergia monopbylla, 
4' ^0(^ unb na* obeR 3' t^reft, f^^beift mit ?3Itt^fn; Zipbya villosa^ 
5^ ^0(^/ 3^ im ^ur(!^meffer, \^^^\ Gompbolobiam sp. nov. (an poly- 
morphuin) 2V3' %t>i^f 2' im Dur(|imeffer, ein ^errlid^ unb pra^ttg ge* 
gogened (Exemplar/ bebedt mit SKtt^eu unb fino^pen^ bann mehrere 
Tropaeolum-Slrten unb einige anbere« 

:£)iefem %\\i^t gegenüber flanben an ber Sorbermanb be4 @a|i{f6 
einige Dr^ibeen in fe^r f(^8nen, großen unb reic^bU^enben ^»pforetv 
%xA bemfelben ©arten unb i»on bemfelben ftultioateur aufgefteSt. $Sfthei? 
ipar bie 3<^^^ ber Drc^ib^en ^vA biefer Sammlung biedmat grrtngev 
M fonfl. Unter ben aufgeßeQten Srten ftefen befonberd auf: Lycaste 
HarrissQDiae mit 20 unb. einigen iBIuwen) Phalaenopsia amahiliB ^hvLj 
Odpnto/^losaam bictontefisiB fe^r fc^^n; Hrassia odorata mi brei gro^e» 
Slöt^enrc^pea^ Ci^Uleya Skmaeri xcAX 8 IBIumen^ Camaridivm parpu-; 
reum mit fünf Stut^enri^efi/ eine %ixx{t unb nieblic^e Or^tbee^ Bpi* 
dendram StamfardtaDuiB« Bifreaarta atropurporea, Ont^dion aaBgaW 
aeam mit brei langen 99Iät^en^euge(n; Aoanthophippiiua bicolor^ ein 
S^iefrne^remplar mit^ gegen ^^nbert Slumen^ Deadrobium pulchdliua 
purpureum, ein gleid^ f^öned Sjemplar^ Oucidiaiii sphacelatiiBi u. a. 
€ine no<!^ feltenere unb ^bf($e ^flanje toar bie Tradeacantia Wara-r 
zewiczil, ein fe^r ßarfe^ unb f^j^ned Syemplar^ bad fi^ost feit fuuf^ 
}fyvL STlonaten tu '&\\iX\t #eH inbem ftc^^ ftetd ueue S3iül^enfn^eii 
3tt)ifd^en ben (x^^^vx bifben^ felb^ jiunge f){{au}en erjeageu fr# am Slä« 
t^enßenget unb fangen an )u blu^en^ mobur^ bie f flanje ein eigene 
^S^i^\^^ 2(nfe^en er|ätt. 

aiuf bem gmeiten Sifi^e, n>el^r bie f^flanjeu au4 bem @avtea 
.bed |)errn SoeAnann enthielt, unb bie burc^ ben Dberg&rtuet ^ernt 
91 a gel ^^ gefällig unb gef(|ma(ft>oa aufgefteOt waren, fielen bie 
nac^lle^enben ganj befbnberd auf: Pimdea Henderaoni, mehrere fe^p 
nieblic^^e Sxemptare^ Oxylobium ar^eat^am, ^üif^f Lebeckia cytiaoUiea^ 
mehrere Epacris, aM: mioiata, cocciaea, campaaalata, imprewa mtk^. 
m^^rere ©ämtinge, barunter befonberd z\xi meif er, fc^dner ald aQe beksti;^ 
ten, leiber no(^ o^ne Üßamen; Erica Macnabjana, lactiflora unb Tenplea 
ttt ((einen aber fe^r netten Sremplaren; Lecbenaukia Ul^bn ^aodiftora 
giwf unb fe^r «yott blit^enb; Primula chkienais rubra plena, ein fef^ir 
fd^ne^ Sjcemptat? Platytbeca galiaiiles, eine fe^r ^ubf^ gejJOfiene 
1ftf(an)e \ Uora rosea graadiflora fe^r ooft blu^enb^ Oryptolepis loa^K 
folia, eine neue unb feltene ^flonje xfAk »eißer Slitmt; Hen&eya 
scaadens; ein f(|^a<4 (&emp{ar ber pra^Ügea CaiaeHia Leeana sa- 
lefba; Oytisois racemorai (Buperbwy, fe^v reid^ btt^eub unb )p|on fe^. 



350 

^tfifeni SSitl^fe; Begonla coceisea; Rbyncospermam jasminoide^, 
m neite nnb feftene ^ flötet mit tt)etfht 93Iisiiten^ Platylobinm tiian- 
gviare^ ettt f^dtttd (Sftmf^Iar; Aescb^anthos ramogissImiiSY 2Va ' im 
Curf^meffer tttib «ttr IVt' ^ify mit )a]^(ret(|ien ä^Iöt^ett (ebedt3 ^^ 
üt^ittn eine f^äf»f^e !l(airt ber Lycaste Skianeri mit 3 SRlumtn uab 
CfTiochllmnk filipes, baan glett^faKd b(e f<^9ne Tradescantia WarsKe- 
ivk»ii ((tt^etib* Aftalea Ind. elata plena Doav ia meuteren 4—6^ ^0|eti 
lmi)»raren «nfgefletlt nnb getoa^rten eüiett ^errlid^en XnMtd; bie 
Sumic^ warm iebedt nttt tfren ((Ritten ti^ttit^nmli^ rotten Slonteit ; 
nUl bte Stnerarfen i»aren bur^ bte neaeften ünb ^^in^tn Sotten bet 
li^mlti^fl ^efanittett Sammlnng Dettreten. 

Steben btefem 2:ifc(^e jlanb n^i!^ etn Hetnerev rnnber^ ber mit ben 
^b'f^fien isnb tieneflen Viola tiicdor maxima (Pens^es) on€ bem? 
fetien Cattettctailiffement befe^t war anb bie attgemeine Semnnberttnd 
ffif fif^ ioeett. ®Iei(^}ettig fo^ man aaf btefem Zi^iit nr>^ tin f^9ne9 
({inaplar it>pn £raD(hemam albifloram, bann baö feltene CephaldtatI 
Menlaris^ nnh ein ^ttbf^e< ®otttment t^on 9urifefn. 

Sn bet einen @eiteni9»anb bed Saaled befanb f\^ eine @m)>)>e^ 
kflf^eab att^ ben $f{an)ea be« ^err Senator 3entf$ jn Slott^ 
Wd«f)art, anfeepeöt bnri^ beffen Dbergartner |)erm »ramen J>it 
fflanjen gcugten faji bnrc^gdngig bon einer treffli^en ftultur, fle warett 
Mftig^ ^unb unb rei^Ma^enb. Unter benfelben mtii^ttn {tdpi befon^ 
krt folgenbe temetfbar: Achlmeae» patens nnb pieta, beibe fe^r rii^l 
Ui^eab itnb bte nene Ach. eapreata, i^ter jnm Srflenmal bln^enb, tini 
rigoit^ailt^, aber eben feine fe^ fd^tne Xrt; mehrere fe^ ^errKd^e 
«m @^Iier gezogene Tropaeolam trieolor nnb tricolor Jarattij bie 
6|Miere mattn 37«' ^o<^ nnb 2Vc' breit nnb bi#t mit biefer prächtigen 
@4f(ttt0)^f[afi}e (efleibet; Agathosma micropbylla^ fe^r reid^ bli^enbj 
Choraxcnna illcifoliam ^^in*y Aesohyitantbas Boschiamia, reic^ an ben 
@p^ett bet 3^^^^ bhi^nb^ avO^ti^ntt fc^ön nnb (riftig war ein 
VirnpUt t»en ber ^ertli^en ISelaginellä ombrosa, bie einjelnen SSBebel 
Mefet wi^ fellenen ^otrnart er^ot^en ^^ anf i^reit &tn^ttn gegen 
I' ^o4 »»^ breiteten ft(^ bann ^orijontal an^-^ fie iß too^t eine ber 
\i^%fUn ürten biefer ©attnng. Sufer mehreren no^ anbem |$flan]en 
wu f^ eine m^ betro^tlic^e 9lnja^( Ofd^ibeen^ «oel^e bie ®xvi)(/pt 
fo onjie^enb mü^t^n, nnb bemerfe äU befonber^ fc^ön: BpMendram 
eMMMtofli anajas mit 5 grof en 9l{^)>tn; Ep. crassifoliam mit 3 SIö^ 
l^oi^easetn, Cahmtbe veratrlfolia mit 5 Slnt^enflengeln^ Cyrföpodiom 
i^ aM Soimnbien; Aeantbophippiam bicolor, Bifrenaria aarantteiea 
Biajor; GoD^ora bafonia, atroparparea nnb macalafa in einem So^fe 
]afaot]iieii3 ODefdiaA spec. loon £)^merar« mit 8—9^ langen Sfnt^en^ 
rii^ftB, O. leneoehHiM«^ eartba^hiease mit 2 93ffi<^enflengeln^ jeber 6---7' 
hatf^ ampllatam mit 2 (Stengeln; Cebc^lleta mit 5 @tengeln^ Sacco- 
laMan |>alMs^ Catfleya Sknmeri mit 2 fräftigen 93(nt|enßengeln^ 
ifker mit 9 S&hmtn, eint ^rrlit!^ JDrc^'bee; Lycaste HarHssoDiae, 
O4ami0gloannm kiet^, Acineta (Peristefia) Hamboldtii mit 2 Statten- 
^nifelit a. a. SSgemeine 9$en>nnbemng erregte tine %tvi^t ber Va- 



•) Siebe ». 14 Wefer 3citimg Wefei aajrgange«. 

17» 



260 

nilla planifolia, ml^t im Or(^(been^a»fe be^ ^ernt ©ettator ^eiHfi^ 
gereift utib tn etnem ®Iafe aufgeflellt war.*) 

2lttf bet entgegeitgefeftten Seite J>Ott btefer ®tu})pe »ar efne ttittbe 
(BttUait mit etner SKcnge ^Pange» auö bem ©arten beö ^errn ©enator ^crf 
)tt ^am, bur^ beffen ©ärtner ^errti Dfc^cl, befe^t, «nb befanben 
fi^ anify unter biefen treffltd^ hltmttcn ^jTanjen etne SWenge bemer* 
ifen^tt)ert^e^ a(^: Kennedya nigricans, am @))alier 4^ $od^ nnb 2Vs' 
brettj Tropaeolumbrachyceras, an einem 3' ^o^en «nb 2' breöen ®^>aKcr, 
j^itiy Uovea Celsii, Pultenaea ramulosa, f(^6n, mehrere Cytisas- 
Slrten/ f^errlid^e Cinerarien/ üt^obobenbren nnb eine SRenge )>ra^bo1{er 
tnbif(!^er %iaUtn, aU: Azalea ind. auranüaca, varicgata, falgens, 
Baron Hügel, Fxqnisite, Prima Donna, Gailaud tt. a« in reit^fler 
!B(tit^en)>ra^t, tt>ie nod^ eint Slnjai^I fc^oner Dri^ibeen. 

^i(^t neben biefer Stellage befanb {t(!^ eine anbere mit ^flanjcn 
anö bem ©arten be^ ^erm Dr. S(benbrotl^, aufgefleOt ton befen 
® artner, ^errn %ppn^n. ©ammtlic^e ^flanjen jeigten eine ^errli^c 
Vegetation, befonber^ fd^ön tt>aren bie (Sineranen, bann Clemaüs azo- 
rea grandiflora, an einem 5^ ^o^en unb 4' breiten @)>alier mit einer 
SRenge ungemein grofler S3(ttmen, ferner: Adenandra speciosa, Clianthus 
puniceos, mehrere nen^olldnbif^e ^cacien, S()aTeen, Sytifu^^ 9t^oboben^ 
bren^ (Erifen n. a. 

2)ie SRitte an ber Stidwanb beö Saales na'^men bie f)ra(!^t))flatt}en 
bed $errn 6. ©teer jn ^am, aufgefleHt bnrd^ beffen ©artner ^erm 
Sabige«, ein. ©leid^ ben |5flanjett »on 3»ame^ SSoot^ Ä ®6^ne 
)ei(ffneten fi<!^ att(ff biefe bnri^ i^re ©rd^e nnb @^i^n$eit ber Sremplare 
au^. S)er ^au)>tgegenftanb tt>ar nn mä^tige^ Dendrobiam nobile mit 
aegen 25 Slüt^enjienget, jieber mit 18 — 22 Slumen; Man !ann ff^ 
lanm tttoa^ @c^önere$ benlen, aU ein foI($e^ (£jrem)>Iar biefer ^enli^en 
Or^ibee. Correa turgida nnb StoclcweUiana xoaxen riefige f^ffanjen, 
eben fo mel^rere Sjaleen, aH: Az. ind* variegata^ pulcherrima, punc- 
tata, alba unb nitida, am fd^Snflen n^aren bie betben erflen; Rhodo- 
dendron Cunninghamii , n^eif bfu^enb, tt)ar ein fJrac^ferem))Iar, 
lanm 3' ^o(^ nnb eben fo breit unb mit gegen 40 a5Ittt^enM|)fett t>er* 
fe^en, fo baß man nur mit SRu^e bie grünen Sfötter 'onx^^^immttn 
fa^. 9Re$rere Stofen, aU: Mad. Normann, da Rot unb bi)oerfe Z^t^ 
rofen »aren glei(^ fc^ön nebfl mei^reren anberen ^ftanjen. 

Die einzigen aufgeflettten grüi^te »aren an^ au« biefem ©arten 
eingefanbt unb befianben in mehreren Zippen mit Derf^iebenen Srb« 
beeren « ©orten ^ bann neue ftartofeln unb SDteerfol^I CCrambe ma- 
ritima). 

SRed^t« »on biefer Sammlung befanb fx^ tin Sortiment fe^r fc^J« 
ner Slurifeln unb eine fe^r fraftige Amaryllia Johnson! au« bem ®ar^ 
ten ber Ferren ®. Soot^ ä So. §u %Uttitil^ 

iinU Don ber erflen Sammlung befanben fid^ bie fJfCanjett au« 
bem botanif^en ©arten, befte^enb au« einer fleinen Hnjaf^t blfi^enber 
unb einer Sammlung f^öncr ©lattpflanjen beö ffiarm^aufe«, »el^e 
t>on bem erflen ©artenge^ölfen, $errn ?6f^er, gef^ma(fi>pJl aufgeteilt 



*) ®ie(e p. 65 bicfe« 3a(rgange«. 



261 

HHnrrtt. tbtter bett Blü^eitben fflavutn machtest fi^ (efonber^ Umtxtbax: 
Lycaste ^i^antea, tnit einer 6" im 2)itr^me{fer ^oüettben Sdlvmt, 
Rmseiia moltiflora, Cyiisns albiflonis, Platyfheca galioides f^dn; 
fiovea Celsii, Stylidiam gframinifoliam, feßeit imb fc^in; Tropaeolam 
aaaream« Paltenaea sabambellata nttb tenaifolia, Lebeckia eyCisoide« 
fi^on, Scoftia dentata, ein fc^dned S}i;e]tt))Iar, mehrere aeit^oOätibifi^e 
Scocien^ Vibunmm pubeflcens tnit großen tt>eif en äSlüt^enboIben, Cor- 
dyline stricte Frandscea uniflora, ein fe^r f^dne^ ^xtmplax, Pro- 
Btantbera violacca, eine ^errli^e S^^anit, Gonnera «cabra mit einem 1' 
kagen 93Iät^en)a)>fen. 2)iefe fJflanie tt)nrbe i^red fonberf)aren IBInt^en^ 
{bmbe^ toegen allgemein (en>ttnbert^ Cbamaedorea lonata n. a. 

Untet ben Slattpflanjen s>erbienen ertoä^nt in »erben: Calatbea 
lebrina» ^txvU(^t€ ^xtmplax, Aspidistra punctata fol. varie^., Anthu- 
nna crasslnerviam, Tradescantia Zanonia^ Potboa cannaefolia^ Pbilo- 
deadroD pinnatifidam, Bej^^onia zebrina pnrporea, fel^r jlarfe nnb 
ff^one ^flanje^ Cordjline canDaefolia, Oroatium variegatnm, feiten^ 
mehrere ^avxtn, bi)>erfe ^abnen n« a. 9lo(l^ tt>ar (emerfen6tt>ert^ eine 
Ceotradenia rosea, ein fla^ gejogened (Exemplar, 1 W int j&urc^meffet 
attenb nnb ein fe^r f^dned Lycopodiam denticalatam. 

Sbi berfelien <BeiU bed @aaM Ufünh {Id^ nod^ eine &HUaQz 
mit f){lani|en^ «oelcf^e ^err Dr. 81. SWettter au^ bem ©(^lof* 
garten )u SBanb^bed eingefanbt ^tte. 99efonber^ \^in toartn bar^ 
utet ein Cytisas racemosas, ftronenbaum mit einer &tamm^^^ ^on 
4' nnb einer ftrone t>on ober 5^ im £)ttr^meffer3 bann eine ^n(fd^e 
Idaneltia bicolor am Spalier, ein f(^6ne^ Plat^iobiam trianguläre, 
Sapborbia splendens, Eutaxia myrtifolla^ Pbajas grandifollus, ein frif« 
ti^U dxtmipiaT, mehrere Segonien, Snrifeln n. a. 

SBon ben^njl« nnb ^anbel^gärtnern |)erren |). Sob^e, f)n$Ie 
ta aitona, ©ebrnbcr ?äber« in ffippenborf nnb Wölting »aren 
nette fjpanjctt anfgeflellt. Unter |)errn ffiobbe'ö ^jlanjen jei^neten 
1i^ befonber^ bie fräftigen Cpclamen an«, eben fo mehrere Stgaleen, 
S^bobenbreti n* a, 

$errf)n$(e^atteeine ganje Stellage mit fc^önen inbif^en Sjaleen, 
iamtUitUr 9lofett nnb einer SRenge ^^briber 9t^obobenbren befe^t; nntet 
bea leiteten klaren Rhod. Steetzii nnb Koopmanni bie ft^ bnrc^ ^itbf^ 
gejei^nete ®Inmen an^jeic^neten. Unter ^errn Sitber« ^ffanjen ftelen 
iefottberd eint fc^öne Franciscea bydrangiaeformis, mehrere Tropaeo* 
lau, gelbe 9lofen, Zinerarien nnb Sjaleen anf. 

fiva bem ®arten ber Ferren 3. ^. D^tenborff Ä ©J^ne in 
^am bemertte i^ nnr )mei ^flanitn, nämli^ eine f^Jne Acacia ce- 
lasfrifolia Liodl., ein 6—8' |ot^e^, flarl )>eräfleTte$ Sremplar in boüfler 
Slat^e nnb ein fc^ine^ Sremplar t)on Pbilodendron pertusum Kth., 
eine neue, f eltene nnb i^rer f(^9n geformten Slätter n^egen gn empf e^« | 

Icabe ^frati3C« j 

^err S. -f). 'S)armfen ^attc a»ei »le^fäjlen mit abgefc^nittenen 
iamtUitn geliefert, momnter mattet f(!^$ne 93(ume bemerfbar mar. 

Die«, glanbe i^, bürfte fo giemlic^ aOe« fein, wa^ anf biefer 
Ssljleffnng ^erDorge^oben }u merben t)erbiente; baf ^te nnb ba tttoa^ 
wgeffen wwbcn t^, gebe i<fy jcboi^ gern jn, inbem e« fe^r f^»et 
^tt alle bie <2Ein)e(^eiten genan notiren an tonnen, )nmal einige ®teV 



354 

A«4. Maff. T. 4431 



Vanda tricolor liindl, 

OrcUdeae« 

9(((nttaM etne pra^tooKe Dti^tbee, bte Sl^omad ioH auf 3a^a 
t>Qrfanb unb im X)ecemf)et lo. ^^ Bet Sett^ A ®o$n ui dxeter blitzte. 
Dr. Sinblep i)etgtci(^t fte mtt ber V. Hindsii) bie aix^ 5Jlett :? ®ainea 
5erflamttit. X)it SJlttttien flnb f(^6« ^tib fltöf, »o^I mit bie ^rJf ten 
be^ ©etiit«: ®ej>alett unb ?>etalen jtnb gWitjenb goftgelb mit ja^t 
tetdjiett gfetfctt unb (Streifen öou tiefer ajttttfarbe^ bte Sippe ifl purpuni 
mit tieferen Striaen unb bte Kolumne weif. 

BqU Mag* T* 4432. 



■*■ t " * ■!'* ' >> I > 



Bejaria coarctata De Cand. 

Ericaceae. 

Snblid^ einmal euie SejaWen^Specie^^ mel^e lum erften fBflatt in 
Snglanb jnr 93tS^e gefimtmen. ^it %x9na^mt ber'norbamerifanif^en 
B. racemosa f!nb aKe übrigen ©pecied Singeborne ^on ®ttb$3(merifa. 
S)iefe blökte juerfi im Januar b. 3. in bem ®arten t>on Sucombe, 
fitnce S; So. jiu ixtttx unb }mar im (i^n ®cttn|au(e, mo nid|»t 
me^ Sorge fär fle getragen mii^rbe^ aii pc iobtft^e lüiflUn^ !&a & 
in i^rer ^eimat^ in einer tatiui Dertti(!^(ett oon ^em^ bei ber @t«bt 
Sadcomorcan, na^ ^nmbolbt 9— IQ^OOO^ ubJer bem Steeredfpiegel Ut 
legen^ soorfommt/ fo ifl ed me^r aU n)af|rf(lf|einb'($, bap {te bei naö in 
Sngtonb int freien ®runbe andbanern n>irb. Sd t{l ein niebriger 
®tran<$^ ^äbf^ ))er)toeigt^ mit f(ff5nem immergrünem 93Iattn)erl nnb 

fiebrnngenen gipfelflanbigen Slät^entranben ^ bie Slnmen finb blaf rofa« 
arbig mit bnntteren Streifen. 2)iefe fc^öne ^ffanje ift nur no^ fejir 
n)enig )>erbreitet^ bei i^rem öberau^ ^bf<^em |>abitu$ unb i^rer äBiKig^ 
leit im Sinken in jweigigem 3u{tanbe toirb {le iatb ein ©ünflting ber 
Stnitioatenre tt)erben. Sie er$eif(!^t eine SOtif^fung )>on fanbiger SD^oor« 
erbe/ 2)ungerbe unb ein bi^(!^en t>errotteter Sauberbe« 

Bot* Ma£. T* 4433. 



Campylobotrys dii^color Lern, 

CincboDaceae* 

(Eine nieblid^t ^ai$^ mt tltiwm f^rta^ot^en turnen. 3>it 
m glftnjenbSKJittMi SdUtUt, püiilain (t^. «o^ brjfim^rr^ b«i^ ilkt 



255 



LieMpa ^i^ciosa, Cohunaea pilosa u. a. Die Sermei^mng ft«f(^'e^t Vujdl 
Slatter. Flore des Serres T. .427. 1849. 



Nenophila maeulata lijndl*« 

Hydropkyllaceae« 

©icfe ^crrKc^e neue «tt tft ßtei^faß« auf Sät, 431 b. 3. Ux 
Flore des Seires, mt im Januarhefte t>tß FloricuUaral Cabioet aB« 
geMbet mib fann mit \>oUm, Steckte jiebem IBTumenfreunbe empfohlen 
»erben. Sac^ iei btefeti W>iiü>mQ!Ut tofrb, tote f^on Seite 247 ie* 
merft, gefagt^ baf bie fd^toatjblauen %ltät am obern Slanbe jiebe^ 
SUrateablatte^ l^^ufts t^arireti/ oft grofler^ oft Heiner, regelntäfig nnb 
oft nnregeimclf ig finb. 

«. O-o. 



OiiciiliuBi flabelliferam. 

Orobidaceae; ' 

D^ttf 3tt>eifel eine^ ber f^5nflen Oncibien^ ni^t fo fe^r wegen 
bcr iBx&^ bed @(^e^ nnb ber Slnja^I ber fßlnmen, aU n>egen bev 
Ic^tetta, beten StpaUn nnb fetalen fiberan^ f^to^. üegerartig ge« 
{tn(^U nnb iftmititt ftnb. 3)ie Ferren StoHiffon ^aben biefe l^anjf 
in 3a^re 1846 ^tn bem in Brafllien anfä^igen S3otant(er 9inet etn^ 
gefdnbt er^Iten. !Z>ie f^fettbofnoDen ^nb 2'' unb barüber lang^ ber 
einr^fc^aft 12— <18''» @tpalcn unb fetalen flnb eiförmig « lanjett^ 
finnig, gentnbet gefd^voeifi an ben 9iänb<nrtt, bi^t gefledCt nnb geflreift 
■ö |>itvT>nrirann, tt>ie bei 0. tigrinam. S)te Si]p))e ifl gro^ nnb breit, 
ftf^erfonan'g/ gefränfelt an ben Stdnbem, ixo^Üappis, bon glinjenbent 
9üb, bid^t Qtfl^dt mü fJurffarbraun am oberen Slanbe. 

Faxt. Mag, of Bot. AgrU 1849, 



Lobelia den$iflora. 

LobeHaceae. 



Unter be» 8obeIien*arten, bie biö^er befannt unb befi^rieben finb, 
Sttbet ft<^ feine, »elc^e mit biefer flbereinjttmmt. ®ie Mti^te juerfl im 
bdober 1848 in bem ^anbettgarten oon Rnigt Ä ^erry a« ^M^* 
fea. Sie ifl tin^ l^ffanje bon bebeutenber S^Jn^eit, fe^r jtoergig, 
Wien M^er oI« 18" »erbenb, moöon bie^alfte auf bie bi(|tgebrÄngte, 
Vffoaijbesförmtge 9e$re intenftb loboltttanet 9$(mnen (onrntt. 3)a« 



260 

nilla planifolia, ml^t im Or(^{beett^attfe bed ^emt @ettator'3en{f<!^ 
gereift unb in einem ®Iafe aufgefießt war,*) 

?luf ber etttgegengefeftten ©eite t)Ott biefer ®tvippt toax eine «mbe 
©tettage mit einer SWenge fJ^anjen ani bem ©arten beö ^errn Senator ?Wer! 
jtt ^am, burd^ bcffen ®ärtner ^errn JDie^el, befe^t, «nb befanbcn 
fi<fy au^ unter biefen trefflic!^ lultiöirten ^flangen eine SWenge bemer* 
len^mert^e^ al^: Kennedya oig^cans, am Spalier 4^ ^o^ unb 2V8' 
breit j Tropaeolumbrachyceras, an einem 3' l^o^en unb 2^ breiten S^tirT; 
fi|(n; Uovea Celsii, Pultenaea ramalosa, f^ott/ mehrere Cytisos- 
ärten, ^crrli^e Cinerarlen^ Sl^obobenbren unb eine ÜRenge ^)ra(!^töolIer 
tnbif(^er älgafeeU/ aU: Azalea Ind. auranfiaca, varic^ata, fal^ens, 
Baron Ungelf Fzqaisite, Prima Donna, Garlaud u. a. in rei^fler 
93Iiit^enpra(!^t^ mie no(^ eine S(n}a^I fc^oner Drii^ibeen. 

'S^xifi neben biefer Stellage befanb ft(^ eine anbere mit ^flanjcn 
an^ bem ©arten be^ ^erm Dr. 3tbenbroti^, aufgefleOt »on befen 
©ärtner, ^errn Slppu^m ©ommtlic^e ^flanjen geigten eine ^errlic^e 
SSegetaticU; befonber^ f^5n tt>aren bie (Zinerarien/ bann Clemaüs aza- 
rea grandiflora, an tinem 5^ i^o^en unb 4' breiten Spalier mit einer 
SRenge ungemein großer Slumen^ ferner: Adenandra speciosa, Clianthus 
puniceus, mehrere neu^oQdnbif^e ^cacien^ ^galeen^ Sptifu^^ St^oboben^ 
bren^ (Srifen u. a. 

üDie ^ittc an ber SRädwanb be^ Saales na'^men bie ^rad^tpflanjen 
bed $errn (S. Steer gu ^am^ aufgehellt buri^ beffen ©artner |>erm 
Sabige^^ ein« ®Ui(fy ben ^Jftangen t>on ^amt^ 93oot^ A So^ne 
jei(|^neten fi^ ant^ biefe burc^ i^re ©röfle unb Sc^ön^ctt ber Sremplare 
aud. Der |)au)>tgegenftanb uoar ein mä(!^tige^ Dendrobiam nobile mit 
gegen 25 Slfit^enftengel, jeber mit 18 — 22 Stumen^ man fann fl^ 
fnum tt\ca^ Si^önere^ beuten^ aU tin foI($e^ Sjremplar biefer ^enli^en 
Dr^ibee. Correa furgida unb StockweUiana xcaun rieftge t^flanjen, 
eben fo mehrere ügaleeU/ aU: Az. ind. varlegata, puleherrima, punc- 
tata, alba unb nitida, am f^Snflen tcaxtn bie beiben erflen; Rhodo- 
dendron Canninghamii , n?eif btü^enb, roat tin ^rac^feremplar, 
lanm 3' i^o(^ unb tUn fo brett unb mit gegen 40 »Iflt^enWpfen oer^ 
fe^en, fo ba$ man nur mit SWü^e bie grünen Slätter bur(^f^immem 
fa^. SRe^rere 9tofen, att: Mad. Normann, da Rol unb bioerfe 2^ee* 
rofen waren gteic^ fc^ön nebfl mehreren anberen ^jlanjett. 

!Z)ie tinii^tn aufgefteSten ^rüc^te voaxtn auc^ auö biefem ©arten 
eingefanbt unb beflanben in mehreren Zipftn mit oerf^iebenen dxh 
beeren ^ Sorten / bann ntnt ftartofetn unb SDteerfo^I CCrambe ma- 
ritima)» 

5Re^tö oon biefer Sammlung befanb f\^ tin Sortiment fe^r ^dfii 
ner SKurifeln unb eine fe^r {räftige AmarylUs Johnson! ou^ bem ©ar^ 
Un ber Ferren ®. Soot^ Ä So. gu %Uttitä. 

iinU oon ber erflen Sammlung befanben ft^ bie fJflangett au^ 
bem botanif^en ©arten, befle^enb au^ einer fleinen Slnga^I blu^enber 
unb einer Sammlung f^$ner ®Iatt))f|[an|en bed SSarm^aufe^, xctlöft 
oon bem erjten ©artengeplfen, $errn Softer, gef(lfma(ft)ott aufgeflellt 



@ie(e p. 65 bicfed S^^rgange«. 



261 

wixtn. tUttet bett iiü^tn\)tn fflatutn maifyttn fi^ ibefonber^ Umtttbat: 
Lycaste gigantea, mit etner 6" im 3)ttrc!^mefrer ^oltenben SSlume, 
Rasselia muitiflora , Cyiisus alblflonis, Platytheca galioides fci^dn; 
Bo?ea Celsli^ Stylidiam gframiDifoliara, feiten itnb fc^Jn; Tropaeolam 
asnreum^ Paltenaea sabambellata unb tenaifolia, Lebeckia cytisoide« 
ffl^in, Scottia dentata, em fc^fj^ned ^xtmpiax, mehrere neit^oQänbtfc^e 
Scacten^ Viburnam pubescens nttt großen metfien 93Iut^enboIbett^ Cor- 
dyline slrict^ Franciscea nniflora, ein fe^r fd^oned ^x^mpXat, Pro- 
slaathera violacca, eine ^errlt^e ^^anit, Gunnera scabra nttt etnem 1' 
bngen SIät^en)a)>fett. Dtefe ^flanje »nrbe t^re^ fonberbaren IBIut^en^ 
^be^ n>egen aOgentetn bet^nnbert^ Chamaedorea lanata n. a. 

Unter ben Slattpflanien loerbtenen ernannt jn tt?erben: Calathea 
Bdbrina, ^errltc^ed (Exent))Iat/ Aspidistra punctata foL vaiie|:<, Anthn- 
niBi crassinervimn, Tradescantia Zanonia, Potbos cannaefolia, Philo- 
dondron piDDatifidum , Begooia zebrina porparea, fe^r ftarfe nnb 
f^^ne l^flanje^ Cordyline cannaefolia, Orontiom varie^atuin, feiten/ 
mehrere ^arxtn, btt>erfe ^alnten n» a. 910^ toax bemerfen$tt>ert^ ettte 
Centradenia rosea, etn flad^ ge)Ogene$ (Erentplar, I Vs' im S)ur(^nte{fe¥ 
altenb nnb etn fe^r f(^oned Lycopodiam denticalatum. 

Sbt berfelben ®ette beö @aa{e$ befonb ft(^ nod^ eine ©teOage 
mit IJjlonjen, »elt^e ^err Dn 91. SWettler avi€ bem @d^Tp|:f 
garten )n äSanbdbed etngefanbt ^attt. 99efonber$ f6i9n n^aren bar^ 
tatet ein Cytisns racemosas, ftronenbaum nttt einer <§tantnt^ö^e t)on 
4' nnb einer Ärone öon über 5' im Durcl^mefferj bann eine pbfi^e 
Manettia bicolor ant (Spalier^ tin f(^öne$ Plat^-Iobium trianguläre, 
Eophorbia splendeos, Eutaxia myrtifolia^ Phajos gruDdifolius, tin fräf« 
ti^t^ (&xtmplax, mehrere Segottien^ Surifeln n. a. 

Son benRntiji* unb ^anbeWgdrtnern |)erren $. SBobbe, fSnftfe 
in Ältpna, ©ebrnber 8äber0 in (Sp^jenborf nnb ytiltirtQ »aren 
VLtttt $fCan§en oufgefleKt. Unter $errn S55obbe'6 ^ffanjen gei^neten 
^4f befonberd bie fräftigen Sjclanten an^, eben fo mehrere Sljaleen, 
St^obobenbren n« a. 

^err^tt^fe^atteeine ganje ©telTage mit frönen inbif^en 9()aleen/ 
Sanienien, 9tofen nnb einer SJtenge |0riber 9i^obobenbren befe^t^ nntev 
ben testeten maren Rhod. Steetzii nnb Koopmanni bie ftc^ bnrc^ ^nbfc^ 
gejet^nete Ginnten auö)eit|ineten. Unter ^errn Sttberd ^ffangen fielen 
befonberd tint fc^dne Franciscea hydrangiaeformis, ntel^rere Tropaeo- 
loBB^ gelbe Stofen^ Cinerarien nnb Sgaleen anf. 

fba bem ©arten ber Ferren 3. ^. D^Ienborff Ä ®8^ne in 
^am bemerfte i^ nur )n)ei f^flanjen, nämli^ eine f^dne Acacia ce* 
lastiifolia LIndL, ein 6—8' U^t^, l^arf peräfletted SrempTar in boQfter 
Slnt^e nnb ein fc^dned (ixtmplax pon Philodendron pertnsum Kth., 
eine neue^ fettene nnb i^rer f(^9n geformten SBIätter n^egen }tt empfe^^ 
lenbe f^ftange. 

^err S. $. ^armfen ^attc gtpei Sled^faften mit abgef(!^nittenen 
SameOien geliefert, worunter man^t fc^Sne Slume bemerfbar »ar. 

2)ie^, glttube i^, bfirfte fo fUmli^ aOe« fein, xoa^ anf biefer 
SndfleKnng ^ert>orge^oben jn n>erben perbiente^ baf ^ie nnb ba ttma^ 
»ergeffen morben i% gebe id^ jcboc^ gern ju, inbem e« fe^r f(l^tt>e« 
|alt alle bie (Eingel^eiten genan notiren gn fönnen, jnmal einige &ih 



202 

(ageti ^ ^t(|i tttib eng «tit f^flattjen (efrl^t tDaren, baf ed fafl ttttttig« 
l(i4 i% bie era^efn^n Xrtfn ^ratt^iufitbett/ ein VtAtlftan^ in in gol^ 
^txmkttn ^txitn mi^tc, benn ein 3eber loub eineeflei^efi^ ba^ eine 
Stellage/ (mf ber bie ^anjen fo orrangtrt jlnb^ b<if man j^ entjetite 
in i^rem Umfange fe^n tann^ ft^ (ebentenb fi^öner an^nivmt, M 
eine, auf ber b(e f^flonjen f^ eng unb gebmngt ^^n, baf flip nnr mit 
SKu^ bie etngelnen @rem)>Iare wn einanber nntetf^et^en laffem Sine 
anbere 9t^ge borf an^i nic^t nnenoä^nt bleiben^ biefelbe betrifft nimti^ 
bie rid^üge Senennnng ober ^tnamumq ber f^fKanjeuw Sind mehreren 
®$rten ivaren biefelbett f^anjen^Srten eingefonbt^ aber and bem einen 
unter biefem^ an^ bem anbern nnter jienem Flamin, fo ba^ ed fnr ben 
|)Pan)enfrennb f(!^n>er feinnnnf, ben ri^tigen Slamen anfju^nben. 9li(^t 
aSein aber ^nb man ein unb biefelbe ^jKanje unter l»erf(^iebenen^ foiu 
bern gn^ unter gan;) falf^n Atomen ^ fo ). 9* ^ft eme ^anje ni^ft 
GastroJabkim pultdnaeu», fonbern Oxylobium Pultenaea*. Sd liefen 
flci^ tto$ eine SRenge 93eif^iele anfuhren, gtaube ith9^, baf biefed eint 
|ini?eii^enb fett» mtrb van fernerhin me^r (Sorgfalt ^r rid^ge 9e)et(^ 
nutto ber f^flanjen sn t>ern>enben. 



1 



■?!■ 



Sie oben ermähnt loorben^ toar mit ber Sndflellttttg an^ eine 
Slumen^ unb f^flanjen^^erloofung oerbnnben unb burften bie meiften ber 
3)2itglieber mit t^ren ®en)ittnfkn getoif jufrieben gefteflt fein, beut ed 
befanben flc^ unter ben )ur ^erloofung angefauften S^opfaetoä^fen nic^t 
nur fe^r fd^Sne Srten, fonbern faft burc!^ gängig n^aven ed fepr f(^one Sxem^ 
))Iare. @o bemerlte man l^errlic^e Orangenbäumen oon 3—5^ {)i^e 
Wi d)»)>tger Itrone unb ooKer Slut^en, ntebli(^e 3(}aleen tu großer 
9Renge/ barunter ^oii^fUimmtge elata plena^ St^obobenbren in oQen <Sor^ 
tett/ Pimelea spectabilia unb Pimelea Hendersonii fe^r \^in, Cjüsqb 
racemosas unb rac. snperbas, Camellien, Chorozema unb bergbi^n 
fi^Jne fJflonjen mei^r^ (£• O— o. 



^mmmm^mmmmmmmmmmm 



i!6d 



im 
9ittteii8®taf^f{ffeiiteitt be^ ^^ntn l§* fBpeämwü 

im a^onat %))rit. 

(SmttL grofleti ®enttf gemi^rfett imr ffirjft^/ n>{e au(9 jlebent f^atb^ 
jei^ tttt» aMmnenfreitttbe, tte ®ett>ac!^$^fer be^ ^emt ^. Soedmanil^ 
Me^ i^eteid^ fie dUiS^tli^ um h'efe S^re^jett eA^en fteitbtgftt SbiBttA 
9e«>ä|teit, ttt Wefcm ^^^^e ganj tefonbet« ifei^^ air fefteneti, .Äeimt imb 
f^^ MÄ^ttbett t^Mien flnb. 3eb«r 5Wottat in'rtgf fretltd^ eine »n^ 
giif^ wtf4^cbemr ^jlattge» jurSSIöt^, jn btmrfnett ponretr btcSjaleett, 
<t be« «utoettt bt^ (Stnerarten^ %\ii^^en, bann tt>t'ebei* bte Sa(ceoTatten 
ilw «., ^Aer faft Uhu SRonot t^i^et etne vet($^alttgei^e %tiwa^ t>on ili^ 
ffi^tt f)flatt)ni att ber äprfl^ nnb 5Watmonat, bfe itt«flen ber »eijs 
fiirtUiibcf(^em an^aftft^en nnb ca)>tf(!^en Segumtnofen / fo jterettb fäc 
lüfere @mä4^äufer, entfalten t^re «Inf^n; )tt steifer 3e(t bU^ 
b<e l^riltc^tt Bpacrüs mtt fnf fangeif Slftt^enai^rett nnb m nnenbTt($ 
ntamttgfixttigen ^arbeniraian^en, ferner bte CanteOten^, Sl^obob^nt^ren^^ 
I^Aleen« iinb (5mer(m'eti:'9lrteit nnb Motten, b«e bnr^^ beir* ^orbettgTaTt) 
i|rer Slmncn fof) jiebe anbere ^flange tn ben {>tntergrttnb brcEngett. 
Sine ÜXenge erft mi^renb ber legten )tt>et 3a^re \>wc^ ^errtr Soed» 
mxu neu einge^^rte ^flanjen fanb {^ tn SIiH^e, nnb ibenn an^ bife 
1>{icm3<ir not^ m^ jn fo gr^^en f)ra(!^tfpem^Iaren ^erange^a^fenr flnb', 
Ml aH ^0i^ S(ttff«^ )tt erregen, f$ entf^rei^etl t^re erfkn SBIntneil 
be<^ bte t>QW t^eö^ e^^8^ d^rt^artitngett n<tb {?n\) jiebent ^j(an}ehfVettttbe 
]it: emi^^len^ ^afl fämtAtlt^fe nen^Vän^tfc^f ob^i^ mtfhaltf^e ^gnnh^ 
m^ ^ S;- gei^i^rm et^fl bbntf^ fiit ben Safen" etn^' ^nftft^en SlttBHtf^r 
i»b jte^en beffm atufmertfonife« auf fft^,. Wientr' ffe fl(^ b^ür^' yi?a(^t, 
e)[«Bt)>Cwrt ^wt^ittt, ober butt^ e<tre g^n^ifffe (Si^t obet» f4*n gejos^ 
gelte %orm^ att^Seii^iiett^ I>ultteii»ea' ^bombellata, etne gettn'f nCebtti^^ 
fifkmge, wä(^flr fa^l tntmer f^orrtg- nnb getva^rl bann frb^ t^rei^ ^Bfc^eti 
bmifelgetten S^ntenf5f)fe etnen uniittfe^tittl^en' anWtcf, jfept man biefe 
fftinit ^tngegen bitfc^tg, fo baf fte nur eine $8^e i>on 1—2' erre(^ 
mtb 9mi tMm auf t>tr<tflett ift, tbo bann jieber 3)oetg einen' 9Hftt|fen» 
(^ trägt, fo getba^vt fte einen än^erfif ^nbft^en SnMtcr^ e«^ fo tß e< 
mt mefen C%ori»«eiiia-, PodoloMmn- itnb OkylolMiim^Xrietr ber' fJTaS.. 



264 

X)te Samentett»@ammIitog, attd fa^t öuU @orteti (efle^eitb/ tfl 
^ter Dxt^ too^l bte ret^^alttgfte Sammlung unb enthält bte neuefleii 
ttnb i^in^tn ©orten; letber n>aren fdj^on SDtete ^rrli^ ©orten s»er^ 
tlu^t, folgenbe gogen j[ebO(^ meine Slufnterffamlett auf ft^^: rubescens 
(Low), lac^^farien/ toetf Itnürt; Drouard GouUIon, tt)eif , unregelmäf tg 
aefuKt. !Dtefe ä3Iume \at in ^orm t)tel Se^nltc^fett mit einer grofen 
2:^eerofe; Gothriana, (Low), bunfel fammtcarmoiftn^ liegetformig^ fe^r 
fd^dn; Duchesse d'Orlcans, Saccoi Dova, ani ^taim, px&^tif^ rofa, 
nnflreitig bie f^Snfie rofafarbene; Braceana, tief bunfelrot^, giegelf^r^ 
mxQ, S^itiy Wallonensis, toeif, innen geIUi(^/ fe^r fc^ön; Albertos 
(Piince Albert) m^d^ina, ^eDrofa, unrein geflreift, fugelMntl^ig, grof* 
iblumig, tint ^errlic^e damtUit. !Dad (Sxemplar ifi 5^ ^^^, loon unteti 
auf tttfc^ig unb ^otte jur 3«t 30 offene Slumen^ 

2)ie Zinerarien gemd^ren ein ^errlic^e^ Sarienf)>ie( unb entfall 
bie ©ammTung n>ieber mand^e neue unb auffaVenb brillante ©)pielarteit. 

Unter ben fielen in Stütze fte^enben Sattf^au^))flan}en ertoä^ne 
i^ nur aU befonberd f(!^dn: Genista brac(eata saperba (Cytiaus ra- 
cemosus saperbas), eine neue unb pf>f(!^e 9(bart mit f(^9nen golbgelben 
93Iumen unb fafl jitbertoeipen S3Iättern. Cytisns Attleanus jeic^net fi<|^ 
burc^ feinen flet^ niebrigen, gebrungenen SBu(!^6 aud, toie aud^ bur^ 
fein feinet Saubmerl, blii^t Uit^t unb rei(^ unb felb^ )u t)erf(^iebenea 
ßtiten im ^afire, befonberö menn man magerfle^enbe Srem^^Iare in 
grofere 2:o)>fe pflanit 3)af anü^ biefe ^flanje nur eineSlbart i% be^ 
tt>eif t, baf an€ ©amen gezogene ^flangen mc^r ben ^obiM oon Cy- 
tisos racemoBUS annehmen. Hibbertia corifolia Bot. Ma^. (H. pedun-' 
calata R. Br.} ifl neu unb nieblid^. Loueopo^on Cauninghami, eine 
fd^ine unb immer no«^ feftene ^flan^e, Die (Gattung Correa liefert 
ben ^Blumenliebhabern je^t ani^ tinc grofle %n€to<i^t neuer unb fc^^ner 
{)9bnben; unter ben neueften }eid^nen {t<^ befonberd au6: ۥ latea, 
magnifica unb pallida, fdmmtti^ mit grunlic^^ ^eOgelben 93Iumen^ pal-* 
lida mit fafi n)ei^en. EiiostemoQ buxifoliam blühte in einem fc^dneit 
dxtnDflaxt, unb aU neu unb f(^ön mar E. myoporoides. Sine grofie 
3ierbe fnr bie ®ett>ä(^6^dufer finb bie Borooia-S(rten/ ^on benen eine 
SDtenge befannter inSSIüt^e fianben. Bossiaea eordata, toitB. disticha 
plamosa finb neu unb ^nh^H). ©e^r ju empfehlen finb Pimelea rosea, 
HendersoDi mit f(^(>nen rofafarbenen SSIttt^enfd))fen unb bie befaitnte 
P. spectabilis, bie auf unfern SludfteSungen in fo ^errlid^en Sjcem^Iaren 
)tt fe^en gemefen toax, Die Epacris fomo^I bie reinen Srten, aU au^ 
bie ttn}d^U'gen bre^bener unb n>iener {»pbnben tn atCen ^arbenfd^attt^ 
rungen ^nb pxa^tooU, am f(^5n{len jiebod^ E. Atüeana, automnalia, 
coccinea, longiflora, bann bie ^^briben Erzherzog Stephan, falgens, 
Venus Victrix, atrosanguinea u. a. Sine nene^ im harten be^^emt 
Soedmann erlogene ^ybribe mit f^neen^eifen großen SBIumen toor an^» 
^tttitl^net, leiber noc^ ungetauft. Lechenaultia biloba grandiflora blühte 
in einem fd^Snen STem{>Iare unb fe^r t>oIl* Ozylobium argenteom, 
\^in unb eben fo bie iifytt Pultenaea thymifolia. Gastrolobiam Brownii 
unb spinosam finb neu unb toit alle Wirten biefer ©attung ^ubf^. 
Gompholobiam polymorpham majas, fe^r ^ubfd^j G. versioolor neu unb 
f4^0m Chorozema variam elegans bie pbfd^efle t>Ott atlen. Son 
Xcocien ern^a^ne i^ nur A. Uneata unb oxycedros, bie ibefonberd fd^to 



265 

wxtn'j eine Stenge anbete Slrten (luvten glei^faQ^^ ei^en fo eine 
Stenge Erica - 9(rten^ beten Xnf}ä^Inng ^iet jn HDeit fitsten n)&tbe^ 
)ttntal ba bie @^onl^ett betfelien aSgemetn Befannt tft. S^n fii^^n ge« 
fi»rmtfii Spalteten pran^itn mit nnjd^Itgen 93Ittmen: Tropaeoliim tri- 
oolor, tricolor ^-andiflonim, brachyceras, azaream, fetnet Harden- 
berg^ia macrophylla, CoroptoniaDa n. a. 

Zh'e äBatm^ättfet iboten um biefe S^i^ ^^'n^tt ni^t fe^t gtoflen 
Slü^entet^t^nm, abet Unn^i^ blühten getabe me^tete neue nnb feftene 
^onjen jnm etflen WlaU, bte famnttß^ f(^5n nnb eni))fe^Ienb flnb^ 
oU: Stromaathe sao^ainea Sond* (Maranta sangainea Hort.)'^ C^P- 
talepis lon^flora, eine ^Abfc^e Apocyneae nttt langen f(^malen^ gidn« 
)eitb gtnnen Slättetn nnb f^dnen n)etf en 93(ttnien. Rhyncospennam 
jmsminoides nttt ^^^nttn d^nlt^en^ angenehm bnftenben SSbtnten. Tar- 
raea lohata Lindl., t>on @tetta Seone nttt gletc^faOd «»etflen etgentl^ttni:' 
tU^ Sonnten* Henfreya scandeufl, nett nnb ^ä)in mit Bi^onia-ä^n«: 
(i^eit/ tdt^Iti^ metfen Slumen. Phyllarthron Bojereanuiii, etne ntnt 
nsb feltene BigDoniaceaQ mit tofcrfatbenen 93Iutnen nnb ^etrlt^en 93Ut^ 
fem. Tradeseantia Warszewiczii, pbf^3 fetnet ftonben f^6n in 
fßt&^e: Sipbocampylas manettiaefloras, etne fe^t ^nbfc^e |)fl[an)e fnt 
jebe^ SBatm^an^; Franciscea villosa, pvctpnx, Hopeana, bydrangiae- 
femis nnb latifolia, fdntnttttt|i fc^on nnb buftenb;ClerodendroDHügelii, 
mit gelbltd^ noetfen 93Ittmen; Eranthemam albiflorum, fe^t ^Abf^; Be- 
g^aäm san^ineo-peKata; Ixora rosea graadiflora^ fetnet bte Dti^tbeen 
Cyrtocbilum filipes, Lycaste Skioneri nttt 3 gtofen 93Ittmen; Epiden- 
drum aaraDtiacum, Peristeria pendula, ODcidiam ampliatum n. a* 

9nfet ben ^tet angefu^tten ${Ian)en^ bte^ n>te fi^on bemetft/ J^ 
^aamüi4 bnt^^ @^ön^ett t^tet ä3Inmen an^ti^ntn, bteten bte ,®e« 
»d($i^^2nfet no(^ etne SRenge anbete blu^enbe ${{an)en bat^ beten 
Xttfjä^Inng ^tet jiebo^ jn n>ett fügten wutbe^ n)te fie benn au^ we^t 
öbet memger belannt ftnb. (£. D— o. 



•) 6if Je V. ^i25. 



266 



^dWiifll fd)0n 0l>er feiten blu^ett>er Jßüai^eu 

im 

bpt^nii^tn ®atten |tt ^ambut^ 

wä^ttti bed aRottotd ^ptil 1849. 

S«0 trom f(^n Qbtt feiren Mfif et^en f^fTanjett m Statte ^oxi^, 
iffc gtröftent^ttt in bem ))erofiige^nben S3eni!^te itiet bte Sltttnettan^^ 
jteCttiig am 25. ttiil> 26. 9ptil (©rite 257) etwai^ttt wotbetr, »örattf 
|tiiiget9ttfro n)trb« 9£iyt enitge toentge |){(att)en, bie ttt($t jur 9ht*djlellttng 
gff^icfft: nwrbeit {onnteit, mdgeii ^ler tio^ erwfifint tt)etbeir^ ba {bf($e 
ofö fci^ött tlu^mb em))fi>i^en toetben Knnen. 

Slpliooaiiipylas nimiettiaefloniB H»ok. (grae fe^v $i(f($e Sßatnt^tt^^ 
^flianje, bie kufle S^it ^tnbur^ unb fe$r rct^itc^ Wfi^t 8ä«* 
fü^rlic^er l»erett^ ernannt p. 494 im IV. Sa^i^Bansef btefer 

Arenaria balearica L. (£ttt fe^r ntebl^ed Kernet ®emä^d, mit gatt) 
fletnen Slättent unb eien fo nemen 99Ittmen* X^ie $f[anie 
Uttft fe^r ftart ttnb eignet fld^ (efonberd jur SSeftetbung an^ 
berer Zopfe bed ffalt^aufe^^ xoit man ). SB. mehrere Spco))obien 
m einem 3Batm^aufe loern^enbet 

Bossiaea Preissii Meisn* CÄlT MT ^SBflf^n Seguminofen t>on Stufha« 
tien. !Z)ie ^flanje bilbet einen faum 1^ ^o^en Sufc^ mit ßei^ 
nen lebhaft gtunen SKttern. 2)ie ©lumcn pnb fafl '/* " 
grof, ^errii(^ brtflant jinnoberfarbig mit @elb nnb to^iiiitti fo 
in ^drbung nnb ®röf e )>on ben nnjä^Iigen anbern Segummofen 
bebentenb ab. Seiber ^at bi^ie^t no(!^ feine genngenbe Set^ 
mel^mng bnr^ ©tedlinge erjiett toerben Knncn, ba biefcften 
fe^r f(!^tt)er SBnrjeln )u mac^fen f^feinen, tt)enigftend ifl c€ $ier 
no^ ni^t gelungen^ obgIei(^ eö )tt allen ^a^re^^eiten i»erftt^t 
tt)orben ijl. 
SSon Dr^t^een blitzten: 

Cymbidium aleifolium L. 

Gyrtochilam maeulatum Lindl. 



997 

Dendrobiom pnlchellam Roxb. 

n parpoream, Uitt fe^t )tt enq)fe^Imbe ttnb Ui^t mod^fenbe 

arten. 
Bpidendram eloD^atum Jacq. 
n pterocarpum Lindl. 

^y eielli^eniiii Lindl. 

Leptotes bicolor Lindl, fel^r ^ttBf(f|. 

Lyeaste craenta Lindl., ber L. aromatica na^e fte^enb, jiebo^ gr(fer 

tmb fi^Jttcr aW jene, aier »etitger bu^enb. 
„ Harrissoniae Lindl. 

Notytia incurra Lindl. 

Odonto^loasom pnlcheHvM Balem., eme i^et ff^dnen glanjenb tt>et^ett 
itttb anferfl angenehm buftenben Slamen toegen fe^r gefc^ä^te 
Drd^ibcej fte fotttc m feiner ©amwlung fehlen» 
Oocidiam sphacelatnm Lindl • 

y, slraniBtaflfi Lind!., MU ^uiff^^ befovbesl erflere 99[rt. 
Peviateria (AdM^a) Hnmboldtil Lindl., fe^r pbf^, let^t ttnb bontbar 

Hä^b tmb in jfebem Sßarm^afe gat gebei^enb. 
Pünmui laxa Lindl«, eine iveniger f^j^nt al4 intereffante nnb ft& 

iene Art 
Fiauoülalfis aemtpeünclda KIte. , ei«e f^r nieblic^« üxt bie fet reicf« 
fidtigeit ©attnng. 
„ tridentata KRz., blfift mit feinen ^Nniatnrblttntnt^ bertn 

®(|fdn^it m«it nm bnr^ ein Sergrjf ernng^gla^ fe^n 
hm, fafl ttiiattf^itrli^. 
Reaüvpia elegana Kits. A Karst. Sine ber reigenbflen Heinbtnmigaii 

Or^ibeen. (Xn^t^rli^ tm&^ p* 354 M IV. Sa^g* 
Wef«r 3«*d'^ 



208 



^eniüeton^ 



bttu. 3m aprtl ;: $)efte p. 222 
btefer 3«rtfc^rift tjl bereite mitgc* 
t^etlt tt>4)rben^ baf Hnnen Surgem 
ettt aSBcrl itier bte Sl^obobenbren 
t)on SiKittt ^imalaja, öon ®tr 
858. 'Cooler, erf^einen tofirbe, bie 
ibotantfc^en unb Qeogra))^tf(i^en 93e^ 
riefte/ net)jl ben Sl((t(buttgen ber 
unlängfl tm ö{llt(!^en ^tmdaia ent^ 
bedten St^obobenbreti geienb. Z)ie 
Ütottjen unb 3^<'<^nungett btefer 
^extli^en Sl^obobenbrott^arten finb 
tt>d$renb etner^ )>on ber Stegterung 
au^gerüfteten/ Botantft^en ^tffton 
na^ jienem Sanbe an Ort unb 
©teile öon Dr. 3. D. ^oofer 
angefertigt kDorben. Z)a4 3Bert 
tDel^ed le^t erf^^teneU/ enthält 11 
ätrteu/ )>ott benen 9 neu ftub^ benn 
Rh. barbatam unb arboreum ftnb 
ältere Srten. !Dte ttterftt)urbtgflen 
finb Rh. DalhouBiae, Rh. arg^en- 
teutn unb Falconeri. T>k etnjelne 
93Iunte t)on Rh. Dalhoasiae mt^t 
5" t)on ber Safi^ Wo jur ©pt$c 
ber Blumenblätter unb ber Durc^:; 
meffer jeber Blume tfl 4V4" (eng* 
Kf^ SKaaf). Die Blätter t)on 
Rh. ar^eDtenm ^a^en eine Sänge 
öon 1 1 " unb finb 3 " breit; bie 
bed Rh. Falcoueri {inb 1 ' lang 
unb 6'' breit. Rh. barbatam toa^^ 



10,000' ^o($ ttier ber SIReeredfläi^e 
unb ^at in Snglaub (iti <£^e^) 
beu SGBinter im freien ou^ge^Iten. 
Sd ift bied jieboi^ uo<^ feine ^in« 
länglid^e ©ti^er^eit Don feiner $ärte$ 
e^ ijl ^ebo<!^ eine Snuä^erung unb 
burfte biefe 3lrt, toit Rh. Cam- 
belliae, argenteum unb Falconeri, 
meiere aQe in einer ^i^t t>on 10,000' 
iiber bem SReereöf^negel toa^^tn, 
^Ib^art fem. 

Darjeeling, in bem ©itfiut; 
3:^eiKe t)on ^imalaia, ifl bad Sa^ 
terlanb ber in biefem j>ra(^tboOeu 
SBerfe abgebi(beten $flan)eu, ed 
liegt im 27. » S». ». unb im San. 
gengrabe bon Salcutta, loon tt>o ed 
380 SWile^ entfernt ijl unb 7200' 
über bem SWeere. Die mittlere 
2:em^>eratur be« 3a^re« tt)irb auf 
25® g. angegebett.Die mittlere !teni^ 
))eratur eineö jieben ^onatd ifl 
gleichfalls angegeben, ju ber im 
®arbn. Journal bie mittlere Zm^ 
ptxatnx ber leftten aifyt ^a^xt für 
Sonbon (bon 1841 — 48) ^injuge^ 
fugt ift. Daö JRefultat ber Beob^ 
ac^tungen ifl baS »on jiDei gu jwei 
©tunben.*) Darjieeling. Sonbon. 



Sanitär 


41« 


0" 


3<»8" 


Setru« 


43 





37 1 


«Wärj 


53 


50 


42 2 


Slpn'I 


S7 





47 1 



*) S^crmometer nac^ Sa^renfcit. 



260 



SR« 50« 0" 58« 6" 

Swi 64 61 1 

3ttlt 65 61 5 

Xit0ufl 65 61 2 

etptmUx 61 50 57 

Dctüier 58 50 49 3 

9tmmier 48 44 6 

Z>ecem6er 44 40 

SXefe Ucicrft^t beutet auf bte 

nötige S:^atfa^e^ mit ber jeber 

Gärtner vertraut i% nSmliif baf 

ber Srit^tng unb ntd^t bie 3Rttte 

b€« äSmterd bte 3ett ber fhu^ng 

tß, nt^t aUtin fnr tnbtf^ie 91^0^ 

bi^benbrtn, fonbem für fe^r ^itU 

^f6 ^arte f^flanjett 3nbtend, @ttb^ 

onerifo^ itnb anberer Sanber* 9ia^ 

rttgem Serglet^e ber 2!em)>eratur 

t^t $ert>9r, baf im Januar bte 

mttlere Semf>eratitr ju 2)arj[eelin0 

tsr CHI 4 « ^d§er t^ aU m ber 

9la$e Sonbon^ (m ben @raff(^aften 

SHbblefeir unb @itrret;)> ][ebo(^ tm 

9>fär} tfl eine tingättfltge 2)iferen) 

Mit 12«, eien fo im ^erb|le, im 

Dctoier, »a^renb in bet 3flittt 

Bmterö unb in ber 9)litte <3om^ 

«er^ eine ttsf^ebetttenbe 2)iferen) 

Mit 3—4« gegen unö ift» |)ier 

^ien toir eine 9(itf{dfmtg ber Ur^ 

fsi^e tt^e^^al^ xoix nitl^t mit Srfbig 

finrte fangen in nnferm beranber^ 

£<^fi(ima {ttltit)iren fdnnen. Un^ 

fcre Sru^ia^re {tnb f)>dt (alt nnb 

»eräjtberlif^. S(en fo biferirt bie 

tem^atur unferer ^erifte fe^r. 

tkx Dctoier giebt tim 2)ifferenj 

MS IG® gegen und. Die Sinter 

Ob Sommer i^on £)arj[eeling nnb 

S^nbon biffcriren mithin nur um 

3 ober 4 «, »ä^renb bie ^erbfle 

^ ^ru^ia^re eine !£)if erenj t^on 

10 «nb 12 « geigen.' 

& tfl tvo^r^ baf urfprungTi^e 
}arte ^flangen f(et6 jart bleiben 
tverben, unb ba nur toenig ^off^ 
Hang «»erlauben ift, baf tt^ir j[e im 
Staube fein »erben, biefe ^err^» 
E(^eu Saum^Sl^obobenbren bte fru^ 
^_tiiib loarmen i^ma^xt unb 



^erbpe wn ©iÄtm^^imalajia ber* 
gejfenb gu ma^en, unb fo gu g»in* 
oen, baf fEe alle i^re n$t|tgen 
Functionen i^re^ SBati^öt^umd in^ 
ner^alb unferer »ier ober fänf ® om* 
mermonate »errichte«, anflatt fle 
über 8 ober 9, tote fxt e^ in ^n^ 
bien t^uu, auögube^nen, fo ^aUn 
mir benno^ biele unb gute ® raube 
ti ^ofeu gu launen. :Cte ®efc^i(t 
li^lett ber ÄuItiiDateur« ^at fd^on 
manc^eö nbertounben. X)ur(| bte 
^^bribifation ber SR^obobenbron oou 
5Re^)at mit ben härteren pontifc^en 
^aben toir bereite ^Ibarten mit iu* 
ferji brillanten farbigen Sinmtn, 
a^ntitfy ben oon Sfepat erholten, 
bie oöilig ^art finb. äSiel ße^t uo(^ 
gu ertoarteu bur^ biefe neu einge^» 
fitzen fafl ^ali faxten Sl^obobeu^ 
bren unb balb toerben toir fte, toeun 
an^ ni^t ade, in unfern ®amm^ 
tungeu gtängeu fe^eu. 

@ir ©. |)ooter bemertt tu 
feiner Sorrebe gu bem in Äebe 
fie^enbeu 9Ber(e: f$3litl^t gang be* 
fHmmt toeif man, toeun ber 99attm^ 
r^obobenbron guerft in (Europa tin^ 
geführt toorbeu i^y Oftmut^ltc^ bur^ 
Dn SSalli«!^ um^ ^a^r 1827.'« 

Der gelehrte äutor ifl ^ier in 
mtn Ui^ten ^rrt^um oerfalleu, 
benn totr fönnen mit Seflimmtbeit 
mitt^tilcn, baf bie oerflorbene maf 
bame ä3eaumont gu Sretton« 
^atl oom Dr. SBallic^ ober toe« 
nigßend oou Salcutta bereite im 
3a^re 1815 ober 1818 &amw 
be^ S3attmr^obobenbron eri^ielt, an$ 
bem mehrere i^unbert ^flangen er* 
gogen tourben. ^m 3a$re 1824 
toaren bafelbft miubeflend 40--50 
^flangen, bie auf einem freien, im 
äBinter gu bebedeubem $(a^e flanben. 
1824 toaren mehrere biefer $f[an* 
gen 4—5' ^o^ unb im Ser^dltnif 
bttf^ig. (Einige biefer @amenf)flan* 
gen Ratten Slatter t>on 15'' 8Auge, 
aubere geigten tint grofle SBerf^ie* 
beufieit itt t^ren Slattrnt. ®ir 



270 



3ame« CbiDarb ®mtt^ ^tit 
na^ ber^tttorttät bedSRoicrSRot^« 
beit We ^ö^e be^ SJaumr^obobem 
bron auf 20' an ttttb fugt ^mju^ 
baf biefe |)$|^e mtnbefien6 bop^ 
)ftU augenouttneu loerben tarn. SDtan 
^at ©tämme^gefiutben t>on 14^ tm 
UmfauB/ ^^ ^ou ber (Erbe gemefeu. 

^Rhododendram ponücnni, tt)et« 
^e^ bie ©ett'rge )>on KTeinafieti be« 
to0^nt ttub ft^ nttt Rh. femi^i- 
nenrn meßltc^ bt^ nac^ @f)anteit 
ttub l^ortttgal erflredt, t9t> Rh. 
kirstttam ber ettn>))ätfd^ett 3(t)>eQ, 
Rh. dahurlcum ®^Ie^en6^ Rh. 
chamaecristuB ber Sflretcf^tf^en uub 
ptentonteftfc^en ©ebtrge^ Rh. maii- 
mom ber äSer. @taattn iRorbame« 
rila'^ unb Rh. lapponieam fiub 
fimmtlic^ %xttn, bte f^u 2tmt6 
Uttb ber botantf<l^ett Seit fdt 1764 
Mannt gemefen ^ub. !Z)ad i^rr« 
It(^e Rh. chrysantboBi Don Storb^ 
@tbmeft erfd^iett ut Süitt^^d @npf 
}fkmnt. ®mtiin fugte ba6 Rh. 
luiintschaticfiiii «>on £)btf(^ asb ber 
Se^ring^flrafe unb ^atlad ba4 
tetjenbe Rh. eaacaiucam doh ben 
tmoftf^eti 91^ ^nja." 

Solgenbe« x^ nun etae €ttj)e 
ber ^tmala)ay@ceaerie. 

ir2>a^ ®ebirge Stm^/ auf bem 
in ttdiM«^ ati^^taug S>inrjieeb'ng 
Itegt, mti^ etne $»^e ))oa 9000^ 
ottb MefUt^ boboa^ S'^^^ ^Itfü^ 
er^t fic^ ftn oubered mäi^tige^ 
®ebtrgr, 3ongb^ »ebi^ed eine ^^e 
tH»n lO.OOO" erret^ iSd^tf arrb^ 
It^ bo» Darjlfeimg, m eiaer 6at^ 
f eraua^ uoti nur 60 9Jh(e4; ifl ber 
^onjont jtmr^ eine grofe ®(!^neei' 
fette legro^, bereu {HnqitanMnf 
ber ^'1 ^mt fltn<!^mHiuBgn x% bte 
noid^ aeue^r Sered^ag 28,172' 
^ fem f/oS, boid ^c^fle bi^ie^t 
beloasKte @ebtrge ber SBelt.'' 

Br. {)t«(er bef^eibt b«n erften 
Sti^bttttf biefer Saubf^aft folgenbe«^ 

»6o »td. ii^ anü^ i^xt twb 



getcfen ^abe Aber bte fJraii^t uab 
©c^oa^tt ber ^tutftlajia^Saubft^af« 
Un, fo ftnb ntetne ^od^flen Snoar^ 
tungen bennoi!^ ubertrofen worbett. 
^i) gelaugte ju Darjieeltng aa tU 
nem regntgten nebeltgteu SDage, M 
i^ feine )e^u garb^ na(]^ trgeab 
einer Stiftung fe^en fonnte, uo^ 
ml tt>euiger fouate ii^ bte (BS^nttf 
regton ber (Sebirge, 60 SRetlett 
entfernt^ erfennen. ^rfi^ am erfleu 
SRorgen er^af Ate i^ bte erfte ^enu 
fi^^t nnb aud (E^rfttr(^t unb 93en)tta# 
beruag l^telt i<fy nnwtafft^rt^ miu 
nen ^t^ an. @e(^d ober {leben 
aaf etnanber folgenbe mit Salbung 
bebeäte @ebirgdi^d^en , »omutit 
fi(^ ber gtganttfAe ^tt bon ftiai^ 
d^tn^junga 20,000^ Aber aOe anbete 
er^b/ bi(beten ben ©egen^nb nteir 
ner SBenmnberang. 3n ?^o(ge btr 
Rettern Stntoff)^äre erfd^ien bie 
S^neeregion attr nur »entge ^tU 
(en entfernt ber ^5(^fle ^it nur 
eine Xagereift ab }tt fein^ tk 
Haftet blauer ^hnntel bejeid^nei^ 
bte ©ebirglformen f^orf unb beut^ 
(i^, n»a^renb |{e nnb bort ^# ei^ 
ntge SBoIIen nerlo? en^ bie auf ben 
^ö^flen ®ebirg^f))i$en lagerten, 
eiagefofit mit einem golbgelben ober 
roftgem Staabe, erjengt bnr«^ bie 
ottfge^enbe Soane."« 

®amea biefer ^errfw^ ®egea< 
{Uabe ber «ftfs^en Segetatioa n>er^ 
bett tägß^ ermoTtet^ m'd^t «fein 
nnn ben nad^fte^enb nd^er }n et^ 
tta^nenben Srten, fonbern noiE^ mi 
)nelen anbem 9leu^ nnb ®etten^i« 
ten bitfe^ ungefeuren SontmM. 
^eanbe nnb ^teb^aber biefer ffen^ 
liefen Sanme unb @triu^er oa^ 
jener oflti^en SSeli «werben in )eber 
Sejie^ang biefed ^erf mit %Wi' 
ben Utxa^Un nnb {i<^ an ben ^w» 
^<äi befclbtn erfreaten. folgenbe 
fmb ein^ btrje ^^gm ber 11 
^MtUf J»Häft barin bef^eben 
finb? 

lUiododeadron DiUio«3iae ^ 



271 



K. tpac^fenb^ in einer ^i^e ton 
7-9000' fiter ^em Ü8we. ©fa^ 
«es i>oit li^ter gärittng. 

Rh. barb«(mn ertetV^t etne^i^e 
Wtt 40 — 60' nnh mrb 10,000' 
fiier bem SReere sefunben, ©fomen 
»Ott bnnfler Sarmtn^ imb ©Itttfarte^ 
eise ^er fc^dnflen Srten be4 €>iiiKa'' 

Rh, lancifolluin erregt eine ^d^e 
von 6— 8'/ tfi na^e loertDatibt mit 
Rh« hnrbatmn in %Cixi^ itiib Se« 

I^^tti^fl/ i^^o<l fleiner tu oOen 
Z^en, 

^h. Wallichii, tin @tratt(( »on 
lO' |)6^e5 Slatter unb »Ittmett 
gleiten bem Rh. pooticum. 

Rb, CimpheUiae erret^t eine 
^^t ^n 4& unb tvatf^fl in einer 
^^e 9Ptt 10,000' über bem 9)2eere. 
fo fie^t bem Rh* arboreum ^in« 
fi^iä^ ber Särinng unb S^nn ber 
Stallen nafte, bie glätter finb Um, 
lanjett^nn^ unb i^roun ft(}ia auf 
bfr ttuterfeitt. 

Rlu ar^^r^am i{l aKgemein (e^^ 

Ah. B«^m, ein unr (feiner 8$nf4^^ 
«¥ oti$Iet4^ mit Heineren 99Iättfr9# 
f» {c^eint e4 bem R. cumpanula-* 
tan boi|^ am nä^flen )« flehen« 
Sfimien gi^oetrot^ nnb nnr mni^ 
gi#f er a^ bie »oa Rh« himiitam. 

lUi. dmi^riDiH»i ift no(]^ Ilei^ 
aer att ledere %rt imb eine fe^ 
ifftiniRite 9rt. Slnme« ff^r tim 
«ib iMi r^t^er garie. 

Rh. «laen^riioiclef» n^nrb« o^ne 
l^^onen gefni^en in. einer ^ö^ 
tmt lO^ldOOO' n(er bw 3Seere. 

tUu aige9teum ifl eine ^errlt^e 
flflonje mit grof en hellgrünen 93tdt; 
trni, ff!^n)>)>igen ftnod)>en nnb ^nb^ 
fc^en toti^en Sinmtn. 

JUl Falconeri, merfmurbig burd^ 
ferne gri^en ot>aIen ©lätter, bnr^ 
feine cvm^ücUn, e^er (leinen SIü« 
t^toltopft. 93(omen anc^ nur (lein 
Bito tveif * ®arbn. 3pnrn. 



Plniia Demtoim «tid Sfatltett 

)it )ie]^ett. @e^r ^änftg ereignet 
e4 |14^^ baf bie on^gefoeten @ipmten 
biefer (Eoniferee nid^t «nfge^en. 
^erräS« Silier^ gn SSelf^ecf $at 
(iir}Ii(^ eine SRet^obe er)>ro(t, bie 
er ben ^fllangenfrennben nnb no^ 
mentli^ ^anbettgärtsem U^tn€ 
emi>fe^Ieit (ann^ nm btefe i^ntfd^e 
Seber^Srt Ui^t )tt »erme^ren. &^tU 
nen wi^ bie »on 3nbien ttt;>ortir^ 
Hn @amen gan) frif«!^ nnb gut, fo 
finb {te be^ fogtei^ einem ^emi^ 
f<i^en fJroceffe nntertDorfen, frtalb 
fie an^gefdet finb, inbem fte ttu 
rotten, befonber6 loenn fie gn naf 
gehalten tverben; bie ttrfa^e bat>9n 
fi^eint eine Dnontität Xet^entienil 
gn fein, bn« in ben ©amen tnU 
galten ifl. 9Sor nngefd^fr 3 9B«^en 
erhielt ^err StiKer^ einen ^rn^» 
)a))fen biefer Sonifere/ ber beben^ 
tenb iDOtt Qnfeften nnb Snrmem 

<^nS^6^^fr^A ^^'v w^ f^I^ft mehrere 
©amen gan) jerfreffen nsiaren. 12 
ber frif(!(^e{len nnb griften ©amen 
n>nrben att$gen>d^U nn^ bie finf ere 
$ant ^on i^n^ enifemt, fo baf 
ber Zetpentin^e^att fld^ abfonbem 
fonnte. fRa^bem nnocbcn fk mit 
landarmem S^af er geimifd^en nnb 
gefdet, aber fo, baf bie fi^t^Qbb 
ben ber Srfi^te na$ nnten in bie 
(Srbe tarnen. S^n btefen 12 @a»en 
(eimten 9. Z)ie ädrigen ©amen 
beffelben 3a)»fen«, 40—50 @aä, 
mnrben anf ge»^d$n(i^e SSBeife ge^ 
fdet nnb gingen iü^i^t bot^n. ferne 
9 ftömer anf X)iefe @a«ien f»^ 
mo^I n)ie bie 12 erf^ n»tcben gnr 
gleid^n 3^it nnb nnter gfei^w 
Umfldnben in fanb%en Se^ii gefdel 
nnb (ein SKafer aaigetoanbi, a& 
bie bie ©dmttngie nbcr ber Csbe 
fid^tbar n^aren. 

®arbn. ^lonxn. 



2712 






SBattmfi&ttPien« Die Ferren 
Dttbttt ber keltere A @o|in )tt 
Stfteiiy (Safeabo«) \\^vx ben 
f^ftattgeii« itnb Slttmenfreitttben bttr(^ 
em fo eben erf<!^iettene« Sergei^* 
mf eine SRenge Sleui^eitett Wi, unb 
fuib e« »amentlt^ bte ^^inben ber 
©amnpaom'e, bie einer iefonbern 
Sea^^S tt)^^^^ Itnb. Unter ben 
^x^ aSerjei^m'^ anfgefS^rten 42 Ar* 
ten nnb Abarten geid^nen ^6^ Xi^^ 
ntentlid^ wAx 

Ailequiu, »tonte geffim, 5—6" im 
2)ttr4weffer, Maflitta mi fJurpnr, 

Jtt 20gr«. 

Balsamiana jn 35 

coeralescens grandiflora. 50 
Colberdi, ßrof e»Ittme,5-6" 
xxx !Dnrd^nty äSIuntenbUtter 
in 7 Steigen fle^enb, grof, 
f[eif^ig/ regelmäf ig ba^^ 
iiegelf<^rmig georbnet^tveif , 
wi brinant)>ttr))ttrn. Säng«^ 
Reifen ge}ei(!(^net gu. . » 25 
Comte de Neipperg jn. • 25 
Dachesse de Nemours }U 25 

„ d*Areinberg,gr* 
S3tome^t>Qll(/Carminrot^^iu 150 
., d^Orleans }U. . 50 
Hisabetti, fe^r grof / ^vX* 

lantrot^ 250 

Flear*de-Marie,93tonte 4" 
im Durc^m» mi 10—11 
^tx^tti Slnmenblatter, 
jartrpfa, mi n^eif . ^"^i^t^. 
debe«93Iatt^at einen f^8* 
nen ^inr)>ttrnen Streifen 
i»on ber ®ajt« bi« jnr 

®J>i$e, a« 100 „ 

La Reine, »Imne 4'^ im 
2)nr(|nt*/ rein toeif . SSor 
bem veffnen mit einem 









f/ 



(eisten rof« anfing, bie Jrt. 

® ))i$ett ber Stomenblätter 

me^r rot^, 9-10 Stomen* 

Matter^Sleif^n, fajl reget 

maf ig liegenb. J)ie inner* 

Pen Stomenblatter nnter* 

mifc^t mxi gegen 200 go(b* 

gelben ©tanbfäben, )tt . 250 

MarshaUii }tt 50 

Sine nene 9lrt loon S^ina 75 ,, 
3(ufer ber ^äonie entf^ält ba^ 
Serjeid^nif no(^ eine Sn^n^a^I bet 
neuejien SRofen, fo m'e eineSaww* 
(nng |>an«)>f{an}en, (TameOien k. 
}tt fe^r mäf igen greifen. 

6. D—o. 



// 



// 



lam specioram. !Ciefe6 ^err* 
ti^e 2:ropaeotom ift leine^toegd 
eine emja^rige ^flanje, »ie rem 
anfängCi^ fi(^er glauibte, ba^er man 
e« and^, vm eine f(^netle nnb bau« 
ernbe SSerme^mng ba)>on jn er^t 
ten, auf |)erennirenbe arten <)fropfle. 
2)er ^iepge botanif^e Oarten er* 

^ielt im oorigen 3«-^^^« ^^ ^^"^^ 
bem ?lnf(!^eine nad^ glei^faW oer* 
ebelte f^flange, an« einem belgifi^en 
©arten. 93eim Serpflangen biefe« 
(Erem))tar« i^or einigen äßo^en n)nr* 
ben bie flarfften äBurgeln abgenont« 
xazxi nnb \Xi einen flad^en %xfp\ ein* 
gelegt; na«!^ nur n)enigen Zagen 
^atte i<^ bie ^renbe, fot^^ andtrei* 
ben jtt feilen unb »a^fen bie fJffan* 
Jen jeftt frenbig fort, ©elbp ein* 
gelne Sur}elftö(fe trieben au$, nnb 
läßt ft<^ auf biefe SBeife biefe ^em 
li^e ftrefe*Slrt lei^t »erme^ren. 

g* O— 0. 



Ctnt^ee übtv Vtt JlnUttr Inet ptcUacten. 

®aTtenge$üIfen tm botanif^en ®arten git Hamburg. 



!Z)te l^roteaceen ae^Sren tt)O^I in benjentgen $flan}en^ bte bem 
9Matt in Sejitg auf t^re ftnihtr t)Ott jie^er @^ioterigIeften (ereiteten^ 
nb ift bteö ^au)>tfa(!^It(!^ ber ©ntnb^ toti^atb man bte b^erngflen ®aU 
Itsgeii biefer großen Samtlie fo feiten in ben ®drten fuIttDtrt ftnbet. 
Die meifleti ^rten ber ja biefer ^atnilie ge^drenben ©attungen ftib 
Strauber ober Saume mit mt^x ober weniger p(f(!^ein Saubmerf^ nnh 
fe^ snele t)Ott t^tten erjeugen px&i^tiQt ^Int^cn, fo baf üte ed i)erbte^ 
Bot, in ben ®en)i4^^^anfern Qe))flest }tt tt>erben^ nnb b^urbe man gekoif 
«i4 ne^r jtnben/ n)enn eben^ koie oben benterft^ i^re ftuTtur nii^t ^5n^ 
fg ©^totengfeiten üernrfae^te» ftlagcn ber ©artner nber große 3&tÜi^ 
tut ber fJroteaceen ftnb fa^ )nr SKgemein^eit gett)orben 3 nat&xli(fy giebt 
e0 Gattungen nnb 9rten unter i^nen^ bie ni^td koeniger al^ }art finb^ 
ober bettno^ ftnbet man nnrSentge^ bie {{$ mit i^rerftnltnr befaffen. 
3b !Z>etttfd^Ianb ^b ed nur einige botanif^e ©drten^ tt>eld^e grSfiere 
6a]ti]nlitngen an^ biefer ${Ian}enfami(ie befl^en* 93or einigen 3afren 
iefa^ ber iot ©arten jn SJerlin tt)O^I bie rei^^fte @ammlnng^ bie^ 
fer Mrfte aber bie be^ ^iejigen bot. ©artend je^t loenig na^^t^tn, 
9tm mi^t no(^ rei^^attiger fein.*) 

31t f^on ba^ @tnbium ber $f[an}en^eograt>'^ie für jeben ©irtner 
t»9n ber grdf ten Sit^tigfeit^ fo ifl e^ fnr ben ftnltit^ateur ber ^roteaceen 
gon) iefonberd ber ^aUj er mn^ bad natnxli^t Sorlommen biefer Ja« 
siKe genait Itnntn, toenn er ^renbe an feinen ffulturen erleben toiU; 
t>it fJroteaceen {Inb in getoiffer ^in^^t fo eigent^ftmlii^er 9rt, baf 
man t^re 9latnr ni^t genug kubieren fann. 



Sm Saixt 1829 würbe bem bot. (Barten gu Berlin burcb meinen Soter 
grof e fimca^l ber fcbi^nflen unb felten|len fhroteaceen gugefü^rt, toel^e er ^4 
»w feinen gretraben rnib QEorredf^onbenten in (Snglanb gu i^erfct^affen gewußt (atte. 
9tmkit |errlt4e3(rt tebt no6f, aber eine S'^eoge nnb bereite abgejiorbcn tmb börf« 
tn f$»er ^ erfc^en fein« benn felbfi in (Snglanb finbet man^ mit älu^na^me im 
loc. harten ^n Steto, mtt toenige ^rcteaceen. X)er (ieftoe bot. ©arten befiftt gc- 
innudTtig eine anfe(nl{(te Sammlung« befle^enb and 15 Gattungen mit I209rten. 

«. 0-0. 



274 

T>xt ntetften ^flanjen btefev ^arnttte ^nb auf bev f&blt^en ^emt- 
^p^t^ ^etmtfd^, mofetbß fte am ja^Ireif^ßeti tu einer ^araQele jm'fd^ett 
bent 32. utib 35.® @. S. t>orfotninen. Sorjuglt^ rei«!^ an f^roteaceen 
ftnb bte Rußen 9teu^oIlanbd^ tt^te an^ ba^ Sap^Sanb in @ttbafrtfa t>tele 
©attungen biefer ^amilte (eft$t. 2)te Steblinß^jlanborte ber ^roteaceen 
ftnb fe^r trotfcne, jieiniöte, freie |)Ia$e, befonberö in ber Silage ber 
!0{eeredhtj}c; ^ufig fommen jte auf 9(n^o|ien loor unb {letgen mitunter 
bt^ 5000' ^0^. 2)er 99oben^ ivorin fle ma^fen, befielt nietflent^etK 
aud fantigem Sßiefenle^m/ ber nur fia^ auf einer (Sanbjletnunterlage 
liegt. 9lur tt^enige 3(rten loerlangen einen guten^ na^r^aften Soben, 
no^ Sd^tt^ gegen fonflige (Einimrftftigen. ©elten xoa^\tn {!e gefelU 
f(^aftti(9^ mtSapfanbe flnb e^ Protca graiidlflora, longiflora^ peoiciUata, 
pyrifolia unb mellifera, ottc!^ Leueadendrum arf^enteum, inSleu^oKanb 
hingegen ifl Banksia speciosa bi'e einjige, n)el(^e gefeKfc^aftli^ t>oxs 
fommen. 

©pre^en n)tr über bie ftultur ber ^roteaceen im Sffgemeinen^ fo 
muf en xcix )uerß einige $au))tregeln aufßeKen, bi'e üebenfaK^ ^on SBic^« 
tigfeit ftnb; toix fofgem biefelben and ber 9tainr biefer 9f|[an}en unb 
bereinigen bamit unfere (Erfahrungen. !Ciefe <&att)^tregeln finb: x>iel 
Sid^t unb loiel Suft^ eine tu^tiaz ttnterlage in ben Stapfen tum 
freien SlbTauf be^ Sßofer^ unb ^o|ier ^ flanken ber SdoKen ^im 
SSerpfanjen. 

Sergfei^en toix, e^e to^ir auf bie oben ermai^nten fünfte nct^r 
«nge^en^ bie t>erf^iebenen Gattungen ber S^^miTie un4er {l^, fo finbet 
man l^'er grofe Unterfd^iebe ^tn{t6tlic§ ifrer 3artltd^feit: t>oritt9li(^ 
n>eid^({(^ {inb bte (Battungen bom Sa]^ g. ^. mehrere Leucadencbrem-^ 
Protea- unb Serraria-Slrten^ tt)2^renb bie au^ 9leu^®üb^SBaIed unb 9leo# 
6oK«nb ftammenben harter finb. Sie copifc^en Gattungen bertangen 
bei ^tittm me^r Sorgfam&it unb ^ftege aU bte mei{len anberen^ lotet 
lei^i mit Stu^na^me ber (Sattungen Petrophila au^ 9{eu :' @ub ^ Saleö, 
Isopoifon an^ 9leu^oSanb unb wenige anbere^ bie ebenfalls, glei^ beft 
capif^en^ fe^r emptinbli^ finb* (Si ifl be^^alb rat^fam^ bie ganje %a* 
mtfie in ))oei Slbtpetlungen ju t^eiten um mit größerer ^eic^tigfeit 
jieber eine befonbere SSe^anblung ju Z^Hi toerben )u lafen. !£)ie erße 
Slbt^eitung tt>urbe bie ^ffanjen oom (£a», «oie au^ bie anflralif^a &at^ 
tungen laopogon unb Petrophila umfaffen^ alle übrigen bilbeten bann 
bie gtoeite. 

9!on gegen 50 befannten ®aUnn%tn n)erben nur einige )tt)ati}ig 
borjug^weife in ben ©arten tulti)>irt unb ta)oon ge^^ren Protea, Oro-* 
thamnas, Leacospermum) Mimet es, Serraria, Niveoia, Sorocephalus^ 
Spatalla, Leucadendron unb Aulax bem Sap an^ tt)0$tngegen fsopogon, 
Hukea, Banksia, Dryandra, Hemielidia, Petrophila, Grcvillea, Man- 
g^lesia, Lambertia, Lomatia unb Franklandia in Stujlralien C^en|lDllanb 
unb 9{eufee(anb) ju ^aufe {tnb. Die ©attung Rhopala fommt tn 
(Subamertfa i^or. 

Um bie l^roteaeeen nun mit gutem Srfolg )u (ttltit>iren/ man ^t 
befonberiS auf folgenbe Stegebt )« a^ten: 

1) ®tanbort. Sin ^^roteaceen^^au^^ ober etn ^ani^ in bem i«* 
glei^ mit anbem fSßanjen ^roteaceen lultibirtloerben foHeU/ mn^ xt^t i^eH 
unb gut )tt (äften feiu/ benn e^ (ieben biefe f^flanjen 8nft utib S^tt tn 



275 

^nn ®rabc. Die Zm^etatnx U€ {Htitf«4 barf im fBvritt nwt 6^8* fH. 
Mrageii, tt>onn fte fe^r gut aeUi^m «nlb jkbent Kuitiüatvxt %vtnH 
mei^tu «etttii« ftu^ get^ffeii ffe fn titiet ntetrfgeTett Xemf^eratur^ jieto^ 
ttft^ fte bann nt^t let^t nnlB» gern, att(| ftetfen bie99Iätter nnb jinn^ 
gen Zriete fej^r Idt^^t a1»/ fe bof man forhvd^renb baran jn fjn^en ^ai 
6» 0^ t^ %it ^Mentng nnr geflottet muf mon ba^ ^an« Iftf en nnb 
wtm H ttnt ottf gan) (urae S^t ifl. JDigtet^ bie ®attnngen nntet 
fU^ fc^T 9erf<(fieben {tnb/ U fann man fte bod^ die jnfammen tn einem 
nnb bemfefben IRanme Mti»xttii, nnr mnf man Sdrge tragen, bafi bte 
jorte^ (ca)>tf^en Urten) bte wlnnf^en flo^e im $anfe erhalten* 
Sa^mb ber @dntmer)ett t>erf(!^aft man ben ^ofeaceen ))af enbe ^I^f e 
« ^fjrn mb }iDar fo, baf fie Inftig ^e^en, mo m(gH(!^ hinter lebenben 
^eifen^ wo fte nnr bte fDIorgen* nnb Sibenbfonne gentef en. Z>te ^^anitn 
bcr er^n Slbt^eilnng barf man bem Cfnfluffe ber iSittemng ntd^t gan} 
M^f^^/ fonbrm muf Sorfe^rnngen tref en, tm jie bef flarfem Stegen^ 
«ctter (ebf tfcn jn finnen. Die ^flanjen ber iweittn ftU^titwi fünnen 
gan} fre{ ^e^, {nmal wenn bie (Ejremf)Tare bereite eine gett>iffe ®tarfe 
ob ®rff e erlangt ^0btn. Uta bie Stegenmirmer nnb anbered Unge^ 
Ififtt aM ber tStbe nnb ben ben Zl^fen abin^alten nnb nnt ben ffiaferab^ 
jfai^ nU^t )tt be^nbem; i^ e« rat^fam, bie ^anjen anf Cofe« (Steine 
t^(e»ciflbfrg) i^er grt bfimigtn &Tcmi (UM) }n flellen, ober fle etma6 
Knria ctognfenfen. 

Z) X)a« ^flanjen ber ^i^i'teaeeen. DofeKe erfotbert biel 
9üxfl4^j man nimmt e^ bor, tfa^em bie f^flanjen ben f(^on im |>anfe 
besonnenen 2:rieb ^gebflbet f^aben, nngefS^r im ?anfe bed ^nli nnb 

rngfE^. Bttit^^ft ^«t in<ttt <tttf ^^ ftarfe ®^erbennntertage 8e« 

bft^ g« nelme»/ bamit bo« 3Bafer freien ^bjng erfialte. ^Kan fiti 

bf» Zvf^ W< anf V« mit tUitt gerf^fagenen Soijff<|erben ober Bieget 

fHMB^cn/ Aber n>eYi!^e Soge man no^ etwo^ !Dtoe^ legt nm ba^ Dnr^; 

fi^Mnften ber 8rb^ jn oerbinbern. @nter SBafferabjng ifl ^ier eine 

^cMftbebittgnng^ ferner bfirfen bie Ziifift ni^i gn grof fein, benn bie 

fhnFleaeeett betlangen bnr<!^an^ ni^ biet 9ta^ng. Die i>affenbfle dAf 

«ffi^^mis befk^t an6 '/s Siefenle^m nnb Vt @anb, ber man noc^ etmatf 

fMrfgbUe ober €teinbrotfen mit Sort^eil ^ingnfügen fann* Da ein 

ptUt fetter SiefenTe^m in ben meifien ©irten me Seltenheit i% fo 

Inoi moM an^ efee gnte, jebo^ ni<^ moorige, |>aibeerbe nehmen nnb 

Utftt timtvi gnten ?e|m |ingnfigen, ber 8e^ barf aber ni(|f f^mierij 

fcni^ fMbem fotfer nnb an ber ^^nft oermittert. fßtim, HH^angen ber 

tPtoteaceen ^ai man, loie bei ben Sriceen fhreng baranf gn ai^itn, baf 

bcT SaSeit fo in ben 2:o)>f gn fielen (ommt, baf feine obere ^ä^e nm 

^/i — 1 '' ^^r gn fie^n tommt, «M ber SRanb be< Zo)>fe^. f^flangt 

«Ofs bie 91Iangen fo, baf ft^ ba^ SBaffer nm ben @tamm fanraieln fann, 

mtt^ ber Stallen na(^ ber Wiiitt gn eine SSertiefnna bilbet, fo fann 

man ftc^er baranf rennen/ baf man feine ^[{lange m(|t lange amSeben 

beiden mirb« Sigentpmli^f ifl ed, baf biefe f^^angen gerabe wn ber 

Stelle be^ ®i0:mmt^ gnerfl abflerben, tt)o biefer mit ber Srbe in 9e? 

rtti|rmiig tommt, n>a6 aber bnrd^ ba6 fogenannte $o(^t)f{angen, fo baf 

feKfi bte erfien C^(erßen} oom Stammt an^ge^enben ffinrgeln ctmatf 

^ei gn liegen fommen, oermieben wirb. {>£nflg i# eine |)^«nge nnten 

18* 



276 

ttnb fWf^ er^^ält, o^ne baf tnan ed ftemertt. 

3) £)a^ 93en)affern. SIu^ biefe SemV^tutig erfotbert t>teI93or^ 
fid^t X)te ^flanjen Iteben nitt etne tttäf ige $€U<!^tt gleit itnb ein 
)a {larled äSegief en lann irrten Ui^t ben Slob geben, ebett fo n>eiitg 
borf man {te au^^ gu fe^v att^trodnen tafett, benn beibe (Extreme ftnb 
t^tten fe^T nai^t^eilig. Üta^ bem S3er^f{ati)en finb fxt befonber^ tmpfint» 
K^, ttöb »enti fie in biefer ä^t ntd^t forgfam be^anbett »erben, fo 
(ann man ft^er auf SSerlufle rechnen 9 man mnf bann jt^tnZopf genau 
unterfu^en, ob er au(^ troden i% e^e man i^n begießt. SBa^renb bed 
SEBinterö beburfen bie fJroteaceen natürlich »weniger SEBaffer/ eben fo 
wenig barf man fte )>on oben bef)>ri0en/ obgleid^ ed t^nen im ®ommer 
iti trodener SBittemng fe^r {nträglid^ ifl. 

4) aSerme^rung ber fJroteaceen. Z)ie SSerme^mng gefi^ie^t 
am lei^tejlen bur^ (Samen ober bnrd^ SSerebeln. Su^ Stedlingett 
voa^^tn oiele Slrten nur fe^r f(^n)er ober gar niii^t* 2)ie Sn^foat 
koirb fo frii^ kote möglich im^a^re oorgenommen, mit bie ©amen mit« 
unter lange 3^it liegen e^e fte leimen, unb man aSed aufbieten muf, 
um bie ^jlanjen bi$ ^nm Sinter flarl ^erantt)a(l^fen gu ma^en, tamit 
fte im äßinter nxi^t {urüdge^en. ftummerlici^e/ f(!^tt>a(!^e $f{än)($en 
äberleben ben SBinter im fialt^aufe feiten unb e^ {{I ba^er anjurat^eu/ 
folc^e in ein mdrmere^ ^an€ ju bringen. $rot. Samen oerlieren balb 
t^re fteimfraft unb man mu^ fte fo frit^ aU mdglid^ auöfden. ®amen, 
bie tt>ir aud bem SSaterlanbe erhalten, leimen fc^tver, jumal loenn er 
bort fd^on oon feinen nm^itOungen befreit morben ifl. 3Bir mAffen 
un^ bef^alb eifrig bem&^eu/ ba^ unfere jur Slitt^e gelommenen ${lan« 
2en an^ @amen anfe^en unb reifen unb um ben ^flaujen lod^renb 
ber Slut^ejeit |iierin )u {)ulfe ju lommen, muf man fte }« fd. mä^ 
renb ber S3Iut|^e)eit in einem {)aufe laffen, bamit ^äuftge Stegen 
i^ren äSIfit^en niift nad^t^eilig u>erben. 3m |iieftgen bot. ©arten 
mürben auf biefe SSeife mehrere ^rud^tjapfen gemonnen, unter anbem 
oon ber fo fd^onen Banksla ^peciosa R. Br. ^it an ber|$flan)e aM^ 
gebilbeten ^op^en kourben in biefem ^rü^jia^re abgenommen, na^bem 
t^nen jtoei ^a^vc )um Steifen ber ®amtn gelafen tt>ar^ bie ©amen 
»würben herausgenommen unb fogleid^ auSgefdet, oon benen fafl jebe^ 
fiom in S^ii oon brei äßo(^en geleimt ^at, mä^renb oon ben 00m dop 
birelt tx^atUntn (Samen, bie ju gleid^er 3^it auSgefdet koorben futb^ 
nur fe^r n^enige geleimt ^aben. ^an barf fotdf^e ©amen bur^an^ 



*} 'Da9 nur ubermfiffae 9tdfTe an bem fo plo^Iicben Sbflerbat ber ^roleaceen 
@((ttlb \9, iahe i(b (duftg (9elegen|»ett f^n bcobacbten gebabt. SScSbalb aber bie 
9läfTe fö pl^^ltd) auf btefe eine ^tcUr eintoirft unb ben tob ber ^flan^e erteuat, 
benn ber obere JJeil unb bie SBurjeln bleiben gcfunb, ifi mir nodi^ unerHarlicb. 
31« 3e(t oiS i«b wt* im bot. harten ju Äew auffielt, »urben einige ©olbaten 
angenommen unb mit bem ^egiegen ber im freien aufgehellten ^flanjen beauf^ 
tragtr toöt^renb bie nur toenigen (^ebälfeui ju benen au$ i^ gebi^rte, bie SSSege 
mit ®rant ben?erfen mußten, eine Arbeit, bie man ben ® olbaten ntcbt geben moibtCr 
loeil fie fe^r qenau au^gcfüirt toerbcn foUte unb ficber glaubte, ba§ ein ein* ober 
gtoeimaliged liefen biir$ bie @olboten ben ^flanüen nicbt fiboben f^nnte, jebocb 
|atte man ft<b fe(r geirrt, benn natb oier 2:agen mußten fecbd ber äppigj^en 4--6' 
bo^e dtm^iaxt oon Bankna Brownüald tobt fortgetoorfen n>erben. (S. O-^o. 



277 

väft h'ef emlegen, lottm Va ^' B^tt ttnb fteOt fle bann auf tiu tanwat^ 
ma Scet. Set ben Sereblitiigen Utitxtt man {tc^ ber SRet^obe bed 
9B|>Iattett^ ober anc^ be^ fogenannten ftetlen^^ bte Unterlagen n)fi]^tt 
«Ott »0 moglti!^ and ben ©attnngen feltft^ bte man t)erebeln xoiü. ^o 
Mbet )* S. LeocadeDdron Lewiflanos eine gute Unterlage für alle 
LeBcadendron-Slrten; Banksia ericaefolia für Banksia-, GreviUea ros- 
■acisifolia far GreviUea - 9(rten n. f. to. ^m Ueirtgen gefc^e^en bie 
Sereblnngen nac^ i&etannten SRet^oben. 

5) Daö (Sinken/ B^rndfi^neibett ber 3^^ii^ ^^ft fid^ bei 
bcs firoteaceen eben nt^t ann^enben^ man bringt fte baburc^ inxid unb 
er^It bennm!^ feine bnfc^igere dxtwflläxt, aH totnn man i^ren Btt>eigen 
fmen ianf laf t. X)te nteißen btlben ba(b t>on felbjl Slebenjweige nnb 
»erben f((on im gioeiten 3a^re fraftige ^flanjen .*) 

6) Sängitngdmittel laffen ft^ ebenfalls ni^t antvenben^ benn 
aan f^abet ben ^fiaxutn me^r bamtt aU t€ i^nen ntt$t SEßo|iI treiben 
fir, tt)enn man ). 99* $otnf))ä^ne nnter bie Srbe mif^t tüti^tig Ui, 
oier tiefet Zretben ge^t bann fafl mtauf^örliA fort^ [o baf f e ^^ 
(cu^t ttbertreib^n^ an^ np^ n)ä^renb be^ SSinterd tm Sßa^^t^nm 
\l6kn, »D batin bie jarten 2:riebe lei^t abßoden, tt)obur^ bie ${Ian}ett 
mmttaltet werben. 

Sine anwerft präd^tige fJroteacee ifl erfl in ben legten 3a^ren 
m ii^^tx im (£a)>Ianbe entbedEt kporben nnb ber Sotaniler Dr« 
f i||)(>e ^at bamit bie ©attnng Orotbamnas anfgefleKt.**) 9Iac^ ber 
XUObmig. im SBot. STlag. Zab. 4357 iß btefetbe nnfireitig bie f(!^9ttfle 
9rt ber ganzen Familie. $err (Eb. B^V^er beftnbet ftc^ gegenn>ärtig 
0» (a)> nnb ^ofentliii^ erhalten tt)ir bnrc^ i^n no^ nähere ^nffc^Iüffe 
ikr bie |)flatt}en^ nnb geo)>ra)>^if(^en S3er^ä(tni{fe biefe^ Sanbe^* ften« 
tot toit erß bie 9{atnr ber ca{>ifd^en ^roteaceen fo gut tt)ie bie ber 
Jie4oOdnbif(|^en/ womit nn^ Stöbert Srokon fo trefb'c^ Utannnt ge? 
na^t ^, fo wirb bied ein bebentenbe^ ^itlf^mittel für ben Partner 
i^en^ biefe ^errlid^e $f[an}enfamilie natnrgemfif }n fnltioiren. 



*) We^rcre Protea, LeacadendroD, Isopon^n, Hakea unb Srten einiget anbe- 
m ©attunaen laffen jt<b fc^r gut iu buf(bigen (grcmj>Iaren jiejen, »enn man fie 
rinftiftt, unt nejmcn e« turtbau« ni*t übel, e« muf nur bei jungen Crempiaren 
ßcfwm unt) jur 3eiti e^e fie auftreiben. €. D— o. 

»♦) &err Pr. «appc fanbtc biefe berrlicbe ^rotcacec nebfl S3ef4reibung an ben 
*et. (Harten ju Äe». Die ^flanjc war unlangfl t)on 3ev*cr an funipjiflen 
Stellen auf ber @piÄe ber ®ebir fle im ©ottentottenlanbe entbetft wotbcn, wo felbft ne tm 
3ttU Müjte. Der biefifte botanif(be ©arten erbielt oor brei SaJren ©amen biefer 
»emüjen ^flanse, bie JebO(b leiber nicjt gefeimt flnb. (S. O— o. 



278 



Som üle^aciciitr/ 



8w(W fc^oti tjot jtt)Jlf 3a5ten touttc auf Seratttaffttnfl be« Ser* 
ettt^ )ttY Sefdrbtrung bed ©arteniaued tn ben f. preuftf(!^nt Staaten 
t)ptt ben ^txxtn €. ©oud^^, ie^ißem 3nfpeftor bed bot. ©arten« jn 
©erim, Carl ^lafd^nif, jefttgem bot. ®drtner im l^et, ©arten 2u 
Setpjtg^ 9B. Sradenrtbge^ jie^tgent Kurator bed bot. ©artend )u 
SSafi^ington nnb t)on nttr bteS^age: 9ßel<^e« {|l baö befle Serfa^« 
ren f^flangen bnr^ ®teälinge )u oernte^ren^ nnb koelii^e bte 
bajtt am weijlen geeignete 3^it' beantwortet.*) Da tn Cejng 
anf bte Serme^rnng ber ^roteaceen jfett icner ^dt nur fe^r »entge 
«ene Erfahrungen gemati^t fetn burfteu/ {o ^alU ^ e0 tut ^nterefe 
ber S^eunbe btefer ^ubfc^en ^flanjen ntc^t für unjtoedmdftg, b(e {n 
jener ©d^rtft ntebergelegten Srfaf^rungen über 3Sernie^rung berfclben :^ier 
toteberiugeben 

t,t>ic gamtKe ber ^roteaceen ent^dtt f5p[anjen »on bnrrer 9latur, 
bte mit n)entgen Kuöna^men Setro^ner be6 fübltt^en Sfrtfa'ö nnb 9len« 
^oQanb'« ffnb« ®te ge^Bren ju benjientgen l^flanjen, bte fiä) am fi^tt>te« 
rtgften Inittotren nnb jtd^ fe^r f(!^tt>er burd^ ©tetflinge oerme^ren laflTen. 
2)em erjleren Uebel tjl jteniltc^ abgeholfen; nad^bem ntan t^re Shttnr 
nnb Sebendtt^etfe tm SSaterlanbe n&^er fennen, gelernt ^at 

3Dte 9Renge Don Serfud^en nnb Srpertmenten/ bte o^ne Srfolg 
gentad^t loorben ftnb^ f[e jn t^emie^ren^ nnb loa« oft nur ber Unn>tffen^ 
^ett be« 93oIl}te^erd )|ngef(^r{ebett i% ^aben jn man^tn guten Stefntta^ 
Un 9Lnla^ gegeben. S« tfl ni^t nngemi^nltt!^, Steditnge btefer %amilit, 
t^rer Stdtter beraubt^ nnb an einem roaxmtn feuc^^ten Drte flehen jn 
fe^en, xoa^ einem jleben, ber aud^ nur loentg fJflanjen^fJ^pftoIogie t)er^ 
9t% nnoerjei^Iic^ bunfen mn^. ^flanjen fotoo^I mt Z^ku at^men 
ein nnb an^, nnb fobalb {te i^rer ba3U n^t^igen Sßerfjeuge beraubt ftnb, 
mfiffen fte gerben. 



*) Sei Qcantmortuttg biefer gra^e foQ (auptfatb^^ nur ouf bfe Vbwtt ju ber* 
mctrenten ^flanüeni fo toie auf btejcnigen 9{ä(f{t(tt genommen toerben, loetibe 
jtnorren bilben (fl(b Oerfnorpcln) unb iDonn nMt Iei(bt SBuricl f^Ugen. -^ ®etrdttte 
9reidfibrift oon oben genannten ®ärtnetn. 9ttd ber Ser(ant)lung be« Serein« 
^ut 9ef$rbentng M ®artenbane4^ 26. Lieferung befonbcrd abgetru(ft* 



279 

ISe ffian^ btefrr $4«tt{te ^Uu me^ tUt wmifßt Icbcrarttge, 
»tele, tu bei ®attitng Protea ttnb Leveadendroii, MKtge Bttttor* 

Semte^ntts b^ ^«ttffie«/ 2)ryattbrctt «ib Proteen: 

Da bd btcfett idoMMit^" ^ Stengel ber ®teifititge ui bet 8te§el 
)tt bül^ mit loneen ^axitn ^tittttn befe^t fisb^ uab tini tai anbere 
^era »urb^ fte felbfi iiu^t begefes »^eti Unntt», x>^ gmi) i»mi 
»tet bffu^tet 31t UHrben^ menn »an b{rfe <Sitdün%t in 9tipft ober 
Üp^ ^tät, fo tfl <m SB^tt^ m brr {Htitemaab im Serme^niitg^fiattff 
ff M^ ^^^ ^M'^ ^ mi^el^ «igebriuj^t bor geeigtutf e ^lo^ for fte. 
Vn Safte« 9ber bei« 9ef4 m«f toevts^ni^ W Htf itftb Vs mit alte« 
Q^titn ttnb mtt bem %bga«ge gefteMer Stbc anerfuSt fein, bev fibrtgc 
2[^e>I mtt fuiem ttfUftn @anbf, ter maptg «itgegofftii tvtrb^ «m t^« 
bt^t ttsb fefl gu mai^ett« 

Set ber SBaj^ ber @tc({bttge msf man fe^ loorfu^ttg ttnb befon« 
bcc4 boraiif beboi^t fettt, ba^ bai$ {)oI) fe^ tfl; bie Sdoge unb 9xift 
li^Ut fi^ na^ bem ^abitud ber ^flanje. 

6et bejt f)r0teaceen t»a(^feti flettu (gtecdtiige ^M beffer aI6 
gr9§e. Z)er ^xii$nUdt @^ttttt m»f cfti, ^IM itnb unmätelbar «ttiet 
einem Silattt i^mai^t fein, eber an ber Stelle, t0o ber nenc Xrteb an« 
fangt «nb ber alte aufgehört ^t, ioei^ei bei biefer ganjen %miiiit )tt 
beeba^ten ift. SDtan entferne nie me^r Slätter aU ndt^ig, nm ben 
G^ecHing feji in ben @anb ^tätn %n fönnen. S^ ^ in ^^ ®^«^ 
gefk^/ fft^rt in nic^t«, ni^ nie bnrfen bie obem Slätter eingefln^ 
merben, tot^ali nbge^n^te, gn>f€ &t$ätn gemoblt n^erben müfen, nnb 
IfiMir mit einer Defnnng oben t^erfe^n, nm ^uft ^titn }n tflnnen* 
Konten ffm Srien nnier eine nnb btefelbe ®loät geftedt meiten, fo 
mnffen biefe in aUtn H^xtn Zueilen fo no^e att mlgli^ t>ertoanbt fei«. 

Siele JtttUibatenre ii^tn Un ^erb^ ti>v, Stefftinge gn modjfen, 
jeboi^ ifl ber $tonat S^brnar ber ge^ignetfle baju, inbem nl^nnn ba« 
t^i i^ <|^ itti^ WA« ttid^^ ^^ f^ >>^(^ trieben in fen^ten Singen 
n»e im Stnter gn tamp^tn ^at, mo m'ele SUäiinc^ einge^n. 

SDte^ere 3(rten toat^fen leidster alt anbere, fo Prot«« acnmlnata, 
acaolia, cyiiaroides, mellifera nnb pulchella, Banksia speciosa, Brownii 
occideotalis nnb serrata oft fc^on in fe^d Ornaten. Die 3Re^rja^I 
»erlangen eine bei xocittm längere S^t, äI^ befonber^ Dryaodra ner- 
Toaa nnb Banksia grandis, mel^e oft 12— 14 37Ionate in einem f(!^Ia^ 
fenben 3ttft<^nbe bleiben nnb nad^^er SSnrjeln treiben. ®iYoi^nU^ iiU 
ben foI<!^e ^flangen einen ftarfen SaKnd^ ber bann bie Urfac^e ifl, baf 
Ite jnnge Sldtter ergengen, nnb fobalb bie^ ber ^atl i% Tann man 
jti^er anf gnten (Erfolg reti^nen, nmtn mctn babei gleic^mäfige Ztmpt^ 
xatax, Snften nnb regelmäßige^ Sen)äffern beobad^tet. 

Die Gattungen Isopo.s:ou, Mimetes, Hemididia, Persoonia nnb 
Leacadendron verlangen beinahe biefelbe S3e^anblttng mie eben angege« 
ben ifi, nnb bie Keinen Slrten gebcil^cn bcffer in Slöpfe gefletft nnb mit 
@U(ttn bebedt, bie regelmäßig täglich attdgett)tf(!^t tt)erben muffen. Die 
@te^inge biefer 9(rten er|ialtea (eine SBobentoärme nnb einen $Ia^ anf 
einem SIrette an ber {)intem)anb be^ ^anfeö. 

Isopo^on, London! nnb formoans M^ad^fen fd^neSer, moLeacaden- 
droB-Hrten nnb Hemiclidia Bazteri oft tin gauge« 3a^r bran^en^ e^e 
fte Snrgeln fd^Iagen. 



280 

■ 

Grevillea, H«kea ttttb Lomatia g^^rett mit )tt bea am ^tnii^tn 
fd^mertg tt>a(!^fettben btefer %amiUt. 

3n (urjer 3^'t nta^en StedRtnge btefer brei ®attaaßett aaf eutem 
tnaf tg koarmen 83eete, tve^eö ixU^t titmal uaibebmgt a9t^tg tfl, SBargela. 

sisBima; tH>tt biefer inage ^oajea )tt txiitUn, Unn man xoittli^ far 
eta Jtaaftftfid ietra^tea. S){e @te({ltage metfea ia bet 9leael i^te 
Stattet M, aab am bted ja ber^atca, maf maa fte ja ber 3^t at^ 
aei^mea^ Uwt bte 9Ratter)>f[aa)e }a tret(ea aafäagt. ©let^ bea Saaf^ 
fiea bilbea ile eiaea flarlea SaSa^^ beioor f e SBarjela f<^Iagea^ aab 
maa ^ai fl^ babei Dorjafe^ea^ bte @ted(tage atemaM |feraa^)aae^mea^ 
aa^ t{l e^ eta äbler ©ebraa^/ biefelbea ^eraad)a;)te^ea aab ga aater* 
fa^ea^ ob f{e Sßarjela btlbea) beaa feltea trtft ti fid^, baf berSaSad 
btefelbe 8aae meber erhalt/ bte er ^px^tt etageaommea ^atte aab )>ois 
10 ge^ea be{Hmmt 9 aaf ber Stelle eta. 10—15 9)loaate erforbem 
fte^ e^e {te äBarjeta )etgea. 

©obalb bte Sarjefo/ loa^ bei aVea ®attaagea btefer Somtlte ja 
Udba^ttn i% V^ laag tm @aabe geUHn^fea flab, muffea fli aa6se)>flaa^t 
tt>erbea, tabem fte foafi f(!^Ied^t a>erbea aab ja Iräalela anfaagea* 2)ie 
beße Srbmtfc^aag ^r bte jaagea ^flaajea tfl % S^aitttM, aatermtf^t 
mtt Vs @aab aab tt»aA Se^m. jDte Xi^ft mafea eine gaie Uater« 
(age iDOa ®(^erbea er^altea aab bie bereit« betDargeltea |)flaajea aoc^ 
eiaige SBo^ea im 9Sermei(^raag«'^aafe fte|iea bleiben^ bamit {te erft an« 
toa^fea. X)ie Xem))eratar be« {)aafed i{l 8—12^ dt. 

aSoraaf maa alfo ^vtpi^a^li^ bei SSerme^raag bar^ ©tedliage 
biefer ©attaag Sla^^t }a ae^mea i^at^ iß: fefte (oljige @tedKiage jn 
»a^itn, biefelbea fo fla$ ald m5gli(^ eiagafledea/ eine g(ei(^md^ge 
Xemperatar im ^oafe aab oleici^e Sea^tigfeit im @aabe ja er^atteti, 
t>or)agIi(^ aber, baf feiae gea^tigfeit laage aaf bea Slättera jarAcf^ 
bietet ba^er eia öftere« Sladioaf(^ea ber ®Iodea aab ba« Süftea ber« 
felbea eiae aot^meabi^e Sebiagaag ift Segea i^rer leberartigea SStiU 
ier loerbea bie @teAtage aar a>enig bef(!^attet. 






2B1 



9öxtntt M ^er|09d ton ®ut(ertanb au 2:rent^m, ©tafporbr^ire. 

lUtter ben Sev'bef entttgen ^ toel^e tnan tn ben legten darren in ber 
Ailtitr ber ünanai ettigefu^rt/ fie^t ttnjmetfel^ft btejientge 9(en an^ na^ 
wtt^€x man bte ${{ait)en auf Srbieeten^ ttnter^alb envärmt bttr(!^ offene 
Saffemnneti obev tHi^xtn, }ie^t. X)te alte SJtet^obe, fie in 2:$)>fen 
jn gießen, welche tn ein »anne^ So^beet ober in anbere€ fermentirenbe^ 
Staterial gefenft ftnb, (atte pav bi^^er bei gefidrtger Se^anblnng einen 
fntest (Erfolge manci^e tA(!^ttge ^ortibtlturtfleit jie^en {te felbft allen 
anbent t>or* 3tt)tt>{f4en ^at att(^ bie (Erfahrung gelehrt, baf bad %nßf 
pfbuijen im Seete uii^t allein natäTli(!^er, fonbern au^ votit ^conomi« 
fi^lfer imb aOgentein )ufrtebettfleaenbeY in feinen Stefultaten i% atd bad 
alte €9^ent nnter ber forgfamflen SSe^anblnng j[e fein f6nnte. 

9){an toenbet ie^t im SUgemetnen offene Sßafferrinnen an, nm bem 
Xnana^fajleit Sobentoarme jn geben > aber na(^bem i^^ fte ^9d^{t forg« 
{«» ge)>rtKft ^abe^ mnf i(^ mi<$ entfc^ieben gegen ffe erftären. B^f^r« 
berfl ^nb fte bei ber erflen Stnlage auf erfl Ioflf{>ieIig nnb bann ftnb fte 
» ber Slnöttbung fe^r unbequem^ benn fte er^eif(^en einen befonberett 
fieffel, »eil man fonfl bie Suft^ nnb Sobenern^ärmung jnglei^ in^ 
3Barf fef^en lann^ nnb koenn nun bei 2:age^}eit bie Snftoarme berrin« 
gcrt ioerbest mn^, bann (änft iti bem geringfien Serfe^en am 3<t)>f^ 
boid SBaffer tn bie unteren fRex^tn nnb uberflnt^et beren Slinnen. 

3^ ^be einen ftaften^ ate na^ biefem ©pflem oorjttjie^en/ nur 
mit einer Steige oon Stö^ren berfe^en^ ml^^, na^bem fte mnbum bnri^ 
ba!0 f>aM gelaufen nnb bie Snftio&rme geliefert^ unter bem Seete fort^ 
famfen nnb baffelbe mit 93obentt)ärme oerfe^en. ^^ ^alte mi^l nber^ 
{engt, bof ft4 SRan^e gegen biefe 9Ret(obe erflaren toerben nnb befj«« 
^16 finbe i^ mi^ gemnf igt^ )tt erfläreu/ baf biefelbe (ein nngeprnfter 
(EätfaO i% fonbern baf i^ fle man^t ^a^xt mit ooStommenem (Erfolg 
ni^t aSein Ui SCnana^^ fonbern au4 (ei SRelonen angett)enbet. Boerß 
beforgte i^, baf bie 9Barme ber Stieren ju audtrodnenb fein loörbe^ 
ibin bei geringer SBaffergabe oer^inbert man bied nnb i^ ^abe bie 
Snrjeln felbjl iDenige BoO oon ben n^armen Sid^ren fiet^ gefunb ge^ 
^nibes« 

ZH'e Sln^anger be^ Slinnen ^ @9fiemd legen befonbere^ ®mi^i 
>arasf, bojß ber Soben bnr^ bie immema^renbe nntere äBafferberbnn^ 



282 

fhmg ttt etnem fetteten unb gefanbett 3ttfl<tnbe fit bte f^flanjen ge^at 
ten k9trb; bte^ ifi aUt ttt^t ber S<tQ/ ^^ bte au^ ben Sünnett auf^et^ 
jenbe Sett(!^ttgfett ft^ in tvett größerer JDuantttät in bett 93obett ait^ 
fammelt; ate bte SBnrjeln t)ercotifumtren fönnen unb btefelbe aui) fonft 
nid^t anfgeje^rt wirb, ba bie Slhnof)>^are be^ {)attfed ju feu(^t t(l, nm 
einen iefonbem ®rab loon Serbunftung anö ber Dber^dc^e be^ Seeteö 
3n geflatten. Die natnrlid^e ^olge t>on biefer 3(n|idufun^ t)on Senc^tig- 
feit ifi, baf ber 93oben in folc^em SDtaaf e gefdttigt totrb/ ba| er in 
weniger aU einem 3a1^re in feinem für bie 9Bur)eIn mtfyx gefunben 
Bttftanbe ifl, unb -baf in 15 ober 18 SRonaten, wenn bte ^nt^t 
fd^weHeo foD, ba^ UeieJ feinen ^i^nnH erret^ IJK^f benn b^ ®ärt^ 
ner, totiä^tt jt^t ^offt, feine ^rAd^te jn me^r aM gewöhnlicher ®xi^t 
anf(!^wel(en ju fe^en, wirb ^on^g f&r atU feine lange SRu^e nnb Sorge 
auf baö Unangene^mfle beda)>pointirt. 

^ lege meine 9ßa{ferrd$ren auf ein 93eet oon ftte^ ober @anb, 
ttwa 22'' unter^aK ber Oierfldc^e beö Seeted $ ber 9tattm jwif^en ben 
Stieren wirb bontt Ut gur Stiefe loon 6'' mtt großem Sied angefüllt, 

Serabe (inreid^enb, nnt bie Stilen gn iebeden ; eine Dtetj^ttige Sage t>9tt 
ri(!^IaH( ober netter Sol^e wirb IfinUer gebreitet, fip baf etwa 12^' 
für bie Crbrntfc^nng nad^Hef^en, we^e (inü einem X)ritt^ei(e fanbiger 
$2o(Hrerbe in grolbf^ri^deltgem 3tt{hmbe nnb )wei X)ritt^eitett Slafenerbc 
i>on altem fonbigem Seibelanb Ibefb^t, wel^e leitete ater gestrig unu 
geftod^en werben muf, itm aOed »egetaMlifd^e nnb anntmalifd^e itUn 
barin gn erflidfen* 2)ie ^flan^ rnnffen ge^drtg weit audeinmiber ge^ 
)>{{an|t werben, benn ed ijl eine trrtl^ämli^^e Snfid^t, wenn man g(anbt> 
bnrd^ bid^ted ^^gen trgenb eiwad gn gewinnen. 3>ie ®r(f e nnb ber 
®efd(^ma(I ber Srnd^t ^dngen fe^r inel »on ber ©efnnb^eit nnb beir 
fträftigfeit ber ^flangien ai, weli^e lej^tcre i|irerfeitd iviebernm fe^r otel 
t>on bet Srdftigfeit af^^ngen, mtt wel4^er bie (Sonnenftra^len 3ttg«ttB 
gn ben ^Uttmi unb ber Srbo6erf{a^e ^en. ®mb bie ^flange« im» 
bid^t gnfammengebrangt, bann berauben fle ein« bie rubere biefer $or« 
tif^ile nnb J^r^inbem fe^r ^dnftg bte freie StrcnlaÜon ber Snft gwif^en 
bem eiattwert* X)ie ünanod httitti in nattrlid^er SBeife i^re fdtitttt 
bergeflaSt and, baf fle ben griftett 2:^il i^rer CterfM^ ben birette» 
@onnen{h:a^len audfe(^t; werben nm bnri^ btc^ed ^P^anjen bieSIdtter 
be^inbert/ i^re ausgebreitete aufreihte Sttd^tnng angnne^men, fo toitt 
l>iel bon jener werft^dttgen Oberfld^e bet @onne entgogen nnb gewiffer^ 
ma^tn nn$ti»d gemad^t. 

SRan nmf fiä^ ^äten, bie Dbetflfi^e bed üctM Wim 99ünien 
nieber gn treten; um biefed gu oermeibe», i^ ed am ieften, anfdngUi^ 
erjl nur bie für bie ^tnterfle Kei^e befh'mmte Srbmtft^ung aufgnbringeo 
nnb nad^bem biefe ge]»flangt ift, bte übrigen eine nad^ ber anbern fofgeit 
|n laffeu/ U^ man mit ber »orberßen fd^lief t. £)ie ^fianitn mfi^ett 
tanitn-^ ober frengfdrmtg ge))ftangt werben, wobnri^ man bewirft, haf 
weniger Schatten auf bie l^intenfle^enben fd<t. Sowie febe 9tet^e ge« 
pfiani/t i% ii^it man etwad 38afer, txmii M ber 99oben etwad fe^t, 
über totl^tn man bann eine banne Sage firifd^er ioife hxtiitt ^Vfe 
So^bede ijl nad^ meiner (Erfahrung bad (Erf)>rief lit^ße ftir ein %nana€s 
teet» befonberd tm^fti^Ü fte ä^ fle tint lange 3eit loserer unb of ener 
3tt^iib I fie )>er^niet eine gn fi^nete Serbni^g ber ^^ud^tigfeit mi^ 



S8B 

oiforHtt b^e ^^e i^cfnr oi€ tr^enb #toai8 aaberei^/ ttitb tia^bm ff 
btttil Seitattfnt to;eb^ angefen^tet t^^ eot^ömen t^r geraume S^ü 
fe&6te Dttsfle, bte tu i^ret aKntä^Itgm d^^f^ftttsg bte 9(tniof))^dre mH 
Safeit etfuOeit^ kpel(^e ben Stuutaö n>9^It^tt9 ftitb. @tttb bi< ^f anteti 
]»o4er tu Zopfe s^i<^0^^/ ^<^n^ ntäffen bte SSitriefo berfetien Dor t^tm 
8ttd|^it}ea tttd Seet forgfam t>oa ber atteu (Erbe geloifert unb betm 
(iiitfe^ fo iDt'el tt)te mogltc^ mt^ebrcttet werben. ^^ ^alte ed fftr 
ao»! geeignet^ bie ^x^nttH^, ben @(|^f Itttgen DoxitxU^altixi, mett trta» 
m btefeot ^aUe feinen ^etien^ barauf folgenben ftaflen «öt^tg ^at/ 
o^er j[eber Safle» tann etmge toentge Steigen mit fruc^ttragenben f^jlait« 
len ent^en. Shte fortton groier ttener Soi^e mnf mit bem Q^omi^ofl 
fnr bie ©^öfltnge ge»tf(^t noerben nnb }to«r berge^alt baf btef^flan^ 
}en eltoa etne |$orIe ooS an t^ren SBurjeln ^aben. 

@obaIb bte ^ru^t abgef^mtten i% totrb bte l^flanje anfgejogen/ 
üma ein falber ^d^effel dos ber au^efogenen i{rbe tt>irb fortgef^^aP 
imb bitrc^ biefelbe OuanÜtat emt netten 9om^jled erfej^t^ bie befie 
ffiani/^ and ber S^otttret^e koirb nnn an^get^fi^U unb m bie @teOe ber 
^raniSgenotmnenen ^efe^t nnb bie @teO[e in ber ^ronirei^e »lieber ntit 
einem ntutx{ ©j^o^bug t^erfe^en 3 bief ge^t fo fort für )met/ bret 9ber 
w^^ 34^^/ ^^'^ w^n ^^ fttt ratK^>)) erdetet ba^ ganje ^eet gu er» 
nenem. 3^ biefem Sali mijfe« bie f^flanjen forgfam aufgenommen 
nnb fo lange in einen »erfc^lo^enen <S^o)>)>en ^ebraci^t n)erben^ bi$ bie 
äUe (Erbe entfernt unb bad neue Seet bereitet \% loorauf bie f^fTanjen 
loieber an i^re ©teDe gebracht tt>erben. 9la^ einer 8— ICVtägigen SPe# 
fi^ttimg angeregt bur^ eine lebhafte, ba^ SSa^^t^um f^rbernbe ^ 
mt^p^an koerben fie fi^ balb lo^eit beffer beftnben. 

34 ^be nie eine S^tt^ierigleit barin gefunben, bie fjlanjen in 
tebem ©tabium ober in jifber ®aifon umiu^fKanjen; im (^egent^it i^at 
eö mir im SOIgemetnen gefd^tenen^ bof bie ^flü^i^n mit fräftiger 
mo^fen, xotnn {te aufgenommen unb nmge)>f{an)t k»orben ftnb. Xber 
ic^ mu| babei ertoä^nen^ baf eine mit einem Sauen 9mQe)>fIan)te 
l^flanje &ie( oor einer 2;o)>f)>{Ian)e ooraud ^at^ benn obn)o|( emige n>e^ 
stge ber längflen Surjeln an beit ®^iatn ei»a^ gebr^egt »erben, fo 
^bes boi^ bie im freien Seete gejogenen fftanjen immer eine 3Renge 
feiner ^afemiDurieltt t)on loerf^iebener Sänge, bie oom@tamm flra^Ken^ 
firmig att^gei(^en. 2)iefe {tnb, fonDt'e fie nun in ben tttmn ftom)>ofl 
lommeit, glei^ bereit, unmittelbar ntm yia^xnn^ anzufangen. 2)ie 
^flan^t im 2:o))fe bagegen brauet, menn i^re SBurjeln ^arf oerftljt 
^, ttxoai ätitr um mit biefen in ben neuen Soben etnjubringen, wiU 
man aber bie SBurjeln an« einanber toirren, bann fann e^.im 9IKge« 
veiaen nie o^ne Sef^äbigung berfelben t>or ft^ ge^n^ load aber um 
fo nac^t^ettiger ift, aU jt^ erji neue SBurjeln t>om @tamm an^btTben 
müffesr, beoor irgenb ein gortf^ritt im Sad^^t^um gu ermarten ifl. 

3» S<>%^ ber erflaunlic^en @4^ne1ltgTett/ mit mA^tt bie Stnanal 
iMilfen, menn fte na^^ btefem @9flem be^anbelt n>erben, ifl e^ bur^u« 
»onnot^en, meit mei^r Suft )U geben, al^ e^ bei ber alten SRet^obe ber 
JopfftiBar erforberli<l> war, mitrbcn mir btefem fünfte nici^t tint gau} 
befonbere Sl^tfamfeit gemtbmet (aben, fo Ratten bie f ftangen faum i^r 
eigene^ (Bemi^t tragen fönneu. Sta^ nnferer Slnfi^i Unnm mir fei^ 
«en beffertt ge^rmeiper ^aben, aW bie SRatur felbfl, namtnüii^ auf ben 



2B4 

bett Slnaoa^ )tt ge^enben Sufijtttritt. Suf ben \9efH»bif<^eQ dnfeTit, w 
bte Slnaiia« )u ^attfe, t'P bte Sem^jetatar fe^r ^oi^, J^tf^en 80— 96«8. 
(21—28'* S?0 tm ©omtncr tod^rcnb bet loße^geit, «tib feiten titebrt 
get fattenb att 96^ g. (16® 91.) tm SBtnter^ aber itiö« mnf ait(( tu 
^etra^t jte^en, baf ba6 St^t in ben 2:ro))enISnbern n)eit tntenftt>er ifl 
at^ tn (Englanb, baf ba^er nnfere S:em)>eratttr tm SSer^altntf jn 
ber ftraft ber ©onnenjlro^Ten fein ntjif • 35tc |)tfte in i^rer ^eimatj 
koürbe no^ tt)ett tnten{it>et fem/ tt)entt fte ntd^t but^ eine äBtnbfn^Inng 
ennaf igt »urbe, »el^e t&iXiä) öon 9 U^r SWorgena ttt ©onnen*ttnte* 
flang t>on ber See ^errfc^t Um bteß na^ina^men, muffen tt>tr ba^er m 
ben Käufern bei ZaQt^^ii eine ^o^e Semjjeratnr, feftp bur<i^ gener* 
tt)irme n)enn nit^i^, "fyalttn, unb }ttslet^ etnen xti^ii<!^tn Suft)ntntt 
bnrdb Suftung ber genfler ^tnten unb »orne gefiatten. SBei fe|>r trübem 
bunuem üBetter mttf man eine gemäftgtere S!emf)eratnr tnne j^atten^ 
ba, »ie manntglid^ befannt, btefe in fol^em gälte ber Oefunb^eit oller 
^fianitn nnjuträgltt!^ tft. t>k Setc^ttgleit, mtt n>el(i^er man ben fanften 
@een)tnb nac^a^men fann^ tft einer ber ißox^tüt, ber barand em>a^ft/ 
baf biefelbe SRei^e j>on SEBafferrö^ren iUQUi^ bie atmofj>firif(!^e unb 
Sobenn)ärme erjengt; benn ba le^tere bur(^ genertodrme herbeigeführt 
»werben tm% »)irb bie Steigerung ber atmof))änf^en ^Buft burd^ bte 
Circulation bed ^ti^tn SBafferö unt^ermet'blid^/ ittgTei(^ aber avL6^ bo^ 
ret(i^Ii(^e Suftgeben umgängttc^. Sin 93t6(^en Suft feilte man felbfl iti 
SRad^t julaffen, aufgenommen, wenn bie Sßitterung fe^r niebrig, pber 
fd^arf unb froflig i^. Sine ^o^e 3fla^t^Iem^>eratur muf ju jeber 3«^ 
»ermieben »erben, benn ni^tö ifl f^äbli^er für bie 5Entn)t(fIung ber 
^flanjen unb ber grud^tj bie Dla^t ? lem^jeratur muf auf 8—14® Ä. 
(50—65® SO f U «<=i<^ ^^^ ©aifon unb ber ^eriobe bed äBa^^t^um« 
gehalten tt>erben. SH'efe SSorfcl^nft beruht auf (£rfa|»rung unb entfpn^t 
ber natfirli(!^en Dertlic^leit ber ^flanje; fte ^at m'el ju bem Orabe ber 
SSoIlfommen'^eit beigetragen, tt>el^en meine grumte an @r&fe unb ®e^ 
f(^ma<f ftetd erreii^ ^aben. 

Z)oc^ muß i(^ nod^ eine nu^licl^e Seigre ^tn}uf9gen, n)el^e n)ir und 
bur(^ ba^ ©tubium be^ U)efltnbif(i^en ftlimad aneignen fönnen» Ungeac^^ 
Ut ber intenfiioen SWad^t ber fenfrcd^ten ©onnenflra^Ien »irb bie Sege* 
tation biefer Silanbe nod^ burc^ bie glan}enben, Itd^ten, leidet looräber^ 
ffiegenben SBoIfen t^egitnfhgt, wel^e in ben f^n)ulften ÜRonaten ttoä^reub 
be^ ^eifejien ZfyMU bed Sage« fortwä^renb bor ber ©onnenfd^eibe 
vorüber gte^en unb burc^ Unterbrechung tl^rer ©trauten bie $i^e etu^ad 
mäßigen. 9u^ biefem 3ufl<tn^^ fönnen tcix mit ©i^erl^eit ableiten, 
toenn e^ nßt^ig ift, eine Sefd^attung eintreten ju laffen. X>awit gehört 
me^r Sl^tfamf eit ba}n, n^enn auf einige Xage trüber äBitterung )>Id$Ii($ 
fe^r glanjenber ©onnenfd^ein folgt. Sefonber^ aber muffen folc^e 
^flanjen, bereu grÄ(^te ft(^ ber Steife na|>ern, bor ben flei^enben ©tra^* 
len in ©^u^ genommen n>erben. |>auftg ereignet e$ ftd^, baf bie fc^dnflen 
|)offnungen ju nii^it n^erben, tt>enn man ftc^ irgenb eine Serna(^Iäf{t^ 
gung in biefer ^inflc^t }u ©(^ulben fommen läft, toogegen in 
forgfamer Sef^attung unb (Erhaltung einer feu^ten $ltmof)>$ire bie 
grud^te manche Un^e an ®etoii^t gekoinnen; trägt man nun nod§ ge(5$ 
rige ©orge ^r bie Sentilation, bann let'bet auc^ bie Dualität nic^t. 



285 

{Knlti^It^ bed ©eiroit^^ »on iDttitgkoaffer^ fo erachte id^ befm 

^s»^ e^er für fc^bli^« £)a bte ^flanjen an i^ren SBurgeltt m^t 

ctngenigt ftnb/ tt>te bet ber Xopfbtltur^ fo Itnb aQe (Stimulanjen ttt ben 

fri^ereit @tabten bed äBat^öt^ttm^ gang tttinpt^tg, t>telme^r loeranlaf t e^ 

eis für bte eigene Sereitung bed @afted )u lu^cnriöfed äßac^^t^nt. @o 

»te bie S^c^t angefe^t^ bann mag baö DnngiDaffeir ii€ gnr SoOenbang 

M 9nf4[n)el(en4 berfelien mitJßcxt^til angen^enbet merben^ benn in 

biefet S^it rietet fi^^ bte ganje Snergte ber f^fKanje auf bte Sert)ol[« 

femmtmng t^rer %rvi^t', bur^ bte S)an:et<i^nttg )»on X)nngtoa{fer nnttt^f 

fä^t man bann bte 9tatnv nt^t fonbern man {ttmnltrt {te getotfer^ 

nafoi/ bamtt f e bad Senf erße t^un. !£)ad !Z)nngn>afer mu^ bei ber 

Semenbnng üoSfornmen ttar fein nnb uberIot>f gegeben toerben^ fo 

lange bid bie %xui^t me^r ald ^alb angefc^moQen ijl. d^benfaOö mnfi 

c^ aber gfang Kar fetn^ ni^t aKein Ui bem ©ebran^ für Slnana^, 

fosbent an^ fnr alle anbern S^^ä^* 3)ad !£)ttngtt)affer muf ^{lemattfc^ 

fobricttt loerben. ÜRan [^abe jn^et S3e$älter entn>eber t>on (^tfen ober 

gemanrrten SBadfletnen neben etnanber jlei^en; (e^tered ^atttiai {{I aU 

M biaigfle oorjugte^en. S)er grSfere S3e^a(ter^ ber 60 — lOO^aOond 

Safer ^alt, mnf fo 5o(^ ptactrt werben, bof et mtt bem ®oben fafl an 

to Äanb be^ fleinem ret(^t, bcffen Deffnnng natnrtfc^ fo grofi fein mnfßf 

tefl man mit ben (Steffannen ^tnetnret(!^en fann. dfl gen>o$nIt(!^e ^ip 

idiu^e ni^t jnr $anb, bann ift e^ am beflen, bad 2)nngn)affer an^ anf 

ber Sßafbe anfgefammelten ©d^aafbnng }n machen/ ber in SBafer oer« 

bttsat in ben grofen 93e^Iter gegofen n>irb. 3^ i^be 30 ©aHond 

2)aBgtoo{fer giebt man ettoa einen ©^effel (bashel) fRu% nnb nac^bem 

biefe 3ttgrebien)ien n^o^I bttr(^gern|irt {inb, fd^ättet man einige tt)enige 

S^Mten 9olI $oI}fo|iIen ba)«/ »a^ fe^r }un^ ^bfldren bettragt. Sla^« 

bem ft(^ ber 93obenfa$ geb^rtg ntebcrgelafen, »irb bie reine SInfftgleit 

nittdfl eine^ einige S^^ aber bem 93oben be^ gr5f ern 93e^älterö ange« 

brai^ten B^V^^^^ ^ber ^fiCode^ in ben fletnern abgelaffen. 2)er 9tttf/ 

ber fe^r jnr Kräftigung nnb ©efunb^^ett ber ^fTanjen betträgt beft^t 

yigfet^ bie mert^ooüe Sigenf^aft, aOed anitnalif^e Seben, bad in Stern, 

langest, ober felbfl fd^on im 'enttt>idelteren ©tabtnm in bem 2)ttng ent« 

jaüta fein mi^it, p tobten. 

3tibem man bte ftaften jn oerf^iebenen @aifond bepflanzt nnb 
oOe leeren (BUUen gn red^ter S^it koteber ani^Ut, n>trb man eine re^ 
gc&aä^ge Snt(!^tfo(ge koä^renb aSen @atfond be^ 3a^re^ ^aben» ^ie 
3ttt, ipelc^e bajtt erforberltd^ ifl, nm bie ^xn^t gnr ^oSfommen^eü jn 
brmgeit, t>artirt oon 18'-24 3Ronaten. 

2)te grof en SSort^etle btefed ©^ftem^ oor bem alten, mit^feltgeren 
asb pft qnälenben ber SlopfCnltnr, befielen oomämlt^ in ber ooQIonu 
wmtn Kontrolle, me^e ber ©ärtner aber feine ^flanjen galten (ann 
lab ber ^a^t, bie t^ babnrd^ gett>ä^rt tt>irb, i^nen nad^ ^unfd^ nnb 
(EnBefTen )ngTei(^ bie gehörige Soben nnb Snftn>ärme )tt geben. 9n(^ 
^ bie ®efa$r ntd^t oor^anben, baf bie ^flanjen mit einem ^aU vxU 
iMber t>erbrannt ober fonft getöbtet n)erben nnb neben biefen ©efa^ren 
|»tii onA bie Sn^gaben o^ne (£nbe nnb a&e bte SRit^feltgfeit ber Xo^f^ 
(iltnr au^ )»tl(fyt mit bem ekotgen %Xi^t^vxtn ber ^^angen, ber Sr« 
inents^ ber So$>e k. soerfnu^pft ){nb. Uberbie^ $at e^ {1$ nnter bem 



iSkn ®|flem ^{tg iti^ettctfftnr baf ettt 04ft)tt Itaflen >»tt mit emem 
aXoIe tu griMl^ 0Cfe(it n>«rk/ lK>0%«t^ ttaMrIt(| ein tteierttiaa^ t>mi 
Stid^tett fär kte eine ®atf()it/ fir bie atib^re a(»tt nat&tli^ ein ÜRangel 

Wtan ^at ^ie ttnb ba gegen Mefe^ ®9flem bte Se^att))ttfttg anfßt* 
ftUt, ta^ trem ftutti^iiteur bei SeMgutig befftlben ba^ SSermogen nvS^i 
^m&ifti werbe; ie ft«4f Srf^vbeirtiif bte Steife bet ^nttl^t }ii Der^Sgem 
i^ber )tt befc^Ieonißett; bted ifi aber eine irtt^nmlid^e tK^tt, Um bte 
9f(anje fann ya jiet^r 3eit tnit einem gnten Satten aufgenommen/ ge« 
to^t ntilo ba|in gebraut werben, wo^in e# bem ftultii[>afenr beliebt* 

Son ber Snana^ m^i^t bie MonfAerrat nnb Mack Jamaica tm 
Iwrb^e {^re ^xtal^i, »a^renb biefelbe ber QueeD tont williger wi^renb 
be« ^rft^Iingd nnb be^ ^ru^fommerö |ert>9rffmmt. 2)ie6 i^ an^ gan) 
na^ 9Bttttf(!^, benn nic^i^ öberbtetet btt Xreffticfffeit ber Queen fnr ben 
@>ommergebratt(!^/ wcl^renb Moftteferraft unb black Jamaica tn manifytm 
Setrai^t f&r ben SBinfer i^orjnjie^en flnb. 

Ma^. of Bot. 1849. 



^naitUd-JInUtfr ju €ffüt9matt\). 



3tt ®arbenet»< ^^ntnai p. 339 1848 beflnben ffi^ einige treffTti^e 
»emerfungen ^infi^ai^ ber fronjajtfil^en SWel^be »nana« jn fultimrcn, 
«teiH^ biefelben anf ^in Beet an«gttj)f!anjen. SBBirb man mit btefer 
SWet^obe erjl mefir nnb me^r »ertraut, fo wirb man o^ne 3tt>eifel no^ 
gnSf ere ^rn^te erjiefien aU e^ j[e||t ber ^att ifl, ob man )ebo^ hit 
^riM^fcence gu 20 ^fnnb nnb bte Oneen ju 10 fjfnnb giei^en wirb, 
mnf 3^^ «tib ^raW« lefren. $)err fJort^n ^at gn S^atöwortfi bte 
frang9f!f(^e Wlet^oU gang abo))tirt unb fulti^irt ferne ^flangen in hnnSfy 
#/SBafferbe^fitter« (tanksystent) erwärmten Sifttn unb Käufern beinahe 
an^f^HefH^ in |>aibeerbe. Die fJflfangen gebei^en t>orgitgTie^. ©bf^on 
nnr fJro^nbence^ Srinteob^ tmb ga^enne^fjflangen au^gepffongt warnt, 
fo werben C^üten^ unter gleicher Se^anblnng na^ einigen erbauten 
Berdnberungen in Segug auf bie ©aulic^teiten o:^ne 3»eifel au$ ge^ 
betten. 9la^^ef^enb erfolgt dm Ü^t )>on ben gn S^at^wort^ 1847 
tt«b 1848 ergOÄcnen Stockten, weld^e« JRefuItot bie Sorjngli^feit biefcr 
SSetfobe ^eweif't 6« muf ^tx noA bemerft werben, baf votnn bte 
Spangen einmal au^ge^^flangt ftnb, fetne weitere 8»fi^e nod^ Sfrbeit t>tr^ 
tn^en^ wie bte nad^fte^enb Unmnttn weber {Täfflge 3)Sngung tro€^ 
|)>oIgf<>f{e ett<>Iten faben. ^err Stewart, ber ttm{t(|tige JDberge^&Ife 
gn fffat^wort^, fagt, baß bi« Slit^tonwenbung biefer »eigmittel in ber 
fttttittT i^on feiner ffiic^tigfeit tfl, nnb befonber« ber in {Rebe fle^enben 
Stet^^e, wofetifl ein am^gebÄnted SBnrgefoerm^gen ber ^ftangen ge^ 
fUffert (fl/ gaglei^ mtt bm SN^rt^I emee glei^m&ftgen nnb allmft^^ 



lim ^Sl^itvi tAix^tx, a%tx tc^ toitte erjlete mtr «l^ Unterlage ie« 
«i(eiL ^iiffiget X)ttnger tfl, glaube \6), (et ber Xppfhtttttr t>Ott grofem 
9hr0eii. X^te (£a)»enne$S[rd^te {tn^ gan) iefonberd fc^ött 3U S^at^morti^ 
8Bb bort fe^t gef^dt^t. S^ iefinben ft(^ 5>-6 grucfite auf bem99eete, 
ber Seife §temli(^ na^e unb toenn gefc^nitten, ttoerbe» fie 8—9 ^fonb 
»tegett. jDte rait^Udttrtge Sa^enne mx\> ntd^t jit S^at$tt>«rt^ gejogeti/ 
t^ fa^ fie jebo^ unter anberen ju 93tcton^ iebPt^ ait(!^ nur feiten« Suc^ 
icnterfte tc^ fte )0 Peak-Hoase in Stbntout^, einer ber vetjuglt^llen 
ib(ma^))lä$e in Srtttamtten. (S6 tß eine gute ©orte tn 93e)ttg auf 
®mt($t^ unb {)err Sarne^ )tt IBict«)! fe$te bte9efu(^er bed (Sartend 
md^t toentg m Srflannen^ ate er t^nen eine %cn^i ber rau^ilittrigen 
Sayetine t)i>tt 10 ^funb tt>te^. Da t^err SSarne^ nttt fo gutem (Erfolge 
bie {ruckte in 2^5^fen tvSüoixi, fo fie^t 3U vcxooxitn, baf ber Srfolg 
M(( um m'eled gri^f er fein wirb nad^ ber franj^ftf^en 9)tet^obe. 



eittiflet bet hf^tn %n Cl^aMItfott]^ im Salute 1847 
nwA 1S4S fief^iiteiteii 9litaiiad«9ftfi^te. 



1847: @tfi«f: «orte: 


l^^ttib: 


fiot^: 


3tttt 20 ] 


l fJrootbence 


9 


24. 


„ 26 1 


// 


9 


8. 


Ätt«. 17 1 


2rtm>Äb 


6 


24. 


„ 20 1 


fJroöfcence 


6 


12. 


„ 20 1 


0ueen 


4 


• 


„ 21 ] 


l fJroöfbence 


8 


16. 


„ 26 ] 




9 


'• 


„ 26 1 




9 


4. 


„ 26 1 


ft 


7 


16. 


„ 30 2 


t „ (i 10^)30 


• 


„ 30 ] 


// 


11 


16. 


„ 30 ] 


l 


9 


• 


,r 30 ] 


l 


8 


' '• 


» 30 ] 


l 


7 


~~~« 


„ 30 ] 


l 


8 


■"*• 


„ 30 ] 


1 Zrintbab 


7 


16. 


@e»t. 4 ] 


[ yroj){be»ce 


6 


^^^ • 


„ 4 ] 


L Oneen 


3 


16. 


„ 11 ; 


l iEnittbab 


7 


8. 


:: n 


l 


5 


28. 


„ 16 


l f>ro»feence 


7 


16. 


„ 16 


1 


6 


8. 


, 17 


1 Sem. Oueen 


6 


8. 


„ 17 


1 gefir. Öttcen 


5 


16. 


„ 21 


1 


5 


• 


„ 26 


1 9Ro«. Ottcen 


6 


16. 



28B 



1817: 


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Oiteesi 


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1848: 










San. 






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24. 


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8. 


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16. 


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8. 


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16. 


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3 


„ (älOS)90 


^^"^^» 


ff 




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9 


• 


ff 




2 


„ (a8tt> 16 


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NB. (Etne ttn Sekttar 1847 gef(^nittene Sayenne n>og 7 % 16 8t^. 
uttb )tt>e{ SBarjellättfer berfeKen $flan)e trugen ttn Susull 1848 Srftc^tc^ 
bte iebe 7 <S 16 Sot^ toog. 

Geo. Taylor In Gard. A Farm« Jounu 



289 



Pir batanifd^e ifiävtnev. 

flutte fBAtn^tun^ ^MT^n, i»a^ ben hotanii^tn 
Oüttcn im 9[ll0emeiiten mau^tlt^ tootait fle Itihtn 

itttb mad ftit fie nöt^ifl ifl« 

Sott ^errn 3« iO« 9f* S)9tattet^ 

fönigt. ®artenüift>cftor unb bot. Partner bei ber Unit»er{ttät )n ©rdfdtvalb. 

Stele (Erf^etttttttgen ^rA^ren bttrt^ tmnteY fl«!^ mteber^olenbed Sluf^ 
treten beti ®attg bed ntenfc^It^en ititni in fo (mffaSettber Seife, bafi 
ston i^nen tiefem ®inn ttic^t i^erfagen (ann, oiglei^ man m^ ben gen>ö^n^ 
(u^en Xnftd^ten fl^ lei^t geneigt fn^U, bent SufaO nnr ba^ äSor^an« 
benfeitt {ttjufc^reiben nnb befonbere Sebentnng )tt längnen. <Sd beße^t 
flto }n>tf($eit bent SlRenfc^en nnb ber gonjen fflatwc eine fo innige SSer^ 
(ettmig, beten (Ergränbung baö Stenfc^engeft^Ie^t immertoä^renb be? 
^'gen loirb, baf an^ bie anfc^einenb loiOenlofe {)anblnng oft einen 
iefem @inii birgt nnb in p^^fiologif^er, al€ tok in )>f9^o(ogif(!^er 
^'nfl(^t fnr bie Silbnng nnb SBerebelnng be4 menfii^Ii^en ©efc^Ie^te^ 
iier^anpt Hv^alti^nnttc gemährt bie i^re @tüiitn in ben ®emo^n^etten 
M Seben^ in ber (Entpfängli^feit nnb in bent angebomen ®inn beö 
9lenf(|en für bn^ Sble nnb (Erhabene finben. 

3fl ed mMi^t nnr ein itof er 3ttf«tt/ »enn bie Keireic^e 3Wntter 
bar^i Sor^atten ber ge^flndten 93Iume bie @eifledenttt)i({Inng i^red gar« 
te» &'eb(ing^ frfift, ober ijl e^ bad 35ilb ber ttnf^nlb, ber Siebe, totU 
i^ i^rent ®eftt^I unben>nf t ^orfc^mebt, inbent fie nnter ben i^r gebo^ 
lesen ®egen{tänben toä^It? Dber ifl e^ nnr 3uf<)Q/ baf ba$ 9)2ab($en 
fetse 2tt^ baran flnbet, Slnmen jnnt ftranj gn n)inben nnb gern ftt^ 
^mii f^mn<ft^ tra^renb ber Knabe fnrje S^it i^rer (Smftgfett lau:? 
f^enb, bie 99(nmen mo^I mnftert, aber balb loont lebhafteren @inn ge« 
trirten jnnt Snnimelpla^ tofenben Spielet ettt? 3cngt bie fJeriobe, 
i^p ber ftttabe mit frenbigent (Eifer bie bent ©t^oofe ber alma mater 
flitf^jrof enfeen ftinber ^oxa'^ bent 8e|^rer »orjeigt, nnt fie bann mit 
einer i§m ne^ ttn)>erjldnbli^en äSejeic^nnng bereichert nnter bie un^ 
iarm^erjtge treffe gn bringen, nnr öon naÄtent 3ttftttt ober blo^ t)on 
ber ?tt^ jur Ü^ätigfeit? Die SRatnr ijl e^, bie nnbewnft anjie^t, in 
ber ber ftnabe nnr filr^ Srfle nad^ ben bie Sm)>fangli(^feit feinet ®ei^ 
jted }ttna^^ berii^renben ©egenflänben ^afd^t. ^eriobifc^ oertoebt ^^ 
feine gei^ge X^ätigleit nte^r nnb nte^r mit i^r, in i^x ftnbet )eber SRoment 
feiner ©emnt^^ben^egnngen ben paffenben ®tanb))nnft, tooruber erfl bie 
»orgerndten Seben^ja^re Itlar^eit nnb Slnffc^tuf jn ge(en ))ermogen. 



tfttif*« Clartrn« im^ ^lumcnjirüiing. Y. »ant. 



19 



2go 

ittttcr ben entfprec^enbctt SSer^äftntffen bte ©artentultur, unb tefc^ränfc 
jtc fl<!^ auc^ nur auf bie f^flege tt)entger ^ffanjen, ein aOgemeined Se* 
bfirfntf tfi üitb feine ber ebleren Steigungen fi(3^ Ui^Ux öerertt, ate 
»te btefe* 95et betn in einen beflimmten ffiirfungöfreiö eingetretenen 
unb babeiju einer gemiffen 9lu^e unb ©tetigfeit gcTongtem STOönue 
treten bie Erinnerungen aud ber Sugenbjeit nä^er, mit i^nen bte Sil* 
ber ber i^m bebeutungöt)offer geworbenen Rinber ber @^6pfung. 6r 
iic^t fte tt)ieber ^eran an fx^ unb ^eOt fte^ nt^^t iefriebigt t>on bent tobten 
Serfe^r mit i^nen, in bie Steige feiner Siekinge mit bem 93eflreben, 
bur^ fte nac^fl ber Sefriebigung feiner Steigung, auf bie geijiigc Sil.- 
bung ber i^m na^eftc^enben 3ugenb frü^jeitig bie furo gange Seien 
tt)o|iItBätige äSirfung ber Sefanntfc^aft mit ber Statur ju erjielen. 

Sa^t fxd) bie ibeate unb materielle SBa^r^eit be^ Srn^ä^nten ni^t 
öerfennen, fo finben tt>ir aud^ talb ©imi unb ®e^att beffen tiefer be- 
grünbet, »o oberfl[ä(!^Ii(!je S(nf(^auung Dberfi[a(!^Iid^e6 anä) nur fanb. 
9Ba6 in bem engern Sxti^ ber (Srjiefung unb Silbung bed 9)?enf^en 
feine 93ebtutuitg gefunben^ fti^et biefe in noc^ ^o^etrm @rabe in ber 
0ff«ntl{<^n ^In^bibmig^ Xütiäft erftere m<^ nur i^oOenben, eft om^ no# 
erfe^en foIL 

2)ur^ biefe Stnleitung glanie iä) bet Sef^rei^tmg ttter l^oiavifi^ 
®ärten mic^ «ic^t ferner geftelft ^ ^a^n, al^ tt>ie ber SXacbWofl ^m 
^il^faft ber f ffonjen ftt% mh ^oflfe ml me^ barw jnr erfentmng etne» 
ber m'^tigfte», a6er ^tütt greifenben ate bie gen>o$nlt(i^ )tt Za^ ße» 

tenben Sebmtungen ber iotantf^en ©arten/ ber fitr bie o^oneine 
hlbung, angebahnt jn ^ben* 

Die für) gefaxte Se^mirag ber botanif(^ett ©arten befielt boxiii, 
ffir bte Stffenfd^aft unb mit berfelben fnt gletiJ^e S^tät jtt loitfett, 
fnr bie @tttbien SRatertal ju befc^affen^ inib butd^ bie ^Infc^itititg auf 
ben ®ei{l unb bad ©emät^ bäbenben unb i^erebelaben Stitbnid an^ya^ 
jtben. 3ie me^r bte 9S$iffenf#aft burd^ ^ert^ortreten unb ©emetnntt^ig-' 
ttit bie Lorbeeren be^ Serbienfied fammelt^ ttm fo tebeiiiuiigd99{(er 
»irb ber botam'fc^e ©orten^ aber aix^ nnr banti^ toenn er bie i^m yn 
Z^cü gen?orbene SRiffion bttxd^ richtige S(uffafitiig nvSb 2)arfk]Ittng in 
foI#er Su^be^mtng, nne fte bie gebotenen SV&fte gefiatten^ erfüllt. 3n 
i^m xm^ fi4 ^i^ 9luöbrud bed S^^<^^^^^ ber SBifenfd^aft jetgen, 
bttr(!^ Stepräfentaüon ber intereffanteren ^otmeV/ nber$au)>t ^er xoi^üs 
gern ^ßangen^ mit benen er bie SRittel )tt tDiffenftl^aftiK^ett IBetro^« 
tnngen unb SSeotka^tungen bietet, bur^ normale (Erjie^ung eined j[e^en 
f^flan^eninbiioibnumd unb buxc^ geeignete SluffleSung beö ©anjett^ um 
fotoo^l burt^ biefe ben 93efu(!^enben in bie entff)reil^be ©ttmmnttg )tt 
s^erfe^en, aU toit ani) mit bem Sinjclnen tin trene^ SBitb )ttr S^ele^ 
rmtg ju gett>ä^retu 

3in Sittgemeinen finben tt)ir biefen ©tanb^nnft ber (ctanif^en 
©arten nur me^r ober weniger oberfiä^li^ errei^t nnb )lt)ar aM bem 
iii^t f(^wanfenben ©runbe^ weil bie SBir{famfett be6 ©arttter« ni^t 
in geniigenber Straft ober au^reid^enb i^rtreten ift itnb burd^ eine falf^ 
Stiftung bie )ur (Erreid^g be^ 3tt>^^ gebotene? Wtittd serfplittert 
unb erfolglos abforbirt werben. ®üni natärli<l^ ift ber ©cirtiter fir 



291 

^C8 ®octeii bad SBU^H^'^t, er tfi für ifm bte Butt, nuSge fie ai»| 
bsr«^ ein ^Heted St^^ ernannt nnb erglüht )verben. 

SBoden n>tt nnfere Slnfmerffamlett ber Sebentting (otamfc^er ©arten 
jitioettben nnb ieobfi^ttgen mx mxtli^, biefet&en jn ^e(en nnb fie 
}tt 3nfh'i»^^i> ju gefialten^ bte e^ n)ürbtg ftnb, bafi ber <Staat SDttttel 
fcr fte ^gteit/ bann muffen kotr ))rnfen unb fnc^^en^ n)a$ t^nen man- 
gdt, tDorau {te (etben unb tt)a^ f&r fte nöt^tg tfl. 

Soffen mr bemgemäfl jundd^fi bte Srunbiebtngungen für ben bo^ 
tontfi^en ©orten ind Suge^ fo finben tt)tr^ baf nötige Benennung ber 
f flatt}en nnb nc^ttge fiultur berfelben bte S3a^^ für t^re ganje 93eben$ 
tnng itibctt. Vlit bet'ben t^ ed ^dnftg ntangel^oft be^eOt^ ^ier nte^r, 
b^ tt>entger. SBirb bte $rage gefleKt/ n^oron btef liegen mag, fo ant« 
»orte i^ meiner innigfien Ueberjengnng gemdf, koetif bte Gräfte bed 
Oörtner^ ni(^t genügenb «vertreten ftnb« ®erne geße|e i^ ^n, bof biefer 
Xndf))rn^ ehoo^ obfiroct erfd^etnt^ nm fo me^r, tctnn mon ern^ogt, bof 
bod, »üi aU ©runbiebingung ^ter onfge^eKt i^, ben 93otantfer »»efentlit^^ 
ier&^rt^ ^ofe o^er im Verfolge entfprec^enbe 9}totiotmng jn entwitfeln. 

3>ie 93eri(^tigttng ber ^flonjen im botontfc^en ©orten ^ot jtoet 
Stittn, erfien^ bo^ im ®tonbe (Ermatten ^iafi^tii^ ber IBejetd^nungen, boö 
@onbem ber Iti^ ^d^ «»ermengenben nnb bnr<!ffeinanber wa(^fenbett 
^flonjen nnb bte ®ead^tung nnb @(!^eibnng ber ^oerfc^iebenen Slttctori« 
iöien, j^eiten^ bie Unterfnd^nng nnb Seflimmnng {ritifc^er, loentger 
Monnter nnb nener f${Ion)en. 3» ^^^ SRofe, lote ed ^uflg ber 
gaS i% bofl für Se^tere^ nnb f&x )>^9fioIogif(^e Seoboi^tungen nnb 
%üxSi^nnitn ber Sotonifer om meiften fl4 interef^rt^ ifl e$ nm fo not^ 
ioenbi0er^ bof erflere^ bnrc|| ben ©drtner fräfttg erfnQt n^erbe. >&ter}n 
mb ^r bie Setret'^nng einer n^iffenf^oftlid^en |)ftege nnb (Srjie^nng 
ber l^anjen i^ ober bnrd^on^ not^ioenbig nnb erforberlt^^ bof ber 
Sörtner mit feiner gonjen S3ilbnng ff(l^ onf einem entf))red^enben @tanb« 
TfmU (e^nbet^ tnr) bie genägenbe Sefä^ignng beftft^ bof ober an^ 
feine Strffomleit bnr^ i^m on^reic^enb betgegei^ne ^itlfe nnter^ 
^tt(^ tt>irb. 

Stuf ®mnb biefe« fönnen »ir loo^I fogen, bofi bod 3RongeI$ofte 
ber iotonif^en ®&rten borin bem^t, bof in ber einen ober in ber 
anbem Se^ie^nng bie oon bem ©ärtner ondge^enbe SBirffornfeit }n fei^r 
eingeengt ift^ nnb xomn xoix biefen ©egenfionb oon oQen ®Httn geprüft 
nnb o^ne fJorteino^me er»)ogen ^ben^ fo »erben toix nn^ ni(^t tonn? 
bem^ bof bie Stegung, toelci^e n^äfrenb ber ipertebten ^rteben^^eriobe 
bod ©ortentoefen uber^onpt bnri^brungen ^ai, ni^t in bem äSerJ^oItnif 
oOent^alben in ben botomfc^en ©orten wie in ben übrigen 2:^etlcn beö 
©ortenvefend gefnf t ^at. 92o^fi ben otelen Vereinen nnb 3ettf(^riften^ 
bie jnr S^rbemng beffelben ind Seben getreten ftnb, i^ot bte bnr^ ben 
Setm )nr S3ef5rbemng beö ©ortenboue^ in ben fi^nigl. ))renf . Stooten 
em'^tete ©ortnerle^ronftott bei Serltn nnb )u f^ot^bom für bod ©or« 
tentoefen, aU &or)>oration betro^tet/ eine n>efentli<^e Sebeutnng, inbem 
bnr4 fle eine geioiffe Snerlennung beö ©ärtnerd oudgeff)ro(^en ift, n^ 
mentU^ ol^er bie 9tot^»>enbtgfeit einer ftufenrei^en Su^bibnng beffelben. 
Sirfe Stnfiatt ifl^ n>ie ei9 jieber guten ®o(!^e erge^^ einer fe^r oerfc^ie? 
bemirttgeit S^enrt^etTung nntenoorfen; oerf^tebene %nf ^ten fuhren jn 
iiiioeidlenben ^il^Hrff^n; hvt^ ^iotbuofitAlen ^ oerf^vte Xnffnf^ng 

19* 



292 

ttttb Slnmaf uns fantt Wtcat^ex jtt nttgunfliger 9H^^äptni ^^ i^etanlafi 
gefe^e» ^aUn, aUx bennc^ tjl ber aSßert^ «nb ba« Oute m'ci^t ju t>cr* 
lennen, fo baf i'ci^ ger« bcti SEBunfc^ au^fprc^e, ba^ i^re gü^nitig 
^e« em ©cgenfianb forglid^er !5{lege ttnb t^ätiget aSewoOfoirnnttttiifl 
fein möge. 

ÜWtt bcr ®rfinbttttg ber ©ortncrie^ranpatt jle^t bte ^ruftttig jitttt^- 
ger ©artuer aU Dterge^ulfen in »ejie^ung. ®o üiel mir boöon ie-- 
fannt x% »erben au« ben Slei^en biefer eyamtnirten Dterge^filfen ju^ 
nä^^ bie Dberge^illfenjlellen unb bann bie ber ^ofgdrtner in ben 
{öntgl. ©arten befe^t^ mit ben botanif^en ®drten fAeint jiebo^ biefe^ 
Ser^ältnif in feinem beflimmten SSerbanb }tt flehen. t>i ja bem Öfter« 
ge^ÄIfenejcamen nur 3*öK»gc ber ©artnerle^ranjlalt juldfjlg ftnb, ober 
ob au($ anbern (Partnern bie 3ttt<^pnB 9^^<^ttet toixh, baräber bin i(^ 
im 3tt)eifel, trage aber bie Ueberjeugnng, baf e6 für ba6 (Sanje bttr<$» 
an^ jn^eAndfig/ mo^It^dtig, fo n)ie an^ koitnfc^en^toert^ i% toenn ed 
j[ebem ©drtner^ ber ft^ bajn befähigt ^dlt nnb ber bem f>renfif<!^ett 
@taaten^erbanbe ange^drt^ gejiattet ^^^n mi^tt, ba^ Sramen }tt machen, 
koobei ,natMi6) ftrenged S^f^^alten an ben gefle&ten ®mnbfd^en ben 
3n>edl allein anfre<!^t erhalten fann. Sd i^ aber nii^t }tt t>erfennen, 
baf bie SH^i^i^ ^^ Se^ranfialt bei ber Prüfung S^ance f&r fid^ ^aUn, 
o^ne jiebe^maliger ^olge größerer Xnii^tigfeit 

SBie f^on angebentet^ befielt i^tn{t(^tli^ ber SnfleHnng an^ ben 
Steigen ber txammixttn Dbergepifen unb au^ ber Sefirbernng ber 
^ofgdrttter unb ber botanifi^en ©drtner feine Sejie^nng^ ein Umflanb, 
ber e^er erf^Iaffenb aH xoh n^o^tt^dtig toirtt, benn toenn an^ bei ben 
©artenoer^dltniffen |3erfonaIoerdnbemng weniger erff>rie^Ii^ tfl aU 
fon^ too^ fo tt)erben SSerdnbemngen im ©anun bo(^ nic^t fo fduf g ^^u 
fommen, aU baf nid^t treuer unb eifriger !C)ienjlIei{lttng, tote bei j[eber 
93rand^e ber ©taat^biener^ 93efirberung juerfannt werben f^nnte. 

D^ne $(nmafung unb SSerle^ung ber Sefc^eiben^eit barf td^ wo^I 

bie {(nlt^t audfpre^en^ baf bie @drtnerfleOen bei ben Unit>er{ttdtett 

mit tä(^tig bur^gebilbeten ®drtnern befe^t werben muffen, baf aber 

bef ^alb aud^ bad Seflanbenfein im Dberge^dlfenerameU/ wel^ed f!^ me^r 

» auf baö ® artenwefen im Sdlgemeinen begießen muf , no(^ nic^t bie Slangli^l^ 

hit JU einer Stellung aW botanifc^er ©drtner beweift, obfc^^on eine 

S3afiö fcur^ jiene« aW gegeben ju betrauten i% auf welche nur no^ 

eine befonbere ^rufung f{(^ fluten mfifte. {)ierbur(^ wdre bann biö 

}u einem gewiffen ®rab ber Silbungdflanb ber botanifc^en @ärtner 

bejeidj^net, ber auf er bem allgemeinen bur^ fJrari^ befe^tgten gdrtne^ 

rifc^en SBijfen feine wefentK^jlen aufgaben in terminologifc^en Rennt* 

mffen unb in bem ®rab ber Sefd^igung, um über ®artenfu(tur SSortrag 

^alUxt }n fonnen, worüber i^ mid^ im Serlaufe biefer äb^nblung no^ 

weiter ergeben werbe, ftnbet. S)a gcwiffermafen eint fefle Diagnofe 

ber botanif^en ®drtner nic^t bejle^t, fo tfl e^ ni^t anber^ mi^li^, 

aU boS jeber a priori mit einem gewiffen 3tt>^if«I betraii^tet wirb, ge* 

rabe jo wie ed ®drtnern oon |3rioaten erge^ ton bem man in dtnäs 

jlc^t ber grofen anfpruci^ejoerfd^ieben^eit erjl toi^tn Witt, wef ®ei|ie«^ 

linb teber i% beoor man flc^ mit i^m einidft, totil ein beflimmter Sit« 

bung^^anb niü^t feflgefe^t tfl unb man nid^t weif, wad f&r ®rttnbfd((e 

bei ber ^nflettung )ur ®ettnng gefommen flnb, unb w&^renb biefer ben 



293 

®ettlbei^ett ber ttietifi^K^ett ©efcHfiaft jögerec^net werben fauti, jetier 
fi^ meflet^t lanm über bte ro^e Slriettöfraft ergebt. 9Bte e^ bemt 
an^ an SetfpteTen m^t fe^Tt baf matt bte @teOen botatttf($er ®ärtne«» 
m bte $änbe aller ^nteStgeti} entbe^retiber itnU, fo m fagett abhält» 
gtger ÜRaf(!^ttiett gelegt ^at. gur etnett in ber (EnhDtmnng t>orgef4rtt« 
tenen @tanb mu^ ed f^merj^aft fein/ n^enn berartige Sßarimen no^ 
befottbere Stnerfennung ftnten^ nnb um fo me^r ifl ed ^n »unfd^en^ baf 
bnri^ ]»orgef((^nebene ^rnfung bie ^njfx^ttn eine befhmmte Sitc^tung 
erfKtIten. 

©e^en toix nunmehr in ber 93etra(^tuttg auf ba^, n>oran bie bota« 
tttff^en ®ärten leiben, aber, fo läfit fic^ an^ ^ter mit toenigen äSorten 
ein ®mnb{iri(^ ^injeid^nen. @ie letlben an ben ^oi^tn toentg bered^« 
neter nnb )n bef^ranfter Anlagen nnb be^ eingefogenen franf^aften B«"" 
^nbed in i^rer (EnttoidHung. ^ie Snttpidelnng ber meinen botanifc^en 
0drien ifl aud einem }tt f^n^ac^en ©tofgebtibe |^ert)orgegangen. (Ein 
beengtet, fummerli^ed nnb aOe^ SRatnrfc^mncf ed entbe^renbeö ®nthb{M(f 
ift in ben m^i^tn fallen bte ®rnnbanlage, auf ber bte ^ffanjenfinber 
ber äBeltt^etle ^nfammenge))re{it »erben, ^in geijlretd^er, tbealif(!^er 
S^mung blieb t^r fremb. X>it ©rnnber jener .al^ botanif^e ©arten 
begeti^neten Anlagen genoffen ba6 ®Viä, mit an^gebe^nten 93olIma(!^ten 
oerfe^en gn tverben, n^elc^e mit ©etviffen^aftigfeit erhalten nnb )>ererbt 
wnittn, nnb man fci^etnt ncäf nic^t baran gebadet gn ^aim, baf eine 
fo mäi^tii^ nnb affgemeine (Erhebung ber 9Iaturn)iffenf(^a^en, xotli^ in 
i^rer 3iif<xwinentt)irbtng anf bte game SRenf^^eit ni^t meniger etnfln^^ 
reid^ finb, aU toie bie Sotantf im ©pecieffen anf baö ®artenn)efen, in 
ber Se^re nnb fnr bie bamit t>erfnu))ften nnb barauf beregneten 3nfU« 
tntionen fc^^rttt^altenber (£tnrii!^tttngen nnb Steorganifation bebarf, nm 
mirllic^ unb in umfafenber SBeife an(^ nn^retc^ gu n>erben. So ein 
©ebdttbe aufgefn^rt n?erben foff, ifl bte Stegel affer Stegein, ben ®mnb 
gn jnrnfett nnb gu fidlem. SSJir fönnen btefe n>o^I auf ben ©egenflanb 
ber Slb^anblnng antoenben, benn wenn anc^ für bte botanif^en ®ärten 
gar man^erlei äieranbemngen gur beabftd^tigten ^ebung unb SSerbef erung 
eingetreten finb, fo waren aber biefe letber fo wenig grönblid^ nnb trn$ 
gen immer eine foI(!^e Sinfeitigfeit, baf fte eben gu einer toixtli^tn 
Servofffommnung ni^t fuhren tonnten nnb ant!^ biefe ni^t e^er erreicht 
wirb f beoor bad S^nbament in äffen Ütic^tungen geebnet nttb ge^ 
liiert i^. 

3n frühen S^iUn, wo bie ©artnerei no<!^ nid^t, fo wie je^t gn 
einer gewiffen wiffenfc^aftltc^en @elf)jl{iänbigfeit gelangt war, fonnte 
feine anbere 9n{t^t beße^en, aU bie, baf man ci nur ^rofejforen ber 
Botanif affetn vertrauen fönne, bie ^ffege etner gröf ern SDlanntgfaltig« 
feit t>on l^flangenarten gu überwachen. ®te waren ba^er bie affeinigen 
®rnttber ber botantfd^en ©arten nnb würben aber an^ bie nnbef Arinften 
Sor^^er berfelben, xoa^ fi($ im SBefentlt^en fo forter^alten ^at, ob* 
f^on ©drtnerei unb ©drtner in ber Suöbilbung merflitf^ i[)orgef(^ritten 
jinb. (Ed ift gwar bem gur Slnerfennung unb grof erer ©eltung gelang« 
ten ©drtner feitbem affmd^ttg auc^ in ben botantfc^en ©arten ein Se? 
raf^felb geJffnet worben, aber meiflen« nur in ber ©eife, baf er tin 
h» ^engjien Sinne fuborbinirter ^Beamteter be« SSorfle^er^ ober Diree^ 
tor« be^ ©artend, na^ je^t befte^enbem äSorttant, ifl, obgleic^ ed feiner 
fo))^ftif(^en jDebnction bebarf nm gn erfenneU/ baf/ wenn 9ti(!^tnng nnb 



294 

Bttf^ttitt um 3tt{Uteted f{^ etttfi^tebeti na^ i'oyti Seiten ^n tttf 
imtgett tttib btefe bttr($ »erf^tebette ^Jerfotten t>ertreteii toerben mftffim; 
lote H iti ber 8otam( uttb (Särtneret flattftnbet itttb bem Sotantfer f<^tt)er 
»erben mSi^te^ be6 @artnetd S^nction att^)ttfnSen^ ber eine Z^ni, 
toenn er nic^t al^ coorbinirt angefe^en werben foK^ bO(^ n>enigflend mit 
bem Sttgeftdnbnif bt< ju einem getrtffen ^unft ge^enber ©ellbflßdnbig^ 
leii fttborbinirt tt)erben foQte. 

3n 9tu({{t(^t ber Semirt^f^ftung (eiben bie boianif<^en ©arten 
bnr^ge^enbd — ba hierauf ffd^ bejie^enb gen^i^ nur n>eni9e Slndna^men 
gefimben tt>erben, fo glanfce i^ ni^t gn loiet gefagt )u ^aben — an 
einer Ue(erfpannnng ber fträfte. ^n ber Siegel i^ bie Sinrii^tnng fo 
getrofen^ baf bie gebotenen Wlittü nii^t genügen unb in SoTge beffen 
bie tim^re Sebentmig be6 ©artend nidj^t erreidj^t kDirb^ bie nm fo wem^ 
ger in einer ^{lanjenan^ättfitng^ toel^^ fo oft J^m Uebel fi(^ er^eH 
befielen Unn, a(d bie SRenge ber Mannt gen^orbenen 3(rtett mt ju 
grofi ift^ nm ^t, koenn au(^ nnr merflid^ annä^emngdweife^ )tt faffen. 
W ^anbelt ft^ a(fo mei^r nur um bie i^anptfäc^It^flen formen/ bie ber 
(Barten im (Ebenmaß gu feinen 9RitteIn anffteKen mn% nnb nm bie fitr 
ben 9)tenf(^en n)i^tig{lett ®en)d(bfe^ n^eld^e fennen jn lernen, bem ^e^ 
lehrten nnb Ungele^rten, bem fRti6)tn nnb Sinnen gnr Sefriebignng, 
(Er^otnng nnb (Erweiterung bient. Unmöglich fann i^ biefe SÖSorte oer^^ 
laffeu/ o^ne auf bie bnrc^ fie gegebene ^e^re SSebentung ber botanifi^en 
®arten, fomie ber ®ärten nber^aupt^ bingemiefen ju ^aben, benn too 
berglei^en befielen, bietet ftc^ bie ©elegen^eit gur ^Beobachtung oft 

Senug, toit gern t)on ben untern ©tdnben bie SRufe bed iCaged ber 
In^e JU beren Sefnc^ benn^t n>irb, einer Sr^olnng, bie i^nen getoif 
gerne gegdnnt noerben barf^ beren unfc^dbli^er S^arafter bie 92ä^nmg 
biefed Sinnet beanfpruii^t. SSon bem n^a^ren 3^^^/ ^ie er )ie$t nur 
aufgefleOt fein lann^ iverben bie ©arten bur«!^ einen gen^iffen Ueberfbtf 
an fangen gurädgejogen/ t^eilö ^infi^tli^ n)eniger intereffanter ^on^ 
genarten^ tl^ite ^inft^ttic^ ber inbimbueSen 9(n)aWI, bie jietd ba in WX' 
8lei(!^em Ser^altnif flehen wirb, wo bie Seitung bed ©artnerd fi^ ntc^t in 
entfprei^enber Seife auf }ut>erMfftge{>ülfdgartnerftö^t,fo baf nnrjubii^t 
eine fold^e 3<<ff>Iitterttng feiner äBirIfamfeit eintritt, welt^e weber aQent^at 
ben bie erforberlic^e f^flege, normale Srgie^ung, w(fy gar bieSer^fttuttg 
bed SSerln^ed einzelner Srten in fol^er SBeife uberwa^en U^t, baf 
jwedflofe ftttltur )>on !£)oubIetten ju t)ermeiben unb mit wahrer @a^^ 
fenntm'f ju unterfc^eiben ift, wo tin (Sjcemplar genüge, unb wo nnb in wep 
^tm Ser^dttnif Serme^rung ergielt unb erhalten werben mnf. 2)ie 
Srrei(|ttng biefed Ser^ltnife« fielet gwar t>on fern ^er gar nic^t fo 
fi^wierig and nnb man mii^tt Ui^t Urfa^e )um SBorwurf barin finben^ 
bennoffi ifi fie aber fc^werer nnb er^eifi^t eine unerft^öpflif^e Z^ätjateit 
S)iefe fann nnb barf natärlid^ bei riner ®a(^e, wo, toit hti ber ©ort» 
nerei nUx^atvpt, Stidftanb f^on Stftdf^ritt i^, nie nt^ati^ tperben nnb 
ed ijl für jenen %atl nitS^t bie Z^dtigfeit f^Ied^tweg )>erftanben, att 
toit melme^r bie fftr aQe Singeln^eiten audreid^enbe ftraft. ^aniftt bo^ 
tanif^e ©arten leibet an bem Uebelflanb, baf er )u einem ^on^ 
beltreibenben ^nflitut, tnit Seibe^altung feined urf))rängli^ett 3^^^^/ 
mngef^afrn worben i% toomü man ani^ noify in mt^x aU gewi^' 
li^er Sudbe^nnng bie Slndbilbung jinnger Sente jn ©drtnem i^ttMfft 



|p6 

fsbet Oebanfe itnb Sntfi^nutg mögen mi totfytgmcinttM %xj^i^tu 
Qiib Stfidfi^teii, bte ettoo^ fir {t^ ^aUn, ^t)OTgesaitgeft fns, arl^ettco 
ato ber älenbeti} M botantfc^en ©artend ^oUtommtn entgege». S>a6 
Stad^^eiltge bed fymttU U^^t im SSefenttt^it bttrin, bof eiHC 
grofe ttitgleti^l^ett tu ber Serwenbmig ber fträfte ^erDorgersfen «nb ^ 
WAnclen B^t^^ bie äbtfmerffantfett t>tn ber ^ege ber etnjelnett f^flanjeit 
jtt fe^r abgelenft iDtrb unb an jiebe 93eoba(l^tttng^ tit eine nmtnterbrod^ene 
Sn^erffamfeit er^etfc^^ gar nic^t jn benfen t'fl. 2)a btefer ©egenflanb 
fir mani^en ©orten eine ^eiben^frage i% fo ifl eine wettere 93eri^mtt0 
ni^^iDenbig, nm fo nte^r^ ba man itiii^t fnr bie 3nläfftgfeit anf be« 
rühmte {)anbeUgdrtnereien ^inweifen tonnte, tnbem man t>on t^nen weif ^ 
bof fte fii^ bnri^ grönblid^e Stulturen ontfjeic^nen. 

Smem fnr ben |>anbel beregneten ^n^itnte rnnfen, nm ent» 
fprec^enben ®eminn jn erwarten, bie gehörigen SSetrieb^frafie jugefft^rt 
n>erben nnb e^ i^ eine ^upt^a^t, biefetben nac^ ben Sonjinnctnren 
orbnen jn Knnen. X>xz ganje f^erfonateinri^tung mnf fo fein^ baf 
tari^ fie ber @5ef(^iftdbetr{eb nnb ^anbel, SBn^fu^^rung, Sorrefponbenj te. 
überfe^ werben fönnen. Dann fann tin ber@a^e gewac^fener SKann 
an ber Spi^e bei erfoIgrei(^er Specnlation t)iel letf^en. Defentlii^e 
^flitttte {tnb immer gebnnben. Sei ben ^anbel treibenben botoni^ 
f(^ ©orten ftnben wir }wei )>erf(^iebene Ctnri^tttngen. Son biefen 
ifi bie gnn^igße nnb fnr bie nrfprnngti^e SefHmmnng erträgti^fte^ 
wenn bon ®arten bejHmmte Sbi^gobemittel jn^ewiefen flnb nnb ba< 
Srgebnif bed ^onbeM bnrc^ feine Silon} auf jiene gar feinen Sinflnff 
^f otelme^r ber ^oupttoffe on^eim fdttt. ^n feinem 9Serg(ei(!^ nn:; 
giinflig ifi bogegen bad SSer^AItnif, wenn bie Sln^gobemittel oon ber 
Sinnol^me bnrd^ Den |)anbe{ abfangen nnb nid^t etnmol tin Steferoefonbd 
jnr SDeAing eine^ Sn^foSe^ befielt hierbei mnf ber eigentliche 3v)ed^ 
bie wcffenfi^oftlii^e ätic^tung eine bnn^and beeintrdd^tigenbe ^emmnng 
etbntben. 

S^ tfi niii^t jn ocrfennen, baf e6 für ben botonif^n (Sorten am 
beflem i% wenn er )oon einer 2:rit)ialitdt^ wie f&r t^n ber |>onbeI i% 
nil^t bern^rt wirb, entbinben i^n aber bie Umfionbe ni^t gonj baoon, 
fo mnf wenigflend bie )u befc^ofenbe Summe fo bef(!^rdnft fein, bof 
i^re Srfongung burc^ aSjid^rige @nb^a{lation entbe^rliiS^er Cjremplare^ 
ober in ber SBeife }u erretd^en i\i, baf nur unter knna^me einer ge^« 
wiffen ä3etrag^^5^e , bie fld^ nod^ (grforbernif nnb Sofoloer^ltniffen 
^fien mnf, ein J^onbel^gefd^dft entrirt werben borf. 2)a fi^ ^ieranf 
bte Srjie^nng feltener unb fd^werer )u oerme^ren'Der ^ftanjen nnb oon 
fhra(i^tnremf>laren boftren wirb, fo würbe bie ^teronrd^ gegebene Seron« 
loffnng jn p^^ftologifc^en 93eobac^tnngen bem 9ia^ii^til wenig^en^ tint 
nn^rei^e &tite abgewinnen. 

9n^ ber 9e(eu(^tnng beiber So^c ge^t jwor f(^on ^eroor^ wo« 
i4 in ber gefleOten Aufgabe M bod ^lot^wenbige ero^^te^ inbef 
geflottet bie <2ßi(^tig{ett biefe« S^eiled ni^t, Ui^ttn @^ritted borüber 
^inweg)ttge|en, bo SBtan^c^ no(^ einer grnnbttd^ern nnb betoiOirten 
Dorjlettung beborf. Jlnalogifc^ glaube id) baö ®anje in jwei Sl^efen 
onbenten jn fönnen. 

Srften^ i% bie SBet^dltnife bed ©artend feien wie fte woOen, 
ein im ©inne bed SSorgdngtgen entfpreci^enb gebilbeter ©irtner erfor? 



29g 

bed kartend fp getroffen n>irb^ baf berfelie mit au^retc^ettbett SRtttelti 
iwixt^^i^fttt iDerben lann^ b. ^. xotrtn btefe it^ ju etner getDtffen 
$ö^e^ toeld^e eine oonditlo sine qaa non i% geboten ftnb^ fo muf S»; 
Idge nnb (Emnd^tnng bed ©artend fo getroffen loerben^ bap jene genü^ 
gen, tt)Ojtt t(^ tn bem »eitern SSerlanf auf (grfa^rnttg begrünbete Sln^ 
$altö))unrte aufju^eKett mi^ bemühen »)erbe. 

2)er SSilbungdgrab bed botanifc^en (Särtnerd einer Unit>erfttät barf 
niemate na^ ber ®r0f e bed ©artend ober na^ bent SSori^anbenfein 
)>on ©etoä^d^ättfern betrachtet »)erben, fonbem na4 bent fefl angenommen 
nen ®rnnbfa{i, baf jum ^orfianb eined ©artend für «oiffenjj^aftli^en 
Stotä ein n)i{fenf^aftli^ gebflbeter ©drtner nnentbe^rlid^ i^. Sßer 
ben SlnffiJ^wung ber ©drtnerei im ^erjen trägt, befonberd aber ber 
©ärtner mnf bad erfennen, am meinen jiebo^^ ber botanif^e ©cirtner 
felbfl, meil ed i^m nur t>on jlenem ®tanb)>ttnft and mdgli^ mirb, feinen 
S3erttf audjnfuKen nnb fokoo^I fttr, ald n^ie an^ bnrt^ benfelben {!(^ 
nn^Ii^ jn machen. 2)iefer Sinn ifl ed, totU^tx SSorliegenbed ^eroor« 
gerufen unb geforbert ^at, x^ ^Mt für f5fli(^t, offen ed audjufpre^eii, 
bur^ bie Semerfungen über Rührung botanifc^er ©Srten, »on $erm 
fJrofeffor Sreöironud in S3onn. Dem botanifc^en ©artner lann über 
biefed Z^tma ^im Stimme nici^t t>erfagt »erben, »enigjiend folt^e» 
ttii^t, bie für »iffenf(3^aftti(^e ©Übung SRegfamfeit in fid^ fugten, ©e^ 
»onnene Ueberjeugnng audjnfpreil^en, lann nur miitn, benn getoif fä^rt 
oft felbp Xrngerifd^ed gnr »ufHärung, 2)er gorf^er in ben SBiffenf^afte» 
bri^t {i^ aud bem Dunfel bie 9^^n jum ii^t* @o lann ed ia w^ 
nur anerlennend»erti^ fein, »enn ber ©artner auf einem mit ber SBiffen* 
fc^aft i)erf($»i|lerten ®tikt mify »lar^eit unb 8i^t ttai^M, ia ed ijl 
Seburfni^, baf er Crfi^einungen unb Slefultate, »el^e empirif^e ^raxid 
bur^ bie Srabition überliefert ^t, ent^fifft unb burci^ »iffenfcjafttidje 
anf^auung begrfinbet fie^t. Die aSJiffenf^aft muf mit bem »erft^^ 
tigen Seben ftcjf »ermif^en unb »erf^meljen bur(^ Uebergangdflufen, bie 
ni^t na^er liegen Wnnen, ald »ie in bem äBirfungdrreid botanif^er 
©Arten, »o jiebe »iffenfd^aftlii^e SRegung bie »armfle Unterflü^ttttg 
ftnben muf , ^amit fie ^ier einen na^^altigen nueK für bie mit ^i^^ 
unb Aufopferung in. ben wrangegangenen ^a^xen erfhrebte Hebung bed 
©artenwefend ju erdfliien »ermag. 

ma^ti^ fax biefed 3tel unb ni^t o^ne erfpriep(3^ Solge» für 
bad menf(^It<!^e 8eben »irb ed fein, totm ber 8e^re bed ©artenbaned 
überhaupt bei ben ttnioerfttaten tm S^ranfe geSffnet wirb, in ber 
Vertretung burd^ ben bot. ©artner. ©ewif ijl biefer ©egenjlanb m^t 
ber unbebeutenbjie unb »irb fi^, »enn er anä^ juerfl ben Iribut ber 
3l^n^tit liefern mn^, Slnerfennung erwerben, ©artenfultur unb l^ffege 
ber fjpanjen greifen fo in bie »er^ttniffe bed bfirgerti^en unb ge^ 
fettigen bebend, baf j!e nur an Senigen vorübergehen, unb man nwt 
SBejiimmt^eit annehmen fann, baf ed unter ben ©tubirenben an folcpen 
nic^t mangeln »irb, bie mit SBergnügen unb greube einige ©tunben 
Sortragen mibmen, »elci^e für manti^en in ben fpätern ^a^tcn eine 
entf^iebene »ebeutung für bie ^oudlid^cn unb gamilien «^ aSer^ältnijie 
gewinnen Wnnen, »a^renb fie für bie ®egen»art eine bele^renbe u»- 



297 

ttr^aUmtg nnb llvttxüpfmqfipnnH ^n mani^txiti SomMnaHottett itlben^ 
»el^ bad ^ntetefe unb ben SBert^ bed botatttfc^en ©artend eri^a^en. 

{^terjtt ifl aber ani^ loor SUletn not^tDenbig^ bafi ber botanifc^e 
Partner tiefen Sele^rangen 3^it unb SRu^e )tt tt>tbmen iDermag nnb 
ikr^pt ni^t fiejwnngen i% bte ©elegen^etten jn ntetben^ tt)0 feine 
SrOärtttig/ feine (Srlänternng bie 2:^eilna|inte belebt nnb nn^rei«!^ tt)erben 
bmn. Z)te^ ifl iebO(^ nnr bann möglich/ tt)enn er in ber bem^igenben 
Oekrjengnng ji<!^ fu^It, ba^ bie lanfenben ©efc^äfte in ftc^em |)anben 
v^m, toobnr^ nnr feine ganje innere SSeregung einen erqttt(fli(!^en 
(Ergnp fttt«^ ttber bie ©renje bed ®artend ^inand )tt t>erbreiten t>emtag. 
3m grellen 9Biberf))rn^ fte^t bagegen ^ierjn^ tt>enn man i^on bem 
Snmbfo^ audge^en tt)oate, jbaf ber bot. ®ärtner ftnUnren nnb Pflege 
EtBidner ^flanjen in fi^ecieöe t>i^nt nehmen muffe/ nnb ^armonirt mit 
^ Xnfu^t^ mel^e einem rontinirten ^raftifer o^ne tveitere SJebingnng 
tat |)retd al€ botanifc^en ®artner jnerfennt. S^agen tt>ir nai) trgenb 
eiaem SDtaf, koie m'el nnb tt)ad fnr ®etoä^fe ber botanifc^e ®ärtner 
f^ft in 9^c^d^ nehmen foH^ fo mbifytc fd^toer eine erf(^ö^fenbe Snt^ 
feort )ti geben fetn. ©outen ed ^ii&tii^t bie )&rtli<^flen $ftan)en fein? 
tma mnf man foalei^ fagen f^nnen^ loelci^e bie jartli^^en {Inb. 98er 
fott bief beilimmen? ©ooiel fie^t fefl, in ber Hrjeflen 3^it ^ai er fo 
Hd läxüi^t |)f{an}en in feinem Sieffort^ baf er m'd^t einmal biefe S(nf^ 
gäbe lofen fann; er mnf oon biefen )ärtlid^en fJflanjen balb einen Z^tü 
^9?ege Xttberer nberlaffen, oerbrängt bnrt^ anbere nnb anbere »lieber 
9eibrfi3tgenb. 9(ttf biefem 9Bege tt>irb bie SBeflimmnng bed botanifc^en 
Sörtner^ getbif nic^t auf n)urbige äBeife ausgebeutet merben. 

Z>te $att]ptfa^e ifl nnb bleibt, baf biefer ba6 ®an)e in gleit^^ 
möftger Seanffic^tigung ^ait, nnb baf tt)iebernm ®e^u(fen, benen tin^ 
y^t Zlf^nTe }ur Pflege oertraut ftnb, i^ren Serei^ andfuKen* !Z)ad 
iMliä^t wirb o^ebem oon jienem au^ eignem eintrieb ind Suge ge^ 
{e$t ttitb mit befonberer 9ea<!^tttng nnb Einleitung ubertoa^t Sd ifi 
Mep tin xütiM Selb für feine X^&tigfeit, auf ii^m tragt an^ ber 
6)Ki)tergattg nur ben ®(^ein ber Unt^ätigfeit. 2)ie gonje 93ef^äfti^ 
gmig be^ ©drtnerd regt baS ©treben )tt erhalten nnb )tt oerbeff^em 
fo fe^r an, baf auc^ anf^einenb t^eilna^mlofeS Setrat^ten Ui i§m }nr 2:^&^ 
Ügfeit tt^irb. 9Bie oft toirb fi^ ber mit (Srnß feinem ©tnbium nnb 3Bir^ 
fagdfreiS ergebene ®ärtner nid^t in ber Sage gef&^It ^aben, tt)0 i^n bie 93e' 
mnberung 93efn(!^enber jur 9SergIei(|^ung unb Prüfung unb )ur (Srfenntnif 
^ SRangel^aften beregt« X)er bilbenbe ftünftler mag eS fennen baS 
Sefu^I/ mefd^eS SSe^mut^, innere^ STtigoergnägen ^eroorruft, n>ä^renb 
Befriebtgnng ringsherum funb fx6f giebt. Sr fü^It eS, loie'^e^r unb 
et^obtn bie 9tatur^ u^ie f^toat^ bagegen fein enttt>orfeneS Silb ifl. 
a« ®artttern, bie in biefem ®eifte ^rebfam finb, bie baS Sble ber 
(Sartnerei tu i^rer Sertoanbtf^aft mit Sifenfc^aft unb ftunft fugten, 
Mb e^ nic^t fehlen ; man^e @tofe jinb nur gebunben unb Darren ber 
Serfe^mtg bur^ entf))re^enbe SSert^eilung ber Sleagentien. Ss läfit 
^ nt^t loerfennen, baf gerabe f&r botanift^e ®ärten aSoQfommen^eit, 
fo mtit fte errei^ibar, ber wa^re <t>ö^e)>unft ifl, benn in i^x Unntn n>ir 
ben S^tf^ntt beS ©tubiumS unb beS barauf ft^ be)ie|enben natnr« 
mfenf(!^aftlt($en ®tUttt€ abmeffen, befen nad^fter ^(ttSbrud ber koiffen^ 
f^fOii^ ©arten fein mn^, für ben üebe 3one ber n^eiten ©^ipfnng 



SRitIrf ustk @toffe w tit^ftet fDlettge gc»%t Dte ®&rtoetet ]tr« 
fiSi ^cmiuu^ ist bte f){bge bet ®etoi(^ff^ mel^e ba6 dttU<!^e IHiso 
»ethragen «nb teter, loel^e unter genngerem lAer gröferem 9ttf^ 
loaitb futißlt^er e^o^mittel (ebärfen. ZHef tfl ber ^sft, 
»eI4ier bei ber Sinrt^tung bejS ®arteit^ bie nötige 9btt)ägintg tcr 
gebotenen ^Er^Itnngdmtttel jnr 9^i^t mai^i, fax ben nt^ gmg 
^rborge^oben »erben fann, baf / fo konnfi^ndmert^ bte Ste^räfentattoS; 
»entg^en^ ber i>atxpttifptn ber i^erfij^tebenen ffieltgegenben tfl, jsr (b 
fnSnng ber Snfgabe be^ botantfc^en ®arten< bte ^^arfiellmtg mmdU 
bnrc^ bte Stenge beetnträd^ttgt »erben barf. 9Borattf fi<^ aUt w4 
nm bte f^flege be)te^en mag, fo lotrb jiene bte Z^ttgfett be^ Idtenbei 
@ärtnerC jlet^ an^jnfnOen »ermigen. 

9la^ bem (Srnnbfa^, baf Drbnnng attent^Iben f^rincq» fetn nmffi 
nnb baf nur fie erqntdltc^e Slefultate fi^ert, fo bebarf an^ fo»(^ 
bie Stt^rnng, aU n>ie bie gan}e Senoaltnng be^ botanifc^en ©ortest 
mit Utnftc^t nnb noc^ Srfa^mng er)>robter nnb jnfammengefiellter 9te» 

Jelnng. — 9lnf me^r aft lO^ji&l^'ge Slmt^fu^rnng begrnnbet ttnb att 
eter degenflanb reifli^en 9la(^benfen$ toä^renb jiener mag eise t^ett 
meife ibeale, t^ettto^eife ge^anb^abte SnffteQnng nnb S^gli^temng Ui 
Sni^rnng nnb äknoaltnng be^ botantTi^en ®arten6, toenn t^ einer 
^röfimg ber Ser^ältniffe gelten foSte, einen Seitrag jn Stt^alt^nfto 
getoa^ren. 

Z)en aSor^anb be^ botanif^en ©orten« bt'Iben ber f^rofeffor ber 
Sotanif nnb ber botanifc^ ®artner. Sei ^iütn botanifi^en ©orte« 
n>irb ber f)rofeffor im 93e)ttg feiner ©teOnng gnr Sertt>altnng bed ®arteitf 
Z)irector nnb ber Särtner 3nff>ector ober botanifä^er (Partner geoaBoi 
@oOte bie Sejeit^nnng !t)ireftor $ier in ti^rer t>oIlen Se^entnig 
genommen merben, fo mu^te man biefe Function fo oerfle^en, üi m/t 
jebe Sttorbnnng birect oon i^m and. t>ann fönnte natürlich ber@iä^ 
ner ni^t aM ^itglieb be« Sorftanbe« betrautet koerben, er mtt h 
ber Zfyxt nnr tin ®eplfe, bem man ^ie nnb ba titoa^ @eIbflfläiibtgM 
laflt, o^ne fte i^m jujnerfennen. X)ie^ ift aber an^ bad Ser^öltot|, 
wn bem e« gar nidbt benitar ift, baf ed ben s^on einer Zenben) bunj^ 
brnngenen ®eift anflommen lief e^ um tin erfannte« nnb aufgefteOMl 
3iel )n enei^^n* 2>af ber ^rofeffor ber Sotanif bie gunctione« bel| 
®ärtner6 H« in« S)etat1, benn Oberflä^lic^e« fann nic^t genigei^; 
fenne, t&^t f%^ gar ni^t »erlangen, ba bie bejlen t^oretiftjen 9tm 
niffe beim ®arten»efen erjl bnri^ einen jici^ern ^jraftifc^en Za% beff« 
Aneignung oiele 3Rä^e nnb |)ingebttng er^eifc^t, nn^xti^ merben H^Mi 
tto^ meniger läf t ftc^ erwarten, baf er {tc^ ^^^ %n«nbnng fo nnterjte^ 
»irb, baf er ben leitenben ©ärtner o^ne Sceinträcijtigttng feinet not«* 
toiffenf(|aftK<!^en ©tubium«, be« ©tanbpunfte«, ben er ffir feine ?r^ 
feffur behaupten fott, nnb ber toi^tigen Sebentung, wel^e in ber i^ts 
bemng be« ©artenwefen« für bie aUgemeine »ilbung liegt, jn erfefe» 
oermöil^te. ^ . 

äBnrbig fle^t ber .^Jrofejfor in bem Ser^oltnif , »ie bie 2BiffeBf<^|t 
jnm ®arten»efen, an ber (Bpil^t be« Sorflanbe«, üä^t über ba6 ®a«je 
oerbreitenb, m€ ber Onette feine« Kiffen« nnb gorft^en« bie 8tt(Jft«> 
nnb »efkrebnngen be« ©artner« leitenb nnb nnterftfi^enb. Die SSBäAe 
biefe« Stanbpnntte«, »er wirb nnb oermag ffe gn wrfennen, erfetf^t 



2S9 

t^, ta^ H« Sit euur geli^tffen ®reti)e bie »ä^fte OttchmtaM^ettretmig, 
JK ^ f)erf0ii be« &arhitxi, tintt gennffm ©ettfl^ättWfllfit fl# et^ 
freut) btefe »tt^ aBcr au^ 1>tftbamt, fie muf eefe^Iti^ fein. Vx^ tß 
scwt| ttttt fo ttot:^tt)ttibtseT ttob m'^et, ütme^r baraitf anfontittt, baf 
|p»cf4en bem XXretor inib bem ®ärtner em tu (etnet äßetfe ge^msiic« 
Skt^ftsitf iefte^. @egctifettige4 SSertroitett ifl etit UitntfiQt^ görbe« 
nmgimtttel aUent^TbeS/ e« fatis dbtt nur er^tteii toetbeii, totnn 3cbct 
fciteii )»flt^tgemft|eii SSeg gmatt fenttl/ unb «Debet ber @^etit tti^t 
ttfnühx 9^id^, w^ ber uSeffd^rttietier iBoOimK^t fettie trigerrf^en 

Jpin^^i^ ber Senoalteng tfl »mt Settett be« ZH'rector^ in tt>tffetu 
fd^«ffit^er Sejte^ng etne ber t)ortie^in{len S3ebettätngen bte ftlaffl^iu 
Im nsb Senetixsttg ber ^{lanjeti. %uf btefem (Sebtet imt^ berfelbe 
«sbefi^räitft t^erfa^ren Unntn tmb e^ barf Tebtglt(^ nnt t)on t^m ai»« 
^»6^/ » ^^ ttttb kme rnett berfel^ bett @&rtiier babet bet^eiligt n>tf ett 
»tC, jeboi^ 190 btefe Set^etltgitttg ^attgefttnbeit ^at, lann ed nur in 
ber StSidfett (iegen^ baf aud^ befeit SRitauctoritat }ttr ©eltong selos^t 
Die Se^tmtnttng tinbenantiter f^ftojeit be^ @arteti6 ge^irt bem ^Di^ 
fectot in fo fertig aU er fle o^ne 3v}ie^itttg bed ®ärtner4 S)ortte^«teit 
looi, Mefer aber fit itntm uberloffett muf uttb i^iit hierbei ttitr bte t>ottt 
2)crectür ^t^aü^t ober bitrd^ bie 3niriah't)e emttigette SDtitarbeit üer^ 
Utiht %ux beit ^aO einer ntonogra^^ifi^en Skarbeitnng Knnen ober 
M^I bie SRatenalien bed ®arten^ bem @&rtner nit^t berf(^(offen loer« 
bes. 2>iefer Z^til ber Senoalhing i^eilt {!d^ ttber^au))t in ba« 9%:^ 
meine «nb in^ &ptcittit» Unter bem SUKgemeinen t>er{le^e i^ bie 
@nittbfä$e nnb Knorbnnnfjen fnr Snna^me ber Klafftftcation nnb Se« 
nernrnngen ber f^flanjen, bie ffo jeben ®arten nnr t)on bem itht^mciU 
ffu Dtrector abfangen Mnnen. d^ (tnb im 93e}ttg ^ieronf SfiOe mi^ 
lUfy, totl^ lebod^ eine ge^iffe SRobi^cation oerlangen: U fann ein in 
tsrjer 3^^ mieber^olter SBec^fel be^ 2)irector4 eintreten, fo baf bie 
Seränbemng in ber f^flemntif^en SnfßeDnng bnrt^ bie oon i^m ^tt^ 
oorgemfene Störung f&r bad ®anje gn natl^t^eilig tt>irb ober ani^ fo 
Mttig anöftt^rbar i% aU baf eine SSorflellnng bed ®ärtner6 o^ne Sr^ 
toagnng nnb 9ern(ffi(!^tignng jnrndgemiefen n>erben bnrfte. !Ca^ &pts 
neOe betrif t bie SSeftimmung ber f^flanjen nber^auf^t nnb bie Sbtnai^me 
ttb Srt^tl^nng neuer Benennungen« ®o u>ie ber @ärtner bie Ser^ 
Mto^rtltc^Ieit fiber bie rid^tige Pflege nnb SSefanblnng ber ^{{attgen 
be« ®artett6 jn. tragen ^at, fo ru^t bie Serantmortung für bie ri(!^tige 
Senettnnng ber f^ffangen ^an^tfa^Iii!^ auf bem 2)irector, ali bem 9ßtOf 
frf or ber Sotam'i jlebod^ in fo fem uiii^t o^ne Hva^^lu^ be6 Partner«, 
M befen SRttmirffomlrit hierbei eben fo merft^ätig fein nm^, »ie fle 
erlet^terab i^. 

Jtmq»^ man m ba^ ^'er in 93etra(^t unb Srtoagnng ®qogene 
bod fo ttn^Üge @tubium anatomif^ » ))^9^oIogif^er Seoba^tnngen, fo 
^en toir nxt^ anf ben Central)ntnft gefleHt, oon bem aOe Z^ätigfeit 
fix ben botanifii^ett ®arten auöge^en foO. 1>ai tiefere (Eingeben in 
biefea @egenflanb fn^rt ed getoif balb bentlii^ oor Sugen, toit m^ÜQ 
ber ^onitonifd^e (San^ be^ Sotantler« unb bed @ärtner$ bafttr ifl nnb 
bi^ ber Director nnb ber botanif<l^e Partner fl<l^ fo gefieOt m'fen 
ttuffen, baf fftr jenen in ber rein tt>i{fenf(!^aft(i(^en t>'^^t, fftr biefen in 



300 

beti Stttn^htnaett be^ ®(kxttn^ itnb in bet Z)ttr(^ffi]^tttn0 Ut ftultorett 
beY ®Iati2)>unrt ttnb bte 9ßfU(!^itxf&UnnQ erfannt totrb^ aSgefe^en t)Ott 
birectett unb mbttecteti gegenfetttgen SRtttDitfen. aUti, voa^ nur i^on 
i[>om^erem SRif Hang jmtf^en betben ^erfdtiltf^fetten ^ert)or}ttntfen i^er« 
mag^ tnuf t>ermteben merbeti/ tt>efl^a(b befUmmte ^nflntctionen erfotber« 
li^ flnb tttib btefe eint )>ott betn (Segenjlanb burc^brungene ^rüfimg 
er^etfd^ett« {)$(^ft nai^i^tilxQ xoix'b flet^ ba^ (Stnf Rieben einer brtttoi 
l^erfott in bie 93ertt>altttng ober in ben Sorflanb beö ©artend fein, 
inbent nnr bte fettende 9nöna^me (iert>on benfbar ifl. Snrbe )ttr 
$)ülfe bei ben ©tubien be« Directory bed ©orten«, aW fJrofejfor ber 
^Qtaml/ bie SlnfteKung eine« Slfitflenten bewilligt, fo mnf biefer nie^ 
maUvtoi^(!^en bent Director unb ®ärtner {leiten; e« ifi am beften, menn er 
gnm ©arten feine tDeitere IBejie^ung ^at, aM bie, baf i^n ber 2)trector bei 
feinen tt)iffenf(!^aft(i(!^en arbeiten benu^t, o^ne jeboi^ bie Sejiel^ung M 
©irtner« fär nnb }tt benfelben }n berfinbem. Stn^a« ile^nlid^e« liegt 
in ber ^rage, ob e« not^noenbig fei, baf ber Director im botanif(^en 
©arten tt)o$ne ober ni^t. äBenn ber ©ärtner, ber bagegen in bem^ 
fetben tt>o$nen mn^, auf bem ®tanbf>ttnft berSBilbung fxi) beftnbet, toie 
bier bie Slnbeutungen gema^^t flnb, fo fSnnen nur befonbere Um^anbe 
fär bie S^age fpred^en, inbem bie engere Seru^rung ber ^dndli^en 
SSer^Itnife jmeier in fo enger nnb eigent^umli^er ©efc^iftdoer^ 
binbung oerfetteten ^nbioibualitaten ÜRant^e« ubenoiegt, ba oon 
bort^er einf^Iei^enbe 3Jti^iinc aud^ ben fefleren S^arafter aKmd^Iii^ 
Derjlimmen unb ben für ba« ©anje fo toic^tigen (Einflang jum 3laäff 
t^eil lodern. (Ereignet e« fi^, bafi ber 2)irector auf fdrjere ober lätif 
gere S^it ^n ben laufenben ©ef^aften, j. 99. Sorref))onben}en, Ser^ 
^anblnngen ber Slngelegen^eiten be« ^nffitut« mit ben ^d^em oter 
anbem Se^drben nnb Uebertoat^ung ber (Statdoer^Itnifie be^inbert 
tt>irb, fo muf für folgen %ail entioeber oon ber obem 93e^irbe ein 
@teSoertreter ernannt loerben, ober man erfennt al« naturli^en fßtt^ 
treter be« 2)irector« in SBe^inbernngdfaOen ben ©artner nnb laf t einen 
befottberen @telIoertreter nur in gan) nngetod^nlii^en %äUtn, ober toenn 
man oon ber äSefd^igung be« ©drtner« fl^ ni^t moralifd^ nberjengt 
i^iette, eintreten« 

Der 3nf^^ctor ober botanifi^e ©drtner ^ai jnnd^fl aU feine ms 
fentlic^fle Aufgabe bie Seitung ber ^flanaenfnlturen gn betrad^ten, bie' 
einen Uebergang oon SSiffenf^aft ju te^nif^er ftenntnif nnb manneSer 
Sertigfeit bilben. SBenn man e« mit ber @ad^e n>o^I meinen wiü, 
fo mu^ biefem bie f^ftege ber $flan)en aU ba« ©ebiet }uer(annt wer» 
beu/ moranf er gekoiffermafen feine unbefti^rdnfte unb ^auptfd(^(i^ 
Z:^dtigfeit)ur9Birfnng )u bringen ^at 3^<^^ ben ®tanb)>ttnft einer gen^iffen 
®eIbfi{iänbigfettbe«bot.©drtner« bejei^nenb, m^c^te id^ )ebo^ feine«megl 
eine Unbeac^tung be« !Z)irector« au«fpre^en, inbem i^ DoOfommen bttrd^«> 
brungen baoon iin, baf bie SSiffenfc^aft al« leitenbe« ^rinjip obenan 
fle^t unb auf fie gegrunbete X^eorien beim ©artenwefen fJrufuttg unb 
für au«gebei^ntere 3nterejfen oorbcreitenbe antoenbnng jinben. ffi« oer^ 
jle^t ii^ oon felbfl, bafi (Experimente nnb ftulturoerfuii^e ttaA Angaben 
be« 2)irector« oon bem botanif^en ©drtner in i^rer gansen Sebeutung 
aufgefaßt nnb in pafenber äßeife geleitet unb be^anbelt merben muffen. 



901 

3» ensßnt SevBanb jisr fflt^t ber f^flatiun flehen bte toerf^u^ 
^«utrtigeii Smri^tttttgen )ttm Se^uf berfeKett^ btefe aber jfte^ett n>teberttm 
k Sejie^ang }tt tei^ntf^en itnb tt)iffettf(!^aftlt(!^ett f^ottfd^ntteit, fo lote 
081^ )tt teti Stat^Der^ältviffett« ^e na^bem berarttge ©egenflänbe beti 
(ioeB ober anbern ber bejetd^neten 2:^etTe me^r ober mentger berit^rett^ 
$ bie Korm ju ertennen^ totefem foI<|^ ^^nt botamfd^en ©drtner felbft^ 
^Bbig ietneben »erben (dnnett^ ober bem 2){recior jur ajeguta^tmig 
nsb Se^mmntig oorgelegt voerben mitffe». 

Dte Jlttöf^ntttdung be^ ©artend bnr^ 3ln)){)[an}nngen^ bte JXnf« 
ftSmi ber befonberer ^Itnren beb&rfenben fiftanjen greifen toefentltd^ft 
18 bie Srnictionen nnb m ben Sernf bed ©Ärtnerd. Sticht koeniger na^e 
liegt t^m bte Sonfhuctton ber ®e»>a^d^5ttfer nnb Xretblaflen^ bentt 
»es» att(^ namentltd^ bei öfentlicf^en ^^f^^^^^ bie S^i^^^H bed 
8aj»erjiattbtgen nnerläpi!^ i% fo foSte eö ft^ bot^ jieber ©firtner 
ittgelegett fein (äffen/ ][e na^bent ed feine @tellnng mit fld^ bringt^ ben 
8» nnb bte Sinri^^tnng ber ©eto&d^d^nfer jn mtm ©egenftanb fei« 
itrSemn^iingen gn mai^tn'y tt n)irb fletd oiel babei bnr(^ 9(ntt)enbttng 
inf feine Srfa^mngen nn^en Ij^nnen. ^SBir erfennen an^ ^ierond^ loie 
»itifetttg bie Silbnng bed &&ttntx^ iitt^tupt fein ntnf . 

Die Se^mmnngen/ loet^e bad ®arten)>erfonaI betreffen^ flnb in 
^^elter $)tn^($t »)i($tig^ fotoo^I für ben ©arten, aU an^ fttr bad 
^nfonal felbfl^ befen ^eran« nnb Sbtdbilbnng jebent oorfle^enben 
Sörtner tim Xnfgabe feinet Sebendbemfed fein ntnf , mag er nnn 
i^r ober toeniger baoon berührt loerben. 3n beiberlei ^mfxtfyt tarn 
to oor^e^enbe ©ärtner nnr bann einen ooKfommen mo^It^ätigen 
M^f ^aben^ tt>enn bie Snnai^me, natnrlif^ nnter Sin^altnng ber feft 
ttfhQten Statdfa^e^ fo loie m^ bie Sntlaffnng lebigli^ oon i^m aU 
l«3t @(^$ gegen Ungeret^tigfeit gelodert bie 3nfli}^ nnb poUititi^t 
^ix^t. Der Sinjlnf bed 2)irector$ ifl ^ier o'^ne allen 9tn^en^ loirb 
ikr htim beflen SßiOen nnbeion^t f ebr nad^t^eilig^ inbem {id^ oft nnr ein 
ininger Z^eil bed f^erfonald in ber getfHgen Steife nnb )>f9^if^en ^UUU 
taigiefinbet^ nm bad äSa^re gn erfennen nnb bie äSer^Itnife rid^tig ab)tt^ 
l^en, fo baf ^änftg f(!^on n)enige SSBorte^ Befragungen nber 93or« 
mm^eiten jn Kombinationen nnb X)erioationen Seranlafnng geben, 
^ burc^ irgenb einen Stnftrag^ )tt bem ftd^ ber !Z)irector oeranlaft 
(*At, bei bem f^erfonal einen Keim bed 9)ti|tranend gegen ben Sor^ 
p^tm ^eroorrnft^ loeld^em n)eber bad ffio^I bed ©artend no<^ bad 
I^Sente, mit benen er tägli<!^ nnb flilnblic^ oerte^rt^ gleid^gitttig fein 
«tt nnb »irb. — SBenn an4 in geioiffer SJejie^nng anf biefe Seife 
^!^erfona( oon bem 2)irector nnabl^dngig i% fo tm^ id^ bennod^ 
(JKr Sefnrc^tnng ber 9Rif a^tnng^ bie man baoon herleiten n)onte, 
Ott ber Srfa^mng ioiberf))re4en^ ba i^ an^ äi^nlic^en %aUtn ooSfom:» 
^ booott nberjengt bin, baf ©e^nlfen, 3*g(itt3e nnb Arbeiter and eigener 
wf^wiittg in bem SBorgefe^ten i^red ^rinjipaW mt f5erfon erfennen, 
^ {te X^tnng nnb (Ergebenheit fc^nlbig ^nb. S)er !Z)ireetor ^at je« 
Htfaltt fnr fi^, baß tin entgegengefe^ted SSer^atten nnr bnrd^ befon* 
tee ttmfWnbe ^eroorgemfen »irb, bie m in ^erfontit^feiten begrün* 
w^en »erben. 

Z)te @tarle bed fJerfonald rietet fl^, loie {{# biet ^t>n felbß 
N^H i^A^ ber ©raf e nnb nad^ ben Cinri^tnngen bed ©artend. 3^ 



308 

dfiet sruttblii^eit StOrtmtns ge^&rt'«iu^ ^ierfir ein SUt^ott^ttittt^ ber" 
j«Htr^ fo une er ^ier gegeben xoüb, unttv s^erf^iebeucn Ser^Itmfm 
feiiie SKänbencng er^eif^t !S)rm«a^ erforbert etR (otamfc^et (garten^ 
fei er nun grof ober fiettt, na(^ folgenbim @a^en/ al^ SStnimmn (c? 
trat^tet, fein ^erfonal. 

1) Sö^ bie äSeanfftd^tiflitiig «nb 3l6t9artun3 ber im freien 3» htl^ 
tMrei^en Stauben, einjid^rigeii ©enoäd^fe stib @e^d(}e einen ®e|it{feii^ 
ber eine Qxxtt ^anbfc^rtft ft(| angeeignet ^a^en fotlte, xoa^ ieboi^ für 
jieben (Sartenge^Ifen eine munfci^en^voert^e @a^e i^. ^ie ftar( bte 
i^ gngeorbnete ^nlfe fern nutf> ^n^t fe^r s^on ben Umfldnben ai 
«^ Iä|t {l<i^ fär*< @^eciefie nid^t fo genau ^infietten« Sin in biefer 
JBron^e routinirter ®ärtner i^ermag unter entfpreil^enber ^itlfe ro^er 
llrteit^frdfte t>iet ju Äberfci^ j baju fonrait nod^, baf biefer X^eil nber* 
]^an))t ben botanifc^en @ärtncr fetbjl in bie f^ecieHe Seitang ant nteifleii 
tuertoebt. äBenn bie Snja^t ber ©e^tUfen bie ^ertor^einng nned fo(^ 
^ett jnm Dberge|iätfen oeranloft, fo ^alte i^ oiel bafnr ^px^^tt^, 
baf biefen Soften, ber int begei^i^eten 3BirIung6freiö fnngirenbe ®e* 
^fe einne^e, ba er t^tiU am meiflen mit bem $lr6eiterf>erfonaI in 
Serit^rung (ommt nnb tf^eil^ not^n^enbiger SBeife iH ben äbrigen 
®e|inlfen auf ba^ ©ammetn be^ @amen^ bringen mnf . Seibeö ^^ 
^i^ntt unb erforbert tint getoiffe ®u))reniatie* 

2) Sttr üe 1000 iZXnabratfuf <S»emA(|»^au^gmnbp<l^e ifl ein (Sle^ 
^fe erforberli^. Diefed 3ll«f beanfpru^t aKerbtngd ebenfafU feine 
9fm>ei<|ungen^ je na4)bem bie inneri^alb be^ Slanmed )tt fnltitnrenben 
$^n)en in mtl^t ober n>eniger enoa^f^nem 3»fl^^^ ^^ ^^^ tnneim 
fiKnri^tung beö ^arufed n«b onc^ bomo^r ob bie ^flonjen im freiai 
Örunbe ober in X^yfen |hi^. 

3) Snr jieben ®e|i(fen }«r 9et|ilfe einen ®artenle^(ing ober 
Shfteitdburf^en. 

4) Snr bie @r$fe eined hortend oon gegen jmei SRogbeibttr^er 
SRorgen Sonbe^, soenn nämlicff biefer ätanm^ bfe oerl^ältnifm&|{gen ®e:s 
I»anbe eni^ftenb^ gr^nt^eile mii ®tanbengeio4(^fen bepflanzt i% ^laoH 
Streiter, oon 4 SRagbeburger SKorgen 4 Srbeiter^ oon 7 SJ^agbeiitrgCT 
SKorgen 5 Srbetter, für 10 ^agbe^rget SKorgen 6 Arbeiter u. f. xo^ 
unter ber 9lnna|me, baf bei einem auf grifere SPtorgenga'^t an^ebe^« 
ten ©orten im äSer^äitnif unb ))rogref$)> ein angemef euer Z^l bed 
©artend in lonbfc^aftlic^ Anlage mit ©e^Mjen be)»f{an)t i^. 

f)rot>itt)ieIle Ser^äUniffe tonnen al^ }We({mäfig motioiren, menn 
jinnge Sente, bie im ®arten bie 9(rbeiterfrafte oertreten mfiffen, in Hne% 
getigneten Se^i^eiit bafiin on^gebiibet n^erben^ bof fle aU ©ärtner f»ci 
©nt«be{t$tm nnb ^äi^tem;. bie toeniger erne^ i^d^er an^gebil^etem 
®&tt»tv^, aU m'dme^r eined in bem gen^^^tii^en ©artentt)efen )>r«^ 
ttf(( gefeiten Srbeiterd bebärfeu^ fungiren 16nnen. 2)a e^ aber bni 
^i^i fär beten äBo^ er^eifc^, Se^ufd i^rm Sele^mng ein^tlm 
Steige bed ©nrlentoefen«, n)enn au<| mrr in ^erjängtem 9)laf fta'be 
mit ben (Sinri^iftnngen bed botanifc^n ©ortend jn oetkoeben, fo tfi ni«^ 
}n oertennen, bof befen Z^enbenj babnr^ beeintrii^tigt voirb unb ei 
wünfc^endtoert^ fein muf , menn berfetbe fo^en Sblenlnngen unb 93eeiii 
tri^tiguttgen en^en koirb. %ix bie ro^fien 9(rbeiten muffen jiebeti 
faVd ein ober me|)f ere ttrietter mgeftellt »earben» 



ao8 

5) %&t SCeimgcn ber äßp^nititgen ber ®tfyil^tn ttnb Se^nrHttge 
m Sfnfwarterm. 

Z)te Seitattg eistet au€ fo Derf^ie^arttgen (Elementen )]tfamnteti^ 
gtfe(tett f^erfonate erforbert alle @t^er^ett U^ ZatM. 2)afelbe mnf 
niffea, t>on totm e^ alb^ängt snb barf üUx bte ®teOe^ looit ber feine 
a^dsgtdfett au^ae^t, feinen 3^üUl ^egen fi^nnen. !Z)er boianifd^e 
Partner fann anf biefent @ebtete nnt Mtin biefe @teOe fein^ kDenn 
er eine SeranhDortlii^feit ober ta€ äBo^I be^ ©artend tragen foQ. 93on 
ju^ felb^ t>erj}e$t ed fid^^ baf bod aOgenteine @taatdgefe$ obenan fle|t. 
bferbent toirb bie andttbenbe ®emaU bed botanifd^en ®artntrd ^nu 
p^i(^ bed f^erfonaleö befc^ränft, fobalb aU. burc^ Slnna^nte t>on fier^ 
f}8li(^fetten bent (Etat eine nberfd^reitenbe 93ern^mng toiberfn^re* 3n 
bcm 9Raf e^ koie ber Z)irector gegen bte ^ö^ere S3e^i^rbe bie Sin^al^ 
tsng bed <£tatd t)om @an)en ju s>erantn^orten ^at^ fo ifl gegen jienen 
ikr Stn^altung ber eingelnen (£tatdfä$e ber b&tanifil^e ©ärtner ber» 
asisoortli^. Son 3(ngefn^rtem UtM fid^ ein na^Iiegenber Uebergang 
p ff^edett f>oIiietIi(^en SäKen. S)iefe berühren entn)eber bte SSer^ 
faltiiilfe be^ ®axtewi )k beffen fJerfonal «ber gnm f>nbtiennt. @ie 
Knien fli^ enti»eber nur onf bie Sejie^nng bed ®artenmfonaM )ntn 
Seitab ober anf biefent itberi^aiit>t befc^ranfen^ ober fte greifen in 
ttireder SBetfe in bie ^ntereffen bed ©artend etn^ mä^renb eine inbt» 
mte Stnifkoirfnng fletd jlattftnbet. ^temtit flehen alle bie anf bad 
ftn^e^en »on f^fiCansen ft(^ jln^enben S3e)ie^gen^ loeli^e in ^fEii^tmäftgen 
Sitt^iungen i^erüber oon Seiten bed botanif^en ®&rtnerd <kn ben 3)irect9r 
ient^ea, natärlid^ in fo fem eine ^eroortretenbe ^ebentnng fär ben 
Aorten barin liegt, tt)ad bei lieber ^flanje ni^t nnbebingt ber SaO 
^ m Serbinbnng^ femer bie ^infiil^tlic^ bed SBefnd^ed nnb ber ^e>> 
n^nng bed ©ortend }nr 9[ttfred^t|ialtttng ber Drbnnng getrofenen 
St^ntnngen. Der 93efn(|» bed ©artend ntnf bent ^nbltenm aber« 
\aapt, namentlich aber ben @tnbirenben^ biefen ai^i^ bie 93enn$nng 
aiglti^^ erleichtert tt)erben« 2)ie Slrt nnb Seife ^ngt oSerbingd ettt)ad 
Mn Dridt>er^dltniffett ob^ tt>ie fie aber ani^ getrof en^ fo mnfen fle 
odteti^, nm Uebergrifen begegnen )n fönnen. SnfjleQnng oon 
S^tem iß nid^t äberatl t^nnli^ nnb ed bleibt bann nnr ber Seg 
kr SRelbung jnr (Srlangnng ber ^erfonenlenntntfi tibrig, ber bnr($ 
ft^dlnng t)on Karten fwc öfteren ^efnd^e erleid^tert wirb* ftenntnif ^ 
tt|me 9on ben befnd^enben ^erfonen nnb SSermittelnng bei ber ä3e« 
n^g nittf fo toeit ald nnr mi^ii^ in bte {Ȋnbe bed botanifd^en 
iörttterd gelegt »werben, {yonftg ^oben geba(^te polijetlid^e JäKe nnr 
kfonbem ^e}ng anf ben botanifc^en ©artner^ loo bann and^ bie SBe« 
taftottg fold^er Slngelegen^iten oon i^m allein andgel^en twxtt, btd eine 
tßtH formelle SSertretnng bed ©artend bad Singreifen bed Directord 
st^koenbig mac^t. Sine beßimmte 2)emarcationdlinie ifl ^ier fd^n^er 
Ofngeben, fo oiet ijl aber gen>if^ ba^ ba^ mo bie^nterefen bed ©ar^ 
letd mc^t in »efenilid^er SBetfe angegangen toerben, Sereinfa^nng bed 
•ifi^fitdganged um fo me^r juläffig nnb not^i»enbm i% ald bnrd^ fie 
\k »>tfenfc^tlid^ett Slrbeiten geförbert werben, anf loeld^e jiebe S^itfi 
tagenbusg nod^^t^g wirft. SRaturwifenf^^aftlid^ Seobad^tnngett/ 
iNU^er tut fte auc^ fein migen^ t)etlangen 9Rttfle nnb t)iel S^itj ed 
brnn bed^lb nnr gnt f«tn^ wenn fär ben ©efc^iftdgang mi^ natnrwifjfen« 



904 

fc^afUt^en dnflitttted bte Sormen tn Um toixlti^ 9lot^wtnixQtn txUnnl 
»Derben. 

@t<!^er^ett mnf bem ©efi^äft^gang }n ©runbe (tegen, ^e 
(ann aber mtt allen (Srletc^^ternngen ^anb tn {)anb ge^en^ n^enn etne 
aSert^etlung ber Obliegenheiten in b^r 9Betfe befle^t^ baf tai, toad 
c^ne 9la^t^eil unb 4ne Seftlr^tnng eint^ foI(^en, ber botanif<:^e 
®drtner felbfljlänbig aitoiäein lam, i^nt übertragen i% nnb baf ber 
!Z)irector^ bem, koie e$ xtiift anberd fein fann^ ^rufnno unb Sontrple 
aOent^alben in^t% nn^ tt)a6 t)ielnte^r eine n>efent{i(^e ^{{td^t fnr t^n 
ifl, eine Ueberganaöfhife gn ben ^J^em Se^örben bilbet. SBenn ^er> 
nber Uin^ SSe^immung obmaltet, fo tt)irb e^ ^nftg «^orbmnten, ba^ 
unbebentenbe ®a<l^en bie 3^'t t>on 3n>ei ^erfonen s>erHr}en, beren Sf^o^ 
tigfett auf einem ganj anbem Sßeg nnr nu^reic^ toerben lann. ®tti^j 
nete SSejlimmunßen tt)erben l^ö^ere S^^^^^fi^vi^i be^ botanifc^en ®ar» 
ten« fnnbiren; e^ »irb fi(^ aber auc^ jeber 35irector eine< fofc^en 3^*. 
flitnted n>o^t babei füllen, tt)enn er feinen Sernf ni^t fon^c^I in bet 
(Einn>irfnng auf jiebe XltmxQttit, aU Dielme^r in ber Ueberfc^aniuis 
nnb Uebertt)a(!^ttng be^ ®an)en in feinem B^fammen^nge ftnbetj enb^ 
liä) tcitt aber anc^ ber botanif<^e ®ärtner tint ^efriebignng barts 
jtnben, »enn er fi^ mit bem, wofnr er mit aOer ^ingebnng, flKi^ 
nnb ®crge tt>ir(en mnf / betrant fie^t. 

(Sin tt)O^I georbneter ^an^^alt ifl bie 93afl^ fAr bad ®Xiä, be« 
^rieben nnb bie 9itt^e be^ Sinjelnen, fotoie bed StaaM, triebe nnb 
«tt^e ftnb bie Treibbeete für bie SBSiffenfd^aft, beren ffiarmegrab f&rt^ 
befielet, menn eine glei^mfi^ige Fermentation in i^nen t)or ftc^ ge^t 
aSnnf^en n>ir bem botanif^en ©arten folc^en Sejng jnr 9Btfenf($afit, 
fo ifl e^ nnexU^li^, baf feine ^inanjen gehörig georbnet ftnb, ba}s 
ge^drt aber, baf bie in feine ^A^rung eingreifenben f^erfonen mit bem 
(Stanb berfelben ftettf genan t)ertrattt ftnb* IDief ifl namentttt^ tt>i^ 
tia im Setreff be^ botanif^en ®ärtnerö, nm fo me^r, ba fxit ettf 
totfenf(!^aftIi^e^ 3nflitut falf^ angebrachte nnb nngeitige £rf)>amng 
eben fo na^t^eilig ifl, aU toit jerrättenbe Sergenbnng ber 3Jtitttl. 

X>nxtfy Stet^nnngfS^mng oon Seiten be^ botanif^en ®drtnef< 
mnf fott)obI i^m, aH tt)ie bem !Z)ireetor flet^ eine genane lleberfl^t 
nber ben Qinanjflanb }tt ®ebote flehen, benn nnr auf fold^em SQBegi 
(ann^ angenommen, baf bem ®arten ein fefler Stat }tt feinen jd^rltf^et; 
Xn^gaben nbern^iefen ifl, tint ben 3^^^ erfd^ö)>fenbe Sern>enbnng bef 
Mittel gef^e'^en« auf t^m fönnen aber au<^ gewif, nnbef^abet ber 
nebertt>a^ung ber Bi^et^it nnb 3ut>erläfftgfett, man^e Sereinfa^nnget 
3cit nnb ®eifl tdbtenber 9lrbeiten eintreten. 

S)ie 9(tteflirung nnb Slntoeifung ber Stec^nnngen tfl getotf eine 
tief bnr^bac^te ®a^e, toenn aber bei mannen ®ärten bie Serantioort» 
li^feit fär Seibe^ nur in bem 2)irector berui^t, fo ifl bied »eber er» 
fd^öpfenb, no<i^ ber »a^ren Sebentung be« 35irectorö, »om »tffenfil^ap^ 
lid^en ®eft(^t«)>ttntte an^ betrautet, firberlid^. Srf^ipfenb ifl e« ni^i^ 
n>enn S(ttefl nnb $(ntt>eifung and einer |)anb fliefen^ foOte aber ba< 
mit ber Stntt)eifung ^erbunbene Sttefl me^x aU eine ^orm fein, ft 
mnfte ber S)irector an^ ben nnbebentenbflen ®egenflanb entgegen«^ 
men, toobnrc^ aOerbing« feine toiffenfd^aftli^en Slrbeiten eine tt>trflt^ 
93eetnträ<!^tigttng gn erfeiben ^tttn. Z)er botanifi^e ®ärtner fami 



905 

ütt gar ni^t mn^n, ibtx üeben ©egenfianb/ ber in beti ©arten qz* 
Idsgt itttb jur S^erre^ttttng fontmt^ Antwort utib Sbtffc^Iitf ge^en ju 
Kimen, bef^{6 tfi ou^ fetn ältte^ )oon Sebeutung ittib noi^toenbtg^ 
«nt tte SeronhDorätc^fett gegen biejientge Sontrole^ meiere ^ug unb 
3le(^t nier t'^n ^at, jn tragen. 

Dtefe Sotttrole befielt formell in ber Snweifnng b^d iCtrector^^ 
»eli^rr bur^ bte Sbtöufmng fol^e @t<l^er^eit gett)%t, baf e0 berfelben 
9oKommeti geftattet fetn fi^nnte, t»mn fäv fletnere @egenfiänbe ber 
iotostf^e @ärtner mit feinem Slttefl eine 9tntt)eifttng gur 3<t^Ittng t>er^ 
Koben barf, meld^er ber Director mtr in ber Solge bei äberftd^tlic^er 
3ttfammen^e0nng fold^er Soften feine ©anction ert$ei(t 

Um no^maM anf ben $anbel mit ben ^robnften eined botanifc^en 
Saiten^ jn tommen^ fo lann i^ feiner nnr aU eine6 UebeM gebenfen, 
M f[(^ für ben 3ttf($ni^t einjelner ©arten aU eine Slot^^menbigfeit 
^(m^getteHt ^ai äBo mit forgen SRitteln bie Slnöflattttng an^gefi^rt 
$' %t e^ gar gn na^e, jn i|im bie Snfln^t }U nei^men« Sln^ ber 
Snnftff itnb bie Serndflc^tigang/ ben ©artenban in einer beffen be? 
dürftigen ©egenb jn ^eben^ fann bafur gef))rod^en i^aben. SRdge man 
ater nic^t t^ergef en, ifyn anfjn^eben ober }n befi^^ränlen^ fobalb 3^t 
nb Ser^ältnife tittt Umgeftaltnng. ber !Z)inge ^ert>orrttf6n. ©emif ift 
^^ b4f bie Btt^nfen an 9}lfitteln fnr bie xoem'gen Unioerfltätdgärten, 
Ue bnrt^ i^n in i^rer ^d^ern Sntmidinng beeinträ(!(»tigt jinb^ mittelbar 
i^re 3infett tragen koerben* Sine befonbere (Srdrternng ber Sä^mng 
brt §«ÄeW ^at feinen 3^«*/ *^« ^^ i^ »^»<8 botanif^e ©artner 
geto mag, bie ft^ ni^t für tint geijhrei^ere Hu^fnUunQ i^rer 3eit 
emdrmt fn^Ien, nnb i^n »o^I jieber gern aufgehoben fleH »cnn i^n 
»$t ©orgen nm feine feijlenj babei berühren. 5)a« perfJnli^e 3n:^ 
Mfe bed ©cirtnerd n>enig{lend foQte mit bem $anbel ni(^t ^vc^ 
fceW fein. 

Sin m'd^tigtr ©egenflanb fnr bie SSertüaltnng be^ ©artend ifl ber 
btasf ttttb S:anf(!^; ed tritt ^ier bie $rage l^ert>or^ ))on n>em nnb toie 
Ke baranf flc^ bejie^enbe Sorref^ponbenj geführt »werben mu^. äBad nnn 
tai !bilanf betrifft, fo n)irb man fie n>o^I )una(!^ft bem Z)irector jnfi^reiben. 
34 ^te ater biefen ©ang nic^t fnr ben U^tn, fo fe^r id^ autfy bai^on 
tter^engt bin, baf ber Snlanf ber ^aniin ber äSebeutnng nnb Ser^ 
«iioortli^feit bed 2)irectore fei^r na^e liegt @ie befleißen hierbei aber 
»Sefentti^^en barin, baf jiener W Slnfd^^affnng ber fott)o^( frine ®tubien 
A onc^ bie fon^'gen B^^dle bed ©artend fl(rbernben f^ffanjen betoirft, 
Met bie Sbtdfilimng nnb bie (Einhaltung bed (itat^ ubertt)a^t. 2)ie Se^ 
f^fttttg aber bnrc^ i^n felbft ifl ni^t n)efent(ic^, e^er tiegt barin ein 
Mfentlii^er Sortf^eil, koenn bie SSerfd^reibnng ber ^^lanj^tn ber ©cirtner 
N»rgt, inbem ©ef^äftdeorrefjponbenj >»ifc^en ©artnern ju mand^erlei 
Ititi^eilnngen in beren ©ebiet Slnlaf giebt nnb bad 3>ntere{fe bed 
Sattead jener in jeglicher Seife am be^en tt>a^ren tt)irb. Slllge^ 
seiner ©ntnb, »ef ^alb bief nit^t flattfinben foQte, fdnn gar nic^t ioovf 
Me« frin, n>enn bie Oualiftcation bed botanif^en ©ärtnerd nber^an^^t 
Hn ^er onfgefieOten ©rnnbfä^en entfprici^t. SEBoKte man ed bem bo« 
taif^en ©ärtner nitl^t überladen, ben ^lanf ber f)f{ansen gn Uxotxtf 
felisen, fo koirb bem ©arten inbirect gefc^abet, bem 2)irector rin ©e^ 
W*^ )tt Jt^efl, miäfti nur fnr ben feine SroÄen^rit »erliert, ber 



900 

bttr^ üit)) bttrd^ ha^m itti^tt i% nni bcnt @artoer tmrb efoe tm^^er» 
btente Stänttnig itttitti, toenn et ttu^t etnntal be0 Sertranend B^^ii^^ 
bißt i% ettie ^flanjeniefteOung richtig ttnb pfft^tgemap )it ntac^eii. 

2)te 93ef)tinntutig aber befen, »>ad angef$a||) werben foQ^ tfl ba^/ 
»a$ ben Director befottber6 anfleht fo«>o|ii ^imfl^ttid^ ber ^fCanjen* 
atteit^ aK aud^ ^infi^tii^ bed Stat^. !9Dtefer ©egenftanb tattii beut ^aitjen 
entfi^re^enb anf bem ffiege ber Ser^ttbigung georbtiet tDerben^ m btefe 
aber ntc^^t miQli<fy »are^ Idf t ft(!^ mit meler ©td^er^ett eine !Rpnn ^iet« 
fnr anffleOen. 

t>ie ®))ecfi(ation auf neue nnb loenig ^verbreitete ^flanjen ifl gt« 
gentvärttg fo t^attg^ bofi jeber Kreislauf ber 3a^re ni^t geringen 3^' 
tcaifi bef^aft^ ju beffen SSerbreitnng bie meifte Stegnng in bem neu 
erwat^enben ^rfii^Iing liegt. S3o ti bereite nfuelt i% befielt bartU/ ein 
grdnblii!^ taltmaf iger ®ebran(^^ n)enn im S^^jia^r bem S^irector burd^ 
ben botanif($en Gärtner ein Sßerjei^ni^ ber 9tn i^m gewönf^ien üctjui^ 
fttionen vorgelegt »irb^ fo baf jener genei^migeu; t>eriDerfen nnb liinjn^ 
fitgen fann. 9(a^ biefem 3nf<^nitt mnf nun ber botnnif^e ®drtntr 
ben Stntanf bcforgen. X)ie äBunf^e bed ©ärtner^ tonnen freitt^ ^^^ 
bei total nnterbrndt KoerbeU; nnb ti koirbe nid^t nnangeme^en fein^ 
wenn für %äUe, n>o eine Serßänbigung Derweigert wirb, bem ®Jirtner 
e6 geflattet werbe^ über einen Heineren 2:^eil beö jlA^rli^ jntn Xnfaiif 
93e{limmten jn Derfftgen. 

^ai fi^ irgenb 3emanb an ben !&irector felbß wegen |}f{an}ett$ 
t^erfanf gewenbet/ fo fann ed ft^ nnr s»on felbft loerfh^en/ bnf ed in 
folgern Satt oon it^kttm ob^&ngt^ ob er bie Sorref))onbfits fuhren 
wiK ober ni^t 

Sottftige nnb namentlid^ ^^^ Stndtanfd^ betrefenbe Sotrefponben) 
tm^ ttitfyt allein bem Director, fonbetn on^ bem botonifc^en @&rtnec 
frei flehen. ®a0 ben Saufi^ fetbfl anbelangt, fo lann biefer, obf^on 
tin ©egenflonb bec grif ten äB{<!^iigfeitr mit einer gewiffen Ungebnu^^ 
ben^eit gefii^rt werben, wenn ber 2)ire€tor bem Gärtner t>ettTanen ut 
bürfen Abergengt i% b. ^ wenn et wd^, baf Sej^terem ba^ dtiterene 
be^ ®arten$ tin petCigt^nm^ nnb biefer in ber fireng^en Stegelnng 
na^ ®efe^ unb ^^i^t bie grtf te ^rei^eit erlennt 3)er orbnnngemäf ig 
geregelte ®ang würbe ^erbei ber fein, wenn ber !2>irectot bem ®&tU 
ner nnb biefer jienem mUt^ilt, wnd ber Sme nnb ber Knbere einjntan« 
fd^tn nnb jn ^ertanfii^en beabfl^ttgt unb »unfi^t, wobei bi« aufträte 
be^ (Erfleren ben SSÖrjng "^ben nnb btt Se$tere an6 eigener 9Ka^ 
svolRommeni^eit nur fold^t ^fanjen nnf bem SSege bei Zauftfyt^ ibi 
giebt, bttr(!^ bie bem hatten and^ nii^i ber entfemtefte SRa^tf^eit er^ 
woil^fen fann* Sorfte^nbef ^cf^vA ftnbet ooK^Anbiae Snelegnttg barin^ 
baf bem ^irector fo genau aCö mdglii^ jitbe Information soon bea 
w«^ ber (Barten beflft unb acqniritt jngAngig getna^t werben nutf 
ber (Gärtner aber bnrtf^ feine genaue S3efanntf^aft felbji nit ben ia 
bioibneUen Ser^^^ifen jut Sermeibung unn(t^iger Arbeiten, bie nai^ 
^eüjg fein m&ffen, nnb wenn fle au($ nod^ fo gering "ßub/ am leidste 
fhm 9nff(^(uf baruber geben fonn, nwd etwdnfc^ nnb ^ai ivm tte^erfla 
fei. 3^ Si^mng ber Sorref^onben)en ifl ed nol^wenbig, baf fotü9^ 
ber. Z>irecior, ol^ wie anil^ ber (SMner, jeber mt einem Hmti^egi 
tmfe^ ffl, "^^ ^ anbetet S^ bie ®o^ o^ne ^en e^^'i^Sflc 



k 



L 



3Qfr 

^ent a(ei4t)tel unb eien fo koentg ju furzten. 

t>k tm^^i ©tit^m anb wtmMi^t @orgfatt et^etf^enbe n(^« 
ti^ 9tn9WViH ^^v l^f^^i^i^Ti l:9iri biivf^ grunbttti^e SSit^fä^rutig aber 
bte ^ (Barttn emgefftf^rtcn |){lan)<ui u«b @ämereten^ bur^ Sttqttetmtng 
ttitb ft^tal^se Qtit imf bi> im S? eien luUtotrtnt @en)(i^fe (qngtt^ev $tn« 
»€tfttB{ bed @tA«bOFtef$ im ®»rten f?|r trlet^teft. &ti^ nnb ft(rpev 

^niimitm 9ber Sammtitiig ^etrodueter ^an}en, bte tsn Utanu 
fi^ai ©orten s^^tu^t |abeii^ ©amen ? Satnmtitns, 9itf6ctt>a^ritng intt^ 
irffltttft Kamine 99b |V{{ati)eitt^et(e fte^en mtt btin »tffenf^aj^U^en 
StmVtt i^ eng jitfammen/ baf man nttr bat>ott f))n(!^t um biff )« 
it^üdcn; {ie wäfen ba fein, fte ge^9ren jnnt ©artet nnb tc^ alanbe^ 
k«f vereinte Z^ittf^tit be# ^ireetprd nnb lotavifc^en ©ärtnerö an^ 
|iet bie tin$bare <$tiit "^erani^fe^en tioirb. 

SDaö n)trfli<^ £^»rAlterifh'f<^c eined botantf(^tn ©ortend erlenne u| 
borm^ iDenn bte ^rrangementd^ bte ganje Smricfftnng fo aetrof en toUxit, 
kikp XSed/ n>a6 in etner Sdnttite ßt^ti, betfonmten^dtibe^ fo loett bte fltnta^ 
tif^es Seti^&Itntffe tt tr^mb statten. HU^iMftiat koäre ed, trol 
grofer ^^toterigfetten/ aber Slanm nnb andret^enb mit SnteStgen) 
geleitete ^Inbefraft gehört baju. 

3n ben ^Uäli^tx ^tntrten ©arten finbet tnt 3(1Igentetnen eine 
Xana^emng Btaü, $ei ben nteijlen i# bie Xnorbnnng tn fe^r bnr^ 
foealttdt nnb bnri^ bie SOtittel grf^nnben, nnb be^te^t wifenfd^aftli^e 
Orbiuing $^ me^r nnr auf bie gteii^artigere Snltnr oertragenben 
6tflqi^engien»fi^fe, bte in einer f9flematif(|en ^nrei^nng anfSeeten ober 
9axn»ii an6gei|HM)t 4^^* <&in{i#tli<^ ber ftnltur i^aben erflere ben 
Sor)«!, fnr bie Sr^altong ber Otbnnng leitete, namentlich menn bie 
9^^I S^eOnng eined in entf)>re^enber Sßeift andgebilbeten |)erfonald 
oenpfigern. 

SEB&rben bei ben botam'fd^en ©arten ^te nnb ba bte @maifyiiant» 
Winxfst eüpad befi^r&ntt n^&rbe me^e Slädft^t anf eine entf{>re4enbe 
mib toHinttd^e SoeoIitAt genommen/ fo tierm^4^ten biefelben )uoerIaf|ij3 
Sefered tfi leiflen imb erfolgrei^er pi mirfen, um fo me^r, ba bie 
^rtf^ritte ber gf ogra^f(^^atifUfd^en ^flanjenlnnbe uni8 reiben Bnxoa^ 
an SRatertoI oerf^afen. 3<^rte ©ett)ä(^d^attd)>^att}en verbreiten ft^ 
oft m 92n n>ie bie ©nnbflnt^, aber bie SIn))f[an}ttng feiner Säume nnb 
6trjtn#er xiiti n>eit fttarfamer x>9x, obglei^ bal 3nterefe in jieber^e^ 
l^nng Hfnx fpriij^t. Diefe (£rf(|einnng ift gemf nt^t grunblog 
mib anfällig* $d miit> Hxif bie öffentli^en ©arten auf biefen ©egen^ 
ftnnb )ft memg im SEBege ber tbtfmnnternng gemirft. ^arfartige ®dr« 
tm seigen S^affen nnb nur fiie nnb ba einen einzelnen iBanm nnb 
f^tronft ^^ abgernnbeter SluiSbilbung, amS ienen aber ^nbet man bie 
Syecialitäten felbp gut nif^t ^erand. Die Sepflanjnng eine a botanif^en 
9^^g bebingt bagegen ni($it iDZaffen^ fonbem ben tteberblid ber &in» 
fifL^wim'^ bajn o^iixt aQerbingiS grjf erer 9tanm, aU man i^n ßemö^n^ 
Ik^ ^b^ SSBirb bie ©elegen^eit ber Ueberjeugung geboten, tote biefer 
nnb jener Saum nnb Strand^ bie Himatif^en Ser|ci{tntffe ertrfi^, unb 
bnti mm fm ^Ä nnb feine ^genfc^aften (ennen, fo mirb t^ciH bad 
9cA«Hfin )iir lln}>flaiiiung ft^ balb me^ oerbreiten nnb vxm mirb bom 

20* 



306 

falff^eit Urt^etl^ tod^t^ eine mi^iüitt ^anjnttg ^eiDonmft, f{(^ letztet 
aWnUn laffen. 

@o fe^r u^ gegen ben ^anbel iftotantf^ev ®&rtett int Snigemeinen 
t»in^ fo entf(!^ieben uonrbe ic^ fäv benfeKen fein^ tt>o ed nt(glt(^ iß, 
nnter enif))re^enben 93er^ältniffen ben eben berührten toü^ÜQtn Z^ 
beö @artentt>efen^ bur<!^ Setbreitnng fix biefen 3^^<I ^^nf bie n>iffeii; 
fd^atf(t(!^en ^ortfc^ntte begrünbet erlogener ©erdige ju förbern. 2)ttTd^ t>ot» 
liegenbeDarjlenung n^nnft^te i^ nun, n>enn ed^'r anc^ni^t in eif^o]^ 
fenber SBeife gelungen ift, }uv t^atfrdfh'gern d^nttbicflnng bed @ttj[etd t)om 
gartnerif^en Stanbpunfte an^ tt>entg{lend eine ®fi}}e geliefert jn ^aben. 
2)ie äBi^tigfeit botontf(!^er ®ärten soerbient e$, baiiiber jn fpre^en, 
«nb n){r bfirfen ba^ SSerbienß nid^t t>erfennen, toeI(^e6 fl(^ ^err SDrei^i« 
ronu^ in äSonn babur^ emorben ^at, baf berfe(be mit einet Sfb^nb^ 
lung Aber Sü^ntng botanifd^er ®ärten i^erioorgetreten ijl. Duellen ber 
(Erfahrung muffen ftc^ offnen, f{e betrauen ben bnrren Sanb nnb rufen 
»egetati)>e^ Seben ^erioor^ beffen erfle Keime }toar jort nnb ^infaOig 
jlnb, ben ©toff jur poljen ^alme aber liefern. 

jDer $err Serfaffer ber ernannten Slb^anbtnng ^ot bad ®tiä ge$ 
nofen^ u^ä^renb t>ieler 3a^re Z)irector jmeier beräumten ®&rten getoe« 
fen unb no(^ ju fein^ nämlic^ in langer Slmtdfu^rung ungefähr Uß )nm 3a:^re 
li@l be^ botanifc^en ©artend )tt SßxMan nnb t>om genannten ^a^re 
an bi^ jie^t bed botanifi^en ©artend ju f)o^))eIdborf bei 93onn/ tt>enn 
aud^ bei le^terem ©arten, toit aud feiner ^b^anblnng f^enoorge^t, in 
gehemmter ffiirffanrteit. Der ©arten bei Sonn erfreut fi^ mH fe^r 
guten Stufet feit ungefähr brei X)ecennien unter ber gfirtnenft^en %i^ 
rung bed ©arteninf))ector^ @inning; aui^ ber S3re<Iauer ©arten ^ feit 
ben le^t t>er{{ofenen a^t}e^n 3ai^ren bur^ ^runbli^e Seranbetnngen 
nnb SSerbefferungen unter ber gartnerif^en Rettung bed eiue Steige Don 
3a^ren aTö Obergepfe bort angepeilt gewefenen Dr. 'S (!^ an er, fpoterSe^ 
rer ber 5Ratur»iffenfc^aften ju SIbena unb ^rofeffor ber SBotanil jn 
®reif^n)alb, bie ))ollfommenfte ^Inerfennug erlangt. 

9lu^ biefem ge^t aber ^ert)or, fo toit nUx^aupi im 8e}ug tnenfc^ 
tid^er Stnfld^ten au^ jiebem abtt)ei(!^enben @tav^pnntt, baf ^ier SReinung^ 
i)erf^ieben^eit a priori angenommen tt^erben fann, unb eben bef^alb 
»frb e^ ber genannte $err SSerfaffer ganj Iogif<!^ ftnben, ba^ i^ ben 
85Bttnf(^ auf ba« Snnigfle i^ege, bie x>9n t^m angebentete SRorm jnr Sin* 
Peilung botanif^er ©artner möge bie (Santticn einer »eifern i^J^^em 
S3e|^$rbe ni^t erlangen. Sogifd^ n)irb e^ aber m^ nod^ }tt ftnben fein, noenn 
ein weiter greifenbe« 3ntereffe mic^ jn ber Ueberjeugung leitet, baf ber öon 
i^m angegebene 9Beg )tt)ar }u einer t)oll{ommenen SBei^errfd^ung bed bota« 
ttifd^en ©ärtner« öon Seiten be« Director« ffl^rt, aber ein entfj>re^ettber 
gortfd^ritt be^ botanif^en ©artend gett)if ni^t baraud ^er))orge$t/ benn 
tti^t im betfpotift^en 3o(^ gebeizt unb UUit bie ffiifenfc^aft, eben fo 
koenig »ie i^r Sett grei^eit »ulfanifc^ jerflJrenber ändbruc^e ober gif* 
Üg f^lei^enber a3o«^eit ifl, fonbern genährt öon jener eblen, geistig 
audgebilbeten grei^eit, bie unter ber Äegibe ber ^nmanitit unb ber 
(Erhebung über fleinlic^e Sitelleit in ber Sriennung unb fhrengen Qtt^ 
fttOung ber ©efefte unb ^jK^t bejle^t unb erlangt »irb, 

aBenn bie gleii^fam aW SWotto angewanbte 3njlruction ber fJrfi^ 
fecten ber erflen botanif^en ©arten ^simplicla et herbarum nataram 



aoe 

exponere et borti curam habere^ für und eine SBebeutitttg ^aiett foQ^ 
fo mäffen toix ben h'efem Stnn in i^v ^uü^en, fo barf ber im ganjen ®axs 
temoefen fic^ au^fprecl^ettbe itlbttttg^fä^tge ®et{l nt^t i)er(annt merben, 
ben fetiie prafttf^e 2:^ätt8fctt )tt emer SJortaufeirm ber SSBiffetifc^aft 
Sena^t ^at unb ber geirtf m bie ^tn le^terer t^m geöffnete 9lnf(!^attttng 
brtagen nnb auf ber lii^Uxn 9a^n fid^ nen belebt ^^(en tt>trb. ^ur^ 
bie Seanfpmil^ttng biefe^ ®etße^ mnf bo^ ^artentDefen^ ber ©ärtner 
bie grdfte Anregung ba flnben^ n>o bie äBtffenfc^aft bont ®artentt)efen 
nnb nntgefe^rt biefed Don jiener nnterftu^t unb belebt werben foQ/ benn 
mo3n (ranil^ten mir ba6 ganje 9Rateriat ber äBiffenfc^aft^ wtnn fte nid^t 
in bte ünn^enbung nberge^enb nü^Iic^ tt>irb^ nnb btefe Snioenbang fann 
ber totantfcj^e ®arten in feiner SJejie^nng t>ennitteln. 2)te groflen 
®eifter nnb Zaiente, bie in i^r gett)ir(t ^aben nnb nad^ n>irlen^ moSen 
geu^if nid^t ein tobtet dapital ^äufen^ fte n^erben ben fc^ä^en^ ber i^r 
Siffen jtt ergreifen ftrebt, nnb bttr<l^ i^re Se^re i^n meiter ^n fuhren 
fttc^en. !Z)em iCirector eined botanifd^en (kartend fann ed je^t nid^t 
glet^guttig fein^ ob ber botanif^e ®drtner jur SBiffenfd^aft anfixtit 
ober ni^t, t^ fann ber iitit jnr SBiffenfd^aft falber i^ra nid^t gleid^^ 
gütig fein^ ob er Sorgefe^ter etned fnr bie äBiffenfc^aft jugangig gebil^ 
beten 9)tanneö ober eined reinen f)ra(ti(erd ifl* 

Der rein pxatti^^ erfahrene (Dartner^ an feinem ^ßicä^t, oerbient 
aSe Sli^tnng nnb ed toirb berfelbe an€ bem ern^a^nten äSer^&ttni^ ber 
f^rorid )nr ffiifenfc^aft no(^ oft bem t^eoretifcfi gebi(beten }ttr Setonn^ 
bemng nnb Slad^eijfemng Slnla^ geben/ aber benno(^ fönnen tt>ir jienen 
m^t an bie ©pi^e fteOen^ nm bad ©artentoefen ju firbem nnb bie 
Sc^re bef elben genn^ « nnb erfolgreid^ %n mad^en. Sr ßetoo^rt für 
mani^e SSer^ältniffe eine große SBeqnemlid^feit/ aber fnr ferne Sm{>fe^^ 
Img )ttm leitenben botanift^en @£rtner ^aben tüix leine ^etoeife eined 
^ert^orjn^ebenben (Erfolget nnb in biefer Sejie^nng gemachte 3^^^S^ 
h€m^t auf Stanfd^nng nnb tteberfd^ä^nng. 

SBenn SoIIfommene^ ^!üi^^^ koerben foO, fo mnf ®Iei^ed mit 
iSleü^m in entfpret^enber äBeife flc^ paaxtn. X)ie (ErfnOnng biefeö 
@a$e^ omf^Iie^e nnb bi(^te bad ®an)e be$ oer^anbelten ©egenfton« 
be^^ berSotanifer förbere bie Siffenf^aft, ber®ärtner mad^e fte n>erf> 
f^ÜQ, nif^t i^on üenem bnrd^ eine toHU ftinft gef^ieben^ fonbern in 
la^er geißtger Serbinbung jn i^m fte^enb^ unb inbem beibe i^ren 
6tanb))ttnft ffeft^atten nnb erfüllen^ fo toirb ibr gemeinfamed Sirfen 
{IT afUtmifahon ebler @tofe nnb na^^altig guten (Erfolg ft^ern* 



310 



in petiin.'^^ 



Jcfu^tt, toät itttr bo^ @Iütf tu fo fern unerwartet Qntt^ig, in\>m ^ 
tni^ gerabe bte 3^{t ju metttem borttgen Slufent^alte xoä^Un Mtjf, in 
kDel^er gtoet Slumeit^ unb |$flati}en ? äu^j^eaungett ol^ge^itlten tontttn, 
ntkb )tt>ar ibeibe an emem unb bemfetben S^age« am z5. !D}är). She 
ente SudjhOuttg, bei9 SSerema jttr Sef^rberttng be6 ^^artenbaued in ben 
ttttiflt. ^)tettf . Staaten, te »eichet beffänftg bte fernen fJjlangett }S ^n-- 
ben waren, wnrbe im wenglifj^en ^aufe" apse^alten, bte atitm 
©efeHfAaft, bfc ®artenfirennbe SerÄtt^, Ratten iitt ®(j^en im ^tttl 
be atüffte« audgejhOt, nnb bejlanbttt le^tere ttteipen« nnr an^ f^5w^ 
bW^enben itnb 9Hobe*^flanjen, ba bte SWc^rjai^I ber ^crt^n (Stnfenbet 
and $anbclCgdrtnern btftanb. 

3ebe amsjhttttttg, wag fle ^flanjen, Älnmen obet %tu&tt betrejfeii, 
wirb fitr leben fä^Ien^en, bem gortf^ritt ijulbfgcnben ©ärhtet «nb 
®artenfrennb intereffant fein ttnb t^e ^ngte^nng^ttaft aui^juäben nti^t 
tjerfeiltn, benn man befommt babut^ efn 3^«ö^tf fitet bte Jetfhinge» 
bet ®artner, Htien ÜeberWtÄ nber bte gortfc^rttte ber ©attiterei an unb 
für ft^, nnb man »ttb wrjiigK«:^ aXi JJrembet an ber ftultnr nnb bem 
än«fe|itn ber anfgefkttten ^flaitgen obet %tii^tt bte fJJyftognomien 
ber eittjelnen (Sarten tm ^Sgemetnefi ^n erfentten Derm(gtn, o^ne 
tm 33efonbern ber twibutlten SSort^etTte jt gebenden, bte man ^if 
bnr^ ftentttmfna^me nnb ^npragen nenertr ^aitjen erwttbt nnb 
unfehlbar an^ angefpomt »^rbetk xoitt, bent ^tfyin^tn nnb Äorang* 
It^flen bed SttdgejleQten, wenn ni^t gT^t^jnfommen, fo bo($ wentgflen^ 
na^jnetfern» ^Oen btefen genannten (Stnjeln^etten gefeOte ft^ no^ etn 
{)att)>tgrnnb ^tngn, ber mt^ bte ®elegen$ett, btefe SludßeKnngen )U 
befnii^en, mtt um fo größerer SBerettwtStgfett ergreifen lief, nämlii 
ber, baf i^ ium erften ^aU baö SBergnugen ^aben foOte, eine fo olt 
gerühmte Sln^fteKung 93erlttt^ gn fe^n nnb gwar ber@tabt Serltn, bie 
aU ÜRittelpunIt ber ®ärtneret bed Ifj^ntgret^^ f^reupen bafte^t. 



*) !Otefer intereffante unpartt»ettf(^e Seric^t über bie berliner 9u<fleIIttngen 
fonnte (eiber ni((t e(er erfi^einen. jD. 9leb. 



311 

Sie ÜReitge ber Utiglt^^ uiib i^rni)(ii^eii i^^fgärtnt^ bte tu ttnb ttm SetKn 
Itf(|eO/niie 9n)a^I reti^ bottrtrr unb anQe9temrciwiit{rterf$nvaig£rteti^ fo 
»te no^ eimge itt^t unf^ebentenbe/ tvo^Ibefanttte ^nUUQäxttn, berechtigen 
m^l bett Sefu^et bagn, ben SRaf flab iitil(^t ju gering an)tt(egen unb 
er entartet nur S^rjägli^d bem Singe bargrboten jn f^n. 9Rag 
«m ber, fnr @en>ä^l^attd)»f{an)en eben nic^t fe^r getgnete 9Bintcr be6 
le^en 3o^red an^ ^ier bem (Gärtner entgegengetDirft, nnb bte StuUat 
ber feineren f^anjen erf(!^tt>ert ^dben^ oter mtgen bte ^enen (Särtnet 
imb <Sartettbef^er bur^ bad gerobe |tt biefer S^it eingetretene nngitn« 
{lige nnb latte 9Beiter t)Otti Sinfenben größerer nnb gorterer f^ffanjen obge^ 
ji^recEt n)orben fein, genug/ {te waren in biefer SBeji^nng niü^t fe^r rei^^ U^ 
^t, nnb no(!^ ber Sn^fage SRe^rerer, im 9$erg(eiij^ jn ben frn^eren geringer. 
einen {nr)en UeberUid über beibe SluiSfleBungen jn geben, werbe i^ 
mi^ folgenber 3^I^tt bemit^n, nnb mit ber im engtif<^ ^anfe be^ 
ginnen. 

2)a^ 3tt^eSnng«IofaI biefer Serein« war nnr tlün nnb beflanb in 
rtnem fd^malen, langtn @aale, in weU^ in ber Vlittt eint lange 
Zofel anfgefle&t war, bie anf betben Letten va^ einen hinlänglich 
breiten Stanm fitr bie S3efn^enben freilief; eben fo waren an ben^ie^ 
idfeitett no^ breite 99}rter o« ber 9Banb «tgebtac^t, bie fämmtli^ 
sebfl ber SRitteltofel mit weif em @anbe bejlrent waren, um ben %niUd 
ber ^anjen bnr^ ben weifest Ornnb pt ^ben. ({4 (Inb eigentlid^ 
btefe Xrt fi^maler Zafeln, nm bie man gan| ^ernmge^en (ann, fAr 
frai^textmjfUxt, namentli^ ntnb ge)#gene^ nngentein i^ort^il^aft, inbem 
man fold^e oft er^ \^&i^ Unn, wenn man i(rren Umfang gn ermeffen nnb 
t|^ S^dn^eit loon aSen Seiten }n betrauten im ®tanbe i{l. Son 
einem flbrratigement tonnte nntärlii^ wegen ber £age te^ (Saales, »or^ 
{tt^id^ ober wegen ber gferingen QnantMit ber eingefanbten ©a^^n, 
nit^ bte Stebe fein, nnb waren bn^er nnr fo georbnet, baf auf ber 
$mqMttofeI bie grofpen nnb btt^efti^en Sirem^Iaxe, nncanenÜH^ Sonenrren}^ 
^njen aufgehellt, bte @eiteidM>rter Zugegen mit ben niil^tbtn^enben, 
neueren ^^«njen befe^ waren. 

Die f^önflen nnb am meiflen in bie Singen foSenben ^flnnjen ^attt 
lebenfatt i^err ©aner aul tem ttntoerfltat^gorten eingebracht, mt> 
}war PhllodeDdron pertusnm KIfa. 2)iefe nene nnb fc^l^ne Sroibee, 
oon {)erm Don Sardjewte^ ein§efanbt, in einem an^gejei^neten 
4b:em)>Iare, baim PkiloitondriHi Fontane^ mit 8 Stottern nnb 5 9(«^ 
tbenflen^eln, wag anif anerfenneitb ^rontist wnrbe, nnb mt fe^r nette 
yfott^ non Podolobimi chtmzemttBfoliom. 

2>er botanif^e ®arten ^aik ^ tro^ feiner f^flanjenf^MK^e 
m'c^t fe^ bet^ettigt nnb nnr einige bln^nbe ®aicl^, wie Hymenoeallis 
cnmeDBia, Veltlielaua viridifblia, Cein f^on fe^r bejia^rter 99ttfc!^ mit 
B Slttt^caiftengdn), eingefanbt, fo toit cote ^nbfi^e gefunbe f>|[an)e t>on 
Cifoxhnn ai^yroneara Fiscal., wt^r^einli^ biefdbe Sf^ecied, bie im 
rarigen 3«|^gange ber neuen aflgcmetnen ®arten^ nn^ Slnmenjeitnng 
nster bem Flamen Gloxtnia Mercki! E. Otto befc^neben worben ifl, 
menigllettg war Iber S^Utn^ nnb bie 3«i^ng ber iBlatter gan) biefelbe, 
Bfmncn ^aUe ^e jnr 3^i^ »0^ ntc^t entfaftet. 

^«rr Oaerbt, ©fotner beiJ^rm Dannenber^er ^otte ft#, in 
ilen ^ttn Seric!^ tobendwe^ erwl^t, an^ jeft wteber bnn^ 



812 

aufßeKttng mehrerer fe^r ittterefantfr f^flanjett tMßtitUfyntL 3(| 
nenne nur ^on Un^enten: Pahenaea thymifolia^ ein ret^Un^enbe^ 
Crentplar t>on 2' ^i\^ nnb mo^( eben fo )>tel IDnrd^nteffer. Erica 
bibracteala puiporea, eienf^Kö grof nnb ü^))ts Mn^enb^ etn ^etrh'd^e^ 
Rhododendron hybridam Smithii chrysolectum grandifisimam, mt 13 
großen ®Iut$e»ljf>fen/ Sparaxis grandiflora ele^ans^ t)on nt<!^t Mu^ 
$Inl^enben: Zichya Httgrelii, HabrothamnuA Hügelii ic. Stne ^{longe 
toar iebo(!^ tn biefev ®ntp)>e/ bte fon>o^I t^rer @(!(^$n^tt, unb t^re« 
Slüt^enretd^t^nmd »egen^ oM au(^ befonberd wegen bet 9len^ett nnb 
©elten^ett t^rer Slnntea aOer 9(ngen anf ftc^ jn lenten vpnf te^ ed xoax 
bte Fachsia macrantha. Dbn)0^l btefe ^flanje fil^on länaere B^it ge« 
blü^t ^atte, fo loar fte bo<^ noc^ t>oIler 93(ttmen nnb Scnoöpen^ unb 
ßerr (Saerbt ^erfi^ert^ ba^ er etntge ^tii ^or^er 250 Slumen nnb 
ftnod)>en gejault ^be. 2>er ^obttu^ ber Fuchflia macrantha t{l hu 
fanntlii!^ gnr ^tii t'^rer Slnt^e fafi »te ber öon F. corymbiflora, fe 
blu^t tn fangen grof en Kippen an ben ®))t|^en btr ^xotiit, bte etngel^ 
nen 93Ittnten i^aben gan^ btefetbe %txm, jlebo^ tmt etwa^ länger^ nur 
bte %wAt t^ «)erfd^tebett/ nämtti| bla^camttnrofa. Senn VMXi bte etgen«? 
tfiuntlt^en (S^iDtengleiten tn ber Aultnr btefer ^^r^t Umni, tt>enii 
ntan berucfftc^ttgt baf fte sunt erflen SRale auf bem Sonttnente blu^te^ 
unb nod^ obenetn tn fold^er ^nUe^ n)trb man (anm glauben {onneiv 
baf btefe $f[an}e bei ber $rei^t>ert^e{lnng unpränttrt blieb, mä^renb 
anbere längfl eingeführte unbebentenbere ®aS)tXL f^ fJretfe enoarben* 
3fl nun an^ bad Programm biefer (SefeOfi^aft noc^ fo mangel^a^^ 
toie e^ ). S. ^err ftran^ntf jnn« int oorigen 3al^rgange ber SlSge^ 
meinen ©artenjettung ^inlänglid^ belenc^tet, unb tt)ire au<^ biefe ^flan^e 
unter leinen betref enben f)aragrapi^en )tt bringen gett>efen, fo \fiaz bO(^ 
btefed eingefenbete ^ra^tflad mit ^ug unb S^ec^t oerbient^ eine Srtro« 
Sud)ei4^nung gu erhalten, ba ber Sifer unb bie anerfannte Strebfam^ 
feit i^red ftulttoateurö bei fold^er ytii^i^i^tmi unb ®eringf^ä|ttng bet 
Serbienßir ftij^er nid^t gehoben koirb^ fonbern erfalten muf . ^er eitt:? 
Vi^ %^^Ux, ben man ber f^ftanu na4^tt>eifen fonnte, n>ar ^d^flend 
ein SDtangel an oottjl&nbiger Selauoung^ bo<!^ tfl ed bur^aud nt^t Hat, 
ob biefed 9lbtt)erfen ber SKtter gegen bte 3itii i^rer Slät^e ^in, ntc^t 
eine Sigent^ttmli^ifeit ber ^flanje felbfl ift. 

8(u6 ber rei^^altigen Sammlung be^ ®ei^« $of6tt<^bmder< ^erm 
X)eder^ ^aiit ptxt Sie ine de eine Xu^u^a^t aufgehellt, unb jn^ar tia 
filfineö rei^ blü^enbe^ (Erem)>Iar oon Acacia pentadenta, Dracophyllam 
Hü^elii mit 4 9lid)>en feiner loeif gelben Slumen, Heintzia tigrina, 
eine neue Gattung ber Geaneriaceae, au^ oon $errn ftarflen einge^ 
fanbtcn ^Bamtn erjogen. Z)ie 93Iätter berfetben ftnb ber Gloxi- 
Dia Schoüi ä^nlic^, mit einer auf ^eSem ®mnbe braun getigerten 
JBIume, fte iß im 9(agemeinen jebod^ leinedmegd bie f^^önfle biefer Familie. 
Berberis (riaogalaris, SchätKellia Derkeri Kitz., ebenfaOd eine nette 
intereffante $f^n)e aud ©amen oon {)errn ftarflen. ^ii^i minber anf^ 
faQenb aM ber 9tame, i^ bie ^ftanje felbji, fte ^at einen fd^lanfen 
2Bu4« unb f)>t$^er)förmige Slatter, mM^t auf ber Sintffeite, fo tt>te 
ani) ber ganje @tamm nnb bie ®tengel mit einem n^eifen %i\yt nber^ 
jogen ftnb. Die 93Iumenri^|)e ifl gt>felflänbig, get^eilt, unb flehen bte 
»lumen )u 6—7 auf 3—4" langen ©eitenpengeln gleid^ titmn IHn* 



313 

frf^^n DOS carminpurpitYner %axU. Sd fotin^btefe |}fl<ui}e ^ittUUift 
eise re^^t ^itif^e ^flani^e ju Srupi^eit fnrd freie 8anb »erben^ tt)0 fie 
^r^ i^t ortgtneHed SSJefen getptf Sffelt mad^en n>irb* Sott ttt^^tils^ 
^(obeit mareti no^ tnterefattt: eme Befconia spec. ititt eutettt gro^ett 
fiä^öiieii ^lattxotxt, Bejaria ledifolia, Pimelea VerBchalleltii, Schwe- 
rinia superbai, tta^ ber Sitlbtlbung etne munbert>oI(e uab h^iaxt Slcqut« 
{tttPQ/ £agenia Deckeriaoa itnb mehrere attbere. 

Sott $ernt ^anbeUgärttter ^ätttcEe n>arett an<fy u^t ;ttetie ^{lattgett^ 
i^^ m metfl (letnett (Exestf)Iaren, gar Safidj^t gefleSt. Eriostemon 
scabrani) Ozylobium spleadeoa, Spiraea chiueDsis, Epacris mlcro- 
pbyUa Ma^ettb^ ferner ttO(^ Bakiantbaa reticulaius, Acacia rotondifolia, 
Paltenaea Testita, Dillwynia (enoifolia, Epacris dabia tc* 

Sott ^erra SUarbt euttge ^ttt)f4 gejogetie^ ret^^blö^eabe Erica, 
wtfi^Xi^ Erica sparsa, E. canaliculata, uab }toar fättitittltc^ fic^ felbft 
trageitb. Stntge toetitger ttt bte Stegen faOettbe f^ttjea toarett tiod^ 
asfgeflellt ^ott {)errn %x. Souc^e^ at$: Tropaeolam azureum, Erl- 
•stemon seabroui, ^^n ^erra ^ofgärhter ÜRayer einige re^t nette 
Samen^yacint^en unb Rbododendroa ele^ntissimam, iD0n^erm2)at>{b 
Soa^e einige Amaryllis * Sarietaten^ oon ^errn !£)anneel Spiraea 
pniBifolia, jiemli^ ))oO ibln^enb, aUx bur«!^ ben SRangel an gef^i^nger 
Selombnng nnf(^ein(ar, i»on {)erm Üticolad frü^er^ fe^r ftarter ®par^ 
gel, imb einige getrie&ene l^fKonjen. 

Da^ bnr^ bie ^antibnrger 9aißeDtmgen an bte janterif^e t^nn^ 
beitere Satnilie ber Or^ibeen getoi^i^nte 9(nge fachte nat&xli^ ani^ ^ier 
bor ttac^^ fanb iebod^ nnr einen Stepräfentonten: Lycaate crueata, t>on ^erm 
Sauer, load allerbingd aU fei^r )t)enig erf^^eint, ba bo^ bie iiemli^ 
Meatcnben ©ammlnngen einiger SDtitglieber biefe^ 9^rein^ eine ftärtere 
Sertretnng biefer fc^onen ^flangenfamtlie ermarten laffen (onnte. 



Xai Sht^fteSangdtofal ber ®artettfrennbe ioon IBerlin mar im 
•^6tel be Stnffie" unb toar bajn ein ^o^er langli^er (Baai getoäfit, 
gaaj }tt biefent 93e^nf nnb S^^ä geeignet. t>a^ 9lrrangement ber 
fangen, bie, toit fd^on often iemerlt, meifl nnr üu^ fd^Sn Mö^enben 
9rte9 f^eflonben, n^ar t>on ^errn Siftnnenilamp^ Partner im Sogen« 
garten gu ben bret äBeltfngefo/ fe^r gefil^madboO nnb gelangen angeorb^ 
aet nnb gab ein genögenbe^ d^itgni| oon bem oft gerahmten fd^d)>fe« 
nfd^eit Talente btefeö ®drtner^. %n ber einen 84ngentoanb nnb ben 
<9te(elfeiten liefen mit Sreilaffnng ber {Innren Slnmen^eüagen entlang, 
mk halbkreisförmigen 9Sorf))riingen/ to&^renb an ber Sorberfronte beS 
Batit^ eine grofe ^albrnnbe ©teSage ium SJtittelfindE biente, nnb 
ao^ einige Heinere nnb runbe 2:if(^e jnr @ntt ^attt, bnri!^ toeld^e 
biefe Sdnge mit tldntn 3tt>if((^^nrdumen ^inretc^enb auSge^Ot tonrbe. 
3b ber Wlittt bed <SaaU^ n>aren. }nr Sert^oKflcInbignng be^ 
HrrottgementS noc^ einige @rtt)>f)en anfgefteOt, nnb gtoar fo, baf 
fU dorn (Eingänge na^ ber Wlittt JO/ \i4 fbtfentteife erhoben, inbem 
ftn Slnfang eine $9acint^engmp))e anf bem ^fboben arrangirt toar, 
»eli^er tin^ ^t(oa€ ^ö^ere anf einem ot^alen Zi^üft anfgejIeQte folgte* 
Son ber 9)tittelgrtt))^e, einer ranben ^yacint^enflellage^ an fenfte eS ^Ü^ 



314 

ut tintt mit Stvitwcp^anyn (e^eSten £afel m^ ber entgegengefe^tett 
Stitt^n ttttb eubigte itt einem ttemen fe^r nett Wi^xU^ttttn, bur^ ®otb^ 
^f<^e belebten^ mtt Steinen nnb Sotul^iliett gefi^mudten^ nnb paffenb nttt 
^flanjen^ aU (Sngentenr SameSien, %attn, S^atia, k. becorirtem 93afftn nttt 
Sotttante, an beten SÜödfeite eine bem Sabe entftiegene Stpmp^e fx^ ii^ttQ 
)tt )>eri)ergett fn^te* hinter ber ^ontaine^ bie bie (Srenje be$ @aale^ 
bilbete^ führte eint fleine XYe;>)pe bntcfi einen fnrjen Saubcngattg t>on 
Syprefen nnb S)>^en gebilbet nnb 9mi ejcottf^en ^flanjen, namentlt^ 
Sycabeen nnb Z)t«caenett loerf^nert, mi^e ®<$ritte in bie $d^e, nnb 
fo gflangte man in ein (Stxmif, in toAi^tm ef>enfottd noi^ ))erf(!^ebette 
degenfUnbe an^efklU toaren. ^Einige Slnmen^nbler ^oH^ ^itt i^x 
9ie))ier nnb t)or}ttg(ttl^ traten ed Sib^nt^flonsen/ bie anf neinen ®teT^ 
logen, $9ra»ttben k. anfge^eOt, (e^r gern gefanft würben. 3n ber !Dtttte 
biefed Stanme^ iefanb fU^ ein tnnfUi^ jnfammengefe^ter fnortiger 
^Mvx^ ber anf feinen nnregelmäfigen 3^<g^n f^^^^ ^tnmmtbtb^^ 
nnb S^ablett^en mit 9lt)q>e^{{än)(^en/ and Sactn^, S(Ioe, @ebnm, @eiiu 
ptm^nm, ^arrn k* be^^b/ tmg, mit Sc^neden^n^^en nnb SRnfd^n 
oerjietC «nb mit (&p^ nnb S^ce^^obien mnrantt n)arj ald ftrone bientc 
biefem SSiomte ein ®Ia«gefä^, in n^e^em @^^ nnb SiK^erjtf^e fU^ 
{ttfiig ^erum tummelten. S)ad gonje S(trangement mar giemli^ g^^^i^M 
nnb gut on^geftt^rt^ )»ai bei ber nattrlt^fen ®teif^eit fol^er Mt^ttd^en 
93äume, feine @(]^mierigfeiten Witt 9toil^ tt>aren in biefem ®ema<^ 
eine Sn^liHii^t fe^r giorlic^ ^eorbetleter Slrten »on SSafen/ Zöpfen, Slm^ 
^eln, Xapfen tc. i^m Xl^on bem SKnge bargeftettt, nnb etmge nfebli^ 
nnb fanfore Dra^tgefle^ltt auflegt, fämmtti^ auf ®artneret JBejitg 
^abcttb» 

Son ^anitn loerbe Ufy, nm boii 2angmei(ige jn Derm^'ben, nur bM 
$ert>orragettb{le onfui^ren, nm^ ni^ tri jieber &tvp^z biefelben 9}amett 
nennen }u mnfen, ba natitrlid^ me^re ${tan}enarten in mehreren ®mps 
ptn }u fittben n>aren. Unftreitig erregte bie Üßittelgruppe an berSor^ 
berfeite, auö f(!^önen Slatt})jlattjen befie^enb unb öon ^crrn ®auer 
fe^r natitrli^/ gef^matfoeS nnb lei^t aufgrflellt/ bie met|}e Slnfmerf- 
famfeit. @ie eatf^ielt nnter 9(nbern mehrere fJoImen^ nnb ^rmactefK 
oM: Oto«ae<k»rea Schiedesoa, Ch. concolor, eine ber fd^n^en S^a« 
«aeb^reen mit langen SBebebt unb fe^ bnnfelgrnnen Slottt^eäen. &ie 
gleist einer im ft^tanif^en harten }tt {»ominrg beftnbli^n, nntev hrm 
9tamett kwiita wn Cieimana iefc^riebenen Ibd fe|r, nmr nnterfi!^'cb 
fi^ bie eeaeobr in fo fern tmi bar (erstgenannten, aU fie ^ tro^ 
i^rer drö^e nii^t in iaflorescens befanb, mä^renb lanata ft^cn iti ge^ 
ringerer ^repe tmmermä^renb ft^aije nnb grnne ^riid^te trSgt tm%> 
i^re fi|K^en ^Sgelb «efäriten ^ru^'d^en mel^rere ^a^re jur großen 
3ierbe ber ^flange tn Segetation erhält. Caenopferis japonica, Plaiy^e^ 
rhim alctoarne, Adiastom palens nnb formosum, Obotiuni Schie^lei^ 
mit feinen Tangen fo^^iiten SBebdn, fetmer: Carcoliipo recarv^ta in gmei 
f<l^nen CjrfmpTaren, AiioectoehihiB ar^eatens, Cordelyoe mbra m.ii 
^^pen nnb mehrere anbete, toM^ Saccharnm of&cinainm mit fctiüe« 
f^^lanfen Stengeln nnb gellen langen Slcittem lei^t äbervagte. 3^i»s: 
b^^enben f^flangen iM^ ^^^ Sauer no^ einen Xif^ oottgie^eOt, uii^ie^ 
benen got} ^efonber^ inö Snge fielen: Eakianlbas ^inquefloruB, f<£^i 
cek^ Mn^^^ Helioliryisiim Minam, eine gefnnbe, iitf<|ige, niebri^ 



Slö 

^atteiie f^ffatije^ Keniiedya prostrata^ TaBouiBnia aromatica, Bei^onia 
manicata imb Be^. hydrocoiylefoHa WarssewicEii, Betbe t>on großem 
Unifaas imb fe^r vetc^tli$ettb, toa^ m<I^ bttrc!^ Srt^eilttng einer f^ramie 
aaerfaaat tourbe. 

Dte nae^ße ^alifrei^fjrtnige Stellage enthielt imter anbero il& 
teabea, ))on {^entt Sergemann eingefanbten f^flanjen eine Sngai^t 
St^obobenbren / and ne)>aItT4en ®amen erjogen, bte bnr^ t^r ntetfi 
^8e^ Sariettf)>tel bte Sitnfmetffanifett ber SSefn^er anf {td^ jn lenten 
mnficit, anb gefielen befonberd bie ^eSrofa gejet^netcn mit bronnen 
Steifen nnb ^ntdUn an ben obern Slumenbtättem. 

Die fflmißn M ^errn Xllarbt Ratten t^ren fJIo^ t^eitö tn ber 
er^en ®xnp^t ber anbern Seite nac^fl bem »affin gefnnben, t^ciü 
»«ren fie in bte 9)ltttelgrtt)>f>ett t>txi^cilL 3n ber er^ren machten fi(( 
befottberd einige £)rd^tbeen^ a(d: D^ndrobiam pnlcheUam porpaream, 
Lycaste Deppei unb Spiraiithes Lindleyana ferner Franciscea hydran- 
giaefonnia, Aniai7lli8 platypetala neifl einigen l^abf^ien ^n^briben be« 
aieifbar. 3n bie ^^amt^nitwfftn in ber ^itte beö Saaled klaren 
otd btefer Santmlung einige nU^t fe^ gvope^ aber gutlaltit>irte S^wpijlanf 
fett ^»txtfy^iÜ, unter benen {(^ anr Erica hyemalis, Erica gracHis, ein 
w^t IV9' int Dnrd^mefer nnb eben fo mt ^^t ^altenbed Ir£fiige^ 
Creaq^Iar mit taafenben i^n Itn^dfien, Gfe?lllea acaathifolta ^ert»or^ 

Sott ben ntan^erlei eingefanbten ^flonjen bed{)errtt firaa^ fielen 
beat Sef^aner )tt>ei befonber« fi^a^endn^er^e ^ium^tn in bie Sngea, 
aab jmar ein angefä'^r 3 ' ^D^ed fiaf eebanniil^en, baftig erjogen utßb 
mit Srni^ten nberfaet^ (0 n)ie femer eirn CUnis layrtifolia, t>on bei^ 
(lafcg 4' ^^, beten ftrDne fikmli^e ftlnni)>en fd^öner golbgelber 
%ti^Q trug anb fafl anier bem S^rnde i^reid @egend erlag. 

Unter ben 9Iamengritp)>en jei^netea fidl it^tfy wt aQen Snbem 
bie ht€ |)emi 9I6nnen(amt> bur^ SStat^etrei^t^nm unb Sarbea)>rad^t 
oe^ aab jenglea ^mmtli^e ^flanjen wn einer tyort^etK^oftea erfolge 
reiften ftnltnr. £)ie SameSien in aUtn ®röfen nnb formen n>area 
fta^t^oU, Dorjugln^Caffn. jap. punctata, picta, roaea^Sasauqaa, Donkelae- 
ril, Convillii marmorata; i^on %iaUtn t>erbienen einer Semerfnng: Azalea 
'md» erqatoite, apthna, A. p. alegans MorlierL ^n^if^en biefenS^on« 
^ten )»rangten nod^ nnc ^tnjal^I t>erf(^iebener AmaryHis-^lrtea anb 
Sonetäten^ t>i)tt tt)el^en iä^ nur Amaryllitf Brank^v^ana, U)egen t^rer 
befonber^ grof en §B{umen nnb t§red pvä^ti^n Sptoritd ^erborffebe. 

^err3 d niäe ^atte ebenfaSd eine bemer{endn>ert^e @ru^e jnfammen« 
gefUDi. bie jn^ar and Heinen (£}reat)>Iaren beftanb^ febod^ in i^rer SfRitte 
»ieie feltene S3ett)o^ner bed Sa))d unb 92eu^Oai^d jeigte^ att: Boronia 
creDulata unb anemonefolia^ Dillwynia juniperina, Leucopogon CuDDing- 
kami, Keanedya arenaria, Maryattae, fiiica Archeria, veinix coccinea 
aab m^rere anbere« 

Z>ie (Snb^ nnb üffcnp)^ biefer &eiU towc bur^ bie fJflanjen bed 
^errn Kaufmann 2) an neel, ton ^errn $afen>a(b aufgefteOt^ gebiTbet, 
aab enthielt tivt 9Renge bübf^er bla^enber @a(^en^ »oDon id^ iebo^ 
aar bad Bebentenbße anfuhren k»erbe« Unter einer (SoQection rei<l^i4 
btt^enber Sljaleen ^be i^ befonberd l^ert>or: Azalca iod. Neiiaaonii, 
Slary 6aada:ve&ais, fiae dark porple» Ch^aoni, ferner ao^: Fraadseea 



316 

hydrang^laeformia ttnb nniflora, Euphorbia Neumannf, nnb Jtoet voa^tf 
f^etnli^ attd ftreujuns etttflanbene Segomen. !Z)te crfle glet^t ber In- 
eamata fe^r unb unterfc^teb ftd^ nur t)on berfetbett bur^ bte mattere 
garbung ber SKtter unb ©Ifitl^en; bie aubere aber, Meiringii^ (fofl 
jiebenfan^ Möhrlngii ^ti^tn, na^ bem ^anbel^gärtner SSHi^xin^ fo ge^ 
nanntX jet^nete ftd^ t>on aSen befantiten 9(rten au^, unb ifl fotvo^I 
burd^ t^ren 35au unb Selaubung f<^9n, att att(!(^ befonber6 mertourbig 
bnr4 an ber Sänge be^ Stammet auf beut alten ^olje ^if btlbenben 
(leinen $flan}<^en berfelben f^flanje/ bte ein eigent^umlii^ gefran}te6 
jierlidS^e^ 3(nfe^en ^aben. 

IDer le^tgenannten ®ru))))e gegenüber, am (Eingänge }ur Sterten, 
befanb ^xify nocf^ eine 3uf<^nimen{leflung i^on^f^dn unb reitl^blu'^enben 
f^ftan^en aud bem ® arten be^ ^errn {>anbel$gartnerd ftro^n, bte 
inbe^ fonfl nic^t^ |)ert>orju^ebenbe^ en^ielt. 

9{o(^ Ratten mehrere ©arten Heinere Sollectiottett aufgefteQt, bereu 
3n^alt j[ebo(!^ meiften^ in ben grd^ern ®ru))f>en wieberjuflnben loar, e« 
alfo einer befonbern Srn>ä^nung ber (Sinjeln^eiten ni^t bebarf, obgleich 
f5mmtli(i^e ^fTan^en burd^ reid^e SIut^enfuBc »on einer guten ©e|ianb* 
tung 3^ttgni^ gaben. @o i^atte ^err Ü^\t au6 S^arlottenburg eine 
9tt^tt>aM SameSien unbTtelfen, ^erräBeber ebenfalls f(!^9ne SanteOien, 
$err Sieb.o einige ntttt 9?eu$onänber unb Sapflanjen )ur Stnftc^t 
gejlefft. 

3n ber SKitte'be^©aaIe< bilbeten, »iefc^on oben erwähnt, mehrere 
®rttf>^en ^^acint^en bie ^auptjierbe, unb^n>aren unter benfelben eine 
$?enge au^gejeic^net fd^dner grof blumiger ^flanjen, i^erbunben mit einer 
blenbenben ^arbenpra^t, ft(^tbar. S)ie erflere tcat i^on^errn @^ul$e^ 
bte itoutt öon ^erm 9Wjöt>e« unb bie runbe SWittel^eOage öon ben 
«5>erren %an^ unb g riebet aufgeftetlt. Dbgleid^ nun biefe breiSrup? 
))en in ^ra^t unb @(!^on^eit {Ireng mit einanber rit>alt{trten, fo gelang 
ti bO(i^ ben ^flansen be^ ^erm ^anft ben fibrigen benSBorrang jirei* 
tig }u ma^en, n^a^ au<!^ bur(!^ Srt^eilung einer ^®elb))rämte tu Xnerfen« 
nung gebraut mürbe. 

Sind ber festeren em^ä^ne i^ nur einige Dorjngli^ f^9ne, Grand 
vainqaear, Talleyrand, Hermann, Albinaa 2C. 

?lttffinbpunftbiefer®rtt^)penretV bientenbieöon^erm Steinetfe auf* 
geseilten ^jlangen au^ bem !Deder*f<!^ett ®arten. Obgleiii^ bie Hu«? 
»a^I nur gering »ar, fo toaren bO(^ einige fettene, fo »te einige giem* 
li6) umfangrei^e firemplare in bereu 9Witte, SJon ben lejteren meifl 
3l}afeen, DorjAgli^ Azalea ind. Sin. vera, aU 9{ett^eiten mai^ttn ftd^ 
bemerflic^: Heintzla (i^rina, Acacia nitida k., mit benen bie bagwif^^n 
pe^enben S6pfe unb 9löj)fe mit A^ostis pulchella nberwacjifen, fe^r 
Kebli<]^ lontrajKrten. 

Die an^ bem S5erei<^e ber ©emufegSrtnerei aufgehellten ®egcn* 
fkänbe eritfpra^en in quantitativer ^inft^t ber fiberau« reichen Ser* 
tretung aM ber Slumengartnerei ni^t, tt>ie man too^l in SBerlfn er^ 
»arten foHte, ba boi^ t^ziU ber ungeheuren ?lu6be^nung ber Stabt falber, 
i^tili anif, n)ei( fEe aU SBinnenftabt grdptentffet'M auf ®emüfe ange^ 
liefen i|l, eine Unmaffe ®emüfegSrtner fU^ bort beftnben. Cingefanbt 
»aren nur oon ^errn Jlicola« au«gejei(^net f<^5ner flarfer ©pargel, 
ber allgemein ben>unbert tourbe^ eben fo nod^ Sonnen unb S(am)>ignon, 



317 

imb wn i>tttn ^attjl eine $ro(e neuer gnt au^geitlbeter [ogenanttter 
Bt^imi^tnUxio^tln. ferner ntad^te eine ungeheure ©eHenefnoCe^ 
fafl »Ott ber ®röf e etne^ Äopfe«, Auffegen, fle war trefpid^ ermatten 
«ob )»os ben {)errett !!)ti>f(i^,fott)i^ nnb ©iegltng netfl einer f^ro^e 
ber belannten (Erfurter Srunnentreffe and (Erfurt etngef^tdft. 

Sei ber jur Sufmunterung unb Slnerfennung ber )>erbienfH^en 
Setfbngen ber SSereinömitglieber flattgel^aiten SSevt^eilnng ber f^reife, 
toaren na$ bent ri(^terli^en (Ermefen nnb ©ntac^ten bed ^rei^rid^ter:; 
omte« bte Seiflungen ber Ferren Slönnenlantt), aU bte (efle ®xup^^ 
tln^enber 9flan;|en unb |)erm Sllarbt^ eine Hnf^eHung Don fe^^ 
oerfc^tebenen f^$n fiejogenen ^anjen ott bte audgejeic^netflen (efunben 
ttorben nnb i^ntn bemgentdf au^ bie i^^^flen greife juerfannt. ^t^^ 
tere, »ie bie Ferren 3ani(fe, ?5afett)alb, gauji unb Sletnecfe, 
^ttett f|A ebenfalls, menn autfy geringere^ greife errungen, fo toit an^ 
emigen Smfenbern (£$ren))rämien ert^eilt würben unb noäf änberer tu 
t^xmoUtx (Erwähnung gebaut n)ar» 

SStO man {{^ nun int SOgemeinen über biefe Xu^fteHnng tin Un 
l^il erlaid^en, fi> fann e^ buri^ud nur befrtebigenb (nuten, unb mtrb 
nne foI(^ berarttge Slu^fui^rung immer nur )ur (E^re bed Sereind ge^ 
m^es. @ie 3ett>ä$rte einen freunbli^en er^ettemben Uniliä, unb wax 
fM»o^I auf bell ©n^Ienner Slndft^^t genommen, aU au^ befonberö etf 
Me 2aien bem 93ereine Z)anl tt)iffen muffen, ba^ er i^nen Ui bem bamatt 
U(^ ^rrfc^enben f(!(^aurtgen Sintertoetter, einen fo ^errltd^en, )>on ^^if 
Ben Slumen flro^enben unb t>on aromatif(^en Slumenbuften erfüllten 
tf^^tn ®arten bereitet ^atU, toa^ man öingend an^ oon Seiten 
M fuilihm^ burii^ einen 3a$Irei^n 99eftt<$ anerfannte. 

(E. 8öf(^er, 



318 



^niUtton^ 



SoiibPtt« 3tt ber SSerfanintlttttg 
am 17. apxii er^tett ^en 3. Wl^ait 
3« S)ei)tfotb ein (Eert^fcat für 
etne ^fKanje Don Cyclamen perRi- 
ettm, rottet tmn 12^}dllt*aeit £o)>f 
t^oIUominett iebedte. j^te Slut^en^ 
Ȋffe, iwld^e biefc ?Jfl[attje crjeugt 
^ai, ^attt einen 2)nr^meffer t)on 
fiber 18". Äu^ bem ©arten ber 
®efenf(^afl mar bte neue nnb fc^öne 
Nemophila maculata (f. @. 255) 
andgefteQt, bie fld^ bur^ i^re koeif en 
SBInmen, beren Sfowenblätter mit 
großen bnnlelblanen ^eden am m 
nern obern Stanbe fo ^errli^ ge* 
jeid^nef pnb, auöjetc^net. — !Dte 
|errlt(!^e Cattleya Skinneri toax in 
einem (Exemplare mit bret SIAt^en^ 
pengeln, ieber mit 8 Slnmen auf* 
gefleHt. Stne neue Erica, E. zin- 
ziuella, }og glet^faQd bte Kuf^^ 
merffamfett auf ft^. ©(e fommt 
ber E. hyemalis ^a^e, bie Slnmen 
finb jebo^ »oller, ni^t ganj fo 
lang nnb garter in ber garbenjei«^^ 
nnng. 9ln4 ber $abitn$ ber ^^ange 
tp jierli^er. 

Gard. Joum. 



S%chalA 0peo<abllis. 2>te{^ev^ 

ren SeitA A ®o^n in Sretor 
jeigen in IRo. 18 be« ®arb. 3oitm. 
an, baf ^e bie Fuchsia speelabiifa 
anf eingegangene Seftelnngen äb^ 
geben toerben, nnb jtt>ar inm greife 
t)on 2Ifi (7 »tfflrO a 6hi({. SSterir 
nnb ai^tjig {>anbeMgärhKr in dtg« 
(anb nnb ®<^ottlanb/ mte an^ tu 
nige in Belgien, aM ))an ^outte 
in ®ent nnb 3. be 3ong^e in 
SBruffel $aben im Sorand auf biefe 
^errlic^e gu^jie fubfcribirt. 



neue ^ftattjen* SineaRenge 
9{ett^eiten muffen na(^ ben Xnget^ 
gen ))erf(^iebener ^anbel^gartner in 
unb um Sonbon ^erauögefommen 
fein. 3tt ben wn meiflen empfo^? 
tenen ge^iren: 

Gaillardia splendidissima. @te 
foQ fii^oner ald aOe befannten ür^ 
itn nnb atbarttn fein. 3^r ^abt^ 
tu^ ifl niebrig unb gebrungen utib 
ergeugt bie f^ffange eine gro^e 
SRenge \ifintx golbgelber xnii^ax^ 
min gegeid^neter Slumen. 

Salvia azurea compacta. 99Birb 
nurl' ^0^, SBlumen i^errli«!^ agurbla»,^ 
mit feinen meinen @trii!^elc^ett auf 
ber Si^pe. Signet fld^ befosber^ 
gum $[tt^)>ffangen tnd ^reie. 



I 



319 



^ Plombaf o Larpentae , iatiii 

)tt 24s taö S)tt$ettb ongeiotcn. 

Puchsia Berratifolia muKiflora, 
ritte fe^r rei^ Uii^enbe Hiatt 

PenlBtemou cordifaliu«, eine fe^r 
bt^acte Sanetät t>on ^errli^^em ^a> 
tön^/ gan} nea* ' 

Boronia tetraudra (B* micro- 
phylUi HortO im fe^r ^ttif^e 
ooie 9trt uab fe^r 3a cm^fe^Iea. 

Viola lutea, etne ntebltd^e fletne 
^rte 9rt mit ^eOgelben Slamen^ 
he etnetn 3eben, bcr ffe fa^, an* 
gemein gefiel. 

Fuchsia eorymbiflora alba. 2)tefe 
fi^«$6are 9(c^t{!tiott marbe na^ bem 
Floricidt. Cablaet auf bem ^ontU 
wmt erjogea «nb tft 8egena)arttg 
ha 9efi$ebe6$errtt 30^11 ©alter, 
%f»n^ }Q Sal^am bei SimbDa, 
ber barüber ^olgeabeö berietet: 

Dtefe ^rrU'4^ SSartetat tfl eine 
ber größten Scquifitionet^ bie ber 
n^xifttn ^ 95iM^ bargebotea tt)trb. 
3|re leiste ftalhtr^ i^r robufler 
^bt'tu^ nab t^re SDtenge großer 
aab eleganter fRi^)fm uoeifer anb 
carmtarot^er SStnmen mttfen {te gn 
riaem angemeinen Siebling ber 
Sen>ä^^^ättfer mad^en. ^m ^ahU 
M ifi fte ^ronci^arttger aU bie 
»Hi^re F. eorymbiflora, i^r SSacb^^ 
^mn ap))tger, bie Blätter bretter 
anb t)on einem lichten, fc^einenben 
®nta« !Z)ie 93lät$enrid))en eben fo 
(tagf tt>eaa ni^t langer^ bie 9Iu^ 
i^arj^re ivetf, bie@e))alen jnrnd« 
gefi^Iagen, eine ^oti^carminrot^e So« 
r^Sa }eigettb, toa^ i^v einen ganj 
e^eaeit anb s^erfi^iebenen S^arafter 
siebt, 

|>err @ alt er tt)irb ^{lanjen ba? 
nn im nätfyften ^erbfle abgeben. 



!ttnmhtah*^alat ^err 3h{li« 
ht^ärtner S« Sncad gn $pi^en:> 
ieim gtebt in ber SR^cinifti^en 3^it* I 



fd^rift fnr ?attb»irt^(l^ft k.*) eine 
Slb^anblnng aber einige neaere^ für 
grdfere ©emnfegärten ja em^e^:^ 
lenbe ffti^en^yflangen aab ^ti^i cd 
bafelbp: r^ferner ^alte t# für bfe 
beflen anb in ber ^i$e banerabflen 
@alate: ben afiatif^ea großen 
gelben, ben fogenaanten S^am^ 
^agnerfalat tu 2)er nette2)raat? 
^eab«@alat f^eint mir ibentifi!^ mit 
bem S^am))agnerfalat." Sean {>err 
Sncad biefe beibea Sortea für tbetu 
tif^ ^It, fo ge^t barand ^en>or, baf 
«^err Sncaö nie beibe Sorten gehabt 
ober gefe^en ^at, bcna ^Draml^eab« 
@a(at ift gang i[>erf(^ieben i»«a bem 
a|iattf(!^ea grofea gelben anb tfl 
biefem am oieleö m)rgngie^en« ^m 
@ameagartea beö ^erra ^eter 
@mit$ ga Sergeborf fa^ i^ na:; 
längfl beibe ©orten nebea eiaaaber 
ia großer SDteage aagebant, aab 
^atte i>ftx € m i tfl bie &>ütt, tniif aaf 
bie Uaterf(i^iebe aufmertfom ga 
ma<^ea. 2>ie SUitter bed Dmm^ 
$eab ftnb {}arl gelerbt nnb ange^ 
mtin gart aab alifern, toä^renb bie 
be^ ajtattf^en fafi gangranbig anb 
oie( gä^er ftnb, an^ felbfl im 
$abittt$ ifl ein ttnterf(^ieb merfli«!^. 
t)er Drumi^eab ift unfbreitig eine 
ber beflen ©orten, gekod^nli^ er^It 
man i^n aber anric^tig. Va€ ^fnnb 
©amen 00m !Z>mm^eab (ä^t) fo^ 
fiete in biefem Srü^iä^re 2 0^ 10 
®gr., n>o]^ingegen 00m grofen gel« 
bea aflatif<l^en ©alat ba< f^^nb 
©amen nnr 1 ^ foflete. aiaf SSer« 
langen ift ^err &mit^ gern be« 
reit, beibe ©orten, fobalb bie Röpfe 
gefd|)(offen ftnb, jiebem ^rennbe bie« 
fer ©atatforten gam S3erglei<!^e ein> 
gttfenben. 6. O-o. 



*) ©ieje; 9?o. l unb 2 ter neuen 
Solge lY. fSb<mt>. 97enc aQg. beutfd^c 
(harten- unb^Inmcngettmig ^eft IV p. 183. 



320 



®atttnh(mc^ ftit Sattbiaittl^e, 

mift etnent Sn^ange^ ben lanb« 
tDirt^f(^aftIt(!^en Sctn^: unb 
Sanbibatt eittfKtttenb^ i^eraudgegeien 
Doii äBUItam Uii, mit 45 tu 
ben Ztxt etngebruAen SlbBtlbuitgeit. 
a Dredbett ttnb SetVjtg 1B49. 

$err SB. 8öbe, ber aU 3lebac* 
tettr ber r/Saubwirt^fd^aftli^en 2)Drfs 
gethtttg" »tc biir^ feine Schriften 
f^on t&^mii^^ (efannt i^, l^at 
bnr^ baö S)on i^m ^eran^gegeiene 
^an'tba^ beö Obfl^ nnb @arten^ 
tane^ fSt Sanbtotrt^e tin längfl gef tt^r> 
te^Ueibel abgeholfen/ benn ed man« 
gelte nod^ immer an einer ®4^rift/ 
toelii^e ^m bem Ol^ft« nnb ®arten« 
(an bad befonberd ^erioori^ebt unb be^ 
^anbelt/ n^a^ borjngli«^ für ben Sanb^ 
»irt^ »i(^tig ijt Der ^err »erfaffer 
^at bie beflen gr6f eren SBerfe, bie 
f&r ben ttetneren Sanbmann meiflen^ 



}nm 0nf(^affett }tt i^ener flnb, be« 
nn^t^ nnb an^ btefen ein ®an)e^ 
beö 9Biffen^n>ert^eflen jnfammenge^ 
flettt. 2)ad |>anbbn(^ ift jiebo«^ 
nt^t nnr bem Sanbmann^ fonbern 
and^ jiebem Partner nnb ®arten? 
frennb beflen< jn empfehlen, inbem 
baffelbe )>on fajl aOen D)>eratiotten 
ber ©artenfnnfl ^anbelt nnb fe^r 
praftif^e anf (Erfahrung gegrnnbete 
9)liit^eilnttgen enthält 

D. 91. 



Dr« George ®arbner, @tt« 
))erintettbant be^ botanif^en 
(kartend auf Seiten fiarbp(&^(t(^ 
am 10. 3Rär} b. 3. auf bem Sanb:^ 
ft^e Neara EHia Rest-Honse @r. 
(EreDen} bed {)erm (SonDemenrö 
Xorrington^ iDO^tn er jnm 93e« 
ftt^e gereif't toar. 

Card. Jonrn. of Botany. 



Söetheffttnn^cn. 



^tft V. p. 248 muB cd bei ChirHa Moonii ni^t «eBneriaceae fottbem Cyrtaad 

ceae Reißen. 
,, 91 „ 252 Ued: Aeridea orispom. 
99 91 99 267 yy NotjUa recorva. 

n ,y 99 272 99 ^anmpfionien. 



f. pttu^. ^tüottu %n IBctlin« 

M ®axttnf>(mt$ in bcn t preuf . (S^taattn m 17. gunt fanb aUiA> 
jeftig a«^ bte 2&j[d^riße ©tiftettfl^feter b«r I. ©arttterie^rattjiatt ^latt, 
{h »eifern gejie cme jrof e Hnjaffl ber früheren Sieben aud ber SRaSc 
imb gerne <l(^ etngefuttbeii l^attt. Der 2>irector be^ Seretn«, ®eB 
Webtjmafcgiftt^ frpfeffor Dr. 8tnf, ga* m ettier «ebe SRad^rii^t m 
bem 3ttflattbe be« Serem« ttnb ber ©ärtnerle^ranpatt^ worin e^ in 
»ejus auf bie 8e^ra»jlaft ^ti^t: ii^ rm ÜRära biefe« 3a$re^ traten 
171 3*flK«fie tin, mi>t>en w^ jeftt 27 in ber änflaft bef nbKcl, etn^ 
fi^Iief h9 8 Jrei^ainmnen, »omnter ewer im (Sennf beö Snboljf Wen 
etipenbntni« öon 50 J^rrn. jl4^rK(l^ anf 4 3a^re, Ueber^uöt finb 
Hxtfy bte »erf^tebenen »tlbttttödPnfen ber anfla« 144 gegangen, »oöon 
096 »erf^iebenen ©rnnben 19 »a^renb ber 8e^rjeft entlafen »erben 
«»ften. »on ben btt jur »8ßigen an^bfrbnng barm öerMtebenen finb 
JO »erflorben, t)on 11 fehlen bte 9la^ri<!^ten, 32 gingen m anberen 
»efi^ftigttngen «ber, fo ba^ ber ©artnerei tjerblieben 72. SSon biefen 
jwb, fo Diel befannt geworben, noc^ gegenwärtig in Z^ätiQUit: 5 ©ar;^ 
t«*3ttfpeftoren, 4 ^ofgartner, 5 färfllii^e nnb ptinili^^ ©clrtner, 6 
fRaai^at«^ nnb ©tabtgärtner, 2 »nigL ©arten^rObcrge^nlfen, 2 ®ar* 
tnr^Sonbnctenre , 2 botanifie ©«rtner, 8 ^^onbetegortner, 14 Äerr^ 
ft^aftli<!^e ©artner nnb 22 ©artenge^älfen. ©ie finb über alle Sbeile 
M pxtn^. @twiit^ verbreitet, einige an^ Aber bie ©renjcn beffelben 
^uaM, na^ |)anibttrg, ©a^fen nnb Saiern, enblii^ an^ nber bie 
©remen »on Dentf^Ianb, nac^ JRnflanb, ©c^^weben, (Snglanb nnb 
%tanftti^, ia anfer^alb (gttrot)a na^ ber anbern ^ewifp^are, gnr (8r* 
ftxi^unQ ber bortigen fJ^anjenfii^afte. aber an^ oon benen, bie na6 
i»oOettbfter SSu^bilbung aW ©ärtner }tt anberen ©efd^aften überginge^ 
erfr^en wir, baf e« i^nen m^t gelungen. S« finb bamnter Doctoren 
ber IJ^öofop^ie, Offtjiere, S^eotogen, gjrfier nnb 8anbf^aft«maler. — 
-aOeö ©elernte ^ilft jnm 8ernen,'' bemerfte treffenb ber gelehrte Sleb^ 
«er, wber ©eifl mü geübt fein wie ber Äörper. ffiö ge^tfrt jn ben 
X^or^eiten ber 3^it, ba$ man nur ba^ Siü^Iit^e lehren fotte. 3Ba6 
am meiflen ben ©eiji übt, iji am meiflen gum ?ernen ju cmtofeMen; 
e« iji ba6 9lnftli(^fie." De6 oerflorbenen ©tifter« ber «nflatt nnb bei 



322 

®artetiib<m^a3eremd, SRtmjter^ t>. SUtetifteiitv mtb ber ba^et lettenb ge« 
»efenett Seweflgrfittbe tia^er gebetilenb, f^fo^ ber Webner wtt bewegter 
©hmme in bem aufrufe: „®ott er^^alte ftömg nnb Staat, baimt btefe 
tt)te jiebe iivecfmaftge Slnflalt fortbin gebet^e ttnb blu^e!'' 

aBttö bte f5fianjenatt«pettunfl nun betrifft, fo »ar e« teiber ntt^t 
gu t)erfennen, ba^ btefelbe bte|mat in manchen Seite^nngen ben fra^e« 
ren na^ftanb, in anbern Sejie^ungejt jebo^ aber auf^ ivteber etneit 
9Sor}ug ^att^. Setra^tet ntan bte Slu^jlellung nnr aU eme grofarttge 
auöf^mudttng beö ?ofaIö gur geter beö 3o^w«tage^ be« Seretn«, 
fo »ar bte Slumenfütte eine nur Keine ju nennen gegen frühere 
3a^re. äW auöflettnng t>ott ^^flanjen felbp angefe^en, fo fa^ man 
mehrere gute ftulturpflangen in f^önfler ©Int^e, tote au«^ eine 
SDftmgtc t^tiU neoet t^eirt feltww »HÄngen, ein gtttfdititt, ber 
nur lobenb anerfaiint )»etbnt mnl^. unter ben neuen (Einführungen 
befanben fli^ fret(i(^ Sreniplare, an benen eö f(!(^ioer toar gu bejh'mmen, 
ob e6 bie fSflanjen toixfii^ finb, für bie fte ausgegeben würben, benn 
ntancl^t l^atten eine f« ttnbebetttenb^ ®r0^e, baf e« felbft fnc ben geüb# 
teflen Sotanifer ein ffunflflntf fein mnf, bie ber ^piwQenatt eignen 
S^arattere gn erfennen. ^mtC ^a^tm€ nrüftett ntnt fflm^u, 
bi^ gur Soncurreng aufgefleOt loetben, mittbefiet« eiit^ fo(<^e ®r5{ie 
erreit^t ^ben^ bftf man (yoenn tti^t blü^enb) wenigftens andgmad^feite 
KlÄttet an ben tSrempIaren fielet* IBie oiele fJflangettnrten tt^U «tan 
nt^ty felbfl auö ben bejlen f)anbettinjlitnten, bie, toen« fte gur ®I»«|e 
tommen, nid^t bie ftnb, fiir bie matt |h erhalten ^nt, worüber f^ 
mehrere 9eif)>iele anfuhren Keinen. t)cA bie afn^fteOnng, ate ffian^m^ 
fi^mxdi beira^tet> ntd^t bas war, was fie in frA^eren ^o^ren wat, 
brat^ten nnflreitig bie je^tgen ttüben d^^toer^Itnife mit ft^, wie an^ 
nt^ ber Untftanb war, baf bief mat nur fe^r wenige f>anbe{Sgdrtttet 
fi^ iri bet SKnSfteQitng bet^^iligt Ratten. 

S)ie SirSfl'eaitng fanb wie frfti^er in ben weiten 9t&vmtn ber t 
Scabemie flott, tmb waren bie f^flangen, Slunten te. in titt i^erfd^u^ 
beneti ®5ien ÄufgcjhCt. 

XH'e betten @eiten bes gto^en, langen ^u\>tfa«(eS, tintt i»om 
»efKb«t, waren wtit ben ^ffÄnjen ans etlf bis gw«ff txjrf^te^tten, t^etJ« 
ttni^Iit^en, t^tiH f>rit)at*®dtten gefc^matfwO beeorirl, jiebo^ ber Hvt, 
baf bie ^fTangen ber ^ingelnen OWrtm ®rtt»J»)ett fär fl^ bilb«*«. 
SRe^rere biefer ®rnp)>en get(^neten fi^ bnrA i^ert«i(|e erottf(|e Slatt^ 
formen ans, w&^renb in biefem ®aafo t)on felttnen nnb f(|^9nbli^enbieit 
$)f{angen im Set^ittni^ nnr wenige gn fe^n waren. 

HU am meiften ^enoorragenb t>erbienen genannt gu werben: 

1). Die ®ruppe beö |>errn C^önbelSg^rtnerS Ält-atbt, t>eretiiigt 
mit ben ^ßangen bes^erm ftaufmann S)annenberger, Stnn^gfittntt 
®firbt. 3)iefe ©ruppe enthielt fe^r |{tbf(^ nnb tt&ftii gegogene StnU 
itttr^fiangen, atS: Eric« ventrfcosa pvrp» unb anbete Srten; bann: la- 
di^ofer* decora, mit ^übf^en rofa farbenen JBIumen, Gesnera discolor, 
fe^ {tdfhg, AcaDthophippium bioolor, Lycnste aromatica n. a. m. 

2), Die beS t ®artenS gu SÄonbijioti, |)ofgärtner ^err aXaycr^ 
en^'elt eine SWenge ^ubf^ nnb fraftig fultiioirter 3ter)>f{angeti^ bie 
Üebb^ fo eng gufammengef^i^tet wareu/ baf xMin taim bie einjelnen 
tEtem^are bon etnanber nnterf^et^ben fonnte. 



328 

ntUta. 2>tefe ent^tett tebO(^ nur Si^^f^^W^- 

4). 2)te @nt)»|)e mit ben |)jl(m)^n t)on ber foniBltil^ett f^fauett^ 
tnfel (et ^ot^bam ^ttt an^ mx bie MannU^eu ^exp^wxitn auf« 
)s»etfeii. 

5). 2)te ®rtt))pe hinter ber SitfU ®r. ST^aiejlät bed fidnigi$, 
^e^Rb and Halmen, Z)racaettett^ Sarrn, X)a^^iixm, S^arlmoobteti ic 
iDar eine fe^r gelungene nnb maä^tt einen fronen Sfect. 2)ie ©äufe/ 
onf ber bieSnße fianb, t»at eingefaßt mit SSerbenen nnb Isolepls^pyg- 
fluiea, eine fe^ niebli^^ nnb )u empfe^Ienbe ®ra$art. 

6)« Sittefe]^r^ttbf(^e@rtt^))e^ mit benfSflansenon^ bem'fonigl. ©arten 
)a @an^fouci^ ^ofgartner @Mo. Unter benf$p[An}en biefer ®m)>)>e 
)»erbtent befonbcr^ bad nene nnb ^rrlic^e Philodendron pertastun tx^ 
wä^nt in n>erben^ ein fe^r fiatiti^t^ ^emplar^ ferner: Gesnera ma* 
eranUia, nen nnb \^in, Tradescantia Warszewiczi, f^jn bln^enb/ 
GanieQia radicans fl. pL, Stanfaopea ti^riua, mit jtx)ei 93Inmen. 

7). Die ®mf>))e be« |)errn finnß^ nnb ^anbel^gartner^ i. ^at^itu 
enthielt einige ^bf(^e ^flonjen^ aU: JusCicia zeylanica, Tradeacaatia 
Warssewiczi, StromanÜie san^mea vu a. 

S). 2)ie @rtt^ be<i ftanfmann $erm fßeftp^al enthielt nnr 
Semf^nli^e Si^^An^en. 

9>. dim fe^r f^dne ®xwfpt mit ben ^flanjen be^ @e^. Jg)o^ 
te^^mtferd {>erm !Z)e({er, ftunßgärtner J^err 9i eine de. 2)iefeae 
be^onb grdftent^eil^ nnr au^ ^ä)ömn Slattpffanjen/ unter benen ^rr^ 
Iti^e Sonmfarrn i>ben<m fle^en^ aU: Cyäthea aurea^ Alaopbila macro* 
pbjUa, femer: Stromanthe sanguinen, Chamaedorea CQttCelor, bann 
fe^r ^6n ^e}Ogene ©toxinien u. a. 

10). Die ^ffanjen an^ bem Wnigl. Uni^erfitätögarten, ©artner 
^ett @aner, bübeten glei^faOd eine fe^r im)>ofante ®xvippe, ebenfaUd 
griftent^'tS ava ^imn 9(att)>flan}en befie^enb. ^errli(^ xoax Amor- 
pWphalkis baibifer, mit einem 2Va' ^o^en Slattflengel, Chamaedorea 
eoncolor? (Ch. lunata Licbm.)) fe^r f^on^ mehrere fd^öneSarm, fia- 
a^jpUm PreiBsii, bttl^enb^ bann: Tradescantla Warszewiczi, Stanho- 
pea ocalata u« a. m. 

(im anberer^ biefem gegenttber liegenber Saal, toax t^eitoeife ge^ 
fiSt mit Un f^floi^en aa^ bem finigl. botanifc^en ©arten^ t^eil« 
mä betten and einigen $ri»atgärten, üebo^ brachen einige no^ 
leer gebliebene $Iä$e eine ftSrenbe Sirfung auf bie Seft^aner ^ert>or. 
Uttter ben ^{{angen bed botanifc^en ©artend maren bemerfenömert^: Hant- 
fteya violacea, Ixia longiflora, Sprekelia glaaca,' Allkim azureum, Stadt- 
maDnla australi», eine fe^r fc^one 93Iattf)f{anje (ni^t blu^enb), Siimia* 
gia llojnbanda, Piatia Stratiotes (eine intereflfante SBa{fer)>f{an3e *X 
Piii^e«la orcbioides, Myosotis azorica, p(f(^^ Pavetta caifra, 
AchimeDes muüiflora^ Cyrthooerafl rcHexa, Macleania cordata, Ole- 
rodendroo frafran« fl rubro, $nbf(^3 PKcairnia speciosa, bie füx^if 



') eieje biefer 3eitung IV 3a5rg. p. 188. 

21 



324 

been Maiillaria viriclis, guttata, Brassia verrocosa, Calanthe veratri- 
folia, Epidendram multifloiiiin. 

3nt93tflt(ul fa|f man etmge ®irii))))en mit sett)6^nli^en 3ierpjlan)eQ 
unb eine onbere mit ben ^flanjen aud brnt Knt'gl. ©arten ju C^ar^ 
totten^of bei ^otöbam, ^ofgartner 5Korf(^, unter benen ^td^ bie Sofc 
ceolarien befonber^ an^je^neten. 

3n bemfelben Slaume tt>aren QUi^ititiQ bie abaefc^nittenen Slnmett, 
Sonquet«, ©emüfe nnb grnc^te ic aufgefleOt. 8e$tere »aren leibcr 
nur i<^toa^ vertreten. 93on ben abgef^nittenen 99(unten fnb bemer^ 
Jen^wert^: bie Stofen ^ Sammlung be« ^erm Deppe in aBiftleben, 
ebenfo beffen Viola tricolor maxima; bann bie Stofen^ Sammlung be^ 
^errn ?orberg. SSon grumten bemerfte i6f einen Äorb mit Zranben 
t)em ^anbeWßättnerSlicpTa^j ein iilti^tx mit grünen feigen öonSWia, 
einen Rorb mit orbinairen Sanerpfaumen, einen Äorb mtt ^enli^en 
a<)rifofen, fammtlii^ J>om ^ofgdrtner ^errn ß. 9iittntT tn @an«fottci. 
aSom ^ofgärtner |)erm ©etlo »ar eingefanbt ein Äorb mit trep'c^en 
SBeintraubfn unb mei^rere ÄJrbe mit fc^önen Srbbeeren. Son ©emüfen 
fa^ man ®<)ar9eT, eingefanbt t)on ben Ferren SWofc^fonjt^ A Sieg- 
ling in Srfnrt, (Surfen »on^errnSfSt^, frn^e rünbe ®e^^sS8o(!^en* 
ftartoffetn, fru^e Sw^tgnieren, frfi^e enalifd^e SBa^«, frö^e englift^e 
runbe, fSmmtli^ t>on |)errn |)ofgdrtner d. 91 tetner in ©an^fouci. 

3;n einem Keinen 3i^^^^^^^ befanb p^ eine (Stu)(fpt, arrangirt öon 
|5jl[an}en auö bem botanif^en ®arten, in %^xm einer ?aube. ©iefefte 
»ar fe^r gefd^madiootl unb pbf^ aufgehellt. Sie bepanb au« fJalmen, 
garrn, Äroibeen unb berglei^en großblättrigen f5flanjen, toa^renb Hh 
^enbe Gypsophila Gnielini bie ^infaffung bitbeten. jDte Sebac^ung 
biefer 8aubengrup)>e tt>urbe bur(^ S^Iingpffanjen gebilbet, alö Mlmosa 
prostra(a, reid^ blä^enb^ Passiflora u. a. m. 

J)ie jur ffoncurrenj eingefanbten ^jlanjen, befie^enb tn Äultur? 
^)f[anjen, neuen (Sinfii^rungen (bW^enb unb nic^t Mil^enb) fo »ie in 
®\>ielarten unb ^ybriben »aren in einem SWebenfaale aufgeflefft. Se« 
fonberö bemerfen^wcrt^ n>aren: 

1). SSon ^errn SReinede: Paya undulata mit jn>ei Slnt^en» 
Pengeln •, bei biefer ^ffanje f onnte ii^ »eber ©^ön^eit no^ trgenb eine 
Äunjl ^infi^tli^ ber Rultur entbeden unb begreife niä^t, toit eine fold^e 
^flattit M Soncurren} jugelaffen unb obenetn no^ gefrdnt n)erben 
tonnte, ferner Diouaea muscipula, blä^enb^ Achimenes Escheri unb 
A. cocdnea formosa }toei neue ^i^briben u. a. 

2). aSott ber fönigl. fJfaueninfel: ein grofe« (ixempUt ber 
Russelia juncea, gefc^madlo« gebogen unb Gardeuia radieans fl. pl.^ 
Hamelia patens ic. 

3). $(u« bem fSnigl. botanif^en ©arten: Lyperia pinnatl- 
fida, tin fd^öne« SrcmpTar, Sobralia macrantha mit einem SlAt^en« 
fiengel unb einer Slnme an bemfelben, Abelia florifoanda, große« 
(E)remf)Iar unb \^in blu^enb. %U neue n^aren aufgejieSt: Plamba^^o Lar- 
pentae, Leiantbus corymbosus (Lisiaathas glaber), Metternichia piin- 
ceps, Belophora Moritziana, (eine neue unf(^etnenbe Acanthaceac), Sal- 
vla prostrata, $äbf<^ für« freie Sanb unb einige anbere, bie jiebod^ in 
gn fteinen S^remplaren aufgefleQt maren^ aH baf man mit SefKmmt^' 



325 

^tit beten ütü^t^i erlentten bittiie. Heliotropia m peravianum Triomph 
de Li^^e »ar ffter neu« 

4). Sott ^errn ffunfl^ unb ^anbeMgärtner HUavbt: Erica 
speciosa unb Tentricosa parparea jiDet fe^r f(^dne iinb gnt (ulttt)trte 
Sremplate^ Hoya impenalis ttt(!(^t Mä^enb. 

5). 9ud bem föntgL ©arten }u Sffarlo tt en^of^ {)err ^of- 
gärtner 9)torf^: Platytheca galioides, ein f&onc^ dxtmpiax, retd^ 
Mu^enb/ Bravoa gemiDiflora (Zetocapnia g^cminiuora), ein fe^r pbf(!^e^ 
3n>iebelgen)ä4^ö. 

6). 93on {)ertn ^aaä, 9ünp nnb {)anbeldgärtner gn ©d^dne^ 
iecE: Lechenaultia biloba ^randiflora, ein fe^r treffti^ gejogene^ nnb 
reic^iln^enbe^ dxtWfiax unb Erica ventricosa stellata eb^nfafl^ fe^r 

7). Sud bem fonigl. Uniioerfitatdgarten, {)en: ©aner: 
Be^oDia riciDifoIia, Cyrtochilam maculatum, betbe ^üf)f(!^^ ald neu unb 
aic^t blu^enb tt)aren Gaylassacia baxifolia, Phryolam puinilam, ^flbfc^/ 
Blandfordia nobllia, Aralia poinqaefolia, fe^r ^6)in tt. a. 

8). SSott {)errn 3)7at^teu, ftttnfl> unb ^anbeldgärtner tn93ertrn: 
imei ^errlid^e^ neue unb feUene Maranta, näntli^ Maranta albo-üneata 
nnb rosea-lioeata unb ber f^ön unb feltene Alloplectus Bpeclosas, 
Bronielia sceptram n. a. 

9}. 93om ^ofgärtner {)'errn 92ietner )u Sd^ön^aufen: fed^d 
Bt&ä $anc9«$eIargonten$iBartetäteu , fe^Y ^ubf«!^, aU neu: Fachsia 
syrfng^aeflora att6 &naUmaia, ber atten F. arboreacena fe^r nal^e ^e^enb 
nab mit eben fo unfd^einenben iBIumen* Lobelia nicotianaefolla, fc^öne 
Statt)){Ian2e, Metrodorea atroparparea, Echites nobilis, bltt^enb, jeboc^ 
aar eine fe^r f(^tt>a(^e l^flanje^ u. a. 

10}. Xud bem neuen ©arten gu ^otdbam: (Ein i^errlic^ed 
S;em)>Iar t^on Aralia crasftifolia. 

11). 3(ttd bem ©arten bed {)errn Saufmannd S)annenberger, 
fiuQ^artner ©äerbt: Gloxinia Comtesse Th^rese Than, fel^r f^dn^ 
»eif unb rot^e ^itxm^, Pclargoniam tricolor, fe^r f(!^ön unb grof unb 
Platytheca g^alioides. 

12). 9ud bem fön i gl. ©arten ju @andfoud, {)ofgärtner ^err 
Sello: Sine (Sammlung t>on ^errn t)on 3Bard2ett>ic) neu eingeführter 
^anjen^ ali: Philodeodron Warszewiczi, Passiflora sp., Puya sp* 
a. 0.^ ferner ein ^ubfti^ed Srem^Iar t>on Rhopala corcovadensis, neu 
inb feiten. 

13). 93on |)erm ftruger in Lübbenau: Phlox Drummo&dii alba 
eodatai pbf^^ Cosmanthus nemophiloldes unb einige anbere (Sommer^ 
gett>ä4^fe. 

14). Son ^errn 3änide, ftunjl^ unb |)anbeWgartner inSerlin: 
Eiica tricolor Leeana u. a. 

Son ben "^ier oben eiwd^nten ^flanjen tt)ttrben na(!^{le^enben 9ßxä> 
mtA guerfannt: ber Maraola albo-liaeata unb ber Marauta roseo- 
lineata bed $m. ^at^teU) ber Echites oobilis unb bem PelargoDiam 
Anais bed {>rn. Z:^. 9lietner; ber Gloxinia Comtesse Thor. Thmi, 
bem Pelar^oniain tricolor unb ber Platytheca galioides bed {>rn. !Z)an» 
aenberger (ShutftgSrtner ©aerbt)^ ber neuen fein ))un(tirten Calceo* 
eigener ^äd^tung bed $ern. 9)torfi!^> ber Lechenaaltia biloba 



326 

grBnditorn bc« ^xtt. Viaaä au« 6<IJ6neBecf ; ber Erica vcnfricosa prur- 
pvrea bed ^xn. Stllarbt^ ber Lyperia pinnatlfida ttnb btr Sobrafia 
macrantha be« iotanifd^en ©arten«; ber Pitcairoia undalata be« $rn. 
©etfer (Ritöpgartiter Äetnetfe), fo n)te ben gefangenen Orn^jptmngett 
be« ©arten ^ 3ttfpector« Son^e] be« »mtflgdrtner« Weineie; be« VLni^ 
t>frfttat«*®artner« ©auer; be« ^ofgärtner« SRa^cr; bcn iitxavt^ fünft* 
lerrfc^en BttfÄWtttenjiettttngcn abgefc^ntttener Slnmen be« ^m. 3«»no<| 
imb be« {)rn. ©tange im botanff^en ©arten; ben an« ©uatemala nen 
eingeführten »ert^botten ^^anjen be« ^etrn »on äBar^jettncj, unter 
Ättltnr be« {^rn. ©ettoj ben au«ge§et(^neten Siofen^RoJlecttonen be« $m. 
8oriera nnb be« $rn. !Deppcj ber Erica tricolor Leeana be« ^m. 
Saenftte; bew S^aMean getrodneter ©Imnen be« $)m. 8aube; femer an 
IJrämien an« ber »on ©c^bti^'f^en ©tiftnna; ben fcf^dn gereiften Una* 
na«, ben wrjngltc^en apn'fofen nnb cnglif^en 9®a(^« * ffartoffelti be« 
$m. Cb. SRtetner; ben ffiemtrauben be« |)m. ©eHo; bcn Xopf^ «Erb» 
Seeren be« $rn* O^fe, ben ©^langengnrfen be« ^rn. @pai^ unb ben 
früheren Sreibgurfen be« $rn. SWat^teu« 3«' ^rt^eifang ber att«ge> 
festen ^Jrämten fnr ret^e %xn^t> tmb ®emfife*@orttmente fehlte e« Xetber 
an Seranlafnng. — S^renöoße Srtoä^nnng »arb gnerfannt: ber Hoya 
imperalia be« ^xn. Sllarbt; ber Achimenes ERcheri nnb ber Mn^enben 
Dionaea musclpula be« $rn. Deder ; ber Erica ventricosa stellata be« 
^rn. 9Raa(f ; ber Gloxinia speciosa formosa saperba be« ^n. iDannen^ 
iergerj ber Hamelia patens be« ^xn. ®. ^mtelwann unb beffen ge* 
Itmgene 1Jffanjengmj)pimng/ fo m'e ber t)on ben fd^on genannten Orb* 
nern geböbeten malerifc^en ^almengmppe ^tnter ber an« Stnnienbäfi^en 
ewporragenben »fljie @r. SWaj. be« «önig«. 6. O— ^. 



^ogtamttt bet Kärnten 

fdr ba« 28fle 3a$re«fe{l 
bc« 

Vtrtinf^ 3itr ptßt'bnnni )m Varteitbuue^ 

in ben {$ntg(. (»renfif^en ©taat^n. 

3m 3ttm 1850. 

^l^Drbemetfttttg. 

t>k Stttfjtenungen jn ben ©emerbungen nm Me *J?retfe A., B unb 

C. bürfen nic^t nttt anberen, au^ xtiift unter ftc^ vereint fetn, unb 

»erben bfe ber »erfii^tebenen »ewerber nm biefelöirit t5ramfen mdglt<!^fl 
neben etnanber anfgefleSt werben. 

A* 9ieue Sinful^rungen» 

a. Steine Arten. 
9tr. 1* iii 3. %it tint $att«^{Ianje, btu^enb ober ntd^t bln^nb, 

brei grämten ä 5 9lt^Ir 15 »t^tr. 



lu Spielarten ttii^ {»i^irt^ev* 

(iU^enb). 

9lr 4. tt- 5. gur etne Sarietat ober ^ptribe, jmef Prämien 

gtt 5 git^Ir , 10 ffti^U. 

B. 9?eue eigene 3ö^*i^tt3f"^ 

(Wö^nb). 

X)ie einjelnen Setperber burfen m'^t me^r aU bret 
Sartetäten ober ^pbriben aufjleüen^ m^ aber au^ 
t>erf<!^tebenett 9rten ober ©attun^en etne "beliebige 3a^I 
SttffteVttngen btiben. 

Wt.6. 3?a4 bem Cnneffett ber fJrri^ri^^ter eine fJramie ju 

10 «t^Ir. ober jtoet a 5 «t^Tr 10 

«T. 7. Cbetifo JU 5 



C (Jigcnc Ä'ufturen* 

fträfttge in @efaf en erjogene Mü^enbe f^flanjen^ 9rten 
ober ®f>telarten in befonberö sooKf ommener ^udbitbung. 

äSenterlungen. 

I) 9tttr (et im Ser^altnif )ttr !Ratur nnb äBuf^ftofett ber 
|)f[an}e glet(^ )Q acfftettber ^(udbilbnng fte^t ^^ni^tU 
ber Slnme^ na^ biefer er^ fann ©elten^ett ober 9lett^ 
l^ett in Setra^t gejogen voerben. 

3) @^on frä^er t)om äSerein aU ffttltur))fl[an}en px&mixtt 
Srem))Iare ftnb «on ber Seioerbnng anögef(^Io{fen. 

3) (£d barf jeber Gattung (genas) nur eine fJramie }U 
10 Stt^tr. nnb m$ \n 5 9tt^Ir. ^nerfannt loerben* 

4) 3eber Sen^erber ^ut eine beliebige 3^^! ^flanjen 
ottf^ unb concurrirt jebe einjeln« 

Ar. 8. ^r eine ^ffanje irgenb »elc^er gamilte nnb gorm ♦ 10 
9lr.9. M 13. gflnf l^rdmien a 5 dti^lt 85 

D. ®rujpf){nmgen. 

^nr bie gelungene Bufamroen^eSunaen bl&^enber 
nnb nid^t (In^enber $f[an)en/ nii^t über 120, ni^ii 
unter 30 Stiä. 

Sr.l4, u. 15. Smi Urämien i 10 «t^tr 20 

3lr46. n- 17. 3r»ti ^rantim a ö fRt^U .10 

(^romien auö ber o. ©eibli^'ft^en Stiftung.) 

S3emer(nng: <S^ muffen Flamen, Wlaa^ unb ®e« 
loit^t ber eingelieferten @tudl e auf bem Segleitfi^n 
angegeben fein. !&ie $rei^ri(!^ter entf^eiben btfon^ 
berd Mi^ itxm, fRti% ^arbe unb Öeioic^t« 






ff 
ft 






328 

ffh.lS. Sät etn tet^ed @orttment wn^lU^tt %x&^ti . • . 109{t^Ir. 
9lr. 19. SRa^ bew Cnneffett ber fJrettnii^ter fftt ettie %xni^U 

axt eine |)rämte ödh 5 „ 

SRr.20. ffiicttfo fär eine anbete ^ . 5 „ 

9lt. 21. (gieiifo föt eiiu btitte • 5 ,, 

F. ©einfife» 

(fJtamten au« bet ». Setblift'fd^en ©tifteng.) 

Sit. 22. gut etn tetc^ed SotHment an^gejet^ttetet ©entufe 

öjetf^iebenet Ätten 10 „ 

SRt. 23. Sladj^ bew feweffe» bet ^tet«ri^ tet, einet ® emüf eat t 

eine f^timie t>on • ^ 

SRr. 24. Ctenfo föt eine anbete .*...., 5 

SRt.25. aUnio fät eine btitte 5 

G* 3lBgef(^ntttene Slutnen. 

9lt. 26. pt eine gef^fntadoolle Stnotbnnng obet Kntoenbnng 

atgef^fnittenet SInmen eine ^t&mie ))on . . • . . * 10 
5Rt.27. tt. 28. 3»ei ^tamien a 5 «t^It 10 



ff 






H. ^)Xt SBerffigung ber -PteiÄri^tcr. 
3tt minbe^en^ 3 nnb ^(^{tend 5 f^täntien 25 ,, 



mebinonttgett. 

a) 3ttt Q^onctttten) nm bie |)tämten A iftid einfiel. D. lann xc9x, aBet 
on^ iebet; }ttgelaffen koetben/ n>et \\l^ 6 U^t am 9((enb )>0t (Et« 
9{fnnng bet Stn^ftelluns ba^ anf einem falben S3ogen gefd^rie« 
iene mit 9lamett0^Untetf(|tifit nnbSSo^nnng^ koie mit bet Kummet 
feinet $Ia$e^ t)etfe^ene Setjei^nif bet anfgefteSten f^flongen bem 
ivx Htt^fteOnng^Iocale antt»efenben (Senetalfeftetait obet einem ber 
{)etten Dtbnet einge^&nbigt obet )ttgefanbt \9X. 

b) d^enfo ift fftt bie Soncntten) nm bie fitami^ nntet E. iid WBi\ifi. 
O. Sebingnng^ baf bie Setjeit^niffe obet f(^tiftli^en 8(nmelbttiigett 
Bei SbtffleKttng bet ®egenfl&nbe in gleichet SBeife ftft^ bid 7 \X\^x 
bot Stöffnnng bet Stn^fteänng eingeliefett nnb anfgefleOt n^etbett. 

c) 3)ie Btt^tfennnng bet nntet H. ben |)teidti<!^tetn jnt SSetfAgstis 
gejlenten yxiixxivx ifl an gat feine Sebingnng ate bie bet ted^tjei^ 
tigen ätbliefetung gebnnben. 

d) !Z)ie ©egenfianbe bet $tei^(e)9erbnng ))etbleiben i^ten Sigentf^ümern. 

e) Snie jnt ^tämienbemetbnng bei}ttbtingenben ®egen|länbe muffen 
bettt(i(^ tVX%\!d^ feim 

f ) ^^flanjen mfiffen %\S> 8 U^t %\>txM, gtit^te, ®emnfe unb abge^ 
f^nittene SUtmen bid 7 tt^t SRotgen^ oot (Et&ffnnng bet Slu^^ 
fleünng anfgefteOt fein. 

g} Sttic^te nnb ®emnfe bleiben^ glei^ ben !>flan)en/ abgefi^nitteneit 






329 

Sbmten k., hi^ jttm ®<^Iitffe bet Stt^fteSttttg am jmeiten Za^t 

äit^ge{leOt. 
Ik} Die emgelteferten ®egenfldtibe ermatten tta^ erfolgter StuffleOtttig 

(nie fortlaufenbe Kummer. 
i) {ttt bteüentges ®egett{iditbe ber Sei^eriung/ ivelc^e ni^t pxt\ixoix< 

big era^tet loerben, faSett bte ^xamUn an^. 
k) tcA ^xtiixi^ttxamt kotrb 4ttd etKf f^erfoneit (efk^en unb na«^ ber 

bnri^ @efeaf4aft«^9ef(^Ittf feftgefteOten ®etfe ))erfa^ren. 
1) Snfer uier bte grämten erfntnett bie ^xei^xii^ttx üUx e^reni^oOe 

Snoa^nuttg ber ba)» geetgneten ®egenfUnbe. 

Sfngenotntnen bur(^ flatutenntiftgen 9(enar(ef<!^(tt$ m ber 
267jlen SSerfammttng. 



Sdrö; ben 3. ^nnt 1849. 



jDer Dnrector be^ Sereind jur 

Sefdrbertttig be^ ®arteri(aited m 

ben Untgl. i^renf . @taaten. 

Sinf. 



■ 

^ |)(0bad)tungen 



i(et ^te SBirfttttgett >e^ 9Eßtntetd 1849 6td 49 auf 
Me im freien Sattbe fleb^n^ett ^ftattjem 

Som 9febacte]it. 



Der le^te SBinter getrottete ^ in ^teflger (Segenb xom^tx bttrc^ 
Nge,- att^altetibe Halte aU burd^ mtlbe utib fett<jOte äBttternng au^. 
Itv einmal fiel ba$ 3:$ermQmeter na<!0 Sleattmur bt^ auf 15 ^ unter 
''"IL 2)te sr0f te ttttb an^altenb^e Statte ^enfd^te i^on Sßet^na^tett bt« 
tKitte dattttar. 93t^ SBet^ttati^tett Ratten tt)tr ^ter nn^ ber mtlbeflett 
Sittenittg gtt erfreuen^ fo ba^ Pyms CCydonia) japonica am 16. ^e^^ 
ttttier no^ itt t)ottfter SIAt^e {tanb. fetterer (Sonnettfd^etn mtt ^fiu^ 
^ liarfett Slegengtiffen bet gelmber iuft toe^felten fo Ui äBei^tta^ten 
ii Mb wtrfte erflerer befonber^ fe^r soort^etl^affc auf bte ^flangen ttt 
^ @mü^€^iu^txn, aber tim fo nat^t^etltger auf bte tm treten jle^en« 
^ @etoa(Ofe. 9Ste(e (Stanben ftngett mteber gn treiben an^ unb mnfte 
>n bte im SSet'Ona^tett plii^li^ etntretenbe Kälte o^ne S^neebede 
» fo nat^^eiltger anf fle etttmtrien; bte ftilte brang ttt bett mtt 
Mttgtett fo fe^r gefi^toängerten Sobett betrd^itltt^ tief tin, nnb $ob bte 
^^ fe^t oenonrseUen @tanbenge)o&^fe fafl 3oQ ^o^ att^ ber (Srbe 



390 

tmpet, X>et 3lQfaog4 datutat ^aitftgfr gefaKetie @<^nee, oft in (eben^ 
tenben Duantttäten^ biteb iebo(!(^ feiten ixotimal 24 @tttnbett (tegen unb 
loenn jq äBaffer getv^rben^ ^ttg ed loteber ju friern att^ fo baf bte Stoit^ 
bengett>ä^fe \ötmliä^ im Stfe {lanben. 92oi^ am 8. Slprtl ^anben bie 
meinen @tatibengetpad^fe tm ^teflBeii iotani^zn ©arten glet^fam im 
SBaffer^ obgleich bte Seete bev etnjelnen Sitten fafl Va ' (i^er liegen, 
aU bie ®duge {wifi^en ben ^^ettn. Die na^^eiligen folgen bado» 
futb leitet )u begreifen unb iß bem (Satten^ eenng angefc^Ia^eit, ein 
Serlttfi )oon ntinbeflend 400 Srten erma^fen^ bie t^tiU burd^ bieStaffe 
)>erfattlt ftnb, boc^ ^aUn bie fiflangen unfehlbar am meiflen bnrd^ bie 
gnerft eingetretene Rältt o'^ne @^neebeäe gelitten, So ftnb unter am 
bem ^flanjcn )>iele loerloren gegangen^ bie 3a^re lang ^ier o^ne ju teiben 
aufgehalten ^aben^ ate: Orobus-3lrten/ Lupiuus polyphyllus, bann Ane- 
mone vir/^iniana, Campanula alliaiiaefolia, Telekia cordifolia, Gypso- 
phila altissiroa nnb anbere 9(rten; Gaillardia aristata, Betoaica ^^aa- 
diflora, eine SJtenge Potentilla-, Lychuis-, Phlox-, Dianthas-, Adeno- 
phora*) Campanttla- unb Detphinium-Strten^ Wulfenia cariathiaca nnb 
Genliana acaaiis ^aben fe^r gelitten. Mentha piperita unb crispa ftnb 
total fort^ ni^^t aüein i^ier im ©arten^ fonbern auc^ in ber ganjen 
®egenb* 

3e me^r nun bie (Stauben gelitten ^aben^ beflo beffer ^aben ^av 
tere ®e{lräu(^e aufgehalten/ ein Setoeid^ baf ^euc^tigfeit unb Kälte 
o^ne ®^nttttät mepr ft^abet aH ftälte felbfl. ^m ©arten be^ ^tm 
SBoedmanU/ ber fe^r frei nad^Ütorben unbäBeflen liegt, ^ben Saiden 
aufgehalten, bie an)uf&^ren mir erfreuti^ ift. @o ^ieUtn unter teii^trr 
(Stro^bede an ber D^^®{ebeltt)anb mt^ ©ewcid^d^aufe^ aud: ClematiB 
japonica^ trtfoliata aud SteufeeTanb, azurea grandiflora nnb bicolor, 
femer ganj frei fle^enb unter leidster ©tro^bede: Forsythia vindissima, 
Weigelia rosea unb Abelia mpestris, fämmttiil^e ^aben im S^^l^^^^ 
Iräftig aufgetrieben. ^ ^ieflgeu ®arten hielten of^ne ben geriagfien 
9ta^t^eil auö: Spiraea bella, nepaleoBis, Douglasii, Lindleyi, ariaefolia' 
unb prunifolia fl. pl. Die ^flanjen fielen auf einer )iemli(^ troden 
gelegenen 9tabatte, ben Dp unb 9torbn)inben flarf audgefe^t nnb mx 
nur ber (Srbboben um bie Stämme mit Sanb bebedt. Ribes speclosum 
erfror U^ auf bie (fcrbe, treibt jebo^ fraftig öon unten an^. Deatzia 
scabra l^ielt o^ne jebe Sebednng an^ unb blu^t feiner Stit ^errli<!^- 
Paalownia imperialia ^at gar ni^t gelitten, jiebo^ flnb bte im ^erHte 
getriebenen äJIöt^enfnodpen fammtli^ erfroren. Pinna excelsa ^t 
unter ®tro^bede etn>a^ gelitten, nnbebedte Srem)>Iare }ebo^ gar nt^t. 
Rhododendron ponticuin ^aben t^eittpeife |fe^r gelitten, mä^renb Rho- 
dodendron maximam unb Catawhiense f[d^ fe^r gut gehalten ^aben. 

SSon grof em Stufen unb t>on allgemeinem ^nterefe n)ürbe U fciir, 
gleiche 9loti}en aud anbem ®ärten jn erhalten unb erfuc^e be^^atb «tn 
gefaftige SJIttt^eitungen, befonber^ aber fol^e ^flanjen, bie man immet 
far )u )art ober tt>ei(^(ii$ ^ält, aU baf fte unfere Sinter nt(^t i^ertraßen 



am 



ht^ ^tttn ^etet ^mitf^ tu SBetfleb^tf. 



ttb Slttmettjeitttns" p. 127 ^atU i^ ^a$ 93er0ttttgett^ bte Slumetu uiib 
^flanjenftemibe auf bte i^teir in {)aitii^ttrg (^opffmnarlt 9lr« 27) er^f^ 
Bde Somen^tiblttng bed {)errn freier ®mti^ aufmerffam jit ma^, 
Hb aii)>fa^l jtt ginget 3<it bad )»on l^erttt @mtt^ ^erattdgegebctte 
erfle Ser)et(|tiif| ber i>erf(|t>be«arh's{htt (Sameretes uub bin uberjotgt, 
M^ etil 3^^^^/ melier (Satneu aitd biefet |>aiiblitiig belogen ^ot^ )it^ 
fnben geftedt movbeti %% Sot etnigen äBo<^em ^otte ä^ (äclegett^etl, 
bte »on {>errn @mit^ }u 93ergeborf erft t>or ttnci 18 SKonaUtt begciii^ 
Me srof artige ®4rtiiettt )tt befu^n^ unb )»at wa^rfKift ernannt über 
M Seele, maö in biefev Istgett S^it gef^afes i% jumal bei harten 
M )]tr 3^it bet Ucbema^me nod^ eise förmlt<!^e ^ufle toor, t^eiB 
9c|d(), t^eO« äBiefe» mib nvUnÜisoht^ Sanb. ®äittitti(ii^e« Saab ift 
mm bearbeitet imb mit einia^rigeti €ommerbIitmeti in grof er Sudtta^i 
mt ben «etf^iebenfleit ©emüfe« unb ff ä^enfräuter ^ ©orten unb Slrten, 
tenn mit einigen @tanben, mit Serbenen, Petunien/ Phlox Dnimmoodtt 
8« bergt bepftanjt, loel^e |}f{an}ett bie erforberlic^n @amen)90rrät^e 
liefern foOen. ^err Smitif bant im SSergteii^ )tt anbem ©omen^iib« 
iem iveniger ^ftangenarten nnb Sorten, bafnr aber nnr bie f^dnftai 
Hb bedien rmb iebe in grof er äKenge. @o fa^ i^ me^re nngefi|r 
3* breite nnb 20—25 ^ lange 93eete mit Lnpinvs naans, oibere mitNemo- 
pliila insi^is ^ Clarkia eleirans, Collinsia bicoloi* nnb bergleifl^ 
!l{ha}en ^fäet. Der 93oben be« kartend ifi gan) geeignet, bie feinden 
Sottmerblmnenfamen barin fäen )n finnen, loa^ man in ^ieffger ®e^ 
t^b feiten (ann. 3m botanif^en @arten ^iefelbfl tann i4 f<tnm bie 
fliiften @amen ald Lupiiios, Vieia, Faba, Lathyras nnb aabere in 
M freie Sanb fegen, inbem baffetbe ^n fd^mer ifl^ benn trift c^ 
H^, ba^ na^ ber 9(ttdfaat ein |feftiger Siegen fäSC fo wirb bie 
^e fo ^art, ba$ felbfi bie fteime biefer tarnen ni^t ftart genug ftnb/ 
mn bttr(^}ttbre^en, fo baf iA ba^er genöt^igt iin aHyä^xUä) bie ni(!^t 
«obebentenbe Sln^faat in Zü)f]^ }n mad|en. 

Der (harten be^ $errn @mitff i{l gefti^madooK unb fe^r ))raftif($ 
emgeri^tet unb mnf, menn aOe bie oerf^iebenartigfien Sommerblnmen 
Hb ®emufe)>f[an)e in 93lnt^e flehen, einen ^übf(^en Slnblid getofi^ren. 



832 

Stoti fe^r ;tterlt<^e, dttf erfl ptatti^^ ttnb foltbe itiantt nnt ))ort^et(^afi 
etttgeri^tete ©etDac^d^äufer nttt jbo))))eIgIa^ba(^ )>on ref)>ecti))e etn^ett 
70 nttb 40^ Sänge/ ;)teren gletf^faKd bett ©arten. 3n bem einem 9r5< 
f eren ^aufe fanb t^ eine ^errltc^e ©ammbing t>on Saiceolarten, bte 
^err @mtt^ an^ @amen erjogen ^atte. 3)te bereitö i^on t^m getauftes 
entf)>re(!^en jebcr Slnforbernng^ fomo^I ^tnft^tlt^ ber ^orm unb ®r$f e, 
att an^ ber S^i^nung. Die f^dnften nnb bie mit Stecht jiebem Sreuttbe 
biefer f^flanjen gn em^fe^Ien {tnb^ loerbe i^ am @^Iu{fe namhaft aaf^ 
f A^ren. S^rner fianben in bemfelien {)aafe eine SRenge gorterer @oiiu 
merge)oä(!^fe in 2:9pfett. 3n bem anbern tt)ärmeren ^anfe n>ttrben me^^ 
rere ber neueflen ©tonnten/ 9l(^imene^/ Pleroma elegans, eine feltene 
nnb ^errli^e f){Iange/ fulti)>irt/ Blandfordia Dobilis, eine fe^r fd^ine 
Amaryllideae ^anb in 93Ittt^e/ ferner mehrere Martynia-Slrten n. bg(. 
S)ie S^))fo9engtt(!^t gnr ©eminnnng ber ®ame)t »irb meinet Siffend in 
biefem ©arten für bie ^ieftge ©egenb am grof artigflen betrieben. Siele taiu 
fenb Zip^t enthielten jieber 3--4 ^{langen/ xok bann au(^ np(^ an 
grof e^ @tftc( Sanb mit Seiofoyen^jlangen glei^faS^ befe^t mar. Unter 
ben Siolen (^enfeed) im jjxtitn Sanbe m^nete fi(^ man<!^e ^errlii^ 
Särietät and; ed maren t^eild englif^e Pflangen/ t^eiU and^ ^ier caa 
@amen ergogene. Phlox van Hoattei alba oculata retn toeif mit einem 
bttnflen 9(ttge ifl fe^r gn em))fe^Ien/ eben fo ifl bie Serbene RoHissod's 
Defiance bie f^^nfle in Q^axiat^, fte lenktet l)or aOen ^en)or.| 

Son ben neneften englifc^en %n^fitn, mel(!^e bei $erm Smit^ in 
Statte {ianben nnb {lc|^ ][>on ben befannten @ortett bnrc^ eigene %ixf 
bnng an^iti^ntttttf finb: 

Kendars Beauty sapreme, Kend. Elizabeth, Kend* crimson khig', 
bereite andfä^rli^ ermähnt p. 104/ bann Kend. moont blanc, p. 206 
biefer 3^itong biefed 3^^'3* ^^^^ bef<^rieben/ nnb fltmmt baö barnber 
©efagte i^oQIommen überein. Fuchsia Riccartonil eignet ftd^ ))Ott aSen 
brannten Sorten am beflen gnm Sn^^flangen ini S^eie nnb gnr 98le^ 
gnng oon Slnmenbeeten. @ie ^at einen f(^dnen aufregten ^aUM, 
Vfä^t lei^t nnb xH^ti^. 

Unter ben oielen oon ^txxn @mit^ ergogenen Satceolarien ftiib 
befonberd gn em)>fe^Ien: Crimson King, Queen VIctory, Lady Home, 
von 6a§^em, Dake of Cobar^h, Harlequin, Jenny Lind, Edward 
Steer nnb General Bonin. 9int grofe Snga^I @amenf>jlangen ^9Üt 
no^ ni^t gebläßt nnb bärfte bamnter nod^ man<!^e fd^5ne Sorm gnm 
Sorf^ein (omtften. 

SBad $err ®mit^ in feiner frit^eren SteQnng bei <^errn Cbmarb 
@teer in{)am in 93egng anf ftnltnren geleiflet ^at, ifl ber gärtnerif(|eit 
9SeIt bed ^n^ nnb $(tt«(anbed ^inMngli^ Utannt, nnb fo mirb bad nmt 
oon i^m gef(|^afene (Etabtifement bei feinem grofen Stfer nnb S^^iK 
oerbnnben mit fo anögegeid^neter ®a(!^fenntntf / gemif balb mit gn ben 
grifiten gn red^nen fein. <E. O-o. 



338 






' ®t(tcttitn^@aiib hlbet bte 9Ra{fe aQer frut^ttaren Sobenatten, 
i)r»<Ht(| ^t^ jn 60—80 ^rocetit, fo baf, totnn ugenb ein Soben 
»niger bat>ott tnt^lt, eine JDttantttat ^mjitgefitgt werben tntif^ tan t^ti 
}Bm debet^en ber ^fbingeit tanglti!^ ju ma^etu 2>et Sobeo foS ntd^t 
m aOctn beit f}jlan}eti Sla^rung seben^ fonbern mitf an^ ber Slrt 
Vm, baf bte 9B]tr}eIti tief in t^n einbrittgett Untteti^ um barm bte 
Ko^nmg für bte ^flanjett )tt fui^eii, onb ba jeber Soben t>ott enter 
jtODtffen ^efUgfett i% fo loer^mbert er iUQitl^, baf bie in i^m »«^^ 
feuern ®ett)ä($fe bnrd^ SBinbe ober bnr^ anbere Urfa(^en umgetoorfen 
tmben« Sll^snttntttnt tfl btefSn&flan)^ bte ben JBoben btnbet^ e^ tfl 
ni^t not^t0, baf e^ tn gr5f erer 9ro))ortton aU 5 — 10 firocent in 
um frn^t^aren, brodeltdifen Soben befle^t^ mj^renb tn einem leichten 
fto fanbtgen Soben nt^t tntfyx att ber ^nnbertfle 3:^ett t>or^anbett 
tft, fftb^ im fo^enannten fietfen Z^on ober ittt^n ftnbet fid^ me^r aU 
30 Vrocent. Statt tß n>o^I bie nA^fle mistige @ttb{lana bed Soben^ 
BBb ungefähr an Vis bed ®tm^ti im fm^tbaren Soben ent^altenb/ 
»0 er bann in S^nn^ ))on ftoi^IenfAnre ft^ ^bet; ba er tn allen f^fton« 
int enthalten tfl unb ba« ^Ibe ®ttoi^t ber Xfil^e be« Sujem'« nnb 
Mierer ^flangen an^ntacl^t; fo tfl U not^n>enbt9^ bafi ber Soben bamtt 
||ef(|tt>än9ett totrb^ entn>eber bnr^ 9ntt)enbnng auf bie Dberfld(^e ober 
M^ heraufarbeiten t>on unten. StM ifl au^ nod^ f^ci^bar ^in^^tii^ 
fenier äBirfuttg auf anbere ©ubflanjen int 8oben. 3n Serbinbnng 
•it Säuren Derbef ert er ben Soben unb binbert ba« Sauermerben ei« 
n)cr Sobenarten. Stfen in ^omt eine« Oryb« ifl in Heinen f)ro{>or« 
twieQ gleichfalls not^koenbig; n^o {t(^ eine beträd^tfi^e Onantitit f übet, 
«Krft e« iebo^ na^t^eilig anf bie ®efnnb^eit ber ^flanjen unb ifl ^vif 
k ttrfa^e toon Unfntd^tbarfeit. din fo((^er Soben fann loerbeffert 
imben bur^ !Z)ratning« (®iele)^ ober baf man ben ttntergrunb na^ 
Oto arbeitet, fo baf Stegen bie f(^äbli(^e Subflana au« bem 93erei^e 
^ ffiurjeln auSwäfi^t. SWagnefia bilbet Vio ber afdjien getotjfer 
"Hmitn, ba e« ft(^ ^uffg in ^tnretd^enber Ouantit&t im Soben finbet, 
f» irottdjit feiten ^amit gebfingt ju toerben. SWanganium^Dx^b 
iorbet man im fruchtbaren »oben in nii^t gr5f eren ffroj)orttonen al« 
l j« 1000; fJotafdJe feiten me^r aW 2 au 1000, unb bie «fi^en 



8Si 

etmger fJflatijett Vs i^tt9®ttoii^Ü b(U>Ott tut^atttn, fo timf em Sonett, 

fe^ett »erben, istib itoat bobitr«!^^ baf man mit {)oI)af(|^ett bungt 
®oba, tt)el^e4 tn (leinen DuantiMten^ tt»a 1 )n 1000 {t(|^ fmbet 
» unb iwax ^mi^nli^ tn SSerbtnbnng mit d^Uxint, aU Qttci^tAx^t^ 
@alj, (ann bem 8oben entn>eber ali ^ttob^nli^ti <Bati, ^I^ fal))eter? 
faured @oba ober M fi^n^efelfaured Soba geret<!^t werben. @(^tt)efet 
fänre fnbet fic^ tm frnd^t^aren 8oben ein Ser^ältnt^ t>on 2 bid 8 jn 
1000. fJ^o^p^orfäure ungefähr 4 ju 1000* fto^^Ienfänre, tn 
aSerWnbnnfl mit Statt unb ^aeiit^a,ia 4—6 fJroccnt. 

Setrad^ten otr nnn bie )nm 2)nn0en gebräncl^Itt^ett @nbflanjeii/ 
bte entttieber antmalif^en, ^egeiabtitf^en ^ber mtneraltfi^en ttrfpmng^ 
fnb. 2)te Srcremente ber S^tere {tnb bte am geiod^nltc^ften gebran^^ 
ten Dünger^ metfhn^ tn äSerbmbtmg mit ia Scnve^Kg iterge^enber 
93egetabi(ten angemanbt. !3Dte Sxcremente ber SRenfc^en geben ben befleti 
nnb flarfflen Dünger, er enthält Saffer«, fto^ten^ nnb ©anerftof , bann 
f^^i^^ote, @a(^ate mtb Srbt^fe« 2)er Si^getbinstr ^e^t biefem in 
SBirdoigen am ni(^flen nnb gegenmartig bc^bere ber ^er^er g^« 
mibe @ttano, er ent^ft Dteie, f4r na^t^fte ®ttb{fatn)eii. f^ferbt« 
nnb 9tttib)>t>^bn'nger SNtrttren j[e nocl^ ber Onatit&t ber 9tx^Tii^ 
ber Z:^'ere3 fold^e, tt>eU^ mit ^eit, Stro^ nnb äl^nlt^en Sla^nng^ 
mtttela ^futtert iiterben, bte t>if le 2:^tle unanftMbaxrr SiAf an)en tuU 
laften, ^fimber^ ^rfjfafent, mo^tngegen bif jlentgen S:^iere, bte mit {)afer, 
(detiit tc. gef&ttert merben, einen fnr ^H Sonb fe^r gnteit Dfinget 
gebt«, befonberd reii^ an ätitr^gen. Srifc^e ftrdnter werben ^cinfig 
)um 2)unigcn gebvtitt^t^ fle geben bem IBoben niift nnr Me Säe^M^* 
t^äe, bte fte an^ .^emfelben genommen ^en, jurittf, fonbent no<!^ eine 
grofe SKenge t>on ffo^Ienfonre nnb Sbrnnoninm, »ai fit and ber Sttmo- 
f))^«e eingefbgen ^«ibett. Diefer !Z)ttnger tfl befonber« nnfbot bei fat- 
bigem, fei^^len iSeben^ ober loo fi4 loenige t)egttabilrf<^e @tofe fbiben. 
6ef front iß ei« gnter ®ritnb&nger. |>eit nnb ®tro^ loetben f^eit- 
meife i0«rtotiet in SSerbinbnng mit 2>itnger t>om 9linbm'e^ nnb ^ferben tc. 
benn^^t ata^fncffen toerben ^anftg bennft nnb flnb ein gntet Dinger. 
2>ie iofi!^g(len animotifd^en Dünger onftr Cjnremente ^nb Stet, 
Steift/ ftno^en^ $>aare nnb ffioOe ber Z:^iere nnb ber Sbgang oon 
Sif#en. IBfatt nnb Slmfc^ micb gen^ö^nlit^ nntermifi^t mit onbem @tb^ 
flan}cn )>er«oenbet, aU mä Crbe nnb Slfc^e, mel^e^ emen fe^ na^r^ 
faften Dfinger giebt, i^^ milffen bie Zfftik gan) «>errottet fein; fte 
liefectt oSe bie organifd^en StA^aTtyntf totüft in ben f^ongeit ge^n^ 
ben toerben. ftnoAen enthalten fe^ f^ä^^are Snbflatijen irab bomit 
0^&tgted Sanb Kef^rt fe^r ergiebige ^mitn, befo^berd Ktiben mb 
®ra^. ftno^en entölten Cton mb'OaOerl; i^aore nnb SßioQe beße« 
f^en meiflen« «nd ®«nnrt; ifk bilben gitien Dingei; loenn mit Srbt 
nntermifc^t, b^C^ mnffen fte gnt t^errottet fete« $if4^e toerben Mf g^i^e 
\ Seife aU Dünger »enoetfbet. 

\ X^it tt)iil^igflen mineralif^en Dtwger {tnb: 9Ktrate t>oii "Soba, 

[ ®lanberfalj, gemö^nlit^ed @al3, (Sift, äfi^enfal), ^oljafc^ imb ftolt. 

I 9li träte ^4)n @oba ift eine weife faltige Snbftan}, befU^enb atA 

I @aT)»«tofmire nnb @oba^ i^re koirfenbe Sigenf^aft befielet bftrin, bof 

[ fte tRitrogen nnb ®oba bem Sobcsi )ttfii$(t. Ölauberfal) tx^tsic/t 



335 

g(n((faSd ®oba «nb f^koefelfalitge @&tre. (Bemi^nlt^e^ ®al) 
ex)0iä^ @oba «nb S^Tor^ ttnb obf^on ed im gemd^tilt^ett 3ttftanbe 
indeii SegetaMien fc^äblti!^ t{l^ fo liefert eö bentio^ m^ S^^Ui^H 
mta treflt^ien 2)tinger. ®ip^ tfl gttfammetigefe^t au^ SM ttnb 
giebt fnr man(!^e SSegetaitIten einen guten I^unger^ befonber^ für rotten 
Jkc anb Srbfen. Slfc^enfalj ifl bie Slfd^e, »el(^e nac^ SSerbrennung 
H @eelrantö übrig bleibt^ e^ enthält eine grof e Onantität ®oba. 
^oljafc^e tnt^&it potaf^e in grofer SWengc unb ifl fomo^I für fldj 
olem/ ate mit anbem S)ängern soerbnnben^ fe^r nä^Iic(^^ {te bettoaffrt 
|i(^ an(^ fe^r loorti^eitf^aft jnr SSertiIgnng bed ^oofed auf ®ra^))Iä$en. 
®ä»5jnlic(^er Äalfjiein ijl tin fo^nfaure« Salt. SWarmor, »ret^e, 
Mergel nnb SJhifc^elfanb finb Slbarten baüon. SBirb Kall gebrannt, 
fo entweiht bie Ro^Ienfdure unb reiner Salt Utibt jurud. I)er Snft 
«a^gefe^t, abforbirt er genii^tigfeit nnb jerfäfft in @tücfe. ffiirb nnge* 
ßftjter Ralf bent Sanbe mitßtt^eilt, fo tritt er fc^nett in SSerbinbung 
mi mehreren Säuren unb bilbet lösbaren V[vmpo% xet\6)t ben f^flanjen 
)tt ijrer SRa^rung fc^r bienlicä^ ftnbj er j>eränbert bie Jjegetabißf^en 
Stoffe in einen auflösbaren SöP^nb. 

E)te SBurjefn ber ®ett)ä($fe ^ben n)enig ober Ulm Vla^t^ bie 
Shi^nttg für Me ff^anim felbft at^ut^mtn^ fonbem neffuten jiebe 
Sdfoi^ auf, mit ber fie tu S^eru^rung lomnten, t)Orat^gtfe^t biefe 
@rt^(m{en finb in einet |intei(|enbett {»affenben ®eflalt wr^anben. <S^ 
ifl itite fonberfcnre 2:^tfa^e, ^ giftige Subfiattjen, bie ben SRenf^en 
($M^ finb, auc§ in fafi gleic(^er SSßeife ben $f[an)en noc^^ilig wetf 
^nt, fo lann eine f)f(an)e buri^ mfen^I ober bnr^ jiebe^ anbtre metoQif(^e 
imoMif^t (Sift ebenfo omt get<^btet tt>eifbett nne ein Stenfid^. I>ie^ be» 
nitft ben Sort^eü, felbfl Wot^iDenbigfeit, eine (Srbmlf^mtg }tt bereiten, 
t9e% ben ^ftoijen *nt geeignetf^en ift unb ber 9latur ber f3{{an)enart 
am meinen ittfagt inbent man bem 93oben folc^e Subftanjen ntitt^eilt, 
iBd^e bie SomfHtotion ber f^fUßuen etforbert^ ober fol^ entfernt^ bie 
ntoeber untid$ ober na<!^^etlig jlnb. tSS ben^if *t au(| nod^ bie grofe 
Sti^tigfeit für bie Slo^ffultur , ben f^flangen ^ier bie geeignet^e 
ii^art pt 6ä>tn, unb man «oirb hierbei felkn fehlen, wenn man bie 
M^taticQt t>er $flan}enart^ bie man iantn ober (nlti^iren xoiflp genan 
jhtirt nn^ (^ Semitaife oon ber 9efc^«fenf aft ber Sobenarien gu 
mf^affen fucj^t. 



ae 



386 



Kene tin)» prSd^tige Ißtvbtnen 

ttttb 

S^eitrad ju ^etett Kultur. 

Unter ben »lelen «ettefien ttnb fii^önilctt SSertene») Me in biefem 
3a^re »on (gns^^^^b auö juerjl in ben $anbe( fommen, »etben im 
FloricaL CabinetÄ Florist Mag. (gcintar ttttb SWarj^^rft) wat^fte^enbe 
aatij tefottberö emjjfo^Ieti, tmb ftnb biefette» ött« ber beräumten $aiM 
bettgartnem ber Ferren gloriilen Sarfer Ä ®te»art ^er^orsejam 

nen.*) <S« llnb: 

Jon las, 8<^rie leb^ofl ^jarpttr^IaÄfarWg, mit einem trittanteii 
bunlete, carmoiflnrot^en, fammtarttgen Setttrum, aoae Mafeeft. ©ie 
»Ittttenbolben attdfleiet^met ßletcä^förmie. Dtefe |)9bribe er^tett 1848 
ba« erfle SerHjicat ttwb ifl im 3Karj*|)efte be« Floricuit. Mag. aiae* 

btibet. 

Eyfibright, garbe fettrigrofa mit einem breiten Strahl w» 
bnnlelm (Jarmin in ber3Ritte, äuge Har gett, »Ifit^enbolben f^8tt imb 

aut geformt* 

Duchess of Northumberiand , garbe ^mli^ ^)^irfl(^Mnt^farben 

mit roftaem %n^w im (Zentrum, außc gelMid^, »Inmen unb »lit^^ 

bolben fe^r gro|. ffir^telt ba« erfle Serttficat ber glorÄuItnroC ^ ©efeUfdSfoft 

im Dcto«er 1&48. 

Lord of tbe Isles, garbe etgentpmU'i^ bunfelrofa, eine f<^ne 
uttb att^gejei^nete Slnme. «r^iett glett^fatt« ba« erjle Certijicat. 

Miss Thorold, garbe ^errK(^ Maf titta, Äuge gelb; eine grofe, 
{lQl}e SBIttt^enboIbe btibenb. 

Bride, garbe j^errlu^ pttiwH% oft mit jartrofa fi^atttrt. 

Cardinal, garbe blenbenb fi^arfac^, ^abitn^ fa^ fo »ie bei 
ber allgemein belannten V» melindris nnb blü^t gleici^ biefer eben fo 
rei^It(|> unb eignet ^x^ öorjfigli^ jnm «n^ptlanjen in^lgreie. Diefe 
n)ie bie beiben oor^erge^enben erhielten ba6 erfte Sertificat ber Sonboner 
SIoritetnraKSefettfc^aft im ®ej)tember 1848. 



') IDic gonje eammlung »on t Varietäten foflet ao ß., einzelne dremplare 5 ». 



337 

£fte Ser(ene ge^rt ttnflretitg mit }tt ben ff^Snften unb KeHt^flen ®ar^ 
tetitferben. 3^re grof e SRannigfalttgfett itnb @(!^0n^eit, mte iij^re (Stgen^ 
f(^ft, baf pe fi(|> jum ©ecorireti, enttueber aW efcjeln ober in 9Ra{fen 
Wfammen, ber SSafen, »orte, gelfenflru})|)ett k. »erwenbeti t&^t, ^at 
f[e tt6era0 }tt einer f^ä^baren unb fe^r beliebten ^flanje gentad^t nnb 
finbet man {te bed^Ib an^ in jiebem ®arten. $err Sarfer jn @t. 
Stargaret, ber eine Stenge ^enli<!^er iBarietaten au^ @amen erjogen 
H htti^irt bie Serbenen )it einer fe^r großen 93oIl{ommen^ett. @ein 
Snfa^ren ifi einfa^ folgenbe^: !Die ä3eete, worauf bie SSerbenen an^^ 
ge|p|{att)t tt)erben follen, mäjfen gleii^ na^^bem bie f^flanjen buri!^ groß 
jcrjlJrt finb, jnbereitei werben. SWan nimmt guten alten 2)4nger, g. 95. 
attd einem ®ur{enbeete, ber ftc^ am beßen ba)u eignet, unb gräbt bad 
Seet ungefähr 12—18^' tief um, o^ne ed iebot^ ju ebnen, bomit ber 
^{i re^t einbn'ngen fann. gnt^geitig im 9(priImonat bittet man bie 
Seete, toobei e^ ungefähr 3'' tief aufgewühlt wirb unb e^ )um SSz^ 
l^onjen fertig mai!^t. !X)ie (Entfernung, in welker man bie ^ßanjen 
ooa eiuanber f^ffangen muf , ri(!^tet fti!^ nai!^ bem Sffeft ben biefelben erjeugen 
Wen. Sollen fit Slumenmaffen erjeugen, fo ftnb 12^' ^inreid^enb, 
bOiebe ^^bribe att einjelne t^ffange ft^ ipräfentiren, ober 9(umen ju 
eiier Sud^ellttttg ergeugen, fo mufcn fte 3^ oon einanber entfernt an^^ 
iUffanit werben. ®inb bie ^flangen ge))flan)t, fo werben bie 3ti>eige 
^eti^rndfig oert^eilt unb burd^ Heine ^alen nieberge^att, bamit fle nic^t 
wm Sinbe ^in unb ^er geworfen werben* !2)ie einjige 9lufmer{famfeit, 
ivelf^e bie ^flangen fpäter erforbern ift, bafi man bie länger wac^fenben 
3iQetge gleichfalls oon 3^^^ ju S^it nieber^aft. ©oute trodene Wittes 
ntog öor^errfd^enb fein, fo begieße man bie ^flanjen öfterö^ 2lnwen* 
bmg oon fUfftgem S)änger ifl für aUt bunfel btu^enben (Sorten ju 
mfftijiltn, jiebocl^ weniger für fol^^ ^it toti^tn ober garten Slumen. 

@tedE(inge mac^e man Snbe 3(ttguft in 2:$))fe mit einer leidsten 
foabtgen Srbe, {lede biefe an einen f(!^attigen Ort unb bebedfe fte mit 
mm Seniler, ivo fie in Stit oon 14 Sagen angewacf^fen fein werben. 

@inb bie @tedtinge gut oerwurgelt, fo p^an^t man fte einjeln in 
3:)9Stge £5)>fe, in einer Srbmifc^ung oon gleichen X^eilen |)aibeerbe 
nb torftgem 8e^m, ßette fte in einen gefc^Iofenen ffaften fär einige 
tage, bamit fi^ ^i^ ^flangen Don bem Umfe^en erholen unb exi)onire 
fie bann ber freien Suft unb @onne. SRan fhi^e }ebe f^flanje beim 
i»etten ®Itebe, bamit fie bufii^ig werbe, laffe fte fo lange im Sta^tn 
«b eS nur bie Sitterung erlaubt unb bringe fte bann in ein taltt^ 
^m. 3ebe Sorft^t mit bem äSegief en iß im äBinter ndt^ig unb foOte 
H Steigal! ei