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Full text of "Neues allgemeines deutsches Adels-lexicon: Im Vereine mit mehreren Historikern"

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Neues allgemeines 

Deutsches Adels-Lexicon 

im Vereine mit mehreren Historikern 

Prof. Dr. Ernst Heinrich Kueschke. 




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H*VA8D WUEQE tlBMBT/ 

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Subscribenteuverzeichuiss IV. 



Arensburg. 
Hr. //. J. Jürgens, Buchhändler, noch 2 Exemplare. 

Brüssel. 
Hr Emil Fhünu, Buchhändler. 

Göttingen. 
Hr A. Hatte , Buchhändler. 

Haag. 
Hr JIT. Sijhoff, Buchhändler. 

Leipzig. 
\a*\A. llinrichssthc Buchhandlung, noch 1 Exemplar. 

München. 

Ijöhl Fleischmann 9 sehe Buchhandlung. 

Hrn. Metf A Widmaycr, Buchhändler, noch 1 Exemplar. 

■ttettin. 
Hr F. Nagel, Buchhändler. 

0t Petersburg. 
Hr. M. Wolff, Buchhändler. 



Grafen (in Gold auf grünem Boden ein Palmbaum , ans welchem 
nach der rechten Seite ein Hirsch hervorspringt). Ein früher in Ober- 
österreich angesessenes, später nach Polen und Prenssen gekommenes 
Adelsgeschlecht. Johann v. Gräften, gest. 1663, war Herz.-meklen- 
borg. Kegiernngsrath und Envoyfc zo Wien and an anderen Höfen. 
Der Sohn desselben, Nicolaos t. G., herz, schlesw. -holst Etats- and 
Vorsitzender Rath im Obergerichte zn Schleswig etc. starb 1713 mit 
Hinterlassung mehrerer Kinder. Zn denselben gehörten: Friedrich, 
gest. als Kathsherr zn Hamburg, von welchem, neben einer Tochter, 
Anna, vier Söhne entsprossten : Rudolph , Friedrich , Georg u. Nico- 
laus; Georg Christoph v. G., gest 1770, kurs&chs. Generalmajor der 
Cav. und Carl Friedrioh v. G., kursächs. Geh. Kriegsrath und General- 
Staabs-Secretair bei der Armee. Letzterer hinterliess einen Sohn, 
Friedrich Georg v. G., geb. 1757 und drei Töchter. — Weitere Nach- 
richten Ober die Familie wurden im Reichs - Anzeiger, 1801, Nr. 292 
vergeblich gesucht 

Frtik. 9. Krokn*, II. 8. 10, aar h Faallieo - Papieren. — N. Prautt. A.-L. V. 8. 189. — 
Fmk. 9 . L'd*6mr, I. 8. 280. — Tyrof. II. 196. 

Grafemried. Altes, schweizerisches Adelsgeschlecht, aas welchem 
mehrere Sprossen nach Deutschland kamen. Von Bucelini wird zuerst 
Ulrich v. G. in Ober-Wangen genannt und dann Johann v. G., welcher 
1352 im Käthe zu Bern sass. Die ordentliche Stammreihe beginnt 
Peter v. <J. um 1363, dessen Nachkommen in Bern lebten und noch 
fortgeblubt haben, zu hohen Worden und Khrenstellcn kamen und um 
Bern mehrere Güter erwarben. — Jacob Ernst v. G. war 1734 k. k. 
Generalmajor. 

O.I«**. I H. 6*4* ui»4 07. 

Vrafeasteia, Freiherren. Krbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom 
von 1763 für Joseph v. Graffenstein, k.k. Kittmeister bei Graf Bethlen 
Husaren. 

M*f*rU f. MmAl/tM, 8. 41. 

ferajewsU. Polnisches, in den Stamm Gozdawa eingetragenes 
AdeUgeschlecht, welches in Ostpreussen im Kr. Neidenburg die Güter 
Baitkowen und Kopicken erwarb. 

/rn*. 9. U4*bmr, I. *. 2*4» u 11 1 8. J/ti. 

tiraiagtr, Gralnjer-Tj *}*•*, Freiherren. Adels- und Freiherrnstand 
des Königreicht Bayern. Adelsdiplom von 1826 für Georg Graiuger- 

Mm4»Uk4, D««iarh. Addt-I.. i. IV. 1 



— 2 — 

Tywysog, Esq., Herrn der Giffard'schen Güter in Wales und Freiherrn- 
diplom von 1839 für Denselben. — Der Empfänger beider Diplome, 
gest. 1841, stammte aus einer ursprünglich irischen Familie und war 
mit Rosa Parry v. Pistil-Hall und Pendr6 vermählt, aus welcher Ehe 
neben zwei Töchtern, vier Söhne entsprossten, die Freiherren: Eduard, 
Robert, Walther und Carl. • — Freiherr Eduard, geb 1797, Herr der 
Giffard'schen Güter in Wales und Herr auf Notzing in Ober- Bayern, 
k. bayer. Kämm., vermählte sich 1827 mit Elisabetha Grf. v. Lodron- 
Laterano, gest. 1855 und aus dieser Ehe leben eine Tochter, Freiin 
Maria, geb. 1829, verm. mit Ludwig Freib. Mandl v. Deutenhofen 
auf Tüssling, k. bayer. Kämm., und ein Sohn, Freih. Eduard, geb. 
1833, k. bayer. Kammerjunker, verm. mit Julie Stanyford, geb. 1837, 
aus welcher Ehe ein Sohn stammt: Walther, geb 1858. — Freiherr 
Robert, geb. 1797, Herr auf JelUnkofen in Nieder-liayern, k. bayer. 
Kämm., Major k la 6uite und Kreis-Inspektor der Landwehr von 
Nieder - Bayern , war in erster Ehe mit Julie Freiin v. Trauner, gest. 
1848 und ist in zweiter Ehe vermählt seit 1855 mit Marianne Sankey 
v. Nant-Hall. — Freiherr Walther, geb. 1798, Herr auf Sitz Erding 
in Ober-Bayern, k. bayer. Kämm., Oberstlieut. ä, la suite etc., ehema- 
liger Ober-Hofmeister am Hofe Sr. M. des Königs Ludwig von Bayern, 
vermählte sich 1822 mit Franzisca Freiin v. Widemann von Rapper- 
zell, geb. 1805 und Freib. Carl, geb. 1803, ist vermählt mit Maria 
Anna Uebersetzing. 

Geneal. Tucbenb. 4 freih HäiiKer, !*»:>. 8. 208-210 u. 1**2, 8. HJ. — W.-B. d. Kgr. 
Bayern. X. 24: ?. G. and XII. 19: Freih. v. G. 

Grals, lae de Grafs, Grafen. Im Königreiche Preussen anerkannter 
Grafenstand. Ein in der Normandie schon in alter Zeit sesshaftes 
Adelsgeschlecht, aus welchem der Grossvater des unten zu nennenden 
Grafen Robert in Folge der französischen Revolution nach Deutsch- 
land auswanderte. Die Familie besitzt noch das Gut Finorille in der 
Normandie und das Rittergut Wolkramshausen im Kr. Nordhausen, 
Prov. Sachsen. Haupt derselben ist jetzt: Robert Graf Hue de Grais, 
geb. 1835 — Sohn des 1856 verstorbenen Grafen Wilhelm, k. franz. 
Capitaing a. D., aus der Ehe mit Friederike v. Byla a. d. H. Wolk- 
ttiarshausenj geb. 1805 — k. preuss. Regierungs- Assessor zu Minden 
and Lieutenant im 1. Thüring. Landwehr- Regimente. Die beiden 
Brüder sind: Graf Tancred, geb. 1838, und Graf Guiscard, geb. 1840, 
Beide k. preuss. Lieutenants. Die Schwester, Grf. Melanie, geb. 1837, 
hat sich 1859 mit Kuno Freiherrn v. Aiigern-Stilke, Herrn auf Wül- 
ingerode, vermählt. 

Getital. Ta*ch*»nb. d. gräfl. Iläu«< r, ISC2. 8. So* und SUD. 

Gralath. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 5. Juni 1798 
für Carl Friedrich Gralath, k. preuss. Krirgsrath und Bürgermeister 
der Stadt Danzig — Der Stamm blühte fort. Nach Bauer , Adressb. 
8. 78, war 1857 Stanislaus Carl v. Gralath Herr auf Sulmir, Ottomin 
und Nenkau im Danziger Landkreise. 

•• Hetthach, I. S. 453. - N. Pr. A.-L. II. 8. 277 u. V. S. Ifr9. - Freih. r. Ledebur, I. 
8. ISO. — W.-B. d. Preun. Monarch. 111. 31. 

GralewtkL Polnisches, in den Stamm Sulima eingetragenes Adels- 



— 3 — 

geschlecht, welches in Westpreussen 1728 das Gut Ollek im Kr. Thorn 
besass. 

Frei*, w. Ltdebur, III. g. 265. 

firtllifk ?. KeaigsfeM. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1761 für Joseph Grallich, k. k. Hauptmann des Herzog v. Savoyen- 
schen Dragoner-Regiments, mit dem Prädicate: v. Königsfeld. 

Mffitrl* r. Uühl/eld. 8. VJ\. 

tSnuttacld, Cramatikl. Im Kgr Preassen erneuerter and bestätigter 
Adelsstand. Diplome vom 2. Juni lö32 und 5. Oct. (14. Nov.) 1834. 
— Polnisches, au dem Stamme Topor gehörendes, in Ostpreussen be- 
gütertes Adelsgeschlecht. Kin v. Graruatzki war 1857 Herr auf 
Schrombehnen und eki Anderer Herr auf Tharau im Kr. Preuss. 
Ejlaa. 

M. Pr. A.-L. V. 8. KVJ. — Frelh. 9. Ltd'hur, 1. N. 280. 

Craakew in Silber ein grünbelaubter, starker Baum). Altes, pom- 
mernsches und uckermärkisches Adelsgeschlecht, welches in Pommern 
mitGrambow im Kr. Randow schon 1349 und in der Uckermark mit 
Pinoow im Kr. Angermünde 1375 und Grenz im Kr. Prenzlau 1432 
begütert war und aus welch« in urkundlich Arnoldus de Grambow be- 
reits 1308 vorkommt. Pinnow stand der Familie noch 1608 zu. Spä- 
ter ist der Stamm ausgegangen. 

Micrmrt, H. 4»7: (■rainhuwrn, WoU»*lUrh. N. Pr. A.-L. II. 8. 277 o. 27$. — Frtik. 
t. U4*l*r, I. H. 2*0 u. III. 8.265. — Siehm*ch*r. III. 1<*»4. — 9. Mtdimy. UI. 8. 224 u. 225. 
— P»«»»ratcS«W.-ll. V. Tab. 66 u. 8. 120. 

Graabew (in Silber der schwarze Kopf eines wilden Schweines, 
da, wo er abgeschnitten i>t, roth). Altes, meklenburgisches Adels- 
gescblecht, welches später auch in der Priegnitz begütert wurde und 
ttach Dänemark kam. Ein gleichnamiges Dorf im Amte Lübz, Mek- 
leftborg-Schwerin, besass die Familie schon 1275, erwarb später Si- 
tow im Amte Dobbertin und Wildkuhlen im Amte Wredenhagen, hatte 
ia der Priegnitz bereits 1472 Grabow und Herzsprung inne und unter- 
schrieb 1523 die Union der mekleuburg. Kitterschaft. — Sprossen 
des Stamme* standen zu Anfange des vorigen Jahrh. iu k. dänischen 
Militärdiensten und ein Oberst-Lieutenant v. G., verm. mit der Toch- 
ter des Admirals Hoppens, wurde in Fahnen begütert. Hin v. G., 
wohl der eben Genannte, wurde 1738 als k. dun. Generalmajor und 
Chef der Königl. Landes -Cadetten- Academie Commandant zu Ny- 
burg. Später, gegen Knde des 1H. Jahrb., kommt der Name des Ge- 
schlechts in hohen k. dänischen Khrenbtellen nicht mehr vor, doch 
blähte nach Freih. v. Ledcbur noch in neuerer Zeit das Geschlecht 
ia Meklenburg, um Güstrow begütert, fort. 

9 i'rttiSm'r, Nr. il - <>a»U, |. * r.M. ». H*k, . Kr« Merkl. ». 1*1*. - !«♦•»<•■ 
♦**r uM. Tum i Dtuiu.. I 8. 1**, u !•».. 31. Nr li«. S fr. A -L II. H 277 u. 27*. — 
Ar«4. 9. I+Mmr. I. M. im. ~ t. H* i>«j. III. M. 244. - Mrkkub. W.U. Tab. II. Mr. SS 

*- ■. i «. n. 

tinura, Cram Altes, neuniitrkihchc» Adclsgeschlccbt , welches 
1573 Mehrenttn im Kr. Friedeberg, so*ie 10ȟ Grablow und Zan- 
toch im Kr. landsberg be:>a^s, die Krhhauptmannschaft zu Driesen 
aa der schiffbaren Netze erlangt hatte und später nach Dänemark 

Ata den von Gauhe nach dem M. St. geneal. zusammengestellten 



— 4 — 

Nachrichten ergiebt sich folgende Stammreihe: Asmus v. 6. zu Meh- 
rentin, Erbhaoptinann zu Driesen: Anna v. Bornstädt a. d. Hause 
Lochstedt; — Balthasar: Anna v. Strauss a. d. H. Wormsfelde. — 
Asmos II. zu Mehrentin, Grahlow und Zantoch : Barbara v. Brand a. 
d. H. Hermsdorff; — Eckhard zu Grahlow, kurbrandenb. Dragoner- 
Hauptmann; — Ernst Ludwig, gest. um 1715, k. preuss. Oberstlieu- 
tenant und Commaudant zu Peitz. Die beiden Brüder des Letzteren, 
Otto Christoph und Friedrich Christian v. G. wendeten sich nach Dä- 
nemark. Ersterer blieb 1710 als k. dän. Oberstwachtmeister der 
Garde du Corps bei Helsingburg, Letzterer aber starb 1741 als k. 
dänischer Ober- Jägermeister und Geh.-Staatsrath und hinterliess zwei 
Söhne, Friedrich Carl, k. dän. Hofmarschair und Carl Christian, k. 
dän. Hof-Jägermeister. — Die preuss. Linie erlosch mit dem 12. Sept. 
1761 bei Treptow gebliebenen k. preuss. Major Christiau Ludwig 
v. G., einem Nachkommen des obengenannten Oberstwachtmeisters 
Ernst Ludwig v. G. und die dänische Linie , so viel bekannt ist , mit 
einem Enkel des Ober- Jägermeisters Friedrich Christian v. G., dem 
27. Oct. 1768 verstorbenen k. dän. Hof-Jägermeister und Kammer- 
herrn Christian Friedrich v. Gramm. 

Gauhe, f. 8. 687. und 688. — Freih. e. Ledtbur, I. 8. 380 und 281. 

(jnuMtnt f. Unikal, Freiherren. Erbländ.-österr. Kreiherrnstand. 
Diplom vom 21. Dec. 1817 für Johann Nepomuk Joseph Adam Che- 
valier de Grammout, k. k. Feldmarschall-Lieutenant, wegen 43jäh- 
riger Militärdienste, mit dem Prädicate: v. Linthal. — Der Empfän- 
ger des Freiherrndiploms stammte aus einem alten, burgundi&chen 
Adelsgescblechte, welches sonst zu den s. g. Ober-Baronen gerechnet 
wurde. Als Stammvater desselben wird Wilhelm v. Granye, ein 
Sohn des Hugerius de Grenge, genannt, welcher um 1120 das Schloss 
Grammont, in der Grafschaft Mumpelgard, unweit Grenge, auf einem 
hohen Berge gelegen, besass. Von den Nachkommen dienten meh- 
rere der Krone Spanien und erlangten hohe Ehrenstellen. — Fried- 
rich Chevalier de Grammont trat in k. k. Kriegsdienste, machte als 
Grenadier -Lieutenant im Dragoner - Kegimente Fürst Liechtenstein 
1738 und 1739 die Feldzüge in Italien und Ungarn mit, wurde 
schwer verwundet, nahm deshalb 1741 den Abschied und lebte 
dann auf seiner Besitzung bei Neisse , wo er sich mit Johanna Vetter 
vermählte. Nachdem im 7jährigen Kriege, wegen seiner treuen An- 
hänglichkeit an das österr. Kaiserhaus, seine Besitzung verwüstet 
und er selbst gefangen gehalten worden war, gab ihm die K. Maria 
Theresia 1760, unter Anerkennung seiner Verdienste, als Ersatz die 
erblichen Privilegien auf die Posten Mährisch-Budvitz und Frating. 
Von ihm entspross der obengenannte Freiherr Johann Nepomuk Jo- 
seph Adam. Derselbe, gest. 1831 als Festuugs - Commandant zu 
Peterwardein, hatte sieb mit Carolina Anna Maria v. Kovachevich, 
gest. 1847, vermählt und hinterliess zwei Söhne, die Freiherren Carl 
Joseph und Franz Adam. Freih. Carl Joseph, geb. 1796, k. k. pens. 
Generalmajor, vermählte sich 1832 mit Anna Nikerl, geb. 1815, doch 
ist die Ehe kinderlos geblieben; vom Freih. Franz Adam aber, gest. 



— 5 — 

1849, k. k. Generalmajor, stammen ans der Ehe mit Franzisca Ber- 
sina t. Siegenthal, geb. 1807, neben einer Tochter, Freiin Amalia, 
geb. 1843, fttnf Söhne, die Freiherren: Heinrich, geb. 1828, k. k. 
Oberstlieutenant; Ferdinand, geb. 1837, ebenfalls k. k. Oberstlieute- 
nant; Victor, geb. 1841, k. k. Lieutenant, Franz; geb. 1842, k. k. 
Cadet and Carl, geb. 1847. 

M*ftrU 9. Mühl/Ad, 8. 53. — Ontal. Tuchtnb. d. ftvih. Hftustr, 1355. 8. 208—210 and 
IMt. S. 312. 

Craaa. Ein ans Ober-Italien stammendes Marquisengeschlecht, 
an? welchen Sprossen in Oesterreich und Steiermark begütert wurden. 

gclmwtt, I. 8. 560. 

tiraaev, Seaareleas t. Graaey, freiaerrea. Im Grossherzogthum 
Hessen anerkannter Freiherrnstand. Anerkennungsdiplom vom 
27. Oct. 1857 für die gesammte Familie. — Altes, französ. Adels- 
geschlecht, welches in neuerer Zeit in das Grossherz. Hessen kam. 
Das Hanpt der Familie ist jetzt: August Freiherr Senarclens v. 
Grancy — Sohn des Freiherrn August, Oberstlieutenants bei dem 
ehemaligen k. französ. Garde-Schweizer-Regimente — grossherzogl, 
hess. Kammerherr und pens. Oberst- Stallmeister, verm. 1836 mit 
Luise Grf. v. Otting und Fünfstetten, geb. 1810, aus welcher Ehe, 
neben drei Töchtern, drei Söhne stammen: Ludwig, Heinrich und 
Albert. Die beiden Hrüder des Freiherrn August sind: Freiherr 
Adolph, grossherz. hess. Kammerherr, Oberst a la Suite, a. o. Ge- 
sandter and bevollm. Minister am k. französ. Hofe, so wie am k. bel- 
gischen and k. niederländ. Hofe, verm. mit Sophie Gravelius, aus 
welcher Ehe, neben zwei Töchtern, ein Sohn, Freih. Emil, geb. 1835, 
k. k. Oberstlieutenant, entspross — und Freih. Heinrich, verm. mit 
einer geb. Haller, lebt in Lausanne. Von den Schwestern der ge- 
nannten drei Brüder war Freiin Marie, früher grossherz. hess. Hof- 
dame und Freiin Louise hat sich mit Herrn Sillem, Banquier in Genf, 
vermählt 

G*»«-«l Tm+chmh. .1. ffih. Hiuifr, 1*61. 8. m und !**«! 8. 313. 

Craadta, Ritter and Nie. Reichsritterstand. Diplom von 1 793 
für Bernard Grandin , wegen Erzeugung des Marsilianer Grünspans, 
mit dem PrAdicate : Edler v. 

Graadka, laater ?. tiraadaa, Ritter. Böhmischer Bitterstand. Di- 
plom vom 3. Mai 1664 für N. Hunter v. Grandon. Von den Nach- 
kommen war Caspar H. v. G., Herr auf Schiemanowiti und Bangow, 
1720 der freien Standesherrschaft Beuthen in Ober-Schlesien Land- 
RtcbU-Bcisilzer and 1728 bekleidete dieses Amt Carl H. v. G., Herr 
aaf Repten. 

Am^M, II H. «4«. — Fretk. w. U.Uhmr. 1 H. ?«|. 

(SraaJ-lv. Ein zu dem Adel der Preuss. Rheinprovinz gehören- 
des Geschlecht, aus welchem Andreas Joseph Franz v. (irami-Ky, 
last Eingabe d. d. Kupon, 27. Juni 1*29, in die AdeUmatrikcl der 
Freut«. Rheinprovinz unter Nr. 37 der (lasse dei Kdelleute einge- 
tragen wurde. Audreat» Johann Lorenz v. Graiid-Ky war 1KU Bür* 



— 6 — 

germeister zu feupen und nach flauer, Adressb., 8. 78, waren 1857 
im Kr. Eupen drei Sprossen des Stammes begütert: Carl Jacob Jo- 
seph v. G.-R., Herr auf Stockum, Julius v. G.-R. in Verviere, Herr 
auf Schloss Lonzen und Victor G.-R. in Kupon, Herr auf Krapoel. 

Freiherr v. Lsdebur, I. 6. 281. - W.-B. d. Pmios. Khfiaprov. I. Tan. 44. Nr. 87 n. 8. 
43 und 44. 

ttraidfille. Französisches, später zu dem Adel des Königreich 
Preussen gehörendes Geschlecht. Wilhelm v. G., k. preuss. Major 
z. D., machte mit seiner Gemahlin, Auguste, geb. v. Leipziger, den 
27. Apr. 1837 erfolgten Tod des Sohnes, Albrecht v. G., bekannt 
Es waren um diese Zeit sieben Töchter am Leben. 

Freiherr t. Ledebur, I. 8. 281 und III. 8. .'♦•5. 

Graieifeld, s. Legran v. Granenfeld, Ritter. 

Griaer. Adelsstand des Königr. Preussen. Diplom vom 4. Sept. 
1770 für Andreas Graner, Rittmeister im k. preuss. Husaren-Regim. 
v. Bohlen. Der Empfänger des Diploms starb 1785 und hinterliess 
zwei Söhne. 

9. Heilt ach, S. 453. — N. Pr. A.-L. I. 8. 4H> und II. 8. 278. — Freiherr v. Ledebur, I. 
8. 281. — W.-B. der Pn*ussisch<n M«.narrhi«\ 1 1 1 . 31. 

Granger, Ritter ind Edle. Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom 
von 1722 für Thomas Oranger, wegen vieljähriger Bedienung des 
Hofstaates, gemachter Lieferungen und geleisteter Geld-Auticipa- 
tiouen, mit dem Prädicate: Edler v. 

Megerle v. ifühl/eld, S. ll.V 

ttraiges, des ttraiges, Bottn, genannt des Craiges. Eine dem 
Waadtlande angehörende, aus dem Pais de Vaut stammende Adels- 
familie, aus welcher Philipp Ludwig des Granges nach Einigen aus 
französischen, nach Anderen, s. v. Schöning^ preussische Generale, 
S. 137, aus holländischen Diensten auf Veranlassung seines Lands- 
mannes, des General v. Lentulus, 1758 in k. preuss. Militärdienste 
trat, in denselben bis zum General -Major stieg und 1801 im Pen- 
sionsstande starb. Derselbe hatte mehrere Nachkommen. Der älteste 
Sohn, Carl, war 1805 k. preuss. Oberförster zu Rosenberg und der 
jüngste Sohn dritter Ehe, Siegmund, starb 1811 im 21. Jahre als 
Lieutenant im k. sächs. Regimente Garde du Corps in Folge eines 
Sturzes vom Pferde. Später haben noch mehrere Sprossen der Fa- 
milie, welche 1795 in der Niederlausitz das Gut Zinnitz unweit Ca- 
lau bis 1801 besass, in der k. preuss. Armee gestanden. 

N. Pr. A.-L. II. 8. 278. — >',WA. r. I.rdehur, I. 8. 2«1. 

Crantwskl. Altes, polnisches, zu dem Stamme Leliwa gehören- 
des Adelsgeschlecht, welche* nach Schlesien kam. Martin 0. lebte 
1479 am Hofe der Herzogin Margaretha zu Oels und Bernstadt. Als 
Sinapius schrieb, lebte Adam Nicolaus de Granowo-Siehiawski, Ca- 
stellan zu Cracau, Kron-Gross-Feldherr des Königr. Polen, Graf zu 
Mysz und Sklow, Starost zu Leraherg etc., welcher sich 1687 mit 
einer Prinz. Lubomirska vermählt hatte, aus welcher Ehe eine Toch- 
ter stammte. Von den Agnaten waren damals noch zwei am Leben, 
auch gehörten die v. Skorzewski von mütterlicher Seite zu diesem 
Stamme. 

OkoUki, II. 8. 72. — Sinapius, II. 8. 647. 



— 7 — 

fraubergtr v. Kraitberg , Mtter and Mle. Erbland.-fteterr. Rit- 
terstand. Diplom von 1 779 für Franz Anton Granzberger, gaiksi- 
scben Gabern ial-Ratb, mit dem Prädicate: Edlar t. Kranzberg. 

Mf*rl4 9. Mmhl/tlä. 8. 115. 

ttraat Schottlftndisebes Adelsgeschlecht, aas welchem Johann 
v. Graut, früher in k. russ. Diensten, 1747 in k. preuss. Dienste trat 
und königl. Flügel-Adjutant wurde. Derselbe wurde 1759 Gentral- 
major nnd Commandant von Neisse, erhielt 1760 ein Infanterie-Re- 
giment und starb 12. Dec. 1764 unvermfthlt. 

N. Fr. A.-L. II. 8. 278 und «79. - Freiherr r. L<d<kur, I. S. S81. 

Grans. Böhmischer Adelsstand mittelst Wappenbriefes vom 
2. Jnai 1610 für die Gebrüder Granz in Görlitz. 

Fr**k*rr 9. hedebur, I. 8. 2H1. 

Graaseaslda, Iraaiiki ?. Granseasieia. Böhmischer Adelastand. 
Diplom vom 10. Juni 1642 für Wenzel Ferdinand Granzenstein. 

9 HtUfntrh, 1. S. 4\Z. 

tirape, ehedem Gräfe (in Schwarz drei, 2 und 1 , goldene Gra- 
pen, d. h. runde, auf drei kurzen Füssen stehende Töpfe, welche 
einen weiten, runden Bauch und an jeder Seite einen Henkel haben). 
Eins der ältesten und angesehcndsten, pommernschen Adelsgeschlech- 
ter, welches im 18. Jahrh. auch im Brandenbnrgischen und Meklen- 
burgischcn begütert wurde. Nicol v. G. stand nach Micrael um 
1291 bei dem Herzoge Hogislaus II. in grossem Ansehen, Gerbard 
Grope kommt 1309 als Zeuge in einem Stettiniscben Privilegium 
vor; Hermann G. war um 1321 am Hofe des Herzogs Otto in grossem 
Ansehen und Heinrich v. G. kommt noch als Hofmarscball des Her* 
zogs Bogislaus V. in Pommern vor. — Der Stamm, aus welchem meh- 
rere Sprossen in der k. preuss. Armee standen, blühte in Pommern 
ansehnlich begütert fort, und noch 1823 waren im Kr. Cammin die 
Güter Dammhof, Dorsha^en und Grünhof in der Hand desselben. 
Nach dieser Zeit kommt das Geschlecht unter dem in Pommern an- 
sässigen Adel nicht mehr vor. 

Mtcrart, 8. 4*T. - <«■«*'. I H «M und «■*. Hri^emann . I. If. Hp««t. — N. Pr. 
4L. II H. %V* - Ftik+rr 9. L'4*i>mr, I. * 2M und III. 8. t«3. — SttbmuKAtr. III. 1*4. 
- 9. M*,ltnp, I H. 1 '.* 7 . - l'oiniu« ruo< he« W H. IM. Tab. «S und S. IM und «JU-i 8t*g • I von 
14*1 Tat 11 Nr. I. 

G ra pn ea derf, GrajKaderf, Grepeaeerf, auch Freiherren (in Geld 
ein seh warzer, eiserner Grapeu [Gropen] oder runder Topf mit zwei 
Henkeln and drei Füssen). Altes, niedersachsisches und weatpbÜL- 
sches Adelsgeschlecht, welches zu den dreizehn in der Stadt Lüb- 
becke im Fürstenthuinc Minden sosshaften adeligen GeschlechUrn 
gebort« und sich iu der Lühheckschen Linie auch Grapendorf, ge- 
nannt Pieri, oder Puri schrieb. Kine Stammtafel der Familie, welche 
im 17. und 18. Jahrh. im Hannoverischen und in Westphaien, so wie 
vorübergehend auch in Hessen, Franken und der Neumark begütert 
war, findet sich in dem Anhange zn der von ('. H. Hebrens 1697 her- 
ausgegebenen Beschreibung des Hauses v. Steinberg. Der Stamm 
ist vor etwa 25 Jahren mit dem Präsidenten Wilhelm August Freih. 
v. G. erloschen. 

* fr A.-L. II. 8 W> *V#.A r L+H*hmr. I. 8. frff. - f. JMtof, I. S. Ift. 



— 8 — 

tiraarmaad, Gresemiri, (mmift Ein gegen die Mitte des 
17. Jahrb. ausgestorbenes Adelsgeschlecht in der Grafschaft Mark, 
welches in der ehemaligen Reichsstadt Dortmund lebte. Die Sprossen 
des Stammes waren Dienst- und Lehnsmänner der Grafen von Bent- 
heim-Tecklenburg und sassen 1550 zu Scharhöfe unweit Hagen und 
noch 1637 zu Köningen bei Soest, wo Rembert v. G. im Besitze des 
Lebens war. 

Freiherr 9. Kr ohne, II. 8.24 und 13. — N. Pr. A.-L. V. 8. 190. — Freiä. 9. Ledebur, 
I. 8. 28». — Supp). xu Siebm. W.-B. IV. 3. 

Grasen, tJtter umi Eile. Erblftnd.-Österr. Ritterstand. Diplom 
von 1777 für Anton v. Grasern, Secretair der obersten Justizstelle, 
mit dem Prädicate : Edler v. — Der Stamm hat fortgeblüht. Johann 
Edler v. Grasern war in neuester Zeit Hauptmann 1. Classe im k. 
k. Pionnier - Corps und Commandant der * Piounier - Schule - Com- 
pagnie. 

Leupold, I. 1. 8. 376. — Megerle r. Mühlfeld, 8. 115. 

Grasshtf (Schild geviert: 1 und 4 von Gold und Blau querge- 
theilt, mit einer Krone, aus welcher der Kopf und Hals einer Gans 
hervorblickt und 2 und 3 ebenfalls quergetheilt: oben in Silber ein 
aufwachsender Ziegenbock und unten von Blau und Silber geschacht). 
Ein in der ehemaligen Reichsstadt Mühlhausen und im Anhalt-Bern- 
burgischen vorgekommenes Adelsgeschlecht, in welches der Reichs- 
adel wobl in der Person des Benjamin Christian v. Grasshof kam. 
Derselbe war früher Bürgermeister und Syndicus der Reichsstadt 
Mühlhausen, deren Geschichte er auch schrieb, und wurde 1771 
fürstl. anhalt-bernburgischer w. Geh. Rath. Einer der Söhne des- 
selben war 1774 Hauptmann in anhalt-bernburgischen Diensten. — 
Später scheint der Stamm ausgegangen zu sein. 

Freiherr 9. Ledebur, I. 8. 2*2. 

Grasskeff (Schild quergetheilt: oben in Silber ein der Breite 
nach gelegter, schwarzer Adlersflügel und unten rothes, von drei 
goldenen Scbrägbalken überdecktes Mauerwerk). Adelsstand des 
Kgr. Preussen. Diplom vom 5. Nov. 1787 für Otto Ehrenreich Au- 
gust Grasshoff, k. preuss. Hauptmann von der Artillerie. Derselbe 
starb 17. Nov. 1791 ohne Leibeserben, nachdem seine Stieftochter, 
Catharina Elisabeth Hasse, 6. Nov. 1787 die königliche Erlaubniss 
erhalten hatte, den Namen und das Wappen ihres Stiefvaters führen 
zu dürfen. 

9. Hellbach, I. 8. 464. — N. Vr. A.-L. II. 8. 2*0, III.* 8. 3 u. V. 8. 190. — Freiherr 9. 
Ledebur, I. 8. 282. — W.-B. d I'i-cum. Monarch. III. M. 

Grass, hreiherrei (Schild geviert, mit einem von Silbern. Schwarz 
gevierten, ledigen Schilde: Stammwappen. 1 in Silberein Fischreiher 
von natürlicher Farbe; 2 u. 3 ebenfalls in Silber drei schrägrechte, 
rothe Balken und 4 auch in Silber eine goldenbesaamte, rothe Rose). 
Freiherren. Im Herzogthume Nassau anerkannter Freiherrnstaud. 
Anerkennungsdiplom des urkundlich seit 1677 vorkommenden Frei- 
herrnstandes von 1843 für die gesammte Familie. — Altes, ursprüng- 
lich niederländisches Adelsgeschlecht, welches zuerst in der Mitte 



— 9 — 

des 13. Jahrb. in der niederländischen Provinz Geldern , Grafschaft 
Zfitphen, im Besitze des Hanses von Pleckenpoel und später auch in 
Wesipbalen auf den Rittergütern Coburg and Diepenbrock im Mün- 
sterschen auftritt. Das Haus Pleckenpoel kam im 16. Jahrh. durch 
Vermahlung der Ruthgera v. Grass zu Pleckenpoel mit Adrian v. Erde 
an den Stamm des Letzteren, worauf die niederländische Linie des 
Stammes, welche noch jetzt zu der Ritterschaft in Westflandern ge- 
hört, die Raronie Nockern erwarb, nus den Häusern Loburg und Die- 
penbrock aber entsprossten zwei weitere westphälische Linien, welche 
dauernd fortblflhten und deren Sprossen bei der westphälischen Ritter- 
schaft immer als rittermässig- aufschworen. — Bernd v. G. lebte 
1410; Goswin ?. G. war 1440 Domherr zu Münster; Ortwin v. G. f 
welcher 6ich mit dem lateinischen Namen : Ortvinus Gratius schrieb, 
und einer von den vornehmsten Magistris obscurorum virorum war, 
starb 1542 als Lehrer der Theologie und Philosophie zu Cöln; Jo- 
hann Heinrich v. Grass zu Coburg, starb 1669 als Domcapitular und 
Scholaster zu Fritzlar in Kurhessen; Johann Anton Freih. v. G. zum 
Diepenbrock lebte noch 1755 auf diesem Gute; Maria Theodore und 
Maria Agnes schworen 1758 und 1759 als Stiftsdamen zu Borghorst 
auf etc. — Aus dem Hause Loburg wendeten sich nachgeborene 
Söhne in Folge politischer und religiöser Streitigkeiten in die Graf- 
schaft Mark, in's Cölnische und in's Hessische. Die Kachkommen. in 
Hessen bekannten sich zur lutherischen Religion, alle gingen von der 
ursprünglichen Schreibart Graes, ausgesprochen Gras, ab und schrie- 
ben sich, der oberlftndischen harten Aussprache des Namens gemäss, 
Grasi oder Grass. Der cölnische und märkische Zweig zählte zur 
niederrheinischen Ritterschaft und hatte, ausser mehreren Lehen- 
gütern zu Polheim, Geyen etc., die Herrschaft Fliehstädten inne, zu 
welcher noch 1720 Degenhard Heinrich Freih. v. Glass, — ein Sohn 
des 1682 verstorbenen Johann Werner v. Grass, Freih. zu Flieh- 
«tidten. Pfalzneubnrgischen Schultheißen zu Aldenhofen, aus der 
Ehe mit Klisabeth v Coetzen — den Fdelhof zu Glessen erworben 
hatte. Der hessische Zweig war in Folge seiner durch Vermflhlun- 
gen mit Sprossen der rheinländischen Familien v. Roth , v. Brambach 
etc , so wie durch Kauf von den Ilolshauscn zu Staufenberg erlang- 
ten Besitzungen der mittelrheinischen, hessischen und trierschen 
Ritterschaft einverleibt Dieser hessische Zweig, gegründet von Al- 
bert v. G., vermählt mit Elisabeth v. Roth, gest. 1682. schied sich 
durch drei Sohne aus dieser Ehe in dre ; Aeste, den älteren, mittleren 
und jüngeren Ast. Den älteren Ast stiftete Johann Albert v. G., 
ge*t. 1718, welcher sich 1684 mit Christina Bripitte v. Brambach 
fermiblt hattt, aus welcher Ehe vier Tochter nn^ zwei Sohne ent- 
tpnmten und zwar folgende: Sibylle Alhertine v. G., geb. 1687, 
temi- mit Franz Christoph Adolph v. Drach^tedt, Fürstl. Hessen- 
DarmsUdt Ober-Stallmeister; Eleonore Henriette, «eb. 1689, verm. 
mit Uac du Hos Freih. du Thil , Obersten und f ommandanten zu 
BrannfeU; Ferdinand Wilhelm, geb. 1695 und gest. 1771, Fürstl. 
Waldtcktcker Geb.-Ratb und Hofmarschall, verm. mit einer Freiin 



— 10 — 

v. Metsch ; Maria Luise, geb. 1 696, gest. 1 763, verm. mit Carl Gott- 
friid Freih. v. Günterode, gräfl. Isenburg. Ober- Forstmeister); Fried- 
rich Leopold, geb. 1703 und gest. 1775, holländischer Generalmajor 
and Albertine, verm. mit einem Freih. v. Waltenheim. — Der mitt- 
lere Ast, gegründet toh Heinrich Wohlfart, geb. 1659 n. gest. 1741, 
vermählt mit Elisabeth v. Stein wehr, hat dauernd fortgeblüht. Von 
Heinrich Wohlfart läuft die Stammreihe, wie folgt, fort: Gottlieb 
Freih. v. G. zu Staufenberg, geb. 1706 u. gest. 1783, holländischer 
Oberst: Henriette Marie Freiin v. Roden; — Freiherr Carl, geb. 
1750,, gest. 1808, Major bei dem rhein. Kreis - Regimente Solms- 
Braunfels: Henriette Schall, gest. 1789; Freih. Heinrich, geb. 1782, 
gest. 1858, herz, nassauischer Geh. Regierungs-Rath a. D.: Amalia 
Freiin v. Reitzenstein , geb. 1784, verm. 1809; — Freih. August, 
geb. 1819, herz, nassau. Kammerherr u. Forstrath bei dem Finanz- 
CoHegium, verm. 1860 mit Henriette Freiin v. Buttlar zu Elberberg, 
geb. 1837, aus welcher Ehe ein 1861 geborener Sohn entspross. 
Die beiden Schwestern des Freiherrn August sind: Freiin Aline, geb. 
1812 und Freiin Luise, geb. 1815, verm. 1841 mit Friedrich Wil- 
helm v. Bierbrauer-Hrennsteiu, herz, nassau. Rechnungskammer- Ratb. 
— Der jüngere Ast des Stammes umfasst die Nachkommenschaft des 
1723 verstorbenen Gottlieb Eberhard aus der Ehe mit Brigitta v. 
Brambach, aus welcher Ehe fünf Söhne stammten: Philipp Rudolph, 
geb. 1698; Johann Heinrich Eberhard, geb. 1701, gest. 1751, k. 
preass. Oberst-Lieut. u. Commandant des Forts Preussen beiNeisse; 
Anton Johann Georg, geb. 1705, in fürstl. hessen - darmstädtischen 
Militärdiensten ; Johann Friedrich, geb. 1707 und Friedrich Ernst, 
peb. 1711, Beide in k. k. Militärdiensten. Letzterer starb 1763 als 
•k. k. Oberst - Lieut. und Commandant zu Fogaras in Siebenbürgen. 
Nach Allem ist dieser jüngere Ast, so wie der ältere schon längere 
Zeit erloschen und es blüht nur noch , wie angegeben , der mittlere 
Ast des Stammes. 

Handschriftlich* N«ti*. — Jücher, Coiupend. Gelehrt. -L<?>xic., Au*g. vo» 1726, 8. 4112. — 

N. Oiical. Handh., 1778. S- 281 und Narhtrag. I. 8. 148 and 149. — Fahne, I. 8. 118. — Ge- 

neal Taschenb. der freih. HaiMfr. 185.1, S. 154-1*6 und 1*62 8. 258 and 259. — Freih. ». 

Ledfbur, I. 8. 27H: ▼. Grae*. Graas, Grass. — r. Ifrfner, Naasaimeher Adel, Tab. 7 «. 8. 4). 

— Kn«*chkf, IV. S. 150-152. 

Grats (Schild quergetheilt: oben in Silber eine zum Schwur em- 
porgehobene, blau bekleidete Hand mit rothen Aufschlägen u. unten 
in Blau ein silbernes, mit zwei rothen Ordenskreuzen belegtes Schild- 
chen). Adelsstand des Königr. Preussen. Diplom vom 10. Sept. 1840 
für den Kreis- Deputirten Friedrich Gustav Grass, Herrn auf Klein- 
Karziu im Kr. Neustadt in Pommerellen. 

N Pr. A.-L. VI. 8. 139. — Freih. 0. Ledebur, I. 8. 290 und III. 8.265. 

Craat ?. Laageafeld. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1709 
für Jacob Augustin Grass, k. k. Rait-Officier der böhmischen Kam- 
merbuchhaltung, mit dem Prädicate : v. Langenfeld. 

Mrgerle 9. Mühtfald, HnEaiM.-TM. 8. 302. 

Crassaktrics, ttrafea wmd forste*. Grafenstand des Kgr. Ungarn 
und erbländ.-österreiehischer- und Reichsfürstenttand. Grafendiplom 



— 11 — 

fon K. Maria Theresia für Anton Grassalkovks t. Gij&r&k , Herrn zn 
Gedellö, Hatwan etc., k. k. Geb.-Rath, k. hungarischen Hofkammer- 
Präsidenten, Kronhöter und Obersten-Stallmeister n. Fttrstendiplom 
fow 6. Mai 1784 für Anton (II.) Grafen Grassalcovics ?. Gy&r&k, 
Oberst-Stallmeister im Königr. Ungarn, k. k. Geh. - Rath, KAmmerer 
und Obergespan des Neusohler- und Bodrogher Comitats, nach dem 
Rechte der Erstgeburt. — Altes ungarisches Adelsgeschlecht, in 
welches Anton G. etc., s. oben, den ungarischen Grafenstand brachte. 
Derselbe, gest. 1771, hatte sich 1724 mit Christina Theresia v. Klo- 
hnsiczky vermählt und hinterliess einen einzigen Sohn, den Grafen 
Anton (IT.), Herrn der Herrschaften Gedellö, Hätw&n, Debröc, Baja, 
Komjach' , Iw&nka etc., welcher, wie angegeben, den Reichsfürsten- 
stand erhielt und in Folge des später erkauften, froher jrrftflieh 
Salm'schen- und Khevenhöllerschen Freihauses zu Wien 1786 als 
Landesmitglied unter die IlerrensUndes - Geschlechter der Nieder- 
österr. St&nde aufgenommen wurde. Aus seiner Khe mit Maria Amna 
Forst in v. Esterhazy stammten drei Töchter und ein Sohn. Von den 
Töchtern vermählte sich Maria Anna, geb. 1760, mit Michael Grafen 
▼ Viczaj, k k. Kämm.: Ottilia, neb. 1764 mit Anton Grafen Forgacs 
de Ghymes, k. k. Kfimm. und Maria Elisabetha, geb. 1767, mit Franz 
dem Jfingeren, Grafen v. Esterhazy -Galäntha, k. k. Kämmerer. Der 
Sohn, Fürst Anton (III.), geb. 1771, Erbherr zu Gedellö, Mtwdn 
etc.k.k. Kammerer, vermählte sich 1793 mit Leopoldine Fürstin 
Eiterh&zy de Galautba, geb. 1776, doch blieb die Ehe kinderlos und 
Derselbe seh los s 29. Sept. 1841 den Mannsstamm seines alten Ge- 
frhleehts, welches in neuerer Zeit gewöhnlich: Grassalcowich v. 
Gyar&k geschrieben wurde. 

W**t 9 ritl, III H M»— 3NO. - Jncnhi. JhOO, |. S. V/.1 u. S%4. — M'ffrt* w. Hüklf*ld, S. 
hmn4* - AN*-«, «*n »I - tirwl «r»»l«-FlnM<1ttnrh. |*«4. !. S ?««. (.oth*l«rh. Ornral. 

Ta«rfcrnUi<-k. |Vt«. H. |07. |»4>». 8. VJ9 u |-Mi?. H. 1.15. — Tyruf, II. |0*J : K -FärtU-n ». «*. 
•»d 117? Cr * C. 

•nmt+w (Schild geviert: 1 eine Sonne, 2 drei Kleeblätter, 3 von 
Roth und Silber geschacht und 4 ein Weinstock mit Tranben). Ein 
in Preussen vorgekommenes Adelsgeschlecht, nicht zu verwechseln 
mit dem alten rOgen-pommernschen Adelsgeschlechte v. Krassow, s. 
den betreffenden Artikel. — Georg Ludwig v. Grassow, der Sohn 
eines Garde -du -Corps Carl Friedrich Grassmann in Berlin, wurde 
nach einem bewegten Leben unter dem Namen : v. Grassow als Capi- 
tain bei dem k. prruss. Regimrnte v. Wunsch angestellt, diente mit 
Aufzeichnung, erhielt 1769 ah Major den Abschied und wurde als 
Ober- Forstmeister zu Minden angestellt, wo er 1782 auf dem bei 
Mindea gelegenen Hausberge starb. Der Stamm blähte fort. Ein v. 
G. war noch 1845 Ober-Salz-Inspector zu Flbiflg und ein v. G. 1852 
Sec-Lieut. im k. preuss. 4. Infant. -Regim. 

» % Pf. K \. II S. J«0 - Fr'tk. W. l.^l^Ht I H 7<i. 

frasawallaer. Adelsstand des Königreichs Bayern. Diplom vom 
26 Xov. 1R18 fflr Michael Graswallncr, Gutsbesitzer zu l.oifling u. 
Anger. 

» Umf. *•*»!*«. * ICH. - W B <J K*r !*>)rrn, X 71 

i a. Graeswein, S. 



— 12 — 

GraaehwÜi, Graasehwiti, GraasehäU. ' Altes, nocli im 16. Jahrh. 
blühendes, meist nur dem Namen und Wappen nach bekanntes, meis- 
sensches Adelsgeschlecht. Gauhe nimmt als Stammhaus das unweit 
Grimma liegende Gut Nieder -Grauschwitz an, doch liegt auch ein 
Gut Ober -Grauschwitz bei Mügeln, auch kommen im Kgr. Sachsen 
zwei Güter Grauschütz vor, das eine bei Lommatzsch, das andere bei 
Jahnishausen. — Von den Sprossen des Stammes ist nur Catharina v. 
Grauschwitz bekannt. Dieselbe war zur Zeit der Reformation Klo- 
ster-Jungfrau zu Seuselitz und erhielt bei Sftcularisirung der Abtei 
1541 jährlich vierzig Gulden. 

Knauth, 8. 509. — Unschuldige Nachrichten von theo]. Sachen, XII. 8. 2S3. — Oauhe, 
II. 8. 372. — Siehmacher, I. 157: v. Rraughewitz, Meisanisch. — Kühler, vom verlobten sil- 
bernen Schiff, 8. 24. — v. Meding, III. 8. 226. 

€raal T.Ziskaberga, wie v. Hellbach irrthümlich schreibt, s. K r a u e 1 
yom Ziskaberge. 

UraanaRR. Adelsstand des Königreichs Prenssen. Diplom von 
1801 für Johann Georg Graumann, später k. preuss. Oberst der Ar- 
tillerie. Die Wittwe desselben lebte noch vor einigen Jahren in 
Berlin. 

Freih. v. Ledebur. I. 8. 282 und III. S. 265. — W.-B. d. Prenss. Monarch. III. 32. 

€raai*€k. Ein zu dem Adel im Kgr. Preussen gehörendes Ge- 
schlecht. Ein v. G. war 1806 Lieut. im Regim. v. Kaikreuth, 1827 
Capitain und Adjutant bei dem Commando des 6. Armee - Corps und 
später Major dos Neissner Landwehr - Bataillons. Derselbe war mit 
einer v. Schweinitz a. d. Hause Braunau vermählt und ein Sohn aus 
dieser Ehe war Lieutenant im k. preuss. 23. Infant.- Regim ente. 

N. Pr. A.-L. II. 8. 2^0. — Freih. p. Ledebur, 1.8.2*4. 

Urauwgel, Edle. Kurpfälzischer Adelsstand. Edlendiplom vom 
23. August 1779 für Joseph Grauvogel, kurpfälz. Hofkammerrath o. 
Pflegs-Commissair inOsterhofen. Derselbe wurde als k. bayer. quiesc, 
in Augsburg lebender Landrichter bei Anlegung der Adelsmatrikel 
des Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

t. Lang, 8. 356. — W.-H. d. K*r. Bayern. X. 71. 

Grate, trafen. Erbländisch -Österreich. Grafenstand. Diplom 
von 1770 für Ludwig v. Grave, früheren Obersten des k.'k. v. Klein- 
holt'schen Cuirassier- Regiments, wegen dreissigjähriger Militär- 
dienste. 

Megerle t. Mühlfeld, 8. ID. 

firaveiegg , Vrafenegg, tra?eaef k , hrlherrf a aad Gräfe». Altes, 
schwäbisches Rittcrgeschlecht, welches, wie Graf v. Wurmbrand an- 
giebt, auch in Oesterreich blühte und einer ansehnlichen Herrschaft 
seinen Namen beilegte. Das Stammscbloss Gravenegg Hegt auf einem 
hohen Berge auf der Alp unweit Memmingen im jetzigen Königreiche 
Bayern, und Conrad v. G. kommt bereits 1282 und 1290 urkundlich 
vor. Derselbe hatte zwei Söhne, Henrich und Eberhard. Von Erste- 
rem stammten die Brüder Albert u. Henrich (IL), welche sich Grafen 
v. Gravenegg schrieben. Alberts Linie erlosch [schon mit seinen 
beiden Söhnen, von Henrich (IL) aber, dessenj Nachkommen den 
Grafentitel aufgaben, entspross Ulrich, dessen Ur-Ur- Enkel Wolf- 



— 13 — 

gang, welcher um 1451 lebte, sich Freiherr v. Gravenegg schrieb.' 
Der Sohn des Letzteren, Friedrich , besass Eglingeu und Nesslingen, 
brachte auch Kattenborg an sich und starb 1492, nachdem ihm seine 
Hausfrau, Dorothea v. Wellwart (Wöllwarth), drei Söhne geboren 
hatte. Der dritte dieser Söhne, Sixtus, kaufte von seinem Bruder, 
Wolfgang, Kattenburg und wurde Vater dreier Söhne, von denen 
Christoph ohne Nachkommen starb, Johann Ludwig aber uud Fried- 
rich zwei besondere Linien stifteten, die Eglingensche und die Burg- 
bergi*che. Freib. Johann Ludwig bekam aus dem väterlichen Erbe 
Eglingen und aus seiner Ehe mit Praxede v. Kaltenthal entspross 
Freih. Ludwig, Herr zu Eglingen uud Osterhofen, welcher 1580 mit 
Hinterlassung dreier Sühne starb. Von denselben war Jobann Lud- 
wig (II.) Domherr zu Eichstädt u. Augsburg u. Jobann Ulrich bischöfl. 
Eichstadtscher Rath und Amtmann zu Arnberg, Otto Heinrich aber, 
Pfalz -Neuenburg. Kämm., Rath und Ober- Amtmann zu Höchstädt, 
hinterliess, neben einigen Söhnen, welche in den geistlichen Stand 
traten, den Freiherrn Johann Gottfried, Herrn in Eglingen u. Oster- 
hofen, zuerst Pfalzgräfl. Neuenburg. Rath, Kämmerer und Ober-Amt- 
mann zu Neuenburg u. später des Pfalzgrafen Philipp Wilhelm Ober- 
Hofmeister. Derselbe unterschrieb noch 1641 den Reichs- Abschied 
und starb dann unvermählt als der Letzte seiner Linie. — Freiherr 
Friedrich, s. oben, erhielt aus dem väterlichen Erbe Burgberg und 
stiftete die nach diesem Erbe genannte Linie. Von seinen fünf Söh- 
nen starb Georg 1571 als Abt zu Kempten, Ludwig war Dechant zu 
Ellwangen und Wilhelm pHanzte den Stamm fort. Letzterer hatte aus' 
der väterlichen Verlassenschaft Marschalckzimroern erhalten , war 
Hofricbter zu Rothweil und von ihm entspross Freiherr Ferdinand, 
Herr auf llasenweiler und Marschalckzimmeru, ebenfalls Hofrichter 
za Rotbweil, welcher mehrere Söhne hinterliess. Von diesen wurde 
Wilhelm Deutsch - Ordens Comthur zu Frankfurt, Joachim starb 1671 
als geforsteter Abt von Fulda, Philipp war Ritter und Comthur des 
deotseben Ordens, Ernst aber pflanzte in der ersten Ebe mit Maria 
Magdalena Freiiu v. Gravenegg den Stamm durch mehrere Kinder 
fort. Von denselben ist hier Joachim Gottfried zu nennen, welchem 
12. März 1664 der Reichsgrafenstand erneuert wurde und welcher, 
im Besitze der von dem Bruder seiner Mutter, dem Johann Georg 
Freiherrn v. Grafenegg ererbten, unmittelbaren freien Reichsherr- 
tebaft Eglingen in dem schwäbischen Reirbgrafen-Collegium Sitz u. 
Stimme erhielt. Derselbe, vermählt mit Maria Ursula Freiiu v. Frey- 
berg, hatte eilf Kinder und unter diesen fünf Söhne, von welchen 
aber drei jung starben, Graf Christoph Joachim Bernhard, geb. 1670, 
Domherr zu Augsburg uud Regensburg war und Graf Gottfried Anton 
Dominicas, geb. 1674, sich mit Maria Anna Reichsmarscballin und 
Grafin t. Pappenheim vermählte , aus welcher Ehe sieben Tochter, 
doch keine Söhne entsprossten und so erlosch deun 1727 mit dem 
Grafen Gottfried Anton Domtnicus der Mannhstamm des alten Ge- 
schlechts. — Was die Sprossen des freiherrlieben Stammes in Oester- 
rticli anlangt, so war Ulrich Freib. v. und zu Graveneck, gest. 1487, 



— . u — 

der Erste seiner alten Familie, welcher bald nach 1450 nach Oester- 
reich kam, Oberster Feldhauptmann and Geh.-Rath des K. Fried- 
rieb III. wurde und in Folge seiuer treuen und tapferen Dienste zu 
grossem Ansehen und zu beträchlicben Herrschaften und Gütern ge- 
langte; indem er von dem genannten Kaiser und dem Könige Ladis- 
laus theils durch Schenkung, Kauf und vorgestreckte Pfandsummen 
die Yeste und Herrschaft Trautmannstorf, die Schlösser Fachsten- 
stein, Wolfenreuth und Esperstorf etc. etc. erhielt. Dem von ihm 
neu erbauten Schlosse Esperstorf und der Herrschaft dieses Namens 
legte er seinen Geschlechtsnamen Graveneck bei , welche Benennung 
der Kaiser 1468 bestätigte. Näheres über sein Leben hat Wissgrill, 
welcher sagt, dass er viele gute und böse Händel gestiftet habe, nach 
Gerard de Roo und Prevenhueber mitgetheilt. Aus seiuer ersten Ehe 
mit Elisabeth v. Pernegg, gest. 14G4, stammten, neben einer Tochter, 
Margaretha, zwei Söhne, Wolfgaug und Veit, aus der zweiten aber 
mit Catharina Herrin v. Pottendorf, neben einer Tochter, Elisabeth, 
drei Söhne, Andreas, Ulrich II. und Friedrich, über welche Wissgrill 
genaue Auskunft giebt. Als die Letzten der österreichischen Linie 
treten die Söhne Ulrichs iL aus der Ehe mit Catharina v. Lichten- 
stein zu Murau: Niclas und Ulrich III. 1531 in einem Reverse an die 
Königin Maria von Ungarn auf, der Name des Geschlechts aber ging 
in Oesterreich 22. Oct 1543 mit der obengenannten Freiin Elisa- 
beth aus, welche, in zweiter Ehe mit Christoph Herrn v. Toppel ver- 
mählt, am genannten Tage als Wittwe starb. 

Bueelini, III. Appcnd. 8. 203.— Gr. v. Hrandit, Nr. 12. — Iiuhof, Lib. 7. o. 3. — Or. 
9. Wurmbrand, Collect. gem-al. histor. C. 17. 8. 78. — Hühner. II. Tab. 616 und M7. — 
Durchlaucht. Welt, Ausgabe vou 1710. U. S. 3*3 — 330: Qr. su (Jra/en-Egg. — GauAe, II. 8. 
369—372. — Sc hart tat, S. 290. — e. Haftstein, II. 8.120—124. — Bütching, Erdbeschreibung, 
5. Ausgabe, III. 2, S. 1651. — Freih. ». Krohnt, II. 8. 20—23. - WissyriU, III. 8. 380- 
384. — N. Fr. A. L. II. 8. 280. — Siebmacher, 1.25: Freih. v. (iraftuegk und VI: Grafen u. 
Herreu der 8ehwibi*chen Rauk. — Spener, HUtor. Insigu. 8. 454. — Trier, 8. 516. — w. 
Mtding, I. 8. 19» und 199. 

Gmenrevthj Freiherr«* «• Grafen (in Blau ein aus silbernem Fei- 
sengesteiu bervorwaebsendes, silbernes Einhorn). Im Königr. Bayern 
anerkannter Freiherrn- und Grafenstaud des Kgr. Bayern. Grafen- 
diplom von 1825 für Carl Ernst Freiherrn v. Gravenreuth, k. bayer. 
Kämm., w. Geh.-Rath etc. — Altes, leuchtenbergisches Adelsge* 
schlecht, welches schon gegen 150 Jahr im Besitze des freiherrlichen 
Titels ist. Nach dem geneal. Taschenb. d. freih. Haus. 1853. S. 157 
sollen im Voigtlande, in der oberu Pfalz, so wie in der früheren 
Reichsstadt Regensburg drei Geschlechter dieses Namens , ganz ver- 
schieden von Stamm und Wappen, geblüht haben, welche bis auf die 
hier in Rede stehende Familie längst erloschen wären. Diese Angabe 
beruht wohl auf einem Irrthum : es waren Liuien eines Stammes und 
eines Wappens, von denen allerdings nur noch die hier zu bespre- 
chende blüht, welche" in Regensburg bei dem hohen Domstifte u. bei 
den dortigen beiden Damenstifteu Adel und Wappen vielfach aufge- 
schworen hat. — Der gemeinschaftliche Stammvater der jetzigen 
Freiherren und Grafen v. Gravenreuth ist Johann Christoph Ernst, 
Herr zu Schiammersdorf, Guttenthau, Menzlas and Ernstfeld, k. k. 
Feldmarschall -Lieutenant, verm. mit Eleonore Sophie Euphrosine 



— 15 — 

Frftün ▼. Schirnding, au» welcher Ehe zwei Söhne stammten: Johann 
Adam Ernst, gest 1770, Herr auf Gattenthau, Troschelhammer etc., 
bayreuth. Geh.-Ratb, General und Gouverneur zu Bayreuth, verm. 
mit Anna Lothar Freiin v. Junker u. Julius Ernst, Herr auf Sc hl am - 
mersdorf, Menzlas etc., verm. mit Eva Catharina Maria v. Haberland 
auf Raiwitz. Die Linie zu Scb lim mersdorf lief von Johann Christoph 
Ernst, wie folgt, fort: Christian Ludwig, Herr auf Schiammersdorf 
und Menzlas, Fürstl. Bamberg. Kämm., Rittmeister und Oberamt- 
mann zu Yilseck : Maria Anna Schenk v. Schweinsberg ; — Friedrich, 
gtst 1839, k. bayer. Kämmerer: erste Gemahlin: Dorothea Freiin v. 
Junker; — Moritz, gest. 1845, schloss unvermählt den Mann'sstamm 
setner Linie und es lebt nur noch die zweite Gemahlin und Witt we 
des Freih. Friedrich: Constantia Freiin v. Künsberg-Danndorf, geb. 
1792 and die Tochter derselben, Freiin Julie, verm. 1860 mit Guido 
v. Schmuk , k. bayer. Oberlieutenant. — Die Linie zu Guttenthau bat 
fortgeblfibt und aus ihr ist auch die gräfliche Linie entsprossen. Vom 
Freiherrn Johanu Adam Ernst, s. oben, setzte sich die Linie, wie 
folgt, fort: Heinrich, geht. 1818, k. k. Kämmerer: Maria Wilhelraine 
Josephe Kegina Freiin v. Kiese nfeld; — Joseph, gest. 1840, k. bayer. 
Kämmerer uud Regierungsrath in Regensburg: zweite Gemahlin: Ca- 
roline Freiin v. Gravenreuth- Schiammersdorf, vermählt 1806, gest. 
1850; — Maximilian, geb. 1807, Capitel- Kämmerer und Stadtpfar- 
rer zu Ingolstadt. Die beiden Brüder des Freiherren Maximilian 
sind die Freiherren Casimir üud Ludwig. Freih. Casimir, geb. 1808, 
k. bayer. Kämm., Major und l'lutz-Stabs-Ofticier bei der Stadt- und 
Fettangs-Commandantschnft zu üemersheim, vermählte sich 1849 
mit Emilie Grf. v. Jouer-Teitenwciss, geb. 1822, aus welcher Ehe, 
neben einer Tochter, zwei Söhne stammen: Casimir, geb. 1850 und 
Csrl, geb. 1858, Freiherr Ludwig aber, geb. 1817, k. bayer. Haupt- 
mann, vermählte sich 184G mit Euphemia v. Regnier, aus welcher 
Lbe zwei Söhne entsprossen, Ferdinand, geb. 1848 und Maximilian, 
geb. 1851. — Die graHiche Linie umfasst die Nachkommenschaft 
eines Bruders des obengenannten Freiherrn Heinrich, des 1790 ver- 
storbenen Freiherr» Friedrich, k. französ. Geuerals der Cavallerie, 
aas der Ehe mit Marie Catharine Victoirc de La Roue. Aus dieser 
Ehe entspross (traf Carl Ernst, gest. 1820, k. bayer. Kämm., Staats- 
■. Geh.-Ratb, Regierungs-Präsideut, eiblicher Rcich^rath der Krone 
Bayern etc. uud von demselben stammt Graf Maximilian, geb. 1hü7, 
Herr der Herrschaft Assing mit deu Gütern Gricssbeckerzell und 
Ober-Griessbach in Oberbayern, k. bayer. Kämm., erblicher Reichs- 
Raln der Krone Bayern etc., verm. 1847 mit Maria Freiin v. Gi»e, 
geb. 1823. — Der Bruder des Grafen Carl Ernst, auf welchem das 
Grafeudiplom ausgedehnt wurde, Graf Casimir, geb. 1786. k. bayer. 
Kämm, and Generallieutenant ä la t>uite, verm. sich 1834 mit The- 
resia Freiin v. Gemmingen-Muhlbuuiten, geb. 1803. 

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W ». 4 K'<«ttr. H«)«r». III. '.» and t Wvltkrm, Ablh. 1: KrHb^rr« *. O. a. IX. Hl: Ural 



— 16 — 

firaw. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplomjvon 1778 für Fried- 
rich Graw, k. k. Obersten und Commandanten des freiherrl. v. Bärn- 
kopp'scben dritten Feld- Artillerie-Regiments. 

Megtrle v. Mühlfeld, Ergius.-Bd. 8. 202. 

€rawert. Ein aus Lübeck stammendes, nach Preussen gekom- 
menes Adelsgeschlecbt, aus welchem mehrere Sprossen in der kön. 
preuss. Armee standen. Zn demselben gehören namentlich Julius 
August Reinhold v. G., gest. 1821 als General d. Infant, a. D. u. der 
Bruder desselben, Hans Friedrich v. G. Major und Flügeladjutant u. 
Herr des Gutes Grabow im ehemaligen Südpreussen, welcher 1803 
starb. 

Freih. 9. Ledebur, 1. S. 283 u. III. 8. 266. — Siebmacher, III. 194: Lübecksche Zirkel- 
oder Junker Compftguie. 

Uraiia, it iraiia ?. Pt£t>gdaM, Freiherren. Erbländ.-österr. Frei- 
borrenstand. Diplom von 1803 für Athanas de Grazia, Landmann in 
Görz und Gradisca, mit dem Prädieate? v. Pogosdam. 

Megerl« r. Mühl/eld, Krg&ux.-Bd. 8. 61. 

Crechtier, Vreiherre* (Schild geviei t mit rothem, mit einem gros- 
sen goldenen Sparren belegten Mittelschilde. 1 und 4 in Gold ein 
aufrecht gestellter, ausgebreiteter, schwarzer Adlersflügel; 2 in Blau 
auf grünem Hügel eine rechts gekehrte , im Schnabel einen grünen 
Oelzweig haltende, weisse Taube und 4 ebenfalls in Blau auf einem 
weissen Dreihügel ein linksgekehrter, schwarzer Rabe mit goldenem 
Halsbande). Reichs- u. erbländ. -Österreich. Freiherrnstand. Reicbs- 
freiherrndiplom von 1 750 für Johann Georg v. Grechtler, k. k. Geh.- 
Ratb, Hofkriegsrath, General-Feldwachtmeister und obersten Kriegs- 
und Proviant-Comiuissär, so wie Militair-Hauptverpflegsamtes Präses 
und erbländ.-österr. Freiberrndiplom vom 30. Jan. 1751 für Densel- 
ben, worauf der Diploms -Empfänger, welcher aus Kippenhaim im 
Badenschen stammte, 10. Febr. 1751 bei der Nieder-Österreichischen 
Landschaft als begütertes Landesmitglied unter die neuen Herren- 
standes-Geschlechter aufgenommen wurde. Er hatte 1750 die Herr- 
schaften Fridau und Rabenstein an sich gebracht, kaufte 1751 die 
Herrschaften Weissenburg, Kirchberg an der Bielach und Mainburg, 
1764 auch Ranzenbach und Hainberg, so wie Vesten-Wasen u. 1766 
die Herrschaft Wartenburg mit Anwaldting und Thalheim in Oester- 
reich ob der Enns. 1779 überliess er alle seine Herrschaften und 
Güter und sein Vermögen, mit Vorbehalt einiger Renten, seinem 
einzigen Sohne aus der Ehe mit Maria Magdalena v. Troll , früher 
vermählten v. Timmel, dem Freiherrn Georg Anton und starb 1780. 
Freih. Georg Auton, gest. 29. Juni 1788. Herr der genannten Herr- 
schaften , k. k. General - Feldwachtroeister , war in kinderloser Ehe 
vermählt mit Maria Carolina Grf. v. Berchtold, gest. 1788. In seinem 
Testamente hatte er die noch junge Freiin Antonia v. Wuldstaetten, 
Tochter Josophs Freiherrn v. Waldstaetten, k. k. Truchsesses und 
Nieder-Oesterr. Appellationsraths, zur Universalerbin seines grossen 
Vermögens und seiner Besitzungen bestimmt uud auf den Fall, dass 
dieselbe noch in der Minderjährigkeit sterben sollte, seinen Ver- 



— 17 — 

wandten, den k. k. Hauptmann ?. Troll, substitoirt. — Nach Wiss- 
grill lebte in Niederösterreich zu seiner Zeit auch noch aus einem 
anderen Zweige dieses Stammes Joseph Ignaz v. Grechtler, welcher 
1789 das Gut und Schloss Jedtelsee kaufte. Ist diese Angabe über 
Sen gleichen Ursprung desselben mit den Freiherren v. Grechtler 
richtig, so gab es noch ein anderes Geschlecht dieses Namens, des- 
sen Wappen sich in sonst zuverlässigen Sammlungen, wie folgt, fin- 
det. Der Schild ist der Longe nach und in der rechten Hälfte quer 
getbeilt, also dreifeldrig: 1 rechts oben, drei, 1 u. 2, die Hörner nach 
«nten gekehrte Halbmonde, 2 rechts unten, drei, 1 und 2, strahlende 
Sterne u. anter denselben ein Bienenkorb und 3, in der linken Schil- 
detkilfte, eine freistehende, oben mit einem sechsstrahligen, goldenen 
Sterne besetzte Pyramide. 

WiMfriü. III. 8. SM— SM. — MtgtrU t. Mihl/eid, 8. SS nnd 54. 

dreck f. leckender/. Altes, fränkisches, schwäbisches und rhein- 
landisches Adelsgeschlecht, welches wegen des Stammhauses Kochen- 
dorf zu der reichsun mittelbaren Ritterschaft des Cantons Ottenwald 
geborte. Als Stammvater wird Conrad Greck v. Kochendorf genannt, 
welcher am 1400 lebte und mit Cunigunde v. Venningen vermählt 
war. Der Stamm blühte fort und zwar bis zur Mitte des 18. Jahrb., 
in welcher Wolf Conrad (V.) Greck v. Kochendorf, kurbay Oberst, 
27. Nov. 1749 denselben schloss. 

Bw<*Umt, II. b 8. 141. - t. Hattttttm. I. 8. 236 und III. 8. 224-229. — Biedermann, 
Cmm OttMWftJd, Tftb. 274—976. — Siebmackrr, II. 86 and III. 107: Grtek ▼. K. t SchwI- 
Mttfc. — 8»ppl*n. tc 81«bm. W.-B. IV. 12 a. VII. ¥7. — 9. Mrding, III. 8. 236. 

Cref v. tirefealmrg, litter. Böhmischer Kitterttand. Diplom vom 
3. August 1634 für Jobann Gref v. Grefenburg. 

9. UHUmek, I. 8. 4*4. 

irefrath. Ein zu dem adeligen Patriciate der Stadt Cöin ge- 
hörendes Adelegescblecht, welches noeb gegen Ende des 17. Jahrb. 
vorkommt 

Wmkmt, I. 8. II«. — Freik. r. Udthur, I. 8. 283. 

Siegenderf. Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, welches seinen 
Stammsitz zu Kurtwitz im Driegischen hatte u. schon 1586 die Güter 
Danen witz, Dttrr-Hartau, Gregersdorf und JordansmOhle besass und 
später auch Ranschwitz, Kubnau, Klein -Jeseritz und Pudigau im 
jetzigen Kr. Nimptsch an sich brachte. Die beiden letztgenannten 
Otter standen der Familie noch 1719 zu. — Von den zahlreichen 
Sprotsen des Stammes hat Sinapius mehrere angegeben. 1586 sass 
Caspar v. G. zu Gregersdorf im Kriegischen, Heinrich v. G. u. Niclas 
za Kortwitx, Caspar v. G. zu JordansmOhle und DOrr-Hartau und 
Friedlich zu Dancbwitz ; Heinrich v. G., Herr auf JordansmOhle, war 
gegen Ende des 16. Jahrb. Landes- Aeltester des Farstenthums Brieg 
a. Hofrichter der Weichbilder Htrehlen u. Nimptsch; Georg Christoph 
v. G. kommt 1664 als Landes-Aeltester der Weichbilder Strebten u. 
Simptech vor nnd zu und nach Anfange des 18. Jahrb. war Johann 
Heinrich v. G. Herr auf Klein- Jeseritz und Pudigau Der Letztere 
war dreimal vermählt, doch starben die Nachkommen aas erster Ehe 

I. D**t«*fc. A4#Jt Lax IV. 2 



— 18 — 

alle jung n. so schloss denn derselbe 14. Jan. 1719 den alten Stamm 
seines Geschlechts. 

Sinapius, I. 8. 413 uud II, 8. 647. - Oauhe, I. S. 689. — Siebmaeher, I. 54. — Spener, 
Theor. Insign. 8. 250. — t . Meding, I. 8. 199 und II. 8. 727. 

Cregwiis r. tamen<Urff. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom 
von 1746 für Jacob Anton Gregoriis, k. k. Hofkriegs- Agenten, mit 
dem Prädicate: v. Romendorff. 

Megerlew Mühlfeld. Ergini. -Bd. 8. 302. 

firegaratikj. Altes, ursprünglich aus Bosnien stammendes Adels- 
geschlecht, welches bei dem Einbrüche der Türken in dieses Land 
nach Croatien und Crain und aus Crain nach Oesterreich kam. — 
Daniel Gregorotzky lebte 1488 zu Krappina iu Croatien, seine Söhne 
aber, Stephan, Franz und Niclas, zogen, als die Türken sich eines 
grossen Tbeils dieses Königreichs bemächtigten, zwischen 1538 und 
1544 nach Crain. Von Stephan stammten zwei Söhne, Vincenz und 
Franz, welche 1568 als Landleute in Nieder - Oesterreich unter die 
neuen Geschlechter des Ritterstandes aufgenommen wurden. Vincenz 
G., k. Hauptmann zu Raab und k. k. Oberstlieutenant erlangte 1571 
mit seinem ältesten Sohne, Stephan (II.), die Herrschaft Krumau am 
Kamp in Nieder-Oesterreich mit allem Zubehör pfandweise u. später, 
1601, brachte Peter G., der jüngere Sohn des Vincenz, die genannte 
Herrschaft durch Kauf an sich, doch wurde in Folge der Religions- 
streitigkeiten diese Herrschaft 1620 eingezogen. Peter G. hatte sich 
zu seinem Schwiegersohne v. Moegieri nach Ungarn begeben, wo er 
im December 1620 zu Szeplak starb. Die hinterlassene Wittwe. Bar- 
bara v. ßallaschy, machte 1621 u. 1622 ihre Ansprüche auf Krumau 
bei der k. k. Hofkammer geltend und die einzige Tochter, Anna, ver- 
mählt mit Sigismund v. MÖgier (Mögieri), behauptete 1623 die väter- 
liche Herrschaft Krumau. 

Wi$$griU, III. 8. 639 uud 639. 

Greg»r»wici. Polnischer Adelsstand. Diplom von 1658 für die 
in den Stamm Lubicz gekommene Familie, welche das Gut Smiszewo 
bei Gostyn im Posenschen besass und aus welcher Joseph v. G. 1 739 
Burggraf der Wojewodschaft Posen war. 

Freih. t. Ledebur, III. 8. 266. 

ttregtnki, Uriegtrski. Polnisches, zu dem Stamme Jasicnczyk 
zählendes Adelsgeschlecht, aus welchem Gottlieb v. G., k. poln. Kam- 
merherr, 1776 uud noch 1789 im Kreise Memel die Güter Götzhöfen, 
Korallen u. Schmeltz besass. 

Frtih. r. Ledebur, 1. 8. 2*3 und 296 und III. 8. 166. 

ttregtry, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom vom 24. Apr. 
1789 für Christian Friedrich Gregory, Herrn auf Grosskmehlen, 
kursächs. Hofkammerrath und Banquier in Dresden. — Der Stamm 
wurde fortgesetzt. Freiherr Albert Friedrich lebte 1810 in der 
Oberlausitz ; Freiherr August starb 1848 als Landes-Aeltester und 
Besitzer von Gross-Zauche unweit Trebnitz, Regier. - Bezirk Breslau, 
und um dieselbe Zeit und später stand ein Bruder desselben, Freiki. 
Friedrich, als Lieutenant iu der k. preuss. Garde- Artillerie ; Freih. 



— 19 — 

Cut Albert wurde 1849 k. sächs. Rittmeister und^dann Wirtbschafts- 
Cbef des Gmrde -Reiter - Regiments und ein Sohn des obengenannten 
Freih. August, Freib. f. G. , war nach Bauer, Adressb., S. 78, 1857 
Herr auf Gross-Zauche. 

B*»4*ohriftl. Notis. — Freik. t. Udebur. I. 8. 283. u. III. S. 166. - Q«o«a1. Taschen b. 
4. fr»lfc. Hl«t«r. 1861. 8. 224. — Supplem. sp 8iebm. W.-B. XI: 19. — Tyrof, I. 2*1. — 
8«fcl*«i«eb«« W.-B. Nr. S99. — Knnckk«, I. 8. 17« und 177. 

Gregerslewskl, Grsegeriewskl. Polnisches, dem Stamme Jasienczyk 
einverleibtes Adelsgeschlecht, welches in Ostpreossen mit Pentzken 
im Kr. Neidenbarg begütert war. Die Familie vertauschte im 16. Jahr- 
hundert den Namen mit dem Namen Gregoroving u. führte den Adel 
nicht mehr fort. 

JV*tt 9. Udtbur, I. 8. 1*3 und III. 9. 266. 

Greif, Greif, Greifen (in Gold ein rechts gekehrter, schwaner 
Greif, nach Einigen mit goldenen Flügeln u. goldener Krone). Altes, 
teblesisches Adelsgeschlecht, welches in den Fürstentümern Neisse 
und Münsterberg begütert war und nach Schlesien ans Polen kam, wo 
dasselbe in dem Stamme Grijpha gehörte. Ueber den Ursprung der 
Familie hat Sinapius viele Angaben gemacht. — Gleichnamige Ge- 
schlechter haben übrigens früher auch in Tirol, Schwaben u. Böhmen 
geblüht, doch fehlen über dieselben zuverlässige Nachrichten. 

OtoUäi, I. 8. 236. — Sinapius, I. 8. 413 u. 414. - OamAe, II. 8. 17« o. 171. — «fr*- 
mmcA*r. I. 87: r. Greifen, 8rblr*Uch. - t. Mtdiny, III. S. 1*6 u. 227. 

Greif eaberg. Ein nach Gr. v. Brandis in Tirol vorgekommenes 
Adelsgescblecht, welches um 1290 aus Kärnten sich nach Tirol be- 
gab, daselbst aber 1381 wilder ausging. Gauhe sagt, dasselbe habe 
den Freihermstand erbalten und blühe zu seiner Zeit in Crain : eine 
Angabe, welche wohl darauf sich stutzt, das Gaube die alte tiroler 
Familie mit dem im nachstehenden Artikel besprochenen österreichi- 
schen Geschlecbte dieses Namens verwechselt hat. 

"•**#. 18. 690. 

Greif eaberg, s. Majauer u. Rock v. Greiffenberg. 

Greifelbert;, linamayr t. Greifenberg, Freiherren (Schild ge viert 
mit Mittel scbilde. Mittelschild der Länge nach getheilt von Blau u. 
Gold and unten im Scliildesfusse ein weisser Hügel aus welchem fünf 
Feoerflammen aufbrennen. 1 und 4 in Schwarz neben einander drei 
silberne Pfeile, mit der Spitze aufrecht gekehrt u. über diesen Pfeilen 
in der Mitte ein silberner Querbalken und 2 und 3 in Blau ein ein- 
wärUgekebrter, aufsteigender, goldener Greif). Erbländ -Österreich. 
Kreiherrn stand. Diplom vom 24. April 1608 für Johann Baptist v. 
Lintmayr zu Weinzierl und Seisseneck, Dottor der Rechte, k. k. u. 
erzhers Rath und Beisitzer der Landiechte in Österreich unter der 
Eons, mit dem Pridicate: v. Greiffenberg. Derselbe, Sohn armer Ael- 
Um in der Nähe von Wieselburg in Xiedcrösterrefch, studirte und 
wmrde als kaiserlicher Kammerprocurator 13. Jan. 1579 in den erb- 
laad.-österr. rittermassigen Adelsstand mit dem Prädicate: zu Weiu- 
skrl, welches Gut und Scbloss er kurz vorher von einem Freiherrn 
v. Aoersperg erkauft hatte, erhoben und 1580 als Landmanu uuter 
die niederösterreicbischen neuen Ritterstandsgeschlechter aufgenom- 
1698 kaufte er die Veste nnd Herrschaft Seiffeneck and 1604 

2* 



— 20 — 

die Herrschaften and Schlösser Freyenstein, Carlspach, und Wasen. 
In dem letzteren Kaufbriefe wird er schon Johann v. Greiffenberg zu 
Weinzierl u- Seisseneck genannt, das Prädicat: v. Greiffenberg mass 
also bei Erhebung in den Freiherrn stand nur bestätigt u. wohl schon 
1579 bei Versetzung in den Adelsstand verliehen worden sein. Drei- 
mal vermählt, hinterliess er ans erster Ehe mit Catharina Stainwer- 
fer zwei Söhne, Johann Gottfried und Jobann Adam und aus dritter 
Ehe mit 'Susanna Catharina Freiin v. Tcuffenbach einen Sohn, Johann 
Rudolph. Der älteste Sohn, Freiherr Johann Gottfried, erhielt nach 
dem väterlichen Testamente vom 24. März 1609 die Herrschaften 
Seisseneck und Weinzierl und wurde mit seinen beiden Brüdern, 
welchen die anderen Besitzungen ausgesetzt worden waren, 1612 bei 
der niederösterr. Landschaft in den Herrenstand eingeführt und den 
neuen Herrenstandesgeschlechtern einverleibt. Freih. Johann Adam 
starb 1615 unvermählt. Freih. Johann Gottfried verkaufte 1612 für 
sich und seine Geschwister die Herrschaften Carlspach , Freyenstein 
und Vesten-Wasen an den Freiherrn Hans Joachim v. Zinzendorf. 
Derselbe, gest 1641, hatte, ausser Seisseneck und Weinzierl, noch 
die Herrschaft Wolfpassiug , welche ihm seine Gemahlin zubrachte, 
in Besitz, wurde auch noch mit landesfürstlichen und Herren v. Zel- 
kingischen Lehen belehnt Aus seiner Ehe mit Maria Ursula Freiin 
v. Concin entsprossten nur drei Töchter, von denen die mittlere, 
Freiin Anna Regina, in der Jugend un vermählt starb, die älteste, 
Freiin Maria Anna Catharina, sich mit Hans Helmhard Bayer Frei- 
herrn zu Rauhenstein und die jüngste, Susanna Ursula, mit Hans 
Christoph Grafen und Herrn v. Traun vermählte, welche Letztere mit 
ihrem Gemahl 1629 die Herrschaft Wolfpassiug übernahm. Freiherr 
Johann Rudolph, Sohn des Freiherrn Johann Baptist aus dritter Ehe, 
8. oben, Herr auf Seisseneck und Weinzierl, war 1642 noeb der ein- 
zige Sprosse seines Stammes, stand noch 1670 als Besitzer der Herr- 
schaft Seisseneck an der Gült, zog aber um diese Zeit in Folge der 
Religionsstreitigkeiten aus Oesterreich nach Nürnberg, wo er mit sei- 
ner Gemahlin auf dem Schlosse Steinbühcl bei Nürnberg wohnte u. 
daselbst zwischen 1671 und 1678 als Letzter seines Stammes starb. 
Seine Gemahliu, Catharina Regina Storch v. Clauss, aus altem ober- 
österr. Adel, nach Ebert, Cabinet der gelehrten Frauenzimmer, eine 
der gelehrtesten Frauen ihrer Zeit, mit dem grössten Kenntnissen 
älterer und neuerer Sprachen versehen, starb 1694 als Wittwe zu 
Nürnberg und mit ihr ging auch der Name des Geschlechts aus. 

WiugriU, III. 8. 388— 390. 

Greifenstern, lipner ?. irei feistem, ttreiff v. Greifenstern. Böhmischer 
Adelsstand. Diplom vom 4. Apr. 1647 für Georg Höpner, Herrn auf 
Mienitz und Peterwitz im Oelsiscben und auf Schönwalde im Warten- 
bergischen, k. k. Ober -Amts-Rath im Uerzogth. Schlesien, mit dem 
Prädicate: v. Greifenstern. Derselbe, gest. 1663, ein Sohn des 1646 
verstorbenen k. k. Raths Paul Höpner zu Breslau, kaiserl. Commissar 
bei den 1654, 1658 u. 1662 gehaltenen Schlesiscben Fürsten-Tagen, 
hinterliess eine jüngere Tochter, Sophia Blandiua, welche sich 1673 



— 21 — 

mit Adam Jaroslaus t. Bojanowa und Ro-Bojonowski, Herrn auf 
Birscbdorf ond Polniscb-Ellgut, vermählte. Söhne hat Sinapius nicht 
angegeben, doch blühte der Mannsstarom fort and Maximilian Leo- 
pold ?. Greiffenstern and Mienitz, Herr auf Ober-Radelsdorf im War- 
tenbergischen , ein Enkel des Georg II. v. G., war 1720 der freien 
Sundesherrschaft Wartenberg Land-Hof-Gerichts-Assessor. 

Bt+ri, f»U««iogr. rttiov., C. 7 und N. XVI narh Cuiinhü 811**. |ok»U u. Cap. 12. 8. 1157. 
tau. II. 8. G48. — N. I»r. A.-L. II. 8. »«I. — Freik. 9. Ledfbur, I. 8. 184. 



Greif, Greif n ttretffenberg, tiüer. Reichs -Ritterstand. Kur- 
pfälzisches Reichs- Vicariatsdiplom vom 7. Sept 1790 für Maximilian 
Joseph y. Greiff zu Greiffeuberg. Derselbe, geb. 1747, dessen Vater, 
Jobann Michael, kurpfälz. Rate, Hischöfl. Augsburg, characterisirter 
Lefbmedicns und Rentamtsphysikus in Landshut, 1763 von Aeneas 
Grafen f. Portia, kraft des demselben zustehenden grossen Comitivs, 
ein Adelsdiplom erhalten hatte, wurde als k. bayer. Ober-Post-Amts- 
Administrator zu Manchen bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. 
Bayern in dieselbe eingetragen. 

9. Lmmf, 8. 35«. - W B d. Kgr. lUytrti, V. 7* 

Greif v. Greifensleia. Ein in Schlesien noch im Anfange des 
18. Jabrb. vorgekommenes, später erloschenes Adelsgeschlecht. Jo- 
seph Paris G. v. G., des königlichen Gestifts S. Jobannis zu Liegnits 
sieben Jahr Verwalter, aus Kaltem in Tirol stammend, starb 1703. 
— Siebmac her, II. 82 rechnet die v. Greiff und Greiffenstein (in 
Schwarz ein aufgerichteter, goldener Greif) zu dem schwäbischen 
Adel and giebt III. 33 das Wappen der Freiherren v. Greiffenstein: 
in Gold ein aufgerichteter, schwarzer Greif. Näheres über die Frei* 
berren ▼. G. ist nicht aufzufinden. 

InyfM, II. 8. t4«. — Frt%h. 9. Udthur, I 8. W«. 

Greif and Undsaj , Eitler. Böhmischer Ritterstand. Diplom Ar 
Gottfried ▼. G. und L., notiticirt in Breslau 7. Apr. 1711. Der Stamm 
kalte fortgeblobt: Johann Carl v. G. und L. starb 1790 im 77. Jahre 
als k. prenss. Assessor bei der Servis- Commission. Mit demselben 
ist wohl der Stamm erloschen. 

F r*4k * r r 9. LtAtbur , I. H. 9*4. 

GressVnberg, Grrffenberg (in Silber ein schwarzer Büffel skopf, 
welchem ein Ring durch die Nase gezogen ist). Altes, markbranden- 
bergiaebes, meist in der Uckermark begütert gewesenes Adelsge- 
schleckt ans dem gleichnamigen Stammsitze im jetzigen Kreise An* 
genntede, in Folge dessen die Familie zu den Scblossgesessenen 
gehörte. Derselben stand Görlsdorf bereits 1267 und Güntersberg 
1806 zn and 1876 war das Geschlecht schon im Besitze einer gros- 
sen Anzahl Güter in der Uckermark, von denen mehrere auch später 
in der Hand der Familie blieben. Noch im 18. Jahrb., in welchem 
dieselbe mehrere Güter in Pommern an sich gebracht hatte, stand in 
der Uckermark Hauenwalde 1743, Kuhweide 1746, Wollin 1766, 
Flesasibrf 1777 and Nen-Temmen 1783 dem Geschlechte si u. noch 
18M ww dasselbe in der Niederiaasitz mit Josda unweit Soran be» 

Grundbesitz ist nicht bekannt — Mehrere Sprosses 



— 22 — 

des Stammes standen in der k. preuss. Armee ond zu denselben ge- 
hörte namentlich der k. preuss. General -Major v. G., welcher, ein 
Bataillon der 2. warschauer Füsilierbrigade commandirend , 1806 in 
der Schlacht bei Auerstaedt schwer verwandet wurde and in Folge 
seiner Wunden 11. Jan. 1807 zu Weimar starb. Um dieselbe Zeit 
war ein Regierungsrath v. G. bei der neuostpreuss. Regierang zu 
Plock angestellt und ein Fräulein v. G. war 1853 Conventualin im. 
Fräulein- Stifte zum heiligen Grabe in der Ost-Priegnitz. 

Brüggemann, I. 11. Hauptstück. - N. Pr. A.-L. II. 8. 3S1. — Frtih. v. Ledebur, I. 8. 
383 u. 2*4 u. III. 8. 266. 

Greif eaberg, Varabultr ?. t'relffenberg , Petersen ?. Urelfenberg. 

Reichsadelsstand. Diplom vom 13. Decemb. 1693 für Johann Ernst 
Varnbüler, Gräfl. Hanau-Müuzeubergschen Geh.-Rath und Kanzler, 
mit dem Beinamen: v. Greiffenberg und mit folgendem Wappen: in 
Blau zwei goldene ins Andreaskreuz gelegte Zepter. Da der Diploms- 
Empfänger kinderlos war, erhielt 2. März 1711 der Vetter desselben, 
August Friedrich Petersen, k. preuss. Geh. Legations-Secretair, den 
Reichsadel mit dem Prädicate : v. Greiffenberg uud der Befagniss, 
sich auch nur v. Greiffenberg zu schreiben und mit nachstehendem 
Wappen : in Blau ein halber Hirsch und unter demselben ein Ordens- 
kreuz. — Die Familie besass im Magdeburgischen 1721 und noch 
1808 das Gut Th timermark im Kr. Jerichow I. und den nach dem N. 
Preuss. Adels- Lexicon im vorstehenden Artikel genannten k. preuss. 
General-Major Carl August v. G. nennt Freih. v. Ledebur als zu der 
hier in Rede stehenden Familie gehörig. Es muss hier das geführte 
Wappen entscheiden, doch war dasselbe zuverlässig der Redaction 
nicht zur Hand. 

Freik. f. Ledebur, I. 8. 284. 

Grelffeacrans, Nicolai r. ttrriffeaeraai. Schwedischer Adelsstand. 
Diplom vom 16. Nov. 1664 für Daniel Nicolai, k. schwed. Kanzler zu 
Stade, mit dem Prädicate : v. Greiffencranz. 

9. BeUbach, I. 8. 456. 

Greifeaeggj s. Tröndlin v. Greiffenegg. 

Greif enkia« v. ftlratts, Freiherren. Reichs- und böhmischer 
Freiherrnstand. Reichsfreiherrndiplom vom 7. Mai 1664 für Georg 
Friedrich G. v V. , kurmainz. Geh.-Rath und böhmisches Freiherrn- 
diplom von 1798 für Philipp Anton R.-Freiherrn G. v. V. — Altes, 
rheinländisches, schon in früher Zeit zu den erzstift- mainzischen 
Dienstmannen gehörendes Adelsgeschlecht, welches gegen Ende des 

12. Jabrh. aus unbekanntem Grunde dem ursprünglichen Namen de 
Winkela, von dem Marktflecken Winkel im Rheingau, in dessen Nähe 
von demselben die Burg Yolraths oder Vollrats erbaut wurde , das 
Prädicat : de Grifenkla zufügte , welches Prädicat von der Mitte des 

13. Jahrh. allein als Familienname fortgeführt wurde. Im 14. Jahrb. 
wurde dieser Name abermals verändert, indem nun der zusammenge- 
setzte Name: v. Greiffenklau zu Yolraths angenommen wurde, welcher 
seit dieser Zeit auch immer verblieb. — Die fortlaufende Stammreihe 
des Geschlechts beginnt mit Heinrich I. v. Winkel, welcher, vermählt 
mit N. v. Heppenheft, von 1131 — 1140 urkundlich vorkommt. Der 



— 23 — 

Enkel desselben, Embricbo II., tritt zuerst mit dem Namen : v. Greif- 
fenklau in einer Urkunde auf u. 1348 wird Friedrich v. Griffenclauwe 
xom Volrades, Ritter, genannt. Letzterer war wohl der Erbauer der 
Burg Volratbs, welche dem Geschlecht mehr Sicherheit gewahren 
konnte, als der Sitz im nahen Winkel. Noch jetzt ist dieses feste 
Scbloss wob) erhalten und ist nie aus der Hand der Familie gekom- 
men. Der erwähnte Friedrich war einer der ausgezeichnetsten Staats- 
männer seiner Zeit uud wurde von dem Krzbischofe Gerlacb v. Nas- 
sa* zu Mainz mit den wichtigsten Angelegenheiten betraut. Ein 
anderer Friedrieb, welcher 1490 starb und mit Irmengard v. Ippel- 
brnon, verw. v. Heinzeuberg vermählt war, fügte zu seinem Stamm- 
wappen: ton Silber u. ßiau quer getheilt mit einem goldenen Lilien- 
zepterrad von acht Speichen das Ippelbruunsche Wappen: in Schwarz 
ein schräglinker, silberner Balken, welche beide Wappen nun ver- 
einigt in einem geviertelt Schilde so geführt wurden, dass 1 und 4 das 
Stamm wappen und 2 und 3 das Ippclbrunn'sche Wappen zeigte. — 
Von den späteren Sprossen des Stummes wurde Richard G. v. V. 1511 
zam Kurfürsten zu Trier erwühlt und machte sich durch lange, end- 
lich siegreiche Fehden mit Franz v. Sickingen bekannt. Näcbstdem 
gab der Stamm auch dem Frzbisthume Mainz einen Frzbischof und 
Kurfürsten. Fs wurde nämlich Georg Friedrich G. v. V., gest. 1629, 
1626 zu dieser hohen Würdo erwählt, wie denn überhaupt sich viele 
Sprossen des Stammes dem geistlichen Stande widmeten u. bei vielen 
Stiften und Kirchenfürsten die gröbsten Würdenstellen bekleideten. 
— Die auf das Fortblfihen des Stammes Bezug habende Stammreibe 
ist folgende: Heinrich, gest. 1638, kurmainz. Ober- Amtmann zu 
Biscbofsbeiro a. d. Tauber etc. Geb. -Kath und Vicedom im Rhein- 
gane: Maria v. and zu Fitz; — Georg Philipp, geb. 1620, kurmainz. 
Geb. -Rat b, Ober- Amtmann der Grafschaft Königstein: zweite Ge- 
mahlin: Anna Margaretba v. Ilu*eck, gest. 1696; — Johann Erwin, 
gest 1716, Herr zu Guntheim etc., des Frzstiftes Mainz Frbtruchsess, 
kurmainz. Geh.-Rath und Vicedom im Kheingaue, so wie auch mittel- 
rhetnUcher Ritter-Hauptmann und Burggraf zu Friedberg; erste Ge- 
mahlin: Anna Freiin v. Sickingen, gest. 1704 und zweite Gemahlin: 
Maria Catbarina Kottwitz v. Aulendorf; Lothar Friedrich, Sohn 
aas erster Ehe, Stifter der fränkischen Linie und Adolph Wilhelm, 
Sohn ans sweiter Fhe, kurmainz. Kammerherr, Stifter der rheinischen 
Linie. Letzterer war mit Johanna Freiin v. Dehren, der Letzten 
ibres alten rheinischen Rittergeschlechts, vermählt, welche die väter- 
lichen Güter an die greiffenklausrhe rheinische Linie brachte. Diese 
Linie erlosch schon im Manns^tamme 1805 mit dem Sohne, dem 
Freiberrn Carl Theodor: von den Schwestern desselben war Maria 
Anna, gest. 1829, mit Friedrich Franz Carl Freib. v. Dalberg und 
Kämmerer von Worms, gest. 1811 , und Maria Caroline, gest. 1800, 
mit dem 1799 verstorbenen kurpfolz. Geb.-Rath und Kämm. Carl 
Tbeodor Freiherr v. Sturmfeder vermählt. — Die fränkische Linie 
lief vom Stifter Lotbar Friedrich, wie folgt, fort: Lothar Gottfried 
Heimrieb, Herr zu Guntheim, Gereuth, Memmclsdorf etc. k. k. w. 



— -24 — 

Rath, knrmainz. und fürstl. würzbarg. Geh. -Rath and Ober-Hofmar- 
schall, Ober - Amtmann zu Dettelbach und Ritter -Rath des Cantons 
Baunach: zweite Gemahlin: Anna Margaretha Freiin v. Hobcneck; 
— Philipp Carl, gest. 1823, Herr auf Gereuth, Hassenbreitbacb etc., 
ehem. grossh. würzburg. Kämm. , Geh. -Rath und Oberstallm., Ober- 
amtmann zu Jagstberg und Ritterrath des fränkischen Cantons Bau- 
nach : Eleonora Maria Freiin Wolffskeel v. Reichenbeig zu Rotten- 
bauer; — Franz Carl, Aloys, gest. 1819, Domherr zu WürzburR, 
Otto und Carl, Gebrüder. Von diesen Brüdern wird Freiherr Otto, 
geb. 1777, k. k. w. Kämm, und Major in d. A. noch 1857 lebend, 
doch unvermählt aufgeführt u. mit demselben ist um diese Zeit oder 
später auch der Mannsstamm der fränkischen Linie erloschen, so 
dass neuerlich nur noch weibliche Glieder der Familie lebten. Die 
zweite Gemahlin und Wittwe des Freiherrn Franz Carl, gest. 1814 
ist eine geborene Gräfin y. Reinach und. Freiherr Carl, gest. 1825, k. 
k. Kämmerer, war in erster Ehe mit Walburga Grf. v. Wallis und in 
zweiter seit 1819 mit Elisabeth Grf. v. Nostitz zu Rieneck, geb. 1798, 
vermählt. Aus der ersten Ehe stammt Freiin Adolphine, geb. 1813, 
venu. 1835 mit Carl Adolph Freih. v. Salis-Samaden , k. k. Obersten 
und Regiments-Coramandanten, Wittwe seit 1850 und aus der zweiten 
Freiin Sophie, geb. 1825, Besitzerin der Fidei - Commissherrschaft 
Volraths a. Rhein im Herz. Nassau, venu, mit Hugo Grafen Matuschka 
v. Toppolczan, Freih. v. Spätgen, k. preuss. Lieutenant im 4. Land- 
wehr-Dragon. -Reg. 

Bucelini, II. 8. 102 und III. Appcnd. 8. 262. — H umbracht, Tab. 32 and SS. — Mckan- 
not, 8. 91. — Oauhe, I. 8. 690 und 691. — r. Hatttttin, I. 8. 237—246. — Biedermann, 
Canton Baaaach, Tab. 63 — 71 n. Canton Rhön-Wenra and Otteawald, 8uppl. — SaUer, S. 
645. «75. 678. 680 u. a. y. a. O. — N. Geneal. Handb., 1777. 8. 92—95. 1778. I. 8. 94 o. ff. 
Q. Nachtrag. I. 8. 55. — t. Lang, 8. 135 u. 136. — Megerle r. Mühlfeld, Er*ant.-Bd. 8. 6t. 
— Freiherr t. Ledebur, I. 8. 284. — Geneal. Tasohenb. d. freih. Illuser, 1855. 8. 212-215. 
1857. 8. 259 u. 260 u. 1862. 8. 315 u. 316. — Siebmacher, I. 123. Die Qrei/enklaw v. Volratb, 
Rheiitlandiseh. — 8pener. Histor. Intign. 8. 630 und Tab. 28. — Durchlaucht. Wels, I. Ab- 
theil. 3. — t. Meding, 1/8. 200—202. — 8uppl. iu Siebm. W.-B. IV. 12: Freih. ▼. O. u. X. 
4: Freih. ▼. G.-Dehren. — Tyrof, I. 50 und 146 und Siebenkee», I. 2. Absehn. Hft. 15. 8. 
67—74. — W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 10 u. ». Wölckern, Abth. 3. 

Greif fapftil , ■•Abuia ?. Creiffenpfeil, auch Freiherren (Stamm- 
wappen: in Blau ein aufsteigender, gerader, goldener Sparren, oben 
von zwei neben einander stehenden, sechsstrahligen Sternen, unten 
aber von einem freischwebenden, rechts gekehrten, silbern - gehar- 
nischten Arme begleitet, welcher in der Faust eine brennende Gra- 
nate hält). Reichs-Adels- und Freiherrnstand, in Kur-Brandenburg 
bestätigt. Adelsdiplom für den 1659 verstorbenen Melchior Hoffmann, 
Bürgermeister zu Frankfurt a. d. Oder, mit dem Prädicate: v. Greif- 
fenpfeil und kurbrandenburg. Bestätigungsdiplom des Reichs - Adels 
vom 15. Juli 1685 für den Sohn desselben, Cölestin H. v. G. , eben- 
falls Bürgermeister zu Frankfurt a. d. Oder, und Freiherrn - Diplom 
vom 10. Jan. 1699 für Melchior (II.) H. v. G. , gest. 1716, Sohn des 
Cölestin H. v. G., und kurbrandenb. Bestätigungsdiplom für Densel- 
ben vom 23. Nov. 1700, mit ganz verändertem Wappen: (Schild ge- 
viert, mit Querbalken und Mittelschilde. Im gekrönten, silbernen 
Mittelschilde ein reebtssehender , gekrönter, schwarzer Adler, auf 
der Brust mit einem goldenen L belegt Der den Schild durchziehende 



— 25 — 

Querbalken ist silbern, ohne Bild. 1 in Roth ein einwärts gekehrter, 
gekrönter, doppelt geschweifter, goldener Löwe; 2 in Blau- ein frei 
schwebender, rechts gekehrter, silbern geharnischter Arm, in der 
Faost eine brennende Granate haltend u. oben nach links und unten 
nach rechts je von «iuem sechsstrahligen Sterne begleitet; 3 in Blau 
auf grünem Boden drei neben einander stehende, silberne Berge und 
4 in Roth drei gekreuzte , mit einem blauen Bande zusammengebun- 
dene, gefiederte, silberne Pfeile). Die Familie erwarb in Pommern 
im Kr. Greif enbagen die Guter Heinrichsdorf, Kehrberg, Rosenfelde, 
Schönfeld and Stecklin and erlosch 26. Apr. 1765 mit Gustav Eber- 
hard Freih. v. G., k. preuss. Landrathe des Kreises Greiffenhagen. 
Dia genannten Gflter kamen an die hinterlassene Wittwe, Barbara 
Charlotte Juliane v. Bandemer. 

9. JfrOAoca, I *. 457. - K. Pr. A.-L. !. 8. .16 u. II. 8. ?8?. — Freih. ». Ledebur, I. 
Ä. fM ■. SM. — W B d rr*«M. Monarch. II. 39: Freiherr ?. O. u. III. 11: Hoffmann r. 
ftrrÜVapfpil. - Kn+McMkr. IV. 8 151 u. IM. 

Creiffeasteia, s. Abbicb v. G reiff enstein, Bd. I. S. 2 u. 3 a. 
Krisch n ig g v. Greiffenstei n. 

faeü fcaat era, s. Schoiber v Greiffenstern. 

Creifeathal. Ritter, s. Hanisch v. Greiffentbal, Ritter, u. 
CrrioVwtaal, s. Wohlgemut h v. Greiffentbal. 

Creiggeasealkh. Schwedischer Adelsstand. Diplom vom 3. März 
1663 rar Walter Greigge, Professor der Rechte zu Greiffswalde und 
k. tchwed. Hofgerichts-Direetor, mit dem Namen : v. Greiggenschildt. 
Derselbe starb 1697. Von seinen Söhnen standen mehrere als Of- 
fieitre in der k. schwed. Armee. Yon diesen war Walter (IL) v. G. 
Major and Gutsbesitzer in Pommern. 

f>«A. 9. U4*h*r. I. 8. JM.V 

€itM 9 tireiil f . a. ta Siebeahirtea. Kins der ältesten niederösterr. 
Rittergeschlechter, aus welchem Ulrich Greull schon 1285 und Con- 
rad and Radger die Greulle 1289 in Urkunden des Klosters Lilien- 
feld vorkommen. Der Stamm blühte fort und noch in das 16. Jahrb. 
hinein- Veit Greill zu Siebenhirten sass uocb 1524 auf der Ritter- 
baok im Landtage zu Wien, war 1528, 1530 und 1531 auf den nie- 
derösterr. Landtagen und kommt noch 1534 bei der niederösterr. 
Galtbereitung als mit Siebenhirten begütert vor. Auch die Erben des- 
selben reichten 1550 die Einlage über ihr Gut Siebenhirten ein. Ob 
aber diese Erben Söhne, Töchter oder nur Verwandte Veits gewesen, 
Hast sich nicht bestimmen. Nach den Alteren Matrikeln ist der Stamm 
noch in 1 6. Jahrb. erloschen. 

m. III. «. m an4 193. 

Altes, rheinlandisches Adelsgeschlecht, welches schon 
1404 out Rothenbasch im jetzigen Kr. Wittlich und 1416 mit Alden- 
hoven \m Jftlichschen, Mutschhagen unweit Eupen und anderen Gü- 
tern in Rhetngaue begütert war, spater auch andere Besitzungen er- 
warb and noch 1650 Buir im Kr. Gemfind, Eilerborn etc. inne hatte. 
Dar ätaaui Mthte noch in die zweite Hälfte des 1 8. Jahrb. hinein, 



— 26 — 

in welcher 1786 Johann Heinrich v. G. k. preass. Geh.-Rath and 
Directorialratb des Niederrhein. -Westphälischen Kreises war. Spä- 
ter ist derselbe erloschen. 

Roben», Element. Werk. I. 31 u. desselben Niederrhein. Adel, II. S. 2&¥. — Fahne. I. 
S. 118. - Fmih. 9. Ledehur, I. 8. 285. — W.-B. d. Preuss. Kheinpror. II. Tab. 2*2 Nr. 43 
11. 8. 135. 

Greller, titter. Erbländ.-Österr. Ritterstand. Diplom von 1771 
fflr Franz Sales Greiner, Böhmisch-Oesterr. Hofkanzlei-Secretair. 

Mtgtrl*. 9. Mühlfeld. Ergin*. -Bd. 8. 146. 

(■reto, Greltsea, VreUsea nm Wald, aaek Freikerrea (Stammwappen, 
welches nach Wissgrill die eine Linie der Greisse, welche in Thürin- 
gen nnd im Voigtlande noch 1602 im Ritterstande lebte, eiuzig bei- 
behielt: in Silber zwei rechts herein gehende, rothe Quer- Spitzen. 
Freiherrliches Wappen nach dem Diplome von 1607: Schild ge viert: 
1 und 4 das 8tammwappen und 2 und 3 in Gold ein rechts einher- 
gehender, schwarzer Rehbock: ein Wappenbild, welches nach einer 
Kamiliensage K. Maximilian I. seinem Ober -Jägermeister Wilhelm 
Greiss, welcher einen seltenen, schwarzen Rehbock auf einer Hofjagd 
auftrieb, in sein Wappen setzte). Freiherrn - Diplom vom 18. April 
1()07 für Johann, oder Hanns Wilhelm und Seyfried Gebrüder Greis- 
sen und für die Vettern derselben: Wolf Dietrich, Sebastian u. Hans 
Sigmund Greissen zu Wald auf Sitzenberg etc. — Altes, ursprüng- 
lich thüringisches Uiiterg schlecht . welches, wie Wissgrill angiebt, 
aus Thüringen in einer Linie nach Rayern und in einer Anderen am 
1497 auf Verlangen des K. Maximilian I. nach Oesterreich zog, wo 
da c selbe ansehnliche Herrschaften und Güter, namentlich Wald, 
Gmünd, Schrembs, Rosenan,Gföll, Kruuiau am Kramp, Weytra, Sitzen- 
berg, Bielahag etc. theils eigenthümlich, theils pfandweise überkam. 
— Der Ursprung der Familie aus Thüringeu steht historisch fest 
durch der Redaction vorliegende Auszüge aus den Acten des K. 
Sachs. Hauptstaatsarchivs. In denselben werden zuerst als Zeugen 
genannt: Renvardus deGrucen 1229, Henricus de Grucen 1272, Hei- 
denricas de Gruzen ebenfalls 1272 und 1275, Conradus de Gruien 
1294 etc. und zahlreiche Sprossen des Stammes kommen noch bis 
nach Anfange des 16 Jahrh. vor, in welcher Zeit Aruolt und Hans v. 
Greassen noch 1511 urkundlich auftreten, auch sass die Familie noch 
1554 zu Kelbra und blühte auch in Thüringen, s. oben, noch weiter 
fort — Der erste in Oesterreich Wohnende des Stammes war Wil- 
helm Greiss, Ritter, des K. Maximilian I. Hof- und Land-Jägermeister, 
welcher 1510 mit der, nach Absterben der Scheckhen zum Wald an 
Oesterreich heimjcefallenen, Herrschaft und dem Schlosse Wald be- 
lehnt wurde. Derselbe, ein Sohn des Johann Greissen und der Mar- 
garetha Wolf, welch*» 1515 in Oesterreich ihr Testament machte, war 
in erster Ehe mit Clara v. Landau vermählt, aus welcher Ehe zwei 
Söhne stammten, Johann und Wilhelm der Jüngere, von welchen 
Letzterer den Stamm fortsetzte. Wilhelm der Jüngere Greiss zu Wald, 
k. k. Rath und Ober-Jägermeister, besass 'schon 1531 die Herrschaft 
Gmünd und die Herrschaft Gföll pfandweise. Aus seiner Ehe mit 
Barbara Herrin v. Mörsperg stammten vier Söhne, Johann, Hans 



— 27 — 

Sigismand, Christoph und Sebastian. Von denselben starben Hanns 
SigiMnood and Sebastian wohl unvermahlt Jund Johann, gest 1557, 
hinterliess aus der Ehe mit Maria Herrin v. Strein zu Schwarzenau 
keine Kinder, Christoph aber, gest. 1576, 1558 k. k. Oberstabel- 
ro eist er und seit 1568 niederösterr. Regimentsrath , Herr der Herr- 
schaften and Schlösser Wald, Gmünd, Gfall, Rosenau, Schrembs und 
Sitzenberg, hatte aas seiner Ehe mit Maria Magdalena Freiin v. Khuen- 
Belasy, gest. 1572, dreizehn Kinder, zehn Söhne and drei Töchter, 
Ober welche sam rot lieh Wissgrill die genauesten Nachrichten gegeben 
hat. Von den Söhnen blieben Hans Friedrich, Christoph der Jüngere, 
Hana Sigismund , Wolf Dietrich und Sebastian am Leben und ver- 
mählten sich. Hans Jacob, gest. 1592, kais. Rath etc. hinterliess aus 
der Ehe mit Maria Magdalena Freiin v. Eitzing fünf Söhne, Johann 
Christoph, Johann Wilhelm. Johann Sigismund, Rudolph u. Seyfried, 
tob denen Johann Wilhelm und Seyfried mit drei Vettern, s. oben, 
den Freiberrnstand in die Familie brachten, worauf Johann Wilhelm 
und die Vettern Sebastian und Haus Sigismund im November 1657 
in den niederösterr. Herrenstand eingeführt wurden. Freih. Johann 
Wilhelm, welcher 1610 ein später im Jesuiten - Collegiam za Krems 
befindliches Manuscript unter dem Titel: „Der Oesterreichischen 
Historien aas den Antiquitäten, Monumenten, brieflichen Instrumen- 
ta and hinterstelligen Mauuscriptis II. Theile u zusammenstellte and 
1631 noch auf dem Landtage za Wien erschien, hatte aas zweiter 
Ehe mit Jastina Freiin v. Puechheim mehrere Töchter, von welchen 
weiter unten die Freiinnen Margaretha Renata und Esther Maria za 
aeonen sind. Christoph der Jüngere, s. oben, gest. L617, Herr auf 
(ifftll and Pielahaug, welcher im Ritterstande verblieben u. von 1609 
bis za beinern Tode niederösterreichischer Landuntermarschall war. 
hatte sich dreimal vermählt, hinterliess aber nur zwei Töchter. Frei- 
herr Hanns Sigismund vermählte sich 1593 in erster Ehe mit Esther 
Maria Herrin v. Polhaim and hatte aus dieser Ehe, neben einigen 
Töchtern, drei Söhne, welche aber sammtlicb jung starben. Auch 
Freiherr Wolf Dietrich, gest. 1608, hinterliess aus der Ehe mit Bar- 
barm Freiio v. Schönkirchen nur zwei Tochter, Barbara Maria Mag- 
dalena, welche ihrem Gemahle, Wolf Christoph v. Schallenberg, die 
vlt er liehe Herrschaft Rosenau zubrachte und Benigna Anna, durch 
welche die Herrschaft Schrembs an den Gemahl derselben, Carl Frei- 
bemi v. Puechhaim zu Rabs u. Krumbuch, kam. Freiherr Sebastian 
aber, welcher noch 1623 als kaiserlicher Reichsbofrath vorkommt, 
wmrde, veno, mit Benigna Fi ei in v Schönkirchen , Vater von fünf 
Töchtern and vier Söhnen. Von Letzteren überlebte Freih. Johann 
Redolph, niederösterr. Landrechtsbeisitzer, seine drei Brüder. Der- 
selbe hatte sich 1623 mit Polyxena Freiin v. F.itzing vermählt, starb 
aber 1659 ohne Nachkommen als der letzte männliche Sprosse seines 
Stammes in Oesterreich , worauf die noch einzig übrigen weiblichen 
Sprotten des Geschlechts, die Freiinnen Margaretha Renata u. Esther 
Maria — Töchter des Fr« iherrn Hans Wilhelm, s. oben — von 1660 
m die Herrschaft Wald gemeinschaftlich iune hatten, bis die ältere 



— 28 — 

Schwester 1668, die jüngere 1669 starb. Beide hatten Schloss and 
Herrschaft Wald dem Collegium der P. P. Jesuiten zu Krems testa- 
mentarisch vermacht, doch erklärte die k. k. Hofkammer die Herr- 
schaft and das Schloss Wald als ein dem Landesherrn anheimgefal- 
lenes, lediges Lehen und verkaufte dasselbe 1670 an den k. k. Hof- 
kammer-Präsidenten Georg Ludwig Grafen und Herrn v. Sinzendorf 
und Tannhausen. — Es kommt übrigens noch jetzt eine freiherrliche 
Familie v. Greyssen, Greisen, Greissen vor, doch fehlen genaue Nach- 
richten Ober dieselbe. So viel bekannt ist, leitet dieses Geschlecht 
seinen Ursprung ebenfalls aus Thüringen her u. giebt an , dass Hein- 
rich und Alhrecht v. Greisen, welche die Namen von dem Städtchen 
Greisen im Schwärzburgischen erhalten hätten und in landgräflich 
thüringischen Urkunden vorkämen, 1412 von den Markgrafen zu 
Meissen mit der „Schenckstadt Schönstadt 11 beliehen worden wären. 
Eine Linie habe sich nach Bayern, eine andere nach Oesterreich ge- 
wendet und die betreifende Notiz geht nun auf die obigen Angaben 
Wissgrills über und scheint einen Zusammenhang mit den österreich- 
ischen Freiherren v. Greiss oder Greissen anzunehmen. Für einen 
solchen Zusammenhang würde aber wenigstens das Wappen nicht 
sprechen. Die Familie sagt über dasselbe kurz: „Unser Wappen 
zeigt den bezwungenen Halbmond mit dem Triumphbogen 11 und nach 
Lackabdrücken schweben in einem blauen Schilde vier, 1. 1 u. 2, die 
Hörn er nach oben kehrende Halbmonde, von welchen der Mond in 
der mittleren Reihe rechts, wie links, von einem sechsstrahligen 
Sterne begleitet ist. Der gekrönte Helm trägt einen nach oben ge- 
kehrten Halbmond, über welchen ein sechsstrahliger Stern schwebt 
und welcher von einem Halbkreise umzogen ist. — Noch erwähnt 
Freih. v. Ledebur, 1. S. 285 eine Familie v. Greisen und setzt hinzu: 
etwa die Greissen ? mit geviertem Schilde : 1 und 4 ein Pelicafl and 
2 and 3 von Gold u. ttlau fünfmal schräglinks getheilt. Siebmacher, 
III. 53. Ein Herr v. Greisen zu Frankfurt a. d. Oder zeigte den am 
25. Juli 1852 daselbst erfolgten Tod seiner Tochter, Clara v. Car- 
bonnel, an. 

WitägriU, III. H. M.1- lui. - Freih. v. 1.r<iehur, I. M. 285 u. 2*6 : (lr*us§eu, flrtytwn. 
— Handftrhriftl. (Votum. r. Mnling. III. S. 227 u. 'i?ft. 

GreUseierk. Altes, ursprünglich kärntner Rittergeschlecht, wel- 
ches sich im 14. Jahrh. auch in Oesterreich nnter and ob der Enns 
und in Steiermark ausbreitete und die Schlösser und Güter Rotten- 
eck und Greissenberg im Lande ob der Enns, so wie Sigharts, Ober- 
bielach, Donaudorf etc. in Oesterreich unter der Enns besass. Nach 
Allem erbante das Geschlecht den Edelsitz Greissenberg in dem ehe- 
maligen Machland Viertel, welcher einige Jahrhunderte hindurch das 
Erbgut war, auch hatte dasselbe von Alters her im Herzogthume 
Kärnten das Erblandkämmerer - Amt inne. Ulrich Greissenecker, 
welcher 1374 lebte, wurde mit seiner. Ehefrau, Diemudis, in der 
Klosterkirche zu Zwetl begraben und Leupolt Greisseneckher zu 
Greissenberg lebte 1361 and 1380 in Oesterreich and hatte, neben 
einer Tochter, Offmey, welche 1382 Ehefrau des Georg des Ennen- 



— 29 — 

ktl, Hauptmanns zuYpps, war, zwei Söhne, Hanns und Peter. Erste - 
rer, 1406 des Herzogs Wilhelm zu Oesterreicb -Kämmerer nnd 1409 
nieder-österr. Landuntennarschall, hatte drei Söhne, Thomas, Wolf- 
gang and Andreas. Thomas war 1456 landesfürstlicher Pfleger zu 
Spielberg, Wolfgang aber war bereits 1435 mit Margaretha (Magda- , 
lena) Schirmer von Soss vermählt, aus welcher Ehe drei Söhne ent- 
sprossteji, Hanns, Albrecht u. Wolfgang II. Albrecht, gest. um 14*0, 
vera. mit Maria Fuxöder, pflanzte durch seine Söhne, Peter, Wolf 
und Christoph, welche nach dem Tode des Vaters 1480 das Erbe 
iheilten, die oberennsisebe Linie zu Greissenberg und Rotteneck fort. 
Wolfgang (II.) Greissenegger zu Oberbielach, welcher urkundlich 
1488 und 1489 vorkommt, hatte aus erster Ehe mit Catharina (der 
Gesrhlechtsname derselben ist nicht aufgezeichnet) zwei Söhne, Hans 
und Christoph, welche urkundlich 1506 auftreten. Yon Letzteren 
pflanzte Christoph, kais. Rath und niederösterr. Landrechtsbeisitzer 
ttc, Herr zu Oberbielach, Sigharts und Rotteneck, in erster Ehe mit 
Catharina Eybensteiner den Stamm durch drei Söhne, Sebastian, Eras- 
m«s and Johann, fort, welche sich 1538 Ober das väterliche Erbe 
verglichen. Sebastian v. G. auf Sigharts und Rotteneck war noch 
1538 mit Ursula Pruckner von Schlüsselberg vermählt, starb aber 
ohne Nachkommen und auch Erasmus v. G. zu Rotteneck und Zell- 
bof, von 1530 — 1543 kais. Rath und Landesanwalt in Österreich ob 
der Enns, hinterliess aus der Ehe mit Apollonia Zeller zu Zell keine 
Nachkommen und so starb denn mit ihm seine Linie aus. Von der 
anderen, jüngeren Linie in Oesterreicb ob der Enns, s. oben, war 
Andreas v. Greissencck, gest. 1 583 — Sohn eines anderen Christoph 
— der letzte Maunssprosse des Geschlechts in Oesterreicb. Nach 
seinem Tode machte sogleich Johann Adrian v. u. zu Greisseneck aus 
4er alteren Linie in Steiermark auf die greisseneckischen Lehngüter 
in Oesterreicb Anspruch, erhielt aber dieselben nicht. Johann Franz 
o. Jobann Sigmund v. G. lebten zu Anfange des 17. Jahrb. in Steier- 
mark und waren die Letzten des ganzen Geschlechts. 

Fmk 9 H»k»m*ek, II 8. *<tt und III. 8. 2<»2— 207. — Gaukt, II. 8. 1607. — Wifyrill. 

III •». «o|— ««M - S<-t>m>4tt. I. H. ««»3. 

Creiiafagen. Ein früher in Ostpreussen vorgekommenes Adelsge- 
tchlecbt, welche;» mit Kinzendorf, Langguth unweit Osterrode und 
Prappeln unweit Königsberg begütert war u. welches aus dem Voigt- 
lande gestammt habeu soll. 

Ar#.A r- Ifir'ur. I. * 2*6 

Cretowirt, fcrekewlti. Polnisches, dem Stamme Prawdzic einver- 
leibtes AdetsgeM: blecht, welches nach Ostpreussen kam und einige 
Zeit mit Kellami im Kr. Allenstein begütert war. 

f<#<A. ». I.0*i0hmr. I M. 2*5 und III M. I*f> 

ÜrelL Pommernsches Adelsgeschlecht , welches schon 1449 im 
Laienburg- Hut o wichen die Güter Labuhn, Mussow und Zewitz be- 
üm, spater mehrere andere Besitzungen erwarb und noch 1806 im 
Kr. C am min Lütkeubagen , Marquardtsmtthle, Tetlasshagen u. Wict- 
ttock, so wie 1809 Dünow inne hatte. Dasselbe kam auch nachMek- 



— 80 — 

lenborg und war 1628 mit Damekow and Madsow begütert, welches 
letztere Gut noch 1775 in der Hand der Familie sich befand. Neuer- 
lich wurde angenommen, dass der Mannsstamm mit Josua Wilhelm 
v. G. 1809 erloschen sei and das N. Preuss. Adels-Lexicon führt als 
letzte Besitzerin des Gates Labuhn aus der Familie and als Erbtoch- 
ter die Frau Charlotte Friederike v. Wobeser, geborene v. Grell auf, 
doch hat später Freib. v. Ledebur augegeben , dass der Stamm noch 
nicht erloschen sei und dass zu demselben wohl auch die v. Groel ge- 
hörten, welche vor 1777 im Lauenburgischen genannt wurden. 

Brüggemann, S. u. 11. Hauptst. — N. Fr. A.-L. II. 8. 28'i. — Freih. 9. Ledebur, 1. H. 
2H.'i 11. III. R. 266. — Siehmacher, III. 164. — Pommrrtiiehes W.-B.. III. T»b. SS u. ■«. 174. 

Ürelpk. Ein in Schlesien vorgekommenes Adelsgeschlecht, wel- 
ches 1792 mit Bankwitz und Wensowitte im Namslau'schen begütert 
war. Sinapius giebt ausserdem nur an, dass die Familie mit vornehmen 
Häusern durch Vermählungen verwandt geworden sei. 

Sinapiui, II. 8. 048. — Freih. 9. Ledebur, I. 8. 2*5. 

Grenlicb ▼. Jaagiagea. Altes, österreichisches Adelsgeschlecht, 
welches besonders in Tirol mehrere Besitzungen hatte und welches 
nach Bucelini römischen Ursprungs war. Friedrich Gremiich tu 
Ochsenbach kommt 910 als Abt zu Kempten vor und Heinrich Grem- 
iich zu Zustorff and Mieringen lebte 1180. Wilhelm Gremiich za 
Mieringen and Hasenstein vermählte sich za Aasgange des 15. Jahrb. 
mit der Erbtochter des alten Geschlechts v. Jangingen, aus welchem 
Conrad 1394 und Ulrich 1401 Hochdeutschmeister des Ritter-Ordens 
in Preussen waren und nahm, da mit derselben der Stamm erlosch, 
den Beinamen : v. Jangingen au. Von den Nachkommen war Jacob 
G. v. J. njch 1670 Comthar des deutschen Ordens za Mainaa a. der 
Bruder desselben, Eberhard G. v. J., Herr auf Bittelschiess, setzte 
den Stamm durch zwei Söhne fort. Weitere Nachrichten finden sich 
nicht vor. 

Bucelini, III. S. 109 und Germ, surr», P. I. — Gau he, I. 8. 691 u. 692. 

Grenp, Urenp ?. Preadeasteia, aack Kreiberrf». Altes, schwä- 
bisches und elsassischcs Adelsgeschlecht , welches auch der reichs- 
unmittelbaren Ritterschaft des Cantons Wetterau einverleibt war 
uud welches bis 1843 im Kgr. Württemberg das Rittergut Hersfeld 
am Bodensee besass und jetzt in die Matrikel des nichtbegüterten 
Adels des genannten Königreichs eingetragen ist. — Früher waren 
die Glieder der Familie auch Burgmünner der Reichsbargen Geln- 
hausen und Friedberg. Von den früheren Sprossen des Stammes 
stiftete Dionysius G. v. F., gest. 1589 zu Strassburg, gräfl. hanau- 
licbtenberg. and müusterbergischer Rath und Amtmann, vermählt 
mit Apollonia Philippine v. Morsheim, in Tübingen ein sehr bedeu- 
tendes Stipendium für seine Nachkommen , welches noch immer be- 
steht und an welchem auch die Grafeu Leutrum v. Erringen Theil 
haben. — Von dem Sohne des erwähnten Dionysius: Philipp Wil- 
helm, gräfl. hanauischen Rathe u. Amtmanne zaßabenhausen, stammte 
ans der Ehe mit Felicitas v. Kippenheim: Ludwig G. v. F., gräflich. 
Isenburg. Rath uud Hofmeister za Waechtersbach und später Amt- 




— 81 — 

mann 10 Büdingen, verm. niii Margaretha Magdalena Hand v.Wenck- 
heim, aas welcher Ehe zwei< Söhne stammten, welche die Stifter 
iweier Linien worden. Es gründete nämlich Jacob Christoph, gest. 
1698, grtfl. Isenbnrg. Hofrath zu Birstein, verm. mit Anna Eupliro- 
syae v. Wenckstern, die Altere Linie zu Burg-Gelnhausen und Heiu- 
rich Friedrich, gest. 1701, k. ungarischer Lieuteuant, verm. mit So- 
phia Eleonore v. Kitseber, die jüngere, oder württembergische Linie. 
Beide Linien liefen nun, 'wie folgt, fort: Aeltere Linie zu Burg-Geln- 
hausen : Christian Freih. G. v. F. — Sohn des Stifters der Linie Ja- 
cob Christoph — grafl. erbach. Oberamtmann u. Fürstl. Löwenstein- 
Wertheim. Canzlei- und Kammer-Präsident, ältester Baumeister der 
Barg Gelnhausen etc. : Johanna Sophie Maria v. Zedtwitz; — Johann, 
gtrst 1803, ßurgdirector zu Burg - Gelnhausen : Isabella v. und zu 
Vercken; — Christian Moritz, gest. 1819, Landgr&fl. Hessen -Hom- 
burg. Postmeister in Homburg und später Chaussee- Bau -Director: 
Kmilie Freiin v. Kbersberg, gen. Weybers; — Wilhelm Leopold 
Friedrich, geb. 1808, laudgräfl. hessischer Forstmeister: Caroline v. 
Hermann, gest 1855 kinderlos und Leopold, geb. 1819, Bruder des 
Vorstehenden, Landgräfl. Hessen-Homburg. Kammerjunker u. Haupt- 
mann. Die Gemahlin desselben, Johanne Lydia, Tochter des k. gross- 
brit. Obersten Charles Oldfield Bowles Esq. of North-Aston , ist mit 
Hinterlassung einer Tochter 1857 gestorben. — Jüngere, oder würt- 
ttmbergische Linie: Freih. Johann Ernst Ludwig, gest. 1742 — Sohn 
de« Stifters der Linie Heinrich Friedrich , s. oben — k. französisch. 
Ofticier: 1. Anna Elizabeth v. Leeser, gest 1737; II. Anna Marga- 
retha v. Crugert, gest. 1742; — Christian Friedrich: zweite Gemah- 
lin: Auguste Wilhelmine Freiin Schertel v. Burtenbach; — Fried- 
rich August, geb. 17h3, k. württemb. Staatsrath a. D. , früher Ge- 
sandter und bevollmächt. Minister an mehreren deutschen Höfen. 
Von den Geschwistern derselben wurden noch in neuester Zeit ge- 
nannt: Freih. Christian, geb. 1789, k. württemb. Kammerherr und 
Geh. - Legations -Kath, welcher uuvermäblt in Wien lebte. Ueber 
andere frühere Fannlienglieder giebt das geneal. Tascbenb. d. freih. 
Häuser, 1857. 8. 260—265 Auskunft. 

w. Hmttiltim, III. S oj.pi. h. 47. - N. «irneal. Handbach. 1777. R. »5 und 1778. 1. 8. 96 
Ca*. Ad-U».«rh dr« k<~»nigr W«mtrmK^r«. H. 42.1. — G«n+ftl. Ta»cheob. der freih. IU« 
-t. I«4*. *. n* -?«l *ud IHÄI H. r:l. S,*hmaef.*r, I. Il7i Di« Ori>mp«n. Srhw4üi«ch — 
9 M+ät*f. I M. .<>•: (,r.»|. v Frrttd'liM'lit — Mu|ipl. IU Micbn. W.-B. VII. W. — WH 
4 Ktr W'«rtl*>ml. : Fr« ih <i t. F Nr. 9* u. H. i9. — JTmkAA«. I. R. 177. 

Greaadeaberg, s. Herteln v. Grenadenberg, Iid. 1. S. 376. 

tircMs» Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom vom 2.H. Juli 
1806 für Johann Ferdinand v. Grenus, k. franz. Hauptmann, liath 
der Zweihundert in (ienf etc. und Zuerkennungsdiplom der reichs- 
frriberrlichen Würde von dem Conseil heraldique in Belgien fürl'aul 
Ludwig Caehar v. Grenus, in Folge des kinderlosen Ablebens des 
Reirbtfre ihet rn Franz Theodor Ludwig v. G. — Ftn zu Genf in der 
Schweiz an*ä*siges Adelsgescblecht. welches früher auch Grenu und 
Greaot geschrieben wurde und ursprünglich aus Dornick in Flandern 
iUaimt. Vincenz v. Grenu lebte um 1240, war mit Gertrud v. Min- 
ies vermählt und stand in den Diensten der Grätin Margaretha %. 



— 32 — 

Flandern and später in denen des Grafen Gay. Ueber die Nachkom- 
menschaft desselben finden sich viele Kacliweise in dem genealogischen 
Taschenb. d. freih. HBuser, 1856. S. 244 — 248. — Wilhelm v.Grenu, 
seignenr des Bunds, ecuyer Philipp des Goten, Herzogs von Burgond, 
wurde 1454 von demselben zu Brüssel geadelt und erhielt dabei als 
Wappen einen blauen Schild mit drei niedrigen, aneinandergereihten, 
goldenen Hügeln aus welchen je eine goldene Kornähre hervorwächst 
so wie die Devise : Deus nos vides granosos. Der jüngere Bruder 
Wilhelms; Lupart, gest. 1480, führte zuerst die Schreibart: Grenut 
für den Familiennamen ein und wurde der weitere Stammvater des 
Geschlechts. Von den Nachkommen war Egid y. Grenut, kaiserlicher 
Uathssecretair zu Tournay, der nähere Stammvater der genfer Linie 
und erhielt 4. November 1553 den Reichsadel. Von ihm stieg nun 
die Stammreihe , wie folgt, herab: Michael, geblieben 1590 in der 
Schlacht von lvry unter den Fahnen Heinrichs IV: Anna v. Grenu v. 
Armentieres; — Claudius, gest. 1618, erlangte 1600 das Bürger- 
recht zu Morges: Süsanna v. Floret; — Franz, gest. 1651, zog nach 
Genf , erlangte 1620 das Bürgerrecht , kam 1632 in den Rath der 
Zweihundert u. 1646 in den der Secbszig: Rosa Ausset; — Theodor, 
gest. 1709, erlangte 1706 die höchste Würde der Republik, das 
Syndicat: Maria Lullin; — Gabriel, gest. 1738, wurde 1712 von der 
heraldischen Commission, welche Ludwig XIV. gegen die Adels-Usur- 
pationen niedergesetzt hatte, in allen seinen Titeln und Adelsvor- 
rechten bestätigt, stieg vom Staatsrathe 1721 zum Syndicus u. 1722 
zum Lieutenant d'Etat: Anna v. Perrahon von Grenoble; — Johann 
Gabriel und Johann Ludwig, Stifter zweier Linien des Stammes, der 
älteren und der jüngeren, von welchen erstere noch blüht, während 
letztere erloschen ist. Diu Stammreihe der jüngeren Linie war folgende : 
Johann Ludwig, gest. 1782, Staatsrat h 1766 und Syndicus 1758: 
Franzisca Catharina Calandrini; — Johann Ferdinand, gest. 1829, k. 
franz. Hauptmann, Rath der Zweihundert, wurde, s. oben, 1806 Reichs- 
freiherr und erhielt 1. Febr. 1808, nachdem er seine directe Ab- 
stammung von dem, wie erwähnt, 1553 in den Reichsadelsstand ver- 
setzten Egid v. Grenut nachgewiesen , vom kaiserlichen Hofe zu Wien 
die Bestätigung seiner Adels-Prärogative: Anna Regina Carolina Sa- 
ladin v. Craus und Arner; — Franz Theodor Ludwig, durch seine 
Wohlthfttigkeit um die Stadt Genf hochverdient, starb 4. Jan. 1851 
als Letzter seiner Linie unvermählt. — l>ie Stammreibe der älteren 
Linie ist nachstehende: Johann Gabriel, gest. 17b3, k. franz. Oberst 
etc.: Friederike v. Armand von Chatcauvicux; — Jacob, gest. 1817, 
Rath der Zweihundert 1782, bekannt als Agitator in den genfer poli- 
tischen Ereignissen seiner Zeit: Catharina Chalumeau; — Johann 
Samuel, gest. 1829, k. franz. Lieutenant unter Ludwig XVI. wurde 
mit seinem Vetter, dem Freiherrn Johann Ferdinand, wie oben ange- 
geben, 1806 in den Adelsprärogativen bestätigt: Susanna Dassier; 
— Freiherr Paul Ludwig Caesar, geb. 1800, Rath der Zweihundert 
1833, k. belgischer Generalcousul bei der schweizer Eidgenossen- 
schaft 1849, erhielt, s. oben, 1853 die reichsfreiherrliche Würde zu- 



— 88 — 

* 

erkannt: L Henriette v. Hnrler. II. Rosa Paulinc Galemberti. Aas 
der ersten Ehe stammt ein Sohn: Freih. Edmund Albert Moritz, geb. 
1839 ond der Bruder des Freih. Paul : Friedrich Alexander Adolph, 
geb. 1802, lebt ebenfalls in Genf. 

9. BttUmck* I. I. 459. - N. Fr. A.-L. II. 8. 183. — Freiherr t. Lidebur, I. 8. 985. — 
■■!■!. Tawa*aa. 4. freih. Hinter, 1856. 8. 244—348 and 18*2 8. 316. — Tgrof, I. 5». Th. 
M4 «#+*****«. 1. AbMh. 1. Hfl. 14. 8. 75-89. 

tireseebfcerg ?. lehenferst. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom 
?on 1809 für Clemens Gresselsberg, k. k. Oberstlieutenant, mit dem 
Pridicale: ▼. Hohenforst. Der Stamm wurde fortgesetzt. In neueste r 
Zeit stand Ernst Gresselsberg v. Hohenforst als Major im k. k. 49 In- 
fant- Regimen te. 

Mvfirl* 9. Müil/*IJ, Br*lns.-Bd. 8. 809. 

Crasetieh. Rheinländisches Adelsgeschlecht, welches bereits 
1544 Schieiden und 1546 Schönhofer, Beide im Kr. Gemund, besass. 
Der Stamm blähte fort und das Geschlecht ist laut Eingabe, Wittlich, 
29. Juni 1829, in der Person der Frau Josepha v. Gressenich, geb.v. 
Falckenstein in die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz unter 
Nr. 97 der Ciasse der Edelleute eingetragen worden. 

Fmk—, II. ». 49. - Freih. 9. Ledibur, I. 8. 385. — W.-B. d. Pr«utt. RbelnproTioi, I. 
Tab. 44. Nr. 88 «ad 8. 44. 

Grat Adelsgeschlecht der Grafschaft Ravensberg, welches 
eines Bnrgmanushof in Bielefeld 1439 und Güter zu Tedenhausen 
1497, so wie zu Bröuninghausen 1676 und zu Lttbbrassen noch 1739 
besass. Um letztere Zeit ist der Stamm erloschcu. 

Freiherr 9. L*4ebur, f. 8. 185. — Siebmacher, IV. 30. 

Cresti v. Lesiardsberg. Reichsadelsstaud. Diplom von 1 788 für 
Donat Gresti aus Trient, mit dem Pr&dicatc ; v. Leonardsberg. 

Mv*rU 9. MüktftU. ErglaB.-Rd. 8. S03. 

Greis. Ein früher in Westpreussen vorgekommenes Adelsge- 
tchlecht, welches 1728 Lautensee im Kr. Stuhm besass. 

Fr**, t. Ud**mr, III. 8. 166. 

Cffosing. Ein zu den Würzburgischen Vasallen schon im Anfange 
des 14. Jahrb. gehörendes Adelsgesi blecht, welches später zu der 
rekhsfreieu Ritterschaft des fränkischen Cantous.Rhön*\Yerra zählte 
and schon längst erloschen ist. Als Stammvater desselben, welches, 
nasser anderen Gütern, den Rittersitz Eichelsdorf eine Stunde von 
Hofbeiai gegen Königshofen inne hatte, wird Heinrich v. Greu*ing, 
welcher am 1286 lebte, genannt Eine Nebeuliuie des Stammes er- 
losch schon 1392 mit Heinrich v. G., Domherrn in Würzburg u. die 
Haaptlinie schloss 1499 Heins v. G., Herr auf EicbeMorf. 

Kifü ■■■■, Caaiaa Sboa-Werra, Tab. SM und 394. — SoJw, 8. J06. — Bithmmchtr, 

vl n. 

fireatkf aneb ftclbenrn. Ein in Schwaben vorgekommenes, nach 
Bargermeister aus der Schweiz stammendes Adelsgescblecut, aus 
welche« ein Sprosse unter den Bischöfen zu Tyberias genaunt wird. 
Bueelini fingt die Stammreihe mit Johann Christoph v. G. an, wel- 
cher am 1525 lebte. Von den Nachkommen desselben war Agnes v. 
0. mm Aasgange des 16. Jahrb. Acbtisain zu Secktngcn uud Maria 

gmmlk*, D«ai»CB. AdiU-Lra. IV. 8 



— 34 — 

Caecilia v. G. lti(>ü Acbtissin zu Schanis, Aegidius v. 6. aber starb 
1726 als kaisei 1 .Minister u. Abgesandter in Graubüudten. 

HuCflini. II. I». S. 144 u. III. 8. 112. — Hurgerviehtfr, vom ti<)iwät>iscbcu Reicbnadel, 
IiuU-x. — dun ff, f. S. i?J-J II. t.'Xi. 

(jmeusteiu. Ein früher zu dem Paderbornschen Adel zählendes 
Geschlecht, welches 1GG2 Enger unweit Warburg bcsass. 

Freut, r. /W#*/.//y, I. s i'm». 

fcrenng Ein langet < rlosehenes, lüneburgisches Adelsgeschlecht, 
von welchem nur ein im Kloster-Archive zu St. Michael in Lüneburg 
betindliche> Siegel von IUI 2 bekannt ist. 

r. Mflinj. 1 s. -J«»:j. 

Gremz. Ein in die Adclsmatrikcl desKgr. Bayern in der Person 
des k. bayer. Krcis-Forst-Jiupectors in Augsburg Gottlieb v. Greyerz, 
geb. 1778, eingetragenes Adelsgeschlecht, welches aus einer altpa- 
tricischen Familie des l'auton Bern stammt. Der Adel des Geschlechts 
ist durch ein Attestat des Präsidenten und der Mitglieder des Ver- 
waltnug.-Hatlis der Stadt Hern nachgewiesen. 

c. Lunt/, Sup|ilt tu. S. 1«W. - W'.-H. d. K^r. Ilayirn, V. 73. 

tiezel t. (iiaiizenstcin. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1702 tür Tobia* Franz Grezel, Primator und Wirthschafts-Director 
zu Trautenau, mit dein Prüdicute: v. Gräuzenstein. 

M*i;*ile r. MäUM.i. Kr^r.iux -li»i. S. ^03. 

tircnzmillcr. Keichsadelsstand. Diplom v. 1 7 65 für Franz Michael 
Grenzmiller, Administrator u. Landgerichtspfleger der Salzburgischen 
Herrschaften Claus und Leonstein und zwar weil er am 2. Jan. 1742 
einem vatei ländisehen Corps von mehreren Hundert Croaten, unter 
Anführung des Oberstwachtmeisters Freih. v. d. Trenk, mit Gefahr 
seines eigenen Lebens, zur Einnahme des festen Passes u. befestigten 
Schlosses (laus an der (i ninze von Steiermark und zur Aufhebung 
der darin befindlichen H)0 Mann Bayern und Franzosen, ohne Ver- 
lust eiues einzigen Mannes, verholten. 

L*-i/>»M. 1. :<. S. .177. — \it»j.ile r. Mühlf.1,1, S. UM u. V>. 

(irienau, Ritter, s. Stach y u. Grien au, Ritter. 

(irienaa, s. Dolli nger, Tollinger v. u. zu Grien au, Bd. II. 
S. 540. 

tiriebcl. Ein, von v. llellbach nach den ihm zugängigen Hart- 
ina nir.M'hen Sammlungen nur dem Namen nach genanntes pfalzzwei- 
brückisches, auch in der Schweiz sesshaft gewesenes AdeLgeschlecbt 

r. IhUhuch, I. S. 4 .V.«. 

Grieben. Altes, markisches Grafcngeschlecht, über welches Sa- 
muel Walther Mehreres zusammen getragen hat. Auch gab es ein zu 
dem adeligen Patriciat der Stadt Erfurt gehöriges, so wie ein schwei- 
zerisches Geschlecht dieses Namens. 



Samutl Wulthrr , (;• in -;il<>ici<i <>t ro^untio C'iinituiu <]•* (irieben, Magdeburg 1731 
I)i*<*4i>lh ii : Mn^d4-i»iir^. «in T.auil ilr (iral'-n. — r. //••//'■ncA, I. S. 455*. — SifbwacMcr, V. 
3»»0: v. tl Krfurt r nriclij:« l'atrii lt. 

liriiHbrrger, Ritter ■. Edle. Erbländ.-österr. ltittcrstaud. Diplom 
vom 19. April 1791 für Jobann Paul Grieuberger, Grossleinwand* 



— 35 — 

bändler zu Griesskirchen in Oesterreicb ob der Eons, wegen nach 
Spanien und Italien eingeführten Leinwandbandeis , mit dem Prädi- 
cate: Edler v. 

MtftrU t. MÜAt/rld. S. 116. — Knetchki, IV. S. l'*.1 u. 154. 

trieidl, Bitter m4 Rdle. Erbländ. -österr. ltitterstaud. Diplom 
von 1773 für Joseph Griendl, Advocaten in Steiermark, mit dem Prä- 
dicate: Edler v. 

Mtftrt* ». Mmhlffld, Ergiux.-Bd. 8. 147. 

tirirseiUal, s. Oeffner v. Griencntbal. 

CrieafeMea, 8. Arobacb v. Grienfelden, Dd. I. S. 67. 

ttrieafels, Freiberrea, 8. Leiiersberg v. Grienfels, Frei- 
herren. 

tirieahrf, Ritter, s. Faschikowski v. Grünhof, Bd. IIL, 
S.4U. 

ttrie awaid, «. Thomas v. u. zu G r i e n w a 1 d. 

lirieseMW ud liaaadt. Altes, längst abgestorbenes, bayer. Adels- 
geschlecht. 

Wi 9 . //»•«/, 1.41. *1. 

Crieseaberk, fcriessenbeck aaf tirlessenbarb, Freiherren. Kurbaye- 
ritcher Freiherrnstand. Diplom vom 22. April 1739 für Felix Anton 
f. Griessenbeck auf Griessenbach und für die Vettern desselben, Jo- 
hann Franz lialthasar v. G. , Itegier.- Itath zu Aniberg und Heinrich 
Bonaventura v. G., Hauptmann im Griirl. v. Minucci'schen Kegimente 
ia Fuss. Die Angabe, dass das Diplom ein kurbayeriscbes Keichs- 
Vicariatsdiplom gewesen sei, ist unrichtig: 1739 gab es kein Heichs- 
vicariat, da K. Carl VI. bekanntlich erst 20. Octob. 1740 starb. — 
Altes, bayerisches Adelsgeschlecht, dessen Name in alten Urkunden: 
Ürieibeck v. Griezbach, Griesbeck v. Griesbach, Griezenbeck v. Grie- 
zeubacb, Griessenpockh etc. geschrieben wurde. Als Stammvater 
wird Ludolf v. Hahnreith genannt, welcher 1124 auf den Trümmern 
der von den Hunnen zerstörten Durg seines Namens unterhalb der- 
itlben bei I'ost-Au, an der Strasse von Landshut nach Straubing, ein 
Scblos* und eine ( apdle erbaute, welche er dt- in heiligen Märtyrer 
Stephan meilite, Griezbach nannte und den Namen: (Jriezbeck v. 
liriezbach annahm. 1130 bestimmte er den grössten Theil seiner 
Besitzungen zur Stiftung des Kloster* Hiburg, welche Schenkung 
•eine Söhne, Heinrich und Amelbert, 1 153 noch vermehrten. Von 
dem Sohne des Letzteren, Albrecht, stammte Gottfried, gest. 1203, 
welcher urkundlich 1277 als Gottfried Griezenbeck v. Gtiezenbach, 
Ritter, vorkommt. Von seinen Söhnen war Otto im obengenannten 
Jahre Abt im Kloster Wellenburg und sein Fnkel liotthardt, Sohn 
Gottfried des Jüugereu, wurde wegen seiner Tapferkeit bei Amptingu. 
Mohldorf 1322 vom K. Ludwig dem Hayer wiederholt zum Kitter ge- 
schlagen. Mit den Nachkommen Gotthurdt* >chied sich der Stamm in 
Mehrere Aeste und Zweige, von welchen sieh einige in Tirol, Oester- 
reich, Böhmen und in den Itheiulaudeii au-breiut«n. Line Linie in 
Bfthaen stiftete Georg, gest. 1403, welcher in den Dienten des K. 
Friedrich III. stand, von diesem nochmals zum Uitter geschlagen und 

8* 



— 36- 
mit mehreren ( ütern im pilsener Kreise belehnt wurde.*- Im Laufe 
der nächsteii Zeit erloschen alle diese Linien bis auf zwei, deren 
Stifter die beiden Söhne des Andreas Gr. v. Gr., Johann Sigmund 
Simon und Georg Christoph, waren, doch auch von diesen ist die 
ältere bayerische Linie mit dem 11. Dec. 1853 erfolgten Tode des 
Stephan Sigmund, Besitzers von Griessenbach , verblüht Letzterer 
bestimmte zum Erben des alten Stammgutes, in Erfüllung des Willens 
seines Bruders und Mitbesitzers Stephan Anton, gest 1833, den. äl- 
testen Sohn des Freiherrn Carl Ernst, oberpfälzischer Linie, den 
Freiherrn Christian, mit der Verbindlichkeit, ein Familien - Fidei- 
commiss aus dem Erbe zu stiften. — Freiherr Carl Ernst, geb. 1787 

— Sohn des 1801 verstorbenen Freiherrn Franz Christoph Balthasar 

— k. bayer. Kämm, und pens. cbaract. Generalmajor, war verm. mit 
Maria Magdalena Freiin Du Prel, gest. 1 850, aus welcher Ehe, neben 
zwei Töchtern, drei Söhne ent^prossten , die Freiherren Christian, 
Maximilian und Friedrich. Freih. Christian, gest. 1853, Erbe des 
Staromgutes Griessenbach und Hahnreith, s. oben, k. bayer. Kämm. 1» 
Ober- Recbnungsrath zu München, war in erster Ehe vermählt mit 
Anna Arnold, gest. 1839 und in zweiter mit Caroline v. Kobell, geb. 
1809 und es stammt aus erster Ehe eine Tochter und aus zweiter, 
neben zwei Töchtern, ein Sohn, Freih. Carl, geb. 1844. — Freiherr 
Maximilian, geb. 1817, k. bayer. Ober -Postamts -Official zu Regens- 
burg, vermählte sich 1853 mit Benigna Pfretzschner, geb. 1832, ans 
welcher Ehe ein Sohn, Ernst, geb. 1854, entspross. — Freih. Fried- 
rich, geb. 1825, steht in k. bayer. Militärdiensten. 

r. Lang, 8. 13f, u. 137. — Gen. al. Tasrhenb. d. frrih. Häuser, 1856. 8. 248— SSI ■. INI. 
8. XXX. uutvr Rrnifung auf 1S58. 8. Sil. — W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 10 a. t. Wölckm, 
Abt». 3. — 9. lUfner, bajer. Adel, Tab. 34 und 8. 37. — Kneichke, II. 8. IV* ■. 193 

ttritss, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom fOB 
1814 für Franz v. Griess, k. k. Oberst Wachtmeister. 

Mejeile 9. Mühlfrld, 8. M. 

Griessberg, s. Pachmann v. Griessberg, Pachmann i. 
Collman shofen n. Griessberg. 

Grlessegg, Ritter, s. Feigenputz v. Griesegg, auch Ritter, 
Bd. III. S. 217 u. 218. 

Gritssenaser f. Grlessenan. Reichsadelsstand. Diplom ?on 1730 
für Johann Melchior Griessenauer, k. k. Hoffourier und für den Bin- 
der desselben, Wolf Joachim Griessenauer, kurbayer. Pflege- U.Land- 
gerichts-Scbreiber, mit dem Prüdicate: v. Griessenau. 

Mtgerlt t. Mühlf*ld, Erginz.-Bd. 8. 303. 

Griessfeld, Freiherren, s. Cazan zu Griesfeld, Griessfeld, 
Freiherren, s. Bd. II. S. 246. 

GriesshtiM, Griesheim. Eine der ältesten und angesehensten thü- 
ringischen, sächsischen und preussischen Adelsfamilien, welche sieh 
namentlich in Thüringen und zwar besonders im Schwarzburgischen 
und Gothaiscbcn weit ausbreitete. Als Stammhaus wird das gleich* 
namige Gut an der Um, eine halbe Stunde von der Stadt Um, iai 
Schwarzburgibcheu angenommen, doch wollen Mehrere auch den Na- 
men des Geschlechts mit dem des zwischen Frankfurt a. IL n* Höchst 



— 87 — 

gelegenen Orten Griesheim in Verbindung bringen. — Die Stamm- 
reihe wird wie von Bncelini, so auch in der Gotha diplomatica mit 
Wittilio v. 6. um 1050 angefangen. Witelo tritt in einem dem Klo- 
ster Georgenthal 1132 gegebenen Diplome als Zeuge auf, ein Ande- 
rer dieses Namens war 1269 Gräfl. Schwarzburgischer Ratli und 
Hermann, mit dem Heinamen: der Kurze, Kriegs -Oberst des K. Ru- 
dolph L, zerstörte mit Hälfe der Erfurter sechs und sechszig Raub- 
seblöster. In der Mitte des 15. Jahrb. lebten Curt v. G. , u. Caspar 
v. G., welcher dem Landgrafen von Thüringen gegen die v. Vitzthum 
diente ond dieselben mit Unterstatzung der Erfurter aus dem Lande 
trieb. Beide setzten den Stamm fort und (hin he und von Ücchtritz 
haben Ober die Nachkommen derselben mehrere für die Geschichte 
der Familie wichtige Nachrichten gegeben. — Was den Besitz an- 
langt, so kommt Griesheim a. d. lim 1450 untf noch 1590 mit Dorn- 
feld in der Hand der Familie vor und dieselbe besass 1630 und 1660 
Sinderstcdt im Weimarischen, 1719 Oberthau im Merseburgischen, 
1720 Langen - Ebcleben im Schwarzbargischen, 1733 Drackendorf 
bei Jena, 1738 Herde im Gothaischen etc. Im Anfange dieses Jahr- 
htsderts sass das Geschlecht im Magdeburgischen zu Pöthen und 
fa* Mansfeldischen zn Hohnstedt und 1843 und später war dasselbe 
la Pommern mit Zetzin im Kr. Dramburg begütert. — Von den fro- 
heren Sprossen des Stammes kamen besonders Nachkommen des 
Caspar v. G. , s. oben , zn hohem Ansehen. Curt Heinrich v. G. war 
m 1660 Domdechant und Stifts rat h zu Merseburg, so w e kurs&chs. 
Appellations-Rath; Günther v. 0., Herr auf Oberthau, starb 1719 als 
Dompropst zn Naumburg und FQrstl. Sachs. Geh.-Rath; Christoph 
Heinrich v. G. , Herr auf Sinderstedt, war erst Professor der Rechte 
sa Rinteln, später, 1630, FQrstl. hessenseber vornehmster Rath und 
saletst, nach Annahme der catbolischen Religion, kurmainz. Geh.- 
Rath ond Amtmann ; Courad Heinrich v. G. , wohl der Sohn des Curt 
Heinrieh, kommt noch 1733 als Regierungs- and Ober-Consistorial- 
Prtsident zu Zeitz vor etc. Von den späteren Sprossen des Stammes 
kamen Mehrere in den herz, s&cbs. Ländern Ernestinischer Linie, so 
wie namentlich in k. preuss. Staats- und Militärdiensten zu hnheu 
Ehrenstellen. Yon Letzteren widmet Freiherr v. Ledcbur dem 1. Jan. 
1654 verstorbenen k. preuss Generalmajor v. G., Commandanten von 
Coblens, ein sehr freundliches Andenken. Von den jetzt lebenden 
Faaülicngliedern ist vor Allen zu nennen: Heinrich v. Griesheim, 
hen. sachs. coborg-goth. Uofmarschall. 

•. ßmeHimt, II. S. 103 - ». 0|*fcA#*«Vf«. Mr. *f - 0a»A'. !. R. *'9V «95. - Rr+ck- 
—r, B«wriM*lh. 4. Kirchen. •. »>halra*t. d. Ilrra. Gotha, I ?. Htrk.. 8. 13V - r. (WAtntt, 



Kar Hr. IV. *. 60—6*. W»<-ar1cht«n aut Kircbealürhrm «..h H>^--l7Jl. — N l'r. 
*.«L ff •, t<1 a 194. - Frrtk. •. L*4*h*r, I «. f«« u. 111 J» JMl. - S,et,nac*'r. V. IM 
- •. #*•*<■#. II. 9. }|0 and 711. — W -B d S»rlui Staat™. Ml. *:. 

Criesahlrebea« Altes, ehemaliges, oberö&terr Adel-geschlecht, 
dessen gleichnamiges Stammschtoss, neben dem Markttieckiu dieses 
Nataens im HausrOck - Viertel gelegen, 1090 Otto und Ortolph v. <i. 
n. Später wird des Stammes nicht mehr gedacht und schon 
14. Jahrb. war das Stammhaus in anderen Händen. 

t, II. R. 7M. — uamkt, 11. S. 174. 



— 38 — 

trifft, Griffte. Altes, reiches, hessisches Adelsgeschlecht, welches 
bereits 1458 vorkam und 1597 erloschen ist. 

Scf.annat, 8. 91. — Ganhr. I. S. f.%: im Artikel CJrhtow. — ll'e*ck , hessische Qt- 
schichte II. Anm. 2JS». — r. //W/A,#cA. I. S. 4*:<J. - SielmacFfr, I. 13$: t. Griften, Hfl- 
•Uch. — c M?din<j % II. S. 211. 

Grin. Reichsadelsstand. Diplom von 1724 für Johann Baptist 
Grim, k. k. Ilofkammer- u. Bancalitäts-Secretair. 

AltgerU r. Muh //•■/«/. S. 102. 

Griabefb, Grienheekrn, Altes, hessisches Adelsgeschlecht, wel- 
ches schon 1384 zu dem Fuldaischen Lehnshofe gerechnet wurde u. 
welches Siebmacher zu dem steiermärkischen Adel' rechnete. 

Schannat. S. 91. t- Sietnuawitfr, V. W: v. Gricnbr<-k«-ii, Stfieri.sch. — r. M'iting, II. 8. 
211 und 212. 

ttrimben. Ein von Sinapius nach Bucejini, Henel u. Siebmacher 
zur schleichen Kitterschaft gezähltes Adebgesehlecht. 

Sinapim, I. 8. 414. — >'>^./mcA*v, I. GH: Die firiinbeu, Schleaisch. — t. Meding, IL 
8. 212. 

Grimbergen, s. Berghcs v. Grimbcrgen, Bd. I. S. 348 
u. 349. 

GrimbM'hitz, wie Megerle v. Mühlfeld u, v. Ilellbach schreiben, s. 
Grimschiz, Freiherren. 

Grimhaopt. Schlesisches Adelsgeschlecht, zur Familie v. Zedlitz 
gehörig, welche nach damaligem Landes -Gebrauche allerband Bei- 
namen bekam. Nicol Grimhaupt kommt 1369 unter dem Herzoge 
Ludwig 1. zu Brieg und 1398 und noch 1400 unter dem Herzoge Ra- 
pertus zu Liegnitz vor. 

Sinapius, I. S. 414. 

Grimm, Ritter and Edle. Böhmischer Kitterstand. Diplom von 
1744 für Johann Baptista Edlen v. Grimm, k. k. llofkammerrath und 
Bancal-Oberropräsentantcn in Mähren. 

MfjtiU r. Müt.lMd, l-'.r^nuz.-r.d'S. 147. 

Grimme, Kille. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1794 
für Carl Glimme, k. k. Tabakgefälls-Inspector zu Jägerndorf, mit 
dem Pradicate: Edler v. 

Mfjerlt r. MiihiffUl, Kru'm/.-TM. S. 303. 

Grimmeisen. Rciehsadelsstand. Kurpfülzisohes Reichsvicariats- 
diplom vom 20. Apr. 1790 für Johann Friedrich Grimmeiseu, kur- 
pfälz. Geh. Regierung* - und ()ber-Appellation«gerichts-Rath. Der- 
selbe setzte den Stamm fort und zwei seiner Söhne, Joseph Ferdinand 
Maria v. G., geb. 1773, k. bayer. Kath und exped. geh. Secretair des 
Ministeriums des Innern und Johann Friedrich v. G. , geb. 1786, k. 
bayer. Rittmeister, wurden bei Anlegung der Adelsmutrikel des Kgr. 
Bayern in dieselbe, eingetragen. 

9. Lang, S. 3S7. — W. H. ■! Kar. !'..iyrn t V. 74. 

Grlmmri. Roich^adels^tand. Diplom von 28. Jnni 1738 für Jo- 
hann Grimmel, im Berichte zu Memmingen bedienstet und Inhaber 
einer Messing- und Kupferfabrik. Derselbe gehörte zu einem alten 
Memminger -Patricier-Geschlcchte, setzte den Stamm fort und ein 



— 39 — 

Enkel, Johann v. 0., geb. 1771 , in Memmingen angesessen, wurde 
bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kur. Bayern in dieselbe einge- 
tragen. 

t. Lan-j, 8. 15« u. .157. — W.U. d. K«r. n.iy.rn, V. 74. 

CHameftstriii, üriam r. GriBmensteitt, aach Freiherren. Altes, ur- 
sprünglich österreichisches Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz das 
gleichnamige Dorf in der ober-österreichischen Herrschaft Neuen- 
kirchen gewesen sein soll. Dasselbe breitete sich spiiter in der 
Schweiz, in Württemberg, im Voigtlandc und in Preußen aus blühte 
aber, wie v. Ilellhach angiebt, in neuerer Zeit nur noch in drei Fa- 
milieneliedern im Württembergischen und in Krfurt. Zu diesen ge- 
hörte Franz Christian (irimm v. Griminenstein , welcher in k. preuss. 
Diensten 1822 Commandeur des 27. Infant. -Regim. wurde, 1830 als 
Generalmajor den Abschied nahm und dann in Krfurt lebte. Spttter 
kommt in den Listen der k. preuss. Armee noch ein Freiherr v.Giim- 
menstein als Lieutenant im 7. Ulanen - Regimcnte vor. — Ueber die 
alten Grafen v. Grimmenstein, zu denen Uerthold Graf v. G. gerech- 
net wird, fehlen sichere Nachrichten. Letzterer wird, wie bekannt, 
?on Einigen, doch ohne hinlängliche Beweise, für den Verfasser der 
unter dem Namen des Schwabenspiegels vorkommenden, wohl in der 
zweiten Hälfte des 13. Jahrh. zusammengestellten Gesetzsammlung 
de» Mittelalters schalten, welche in Franken, Schwaben, Bayern, 
Österreich und Lothringen zum Theil noch bis in das 17. Jahrh. 
gültig war. 

f H'llt«r-k, I. H. \(X\ ii. 4«|. _ N. I*r. A. L. II. s -."•!. - y,*>ih. t. Inl^ur, 1. 8- 286. 

Urimmrr ▼. Adrlübarh. Ki bland. -österr. Adelsstand. Diplom von 
1797 für Ignaz Grimmer, k. k. Major und Oberfeuerwerkmeister vom 
Bombardiercorps, mit dem Brüdieate: v. Add-hach. Der Stamm hat 
fortgeblüht. In neuester Zeit stand Antun Kitter Grimmer v. Adels- 
bach als Hauptmann 1. Tl. im k. k f> - und Hannihal Grimmer v. 
Adrlftbarh als Hauptmann im 11. Feld-Artill.-Iie^imente. 

€ri«nrr f. Jtiesrnbarg. Krbländ. -österr. Adelsstand. Diplom 
▼on 1788 für Joseph Grimmer, k. k. Hauptmann bei Freih. v. Ürinken- 
Iofanterie, mit dem IVadicate: v. Biesenhuri!. 

M'f+rU r. it„H(,t,t. S. 1»4. 

Grimriftg. tiriminc. tirimmiac *. Stuhl, Freiherren. Frhlftnd. -österr. 
Fr*iberrnstand. Diplom \om 26. Febr UMS» lür Veit Balthasar v. 
Grimmin«, Stadthauptmann und Zemjnieister zu Klaviifurt und für 
die Brüder demselben und Be-tAti'junir^diplom des Freiherrnstandes 
von 1759 für Joseph < laudius Freih. v. G. — I'it-*clbi*ii gehörten zu 
fioern alten , ursprünglich kärutiier AdeKneschlechte , welches sich 
ipAter im Salibur^isclien, in ^tei-rnurk etc. ausbreitete und in wei- 
chet *chon \ot UM i>, nämlich lf.l 7, ein er-tt s Fnihemidtplom eben- 
falls für einen Veit Balthasar Grimmiu^ Freih \«»n Stahl und für 
den Bruder desselben, Gcnrir II ieh, k. k Uittmejster, welcher >pAter 
»»panische Kriegsdienste ti./ . gekommen war. DucHiui fftngt die 



— 40 — 

Stammreihe der Familie um 1350 an. Tn der Mitte des 15« Jahrb. 
schied sich dieselbe in die Häuser Niederrain und Stahl oder Stall. 
Balthasar Grimming v. Stall war 1499 Hofmarschall des Bischofs von 
Salzburg. Von den Söhnen desselben waren Carl erst Dompropst in 
Gurck und später Bischof von Cremona, Johann aber, ebenfalls sali- 
burgischer Hofmarschall, setzte den Stamm fort. Als Söhne des Leti- 
teren werden Hieronymus G. v. St., Hauptmann zu Dietenberg und 
Balthasar, Landrath in Kärnten, genannt. Von den späteren Nach- 
kommen wurde Johann Göttlich Freih. v. G., salzburgischer Land- 
mann, Hof-Kammerrath und Administrator in Landsberg, 26. April 
1749 im Salzburgischcn als Freiherr ausgeschrieben und drei Enkel 
desselben, die Gebrüder: Joseph Grtiming Freih. v. Stahl, geb. 1773, 
k. bayer. Rentbenmter zu St. Gilgen, Johann G. Freih. v. St., geb. 
1778, k. bayer. Zollbeamter in Salzburg und Anton G. Freih. v. St, 
geb. 1787, Herr auf Adelstettrn, wurden bei Anlegung der Adelsma- 
trikel des Kgr. Bayern in die Freiherrnclasse derselben eingetragen« 

ßucrllni, II. 8. 105 und III. S. r,3 und 64 Gauht, I. 8. G95. — Witt? rill, III. 8. 4M 

n. 40V — r. Lang, S. 13!« und 140. — M,grrle v. A/ühl/eld, Erginz-Bd. 8. 61. — Sckmwtt, 
I. S. CO». — Siebma-:tifr, III. B«» und V. 63 und 73: Grimming v. Nicdtrraio. — W.-B. dM 
Kgr. Rayern. III. 11 n. t». Wnirknn, Al.th. 3. 8. 27 u. 2ü. — Knfxchle, II. 8. 198 oo4 IM 

trimsrhii, Freiherren. Krbländ. -österreichischer Freiherrnstand. 
Diplom vom 10. Octob. 1701 für Georg Carl und Georg Adam ▼. 
Grimschiz auf Schönsten), Wartenstein und Pölleuriorf. — Altes, seit 
länger als 800 Jahre bekanntes, kärntner Kittergeschlecht, aus wel- 
chem schon 1245 Alexander v. G. Landeshauptmann in Krairi, Va- 
lentin v. G. 1283 Königs Ottocar von Böhmen Oberst- Hofmeister« 
Wolf Sigmund v. G. 1464 kaiserl. General im Kriege gegen die Tür- 
ken und Maximilian v. G. 1500 Landes - Verweser in Krain war. — 
Die absteigende Stammreihe der Freiherren v. G. ist folgende: Maxi- 
milian v. G. auf Schönstein: Catharina v. Hallegg; — Achaz v. 0. 
auf Schönstein, Wartenstein und Pöllendorf: Cassandra Freiin For- 
mentini; — Johann Ludwig v.G. auf Schönstein etc.: Elisabeth Freiin 
v. Siegersdorf; — Ceorg Carl und Georg Adam v. G., Freiherren, 
Gebrüder, s. oben. Freiherr Georg Carl setzte, \erm. mit Catharina 
v. Sommereck, den Stamm fort und von ihm stieg die Stammreihe, 
wie folgt, herab: Freiherr Ludwig: Anna Justina Freiin Bucelini f. 
Reichen berg; — Freiherr Andreas : Maria Anna Freiin v. Taufferer; 
— Freiherr Johann, gest. 1822, k. k. Gubernialrath zu Laibach und 
Kreishauptmann zu Adelsberg: Franzisca de Gasparini; — Freiherr 
Friedrich, geh. 1793, Herr auf Schönstein, Wart endorf und Pöllen- 
stein, k. k. jubil. llofrath und Kreisvorsteher in Istrien : Josephine 
Edle v. Verneda. Der Bruder des Freiherrn Friedrich, Freiherr Jo- 
hann, geb. 1796, k. k. jubil. Statthalterei-Rath, vermählte sich 1841 
mit Christine Kdle v.Cannal, aus welcher Ehe zwei Töchter, Friederike 
und Natalie. entsprossten. 

MtyrX* r MnKlfrM, KntäiiF.-Rd. Ä. M : Freih. ?. nrimhsMiiti. — r. Hellhach, I. S. 46ft. 
— Gmral. Tanrli-iih. d. fmlu-rrl. Hauit-r, 1853. 8. 161 und 1862 S. M7. 

Criadfltfh, (Iraadltch. Altes, rheinländisches, längst erloschenes 

Adelsgeschlecht. 

Sahir, 8. 21». 



— 41 — 

hlpfca« Altes, polnisches Adelshaas, welches in seinen auch 
Sebwoboda genannten Stamme mehrere Familien aufnahm und ans 
welchem auch Sprossen in Schlesien, namentlich in Breslau, sehr reich 
vorkamen. 

0**UH, l. 8. 13«. — 8inapiu$, II. S. 648 a. 649. - N. Pr. A -L. II. 8. M4. 

Mephaa. Altes, längst erloschenes, schlesisches, im Saganschen 
?orgekommenes Adelsgeschlccht. 

Lmem*, «eklet. Chron. 8. lOto. — Sinapiua, IT. 8. 649. 

Crfplaw. Altes, schon vor Jahrhunderten ausgegangenes, schle- 
sisches Adelsgeschlecht. 

JfaMi, 8Ue»l©gr. reo©?. 8. 696. — Sinapius, II. 8. 649. — N. Pr. A.-L. II. 8. 284. 

firialew. Altes pommemsches und meklenburgisches Adelsge- 
scklecht, von welchem verschiedene Wappen vorkommen, was dazu 
gefthrt hat, früher zwei Familien dieses Namens anzunehmen. Sieb- 
Bacher und Micrael geben als Wappenbild der Familie in Pommern 
m Silber einen Büflelskopf an, welcher, statt der Hörner, zwei 
schwane Flügel hat und nach v. Meding führte die Familie in 
Meklenburg, welche später auch wieder nach Pommern kam, als 
Wappenbild einen halben Hirsch. — Nach neueren Forschungen gab 
es aber Dicht zwei Familien dieses Namens, sondern nur eine. Die- 
selbe war aus fürstlich Knöchern Stamme entsprossen und mit Gri- 
stow in jetzigen Kr. Grimme apanagirt. Die ältesten Siegel zeigen 
eiaen Hirscbkopf, nicht, wie v. Meding angiebt, einen halben 
Hirsch und es sind die Siegel des Dobeslaw de Gristow von 1249 
■ad des Jobann G. von 1293 bekannt. Später wurden die Hörner 
des Hirsches in Flügel umgewandelt und Freiherr v. Ledebur macht 
daraaf aufmerksam, dass das Beflügeln in der pommernseben Heral- 
dik häufig voi komme und führt in dieser Hinsicht die Wappen der 
Familien ßarnekow II., Brüsewitz, Platin, llohwedel, Zart etc. an. 
— Was den Besitz des Geschlechts anlanpt, so war bereits 1249 
Gristow urkundlich in der Hand desselben und zu demselben kamen 
später die Güter Jager, Naundorf, Schlichtmühlen, Mannhagen, 
Beiken hagen und Wendisch-Langendorf. Aus Pommern breitete 6ich 
hl Laufe der Zeit die Familie auch in Meklenborg aus und blühte 
namentlich in dem Hause Scblichtmühlen, jetzt Hessenburg im Kr. 
Fransburg, fort, welches noch im Anfange des 18. Jahrh. derselben 
zustand. Später, 1740, ist der Stamm mit Hans v. Gristow erloschen. 

MftrmH, •. 4M - Ommkt, I. 8. «*. — N t*r.A L. II. 8. ¥*1 a. V 8. I» — >>«<A. 
9 L* d *h » r t I. *. *»« ati4 navnilleh III. S. TM - Bi'hmutker. III. IM. - f. M*dimg. I 
•• 1*8 — kot+fmrtm* Cod>x dlpl. Pamcraa. Mb. 3- Rira-tl von 1¥9l. — P«<mnrrn«rh«t W.. 
S. IV. Tak> m m. #4: Siegel v»u im a. H. 17*. 

Critterea. Altes, rbeinländisches Adelsgescblecht, welches in 
der ersten Hälfte des 17. Jahrh noch auf Glimbach unmeit Krkelenz 
mus. I>rr Stamm ist 1643 mit Hans» I>irdt rieh v. Gritteren erloschen. 

feilt!, Gräfe«. Frbländiscb - üsterr. Grafenstand. I>iplom vom 
13. Kov. 1819 für Fabio Giuseppe Tritti. Von demselben, gestorb. 
ISS 5, stanzt Graf Giovanni, geb. 1816, welcher sich 1840 mit Anna 



— 42 — 

v. Freygang, geb. 1820, vermählte, aas welcher Ehe, neben fllnf 
Töchtern, zwei Söhne, Enrico und Alessandro, stammen. 

GciK.nl. Tas.-honb. d. yrafl. Haim-r, 19«2. S. 310 u. 311 n. histor. Handb. xu demte.lbo, 
S. J14. 

Griefey t. (ieithavn. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1820 für Georg Grivey, k k. Capitain-Lieutenant, mit dem Prädicate: 
v. Geithayn. 

Mrijnlr v. Mühtffhl. Krunnz.-Bd. 8. »08. 

(jrobbendonrk, t'rciherrrn «ml Grafen. Altes brabantsches Adels- 
geschlecht aus der gleichnamigen Herrschaft und dem Stamm^chlosse 
dieses Namens, welches das Erbmarschallamt von Rrabant erlangte 
und in welches Anton v. und zu Grobbendonck , k. span. Kriegsrath, 
Gouverneur zu Herzogenbusch etc. 1602 den Freiherrn- u. 1637 den 
Grafenstand brachte. 

Gant**, T. S.'rtWi u. <i'.*7 nach: I/erert. de tont»* les terr-s et Familie* du Bmbaut. 

Crtrhowirki. Polnisches, zum Stamme Poray zählendes Adels- 
geschlecht, aus welchem Anton v. G. 1789 im Posenschen mit Bucz- 
kowo u. Jablowo begütert war. 

Freih. r. Lal-bur, I. 8. ,»S8. 

Grtehowski. Polnisches, in den Stamm Paprzyca eingetragenes, 
1725 in Westpreussen mit Swientoslaw begütertes Adelsgeschlecbt. 

Fr*ik. r. L*Uh,ir % III. S. 2«U;. 

Groililffk (Schild durch einen schrflglinken, damascirten, silber- 
nen Balken getheilt : rechts, oben, in Blau ein aufwachsender, reebts- 
gekehrter, gekrönter und doppeltgeschweifter, silberner Löwe, in 
der rechten Pranke einen mit der Spitze nach unten gekehrten Dolch 
haltend und links, unten, ebenfalls in Blau zwei schrfigrechte, damas- 
cirte, silberne Balken). Adelsstand des Köuitrr. Prcnssen. Diplom 
vom 5. Juni 1798 für Michael Groddeck, k. preuss. Geh. Kriegsrath 
in Danzig. Der Stamm blühte fort. Nach Freiherr v. Ledebur wurde 
ein Sohn des Diplomempfftngers Director des Commerz- und Adml- 
ralitflts-Collcgium in Danzig und von den Söhnen desselben war der 
eine Rechtsanwalt in Schwetz und der andere stand in der k. prenss. 
Armee. Die Familie wurde in Ost- und Westpreussen begütert und 
nach Bauer, Adressbuch, S. 78, war 1857 der Landschaftsrath r. 
Groddeck mit Baumgarten im Kr. Rastenburg angesessen. 

S. Pr. A.-L. II. S. 2-«V - FitiUrr r. M-t.ur, I. 8. 2««. - W.-R. «1. Prenss. Monarch. 
III. 32. -- K/tr*>hkf, IV. S. 154. 

(iroderki, (Jnnlrzky ?. (irodei, Crodetiki, Crtdltrkv , Crodis, €r*J- 
deck. Freiherren und Ritter (in Gold eine rothe, silbern beframte 
Kirchenfahne von drei Abhängen , welche oben an jeder Ecke mit 
einem silbernen Ringe und in der Mitte mit einem silbernen Kreuze 
besetzt ist: Stamm Radwan, od r nach einer anderen Angabe: Schild 
geviert: 1 und 4 in Gold zwei von einem Halbmonde überdeckte, 
schwarze Ad1ersflüg*l und 2 und 3 in Roth ein aus einer goldenen 
Krone hervortretender, geharnischter Ritter mit gezogenem Schwerte). 
Böhmischer Freiherrn- u. Ritterstand. Freiherrndiplom vom 3. Mflri 
1638 für Georg Dietrich u. Boguslaw v. Grodecki u. Rüterstandsdi- 




— 43 — 

plom von 1728 für Gabriel v. Groddeck. — Altes, polnisches, zudem 
Stamme Radwan gehörendes Adelsgeschlecht, welches aus Polen nach 
Mähren u. dann nach Schlesien kam u. aus welchem Sinapius nach 
Paprocius, Specul. Morav., mehrerere Sprossen angegeben hat. 

Okoltki, II. H. 560. — Hrn.l, Silpniojfr r»-tiov. S. «7?. — Sinapim. I. S. 414 und II. S. 
«W «. «V». - \i"j?rlt r. MüMI/fltl, Ergänz. -Bd. H. 147. — Vreih. r. L"l't>ur, I. S. :>«9 und 
II! S. *tf a. »67. 



Im Kpr. Bayern anerkannter Adelsstand. Diplom vom 
20. Sept. 1815 für Margaretha v. Grodiska. geb. Wirthmann und für 
die Kinder derselben. Dieselbe war in morganatischer Ehe verm. mit 
Christian Carl Alexander Grafen v. Pückler, Fränkischer Linie, mit- 
regierenden Grafen zu Hurg-Farrenbacb, hatte den Namen: v. Gro- 
diska als ursprünglichen Namen der Grafen v. Pückler angenommen 
and wurde, nach Bestätigung dieses Namens, als Wittwe in die Adels- 
matrikel des Kgr. Bayern eingetragen. 

#. Lang. 8. 3S7 und Muppl. S. 103. - W.-B. d. K*r. Bayrn, V. 75. 

CSmMrki, Cnriiierki, auch triff« Galizischer Grafenstand. Di- 
plom Ton 1800 für Johann Grodzicki. Polnisches, dem Stamme Drya 
einverleibtes Adelsgeschlecht, aus welchem bereits 1648 Stanislaus 
f. Grodziecki im Posenschen auf Wyszyn sass. 

Mtf+rU 9. MühlffM, Kru'lnz -Bd. 8. IS. — Ar«'*, r. I.'tUhur, I H. 2*9. 

Crtdikl. Polnische«:, zu dem Stamme Beiina zahlendes Adelsge- 
»chlecht, welches in Ostpreus«en mit Kirchdorf im Kr. Allenstcin be- 
gtttert wurde und aus welchem mehrere Sprossen in die k. preuss. 
Armee traten. Kin v. G. war 1847 als k. preuss. Oberstlieutenant 
(ommandenr des 4.('uirassier-Regiments u. ein Sohn desselben diente 
in demselben Kcgimente. 

frifcel, irebl ?. Gröbm. Kin früher im Mefcsenschen vorgekom- 
menes Ade1>geschlecht, aus welchem «»ich Joseph Grfthl v. Grobm in 
Xfeder-Oesterreich mit dem Gute Beingers ansflssig gemacht hatte u. 
1570 unter die neuen Geschlechter des niederösterr. Unterstände* 
aufgenommen wurde. Derselbe kaufte später noch 1578 das Schloss 
■od Gut Prinzendorf und hinterliess bei «einem 1 r>90 erfolgten Tode 
an* der Ehe mit Kngelburg v. Woyttieh fOnf nnmftndiire Kinder, die 
Söhne Adam, Joseph und Jacob und die Tochter Anna und Su«anna, 
deren Vormunder, Jacob Grobl und Bernhard Leo Gall zu Loostorf, 
1591 das Gut Prinzendorf verkauften, worauf der Name des (le- 
»cblechts in den Gült- und Anschlap«bOrhern nicht mehr vorkommt. 
— Von den mei«senschen Sprossen de* Stamme« ist nur Paul Grfihel 
bekannt, welcher 12. Febr. 1591 als kursAcbs. Jfleermci-ter u. Amt«. 
laoptmaon ton Senftcnberg starb. Knauth hat da« Geschlecht nicht 
»ehr erwlhnt. 

A .-**«<?. ■ itri«» aar Hi»t..fi. d»r «irh« l.ii.it . V in f' - Mn.r»//. III « 4***. — 

firibca, t. der Cribcn, auch trafen. Grafeiistand des Köniumc-hs 
Preosten. Erstes Diplom vom 19. Septem». 1786 für den k. preu**. 
SUa'Mninister pnd Landhofmeisler von Pretiosen Friedrich Gottfried 
f. d. Grüben und die Nachkommen desselben , unter AusJehuung auf 



— 44 — 

Ernst Wolfgang v. d. Groeben , Herrn anf Scbreegen mit der ge- 
sammten Descendenz und der Bestimmung, dass mit der jedesmaligen 
Erwerbung eines Majorats in der Familie anch der Grafentitel auf 
den Majoratshcrrn und dessen ältesten Sohn, mit Ausnahme aller 
anderen Nachkommen, übergehen solle, nach welcher Bestimmung 
folgende vier Familienglieder den Grafentitel erhielten: Adolph Otto 
Heinrich v. d. G., Majoratsherr auf Neudörfchen, Herr anf Zamzow, 
k. preuss. Oberstlieutenant etc. ; Wilhelm Johann Heinrich Casimir 
v. d. G., Majoratsherr auf Ponarien etc. (starb un vermählt); Fried- 
rich Ludwig Gotthelf v. d. G., Majoratsherr auf Gross- Schwansfeld 
und Johann Ernst v. d. G. , Majoratsherr auf Ludwigsdorf, Herr auf 
Graseitz , k. preuss. Hofgerichtsrath. Zweites Grafen - Diplom vom 
22. Febr. 1810 für den Premierlieutonant v. d. G. im ostpreussischen 
Cuirrassier-Regimente. — Altes, zu dem Adel in Preussen, Pommern, 
den Marken etc. gehörendes Geschlecht, aus welchem sich auch eine 
Linie schon vor langer Zeit nach Dänemark gewendet hat. Dasselbe 
besass in der Kurmark das Erbland-Jägermeister-Amt, gehörte auch, 
der Familiensage nach, zu den alten zwölf Adelsgeschlechtern, ans 
welchen die alten Sachsen die Vierherren ihres Königreichs wählten. 
Ebenfalls in Folge einer solchen Sage soll das Geschlecht mit K. 
Heinrich I. in die Marken gekommen sein und an der Eroberung 
Brandt uburgs Theil genommen haben. Im Biandenburgischen, dem 
eigentlichen Stummlande, ist dasselbe in neuester Zeit wohl nicht 
mehr begütert, dagegen stehen ihm in Pommern und namentlich in 
Ost- und Westpreussen sehr ansehnliche Besitzungen zu. Nach Allem 
erfolgte die förmliche Niederlassung in Preussen erst, ausser dem 
Ritterdienste im deutschen Orden, später. — Als Stammsitz der Fa- 
milie ist am sichersten das Gut Groben unweit Teltow anzunehmen, 
welches dieselbe um 1370 und 1375 nebst vielen anderen Besitzungen 
inne hatte, nachdem schon 1284 Derwitz im jetzigen Kreise Zauche- 
Belzig der Familie gehörte. Was in einem, übrigens für die Familien- 
geschichte sehr wichtigen Artikel im 5. Bande des N. Preuss. Adels- 
lexicons von alten Orten dieses Namens bei Jena und bei Taucha in 
Sachsen gesagt wird, muss auf einem Irrthume beruhen, denn ein 
Groben liegt weder bei Jena, noch bei Taucha: die Dörfer Cröbern 
unweit Leipzig und Grobem oder Grebern bei Mei sen gehören durch- 
aus nicht hierher. — In Ost-Preusse n tritt zuerst Heinrich ▼. d. G., 
aus der Mark Brandenburg stammend, auf und erwarb 1408 Kobbern 
unweit Friedland. Die Söhne desselben. Adam, deutscher Ordensrit- 
ter und FOhrer eines Paniers und Günther fielen, nebst mehreren Rit- 
tern ihres Geschlechts, 1410 bei Tannenberg und von dem ganzen 
Stamme blieb nur Günthers Sohn, Ludwig, damals noch ein Kind, übrig. 
Durch diesen Ludwig wurde die preussische Linie erhalten und von 
ihm stammen die späteren und jetzigen Grafen und Herren v. d. G. 
in gerader Linie ab. Ton den Nachkommen brachte Hans Ludwig, 
gest. 1669, Herr auf Lichtenfelde, Prälat des Stifts zu Brandenburg, 
Director der Landschaft, Geh.-ltath etc. das Erb -Jägermeister -Amt 
der Karmark Brandenburg an sein Haus Friedrich v. d. G. gest 



— 45 — 

1712 alt k. preuss. Amtshuuptmann zu Osterode and Hohenstein, 
frther k. poln. General-Lieutenant, stiftete 8. Apr. 1711 für die Fa- 
milie die vier Majorate: Neadörfcben, PonaHen, Gross-Schwansfeld 
«ad Ludwigsdorf and ein Familien -Erziehungs- Institut (Stipendien- 
kaus) für fünf Familie uglieder and einen bürgerlichen Stipendiaten 
ia Königsberg, zo dessen Erhaltung das Gut Harnau und die vier 
Majorate heimtragen haben; Otto Friedrich v. d. G., gest. 1728, 
ebenfallt k. preuss. AmUhauptmann zu Osterode and Hohenstein, 
frther korbrandenb. Generalmajor etc. focht in dem venetianischen 
Heere auf Morea, gründete 1683 das Fort Friedricbsburg, jetzt 
Christiansburg, auf der Küste von Guinea uud mit seiner Hülfe wur- 
den anter der Regierung des Kurfürsten Friedrich Wilhelm zu Bran- 
denburg zwei spanische Schiffe der Silber-Flotte erbeutet und Wil- 
helm Ludwig v. d. G., Herr auf Lengheim, stiftete 23. Jan. 1772 das 
grosse Gesammt - Fideicommiss Lengbeim-Liepe, in Folge welcher 
Stiftung jährlich Versammlungen der Familie gebalten werden. — 
Den im Laufe der Zeit, wie diese immer bei reichbegüterten Fami- 
lien der Fall ist, sehr wechselnden Grundbesitz bat mit grosser Mühe 
Freiherr v. Ledebur zusammengestellt, über ältere Sprossen des 
Stammes giebt der oben erwähnte, wohl aus der Familie selbst ge- 
kommene Artikel im N. Preuss. Adelslexicon mehrere interessante 
Kachweise und über neuere und neueste Glieder des Geschlechts 
verbreiten sich die deutschen Grafenh&user u. die geneal. Taschenbl. 
d. gräfl. Hauser. Unter Berufung auf letztgenannte Schriften genüge 
hier Folgendes: die gräfliche Familie blüht jetzt in dem Hause Pona- 
rien, in des Landhofmeisters Grafen v. d. G. Enkel und in den Häu- 
sern Gross-Schwansfeld und Ludwigsdorf. Haupt des Hauses Pona- 
Hen ist jetzt Graf Arthur, geb. 1812 — Sohn des Grafen Wilhelm 
aas der Ehe mit Ida v. Auerswald, geb. 1791 — Majoratsherr auf 
Poaarien , Mitglied des k. preuss. Herrenhauses auf Lebenszeit etc. 
venu. 1837 mit Auguste Freiin v. Dömberg, geb. 1815, aus welcher 
Ehe zwölf Kinder, acht Töchter und vier Söhne entsprossten. Der 
älteste von Letzteren ist Gr. Carl, geb. 1844, k. preuss. Lieutenant 
im Brandenburg. Husaren-Regimente. Das Haupt des zu dem Hause 
Ponarien gehörigen Hanse? Neudörfchen ist Graf Carl, geb. 1788, 
Msjoratsherr auf Neudörfchen, k. preuss. General d.Cav. in Pension, 
früher k. preuss. General- Adjutant, Chef des 2. Scbles. Ulanen- Heg., 
Mitgl. d. k. preuss Herrenhauses etc., verm. 1816 mit Selma Freiin 
v. DOrnberg, geb. 1797, aus welcher Ehe fünf Söhne stammen, welche 
tämmtlieb in der k. preuss. Armee stehen. Der älteste derselben ist 
Graf Georg, geb. 1817, k. preuss. Oberst- Lieut, Flügel-Adjutant Sr. 
M. d. Königs und Commandeur des Brandenb. Husaren «Reg , verm. 
1854 mit Elisabeth Grf. zu Münster -Ledenburg, geb. 1824. — Von 
den Nachkommen des Land- Hofmeisters (trafen v. d. O. lebt nur noch 
fia Enkel: Graf Julius, geb. 1806 — Sohn des 1829 verstorbenen 
Grafen Wilhelm Ludwig, k. preuss. Hofffarsch. n. Ober - Burggrafen 
von Preussen — k. preuss. Kammerb. u. Geh.-Postrath a. D., verm. 
1892 mit Amalie Freiin v. Nostis-Rothenburg, gest. 1848 , aus wel* 



— 46 — 

eher Ehe nur zwei Töchter entsprossten. — Das Haupt des Hauses 
Gross -Schwansfeld ist jetzt Graf Ludwig, geb. 1815, — Sohn des 
Grafen Friedrich Ludwig Gotthelf — Majoratsherr auf Gross- Schwans- 
feld und Mitglied des k. preuss. Herrenhauses, verm. 1852 mit Marie 
v. Arnim - Lassehne , geb. 1832, aus welcher Ehe, neben drei Töch- 
tern, ein Sohn, Heinrich, geb. 1857, entspross. — Aus dem Hause 
Ludwigsdorf lebt noch Graf Hans Carl August, geb. 1845, Majorats- 
herr auf Ludwigsdorf und Sohn des 1853 verstorb. Grafen Hans aas 
der Ehe mit Hedwig v. Grabow. — Von den adeligen Gliedern des 
Stammes waren nach Bauer, Adressbuch, S. 79. 1857 folgende in 
Preussen begütert: Theodor v. d. G., k. preuss. Major a. D., Herr 
auf Kallisten im Kr. Mohningen; Theodor v. d. G., Herr zu Aren- 
stein im Kreis Heiligbein; ein v. G. k. preuss. Kittmeister, Herr auf 
Kippen in demselben Kreise; ein v. d. G., k. preuss. Hauptmann a. 
D., Herr auf Kodlewe im Kr. Trebnitz; Paul v. d. G., Herr auf Je- 
sau im Kr. Kastenburg und drei andere Glieder der Familie besassen 
die Güter Wetterau und Gross -Klingbeck im Kr. Heiligenbeil und 
Gross-Krutschen im Kr. Trebnitz. 

Uauhe, I. 8. 6y7 u. W>8: na.-h An^cli Mark. Chmu. u. SpangenlnTg* Adelsapiegel und II. 
8. 37t» und 377. — Dithmar, 8. f»5. — J)ie*rmann, 8. 33*2. Kr. 4. — Hrügyemann. I. 2. UpUC 
— N. Pr. A.-L. IV. S. 454 u. 45.» u. V. S. 190— l l J7. — Deutsche (iraf.uli. d. üegeuw. I. 8. 
ZtW-ttM. — /rri'A. r. Ledrbur, I. 8. 2*<6— 2*S und III. 8. 2<>6. — (ienoal. Taacheuli. d. grif. 
Häuser, li>6.\ 8. 311—314 u. hi»tor. HaudU. xu dt-inst-lhvn, 8. 275. — Siebmacher* I. 168: ▼. 
(iröbt-n:Siclnisch. — p. Mettiny, I. >. '20i und *JÜJ. — W.-B. d. Prcusi. Monarch., I. 44: 
Ur. v. d. U. — lllusir. Adelsrulle, Tab. 18. Nr. 2 u. 8. 119 u. 120. 

üroebninger. Altes steiermärkisches, schon 1165 vorgekomme- 
nes Adelsgeschlecht, welches noch im 16. Jabrh. um Grätz begü- 
tert war. 

Schmitt a, I. 8. 612. 

Gröling. Adelsstand des Königr. Preussen. Diplom vom 29. Mai 
1768 iür Johann Benedict Gröling, k. preuss. Major. Derselbe, aus 
Halberstadt gebürtig und der Sohn eines Cuirassiers, stieg von 1760 
bis 1773 vom Dornet bis zum Major, wurde später Chef des Werner- 
schen Husaren-Kegiments und 1786 Generalmajor und zog sich 1791 
auf seine in Ober -Schlesien im Kr. Tost-Gleiwitz gelegenen Güter: 
Kudzienietz mit Kurzina und Piela zurück, wo er bald starb. Die 
beiden Söhne desselben standin in der k. preuss. Armee und der 
eiue derselben starb als Major und sein Enkel, Carl v. G., verm. mit 
einer v. Alvensleben, war später Herr der obengenannten, mit an- 
sehnlichen Eisenwerken verbundenen Güter. Von Letzterem stamm- 
ten Albert v. G. Herr auf Schalscha u. Zernik , welcher als Landratb 
des Kr. Tost-Gleiwitz starb und Eugen v. Gröling, k. preuss. Haupt- 
mann a. D., welcher nach Bauer, Adressbuch, S. 79, 1857 Herr auf 
Ellguth im Kr. Tost-Gleiwitz war. 

r. ll'llhach, !. 8. 462. — N. I'r. A.-L. II. 8. 2*5. — Freiherr v. Ledehttr, I. 8. 2W und 
III. 8. *o7. — W.-B. der I'reuas. Monarchie, III. 33. — 8chlesijehes W.-B. Kr. 161. — 

Aneschki', I. 8. 17*. 

«rölier, Ritter nnd CdU. Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom 
von 1784 für Adam Dionys Gi oller, kärntner Laudrath, mit demPrt- 
dicate : Edler v. 

Megtrli r. Muhl/eld, Ergftni.-Bd. 8. 147. 



— 47 — 

(iriner. Erbländ. -österr. Adelsstand. Diplom von 1779 für 
Sebastian Grömer, k. k. Ober^tlieutenant u. Districts-Commandanten 
zb Ofen. 

M*ftrt< 9. MiklfHd, 8. lt>2. 

triaUag, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom' von 1769 
flr Carl Grömling, böhmischen Fiscaladjuncten , mit dem Prädicate: 
Edler v. 

MffftrU r. NiklJtUi, 8. 193. 

ttrioeveld, irenefeld (in Grün ein silberner, von drei, 1 u. 2, Klee- 
blitteru begleiteter (Querbalken). Adelsstand des Kgr. Preusseu. Di- 
plom vom 5. Dec. 17ö6 für Engelbert Hermann Grüneveld, Conimis- 
&ion*rath zu Weener in (Mtriesland. — Das N. Preuss. Adelslcxicon 
fahrt Freiherren v. Gronefeld an, sagt dass die Familie aus Franken 
stamme und giebt an, dass lbÖ9 ein Baron v. Gronefeld Major und 
Commaiidcur des 2. Bataillons des 10. Lundwehr-ltegimentes zu Geis 
aud ein anderer Baron v. G. Oberlaudesgerichts- Assessor bei dem 
Landgerichte zu Breslau war. Nach Freiherr v. Ledebur ist der Name 
t. Gronefeld allerdings iu den Listen der k. preuss. Armee vorgekom- 
men, doch sollen die Träger dieses Namens nicht das Wappen nach 
dem Diplome von 17&6, sondern ein anderes Wappen geführt haben, 
aamlich in einem silbernen, roth bordirten Schilde eine grüne Pflanze 
mit drei kleinen Blattern und einem dergleichen grossen. Hier nach 
muss mau wohl zwei Familien dieses Namens annehmen. — Nach 
Bauer, Adressb., S. £0. be>ass 1W57 Frau Juliaue venu. Oberstlieut. 
v. Gronefeld, geb. v. Schmnit Przytocznica im Kr. Schildberg. 

r H'U'ai, I. 8. «»'..'. — N. I'r. A -I.. V. s. li«7. hrtti,. r. Irdehnr. I. S. JW u. IM. 

t ?.:. - .Hm, .|J. tu M.liiii. W. I». II. .W. — N.-It. .1. I'r» u-». W-»u»r<h. III. .14. 

triakagra. Ein früher zu dem adeligen Patriciate der Stadt Lü- 
neburg gehörendes Geschlecht. 

&mftm*r. I.uu*l>urtf m«M. l'»tn< . <•■ «etil« cliti-r, Nr. \iJ. 

fcraaiag (iu Silber füuf, 2. 1 u. 2, rothe Rosen : ganz das Wappen 
de» im nachstehenden Artikel besprochenen, alten, bremenschen Ge- 
schlechts). Ueicbsadclsstatid. Diplom von 17 DO lür Georg Grüiiiug, 
lUthsberrn der lieiebbbtadt Bremen. Der Stamm blühte fort und 
&pru»»eu desselben kamen auch nach Preußen. Albert v. Gröuing 
»tarb löiü als k. |»nu>>. hamuiergi rieht** Assessor und ein v. G. 
stand lb44 ak -Lieutenant im 1. Leib-Uubart-n-Uegifuente zu Dauzig. 

//r»i. f ü*«/r'.*r, I. .«» •.'•«» u. IU. S .'t.7. - NV.-ll. d K,;r. Ila.u...» r. 1». U u. N. «*. 

tiraaiagea, MBit Iraalaad. Nach Mushard ein altes Dienstman- 
aeoge*chitcht des ehemaligen Krz*tiiti*Bremcu, welchesun IG. Jahrb. 
li» auf ciue eiuzige Erbtochter ausstarb, welche nach Allem den 
Vornamen Catharina führte uud die zweite Gemahlin des um 1547 
lebebüen Johann v. Brockbergen des» Langen war. Der von Mu&hard 
gea&aute Albrecbt Gruiiing, welcher lo3ö als Bürgermei>ter in Bic- 
mea vorkommt, gehorte Hohl einem anderen (lebchlechte dieses 
Saaieaa an, da das Wappen desselben im rotheu Felde einen Mihcr- 
aea (Querbalken zeigte, welcher mit drei neben eiuauder btehendeu, 
gtkrOntea, rotheu Meu»chcnkopfeu belegt war. 



— 48 — 

Groningen, aack Grialngea. Ein früher in Pommern vorgekom- 
menes Adelsgeschlecht , welches ans Liefland, wo Dietrich v. Gro- 
ningen von 1247—1250 Laudmeister des Schwertordens war, nach 
Pommern gekommen sein soll. — Zu diesem Geschlechte wird mehr- 
fach der dnreh verschiedene Stiftungen, namentlich durch die 1631 
erfolgte Gründung des Gröningschcn Collegioms (Collegium Grönin- 
giannm) in Stargard bekannt gewordene Bürgermeister Peter Gröning 
gerechnet. 

Micrael, 8. 311 n. 54.1. — D. Q. Werner, hundertjähriges Rhrengedlehtniss Peter GrS- 
uings, 8Urgard, 1733. — Brüggemann, II. 2. Abth. 6. 178. — Oelrick, Biblioth. «ur Gt- 
schichte der Gelehrtheit iu Pommern, S. 36 u. Desselben tmtor,-diplomat. Beitrage eie. •• lt. 
— DäAn'rt, Poniro ersehe Bibliothek, II. 8. 191. — N. Pr. A.-L. II. 8. 18S a. 384. 

Groearedt Altes, rhcinländisches, um die Mitte des 17. Jahrb. 
erloschenes, rheinländisches Adelsgeschlecht. 

H umbracht, Tab. 284. 

Gröptiing. Altes, im Bremenschen begütert gewesenes Adelsge- 
schlecht, eines Ursprungs mit den v. Walle, welches das Erbschen- 
ken-Amt des hohen Erzstifts Bremen, mit welchem es begnadigt war, 
1426 an die v. Issendorf abtrat und nach der Mitte des 15. Jahrb. 
austarb. Gebhard v. Gröpeling lebte noch 1451 am Sonntage Remi- 
niscere, schloss aber bald nachher seinen alten Stamm. 

hftuhard, 8. 256 u MÄ. — Kohler, vom Erbland-Hofimtern, 8. &6. — *. Meding, L f. 
205 u. 206. — 8uppL iu Biebm. W.-B. V. 16. 

tirahmaaa, Eitler. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1749 
für Rudolph v. G rohmann, Advocaten in Schlesien. Derselbe war 
1746 in den erbländ. -Österreich. Adelsstand erhoben worden. 

Megerle 9. Mühlfeld, Ergäns.-Bd. 8. 147 o. 8. 303. 

Grabne, s. Grone. 

Graisbeek, Grafen. Reichsgrafenstand. Diplom von 1674 für Jo- 
hannes v. G., Vicomte von Aublain, Herrn der Grafschaft Groisbeck» 
— Altes ßrabantsches Adelsgeschlecht, in welches zuerst 1610 vom 
K. Rudolph IL der Grafenstand kam. Gerhard v. Groisbeck, Abt n 
Stablo, wurde 1565 Bischof zu Lattich, später Cardinal und starb 
1580. Der genannte Empfänger des Reichsgrafendiploms hatte voi 
seinem gleichnamigen Vetter die Grafschaft Groisbeck geerbt und 
erhielt im Diplome neben dem Prädicate von dieser Grafschaft noch 
das von Wemeling. 

L'erection de toutes \v% terres et familles du Ilrattant, fol. 81. — Gauhe, I. 8. 698. 

Cralaadt f. tedraberg. Ein früher zu dem adeligen Patricia!« ia 
Nürnberg gehörendes Geschlecht. 

Biedermann, («eschlechU-Uegint. des adeligen PatricUte ia Nflrnberg, Tab. §14— fli. — 
8iebmacher. I. 206: Die Orolaudt, Nürnb. adel. Patrie. 

ilrall, tiranle. Altes, niederländisches und westphälisches Adelt* 
geschlecbt aus dem Stammsitze der Familie, der unfern der Münster- 
seben Gränze gelegenen niederländischen Stadt Groll, früher Gronlo 
genannt, welches nach Siegeln von 1378 und 1429 im Schilde einen 
Biber, oder Fuchs führte. Die Familie hatte in Westphalen 1268 
Flamcsheim unweit Coesfeld u. 1269 den Burgmannssitz Ahaus inne 
und sass noch im 16. Jahrb. zu Uiddenhausen im jetzigen Kreiae 



— 49 — 

Binde , so wie im 17. Jahrhundert zu Klöstern im Kreise Reckling- 
aiusen. 

Friih, 9. Lrd4bur, I. K Sft«. 

frellmaai, CreluMuu. Adelsstand des Kgr. Preussen, bestätigt 
im Grossb. Hessen- Darmstadt. Erstes Diplom vom 27. Dec. 1741 
(Ir den k. preuss. Major Georg Arnold Grollmann und für die Nach- 
kommen desselben; zweites Diplom vom 29. Sept. 1786 für die Ur- 
enkel desselben , die Brüder: Heinrich Dietrich (gest. als Präsident 
des k. preuss. Geh. Ober-Tribunals), Georg Ludwig, ClevcschenGeh.- 
Ratb und Ludwig Adolph, hesseu-darmstädt. Regierungs - und Consi- 
ttorial-Rath ; drittes Diplom vom 22. Octob. 1812 für noch verschie- 
dene andere Mitglieder des Geschlechts und zwar für Friedrich Lud- 
wig Adolph, grossh. hessischen Hofgerichts- u. Criminalrichter, Carl 
Ludwig Wilhelm, grossh. hessisch. Ober-Appellations-Rath und Pro- 
fessor, Lndwig Theodor Dietrich Christian, grossh badenscher Oberst- 
lieateoant n. General-Adjutanten u. Christian Ludwig Carl Friedrich, 
grossb. hess. Justiz-Amtmann u grossh. hessisch. Bestätigungsdiplom 
ton 4. März 1813. — Die an ausgezeichneten Männern so reiche 
Familie v. Grollmann stammt aus einem bürgerlichen Gesehleckte der 
Sudt Bochum in der Grafschaft Mark und der nähere Stammvater 
derselben war Georg G. , gest. 1714, Kaufmann und Rentmeister zu 
Bochum. Derselbe hinterliess vier Söhne: Johann Arnold , Caspar 
Dietrich, Panl Adolph und Melchior Dittmar. Johann Arnold G., 
Kaufmann zu Königsberg in Preussen, starb 1710 u. von ihm stammte 
der oben genannte Georg Arnold, gest. 1762 als k. preuss. Oberst u. 
Couunaudeur des Garnison-Bataillons zu Colberg, welcher, wie ange- 
geben, 1741 den Adel erhielt Derselbe hatte drei Söhne, von denen 
der Eine zum Grafen v. d. Lippe -Bückeburg in k. portugies. Dienste 
ging and später verscholl, die anderen beiden aber. Friedrich Georg 
Ludwig und Carl Wilhelm Arnold, den Stamm fortsetzten. Friedrich 
Georg Ludwig v. G. starb als Oberst und Commandeur des Regiments 
v. Billerbeck: am Tage seines Begräbnisses kam das Patent als Ge- 
fteralmajor an. Von ihm entsprossieu zwei Söhne, welche in die k. 
preuss. Armee traten. Der ältere, Heinrich, nahm zeitig den Abschied 
tad lebte dann als Gutsbesitzer in Schlesien, commandirte aber in 
dea Befreiungskriegen ein Landwehrbataillon uud starb später, einen 
ia der Aimee dienenden Sohn hinterlassend. Der jüngere, Leopold, 
starb 1829 als k. preuss. Major a. D. ohne Nachkommen. — Caspar 
Dietrich G. , s. oben. Rathsherr zu Bochum, starb 1738. Derselbe 
plauzt? seinen Zweig fort und dieser verblieb im Bürge n»tunde. Von 
den Nachkommen lebten 1836 zwei Urenkel, der eine als k. preuss. 
Major a. D., der andere als k. preuss. Rittmeister a. 1). u. ober-Berg- 
seboter und Hauptrendant in Dortmund. — Paul Adolph G., der 
jisgste Sohn des Johann Arnold G., starb 1730 als Dr. Juri?* u. Ju- 
stisratb bei dem Hofgericht zu Cleve mit Hinterlassung dreier Sohne, 
Hermann Adolph G., Christoph Dietrich G. und Johann Dittmar G. 
Hermann Adolph G. starb 1779 zu Bochum ah Geh.-Rath der cle- 
tesebeo Regierung. Von ihm stammte in Sohn, Jobauu Georg Lud- 

it, DvttUdu A4«I»U&. iv. 4 



— 50 — 

wig Adolph G., welcher als Geh.-Rath der cleviscben Regierung a. D. 
1806 zu Rüsselsheim im Grossh. Hessen starb und einen Sohn, Louis 
Wilhelm Theodor G., hinterliess, welcher-später unvermählt in Darm- 
stadt lebte. — Chri>toph Dietrich G. starb 1784 im hohen Alter als 
Director der Regierung zu Cleve. Von 15 Kindern überlebten den- 
selben nur ein Sohn und fünf Töchter. Der Sohn, Heinrich Dietrich 
v. G., welcher, wie erwähnt, 1786 den Adel mit seinen Brüdern erhielt, 
starb, ebenfalls im hohen Alter, als Präsident des Geh. Ober-Tribü- 
nals etc. Von 9 Kindern desselben starben zwei Töchter u. ein Sohn 
jung, der älteste der Söhne aber 1796. Die Lebenden waren 1836: 
Caroline Henriette, verm. mit dem Kammergerichts- Präsidenten ▼. 
Braunschweig; Elisabeth Luise verw. Freifrau v. Rotenhan; Wil- 
helmine verw. Oberforstnuibterin v. Schenk und die beiden Söhne, 
Carl Wilhelm Georg v. G. und Wilhelm Heinrich v. G. Carl Wilhelm 
Georg v. G., gest. 1843 , stieg bis zum k. preuss. General der Infan- 
terie, commaudirenden General des 5. Armeecorps etc. und hatte aas 
erster Ehe mit Sophie v. Gerlach eine Tochter, Luise, welche sich 
1829 mit Felix Grafen v. Stosch auf Hartau vermählte, ans zweiter 
aber mit Hedwig Freiin v. Rotenhan, neben einer Tochter, Sophie» 
zwei Söhne, Carl u. Wilhelm. Der Bruder desselben, Wilhelm Hein- 
rich v. G., k. preuss. Kammer-Gerichts-Präsident und Major v. d. A. 
etc., vermählte sich in erster Ehe mit Henriette Heim, Tochter des 
früher so berühmten Arztes, des Geh. Rathes Heim in Berlin and in 
zweiter mit Malwine Eimhcck und es entspross aus der ersten, neben 
zwei Töchtern, ein Sohn, Heinrich Wilhelm, geb. 1820 und aus der 
zweiten, neben einer Tochter, ein Sohn, Ernst Carl, geb. 1832. — 
Johann DittmarG., der dritte Sohn des Paul Adolph G., s. oben, starb 
1759 als hessen -darm>tädtsch. Consistorialrath zu Giessen and die 
Linie desselben hat im bürgerlichen Stande fortgeblüht. — Melchior 
DittmarG. endlich, der vierte Sohn des Georg G , des näheren Stamm- 
vaters des Geschlechts, starb 1722 als hess.-darmstädt. Geh.-Rath a. 
Canzler und Prof. der Universität Giessen mit Hinterlassung eines 
Sohnes: Adolph Ludwig G., gest. 1795 als Geh. Regierungsrath in 
Giessen. Von Letzterem stammten die obengenannten vier Brüder, 
welche 1812 den Adel erhielten. Von diesen Brüdern hat Carl Lud- 
wig Adolph v. G., gest 1829 als grossh. hess. Staatsminister, neben 
mehreren Töchtern auch drei Söhne hinterlassen, Johann Angust 
Carl v. G., welcher Prof. der Rechte in Giessen wurde, Eduard v. G., 
welcher in gros&h. hess. Militärdiensten trat u. Albert v. G. — Nach 
Bauer, Adressb. S. 79. war 1857 Carl Heinrich Sigismund ▼. Grol- 
mann, k. preuss. Lieuten., Herr auf Gosda im Kr. Cottbus. 

Biograph. L-xir*n all-r Hehlen <t«\ II. 8. 7S. — r. tf'llhach, I. 8. 4« und 4« 4. — K. 
Vr. A.-l,. II. S. U?»'.— 2 V .* : ein Je«l<. a ii|alls am <1<t Familie g« kntiunt'iiiT, Hehr gonauar Artiktl. 
- Frtih p />,/,/,„•. I. S. jfMi). — W. ». <l. Prt-u^i. M»iian*h. III. 33. 

ironailiinski. Polnisches, zum Stamme Rola gehörendes Adels« 
gcschlecht, in welches Paul Gromadzinski 11. Nov. 1790 den pol- 
nischen Adel brachte. Der Familie stund in der Person des August 
v. G. in neuester Zeit das Gut Przyboracko im Kr. Samter zu. 

Früh, p. Lrdtbur, I. 8. 299 o. III. 8. 267. 



— 51 — 

CfWMM. Thüringisches, früher namentlich im Erfurtischen Ge- 
biete begütertes , später aber wieder ausgegangenes Adelsgeschlecht. 

9. BtUback, I. ft. 4*4. 

CrwMM f. Crenan, tiüer. Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom 
von 1770 für Franz Joseph Gromann, Bürger zu Teschcn u. Besitzer 
der Güter Bazanowitz und Zablatsch, mit dem Prädicate: v. Gronau. 

MtftrU f. ilüklfeld, KrgÄnz.-Bd. 8. 147. 

Cmabcstwski. Polnisches, zu dem Stamme Nalencz zahlendes 
Adelsgeschlecht, welches in der 'zweiten Hälfte des 18. Jahrh. in 
Westpreussen mehrere Güter besass und aus welchem ein Major v. 
G. 1836 im 18. k. preuss. Infant. -Regim. stand. 

JV#»A. f. Udebur, I. 8. 289. 

Crendtteln, C renstein. Clevesches Adelsgeschlecht, dessen Stamm- 
vater der natürliche Sohn des 1481 verstorbenen Herzogs Johann I. 
von Cleve war. Derselbe, Adolph, Herr von Grondstein im Kr. Rees 
wirde 1484 mit dieser Herrlichkeit beliehen. Der von ihm fortge- 
setzte Stamm erlosch wieder im 17. Jahrh. 

FreiA. v. Ltdtbtr, I. 8. 2*'J n. 2W. 

Crtae (in Silber, oder nach Einigen: im hellblau- weisslicht, 
tehattirten Felde, eine von Roth und Gold gemutete Werke. Die 
Zahl der Reiben ist sehr verschieden. Früher gab mau vier, später 
sieben Reiben an). Altes, braunschweig. Adel^gesehlecht, welches 
früher auch Grohnde, Grona, Gronou, Grunou und Gruano geschrie- 
ben wurde und dessen Ursprung und Name von der ehemaligen Burg 
tnd Pfalzstadt Grone unweit Göttingen hergeleitet wird. Udo oder 
Otto Grone war im 13. Jahrh. Bischof zu Ratzeburg und 1263 kom- 
men Güntzel v. Grone von der Burg Grone und Heinrich und Anselm, 
Voigt von Grone, urkundlich vor. Die Stammreihe der Familie wird 
■it den Brüdern Johann und Heimann angefangen, deren liurg 1292 
Ton der Stadt Göttingen von Grund aus zorstört worden sein soll. 
Beide setzten in ihren Linien den Stamm fort. Von den Nachkommen 
tos Hermanns Linie, welche mit Gün/cl v. Grone lf> 70 erlosch, 
waren 1455 Geita v. G. Aebtissin de* Stifts Marienuarten und (resa 
f. 0. zn St. Maria zu Gandersbeim. Aus Johanns Linie machte Hein- 
rich v. G. gegen Ausgang des 16. Jahrh. als kaiserl. Rittmeister bieben 
Zftge in Ungarn mit und starb erst im 106 Lebensjahre, wie sein in 
der Kirche zn Kirchbraak an der Lenne befindliches in Stein gehäu- 
ftes, lebensgrosses Bild besagt. Zu den sieben Söhnen desselben 
gehörte Heinrieb Albrccbt, von welchem Christian Georg, k. schwed. 
Oberttlieotenant, stammt und von diesem entsprossten Adolph Chri- 
stian, h. brannsch. - lüneburgischcr Oberst und Heinrieh Kckbrecht, 
herz, brannschw. Land- nnd Scbatz-Rath und erster Propst des 1091 
gestifteten adeligen Jungfrauenstifts zu Steteiburg. Von den fünf 
Bohnen des Letzteren war der älteste, August Krn>t Carl, 1 72t; herz. 
brMotebweig. Geb. Legations- und Kammer - Rath und der zweite, 
Radolpb Eckbrecht, herz. sachs.-gothaiNcherKammerjunkeru. Kriegs- 
rath. — Der Stamm bat fortgeblüht, doch sind genaue Nachrichten 
•her die späteren nnd neueren Familienglieder nicht aufzufinden. 

4* 



— 62 — 

• 

Der im N. Preuss. Adelslexicon zu dieser Familie gerechnete, im 
Anfange des 18. Jahrb. lebende k. preuss. Oberst Johann Levin ▼. 
Groue gehört nicht in diese, sondern in die im folgenden Artikel be- 
sprochene Familie, wohl aber haben einige Sprossen des Stammet 
in der 1. Hälfte des 19. Jahrb. in der k. preuss. Armee gestanden. — 
Was noch deu Besitz der Familie im Hannoverschen and Braun* 
schwedischen anlangt, so war Ballenhauseu 1382, Ellershauseu 1449, 
Wittlage 1533, Kirchbraak 1654 und Wettbergen noch 1777 in der 
Hand der Familie, welcher auch 1533 Freimissen im Lippeschen 
zustand 

l'feffinyrr, I. S. 41 H 432. - Valentin König, III. S. 417-437. — Conr. Berth. Behrens 
Stammbaum und Gesrhlecht«liist<>rie <k-r Herrun v. (irone , Hildesheim , 1716. — GauMe, f. 
8. b«.»*-7UO. — N. Pr. A -L. V. S. 11*7. — Freih. t. Ledebur, I. 8. 2W> — e. Meding, III. 
8. -J2V» u. 23U. — Sii|»pkm. su Sit-bni. W.-B. V. 22. — Tyroff, II. 10. — W.-B. d. Kgr. Ilta- 
uover, C. 35* u. S. 7. 

(irene (in Silber auf grünem Boden ein zwar vorwärtsgestellter, 
doch den Kopf rechtskehrender , golden gekrönter und bewehrter, 
zum Flug sich anschickender, schwarzer Rabe, welcher im Schnabel 
einen güldenen King hält). Reichs- und im Königr. Preussen aner- 
kannter Adelsstand. Diplom vom 25. Octob. 1708 für Johann Levin 
Grone. k. preuss. Obersten und Anerkennungsdiplom vom 8. Aug. 
1712. — v. Meding fand das Wappen auf einem beschworenen Stamm- 
baume mit dem Namen : v. Grohne auf Holzhausen und Minden , der 
Zusatz: und Minden war aber falsch, da der genannte Oberst v. 6. 
Herr auf Holzhausen bei llausberge uuweit Minden war. Da das 
Wappen auf einem Stammbaume vorkam, niuss wenigsten in weiblicher 
Linie das Geschlecht furtgesetzt worden sein. 

». ll*Uhach % I ». 4til. — Freiherr v. Ledebur, I. S. .290. — Siebmaeher, IV. 74: GroM 

Gi-nd. It. — r. JJftiin.j, III. S. 22S u. -'2'J. 

(ireuow. Ein nur durch ein Siegel des Detlev Gronow von 1388 
und aus der gründlichen Nachricht von dem an die Stadt Lübeck ver- 
pfändeten dominioet advocatia Mölln, 1740, dem Wappen nach (Schild 
schräg geviertj bekanntes, luuenburgischcs Adelsgeschlecht. 

r. Wexfp/ialrn, Moinnn. iindit. IV. Tab. 19. Nr. »>3. — ». Med mg, III 8, 231. 

Gronow, s. K 1 s u e r v. Gronow, Bd. III. S. 93. 

Gronsfeld , alte trafen und Keiehsgrafen t. Cronsfeld-Biepeibrolck. 

Reichsgrafendiplom von 1719 für Johann Bertram Arnold Freiherrn 
v. Diepenbroick, k. preussischen Kammerherrn, Major im Reginiente 
Dragoner und Landdrosten im C levischen, mit dem Kamen : Graf v. 
Grousfeld. — Die alten Grafen v. Gronsfeld gehörten dem Herzog- 
thume Limpurg an, stammten von den dortigen Herzogen ab und das 
Stammschloss lag eine Meile von Mastricht. Im 15. Jahrb. ging der 
Mannsstamm aus und durch die Erbtochter des letzten Grafen v. 
Gronsfeld, Catharina, welche mit dem Grafen Theodor 11. zu Bron- 
chorst vermählt war, kam die Baronie Gronsfeld an die betreffende 
Linie der Grafen v. Bronchorst, — s. den betreffenden Artikel, Bd. 
II. S. 88 — welche sich nun Bronchorst -Gronsfeld schrieb, aber 
schon 1533 erlosch, worauf Gronsfeld durch weibliche Succession an 
die Grafen v. Limpurg-Styrum gelangte, doch strengten dagegen die 
audereu Linien der Grafen von Bronchorst mit der Familie v. Dienen* 




— 63 — 

broick, ond letztere zwar in Folge ihrer Abstammung von der Erb- 
torhter Kadigers v. Gronsfeld, einen langen Process an, welcher end- 
lich zu Gunsten der Kläger entschieden wurde. Während desselben 
hatten sich die Uronchorstscben Agnnten: Bronchorst-Gronsfeld und 
die v. Diepenbroick: Diepenbroick -Gronsfeld geschrieben und als 
1719 der Hronchorstsche Stamm erlosch (worauf Gronsfeld an die 
ihVre Linie der Grafen v. Törring-Jettenbach kam) erhielt, wie oben 
aogegebrii, Johann Bertram Arnold Freih. v. Diepenbroick 1719 den 
Reuhsgraf» nstand mit dem Namen: v. Gronsfeld. Von ihm lief der 
Stimm, wie folgt, fort: Bertram Philipp Sigismund Albrecht, gest. 
1772 — vierter Sohn des Grafen Johann Bertram Arnold aus der 
Hie mit Wilhelmine Grf. v. Wartensleben — Herr zu Wyngadcn u. 
Stehbrnck, hollftnd. bevollro. Minister am k. preuss. Hofe, Präsident 
it> Admirals-Collegiums, Fürstl. Nassau. -Oranischer Gch.-Rath etc.: 
AnÖne Sophie Friederike Grf. v. Löwenstein-Wcrthheim-Virneburg, 
g**t. 1779, mitregierender Gräfin und Semper - Freiin zu Limpurg, 
gest. 1779; — Johann Bertram Arnold Sophus, gest. 1805, kurpfftlz. 
Major a. 1>. : Maria Caroline Friederike Grf. zu Lowenstcin-Wert- 
heiin, geschied. Grf. zu Schaumburg-Lippe, gest. 1830; — Friedrich 
Graf ▼. Gronsfeld - Diepenbroick zu Limpurg- Sontheim, geb. 1801, 
jetziges Haupt des grätlichen Hauses, k. württemb. Oberst und Ad- 
jiUot Sr. M. des Königs: Louise Freiin v. Wirsing, gest. 1859. Von 
Letzterem stammt, neben zwei Töchtern, den Gräfinnen Sophie, geb. 
1837 und Seln.a, geh 1844, ein Sohn, Graf Carl, geb. lH3ß, k. würt- 
temb. Oberlieutcnant. Die Schwester de* trafen Friedrich, Grf. Fr- 
aestine, ist Witt we des 1858 verstorbenen k. niederländischen Majors 
a. D. Wilhelm Freih. v. Heckeren-Walün. Ausser derselben und den 
Genannten leben von dem ganzen Stamme nur noch die beiden 
Töchter des lfcOl verstorbenen hessischen Major* Friedrich Auuu^t 
Gr. v. G -D.-L. aus der Fhe mit Wilhelmine Freiin v. d. Horst: Grf. 
Sophie, geb. 1797, Wittwe des k. bannov. Oberhauptmanns a. D. 
Wilhelm Freih. v. U-lar -Gleichen und Grf Luise, geb. 1800, verm. 
1819 mit Carl Freih. v. d. Kecke, Herrn auf Stockhau-en, Obernfelde 
a. LQbbeke, k. preuss. Geh.-Kathe etc. 

Hm*-+*r. II T«». «43 ii «44 - H.iHh'. II. S. IV»-» <m<l |>n». — Ja.-»*.,. 1*«*>. II S. ?1* 
mä ii» - %|lj««m. c-iii«!.- u MU«t4-llMiidl>. I <*•.'« S. *7« .'.77. — I». ut*rli- Craft-iih <1» r 
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1— tfcwch tu Arm* lb#u. 8. 777. — St'itu,i'*>rr, II. 11 '• >. «ir ■•• -f»lt . Ni« «I- trh- i iIühIi»« U u 
M. »: Ur v (. 

iirMte, Ritter (Schild silbern und durch ein breite*, blaues Kreuz 
gerieft, mit Mittehchildc. Im goldenen Mittelschilde ein grünes, 
dreiblättrige^ Kleeblatt mit kurzem Stiel«-, nVr welchem zwei acht- 
ttrahlige, schwarze Sterne nenen einander schweben. In jedem «1er 
vier Felder >tehen drei gcMUmmcltc , schwarze \m*eln und zwar so, 
4ast immer am oberen und unteren Schild« -«rande zwei Am-« In in 
jedem Felde neben, an d»»nS« itenrandem aber unter einander *t«ben). 
Beich*ritt<*r$tand. Diplom von» 13. Febr. 17*0 für F verband Antun 
Hermann Jos«*pb Melchior Groote , Herrn :mf Kendenich im Land- 
kreise Cöln und spater Ober- Postmeister zu Coln I^r^elbe, ein 
Sota des Franz Jacob Gabriel (iroote, Herru zu Kendenich und 



— 54 — 

Bürgermeisters zu Cöln, stammte, wie das Mittelschild des Wappens 
ergiebt, aus einem mit der alten hannoverschen, freiherrlicheu und 
gräflichen Familie v. Grote nicht zu verwechselnden, alten, cölnischen 
Patricicrgeschleehte, welches 1590 aus Ypern in Flandern einwanderte 
und in der ersten Hälfte des 18. Jahrb. in den Rheinlanden mit Dräns- 
dorf und Kendenich begütert wurde und dessen Stammreihe Fabne 
sehr genau angegeben hat. Zwei Söhne des Diplorosempfängers ans 
der Ehe mit Henriette v. Beckers, die Brüder Eberhard, geb. 1789 a. 
Joseph, geh. 1791, wurden, laut Eingabe d. d. Cöln, 14. Juni 1829, 
in die Adelsmatrikel der Prcuss. Rheinlande in die Classe der Edel- 
leute unter Nr. 13 eingetragen. Der Stamm blühte fort und nach 
Bauer, Adressbuch, S. HO, waren 1857 in Preussen folgende Sprossen 
des Stammes begütert: Eberhard v. G., Präsident der Armen- Ver- 
waltung in Cöln, Herr auf Kitzburg im Kr. Bonn, Hermühlheim in 
Kr. Cöln und Pesch (Mitbesitz) im Kr. Enskirchen; Carl v. G. , Herr 
auf Dransdorf im Kr. Bonn; Franz Caspar v. G. in Cöln, Herr auf 
Pesch (Mitbesitz) u. Jacob v. G., Herr auf Pesch. 

N. Pr. A.-L. V. S. 1!»T. - Fnl.n»'. I. S. U'o. — Frfih. r. Lfdtbur, I. 290. — Suppl. sa 
8if1.ni. W.-It. VI. IM; v Gr.-.t- /u H«-n«i nirli (-Mit K«-r.<lPnich) de« H. K. K. Rilt*r. — W.- 
H. rt. I'r.u^. Iih*-iiipr"vii>7. I. Tal.. 4.'. Nr. *'.» und 8. 44. — Knetchk*. III. 8. 17* V. 17«. 

Üropendorf. tireppendorf, s. Grapendorf, S. 7. 

Croppe r. (üiulen&berg. Ein früher in Hessen vorgekommenes 

Adelsgeschlecht, welches auch in der ehemaligen Reichsstadt Schwein- 
furt a. Main blühte. 

r. ll>>iit.,ifh, I. 8. 4<*»4 ti. 4»',.V — Sithmachtr. V. 280: G. r. G. 8rhwciofartischea Oe- 

«rhli'dlt 

ftroppenberger v. Bergenstamm, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. 

Diplom von 1 7ill für die Gebrüder Aloys G. , Nieder -österr. stän- 
dischen Secretairu. Protocoll-Director, Franz Ferdinand G.,Stiftungs- 
Hnfhuehhaltungs- H.iitofticier, Anton Joseph G., niederösterr. stän- 
dischen Ca^icr, Ijzna'z G., niederösterr. ständischen Registranten n. 
Franz Xaver G., Fähnrich bei Eduard d'Alton Infanterie, mit dem 
Prädicate : Edle v. Bergenstamm. 

(jropper. Reichsadel-stand vom 5. Juli 1700 für Georg Wolf- 
gang Gropper, Fürst -Bischof]. Eichstädtischen Ober -Amtmann tu 
Kipfenbcrg. Ein Urenkel desselben, Franz Christoph Carl v. Grop- 
per, geb. 17(10. k. bayer. Kreis-Canzlei-Director in Kempten, wurde 
bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in dieselbe einge- 
tragen. 

r. /.F'i.7. S. .1',-. - NV.-ll. «f. K-^r. !*Ay<»rii. V. 7^ 

Grnxbers, s. St ramb erger v. Grosberg. 

(•rosrhlag v. Diepar£, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom 
vom 5. Dec. Hi.^fi für Johann Philipp Ernst v. Groschlag zu Diepurg, 
auf Mc>s(.-1 und Ueruershaiisen, kurmainz. Geh.- Rath und Amtmann 
zu Gernsheim. — Eins der ältesten, zu der ehemaligen reichsunmit- 
telbaren Ritterschaft am Bhein und im Canton Ottenwald gehöriges, 
den Beinamen von dem Schlosse und Städtchen Diepurg im 



— 55 — 

schon, eine. Stande von Umstedt, fahrendes Adelsgeschlecht, dessen 
Stimmreihe Hombracbt mit An sei m G. , Ritter, um 1254 anfängt. 
Der Urenkel desselben, Heinrich, war 1354 Hurgmann zu Weinheim. 
— Die sp&tere Stammreihe war folgende: Heinrich v. G. : Ursula 
Kümmerer v. Worms, gen. v. Dalberg; — Johann Philipp: vierte Ge- 
mahlin: Agathe Elisabeth v. Hattstein; — Freiherr Johann Philipp 
Ernst, s. oben: Anna Helene Freiin Wambold v. Umstadt ; — Freih. 
Philipp Carl, k. k. Geh. -Rat h und Reichs-Katnmerrichter zu Wetzlar: 
Maria Philippine Freiin v. Bicken; — Freih. Carl Friedrich Wilibald, 
Herr in Messel, Sickenhofen, Hergershausen, Epper>hausen undRei- 
lach, k. k. und kurmainzischer Geh.- Rath, Staats- und Confercnz- 
Minister und Oberst - Hofmeister, starb al< der Letzte seines alten 
Mannsstammes 25. Mai 1 799: Sophie Grf. v. Stadion; — Töchter: 
Maria Anna, verm. mit Maximilian Grafen v. Lerchenfeld-Prennberg 
and Ausruft;*, verm. mit Ferdinand Grafen v. Colloredo-Mansfeld. 
Mit Frstercr ging 17. Jan. 1854 auch der Name des Geschlechtsaus. 

ftmcshmt, II. b. 8. US — llmnhract't, T*U. l«n — Sina/»'mi, I! S 3« 1 .». — <ianhe \ I. 
I 4?T • TM^ppuf/ (Oro«4«ch1«>: Ton). •- P . Il,it'<t*tn, \ S '.'4 7 — J.M. - lti,,lrrtnann. Canton 
Ott t.»*ld. T«h XU u. SM — N. Omni. Il.-inrth. 1777. S. 1«7 ., «H u 1 77-* I S !»6-'^ n. 
Kfhf** I. S. •'»"» - On*»l. Turhcnl.. d. fr.-ili. Ilau<«r. 1h|«<. s 4 \t\ u i:;7 und |.s:>5. S 
T* — Freih. r L'debur.l 8 ?<»0. — Kuppl. /u S.. (»in W.U. IV. l:>. - Tyr-f. I «6. 

fraakapf f. Craofeld. Frhlttnd.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1791 för Anton Groskopf, k. k. Hofconcipisten der vereinigten Hof- 
fteilen, mit dem Prfldicate: v. Grönfeld. 

fratkawaki. Polnisches, dem Stamme Rola einverleibtes Adels- 
gescblecht welches in Ma^suren angesessen war. Johann v. G. war 
1757 Herr anf Tylice im Kr. Löbau. 

Fr«h. v. L*4*hur % I S. 290. 

Crass, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1731 für 
Carl Heinrich Gross. 

€rass. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 10. Sept. 
1840 für den Kreisdeputirten (iross, Herrn auf Klein- Starzin im 
vettpreoss. Kr. Neustadt. Derselbe brachte später auch das Gut 
Klaain an sich. 

H Fr. A-L. VI. 8. II». - Freih. t. L'd'>»r, l S T*0 

Gra« f. Irtitkardt, Ritter. Reichsritterstand. Diplom von 1716 
flr Christoph v. Gross, k. k. Hauptmann, mit dein Prädicate : v. Rreit- 
kardt. 

M+g*rU9 Mmil/fl.i. Krtf»ns.-H<|. 8. 147. 

Grata ?. iegeafels. Krbländisch -osterr. Adelsstand. Diplom von 
1773 für Johann Gross, k. k. Hauptmann Im i d< m Temes warer Gar- 
aiaoos- Regime nte, mit dem Prädicate: v. DcgtnfeK 

fcrata, geaaaat Pfmfeldfr. Wie das Wappen: (Schild von Silber 
and Roth der Länge nach g( theilt und mit i ii.em blauen Querbalken 
aberzogen) ergiebt, ein Zweig des alten fränkirchen Geschlechts Grus* 
▼. Trockau, s. unten, welcher auch nach (Htpreu^sen kam und lti27 
Craatftten iio Kr. Wchlau und 10G1 Markhausen im Kr. Gerdauen 



— 56 — 

besass. Heinrich Gross, genannt Pfersfelder war 1660 Commandant 
von rill au. 

Frtih. r. Lml*hur % I. S. 2*0 und 201 und III. S. *67.» 

ttress t. Rosenbnrg. Galizischer Adelsstand. Diplom von 1793 
für Peter Gross, Stanislawower Kreischirurg, mit dem Prädicate: v. 
Rosenburg. 

M't/trl* r. MühlMd, Kr*.-Bri. 8. 304. 

Gross, genannt r. Schwarzhoff (Schild ge viert: 1 und 4 in Silber 
eine verschlungene Schlange, welche im Maule einen Apfel hält und 
2 u. 3 in Gold oder Silber eine von drei, 2 u. 1 , rothen Sternen be- 
gleitete schwarze Bärentatze: Schwarzhoff, s. den betreffenden Arti- 
kel). Im Kgr. Preussen anerkannter Adelsstand. Diplom vom 8. Oct 
1835 für die Gebrüder Dietrich Christoph, Carl Julius und Friedrieh 
Scipio t. G., mit der Erlaubniss, Namen und Wappen ihres Oheims 
v. Schwarzhoff mit dem ihrigen zu verbinden und sich v. Gross, ge- 
nannt v. Schwarzhoff nennen und schreiben zu dürfen. — Ein Haupt- 
mann v. G., genannt v. S stand vor einigen Jahren im k. preussiseben 
32. Infant.-Regimente. 

Fret/t. v. LeWur. I. 8. *91 und III. S. 267. 

Gross v. TrorKan, anrh Freiherren (Schild wie bei Gross, genannt 
Pfersfelder angegeben). Der Freiherrnstand der Familie wurde bei 
Eintragung in die Adelsmatrikel des Königreich Bayern durch die 
Führung des freiherrlichen Titels bei mehr als hundertjährigem Be- 
sitze erwiesen. — Nach Pastorius, Franconia rediviva, eins der älte- 
sten fränkischen Rittergeschlecbter, als dessen Ahnherr Günther 
Gross genannt wird, welcher, nachdem er 1097 gegen die Ungläu- 
bigen unter Gottfried v. Bouillon gekämpft, sich in Franken niederge- 
lassen haben soll. — l>ie Sprossen des Stammes waren ursprünglich 
Lcuchtenbergfcchc Rittervasallen und gehörten später zu der reichf- 
unmittelbaren Ritterschaft des fränkischen Cantons Gebürg. Der 
Reinamen Trockau wurde von dem gleichnamigen Stammsitze im 
Bamhergischen angenommen, wahrscheinlich um sich von anderen, 
später wieder ausgegangenen Linien des Geschlechts, so von den 
Gross, genannt Pfersfelder etc., zu unterscheiden — Heinrich G. ▼. 
T. war 1483 Abt zu Rautz; ein anderer Heinrich starb 1501 als 
Bischof zu Ramberg; Wolf Philipp kommt 1614 als Landeshauptmann 
zu Neustadt au der Aich vor und 1685 war Adam G. v. T., Herr auf 
Zeilcnreuth, mit derselben Würde bekleidet; Christoph Adam, früher 
Unter-Landesbauptmann zu Neustadt und dann Ober-Hofmeister der 
Markgräflichen Gemahlin, war später markgräfl. bayreuthiseber Ab- 
gesandter an mehreren deutschen Höfen, vermählte sich mit einer 
verwittw. Frau v. Stein, geb. Lentersheim, welche ihm viele Kinder 
zubrachte, wurde 1692 Ober-T'ircctor der französischen Colonie in 
Erlangen, gründete daselbst mit einem sehr bedeutenden Stiftungs- 
capitale eine Ritter- Academie und starb 1724; Carl Sigismund G. ▼. 
T. war 1710 Ftirstl. Ramberg. Rath und Pfleger zu Neuhauss; Jo- 
hann Gottfried Gross Frcih. v. Trockau wird 1730 unter den Dom- 
herren zu Kicbstädt genannt etc. etc. — Der Stamm hat in vielen 



— 57 — 

Gliedern dauernd fortgebluht u. bei Anlegung der Adelsmatrikel des 
Kgr. Bayern waren in dieselbe namentlich folgende sechs Sprossen 
des freiheniiehen Geschlechts eingetragen: Adam Friedrich, geb. 
1758, Capitular des Domcapitels zu Würzbarg und Bamberg, Propst 
des ehemaligen Ritterstifts St. Barkart zn Wurzburg, k. bayer. Ge- 
neral-Vicariats-Prfisident etc.; Otto Philipp, geb. 1761, Capitular des 
Domcapitels zu Wurzburg u. Bamberg, früher Würzburgischer Re- 
gierung* - Präsident etc.; Carl Lothar, geb. 1762, des ehemaligen 
Erxstifts Mainz u. des Ritterstifts St. Burkart Capitular etc.; Chri- 
stoph Franz, geb. 1763, k. bayer. Kammerer und Landes-Directions- 
rath in Würzburg; Anselm Friedrich, geb. 1765, Capitular der auf- 
gelösten Ritterstifte Komhurg u. St. Burkart und Joseph Heinrich, 
jteb. 1766, ehemaliger Fürstl. Bamberg. Komm. u. Ober-Amtmann zu 
Baanach. In neuester Zeit ist das in Bayern fortblühende Geschlecht 
aacb nach Oesterreich gekommen und Joseph Freih. G. v. T. war als 
Lieutenant in das k. k. 3. Cuirassier-Begiment eingetreten. 

6mA*, I. g. 700 and 701. — P . Hattfin. II. T»h. ? a. Nr. *. und S. 124-1**. — fli>- 
4*rm*nm. Cmi/>o G'büry. T»b. 9«-lG4 — Snlr't , S. 498. .SM. 525. 60«. 612 u. «. r. ». O. 
fc» 717 — H. Oeur»! Hund»». 1777 8. 95— '.17 u. 177« 8. 9* u. 9». — ». Lang. 8. 137 o 13*.. 
— Sirtmmeker. 1. 104 : I>i* Orotcn v. Trnrkaw. Frinki«ch. — Spner. Op. h*r*ld. I. f«p. 1, 
I M »*d 3. M 108. — Supplrro. ta Kifbro. W -B. II. 18 — Tymf. I. 13 : F. Hn. Gro« ». 
w4 ra Trokra. — W.-B. d. K^r. B»yr r n, 11T. II und r. Wttcltrn. 3. At»th. — 9. Hrfn*r, 
k*;«r. A4#4. Tab 35 u. 8. 37. — Knetchki. III. 8. 176 u. 1T7. 

vrttaa , Sala v . Cmsa , litte r. Böhmischer Ritterstand. Diplom 
ton 1703 für Carl Joseph v. Grossa, Oberamtsrat b in Schlesien, mit 
dem Namen: Sala v. Grossa. Derselbe gehörte zu einem im Bres- 
lauischen vorgel ommenen Adelsgeschlechte, welches mit der alten 
•eistenhchen Adelsfamilie v. Grosse mehrfach verwechselt worden 
»t und hatte einen gleichnamigen Sohn, welcher 1723 sich auf der 
Ritttracademie zu Liegnitz befand. Später ist der Stamm erloschen. 

M*n*l, 8ilr«toKr. rtonTili, 8. 772. — Stnaviu*. II. 8. 650 u. 651. — Freih. 9. L*dtbnr, 
I. 8. m. 

fraaaaner f. Cimisan. Altes, ursprunglich österreichisches Bitter- 
getcblecbt, welches in alten Urkunden Grassawe oder Grassau ge- 
»chrieben wird und den Namen von dem ihm zustehenden, alten Sitze 
•od Krbgute, dem Schlosse und der Herrschaft Grossau, früher Gras- 
•awe etc., in Niederösterreich, fahrte. I.uitfridus de Grassowe et 
Gotfridus frater ejusdem de Grassowe kommen bereits 1204 urkund- 
lich vor. Der Stamm, namentlich mit Lehen der Grafen v. Tiardeck 
t&feseasen , blühte noch in die zweite Hälfte des 16. Jahrh. hinein, 
fa welcher Wilhelm Grossauer zu Grossan und Autendorf, welcher 
•och 1582 von diesen Tätern die HausgOlt u. die Leibsteuer zahlte, 
1595 den Mannsstamm scbloss. 

WttfrUl. III. 8. 406 -4M. 

€fNafca«er 9 Edle. Erblandisch-osterr. Adelsstand. Diplom von 
1768 für Johann Georg Grosshauer, Kauf- und Handelsherrn in Wien, 
mit dem Fridicate: Fdler v. 

Mf+rU 9 Mm*t/*M. Kfflu« -Bd. ft 3<M. 

itwaMfhf it I, Freiherren . Kurbayerischer Freiherrnstand. Diplom 
v*b 2. Jan. 1691 für Franz v. Grossschedel zu Perkhauseu u. Aigels- 



— 58 — 

pach. — Altes, bayer. Adelsgeschlecht, welches die Güter Perkhai* 
sen, Aigelspach, Rottenfeld, Schädlingen a. Steinsberg an sich brachte 
und sich früher nach den beiden ersteren schrieb. Den Brüdern 
Johann Baptist und Franz v. Grossschedel wurde als regensburger 
Patriciern 24. Mai 1566 der Reichsadel der Familie von Neuem be- 
stätigt, und da alle früheren Papiere verloren gegangen sind, so ver- 
ehren die jetzigen Freiherren v. G. in dem oben genannten Frei* 
herrn Franz den näheren Stammvater. Ein Urenkel desselben, Frei- 
herr Marquard Xaver Sigmund, geb. 1754, k. bayer. Oberförster Sil 
Weiden, wurde bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in 
dieselbe eingetragen. In neuerer Zeit war das Haupt der Familie 
Freiherr Christian, geh. 1856, k. bayer. Kämmerer und pens. Gene- 
ralmajor, verm. mit Bernhardine v. Brand. Aus dieser Ehe stammen 
zwei Söhne: Freih. Ludwig, geb. 1817, k. bayer. Hauptmann, veno. 
1852 mit Elise Hölderich u. Freih. Carl, geb. 1827, k. bayer. Ober- 
lieuten., vermählt mit Clementine Freiin v. Kotzau, aus welcher Ehe 
ein Sohn entspross, Carl, geb. 1852. — Als die drei Brüder des 
Freiherrn Christian wurden 1857 aufgeführt: Freih. Andreas, geb. 
1794, k. bayer. Hauptmann h la suite, verm. in erster Ehe, aus wel- 
cher die Söhne Christian und Bernhard stammen, mit Wilhelmine ▼. 
Mayer und in zweiter mit Henriette v. Welling; Freih. Joseph, geb. 
1800. k. bayer. Oberstlieutenant, verm. mit Augusta v. Welling und 
Freih. Max, geb. 1804 , k. bayer. Hauptmann, vermählt mit Josepha 
Frühholz. 

r. Lang. 8. IS« n. 139. — Geneal. Ta*phonb. d. fr*ih. II inner. 1*M. 8. 195 n. 19«. IMS 
8. 217 und 21« u. 1M7 S. 207 u. 20S. — Sirhmachrr. V. 224: Stammwappen. — W.-B. d«t 
Kjrr. Ilavcrn, IIT. 12 n. r. W'lcl'rn, 3. Al.th. S. 31 n. 32. — f. Ifrfn'r, bajer. Adel, TA. 
35 n. 8. '37. — Knrnchk*. II. 8. 19. 1 ) u. 1%. 

Graute (von Silber u. Grün geviert). Altes, meissensches Adels- 
geschlecht, welches die Güter Ober- und Nieder-Altenhayn und Köt- 
teritzsch bei Grimma an sich gebracht hatte und Raschlutz 1700, 
Roitzsclr bei Würzen 1703 u. Schönfels 1743 besass. Heinrich Grosse, 
Ritter, kommt urkundlich 1389 in einer Urkunde der Stadt Mitt- 
weida vor; Christoph Grosse, kursflehs. Hofmarschall, half 1525 die 
Leiche des Kurfürsten Johann des BestAndigen begraben und befand 
sich noch 1533 unter den Visitatoren der Kirchen und Schulen in 
Meissen; Donat Grosse, Doctor und Domherr zu Naumburg, wurde 
vom Tapste Leo X. ermahnt, sichLuthern zu widersetzen und Andere 
dazu anzuhalten; Eva Grosse entwich mit anderen Nonnen, bei dem 
Anfange der Reformation , aus dorn Kloster Nimptsch bei Grimma; 
Sigmund Grosse' auf Altcnhayn wurde 1572 von Enstach v. Honsberg 
inWurzen im Duell erstochen u. Carl Heinrich Grosse war 1736 kur- 
sttchs. n. k. poln. General. — Ein im Lebusischen ansftssig gewesener 
Zweig der Familie starb schon 1568 mit Joachim G. aus. In der jet- 
zigen Provinz Sachsen hatte die Familie noch 1749 Gross - Werther 
nnweit Nordhansen inne und Carl Ulrich Wilhelm v. G. stand später 
als Rittmeister im v. Zictcn«chen Husaren -Regimente. — Die in 
grösseren genealogischen Sammlungen sich über die Familie vorfin- 
denden Nachrichten beginnen meist mit dem Jahre 1601' und die 



— 69 — 

späteren Nachweise gehen vereinzelt noch bis 1612 fort. Nach die- 
ser Zeit scheint der Stamm erloschen zu sein. 

JTaavM, R. &09. — Gauhe. I. 8. 701 n. 702. — Frtih. w. Kr ohne, II. 8. K ■. 27. — w. 
Vtcktritt, dipl. Narhrichlrn, I. 8. 118—118. — Freih. t. ledebur, I. 8. 291. — Siehmacher, 
I. 1VS- w. Groi«*n. M*i<*ni«*h. — Spener, Op. herald. 1». I. cap. 3 8. 102 n. cap. 4. 8.11?. 
- W.-B. d. Sich». 8taat. VII. 54. 

(iraaaer, Edle a. Ritter. Reichs- und erbländ.österr. Ritterstand. 
Reichsritter6tands- Diplom von 1768 für Johann Michael Edlen v. 
Grosser, k. k. privilegirten Grosshändler und erblönd.-österr. Ritter- 
itandsdiplom vom 4. März 1769 für Denselben. Der Empfänger die- 
ser Diplome war als k. k. Kammerjuwelier 1764 in den Reichsadcls- 
ttand mit dem Prädicate : Edler v. erhoben worden und wurde, nach- 
dem er das grosse, /ruber gräflich Enkhevoirtische Freihaus in Wien 
erkauft und herrlich neu gebaut hatte, 1769 als Niederösterr. Land- 
aann anter die neuen Ritterstnnds-Geschlechter aufgenommen. Der- 
selbe war in erster Ehe vermählt mit Maria Aflna Freiin v. Loreck 
aas Bayern und in zweiter mit Eleonore Rigotti di Mori, aus welcher 
letzteren Ehe, neben zwei Töchtern, Maria Anna verm. Grf. v. Fuchs 
i. Carolina, vier Söhne, Johann Michael, Johann Nepomuk, Leopold 
«.Joseph, k. k. Oberlieutenant, stammten. Der älteste dieser Söhne, 
Johann Michael (II.) ebenfalls k. k. privilegirtcr Grosshändler, kaufte 
1784 den Edelsitz und das Gut Aumflhl und 1785 die Herrschaften 
Grosa-Sieghards, Kirchberg in der Wilde, Plumau etc. und war mit 
Johanna Grf v. Itaidarossini vermählt . aus welcher Ehe Nachkom- 
men entsprossten, Ober welche aber weitere Nachrichten fehlen. 

W$$a 7 rili. III. h. 40« u. 409. — llegerle r. Mühlfeld, 8. US and Ergäm.Bd. 8. 304. — 
Upfi. f *i#-bra. W.-B. XI. 10; v Großer. 

€r*a»aaa»t, Edle. Erbländisch-Österr. Adelsstand. Diplom von 
1768 för Franz Carl Grosshaupt, k. k. Rath, mit dem Prädicate: 
Edler ▼. 

M*1+rle w. Ui'lfetd. Erginj.Bd. 8.304. 

Crottkreai. Ein ursprünglich aus Schweden stammendes Adels- 
getchlecht, aus welchem seit der Mitte des 18. Jahrh. bis in die Mitte 
des 19. mehrere Sprossen als Officicrc in der k. preussischen Armee 
standen. 

/VW*, r. LfHehmr. I. 8. 291 . — Suppl. »u Siobni. W.-B. TX. Iß. 

Cmsmaaa. Reichsadelsstand. Diplom vom 21. Nov. 1781 für 
Georg Friedrich Grossmann, kursächs. Geh. Kriegsrath u. Geh. Ca- 
WneU-Secretair. Die amtliche Bekanntmachung dieser Erhebung 
wurde 27. Septemb. 1790 in Kursachsen bekannt gemacht. Dass der 
Stamm, welcher in der Oberlausitz die Güter Ober-Neukirch u. Rin- 
genhain an sich gebracht hatte, noch in neuerer Zeit in Sachsen vor- 
gekommen , lä«*t sich nicht auffinden. — Der vom Freih. v. Ledebur 
angefahrte v. G., welcher 1753 k. preuss. Major war, muss in eine 
andere Familie gehört haben, da in die hier in Rede stehende erst 
1790 der Adel kam u. ob der in neuester Zeit im k. preuss. 24. In. 
faat.-Regim. gestandene Lieut. v. G. hierher gehöre, muss dahin ge- 
sollt bleiben. 

n«*4M»ftriftJ. Jlotlt. — Tr*th*rr v. I *dehur . I |t ?9| u III. R. }S7 — Tfrof, I. 244. — 
»*- III. •. 117 «. IIS. - W. B. 4. 84rha. Staat. VI- 41. 



— 60 — 

firtsspitsr h, Edle . Erbländ.-Österr. Adelsstand. Diplom von 177$ 
für Franz Joseph Grosspitsch, k. k. Hofkriegs-Agenten, mit dem Pri- 
dicate: Edler v. 

JH'ptrle v. MühlfiM, Rr*änx.-Bd. S. 104. 

Grefe, Freiherren und Grafen (Stammwappen: in Silber ein nach 
der rechten Seite schreitendes, roth gezäumtes, schwarzes Pferd. 
Wappen der von Grote, Freiherren v. Schauen: in Silber das schwarze 
Pferd des Stammwappens und über demselben im Schildeshaupte ein 
schwebendes, rothes Kreuz. Gräfliches Wappen: Schild geviert: 1 
u. 4 in Silber das roth gezäumte, schwarze Pferd des Stammwappens 
u. 2 u. 3 in Gold ein ausgebreiteter, schwarzer Adler). Reichsfrei- 
herrn- u. Grafenstand des Königr. Proussen. Freihenrndiplom vom 
20. Juli 1689 für Heinrich v. G. , herz, braunschweig- lüneb. Geh.« 
Rath etc., mit dem, von der 1684 in die Familie gekommenen ehe- 
maligen Reichsherrsc&aft Schauen bei Osterwieck im Halberstfldtscben 
entnommenen Beinamen: v. Grote- Schauen und Grafendiplom vom 
1. Sept. 1809 für August Otto Freiherrn v. Grote, k. preuss. Grand- 
maitre de la Garderobe, a o. Gesandten u. bevollm. Minister am k. 
grossbritann. u. hannov. Hofe etc. — Eins der ältesten lüneburgischen 
Adelsgeschlechter, welches urkundlich schon von 1186 u. 11 90 an 
vorkommt, bereits im Anfange des 13. Jahrh. das Erbtrnchsessenamt 
im Herz. Lüneburg erlangte und in Urkunden des 13. u. 14. Jahrh. 
mit dem lateinischen Namen : Magnus belegt wird. Von Otto I. Grote 
stammten Otto II. u. Werner v. Sehwcrin, welche um 1256 lebten n. 
die Stifter zweier Linien wurden. Die Linie des Letzteren ging 
schon 1372 wieder aus, die Nachkommenschaft des Ersteren hat 
dauernd fortgeblüht und zu derselben gehörte in der zweiten H&lfte 
des 14. Jahrh. Otto VI., dessen Bruder, Werner Grote, 1371 Abt zu 
St. Michaelis in Lüneburg war. Von Otto VI. stammtefOtto VII., Burg- 
mann zu Haarburg und von diesem entsprossten Thomas, welcher 
1492 als Bischof zu Lübeck resignirte u. Otto VIII., Herr auf Klötze 
etc., welcher durch seinen Sohn, Otto IX., gest. 1572, H$rr auf Stil* 
horn, Klötze, Breese etc., h. braunschw. Geh.-Rath und Grossvoigt zu 
Zelle u. später Statthalter des Fürstentums Lüneburg und Vormond 
des Prinzen Heinrich zu Danneberg, den Stamm fortsetzte. Von dem 
Sohne des Letzteren, Jacob G., stammte Otto X., Herr auf Stilhorn, 
Fachenfelde, Breese etc., welcher 1583 die Erbkämmererwürde bei 
der Abtei zu St. Michaelis in Lüneburg mit dem Gute Hörn in die 
Familie brachte und lüneburg. Landrath, Hauptmann zu Fallersieben 
etc. wurde. Von sechszehn Kindern desselben pflanzten drei Söhne, 
Jacob, k. schwed. Oberst, Thomas, h. braunschw. lüneb. Geh.-Rath u. 
Grossvoigt zu Zelle u. Ernst Julius, Herr auf Breese, durch mehrere 
Söhne, deren Nachkommen sich weit ausbreiteten, das Geschlecht 
fort und wurden die Stifter der Linien Stilhorn, Schauen und Breese. 
Von Thomas im fünften Gliede stammte Heinrich, s. oben, erster 
Freih. v. Grote zu Schauen und vonThomas im neunten Gliede August 
Otto . s. oben , erster Graf v. Grote. — Die reich begüterte Familie 
blüht jetzt nach den angeführten Diplomen im Freiheim- n. Grafen- 




— 61 — 

stände. Der freiherrliche Stamm besteht in neuester Zeit aas einer 
Uferen Linie : Grote-Schauen u. einer jüngeren: Breese-Juhnder Linie, 
welche letztere in vier Zweige : auf Breese, gräfliche Linie, auf Wed- 
desbfittel, auf Jühnde und auf Scfcnega zerfüllt. Die gesammten Ab- 
stammungen dieser Linien und Zweige und deu jetzigen Personalbe- 
ttand des Stammes ergeben die gencal. Tascbenbb. der freiherrl. und 
giifl. Häuser, auf welche hier verwiesen werdeu muss. Was die jetzi- 
gen Häupter der Familie mit ihren Nachkommen anlangt, so sind 
diese folgende: Aeltere Linie: Grote-Schauen: Julius Grote IX. Frei- 
herr zu Schauen, geb. 1808 — Sohn des 1850 verstorbenen Georg 
Ernst Carl Grote VIII. Freiherr zu Schauen, k. hanuov. Geh. Lega- 
tions -Rat hes aus der Ehe mit Luise Grf. v. Oeynhausen und Enkel 
des 1779 verstorbenen August Ludwig Albrecht Ernst Grote VI. 
Freih. zu Schauen, kurbrauiibchw.-lüneb. Obersten aus der Ehe mit 
Luise ▼. Quernheimb — Herrn zu Schauen u. Bleckede etc. vermählt 
1837 mit Thecla Freiin v. Hainmerstein-Kquaid, geb. 1819, aus wel- 
cher Ehe, neben drei Töchtern, zwei Söhne stammen ^Otto XXII., 
geb. 1843 u. Julius, geb. 1848. — Jüngere, Breese-Jühnder Linie: 
Zweig auf Breese: Graf August, geb. 1828 — Sohn des 1841 ver- 
storbenen Grafen Adolph, k. hanuov. Kammern, und Laudiaths, a. o. 
Gesandten u. bevollm. Min. zu Paris, aus der Ehe mit Caroline Freiin 
f. u zu Schachten, geb. 1801 u. Enkel des 1830 verstorbenen, oben 
genannten Grafen Augustotto aus erster Ehw mit Charlotte v. Münch- 
■tusen — Majoratsherr auf Breese, Wrebtedt, Göddenstedt u. Bre- 
lelenz, k. bann. Kammern, und erbl. Mitglied der 1. Kammer der 
■annov. Ständeversammlung, verm. in erster Ehe mit Doraline Grf. 
v. Schwichelt, gest. 1855 und in zweiter 1859 mit Guidobaldine v. 
Alten, geb. 1H38, aus welcher Ehe je eine Tochter lebt. Aus dtrEhe 
des Bruders des Grafen August, des Grafen Adolph, geb. 1830, k. 
hannoversch. Legntionsraths, mit Maria Jenisch , stammt ein Sohn, 
Otto XX11L geb. 1861. — Zweig auf Weddesbüttel: Freiherr Carl, 
geb. 1813 — Sohn des 1850 verstorbenen Freiherrn Wilhelm, gross- 
herx. oldenb. Geh.-Haths — k. hanuov. Kammerherr. Von dem Bru- 
der des Freih. Carl, dem Freih. Fedor, geb. 1820, lebt aus der Ehe 
Bit Adolphine ßodecker, ein Sohn, Julius Ludwig, geb. 1853. — 
Zweig auf Jühnde: Freih. Eduard, geb. 1811 — Sohn des 1831 ver- 
storbenen Freih. August, k. haunov. Geh.-Haths — k. hannov. Pre- 
mier • Lieuten. a. I). und ritterseb. Dt-putirtcr aus dem göttingener 
(Jaartier, vermählt mit.Emilie Groux, aus welcher Ehe drei Söhne, 
Oscar, geb. 1836, August, geb. 1837, k. haun. Lieut. und Louis geb. 
l&M, eotaprossteo. — Zweig auf Schnega: Freiherr Carl, geb. 1795 
— Sohn des 1808 verstorbenen Freiherrn Otto, k. hanuov. Ober- 
fiergrathf a. D. — vermählt in erster Ehe mit einer v. Geyso und 
ia zweiter mit einer v. Palmedo. Die beiden Söhne desselben sind: 
Otto, geb. 1835 u. Wilhelm, geb. 1*45. 

f/#/jf«y*r. I. * 1VO a. f. — Sft/trt, («mral. ftilrli«. Arli-ru u KiurW. S |VJ.~ H.iti^t, 
I • *»j~«e4. - lUaoof. ^miil v. J. 173% Nr IM. k, fk r A < kn*, II H »7- 31 - 
B. I*r A -L- II. •. 7*V u. Jfo - >V«>A 9. H k*r*rh f rk, n. |40 - hruUfli*- <.r.rr.,l, x\rr 

r. L «. »S >. W — Fr#iA. r. L*<tehmr. I «. TM - «;#> u -»1 T»«rh-t»h .|-r freih. 

t Ü»i« ».<*»•. IMt. ». »17— **>. - Ur tt «»t lMChiub. ü. $tU. *J*H—t, 4*W. « 



— 62 — 

115 n. 316 o. htstor. Uandb. in demselben , S. »79. — Silbmacher, T. 8. 169t DU* Gratis, 
Sächsisch. — p. Meding, I. S. 206 u. 207. — Suppl. tu Sicbm. W.-B. III. 9: DU Hern f. 
Grote. — W.-B. d. Preuss. Monarch. I. 47: Gr. v. G. — W.-B. d. Kgr. Hannov. A. 19 aa4 
8. 7: Gr. v. G , B. 3: Grote Freih. v. Schauen u. C. 66: ▼. G. — £*4*ckk; III. 8. 179— 
IM); Grote, auch Freih. u. Grafen. 

Grote (in Roth ein silberner mit einem schwarzen Kleeblatte be- 
legter Querbalken). Westpbäliscbes Adelsgeschlecht, welches mit 
Grotenburg anweit Osnabrück bereits 1500, mit Gartlage and dem 
Burgmannssitze zu Lemgo im Kr. Lippe 1600 u. mit Niedern-Talle 
ebenfalls im Kr. Lippe 1606 begütert war und bei dem am 23. Sept. 
1752 erfolgten Erlöschen des Mannsstammes noch den genannten 
Burgmannssitz und die Güter Meejenburg, Neuhaas, Niedern-Talle, 
Vortlage u. Wüstenei besass. 

Freih. v. Krohne. II. 8. 34. — Freih. r. Ledebur, I. 8. 291. 

Greth ?. Greete, aach Freiherren. Reichsadels- n. im Herzogtbume 
Nassau anerkannter Freiherrnstand. (Schild mit Schildesfasse. Im 
goldenen Schilde ein blauer Sparren, welcher mit drei, 1 u. 2, gol- 
denen Kleeblättern belegt und oben zu jed$r Seite von einem sechs- 
strahligen, rothen Sterne begleitet ist u. unter dem Sparren ein nach 
der rechten Seite schreitender, rother Leopard, im blauen Schildet- 
fusse aber ein silberner Pfahl). Bestätigungsdiplom des Reichsadels- 
standes von 1751 für Jobann Christian G. v. G., kurpfälzischen Capi- 
tain mit seinen Geschwistern Maximilian Ludwig, Carl Philipp, Fried- 
rich August, Luise Sibylla Helena, Sophie Mariana und Catbarina. 
— Altes, ursprünglich niederländisches Adelsgeschlecht, aus welchem 
der berühmte Hugo Grotius stammte. Von den Söhnen des Johann 
Christian stand Friedrich August G. v. G. als Oberst bei dem Frank- 
furter Reichscontingente: Derselbe, verm. mit Johanna Rebecca ▼. 
Lersner, machte sich 1746 zuerst in Frankfurt ansässig, doch ist mit 
dem Sohne, Carl Ludwig, niarkgräfl. bayr. Kammerherrn, 1810 in 
Frankfurt der Mannsstamm wieder erloschen. Aus der Ehe des 
Letzteren , mit Johanna Justine Seutter v. Lözen entspross nämlich 
nur eine Tochter, Johanna Regina Caroline Groth v. Groote , welche 
sich 1819 mit dem k. k. Major Michael v. Lucacsisch vermählte. 
Dagegen blüht jetzt, im Amte Höchst begütert, die Familie im Herz. 
Nassau fort und ist in der landständischen Matrikel als freiherrlich 
eingetragen. 

Haiid*rhtiftl. Notixen. — N. Gcneal. Hnndb. 1778. Nachtrag II. 8. 10. — UegerU f. 
Nühlfeld, BricinE.-Dd. 8. 304. — Suppl. zu Sii'lmi. W.-B. X. 14. — r. He/n*r, Nassauer AdH, 
Tab. 7 u 8. 7. — K*e*chke, III. 8. 181 u. ls>2. 

(iretkewski. Polnisches dem Stamme Ogpnczyk einverleibtes, in 
Masuren begütertes Adelsgeschlecht, aus welchem Ignaz v. G. 1865 
Uofrath and Kanzlei -Director bei dem Kreisgerichte zu Gnesen war. 

Freih. 9. ledebur, 1. 8. 292. 

(iretews v. (Sretewiti, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom 
vom 17. Mai 1691 für Adam Adalbert G. v. G. 

w. ffellhach, I. 8. 4«7. 

ttretewski. Polnisches, zu dem Stamme Lodzia gehörendes Adels- 
geschlecht, welches nach Schlesien kam und nach Sinapius Pritowitl 
im Oppelnschen, so wie das Haas Grotowski and Czwichowix im Kr. 



— 68 — 

Tott besass. Später kam Ollscbin and dann auch noch Petershof, 
beide bei Lnblinitz, so wie Letzteres selbst, in die Hand der Familie. 
Der Stamm ist mit dem k. preass. Justizrath Franz v. G. , Herrn der 
Herrschaft Lnblinitz, erloschen, dessen Wittwe noch 1S30 im lebens- 
länglichen Genasse dieser Herrschaft, die später zur Errichtung einer 
Erziehungsanstalt ohne Unterschied des Geschlechts a. Standes be- 
stimmt war, sich befand. 

Okolnki. II. S. 154. — Henel, Sileaiogr. renov. 8. 636 u. 673. — Sinapiut, I. S. 415 u. 
II. 8. *51 - N. l»r. A.-L. 11. S. 2VO u. 2«*l. — Freih. o. I.e,lebur % I. 8. X» u. III. S. 267. 
- Sitbmachtr, I. 73 ; Di<« (irolowsky, Hchlesisch. — SchlrnUche« W.-B. Nr. 412. 

iratiiaski, Uradilaski. Ein in Masuren vorgekommenes, in den 
polnischen Stamm Labendz eingetragenes Adelsgeschlecht. 

Frtik w. Udebur, I. 8. 2W und Itl. S. 267. 

Grotta ?. Cratteaegg, trafen. Erbländ.-österr. Grafenstand. Di- 
plom von 1715 für Johaiiu Sigmund, Adam Seyfried uud Franz An- 
dreas Freiherren v. Grotta. Dieselben stammen aus einem kärutner, 
landst&ndigen Adelsgeschlechte, in welches später auch der Frei- 
herrnstand kam. Henel und Sinapius führen das Geschlecht auch 
anter dem Namen Grotte auf und Megerle v. Mtthlfeld hat auch ein 
Adelsdiplom von 1720 für Johann Baptist Grotta angeführt. — Der 
Stamm hat in Kärnten fortgeblüht, doch ist der Personalbestand nur 
bis 1857 bekannt. 

H*n4i. ftiktiogr. rtnotr. H. 6.1»'>. - Sinapius, II. 8. t>Äl. — Geueal. Taschenb. d. grifl. 
Klarer. \**i *. :t!6 unter Berufim.: auf UOT n. 2WI u. hi-tor. Ilaiidb. iu demselben, 8. 2tM>: 
Mar Asgab« d*s Wappen«. — Sie^marher, IV. 77: v. UrotU. 

fcr*Uhass, Gratbats, aarb Freiherren. Altes, ursprünglich west- 
pbilisches u. niederrbeinisebes Adelsgeschlecht, welches auch Grot- 
baas» Grothosen, Grothausen, Gruithuisen etc. geschrieben wurde u. 
schon im 14. Jahrh. mehrere Güter in Westphalen und zwar iu der 
Nähe von Kordkirchen besass, später auch andere Besitzungen erwarb 
•ad in dem hannoverschen Ant heile noch 1780 Kritenstein, Kronen- 
bnrg u. Ledenburg im Ohiiabrüekscben und Lingenschen besass, dann 
aber in seinem Stammlande ausgegangen ist. Bereits seit Anfange 
des 16. Jahrh. kommt aber das Geschlecht in Cur- und Lietiaud vor, 
erwarb dort bedeutenden Grundbesitz, hat in diesen Läudern dauernd 
fortgeblfiht and ist auch nach Schweden, so wie nach Ost- uud West- 
pr« aisen gekommen. In Schweden wurde Otto v. G. 1642 unter die 
Kitterschaft aufgenommen und Otto Johann v. G. 24. Dec. 1687 iu 
den Freiberrnstand erhoben. Diese schwedische Linie erlosch später 
mt dem 4. Nov. 1715 auf der Insel Rügen gebliebenen Generalma- 
jor «od Commandanten «on Usedom Christian Albrecht Freiherru v. 
6. In der Provinz Preossen hatte die Familie schon 1647 Tauer- 
lacken im Kr. Memel und 1677 Saltnicken im Kr. Fischhausen inne 
and tass noch 1820 zu Cremitten, rodollen uud über- lieb hof. — 
Von den Sprossen des Stammes haben noch in neuerer Zeit Mehrere 
in der k. preuss. Armee gestanden. 

'*«■*•#. <l !*»•: "M-h Mrattuil Thratr. Nobilll. Sair. rU. — Hupet , Vlatettalirii \1*\ «. 
»** — /Co**«« Nl#ilrrrb'-iiii%rbcr %ijr|, I. >. 21» -211 - N' l'r \ -L II >. i «U. A/<iA. 
» l*4**mr, I. «. 7*\ u. 1W. — Hiehmacher. II. ISO: <Jt>.ftbu«. Nlcl.rrhnnl nt.lnrh. — r. 
~ if. II. * 111. — *<hwtdUrhr« W -B. Krrita Tab 4. 

f. Crab. Ein in Bayern vorgekommenes , mit den Familie u 



— 64 - , 

Grobe, Gruben und Grueb Dicht zu verwechselndes Adelsgeschlecht! 
aus welchem sich Johann Sigmund G. v. G. auf Bischeisdorf, knr- 
bayer. Hauptpfleger und Kastner zu Zwiffel, Landrichter zu Weissen- 
stein u. Oberstwachtmeister 1 652 mit Anna Magdalena Erbtruchses- 
sin von Höpfingen in Schwaben vermählte , aus welcher Ehe mehrere 
Kinder entsprossten. Von den Töchtern war die Eine 1730 Stifts- 
dame in Nieder-Münster zu Regensburg und von den Söhnen wählte 
Joseph Sigmund den geistlichen Stand und Albert Anton trat in die 
kurbayer. Armee. 

Uauht, II. 8. 1510 u. 1511. 

Grabe, fcrubbe (Schild der Länge nach von Silber u. Roth spitzen* 
weise getheilt). Ein ursprünglich dänisches Adelsgeschlecht, welches 
von 1463 bis in's 17. Jahrh. in JUtland und Seeland begütert vor- 
kommt. Später wendete sich ein Zweig nach Ostpreussen und war 
noch 1715 mit Prökuls und Heidekrug im Kr. Memel begütert. 

üauhe, II. 8. 37b u. 37t). — Freih. v. Krohnt, 11. S. 36. - Freih. v. Ledtbur, 1.8. IM. 

ttrabei, auch Freiherren (Stammwappen: Schild ge viert: 1 u. 4: 
Feld 2 des nachstehenden freiherrl. Wappens und 2 u. 3 der im Mit- 
telschilde des letzteren Wappens stehende Lbwe mit der Rose. Frei- 
herrliches Wappen: Schild zweimal der Länge nach u. einmal quer- 
getheilt, sechsfeldrig, mit Mittelschilde. Im silbernen Mittelschilde 
ein schwarzer , doppelt geschweifter Löwe , welcher in den Vorder- 
pranken eine vierblättrige, rothe Rose hält, 1 in Gold ein mit dem 
Handgriffe nach unten gekehrter, blauer Handspiegel, 2 in Blau eis 
getiutheter, schräglinker, goldener Balken, in der rechten Oberecke 
des Feldes von einem sechsstrahligen , goldenen Sterne begleitet; 3 
u. 5 in Gold eine vierblättrige, rotbe Rose; 4 in Blau drei, 2 und 1, 
goldene Roseu u. 6 in Blau drei von rechts nach links über einander 
aufsteigende, goldene Felsen, über welchen in der rechten Oberecke 
des Feldes ein goldener Stern schwebt). Reichsfreiherrnstand. Di- 
plom vom 8. März 1805 für Ignaz Friedrich v. Gruben, Assessor von 
kumiahi zischer Seite bei dem kaiserl. u. Reichs- Kammergerichte zu 
Wetzlar. Derselbe stammte, wie Einige annehmen, aus einer ursprüng- 
lich pommemschen Adelsfamilie, s. unten den dieselbe betreffenden 
Artikel, aus welcher der Ur-Ur-Grossvater, Rudolph v. Gruben, sich 
im Erzstifte Cöln niedergelassen hatte, in welchem die Familie die 
Güter Schlingbofen und Altenweg erwarb. Der Vater des Freiherrn 
Ignaz Friedrieb war kurcöluischer Geu.-Rath und Staats- Secretair u. 
erwarb die Herrschaft Ipplendorf. Letzterer, früher grossh. Frank- 
furter w. Staatsrath und bevollm. Minister eu Aschaffenburg, wurde 
als k. bayer. Kämm., Geh.-Rath etc. in die Adelsmatrikel desKönigr. 
Bayern eingetragen. Der Stamm hat fortgeblüht u. die Familie hatte 
neuerlich im Kgr. Sachsen Staucba unweit Meissen an sich gebracht. 
Aus dem adeligen Stamme wurde Franz Heinrich v. Gruben, laut 
Eingabe d. d. Braunfels 1. Juli 1829, in die Adelsmatrikel der Pr. 
Rheinprovinz, unter Nr. 58 der Classe der Edelleute, eingetragen. 

r. Lang, H. IfW. — Cal«iiclcr <!*+ k»i<». u. Ui-irh<>-Kainui* tkit iu Weular. — W.-B. det 
Kur. lU)irn. III. 1* u. c. II <~lckem, i. Abth. S. W'i-'iA. - W.-Il. d. Treu«. Rh«- in pro vi»*, 
Tab. 4), >r. S*J u. S. 4J. - r. Ut/ner, bayer. AUel, Tab. 35 u. S. 37. — XneiCkk*, HI. S. 
114-194. 



— 65 — 

(In Gold zwei rothe Pfähle und in jeder der dadurch ent- 
stehenden drei Abtbeilungen des Feldes eine rothe, fünfblättrige 
Bote). Ein von Letzner aufgeführtes Adelsgeschlecht, ans welchem 
oach demselben Johann Grubo, Sohn des Eitel G., als der Letzte des 
ansehnlichen Stammes, welcher dem Hanse Gruben hagen, so wie die- 
ses wieder dem Fürsteutbume Grnbenhagen den Namen gegeben, zu 
Einbeck 1305 gestorben sein soll, während Büsching ausdrücklich 
behaoptet, dass noch 1381 das adelige Geschlecht v. Gruben geblüht 
habe. 

Lettner. D&tseltche Chronik, 8. 160. — Büsching, Erdbeschreibung, I. Auflage, Tb. III. 
94. S ■. 19t. — 8itb macker. II. 114. — w. Meding, 8. 207 und 208. 

drüben (in Silber ein, an einem Ring aufrecht gestellter, schwar- 
zer Kesselhaken, welcher die Zacken rechts kehrt). Altes, bremen- 
sebes Adelsgeschlecht, eines Stammes mit den v. d. Decken, ans 
welchem Johann Grabe 1359 lebte und welches vorzugsweise im Ke- 
dinger Lande des Herzogt hu ms Bremen begütert wurde, auch im 
1*. Jahrb. noch mehrere Güter besass. — Die Familie gehört jetzt 
im Kgr. Hannover zu dem ritterschaftlichen Adel der Bremenseben 
Landschaft and besitzt das Gut Kuhla. 



I, S. SSI. — Pratjr, Altet und Neue« a. d. Hers. Bremen. IX. S. 151. — Freiherr 
r 4. JW«***c*. 8. 141. - Freik. v. Ltdebur, I. 8. 292. — ?. Medtmy, I. 8. 20S. — Suppl. 
m »•#*«. W..R. V. 16. — W.-H. det Kgr. Hannover C. 31 u. 8. 7. 



Graben, firnbbe (in Blau ein goldener Löwe). Altes pummern- 
sches Adelsgeschlecht, welches zuerst im Lauenburg - Bütowschen 
■rhrerc Güter an sieb brachte, bereits 1575 Klein- Wunneschin und 
Krampkewitz besass, nach letzterem Gute den Beinamen Klempie- 
ebowski, nach dem Gute Nesnachnow aber den Beinamen Niezu- 
ebowski führte und nach Hamelmann früher auch zu den grflfl. 01- 
Jentargischen adeligen Vasallen gehörte. In Pommern war dasselbe 
1782 mit Wyczlin und 1803 in Hinterporomern mit Gliesnitz im Kr. 
Stolpe begütert, hatte auch in diesem Jahrb. im Lauenburg -Bütow- 
icben noch lb03 Buchow, Krampkewitz u. Klein -Wunneschien, so 
wie 1836 Uerge»iu, und Ober- undUuter-Comsow inue. — Nach dem 
Mfttelschtlde der jetzigen Freiherrn v. Gruben, s. den betreffenden 
Artikel, int vom Standpuncte der llualdik nicht anzunehmen, dass 
dieselben ans diesem alten pommernschen Stamme ihren Ursprung 
genommen haben. 

M*tsm*i. K. 4M. - Gaule II. 8. 179. - N. Fr. A.-L. II. 8. SSI. - Frtik. 9 Mebwr, 
I. 8. m m. IM . — Rekmacker, III. 164. - 9. Me4ing, I. 8. 207. — PoouBtrnariiea W.B. 

»Trt • m. H. ||. 



(in Roth zwei neben einander gestellte, die Schwingen 
ein- die Sachsen auswärtskehrende, silberne Adlersflügel). Ein zu 
dem Adel derPrenssischeu Uheinprovinz gehörendes Adelsgeschlecht, 
welches in der Person des Ignaz Wilhelm Marcellin v. Gruben, laut 
Eingabe d. d. Düsseldorf, 22. Juli 1829, in die Adelsmatrikel der 
Preoss. Rbeinpruviuz unter Nr. 136 der Classe der Edelleute einge- 
tragen worden i«t. 

/>#.* t. l*d" t tr, I H. T*1 u. berichtigt III. 8. W7. — W.B. d»r Pre«««. KhvinprotiM, 
Tat «4. Hr. 91 «»d * 41. 

Crabtntaal, ftlUer, s. Friedbube r t. Grabenthal, Ritter, 
Bd. UL & 367. 

Dmtocli. A(t«liL«i. IV. 5 



— 66 — 

Gruber, i ruber ▼. Peterskirch (in Gold der Kopf und Halt eines 
schwarzen Ebers). Ein froher in Bayern vorgekommenes Adelsge- 
schlecht, zu welchem wohl die v. Gruber gehörten, welche nach Ost- 
preussen kamen und die Guter Gerlauken, Kanten, Moditten, Wigals- 
guth u. Wilgaiten an sich brachten. 

Preih. 9. Ledrhur, T. H. 2P3. — Siebmackrr, I. 85: Die (tmber ». t'rtmkirch. 

tiruber, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1 758 Ar 
Carl Christoph Gruber, Doctor der Rechte ond Advocat, mit den 
Prädicate : Edler v. 

Me.yerle v. Mühlfeld, S. U»3. 

Gräber, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1765 
für Gottlieb Ignaz Gruber, Frohneinnehmer zu Vordernberg und Jo- 
seph Anton (i ruber, Religions-Commissär in Oesterreich obderEnns 
und Hofrichter zu Kremsroünster, mit dem Prädicate: Edler v. 

Mei/erU v. Mühlfeld, 8. 195. 

Gräber, Gräber, alte österreichische Adelsgeschlechter, s. unten 
den Artikel: Grub. 

(■raber, Edler f. Erbländisch- österr. Adelsstand. Diplom ton 
1783 für Niclas Ernst Gruber, Dechanten und Pfarrer zu Krems, mit 
dem Prädicate: Edler v. 

Magerte r. Mühlfeld, Ergänz. -Rd. S. 304. 

Graber r. Grabersberg. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1709 
für Caspar Ludwig Gruber, Bürger und Handelsmann in Glatz, mit 
dem Prädicate: v. Grubcrsberg. 

Mfjtrle v. Mühlfeld, Krgäiu.-Ild. 8. 304. 

Grarballa- WensierskL Ein zum Adel im Lauenburg -Bütowscben 
gehöriges Geschlecht, welches nach Bauer, Adressbuch, S. 80, 1857 
die Güter Czarndamcrow, b., Neu-Glhicz, Trzebiatkow u. Zemmeo k. 
inne hatte. 

N. I»r. A. L. II. 8. 2111. - Freih. f. Lrdebur, I. 8. 193. 

Grader. Ein früher im Anhaltschen vorgekommenes, von Beck- 
mann in der Anhaltschen Historie oft erwähntes Adelsgeschlecht. 

w. HHlbach, I. 8. 46*. 

Gradna-Gradiinskl, Gradilnskl, auch Grafen. Grafenstand des 
Kgr. Preussen. Diplom vom 19. Febr. 1786 für Sigmund Johann Ne- 
pomak Xaver v. Grndna-Grudzinski, Herrn der Herrschaft Chodziesen 
in Westpreussen, Castellan von Posen etc. — Altes, polnisches, aum 
Stamme Grzymala zahlendes Adelsgeschlecht, welches den Namen von 
dem Dorfe Grudna bei Rogasen im Grossh. Posen führt. Matthias 
Grzymala, Castellan von Bromberg, kommt urkundlich zuerst mit dem 
Namen Grudziuski vor. Von dem Enkel desselben, Andreas, welcher 
sich 1556 im Feldzuge gegen Liefland als Anführer der polnischen 
Reiterei sehr auszeichnete, stammten die Söhne Sigmund u. Stephan, 
welche zwei Linien, die ältere und jüngere, stifteten. Letztere er- 
losch schon in dem vom Stifter Stephan (I.) im dritten Gliede stam- 
menden Stephan (II.) welcher 1690 Kron-Truchsess war. Die ältere, 
von Sigmund, Castellan von Krzywin, gegründete Linie hat dauernd 
fortgeblüht und im 6. Gliede stammte von Sigmund: Graf Sigmmd 



— 67 — 

• 

lfMi Johann, weicheres, oben, den Grafenstand in seine Familie 
brachte. Von demselben entspross Graf Anton, Herr der Herrschaft 
Witoslaw n. ans seiner ersten Ehe wurde die Tochter , Grf. Johanna, 
1*20 mit dem Grossfürsten Constantin von Kassland vermählt, er- 
kielt 1820 den Titel: Fürstin v. Lowicz und starb 1831. Die übrigen 
Nachkommen des Grafen Anton sind: Graf Sigmund, Herr der Güter 
Drzonzgowo, Soloniki und Wyslawice, Grf. Therese, verm. mit Victor 
Grafen Szöldrski und Grf. Amalie, vermählt mit Emil v. Szöldrski. 

.1. l'r A.-L. II. 8. Trj. — Dtuttrh? (irafeiihami.r d. <i<xeuwart. III. 8. 160 u. 151. — 
Fmk. 9. L'd**>Hr. I. S. *t»7 u. III. N. 267, — (Jtuoal. TWIi«mi»>. d. grafl. II im l*£2. S.316 
*mrr Otnifaaf auf 1*57. H. »3 b. hi«t<>r. Handh. m dm». 8. S«l. — W.-B. d. Prauts. Hon. 
L 4*. 



froh, froher, Grober. Die in Oesterreich sesshaft gewesenen 
Gruber, Gruber, Gruber zu Grub und Luftenberg, die Truchsesse v. 
Grub und die Gruber v. Grub zu Gererstorf, Dachenstein, StQchsen- 
steiu, Pezenkirchen etc. sind den Wappen nach nicht verschiedene 
Zweige eines Stammes, sondern zwei verschiedene Geschlechter. 
Ine Gruber zu Grub und Luftenberg und die Truchsesse von Grub 
fahrten im SchiMe einen oben gezinnten Querbalken, die übrigen 
«■roher iu Gerersdurf etc. aber einen quergetheilten Schild: oben in 
Schwarz eine aufsteigende, silberne Spitze und unten in Silber eine 
schwarze Raute. Wissgrill hat nach Ducelini, Knnenkel, dem K. K. 
Hof- Kammer- Archive etc. die Sprossen beider Stämme, welche noch 
aufzufinden waren , zusammengestellt , doch ist dadurch eine genaue 
Trennung und Sichtung dieser Stämme nicht ermöglicht worden. Der 
Xame Grueb, Gruber, kommt zuerst in Oesterreich mit Otto Gruober, 
Bitter, vor, welcher um 1 1S3 lebte. Von seinen 6 Söhnen hatte Otto 
der Jüngere Nachkommen und der Enkel des Letzteren, Hermann 
Grober der Jüngere um 1200, setzte mit seiner Hausfrau, Luzia v. 
Kot tau, den Stumm fort. Vou ihm stammten die Söhne: Altmann, 
Hermann, Conrad u. Sieghard, welche I26I vorkommen. — Sieghard 
v. Grueb, ein jüngerer dieses Namens, tritt urkundlich 1301 auf und 
«on demselben entstammten die Grüber zu Grub und Luftenberg in 
Österreich ob der Enns, welche Sieghards Söhne, Bernhard u. Sieg* 
hard, in zwei Linien fortsetzten und die mit Andreas Grüber v. Grub 
und Luftenberg im Mannsstamme ausgingeu. Die Erbtochter aus der 
fckc mit Barbara v. Tyerna, Agnes, vermählte sich mit Balthasar v. 
Scballenberg uwd wurde mit demselben vom Könige Ladi>laus als 
Herzog xu Oesterreich 1450 mit der Veste Luftenberg zur Hälfte be- 
lehnt. Vou den Truchsessen v. Grüben erscheint zuerst 132H Sieg- 
hard T. v. G. und noch 1448 wird Bernhard der Truchscss v. Grub 
all kaia. I'tieger zu Kgeuburg genannt. Was die Gruber v. Grub zu 
Gererstorf etc. anlangt, so zeugte Sebastian Grüber 1451 bei einem 
Kaufbriefe. Der Sohu desselben, Georg Grüber, Herr zu Wiudpas- 
tiag und Gere rstorf, lebte noch 141W und verliess vier Söhne , von 
vekben Johann (J. 1530 die Vesten und Herrschaften Tachenstein, 
btochsenstein und Gerer>torf besass. Derselbe starb ohne mannliche 
Nachkommen, der Bruder aber, Wolfgang G. au Gererstorf, Wind- 
fctaioj etc. bestimmte 1540 über seinen Nachlas und *eute durch 

5* 



— 68 — 

seine Söhne, Johann Wolfgang und Wolfgang Marcus, den Stamm fort 
Ersterer, welcher noch 1572 wegen Gererstorf die Leibsteuer zahlte, 
starb ohne Kinder, Wolfgang Marcus aber, 1569 noch am Leben, 
hatte aus der Ehe mit Maria Eva v. Zänndt, der Letzteu ihres alten 
Stammes, einen Sohn, Wolf Christoph G. zu Picheisdorf, Gererstorf 
etc. , kais. Rittm. (von welchem aus der Ehe mit Eva Sabina Puech- 
leuthner eiu Sohn, Franz Christoph G. v. Picheisdorf auf Gerers- 
dorf, stammte. Derselbe besass noch 1638 das Gut St Johanns im 
Steinfeld und war der Letzte seines Geschlechts in Niederösterreich. 
Die Erbtocbter aus der Ehe mit Regina Barbara v. Hartmann, Maria 
Barbara, vermählte sich 1660 mit Johann Ludwig v. Brassicani. 

Buctlini, III. S. 66. — Uauhe, II. 8. 37». — Freik. w. Hok*n*ck, II. Kuppl. 8. 14 a. III. 
8. »tO-'iU. — Freik. w Krohne, II. 8. 40. — Winsyrill, III. 8. 409—413. — 8iebmach<r,l. 
35: Die (.rälMT (iu ftcrvriitorf), — Spfner, 1. Srct. I. 

Gräber, Freiherren. Ungarischer Freiherrnstau^ Diplom vom 
6. Juli 1836 für Wilhelm v. Grüber, k. k. Feldmarschall Lieutenant, 
2. Inhaber des 54. Infant. -Rigira. Prinz Emil von Hessen uud Trup- 
pen-Divisionair zu Hermanstadt. — Der Diplomsempfänger stammte 
aus einem schon 1450 adeligen, siebenbürgischen , aus der alten un- 
garischen, einen Drachenkopf im Wappen führenden Familie Wacker, 
oder Bathur und aus welchem im 15. Jahrb. Andreas Grüber die cro- 
atische Festung Sviniza tapfer gegen die Türken vertheidigte. Von 
ihm an fehlen durch volle drei Jahrhunderte alle Nachrichten über die 
Familie und zwar wohl dadurch, dass sich dieselbe, durch die Türken- 
kriege zuiückgedrängt, unter den Resten des croatischen Volkes fan 
Oedenburger Comitate verlor. Näher bekannt wurde dieselbe erst 
wieder dunth Johann v. Grüber, welcher als k. k. Oberst 1757 in der 
Schlacht bei Prag fiel Von seinen Söhnen, Joseph und Adam, setzte 
Ersterer den Stamm fort. Derselbe, gest. 1806. k. k. Feldmarschall- 
Lieutenant, war mit Isabelle v. Lübeck vermählt und aus dieser Ehe 
entspross Freiherr Wilhelm , s. oben , verm. mit Nina v. Spannag!, 
aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, den Freiinnen Aglaja, gab. 
1808 und Sidonia, geb. 1809, ein Sohn entspross, Freiherr Camillo, 
geb. 1815, k. k. Oberstlieutenant in d. A. 

<*eii**«l. Tan-lii-iib. d. freih. Himcr, 1^53. 8. 161 u. l«i u. 1957. S. «68. 

(■rüentkal, fcräntaal, Freiherren. Erbland. -österr. Freiherrnstand. 
Diplom vom 10. Dec. 1662 für die Gebrüder Philipp Rudolph, Carl 
und Ludwig v. Grünthal. — Die Grüentbaler v. Grünthal, nach alter 
Schreibart Grienthaler und v. Grienthal zu Cremseck, Achleitten, 
Zeillern, Reinsperg, Wangen, Diedacb und Ottstorf, gehörten durch 
mehrere Jahrhunderte in Oesterreich ob und uuter der Enns su den 
ansässigen Landsleuten des alten Kitterstandes. Dieselben stammten 
ursprünglich aus Bayern und das Stammhaus war der adelige Sita 
Grienthal, zwei Meilen von Regensburg. In früher Zeit schied sich 
das Geschlecht in die Linien zu Stockach, (iabelkoven und Grienthai. 
Dieselben waren in Regensburg sesshaft u. wurden von ihrem Hause 
an der Kapelle des heiligen Grabes nächst dem fürst]. Damenstifte 
Niedermüuster insgemein Grienthal oder Grienthaler an der Capelle 
genannt. Die jüngste Linie kam nach Oesterreich und der Älteste 



— 69 — 

Stammvater der später in Österreich blühenden Familie war Wike- 
ra» de Grflentnal , welcher 1179 lebte. — 1603 erhielten durch kai- 
serliche« Diplom die Gebrüder Grüenthaler .Julius Wolf Niclas, Jacob, 
Erhard und Hans Joachim , so wie die nachgelassenen Söhne ihres 
Bruders Philipp Jacob Grüenthaler: Wolf Dietmar, Hans Andreas u. 
fieorir G. eine Veränderung und Vermehrung ihres Wappens u. zwar 
mit der Freiheit, sich, wie ihre Vor&ltern gethan, v.Gruenthal nennen 
and schreiben zu dürfen. Später kam, s. oben, der Freiherrnstand 
in die Familie und nach der Angabe des Freiherrn Carl hat Spener 
deu kaiserlichen Gnadenbrief Ton 1603 u. die ältere Genealogie des 
Stamme« mitgetheilt. Später hat Wissgrill eine sehr genaue Genea- 
logie des ganzen Stammes zusammengestellt. Nach der Angabe des- 
selben zog Andreas Grüenthaler nach Oesterreich, lebte 1430 in 
Steyer. war daselbst von 1464 — 1466 Stadtrichter u. brachte durch 
•eine Ehefrau, Barbara Roth von Crembseck, Schloss u. Gut Cremb- 
seck im Traunviertel des Landes ob der Enns an seine Söhne. Von 
seinem ältesten 8ohne, Kolmann, stammte als zweiter Sohn Wolfgang, 
deaaen Söhne Philipp Jacob und Wolfgang Niclas (s. oben) das Ge- 
schlecht in Oesterreich in zwei Linien, der älteren und jüngeren, 
fortsetzten. Letztere erlosch schon im 17. Jahrh. mit den Enkeln 
des Stifters, Krstere aber mit dem Freiherrn Franz Joseph Ignaz, 
welcher 1 760 im 1 9. Lebensjahre starb. Nächstdem blühte in Schwa- 
ben eine evangelische Linie, welche Freiherr Ludwig, jüngster Sohn 
des Wolf Dietmar v. G. und Enkel des Philipp Jacob v. G gestiftet 
hatte. Ans dieser Linie führt Wissgrill noch des Stifters Enkel , den 
Freih. Friedrich Ludwig zu Fgelstall und Neunthausen an, welcher 
1742 margr. Baaden-Durlachischer Kämmerer war. — Ein Sohn des 
obengenannten Wolf Dietmar lebte im Mannsfeldischen, v. Meding 
nennt denselben ebenfalls Dietmar und sagt , dass Kstor daher die 
Familie zn dem Obersächsischen Adel gerechnet habe, der Vorname 
Dietmar dürfte aber wohl nicht richtig sein, denn 5. Aug. 1626 starb 
Haas Jacob y. G., kursäebs. Kriegsrath,General-Commissarius, Ober- 
Anfseber der Grafschaft Mansfeld, Amtshauptmann zu Sangershausen, 
za verschiedenen Malen Gesandter am kaiserl. Hofe und Herr auf 
Voifftstedt unweit Sangerbadsen. Als v. Meding schrieb, war die Fa- 
zailie in der Grafschaft Mansfeld nicht mehr begütert. 



Kmmmth. * SO». — 9. H*tt**in. II. Huppt, ft |*. — y a /,. r . H. 400. - W, t »,jr\U, 1 1 f. H. 
«1C-«f«. — $if*mmek*r, I SS: FrHhTT-n v <;n-»itl.»ll ntxl 17: Dt«« Gi irtitaller. (>*«t#T- 
fv»fel atrht da« rtrbüc fMammmapp+n). - Sptnrr. hi*t»r. tii«iirn. H. 735 u. 736. — ». 
Uf. tlf P. »l-?li • 8up|>l. iu Mirhm W. |l. IV 11. u. VII )'.. 



s. Grimming, Freiherren, S. 39 und 40. 

€ria v ?. der drin, Gruaa, ?. der Craaa. Hin nach Anfange des 
16. Jabrh. ans der Pfalz nach Sachsen gekommenes Adclsgebchlecht. 
Haas and Hans Albrecht v. Grün (Grien), kursAchs. Itatke, waren 
1530 aaf dem Reichstage zu Augsburg; Friedrich v. G. kommt 1560 
ab kurrtchs. Kammer -Junker und Heinrich v. G. als Amtmann zu 
Baiakbea vor nnd Hans Christoph f. G. lebte 1716 als kursächs. 
Ober« Forst- and Wildmeister zu Annaburg. Nach Knauth sa*s die 
Familie, iber welche weitere Nachrichten fehlen, früher auf dem 



— 70 — 

Kloster Geringswalde. — Aus dem Pfälzischen Stamme waren Pan- 
cratius v. G., kurpfälz. Geh.-Uath und (Christoph v. G., Herr aufWie- 
dersberg, kurpfillz. Geh. -Ruth u. Kanzler, 1614 auf dem Wahltage zu 
Frankfurt a. M. und lebten noch 1630. In die Nachkommenschaft 
eines derselben soll, nach Gauhc, der Grafenstand gekommen sein u. 
zu diesem Zweige der 1745 noch lebende k. k. General-Feldmarsch.- 
Lieutenant Graf v. d. Grün gehört haben. Letztere Angabe beruht 
wohl auf einer Verwechselung mit der Familie der Grafen v. Grüne 
oder Grünne. 

Knauih, 8. 509. - Gauhe, I. S. 714 u. II. 8. SSO u. 381. — Freih. «. Hohtntck. 1. 8. 
•.'Ol u. ff. 



(im von Gold und Silber quergetheilten Schilde eine grü- 
nende Tanne). Ein im Fürstonthume Reuss- Greiz blühendos Adels- 
geschlecht, aus welchem jetzt Heinrich Anton v. Grün Kammer-Prä- 
sident des genannten Fürstenthums ist. Der Vater desselben war 
der frühere Regierungs-Präsident und Kanzler v. G. zu Greiz. 

Handarhriftl. Notiz. — W.-B. d. Sachs Maaten. V. AO. 

ürii f. liübnrg. Ei blond. -österr. Adelsstand. Diplom von 1820 
für Nicolaus Grün, k. k. Oberlieutenant, mit dem Prädicate : v. Bittburg. 

Hegerle r. Mühl/eM, Erfcim.-Bd. M. 3<>5. 

tiranin, €nnau. Altes, früher zu dem Adel in der Obcrlausitzu. 
in Schlesien gehörendes Geschlecht, welches brreits 1282 das Gut 
Grünau unweit Görlitz besass u. 1506 Kossendau bei Lieguitz u. 1690 
Lieske bei Hoyerswerda inne hatte Auf Kossendau sassen im ge- 
nannten Jahre Caspar und Heintze Grünau. Der Stamm blühte fort, 
bis derselbe Mitte Decemb. 1744 mit Carl Heinrich v. Grünau, kur- 
sftdis Kammerjunker , erloschen ist. Derselbe , wohl ein Sohn des 
Johann Christoph v. Grünau , welcher nach einer Handschrift noch 
1695 lebte, hat in seiner Jugend dem bekannten Pagenbette auf der 
Festung Königstein den Namen gegeben. Nach der gewöhnlichen 
Angabe der Führer auf der genannten Festung soll der ehemalige 
Page v. G. 106 Jahr alt geworden sein, doch erpicht das Kirchen- 
buch zu Schmölln bei Hischofswerda, dass derselbe im angeführten 
Jahre im 90. Lebensjahre gestorben ist. 

!lanrf*rhrlftl. Notli. - Simipiui, I. S. 415 - hWih. r. Ltd^nr. I. 8. TM. 

Grünbaeh, Grunberkh ?. Vrünbarh. Ein in Steiermark von 1139 
bis 1648 und in XiederösterrcKh von 1179— 1547 vorgekommenes 
Adelsgeschlecht. 

H'isujnll, III 8. 413 u. 414. - Schmutz. I. S. «1HI. 

Grünbarb, s. Grunde 1er v. Grünbach. 

Vrnnharher f. Urnnenfeld. Erbland. - österr. Adelsstand. Diplom 
von 1770 für Lorenz Joseph Grünbacher, k. k. Rittmeister bei Graf 
Althan Carahinier. mit dem Prädicate: v. Grünenfeld. 

MrtfrrU r. MnhlMd, F.nr.inx.nd. S. *>5. 

irünbfrg (in Roth ein grüner Querbalken). Altes, branden bur- 
gisches Adelsgeschlecht, welches schon 1334 mit Selchow und 14 IS 
mit Kirschbaum u. R^ichcnwaldc im Kr. Sternberg, so wie mit Lüb- 
bichow im Kr. Frankfurt begütert war u. später bis in das 18. Jahrb., 



— 71 — 

i» welchem noch 1769 dasGutGrunew der Familie zustand, im Bran- 
deabnrgischen mit mehreren Besitzungen angesessen war. In der 
zweiten Hälfte des 16. Jahrb. kam eine Linie des Stammes nach 
Schlesien und sass 1580 auf Loos bei Grünberg, von wo sich das Ge- 
schlecht weiter ausbreitete. Ueber diese scblesische Linie hat Siaa- 
pios bis zu seiner Zeit genaue Nachrichten gegeben. — Za den sp&- 
t«Tr n Sprossen des Stammes gehören namentlich der k. preussische 
(Seneral v. G., welcher bis 1799 Chef des 24. Infanterie- Regimentes 
io Frankfurt a. d. 0. war und der 1850 verstorbene k. preuss. Land- 
raib a. D. und Kamrnerberr Carl Friedrich Rudolph v. G. zu Schloss 
Löhnitz bei Deutsch. Auch haben noch in neuerer Zeit Familien- 
glieder in der k. preuss. Armee gestanden. 

RmapiMM, I. M. 414—417 und II. 8. 65t u. 652. — Gamkt, I. 8. 704 u. 705. — N. Prelis». 
A L II f. TM a. 99t. — Freik «. Ltdtbur, I. Ä. t9i. — 8(<kmack*r. I. 57: ▼. Offtntxr*. 
•rfcftroi««*. — t. M*4i*9. 111. 8. S35. . 

tiriaberg (in Roth zwei von einander abgesonderte, silberne Bflf- 
felshörner, jedes an der auswendigen Seite mit zwei silbernen, sechs- 
»blättrigen Rosen, deren lange, grüne Steugel um das Hörn gewunden 
sind, besetzt). Altes, thüringisches Adelsgeschlecht, welches im 16. 
a. 1 7. Jahrb. die Güter Domfeld, Dornheim bei Arnstadt, Herda und 
Lasterbach bei Gotha besass. Balthasar v. G. war 1668 Herr auf 
Lanterbach and nach einer von Chr. Richter 1637 zu Gera in den 
Druck gegebenen Leichenpredigt starb in diesem Jahre der gräflich 
Renas -Plauensche Stallmeister v. Grünberg. Nach Allem ist später 
der Stamm ausgegangen. Dass zu demselben die v Grünberg gehör- 
ten, welche 1803 zu Domersleben im Kr. Wanzleben der jetzigen 
Provinz Sachsen sassen, ist wohl nicht anzunehmen. 

t+mmtk, k. S09. _ Qauht, I. 8. 705. - r. ITttlbuck. I. 8. 4tt>. -FrHh. r. Ltdtbur, I. 8. 
SM — £»#fc»«rJr«r, I. 141: ▼. Orünlirrf, UvUsuUrh. — r. Mtihnp, III. 8. 11*. 

Crinberg, Elfter (das Wappen gleicht ganz dem im vorstehenden 
Artikel angegebenen Wappen). Reichsritterstand. Diplom vom 
29. Mirz 1563 für Zacbarias v. G., kaiserl. Rittmeister, Abraham v. 
0. und Elias v. G., später Reicbs-Hofrath, mit Bestätigung ihres alten 
Adels and Wappens. — Die Diploms-Empfänger gehörten dem Wap- 
pen nach zu dem thüringischen Geschlecbte v. Grünberg und von den 
Nachkommen wnrdc Johann Wilhelm v. G., kais. Rittmeister n. spä- 
ter Trocbsess des K. Matthias, als Herr des Guts u. Schlosses Diet- 
■anns in Niederösterreich 1613 den alten Geschlechtern desnieder- 
Ofterreicbifcben Ritterstandes einverleibt. Aus seiner Khe mit Anna 
Stsanna Herrin zu Polheim stammte Franz Carl v. G., Herr zu Diet- 
aanns, welcher mit Anna Catharina Füger v. Hirschberg in Tirol ver- 
Biblt war und nur eine Tochter, Sophia, hinterliess, welche ihrem 
Gemable, Johanu Georg v. Oppel, das Gut Dietmanns zubrachte. 

Mt—friU. III M. 414 u. 411. Schnttttx, I. « €91. 

ft i rt tr g , Elfter. Böhmischer Ritterstand. Diplom vom 4. Mai 
1669 für Johann Marquard v. Grünberg. 

r. **U+ek. I. B. 4«». 

Mferg, Wtter, s. Haas Edle v. Grüuberg, Ritter und 
8cbrejer, Edle Herren und Ritter v. Blumenthal auf 
Grtaberg* 



— 72 — 

€röaberg, s. Leixner v. Grünberg, Schreyer v. Grünberg 
u. Tattowitz v. Grünberg. 

Vrintnberg, tiryenenkerg (in Silber zwei aber einander schwe- 
bende, grüne Berge). Altes, schwäbisches Adelsgeschlecht, aas wel- 
chem Hanman v. G. stammte, dessen Schild sich im Wappenbacke 
des Costnitzer Concils findet 

8i*bmacker, V. 111; v. Gryenenberg. Schwäbisch. — «. Mtding, III. 8. 136. 

tirinenberg, s. Krzanpal v. Grünenberg. 

iriaenfeld, s. Christ v. Grünenfeld, Bd. II. S. 270. 

Urnner v. Grinfeld. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1 706 
für Johann Leopold Grüner, Gutsbesitzer in Schlesien, mit dem Pri- 
dicate: v. Grünfeld. 

Uriaer, Ritter. Erbländ.- Österreich. Ritterstand. Diplom vom 
27. Dec. 1854 für Joseph Grüner, k. k. Legationsrat h, Geheral-Con- 
sul für das Königr. Sachsen und Geschäftsträger bei den herz, anhält» 
schen, fürstl. schwarzburg. u. fürstlich reuss. Höfen. 

Handschriftl. Notis. ' 

€rönfeld, Edle, s. Puxbaum, Edle v. Grünfeld. 

ftrinfeld nnd tinttrnstädt, WalUnann t. tirnnfrldt, Freiherren (in 

Roth zwei wilde Männer, welche in ihrer Mitte einen grünbelaubten 
Baum halten).- Reichsadels-, böhmischer Ritter- u. Reichs-Freiherrn- 
stand. Adelsdiplom vom K. Leopold I. für Georg Waltmann, H«»rrn 
zu Hummelstein und Guttenstätten in Franken, unter Bestätigung des 
bereits geführten Adels mit dem Prädicate: v. Grünfeld, Grunfeldt; 
Ritterstandsdiplom vom 12. Juni 1690 für den Sohn desselben, An- 
dreas Wilhelm W. v. G. , Herrn auf Guttenstätten, so wie auf Kolk- 
nitz u. Radschütz im Jauerschen , Saegewitz im Breslauischen etc. o. 
Freiherrndiplom vom 7. Febr. 1 740 für die beiden Söhne des Leta- 
leren , Andreas Wilhelm und Hans Carl W. v. G. — Das Freiherrn- 
diplom wurde später, 6. Nov. 1741, im Königr. Preussen bestätigt. 

— Der Empfänger des Reichsadelsdiploms Georg W. v. G. , war ein 
Sohn des 1633 gestorbenen Caspar Waltmann, kurbraudenb. Rathet, 
welcher aus Franken zuerst in das Brandenburgische gekommen war. 

— Der freiherrliche Stamm blühte fort und du i)c>itz dir Familie 
in Schlesien wechselte mehrfach. 1745 erwaib dieselbe das Berg- 
schlos8 Lehnhaus mit den dazu gehörigen Gütern bei Löwenberg und 
hier starb 1804 kinderlos Freib. Friedrich Gotthard Khreiireicb als 
der Letzte seines Stammes. Die Güter kamen an einen Neffen, einen 
v. Haugwitz. 

Sinapittt, II. 8. M2— 654. - N. Pr. A.-L. II. 8. *9f? u. 297. - Freiherr r. L*<J'bmr, 1. 
8. *M5. — W.-B. d. l>r*uM. Monarch. II. 3'.». — Kwchke, IV. 8. 156 u. 157. 

Urnnfels, s. Horetzk i v. Grünfels. 

tirinhef, s. Fuschikowsky v. Grünhof, auch Ritter, Bd. 
III. S. 414. 

ttrnnhelie k, s. S t ö c k 1 e r n v. G r ü n h o 1 z e k. 

ürinne, lirinne, Vrafrn (Oesterreichische Linie: in Roth ein 
schrägrechter, silberner Balken. Niederländische Linie: Schild quer- 
getheilt: oben iu Roth ein schrägrechter, silberner Balken und unten 



— 73 — 

in Gold drei, 2 a. 1, sehrägrechts gelegte Schlägel, welche die Stiele 
liaks kehren). Reichsgrafenstand. Diplom von \14b bei der Kaiser- 
kronen* in Frankfurt a. M. für Nicolaus Franz Hemricourt de Mozet, 
Grafen uud Herrn v. Granne, k. k. w. Geh.-Rath u. Kämm., General- 
feldzeugmeister, a. o. Gesandten etc., für sich und seine sämmtlicben 
(Geschwister. — Die Grafen v. Grünne stammen aus einer Linie des 
sJten Geschlechts v. Hemricourt ab, welches schon im 12. Jahrhun- 
dert* in der sog. Hasbaye vorkam, die meist der auf dem linken Ufer 
der Maas gelegene Theil des lfltticher Landes ausmachte und Spros- 
se d des Stammes standen den Lüttichern in den Kämpfen gegen die 
Brabanter und der Krone Sicilien gegen Arragonien als tapfere Rit- 
ter bei. — In späterer Zeit erwarb das Geschlecht in der Grafschaft 
Namor die Herrschaft Mozet und im wallonischen Theile des Her- 
togtb. Luxemburg die Herrschaft Grünne und von Georg Hemricourt 
de Mozet Grafen v. Grfinne und Herrn zu Harsin, herzogl. lothring. 
Kämmerer, gest. 1749, stammte aus der Ehe mit Francoise de Lam- 
bert! Graf Nicolaus Franz, s.oben, welcher als Liebling des K.Franzi, 
■it demselben nach Wien kam und später starb, als er eben durch 
Kauf des Fürst enthums La Roche im Luxemburgischen die reiebs- 
ftrttüche Wflide in die Familie bringen und das Gouvernement von 
Luxemburg übernehmen wollte. Den Stamm setzte sein Bruder, Phi- 
lipp Anton, fort. Derselbe, gest. 1753,k. k. u. kurbayer. Kämm., k. 
k. Generalmajor etc. war mit Anna Therese Grf. v. Esterh&zy, gest. 
1762, vermählt und aus dieser Ehe entspross Philipp, gest. 1797, k. 
k. Generalmajor, welcher sich mit Christiane v. Holstein vermählte 
lad twei Söhne, Philipp (II.) und Carlomann, hinterliess, welche den 
Stamm in zwei Linien, die österreichische u. niederländische, schieden. 
Krstere schreibt sich jetzt: Grünne, Letztere: Grünne. Der Stifter 
der österreichischen Linie: Graf Philipp (IL), gest. 1854, Herr zu 
Markt Dobersbcrg, Illmau, Taxm und Peygarten in Österreich, k. 
k. w. Ceti.-Ratb, General d. Cavallerie, Regiments-Inhaber etc. war 
■it Rosalie Freiin v. Felz vermählt und aus dieser Ehe stammt Graf 
Carl, geb. 1808, Herr der genannten väterlichen Güter, k. k Kämm., 
w. Geb.-Ratb, Feldmartchall-Lieut., Cnpitsin der Garde-Gensdarme- 
rie and Oberst-Stallmeister, verm. mit Caroline Prinzessin v. und zu 
Traut! man fcdorfT Weinsberg, geb. 1808, aus welcher Ehe, neben drei 
Töchtern, drei Söhne entsprossten: Gr. Philipp (III), geb. 1833, k. 
k. Kämm, und Major; Gr. Ferdinand, geb. 1836, k. k. Rittmeister u. 
Gr. Rudolph, geb. 1838, k. k. Rittmeister. Die Schwester des Gr. 
Carl. Grf. Zo£, geb. 1810 ist mit Carl Gr. v. Wallmoden-Gimborn, k. 
ku w. Geh.-Rath, General der Cav. und Regiments-Inhaber vermählt. 
— Was die niederländische Linie anlangt, so vermählte sich der 
Stifter derselben. Graf Colomann, gest. 1853, Besitzer der nieder- 
laad. FamiliengOter, k. k. Kämm. u. k. niederländ. Generallieutenant 
■it Elisabeth Frei in v. S6cus, geb. 1791. Aus dieser Ehe stammte 
Ural Alexander, gest. 1841J k. k. Kämm., verm. mit Charlotte Freiin 
# t. SeateiJe, geb. 1817 und der Sohn derselben ist: Graf Arthur, geb. 
1840, die Tochter aber Grf. Emma, geb. 1842. Die beiden Brüder 



— 74 — 

des Grafen Alexander sind: Gr. Wilhelm, geb. 1820, k. k. Kämm. u. 
Graf Eugen, geh. 1823 u. vermählt mit Caroline Grf. v. Ribaocourt, 
geh. 1829, aus welcher Ehe ein Sohn lebt; Franz, geb. 1850. 

Jacohi. 1*00, H. 8. ".'20. - Mounmein anri>ns, pur le Comte J. de 8t. <i*uoia. RraseHes, 
IM'«;. ||. p. 4*>6 und 427: (ciiU das au* drin LatviuUrkcn in«« Französische fibi'raettle Kelch«. 
urai'i-ii-niplnni. — Miroir d*< K. hk-s de llesbati*. I'aii. 1318. ßruxrilts. — Mtgtrle «. JMM. 
AW. Kncünz.-Bd. 8. 16. — Allit. u. gcneal. 8tnat<haii<ll>uch. 1*24. I. 8. 577—47». — ». //•«- 
A«rA, I. S. 472 und 473. — In ii: .che tiraffiihauxfr der <i*t;«'ij*., I. 8. Wa-300. — Geueal. 
Tas.-hi-iib. d. gräff. Häuser, 1S62. 8.319 u. 320 u. histor. geneal. II and b. su dems+lbcu, S. tSt. 

t'runnsevsen ?. Ehrenfels. Reichsadelsstand. Diplom von 1794 
für Stephan Grünnseysen, Obereinnehmer bei dem Hauptmautbamte 
zu Prag, mit dem Prädicate: v. Ehrenfels. 

M'iiftit f. Mühlfeld, KrpttiK.-Hd. 8. 305. 

tlriiiiroil, Vränrodt, t'roureth, Crnnrad. Altes, sächsisches Adels- 
gesehlecht, welches im Meissnischen und der Oberlausitz mit Seif- 
fersdorf, IJrauna, Lissna, Kötteritzsch, Groben, Wiederroda etc. an- 
gesessen und auch im Erzgebirge und im Altenbnrgi sehen begfltert 
war. — Bereits 1 102 kommen die Gebrüder, Heinrich u. D'etzmann 
G., Söhne des Ulrich G., in Urkunden des Klosters St. Afra zu Meis- 
sen vor: Heinrich war Domherr, Dictzmann aber setzte den Stamm 
fort. Von den Nachkommen desselben kaufte Dietrich v. G. a.d. Hanse 
Bornitz, seit lf>69 markgr. brandenb. Amtshauptmann zu LiebenwaM, 
1585 das Gut Seiflfersdorff bei Radeberg, welches bis zum Erlöschen 
des Stammes die Hauptbesitzung war. Derselbe starb, als Vater nnd 
Grossvater von 44 Kindern und Kindeskindern, 1603 im 82. Jahre 
und die Nacbkoi menschaft blühte in zahlreichen Gliedern durch da» 
17. Jahrh. hindurch. In der ersten Hälfte des 18. Jahrb. kommen 
die Sprossen des alten Geschlechts immer mehr vereinzelt vor und 
Hans George v. G., kursacbs.Geh.-Rath, welcher 1743 noch zu Seyf- 
fertsdorff lebte, soll, wie mehrfach früher angenommen wurde, den 
Stamm geschlossen haben, was aber nur in J-ezug auf Sachsen gesagt 
werden kann, denn nach Freih. v. Ledebur lebten die letzten Glieder 
des ganzen Geschlechts , Benjamin v. Ciflnroth, gest. 1751 und der 
Sohn desselben, Johann Benjamin v. G., in der Mitte des 18. Jahrh. 
in Berlin.. 

hitatith, 8. .M»«». — Sja wo ♦«////'/. Ad<N«|>if;:*-l. II 8. 320. — Vol. König, f. S. 436-4«. 
- <inHh*. I. 8. 70t'— 70*. — " y tt iL r. L<d,l,u,\ I. S. 2i«.V — Nr>6w»«c/.#»r. 1. I.W : IMe Ortn- 
rmlt. M.j>miimIi. — r. Metiiny. Hl. S. V37 u. 23t. — Knrtchke, III. 8. IM u. 185. 

Crunlbal, Freiherren, s. Grüenthal, Freiherren, S. 68 o. 69. 

tirüntbal, s. Schöfnerv. Grünt hal. 

Crünwald, frfinfitald, neuerlich frfinenitald. Reichsadelsstand. 
Diplom vom 3. Mai 16G1 für Jacob Klinckebeil (Klingenbeil), herxogl. 
sachs. merseburg. Amts- Kämmen atb und Salzhauptmann zn Guben, 
Comcs Palat. Caesar. Herr auf Biesen in der Niederlausitz etc. mit 
dem Namen: v. Grtiuwald. Derselbe hatte mehrere seiner Dichtungen 
drucken lassen , von w eichen besonders der „heilig LoberscballeiMle 
Grünwald 1 ', dessen Widmung K. Leopold I. angenommen und dessen 
Titel Veranlassung zu dem neuen Namen der Familie gegeben halte, 
sehr bekannt wurde. Er starb 1694 und hinterliess drei Söhne. Der, 
Stamm hat in Sachsen fortgeblüht und Sprossen desselben traten in 



— 75 — 

die kor- und k. sachs. Armee. Robert Gemelka v. Grünewald verliess 
»833 als k. sacbs. Rittmeister die activcn Dienste und Hflon Obcron 
?. G. wurde 1851 Major im k. sächs. Fuss-Artill.-Regim. 

Hühner. I.Ut«»r. Polit. VI!!. 8. 114. - (iauhe. II. 8.382 u. SM. - t.lhühach, I. 8.470. 
- Keim, w Udtbmr, I. 8. Mb u. 1M>6. — W. B. d. Särhs. Staat. IV. 96. 

fcritwail, Eitler, s. Leveneur v. Grünwall, Ritter. 

tirwtrr, Umher (in Silber zwei neben einander schwebende, rothe 
Scliildtheii). Altes, westpbalisches und niederrheinisches Adelsge- 
»ehlerht. welches aus der Grafschaft Mark, in welcher dasselbe schon 
1480 Werdringen, jetzt Wehderingen unweit Hagen, 1509 Wetter u. 
1524 Schönefeld besass und später noch andere Güter erwarb, in 
indere Thcile Westphalens und an den Niederrhein kam. Es sollen 
in WeMphaleu u. am Niedcrrheh in Wappen u. Stamm verschiedene 
Familien des Namens Grflter vorgekommen sein», doch sind nur die 
beiden Stamme Grflter-Diepenbroick u. Grtiter-Morrien, s. die nach- 
stehenden Artikel, bekannt, welche, wir die Wappen ergeben, aus 
der hier in Rede stehenden Familie hervorgegangen sind. 

'/«»Ar, II. 8. 3K3. — Friik. t. Lttlebur, 1. S. 2t*6. — r. Steinen, Wentph. Gesch. Tal». 
**r. I. 

iriMer-Mepeutarfck, Mepeabrelrk-Gruter, rreiberrea (Schild ge- 
liert: 1 u. 4 in Roth zwei mit den Spitzen abwärts geneigte, ge- 
kreuzte Schwerter mit behwarzen Handgriffen, goldenen Stichblattern 
ind Knüpfen (Diepenbroick) und 2 u. 3 in Silber die beiden rothen 
<»intersrhin Schildchen). — Im Kgr. Preussen durch Diplome vom 
15. Octob. 1840 u. 24. Sept. 1*41 bestätigter Freiherrnstand der im 
Teckleuhiirgischen ansässigen Familie. — Dem ursprünglichen Fa- 
miliennamen v. GrOter wurde der Namen Diepenbroick hinzugefügt, 
ah (instar Freih. v. Grüter sich mit der Tochter des k. hannov. Gc- 
'.erillieutfiiants Ludwig Freiherr v. Diepenbroick — 8. den Artikel 
hiepenbroiek, Kd. II. S. 481 — vermählte. — Aus der ersten Ehe 
des Freiherrn Gustav, gest. 1*22, Herrn auf Mark und Rabe im Tek- 
lenburgi^cben , mit Wilhelmine Freiin v. Diepenbroick, gest. 1809, 
«•uttpross Freiherr Ludwig, geb. 1604, Herr auf Mark und Rabe, k. 
prt'U«s. Laudtath des tecklenburg. Kreises, verm. in erster Ehe mit 
Georgine v. Alten, gest. 1838 und in zweiter mit der Schwester der- 
Mrlben, Elise >. Alten, geht. 1842. Aus der ersten Ehe stammt Freih. 
Rudolph, geb. 1835, k. preuss. Appellat.-Ger.-Uefereudar u. aus der 
zveiten Freih. Otto. geb. 1841, k. preuss. Lieutenant. Die Brüder 
de* Freiherrn Ludwig aus erster Ehe des Vaters, des Freih. Gustav, 
k> nie aus der zweiten Ehe desselben mit Caroline Freiin v. d. Reck, 
ftM. 1846, bind im geueal. Tascheub. d. freih. Häuser genau ange- 
geben. 

».Fr A. L. VI. M 141. - (.-.Mal. Tatrh. ul.. d. freih. !läti«rr, lfi*. M. 11(1-12". IHM 
m 71 7 n l»C.J * 350- »:* 

€riter-Ierrfen (Schild geviert: 1 u. 4 iu Silber die zwei rothen, 
Grüter>chcn Schilde ben und 2 und 3 in Silber ein schrftglinkcr, nach 
Hill» viermal gezinnter, schwarzer, rechts oben von einem rothen 
Sterne begleiteter Palkcn). Fin in der Person des Carl Giuter iGrO- 
ter)-Morrien in die AcUlsmatiiktl dir Prtush. Rheinpiovinz unter 



— 76 — 

Nr. 89 der Classe der Edelleute eingetragenes Geschlecht. — Die 
Familie v. Morden, Staramgenosse der v. Grothus, Malemann etc., 
war ein gegen Ende des 18. Jabrh. ausgestorbenes Geschlecht. Die 
Sprossen desselben hatten bis 1691 das Erbmarschallamt von Mon- 
ster, waren Stuhlherren der Münsterseben Freigrafenschaft Wesen- 
fort und erhielten 28. Jan. 1670 den Reicbsfreiherrnstand. Nach 
Erlöschen des Stammes kam Name und Wappen an einen Zweig der 
v. Grüter. 

Freih. 9. Ledebur, I. 8.296 u. II. 8. 120: Morrien. — W.-B. d. PreuM. Rheinprovlm, I. 
Tab. 46 N. 92 u. 8. 45 u. 46. 

tiraUkansen,£rnithniseii (iu Silber ein linkssehender, rother Adler 
mit blauem Schnabel u. blauen Fängen , welcher auf der Brust einen 
goldenen Schild, mit einem blauen Querbalken trägt). Altes, nicht 
mit der ursprünglich westphälischen Familie v. Grotbuss, 8. den be- 
treffenden Artikel, S. 63, zu verwechselndes, aus der niederländischen 
Provinz Geldern stammendes Adelsgeschlecht, welches von der Mitte 
des 1 5. Jahrh. an namentlich in der Veluve zu Appeldorn angesessen 
war und im Anfange des 16. Jahrhunderts im Gelderschen, so wie im 
17. Jahrh. Brachein and Klumenthal unweit Geilenkirchen u. Gemflnd 
etc. erwarb. Die Familie blühte in den Rheinlanden fort und Franz 
Ferdinand Ernst, Peter Gereons, Carl Hubert und Franz Matthits 
Ludwig v. Gruithausen wurden laut Eingabe d. d. Haus Blumenthal 
(Blömendahl) bei Gemünd, 2. Aug. 1829, unter Nr. 113 der Classe 
der Edelleute , in die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz einge- 
tragen. 

Roben», Rlementarwtrk, T. 32. — N. Pr. A.-L. V. 8. 199. — Freih. t.Ledebur, I. tSS. 
- W.-B. d. Preim. Rheinprovinz, 1. Tab. 47 Nr. 93 und 8. 46. — Kn*>*chkf, IV. S. IM. 

(inrittner, Ritter* Böhmischer Ritterstand. Diplom vom 2. Jan. 
1 665 für Heinrich Gruittner. 

«. Hellbach. I. 8. 470 u. 471. 

Cruibach. Eins der ältesten und reichsten fränkischen Adels* 
gescblechter, eines Ursprungs u. Wappens mit den v. Wolfskeel, wel- 
ches das Erbsebenkenamt im Hochstifte Würz bürg erhielt und rar 
reichsunmittelbaren Ritterschaft der fränkischen Can tone Steigerwald 
und Rhön-Werra gehörte. Das gleichnamige Stammschloss, welches 
auchGrumpach geschrieben wurde, lag an derWerra, zwischen ThOn- 
gen und Arnstein u. schon vom 12. Jahrh. an kommen Sprossen des 
Stammes als Ritter vor. Albrecht G. zog 1191 mit K. Friedrich 1. 
nach Syrien und kam auf dem Meere um; Hartmann zählte 1258 su 
den Landmeistern des deutschen Ordens in Preussen und Werner 
suchte 1310 die Kriege zwischen dem Herzoge Friedrich von Oester- 
reieb und den Herzogen zu Bayern zum Stillstand zu bringen. Wolf- 
gang v. G. wurde 1322 und Johann v. G. 1455 Bischof zu Wttrzburg. 
Später machte sich Wilhelm v. G. , geb. 1503 und 1567 seinem Ge- 
schicke verfallen, als Urheber der s. g. Grumbachschen Händel in der 
Geschichte sehr bekannt. — Der Stamm blühte fort bis Carl Chri- 
stoph v. G. zu Gleisenberg und Rockenbach denselben 1682 schloM. 
Mit der zweiten Tochter aus der Ehe mit M. Catharina Stiebar v. 



— 77 — 

Bottenheim : Magdalena Christiane, vermählte v. Hacken, erlosch 
1735 auch der Name des Geschlechts. 

Mpmmftnhtrp, AdcUtpieftl, I. S. SOS. — üamhe, I. 8. 710 u. 711. — ». Hattttein, II. 8. 
l?t-lll und a, ». a. O. — Bfdtrmann, Cantoii Nteigcrwald, Tab. «11—219. — brück**,-, 
Kirch««- «. (ftetrnlenauat im H. Gotha, II. 4. Strk. 8. 11. 7. Stck. S. 51 u. III. 7. Stck. s. 
i. — Smlir, 8. m. W6. 229. SSO u. a. v. a ü. — Sitbmacker, l. 100 : v. üruapach, Frio- 
titrfc. - 8uppl so Mifbm. W.-B. VII. 13. 

GrmMMhf f. aUtsenfeldL Böhmischer Adelsstand. Diplom von 
1709 für Georg Antou Grumbholtz, königl. Richter zu Iglan u. Land- 
schafts-Einnehmer, mit dem Prädicate : v. Rossenfeldt 

Gnunbckow, (irambkow. Altes, pommernsches Adelsgeschlecht, 

welches König Friedrich Wilhelm 1. 1719 zu den Schlossgesesseueu 

Pommerns erhob. Die Familie kam im Laufe der Zeit zu bedeutendem 

Grandbesitze, namentlich im Kr. Stolp, später aber auch in anderen 

Kreisen. Die ersten Belohnungen in Pommern erfolgten in der ersten 

Hälfte des 15. Jahrh. von dem Könige von Dänemark und Herzoge 

in Pommern Erich VII. und schon 1427 waren Langenböse n. Runow 

■nd 1457 Grnmbkow und Zechlin in der Hand der Familie. Im 17. 

■nd 18. Jahrh. wurde das Geschlecht auch im Brandenburgischen u. 

im 18. Jahrh. in Schlesien und in Ost- und Westpreussen begütert 

In neuerer Zeit ist der einst so gliederreiche Stamm im Kgr. Preus- 

sen nur in einzelnen Sprossen, welche nicht mehr begütert waren, 

vorgekommen, frOher aber entsprosste aus demselben eine lange Reihe 

von aosgezeichneten Staatsmännern, Generalen etc., Ober welche sich 

interessante Nachweise im N. Preuss. Adels- Lexicon finden. Unter 

diesen ist zuerst zu nennen: Joachim Ernst v. G., gest. 1690, kur- 

brandenb. w. Geh. -Staatsminister, Oberbofmarscball etc., welcher zu 

Gross- Rauow ein Kloster für zwölf arme Jungfrauen stiftete. Derselbe 

binterliess drei Söhne : Georg Ludwig v. G. , k. poln. und kursächs. 

General und Commandanten zum Sonnenstein, welcher 1738 noch 

lebte; Friedrich Wilhelm v. G. , gest. 1739, k. preuss. Generalfeld- 

airschall, Erbjägermeistcr des Herzogth. Pommern etc., welcher, wie 

bekannt, entschiedenen Kinfluss auf den K. Friedrich I. von Prenssen 

hatte und Philipp Otto v. G., gest. 1752, k. preuss. Geb. -Staats- und 

Kriegsminister etc. Der Sohn des Letzteren, Philipp Wilhelm v. G. 

genots lange als Flügcladjutant des Königs Friedrich II. die besondere 

Gnade desselben. — Kin Zweig des alten Stammes blüht jetzt im 

Kgr. Sachsen u. zu demselben gehören: Heinrich v G., Hypothekcn- 

bvcb fuhrer bei dem k. sfiebs. Geiichts-Amte 1. zu Leipzig; Alexander 

v G, k. sirhs. Obergränz-Controleur im Hauptzoll-Amte zu Adorf etc. 

Gmmäf, | 8 711: nach M»cr«H etr — iHrtkmar. ». 74: ftrnralogk u Wappen. — />»>- 
• — »«■». 8. |4£ ». *Ol. — Hruggemamn, I. 7. HuUt. - N. I'rruu. A L. II. 8. 1*3—19*. — 
flrrt*. 9 L*4rtwr. I 8. 19% u TM u. III. K. 5f(i7 u. '.'f.*«. — Sirlmtfktr, III. 1*4: narh Mi- 
ttU. 4mth Birfct ricatif. - |'omm«ruBrkr» W.-B. V. Tab. 71 o. f. 14"». — W.-B. d. 8irh«. 
VI! 14. 



Cnmrtfc ▼. Trenenfeld , Eitter. Krbländ.-österr. Ritterstand. Di- 
plom von 1794 für Ignaz Grumeth , Verpflegsverwulter zu Juu^buuz- 
lan, mit dem Prädicate: v. Treuenfeld. — In neuester Zeit stand 
Friedrich Grumeth Ritter v. Treuenfeld als Hauptmaun im k. k. 22. In- 
fanL-Regimente. 

t. M+klftU, Erfint-Bd 8. 147. 



— 78 — 

Gma, f. i. tiraaa, s. Grün, S. 69 11. 70. 

fcraaaaer. Ein in der ersten Hälfte Jes 17. Jabrh. in Schlesien 
vorgekommenes Adelsgeschlecht , aus welchem Wenzel v. Grünauer 
und Glauche auf Grüttcnberg, beide Güter im Oelsischen, des Her- 
zogs Carl Friedrich zu Münsterberg und Oels Burggraf zur Oels, 
9. Mai 1636 starb. 

Sinapim, II. S. K51 u. Olsuorfraphia, I. 8. 7n.1. — Freih. v. Ledebur, I. 8. 294. 

Grandberg, s. Brau gel v. Grundberg, Bd. II. S. 22. 

Ürandeler v. Irünbach. Ei bland. -österr. Adelsstand. Diplom von 
1777 für Johann Heinrich Grundeier, k. k. Oberlieutcnant bei Graf 
Callenberg-Infanterie, mit dem I'rädicate: v. Grünbach. 

lteyertr r. Mühlfeld, Ergänz -Bd. S. .105. 

Vrandemann-falkeiiberg, freiberreu and Grafen. Rcichsfreiherrn- 
und Grafenstand. Freiherrndiplom vom 13. August 1696 für Ernst 
Constantin v. G.-F., mit dem Prädicate : Frei- u. Panierherr zu Wal- 
dcnfcls u. Grafendiplom vom 7. Dec. 1716 für den Sohn desselben, 
den Freiherrn Johann Adam. — Altes, österreichisches Adelsge- 
schlecht, welches schon sehr lange den Beinamen Falkenberg nach 
Einigen von einem der Stammhäuser Alt- u. Neu-Falkenberg in Hes- 
sen, oder nach Anderen von einem gleichnamigen Orte in Branden- 
burg u. Schlesien, wo die Vorfahren lebten, führen soll. Der Stamm* 
vater des Geschlechts in Österreich war Melchior Grundemann v. 
Falkenberg, zu Ende des 16. Jahrh. Fürstl. Bamberg'scher Hofratb. 
Zwei Söhne desselben, Constantin und Elisaeus, wendeten sich unter 
K. Rudolph IL nach Oesterreich und begaben sich in landesfürstliche 
Dienste. Von diesen beiden Söhnen setzte Constantin, gest 1662, k. 
k. Hofkammerrath und Yicedom im Lande ob der Enns, den Stamm 
fort und der ältere Sohn desselben, (Jeorg Constantin, k. k. Rath und 
Landrath und später ebenfalls Vicedoro in Oesterreich ob der Enns, 
bestimmte die aus dem väterlichen Erbe ihm zugefallene Herrschaft 
Waidenfels zu einem Fideicommiss für die Familie, welches nach 
seinem Tode an des Bruder*, Adam Antons, Sohn: Ernst Constantin 
gelangte, welcher 1688 das ungarische Indigenat und später, wie an- 
gegeben, das Freiherrndiploro erhielt. Derselbe hinterliess 1702 bei 
seinem Tode aus der Ehe mit Maria Eleonore Grf. v. Schallenberg 
einen Sohn, Johann Adam, welcher, nach dem auch der Grossvater, 
Adam Anton, 1711 gestorben, noch der Einzige seines Mannsstam- 
mes war. Derselbe erhielt, s. oben, den Reichsgrafenstand, vermählte 
sich 1717 mit Maria Franzisca Constantia Freiin v. Gilleis und starb 
schon 1719, doch als Vater eines Sohnes, Adam Anton Constantin. 
Letzterer, gest. 1778, k. k. Kämmerer, hatte sich mit Muria Josepha 
Grf. v. Harrach, jrest. 1777, vermählt und aus dieser Ehe entspross 
Emanuel Joseph Mainrad, gest. 1829, k. k. Kämm, und Regierungs- 
rath, welcher, vermählt mit Maria Anna Grf. v. Althann, gest. 1838, 
zwei Söhne, Philipp Anton und Johann Nepomuk Franz, hinterliess. 
KiMorer, k. k. Kämm, und Major m d. A., starb 1441 ohne Nach- 
kommen, Letzterer aber. gest. 1848, k. k. Kämm. u.Oberstlieutenant 



— 79 — 

ta d. A., war mit Jnlie Grf. Rhedey vermählt und aas dieser Ehe 
stammt: Moritz Graf Grundi mann v. Falkenberg, Edler Panner- und 
Freiherr auf Waidenfels. geb. 1829, Herr der Fidei-Commissherr- 
schaft Waldenfels in Ober-Oestcrrojch und der Herrschaft Haindorf 
in Niederösterreich, k. k. Oberlieutenant. Von den Schwestern des- 
selben ist Grf. Emma, geb. 1827 mit Franz Grafen Komis und Grf. 
Jnlie, geb. 1831, mit E. v. Macskasy vermählt Von den Schwestern 
des Vaters, des Grafen Johann etc., wurde Grf. Autonia, geb. 1778, 
Regentin des herz, savoyenschen Damepstifts und Grf. Juliana, geb. 
1788, vermählte sich 1810 mit Franz de Paula Grafen v. Hartig, k. 
k. Kimm., Geh. - Rat h etc. 

tf««i#. I 8. 715. — Freih. 9. Noh*n*ck. I. H. m u. ff. - Frtih. 9. Krohnt, I. 8. 4VJ 
-4H. — Wi$*grill, III. M. 42S- 434. — Meyerl* 9. MuM/rhi. «. 1H 11 ;»«. - DouHche (Jra- 
fmh. 4. <^|M«. I. S. 191 «. 79H.— Hru«ftl. Taschen* <|. urifl. Hiu^r, 186» 8. 317 u tiistor. 
Bm<>. t« denselben, S. 993. — Mi|ipl. «■ **i«-luu. W.-B. XII. Tal>. 24. Nr. * : v. (i.-F. und 
»r. t: Ur. *. O.-F. — 1>ro/ ( III. «1. 

tomdk; ▼. Seheaklrehen. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 1811 für Peter Grundey, k. k. Hauptmann bei Grossh. v. Würz- 
bnrg-lnfant, mit dem Prftdicate : v. Schönkirchen. 

Jfryrrftr 9. MmA(/*U. *. 198. 

Grandberr ? . AHenthaan, tiraadberr anf Altentbaan nad Wejrherhaas. 

Reichsadelsstand. Diplom vom 22. Aug. 1574 für Paulus Grundherr, 
kais. Rath and Senator zu Nürnberg, gemeinsamen Stammvater aller 
späteren Familienglieder. — Altes, nürnberger Adelsgeschlecht, aus 
velenem zuerst Wernher Grundherr, Assessor des Landgerichts zu 
Nürnberg, von 1265 bis 1273 urkundlich als Zeuge auftritt. Die Fa- 
aiüe soll früher im Aischgrunde gewohnt and davon den Namen: 
Grundherr erhalten haben. Dieselbe ist die Älteste der njch blühen- 
den Geschlechter, welche in Nürnberg zu Kath gingen. So viel be- 
kannt ist, war nfimlich Heinrich G. der Krste, welcher 1340 im Käthe 
zn Nürnberg sass. Die Herrschaft zu Altentbann brachte 1535 der 
obengenannte Paulos <i. an sich und nach dieser Besitzung, so wie 
lach dem Weiherhause bei Hanhof und der Gauchsmühle nannte sich 
ipater das Geschlecht, welches sich in mehrere Haupt linien schied. 
Von denselben itt die von Biedermann angeführte Leonhardi>che 
Linie 1766 mit dem Senator und Scholarchen Leonhard G. erloschen, 
die ihere Linie aber, die Hans Carolinische und die Georg Ulrich- 
selle , welche beide von dem 1605 verstorbenen Carl G. ttammen, 
bftblea fort. — Was noch den weiteren Besitz der Familie betrifft, 
to kam durch Vermahlung des als tapferen Krieger» bekannt gewor- 
denen Johann Carl G., gest. 1735, mit der Witt we des Johann Sebastian 
I rein. Löfelboli v. ColbcrgMalmspacbun die männliche Nachkommen- 
schaft dea Johann Carl G., auch hatte das Geschlecht Unterthanen zu 
Mesubnch, Manntschellhof, Thon. Zwicfelhof, Puxdorf, Kisenbt rg etc. 
and beaass in Nürnberg selbst schon seit dem 14. Jahih. das Hau*: 
zaai goldenen Schilde am Ponersberg, in welchem Hau>e I3'»ti vom 
K. Carl IV. der gros st e Theil des deutschen Ueiehsgriindgeseties, 
der goldenen Bulle, errichtet wurde. — Der Stamm hat in zahl- 
reichen Sprossen fortgeblüht und allein v. Lang hat den \urmaligeii 
Nürnberger Stadtbauptmauti und Platzmajor Carl Alexaudvr v. G., 



— 80 — 

geb. 1752, mit drei Brüdern und sieben Geschlechtsvettern aus der 
Adelsmatrikel des Kgr. Bayern aufgeführt. 

Biedermann, Nürnberg. Patriciat, Tnb. 61—82 u. Canton Rhön- Wem, 8uppl. — WfU t 
Nürnberg. Mün«bHu«iig. III. 8. 73. — N. (ien.-.l. Ha:idburh. 1777. 8. 299— 92S a. t778. t. 
2M2 u. 2*3. - w. Lang, 8. 359 und 36u. — Tyrof, I. 97 und Siebe*k*<$. I. 8. 41 a. 49. — 
W.U. d. Kgr. Bayern, V. 78 u. XI. 61. 

Vrandies. Ein zum Rügenschen Adel gehöriges Geschlecht, wel- 
ches schon 1374 Golderitz, 1419 Plüggewitz o. später andere Guter 
besass, im 15. u. 16. Jahrh. in Liefland angesessen war u. auch nach 
Pommern kam. Dasselbe ist wahrscheinlich zu Anfange des 17. Jahr- 
hunderts ausgestorben, oder hat den Adel nicht fortgeführt. 

v. Hohltn. OeM-hirht. der v. Krassow. II. 8. 5. — Freiherr «. Ltdthur, I. 8. 994. — 
Siebmacher, III. 157. — PoramernftC-lie» VV.-B. II. Tab. 89 u. 8. 106. 



UHU. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1691 für Jo- 
hann Christoph Grundmann, kaiserlichen Ratb. Derselbe, Herralf 
Taschenberg im Briegschen und verm. mit Anna Johanna v. Knorr u. 
Zöltschen, starb, nachdem seine Ehefrau 1698, welches Jahr Sinapini 
auf ihn bezogen hat, gestorben war, 17. Jan. 1713 mit Hinterlassung 
einer einzigen Tochter, Anna Johanna verw. v.Buchholtz, mit welcher 
30. Mai 1714 auch der Name des Stammes ausging. 

Henri, Silcsiogr. reuo». S. 779. — ßinapitu, II. 8. 652. — N. Preuit. A.-L. V. 8. IM. — 
Freih. r. Ledebur, I. 8. 294. 

(■randaer, Ritter. Reichsritterstand. Kurpfälzisches Reichs -Vi- 
cariatsdiplom vom 7. Juli 1790 für Joseph Benedict Grundner, kar- 
pfälz. Hofkammerratb. Derselbe, später kurpfälz. Landesdirections- 
Rath, stammte aus einer bürgerlichen Familie in Erding und hatte 
sich mit der Tochter des Geh.-Secretairs Schneider vermählt. Von 
seinen Nachkommen hat v. Lang aus der Adelsmatrikel des Königr. 
Bayern Fünf angegeben. 

9. Lang, 8. 360 u. 361. — W.-H. d. Kgr. Bayern, V. 79. 

Grnnenbaeb, Vruenpach. Ein unter dem alten bayerischen Adel 
früher vorgekommenes Geschlecht. 

Wig. Hund, I. 8. 83. 

imaenthal. Im Kgr. Preussen anerkannter Adelsstand. Eise 
ursprünglich bayerische Adelsfamilie, welche in Folge der Religion»- 
Streitigkeiten im 30jährigen Kriege die Heimath verliess. Daa dama- 
lige Haupt derselben trat in k. schwedische Dienste, wurde Oberst a. 
erhielt für seine Tapferkeit Güter in Liefland. Einer seiner Enkel, 
Otto Reinhold v. G., diente erst in der k. preuss. Armee and war 
später, eine ehrenvolle Wunde von Molmitz tragend, Postmeister n 
Zehdenick. Von den Söhnen desselben starb der jüngere, Lndwigv. 
G., als k. preuss. pens. Hauptmann unvermählt, der ältere aber, Ernst 
v. G., gest. 30. Jan. 1838, war Kammerdirector des Prinzen Heinrich 
von Preussen. Letzterer adoptirte 1812 mit Königl. Bewilligung, un- 
ter Beilegung seines Namens u. Wappens, seinen Pflegesohn, Fried- 
rich Sigisinund Siebmann , welcher in k. preuss. Staatsdiensten bis 
zum Geh. Ober- Finanzrath stieg und sich auch durch Gedichte, Er- 
zählungen, Uebersetzungen etc. als Schrifsteller bekannt gemacht bat 
Der einzige Sohn Friedrich Sigismund v. G. war 1861 k. k. Oberst- 



— 81 — 

tieutenant and der Sohn des Letzteren, Otto v. 6 M 1857 k. k. Platz- 
oberUeatenant in Bregem. 

H. Pr. A.-L. IL 8. WS. — Frrth. 9. Udtbur, I. 8. 1H o. III. 8. 268. — W.-B. der fr. 
, III. M. 



firuer (Schild geviert mit goldenem, auf grünem Boden drei 
Lorbeerzweige xeigenden Mittelschilde. 1 and 4 in Roth ein gehar- 
nischter Arm, welcher im 1. Felde eine weisse Schriftrolle, im 4. 
eine goldene Fackel hält u. 2 n. 3 in Blan drei schrägrechts gestellte 
goldene Sterne. Adelsstand des Kgr. Preossen. Diplom vom 17. Jan. 
1816 für Carl Justns Grüner, k. prenss. Gesandten nnd bevollm. Mi- 
abter in der Schweiz. Derselbe, geb. 1777, Sohn des Vicecanzlei- 
Directors Johann Christian Grüner zu Osnabrück, wurde 1805 Di- 
rector der Domainenkammer zu Posen, 1809 Polizei -Präsident in 
Berlin, 1812 k. russ. Staatsrath, 1814 Gouverneur der Verbündeten 
am Niederrhein, 1815 Chef der Polizei in Paris von Seiten der Ver- 
bindeten, dann, wie angegeben, k. prenss. Gesandter in der Schweiz 
nnd starb 6. Febr. 1820 zu Wiesbaden. — Zu diesem Stamme zahlt 
wohl der jetzige Unter- Staats-Secretair im k. preuss. Ministerium des 
Auswärtigen, w. Geh. Legationsrath v. Grüner. 

t. B*lb*ck. 1. 8. 47*. — N. Pr. A.-L. II. 8. 197. — Frrth. 9. Udtbur, I. 8. **4 o. «95. 
- W.-B. 4. Prms. Monarch., III. 34. — Knetckkc, IV. 8. IM u. IM. 

inner (in Silber ein, durch einen rothen, schräglinken Bal- 
ken getheilter Eichenzweig mit sechs Eicheln nnd vier Blättern). 
Adelsstand des Kgr. Sachsen. Diplom vom 19. Juli 1817 für Johann 
Ernst Grüner, herz. Sachsen-Cobnrg-Saalfeld. w. Geh.-Ratb, Chef 
des herz. Landes -Ministeriums und Präsidenten des herz. Consisto- 
riuu. — Zu diesem Geschlechte gehört die um Leipzig begüterte, 
terw. Frau Geh. Regier.- Räthin Laura v. Grüner. 

■M4»c*rUU. Noti*. - Drodn. Calend. z. Oebr. f. d. Rtttd.. 1M7. 8. 1« «. 1848. S. 
Hl. — Fr+th. 9. Uiitbmr. III. 8. »66. — W. 8. d. Sicht. 8Uat. VI. 43. 



v.townfeld. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 8. Juni 
1708 für Leopold Grüner, mit dem Prädicate: v. Grunfeld. Der 
Stamm gehörte wohl zum Ade) Schlesiens, wo eine Familie Grüner, 
Gran, blühte, deren Wappen Sinapius nach einem alten, meist schle- 
•tscben Wappenbuche, wie folgt, angiebt*. in Gold einSchachbret von 
weissen nnd rothen Steinen. 

mm*?***. II. 8. SSI. - w. HeUtach, I. 8. 471. 

Gnmfcfclt, s. Grünfeld, S. 72. — Namen und Wappen wnrde 
aa die v. Tempski vererbt 

JWO. t. UdHur, III. 8. tw. 

Stimmt, Grafen, s. Grünne, Grunne, Grafen, S. 72. 

r. Ein früher der Uckermark angehöriges, später er- 
▲delsgeschlecht 

8, SS. 

v. faearahava. Erbländ. - östorr. Adelsstand. Diplom 
1818 für Johann Grunwink, k. k. Hauptmann, mit dem Prädicate : 
?. Kroaenhayn. 

▲feb-L**. IV. 6 



— 82 — 

(Irwehwitf. Ein aos Polen nach Schlesien gekommenes Adelsge- 
schlecht, zn welchem, als Sinapius schrieb, Franz v. G. gehörte. 
Derselbe, früher Herr auf Cammeran im Wartenbergischen, wurde 
später im Militscbischen ansässig u. hatte aus der Ehe mit Johanna 
Renata v. Koslowskin vier Töchter, von denen durch Vermählung 
Elisabeth und Eleonore in die Familie v. Xiesemeuchel, die anderen 
beiden in die Familien v. Pogrell und von Lessei kamen. 

Sinapius, II. S. 654. 

(■rissen. Ein froher zum Fuldaischen Lehnshofe gehörendes 
Adelsgeschlecht, aus welchem Hermann v. Grussen 1396 aufgeführt 
wird. — Ob dieses Geschlecht dasjenige ist, welches Estor, Ahnen- 
probe, S. 400, unter dem Obersäclisischen Adel mit dem Namen: 
Grusen aufführt, muss dahin gestellt bleiben. 

Schannat, 8. 91. — ». Meding, III. 8. '-'3*. 

Grestier v. l'rastderff, Freiherren. Erbländ. -österr. Freiherrn- 
stand. Diplom vom 27. Febr. 1750 für Adam Anton Wilhelm Grust- 
ner v. Grustorff zu Reinsperg und Paschbacb, Fürst 1. Rerchtoldsga- 
dischen Geh.-Rath, Hofmarscliall und Landpfleger. Derselbe gehörte 
zu einem 1636 in die tiroler Landesmatrikel eingetrageneu Adelsge- 
schlechte, aus welchem Ludwig Grustner, kais. Hauptmann, durch 
kaiserliches Diplom vom 9. März 1498, mit Beziehung auf den der 
Familie schon über 200 Jahre zuständigen Adel, in den Ritterstand 
mit dem Prädicate : v. Grustdorff versetzt worden war. Johann Anton 
G. v. G., Landsasse zu Reinsperg in Tirol, erhielt 29. Jul. 1628 eine 
Wappen Verbesserung und durch Diplom vom 9. März 1668 für Adam 
G. v. G., erzherz. Ober- Küchenmeister, wurde der Adel- und Ritter- 
stand der Familie von Neuem bestätigt und zwar mit dem Prädicate: 
zu Reinsperg u. Paschbach. Der Stamm blühte noch in das 19. Jahrb. 
hinein und noch 1820 lebte Freih. Joseph als k. k. Hauptmann. Die 
Mutter desselben war eine Freiin Brandel v. Brandelstein and Haas- 
burg und die Gemahlin eine Tochter des k. k.Hofraths v. Bundschub. 
So viel bekannt, war er der Letzte des Mannsstammes: ein Stiftsfräu- 
lein zu Hall in Tirol, Julie G. v. G., kam noch 1846 vor. 

Mtgrrle 9. Muhl/dd, Ergänz. -Bd. 6. 62. — Gcncal. Tuchvnl». d. freih. Hau»., Ib49. t. 
437 u. 438. 

Grnttsebreiber, Grntschreiber, Edle lerren and Freiherren. Reichs- 

freiherrnstand. Diplom vom 4. Juli 1696 für Adain Friedrich v. 
Gruttschreibcr, mit dem Prädicate: Edler Herr v. Zopkendorf (Czop- 
kendorf) und vom 13. April 1699 für Christoph Franz v. G. — Altes, 
schlesisches Adelsgeschlecht, welches, nach im Kloster Michelau 
später verbrannten Urkunden ursprünglich vom Rheine stammte, in 
früher Zeit nach Westpbalen kam und von da sich nach Oesterreich 
wendete, wo bereits 1241 ein Gruttschreibcr kaiserl. Hauptmann in 
Breslau gewesen sein soll. Später breitete sich die Familie auch in 
Ungarn, Mähren und Böhmen aus und erhielt in diesen Ländern das 
Indignuat. — Die fortlaufende Stammreihe beginnt nach Sinapius, 
mit Matthias Grotschreiber, welcher um 1420 lebte und dessen Ehe* 
frau aus dem bekannten rheinländischen Geschlechte der Landscha- 



— 88 — 

stawate. Yon seinen Nachkommen nannte sich um 1480 zuerst 
Wemxel nach dem Gute Zopfkendorf unweit Neumarkt u. schon in dieser 
Zeit war der Stamm ansehnlich begütert u. später kamen noch viele 
andere Güter in den Besitz der Familie. Zu Anfange des 17. Jahrb. 
verschönerte Adam v. G. t einer der angesehensten Edelleute seiner 
Zeit, mit grossen Unkosten den jetzigen Flecken Michelau im Brieg- 
seben and wurde durch seine Söhne, Hans Adam und Hans Heinrich, 
der Stifter zweier Linien. Die ältere Linie besass Michelau, zog sich 
aber spater in das Bernstädtsche und Namslansche und erlosch zu 
Ende des 17. Jahrb. mit einem Enkel des Hans Adam: Adam Fried- 
rich, welcher zu Ende des 17. Jahrb. in einer Schlacht in Italien fiel. 
ütr Stifter der juugeren Linie, Hans Heinrich, gest. 1653, hatte aus 
der Ehe mit einer v. Cöln einen Sohn Adam Friedrich, gest. 1709, 
welcher, s. oben den Freiherrnstand zuerst in die Familie brachte u. 
aoter welchem der Besitz der älteren Linie zu dem der jüngeren kam. 
Ans seiner Ehe mit Susanna v. Festenberg stammten zwei Söhne, 
Adam, gest. 1 730, k. Regierungsrath des Fürstenth. Brieg und Adam 
Heinrich, Herr auf Michelau, k. k. Hauptmann, welche Beide den 
Süuam fortsetzten. Von den Söhnen des Freiherrn Adam sollte Frei- 
herr Adam Franz, gest. 1760 (Urgrossvater des jetzigen Hauptes der 
Familie), wegen seines grossen Länderbesitzes in den Fürstenstand 
erhoben werden, was er jedoch ablehnte und seinem Sohne, dem 
Freiberrn Johannes, gest. 1804, wurde der Grafenstand angeboten, 
weil er dem Könige Friedrich 11. von Preussen ein grosses Capital 
zinsfrei geliehen hatte. Derselbe nahm diese Erhebung ebenfalls 
■seht aa und erhielt daher vom Könige das gross-zinzendorfer Mann- 
lehngut Gross -Strenz bei Wohlau, aus welchem in neuester Zeit ein 
Üeldfideicommiss gebildet worden i&t. — Das jetzige Haupt des frei- 
herrlichen Stammes istCarl Freih. v. Gruttschreiber, Edler Herr von 
Ciopkendorf, geb. 1805 — Sohn des 1845 verstorbenen Freiberrn 
Joteph, k. preuss. Regier. -Raths — k. prruss. Hauptmann im l.Ober- 
ichl. Land w.- Regini ente und Kreisgeric htsrath, verm. mit Wilbelmine 
Hoffmann, geb. 1821, aus welcher Ehe eine Tochter, Wilbelmine, u. 
zwei Söhne: Alexander, geb. 1849 und Joseph, geb. 1851, stammen. 
Der Bruder desselben, Freiherr Ludwig, geb. 1819, Gutsbesitzer in 
SUvoiiien, verm. mit Laura Czeike Freiin v. Badenfeld, hat drei Söhne: 
L*dwig, geb. 1849, Eduard, geb. 1850 u. Gustav, geb. 1852. 

r«mf«f. cvrt*«ae Blblii'lhrk, 3. K*p'>«it<>rium, Ä. 6l¥ : Ki*ib«rntdiplora. — Sinmptttt, I. 
IW-1W ■• *. 417-4» u. ||. 8. ZVJ u. 8. ftM. - f/.i«*<. I. S. 7l'»-Tl7 — N. I*r. A.-L II. 
•> *?T «. m. — Frtik. 9 . Udfbmr, I. 8 'IV* u. III. S. »««». — (imral Ta«rh»nl>. d. rrWh. 
B&M*r, |««1. H. *36: (iorhtrhll. lrt,r r ,,. hl u. 8Uintnt*Jrl uud l**>2. S. 3'i3-3'J4. - Sieb- 
mrkw r, I. TJ: I>1<- fJrud*<-hrH».r, 8rhlt«l*<*h. — r. MeJtng, II 8. tll— U%- *. U. u. Frrlh. 
t G. — ftclilrmctie« W.U. Nr. 113. Krnh. v. G. 

Crysperre, Oryspere. ßrabanter, seit der zweiten Hälfte des 
15. Jahrb. bekanntes Adel&geschlecht, in welches Louis v. G. 1661 
Jen Freiberrnstand brachte. 

t/*tr«dA« 4* t«*«l. Im l'rr. *t famiil du Brahant. * 1J2. — K*tk'+», Tr<>|»h. de Brabant 
1*m II. 8. 157. - Uauht. I. 8. 717 u. II 8. IM 2 IM4. 

GnyMala Polnisches, in den Stamm Mora eingetragenes Adels- 
t, weichet in Ostpreussen im Kr. Alienstein mehrere Güter 

6* 



— 84 — 

erwarb. Carl v. 6. war 1854 Herr auf Ryszewo im Posensehen ud 
am diese Zeit stand ein Lientenant y. G. im 39. k. preoss. Infant* 
Regiments. 

Frtik. «. Ledebur, I. 8. 296 u. 397. 

Grynrislawskl. Polnisches, zq dem Stamme Prus I. gehörendes, 
noch jetzt im Posenscben blühendes Adelsgeschlecht 

Frei*, r. Ledebur, I. 8. 297. 

tisehmeidler, Edle. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom von 
1792 für die Gebrüder Johann und Yincenz Gschmeidler, fürst- 
bischöfliche Hofkammerräthe von Johannesberg in Schlesien. 

MtgtrU w. ilühlftld, 8. 193. 

(■schwind, tisch wind f. Pöekstein, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. 
Diplom von 1708 für Johann Martin Gscbwind v. Poeckstein, Herrn 
der Herrschaften Pöekstein , Posseidorf und Laabeck in Kärnten , k. 
k. Feldmarschall etc. — Kärntner Rittergeschlecbt , aus welchem 
Johann Gschwind v. Pöekstein, gest. 1658, von 1651 an kais. Rath 
und General- Kriegszahlmeister in Wien war. Aus seiner Ehe mit 
Maria Magdalena Schreckinger, gest. 1662, stammte, neben einer 
Tochter, Maria Margaretha, welche 1716 als Wittwe des Johann 
Adam Edlen v. Fabrizi, k. k. Raths- und Kammeral - Hofbuchhalters 
starb, ein Sohn, der obengenannte Freiherr Johann Martin. Derselbe, 
gest. 1721, trefflich erzogen von seinem Vormunde, dem k. k. Obersten 
y. Peverelli, bildete sich nicht nur zu einem sehr erfahrenen Krieger 
aus , sondern war auch ein Freund der Wissenschaften und besass 
ein für seine Zeit. vortreffliches physikalisches Cabinet und eine lahl- 
reiche Bibliothek, welche durch Testament, unter der Direction der 
Niederösterr. Landstände, erst als öffentliche Bibliothek in Wien he* 
stand, 1785 aber mit der Universitätsbibliothek vereinigt wurde. Er 
war 1720 unter die Herrenstandsgeschlechtcr in Nieder- Oesterreich 
aufgenommen worden, war unvermählt und starb im folgenden Jahre 
im 76. Lebensjahre. Namen und Wappen seines mit ihm erloschenen 
Geschlechts kamen, mit den Fideicommissgütern Töschldorf und La- 
beck in Kärnten, an den nächsten Agnaten, Wolf Franz Otto Ritter 
v. Ottenfels, dessen Grossmutter Maria Anna Gscbwind v. Pöekstein 
gewesen war, s. den Artikel: Ottenfels, genannt v. Gschwind. 

Hauke. II. S. 1514. — Whifjrill, III. 8. 434-4.16. — Mfjerle e. Mühlftld, 8. $4. 

Gsellbefer. Breslauer Patrizier-Geschlecht, welches nach Allem 
mit Christian Ferdinand Gscllbofer v. Gsellhof, kais. Oberstwacht- 
meister und Hauptmann der grünen Compagnie in Breslau, 22. Sept 
1731 ausgestorben ist. Der Vater desselben, Christian G. v.G.,gesL 
1688, war Domherr zu Magdeburg. 

If'net, 8. 772. - Hinapiu», II. 8. 6-'»5. - N. I»r. A.-L. II. 8. 2W u. V. 8. 19». —Frtik. 
9. Udebur, I. 8. 2!>7. 

istrein. Er bland. -Österreich. Adelsstand. Diplom von 1777 flür 
Matthias Gstrein, k. k. Hauptmann bei dem Tiroler Feld- u. Land* 
Regimente. 

Mtgtrlev. Mühlfeld, Ergini. -Bd. 8. 306. 

Gaaita (die von Guaita in Frankfurt a. M. : Schild qnergetheilt: 




* 



— 85 — * 

oben in Gold ein gekrönter, schwarzer Doppeladler nnd unten in Sil- 
ber drei unter einander stehende, blaue Sparren. Die v. Guaita in 
der Preuss. Rheinprovinz: Schild quergetheilt : oben in Roth ein 
rechtssehender, gekrönter, goldener Adler und in der unteren, mit 
einem schwarzsilbernen Borte eingefassten Schildeshälfte in Silber 
drei anter einander stehende , schwarze Sparren). Ein ursprünglich 
nailindisches Adelsgeschlecht, aus welchem Mntteo Guaita um 1678 
aach Frankfort a. Main kam, wo der Stamm fortblühte und wo Peter 
Stephan Anton v. G., gest. 1848, verm. mit Luise v. Abel, die nach 
ihm und seiner Gemahlin genannte Stephan- und Luise v. Guaitascbe 
Versorgung* • Anstalt für hülfsbedürftige, alte Männer gründete. — 
Ein io die Rheinlande gekommener Zweig erhielt 1754 in der Person 
des Martin Guaita, Kaufmanns in Cöln, den Reichsade] und aus dem- 
selben wurde Cornel v. G. mit seinen Geschwistern , laut Eingabe d. 
d. Aachen 23. Juni 1829, in die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinpro- 
fini, anter Nr. 50 der Classe der Edelleute, eingetragen. 

U. Pr. A.-L. V. 8. IW. — Freih. v. L*ü't>ut , I 8 S*»7 u. III. 8. «68 — W. B. d. Pr. 
tWtoprovtas, I. Tfth. 47. Nr. 94 u. 8. 47. - Kne<chke t III. 8. 185 u. 1H6. 

fluider! Im Kgr. Preussen anerkannter Adelsstand. . Diplom 
fom 19. Oct. 1769 für den k. preuss. Geh.-Rath v. G. — Von den 
Kachkommen war der k. prenss. Major v. G. 1805 a. o. Gesandter u. 
berollm. Minister am königl Hofe in Madrid und um diese Zeit und 
ipiter haben mehrere Sprossen des Stammes in der k. preuss. Armee 
gesunden 

H. Prr.M A -L II. 8. W. - Freiherr r. Ledtbur, I. 8. 207. - W.U. der Plauts. Mo- 
III. 14. 



Cumrleut und taal, tiarient, aach Freiherren. Ein aus dem Vero- 
letiscben stammendes, 1460 nach Tirol gekommenes, später in die 
dortige Landesmatrikel eingetragenes und 1 704 in der Person des 
Frani Anton Edlen Herrn v. Guaiient und Rflal, Hrrrn der Herr- 
schaften Raucbenstein, Weif kersdorf, Rohr, Raabs etc. k. k. Hofratbs 
etc. unter die Herrenstfinde in Oesterreich aufgenommenes Adelsge- 
schlecht, aus welchem Freih. v. Hohencck mehrere Sprossen aufge- 
führt hau 

Mei/ert. G**«l. «4*1. AH lern u. Kinder. 8 1*3. — Freih. r. Hvheneck. I. 8. 175-177. 
- timmäe, I. 8. 71 7-719. 

todenau. Altes, rheinlftndisches Adelsgeschlecht, welches die 
Burg Gudenau unweit Ronn noch im 14. Jahrb. und das Haus Neuen- 
bof im jetzigen Landkreise Cöln 1674 besass. 

fiiti, II. «. il u II*. — Frtik. 9 Luiebur, I. H. M. 

Cudeaaa, Freiherren, s. Vorst v. Gndenau, v. der Vorst- 
Lombeck o. Gudenau, Freiherren. 

Cudensbcrg. Unter diesem Namen sind in früher Zeit in Hessen 
iwei Stimme vorgekommen : der alte grafliche u. (in adeliger Stamm. 
Ersterer erlosch schon 1137, Letzteren halt man fttr einen Seiten- 
rweig der alten Grafen, da derselbe den grösston Theil der Besitzun- 
gen jener inne. I)ie Sprossen des adeligen, 153f» ausgegangenen 
Stauunea waren Schutzvoigte des Reichsstifts Kaufungen in Hessen. 

ItiBiOTil. k«M. Q—*h. I. H WJ Ann». 149 u. II. Antn fO. Wmi, hn« L»iulrt|«-»ch 

Hl. t. ff-f». - 9. MUHmtA, 1. •• 4T4. 



• _ 86 — 

Gideans, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom vom 20. Sept 
1696 für Johann Christoph v. Gudenus, Herrn auf Hartenstein and 
Felling, kurmainz. Geh. -Ruth und Minister- Residenten zu Wien, so 
wie vom 11. Januar 1746 für Valentin Ferdinand v. Gudenus, kais. 
Kammergerichts- Assessor und für die beiden Bruders-Söhne« Philipp 
Ferdinand v. 0. , kurmainz. Oberstwachtmeister und Valentin Ferdi- 
nand Leopold v. G. , Capitular zu Aschaffenburg. — Altes, aus den 
Niederlanden stammendes Adelsgeschlecht, aus welchem Johann der 
Jüngere, ein Sohn des Andreas und Enkel des Johann des Aelteren 
v. Guden, aus Utrecht, wo er noch 1553 lebte, mit seinen Söhnen ans 
der Ehe mit Regina Story v. Streitthof nach Deutschland kam and 
15. Apr. 1586 ein kaiserliches Bestätigungsdiplom seines altherge- 
brachten Adels erhielt. Der Enkel desselben, Moritz v. Guden oder 
Gudenus, gest. 1680, ein Sohn des Christoph v.G., Fürstl. hessensch. 
Amtshauptmann zu Sondra aus der Ehe mit Ursula v. Locke, kur- 
mainz. Amtmann zu Treffurt, brachte, 1636 das adelige Mannlehn xn 
Kielstädt an seine Familie, welche dasselbe, zu den kurmainzischen 
adeligen Vasallen gehörend , bis zu dem Aufhören der Reichsverfas- 
sung als Seniorat besessen hat. Derselbe hinterliess aus der Ehe mit 
Beata Helena v. Stein vier den Stamm fortsetzende Söhne, von denen 
Johann Christoph und Urban Ferdinand die zwei freiherrlichen Li* 
nien , die österreichische und die steiermärkische stifteten , während 
die Nachkommenschaft des dritten Sohnes , Johann Moritz v. G., im 
Adelsstande in Thüringen fort blühte und zu Erfurt, so wie zu Isse- 
roda und Lauenburg im Weimarschen ansässig wurde. Die Linie des 
vierten Sohnes , Georg Friedrich v. G. , ging schon mit seinen drei 
Söhnen wieder aus. Dieselben traten in den geistlichen Stand und 
zuletzt starb 1732 Ansclm Franz v. G. als Propst des Klosters Pars- 
deis in Westphalen. — Der Gründer der österreichischen Linie, Jo- 
hann Christoph, gest. 1705, welcher vor Erhebung in den Reiehs- 
Freiherrnstand, s. oben, 7. März 1696 den Reichsritterstand erlangt 
hatte, war mit Maria Clara Freiin Thavonat v. Tbavon vermählt und 
von ihm lief die Linie, wie folgt, fort: Philipp Ferdinand, gest. 17S1, 
Herr der Güter Hojowiz und Rothlhota in Pöhmen und seit 4. April 
1730 auch im Besitz des erbländ.-österr. Freiherrnstandes: Maria 
Josepha Constantia Scheller v. Ungershausen ; — Johann Baptist, 
gest. 1786, Herr auf Waidhofen, Edliz, Pirha etc.: Maria Octavia 
Grf. v. Nimptsch, gest. 1792; — Johann Heinrich, gest. 1828, Herr 
auf Waidhofen, Ober-Edliz etc.: Maria Anna Grf. Kohary, gest. 1822. 
— Freih. Gabriel, geb. 1794, jetziges Haupt der österr. Linie, Herr 
auf Waidhofen a. d. Thaja. Hartenstein, Hohenstein etc., k. k.Käinn. 
und Obcrlieut. in d. A.: Luise Freiin v. Bartenstein, geb. 1814; — 
Söhne: Heinrich, geb. 1839, Joseph, geb. 1841, k. k. Lieutenant, 
Leopold, geb. 1843 und Carl, geb. 1845. - Der Stifter der stiier- 
märkischen Linie, Urban Ferdinand, gest. 1698, war mit Lotharia 
Mechtild v. Birkich vermählt , erbte von der Grossmutter derselben, 
Barbara v. Meckenheim, das Rittergut Lamsheim am Ober-Rhein n. 
kaufte von dem gräflichen Hause Castell die reichsunmittelbareHerr« 



— 87 — . 

sebaft Umpfenbacb, Von demselben lief diese Linie, wie folgt, fort: 
Christoph v. G. : Christine Gobelv. Weitersbach ; — Philipp Ferdinand, 
gest. 1783, seit 1746, s. oben, Reichsfreiherr, Herr auf Umpfenbach, 
kurmaiuz. Geh.-Ratb, General -Feldmarschall -Lieutenant etc.: Chri- 
stine Freiin v. Schaumberg, gest. 1786; — Ferdinand Sigmund Va- 
lentin, gest. 1825, Herr der Herrsch. Tbannbausen, Sturmberg, rlad- 
oiz, Rattniannsdorf etc. k. k. Kämm. : Sophia Freiin v. Scnrottenberg; 
— Michael Anton, geb. 1792, jetziges Haupt der Liuie, k. k. Kämm, 
und Yormal. Platz-Oberlieut. zu Lemberg: Luise Grf. Batthyäny; — 
Sohne: Ernst, geb. 1832, k. k. Statthalterei-Concipist zu Ofen und 
Hugo, geb. 1833, k. k. Kämm, und Oberlieuten. Die beiden Brüder 
des Freih. Michael Anton sind: Freih. Ferdinand, k. k. Kämm, und 
Frei*. Gordian, geb. 1798, Herr auf Thannhausen, Fladniz, Waren- 
egg, Fronsperg etc., k. k. Kämm. u. Oberlieut. in d. A., verm. mit 
Christiane Grf. lloyos, geb. 1809, aus welcher Khe ein Sohn stammt: 
Freih. Ernst, geb. 1833, k. k. Kämm, und Rechts-Practicant zu Wien- 
erüth-NeustadL 

Jrrtik. 9. Krokn* , II. 8. 40—45. — Hnrtchelmann, Samml. suvrrl. 8uroa- u. Ahnen- 
UfcU. t. 11— 27. — e. Utchtritz, Re«-Iili>rht<i-Krzilil. I Tab 26. — Wi»*griU t III. H. «36— 
44t: «U* «irltifit*« V«*»™. ■»*» Ahu-ntafrl. — Mry'rle r. MÜH/fld, 8. M. — 8ckmmt$, I, 
*. €to— 437. — r. HtUhach. I. S. 474 u. 475: mit m«hrT-ii aiid.ni» Citaten. — Freih. »./.#• 
4Hmr. I. ». 297 u. III. 8. 26t. — CSrneal. Ta«ch*«tib. d. frHh. Häu<rr. 1848. 8. 140—144 und 
IM*, §. 334—32*. — 8uppl. tu Riehm. WH. I. *. Nr. 4: Die Hrr. v. ü. tur Oberrheinisch, 
ftlttrrvrh. ■. Hr. 5 Frrih v. (). 

%aerard. Näher nicht bekanntes Adelsgeschlecht, aus welchem 
zwei Aerzte dieses Namens 1845 vorkommen. Der Eine derselben 
lebte xu Bocholt im Reg. -Bezirke Münster und der andere zu El- 
berfeld. 

Frtik. 9. L*>I'*>hi . I. s. ;'y7. 

tacriefce. Ein angesehenes, ursprünglich Magdeburgisches Stadt- 
geftchlecht, in welches Johann Guericke, gest. 1620 als Präsident des 
Scbüppenstubls zu Magdeburg, 15 80 den polnischen Adel brachte. 
Die Familie besass bis 1430 Salzgüter zu Stassfurth u. Gross-Saltze 
■ad 1450 Hebungen zu Wellen unweit Wollmirstaedt, so wie 1624 
Niedar- Rohlingen im Mausfeldischen etc. In der zweiten Hälfte des 
18. Jahrb. standen derselben noch Zaatzke und Zabel in der Prieg- 
niU zu. — Eia Sohn des genannten Johann v. G. : Otto v. Guericke, 
gest. 1686, Itürgerm« Utcr zu Magdeburg und kurbrandeuburgiseber 
Kalk , am Physik hochverdient, erwarb sich namentlich darch Ertin- 
daag der Luftpumpe grosse Verdienste um die Experimentalphysik 
a. durch diese Eitindung wird sein und seines Stammes Name in der 
dankbaren Wissenschaft dauernd fortleben. Mit dem Urenkel des- 
•eibea, Friedrich Wilhelm v. G., herz, auhalt-dessan. Oberhofmeister, 
er loten 1778 das Geschlecht im Mannsstainme. 

Q+mA* . II. 8. ISI4— l*f| : ******< Artikel ülm-r Ott«» *. li. imtl den Klfticknaniltreii 8«h«. 
.V Pf % L II. 8. Mtl. - htfxk. r l'dr'ui. 1. S Wi. 

9 m i t im, aadl Ehler. Reichs-Adels- und böhmischer Kitterstand. 
AdaUdiplum von 1730 für Carl Guerin und Kitterstand^diploiu für 
Üeatelbtn von 1733. — Der Stamm hat fort geblüht u. ist später in 
die RfaeinJande gekommen. Nach Dauer, Adressb., S.81, waren 1857 



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die Gebrüder v. Querin mit Mariot (Wald Erbach) im Kr. Kreuznach 
begütert. 

Megtrlt 9. Mühlfeld. Ergin«. -Bd. 8. 306. — 9. tttllbach, I. 8. 47S. 

Gaetnan, fretnann, Edle. Reichsadelsstand. Diplom vom 5. Oc- 
tob. 1751 für Johann Paul Guetmann, kurfürstl. Hofkammerrath, 
Zahlmeister and Hanptungelds- Gefällverwalter in Amberg, mit dem 
Prädicate : Edler v. Der Vater and Grossvater desselben waren Bür- 
germeister zu Auerbach, der Urgrossvater, Johann Christoph, Stadt- 
richter zu Wilseck nnd sein Sohn, Joseph Anton, geb. 1761, k. bayer. 
quiesc. Forst- and Wildmeister von Geisenfcld, wurde bei Anlegung 
der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

9. Lang, 8. 361. — W.-B. d. Kgr. Bayern, V.M. 

Gagel , Gagel v. liepaltsderf, Freiherren. Im Kgr. Bayern aner- 
kannter nnd von Neuem ausgeschriebener Reichs - Freiherrnstand, 
welcher vom K. Joseph I. (also im Anfange des 18. Jahrb.) in der 
Person des Johann Christoph v. G. in die Familie gekommen war. 
Anerkennungsdiplom vom 26. Apr. 1806. — Rathsfähiges, nürnbergi- 
sches Adelsgeschlecht , dessen bekannter Stammvater aller Linien n. 
späteren Familienglieder Conrad Gugel ist, welcher am 1466 lebte. 
D. Christoph G. (der Vorname Christoph ist schon gegen vier Jahr- 
hunderte ein Familienname) und der Bruder desselben, Erasmns, 
waren die Ersten , welche sich in Nürnberg niederliessen , doch hat 
Siebenkees, sonst so genau, das Jahr der Niederlassang nicht genannt 
Vom 17. Jahrh. an war das Geschlecht in Nürnberg ämter- nnd ge- 
richtsfähig und 1729 erlangte dasselbe die Rathsfähigkeit, worauf 
1760 zum ersten Male Paul Christoph G. v. Diepoltsdorf auf Brand 
in den Rath gewählt wurde. — Das dem Geschlechte zuerst zuste- 
hende Wappen : in Roth ein mit drei goldenen Lilien belegter, schräg- 
rechter, blauer Balken, wurde durch kaiserlichen Wappenbrief von 
12. Aug. 1502 ertheilt und eine Verbesserung desselben: statt dea 
rothen Feldes ein goldenes etc. erfolgte, mit Verleihung des Reichs- 
adels, 20. Apr. 1543. — Schon im 16. Jahrb. besass Christoph O. 
einen Sitz mit Zeidelgnt zu Feucht, so wie einen Bürgersitz zn He- 
zelsdorf; im 17. Jahrh. erhielt Hans Christoph dnrch Vermählung 
das Gut Schwaig und Georg Christoph G. war später Herr auf Obef- 
Hirschbacb, auch kamen in die Hand der Familie die Güter Brand, 
Diepoltsdorf, Ehrenspach, Lissbach, Steinberg, Traittendorf, Wol- 
fersdorf etc. — Bei Anlegung der Adelsmatrikel des Königr. Bayern 
wurden Farailienglieder der Häuser Steinberg und Traittendorf, Wol- 
fersdorf u. Diepoltsdorf und Brand eingetragen and zwar aas erste - 
rem Hause die Brüder Franz Wilhelm Christoph, geb. 1771, k. bayer. 
Kflmm. und Appellat.-Gerichts-Rath in Bamberg u. Joseph Christoph, 
geb. 1787 mit ihrem Vetter, Maria Matthias Sebastian, geb. 1776, 
welcher in Manheim lebte; aus dem Hause Wolfersdorf die Brüder 
Maximilian Joseph Zephirin Christoph, geb. 1755 und Xaver Joseph 
Christoph, geb. 1761, quiesc. Lieut. d. ehem. Fränkischen Kreises u. 
aas dem Hause Diepoltsdorf und Brand : Joseph Maria Ludwig , geb. 
1764.^ — In neaesterjZeit werden die Familienglieder, anter dem 



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Namen Gagel ▼. Brandt n. Diepoltsdorf, in zwei Aesten, den älteren 
md jüngeren, aufgeführt. Das Haupt des Siteren Astes ist: Freiherr 
Franz Christoph, geb. 1814, Sohn des 1856 verstorbenen Freiherrn 
Matthias Sebastian Christian, vcrm. 1858 mit Adelheid Bermann, aas 
welcher Ehe ein Sohn stammt: Engen Ernst Christoph, geb. 1861. 
Der jüngere Ast ist mit dem obengenannten k. bayer. Kämmer. and 
Appellationsgerichtsrath Franz Wilhelm Christoph Freih. G. v. B. n. 
D. 4. Mai 1848 im Mannsstamme erloschen. Derselbe hatte 1816 
von Joseph Maria Ludwig Christoph Freih. Gagel v. B. a. D., gest. 1843, 
Diepoltsdorf erworben a. war in erster Ehe vermählt mit Sophia Freiin 
Gronefeld v. Ottberg auf Heilsberg, gest. 1820 nnd in zweiter mit 
Adelheid Massel v. Ermreath a. Eschenaa , gest. 1 842. Aas erster 
Ehe stammen drei Töchter: Freiin Wilhelmine, geb. 1805, Erbin v. 
Diepoltsdorf, vermählt 1830 mit Anton v. Walther-Herbstenborg, k. 
bayer. pens. Oberstlieotenant and adeligen Landmanne in Tirol; 
Freiin Sophia, geb. 1806. Wittwe des k. bayer. Lieaten. Wilhelm 
Abel and Freiin Luise, geb. 1811, verm. mit Wilhelm v. Löfen auf 
Heimbof and Escbertshofen . k. preass. Major a. D. , aas der zweiten 
Ehe aber entspross Freiin Mathilde, geb. 1830, vermählt mit Georg 
Freih. Lochner v. Hattenbach, Majoratsherrn auf Lintacb, k. bayer. 
f Jentenant a )a Saite. 

Will. Hirahra MünibHaatitf. III. 8. MV — Bi tri ermann, Nnrnh+nc. adtl. Patrieiat. Tab. 
»•-*• n. Cmnton Rhön-Wwa u. Volfctl. Ritttrseh. In den Sapplttn. — N. G*ntal. Handbuch 
1TTT. 8. «*« n. 177* » tW - ». Lann, 8. »40 o. 141. - Hf-nral. Ta<rhcnt> d fr^lh. HÄu- 
mt. IMI. 8. »48 u. I*«». 8 S2« u .1*7. — Junytndrtn. Kinlrtt. tur Heraldik, S. 1*4 a. Tab. 
1 Wf 1«. - ftunpl. tu 8l*tim. W.B. VII. 14. — Tvrnf. I. ".»7 u. Sieh*nker», I. 8. 43 o 44. 
<— W.-R. d#a KfT. Bayirn, III. 14 u. ». Wölcktm, Ablh. S. 

Qagg v. GaggeataaL Erbländ.-österreich. Adelsstand. Diplom von 
1775 for Georg Gugff, k. k. Oberlieutenant bei der Carlsbarger Mili- 
tair-Oeconomie-Commission, mit dem Prädicate: v. Guggenthal. Der 
Staa» blühte fort. Noch in neuester Zeit war Victor f. Guggenthal 
t k. Major im Kriegs - Archive als Vorsteher der Kriegs - Bibliothek 
angestellt und Carl G. v. G. stand als T.ieuten. im k. k. 58. Infant- 
RtgiaMnt*. 

Jfcy«rl« 9. «aUl/#J4. Rrgina.-Bd. 8. SO«. 

ffcaggeaberger ?. Cnggenberg, titter. Frblfind.-osterr. Ritterstand. 
Diplom von 1775 für Franz Paul Goggenberger, mit dem Prädicate: 
?. Gnggenbenr 

Mf*rU 9. MÜJUfHH, 8. II«. » 

Goggeafeerger ?• Ilcdhefea. Reichsadelsstand. Diplom von 1793 
fir Atbanasias Goggenberger, Postmeister in Tirol. 

JaV*#rl* 9. Mn~H/,M, FrfÄBi.-Bd 8. SO«. - W -B. d. Kitr. Bayern. XII. S4. 

fegler, Preilerrca and RHler. Reichs -Freiherrn- n. Ritterstand. 
Freibermdiplom vom 18. Nov. 1693 fnr Georg v. Gugler, kurbayer. 
Bath ond Landsassen in Zeillhofen and Ritterstandsdiplom von 1797 
flr Leopold Franz v. Gogler, k. k. f'asseoffizier bei dem Linzer -Ca- 
awral- Zollamte mit dem Prädicate: Fdier ▼. — Ein ursprünglich ans 
Brixen in Tirol stammendes Munchener Stadtgeschlerht , aas wel- 
cbeai Georg and Franz Gagler, Kaafleute in München, den Reichs- 
adel 21. Aag. 1660 and die bayer Fdelmannsfreiheit 10. Dec. 1674 



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erhielten und welches durch Besitz des Gutes Zeillhofen zu den Land- 
sassen gerechnet wurde. — Bei Anlegung der Adelsmatrikel des 
Kur. Bayern wurden in dieselben eingetragen die Ur-Ur- Enkel det 
Empfängers dos Freiherrndiploms: Freih, Johann Nepomuk Xaver 
Albrecht, «eb. 1747, Herr auf Zeillhofen und Gunzing und k. bayer. 
Kämm, und Freih. Anton Franz, geb. 1756, k. bayer. Kämm. u. ehem. 
Fürstl. Passau. Vice-Oberst-Jäcrerm., Forstm. u. Hofkamm erherr. — 
Nach dem G^neal. Taschenb. d. freih. Häuser ist der freih. Stamm 
Gugler v. Zeilhofen 1830 im Mannsstamme erloschen und es wird nnr 
noch die Tochter des 1 804 verstorbenen kurbayerisch. Majors Aloys 
Freih. v. G. auf Zeilhofen und Gunzing aus der Fhe mit Dominica ▼. 
Linprunn , gest. 1853: Freiin Caroline, geb. 1804, verm. 1828 mit 
Ludwig v. Guggenberger,Wittwe seit 1845 undwiederverm. 1859 mit 
Kduard Grafen v. Tauffkirchen, aufgeführt. Freih. Aloys war ein 
Enkel des Freih. Franz Joseph, venn. mit Maria Theresia Julie ▼. 
Dorffner und ein Sohn des 1796 verstorbenen Freiherrn Joseph An- 
ton, kurbayerischen Begiernngsraths. Letzterer hatte zwei Brüder, 
von denen der Aeltere ohne Nachkommen in Tirol starb, der jüngere 
aber Canonicus zu Landshut war. Aus seiner Fhe mit Caroline Freiin 
v. Prielmayr entsprossteu 17 Kinder und unter diesen, nächst dem 
Freih. Aloys, noch 4 Söhne, von denen zwei unvermählt blieben and 
zwei in kinderloser Ehe lebten. 

r. Lang. S. 144. - M.yrrl' r. Mihlfehl, Kr«üii«.-Bd. S.147 u. 14$. - Gental. Taachtab. 
<i fr« ih. Häusi-r, ist?l. S. ■.■v.w.'M iiml is»".'J. S. T.»7 — W.-B. <l. Kur. Bayern. ITT. 14 n. r. 
\V''lck*in, Al.th. 3: Fn-ih. ti v. Z. 11. X. '.'4. (Jiiclrr. Edli» 11. Kitter. 

Uagtmts, fnggamas, Freiherren. Kurpfälzischer Freiherrnstand 
vom 3. Febr. 1729 für Franz Martin G., später Pfleger zu Mainburg. 
Derselbe, Herr auf Herensrierstorff, war, nach der in den Snppl. in 
Siebm. W.-B. sich findenden Stammtafel der Freih. Vrintz zu Treo- 
enfels, mit Maria Catharina Feuri zu Au vermählt. Aus dieser Ehe 
stammte Freih. Franz Xaver, verm. mit Maria Veronica Antonia Fe* 
bronia Freiin v. Rummel zu Waldeck n. die Tochter derselben, Freiin 
Maria Aloysia auf Adelshausen und Oberhöking, vermählte sich mit 
Thobald Maximilian Freih. Vrintz zu Treuenfeld. — Der Gugomosche 
Stamm blühte in den Häusern Treffenstein mit Vilsheim und Adel- 
hansen fort. Aus Ersterem wurde bei Anlegung der Adelsmatrikel 
des Kgr. Rayern in dieselbe eingetragen: Freiherr Franz Maria Leo- 
pold, geb. 1738, k. bayer. Kämm., aus letzterem Hause aber: Freih. 
Philipp Albert, geb. 1748, k. bayer. Kämm, und Major k la suite, 
mit seinem Bruder, Freih. Augustin Joseph Cajetan, geb. 1765, k. k. 
Kämm. Die Genannten waren sämmtlich Enkel des genannten Frei- 
herrn Franz Martin. 

p. r.nnft, S. l4'-\ -- Suppl. xii Sit-tim. W.-B. V. 14. — W.-B. d. Kgr. Bayam, III. Iftaad 
«. Hm/cAth. Al.tli. 3. 

(■äglleitbner v. Gttenabeim , Ritter ■. Edle. Reichsritterstand. Di- 
plom vom 17. Dec. 1793 für Franz Anton Güglleithner, Grosshänd- 
lcr zu Wien, wegen Emporbringung der Fabriken, mit dem Prädicate: 
Edler v. Ottensheim. 

Sltj'rlt r. Xuhl/eM, S. 116. — Nuppl . au Sicbiii. W.-B. XT. 23. — A»ricH#. IV. B. IST 

u. IM. 



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tthtak Altes, märkiaches Adelsgeschlecht, welches früher Ghüle, 
Ghülen, Guhlen, Güle geschrieben wurde and später nach Meklen- 
burg kam. Dasselbe sass bereits 1367 zu Blindow und 1375 zu Tre- 
benow im Kr. Prenzlau und erwarb im 15. Jahrh. und später noch 
▼iele andere Güter, namentlich im Ruppiner Kreise. In Meklenburg 
waren 1639 Badow, Kahlenberg und Lützow und noch 1709 ßadow 
and Levitzow in der Hand der Familie , doch ging in diesem Lande 
der Stamm um die Mitte des 18. Jahrh. mit Johann Heinrich v Hoh- 
len wieder aus. In den Marken blühte derselbe noch in das neun- 
zehnte Jahrb. hinein, und besass noch 1807 das (tut Ganz im Kreise 
Ostpriegnitz, doch starb um diese Zeit der Mannsstamm auch hier 
aas. 1836 lebten nur noch Töchter des letzten männlichen Sprossen, 
von denen die eine an den k. pr. Generalmajor v. Diericke und die 
andere an den k. preuss. Oberstlieutenant v. Schulz vermählt war. 

9. ttrhr, U*-* Meckl. 8.1615. — (ii untluuinn, in <1«t Uckermark. At!H«bi»i. — N. Vreus*. 
A-L. II S. ?*>. — Frtih. 9. Udebur. I. 8. 297 u. ?!>*. — ». Mrtitng. II. 8. 214. 

üilrfcer , freikerrea. Adelsstand des Kgr. der Niederlande und 
Freiherrnstand des Kgr. Preussen. Adelsdiplom vom 24. Nov. 1816 
ffcr den Rittergutsbesitzer Johann Wilhelm Gülcher und Freiherrn- 
diplom vom 22. Nov 1835 für Denselben. Der Diploms -Empfänger 
war, laut Eingabe d. d. Düsseldorf, im April 1834, in die Adelsma- 
trikel der Preuss. Rheinprovinz eingetragen worden und wurde von 
Bauer, Adressb. 1857. S. 80 aufgeführt: Johann Wilhelm Freih. v. 
G auf Appeldorn, Herr auf Haus Botzelaer im Kr. Cleve. 

rreiä. r. Iftltbur. I. 8. *9$ u. III. 8. 2«s. _ W.-B. d. Pre.ns. RhHnproy. I. Tab. IM. 
St. *<k* «. 8. l'Jl) 

CilfVeaklte, €uldeuklee, Tlnaeus v. Cildeaklee. Reichsadelsstau d, 
fn Rnrbrandenburg bestätigt. Adelsdiplom vom 20. Dec. 1651 für 
die Gebiüder Baltbasar und Christian Timaeus, mit dem Namen: v. 
Goldenklee und Bcstätigungsdiplom vom 8. Mai 1665 für Dieselben. 
Die Diploms- Empfänger waren Söhne des Johann Timaeus, Pastor u. 
Senior zu Fraustadt im Posrnscheu und Balthasar T. hatte sich als 
Arzt so berühmt gemacht, das« er Leibmedicus des Kurfürsten Fried- 
rich Wilhelm zu Brandenburg wurde, doch ronss er diese Stelle spä- 
ter aufgegeben haben, da er als Bürget mcistcr zu Colberg vorkommt, 
wenn er nicht beide Armter zugleich vergaltet hat. Derselbe und 
seine Nachkommen belassen in Pommern im Fürstrnthum Camin- 
when Kreise die Güter Naugard, Papenhagcn, Bützow und Timmen- 
bapen fSinapius nennt den Balthasar T. v G. Herrn auf Naugarten, 
Bötzenau und Ro<enberg), doch erlosch später, 1. April 1741, der 
ManntMamm des Geschlechts mit Krnst Ludwig v. G., welcher mit 
Barbara Hedwig v. Damitz vermählt gewesen war. Die der Krone 
Preussen heimgefallenen Lehne der Familie schenkte K. Friedrich II. 
dem Grenadierbauptmanne Otto Frnst v. Korf, welcher dieselben nach 
erfolgter Allodification 1 743 wieder an die Wittwe des Frnst Ludwig 
f. tJflldenklee verkaufte, welche sie der Enkelin ihrer Schwester, der 
Oherstin v. Schmeling, hinterliess und welche spater durch Kauf an 
die Familie v. Blumenthal kamen. 

fi*++r**> U. * 106* a. M. — K Pr A -I.. t! «. *0? n V. H |9t u »N>. - >V„A„ r 
•- L*4*+mr. I. 1. »•» • III H. 2*H. — W § d rrru». Monarch . III. 34. — 1'ooiBirrn.ch. 
W fc. ff. TU. 43 a ». I» u. 1?6. - Kmstckkt, III. S. 4I<<: T. *. ii. 



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Cildrmüller ?. CüMenslein, titter ■. Etile. Erbländ.- Österreich. 

Ritterstand. Diplom von 1686 für Wolfgang Güldenmttller, gewesenen 
k. k. Rittmeister, mit dem Pradicate: v. Goldenstein. Derselbe, ans 
einem ursprünglich bayerischen Geschlechte stammend , kaufte du 
Gut Nötting in Niedorfi-terreich und war mit Maria Magdalena Su- 
sanne Händlin v. Ramingdorf vermählt, aus welcher Ehe, neben meh- 
reren Kindern, Carl Ignaz G. Edler v. G., Herr zu Taxen, Schicken- 
hof und Nötting, eutspross. Derselbe wurde 1734 unter die neuen 
niedqr-österr. Ritter>tands-Geschlechter aufgenommen, war mit Anna 
Grf. v. Oedt vermählt, hatte aber aus dieser Ehe nur eine Tochter, 
Catharina, welche sich als verw. Grf. v. Ludprecht in zweiter Ehe 
mit Wolfgang Augustin Grafen v. Auersperg, Burgstaller Linie, ver- 
mählte, doch in beiden Ehen kinderlos blieb. Als dieselbe starb, be- 
erbte sie Sebastian Edler v. Güldenstein von einer anderen Linie des 
Stammes, k. k. Rittm. in d. A., welcher 1792 unter die neuen nieder- 
österr. Ritterstandsgeschlechter aufgenommen wurde, noch in dem- 
selben Jahre die Herrschaften Illmau und Dobersperg kaufte and, 
vermählt mit einer Edlen v. Schick, seinen Stamm fortsetzte, doch 
fehlen nach Wissgrill weitere Nachrichten über denselben. 

Wim/grill. III. S. 448 u. 44f». 

(■äldenstern, Uyllfnstiern. Ein ursprüngliches dänisches Adelsge- 
schlecht, welches nach Schweden kam, wo es auch den Freiherrn- u. 
Grafenstand erhielt und um die Mitte des 17. Jahrb. mehrere Güter 
in Westpreussen an sich brachte. Sigismund v. G. starb 1661 als 
Castellan v. Pomerellen und Maximilian v. G. war noch 1666 Castel- 
lan von Elbing. Mit Letzterem ging im genannten Jahre der Stamm 
in Preussen wieder aus. 

N Vt. A.-I.. V. S. SM. - Ffih. r. Lnlthur. I. 8 29*. 

ttnlirh, Jülich, tiilicher (in Gold ein doppeltgeschweifter, schwar- 
zer Löwe). Rheinlandisehes Adelsgeschlecht, als dessen Stammvater 
Eduard von Jülich, natürlicher Sohn des Herzogs Reinhard zn Jülich, 
genannt wird. Die Familie besass bereits 1418 Bell im Kr. Gladbach, 
hatte später die Güter Weiden, Herg, Porp und Schwerfen inne und 
sass noch 1691 zu Dorp im Kr. Erkelenz. Der Stamm, welcher im 
Rheinlande im letzten Viertel des 18. Jahrb. erlosch, blühte fort nnd 
zu demselben gehörte der 1809 verstorbene k. preuss. Major v. Gä- 
lieh im Regimente v. Lettow mit seinen Söhnen, welche ebenfalls h 
der k. preuss. Armee standen. 

Fahnf, \. S. 'JIM-. (Jnlicher. - hWih. r. Itdrhur» I. 8. 29« u. III. 8. 248. — JVatfai, 
Elrm-nt. W.-rk. S. VH> u. D<»H,.-ir..-n KirdiTrhfinl. A<W1, II. 8. 8«». — W.-B. d. Pmwltch« 
Khi-inpriiviiix. II. Tnl.. TJ. Nr. U und S. 13<>. 

Unlieb (Schild geviert: 1 u.4 in Klau eine nach der rechten Seite 
fliegende, im Schnabel einen Oelzweig haltende, weisse Taube; 2 in 
Silber fünf, 2. 1. u. 2, rothe Herzen und 3 ebenfalls in Silber fünf, 
2. 1. und 2., rothe Rosen). Reichsadelsstand. Diplom von 1799 ftr 
Johann Philipp Gottfried (Jülich, k. Reichsknmmergerichtsprocurator 
zn Wetzlar, welcher 1823 als Director der Justizcanzlei zn Rostock 
in die meklenburgische Ritterschaft aufgenommen wurde. — EinSohn 
desselben besass in Westpreussen bis 1 854 Klein-Klonia im Kr. Co- 



— 98 — 

aftg u. dann Kloden im Kr. Karthans, auch war nach Bauer, Adress- 
baeh, S. 80, 1857 Carl v. Gülich ans Wertheim in Hannover Herr 
aaf Baumgarten im Kr. Drambarg Pommerns. 

*«a. 9. Udttmr, I. 8. 998 and III. S. 268. — Tyrof, III. 41. — Meklenb. W.-B. Tab. 
1t, Vr. «7 «. 8. 9. u. 92. 

Gauch ?. UUeabarg, Edle aad Ritter (Schild ge viert, mit gekrön- 
tem, schwanen, einen weissen, runden Tbnrm mit Mauerzinnen, 
Schiesslöchern und geschlossenem Thore zeigenden Thurm. 1 und 4 
in Roth ein Schwan mit aufgeschlagenen Flügeln u. 2 u. 3 in Blau 
eine goldene Lilie). Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom von 1706 
Ar Ludwig Gülich, Doctor der Rechte n. nieder-österr. Landschafts- 
Sjrndicus, mit dem Prädicate: Edler v. Lilienburg. Derselbe wurde 
1711 den neuen Geschlechtern des niederösterr. Ritterstandes ein- 
verleibt, starb aber vor seiner Einführung und seine beiden Söhne 
sachten dieselbe nicht nach. Dieselben waren: Johann Joseph G., 
Kdler v. L., d. Reichs- und der Erblande Ritter, niederösterr. Re- 
gier.-Ratb, welcher aus der Ehe mit Theresia v. Sauberskircheu 
Kachkommen nicht hinterliess und Franz SUpban, Canonicus des 
FtritL ReichsstifU Berchtolsgaden. 

m—rrW. III. 8. 449 n. 450. - Meytrl* 9. Müklfrtd, 8. 116. 

filier , Edle lerren and Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherru- 
•tand. Diplom von 1727 für Carl Joseph Güller, mit dem Pr&dicate: 
Edier Herr. 

M*p*H* 9. Müki/Hd, 8. 54. 

ttlüiagea, Freiherren. Eins der ältesten schwäbischen Adelsge- 
tcbleebter, als dessen ältester, näher bekannter Ahnherr Gundibald 
G., gest. 1296, genannt wird. Der Sohn desselben, Johann, gestorb. 
1332, kommt unter den Ministerialen der alten Grafen v. Hohenberg 
tor und als Stammhaus wird Gültlingen in dem früheren Canton 
Keekancbwariwald, welches Caspar G. 1545 an Württemberg ver- 
kaafte, angenommen. Bis zur Auflösung des deutschen Reichs war 
die Familie der reichsunmittelbaren Ritterschaft des Cantons Neckar- 
icawariwald einverleibt und mehrere Glieder derselben waren in 
diesem Cantone Hauptleute, Ritterräthe uud Ausschlussmitglieder. 
In nettster Zeit besitzt das Geschlecht, ausser der Erbkämmererwürde 
m Württemberg, welche Balthasar v. G. von dem Herzoge Ulrich 
1545 erhielt und welche je auf den Aeltesten übergeht, das früher 
reichsunmittelbare Maunslehn Berneck mit Zubehör im Oberamte 
Nagold de» Schwarzwaldkreises u. es werden als Sprossen der Fa- 
milie nur aufgeführt: Freiin Ernestine, geb. 1813, Stifts<laine im 
adeligen Friulein-Stift Oberstenfeld u. der Bruder derselben : Frei- 
herr Adolph, geb. 1818 — Sohn des ehemaligen Erbkäromrrei * und 
k. wtrttemb. Rittm. a. D. Christian Freib. v. G. ans der Ehe mit So- 
phie Aaguste v. Heigelin — Erbkämmerer des vormaligen Herzogth. 
Wtrttamberg, Senior der Familie, k. württemb. Hofkanimer- Former 
n Stattgart und Abgeordneter der Ritterschaft des Schwarzwald- 

III. a. 9*7. — 9Mlf, I. $. 719 t o*eh fcp««f«ab«rf, II. «. n«n»eUl*r. — Oft*, 



— 94 — 

Adelsb. de» Koaigr. Württemberg, 8. 217—220. — ' Frtik. v. Ledthmr, I. 8. 206. — 6mmL 
T&schenb. d. freib. H&user, 1860. 8. 279 u. 1*61. 8. 2.M. — Sitbmachir, I. 110: v. feältli»- 
gen, Schwäbisch. — W.-B. d. Kgr. Württemberg, Nr. 93 u. 8. 29: Frtih. ▼. Q. — JftmciH, 
I. 8. 178 u. 179. 

ländter, Güather ?• Steraegg, Sterneck , freiherrta mmi litter. 

Reichs-Ritter- und erbländ.-österr. Freiherrustand. Ritterstandsdi- 
plom vom 14. Jan. 1701 für Johann Caspar Günther v. Sternegg, k. 
k. Hofapotheker und Frei her mdiplom von 1790 für die Gebrüder 
Leopold Johann und Joseph Gfindtner Ritter v. Sternegg. 

Mtgerlf 9. MüU/eld, 8. 54 und 8. 116. — SckmuU I. 8. 640. 

Häute. Ein früher zu dem hessischen Adel gehörendes, nur dem 
Namen und Wappen nach bekanutes Adelsgeschlecht. 

8iebnmcher, I. 136 ; t. Günste, HcssUrh. 

tifiaderede, Günterrtde, aacb Freiherren. Reichs -Freiherrnstand. 
Diplom vom 3. Febr. 1610 für Heinrich v Günderode, k. k. Obersten 
und Kriegsrath und für die Vettern desselben, Albrecht ▼. G., Herrn 
auf Groitsch und Wilhelm v. G. — Altes, ursprünglich thüringisches 
Adelsgeschlecht, welches, aus Thüringen sich in mehrere deutsche 
Länder ausbreitend, namentlich in drei Linien, die meissensche,rbein- 
ländische und frankfurter Linie , zerfiel und welches jetzt in Frank- 
furt a. M., im Grossh. Hessen und im Grossh. Baden blüht. Urkund- 
lich kommt, so viel bekannt, die Familie zuerst 1339 in einer im 
Archive zu Altenburg befindlichen Urkunde vor, nach welcher Diets- 
mann Günterodt dem Markgrafen Wilhelm die Gerichte zu Bot heim 
abkaufte und zu Leheu erhielt. Die fortlaufende Stammreihe beginnt, 
nach Humbracht und Anderen, mit Jonas v. G., welcher 1500 starb. 
Die Söhne desselben, Dictz u. Kunz v. G., stifteten zwei Hauptlinien. 
Die ältere , Dietzische Hauptlinie breitete sich in Sachsen u. Hessen 
in den Häusern Rauhenstein, Lengenfeld, Herda, Foggebühl, Ballhau- 
sen etc. weit aus, erlosch aber 1660. Zu dieser Linie gehörte der 
aus der Rauhensteiner- u. Goldbacher Speciallinie entsprossene, oben 
genaunte Freiherr Heinrich, dessen Nachkommenschaft schon 1629 
mit dem Sohne desselben, dem Freiherrn Jacob Christian, ausging. 

— Der Stifter der jüngeren Hauptlinie, Kunz v. G., gest. 1535, ver- 
mählt mit Anna v. Allnpeck, setzte den Stamm dauernd fort. Von 
ihm stammte Dittman v. G., dessen Urenkel, Philipp Wilhelm, gest. 
1689, Herr auf Schotten in Hessen und Raths-Scuultheiss zu Frank« 
fürt a. M. , zwei Söhne hatte , Uector Wilhelm und Johann Achill» 
welche zwei Speciallinien ihrer Hauptlinie gründeten. Die ältere, 
von Uector Wilhelm (1.), gest. 1700, fortlaufende Linie trennte sich 
durch zwei Enkel desselben, Johann Max und Justinian, in zwei neue 
Linien , welche als ältere und jüngere Speciallinie noch jetzt blühen« 
Die jüngere, von Johann Achill, gest 1701, absteigende Linie ist mit 
dem Urenkel, Ludwig Franz Justinian, geb. 1763, fürstlich Isenburg. 
Hofmarschall , welcher nur Töchter hinterlies , wieder ausgestorben. 

— Was den Besitz der Familie anlangt, so hatte sich dieselbe vom 
15. Jahrh. an in den sachsischen Ländern, im 16. in Hessen, im IS. 
in Franken, Dänemark etc. ausgebreitet und erwarb in allen diese! 
Ländern ansehnlichen Besitz, zu welchem auch das gleichnamige Gut 



— 96 — 

ins jttxigen Kr. Heiligenstadt der Provinz Sachsen gekörte. — Die 
ia Frankfurt a. M. bllhende Linie, welche schon seit 1587 in der 
altadeiJge« Ganerbschaft des berühmten Hauses Alten -Limpurg zu 
Frankfurt a. M. zählt, stammt von Tilemann v. 6., welcher von 1476 
— 1512 im Rathe zu Leipzig sass. 1764 fand das Geschlecht auch 
Aufnahme in der mittelrheinischen Ritterschaft, erwarb in Frankfurt 
a. IL und im Grossh. Hessen mehrere ansehnliche Hofguter und be- 
sitzt bedeutende Familien-Fideicommisse , von welchen das erste und 
dritte von dem ritterschaftlichen Gute Höchst in der Wetterau und 
zwei Frankfurter Hofgütem gebildet werden. — Ein Zweig der jetzigen 
alteren Speciallinie vereinigte in der Person des Hector Wilhelm (IL), 
gest. 1786, markgr. badisch. Kämm. u. Regierangs- Käthes, zuerst mit 
seinem Namen und Wappen Namen und Wappen des erloschenen 
alten Frankfurter Geschlechts v. Kellner — s. den betreffenden Ar- 
tikel — aus welchem die Mutter des Hector Wilhelm (11.), Susanna 
Maria, stammte. — Ueber die jetzigen zahlreichen Sprossen des 
Stammes giebt das geneal. Tuschenb. der freih. Häuser die genaueste 
Auskunft und es mögen daher hier folgende Angaben genügen: Haupt 
der älteren Speciallinie der älteren Linie ist jetzt Freiherr Eduard, 
geb. 1795 — Sohn des 1814 verstorbenen Freih. Philipp Maximilian, 
kurbeas. Geh. -Raths — grossh. hess. Kammern., Generalmajor und 
Flttgeladjutant. — Das Haupt des Zweiges v. GQuderode, genannt v. 
Kellner ist der Sohn des Freiherrn Hector Wilhelm, s. oben, Freih. 
Hector, geb. 1786, Schöff und Senator zu Frankfurt a. M. und 1861 
älterer Bürgermeister, verm. mit Charlotte Freiin v. Closen-liayden- 
burg, geb. 1788, aus welcher Ehe, neben fünf Töchtern, von welchen 
Freiin Ida, geb. 1817, sich 1853 mit Robert Freih. v. Patow, Herrn 
auf Zinnitz, k. preuss. Minister der Fiuanzen, vermählte, zwei Söhne 
eatsprossten : Freih. Maximilian, geb. 1824, Gutsbesitzer auf Gern u. 
Heisberg, k. bayer. Kämm, und grossh. bad. Hauptmann a. D., verm. 
mit Constanze v. Jagerschmidt, geb. 1827 u. Freih. Carl, geb. 1820, 
Dr. philos., verm. 1*57 mit Caroline v. Schmerfeld, verw. Freifrau v. 
l*6rnberg. — Haupt der jungem Speciallinie der älteren Liuie war 
ia neuester Zeit Freih. Carl Ludwig Ferdinand, gest. 1859, -- Sohn 
des Freih. Friedrich Justinian , grossh. hess. Geh. -Raths und Ober- 
Appell. -Gerichts -Präsidenten und Enkel des Krciherrn Justinian - 
grotsku hess. Kammern., verm. mit Lui>e Freiin v. Hellersheim, ge- 
nannt StQrzelsneiro, aus welcher Khe ein Sohn, Georg, gib. 1845, 
eaUprosste. — Die jüngere Liuie der Familie ist im Mauussturome 
1844 mit dem Freiherru Ludwig Franz Anton, fürstl. nassau.-saurbr. 
Uofmarschall etc. erloschen und es leben nur noch aus beiden Khen 
sesselben swei Töchter. 

Smmdk. 1. SO» «. SIS. - Hmmbrmckt. Tat» 1*1 u. *VJ. — At«.if i«i. I. M. 4M. - IVr«/. 
tmi0 w II. *. 4*7—441. — O+mk*. 1. M. 71»- 7«. — BirdeimMmm, Kbüu W.-rr«, I. Vtrinchii. 
- X. Ow ii l flftndb. 1777. *. tH und 177*. M. K»-lo|. - Wo//, Ktcb.feld. Urk««d<-n. «. 
IS. — 9. MHUmem, I. H. 47« «. 477 mli n«hn-r+n »od«Tfti CiUt*« — CeiMAl. T«»cS««b. U. 
*•>*. Sita*. IS4«. M. 144-149 n I««* 8 IW-ill. - JWiV ». U*i**mr , I «. »*♦. — SUh- 
««4«r, |. Iffi v. O«»4rrrot, Kh- mUudMch : I. I..* %. (iin.ilrrr<Kl> . Mrt«««i*rh und I. VII: 
• i****n«4, Frttakfcrt • M. ad»l. I'util.irr. — r htr.i,^, II M j|4~?l* » ü. u Fr^ib. 
< U - *m*pt am *t«b«. WH. II. M T 9 r»f . II *•>. - WH. d ftt'li«. *uatea. VI. 

44. - Mmmc***. IT. t. !*•— 144. 



- 96 - 

tiintersleben, Ciatherslebea. Altes Adelsgeschlecht der Neumark 
and Pommerns, welches schon 1283 deu gleichnamigen Siti im jetzi- 
gen Kreis Soldin inne hatte nnd schon im 14. Jahrh. und später sehr 
ansehnliche Besitzungen in der Neumark and in dem angr&nzenden 
Theile Pommerns erwarb und noch im 18. Jahrb. mehrere Güter be- 
sass. Der alte Stamm , welcher auch nach Liefland u. Schweden ge- 
kommen war, erlosch 30. Dec. 1799 mit dem k. preuss. Obersten 
Georg Wilhelm v. Güntersberg. Derselbe hatte 1787 seinen natür- 
lichen Sohn, August Gottlieb G. t mittelst königl. Bestätigung, mit der 
Erlaubniss zur Führung des adeligen Namens u. Wappens, legitimirt, 
doch ist nach Allem auch dieser neue Zweig erloschen. 



Micrael, Buch VI. — Uauhe, I. 8. 7„'2 u. ?*.1. — Dithmar. 8. 42 u. 61. — Brüggi 
I. HptrtU t. N. l'r. A.-L. II. 8. 300 u. 301. — Freiherr ». Ledebur, I. S. 299 u. 300. k. HL 
S. 26* u. *6**. — 8iebtnacher, 111. 157. — Poininernsche* W.-B. I. Tab. 6. a. 8. 12. 

liinther, Freiherren (Schild ge viert, mit gekröntem, goldenen, 
einen linkssehenden, schwarzen Adler zeigenden Mittelschilde. 1 in 
Roth auf grünem Dreiberge ein einwärts schreitender Tiger; 2 in 
Blau ein silberner Querbalkeu, begleitet von drei, 2 und 1 , goldenen 
Sternen; 3 iu Blau ein goldener Sparren und 4 in Roth auf grünem 
Dreiberge ein einwärts schreitender Löwe). Freiherrnstand d. Kgr. 
Bayern. Diplom vom 29. Sept. 1818 für Heinrich Paul Wolfgang 
Günther, Grosshändler iu Nürnberg und Herrn auf Defersdorf, Gleiss- 
hammer, Koruburg und Sorg. 

9. Laity, Huppl. 8. 45. - W.-B. d. Kgr. Bayern, III. 13 u. r. Wotcktrn, Abth. t. — f. 
He/ner, bayer. Adel. Tab, 35 u. 8. 37. — Kneschke, IV. S. 164 u. 165. 

linther, Sitter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1731 ffcr 
Lamprecht Johann Günther, b. Württemb. Regierungsrath. 

Meyerle r. Mühi/tld, Krgäiiz.-ßd. 8. 14*. 

Vinther (in Schwarz ein goldener, in der rechten Pranke eise 
silberne Lilie haltender Löwe). Ein von Siebmacher zum scblesischea 
Adel gerechnetes , von Siuapius nur dem Namen und Wappen nach 
angeführtes Geschlecht. 

Sinapiu», II. S. 656. — Siebmacher, III. 93. 

üäatber (Schild ge viert: 1 in Gold ein schrägrechter, mit drei 
Sternen belegter , schwarzer Balken ; 2 in Silber ein die Sachsen 
rechtskehrender Adlersflügel ; 3 in Silber drei rothe Querbalken nnd 
4 in Gold eine rothe Lilie). Reichsadelsstand. Erneuerungs-DiploB 
des der Familie zustehenden Adels vom 4. October 1712 für des 
kursäcbs. Amtshauptmann und Oberforst- und Wildmeister in An- 
gustusburg, so wie Ober-Land-Fischermeister in Kursachsen v. Günther. 
Der Adel war durch kaiserl. Diplom v. 29. Nov. 1589 für Christoph 
nnd Hieronymus Günther in die Familie gekommen n. dieselbe führte 
früher das von Siebmacher III. 138: Die Günther, Meissniscb, ange- 
gebene Wappen : in Gold ein schrägrecbter, mit drei Sternen beleg- 
ter schwarzer Balken. Bei Erneuerung des Adels wurde das Wappen, 
wie angegeben, vermehrt. Die im vorigen Jahrh. in Kursachsen sehr 
bekannte, mit mehreren sächs Adelsgeschlechtern verwandte Familis 
ist schon lange erloschen. 

UuKUchriftl. Notis. — Tyrof. 1. 261. — Knuchke, II. 8. 196. 



— 97 — 

r, aaeh Prefterrea (adeliges Wippen : in Blau ein ans natür- 
liches Wolken am linken Scbildesrande hervortretender, die geschlos- 
sene Faust nach rechts n. oben haltender, geharnischter Arm u. frei- 
kerrliches, ganz verändertes Wappen : in Gold ein schrägrechter mit 
drei »ilbernen Sternen belegter, schwarzer Balken). Adels- u. Frei- 
kermsUnd des Königr. Preussen. Adelsdiplom vom 9. Aug. 1778 für 
Carl Ludwig Günther , k. preuss. Rittmeister im Husaren - Reginiente 
v. Delling und Freiherrndiplom von 1 798 für Denselben als k. preuss. 
General -Lieutenant, Chef des Bosniaken- Regiments etc. mit dem 
Wappen der meissenschen Familie v. Günther, s. den vorstehenden 
Artikel. — Der Diploms- Kmpftnger, welcher noch 1780 im Neustet- 
tinseben Kreise die Güter Dick, Hammer und Steinfort besass. starb 
22. Apr. 1803 und Nachkommen werden nicht angegel en. — Da 
bei Ertheilung des Freiherrnstandes das früher adelige Wnppen ganz 
verändert wurde , so muss man annehmen, dass der General-Lieuten. 
Freiherr v. Günther seinen Ursprung aus der meissenschen Familie 
dieses Namens hergeleitet habe und dass deshalb ihm später wieder 
das Stammwappen ertheilt worden sei. 

Pftttth»«»« d. Prvo«*. H«**rr<, I. S. Sl7. — Du« l.-l>»-u <!*»« (3cn*ral-Lieut. C. h. t. O. von 
4*af»«*eral-Li»iit. ». Ü. v. H«i)*ii, Bcrl. 1*3*. — N. IV A. L. 11. M. »Kl. — Freih. 9. L*d<- 
tmr. I. S. *«> and III. S. 2fr*. _ W B d. Preim Monarch. II. 39: Frtih v. <i. u. III. 35: 
t. O. - Xm*«kk*. IV. 8. 166. 

Walker (Schild gc viert: 1 und 4 in Gold ein rechtsgekehrter, 
«chwarzer Löwe und 2 und 3 in Silber ein blauer Sparren, oben von 
iwei blauen Lilien und unten von einem blauen Sterne begleitet). 
Kor-Pf alx- Bayer. Adelsstand. Diplom vom 13. Apr. 1779 für Fried- 
rieh Caspar Günther, kurpfalz. Geh. Kegieiumts- und Ober-Appel- 
lations-Ratb und zweiten Archivar iu Manbeim. Derselbe, später 
kurpfalz. Geh. -Ruth und Kreisgesandter in Frankfurt a. M., hatte das 
erwähnte Diplom erhalten, als er dem Grafen v. Törring bei dem 
Friedenscongresse in Teschen als Legationsrath beigegeben worden 
aar. — Die beiden Söhne desselben, Carl Theodor v. G., geb. 1770, 
i. bayer. K reihrat h des Oherdonaukreises und Franz Carl Joseph v. 
Ct., geb. 1771, Siadtpfarrer zu Spult, wurden mit ihres verstorbenen 
Bruders, Friedrieb Christian v. G., Sohne: Friedrich Joseph v. G., 
geb. 1789, bei Anlegung der Adelunatrikel des Kgr. Bayern in die- 
selbe eingetragen. , 

r 1*1, H. 161 a S«». — W.-H. d. Kar. Bat«-™. V. M. - e. //</»"*. ba>er AüH. Tal>. 
n «. * ■* - K—ekht. IV. M. 1H&. 

Malier (Schild geviert: 1 und 4 in Roth ein goldener Ring und 
2 uad 3 in Blau ein silberner Ring). Kin nur dem Wappen nach be- 
kanntes Adelsgeschlecht. 

»••*! s« *M»»ark*r« W.-B. XI. 71. 

Caatker ?. Steraeek, s. Gündter v. Sternegg, S. 94. 

taataenleaea. Altes, thüringisches, auch unter dem Namen 
Gaaderirhsleiben vorgekommenes, langst erloscbeues Adelsgeschlecht 
aas dem gleichnamigen, eine und eine halbe Stunde von Gotha ge- 
legenen Stammsitze. 

a>WI«rr, Klrrfc.- a. febul. *U*l d. H. MotLa. I. 1. 8t rk «. 133 u. 135. 5. Ulk. ». II 
m4 III 4. Sic*. 1. 44. 

Mmuthk*, OMUck. Ad*l*-I**i. IV. 7 



— 98 — 

(■artigen, aieh genannt Schwertes. Altes, rheinläadisches Adels- 
geschlecht, welches schon 1340 mit Dollendorf im Kr. Gemflnd und 
1485 mit Schieiden in demselben Kreise und mit Schwerfen im Kr. 
Lechenich begütert war, später noch Vernich, Dünberg und Dbfln 
erwarb und auf letzterem Gute im Kr. Wipperfürth noch 1721 säst. 
Später ist der Stamm, aus welchem Heinrich Wilhelm v. G. kurbrand. 
Oberst und Drost zu Hausberge bei Minden war, erloschen. 

Fahn*, II. 8. 54. — Fr*ik. v. Isdtbur, I. 8. 301. 

Gastes. Rheinländisches Adelsgeschlecht, dem Wappen nach: 
in Gold fünf rothe Pfähle, ein Zweig des Stammes Merode. Mit Hein- 
rich v. Güsten, dessen 15jähriger Sohn, Peter v. G., 1597 starb, ist 
yn 17. Jahrb. das Geschlecht ausgegangen. 

Fahne, I. 8. 125. — Freih. 9. Ltdtbur, I. 8. 301. 

Sias r.tiassennerg, Freiherren. Altes schwäbisches Adelsgeschlecht, 
welches nach Bucelini, der auch bis zu seiner Zeit eine Stammtafel 
gegeben, schon 942 und 1080 vorgekommen sein soll. Um die Mitte 
des 16. Jabrh. war Theobald des deutschen Ordens Gomthor su Feld- 
kirchen u. der Bruder desselben, Georg G. v. G., pflanzte den Stamm fort 

Luiu«. de migrat. gent. 8. 66. — Huctlini, II. 8. 106. — GaHh', II. 8. 3£4. 

Üüsttw. Altes, in der Uckermark vorgekommenes Adelsgescblecht, 
dessen Name zwei Dörfer, das eine beiPrenzlau, das andere bei Gram- 
zow tragen. Hans v. G. war 1368 Rathsherr und 1372 Bürgermeister 
zu Frenz lau. 

Orundmunn, 8. 42. 

Gnstitw. Altes, uckermärkisches, längst erloschenes, von Grund» 
mann ganz kurz angeführtes, von der im vorstehenden Artikel er-, 
wähnten Familie v. Gustow verschiedenes Adelsgeschlecht. 

Grundmanu, 8. 41. — N. Pr. A.-L. 8. 301. 

Cittle, finde. Reichsadelsstand. Diplom vom 30. Dec. 1777 für 
den markgr. bayreuthseben Hofrath Güttfe , Herrn auf Ober-Redwitz 
und Tiefenbach bei Wunsiedel. Diese Güter gehörten zur Voigtl&n- 
dischen Ritterschaft, auch standen dem Diploms -Empfänger noch 
andere Besitzungen bei Lorenzreuth zu. 

Tyrnf, I. 27 u. Siehenkf*, I. 8. 42 11. 43. — Suppl. tu Riobra. W.-B. VII. 16. 

Cittler v. Nkenkampf. Diplom von 1813 für Franz Güttier, k. k. 
pens. Hauptmann , mit dem Prädicate : v. Pikenkampf. 

Utgerlt 9. Mühtftld, H. 193. 

ilatiktw. Ein Anclamsches Patriciergeschlecht , welches in dem 
alten preuss. Vorpommern 1608 ausgegangen sein soll, doch war der 
Stamm auch nach Schweden gekommen und zu demselben gehörte 
wohl der 1815 aus k. schwed. Diensten in die k. preuss. Armee ge- 
kommene, 1816 als Generalmajor pensionirte und 1838 verstorbene 
Carl v. Gutzkow. 

Frrih. r. lf,I*hur, I. H. 302. 

Giirbard, genant ?. Qalntns Irillns. Adelsstand des Kgr. Prei- 
sen. Diplom von 1759 für Carl Göttlich Guichard, k. preuss. Haupt- 
mann, unter Beilegung des Namens: v. Quintus Icilius. Derselbe, 
ein Sohn des k. preuss. Hofraths, Richters und Syndicus der PflUzer- 



— 99 — 

Cotooie tu Magdeburg, trat 1767 all Freiwilliger in die k. preuss. 
▲rate ein , wurde de» Könige Friedrich IL bekannt and in das Ge- 
folge desselben aufgenommen. Von 1763 an war er immer um den 
König und besass dessen volle Gnade, bis er, im Havellande begütert, 
13. Mai 1775 zn Potsdam als Oberst und ehemaliger Chef eines im 
siebenjährigen Kriege sehr bekannt gewordenen Freiregiments starb. 
Der ihm beigelegte Name: v. Quintus Icilius war dadurch entstanden, 
dass Guichard, mit welchem, seiner Gelehrsamkeit wegen, sich König 
Friedrich II. gern unterhielt, denselben, welcher den !m Polyhius 
vorkommenden Centurio Ilicius fälschlich Icilius nannte, verbesserte, 
nach welcher Verbesserung ihm der Name: v. Quintus Icilius beige- 
legt wurde. — Der 8 tarn m desselben blühte fort: ein Enkel kam in 
■euerer Zeit als k. hannov. Amts - Assessor zu Fallingbostei vor unA 
Friedrich G. , genannt v. Quintus Icilius , wohl ein Solin des Letzte- 
ren, trat 1849 als Officier in die k. hannov. Artillerie ein. 

a. Pr. A.-L. IV. 8. 7«. — Frtih. e. <i. Kn€$*t*tck. 8. 132. — Freih. ». led$bur. II. 8. 
HX — W -B. d. Kftr. HtmioTir, F. 3 u. 8. 7. - Mmttchke. II. 8. 11*7. — tlluitf. Adeltrol|t, 
I. T«k. fT. W. 4 und «. !&♦. ' • 

Maaaeaa. Ein zu der französischen Colonie in Berlin gebaren- 
des Adelsgeschlecht. Ludwig August v. G. starb 1829 als k. preuss. 
Generalmajor a. D. und ein Sohn desselben trat 1827 als k. preuss. 
Oberstlieut. aus dem activen Dienste. 

M. Vt. A.-L. II. 8. 3». — Frtjk. 9. Ledrbttr. I. S. 299. 

feiet da Ptnteil, Grafen. Im Kgr. Bayern anerkannter Grafen- 
stand. Altes, seit dem 14. Jahrb. bekanntes französisches Adelsge- 
schlecht aus Limousin, einer der Provinzen des Innern. Die fortläu- 
fende Stammreihe beginnt mit Pierre Guiot £cuycr seigneur Dasnieres, 
welcher 1333 mit Asnftres belehnt wnrde. Das Geschlecht führte in 
Frankreich den Titel Marquis, nahm aber, nachdem es nach Deutsch- 
land ausgewandert, auch den Grafentitel an. — Die jetzigen Familien- 
flieder sind Nachkommen des 1814 gestorbenen Marquis Johann v. 
Guiot du Ponteil und das Haupt der Familie ist der altere Sohn des- 
selben : Marquis Heinrich, geb. 1789, k. bayer. Kamm. u,. pens. Ge- 
neralmajor, verm. mit Mathilde Freiin v. Gumppenberg- Peuerbach, 
geb. 1791, aus welcher Ehe zwei Söhne stammen: Carl, geb. 1820, 
k. bayer. Hofprediger an der Allerheiligen Hofkirche und Ehren-Ca- 
nonikus zu Manchen, und Alexander, geb. 1824, k. bayer Oberlieut 
a la snite, verm. mit Stephanie v. Frölich, geb. 1830. — Von dem 
Bruder des Marquis Heinrich: Carl, gest 1859, Präsidenten des Ap- 
pellationsgerichts in Mittelfranken, entsprossten aus zweiter Ehe mit 
WUbelmine Freiin v. Schwerin, geb. 1806, zwei Söhne: Emanuel, 
geb. 1834 und Heinrich, geb. 1837. 

lymfrh* firaf'oh. 4 <2*f«>aw III. 8. IM u. ISS - (JrnraJ TMrh'uh. d«r grftiirhe« 
Itewr, INI. 9. 319 n»d 339 a. M»tor. lUndb H. 1*«. - W.U. 4. Kgr. Bftytr». IX. S* n. 
1 II. 

feilt ?. VeUfjtorg, Biliar. Erblaod. -österr. Adels - und fiitter- 
tUad. Adelsdiplom von 1*00 für Daniel Guiat, Oberamtsrath znOr- 
Uaaa und Riltentanrisdiplom von 1816 für Denselben als grosshera. 
ead. Staatsrat», wegen der wahrend seiner Oesterreichisohen Dienst- 
■aeteUiag erworbenen Verdienjte, mit dem Prtdicate: v. Wellenburg. 



— 100 — 

Derselbe war nämlich bis zum Anfalle des Breisgaues k. k. Regie- 
rungs-Rath und Director des Ober - Appellationsgerichts zu Freibarg 
and kam danu in grossh. badische Dienste. 

Mfgerlt e. Mühlfeld, 8. 116. — fast, AdeUbuch d. Grosth. Baden Abth. 3. — Km**ckkr, 
IV. 8. 167. 

taben. Ein früher zu dem Adel der Uckermark gehörendes Ge- 
schlecht. 

Grundmann, 8. 26. 

einbrecht! umbrich f. einbrecht (Schild der Länge nach ge- 
theilt: rechts in GrOn eine silberne Lilie u. links in Silber ein halber, 
schwarzer Adler). Adelsstand des Königreich Preussen. Diplom vom 
22. Dec. 1741 für die Gebrüder Abraham Joseph u. Caspar Wilhelm 
Gumbrich, mit dem Namen : v. Gumbrecht und dem Incolate in Schle- 
sien. Caspar Wilhelm G. v. G. staud von 1749 bis 1753 in der k. pr. 
Armee und starb 1786, nachdem Abraham Joseph, verm. mit einer 
Gulkowska, vor ihm gestorben war. Von den Söhnen des Erstcren 
war der Eine Leibpage des Königs Friedrich II. u. der Andere stieg 
in der k. preuss. Armee bis zum Major und hatte vier Söhne t doch 
ist nicht bekannt, dass der Stamm lange fortgeblüht habe. Die Fa- 
milie ist übrigens nicht mit dem ebenfalls zum preuss. Adel gehören- 
den Geschlechte v. Gumprecht zu verwechseln. 

v. Hellbacf^ I. S. 47S. — N. l»r. A.-L. I. S. 40. II. 8. 303 und V. 8. 200 u. SOI. — Frtik. 
w. Ledebur, I. S. 'i«J9. — W. B. d. Preuss. Monarch. III. 35. — Kmeschkt, IV. 8. 167 u. 168. 



(■■■Mens, (immens. Eins der ältesten und angesehensten schwei- 
zerischen, freiherrlichen Geschlechter im Waadlande und in Bern, 
welches von den alten Grafen v. Grandson hergeleitet wird. Es er- 
hielt nämlich einer der vier Söhne des Grafen Lambert de Grandson 
1024 die Baronie Gumocns, nahm von derselben den Namen an, ohne 
den seines Stammes abzulegen und schrieb sich Baron de Gumo€ns, 
comte de Grandson. Beide gleichnamige Schlösser liegen im Waad- 
lande. Der Stamm hat dauernd fortgeblüht und ist genau im geneal. 
Taschenb. der freih. Häuser besprochen. Derselbe blüht jetzt in iWei 
Linieu. Haupt der ersten Linie ist Freih. Friedrich, geb. 1819 — 
Sohn des 1843 verst. Freih. Friedrich, gewesenen Landvoigts zu 
Aarwangen aus der Ehe mit Amalia v. Sinner — Herr zu Schloss 
Worb bei Bern, früher in k. württ. Diensten, verm. mit Bertha Freiin 
v. Effinger- Wildenstein, aus welcher Ehe ein Sohn, P^duard, geb. 
1848, stammt und Haupt der zweiten Linie: Freih. Adalbert, geb. 
1816, — Sohn des 1844 verst. Freih. Ludwig, gewesenen französ. 
Officiers aus der Ehe mit Fanny v. Colombier v. und zu Schloss Che- 
seaux — gewes. Major im eidgen. Cavalleriestabe , verm. 1859 mit 
Henriette v. Stürler. 

Geneal. Ta*eh?»b. d. fri-ih. Iläuicr, 1N57. H. WJ und '.'70. 1859. 8. 2IS und ISCO. S. 317 
und 328. 



ipert (Schild durch einen Spitzenschnitt in drei Theile ge- 
theilt: oben, rechts wie links, in Kothein rechtsgekehrter Hahn and 
unten in Silber ein goldenes Jagdhorn). Adelsstand des Kgr. Preus- 
sen. Diplom vom Könige Friedrich Wilhelm III. für den k. preuss. 
Regierungsrath Dr. Gumpert in Posen. Derselbe, gest. 1832, ein 



— 101 — 

Solin des ehemaligen Medicinalraths und Kroisphys. Dr. Gumpert in 
Meseritz , war mit einer v. Eckartsberg vermählt und ein Sohn aus 
dieser Ehe kam 1836 als Assessor bei dem Land- und Stadtgerichte 
xv Wagrowiec vor. 

». Pt. A.-L. II. 8. 303. — Freih. r. Ledtlur, I. 8. 2SW. 

Cmppeafcerg, tiampeaberg, Freiherren. Keichsfreiherrnstand. Di- 
plom vom 16. Jan. 1571 für Georg v. Gumppenberg, Herrn auf Pött- 
mes, Erbmarschall von Oberbayern und Vicedom in Straubing, und 
iwar anter Vermehrung des Wappens mit dem Wappen der v. See- 
berg. — Altes, weit ausgebreitetes und weit verzweigtes, ansehnlich 
begütertes bayerisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stamm* 
bause zwischen Augsburg und Neuburg, in welches 1411 das Land- 
marschallamt von Oberbayern kam. Nach Einigen entspross das 
Geschlecht aus Böhmen und zwar von den Herren v. Seeberg, Andere 
aber leiten dasselbe unmittelbar von den ßurgsassen der Grafen v. 
Vobburg an der Donau ab, von denen Einer, Hiltprant, 1280 das Gut 
Pöttines an sieh brachte. Von dem um 1250 lebenden Vater dieses 
Hiltprant* und Heinrich G., welcher 1284 vorgekommen sein soll, 
beginnt Bucelini die Stammreihe. Von Hiltprant stammte Heinrich, 
kais. Vicedom und von diesem zwei Söhne, Heinrich II. und Stephan. 
Krstarer wnrde der Stammvater der Marschälle v. Scherneck, welche 
in der vierten Generation wieder ausgingen, Letzterer aber pflanzte 
mit seinen Nachkommen den Gnmppenberg'schen Stamm dauernd 
fort. — Der oben genannte erste Freiherr Georg hatte vier Söhne u. 
zwei Enkel des A ehesten diese; Söhne, des Freiherrn Hans Ludwig, 
lüfteten zwei Linien: Wolfgang Ludwig die Linie zu Pöttmes u. Georg 
Franz durch seinen Sohn , Ignaz Joachim , die Linie zu Peuerbacb. 
Der Sohn des Wolfgang Ludwig, Ignaz Franz, gründete aus Pöttmes 
■od Guroppenberg ein Fideicommiss und der vierte Sohn desselben, 
Ignaz Joseph, erbte die Herrschaft Pruiteneck, welche sein Sohn, 
Maximilian, an Bayern abtrat, wofür er Ober-Prennberg an sich 
brachte, nach welcher Besitzung seine Nachkommen sich nannten. — 
Bei Anlegung der Adelsmatrikel des Königr. Bayern schied sich die 
Familie in die Linien: Pöttmes-Pcyrbach, P.-Erasburg, P.-Oberbrenn- 
berg, Pöttmes und die Diiigolflnger Nebenlinie. — In neuester Zeit 
wird 6tr Stamm in den drei Linien zu Pöttmes, Ober-Prennberg und 
Peyerbaeh aufgeführt und nflehstdem die erstere Linie in die Haupt- 
Hnie zu Pöttmes und in die Seitenlinie von Pöttmes zu Wallenburg 
■ad die Linie zu Peuerbach ebenfalls in eine Haupt- und Seitenlinie 
geschieden, wahrend die Linie zu Ober-Prennberg ohne Seitenlinie 
vorkommt. — Die Häupter desStammes sind jetzt folgende: Hauptlinie 
ti Pöttme*: Freih. Adolph, geb. 1804 — Sohn des 18)3 verstorbenen 
Freib. Maximilian aus der Ehe mit Franzisra Walburga Altgrftfin v. 
SalM-Reitrerscheidt-Dyck und Enkel des Freih. Franz, gest. 1797, 
lern, mit Maria Carolina Grf. v. Bereitem — k. bayer. Kämm, und 
erbl. Reirbsrath der Krone Bayern , venu, mit Caroline Grf. v. Bayr- 
storf , aas welcher Ehe, neben einer Tochter, ein Sohn, Maximilian, 
geb. 1850, stammt. — Seitenlinie von Pöttmes zu Wallenburg: Frei- 



— 102 — 

herr Carl. geb. 1838 — Sohn des 1829 verstorbenen Freih. Wilhelm, 
k* bayer. Majors ä Ja suite , aus der Ehe mit Sophie Freiin v. Gump- 
penberg Pöttmes und Enkel des Freiherrn Cajetan, gest. 1624, kön. 
bayer. Kämm, und Generals, verm. mit Sophia Freiin v. Weitersheim 

— Herr zu Wallenburg. — Linie Ober-Prennberg: Freih. Cajetan, 
geb. 1807 — Sohn des 1808 verst Freiherrn Maximilian, k. bayer. 
Kämm, und Hofraths, aus der Ehe mit Walburga Grf. v. Sandizell n. 
Enkel des Freih. Maximilian, gest. 1803, aus der Ehe mit Franziska 
Freiin v. Lerchenfeld zu Ober-Prennberg — k. bayer. pens. Haupt* 
mann, verm. mit Therese Grf. Holstein aus Bayern, geb. 1817, an* 
welcher Ehe, neben zwei Töchtern, ein Sohn, Theodor, geb. 1846, 
entspross. — Hauptlinie Peuerbach: Freih. Ludwig, geb. 1828 — 
Sohn des 1645 verstorbenen Freiherrn Joseph, k. bayer. Kämm, und 
Cfberstlieutenants , aus zweiter Ehe mit Philippine Freiin v. Trauner 
und Enkel des Freih. Ferdinand, gest. 1812, vermählt mit Elisabeth 
Freiin v. Ruffin, gest. 1832 — verm. mit Olga Grf. Deym, Freiin ▼. 
Stritetz, geb. 1832, aus welcher Ehe ein Sohn stammt: Robert, geb. 
1858. — Seitenlinie Peyerbach: Freih. Aloys, geb. 1792: — Sohn 
des Freiherrn Franz, gest. 1818, aus der Ehe mit Antonia v. Spreti 
und Enkel des Freih. Joseph, gest. 1775, kurbayer. Kämm. u. Oberst- 
lieutenants, verm- mit Maria Johanna Grf. Podstatzky-Lichtensteii 

— k. bayer. Kämm., verm. mit Barbara Freiin v. Holtzing, gest 
1842, aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, ein Sohn entsprosa, 
Freiherr Maximilian, geb. 1818, k. bayer. Kämm, und Hauptmann, 
verm. mit Maria Eugenia Farmer v. NunBach-Park, aus welcher Ehe, 
neben zwei Töchtern, ein Sohn, Carl, geb. 1849, lebt. 

Wiftü Bund, I. 8 107—118. — Buctlini, II. b. R 146. — (iauhf, I. S. 71» and TM. — 
e. ttattstfi*. II. Suppl. 8. 19—2.1. — ZnUrr, XI. B 138*. — Einxingtr r. Fimtimg. f. S. 
SO* tftfl Tab. 7. - Satoer, K. 394.. — r. Lang, 8. 142—14«. - Gtiwal. Tax hon». 4. freffe. 
HSuntr. 1*58. H. 167—173. 1S.S.S. 8. 220 und 1861 8. 25«— 261. — Sitbmatker, I. 25: Prvlh. 
▼. O. — Spen*r, Hist. Inslfcn. L. II. r. SS, N. 459 und Tab. 17. — fluppi. tu eitbm. W.-B. 
VII. 5. - 7>r</, I. 1Ü8. - W.-B. d. Kgr. Bayern. III. 15 i. v. Woickfrn, 8. Ab ib. 8. «I 
-44. — r. Jlffnet, l»a>er. AdVI, II. 3.'» u. 8. 3*. — Knetchle, III. 8. 187— IM. 

finninrecht (in Gold ein, mit drei silbernen Ringen belegter, rother 
Schrfigbalken). Ein in Preussen vorgekommenes, mit der Familie f. 
G umbrecht, Gumbrich v. G umbrecht nicht zu verwechselndes Adels- 
geschlecht, welches in Pommern im Saatziger Kreise noch 1 734 KtV 
renberg und Zeinicke inne hatte und aus welchem mehrere Sprossen 
in der k. pr. Armee standen. Das erwähnte Wappen, welches Her- 
zog, Elsas*. Chronik, VI. S. 175, dem in Elsass erloschenen Gt- 
schlechte der Humbrechten beigelegt hat, führte Hans Georg v. Gum- 
precht, welcher 1735 k. preuss. Major war, als Capitata im Reginiente 
v. Glasenapp, während er sich früher, 1707, eines ganz anderen Wap- 
pens: (innerhalb eines Dreieckes ein Stern und darüber eine Tulpe) 
bedient hatte. Der liruder desselben, Wilhelm Conrad, war 1730 Ca- 
pitain und sein Sohn, Johann Caspar Joseph v. G. 1745 Lieutenant 
in k. preuss. Diensten. Später erlosch der Stamm. 

Fteih. v. LnUhur, I. 8. 299. 

(rtadetfiagent Altes, bayerisches, von den nürnberger Patriciern 
dieses Namens verschiedenes, früher mit dem gräflichen, später mÜ 



— 103 — 

den freiherrlicben Titel vorgekommenes, längst erloschenes Adelsge- 
schlecht, welches wohl von dem gleichnamigen Stammschlosse eine 
Meile von Lauingen, in dessen Nähe die Donau die Brenz aufnimmt, 
den Namen erhalten hat. Sibotho Graf v. Gundelfingen, von 1227 
bis 1252 Bischof zu Augsburg, starb 1262 im Kloster Kaisersheim u. 
Andreas Freih. v. Gundelfingen war von 1302 — 1315 Bischof zu 
Würzburg. In Niederösterreich, wohin das Geschlecht ans Schwaben 
gekommen, war Weickard Freih. v. G. 1534 Herr auf Altenhofen u. 
kaufte 1542 auch einige Gülten und Unterthanen zu Rembs, Wink- 
lern etc., welche Gülten mit Altenhofen und Rembs noch 1562 die 
Freiherren Eberhard und Ludwig besassen , die im genannten Jahre 
die landesfürstlichen und bambergischen Lehen darüber empfingen. 
Nach dieser Zeit ist der Name des Stammes in Nieder -Oesterr eich 
nicht mehr vorgekommen. 

Wipwt t/umi, I. M. JI15— «». — danke. II. 8. 3*4 u. 385. — Sahir, 8. »5. »7 n. 299. 
— Wiufriil. III. 8. 450. 

Cundebhdm. Altes, schwäbisches u. fränkischesAdelsgeschlecht, 
welches in Franken zu der reichsunmittelbaren Ritterschaft des Can- 
too Altmühl gehörte. Das gleichnamige Staromgut liegt eine Stunde 
von Gunzenhausen an der Altmühl. Als Stammvater wird Rudolph, 
welcher 1336 lebte, genannt und das Geschlecht erlosch 1680 mit 
Martin Joachim Christoph v. G. — Näheres giebt Biedermann an. 



/Mi, Kraifonia r«*di%. 8. 466. — tiauhf. II. 8. 3KA u. 3S6. - Bitdtrmann, Cautoo 
Alt ««hl. T»b. ?0S-tn5. — Stilrtr, 8. 34.1. — Siehmachtr. II. M» : v. U. ScImäMüch. — w. 
JMiif. III. *. *39: fturh nach dem W.-B. <!ch Ostmtirr Cuurilii. 

Guaielskeimer. Ein zu der im vorstehenden Artikel besprochenen 
Familie nicht gehörendes Geschlecht, aus welchem Andreas v. Gon- 
delfinger, k. preuss. Hofratb, Lcibmedicus des Königs Friedrich I. u. 
Director des Collegii medici in Berlin, 1715 starb. Derselbe war 
ein Sohn des Predigers tu Fcuchtwange n und brachte den Adel in 
die Familie, doch ist Näheres über das Diplom nicht aufzufinden. 

FrHh w. Lt*Ub*r, I. 8. tW. 

Cudersferf, s. Teufel v. Gundersdorf, Freiherren. 

fivudisck« Altes, nicderö8terr. Adelsgeschlecht zu Kirchberg, 
welche» sieb, ohne Vornamen und Jahrszahlen, in den ältesten Ge- 
denk buche rn der niederösterr. Landmanngeschlechter findet — Va- 
lentin (tundiseb zu Kirchberg an der Wild, Ritter, erhielt 1492 dor- 
tige Liechtensteinische und Chünringische und 1496 landesfurstlicbe 
Lehen zu Azelstorff etc. Nach Freiherr v. Ennelkel ist der Stamm 
1526 ausgestorben. 

WfyrtU, 111. 8. 4M and 4SI. 

taftdlack Ein dem meklenburgischen Adel zugezähltes Geschlecht, 
welches im Aufange des 15. Jahrh. vom K. Ruprecht den Adel erhielt, 
«ekker 1748 eilf Brüdern und Vettern v. Gundlacb von Neuem be- 
stätigt wurde. Die Familie, aus welcher mthrere Sprossen in der k. 
prent». Armee standen, erwarb in Meklenburg die Güter Leitzen, 
Uioricbsberg , Darguu u. Rumpshagen und Christian Friedrich v. G., 
gest. Ib04, war Herr auf Strnssburg in Westpreussen. Das genannte 



— 104 — 

Gut Hinrichsberg im Amte Wredenhagen war 1853 noch in der Hand 
der Familie. 

N. Pr. A.-L. II. 8. 303. — Frtih. r. Ltdebur. I. 8. 299 u. III. 8. 26S. — 8itbmack*r 9 
IV. 69. — S.ippl. zu Sivbm. W.-H. IX. ltf. - M.-kl-ub. W.-B. Tab. 18. Nr. tti a. 8. «. 

tlindjing, firelherr. Freiherrnstand des Kgr. Preussen. Diplom 
vom 25. Febr. 1724 für Jacob Paul Gundling, k. preuss. Geh.-Rath, 
Ober-Ceremonienmeister und Präsidenten der Academie der Wissen- 
schuften. Derselbe, geb. 1673 zu Kirchensittenbach bei Nürnberg, 
nach Anderen zu Heersbrück, wo sein Vater Prediger war, gestorben 
1731 ohne Nachkommen, ein Mann voll v n Vorzögen, doch auch von 
Schwächen, gehörte zu den bekanntesten Persönlichkeiten am Hofe 
des Königs Friedrich Wilhem I. von Preussen. 

Lfl.tn mid Tliattii d**» Frcitn-mi \. Guualinic. B«rlin. t"!»». — r. UelH-ach, I. 8. 47*». — 
N. l»r A.-l.. I. s. SM. II. N. 303 und 304. — Frrih. r. L'drbur, I. 8. OT». — W.-B. d. Pr. 
Motmrrli .II 39. 

ittudranstörffer. Eins der ältesten österreichischen Ritterge- 
schlechter, welches schon zur Zeit der ersten Herzoge Babenber- 
gischen Stammes bekannt war u. welches nach der verschiedentlich 
gewechselten Sehreihart theils von Gunteramsdorf, Gunthernstorf, 
theils Gunderstorf, insgemein aber Gundramstorfer und Gunder- 
storfer geschrieben wurde. Heinrich v. Guntramstorf erscheint bereits 
1156 urkundlich und noch 1422 erhielt Niclas Gunderamstorfer, Rit- 
ter, für sich, seine Hausfrau, Magdalena, Tochter des Trucbsess v. 
Staaz, und für alle seine Kindei von Reinprecbt Herrn v. Wal*ee 
mehrere ansehnliche Lehne. Die Tochter, Ursula, kommt 1452 als 
Hausfrau des Edlen Hans Tannpeck zu Windhaag vor. 

BiMpri//, III. 8. 451-453. 

Grandrecklsg. Die Grundrechinger, oder v. Grundreching, auch 
Grundraching zu Heinrichschlag, Artstetten und Himberg am Wald, 
erschienen schon in den älteren Matrikeln u. Gült-Anschlag&httchern 
als in Niederösterreich begüterte Landlcute alten Ritterstandes. Die- 
selben stammten aus einem alten Rittergeschlechte Schwabens, ans 
welchem sich eine Linie unter der Regierung des K. Friedrich III. in 
Oe^terreich niederliess. Hans Grundrechinger, Ritter, war 1452 in 
dem grossen Gefolge von Grafen, Herren und Rittern, welche den K. 
Friedrich 111. begleiteten, als er sich nach Rom zu der römischen 
Königs-Krönung begab. Der Stamm blühte weiter und noch tief bis 
in das 16. Jahrh.fort. in welchem denselben 1 594 Matthaeus v. Grund- 
reching, Herr der oben genannten (»üter, als letzter männlicher Sprosse 
schloss. Die Güter kamen an die Wittwe, Anna v. Althann und durch 
Vermählung der drei Töchter, Sophia, Elisabeth und Anna Maria, an 
die Familien Heuberger, niederösterr. Ritter&tandes, Perger v. Clam 
und Freih. v. Ha im zu Reichenstein. 

Witujr ff/. 1 1 1 . 8. 4M - 45.'». 

Cusberg ?. Stitienai. Erhländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1811 für Franz Gunsberg, k. k. Militair -Ober- Verpflegs -Verwalter, 
mit dem Prädicate: v. Stützenau. 

Jtf'y»»/-«- r. Mühlfeld, 8. l'.<3. 

tliiterkager, s. Hager v. u. zu Altensteig. 



— 105 — 

Cantfceftm, laawheim. Altes, rheinländisches Adelsgescblecbt, 
welches von der zweiten Hälfte des 13. bis in die des 16. Jahrh. vor- 
kommt 

Bmmhrmeht, Tah. 263. 

tont, Mle Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom vom 30. April 
1844 fQr Johann Gull, k. k. Rittmeister bei dem Fuhrwesen, mit dem 
Prtdicate : Edler v. 

H«ad«ekriftl. NotU. 

tomsela. Ein früher zu dem schlesischen Adel gehörendes Ge- 
schlecht. Dasselbe ist mit den Gebrüdern Caspar nnd Balthasar v. 
lv.. welche das halbe Gut Klein- Sehmögerle oder Schmograu im 
Wohlauischen besassen, im Anfange des 16. Jahrh. erloschen. Die 
andere Hälfte besass Christoph v. Salisch, welcher um dieselbe Zeit 
ohne Erben starb. Die erledigten beiden Theile fielen an die Herzöge 
in Oels zurück, wurden zusammengeschlagen nnd dem Melchior v. 
Mntschelnitz und Polgsen vet liehen. 

im*, I. 8. 4SI and 49.1. 

fattdanovlfk, Freiherren. Ungarischer Freiherrn6tand. Diplom 
21. August 1779. Der dem Gesrhlcchte 1568 ertheilte unga- 
rische Adelsstand wurde 1774 von Neuem bestätigt. 

L+uf*Ad, I. S. 17*— SM: mit dm Diplomm von 1774 u. 1779. 

flaretikv, Gnrecky, s. die Artikel Kornitz und Sobeck. 

Garetahy. Ein zu dem Stamme Wieruszowa (in Blau ein aufge- 
richteter Ziegenbock) gehörendes, polnisches Adelsgeschlecht, wohl 
n unterscheiden von der in den Stamm Kornitz eingetragenen Fami- 
lie dieses Namens. Die hier in Rede stehende Familie war 1772 in 
Pommern mit Soltenitz im Kr. Neustettin begütert und zu derselben 
gekörte der k. preuss. Major Georg Friedrich Wilhelm v. G., welcher 
1805 einen Sohu hatte. 

FtHk 9. Udehmr, I. *. JOO n. III. 8. 169. 

toriaad, Grafen. Keichsurafenstand. Diplom vom 7. Mai 1664 
für Johann Niclas Freih. v. Gurland, Herrn auf Engelstein, Walchen, 
Wildenhag, Thalhaim, I*yrra u. Schimmelmühl. — Oesterreichischea 
Adelsgescblecbt, in welches die Gebrüder Nicolaus, Andreas n. Sigis- 
mmnd Gurland 16)4 den Adel brachten und aus welchem Ersterer 
Sit seinen beiden Brüdern 1. Febr. 1620, mit dem Pradicate: Edle 
v,den Ritterstand erhielten. Von Nicolaus Edlen v. G. stammte der 
Ernannte Graf Johann Nie las, welcher 27. Jul. 1651 in den Frei- 
kerraffand versetzt u. 1 652 in den niederösterr. Herrenstand unter die 
aenea Geschlechter aufgenommen worden war. Von seinen vier Söhnen 
an* der Ehe mit Jnliana Polyxena Freiin v. Herberstein setzte Graf 
Albrecht Ernest, gest. 1698, verm. mit Maria Susanna Grf. v. Her- 
her»t*in, den Stamm fort. Von den drei Söhnen desselben, von denen 
zwei jung starben, war der dritte, Graf Johann Anton Ernest, gest. 
1729 im 41. Lebensjahre, mit Dorothea Juliana Josepba Grf. v.Schal- 
leaberjr vermählt Von 9 Kindern aus dieser Ehe starben vier jung, 
(Inf überlebten den Vater, drei Töchter und zwei Söhne. Alle ftnf 
starben vom 18. bis 31. October 1736 an einem bösartigen Faulfieber. 



— 106 — 

Die Töchter starben im Schlosse Deinzendorf : die beiden älteren 
waren verlobte Bräute und die jüngste folgte ihnen sogleich nach. 
Die beiden Brüder derselben waren zum Besuch bei ihrem Vetter« 
dem Grafen v. Schallenberg zu Rosenau, 10 — 12 Meilen entfernt von 
ihren erkrankten Schwestern und starben in wenigen Tagen an einem 
ähnlichen Fieber. Der Letzte des Mannsstammes war Graf Fram 
Kaymund Anton, gest. 24. Octob. 1736 u. der Name des Geschlechts 
ging mit der so reichen, doch vom Schicksale gewiss, wie selten, ge- 
prüften, oben genannten Mutter 12. Sept. 1749 ans. Das grosse Ver- 
mögen und die sämmtlichen Herrschaften fielen an den Neffen der- 
selben, Leopold Christoph Gr. v. Schallenberg. 

Oauhe, I. S. 7.'4. — Freih. v. Uohcmeck, I. S. 2'.»t> u. 227. - WiugrM, III. 8. 466-444. 

Garewski; trafen. Preuss. Grafenstand. Diplom vom 5. No?. 
1787 für Raphael v. Gurowski, Senator-Castellan von Posen u. Herrn 
anf Allendorf im Glogauischen. — Altes, schlesisches Adelsgeschlecht, 
welches nach einer Familiensage aus altgermanisch-slavischem Stamme 
entsprossen ist. Bei Vermahlung des Königs Boleslas III. in Polen 
mit einer deutschen Gräfin v. Bergen (in's Polnische übersetzt: de 
Gurowa) zog ein Zweig der Familie mit der verwandten Königin nach 
Polen und Sprossen desselben, Bannerherren von Grosspolen, bethei- 
ligten sich an den Kämpfen, welche durch Zersplitterung des Landes 
unter den fünf Söhnen des Königs Boleslas III. entstanden, so wie an 
den Kriegen gegen die Ritter des deutschen Ordens. Später war der 
Einfluss des Geschlechts, welches sich den Lebren der Arianer an- 
näherte, geschwächt, bis sich dasselbe in der zweiten Hälfte des 
17. Jahrh. unter dem Könige Johann Sobieski wieder hob. Unter 
Letzterem war Johann Gurowski, später in den Mauern Wiens gefal- 
len , k. poln. General. Der Bruder desselben, Melchior (III.) wurde 
mehrmals zum Landboten und dann zum Senator und Castellan tob 
Posen u. Gnesen erwählt, welche Würde auch der Sohn, Melchior (IV.) 
bekleidete. Zu den vier Söhnen des Letzteren gehörte Graf Raphael, 
s. oben, dessen zweiter Sohn, Gr. Wladislaus, gest. 1818, k. preuss. 
Kammern, u. Herr der Herrschaft Murowana-Goslin, den Stamm fort- 
setzte. Aas seiner zweiten Ehe mit einer v. Cielecka, gest 1844, 
entsprossten vier Söhne: Graf Adam, geb. 1805, verm. mit Therete 
v.Zbiyewska,gcst. 1832, aus welcher Ehe ein Sohn, Graf Melchior (VI.) 
geb. 1830, lebt; Graf Nicolaus, geb. 1806, Herr auf Wyschyna n. 
Attendorf; Graf Joseph, geb. 1807, Herr auf Piernowo, venu, mit 
Stephanie v. Waleska und Graf Ignaz, geb. 1812, verm. mit Donna 
Isabella Infantin v. Spanien, geb. 1821, aus welcher Ehe ein Sohn: 
Carl Lndwig Prinz v. Bourbon- Gurowski, geb. 1846, stammt. — 

r. JMlback. I. 8. 480. — N. Pr. A.-L. II. 8. »04 und 117. 8. J. - Peitüche Grefe*, 
d. Gfgenv I. 8. 300 u. .H0|. — Freih. w. LfiUhur, I. S. 300 und 301 und III. S. 269. — 6e- 
neftl. Tairnrnb. A-v «rifl. Hämor. 1857. S. 2h 7 und l*t>?. N. 8.M. unter Berufung aaf Jafcff- 
1347 und histor. »Und bück zu dtmtclhtii, S. 2*7. — W.-B. d. Prrus». Modmtu. I. 46. 

Partner. Erbland, -österr. Adelsstand. Diplom vom 11. April 
1661 für Simon, Stephan und Paul (Jurtner, Gebrüder und Veiten. 
Von Ersterem stammte Georg v. G. , welcher mit seinem Sohne, Phi- 
lipp Jacob v. G., Herrn an Kannerstorf, 1608 in den Reicht- Rittar- 



— 107 — 

stand erhoben wurde. Letzterer, 1635 als niederösterr. Landmann 
des oenen Geschlechtern des Ritterstandes ein Ter leibt, hatte zwei 
Söhne, Johann Georg und Philipp Jacob, 1661 k. Ober -Forstmeister 
in Böhmen. Mit ihm hören die Nachrichten Ober die Familie auf. 

WfpriU. III. 8. 461 a. 46*. 

ttoebse. Altes, oberlausitzisches, seit Ende des 14. Jahrhunderts 
such in Schlesien begütertes Adelsgeschlecht, welches auch Gusk, 
fieotchke, Knschke, Gussig und ftaussig geschrieben warde. Der 
Familie stand in der Oberlausitz schon 1241 Gaussig an der meis- 
senscben G ranze nnweit Bischofswerda zu und später waren Kittlitz, 
Döbschtltz, Krischa nnd noch 1480 Gross- und Klein -Dehsa in der 
Hand derselben. Noch 1591 besass Conrad Kuschke Zülzendorf im 
Kim pt sehen. Spflter ist der Stamm, welchen Sinapius aus Polen 
herleitet ond von welchem er Sprossen von 1241 an angiebt, er- 
loschen. 

JtiM^ffc«. I. fi. «3. - Freih 9. Ltdt*»t. I. *. .V>1. 

Cosser, oder Cuter. Altes, österreichisches, vom 14. bis 16. Jahr- 
hundert vorgekommenes, mit Grossau. Clement, Dobermannstorf und 
Pferbanm begütertes Adelsgeschlecht, welches sich Gusser, oder Gu- 
rter schrieb. Zuerst kommen Peter und Wulffing die Güster von Gros- 
sen vor, welche 1382 einige (Alten und Grundstücke zu Dobermanns- 
torf kauften nnd mit Christoph Gusser zu Grossau, welcher nur zwei 
Töchter hatte, ging om die Mitte des 16. Jahrb. der Mannsstamm aus. 

Uim+rW. III. *. 4CS a. 4«. 

f^Mhfh 9 €s)ichiB 9 CswitKh,rreiherren. Erblind -österr. Freiherrn- 
ttand* Diplom vom 27. Apr. 1701 für Franz Carl, Johann Sigmund u. 
Jobst Ferdinand Brüder u. Vettern Gossitsch. — Altes, aas Croatien 
safer den ersten Königen diesesLandesentsprossenesAdelsgescblecbt, 
ss» welchem Paul Gaschitz, zu einem Zweige des ölten Grafenge* 
schlecht» von Corbaa u. Licet gehörend, schon 1106 auf dem Stamm- 
schloasc Gossiggrad unweit Zeng urkundlich vorkommt. Nachdem 
Cornea and Licca von den Türken erobert worden, wendete sich der 
ftamm in die angranzenden Länder und unter ihnen die Gebrüder 
Geerg, Matthias, Niclas, Christoph and Johann G. 1550 nach Krain, 
wo sie vom Könige Ferdinand die Güter Srkrad u. Grobnik erhielten, 
nebenbei aber noch im Pegniaser Comitate 'Gassigrad u. Herlog noch 
tsi Besitz behielten. In dieser Zeit vertauschten die Sprossen des 
Stammes den Grafentitel mit dem ^er Herren and die Nachkommen 
verwalteten fast ununterbrochen die Captaneate zu Krossanitsch, 
C'arlstadt, Ognlien, Semschis und anderen Grunz- and Meeresfesten. 
Christoph*» Sohn, Andreas, welcher zwischen 1553 nnd 1560 auch in 
Niederösterreich begütert war, blieb 1566 unter Zriny bei der Bela- 
awrwng von Bfigeth ond von ihm an giebt das geneaJ. Taschenb. der 
freih. Hivser die fortlaufende 8tammreihe. Das Haupt der Familie 
war nach den neuesten Angaben Freih. Georg, geb. 1765 — Sohn des 
Fr*sh. £igs*nztd Adam — Herr auf Gradatz, Dominitschhof , Sostavm 

Wesnitz te Krain, verm. mit Maria Anna Grf. Barbo v. Waxen- 
AJs Bruder desselben wird Freih. Aloys, geb. 1788, Gutsbe- 



— 108 — 

sitzer zu Gradatz u. Weinitz, k. k. Hauptmann in d. A. n. nächstdem 
der Sohn des 1 800 gebliebenen Bruders , des Freib. Franz , k. k. 
Hauptmanns, aus der Ehe mit Maria v. Savinscbeck; Freih. Maximi- 
lian, ehemaliger k. k. Platzmajor in Mantua, aufgeführt 

Frtih. r . Kmhn*. II. 8. 46 u. 426. — Wiugrill. III. S. 464 o. 465. — Megtrl* 9. Mihi- 
/etd, Krg -Bd. 8. 62. — Gwal. Taurlivtih. d. freih. Häuser, 1849. 8. 164—166 a. IMS. 8. 



Gassmaan, Edle. Galizischer Adelsstand. Diplom von 1788 für 
Johann Gussmann, galizischen Appellations-Secretair, mit dem Pri- 
dicate: Edler v. 

MegerU v. Mühlfrld, Ergänz.- Bd. 8. 306. 

kassier, Gasner. Altes, in Ober-Schlesien ansehnlich begütertes 
Adelsgeschlecht, welches auch Gussnar u. Güssner geschrieben wurde 
und welches sich namentlich aus dem Hause Komorna im Troppani- 
schen ausbreitete. Dasselbe wurde zeitig auch in der Grafschaft Glats 
begütert, wo schon 1500 Ernst v. Gusnar vorkommt. Der Stamm, 
aus welchem später Sprossen in der k. preuss. Armee standen, blühte 
fort und war mit Pawlowitz im Kr. Pless noch 1847 begütert, wel- 
ches damals den Kreisdeputirten im Kr. Pless v. G. zustand. In neue- 
ster Zeit wird das Geschlecht von Bauer nicht mehr unter dem in 
Schlesien begüterten Adel aufgeführt. 

Hrnel, Kili-Hingr. nniival:i. S (tfti initi r dorn unrirlitiüeii Kaiikmi: Gusttmu. — Simapimt, 
II. 8. 6Mi. — N. l»r A.-L. II. 8. 304 — Freih. r. Lnlrl-iir, I. S. 801 und III. 8. S69. — 
Schi«-.«. W.-H. Nr. 3,»6. 

Gnstcdt, Gatstedt. Altes, ursprünglich hildesheimsebes Adelsge- 
schlecht, welches urkundlich schon 1154, 1169, 1219, 1282 u. 1285 
vorkommt , früher zur Kitterschaft des niedersächsischen Kreises u. 
des Herzogthums ßraunschweig gerechnet wurde u. jetzt der Provinz 
Sachsen , namentlich dem Halberstädtschen angehört. Das im HJ1- 
desheim'schen liegendo, gleichnamige, schon in einer Urkunde tob 
1154 vorkommende Stammhans übergab später Rasche v. Gustede 
dem Kloster Ringelheim zu täglichen Messen für seine Aeltem und 
Vorfahren. Bruno v. Gustedt wurde 1406 von dem Bischöfe Rudolph 
zu Ilalherstadt mit einem Burglehn zu Schwanebeck und mit den 
Gütern Peersheim und Berssel belehnt, welche fortwährend in der 
Hand der Familie gehlieben sind. — Johann Joachim v. G. war 1628 
Oberhauptmann der zu den Revenuen der Herzogin Anna Sophia za 
ßraunschweig • Lüneburg bestimmten Aemter u. später Schatzmeister 
des Erzstifts Magdeburg u. Landsrhaftsdirector. Von der sehr zahl- 
reichen Nachkommenschaft desselben hatte Erdmänn Wilhelm t. G., 
kurhrandenb. Hof- u. Regierungsrath, zwei Söhne, Ernst und Johann 
Wilhelm v. G., von welchen die später in Preussen u. in Braunschweig 
blühenden Linien abstammten. — In der zweiten Hälfte des 18. Jahrh- 
war die Familie auch in der Oberlausitz mit Cunersdorf und Königs- 
hayn , so wie später in Ost- und Westpreussen begütert. — Nack 
Bauer, Adressb.. S. 81, waren 1857 folgende Familienglieder in 
Kgr. Preussen begütert: v. G., Herr auf Schackenhof im Kr. Ger- 
dauen; Gustav Freih. v. G, künigl. Landrath des halberstädter Krei- 
ses, Herr auf Dardesheim und Rhoden; Eduard Freib. v. G. , Herr 
auf Deersheim; Carl Freih. v. G. Herr auf Berssel (sämmtlich im 



— 109 — 

Kr. Halberstadt) and Freib. v. G. K. Landratb des Rosenberger Krei- 
ses, Herr auf Garden im Kr. Rosenberg. 

Ltmck/eld, «ntlqalt. Blaokcuburft., II. Tab. dor v. Westerhofen und Deuelban, anti<|uit. 
Püd«u«. tu App*ml., 8. 1(10. — r/rfßny*r t II. 8. 152—180. — »SVi/V/7, «>fiie«l. adel. Aelteru 
■ad Kinder. Nr. 15* — Hauke, I. 8. 71l-7:»f» - l'al. König, III. N. 43*— 44 .V —Schmidt, 
•rttr. mar U«s«b. d. Adels, I. 8. 164 uud II. 8. 312. — N. t'r. A.-l«. II. 8. 805 u. 304i. — 
Frwik. 9. H. Knttrbtek, 8. 141. — Freih. r. Ledehur, I. 8. 301. — Suppl. zu Niebin. W.-B. 
V. ». — W.-B. de« K(tr. Hannover, C. 32 11. 8. 7. 

fatacker, tiandecker, tiandeck. Hessisches Adelsgeschlecht, wel- 
ches mit dem Schmiedhofe im Amte Kurggemühlen unter Ermenrod im 
jeuigen Grossh. Hessen, Provinz Oberhessen, begütert war nnd aus 
Prenssen nach Hessen kam. Michael v. G., gest. 1599, war land- 
graflieber Kammerjanker n. Stallmeister zu Marburg. Sein Sohn, Jo- 
kaon Barckbart v. G., Commandant im Schlosse zu Marburg, lebte 
1650 nicht mehr! wohl aber seine Hrüder, Carl and Heinrich v. G., 
s. auch den Artikel: Gandecker, Iid. III. S. 454. 

». Pr. A -L. V. 8. 201 n. 202. 

faikier. Reichsadelsstand. Kursächs. Reichsvicariatsdiplom vom 
6. Juli 1792 für Christian Ludwig Gutbier, kursä'hs. Rittmeister and 
Reotbearoten zu Schwarzenberg a. für Johann August Gutbier, kur- 
sächs. Lieutenant. — Der Stamm hat fortgeblüht und mehrere Spros- 
sen desselben standen und stehen in k. säebs. Militairdiensten. — 
Christian August v. G. wurde 1853 k. sächs. Oberst u. Unter- Com- 
aandant d. Festung Königstein, Johann Ludwig Bernhard v. G. 1849 
k. sAcbs. Hauptmann etc. 

Hta4*cbrifll. Nötig. - !>#•»/, I. l*tf. — WH. d »ich*. HtaaU II. «7. — Knttchkt. I. 

fateaberg. Ein in Steiermark von 1171 — 1267 vorgekommenes 
Adelsgeschlecht, welches die gleichnamige Herrschaft besass u. von 
der fränkischen Familie v. Guttonberg ganz verschieden war. 

Jcimati. I. 9. 64H. 

(Saterataaa, Edle ?• Gaterskefen. Reichsadelsstand. Karpfalz, u. 
Malibayr. Reichbvicariatsdiplom vom 29. März 1741 für Georg Fried- 
rich Gotermann, Fürstl. Kemptischcn Lcibmedicus u. Stadtarzte in 
Aagsbarg aod iür den Vetter desselben, Jobann Carl G., Juwelier zu 
Aagsbarg, mit dem Prädicate : Edle v. Gutershofeu. — Ein aus ßiebe- 
racb stammendes Geschlecht, welches sich in die Linien der Guter- 
■inner za Hieberen, welche schon 1701 den Adel erhielt and dieGu- 
tenaaooer za Gatersbofen schied. Die beiden Söhne des Johanu Carl 
(i. Edle ?• G.: Johann Melchior, geb. 1748, Gold- u. Silber -Horten- 
Fabrikaut in Augsburg o. Georg Gottfried in Augsburg, geb. 1751. 
vnrden mit ihrem Vetter, Johann Carl, geb. 1768, k. buyer. pens. 
Haaptmann in Augsburg, bei Anlegung der Adelsmatrikel des Königr. 
Bayern in dieselbe eingetragen. 

r. ■. Ml a. IfeJ. - W.-B. d. Ktfr. Ha)*rn. V. 92. 

f. Salti* Altes Adelsgeschlecht im Herzogtb. Württemberg, 
vekkes mit dem Rittergate Durchhausen begütert war ond 1653 mit 
Ladwfig G. v. 8., Fürstl. Hofmeister zu Stuttgart, erloschen ist. 

<*«*#. II. *. 1529. 

Crtheatbal, fatealkal, s. Uinitz v. GothenthaL 



— 110 — 

Guthrath f. Puckstala. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom vom 
3. Sept. 1537 für Heinrich, Ruprecht, Melchior and Haimeran die 
Gutrathe, welches Diplom 30. Jun. 1630 dem Felix Gotrath v. Poch* 
stain, Schlosspflegern zu Liuz, nicht nur bestätigt, sondern auch auf 
das ganze Geschlecht der Gutrathe ausgedehnt wurde. 

r. Lang. S. 363. — W.-B. d. Kgr. Bayern. V. 83. 

Gutjahr ?. Helmliof. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1819 für Joseph Gutjahr, k. k. Oberlieuten. bei Marquis Sommarivt- 
Cuirassier, mit dem Prädicate: v. Helmhof. Derselbe erhielt alsk. k. 
Oberst 1846 auch den Ritterstaud und wurde 1856 unter den ua*ii- 
geßtellten k. k. Feldmarschall-Lieutenajits aufgeführt. 

MtgerU 9. Mühlfeld, S. 195. 

ttatmaan, Gattmaaa, Edle. Erbländ.-österreich. Adelsstand. Di- 
plom von 1780 für Johann Adam Gutmann , k. k. Oberstlieutenant, 
mit dem Prädicate: Edler v. 

LeupvlH, I. 8. 3S5— 3*7. — Mrgtrle r. Mühlfehl, Ergänz. -Bd. 8. tOC 

Gataannskausen , Gattenkaasea. Altes, thüringisches Adelsge- 
schlecht , aus welchem zuerst Caspar v. G. , im Weimarischen begü- 
tert, vorkommt. Später, 1614, erscheint Caspar Melchior v. G., des- 
sen Güter im Amte Eckartsberge lagen, im Gefolge des Kurfürsten 
Johann George I. zu Sachsen , als derselbe nach einem Convente zu 
Naumburg, wegen einer Erbverbrüderung reiste. Andere Sprossen 
des Stammes sind nicht bekannt. 

Gauht. II. S. 1529: nach Miili*r. Annal. Saxon. 8. 105 and S. 2S0. 

€uUw. Altes, meklenburg. Adelsgeschlecht, von welchem nur 
das Wappen: eine abgelöste, stehende Greifsklaue, mit welchem Gott- 
schalck, Hermann und Heinrich 1413 siegelten, bekannt ist. Das 
Geschlecht ist noch im 15. Jahrh. ausgestorben. 

v. Mfdimg, 1. 8. 205. 

CuUwskl. Polnisches , in den Stamm Slepowron eingetragenes! 
in Ostpreussen und im Posenschen begütertes Adel sge schlecht. Nach 
Bauer, Adressb. S. 81 war Joseph v. G. , 1857 Herr auf Odrowa im 
Kr. Gnesen , Ignaz v. G. , Landschaftsrath u. Mitglied des k. pr. Ab- 
geordnetenhauses, Herr auf Kuchocin, ebeufalls im Kr. Gnesen u. ein 
v. G. Herr auf Ro motten im Kr. Lyck. 

N. Pr. A.-L. II. S. 300. u. V. 8. 201. — Früh. r. Lcdtbur, 1. 8. 301 u. III. 8. 2«9. 

ISatrad. Altes, niederösterr. Adelsgeschlecht, aus welchem ur- 
kundlich zuerst 1262 u. 1266 Otto de Gutrad, Ministerialis Au&triaa, 
vorkommt. Zuletzt wird Heinrich v. G., Truchsess des Erzstifts Salz- 
burg, genannt, welcher 1311 alle seine Besitzungen seiner Tochter, 
Cunigunde, Ehefrau des Rudolph v. Stadeck, übergab. — Daa Ge- 
schlecht war übrigens vormals ein alter , freier Dynastenstamm voa 
bayerischer Abkunft , später aber Truchsesse und Lehn&vasallen das 
Erzstifts Salzburg. Die Herren v. G., Otto und sein Sohn, der oben- 
genannte Heinrich, Truchsessen des Erzstifts Salzburg, unterwarfen 
nämlich das Schloss Gutrad und ihr ganzes Gebiet, welches bis dahii 
frei war, dem Erzbischof Conrad und dem Kapitel und empfingen da* 
gegen dasselbe wieder zu Lehen. 

Wtjul Jlumi, Mctropnl. *>a|j«hur£. I. 8. 14. — Meugtr, Utator. StJiflburg. Hb. IT. S. 
454. — Wiugrill, III. S. 46* an* 4«. 



— 111 — 

StficfceM , CatochmMt, frelherren. — Reichsfreiherrnsta&d. Di- 
plom vom 30. Dec 1769 für D. Cbristiau Gotthelf Gutschmid, kur- 
»Acha. Yicekanzler, Geh. Assistenzrath und früher Bürgermeister zu 
Leipzig. Derselbe, gest. 1798 als kursäcbs. Cabinetsminister, ein 
Sobu des Pfarrers G. zu Kahren bei Cottbus, wurde 1763 von dem 
Kurfürsten Friedrich Christian zu Sachsen, mit dem Prftdicate eines 
Geh. A&sistenarathes, als Berat her und Lehrer seines Sohnes n. bal- 
ligen Erben, Friedrich August III., welcher von G. namentlich Rechts- 
uad SUetswissenschaft entlehnte, berufen und erwarb sich auch spä- 
ter ah Vice-Cauzler, Geh.-Kath u. Conferenzmiuister u. Cabinetsmi- 
aisler um Kursachsen die grössteo Verdienste. Die Nachkommen 
desaelben gelangten in Staats - u, MiliUirdiemsten zu hoben Ebrea- 
ite Iteo a. der Stamm hat fortgehlübt. 

SekUcAttgroU, Nekrolog 1**9. S. lfil. — Lrl.e.| B lM*»chreibuag drt kura. C*blaetmii)i«t*r« 
Fmh. w.O, Ootha, 1*0.1. - r. Hellhach, I. 8. 4M. — Frrik. r. ledebur, I. S. 901 und III. 
•. WS. — Huppl. ■« fhdbm. WH. IX. 4. - T 9 r„f, I. *At>. — Srhlr». W.-B. Hr. 131. — W. 
a. 4. «iclu. »Ual. I. U. — MmrscMkt, I. 8. 18«. 

tateMtit. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 2. Sept. 1681 
Air Levin Christian u. Johann Christoph Gutsmuths. Ein aus Thürin- 
gen stammendes AdelsgeschJecjit, welches im 17. Jahrh. nach Schle- 
sien kam. Jobann v. G., Herr auf Pasterwitz, Jackscbönaa und Pelt- 
ftcbfltz im Breslaaischen , verm. in zweiter Ehe mit Anna Justiua v. 
Bacbstein, welche die Burglehne zu Kreicka und Weigwitz besass, 
starb 1690 ohne Nachkommen, worauf spttter die Vettern zu Laocha 
in Thüringen die genannten Güter erbten. Sprossen des Stammes 
dienten noch im 7jährigen Kriege in der k. pr. Armee u. 1774 war 
noch Weidenbacb unweit Oels und 1775 Jackschönau in der Hand 
desselben. 

fmmp9m; 11. 8. U7. - N. I'r. A.-L. 11. 0. 306. - Frtih. ». Ud**mr. 1. 0. 301. 

tiattaa. Ein im 17. Jahrh. in Schlesien vorgekommenes Adels- 
getchlecht, welches sich früher Flotke oder Flutke, spftter t. Flotke, 
genannt lintten oder Gottin, auch v. Giittin- Flotke schrieb n. welches 
mit Saborwitz im Kr. Gubrau und mit Pristelwitz im Kreis Trebnitz 
IW9 u. mit letzterem Gute noch nach Mi 17 begütert war. Melchior 
v. Gsjttio-Flotke, Herr auf Saberwilz u. Pristelwitz, war Schirm roigt 
des tflrst). Stifts u. Jungfrauenklosters zu Trebnitz u. Balthasar t. (i- 
F., letzter Besitzer von Pristelwitz, lebte noch um 1620. 

Ammern, I 4» «. II. 8. SA7. — K. I k r. A.-L. II. S. SO«. — Frei*, w. Ledthmr, I. 8. 
Sb| « */J. — 5i/Afn«cA*r. 1. G4- Di«> liutiea. tfrhlt-uftrh. 



Freiherren. Beicbsfreiherrnstand. Diplom vom 23. Apr. 
1704» for Carl Christoph v. Guttenberg, würzb. Amtmann zu Himpar 
a I'lechsftld und für die drei Brüder desselben, Otto Philipp, Dom- 
propaten zu Bamberg, Carl Rudolph, würzb. Amtmann zu Gerolds- 
aofen a. Johann Erhard Christoph, würzb. Geh.- Itath und Amtmann 
za KHziagen. — Eint der ältesten u. weit ausgehrcitetsten Adelsge- 
tcaleehter Frankens, dessen Stammsitz die Ve*te Guttenberg im 
Cnlmbacbschen war, welche noch jetzt der Familie zusteht u. früher 
sa dem ehemaligen Reichs - Kitter -Cantou Gebürg geborte. Ehe der 
Slam, vardrftngt von den nichtigen Grafen zn Andechs, Guttenberg 



— 112 — 

erbaute, nannten sich die Sprossen desselben Herren v. Plassenberg. 
Die fortlaufende Stammreihe beginnt mit Friedrich v. G., genannt v. 
Plassenberg, welcher urkundlich 1201 vorkommt. Von seinen Nick* 
kommen besass Hans der Aeltere v. G. die Stammburg mit Streichen- 
reut h u. Rugendorf u. trug dieselbe u. seinen Hof zuNieder-Steinacb, 
wegen Schutzes o. Schirmes, dem Burggrafen Albrecht zu Nürnberg 
1343 zu Lehn auf u. starb 1367 mit Hinterlassung dreier Söhne aus 
der Ehe mit Elisabeth v. Hessberg, Johann des Jüngeren, Apel u. Fritz, 
welche drei Hauptlinien, die zu Kirchleuss, Gutteuberg u. Steinen- 
haus, stifteten. Die Hauptlinie zu Kitchleuss, welche die Nachkom- 
menschaft des Stifters, Johann des Jüugeren v. G., genannt Ueinlein 
zu Kirchleuss, verm. mit Margare tha v. Weidenberg, enthielt, schied 
sich durch seine Kinder und Eukel und deren Söhne, in mehrere Li- 
nien zu Reizendorf, Fischbach, Eichich, Weyer u. a. m. Alle diese 
Speciallinien sind im Laufe der Zeit wieder erloschen n. seihst die 
llauptlinie ist wohl von 1840 — 1847 an im Mannsstamme gänzlich 
ausgegangen. — Die Hauptlinie zu Guttenberg stammte von Apel v. 
G. zu Guttenberg u. Streicheureuth, verm. mit Catbarina v. Herbil- 
stadt. Dieselbe zerfiel ebenfalls in mehrere, wieder ausgegangene 
Nebenlinien, setzte sich aber im Hauptaste dauernd durch 9 Gene- 
rationen bis zu dem Freiherrn Franz Ludwig v. G. zu Guttenberg, 
gest. 1828, k. k. Kämm, fort, von welchem das jetzige Haupt der Gut- 
tenberger Linie, Freih. Hermann, s. unten, stammt. — Die Hauptlinie 
zu Steinenhaus umfasst die Nachkommenschaft des Fritz v. Gutten- 
berg zu Steinenhaus u. Unter -Steinach, gest. 1409, verm. in erster 
Ehe mit Barbara v. Lichtenstein, in zweiter mit Barbara v. Röder n. 
in dritter mit Anna v. Kotzau. In der 8. Generation von demselben 
erscheint Gottfried Wilhelm v. G. auf Steinenhaus etc., brandenburg. 
eulmb. Pfleger zu Bodenstein, verm. 1683 mit Maria Cuniguude Ur- 
sula v. Guttenberg-Kirchleuss, aus welcher Ehe, neben vielen ande- 
ren Kindern, Johann Gottfried v. G. , gest. 1698 als Fürstbischof in 
Würzburg u. Herzog in Franken u. Freih. Carl Christoph, s. oben, 
stammten. Letzterer, gest. 1719 als würzb. Geh.-Rath u. Oberamt- 
maun zu Waldaschach, war mit Maria Anna Antonie Freiiu Waldpott 
v. Bassenheim-Üllbrück vermählt u. von dem ältesten Sohne aus die- 
ser Ehe, dem Freih. Johann Gottfried Philipp, gest. 1747, des Her- 
zogt bums Franken Erbmarschall u. fürstl. bamberg. Geh.-Ratbe etc., 
verm. mit Maria Anna Theresia Freiin v. Heydenheim u. dem Sohne 
desselben, dem Freih. Otto Philipp Marquard, s. unten, stammen alle 
späteren u. jetzigen Glieder der Steinenhauser Linie. — Das jetzige 
Haupt der Guttenberger Linie ist: Freih. Hermann, geb. 1816, — 
Sohn des Freiherrn Franz Ludwig zu Guttenberg, Schackan n. Weis- 
sendorf, gest. 1825, k. k. Kämmerers aus der Ehe mit Tberese Grf. 
v. Spaur, geb. 1795 — Herr zu Guttenberg u. Weissendorf, k. bayer. 
Kämmer., verm. mit Luise Prinz, v. Thurn u. Taxis, geb. 1828, ans 
welcher Ehe, neben einer Tochter, drei Söhne stammen: Theodor, 
geb. 1854, Philipp, geb. 1857 u. Georg, geb. 1858. — Das Haupt 
der Steineuhauser Linie ist Freiherr Amaud v. G. zn Steinenbausen, 



— 113 — 

KrrrhfaQtarn, Klein-Bardorf und Hermannsberg, geb. 1793. — Sohn 
des 1816 rerst Freih. Adam Friedrieh aas der Ehe mit Elise Leo- 
poldine t. Baseck, gest. 1830 and Enkel des Freiherrn Otto Philipp 
Marqaexd, s. oben, aas der Ehe mit Maria Anna Ernestine Freiin v. 
Eaigersberg, gest. 1784 — k. bayer. Kämm., verm. mit Luise Grf. v. 
Bottenhan- Merzbach, geb. 1796, aus welcher Ehe, neben einer 
Tochter, iwei Söhne entsprossten, die Freiherren Carl and Philipp. 
Freiherr Carl, geb. 1817, k. bayer. Kamm, and Hauptmann ä la suite, 
vermählte sich mit Mathilde Freiin v. Stetten, geb. 1826, aus welcher 
Ehe eine Tochter and ein Sohn: Hermann, geb. 1842, leben u. Freih. 
Philipp, geb. 1821, ist k. bayer. Oberlicutenant. — Uebcr die Brüder 
des Freih. Adam Friedrich, die Freiherren Philipp Franz u. Friedrich 
Wilhelm u. die Hinterbliebenen derselben finden sich genaue Nach- 
richten im geneal. Handb. d. freih. Häuser. 

Qmmk*. I.S. TV«. — 9. HattUtin, I. S. m-15S u. Suppl. 8. 37. II. S. 138-135 and III. 
Sa#pl. t. «f. - Bi0<i*rmanm, Csnton Gebürg. Tab. 65-97. — N. G< i*aJ. Handb 1777. 8. 106 
-!••. ITT«. I. 107-110 u N*rhtrag, I. 8. 59. — 9. lang, 8. 144-146. — Ueueal. T«»ebto- 
Uch «. firvftfc. Hiu»*r. 1*49. 8. IC«- 170 u. IH61 8. 267-269. — Freiherr 9. Ltdrbur, I. S. 
M. — *#6«4«Arr. I. 101. — Auppl. tu HUbm. W.-B. II, 17. — Tyrof. 1. IS. — W.-B. des 
Kgr. aUyetm, III. 16 und ». Wölckern, Abtheilung 3. 

fletteastela, tluteasteln, trafen (in Roth auf einem dreifachen Fel- 
len ein aufsteigender Steiubock mit schwarzen Hörnern). Unter 
dem Namen : Guttenstein kommen iwei alte Herrenstands-Geschlech- 
ter in den Oesterreicbischen Erbstaaten vor, welche von Altester 
siavischer Abkunft waren, aus Slavonien u. Croatien in die genann- 
te» Linder kamen und ganz verschiedene Wappen fahrten. Der 
Stamm mit dem erwähnten Wappen gehörte zu den Dynasten u. Her- 
ne in Crain u. Karuten u. aus demselben treten zuerst Waltherus de 
ttettensteine et Hartwigus, sein Bruder, 1221 urkundlich auf. — 
Georg Uoitensteiuer, 1426 Burggraf zu Stein in Crain u. 1439 noch 
Landes verweser in Kärnten, hatte aus seiner Ehe mit Barbara v. 
Himmelberg drei Söhne, Johanu, Andreas und Wolfgung v. G. zu 
Höchenbergen , welche sämmtlich um 1460 lebten. Andreas blieb 
1475 in der Schlacht mit den Türken bei Rain in Steiermark u. Jo- 
hanns Sohn, Andreas der Jüngere, wurde später in die türkische 
Sclaverei fortgeschleppt Weitere Nachrichten fehlen. 

Wim^rM. III. 8. 464 «ad 467: «ach Val? uor. 

fatleestdn, Grafen (in Gold drei Paar, 2 u. 1 , schwarze Hirsch- 
geweihe). Altes , unter dem Namen : Grafen und Herren v. Gutten- 
stein e. Mielnick in Böhmen vorgekommenes Geschlecht, Ober wel- 
ches genauere Nachrichten mit fiurian Grafen v. G., Obersten Kämm. 
des Kgr. Böhmen, Herrn zu Guttenstein, Mielnick, Breittenstein und 
Tacken, Burian's I. Sohn u. Johann's Enkel, beginnen, welcher hoch- 
betagt noch 1494 lebte. Ueber die Nachkommen desselben bat sich 
Wissgrill verbreitet. Mit Johann Joachim Hroznota Grafen v. Gut- 
teastein, Herrn zu Choczeniz, Obiz etc., k. k. Kämm, nnd Obersten, 
ist 11. Febr. 1747 der alte Stamm erloschen. 

WmfrtU, III S. 4*»- 470. - M*hmach*r t I. II. - *ptn*r, HUtor. Ia«lg». S. 146 «»4 
1*. 17. - 9. M+dff. III. S. Sit «ad 140. 

v. «etteifcld. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 

>, DwtMftv **tl«-U*. IV. 8 



— tu — 

1771 für Johann Gutterer, Kaufmann in Carfetadt, mitdemPriA» 
catc: v. Gutteufeld. 

MtijerU 0. Mükt/fH, Kr^änx-Bd. 3. 306. 

4iittbät*r. Ein in Schlesien 1554 mitWirrwite, 1566 mitKreieke, 
159-9 mit Ramischau begütertes Adelsgescbleoht, welche» spite* 
noch andere Güter rnne hatte u. noch 1621 zu Strachwitz im Bree» 
lauischen sass. Der Stamm , in welchen füc die Oebrtder Pangra» l» 
Veit Gutthäter 20. Juli 1508 ein kaiserlicher Wappenbmf gekom- 
men war u. welches vom Könige Sigismand Angnet in Polen dae ladt- 
genat erhalten hatte, ist mit Georg August v. Gatthftter 1762 er- 
loschen. 

OkoUki, III. S. .Vis. — Siitapiun, I. 3. 43.« u. II. 8. f'i7. — Freih. 9. L*d4*mr, L SV 
30.' u. III. S. 2»;y. - SirbmitChcr, 11.51. 



ttittry. Hin aus Schottland stammendes Adelsgeschlecht, 
welchem Georg Guttry 20. Apr. 1(373 das polnische Indigenat er- 
hielt. — In der Hand der Familie war im Posenschen 1845 Parys- 
zewo u. 1854 Piotrkowicc. Krsteres Gut auch Parysz geschrieben, 
war nach Bauer, Adresbh. S. 81, 1857 im Besitze Alexauder's t. 6. 
u. letzteres in dem des Landschafts-Rath'es Hippolyt v. G. 

Freih. t. Ledehur, I. S. M)l uud III. 8. 2Gi>. 

GaMschaller. Schlesisches, im 16. Jahih. vorgekommenes Adelte 
geschlecht. Job- v. G , Kath des Königs Ferdinand 1., starb 26. Apr. 
1553 zu Breslau. 

Henri, 8ih-»iogr. n-uov. S. 77». — Sinapiui, II. 8. *W7. 

tiatsmar. Ki bland. -österr. Adels- u. Böhmischer Ritierstand. 
Adelsdiplom von 1736 für Johann Heinrich Gutzmar, k. k. Kath' und 
Syndicus zu Breslau u. Ritterstandsdiplom von 1740 für Denselben. 
Der Diploms - Kmpfünger legte, als Schlesien unter Preuss. Hoheit 
kam, sein Amt nieder, zog sich auf sein Gut Wilkawe unweit Trebnita 
zurück u. starb Ende 1757. 

Meierte r. Uuhlj-id, Kruänz.-Rd. 8. 148 und 306.— N. l*r. A. L. II. 8. 806. - Frriäm 

r. L*d*hur, \. S. m>. 

Catimtr, intimer v. Gnssmani. Reichsadelsstand. Diplom vom 
14. März 1712 für Dr. Johann Georg Gntzmer, h. meklenb.-streliix. 
Geb. -Kath u. Syndicus der Stadt Lübeck, mit dem Prädicate: v.Guss* 
mann. Derselbe, gest. 1716, war ein Enkel des Simon Gusmer, Pa- 
stors in Sternberg im Meklb.-Schwerinischeu. Die Angaben über die 
Herkunft aus Spanien, die Abstammung von Alphons Perez Guzmaun 
etc. etc. haben die Wahrheit wohl nicht für sich. — Der Sohn des 
Empfängers des Adelsdiploms, Ern&t Friedrich v. G., war Herr auf 
Kolzow im Meklenburgischcn u. starb 1761 kinderlos. 

Freiherr r. Kmhne, II. 8. 47 und 48. - Freiherr r. ledebur, I. 8. 309. 

intmerew. Altes, pommernsches Adelsgeschlecht, welches aif 
dem gleichnamigen Sitze im Kr. Stolp schon 1457 vorkam. Dasselbe 
erhielt später in demselben Kreise das Gut Freist zu» Lehen» erwarb 
dann Kempen u. in neuerer Zeit die Standesherrschsft Leuthen im 
Kr. Lttben , so wie Labehn im Kr. Stolp. Adam Ewald Georg v. ©.» 
Herr auf Freist, starb 1754 a. sein Sohn ans der Kbe mit itoothea 



— 11t — 

Maria i. Baadern*, Loreoi Erdmann v. G., übernahm 1764 das ge- 
Gnk Später standen Sprossen des Geschlechts in der k. pr. 
a» einige derselben als Stabsofficiere. Bauer, Adresse. 1857 

& 81 , fehrt den Standesherrn der Standesherrschaft Leuthen Emil 

Friedrich Wilhelm v. G. als Rittm. a. D., Mitglied des Herrenhauses 

etc. u. den Herrn auf Labnhn v. 6. aaf. 



I. HpUt. 2. — N. Pr. A.-L. II. S. SO« und 807. — Freik. 9. LtMur, I. 
a Stf «. III. •. 16* — Bitbmmoktr, III. W9. — Pomnmuch. W.-B. V. Tab. M and 8 . 136 

flwbitwski» Stera-Gwlaidewski. Polnisches, in den Stamm Leliwa 
tillgetragenes Adelsgeschlecht, aus welchem der später als k. preuas. 
Generalmajor verabschiedete, frohere Oberst und Commandeur des 
5. Artillerie-Regiments Carl Ludwig v. Stern-Gwiazdowski 2. Octob. 
1811 eine Erneuerung seines Adels, also wobl von k. prenss. Seite, 
erhielt. «Neuere Angaben geben als Tag der Adels-Erneueiung den 
30. Juli 1822 an u. fügen hinzu, dass 1852 im k. preuss. 18. Infant - 
Regimeute ein Hauptmann v. St.-G. gestanden, welcher aus Curland 
gestammt habe . wo seinem Vater im genannten Jahre der Adel be- 
stätigt worden sei, also von k. russ. Seite. Welches die richtige An- 
gabe sei, moss dahingestellt bleiben. 

Frmk. 9. Ud+hur, I. ». SO» und III. 8. 169. 

CyHeaetre*. Schwedischer Adelsstand. Diplom vom 21. Sept. 
1978 für Johann Gyllenstrom. Die Familie wurde in Neu- Vorpom- 
mern, im Kr. Grimme, in der ersten Hälfte des 19. Jahrh. mit mehre- 
re« Gütern angesessen, und hatte noch 1852 inne. Bauer erwähnt 
1857 die Familie als begütert nicht. 

Pttihtrr 9. L*d**mr, I. 8. *». — 8chw«dtsehe* Beicht wppb., Bitter, 107. — Pom«er»- 
W.-B. IV. Tab. SO aod 8. 56. 



€y—tileJi v.WIder. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 24. Mars 
1670 für Hans Jacob Gymmenich, mit dem Prädicate: v. Wieler. 

* MI64KA. I. 8. 4M. 

Cy— alch, tynMick, Freiherren and Grafen, s. Beisse 1 v. Gym- 
nick, Grafen, Bd. I. S. 282—284. 

Gyatker. Krbländ.-Osterr. Adelsstand. Diplom von 1775 für 
Johann Christoph Gynther, k. k. Obersten nnd Commandanten so 
Arad. 

M*0trU 9. Mühl/elä, Krgäiii.-Bd. 8. 906. 

€yr eder Sasa. Altes, längst erloschenes thüringisches Adelsge- 
ichlecht, von welchem nur ein Siegel von 1305 bekannt ist, welches 
nrei verkehrte Geyerfüsse zeigt. Da das lüneburgische Geschlecht 
Ghyr v s. Bd. IU. S. 514, im Schilde zwei fünfblättrige Blumen führte, 
so ist letztere Familie wohl eine andere als Erstere. 

9. Oudtn, 8jUo«# wior. Dipl 8. 319. — 9. Mtdtny, 11. 8. II«. 

•yra (In Grün ein silberner Ring). Reichsadelsstand. Kursichs. 
Rekktfteariats-Diplom vom 20. Octob. 1790 für Johann Adam Gyra, 
makedonischen Kaufmann, früher in Wien etablirt, dann Inhaber 
einer Baamwollenhandlung in Chemnitz. Das Diplom wurde demsel- 
ben als Kaufmann in Ungarn von Kaiserlicher Seite bestätigt. 

- Mfr* 9. Mitytid, lrfiM..B4. f. SW. 

8 # 



— 116 — 

GfTi (Schild quergetheilt: oben in Gold vier schrägrechte blaue 
Balken u. unten in Roth ein nach der rechten Seite gebendes Lamm). 
Reichsadelsstand. Kursächs. Reichsvicariats - Diplom vom 22. Juni 
1792 für Anastasius Georg Adam Gyra, Wollhäirdler in Chemnitz. 
Dasselbe ist von k. k. Seite 1793 bestätigt worden. 

Handschriftliche Notix. — Meyerle v. Mühlfeld, Ergin*.- Bd. 8. 307. 

€yra, Ritter. Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom von 1819 für 
Isaak Johann Adam v. Gyra, Grosshändler u. Besitzer der Herrschaft 
Hauskirchen. — Zu w( leber der in den vorstehenden Artikeln er- 
wähnten Familien derselbe gehört habe , muss dahin gebteilt bleiben. 

MerjtrW r Muhlf'Ad, 8. 116. 

Vyrgy v. fderfeld. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1791 
für Johann Gyrgy, k. k. Oberlieutenant bei Grossh. Ferdinand Tot- 
eana Infant., mit dem Prädicatc: v. Oderfeld. 

M»yerle r Mühl/rM, Ernäuz.-Bd. 8. 307. 

tyilai, II. v. lares-Srmria and Sadaska, Gräfes. Erbländ.-österr. 
Grafenstand. Diplom von 1704 für Franz II. v. G., welcher 1694 den 
Freiherrnstand erhalten hatte. — Altes, ursprünglich siebenbttr- 
gisches, seit dem 17. Jahrh. durch viele, in der k. k. Armee gestan- 
dene, höchst verdiente Sprossen in Oesteneicb sehr bekanntes Adels* 
geschlecht. Die beiden Söhne des Empfängers des Grafendiploms, 
die Grafen Franz III. und Stephan IL, stifteten die beiden noch blü- 
henden Linien des Stammes, die ältere und die jüngere. Das Haupt 
der älteren Linie ist jetzt: Graf Franz, geb. 1798, k. k. Kämmerer, 
Geh.-Rath, Feldzeugm. a. D. , Regiin. Inhaber etc., Sohn des 1&31 
verstorbenen Grafen Ignaz, verm. mit Antonie Grf. Wratislaw-Mitro- 
vic, gest. 1831. — Von des Vaters-Bruder desselben, dem 1835 ver- 
storbenen Grafen Albert, k. k. Feldmarschallsl. , leben zwei Söhne: 
Graf Samuel, geb. 1803, k. k. Feldmarschalllieuteiiant in d. A., ver- 
mählt mit ilermine v. HofTmeister- Hoffenegg, geb. 1823, aus wel- 
cher Ehe ein Sohn entspross: Graf Ignaz Richard, geb. 1839, k. k. 
Lieuten. u. Graf Albert, geb. 1805, k. k. Kämm. — Das Hanpt der 
jüngeren Linie ist Graf Ludwig, geb. 1800. — Urenkel des Stifters 
dieser Linie , Stephan IL — Herr des Stammgutes Maros-Nemethy. 
Derselbe hat nur drei verm. Schwestern. 

I)eui-.tln- (.riif«*iih. (I- r (•«-gpiiw . III. S. IM» — 15«. — (ifiical. Taschen!», der freih. Hlft* 
*er. )"Vi, 8. MV l*ti a J. S. 320 ii. 321. uud histor. Uandhtirh. S. SM». — Tyrof, II. 114. 

titirgetira f. klasere-kateri. Erbländ.-österr. Adelsstand. DipL 
von 1775 für Demeter Gyurgevich, k. k. Oberstlieutenant im slavo- 
nischen Husaren-Regimente, mit dem Prädicate: v. Klassovo-Ratorl 

Me<j*rU t. MühiftU, Kr«äiit.-K(l. S. 307. 

tyaritske f. ledesch, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 1773 für Stephan Gyuritsko, Rathsverwandten bei dem Baizi- 
sehen Stadtmagistrate zu Temcswar und für den Sohn des Bruders, 
Georg G., mit dem Prädicate: Edler v. Modosch. 

M'j'rl* w. Mühl/eld. Krgäui.Iid. S. 807. 

Üjirkerich r. Serrlaskj, Mle. Erbländ.-österr. Adelsstand. 



— 117 — 

»loa von 1774 ftr Marcos Gyurkovich o. den Sohn seines Bruders, 
CouUntin 6., mit dem Prftdicate: Edle ▼. Serviusky. 

L w id, I. 4« S. «13. — MtgerU 9. Mükl/Hd, S. 195. 

tiswwskl. Polnisches, zu dem Stamme Grabie gehörendes Adels- 
geschlecht, welches in den an Polen abgetretenen Theilen des ehe- 
maligen Südpreussens 1804 ansehnlich begütert war. 

FrtiA. 9. Udebur, I. 8. SOS und III. 8. 269. 



H. 

laaker ?. laaberakala. ErbL-Osterr. Adelsstand. Diplom v. 1822 
Ar Wilhelm Haaber, k. k. Hauptmann bei Erzh. Carl Infant, mit dem 
Pridieate: ?. Haabershain. 

M+ftrU 9. MüMl/ttd, Krg.-Bd. 8. 307. 

laag, treib. Erbl. -österr. Freiherrnstand. Diplom v. 1764 für 
Nielas t. Haag, k. k. Oberstl. bei Erzh. Leopold Cuir. 

M*9*rU 9. MiklfHd. M. S4. 

laag ?. laageaegg. Ein in Kärnten vorgekommenes Adelsge- 
ichleeht. 

Mmet timi, III. 

laaa, Freiherren (in Blau auf einem silbernen schrägrechts auf- 
wärts fliegenden Pfeile ein goldener Hahn). Erbl. -österr. Freiherrn- 
ataad. Diplom v. 9. Not. 1796 für Leopold Edlen v.Haan, k. k.Hofrath 
der fereinigten Hofcauzlei. — Ein ursprunglich elsassischesliescblecht, 
ia welches Michael Haan 1. März 1566 einen Adels- u. Wappenbrief 
gebracht hatte. Ein Nachkomme desselben, Matthias Wilhelm L, 
kais. Reichshofr.-Secretnir, erhielt 1734 den Keichsadels- und 1752 
den Reichsritterstand und die* vier Söhne seines Bruders, Johann Ge- 
org, k. k. Hofr. d. obersten Justizstellc, Matthias, Leopold, Joseph u. 
Ignas, *aramtlirh in k. k. hohen Staatsämteru, erlangten 24. Apr. 1779 
den erbl. - österr. Ritterstand. Von diesen wurde Leopold, s. oben, 
Freiherr, kaufte die Herrsch. Altentsteig und Dietniaitn* in Nieder- 
ötttrr. o. wurde 1802 in dasIlerrenstands-Consortium aufgenommen. 
Von Demselben, gest. 1828, stammte aas der ersten Ehe mit Justine 
Catkarina Edle v. Seeger: Freiherr Joseph, gest. 1824, k. k. nieder- 
ftsterr. Reg.-R. etc. , aus dessen Ehe mit Franzisca Freiin v. Mayen- 
htrg Freiherr Leopold, geb. 1806, jetziges Haupt der Familie, Herr 
iwf Xeodegg in Unter-Krain, niederösterr Herr u. Landmann, pens. 
Geatralmaior etc., verm. mit Kosnlie (irf. Kinsky, geb. 1818, ent- 
sproaa. Deo Stamm hat der Bruder d. Freih. Joseph, Freih. Samuel, 
gett. 1849, Herr auf Dietmanns, verm. zuerst mit M Anna Edle v. 
Sckkkk u. dann mit Catharina Ennslin, fortgesetzt. Aus erster Ehe 



— 118 — 

lebt Freih. Joseph, geb. 1806, k. k. Rittmeist. in d. A. u. aas zweiter 
Freih. Samuel, k. k. Hauptm. in d. A. 

Leupold, I. 3. 8. 388. — Megerle 9. M.. 8. 54. 116 and 117 a. Krgim.-Bd. 8. 149. - 
Gen. Tisrhenb. der freih. Häuser, 1849. 8. 171- 173 und 1962. 8. 333 und 314. — Tarof, 11. 
«0t.1I. 

laan f. Itaidahl, freih. Erbl.-Österr. Freiherrnstand. Diplom von 
1807 für Friedrich Haan v. Haandahl, k. k. Hofagenten. 

MegerU v. Mühlfeld, 8. 54. 

laarea. Altes Adelsgeschlecht im Herz. Geldern, dessen Stamm- 
reihe Behr mit Raban v. II. am 1080 beginnt. Nach dem genannten 
Schriftsteller hat Gauhe mehrere Glieder der Familie bis zu Anfange 
des 18. Jahrh. angeführt. Wilhelm v. H. , 1697 dritter Plenipoten- 
tiarios der General-Staaten auf dem Friedens-Congresse zn Ryswick, 
war 1702 Rath von der Provinz Friesland u. Abgesandter der Gene- 
ral-Staaten am k. grossbritann. Hofe. — Der Stamm blühte in Gel- 
dern fort 

D. Behr. Beschr. den Haages t. Steinberg, in der Genealogie im Anhange. — Goatto, L 
0. T27 nnd 728. — Suppi. tu 8iebm. W.-B. III, U. 

laas f. lüge«. Erbl. - österr. Adelsstand , mit dem Prftdicate : t. 
Bilgen. Franz H. v. B. war 1857 k. k. Oberst bei dem Armee-Ober- 
commando. 

Handflchriftl. Notix. 

laas, Edle f. timberg, Bitter. Erbl.-österr. Ritterstand. Diplom 
vom 11. Juni 1762 für Johann Georg Haas, k. k. Proviantcommissair, 
mit dem Prädicate : Edler v. 

Megerle r. Mühlfeld. 8. 117. — Kneschke. IV. 8. 108. 

laas v. laseabarg. Altes, böhmisches, zwischen 1316 and 1421 
vorgekommenes Adelsgeschlecht 

». Hellbach, I. 8. 484: nach den Hartmannschen Sammlungen. 

laas v. larteay. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1774 Ar 
Stephan Haas, Rittm. bei Graf v. Nauendorf- Husaren, mit des 
Prftdicate: v. Marteny. — Georg H. v. M. zählte 1857 zu den anange- 
stellten k. k. General-Majors. 

Megerle v. Mühlfeld, Erg -Bd. 8. 307. 

laas v. •ertiagea. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom v. 1801 Ar 
Franz Haas, k. k. Hauptmann des Fürstenbergischen Regiments, mit 
dem Prftdicate: v. Oertingen. — Franz H. v.O. war 1857 k. k.Obertt- 
lieut- Auditor beim Marine-Ober-Commando zu Triest. 

Megerle r. Mühlfeld, Krg.-Rd. 8. 307. 

laas (Schild geviert mit silbernem, einen rothen Querbalken 
zeigenden Mittelschilde. 1 in Silber ein halber, schwarzer Adler, 2 
in Roth ein Querbalken, mit einem Haasen belegt; 3 ein gekrönter 
Löwe u. 4 drei, 2 nnd 1, Garben). Ein zn dem Adel im Kgr. Preos- 
sen gehörendes , mit den Familien v. Hase nicht zu verwechselndes 
Geschlecht, zn welchem der 1796 pensionirte und am 1806 verstor- 
bene k. preass. Generalmajor Dietrich v. H. and der Rittm. a, D. «. 
Landrath des Templiner Kreises v. H., 1852 Herr auf Herzfelde, 
zählten. 

Freih. 9. Ledehur, I. 8. SOS. 



— 119 - 

?. flreMeaMI. Frbl.-ögterr. Adelsstand. Diplom von 1724 
Ar Martin Haaser, Tiroler Landmiliz- Haaptmann, mit dein Prfidicate: 
y. Greifenfeld. 

Jfcyrte ♦. MiH/Hd, Rrg.-Bd. S. 307. 

l—tl Reichsadelsstand. Diplom v. 1 764 für Hurkart Naasi, Land- 
richter zu Hals und Diessenstein. Drei Sohne desselben: Vitus Aloys, 
geb. 1779, k. bayer. erster Landgerichts -Assessor in Regen, Franz 
Xaver, geb. 1784, k. bayer. Husaren-Rittm. u. Joseph Wilibald, geb. 
4768, Stadtgerichts- Accessist in München, wurden bei Anlegung der 
Adefematr&el des Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

, 8. MS o»d H64. — W.-B. *»• Krt. ftay<wn, V. A4. 

I. Altes, schon lange erloschenes Adelsgeschlecht, aus 
welchem Conrad v. Habel bereits 1490 zum Fuldaischen Lehnshofe 
gehörte. 

.*r*mnmnt, S. 99. — Fötor, Ahntiiprot*. 8. 3S. §. 57. — Si'hmacher, |. 13»: t. II.: H>t- 
«Urfc. — 9. Medinf, II. 8. 318 un4 »19. 

I ahen (in Blau ein scbrfigrechter, goldener Balken, mit drei 
Habidbtköpfon). AJtes Adelsgeschlecht der Schweiz. — Die von v. 
Hellbach. Haben genannte Familie hiess IJabern (in Silber zwei rotbe 
Breitbeile mit hölzernen Stielen) s. S. 121. 

9ftkmmck*r, I. 90.1: Die llal*n. 8rhwci*«ri*rh. 

laberein f. Annfeld, fteib. Erbl.-Österr. Freiherrnstand. Diplom 
ton 1816 für Franz v. Haberein, Platz-Commanriantcn zu Pavia, mit 
dem Pridicate: v. Armfeld. 

Jfryrf* 9. VWftyYW. 8. 34 

■aberhern (in Silber ein goldener, oben mit schwarzen Hahnen- 
federn besteckter nnd an jeder Seite mit einer roth« n Rose besetzter 
8pitzbot). Altes, frftnkiscbes, zeitig zn dem Fuldaitchen Lehnshofe 
gebärendes Adelsge^chlecbt, aus welchem Albrecht H. schon 1339 
als Caetrensis des Abt zn Fulda vorkommt und welches Estor zum 
Oberair he. Adel rechnet, v. Hattstein aber mit dem Namen Haber- 
fcern r. Zellingen aufführt. — Im 15. und 16. Jahrh. zog sich die 
Faarlie in Folge der Kriege und ßauernunmhen in den Bürgerst and 
der Htidte, namentlich nach Hutzbach in der Wetteren znrück u. D. 
Petras H machte sich im Anfange des 17. Jahrh. in (Jessen als ge- 
lehrter Theologe «»ehr bekannt. Zu seinen Söhnen, welche meist in 
ansehnliche Kirchetiftmter kamen, gehörte auch Peter IL, herz, mek- 
lenb. Rath zn Güstrow, in dessen Hand 1711 das (int Niederborau 
bei <« nben war. Von den Söhnen desselben wurden zwei kursftcbs. 
Cafritstaa, Peter Hartmann H. aber erhielt al« Oberamtsrath der Nie- 
derlaoaiU, Syndicus zw Lttbben u. Comes Palatinos eine Krneuernng 
Adele der Familie. letzterer, später Ober-Arotsregiernngs-Ratlu 
Ober-Consifttorial-Director und Ober-Amtsprisident der Nieder- 
anritt, zog sich 1717 auf sein (tut Hohendorf bei Luckau zurück, 
4enMBt aber nnrb dieaer Zeit wieder als k. poln. nnd kursachs. Hof- 
Mb tot nnd ist als solcher mit Nachkommenschaft gestorben. In der 
Band derselben waren noch 1741 in der Niederlansitz die Güter Hö- 
hender!. Schöaekhe nnd Rellendurf und ein kursachs. Capitata v. iL 
af4ö bei Keatalsdorf gefangen. Nach dieser Zeit ist wohl der 



— 120 — 

Stamm aasgegangen und der Name an die Familie ▼. Reust gekom- 
men, denn Philipp Heinrich v. Reuss, genannt Haberkorn, wurde 
16. Oct. 1752 in den Freiherrnstand versetzt. 

ficlannat. 8. 99. — Sinapim, II. 8. 657. — Oauhe, 8. 3«5— 387. — ». HatUttin. iaSfe- 
cialrfgistrr — E*tor, 8. 400. — Freih. v. Krahne. II. 8. 49—63. — Satter, 8. 44*. — H. 
Pr. A.-L. V. 8. W2. — Freih. t». Ledehur, I. 8. 303. — Siebmackrr, I. 105: t. H.. FriokUcfc. 
— v. U*ding % III. 8. 240. 

laberkern, Bitter. Böhmischer Ritterstand. Diplom v. 16. Hai 
1715 für Johann Adam IT., Kaufmann, so wie Kirchen- and Schal-In- 
spector za Steinaa. Derselbe, Herr auf Mittel-Dammer und Georgen- 
dorf anweit Steinaa , war ein Sohn des Leopold H. ans Atscbaassen 
in der fränkischen Herrschaft Wiesentheidt and sein Sohn, Christian 
Friedrich, war schon jung 1713 verstorben. Der Stamm ging mit den 
Diploms-Empfänger im 3. Jahrz. d. 18. Jahrb. wieder aas. 

Sinapiut, II. 8. 657. — Meyerle r. Mühl/eld. Erg.-Bd. 8. II«. — N. Pr. A.-L. ▼. §. 
20». — Freih. r. Ledebur, 1. 8. 303. 

laberland , laferiaad. Ein nach der Mitte des 17. Jahrhand, in 
Schlesien and in der Oberlausitz begütertes Adelsgescblecht, ans 
welchem Johann Heinrich v. H. 1655 Herr anf Kleinwalde and Mar- 
kersdorf im Neisseschen war and sich mit Anna Helene v/Tempsky 
vermählte. In der Oberlausitz war der später wieder aasgegangene 
Stamm mit Ober-Leutcrsdorf begütert. 

Sinapiut, II. 8. 658. — N. Pr. A.-L. V. 8. 20?. — Freih. r. ledebur , I. 8. SOS. 

laberMaan, Ritter lad Edle (in Gold ein schrägrechter, gezinnter, 
rother Balken , links oben and rechts anten begleitet von je einem 
grünen Eichenkranze). Erbl.-österr. Ritterstand. Diplom v. 31. Aug. 
1792 für Joseph Habermann, Dr. Medic. and früher, 1777, Rector 
Magnificas der Universität Wien, mit dem Prädicate: Edler v. Der- 
selbe, gest. 1796, hatte zuerst das Gut Hinterstorff and dann den 
Edelsitz Kihrling gekauft u. war 1792 unter die neuen Geschlechter 
des niederösterr. Ritterstandes aufgenommen worden. Sein einziger 
Sohn , Joseph Edler v. H. , Ritter , Herr der Herrschaft Bronn im 
Steinfeld und der vom Yater ererbten Güter, Dr. Med. u. k. k. Leib- 
medicus, vermählte sich mit Franzisca Romana Edlen v. Zorn. — 
Heinrich Edler v. H.war 1857 Rittm. beiml.andes-General-Commando 
in Wien. 

Wivtgrill. IV. 8. I. — kfegerl« e. Mühlfeld. 8. 117. — Knenchke, IV. 8. IM u. lf». 

labermaan (Schild quergetheilt: oben in Gold der aufwachsende 
Rumpf eines vorwfirtssehenden Mannes and anten von Silber a. Roth 
mit gewechselten Farben geviert). Reichsadelsstand. Reich svicariats- 
diplom von den pfalzbayer.|Kurfürsten Carl Albrecht and Carl Philipp 
vom 10. Jan. 1741 für Franz Ludwig Habermann, Würzborg. Gelv 
Rath und Capitels-Syndicus. Die Familie gehörte durch Besitz der 
Rittergüter Unzleben und Erlabrunn zu den fränkischen Ritterean- 
tonen Rhön-Werra und Steigerwald und hat in Bayern fortgeblühfc 
Ein Urenkel des Empfängers des Adelsdiploms, Georg Joseph v. H., 
geb. 1766, k. bayer. Generalmajor, wurde mit seines verstorbenen 
Bruders, des F. Fuldaischen Kämm. u. Hofraths Johann Philipp v. IL, 
Sohne: Joseph Heinrich v. H., geb. 1788, vorm. Grossh. Wünburg. 



— 121 — 

Kim. and Apell.-Oer.-Bathe , bei Anlegung der Adelsmatrikel des 
Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 



Caitrtn Rhön-W^rm. — N. 0#n*«l. H»ndb. 177S. f. S. 110a. 111. — 9. Lang, 
A. 1*4. — W.-B. d. Kzr. Bayern. V. »4 — r. H*fn*r, b«y<»r. kd+\. II M. — Kn**chk*. 

i. * i«i. 

■atomana, Edle. Erbl.-österr Adelsstand. Diplom von 1 794 für 
Ignaz Thaddacns H. . Steoer-Einnehmer zn Prag, wegen 25jfthriger 
Civil- n. 20jfthriger Militärdienste, mit : Edler v. 

Mfrl* 9. *«*//''<#. S. I**. 

■atomanvjv.labersfeld, Edle. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom Tön 
1802 für Joseph Habermann, Landrath nnd Wandtafel -Director in 
Galizien, mit dem Prtdicate : Edler v. Habersfeld. — Joseph H. Edler ▼. 
H. war 1857 k. k. Gener.-Maj. n. Brigadier bei dem 10. Armeecorps. 

M'f+rl* 9. Mihlf'ld. Erttfinr -Bd. R. M«. 

■aberadarf. Lftngst erloschenes, früher aber angesehenes, reiches, 
teblesisches Rittergeschlecht, dessen Name mehrfach in Urknnden 
des Landes genannt wird. Gornslans de Habersdorf tritt noch 1420 
als Zenge in einem dem Bisthnme Breslau vom Herzoge Heinrich in 
Schlesien gegebenen Privilegium anf. 

Iwff. Arhl*«. Chmn. S. »41. — P'trmirrt, Sil*»«. nntnUm. S. 17S. — N. Pr. A.»L. V. 
9. ftü ««d JOS. 

labern. Altes, rheinlftndisches, anch in Franken der Bitter- 
srhaft des Cantons Ottenwald einverleibtes Adelspeschlecht, dessen 
Stammreihe vom 14. bis zn Ende des 16. Jahrh. Hamhracht gegeben 
bat. — Wilhelm v. H. zn Minnenberg, welcher sich in den Bauern- 
aarnhen als Krieirsoberster bekannt gemacht, starb 1537 als karpf&lz. 
Oberntarschall. Nach Hnmbracht war Anna v. Habern, welche sich 
1548 mit Stephan v. Adoltzheim vermählte, die Letzte ihres Stammes 
lad Namens. Demnach mnss dieselbe ihres Brnders-Sohn, Wolfgang 
▼. H. zn Erdbach, der noch 1599 vorkommt, überlebt nnd Letzterer 
an« der Ehe mit Anna Begina v. BabenMein keine Nachkommen ge- 
bäht bähen. Das Geschlecht ist mit dem ebenfalls lftngst erloschenen 
Gescblecbte v. Haver nicht za verwechseln. 

Hrnrnkmckt. Tth. 974. — />«**#». f. 8. 7?* und TW. — Bi 'Hermann. Caot. Ottenwald. 
T*b. S7«. — *•!*"-. S. *>7. HS ii. 500. — Sithmachsr. II. 74: t. H. Frinkitrh. — r. M*- 
4tm§. III S. 140 and 941. * 

labentrtb. Ein noch in der Mitte des 1 7. Jahrh. wegen eines 
adeligen Hofes za Sillstedt and anderer Besitzungen za den Vasallen 
and Landst&nden der Grafschaft Wernigerode zahlendes Adelsge- 
schlecht 

JV*tt. r. UAtbur, I. S. J01 and S04. 

Inhichritj. Altes, ober-ästerr. Adelsgeschlecht, dessen Stomm- 
hnrg deichen Namens bei dem Markte Zell im früheren Machland- 
Viertel schon seit Jahrhunderten in Ruinen liegt. Beinprecht and 
Jtnre die Habicbrigl verkauf* en Schloss and Güter Habichrigl an den 
Decfcant zu Zwetl a. bald danach erlosch der Stamm. 

Jtot'A. 9. 0okem*ck. II S. TU - Hauke, II 8. SM. 

Inbtdrt ?. labiratfcld , Bitter. Böhmischer BittersUnd. Diplom 
v. 1728 ffcr Sigismnnd Aagastin Habicht, Herrn auf Alt -Patschkau, 



— 122 — 

Schwammelwitz u. Franzdorf, de* Fürst 1. Stifte CaraeirzRat!bn.Kwtler 
mit dem Prädicate : v. Habichtfeld. Derselbe, dessen von Einigen ange- 
nommene Abstammung von dem alten österr. Geschlechte t. Habich- 
ripl nicht erwiesen ist, starb 1734 und hinterliess zwei Söhne e. drei 
Töchter. Von den Söhnen starb Caspar, k. k. Lieut u. Auditor, venn. 
mit Franzisca v. Klanberg, 1751 ohne Nachkommen und Bernhard 
war weltgeistlich, die Töchter aber Maria Rarbar«, Franzisca u. Jo- 
hanna kamen durch Vermählung in die Familien v. Kehler, v. Beer n. 
y. I. angenau. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrb. erlosch -auch die 
weibliche Linie. 

G*Hht, H. S. :<hs im Artikel: lUbirhritft. - Magerte 9. MüblfHd, Erg*««. -Bd. 4L UL 
— N Fr. A.-L. V. 8. 203. _ Freih. r. Letl*hur. I. 8. 304. 

labirhtsthal. Aridaliis t. labirhtsthal. Reichsadelsstand. Diplom 
für Gottfried Acidalius, mit: v. Habichtsthal. Derselbe starb 1669 
als Comes ralatinus Caesarius und Kurbrandenb. Rath u. Leib-Medi- 
cus. Von seinen Nachkommen war noch Georg Valentin v. EL 1784 
h. meklenb. schwer, am k. preuss. Hofe zu Berlin aecreditirter Hi- 
nister und Geh. - Rath. Die Wittwe, eine geborene d'Aubonne, stark 
1740. — Die Familie war mit Zaatzke in der Priegnitz begütert. 

N. l»r. A.-L. V. 2W. - Frrih. r. Lrdtbur. I. 8. 304. 

laeaenberg. Ein aus der Grafschaft Neuwied naeh Preoasen ge- 
kommenes Adelsgeschlecht, zu welchem der 1776 verstorbene k. pr. 
Oboi>t Clemens Ferdinand v. H. gehörte, welcher noch drei Brüder 
und zwei Vettern in der Armee hatte. 

K. Vr. A.-L. II. *. tll und 312. — Frtih. c. Ledebwr, I. S. S©4. 

lark, laaek (in Gold ein roth bekleideter, die Arme und B&ndt 
hebender Mohrenrumpf, welcher sich unten im Tulipanesschnitte 
endigt). Ein nur durch ein Monument in der Domkirche zu Merae» 
bar« dem Wappen nach bekanntes, in Sachsen vorgekommenes Adel*- 
Geschlecht, zu welchem wahrscheinlich die drei v. Hnck oder Haaok, 
ein männlicher und zwei weibliche Sprossen gehört haben, welche 
Weinart, Liter, d. sächs. Geschichte, IL S. 653, aufgeführt hat. 

r. AWtn?, II. S. *>\*. 

lark f. Sohl, genannt r. Thill. Altes, ursprünglich brabanter 
Adclsgeschlecht aus dorn nahe bei Thill an der Wahl im Her». Hel- 
dern liegenden Stammschlosse Snl. Nachdem Letztere* aber in 
15. Jahrb. an die v. Brederoda verkauft worden war, wendete sieb 
die Familie nach Nürnberg, wo sie noch im 18. Jahrh. blühte. 

WniTmaun. Nürnl.. l*ittrir.. Tat». .VM— ."•!•■«. — N. (»••n*al. Ilitmll».. 1777. 8. MS n. Zff. 

lacke, laaek, Grafen (Schild der Lflnge nach getbeilt: rechts in 
Silber der halbe, preussische, schwarze Adler und links quergetheilt: 
oben in Roth ein goldener Löwe und unten sechsmal von Silber and 
Blau gestreift und der obere blaue Streifen mit drei , der untere mit 
zwei silbernen Kugeln belegt). Grafenstand des Kgr. Preussen. Dipl. 
v. 2H. Juli 1740 für Hans Christoph Friedrich v. Hacke, k. prent*. 
Uenerallioutenant n. Hofjügermeistcr. Drosten zu Sparenberjr, Herrn 
auf Penkun etc. Derselbe, gest. 1754, stammte ans einein, in den 
Salzjunkern zu Stassfurt a. d. Bode (Reg.-Be*. Magdeburg, Kr. Halbe) 



— 123 — 

ge b arende n Adelsgeschlecht , dessen ursprüngliches Wappenbild ein 
■flt drei Kleeblättern belegter Qnerbalken war, oberhalb ron drei 
neben einander stehenden Sternen, unterhalb von zwei Flossen be- 
gleitet 6eit 1740 königl. General-Adjutant und seit 1749 Comman- 
dant von Berlin hat er sehr für Verschönerung der Residenz gesorgt 
nnd «einen Namen erhält der nach ihm genannte Hackesche Platz. 
Ana seiner Ehe mit Sophia Albert ine v. Creutz, der Erbtocbter des 
reichbegüterten Staatsministers Ehrenreich Bogislav t. Creutz, ent- 
tproes Graf Friedrich Wilhelm, gest. 1789, k. preuss. Major, venn. 
niitAntoinette Juliane v. Lehwald, aus welcher Ehe vier Söhne stamm- 
ten: die Grafen Bogislav, Gustav, Wilhelm und Eduard. Graf Bogis- 
lar, gest. 1848, war mit Wilhelmine v. Kummer vermählt und aus 
dieser Ehe entspross Graf Albert, geb. 1802, jetziges Haupt des 
grf fliehen Hansee, k. preuss. Major ä la suite und Platzmnjor von 
Potsdam, venn. mit Luise v. Kummer, aus welcher Ehe Graf Hermann, 
geb. 1831, k. pr. Prem.-Lieut., verm. mit Anna v. Pusch, lebt, wel- 
cher seine Linie bereits durch zwei Söhne fortgesetzt hat. Der Bru- 
der des<3rf. Albert ist Grf. Emil, geb. 1814, k. preuss. Major. — 
Ton den Brüdern des Grafen Bogislav, dem Grafen Gustav, gest. 1838, 
k. pr. <teneral -Lieut., verm. mit Lisinka Grf. Tauentzien v. Witten- 
berg, dem Grafen Wilhelm, gest. 1841 , k. pr. Kammern., Herrn auf 
Alt-Ranft, Bahnsdorf etc., verm. mit Julie v. Marschall und von «lein 
Grafen Eduard, geb. 1780, k. preuss. Kammern., verm. mit Sabina v. 
Sydow, stammt simmtlich eine sehr zahlreiche, im gen. Taschenb. d. 
grf. Hiuser genau angegebene Nachkommenschaft. 

r #**«<*. I. *. 4M. - W. Pr. A.-L. T. S. *t n. TT. 8. 307-111: riH# d*r iMrhnaml- 
§rm Papillen sind nut+r einander ptfwnrfrn. — D«*uttrtie Graf»* oh. d. II**. t. 8. 30? and 303. 
- Wr*<% 9. UJ**»r. I. 8. SOS and ttl S. 2ß9. - C.*n. T««ch. d. *rM. H. 1*« S. Wl — 
«I m4 fcl*ftf. fUndt». 9. r91. — W.-B d. W*u««. Mon. I. 4*:. 

lache , lake , laake , lae k , in der ö<terr. Linie auch Freiherren 
(In Silber drei, 2 und 1, oben rund irebogene, schwarze Haken). 
Refebsfreiherrnstand. Dipl. v. 9 Mai 1698 für Friedrich Alexander 
v. Harke nnd von 1 702 für den Brnder desselben . Marquard Johann 
Friedrich v. H., Markgrftfl.. Brandenb. Onolzbach'sehen Obersthof- 
taeitter n. den Bruder desselben, Adam Gottlob v. H. — Altes, bran- 
denbargisches Adel<ge*chlecht, welches schon 1355 mit Tucheband 
im Kr. Cnstrin begütert war und im 15. Jahrb. schon viele ansehn- 
liche Gttter an sich brachte, zu denen in den nächsten Jahrh. mehrere 
andere kamen, welche Freiherr v. Ledchnr sehr genau angegeben 
bat und wefehes 1597 bei dem Erloschen der v. I Otzendorf mit dem 
Rrtoehenkenamte der Mark Brandenburg belehnt wurde. Gehorten die 
in der Altmark im 14. Jahrh. vorgekommenen t.II. zu diesem Stamme, 
to rlbfte derselbe auch zu den Stendaler Patriciern. Aus Bran- 
denburg kam die Familie schon zeitig nach Meklenburg, wo bereits 
!4M Netieband in der Hand derselben war und 1550 verpflanzte 
tieb durch einen Sohn Joachim'* v. H. : Frnst v. II., ein Zweig nach 
Oesterrefch, welcher im 18. Jahrh. wieder ausgegangen ist. In Mek- 
teabarg war die Familie noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. he- 
fttctt nnd fan genannten Jahrh. war dieselbe auch in Schlesien und 



— 124 — 

Ostpreussen mit mehreren Gütern angesessen. — Zahlreiche Sprossen 
des Stammes dienten bis auf die neueste Zeit in der k preuss. Armee 
und die im Neuen preuss. Adelslex. mit dem adeligen Prädicate auf- 
geführten v. H., von denen Mehrere zu der k. preuss. Generalität ge- 
hörten, müssen wühl grösstenteils zu der hier besprochenen Familie 
gerechnet werden. Das Erbschenkenamt in der Kurmark - Branden- 
burg verwaltete 1858 und später der in Frankfurt a. d.O. lebende k. 
preuss. Generalmajor a. D. v. Hake. — Nach Bauer, Adressb. S. 81 
und 82 waren 1857 vier v. Haacke (Hacke, Hake) im Kgr. Preosseo 
begütert, welche wohl sämmtlich hierher gehören: Regier. -Assessor 
v. H. auf Klein -Machnow und Stansdorf im Kr. Teltow; ▼. H., Herr 
auf Kanten im Kr. Mohrungen; Lieutenant Carl v. H. Herr auf Papits 
und Kunersdorf im Kr. Cottbus und Lieut. a. D. v. H. Herr auf Bah- 
rendorf im Kr. Reeskow. — Die im Kgr. Sachsen noch blühendes 
Familien v. II. führen das oben angegebene Wappen , sind also eines 
Stammes mit dem hier besprochenen Geschlechte. Von diesen säch- 
sischen Zweigen standen und stehen mehrere Sprossen in k. sächs. 
Militair- und Staatsdiensten u. stiegen zu hohen Ehrenstellen. Hein- 
rich Gustav Friedrich v. IL. geb. 1797, ist k. sächs. Generalmajor; 
Franz Anton Albert v. IL wurde 1853 k. sächs. Oberstlieutenant 
etc. etc 

r. Hat1*tf>n. II. Suppl. S. 24. - Freih. v. Ffohmrcl; III. 8. 906. — 9. rf. Httff**, UfK 
Berlin -ih «1 v. 1'rhtfnhaK« 1 !!, S. 34 und Tal>. S. - U.s^rill. IV. 8 2— .1. — N. Pr. A -L. 
II. S. ;ti»7 .tll ul«»il»< >«.■■). - Vitihnr r. Lfiirhui , I. S.' ftif und 3o.*>. — Sirbmachcr. 1. 3C: 
Di>- llni-kl.«-it. o«Mt'ircirlii<trli und I 1 7\* : v. Hn^k.'ti, Hrauiisrhw. - r. M*ding % 1. 8. JOS— 
2|n. - Suppl. xii Siel.m W-B. IV. 13. - W.-K. d. Sich*. Staaten VII. S6. 

Harke, Hake, aacfc Freiherren (in Silber zwei aufrecht neben ein- 
ander gestellte, mit den Krümmungen nach oben n. abwärts gekehrte, 
schwarze Haken). Im Kgr. Hannover anerkannter Frei herrn stand. — 
Altes, namentlich dem Fürstenthume Calenberg angehörendes Adehv 
gesihlecht, in früherer Zeit Ilaecker, Ilaecke, dann Hacke u. neuer- 
lich Hake geschrieben, aus welchem, nach Letzner, Ernst Haecke, 
Ritter, bereits 1284 vorkommt. Dasselbe wird in Urkunden von 1174, 
1279, 1291, 1357 etc. genannt, gehörte zu den Mindenschen u. Cor- 
veyischen Lehnsleuten und wurde mit vielen Gütern im Weserthale, 
meist im jetzigen Königr. Hannover, angesessen. Zu den bekannten 
Besitzungen in sehr alter Zeit sind zu rechnen: ßödeke 129l,Börige 
und Dassel 1301, llolzminden 1306, Kmmern und Ohr 1307 etc. u. 
der älteste Calenbcrg'sche Lehnbrief ist von 1304 und zwar Aber 
Dassel. Die Familie hat dauernd in hohem Ansehen fortgeblüht und 
zählt im Kgr. Hannover durch Besitz der Güter Bodenwerder Ohr, 
Diedcrssen und Haspede im Caleubergischcn, so wie Dassel im HU- 
desheimischen zu dem ritterschaftlichen, landsässigen Adel der Ca- 
leuhergischen u. Hildesheiniischen Landschaft. — Der so alte Stau 
ist neuerlich bis auf zehn Augen zusammengeschmolzen und der Se- 
nior fumiliae ist Freih. Georg Ernst Adolph, Herr auf Ohr, Diedersea, 
Hasperdc, Dassel und Bodenwerder im Kgr. Hannover, so wie aaf 
Buchhauen im IL Braunschweig, von welchem vier Söhne entsprosstei« 
von denen der Eine, der k. hannov. Rittm. a. D. Freih. v. H.,die 
Güte hatte, die Redaction mit historischen Nachweisen Ober das Ge- 



— 125 — 

sekleebt nach Letzner, Dasselsche Chronik, Lib. IV. c. 37 S. 186 — 
188 nad Lib. 7. e. 12. S. 131 , nach Spangenberg, Mansfeldische 
Chronik, Fol. 128h c. 182 etc., so wie nach Nachrichten aas dem 
Famttienarcbive in versehen. Nach diesen Mittheilungen kann die 
Frage: ob die hier in Rede stehende Familie, früher die Nieder- 
aäehsiscben oder aach Braunschweig'schen Haken genannt, mit den 
ia anderen Theilen von Deutschland vorkommenden Haken, s. die be- 
treffenden Artikel, eines Ursprunges gewesen, mit Gewissheit nicht 
beantwortet werden, da das Hakesche Geschlecht sich schon im 
13. Jabrh. in verschiedene Stamme getheilt hatte und erst von 
dieser Zeit an genaue geneal. Nachweise sich vorfinden. Doch ist 
wahrscheinlich, dass alle diese Stamme einen gemeinschaftlichen 
Stammvater besitzen , da sie alle dem Uradel angehören und immer 
die'Haken genannt werden. Was die Wappen anlangt, so haben al- 
lerdings nur die brandenburgischen, österreichischen, westpbälischcn 
lad niedersäcbsischen Haken mit den von ihnen ausgehenden Linien 
ia anderen Ländern durch das redende Wappen eine Aehnlichkeit mit 
einander, doch können sich die Stamme schon getrennt haben, ehe 
der allgemeine Gebrauch von gleichen Wappen aufkam , auch darf 
akbt übersehen werden, dass die alten sächsischen u. thüringischen 
ifaken, als deren Wappenbild man, s. den betreffenden Artikel, seit 
föebmacber zwei mit dem Rücken gegeneinander gekehrte Regen- 
bogen annimmt, nach v. Dreyhaupt 1427 ein Siegel mit einem Wap- 
penbilde führten, welches eher zwei gebogenen Zähnen — und von 
solchen ist der Sprung bis zu Ilaken nicht weit — glich. — In der 
oben erwähnten ältesten bekannten Urkunde von 1174, einem i)i- 
plona des Grafen Beruhard zu Aschersleben, tritt als Zeuge Henricus 
Hake anf und der von Letzner erwähnte Ernst H. starb 1285 uud 
wnrde in der Kirche zu Amelungsborn begraben. Von ihm läuft die 
in der Hand der Familie sich befindende Stammreihe fort und der 
älteste Lehnbrief von Simon Grafen v. Dassel von 1304 ist noch, wie 
das Gut dieses Namens selbst, s. oben, im Besitze des Geschlechts. 
Mit Obr, welches ebenfalls dauernd der Familie verblieb, wurde die- 
selbe 1307 von Otto Grafen v. Kberstein belehnt. 

Lei Mir mm6 SpamgrmSrry . «. oIhmi. - W»*«t|ihäl. Mauatiti. Hfl 6. 8. 10(5. — ». OmpttHa, 
VatrrL Literat. Ä M| - Hpanymlrrg f V»t-rl. Arrlm . 1*27. II s. II. — KU»**chmtdt t 
■—■ I. C«le«b«ne. LAMdta*fAU<Jii<>fl«. I. M. .116. - N. Pr. A L. II. 8. 311. - #YWA. ». J. 
E——*+<k, *. 143. — fWi'A. r. Le.Uhu$, I M. M+ - r . Utding , I. M. U3. — W B. de« 
Kfr. HtmmorpT. C. I« u M. 7 — Kn^ncM'. IS m. 

lacke, aach Freiherren (in Silber z*ei aufrecht neben- und mit 
ihrer Rundung gegen einander gestellte, natürliche Regenbogen). 
Ketebsfreiherrnstaud. Diplom im Kurpfälz. Reichs -Vicariate vom 
SO. Sept. 1790 für Friedrich Ferdinand Sittig v. Hacke, Pfalzueu- 
barg. Geb.-Ratb, Kämmer. und Krb-Oberst-Jägermeister, Pfleger zn 
Constein. — Altes, sächsisch-thüringisches Adelbgeschlecht, aus den 
Hänsern Bilzings leben, Cannewurf , Krumpe etc., welches schon im 
15. Jabrh. zn den Pfännern zu Halle gehörte und ansehnliche Guter 
betass, zn welchen später noch mehrere andere kamen und welches 
ia seiner Heimat h noch 1771 Stedten im Mansfelder- Seekreise inne 
halte. — Ein zeitig In die Pfalz gekommener Zweig, Ober dessen 



— 136 — 

Stammreihe das geneal. Taschenb. d. freih. Häuser sehr genauejNacfc* 
rieht giebt, erlangte in der Person des obengenannte* Friedrich 
Ferdinand Sittig den Freiherrnstand u. die Nachkommenschaft des- 
selben blühte weiter fort. Nach den zuletzt 1855 bekannt gewordene« 
Angaben Ober den Stamm starb 1849 Freih. Carl, Sohn des 1834 
verstorbenen Freih. Carl Theodor, k. k. Kämm. «. Major im 6.Hnta- 
ren-Regim. und hinterliess aus der Ehe mit Ferdinande Freiia Zobel 
v. Giebelstadt zwei Söhne, die Freiherren Carl, geb. 1837 n. Fried- 
rich, geb. 1839. Von den beiden Brüdern des Freih. Carl: Freibeir 
Philipp, geb. 1806, k. k. Kämm, und Oberst ia d. A. u. Freih. FerdU 
nand, geb. 1811, k. k. Kämm. u. Rittmeister in d.A., setzte Krsterer 
in der Ehe mit Lucia de Londonio den Stamm seiner Linie durch die 
Söhne Carl Anton Sittig, geb. 1833, k. k. Oberlieuteuaut u. Rudolph, 
geb. 1850, fort. 



A'jmmM, S. :>11. — (rauhe, I. S. 7.U. — Freih. t. LMehur, I. g. 305. — Gwal. 
buch d. fo-ih. Hin*. lM'J. 8.17» und 174 und IHM. 8. 230. — Sieb macker, I. 173: f. B. 
Sächsisch. — p. bieyhauyt, I. N. 115: Sir|t«l v. 14l»7. — Suppl. io 8ifbm. W.-B. IV. lt.— 
W.-B. d. Kgr Bayrn, III. lt» und c. Wölckern, Al.tli. S. 

lacke, lagk, lagke (in Blau zwei über Kreuz gelegte, goldene 
Schlüssel). Altes, thüringisches Adelsgeschlecht, welches im jetzigem 
Kr. Weissensee schon 1542 Sc hilf a und 1610 Ottenhausen besau. 
Der Stamm hat dauernd fortgeblüht u. 1857 war nach Bauer, Adresf- 
buch S. 83, Friedrich Beruhard v. Hagke, k. Landrath, Herr Mf 
Schilfa. 

Hürtchelman* . AdrNh. I. 8. 16-24. — Freiherr v. Lfdtbur, I. 8. 306. — flhr « I ff f , 
ÜMtor. liaiidrrth. Tab. 32. Nr. 5. — r. Wedphat**, Moiium. inediU, IV. Tab. 20. Nr. TU 
Siegel v. 1407. - r. Medi*>j, I. 8. 210. - W.-B. d. Sachs. Staat. VI. 45. 

lacke (in Silber drei , 2 und 1 , rothe, oben zugespitzte Hake*)» 
Altes, seit dem 13. Jahrb., namentlich im Tekleuburgischen, Otna- 
brückschen und Raven&bergibckeu Urkunden, mit dem lateinische* 
Namen: Uncus auftretendes, westphälisches Adelsgeschlecht, weichet 
schon 1315 mit iburg unweit Osnabrück u. Leugerich unweit Lingen 
u. 1380 mit Fürsteuau begütert war u. welches noch 1563 Burglehea 
unter dem Kaveusberge und Schevundorf im Osnabrückschen besass. 
lieiueke Uake wohnte noch 1580 einem Osnabrückschen Landtage 
bei, später aber kommt der Name dieses Geschlechts nicht mehr tot. 

Freih. p. Ledthur, 1. S. 3M. — Siet-macher, I. 190: Die Hauken. Wtitphäli*rh. 

lacke (in Silber ein mit goldenen Kugeln belegtes, schwartet 
Kreuz). Altes, westphälisches,demMttnsterlande angehörendes Adels- 
gebchlecht, welches bdiou 1364 da* Gut Portzier, 138L Deversberg 
und 1390 Wulfsberg besass. Der Stamm blühte fort, bis denselbeft 
2. Juli 1550 Johann Hacke, Herr auf Kauschen bürg unweit Lüding- 
hausen, schloss. — Ausser dem in diesem u. im vorstehenden Artikel 
besprochenen westphälischen Geschlechte v. Hacke gab es in Weet- 
phalen, so wie in anderen Ländern wohl noch einige Familien dieses 
Namens, doch konnten dieselbeu bisher noch nicht gesichtet u. n&har 
bestimmt werden. 

Freih. r. LeJebur, I. S. Mti. — Siehmacher. II. 11«»: v. II. Khcmlindltth . 

lacke, lacket, lack, Erkennet m lanhah, lack tuf Itrahtt, IM» 
ter« Ein Zweig der mit Erust v. Hacke, Herrn auf Bornim (im Kreist 



— 127 — 

0at»H**ellu4} 1666 Met Gesternten, «. S-. 130, gekommene* Linie 
der alles braadenUirgiMhen Familie v. Hacke , welcher fortgeWeht 
and da* aha Stammwappen, die drei Haken, beibehalten hat. Der- 
selbe Ata das Prtdicat: Ritter. Kmanuel Ritter v. Hack auf Bor- 
war in neuester Zeit Hauptmann im k. k. 23. Infanterie - Re- 



ffrrf*. * ütScm*. L S. *\X - (im***, 1. H. W5. - MUU. 0ob«»at. 4. O—tnr. Kal- 



laekebera, lerrea, aach tirafea (im Schilde ein Stern). Altes, 
sächsisches Dynastengeschlecht, welches später zu Helpede bei Eis- 
lebea residirte und sich: von Gottes Guaden, wie Uoppenrod angiebt, 
geschrieben hat. Das gleichuuiuige Stammhaus lag im Magdeburgi- 
schen zwischen Groningen und Krippeubtaedt und neben demselben 
be&ass der Stamm auch Wippra im Mansfeldischen. Nach OUarius, 
Halygraphia, S. 131, soll der Salzbrunnen Hacke borg bei Halle, einer 
der fier Salzbrunnen, an welchen nach alteren Annahmen 979 aus 
dem Dorfe Dobre bora die Stadt Halle entstand, von der Familie er- 
baut worden sein. Sjäter ist dieselbe auch nach Schlesien gekom- 
men and Friedrich, welcher 1370 noch lebte, nahm den grätlichen 
Titel au. Aeltere Schriftsteller gebeu nieist an, dass das Geschlecht 
im Laufe der Zeit aus dem Herrenstande getreten, nur den Adel ge- 
führt habe und sehen die im folgendeu Artikel erwähnte Familie v. 
Backeborn als unmittelbare Fortsetzung des alten Dynastenstammes 
an. doch wird neuerlich, auf sorgfältigere Untersuchungen gestüzt, 
behauptet, dass das Dynabtengeschlecht im 15. Jahrb. völlig erloschen 
sei uud dass wenn die v. Hackeborn mit demselben in Verbiudung zu 
bringen wären, man nur au Dieustmanueu oder Vasallen zu deuken 
habe. 

fij>yrmr->,i. Huiomburh, 8. 37. - I.ettck/eld, Aiitiquit. Kall«-nti. M. 106. — 8i*apiu*, I. 
• %3m «»4 431 u. II rt. &IH: auch mit \ii|(»l"'n am H<iiiii««*s Thratr. Krin-aln*. — tiuuhf. 
X. ». IM u. JJ4. — w. UtUbmch, I. *. 4H». — N. l'r. A. L. II. 8. 312. - F,ttk. ». Udtbur. 
I %. JO*: im Artikrl: «. Ilarkrl><>ru 

■arkebara (iu Silber ein im Sprunge stehender, unten abge- 
karzter, schwarzer Hund mit einem silbernen, oder nach Auderen 
rotbeu Ilalsbaudej. Altes, im Magdeburgischeu begütert gewesenes 
Adelsgeschlecht, welches im Kr. W anziehen bereits 1)60 Gaildorf u. 
1572 Baireudorf besass uud im 17. Jahrb. im genannten Kre^e mit 
Stemmern, so wie mit lioitz in Stnsbfurth und auch mit Hecklingen 
im Anbalthcheu, so nie in Suchsc u mit ober-YVuschwitz bei Döbeln 
angesessen war. — L'eber den etwaigen Zubammeuhang der Familie 
aut den alten Dynasten dieses Namens s. den vorstehenden Artikel. 
— Wolf Christoph v. H. btarb 1719 alb k. preuss. General- Lieut. u. 
D., Christoph v. H. 1730 als k. poln. u. kurbächs. Oberst u. Dietrich 
Gottlieb t. H. 1731 als k. preubs. Oberst uud Commandaiit zu Span- 
dau. Im letztgenannten Jahre starb auch zu Berlin der k. preu«**. 
Kammergericbtsrath v. G., lieir auf Wahmidorf und Sülldorf, so uie 
der Gflter zu Stassfurth und bei dem Ableben desselben beruhte der 
StAsim, welcher später auch ausging, nur noch auf vier Augen. 

K+mtk. m 41». — dank*. I. S. 7JI - N. 1'r \ «l.. II. *. :U und J|l. - tr*>k. 9 L' 
• LS. 9m% — «fr*MC*«r, I. 171: v. H.. MfehtiM*. - 9. Jtf*ft«f, III. S. Hl «. Ht. 



— 128 — 

lackelberg- n. Landan, laekelherg-Landan, Freiherren.* Reichs- 

freiherrustand. Diplom vom 4.0ctob. lt>88 für Carl üackelberger T. 
Höchenberg auf Gross-Pertbolz u. Reichenau, uieder-österr. Regier.- 
Kath uiid Verordneten und Dipl. von 1708 für Denselben über Aua- 
dehuuug des Freiberrnstaudes auf die Uebrigeu seines Geschlechts 
und über die Erlaubnis, Namen und Wappen des freib. landuschen 
Stammes dem angeborenen Nameu und Wappeu zusetzen au dürfen. 
— Altes, oberösterr. Adelsgescblecht, aus welcbem schon 1527 firas- 
mus üackelberger Scbloss und Herrschaft üöcbenberg im Lande ob 
der Euus besass. Derselbe u. seine dritte Gemahlin, Barbara Kolln- 
pöck v. Ottstorf sind die nächsten gemeinschaftlichen Stammältern 
aller späteren llerreu v. Hackeiberg. lu der 6. Generation erscheint 
Achatz der Aeltere üackelberger v. Höchenberg, Herr auf Arhas- 
bach uud Kehrbach, dessen Söhne aus der Ehe mit Kegina Schmid- 
tauer v. Ober- Wallsee: Carl und Gottfried, das Geschlecht in der 
7. Generation in zwei Linien schieden. Von diesen Linien ist.jlift 
jüngere des Gottfried H. v. H. , verm. mit Maria Sophia v. Lagelberg, 
mit dem Urenkel, welcher k. k. Bergrath und Oberberg Verwalter zu 
Kagvbanya in Uugarn war, um 1600 im Manusstamme erloschen, 
wahreud die ältere , die des Carl U. v. H. , dauernd fortblühte. Der 
Stifter dieser Linie hatte sich löö3 während der Belageruug Wiens 
in Verteidigung u. Ei baltuug der beiden Landesviertel jeuseita der 
Donau grosse Verdienste erworben und erhielt in Folge derselben, s. 
oben, den Freiherrnstand, kaufte 1678 Bronseck und Schiltern and 
1681 Keicheuau u. Gross-l'ertholz in Niederösterreich, war mit Maria 
Magdalena v. Weidling auf Gross- und Klein-Üumpolez vermählt and 
starb 1710. Von ihm läuft die Stammreihe, wie folgt, fort: Ernst 
Sigibinuud Freih. v. H.-L. , gest. 1126: 1. M. Anna Catharina Freiin 
v. Hoheueck- Scblü&selberg und 11. M. Helena Freiin v. Audlaa; — 
Carl Joseph, gest. 1776, ob der enutsischer Landrath: M. Anna Freiin 
v. Lempruch; — Job. Ehreureich Joseph, gest. 1784, k. k. Kämm.: 
M. Johauua v. Mirey; — Rudolph Joseph, gest. 1830, k. k. Kämm., 
Geb. -Kath u. Präsident der ober-österr. Landesregierung zu Lins: 
erste Gemahliu : M. Christine Urf. v. Clary und Aldringen; — Leopold 
Franz Ludwig, gest. 1852, k. k. Kämm.: M. Barbara Grf. Apponyi, 
gest. Iö44. — Rudolph. Letzterer: Rudolph Freiherr v. H.-L. an 
Höchenberg, geb. 1816, Herr der Herrschaften Gross- Per tholz, Kehr- 
bach uud Keicheuau, k. k. Kamm., vermählte sich 1854 mit Gabriele 
Grf. v. Sermuge, geb. 1832, aus welcher Ehe drei Töchter Stammes. 
Die Geschwister desselben sind: Caroline verw. Grf. Brigido, Freih. 
Alphous, geb. 1822 und Leopoldine vermählte Freifrau v. GrammonU 
Von den Brüdern des Freih. Leopold Franz Rudolph lebt Freiherr 
Rudolph, geb. 1790, k. k. Kämm, als Appellations- Gerieb ts-Rath a. 
1>. in Wien uud von dem 1848 verstorbenen Bruder, dem Freib. Jo- 
bann, k. k. Generalmajor und Brigadier, stammt aus der Ehe mit 
Therese Grf. v. Abensperg- Traun, gest. 1844, ein Sohn: Freib. Ru- 
dolph, geb. 1827, k. k. Kämm. un<J Oberlicuten. in d. A., verm. 1654 
mit Fauline Grf. Biigido, geb. 1837. — Aus des Gross vaters, das 



— 129 — 

Freih. Rudolph Joseph, s. oben, zweiter Ehe mit M. Anna Bogdano- 
▼ict •otaprofts: Freih. Victor, geb. 1820, k. k. Major im Genie-Corps. 

Freik. #. HoJ.**sck, I. H. 339. — Gauhe, I. 8. 7.1«. - Wi*»griU, IV. 8. 6—16. — Mtgerl* 
9 Wühtftttti 8. 54. — 9. Schönfeld, AdeUrhetnat. I. 8. 145. — (Jen. Ta»rlieul>. d. fr ih. Hau«., 
IM**. H. ISO— IM und H62. 8. 334 und 335. — 8uppl. xu 8icl>m. W. - H. I. 29: Freih. v. 
Ha*ctlfe*r»> 

laekelberg. Ein gegen Ende des 17. Jahrh. im Halberstädtschen 
mit Lehnackern bei Nienburg, im Braunschweig, mit Schöningen und 
im Hannoverschen im Lande Kehdingen mit Alteudorf, Balje u. Bas- 
beck begütertes, später ausgegangenes Adelsgeschlecht. 

Fttihtrr r. Lrdrbur, I. 8. 8u6. 

laeiemaau, laekmaau. Heichsadelsstand. Bestätigungsdiplora 
fom K. Carl VI. für Friedrich August v. Ilackeinanu, Professor zu 
Helmstaedt und später k. preuss. Geh-Rath. Ob derselbe dem hani- 
barger Gescblechte , dessen Wappen Siebmacher, V. 294 giebt, oder 
dem angehörte, welches vom 14 — 16. Jahrh. in und um Frankfurt a. 
d. 0. ansehnlich begütert war, rouss dahin gestellt bleiben. Sein Auf- 
treten am Hofe des Königs Friedrich Wilhelm I. , so wie später in 
Wien, auf der Universität Halle und in Prag sprechen sehr gegen ihn. 

9. BtUtfeh. I. 8. 4*ä. - (Sensal. Jahrb. I. Ahth. 2. S. y3. - N. Pr. A.-L. V. 8. 203 u. 
VI. ». 46 •• 47. — Freik. r. LtHthui , I. 8. 306. 

■aeietberg, laekeupereh, laggeuberg. Altes, österr., von 1180 — 
1402 vorgekommenes Adelsgeschlecbt, welches in Niederösterreich 
das Stammgut Haggenberg , welches in neuerer Zeit zu der sinzen- 
dorf sehen Herrschaft Ernstbrunn gehörte, besass. Dasselbe erlosch zu 
Anfange des 15. Jahrh. mit Rudolph H. zu Waldtenstein, Wolfgers etc. 

WimfriU. IV. t*. 16: nach t*rev?nhuber'ii Mamurr. 

■•eifert Altes, westphälisches Adelsgeschlecht, dessen gleich- 
namiger Stammsitz im Kr. Recklinghausen liegt. Dasselbe, von wel- 
chem ein Siegel von 1478 bekannt ist, ging in Westphalen in der 
erbten Hälfte des 17. Jahrh. aus, blüht aber noch in den Niederlanden 
in dem Stamme der Barone v. Hnckfort tot de Horst fort. 

Frttk. 9. Lttlrbur. I 8. 106 und 307 und III. 8. 270. 

■arfcher n lart, Bitter und Freiherren. Erbl.- österr. Ritter- und 
Freiherrenstand. Ritter*t.-Dipl. von 1773 für Franz Joseph Hackher 
zu Hart, Studtschreiber zu Wien und für die Brüder desselben, Phi- 
lipp, w. Ruth bei der Niederösterr. Regierung und Franz Anton und 
Joachim Bernhard, Beide Hof-Secretuire der Obersten Justizstelle u. 
zwar wegen ihres uralt-adeligen u. ritterlichen Geschlechts, mit dem 
Prädicate: Edle v. und Freihenudiplom von 1812 für Franz Xaver 
Edlen Hack her zu Hart, k. k. Major im Ingenieurcorps. — Dieselben 
gehörten zu einem alten ritterlichen Geschlechte des Erzh. Oester- 
reieb unter der Enns. 

Um^-41. I. I. t 1«* -l'.»». — W'..y. ,11. IV. S. .'I ■- Jl. - itfjtne #. UnAltebl. 8 *5 u. IlT. 

lacUI f. Uckteafeltt. Kärntner, mit Paul Hackhl vor 1481 nach 
Österreich gekommenes Adols^e<clilecht t welches mit Ulrich H. v. L.,' 
aiederöitcrr. Kegiinentsrath u. Abt zu /wetl 2G. Nov. 1607 ausgestor- 
ben tat 

Wt-ßriU. IV 8. 27. 

ladJag, laeklnger. Alten, österr. Rittergeschlecht, dessen Staroin- 

Kitckk*, D^Uch. Adclt-f*««. IV. 9 



— 130 — 

« 

sitz das Burgscbloss und Dorf dieses Namens an der "Wien war und 
welches mit Wolfgang H. bald nach 1500 erloschen ist. 

Wi«f,riU, IV. S. 2U--.11. 

Hackledt, Hackled, Freiherren. Erbländ. -österr. Frei oerrn stand. 
I)iplom v. 11. Sept. 1787 für Leopold v. Hackledt, Herrn der gleich- 
namigen Herrschaft im Inn viertel. Derselbe gehörte zu einem alten 
aus dem Innviertel stammenden Adelsgeschlechte, in welches 1533 
durch kaisei 1. Diplom der Adel gekommen war. Bei Anlegung der 
Adclsmatrikcl des Kgr. Bayern wurde in dieselbe eingetragen: Freih. 
Leopold Friedrich, geb. 1763, Herr zu Hackledt, Ober- Hüeking, 
Hohenholting und Gruss-Köllnbach und mit ihm i>t 1825 der Manns- 
stamm erloschen. 

r. Lany, 8. 147. - M,-yerle 9 Müllf-Ul, Ercäiir.-Hd. S. 62. — W.-B. d. Köiiiffi BtjfTB, 

III. 17 und r. WölckeiH. Al.tli. 3. - - r. '//./»#•#•. t.a).-r. Adel. Tai». 3tl und 8. 3*. — kmttckke. 

IV. 8. li!M und 1 70. | 

Nackstein. Cölner Stadtgeschlecht, zu welchem Wilhelm v. H., 
gest. 1640, Syndicus des Senats zu Colli, gehörte. 

Fahne. I. S. IM — Freiherr -. /.»•/»•'»#/#■. I. 8. 307. 

Hackwiti, Nackrwiti. Kin zu dem Adel iu Neu- Vorpommern zäh- 
lendes, 1*36 mit War sin und 1838 mit Waschow im Kr. Greifswald 
begütertes Geschlecht, welchem letzteres Gut noch 1848 zustand. 
Von den Sprossen des Stammes habcu übrigens Mehrere seit der 
zweiten Hälfte des 18. Jalirh. bis in die neuere Zeit in der k. schwed. 
u. k. preuss. Armee gestanden. 

N. Pr. A.-L. V. S. 2u:i u..<l 2i>4. — Freiherr r. Ltd'bur, I. S. 3U7. 

Hacqac, Ritter. Erbl. -österr. Ritterstand. Dipl. v. 5. Aug. 1744 
für Ludwig Edlen v. Hacquo. Derselbe stammte aus einem aus den 
spanischen Niederlanden in der zweiteu Hälfte des 17. Jahrb. nach 
Wien gekommenen Adelsgcschlechte. 

IlMtyrifl, IV. S. :U-M. Meierte ». Mühlfrld, S. 117. 

Nadeln, aach Freiherren. Im Herzogthume Nassau bestätigter Frei* 
herrnstaud. Altes, ursprünglich ostfriesländisches und bremeusches 
Adelsgeschlecht, welches 1106 mit Hajo aus Ostfriesland in das Land 
Hadcln kam. in welchem die Nachkommen zum Theil Laudvoigte 
waren. Als dieselben aber zu linde des 14. Jahrb. durch die säch- 
sischen Herzoge aus Hadcln vertrieben wurden, Hessen sie sich im 
Lande Kehdingen nieder, nannten sich nach dem früheren Wohnsitze 
Hadeln oder Hadel und süssen noch im 16. Jahrb. zu Alwrirden, Frey* 
bürg und Lacke, erwarben spater iu Westphalen im Kr. Brilon das 
Gut Hoppke und kamen dann auch nach Dänemark, wo Canut v. H. 
noch zu Anfange des 1H. Jahrb. k. danischer Oberstlieiitenant in Nor- 
wegen war. Der Stamm, aus welchem Sprossen in der k. hannov. n. 
k. preu-s. Armee standen, wurde fortgesetzt und blüht jetzt auch im 
Herzogin. Nassau in einer Linie, welche aus der Waldecksclien her* 
vorgegangen itt. D:is Haupt derselben ist Freih. Heinrich, lt. nassaa. 
Kammern., Generalmajor u. Gencraladjutant, von welchem zwei Söhne 
stammen, von denen der Eine : Freiherr Heinrich, in h. nassau. , der 
Andere in k. prenss. Milif airdif nsten steht. Die lebenden Brüder des 
Freih. Heinrich .sind: Freih Carl, h. nass. Kammern., Hauptmann ■• 



— 131 — 

Fttfeladjttant and Freih. Hellmuth, h. nass. Artillerie -Hauptmann, 
aneb entspross von dem 1856 verst. h. nass. Oberstlieut. Freib. v. 
H. ein Sohn, Heini ich, b. nass. Rentei - Secretair und Ton dem verst. 
Fflrstl. Waldeckseben Ober- Forst m. v. H. ein Sohn, Wilhelm, h nass. 
Hauptmann. 

M**h<trä. 8. ?k7. — Oauhe, \. 8. 375. - N. Pr. A.-l.. V. S. *04. - Freiherr 9. d. Ä«v- 
«*«•*. K 141. — Freiherr t. L*d*bur. I. 8. 307 und III. S. 270. — tieueal. Tasrhenb. der 
fr •■> Ha« «et, 1*V*. 8. 2*7 iiml .*8 und |-«2. 8. 26» und 270. - ». Medimg, III. 8. 24«. - 
*M*t. *u 8ii»t»m. W.B. V. !♦>. -- W.B. des Kgr. lUmiOT.r C. 51 und 8. 7 

ladessar. Altes rheinlandisches Adelsgeschlecht, welches 1255 
Güter zu Coblenz und 1 294 zu Andernach hatte und aus welchem ein 
Siegel des Wilhelm v. II. von 1355 bekannt ist. Hans Wilhelm v. II. 
geborte noch 1599 zur Trierseben Ritterschaft. 

Freiherr *. Udehmr, I. 8. 307. 

Iades*»t*rf. Altes lüneburgisches, früher im Lüneburgseben und 
Hoyai sehen begütertes Adelsgeschlecht, welches im 18. Jahrb. auch 
im Stifte Münster angesessen war. Das gleichnamige Stammhaus liegt 
hn Amte Ahlden. Heinrich v. H. war 1532 Prior und 1550 Kellner 
des Klosters St. Michael zu Lüneburg. — Der alte, rittermassige 
Adel des Geschlechts wurde von der lüneburg. Landschaft 17. Dec. 
1763 von neuem bestätigt und der Stamm hat fortgeblüht. 

Freih. t. d. Kmeteherl, 8. 142. — Freiherr ». Ledehur. I. 8. 307. — f. Medimg, I. 8. 
flu «»«1 211 qm4 II. N. TU: uarh Faintlienuachr. und mit Augral»« aJfcr Siegvl. — 8uppl. su 
*«*a» W.B. II. SO. - Tyrof, I. 11. - W.B. d. Kur. Ilai.uov . C. «2 u. 8. 7. — Mntechke, 
II. M. 19« «. 199. 

■••lerer. Altes, von 1363 bis 1502 vorgekommenes, durch Be- 
sitz der Hüter Kggendorff und Weurern zu der uiederösterr. Land-. 
Mannschaft gehörendes Adelsgeschlccht. 

»»üfrtti, in. s. ss. 

lade* ig, ladewieh. Altes, niedersüchsisches, nur dem Namen u. 
Wappen uacb bt kanntes Adelsgeschlccht. Das Wappen kommt am 
Epitaphium des nach HUO gestorbenen Abts Johann Heinrich v« Ha- 
selhorst in der Klosterkirche zu St. Michael iu Lüueburg vor. 

V. Hmttit'tm in Njm oalr. ^nur r. \ledi*<j. II. M. 21'J und 220. 

ladik, ladiek v. futak, Grafen. lUichsgrafenstand. Diplom vom 
14. April 1777 für Andrea» Grafen v. Hadik, k k. Geh.-Kath, Feld- 
Bar»cball u Hof-Kriegs-PrÄsidcnten, wegen 45jfihriger treuer u. ver- 
dienstvoller Dienstleistung. — Altes, ungarisches, aus dem Thuroczer 
CumiUte stammendes, von der Herrschaft Futak im Bacser Comitate 
den Beinamen führendes Adelsgeschlecht, welchem im Dacser Comitate 
die Krbobergespanwürde zusteht. Der Krnpfänger dos Grafendiplom 
war von 1777 bis 1790 t'oiucb Bachiensis, brachte die Herrschaft 
FttUk an sich und seine Familie und hinterHess zwei Söhne, Franz, 
k. k. General und Johann, Hath der k. Kammer. Der Stamm blühte 
fort, doch sind jetzt nur zwei männliche Sprossen desselben bekannt. 
Haupt des grtrl. Hauses ist Graf Bcla, geb. 1822 — Sohn des 1852 
ferst Gräfe u Adam, k.k. Kimm, und Kittmeisters in der A. aus der 
Ehe sah Johanna Grf. v. Dernath, geb. 1798 — k. k. Kflmm. , Geh.- 
ftath and Stellvertreter des Marine-Ober-fommandanten, verm. 1h60 
stit Helene Grf. Hark6czj v. Szala und von dem jüngsten Itruder des 

9* 



— 132 — 

Grossvaters des (trafen Bela, dem 1840 verstorbenen Grafen Andreas, 
k. k. Kämm., Geh.-Kath u. General der Cav., stammt aus der Ehe mit 
Marie Freiiu Kassler v. Gamerschwang, gest. 1854, ein Sohn: Graf 
Gustav, geb. 1801, Herr der Herrschaft Szemlak im'araderComitate, 
verm. 1851 mit Catharina Herkclcndi v. Herkelend. 

■ 

A'/f-i« . Ij.-lifiii^-Hcli. tl -i I'r »li^<T, II. S. ani: Nachrichten iiln»r <lie Verfahren. — V*- 
J,»l:kif, St«Miimati»ura|ihiu, I[ S. t »15. — M"jnli> 9. MühlfeM* S W. — D**tilHi*li«- Gnifenli. Ort" 
«ifK-nwart III. S. l.V.i iiml 1«U». — (Seut-al. Ta>th<Mib. d»r *riifl. Häuvtr, !*•>*. 8. 323 u. .114 m. 
hi«inr HniidiKieli zu «l«'iii-***lln»u. 8. 2iM). 

Hadmer. Erbl.-östeir. Adelsstand. Dipl. v. 1718 für Ferdinand 
Hadmer, Innerösterr. Bancalitats-Buchhalter. 

\l**i*rU r. MühlfeM. Er^äm.-Hil. S. :WS. 

Hadrarrsleben. Altes, niedersächsisches Herrengeschlecbt, wel- 
ches auf dem Stammsitze der Herrschaft Hadmersleben an der Kode 
im Halberstädtscnen sass und von 1258 bis 1416 auftritt. 

Hoj>p«nroft, S. 36. — Albinut, Historie dtr 03 rofi'ii mid Hmri'u v. Werthtru, 8. 96. — 
r. M'ttin'j, III. S. 242. 

Haderpf. Schwedischer Adelsstand. Diplom von 1672 für Jo- 
hann Johannis aus Hadorpf, k. schwed. Archiv- u. Antiquitäten -Se- 
cretair zu Upsala, mit dem Namen: v. Hadorpf. Der Sohn desselben 
war Bremenseber Ober- Jägermeister, nachdem er früher Drost m 
Bremervörde gewesen war. Die Familie ist bald wieder erloschen. 

Ersch ii. tirubtr, KuryklnpSdiv, Srrt II. Th. I. 8. 103 und 104 - Frei/*. ». «f. Kmtf- 
f*ck, 8. 142. 

Nadiiewlci, Freih. Galizischer Freiherrnstand. Diplom von 1780 
für Jacob Iladziewicz, Galizischen Tribunalrath und für den Vetter 
desselben, Matthias 11. 

yU*j*rle r. MühlMil, Kr^.-Itd. S. fi*. 

Naechsenar klier. Altes, bayerisches Adelsgeschlecht aus der an 
der Scbambach gelegenen Ritterburg dieses Namens, welches von 
1341 bis 1439 auftritt. 

Wif/ul Ifun.i, I. S. T29 und i»30. 

Harckrl, Freiherren. Reichsfreihcrrnstand. Diplom v. 1735 für 
Heinrich Haeckel, k. k. Oberstwachtmeister. 

M?*j*rW r. Mül'lf'hl, Kr r '.-Hd. S. «2. 

Naeckhl i. ResenMein za Pesrhwlti, Ritter and Edle. Reivh^ritt er- 
stand. Dipl. von 1794 für Stephan Leopold Häckbl, k. k. Sulniter 
Magazins- Verwalter und für den Bruder desselben, Achatz H., k. k. 
Stempel- Amts-Cassirer zu Grätz, mit dem Prädicate: Kdle v. Kosen* 
stein zu Peschwitz. 

ifr,jrrl* e. MuhtfrUl, Kru -IM. 8. 14s. 

HaeftVIiu. Freiherren. Heichsfreiherrnstand. Diplom im Kurpffllz. 
Keichsvicariate vom 2. Sept. 1790 für Casimir Baptist v. Haeffelin, 
kurpfalz. Geh. Refereudar und Yicepräsidcnten des geistlichen Ratbs 
und Cabincts-Antiquarius u für den Bruder desselben, Georg Daniel 
v. II., kurpfälz. Hofrat h u. Schatzmeister, nachdem Beide kurz vorher 
den Adel erhalten hatten. Krstercr, geb. 1737, ist als Bischof 
C'hersones, k. baver. Geh. -Rat h, Gesandter und bevolliu. Minister 
k. neapolitanischen Hofe etc. Letzterer aber als ehemaliger kurpfall- 



— 133 — ' 

bayer. Hofratb and Schatzmeister u. des Malteser-Priorats General- 
Vicar bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in die Frei- 
berrnclasse derselben eingetragen worden. 

9. Ln»9, 8. 147. - W.-B. den Kgr. Bayern, III. 17 uu<l r. \V»lek*rn. Altth. 3. - r. IUf- 
mt, hmytr. Adel. Tab. 86 und 8. 38. — Km>$ehk«. IV. s. 170 und 171. 

laeften. Altes nieder- u. rheinländischcs Adelsgeschlecht, wel- 
ches sich aus der Familie v. Castillon, genannt du Cooq, oder Cliatillon 
de Cooq abzweigte. Rudolph de Cliatillon de Cooq erhielt 1268 die 
Herrschaften Werdenburg, Nerynen etc. an der Waal und Maas und 
der Sohn desselben, Johann, nannte sich Herr von Werdenburg. Der 
Sohn des Letzteren, Cbatillon v. Werdenburg, vermählte sich mit 
(iertrude, Erbtochter des (tisbert v. Arckel, Herrn zu Haften u. I\yf- 
hock und der Sohn aus dieser Ehe, Rudolph, nahm von seiner Herr- 
schaft Haften den Namen an, behielt aber das alte Castillonsche 
Wappen bei u. nannte sich Chatillon v. Haften, oder de Cooq v. Haf- 
ten. Die Nachkommen schrieben sich Barone v. Haeften, gehörten zu 
dem Geldernschcn Adel, waren treue Anhänger des Hauses Uranien 
a. Mitglieder der Generalstaaten und gelangten in den Niederlanden 
zi ansehnlichen Besitzungen . zu welchen im 16. Jahrb. und später 
airh mehrere Güter in den Rheinlanden kamen. Gerhard v. Haften, 
term. mit Judith v. Baerl, wurde 1653 vom Kurf. Friedrich Wilhelm 
!■ Brandenburg mit der Herrschaft Baerl im Fürstenthume Meurs u. 
mit Doipstcin im Herzogth. Cleve belehnt und von ihm stammen die 
t. II. auf Erprat h im Kreise Rheinberg ab, in deren Hand in neuerer 
Zeit, 1826, in Meklenburg das Gut Hohen-Schwarz bei Rostock ge- 
langte. — Die holländische Linie ist noch im Besitze der Güter an 
der Waal und Maas. — In die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinpro- 
vinz wurde, laut Hingabe, d. d. Haus Krpcn bei Xanten, 26. Juni 
1829, Wilhelm Ludwig Werner v. Haeften unter Nr. 28 der Classe 
der Edelleute eingetragen. 

S fr. N L. V H XM. — F<i*mr, II. 8 4?. - Frnhrrr 9. ltdrh H , . I. **. .107 W.-n. 

4*r Prr««a Mh«iupr<.viut. I. T«t>. 4*. Nr. 5»5 u. N. 47 u. 4*. — A'»*f<*AA«, III. M. 1M9 and 190. 

■armrlek, Bitler nd Edle. Reichsritterstaud. Diplom von 1712 
iar Johann Joseph Haemrich, k. k. Kriegs -Commissär, mit dem Prä- 
dicate : Kdler v. 

m*i*rU 9. Mukihui, Kr ic IM #. 14»*. 

■an, de laea, airk Freikerrea. Niederländisches Adelsgcschleeht, 
aa* welchem der in der zweiten Hälfte des 1*. Jahrh. so berühmt ge- 
wordene Arzt Anton de Haen 1704 zu Haag entspross. Derselbe, ein 
Schüler ßoerhaave's, wurde, nachdem er zwanzig Jahr in seiner Va- 
terstadt practicirt, auf Van Swicten's Kmpfehluug 17M nach Wien 
alt erster Professor der Mediciu berufen und starb 1776 als erster 
kaiserlicher Leibarzt. So viel bekannt gehftrt zu den Nachkommen 
demselben der in den erbländ. - österr. Freiherrnstand versetzte Paul 
FYeih. ▼. Haen, k. k. Generalmajor und Commandant des Invaliden- 
aaate* ta Padoa. 

It*w4*rtir«f|l Hot«. - Militair frhrmalUmu« •!• • Oi>*t«-rr. K«i»Tih 

KaM, leadl, s. Hendl v. Goldrain, Grafen. 



*_ 134 — 

Naendel r. listerwald. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1791 für Jacob Händel, k. k. Haupt manu bei Grossb. Ferdinand f. 
Toscana Infant, mit dem Prädicate: v. Düsterwald. 

Naemlcl ?. RaeningiUrf, Ramniagsdarf, Ramlngdarf. Ein ans Tirol 

nach Oesrerreich gekommenes Adelsgescblecht, welches in Nieder- 
österreich liämingdorf und Stadt u. Gut Oellinger besass, später aber 
in Oesterreich ausging, während eine nach Coburg gekommene Seiten- 
linie fortgesetzt wurde, v. Ilellbach gab dieselbe 1825 noch als blt- 
hend an, doch fehlen weitere Nachrichten über dieselbe. 

H'iVj/rifl. IV. S. ^3— M — c. HflUxtch, 1. S. 4M. — Hu|t|il. m Sti'lim. W.-Bd. VII. 19. 

laenel ?. Cranenthal, Cranenthall. Böhmischer, neuerlich im Kgr. 
Preussen anerkannter und bestätigter u. im Kgr. Sachsen erneuerter 
Adelsstand. AdeNdiplom vom 16. Mai 1674 für Heinrich Johann 
llänel, mit dem Prädicate: v. Cronenthal: k. Preussisches Anerken- 
nungsdiplom vom 18. Oct. 1821 für Christian Heinrich Emil Haenel 
v. C, k. preus*. Hauptmann und spater Major und Dirigenten einer 
Abtheilung im topographi>cheti Bureau und k. Sächsisches Adels-Er- 
neurrungsdiplom vom 19 Juli 1836 für Carl Hänel, Kauf- n. Handels- 
Herrn in Leipzig Letztere Beide waren Nachkommen des genannten 
Heinrich Johann Haenel, welcher sich in Schlesien niedergelassen n. 
ein adeliges Gut erworben hatte, und erhielten die angegebenen Di- 
plome auf Grund des demselben 1674 verliehenen Diploms. Carl 
Haenel v. Cronenthall, wie derselbe sich schrieb, ist vor mehreren 
Jahren, nach Fortpflanzung des Mannsstammes, gestorben. 

v. Hcll'.tirh. I. 8. 4W. - S. I'r. \.-L. II. S. 31.1 und V. S '_>0I. — h.fik. ». Lede** r. 
I. 8. 3I.S u. .Ilfi u. IM. 8. -211. — W.-B. d. I'rt-u^. M<> i. III. .V». - W.-B. d. Sich*. Ata«U«, 
V. 51. — K*r*chke t III. S. l'Hi uu<l 191. 

laenlein. Adelsstand des Kgr. Preussen. Dipl. v. 10. Juli 1803 
für Conrad Sigmund Carl Haenlein, Präsidenten der Regierung sn 
Anspach und KreUdiieitorial-Gesandten im Fränkischen Kreise, spa- 
ter zu Cassel. Fin Sohn desselben, Louis v. H , k. preuss. Rittm., 
war bis lK r >(i a. <>. Gc>;indter und bevollm. Minister bei den freien 
Städten Hamburg, Hremen und Lübeck, so wie an den grossli. mek- 
lenb. Holen. Derselhe war mit einem Fräulein v. Schuster ans Prag 
\ermählt und eine Schwester von ihm war die (iemahlin des Oberst- 
lientenants v. Schwanenfeld zu Hreslau. 

p. H'llbach, I. 8. 4W». - N. I'r. A.-L. II. S :ii:i und V. S. Wi. - Freiherr 9 LtA*bmr s 
I. 8. 816. - W.-R. il-r Prelis. Monnrt-I'M», III. .15. — K*'*>:hkf, I. 8. I»l und I**. 

■«er, t. der laer. Altes, westphälisches, in der Grafschaft Mark 
begütert gewesenes Adclsgesclilecht, welches 1472 Herbeck u. 1648 
Werdringen unweit Hagen ht->as ( . Noch 1596 kommen die anmün- 
digen Söhne des Wessel v. d. II., Herrn auf Wandhofcn bei Dort- 
mund: Johann und Albert v. d.U., vor. Das Geschlecht ist nicht mit 
der ebenfalls westphi fischen Familie v. Haren zu verwechseln. 

t. Strien, III. S. l.i'.U. -- Frtih. r. I.nlehm , I. 8. :«>7. - r Mtdirny, lt. 8. WO. 

Ilaring, Ritter and Mir. KrM.-östcrr. Kitterstand. Diplom vom 
2. Mai 17M> für Joseph Victor v. Ilacring, nieder-österr. Regierungs- 
rat h, wegen altadeligen llerkoimneus u. 39jähriger Dienste, mit dem 
Prädicate: Kdler v. — Der Urgrossvater desselben, Dominik H&ring, 



— 135 — 

innerosterr. Geh. Hof-Secretair, hatte durch Kaiserliches Diplom von 
1623 für sich und seine Nachkommen den Adel erhalten. 

Wi,»friU. IV. 8. S4i. — M«Q*rl« 9. Hüklf*M t ». 117. - Knetchke, III. 8. 191 und 19?. 

lacrtel and SekapUa, Rittrr. Höhmischer Ritterstand. Diplom 
Tom 20. Oct. 1721 für Carl Georg v. Härtel. 

r tl'UKarh, I. 8. 491. 

lartlager, Hertiag. Sassen in Niederösterreich von 1379 an zu 
Immendorf und Liechtenwcrdt bis Wolf H. 1505 den Mannsstamm 
schlo$s. 

Wimagritl, IV. H. I*M l«m. 

larfl f. NartttBberg, Ritter. Reichsritterstand. Diplom von 1727 
für Franz Alexander Härtl, Assessor des k. k. Obersthofmarschall- 
Amts und Fiscaladjunct, mit dem Prädicare: v. Harttenburg. 

M«f#ri# r. MiUj.hi. S. 117. 

■aerlmaaa, Bitter. Ki bland, -österr. Ritterstand. Diplom von 
1786 fQr Franz Xaver Hartmann, Doctor d. Medicin, k. k. Ratb, Sa- 
Qitärsrath und Protomedictis in Oesterreich ob der Knns. 

MtfrU 9. UitUM'U. S. 118. 

laes, Freiherr« Reichs-Adels- und Freiherrustand. Adelsdiplom 
fftr Ignaz Franz II., kaK Reichsrath und Freiherrndiplom für Den- 
selben. Der Diplomsempfänger stammte aus einem Cölniscben Stadt- 
ge»cblechte, schrieb sich Herr zu Obbendorf und Burggrub und starb 
12. Dec. 1K97 ohne Kinder. 

/'•iA«', I. S. |1|. - Frpih. r. L+Mu. . I. S. :to7. 

laeseler, aach (irafea. Prcussischer Adels-, Reichsritter- und 
Grafenstand des Kgr. Preussen. Adelsdiplom vom 31. März 1733 für 
die Gebrüder August und Göttlich Hä.seler; Hitterstandsdiplom im 
korsächs Rcichsvicariate vom 20. Jan. und 10. März 1742 für Die- 
selben als kursächs. Wallen, wegen des (iuts Kloster- Hässler in 
Thüringen u. Grafendiplom vom 7. Nov. 1790 für August Ferdinand 
t. Haeseler, k. preuss. Lieutenant und Stiftsherrn zu Halbcrstadt. 
— Die beiden Kmpfänger des Adelsdiploins waren Sohne des 1728 
terttorbeueii Valentin Haeseler, k. preu^s. Geh.-Raths, welcher Herr 
mehrerer, jetzt in der Provinz Sachsen gelegenen Rittergüter u. mit 
einer v. Koppen (Kopken) vermählt war. Von diesen Söhnen starb 
Angabt v. II. 17(59 als k. prcu«s (ich.-Rath, nachdem Gottlieh, k. pr. 
Geh.- o Regier. -Rath, schon 1752 gestorben war — die Schwester 
dei selben wurde die Gemahlin des k. pr. Geh. Staatsministers Khren- 
retch llogislat v. Creutz. Au^u>t v. 11., Herr auf Häscler, Gösuitz, 
PleUmar und Dietrichs- oda, war mit Johanna Christiane v. (raraer 
vermählt, welche ihm die Guter Alberstädl, Allerstädt und Wulfer- 
•tadt zugebracht hatte. Aus dieser Khe entspross Johann August f. 
H.„ gent. 1763, k. preuss. Geh. Legationsrath, vo:- welchem, vermählt 
mit Sophia Dorothea ilrf. v. Podewils als älterer Sohn Auuust Ferdi- 
nand stammte, welcher, s. oben, denGrafeiibtam' in die Familie brachte. 
Di«* beiden Schwesteru desselben waren Johanna Josepha, vertn. mit 
Friedrich Freih. v. Fritsch, h. sachs. weim. Geh.-Rathe und Dorothea 
ElUab^tli, verm. mit Peter Grafen v. Hohenthai, knrsächs. Obcr-Con- 
tistor.- Vice- Präsidenten und der jüngere Riuder, Friedrich August v. 



— 136 — 

IT., Rest. 1729, Herr auf Haeseler und Alberstädt, hatte, verm. mit 
Luise Wilhelmine v. Hopfgarten, zwei Töchter, von deneii sich Maria 
mit Ahasverus Heinrich Gr. v. Lehndorf und Christiane mit Carl Gr. 
v. Schlippenhach vermahlte. — Graf August Ferdinand , gest. 1838, 
welchem durch Erbschaft die ehemalige gräfl. Hordsche Standesherr- 
schaft Leutheu in der preuss. Niederlausitz zufiel, war zweimal ver- 
mählt, zuerst mit Charlotte Grf. v Heust, gest 1812 und später mit 
Johanna Grf. v. Kinsiedel, geb. 1773. Aus der ersten Ehe stammt 
(iraf Eduard, geb. 1799, jetziges Haupt der Familie, Herr auf BUn- 
kenfelde und Glasow 1., k. preuss. Kammerh., Schlosshauptroann vou 
köuigs- Wusterhausen, kur- u. neumärk. Ilauptritterschafts-Director 
etc., verm. mit Adolphine v. d. Knesebeck, geb. 1804, au welcher 
Khe , liehen drei Töchtern, ein Sohn entsprossen ist: Graf Hermann, 
geh 1H36. k. pr. Lieut. im Reg. d. Gardes du Corps. Von den Töch- 
tern ist ilie älteste, Grf. Helene, geb. 1829 1 , die Gemahlin des k. pr. 
Kammerh. v. Hül.-e-n , Majors und General -Intendanten der k. Hof- 
schauspiele zu Berlin und die zweite, Grf. Adelheid, geb. 1833, Ge- 
mahlin des Krbherrn zu Friedrichsfelde etc. Carl v. Tr skow. — Von 
dem Bruder des Grafen Eduard, dem Grafen Alexis, geb. 1801, Herrn 
auf Alt-Wriezen IL, k. preuss. Major a. I). und Landrath des Ober- 
Barnimer Kreises stammen aus der Ehe mit Albertine ?. Schöner- 
marck , geb. 1812, Erbfrau auf Harnecop, zwei Söhne: Graf Georg» 
geb. 1833, k. preuss. Premierlieut. und Adjutant und Graf Gott lieb, 
geb. 1836, k. pr. Brem. -Lieut. u. Adjut. — Die drei Schwestern der 
Grafen Eduard und Alexis und die Tochter des Letzteren erwähnt 
genau das geneal. Tasrhenb. d« gräfl. Häuser. — Noch ist anzugeben, 
dass die legitimirten Söhne des Grafen Friedrich August: Curt, k. pr. 
See. -Lieut., Philipp, k. pr. Bittm. und Leopold, k. preuss. Sec.-Lient.» 
12. Aug. 1819 in den Adelsstand des Kirr. Preussen erhoben wurden. 
Das Diplom vou 1733, ?. oben, giebt das Wappen, wie folgt, an: 
Schild geviert : 1 in Silber der Kopf u. Hals eines schwarzen Adlers; 
2 in Gold eine schräglink<«:elegte, mit dem preuss. Adler bezeichnete, 
rothe Fahne, 3 ebenfalls in Gold eine mit einem solchen Adler be- 
legte, blaue, schragrechts liegende Fahne und 4 in Silber ein die 
Sachsen rechtskehrender schwarzer Adlersflügel, nach dem Diplome 
von 1819 aber zeijit Feld 1 u. 4 des ge vierten Schildes die beschrie- 
bene Fahne und 2 und 3 den Kopf u. Hals des Adlers 

Ht'tfhrlmann, Samml. v. Stamm- n. AliurnTfifflii. I. S. !>h uu<t !)«-«<.c|bt-ti a«n*-:il. Adrt«- 
liiit. I. S. «.*|— t.|: mit \V;t|i|»-ii in.«) NMinHiMM. — N. <;.n. Hniiitl». 1777. S. 2*1 11 177* 8. 
'-••»S. — r. IWktrit:. r,+*rM. Krrähl. I. I •».. •'»» und I>. *«.|l.fn «liploin. Nmlir., VI. ». 31- 
;«3. -- r. Ifrtff.nrt,. |. S. 4M. N I'r. \.-L. II. S*. 31» uml M4 ihm V. S. JJO.V — D*atiMrb»> 

«.rafi-iihriuH.-r «I. fii-i«-iiw F. S. :<*_'«; h. j7. _ krril,. r. f.r,lff>ur . I. 8. .124. — G^iitaloghrhi* 
Tjtfrlifnl.. i|it zrnfl lläiioT. l^'-'i. > :;.:s_{|o | ln ,i hnt«-r. Ilnirtl.. zu I>em««-||>cn. ». .»*. — 
Tnr-f. II s$: v. I). -- WH. ,i. I>r- «.^. M,,,,. I. 47: (; r . v. II. und III. 3«: v. II. «»wohl 
mi'li ihm I>ipl'irnc viui 17:M ali unrh (Iimii \. IM'.' — W.-M. «I. Särh*. Staut. IV. S*«. 

Hätte nharh , Hettenbarh. Niedersachs. Arielsgeschlecht aus dem 
gleichnamigen Stammsitze an der Fulda. Frnst v. II., Fürst I. hess. 
Prost zu Hodenberg, starb HWfi im hohen Alter und hinterliess eine 
zahlreiche Nachkommenschaft. Per älteste von mehreren in Kriegs* 
dienst»-n gebliebenen Söhnen lebte noch 1730 als Markg. hessensrh. 
General, Commandant der Festung Cassel und Ober-Baudirector und 



— 137 — 

tetste den Stamm fort, doch fehlen weitere Nachrichten über den- 
selben. 

Gmmk* t I. ft. 7S7 und 736 nach riVm M8t. (C^nenlog. K. 

latseaberg, Eltter md Krelherrea Nieder -österreichisches, zum 
Ritter- and Herrenstande gehöriges Adelsgeschlecht. Die Gebrüder 
Philipp, Johann Baptist, Peter und Heinrich II., erhielten 1. Juli 
1559 einen kaiserl. Wappenbrief und wurden 1593 in den Ritter- 
*tind erhoben. Später, 17JJ5, kam der Freiherrnstand in die Familie 
and 4. Sept. 1776 erlosch aer Stamm mit Franz Joseph, k. k. Rittm. 

WiuyrUI, IV. 8. 20»-*OÄ. 

latisslcr (Schild quergetheilt: oben in Blau zwei neben einander 
Mfbende Häuser und unten in zwei oder drei Reihen von Silber und 
Roth geschieht). Ein in der zweiten Hälfte des 18. und im Anfange 
de« 19. Jahrb. in Sachsen vorgekommenes Adelsgeschlecht, aus wel- 
chem Sprossen in der kursächs. Armee standen. 

IUad«coriftlirbc Notii — W.-B. <1< r SSrhv Ntimtcii. V. Yi. 

laettsaler ?. Festeagnmd. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 
171 M für Franz Anton Haeussler, Pachter des Fürstl. Licchtenstein- 
tcben Gute* I.iechtenthal, mit dem Prädieate: v. Festengrund. 

M*i*rt* r. J/-/7/W,/. Kncäni.-Bd. S. 30H. 

laeMtlfr, letaler f. Neydersbein, Gräfe». Ein in Mähren vorge- 
kommenes, reichsgräfl. Geschlecht, in welches Donat H. den Grafen- 
>fand, mit dem Prädieate: v. Ileydersheim, gebracht hatte. Derselbe 
diente von Jugend auf im kaiserlichen Heere, bewährte namentlich 
in Ungarn und gegen die Türken seine Tapferkeit , wurde später Ge- 
neral-Feldmarscball-Licutenant und commandirender General in Un- 
garn und starb 1696 in Folge der im Treffen bei Olasch erhalteneu 
Verwundungen. Gauhe hat nach dem histor. Helden-Lexicon S. 704 
— 707 Näheres über denselben angegeben, doch ist nicht bekannt, 
ob er vermählt gewesen sei u so mnss denn dahin gestellt bleiben, 
ob Frans Joseph Gr. v. Haussier, Herr auf Ileydersheim, welcher 
1738 Land -Rechts- Beisitzer und Hauptmann des Tglauer Kreises, 
Oberst-Landrichter u. k. ungarischer Geh. -Rath war, zu seinen Nach- 
kommen gehört habe, oder einer der nahen Verwandten, welche mit 
ihm den Grafenstand erhalten, gewesen sei. Uebrigens wurde noch 
1745 ein Graf ?. Heissler k. k. Generalmajor. 

'#««*#. II. M. SSt und 3*9 na<*h lliibntr, Huppl. I TS!» u. Kiraut, Ottomannl«* hr V\»\\*. 
*4 II. 



f. bfeabaiM. Reichsadelsstand. Diplom von 1779 für 
Kranz Joseph Adrian Haeussler, Postmeister zu Feldkirch, mit dem 
Frtdicate: v. Rosenhnuss. 

MfrU 9. MikifeUt, Kryini-Iid. *. 30*. - W B .1 Kgr llavrrn, V. «%. 

■afraaa. Altes, rbeinländisches AdeUgeschlecht, dessen Name 
aad Wappen an dem Denkmale He* lfi07 verstorbenen würrbur- 
gif eben Domdecbanten Martin v. der Keei «»der Kehre vorkommt. 

**Jr#r. *. f*|. — $*r*>mack*r. III l.tO » II ■«■ ••*. KlirtiiUndurli. - r. %tt,iim>j. III. 

lafeabraedl, Bitter aad Freiherr*» Pöhnmcher Kitter- u. Reichs- 
fresberrnttand. Ritterstandsdiplom von 1783 für Georg Hafenbrädl, 



— 138 — 

Herrn auf Kisenstein in Böhmen und Besitzer der dortigen u. anderer 
(Glasfabriken und I'n -ihcrriidiplom im Kurpfälzischen Reichsvicariate 
vom 10. Sept. 1790 für die Gebrüder Ritter ?. Hafenbrftdl: Aloys, 
Herrn auf Au, und Johann Xepomuk, Herrn auf Röhmisch-Eiseostein, 
so wie für die übrigen drei Brüder derselben. — Bei Anlegung der 
Adelsmatrikel des Kgr. Bayern wurden fünf Neffen der Freiherren 
Aloys und Johann Xepomuk in dieselbe eingetragen und zwar: Franz 
Ignaz, geb. 1781, Herr auf Bayerisch-Eiseiiatcin, Maximilian Emanuel 
von Stnchesried auf und zu Ilohenwarth, geb. 1786, Aloys Maria, 
geb. 1788, Franz Xaver Anton auf und zu Sattelbogen, geb. 1789 u. 
Joseph Maria Johann Xepomuk, geb. 1790. 

r. /.«h.v. S. 14*». — M-ii*rt* r. MuUf'hl. Krcfnir.-RiL S. MS: Kittrr v. 11. — W.-B. des 
Kur. Ba)iTii. III |H. u. 9. l\nicl*m % AUli 3. S. 4* u. 4». — r. He/mer, bay«r. Adel, Tab. 
3». iiimI S. SS. _ KnwUt, III. s. |!»2 und H»3. 

Halber. Reichsadelsstand. Diplom von 1781 für Joachim Chri- 
stoph Ilaffner, k. k. Reitbshofagenten. 

M*y*rlt r. Müt.lM.J. Krgiin/ -Kd S. :iiw. 

Hafner. Steiermark isches, von 1310 bis 1478 vorgekommenes 
Rittergcschlecht. 

Schmuf:, II. S. I. 

Hafner, Ritter (Schild seht Unrechts von Silber, Blau und Roth ge- 
t heilt und im Blauen drei rieht* gekehrte, unter einander gestellte, 
goldene Löwenköpfe, von welchen der mittlere gekrönt ist). Erbländ.- 
ö^terr. Ritterst:»nd. Diplom vom 3. April 1629 für Martin Hafner, 
Doctor juris u. niederösterr. Regiment^rath , mit Verbesserung seines 
ererbten adeligen Wappens. - Derselbe, ge*t. 1654, ein Sohn des 
Augustin Hafner, Bürgermeisters zu Wien, wurde 1629 iu Oesterrekh 
ob der Enns als I.andmann aufgenommen u. 1631, mit dem Freihofe 
zu Xussdorf, dem Gute u. Schlosse Drössidl etc. begütert, den neuen 
Niederösterr. Ritterstandsgeschlechtern einverleibt. Sein Sohn, David 
Christian v. II., von 1668 bis 1686 niederösterr. Regimeutsrath und 
dann Hofkatnmcr- und Klosterrath, verkaufte 1690 und 1692 seiue 
Besitzungen dem Abte Raymund und dem Convente des Klosters AI* 
tenburg u. schloss bald darauf den Manus?tamm. 

H/,«j/ri7/, IV. S. 34. 

Hafaer, laffatr f Pöchene^ a. Prltnera. Erbland. -österr. Adels- 
stand. Diplom von 1741 für Christoph Hafner, Doctor und Syndicus 
zu Meran in Tirol, mit den Prädicaten: v. Puchenegg (Puchenegg) a. 
Pcintnern und mit Vereinigung der Hafner- u. Peintneruscheii Wap- 
pen. Der Stamm wurde fortgesetzt und in neuester Zeit bland Carl 
v. Ilaffner zu Puchenegg ab Hauptmann im k. k. 5f>. Infant. -Reg. 

Mrwrle r. .V« *//>/«/. Krtf.inr.-lld S. :tOV Milii -Srliriiintism. 

Hag, f. d. Hag. Altes, bayerisches, von den Frauenbergern rn 
Kraunberg abstammendes Grafengeschlecht, welches auf der von den 
(riirren an die Fraueubcrgcr gekommenen Herrschaft Hag gas?. Nach- 
richten von demselben liegen von 1297 bis 1569 vor. 

Hagfdera \Schild der Länge nach petheilt : rechts von Roth nud 
Silber fünfmal der Lange nach gestreift uttd links auf erdigem Boden 



— 139 — 

ein Dornenstrauch). Altes, niedersäcbsisches Adelsgeschlecht, aas 
welchem Fronz H., Ritter, mit anderen Rittern 1396 in Ungarn gegen 
die Türken blieb and Theodor v. H. 1475 Abt za Werden in der 
Grafschaft Mark war. Später breitete sich der Stamm in Dänemark 
aas. Jobann Ernst v. II., k. dän. Major, wurde 1676 bei Lunden in 
Schonen von den Schweden gefangen und dasselbe Schicksal traf in 
der Schlacht bei Seneff einen Sprossen des Stammes, welcher Oberst 
in der k. dän Armee war. Hans Statius v. H. starb 1722 als k. dän. 
Confere nzrath und bevollm Minister im Nieder- Sächsischen Kreise 
and 1736 kommt ein v. II. als k. dänischer Admiral vor. In Deutsch- 
land ist im vorigen Jahrh. dnreh zwei 1708 u. 1712 in Hamburg ge- 
borene Rrttder der Name der Familie sehr bekannt worden. Der äl- 
tere derselben, Friedrich v. Hagedorn, gest. 1754, Secretair bei dem 
englischen Court, einer im 13. Jahrh. gestifteten Handelsgesellschaft 
in Hamburg, war einer der ersten deutschen Dichter im Anfange des 
18. Jahrh., welche sich über die Geschmacklosigkeit ihrer Zeit er- 
hoben und dessen Dichtungen sich durch gesunden Verstand, Gefühl, 
Geschmack und Sprachcorroctheit vortheilhaft auszeichneten. Der 
jüngere Bruder, Christian Ludwig "v. Hagedorn, gest. 1780, kam als 
Knnstkenner und Kunstkritiker zu hohem Ansehen. Derselbe trat in 
korsichsfcchc Dienste, wurde 1764 Legations-Secretair u. später Le- 
gationsrath und Gencraldirector der Kunstarademien zu Dresden und 
Leipzig, welches Amt «t sehr wardig ausfüllte. Das von ihm 1762 
in Leipzig herausgegebene Werk: Retrachtungen Ober die Malerei, 
kam in den verdienten Ruf eines elastischen Werkes. 

H«Ml«rbrift| Kotix. — .I/mh'/t. C<>HUi««»cr.. S V*i<* - '/a»A'. I. S 7.1*. 

läge! f. feanenfeid. Erbland. -österr. Adelsstand.' Diplom von 
1743 fftr Johann Michael Hagel, mit dem Prädicate: v. Donnersfeld. 

Imgemeler, genannt f. liebelsraiti. Adelsstand des Kgr. Preussen. 
Diplom vom 4. Febr. 1843 für Albert Ottomar Ferdinand Hagemeier, 
k. preoss. Prem.-Lieut. und Adjutanten der 5. Artillerie -Brigade, u. 
iwar anter Beilegung des v. Niebelschützschen Geschlechfswappens 
nnd des Namens : Hagemeier, genannt v. XicbeKchütz. Derselbe war 
von der verw. Frau v. Thierbach, geborenen v. Niebelschfltz, an Kin- 
desstatt angenommen worden. — Ueber die Familie v. Niebelschfltz 
4. den betreffenden Artikel. 

frrik. 9. L+i*bur. I «. *»7 und SO*. 

IsgemeftMer. Fin au» einerStralsnnderPatricicrfamilie entspros- 
senes, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. in den Reichsadelsstand 
erhobenes Geschlecht, welches in Pommern bereits 1622 Hohen-Sel- 
chow im Kr. Randow, 1660 Rteinfurth im Kr. Greifswald und 1676 
Claiiftdorf and Holekendorf im Kr. Franzbtinr inne hatte. Der Stamm 
blähte fort nnd nach Hauer, Adressb. S *2, war 1867 Gustav Adolph 
v. Hairemeister, Kreisdepntirter, Heir auf Clausdorf , Robert Fduard 
v. II. K. Landrath d. Franzburger Kr.. Herr auf Hohen -Rarneckow 
■ad ein v. H. Herr auf Tribbevitz im Kr Rergen. 

Frtsk. 9. Mrokm*. II. I» .VS. - H. I*r. A I. II. H. 31% u. V H. fOS. ~ fr*ik. r I.«irh%,r. 
I. • H» — *«|»|»l. tu Hj.!.«. W B. X 1%. P. mm r... h- . \V || |!l Tat» 4". u *. IM 

«■4 IM. — £ar«rA*#. I «. l*j. 



— 140 — 

lagen, vm lagen, ftrik. ■. ttrafen (Schild geviert, mit silbernem, 
den preussischen Adler zeigenden Mittelschilde. 1 u. 4 in Gold eine 
aufrecht gestellte, oben geöffnete, silberne Schafscheere, 2 in Silber 
zwei schwarze Querbalken und 3 in Silber, wie meist angenommen 
wird, zwei aufrecht gestellte, schwarze Angelhaken, oder nach Einigen 
Wolfangeln. Uei Verleihung dieses Wappens wurden zwei Wappen 
berücksichtigt, nämlich der Schild der vom Hagen zu Deuna, s. unten: 
Linie zu Deuna, welcher nach r'reih. v. Ledebur zwei nlterthütnliche 
Schlüssel zeigte und der der Linie zu Rüdigershausen, welche früher 
mich unter den» Namen Hayn vorkam. Letzteres Wappen, welches 
auch die v. Hayn führten, die im 15. Jahrb. Salzpfanner zu Halle 
waren, giebt Siebmacher, wie folgt, an: Schild der Länge nach ge- 
t heilt : rechts in Blau eine Schafscheere u. links in Gold drei schwarte 
Querbalken. Beide Wappen sind schon seit langer Zeit vereinigt ge- 
führt worden und da, wie angegeben, das Wappenbild der vom Hagen 
zu Deuma zwei alterthümiiehe Schlüssel sein sollen, hat man neuer- 
lich, statt der Angelhaken, oder Wolfangeln, solche Schlüssel für das 
richtige Wappenbild gehalten, doch sagt Siebmacher 1605- in der 
„Deklaration" ausdrücklich: Schild weiss, die beiden Haken darin 
>ch\\arz). Gmfenstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 10. Juli 1803 
für Christoph Friedrich Wilhelm v. Hagen, k. preuss. Geh.-Ober- 
rinanzrath , Herrn der Herrschaft Muckern etc. im Magdeburgischen. 
Altes, früher zunächst dem Eichsfelde u. der Grafschaft Hohen stein 
iuigehörciides Adelsgeschlecht. Nach Angabc des als genauen ge- 
nealogischen Forscher bekannten Thomas Philipp v. der Hngen, k. 
preuss. Präsidenten, haben die in mehreren deutschen Ländern mit 
dem Namen: Hagen vorkommenden Familien sämmtlich gleiche Ab- 
kunft und sind eines und desselben Stammes und wenn sich auch bei 
der Verbreitung in andere Länder und bei der Trennung und Ver- 
änderung der Wohnorte die Schreihart und das Wappen änderte, so 
ergiebt sich doch Eins oder das Andere bei allen diesen Geschlech- 
tern, was für obige Angabe spricht Als der Ahnherr des ganzen 
Stammes wird gewöhnlich Eberhard v. Hagen genannt, welcher auf 
der Burg dieses Namens sass. Um dieselbe entstand ein Ort, welcher 
jetzt als ein grossh. hessisches Städtchen, unweit Frankfurt a. M„ 
Hayn zur Dreieich heisst. Im Laufe der Zeit breitete sich das Ge- 
schlecht in mehreren Ländern au* und gelangte auch nach Thüringen, 
wo Altengottern im jetzigen Kreise Langensalza, welches schon 1370 
der Familie zustand, der Stammsitz wurde. Aus dem thüringischen 
Stamme war im 14. Jahrb. Ernst v. Hagen Herr der in sehr früher 
Zeit von dem Gesrhlechte erbauten Hainerburg unweit Mühlhausen 
und die Söhne desselben, Dietrich u. Heinrich, gründeten im Eichs- 
felde die Linien zu Deuna und Rüdigersbagen, zwei im Kr. Worbis 
gelegene Güter. Die Linie zu Deuna, welche Besitzung schon 1376 
in der Hand der Familie war, starb im 18. Jahrh. aus, während die 
zu Küdigershagen, weit sich ausbreitend, dauernd fortblühte. Ein 
Zweig der letzteren Linie erwarb in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. 
die ausebnliche Besitzung Möckern im Kr. Jerichow I. u. in diesem 



— 141 — 

Hanse geborte der oben erwähnte Graf Christoph Friedrich Wilhelm, 
welcher, mit einer v. Wilcke vermählt, 1813 starb. Von demselben 
entsprosa Graf Adalbert, geb. 1798, Majoratsherr der Herrschaft 
Morkern, so wie Herr auf HQpstadt, Ober-Orsehel, Rüdigershagen, 
Zaonröden, Stöckel und Ober-Gcbra, k. preuss. Kammerh. und seit 
15. Oct. 1840 Erbschenk im Hzgth. Magdeburg, verm. in erster Kbc 
mit Evelina Grf. v. Hardenberg, gest. 1847 uud in zweiter mit der 
Schwester derselben, Aline Gif. v. Hardenberg, geb. 1803. — Aus 
der ersten Ehe stammt, neben drei Töchtern, ein Sohn, Graf Hilmar, 
geb. 1835, k. preuss. Regieruugs-Referendarius u Lieut. im 4. Bran- 
de nb. Landwehr-Rf gim. , Herr der Rittergüter zu Nieder -Gebra mit 
dem Bargsitze zu Bleicherode, welche Besitzungen demselben, als 
künftigen Lehenserben, 16. Mai 1859 von seinem Vater, welcher 
dieselben seit 1842 durch Lehnsanfall besessen, als Eigentbam ab- 
getreten worden sind. — Vou den das freiherrliche Prädicat führen- 
den Sprossen des Geschlechts waren nach Bauer, Adressb. S. 89 and 
90, 1857 im Kgr. Preussen begütert: Theodor Freih. vom H. za Halle, 
Herr aof Breiten- Wormis im Kr. Worbis; Carl Freih. v. H., Landratb 
a. D. u. Stadt rat h in Halle, Herr auf Deuna I.; Otto Freih. v. H., Herr 
aof Deuna IL und Friedrich Freih v. H., k. preuss. Lieut. a. D., Herr 
aof Volleborn (sämmtlich im Kr. Worbis). 

AtAinmM, HUtori* der Cir. t. Werlhern, 8. 64. — Knauf h, 8. 510 und .Ml. — Schannat, 
■ 99. — Üamk0, I. K. 743 and 744. — hi'nrmann. S. ib* Nr. fi. - Frieden! ». </. Ha 9 t*. 
IVvria, <la«t dtr lt< «<hl< chtfr dir v. Hatfcu ursprüuiclirh von einem l.'rauuerro und Slam in - 
«afr h*r »ofkotunirn rtr Rrrlin. I75-» und 1 7»J6. — H'^rtchelmann, 8Utnm- u. Ahnentafeln, 
H f» «od De«»Hn«u AdeUhiMorie. I. M. 107-119. mit Wappen. 1/rkuiideo, 8 8tamiuiaMu u 
l. \hn+utM{*\. — N. fifu. Handbu'h. 1777 8. 'iM>-'i%2 u 177**. 8. 2HA 1*1. — W»l/. Kiclu- 
*rld t/rfcamdenbnrh. 8. SO. _ r . Hellwach, I. 8. 4V1. - N. I'r. A.-L. II. 8. 31* - 31» . gehört 
mmr tfc»il«et«e bl*rLer, da »tele Familien v. II. unter einander Keaafocht «lud und III, 8. .V 

— I». (irfb. d. <•«•(( I. 8. 804 und .106. AVeiA. r. Udtbur, I S. 3UH und III. M. tlw. 
%••*. rawbenb d. «ral. II. I *•;:». H. 3'iS und hiUor. Hand».. 8. %J3. - S*rbmacl.*r. I. 144 : 
% II. Tfcariftititrh : Hebtld d«*r l.ängr »ach g«*th«-ilt : r»-c ht<» di*> 8rhaf»«ueer>», link« dir t^un 
)aJfc»» and I. 14!* v. II. ebenM'« Thuriugi«eh tin HrhHde die »»«•iü-n Ilaken. — Puld«it«*h*-r 
MirWaJ'oder. — r. Mittny, 1.8. 114 - ¥16 — 8u t >pl. tu Siebm. VV.-B. VI. 17: Freih. v. II. 

- W.-B. d. Pre«««. Monarch. I. 47: (.r. v. II. 

lagen, anen Vrmfen (in Blau eiu rechts gekehrter, silberner Mund 
mit Ge»ichte, von einem nach der linken Seite gerichteten, goldenen 
Uoch rothen) Pfeile durchbohrt uud oben von drei, unten von zwei 
neben t inander stehenden silbernen Sternen begleitet. Bei Erhebung 
in den Grafeustand wurde der Stummschild unverändert beibehalten 
atid e* kamen nur zu dem ursprünglichen, drei lteiherfcdern tragen- 
den Helme zwei neue, eiu rechter mit einem aufwachsenden, gekrön- 
ten, schwarzen Doppeladler uud ein linker mit einem aufwachsenden, 
gekröuteu Adler). Keichhgrafenstand. Diplom im kursächs. Keicbs- 
\icariate von 1741 für Anton August v. Hagen, Herrn auf Döber nitz 
ttowt ii Deutsch, kursächs. Kumnierherrn etc. Altes brandenburgisches 
a. pom mimisches Adelsgeschlecht, welches im 17. Jahrb. auch in das 
Nachsuche und Anhaltsche kam. Die Familie besuss im liiandenbur- 
giftchen schon 1319 Cranzie uud Kadduhn im Kr. Arn »wähle, 1337 
Nen6nfeld, 1369 die spätere Kreisstadt Amswalde, 1375 (Vati etc. 
in Pommern aber 1400 Adelmannsdorf und F:tlkeiibt*rg im Kr. Pyrit/, 
14U9 Naulin etc. In der jetzigen Provinz Sachsen stand bereit * HW »9 
Seesen im Saalkreise and Maxdorf unweit ( albe dem Geachleibte zu 



— 142 — 

und im Anbaltschen hatte dieselbe Biendorf 1609 and noch 1758 o. 
Wolilsdorf 1734 inne. Die {zrflfliche Linie ist bald wieder ausgegan- 
gen, der adelige Stamm aber blühte fort, doch sind die Sprossen der 
meisten gleichnamigen Familien so untereinander geworfen worden, 
dass dieselben nur dann dieser oder jener Familie v. Ilagen mit 
Sicherheit zuzuzählen wären, wenn man das von ihnen geführte Wap- 
pen zur Hand hätte. — Nach Baner, Adressb.. S. 83, war 1857 der 
Landschaftsdirector v. H. Herr auf Premslaff im Kr. Kegcnwalde. ein 
v. Hagcu Herr auf Damerow im Kr. Beigard und der k. Landraih y. 
H. Herr auf Buchholz im Kr. Sternbeig. 

Micrael, 8. 499. — litclmann, VII. Tah. II. Nr. \\. — (hiuh*. 1. S. 709. — Bni>jjrm*%n y 
I. liptst. 1. - N. Pr. A.-L. 11. K. 31^: da« Wii|>|»ii. — FieiA. r Le,l'*>u, , 1. 8. »tt u. 111* 
'270. - Sirbmachtr, I. IT«: v. II. Märkisch. — r. Mrtliny. 1. S. 21 »i und 217. — Tyr*>£ % II. 
SM: Ur. t. H. — Poiiimeriuclie» W.-B II. Tab. 4 u. S. 10 h. Tal». VI. Nr. 4: 8i*gH roa IM«. 

Nagen, Freiherren ■. Grafen (Stamm wappeu : Schild ge viert: 1 in 
Silber der Kopf und Hals eines schwarzen Adlers ; 2 u. 3 in Blau ein 
goldenes Jagdhorn mit in die Höhe geschlungenem Hände, im 2. Felde 
mit nach rechts, im 3. mit nach links gekehrtem Mundstücke nnd 4 
in Silber ein schwarzes Adlerbein. Freiherrliches Wappen: Schild 
ge\iert: 1 u. 4 in Blau das beschriebene Jagdhorn u. 2 nnd 3 in Sil- 
ber ein einwärts gekehrter, gekrönter, rother Löwe. Gratliches Wap- 
peu : Schild der Länge nach und zweimal quergetbeilt, 6feldrig. 1 n. 
6 in Blau das Jagdhorn; 2 u. 5 in Silber der beschriebene Löwe; 3 
in Gold ein rother Querbalken, oben u. unten von je acht, 4 and 4, 
rot hen Schindeln begleitet und 4 in Silber ein schwarzer Adler). Im 
Kgr. l'reusseii erneuerter u. bestätigter Adels- u. erneuerter Reichs- 
freiherrn- u. Grafenstand. Adclsbe^ätigungsdiplom vom I. Juni 1743 
für Ernst Friedrich Hagen, k. preuss. Kriegs- uud Domainenrath zu 
Breslau; erneuertes Freiherrndiplom vom IL Juli 1761 für Densel- 
ben als Herrn auf Borthen bei Pirna und kursächs. General -Accis- 
Yicedirector uud Grafendiplom für den Sohn desselben im kursächs. 
Beichsvicariate vom 20. Juli 1792: Ernst Heinrich Freih. v. Hagen, 
Herrn auf Pottschappel und Klein-Xaundorf, kursächs. Geh.- und Ap- 
pellationsratb. — In dem AdeNbestätigungsdiplomc von 1743 wird 
angegeben, dass die Voi fahren des Empfängers desselben nach Ur- 
kunden bereits vor 300 Jahren den Adel und den Namen: Hagen v. 
Buscbhorn, so wie ein redendes Wappen: im Schilde drei, 2 und 1, 
Jagdhörner, gefühlt, später aber den Beinamen v. Buscbhorn wegge- 
lassen und sich nur Hagen genannt hätten. — Freih. Ernst Friedrieh, 
gest. 17G8, — ein Sohu des h. braunschweigischen Oberhofgerichts- 
Assessors Ilagen aus der Ehe mit einer v. Hörn, war mit Friederike' 
Amalie v. Ludwiger, gest. 1784, vermählt u aus dieser Ehe stammte 
(iraf Ernst Heinrich, s. oben, verm. mit Johanna Charlotte Lippold. 
Derselbe setzte den Stamm durch einen Sohn, Graf Heinrich Fried- 
rich, geb. 1793. fort, doch ist später das Geschlecht, welches auch in 
der Oberlausitz die Güter Nös und Rothenburg au sich gebracht, er- 
loschen. 

/«.-.# '.i*. l*nn. H. s. 221. — N. Pr. A. L. II. ». 31»! u 3|S. - Frrik. r. Udfhur, I. ». >»». 
TvroJ. II l*r. Frrih. v. 11. - W.-B. d. Nach«. Htaatrii, I. )•>: (ir. v. H. — A'vmcM«, 
IV. N. 171 uml 172. 



— 143 — 

■iget, f. 4er lagen, v. i. läge, aaeh Freiherren (in Roth ein gol- 
denea, auf gerichtetes, die Spitze unterwärts kehrendes Wagenspreet, 
Mit zwei goldenen, darüber gezogenen, nicht befestigten Ringen nnd 
einer darüber schwebenden Perlenkrone. — Das Wappenbild war 
wahrscheinlich ehemals eine Schafscheeve, wie die im Wappen der v. 
Hagen im Hohensteinschen , and nur durch Unwissenheit der Maler 
«ad Bildhauer mag die jetzige Figur entstanden sein). Altes, bran- 
drnburgisches Adelsgeschlecbt, welches schon 1150 Gncwikow im 
Rnppinschen, 1375 Frietzen, Spaatz und Wassersuppe u. 1445 Gülpe, 
Lüchow, 8emlin und Strodebne (sammtlicb im jetzigen Kreise West- 
Havelland) beaass, im weitereu Laufe der Zeit mehrere andere Güter 
erwarb und von 1500 an namentlich als zu Hohen-Nauen bürg- und 
acblossgesessen vorkommt. Dasselbe war schon 1356 in der jetzigen 
1'rotinz Sachsen mit Schollehne, 1375 mit Cosscbau im Kr. Osterburg 
•ad 1539 mit Göttlin im Kr. Jerichow IL begütert und wurde spater 
aach in Ostprenssen mit Trumpeiteu unweit Niederung angesessen. 
— Der Stamm blühte dauernd fort und von den Sprossen desselben 
in 18. Jahrb. mögen nur angeführt sein: Ludwig Philipp v. d. H., gest. 
1771, k. preuss. Geh. -Staats- u. Kriegsrath, Viee-Präsident u. dirigir. 
Minute r bei dem General -Ober -Finanz -Kriegs- und Domaineu - Di- 
rektorium etc. und Thomas Philipp v. d. Hagen, gest. 1797 — Sohn 
des k. preuss. Haupt m.. v. d. H. — Herr auf Hohennauen , Hhinow, 
Mahlenburg, Wassersuppe etc., k. preuss. Präsident des Ober-Consi- 
ft'triurot etc., welcher als genealogischer Schriftsteller durch die von 
ihm zusam mengestell teu Geschichten der Familien v. d. Hagen, v. 
braun, Durstadt, Stechow, Uchtenhageu, Wilmersdorf, so wie der 
Städte Teltow , Freyenwalde etc. sehr bekannt wurde und dem Dom- 
herrn v. Mediug zu seinem heraldischen Werke mehrere werthvolle 
Dcitrige liefet te. — Der Stamm blühte, ansehnlich begütert, in vieleu 
Sprotten fort u. nach Dauer, Adressb., S. 83, waren 1857 in Preussen 
begütert: Freih. v. d. IL, Herr auf Schollene u. Neu-Schollene im Kr. 
Jerichow IL; v. d. IL, Herr auf Wolsier u. Stulln Autheil; v. d. IL, 
Herr auf Hohen-Nauen, IL III. u. Wassersuppe, I. IL ; Gebrüder v. d. 
iL, Herren auf Hhinow I. IL (die gesammren Güter von Wolsier an im 
kr. Wefcthavellund); v. d. IL. Herr aufTetschendorf im Kr.Ost-Priegnitz 
a. aof Stalin, Antbeil ; v. d. H , Hanptm. a. D., Herr auf Schmiedeberg 
im Kr. Angermünde u. v. d. H , Herr auf Langen im Kr. Huppin. 

QmwA*. I. *. 11*. — lh<* man* . S. 2l\* u»4 Nr. 4&. — R. (}riM»al. HmmJI». l?7««. II *. 

r*:~»*J. W. I»r %.-L. II. > aii-:»r» «i V. S. -/ini - ?,„* c . /.•,/, M/r. I «. |o«i un.l 

> M «»d III S. '/Tu - r Ur.imy, I. >. ZU -'.'14: mit \M.li.|uitU «|r* Wap|»fii«. - Mupfil <• 
»••«-• W. II V 3* Frrtl. rr %.l| 

lagen, Freiherren. Krbl.-ostcrr. Freiberm»tand. Dipl. v. 1801 
ftr Michael Hagen, Actuar bei dem k. k. Departemente der auswärti- 
gen Geschäfte zu St. Petersburg. 

M+yrU 9 VaA//W.f. Kr,ti„* Hl h »tf. 

lagen, aaeb Ritter. liobmischer Adels- u. Ritt erstand. Adels- 
diplom \on 1719 für Georg Andrea«« Hagen, Tabak- A|»palto-t)!»erein- 
aehmer in Mähren u. Ilitti-rstandsdiplom von 1735 für Denselben als 
Tabaktgefälls-Officiauten. 

MtftU 9. MuAl/HJ. « II« u Kr«ftni.-ßd N. **. 



— 144 -r- 

lagen (Schild der Länge nach getheilt : rechts in Roth neun , 2, 
2, 1,2, 2, goldene Steine und links in Blau zwei schräglinke, wellen- 
weisc gezogene Balken, oder nach anderen Angaben: rechts zwei 
schrägrechte Ströme und links goldene Kugeln). — Altes, Pomm er li- 
sch es Adelsgeschlecht, wohl zu unterscheiden, wie das Wappen deut- 
lich ergiebt, von der gleichnamigen, noch jetzt in Pommern blähenden 
Adelsfamilie, s. oben den diese betreffenden Artikel. Dasselbe «ar 
in Neu- Vorpommern im jetzigen Kreise Grimmen schon 1320 mit 
Kavelsdorf, 143b mit lkrkow, 1507 mit Falkenhagen, Gerdeswalde, 
Hankenhagen und Willerswalde und 1571 mit Kranzdorf auf Rügen 
begOtcrt und blühte, bis Henning vom Hagen, Herr auf Falkenhagen, 
Gerdeswalde und Willerswalde, 3. Jan. 1626 dasselbe schloss. 

Micrail, K. 48i». — *. 10,/dfn, das (jrfch locht v. Krantow, II. S. SUSI. — Freih. 9. L*- 
tlebur, I. h. 309 u. Hl. 8. 270. — Sitbmacher , III. 157. - r. Medin<j, I. 8. ?|7 u. 21«. — 
Poiuiiitmsrhf* W. K. II. Tab. 4. uud 8. 10. 

Hagen, ▼•* lagen (in Gold drei, 1 und 2, schwarze natürliche 
Wolfsangeln, oder doppelte, wie ein lateinisches, etwas schrägliegen- 
des Z gestaltete Widerhaken). Altes, im Brauuschweigischen nnd 
Calenbergischen, im 16. Jahrh. ganz ausgegangenes AdelffgeschlechL 
Nach Letzner starb des Geurg vom Hageu nachgeboreuer Sohn 1578 
jung und Aguese vom Hagen war die noch Uebrige und Letzte des 
Geschlechts. 

l.rttner , DaisrUch«* Chronik, IM) « u. b. und 181 und Ci»rbeyiach<' Chronik, 8. 103. — 
Sifbiimchr, . II, ITA: v. II., Brauti*ch»fi£i<i<*!i. — r. Med inj, I. 8- 21* und *Vi. 

lagen (Schild sechsmal schragrechts getheilt ohne Tinctur). Ein 
nur dem Siegel nach, welches Johann v. Hageu 1290 führte, bekanu- 
tes Adelsgeschlecht. 

r. Wf*ti>h,il,>H, Mon um. hndita. IV. Tab. H. Nr. 17. — r. Mtdiny, I. 8. 21«. 

lagen (im Schilde ein dem Haringe ähnlicher Fisch, aufrecht 
gebellt und gekrönt). Ein ebenfalls nur durch Siegel bekanntet 
Adelsgeschlecht. Das beschriebene Wappen führte 1290 Theodor de 
Indagine, ein anderes Hagenschcs Siegel von 1333 zeigte den Fisch 
nach der rechten Seite gekrümmt und nicht gekrönt. 

r. \Vt\tphalrn, Moimni iiit<litn, III. Tab. t>. u. IV. Tab. 18, Nr. 1«. — r. Medimg, I. H. IM. 

lagen (in Gold ein schwarzer Härenkopf mit ausgestreckter Zange 
und mit dem Halse, welcher unten, wo er abgeschnitten worden, 
blutig ist). Altes meklenburgisches Adelsgescblecht, nur dem Wap- 
pen nach bekannt. Das Wappen fand sich in Farben gestickt auf der 
Altardecke in der C-apelle des v. liülowschen Gutes Prüzen im Mek- 
lenburgischen. 

lagen, «der lagn (Schild schragrechts getheilt: oben*, links, in 
Gold ein aufsteigender, doppelt geschweifter, rother Löwe nnd unten, 
rechts, in Blau auf einem rothen Dreihügel ein krumm emporstehen- 
der, dürrer, niedriger Raum, oder Holzstamm mit ganz entblätterten 
Aesten). Kiu nach Wissgrill in Mähren u. Schlesien noch im 17. Jahrh. 
blühendes Adcltgcschlecht, aus welchem Wilhelm Hagn vou Türnberg 
aiiN Mähren 1568 unter die niederösterr. neuen Kittergeschlechter 
und Hierouymus Hagen von Türrnberg 1575 unter dieselben auf- 



— 145 — 

genouinen wurde. Letzterer kaufte noch 1583 von Franz Herrn v. 
Germ einen Zehent zu Schotterlee. Nach einem Beisatz in der Ma- 
trikel, sind beide ohne Nachkommenschaft noch im 16. Jahrb. ge- 
storben. Was das erwähnte FortblOhen in Mähren und Schlesien an- 
langt, so sind früher die sämmtlichen Geschlechter dieses Namens so 
durch einander geworfen worden, dass mehrfach Richtiges nicht an- 
gegeben werden kann. Ks sind Übrigens nach Allem mehrere Familien 
▼. Hagen, oder Hagn in Oesterreicb vorgekommen, von welchen man 
nur die Wappen kennt. So findet sich in Siebmachers Wappenbuche, 
III. 73 mit dem Namen: Hagn, Oesterreichisch , folgendes Wappen: 
in Roth ein schwarzer, doppelter Wiederhaken in Gestalt eines la- 
teinischen Z, und Sinapins erwähnt nach Spener das Wappen einer 
Osterreichischen Familie Hagen, welches in Blau einen auf Art eines 
Pfeils geformten Blitz zeigt. 

Wi~frW, IT. 8. ss. 

Ingen. Ein von v. Lang im Adelsbucbe des Kgr. Bayern, S. 365 
falsch angegebener, im Supplemente aber, S. 104 und 105 berichtig- 
ter Name, s. den Artikel: Ha gen 8. 

lagen (Schild mit Schildesfusse In Silber eine blaugekleidete 
Jungfrau , welche in der Rechten einen auf grünem Boden aufrecht 
stehenden Anker hält und im blauen Schildesfusse ein Mauerwerk 
mit offenem Thore und drei Thurmen). Ungarisches Adelsgeschlecbt, 
welches nur dem Namen und Wappen nach bekannt ist. 

Tfrof, II. 900. Nr 4. 

Ingen (in Silber siebeu Rohrkolben, oder Kornähren). Ein zu 
den preussischen Adel gehörendes Adelsgeschlecht, aus welchem der 
Forstmeister nnd Forstinspector v. H. zu Aunaburg u. der Oberförster 
v. H. sn Söllichau (1845) stammte. 

W. Pr. A.-L. V. n. J06 — >W»A. 9. Ltdthw, I. 8. 309 u. S10. 

Ingen (Schild der Länge nach getheiit: rechts in Blau (auch in 
Roth) eine, die Spitze einwärtskehrende Handsichel und links in Roth 
(auch in Blau) drei tcbräglinks unter einander gelegte, goldene Blät- 
ter). Ein nur dem Wappen nach hekanntes Adelsgeschlecht. 

Tfrmf. I. I. - Happl. tv Rl-bm. W.-B. III I. 

Ingen, genannt fielst, s. Geist, genannt Hagen, auch Frei- 
herren u. Grafen, Bd. 111. S. 471 und 472. 

Ingen f. lageaburg. Erbländ.-österr. Adelsstand, mit dem Prä- 
diente: v. Hagenburg. In neuester Zeit stand Johann Ernst Hagen 
v. Hagenburg als Oberlieutenant im k. k. 22. Infant.- Regim. 

Ingen, Freiherren nlagenecu,lageargg(Schild geviert mit rothera, 
einen vorwärtsgekehrten, braunen BOffelskopf zeigenden Mittelschilde. 
1 nnd 4 in Blau ein einwärtssehender, schwarzer Adler und 2 und 
3 ein aufrecht«, oder auf den Hinterfflssen sitzender, einwärts ge- 
kehrter, schwarzer Hund mit rothem Halsbaudel. Altes, dem Kärnt- 
ner Ritterstande einverleibtes Adelsgeschlecht, von welchem Bucelini 
eine Stammtafel gegeben bat und aus welchem durch Unterschrif- 
ten von 1646 Johannes Krnestus Hagen, L. B. ab Haueneckh uud 

MmmUkt, ÜMiKk Ad*U-Le&. IV. 10 



— 146 — 

von 1703 Moritz Friedrich v. Haagen L. B. ab Hageneck bekannt 
sind. 

Rucriini, P. III. — Üauhe, I. 8. 731). — Siebmacktr, HI. W: Hagen ku Ht^twff, 
Kirntner Kittenttand. — r. Meding. I. S. 215* u. 2*0. 

lagen inr Metten, Freiherren und Grafen (in Gold ein rother Quer- 
balken, begleitet von fünfzehn rothen. querliegendeu Schindeln, von 
denen neun in zwei Reihen, 5 u. 4, über und sechs in drei Reihen, 3, 
2 und l , unter dem Balken liegen. Auch kommen achtzehn Schin- 
deln, nämlich sowohl über, als unter dem Balken neun, 5 and 4, vor). 
Reichbfreiherrn- und Grafenstand. Altes, rheinläudisches Adelsge- 
schlecht, welches im Trierschen und in Lothringen begütert wurde n. 
mit dem Beinamen : zur Motten, von einer Besitzung unweit Saarlouis, 
zuerst um 1359 vorkommt. Humbracht beginnt schon 969 mit Thö- 
riug v. H. die fortlaufende Staminieihe. Von den Nachkommen des 
Letzteren treten 1305 Friedrich und Heinrich urkundlich mit dem 
lateinischen Namen de indagine auf, ein Name unter welchem nach 
ältere Sprossen der in den vorstehenden Artikeln erwähnten alten 
Geschlechter v. Hagen in Urkunden mehrfach vorkommen, was eben- 
falls für die angeführte Annahme eiues gemeinschaftlichen Stammes, 
aus welchem diese Familien entsprossten, sprechen dürfte. — Der 
Urenkel Friedrichs, Johann, Herr zur Motteu, wurde ein A elter- Va- 
ter Bernhards, I. U. D., Krzbisch. und Kur-Trierseben Kauzlers und 
Dom - Propstes , welcher 1530 mit dem Kurfürsten bei dem Reichs- 
tage zu Augsburg war und ein Grossvater Friedrichs, Amtmanns xn 
Pfaltzel, dessen ältester Sohn, Johann Ludwig, 1547 als Erzbischof 
und Kurfürst zu Trier starb. Der dritte Sohn, Heinrich, Herr zur 
Motten, Eppelborn, Sassenheim, Hollenfels u. Bandeville, hinterliess 
unter anderen Sühnen den 1569 verstorbenen kaiserlichen Statthal- 
ter zu Trier und lothringischen Amtmann zu Scbaroburg, dessen Bru- 
ders Sohn, Georg Heinrich, Herr zu Eppelborn, Sassenheim, Motten, 
Clotten und Hollenfels 1590, von lothringischen Soldaten ermordet 
wurde. Um diese Zeit lebte auch Johann Niclas, Nassau. Ober- Amts- 
mann zu Saarbrücken, dessen Sohn, Johann Beruhard, Nassauischer 
Geh.-Rath wurde. Des letzteren Bruders Sohn, Hans Heinrich, brachte 
den FreiherriMand in die Familie und setzte den Stamm durch vier 
Söhne fort, von denen der älteste, Johann Wilhelm Ludwig, kurtrier- 
scher Ober-Hofmeister war. Gegen Ende des 17. Jahrh. blühte eine 
Linie des freiherri. Stammes in Kursachsen, deren Haupt sich 1699: 
Carall Km m er ig Freih. H. z. M. unterzeichnete und zu dieser Linie 
gehörte der noch 1734 vorkommende kursächs. w. Geh.-Rath Freih. 
v. H. z. M., dessen Bruder, Johann Hugo, 1728 als Dom -Propst in 
Ei hstädt und Domherr zu Speier aufgeführt wird. — Ein aus den 
Rheinlauden nach Brabant gekommener Zweig, welcher den Namen: 
v. Hagen und E>buche oder von Haegen und den Vicomten - Titel 
führte, hatte fortgeblüht und zu demselben gehörte ein Vicomte v. EL, 
welcher als Canzler von Brabant 1739 im 84. Jahre starb: es war 
derselbe wohl der 1737 als Präsident des höchsten Raths von Brabant 
geuanute Graf v. Hagen. — Die Hauptlinie der Hagen zur Motten 



— 147 — 

am 1740 alt den berühmten Johann Hage v. H. z. M., Reichs- 
Hafralhs-Prtasdenten, k. k. w. Geh.-Rathe, Keichs-Conferenzminister 
etc., welcher sieh auch als Schriftsteller, namentlich durch sein 1736 
io Wien erschienenes Werk: Decisionum Imperator. Syntagma be- 
kannt gemacht hatte. Zu den durch seinen Tod eröffneten Lehen 
Bildete sich unvermuthet ein Sprosse der Hrabanter Linie, ein Che- 
valier de la Hige aus Lothringen und folgte auch wirklich im Lehen, 
besass aber, wie angegeben wird, die Herrschaft Motten nur wenige 
Jahre und starb dann kinderlos. Wahrscheinlich könnt« Aber diese 
Lebntamneldung erst nach längerer Zeit entschieden werdeu, denn 
■och bis 1770 stand Herrschaft und Schloss Motten dem Stamme zu. 
Später kommt der Name nicht mehr vor. 

HmmArmcAt. Tab. 14 - Gamke, I. 8. 740 u. 741. - ». Ilatt*tein t l. S. 1.S6. — Fr+ih'rt 
9 Er*kme. II. Ä. i». — «. I*r. A.-L II. 8. 816. — Freik. 9. L'dtbur, I 8. 30«». - Sitb- 
mmkir, V. 117: KbHaUndUch. - Puldai»eh?r HtiftHraJcudtr. — 9. Midimg, I. 8. MI u. %Vi. 

läge« f. and sa Pribera (in Blau ein schr&grechts liegender, oben 
«ad «otea abgehauener, an jeder Seite dreimal gleichseitig geasteter, 
daaaer Stoma , von drei rothen Krebsen so beseitet, dass alle drei 
aal denselben zugehen u. der Kopf des einen gegen den linken Ober- 
winkel, die Köpfe der beiden andern aber nach dem rechten Unter- 
wiakal des Schildes schräg gekehrt siud). Altes, schlesisches Adels- 
geschlecht, sa welchem Franz v. Hagen, 1469 der Fürsten thümer 
Sebweiduitz u. Janer Landeshauptmann unter dem Köuige Georg in 
Bthsaen, geholte. Der Stamm ist wohl schon im 16., oder im Anfange 
des 17. Jahrb., ausgegangen, denn genaue weitere Nachrichten Aber 
denselben finden sich bei den schlesischen Chronisten nicht. 

JtMktiw, I. 8. 43^ «. II. 8. (£<<. — Si'bmackrr, II. 42. — 0. JfaJi«*. I. 'S. W. 

lageaaa, lagenewt, lagenawe (im Schilde uuf einem kleinen Hü- 
gel ein verdorrter Baum). Eins der ältesten Adelsgeschlechter Nie- 
der-Oesterreicus , von welchem noch zu Wissgrills Zeiten im Viertel 
Ober Wiener- Wald, unweit Kasten u. IJOheiuikirchen, bei dem kleinen 
Orte Hagnau oder iu der Hageuau mit einer Kirche zu St. Peter, einige 
Braebstflcke als Kuinen eines längst verfallenen Schlosses an sehen 
waren. Nach Urkunden , in welckeu Sprossen des Stammes als Zeu- 
gen auftreten, war das (ieschlecht auch in Oesterreich ob der Knns 
•ad in Bayern verbreitet. Nach Wigul Hund hatten die Herren von 
Ungenau aus dem Lande ob der Euus in alter Zeit Lehen von der 
Grafschaft Neuburg am Inn. Gumpoldus Nobilis de Hagenowe lebte 
■m 1090, der Sohn desselben, Luitold, verschaffte 1157 dem Gottes- 
han^e zu Subn etliche Güter und Wernbard v. H agenau kommt um 
1185 vor. Dieselben werden nebst Anderen als die ältesten des 
Siaztsaes in Bayern geuannt. In Oesterreich lebte schon im 1 1. Jahrb. 
lUginbertns v. Hagenau und lleyde, dessen Hausfrau Helena Ort. v. 
Stille nnd Heft war, aus welcher Khe zwei Söhne, Hart wie und Re- 
cinbert der Jüngere, summteu. Letzterer war erst Chorherr, dann 
UM Propst des Stifts St. Polten in Niederösterreich n. wurde II 38 
Bssebof zn Passau, weiches Bisthum er bis zu seinem 1147 erfolgteu 
Tod« verwaltete, Hartwic aber, oder Hertwich v. Hapenakl, pflanzte 

in St. Pöltenschen Urkunden oft genannten Stamm fort, welcher 

10 # 



— 148 — 

noch in die erste Hälfte des 15. Jahrh. hinein blühte u. aus welchen 
noch der Edel Georg Hagenauer 1439 in Mölckerischen Urkunden 
vorkommt. Derselbe war wohl der Letzte seines Geschlechts inOester- 
reich. 

Wigul Hmmtl. 1. S. «19. — Wi*< 9 riU, IV. 8. 35—8". 

lageniaeh, aach Freiherren. Altes, elsassisches u. schweizerisches 
Adelsgeschlecht, aus welchem sich gegen Mitte des 18. Jahrh. ein 
Sprosse als k. ungarischer und kaiserl. General in den Kriegen an 
Rheine, in Böhmen etc. durch Tapferkeit auszeichnete u. den Frei- 
herrnstand erlangte. 

PtutoriuM. Franroii. rediv.. 8. .'•*«. — üauk*. II. S. KMV — r. HotMei*. I. 8. 560. — 
Si ff, in acher. II. 143: v. II., >rhwiMz»-ri«(-h. — v. Mt'iimj, III. S. S43 und 244. — Suppl tu 
Mfrbin. W.B.: Fn-Ili. t. II. IV. 13. 

lageiest Altes , meissensches , namentlich im Pleissener Laude 
begütert gewesenes Adelsgeschic cht, als dessen Stammsitz das gleich- 
namige Gut unweit Lucka im Altenburgischen genannt wird, welches 
bereits 1356 in der Hand desselben war, doch führt auch ein bei 
Borna gelegenes Dorf den Namen des Geschlechts. Dasselbe war 
1493 mit Hartha, Oberndorf und Wunschendorf im Erzgebirge, 1494 
mit Lucka, 1500 mit Teuritz im Altenburgischen, 1590 mit Breiten- 
hayn , ebenfalls im Altenburgischen, 1595 mit Langendorf bei Zeitz, 
1632 mit Langenest und 1660 mit Raschwitz im Merseburgi sehen 
begütert. Von den Sprossen des Geschlechts starb Thimon v. H. 1356 
als Domherr zu Naumburg, Paul v. H. war nach Anfange des 16. Jahrh. 
kursächs. Jägermeister zu Lochau, dem späteren Annaburg and Bans 
Christoph v. H. besass 1595 das Gut Teuritz. Ein gleichnamiger 
Urenkel desselben setzte den Stamm fort u. derselbe blühte in das 
18. Jahrh. hinein, in welchem noch 1720 Teuritz im Besitze der Fa- 
milie war. Gewöhnlich nimmt man an, dass in der Mitte des 18. Jahrh. 
der Stamm erloschen sei, auch gehen die, diese Familie in grösseren 
genealogischen Sammlungen betreffenden Nachrichten nur bis zun 
Jahre 1734, doch sagt v. Meding 1791, dass das Geschlecht vor wenig 
Jahren ausgestorben sein solle, was sich wohlauf den weiblichen Staun 
bezieht. 

Brrluck, 1> fürt Urli*« Cbr-mron . 8. S2. — Valent. Knnig, III. 8 453—4*9. - Gmmit, I. 
8. 744. — Frtik. r. l.'d-hui . 1. 8. 310. - Sif'.trutcAtr, I. 1*5: v. H.. MriH»oiach. — «. Mf 
</.«<7, III. H. 244 und .'l. r > 

lageuhein, Grafen. Altes, längst ausgestorbenes Grafengeschlecht, 
aus welchem die früher so mächtigen Wild- und Rheingrafen herge- 
leitet werden. 

Lmca'. Gr»f"inam], 8. 1S<<— IH*. 

lageaataller, laggenniller si Grunberg, lYeiberm. Reicbsfrei- 

hermstand. Diplom von 1791 für Joseph Kdlen v. Haggenmüller zu 
Grünberg, Niederösterreichischen Kegierungsrath. Aus dem adeligen 
Stamme der Familie wurde in neuester Zeit Anton v. Haggenmüller 
unter den unangestellteu k. k. General-Majoren gekannt 

Stfytrl* 9. Sluhlfsl.i, 8. M. 

lageaew (in Blau eine aus einem grünen Hügel emporwachsende, 
rothe Rose , auf jeder Seite von einer gestürzten, golden bewehrtea, 
schwarzen Adlersklaue begleitet). Altes, meklen burgisches Adelsge- 



— 149 — 

schlecht, welches mit dem gleichnamigen Sitze, der jetzigen Stadt 
Hagenow, in Meklenburg-Schwerin schon 1194 angesessen war and 
1509 das Gut Möderitz besass. — Das Geschlecht, welches mit den 
f. Kleinow ein Wappen führte, ist im 17. Jahr»», erloschen. 

Fr+ik. 9. Ltd*bnr. I. M. 310. — r. Medimg, I. 8. 222 : «ach dem M.-imucrlpt«- ahgcgan- 
fra*r, m-kl<*nb. PamilMU. 

lagenew (in Blau ein von den Knieen aufwachsender , vorwärts- 
sehender, geharnischter Ritter, dessen Helm, mit zurückgeschlagene^ 
Visir, mit drei silbernen, nach der linken Seite wehenden Straussen- 
federn besteckt ist. Derselbe, umgürtet mit einem Schwerte, holt in 
der Rechten eine Lanze u. setzt die Linke in die Seite). Reichsadels- 
»tand. Diplom von 1802 für Friedrich Christoph Carl Hagenow, 
Herrn des adeligen Lehens Kngelwacht n. der Allodialgüter Beuecken- 
hagen nnd Kordsmühle in Vorpommern. — Der Diploms Empfänger 
stammte ans einer schon im 17. Jahrb. in Vorpommern im Adels- 
stände blühendeu, namentlich zu Brönkow im jetzigen Kreise Grim- 
men, einem Afterlehn der v. ßuggenhagen, ansässig gewesenen Fa- 
milie, welche später, wegen ihrer Verluste in den Kriegen, des Adels 
skb nicht mehr bediente, aber durch den Vater des wieder in den 
Adelsstand versetzten Friedrich Christoph Carl v. IL von Neuem zu 
ansehnlichem Grundbesitze kam. In dem Diplome von 1802 ist aus- 
drücklich angeführt, dass der F.mpfftnger desselben einem Geschlechte 
angehöre, welches früher den Adel besessen, denselben aber im Laufe 
der Zeit aufgegeben habe. — Die Familie besass 1802 die obenge- 
nannten Güter Beneckenhagen und Kngelwacht, so wie 1840 Glevitz, 
Langen fei de, Medrow, Nielitz und Kakow und nach Bauer, Adressb. 
8. 83 war 1857 ein v. IL Herr auf Langenfelde u. ein Anderer Herr 
anf Medrow, tfimmtlich in Ken- Vorpommern im Kr. Grimmen. Kin 
Sprosse des Geschlechts, der zu Greiftwald lebende Dr. v. Hagenow, 
einer der grössten Kenner und Freunde der Heraldik n. Genealogie, 
wird, wie der Redaction bekannt ist, auch in dieser Beziehung von 
den Ersten seiner Fach^enossen sehr hochpeschfltzt. 

JV*»A. r. L*4*t*r. I. K 31" u. III. h. *7o. - |»..nunrrii«rlir!< W.-H. II. Tab. IS and 8. 
Wand IS. Kntrthkf.U 8. 199 und ?00. 

lagen* fin Blau ein in der Mitte stehender grünbelaubter Baum, 
dessen Stamm mit einer goldenen Krone geziert ist), fteicbsadels- 
fttand. Diplom vom 24. Mai 1774 für Erasmus Jacob H., kurpfalz. 
HoMvairmerrath zu Jülich und Berg und für die drei Brüder dessel- 
ben, den kurpftlz. Jlofiath Fianz 1 arl II. etc. Die Empfänger des 
Diplom» waien Söhne des kurpfftlz. (Ich.-Kath> (Jeorg Peter IL u. von 
den Nachkommen nurden bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kpr. 
Bayern aufgenommen: Johann Rudolph Heinrich Aloys v. IL, geb. 
177*, k. bayer. Major und die Vettern desselben: Johann Adolph, 
peb. 1776, k. bayer Auditor im Garde du Corps-Kegim. zu Pferde u. 
Caspar Joseph, geb. 1778, k bayer. Finanz-Director in Passau. Die 
Familie i*t auch in die Preuss. Rheh'provinz gekommen nud in die 
Adeltmatrikel derselben wurde Franz Carl v. Hagens, laut Eingabe 
d. d DQ*?rldorf. 2. Sept. 1829, in die Hasse der Edelleute unter 
Kr. 124 eingetragen. 

t. Immg. S. Stt: am den aartrhtigca Namen- «. Ha**« «ad ftup|*l. f. I«V4 und IttS: ». 



— 160 — 

Hagrn. -- W.-B. d. Kgr. Bayern. V. 86. - W.-B. d. Pmis«. Kheinproiia», I. Tsh. 48. Kr. 

!HS und S. 4*. — r. H*fn*r. Iiayi-r. Adel, Tab. «1 u. 8. 41. — Kn**chke. Ml. *. 193 Q. IN. 

lager (in Blau ein aus einer goldenen Krone hervorwachsender 
Ordensritter). Li«flflndisches Adclsgeschlecht, aus welchem Eberhard 
v. II. stammte, welcher 1784 k. preuss. Generalmajor und 1790 Ge- 
nerallieutennnt wurde und noch in demselben Jahre starb. 

FrWA. r. Lttirhur. I. H. .110. 

lager, Hager \. Altensteig, eigentlich Alleatstdg, Freiherren (ältestes 

Stamm wappen: in Schwarz ein halber, weisser Wolf. Späteres Staensft-' 
wappen: Schild geviert : 1 und 4 Roth und 2 und 3 Gold: ererbtes 
Geyllerisches Wappen. Freiherrl. Wappen: Schild geviert, mit das 
spätere Stammwappen zeigendem Mittelschilde. 1 und 4 in Gold ein 
schräglinks liegender, schwarzer, oben etwas spitziger, glühander 
Hrand: Ritter v. Pottenbrunn u. 2 u. 3 in Roth ein goldener, rings- 
herum mit einer blauen Wolke umgebener Stern : Steger zu St Veit). 
Erbländ.-östcrr. Freilierrnstand. Diplom vom 12. Jan. 1671 für Hans 
Seyfried v. Hager zu Allentstein, Herrn zu St. Veit, Trättenegg, 
Schlusselberg, Steinbach und Dorf an der Knns. — Altes, so den 
einheimischen österreichischen Adel gehörendes Geschlecht! welches 
schon vor mehreren Jahrh. im Lande ob- u. unter der Enns begütert 
war. — Urkundlich kommen schon Otto Hager 1262 nnd Heinrich, 
Kherhard und Gunrad die Hager 1273 vor; Chunrad oder Conrad 
Hager, Ritter, starb 1306; Veit Hager, Ritter, kaufte 1357 von Ulrich 
dem Waser die Yeste Sitzenthal in Niederösterreich und der jüngste 
Sohn desselben, Wolfgang H. zu Sitzeuthal und Clinoedt, erbte noch 
bei seines Vaters Leben 1 35 1 mit einem älteren Bruder von seinen 
Oheimen Heinrich und Johann dem Geyllern das Geyllernsche Wap- 
pen, welches nun, s. oben, das Stammwappeu des Geschlechts Horde. 
Mit Thomas Hager zu Sitzenthal bei Mölck, verm. mit Christians v. 
Püelacu, welcher in der ersteu Hälfte des 15. Jahrh. lebte, beginnt 
Bucelini die fortlaufende Stammreihe u. Sigismund Hager zo Alleat- 
stein, Winkelberg und Sebarn, Ritter, nach Einigen, was wohl nicht 
richtig ist, der einzige Sohn des Thomas H., setzte den Stamm fort. 
Derselbe, von 1502 — 1517 niederösterr. Landuntermarschall, brachte 
erst die halbe, dann die ganze Herrschaft Allentsteig*aii sich u. sein 
Geschlecht, welches von derselben den Beinamen v. nnd zu Allent- 
steig annahm. Aus seiner ersten Ehe mit Dorothea v. Hohenwart 
stammten neun und aus zweiter Ehe mit Elisabetha v. Pottenbmnn 
acht Söhne , auch hatte er sieben Töchter. Ueber die so zahlreiche 
Nachkommenschaft, so wie über alle späteren eben so zahlreichen 
Sprossen des Stammes giebt Wissgrill sehr genaue Nachrichten. Der 
jüngere Sohn Sebastians aus zweiter Ehe, Sigismund Hager zo Allent- 
steig und St. Veit, welcher noch 1609 lebte, war k. k. Oberster nnd 
dann Comm. ndirender zu Caschau. Aus der ersten Ehe desselben 
mit Juliana v. Altliann entspross Sebastian Günther H. v. A., Herr so 
Wezstorf, k. k. Hotkriegsratli u. Oberst, gefallen 1620 als Opfer der 
KcIigion*stieitigkeitei). Die Angabe v. Hcllbacb's, dass derselbe den 
Freilierrnstand in die Familie gebracht, ist unrichtig. Der oben ge- 
nau uto Empfänger des Freiherrudiploms, Hans Seyfried, war ein Sohs 



— 151 — 

daa Sigismund Hager ans dritter Ehe mit Anna Säßanna v. Holieneck, 
abo eia 8tiefbruder des Sebastian Günther, welcher Letzterer zu- 
•aa»eagezogen sich 8. Gunterhager unterzeichnete, wodurch, s.S. 104 
— irrthOmlich ein Geschlecht dieses Namens gemacht worden ist. — 
Freiherr Hans Seyfried, gest. 1687, welcher 1656 im Lande ob der 
Emu Verordneter vom Ritterstande war und 1686 den niederösterr. 
Herrenstandsgeschlechtern einverleibt wurde, hinterliess aus zweiter 
Ehe mit Anna Catharina v. Külnpöck zwei Söhne, Otto Sipismund u. 
Otto Maximilian. Letzterer starb 1694 unvermählt, Ersterer aber 
seUte den Stamm fort. Derselbe, gest. 1750, Herr zu St. Veiten, 
Dorf an der Enns, Biberbach und Weyer, k. k. Kammerer u. kaiserl. 
Burggraf der Burg zu Wien, war in zweiter Ehe vermählt mit Maria 
Franz isca Beata Grf. v. Kazianer und von den drei aus dieser Ehe 
stammenden Söhnen setzte den Stamm fort: Freih. Franz Aloys, k. k. 
w. Gek. -Rath, Kämm., General - Feldmarschall -Lieat. etc., welcher 
•ich 1763 mit Maria Anna Grf. v. Schlick vermählte. Von seinen 
Söhnen war 1800 Freih. Johann k. k. Kämm, und Oberstlieutenant 
and Freih. Franz, k. k. Kämm., niederösterr. Regier. -Kath u. Kreis- 
kaaptmann im Viertel Unter Wiener Wald. Beide waren damals un- 
veimahlt. Spftter, 1809, vermählte sich Freiherr Johann mit Maria 
Magdalena Illessy, stieg in der k. k. Armee immer höher und starb 
2*. Octob. 1822 als Kämm., Och. -Rath, General-Feldmarschall-Licu- 
teaant and interimistischer commandirender General im Banate. Von 
ihm ent«pros8 nur eine 1813 geborene Tochter, Julie Maria Christine 
verm. Grf. Oldofredi u. so ging denn mit ihm der alte Stamm Hager 
aas. Die Wittwe, gest. 1S58, vermählte sich in zweiter Ehe mit La- 
dtflavn Freih. Podmanitzkj v. Aszod, k. k Kämm, und Hofkammer- 
Rath. 

P'tf. Hrnnd, 1. 8. 33. — AikWini. III. M. 70. - Uro/ 9. tirantii», Nr. IS. -» Oraf 9. 
Wmtmhrand, CH-ci. I.Ut. . r. SN. H. «W. - (tarnt*. F. 8. 745 - Pttik. 9. //«A#a#cA , I. 8. 
»I md ff - WimgrM. IV 8 3*-Vt - (.>ti*-«l. Ta«rh<nh. d. fr-ih. Hiuner. IH4* *. 43** 
1*». *. *&«-?£* und IWi. 8 33'. und 33«. — S>**t*acß *r , I. 3«: Die lUffrr, 0*«U»rrrtrh- 
br* ■. II 41: Hai2*-n v. AlUnM-U'. (>««i»rr. - Sp*n*r, HUt-r hnUn. H. 4*1 u. Tab. I*. - 
9. JM*rfi«tf, II. K. r/o on<l r/1. - H«|»|»l. iu 8iH.ni. W.-H l. •/». 

lagkeae. Ein bis in die Mitte des 14. Jahrb. in Lüneburg unter 
den jlortigen adeligen Patriciern vorgekommenes Geschlecht, welches 
wohl von dem nahe bei Lüneburg gelegenen Dorfe Hagen, welches 
in alter Zeit auch Haghene geschrieben wurde, den Namen erhielt. 

*. M*4tnf, III. I*. 24 i und */4«J narh Huiin*r (l^n^al. d. Lunrtmnt »4«»M|C*n Patrinw**- 
•rfcWblrr 

lagkea. Ein zu dem Ade 1 im Anspachischen gehörendes Ge- 
scklecht, aus welchem der lfc*08 verstorbene k. preuss. Generalmajor 
Christian Alexander v Hagken htammte. 

p. HttHtn. II. hupuJ. 8 24. - b'xik 9. U,U*mr, I. 8. 3lu 

l4iga (Schild scbräglinks gel heilt, mit goldenem MitteUchilde, in 
welchem aus Wasser ein Hirsch aufwächst. Rechts, oben, in Roth 
eiae goldene Schlange in Form einer oben offenen Acht, Aber welcher 
eia goldener Stern schwebt und unten in Silber der Kopf und Hals 
tue» links gekehrten Büffels. Ein anderes, der Familie beigelegtes 
Wappen: Schild ge viert: 1 u. 4 eine Rose und 2 und 3 ein auf einem 



— 152 — 

Hügel stehendes Grabkreuz, gehört derselben, wie das Wappenbach 
des Kgr. Bayern ergiebt, nicht zu). Kurbayerischer Adelsstand. Di- 
plom vom 25. Febr. 1769 für Franz Paul Hagn , kurbayer. Hofkam- 
merrath in München. Derselbe, aus einer Geissenfelder Familie 
stammend, setzte den Stamm fort u. bei Anlegung der Adelsmatrikel 
des Kgr. Bayern wurden in diese vier Söhne desselben eingetragen: 
Franz de Paula v. H., geb. 1778, k. bayer. Forst- Administrations- 
Rcgistrator, Johann Baptist, geb. 1781, k. bayer. Oberlieutenant, Max 
Georg Xaver, geb. 1784, in Augsburg wohnend und Carl Theodor, 
geb. 1786, Kauf- u. Handelsherr in München. — Aus diesem Stamme 
entsprossten die früher an dem k. Hoftheater zu Berlin angestellten 
Schauspielerinnen Auguste und Charlotte v. Hagn , so wie Ludwig 
v. IL, Maler in München, deren Mutter, Josephine v. H., 1838 all 
Wittwc starb. 

r. Lan.j. s. 36S u. AM. — Freih. t. LoM>nr, I. 8. 310. - W.-B. d. Kgr. Bayern. V.U. 

Hahn , Freiherren n. Grafen i in Silber ein mit dem rechten Fasse 
ausbreitender, rechtsgekehrtcr, rother Hahn). Kcichsgrafenstand. 
Diplom vom 7. Sept. 1802 für Friedrich v. Hahn, Herrn auf Neuhau*, 
Rcmplin , Pleetz etc. , Erblandmarschall des Herzogth. Meklenborg- 
Strt'litz. — Altes, meklenburgisches Adelsgeschlecht, welches sieh 
später auch in Lief- und Curland, Pommern etc. ausbreitete. Die 
frühere Angabe Kiniger , dass das Geschlecht aus Franken nach Mek- 
lenburg gekommen sei, haben die gründlichen, neuerlich von Lisch 
vorgenommenen Forschungen nicht als richtig befunden : die Familie 
ist nicht in Meklenburg eingewandert, sondern, so weit die Geschichte 
derselben zu verfolgen ist, eingeboren. Als Stammvater des Ge- 
schlechts wird Eckhard Hahn, Bitter, verm. mit Salburg Kettelhot, 
angenommen, welcher zuerst 1230 vorkommt. Da derselbe unter 
seinen Zeitgenossen allen den Namen Hahn führt, sein Bruder, Gott- 
schalk, aber sich nach seinem Rittcrlehn v. Dechow nennt, so ist als 
gewiss anzunehmen, dass Beide einem alten, eingeborenen wendischen 
Adelsgeschlechte angehörten, bei der Germanisirung Mcklenburgs ■- 
bei dem mit derselben gleichzeitigen deutschen Kitterthume jene 
Namen führten und dass sie ans dem westlichen Theile des Landes 
nach dem östlichen sich wendeten, wo Eckhard, stets im Gefolge des 
Fürsten Johann von Meklenburg, zuletzt noch 1278 auftritt. Den 
reichen Grundbesitz des Stammes gründete schon Eckhardts Sohn, 
Nicolaus Hahn, Ritter, Bath des Fürsten von Werle, im Lande Lage, 
Malchin u. Hobel. Das Gut Basedow, seit 1337 Hauptgut des filteren 
Hauptastes der Familie, welcher stets in Meklenburg, die ursprüng- 
liche Heimath und die Besitzungen in derselben wahrend, beimisch 
gehlieben ist, während der jüngere Hauptast sich, s. unten, in den 
lietländischen Ordensliindern ausbreitete, ist seit 1349 völlig freies 
Eigenthum der Basedowschen Linie, welche von dem älteren Haupt- 
aste allein fortgeblüht hat, wühlend die Linie zu Solzow in den beiden 
Häusern Solzow und Damerow Hif)!> erlo>chen ist. — Heinrich Hahn 
auf Kuchelmiss wurde mit dem Erhinarschall-Amte des Landes Siar- 
gard 14G9, nach Abgänge der Familie v. Bertichow, von dem Herzoge 



— 163 — 

Ulrich ▼. Meklenborg-Stargard and mit dem Schlosse Pleetz u. allen 
Jan gehörenden Dörfern n. Gütern so belieben , dass das Gesammt- 
havs Basedow an diesen Gfitern, so wie am Erbmarschall-Amte nach 
Erlöschen des Hauses Kuchelmiss, welches spater auch ausgegangen 
ist, die gesammte Hand haben solle. — Um 1486 war Clans H. mark- 
rrifl. brandenbarg. Statthalter in der Uckermark. Von dem gleich- 
iaaiigen Sohne desselben entspross aus der Ehe mit Dorothea v. 
Rlankenbnrg Rudecke v. H. , dessen Sohn ans der Ehe mit Metta v. 
Qaitiow, Cuno, um 1574 meklenburg. Landrath, den Stamm dauernd 
fortsetzte. Von den Kachkommen des Letzteren wurde der Urenkel 
Lvdwig Staats v. II. der nähere Stammvater der späteren und jetzigen 
trafen ▼. Hahn und von ihm steigt die Stammreihe, wie folgt, herab: 
Ladwig Staats, gest. 1730, Herr anf Soburg im Mansfeldischen, auf 
Basedow, Kochelmiss, Dieckhof u. Hinrichshagen, k. dfin. Geh.-Rath, 
ßherlanddrost der Grafsch. Oldenburg und Delmenhorst: Catbarina 
Kargaretha v. Rautzau a. d. H. Neuhaus, gest. 1740; — Friedrich (I.), 
peat. 1772, anf Basedow und Knchelmiss, so wie auf Neuhaus, Gross- 
Doilmar und Lehmkuhlen im Holsteinischen: Christiana Magdalena v. 
Brockdorf, gest. 1792: — Friedrich (II.), gest. 1805, seit 1820, s. 
ofcen, Rcichsgraf, Herr auf Neuhaus, Remplin , Pleetz etc. Erbland- 
■trtchall des H. Meklenburg-Strelitz: Christiane Wilhelmine v. Roth, 
gaat. 1801. — Graf Ferdinand, gest. 1805: Luise Johanna Hedwig v. 
Wclffradt; — Graf Friedrich Wilhelm Adolph, gest. 1859, Herr von 
IS etc. (iütern: erste Gemahlin: Ida Grf. v. Hahn, neb. 1805, ge- 
ichitden 1829; zweite Gemahlin: Agnes Grf. v. Schlippenbach, gest. 
1857 nnd dritte Gemahlin: Elisabeth Freiin v. Lefort. geb. 1834; — 
Uteater Sohn aus zweiter Ehe: Cuno Graf v. Hahn auf Tressow, geh. 
1882, Haupt der ersten Linie des gräflichen Stammes, Herr der väter- 
lichen Güter, Erblandmarschall des Landes Stargard, verm. 1858 mit 
MHba Grf. v. Wartensleben a. d. iL Schwirsen, geb. 1836, aus wel- 
cher Ehe, neben einer 1860 geboreneu Tochter, ein Sohn, Friedrieb, 
reb. 1859, entspross. Die beiden lirfidc r des Grafen Cuno sind, neben 
rfoer Schwester, Anna verm. Grf. v. Lehndoif, Gr. Werner, geh, 1836 
L Gr. Max, geb. 1838, k. preuss. Lieut. im Heg. d. Gar des du Corps. 
~ Haupt der zweiten Linie ist Graf Ferdinand, geb. 1809 — Sohn 
ftet 1857 verstarb. Grafen Carl, jOngeren Sohnes des ersten Grafen 
Friedrieb — Herr des Majorats Neubau^ in Holstein, k. dftn. Kam- 
•erherrn und Hof- Jägermeister, verm. mit Nancy v. Hedemann, geb. 
1825, ans welcher Ehe drei Söhne stammen: Kustats, geb. 1846, Jo- 
ttph, geb. 1847 und Gustav, geb. 1852. — Der jüngere Hauptast, 
hreh Kreuzritter nach Liefland gekommen , blflht seit Jahrb.. reich 
ui Gfitern und Würden und den freihcrrl. Titel führend, in Kurland. 
fach den Majoraten Postenden und Memelhof >chied sich dieser 
üaaptast in zwei nach denselben Kenannten Hauptlinien, aus denen 
fieder durch jQngere Sohne einzelne Häuser mit forterbenden Fami- 
ieabeftitzanpen entstanden. Was di« Linie lastenden anlangt, so 
rmrde mit diesem Gute Valentin v. Hahn, Ordrnsrath, 1550 belehnt. . 
foa den Nachkommen desselbeu war Adolph Georg Wilhelm , gest. 



— 154 — 

1823, Herr auf Postenden, Asuppen, Wähnen und Scbnepeln* k. i 
w. Staatsrat!) und mil Charlotte v. Fircks vermählt, aas welcher 
vier Söhne entsprossten, die Freiherren Theodor, Paul, Alexandi 
Nicolaus, welche die von ihm gestifteten vier Fideicom misse besit 
Um dieselbe Zeit, als Valentin v. H., s. oben, lebte, war der Le 
vetter desselben, Heinrich, mit Memelhof begütert. Von seinen N 
kommen war Freih. Friedrich Wilhelm, gest. 1850, Majoratshen 
Memelhof und Montigaliczek, so wie Herr auf Wilzen, Blanken 
Gioss-l'laton, Gross- Wurzau, Paulsgnade, Spirgen u. Herbergen 
ans seiner Khe mit Adelheid v. Grotthuss stammt der jetzige M 
ratsherr von Memelhof etc. Freih. Franz, geb. 1821 , welcher, v 
mit Henriette v. ßrennow, seine Linie fortgesetzt hat. Nächst 
Häusern Postenden und Memelhof führt das geneal. Tasche nb. 
freih. Häuser auch noch folgende drei Häuser auf: Haus Meschneh 
im Mannsstamme erloschen 1851 mit dem k. russ. Major a. D. T 
dor Freih. v. 11. ; Rothes Haus und Oesel'sches Haus und die i 
reichen Sprossen aller dieser Häuser sind in dem genannten W< 
hehr genau angegeben. 

Mirra'l. S. 34'.». — Seifert. (Srural. d*r Hi-itmi v HhIiii. K'tfrn«!». 171« und Dmi 
;tci*-l Mammt-il-ln. I. Nr. >. -- r. I'ritzburi . Nr. .=»6. — tinuhr. |. S. 74S — 747. — •. 
Rix XI. rkl-i.l». S. 1» 1 6. — Journal v. ii. f. Frauken. !. «. .Mm — Alle priiral.- u. I 
llniiilh. \»14. I. S. .'•'Mi it. .V«l. — N. I'r. A.-L. II. 6. 9w und H'JI u. V.N. 20t;. — Lisa 
>. |iii|i|.- iimi rrkiiii<l»Mi d«r K.nnilif \. Hnlm. — T >eiits<li<- (irh(fi\h. diT (•«.•g« , iim". I. R. 
»nv _ Fr'ih. r. L'ti-bur, I. S. .Mi» und .tll n. III. S. 27U. — f*«M-al. Tanrh. d. (rrfii. 
-r. 1 "'".-_'. S. :i2-"i — :t-'7 und histnr. llaudk S. TM u. (ifiicml. Taitclniih. d. freih. Hauter 
s. V3I-S3I5 ii. l^V.i. tf. ?(*•<- 27.1. — Sirhtmacker, III. 13« und 157 und V. 154. — «. 
/•/..,ltn, Milium, iiifdit. IV. Tal». 1«. Nr. 36: Ki-gi-! dv* lt> imar Hahn «ou 1309. — *. JW 
I S. 221'. - Lt-xic. "vir nuVI. Fami'. i. Dnumaik I. Tai. »!•. Nr. 21 n. S. 21«. - X» 
Curliiiid. W.-B. Nr. 1». — M.kl.iit». WH. Tal». 1». Nr. «H : * H u. Nr. 70: Hr. t. H 
S. 3 und S. 11. — l'onim. W.-B. 11. Tal.. Tj und S. 1«J1 : v. 11. 

Hahn, laue (in Silber ein rother, gebogener Sparren, begli 
von drei rothen Rosen, zwei oben u eine unten). Alles, meistens 
Adelsgeschlecht, welches in den Häusern Klein-Zscbocher bei L 
zig und Ringenthal hei Mittweida blühte, auch im Amte Weisse 
die Ciüter Giüningcn und Xieder-Toppstadt besass. Dass dasselbe 
dem roeklenburg. gleichnamigen Stamme nicht im Zusainmenhi 
stand , zeigt das Wappen ; ob dasselbe aber, wie Gauhe angiebt 
alten Lehnsbriefen bis in's 15. Jahrh. v Hayn geschrieben wordi 
wohl eines Ursprunges mit diesem Stamme gewesen sei, da alte n 
scnbche Chronisten deren v. Hahn nicht gedenken, muss, wenn i 
noch neuerlich die Familie: Hayn, Hahn geschrieben wurde, d 
gestellt bleiben. — Wolf Gottfried v. IL, Herr auf Klein -Zschoc 
war gegen Ende des 17. Jahrh. Domdechant zu Merseburg und li 
Söhne. Christian und Gottlob v. H. besassen noch 1723 das obe 
nannte Gut Grüningen und Gottfried Heinrich v. II. war um dies 
Zeit herz. sach*>cii-mcining. Stallmeister u. Regier-Rath. — Die 
milic, welche Gütterlitz und Lemnitz im Weimarischen 1652 u. 1 
Dohlen u. Kmse besass, hatte noch Ringenthal, Witzendorf u. Kl 
Zschocher 1750 inne u. kommt noch 1774 zu Lauterbach im Go 
ischen u. 1779 zu Ober- Freyberg vor, ist aber uacb dieser Zeit l 
erloschen. 

Kn.tuth, S. M-J. — <;,i„h*\ I. S. 74". - »*-/*. r Ltii^ur, I. S. 331 i Hayn. Hai 
Siet/machtr, I. 144: v. Hanf. Thüringisch. — 9. Mtding, II. 8. tt\ n. tSf . 



— 155 — 

(in Silber en rother Hahn and auf dem Helme ein Hahn 
iwiscben xwei Seekolben). Adeliges Pfinnergeschlecbt tu Halle an 
der Saale, neben welchem noch ein gleichnamiges Geschlecht vor- 
kaaa, dessen Adel aber nicht gewiss ist 

Frmk. «. UHekur, I. 8. 111. — ». Dreikampf, Tab. 27. 

laka (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein halber, 
schwarzer Adler u. links in Roth ein auf einem Lindenzweige sitzender 
Hahn). Ein in Siebmachers Wappenboche unter dem Namen : die 
Hauen ▼. Klitsink dem meissenseben Adel zugezahltes Geschlecht, zu 
welchen wohl Moritz Hahne auf GlitznHz gehörte, welcher 1664 
karsirhs. Amtshaoptmann auf dem Petersberge war. 

M. Fr. A.-L. II. 8. 891. — Fnlk. 9. Ltdebur, 1. 8. 31t. - Sieb mach* r. V. 141. 

laka, in der Grafschaft Mark u. Hahn in Ostfriesland, s. Hane, 
Haen u. Hane. 

laka (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein die 
Sachsen einwärtskehrender, schwarzer Adlersflügel und links in Blau 
ein rechtsgekehrter, weisser Hahn mit rothem Kamme). Adelsstand 
das KOnigr. Preussen. Diplom vom 13. S.-pt 1748 fOr Johann Gott- 
fried Hahn. Doctor der Medicin, k. preuss. Hofrath und Herr auf 
Leonharduitz im Kr. Neumarkt in Schlesien. Der Stamm blühte fort, 
war 1806 mit Dammclwitz im Kr. Olilau und Georgendorf im Kr. 
Steinalt angesessen und erwarb 1854 Uber-Arndorf im Kr. Sehweid- 
aita a. Rayschen im Kr. Wohlau. Nach Bauer, Adressb. S. 83 war 
1857 Theodor v. Huhn Herr auf Ober-Arndorf u. Hubert v. H., k. pr. 
Ueatenaut, Herr auf Rayseben. 

9. BtUtmek. I. 8. 4SW. — N. Pr. A.-L. 1. 8. 41 und I! 8. r.'O. — Freik. r. Ud'bur. 1. 
■ 111 ■. III. B 1?0 - WH. d. Kgr. treusten, III. 37. - KrhlmUrbe« W.-B. Nr. *54. - 
Bmm€kkm, II. & tOO. 

laka (im damascirten Silber auf grünem Dreihagel ein Hahn). 
Karp&Jaiseher Adelsstand. Diplom vom 4. März 1767 für Johann 
Gaauair Hahn, karpffilziseben Hofkamnuirath uud Secretair dos St. 
Mkbael- Ordens. Derselbe war froher Hofrath in Diensten des Car- 
dsaala and Kurfürsten ton Cöln, Clement August Maria Hyacinth von 
Bayern, so wie des Herzogs Clemens von Bayern und der Sohu des- 
selben, Max Joseph v. Hahn, geb. 1774, wurde als k. bayer. Stadtge- 
rkbta-Prolocollitt in München bei Anlegung der Adelsmatrikel des 
Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

9. Lmm§. S«M. • W.-B. d Kur Ha>*t n ( V. »7. 

■ahn (in Schwarz auf grünem Boden ein poldenrr Hahn). Adels- 
rtaad des Kgr. Preussen. Diplom vom 17. Mai 1806 für Carl Ludwig 
Bahn, k. preuss. Capitata im Artillericcorps. Der Stamm hat forige- 
btabt und ton den Nachkommen wurde der k. pr. (»pnerallieutenant 
▼. Hahn 1853 (ieneral-Intpecteur der gesammten Artillerie. 

M Tt. A L. II. 8 MI. AVWA ». Udt^m, . I. * .:il - W. H. 4 l*rr««« MiMmrrli . 
1IL II. 

laka t. lahaeaberg. Altes, tiroler Adelsgeschlecht, welchem 
1327 das Sehlo»s Hahenberg bei Brizm besas*. Der Letzte des 
las Jacob H. v. H., hatte skh in den Portugiesischen kriegen 



— 156 — 

so ausgezeichnet, dass ihm erlaubt worden war, seinem Wappen das 
des Königr. Portugal hinzufügen zu dürfen. 

r,r. r. Brandt», S. K.S. — danke, 1. N. 748 und 749. 

Rabne t. waffeatreu. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom von 
1815 für Heinrich Hahne, k. k. Landwehr-Hauptmann, mit dem Prt- 
dicate: v. Waffentreu. 

ilfjerl* v. MüM/*M, Kr-ius -B<1. S. 30H. 

■ahnen fehlt. Altes Curländischcs Adelsgeschlecht, welches anch 
Ilsihiienfeld , Hanenfeld, Hahnfeldt und Hanefeld geschrieben ward« 
und welches IG. Jan. 1680 in Kur -Brandenburg ein Anerkeunougs- 
diplom des demselben zustehenden Adels erhielt. Die Familie, ta 
welcher Nicolaus Reinhold v. II., gest. 1805 als k. preus«. General- 
lieutenant a. D. , gehörte, besass in den Provinzen Preussen 1780 
Gamsau im Kr. Königsberg uud 1840 Garden im Kr. Rosenberg and 
ein Sprosse des Stammes war nach Bauer, Adressb., S. 83. 1857 Herr 
auf Grunenfeldt im Kr. Heiligt nbeil. 

N. t'r. A-L. II. S. :;2l. — Freiherr r. LnUhur. I. S. 811 ihm! 312 und III. 8. 11«. — 
Sriihht* Cnrläiift. W -B. Nr. 1Ä. - W.-B. d. I'rvun*. Monarch. III. 3«). 

Hahnensee, Maid f. Hahaensee. Altes, im Braunschweigischen nad 
Hildesheimischen vorgekommenes, um die Mitte des 17. Jahrb. er- 
loschenes Adelsgeschlecht 

(iaulf, I. S. 711* im ArtiUI : lUlm. - r. H'llhach, I. S. 497. 

lahnke. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 5. Novemb. 
1H36 für Friedrich Wilhelm Martin Hahnke, Hauptmann im k. preos». 
Cadettencorps.zu Berlin. Derselbe war später k. preuss. Oberstlieu- 
tenant u. Director des Cadettenhauses zu Culm. 

Freih. r. htdthur, I. S 312 und III. S. 270. 

laid , laiden ta Darf, Halden v. a. ian Barff , aar b Freiherren (n 

Gold ein Mann (Heide) in langer, rother Kleidung, welcher bis an die 
Knie zu sehen ist, eine rothe, rückwärts abhängende Mütze und an 
den Leib eine weisse Binde trägt und welcher einen, mit einem Pfeil 
belegten, gespannten Bogen hält). Erbländ. -österr. Freihcrrnstaad. 
Diplom von 1732 für Christoph Achatz Haiden von u. zu Dorf, k. k. 
Generalfeldwachtmeister und Commandanten zu Carlsburg in Sieben- 
bürgen , mit dem Pihilegium: de non utendo et non prnejudicaado. 
-- Eins der ältesten Iandsässigen und ritterlichen Geschlechter u 
Österreich ob und unter der Kims, aus welchem Berchtold Haiden 
zu Dorf 1317 lebte und Nicla* Haid, wohl des Letzteren Sohn, 1360 
das in der Familie auch später verbliebene Scbloss und Gut Dorf iai 
Traunviertel des Landes ob der Enns, wie urkundlich feststeht, inae 
hatte. Der Sohn des Nielas Haid, Thomas Haid zu Dorf, tritt urkund- 
lich 1393 und 1407 auf, war Pfleger zu Schämstein u. hatte aus der 
Ehe mit Agnes Tannpöck die Söhne Erhard und Wolf gang, welche, 
schon im 15. Jahrh. in Ansehen und in Niederösterreich begütert 
waren und von denen Wolfgaug den Stamm fortsetzte. Von dem Ea- 
kel demselben, Johann Haiden zu Dorf, Lindach und Inzerstorf, wel- 
cher 1507 noch lebte und mit Apollonia Prunhammer vermählt war, 
gründeten zwei Söhne, Hieronymus u. Sebald besondere Linien. Voa 



— 157 — 

HferonjrMs entspross aus der Eae mit Anna v. Sinzendorf : Christoph, 
gett 1693, kaiserl. Kammerratk und Salzoberamtmann zu Ginunden, 
Herr wrf Inzerstorf o. den Edelsitz am Weinberge, welcher, dreimal 
vermählt, sechs Söhne hatte, doch erlosch mit diesen Söhnen seine 
Linie wieder. Scbald's Linie blühte dagegen fort und derselbe wurde 
der nähere Stammvater aller späteren Sprossen des Stammes. Von 
Minen Nachkommen war der Urenkel Christoph Adam 1672 u. 1683 
Verordneter des Ritterstandes der Landschaft ob der Enns und der 
Knkel desselben, Christoph Achatz, brachte, s. oben, den Freiberrn- 
staad in die Familie. Derselbe, gest. 1737, war in erster Ehe mit 
Maria Theresia Freiin v. Werlein und in zweiter mit Eleonora Jo- 
»epha Freiin v. Schwarzenau vermählt u. aus der ersten Ehe stamm- 
ten drei Söhne, die Freiherren Franz Christoph, Carl Christoph und 
Ferdinand Christoph. Freib. Frauz Christoph, gest. 1781, war drei- 
mal, zuletzt 1778, Verordneter des Ritterstandes in Oesterreich ob 
der Eons, vermählt und hinteriiess ans zwei Ehen nur je eine Tochter. 
Freiherr Carl Christoph, früher k. k. Oberstlieuteuant, war bis um 
1795 der k. k. adeligen Arcieren Leibgarde Wachtmeister u. un ver- 
mählt and Freih. Ferdinand Christoph, früher k. k. Rittmeister und 
kats. Arcieren Noble Garde, wurde 1776 k. k. Kreishauptmann des 
Marhlaud- Viertels ob der Enns u. hatte, verm. mit Theresia v. Frey. 
einer Anverwandten, Nachkommenschaft, welche aber näher nicht 
bekannt geworden ist 



,tir. 9. Wmnmbrmmd, Collect. geneaJ.-bUtor. r. 67. M. 163. — Uauh; I. 8. 749 u. 750. - 
#>*.*. r. HuirmrcA, I. 8. 172-276. - WU» 9 riU. IV. 8. 51-58. - Mtgtrl* §. MiklftUi, 8. 
55 - Itoppl. «■» Klrhai. W.-B. I. I. — Tjr»j, I. 11. 

laM; v. der laid in leraai, Temas (Schild geviert: 1 und 4 in 
Koth ein breiter, silberner Querbalken ; 2 iu Blau ein aus einem weih- 
ten dreispitzigen Felsen aufwachsender, natürlicher Steinbock und 3 
ebenfall* in Hlau ein auf einem alisgehauenen Holzklotze stehender 
Habicht). Altes, zu dem uiederösterreichischen Ritterstande gehöri- 
get Adelageschlecht , welches in den ältesten GedenkbOcheru u. Ma- 
trikeln ohne Vornamen und obue Jahrszahl, waun dasselbe nach 
Oesterreich gekommen , aufgeführt wird : man weiss also nicht , ob 
dasselbe in Oesterreich, oder anderswo entsprossen ist. Daniel v. d. 
Hajd kommt urkuudlich 1375 als der Herzoge Albert und Leopold 
n Oesterreich Fileger uud Hauptmann zu Putten iu Niederösterreich 
vor und Sylvester v. d. H. kaufte 1457 von Georg Herrn v. Potten- 
doef einige Gülten zu seinem Sitze Dorimu im Viertel über Wiener- 
Wald. Der SU min blühte in die I. Hälfte des 16. Jahrb. hiuein uud 
Erasmns v. <L H. zu Dornau und Pfandinhaber der Pflege Mörkhen- 
»tein starb 1540 uls Letzter seines Stammes in Oesterreich. Aus 
«einer Ehe mit Ursula Härtin^ stammten nur zwei Töchter , Barbara 
mri Magdalena, von welchen Kr»tere sich mit Hans A«lim Schnat- 
tert, Letztere mit Jörig Leutfaringer, Heide zu dem Nieder -ÖHterr. 
Ritterttande gehörig, vermählte. 

Wtmfr.U. IV H. Vi -6«) 

■aid, laMes n tiaaderastarf (in Schwarz ein M.iun ohne Hände 
mit gekräuselten, weissen Haaren, kurzem, grauen Harte, in langem, 



— 158 — 

goldenen Kleide, welches längs herab in der Mitte mit schwartet 
Knöpfen besetzt ist, mit breitem, vorn offenem Halskragen von Her- 
melin und auf dem Haupte mit einer königlichen Krone, von welcher 
an beiden Enden ein goldenes Hand herabfliegt). Altes, von den in 
den vorstehenden Artikeln besprochenen Familien v. Haid ganz ver- 
schiedenes ritterliches Geschlecht, welches einige Jahrhunderte anter 
dem einheimischen Adel der Stadt Wien blühte, das U ntersc henken - 
Amt in Niederösterreich erblich besass uud in der ersten Hälfte des 
18. .Jahrh. erlosch. In der niederösterr. Ritter6tands - Matrikel ist 
dasselbe ohne Angabe des Jahres, in welchen es in das Land gekom- 
men, angeführt. Nach Lazius war schon 1330 Heinrich Haidu, eder 
Haidcn, Kques auratus, als Mann vom Ritterstande in Wien bekannt 
und angesessen und Itacelini giebt an , dass der elbe aus Schwaben 
nach Oesterreich gekommen sei. Von den späteren Sprossen des 
Stammes, ans welchem Einige Bürgermeister zu Wien gewesen, er- 
hielt Heinrich Haiden zu Achau und Gundernstorf, ein Sohn des Lo- 
renz Haideu, Doctor Juris, k. k. Hofrath und österr. Referendar, des 
seit Absterben des Letzten v. Tachenstein oder Tacheustainer er- 
ledigte Untersehenken-Amt in Oesterreich für sich u. sein Geschlecht, 
so wie 1514 eine Hestatiguug u. Verbesserung des alten Gescblechta- 
wappeus. Von den Söhnen desselben setzte nur Carl Halden, kais. 
Hofrath und Oberst -Mustcraieister in Ungarn, welcher noch 1572 
lebte, den Stamm fort. Aus vierter Ehe mit Magdalena v. Raaming 
intsprossten drei Söhne, von denen der Aeltere, Ernst zu Aehau und 
(iundramstorf mit Catharina Mayr, Tochter eines Kathsherrn zn Augs- 
burg, vermählt war und aus dieser Ehe stammte nur ein Sohn, Carl" 
welcher bald nach seinem Vater, noch minderjährig zwischen 1613 
und 1618 starb und das alte Geschlecht schloss. 

Lnzui*. ('>>niimiit Hur. Vh-iiihmh. Lih. IV. — HuCflini, III. 8. 7j. — Ur.w.Wi 
(-..linl. (Miifal. Mint , N. IS 8. - \\i**,jrill, IV. S. «0— *4. 



leiden ?• laydeck, sich Vreiherren. Reichsfreiherrnstand. Dipl 
vom 21. Febr. 1699 für Franz Sebastian Kitter v. und zu Haydeck. 
Stciermarkisehes Adelsgeschlecht, welches schon 1580 ein adeliges 
Wappen führte und aus welchem Sebastian H. v. H. 30. Jan. 1635 in 
den Kitterstand versetzt u. 30. Octob. 1636 den Titel: v. u. zn Hay- 
deck erhielt. Die in Franken und später in Preussen vorgekommene 
Familie v. Heydeck, Haideck, ist nach Allem ein anderes Geschlecht 

ScktMHt:. II. S. 42 ii. 4.1. 

lailberk. Altes, mit dein Namen Hayppeck, Hailbeek, Ueylbeek 
zu V es*. lau, Tatteudorf und Goggendorf iu alten Brandenburgischen 
und Walseeischen Lekns-Repertorien vorkommendes Adelsgeschlecht, 
welches schon zu Anfange des 14. Jahrh. in Nicdcr-Oesterreicb lebte. 
Seyfried Ilaplpeck zu Vesslau kommt urkuudlich 1318 vor n. Nielas 
Hailpeck zu Goggendorf besass noch 1421 die Walseeischen Lehne 
zu Neustadel und Miiterkirchen in Nieder -Oesterreich. Spater ist 
der Name des Geschlechts nicht mehr aufzufinden. 

li'u«;/; ill, IV. S. •'•} und •>.'». 

Halm, latm, anrh Freiherren (ältestes Wappen der Harme in 
Oesterreich: Schild bald sechs- bald viermal quer gestreift; spateres 



— 159 — 

von 1850: im Schilde ein gepanzerter Arm mit einer Streit- 
kelhe; Wappen von 1568: Schild geviert: 1 und 4 in Silber diu aus 
Manen Wolken im rechten Oberwinkel des Feldes hervorkommender, 
gepanzerter Arm, der sich links kehrt a. in der geschlossenen Faust 
eine am Panserhaudschube durch eine Kette befestigte, silberne 
Streitkotbe drohend häjt n. 2 und 3 in Schwarz ein gleichsam schräg- 
rechta liegender, goldener Bär: ererbtes Pernersches Wappen; frei- 
herrliches Wappen : Schild geviert mit silbernem, den geharnischten 
Arm, in der Hand einen Pusikan haltend, zeigenden Mittelschilde: 1 
and 4 in Schwarz, oder auch im von Silber u. Schwarz viermal quer- 
setheilten Felde ein aufrecht stehender, einwärts gekehrter, goldeuer 
Bar ond 2 a. 3 acht - auch zwölfmal von Silber u. Blau querget heilt 
mit einem silbernen über sich gekehrten Zepter zwischen zwei gleich- 
falls gerade in die Höhe stehenden, von einander oder auswärts ge- 
kehrten, goldenen Adlersköpfen). Reichsfreiherr nstand. Diplom vom 
8. Jan. 1582 für Hanns, Georg, Christoph u. Stephan die Haym zum 
Beicbenateia, Gebrüder. — Die v. Haim, Haym, Haimb u. Hoym, wie 
sie sich nach geänderter Schrein» n. Mundart von der zweiten Hälfte 
des 16. Jahrb. an nannten, hiessen bis Christoph Haimer, gest. 1571, 
sieh zuerst Haym nennen Hess: die Haimer oder Haim her und kom- 
me* dann mit dem Namen: Haim, Freiherren v. u. zu Reich enstein 
ver. Nach Urkunden wendeten sich dieselben aus Bayern nach Stei- 
ermark and Oesterreich , waren in Oesterreich ob u. uoter der Kuns 
Ugntert, also Landleute, besassen dann in Niederöster reich Oberse- 
ber», Heiorkbscblag, Himberg am Wald, Stroitwiesen , Feldmübl, 
Margmrethen an der Wien, Nickolstorf, Trauttendorf etc. u. wurden als 
Freiherren 1582 in den alten niederösterr. Herrenstand eingeführt. 
Otto Haym, in einer Urkunde von 1231 : Otto Uaymo de Neoburga 
ad Oeamm (Neuburg am Inn). lebte noch unter den Österreich. Her- 
zogen Bahenbergiscben Stammes in Wien als einer der angesehensten 
and reichsten Bürger nnd tritt 1247 als Otto de Neuburga, so wie 
aoch 1258 als Otto antiquus, Judex, auf. Die Nachkommen desselben 
führten noch 1290 und 1303 das oben angegebene älteste Wappen 
der Familie. Als Stammvater der späteren Ritter und Freiherreu v. 
Haim wird Benedict Haym oder Haimb, insgemein Henusch 11., Kriegs- 
oher»t nnd zuletzt Feldherr des K. Ludwigs V., Herzogs vou Bayern 
and ron der Pfalz, welcher 1345 das erwähnte spätere Wappeu der 
Familie erhielt, uud 1350 noch lebte, genannt Die Söhue desselben, 
Johann nnd Andreas Haim, oder Huymer, wohuten ldü7 u. noch 13 v s9 
ia Land*hut und von fclrslereui stammte Heinrich Uayiner, Kitter, 
«elcher nach Steyermark zum und hier 1400 und 1411 urkundlich 
vorkommt. Von Heinrichs Söhnen, Wilhelm uud Andreas 11., setzte 
Letzterer, 1479 Landesfürstlicber Ptfeger der Herrschaft Schwann- 
herg in Steiermark, den Stamm namentlich fort durch den Sohn aus 
zweiter Ehe mit Barbara Schrampf: Johanu, gest. lob 7, welcher 
techsmal vermählt war. Von den Söhnen desselben aus erster Khe 
mit Felicitas Huefnagl zog Christoph Haimer, ge»t. l.">71, nieder- 
Österreich. Hofkamme rrath, um 1565 mit seiner gaa/eu Familie aus 



— 160 — 

Steiermark nach Oesterreich, kaufte die Herrschaft u. Veste Reichen- 
dem in Oesterreich ob der Knns, nannte sich zuerst Haimb mit dem 
lieinamen: zu Heichenstein u. erhielt 4. Dec. 1568 ein ßestätigangs- 
diplom des alten rittermässigen Reichsadels seines Geschlechts, mit 
Vermehrung und Verbesserung des Wappens durch das von seiuer Ge- 
mahlin, Apollonia Ferner von Rauchenschachen, einzigen Erbtochter 
und Letzten ihres alten steiermärkischeu Adelsgeschlechts, ererbte 
Pernersche Wappen, s. oben. Von seinen Söhnen erlangten Hans, 
(ieorg. Christoph und Stephan, wie erwähnt, den Freiherrnstand and 
setzten, bis auf Georg, den Stamm fort, doch starben die Kinder 
Christophs jung u. von Johann blieben uur Töchter am Leben, wah- 
rend Stephan Freih. v. H. zu R., gest. 1627, Herr zu Heinrichschlaf. 
Hiiuberg am Wald, Streitwiesen und Feldmühl, aus zweiter Ehe mit 
Auua Maria v. (vundreching zwei Töchter und vier Söhne hatte. Vm 
Letzteren starben die beiden jüngeren, Otto u. Hans Wilhelm, bald 
nach der Geburt, der zweite Sohn, Freih. Woifgang, k. k. Trachtest 
u. Rittmeister, starb 1 638, u. der älteste Sohn, Freih. Hans Christoph, 
k. k. Hauptmann u. zuletzt k. k. Kämm., welcher noch 1652 in einer 
Hof*upplik wegen einer bedeutenden Forderung an die Schlesische 
Kammer vorkommt und nach Freiherr v. Hoheneck unvermählt war, 
schloss später den Mannsstamm des Geschlechts, doch ist das Jahr 
seines Todes nicht genau bekannt. Von den drei Töchtern des Freih. 
Stephan war die Acltere, Anna Apollonia, mit Elias Gotthard v. 8n- 
meregg vermählt und die jüngeren, Maria Elisabeth u. Anna Maria, 
sollen nach Wissgrill unvermählt gestorben sein, doch geben Andere 
an, dass Elisabeth Freiin v. Haim sich mit Joerg Sauer vermählt ud 
ihr Wappen an das Geschlecht der Sauer gebracht habe. — Der Mit- 
telschild und die Felder 2 und 3 des Wappens der Freiherren v. 
Haiin sind auch in das Wappen der im Kursächs. Reichsvicariate toi 
1711 in den Reichsgrafenstaud versetzten, ursprünglich anhalt'schei 
Familie v. Iloym übergegangen, doch ist eine Stamm Verwandtschaft 
beider Geschlechter nicht nachzuweisen. 

Frrih. r. lloh*n*ck, III. S. >32. — Wiiv/ritl , IV. 8. HA -77. — Schmutz, II. S. S. - 
Sithmarhrr, I '.Ml: Fr. ili. v. Iln\nil>. — Si>*H*r, lli«tnr. Iiiiitfii. 8. 464. Tat). 1» u. UJrl I: 
Znsat* ru S. 4t'»4. — r. SU<Uh>j. tl. S. 2:<7— .'IÜ- v. II») in, Hayninr und Ha;m, Freih., MC* 
Hai in. 

lata t. lainbsgaeth. Krbländ.-österr. Adelsstand. Diplom toi 
1717 für Caspar Balthasar Haim, Wegzoll-Einuehnier zu Blumau, mit 
dem Prädicate: v. Haimb^gueth. 

M'yrU r. Mükl/rlil. Krg.-Hd. 8. WKI. 

lainberger, Freiherren. Krbländ.-österr. Freiherrnstand. Diploa 
vom 18. Octob. 18f>6 für Anton Haimberger, k. k.(ieb.-Rath u. Reichs- 
rat li. Derselbe, geb. 179f> zu Seitenstetten in Niederösterreich« ver- 
mählte sich 1826 mit Julie v. G'sala, gest. 1842. Aus dieser Ehe 
stammen zwei Söhne, Freih. Julius, geb. 1827 u. Freih. Johann, geb. 
1836, Doctor der Rechte, und vier Töchter, die Freiinnen: Antonie, 
geb. 1830, vermählte Kreisgerichtsräthin Rotscheck in Tarnow, Pal- 
lim», geb. is:»2, verm. Kreisgerichtsräthin Zawadzki in Tarn opol, Julie, 
geb. 1834 u. Marie, geb 1840. 

lirii-M. Tbhi-Ii.iiI.. d. frvili. Uäu<nr, IM». H. Wb u. 1*61. N. »70 o. »Tl. 



J 



— 161 — 



, lalmbbaasea, trafen« Reichsgrafenstand. Diplom 
fon 1693 Ar Franz Ferdinand v. U. Derselbe zu einem bayerischen 
Adelsgeachlecbte gehörend, dessen frohere genealogische Verhältnisse 
näher nicht bekannt sind, pflanzte den Stamm durch einen Sohn, den 
Grafen Franz Joseph fort, welcher am kurbayerischen Hofe in hoher 
Gunst stand und mit dem Kurfürsten Maximilian Joseph, als derselbe 
io die Reichsacht erklärt worden war, nach Krankreich ging, wo er 
im 1711 zu Paris mit Hinterlassung zweier Söhne, Ferdiuand Carl u. 
Sigismund Ferdinand, starb. Von diesen Söhnen schloss Letzterer, 
welcher kurpfalz-bayerisoher Geh. -Rat h u. Präsident des Bergwerks- 
Collegium war, in der zweiten Hälfte des IS. Jahrh. den Mannsstamm 
ind der weibliche Stamm des Geschlechts ging später mit seiner 
Tochter, Juliana, aus, welche sich 1759 mit Cajetan Joseph Grafen 
Fugger zu Ziuneuberg vermählt hatte und im Anfange dieses Jahrb. 
■och als Wittwe lebte. Nach letztwilliger Bestimmung derselben erbte 
ihr Enkel, Cajetan Graf v. Berchem, s. Bd. 1. S. 319, die ihr zuge- 
standene Herrschaft Kuttenplan bei Marienbad in Böhmen, so wie 
Kamm und Wappen der Grafen v. Haimhausen und verband Beide 
■it allerhöchster Bewilligung des K. Frauz I. und nach vom K. Fer- 
dinand I. erhaltenem Diplome mit seinem augestammten Namen und 
Wappen. 

Qmmk*. I. *. ".%•. - Jacob*. InOO. II. H. H*. — .Suppl. iu MU»hm. W. • B. IV. 4 : Gr. ▼. 

laiaack. Altes, zu der früheren reichsunmittelbaren Ritterschaft 
de» fränkischen Gantons Bauuach gehörendes Adelsgeschlecht, ans 
welchem zuerst Ulrich v. H. um 1283 und Wolfram, Erbforstmeister 
im Steigerwald, welcher Güter zu llunoldsbausen, Michelau u. Geils- 
feld beaass, 1303 vorkommeu. Der Stamm blühte noch in die zweite 
Hälfte des 17. Jahrb. hinein und erlosch mit Ludwig Carl v. H. zu 
Hanoldshauscn, Posthumus, welcher 1680 im 2. Lebensjahre starb. 

Btrdermmmn, l'anton HauiiArh. Tat>. 2:2 -m 

IniabaM eder liinwald. Hin 1593 in der Person des Philipp H. 
ans Kckheisdorf in Schlesien unter die neuen Geschlechter des Rit- 
terstandes der niederüsterr. Landmannschaft eingetragenes Adelsge- 
schlecht. Wenige Jahre darauf ist der Genannte, wie es scheint, ohne 
Nachkommen ^chaft gestorben. Die Ehefrau desselben, Anna Gast- 
geb. kommt noch 1598 wegen eiues hei der niederösterr. Landschaft 
stehenden Capitals von fünfzehn Tausend Flor. vor. Ein jüngerer 
Sohn des Simon Hainwald zu Pilseritz und Kotbensterben, Adam H., 
hatte sich übrigens 1 589 mit Catbarina Schweidinger zum Altenhof 
vermählt 

WimfrtU. IV. t. 77 and 7«. 

IntadeL Ein aus dem Elsass stammendes Adelsgeschlecht, weichet 
in Pommern begütert wurde. Demselben stand 1836 Klützow im Kr. 
Pyriti und 1840 und noch 1854 Giesebitz im Kr. Stolp zu. — Der 
k. preuss Ober»tlieutenaut a. D. v. Haindel machte 1846 die Geburt 
einet Sohne» bekannt. 

% Ti. A L l». 311 - Frttk 9. L*4*tur, I. «. Sit u»4 Hl •. 110. 
r, 1»«im*. A4«U-L«a. IV. \\ 



— 162 — 

laine. Ein zu dem Adel im Kgr. Preussen zählendes Geschlecht, 
zu welchem Franz Ludwig Jacob v. Haine gehörte, welcher 1825 als 
k. pr. Generalmajor peusionirt wurde u. 1837 starb. Derselbe schrieb 
sich früher v. Hoene. Später stand ein Prem.-Lieut. v. H. im 11 k. 
pr. Infant.-Regim. 

Fr*ih. r. L'd'bur, I. S. 312. 

lainf. Eiu im Anfange des 16. Jahrh. der niedei üsterr. Ritter* 
schaft einverleibtes Adelsgeschlecht, aus welchem Gregori Hainf, ge- 
sessen am Freihofe zu Tulln, 1508 auf dem Landtage zu Crems er- 
schien. Ohne Vornamen und Jahreszahl findet sich das Geschlecht 
auch im Kepertorium der ehemaligen Walseeischen Lehnsleute. 

Wisugrill. IV. S. 7S. 

lalafeld. Altes, steiermärkisches, bereits 1275 und noch 1305 
vorkommendes Adelsgeschlecht. 

Schmutz. II. 8. 10. 

lainn. Ein in der Person des Hanns Heinrich v. Haion, k. k 
Oberstlieutenants, 1657 unter die niederösterr. neuen Ritterstands- 
Geschlechter der Landmannschaft aufgenommenes Adelsgeschlecht, 
über dessen Herkunft und etwaige Nachkommenschaft weitere Nach- 
richten in den Matrikeln sich nicht vorfinden. Die Gemahlin des Hanns 
Heinrich v. H., Clara t. Landau, kommt schon 1663 als Wittwe vor. 

WiugriU, IV. S. 78. 

lainsberg, Irinsbtrg. Ein in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. n 
dem schlesischen Adel zahlendes Geschlecht. Wolf Maximilian v. 
Hainsberg, Herr auf Langenhaus, k. Kummerrath und Ober-Bank-Re- 
präsentant, starb 1725. Derselbe war mit Catharina Agnesia Rock- 
eisen v. Strausseneck vermählt und aus dieser Ehe stammten ftaf 
Töchter und ein Sohn, Anton Joseph Wenzel v. H. 

N. I'r. A.-L. V S. i'<n; n.irh <|.-ti K<inig'*ch«ii Snuimlun^n. — Frei/k. r. L*&Pbmr. I.S.Sit 

lainsky, llain*ki, laaski. Polnisches, dem Stamme Gozdowa ein- 
verleibtes Addsgctchlccht, welches in Westpreussen and Pammeri 
begütert wurde. — Johann v. H., k. preuss. General- Lieutenant und 
Herr der Danmitz<chcn (Jtiter im Kr. Stolp, trat diese Güter last 
Schenkungsbriefe vom 13. Juli 1725 an Siegfried v. Hainsky ab. Die 
Tochter des Letzteren vermählte sich mit dem später, 1753, nobili- 
tirten Obei -Amtmann Johann Christoph v. Thile und nach dem Tode 
desselben mit dem Landrathc Friedrich llo^Nlav v. Puttkammer, wo- 
durch die erwähnten Güter erst an die Familie v. Thile und dann an 
die v. Puttkammer kamen. — Carl Siegmund v. Haiusky wurde 1808 
als k. preuss. General -Major peusionirt und starb 1811. 

N. Pr. A.-L. V. S -n,;. — t.nh r. I..;Ut.,.r, | S. U2 und III. 8. 270. 

laintxnai, Hainzenau, Ritter. Kin früher in Schlesien blähendes 
Adelsgeschlecht, in welches Adnm v. H. 26. Oct. 1721 den böhmischen 
Ritterstand brachte. 

M.yrt* 9. Mühif+U. Krii:iii7..P.,l v Uf>. r. /M/'-rt-*. I. H. 49*. - Frtik. ff. UAHW. 

I. 8. .tri. 

laiuel t. Begtrstein und Hainiel t. Lindan. Zwei schweizerische 
Adelsgeschlechter, dem Wappen nach eines Stammes. Die Hainsei f. 



— 168 — 

Bjgnrftftfr, HP» welchem Geschlechte Hans Peter H. ?. D. sich 15öS 
ii ein £Ut*mboch einschrieb, führten in Roth ein schrägreehts ge- 
legtes und mit der Spitze unterwärts gekehrtes , silbernes Schwert u. 
die Hauuel v. Lindau in Roth ein schräglinks gelegtes, mit der Spitze 
in die Höhe gekehrtes Schwert. 

9*ekm* e hfr t II. 138 Mr. 7: HajrnUel f. Üegernstein, Srhweisariacb no4 auf darsalfcaa 
TafH Mr. <: Haynttel ». Lindau. — r. Mtriimg, II. 8. 'IT* und 'J2$. 

lakltd, lackledtj Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. 
Diplom Tom 11. Septemb. 1787 für Leopold v. Hakled, Besitzer der 
Herrschaft Hakled oder JJaekledt im luu viertel. Derselbe stammte 
tos einem, seit 1533 in den Adelsstand versetzten Geschlechte, wel- 
ches bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in der Person 
des Freiberrn Leopold Ludwig, geb. 1763, Herrn zu Hackledt, Ober- 
Höcking, Hohenholting und Grossen-Köllnbach in die Freiherruclasse 
derselben eingetragen wurde. 

r. Lany. 8 147. - HrytrU r. Muhiftld, Kritam. Bd. i*. 6*2. — W.-B. de» Kgr. Bayern, 
III. 17 «ml 9. Wöicktrn. Atith. 3. 



t. Meile, Freiherren. Böhmischer, alter Freiberrnstand. 
Üiplom von 1742 für Philipp Heinrich Ilalama v. Giczin, Herrn auf 
Xieplacbowitz im J&gerndortischen u. Landrechts-Beisitzer zu Trop- 
paa und Anerkennungsdiplom för das Kgr. Preussen vom 12. Octob. 
1743. — Derselbe stammte aus einem alten, zum böhmischen Ritte r- 
itande gehörigen Geschlechte, aus welchem Sinapius, neben dem Em- 
pfänger des Freiherrndiploms, welcher 1743 k. böhmischer Commis- 
sarsns bei der Granzscheidung der Oberschlesischen Lande wegen 
Jlgerndorf war, noch zwei andere Sprossen des Stammes nennt, näm- 
lich den I*andrechts-Beisitzer des FQrstenthums Jägerndorf Carl Jo- 
seph IL f. G., Herrn auf Pilgersdorf unweit Leobschfltz u. den Land- 
rechubeisitzer des FQrstentb. Troppau Paul Joseph H. v. G. } Herrn 
auf Jae*cbowitz. Die Familie sass noch 1743 auf Nieplachowitz, 
1747 auf Pilgersdorf und 1754 auf Newiadom im Troppauischen. 

Lmcmt. HfM«. Chmn. 8. 7J«. - Sina/.ut . I ^ IH mul II. 8. 6.%ü. — (iauht , lt. 8. 
Wm mmd 1*1. - h'rttk. f. UHr*>ut . I. s *U t. M+ttng. II 8. SW.1. 

■alberstadt Kin nach Angelte in die Mark Brandenburg 926, 
■ach Vertreibung der Wenden, gekommenes Adelsgeschlecht, welches 
■rkandJich vom 12. bis 14. Jahrh. in der Gegend, in welcher der Grund 
de* Namens liegt, um Halberstadt, vorkommt, seit der ersten Hälfte 
4e* 14. Jahrb. aber auch in Meklenburg erscheint, wo Werner v. H., 
kitter, im zufolge des Grafen Hermann v. Schwerin, als Zeuge in 
eteer Urkunde des Klosters Perleburg 1322 angeführt wird. Fried- 
rich t. H. war nach einer Urkunde vom Bischöfe Gerbard zu Verden 
1366 schon lange verstorben; Johann kommt 1516 als Mönch in 
Kloster Neuburg im Anhaltschen vor; Christoph war 1698 bei 
Beerdigung des Kurfürsten Georg zu Brandenburg; ein Anderer 
Christoph ▼. H. starb 1623 als kurbrandenb. Hauptmann der Aemter 
Bwgstall und Letslingen und Oberbolzförster der Altmark ; Joachim 
Friedrich lebte 1680 am Sachsen - Weissenfelsischen Hofe als Kam- 
merjunker und Furstl. Oberstlieutenant und ein v. H. war zu Ende 
des 17. Jahrhunderts b. roeklenb. Generalmajor und Commandant, 

11* 



— 164 — 

Der Sohn desselben, Gerbard v. H., kommt 1 703 am h. meklenb. 4 Hofe 
zu Schwerin als Oberscheuk vor und setzte den Stamm foru Die Fa- 
milie, welcher in Siebmacher's Wappenbache der freiherrlicbe Titel 
beigelegt wird, besass im 16. n. 17. Jahrb. mehrere meklenburgiscbe 
Güter so wie Wendelstein im Querfurthscben 1697 und hatte das 
Gut Gottesgabe, aut welchem es schon 1633 sass, noch 1772 inne. 
Spätere Besitzungen sind nicht bekannt. 

Micrael , 8. 37. — Gauhe , I. 8. 760 u. 751. - Klüctr , Beschreib, d. II. lf «klenburg, 8. 
615. — N. Pr. A.-L. II. 8. 322. — Freihtir r. Ledebur , I. 8. 314. — 8ie*>mack*r , V. 20: 
Frelh. ▼. H. — v. Mfdiny, I. 8. 223 und 204. - Mekleub. W.-B. Tab. 20 Nr. 71 u. 8. lt. 

laibhiber f. festwill, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. 
Diplom vom 4. Juli 1854 für Anton Halbhuber, k. k. Geh. -Rath, 
Landes-Präsidenten des Uerz. Ober- und Nieder-Schlesieu , Chef der 
k. k. Steuer-Direction, Präsideuten der k. k. G runde utl astungs-Fonds- 
Direction etc., mit dem Prädicate: v. Festwill. Derselbe, geb. 1809, 
vermählte sich 1842 mit Franzisca Homaglouo, geb. 1825, aus wel- 
cher Ehe, neben zwei Töchtern, Franzisca, geb. 1844 u. Clementine, 
geb. 1848, zwei Söhne stammen: Carl, geb. 1846 und Theodor, geb. 
1847. 

Ueucal. Tascheub. der frei». Hauser, 1861. 8. 271 und 272 uod 1!>62. 8. 336. 

lalbritter v • Uttersbirg. Reichsadelsstaud. Diplom vom 1 8. Man 
1720 für Adam Ernst Halbritter, markgr. ünolzbachischen Amtmann 
zu Hartheim, mit dem Prädicate : v. Rittersburg. Der Stamm blühte 
fort und bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern wurde eil 
Urenkel des Diplom-Empfängers, Ernst Franz Johann Alezander U. 
v. R., geb. 1775, k. bayer. Landes - Directiousrath der Regierung!* 
kammer in Würzburg, in dieselbe eingetragen. 

9. Lam'j, Supplein. 8. lu.V — W.-B. d. Kgr. Bayern. V. <stf. - r. He/mtr . bayer. AM, 
Tab. 'H und 8. 81. 

lalcke (in Blau, nach Anderen in Gold drei Mörsern Ähnliche 
Gefässc). Ein zu den adeligen Salzjuukern der Stadt Stassfurth schon 
1446 gehörendes Geschlecht, welches nicht mit dem Berliner Pairi* 
ciergeschlechte v. Halke zu verwechseln ist. Heinrich v. H. besau 
1550 ein Rittergut zu Mylau im Voigtlande; Anton Friedrich ?. H., 
Herr auf Rothensee und zu Stassfurth begütert, begab sich, nachdem 
im Kriege sein Gut verwüstet, 1629 mit seiner Familie nach Magde- 
burg und kam 1631 bei Eroberung dieser Stadt au der Seite seiner 
Frau um. Die Wittwe, Anna v. Böltzig, welche vom Tode gerettet 
wurde, starb 1664 in Köthen. Der Sohu derselben, Anton Friedrich 
der Jüngere, wurde Ober -Stallmeister der verw. Kuriürstin Magda- 
lena Sibylla zu Sachsen. Von ihm soll, wie Gauhe aunimmt, Gustav 
Georg Freih. v. Ilalcke, Fürstl. hessischer Staatsminister und Ri- 
gierungs-Präsident| gest. um 1731, gestammt haben, doch gehört der- 
selbe wohl in die Familie v. Halke, auch ist das Todesjahr nicht 
richtig, s. unten den Artikel : v. Halke. Mit Hans Christoph v.Halcke, 
welcher 1733 k. preuss. Capitain in Potsdam uud zu Stassfurth noch 
begütert war , ist später der hier in Rede stehende Stamm v. Halcke 
ausgegangen. 

(Juuhe, j. 8. 751. - K. Pr. A.-L U. 8. 322. - Frtik. r. Ltdtbur, I. 8. 112. — 
HMCAer, I. IW. 



— 168 — 

laMew, v. in laMea n Trailers, t. 4er laldei, toflkmei. Erb- 
läod. -ftaterr. Freiherrnstand. Diplom vom 3. Not. 1679 für Franz 
Radolph ▼. d. Halden, k. k. oberösterr. Hofkammersecretair, mit dem 
Prädicate.-v. Trazberg, einer im Namen seiner Gemahlin ihm zu- 
ifehenden Herrschaft in Tirol u. mit Vereinigung seines angestamm- 
ten Wappens mit dem ihm durch Vermählung mit Maria Elisabeth v. 
Inihof zn Spielberg, nach Ableben des Hieronymus Stanber ▼. Mitter- 
•ardt in Sigmundslust, angefallenen Wappens and vom 22. Apr. 1686 
far den Rrnder desselben , Joseph Anton Enseb v. d. Halden. Die 
Matter derselben war eine Freiin 'v. Payersberg. — Von den Vor- 
fahren hatte Johann Rndolph der A eitere v. d. Halden, Landvoigt zn 
Blnmeneck mit seinen Rrfldem , Johann Christoph , oberösterr. Re- 
rieinngs- nnd Hofkammerrath and Johann Rudolph dem Jüngeren, 
Voigtei - Verwalter und Höbmeister der Herrschaft Feldkirch, durch 
kaiserliche Diplome vom 27. März 1630 und 26. Nov. 1645 die Be- ' 
sUtigung des det Familie zustehenden Adels und sonstiger Freiheiten 
erhalten. 

G*a»«l. Ta«rh#nb. dar fr»ih. Hfiu«4»r. 1849, 8. $1*. 

laldeiberg. Altes bayerisches Adelsgeschlecht aus dem gleich- 
namigen Stammhause am Lech, welches von 1.165 bis 1459 vorkam. 

Wlful Rmnd, I. S. ?S3-t3S. 

laMer f. lalleiberg. Reichsadelsstand. Bestätigungsdiplom vom 
18. Nov. 1730 für Joseph Halder, Banquier in Augsburg. — Die Fa- 
arilie besass schon in früher Zeit das bei Lirdau liegende Schloss 
Mollenb*rg. Lucas IV. v. M., in Kempten wohnhaft, wurde 1633 von 
plündernden Truppen erschlagen, worauf das Geschlecht sich als Pa- 
tricierstamm in I indan niederliesj. Drei Enkel des Empfängers des 
Restätignngsdiploms von 1730, die Gebrüder Johann Friedrich, geb. 
1773, Ranquier in Augsburg, Johann Christoph, geh. 1779, Fürstl. 
Faggersrher Stallmeister und Johann Georg, geb. 1787, Handlunga- 
Commis, wurden bei Anlegung der Adelsniatrikel des Kgr. Bayern in 
dieselbe eingetragen. 

t Lmmf, n. Ml - W.-B. 4. K*r. Bay.m. ▼. w. 

laldenaannstettea , geaaant Stettnera. Ein der reichsunmittel- 
baren Ritterschaft des fränkischen Cantons Altmahl einverleibt ge- 
wesenes Adelsgesrhlecht , welches, neben anderen Gütern, auch das 
Gat Wiesenbmck besa<s. Fritz der Aeltere v. H., gen. St., Voigt zu 
SchillingsfOrst, kommt 1450 vor und Friedrich der Jüngere v. H., 
ten. St zu Feuchtwangen und Wiesenbruck, verm. mit Euphrosine v. 
Ebenheim, noch 1567. Der Vater desselben, Hans, tritt urkundlich 
mit seinem Bruder, Wolf, welcher sich später noch 1559 vermählte, 
1640 aof and die Schwester Friedrichs des .längeren, Anna, gest. 
1553, hatte sich mit Christoph Schenck v. Geyern zu Geyern. Sybarg 
nd Wiesenbmck vermählt. Letzteres Gut war durch «eine Vermäh- 
lung an ihn and seine Familie gekommen 

Im^iiwim. C»nt«»o AlUanhl. T»». XX. 

laldetlet* Altes, sächsisches, von 11*1 bis 1223 und ioweilen 
aoeh alt gräflich vorgekommenes, später erloschenes Rittergeseblecht. 

Attauatiarh. • 1* 



— 166 — 

laldnrff, Mimiwf, lelWIarf. Altes, ursprunglich österreichi- 
sches , später nach Schlesien gekommenes Adelsgeschlecht , ans wel- 
chem Hans v. H. sich 1703 mit Maria Elisabeth v. Prizelwttc wnd 
Kachelsdorf im ßrieg'schen vermählte und als Sinapius schrieb, ah 
Herr zu Buzow unweit Rosenberg lebte. 

Henel, 8ile-*Ju r T. u*doy., Cap. H. 8. 36S. — Sinupiu; II. s*. 65» — Frei*. 9. ltd**w, 
I. S. 812. — 8iebmach?r. I. 41: v. HnllrMrtorf. 

Malern. Oldenburgisches Adelsgeschlecht, aus welchem Gerhard 
Heinrich v. H., Obernmtmann zu Essens in Ostfriesland, 1795, mit 
Hinterlassung von fünf Kindern starb. — Gerhard Anton v. H., heri. 
Holstein -Oldenburg. Kanzlei- und Regierungsrath, hat sich als Verf. 
einer Geschichte des Herzogthums Oldenburg bekannt gemacht. 

Frei*. 9. Led'hur. T. 8. 31V n. 318. 

lalke (Schild von Silber und Roth der Länge nach getheilt mit 
einer Rose von gewechselten Farben , begleitet von drei schwarzen 
Kannen: nach einem Epitaphium in der Heiligengeist^irche zn Berlin). 
Berliner Patriciergeschlecht dem Wappen nach verschieden von der 
zu Stassfurth angesessenen Familie v. Halcke, S. 164. — Zu der hier 
in Rede stehenden Familie gehörte wohl Hans Albrecht v. H., kur- 
brandenburgischer Stallmeister , verm. mit Clara Juliane v. Plotho, 
welcher 1658 zu Crossen starb. Von ihm stammte Gustav Georg v. 
H., geb. 1647 zu Berlin, welcher 1699 Furstl. Geh. - Rat h Zt Casiel 
war und 7. Aug. 1713 als Regierungs- und Consistorial- President 
daselbst starb. Aus seiner Ehe mit Anna 1 ucia v. ftodelscbwlng, 
gest. 1754, entsprossten drei Söhne und sieben Töchter, doch lebtet, 
als derselbe starb, nur fünf Töchter. Von Letzteren vermählte tkh 
Amalie Philippine, geb. 1698. 1745 mit dem Oberforstmeister Gmfee 
v. Wartensleben und Louise, gest. 1766, n>it Alexander Engen dl 
Roscy in Cassel, welcher Letztere später als Furstl. Geh.-Rath ud 
Ober-Hofmarschall starb. 

S'rt'ilrr. lifH<»i*i-li" iM-Irl.rti'ii «.♦•- -In.-ht--. VI. s. 11'. H. l'r. \ -L. V. 8. *W» und MI. 
- fVtiA. r. L*H*tmr. I. S. »II. 

lall (in Silber ein links gekehrter, doppelt geschweifter, schwar- 
zer Löwe). Niederrheinlandischrs, in der Jülich'schen u. Bergischen 
Ritterschaft aufgeschworenes Geschlecht, welches schon '1500 mit 
Ophoven im Kr. Oplnden begOtert war, später die Güter Stranwefler. 
Landscheidt, Düserath und Zundorf an sich brachte und noch 1792 
Landscheidt, Pesch und Wammen inne hatte. 



l'rttrr. Ht»rKi<if-|ie uiifcc«! hwur-in- Wiifipi-n und Nffiiatiit.ii-lii. S. 31. — ttnb*mi, 
lirw. II. Tab !.'• iiihI |). ^.||,.i, Nit .l.-rlii'in. AiM. I. S. IM 161. - S. Pr. A.-I«. V. S.IOT. 
- Wahn*, 1. 8. 1»i — Fr*».. P . /.-,/./,/». 1. K. A\A. — \V R. il. Prolin«. KhHnpr.>v. II. Tab. 
24. Nr. «7 und S. \A>, 

lallaj, Freiherren. Krbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom fW 
1797 für Joseph Hallaj, jubilirten Steierischständischen Haupt -Caa- 
sirer, wegen 52jahriger Dienstleistung. 

lallard, genannt Elliat. Schottländisches Adelsgeseh locht, am 
welchem Henry de Hallard, gen. Elliot, gest. 1681. 1668 tarbran- 
denb. Generalmajor und Gouverneur aller Festungen an dar in die 
Ostsee ausfliessenden Peene wurde. 

Frtik. t. L*dt*>ur. I Ä. 113. 



— 167 — 

lallardi, Mtter. Böhmischer Ritterstand. Diplom ?om 4. Jan. 
1710 Ar Frani Engen Hallardi. 

•. Mtmiek, 1. «. 499. 

■■Hat, laHau ▼. fheheabach. Erbländ. - österr. Adelsstand. Di- 
plom ron 1787 für Franz Hallaz, k. k Seconde- Rittmeister bei der 
Jaroslauer Montnrs-Comnrission, mit dem Prädieate : v. Fischenbach. 
— Der Stamm blühte fort. Ein v. H. war 1820 Steuer -Einnehmer 
ni Chödziesen im Posenschen und Julius v. Hallasz war in neuester 
Zeit Lieut. im k. k. 19. Infant. -Regim. 

M'ytrte r. Mühl/'ld, Kry.-Rd. ft. 309. 

laHbtrg, lalberg, Freiherren aad Grafen (Schild geviert mit gol- 
denem , einen gekrönten , schwärzen Adler zeigenden Mittelschilde. 
1 in Silber auf grünem Boden ein grünbelanbter Baum ; 2 u. 3 eben- 
falls So Silber ein einwärts gekehrter, gekrönter, doppelt geschweifter 
rother Löwe und 4 in Grün ein rechter, unter dem Knie abgeschnit- 
tener, oben umbundener Fuss von natürlicher Farbe Das gräfliche 
Wappen gleicht ganz dem freiherrlichen Wappen). — Ein am Ober- 
o. Niederrhein, im Jülichschen u. Bergischen namentlich im 18. Jahrb. 
ansässig gewordenes Adelsgeschlecht, welches, ansehnlich begütert, 
n der ehemaligen Reichsritterschaft am Rheine gehörte. Ein Artikel 
taa N. Prelis*. Adelslexicon, welcher, wegen mehrerer speciellen An- 
gaben wohl aus der Hand der Familie gekommen ist, nennt als Stamm- 
fiter einen Anführer unter dem Könige Magnus Ladolos , Anderson, 
welcher 1276 im Kriege gegen Dänemark, nach Erstürmung eines 
befestigten Berges den Namen : Hohlberg erhalten habe u. der Sohn 
desselben, Johann, Krieps-Oberst im Dienste des Königs Magnus II. 
von Schweden, geblieben 1347 vor Noteburg gegen die Rossen, sei 
bei einer Gesandtschaft an den kaiserlichen Hof in den Reichsadels- 
«fand versetzt worden. Tm weiteren Verlaufe dieses Artikels, welcher 
mehrere, ru hohen Khrenstellen gelangte Sprossen des Stammes auf- 
führt, wird auch Alexander August, gest. 1602, Gesandter in Madrid, 
genannt . welcher sich mit der Tochter des kais. Gesandten Freib. t. 
Roehberg termfthlt, ein Freiherrndiplom mit d< ra Namen: f. Hall- 
berg erhalten, das Schloss Hergern im Rergschen gekauft und das 
Dorf Hallberg bei Siegbnrg gebaut habe. Der Sohn desselben, Frei- 
herr Georg, sei 1632, aK k. k. Oberst lieut. im Pappenheimschen Re- 
fhnente , bei Lützen geblieben. - Nach anderen Angaben kam der 
Reichsadel ?om K. Ferdinand II. (also zwischen 1611* bis 1637) in 
die Familie und wurde durch kaiserliches Diplom von 1721 bestätigt; 
das Freiberni'Hplom der Alteren Fussgenheimer Linie aber wird von 
1731 für Jacob Tillmann Kdlen v. Hallberg, Reichshofrath , das der 
jtneeren Linie von 1751 angegeben. Ueber das Grafendiplom fehlen 
genaue Angaben : als erster Graf wird der Sohn des kurpffelz. Geh.- 
Ratbs Bernhard Heinrich Freih. f. H. aus der Khe mit Maria Auna 
Freiin v. Holzweiler, Frau auf Wachendorf, Luxem etc.: Graf Theodor 
genannt, welcher kurpfalz-bayer. Geh. -Rath und Herr auf Pesch, 
Forst, Bocknm etc. war. Von den Nachkommen desselben wurde 
Oraf Alexander, gest. 1006, 1796 General- Pos?-l»irector zn I>Q»«et- 



— 168 — 

dorf and später lebten die Grafen Constantin and Matthias, von wel- 
chen Letzterer, laut Eingabe d. d. Haus Pesch, 12. Juni 1829, anter 
Nr. 10 der Grafenclasse in die Adelsmatrikel der Preuss. Bheinpro- 
vinz eingetragen warde. — Nach Hauer, Adressb. S. 84 war 1857 Felix 
Gr. v. H., Freih. v. TSerclais, Herr auf Pesch u. Latum im Kr. Cre- 
feld. — Aas dem freiherrlichen Stamme zu Broich wurde bei Anlegung 
der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern derselben Freiherr Carl Theodor, 
geb. 1752, k. bayer. Generalmajor und Brigadier der Artillerie ein- 
verleibt und in die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz fanden, 
laut Eingabe d. d. Rittersitz Broich bei Jülich, 9. Juni 1829. Hie 
Freiherren Carl und Franz. nebst Marianne Freiin v. H., verm. Freifrau 
v. Negri, unter Nr. 8 der Freiherrnclasse Aufnahme. — Haupt der 
Linie zu Broich war neuerlich: Freih. Theodor — Sohn desFreiherrn 
Tilmann Peter zu Broich, Herrn zu Broich, Hracheln, Lohmar etc. aus 
der Ehe mit Rosa Freiin v. Quadt-Wickerath zu Aisbach — von 1813 
bis 1815 Feld-Oberst-Hauptmann des Landsturms am Rhein, verm. mit 
Carolina Freiin v. und zu Olne. aus welcher Ehe ein Sohn, Freiherr 
Hermann, k. bayer. Kämmerer, stammt. Freih. Theodor, gest. 17. Apr. 
1862, ist unter dem Namen: Eremit v. Gauting u. durch seine Reisen, 
so wie deren Beschreibungen in weiteren Kreisen bekannt geworden. 

Frtik. 9. Kr ohne, II 8. 64—67. — N. On*<nl. Ilannh. 1779. I. S. 112 u. 11t. — *. Lmtf , 
8. 149. — M'gerlt 9. Mühlfetd, Ergänz. -Bd. 8. 10P: Tillmann FrHh. t. Hallherg. — ». Pfc 
A.-L. V. 8. 2U7 un4 20*. — rvWA. r. L*<l*hur . I. 8. 31.1. — Gtneal. Tasrhenh. d. frrihfTfl. 
Hftuatr, 1858, 8. 2.12, 1*59. 8. 27» und 274 und 1**2. 8. 33* und 3S7. — Suppl-m. sn M*ha. 
W.-B. X. 5: Kr*ih. v. H. W.-B. d. Kgr. HayernMII. 1* u. r. W»ick*r* t Abih. S: Frrifc. 
▼. II. — W.-B. il. Pivun- llhfinproviuz. I. Tah. 49. Nr. ! ": Gral \. II. und Nr. 9*: Frtihnr 
v. H. und 8. 49 und 49. 

lalle, lalle-Llptay (in Schwarz ein mit di ei rotben-Rosen belegter, 
silberner Schrägbalken : Ualle'srhes Stamn.wappen. Halle- Liptay: 
Schild der Länge nach getheilt: rechts das IlalleVhe Stammwappen 
und links quer getheilt: oben in Blau zwei aufgerichtete, einander 
zugekehrte, goldene Löwen, welche eine Krone halten und unten in 
Silber drei rothe Rosen). Altes, niedersächsisches Adelsgeschlecht, 
aus welchem Paul v. H. aus dem Braunschweigistben in der zweite! 
Hälfte des 16. Jahrh. nach Ost-Preussen kam u. Hie Güter Karschau, 
Kukernese u. Codaunen erwarb. Später waren mehrere Sprossen des 
Stammes Amtshauptleute zu Rhein. Heinrich Ehrenfried v. IL, kur- 
brandenb. Oberst zu Ross und Fuss, Gouverneur der Louisenschanse, 
Jägermeister und Amtshauptmann zu Rhein, war mit Johanna Maria 
v. Rohr vermählt und starb 1633. Ein Sohn desselben. Wilhelm 
Reinhard v. H. war Oberförster im Samlnnde. — l'ie Familie war in 
Niedersachsen 1553 zu Drakenburg und Rinteln und 1559 zu Klbin- 
gerode begütert und besas* in Ostpreussen im lti., 17. u. 18. Jahrb. 
ansehnliche Güter, von denen noch Itenscn u. Sieslack im Kr. Preuss. 
Eylau 1779 in der Hand derselben waren. — Teber die Vereinigung 
der Namen und Wappen der Familien v. Halle u. v. Liptay : v. Halle- 
Liptay und v. IL. genannt v. Liptay, fehlen genaue Nachrichten. Der 
betreffende Stamm sass zu Kobolton im Kr. Ortelsburjr. Dero Wap- 
pen nach, da das Liptaysche Wappen links steht, gab ein weiblicher 
Sprosse des Geschlechts v. Liptay zu dieser Vereinigung den Anlas«. 
Die Familie v. Liptay kam übrigens mit Samuel v. L., welcher 1757 



— 169 — 

alt k. prenss Oberstlieutenant den Abschied nahm, ans Ungarn nach 
Preossen und fünf seiner* Söhne standen in der k. prenss. Armee. 
Ein v. Liptaj starb als k. pr. Major 1808 and zwei Fräulein v. L. 
waren 1806 Conventnalinnen des Stifts zum heiligen Grabe in der 
Priegnitz. 

!V. Pr. Ad»Ulexi<-<>tt V. M. JOS; v. Hall* nach den Königirhen Sammlungen uud IT!. 9. 
JTT; 9. LiplMj. — Fr'ihtrr ». Udtbur , I. 8. .117 und III. 8. 270: ?. H. und II. 8.4t : v. 
L, — fii**mnch*r. I. |H3: ». Hall«*, ßrftunichwHicUch. — W.-B. der Preu«. Mou. IIF. 37: v. 
HaJ)~-Lipta>. 

lalle, laller. Erfurter, im 13. und 14. Jahrh. vorgekommenes 
Patriciergeschlecht. Seyfried v. H. war 1259 Orfifl. Gleichischer 
Lehnsmann und Burger zu Erfurt und Dietrich v. H. sass 1306 im 
Rathe dieser Stadt. Kühne und Gerhardt Gebrüder v. H. , Ritter, 
lebten 1367 and Otto v. H. kommt noch 1370 als Vasall der Grafen 
f. Gleichen and Borger zn Erfurt vor. 

V Pr. A -L. V. S. w». 

lallejcg, Freiherren. Krbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom 
fom 2. Nov. 1765 für Johann Maximilian Friedrich v. Hallegg, k. k. 
Land rat h zu Klagenfurth. — Eins der Altesten kärntner Adelsge- 
«chlechter, ans welchem Otto v. H. schon 1392 der erste Landes- 
Vlce-Dom in Kärnten war. Georg v. H. kommt als dortiger Landes- 
Verweser 1442 vor; Adam v. H. kämpfte mit eigenen Leuten nnd 
Pferden gegen die Türken und zeichnete sich namentlich bei Verthei- 
dignng des simmeringer Passes aas nnd Veit v. Hallegg, kais. Feld- 
Hauptmann in der slavonischen Gränze, wurde vom K. Rudolph II. 
nun Eqoes anratns geschlagen. — Die spätere Stammreihe der Fami- 
lie war folgende: Adam v. H.: Elisabeth v. Thannhausen; — Johann 
Max: Anna Margarctha v. Kellerperg; — Freiherr Johann Maximilian, 
•. oben: Maria Helene Kulmer v. Rosenpichl; — Freih. Franz Jo- 
seph Anton: Isabella v. Ei*s und Söllheim; — Freih. Joseph: Johanne 
Freiin de 1'E|mV v. Stnivenberirh. Au* der Ehe des Letzteren ent- 
sprossen zwei Söhne: Freih. Johann, gest. 1852, k. k. Major in d. 
A-, onvermählt u. Freih. Maximilian, geb. 1796, k. k. Oberst in d. A. 

M*y*rU r V*A//W./. S. SS — <i«*nr|i. T««< h"fi».ii<h «I fo-lft llän^r. IM». N. 17* «•• l"' 1 
•«4 |*\7 « f*S 

■aller (Schild geviert : 1 und 4 in Blau ein rother Sparren , be- 
freitet von drei Roten nnd 2 nnd 3 in Gold ein grüner ßanm , oben, 
rechts, wie link«, von einem Sterne beseitet i. Reichsadelsstand. Di- 
plom von 1749 fOr D. Albrecht Haller. k. grossbrit. n. karbraunschw. 
lineb. Hofrath nnd Professor der Chirurgie an der Universität Göt- 
tinnen. Derselbe, einer der gelehrtesten Aerzte seiner Zeit, welcher 
1757 die Lehre von der Reizbarkeit feststellte und eine völlige Um- 
arbeitung der Physiologie unternahm, war 1752 in »ein Vaterland 
nach Bern zurückgekehrt, wo er 1777 starb. Der Stamm blühte in 
der Schweiz fort. 

tmi*+t, <»»l-htt i.Mfh. » i»'\\\in%*\\, I. H. **« unl II •*. v.« und 40. £\<*4 und *iruh*$ . 
ff**vkUf>tdir. H#s-t * I H ••*} mi.l r*T - Fnik+ti r. ./ h'n**'> '■*! . * M* - ►«•pH. tu 
•***«• W B. IX. 1«. 

■aller, Eltter aad Mle. F.rbländ. -österr. Ritterstand. Diplom 
%oo 1 776 fftr Carl Haller . Doctor der Rechte , mit dem Prädicate : 
Edler v. 

w. Mmkt/*U. Kritäna. B4. *. 14». 



— 170 — 

lillrr, laller v. lailerstein, Freiherren p. Grafen (Stammwappen: 

in Roth ein aus der rechten Seite hervorgehender, silberner Ständer, 
welcher bis an den unteren linken Winkel des Schildes reicht u. mit 
einem schwärzen Ständer belegt ist. Freiherrliches und gräflich« 
Wappen: Schild geviert: 1 und 4 das Stammwappen u. 2 d. 3 quer 
gethcilt : oben in Roth eine von oben herabsteigende, goldene Spitie 
(dem Diplome von 1528 nach ein goldener, dreieckiger Stein) und 
unten in Silber ein rechtsgekehrter, schwarzer Löwe: erloschene 
Familie v. Hallerstein in Rayern). Reichsfreiherrn- und Urafenstand. 
Freiherrndiplom vom 1. Apr. 1699 für Gabriel, Jobann , Landesgoa- 
verneur in Siebenbürgen und Ladislaus v. Flauer and vom 24. Sept. 
1790 im Kurpfälzischen Reichsvicariate für Johann Siegmand v. Hal- 
ler, Kriegsraths- Presidenten in Nürnberg für sich und alle Übrigen 
Sprossen des Geschlechts und Grafendiplom vom 8. Juli 1713 für die 
drei im Freiherrndiplome von 1699 genannten Familien -Glieder. — 
Altes nürnberger Patriciergeschlecbt, welches von Einigen für ein 
ursprünglich bayerisches Geschlecht , eines Stammes mit den ehema- 
ligen v. Osternohe, gehalten wird, nach Anderen aber und wohl rich- 
tiger aus Böhmen und zwar aus Prag nach Franken gekommen sein 
soll u. im Anfange des 14. Jahrh. auch den Namen: Obull oderOboü 
führte. Ulrich Haller, gest. 1278 oder 1280, wohnte zu Bamberg in 
einem Hause an der Rednitz , welches auch der Münzsani biesi tat 
war daselbst kaiserlicher Münzmei«ter. Vermählt mit Beatrix Fnch« 
wurde derselbe der Stammvater aller Malier, welche sich zu[ Anfang* 
des 14. Jahrh. in Nürnberg niederließen, sich von da in* mehren* 
Länder, nach Siebenbürgen, Ungarn, Krain, Kärnten, der Ober-Pfaflt 
und den Niederlanden . verbreiteten ui d in Civil- u. Mi1itairdien«ten 
sich vielfach auszeichneten. In den Rath zu Nürnberg ging das Ge- 
schlecht zuerst 1314 mit Ulrich Haller: das Todtenschild Heinrich'* 
Haller in der Sehalderkirche zu Nürnberg ist von 1829 und ßerthoM 
H. stiftete 1360 da* Pilgerspital zum h. Kreuz vor Nürnberg, dessen 
Pflege der Familie übertragen wurde. Krhard u. Paul wurden vom K. 
Sigmund hei seiner Krönung in Rom 1433 zn Rittern mit der Er- 
laubnisse goldfarbene Kronen auf dem Helme des Schildes zn führen, 
geschlagen, was eben so grossen Neid erregte, wie diesen später die 
grossen Freiheiten hervorriefen, welche K. Friedrich III. dem Sieg^ 
mund H. ertbeilte, zu welchen auch die gehörte, dass die Reichs- 
lehen der Familie auf Frauen und Töchter vererben sollten. Durch 
kaiserliches Diplom vom 27. Mürz 152« erhielt ferner, in Rücksicht 
des Ritters Conrad Hnllers, Kummergerichts- Beisitzers wegen des 
Erzhauses Oesterreich, des k. k. geh. Secretairs Sebald Haller v des 
kaiserl. Regimentsraths u. Hauskämmerers zu Insbruck Ritters Wolf 
H. u. des kaiserl. Raths Ritter ßarthnlomaens II., nach Absterben des 
bayerischen Geschlechts der Hallerstein, der gesammte Stamm die 
Erblaubniss, sich künftig Haller v. Hallerstein nennen, das Wappen 
dieses erloschenen Geschlechts mit dem angeerbten führen and mit 
rothem Wachs siegeln zu dürfen, auch wnrden 1555 Christoph Rap- 
recht und Wolf die Haller mit dem Comitive begnadigt. — Im Lsnfe 



— 171 — 

Seit erwarb die Familie mehrere Besitzungen, welche theilweise 
ir TeriUwert wnrden und weif he Sfebenkees eben so genau, wie 
Mregeben hat, welche zu Feiner Zeit (1791) der Stamm besass. 
»fiteren gehörten seit 1342 der Borpstnil zu Kalkrenth mit Zu- 
% ein damals markgr. Brandenb. -Bayreuth. Mannslehn; Bucken- 
ron Georff H. 1502 testamentarisch zu einer Vorschickung ge- 
t; Omndlach nnd Hensenfeld. nach Erlflschen des Pfinzingischen 
Ines, an die Sigmnndsche Linie gekommen; derBunrstallPracken- 
Krt Altdorf u. das Weiserhaiis am Reichswalde bei dem Tutschen- 
p, auch war die Familie wegen der Rieterischen Stiftungsjrüter 
borg und Knlhensteinberg 1754 dem Reichs -Ritter Canton Alt- 
einrerleibt worden. — Pas Geschlecht hat, wie im freiherrlichen, 
cb Im gräflichen Stande fortgebluht. Von dem freiherrl. Stamme 
*n bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in dieselbe 
»teilende sechs Sprossen des Geschlechts eingetragen: Johann 
und Christoph Joachim, geh. 1753, Senior Familiae u. quiscirt. 
tor der Stadt Nürnberg u die fünf Vettern desselben, die beiden 
BT Johann Sigmund, geb. 1 756, quiesc. Oberförster in Nürnberg 
*»rl Christoph Samuel, geb. 1761, Cnmmnnal- Administrator in 
berg, so wie die beiden Brüder Christoph Jacob Wilhelm Carl 
lim, sreb. 1771, u. Johann Carl, geb. 1774, k. bayer. Baumeister 
raletzt Christoph Hanns Joachim , geh. 1757, quiesc. Stadtere- 
i- Assessor 7\\ Nflrnbercr. - T)er neuere , sehr zahlreiche Per- 
bestand des in zwei Linien, der Joachims- und Sigismunds Linie 
•nden freiherrlichen Stamme« findet sich mit mehreren, die 
ren jrenealoirisrhen Verhältnisse der Familie betreifenden Xnch- 
•n, in den Reneal Taschcnhb. der freih Hfiuser genau anpejrebeM. 
die jetjiiren H.itipfer beider Linien anlangt, so ist Haupt der 
lims- Linie r'reih. <ijrmund, sreb. 1820 - Sohn des 1S57 ver- 
enen Freiherrn Christoph, Administrators der «. jr. Osukenhofer 
;hickone — rechtskundiger Mairfstratsrath zu Fürth, vermählt 

mit Julie Fries . an* welcher Ehe , neben zwei Töchtern , ein 
. Christoph, ireb. ls.v». «tummt. Per Bruder de* Frei! errn Sig- 

iM Freih Carl. ireb. 1H21, Civil Archit« ct. -Haupt der Suris- 
Vl.flnie i*t Freiherr Sigmund, ireb. 1819, Sohn de»; 1W9 
»rtoenen Freih. Surround, k. bayer Forstmeister«, aus der Ehe 
aroline Freiin v. Troeltsch rechtskundiger Mii!?i*trat*rath zn 
benr, renn. 18f>2 mit Caroline Freiin Holzsrhnher v. Harrlach. 
1*29, aus welcher Ehe zwei Tochter entsprossten. Die Brüder 
'reib. Siirmnnd sind Freih Friedrich, «cb. 1820, k bayer. Re- 
»roter, aus rieben erster Ehe mit Eleonore v Niethammer, i?e*t. 
, zwei Sohne leben. Julius, treb 1852 und C.irl. ireb. 1853 — 
Yeih Christian, noh 1*31, k bayer. Lieutenant. - Die in Sie- 
irgen und Cmrarn rei^h heiterten Grafen Halter v. Hallerstein 
leuerlich in *ech* Zweiten aufgeführt worden und die Häupter 
foen w*r*n : Zweig !: 'iraf Lu Iwig. neb 1**22 — Sohn des 1847 
tffeenen Grafen Ludwig aus der Ehe mit Miria Freiin Borne- 
4e KAwoiw, gest. 1833 — renn. 1*53 mit Julie Grf. Kalnoky 



— 172 — 

v. Köröspatak. Die beiden Brüder des Vaters sind: Gr. Ignaz, geb. 
1794, k. k. Kamm, und gewesener Obergespan und Gr. Frans, geb. 
1796, k. k. Kämm., Geh.-Rath, Inhaber des 12. Husaren-Reg, Feld- 
marschaUlieutenant in d. A. etc. — II: Graf Georg, geb. 1818 — 
Sohn des 1832 verstorbenen Grafen Gabriel aus der Ehe mit Antonie 
Grf. Bethlen v. ßethlen — verm. mit Barbara v Balinth. — III: im 
Mannsstamm erloschen mit Gr. Emmerich. — IV : Gr. Franz und Gr. 
Joseph, Söhne des 1839 verstorbenen Grafen Johann aas zweiter Ehe 
mit Susanna v. Kleist. — V: Graf Gabriel, — Sohn des G-afen An- 
ton aus der Ehe mit Josephine Grf. Deromain — verm. mit Josephine 
Freiin Bornemisza. — VI: Graf Johann, k. k. Kfimm. , vermählt mit 
fonstantia Grf. Fay, aus welcher Ehe, neben drei vermählten Töch- 
tern, zwei Söhne stammen: Gr. Franz, Erzdechant von Kraszna and 
Gr. Alexander. 

Gnuhe . 1. S. IS'» und 7M narh Run-lhn . 1». Hl., Yolraun . Klir* de« H>n. C.rnn. 
Spang'Hhri-ff , Adflxtn. II und J«;/*»/m«, S. IL'*.». -- Hi"d*rma*n . NürntH-rR. Patriziat, Tab. 
1*4—144. - Will, Niirul». Müiis-n»liiMiis. I. S. M* — N Geueal. Haudb. 1777. H. 334-217 a. 
177*. II. S. 2W- 2*»2. - r . Ltmy. S. 14?« und l'n». - D.mch* Grnfrnh. der tt>Ron wart I. *. 
30»* — 310: dflt uiiiH'i-h«'!»«.' Wappi'n nehort einem anderen Stamme. — Frrih. i». L**t4»hmr. I. 
S. 313. — (Jincal. TaM-hi'uli. dir fr-ili. Häuser, IH.V*. S. 234, 1*.M». 8. »74— J76 u. I*f0 B.1H 
und 1^.1 S 271»- 27«. — fini. Tmch-iih d. ur.ifl. H. |h«). 8. »l!t u. hi«lor. Handb. *. t*7. 
— Si'himi<:f-rr. I. 20.% : l>i* Halli-r. NiiriiluT« adel. l'atrici.-r. — Jnnii*ndr** Einleitung wm 
Heraldik, S. 1K« Ul „] |<;7 und Tal». 3. Nr. 22. — Suppl. 7.11 Kii-Imi. W.-H.VII. 17. — Tgrof, 
I. .17: <;r. und Frcih. \. II. und Sirtrnl***. I. S. 331 -335. — W.-B. d. Kongr. Bayer«. III. 
19 und r. Wötckcr*. Alitheil. 3. 

■aller, laller f. lallrrsteii. Reichsadelsstand. Diplom von 1728 

für Johann Andreas Haller, k. k. General-Einnehmeramts- Verwalter 
der Gränzlehen in Steiermark, mit dem Pradicate: v. Hallerstein. 

\1<«;.tU r. VhA//*M, I Snr.-Bd. S. 30". 

laller t. lalleil'Hrg, Edle. Erblünd.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 1795 für Martin Aloys Haller, Gutsbesitzer in Galizien, mit dem 
Pradicate: Edler v. Hallerburg. 

M-.j.il* r. Mul.l/'iil, Kr.: Bd S. 30'.«. 

laller t. lallerau zi Uebeathall. Erbländ.-österr. Adelsstand. 

Diplom von 1739 für Franz Edmund Ilaller . k. k. Registratur«- Ad- 
juneten der oberösterr. Geh. Hofcanzlei zu Innsbruck , mit dem Pri- 
dicate: v. Hallerau zu Liebenthall. 

MfyerW r. Mühlftbi. Krg.-Hd. S. 3<r.*. 

laller v. laitenbarrh (Schild gtviert: 1 u. 4 in Silber ein etwat 
eingebogener, rother (nach einer Stammbuchszeichnung blaner) Spar- 
ren, von drei rothen Rosen begleitet nnd 2 und 3 in Gold ein an die 
Theilungslinie angeschlossener schwarzer, zweiköpfiger, halber Adler, 
dein die Füsse gestammelt sind, oder fehlen): bayerisches, aueb ohne 
'den Zusatz v. Raitenburch vorgekommenes Adel«geschlecht, ans wel- 
chem Wulff Dionvsius lluller sich 1592 in ein Stammbuch einschrieb. 

Sirhmnrher. I. ■»* : Di« !lall*r. Ka)iri<.r|i. - r. V.i/m?. II. *. 223 und 234. 

lallerberg. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1708 Ar 
Joseph Ilallerberg, Ilergverwcser in Steiermark. 

M r/ *rh r. Mühlf'bl. Krnän#.-Bd. S. 30*». 

lallermiad, lalle münde , Grafen. Altes, braunschweigischet 
Grafengeschlecht aus dem gleichnamigen, 1435 geschleiften Stamm- 
sitze an dem Dieppe genannten Holze an der Aller im Hildesheiml» 



— 173 — 

acben 9 welches schon in eine sehr frühe Zeit gesetzt wird and mit 
Wilibmld Grafen t. Hallermond, welcher 1439 als Bischof zu Minden 
starb, erloschen ist. Die Grafschuft fiel an das Haas Braunschweig- 
LOnebarg zurück , welches dieselbe 1 704 den Grafen v. Platen zu 
Lehn gab, ohne jedoch von deren Einkünften, Rechten u. Pertinentien 
etwas weiter als seit 1708 die reichsgräfliche Unmittelbarkeit, nebst 
Sitz and Stimme im Westphälischen Grafen-Collegiura, zu geniessen. 

Uopyt+rod, Suminbucl), 8. 3*. — Lucae , (>rftfeii<aal, 8. !«5— VS8. — P/e/fingtr, I. 8. 
CK). - Ommkt, II. 8. 391 : uarh P frffing er u. Hühner, Histor. Polil, VII. 8. 969. — J. Wolf, 
^••ckictit« der Oralen \. Hallertnuiid, Göttnigeii, l*lh. - Ha**. Vaterl. Archiv, 1893. IV. 8. 
ISS, 1***. HA. I. 8. 70 nnd Hfl. i. S. IJ3. — Frrih. P . </. Kmenebeck, 8. 364. 

lalledas. Preussischer Adelsstand. Diplom vom 7. Sept. 1722 
ftr Carl David Halletius, k. pr. Major und Commandauten des Bos- 
aiaken-Corps. 

9. UrtU+ch, |. 8. 4U1. — M. Pr. A.-L. V. 8. 209. - Frtih. r. Lcdtbur , I. 8. 313. — 
W.-a. d. Pr*uM. Monarch. III. 37. 



(in Gold eiu schwarzer Adler). Reichsadelsstand. Di- 
plom vom 31. Jan. 1624 für Paul Hallmann, Herrn auf Strachwitz 
■nweit Liegnitz. Der gleichnamige Sohu desselben, gest. 16ö0 als 
Forstl. Liegnitzischer Geh.-Ratb und Canzler, hatte aus der Ehe mit 
Dorothea v. Bandisain vier Söhne und drei Töchter, von denen bei 
•einem Tode, nebeu zwei Töchtern, zweiSöhue lebten: Joachim August 
?. iL, Fürstl. Briegscher Secretair und Joachim Paul v. H. — Die Fa- 
milie war noch in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. in Schlesien be- 
gtiert nnd zwar 1735 mit Woidtrikowe, 1738 mit Strebitzko o. 1740 
noch mit Salmirschütz. Letzteres Gut besass Gottfried Brandam v. 
Ballmann, vermählt mit einer v. Gladis, aus welcher Khe eiu Sohn, 
Friedrich Sylvius v. H. entspross, welcher 1786 als k. preuss. Oberst 
and Chef eiues Garuison-Regimeuts zu Rastenburg starb. — Im Jahre 
1806 s Lande u drei Stabsofticiere v. H. in der k. preuss. Armee: der 
eine derselben blieb als Major in der Schlacht bei Auerstadt, der 
zweite starb 1823 als Oberstlieutenant a. D. und der dritte, welcher 
Major und Commandern* eines Grenadierbataillons gewesen, 1825 im 
Pen&ionsstande. Die Genannten wareu wohl die Letzten des Stammes. 

tfmW. 8 77». - Simapiu». II N t£9 - N. I'r. A.-L. II. 8. 31*. - /#«*. r. Udtbmr. 
I * JM 

lallmaia, liasmaan v. 1. K. Preußisches Diplom vou 1 8 1 7 für die 
Gebrüder Ludwig Hinzinann und Otto Hinzmann, mit der Krlanbniss, 
den Namen and das Wappeu der v. liallinanu dem ihrigen zufügen zu 
dürfen and sich v. Hallmann -Ilinzmann oder Hinzmauu v. Uallmann 
im schreiben, firsterer war zuletzt Major im 4. k. pr. Hasaren -Re- 
giment* and später Oberstlieuteuaut a. D. und Letzterer stand 1836 
alt Rittmeister im 5. Kuirassier-Regimente u. war spater Major a. D. 

9. H*W*><k, I. 8. 401. - K I'r. A.-L 11. -<*. 333. - A>#iA. ». Ltdthmr, 1. ». 3A*. 

hllmeafeM, lallmaia f. laUmeafeld, lalmeafeld (im Schilde drei 
goldene Aehreu). Böhmischer Adelsstuud. Diplom vom 3. Juni 1693 
ter Jobann Sigismaud Hallmann, mit dem Pradicate v. Hallmenfeld. 
Derselbe, gest. 16. Jan. 1720 als Rechts- Aeltester der Stadt Breslaa 

Ober- Kriegs •Commiisahus, stammte nach Uenel ans der sohle- 



— 174 — 

siscben Familie Hallmann, erhielt aber bei Confirmetion des Adels 0* 
bei Veränderung und Vermehrung des Wappens das erwähnte PrMi- 
cat uud schrieb sich später nach demselben, so dass der Stamm wohl 
von dem ursprünglichen zu unterscheiden ist. Aus seiner ersten Ehe 
mit Auna Regina Kretschmar stammte ein Sohn, welcher später eine* 
Autheil des Gutes Woidnikowe besass. Der Stamm ist nachher er- 
loschen. 

Henri, t> 772. — Sinapivi . II. S. «*9. -- r. Ilellhaeh . I. S. ."iul. — N. Pr. A.-L. IL 
S. 8». — Freiherr r. Ledthur. I. S. 314. 

lallet. Erbländ. -österr. Adelsstand. Diplom von 1797 für Jo- 
seph llallov, Steyerischständischen Haupt-Cassier. Der Stamm blähte 
fort und Friedrich v. Halloy, k. k. Oberst, war 1856 Commaudaot 
des Tiroler-Jäger-Regiments K. Franz Joseph. 

M'gerle r. MühlJ*hi, Krgäiiz.-Mri. S. 310. 

laUweil, lalwai, aech Grafen. Böhmischer Grafenstand. Diplom 
vom 20. Juni 1671 für Johann Hugo Freih. v. llallweil, k. k. General 
in Ungarn. — Altes, schweizerisches Adelsgeschlecht aus den gleich- 
namigen Stammschlosse im Canton Bern am llallwyler See , welches 
sich später in den Rucinlandcn, in Schwaben uud Oesterreich ans* 
breitete. Dasselbe soll, wie Buccliui will, römischeu Ursprungs ge- 
wesen sein und sich früher de Ala geuanut haben, wie denu auch das 
Stammwappen in Gold zwei von einander abgesonderte Adlerstiügel 
zeigt. — Die ordentliche .Stammreilie beginnt Hübner mit Philipp 
Wilhelm v. H. um 116f>. Thuringo v. IL zeichnete sich 1415 in 
Kriege gegen die Züricher und Beruer aus, in welchem das Stamm- 
haus in Flammen aufging; Johann Georg v. U. wurde 1601 Bischof 
zu Costnitz und sagte voraus, das* er, wie auch geschah, im 3. Jahre 
sterben würde; Hugo Freih. v. 11. war später des Frzh. Leopold Wil- 
helm Oberster Kämmerer und Johann Hugo, welcher, s. oben, de* 
Grafenstand in die Familie gebracht, blieb 16ö4 bei Gran in einem 
Treffen mit den Türken. Der bobn des Letzteren, Graf Johann Se- 
bastian, starb 1700 als kais. Geh. -Rath uud hiutcrliess drei Söhne, 
die Grafen Johann Christian, Johann Albert und Anton Carl» doch 
fehlen über dieselben weitere Nachrichten, auch sind nur durch Ganh* 
aus der ersten Hallte des Ib. Jahrh. einzelne Sprossen des Stammes 
bekauut. 

Hühner. Tah. !'7."> D7-. -- hanf.*. I. S. »"»I mimI «;'»••. nacti Muiiiptf, !»rii»ni. Chroaik a. 
ÜHCelm.. I. und III. -- r. I/>if[*fiH, III. Mu|.|il. * til. S.ilee, , S. MO. - Stebmachtr, L 
liir. v.ll.. Klieiiiläuriisrli u I. l:*'j : v.M., Sriiw»izrrisili. — ». M*di*g. 11. rt. JW*. — f ypl 
EU Sielun. W.-B. IV. K. 

laimsehiag t. Helmstreit. Erbländ. -österr. Adelsstand. Diplme 
von 1621 für Georg Halmschlag, k. k. bediente naut bei dem Fuhr- 
wesen, mit dem l'rädicate: v. lielmstreit. 

\t* V rr\e r. Mühl/eld. Kr^iiiit.-R'l. S. :u<> 

■als, Grafen. Alte Grafen des h. römischen Reichs in Unter- 
Bayern, welche sich nach dem Schlosse, dem Flecken nnd der Herr- 
schaft diese» Namens an der Oesterreichischen G ranze nannten. 
Dieselben waren Oberst - Krbinarschälle des Bisthums Passau u. der 
Stamm erlosch 1375 mit Luitpold Gr. v. H., dessen Lehne der find« 



- 1.76 - 

feiner Mutter, Jotianu Landgraf v. Leoehtenberg, vom K. Wenzel 
erhielt. 

Wiful Bund, I. S. 33—83. — Qauhe, II. 8. 391: nach Bayer, Athu. P. I. - Sitbwxachtr. 
II. 13. — Hpener, Hhtor. Intign. A. 215. — 9. Mfding, III. 8. 246. 

laaberger (im Schilde ein Querbalken und über demselben zwei 
Sterne, unter demselben aber ein Hahn auf einem dreihUgeligen 
Berge). Ein im Anspachischen vorgekommenes Adelsgeschlecht, aus 
welchem Carl Friedrich v. H. in k. pr. Militärdienste trat Derselbe 
wurde 1806 Generalmajor und Chef eines Infant.- Regim. , und 1837 
Commandant von Danzig, trat dann aus dem activen Dienste und 
starb 1811. 

N. Fr. A.-L. II. R. 32.1: da» ang«'n«b<*ne Wappen itt unrichtig. — Freih. v. Ledebur, I. 
t. 114 Md 111. 8. 270. 

laaberger ?. EhrenwaM, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Di- 
plom von 1808 für Johann Hamberger, k. k. Lieutenant bei Herz, zu 
Sachsen -Coburg Infant., mit dem Prädicate: v. Ehren wald. 

Mt f erU 9. Mmkt/rtd. N. 194. 

lantbrefek. Altes, clevescbes Adelsgeschlecht, welches den 
Stammsitz Hambroich, das heutige Hammenbroich im Kr. Kheinberg, 
Reg.-Bez. Cleve, schon 1343 besass und ausserdem auch in der zwei- 
ten Hälfte des 15. Jahrh. Angerborst, Horst und Irnich besass. Der 
Stamm ist um 1609 erloschen. 

Wahn*, II. B. 53. - Freih. r. f.'dt'ur, I. H. 314. 

lanul, 4* lanel. Altes, französisches Adels- und Grafenge- 
tchlecht, aus welchem Franciscus Graf du Hamel 1679 kurbranden- 
barg. Generalmajor und ltf90 Generallieutenant wurde, 1702 aber 
den k. preuss. Dienst verliess und als Generalissimus der Republik 
Venedig eintrat. Zu demselben Stamme gehörte Alexis Chevalier du 
Barnel, welcher in kursächs. Militärdienste trat, 1768 zu einem der 
wenigen Ritter des erneuerten kurs. militair. St. Heinrichs Ordens 
ernannt n. 1790 kursächs. General-Lieutenant der Cavallerie wurde. 

HAJxiwhnftJirh* Nutix. - AWiA 9. Ltdehur, I. 8. 814 

■taelfcerg, laamelberg. Westph&lisches Adelsgeschlecht, aus 
welchem ein Sprosse, der k. preuss. Oberstlieutenant v. H., 1806 das 
Regiment v. Hacke zu Münster commandirte und 1807 pensionirt 
wnrde. Der Sohn desselben war erst Lieutenant in demselben Regi- 
aente , trat später in k. spanische Dienste und stieg zum Obersten, 
kehrte aber nach I*reussen wieder zurück und war 1829 Landrath 
de« Kr. Borken, Prov. Westph., Reg. Bez. Munster. 

W. rr. A.-L. II. n. Tt%. - Fr*tk. w. Udtbur. I «. 314 

lanrflfen \, Grafen (Schild geviert: 1 und 4 in Roth drei, 2 und 1, 
silberne Rosen und oben im Feldesfasse ein Ober diesen Roseo aus- 
gespannter« silberner Turnierkragen von drei Lätzen; 2 and 3 in 
Silber ein schwarzes Schiff mit drei Masten und einigen gezogenen 
Segeln). Reichsgrafenstand. Diplom von 1695 für Jacob v. Hamilton, 
späteren Herrn der Grafschaft Neuburg am Inn und der Herrschaften 
Wtnrnjtein etc. und früher schon der Herrschaft DQrrukrat, k. k. 
Gen.-Raih etc. Derselbe, stammend aas einem alten «. \or» 



— 176 — 

nehmen Geschlechte Schottlands, dessen Sprossen der Haoptlinie als 
Mylords u. Pairs von Schottland unter dem Namen : Hamilton Grafen 
v. Abercorn, Vicomte v. Strabane vorkamen, ein Sohn Alexanders 
Hamilton Grafen in Abercorn aus der Ehe mit Elisabeth v. Beding* 
field, zog um 1682 nach Deutschland, trat in k. k. Hof- und Staats- 
dienste, wurde 1696 als Herr der Herrschaft Dürmkrut von den 
niederü&terr. Ständen unter die Herrenstandes- Geschlechter aufge- 
nommen, 1702 als Herr der Grafschaft Neuburg am Iun mit den 
Herrschaften Wehrnstein, Frauenhauss und Neuenfelss den Ständen 
in Oesterreich ob der Enn* als Landmann einverleibt u. starb 1716. 
Aus seiner ersten Ehe mit Sophia Freiiu v. Weicht» entspross Graf 
Julius Franz Xaver Leopold, k. k. Kamm., Geh. -Rath etc., welcher 
1726 die Herrschaft Neuburg verkaufte, dagegen aber in Böhmen die 
Herrschaften Lichtenstein, Hundschiz, Kadlowiz und Kraschowiz in 
Pilsener-Kreise erwarb. Derselbe, gest. 1759, war in erster Ehe ver- 
mählt mit Maria Kniest ine Josepha Grf. v. Stahremberg, aus welcher 
Ehe fünf Söhne und vier Töchter entsprossteu, über welche Wissgrill 
nähere Nachrichten giebt. Von den Söhnen starb Jacob Franz anver- 
mählt im 29. Jahre und Franz Joseph schon in der Kindheit, die 
übrigen Söhne waren die Grafen Maximilian, Nicolaus und Anton. 
Graf Nicolaus, Herr der Herrschaften Dürmkrut, Lichtenstein, Hund- 
schiz etc., k. k. Kamm. u. Geh. -Rath, btarb 1769 als Oberster-Land- 
richter in Mähren, ohne aus der Ehe mit Maria Anna Grf. v. Sinzen- 
dorf Nachkommen zu hinterlassen ; Graf Anton, k. k. Kämm. Geh. -Rath, 
Feldmarschall -Lieutenant etc. auch des St. Juhauuiter Ordens be- 
vollm. Minister am k. k. Hofe, starb unvermählt 1776 uud der älteste 
Bruder derselben, Gr. Maximilian, Fürst -Bischof zu üllmütz, schloss 
30. Oct. 1776 den Manusstarnm der Grafen v. Hamilton iu Deutsch- 
land. 



(Jaule. 1. >. i.'tft ii. 7.S6 und II. S. I'iJ.i— I "».*» I . uv tt ltnli<*ff. Nniit. Vew. hnp. HL 
Hütiiirr, M«-in«iiri'i. Suppl. l.-'ijiz. finn-al. Ilaudh., 1747 <rtc. — Freih. r. Nnk'nsck, I. t. 
l»Hj. _ li|,<y, iU, IV S. 7s»- -.'. — Suppl. zu Mi-hiii W.-H. I. |. 

hallten , lannilten (im Schilde ein mit einem Herzen belegter 
Querbalken, begleitet von drei, 2 und 1. Rosen;. Ein aus England 
stammendes Adelsgeschlecht, welche», wenn man auf die Rosen im 
Wappen siebt, wohl iu einem ursprünglichen Zusammenhange mit der 
im vorgehenden Artikel besprochenen Familie gestanden hat. Ans 
demselben trat zuerst Panik II. aia obersilieutenant in kurbrandenb. 
Dienste und vun den Nachkommen haben Mehrere in der königl. pr. 
Armee gestanden. Zu denselben gehörte Ernst v. H., welcher 1808 
als Generalmajor a. D. starb. — Die Familie wurde in Ostpreusseo 
in den Kreisen Memel, Kreuzburg, Labiau und Gerdauen begfltert 

Frtihtrr r. L.il'hur. I. S. 314 uit.l III. S. ?7o. 

lann (iu Silber ein rother Ring). Altes Adelsgcschlecht der 
Grafschaft Mark, aus welchem schon 1342 Johannes de Hamme, 
Famulus, mit einem, einen King zeigenden Siegel in einer zu Alten- 
bochum aufgestellten Urkunde vorkommt. Da neben Altcnbochum 
im Kirchspiele Bochum ein Dorf Hainme liegt, so ist dieses wohl all 
der Stammsitz des Geschlechts anzunehmen, welches dem Wappen 



— 177 — 

meh eiset Stammes mit der in schwarzem Felde einen breiten silbernen 
Ring fahrenden Familie Alteubochum, s. den Artikel: Altenbockuro, 
Bd. I. 8. 66 , war. Doch liegt ein Ort Hamm auch unweit Keckling- 
banten o. derselbe war noch 1791 in der Familie. — Arud v. Hamm. 
mit einem gleichen Wappenbilde siegelnd, besass 1436 Hochum im 
Kirchspiele Datten bei Kecklinghausen, auch stand 1437 Uhlenbruch 
and später Wittering bei Gladbeck dein Stumme zu, welcher noch 1791 
Ahr inne hatte. Später ist der Stamm erloschen. 

F+kne, II. 8. 54. - Frrik r. I.*ttehur. I. S. :ill. 

■am (im Schilde ein aufgerichteter Hund). Kin zu den adeligen 
Patri eiern des Müusterlaudes gehörendes Geschlecht, welchem noch 
in neuester Zeit die Gutei Gr. Schönebeck im Kr. Lüdinghausen und 
Nienburg im Kr. Münster zustanden. Zu diesem Geschlechte gehörten 
1936 der Oberförster v. Hamm zu Tornau im Heg. -Bez. Merseburg, 
der k. prenss. Hauptmann v. H. in der 4. Artillerie-Brigade zu Torgau 
«. der Jastiz-Commissar v. H. zu Horstmar im Reg.-Bez Münster. — 
Ob einem gleichnamigen, von Fahne, I. S. 132, erwähnten Cölnischen 
Fatriciergeschh ehte, welches im Schilde einen belaubten Eichen- 
flamm fahrt, das Adels- Tradicat wirklich zustehe, muss dahin ge- 
stellt bleiben. 

K Fr. A -L. II. M. 3*i.1. - Frrih. ». Lfdtbui . I. M. 314. 

laam, «p de ■ lamm, geiaaat 8r hoppiagk, Preih., s. S c h ö p p i n g k, 
Freiherren. 

laame, aar« freihrrrei. Spanischer Freihermstand. Diplom 
Ton 1646 für Wilhelm v. Hamme, Oberbürger- und Rentmeistcr zu 
Brüssel. — Hrabautisches Addsgescblecht, dessen Stammsitz gleichen 
Namens östlich von Yllvordcn liegt und welches eines Stammes mit 
den Herren v. Asche war, wie eine Urkunde ergiebt, in welcher nach 
Kremer, Origin Nassov. II. S. 3i)7, (iod de Asch et Henricus de Harn 
f rat er ejus vorkommen. — Zu diesem Geschlechte gehörte Johanna 
Tbeodora Theresia Freifrau v. und zu Hamme, welche 1749 Acbiissiu 
des Reichsstifts Burtscheid bei Aachen wurde und als solche 1770 
starb. Nach dem N. l'reuss. AdeM \ 1 < b t e noch 1^39 zu Cölu Jo- 
bann Nepomuk v. Hauiine, welcher wühl aus diesem Gocblechtc 
stammte. 

L'«r*«*tl«tn (!•- |t>ati« •«■» t«-rr«-« «Im Hrahaut. H. |uj iU* Kr»'ili'-rrHi|i|n<>m - 'ntukr, \. h. 
TM - S. Vr A.-L V. s. tfiw. - Fiftk. 9 /W.-'.«* . I. M. 311 



»r - Pirgstall , Freiherren. Frbland.-österr. Ficiherrustand. 
Diplom fon 11. MArz )H3t> für Joseph v. Hammer, k. k. Hofntth und 
Hofdolmetscber , mit Vereinigung des Namens und Wappens der er- 
loschenen Grafen v Tur^stall. Ocrselbe, gest. lMf>6 -- ein Sohn des 
8. Febr. 1791 in den erbland.-osterr. Adelsstand t-ihobencii u. IHiN 
verstorbeneu k. k. innerösterr. (iubcrnial-ltaths Joseph Johann v. H. 
aas der Kbe mit Anna Schabl — Herr der Herrschaft Hainfcld und 
seit 20. Sept. in:t7 Oberst - Krhland - Vorschneider des Herzogthums 
Steiermark, gewe*. k. k. Hofrath im a o. Hicn^te bei der (ieh. Hau«-, 
Hof- and Staat sc nzlci und spater l't neiden! der k. k. Acadeime der 
%• tesentebaften etc., erlangte durch Oipluin \olii II. Febr. 1*2;"» deu 

A*#*4A#, DrtiUth. Ad«U-l.«-i. IV. 12 



— 178 — 

ei bland, -östen*. Uitterstund und wurde, laut Testaments der letzten 
Grf. Johanna v. Purgstall, geb. Cranstown, vom 16. Juni 1832 Erbe 
der Herrschaft Hainfeld in Steiermark, mit der oben erwähnten Be- 
dingung, Namen und Wappen der im Maunsstainme ausgestorbenen 
Grafen v. Purgstall mit dem angeborenen Namen u. Wappen zu ver- 
binden. Aus meiner Ehe mit Caroline v. Heniksteiu, gc»L 1844, ent- 
sprösse, neben zwei Töchtern, Freiin Isabelle, geb. 1819, renn, mit 
Heinrich Freih. Trenk v. Tonder u. Freiin Kveline, geh. 1824, ?ern. 
mit Adolph v. Berndt, k. k. Kittm. a. 1)., ein Sohn, Freih. Carl, geb. 
Ibl7, k. k. Hauptmann in d. A., verm. mit Caroline La^sovich, aas 
welcher Khe eine Tochter, Isabella, geb. 1851 und drei Söhne sUun- 
nien : Uichnrd, gib. 1850, Heinrich, geb. 1852 und Arthur, geb. 1855. 
— Freiherr Joseph, hinreichend bekannt als kundigster Linguist, hatte 
in längrr als 50 Jahren mit ganz besonderer Vorliebe eine ausge- 
zeichnete Bibliothek der seltenen u. werthvollsten Werke der oriea- 
tnli>chen Literatur, so wie der Linguistik überhaupt, der Länder- u. 
Völkerkunde und Geschichte etc. zusammen gebracht, welche 1867, 
im Auftrage des k. sächs. Staat smiuisters v. Falkenstein Exe, durch 
Kauf Ligeiithum der allein in den letzten 25 Jahren um gegen 
150,000 Bände vermehrten Bibliothek der Universität Leipzig ge- 
worden i>t. 

M. r -,\r r. I/«A//W»/. S. l:M. — Scl.umt:. II. S. 15. — tluuvl. Tuclienh. d.lrrib. HSa- 
«.. r. IM!*. S. 17'.' hihI IM> ii. 1»;>h. S. l'8s. - Xr. M..J. ik«i Köui^ Johann w. Sachten Bevarli 
i|.-r l'iiiv'Tsitiit L-ip/u'. NYli-t r>.ir->if|l. tl. AiMtalt<-n u. Samml. der rnivemtät. |<4* H. M. 

lanuaer. Kin früher in Ostpreussen im Kastenburgscheu begütert 
gewesenes, >pnter erloschenes Adelsgeschlecht. 

Frrih. r. I.nl'hm-. Ml. s. SjTo. 

lammenlet. Kin von Sinupius unter dem schlesischen Adel aaf- 
geführtes Geschlecht, welches mit Ciiesdorf im Ohlauschen begütert 
war. huld aber wird« r ausging. 

&iHHß,in\. II .s i;»i». h'i'fih. r. t.nl'hur. I. S. 314. 

lamMerl. Adelsstand des Kgr. Bayern. Diplom vom 31. April 
1S20 für Johann Paul Hammerl, k. bayerischen Landrichter zu AH- 
Oettiug. 

1. I.iin'j. Nii|i|i|i in. S. Im;. — W.-Ii. <l K^r. Itayrn. V. 31. 

lammehherg. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 19. August 
1 (»7 1 für Matthias (iunzstock mit dem Namen: v. Hammersberg. 

r. IM".«.**. I. S *•>.». 

iNMMerstaedt.laMMfrMrUtfr v^lamaerstadt. Schwedischer Adels- 
stand. Diplom vom 21. Aug. 1(151 für Joachim Hammermeister, Bit 
dem l'radicate: v Hammerstaedt und ße«tätigungs - Diplom von der 
Königin Chi Mine v. Schweden i). Nov. 1053 (nach anderer Augabe 
von 105 4 u. I().')7i. Der Diploms-Kmpfringer, aus Schievelbein, Reg. 
Bez. Cö>lin, Ntainnieiid, >tarh l(>7a zu Stettin als Landsyndicus and 
(.■urator des l\ Gymnasiums und hintcrlies»s nur eiue Tochter. 

lamint»r*teiu, trafen and Burggrafen (in Roth drei, 2 u. 1, schrig- 

link* hegende, silberne Hummer mit goldfiifii Stielen. Dieses Wap- 
pen wird m-uerlich wohl allgemein als das der alten Burggrafen V. 



— 179 — 

Haawaerttein angenommen o. ist auch durch k. hannov. Cabinetsordre, 
e. i. naefcsteh. Artik. , als solches anerkannt worden , v. Meding irrt 
daher gewiss, weun er folgendes Wappen: in Silber zwei ans dem 
•baren Rande des Schildes hervorkommende, kleine Vierecke, oder 
gestürzte Zinnen and unter denselben zwei schmale, erniedrigte, 
»erwarte Balken, welches Sicbmacher, 11. 129 nicht als ein gräfliches 
Wappen, sondern mit dem Namen: v. Hamerstein gegeben, für das 
Wappen der alten Grafen v. II. halt). Altes, rheinlündisches Grafen- 
geschlecht aus der Burg dieses Namens, dicht am Rhein, Andernach 
and Namedy gegenober, dessen düstere Kuinen auf der Kuppe eines 
ungeheueren, schwarzen Felsens liegen, welcher sich Nxmedy gegen- 
eher auf dem rechten Ufer Ober den Strom bOckt. — Graf Heinrich 
tollscbon 913 Feldhauptmann des K. Conrad 1. gegen die Wenden ge- 
wesen sein und Graf Otto war um 1045 Gaugraf, Comes provincialis, 
4et Wetter- und Eugar-Gaue6. Der Hauptstamm der Burggrafen zu 
Hammerstein , welche auch das Erz- Schenken -Amt des Kurfürsten- 
thuns Trier bekleideten, erlosch 1648 mit dem Grafen Ludwig V. u. 
•einem Vetter Wilhelm, welche die Burg u. Grafschaft Ilammerstein 
dem Knrfürstciithum Trier als Lehn aufzutragen sich genöthigt sahen. 
Graf Ludwig V. war ein Fnkel des Grafen Ludwig III und der Grf. 
Italde ?. Isenburg und ein Sohn des Grafen Ludwig IV. Ausser dem 
letsteren stammte aber auch , wie Mehrere angaben und annehmen, 
vom Grafen Ludwig HI. ein jüngerer Sohn, Arnold, welcher sich mit 
Elisabeth ▼. Kerpen vermählte und mehrfach als Stifter einer beson- 
deren Linie, der der jetzigen Freiherren v. Ilammerstein in den Her- 
togtbttmern Jülich und Berg, angenommen wird, s. den nachstehenden 
Artikel : Hammerstein, Freiherren. 

Lmcrn*. (•r**'n«M). II. S. VSO - Hauke, 1. 8. 7W a. 757. — Hont r. HamtH*r*t*in. BH- 
Uitf* »r (•etrhirlit** dtr IlurKKraf* n und Kr«'ili*-rrru v. IIainiii«*r<tt<'iu «'tr. Oöttiii^rii. |t(M». — 
9 M*lr$f. ti+*eh. d. Ilur^n im Klu-inlandr. II ft I Coli. . 1*3*. S. M. • 9 Htdiny. I. 8. 
214 «. *«m>«. KtrM nach iiu«iu MaiiU4rri|»i«* vom Laut*- rl>arh. tiifttur. rut**r«urhuni(. »»nr»-fl«*ud 
4t» aha* ll*m-u Htb(»u v. II. 17J*». da« Wa|i|M*ii, wie d-tvflh«* ifrrs»>j, Kha««*r Chn-ml*. aii- 



lammerstrin, lammerstein in fiqutrd aad lammerstein tu tiesmeld 
Latten, Freiherren (Wappen der Linie zu Gesmold und Loxten: in 
Silber drei, 2 u. 1 , rothe Kircheufahneu ohne Stangen mit goldenen 
Einfassungen und Hingen. Stammwappen. — Wappen der Linie zu 
Eqoord: Schild der Länge nach getheilt: rechts die erwähnten drei 
Kirehenfabuen und links in Roth drei, 2 und 1, schraglinks liegende, 
silberne Hammer mit goldenen Stielen: Wappen der alten Grafen u. 
Bvggrafen ?. Hammerstein). — Altes, ursprünglich rbeinlandUcbes, 
den Preitierrntit«») führendes Geschlecht, welches sich weit ausge- 
breitet hit, in mehrere Lander gekommen ist und in sehr zahlreichen 
Sprotten blüht. Nach früheren Annahmen, welche bis auf die neuere 
Zeit meist als begründet angenommen worden sind , stammt das Ge- 
schlecht ans dem Stamme der alten Grafen u. Burggrafen v. Hammer- 
stein, s. den vorstehenden Artikel, und zwar von dem jüngeren Sohne 
des Grafen Ludwig III.. Arnold, dessen älterer Bruder, Ludwig IV., 
den gräflichen Stamm durch seinen Sohn, Ludwig V , fottxtzte und 
gieht au, dass die Nachkommen Arnolds von dem reichen Grund- 

12* 



— 180 — 

besitze des Hauses nur ein anderes, später an der Wapper erbautet 
Schloss Hammei stein nebst Oege, Schwingenburg u. Stachelberg oder 
Stackenberg besessen habe, welche Besitzungen im zweiten Jahnehnt 
dieses Jahrh. in andere Hand übergingen. In neuester Zeit ist Ar- 
nold's Abdämmung von dem alten Grafenstamme Hammerstein io 
Zweifel gezogen worden und man hat die in das Wappen der Frei- 
herren v. H.-Equord gekommenen „drei Hummer der Burggrafen H." 
nicht als lieweiss der Gemeinsamkeit des Ursprungs gelten lasten 
wollen. Was diese „ Hämmer" anlangt, so sind dieselben als das 
Wappen der alten (trafen u. Kurggrafen v. Ilainmerstein, laut k. hau- 
nov. Cnbinetsordre vom 5. März 181(5, den Freiherren v. H. zuEqoord 
zu führen erlaubt worden. — Wie übrigens sich auch die Abstam- 
mung Arnold's verhalten mag — alt ist der Stamm der Freiherren 
v. 11. nun einmal, da derselbe schon 1357 urkundlich auftritt und in 
Iiergi>chen schon 1341 mit Sl runden im Kreise Leunep, 1435 Bit 
Schwingenburg und 1453 mit Hau. inei stein a. d. Wupper, Heide im 
Kr. Mattmann, begütert war — so i>t derselbe doch als Stammvater 
anzunehmen. Von Aliud:!, gest. !39fi, li<>f der Stamm, wie folgt, fort: 
Werner, gc>t. '440: Catharina v YiMori; — Johann, gest. 1500: 
Margaret ha v. l'feidsdorf; — Caspar, gest. 15<>(): Anna v. Holtz; — 
Chri>toph, gest. lü'U7: Margaret he v. Wrcde. Aus der Ehe des Lela- 
teren ent^pro-s Freiherr Haus Adam. gest. H>H3, welcher mit seines 
Neffen, Friedrich Christoph, k. schied, General der Cav. u. Erwerber 
des Gutes Aplern in der hess. Grafschaft Schaumburg, die liheingf- 
uenden verliess und die Herrschaft Kquord im Hildesheiruischen aad 
Hornoldendorf im Lippc-Detmoldschen kaufte. Derselbe warLanddrost 
der Grafschaft Iloya u. ist der nächste Stammvater der späteren aad 
jetzigen Freiherren v. 11. Aus seinen drei Khen mit Elisabeth v. Sal- 
di- rn, Catharina v. Klenke und Leveke v. Müuchhausen stammten 
mehrere Kinder, doch nur aus der 2. u. 3. männliche Nachkommen- 
schaft und zwar Georg Christoph, Christoph Ludolph und Christian 
(iUnt her, Festerer aus der zweiten. Letztere aus dritter Ehe. Georg 
Christoph, gest. 16M7, h. braunschw.-lüneburg. Geh.-Rath, üofmar» 
schall und Grossvoigt zu Celle, bcsa<s Kquord u. erwarb Stintenbvg 
im Laucnburuischen, Drönnewitz, Haguth, lientin u. Neuhof in Mek- 
lenburg-Schwerin, so wie Herrschaft u. Schlos« Gesmold mit Dralna, 
Feldinühlcn etc. in Hannover u. mehrere andere Güter. Christoph 
Ludolph. gest. 1728, kurbraunschw.-lüneb. Oberst, verm. mit Johanna 
Sophie Schenk v. Wintcrstedt, war Herrauf Hornoldendorf mit Fronun- 
hausen, auf Gesmold mit Dratum etc., so wie auf Apelern. Die beiden 
Fidei-Commiss-Güter Hornoldendorf u. Frommhausen wurden spiler 
von der Familie verkauft und dafür Hein>en im Hannoverschen er- 
worben und mit Fideicommiss belegt ; Gesmold mit Zubehör kanfte 
Christoph Ludolph, nachdem Georg Christoph gestorben, von der 
Wittwe desselbt n u. Apelern hatte er von seinem Vetter, dem reichen, 
im ttüjährigcn Kriege berühmt gewordenen k. schwed. General Fried- 
rich Chii>tnph v. 11. geerbt. Diese liesitzungen machte Christof* 
Ludolph , so weit sie es .nicht schon waren , zu Fideicommiss- nnd 



— 181 — 

mgfltern und stiftete die jetzt noch blühende gomolder Linie. 
tian Ganther, gefallen als holländ. Oberstlicutcnant 1 1>92 in der 
cht bei Steenkerken, war mit (iertrud Agnes Schenk v. Winter- 
▼erinählt, kaufte das (iut Loxtcu mit Dieck, Harn und (jtiaken- 
; Im Osnabrückschen tiud gründete die noch jetzt blühende Linie 
raten. — Die Söhne (Jeorg Christophs, und unter denselben 
«der, (ienerai der Cav u. Günstling des Königs Georg v. Gross- 

stmrben unvermfthlt und nachdem von dem Grossvater, Hanns 
I, s. üben, Kquord mit Mehrum und Schierke zu Fideieommiss- u. 
ngtfltern gemacht waren , kamen diese Besitzungen an die ges- 
»r Linie u. zwar an einen Alteren Sohn des Christoph Ludolph, an 

Werner, gest. 1787, welcher die noch jetzt blühende equorder 

Mittete. Oie Allodialhesitzuugcu des Georu Christoph kamen 
l Vermahlung einer Tochter desselben an die Grafen v. Hahn. 
Br den genannten Stammgütern im Hildesheimochcti, (-alenbenr- 
l, Osnabrück sehen u. im Schaumburgschen kamen noch das Kit - 
t Bleck mar im Lüneburgischen, die grossen Rittergüter Ketzow. 
in, Klopsow, Rechlin und Itouuentin in McKIcnhurg- Schwerin, 
tat Bachholz in der Priegnitz u die Herrschaft Albrechtsberg in 
erreich in den Itesitz der Familie. Hei ficihcn liehe Stamm 
jetzt in den drei Linien zu Kquord, ficsmold u Loxtcn, von wcl- 
die beiden letzteren einen alteren u. jüngeren Zweig haben, 
gemeinschaftliche Stammvater der Kquord» r Linie i*t Freiherr 
g August, ge«*t. 1813 — Sohn des Freih. Hans Werner, k. han- 
Geh Itaths und Oberstjägermeisters, nus ihr Khe mit Fupbelnia 
t Schlippenbach — Majoratsherr auf Kquord, Neddemins. Hnm- 
teio und Oeee , verm. mit Henriette Snphi.i Fn-iiii v. Münster- 
iberg, gest. 1811. Aus dieser Khe enNpros-s Freih Hans Georg, 

1941, tormiil. Geiierallietitcnaut in k. wcMphäl hieiMen. Ma- 
lherr auf Kquord und Mehniin, vermählt mit Adclgtinde i i rf . v. 
itorf, geh. lHOf) und von ihm stammt das j«t7iu<* Haupt der 
eder Linie; Freih. Si/nrd. geb. 182U, Heir dir Güter Kqiinrd. 
mm and Schierke, k. preuss. Pretnicrlicut. a. !>., venu, mit Cae- 
Freiiu v. Grole zu Schauen, geb. 1841, au« welchn Ihr ein 
, Hans. geb. l8«o, lebt. — Der gemeinschaftliche Stammvater 
retinoider Linie war Freih. Ludwig, üest. ] 7Mi fünftel Sühn 
Christoph l.udnlph und jüngerer linnler d< s oben ena:ihnten 

Werner, k. k. Kämm, und knrbraunsehw. Schli»s«hatiptm •tili. 
Ihlt mit Dorothea Sophie Fi nestine v. MüuchhatiM»n h. d llati*c 
Ja, geM. 179.V Haupt des alteren von Georg, i»c*t. 17^:1. i»e- 
leten Zweiges der Gennoldcr Linie ist jetzt: Freih Gustav, yeb. 

— Sohn de* 1H42 verstorbenen Freiherm Lndwiv, k. hannnv 
Prftsideuten des Ober- Appellat. -Gericht- au- ih t I he ni-t Frbde- 
f. dem HuHsche-Münch, uest. lhfil l '-. Kamm , Oberst tu d 

■aodaut d. i* l uir - Heg. Graf Stmliou Der Hruder de*«« !!•• ••. 

lerr Ludwig Wilhelm, geb. 18)9, Herr /n II« ii .• n, k I ?i.\ 

l. a. D. u I>i«*tricN-Cinumi«oair, vermählt« sich l**U* mit \m!ii*'r 
taachild, geb. I*U»>. Pas Haupt des jungen n ton rrb-drich. «■ t 



— 182 — 

1827, gegifteten Zweiges ist Freih. Friedrich, geb. 1825 — Sohn 
de> 18H7 vorstorhenen Freih. Ludwig aus der Ehe mit Friederike 
Freiin v. Freitag a. d. H. Haren — Herr der Freiherrlicbkeit o. des 
Schlosses (iesmuld u. der Güter Dratum, Feldraflhlen, Broxten, W*r- 
ninghof und Auburg, verm. mit Adelaide Freiin ▼. Hammerstein a. d. 
H. Retzow, geb. 1835, aus welcher Khe, neben einer Tochter, ein 
Sohn, Ludwig, geb. 1858, stammt. — Der gemeinschaftliche Stamm- 
vater der Loxtener Linie M Freih. Christian Günther, gest. 1692, 
verm. mit Gertrud Agnes Schenk v. Winterstodt. Von den Nachkom- 
men desselben ist jetzt das Haupt des älteren, von Friedrich Christoph, 
gest. 1740, ausgehenden Zweiges: Freih. Hermann, geb. 1801 — 
Sohn des 1847 verstorbenen Freih. Georg, k. hannov. Kammerh., ans 
der Khe mit Auguste v. Einklage a. d. II. Campe", gest. 1858 — Herr 
zu Loxteu, Dieck, Ilnm u. Quackenbrück, verm. mit Dorothea v. Kis- 
sing, gest. 1847. aus welcher Ehe, neben drei Töchtern, vier Söhne 
stammen, die Freiherren Ernst, Hermann, Ludwig u. Otto, Ersterer 
k. hannov. Assessor, die Letzteren in k. hannov. Militärdiensten. — 
Das Haupt des jüngeren von Christian Ludwig, gest. 1759, gestifteten 
Zweiges ist: Freiherr Alexander, geb. 1797 — Sohn des 1850 ver- 
storbenen Freih. Christian, Herrn zu Hülseburg u. k. hannov. Ober- 
sten, aus der Ehe mit Dorothea v. Plato a. d. H. Ober-Grabow — k- 
hannov. Oberst zur Disposition, verm. mit Caroline v. Wangen beim 
a. d. II. Sonneborn, geb. 1801. Der Sohn desselben, Freih. Julias, 
geb. 1822, k. hannov. Rittmeister, vermählte sich mit Johann* ?. 
Hassel, geb. 1832 u. aus dieser Ehe leben, neben einer Tochter, zwei 
Söhne: Alexander, geb. 1858 u. Constantin, geb. 1861. — Die sehr 
zahlreichen Sprossen des Stammes, Oheime u. Vettern der genannten 
Häupter der drei Linien des Geschlechts haben die geneal. Taschenb. 
d. freih Häuser u. den reichen Grundbesitz des Stammes Freiherr ?. 
Ledebur sehr genau angegeben. 

l'ftfntfi'i, 11 s >«4. — lieckiimnH, Am-Kiiitiiii'» lli«t<»r. Anhalt. 8. b*9. — Gamkt, LS. 
7:.k .7.v.i'in.ii II. S i«ii ihm! l'.'J - r. IUI.,. R.< Mi-rkl. S H'Hi. //an« ». ffammeritei*. 
Rfiir. . * d. vnr%Mi. Arlik. — N. I»r. A.-L. II S. 3_>3 ti. VIA. - Kr*/A. 9. H. Kn*fb*ck t *• 
144. - F«t.».; II. S. -,"m». - »WA. r. L-b*>ur % II. S. AM, u. III. M. 270 a. 171. — GtMd 
TiiHrh.nl, ii. fnih. HsiiK-r. IM'.* s. IM - 1*.V lv%4. S. •.MO-'i'S. I«*«. H. 26«— »7* and INI. 
.v 3.17— .14»:. - r l/.-.fmv. I. S. 224 n '-'L'.S. - Siippl. zu SiHim. W.-H IV. 13 — NriÜMb. 
WM. Tal.. Vi». Nr. 7:' u' S. •>'> WH. •!. K;r. Ilaiiiimi-r. P. IV. Nr. 1: Frrlh. ▼.. H.W 

K<|iionl ii. Nr. 2: Fn-ili. v. H. xu f*<"unoM u. I.<>xtcn n. g. 7. — Knr%chk* % III. 8. IM— |f& 

lammertfrin , lammtrin (in Roth ein weisser Rosenstrauch ndt 
fünf Hosen und sechs Hlättern von derselben Farbe, oder nach Henel 
in Silber ein rother Rosenstrauch mit gleichen Blättern). Altes, er« 
losrhcues, schlesisches Adelsgeschlecht , welches sich nach eines n 
Wohlan^cheu gelegenen Sitze aas d. Hanse Preischan sehrieb. Cnni 
v. H. kommt 1498 als Fürstl. Landeshauptmann zu Wohlan vor. N. 
v II. war lolO mit einer v. Dornheim vermählt. Der Sohn desselben 
besass FYrieliau und Krelau und hinterliess aus der Khe mit einer f. 
Stüssel eine Tochter, welche um 1570 mit einem Herrn ▼. Piltt »nd 
Mertzdorf vermählt war. 

SiH't/nu; I s in ii. II H. rtfi». — N. Pr. A.-L. II. S. 334. — Si'hmachrr, I. 61: *. H* 

m«i.f. in. Si-hl««i«<-||. r . .V^./mv, I. S. lih iiimI IT.»«. 

lampel f. WafrHthal. Ei bland, «österr. Adelsstaud. Diplom von 



j 



— 188 — 

1790 fir Anton Hampel, k. k. Rittmeister mit dem Prfidicate: Edler 
▼. Wnfenthal. Der Stamm hat fortgebloht u. in neuester Zeit standen 
in 4er k; k. Armee Carl, Ludwig und Maximilian, Erstere als Haupt- 
lente, Lettterer als Lieutenant u. Brigade-Adjutant. 

JVryrrt* ♦. Müklfrtd, Rnc.-IM. g. .110 - Milit Scheinst, d. Oesten-. Kai»<'rthiiniH. 

taurath, laaradt. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 
9. Febr. 1702 för Friedrich Hamradt, k. preuss. Geh.- und Cabinets- 
SecreUfr u. Hofrath. Der Diploms - Empfanger starb 21. Dec. 1726 
kinderlos als k. preuss. Geh.-Rath, Regierungs- Präsident u. Director 
des FfirstPQthums Halberstadt. 

•. NHtfHtck, I. H. 5«3. — N. Prem». A.-L. II. S. 3*4. '— Fr*ih. 9. Loirbu, . I. H. 315. — 
W.-B. d. Prtmt: Mtmmrrh. III. 3«. 

iMMrt. Alles im Hennegau vorgekommenes Adelsgeschlecht, 
welches auch den Heiimmen: von Redeghem führte nnd die Herr- 
tchaften Liedekerke u. Lorobeckc etc. besang. Der Stamm erlosch zu 
Anfange des 17. Jahrb. mit Carl v. II., Herrn der genannten Herr- 
schaften u. die einzige Tochter und Erbin, Maria, vermählte sich mit 
Jacob ▼. Hennin, Markgrafen de la Vere. 

9mmkt, II. »• IfS and 3«S. 

lanac, Grafen (Stammwappen: in Gold drei über einander ste- 
hende, rot he Sparren). Altes Grafenueschlecht, welches zu dem ehe- 
maligen Grafencollegium derWetterau gehörte. Die Stammreihe des- 
selben beginnt mit Heinrich Gr. v. Hanau, welcher zu Ausgange des 
II. Jnbrh lebte. Reinhard I., Heinrichs Enkel, erhielt durch Ver- 
atfbhmg mit Adelheid v. MOntzenberg 128ft, nach Erlöschen des 
Mtntaenbergscben Mannsstammes, die halbe Herrschaft MOntzenberg 
■nd Reinhard'* 1. Fr -Ur- Enkels Sohn, Ulrich VI., durch seine Ge- 
mahlin , Elisabeth v. Ziegenhain, die Anwartung auf die Grafschaft 
Zftegenbahi, welches Recht durch seine einzige Tochter Elisabeth, an 
den Gemahl derselben. Albert Grafen v. Hohenlohc, kam. Den Manns- 
ttamm setzte Flrich's VI. Rruder, Reinhard IL. fort, des«en Söhne, 
Reinhard III. n. Philipp, den Stamm in die MOntzenbergschc u. Lich- 
tenbergsche Linie schieden. Erstere, in welche auch lf>. r >9 ein Theil 
der Grafschaft Reineck gekommen war, erlosch 1642 mit Johann 
Rrnit, worauf die MOntzenbergschen Lande in Folge Erb - Vertrags 
von 1610 an die Lichtenbergsche Linie gelangten. Der Stifter dieser 
Linie, Philipp, war mit Anna, Tochter Ludwigs, Herrn in Lichten- 
berg, vermählt u erhielt, als 14*0 der Lichtenbergsche Mantisstamm 
aufging, die halbe Herrschaft Lichtenberg mit dem I rbmar^rhall- 
Aaite des Bistbnms Strasshurg, während die andere Hälfte mit der 
Ober-Land- Voigt ei des genannten Risthums der Gemahl der zweiten 
Tochter des Ludwig Herrn in Lichtenberg, Elizabeth. Simon Wekerus 
Graf In J^weibrtcken an seinen Stamm brachte, doch hinterließ ib*r 
Enkel des Simon Wekerus, Jacob, letzter Graf in ZweibrOekeu. I ich- 
tenberg, Ocbsenstein etc. nur eine einzige Erbtochtei ■, Maiuaictln 
Lndovike, welche sich mit Philipp V. Grafen von Hanau ternifthltr u. 
so fiel denn dieses Erbe an die Lichtenberg ht Linie, v* riebe opat< r. 
wie angegeben, die Mnntzenbenwche beerbte und fortblühte. Von 



— 184 — 

Hcn Nachkommen führte Philipp Reinhard, welcher 1696 in den 
Keichsfür>tcnstaud erhoben worden war, noch im zweiten Jahrzehnt 
des 18. Jahrh. das Directorium im Wetterauischen Gräfe n-Collcgiam 
und war Haupt des Stammes, starb aber spater ohne Nachkommen, 
worauf die Grafschaft Hanau • Müntzenberg etc. an den Bruder des- 
selben, Johann Reinhard, kam, welcher früher zu seinem Antheil die 
Graf>chaft Lichtenberg in Unter- Klsass erhalten hatte und mit Doro- 
thea Friederike Markgr. zu Brandenburg vermählt war. Mit ihm er- 
losch 28. März 1736 der Mannsstamm des Geschlechts. Die Graf- 
schaft Hanau- Müntzenberg fiel in Folge eines pacti successorii des 
Hause Hessen -Cassel heim u. wurde vom Landgrafen Wilhelm VIII. 
f>. Apr. 1736 in Besitz genommen, die Grafschaft Lichtenberg aber 
gelangte, da Johann Reinhardts Tochter, Charlotte Christiane, gest. 
1 72G, sieh 1717 mit Ludwin VIII. Landgrafen zu Hesse u- Dannstadt 
vermählt hatte, an das Haus Hcssen-Darmstadt. 

hiirrhl. W.'lt. Ausfuhr v..n |7l<>. II. s 24-34. — Hühner. II. Tab..,W)-362. — JeCtM* 
\>\Hi. I. s. 347 ii. 34"* ii. S. :<. r i.S. — Sii'hmn''h"i\ I. 15 (ir. v. Hanau - Lichtenberg. — Trier. 
S. 4i.S-4 7h: Nr. iu ll.inau. 

lanau. Altes, >teiermärkisches von 1292 bis 1413 vorgekom- 
menes , mit Friedrich v. Hanau im letztgenannten Jahre erloschenes 
Adelsgeschlecht. 

Schmutz, II. S. 1«. 

Hanaa , s. Haiio w. 

laaaaer. Alte*, nieder -österr. Rittergeschlecht, aus welchen 
Wolfhart H., Kitter, 1351 Herzogs Alhrccht zu Oesterreich, Steyer, 
Kärnten etc. Hofmeister war. Hans v. Hanau oder Hanauer bezahlte 
noch 1572 wegen Dürrnbach die Leib.tteuer in Niederösterreich. Der 
Stamm i*t um lf>93 nach Fridesheim erloschen. 

Hm.../////, IV. S. vj u. >'A. 

Hanrkwiti, Hankwiti. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 
9. Juli 1 h 1 5 für den k. preu>s. Major im General-Stabe Hanckwiti. 
Derselbe war später Commundunt in Spandau. 

r. Il'Ut.fi'h. I. S. .ml — r',r,),. r. l^i^ur, I. K. MS. — W.-Ii. d. Pr*u*s. Monarch. III 

:tv — Kn-iri.k* iv. s. ir:i. 

landel , Freiherren (in Gold ein vorwärtsgekehrter, schwarzer 
Ochsenkopf). Frbland.-öst« rr. Freiherrnstand. Diplom vom 20. Mai 
1*19 für Paul Anton v. Handel, k. k. Hofrath, Director der Bundes- 
tans-Cnnzlei u. Minierer- Residenten an dem grossh. hess. u. herz, nas- 
sau. Hofe, so wie bei der freien Stadt Frankfurt a. M. Derselbe, gest. 
1S47, stammte aus einem alt adeligen Geschlechte, welches im Maio- 
krciM» de«* jetzigen Kgr. Kayern schon in sehr früher Zeit ein bam- 
bergi\ches Manns- Lehn besass , u. aus welchem durch Diplom vom 
16. Ort. 1579 Paul Handel, fürstl. bischrifl. bamberg. Voigt zu Lich- 
tenberg, iu den Keichsadels^tand erhoben wurde. Von den Nach- 
kommen war Peter v. II , trest. 1<>92, k. k. Ilofraths-Secretair za 
Mergentheiin und Amtmann zu Neckar-Salm, mit Magdela v. Bautz, 
genannt Kapler zu Ortheini, Herrin zu Bohl, vermählt und aus dieser 
Khe lammte Franz Wilhelm, gest. 1717, welcher, verm. mit Justine 
v. Hess, eine zahlreiche Nachkommenschaft hatte. Sein älterer Sohn, 



— 185 — 

Frenz Paul Anton, gest. 1784» Hoch- u. Deutschmeister. Geh.-Ratb, 
hatte »ich nvtt" Maria Anna Katzmeyer vermählt o. von ihm entspross 
(iforg Anton, gest. 1807, ebenfalls Hoch- u. Deutschmeister. Geh.- 
Rath. Ans der Khe des Letzteren mit Catbarina Fre'i" v. Linden 
stammte Freih. Paul Anton, s. oben, welcher 3. Juni lbUö mit seinen 
Brtdern aoch den erbland -österr. Adelsstand erbalten hatte u. 1828, 
■ach Ankauf der Herrschaft Hagenau im Lande ob der Enns, in das 
dortl&ndischeHerrenstands-Collegium aufgenommen worden war. Aus 
«einer ersten Ehe mit Julie Friederike Freiin v. Preen , gest. 1806, 
entspross das jetzige Haupt der Familie: Freih. Anton, geb. 1803, k. 
k. Kreishauptmann zu Linz, verra. mit Anna Grf. v. Armansperg, 
geb. 1808, aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, ein Sohn stammt: 
Freib. Friedrich, geb. 1836, k. k. Oberlicutenant und Adjutant. — 
Die leiblichen Geschwister des Fioih. Anton, so wie die Geschwister 
aas der zweiten u. dritten Ehe des Vaters, des Freiherrn Panl Anton, 
sod die Nachkommen derselben sind im geneal. Taschcnb der freih. 
Hauser genau aufgezeichnet. Die leiblichen Iiruder sind Freih. Lud- 
*i(C< g?b. 1804, Herr auf Hub bei Ried in Oberöstcrr., k. k. General- 
major in d. A. und Freih. Heinrich, geb. 180(>, k. k. Feldmarschall- 
Lieut. , Troppen - Divisionair etc. , welche beide mehrere Söhne und 
Töchter haben. Aus der zweiten Ehe des Freih. Paul Anion mit Phi- 
lippineGrf. v. Tierchen zu Nieder-Traubling, «est. 1823, stammen drei 
Söhne : Freih. Maximilian, geb. 1809, k. k. Gcb.-Rath, a o. Gesandter 
an k. wurtemb. Hofe; Freib. Sigmund, peh. 1812, k. k. Statthatte rei- 
Secretair u. Freib. Rudolph, geb. 1821, k. k. Ober- Landesgerichts- 
Ratb zu Oedenburg, aus der dritten Ehe des Freih. Paul Anton aber 
Bit Theresia Grf. v. Armansperg, geb. 1803, entspross Freib. Franz, 
geb. 1837, k. k Oberlieut. Die Freiherren Maximilian und Sigmund 
haben bereits Nachkommen. 

M'yerte ». *•«//**«/. M. .',«. — (jru. Tatrhmli. d. frrlh. Iläu«er. 1»«4*. 8. IM — iVt. I*Ä*. 
» Mi « 14* u. I*»»l. S. 2"»- ?;•». - W !». «I« r 0«»itir. Mimarrh X 73. - //y'/. II *. 
1 «1-1*3. — A'«r«-Ai,, |. «. im 

laadel (in Blau drei, 2 und 1 . sech*«trahlige, silberne Sterne). 
Adelsstand des Kgr. Prcussen. Diplom vom 10. Juni 1828 für Johann 
Friedrich Handel, k. preuss. Geh. Regierungsratb n. Herrn auf Giun- 
berff im Kr. Trier. Der Stamm hat in Söhnen und Töchtern fortge- 
biaht u. mich Rauer, Adressbuch, S. 84 war 1*57 Franz v. Handel 
Besitzer des Gutes GrQnberg. 

* Fr. A.-L. V. H. »10. - Kr*>K. 9. letithmr, I. M. 21 |Ä. - W.-H. d Prvti«« Moniirrt.f 
III 3« - Kn'fkkr. IM IM „. |Hi 

lasdl (Schild der l,aiipe nach getheilt mit einer aus dem Schil- 
deafa»se aufsteigenden, gebogenen Spitze , dreifeldrig : 1 u 2, oben 
rechts o. links, in Roth ein einwÄrtsgekebrter, doppelt geschweifter, 
goldener Löwe u. 3, in der Spitze, ein vorwärts gekehrter, «chwarzer 
btffeUkopf, von drei, 1 u. 2, goldenen Sternen begleitet ). Ein zu dem 
bayerischen Adel gehörende-*, aus dem Wurttember^i^clien stam- 
mendes Geschlecht , de^en Adel bis zu Peter v. Handl, ltifift Hof- 
rathi'Secretair in Mergcnthcini u. nachher Amtmann in Neckars-rim, 
erprobt ist Ein Trenkel desselben, Sebastian Heinrich Joseph v. IL, 



— 186 — 

geb. 1751, k. bayer. Kämm. u. Genoralmajor, wurde bei Anlegung der 
Adclsmatrikel d. Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

r. t.nnff, 8. 37*. W.-B. d K;jr. Ba>.m, V. «.»I. - r. Uefner . biiTer. Ad-I. II. Tab. 94. 

- h'Htnckk'. IV. N. 173 u. 171. * 

landl f. Tynvar. Erblftnd.-österr. Adelsstand. Diplom von 178S 
für Joseph Handl, k. k. Second-Rittmeister bei Graf Hadick -Husaren, 
mit dem Pradicate: v. Tvnvar. 

SI«j,rU r . MühiMH, Kr«.-Bd. K. 310. 

Randarf. Ein früher im Rambergischen begütertes Adelsge- 
peschlecht , dessen Wappen ans einer Stammbuchszeichnong mit der 
Unterschrift: Anshelm v. Handorff, 1602 u. Georg v. Handorff, Nieder- 
hauptmaiui zu Bamberg bekannt ist. Siegel des Geschlechts kommen 
noch aus dorn 18 Jahrh. vor und es soll ein Zweig im ßraunschweigi- 
sehen geblüht haben, doch fehlen zuverlässige Nachrichten. 

i». Mriiimj. II. S. TIA. 

Handsfhnrhsbeim, lf adschnchsneim. Altes, rheinlandisches Adels- 
geschlecht aus dem gleichnamigen Stammsitze in der untern Pfals 
unweit Heidelberg, welches schon 910 und 996 geblüht haben soll. 
Der Mannsstamm erlosch in der 2. Hälfte des 16. Jahrh. u. der Name 
des Geschlechts ging mit Anna v. H. , Philipps v. Dalberg Gemahlin, 
9. Octob. 1612 aus. Die Stammreihe giebt H umbracht. 

IJutnhra'ht, Tnb. 21!». - (iauhr, I. 8. 7.V» n. II. S. 333. — f. M*<Hng. I. 8. tt%. 

lane, lara, s. II a h n , S. 1 54. 

Haneeknw. Kin von Gauhe dem nlten Adel in Pommern zuge- 
rechnetes Adels^eschh'cht, welches Micrael und Brüggemann nicht 
aufgeführt haben. Johann Haneckow soll von K. farl IV. — das 
Jahr 1386 ist unrichtig, da Letzterer bekanntlich 1378 starb — mm 
Bisthume Camin empfohlen worden sein, musste aber, da Herzog Bo- 
gislaus VII. in Pommern dasselbe selbst übernahm, zurückstehen. 

tiituh*. ii. s. :i«is. 

lanrnsee, lanenxedr. Altes, im Lüneburgischen und Oldenbur- 
gischen vorgekommenes Adelsge^chlecht, aus welchem Ludems de 
Hanense, Miles. llenricus, Hermannus und Echardus de Hanense "ur- 
kundlich 1314 vorkommen. Das Wappen findet sich noch am v. Hir- 
Iinuschcn Epitaphium zu Oldenburg von 1598. 

tiiHf,*n. Oriuin. Ummnv. S. f,4. — Strhrnarhrr. I \*h : v. ll«n**n«*». Rrau»**hwrlftla*- 
-- c M-.lin;, I. S. Ti^ n. Tl 7. 

lanff, Hanf. Ein in Protisten vorgekommenes Adelsgescblecht, 
aus welchem mehrere Sprossen in der k. preuss. Armee standen. Dts- 
selbe soll aus Sachsen u. zwar aus Annaburg gestammt haben, doch 
ist es in Sachsen nicht bekannt. Tarl Friedrich August v. H. a. der 
Bruder desselben, Krsterer Lieutenant, Letzterer Fähnrich im Regia. 
v. Zeuner, nahmen 1 763 den Abschied u. Carl Gottfried v. H. stnrb 
25. Febr. 1805 als Oberst und Coramandant des Forts Preosseo it 
Neisse. 

N. 1'r. 4 -L. II. 8 3t 4. - Frtih. p. /.*rff '•«/•, I. S. 316. 

HanfmiM. Sachsisches Adelsgeschlecht, welches 1580 mit Kleln- 
Aga im Reussischen u. Elzdorf im Altenburgi>chen, 1590 mftSchktn- 



— 187 — 

diu an weit Zeitz, 1693 mit Unternessa bei Weissensee, 1697 mit 
Köckenitsch im Weimarischen u. noch 1737 mit Graefendorf anweit 
Torgatt begütert war. Nach dieser Zeit hat der Stamm wohl nicht 
mehr lange geblüht. 

Pr*il>. 9. Ltdtbnr, I H. .116. — Siehinacktr. I. 163: Die Hatifmus. M i-»-»ui«ch. 

lanmrtrageL Altes, sächs. Adelsgeschlecht, welches schon 1539 
Wieaskau im Saalkreise besass o. dieses Gut mit Gross-Wülcknitz im 
Aahaltschen noch 1670 inne hatte. Später war Gross - und Klein- 
Kriegstedt unweit Merseburg 1707, Rassnitz in derselben Gegend 
1741 u. Voigtstedt bei Sangerhausen 1744 in der Hand der Familie. 
Von den älteren bekannt gewordenen Sprossen des Stammes hat 
(iaobe Mehrere angefahrt. Später ist aus dem Anhaltschen das Ge- 
testet ht nach Hannover gekommen u. Glieder desselben haben noch 
in neuer Zeit, so wie früher in der k. preuss. Armee gestanden. Zu 
Unteren gehörte Ludwig Bernhard v. H.. welcher 1799 als k. preuss. 
Oberst lieutenant u. Commandeur des Reirim. v. Romberg in Bielefeld 
ktarb. Ein Zweig kam auch nach Meklrnbnrj. 

!*p*nf'm**rrj, IfantfHd. Chronik. K. 44t. a. — MhIIt. V.uml H*x S SOI. - <in*h* . I. 
V 7«W ■. ||. %. 1551 u . |55-.». - N. I r. A.-L. V. 8. ?n<». , ||;ii n r<«t«'iiiM. _ y,eik.*.<f. Knr- 
»H#4. ». 144 — Fr Pik. ». Lnlthnr. I. H. .116. — jtie>>in,iri,„. I. |63 : \. Iljmfit'ii^l. M»i«*- 
M«rli — 9. Mtding, I 8. 2.'7. - A'n'«cA*#, II. *. 900 u. 201. 

laabrh r. vreiffeathal, Ritter. Böhmischer, alter Ritterstand. Di- 
plom von 1702 für Johann Adam Haniscli v. Greiffentbal, Rath des 
k. Prager-Ober tbnrgKrafenamts. 

Hrgrrlr r. J/m'/M«/. Kr^äni -Bd. H. 149. 

laalwald, laawalde, laaatwald. Schlesi^ches, erloschenes Adels- 
getchlecht , dessen Stammsitz Rothsyrben im Breslauisrhen war. wo 
lach die anderen Güter der Familie lauen. Simon v. H. , Herr auf 
Eckersdorf, Piknitz, Rothsyrben et<\ starb 1599 als kais. and der 
icbletischen Fürten u Stände Rath u. der Knkel desselben, Adam 
v. H., früher >d)lesischer Kammerrath , 1621 als kais., fOrstl. bisch. 
Breslau, u. herz. Oelsnischer Rath. Derselbe besass bei seinem Tode 
die Güter Eckersdorf, Gandau, Jaeschgüttel, Piknitz, Rothsyrben und 
Schweinern u. war, so viel bekannt, der Letzte seines Stammes. 

ßimmpim», I. H 4SI u. II. 8 64)0 u. «MI. - (lau**, I. K 76J. - Fr*ik 9 L+Athnr. I. «. 
SIT - H»*hm*el>ti , I 6|: |»i#» Ilanmalt, 8rhl'«i«rh. - Sprmsr , Th»M>r. tn<H|(ii 8. 1^3 — 
9 W*4inf. II. *. TU 11. /-'S. 



v. laakewteia. Krbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1796 für Johann Aloys Hanke, pens. Bibliothekar zu Ollmütz, mit 
dem Prädicate : v. Hankenstein. 

JF"p#rf# 9. MUl/rUt, «. 194 

!■■—■■, laaamaaa, lanaemaa* (in Silber ein schräirlinks ue- 
legte«, schwarzes Hakenkreuz, die s. p. Crnx harnatat. Hin nach An- 
aahme der Familie ursprünglich schottländisches aus dem alten Hause 
der flaaond's stammendes AdHsgesrhlecht ♦ welches in Folge der 
Heligioasstreitigkeiten die Heimath verlies* u sich nach Ost- Preussen 
weadete, wo Thomas v. H. 1646 die Rittergüter Rödelshöfen n. Ro- 
%eaort bei Braunsberg au sich brachte u. wo der preu*<si«che I>ialect 
de« Kamen Hamond in Hanmann verwandelte. — Clemens v. H. war 
im Aafaage des 18. Jahrh. u. ein Neffe desselben, Anton v. H., in der 



— 188 — 

Mitte desselben liürgerroeister in Braunsberg. Der Stamm blühte io 
Piensscn fort, erhielt 27. Jan. 1 7 7 f> ein Heichsadelsdiplom , welches 
im Kgr. Prcussen 21. Nov. 1780 anerkannt wurde und kam auch mit 
Matthias v. IL, welcher in kursächs. Militairdienste trat, nach Sach- 
sen. Kin Sohn des Letzteren, Anton Ludwig v. H. , k. sfiebs. Oberit 
des Hauptzeughauses, trat 1846 aus dem activen Dienste. — Von 
den Sprossen des Stammes haben Mehrere in der k. preuss. Armee 
gedient: Carl v. IL, Cnpitain a. I)., war 1836 Herr auf Rödelshöfen 
u Ludwig v. II. starb 14. Apr. 1852 als k. pr. Major a. D. bei der 
Oher-Militair Examinations-Commission zu Berlin. 

N. Pr. X.-1-. II S 3.'-. — I)r.s,|.„r Ci»l<nd. x. Ohr. f. d. Retrid., 1*47. g. 16* HD 4 IQ 
ii. I>4s. s. ttii. — Frrih. r. Le.Uhur. I. S. 316 u III. S. -.'71. — W.-l«. il. Särhv Staat»«. 
VII. .S7. 

Rain (Schild geviert mit silbernem, einen Hahn zeigenden Mittel- 
Schilde: 1 u. 1 in Silber ein srhrflgrechter, rother Balken u. 2 und 3 
ein goldener Stern). Reichsadelsstand. Diplom vom 14. Mflrz 1752 
für Franz Friedrich Ha im, kurpfälz. Hofkammerrat h in Sulzbacb und 
Besitzer der Oberpffllzischen Landsashen-GütcrWildenau u. Weybern. 
Der Vater des Diploms- Empfängers war Bürgermeister in Pfreiml 
oder Pfreimd und der Grossvater Bürgermeister in Vilseck gewesen. 
Von den Nachkommen wurden bei Anlegung der Adelsmatrikel des 
KOnigr. Bayern in dieselbe eingetragen: Joseph Wilhelm v. H., geb. 
1759, k. bayer. quiesc. Forstmeister zu Weiden; Georg Joseph Fer- 
dinand v. II , geb. 1768, Herr auf Ober- u. Unter-Wildenau u. Joseph 
Ignaz Corbinian v. IL, geb. 1766, k. bayer. Förster zu Wiesau. — 
Spater sind Spröden des Geschlechts in der k. preuss. u. k. siebt. 
Armee vorgekommen, welche sich thiils v. Dann, theils Hann v.Wey- 
hern schrieben. Noch nach 1842 stand Hermann Franz Joseph v. 
Kann, ein Sohn des k. sächs. Generals der Reiterei in d. A. Johann 
Joseph v. H., als Rittmeister in der k. sächs. Reiterei und in neuester 
Zeit commandirte der k. pr. Generalmajor v. IL die 11. Infant. -Bri- 
gade u. der Major H. v. W. war Director der Militair- Reitschule n 
Schwedt. 

r. I.any, 8. 3fi*. - N. Pr. A L. II. 8. :t'„'S u. VI. 8. M) nach d<-m fteiMtl. Jahrb. I. A> 
Ihfil. 2 8. «.».S. — Fi*ik. v Lnlehur. I. 8. .11* n. III. 8 271. — Kuppl. » Mi-hm W.-B. S. 
|S. - W.-B. (|. K«r Binnti, V. '.*'2.— WH. d. Sarin. Staat«-», VII. M. 

laue, Haie, Harn, s. Hahn, S. 155. 

laanekartb, Ritter. Böhmischer, alter Ritterstand. Diplom vot 
17.'tl für Johann Georg v. Hannekarth. 

Veprrl* r. MüMftUl, Krisiiiix -IM. M. 14'.*. 

Haaarkat, laanikat. Ein nach Anfange des 18. Jahrb. in der 
Oberlausitz vorgekommenes Adelsgeschlecht, aus welchem vier Bri- 
der v. Hannikat 1714 das Rittergut St rassgr Abcben unweit CaMM 
besassen. 

'•»■••<*/■. Lausitz. Mmkw. IM. 8. 4«. — dank*, II. 8. .19.1 im Artikel: Haatckow. 

lannekn, lau necke. Ein aus Meklenburg stammendes, seit der 
Mitte des 18. Jahrb. mit dem Adels -Pradicate vorgekommenes Ge- 
schlecht , welches im Hrandenburgischen 17 HO mit Reinsdorf im Kr. 
Jüterbork-Luckenwalde und 1804 mit Petershagen im Kr. Leons be- 
gütert war u. aus welchem mehrere Sprossen in der k. preuss. Armee 



— 189 — 

standen. Zu denselben gehörten der frühere Commandeur des Bran- 
denburg. Cuirass. Rägim. v. H., welcher 1854 als Generalmajor a. D. 
ia Berlin starb nnd der Broder desselben, der als Generalmajor und 
Commandenr der 1. Division des l. mobilen Armeecorps in Baden 
10. Sept 1849 verstorbene v. H. 

JVrti. 9. Udehur, I. 8. 916 u. 817. 

hurt, Freiherren (Schild geviert : 1 u. 4 in Silber ein blaues 
Taa oder brcitendiges Antoniuskreuz u. 2 n. 3 in ßlau eine schrftg- 
recbts gewundene u. gekrönte, goldene Schlange). Ein von der frei- 
■errlicbeu Familie Ilennet in Oesterreich wohl zu unterscheidendes 
freiherrliches Geschlecht, welches in der Person der Freifrau v. Han- 
net, geb. v. Holling, laut Eingabe d. d. Heinsberg, 17. Juni 1829, in 
die Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz u. zwar unter Nr. 59 der 
Freiherrnclasse eingetragen worden ist. 

fr*»k. 9. Udthmr, |. 8. 31 7. - WH d. I'rcmv Klmliiprov. I. Tab. SO. Nr. 99 u. S. 49. 

laaal, Bitter. Böhmischer alter Ritterstand. Diplom v. 18. Juli 
1713 für Wenzel Gregor v. Hannl, Hofratb u. Geheimen Referendar. 

m+ftri* 9. MmH/rid. Krg.Bd. S. 14» 

laMMt v. lassen. Reichsadelsstand Diplom von 1 728 für Jo- 
bauu Anton Hannss, Cameral-Inspector zu Temeswar, mit dem Prä- 
dieate: v. Hansen. 

MftrU 9. Mükl/Ud, RrK-Hd M .110 

laaald v. laerwang, Ritter. Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom 
von 1796 fOr die (unterlassenen Kinder des k. k. Hofkriegssecretairs 
llauold v. Moerwang : Joseph, Theresia u. Kva H. v. M. 

Uf*wl9 9. MmH/rld, Er* -Htl n. \4% 

laaaw (in Silber ein grflnbelaubter Baum und Ober demselben 
leben einander in einem Bogen fünf goldene Sterne). Altes, Pom- 
aieruscbes, schon 1470 mit Rehsehl, 1 500 mit Lssbeck , 1629 mit 
Keoendorf und 1595 mit Döringshagen begütertes Adelsgeschlecht, 
welches auch Hano'.v u. Hanau geschrieben wurde, in der Landvoigtei 
Greifteuberg wohnte u. zu den Afterlehnsleuteu der v. Dewitz gehörte, 
sncb zeitig nach Sachsen kam. Bucelini fängt die Stammreihe mit N. 
v. Hanau an, welcher um 1490 Herr auf Gamig, unweit der in Sach- 
sen au der Mttglitz gelegenen Stadt Donna, war. Von einem Ur-En- 
kel desselben, Dionystus v. II., welcher in Pommern Schmelzdorf im 
Kr. Regeuw. Ide be&ass, stammte August v. II., erst k. k. Oberst und 
*lȊter kurslcbs. Generalmajor u. Oberst zu Ross, welcher, zugleich 
Ober- Hauptmann in Thüringen und Hauptmann der Aemter Salza, 
Weitsentoe etc., Herr der Guter Gamig u. Meisa war und 1661 starb. 
Spater soll nach Brü^pemann dan Geschlecht erloschen sein, denn 
er setzt vor den Namen der Familie das Krenz der ausgestoi benen 
Familien, doch soll sieb dasselbe nach dem N. Preuss. Adelslrxicon 
aar auf einen oder einige Zweige des Stammes bezieben, da noch in 
aeaercr Zeil Edelleutc dieses Namens, wrlrhe tu der alten Familie 
%. ilauow gehörten, \orgekommen waren u. da noch Itt3ti ein Major 
im k. preuss. 21. Infauterie-Regimeiite geitaiideu habe, doch ge« 



— 190 — 

hörte Letzterer wohl zu der im nachsiehenden Artikel erwähnten 
Familie. 

Werne!, 8. 49U — Knauth. H. ."»Ti: ., Hauet», hiebttor auf Hantig." — Gmthe. I. H. 7M: 
Hanau. - S. I*r. A.-L 11. S. 3»."i. — Fruit, v. Lmi*h§tr , I. 8. 817 u. III. H. j7l. — AM- 
mach'r. III. |Ä7. — e. Mrdtmj. II. S. Tth. — t'oinnn'riiirh. W.-H. V. Tab. 13 und 8 14. — 
Knt%>:hk', II. S. gut ii. i\)2. 

lanow (in Blau ein silberner Kaum mit fünf Ober demselben 
strahleuden Sterneu). Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom von 
1U. Febr. 1819 für Friedrich August Hanow, k. pr. Justizratb nnd 
Stadtgerichts - Director in Treueubrietzen, unter Ertheilung des nnr 
in den Farben abweichenden Wappens der alteu pommeruschen Fa- 
milie v. Hanow. Von den Nachkommen desselben, gest. 1328, starb 
1850 der k. pr. Oberstlieutenant a. D. v. Uanow mit Hinterlassung 
eines Sohnes, Rudolph v. Hanow, welcher Lieutenant im Cuirassier- 
Kegiroente Königin war. 

r. HeUback, I M. 504. - N. l'r. A.-L. II. S. ;«i>. — Freiherr e. Lt<l*6mr. I. 8. 817. - 
W.-B. d. Prem«. Mounrih. III. .15». Kn?*chke,\l. S. 202. 

lansen. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 25. Not. 
1741 für Joachim Friedrich Hansen, k. preuss. üeh.-Rath, wegen 
langjähriger, vortrefflichen Dienste. Der Stamm war fortgesetzt 
worden und ein Enkel des Diploms-Empfängers, welcher 1818 Major 
u. Adjutant bei der Frankfurter Landwehr-Inspcction war, lebte noch 
1839 zu Berlin im Pensiousstande. 

r. //rif'.nCA. I. S. 504 ii. Siiä. — N. l»r A.-L. V. S. 2 in u. Sit. — Frei», r. Ledehwr, I. I 
317. — W.-H. il. rriMM* Mun., III. :i» - Kn*%ckke t I. S. 10.'». 

■anhing. Iteichsadel&&tand. Diplom vom 10. Nov. 1735 für des 
Li gatiousruth Johann 1* riedrich Hansing für sich u. seiue Nachkom- 
menschaft. Die Erhebung wurde 6. Sept. 1741 in Hannover amtlich 
bekannt gemacht. — Der Stamm ist später wieder abgegangen. 

FreiM. v. fi. A'rt't'VcA, X. 141. 

lanssler v. lanslersfeld. Krbl. - österr. Adelsstand. Diplom vos 
1759 für Christoph Hanssler, k. k. Feld-Artillerie-Ober&tlieutenant, • 
mit dem Prüdicate: v. Hanslersfeld. 

Metrie 9. Mmiil/chi, N. VM. 

lanstda, freiherren. Freiherrnstand des Kgr. Preussen. Diplom 
vom 31. Jan. 1840 für Carl Philipp Emil v. Hanstein, Senior des Ge- 
schlechts, kurfürstl. best«. Staatsmiuister u. für die Nachkommen des- 
selben. Die Freiberrtiwurde der Familie war Übrigens von den frühe- 
re n Landesherren des Eichsfeldes , den Kurfürsten von Mainz, unbe- 
stritten anerkannt und das (iesammtgericht Haustein, 23 Dörfer nnd 
mehrere Höfe, führten das Familienwappen: in Silber drei , 2 nnd 1, 
mit den Sicheln links gekehrte, schwarze Halbmonde, mit der Um- 
schrift: Freih. v. H. Gesammt- Gericht, bis dasselbe unter Prenss. 
Landeshoheit kam und 1849 mit dem k. Kreisgerichte Heiligenstadt 
vereinigt wurde, auch war schon durch Diplom von 1706 für Johann 
v. Haustein, General- Adjutanten der vereinigten Niederlande, der 
Ueichsfreiherrnstand in die Familie gelangt. — Die frei herrliche 
Familie v. Haustein ist ein alte», aus dem Eichsfelde entsprossenes 
Adelsgeschlecht, welches, reichbegütert, sich iu zwei Linien weit ans* 



— 191 — 

fehreitet hat Die ersten bekannten Sprossen des Stammes waren tu 
Rastenberg auf dem Eichsfelde Vicedome der Kur-Mainz: Heiden- 
reich kommt 1162— 11 93 vor und Helwig starb 1 196. Ein Sohn oder 
Bruders-Sohn des Letzteren, Theodericus de Hanensteue, Vicedominus 
de Kusteuberg, tritt mit seinem Bruder, Heitheuricus, 1230 zuerst 
mit dem jetzigen Namen des Geschlechts» auf, welcher von dem Schlosse 
Haoensteiu, Hanstein, unweit des zwei Meilen von Goettingen ent- 
fernten Ru»teberges, angenommen wurde. Dieses Schloss, früher im 
Besitze des Grafen Otto v. Nonlheiin, 1070 aber zerstört, gelangte, 
wieder aufgebaut, 1209 an diu Erzbischof von Mainz und die Enkel 
des erwähnten Heitheuricus, Heinrich der Aeltere u. Lippold, bekamen 
dasselbe 1308 mit allem Zubehör als Mannslehn. Heinrich hinterliess 
keine Nachkommen, Lippold aber setzte den Stamm fort und seine 
Enkel, Lippold der Jüngere und Dettmar, wurden die Stifter der 
jetzt noch blühenden zwei Linien: der Lippolds- oder Bcseuhuuser u. 
der Dittmars- oder Ershauser Linie. Eruiere besteht au* einem alte- 
reo u. einem jüngeren Zweige. Von dem Stifter der Linie, Lippold, 
stammte nämlich in der 6. Generation eiu gleichnamiger Nachkomme, 
dessen ältester Sohn, Caspar, gest. 1603, Oberaufseher der Grafschaft 
Hanneberg, den alteren, ein anderer Sohn a er, Melchior, den jünge- 
rem Zweig stiftete. Die Dittmars -Linie hat ebenfalls zwei Zweige, 
«elahe, vou dem Stifter in vierter Gentiation, durch die Söhne Hein- 
richs v. IL, Werner und Haus, entstanden. Der erste Zweig wurde 
splfer durch die beiden Söhne des von Werner im fünften Gliede 
summenden Georg Thilo v. II., gest. 1632: Jobst Dietrich und Georg 
Barchard, in zwei Aeste, der zweite Zweig aber durch drei Unenkel 
des Stiften»: Otto, Werner u. Heinrich, in drei Aeste geschieden. — 
Um die Mitte des 16. Jahrb. hatten die Sprossen des Stammes mei*t 
die Burg llatistein verlassen und sich im Bezirke derselben angebaut. 
So entstanden die Kittersitze in Bornhagen, Ober- u. Unter- Stein u. 
Besenhausen, die Güter iu Wahlhauseu und Werleshuusen an der 
Wtrra, Itothenbach, so vsie die entfernteren Güter zu Ershausen und 
Wiesenfeld. Nächst dem wurde die Familie im 16. Jahrh. auch im 
Meiiriugen&cben, spater in den Herzoth. Coburg, Weimar und Auhalt 
■nd neuerlich in i'ommern im Kr. Stülp u. in Ostpreußen begütert u. 
gehört im Kgr. Hannover durch ein Gut in r liedlaud zu dem landsAt- 
»igen Adel der GöttingeiiM'hen Landschaft. — Nähere Nachweist» 
über die Geschichte u Über die alteren u. neuen genealogischen Ver- 
kaJUii«se des Gesammtstammcs tinden sich in den Taschenhb. der 
treib. lUu>er, auf welche hier bei dem so gliederreicheu Gesehlcchte 
verwieset! werden muss u. so mögen denn hier nur einige, die neueste 
Zeit betreffende Angaben l'lutz tinden. Senior der Kamilie i*t jetzt 
Frei». Wilhelm, geb. I7 ( »7 u. zu dem ersten Aste des zweiten Zweiees 
dar Dittmars Linie gehörig, Herr auf Wuhlhuuten-obcrhof, k pieuss. 
IJeut. a. !>.. >erm. mit Luise v. Ksrhsti uth u die Häupter der Linien, 
Zweige und Ae«te sind nachstehende: Lippold's Linie, Alterer Zweig: 
rreih. August, geh. 1*00, Herr auf llti.f^tedt hei Hildburghuiisen, 
griMsh mt-klenh. Kammerh., verm. mit Heuriette v. Stetten. Jüugvrer 



— 192 — 

Zweig: Frcih. Friedrich, geb. 1831, Herr auf Rusenhauscn, Ramme- 
rode und Oberellen im Reg. -Bez. Erfurt. — Di ttmars- Linie, erster 
Zweig, erster Ast: Frcih. August, geb. 1803, kurfürstl. hess. Kam- 
mern. -u. Director des Ober-Stcuer-Collegiums, vorm. mit Emma Freiin 
v. Knorr auf Sollstedt. Zweiter Ast: Frcih. Carl, geb. 1822, Herr 
auf Wahlhausen und Mitbesitzer von Bombagen, Hansteinisehen An- 
theils, k pr. Oberförster zu Thale im Harz, verm. mit Xatalie Freiin 
v. Löwe nberg- Hruby u. ('ieleny. — Zweiter Zweig, erster Ast: Freih. 
Friedrich, geb. 1847, Sohn des 1857 verstorbenen Freih. Friedrich, 
Herrn auf Bombagen -Lnterhof. k. pr. Katnmerh. u. Landraths a. D. 
aus zweiter Ehe mit Auguste Freiin v. Haustein. Zweiter Ast: Freih. 
Carl, gt'b. 1809, k. pr. Major, venu, mit X. Freiin v. Barnekow and 
dritter Ast: Freih. Ernst, geb. 1805, Herr auf Oberstein. 

r. (wl*ick***tciH, Nr. .14. — ItcckiimuH, Arn-n. IIi*t. Anhalt. 8. äi*9. — Sektmmat , 8.99. 

— <iuuhc, 1. 8. iliii— Tti'J : nach SjKinyn'^ii/. II., ( intim diploiu. u. Sci/tit, Ahn»ntiL I. — 
r. Hattxtrin, II. Suppl. H. 'Jft. — /'A. Frcih. r. Hai"i*teim . £<* gründet«' Nachrichten von 4ea 
fp'ih. llahiiHtciiidclMii (icsrhl« rlitc, ll.iiiilniru, 1 77.S. Fol. u. Ficih. r. Kr»hme. 1. 9. 9. Art— Ml 

— IIVncA. In»**. LamMicsrh II. Urkunde vmi 1321. -- Schmidt. It<-itr. r. <;»-»ch. ct. Adel«, 
I. S. ltüt ii. II. s. 3h. — Hummel, (i'^rh. v. II- * -..•». II. 4iiinerk. 8. 2w u. TV. tma. *. 
4'.»4. - Wolf, ••ichsr.lil. Urkiiii<li-iilt. S. fti. — F* *ch und <iruhti\ Kin->kl. S.ct 3. II. 8. tl*. 

— Lamiau. \\v+s. Kittcrl>uru I. S. 'Jh. — (i-tt*cf.alck. Hki.tIi. II. S. 107. - R. Pr. t.-l.. II. 
K. 32« u. 327. — Frcih r. «/. Knatchrck, s. 14-"». - Freih. r. L^tchur. I. 8. 817 uud III.*. 
Äil. — ISfiir«!. Tasch.nli. «|. fn-ih. Iläm-r. In.'»«. S. ''7\*- , »'<V ii. Im»:». 8. 346 -Stf. — &**- 
mache r, 1. 14:f : \. IUn«l«*iii. Hihihi h. — r jl^'.//*y, I. s. JJ7 u. 22». — W. R. d. Kffr. Hm- 
ii«. vit. Cli» ii. 8. 7: v. II. — l'oiiiimTiitrh. W.-U.' III. Tab. 44 u. 8. 15*: Freih. ». IL — 
Kmeichke, III. 8. I9S— 201. 

« 

lantclmann (in Silber ein mit drei blauen Löwenköpfen belegter, 
schwarzer Querbalken). Ein, schon in dem Anhange zu dem 2. Bande 
des Maneckeschen Manuscriptes: Schauplatz des in den Braunschw.- 
Lüncb. Ländern betiudlichen Adels aufgeführtes, braunschweigisebes 
Adelsgeschlecht, welches furtgeblüht hat u. zu welchem jetzt Theodor 
Job. Chr. v. Hantelmanu , h. braunschw. Finanzrath u. Kammerherr 
gehört. 

F/ch r . //. Kn»trh..'l. 8. 4u-*. - (iiith. K«-mnl. TaM-h-nl>. 1"«. 8. 4ül. - W.-B. 4« 
I' t. Ilmtiiuv. ii. d. M. Brnunsi hwi-i^ I). 4 u. 8. 7. 

lantke t . LKIIenfeld , lanrke ? . Lilienfeld , Ritter. Höhmischer Rit- 
trrstaud. Diplom von 1721 für Franz Ludwig v. Hantke, Landes- 
Aeltesteu im Fürstenthume Neisse, mit dem Prädicate: v. Lilienfeld. 
— Herselbe stammte aus einem schon über 300 Jahre in Schlesien 
vorgekommenen AdeUgeschlechte, welches die Güter Fuchswinkel ■• 
Weissbuch im Kr. Neisse au sich gebracht hatte und aus welchen 
I« ranz Joseph v. H. IftUO Landeshauptmann der Grafschaft Glatz war. 
Von seinen Nachkommen wird Carl Jo>cph v. 11. 1725 als Landet- 
hauptmannschafts- Assessor in Neisse genannt. — Der Stamm blühte 
fort. Ein Major v. Hantke, welcher 1*06 im Uegimente v. Iiünting 
stand, starb 1H14, ein Sohn desselben war 18H6 Major in» k. preis». 
10. Infant.- Reg. und des Letzteren Sohn wurde Lieutenant im k. pr. 
2. Leibhusarcn-Regimente. 

M-jcrl' r. Uuhlfel.i, Krtfnnt.-Rd. S. 14V«. — N. l\ *.-L. II. 8. Vit. — Fitih. 9. U4**f* 
I. 8. :il7. 

lanileden, lanilrr, anrh Freiherren. Altes, westphälisches Adels- 

geschlecht , dessen Namen ein (iut im Kr. Esluhe führt und welches 
wollte muu den Chronisten l'aradis und Scheida Glauben schenket, 



— 193 — 

das älteste Adelsgeschlecht in deutschen Landen wäre. — Urkund- 
lich war schon 1329 Eisborn im Kr. Iserlohn und Schwarzenberg im 
Kr. Altena 1348 in der Hand der Familie, welche später mehrere 
Güter in Westphalen an sich brachte u. auch in den Rheinlanden, wo 
sie bereits 1500 Burg im Kr. Mettniann u. 1523 Gangelt im Kr. Gei- 
lenkirchen besass, im Laufe der Zeit ansehnlich begütert wurde. In 
den Rhcinlanden hatte die Familie noch 1707 Mödersheim im Kreise 
Düren und in Westphalen Brilinghauseu, das jetzige Brullingsen im 
Kr. Soe»t, 1733 inne. — Bis zum 17. Jahrh. und weiter hat Fahne 
die genealogischen Verhältnisse des Geschlechts möglichst aufgehellt. 
Von den Sprossen des Stammes kommen Mehrere als Domherren in 
den Hochstiften Paderborn und Osnabrück vor u. noch 1747 zählte 
Hermann Caspar v. H. zu Eickel zu den Domherren in Paderborn, 
auch ist in der ersten Hälfte des 18. Jahrh. die Familie mit dem frei- 
herrlichen Titel aufgeführt worden. Bekannt ist, dass Johann Lothar 
Freih. v. Hanxleden, Herr auf Delicke. kurcöln. Kammern., Fürstl. 
Fnldaischer Geh.*Kath, Ober -Jägermeister und Ober-Amtmann zu 
Fischberg, sich 1731 mit Susanna Sophie Amalie Grf. v. Brockdorf, 
Fränkischer Linie, vermählte und dass aus dieser Khe, neben einer 
Tochter, Susanua Marie, drei Söhne, Adolph, Casimir und Friedrich, 
entsprossen. — In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts muss der 
Mannsstarom erloschen sein, denn Namen, Besitz u. Wappen kamen, 
wohl durch Vermählung mit einer Krbtochter, an die Familie v. Spie- 
gel in in I>iesenberg, welche, 1787 in den Preussischen Grafenstand 
erhoben, in das gevierte Wappen als SJ. u. 3. Feld das Hanxledeirsche 
SUmm wappen: in Blau ein schräg rechts gelegter, goldener, doppelter 
Hinsanker, dessen vier Spitzen in Form von Schlangenkftpfen gebil- 
det sind, erhielt und sich Gr. v. Spiegel zum Diesenberg- Hanxleden 
schreibt 



Bt*4*rmmnn. Kri«-h«icrät. Hau* r in Kraakf»u. I. Tab. 17t. — (rauh*. II. 8. 1153. — ». 
Nfsia. IM. 8. »"!■• uml '2.11. - N. I'r. A. L. V. N. 91t. - Fuhnt, I. 8. 1.13. - t'retk. ». 
U4*+mr, I 8. 31? u. 81* u. III. 8. 8*1 |ii*nt«i »» <;rar»nh <i. C.-%r U m. II. 8. 4*9 und 

•*»: im Artikel lir ». 8|in-itrl «um In*-** , nl-«T|c - llanxn «!•-••. — Htrhmochei . V. SOI*: «. H.. 
• •«Ipfeali««-*- 8u|»|il. tu Nirl.m. W.-B. IV 13. 

läppe (in Gold ein schrägrechter, mit drei goldenen Meppen oder 
Weinmessern belegter, rother Balken). Reichuadelsstand , iu Kur- 
Brandenburg auerkannt. Adels- Diplom vom 1. März ItiSIS für Wil- 
helm Klappe, kurhrandcnb. Kath. Ein Knkel demselben, Franz Wil- 
helm v. IL, gest. 17tiü, k. preuss. Geh. StaaNrath. Vice- Präsident u. 
dirigirender Minister des General *I>hectoriiim, welcher früher mit 
»ebrrren diplomatischen Sendungen betraut worden war, hatte aus 
der Khe mit Mariane Freiin v. Wrede drei Söhue, Alexander Chri- 
itopb, Ludwig Wilhelm und Krnst Wilhelm, welche die Besitzungen 
demselben: Lancke, Piendcn, Utzdorf , Sophienstadt, Wollet/ etc. im 
Brandenburgischen erbten. Von den Nachkommen dienten Mehrere 
in der k. preuss. Armee u. ein v. Klappe besä»* nach Bauer, Adressb. 
S. 85, 1857 das Gut Dargcbeil im Kr. Auclam. 

r /#»li».i *. 1 !« Vi'i - S. Vr. A -I.. II h 897 um! 88- u. V •» 111. - >*»#•* r /.# 
I ft 81 v WH rt l'rru«« Monarch .111. 8». Kmtrkk*. IV * 174 



f. lappbert. Fränkisches Adelsgeschlecht, welches mit 

r4l#, iMnUch. AdtU-Lt*. IV. 13 



— 194 — 

Michael H. v. H. 1517 in die Mark Brandenburg kam «. bereits 15&7 
das Burglehn zu Spandau, 1548 Jcscrig und Zeitz u. 1585 Treehwitg 
iuue hatte und 9. Octob. 1628 mit Cuno IL v. H., Herrn auf Jeeerig, 
Trechwitz und Zeitz, erloschen ist. 

fVfi'4. 9. Ltd'bur. I. S. 31*. 

laradaner f. HeUendaner, Edle« Krbl.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 1821 für Johann Haradauer, k. k. Major, mit dem Prftdicate: 
Edler v. Heldendauer. Der Stamm hat fortgebiaht: iu uc netter Zeit 
wird unter den unaugestellten k. k. Feldmarsch. -Lieutenant! aufge- 
führt : Carl H., Edier v. H. u. ein gleichnamiger Sohn desselben stebt 
als Lieutenant im 27. I nfant. -Regime nte. 

Mtyrlt r. MikJ/ekt, Kr-im.-Bd 8. 310. - Milit.-Srhoiii4tiwi. d. Orftttrr. KaJmtlum. 

laradaser v. Weissen**. Erbland. -österr. Adelsstand. Diptam 
von 1821 für Georg Haradauer, k. k. Major, mit dem Prftdicate: t. 
Weissenau. 

Magerte 9. MüHtfeld, Erg.- Bd. 8. 310. 

larant, frelberren. Altes, böhmisches Adels- u> später Freihem- 
Geschlecht, dessen Stammreihe Baibin mit flaraut von Polczicz um 
1336 beginnt. Von den Nachkomme:) desselben starb 1584 Georg, 
kais. Kath u. Landrechts- Beisitzer in Böhmen und hiuterliess Söbae. 
Von diesen wurde Christoph v. H. kais. Kath, Kamm, und Kammer- 
Präsident, hielt sich aber später zur Partei dos neuen böhmischen 
Königs Friedrich v. d. Pfalz und fiel \(>2\ als Opfer seiner Anhäng- 
lichkeit an diese Partei. Ein Sohn seines Bruders zeichnete sieh als 
k. k. General-Lieutenant aus und die Freiherren' v. H. : Johjuia Wil- 
helm, Adolph und Franz lebten noch 1686. 

danke % I. 8. 768. 

larassowskl, larrassewsld, lamewsld. Polnisches, zu dem Stamme 

(irzymala gehörendes Adelsgeschlecht, welches nach UberacbJesmn 
kam und sich aus dem Hause Sacha bei Tescben weiter aasbreitete 
und im Kr. Cosel 1817 Langlieben und Klein - Nimsdorf und 1819 
Krzauowitz und Pirchwitz besass. 

Vnpruciut. 8. 43*. — Sinajtiu*, II. S. 6AI. - N. l'r. A.-L. II. 8. 32t. — FrtiA. f. U- 
4t hur, I. S. 318. 

larasiewlei v. Neusten , r*relh. Kr bland. -osterr. Freiherrnstand. 
Diplom von 1811 für Michael Harasiewicz, General- Vicar der Lem- 
berger griech.-cathol. Erzdiöcese. 

M*<j*rlt f. Mihlfrht, M. !Mi. 

larbaval v. Chamare, Grafen. Böhmischer Grafenstand. Diplom 
vom 4. Sept. 1751 für Johann Ludwig (nach Anderen: Johann Bap- 
tist) Uarbuval Freiherrn v. Chamare, Director der Ritter -Academie 
zu Liegnitz, mit dem Namen: Gr. v. Uarbuval -Chamare. — Altes, 
französisches Adelsgeschlecht, aus dem gleichnamigen Stammsitze in 
der Grafschaft Artois. Johann I. v. Harbuval vermählte sich 11 12 mit 
einer Grf. v. la Laino und setzte den Stamm fort. Die Nachkommen 
dienten meist der Krone Spanien u. unter diesen auch der im 9. Gliede 
von Johann I. stammende Johann Baptist v. H.. später Baron v. Chs> 
mare. Derselbe drang 1555, als die Festung Tauris belagert wurde, 



— 19Ö — 

eise Fahne koch haltend, in die Feinde, erstieg den Wall der Festeng 
«ad pflanzte auf demselben die Fahne auf, worauf die Festung bald 
fta die Gewalt der Spanier kam , da der commandirende General ge- 
rufen, dass man dem „scharmirteu" Kleide, welches Johann Baptist 
trug, nacheilen solle. Von der Farbe dieses Kleides bekam Letzterer 
den Nameu: Chamaro und sein Sohn Johann aus der Ehe mit einer 
Freün du Bois setzte den Stamm fort. Von den Nachkommen in 
5. Generation wurde Johann Ludwig 2. Oct. 1727 iu den erbländ.« 
feterr. Freiherrnstand u. 1751, s. oben, in den Grafenstand erhoben. 
Derselbe, verm. mit einer Freiin v. Seidlitz, starb als k. k. Geh.-Rath 
lad Yicepr&ses des Commeräalconcresses im Kgr. Böhmen u. hinter- 
lietft zwei Söhne: Johann Sigismund, k. k. Kämm, und seit 1777, In- 
«Ugeaa in Ungarn, verm. 1762 mit Johanna Grf. Keglevich v. Buzin 
ead Johann Anton, k. k. Kämmerer, verm. 1754 mit Johanna Maria 
Grf. v. Waldstein. Letzterer soll, wie Leupold angiebt, Nachkommen 
nicht gehabt haben, von Kr sie rem aber führt derselbe drei Söhne auf: 
Johann Nepoiuuk Joseph, welcher keine Nachkommen hatte, Johann 
Anton und Johaun Alois, doch stimmen Leopolds Angaben mit neue- 
rta Nachrichten nicht. Nach diesen gingen von Johann Nepomuk Joseph 
e. von Johann Anton die beiden Linien des Geschlechts , in welchen 
dawelbe fortblühte, die steierische und die böhmische Linie, aus und 
te hatte somit Johann Alois keine Nachkommen. — Die von Johann 
Nepomuk Joseph gegründete steierische Linie ist 2t. Nov. 1857 im 
Maanastaaime mit dem Grafen Johann, k. k. Kämm, und Geh.-Rath, 
Generalmajor und Oberst- Hofmeister des K. 11. Carl Ferdinand, Herrn 
der Herrschaft Sttssenheim in Steiermark und Keka und Ternovecz in 
Ooetien, erloschen und es lebt nur noch die Schwester desselben 
Jahaaee verw. <>rf. v. Schmidegg, geb. 1790. — Das jetzige Haupt 
der böhmischen Linie ist Graf Ludwig, geb. 1798 — Sohn dos 1808 
verstorbenen Grafen Johann Anton — Herr der Herrschaft Neu- 
acälote in Böhmen, k. k. Kämm., verm. mit Hedwig Grf. Schaffgotsch, 
fei». 1806, aes welcher Khe vier Söhne leben: Gr. Friedrich, geb. 
1829, k. k. Kämm, und Hittm. in d. A., Gr. Anton, geb. 1834, Herr 
aal Neubaus bei M&nsterberg in Schlesien, k. k. Kämm. u. Rittm. in 
d. A.; Graf Felix, geb. 1836, k. k. Oberlieutenant u. Gr. Alfred, geb. 
1837, ebenfalls k. k. Oberlieutenant. 

l*wr»M. I. 1. K. 1/1-404. - M*g*rlt v. M*klf*M, H. *i u. i«. - Deut«. In- Orafoth. 4. 
C*»f*w I s. in um! Sit. - <;.••.'«! T«H«-h.-nS <i «fruit. IUu««-r, |h*^. H. S.'7 und 31* und 
hUTr aMdli. iu d*t»*rlb^n. 8. TJl. — Nupf»l- «•• »*•»*■• W. - H. VI 4. - Tyrof, II. %nt. 
%t. |: Frei* ». II. m. St. V: <ir. v II. 

■aide. Altes, erloschenes, westphälisches Adelsgeschlecht, wel- 
che« bereits 1562 llülsbof im Teklenburgischen besass u. dieses Gut, 
ea wie Hachemübien und Wilkinghegge im Kr. Münster noch 1721 
iaae hatte. 

FrrM 9 Udthmr. I. H. »I*. 

■ardegg, lardet h, Grafen. Reichsgrafeustand. Diplom vom 27. Oct. 
1498 für Heinrich Trueschenk Freiherrn v. Stettenberg, Herrn der 
Grafschaften H ardegg und Machland und für den Hruder desselben, 
Siegauad, mit dem Namen: Grafen iu Hardeck and in Machland. — 

13* 



— 196 — 

Die jetzigen Grafen v. Hardegg stammen, wie sich aus dem Diplome 
ergiebt , aus dem alten österreichischen und steiermftrkischen Gc- 
schlechte der Prueschenke v. Stettonberg u. die Herrschaft H ardeck 
in Niederösterreicb, welche früher den Titel einer Grafschaft führte 
und denselben den Namen gab, hatte schon vorher zwei anderen Ge- 
schlechtern , den 12Ü2 erloschenen Graten v. Pleyen mid Hardeck 
aus Bayern und den 14H3 ausgestorbenen Burggrafen v. Magdeburg, 
diesen Namen gegeben. Was die hier in Hede stehenden Grafen v. 
Hardegg (wie sie sich jetzt schreiben) nach dem Diplome von 1493 
anlauft, so beginnt die Stammreihe des ursprünglichen Stammes au 
1240 mit Rüdiger dem Prueschenken, Ritter. Von den Nachkommen 
wurden Heinrich P. , später K. Maximilians I. Oberster Feldhaupt- 
mann und der Bruder desselben, Siegmund P. , K. Friedrichs 1IL 
Kämmerer, Geh.-Itath und Obersthofmai schall, 7. Juni 1480 mit de« 
Priidicatc: v. Stcttenberg in den Reichsfreiherrnstand erhoben, auch 
erhielten dit selben 14b2 das Krbland-Truchsesscnamt des Herzogth. 
Steiermark und 1481) das Krbland- Muudschenkenamt in Oesterreich 
ob u. unter der Knns u. wurden, s. oben, nachdem K. Maximilian 1. die 
durch Michael letzten Grafen zu Hardeck und Burggrafen zu Magde- 
burg erledigte Grafschaft Hardeck, so wie die alte Grafschaft Mach* 
laml in Oesterreich ob der Knns an Heinrich Freih. v.Prueschenk ver- 
kauft hatte, in den Giafenstand veri-etzt. Heinrichs Sohn, Ulrich, 
vermählt mit Sidouia Herzogin zu Münsterberg, kaufte 1500 von den 
Biüdt-ru seiner Gemahlin, Albert und Georg Herzögen zu Münster- 
berg , die Grafschaft Glutz und wurde vom K. Maximilian 1. 12. Nov. 
lf>03 mit si inei. Nachkommen zu freien Grafen v. Glatz erhoben, 
doch verkaufte Ulrichs Krbe, der Sohn seines Bruders: Christoph Gr. 
zu Harde^, l f)37 im K. Ferdinand I. die schon früher verpfändete 
Grafschaft Glatz und behielt sich und seinem Geschlechte nur den 
Titel von derselben vor. — Der gemeinsame Stammvater der beiden 
Linien, in welchen die Familie jetzt blüht, der älteren Linie zu Stet- 
telduif und der jüngeren zu Kadolz und Seefeld, ist Graf Jobann 
Friedrich , ^est. 1703 und venu, mit l'resccntia Grf. v. Brandts, ans 
welcher Khe zwei Söhne, die Stifter dieser Linien, stammten: Graf 
.Johann Julius IV. Adam und Graf Johann Conrad Friedrich. — Die 
Stumiureiht» der älteren Linie zu Stetteldorf ist folgende: Graf Johann 
Julius IV. Adam, geb. 167t>, k. k. Gch.-Rath, Kämm, und Oberst-Hof- 
u. Landjn^rimeibter: Maria Barbara Grf. v. Hohenfeld; — Johann 
Carl, ^cst. i 7 f) 2 , k. k. Kamm, und niederösterr. Hcgier.-Ratb: Maria 
Fli>abeth Grf. v. Sinzendorf, gest. 1772; — Johann Franz de Paula 
Joseph, ge^t. 1*08, k. k. Geh.-Rath. Oberst-Hof- u. Landjägermeister: 
Maria Ludovica Grf. v. Canale, verm. 17(>8; — Johann Ferdinand, 
ge>t. IM*, k. k. Kämm, und Vice-Obcr-Hof- und Land Jägermeister: 
Aluv>ie (irf. v. Althami, ge>t. 1KJ4; — Johann Kranz, gest. 1854, k. 
k. Kamm u. Kittm. in d. A : I'uuline Grf. Choiseul-D'Aillcconrt, geb. 
180*: Julius, geb. ls3:>, jetziges Haupt der älteren Linie, Herr 
der Fideicommissbrrrschafteu Stetteldorf, Woltpassing, Scbmida etc~ 
verm. 1Ö57 mit Marie Grf. C'kurinsky, Freiiu v. Ledske, geb. 1835, 



J 



— 197 — 

welcher Ehe «wei Söhne stammen, Franz Paul, geh. 1859 und 
Friedrieh, geh. 1860. — Die Stammreihe der jüngeren Linie zu Ka- 
dolz ood Seefeld lief, wie nachsteht, fort: Graf Johann Conrad Fried- 
rich, gest. 1721 , k. k. Kämm.: Clara Hedwig Freiin v. Cramm, Rest. 
1743; — Johann Heinrich Conrad, gest. 1747, k. k. Komm.: Wil- 
helminc Rosa Grf. v. Cavriani, gest. 1759; -— Johann Anton Conrad, 
gest. nach 1800, k. k. Kämm, und Geh.Rath: Augustine Grf. v. Wilc- 
aeck, lebte noch im Anfange dieses Jahrh.; — Johann Dominic, gest. 
1836, k. k. Kamm, und Oherstlieutenant: Maria Grf. v. Althann, gest. 
1833; — Graf Maximilian, geb. 1810, jetziges Haupt der jüngeren 
Linie, Herr der Herrschaften Kadolz, Seefeld, Gross-Harra^s u. der 
Edelsitze Kammersdorf, Hadressetc. in NiedenWerreich, k. k. Kämm. 
elc. venn. mit Franziska Grf. v. Wrhna und Freudenthal, geh. 1816, 
aas welcher Khe, neben fünf Töchtern, sechs Söhne, Maximilian, 
Heinrieb, Dominic, Rudolph, Franz Joseph und Conrad, stammen. 

Lmcmr, Grafrn«Ml, 8. 9sU— 9v*. - /Jr. w. Hrnntht. Nr. 14 - Hühner. III. S 7hm— 78L» 
a. im Äthan**-. - tir. r W'urmhrand, r. :».'. S 9t »ml '.M'.». Sinafu*. I. S. il« u. '>W 

«.II H. 99 «ad 100. — tiauhe. f S. 761 o 7<4 H'i*y/r,ll. IV s «1.1—14/ mit 4 Ahncn- 

t*J*la — Jacuhi. |M»0. II. TU u. '."£:. - Ul*. wiiral. iiimI Nt»At<l»»ndl». |«.'4. I. S. .SM — '»HS. 
- r fickäm/eld , |. M. 17*» -IM _ |>.„t< ( |> (irflf-iili. <1 (;..* n«. |. ^ 313 3I.S. — Freiherr 
•. L+d+*mr, I. S. 31*. — <^i».»l lairh.nl». tl. «r.fl. Hau* im;.' s. 32m— .180 u. hinter. Hundt). 
■• d»m*rlhcn. *. W9. — Siehntm't-et , I. I.'». Sfiener , Hi«t«»r. Iu*u». I.ib. .1. c«p. 2. 

»•••!. n Sie»«. W..R. 1.1. 

■ardenberg, Freiherren, tirafea nnd hinten (Stammwappen: in 
Silber ein rechts gekehrter, schwarzer Eberkopf. Wappen der (trafen 
?. Hardenberg- Reventlow: Schild geviert : 1 u. 4 das Stammwappen 
lad 2 and 3 in Silber eine rothe Mauer mit drei Zinnen: Reventlow. 
Wappen der Gr. v. Hardenberg zu Alt-Hardenberg, so wie der Frei- 
herren ?. II. zu Wiederstedt: im Schilde der Kbcrkopf des Stamm- 
«appens. Wappen der Grafen v. H. zu Neu- Hardenberg: Schild ge- 
liert mit das Stammwappen zeinendem Mittelschilde : 1 in Silber der 
prent*, schwarze Adler; 2 in Gold eine rothe Mauerkrone, von einem 
Lorbeer- u. Kichenzwei<je kranzarti^ umgeben; 3 in (>old das Onlens- 
leiehen des eisernen Kreuzes und 4 in Klan zwei neben einander ge- 
stellte, die Barte nach oben u. auswärts kehrende, goldene Schindel; 
das bei Krbebung in den Fürstenstand ertheilte Wappen*. I>antM*licr 
Lehn*-, Reichs- und Grafenstand des Kfer. Hannover, so wie Fflrsten- 
•nd Grmfenstand des Kgr. Preussen. Dänisches Grafendiplom vom 
7. Jani 1774. in Hannover amtlich anerkannt 7. Ort 1774, für den 
Kasamerrath Carl August v. H., mit der Krlaubni^s, wo^n d**r von 
seiner Gemahlin eingebrachten Güter, mit meinem Namen und Wappen 
den Namen and das Wappen der Familie v. Reventlow 711 verbinden 
«ad sieb Hardenberg- Reventlow zu schreiben; — Reich^rrafendiplom 

*. Mari 1778, in Hannover amtlich 9. Apr. 1779 bekannt Ke- 
rnt, fnr Hans EnM v. II., Geh.-Legations- u. Landr.tth; l'reuss. 
Ftrstendiploro vom 3. Juni IHM für Carl Atigu«! v II., k. pr. StauN- 
Camler etc., nach dem Rechte der Krstircburt und mit der liestini- 
■■og der" Grafen würde für die gesammte Nachkommenschaft, welrhe 
BestiniBong 1816 auch auf die Kinder des Hruders Adolph Gottlieb, 
ausgedehnt wurde, and hannov. Grafcndiplom vom J3 Juli lHlrt für 
Friedrich Ludwig v. H., k. hannov. Oberhauptm^nn. Alt««, nieder- 



— 198 — 

sächsisches Adelsgeschlecht, welches sich in Hannover, Dänemark, 
Holstein, Sachsen, Meklenburg etc. weit ausgebreitet hat u. im Laufe 
der Zeit im Stammlande Hannover, namentlich in der Gegend um 
Göttingen, in der Provinz Brandenburg in Schlesien, Sachsen, Däne- 
mark und Meklenburg zu bedeutendem Besitz gekommen ist. — Der 
erste und immer der Hauptwohnsitz des Stammes war das Schlots 
Hardenberg bei Nörthen im Fürstenthume Göttingen and Behr be- 
ginnt die Stammreihe schon um 829 mit Boldewin v. H., doch kommt 
der Name urkundlich erst 1174, 1220 u. 1232 vor und der älteste 
Calenbergische Lehnsbrief ist von 1470. — Als der älteste, sicher nach- 
zuweisende Stammvater tritt Dietrich v. II. auf, welcher 1220 in der 
Reihe der Dynasten urkundlich genannt wird. Schon in früher Zeil 
schieden Theilungen in der Familie das Schloss Hardenberg in das 
vordere und hintere Haus. Die erste Theilung erfolgte durch Diet- 
riches Sühne, Bernhard und (Günther. Die Linie des Letzteren blühte 
in zwei Aesten, erlosch aber 1561 mit Gerd v. H., die Bcrnjiard'sche 
Hauptlinie, zu welcher auch die von Dettmar 1350 gegründete, mit 
Erich 1639 ausgegangene Lindausche Linie gehörte*, breitete sich weit 
aus und blühte fort. Den lluuptstamm dieser Linie pflanzten Bern- 
hards Enkel, die Sühne llildebrands, Heinrich und Hildebrand (II.), 
weiter. Die Linie des 1365 verstorbenen Heinrich hatte das hintere 
Haus inne und starb in der neunten Generation mit Jobst Asche 1669 
aus, während Hildebrands Linie im vorderen Hause dauernd fortge- 
setzt worden ist. In der 10. Generation folgte Hildebrand Christoph, 
geb. 1621, seinem Vater im Besitze des vorderen Hauses and de« 
genannten Jobst Asche auch in dem des hinteren Hauses. Derselbe, 
gest. 1682, Statthalter und Präsident des Cell. - Rathseollegiams in 
Krau nsch wc ig, hinterliess drei, in das Erbe sich theilende Söhne: 
Christian Ludwig, gest. 1736. erhielt das vordere Haus Georg Anton, 
gest. 1721 , bekam Wiederstedt und Fritz Dietrich, gest. 1739, das 
hintere Haus. Dieselben wurden durch ihre Nachkommen die Stifter 
der jetzt blühenden drei Linien des Stammes, der 1. 2. und 3., welche 
bis 1809 nur in das vordere und hintere Haus geschieden wurdet. 
In neuester Zeit wird die altere Linie als erste Linie, mit dem Zu- 
sätze von Neu-Hardenberg in Preussen, die zweite als dritte Linie sa 
Wiederstedt in Sachsen und die dritte Linie als zweite zu Hardenberg 
im Kgr. Hannover aufgeführt. — Die erste Linie, die zn Neubardea- 
berg in Prenssen, nmfasst die Nachkommenschaft Christian Ludwigs, 
s. oben, und die Stammreihe ist folgende: Christian Ludwig, geil 
1736, landschaftlicher Licent-Commissar im Hannoverschen: Catha- 
rina Freiin v. Döringenberg, verw. v. Hanstein, gest. 1767; — Chri- 
stian Ludwig, gest. 1781, Herr zu Hardenberg, Geismar und Linda«, 
im 7jähr. Kriege kurbraunschw. Generalmajor und zuletxt Feldmar- 
schall: Anna Sophie Khrengart v. Bülow, gest 1809. — Carl Angalt, 
gest. 1822, k. preuss. Staatscanzier, seit 1814, s. oben, Ferst, er- 
hält als Dotation der FttrstcuwUrde die ehemalige Johannitercomtharei 
Lietzen, und das vormalige v. Prittwitzsche Amt Quiliti und zwar 
letzteres unter der Benennung Neu-Hardenberg : Christiane Friede- 



i 



— 199 — 

rike Juliane Grf. ?. Reventlow, geseh. 1788, gest 1798; — Christian 
Haiarich August Gr. ▼. H.-Revantlow (welchen Beinamen der Vater 
aat gefehlt hatte), gast 1840, k. d&o. Geh. Conferetisrath n. Hofjäger- 
meirter, Herr der von seiner Mutter ererbten Güter aaf Laalaod 
anter dem Namen der Lehnsgrofenschaft Hardenberg- Reventlow und 
der Staudeshernschaft Neu-Hardenberg, verzichtete 3. Jan. 1823 mit 
ktaigl. Genehmigung aus Ehrfurcht für die hohen Verdienste des 
Vaters auf die FQrstenwttrdc und führte aar den gräflichen Titel : 
erste Gemahlin: Jeanette Caroline Freiin v. Reitzenstela, gest. 1819. 
Da aus dieser Ehe nur eine Tochter, Grf. Ida, entspross, welche, 
erat verw. Grätin Holck, spater verw. Grf. v. Gersdorf, sich in dritter 
Ehe mit eisern Grafen Alma forte vermählt hat, so kam iu Folge 
testamentarischer Bestimmung des Fürsten v. H. die zu einem Fami- 
lien -Fideicommiss bestimmte Standes- Herrschaft Neu- Hardenberg an 
den Sohn «eines Bruders: Carl Adolph Christian, welcher ebenfalls 
fftr seine Person auf die Fürstenwftrde verzichtete und das jetzige 
Haupt der gliederreichen ersten Linie ist Derselbe, geb. 1794 — 
ein Sohn des 1816 verstorbenen k. preuss. Kammern, u. Landjägern). 
Georg Adolph Gottlteb v. II. aus der Ehe mit Caroline v. Bothmer — 
llcrr der Standesherrschaft Neu-Hardenberg, k. pr. Oberstlieutenant a. 
h^ erbi. Mitglied des k. preuss. Herrenhauses etc., war in erster Khe 
mit Luise v. Hedemnnn vermählt h. vermählte sich in zweiter Khe mit 
Caartottc v. iledemaan. Aas der ersten Ehe stammen vier Sohne, 
ans der zweiten zwei und der älteste Sahn, Graf Carl, geb. 1827, k. 
preuss. I.teat. a. !>., hat aus der Khe mit Hildegard Grf. v. Harden- 
berg, geb. 1834, bereits drei Söhne und' drei Töchter. — Die jetzt 
als f weite Linie des Stammes aufgeführte Lioie zu HardeaberR im 
Königr. Hanaover umfasst die Nachkommenschaft des 1778 in den 
ferafctistand erhabenen Grafen Hans Ernst, *. oben und das Haupt 
derselben ist: Graf Carl Ludwig August, geb. 1791 — Enkel des 
Grafen Hans Ernst und Sohn des 1H40 vcrM. k. bann, öberhofmeist. 
Carl Philipp ans der Ehe mit einer Grf. v. Wartenberg — Senior der 
Familie, Herr der Stammguter Hardenberg im Kpr. Hannover, Drön- 
newitz und Ncuenkirrli« n im Grossh. Meklenb.- Schwerin und Rett- 
kam mit Antheil I'riedmost in Schlesien, k. bann. Oher-Jägerm. a. I>., 
vena. mW Adelaide Grf. t. Kielmansegpe, gest. 18!M>, au* welcher 
Ene, weben vier Töchtern, fünf Söhne stammen . von denen zwei den 
MnnnsMamwi schon wieder weiter fortgesetzt haben: es entspross 
oamlMi vom Gr. Albert, geb. 1823, k. bann. Jägermeister, aus der 
Ehe mit Julie v. Malortie ein Sohn, < arl Theodor Hermann, geb. 
1369 and vom Grafen Oscar, geb. 1838, k. k. Oberlieutenant in d. A., 
▼erat, mit Hermine Grf. Hzirmay. ein Sobn, Felix, geh 1860. — IMe 
ftproesen der frerh. Linie zn Wiederstedt sind Nachkommen des Georg 
Anton, s oben. Haupt dieser Linie i-t Fieih < url August Jotinnnes, 
geb. 1829 — Enkel de* 1H13 verst. I n-ih. Carl und Sohn des 1*41 
Kraih. Johannes, Herrn aof Sehloben und Kabis im Ahetiburgi- 
am der Ehe mit Angurte Freiin v. Gemmingea-Guttenberg — 
1658 mit Sophie Freün Unit v. Collenbirg. Derselbe bat drei 



— 200 — 

vermählte Schwestern. — Als Senior dieser Linie wird aufgeführt 
Freiherr Hans, geh. 1824 — Sohn des 1825 verstorb. Freih. Georg 
Anton, k. pr. Landruths — Herr der im Altenbnr^ischen n. Meinin- 
genschen {gelegenen Seuiorats-Besitzungen Schiüben, Rabis, Möckern 
und Lichtenhain u. Herr auf Ober-Wiederstedt, h. saohs. altenbnrg. 
Kammerh. , Mitglied des k. pr. Herrenhauses auf Lebenszeit, Kreis- 
hauptmann d. altenburg. Westkreises, verm. mit Marie v. Carlowitz, 
aus welcher Khe, neben einer Tochter, sechs Söhne stammen. — Der 
neueste, mehrfach sehr zahlreiche Personalbestand findet sich in dem 
(reneal. Taschenb. d. gräfl. Häuser. 

f. n. H'hrsm, !«-*•- In-. (). II. ins. v. SuhiIhtk. Wolfi-nli. \*'J»1. Anhang. Nr. 9. — Oamk*. 

I. N. TkS ii. 7.'«. r. l'e'hh l'z . <J.>«lil. Kr/ähl. I. Tab. 17. - Schmidt . B«itri«.» c. Qrneh. 
A. Aili-U. 1. S I7.'i ii. II. S S'jii. - Erich und Uruhrr, Rmykl. S.-rt. 2. II. 241». — tyt'W. 
Ilaiiii'i\. Vut-il. \r. Ii. IV. IVM. S 414. - Hi«mr. tli-n Kür«t<>u ii. Staat *-Cnnxl«r* r H. Han- 
Mirü, 1hi»4. - /. 11'»// . C.o'-hicht- dl-* Csrlil.'i'lits v. Ilnnlfiihtn:. n.'ttiii^n. 1*24. 2. IM. 

- N. I'r. ,\ L. II. S. :!:."•-■ :i:tl n. VI. S. :n> u. fil. — Fr*ih. *. d. K**fh*ck, 8. I4Ä n. 14*. 
r»«'iits«h. f}r.ifHi,h. ii r; ( - k '.-i,u. I. s. :n»'> :<2o. — Fi-*ih. r. Lrd*hur . I. S. M* und M9 und 
III. S. ">7l. - (J.-m-.il. Tasch-nli. -I irr.irt. Hau«. i-tfif. S, :i.K> -.134» u. hirtor. Hamlh. «n D»m- 
H'.lhvii . S. M){. — N/W nfi.'f.rr . I. 1 "*•'•: v. II., Hr.iumrhw. — MagilcliurK. lUiftural. von 1724 
u. !lallivi-4fn"flt*r \»n I7M. - r. V»-./f«y. II. S. \l'JS~ r»M : v. H., Or. v. II. u. fir. t. H.-R>- 
vciitlow. — L- xir. ..v. ml I. Kam. i haiuu. I. S. *.'3:t u. Tnh. 4». Nr. *>: v. H. und Tab. 44. 
Nr. J01 : Cr. v. 11. -U. - Snppl. /n Nii-tun. W.-B. XI. 2: C T . v. II — Tnrof. I. 123: ▼. II.. 
ii. II. I7r>: (Jr. v. II. - W. - II. il. Pn-u*«. M«»».. 1. .'. : Fiirit v. II. und I. 4*. Or. t. H. — 
Mfkl-ui>. W.-H T.iL. 2ii. Ni. 7:* n. S. .'3: (Jr. v. II. - W.-B. il. Kgr. iUmioT. A. 5: Or. ». 

II. zu Ali-Hanl-ni... A. !■!. (ir. v. II. /u N«-utlnnl. uml C. .V.: t. II. tu Wi<>d*r*t. a. *. 7. — 
Schi-*. \V -B. Nr. 27'*: Diplom v . IM*. - W.-B. ii. Sü.-h«.. HUat. III. 23: Freih. ». H. 

Hardenberg (in Silber zwei schwarze Sparren). Altes, längst er- 
loschenes Adelsgeschlecht, welches im Herz, Berg an der Ruhr ein 
gleichnamiges Schloss besass. Henrich v. Hardenberge, Heinrichs, 
Ritters, Sohn, kommt urkundlich 1344 mit Siegel vor. 

f». Sfsin>n, III. Tah. tV\ Nr. lh u. IV. S. 772 u. 774. — r. Urdiny. II. 8. 22.V 

lardenack. Altes, im 15. Jahrh. ausgestorbenes, meklenb. Adels- 
geschlecht, von welchem durch ein Siegel des Rudolph Hardenaek 
von 1200 das Wappen: ein fortschreitender Hahn, bekannt ist. 

r. H> '//..'. «»/*-«. Momiiii. in tl IV. Tal». 1*. Nr. 7. — r. M-ding, 1. H. 22*: narh dem M*- 

niiirr. .il^'^.ih^riii-t iii(-kl«iili Kaiiiilii'ii. 

Hnrdenrath. Cölner, um die Mitte des 17. Jahrh. erloschenes 
Patricicrgeschlecht, dem Wappen nach: in Blau drei goldene Jnden- 
hütc, wühl eines Stammes mit den v. Juden oder Jttdden. 

Fuhrt*. T. S. 1.J7. - Frrih. r. L*d*hur. I. S. »I'.i. 

larder, lardter, Harter v. lardt eder Hart fim Schilde ein aif 
beiden Seiten staffelwei^e ge>taltctor Stein, auf welchem die Spill* 
einer abgebrochenen Lanze aufgerichtet ist). Ein im 14. u. 15. Jahrh. 
in Nieder - Oesterr. vorgekommenes Adelsge^chlecht, ans welchen 
Häugelin (Hugo oder Hugelin) v. Härder u. Offmey (Euphemia), Haus- 
fr:iu desselhen, 1 H65 Lehne von Rudolph Herrn v. Walsee erhielten. 
Im IG. Jahrh. kam das Geschlecht in Mahren vor. Paul Hardter sass 
um ir>(>2 zu Heranau im Iglauer Kreise u. hinterliess diese Besitzung 
seiner Tochter, Apollonia. Zuletzt tritt noch 1590 Veit H. su Pnklitl 
in Mähren auf. 

H'mi^iII, IV S. 148 ii. 141. 

Härder (Schild durch einen schrägrechten , goldenen , mit einen 
silbernen, roth benedeiten Pfeil belegten Balken getheilt : oben, links, 
in Blau drei, 2 und 1, goldene Sterne und unten, rechts, in Roth auf 



— 201 — 

grünem Berge ein weisser Wartthurm , oben mit drei Zinnen). Ein 
in Pommern 1782 mit Kasselvitz im Kr. Bergen begütertes Adelsge- 
schleeht, in welches 1756 der Reichsadel kam nnd za welchem der 
1853 verstorbene k. pr. Oberst a. D. Carl v. H. gehörte. Die Familie. 
welche nach Angabe des N. Prenss. Adelslexicons zu dem alteren 
Adel in Pommern a. zu dem Adel auf Rügen, ohne vom rflgianisrhen 
Stammadel zu sein, zählen soll, besass noch 1836Cransdorf auf Rügen, 
so wie Rarkow und Nenzimmer im Kr. Greiffenberg und nach Bauer, 
Adressbach S. 85, war 1857 Adolph v. Härder, k. pr. Hauptm. a. D. 
Herr auf Kasselritz. 

*. Pr. 4.-1«. II. 8 MI. — Fr*(h. f. L*d*hur. T 8. .119 und III. S. 27|. — Snpplem. tu 
*%*bm W. "R X. IS ii. XI. M. — Pomm.T.Mrh. W - B. II. TMi. 47 u. 8. 130. — Kn**cbkf, I. 
8. 1»S u 1**. 

larit, ?. 4. larit (im Schilde fünf dreihügelige Berge). Ein im 
Meklenburg. 1763 mit Onbeckow im Amte Ribnitz u. in Ostpreussen 
1780 mit Dompehnen im Kr. Fischhausen, so wie vor 1777 in Schwe- 
oWh-Pommern begütertes Adelsgeschlecht. 

Frrik. 9. L*d*hnr, T 8. 11«» n. III. S. 271. 

larit FrblÄnd. -östcrr. Adelsstand. Diplom von 1790 für Jo- 
hann Baptist Hardt, k. k. Krehamts-Bwamten zu Grflz. 

W'j+rU r. MühlMH. Ri* .-Bit. 8. .110. _. 8up f il. xu SiH.m W.-B. VIII 1.1. 

larit» larit t. Welleastfla, aaeh Wölleasteln, aac» FrelaenreB. 
Freiherrn stand des Kgr. Württemberg. Diplom vom 11. Nov. 1843 
Ür den nnten genannten Victor TT. v. W. Reichsadelsstand. Diplom 
vom 26. Oct. nach Anderen vom 25. Nov. 1762 für Daniel Ferdinand 
Hardt, Fürstl. Bisch. Ellwangensehen Canzler, Oeh.-Rath und Lehen- 
proptt. mit dem Prftdicnte: v. Wellenhurg. Derselbe stammte aus 
dem Würxburgisehen und Urgrossvater und Grossvater waren Stift- 
Homburgische Beamten. Seine Söhne ans der Ehe mit Catharina v. 
H lerne r, Johann Philipp, geb. 1750, k. bay*»r. Hauptm. a. D. zu Ora- 
henit&dt und Ludwig, geb. 1766. k. hayer. Hauptm., wurden bei An- 
tarang der Adelsmatrikel de«« Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 
Ria Bruder der beiden letzteren, Heinrich, geb. 1755 u gest. 1806, 
war k. wflrtt. Hofrath nnd Archivar und hatte sich mit Maria Anna 
«. Stallbauer vermählt. Aus dieser Fhe stammte Victor H. v. W. % 
tea. 1796, welcher 1844 k. württ. Rittmeister war, spater k. württ. 
Kamiaerherr u. Major im Fhreninvafi'encorps wurde und durch Mit- 
be«itx der durch Vermählung mit Fuphrn«sine Schad v. Mittelbiberach, 
teb. 1794, erhaltenen Rittergüter Balzheim u. Fiselau dem wflrttemb. 
Ritteratande einverleibt wurde. Aus seiner Fhe entspross, neben 
iwef Tftchtern , ein Sohn, Tonstantin. geb. f837, k. württ. Lient. — 
Die Familie besass übrigens auch Güter zu Orimraelfingen und Mn- 
tiniten and im Kgr. Bayern zu Jedelhan«en , Holzschwang. Luippen, 
Pfaffen bofen u. Volkertshofen. 

9. L*mg 8. W* : Harri! in <.r»^r»«|>dt — ('att. Ad'Uh. d K|tr Würlt#«ih 8. 911 nnrf 
ftf. — n*n. T»«rh#«h. it fr»lh. Hln«*r. 1**1 8. *7« u. ?T9. — 8npi>> im *|»hm W.-B. X. 
|\ _ W B. 4. %tr B«**rn. V. W. — W.-B d K*r Wärtu-mh Nr l«7 u *. 47 und 4*. - 
r**w-*l*. f. 8 |«S and 1*7 

larit f. larteataara. FrblÄnd. -omerr. Adelsstand. Diplom von 
1821 far Carl Hardt, k. k Oberlieut . mit d Pradicate: v. Hartenthurn. 

M*9*rU 9. MmM/*U, Erfin*. Bd 8 310. 



— 202 — 

lardte nstern , larlenstern. Ein dem ehemaligen schwedischen 

Pommern, dem jetzigen Regierungs - Bezirke Stralsund, angehöriges 
AHrlsßoschlPclit, zu welchem Friedrich Christian v H., Erbgesessener 
xu Vorland gehörte, von dessen Söhnen vier in der k. preass. Armee 
standen. Der zweite derselben, Arnold v. H., starb 1848 im 80. Le- 
hensjahre als k. pr. Oberst -Ueut. nnd Führer des 2. Aufgebots in 
l. Katall. d. 26. Laudw.-Regim. u. sein Sohn war um diese Zeit Pren. 
Lieut. im k. pr. 9. Inf.- Reg. 

N. Pf. V-L. V. S. VII. — F,fih. r. L*,lrhMr. 1. S. MM. 

Hartly, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1733 ftr 
Franz Ludwig v. Harriy. Forstmeister zu Rrieg. 

yU,j*r\* r. MüM/f'hl, Krn.-1M. S. 14'.«. - N l'r. \. L. II. S. 311. 

Haren (in Silber drei, 2 u. 1 , rothe Haspeln, nach Siebmacber's 
Declaration: Stöcke). Altes, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. er- 
loschenes, im Hannoverschen u. in dem jetzigen Preussischen Anthefle 
von Westphulen begütert <▼■ wesenes Adelsgeschlecht, welches du 
gleichnamige (iut im Kmshmde "cbon 1236 besass, namentlich in der 
Mitte des 14. Jahrh. viele (itlter iune hatte und noch 1702 zu Ritt in 
Westfriesland, 1714 zu Qnarkenbrück im Kr. Laer u. 1770 zu Hopen 
im Hoyaischcn sas>. Raban Ludwig Christian v. H. wurde 1742 Drost 
zu Reineberg im Mindenscheii und der Rruder desselben, Heinrich f. 
H., k. pr. Hauptmann u. Zolldirector in der Altmark, starb 11. Hftrz 
1 794, so viel bekannt, als der Letzte seines alten Stammes. 

h'i*ih. v. Ledrhur, l. S. M\ — Si-hmacUr, 1. 147: v. II.. Tiiüriiticiirb u. 1. 1SH): ▼. B- 

W*-*t|ihriliH.'h. 

Harri (Schild neunmal quer gestreift u. in der rechten Oberarl« 
eine sechsmal gestreifte Vierung). Aachener Patricicrgeschlecht, im 
welchem Everliard v. H. sich 1575 vermahlte. Eine Familie dieses 
Namens, wohl die hier in Rede stehende, besas 1 noch im 17. Jahrh. 
das Haus Hundert morgen bei Rehen im Kr. Eupen, kommt aber 
später nicht mehr vor. 

F<ihHt, II. S. J\* - Frrih. r. L.dthur. I. S. 310. 

Hareime (Schild durch ein zähnweise geschnittenes, schwärm 
Kreuz geviert: 1 in Silber drei grüne Aeste von Palmbftumen neben 
einander; 2 u. 3 Cold ohne Rild und 4 in RIau ein silberner, von drei, 
2 u. I silbernen Muscheln begleiteter Sparren). — Reichsadelsstand. 
Diplom vom 24. Jan. 1709. Hin in der Person des Johann Raptfct 
Joseph v. Ilarenne, laut Eingabe d. d. Rueren, 27. Juni 1829, in die 
Adelsinatrikel der Preußischen Rhciuprovinz unter Nr. 27 der Clane 
der Edclleute eingetragenes Geschlecht. 

trrih. r. L'drbiu . I. 8. 31'.) - W.P. d. I'r< u«>. Kli-Inproviui, I. Tah. 50 Kr. 100 ■. •• 
4H a. Mi. 

larenne ?. f renxek , Ritter nnd Edle. Reichsritterstand. IHpioa 
von 1715 fürJnhnun Andreas Harenne, Chur- Höhnischen Herold oad 
Spesirnngs-C'ommissair, mit dem Prftdicate: Kdler ▼. Creuiek. 

M-'j'rt.- r. MuhlMtl. S. II v 

Jarf, larff, larff t. treib« n, larpff, «ich Krelfcerw*. Im Kftniffr. 

Preußen bestätigter Freihermstand. Altes rhein ländisch es Adelige- 



i 



— 208 — 

schlecht, f» welches die Erbdrostenwürde von Jülich gelangt war 
■od welches den gleichnamigen Sitz im jetzigen Kr. Beruhe im schon 
1233 inne hatte, zu welchem im Laufe der Zeit andere Güter hinzu- 
kamen: das Gut Dreihorn im Kr. Gemftnd besass die Familie be- 
reit« 1560. Im wechselnden Besitze der Güter Mfthte d< : t .mm fort 
ond Clemens Wenceslaus Freiherr v. Harff wurde laut Eingabe d. d. 
Dreiborn, 30. Juni 1829, der Adelsmatrikel der Prenss. Rheinprovinz 
unter Nr. 34 der Classe der Freiherren einverleibt. — Das jetzige 
Hanpt ^er Familie ist Freiherr Clemens, Herr auf Dreibom im Kr. 
Scbleiden. — Sohn des eben genannten Freih. Clemens Wenceslaus 
ji Enkel des Freih. Franz Ludwig, verm. mit Clara Elisabeth Freiin 
f. Kerpen — verm. 1848 mit Cunigunde Freiin Raitz v. Frentz zu 
Kellenbach, geb. 1824. Ausser demselben sind nur noch vermählte 
Schwedt »»m u. verw. Vaters-Schwestern 'bekannt. 

ftr*«ft*a/. S «*». - Hanhe. I. H. 7rt7 : lUrpff - r. Hutt%t'in, 1. «. 2*»1 u. 262. — H»h*m* , 

!h»4«Trh AdH. !!. S '.»1. — N. fr A.-I.. V. S. 211 Fahn*. I. S. 18* - Fr*ih. r. I.ni' 

••r. I. H. 11«» u. 3211. — <i"««*»l T»«rtifiili. il. freih. H.ins.-r, ik*|. s 27». — fiithmaekrr. I. 

IJ1: «. Ilarf. f*h<-iiil4ii<h<.rh u. Su T »pl II 2V. — r. Mednnj. II. 8 22*. - W N. tttr freust. 
i»iB|«rr>*ini. I. Tal» M Nr. |»l und N. .So. 



lariaga, larringa. Friesisches Adclsfrc-eblecht, aus welchem ein 
Sprosse als Hauptmann im k. pr. Füsilier- Bat. v. Bila stand. Der- 
selbe erhielt 1806 und 1807 schwere Wunden, an denen er 1808 
fUrb 

». Pr. A.-L. II. H. 3J1. - Fr*ik. 9. LnMur. 1. S. 220 

larlandfr, larlandl Ein in Nicdrröst erreich vorgekommenes 
Adelsareschlecht, aus welchem 1315 Gottfried, Friedrich u. Hainrich 
die Brüder v. Harlant urkundlich auftreten. Georg und Ulrich die 
Rarlander, Gebrüder, zu Ditterstorff wurden noch 1415 genannt. 

WimyrW. IV S. UV 

■arte«, laerlcm, a«rh Freit, t. larlem-Cartfn. Freiherrnstand 
•>§ Kgr. Prenwn. Diplom vom 25. Juli 1*42 fttr Heinrich Benignus 
v. Harlem , Herrn auf Gorzyn im Posenschen , mit dem Namen : v. 
ff ar lern -Gorzvn. — Altes, niederländische«;, namentlich in und bei 
Dortreeht angesessenes Ade|s«!e«rhleeht, welches zu dem Stamme u. 
Wappen der v. Assendelft: f in Both ein silbernes Pferd» gehört und 
den Namen Harlem durch eine Erbin der gleichnamigen Baronie er- 
hielt- Die Frhtoehter, Mabelia, ans dem Stamme der urkundlich bi« 
in da» 12. Jahrh. hinaufreichenden Barone v. Harlem vermahlte sich 
atallirh za Anfange des 15. Jahrh. mit T»,Vtrich Asseldelft, Bitter. 
fN»r Sohn an« dieser Khe, Heinrich, setzte Stamm und Namen A**el- 
delft fort, ein anderer Sohn aber. Kingebracht, Rest. 1408, erbte die 
Gtter der Mutter, behielt das Stammwnppcn bei, nannte sich Harlem 
ind die Nachkommen fahrten diesen Namen fort. Von diesen Nach- 
komen trat BlaMU* v. H. 1693 als Oberd«ich-Graf und Oberdeich- 
fntpector an der Klbe in die Dienste des Herzogs Georu Wilhelm zu 
Celle and vermählte sich mit Hebelia v Lennert au* WeMphalen. 
Aat dieser Khe cntsprossten zwei Söhne, Simon Leonhard o. Fried- 
Hefc Conrad, Letzterer, kurhann. Obernmtmann, starb nnvermfthlt, 
Fr«t#rf»r aber, k. prenss. Kriegs- u. Dnmainenrath. an h Ober-Deich- 
ItMpeeW za Berlin, wurde durch seinen Sohn, Anton, der nähere 



— 204 — 

Stammvater der später in Preussen vorgekommenen Sprossen des 
Stammes, zu welchen der obengenannte Freiherr Heinrich Benignus, 
<iest. 30. Nov. 1852 ohne Nachkommen, gehörte. Letzterer warder 
einzige Sohn des ehemaligen k, pr. Kammer-Präsidenten August An- 
ton v. H. und ein Vetter des k. prenss. Geh. Ober-Regierungsr. a. D. 
August v. Harlem, von welchem nur ein gleichnamiger Sohn entspross, 
von dem, als 1855 Freih. v. Ledebur schrieb, die Hoffnung der Fort- 
dauer des Stammes abhing. 

Z>f/wv»n, Ilatavin illii«trat.-t. N. 1241 r_'47. — ,I/»/i;in//. B«"»rliryviiipce «I« Hl. Hatrlra, 8. 
4. - Hnxhum, Th.wir. Ilulhiiiil.. S. U.'t. — Hul'm, H-nnir* v. van I>»rtri*rhl, 8. UKI-lOttL 

- Frrik. p. AY'iAji". II. S. M u V» u. S 427. - N. l» r . \.-l,. II. S. MJ und V. 8. ?lla.2ll. 

- Freiti. p t.'tirhiir. I 8. 3-'0 n. IM. S. i>7l. - Sffjtnuf?,rr. V. ISI: v. A*«." od Hfl. — HappL 
xu Sicl.in W.-B. VI. l'i: \. Il:i-il-in. 

larlessen, larlrssem. Altes, hildesheimisches Adelsgeschlecht, 
ans welchem Theodoricus v. II. 1354 aN Abt des Klosters Godehardi 
starb, Menno 1376 Domherr zu Hilde-heim wurde u. Eckhardt 1476 
Domdechaiit in Hildesheim war. Im 15. Jahrh. begaben sich auch 
Sprossen des Geschlechts mit anderen Adelsfamilien in die Stadt 
Hildesheim, kamen in den Hath u. Mehrere verwalteten das Bürger- 
meisteramt. Von diesen war noch Albert Ludolph , Domherr zu St 
Andreue, von 1678 bis 1702 alle zwei Jahre, somit 13mal, mit dieser 
Würde bekleidet. Die Familie blüht noch in Bremen u. schreibt sich 
v. Hallensern. 

Ina, n,t, in, Hilil<-<.ln-iitu«he Chronik. S. 'J?4. i'A* und 1^8. — Oanh*. II. 8. 39.1 und 396. 

- hrrih. r ,1. Kne*rf„ck. S. 3'i»'.. - W -li <1. Kur. I!ann..vr. I>. |il u. 8. 7. 

larllng, larlingrn, aurh Freiherren. Im Kgr. Württemberg ai er- 
kannter Freiherrnstnnd. Altes, »ehon in einer Urkunde von 1282 
auftretendes, ursprünglich ostfriesländisches Adelsgeschlecht, früher 
im s. g. ITarlingerlande ansehnlich begütert. Dasselbe breitete sich 
schon zeitig im Braunschweig- Lüueburinschen u. im Oldenburgischen 
aus kam später nach Sachsen und in die Marken und blüht seit dem 
vierteu Jahrzent des vorigen Jahrh. auch im Württembergiscben. Der 
älteste lüneburgische Lehnbrief ist von 1424 und durch die Güter 
Feuerschützcnhostel, Bienebüttel und drei Güter in Eversen gehört 
die Familie jetzt im Kgr. Hannover zu dem ritterschaftlichen Adel 
der lüneburgischen Landschaft. Im Oldenhurgischen stand dem Ge- 
schlechte bereits 1621 Neuenfeld und ein Bcsitzthum in Oldenfanrg 
so wie 1647 Dötlingen zu. — Anton v.H. war 1555 grftfl. Oldenburgi- 
scher Hath u. der Enkel desselben , Christian , wurde Oldenburgischer 
Geh.-Rath und Landdrost. Von Letzterem stammte Anton Günther, 
welcher 1655 als h. bniunsrhw. Bath, Hofgericht s-Assessor n. Land- 
drost der Grafschaft Dicpholt mit Hinterlassung einiger Söhuc starb. 
Von den Nachkommen war Friedrich Günther v. H. 1736 kurbraon- 
schw. Ober -Stallmeister, Ludwig Christian starb 1737 als k. grost- 
brit. Oberst, ein v. IL, k. dän. Kam merj unker, wurde 1739 a o. Ge- 
sandter am k. poln. u. kursächs. Hofe und Christian Eberhard ▼. H., 
Geh.- Hath kommt von 1748 bis 1754 als Drost zu Aurich vor. — In 
Württemberg wurde um die Mitte des 18. Jabrh. ein Zweig des Stat- 
ines aus dem Hause Bienebüttel ansfissig, indem er von den v. Mü nebli- 
gen das in der Familie verbliebene Rittergut Münchingen im Ober- 



— 205 — 

Ante Leonberg käuflich erwarb und durch dasselbe Aufnahme in der 
schwäbischen freien Reichsritterschaft des Cantons Neckar-Schwarz- 
wald fand. Nach einer Urkunde d. d. Felldorf 5. Mai 1740 war August 
Friedrich Freih. v. H. , Generalmajor der schwäbischen Reichstrup- 
pen, der Erste, welcher am genannten Tage -in das ritterschaftliche 
('ollegium eingeführt wurde. Von demselben entspross Franz Carl, 
b. wOrttemb. Generalmajor, verm. mit Wilhelmine Caroline v. Nettel- 
borat und von diesem Friedrich Ernst Ludwig, gest. 1828, welcher 
sieb mit Philippine Thecla Freiin v. Tcssin-Hochdorf vermählt hatte, 
aus welcher Ehe, neben vier Töchtern, ein Sohn, Freih. Friedrich, 
entspross. Letzterer, geb. 1814, trat in k. uürttemb. Militärdienste, 
doch ibt Weiteres über denselben nicht bekaunt. Der nach Würt- 
temberg gekommene Zweig besass übrigens ausser Münchingen noch 
verschiedene Gefälle, den halben Zehnten im Pfarrdorfe Tbamm und 
iu Hannover das mannslehenbare Erbgut Avenbergen unweit Verdeu. 

<#•«*#, I 8. 7f>6 und 767 : n»< I. YViiiclu-liiiniiii. Oldonh. Chronik u. den hamburg. hUtor. 
aW«ar«|ara von 1703. — N. Ueneal. Handb. 177«. Narhtr. N. 63 und 64. — Freih. 9. d. K**-. 
***~cä t M. 147. - (att, Adel ib. d. Kgr. Wurttemb. N. *V3 u. m. — Friik. 9. L<4<hur, I. M. 
Xf m. III H. 171 — 9 . Mfidiny. I. S. 'JJ9 — Suppl. «n Hiebm. W.-R. II. 80. — Tmmg % I. 
i - W.-B. 4. Kgr. Hannover. C. *b u. 8 7. — WH d Kgr. Wnrtttmb. Nr. 95 and .". 39. 
- Mme+ckk*. I. 8. IST und IHK. 

lariangea. Ein im lireUgau früher vorgekommenes Adelsge- 
schlecht, welches zu den s. g. zwölf Helden von Bern gehörte. 

&j.iimfr*t>erp. Ad^U^pifH«*'. M **. 274. — Hauke, I. H. 766 und 7h7 im Anhange au den 
Artikel HarltMg. 

laniaeb. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 1. März 1695 für 
Carl Ferdinand ilarnacb. 

laraaaeaar, laraaarear-l a?ersagt, tirafea. — Altes französisches 
Adehgetchlecht, welches ursprünglich de la Fontagne oder de la 
Fontaigne hiess und später den Namen Hurnoucour von der gleich- 
aaaiigen Besitzung im Luxemburgischen annahm. Diese Besitzung 
kam durch Vermählung mit Elisabeth de la Foulon, Herrin zu Har- 
Doncour, an Louis de la Fontagne und der Sohn aus dieser Ehe, Jean. 
Kvrard, seit 1714 Vicomte, nahm, unter Vorsetzung des ursprüng- 
lichen Namens de la Fontagne den Beinamen Harnoncour an. Der 
weitere Beiname Unverzagt gelangte durch Leopoldine Grätin v. Un- 
verzagt, gest. 1836, welche sich mit dem Grafen Ludwig Hubert de 
la Fontagne -Harnoncour, s*. unten, vermählt hatte und welche die 
letzte ihres alten, österreichischen und »teiermärkischen, 1714 und 
1746 in den Grafenstand versetzteu Geschlechts war, s. den betref- 
ft «den Artikel, in die Familie. — Die Stainmreihe geben «li»- dvut- 
tcfceu Grafenb. der Gegenwart, wie folgt, au : Louis de la FouUigne, 
8ei|pteor de Sorbcy: Elisabeth de Fuulon, Dame d'Harnoucoui ; — 
Vicoaite Jean Evrard: Marguerite de Maillin , Dame de Villi- et (\>- 
hnae; — Philipp Francois: Marguerite Marqui*e de Lambertye; — 
Jean Kvrard 11 : Marie Luise Haronne de Waha-FranviJle ; — Joseph 
Loa!« Mattbieu, gest. 1818, k. k. General der Uav etc.: Leopoldine 
Grf. v Unverzagt; — Hubert Ludwig, ite»t. 1846, k. k. Kämmerer, 
Barr der Herrschaften ürottowitz u. Kirhau iu Mähren, Harnoncour 



— 206 — 

u. Rouvroy im Luxemburgischen etc. : Sophie Henriette Grf. v.'Haug- 
witz, gest. 1860; — Maximilian Victor, jetziges Haupt der Familie. 
Derselbe, geb. 1820, k. k. Kittm. in d. A., vermählte sich 1847 mit 
Aloysia Grf. v. Locatelli, geb. 1823, aus welcher Ehe eiue Tochter, 
Alice, geb. 1849, stammt. Der Bruder des Grafen Maximilian: Graf 
Hubert, geb. 1827, Herr der Allodial-Herrsebaft Hrottowitz mit Kir- 
hau in Mähren, k. k. Lieuten. in d. A., vermählte »ich 1848 mit Lud- 
milla Grf. Berchtold, Freiin v. Ungarschütz, geb. 1831, aus welcher 
Ehe vier Kinder entsprossten: Hubert, geb. 1850, Alphous, geb. 1851, 
Kugeuie, geb. 1803 und Rene, geb. 1854. 

l»i Hierin- (iralVuh. (1. Urgmw. III. .>. löl u. liij. — (.icncal. l'urlieuli. d. prall. Himer, 
l!*«. S. 8in II. lintor. Hnudh. S. 30 "i. 

lareld, Freiherren. Freiherrnstand des Königr. Bayern. Diplom 
von 1820. Ein in der Person des 5. Apr. 1813 zum Kitter des Civil- 
Verdienst -Ordens der bayerischen Krone ernannten k. bayer. Geh. 
Referendars des Kriegsministeriums Jacob Ludwig Harold 7. Jul. 1813 
in die Adelsmatrikel des Kgr. Rayein eingetragenes und spater der 
Freiherrnclasse derselben einverleibtes Geschlecht, zu welchem Adam 
Alexander Freih. v. Hauold gehörte. Derselbe, geb. 1794 zu Düssel- 
dorf, starb 1860 als k. bayer. kämm., General -Lieut. und General- 
Cominandant zu Nürnberg und hiutt-rliess aus der Ehe mit Franzisca 
Charlotte Freiin v. Krauts, geb. 1804, einen Sohn, Freiberrn Edgar, 
k. bayer. K:immerjunker u. Obcrlieiiteuant. 

c. /.«#«;/. S. At'.K — <;,-ii.-al. T.v..fi«-iib. «1. iPÜi. llüu«. Ll». r >^. S. 24*5 u. 1*62. «. 3M. 

larpe. Reich<adelsstand. Knrsächs. Reichsvicariatsdiplom vom 
2. Oct. 17**0 für drei Gebrüder v. llarpe : Carl Johann, k. russ. Col- 
legien- Assessor, Wilhelm, k. russ. Hofrath u. August, k. russ. Cap itain 
der Infanterie. 

HamUchriftl. Noti/. 

Marpff, s. Harf, Harff, Freiherren, S. 202. 

larpuretat, Freiherren. Reichsfreiherrn. stand. Diplom von 1745 
i.ii* Johann Heinrich Harpprecht, Assessor bei dem Kaiserl. u. Reichs- 
(' am incrge richte zu Wetzlar. 

9. //-f/frucA, I. S. 5»H. - Suppl. zu Su-inu. W.-B. IV. 13. 

larraeh, Freiherren and Urafen. Reichs- und böhmischer Frei- 
herrn- u. Grafen st and. Reichsfrciherrudiplom vom 4. Jan. 1552 Ar 
Leonhard IV. v. Harrach, k. k. Obersten -Kämmerer und für das 
ganze Geschlecht u. böhmisches altes Freiherrudiplom vom 22. Dec. 
170") für die Gebruder Johann Joachim, k. k. Hauptmann, u. Ferdiuaad 
Marquaid Freih. v. H. Reichsgrafendiploin vom 120. Juli 1627 fax 
Carl 1 reih. v. Harrach, k. k. Staats- und Confemiz-Minister u. bOhm. 
Grafeudiploin vom \). Aug 1700 für die genannten Freiherren Jooaao 
Joachim und Ferdinand Murquard. Ueber ein Reichsfrei herrudiplom 
aus früher Zeit , welches 4. Jan. lo52 in die Familie gekommen aeia 
soll , fehlen zuverlässige Nachrichten. ~ Die grätliche Familie f. 
Ilarrach stammt aus einem ursprünglich böhmischen Kittergeschlechte, 
von dessen ehemaligem Stanunschlo>se Harrahk bei Krumau im Bad- 
weiser Kreise, alä Wi^grill im Anfauge dieses Jahrb. schrieb, uocll 
die Ruinen zu sehen waren und schon im 13. Jahrb. kam eine Linie 



— 207 — 

4es Stamm nach Oesterreich ob der Enns. Die fortlaufende Stamm- 
reih* beginnt mit Praibislaw H., gest. 1289, dessen Söhne, Bokauko 
»pd Dietrich , den Stimm fortsetzten. Die Nachkommen scbaft des 
Ersteren blühte in Böhmen fort, bis dieselbe in der ersten Hälfte des 
Ib. Jahrb. mit den obengenannten Brüdern» den Grafen Johann Joa- 
chim Wid Ferdinand Marquard, erlosch» die des Letzteren aber wurde 
in Oesterreich dauernd fortgesetzt. Von Dietrich stammte in der 
vierten Geueration Beruhard, gest. 1433, dessen Sühne, Hans und 
Leoob&rd, die Stifter zweier Aeste dieser Linie wurden: Hans stiftete 
den alteren Ast zu Goggitsch in Gestenreich ob der Enns, welchen 
1547 Leopold scbloss, Leonhard hiugegen den weiter blühenden Ast 
in Nieder -Gestenreich. Der Enkel des Letztereu, Leouhard IIJL, 
geai. 1527, kaufte 1524 die Herrschaft Kohrau u. von ihm eutspross 
Leouhard |V., s. oben % welcher den Rcichsfreikerrnstand in das Ge- 
schlecht brachte u. 29. Mai 1559 das neuerriebtete Gberst-Erbland- 
StaJImeister • Amt des Erzh. Gesterreicli unter der Enns für sich und 
meinen Stamm erhielt. Ein Enkel desselben war der iu den Reichs- 
grafenstaud versetzte Freih. Carl, s. oben, dessen Herrschaft Rohrau 
£ Not. 1627 zur Reichsgrafenschaft mit Sitz und Stimmrechte im 
»eb wabischen Reicbsgrafen - (Kollegium erhoben wurde. Graf Carl, 
gv»t. 1626, verm. mit Maria Elizabeth Freiin v. Schrattenbach, hatte 
laean Nachkommen. Von diesen war Maria Theresia die zweite Ge- 
mahlin Albert Wenzels Ucrxogs vou Fricdland u. Sagan Gr. v. Wald- 
stein und Maria Eli>abeth demahlin des zu Eger erstochenen Gr. v. 
Terzkj, Leonkard VII. aber und Friedrich Gtto wurden durch ihre 
Nachkommen die nächsten Stammväter der beiden noch bestehendou 
Linien der Altereu zu Rohrau und der jüngeren zu Starkenbach. — 
Vit Allere Linie zu Rohrau umfasst die Nachkommenschaft Leou- 
hard* VII. u. die Stammreihe ist folgende: Leouhard VII., gest. 1645, 
k. k. Kamm., Geh. - Rath und Gbersthofmarschall: Maria Frauziscu 
(Oratio v. Eggenberg; — Leouhard Ulrich, gest. 1694: Maria Mar- 
garetbn Grf. v. Oettiugeu; — Em*t Anton, gest. 1718: Constantia 
Grf ▼. Herberstein; — Carl Antou, gest. 1758, k. k. Kamm., Geh.- 
fcath, Ubersthof- uud Landjagermeister : Maria Christiana Gräfin v. 
ilQqooi; — Franz Anton, gest. 1768, k. k. Kamm.: Antonie Grf: v. 
Faikeabaiu; — Carl Leouhard, gest. 1831, k. k. Kamm, Ilof-Musik- 
Oraf etc.: zweite Gemahlin: Ludmilla Grf. v. Mraviglm-Crivelli ; — 
«traf Anton, geb. 1815, jetziges Haupt der alteren Linie, Herr der 
Uiafschaft Rohrau, Erbstallmeister im Erzherz. (>et»terreich, welchem, 
wie dem Haupte der jüngeren Linie, seit 23. Febr. 1811 das Prftdicat: 
Erlaucht zusteht. Derselbe hat, neben sechs Schwestern, eiueu Bru- 
der, Graf Aloys, geb. 1820, k. k. Obemtlieuteuaut in d A. - Die 
jQngerc Linie umfasst die Nachkommenschaft des Grafen Otto Fiied- 
rkh, gest. 1648, k. k. Kamm., Geh -Ratlis u. Geueral-F.-M.L., verm. 
sit Lavinia Grf. v. Gouzaga-NovelUra. Derselbe erhielt 1634 von 
»*iae«i Schwager, dem Herzoge v Friedlai:d, die böhmischen Herr- 
schaffen Uraua uud Lomnitz als Fidei-Coinmihs uud sein Sohn, Ferdi- 
saa4 Bonaventura, gest. 1706, k. k. äUat*- Minister, verm. mit Jo- 



— 208 — 

hanna Grf. v. Lamberg', durch Testament des Carl Ferdinand Gr. t. 
Waldstein die Herrschaft Starkenbach in Böhmen, nach welcher sich 
nun die Linie nannte, so wie 1684 durch Vergleich mit der filteren 
Linie die Grafschaft Brück an der Leitha, Stauff und Ascbacb and 
1700 durch Kauf die Herrschaft Freystadt in Ober- Oesterreich, 
welche Besitzungen sämmtlich dem von ihm 1697 gestifteten Familien- 
Fideicommisse einverleiht wurden. Von Letzterem stieg nun die 
Staramrcihe, wie folgt, herab: Aloys Thomas, gest. 1742, nieder- 
österr. Landmarschuli. Vicekönig in Neapel, k. k. Staats-Minister ete.: 
zweite (renrablin : Anna Caecilie Grf. v. Thaunhausen, gest. 172.1; — 
Friedrich August Gervasius, gest. 1749, k. k. Staatsminister u. böh- 
mischer Oberster Canzler: Maria Eleonore Catharina Fflrstiu f. 
Liechtenstein, gest. 1757; — Ernst Guido, gest. 1783, k. k. Kftmm. 
und Geb.-Kath: Maria Josepha Grf. v. Dietrichstein, gest. 1799; — 
Krust Christoph, gest. 1S38, k. k. Kämm.: Maria Theresia Grf. f. 
Dietrichstein-Proskau, gest. nach 1852; — Franz Ernst, geb. 1799, 
jetziges Haupt der jüngeren Linie, k. k. Geh. -Kath, w. Kämm, snd 
Oberst- Erblandstallm. in Oesterreich ob und unter der Enns, erbL 
Reichs -Kath, vermählt mit Anna Prinz, v. Lobkowitz, geb 1809, an 
welcher Ehe zwei Söhne eutsprossten: Erbgraf Johann, geb. 1828, k. 
k. Kämm., Kittm. in d. A. u. Herr auf Konarowitz in Böhmen u. Graf 
Alfred, geb. 1831, k. k. Kämm. u. Kittm. in d. A. Ersterer bat sieb 
18f)6 mit Maria Prinz, v. Lobkowitz, geb. 1837, vermählt, ans wel- 
cher Ehe, neben zwei Töchtern, ein Sohn, Carl, geb. 1857, lebt. — 
Von dem Bruder des (trafen Ernst Christoph, dem 1841 verstorbenes 
Grafen Ferdinand, k. pr. Geh. -Käthe, stummen aus erster Ehe Bit 
Christiana Freiin v. Raysky, gest. 1830: Grf. Auguste, geb. 1800, 
verm. 9. Nov. 1824 als Fürstin v. Liegnitz und Gräfin v. Hoheosol- 
l*rn mit Friedrich Wilhelm III. Könige v. Preussen, Wittwe s. 7. Jui 
1^40 u. Graf Carl, geh. 1795, k. k. Hauptmann und Herr auf Gron- 
Lägewitz in Pr. Schlesien, verm. in erster Ehe mit Therese Grf. t. 
Sedlnitzky, gest. 1834 und in zweiter mit Isabelle Freiin v. Pustel* 
geb. 1812. Aus erster Ehe entspross Graf Ferdinand, geb. I85S, 
Herr auf Sägewitz und aus zweiter stammen die Grafen Leopold, gek. 
1839 und Ernst, geb. 1845. 

ffr. r. HniHt/iM, Nr. IT.. — Imhff. S. »l.\0. - ///-. r. \\'urmhran<i % Ci.ll*rt„ c. Jl, M. Ä 
- Hühmtr , III. Tiili. 7t»:s — 7r.fi. — tw'imh,'. I. S. 7ii7- 77n. _ I17««y/-i//. IV. 8. 145-173: ■* 
Ahnentafeln. - .hf.nhi, I^imi. M. >■ i~> uiici l*. — Mrtjirl' r. .VtiA//"M. Kijc-Bd S. I*. - 
Allu-in. tii-neal. iiuil sum-hamid. l^L'4 I. S. ..-3-5^H _ N l'r. A -L. II. 8. 3j1— SW. - 
Deutsche (irafi'iih. d«r <i»g<rnw., I.N. .I2i>- 3L # ;t. — >/-*iA'// f. I.rtirbur . I. S. SS" •. Sil ■■* 
III. S. '271. - <;.,th -.-n-.il I'ih.-Ii. nl. |v;». S 252 miil 2 .i tmt.-r Hrritfung auf l+M. S.IX 
und 1*4*. s. a.'il. - Sief.mnchfr. I. Sil. Fn-ih. v. lt. u. III. !*♦: lir. v. II. — Spt m*r . TfcNf- 
Inii-n S. li.'i. - l>ur< Mau< l.t. Weh. I. .i. AMh. S. 11. - r. Mr<t,ny, II. S 12« und IA- 
ttuppl. zu siflifu. W.-M. VI. 10. — Ti/r-f. 11. 2«»v — Srhlf*. W.-If. Nr. 73. 

larras, Grafen, s. Hrzan-il arras, Grafen. 

larras (in Schwarz, oder nach der Preussischen Anerkenn»! 
in Blau, ein silberner Querbalken). Altes, thüringisches Adelig*- 
schlecht aus dem gleichnamigen Stammsitze unweit Eckartsbeift, 
welches auch zu dein adeligen Patriciate in Erfurt, zählte und nch 
zu dem Fränkischen Adel gerechnet wurde. — Heinrich v. H. t«r- 
waltetc, als 1293 der Sohn seiner Schwester, Heinrich ?. 



— 209 — 

Bischof m Merseburg gewordeu, einige Zeit dieses Hochstift; Albrecht 
f. H. bekam 1415 vou den Landgrafen in Thüringen a. Markgrafen 
sm Meissen Friedrich and Wilhelm das Scbloss Günthersberg unter- 
pfandlich o. Hermann und Werner wurden 1438 wegen ihrer Tapfer- 
keit gegen die Hussiten bei Brüun vom Kurfürsten Friedrich II. 
iu Sachsen zu Rittern geschlagen. Nach dieser Zeit hatte von 1447 
bii 1542 die Familie in Kursachsen das Schloss Lichtewalde bei 
Chemnitz als Lehn inne. Dieses Lehu hatte Hermann v. H., Ritter, als 
Entschädigung für seine im s. g. Bruderkriege verwüsteten Besitzun- 
gen erhalten, fiel aber, nachdem Kustachius v. H. 1542 gestorben, 
als eröffnetes Lehn an das Kurhaus zurück. Später kam Lichtewalde 
an die v. Bflnau , dann an die Grafen v. Flemming, vou dieseu an die 
trafen v. Watzdorf und 17G4 an die Grafen Vitzthum v. Kckstaedt, 
«eichen diese Besitzung jetzt ah Majorat zusteht: der letzte Graf v. 
Watzdorf war nämlich in kinderloser Khe mit einer Grf. Vitzthum v. 
Eekstädt vermählt. In der Nähe des Schlosses Lichtewalde findet 
lieh Übrigens dem s. g. Hausteine gegenüber das Harrasmonument 
Dasselbe bezieht sich auf die von Theodor Körner durch die bekaunte 
Romanze verherrlichte Sage, dass Dietrich v. Harras auf Lichtewalde 
1499, hei einer Fehde von Feinden verfolgt, mit seinem Rosse vom 
Hausteine Ober 100 KUcn hinab in die Zschopau gesprengt sei und 
durch Schwimmen das am jenseitigen Ufer gelegene Lichtewalde 
glücklich erreicht habe. — Um diese Zeit hatte das Geschlecht auch 
Otomanostedt im Weimarischen inne. Diese Besitzung musste 1536 
Georg v. Harras wegen Religionsstreitigkeiten verlassen, doch er- 
zielten die Nachkommen dieselbe wieder zurück u. sie war noch 1672 
in ihrer Hand. Der Stamm blühte aus dein 18. Jahrh. in das 19. hin- 
über, doch finden sieb in den bekannten grösseren geueal. Sammlun- 
gen keine näheren Angaben über das Forfblühen der Familie. Bekannt 
iu nur, dass die 1804 verstorbene zweite Gemahlin des Landesältesten 
(•spar Conrad Gottlieb t reih v. Zedlitz auf Hohenliebenthal etc. 
eine geborene v. Harras aus Sachsen war und dass Carl v. Harras, 
deuten Adel im Kgr. Preussen anerkannt worden, 1814 Lieut. bei der 
Landwehr und Gutsbesitzer bei Goldberg in Schlesien war. 

MmMMtk. n. 710 und M2 mxl MJ — ». <ilrtrhtn%t*im, Nr. 3.V — QauK*, I. H. 77J u. 77:1. 

- !t I»r A.-l. V. <» '2 VI. AW.A. 9. l.fd*>ui . I. N Vi\ - Sifhmacler. I. 15»; v. Mar 

n», M»1**ni«rh. II. 71: Kr*..ki«fh uikI V r*j Krlurt »«!• I l'Mruirr. — f. Hfdtn-j. \\\ S. 
H« u4 947. — W.U. (I. I'rru««. Moiiarrh III 4«». 

laraaaer, larrasarr v. a. » larras (in Silber der Kopf und Hals 
eines rothen Pferdes). Altes, österreichisches Kittergeschlecht, aus 
welchem Chadolt v. Harrazz zuerst 1182 urkundlich als Zeuge vor- 
kommt. Hngo v. Harrazz tritt urkundlich 1 2. r >0 auf und ihm folgen 
1258 und 1267 Heginwerd und Otto v. Harras und zwar im letzt^e- 
tannten Jahre mit Friedrich, Re«inwert und Alber v. Harras. Gebrü- 
4ern. Der Stamm blühte die nächsten Jahrh. fort und noch 1479 er- 
schien Hanns Harras*er zu Harras, Gross, Khrneck, Wolfsbrnim und 
Crt ai Städten, auf dem Laudtage zu Wien. Spater, 1496 und 149*, 
war derselbe nach Knnenkel llüebmeister in Nieder-Oesterrcieh. So 
viel bekannt, hatte er keine Nachkommen, wohl aber Verwandte sei- 

Mm49€Aä4 t Dtauch. Adcli-Ui. IV. 14 



— 210 — 

i 

nes Stammes, welche im 16. Jahrb. den Namen der Familie in Nie- 
der - Oesterreich noch erhielten, bis derselbe zwischen 1580 u. 1586 
mit Melchior Harrasser v. Harras ausging. — Wissgrill hat im Anfange 
des diese Familie betreifenden Artikels auch die Harrasser in Thl- 
ringen erwähnt, gicbt diese sehr richtig als von den österreichischen 
Harrasser» ganz verschiedene, nimmt aber an, dass die Thüringischen 
im 17. Jahrh. mit Kustach Harrasser erloschen wären und dass die- 
selben in Schwarz eine (Jans mit rothem Schnabel u. Füssen geführt 
hätten. Kin Wappen letzterer Art ist als Wappen der thüringischen 
Familie v. Harras nie vorgekommen, auch schloss, s. den vorstehenden 
Artikel, Kustach v. Harras, welcher nicht im 17. Jahrh., sondern 
1542 starb, nicht den ganzen Stamm, sondern nur die mit Lichtewalde 
belehnt gewesene Linie desselben. 

WitoyriU, IV. S. I7:t-177. 

larrer. Ein in Niederösterreich in der zweiten Hälfte des 14. n. 
in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. vorgekommenes Adelsgescblecht. 
Niclas, Hanns u. Frizl die I larrer verkauften 1363 den Auerspergern 
einige Güter und Georg Harrer besass noch 1432 Brun am Stainfeld. 

WintgriU. IV. S. 177. 

larringhaasea. Ein nur dem Wappen nach bekanntes Adelsge- 
schlecht, welches wahrscheinlich im Calenbergisrhen, wo ein Pfarr- 
dorf Harrichausen liegt, begütert war. 

r. M'diny, II. 8. '.'80: imrli ■rrhiv»llH< hi-r Nachricht. 

larrey, Harrtv de Sechs«. Brabanter Adelsgeschlecht, ans wel- 
chem Johann Augnst v. H. stammte, welcher 15. Febr. 1820 als k. 
preuss. Gencrallieut. a. 1). starb. 

Freiherr r. Lnlebm . I. S. 321. 

larracker, Ritter a. Freiherren. Alter Reichs- u. erbländ. -österr. 
Ritter- u. ungarischer Freiherrnstand. Rittcrstandsdiplom vom 1. Fe- 
bruar 1718 u. vom 25. Apr. 1724 für Johann Georg Harracker, k. k. 
Hofkaminerrath und Freiherrndiplom vom 19. Juni 1729. Der Di- 
ploms- Empfänger , gest. 1742, stammte aus einer Familie, welche in 
Oesterreich ob der Knns, namentlich im Markte llelniannsöd und in 
der Umgegend, seit einigen Jahrh. im Bürgerstande gelebt hatte, 
brachte durch Kauf das Schloss u. weitläufige Gebiet der Herrschaft 
Gyulä in Ungarn an sich und wurde 1730 in Niederösterreich als 
Landmann den Ritterstandstfeschlechtern einverleibt, besass auch in 
Niederösterreich einige Landesfttrstl. und Stahrembergische Lehen. 
Zweimal vermählt, zuerst mit Anna Fellner v. Fellnstein und spftter 
mit Maria Anna Edlen v. Vorstern, hinterliess er zwei Söhne n. iwei 
Töchter. Von Letzteren vermählte sich Maria Anna Josepha mit 
Johann Joseph v. Vorstern, kaiserl. Hofkaromerrath und Maria Fran- 
ziska zuerst mit Johann Raptist Kdlen v. Mayersfeld and dann mit 
Chribtian Ludwig Freih. v. Pechmann. Von den beiden Söhnen starb 
der Jüngere, Freih. Joseph Stephan Ignaz . schon 1741. Derselbe, 
Mitbesitzer der Herrschaft Gyula, k. k. Truchsess, Hofkammerratli 
etc., hatte sich mit Josepha v. Hocke vermählt, aus welcher Ehe er 
nur eine Tochter, Freiin Maria Anna Josephe, später vermählt mit 



j 



— 211 — 

Joeeph Freih. v. Siskowlcs, k. k. General - Feldzeugmeister , hinter- 
Haas. Der ältere Sohn des Freiherrn Johann Georg: Freiherr Frans 
Doatfaftk Bernhard , Herr so Gyulä in Ungarn . k. k. Hofkammerrath 
and des Bekesser Comitats Obergespan, starb 14. Nov. 1775 u. mit 
ihm erlosch der Mannsstamm seines Geschlechts. Derselbe hatte 
rar swei Töchter nnd zwar ans erster Ehe mit Anna Polyxena v. 
Mayersfeld, gest 1733, die Freiin Maria Anna, welche sich mit Jo- 
seph Johann Nepomuk Grafen v. Stockhammer, Herrn der Herr- 
schaft Pernstein in Mähren, vermählt hatte nnd 1786 starb und ans 
dritter Khe mit Maria Antonia v. Dierling die Freiin Maria Josepha. 
welche mit Anton Grafen Karoly, Herrn der Herrschaften Gross- 
Karoly etc., k.k. Geb.-Rath, General-Fcldzeugm. etc., vermählt war, 
1791 Wittwe wurde nnd 1800 noch lebte. Mit derselben ist später 
auch der Name des Geschlechts erloschen. 

M+9*rU 9. UiHfrid. A. IIP. — Wi$*,jriU. IV. H. 177-179. 

■araaaayi ?• Arauyes. Krbländ. -österr. Adelsstand. Diplom von 
1797 far Michael Harsannyi. k. k. Major bei Graf Blankenstein Ha* 
saren vad für die beiden Neffen desselben, Franz und Johann Har- 
aaaayi, aut dem Prädicate : v. Aranyos. 

Jfcf#r|f 9. Miktfrtd. Kr«in».-Bd. N. 310. 

■arara, larrs, tlrafra (Schild ge viert, mit goldenem, einen ge- 
krönten nnd mit einem goldenen L. belegten, schwarzen Adler zeigen- 
den MitteNcbilde 1 in Silber ein auswärts gekehrter, aufrecht stehen« 
der, rother l*öwe, welcher eine blaue Säule mit goldener Basis und 
gekröntem Capital* mit beiden Pranken umfasst; 2 in Blau ein Baum- 
fUBin mit vier abgestttmmelten Aesten, von denen die beiden oberen 
ooch einige «rüne Blätter hüben; 3 ebenfalls in Blau ein weisses Ca- 
»teil mit drei mit Fahnen geschmückten Thürmeu und 4 in Silber auf 
grünem Hügel ein rother Hirsch) Reich^rafenstand. Diplom vom 
14. Joli 1714, für Ferdinand Amadaeus Freiherrn v. Harsch, k. k. 
General, und BestAtigungsdiplom des Grafenstandes vom 22. August 
1720 in Annehung sämmtlicher böhmisch -österreichischen Lande. 
Der Empfänger dieser Diplome stammte aus einem elsassischen Ge- 
schlechte, welches durch ihn zu Anfange den 18. Jahrb. zuerst 
nach Niederösterreich kam. Derselbe hatte anfangs der Krone Frank- 
reichs, dann den Veneti mern in Morea gedient, wurde später Volon- 
tair ia der k. k. Armee in Ungarn» trat hierauf in dieselbe selbst ein, 
ward« 1702 als k. k. (icneral-FcldwachtmtMster u. Generalquartier- 
■elfter in den Reich*rittei - und später in den Freibermstand ver- 
«etst, kaufte das» (tut Nt. Margarethen am Moo»s in Niederösterreich, 
ward« 1720 als Landmann in Niederösterreich unter die neueren 
Ritterstands* Geschlechter aufgenommen und «fnrb 1722 als k. k. 
Feldseagmeister , Hofkrieg*rath, Geh.-Rath u ( ommandant zu Frei- 
barg im Breisgau. Aus seiner Khe mit Maria Cur eil ia Pozzo di Ven- 
zooo stammten zwei Söhne u. zwei Töchter, von welchen Margaret ha 
unveraathit starb, Heni«na aber *ich mit N. Freih. Zobel v. Giebel- 
fttadt vermählte Auch der jüngere Sohn, Graf Ferdinand Joseph, 
Uarbonvermäblt, der ältere aber, Graf Ferdinand Philipp, gest. 1792, 

14* 



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Herr der Herrschaft St. Margarethen am Mooss, k. k. Geh.-Rath, 
General- Feldzeugmeister, General- Director des k. k. Geniewesens 
etc. setzte den Stamm in der Ehe mit Ludovica Freiin v. Stöcken 
durch seinen einzigen Sohn, den Grafen Ferdinand Ludwig, fori. 
Letzterer, k. k. Kämmerer und Hofrath bei der k. k. Hofkammer, 
welcher 1 800 noch lebte , war zweimal vermählt and zwar in erster 
Ehe mit Eleonore Grf. v. Fünfkirchen, gest. 1769 und in zweiter mit 
Maria Anna Josepha Grf. v. Sinzendorf, geb. 1746. Aus der ersten 
Ehe stammten zwei Töchter, Maria Anna, geb. 1767 und Ludovike, 
geb. 1768 , verm. 1798 mit N. Freih. v. Skribensky, k. k. Kämmerer, 
aus der zweiten aber entspross, neben einer Tochter, Franzisrade 
Paula, geb. 1772, ein Sohn, Graf Ferdinand Philipp, geb. 1771, durch 
gross väterliches Testament Herr der Herrschaft St. Margarethen, k. 
k. Kämm. Mit ihm scheint später der Stamm erloschen zu sein. 

Uhitjrili. IV. S IW 1*3. — M'ifrle r. MiiM/*hl. N. 4» und 8. II«. — Tyrof, It, IM. 

Harsch , Harsch v. AImcH lagen, Freiherren (Schild der Länge nach 

getheilt : rechts in Gold zwei in\s Andreaskreuz gelegte, fünffach ge- 
astete Baumstämme und links in Roth ein zum Kampfe gerüsteter, 
goldener Löwe). Kin im Grossherz. Baden zu dem ritte rschaftlichen 
Adel gehörendes, freiherrliches, mutmasslich zunächst aas Ober- 
Oesterreich stammendes Geschlecht, dem Wappen nach verschieden 
vou der im vorstehenden Artikel besprochenen Familie. Der Ahn- 
herr des Geschlechts, Caspar Harsch v. Almedingen, soll der Fami- 
liensage nach, nachdem die Türken 1529 Wien belagert hatten, 
wegen bewiesener grosser Tapferkeit vom K. Carl V. 1530 in den 
Freiherrnstand versetzt worden sein. — Die ersten Spuren der Fa- 
milie tiudon sich im Dorfe Almedingen in Ober-Schwaben, zwölf Stan- 
den oberhalb Ulm, nächst der Burg Almedingen, von welcher noch 
einige Ruinen zu sehen sind. Schon in früher Zeit ging diese Borg 
an die v. Wendungen über, worauf die v. Harsch sich in Oesterreich 
niederliessen, wo Andreas Harsch v. A. in der ersten Hälfte des 
17. Jahrh. österr. (anzler der Vorlande in Knsisheim war. Der Brn- 
der desselben, Conrad, erwarb durch Kauf die Grundhorrschaft Hols- 
hauseu mit Ober- und Xieder-Hcuthe bei rreiburg im Breisgau and 
nannte sich nach dieser Herrschaft, während Andreas den alten Fa- 
miliennamen v. Almedingen beibehielt. Die Herrschaft Holzhausen 
wurde 1626 von Conrad zum Majorats- Fideicommiss für den jedes- 
maligen Erstgeborenen seiner männlichen Nachkommenschaft be- 
stimmt und der vorletzte Kigenthümer derselben war der 1846 ver- 
storbene k. k. General Freih. Carl Ferdinand, aufweichen sein Sohn, 
Freih. Hugo, geb. 1824, k. k Hauptmann, im Besitze des Majorats 
Holzhausen mit Ober- und Nieder-Reuthc gefolgt ist. Die Schwester 
des Letzteren ist Freiin Johanna, geb. 1S22 u. von den Geschwistern 
des Freiherrn Carl Ferdinand wurden in neuester Zeit noch angege- 
ben : Freiherr Johann Nepomuk Carl. geh. 1794 u. Freiin Elisabeth, 
geb. 1796, Stiftsdame des Albert - Carolinen - Stifts zu Freibarg ha 
Breisgau. — Lä«st sich auch in Folge der Wappen der beiden Fami- 
jien v. Harsch, s. oben, eine Stammgleichheit nicht annehmen, so ist 



— 218 — 

doch dieselbe im geneal. Tascbenb. der freih. Häuser angenommen 
worden. Ea soll nämlich der obengenannte Ferdinand Amadeu9 Graf 
▼. Uarsch ein Enkel des in diesem Artikel erwähnten Andreas H. v. 
A. gewesen sein: eine Behauptung, welche nicht leicht zu beweisen sein 
dürfte. 

GomA4, I. 8. 774. — Ca*t. Ad«*l*burh d«*s GroMh. Baden, Abth. 2. — Geneal. Taacheob. 
4. frrih. Hiuter. l*<57. 8. 304 und 305 und 1S60. 8. 1H. 

■mrseher. Ein in die Adelsmatrikel des Königr. Bayern einge- 
tragenes Geschlecht, in welches der Adel durch Georg Harscher, Rath 
and Fiscal in Landshut, gekommen ist, doch fehlen, da das Diplom 
im Feuer zu Grunde gegangen ist, alle nähere Angaben desselben. 
Bei Anlegung der genannten Adelsmatrikel wurde der Enkel des Em- 
pfängers des Diploms : Johann Nepomuk Ferdinand v. Harscher, geb. 
1745, k. bayer. pens. Hofrath in München, eingetragen und mit ihm 
fanden aueb Aufnahme die Söhne der verstorbenen Brüder, Johann 
Franz, Regieruugsraths zn Landshut und Franz Xaver, Kanzleidi- 
rectors daselbst: Johann Nepomuk v. IL, geb. 1769, k- bayer. Oberst 
und Felix Johann v. H., geb. 1771, k. bayer. Hauptmann. 

9. Lmng, 8. K9. — W.-B. d Kgr. Hayrru. V. 93 

lartderfer, spater larsderf ?. Eudernderf, Edle. Der alte Adel 
der Familie ist durch die kaiserlichen Diplome von 1697 und 1725, 
in welchen der Edelnstand der damaligen NürnberKischeu Raths- 
geschlechter ausgesprochen wurde, urkundlich erwiesen. — Nach 
Einigen soll der Stamm niedersächsischen Ursprungs sein, während 
Andere meinen , dass er wahrscheinlicher böhmischen Herkommens 
wäre. Was den Stammsitz anlangt, so wird gewöhnlich das Schloss u. 
die Hofmark dieses Namens im Landshutscheu unweit Neumarkt, 
welche später den Grafen v. Fugger zustand, genannt; v. Lang aber 
giebt an, dass die Familie von llarsdorf bei Reut im Bambergischeu 
genannt sei. 1377 und 13öO kam das Geschlecht nach Nürnberg und 
wurde 1430 rathsfähig. Der frühere Name war Harsdörffer mit dem 
Beinamen von dem Gute Fischbach und erst in der letzten Hälfte des 
18. Jahrb. schrieb sich die Familie llarsdorf mit dem Beinamen von 
Enderndorf. -- Bei Anlegung der AdeNmatrikel des Kgr. Bayern 
wurden von dem Stamme, welcher dauernd furtblühte, in dieselbe 
eingetragen: Sigmund Christoph, geb. 1757, k. bayer. pens. Appel- 
lat -Gerichth-Rath in Nürnberg; Christoph Carl, geb. 1778, k. bayer 
qniesc. Senator zu Nürnberg und der Bruder desselben , Johann Car 
Friedrich Christoph, geb. 17H3, k. bayer. Stadtgerichts-Assessor zu 
Erlangen. 

»'•**. Surn^fR Muiuhrlu«!.. III. *. I — «. H,*H*>man* .Nurnl.. l'Mrt« »t, T»b. US— 

14% m. ftappl fa Cant..ti Rhön und VV.fr« N. (imeal lUntfb.. 1777 * %M 2*0 u 177« 

t «1— »5. — r l.any. *. 1 7l> - StthnufK'i . I ?U% : Ihr Har«frf<-r. Surnb Ad*l. t*«lr*ci»r. 
- Jm+it+4r*t. ICinl'tt ruf ll«-uildik. h. Ittf u I »!> \ I. Nr. M. Hupftl «u Sir hm. W.-B. 

VII U - T 9 r.,f, |. .17 uml S,,'„ml,,,. | A t,«< h 1. II ft. 14. *. 4» *4. - W.-B. dn K*r. 
**j*rm. V. 94. 

lantwinkrl, latewiakrl Hin im Kgr. Preussen mit dem adeligen 
Frädicate mehrfach vorgekommenes Geschlecht, welches den Nameu 
von dem im Heg. -Bez. Münder gelegenen Orte Harsewinkel führte. 
Hennann Krause, genannt v. Harsewinkel, lebte 1634 im Stifte Müu- 



— 214 — 

ster u. der ßm<UT desselben, welcher sich aber nur Friedrich Krause 
nannte, im Miudeuschen; Carl Joseph v. Harsewinkel zu Wiedenbrflck 
wurde 1742 mit dem Schönhofe zu Wiedenbrttck belehrt; Johann 
Friedrich v. II. war 17ö2 Ofticier im k. preuss. Regimcnte Prini Fer- 
dinand und ein Hauptmann v. II., Herr auf Kokow im Kr. Grimme 
in Pommern, starb 4. Juni 1791. 

larskamp. Altes, in Geldern vorgekommenes A^elsgeschlecht, 
aus welchem zuerst Ymcentius v. II., Ritter, k. span. Kath u. General- 
Fjnnehmer in der (irafschuft Nainur genannt wird, weicher durch k. 
spanisches Diplom vom 12. Apr. 1653 den Namen Hen von ßossime 
erhielt. Dem Sohne desselben, Pontian v. H., Herrn zu Itossime, 
Marliere und Luissin, wurde durch Diplom vom 28. Dec. 1675 für 
seine Hen schaften der Titel: Raronie v. Harskamp eitbeilt. 

Hutkv hi. Tr..|>li, «1- Kr.il.nnt. Su|.|.. II. S. IJ.V - Gtiuif. II. S. :t9«. 

lartkirrhen. Altes, bayerisches, von HBfibis 1421 vorgekom- 
menes AdclsgCschlecht. 

Id./. Itnn.1. I. S. -'-'«'. ii. •-•■-» 7. 

Harstall, Bnrstal, auch Freiherren. Altes, thüringisches Adelsge- 
schlecht , aus welchem znerst Sebastian v. II., Decretorum Doctor. 
zu Anfange des 16. Jahrh genannt wird und welches, bereits 1500 
mit Volkerode im jetzigen Kr. Ileiligenstadt. I'rov. Sachsen, begfltert, 
spater zu der reichsunmittelharen Ritterschaft des fränkischen Can- 
toiis Ottcnwald gehörte. Melchior v. H. war lf>29 bei der Belagerung 
von Wien im kaiserlichen Heere und Anton kommt 1587 als Com t hur 
des deutschen Hauses zu Altenburg vor. Von Hans Ludwig v. H. auf 
Mlihla im Schtfnburgischen, Kreuzhurg im Weimarischen etc., Fürstl. 
Holst, (jnttnip. Hof- Marschall und ^tallm. und später Fürstl. hes- 
sischem Stadt- und Landvoigte zu Eschwege, stammte Hans Wilhelm 
v. II. auf Mtthla etc., welcher als Fürstl. Altenbnrg. Ober- Hof-Mar- 
schall ui:d Stallmeister, drei Söhne hinterlassend, 1666 starb. Chri- 
stian Uli ich war 1680 k. dan. Ober-Stallmeister, Johann Caspar 1706 
Kurinainz. Kammeiherr und Oberst; Melchior Friedrich Freih. v. H. 
auf Rerntrode u. Mülila, kurmainz General-Major, wurde 1719 Com- 
maudant zu Fi fürt und Johann Friedrich auf MQhla, F. Sachs. Eise- 
nach. <W h.-Rath und Obei-Mar>chall und Wilhelm Friedrich, Ruths- 
(iehictiger der liallei Franken, Hochdeutschmeister, Geh. -Kath und 
Statthalter der Herrschaft Freudenthal wurden 1727 aufgeführt. •— 
her Stamm blühte durch das ]s. Jahrh. hindurch und Adalbert (III.) 
Freih. v. Harstall, geb. I7:i7. wurde 1788 zum Fürst-Rischof n. Abt 
zu Fulda erwählt und *tarb spiiter nach Sücularisirung des Bisthtnn* 
al> Letzter Rischof. So viel bekannt, war derselbe auch der Letztes 
seines Stammes. 

fr. /</','. 1 S 774 iiml 77.'» ■ ii.ii Ii S/.jH'f H > t'§ -/. Mtiitri . Ann. $ax. vir — 9. Hatttlei*, I - 
s '.'• 3 uinlviJ. /tn-.tri-in.inH. <'.iiif..n imi> nwiilil. Tili 'j'.»7- 303. Safrrr. S. 6*6. — Jm — 

:•'■>. I -■■<■. 1. s •_"■■• — h,r,,n, r lf.ti*-ur. I. s. r_'!. _ Sif*i,„n-A*,- . I. 141: v. Rir«ttA« 
ll'-«<ioili L'iiMiih. h. r Suiim ult-wl. r. r }ff.h>i> f , 1 1 1 . S. Jf47 iiml 248. — Saliern. i^» 

Sil I. m W.-l» l\ II. - r-ir-it. II -.'14. — \V lt. i|. sü.-||. Siaati'ii. VII. 59. 

lart, Ritter. Krhländ -Osten*. Uitterstand. Diplom von 1754 fUT 
Johann v. Hart, k. k. Assessor des Tribunals zu Brunn. 

Mtgrrlt P . JJn'l/rld, Kr|(.-H<l. M. 14». 



— 216 — 

■arte, larter« Altes steiermärkisches Rittergeschlecht, welches 
gewöhnlich Harter genannt wurde and ein gleichnamiges "Schloss in 
MOrsbach, neben anderen Gütern, besass. Margaretha v. H., die 
Letzte des Stammes, vermählte sich mit Hans v. Idungspeag, wodurch 
die Harteschen Besitzungen an ihre Nachkommen , welche aber im 
17. Jabrh ausstarben, gelangten. 

Sckm**l$ t II. H. 3». 

■arte, v. der larte (in Silber zwei gekreuzte, mit den Klauen 
aafwartsgelegte, abgehauene, schwarze Bärentatzen). Altes, schie- 
tisches, dem Wappen nach mit der Familie v. Pfeil stammverwandtes, 
langst erloschenes Adelsgeschlecht', welches, wie Lucae angiebt, im 
Mttntterbergischen angesessen war. 

ttmmpimt . I. H. 43.V - BiehiHachtr. 1. «* : v. der llartr. ftrhkni«rh. — 9. MeHing , II. 
■ ttO. 

larlektff. Kiu in der Altmark vorgekommenes, längst erloschenes 
Adelsgeschlecht. 

f. MtUkmck. I. S. SU : nmch <i<rk*n, Diplom. vet. lUrch. I. 8. »74. 

larteiaMlIer, Freiherren. Erbländisch-österreich. Freiherrnstaud. 
Inpiom vom SO. Juni 1803 für Simon v. Hartelroüller, k. k. Obersten, 
Hier Berücksichtigung seiner 1793 in der Schlacht bei Neerwinden 
btwiesenen Tapferkeit. Derselbe, gest. 1823, war vermählt mit Mar- 
färetha Kempf, gest. 1839, aus welcher Ehe zwei Söhne entsprossten : 
Freiherr Louis, geb. 1802, k. k. Oberstlieut. in d. A., vermählt 1843 
•fr Emilie Hobuheiser, und Freih. Franz, geb. 1804; k. k. Oberst- 
em, in d. A., verm. 1839 mit Maria Freiin v. Milges, gen. 1853. 
*•• Krsterem stammen zwei Söhne, Hugo, geb. 1845 und Erwin, 
fttfc 1850, von Letzterem aber zwei Töchter, Irma, geb. 1840 und 
***&, geb. 1842, und eiu Sohn, August, geb. 1847. 



«.. -~-'k w. Mnkl/Hd, M. »6. — (ifuftt. TairhiMib. 4. frrih. Hiu«. 18&3. H. IM u. 1SS&. II. 



larteafebs, Ritter. Reichs- u. der gesammten Oesterreichischeu 
Erblinde Ritter»taiid. Diplom vom 19. Mai 1652 für die Gebrüder 
Maximilian un <i Johann Adam Michl v. llartenfelss und für deu Sohn 
»■res verstorbenen Druders: Leonhai d Maximilian M. v. II. Die- 
J^** stammten aus einem ungarischen , sonst den Namen Michl 
"Menden Adelsgeschlechte, in welches der Adel des Kgr. Ungarn 
**• Nov. 1649 gekommen war uud Johann Adam, k. k. Rittin., verm. 
*** Katharina v. Rafenstein, setzte den MannsKtamm, ueben einigen 
J^kteru, durch drei Söhne, Johann Jacob, Maximilian Adam u. Jo- 
~*° Franz, fort. Von Letzterem stammte aus der Ehe mit Auua 
*"**beth v. Engelsheim Johann Baptist M. v. H., k. k. Hauptmann in 
«^•t welcher 1752 die niederosterr. Herrschaft Wolfsberg aus der 
^ti. Königsackerischen Mäste kaufte und, neben oiuer, mit N. Zach 
*' ***rtenstein vermählten Tochter, zwei Söhne, Franz u. lgnaz, hin- 
l^^aa, von denen Letzterer, v.-rro. mit Cbristiana v. Teteuegg, uoch 

J* einen Freihof zu Spillern besä**, auch Nachkommen hatte, über 

*ch« jedoch Näheres nicht aufzufinden ist. 

%i «MriJJ. IV. ». |ftj «aü IM. 



— 216 — 

Harteukeil r. lartenstein. Erbland, -österr. Adelsstand. Diplom 
von 1807 für Jacob Hartenkcil, k. k. Hauptmann bei Freih. v. Gern- 
mingen Infanterie, mit dem Prädicate: v. Hartenstein. 

Mejprl* r. MuhtfrM. Kr«. - Itn H. 311. 

lartig, Grafen, [böhmischer- und Reichs- und erbländ. - österr. 
Grafenstand. Böhmisches Grafendiplom von 1719 für Ludwig Joseph 
Fn»ih. v. Hartig; erblämiisch-österr. Grafendiplom vom Lj. Apr. 1734 
u. 21. Jan. 1735 für Anton Je>aias Freih. v. H. und die Tirflder des- 
selben, Ludwig Joseph und Johann Franz u. Reichsgrafendiplom vod 
1768 für Adam Franz (ir. v. H. t wegen geleisteter Gesandtschafts- 
dienste. — Die Grafen v. Hartig stammen aus einem alten, ursprüng- 
lich wohl sohle suchen Geschlechte, welches aus Schlesien in die 
Oberlnusitz u zwar nach Zittau kam, und später aus der Lausitz nach 
Böhmen nnd Nieder -Österreich gelangte, wo mehrfache Standeser- 
höhungen eintraten. Zuerst erhielt der Stamm 15. März 1525 einen 
kaiserlichen W'appenbrief und 29. März 15S6 das erste Adelsdiplom, 
dessen Empfänger wohl Jacob Hartig, gest. 1602, Senator in Zittau, 
war, welcher sich mit der Tochter des zu seiner Zeit so berühmten 
Johann Montaniis, Leibarztes des K. Rudolph IL, vermählt hatte. 
Von Jacob Hartig entspross Dr. Johann IL, gest. 1632, Fürstl. An- 
halt -Licgnitz- u. Briegischer Leibmedicus und Medicinae Pract. 
Zittau, welcher, wie sein Vater, nach Familien-Papieren des ihm 
stehenden adeligen Prädicates sich nicht bediente, mit welchem aber 
die Söhne desselben: Christian v. H., der Mediciu- Doctor, Herr saf 
Althörnitz hei Zittau, des Marcus-Ordens Ritter und seit 1639 Bür- 
germeister zu Zittau, als welcher derselbe 13mal das Directoriuai 
führte, und Dr. Johann Jacob v. H., geb. 1603, Stadtphysikus zu Ve- 
nedig, vorkommen, nachdem dieselben 15. Oct. 1645 ein Hestätignngt- 
Diplom des Adels der Familie erhalten hatten. Johann Jacob f. 
11., vermählt mit Veronica v. Nys, wurde durch seinen Sohn, Johann 
Esaias v H. , der nächste Stammvater der späteren and jetzigen 
Grafen v. Hartig, in deren, in Österreich reichbegüterte Familie 
durch kais. Diplome vom 19. Oct. 1668 u. 13. März 1669 der Reichi- 
Uitter- vorn 30. Juli 1700 der böhmische Freiherrn- u. vom 1. Sept. 
1707 der Rcichsfreiherrustand, so wie später die oben angegebenen 
Grafendiplomc gelangten. Johann Esaias, gest. 1708 als k. k. Hof- 
rat h u. fiel). Referendar der k. böhmischen Hofcanzlei, war der Erste 
des Geschlechts, welcher nach Oesterreich kam nnd der Empfänger 
der anizH Muten Diplome von 1668, von 1700 u. von 1707. Derselbe 
hiuterliess aus der Khe mit Anna Catharina Walderode v. Eck hausen 
drei Söhne: Anton Ksaias, Ludwig Joseph u. Johann Franz, welche, 
s. oben, den Reichsgrafenstand erhielten u. die Stifter zweier Linien, 
der älteren in Oe>terreich und der jüngeren in Böhmen wurden. Die 
altere Linie umfasste die Nachkommenschaft des Grafen Anton Esalas, 
welche mit dem Enkel desselben, dem Grafen Anton Franz Xaver, 
5. Juni 1*01 erloschen M, die jüngere Linie dagegen die Nachkom- 
men der Grafen Ludwig Joseph und Johann Franz. Diese Linie blüht 
jetzt durch die Nachkommen des Grafen Ludwig Joseph, da der Sohn 



— 217 — 

des Grafen Johann Franz, Graf Ludwig Johann Nepomuk, welcher im 
Anfange des 19. Jahrb. starb, keine mftnnlichen Nachkommen hatte. 

— Die Stammreibe der jetzigen Familienglieder ist folgende : Graf 

Ludwig Joseph, gest. 1734 — zweiter Sohn des Freiherrn Johann 

Esaias — des k. Landrechts in Böhmen Beisitzer: Maria Thcrese 

Freiin Putz v. Adlersthurn; — Adam Franz, gest. 1783, k. k. Geb.- 

Ratb o a. o. Gesandter und bevollm. Minister zu Regensbur« und 

München u bei den fränkischen u. schwäbischen Reichskreisen : Maria 

Tberese Grf. v. Kolowrat-Krakowsky, gest. 1791 ; — Franz de Paula, 

pest. 1797, k. k. Geh.-Rath u. Kamm, u. bis 1793 Gesandter und be- 

Tollmftcht. Minister am kursftchs. Hofe: Eleonore Grf. v. Colloredo; 

— Franz de Paula, geb. 1789, Herr der Herrschaften Wartenberg u. 

Snats, so wie der Güter Neustein, Unter- Eckenstein und Deutschdorf 

in Krain, so wie des Lehnsgutes Platt in Niederösterreich etc., k. k. 

Geb.-Rath, Staatsminister a. 1)., Reichsrath etc., verm. mit Juliana 

<»rf. y. Grundeinann, geb. 1788, aus welcher Khe zwei Söhne, die 

<*rafen Edmund und Friedrieb, stammen Graf Edmund, geb. 1812, 

k. k. Kimm., vermählte sieb mit Julie Grf. v. ßellegarde, geb. 1822, 

•«* welcher Ehe vier Töchter leben und Graf Friedrich , geb. 1818, 

k. k. Kftmm. und Major in d. A. , in erster Ehe mit Walburga Grf. v. 

fffcercbtöldt, gest. 1856 und in zweiter mit Amalie Freiin v. Gudenus, 

£«b. 1837, aus welcher Ehe ein Sohn, Franz, geb. 1859, e^ntspross. 

Was die im Adelstande verbliebene Linie des Geschlechts anlangt, 

*o blähte dieselbe noch bis in das 19. Jahrh. hinein und zwar in der 
Nachkommenschaft des von Christian v. H , Bürgermeisters zu Zittau, 
*- oben, stammenden, 1718 gestorbenen Sohnes, Jobann Jacob v. H., 
**eleher ebenfalls Bürgermeister zu Zittau und Herr auf Althörnitz 
**%r und das Directorium im Rathe, wie der Vater, auch 13mal ge- 
ftolirt hatte. Zu den weiblichen Nachkommen desselben geborte unter 
Anderen die Gemahlin des 1803 verstorbenen kursftchs Majors Chri- 
stoph Friedrich Freih. v. Manteufftl, Grossvaters des k. pr. Minister- 
präsidenten a. L>. Otto Theodor Freih. v. Manteuffel, und zu den 
^Ann liehen Nachkommen der k. preuss. Major v. H. im Regimente v. 
^*edom Ilasaren, welcher 1806 bei Auer*tftdt blieb. Später lebte 
•och 1H18 zu Hoyerswerda in der Oberlausitz Franz Moritz Heinrich 
*» Hirtig, mit wHchem, so viel bekanut, in nächster Zeit der lausitzi- 
**"be adelige Mannsstamm des alten Geschlechts ausgegangen ist. 
^ abkommen der weiblichen Linien, welche in Folge von Vermab- 
* tti »ten andere Namen tragen, finden sich sehr viele vor und sind in 
**' n von Christian und Johann Jacob v. Htrtig in Zittau ^stifteten 
mr *demischen Stipendien als v. Hartigscue Geschlechtsverwandte be- 
fe «btigt. 

IJk . '*'»t«#r. L*u«iUi«<-he li*rk«urdi|{lieit*ti. I >. i77 u. IM. V •<• — *ia«K*. II. J*. iVSjf u. 
** "- •'•»•»'»". !*• " l-M-l*». mit Mn»r Atiti-ntaM Ja''**. !*«■». II .« /?1 .¥•- 

T • tU*if*U. n SO m. S€ — All* («rural - u Mtaat* Hai»<Jt>u«h. IV« I M »*•. u. S»7 
, ? fr A L. V. M ?!*/ tt 113 - tWi.t-.rlir (; r iffi.li. i| (."tf-iiw. I. & 37T — Mi htttk 

4.^*^«*«r. I. I« 311. — C;i»n. Taorh'titi. d ^rai Hiu*rr Wt H .H7 m tu«t«r H«n<li». tu 
t»^***!-»« , 1« Uni - J/i wr*, W H ZitUui»« hrr «.r.rhl Manuar ftul d«*r Madtl.it.l. •• Zil 
|%- "' Jl v Hartln Mupplrtn tu Mchm. W II II « u IX i <*r » II **••<***/. 

* 17» 17» 

lauterer t. KrstenM. Erbland. -österr. Adelsstand. Diplom von 



— 218 — 

X 

1773 für Jobann Har tinger, k. k. Rittmeister bei Graf d'Ayaaai 
Cuir., mit dem Prädicate : v. Fürstenau. 

Ueyerle r. UüMt/eht. Krtcnii(.-ß«l. 8. :ill. 

lartitisrh. Altes, sächsisches Adelsgeschlecht, aus einer dar 
den Berghau reichgewordenen Patricierfamilie der Stadt Freibc 
stammend , welche früher deu Namen Hartusch führte und ans de 
der sachsischeu G ranze nahen Rittersitze llarticz hergeleitet wii 
Der Ahnherr der Familie war Xicolaus v. II., welcher, seit 1340 i 
Rathe zu Freiherg, 1356 Bürgermeister wurde u. mit seinen SOhac 
Nicolaus und Haus, mit Pretzschendorf u. 1385 mit Weissen born k 
lehnt wurde, auch im letzteren Jahre mehrere frei gewordene f. El 
mannsdoiff>che Lehen erhielt. Im Iti. Jahrh. kamen auch Spron 
des Staumies nach Oesterreich, wie später nach Preussen. — Zal 
reiche Glieder der Familie zeichneten sich bis auf die neueste Z< 
in sachs. Staats- u. Militärdiensten aus, und während durch Vera! 
lungen etc. mehrere Güter, welche der Stamm besessen, in ande 
Hand übergingen, hatte bis auf die neueste Zeit die Linie Dorsckei 
nitz die *eit 1365 besessenen Güter Voigtsdorf und Dorfchemnitz, 
wie seit 1401 das Gut Helbigsdorf inne. Der Letzte der genannt 
Linie war der erst vor einigen Jahren im 80. Lebensjahre verst. 
sächs. Rittm. a. D. v. H., früher Mitglied der ersten Kammer d 
Kgr. Sachsen, ein namentlich im Kreise des sächs. Adels sehr k 
kannter,°uud durch sein sehr grosses Vermögen in der vordent 
Reihe dieses Adels stehender Mann. Dorfchemnitz mit Voigt ate 
kam an die Familie v. Lüttichau, Heida hei Würzen an die v. Carl 
witz u. Röhrsdorf bei Kadeberg an einen Herrn v. Gruben. Eine a 
dere Linie des Stammes blüht noch in Sachsen fort und zu deraelfc 
gehört der auch als juristischer Schriftsteller bekannte k. sftchtiad 
Ober-Appell. -Rath Adolph Carl Heinrich v. H., dessen zwei SOhaa 
der k. sächs. Armee stehen. 

Ah'IuHi. S. M:i. — luiritt. K»nhj, IIS. 441»— 472. — *iuu*** t f. 8. 77*— 778. — w. (fr 
■r:. Dipl. >ni. Nachr. V. S 4rt— 47. - \V,.<*,,nU, IV. M. lim. — N. I»r. A.-L. V. 8. «IB. 
tifih. r. I.nl'hur. I. K IUI u. .V.r.' — Sifhimtchtr. I. IAA- v. lUrtüttrb, MeiiMlMfc. — 
\h,i,n.j. I. s. r.".'. — W,[i. (I. S:t<l>> Staat. n, II. «•«. — Kn>icMr. II. S. Wi m WS. 

lartl v. larttenberg, Ritter. Böhmischer alter Ritterstand. I 
plom von 1741 für Franz Alexander Ilartl v. Hartteuberg, k.k.Oban 
hofmarschallamts-Secretair. 

N*y*H* r. MuHMrf, Kru -Bd. S. 14!'. 

lartl, Edle v. Larhsensteia. Krhländ.-österr. Adelsstand. Dipk 
von 17U9 für Joseph [lartl, k. k. Hof- dann Kärntner u. GOriisefc 
Landschaftsagenten , auf Bitte der Wiener Kürgerschaft und w*f 
seiner, bei dem Aufgebote werkthiitig geäusserten, patriotischen Q 
sinuungen, mit dem Prädicate: Kdler v. Luchsenstein. 

M-j*rlr r. MühtffU, S. IM. 

lartl ?. linenberg. Fi bland. -österr. Adelsstand. Dipk» vi 
1820 für Johann Ilartl, k. k. Hauptmann, mit dem Frädieate: v. H 
nenberg. 

M*y*rl* r. .UnAifWf. Kr« IM. N. »II. 

Hartlieb, Ritter. Böhmischer Hittei^tand. Diplom von 1793 f 
Johann Baptist Hartlieb, böhmischen Kuinmerratb. — Der StaaM h 



— 219 — 

fortgeUObt u. noch io neuester Zeit*war Christian Ritter v. H. Platx- 
■ajor w Przemysl, auch »tanden Guido ond Otto Ritter ▼. H. als 
Haaptleute in der k. k. Armee. 

Jfcfri« 9. JftiU/Wd. Krg. B4. S. I4H u 150. 

lartllev, gesamt WalU|»ra. Altes Memminger Patriciergcscblecht, 
ii welche* 1499 auf dem Reichstage zu Worms der Adel kam u. deu- 
ten Wappen 17. Juli 1541 für Hans llartlieb, genannt Wallsporn u. 
die Nachkommenschaft desselben bestätigt und vermehrt wurde. Der 
Stau blühte fort und bei Anlegung der Adelsroatrikel dos Köuigr. 
Btjern wurden iu dieselbe eingetragen: Johann v. H. , gen. W. , geb. 
1744, qoiesc. Bürgermeister in Memmingen und die Gebrüder Johanu 
Sigmund iu Memmiugen, geb. 1774 und Johann Christoph, geb. 1777, 
k. kajrer. Stadtgerichts- Taxator in Memmingen. 

t U*tr. *». ]7il ntid S7|. — W.-Il. il. Kur. H*)«in, V. 94. 

lartlieb ?. Walltl»r, Vrrikerrea. hrbläud.-öhterr. Freiherrnstand, 
■itfan Prädicate: v. Wallthor. Der Kmpfänger des Diploms, rreih. 
< tri, wurde in neuester Zeit unter deu uuangestellten k. k. Feld- 
ieagaiei«tern aufgeführt und ein gleichnamiger Sohn desselben war 
Hauptmann im 3. Nation, (iräiiz-lnfant.-Regim. 

Milfcait-Hrhtraatlmti fl*>« 0<-%iftr Kai<M'rtlinm*. 

lartsaaa, lartnaai-fclarsteia, Ürafra (Schild geviert mit goldenem, 
eiDea geklönten , schwarzen Adler zeigenden Mittelschilde. 1 und 4 
in Mau auf grünem Hügel ein goldener Löwe, zu dessen linker Seite 
*is rothbekleideter Munn steht, welcher mit beiden Händen den 
Hache u des Löwen autn i**t und 2 u 3 von Roth und Silber in fünf 
fcrihtu, jede zu vier Feldern, geschacht). Höhmischer Graten>tand. 
iHplon vom 3. Mai 1702 für Irans Maximilian llartmann Freib. v. 
Hintein, k. k. Kümm. n. Geh. -Rath u. k. Statthalter und Vice -Ap- 
pellation*- Präsidenten iu Böhmen. Derselbe gehörte zu einer, seit 
Aul»» je des 17. Jahrh. in Böhmen blühenden Familie, aus welcher 
Itaxior Hartmaiin Freih. v. Clarstein stammte. Derselbe, welcher 
**b llartmann v. Ilartmunnsfeld schrieb und im Schilde das Wap- 
**kild des I. und 4. Feldes des gräflichen Wappens führte, war mit 
Dorothea Elisabeth ?. C larstein, eiuer Frbtochter, vermählt, welche 
tsti deu Beinamen und ihr angestammtes Wuppeu : Fe4d 2 und 3 des 
frtflicheii Wappens, zubrachte. Der Sohn dest>elbcu, Franz Christoph, 
Herraaf Benateck und Rrode/, k. k. Rath u. Hof-, Lehn- u. Kummer- 
^**>etiu- Beisitzer in Böhmen, starb 1 «»<>:'» u. der Sohn *ur der oben 
ginnte liraf Franz Maximilian. .Spater, 1721 , erhielt atuh I tanz 

^äs Hartmann Freib. v. (larsteiu ein böhmische» t?rafe ndiplom u. 
•■ 1780 lebten von d n Sprossen de» Stammes die (iralen Johann 
W| l»Hm und Johann Philip]». — Von neueren (iliederu der Familie 
** (| ar Uraf Johann Procop mit seinen Nachkommen bekannt. Dor- 
**•. rest. IHM), k. k. Kamm , <it-h -Roth. ubetM \u d \ , Oberst- 
'' h dmirschftll im Köniier. Böhmen, hatte aus erster Khe mit Victoria 

"• *• Kauuitz zwei Sohne, die (trafen Philipp u. Procop. Letzterer, 
*t- 17*7, wurde k. k. Kamm., (ich -Rath, l eldzrutfin a. Urgiuients- 
'ähabtr und blieb uu vermahlt; ton «lein lb39 verstorbenen Ürafcu 



— 220 — 

Philipp aber, verm. mit Maria Anua v. Lnzansky, k. k. Kftmm. u 
Gubernialrath in Prag, stammt (ir. Johann, geb. 1839, jetziges Hu 
der Familie, k. k. Kämmerer und Lieut. in d. A. Derselbe hat vi 
Schwestern, von denen Grf. Isabelle, geb. 1825, sich 1851 mit Jose; 
Baron Scherpon v. Kronenstein, k. k. Kittin. , vermählte. 

Ü'yerle r. Mühl/tM, Ergänz. -Bd. S. 15 u. 16. — D-utich* (irafeuh. <l. Grgrav. I. S. ! 
und 3'Jri. — (;<Mi*al Ta*rlwnl>. d. gräfl. Iläuit-r. 1*H2. H. 387 u. .13M u. hi»tor. Haiidh. S. J 
— tfuppl. xu Hielmi. W.-B. VI. 4: Gr. v. II. — Ty, off, II. 2*7: Hartmann v. lliilai— ■! 
und Fr-ili. und Gr. ÜHrtraann v. Clarstfin. 

lartmann, Freiherren (Schild ge viert: 1 und 4 in Gold ein lin 
sehender, schwarzer Adler u. 2 und 3 in Blau ein nach der recht 
Seite streitender, goldener Löwe). Kurpfalz. Freiberrnstand. Dipl« 
vom 25. Nov. 1737 für Carl v. Hartmann, kurpfalz. Geh.-Rath a 
Canzler zu Neubuig. Derselbe, aus einem seit 1729 ritterlichen G 
schlechte, pflanzte den Stamm fort und ein Enkel, Freih. Ferdioa 
Joseph Johann Nepomuk, geb. 1767, k. bayerisch. Geh. Referendi 
wurde bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in diese! 
eingetragen. 

r. Lany. S. IMi — W.-B. d. Kgr. Bayern. III. 19. — e. I/'/**r, bayer. Adel, Tab. M 
S. 3«l. — finnchkr. IV. S. 1?*. 

lartmann, Ritter. Krbl. -österr. Kitterstand. Diplom von 171 
für Franz Hartmann , k. k. Regie rungs rat h u. Protomedicus in Obc 
Oesterreich. 

■ 

*l"jerlt r. Miihlfeld, Krgäni.-Bd. S. ISO. 

lartmann, Ritter. Erbland. -österr. Ritterstand. Diplom von 184 
für Johann Baptist Uartmann, Landschalts-Physicus zu Wels. 

U*,jp,l* r. Muhlfshl, S. IIS. 

lartmann, lartmann in langstorf nn#) Leehatorf (Schild ge viert: 
u. 4 in Gold ein aufwachsender geharnischter Mann, doch mit hin 
gern, entblösstem Gesichte, welcher mit der Rechten ein zerbrochen 
Säulenstück unter dem Arm hält, mit der Linken aber eine über»* 
gekehrte Keule au die Schulter gelehnt trügt u. 2 u. 3 in Blan eil 
goldene Schalcnwiige, in welcher mehrere Silberköruer liegen). Ertl 
österr. Adelsstand. Diplom vom 19. Jan. 1554 für Andrem Hai 
mann zu llaugstorf, früher k. k. Münzmeister zu Wien. Derstfl 
hatte 154b Schloss und Gut llaugstorf in Xiederöbterreicb von dl 
Grafen v. Hardcgg gekauft. Von seinen drei Söhnen, Hans, SebMtäl 
und Adam, war Letzterer ebenfalls Münzmeister zu Wien u. hatten 
der Ehe mit Barbara ilölzl nur eine einzige Tochter und Erbin, B 
sabeth, welche sich mit Thomas Böhcim v. Friedeshaim vermähl* 
Haus und Sebastian waren laut Anschlagebuch 1572 mit Hängst** 
begütert u. Hans hatte 1571 auch die Veste Lechstorf bei Baden p 
kauft. Von ihm eutspross Hans Erasmus v. u. zu Lechstorf, den* 
einzige Tochter aus der Khe mit Kva Söckl: Maria EuphrOifM 
welche sich mit Georg SigUmund Geyer v. Osterburg vermahlt hattt 
demselben um 15<J1 das ererbte väterliche Gut zubrachte. 

\\it*y,,U. IV. S. I'.M. 

lartmann, larümann (Schild geviert , mit goldenem, einen |* 
krönten, schwarzen Adler zeigenden Mittelschilde. 1 u. 4 in Scbfftf 



— 221 — 

eil einwftrttgekehrter, goldener Löwe a. 2 a. 3 in Blaa ein, ans einem 
grlnen Hügel aufwachsender, geharnischter Ritter, in der Rechten 
eil Schwert haltend). Reichsadelsstand. Diplom vom 18. Mflrz 1697 
nlr Poppo Hartmann, FQrstl. Sachs. Weissenfelsischen Hofkammer- 
rttb. Derselbe , gest. 1 729 , setzte den Stamm in Sachsen fort nnd 
•ekrere Sprossen desselben standen in der sächs. Armee. Zu den- 
selben gehört Otto Ferdinand Poppo v. Harttmann, welcher 1852 k. 
ilcas. Oberstlieut. n. Commandant des 3 .Täger-Bataill. wurde. 

' Rtt4«rhrini. Notit. — ». Ctc* tritt, dlploru. Nachr. III. 8. 14.S und 146. — W.-B. der 
MHb. luatrn, V. 54. 

lartmaaa (Schild geviert , mit goldenem , einen schwarzen Adler 
tagenden MitteNrhilde. 1 u. 4 in Roth ein Ringkragen der k. pr. 
Oiciere n. 2 u. 3 in Blau ein güldener Anker). Adelsstand des Kgr. 
Preisten. Diplom vom 15. Dec. 1725 für Christian Albrecht Hart- 
fttnn, k. pr. Lieutenant im Regimente v. Loben. 

f. HHIhurk. I H. M*. - N. I»r.ii-.«. A 1. II. 8. .136 n. V. S. 214. — Fr«ik. t. Ltdtbur, 
I « Itt - W.-B. d. Pr*-u«i». Monarch.. III. 4i». 

lartMM (Schild der Länge nach getheilt^ rechts in Gold ein 
uf einem grünen Hügel stehender, geharnischter Ritter, in der Rech- 
ten eine Lanze , in der Linken den Schild haltend u. links in Silber 
ein blauer Querbalken, begleitet von drei, 2 u. 1, goldenen Sternen). 
Adelsstand de** Kgr. Prcussen. Diplom \om 15. Oct. 1786 für lgnaz 
tavid Hartmann. k. preuss. Arotsrath. Derselbe war im Glogauischen 
tftiehnlich begütert und besass namentlich das Gut Biegnitz bei Glo- 
1*1, welches noch 1830 »einer Wittwe zustand. Da männliche Nach- 
kommen nicht vorhanden waren, fielen die Besitzungen später an die 
Erbtochter, welche mit Ludwig Freih. v. Rothkircb-Trach a. d. Hause 
tathenau vermählt war. 

t. RptitHek. I. H il%. - S. I'r. A.-L. II. M. 3.1« u. V. N. 214. Fitikrrr r. Ltdeimr, 
LI. m. - W.-B. d Pn-u«« M..n»Mh. III. 40. 



(in Roth ein aufwachsender, geharnischter Ritter mit 
•^Offenem Schwerte). Adelsstand des Kgr. Preussen. Krneuerungs- 
*plo» des der Familie zustehenden Adels vom 6. Mai u. 9. Juni 1794 
Mr Gottfried Ludwig H., k. preuss. Oberstlieutenant der Artillerie u. 
fe die Sohne seines verstorbenen Bruders, des k. pruuss. Geh. Ober- 
Fttntrathes v. IL: Carl Christian u. Otto Kmil IL Der im Diplome 
•••est genannte Gottfried Ludwig v. 11., gest. 1808, wurde später 
r **«iadear des I. Artillerie -Regiments u. 1806 Chef des 4. Artil- 
^ie- Regiment« zu Könijt«berg. Von den Neffen desselben starb Carl 
( Vittiaa Ludwig 1834 als Geh. Kriegs rat h bei dem k. preuss. Kriegs- 
^•taerium, u. seine Wittwe , eine geborene v. Scheel, wohnte später 
* Berlin. Otto August aber war 1836 k. preuss. Legationsrath und 
«hter- Resident zu Krakau 

t tomtk. | M. &I3 - M. I*r A. LH M. .13». «i V. H. >U - h'retk r. Lfdehmr. I. *. 
m ■ - * -B d Pr*««« MMOarrhl'. III 10 



(in Roth ein geharnischter Ritter, welcher in der 

**eht*n einen silbernen , mit der SpiUr nach unten gekehrten Pfeil 
■*h) Kin in WeMpreussen vorgekommenes AdeNgeschlerbL, welches 
**■ 1820 TüU in Kr. Deutsch-Crone besass. Zu demselben gebor- 



— 222 — 

ten wohl Johann Friedrich Ludwig v. H., k. pr. OberstHeut.', welcher 
1782 Herrndorf im Kr. Soldin, Rcg.-Bez. Frankfurt, u. Carl f. H., k. 
pr. Lient. , welcher 1803 in Pommern Plenshagen im Forste nt haue 
( snilnschen Kreise bcsäss. 

Freih. r. L+dehMr. I. 8. TW. 

lartmaBB (in Blau ein rechts gekehrter Pelican , welcher seine 
im Neste sitzenden drei Jungen mit seinem Blute nfthrt). Reichsadels- 
stand. Kursächs. Reichs -Vicariats- Diplom vom 6. Juli 1792 Ar 
Friedrich Gottlob Hartmann, Stadtsyndicns und spater Bürgermeister 
zu Rudiasin. Der Stamm blühte fort n zwar mit Frankenthal, Gross- 
Welka u. Dßhra in der Lausitz begütert. Aus demselben besass Carl 
Gottlieb v. H. k. sflehs. Appellatiorxrath 1830 in der Oberlausitz im 
Kr. Rothenburg die Güter Oher-Rengersdorf u. Torga u. Carl Fried- 
rich v. II., Herr auf Döbra, ist jetzt k. sflehs. Gerichtsrath zu Zittaa. 

llnndoHinni. Nmi*. — Frrih. r. Lr,hh„r, I. S. Tl'i. — 7V»/. 1.190. — W.-B. d. Mrlw. 

NlDilfn. V. . r i3. — Am '«'AI '. III S. , JH t 2. 

lartnann (in Gold ein hlauer Querbalken und unter demselben 
ein rot he* Herz, aus welchem nach oben drei rothe Sternblumen her- 
vorwachsen). Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 10. JaK 
1803. Ein nur dem Wappen nach bekanntes Adelsgeschlecht. 

N l»r. AI.. V. S. 214. - Fr-,h. p. U,t'h„r. I. S. 3»2. - W -B. d. Prtum. MonarcMt 
IM. 41. 

lartMann (in Rlau ein silberner, von zwei goldenen Rosen besei- 
teter, schrflgrechter It:ilken). Reichsadelsstand. Diplom vom 7. Apr. 
1805 für Paul Hartmann, kurhannov. Amts^chreiber zu Schulenbarf 
im Amte Calenberg. Der Stamm hat in Hannover fortgeblüht. 

Fr*ih. r. 4. Kn'ifhu-l. S. 147. — Frrfh r. Lr*Uhnr. I. S Xli - W.-B. d. Kgr ■■•• 

u.-\^i. F ■» n S. 7 — Kn.*rhk>\ IV. S. 1 7'.» u \w. 

Hartmana. Adelsstand des Kgr. Hannover. Diplom vom 17. Mai 
18f>ti für Georg Julius Hartmann, k. haiinov. Generallieutenant, bei 
Gelegenheit seiner f'Ojfihripen Dienst-Jubelfeier. Das Adelsdiplom ist 
für den Sohn des Empfängers, den k. preu*s. Major im 3. Ulanen- 
Regimente v. Hartmann. 129. Mai 1856 im Kgr. Prenssen anerkanat 
worden. Das Wappen gleicht ganz dem der vorstehenden Familie. 

FfiK r. I.nt't.ur. IM. S. 271. r. /('f**r. hami»\. \d-l. Tmh. 14 and S. 14 

lartman v. Ehrentbal. Schwedischer Adelsstand. Diplom von 
1688 für den Ober- In^pector Engel Hartmann zu Stade, mit dem 
Prftdicate: v. Ehrentbal. Die Familie blflht in Hannover schon lange 
nicht mehr. 

Frrth. r. ,/. A'n-wWI, S. | f 7. 

lartmaiD v. lartenthall. Erbliind.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 17. r )0 für Franz Hartmann, mit dem Prftdicate: v. Hartenthall. — 
Der Stamm hat fortgeblüht und in neuester Zeit standen Gottfried H~ 
v. H. als Hauptmann 1. Gl. im k. k. 18. u. Anton H. v. H. als Haupt-' 
mann im 2'.). Infant. -Regimente. 

lartmaaa v. lättendarf. Ritter 'in Roth auf grünem Rasen ein fte— 
hamischter Mann, doch mit entblfisstem Gesichte, dessen Helm nrf* 
einem schwarzgelben l'ederhu^che besetzt Ist und welcher mit <W 



— 828 — 

Hechten einen goldenen Siegelring mit einem Saphir in die Höhe hält, 
die Linke aber in die Seite setzt). Reichs- und erbl&n<L»österr. Kit« 
t erst and. Diplom vom 14. Man 1684 für Johann Oswald F Art mann, 
Doctor Juris und Niederösterr. Regierungskanzler, Herrn der Güter 
und Gülten zu Uüttendorf, Schrick und Gaiselberg. Derselbe, gest 
1689, stammte von armen Aeltern auf dem Lande unweit Poystorf in 
Niederösterreich, erlangte durch Wissenschaft, Rechtskunde und Ge- 
rechtigkeit bliebe 1649 die Stelle eines Niederösterr. Regimen tsraths, 
warde 1668 Regierungs-Canzler und erhielt nach der Belagerung 
Wiens durch die Türken, bei welcher er sich durch Proviantirungs- 
■. Verpflegung*- Anstalten um die Heiagerten grosse Verdienste er* 
worben, neben den oben genannten, vorher lau desfürstlichen Vice- 
donitrhen Gutem und Gülten, auch, wie angegeben, den Ritterstand, 
and wurde 16*5 unter die niederösterreichischen neuen Ritterstands- 
RCffchlerhter aufgenommen u. hinterliess aus zweiter Ehe mit Anna 
(»thtrina Klisabeth v. Albrecht, neben einer Tochter, Johanna, welche 
»ich mit Johann Joseph Freih. v. Hochburg vermählte, die Söhne Jo- 
hann Baptist Vollmar, Joseph Augustin und Leopold Ferdinand. Von 
diesen wurde Frsterer, verm. mit Josepha Theresia v. Scherrern, k. 
k. Trochsess u. niederösterr. Regierungsrnth. 1727 unter die nieder- 
sten*, alten Rittet Staudsgeschlechter aufgenommen. Derselbe starb 
1742 im H6. Lebensjahre ohne männliche Nachkommen und mit ihm 
■od seinen Brüdern ist der Stamm wieder erloschen. 

lartaMM, genannt ?. Kneeh, lartmara-lineeh (Schild schräglinks 
Abheilt: rechts, oben, in Blau ein achtstrahliirer, goldener Stern und 
N>ks, unten, in Silber der Kopf und Hals eines rothen Greifs). Die 
Uer in Rede stehende Familie v. Hartinann wird ursprünglich für 
e *a schweizerisches Adelsgeschlecht gebalten und der Heiname v. 
Kaoch ist durch testamentarische Verfügung des kursÄehs. Kammer- 
k*rra Gottlob Krnst Ferdinand v. knoch, Herrn auf Flstrn, Gödlau, 
toifhe^nbacb , Reicheuau etc. in der Oberlntisitz, des letzten mftnn- 
^kea* Sprossen seines alten, ursprünglich anhaltschen Adelsge- 
*kl*chts, *. den betreffenden Artikel, entstanden. Letzterer, gest. 
* Aafange de* Jahres 1802, hatte nur eine Tochter, Frnestine. geb. 
1 "^4, welche sich 1802 mit l.udwiv Giafen v. LyiiAr vermählte, aus 
*'lchfr Ehe si-ben Tochter entsprossten. Laut Testaments verband 
^ r N* ffe des Letzten v. Knoch. Johann Heinrich Wilhelm Gustav v. 
* B <*k. k. sie Im. Kammerherr, ein Sohn des k. preus*. Artillerie-<'a- 
tfiiniv. Hartmanh zu Berlin, 1814 bei Antritt des Majorats Flstra, 
•kleinem Namen und Wappen den N»men und das Wappen der ?. 
••och an und «rhrieb sich v. Hartmann, genannt v. Knoch Derselbe 
*•*•• nachdem seine beiden Kinder aus der Fhe mit Kosalie Edlen 
1 d. Plaaitz vor ihm verstorben, 16. Apiil 1H5I zu Dresden, worauf, 
'** amtlicher Bekanntmachung vom 6 Juni 1851 , mit Königlicher 
Msabnis« der k. alrhv Kammerh Johutiii Heinrich Wilhelm Adolph 
^Hartmann, als Bruder des vorherigen l*e*itzers des Majorats Flstra, 
^ »ich den Beinamen : v. Knoch annahm. 



— 224 — 

IlmuUriiriftl. Notiz. — N. Pr. A.-L. VI. 8. 51. — Frtik. f. UH'bur. I. 8. I» m. III 
271. - Kn**ehk* % III. H. 267 u. '„>♦*: | m Artikel Krmrh. 

lartaiann v. Lowenbrann (Schild geviert: 1 u. 4 in Roth ein ?j 
spitziger, hoher, weisser Fels u. 2 u. 3 in Blau ein aus einem Brnni 
aufwachsender Löwe). Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1? 
für Franz Wenzel Hartmann und für den Bruder desselben, Ja* 
Johann Hartmann, mit dem Prftdicate : v. Löwenbrunn. 

Mrytrle r. Mühlfrld, Kr^iiiii.-Ril. «. »II. - Tyrof t II. 274. 

lnrtMannsd«rf , Hartmana f. lartaunasdarf. Schwedischer Adi 
stand. Diplom vom 20. Jan. 1683 für Matthaeus Hartmann, k. seh« 
Gesandten am kursÄchs. Hofe, mit dem Namen: y. Hartmanntdi 
Derselbe, ein Sohn des Senators Carsten H. zu Greifswald, pflan 
den Stamm fort und die Familie besass in Neu - Vorpommern 17 
Lü>sow u. 1750 Klein -Kiesow im Kr. Greifswald. Ersteres Gut i 
noch 1740 im Besitze des Geschlechts. 

N. Tr. A.-L. V. S jii ii j\',. - Fi'ih. r. Lfd'hur. I. S. 323 u. III. S. S71 ated 171 
Srhwi-fl. W.-B. : Kidil'T. Tnh. fi». 

Hartog, lartarh. Kin in Preussen vorgekommenes Adelsgeschlec 
/u welchem der 1815 verstorbene k. pr. Stabscapitain im 5. west 
Landwchr-Regim. v. Hartog gehörte. Kin Sohn desselben stand \t 
als Iiieutcn. im 26. Infant. -Rcgimente. 

N. IV A.-L. V. S. -_m:i. — Fr -it.. r. LnUbur. I. H. 3'_'8. 

lartraaft v. Ff Isshart Höhmischer Adelsstand. Diplom von IC 
für Zachnrias Hartranft, Schöffen zu Löwenbcnr in Schlesien, mit d 
Prädiente: v. Felsshart. Derselbe wurde 1645 Cupitel -Syndicn* i 
Domcapitels zu BudUsin, so wie des Stifts Marienstern, besass in < 
Oberlausitz das Gut Perschwitz und starb 1650, einen Sohn undi' 
Töchter hinterlassend. 

Frpih. r. L'*tr''ur. I. S. Tili. 

lartting f. Blumcnthal, Edle. Erbländ.-östcrr. Adelsstand. Dipl 
von 1807 für Johann Matthias Hartting, k. k. Raitrath and Vi 
buchhlter in Salzburg, wegen 47jähriger Dienstleistung, mit d 
Prädicate: Edler v. Blumenthal. 

M.'n*rl* r. MüH/sM, S. 1H.V 

lartang (in Blau ein goldener, oben u. unten von einem goldei 
Sterne begleiteter Querbalken). Ein nur dem Nameu und Wap| 
nach bekanntes Adelsgeschlecht, aus welchem in neuerer Zeit iai 
pr. Infant. -Uegimente ein Hauptmann v. Härtung und ein Lieuteo 
v. H. stand. 

Frrth. r>. U'I'f-ur. I. S. 3-J3. 

lartang, Hartang aaf Mfftersdarf (Schild durch eine absteiget 
Spitze getheilt , drcifeldrig: 1 , oben, in Blau ein goldener Stern; 
rechts, unten, Roth und a, links, Silber, Beides ohne Bild). Reic 
adelsstand. Diplom vom 5. Aug. 1508 für die Gebrüder Peter l 
Sigmund Härtung. Dieselheu waren Oberpfälzer und hatten sei 
vorher einen kaiserlichen Wappenbrief erhalten. Der Stamm wui 
fortgesetzt und von den Nachkommen Diristoph Florian f. U. 
Diettersdorf, geb. 1773, hei Anlegung der Adelsmatrikel des Koni 
Bayern in dieselbe eingetragen. 

r LttH'1. S. \~,\. — W.-N «I. Kj.t Hnyrn, v- ■ l '» — Fm-iA. t. I,?tt*h*r, III. A. 17f ; 
Mi^ f f ;» , * ,|, m' Wajipt-n n»-h«"irl IiptIkt. 



— 225 — 

lartasgv. larteafels, litter. Böhmischer alter Kitterstand. Diplom 
?*» 5. Febr. 1712 (nach Mcgerle v. Mohlfeld von 1710) fOr die Ge- 
brider Carl Franz and Matthias Franz Härtung v. Hartenfels. 

r. Hrtl6*ck % |. (4. .»18 — MtgerU r. MuHJfld, Krgiut. ltd. H. 150. 

lartwleh (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Blau drei 
silberne Sterne u. links in Gold die auf einer blauen Kugel stehende 
Glicksgöttin. — Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom von 1824 
Ar Julias Hartwich, k. preuss. Hauptmann im 2. Garde -Regimente. 
Derselbe trat späteres Major aus dem activen Dienste. 

1. Pr. A-L II. H. 3.17 und V. 8. 215. - Frtih. 9. Ledtbur, I. 8. 3tS. - W.-B. d. Pr. 
rlL, III. 41. 



lartvig (Schild 'geviert : 1 und 4 in Silber ein aufwachsender, 
recht* gekehrter, schwarzer Ziegenbock u. 2 u. 3 in Gold eine vor- 
wlrUsehende, doppelt geschweifte Meerjungfer, welche ihre gekrümm- 
ten Schweife, von denen der eine nach oben uud rechts, der andere 
Hieb obeu u. links steht, uinfasst). Ein ursprünglich lothriugensches 
AdeUgescblecht, aas welchem in der zweiten Hälfte des 17. Jahrb. 
der Oberstlieutciiunt Joachim v. Hartwig in die hannoverscheu Laude 
tan. Der Stamm hat in denselben fortgeblüht und mehrere Sprossen 
desselben standen und stehen iu der k hannov. Armee. 

Ffttk. 9. d. hnrieb'Cl, M. 1«7 u. UM. - Suppl. tu Slehio. W.-B. V. |fi. — W.-B. d«i 
Mr. ÜMtuffr. P. h. o. «. 7 u. s. — Mnttckke, II. 8. 203 u. 104. 

lartwtg (in Blau ein goldener Querbalken und unter demselben 
tift rotbes Herz). Adelsstand des Königr. Preussen. Diplom vom 
20. Nov. 17#6 für den k. pr. Commissionsrath Hartwig, Besitzer des 
Rittergutes Thale im Halberstadtschen. 

f. flWIA***. 1. h. »1.1. - N. t'r. A L. Tl. H. 33* u V. N. 21.V - Frttk. r. Udibur, I 
•. m. - W.-B d. Pm'Um. M..n«rrh. HI. 14. 

laitwfg (Schild quer getheilt: oben Silber ohne Bild, unten iu 
kchwiri ein rot he* Herz, aus welchem zwei goldene Zweige in das 
<fore Silber eiupui wachsen). Ein zu dem ineklenburgischen Adel 
ickörendes, mit D.-ischow etc. begütertes Geschlecht, aus welchem 
Mehrere Spios*en in der k. preuss. Atmee standen. Nach Einigen 
*t der Stamm derselbe, welcher im 1 <- uud 1 7. Jahrb. in Schlesien 
**ter dem Namen: Hertwig blühte, s. den betreffenden Artikel uud 
•Heber den Schild von Roth und Gold quergethcilt, unten mit einem 
r °then Herzen, aus welchem nach oben zwei Lindenzweige hervor- 
**hsen , führten. 

'rnt. 9 . Ltdtbur, I. H 3)3 u III K 27*. M'klenb W H. T»b. 21. Nr. 74 u 8. 23. 

brtwig f. Satt, s. Naso. 

laitifccin. Cölnischcs, adeliges Patriciergeschlccht, aus welchem 
**irtre zu der Gesellschaft Jesu gehörende Gelehrte hervorgegan- 
I* sind. 

*•»•#, I. S. 14«. — AV#i*. r. L*d*bmr. I. H. 323 

laiUhara. Altes, im Göttingenschen vorgekommenes Kitterge- 
folecht, aas welchem Dudo v. H. n. Cano Herr v. Daderode, welchen 
^••to der Stamm gleichfalls führte, in «»ehr frühe Zeit, über «eicht* 
l**itte Nachrichten vou derartigen Familien wohl kaum anzunehmen 

**miät t DMiack AdtU-Ua. IV. 15 



— 2*6 — 

Bind, gesetzt werden. Ersterer soll iro a 9. , letzterer Im 10. Jahrb. 
gelebt haben. Derselbe soll 918 den Mannsstamm geschlossen haken 
und das Vermögen durch seine Tochter, Florentine, andie Herren r. 
Westerhove gekommen sein, welche ansehnliche Besitzungen im Für- 
st euthume Göttingen hatten u. mit Eckbrecht V. 1369 ausstarben. 

». M*diitg % III. S. '.24* u. 1. S. «66: itn Artikel: Wtsterli«»w. 

lasherg, lassberg, laapargea (in Gold ein rothes Gatter mit einer 
Säule iü der Mitte, über dessen beiden Flügeln je eine rothe Bete 
schwebt). Altes, bruunschweigisches Adelsge&oblecbt, welches il 
früher Zeit auch Hessberg geschrieben wurde, von der alten frän- 
kischen Familie dieses Namens aber, wie das Wappen ergiebt, gnuz 
verschieden ist. Nach Pfeffinger kommt schon 1241 Hildebrand v. H. 
urkundlich vor. Der Stamm blühte fort und in dn^ 18. Jahrb. hinein, 
in dessen erster Hälfte ein Sprosse des Stammes als kurhannov. Ge- 
neral-Lieutenant und ein Anderer ah Landrath ond ober- Hauptmann 
der Grafschaft lloya vorkommt. Später ist das Geschlecht, welches 
wohl zuletzt Manerke im ersten Hände seines Manuscripts Fol. 190 
besprochen hat, ausgegangen. 

P/'/fiW* II. tiamhf, I. S. <{•>. - tWih. ». d. KH**eh*<;k, S. .liW. — $i*bmaek*r, I. 
186: v. llaHbargen, Hnuni«*rhw<Muis<-h. 

lasfhka v. Treaenfels. Krbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1800 für Matthaeus Haschka, k. k. Rittmeister des 13. Dragoner- 
Regiments, mit dem Prädicate: v. Treuenfels. 

M'Sffrl* r. jy«A//'r/./. Erganr -Hd. S. .111. 

läse. Altes, an der Ucker in der Uckermark u. in Vorpommern 
begütert gewesenes AdeN^eschlecht, welches schon 1875 im Bran- 
denburgischen und zwar im Prenzlauer Kieise die Güter Crata, Heti- 
dorf, Klockow, Schenkenberg, Schmarsow, Taschenberg und ZOsedoo, 
so wie Reichenherg im Kr. Ober- Barnim besass, auch bereits in Pom- 
mern 1387 Neu-Torgelow im Kr. Ueckermünde inne hatte und später 
mehrere andere Güter an sich brachte. Der Stamm blühte bis gegen 
Ende der ersten Hälfte des 17. Jahrh. fort. Heinrich v. Hase war 
noch 1(544 mit Klepelshagen begütert, starb aber *chr bald als der 
Letzte seines Geschlechts. 

Brocktnann, HtKchrefhimg d*r Stadt Frankfurt a. d. «>. H. 4f\. — N. Fr. V.-U II. S. W 
u. V. H. _»1S ii. 2lrt. — Fr*ih. r. U<ith„r, |. 8. 3*3. 

läse, laa«e, la»e ?. Redllti, kaedliti (in Blau ein aufgerichteter 
Hase von natürlicher Farbe). Altes, schlesisches Ade Isg esc blecht, 
welches sich gewöhnlich nach dem ihm zustehenden Gute Klein-Rid- 
litz unweit Steinau nannte, welches Gut der Familie bereits 1609 n- 
stand, nachdem dieselbe schon 1503 Bischkowitz im jetzigen Kreise 
Nimptsch und Maserwitz im Kr. Nonmarkt inne gebebt hatte. Zi 
diesen Gütern kamen später im 10. u. 17. Jahrh. mehrere andere ■. 
noch 1720 sass dieselbe zu Uilrsdorf im Kr. Goldbeig-Hainan und W 
Neusorge im Kr. Schweidnitz. Von ^inapius wird zuerst 1008 Chri- 
stoph Redlicz zu Hischkowitz im Glazischen bei dem zn Frnnek steil 
unter Herzog Carl zu Münsterberg und Oels gehaltenen Ritterrechtf 
genannt u nach demselben führt Siuapius mehrere andere S^rossm 
de* Stamme.« an. Neusorge war 1720 in der Hand der verw. liarbeia 



— 227 — 

» 

Agneta v. Hase, geb. v. Bock/ Mit derselben hören die Nachrichten 
aber den Stamm aaf. 



^ims, I. 8. 435 and «36 a. II. 8. «61. — Vom**, I. 8. 728. — N. Pr. A.L. II. 8. 331. 
— WrtJL «. Ud'bur, I. 8. 323. — Siebmacktr, I.*68: Die Hnfn. 8chlesl»ch. 

läse, laes, lau (in Roth ein goldener, aufgerichteter Hase). 
Altes niederrheinisches und westphälisches Adelsgeschlecht, welches 
bereits 1373 Bathey im jetzigen Kr. Hagen besass, im 14 — 16. Jahrh. 
mehrere andere Guter inne hatte und noch 1 625 zu Sollbrflggen im 
Kr. Crefeld sass. Im letztgenannten Jahre starb Adolph v. Hase nnd 
tcbloss den alten Stamm, welcher das Erbkämmerer-Amt von Kur- 
Cöln erlangt hatte. 

r*hm*. I. 8. 123. - Frtik. t . Led'bvr, I. 8. 323 11. *H. — Siebmachtr, II. 1U : ». H. 



(in Gold ein rother Hase). Altes, niederrheinisches Adels- 
get chlecnt, welches schon 1 382 mit Dieblich a. d. Mosel im Kr. Cob- 
leoa begütert war, wohl vor dem 17. Jahrh. in dem 8tammlande an 
4er Mosel erlosch , später aber noch im Elsass vorkam, wo dann der 
Stamm ganz aasging. 

J7#iA. ». L'd'b*r. I. S. 334. — St<bmacM*r, II. 137. 

laselaa. Kiu nur dem Namen nach aas den Listen der k. preoss. 
Arme* bekanutes Adelsgeschlecht. Ein v. Haseiaa war 1815 k. pr. 
ÜMpUnauu. 

#V-»A. r Lrt'hmr. \\\. s 273 

■asclbafk. Eins der ältesten , ritterlichen Geschlechter in Nie- 
dtrftsterreicb. welches auch mit dem Namen Ebendorfer v. Haselbach, 
oder Ilaselbeck h in Urkunden vorkommt und Ebendorf, Haselbach, 
Rorbach, St. Mar^arethen am Mooss und Stockern besass. — Zuerst 
erscheinen als Zeugen Gottfried v. Haselbach 1192 u. Ebergeras nnd 
Hainricas de Ilaselbach 1 196. Der Stamm blähte durch die nächsten 
Jahrb. fort u. noch in die erste Hälfte des 1 7. Jahrh. hinein, in wel- 
cher Kngelhardt v. Ha*clbach, der Letzte seines alten Stammes, 1623 
das Gut u. den freien EdelsitzNagelbof verkaufte u.bald nachher starb, 
»•••pna. t\ '» i *3- i«»s 

■aaeltorg. Eine in den schwedischen Adelsstand erhobene Fa- 
mibe, zu welcher die Gebrüder G V \. II., gest. 1838, Dr. Jur. a. k. 
Owar-Appellations-Gericbts-Präsident zu Greifswald a. L. W v. H., 
fest 1844, Dr. Med. a. ehemaliger k. schwed. Arcbiater, geborten. 
flpjtar kam noch der Kegiernngs- und Medicinalrath Dr. v. H. zu 
Stralsund vor. 

«r*»i v. UA*b*r. I. 8. 831. 

laarlhanl. Altes, lüneburgisches auch im Mindenschen begatert 
gewesenes Adelsgeschlecht. Johann v. H. wurde 1629 b. braonsehw. 
Administrator der Fropstei Lüne; Johann Heinrich v. EL bekleidete 
«oo 1620 bis 1642 die Würde des Abts zu St. Michaelis zu Lüneburg 
ud Ludolph Christian v. IL, geb. 1ÜH1 , venu, mit Anna Agnesia v. 
Sempliugen, ertrank 19. Apr. 1718 uud scbloss den Mannsstamm sei- 
ne* Geschlechts, dessen Name mit Eleonora Christiana v. H. , gest. 
1721 als Afhtfcsin des Klo*Ur» Ibenhagen, ausging. 

?'#/*•;,-•/. I äII» miiiI II i* »..S-» tiftml; I. »*. 77r N. l*r. \ L S »» 31* 

IrMi • L+4+«r. I. 8. Jt4 - r *«*•«*. I. 8. Vtu. - 8«m>I t« ttt+t>«. %-B II «fU 

15 # 



— 228 — 

laselqaist. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom von 1807 Ar 
Carl Friedrich Haselquist, Doctor Medicinae zu Krakau. 

Heyerle v. MiihlMd, Rr#iiu Bd. 8. 311. 

lasenbarg, Freiherren. Altes, böhmisches Herrengeschlecht, wel- 
ches das Erbtruchsessenamt des Kgr. Böhmen besass a. Ober welches 
Baibin die vollständigsten , auf Urkunden gegründeten Nachricht«! 
gegeben hat. Das Staminschloss Hasenburg, welches auch von Chro- 
nisten Heisenberg genannt wurde, im Leitmeritzer Kreise, 2 Stundet 
von Slan an der Eger, liegt schon seil Jahrhunderten in Hainen. Der 
Sage nach soll dasselbe der Ahnherr des Stammes» welcher den Nasa 
Klopus führte, schon 754 gebaut und weil er im Wappen einen Hases 
führte, Hasenburg genannt haben! — Heinrich Herr zu Hasenbirg 
war von 11 80 — 1190 Bischof zu Strassburg uud ein Freiherr dieses 
Namens wird, ohne Angabe der Jahre, unter den Erzbischöfen iu Prif 
genannt. Nicolaus Kosti Freih. v. H. kommt 143(5 als Oberst-Land- 
richter in Böhmen vor und dieselbe Würde bekleideten 1460 aaek 
Zbinco und 1466 Johann Freih. v. H. Letzterer vermählte sich 1461 
mit Anna, Tochter des letzten Herzogs Johann zu Oppeln and eil 
Anderer mit demselben Vornamen war 1550 mit Margaretha Prinzes- 
sin zu Oels vermählt. Freih. Johann Stigneus stand noch 1610 dea 
Ober -Appellationsgerichte in Böhmen als Präsident vor und später, 
1665, erlosch der alte Stamm völlig. 

H,ü>>i,i. Mivcll. Roh.. L. III. Deo. 1. S. 90 u. 9*: de Arcibu*, l\ f.; Hagiograpk. S. III; 
Sltmmat. V. IV. S. '.<*.». — Iura-, Sohl«*. Clir«m. S. W,i. - HV(* ..irfo*, Für*ieu*pitfri *■ 
II. U-il'TP'ii'li, S. 41. — Hauke, \\. S. 3y7 und 3W. 

lasendorfer. Ein in Niederösterreich vorgekommenes RitterfP 
schlecht, aus welchem zuerst 1307 Wulting v. Hasendorfer orkud- 
lieh als Zeuge auftritt und Georg Hasendorfer, Ritter, noch 1561 
Landcsfürstl. Lohen bei Anzbach, Stollberg etc. erhielt, doch starb 
noch im 16. Jalirh. der Stamm aus. 

Wi **■//! II, IV. .v I.O. 

lasrnkamp, s>. Brüggeney, genannt Hasenkamp, Bd. IL 

S. 98 u. 9Ü. 

lasenkepff. Altes, meklenburgisches Adelsgeschlecht, weiches 
auch Hast'iu op, Hasecop, Hazencoppen, Ilacenkop geschrieben warde. 
Fridericus de Hasencop lebte 1221 u. Paschedag H., der Letale des 
Geschlecht:«, ^tarb I4 ( J4. Der Stamm führte im Schilde iwei Hassfr 
köpfe u.die im Wappen der Familie v. Maltzan seit Ende des 13. Jahrb. 
vorkommenden derartigen Köpfe deuten nach Allem anf ein bisher 
noch nicht ergründetes Allianzverhältniss beider Familien. 

9. Me>limj, I. S. 1MO; nach d-m Maiiimript* «twgaiigeiier awkleah. Fualli». 

lasffcrt, lasshrt, lasfort, lassford. Altes, imWesertbale inBefen. 
ßodenwerder, Dasbel, Evcr*tein , Hasvörde und Holzminden vorgt- 
kommeues Adel-gescklecht, welches son*t auch Haversförde, HasTÖrdl 
geschrieben wurde und aus welchem Arnd v. 1 lavers fort, der Leütt 
vom Adel im Rathe zu Höxter, im 16. Jalirh. Bürgermeister daselbst 
war. Vom 17 Jahrh. an kommt das Geschlecht unter dem Xaiaea: 
v. Hasfurt in der Grafschaft Kaveusberg vor und sass 1687 o. später 



— 229 — 

i Engershausen im Kr. Kahden: die Angabe, dass das Geschlecht 
ft Cnrt t. Hassvörde, welcher ohne Erben gestorben, im 14. Jahrh. 
«gegangen sei, kann sich daher nur auf eine Linie des Stammes he- 
gen- haben, welcher, wie verschieden auch der Name geschrieben 
irde, doch stets ein und dasselbe Wappen: in Gold drei vorwärts 
kehrte, schwarze Büffelsköpfe fahrte. Neuerlich ist dasselbe auch 
it dem Namen : v. Hassford im Posenscben aufgetreten. Mehrere 
»rossen standen in der k. preuss. Armee. Ein v. H. war 1833 Prem. . 
rat. im k. preuss. 4. Dragoner- Regimente und ein älterer Bruder 
■selben 1854 k. russ. General der Infanterie u. General-Gouverneur 
o West-Sibirien. 



-, na«<»Urhe Chronik, H. |'9 u. d*wlhen ConreyMr ho Chronik. H. 10*. — Frrik. 
Er»*a*. II.- J*. '/* uml JM. - N l'r. A.L. V. 8. 21b. - Fr*ih*rr p. Lniebur. I. S. 824. 
k#r. II IM: v. H»**vöruV. Brnun«-h»M*Urh. — r. M'din<j. I. H. JMI u. %Z%. 

laslb, laslber. Altes, froher auch Hasyeb u. Hesiber geschrie- 
, ursprünglich aus Krain stammendes Adelsgeschlecht, welches, 
rmals in der Stadt Steyer wohnhaft und zur Krainischen Bitter- 
kalt zählend, nach Oesterreich kam und schon vor der 1525 ange- 
igenen Gült - Bereitung im Lande ob und unter der Enns begütert 
r. Michael v. Hasven besass bereits 1355 Freysingensche Lehen 
Varchard der Hasib u. seine Hausfrau, Barbara, kommen mit ihrem 
tter, rhristian v. Hasib zu Hag, 1377 urkundlich vor. Der Stamm 
Ifcte bis in das 16. Jahrh. fort und noch 1511 wird Wolfgang Ha- 
ier zu Ha« in einem Kaufbriefe mit dem Titel : Der edelTest Wolf 
isieb zu Ha?. als Zeuire aufgeführt. 

Wigtfrui. IV. r*. 1*« ii. |«»7. 

■asliagen, lassllageB, laftllajcea-Srhirkfass, Freiherrei aad Grafen 

UMBmwappen : in Blau oder in Silber ein nach rechts aufspringen- 
r Ha*e). Reichs - Uitter-Reichsfreiherrn- und Böhmischer Herren- 
icbsgrafen- u. Preußischer Grafenstand. Ritterstandsdiplom vom 
. Nov. 1599 für (ieorjr v. H.; Reichsfreiherrndiplom vom 14. Febr. 
03 für Heinrich Tobias v. H., später k. k. Feldmarschall; Böbmi- 
les Herrenstandsdiplom vom 1. Sept. 1718 für Letzteren und die 
§derw">hne desselben, Franz Wolf und Heinrich v. H.; Reichsgra- 
idiplom vom 15. Jan. 17H2 für Johann Wolfgang Freih. v. IT., 
im auf Kork witz und Gnhrcn, anerkannt im Kgr. Preisen 10. Apr 
63 ftir denselben und dessen Bruder Franz, Herrn auf Thomaswal- 
S, Mittlau und Heidau, und K. Preuss. Diplom vom 26. Der. 1S24. 
Heinrich trafen v. II., über die Krlaubniss, mit seinem augestamm- 
i Namen und Wappen den Namen und das Wappen der Familie v. 
hkkfuss verbinden zu dürfen. Altes, ursprünglich karntner und 
*rreichische« Adelsj*eschlecht, welches im Anfand 1 de* lt* Jahrh. 
eh Schlesien kam und in der Nachkommenschaft <le< obenirciiaiin- 
i Freiherrn Johann Henrich Tobias fortijebhilit hat. Von den drei 
boen desselben: Iunaz, Audistin nnd Joh-.tnn Wolfcang brachte 
titerer. s. oben, den Reichserafenstand in die Familie, doch hatten 
•Sohne desselben, Friedrich nnd Heinrich, keine Nachkommen, 
bl aber setzte der durch Diplom von 17M, s. oben. ehentalN in 
■ PreossUchen Grafenstand versetzte Sohn «»eines Bruders Aupii*tin: 



— 230 — 

Johann Franz, den Stamm fort und winde der nächste Stammutter 
der jetzigen Grafen v. Haslingen, deren Stammreihe folgende ist: 
Freiherr Johann Heinrich Tobias, gest. 1716, k. k. General feldmar- 
schall, Hofkriegsrath u. Commandant zu Gross-Glogau: erste Gemah- 
lin: Sibylla Catharina Freiin v. Collart, gest. 1709; — Freih. Au- 
gustin, gest. 1785, k. k. Amts- Assessor der Forste nt humer Schweid- 
nitz undJauer: zweite Gemahlin: Barbara Grf. v. Uoditz, gest. 1765; 
— Graf Johaun Franz, geb. 1730, gest. nach 1800, k. preuss. Justii- 
rath: Barbara v. Festenberg Packisch, geb. 1751, welche im Anfange 
dieses Jahrh. noch lobte; — Friedrich und Georg, Gebrüder. — Graf 
Friedrich, gest. 1824, war venn. mit Luise Ernestine Henriette v. 
Scbickfuss, gest. 1815, u. (^raf Georg, gest. 1847, k. preuss. Oberst- 
lieutenant u. General-Commissarius, mit Charlotte Juliane v. Ziegler 
u. Klipphausen, geb. 1778. — Das jetzige Haupt der Familie ist: 
Graf Hermanu, geb. 1802 — Sohn des Grafen Georg — Herr auf 
Reichenwalde, k. pr. Major a. I)., venu, in erster Khe mit Barnime 
v. Schütz, gest. 1842 u. in /weiter mit Agnes Grf. zur Lippe- Weissen- 
feld. Aus der ersten Khe stammen, neben zwei Töchtern, den Grff. 
Clara und Adelaide, zwei Söhne, Gr. Ferdinand, geb. 1835 and Gr. 
Hermann, geb. 1841, Beide k. pr. Lieutenants und aus der zweites 
Ehe entspross ein Sohn, Johannes, geb. 1848. — Der Bruder des Gr. 
Hermann, Gr. Alexander, geb. 1806, k. pr. Major a. 1)., vermählt! 
sich 1851 mit Helene v. Ziegler u. Klipphausen , aus welcher Ehe, 
neben einer Tochter, Clara, geb. I8f»4, drei Söhne stammen: Georg, 
geb. 1852, Gotthard. geb. 1*53 u. Franz, geb. 1855. — Von den 
Bruder des Grafen Georg, dem Grafen Friedrich, s. oben, staunst 
Heinrich Graf v. Haslingen, genannt von Scbickfuss, geb. 1805, dngeh 
testamentarische Verfügung seines Grossvaters mütterlicher Seite, 
des Ernst Ferdinand Wilhelm v. Scbickfuss und Neudorf, Herr as! 
Queitsch, Alteuburg u. Floriansdorff im Kr. Schv idnitz der Provini 
Schlesien, verm. mit Emilie v. Stwolinska. geb. 1802, aus welcher Ehe 
zwei Söhne stammen: Gr. Constantin, geb. 1831 und Gr. Heinrich, 
geb. 1833, verm. 1860 mit Wanda v. Schweinitz hus dem Hanse Alt- 
Rauthen. 

Sintipim, II. K. 340: Pr**ih. v. II. - tiuntf. I. S. 77* u. <«• : ..m Ni-h)u«9r dr» trtikfli- 
Kulmn*. — N. (;«ueal. Hanri»». 1777. S. 211 u I*7v S. 2'.» r >. - IIV««./r///. IV. 8. 20* nadtfl 
— Jaevhi. |J*no. II. 8. 224. - M:j*rif r. \IÜUf*td % S. 2i». ii Kijc.-Bil S. «3. ^N. Pr. A.-L. 
II. S. 31** u. .131». - n-iitiih.» firai'.-nh. d. (i.-.-uw. 1. S. fc'*— .wi. — Fr*ih. r. lerfrtar. L 
6. 32« iiimI .1*5. — <;»u*al. Tamh-nh. i|. atüH Hius-r. 1 ■<«■_>. «. »40 n. »41 u. hNtcr. Km*- 
S. 3lu. — SieKmarhtr. V. ."hi Im«- M.i«^liii^*r. i hsf ■•nvirlii-.rh. Nii|i|»l. ru St*ha W.-B- 

XI. «: Oi. v. H. — W.-B. <l«r Pn-u«.«. M.-i.aivli. I. |s : <ir. v. II. 

laslmver v. «rassegg, Ritter. Krbländ.-österr. Ritterstand. Di- 
plom von 1799 für Joseph Haslmayer v. Grassegg, k. k. Kammer Zahl- 
meister in Tirol. 

Mrgrrl* r. 3lühtf*M, Rrg.fM. K. I.So. - Knurhkr. IV. S. l*o. 

lass. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 2. Octob. 1536 Ar 
Johann Mass, Bürgermeister zu Görlitz, wegen seiner treuen u. willi- 
gen Dienste um das Haus Österreich. 

Fr*ih r . /W»vr. I. S \'i\ u. III s. 272 - lh.,,t, \l|«.in. \Vapp-,ir,. II. 8.» uad »1. 

lassaaer. Erbland, -österr. Adelstand. Diplom von 1765 Ar 



— Ml — 

Frana Jawer Haasauer, Tiroler Repräsentation« - «od Hoflwmmer- 
Kanalei- Verwandten. 

Jfcf+rfe ». MmMi/Hd, Krf.<U4. S. SU. 

■mm. Altes, langst erloschenes mekleob. Adelsgeschletht, aas 
welchem Heinrich, Johann and Mesteke Gebrüder Hasse 1862 vor- 
kommen. 

9. M*Um§, I. 8. Y81 aaea dtm Mauaacrlpta abgetan«. mäklet)*. PmJliep. 

lassei, laueil. Ein im Königr. Hannover zu dem rittersehaft- 
Hcben Adel der Bremenschen Landschaft gehörendes Adelsge- 
schlecht, welches das Gut Clüversbostel besitzt. Der Ahnherr der Fa- 
aiilie, Johann Hassel, gest. 1694, k. schwed. Dom-Structoarhis zu 
Bremen und Herr auf Osterndorf im Bremenschen, war in den schwe- 
dischen Adelsstand erhoben worden und der Sohn desselben , Johann 
?. H., starb 1706 als k. schwed. Rittmeister. Der Stamm hat dauernd 
fortgebloht 



f. 8. S7ft. — Prmtj*. Alt** n. Ncaea au« den Hera. Bremen u. Verden, I. 8. SIS, 
II S. JfS and VII. S. 147 u. TM. - Früh r. Krokn«. II. 8. 90_91. - Freik. «. dV K*4**- 
•*•*. *. I«H. Sappl. tu Klrbro W.-B. V. 17. — W.-B. d. Kgr. Hannover, P. 9. u 8. *. - 
SamaA«, IL fl. VH. 

WmtdkMhSUfkhdm, rrelk., s. 3tockhetm, Hasaelholdt- 
Btoekkeim, Kreih. 

■aaseimafer v. Perastehi. Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Di- 
plom von 1795 fOr Anton Hasselmeyer, Grosshändler zu Wels, mit 
dem Pridicate: Edler v. Fernstein. 

a*y#rf* r. ViklfelH. 8. 196. 

lasselt (im siebenmal quergetheilten Schilde ein Löwe). Altes, 
rheinUndisches Adclsgeschlecht, welches den gleichnamigen Sitz im 
Kr. Aarheti >chon 1 181 inne hatte und noch 1682 zu Bongard, Has- 
seJsweiler uud Hochsteden begütert war, dann aber erloschen ist. 

Fmhmt, I 8. Hl. - Frtih. ». l.olthur, I. 8. 125. 

lastelt (in Gold ein grünbelaubter Baum). Cölner Patricierge- 
tcklecht, welches schon 1530 den Wolferhof in Cöln besass und 
noch im IB. Jahrb. blühte. 

#«*«*. II. 8 317. - Frrih. r. l«Ubur . I. 8. 824. 

■aaseamiller ?. tTteawUia, amch Eitler. Erliand.-österr. Adels- 
*b4 UiUorstaiid. AdeUdiplom von 1816 für Matthias HasseumüJler, 
k. k. Rath und Adjunct der Lotto- Dir cetion, wegen 6 5 jähriger Dienst- 
leistang, mit dem Pradicatc : v. Ortenstein und RitterdipLoro von 1836 
Ckr Vinceuz il. v. ()., k. k. liofrath in Brunn. Der Stamm hit 
im Ritterstande fortgeblüht, lu neuester Zeit standen Heinrich« 
UufO und Robert HsssenmtUler Ritter ?. Ortenstein in der k. k. 
Armee, Erstere als HaoptUute l. Classe, Letzterer als Oberlieu- 
uaant. 

UfrU : **ht/*H. 8. 11* MiUft.Vheaaticnj. d. »r«t*rr. KairerthnMt. 

■aaataier. v. Ugaslu. Erbländ.-österr. Adelsrtaud. Diplom ?o* 
1764 für Johann Georg Hastenöhrl, Leibroedicu» des Kräh. Leopold 
tau dem Prkdicatt: v. Lagosios. 

0. AraJki/eW. Knaui-Bd. i». III. 



— 232 — 

Hasstawein v. Pesteaberg, Ritter. Erbländ. - österr. Ritterstand. 

Diplom von 1766 für Johann Hassenwein, k. k. Oberlieutenant bei 
Fürst v. Liechtenstein Dragoner, mit dem Prädicate : v. Festenberg u. 
von 1773 für Franz Ignaz Hassenwein, gewesenen k. k. Consumtioos- 
Aufschlags-Administra,tor in Mähren, mit demselben Prädicate. 

M'ijerl' r. Mithli'pld. S. H-*. 

lastfer, Hassfer. Hin ursprünglich westphälisches, später nach 
Liefland gekommenes Adelsgeschlecht, welches zu Hariscb, Meckhoff, 
Sammershausen und Wierischen begütert wurde und, wie auch dtl 
Wappen ergiebt, eines Stummes mit der Familie v. Ifasfurt, llassfart, 
Hassvörde, s. den bet reifenden Artikel, S. 228 ist. Dasselbe soll 
schon 1471 in Schweden vorgekommen sein und Jacob ▼. Hassfer, 
ein Enkel des Jacob v. II., welcher im 30jährigen Kriege k. schwed. 
Oberst und 1634 Commandant der Bürgerschaft zu Regensburg war, 
Herr auf Kost fer etc., erhielt den schwed. Grafenstand mit dem Prä- 
dicate: v. Grescnburg und stand als k. schwed. Kath, General-Feld- 
marschall u. General-Gouverneur in Lietiaud im Anfange des 18. Jahrb. 
in hohem Ansehen. — Später, I.Juni 1731, erlangten auch zwei 
Sprossen des Stammes, die Gebrüder Johann u. Gustav ßerendt Hass- 
ford, unter dem Namen Hastfer den Adelstand des Kgr. Schweden. — 
Christoph Ludwig v. Hastfer starb 1774 als k. schwedischer Capitata 
u. der Sohn desselben, Carl Gustav Freih. v. H. stand 1799 als Lieu- 
tenant in der k preuss. Artillerie. Derselbe war mit Wilhelmine t. 
Klencke, Knkeltochter der Dichterin Karschin (Kar&ch) vermählt 

Haul". II. M. 3'>. - N. I'r. K. \.. V. *. 21 '5. - Freih. r L*<l*bnr, 1. S. «Ä. 

lasslarh. Altes, 'fränkisches Adelsgeschlecht welches zur reichs- 
unmittelbaren Ritterschaft des Cantons Gebürg gehörte. 

Ri+th'i ifi'ini.. Cniitiiii (•••liiir^, Tal*. 3"9. 

Ilaslau:;, Hasslaiig, auch Freih. u. ttrafea. Altes, bayerisches Adels* 

geschlecht , welches 161 S das Krblaudhofmeister-Amt in Bayern er- 
langte. Als Stammhaus wird Has.slangen zwischen Schrobenhaasen 
nnd Alt-Münster genannt, später aber sass die Familie zu Raitenburg 
a. d. AmlKT unweit Srhonguu. Die fortlaufende Stammreihe des Ge- 
schlechts beginnt nach I»ucelini mit Stephan v. H. um 1390, von des- 
sen Nachkommen Rudolph v. II. noch 1506 lebte. Der Sohn des 
Letzteren. Georg, starb f 56r> als Statthalter zu Iniroistadt und ?oa 
diesem stammte Rudolph v. IL, herz bayer. Geh.-Rath , welcher drei 
Sohne, Alexander, Georg und Heinrich, hinterliess. Alexander Freib. 
v. H. auf Hasslungkreit, gest. 1620. (General der Catholischen Life, 
hatte nur eineu Sohn, Johann Heinrich; Georg, welchen Einige Chri- 
stoph nennen, führte den Beinamen : zu Hohen -Cammer und setite 
seine Linie ebenfalls fort u. von Heinrich entspross Georg Christoph, 
welcher 1646 kurbayerischer Abgeordneter bei den Friedenstractatea 
zu 0>nabrück war und einige Söhne hatte. Von den Nachkommen 
des Letzteren kommt Johann Xaver 1727 als kurbayer. Geh.-Ratb 
und ein Anderer 17M0 als Fürstl. Freysingenscher Ober-Stallmeister 
vor. Ueber die weitere Nachkommenschaft fehlen zuverlässige Nach- 
richten, doch blühte der Stamm noch in das 19. Jahrh. hinein, and 



— 233 — 

zwar Im Grafenstande. Zu Anfange dieses Jahrh. lebte nämlich noch 
Prani Sigismund Graf v. Hasslang auf Hohen-Cammer etc. Erbland- 
•ofmeister von Ober- and Nieder-Bayern , kurpfälz. Klimm., w. Geh.- 
Rath, hevollm. Minister am k. grossbrit. Hofe etc. — Neuere Schrift- 
steller erwähnen das Geschlecht nicht mehr. 

Wijmi Rund, II. H. 121 — 1*«. — Seifert, Recht auf einander folgend«» Ahnen, Tab. 17. 
- <)*«k'. 1. H. 77s und 779 und II. M. .199 und 400. — Sale'r. «. 537. — Siehm&eh*r. 1.77: 
? lf««tanti. B»Y*ri*rh. — r. M'dinti. IT. R. 211. - Tt/rof, I. 176. - ftuppl. *u Sfcbnt. W.- 
*. VII l . «;t. v H. 

lasalaa, laselaa, laselaw. — Altes österr. Adelsgeschlecht, aus 
welchem Sprossen als Ministerialen schon anter den ersten Herzogen 
fom Babenbergischen Stamme urkundlich als Zeugen vorkommen nnd 
aas welchem später einige Glieder auch ansehnliche Aemter o. Worden 
bekleideten. Pas srleichnamiee Stamment, später ein kleines Dorf, 
liegt nahe bei der Leitha anweit Robrau und der Stadt Brack in Nie- 
derster reich. Zuerst treten, urkundlich Chunradus de Haslowe um 
11 82 und Otto v. Hasslau 1 198 auf. Der Stamm. Ober welchem Wiss- 
grill die möglichst genauen Nachrichten giebt, blühte fort n. noch in 
die zweite Hälfte des 15. Jahrh. hinein. . Bernhard v. Hasslau, Herr 
za Schönkirchen , so viel bekannt, der Letzte seines Stammes, lebte 
noch 1463 n. die Ehefrau desselben, Margaret ha Herrin v. Eckart sau, 
▼erkaufte als Wittwe 1469 Schloss und Markt Schönkirchen an Ro- 
ter Herrn v. Stabremberg. 

Wt— <,,,!!. IV H. 197 SO*. 

fataler ▼. Kisaeaegg, lassler t. Kifeaek, Freiberrea. Böhmischer 
Frefberrnstand. Diplom vom 5. Juli 1709 fflr Franz Ernst H. v. K. 

aW#rl' r MüklftUl. PrfSni -Hd R. «.1 - v /M|A<icA. I. S. MV 

laialfager. Erbländ. -österr. Adelsstand. Diplom von 1789 för 
Johann Adam Hasslinger, k. k. Ratli, vormaligen Lehrer der Aesthe- 
Hk an der Universität Wien, Director der l!nmanitätsc)a*sen u. Bei- 
tftitr der Studienhofcommission. so wie für den Bruder desselben. 

lamnii v. faaafrls, Ritter Böhmischer alter Ritterstand. Di- 
plom von 1706 für Jobann Carl Hassmann v. Mannfels, Rathsver- 
wandten m Saatz. 

W+frt» #. MmMtfo'H. Rrcfinr -Rd S IV) 

■aatalrfch v. Wiitteafeld. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 
27. August 1670 für Geore Ernst Hastnickh , mit dem Prädicate: v. 
WaJtienfeld. 

laatreftber, Nie. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1844 
flr Franz Ha/treither, k. k. pen*. Major, mit dem Prädicate : Edler v. 

■ataefcer. Ein neuerlich in Schlesien vorgekommenes Adelsge- 
♦cbfeebt, welches noch 1836 Kaiserswaldau im Kr. Habelschwerd 

bȤ*ft9. 

W Fr A I*. II. *. *W. - Fr*ik r L*<i***H$ . I *. «f.S. 

lattea. Altes, zu dem Adel in Ostpreussen gehörendes, nach 
Einigen ursprflnglich aus dem Rheingane stammendes Adelsgeschlecht, 



— 234 — 

welches im lft. Jahrh. namentlich im Krmlande ansehnlich begütert 
wurde. Mehrere Sprossen des Stammes standen in der k. preltss. 
Armee. Ein Major v. II. war 1836 (.'ommandeur des 1. Bataillons 
Vom 3. Landwehr- llegimente und ein Major v. II.. welcher 1820 ah 
Kreis- Brigadier ,iu> der Gensdarmeric getreten war, lebte um diese 
Zeit bei Oletzko, uii'l aus seiner Ehe mit X. v. Hamnanu stammten 
zwei in k. pr. Militärdienste getretene Söhne. Zu diesem Geschlecht« 
gehörte aber namentlich I>. Stanisluus v. Hatten, früher Weihbischef 
und Douiprälat zu Ermeland, welcher 1838 zum Bischof von Enne- 
land u. Aht zu Diana erwählt wurde und zu Frauenburg residirte. - 
Nach Bauer, Adreßbuch, S. sf», war 1857 der k. preuss. Hauptmann 
a. I). und Mitglied des k. pr. Herrenhauses, Besitzer des Fideieon-. 
misses I .»»mitten und Herr auf Albrechtsdorf im Kr. Heilsberg und 
einer Krau v. Hatten stand in demselben Kreise Elditten zu. 

N. I'r. K.-L. \\ s. 3:111 ii. V. .s. 'JU'.. — Fr+ik. r. Leiithttr, I. **. 3S2V und III. S. JH. 

Hattenbarh. Hessisches, im 17. oder 18. Jahrh. ausgegangene! 
AdeKgeschlerht, dessen Stammvater einGlied des Hessen-Casselscbei 
Hauses, Chr. Otto, Administrator .von Hersfdd, war. 

r. //#•//>.««■'.. LS. Mi'-. — Si*hi,Mchrr t I. 13*: v. H. H-K.ij.i-li. 

lattorfT. Keich-adeisstand. Diplom vom 12. Juli 1703 für Jo- 
hann Hnttorff, kurbraunschw. - lUnoburg. Geh. Kriegsratb und fem 
10. Sept. 173H für die Gebiüder Hattorff: Melchior Heinrich, Hei- 
und ('anzleirath zu Hannover, Johann Philipp, OberfacCor der ge- 
samniten Ki^enherg- Werke der Kur- üra un^chweig- Lüneburg u. Fried- 
rich Martin, hai.i.ov. Oberamtmann zu Uslar. — Beide durch die er- 
wähnten Diplome in den Adelsstand erhobenen Familien v. Uatturf 
gehörten zu einem und dtmsilhen Stamme und erhielten auch ein 
gleiches Wappen: in Roth drei, 2 u. 1. seehsstrahliue, goldene Stern* 
Die ersten- Familie, welche im Lttncburgiscben, Hremenschen und 
MniiifeldUchen begütert war, ist bald wieder erloschen. Aus der Ehe 
de> Kmpfäiigers des Diploms von 1703, des Geh. Kriegs- Käthes Jo- 
hann v. Hatturtf. mit Anna (Katharina Müller entspross Johann Philipp 
\. H., kurhauiiov. Staatsminister und von diesem Gerhard Ludwig f. 
IL, kurhannov. Kriegsrath, welcher 11. März 1747 den Man nsstamm 
seiner Familie schlo^s. Die einzige Tochter des Letzteren, Marga- 
ret Im Juliana, hatte sich mit Wilhelm Friedrich v. d. Knctebeck, kur- 
hannov. Obcrhauptmann, vermählt und lebte noch 1791 als Wittwf- 
- Die zweite, im Hessischen n. Calenbergischen begüterte Familie. 
welrhe das Adelsdiplom von 1733 erhalten, hat dauernd fortgeblfiht 
und sich im Hannoverschen weit ausgebreitet. Dieselbe gehftrt im 
Kötiigr. Hannover durch Besitz der Güter Verliehausen im GÖttinger 
sehen und Troehel, Mothel und Brocke] im Verdenschen zum ritter- 
sehaftlichen Adel und von den Sprossen des Geschlechts haben Ein- 
zelne in k. pr. , Mehrere aber bis auf die neueste Zeit in k. banne*. 
Militainlien-ten ne^tandcn. 

\f> *-..,. /. s •_»;■• un.t 2^' - hr.it. r A', »A**, II. v '.«3 u. \*4. — r. h'nhhr . GMrUcfclr 
*l. Hi/ lli-ni'ti iiimi V-ri-n. 1*2«- N l'r. \.-L V S. J17. - Frrih. r. H. Kn***X*- 

S 11" h,,,ii. r . I.uht-Hr. I. S. ti'.i. — r. V'<ffi</. III S. *** u. '.'MV - 8«ppl. n M* 

W IV MI II niH V. 17. \Y H. <1. Kcr t|:n»ii.>i .F. I und S. *. — KntncAkf. II 9. 

■nid -.mm; 



- 23« - 

fcattitela. Eins der ältesten Geschlechter der rheinischen Reichs- 
ritterschaft , gleichen Stammes mit denen r. ReifTenberg , welches tn 
den Vasallen der Kür-Trier gehörte, namentlich aher im Nassauischen 
und in der Wetterao begütert war. Hnmbrachr bef/in • ' Stamm** 
reihe mit Hatto oder Hatzicho, einem Sohne des Cuno v. Reiffenberg, 
welcher Letztere um 1120 lebte. Hatto erbaute das Schloss Hatzichen- 
stein, welches spater llattstein hiess n. nach welchem derSta'nra sich 
nannte. DerUrenkel desselben. Heinrich V Haehitzenstcin, oderrlatt* 
stein, Ritter, lebte um 1307 u zu seinen Nachkommen gehörte der zu 
meiner Zeit «o berühmte Johann v. Hattstein, welcher 1546 als Johan- 
•niter-Ordcns-Oomthur zo Heimbach, (irossprior zu Malta. Heermeister 
In den deutschen Landen und Fflr*t zu lleidershcim 1546 starb. 
Ton Heinrichs Lindert Söhnen «rundete Dietrich zu Müntzenberp die 
weiter fortblühende Linie zu Mttntzenberjr und von Marcolph v. H. 
stammte Marquard ab, welcher 1581 als Bischof zu Speier starb. 
Von den Sprossen der Münt/euber^er Linie hat Haube mehrere ge* 
nannt and von denselben ist hier namentlich I>amian Ilartart v. u. zu 
Hattstein. Fürstl. Fuldaischer <Jeh.-Rath. hervor zu heben. Derselbe 
Ist nlmlich der Verfasser des für Genealogie u. Heraldik so wichtigen 
Werkes: die Hoheit des deutschen Reichsndels , oder vollständige 
Probe der Ahnen nnverfftlschter adeliper Familien in alphabetischer 
OrHnnnp, nebst .Ahnentafeln der Familien n. mit den Stammwnppeii, 
.1 Rinde, Fulda. 17:!«-- 1740. Fol. Mit neuem Tit «I. Bamberg 1751 
and 1754 — Spftter ist der Stamm erlogenen , doch fehlen uenau« 
Angaben über den Ahpanc desselben. 

JIWvnAr -***'. T«*». 35 t, g>. — S<*h.tn*.tt. H <•■*. — *f..**#. I S. 7^1 u 7*1. — r. II itt- 
**i; I J*. ?• '- -'.'*'•. — h'i*>h.-,,r l..{r*>ui. I H. TJ*. S,t>.. -nn.*'.*, . IT |o7: ». Halt«! m 

*fc*i»IÄn4t»'-ti nnil V I'.'*' - s,,,,, | ,„ s|.». m W R lll 7 r. «/■./>«?. I. * !».V.» u .'SS 

lalifeldt. Freiherren. Vrafrn ■. InrMen. Reichsfreiherrn-, Orafen- 
wnd FflrstensfniH], *<> wie Fürstenstand des Kirr. Prenssen. Freiherrn- 
dtplom vom 30 Juli I f.i>9 für Wi1hf-Ir<i Heinrieh v. Hatzfeldt ; (Jra- 
fendiploin von H»3f> für Denselben: vorn 6 Ausist 1641 für die 
Gebrüder Melchior und Hermann Freiherren von Hatzfeldt . RestÄ- 
ti*nn*sdiplom des (irafeiMandes vom ,>v ». Febr. 1 69 ^ für den Sohn 
d#f Grafen Wilhelm Heinrich: Adolph \ texander Hr. v. IL; Pren«si- 
srnes Forstendiplom vom 31. Octob 1741 für Franz Philipp Adrian 
ftr. ▼. H.. Rt'irli«fQrstendip|om vom 25 Mai 174s für Denselben und 
Preu**i«che* I ürstendiplom vom 10. An:n-t 1*03 für Franz Ludwig 
f»r. ▼. H. ; — \ltes ursprünglich hessisches Ritterseschlecht aus dem 
Stamm hause : dem Schlosse u. der Herrschaft Hatzfeldt an der Fder 
QDwett Battenbertr im jetzigen crros«herz<iul. hessischen Fürstenthume 
Oberhessen, welches schon zeitii? *urreiehvnnm:ttelbaren Kitterschaft 
aa Rheine gehörte, spater die fränkisch« . zum Catiton Ottenwald zah- 
lende Herrschaft Roscnhcrtr etc.. einen Theil der <?raf<ehaft bleichen 
in Tuttlingen, das Fürstenth. Trnrhenbere in Schienen u. viele andere 
Itaittanffen in Hessen, im Rheinlnnde. in Frauken, We«tphalen etc. 
an *icb brachte. — Sichere Nachrichten über den M.mim . der lan«e 
»orher aeblttht haben mag, beginnen erst mit Johann v. II., welcher 
%ieh 1364 mit Jutta Herrin v. Wildenhur* oder Wildenberg im Rhein- 



— 236 — 

lande vermahlte. Dieselbe brachte ihm als Erbtocbter die Reichsherr- 
schaft Wildenberg: zu u. in Folge dieser Vermählung kam nachher n 
dem Stammwappen das Wildenbergsche Wappen, welches schon in der 
ersten Ausgabe de* Siebmacber'schen Wappenbuches von 1605 einen 
gevierten Schild zeigt: 1 u. 4 in Gold ein doppelter, schwarzer Hais- 
anker: Hatzfeldt u. 2 u. 3 in Silber drei, 2 u. 1, rothe Rosen: Wilden- 
berg. — Von den Nachkommen wurde Gotthard I. mit dem Beinamen: 
der Rauhe, gest. um 1 420, durch seine beiden Söhne aus der Ehe mit 
Luikel v. Effertshausen, Johann I. u Gotthard II., welche den Stamm 
dauernd fortpflanzten, der gemeinschaftliche Stammvater der beiden 
späteren Hauptlinien des Stammes, von denen sich jede in zwei Speri-» 
allinien ausbreitete. Es stiftete nämlich Gotthard II. die 1783 u. 1794 
ausgegangene Hatzfeldt- Wildenhersr-Hessensche Hauptlinie u .Johann I. 
die Hatzfeldt-Wildenberg-Wildenhergsche Hauptlinie. Was die Er- 
stere betrifft, so schieden zwei Enkel des Stifters Gotthard II: Jo- 
hann und Gotthard III, dieselbe in zwei Speciallinien: in die Hatz- 
feldt- Wildenberg-Hessische und in die H atzfei dt- Wildenberg-Hessen- 
Crottorfsche , die spätere Trachenberg-Rosenberg'scbe. Die von Jo- 
hann gegründete II. -W.-Hessensche Speciallinie erlosch 1783 mit 
dem Freih. Casimir Friedr. Carl, worauf die Herrschaft Hatzfeld, als 
Hessensches Stamm- u. Gesammtlehen, an die nächsten Agnaten derH.- 
W.-H.-Crottorfschen Linie kam. Ans der H.-W.-H.-Crottorfschen Linie 
wnrden drei Urenkel des Stifters Gotthard III: Franz, gest 1642, 
Fürstbischof von Würzburg und Bamberg, Melchior und Hermann, 
1641, s. oben. Keichsgrafen. Dieselben waren schon vorher, „nach- 
dem 1631 der alte Stamm der Grafen v. Gleichen erloschen und meh- 
rere Lehnsgüter derselben an Kur-Mainz zurückgefallen, mit dem 
Schlosse Gleichen, dem Dorfe Wandersieben etc. beliehen worden 
und erhielten auch, als 1632 der Rosenbergsche Stamm ausgestorben* 
die an das Iloehstift Würzburg heimgefallenen Lehen der fränkischen 
Herrschaft Rosenberg. Nächst dem bekam Graf Melchior, k. k. Ge- 
neral-Feldmarschall, vom K. Ferdinand III. für an »gezeichnete 
Dienste 1641 die freie Standesherrschaft Trachenberg in Schlesien, 
welche, nachdem derselbe 1658 unvermählt gestorben, an seinen 
Bruder, Hermann, gest. 1676, gelangte, von dessen vier Söhnen iwei 
wieder neue Aeste stifteten. Der älteste Sohn, Heinrich, gest. 1681« 
gründete den Trachenbergiscben, und der zweite Sohn, Sebastian, den 
Rosenbergischen Ast, welcher aber schon mit den Kindern des Stif- 
ters 1722 verblühte, so dass Heinrichs Sohn, Franz, gest. 1738, die 
Rosenbergischen Besitzungen mit den Trachenbergischen besass. Der 
Sohn des Letzteren, Franz Philipp Adrian, gest. 1779, wurde, s. oben, 
1741, unter Erhebung der Herrschaft Trachenberg zum FOrsten- 
thume, in den Preussischcn- u. später auch in den Reichsfürsten- 
stand versetzt, doch starb der einzige Sohn, Fürst Franz Friedrich 
Cajetan, nnvermählt 23. Mai 1794 als Letzter seiner Linie, woranf 
die Herrschaft Rlankenhain in der unteren Grafschaft Gleichen an 
Kur- Mainz als Lehnsherrn zurückfiel, Trachenberg aber an den Brv- 
der der Mutter des letzten Fürsten, Dnmian Hugo Gr. v. SchOnborn 



— 237 — 

kam. Io den Gesammtleheu und Stammgütern folgten die Linien H.- 
W.- Weisweiler und Schönstein , auch gewann das Hatzfeldtsche Ge- 
schlecht gegen das Schönbornsche den Rechtsstreit nm Trachenberg 
«od nahm von diesem Ffirstenthame 1802 wieder Besitz. Aas der 
von Johann I., gest. 1476, absteigenden IL-W. - Wildenberg'schen 
Hauptlinie entstanden durch drei Enkel desselben drei Special-Linien : 
es stifteten nämlich Johann III. die Weisweiler'sche-Franz die 1681 
Bit Daniel ausgestorbene Merten'sche u. Hermann die Werther'sche 
Specialliuie. Der Stifter der Weisweiler' sehen Linie erhielt 1 509 durch 
Vermählung mit Job. v. Harf die Herrschaft Weisweiler und von den 
Xacbkommeu wurde Wilh. Heinr. , s. oben, 1635 Reichsgraf. Diese 
Linie hatAntheil an Trachenberg u. Wildenberg, besitzt auch von der 
Herrschaft Rosenberg mit der Schönstein'schen Linie Schloss u. Dorf 
Waldmannshof e q in Württemberg, so wie Kalkum bei Düsseldorf. — 
Der Stifter der Werther'schen Linie, Hermaun, gest. 1539, wurde 
durch Vermählung mit Anna v. Droste Herr der Herrschaft Werther 
im Ravensbergischen und, nach Absterben der Merteu'schen Linie, 
erhielt die um die Mitte des 18. Jahrb. auch iu den Grafenstand ver- 
setzte Werther'sche Linie durch Rechtsspruch die Herrschaft Schön- 
stein und später durch Vergleich auch die Herrschaften Merten und 
Allner. Von den Nachkommen theilte Graf Franz Ludwig, nach Erlö- 
schen des Trachenberg- Rosenberg'scheu Astes der Wildenberg-Hessen- 
seben Hauptlinie dfe Stamm- u. gesammteu LehengUter derselben mit 
derWeisweiler'schen Linie, nahm 1802 Trachenberg als Majoratsherr 
in Besitz und wurde, s. oben, 1803 in den Preußischen Fürstenstand 
Bit der Bestimmung erhoben, dass stets der Majoratsherr und der 
Erbfolger den forstlichen- , die anderen Glieder der Linie den gräf- 
lichen Titel fuhren sollten. — Die zunächst die jetzigen Sprossen 
des Stammes betreffenden Stammreihen finden sich in den deutschen 
Grafenhäusern der (regenwart und die reiche, unten angemerkte Lite- 
ratur giebt Ober ältere genealogische Verhältnisse leicht volle Aus- 
kunft. — Haupt de» fürstlichen Hauses ist jetzt: Fürst Hermann Anton, 
geb. 1808 — Sohn des 1827 verstorbenen Fürsten Franz Ludwig — 
Besitzer des Fürstenth. Trachenberg und Mitbesitzer der Standes- 
herrsebaft Wildenburg -Schönstein, auch Besitzer der Herrschaften 
Baer»dorf, Gu*switz etc., verm. in erster Khe mit Mathilde Grf. v. Rei- 
cnenbacb-Goschütz, gesch. 1846 u. gest. 1838 u. iu zweiter mit Maria 
v. Nimptttch, geb. 1820. Aus der erbten Khe stammt: Prinz Statiis- 
hus geb. 1831 und aus zweiter Khe: Graf Hermaun. Von dem (tra- 
fen Maximilian, gest. 1859, k. preuss. v. Geh.-Rath etc., stammen 
ans der Khe mit Pauline Grf. de Castellane drei Söhne: Franz, geb. 
1645, Melchior, geb. 1848 und Marie Boniface Maximilian, geb. 
1854. — Haupt der Linie IL- W- Weiss- oder Kinzweiler zu Tra- 
chenberg Ut: Graf Kdmund, geb. 1798 — Sohn des 1799 verstor- 
benen Grafen Carl — Besitzer der Standet>berrschaft Wtldenburg- 
Scbön stein, so wie d**r Rittergüter Merten im Siegkrcise und Kawicz 
uud Zakrzewo im Pnsenschen, Mitbesitzer »ie> Fürst Tracbeuhurg, 
k. preuss. Kammerb. uud erbliches Mitglied des k. preuss. Herreu- 



— 238 — 

hauses, vorm. mit Sophie Grf. v. Ilatzfeldt-Wildenburg-Schönstera, 
geb. 1805 a. geschieden 1851, aus welcher Khe zwei Söhne entspross- 
ten : Graf Alfred; geb. Iö2f>, verm. mit Gabriele v. Die triebstein, 
geb. 1825, aus welcher Ehe ein Sohn lebt: Franz, geb. Ibö3 — und 
Graf F*aul, geb. 1831, Attache bei der k. preuss. Gesandtschaft la 
Paris. • 

//mW. Lih. VI. r. »i. — Hutnhracht. Tal». -'üT- J|n. — Dunhl. WHi, Au««, v. 1710. II. 
S. .U-l. ; — Hühner, II. Tal., .üi« u. fi.*o und im \iili«,.-.- /um III. Th. - Simipim. H.H. 
100— 1<i3. — r. S"iniwrthi'y, Script r.»r Silr». Hl. S. 'J'M. — Hau'*. I. S. 7"*!— «!*5 und II. 
S. 40i»-4OL'. — r // t itt<tr,n . I. lud. '2 *«; — ••-'.•. lUms, mann. Canton Otifitwald. Tak 114 

— 140. - Salrer. s. VJi t .S». ». .V.*2. *7l. i.'.'i» und 71 7. - l"*»W*#-. Bt-rtfUclK» Kitl"r««*hnft. S. II 

— Juci.'fn, I^ihi. I. S. 47-* und II. S. 'Jj.'» u. i'_'»«. — Aim.Ut. <ii"»rhicliU» d«r N*»au. Länder. 
II. S. i:i.*i. — Kremer. n«-itr. i. .JüKrlisrh.i, »;■ -»rhu-lif«-, I. S. 4 und 5* und III. H. S». «*7. IS 
HS* ii. I<i:t. — Kommet. Uvs%i*rUt- <ie«ch. II. s •„'•>«« .. /{„v*«. Ni-i1vrrli**hi AdH, II. S. IM 

— 17»'.. — Muac'i, H-it-iitt-ii-Almanifli, S. :.."• — ."»7. — .v l'r. K -L. II. S. 340-345. — rakmt, 
I. 8. 141. — heutHcli«. (IraliMiI). d. (»o K ,- M u. I. S %'\\\— :j:t4. — /W/A. v. L'd'hmr, I. 8. »S ■. 
:VJ6 ii. III. s. -.*7tf. — tioth. ^inul. Tu<irlieiili. lv>.'. s. 13 r . u 13«; : unter H-rufuug auf 1*31, 
S. 107; Ii*»*. S. 130 u. 1^4*». S. 1_'7. — (ii-urnl. Tawh.nl,. d. Krall. lläu»«>r. 1>«J. h. ¥4* «o* 
luKt«.r. Ilandh. M. 311. - 8iehmacher % I. 13« : v. 11., Lhrinlind. — Suppl. iu Klcbn. W.-B. 
VI. 4. IX. 1. und X .': <ir. u. F. \. H. — Tmojf. 11 203: Fur«l"n f. H.-SfliÖuüUin u. Jf4>* 
<4r. t. H.-W..Wfiawriler. - W.-B. d. rr-uv».* Mihi. I. . F u. <ir. v. II. — W.-B. d. Hm». 
Kheinprov. I. Tab. 51. Nr. 102 und >. Mi und '»1. 

lav, Ritter. Böhmischer lütt erstand. Diplom vou 174V fix 
Caspar Hau. 

M*y*rW f. Mü/tt/ehi, Krg.-Kd. S. I.Mi. — Sunnl. zu Si-biu. W.-b. II. 31. 

Hauben, f. der Haubeu, f. der lanbe, auch Freiherren und Grafen. 
Altes, rheinlüiidisches Adelsgeschlecht , des»seu Stanimreihe H um- 
bracht mit Johann zu der Hauben um 1309 beginnt. Vou den Ur- 
enkeln desselben wurde Heinrich der Gemeinschaft liehe Stammvater 
aller späteren Sprossen des Geschlechts, von weichen Llan* George, 
erster Freiherr v. d. IL, lüiM mit Hinterlassung mehierer Söhne 
starb, \on denen Johann Domherr zu Woims, später k. k. Grenadier- 
Hauptmann war, Johann Georg noch 1701) als k. k. Oberst und 
Markgraf Baden-Badcusciier Ober- Jägermeister lebte und Johann 
Friedlich Hartmann, welcher 170> als k. k. Generalmajor in den 
Grafeustand erhoben wurde, 1717 in l'ngarn gegen die linken blieb. 
Nach v. Meding soll Johann Carl, Sohn des oben genamiten 
J : eiherrn Hans Georg, 1 7ü5 der Letzte dieses alten, nament- 
lich in der Gegend vou Wunih begüteiten Geschlechts gewesen 
sein, doch kann sich diese Annahme nicht auf den ganzen Stamm 
bezogen, sondern es mu>s eine Linie fortgeblüht haben, da die Fa- 
milie 1707—17*4 Kanin im Fiirstenth. Camin'schen Kreise i»ne 
hatte und Juhuun Chi Miau Friedrich v. Hauben, k. preuss. Lient. 
hei v. Suder Husaren, noch 1mi3 ebenfalls in l'ommcru eiuen Antbeil 
von Driesen im Kr. Sehievelbein be.^ass. 

//»/„, V/i ''.f. "I.i'i. 37. <i,ntl... 1 >. 7s"i. — r. fltfftf'iH. I. S, 2'ni. — frtih. v. L*4t- 

hm. |. S. VJi. nti-l III. >». _'7_\ — S,rhin.i->h.,\ II »li. I'rvikiirli ■ r. \1*4in>i, II. S. IM «. 
L'3'2. — mii-|.|. zu sr hin \\.-r. VI. '*:•: l'i-ili. v. II 

laubert. Kcich»udclsstaud. Diplom vom ">. Oct. 1734 für Johann 
Leopold Haubeit, Liceutiateu der Kechte und Bürgermeister der 
Heich*stadt leberiinueu. Derselbe >tarb 1772 und hiuterliess vier 
Söhne, vou welchen der jüngste. Johann Fidel v. Haubeit. gest. 1S10. 
Aint^schattner /u rrberlingeu , neben zvvei 'lochten! , zwei Söhne 
hutt«»: >i'ba>fiaii v. H.. ji b. 1 7t»4 . pen*. \Vagrmei>tu zu Rmeiis- 
buig, tiuiur iu k. k. Diensten aU liail - ülticui und >pattr hecb- 



— m — 

BMgs-Cemrolssah' in Baiern, verra. mit Marianne v.Flacho, gest. 1881 
i. Friedr. t. H., geb. 1 780, verm. mit Walpurga v. Scbultbäiss, geb. 1 779, 
aus welcher Ehe ein 8ohn, Joseph v. Haubert, geb. 1814, entspross. 

''«*. AdH»buch dt*« Kkt. Wurttcmh, 8. m und 424. — W.-B. d. Kgr. Württemberg, Nr. 
IM h. H. 4 s. - *«*«<?**', |. 8. l*s. * 

laiUti (in Schwarz zwei gekreuzte Lilienstabe). Altes meissen- 
iches Adclsgcschlecht, wie gewöhnlich angenommen wird, aus dem 
gleichnamigen Stammsitze bei (jrimma, doch ist nicht zu übersehen, 
das« auch bei Horua ein den Kamen llaubitz führendes Dorf liegt, und 
so fragt sich immer, welches von beiden Dörfern das eigentliche 
Stammhaus gewesen sei. Nach Allem ist das Geschlecht zeitig auch 
nach Ostpreussen gekommen, wo es auch mit dem Nanun: Mäuse- 
könig vorkam, und spater hat sich eine Linie wieder nach Sachsen 
zurückbegeben und fortgeblüht, wie sich aus Knauth's Angabe: „Hau* 
biu, ium Theil Preussischer Abkunft, allwo ihr Stammhaus Wursch- 
bau 44 (Wiersbau im Kr. Neidenburg) deutlich ergiebt. Da ausser der, 
da* oben angegebene Wapptn mit den Lilienstäbeu fttbreudeu Fa- 
milie v. Haubitz in Sachsen auch eine, im 17. Jahrh. ausgegangene 
Familie von Haubitz vorgekommen ist, deren Wappen folgendes war: 
Schild von Blau und Silber der Lange nach gelheilt, mit einer Lilie 
von gewechselten Kaiben, so liegt die Yeimuthung nicht fern, dass 
beide eines Stammes waren und dass nur die nach J'reussen gekom- 
mene Linie das Wappen verändeit habe. Es steht uümlicb fest, dass 
die im IM. Jahrb. noch in Sachsen vorgekommenen v. Haubitz aus 
dem oben genannten o^tpreuss. Hause Wurschbau oder Wiersbau 
benorgegangm waren. A>mus v. Haubitz auf Wurschbau hatte aus 
drr Ehe mit Clara v. Rissbittern zwei Söhne, Hans und Andreas. 
I ie Nachkommenschaft des Krsteren ging mit Andreas v. H. aus, 
welcher . nachdem er in mehrfachen Kriegsdiensten gewesen, wieder 
in kurbAchsi"che ttut und als Commandant von Freiberg 1639 an ei- 
haltentn Wunden starb. Der zweite Sohn des Asmus v. IL, Andita-, 
war Herr auf Waldgen unweit Würzen und mit Dorothea v. Dallwig 
vermählt. Von ihm stieg die Stamrureihe, wie folgt, herab: Andreas, 
Herr auf Wäldgen: Sibylla v. Kitscher; — Adolph, Herr auf Lcipnitz 
und Haubitz: Klisabeth v. Maltitz; — Hans, Herr auf Haubitz und 
Leipnitz : Anna v. Itechenbt-rg; — Hans Asmus Herr auf Haubitz, 
Leipnitz und Dohernitz. wt Icher nur eine Tochter, Sophia Elisabeth, 
hatte, »eiche sich mit Sigmund Adolph v. llrück , tpater Herrn auf 
Haubitz und Leipnitz, vermählte. Nach Knauth stand das (tut Hau- 
l. i bei (irimma schon 1(>!M der Familie v Brück zu. Später, 1738, 
War Hans Friedrich v. II., de^on Abstammung nicht genau bekannt 
i*t. am k. poln. u. kurzen*. Hofe als L'ammer- und Jagdjun*cr be- 
dienstet und noch bis zu Ende des 18. Jahrh. sind in Sachsen einige 
v. Haubitz vorgekommen, welche Kstor nach einer vom Hofr (ilafej 
ihm zugekommenen MittheiluiiK als natürliche Söhne giebt und zuar 
alt <fem Bemerken, diis* dieselben zum Unterschiede auf dem Helme 
t'ie Mtttze mit einer eder «etuiiit hatten: *»in»* \ni?ah<\ welrh«' «Ich 
allerdings durch mehrere in Sammlungen bttindlicuc Megel als neu- 



— 240 — 

tig erweisst. Als eigentlichen Helmschmuck nimmt Glafey einen 
schwarzen , mit weissen Federn vermischten Flug au und zwar unter 
Beziehung auf ein Original-Siegel des Tobias Freiherrn v. Haubita n. 
führt nächstdein nach kursäch*. Lehubriefen von 1640 u. 1554 an, 
dass Friedrich und Asmus Wechsels weise v. Ilaubitz uud v. Haugwiti 
genannt worden wären. — Jedenfalls beruht Letzteres auf unrichtiger 
Schreibart, wie auch die v. Sinapius erwähnten v. ilaubitz, Hauwitt, 
nicht hierher, sondern in die Familie v. Haugwitz gehören. 

- Knauth, S. 311» u. M5. - \al. Kümy, 1 1 1 . S. 446-474. — (Sankt. I. 8. l*fi uud 7*3: n 
Eude dt»» Artikels: llaugwiu und II. S. 40:' -4<>4. - K*tor, S. 40 und 47. — N Fr. A.-L. 
V. H. -.'17. —Freiherr c. L*tet>ur, I. S. 3J6 und III. S. 27'J. — r. Mediny, II. S. SJ* u. HS. 
— Supp). zu Sii'hm. W.-H. V. i'j. 

laebiU-lanbieki (in Blau ein fliegender, silberner Falke, .welcher 
in den Krallen eine wilde Taube hält;. Ein im 17. u. 18. Jahrb. ia 
Ostpreussen begütertes Adelsgeschlecht, welches bereits 1632 Kulkei 
im Kr. Neidenburg besass u. noch 179T> Grallau, Gr. Koschlau u. See- 
ben inue hatte. So viel bekannt, ist der Stamm mit dem k. pr. Land* 
rathe Samuel Sigismund v. Haubitz-H. zu Gross - Koschlau 20. April 
1795 erloscheu. Ob das Geschlecht ein Zweig der alten ostpreusi. 
Familie v. Ilaubitz, nur mit einem anderen Wappen gewesen, mus» 
dahin gestellt bleiben. 

Freih. r. Ledebur, I. 8. 32tf. 

laebt, Ritter. Böhmischer Kitterstand. Diplom vom 24. Marx 
1693 für Heinrich v. Haubt. 

r. H'llbach, I. N. 5 In 

landring. Cur- u. Lieiiändischea Adelsgeschlecht, aus welches 
Georg v. li. 17S4 in der k. preuss. Armee stand u. Otto v. H., vern. 
mit einer Grf. v. Levul, .später als k. russ. General vorkam. 

N. l'r. A.-L. V. S. 1'17. — tWth-rr t. L>d'>>ur, I. S. 32ü. — > ieb mach t , V. IM. - 
Sfiiubl, Curland. W -li. T«k 1«. 

Manenschild ^ laaschild. Spiller, gen. f. lanenschild. Schlesiscbei 

Adelsgeschlecht, welches urspittuglich Spiller, s. den diese schon ia 
14. Jahrh. vorgekommene Familie betreffenden Artikel, hiess u. wohl 
nur in einem Zweige den Beinamen v. Uaueuschild , Hauschild (Uta 
iu's Schild) nach einer Familiensage aimaüin. Dieser Zweig kam schon 
1506 in Schlebieu mit dem einfachen Namen Uaueuschild vor, be- 
sass im 16. Jahrh. die Güter Blumen und Hokkenau im jetzigen Kr. 
Goldberg- lluinau, so wie Kcppersdoii im Kr. Jauer und erhielt 1561 
einen das alte Spiller'hche Familien wappen: in ltolh eine weisse Lilie 
und unter derselben eine weisse Kose, bestätigenden kaiserlichen 
Wappeubrief. Spater süss die FaniilL» zu Woitz im Groltkauiscbea 
und blühte, ohne da** Näheres bekannt ist, fort. Adam v. H. starb 
1831 als k. pr. Premierlieutenunt der 6. Ai tili. -Brigade n. Wilhel« 
v. 11. vermählte sich lpf>0 mit Doris Clemens. In neuester Zeit stan- 
den der Familie in Schlesien die Güter Habicht und Tschf idt im Kr. 
Cosel zu, welche nach Bauer, Adiessb., S. öti, 1S57 Frau v. Hauen* 
schild, geh. v. Lippa, besass. 

*'"wA'u«, 1. *». *y<i u. II. fr. toiJ. — .Y l'r. A.-L. II. S. J4i. - Frtiä. r. Lr*i****, I. •» 
*tf und 327 u. III. S. 27S. 



— 241 — 

■ater, Freiherrea (Schild geviert: 1 and 4 in Roth ein Winzer, 
weleber mit der Rechten eine,, auf der Schalter liegende Weinberg- 
backe and mit der Linken eine Weintraube an einem zweiblättrigen 
Stiele hält u. 2 u. 3 in Blau auf grünem Rasen ein einwärts springender 
Hirsch. Neuerlich kommt das Wappen auch mit einem von Gold uud 
Schwarz der Länge nach getheilten Mittelschilde mit zwei Adlers- 
flogein von gewechselten Farben vor). Reichsfreiherrnstand. Kur- 
pfälzisches Reichs- Vicariatsdiplom vom 7. Juli 1792. Die Familie 
stammte aas dem Baden-Badeuschen und Benedict Anton Freih. v. 
Haaer wurde bei Anlegung der Adulsmatrikel des Königr. Bayern in 
dieselbe eingetragen, später aber wurden auch die Freiherren Hein- 
rich Joseph and Georg Franz, laut Eingabe d. d. Haus Jüchen im 
Reg. -Bez. Düsseldorf, 1. Juli 1829, der Adelsmatrikel der Preus- 
tiseben Rbeinprovinz, anter Nr. 62 und 89 der Freilierrnclasse, ein- 
verleibt 

9 fang, ff. 140. — Frtik. 9. Udehur , I. 8. 327. — W.-B d. K*r. Bayern, III. 20 und 
9. n.'uketn, Abth 3. - W.-H. d. I*mi*s. Rbciuprovins, I. Tab. hl. Mr. 103 u. 8. 51. 

■aaer, Freiherrea. Erbl -österr. Freiherrnstand. Diplom v. 1794 
für Leopold v. 11 au er, k. k. Hauptmann bei Olivier Gr. v. Wallis Infant. 
and for den Bruder desselben, Franz v. Hauer, k. k. Major. 

■aaer, Freiherrea. Erbl.- östeYr. Freiherrnstand. Diplom von 
1814 für Franz v. Hauer, k. k. Hufrath. 

Mtgtrl« r. Uuh\ftUl, Kri(iiii.-Hd. S. 83. 

■aaer, Freiherrea. Erbländ.- österr. Freiherrnstand. Diplom von 
1821 für Anton Ritter v. Hauer, Oberstlieutenant bei dem k. k. Ge- 
aeral-Quartiermeister-Stabe. 

M* 9 *rlt 9. J#«A//'/</. Kr*. -Ilil. M. 63. 

■aaer, Eitler aad Mir. Reichsritterstand. Diplom von 1732 für 
Franz Joseph Hauer, Senior des Wiener Stadtraths, mit dem Prädicate: 
Edler v. 

Mtftrl* 9. Jf«A//'M. Kr.caiii.Kd. S. lJo. 

■aaer, Eitler aad Edle. Erbländ. -österr. Ritterstand. Diplom 
voa 1733 für Franz Joseph Hauer, k. k. Ministeriai-Baucodeputations- 
ratb, 91t dem Prädicate: Edler v. 

mf^rl» 9. Huht/'l'l. Krg.n«. Bd J». IM). 

■aaer, Eitler nid Edle (Schild geviert: 1 u. 4 quer gctheilt. Obeu 
in Silber ein aufwachsender, rechtssehender, schwarzer Adler u. unten 
ia Koth eine gleicbhängende, goldene Wage und 2 u. 3 von Silber u. 
Blau quergetheilt mit zwei gekreuzten Hacken oder Hauen von ge- 
wechselten Farben). Erbl. -österr. Ritterstand. Diplom vom 2. Mai 
1761 für Carl Joseph v. Hauer, k. k. Dircctioii« -Hofiath, mit dem 
Prldicate : Edler v. und zwar wegeu 24jahrik'i*r treuer Dienstleistung. 
— Der Stammvater der Familie, Michael Hauer, war l«7 f J Wagc- 
meister in Wien, errichtete als solcher ein neues Wageamt u. machte 
sich am Regalirung vor, Wage u. Gewicht in der gesammten Monarchie 
sehr verdient. Die beiden Söhne dieselben, Michael Joseph Hauer u. 
Joseph Martin II., k. k. Stadt- u. Landgerichtsbeisitzer and Schran- 

MmmcAät, D«ut*rfa. A4«lt*L«&. IV. 10 



— 242 — 

nenschreiber in Wien, wurden 10. Apr. 1751 in den Erbländ.-Osterr. 
Adelsstand mit dem Prödicate: Edle v. und der Freiheit, sich tob 
ihren Gütern zu schreiben, erhoben und der ältere dieser Brüder zu- 
gleich zum kaiserlichen Rathe ernannt. — Der oben erwähnte Em- 
pfänger des Ritterstandsdiploms war 1738 als k. k. Feldproviant- 
officier in den Dienst getreten, hatte 14 Feldzügen beigewohnt. Ober 
viele ihm anvertraute Millionen, wie das Diplom ausdrücklich angiebt, 
getreu und richtige Rechnungen abgelegt und als Feldproviant-Ober- 
Commissnr, besonders auch durch Einführung eiserner FeldbackOfen, 
sich überaus verdient gemacht, worauf er 1757 k. k. Rath und später 
wirklicher Directoriulhofrath wurde u. sich 1763 mit Juliane ▼. Kai- 
hammer v. Raunach auf Lichtenthan vermählte. Aus dieser Ehe ent- 
spross Joseph Ritter v. Hauer, k. k. Geh. -Rath zu Wien, von desiei 
Kindern 1859 vier Söhne und vier Töchter lebten. Zwei Söhne nid 
drei Töchter waren verheirathet. 

M'gerlf v. MühljrUI. 8. 119 und Krg.-1f<l. s. 312. - lilusirirt«* deutsche Adel troll*. Tlk, 

12. Nr. 1' u. S. -ä uuu **H : unrli Narhrichttfii aus (U-i Familie. 

Hauff, lauffen. Schwäbisches Adelsgeschlecht, aus welchem Hui 
Hauff v. Steinach, Herr des Gutes Vesten- Poppen in Niederösterreieh, 
früher k. k. Raitdiener auf der Hofkammer-Buchhalterei, 1579 unter 
die neuen Geschlechter des niederösterr. Ritterstandes aufgenommen 
wurde. Derselbe staib 1595 und hinterliess einen minderjährigen 
Sohn, Hans Heim ich und drei Töchter. Der Sohn starb 1598 in der * 
Minderjährigkeit, worauf seine Scbwestern, Margaretha, Anna und 
Sophia das Gut Vesten- Pappen HiOl an Sebastian Perustorf er ver- 
kauften. Mit Hans Heinrich war in Oesterreich der Mannsstamm er- 
loschen , doch lebte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. in Preoseei 
Krnst Ludwig v. HaufTen. dessen Wittwe, Ursula Catharina v.Scböniag, 
noch 1072 vorkommt. 

Hi*«y/i7/. IV. S. '-'Oii und 2H7. - Freih. 9. L^lehur, I. 8. 327. — Sitbmacher, IV. ML 

laugg, Haugger, lugg, lauck. Oberpfälzisches, auch in Frank« 
begütert gewesenes, schon gegen 300 Jahre erloschenes Adelige- 
schlecht. 

Ai/rtT. S. 302. 

laigk, laufen (Schild durch eine aufsteigende Spitze in frei 
Tlieile getheilt: 1 und 2, oben rechts und links, von Roth und Silber 
viermal quergestreift u. 3, in der Spitze, in Mau ein Schwan). ScMe- 
sisches Adelsgeschlecht, aus welchem nur zwei Sprossen bekannt 
sind: Ambrosius Haugk, gest. 1570, Art. Lib. Baccal. u. des Find* 
Kloster-(iestifts U. L. Frauen auf der Sandinscl zu Breslau and Syl- 
vester II., gest. 1673, Art. Üb. Mag., des Dom-Stifts zn St JohtMÜ 
in Breslau Domherr, der Collegiat-Kirche zu Xeisse Prftpositns o. der 
Pfarrkirche zu Neisse Pfarrer. 

/t*n*(. *il<"»ii.nr. ren«.v. n. !**'>. Sht/tpiut, M. S. <5«2. - Freih. r. Ltdebur* !. S.V' 
— 8i*i.inach*r. III. 9». 

langk (in Blau ein aufgerichteter, goldener Anker, welcher hl 
jedem der beiden Oberwinkel des Schildes von einem sechseckigen, 
goldenen Sterne beseitet ist). Reichsadelsstand. Diplom vom 5. Jtt- 
1751 für Johann Martin Haugk, köugl. preuss. und kurs&cbs. Ka*> 



— 243 — 

merrath. Die Wittwe desselben, Erdmathe Henriette v. Haugk, 
bat flr sich and ihre Jtindcr, Caroline Henriette v. Haugk and Chri- 
stoph Georg v. H., am Notification des dor Familie zustehenden Adels 
io Karsachsen, welche 31. Dec. 1766 erfolgte. — Der Stamm hat in 
Sachsen fortgeblüht und die Gebrüder Feodor August u. Adolph Hein- 
rich worden mit den Hinterlassenen ihres verstorbenen Bruders, Otto, 
tod Bauer, Adressbach, S. 86, 1857 als Besitzer des Gates Silbitz 
in Kr. Zeitz der Prov. Sachsen aufgeführt. Bald darauf starb auch 
Adolph Heinrich v. H., welchem als Freund der Heraldik und Genea- 
logie die Redaktion im freundlichen Andenken bebalten hat, Feodor 
Aogust t. II. aber ist Regierungs-Rath bei der K. Sachs. Kreisdirec- 
tion in Leipzig u. der Mannsstamm ist weiter fortgesetzt worden. 

IlMdMäriftl. Notii. - AWiA. ». I.niehur, III. N. 'iVi. - Hupp!, su Nirbm. W.-B. X. 15. 
— Tyro/. II. 19«. - W.-B. d. Mich». Mnatrn. IV. 89. - K*'»chk*, I. 8. IS* u. 189. ' 

laagwtti, Freiherren and trafen. Böhmischer Freiherrn- u. Böh- 
mischer, Reichs- u. Preussischer Grafenstand. Freiherrndiplom vom 
4. Octob. 1723 für die Gebrüder v. Haugwitz: Georg Carl, ersten 
Manngerkbts-Ashessor zu (ilogau u. Heinrich Wilhelm, Depatirten 
za Wohlan; Böhm. Grafeudiplom vom 1. Sept. 1733 für den obenge- 
nannten Freiherrn Georg Carl; Reichsgrafendiplom vom 17. Dec. 
1779 für Carl Wilhelm Freih v. Haugwitz, k. k. Kämm. u. General- 
Feldwacbtraeistcr u. Preuss. Grafeudiplom vom 21. Jan. 1780 für 
Johann Wenzel Franz Deodat Freih. v. H., schlesischen Gutsbesitzer 
(spater k. pr. Geh. Staats- und Cabinetsminister), so wie vom 15. 
Octob. 1786 für Christian Heinrich Curt Freih. v. H. — Altes, schon 
im 12. Jahrb. bekanntes, sächsisches Adelsgescblecht wendischen 
Ursprungs, welches sich aus dem Meissenseben, wo dasselbe reich 
begütert wurde, in Schlesien, so wie später aus Schlesien in der Lau- 
sitz. Mähren a. Böhmen weit ausbreitete. — Nach Schlesien kam die 
Familie schon unter den ersten schlesischen Herzögen und schied 
•ich in sehr viele nach den Hauptgütern genannte Häuser, nament- 
lich in die Häuser (»bisch u. Töppendorf, Brodelwitz, Sigda u. Rützen, 
Kaltebortschen, Tschistey, Saudcwalde, Harthau, Niederschreiben- 
dorf, Woitsdorf, Rauduitz, Scbönau, Hausdorf etc. — Thomas Wil- 
helm v. 11. a. d. Hause Tschistey war gegen Ende des 1 7. Jahrb. mit 
Anna Barbara v. Stoessel vermählt und aus dieser Ehe stammten, 
die obengenannten Freiherren Georg Carl und Heinrich Wilhelm, von 
denen Krsterer, Herr auf Brauschitzdorf, Tschistey etc. k. poln. und 
kortaebs. General - Feldwachtmeister, wie angegeben, die Reicbsgra- 
fenwftrde erhielt. Derselbe, verm. mit Anna Helena v. Haagwitz, 
stiftete 1742 ein auf Krappitz rubeudes Fideicommiss, welches, in 
Folge eines Familien Vertrags, bei dem Absterben seiner männlichen 
Nachkommen 1765 auf die ältere in Schlesien begüterte Collateral- 
Linie tiel. Der älteste seiner fünf Söhne, von denen vier keine Nach- 
kommen hatten, Graf Friedrich Wilhelm, gest. 11. Sept. 1765, Herr 
der Grafschaft Namiest and der Herrschaft Grossuietntschitz, Ur- 
spitz ond Klenitz in Mähren, Oberst-Erblaodthürhüter in Oesterreich 
anter der fcnns, k. k. Geh.-Rath, Minister, Canzler etc., erkaufte 

16* 



— 244 — 

1752 Namiest in Mähren u. stiftete ein zweites aaf dieser Herrschaft 
ruhendes FideieommUs. Da der einzige Sohn desselben, Graf Otto 
Carl, 1701 ohne Nachkommen vor dem Vater starb, so fiel auch 
dieses zweite Fideicoinmis* an die schlesische Collaterallinie. Diese 
Linie stammte von dein Freiherrn Heinrich Wilhelm, s. oben. Der- 
selbe, Herr auf Tschistcy, Klein -Wesowitz und Sandewalde hinter- 
lies ans der Ehe mit Anna Barbara v. Niebclschütz uud Eilgut zwei 
Söhne, Carl Wilhelm und Heinrich Wilhelm IL Ersterer, Herr auf 
Peurkc etc. gelangte 17(35 in den Besitz des auf Krappitz ruhendeD 
Fideicommi>ses und sein Solin, Graf Heinrich Christian Curt, gest 
l^oJ, erhielt, s. oben, 17^6 den preuss. Grafenstand. — Freiherr 
Heim ich Wilhelm IL gebt. 1758, k. k. Geh.-Rath, Präsident der Nie- 
dersten'. UepriUentation und Kammer, Eisen-Überkammergraf in 
Oe^teneich und Steiermark, hinterliess aus erster Ehe mit Ludovici 
Freiin v. Seidlitz den k. k. Genernlfeldwacbtmeister Carl Wilhelm 
Frcih. v. Haugwitz, welcher nach der von dem Grafen Friedrich 
Wilhelm gemachten Fideieommiss- Bestimmung 1765 das Fideieom- 
miss Namit . >t erhielt Derselbe wurde , s. oben, später Graf. — Der 
gräfliche Stamm wird jetzt in zwei Linien, der evangelischen n. ka- 
tholi-chin Linie, oder in zwei Aestcn, dem älteren Aste zu Krappitl 
und dein jung ren Aste zu Namiest aufgeführt. Das jetzige Haupt des 
alleren A-tes zu Krappitz i>t: Graf Kurd, geh. lb 16 — Sohn des 
1 >.">ti vti>tuibei;en (ir. Paul, k. pr. Kammer!). Oberstlieut. und Land- 
l at 1j < a. 1». au> der Khe mit Lucv Gif. v. Maltzan und Enkel des 
\>':\2 ver-iti»! heuen (i raten Heinrich Christian Curt, s. oben, veno. 
mit Julian i:;i (atharina v. Taucntzu n — Majuratshcrr aaf Krappita, 
Köln ,iu etc. Heir auf/uzella u. Pohlom, k. pr. Kamm.,-Preinier-Litut. 
im :J. Gaidc-Laudw.-Cav.-Ut-g. u. Mitgl. des Herrenhauses auf Le- 
l»ei;-zi it , venu, mit Lucie Prinzessin zu Schonaich-Carolath, geb. 
l>22 , au- welcher Ehe, neben einer Tochter, vier Söhne stammen: 
lhiinii'li, geb. 1S-14, Kurd, geb. 1847, Georg, geb. 1848 u. Eberhard, 
geh. l*fii>. — Haupt des jüngeren Astes zu Namiest ist: Gr. Carl, 
geh. 17^7 — Sdm des verst. (irafen Heinrich Wilhelm III. k. k. 
Kämm. u. Geh.-Uath* aus der Ehe mit Sophie Grf. v. Fries u. Enkel 
de> (ir. Hei mich Wilhelm IL verin. mit Maria Josepha Grf. v. Fran- 
kruhi-ig — Majorutsdicrr der Grafschaft Namiest, Besitzer der Al- 
lo(li;illit ir>chatten <)>sowa und Wald, k. k. Kämm., mähr.-schles.- a. 
u-ti -rr. Lnudstaud, ti LI. Mitglied des Herrenhauses des Reicbsraths, 
veim. ii. it Beitha Grf. \. u. zu I>aun auf Gassenheim n. Collaborn, 
ge-t. l^."»C> f aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, zwei Söhne eat- 
spruvtcii: lleimieh, geb. I*3JI u. Carl Wilhelm, geb. 1843. —Wie 
der iJi;iHiriie Stamin hat auch in mehreren adeligen Linien derselbe 
f«»rti:el.Iiihi und i-t in Schlesien begütert geblieben. Nach Dauer, 
Adrco«!tiirh t s. ^7, waren l^r»7 in Schlesien angesessen: Gottard Ja- 
liu< Ferdinand v. Haugwitz, k. pr. Deichhauptmann u. Landes-Ael- 
teurer, Herr auf HuM-nthal im Kr. Breslau, v. Haugwitz, Geh. Jastix- 
rath a. I)., Herr auf Brieg im Kr. Glogau; Ernst Eduard v. H., K. 
Landralh des Gorlitzer Kr., Herr auf Meugelsdorf bei Görlitz and 



— 245 — 

Heinrich t. H., k. pr. Appell.-Gerichts-Referendar, Herr auf Lähn- 
haus a. Nieder- Mauer im Kr. Löwenberg. 

JTmm/A, 8. 514 o 515. — SimapiQi, f. 8. 437—451 u. IT. 8. 66*2—67:». — Xal König I 
«. 444—511. — Gauk*, I. 8 786— TO3. — Estor, 8. 41. 46 und Tab. IV. u. 8. 8*>1 — N he* 
—*L Haodb. 1777 I. S. 241. 1778. II. S. 29« und Karhtr. S. 64. — Wisiarill, IV. 8. L'07-210 
— M*j*rl* 9. Mükl/HH. 8. »0 u. Krgint.-ßd. 8. 16 und 8. 63. — N. Pr. A.-L. I!. 8 .14:,-' 
S49 a. VI. 8. 53. — Deutsch« (irafriih. d. «<»Kcnw. I. 8. .1.14— .137. - Vrtih. r. l.rdrbur I 
8. «7 a. 8tH u. III. 8. 272. — On. Ta*rlienb. d. «räfl. Häuser, 1*62. s. 242—34« u bhtor' 
ÜMdb. 8. 314. — 8i*bmacktr , 1. 15.1. \. H., Mfi»«iilsrh. — r. Ufding, II. 8. 233-2H6 — 
Darrhlaarht. Welt, II 16S : «r. v. H. - Tyn,/ % II. 37: v. II. u. 'IM: i'ir. v. H. — W -B d 
Pr*«««. Monarchie I. 49 u. 50: Or. v. H. — lleklcnb. W. - B. Tab. vi. Nr. 7S u.d M "*>3 _' 
ftcfcla* W.-B. I. Nr. 26: Or. t. H. u. 68: v H. - W.-B. d. 8at'c>. Staat. VII. tU): v. H. 

laasaeder. Erbländ.-Österr. Adelsstaud. Diplom von 1796 für 
Carl Joseph Haumeder, Niederösterr. Regierungsrath. 

Mtf+rU 9. Muhlftid, Kr*. -Bd. S. 1H5. 

laai, laaaer (in Rbth eine aufrecht gestellte, zweispitzige, 
eiserne Haue ohne Stiel). Altes, ursprünglich österreichisches, zu 
Haindorf und Weinern sessbares Rittergeschlecht, welches im 16. 
Jahrh. erloschen ist. Ohunrndus Hauns, Miles, kommt urkund- 
lich schon 1293 vor und Haus Haun noch 1550, mit Weinern be- 
gütert, vor. 

WimgriU, IV. 8. 210 und 211. 

lau, laae (in Gold ein rechtsgestellter, schwarzer Widder 
mit goldenen Hörnern und mit aufgehobenem rechten Fusse zum 
Fortschreiten). Altes, von Hessen und Fulda beliehenes Adelsge- 
schlecbt, aus welchem schon 1253 Henrich Kitter v. Huna urkund- 
lich vorkommt u. welches mit Ludewig v. Hüne, welcher 1(>28, ohne 
mftanlicbe Erben zu hinterlassen, starb, erloschen ist. Eine Linie des- 
selben, welche 1598 ausging, war auch dem fränkischen Rittercanton 
Rhön- Wer ra einverleibt. 

tekmnmai, 8. 9j». — Httd'rmunn, i'antou Rh«>*i \V»*rra. I. VerrHrhiii««. — F., O. r. u. zu 
Lmßtf l« R»t«»f"« Ahn»'««!'»'"'"*. *»■ 11"* — U<>mn^l, bc«*« <J«*<b. II. S. '.'i|, -- Sir^marhrr.X- 
Ml: t. Haaa. H»««i«rb. - r .Ifa/iay. II h. J.tt;. 

laaieM, lavaslt (in Schwarz zwei gekreuzte Pilgorstabe). Böh- 
mischer Adelsstand. Diplom von 1523 für Achatin? Haynolt, Kqnes 
aaratns, k. k. Rath u. des Breslauischen FOrstenthums Landeshaupt- 
mann. Derselbe stammte aus einem Patriciergesehlechte der Stadt 
Breslau, welches bereits 14H1 mit Leuthen, Peiskerwitz u. Sanra im 
Kr. Nenmarkt und mit Protsch im Breslauischen begütert war und 
noch 1610 Bresa im Kr. Neumarkt besass. Nach die>er Zeit i*t der 
Stamm erloschen. — Sinapius hat übrigens diese und die im nach- 
stehenden Artikel besprochene Familie nicht von einander geschie- 
den, sondern beide unter einander geworfen. Die von demselben an- 
geführten v. Haunold und Bresa gehöreu hierher. 

Aat^iai, II. 8.67'.'. - N. I'r. A -1.. V. N. .'17. Frfk r. I *df> *./ . 1. * ;»-*'» >«"' 

, I. 15 Dl«- Hajnolt. Schl^nrh 



■aaasld, laaaeMt (Schild von Blau und Silber gesrhacht und 
mit einem schraglinken , rothen Balken überzogen ). Bre-laui*chc* 
Patrieiergeschlecht, welches 1625 zu Saoherwit/, ltiti7 zu PcrM-hütz, 
170B tu Grünau und noch 1711 zu Rumberg (Roinb.rgi sas* und. 
wie das Wappen ergiebt, von der im vorstehenden Aitikel bevproche- 
aen Familie verschieden war. Der Stamm erlusch 16. Apr. 1711 



— 246 — 

mit Hans Sigmund v. Haunold und Ruroberg, Praeses der Stadt Bres- 
lau und k. k. Ratb. 

SitmpiMM, I. S. 4SI u. 4.V.» u. II. S. 67'.>: th«>Uwts«. — N. Pr. 4.-L. V. 8. 217. — Frtik. 
v. Ledebur, 1. S. 32i*. — Si'Omach'r, I. ö'J: Die Hauuuldt, Schlesiach. 

lannsperg, anch Grafen. Reicbsgrafenstand. Diplom von 1660 Ar 
Johann Jacob v. Haunsperg, kurbayer. Geh. -Rath u. Kämm., Vicedom 
zu Landshut und Comtnissarius der Land-Stände in Nieder- Bayern. — 
Ein aus dem ehemaligen Erzbisthume Salzburg stammendes Adehv 
geschlecht , welches- den Namen von dem in der Nähe von Salzborg 
liegenden Schlosse Hauneusperg, später Haunsperg, angenommen 
hatte. Friedrich II. kommt schon 1146 in einer Urkunde des Kloster« 
Admont vor, die ordentliche Stammreihe aber begiunt Bucelini mit 
Heinrich il. um 12(30. Von den Nachkommen hat Gauhe nach Buce- 
lini, P. IV., mehrere aufgeführt. Von Wolfgang, F. Salzb. Rata und 
Gesandter, gest. 1575, stammte unter anderen Söhnen Wolf gang 
Sigmund zu Wachenburg und Neufahren, F. Bayer. Rath und Salzb. 
Kammerrath, wie auch Pfleger zu Rastadt und von diesem der obea 
genannte Graf Johann Jacob, von welchen die Sühne Bonaventura 
und Franz entsprossten, welche kurbayer. Kammerh. und Rathe wiu> 
den. Später ist der Stamm erloschen. 

Gauhe, I. S. 71*8 u. 7U4. 

Haupt, litter (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Roth 
der Kopf u. Hals eines schwarzen Adlers und links in Blau drei über 
Kreuz gelegte Pfeile). Böhmischer Ritterstand. Diplom vom 24. Min 
1 693 für Heinrich Haupt, Fürstl. WQrtteinberg-Oels'scher, wie auch 
Bernstädtisch und Juliusburgischer Conimun-Rath und Depntatas 
Ordinarius bei den Publicis zu Breslau. Derselbe, gest. 1702 als 
F. Oelsnischer Regierungsrath, aus einem Breslauischen Geschlechte 
stammend, hiuterliess zwei Söhne: Heinrich Georg, 1711 gleichfalls 
Fürstl. Württ. -Oelsnischer etc. Rath und Deputfltus ad publica und 
Carl Heinrich, welcher 1723 des Breslauischen Ratbs-Collegiua 
Raths-Aeltester, Ober-Couiiuissar und zugleich der Stadt Bresltfl 
Deputat us ad Conv publ. war. — Von den Enkeln besass Johann 
Maximilian v. 11. das Gut Kauer im Glogau'schen. Sprossen des Stam- 
mes standen später in der k.preuss. Armee und zu denselben gehörte 
auch Carl Gottfried v. Haupt, welcher 3. März 1802 als k. prent*. 
Major starb. 

//'»•'. Sil«".ii»nr. ri'iuiv. ■■. *. S. 771'. Strnt/,mg, II S. üVj u. «73. — N. I»r. A.-L. IL 
S. 34!* u. 3M» - J4«iA r. I.*iW>ur, I. 8. H'2'J. 

Haupt { in Illau ein gcstümmelter, gelb gekleideter Mann raitrothem 
Gürtel, welcher sich auf dem Helme zwischen zwei blauen Bflffels- 
hörneru wiederholt). Kin im ltrandenburgischen bereits 1680 mit 
Secgefeld im Kr. Osthavelland begütertes Adelsgeschlecht, welches in 
die Niederlausitz kam und Weissagk bei Luckau und 1750 Pöble bei 
Guben besass. — Das Wappen, wie angegeben, führt noch jetzt Edu- 
ard Friedrich v. Haupt, Rechtsanwalt in Dresden. 

#■>#!*. r. i.+ttthur I. S. :«y. — Nupjil. tu Siflun. W.-R. VI. 14 . altfs Wappen. 

laapt (das Wappen wie im vorstehenden Artikel, doch mit einem 



— 247 — 

i weiten, eineo gekrönten Schwanenhals tragenden Helme). Reichs- 
adelsstand. Diplom vom 24. Juni 1771 für Bernard Haupt, kurköln. 
Kanimerath. Derselbe wurde als k. bayer. Präfecturrath etc. in die 
Adelsmatrikel aufgenommen und gehörte dem Wappen nach zu der 
vorstehenden Familie. 

* Lang. 8nppl. 8. 106. — Suppl. tu 8i«bm. W.-B. IV. 14: neurre* Wappan. - W.-B. d. 
Kfr. Bayna, V. %. — f. Ht/ntr, baytr. Adel, Tab. 95 u. 8 82. 

laaptmaaa v. Uudier, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Di- 
plom vom 24. Mai 1844 für Franz Hauptmann, k. k. pens. Rittmeister, 
mit dem Prädicate: Edler v. Lindner. 

IUnd«rhri/tl. Notii. 

latptvegel ?. liilersheim. Erbl.-Österr. Adelsstand. Diplom' von 
1799 -für Martin Hauptvogel, k. k. Artillerie-Major u. Commandanten 
zu Tberesien&tadt, wegen 41 jähriger Dienstleistung, mit dem Prädi- 
cate: y. Millersheim. 

Magern 9. Mühlfeld. 8. 19.'» 11. !!»«. 

lau (in Silber ein rother, geasteter Baumstamm). Altes, nieder- 
sächsisches Adelsgeschlecht, welches Schauenburgische Lehne besass, 
besonders im Caleubergischen und zwar in der Umgegend von Han- 
nover begütert war uud schon 1376 zu Iliddestorff, 1369 zu Laueu- 
rode und 1453 zu Coldingen sass, später aber die Güter Eimbeck- 
hausen, Münder, Wunstorff, so wie Steinlake im Ravensberg'schen 
inoe hatte. — Henning v. Haus war 1471 Bischof zu Hildesheim und 
am dieselbe Zeit lebte Hans v. IL, Drost zu Steuerwald und Herr auf 
Eimbeckhausen und Münder. Der Enkel desselben, Nicolaus, kommt 
als Herr auf Eimbeckhausen, Wunstorf und Steinlake vor und der 
Sohn des Letzteren, Caspar H eidlich, Braunsch.- Lüneburg. Rath 
and Ober-Hauptmann zu Winsen a. d. Luhe, welcher die väterlichen 
Güter besass, starb 18. Sept. 1675. Man hat neuerlich angenommen, 
data mit ihm das Geschlecht erloschen sei, doch blühte dasselbe noch 
im 18. Jahrh. Friedrich Ludwig v. Haus, k. grossbrit. Geh. -Rath, 
war 1736 Vice-lnspector der Meklenhurgischen hypothecirten Aera- 
ter und um 1740 hatte die Familie mit dem hannoverschen Amte 
Lieben bürg wegen Jagdgerechtigkeit einen weitläufigen Process, über 
welchen im Auftrage des Ftir-tl. Geh. Kammerraths v. Haus Hof rath 
Struve zu Hilde^heiin eine Druckschrift veröffentlichte. 

Omtik*. 1. H 7*.«. u 79**» uu Artikel- Hau«*n u II. N. ISit u. *>S. — Frrthtrr r. Ltdtbui , 
1 • »». 



v. laasea. Erbländ.-Österr. Adelsstand. Diplom von 1797 
für Joseph Bernard Haus, Oberpostverwalter zuGünns, mit dem Prä- 
dicate: t. Hausen. 

MfirU 9. Mükl/tld. Kric.Bd. H l\t. 

■aaafcaeh. Ein mit dem Namen : die Scheucken v. Hausbach, oder, 
wie dieselben in Urkunden geschrieben werden: Mawspach, Ma- 
beapteh, Hawsinsbach, Uausepach. auch Hausperkh, vom 13. bis 15. 
Jahrh. in Nieder-Oesterreicb vorgekommenes Ritterge-cblecht. Hein- 
rich der Scbenck v. Hausbach kommt urkundlich 1236 und 1241 uud 



— 248 — . 

noch 125(5 mit seinem Bruder Ulrich als Zeuge vor and zuletzt tritt 
Ulrich v. Ilausbach, welcher noch 1422 lebte, auf. 

Whtgrill. IV. S. 21*2-214. 

lanschild, s. Hauen schild, S. 240. 

lauseck, Herren. Altes, niederösterr. Herrenstandsgeschlecht, 
dessen Andenken noch die alten Schlösser und Ortschaften Ober- 
und Nieder- Hauseck erhalten haben. Berenperus de Hausekke, Mi- 
nistciialis Austriae, erscheint urkundlich bereits 1 142, so wie Dominos 
Fridericus Junior de Hauseck, Ministeriulis Austriae, noch 1302. 
Die Hausfrau* di sselben. Klisabcth, kommt 1307 als Wittwe vor. Die 
Tochter Ottos v. Hauseck. eines Bruders Friedrich d. J., Gertraud 
brachte ihrem liemahle, Otto Herrn v. Zinzendorf, einen Antheil der 
Yeste und Ilerr>chait Hauseck zu, zu welchem derselbe 1340 zwei 
Theile von (hristiana v. Hau>sbaeh und von Elisabeth. Hausfrau des 
Wolf Herrn v. Ilaeu«*sler zu Purgstull. kaufte. 

Wivfjnii. IV. s. 21"» u. -•!•. 

Hausen, Haussen (in (iiün ein goldener Löwe). Altes, thürin- 
gisches Adelsgeschleeht . aus welchem schon 1184 Fricco v. Haussen 
und 1197 Kgbrecht von II. in Urkunden des II. Archivs zu Gotha vor- 
kommen uf Rudolph v. H. 12:26 mit Ludwig VI., Landgrafen in Thü- 
ringen, zu dem Heere des K. Friedrich II. zog. — Die Nach richten 
alterer Schriftsteller über Heino v. II., wel her als Mönch im Kloster 
Loccum und Letzter seines Stammes im Anfange des 13. Jahrh. mit 
päpstlicher Erlaubniss das Kloster unter der Bedingung verlassen, 
sich Münch-Hausen zu nennen und durch seinen gleichnamigen Soha 
der Stammvater des Geschlechts v. Münchhausen geworden sei, ge- 
hören in da* Keich der so vielfacWrdiehteten Sagen. — Der Stamm, 
welcher zeitig zuColleda und mit Orossballhausen, L (Uzen- Sommern, 
Schüu.*tedr etc. im Kr. \Y< isxensec begütert und dem fränkischen 
ItilUTcniiton Altmühl einverleibt wurde, hat dauernd fortgeblüht und 
von Dau»T. Adreßbuch, S. S7, wurden 1^57 folgende Sprossen des- 
selben uenanut: Lnnuin \. Hauten , Herr auf Gr.-Ballhauscn ; Hein- 
rich und Caspar (ichnider v. II. auf Lützcn-Süminern I, Heinrich u. 
Caspar, (i initiier und Longin v. II. auf Lützen-Sönimeru II. und Adolph 
Kduard Constantin v. II. auf Lützcn-Söuimcrn Hl. und auf Gor sieben. 

A-i.nj"-. s. :.i:.. r r, '.;•.'.,„, .,,.,. \, |4 |- ll/§ A'.-rtij/. II. S. 47S-4t>3. — <AmA#, 

I. S. i.M ii. •.''.. /. ■.*■.! , s :'i.{. fii u-'k'i+r, Kirrh'-n- imkI >rhiil«ii*tu;it im II. <;<>tfaft, 1. 

tu. •-'. .- 177 m:i.I m. ::. >. ■_ r.« - /.-.. ././„„i.-.,, . « .wit.<n \lin>ulil. Tah. l'ii; u. ^iii. _ k. Tt. 

A.-l.. II. V :«"■«». tt.i-.., r /#■./. '•,/■ . I. S. .;■_"•. f .!/,>,/, n y . II S. -JA7. - ftuppl. n 

sii-t.iu;i. h.r> W -11 \ •_'•_' * 

Hausen (in Silber auf einem grünen Dreihügel ein schwarzer 
Widder). Kin ursprünglich schwäbisches, später nach Ostpreusseo 
gekommenes Adelsgeschlecht, welches schon 1575 mit Po warben 
lül'.i mit Crumteich u. 1090 mit Hudwetschen und Galkehmen be- 
gütert war und im 16. Jahrh. mehrere andere Güter an sich gebracht 
hatte, welche th<»ilwei*e in dir Hand der Familie verblieben. Zu die- 
sem Stamme gehörte Friedrich Wilhelm Heinrich v. Hausen, Herr 
auf Crumteich, Gudiiicken, WesseUhufen etc., welcher als k. preosa. 
Geueiallieutenant und Kcgimentbchef 1799 in den PensionasUnd 



— 249 — 

trat and 1818 starb. Derselbe übertrug 1805 mit Königlicher Er- 
laabniss seinen Namen und sein Wappen auf seinen Scbwiegersobn 
Anton d' Alibier, k. prenss. Rittmeister, s.- Bd. I. S. 134. und es lässt 
sich daher wohl annehmen , dass er der Letzte des Mannsstammes 
gewesen sei. 

fitkamnnt, *. 99. — M*tt*mann, 8. 251. Nr. 1«. — K. Hr. A.-L. Tl. 8. SM». — Fr*ih*rr 
9. t+4*hMr. I. 8. V>9 u. III. 8. 272. - $i*bmach*r. I. 114: v. H»u«tu . 8rhwihi«rh. — 9. 
M+Jtno. II. 8. ?37. - W -B d. S*rh« Stauten, VI!, fif. 

laasen, aneb Frelherrnfin Plan drei, 2 o. 1, silberne Sicheln). Ein 
im Kftnigr. Sachsen als freiherrlich anerkanntes Adelsgeschlecht, 
welches ursprünglich ans Lothringen stammt. Nicolaus v. H. wurde 
1304 vom Herzoge Raanl v. Lothringen mit einer Rente von Walder- 
fangen ond Peter v. H. 1474 mit dem Bnrghause zu Walderfangen, 
wie es seine Vorflltern gehabt, vom Herzoge Rene* belehnt. Die spä- 
tere Hnnptbesitznng der Familie, Relingen an der Saar, der Dentsch- 
ordens-Comthnrei Becking gegenüber, kam durch Taiischvertrag 1769 
onter Luxemburgische Landeshoheit. - Was die neueren genealo- 
gischen Verhältnisse des Stammes anlangt, so stammten von Johann 
Ferdinand v. H. drei Söhne: Philipp, gest. 1820 unvermählt, k. preuss. 
Major und Feld-Lazareth-Tnspector: Franz Lothar, gest. 1795, kur- 
trierscher Kammerherr und Grenadier-Hauptmann und Carl Heinrich, 
8. unten. Aus der Ehe des Franz Lothar mit Catharina v. Cerrini ent- 
spromten, neben einer Tochter. Johanna, crest. 1859, welche von dem 
k. sftchs. General u. Kriegsminister v ; Cerrini adoptirt worden war 
ond sich v. Hansen-Ccrrini schrieb, drei Sfihne: Carl Heinrich, gest 

1849, k. sftch^ischer Hauptmann a. D. und früher Platzadjntnnt 
zn Dresden; Clemens Weneeslatis, gest. 1846, pens. Major der k. 
f. Schweizer Leibgarde und Heinrich Carl Ferdinand, gest. 1844, 
k. sirhsischcr Generalmajor. — Der jüngste Sohn Carl Heinrich, 
gest. 1832, kiirtrierscher Kammerherr u Jftgerhauptmann , war mit 
Antonette v. Sohlern, "est. 1836. vermahlt und aus dieser Ehe ent- 
iprossten. neben zwei Töchtern, drei Sohne: Philipp Franz. gest. 

1850, k. sftchs. Oberlieiitenaiit der Cav. und «pflter k. ms«. Ritt- 
meister; Ferdinand, eeb. 1797, Herr de« von seiner Mutter ererbten 
Soblern'sehen, früher Hilchen'srhen Rurghauses und Gntes zn Lorch 
am Rhein im II. Nassauischen Amte Rfldesbeim, «o wie Herr des Rit- 
tergates Thossfell im, Voigtlande, seit 184« k. sftchs. Major in d. A. 
and Carl Rudolph, geb. 1801, als k. sftch< <>m?rst seit 1853 Cora- 
mandant der Lcib-lnfanterie-Brigadc. i*t jetzt Oberst a. D. Xftchst- 
dem besitzt Otto Friedrich August, seit 1848 k s. Hauptmann in 
4. A. , das (int Pohsen bei Guben in der Xiederlansitz und in 
neuester Zeit standen noch mehrere Sprossen des Stammes als Stabs- 
n. Snbaltern-Officiere im activen Dienste der k. sftchs. Armee. 

Si«. l«4ü. «. 314 u 1*61. 8 VNJ. - WH .1 8*«-h« ««Uafit. III 'i|. 

laasrnblatt ?. Kbrenbelms, Edle Erblftnd.-österr. Adelsstand. 
Diplom von 1811 für Franz Carl Hausonblase, k. k. Hauptmann bei 
Freib. ▼ Zach Infant., mit dem Prftdieate : Edler v. Ehrenhelm*. 

Iffrytfrf* 9. Mnklftiä. Ü v 19*. 



— 250 — 

lauer (in Silber ein aufrecht gestellter, bis an den unteren Leib 
sichtbarer, schwarzer Rar). Altes, niederüsterr. Rittergeschlecht, 
welches durch mehrere Jahrhunderte ansehnlich begütert war and 
zwar mit Carlstein, Wolfsber«, Brimmerstorf, Pyrra, Reinigers etc. 
Wnltherus Hauser, Miles de Viennä, kommt schon 1243 urkundlich 
vor und Burcchard Häuser, Ritter, gest. 1317, war bereits 1298 der 
Herzoge von Oesterreich Castellan oder Schlosshanptmann auf der 
Burg zu Mödling. Ueber das Fortblühen des Stammes bis in die zweite 
Hälfte des 16. Jahrhunderts hat Wissgrill sehr genaue Nachrichten 
gegeben. Das Geschlecht erlosch mit dem Sohne des 1589 verstor- 
benen Johann (Jasper Hauser zu Carlstein, Ritters,: Leopold, welcher 
jung um 1591 den Mannsstamm schloss und von den Töchtern des 
Ersteren war Sophia mit Wilhelm v. Lagelberg u. Helena mit Georg 
v. Nüz oder Nttzen vermählt. 

U'ixy/rill. IV. S. 21t'— S:». 

Hanser, Freiherren. Erbländ. -Osten*. Freiherrnstand. Diplom von 
1803 für Matthias Hauser, k. k. Ingenieur- Oberstlieutenant, wegen 
3 Oj ähriger Dienstleistung u. verfassten Lehrbuches für die Ingenieur* 
Academie. 

M'-qal* v. Mühlffld, S. bti. 

lansleeb, Hanslaeb, Ritter und Edle. Erbländ.-österr. Ritt erstand 

Diplom von 1741 für Georg Amant Hausloeh. Landschafts-SecreUir 
in Steiermark, mit dem Prädicate: Fdler v. 

Leupnhi, I. Hl. S. 40b. - M*'j'tl* r. Stiihlf'M. S. 111*. 

Hansmann, ILiiusmann , airh Freiherren (Stamm wappen: Schild 
von Blau und Gold der Länge nach getheilt mit zwei eiuauder in- 
gekehrten Löwen von gewechselten Farben, welche ein Haus halten). 
Tiroler Adelsgeschlecht, in welches der Reichsadel 20. Nov. 1577 
kam und welches 1605 in die tirolische Landesmatrikel aufgenommen 
wurde. Kine Bestätigung des Diploms von 1577 erhielt die Familie 
1.. Sept. 1G39 mit Vermehrung des Wappens und der Reichs- u. erbl.* 
österr. Freiherrnstand gelangte in dieselbe 12. Nov. 1675 mit Ver- 
leihung des jetzigen Wappens. Der fn iherrliche Stamm blüht in 
zwei Linien, in der Linie zu Meran und in der zu Botzen, früher n 
Margreid. Haupt der ersten Linie zu Meran ist Joseph Emanuel 
Freih. Hausmann zu Stetten, Freiherr zum Stein unter Lebenberg, 
Lauegg und Greiffeneg& geb. 1797 — Sohn des 1823 zu Rotzen ver- 
storb. Freih. Seba>tian Franz — Herr zu Doblhoff etc., Herr u. Land- 
mann in Tirol, verin. mit Caroline v. Hawenu, gest. 185V». aus welcher 
Ehe, neben drei Töchtern, ein Sohn entspross: Freih. Carl, geb. 1825, 
Herr und Landinauu in Tirol, k. k. Hauptmann, vcrm. 1858 mit Emma 
Grf. v. Hohcnwart zu Gerlachstejn, geb. 1836. — Haupt der zweiten 
Linie zu Rotzen Ut Freih. Franz, — Sohn des 1828 verstorbenen 
Freih. Franz Carl — Güterbesitzer zu Rotzen, verm. in erster Ehe 
mit Theresia v. Mayrl , gest. 1856 und in zweiter 1859 mit Emilie 
Blattner. — Die beiden Brüder des Freiherrn Franz sind: Freih. Jo- 
hann, geb. 1812, verm. mit Elisabeth Kohl, geb. 1814, aus welcher 
Ehe vier Tochter leben und Freih. Anton, geb. 1816, Güterbesitxer 




— 251 — 

n Salurn, verro. mit Therese Sanin, aas welcher Ehe ein Sohn, Fried- 
rich, geb. 1860. entspross. 

G«o*aJ. Tm««*henb. d. frrih. Hiuttr. IS5». 8. 348 und IS62. 3. 354 u. 355. — Supplem. xu 
nktbm W.-B. IX. 4. 

laasnaaa, laasMBi f. NaMedy, Haasnann f. Andernach (Schild 
ron Silber u. Schwarz quergetheilt mit einem achtstäbigen t goldenen 
Lilienzepter). Altes, rheiuländisches Adelsgeschlecht, welches im 
Trier- u. Cölnischen begütert wurde und schon 1312 zu Namedy im 
jetzigen Kr. Meyen und 1402 zu Andernach sass u. sich nach diesen 
Betitzungen, zu welchen später andere kamen, nannte. Hurobracht 
beginnt die Stammreihe mit Wilhelm Hausmann v. Namedy, Ritter, 
»elcher 1312 starb und dessen Knkel als Gerlach Hausmann v. Na- 
nedy zu Andernach vorkommt. Von dem Urenkel des Letzteren 
stammte Johann, von diesem aber: Anton , kurcölnischer Rath, des- 
sen Sohn: Johann Ludwig, kurtrierscher Amtmann zu Hammerstein, 
ier Vater des Dompropsts zu Trier Johann Wilhelm v. H. wurde. Der 
Bruder des Letzteren erhielt den freiherrlichen Character u. setzte 
den Stamm fort, doch ist derselbe um 1670 ausgegangen. Um diese 
Zeit war noch das Gut Meisenheim in der Hand des Geschlechts. Das 
Wappen desselben ist auf die Familie v. Soleroacher, s. den Artikel: 
Solemacher, Solemacher- Antweiler, Freiherren, vererbt worden und 
liamt im gevierten Schilde dieses Geschlechts die Felder'2 u. 3 ein. 

Nmmhtaekt. T«l- V7?. — fiuuh*. 1 H 7<W>. — N l'r A.-L. II. S. .1.11. — Fahn*. 1. 8. 
»41. - Frtik r. l.'.t'tur I. S .13» n. III S. ?7i. — Sishmachrr . I I?«: Dir 1ln«na.ln«r. 
IWtelindUrh n V Mr> : CÖIu*>r »drü«* Fatrlckr. 

■aasnana (Schild der Lange nach tretheilt: rechts von Roth nnd 
Silber quergetheilt mit zwei Monden von gewechselten Farben und 
liak* in 1'lau eine halbe silberne Mauer mit Thurm und Zinnen). Kin 
firtber in der Altmark vororekommeresAdeUpeschlecht, welches 1664 
■it Flaetz im Kr. Osterburg begütert war. Der Stamm blühte fort u. 
ra demselben gehörten Johann Friedrich v. Hausmann, gest. 18. Oct. 
1804 als k. preuss. Major und Capitular zu St. Petri und Paul in 
Hftfdebarg und der Bruder desselben , der k. preuss. Major v. H , 
Do» man den r des Grenadier- Bataillons im Kegimeute v. Treuenfels, 
wiche Heide das angegebene Wappen führten. 

Fr*k w. L*.l**>Hr. I. M. Vf — S>*hm«rher . VI M. 

lanaaaastätter , Haassnaaa*tatter. Fin in Niederösterreich vor- 
Ktkommenes Adelsgeschlecht , welches mit Zoggelstorf u. Fggendorf 
togütert war. Hans und Heinrich die Haussmannstaetter sagten 1493 
irer Schwester, Anna, verlobten Braut.de* edelvesten Ulrich Dach- 
teabeck tausend Gulden als Mithabe zu und Sebastian Hautsmann- 
itattter zu Zoirirelstorf war 1587 mit Besrina Zeller vermahlt. In den 
traten Jahren des 17. Jahrh. iring der Stamm aus. 

W—grtU. VI *. Tt% und TJ4 

■aaaperiky v. Fatal, Mail, hreiaerre a. Böhmischer FreiherrnsUnd. 
Diplom von 1705 für Georg Hau*persky v. Fanal. Landschaft» - Se- 
rretair in Mahren und von 1731 für Gottfried Thaddaeus H v F. 

Frrtk 9 Kmknt. II K 'H und \*S — V'<j*rl* , MmH/rl.i. Krrfin» -Hd 8 *4 

(in Roth ein silberner Quer - u. drei schragrechte »ilberne 



— 252 — 

Balken). Altes, rheinländisches, später nach Westphalen and in die 
Altmark gekommenes, und in diesen Ländern mit mehreren Besitzun- 
gen angesessenes Adelsgeschlecht. Dasselbe besass schon 1320 in 
der Heimath die .gleichnamige Besitzung im jetzigen Kr. Düsseldorf 
und hatte noch Oberdrees im Kr. Rheinbach 1640 inne. In West- 
phalen war das Geschlecht bereits 1535 mitWandhoven im Kr. Dort- 
mund begütert und hatte, nachdem es noch 1646 Niederhoven und 
1690 Heyde, ersteres im Kr. Dortmund, letzteres im Kr. Hamm be- 
sessen, Wandhoven noch 1710 inne. In der Altmark waren im Kr. 
Osterburg Herzfelde 1753, Neuhoff 1770 u. Bertkau 1777 im Besitze 
der Familie. — Die Familie ist nicht mit der niedersächsischen ?. 
Haus, s. S. 247 — zu verwechseln. 

r Sfpin>n. Tab. äh. N r< 3 _ y.,i.„,. k |. s. 1 12. - Fr*ih. r. I.^U^ur, I. S. 330. 

Hanssmaan. Adel stand des Kgr. Bayern. Diplom vom 19. Mai 
1819 für Johann Baptist Hausmann, Hammerguts-lnhaber zu Schrott 
im Ober-Mainkreise und Mitbesitzer des Guts Sinnleuthen. Derselbe 
wurde 24. Mai 1819 in die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern einge- 
tragen. 

r. J.nn>i. Siip|il. S. lurt. - W.-B. •!. Ku'r. Ba\«-rii, V. WJ. - r. Hefntr, baver. Adel. Tib. 

Hansslode, Insslodr. Altes, fränkisches, dem Rittercanton Alt- 
mühl einverleibt gewesenes Adelsgeschlecht. Ludwig v. Hausslode 
hatte schon 1303 u. 1317 einen Zehent in Gundernach u. Heinrich t. 
Husslode, welcher einen halben Zehent zu Nieder- Altenbergheim and 
ein Gut zu liügl.-i .«1 inne hatte, lebte noch 1427. Später wird der 
Stamm nicht mehr erwähnt. 

Hifii»rmann % Cautmi Altmuli), 'Iah. l'M. 

Hansnrr v. Trusa. Krbl. - österr. Adelsstand. Dipl.Jvon 1 773 ftr 
Carl Haussner, k. k. Artillerie-Oberlieutenant, mit dem Prädicate: ▼. 
Trusa. 

.V'yrh> r. Mühlf.l.l. Eig.-IM. S. M'J. 

lanssentüle . flairon d'Haussentüle, Grafen. Altes, französisches 
Adelsgeschlecht, aus welchem viele Glieder zu hohen Ilofwürden ge- 
langten u. welches noch in Frankreich blüht. Ein Sprosse des Stam- 
mes kam in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. nach Preussen u. wurde 
1770 in Schlesien mit Beckei und Ober-Graesersdorf im Kr. Lflben 
begütert , welche Güter später der Sohn desselben , zuerst mit einer 
v. Gamm und dann mit einer v. Düring vermahlt, inne hatte. In 
neuester Zeit war ein Graf Chiron d'IIaussonville k. pr. Generalma- 
jor und Commandeur der 8. Cavall. -Brigade zu Frankfurt a. d. 0. 

N. Pr. A.-L. II. S. "M und :i.V.'. — F,si;,fir r. L'd'hur . 1. S. 330 und III. fl. |7|. - 
SrUU-s W.-B. Nr. 34«». 

Hanst >. Urnen. Rheinländisches Adelsgeschlecht, welches bereits 
1309 das Gut Ulmen im Kr. Cochem besass und spater Landskrone, 
Nnrbunr u. Wassenarh in den Kreisen Mettmann , Adenau u. Mayen 
inne hatte. Ulmen stand der Familie noch 1021 zu. Der Stamm 
ist um 1636 mit Kberhard Haust v. Ulmen erloschen. 

t-.ii.ns, I. H. 14:«. — Fr>ih. r. l.^hh„ r . S. .130. 

lanswalder, Hanswelder. Kin früher in Schlesien vorgekommenes 



1 



— 253 — 

Adelsgeschlecht, welches nach Lucae und Henel im Neissischen be- 
gütert war. 

Sinapim, I. 8. 452. — Siebmacher, I. 53: DieHauswelder, 8cblc»l«ch. — t. Meding, III. 
S. m ü 25». 

laatfhanaay, leraalt de laattborwoy. Altes, französisches, in 
der Landschaft Boye in der Champagne -blühendes Adelsgeschlecht, 
ans welchem Heinrich Carl Ludwig v. Heraalt, Ritter v. Huutchormoy 
stammte, welcher in die k. preuss. Armee getreten war und 1757 an 
den in der Schlacht bei Molwitz erhaltenen Wunden als Generallieu- 
tenant etc. starb. Derselbe, Herr auf Allerheiligen und GrQttenberg 
im Oelsischen, war in erster Ehe mit Maria Henriette v. Schilling 
and in zweiter mit Dorothea Wilhelmine Freiin v. Schmerzing ver- 
mählt. Aus der letzteren Ehe entspross Wilhelm Leopold v. H. auf 
Allerheiligen, Landrath des Oels-Bernstädter Kreises, welcher nur 
einen Sohn hatte, der als Lieutenant im k.pr.Cuirassier-Regim. Graf 
t. Henckel 17. Dec. 1806 an den bei Aucrstädt erhaltenen Wunden 
starb. Der Stamm blühte fort und ein Hauptmann v. Uautcharmoy 
stand noch vor einigen Jahren im 22. k. pr. Iufanterie-Regimente. 

H. Pr. A.-L. II. 8. 35'i. — Frtih. ». Ledebur, I. 8. 810. 

lailevllle. Ein aus Savoyen stammendes Adelsgeschlecbt, aus 
welchem seit Ende des 18. Jahrb. bis auf die neueste Zeit mehrere 
Sprossen in k. pr. Civil- und Militärdiensten waren. Ein Major v. H. 
stand bis 1809 im k. preuss. 10. Infant. -Uegim. u. ein Sohn desselben 
war 1836 k. pr. Regierung>rath, Banco-Commissarius u. Justitiarius 
in Breslau. 

S. Pr. A.-L. II. S. 3'i2. — Frnh. 9. Le-lrbur, I. 8. 33ü. 

m 

laatais, *?Haitois et Brenne, li-laitov, Grafen. Böhmischer Gra- 
fen*taud. Diplom vom 23. März 1707 für Johann Heinrich Chevalier 
Dft-Uautoy, k. k. Obersten. Derselbe, aus einer ursprünglich lothrin- 
gischen Adelsfamilie stammend, später k. k. General, war mit Jacobine 
Charlotte Grf. v. Frankenberg und Ludwigsdorf vermählt und besass 
ia Schlesien 1720 noch Glaesersdorf im jetzigen Kreise Lüban und 
Grosskauer, Mangelwitz und Seppau im Kr. Glogau. 

M'9<rl* 9. klmklfeU, Krgini.-Bd. 8. H. - N. Pr. A.-L. V. 8. 2IM. — Frtih. 9. Ltdebnr. 
I H 00 ■ III 8. 271' 

laatieadorf. Altes, zwischen 1165 und 1442 vorgekommenes 
Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz gleichen Namens unweit Regen- 
staaif lag. 

Wtf, Hmnd, I. 8. ftl n. Tt*. 

laatenberger, laaienberg. Altes, ursprünglich bayerisches und 
«pater nach Ober- u. Niederösterreich gekommenes Adelsgeschlecht. 
Ulrich und Albrecht v. Hauzenberg treten in einer Urkunde dt* 
Klotters Osterhoven als Zeugen auf; Andreas Hauzenberger war in 
Oe§t erreich ob der Knns 1391 mit einigen landesfürstlichen Lehen 
zw Haoss nnd Jacob der Hauxenberger, Ritter, 1398 zu Rietlau an- 
gesessen. Der Stamm .blühte in das 16. Jahrb. hinein und Veit 
Hanzenberger hatte noch 1532 Ober- Farschenbrunn in NiederOster- 
r ich inne. 

Wrmk. 9. *•**•**, HL f». S4* u. 244. — WutgrxU. IV. S. »4 «. tV*. 



— 254 — 

larelberg. Altes, meklenburgisches Adelsgeschlecht, aus welchem 
ilennicke Havelberg 1368 siegelte. Nach 1459 kommt der Name des 
Geschlechts nicht mehr vor. 

r. U'ding, I. S. 1A'\ nach d'-m Mauu«rript<> abKejj. tueklenb. Kamillen. 

laver. Altes Adelsgeschlecht der Grafschaft Mark, welches teil 
1459 zu Nierhofeu im Kr. Hamm sass und mit Goddert v. H., Herrn 
zu Nierhoven, 22. März 1609 erloschen ist. Die Linie zu Sengerhof, 
ebenfalls im Kr. Hamm, starb schon 1571 mit Caspar v. H. aas. Du 
Geschlecht wurde auch Haver, genannt Wintersoel zum Nierhof, ge- 
schrieben und von Siebmacher zu dem Niederrhein landischen Adel 
gerechnet. 

r. Steinen, IV. 8. 266. Tab. 48. Nr. 7 uud Tab. 51. Nr. 5. — N. Treu». A.-L. V. I». XI». 
- Freih. t. Udehur, I. 8. 330. — Siebinacher, 11. 122. — f. Mediny , 111. 8. X&l. 

Interner, laverbeer, laverbier. Altes, im Lüueburgischen, Hekt- 
ischen u. Miudenschen begütert gewesenes Adelsgeschlecht, weichet 
mit dem Landrathe Curt Meinolf v. 11. 1666 erloschen ist. 

N. !»r. A.-L. V. S. JII». — Frrih. r. Ltd'bur, I. S. 330. - r. Meding, \. 8. 333a»dSM. 

larirkorst. Ein namentlich im Fuldaischen vorgekommenes, schon 
lauge erloschenes Adelsgeschlecht. 

r. Hattxtetn, II. Suppl. S. *6. - Suppl. zu Sh'bm. W.-K. II. 30. 

latkenscheid. Ein früher zu dem Adel der Grafschaft Mark ge- 
hörendes Adelsgeschlecht, eines Stammes mit denen v. d. Goy, s. 
Bd. III. S. 610, aus dem gleichnamigen Stammsitze unweit Bochum. 
Elisabeth , Tochter de* Melchior v. II. u. Erbin des Gutes Havkea- 
scheid, war zu Anfange des 17. Jahrh. mit Goswin v. Düngelen ver- 
mählt u. wohl die Letzte des Stammes. 

t'rtih. t. Ledthur, I. S. 330. 

lawelka v. Höhlenberg. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1819 für Anton llawelka, k. k. Oberlieut. bei Freih. v. Palombini In- 
fi nterie, mit dem Prädicate: v. Höhlenberg. 

Utytrlt w. Uuldfehi, «. l'.HJ. 

lawle,Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1775 ftr 
Wenzel Augustiu Hawle, Ilerrschafts- Pachter in Böhmen, mit den 
Prädicate : Edler v. 

Meyrl* r. Muhljtld, Kr(cünr..-B<l. S. 312. 

laxtkansen, Freiherren n. (trafen. Im Kgr. Preussen anerkannter 

Freiherrn- und Dänischer und Bayerischer Grafenstand. Anerken- 
nungsdiplom des Freihcrrus»taudes vom 19. April 1845 für denk. 
preuss. Uberstlieutenant a. D. v.Haxthausen-Carnitz (welchen Beina- 
men mit Wappen mittelst königl. Erlaubniss Christian Wilhelm An- 
ton Ulrich Freiherr v. Haxthausen im Febr. 1811 annahm 6. Bd. IL 
S. 230) schwarzer -dedinghauser Linie, für sich und seines Binders 
Kinder zu Paderborn und Diplom v. 22. Nov. 1845 für die Glieder 
der weissen, abbenhurger Linie und namentlich für die beiden Dom- 
herren v. Haxthausen , den k. preuss. Geh. Kegier.-Kath v. IL, den 
Caplan Werner v. II. und Guido v. H. in Vürden ; Dänisches Grafen- 
diplom v. 6. Apr. 1736 für Christian Friedrich Freiherrn v. H n k. 
dänisch. Kammerherrn und bayerisches Grafendiplom von 1839 für 




— 255 — 

Werner Moritz Maria Freih. v. H.-Abbenburg zu Neuhaus-Salzburg 
im bajer. Obermainkreise. — Altes, westphftlisches, aas der Umge- 
gend von Paderborn stammendes Adelsgescbiecbt, dessen Namen, 
welcher in früher Zeit: Ilaxter geschrieben wurde, uoch jetzt in dieser 
Gegend der s. g. Haxtergrund und das Haxt'erholz, Beide noch im 
Besitze der Familie, fuhren. Das Geschlecht gehörte, mit den von 
Brenken und mit den erloschenen Stämmen v. Stapel und v. Krevet, 
zu den vier Säulen, oder edlen Mayern (quatuor nobiies columnae, 
pder nobiies villici) des Hochstiftes Paderborn, so wie zur Reichsrit- 
terschaft in Franken, in der Wetterau und am Rhein und trug auch 
das Erbhofmeister- Amt desl ürstenthums Paderborn. — Als gemein- 
samer Stammvater des ganzen Geschlechts wird Johann von H., 
am 12SO lebend, genannt, welcher einer Familiensage nach als 
Kriegsheld von den Königen v. Jerusalem Lehen erhalten, aus den- 
selben aber durch die Sararenen vertrieben worden sein soll, worauf 
später die Nachkommen sich in Westphalen angesessen gemacht hat- 
ten. Die Familie breitete sich im Laufe der Zeit mit zahlreichen 
Sprossen weit aus und erlangte sehr ansehulichen Grundbesitz und 
zwar namentlich in Westphalen: Abbenburg, Tbienhausen, Bölken- 
dorf, Hellersen, Vördeu, Welda, Lippspringe, Marieulohe, Borchen, 
Etteln, Bredenborn, KUterbrock, Aussei, Sandebeck etc., iu Franken 
das reichsritterschaftlicheGut Beilersheim, in der Wetterau Georgen- 
hausen und viele andere Outer, in Hannover Feuerschützenbostel, 
Pattensen etc. — Im 15. .Jahrb. theilte sich der Stamm durch zwei 
Bruder, Gottschalk u. Johann, in zwei Linien, in die schwarze, oder 
thienhauser, später dedin^hauser und in die weisse, oder abbenburger 
Linie. — Von der schwarzen Linie lebte im Anfange des 17. Jahrb. 
Eimershausen Freih. v, H. auf Abbenburg, Lippspringe und Vörden 

— ein Enkel des in den ersten Jahrzehnten des 16. Jahrb. lebenden 
Cort v. H., mit welchem Seifert die Stammreihe der Familie beginnt 

— verm. mit Calharina v. Westphal zu Fürstenberg. Von dem Sqhne 
aas dieser Ehe, Rabon Jobst auf Abbenburg, Lippspring, Vörden und 
Böckendorf, verm. mit Elisabeth v. dem Werder a. d. iL Bisperode, 
•lammten zwei Söhne und eine Tochter. Der ältere Sohu bekam Ab- 
benburg und Böckendorf, der jüngere Lippspringe uud die Tochter, 
Cbristiane Sophie, vermahlte >ich 1G93 mit Juhanu Moritz Freih. v. 
Dooop auf Lüdershofen, Gr. Lippesch. (ieh.-Rath. Alle drei hatten 
Nachkommen und die meisten Glieder dieser Linie besassen in geist- 
lichen Ritter - Orden Probenden. — Die weisse, protestantische 
Linie schied sich in vier Zweige. Von dem Stammvater derselben. 
Jobann, entspro»sI,udolph, Freih. v. IL auf Haxthau^eii, Thi< nhauaeu 
■. Dedinghau»eu, k. d4n. General, von diesem Johann (II.) und vuu 
Letzterem Tönnies Wolf, welcher aus der Lue mit Anna Maria v. Oeyn- 
hausen siebzehn Kinder hatte, von denen drei als Stifter von Speeial- 
liaten zu nennen *iud. Der Stifter des dänischen griirlichen Zweiges 
war Heinrich auf Tbienhausen, vou desseu Enkel Tön nies Wolf (11. ), 
k. <Ud. Oberstallmci*ter, aus der Ehe mit Dorothea Grf. v. Alteuburg 
Graf Christian Friedrich, ». oben, stammte, welcher 1741 als Ober- 



— 256 — 

Landdrost in Oldenburg starb und dessen Sohn, Graf Gregor Chri- 
stian, k. dän. Geh. Couferenzrath etc. den Zweig weiter fortsetzte. 
Deu dedinghauser Zweig gründete Kabau Arnold auf Dedinghauseo 
etc. Fürstl. Hess. Geh.-liath und Ober -Amtmann zu Homburg aud 
Geurg v. 11., welcher um 1500 lohte, pflanzte durch seine Söhne zwei 
Zweige der weissen Linie: es wurde nämlich Raab Arndt v. H., kur- 
pfälz. Üuth und Amtmann zu Mossbach, vermählt mit Clara Agnes 
v. Westphalen, Stammvater des ersten und Thomas Wolf v. H., ver- 
mählt mit Anna Maria v. Oeynhausen, Stammvater des zweiten Zwei- 
ges der weissen Linie. - Was den jetzigen Personalbestand der Fa- 
milie uulungt, so ist die gräfliche Linie in Dänemark mit dem Grafen 
Owe — einem Sohne des Graten Gregor Christian, s. oben, k. din. 
Hofmarsch, u. Generalmajor, 19. Sept. 1842 erloschen und es wurde 
in letzterer Zeit nur noch eine Tochter, Grf. Luise, geb. 1774, als 
Wittwe des 1822 verstorbenen k. dän. Kammerb. und Landraths 
Friedrich Christian v. Buchwaldt auf Prohustorf aufgeführt, die gräf- 
liche Linie in Bayern aber ist mit dem Empfänger des Gräfe ndiplomt, 
dem Grafen Werner Moritz, Abbenburgischer Linie — einem Sohne 
des Freih. Werner Adolph, fürstb. paderb. Drosten — 30. Apr. 1642 
im Mannsstamme ausgegangen und es lebt nur noch die Wittwe Eli- 
sabeth Freiin Harff v. Dreiborn und die Tochter derselben, Grf. Ma- 
ria, geb. 182G, verm. 1847 mit Hermann Freih. v. u. zu B renken, 
k. pr. Lieut. im 8. Landw. -Husar. -Reg. — Das jetzige Haupt der 
freiherrlichen weissen, abbenburger, kathol. Linie ist: Freih. August, 
geb. 1792. — Sohn des Freih. Werner Adolph, s. oben, vermahlt zu- 
erst mit Luise Freiin v. Westphalen u. später mit Maria Anna Freiin 
v. Wendt u. Enkel des Freih. Caspar Moritz, lürstb. paderb. Land-» 
drobten u. Geh. -Ruths, venu, mit Therese Freiin v. d. A«seburg — 
Senior der Familie, Herr auf Thienhausen, Bükendorf, Abbenburg und 
Heilerden, Erb. -Hofmeister des Fürstenth. Paderborn, columna nohUis 
ecclesiae Cathedralis, k. pr. Geg. Begier. -Kath a. I>. etc. Von den 
liruder desselben, dem 1840 verstorbenen k. preuss. Landrathe a.D. 
Moritz Eimer haus Maria Freih. v. 11. stammt, neben einer Tochter, 
Maria, geb. 1809 u. verm. 1839 mit Friedr. Freih. v. u. zu Brenken, 
ein Sohn, Freih. Guido, geb. 1811, Herr zu Verden, welcher tick 
1845 mit Maria v. Büselager vermählte, aus welcher Ehe sechs Töch- 
ter und drei Sühne stammen, von welchen letzteren der ältere, geb. 
180(3, die Namen Carl Moritz Kirnet haus führt. Ueber die fünf 
Schwestern des Freiherrn August und die in Dänemark lebenden 
Nachkommen der beiden Söhne dos Fi ein. Max Wilhelm, — cinei 
Bruder* des oben genannten Freiherrn Caspar Moritz — des Freih. 
Peter, k. dän. Obersten, verm. mit Joachime v. Holstein und,, des Frei* 
herrn Philip]», k. dun. Majors, verm. mit X. v. Stimholni, giebt das 
geneal. Taschenb. d. freih. Häuser genaue Auskuntt. — Haupt der 
schwarzen, früher thienhauser, jetzt dedinghauser, luther. Linie ist: 
Christian Freih. v. Ilaxthaiiscn-Carnitz, Herr auf Dedinghauseo, geb. 
1S;)7, FideicoinmissbeMtzer — Sohn des 1857 verstorbenen Freih. 
Adolph auf Dcdinghauseu, k. preuss. Kammerherrn aus der Ehe nit 



— 257 — 

Jalie Schwan u. Enkel des Freih. Carl Albert, k. pr. Majors, verm. 
mit Albertine v. Goblinski. — Die drei Brüder des Freiherrn Chri- 
stian sind die Freiherren: Mazel, geb. 1839, Otto, geb. 1845 und 
Albrecht, geb. 1851 u. der Bruder des Freiherrn Adolph, Freiherr 
Hermann, geb. 1805, lebt zu Mainz. 

8**/ttt, Geoeal. adel. Aelt. u. Kind.. 8. 190. — Üauht, I. 8. 796 u 797. — Zedier, XII. 
8. %M) u. »31. — Biedertnann, Canton Ottenwald, Tab „>93— 296. — Freih. 9. Krohne, II. 8. 
tS— 99. — O. //. Möller, geneal. Tabelle u. Nachr. von dem üe*ohl. ». Haxthausen, Schlen- 
»i«. 17*4 Pol. — Lexicon over adel. Famil. i Danruark. I. 8. 229 und Tab. 45. Nr. 208: Gr. 
v. H — ». Pr. A-L. V.8. 219 u. 22t). — Deutsche Grafen!), d. Gegenw., III. 8. 163-164. 
- Frttk. 9. Ledehur, I. N. 380 u. III. 8 273. — Geneal. Tanchenb. d «rafl. Haus. 1862, 8. 
*4> ■. biator Handb. 8. 316. — Ooeal. Tasclienh. d. freih. HSuoer. 1864. 8. 226—229 und 
ItSl. S. I**— 2'4. — Siebraack'r, I. 186: ». Haxthu«en, Brauuschwcigisch. - Spener, Tab. 
«. - ». Med»*?, I. 8. 2S4. — 8uppl. tu Siebm W -B. IV. 13. — Tyrof . I. 10* u. Si>6#*- 
**#«. I. 8. 212—914. — W.-B. d. Kgr Ba>ern, XII 9: Gr. t. H. n 

lay, Eitler. Erbländ.-Österr. Kitterstand. Diplom von 1775 für 
Leopold Hay, Propst zu Nicolspurg. 

Metrie 9. Mükl/eld, Kr*. Bd 8. 150. - Tyrof, II. 297. 

■»▼deck, leideck, aach tfreia. Altes, schon im 12. Jahrh. in Fran- 
ken and spater auch in den Rheinlanden vorgekommenes, dann aber 
aaagegangenes Adelsgeschlecht. 

Wiymi Hund, II. S. 119—121. - Salt er, 8. 233. 241 u. 256. 

■ayder v. lajdera. Böhmischer Adelsstand. Diplom von 1730 
rar Stephan Joseph Hayder, Mercantilrath , mit dem Pradicate: v. 
Hay der n. 

Jfrfvrf« 9. UmUfeld, Kr*.- Bd. S. 312. 

■aydkaasea, lavtiaase«, s. Heuthausen. 

■ajdlaaf. Reiehsadel^stand. Diplom von 1 707 für Johann David 
UaydlaolT, k. k. (ich. Reiclishofcanzlisten u. für die Brüder desselben, 
Anton o. Quirin II. 

Metrie* UmH/etd, Kric-Ud. S. 312. 

laydalaa ?. Ilsjdenbirz,, Hejdolali v. I. Erbl.-österr. Adelsstand. 
Diplom von 1762 für Joseph Anton Zacharias Haydolph, Casseofficier 
des Niederstem standigen Obereinuehmeramts, mit dem Pradicate: 
f. Haydenburg. 

M*f*rU 9 MüMfetd, 8. 19*. 

■aje, de la laje, La-Ilave a. larreakagea, Ritter. Böhmischer Rit- 
terstand Diplom von 1723 für Wilhelm de la Haye , Stallmeister 
des Erxbischofs zu Prag, mit dem Naineu u. Pradicate: La-Haye und 
Darren hagen. 

Metrie ». Mikl/etd, Kr*ftns. Bd. S. 150 u. IM. 

laverk, Edle v. Erbland. -österr. Adelsstand. Diplom von 1789 
far Joseph Hayeck, Mitintere&seuten der Kattun-Fabrik zu Lettowitz 
in Mahren, mit dem Pradicate: Edler v. 

Me 9 erte 9. Mühl/'td. Krg.-Bd 8.313. 

■ayeea r. laiaberg Erbland.. österr. Adelsstand. Diplom Ton 
1820 far Johann Hayeck, k. k. pen*. Major, mit dem Pradicate: v. 
Hainberg. 

Mrfrt* 9. Mikl/etd. 8. 196 

lajeea ?. larsfeld. Erblftnd.-österr. Adelsstand. Diplom von 1820 
far Franz Hayeck, k. k. Oberlieutenant, mit dem Pradicate : v. Marzfeld. 

M<t*rU 9. Mnhtftld, Km -Bd. 8. 1U. 

Km**cA**, Lfetttacb. Adel»- Lei. IV. 1 I 



— 258 — 

Him'rk ?. WnSdtfrttrn . Ritter and Freiherren. Röbmischer Rittcr- 

u. alter" Heichs- Panier- u. FreiherriM -ind. liitterdiplom yg* 1744 
für Dominik JoM-ph Havrck v. Waldstaetten, Niederosterr. ltegimenta- 
Kath und tiir den iJnid.-r dcsst-lben, Heinrich Franz H. v. W. , k. k. 
Kuth und .Wc^,, r bei dem Tribunale in Mahren u. Froiherrudiplom 
von 1754 für Kr-tcrci; aU k. U. Keichshofrath. 

\lrn,,l> r. Vti'ilf'l'f. Kl ^ ■ liil. ». «''4 ll. IM. 

Nimm, Havuib, s. 11 ,i i in , F r e i h e rr en,S. 1 5s — l bO. 

Hinaiaun v. Trusfucr F.rbläud. -ö<terr. Adelsstand. Diplom von 
17i)S lür Johann Chri-tian Haymann, k. k. Hauptmann bei Prini 
, Friedricn v. (Manien, mit dem Prädicate: \. Teuscher. 

Hui Hier It-, Kitirr. liöhmischer Adels- und hühmisclter- und erb- 
länd.-ö^ti-iT. Iiitterstand. AdeNdiplmn von 17H7 ftlr Wenzel Frani 
llayn erle, böhmischen Hof- Agenten; böhmisches liitterstands-Diplom 
\nn 174* tür cleii<i-llien u. erblandiscli-ös.terreichi'-ches Rittcrstands- 
Dipiom \on 17f>f> für Ferdiuai.d Johann Haynierlc. So giebt Megerle 
v. Miiislt'ld. die Krhohuuu«n ;\n. Nach einer .anderen Angabe soll 
Ferdinand Johann .Mitciiipfäii^rr der Diplome von 1737 u. 1748 ge- 
wesen sein u im letztem: di«- Familie da* Prädicat: v Haimthal er- 
halten haben. Dci Stamm blühte f«nt n. in- hrcre Sprossen desselbea 
standen noch \\ in uestcr Zeit in der k. k. Armee. Joseph Kitter v. H. 
lebte als Major im Pensioii^taiidc; Kran/ !i. v. H. war Oberlientensnt 
u. IiMituN-OthYier im luv.ilidcnhause zu Wien; Alois K. v. H stand 
als Oherlieiitenant im 4. Inl mt .-Iletfiineute etc. 

»/....-• r. \\ ■ ■ ■.. *. II.; h:_ -IM. s. II 11. .»l.i. - A# ' *•■. IV. !*. l*fl und 1*1. 

Hsmi , aur ll treib. >rhiJd Geviert: 1 u. 4 <iold u. 2 u. 3 Schwan, 
ohne Bild), im Köni»r. Württemberg anerkannter Frcihcrrnstaud. 
Alte> m< iwn-rhe- und thüringisches Adclsireschlecht , über denen 
Fr-piuiii« sich \ersehiedc:;c Angab« n \orfinden. IN cccnsteiii u.Knautl 
nehmen an. da-> d:;»*i ( ihc eines Stammes mit den aus'der Hayner* 
Durg bei Muhlhau-» u ent-piosscnen v. Hugeu, s. den dieselbe betref- 
fenden Artikel S. 140 »ewigen sei, wahrend die (ieschlechts-l : rknn- 
den der Familie v. Ilrandenstrin, s. IM. II. S. 14., ihrem Stamme die 
Herkunft der v. Ilayn aneignen. Wie dein auch M»i, es genügt ja, 
da-s das (i(-ehlerlit v. Ha\u aK alles Hittergcschlecht bekannt ist. 
-•- AN der alterte bekannte Stammvater wird Heinrich v. H. genannt, 
welcher in einer Lchiisui künde des Augustiner-Klosters zu Neustadt 
a. d. Orla von lL".). r > aK /enge vorkommt, F. in anderer Ihiuricb Re- 
horte l.'Ho /u den liathen des dünther (irafeu v. Schwarzbunt; (iun- 
celin und Merbotho waren \;i'M) Dielist mannen des Herzog« Bolko in 
Mün-terher^ u. >imon, welche r uu^ehiiliclie liüter im Uelsiscben inne 
hatte, kommt aN I,ande^haii]itmanu des Herzogs Oourad zu Oels vor. 
Spater widmeten sich die Sprossen dt-s Stammes fa>t ausschliesslich 
dem 1 >ieu *te der sächsischen l'ürstenhauser ii. Mehrere derselben haben 
(rauhe u. \. ('echtritz uenannt. Das (ie^chlecht he^ass in Sachsen die 
KitUT^iUcr <iüterlitz f Lauterbuch, Lemuitz, Moderwitz, Weltwitz etc., 



— 259 — 

termöge derselben die Familie der k. sächsischen, durch die Territo- 
rial - Veränderungen von 1815 aber der grossb. weimarschen Ritter- 
schaft einverleibt wurde, doch sind aus letzterer Ritterschaft mann- 
liebe Sprossen des Stammes jetzt nicht mrhr bekannt, da in neuester 
Zeit im grossh. Weimarschen Hofstaate nur ein Hof-Fräulein Caroline 
Freiin v. Hayn genannt wird. Aus der Lauterbacher Linie aber traten 
1808 und 1S09 drei Söhne des 1813 zu Lauterbach verstorbenen 
Ftrttl. Neu-Wiedschen Oberforstmei.sters Carl Heinrich v. H.: die 
Freiherren Friedrich, Christian u. Clemens, in k. württemb. Militair- 
dienste. Von diesen erwarb der ältere, Freiherr Friedrich, durch 
Kauf 1836 das allodiale Rittergut (ieroldsek im Oberamte Sulz und 
erlaogte dadurch Aufnahme in die württemb. Ritterschaft. Derselbe, 
geb. 1787, k. württemb. Kammern., Major u. Oberförster a. D., ver- 
•ahlte sich 1818 mit Charlotte Freiin v. König, geb. 1791, aus wel- 
cher Ehe neben zwei Töchtern, ein Sohn. Freih. Wilhelm, geb. 1819, 
eatipross. Freih. Christian, geb. 1789, Besitzer des Schlossgutes 
Ubenfels im Oberamte Urach, 1844 k. württ. Major und Bataillons- 
Commandant , vermählte sich 1817 mit Soptiie Freiin v. König, geb. 
1794, und wurde Vater zweier Söhne, Carl, geb. 1818 u. Krnst, geb. 
1822. Freiherr Clemens, geb. 1793, war 1844 k. württ. Oberst und 
Begiments-Coiiimaudant u. hatte aus der Khe mit Emilie v. Wucherer, 
geb. 1799, iii-Im-ii einer Tochter, einen Sohn, Kmil, geb. 1827. 

knnmth . V Mi,. -- ti„ u f,>- . I. S 7'"< u 7'*'*. - fi, wl n*r . Kir<li*>n- u Srlnil«-ii«taat de* 
N«n. Uvlba. I. M. •'». S. L'O ii. % ». r . l'Cf.'n':, «lipUiu .Narlinrlil-ti, V. S.4»»- M. — <a»t. 

44"l*b it. K:r Wurtt. mli-r.:, s j.'i u. ■j-j.s u. .s. I'.'l u IJS. — W.-B. •!. Kur. Wiirtt*iiil»'n(. 
If. M u. H. 34»: Kr-ili. v. H - hn^-t,ir. ||. s. *.Mh; u. W7. 

lata , aar b f reibe rre a < Schild geviert : 1 n. 4 ein Löwe u. 2 u. 3 
frei Rosen au einem Stiele. I>as freiherrliche Wappen hat noch einen 
Mitte Ischild mit einem Löwen). Kin im 17. u. 18. Jahrh. in Schle- 
sien blühendes Adelsgcschlccht, zu welchem aber die im 14. Jahrb. 
ebenfall* in Schleim vorgekommenen Sprossen eines älteren Stam- 
met v. Hayn, weicht* Sinapius, I. S. 452, aufgeführt hat, wohl nicht 
gehören. l>a» \ou Hebmachcr I. 44 angegebene Wappen: in Blau 
eia »ehrtgrerhK gelegter, weisser Fisch: v. Heyne, Thüringisch, 8. 
Jen betreffenden Artikel, kommt letzterem Stamme gewiss nicht zu u. 
•0 ist denn da-* Wappen unbekannt) - I>er Ahnherr des Geschlechts 
lebte in großem Keichthume lt'»3n in der kleinen Stadt Liebenthnl 
tan Löwenberuer Kreise und ein Knkel desselben wurde in den Frei- 
berrnstand versetzt. Letzterer hatte nur einen Sohn, Balthasar Leo- 
pold, welcher 1701 ohne Kinder starb, worauf das Bittergut Fisch- 
bach an des Vaters Bruder, Balthasar v. IL, gelangte, welcher 2*. Mai 
1672 den böhmischen Adel erhalten hatte und mit seinem einzigen 
Sohne, dem k k rainmerrath v. IL, 1710 starb. Die F.rhen Beider 
waren die zwei Sohne des jüngeren Bruder* des Balthasar v. H. : Pe- 
tra* und Philipp Anton v. IL Frsterer, k. Assistmzrath und Land- 
Hofrichter des Breslauischen Fnrstenthiims setzte seine Linie in 
Hirschberg fort, Letzterer aber, Herr auf Fischbach, Matzdurff. Spil- 
ler u. Johnsdorff im Jauerschen, lebte noch 17:10 mit einem \ermahl- 
tea Sohne. 

17' 



— 260 — 

Henri. Sih-iijfr. ri'iiox. v. 7. 8. 306 u. «■. v S. .S02. — SinaptUM, IL «. 340: Piflh. t. 
H»mi. 11-mi — tivh*. II 8. 401—406. — >W»A. r. L'debur, I. 0. 331 n. Allgea. Arrhlv, 

III. S. 2-!». 

Hayn. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 24. März 1771 
für Johann Georg Hayn , Premierlieutenant im k. pr. Hnsaren-Regi- 
mentc v. Möhring. 

r. H>'W><tri. . I. s. yjZ. - N. J»r. A.- L. I. S. 46 u. II. J». 3-*»S. - Preih. r. Lrdtbur, I. 
S. 8U. 

layn ?. latnfeld. Erbl.-österr. Adelsstand. Diploin. von 1762 
für Johann Friedrich Hayn, k. k. Kittm. bei'Markgr. v. Anspach- 
Onolzbaeh Cuirassier, mit dein Prädicate: v. Haynfeld. 

M*.i*rl* r. Mü/iiM.I. Kr*.- IM. S. 313. 

Hain, leino ?. Löwenthal, layn und Löwenthal (in Roth auf drei 
spitzigen grünen Bergen ein rechtsgekehrter, doppelt geschweifter, 
goldener Lowe, welcher in der rechten Vorderpranke drei rothe Ro- 
sen an einem grünen Stengel emporhält). Böhmischer Adelsstand. 
Diplom um 1650 für Christoph Hayn v. Löwcnthalf Herr auf Tsctaei- 
tenau (im Kr. Sagan) , S. Pal. Caes. et Aul. Imper. Comes, des fürstl. 
Jungfräulichen Gest ; fts St. Hedwig in Trebnitz Rath and Schaffner, 
wie auch der Graft. Hatzfeldschen freien Herrschaft Trachenberg 
Rath. Derselbe, gest. 1688, war vermählt mit Hedwig v. Pasch and 
stammte aus einer Zittauer Familie. Nach Carpzov, Analecta Fast 
Zittav. III. S. 127. war sein Vater ..David v. Locwcntlial, Senator 
Zittavieusis" und derselbe stand mit der Seite 259 besprochenen 
Familie v. Hayn, auch Freiherren, wie der Name ergiebt, in Ver- 
bindung. Die Stadt Liebenthal , wie dieselbe insgemein genannt 
wird, hies* nämlich ursprünglich Löwenthnl und die Verschiedenheit 
der Wappen darf nicht auffallen, da das Geschlecht keinen Wappen- 
brief gehabt und daher bei Krtheilung des Adels beiden Stummen erst 
Wappen verliehen wurden. 

S>n,ip,.t<. II. <v 3K> und IUI im Aitik-I: di«- Fi-ili. v llawi. - \l<nct. % W.*R. ZittM- 
itohi-r (i'-NfhiiTlitir MSrr. d« r M;ultiiiUi«.tlifk zu Zittau Tnli. 1«<: l|i-im> v. LüwrrthaL — 
Kw^chkr, IV. K. IM ii. IS2. 

Hatnau, Freiherren. Freiherrliches, aus morganatischer Ehe des 
Landgrafen Wilhelm IX. von Ilessen-Cassel, nachherigen Kurfürsten 
Wilhelm L, ge>t. 1821. abstammendes Geschlecht. Der Ahnherr des 
Stammes stand als Erbprinz in k. preuss Militairdiensten in der 
Stadt Haynau in Niederschlesien in Garnison. Die aus seiner dorti- 
gen Verbindung mit Rebecca Kitter, Tochter des Apothekers Ritter, 
welche in ihrer morganatischen Ehe den Namen: Frau v. Lindenheim 
führte, entsprossenen Kinder: Julius, Ludwig, N. N., Carl, Wilhelmine 
und Maria, erhielten den Namen von dem Geburtsorte der Matter. 
Freih. Julius, geb. 17ö«, gest. 185S, k. k. Kämm. u. Geh.-Rntb, Feld- 
zeugmeister in d. A., Regiments-Inhaber etc., war mit Therese Wee- 
ber v. Treuenfeld, gest. 1851, vermählt u. aus dieser Ehe entspross 
eine Tochter. Freiin (lotilde, welche unvermählt in Graetz lebt — 
Freherr Ludwig, gest. 1H43, Grossh. Rad. Geh. -Rath, hatte sich mit 
Wiihelmine Grf. v. Zeppelin, \erw. Grf. v. Taube, geb. 1791, ver- 
m:i hlt. Die Tochter aus dieser Ehe ist Mathilde verw. Freifrau v. d. 
Le\en- Blümersheim, geb. 1821. —Von dem Freiherrn N. N. ent- 
spross aus der Ehe mit Charlotte Freiin v. Wildungen ein Sohn: 



— 261 — 

Freih. Victor, Fttrstl. Solms-Braunfels. Kammer- Präsident, welcher, 
vermählt mit einer Freiin v. Lepel, Vater von vier Kindern ist. — Freih. 
Carl, geb. 1779, gest. 1856, knrf. bess. General - Lieutenant a. D., 
war in erster Ehe verm. mit Charlotte Freiin v. Wildungen und in 
iweiter mit einer v. Carlshause \ Aus der ersten Ehe stammt, neben 
einer Tochter, Charlotte, verm. Freifrau v. Schlotheim. ein Sohn, Frei- 
herr Friedrich Wilhelm Carl, knrf. hess. General-Lieutenant u. Com- 
maodeur der Infanterie-Division, ans dessen Ehe mit der Tochter dos 
Regier. - Präsid. v. ßaumbach Kinder leben. Die Tochter aus der 
zweiten Ehe ist mit dem kurhess. Rittm. Freih. v. Bardeleben ver- 
mihlt. Was die Freiinnen Wilhclmine u. Maria, s. oben, anlangt, so 
i*t Erstcre, geb. 1782, Wittwe d. kurhess. Staatsministers a. D. Carl 
Freih. v. Hanstein, Letztere aber, geb. 1788, Wittwe des kurhess. 
Oberforstmeisters Wilhelm Freih. v. Wintzingeroda. 

9 BtUbuek. I. 8. 5«. — G.M.r.l. Tusch ah. d freih Hitler. iH&rt. S. 293 u. 294. 1**7. 
ft. 107—309 «. 1*62. H. 155 — 3.S7. 

■ajibfh v. laydenbnrg. Erbländ. -österr. Ritterstand. Diplom 
von 1796 für Johann Franz Haynhch, wegen der Besitznahme des 
Gutes Klexuwa in Mähren, mit dem Pradicato: v. Haydenburg. 

MfrU w. MüU/eld, 8. 119. 

lavsiti, s. Hey nitz. 

■ajMlt , Hayaeld , s. il an n o 1 d (mit den gekreuzten Pilgerstäben), 
S. 245. 

layttUrf, treibe rrr ■• Reichsfreiherrnstand. Diplom vom 13. Oct. 
1764 für Johann Heinrich Haysdorf, Fürstl. Tburn und Taxisehen 
Geb.-Ratb nnd Obe^-Postarots-Director in Aachen und für den Bru- 
der desselben, Georg Friedrich H. , Bamberg. Uofratb. Der Stamm 
blflbte fort n. wurde 12 Febr. IS 19 in die Freiherrnclasse d. Adels- 
matrikel des Kgr. Bayern eingetragen. 

9. Lmmy. fluppl'in J*. 47. - Nuppl. *<i SIH.iii. \V -II. XI. 10 — W.-f». d«« K«r IU)«rn. 
III. II ■- r. Wr.lckrrm. M>th 3. 



i, laia-ftailllfi. Ein im Posenschon begütertes Adelsgeschlecht, 
eines Stammes u. Wappens mit der alten schleichen Familie v. Hase. 
Haase, 8. 226. — Nach Bauer, Adressbuch, S. 87, war 1857 Albert 
Ludwig t. Haza-Radlitz, Posenscher Landschafts-Ratb, Herr auf Le- 
witi im Kr. Meseritz u. ein Sprosse des Geschlechts hesass Dabrowko 
ia Kr. Birnbaum. Früher standen mehrere Glieder der Familie in d. 
k. pr. Armee. • 

H. Pr. A.-L. II. *. 1'»'» — Frtik. r l.fi'hur, I. 8 V.\ 

lebeadaai. Reichsadelsstand. Diplom von 1731 für Friedrich 
Baltbasar Hfbendanz, k. k. Grenadier- Hauptmann bei Gr. Kheven- 
httller Dragoner u. für den Bruder de>selben, Frau/ Ignaz Hebendanz, 
Fttrstl. Barabcrgschen llofrath. 

tfry#rf* r. Müh* f et*. Kruttit R«1 H .l|J 

lefcewstreit ». StreUteafrldt« Krbländ.-fMerr. Adel^tand. Diplom 
»on 1753 für Peter Hebeustreit , Kanzler bei dem Gro>spriorate de* 
Malteser-Ordens, mit dem Prädicate: v. Streittenfeldt. 

MtftrU 9, MmU/tlä, Brgint. Bd. ft. 313. 



- 262 — 

Hebold i. ralkrnbcr;. Hessisches, 1 663 erloschenes Adelsgcscblecht, 
welches »»ine Nebenlinie des v. Falkenbergschen Stammes war. 

r. H.ll'iach, 1. >. »-'4. 

Hebron, Hepron, Repburn. Scbottlündisches, aus dem Stamme 

Hepburn entsprossene*, zu Ende de* 17. Jahrh. nach Hinterporomern 
gekommenes Adelsgeschlecht. — Alexander v. 11., verflochten in das 
Schicksal seines Bruders, des Reichsmarschalls von Schottland, Jacob 
(I rufen Bothwel, erwählten Gemahls der Königin Maria, begab sich 
nach Pommern und erwarb das Kittergut Damnitz bei Stolpe, welches 
noch den Namen: Hebron -I>amnitz führt. Später besass der Neffe 
desselben, Daniel v. II., Damnitz und K. Deutsch-Carstnitz u. erhielt 
1709 das Indigennt des Lanenburger Adels in Ostpreussen. Nach 
ihm tritt noch Alexander Krn>t v. IL, k. preuss. Kammerherr, auf, 
welcher *eine Besitzungen 1717 an den Generale. Hainski verkaufte. 
Die Lhe mit dir Tochter eine* reichen J'atriciers in Danzig, Brun, 
blieb kinderlos n. er starb später aN Letzter seines Stammes. 

N. Vr. A. L. \. S. Tjv - Frvth. e /.-./»■'■//#. I S. :!3l u. III. S. --»TS. — l'ommer. W.-B. 
IV. .s. !."■••. 

Rerheitgaiten, Kitter am! Kille. Kcichsritterstand. Diplom von 
1749 für Bartholomacifs Ludwig v. Hechengarten, k. k. Bergrath, 
Ober>tkammergrafen-Amt>- Assessor, rnterkammergraf u. Mitverwal- 
ter der Ungarischen Berg-tädte. mit dem Prndicate: Fidler v. 

Msyrl* t. Muf.l/cU, Kr^iinz.-Hil. S. IM. 

Rerht (Schild durch eine aufsteigende, gerade, der Länge nach 
gctheilte Spitze vicrfeldrig : 1, rechts, in Blau zwei goldene Querbal- 
ken, von denen der obere von drei, 2 u. 1, goldenen Rauten begleitet 
ist: 2. links, zwei silberne Querbalken, von denen der obere von drei, 
2 und 1 , >ill.erncn Bauten begleitet ist; ?>. in der Spitze rechts, in 
Gold ein halber, schwarzer Adler u. 4, in der Spitze links, ein links- 
gekehrter, rother Lowe). Adelsstand dc< Kgr. Prtu-sen. Diplom vom 
8. Mai 17(52 tür den k. preuss. Gch.-Bath Hecht, residirenden Mi- 
nister im NiedtTsärh^M-heu Kreide. — -Kin Nachkomme desselben, 
Richard v. Hecht, lebte, noch lKJrt in Berlin. 

r. H,-l".,"., |. s V |. . v l'i. \ I. I. S. .Vj|. II. S. 3'.'- ii ••■ v. «*. TU*. - Frrik. w. 
/..-.I.-'-ji/ . I > ;3I ii. . vj. - W.U. .1. I'r. Mi.tiairh., 111.42. A«f. -.' A*. IV. S. 14 o. ItS. 

Herhl 'Schild irewert mit MitteNchilde. Im blauen Mittelschilde 
über zwei grtlutheton Balken ein II cht. 1 u. 4 in Silber ein Berg 
mit \Vein>töckcn u. in der rechten Oberecke eine Sonne und 2 u. 3 In 
Schwarz ein Schwert und ein I.orhcerzweig in's Kreuz gelegt). Adels- 
stand des Km«. Bayern. Diplom vom 17*. Jan. 1817 für Johann Caspar 
Ferdinand Hecht, k. hayt-r. Bittin. im l. Husaren- Uegimcnte. — Ludwig 
Friedrich Heinrich Carl v. Hecht, k. bnyer. Begier.-Rath zu Baireuth, 
war 1*4 fi CTaiioiiirns de> Colleniatsstiftes St. Nicolai zu Magdeburg. 1 

r f. ../■,. ^iippl-m S |ii7. Fr.'hi.r r. I.*.lrh,ir, I. S. 3.«. — W.-B. el. K*r. B*T«rt, 

v. *»■*. * 

HVrht hausen. Altes, pommenf-ches Adelsgeschlecht, welches 
sich früher Hechi hauten um! Hekethnsen schrieb. Hennig Hecbthn- 
sen auf Hevenhausen tritt urkundlich >chon 14fi6aufu die Gebrüder 
Kar-te;i, i lttfi u*itl rian< Ilekothu<eii. 1500 zu Zcarncwautze (Zarne- 
fnnzj, erhielten vom Her/.urr Buuiblav X. in Pommern einen Leibge- 



— 263 — 

ihrer Mutter bestätigt. — Das Geschlecht wurde in Pom- 
mern im Kr. Beigard, in welchem auch ein den Namen der Familie 
fahrendes Out Hegt, so wie im Camin'schen Kreise und in der Neu- 
mark in Friedberger Kreise mit mehreren (iütern angesessen, erleben 
aber im Mannsstamme im ersten oder zweiten Jahrzehnt des 18. Jahrh., 
denn König Friedrich I. von Preussen belehnte mit den von Hecht- 
hausen 'sc heu flehen zu Zamefanz, Grüssow, N uff in und Zwirnitz den 
k. pr. Geh. Kammerrath u. Residenten v. Münchow und diese Beleh- 
nuag wurde vom Könige Friedrich Wilhelm von Preussen 1716 be- 
bestitigt. Da bereits 1713 die früher v. lleehthausen'schen Lehen 
in der Hand der Familie v. Münchow waren, so ist die Familie v. H. 
vor diesem Jahre oder um dasselbe ausgestorben. 

Hicmft. VI. 8 4*» — tiuuh*. I. S. SOI. - S l'r.A. I.. II. S. AU',. — Freit,, r. I.'.lfhur. 
I s :** null III S ¥7*.— Si'hnufhei , III. l'>7: Dio II- »lnh»ut»'ii P«nnnieri-.«h. - v. Mt- 
<**1. II. 8. V4ü. - r-min. W It. II. Tab. 41 ii. s 1'.'9 u. i;to ii. Tal>. 4s Nr 7; si. K .| u«.« 
tu«* HrchtlitlJMi vmi 1*0<> hrt'iCllr, |'V S. •«»•„* u. 'JuA. 

leckrl. Reiehsadelsstand. Diplom im Kurpfftlz. Reichs - Vica- 
riate vom 4. Juli 1792 für (ieor^ Joseph Merkel, Kurpfälz. Hofkam- 
merrath and Inhaber der leonischen Drathfabrik in Allersberg deren 
erste Einrichtung sich von sein' ::i Großvater herschrieb. — I>rei 
Söhne desselben: Johann Nepomnk v. IL, geb. 1774, Fabriksinliaber 
zu Allersberg, Carl Ernst, geh. 1777, ehemaliger Secretair des Ge- 
neral-Kreis -Commissariats des Oberdonaukreises zu Eichstädt und 
Jo«eph Anton, geb. 17H3, k. bayer. Stadtgerichts-Assessor in Augs- 
burg* wurdeu bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kg. Bayern in die- 
selbe eingetragen. Ans dem Alter dieser drei Brüder ergiebt sieh 
wohl deutlich, dass nicht diese, wie v. Lang sagt, sondern der Vater 
das Diplom von 1792 erhalten hat. 

0. Lmf. K. IT.«. W II .1 K*r. R»yiu. V. rj. 

Irekfrea. lerckrrra. Altes, niederländische* Adelsgeschlecht, 
welches bis rum 1 <>. Jahrh aueh im Cleve<ohen, GeldernVhen und 
Münster'schen vorkommt Dasselbe blüht noch jetzt in den Nieder- 
landen und schreibt sich Ileeekeren. 

Fmkn*. II S •■».. — Ft*,h. r. /.'«/'> </r. I S S^V h. III. S »71. - Suhmachtr, V. Zu-« :»7. 

lerkla«. Fin früher in lliiiterpommern begütertes, spater er- 
loschene« Ad« Kg* schlecht, zu welchem Martin II. gehörte. Derselbe. 
Vater von vier Söhnen, verkaufte 1601 meinen Antheil an dem Lehn- 
*qle Parrachin im Kr Lauenburg- HOtow und beoa«> aueh ein <»ut 
Pwlebitz, welches unter diesem Namen jetzt nicht aufzufinden ist. 

Frwik 9. U4*hyr, 1 *. .Vi*. 

■erklaa. (Schild geviert mit schwarzem, einen silbernen Löwen 
zeigenden Mittelschilde: 1 u 4 in Blau ein mit drei nahen Uo*fn 
belegter sehrftgnehter, nlberner Balken und 'j u 3 in Silber eine 
tebwarce Ureif*klaue). Kek'hnadelMitttDd. Inplom um 17(K) ftii Kil- 
hart Hecklan, herz, mrkleub.-strelitz. Hofrath. Vou den Nachkom- 
mea ttanden Mehrere, von denen ein Major v. IL, früher im Kegi- 
neote Graf v. Kunheim, im rension^tande 18:21 starb, in der k. pr. 
Armee und andere liefen <u-h in Holstein nieder, wo die Familie 
Groaten-Füntbeck bei Kiel au sieb brachte. 

Jl. Pr. A L. II. •». J*i. - Fi**ktrr #. &*'**«< . I i» »S- 



— 264 — 

ledemana. Rcichsadelsstand. Adels- oder Ritterstandsdiplon 
von 1653 für Hermann Friedrich H. und Bestätigungsdiplom des der 
Familie zustehenden Reichsadels aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrb. 
für Curt Ernst Christian EL. Zellischen Hofrath. — Ein aus der 
Grafschaft Diepholz stammendes, jetzt im Königr. Hannover durch 
zwei Güter zu Dorste im Grubenhagen'schen and durch das Gut 
Elvershausen im Güttingischen zu dem ritterschaftlicheo Adel ge- 
hörendes Geschlecht, welches im Anfange des 17. Jahrh. aas Esth- 
land in die hannoverschen Lande gekommen sein soll. — Was den 
Ursprung desselben anlangt, so hält man die Familie für eine deutsche, 
welche wohl mit dem deutschen Orden in die östlichen Länder ge- 
kommen ist, in welchen dieselbe sich in Lief-, Esth- n. Curland aus- 
breitete. Die Linie in diesen Ländern zu Korpes, Kursey und Lo- 
densee ist mit Wilhelm v. II., k. schwed. Obersten, 1649 erloschen. 
Durch den obenannten Hermann Friedrich v. IL kam die Familie 
aus Esthland auch im 17. Julirh. nach Holstein und zählte später 
auch zu dem meklenhur^ischen und preuss. Adel. Mehrere Glieder 
desGechlccht* standen in der k. preuss. Armee, von welchen nament- 
lich August FriedrichMagnnsv.il., gest. 1859, zn nennen ist, welcher 
bis zum Genera] der Oavallerie stieg. Die Gemahlin desselben, Adel- 
heid v. Humboldt, war Herrin auf Tegel, im Kr. Nieder-Barnin, wel- 
ches Gut durch die Familie v. Humboldt so bekannt geworden ist, M 
wie auf Burg Oerner im Mansfelder Gebirgkreise. 

Fr*ih. p. AY'.Ahc I. S. *«9— 101 u S. 4 HO. — llupel, Mntmali-n. I7R9. 8. 142.— II. Fl. 
4.-L. H. S. ».Vi. - br>*h. r ■/. k»**rh*ck . S. iSn. - Frrih. r. Lfdfbur, 1. 8. 33*. — JM* 

mathtr, V. III. — I..-\i«\ ..\-r :i<l -I. V i h.ium.irk. I/Twli. 41 Nr. 1»2 u. 8. «9. - Utk- 

knh. W.-ll. Tnl.. 21. Nr. 7.'. i,. s 2:«. - W.U. ,i. Kur. Il.mii..v. K. I. u. 8. 9. — JTamcM». 
I. S. Iv.i ii l-Mi. r . //./*,,•, N. V.l.: W.-ll. Ilannox. Ail-I, Tnli l.S it. S. 14. 

Hederich, Ritter u. Edle, Keich<adels- u. Kitterstand. Adelsbe- 
stätigungsdiplom von 172s für Dominik v. Hederich, k. k. Oberein- 
nehmer der Haupt- und rothenThtirmmauth u. Ritterdiplom für Den- 
selben von 1731, mit dein Prädicatc: Edler v. 

M"j*rl* r. Xtu'ifri.i. Ki.:. -Hil. s IM u. 3H. 

Heddesriarff, Irrirsdorf , früher laidisdorf , freihrrrea (in Blau eil 

schrägrechter, silberner Balken, mit drei rothen. die auswendige Seite 
zeigenden Seemuscheln, der Lange nach belegti. Altes, zur Rhein- 
landischen, später auch zur fränkischen Keichsritterschaft gehöriges 
Adelsgeschlccht, welches nicht mit der fränkischen Familie v. Het- 
tersdorff, s. den betreffenden Artikel, verwechselt werden darf« an 
dem gleichnamigen Stammsitze in der Grafschaft Wied. — Yspart 
v. Haidisdorff der Alte lebte schon 1371 und Sprossen des Stammes 
waren, wie in früher Zeit, so auch später Mitglieder der erzbiseb. 
Mainzer u. Trierschen Domcapitel. — Aeltere genealogische Nach- 
weise giebt Humbracht, die neuere Stammreihe aber ist folgende: 
Freih. Johann Lothar, gest. 1701: Johanna Eva Kreiin v. Boineburg- 
Lenesfcld; — Emmerich Joseph, gest. 1781, Ober-Jägermeistern 
Coblenz: Maria Jo*epha Freiin v. Speth zu Zwicfalten; — Frans, 
gest. 1825: Maria Anirelica Freiin v. Blochbausen, gest. 1817; — 
Freih. Pari, treb. 1800, 1856 Haupt der Familie. Als Bruder dessel- 
ben wurde, neben drei Schwestern, genannt: Freih. Joseph, geb. 1818, 



— 265 — 

k. preist. Landgerichts - Assessor za Cöln. — Von den Geschwistern 
des Freiherrn Frans vermählte sich Freiin Margare tba, geh. 1780, 
alt Friedrich Freiherrn t. Pape, genannt Papias, Erbsfilzer za Werl. 

Bm**rmckt, T.b. 93. — 9. Hatt*t*im, f. «. 291. — Ettor, 8. 64. — 8alp*r, 8. 559. 697 
«. 14«. — M. Gvnral. Ilandb. 1777. 8. 109—112. 1776. I. S. 318-315 u. Nachtrag, 8. 64. — 
firtik. 9 L*debmr, I. 8. 33*. - Q*m>al. Tanrhenh. d. fr*»h. Hin«. 1855. 8. 250 11. $51 und 
1*54. 8. 294 u. *95 — Sieb machst, II. 7.': >. Hedtradorf. Frinkiarh (da» FHd ist golden). - 
P«ldal«rh«r "tlrtatlender. - r. JrVrfi»?. II f. 8 %Wl 11 253. 

ledl t. Traaeafels. Höhmischer Adelsstand. Diplom von 1735 
Ar Johann Leopold Hedl, k. k. Secretair der Statthalterei in Böh- 
men, mit dem Prädicate : v. Tranenfels. 

thy+rU r. Jr«Af/Wrf. Rrg.-Bd. 8. 318. 

fahriger, ledewiger. Schlesisches Adelsgeschlecht, ans welchem 
später die Grafen v. Sponeck, oder Sponneck, s. den betreffenden 
Artikel, hervorgegangen sind. Als Stammvater wird Balthasar v. Hed- 
wiger genannt, welcher unter K. Carl gefochten und den Adel erhal- 
ten hatte. Von den Nachkommen war Christoph v. Hedwiger, gest. 
1623, Fürstl. Liegnitz-Brieg'scher Rath, Herrauf Kaiserswald, Bärs- 
dorf o. Golsdorf und hinterlies zwei Söhne, Christian und Johann 
Geonr. Letzterer, gest. 1 682, besass Gohlsdorf u. war in zweiter Ehe 
■it Anna Rosina v. Pogrell vermählt. Die aas dieser Ehe stammen- 
den vier Kinder, Georg Wilhelm, Anna Sabina, Johann Christoph u. 
Johann Rudolph, wnrden 2. August 1701, mit dem Namen: Grafen 
?. Sponeck, in den Grafenstand erhohen. 

Bimmpiu*. II N. r>+: im Anfange de* Artikel« Or. v Sponeck. — Vr*ih. 9. l^Htbmr . I. 



leeg. (Schild geviert: 1 u. 4 in Silber auf grünem DreibQjzel 
ein zam Fluge geschickter, einwärts gekehrter Vogel and 2 in 3 
in Blau ein gekrönter, doppelt geschweifter, goldener Löwe). Kur- 
pfllzischer Adelsstand. Diplom vom 5. März 1782 für Johann Bap- 
tist Heeg, Rentkammerrath in Amberg. Derselbe, geh. 1748, wurde 
als k. bayer. qtiiesc. Landes- Directions-Rath in Amberg bei Anlegung 
der Adelsmatrikel des Kirr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

w Immif. 8 .173 W.-Il. d K*r. H»>-Tr.. V. 99. 

leeg aaf leegberg. Edle (das Wappen deicht ganz dem im vorste- 
henden Artikel angegebenen Wappen). Kurpfälziscber Adelsstand. 
Edeln .-piom vom 19. Juni 1787 für Georg Heeg. Regierungsratb zu 
BarghaiL «j und Haupt-Salzbeamten zu St. Nicolas bei Passau. Zwei 
SOhne desselben, Franz Heinrich Edler v. H., geb. 1771, k. bayer. 
Rentbeamter in Frauenstein und Max Wolfgang Edler v. H., k. hayer. 
Hauptmann, wurde bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. Bayern 
iri dieselbe eingetragen. 

• L**?. •«. 173. - W R d K*r Ray«m. V. Iftft 

leeau, Elfter. Reichsritterstand. Diplom von 1706 far Arnold 
v. Heetns, k. k. Residenten zu Haag und fnr die Brüder desselben, 
Jobann und Norbert Jacob Heems. 

M*'jerU r HiMf'l.i . F.r,tä'ia. Rd N IM 

leewsllrrh, leemaerfke. Ein aus Amsterdam stammendes, frei- 
herrliches Geschlecht, welches im 17 u. 18. Jahrh. in den Vereinig- 
ten Niederlanden blGbte. 

Qmmk9, I. 8. «Ol u *0*i. 



— 266 — 

■eeremmin r. Whapfen, Freiherren, s. Wimpffen, Freiherren. 

Heeremann ?. Znydwyk, Freiherren (in Gold ein in zwei Reihen von 
Roth und Silber wecken- oder rautenförmig geschaehter Sparren). 
Französisches Reichs- Itaronat und im Kgr. Preusscn anerkannter 
Freiherrenstand, ttaronats- Diplom von 1809 für Engelbert Anton 
H. v. Z. oder nach Anderen von 1810 für Werner Heere mann v. Zuyd- 
wik, Herrn zu Kemperfeld und Herstelle (im Kr. Höxter) nnd Bestati- 
gungsdiplom des der Familie zustehenden Freiherrnstandes v. 5 Not. 
1845. — Altes, ursprünglich ;ius Dänemark und Schweden stammen* 
des Adelsgeschlecht, welchem der freiherrliehe Titel zuerst 1695 in 
Urkunden vom Könige Carl II. v. Spanien und in anderen Documen- 
ten dieser Zeit beigelegt wird. Die Vorfahren der spateren Freiher- 
ren IT. v. Z. wendeten sich zeitig in die Niederlande, in welchen da* 
Geschlecht ansehnliche Lehens- u. Allodial-Güter erhielt, sich bald 
weiter ausbreitet«», der holländischen Kitterschaft einverleibt wurde 
und um 1400 bereits im Domcapitel zu Utrecht sass. — Die spätere 
Stammreihe ist folgende: Sylvester, Sohn des Nicolaus v. IL, naha 
um 1600 von der ihm zustehenden Herrlichkeit Znydwyk das Pradi- 
cat an : Anna v. Swieten: — Diderich: \nnu v. Ramp zu Rollandt; — 
Friedrich Jacob. Herr der Herrlichkeiten Lisse, Znydwyk, Hagesteya 
und OiHcgyn: zweite Gemahlin: Elisabeth Baronesse de Scherpenzeel 
zu Rümpt, Herrin der Herrlichkeiten Rttmpt und Vronesteyn; — 
Friedrich Willu ! n und Franz Ernst, Gebrüder, Stifter der beiden 
noch jetzt blühenden Linien des Stammes, der älteren u. jüngeren. — 
Was die ältere Lii:ie anlangt, so zog Friedrich Wilhelm, Herr zu 
Oudegyn, nach Westphalen in das Ffirstenth. Münster und vermählte 
sich mit Theresia v. Amelunxen. Der Sohn aus dieser Ehe, Carl 
Heinrich, gest. 180^, Herr zu Snrenburg und Nevinghof, Fürst bisrh. 
Mün-ter'scher Kammerherr, vermählte sich mit Clara Franzi«» 
Freiin v. Merode. ge^t. 182!) und aus dieser Ehe entspross Matthias 
Alexander, gest. 1*54, Herr zu Surenbure, Nevincrhof, Moser, Hil- 
trup, Wienburg und Grevinghof etc. in Westphalen und der Herrlich- 
keit Liese mit Dever etc. in den Niederlanden, verm. mit Clara An- 
toinette Freiin v. Oer, geb. 1800. Von Heiden stammt das jetzige 
Haupt der alteren Linie: Freih. Maximilian, geb. 1826, Herr der 
väterlichen Güter, verm. isr><) mit Franzisca Freiin v. n. zu Fttrsten- 
berg zu Körtlinghausen. geb. 1834, aus welcher Fhe ein Sohn lebt: 
Clemens, ijeb. 1800. Die Schwester des Freih. Maximilian, Freiin 
Anna, geb. 1825, ist mit Friedrich Freih. v. Wrede-Melschcde in 
Melschede vermählt u. der ISruder, Freih. Clemens August Antonio«, 
geb. 1832 ist k. pr. Lieut. a. D. und Rcgierungs-Referendar. — Der 
Stifter der jüngeren Linie, Franz Ernst, s. oben, zog in das Erzstift 
Coln, vermählte sich mit Maria Anna Freiin v. Wrede-Melschede und 
von seinen Söhnen setzte der dritte, Engelbert, den Stamm fort. Leti- 
terer, gest. 1810, kurf. mainzischer und k. franz. Kammerherr, w»r 
mit 1 erdinandine Freiin v. Haxthausen, gest. 1851, verm. u. ans dieser 
Ehe stammt da* jetzige Haupt der jüngeren Linie: Freih. Werner, 
geb. 1806, Herr zu Burg -Herstelle und Kemperfeld im Fflrstanth 



— 267 — 

Paderborn, Teno. 1832 mit Ferdinandine Freiin v.Wrede-Melarkede, 
geb. 1811, ins welcher Ehe, neben einer Tochter, Maria, geb. 1848, 
drei Söhne leben, die Freiherren: Friedrich, geb. 1835, k. k. Rittm. 
ii d. A., Werner, geb. 1840, k. pr. Lient und Carl Hubert, geb. 1845. 

Otnral. TM«*h«ttb. d. frwih. Hluttr. 1*54. S. 2W-2M. 1*5«. 8. 2<*5 u. '.'9ri. !*4H. 8. 251 
«. I4C1. Ä. 357 u. .15». — AVWA. r. LnUhur. I. S. 31« u. 333 u. III. H. '.»73. — Sirbm,icJ*r. 
V. Xa« tO - W. H. d. Pr"UM. Rh»lii|trf»v. T. Tat» 53 Nr JOA n. 8. 52. 

leerfarta Böhm. Adelsstand. Diplom vom 13. Mai 1642 für 
Martin fleerfurth. 

t H'Uhaeh, I. S. »25. 

leennann, Ritter. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1707 
für Enoch Christian Heermann. 

M".'rl* t. Mühl/tM. F.r*Ri.i.-Bd. 8. IM. 

leese, ?. d. lee«, leess, aacb Frclherrm. Erblftnd. Osterr. Frei- 
herrnstand. Diplom von 1790 für Joachim Albert v. Hecss, .kais. 
Reicbshofrath. — Altes westphalisches und rheinlftndisches Adels- 
feschlecht, welches in We^tphalen im jetzigen Kreide Siegen den 
Stammsitz Heese schon 1291 inne hatte. Nach I f umbracht lebten 
in Ende des 13. Jahrh. zwei Prüder, Hermann und Gottfried v. d. 
Hee*. Von Ersterem stammten die spfiteren Linien zn Hodinghausen, 
Heesfelde. Rauhenthal und Pcttenau (Pcddenoy), von Letzterem die 
?. d. II. zu der Heese ab, über welche Linie Humbracbt genauere 
Nachricht gieht. Von Gottfrieds Nachkommen hatte Philipp drei 
86bne. von welchen der Jüngere, Philipp (IL), den Stamm fortsetzte. 
Von seinem Urenkel, Georg Ludwig, kurmainz. Oberstlieutenant und 
rommandanten zu Koniustcin, stammte Johann Philipp Dietrich, Herr 
in Hodinghansen, kurmainz. Geh. -Roth. Rurggraf zn Starckenberg n. 
Ober- Amtmann «h r RergstrnsM», welcher 1717 mit Hinterlassung meh- 
rerer Söhne starb und schon mit dem Freiherrntitel vorkommt. Von 
«einen Söhnen war Friedrich Anton berei's 1 706 kurmainz Geb. -Rath 
und Ober- Amtmann /u Starkenherg und ein anderer Sohn kommt 
noch um 1730 aN kurphälz. < : eh.-Rath und Ober- Amtmann zu Stark- 
kenbergk «*o wie als Herr auf Hodinghausen vor. — Der Stamm blühte 
fort und Johann Wilhelm Anton v. d. Heese wurde laut Eingabe d d. 
Esten. 14. Nov. 1H29, in die Vdelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz, 
and zwar unter Nr. 153 der (lasse der LdelMite. eingetragen. 

Hum*>f*:*t T ■■•• 7'* u «O - r. /fattitritt, I. N. T*J- ***S - f/aukr. I. H. ml und -03. 

- r»«#r. n<r«i««»i- '{iitr.rtuft. H 37. - N. Vr \ I. V s ?>| _ >y«A r /.*,/M«r . I 

» 113 « III H in St'hmn'hrr, V. Zu«. t< - 9 St*.**n, T»h. 37. Sr. 1 u J. Auf pJ 

u Mrl in W -H. III I«.« - /.'-'Mi, Kl'ni'-til W.-rk. II -ii. - W.-B. il l'r-ii«v Mi-inpr*. 

tlut. | T«»» ^S. Nr 1"« u. S \1 

■ersten, lebten. Alte« holsteinische« AdeNgeschlecht, welches 
to lire»te auf d«»r He»*st zu Rett wisch u. Trem«hüttel sass nnd au* 
welchem 1590 nur noch Zwei lebten, worauf der Stamm um IBIS er- 
loschen ist. 

rt /T y>U*r Iwhr % d-in <»-«rhl. t H--«t«n K i»i««. 17*4 N. F»t %.-!.. V. » 

?;t — >",*»* i> i.s.itKn, , | ft S.a. — r. UVtf/iAn^M M«.n«ta tn*riit. I T»»i D 

IrfrU. AdeU-tand des Kgr. Ra\erii. Diplom vom 21. Apr. 1820 
für ChrMian Jai oh Heffel«, k b«\-r Kcgi<Tung*-Rftth bei der Kam- 
mer der Finanzen des Kiirkreises. 

t L<Mmy, «n|t|-i. «• l«»7. - W.-ll. d. Krff- lia)rra, V. 10»». 



— 268 — 

leffener. Reichsadelsstand. Bestätigungsdiplom von 1723 für 
Franz Heffener, k. Reichshofraths-Secretair. 

Vrgtrlt r. Mihi fehl. Kr*.- IM. H. 813. 

Hefner, Ritter a. Edle. Reichsritterstand. Diplom von 1806 Ar 

Peter Joseph Hefner, k. k. Rath, Concipisten der Reichshofcanilei 
und adjungirten Reichshofraths-Secretair, mit demPr&dicate: Edler v. 

U-yerle r. NikhUthl, Krji.nd. S. 151. 

Hefner (Schild durch einen blauen Fluss quergetheilt: Oben in 
Schwarz ein wachsender, goldgekleideter Mann (Winzer), mit rother 
Leibbinde und goldenem Stulphut. in der Rechten eine grosse Wein- 
traube, in der linken ein Messer haltend und unten von Silberund 
Gold schräg gerautet). Kui pfälzischer Adelsstand. Diplom v. 30. Juni 
1787 für Job. Christian Joseph Hefner, Neuburgischen Regierung»- 
rath, Sulzbaehischen Rath und Pfleger zu Heideck nnd Hilpoltstein. 
Derselbe stammte aus einer ursprünglich fränkischen Familie, welche 
1583 einen Wappenbrief erhalten hatte und t630 in die obere Pfali 
gekommen war, in welcher dieselbe erst zu Floss wohnte, später aber 
nach Augsburg u. dann nach München kam. Von dem Empfänger des 
Adelsdiploms entspross (>corg v. II., Bürgermeister u. Steuerherr der 
freien Reichsstadt Augsburg u. von diesem stammte der bekannte 
bayer. Palaeograph Joseph v. H. — Der Stamm hat fortgeblüht u. u 
demselben gehört der Sohn des Joseph v. H.: Otto Titan v. Hefner, Dr. 
phil., welcher sch^n über zehn Jahre unausgesetzt für die Heraldik u. 
die derselben verwandten Studien mit mögliebster Kraft thätig gewesen 
ist. Zuerst gab derselbe das Dd. I. S. XVI angeführte grosse Wap- 
penwerk heraus, schrieb dann ein Handbuch der Heraldik, 1. Tb.: 
Theorie der Heraldik und andere Schriften, hat jetzt, neben eine« 
heraldischen Original-Muster-Ruche, ein Neues Allgemeines Wappen- 
bnch, desseu eMe u. zweite Lieferung den in Hannover und Brann- 
schweig blühenden Adel betr>ffen, begonnen und ein vouder k. bayer. 
Regierung unter dem 19. Juni 1801 autorisirtes heraldisches Institnt 
in München eröffnet, auf welche Unternehmungen die Redactioo 
dieses Werkes hier aufmerksam zu machen sich erlaubt. 

r. Inni, < 37U u. 171: * H-ffu-r. — W ll. .1. Ki:r. Ilawii. VI. 1. - r. lUfnrr. hm*»r. 
A<t-1. T.ili. !»ii ii. H. -S. 

Hrfner (in Rlau ein schrhgrechter, mit drei rothen Rosen beleg- 
ter, goldener Balken). Adelsstand des Kgr. Rayern. Diplom vo« 
22. Nov. 1814 für Franzlgnaz Heinrich Hefner, k. bayer. StaaNrath in 
Aschaffenburg. Derselbe stammte aus Mainz. Die Familie hat 1854 
die Krlaubniss erhalten, den Beinamen : v. Alteneck führen iu dürfen. 

r. Im?. K - : * 74 - W--B. «J'i K^r. Ilayern. VI. I 

lefner f. Adlersthal (in Blau drei, 2 n. 1, weisse Kannen). Erb- 
läud.-östtrr. Adelsstand. Diplom vom 23. Aug. 1785 für Georg Fried- 
rich Hefner, k. k. pens. Oberst Wachtmeister, mit dem Prädicate: v. 
Adler<thal. Kin Sohn desselben, Franz Bernhard H. v. A. geb. 1783, 
k. bayer. Lieutenant, wurde bei Anlegung der Adelsmatrikel des Kgr. 
Bayern in dieselbe eingetragen. 

Vr.j*rU r. I/üU/>/./. Kr^.-Iiil. S. .113 - r. L«*>i . Kiip|.l. S. 107. - W.-B. d. K<»»i|T. 
Ba)cru f V. 1UU. 



— 269 — 

lege, ?• der lege (in Silber der Kopf a. Hab eines schwarzen 
Hendes, oder Wolfes). Westphälisches , mit den Gütern Hoetmar, 
Seppenhagen a. Velraede in den jetzigen Kreisen Wahrendorf, Beckum 
and Hamm begütertes Adelsgeschlecbt, aus welchem Caspar v. d. 
Hege der Jüngere noch 1614 auf dem Landtage zu Arnsberg war. 
Bald nachher erlosch der Stamm. 

Frrik. r. Udebur, I. 8. 83.1. - Siebmacher, II. 114. - 9. Steinen, II. Tab. 85. — 9. V*- 
4tn 9 . II. 8. 240 u. 241. 

legen (in Silber ein rothes Schlangenkreuz). Niederrbeinisches 
Adelsgeschlecbt, welches im Rathe der Stadt Neuss sass, 1488 Nie- 
dercasse) anweit Neuss, 1566 Alffen und 1580 Aldenbof bei Havert 
im Kr. Heinsberg besass und in der Mitte des 17. Jahrh. erloschen ist. 

Fakn*, I 8. 144 - Frei*. 9. Lettehur, I. 8.838. 

legeaer (Schild gevie'rt: 1 u. 4 in Blau ein an die Theilungslinie 
angeschlossener, halber, schwarzer Adler und 2 und 3 in Gold ein 
aas Wolken kommender, silbern geharnischter, einen Pfeil haltender 
Arn). Adelsstand des Kgr. Preussen. Nähere Angaben über das Di- 
plom fehlen. Bereits zu Knde des 18. Jabrh. standen Officiere dieses 
Namens in der k. preuss. Armee. 

n. Pr. A.-L. II. 8. 3&»i u. V.8. 221. - Frtih. 9. Ledcbu, . I. 8. 333. — W.-B. d. Piydm. 
MoMrrh. III. 42. 

legtimiller, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Di- 
plom vom 28. Mai 1650 für Wenzeslaus Hejtenniüller v. Dubenweiler 
Herrn au Albrechtsberg an dir Bielach, Oberranna, Aggspach etc., mit 
dem Titel: Freih. zu Albrechtsberg an der Bielach. — Altes, ur- 
sprünglich schwäbischere;. »schlecht, welches, seit 1516 in Oesterreich 
bekannt and sesshaft, im Ilerrenstande blühte. Im genannten Jahre 
war Georg Hegenmüller kaiserlicher (ieh. Hofcanzlei-Schreiber und 
der Sohn desselben, Hans H., der Rechte Doctor, k. k. Hofcauzler, 
werde 1568 mit dem Adelsstande, mit Wappen und einem Lehen bei 
Mannswcrdt begnadigt. Derselbe, gest. 1584, warverm. mit Cathariuu 
Marschalk. verw. Weiser und von ihm läuft die Stammreihe, wie folgt, 
herab: Johann Huprecht, gest. 1633, Herr zu Albrechtsberg, Ober- 
ranna u Aggspach, zuletzt Landesmarschall in Niederösterreich und 
k. k. Geh.-Rath, seit 1623 den neuen und seit 1633 den alten <ie- 
ichlechtem des Niederösterr. Kitterstandes einverleibt : Maria Mag- 
dalena Weitmair; — Freih Wenzeslaus, s. oben, gest. 1667. uieder- 
foterr. Regiments- u. Hofkammerruth u. 1. Sept. 1651 mit dem Krb- 
land-Küchcnmcister-Amte in Oesterreich ob und unter der Etuis be- 
lehnt : Hosina (Katharina Püchlenthner v Sunzing; — Jobann Rup- 
recht, Niederösterr. Landrechtsbeisitzer: Anna Margaretha v. Liu- 
d^Kg; — Johanu Franz, verwaltete zum dritten Male bei Nied< rftssterr. 
hrbhuldiftungen noch 1740 das Krb-Küchenmeister-Amt: zweite Ge- 
mahlin: Marina Regina Ulrice Freiin v. Schwarzenau; — Johann Jo- 
seph Franz, Rest. 1752: Johanna Josepha Freiin v. Leysscr; — die 
Gebrüder: Johann Joseph, k. k. Hauptmann, Johann Albert seit 17*6 
Dompropst n. infulirter Prälat zu Budweis und Johann Carl, 171)2 
noch in k. k Kriegsdiensten. Ob Johann Albert n. Johann Carl den 
Stamm fortgesetzt, i*t nicht bekannt. 

Wtfriti, iv. «. i»~m. 



— ,270 — 

leger. Altes, braunschweigiseues Adelsgeschlecht, welches um 
die Mitte des 16. Jalirh. im Maiiiisstaiiuue mit Christoffel v. H. er- 
losch. Mit der Tochter desselben. Ottina, welche im Kloster Catlen- 
burg im Grubenhageuschen war, ging 2. Sept. 1574 auch der Name 
des Stammes aus. 

I.etiHfr, linsi. Itrlu- Chronik. -V 171. i.. — Sifhmac>>er . II. IM: \. U.. Hraub«eb»«i- 
(Kin'h. — r. -Vri/f«y, Ml. S. "J.'i3. 

Hegewald!, IJöhmUcher Adel*- u. Frcihcrriistaud. Adels- Diplom 
vom 0. Apr. 1649 für Georg 11 ige wählt und Ireiherrndiplora vou 
1716 für Kudolph v. H. - Franz v. H. war 1719 Herr auf Berghoff, 
Klein- und Wenig-Mohnau und Peter>dorfl' ins Scbweidnitzi&chen. 

Frrih. t . Ai-i/» '"/' . I. •**• 333. 

■eggelbarh. Ein früher zu dem schwäbischen Adel zählendes Ge- 
schlecht. 

e. Hattsttin. III. Suppl. S. ill. — SifbiuactiT, 1. 1 lr«: v. II. PrhwiliUch. — w. Mtdimf, 
II. S. 341. — Mi|»|il. zu Su-I.iii. W.-H. VII. -J^. 

leguenberg-Diiij irafea. Ueichsgrafenstand. Diplom im kur- 

pfulz. Keichsvicariatc vom 5. Sept. 1790 für Georg Au ton Ludwig f. 
u. zu Heguenberg, genannt l>ux, Herrn auf Ober- und Unter-Dolling, 
lllmerdorf u. Schlcckersteiu, kurpfalzb. Kamm., w. Geh.-Rath etc. — 
Der Stammvater der u raten v. Hignenherg-Dux i>t (ieorg Dux, na- 
türlicher Sohn des Herzogs v. L>a)ern,\\ llhelin IV. , u. der Margaretba 
v. Hausen. Als Ersterer sich mit einer Hotdame, Wandula Pault- 
torffer, verlobte, Verlieh Letzterer demselben 1. August 1542 da» 
Schlots Heguenberg, welche* früher der Sitz eines gleichnamigen 
Adel>geschlechN gewesen -u. des>en Nanu* nun dies«» Familie annahm. 
— Die spatere Stammreihe der ramilie liet, wie folgt, fort: Georg 
Anton Joseph v. u. zu Heguenberg, gen. Dux, geb. 1660, gest. 1746, 
kurb.iyer. Kämm. , deh.-luith u. Hotraths- Präsident: Maria Au tonia 
Veronica Grf. v. Prcysiug zu Altenpreusing, gest. 1743; — Georg 
Benno , gest. 177b, kurbayer. Kämm, und des kaiserl. Landgericht! 
lüischbcr« A>scssor: Marie Sophia Freiin v. Sazenhofen, gest. 1780. 
-- Gral (ieorg Anton Ludwig, ». oben, geb. 174b: Maria Catharioa 
Grf. v. u. zu Daun t venu. 1774 ; — (ieorg Maximilian Joseph, geit 
lb3ö, k. bayer. Kammerh. u. Oberst: Maria Anna Kupertiue Grf. f. 
Seinsheim-Weug, gest. ls4S; — Graf Friedrich, geb. lblü, jetziges 
Huupt der Familie, Herr der Herrschaft Hof-Hcgueubcrg im Landge- 
richte liruck obcr-liaycms, k. ha) er. Kämm. u. erster Präsident der 
zweiten Standekammer, venu, mit Jo>epha Freiin v. Gebsattel, aus 
welcher Lhe, neben zwi i Töchtern, Fr.iir/i*ca, geb. 1S4S und Maria 
Amalie, geh. ItsVl, ein Sohn: Grat Lothar, geb. 1S47, stammt. — 
Die Schwester des Grafen Friedrich, Grf. Amalie, geb. Ib05,hat 
sich 1S30 mit Carl Dianas Dückcr Fieih. v. Haslau auf Urstein uod 
Winkel, Salzburg. Landstande, vermählt. 

f. l.iinj. s. .\\. - lt. ut- !••■ (•r.il.iili. .1. <•-j.nw.irt. I. S 3.*. 7 u. A'&+ u. III. S 47*. — 
«•«•IM«]. I ni< ii. iil.. .| jrid II. in- r, I --..'. >. (ti. u . hi-r.r. Hm-Hi. S. M*. — SappIrB n 
M.-I.iii. W.-Il. Ml. .►: Kr- Hl. \. II. — W.U. .1 K-:r. lUvm. 1. *•• <i r. » ••/••*>/ n. Aiilh. I.. 
Jir. v II. 

Heheuielie, Hemell. Längst erloschenes, zum Fuldaischen Lehus- 



— 271 — 

böte febörendes Adelsgeschlecht. Johann H. wurde 1376 and ein 
Anderer dieses Vornamens 1397 belehnt. 

SrftaaMf, 5. 99. - r Jfatf«?, II. S. 241. 

leha f. Raseahaim, Edle. Krbland. -österr. Adelsstand. Diplom 
ron 1788 fftr Franz Andreas Heiin, Prachiner Krcis-rommissar, mit 
lern PrÄdieate: Edler v. Hehn u. Kosen ha im. 

M*y*rl* r. Mühtfld. Krmiiic.-Rü S 315. 

leide, s. Hay de. 

leidekraad, s. Huydebraud. 

leMecker, Ireiherrea. Freiherrustaud des Kgr. Bayern. — Der 
L b#yer. Geiterallieutenunt Freib. v. Heidecker, Präsident des Geite- 
taJ Auditor iat 3 der Armee u. einstiges Mitglied der griechischen Ke- 
fMUchaft, htarb im Febr. löul zu München. 

■cMtfkergar ta ftres*. Kiu iu Niedersten*, im 15. u. 16. Jabrh. 
MTKekummenes Adels.gi schlecht, aus welchem zuerst 1416 u. 1420 
Stephan H., der Herren v. Meyssau Pfleger zu Ticrnslain, vorkommt. 
üpAler, 1503, bekam Wolfgang 11. durch seine Ehefrau, Ursula Mühl- 
felder, Schloss, (iut u. Dorf Dross u. erschien 1508 unter dem Hit- 
ferstande nuf dem Landtage zu Urcms; Wolfgang u. Christoph II. zu 
Uro** sa*»eii unt« i der I{itt»'i*M h:<ft 1524 auf dem Niederöaterr. Land- 
tage zu Wien u. Rudolph II zu I>ro>s war 1531 auf dem Landtage 
il Wien zugegen, besass auch noch 1534 das Schloss Dross. Die 
Wittwe u. dir Krben «li s-t ll>t u kommen noch 1541 in Freih. v. Puecn- 
batflifsehen Urkunden vm*. bald nach dieser Zeit aber erlosch der 
Stamm ganz. 

leiden, lajdra, tarn Freiherren (SLju nwappen: im Nchilde drei 
Ȇberne Querbalken, bald in Schwarz, bald iu Rlau. buld in Koth, 
Mrh kommen blaue Balken in Silber vor Ftlr das Richtigere wird 
Silber in Blau gehalten. Die Freiherren führten theils nur das ein- 
fache Stammwappeu , theils vermehrt mit dem v. Kettlcr'schcn Wnp- 
|ien: in Silber ein rother Kesselhaken;. Keichsfreiherrnstand. Di- 
plom von Ki55 för Georg v. Heiden zu Hiucli u. Schönrad. — Alte*, 
vettpualisclies , niederrhcinlaudisches und niederländisches Adelsge- 
heblccht , welche^ M-hmi 117s in Westphaleu das gleichnamige dut 
na jetzigen Kreide Borken b< -ass, \flm 15. bi* 1H. Jiihrh. mit fielen 
litt er n angewesen war u. in mehreren (ilirderu Muhte. — Die imlini- 
liehe Nachkommenschaft von des Freiherrn (icorg ältestem Nihue, 
I liedrich treib, v. II. zu Biurh und Hhade, welche nur da* St.inuii- 
»appen führte, erlisch mit seinen Knkeln, die des /weiten bohuc* 
iber, de* Freiherrn Gottfried zu Schoui.ide und Bücke, siegelte mit 
dem vermehrten Wappen. Zu Fi stirer geholte Freiherr l-erdiuaitd 
Sigitmund, dessen Wappen (die Balken iu Koth) der Magd« buigisrbc 
Stift«-(*alender von 1724 mit der l'ebn>chrift : au* dem Hause Bruch 
lum Cliff gieht. Da* <iut Wohnung im Wingum im Kreide Ah,iu<*. 

welche» der Familie bereits h'»32 zuMaud, blieb im Be>iUe dcr*vlbm 



— 272 — 

und nach Bauer, Adressbuch, S. 92, besass 1857 dasselbe Theodor f. 
Heyden, k. Landrath. 

Dit h mar, H. »r.. _ r . Stemm. IV. S. 7.i4. — ftiAn*, I. 8. 144. — »«'*. ». L*d*bmr. I. 
S. 383 ii. 331. - Sitbmachrr. 11. ll*. v. II.. Khtfinläiidisrb. — r. Mrjimy, II. 8. 24J:Frvih. 
v. HvidHu. — Suppl. zu sieliin. W.-B. I. 3n u. II 10t Freib. v. H. 

Icideu f. Ajnsrh, Neydeu v. Rausch, ?. der leiden, gesaut Ilnsch 
mm kaltenheff , aneh Freiherren (in Silber ein rother Riug). Altes, west- 
phälisches und niederrheinisches Adelbgeschlecht, welches das Gut 
Rynschc Ward bei Wesel, von welchem die Familie den Beinamen 
annabin, bereits 1379 besass. Das (Geschlecht erwarb später mehrere 
andere Besitzungen, hatte 1672 und später Kaldenbof im Kr. Hamm 
iune, kam auch nach Ostpreußen u. blühte fort. — Dietrich Johann 
v. d. II., genaunt R., starb 1729 als k. preuss. Generalmajor von der 
Infant, u. Gouverneur u. Oberhauptmann zu Cfistrin. Der Vater des- 
selben war Elbert v. d. H., gen. R., Drost zn Hamm, verm. mit Catha- 
rina v. Span. — Nach Bauer, Adressbuch, S. 92, war Jö57 Friedrieh 
Freib. v. d. Heyden -Rynsch, Amtmann des Amtsbezirks Westhofen, 
Herr auf Haus Ruhr bei Dortmund. — Derselbe ist ein Nachkomme 
des Generalmajors v. d. II. 

N. I»r. A.-L. II. S. 3Vi u. 3.*». — Freih. r. I.*i*h*r. I. H. 334. - r. Steint». I. Trt. I. 
Nr. 3. - r. Mnliny. II. S. Stf»",. 

leiden , longart-leiden (in Silber ein schwarzer Querbalken ?on 
drei, 2 u. 1 , rothen Kesselhaken begleitet). Altes, rhein ländisches 
Adelsgeschlecbt aus dem gleichnamigen Stammsitze bei Aachen, wel- 
ches im 15. Jahrh. erloschen ist. Der Stammsitz Heiden kam in der 
Mitte des IG. Jahrh. in den Besitz einer der beiden Familien v. Bon- 
gart, welche von dieser Zeit au nicht nur das Bongartsche Wappen 
annahm, sondern sich auch Heiden und ineist Bongart-Heiden nannte, 
s. den betreffenden Artikel, Bd. II. S. 555 u. 556. 

y,ihnr. I. S. 4J. - h'r*,h. r. /,..#- '-*//-. I. S. 334. 

leiden, s. Heyden. 

Heideuheim, anrh Freiherren. Altes, schwäbisches Adelsgeschlecht, 
•1 ssen Stammsitz wohl die im Schwaneufclde unweit Gelungen an 
der Altmühl gelegene Stadt gleichen Namens war und aus welchem 
nach Burgermeister ein Sprosse zum Bischof von Augsburg erwählt 
wurde. — Friedrich v. Ii. war mit einer Payer v. ilagenwyl vermählt, 
erhielt mit derselben Schloss und Herrschaft Klingenber^, jiach wel- 
cher die Nachkommen sich nannten und lebte um 1440 am kaiser- 
lichen Hofe. Später, 1713, kommt Alexander Marquard Freih. v. IL 
als Ausschussmitglied der schwäbischen Keichsrittei&chaft an der 
Donau vor, mit ihm aber hören die bekannt gewordeneu Nachrichten 
über die Familie auf. 

Gnul.? . I. N. *0«i ii. -mV.» nacli : Hut'ttui, III. nun Hunjn mnsttr , vnia SrhwibtackM 
Ki'irh«:idrl. — Sii|i|ii«-iiii>nt- /u Sii'».m. W.-H. II. V 

leidenreieh (in Silber ein Shiinm, aus welchem drei Zweige mit 
Eicheln und Blättern hervorwachsen). Adelsstand des Kgr. Preussen. 
Diplom vom 10. Juli 1803 für Carl Ludwig Heidenreich, k. pr. Geh.- 
Rath u. Ober-Tribunals-Präsidenten. 

v. //W//..I-'.. l.s .'.27. - X. I»r A -L. II. s. 3.'i7 u. III. S. 5. - FrtiA. r. Ltdebur, L 
0. 984. - W.-Ii. d. l'rvuf*. ftl.march. III. 43. 



— 273 — 

kMenrctefc. Ein in Preussen vorgekommenes Adelsgeschlecht, 
tu welchem mehrere Sprossen in der k. preuss. Armee standen. Zu 
denselben gehören: Ferdinand Leopold v. H. , gest. 1836 im 82. Le- 
bensjahre , früher Oberst bei der Artillerie und spater Generalmajor 
i.D., welcher nur zwei Töchter hintcrliess. Der Bruder desselben 
rar 1806 Stabscapitain im Feldjäger - Regimente und starb später 
ebenfalls im hohen Alter als Oberst u. Chef der 7. Garnison -Coropagnie. 
MeWittwe desselben, geb. Vithosius, starb 1851. 

■. Pi% A.-L. H.H. M7. — Freik. r. ls*4*hur\, !. 8. 334. 

leMenrrir h , s. Heydenreich. 

■eidewutefa. Polnischer Adelsstand. Diplom vom 26. Mai 1585 
lr Reinhold und Conrad Heidenstein. Reinbold v. H., gest. 1620, 
Herr auf Solencin u. Pantau in Westpreussen, war Geh. Secretair der 
Ktaige 8tephan Sigismund in Polen und nahm von dem ersteren Gute 
ton Beinamen: Solecki nn. Der Sohn desselben, Johann Reinhold v. 
fL wurde 16!K) Castellnn von Danzig u. mit seinem Sohne, Melchior, 
ging später der Mannsst.imm des Geschlechts aus. 

Frttk. 9 t.*iW'itr. I. M. 3»» ii. III 8. :?73. 

leideithal. Kin aus Böhmen ins Brandenburgische gekommenes 
AdelsKcachlrrht. — Hans v. llcidenthal, ein Sohn des Balthasar v. 
Meiden! ha 1, Herrn auf Homungk in Böhmen — starb, nur eine Toch- 
ter hinterlassend, 27. Octob. 1651 als kurbrandenb. Einnehmer des 
Kleder-Barnimschen Kreises. 

Frr%k r . /<•./''«/-. !. M. 1.14. 

leider. ReichsadclsMand. Diplom vom 22. August 1795 für 
Seorg Christian Heider, beider Rechte Dortor, kurpflilz. Ge .-Rath 
■■d der Reichsstadt Biherach ersten Rath und Hospitalpfleger. Der- 
lelbe, aus einer Familie stammend, deren Vorfahren in der vormals 
freien Reichsstadt Biherach die ersten maiustratischen Würden be- 
kleidet hatten .♦hintorliess vier Söhne: Georg Christian v. iL, geb. 
1770. StadtpHeger zu Biherach, Christoph v. IL, geb. 1774, Oberzoll* 
rerwalter in Tübingen, Carl v. II. , ireb. 1 775, Polizeicommissar zu 
Biberach und Christian v. II., geb. 1777, Kirchenptleger zu Biberach. 
Die beiden Alteren Brüder brachten durch Kauf das Rittergut Del- 
■ensingen im Oberamte Weiblingen an sich und wurden in Folge 
lieser Besitzung dem ritterschaftlichen Adel des Kgr. Württemberg 
einverleibt. Beide haben den Stamm fortgesetzt. 

#**. 44-Ut. «J. . K,:r Wiiiiniiil.«r.'. •* W n -•- , « u. s. «V — WH. «I. K«r. Wurt- 
. Nr. IM « s 4* ii l\* An*. •'.*#, I. *. I>» u |.»l. 



■etder»tadt, ■ejdmtaa't. Kin zu dem Adel im Lippeschen gehö- 
rige*, mit Dalbke und Schot mar angesessenes AdeHgeschlccht, aus 
welchem Sprossen iuderk. preuss. Armee standen. — Nicolau« Frie- 
drich v. Heiiiirstudt starb 1774 als k. preuss. oberstlicuteiiaitt und 
Commandant von < üvtrin und um dieselbe Zeit war Kranz Arnold v. 
H. Lieutenant in k. preuss. Diensten. 

Iridrwaldt. Kin in neuerer Zeit in Preussen vorgekommenes 
AdcUgt^chlt-eht. Die einzige Torhter des Carl v. Heidewaldt, Mal- 

1mkü#, l><ui*«ii. AtM«-l.-&. IV. 15 



— 2T4 — 

wine, vermählte sich 1839 mit dem Lieutenant v. Massov im k. pr. 
21. Inf.-Regim. u. Wilhelm v. H., Lieutenant in demselben Regimeate, 
1842 mit Therese Hötticher. 

t'rfih. t. I.ttlthur. I. S. »34 u. .13.*». 

leidewelf. Ein früher zu dem hessischen Adel gehörendes Ge- 
schlecht. 

r. HfUhack, I S. M7. 

leidler, Edle ?. Heilbare. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom Mr 
Dr. C. J. Heidler, k. k. Rath, k. süchs. llofrath und Brnnnenarite in 
Marienbad, mit dem Frädicate: Edler v. Heilborn. 

H.indtchriftl. Notiz. 

■cldt, Ritter and Freiherren. Erbl.-österr. Ritter- und Freiherr* 

stand. Ritterdiplom von 1780 für Carl Heidt, k. k. Rittmeister der 
Arcieren-Noble-Garde und für den Bruder desselben, Augnstin Fraas 
Heidt und Freiherrndiplom von 1793 für Ersteren als Wachtmeister 
der k. k. Arciercn-Leibgarde. 

Metrie r. .V« A//W./. S. M M . Krg.-Bd. 8. IM. 

leigel. Böhmischer Adelsstand. Diplom vom 24. Apr. 1721 Ar 
Jobann Georg Ueigel. 

9. llrllbarh, I. M. .V.» 7. 

■eigen. Altes, wcstphfllisches Adelsgeschlecht, welches Brock? 
hausen im jetzigen Kr. Arnsberg 1417 und Bamenohl im Kr. Eslohe 
1440, so wieAmccke im Kr. Arnsberg 1553 u. Fochten im Kr. Soest 
1582 besass. Die beiden letzteren Güter standen der Familie noch 
1647 zu, nach dieser Zeit aber ist der Stamm erloschen. 

Fr*ik. r. Ltdehur, 1. 8. 38S. 

leilsnd. Ein früher zu dem schlcsischen Adel zählendes Ge- 
schlecht im Hrolauischen, zu welchem Erasinus H., gest. 1541 all 
RathMnunn zu Breslau, gehörte. Der Sohn desselben, Martinas IL, 
reis'te zehn Jahre und starb dann l. Apr. 1569, ajif der Rückreise 
ins Vaterland begriffen, in der Blüthe seines Lebens zu Torgan. 

//»■mW, Sili'siiinr. nimv. S 772. — Sinnpiut, II. S. 67.S u. S. 676. 

leilbrener, lailhreuner. Reichsadelsstand. Diplom vom 5. Dec. 
1 765 für Friedrich Carl Ilailbroner, BanquierinUlm. Derselbe —eis 
Sohn des Friedrich Carl Ileilbrouer, Reichsstadt Ulmischeu Gea.«r 
Ruths, Oberrichters etc — wurde 1774 unter die Ulmer adeliges 
Patricier aufgenommen und setzte den Stamm fort. Von seinen En- 
keln wurden die Brüder: Paul Friedrich v. IL, geb. 1789, Handlaugt- 
comini* in Wien, und Carl v. U., geb. 1793, k. bayer. Rittmeister, 
mit dem Sohne ihres verstorbenen Bruders, des Grosshflndlers Fried- 
rich Carl v. 11.: Christian Friedrich, geb. 1791, bei Anlegung der 
Adelsmatrikel des Kgr. Bayern in dieselbe aufgenommen. 

Freiherr t. Kmhn*, H. s. |iis. — r. lang. ti. 374 : v. Heilhroner. — Kappl. tu Mtb«. 
W.-Il. IX. V\. - W.-H. il. K.rr.li.iyTu, V. Si: v. H-iill.roiuuT. 

■eilbarg. Krbländ. -östorr. Adelsstand. Diplom von 1765 flkr 
Ferdinand Joseph Heilburg, k. k. Hauptmann bei Gr. v. Migazsy 
Infanterie. 

Mtytrlf r. UüKIJfM. Krtfam. Bd. S 314. 



— 876 — 

Ein aar dem Namen and Wappen nach bekanntes, 
ss tsisches Adehgetchlecbt, 

letUgeaatadt, lejligeastadt. Adelsstand des Königreichs Preassen. 
Diplom vom 30. Mai 1789 für Georg Heinrich Heiligenstädt, k. preass. 
Bittm. im Regimente Hera, iu Sachten* Weimar Cairassiere. Derselbe 
war ans dem HalbersUUitischen gebürtig and starb 1817 als k. pr, 
Oberst e. D. — Die Familie wurde in Ostpreußen mit Kliniken im 
Kr* Aogerburg begütert oad Sprossen derselben standen in k. prenss. 
Militair* und Civildiensten. Zu denselben gehörten der Major ?. H., 
friher im Hosaren -Regimente v. Usedom, spater bei der Gensdar- 
Sttrie, der Kriegs- and Domainenrath v. H. and der Criminalrath and 
Canonicas des Collegiatstiftes St. Petri u. Paali zo Halberstadt ? . H. 
Jalioa t. H. f k. preass. Lieutenant, wurde von Bauer, Adressb. 1857, 
ab Herr auf Schulzen B. im K. Rastenburg, Ostpreusaen, genannt 

t. MHlbmck, I. 8. 598. — N. Pr. A.-L. II. 8. 380. - Frtiktrr 9. IW#*a*r, I. S. S9S. — 
W. B. <J. Pr#«M. Monarch. III. 49. — Jfn#«cA*«, IV. 8. 184. 

leUlgeestcin. Reichsadelsstand. Diplom im Kur- Pfälzischen 
Reichsvicariate vom 27. Juni 1792 für Franz Anton Heiligenstein, 
Doctor der Medicin and Chirurgie, karsäcbs. Hofrath und Leibcbi- 
rargos der Frau Kurfflrstiu von Pfalz-Bayern. Derselbe lebte noch, 
als die Adelsmatrikel des Kgr. Bayern angelegt wurde u. fand daher 
im derselben Aufnahme. 

9. lmm$ % S. J7S. - W.-B. d. Kgr. Bayern, VI. 9. 

sMUagta. Ein früher zum Fuldaischen Lehnshofe gehöriges 
Adelsgescblecbt, welches sp&ter zu dem thüringischen u. sächsischen 
Adel gezählt wurde. Im Fuldaischen Lehnahofe kommt Conrad v. 
Heiliogen schon 1282 vor. Der 8tamm ist im 17. Jahrb. erloschen. 

AMmm. Getc-birbu d. Uraffeo v. Werthern. 8. 64. — StAammui, 8. 99. — SiibwuMJktr, I. 
14* : *.■., T%iri»*i.ch - ». Mniinp, III. v. H. 8Ich«Uch. 

■etVtiger, Edle. Erbländ.-Österr. AdelssUnd. Diplom von 1 768 
iwr Jacob Sigmund Heillinger, Innerösterreichischen Regierungsrath, 
s*Jt dem Pridicate : Edler v. 

MfirU 9. MmklfHd, Kr«. -Bd. 8. 114. 

leOsaaaa, Edle. Erbland.-österr. AdelssUnd. Diplom von 1782 
llr Wolfgang Friedrich Heilmann, Niederlags- Verwandten and k. k. 
Mercantil- und Wechselgericbts - Assessor , mit dem Prüdicate: 
Edler v. 

Mf*rU 9. H*klf*l4, 8. 1%. 

■eftsberg. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom vom 24. Oct 
1711 für Friedrieh Heilsberg. k. preass. Hauptmann im Dragoner- 
Regimente v. Pannewitz. Der Sohn desselben , Georg v. 11., blieb im 
barer. Erbfolgekriege, 8. Nov. 1778 bei dem Ueberfalle in Dittersbach 
in Schlesien als k. pr. Oberst und Commandear des Regiments v. Thad- 
den and mit ihm ist wohl der Stamm, welcher in Ostpreossen die Güter 
Drotdowen and Lehnarten im Kr. Oletzko besass, wieder erloschen. 

9. H*tih+tk.\ 8. 39«. - M. Pr A.-L. II. 8. SM •. SS». — fWrfA. 9. LtiiHmr, I. S. ISS. 
- W -a. 4 Prr«M. U—rrh,, III. 4t. 

■atmete», Idmbark, getaut leea (in Gold zwei schwarze gold- 

18* 



— 276 — 

gegitterte Querbalken). Cölnisches, in der Mitte des 17. Jahrb. aus- 
gestorbenes, adeliges Patricicrgeschlccht, welches im Rheinlande Heim- 
hach im Kr. Neu-Wied, Löwenich im Kr. Oöln und Alt-Volberg im 
Kr. Wipperfürth besass. 

Fahn-. 1. S. N6. — Fn'ih. r. Ledtbur, I. S. .m u. III. K. 273. 

HelMbarh (im Schilde zwei von einem Ringe umschlossene, dop* 
pelte Wolfshaken). Hin zu dem Cleveschen Adel zählendes Ge- 
schlecht. Winand v. 11., *eit IGol Canzler zu Cleve, wurde 1635 Bit 
Klswyk bei Goch begütert; Peter v. II. war 1664 clevescher Regie* 
ningsrath u. Heinrich v. H. kommt 1865 als clevescher Rath vor. 
Der Stamm blühte fort und noch 1845 war Franz Anton Gottfried 
v. U. k. pr. Consul zu la Uochclle. 

N. Pr. A.-l*. II. S. 3M. — Freih. r. I.€<i*bur. I. S. 3.1.1. 

■einbrach (in Blau ein silberner, mit drei neben cinanderstehen- 
den, viereckigen rotben Steinen belegter Querbalken). Altes, Iflue- 
burgisches AdeKgesehlecht, welches schon 1354 urkundlich vor- 
kommt und aus welchem Barthold v. II. 1622 als Senior des Nicolai- 
Stifts zu Magdeburg Marb. Der älteste lüneburgische Lehnsbrief der 
Familie ist von 1666 und dieselbe gehört durch Besitz des Gutes 
Tolle im Calenbergischen und des Gutes Varste im Hoyaischen ia 
Königreiche Hannover zu dem ritterschaftlichen Adel. Vou den 
Sprossen des Geschlechts haben mehrere in k. hannoverschen and k. 
preuss. Militärdiensten gestanden. Dasselbe ist übrigens bei einer 
Aehnlichkeit des Namens mit der im nachstehenden Artikel erwähn- 
ten, ebenfalls lüneburgischen Familie v. Heimburg verwechselt worden, 
wie z. ß. vou Siebmacher u. es ist daher auf die Wappen zu achten. 

Fi*ih. r. ./. A'«'-«-«>*iA. S. I.Mi. - Fftih. v. Lnlthur , I. S. WA - Si*tm<tcM*r . I Nfc 
uiit il«'iu niirirhtiui'ii N.iiii-n: \. Il< iinluir^k, S;irlisi«<-h. r. .*/*>«/» w«/, I. S. "J3-'»- — W.-B. 4. 

Kj,t. HaiiiMivr. <'. 5" u S. s. — AV-i'AAi-, II S. iö7 h. 'JiW. 

Irimbur« (in Gold drei rothe Querbalken). Altes, bramischwei- 
T$isches u. lüneburgisches Adclsgeschlccht, welches den gleichnamigen 
Staninir.it/ im Braunschweigischen schon von '1147 — 1242 innehatte! 
dann urkundlich auch 12-15, J3;5«S u. 1464 vorkommt und schon im 
12. Jahrb. u. namentlich im 14. in der jetzigen Provinz Sachsen be- 
gütert war. Der älteste calenhergischc Lchnsbriof ist von 1462 und 
der lüneburgische von 1539. lieber den Ursprung der Familie haben 
sich Meibom u. l'feftingcr näher ausgesprochen. Letzterer nennt als 
Ahnherrn den Hanno, welcher um 1062 seiner Tapferkeit wegen vom 
K. Heinrich IV. das Schloss Heimburg erhalten und nach demselben 
sich genannt habe ; Krsterer theilt von dem genannten Jahre eine 
Stamm reihe mit und sagt, dass das Schloss Heimburg schon in dieser 
Zeit belagert u. zerstört, spater aber wieder aufgebaut und 1525 im 
Bauernkriege von Neuem ganz zerstört worden sei. — Hanno's Nach- 
kommen wurden im Stifte Hildesheim, im Bisthume Halberstadt, im 
Herzogthumc Wolflenbüttel mit ansehnlichen Gütern belehnt und ka- 
men namentlich an den Höfen der Herzoge von Braunschweig- Lüne- 
burg zu hohem Ansehen. -- Der Stamm blühte fort und gehört im 
Kgr. Hannover durch Besitz der Güter Kckerde, Landriehaasen and 
Nord-Goltern im Calenbergischen, so wie zweier Güter su WieUeu- 



— 277 — 

dorf im LOneburgischen zu dem ritterschaftlichen Adel. Sprossen 
desselben standen noch in neuester Zeit in der k. hannöv. Armee, von 
welchen hier Friedrich v. Heimburg, 1852 Oberst a. Commandant zu 
Lüneburg, genannt sei. 

H. Mtihom, df» illust. HHmburgicae geutia origiiK» et progrfsüu tpiitola Helmut. l«?!«8.— 
rftjßm§tr t I. M 110 u. II. 8. »■»». - Gauh,. |. .S. »07- hu». — Krseh u. Gruber . Knryk . 
Stet. II. Tb. IV. 8. 177. — Qottachaick, KiU<tüii rgen. VI. S. 1S1 u. VIII. H. 19. — A'Uin- 
mkmidt. ftamml Caknh. Landtag*- Atarliirrfi». I. s. ivj u . u»3 u II. 8. 177 u. V.lti. — N. Pr. 
A.-L. II.«. a^. — >Wi*. v . <f. Kmwbtck. 8. IM. - fW/A. r. Lulrbur , I. 8. .134. — 5i>6- 
•MC**r. 1. l!*t: v. Haimhorrh. Rraunarhwfigitrh. — Fnirk". Cod. Tr-td. Corb. Tab. 9. — r. 
tfraffay . I. 8. ms ik 236. — W B. d. K*r. Hannover C. « u. 8. S. — A'tatdU*, I. 8. 191 
t. IM. 

leimred, Freiherren. Reichsfreiherrnstand. Diplom von 1775 
Ar die Gebrüder Wilhelm, Carl u. Friedrich v, Ileirorod. — Ein zu 
dem Adel des Kurfürstcnthum Hessen gehörendes Geschlecht, wel- 
ches, wenn v. Hellbach nicht irrt, von dem Landgrafen v. Hessen- 
Catsel Wilhelm IX., späterem Kurfürsten Wilhelm I., abstammen 
•oll. — Von den oben genannten drei Brüdern starb Freih. Wilhelm,' 
k. k. Major, 1811 zu Neapel, Freih. Friedrich blieb 1813 in der 
Schlacht bei Culm als grossh. lu&d. Generalmajor, Freih. Carl aber, 
grossh. sachsr weim. Generalmajor, setzte, vermählt mit Charlotte 
Freiin v. Stockhausen, den Stamm fort. Aus dieser Ehe stammt das 
jetzige Haupt der freiherrlichen Familie : Freih. Carl, grossh. hess. 
Hauptmann a. D. verm. in erster Ehe mit Luise Hoff mann, gest. 184b* n. 
in t weiter mit Antonie Seippel, aus welcher letzterem ein Sühn, Ludwig, 
geb. 1859 entspross. — Die beiden Brüder des Freiherrn Carl sind, 
neben zwei Schwestern, die Freiherren Ernst und Friedrich. Ersterer, 
geb. 180*, herz, anhalt-dessau. Kammerherr, vermählte sich 1832 
Mit Loui>c Schöner, Letzterer geb. 1812, kurhess. Oberstlieut., 1843 
■it Sophie Freiiu Schenck zu Schweinsberg. Jeder derselben hat 
den Stamm durch zwei Söhne, Ernst u. Ueinrich u. Hermann u. Moritz, 
fortgesetzt. 

t. *f*M*oc*. I. 8. .%*««. - (Jrn-al. TaM-h'-nh. d«r fr-ih lliuvr. 1*V.#. S. *V»— Ml u. |m;i. 

■eto*. Adelsstand des Kgr. l'reusscn. Diplom vom 12. Sept. 
1770 für Johann Friedrich Heims, Lieutenant im k. preuss. Husaren- 
Regiment«' v. Kleist. Der Diplomseropfangcr wurde noch im genann- 
ten Jahre Rittmeister und hatte einen 1 7jährigen Sohn, welcher eben- 
falls in ein Husaren- Regiment eintreten sollte. Spater ist der Stamm 
erloschen. 

9 //'«'.-i.-A. I 8 V."4 : |Mi- Autfah* <!••• T»il« dff Ktli4»l>ini«C : 1?. K« br Hl unn«*hlu. 
II Pr * I. II. > «-•»-. ii MI s 2.M. F,„h. r. Ir.i't.;, . I. S .M.V — W II d 1'r-iMv 

M>«ar>b III II. 

■einutnd. Hin in Westpreussen , f'üher im Cnlmischen und im 
Marienwerdeirschen ansässig gewesenes, später erloschenes Adels- 
gesc blecht. 

Fr+*k 9 l"U*Hr. I 8 Sl'i u "iVi. 

lein, Ritter. Böhrni<cher Rittersland. Diplom von 1708, nach 

anderen Ansahen vom 4 Febr. 1710. für die Gebrüder Johann Peter 

nnd Johann KnM \. Hein. Joseph v. Hein lebte noch 1762 in 
Schlesien. 

af'S"«' r Wi.A/»r.M. Krw»u» lt-1 V W'i. ■ r. //*//^i-A. I. * v.-« u IST» - *>'•* * 
L*4**mr. I. ü .11* 



— 278 — 

lein ? . lelllgeathal. Böhmischer Adelsstand. Diplohl vom 12.Ä6V. 
1671 für Georg Friedrich Hein, mit dem Prädicate: ?. Heilige nthtl. 

w. Hellbach, I. 8. M9. 

leiaaca, laiaacb. Fränkisches Adelsgescblecht, welches Wtfi- 
burgische Lehne besass and in der zweiten Hälfte des 17. Jahrb. er- 
loschen ist, da Bischof Johann Gottfried von Würzbarg 1689 mit 
dem an das Hochstift von dem Geschlechte Haynach heimgefallenen 
Rittergute Hundeishausen den Canzler Wigand begnadigte. — Das 
Wappen zeigte ganz, nur in anderer Farbe, das v. See kendorf sehe 
Wappenbild: in Gold eine in der Gestalt der Zahl 8* in pinarider ge- 
schlungene, grüne (im v. Seckendorfschen Wappen röthe) Ranke — 
nach Siebmachers Declaration : „ein grünes Wied" — au dta 
Aussenseiten mit je vier grünen Blättern besetzt. Ob der Stamm ge- 
meinschaftlich gewesen, muss dahin gestellt bleiben. 

Kitor, 8. 415 u. Tab. V. — Siebmacher, I. 10»: y. Heinaeb, Friokiach. — w. Jfofiaf , Hl. 
8. 354 u. 255: v. Hernach, Haynarh. 

lelndel v. Aarnfeld. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom voa 
1791 für Franz Heindel, k. k. Hauptmann bei Freih. v. Preist Infant, 
wegen 41 jähriger Dienstleistung und freiwilliger Bestürmung der 
Vorstädte von Belgrad, mit dem Prädicate : v. Auenfeld. 

Megerle 0. Mühlfeld, 8. VJC. 

leindl, Gräfe» r. Saanberg, Prelaerrea ?. leiadl. Reichs- u. erb- 
länd.-österr. Grafenstand. Diplom von 1713 für Franz Freih. v. Heindl, 
k. k. General- Feldmachtmcister und Obersten eines Regiments u 
Fuss, mit dem Prädicate : Graf v. Sonnberg, Freih. v. üeindl. 

Me.jert* t. Mühlfeld, S. 21. 

leiae. Reichsadelsstand. Das Diplom empfing in der erstea 
Hälfte des 18. Jahrh. der nachmalige kurbraansch. - lüneb. Oberst 
Gerhard Julius Heine mit drei Schwestern. Der Sohn desselben) 
Dietrich August v. Heine, war mit einem Fräulein v. Strahlenheim 
vermählt und mit den Kindern aus dieser Ehe ist wohl der Stamm 
erloschen. % 

Freih. e. d h'mttebeck. 8. 151. 

leiae, leyae. Adelsstand des Kgr. Preossen. Diplom vom 10. 8ept 
1840 für den Rittergutsbesitzer Carl August Heyue auf Krosehwita 
im Kr. Inowraclaw, Grossh. Posen. Derselbe wird von Bauer, Adress- 
bucli, 1857. S. 92., als Amtsrath und Landschafts-Deputirter, so Wie 
als Herr auf Kruszwice und Goeanowo aufgeführt. 

N. l»r. A.-L. VI. H 1»«.» ü. Fieih. r. Ledtbur, I. 8. 3S6: r. Heia«. 

leiaemaaa. Ein zu dem Adel des Kgr. Preussen zahlend** Ge- 
schlecht, aus welchem zuerst der 1710 verstorbene ehemalige kaf- 
brandenburgische Hauptmann v. Heinemann genannt wird. Voa die- 
ser Zeit an haben bis auf die neueste Zeit Glieder de»r Familie, welche 
im Magdeburgischen zu Sülldorf im Kr. Wanzleben ansässig wardeu, 
in der k. preuss. Armee gestanden. 

Freiherr r. Ledehur , I. S. H3fi. 

leinemana (in Silber ein vorwärtsgekehrter, geharnischter Mann, 
welcher in der aufgehobenen Rechten eine goldene, brennende Bombe 



— $79 — 

emporhalf und dl* Link* in die Seite setzt). Reichsadelsstand. Di- 
plom vom 2. Nov. 1781 für Ernst Christoph Heineroann , hcrzogl. 
braanschw. Obersten. Die Familie ist in Braunschweig bedienstet 

Wftp^eab. d. K«r. Hanno?, a. d. He«. Rraunschw. F. 7 u. M. fl — r. Hefner, N. All«. 
W.-B. hauoov. u. brauusrbw. Adel, Tab. \b u. 8. 14. 

■ehm. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom von 1819 für 
Carl Friedrich Ludwig Heiuen. k. preuss. Regierungsratli, wegen sei- 
ner dem Staate und insbesondere dem Fürsten Blücher v. Wahlstadt 
bewiesenen treuen Dienste und Anhänglichkeit. — Derselbe stammte 
au einer ursprünglich schwedischen Familie, in welche der schwe- 
dische Adelsstand durch Diplom vom 16. Febr. 1690 für die beiden 
Krtder, Peter Hein, Assessor im Vormundschafts- u. Adelsgerichte u. 
Martin Hein, mit dem Kamen: v. Heiuen, gekommen war. Die 1697 
in das Ritterhaus zu Stockholm eingeführte Familie v. Heinen zog 
spater nach Holland, wo mehrere Familien-Glieder als Offleiere bei 
der Marine n. Admiralität dienten u. Albert Johann u. Johann Ulrich 
Kau fleute und Bjmquiers in Amsterdam wurden u. den Adel ablegten. 
Von Albert Johann entspross Johann Heinrich, welcher gegen Ende 
des 18. Jahrh. zu Lingen an der holländischen Grunze Kriegs- und 
Domainenrath war und von letzterem der obetige nannte Carl 
Friedrieb Ludwig v. Heinen, u ! her in Schlesien in den Kronen 
Neumarkt, Oblau und Liegnitz mehrere Güter erwarb, vermählt mit 
einer v. Dykmauns u. Sccherau, den Stamm fortsetzte u. als k. preuss. 
Regie iu n L'srath a. D. 1852 starb. Von seinen Nachkommen werden 
toü Jl;iui-r, Adressb. 1857, S. 88 aufgeführt: Gustav v. H. , Kreisde- 
potirter u. Landes -Aeltester, Herr auf Pfnffendorf, Nieder-Hlasdorf, 
Johnsdorf u. Petzelsdorf, sämmtlich im Kr. Landshut u. Carl v. Hei- 
nen, Lient. a. D., Herr aof Gross-Wandriss im Kr. Liegnitz. 

H. IV. A I, II H 3*." u. AVJ ii. VI. H. M u. \S. - Früh. r. Lnietur, I. 8. SM u. 111. 
■ }?t — V> \\ d. I'rruov Mi. III. |.i .srhl«-« WH. Nr .17». Xn'*cM* t IV. K. |*l 

->|M* gl»l.i auch na* «pat>-r narb «I« m Staimn«ipp<n l«?#-a Klk<*« Wajiph. «S q. Ilti«) %«r- 
km4*Tlc Waj.pm an. • 

IHnertderf, Srhenr kenderf • leinrrftderf. Adelsstand des Königr. 
Preu»sen. Diplom vom 20. Nov. 17*2 für die beiden natürlichen 
Söhne des k. pr. Justizraths v. Scheuckendorf , Herrn auf Heiners- 
dorf: Johann Friedrich und Carl Wilhelm, mit dem Nameu : v. Hei- 
nersdorf. — Die Familie, welche im Zfillichau-Schwiebus'schen Kreise 
die Güte.r lleinersdorf u. Gross-MoUchen besass, i*t 1822 erloschen. 

r. H'll'.>ch I. S.i,»». — N. I'r. * L. IV. H 1*4 • v *• hrnt-li-ii lüff lli>iii»Mili»rf. — /'#« 
k*ri r. t..ir'.-4i. 1. >. .IW W. H. ii l'r>u<H M..n. III I' 

■einirkr, leinerkrn (Schild der Länge nach getheilt: rechts in 
Gold der einwärts» gekihrte Kopf und Hai* einen, im Schnabel einen 
Kini! haltenden, schwarzen A Hers (nach Anderen Habens» und links 
in Silber dn-i schragrechte, mibe Haiken). KeiehMide Unland. Di- 
pluni. in Kui -achten nutiticirt 26. Apr. 1741». für Carl Heinrich Hei- 
iiicke, kiir%aehs. Ober-Amtsr.itb. Derselbe, grM. I71H aU kur»achv 
Geh. Hammel rath, Heu auf Alt-Doberu etc. , war der Sohn des Bau- 
mei-Uri Pnnl IL und der Bruder de> *. g. klugen Kindes in Lübeck: 
Christoph IL, gest. 177.'» Sein Sühn, Carl Friedlich v. 11. war Herr 
auf H auswähle i d. i>bei l.mMtz, von derben Nachkommeu Carl Lud- 



— 280 — 

wig y. H. k. sächs. Oberst das Out Bollensdorf bei Dahrae besa<s. 
Das Geschlecht, welches nicht mit der ebenfalls sächsischen Familie 
v. Henuike, Hennicke, in welche der Freiherrn- u. Grafen stand kaa, 
s. den betreffenden Artikel, verwechselt werden darf, blühte fort und 
nach Bauer, Adressb. , S. 88, war 1857 Rudolph v. Heinecken Herr 
anf Bollensdorf im Kr. Jüterbog-Luckenwalde. 

Ifanducliriftl. NotU. — N. Pr. *.-L. V. S. -J23. — Freik. r. L*4*hur. I. ». SS«. — **pjL 
tu Hiobm. W.-B. IX. 17. — W.-B. d. Sä<*h». Staatm, VI. 4t>. 

leinke, Ritter and Edle. Erbländ.-österr. Adels- o. Ritterstand. 
Adelsdiplom von 1767 für Franz Joseph Heinke, Hofrath o. Geh. Re- 
ferendar bei der Böhmisch -österr. Hofcanzelei, wegen 4 9j ähriger 
Dienstleistung, mit dem Prädicate : Edler v. u. Ritterdiplom von 1775 
aus höchst eigener Bewegung. 

Metrie r. Mühl/*ld. S. lli» n. IM. 

leinleth. Im Kgr. Bayern bestätigter Adelsstand. Diplom vom 
13. Oct. 1816. In Folge dieses Diploms wurden in die Adelsmatrikel 
des Kgr. Bayern eingetragen: Joseph Ferdinand v. II., geb. 1763, 
Conventual-Priester des ehemaligen Johunuiter-Ordens; Franz Xaver, 
geb. 1765, Canonicus u. Priester zu St. Jacob u. Tiburts in Straubing; 
Joseph Aloys, jgeb. 1769, Sccrctair bei dem General - Commissariate 
des Isarkreises; Seraph, geh. 1771 . Secretair bei dem Appellationt- 
gerichte des Illerkreises; Franz Anton, geb. 1773, Functionär desk. 
geh. Ministeriums des Innern u. Franz Seraph, geb. 1783, Official 
bei der Johanniter-Ordens-Central-Administration. 

r. I.nntj, Supplfin. S. I07 u. 10s. — W.-B. il. Kur. Bayern. VI. 2. 

Heinrich. Ein zu dem Adel im Königr. Preussen zählendes G^ 
schlecht, in welches, wie angegeben wird, der Adel des Kgr. Sachten 
in der Person des Hofraths J. G. Heinrich, gest. 1831 zu Liebenwerda, 
gekommen ist, doch rindet sich in den vielen, der Redaction zog&ngi- 
gen Nachrichten über sächsische Erhebungen eine Angabe Aber du 
betreffende Diplom nfrht vor. Der Sohn des genannten Hrfraths v. H., 
Hermann v. II., war 1836 Herr auf Wiesenthal im Kr. Löwenberg. 

Frrih. f. !.•>•{> hur. I. S \'&*\. 

Heinrich t. Hderfeld. Erbl.-österr. Adelsstand. Diplom von 1738 
für Bartholomaeus Heinrich, Grätlich Proskauischen Oherhauptmaan 
in Schlesien, mit dem Prädicate: v. Oderfeld. 

M'iirrl* r. MühlMd. Kng.-Ilil S. U4. - Frnh e. I.^Uhur, I. 8. 33U. 

Heinrichen, Heinrichen >. iravsMannMlerf. Reichsadelsstand. Di- 
plom vom 1. Juli 1760 für Johann Franz Joseph Heinrichen, Fürst- 
bisch. Bamberg. Goh.-Rath und Herrn der Rittergüter Gra«smanns- 
dorf und Grub. Die Söhne desselben : Wolfgaug v. II., geb. 1771, k. 
bayer. Hauptmann u. Armdd Joseph v. II., geb. 1778, k. bayer. Ap- 
pellationsgerichts -Rath in Amherg, wurden bei Anlegung der Adels- 
matrikel des Kirr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

r.l.anj. S. 3?i. -- W.-Il. il. Ki?r. Ilawn. VI. 3. 

Heinrirhshefrn. Ein zu dem sc.hlesNchen Adel gehörendes Ge- 
schlecht, aus welchem von Bauer, Adressb., 1S57. S. stf., Hermann v. 
Heinrich>hofen al* Herr auf Hammer im Kr. Wohlau aufgeführt wird. 

Fifih. f. LfirKur, III...V. Vi.t. 



— 281 — 

Idafti Ein im 18. Jahrb. in Preussen vorgekommenes Adelsge- 
schlecht — Balthasar Heinrich v. Heins zu Lichtenberg bei Berlin 
war 1751 bereits verstorben, doch lebte noch, neben einer Tochter, 
ein Sohn desselben, Hans Carl v. Heins, geb. 1728. 

Ftfik. 9. L+ti'hur, \. S. W>. 

leiftshrrg (in Silber ein schwarzer Querbalken und unter dem- 
selben eine aus dem Schildesfusse aufsteigende dreispitzige Flamme). 
Cölner Patriciergeschlecht. Goswin v. Heinsberg starb um 1816 als 
Bürgermeister zu Coln und Goswin Joseph Hugo v. H., Alex Goswin 
Joseph v. H. u. Carl Anselm v. H. wurden, laut Eingabe Aachen, d.d. 
20. Juni 1829, der Adelsmatrikel der Preuss. Rheinprovinz, unter 
Xr. 46 der Classe der Kdelleute, einverleibt. 

F„kwr. I. K. US. - N. Vr. A.-l,. V. 8. 2:8 — Freik. 9. l.tdehur . 1. 8. 336. — W.-B. 
4*t Prr»»«. Ith«>inpr<»inx . I. Tal». A4. Nr. 107 u 8. .V». 

■ehnperg, Crafen. Altes, wcstphnlisches Grafengeschlecht aus 
dem Stammschlosse und der Grafschaft diese«; Namens an der Ruhr 
zwischen Jftlich u. Rnremond, aus welchem Philipp 1107 vorkommt. 
Theodoricu«* wurde 120H Kurfürst u. Erzbischof zu Cöln und Johann 
1419 Bischof zu Luttich. 

H-sriim . <» ••rin. im» <»«-r» in CmIkIo^o K|iiirop. l.nr.t- . <irafm<tnAl , S. *>*«« — W4. — 

iinmhe, I S .1IO. 

Iefa»perg, Heiasberg, ■•■»berg, ■•ensHerg (in Gold ein grflu und 
blauer Papagei mit rothem Halshande). Altes, meissensehes Adels- 
geschlecht, wcl« lies in früher Zeit um Freiberg blühte, in dieser Stadt 
einen bekundeten Freihof, Hildebrandsdorf und andere Lehnstücke 
besä ss und spater Leuben und Schweta bei Oschatz, Lossa und Trü- 
ben bei Würzen und Clöden im Knrkreise an sich brachte. — Nicol 
v. Hoenspcrg oder Heinsberg, Ritter und Landeshauptmann, stiftete 
1223 da« ehemalige Kloster in Frciber«: Johann war um 1460 Abt 
de» Klosters Altenzelle und noch Uw.'l kommt Paul v. Heinspen? als 
kur&achs. Kainrnerhcrr, Stiftsrath zu Würzen etc. vor. Nach dieser 
Zeit ist der Stamm erloschen und schon Knatith sagte 1692: Leuben, 
ehemals die v. Honsburu 11. Schweta ehemals Hansberg, s. S. 327 und 
34f». Nach handschriftlichen Notizen erhielt der genannte Paul v. IL 
9. N«»v. 1666 den alten Adel mit folgendem Wappen erneuert: Schild 
quergetheilt : oben in Blau drei zugespitzte, schroffe, grüne Herne 11 
unten in Roth fünf goldene gcHuthete Querbalken. Demnach müsste 
ein altes und ein spateres Geschlecht dieses Namens angenommen 
werden. 

/. V tu,. Cl, r ..„ fr. i». M IM S'H'j'l. «I« l>|l.i * t. !< |IW, Kn.tutk. H. M* - 

*0+*<*. I s «!•• >i. '»in. !<•*-■ . I |V.'. * l|i>n«|»'r.' M.-i*«l,i*rh. 

Iriall. Riller ■. Nie. Fr bland. -österr. ititterstand. IMpIom von 
lH>H für Franz Anton Heiiill, l»esit/er der Herrschaften lUspach und 
Neiiiitf. auch Hof- u. Gerichts -Advnratcu in Wien, wegen Verbes- 
serung der Laudesctiltur, mit dein Piädicate: Fdler v. 

leialf (in Silber ein streitender («nifi. Böhmischer Adelsstand. 
Adel*- 11 Wappenbrief ?om II Juli 160S für Georg Heini/ in Gör- 
litz. Her Stamm blühte fort und wurde in der Lausitz begütert. Aus 



— 282 — 

demselben entspross dem Wappen nach Friedrich Leopold ?. tfeints, 
welcher als k. sächs. Generalmajor u. Brigadier der 2. Infant.-Brigade 
1819 ans dem activen Dienste trat. 

Hnndicliriftl. Nutir. — Frtih. r. l.tHthur I. S. 336 n. III. 8. »73. 

leintie {Schild quergetheilt: oben in Silber ein grünes Kleeblatt 
und unten in Blau auf grünem Boden ein weisses Lamm). Adelsstand 
des Kgr. Sachsen. Diplom vom 17. Sept. 1817 für den k. sächs. Amts- 
Inspector Ueintze zu Kreischau, später Herrn auf und zu Schweppfts* 
bei Königsbrück. 

Freih. v U.ihur, III. 8. 27.1. — W.-B. d. SSrbs. Staaten. IT. 40. 

Ueintze ▼. Blankenburg (im Schilde ein Adler). Scblesisches Adels- 
geschlecht, aus welchem nur ein Sprosse bekannt ist: Johann Heintse 
v. Rlankenburg, des ritterlichen Ordens der Kreuzherrn mit den 
rothen Sterne durch Schlesien und Polen Visitator, so wie des Stiftet 
St. Matthiae in Breslau Herr u. Meister, gest. 29. Juni 1609. 

Sinapiu*, II. 8. •;?*>. - Cuuh, , IL 8. |AA. P >. — Freih. r. Ltdrbur, I. 8. 316 gad UL 
S. »73. 

Ueintze- Weissenrode, Freiherren (Schild von Roth u. Silber jgeviert 

u. Überzügen mit einem schwarzen Querbalken, welcher mit drei roti 
aufgeplatzten , goldenen Granatäpfeln neben einander an kurzen gri- 
nen Stengeln mit je zwei Blättern belegt ist). Lehn s frei herrnsUnd 
des Königr. Dänemark. Receptions- Patent vom 19. März 1841 Ar 
Einst v. Heintze u. dessen eheliche Nachkommen. — Ein früher si 
dem böhmischen und schleichen Adel gehörendes Geschlecht, wel- 
ches sich vor lf 95 : Ilaintze, so wie, und auch noch später, Heincse 
u. Heintz schrieb. Durch Diplom vom 30. Oct. 1595 wurden die Ge- 
brüder Jacob, Dominik u. Ernst u. die Vettern derselben, Jacob and 
Georg, die Ilaintzen, in den Reichsritterstand erhoben u. für Ungarn 
u. Böhmen nobilitii t, erhielten auch eine Wappen Verbesserung u. die 
Itefugniss, den Namen: Ileincze v. Weissenrode zu führen u. auf ihre 
Nachkommen überzutragen und zwar wegen wesentlicher Dienste, 
welche namentlich Ernst H. bei der böhmischen Hofcanzlei u. Jacob 
H. der Aeltere bei ansehnlichen Commissionen u. Gesandtschaften in 
vielen Jahren geleistet. — Die Familie kommt in Böhmen u. Schle- 
sien im 16., 17. u. im Anfange des 18. Jahrb. mehrfach vor, theils 
angesessen, theils in Staatsdiensten u. in k. k. Kriegsdiensten. Ans 
Rühmen 1621 in Folge der Religionsstrcitigkeiten vertrieben, setzte 
sich der nächste Stammvater der jetzigen Freiherren:. Ernst, auf den 
Gute Weissenrode im Liegnitzischen zur Ruhe und starb, veno, mit 
Anna v. Schönau a. d. H. Janowitz. im Jahre 1630. Durch die Söhne 
des Enkels desselben, Ernst Joachim 1 * zu Weissenrode und Neudorf 
bei I.iegnitz, verm. mit Marianne v. Kölichen, gest. 1695, entstanden 
drei Linien des Geschlechts. Die ältere derselben, welche von Ernst 
Friedrich, gest. 1708, verm. mit Maria v. Polsnitz, stammte, machte 
sich um 1700 mit den Gütern I'usdo, Viro, Damro u. Böcken inSchwe- 
disch-Pommern ansässig u. erlosch später im 18. Jahrh. Die jüngere 
Linie, welche die Nachkommenschaft des Ernst Ludwig v. H., gesi 
1721 , verm. mit Anua v. Kricsen, umfasste, besass in Schlesien die 



_ 289 — 

vlterlicben Guter, au welchen noch J&schkendorf a. d. Katzbach kirn 
■. blühte bis 1788« in welchem Jahre der ttannsstamm ausging und 
die Familienpater durch eine Erbtorliter ftn die Freiherren v. Rieht- 
kofen, Malitischer Linie, kamen. Die mittlere, von Johonn Heinrich, 
fest 1719, vorm. mit Margaretha v. Oppolti, gestiftete Linie, wandte 
sich erst nach Thflringen n. dann nach Holstein , wo sie fortgeblflht 
hat n. die Güter Nlendorf u. Reecke, jetzt Weissenrode genannt, 60 
wie die Hfllfte der v. Blome'schen FideicommissgOtef Hagen, Dbbers- 
dorf n. Schaedtbeck bei Kiel durch Vermählung Friedrich Adolph 1 « 
(gett 1832) mit der Krbtochter Henriette v. Blome- Hagen besitzt. 
Dieser Güterbesitz ist 1845 durch Gründung eines freiherrlichen Ma- 
jorats in unaufkundbsren Hypotheken vermehrt worden und diese 
neuere Stiftung ist durch k. dänische ttest&tigungsurhunde vom 9 1.Dec. 
1845 anerkannt worden. — Der obengenannte Friedrich Adolph v. 
Heintze zu Niendorf u. Reeoke, Doctor Jur. et Medic, erhielt, laut 
kaiserlichen Renobilitations- Briefes vom 9. Jan. 1805, mit seinen 
Nachkommen , nach zeitweiliger Niederlegnng des Adels von 8eiten 
seines Vaters: Johann Michael H. , gest. 1790 — eines Sohnes des 
Jobann Heinrich, s. oben — h. sachs.- weim. Gymnasial-Directors zn 
Weimar, verm mit (Katharina Dorothea v. Chüden, gest. 1813 — den 
4er Familie zustehenden Adel von Neuem bestätigt u. von ihm stammt 
das jetzige Haupt der Familie: Freiherr Ernst, geb. 1800, Herr der 
Güter Niendorf u. Reccke (seit 1842 als Gutsherrschaft Weissenrode 
immatriculirt) . Mitbesitzer der Eideicommiss- Guter Hagen. Dobers- 
dorf o. ßcbldtbeck, k. dftn. Kammerherr, verm. mit Elisabeth Orf. v. 
Reventlow, geb. 1804, aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern: Caro- 
lina, geb. 1831, vorm. mit Conrad Gr. v. Holstein u. Julia, geb. 1836, 
fvrsa. mit Hermann v. Buchwaldt zn Helnudorf, vierSfthne stammen: 
Freiherr Friedrich, geb. 1824, k. dftn. Li» ut. a. D., Administrator ro 
Schidtheck, verm. 1860 mit Caroline v. Thielmann; Freiherr Wolf, 
geb. 1826, k. pr. Hittm. u. Escadronschef verm., 1861 mit Frida v. 
Jena; Freih. Johann, geb. 1829, Auscnltant bei den k. Ober-Gerich - 
tan io GlOekstadt a. Freih. Heinrich, geh. 1836, k. pr. Forstcandidat 
a. Landwehr-Lieutenant. 

g,maf»im». I ». 4»S «. II- H «77. — '/.mA*. II. s IM* u. 1SM5. - N. Pr. A.-L II S. 
SA ■•«! V. S T!i q ?.'4 — V,*,k. p. />./'A«r. 1. H. 3(7 — <ti-ti»al. Ta«rh«ut». «1. fr-lh«rrl. 
f. I*«7. B. SM-r.|. — t M«hn 9% II. H. f«? 



letal (in Silber eine rothe , absteigende Hpitie u. in derselben 
ein schwarzer, mit zwei goldenen Lilien belegter Pfahl). Erbl.-ö«terr. 
Adelsstand vom 2. Jan. 1602, mit Verbesserung des Wappens, für 
dia iwei Brüder, Joseph u. Daniel Heinz. Dieselben waren um 1*50 
zn Bern oder Dasei geboren, wendeten Mch n.ich Ang&bnrg u. kamen 
dann an den Hof des K. Rudolph II. Das früher von denselben ge- 
führte Wappen zeigte in Schwarz einen goldenen, oben von zwei Li* 
tien begleiteten Sparren. — Nach den Angaben des- Freiherrn v. Le- 
debor standen aus diesem Geschlechte IHWtierOfticiere in der k.pr. 
Armee, von denen der Eine 1820 und ein Anderer, Herr auf Wittsch- 
kao Im Kr. Neomarkt, Provinz Schlesien, 1826 als Major ans dem 
activen Dienste traten. In neuerer Zeit war ein Hauptmann v. Heins 



— 284 — 

Adjutant S. K. II. des Prinzen Friedrich Wilhelm v. Prenssen, »ach 
gehörte zu dieser Familie der k. preuss. Kammerherr v. H. » dessen 
Gemahlin, ein geb. v. Legat, Herrin auf Mükkendorf im Kr. Sprottan, 
1799 starb, so wie der 1807 zu Gurabinnen verstorbene k. preuss. 
Kriegs- u. Domainenrath v. H. 

Freih. 9. Le>lfh,ir % I. S. 337. 

Ileinze (Schild der Länge nach getheilt: rechts in Silber ein 
grtinblättriger Zweig u. links in Blau ein silberner Stern). Reichs- 
adelsstand. Diplom von 1806 für Jobann Gottlob Friedrich Heins«, 
Generalbevollmächtigten zu Mückenhain. Derselbe ist 5. Mai 1824 
ohne Kachkommen gestorben. 

Freih. r. l.nlthur. I. 8. 337. — W.-B. d. Sachs. SUattn. III. 100. 

leinze ?. leluienau. böhmischer Adelsstand. Diplom von 1712 
für Balthasar Ileinze u. für den Druder desselben, Adam Heinze, 
mit dem Prädicate: v. Heinzenau. 

M.-.jt'rlr r. Mühlf-M, Krsfuix -B*i. S. 314. 

Mrinie ▼. Lattitz, Freiherren (Schild der Länge nach getheilt: rechts 

in III au eine Härentatze von natürlicher Farbe u. links Silber ohne 
Bild: Wappen der alten sehlesisehen Familie v. Luttitz). Freiherm- 
stand des Kur. Sachsen. Diplom vom 31. Mftrz 1821 für Friedrieh 
August Ileinze, ltittergutsbesitzer u. Schwiegersohn des Hans Fried- 
rich Menno Freih. v. Luttitz, mit dem Namen: Heinze Freiherr f. 
Luttitz. 

Il.imlirhr. Stiti/. — Freih. r. #>i#*A##r. III. S. 278. 

Hrinzelmann. Keichsadelsstand. Diplom vom 13. Febr. 1780f4r 
Sigmund Chi i^tojih Hcinzelmann, ttanquier in Augsburg. Derselbe, 
geb. 1751 , stammte aus einer alten Magistratsfamilie in Kaafbeoern 
u. der Vater, Johann IL, hatte um 1730 ein eigenes Handelshaus in 
Venedig errichtet. 

r. /..i»;/. S 37.'i ii. 37«. — W.-H. «|. K^r. Bayern. VI. 3. 

Heise, iekse. ]^in im lt>. u. 17. Jahrh. in der Mark -Branden borg 
vorgekommenes AdcNgcschlecht, welches 1510 zu Biesow und 1580 
zu Leueuherg im Kr. Ober-Huniiin sass. Krsteres (int stand noch 
1610, Letzteres 1620 der Familie zu. Die Familie/welchc nach eines« 
Siegel von 1510 einen der Länge nach getheilten Schild: rechts drei 
Vngelklaueu u. links siebenmal balkenweise getheilt, führte, ist mÜ 
der anhultschen Familie v. Hcyse, Heysen, Heise, s. den betreffenden 
Artikel, nicht, zu verwechseln. 

Frtih. p. I.flehur. I. S. 337. 

Hfissensteiu , irafrn, s. Heusenstamm, Heussenstein, 
Hcissenstein, Grafen. 

Hristrn, Besten Kin früher in Holstein vorgekommene» Adelsge- 
schlecht, aus welchem, wie Augclus in der holsteinischen Adelscbro- 
uik angiebt, 1590 nur noch zwei Sprossen lebten o. welches später 
nicht mehr erwähnt wird. 

ti'tiii-t. I >. *!♦■■ »in N«-Iiln^si' »!••■« \rtik<'l«: IIimihi1<mi t.KMmtit. 

Hcising. Adelsstand des Kur. Prenssen , doch fehlen nähere An- 
gaben über das Diplom. — Ludwig Ferdinand Friedrich v. Heising, 



— 285 — 

ms Pommern gebartig, war 1805 k. pr. Generallieutenant and Chef 
eines Cuirassier- Regiments a. starb 1807 (1809) im Pensionsstande. 
Der Sohn desselben war 1806 Stabsrittmeister bei v. HailliodzCuiras- 
lieren n. trat 1609 aus dem activen Dienste. 

N. Pr. A.-L. II. 8. S*W). - Freik. 9. Ud*hur % I. 8. »37. 

lebter, aocb Freiherren «.Grafen (Stammwappen: in Silber ein 
grüner Heisterbaum und am Stumme eine Sonne). Hin ursprünglich 
hessisches Adelsgeschlecht, welches später nach Oesterreich, Steier- 
k. Mähreu, Schlesien, Preussen etc. kam. Dasselbe wurde zuerst 
brfach bekanut durch den k. k. General Gottfried v. Heister, wel- 
cher 1679 als Vice- Kriegs- Präsident, nachdem er sich in den vorher- 
gegangenen Kriegen sehr ausgezeichnet, in hohem Alter, zwei Söhne, 
Siegbert n. Hannibal Joseph, hinterlassend, starb. Der Freiherrn- 
bUnd kam im Juli 1664 n. später auch der Grafen stand in die Fami- 
lie und fehlen auch nähere Angaben ttb-*r die Diplome, so ist wohl 
•Hinnehmen, dass Beide der genannte Gottfried v. H. erhalten habe. 
Von seinen Söhnen stieg der ältere, Siegbert (Sibertus), gest. 1718, 
ebenfalls bis zum k. k. Vice- Kriegs-Präsidenten und wurde noch k. k. 
w. Geh.- Hat h und General-Feldmarschall, besass auch seit 1692 in 
Schlesien die Standes- Herrschaft GoschUtz im Poln. Wartenbergi- 
icfcen. Von seiner ersten Gemahlin , einer Grf. v. Zinzendorf , hatte 
er iwei Söhne» von denen Graf Rudolph, k. k. Oberst, 1717 vor Itel- 
grmd blieb, Graf Albert aber noch 1738 k. k. Genernl-Feldmarschall- 
Lititenant, w. Kriegs- Präsident etc. war. Letzterer hatte sich 1711 
■H einer Grf. v. Kannitz vermählt, doch ist nicht bekannt, dass er 
männliche Nachkommen gehabt und da auch der jüngere Sohn des 
Grafeu Gottfried, (traf Hannibal Joseph, s. oben, als k. k. General- 
major etc. 1719 ohne Nachkommen gestorbeu war, so ist wohl mit 
4cm Grafen Albert die urftH. Linie erloschen. — Aus dem adeligen 
Summe, welcher in Hessen fortgebiaht, trat Levin v. H. — ein Sohn 
des be«Ken -cassel. (»enerallieutenants v. IL, welcher das hessische 
Contingeut iu Amerika befehligt hatte — 1798 als Ober^tlieutenant 
m k. preuss. Dienste, in welchen er 1816 alb Generallieutenant starb. 
Die Sdhne desselben dienten ebenfalls in der k. preuss. Armee und 
twei derselben waren bereits 1836 Stabsotliciere im Gardecorpi. 
Nach Bauer, Adreßbuch, 1857, S. 88, waren drei Sprossen des 
SUmme« in den Preuss. Staaten begütert: N. v. IL, Herr auf Alwing- 
hol im Kr. Möuster, Joseph v. IL, Herr auf Anper u. Hunsnianshau- 
mto im Kr. Düsseldorf u. Franz v Heister, Herr auf itaslar im Kr. 
Erkelenz. 

jr f «.i/.. «t II S 1"3 ii |i*4 - i,.tuKe, I. H. MI und •»!?. - JtfAtuw'j. 11. > •«• und <•• 
- Panft»- I IV(mi H-«r. .. I. S t'l ii. ♦'.'.'. N. I'r VI- II * Smi u 3*-t A""-' 

lebftcren, leister (im Schilde drei Muscheln). Kin bis »gegen 
Eide de* 17. Jabrli. vorgekommenes Cftluisches AdelsgeM-hleehl. 

Ichleeen (in Silber ein rother Lowe). Kin früher zu dem Jülich- 
»eben Adel zahlendes Adekgeschlecht. 

?«*«*. II. W - ftetk ». L**i*>ur, I. N. 491. 



— 986 — 

■ 

leiter r. Sekenwer, Ritter and Freiherren. Erbl.-Österr. Ritter- «. 
Freiherrnstand. Ritterdiplom von 1770 für Franz Anton Heiter, 
Herrn der Herrschaften Pillichsdorf u. Heitersfeld n. für den Bruder 
desselben, Ignaz Alexander, k. k. Hofkammerrath in Siebenbürgen, 
mit dem Prädicate: v. Schönwet u. Freiherrndiplom von 1793 für 
Letzteren als k. k. Hofrath u. ehemaligen Salinenadministrator in Ga- 
lizien, wegen 42jähriger Dienstleistung. 

Me<j!>l< w. Mühlfrtd, 8. 57 u. 119. 

■ekel, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 1785 Ar 
Joseph Ferdinand Hekel', Steyerisch- landrechtlichen Rathsprotocol» 
listen, mit dem Prädicate: Edler von. 

Mtijerie r. Mühlfeld. Erg.-Bd. 8. 314. 

leibig (in Roth eine eiserne Pflugschaar, die 8pitze nach natti 
n. rechts gewendet). Reichsadelsstand. Diplom im kursäcns.Reiebs- 
vicariate vom 2. Oct. 1790 für Carl Adolph Georg Heibig, Besitzer 
des Rittergutes Grossen -Gottern (im jetzigen Kr. Langensalza, Prot. 
Sachsen). Derselbe hatte den Mannsstamm fortgesetzt, doch bläht, to 
viel bekannt, das Geschlecht jetzt nur noch im weiblichen Stamme. 

IUnd*chriftl. Nolis. - Tyrojf, II. M. — W.-B. d Mich*. 8t»«teD,VlI. 63. — JT««cttl, 

III S. -'«'3. 

Heibig (Schild quergetheilt: oben in Gold ein rother, in daa 
Pranken ein Schwert aufrecht haltender Löwe u. unten in Blas du 
achtblättrige, goldene Sonnenrose). Reichsadelsstand, Diplom tob 
28. Apr. 1798. Ein zu dem Sächsischen Adel zählendes Geschleckt, 
aus welchem mehrere Sprossen in der kur- und k. sächsischen Armes 
standen. — Ernst Gotthelf v. Heibig wurde 1846 Rittm. im 1. k. sftehs. 
Reiter- Regime nte. 

Handschrift!. Nutix. - W.Ü. d. Särh». Stuteu, IV. 41. 

lelbliag f. lirseufehl. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom um 
IS 16 für Franz Helbling, k. k. pens. Hauptmann, mit dem Prädicate: 
v. Hirzenfeld. 

Mtg*rU r. Uühlfrld, Ergänz. -Bd. 8. 314. 

leid (in Gold zwei schwarze, Ober Kreuz gelegte Greifenklauen). 
Ein in Preussen vorgekommenes Adelsgescblecut, welches aas Mik- 
lenburg stammen u. dort begütert gewesen sein soll und zu welchem 
der im Regimente v. Zastrow gestandene Hauptmann v. Held gehörte 
Derselbe hatte zwei Söhne, Hans Heinrich u. Ernst Gustav. Erstem, 
k. preuss. Kriegsrath, ist als Schriftsteller bekannt geworden, Letz- 
terer, bis 1825 Oberst u. Commandeur des 24. Landwehr- Regiments, 
starb vor mehreren Jahren als k. preuss. Generallieutenant n. Com* 
mandant des Invalidenhauses zu Berlin. 

Freiherr t. Lnlsbur. I. S. 337 u. 33 ■*. 

leid, Ritter and Edle, (Schild quer- u. in der unteren Hälfte zwei- 
mal der Länge nach getheilt: 4feldrig: 1, oben, in Gold ein rechts* 
sehender, schwarzer Adler; 2 u. 4, unten rechts u. links, in Rlan ein 
freistehender, silberner Zinnenthiirm und 3, unten in der Mitte, in 
Silber ein rechts gekehrter, blauer Löwe). Erbl.-üsterr. Ritterstand. 
Diplom von 1795 für Job. Michael Held, Besitzer des freien Thnrm- 



— Ä87 — 

boto in Braun am Gebirge, wegen seiner Landos-Indubtrie, mit dem 
Pridicate; Edler v. 

Jfrftrte w. MiJU/4ld, 8. 119. — KmueAkt, IV. 8. 186. 

ItM v» Arlf, leid iP Arie (Schild von Blau u. Hermelin dreimal 
abwechselnd der Lange nach getheilt, mit einem eckig darüber geso- 
genen silbernen Querbalken). Ein in Schlesien im Löwenbergischea 
bereits 1776 mitGieshübel, Kleppersdorf und Schellenberg und 1782 
■H Hartmannsdorf im jetzigen Kr. Lauban begütertes Adelsge- 
ichlecht, ans welchem die erstgenannten Güter 1836~der k. pr. Ma- 
jor a. Ü. u. Landes-Aelteste Held v. Arie inne hatte. 

V. Pr. A.-L. II. 8. K2. — JV*iA. 9. Itdebur, I, 8. 88* u. III. 8. 27» u. 5*74. 

■eU ?. lagebbeim, leid v. lagelshava (in Schwärs ein mit einem 
rotbeu Pfeile belegter schragreebter, silberner Balken). Im König* 
reiche Preussen erneuerter Adelsstand. Diplom vom 8. März 1709 
fftr Benjamin Gottfried Held, Herrn auf Kapatschütz in Trebnitzi- 
sebeo, mit dem von der Familie schon früher geführten Pridicate: 
f. Hagelsheim. — Matthias Held, Canzler des K. Carl ?., erlangte 
mit dem Pradicate : v. Hagelsheim den Adel und die Gebrüder Bar- 
tholomäus, Valentin u. Andrea*» H. v. H. erhielten vom K. Rudolph IL 
die Bestätigung ihres Wappens und Adels. Dieses Wappen führte 
ipiter der 1724 verstorbene markgr. brandenb. -bayreuth. Hofrath 
ni Dr. Med. H. ▼. H. und dasselbe wurde auch ganz wie angegeben, 
itm obengenannten Empfänger des Adels- Erneuerung«- Diploms 
•rtbeilt. 

*. UHitmcä, l. 8. 581. - M. l»r. A.-L. 1. K. 43: Held v. lUfeUhftyn. - Frtik. ». L'd*~ 
\m t I. 8 SS». * 

leMaa. Ein in der zweiten Hälfte des 18. Jahrb. in Preussen 
vorgekommenes Adelsgeschlecht. Ernst Friedrich Georg v. Helden 
lUod seit 1761 als Ofticier im k. preuss. Le ib-Carab inier- Regime nte 
uid lebte 1786 zu Löbegün bei Halle. Derselbe hatte mehrere 
Kinder. 

AVnA r. L«i<>u,, I K. »3«. 

leMea (iu Roth ein alter, goldener Ritterschild, desseu Mitte 
iod einem, unten von der Rechten hiuauf zur Linken gerichteten 
Schwerte durchstochen ist). Altes, braunschweigisches und corveyi- 
icbes Adelsgescblecht, welches, wie v. Meding glaubt, da im Gruben- 
kageo'schen nahe bei Einbeck ein Ort: Salz der Helden liegt, iu 
lieser Gegend begütert gewesen sein soll. — Georg Helden, Ritter, 
kommt 1398 als Wohlthater der St. Nicolaikirche zu Höxter vor und 
lach Letzuer lebten im lt>. Jahrh. Johaun, Magnus und Friedrich 
[JebrOder die Helden als die Letzten des Stammes. 

Lrtinsr, I)jM«rl«fh<- <»ir..»nk. N. |*W. - N l*r K L II. S. W. -■ Feil,, r. I.*,ie'»r, 
I. • »*< — Htt*>ma*k*r, II. I.M v. ||eM«-n . Hrftun*« l.«rl«i*<-li. — r Jtf'.fiay . Iff > |i» 
«tf »f. 

leiden -$ara*w»li (im Schilde drei quer über einander gelegte 
Flache, von denen der mittlere deu Kopf links, der obere und untere 
leoselben rechts kehreu). Ein in Wcttpreussen mit Germen im Kr. 
Marienwerder begütertes Adelsgeschlecht, zu welchem der 1 w:irt ver- 
dorbene k. pr. Oberstlieut a. D. v. Heide n-Saruow»ky geborte uud 



— 288 — 

ans welchem auch in neuester Zeit Sprossen in der k. preoss. Armee 
standen. Die Annahme im Neuen Preuss. Adels-Lexicou, dass dieses 
(reschlecht mit der im vorstehenden Artikel besprochenen Familie 
irgend in Verbindung zu bringen sei, ermangelt des Beweises, was 
auch von den Familien: v. Helden, genannt v. Gonsiorowski, s. Bd. III. 
S. f>98, v. Helden, genannt Gowarczewski, s. Bd. III. S. 610, v. Hei- 
dcn-IVzisiorowski und den v. Helden auf Schönwiese im Kr. Mob« 
rungen, Ostpreussen und im I'reussisch-Marek'schen gellen dürfte. 

N. I»r. A.-L. II. S. 3<>*J — Firif.. r. Lnlrhitr.l. S. 33s u. III. 8. 274. 

leldmann. Kurbayerischer Adelsstand. Diplom vom 14. April 
1761 für Joseph Heldmann, Landsassen zu Fürstenhof in der Ober- 
pfalz. Der Sohn desselben, Joseph Ignaz v. Heldmann, geb. 1760, 
Herr auf Diesfurth und Pechhof, wurde bei Anlegung der Adelsma- 
trikel des Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

9. Lany, S«37i». — W.-B. d««H K^r. Hny«rn. VI 4. 

IfMreirh (Schild von (iold u. Schwarz der Länge nach get heilt, 
mit drei über einander gelegten Barmen, von welchen die mittlere 
nach links, die obere u. untere aber nach rechts schwimmen). Reichf- 
adelsstand. Erneuerungs- Diplom desselben vom 27. März 1595 flr 
Georg v. Ileldreich. — Altes, lausitz.-sächs. Adelsgeschlecht, dessen 
Ahnherr, der Sage nach, Matthias Heldreich gewesen sein soll, wel- 
cher, weil er dem K. Lothar dem Sachsen das Leben gerettet, 1 125 
zu Mainz den Ritterschlag erhalten habe. — Vom Wappen weiss Val. 
König viel zur heutigen Wissenschaft nicht mehr ganz Passende! 
zu erzählen. Die Familie soll anfangs den Schild, wie angegeben, 
und auf dem Helme drei ausgebreitete Straussenfedem, schwarz, roth, 
schwarz geführt haben, zu welchen vom K. Friedrich I. auf jeder 
Seite noch eine blaue Feder gesetzt worden sei und später habe K. 
Ludwig der Bayer für Friedrich H. das Wappen so verbessert, dass, 
.statt der Federn, auf den Helm eine aufwachsende Jungfrau mit ver- 
deckten Armen und die Brust mit den drei Barmen des Schildes be- 
legt, gekommen -- u. so sei das Wappen geblieben, bis im erwähnten 
KrneuerungMliplornc des Adels von 1 :"i9S der jetzige Helmschmuck: 
eine aufwachsende, zur rechten Hälfte golden, zur linken schwarz 
gekleidete Jungfrau mit goldenem Gürtel und fliegendem Haar, in je- 
der Hand eine einwärtsgehende Barme emporhaltend, bestimmt wor- 
den wäre. ■ - Was die älteren genealog. Verhältnisse der Familie an- 
langt, so genüge hier die Angabe, dass in der ersten Hälfte des 17. 
Jahrh. Abraham Hosemanii eine Genealogie des Geschlechts im Geiste 
seiner Zeit zu* ammengestellt hat, welcher Valentin König ohne weitere 
Forschunj gefolgt ist. — Vor dem obengenannten (Jeorg v. IL kom- 
men zwischen 10JJO u. 1545) schon l'lrich v. II. und der Sohn des- 
selben, Georg v. iL, Doctor Juris und Besitzer im Käthe zu Görlitz, 
mit dem adeligen Prädicate vor, von Georg aber stammten drei Söhne: 
Wenzel, k. französ. Kuth, nunc Nachkommen gestorben, Gottfried, 
am k. dänischen Hofe bedionstet und Abraham, h. holstein. (ieh.-Rath, 
von dessen Söhnen Carl, Herr auf Buchwald und Burg, Landesältester 
des Fürstentums Sagau, sich mit einer Freiin v. Schellendorf ver- 



— 289 — 

# 

■iblte and den Stamm fortsetzte. Von den Enkeln des Letzteren 
wir zu Gauhe's Zeit Carl Georg Gräfl. v. Promnitzischer Haas -Hof- 
meister zu Sagau. Von einer anderen Linie war Wenzel v. IL, Herr 
auf Peterswalde in Schlesien, um 1489 kaix Geh.-Kath und wurde 
mit wichtigen Gesandtbchaften betraut. Von den Söhnen desselben 
wir Hans. k. span. Kath, Statthalter zu Brüssel, Paul aber verpflanzte 
den Stamm nach Bayern, wo derselbe bei IUgensburg zu Elbingheim, 
Hockenau und Mockerau sass, während von Pauls Söhnen Johann 
Bischdorf in der Oberlausitz au sich brachte. Von den Knkeln des 
Letzteren starb Gottfried als k. dan. Oberstlieutenant unverm&blt, Jo- 
hann Friedrich aber, Herr auf Hi.schdorf setzte den Stamm fort. Von 
seinen Söhnen blieb Carl, kursächs. Major, 1674 im Treffen bei Sins- 
heim and Johann war Herr auf Hcnnannsdorf (Hermsdorf) in Schle- 
sien and hatte Nachkommenschaft, zu welcher ein Enkel, Ernst Chri- 
stian Leopold, 1719 Voigt des Klosters St. Marienthal i. d. Obcrlau- 
sitz, gehörte. — I>cr Stamm, im 18. Jahrb. in Schlesien u. Kursachseu, 
namentlich in der Ober- Lausitz, ansehnlich begütert, blühte fort und 
besass noch in neuester Zeit im Kgr. Sachsen Thutn im Erzgebirge 
and Brllwitz in der Oberlausitz. Von den Sprossen des Geschlechts 
war Ferdinand Oottlob Erdmann v. II. unter dem Könige Friedrich IL 
ton Picu<sen Hauptmann und Carl Theodor Emil v. G. wurde 1850 
Hauptmann in der k. sächs. 15. Infant. -Brigade. 

flofciliLa« «• u*r«"«» Hi i<i<-nr< i< liiaim M«\ \ou .!. Ihnrmann , furticftt-ttt t>i< l<*93 \on 
/». faiyami* L*u*'*r. — *ih>\**i , l,.tu*itz M"rkwimli>(k> ii-u ll|. S. 46. — l'al. Ko*tg, II. 
S 4M 4"-«n — fi.mhf. I. S. •»! ' — M '.. - Frrth. r. Lf,if'<ur, I. S. 3.1> u. 3S^ u. III, M. 274. 

- 8«h*J- •" «•*•••». W.-B. V. :"} - W.-Il. d. Sich*. SiMl.ii, VII. »»4. — MrblcHUoh. W.-B 
%t. 414. - knr^hkr, I. H. \Xl u \XS. 

leMrill, leldrit, Helldrit, Heldrith, IrldrMt. Altes, fränkisches 
and thüringisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stamm- 
sitze im Cobuigscheu, eine Meile von Ilildburgshausen, welches die 
Güter Hetschbaeh, Weyuiai>schmieden etc. an sich brachte uud der 
reicbsfreien lütui schalt im L'anton Ilhün-Weria einverleibt war. — 
Auf dem erwähnten Stammsitze lebte schon 1235 Adolph v. IL; Hein- 
rich war 1:;14 \ui>»t zu Coburg. Hans im coburg. Hof-Gerichts- 
A»ses*or, Moiitz 1570 Hofrath und Veit um dieselbe Zeit Hot-Mar- 
schall am Cobuig'scgen Hofe. - her Stamm blühte, namentlich in 
der lleinullj, d« in (obur^i-chen, auge>essen und bedienstet, fort und 
Sprossen desselben standen aueh in der k. preus«. Armee. Zu Letz- 
te reu gehörte Wilhelm Johann Carl v. Heldritt, welcher als k. preuss. 
Major !80vS au» dem activen 1 Henste trat. 

r t,t.,c*'*<!'>*. Nr. iv - .V/,.nh.i/. s •.»•. '.. ■•''. I s - *l* » ■»• ' r. Il.tftt'.n. 

I! f»«tfM. s. 17 h lv - Hi'.i. m.»mn. UIimu-W rrv I. V-i» — Sttr, , H. !•»•. W u »•'.**. 
* • ».».<».- *,,hh*,, In«, t fit.mii; »i.u ' .Mir.-. I ** %\ I •" l-\ *»■< " -»"'V '•• 7- * s 
■ III * '4. - A7#iA'., *. I.*.t**mr. I. **- < !'• - <i '■«•«' ", I I'»" » »• «Jr-th. Kran- 
fci» h. — 9. M*>iinj. III .«*. •.'■»; ii .'.'»v 7v ••/■ I !•»•». *'U |J tu Hi-Mit W li. IV II. 

— W H. <! *«.!•« Miit . \|l '.♦'.. 

Iddnia;ra, Irrrra. Altes, thuringi'.ehes, im 15. Jahrb. ausge- 
storbenes Herrenge.sehleeht, de s >en «1« irhnainike Herrschaft schon 
1480 od. 14^4 von den Grafen v. Hoheii-teiu au tut- Grafen v. Maus- 
feld verkauft wurde, spater ein kursitchs. Amt war und jetzt zu dem 
KckarUbergT Kreide oVr Provinz Sachsen gehurt. 

.li'f«M* llut-r. d «It. * W rtl.-f". > »4 - >" • .'M- i»-i . «•■• K -« tr.urn.^ li •••h 
llfMr«»«»« !• U«r SBoiialuu^ »mu. Siwhiirlileu lux iMch«. i»»«« lurüt»-. VI. h. J«V -Jl». — 

A*MC*4«, DtvUck. AdtU-L«&. IV. 19 



— 290 — 

9. Falckenntein, thür. Chrmiik, II. Th. 2. 8. 947. — F. Chr. Frank*. HUtorl« d. Gnffccfcaft 
Manifrld. S. 52- -.%«. — r. Iluhr, M.rkwürd. d. Vor- u. Unterhartes, 8. 590— €00. — 8alw*r, 
8. 219. 221 ii. TIA. — Sirhmacher, V. *J5. — v. Meding, III. 8. 258 u. 259. 

Helenstein. Ein nur dem Namen und Wappen (Schild ?ier-, oder 
fünfmal von Silber u. Roth quergetbeilt) nach bekanntes, altes schwä- 
bisches Rittergeschlecht. 

Matth. ei lUiftprntiann er. dp t>rig et fnmil. Dom. d«* CalMi». I-1A8, Cn;i. 81 and 82. — 
r. Ste.liwj. III. S 2.V.I. 

Helfenberg, Belffenberg. Ein früher zu dem steiei märkischen 
Adel gehörendes Adelsgeschlecht, welches auf der gleichnamige! 
Herrschaft sass. 

Schmutz, II. 8. 47. — Xiehmiichtr. III. 79. — ». M'Hi*ff % III. 8. 264. 

Helfenstein, Grafen (Schild geviert : 1 u. 4 in Roth auf einem gol- 
denen Dreihügel ein einwärts schreitender, silberner Elephant: 
Stammwappen und 2 und 3 in Gold ein schräglinker, an beiden Seiten 
gezahnter, rother Balken : Gundelfingen. Wie beschrieben, wurde das 
Wappen im 16. Jahrb. geführt). Altes, schwäbisches Graf enge sc hl echt 
aus dem gleichnamigen Stammsitze unweit Ulm, welches Einige yod 
den alten Grafen v. Dillingen herleiten, Andere, weil der Vilstrom 
in dem früher von demselben inne gehabten Gebiete entspringt, 
Grafen v. der Vils nennen und aus welchem bereits 1060 Gebhard 
Erzbischof zu Salzburg war. Nachdem schon 1369 die Graf- 
schaft Helfenstein der Stadt Ulm überlassen worden war, schied 
sich der Stamm in die zwei Linien zu Möskirchen und zu Wiesensteig 
in Schwaben. Erstere erlosch 1626, Letztere und zugleich der Manns- 
stamm des ganzen Geschlechts mit dem Grafen Rudolph am 20. Sept. 
1627, worauf Möskirchen an das fürstliche Haus Fürstenberg gelangte, 
Wiesensteig aber an Kurbayern kam. 

Spangmhrt g , AiMip. II. S. H1*l». — l.nr„? , (jrafi-imaal. 8. W4— |rt02. — M*«fr, II. 
Tah. 4'JU A'.*'2. — tiunhr, T. S. si.V. ..a< b Im/."/, Notit. |-r«.c- r . Imp.. CrHäiy», Annal. 8mc 
vir. - Si'hthtt-Wr. I. I»>. — r. M..hn : /. IM. >>. 2S9-2t'i2. 

Reifenstein (Schild quer getheilt: oben in Silber ein anfwaefc- 
sender, doppelt geschweifter, rother Löwe und unten blau, nach Eini- 
gen ohne Bild, nach Anderen mit fünf, 3 u. 2, silbernen Lilien oder 
Kleeblättern). Altes, von dem im vorstehenden Artikel besprochenen 
Grafen v. Helfenstein ganz verschiedenes, rheinländisches Adelsge- 
schlecht, aus dem der Familie schon 1161 zustehenden Stammiitse 
gleichen Namens bei Fhrenbreitsteiu. Das Geschlecht besass, neben 
dem Stammsitze, mehrere Burgen u. Rittersiize in der Gegend von 
roblenz und Trier, trug von Nassau die Voigtei Harschheim in Lehn 
und hatte seinen eigmen Lehnhof. — Der Mannsstamm blühte fort, 
bis derselbe mit Johann v. Helfenstein, welcher 1573 das Erbmar- 
schallnmt des Frz>tifts TrW erlangt hatte, 1623 erlosch. Mit der 
einzigen Krhtuchter. Christiana Catharina, welche mit Otto Nicola« 
v. Steincallenk'ls vermahlt war, ging später auch der Name des Ge- 
schlechts aus. 

HHm'.rncht. Tali. »."iri. - Vau/,*. I S. >l.*i. - r. HuttnUin. I. 8. 296. — ffolwr. 8. SM. 

- ». IT. A. L. V. S. J_»4. - Fahnr, I. 8. 147. - Frrih. r. Lnirhur, I. 8. 139. - Mehmaektr. 

I. r-'i: \ ll"lf>'ii«t«lii. Ithi'iiil.iiMlMrh - f. Merino, III. 8. »t»2 u. 263. — AuddI m 8ltliB. 

W.-It. VI. ;'■!. rr ' 

■eifert, Freiherren. Erbländ.-österr. Freiherrnstand. Diplom 
vom 18. Aug. 1854 für Joseph Alezander H eifert, k. k. Gek,-fiatfc 



— 291 — 

and Unter-Staats-Secretair im vormal. Ministerium für Cultus und 
Unterricht Derselbe, geb. 1820, in erster Ehe vermählt mit Wil- 
belmfne Fugner, vermählte sich in zweiter Ehe 1853 mit Julie 
▼. Gredler. Aus der ersten Ehe stammt ein Sohn, Zdenko, geb. 1849. 

0*a«*I. Ta»oh*nb. d. fr«ih. Ilauitr, 1*62. 8. 361. 

■eHTer v. lelffeatrea, Erbländ. österr. Adelsstand. Diplom von 
1743 für Peter Paul Helffer, Arzt und Rathsverwandten zu Pilsen, 
Bit dem Prädicate: v. Helffeutreu. 

MtyrrU 9. MüWfclH, Krgaut.-Üd. 8. 315. 

leMrelca. Liefländisches , aus Oesterreich stammendes Adels- 
geschlecht. Georg He lflf reich erhielt 1569 den erbl.-österr. Adels- 
stand und der Sohn desselben, Melchior v. II , machte sich in Lief- 
land ansässig und setzte den Stamm fort 

0«a*f. Maltrial., 17M, H. 435 u. 1799, S. 143. 

lelfta, leinte. Altes, ritterliches Geschlecht aus dem gleichna- 
migen Stammsitze in der Grafschaft Mansfeld, von welchem eine 
Linie vom Anfange des 14. bis zu dem des 15. Jahrb. in Meklenburg 
auftritt, wo noch 1408 Engelke v. Ilelpte urkundlich erscheint. — 
v. Mediug giebt an, duss der Stamm mit Jürgen Helpte, der noch 
1535 lebte, erloschen sei, doch kommen noch 1597 des verstorbenen 
Asmus v. Helffte zu lledersleben zwei Söhne vor. 

Beckmann, «-rnititiuirtr Aohalt^chr HlMor 8. 621: v. Help«n. ■- Li ich, Urkunden d« Fi- 
■IM* v. Mala***, II 8. 4ML - e. M*din 9 , I. 8. 239 u. »39. 

■eil f. leldrnwerth, Edle. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 1783 für Johann Georg Hell, Borger zu Prag, mit dem Prädicate : 
Edler ▼. Heldenwerth. 

Mf+ri* 9. HüHftlH. Krgini H4 * 3 IS. 

■eU v. lelkabrana. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom von 
1738 fir Peter Hell, Landgerichtsschreiber zu Imbst in Tirol, mit 
dem Prädicate: v. Hellenbrunn. 

*4f*rU 9. MmU/'l4, Kr K ini -Bd H. 315. 

■eU f. lelleufeld. Höhmischer Adelsstand. Diplom vom 17. Jan. 
1660 für Benjamin Hell, mit dem Prädicate: v. Hellenfeld. 

w HHIiMKk, I. H. .Sri. 

leUfcatk. Im FOrstenthume Schwarzburg • Sondershausen er- 
neuerter, alter Adelsstand. Diplom vom 3. Dec. 1819 von Günther 
Forsten zu Schwarzburg -Sondersbausen, Kraft souverainer landes- 
herrlicher Macht und Gewalt sowohl, als mittelst aufhabender, uner- 
lotchener, grosser Comitive, für Johann Christian Hellbach, FQrstl. 
•chwarzb.-sondersh. Hofrath.jp Kin ursprünglich schwäbisches, in 
alten Urkunden Hclbach, Helblck, Halbacb u. Holbacbjfschriebcnes 
Adelsgeschlecht, welches, bewiesener Tapferkeit wegenTin der ersten 
Hälfte des 12. Jahrb. vom K. Lothar dem Sachsen den Adel erhielt, 
oder wohl richtiger erhalten haben soll , in der zweiten Hälfte des 
16. Jabrh. aber sich desselben entäusserte, doch ohne das adelige 
Wappen aufzugeben und ohne von der Familie ein kleines Lebngut 
abkommen zu lassen, welches derselben zum Burglehn früher von 
dem Grafen v. Mflhlberg, zu deren Borgmännern auf der zwischen 



— £92 — 

Arnstadt u. On:iiu g< h genen Burg Mühlberg das Geschlecht gehörte 
und naclilier von den späteren Landesherren verliehen wurde. — Der 
Fnipfänuer de> oben angegeb« nen Diploms, ein Freund der Geschichte 
ui.tl ihrer 1 iiil-wis-ciiM hatten, war der Verfasser des Bd. I. S. II. u. 
111 erwähnten .,Ad( Mc\icoii tk , welches, wie a. a. 0. geschehen, billig 
bcui t heilt werden muss. Derselbe war mit einer v. Ber^a, wohl der 
Letzten ihres im Maunsstamme 1805 erloschenen alten Geschlechts, 
s. IM. 1. S. :;:;7 u. :■*;;*, vermählt, doch sind Nachkommen aus dieser 
Lue nicht bekannt. 

/»,/■'■'/•. XII. S. I'.'IJ. -■ r //./:'»<».*/». 1. S. &."'3: narh s«-ii ( on £<mk>iiI<ik. SammhiaKea. — 
Ff,/,, e. L* :.'>■,-, I >". -.:{>. - \\\ IJ. il.S:irho. Smüi. VII. Ö8: i. Il«i|l.trh. Ilvllliarli. 

Ilelhloif, auch t* rufen (in Mlber der vordereTheil eines springen- 
den, halb abgehauenen grauen Maulthieres). Grafenstand des Kgr. 
Preussen nach dem Rechte der Erstgeburt. Diplom vom 15. Octob. 
1*40 für Wulf liemrieh Hans v. Ilclldorf, Herrn auf Wollmirstädt, 
RuiMcrii etc., k. prtu>s. Kammeiherrn. — Die Familie v. Helldoiff, 
fiülier auch Hill loitV ui:d licltdortt 'genannt, ist eins der ältesten und 
angesehensten mei^euschen Adelsgeschlechtcr, welches, reich an 
S|irifs— *t-ii und (iütcrii. ?ich weit ausgebreitet hat. Der Ut Sprung des- 
seihen liegt im Dunkel de* Mittelalters, doch wird als unzweifelhaft 
anirfimmmen, das* die Familie zu demjenigen Adel gehöre, welcher 
bald nach RegiünduiiL: d< r (Etlichen Marken Deutschlands sich in 
denselben, nameiitlieli im Ustcrlande u. in der Markgrafschaft Meissen, 
ansässig machte. — Zuerst wird nach Peccenstein, Theatr. Saxon. 
S. <>'2\) < Flricli ( Wuli ich i v. 11. genannt, welcher 1147 dem Zuge des 
K. (Onrnd 111. ^^cii die äaraecueu im (ie folge des Markgrafen 
Conrad von Mej- eu leiwohnte; doch beginnt die fortlaufende Stamm- 
reih;- eist um 14 4 7 mit >eb:istiau v. IL, Herrn auf Kostewitz, welcher 
mit Martha v. Naundoift wrmählt war. Zu Knde des 15. Jahrb. 
schied sieh öir Mau.m in /wt i Hauptlinieu und zwar durch die beiden 
SduM 1 <ic< allein \on dem Man. im- übrig gebliebenen ( bi^toph v. IL, 
ileiin auf Kostewitz, au> ihr Khe mit Flisabelh v. Kalb a. d. Hause 
Kalbs riet h: Hans und Heinrich, deren Nachkommenschaft dauernd 
iortgiblüht hat Na« h dem Familien -Gebrauche wird die von U aas 
gestiftete Linie mi; dem Namen der weissen (Willschützer), die von 
Heinrich aber abstammende, mit dem Namen der schwarzen (Beuch- 
litzeri Hauprlinie belegt. -- Die weisse Häuptlinge, aus welcher 
der :!fes;e >«dn. des ( hiistoph Heinrich v. II., Herrn auf Will schütz 
und Noillit/: (icm-*: Heiniich, Adjutant ms Marschalls Moritz v. Sach- 
sen, sich in I lunkn-ich aiisii dcltc und vom Könige Ludwig XV. In 
drii (i'.ileii-tanil erln ben wurde, ist zur Zeit nicht mehr mit Grund- 
besitz viiseheii. da das letzte von dieser Linie besessene Rittergut 
Nödlitz im';; \erkautt wnnlen i<t, blüht auch nur noch, nach Abgang 
der anderen Sj eeinllinicn . in einem Zweige, dessen Haupt der k. 
prens> (lenerul IL-inrich Aumist v. II. ist, dessen sechs Söhne in 
k. pn'Us>. nixl K. ii>tcrr. Militairdiensten stehen. — Die schwarze 
Haiiptliiiic i^t mit gegen ilreissig Rittergütern in der preussischen 
l'ruvinz Sachben , im Kgr. Sachsen und in den sAcbs. Herzogtümern 



— 293 — 

angesessen, und zählt jetzt viele männliche Spros-,en. Aus dieser 
Linie wendete sich auch im IG. J.ihrh. ein später wieder au?gegan- 
gener Zweig nach Preussen und Meklenburg, in welchen Hittig v. II. - — 
ein Sohn des Hans v. H. auf Kostewitz und Keulen aus der Fhe mit 
Helena ▼. (Jöhrerf a. d. Hause Dönhoff — den FrHhi*rmi*tand er- 
bracht haben soll. Der in Sachsen gebliebene Hiiij>tz»vcig beruhte 
um die Mitte des 18. Jahrb. nur noch auf zwei Augen, indem der 
einzige damals noch lebende Nachkomme de* Wolf Heim ich v. II. auf 
Groest, Dro^sdurf etc. OberhofgerichNraths zu Leipzig, au» der Khe 
mit Sibylla v. Koseritz: Johann Heinrich v. 11., kur^-iclMM-her Kam- 
merberr u. Domherr zu Merseburg, auf <tn».\st, Loehmigi'U. Sehwer- 
stedt, Stftbnitz, St. Ulrich. Kodc-Iand, DiomIoiT mit Lüi -!• n etc., war. 
Derselbe, geM. 1793, hatte Meli mit N. v.Sehh>theim\ei mahlt und hin- 
terließ zwei Sohne, Ferdinand Heinrieh und Ca 1 Heinrich Auf »n, 
welche die Stifter zweier Speciallinien, >. unten, winden und welchen 
er, in richtig« r Erwägung der damaligen (ie^etzüebuim und die Wich- 
tigkeit erkennend, den firuudbe^itz in der Familie zu bi{\>tiu r «*n, die 
Verpflichtung aufgelegt hatte, da-*s, nach der Th'-üuiu der nach/e- 
la«senen Mann*dehngütrr, für de.. Fall, wenn Finer od» r t!er Andere 
Ton ihnen ohne mannliche Nach!»mmeii verdürbe, jene unter der 
Familie nicht entzogen würden. Am (»rund eine- in diesem Sinne 
erfolgten Erbrece^es von 1 71>r» traten nun die beiden llrüder in den 
Besitz der ihnen zugetheilten Oüter und zwar Feidin.ud Heinrich 
v. II., kursftchs. Stift-hauptmann und Canonien« zu Wuizen, in den 
Besitz der Kitterguter (iroest, St. Ullrich, Stnhmtz und Löhmi-en, 
xo welchen er spater die (iüter: Schioss Itcdia mit den hetdeu Mnk- 
Icerlingen und dem Köt>chauer Zehent, Lciha, Seh.tliieiidorf und \Y«dl- 
mirätedt (blauen u. rothen Hof» eiwarb, (ml Heim ich Ai.tnii v II. 
aber, kursächs. Kamuurheir, in den He-it/ der Iiiüeruitei Sehwir- 
stedt, Dros*dorf, Hülsten u Kodeland, /u wi U hu» ili-i -»Ibe »iu Kitt«i- 
gftter Küritz^ch, Kohlen und (irohitz kautte. Die vnii I :»-ii!. n getrif- 
teten Speciallinien wurden nach der (n hurt*/i it d« i >:ii"ier und n.ieh 
dem IlauptbcMtze mit dem Namen der altere, 4 Li..ic au* di m lla>t*>e 
Groest und der jüngeren au* dem II.iu*e N hwe; - 1 »-«It helejt und neu- 
erlich i*»t ajich dir Name: I'reus*Uche u.id x .u Iimm he Lime an f^**- 
kornmeu, da die von der alteieu Linie lirM'^rn« u i»ii:-r - iini;.:li. )i 
in den jetzt der Krone I'rciiwii zuu'» fulh neu, iluui.il- *>..• -Ii-i^i Ina 
Lande^thcilen, die Heizungen der juiiu. reo Lii.ie ah. r mu«*tiu- 
theils im Kgr. Sachse und den llcrzii-'thumcni Knie*! tum- 'ht Linie 
liegen. — Der Stifter der altereu (preu^i- hen, auch «in^uri Linie: 
Ferdinand Heinrich v. H. , ge-t. IMt'i, hiiterhc* a«i<» der F.lie mit 
Friederike (Srf v. Hohenfhal a d. Ilau-e DiMkau \i»r ^din«-: \V..lf 
Han* Heinrich, Heinrich Ferdinand, t'irl II- lurieh und l'.rrnhanl 
Heinrich. Wolf Hans Heit>rich v. II., ü« b. I7«.»4, « i hielt. *. ..b-i:, •■• n 
ftrafenMand de* Ku r r. Preußen, vernuhlte -i« h mi* i'l.in * Kmi ■ - 
ritz, M jHzt Seninr der »»ehwarzen Linie ■■ = .-! mr 1 uhrm e der I i- 
milien-ticschafte betraut und hat, neben zwei Im h*. m, ••■eh- * du ■ . 
?on welchen der Aellc-te. I ••idinand, 1 N J I gib«>ti-u M 1 1 • it. : ii-li 



— 294 — 

Ferdinand v. H., k. preuss. Kammern, u. General- Director der Land- 
Feuer-Societät im Herz Sachsen, auf Schloss Bedra mit den beiden 
Möckerlingen, Leiha u. Schalkendorf, wozu derselbe die Rittergüter 
Petzkendorf u. Baumersroda erwarb, verm. in erster Ehe mit Julie 
Grf. v. d. Schulcnburg- Wolfsburg, ist in zweiter Khe vermählt mit 
Maria v. Steuben. — Carl Heinrich v. H., k. preuss. Kammerb. und 
Landrath des Kr. Querfurth, Mitglied des k. pr. Herrenbaases etc. 
Herr auf St. Ulrich, Stöbnitz und Gröst, wozu derselbe Oechlitt and 
Zingst brachte, ist mit Pauline Freiin Spiegel v. u. zu Pickelsheim 
vermählt. — Bernhard Heinrich v. H., k. prenss. Kammer h. , erhielt 
aus dem väterlichen Nachlasse nur Capitalien, mit denen er 1828 im 
Kr. Querfurth die Herrschaft (Jleiir« mit Schloss Nebra, Birkigt und 
Wippach au sich brachte. Derselbe ist mit Therese Können vermählt. 
— Der Stifter der jüngeren (sächsischen auch schwerstedter) Linie: 
Carl Heinrich Anton v. H. , s. oben, geb. 1831. war mit N. Freiin 
v. Beust vermählt und hinterliess drei Söhne, Carl Heinrich, Julias 
Heinrich u. Ferdinand Heinrich. — Carl Heinrich, k. säe hs. Kammern. 
u. Oberforstmeister, Herrauf Kühritzsch, Bohlen, Drossdorf, Pursten 
u. Rodeland, vermählte sich mit N. v. Trebra, Julius Heinrich, grossh. 
6ächs. Geh. Staats- und Ministerialrat!) , Herr auf Schwerstedt etc. 
mit Maria Freiin v. Ziegesar u. Ferdinand Heinrich v. H., grossh. sftchs. 
Kammern., Herr auf Gröbitz, welcher auch Drackendorf mit Rutha o. 
Wöllnitz, so wie Schiebelau an sich brachte, mit Clara Freiin v. Zie- 
gesar. Sämmtliche eben genannte Familienglieder, nur mit Ausuahme 
des vor einigen Jahren verstorbenen Ferdinand Heinrich, haben männ- 
liche Nachkommenschaft, sind fortgefahren durch Familien- Verträge 
im Sinne des Grossvaters und der Väter den Besitz in der Familie in be- 
festigen und beschäftigten sich neuerlich mit Errichtung von Fideicom- 
mishen und damit im Interesse der Familie verbundenen Stiftungen. 

A'fiirif//-. S. .MK. — Vmckr. Script, nr. ^rmaii.. II. S. 61. 100 n. 119. — Vol. Knmig, I. 
fl. M".'— .V.'7. - Hauh*. I. *. rti.'i u. s|»;. .. /„//<•/, XII. S. 1279. -- Mt'lltr, Dfnkwürd. m. 4. 
iWnrh. d. di>iit«fh. Ad-U, S. •.»!•— *."l. - DfiiNrh" (imf.nh. d. (i^onw. HL 8. |65 ■. IM. — 
Freih. r. Lnl'hur % I. S. 3»'.». — (Jiiu-al. Ta«rh-nt». d. «räfl. M.iiih |xfJ2. g. .Wfi und 347 Md 
hiitur. Hui. dl». S 3'Ji». - fi;t>in«cJ,rr, I. K.3: ». II. Mei<t*iii«h. — r. M'ding. IT. 8. 14* Mi 
24.1. _ Suppl. zu Mfliin. W.-Ii III. H. — Tyr»p, \. 57. - W.-B. d Sfrl.«. Staaten, VI. 65. 

Helle, f. der Helle (im Schilde eine Rose). Ein früher zu der 
adeligen Mannschaft der Grafschaft Wernigerode zählendes Ge- 
schlecht. * 

/V/u/«. Itt-iträrfc r.ur (ii'M-hirlif«- d«'iit<tchvr Gebiete. I. S. 143. — Freiherr ». Ledtbur. I. 
8. 33'.». 

Hellen, v. der Hellen (in Silber ein schwarzer, etwas mit Gold ge- 
zierter Adler). Altes , sonst auch Mönneke oder Mönch genanntes, 
Bremen-Verdensches Adelsgeschlecht, welches mit Hinrich v. d. Hei* 
len um 1460 erloschen ist. 

Uuibant, S. 2*3 u. "JM. - v. M>din<j. III. S. 2«4 und 265. 

Hellen, t. der Hellen (Schild ge viert: 1 u. 4 quer getheilt: oben 
von Silber u Blau in zwei Reihen, jede zu vier Feldern, geschacht n. 
unten Gold ohne Bild; 2 u. 3 in Roth eiu rechtsgekehrter, gekrönter, 
silberner Löwe). Reichsadelsstand. Diplom vom 20. Mai 1761 Ar 
Johann v. d. H., Senator zu Bremen u. für die beiden Söhne seines 
verstorbenen Bruders : Bruno uud Heinrich v. d. U. und Diplom tob 



— 205 — 

18. Sept. 1792 for Dieterich r. d. H. Die Empfänger des ersten Di- 
plom stimmten aus einem ursprünglich brabantschen Adelsge- 
senlechte, ans welchem Dietrich t. d. H. in der Mitte des 16. Jahrh. 
sieh in Bremen niedergelassen hatte. Bruno v. d. H. war k. pr. Geh. 
Rath u bis 1762 Gesandter im Haag u. starb 1793 u. Heinrich v. d. 
H. ebenfalls in k. pr. Diensten Rath. — Der Empfänger des zweiten 
Diploms, mit den eben Genannten eines Stammes u. Wappens, des- 
sen Reicbsadelsstand 28. Febr. 1794 in Hannover amtlich bekannt 
gemacht wurde, setzte den Stamm fort u. die Familie gehört im Kgr. 
Hanno?er durch Besitz des Gutes Wellen im Bremenschen zu dem 
ritterscbaftlichen Adel. 

Fr+ik. 9. d. A'nesebtck, * IM u. I.S2. — Frtih. 9. Ltdthur . I. 8. 8S9. — Huppl. tu 
etofc». W. B. X. If. - W.-B. *»•» K*r. Hannov. K. 2 u. 8 H. - Knetchke, II. 8. *09 n.JOt. 
— 9. M'/fr. H. All*. W.-B. : hannov. Adel. Tab. 15 u. 8. 14 

leüen, ?. a. sar leilea (Schild geviert: 1 u. 4 in Gold ein blauer 
Querbalken u. 2 u. 3 in Silber ein schwarzer Hügel, auf welchem mit 
4er Spitze ein gefiederter, goldener Pfeil aufsteht). Adelsstand des 
Kgr. Preussen. Diplom vom 2. Octob. 1 766 für Conrad v. u. zur H., 
Regiemngsratb bei der ostpreussischen Regierung u. für den Prüder 
desselben , Johann v. u. zur Hellen. Letzterer starb 1600 als k. pr. 
Regierungtrat h in Minden, Eiferer aber 1609 als Oberlandesge- 
rkhts-Präsident zu Insterburg. Der Stamm wurde fortgesetzt u. ein 
*. a. z. Hellen war 1605 u. 1806 k. pr. Kriegs- und Domainenrath an 
Kaiisch. 

9. Mf//ta«A. I. 8.533. — N. Pr. A.-U II. 8. 363. — FrtiMtrr 9. Lidebmr , I. 8. 340. — 
Tfrcf, II 179. — W -■. d. Pr*u»s. Monarch , III. 44. 

■Hier ?• lellerspe rg. Erbländ. - österr. Adelsstand. Diplom ron 
1726 für Franz Anton Heller, Doctor der Rechte u. Consulent des 
schwäbischen Oesterreichs, mit dem Prftdicate: v. Hellersperg. 

Jf#9*rl« 9. HühlfrUi, Kr« lld S 31 V 

leUermaa. Adelsstand des Kgr. Prenssen. Diplom Tom 27. Juli 
1748 für Vollrath Hellermanii, k. pr. Obersten u. Chef eines Garni- 
son-Bataillons. Derselbe, geb. 1686 zu Petershagen bei Minden, 
wurde später Commandant vonColbern u. starb 1756. Der Sohn des- 
selben , Friedrich <;eorg Christoph v. II., k. Lsndrath, kaufte 1762 
im Furstenthumsk reise Pommern die Guter Carzin u. Clannin, erhielt 
das Indigenst u. erwarb später noch mehrere andere Güter. Der 
Stamm blühte fort u. mehrere Sprossen desselben standen in k. pr. 
Mtlitair- u. Cmldiensten. Nach Mauer, Adressb. , 1657. 8. 69. war 
Wilhelm Julius ▼. II.. k. Lsndrath u. Feuer- Societäts- Director etc. 
Herr auf Carzin, Clannin, Ponicken u. Reckow u. der Landscbafts- 
ralh ▼• H. Herr auf Zeblin u. Viverow a. u. b. im Kr. Köslin. 

«rt^fiMM, I. M. m - r Ihilhath. 1.8. S13. - N. Pr. A -L I 8. 41 ». II. 8.381«. 
t«3>. - >>#•*. r. l.'.itl.ut, I. H. sio u. III. M. *74 W II «t l'r-ii«, M.n.rch III. 44.- 

!•„■■ W.-B. I. T»h M hihI 1* IS? ii a<I 140 - jrwAi', I * l*S uuil 1*4 

■ellersperg, Edle. Kurbayer. Adelsstand. Diplom vom 23. Au«. 
1745 fOr Anton I^naz Hellersperg, kurbayer. Hofknmmer Secretair, 
mit dem Prädicate: Kdler v. — Der Vater des Diploms - Empfängers 
war kursächs. Oberst gewesen uud ein Sohn denselben, Maximilian 
Xaver Edler t. H., geb. 1730, pens. Custos der k. bayer. Central- 



— 296 — 

Bibliothek in München, wurde mit dem Sohne seines verstorbenen 
Bruders Carl Anton: Carl Sebastian, geh. 1772, k. bayer. Landes- 
directions-Rath n. Professor in Lund>hiit, hei Anlegung .der Adelsma- 
trikel des Kgr. Davern in dieselbe eingetragen. 

r. I.-Kvi S. 37'-. ■ W.-IJ. ii Kur. l*»-i>- rn. VI. t. 

Hdlfcld. ReichsudcNstand. Erneuerung* -Diplom vom 14. Nov. 
1764 für D. .Icili.-mn AugiM Ilellfeld, herz, silchs. weim. (Jeh.-Rath 
und Professor zu Jena. Das Diplom wurde später von k. prenssi«cher 
Seite anerkannt. Der Empfänger desselben, geb. 1717 zu Gotha und 
gest. 178:! als Prä- es der Jurtstenfacullüt und des Schöppcostuhls 
zu Jena, erlangte den Dahin eines der ersten Rechtsgelehrten seiner 
Zeit, welcher in seinen Schriften lan^e fort gelebt hat. Die Familie 
demselben wurde im Diplome von einem alten, schon 1256 vorgekom- 
menen, westphalKchen (ic«chlcchte: Helleveld, auch Hell* feld abge- 
leitet. Der Stamm wurde fortgesetzt, doch fehlen neuere Nachrichten. 

Wn.-Ii n^liiilt lur «h- N..l.|r-.^..-. m« k. «. s 79 **. — r. HvWhnfh , I. S. .SfS aod AM 
— N. l'r. A . - L. V. S •_••_'.". - t'ifi',. r. l.r.hiHr. |. S. .iln. - Suppl. xu SicJ.ra. W.-B. II 
10. _ w -|{. ,1. I'r.u.-i. M-.n. 1:1. It. — W.-Il .1»r Sji.-hs. Siaat. VII. ri7. 

Hcllmatin. Adelet and des K^r. Sachsen. Diplom vom 20. Juni 
1829 für Albert Eduard II«IImann, Sou-lieutenant im 1. k. fach?/ 
leichten Reiterrcyimente. Derselbe trat 1*34 als Rittmeister aas 
dem uetiven Dien-te und starb 28. März 181)0 als Kendaut im Haupt- 
steueramte Treiber-;. Aus seiner Ehe mit Therese v. SQssroilch- 
Ilürni«: cnNpioss, neben einer Tochter, Pauline v. H., ein S(»hri, Max 
v. llelliuaun. geb. 1K>8, welcher jetzt auf der Universität Leipzig die 
Rechte >tudirt. 

Hii-nl- hrifti. N-'li/. - W.-P.. il. S.i#|is. Sinai- n. II. ?-J. 

Hrllmirh, Hcllmirh v. Iiottburg, s. Got tburg> He lim ich v. Gott- 
burg. Dd. 111. s. *;o7. — 

faMlmiti'cr >. Hininkctiher*. Erbländ.-österr. Adelsstand. Diplom 
von 175* für den k. k. Iluiiptmanu llellminger im Rcgimente Fürst 
Salin-Jnfantrrie, mit dem Pradicate: v. Mininkenberg. 

V- ./•■#/«• r .1/v "/•■/./. s |.'7. 

Hrllrte^l, t. ■. zu Rerhtenfcld, Edle. Erbland. -ö^terr. Adelsstand. 
Di])lom von 1N)4 für Andrea«« Aloys llellriegl, Doctor und Stadt- 
richter zu Di ixen, mir dem Piädicatc: Edler v. u. zu Kechteufeld. 

Hellni^ (in Silber ein grüner Kranz, du ich welchen drei Lanzen 
gesteckt >iudl. Adelsstand dts K^r. Preus.-en. Diplom vom 2. Üctob. 
178(» für Friedrich Ilellwi^, k. preuss. C'apitain. — Die richtige 
Schreibart \>\ : lkllwig, wenn auch der Name sehr oft Helwig ge- 
schrieben wunle. 

r H- ' ■•'. I - '!». N. l'r. \ I.. II. v :;.".<. III. S. 2 ii. V. >. '.".'fc. - Freiherr f. 
/.../.>... .1 n. ;. ■ - w r.. <i l'r i.-*. M i III f.. 

Heiluis (Schild durch einen rot he n (Querbalken get heilt: Oben 
in Silber der pnu^i^chi* , schwarze Adler und unten von Schwarze. 
Silber KCM'hachP. Adi-Dstand des Kgr. Preussen. Das Diplom er- 
hielt nach den Feld/üiren von 1813 — 1815 der spätere k. preuss. 
(«eucrulmajor und (ominandeur einer Cavallerie - Brigade IJellwig. 



— 297 — 

rselbe trat 1838 ah Generallieutenant ,aus dem activen Dienste. 
n diese Zeit stand ein Sobn als Lieuteuant im k. pr. Garde-Cuiras- 
r- Reginiente. 

H. Fr. A.-L. II. 8. Si;S u 3<v4 n. V. 8. 22*. — Frtik. 9. Udebur. I. 8.110. — W.-B. d. 
M«. HoimriL. III 4.S. — Knnchke. I. *. I'*5. 

■elly, Edle. Erbläud. - östen*. Adelsstand. Diplom von 1767 
* Johanu lieorg IJelly, Apotheker zu Prag, mit dem Prädicate : 
Her v. 

MffrU e. \!illfr\,l. Er^'.-H.l. 8. 315. 

Irin, Ritter ■. Edle. Rcichsritterstand. Diplom v. 17. Juli 1763 
r Emiliqp Gottfried Helm, k. k. Reichshoffiscal, mit dem Prädicate : 
II *r v. 

M-j*rl» r. V«A(/Wti, Krj?.-Bd. 8. I.V.'. - 8uppl. xu Sifhm. W.B. IX. 17. — K*e%chke, IV. 
IM u. 1*7 

Irina, lein. Ein in Schlesien vorgekommenes Adelsgeschlecht, 
% welchem Irnnz v. llelma nuf Kupferberg, Buckowine und Cze- 
Md 1598 fflrstl. Münsterb. Oelsuischer Ruth war. Die Tochter 
selben au« der Khe mit einer v. Sulisch : Catharina verm. v. Ga- 
rn, wurde 1602 Wittwe. 

»ff*«*». K ili >i-»^r fii'iv C»". ■* >. T7i: llellinanii im .Imjrr«ch»*ii. — Simipitt», 11.8.677. 
Oft«*'. II. S | V.. F, .,.-,. t. l..,lrhmr. I 8. 3I<> 

Irlnater ». Irlnurrg, Ritter und Edle. Erblünd. österr. Ritter- 
lad. Diplom von 17H0 für Johann Joseph Ilelmayer, inneröstorr. 
»fbuchhilrer ::nd k. k. Rath, mit dem Prädicate: Edier v. Helmberg. 

lelnbergrr t. lelnter*. böhmischer Adelsstand. Diplom vom 
!. Mftrz 1716 für Johann Leopold Joseph, Johann Franz Wilhelm 
id Moria Frnnzisea Hclmberger, mit dem Prädicate : v. Helmberg. — 
piter nar Wolf Ilrlmbcrger v. Helmberg im Oppclnschen begütert. 

lflnrn*Urf, HrlaistUrf. Altes, schwäbisches Adelsgesehleeht, 
i« «eiche in Hurkart v. Uelmen-torf 1114 u. 1415 dem Costnitzer 
»ncilium beiwohnte. 

ftri t»>f>'r, II \*S. - p //<<»*«</••//, Mli«iti«<h - r. Mf,1im>j, III 8. *„'*it u»rh ü-in 

l|*|' - !•'•'•■ •#■ '■•'< • "•■»lull" r Ciiid -liulli 

lelnfeld, Grandel f. Hrlwsfrld airh frelherra, Schwedischer 
reilierrfiiotutid Diplom vom 27. Mftrz 1674 fttr Simon Gröndcl 
Ilelmfrld, k. «chwed. Feldmartrhall. Derselbe, Freiherr zu Nyen- 
iten, Herr zu !-ersky. Ro^enhoff und Neu«chlo*s, war ein Sohn des 
icob tirumlel. Ratsherrn /u Stockholm, und hatte mit seinem ulte- 
n Rrudtr, Jacob, weither 1652 aN k schwedischer Hauptmann zu 
ettin ohne Nachkommen »tarb, den >chwcdi<chen AdeKstand mit 
m Namen: \. Helmfeld erhalten Sein Sohn. GuMav v. Heliofeld 
reiherr v. Neiii'iihau*eii, k. schwed Rath u. Assessor des Triba- 
lU zu Wismar, -tarb zu Thorn 17. Mftrz 1674. 

Fr*»* r l'l'' .>. I " U> uti.l III .s ?;• ■ m.i ^ niif n h.-r«Ui«i-|i#Mi %ii*al*>n. 

Irinfeld v. «r«aheln. Krbl.iiiri.-n*.. rr AdeMtand. Diplom von 
T74 für Christian Friedrich Helmfeld. peus. k. k. Rittmeister vou 
ai*er < 'heveauxleger», mit dem Prfldkate: v. Kronhelm. 

M*j*rl* 9 l/üAf/rM. Y.ti Hl. 8. II. V 



— 298 — 

Irlnelt, Iflneld. Im Grossherz. Hessen anerkannter Adelsstand. 

Anerkennungsdiplom vom 4. Mai 1824 für Carl Ludwig f. Helmolt, 
Hofgerichts-Rath in (Hessen u. für den Bruder desselben, Ferdinand 
Ernst Ludwig v. iL. Landmrichts- Assessor in Friedberg in derWet- 
terau. — Der Adel «ler zuerst im Göttingenschen auftretenden Fami- 
lie stüzt sich nuf einen Kai>crlichen Wappenbrief vom 14. Oct. 1457, 
welcher für Heinrich Ilclmold, Bürger in Göttingen , ausgestellt ist. 
Mng auch die Erthcilung eines Wappenbriefes im Allgemeinen zdib 
Beweise des Adels nicht genügen, so ist doch im 15. Jahrb. Ritter- 
mftssig u. Wappengenoss gleichbedeutend gewesen u. man bat daher 
die Familie v. Helmolt immer als Adelsgeschlecht angenommen. — 
Die Stammreihe beginnt der genannte Empfänger des Wappenbriefes, 
dessen Enkel, Georg auf Rnben-Euschen im Thüringischen, welches 
Gut bereits 1480 in der Hand der Familie war, um 1524 als k. dtn. 
Rittmeister vorkommt. Von einem Nachkommen de9 Letzteren, Otto 
Christoph auf Erdehoru im Mansfeldischen, gest. 1658 als Fflrstl. 
hessischer Rittmeister, stammte Christian Otto auf Rilzingsleben un- 
weit Eckardsherga, welcher, früher herz. Sachs. Gothaischer Oberst- 
lieutenant , 1727 als h. Sachs.-Weissenfelsischer Kammerrath starb 
und drei Söhne hinterließ. Von diesen wurde Friedrich August, knr- 
sttchs Capitata a. D., 1720 Amtshauptmann zu Sachsenbarg; Chri- 
stian Ludwig war h. sachs. weissenf. Kammer- o. Jagdjanker a. Carl 
Gustav, kurmainz. Capitain , nahm 1727 den Abschied. Die beides 
Ersteren hatten männliche Nachkommen, von Letzterem ist Näheres 
nicht bekannt. — Der Stamm blühte namentlich in Hannover fort s, 
kam, s. oben, auch nach Hessen. 




Ilelment. Unter dem Namen Helmont kam in früher Zeit eil 
Herrengeschlecht in Brabant vor, welches sich nach dem gleichnami- 
gen Sitze in «1er s. g. Meierei von Herzogenbusch u. Kennemerlaod 
nannte und welches im Anfange des 13. Jahrb. mit Ludwig Herrn». 
Helmont erloschen ist, da schon vor 1220 das Schloss und die Stadt 
Helmont an die Herzoge v. Brabant zurückgefallen war, welche diese 
Besitzungen nach u. nach auf andere vornehme Familien übertragen, 
die den Namen Helmont führten. Aus einer dieser Familien ging der 
in der Geschichte der Chemie des 17. Jahrb. so bekannt gewordene 
Johann Raptistu van Helmont, geb. 1577 u. gest. 1644, Herr auf Me- 
rode, Rogenhorch. Orschott , Pellaies etc. hervor, dessen Schriften 
nach seinem Tode sein Sohn herausgegeben hat. 

(f,i'/f>-, u. s.4nr>. 

Helmrlrh. Böhmischer Ritterstand. Diplom von 1655 für Daniel 
Hclmrich auf Kllguth im OcM«chen. - Schlesisches Adelsgeschlecht, 
welches früher auch unter den Namen: Heinrich, Helmreicb , Helm. 
reich und Ilelmreich, genannt Reichenhelm vorkam und in der ersten 
Hälfte des 17. Jahrb. im Oehischen u. Trebnitzischen begütert wurde. 



— 299 — 

Vo» den Vorfahren bekleideten Georg Helmrich oder Helmreicb, gest. 
1536 u. der Sohn desselben, Johann, gest. 1603, das Bürgermeister- 
Amt der Stadt Goldberg. — Daniel H. setzte den Stamm fort, welcher 
danernd weiter ceblüht hat, noch in diesem Jahrhunderte 7n Rrukot- 
schine, Tschachawe, Kuhnaa und Zobel sass u. aus welchem bis auf 
die neueste Zeit mehrere Sprossen in der k. preuss. Armee standen. 
Nach Bauer, Adressb. 1857. S. 89, war Maria v. Helmrich Besitzerin 
des Gates Dankwitz im Nimptschen Kreise. 

B'nH, *U#« itMiov. S 63»*,. - StnopiuM, I. *. 454 und II. 8. 677 u. 678. — N. Pr. A.»L. 
II «. SM. — Frrik r. L'tie'u, . I. S 340 u. .141 u. III. 8. ?74. — Brhlos. W.-B. Nr. in. 

lehmstatt, aaca rVelh. «ad Gräfes. Eins der Ältesten nnd ange- 
sehensten Adelsgeschlechter der ehemaligen reichsfreien Ritterschaft 
im Craiehgau , entsprossen , wie die Familie v. Mentzingen , aus dem- 
alten Stamme der GOler v. Ravensburg, s. Bd. 111. S. 562 und 563. 
Als Stammvater wird Ulrich , dritter Sohn des Ritters Carl dolor v. 
Ravensburg, genannt, welcher, als 1020 das väterliche Erbe getheilt 
wurde, den Ort Helmstatt erhielt und den Namen desselben annahm. 
Als nAchster gemeinschaftlicher Stammvater konfmt Diether v. Helm? 
Matt, Ritter vor, welcher urkundlich 1270 auftritt. Von den beiden 
Söhnen desselben, R.ibo v. Helmstatt zu Bischofsheim und Rosen- 
berg u. Gerung v. Helmstatt zu Heimstatt, Gunterburg u. Frauenburg, 
breiteten sieb viele Aeste des Stammes aus. Gerung's Nachkommen- 
schaft erlosch 1 f>04, von Rabo aber stammte eine zahlreiche, in viele 
Maien u Speciallinien sich scheidende Nachkommenschaft. Von al- 
len diesen Linien blüht nur noch die Oberöwisheimer Linie, welche, 
da OberÖwisheim mit Hochhausen vertauscht wurde, den Namen der 
Hoch b& ose r Linie erhielt. Der Stifter dieser Linie warWejprechts I. 
Sohn: Weiprecht IL, gest. 1421 u dieselbe hatte sich in die Special- 
linien zu Bischofsheim u. Oberftwisheim u zu Lambsheim und Ober- 
Öwisheim geschieden. Au«* letzterer, welche, nach Abgang der Bischofs- 
beimer Linie, im Anfange des 19. Jahrb. in die Rechte u. Besitzungen 
der ersteren trat, stammen die jetzigen Glieder des ttnlHichen Hau- 
ses, dessen neuere Stammreilie folgende i*t: Georg Adam v. H.: Ve- 
ronica v. Liebenstein; - Damian Huuo Freih. v. II : Isabella Freün 
f. Knöringen ; — Graf Franz Ludwig, «est. 1841, k. franz. Marechal 
de Camp, erhielt 1792 den Grafenstand: Caroline Amadee Salbigaton 
de Broglie, Tochter des Marschall« u ReichsfOrNten v. Bro^lie; — 
Graf August Raban Victor Maria, gest. 1.^42, grossh. bad. Kammer- 
herr: Franzisca Henriette Freiin v. Getto, in zweiter Khe verm mit 
Anatole Marquis de Bezelacr et de Lawoe^tine, gest. 1848; — (iraf 
Carl Ludwig Adrian Maria, jetziges Haupt des tfriiti. Stamme«. — 
Derselbe, geb. 1807, k. bayer. Kammer, u. Regterungsrath, vermfthlte 
uch 1840 mit Maria Grf. v. Seinsheim auf Grünbach, Keb. 1819. — 
Der Bruder des Grafen Carl ist Graf Maximilian, «eh. 1810, trrossb. 
bad. Kammerb. u. k. franz. Rittm. a. D , \<*rmahlt 1843 mit Auguste 
Freiin v. Leuprerhtinir, geh. 1823, aus welcher Khe, neben einer 
Tochter. Grf. Henriette, geb. 1843, zwei Söhne stammen: Raban, 
geb. 1844 u. Victor, geb. 1851. 



— 300 — ' 

Htimhi acht, T«l). 2*JI- , -»'.".i. — Gauhs, I. S. «*1« und *10. — E*for. 8. 4J»I «. Tab. I. - 
hirtl+i mann , Vogtland. Tab. 1?(. — N. Omni. Ilaurihiirli, 177R, I. 8. 115—118. — Cuf. 
Ad.Nh. il. f;r»««li. |{iu|.-i. AMli. -\ — l». ilriif-iih il. n-p'iiw. I. 8. V\9 u. .140. — Fr*ik*rr 
r. £"</*>'.r/r. 1. x 3H. - <i- n-al Tii<" h>.*iih. it. irräfl. Hitiivr. l'rtt. 8. .11? ii hi*lor Handh. 
8. .*i:'I. — Si'/'/mich. i , I. Uli: v. II- Imitat. Sil.w-ihi«.. h ii. Vit: v. HHnntal, Khciiilindivi 
— r. Mftlirt't. I. S. :M7 uml -.8^. — T>n -.1, I. 7". 

Relpte, Belpe. Kin mit Jürgen Helptc, der noch 1535 lebte, aus- 
gestorbenes, mi'kletihnrir. Adclsgeschlccht. 

Hrclmana, rfnitinnirtf ViliVm-li- Ili«t-Tic. S. «21. — 9. W'-lina. I. 8. 23B u. VIS. 

Heltenberg, flelrieiibers;, s. Preinhöld'er v. Heltenberg. 

Helfersen r. hYhersheim, Freiherren. Böhmischer Freiherrnstand. 
IHplom vom 30. T)ec. \i\i\G für Otto Georg Helvcrsen v. Helversbeim 
auf Rothschloss, Krakow itz u. Pitrowiz in Böhmen. — Ein ursprüng- 
lich uus dem Ilerzogthume Lüneburg stammendes u. .in demselben 
urkundlich schon im 12. u. 13. Jahrh. vorkommendes Rittergeschlecbt, 
welches sich später in Böhmen an>ä<sig machte. Als nächster Ahn- 
herr der Familie wird Plato v. Helversen auf Helversheim, verm. mit 
Margnntha Horch v. Nnrdlmlz, genannt, dessen Enkel, Otto Plato H. 
v. II., Herr auf Pra^lo, Lnxenberg u. Biendcnburg — ein Sohn des 
Haimar H. u. der Katharina Schult von Bremen — 10. Nov. 1 602 eiu 
kaiserl. I>c>tHtigung<:diplniii seiner alladeli^en Herkunft u. Abstiim- 
niiiiiü, so wie das Incolat in Böhmen erhielt. Derselbe, Heuert!- 
Lieutenant des nieder>ach>ischen Kreises u. herz. braunschw.-IüaA 
Oberst, war vermilhlt mit Eva Ilostiewarsky v. Kostelez aas alten« 
böhmischen Unterstände u. der Stamm stieg von ihm, wie folgt, herin: 
Freiherr Otto Georg, s. oben, k. k. Oberst, Herr auf Roth sc bloss etc.: 
Maria Magdalena (Jrf. v. Kotz u. Pobrsch; — Dioiiys Albert: Fran- 
zisca Margnretha Gif. v. Clin y - AI dringen ; — Johann Anton, gwt* 
1734: Polyxeue Anna (Irf. v. Xostitz: — Johann Georg Olivier, ge* • 
17h] t Herr auf Czekanitz: Marie Polyxene Strogedizky v. Strogedil, 
gest. 1792; — Carl Leopold, gest. 180^, Herr auf Zaluschkan o.t 
k. Rittmeister a. I).: Anna Maria Freiin Hildprandt v. Ottenhaostl« 
gest. 1802. - Carl, gest. 1847, Herr auf Kanitz und Radonitz, k. *• 
Kamin.: Maria Anna Grf. Ilartmann v. Klar-tein, gest. 1813; ~" 
Freih. Proeop, ireh. l.M)*, Herr auf Kanitz u. Radonitz, k. k. KI»«- 
u. Statthalterei-Rath in Rühmen, jetziges Haupt des freih. Stamm« 1 " 
I>ic Schwester des Freiherru Proeop, Freiin Victoria, ueb. 1806, W 
Stiftnlame am llrad^chin zu Prag. l)ie übrigen jetzt lebenden Fi*j" 
lienglicder sind Nachkommen zweier Brüder des Freiherrn Carlli* " 
pold : der Freiherren Wenzel Proeop u. Aloys, Sühnen des Freiberrn 
Johann (ieorg Olivier. Freih. Wenzel Proeop, geb. 1786, k. k. HaQp* 
m:«nn in d. A., vermählte sich 1821 mit Aloysia Freiin K feller *■ 
üii, g«»b. iscil , aus welcher Ehe drei Söhne entsprossten: 
Freih. o u »., Irundherr ;iuf Czekanitz , k. k. Statthalterci-ConcipW 
zu Piv>bui«r, venu. lS4f> mit Maria Shaab-Bouviez zu New-Port , ■■ 
welcher Ehe vier Töchter stammen; Freih. Theodor, k. k. Rittm- i° 
d. A. u. Freih. Carl, k. k. Kämm, u Hauptmann im Mar ine- Infant.- 
Rejim., venu. 1 S"i7 mit Laura lirf. Balbi. — Freih. Aloys, gest. 1855, 
k. k. pens. Oberlieutenant, war mit Eleonore (Jrf. v. Sporck , gt^- 
1824, vermählt, aus welcher Ehe, neben zwei Töchtern, iwei Sohl* 



— 301 — 

entsprosaten : Freih. Aloys, geb. 1618, k. k. Kämm. u. Hauptmann in 
d. A M veno. 1852 mit Gabriele Freiin v. Weiden heim u. Freih. Leo- 
pold, k. k. pens. Obcrlieutenant. 

Uetteal. T««r!.<Mili. •). froili. MÄu« r. |M\ S. |MI— |S», u. \SÜJ. S. .tiil-3t.a. - Suppl. su 
»irtim W.-H. Vi. 22. - KuraChl', I. H. t!)4 U. I'J.S. 

# 

■elwlefc, Irlwick, Ritter. Höhmischer Hitterstand. Diplom von 
1706 für Dr. Christian Helwick Arzt zu Breslau. 

5i«<t/.iMi. II M. »»IS. - MtyeiU 9. NiihlftM, Kigäiu.-Ild 8. IM. — tVetherri lt,i^,ur, 
I. Ü 141 

Idwig (Schild der Länge nnch von Gold u. Roth getheilt mit zwei 
über einem weissen Dreihügel gekreuzten Streitäxten oderilellepar- 
ten an Griffen von gewechselten Farben). Altes, schlesisches Adels- 
geschlecht, welches im Neisse'schen begtttert war u. zu Knde des 16. 
oder Anfange des 17. Jahrh. erloschen ist. Schon Sinapius konnte nur 
Namen and Wappen angeben. 

S-nafu*, I. 8. 4M. - N. IV A -I. II. *. S-:3. - F,*,k. r. L***hnr . I. H. 341. — Sieb- 
mmeir* . I. h»; l»ir» llflwiit, Sihlr,i- ,li — ho/Irr, Aliitaiitllittift \mt il< lü nach Alt- (Hill ig 
t-rluM« ii. «ill>< nifii Si-luff'-, S. Jt': — r. \fr<iin : t, III. S. ?M. 

■einig (Schild querget heilt, oben in Gold zwei Über Kreuz ge- 
legte Kanonenlaufe u. unten in Roth ein goldener Löwe mit einem ge- 
krümmten FisciWhwanze: Inihof). Hin in der I'trson des Carl (Sott- 
fried v. llclwig in IVeusseu \urgekommciiesAdf Isgcscklecht. Derselbe, 
frflber in k. schwedischen Diensten, wurde 1 Hl 5 als Generalmajor 
bei der k. preuss. Artillerie angestellt, trat 182") ah General- Lieute- 
nant aus dem activen Diente u. staib, ohne Nachkommen zu hinter- 
las«eo, II. Mai 1S44 im HO. Lebensjahre. Seine Gemahlin war die 
alt Dichterin bekannt gewordene Amalic v. llelwiu, geb. v. Imhof. 

fi*%k*ir r l.fiirlm . I. S. 3t| 

lelwigadarf. Altes, ursprünglich mei^sensches Adclsgcsrklccht, 
«eichte :iuch nach >ehle>ien u. in die Ober-Lausitz kam. Man nimmt 
an, da»s der Ahiiherr der durch <len Ficiberger Ikr^bau rcie i ge- 
wordenen Familie wohl 11< Iwig ^ehi'Usen und das Dorf Helwtgsdoi ;, 
jetzt Uelbigsdorf bei Freiheit erbaut habe, llaiib Helwigsdorf kommt 
in Freiberg mit Anderen vom Adel noch 1 IM) vor. — Später, um 
1(15« war Anna \ HclwiLisdorf a. d. Hause Wettuitz im Opjuln>clicn 
Mit lialthasar v. In würde und Kici*chau \irinahlt u. dieselbe kommt 
ib der von Seifert gi ^ebenen , 64 Ahnen enthaltende!! Stammtafel 
der Grafeu v. Hochhcrg und Fürstenstein vor. Ilcuiio v. H«IwigMtorf 
wurde noch 1601 aU AmtMiaiipnnuuu dis l»udi^ini»chen i\ui>e> iu 
H«rOberlau>iu genannt, später aber koiinnt der Name des G« chlechts 
nicht üjehr vor. 

»rm !/'•»•, II. S • > - t,, ttt '.r. II. S |>M u . 10. l..i< I Vi', «'in I !■»■■»» Hl, 
'•Ui* V Kir> h' ••>if'> r tu f- r - il. r^. ** 37 1. «»■ i«-- , l..»«mt» VI- i kwur>1i . k III > .' n -|r, 

levM, Mrmm u HmneaMria, ImMstrin, Ritter ■■« Frclbrrieu. — 
Alles, niederländisches Adt*!>geschlcchl , in wilchr* durch i Heil. 
Diplom vou 1622 fUr Arnold tau der lleinm der Ritter- und durch 
Diplom von 171H für den F.nl.el desselben, Hermann Gilbert de Ne- 
diTktyn, der Freibn instand kam. Letzterer war mit der einzigen 
Tochter des Mitglieds des grossen Kaths zu Mecheln Anton v Lindvck 



— 302 — 

vermählt a. erhielt bei dem Lehnhofe von Hrabant die Würde, welehe 
vorher der Schwiegervater bekleidet hatte. Diese nach Batkens Tropa. 
de Brabant Suppl. 11. S. 192 von Gauhe mitgetheilten Angaben be- 
ziehen »ich nach Allem auf den in den Niederlanden verbliebenen 
Stamm. Was den, wohl rn der zweiten Hälfte des 17. Jabrb. nach 
Schlesien gekommenen Zweig anlangt, welcher namentlich in der 
Grafschaft Glatz begütert wurde, so rouss dahin gestellt bleiben, ob 
der freiherrliche Titel desselben eine Folge des erwähnten Diploms 
von 171Ö war, oder ob, wie Einige annehmen, ein böhmisches Frei- 
herrudiplom von demselben oder wohl von einem anderen frühere! 
Jahre iu diesen Zweig gelangt sei. — Nach Sinapius war Franz Bes- 
nier Freih. v. Hemm- u. Hemnistein, Herr auf Nhdersteine, Yolpers- 
dorf, Kunzendorf u. Schwenz im Glatzischen, in erster Ehe mit Elisa- 
beth v. Tschichwitz a. d. Hause Gabersdorf u. in zweiter mit Maria 
Charlotte Freiin v. Reist seit 1705 vermählt. Aus der ersten Ehe 
stammten, neben einer Tochter, Freiin Constantia, drei Söhne: Freih. 
Franz, k. k. Hauptmann. Freih. Gilbert, Herr auf Volpersdorf, eben- 
falls k. k. Hauptmann, verm. 1721 mit Barbara Freiin v. Stillfried 8. 
Kattonitz u. Freih. Arnold, der Sohn aus zweiter Ehe aber, Joseph 
Rudolph, geb. 17ü7, starb noch in demselben Jahre. — Von den 
Nachkommen war Freih. Hermann bis 1806 des Malteserordens böh- 
mischer Grosspriorats- Ritter, Ordinarius u. Commendator zu Lossea 
u. Gross-Tinz in Schlesien u. zwei Brüder desselben, welche die oben 
genannten Güter im Glatzischen besessen, verkauften dieselben 1780 
an Anton Alexander Gr. v. Maguis. Ein Neffe der Genannten, Freih. 
Carl, stand 1806 im k. pr. Husaren -Regira. v. Plötz u. erhielt 1801, 
mit der Erlaubniss, in fremde Dienste zu gehen, den Abschied. Nach 
dieser Zeit kommt in Prenssen der Name des Geschlechts nicht 
mehr vor. 

Nijviiyif/f«, II. s. 310 u. an. — ti,,uU, II. .s. lo-i. - N. I»r. A.-L. II. S. K4. — FrdL 
r. l.'.lri.Hi-. i. S. 341. — Si*htuai'h*r t III. 17«»: v. il. HViimi. llur|{uiidi«rh. 

Hemmerie h , Hcntberg. Altes, rheinlandisches AdelsgescbledU, 
welches zu Hemmericli, früher Hemberg, unweit Bonn, schon 1210 
sass u. spater das Erbkäminerer-Amt im Krz stifte Cölu erhielt. Noch 
lüf>2 wird Jacob v. Hemmericli im Dom^tifte zu Corvei genannt 
Nach dieser Zeit ist der Stamm erlo*chen. 

Fohtf. II. S. >. - hWih. r. l">h>.u, , I. S. 341. Suppl. iu Sitbin. W. B. I. tt. 

Henpei, Riüer ■. Kdle (Schild »eviert : l u. 4 in Silber ein rother 
Ziniiciithurni u. 2 u. }j in Kot h auf erdigem Boden ein silberner Widder). 
Keichsritterstaud. Diplom von löOtf für Joseph Hempel, Russisch- 
kaiserlichen Kammer-llotluuiier, mit dem Prädicate: Edler v. — Der- 
selbe war aus Stuttgart gebürtig u. sein Sohn, Ludwig Adam v. Hem- 
pel,, geb. 177ö, k. bayer. Hechnung>-(. , ominissair der Lotto- Admini- 
stration in Nürnberg, wurde bei Anlegung der Adclsmatrikel des 
Kgr. Bayern in dieselbe eingetragen. 

r. /.«"i ; /. S. :i77. — W.-It. ili*!t K«r. I'a\.rn, VI. 5. 

lempel (Schild durch einen schwarzen Pfahl getheilt : reebts in 
Blau ein auf Erde stehender, einen grünen Zweig haltepder, goldener 



— 303 — 

Greif to. links ebenfalls auf Erde fünf grüne Rohrkolben). Adelsstand 
dti Königr. Preussen. Diplom von 1806 fflr Johann Friedrich Hem- 
pel« k. pr. Regierangs- Director in Stettin. Derselbe starb 18. Octob. 
1831 als Oberlandesgerichts-Präsident zu Stettin. 

r. ftrttback, I. 8 ÄS«. - II. Pr. A.-L. II. 8. 3tf4. — Freiherr r. Le.lrbar, I. 8. 341. — 
W.-E. d. Pmiu. Mouarch. 111.45. 

IcmrMe. Ein im LQueburgischen begütert gewesenes Adelsge- 
•c blecht, welches nur durch eine Nachricht über das Wappen aus dem 
14. Jahrb. bekannt ist. 

*. Mtdinf, I. Ä. tS9 : nach einem PfvfHngorscheii Mauu*rrlptr. 

■emtk. Adelsstand des Kgr. Sachsen. Diplom vom 20. Juli 1818 
fir Friedrich Traogott Henack, Rittergutsbesitzer zu Döbra in der 
Oberlausitz. 

Baafetfcriltl. Motlt. - Freiherr 9. Mehur, III. 8. i74 u. 275. - W.-B. d. Sich«. 8iaa- 
Itm, IT. 4% 

leaekel ?. lewaerswarfk , leakel v. •., Preiberre« aad (rafft. 
Reichs- u. böhmischer Freiherrn- u. Reichsgrafenstand. Reichsfrei- 
berrndiplom |p>m 30. Apr. 1615 für Lazarus I. Heuckel v. Donners- 
marck, Herrn der Herrschaft Gföll etc.; böhmisches Freiherrndiplom 
um 18. Dec. 1636 für Lazarus 11., k. k. Rath etc. u. Reichsgrafen- 
diplom vom 5. März 1661 für Denselben. — Ein u sprünglich un- 
garisches, von dem im 17. Jahrb. erloscheneu Grafen Thurzo de Beth- 
len-Falvm, welche zu den angesehensten Familien Ungarns gehörten, 
abstammendes Adelsgeschlccht. Petrus de Thurzo, welcher in der 
tweiten HAlfte des 14. Jahrb. lebte, hatte sich mit der Erbtochter des 
alten Stammes v. Henckel vermählt, nahm den Namen derselben an 
a. legte ihn auch seinen Söhnen, neben dem Namen seiner Besitzung 
im Zipser Lande, des Schlosses St. Ladislans, welches auch Quinto 
Koro oder Donnersmarck hiess, bei. Von diesen Söhnen erhielt Ja* 
cob durch kaiserliches Diplom von 1417 eine Bestätigung seiuer Ver- 
dienste u. seines guten Herkommen* u. für den Enkel desselben, Ge- 
org I. , wurden vom Könige Ladi>laus in Ungarn durch Diplom von 
1466 die Verdienste der Familie anerkannt. — Von den Nachkom- 
men lebte noch 1640 Com ad H. v. D , welcher 1626 Feldoberst des 
Königs Ludwig IL in Ungarn war. Der Sohn desselben aus der Ehe 
mit Margaretha ?. Villach: Johann IL, *ar von Jugend auf am Hufe 
der Königin Maria von Uiigarn, kam auch mit ihr uacb Wien , wurde 
kaiserlicher Rath u. Zahlmeister u. aus seiner Ehe mit Anna v. Yöld- 
ner entsprost Freiherr Lazarus L, s. oben. Derselbe, früher kaiserl. 
Hoflieferant, brachte lOol die Herrschaften Gföll, WesemdiM I und 
Weissenkirchen in Nieder -Oesterreich pfandweise an hieb, erkaufte 
160* vom K. Rudolph 11. die Herrschaft Gfoll, vtuide, bei Erhebung 
in deu Freiherrnstund, zum k. k. Kammer- Hat h u. Bestaudiuhaber u. 
Director der k. Kupferbergwerke in Ober -Ungarn ernannt, erhielt 
pfandweise die btaudesherrschaft Beut heu etc., welche er, nicht lauge 
vor »einem Tode/ 1629, kauflich erwarb, bestimmte seine slmujt liehen 
Güter in Oesterreich u. Schlesien zu einem Fideicommi«* und hinter- 
liesa aas ervter Ehe mit Anna Magdalena v. Greis* i. aus tweiter mit 



— 304 — 

Barbara Hagn v. Steinberg mehrore Söhne, von welchen Georg Fried- 
rich die Herrschaften (jföll u. Weserndorf, Lazarus II. aber die Herr- 
schaften Beuthen, Oderberg u. Tarnowitz aus d« m väterlichen Erbe 
bekamen. Georg starb Kioü ohne Nachkommen, doch wurden die 
Herrschaften (iföll und Weserndorf nicht de . Brüdern , sondern der 
kais. Hotk amtner auf Processwege zugesprochen, da die Pfand- oder 
Schuldsumme schon bei dem Kaufe der Herrschaften Beuthen und 
Oderberg abgeschlagen worden sei. Lazarus IL, s. oben, k. k. Rath, 
brachte erst den böhmischen Freiherrn- u. dann den Reichs Grafen- 
stand in die Familie. Derselbe, ge.-t. 16G4, lünterliess aus der Ehe 
mit Maria Jacobina Bayr Fieiin v. Ranhenstein die Söhne Elias, Ga- 
briel u. Georg Friedrich. Elias erhielt Oderberg, Gabriel ßeotheo 
mit dem Kocblowitzer Revier u. Georg Friedrieb Tarnowitz-Xeudeck 
u. diese drei grossen Besitzungen wurden Fideicommisse für den 
Mannsstamm. Gabriel hatte nur Töchter u. so kam denn nach seinen 
Tode das Kocblowitzer Revier an Elias, Beuthen aber an Georg Fried- 
rich. I)ie Linie des Elias erlosch 1^03 mit dem Urenkel Johauu Erd- 
mann, worauf die Oderbeiger Güter allodificirt wurdeu w dauernd aber 
setzte Georg Friedrich den Stamm fort. Derselbe, gest. 1B71 , hatte 
aus der Ehe mit Anna Helena Freiin v. Kaunilz zwei, die ältere und 
die jüngere Linie stiftende Söhne. Leopold Ferdinand und Carl Maxi- 
milian , von welchen nach dem Tode des Vaters Eisterer Beuthen, 
Letzterer Tarnowitz erhielt. Oer Stifter der älteren Linie, Leopold 
Ferdinand, welcher nach Abgang der Oderberger Linie das Kocblo- 
witzer Revier zurückgekauft hatte u. dessen Landschaft Beuthen vom 
K. Leopold I. 14. Nov. 101)7 zu einer freien Standesherrschaft er- 
hoben worden war, starb MÜH) mit Hinterlassung zweier unmündigen 
Söhne aus der Ehe mit Juliane Maximiliane Gif. v. C'oob, welche sieh 
nach Wien begab, wo die Sdine in der catholi>chen Religion erzogen 
wurden, zu der -ich auch spater die alteieLinie zu Beuthen bekannte, 
Welcher die Stande>hcirenv*ürde anfangs allein zu-taud, bis sie spft- 
iiT mit dem Seniorate so vereinigt winde, das* der jedesmalige Ge- 
>ehleeht^älieste au> beiden Linien der Familie Standesherr zu Beu- 
then und Tarnowitz ist. Oie freien Stüudcshcrrcu auf Ober- Beuthen 
sind übrigens als solche ;>eit dt in 21. März 1^24 Mitglieder de» Schle- 
sischen Prownzial-Lunuta-e- im Stande der Fürsten und Herren mit 
(uriatstimme und seit 1Y10 Eibl.u.diuutulscheuke im llerzogthume 
Schlesien. — Der Stifter der jüngeren Linie, Carl Maximilian, gest. 
1720, war mit Helene Hedwig Grf. v. Reder vermählt u. die beiden 
Söhne desselben, Leo Maximilian, gest. 1771 u. Carl Erdmann, gest. 
17t>0, .setzten die Linie in zwei Zweigen, dem ersten u. zweiten, fort. 
— I;ie Vorfahren der jetzigen Famiheiiglicder u. die Häupter beider 
Linien ergeben sich uus folgenden Stammreihen: Acltere Linie : Leo- 
pold Ferdinand — altinr Sohn Georg Friedrich'*, s. oben — gest. 
101)9: Juliane Maximiliane Grf. v. Coob, ge>t. 1729; - <'arl Joseph 
Frdmaun, gest. 1 7(>0, k. k. Kämm., Gch.-Rath etc.: erste Gemahlin: 
Josephe Freiiu v. Brunetti, ge>t. 174U; — Johann Lazarus, lebte noch 
1800, k. k. Kämm. u. Major a. IX: zweite Gemahlin: Maria Antonie 



— 805 — 

Grf. v. Prascbma; — Carl Joseph Erdmann, gest. 1813 : EugeniaGrf. 
▼. Wengersky; — Hago Lazarus Anton, geb. 1811, jetziges Haupt 
der alteren Linie, Herr der Fideicomroissh. Beuthen, der Allodial- 
berrscbaft Siemianowits, der Allodialgüter Guretzko, Lassowits und 
der Güter Wolfsberg etc. in Kärnteu, k. pr. Kammern., verm. in erster 
Ehe mit Laura Grf. v. Hardenberg, gest. 1857 u. in zweiter 1859 mit 
Laura ?. Kaszonye. Aus der ersten Ehe stammen drei Söhne, die 
Grafen: Hugo, Lazarus u. Arthur. — Jüngere Linie: erster Zweig: 
Leo Maximilian, s. oben, gest. 1771, k. pr. Oberschenk: Barbara 
Eleonore Freiin v. Hock, gest. 1753; — Victor Amadeus, gest 1798, 
k. pr. Generallieutenant etc.: zweite Gemahlin: Luise Grf. v. Lepel; 

— Leo Victor Felix, gest 1861, k. pr. Kammern., Geh. Regierungs- 
raih etc.: Therese Freiin v. Dothmer, gest. 1840; — Leo Amadeas 
Maximilian, geb. 1829, Mitbesitzer der nassenheider Güter In Pom- 
mern, k. preuss. Rittm., Adjutant Sr. K. H. des Grossh. zu Sachsen- 
Weimar-Eisenach etc., verm. 1853 mit Emma v. Parry, geb. 1834, 
aas welcher Kbe zwei Söhne , Victor und Leo , stammen. — Jüngere 
Linie : zweiter Zweig: Carl Maximilian — jüngerer Sohn Georg Fried- 
richs u. Bruder Leo Friedrichs, Stifters der Beuthner Linie, s. oben, 

— gest 1720, Herr auf Gföll: Helene Hedwig Grf. r. Reder, gest. 
1726; — Carl Erdmann, gest. 1760, Herr zu Neudeck: AnnaSutanna 
Freiin t. Larisch. gest. 1761 ; — Krdmann Gustav, gest. 1805, k. pr. 
Landschaft*- Director in Ober-Schlesien : Rudolphine Freiin v. Dyherrn, 
gest. 1802; — Carl Lazarus, geb. 1772, Senior der ganzen Familie 
«.jetziges Haupt des zweiten Zweiges der jüngeren Linie, Herr der 
Fidekomm. - Herrsch. Tarnowitz, Neudeck etc., Besitzer der freien 
8Uadesherrschaft Ober-ßeuthen u. des Ritterguts Grzybowitz, freier 
SUndesnerr auf Ober -Beuthen, Erb -Oberlandraundschenk im Hrzth. 
Schlesien, erbl. Mitglied d. k. pr. Herrenhauses, k. pr. Oberst a. D. 
•tc., vermählt 1816 mit Julie Grf. t. Bohlen a. d. H. Karlsburg, geb 
1800, ans welcher Ehe, neben zwei Töchtern : Grf. Clara, verm. Grf. 
v. Francken- Sie rstorpff n. Grf.Wanda, gesch. Prinzessin t. Schönaich- 
Carolath, ein Sohn entspross: Graf (iuido, geb. 1830, Erbherr d. Fi- 
deicomm. -Herrschaft Tarnowitz-Neudeck, der Allodial -Herrschaften 
Zabrze, Wischowa, Alt-Tarnowitz, Lubschau u. Woischnick und der 
Allodial-Ritterg. Alt-Repten, Ramin etc. etc. in Ober -Schlesien, so 
wie der Herrschaft Oscarnowice im Kgr. Polen, Laudes-Aeltester des 
Kr. Beuthen etc. — Die übrigen, sehr zahlreichen Sprossen beider 
Linien, welche jetzt leben, giebt sehr genau das Geneal. Taschenb. d. 
grafl. Häuser an. 

M*m*i t »il**«io«r rtnot. H. I9M u 4*J. — Simafiut. I: fl. 977—979: dw v. Thttreo HC. 
m. II. H. IO\ -107 - lUtnrr, III. Tah UM. - Haukt. I. *. «|» MI. — Frtik. 9. AVoW. 
II. II. 10* -110 u H. 4ft> und 4dl. — Wfyittl. IV II. *37-¥4l — Jmc***i . 1W0. II. *. ttf 
— ItU. — Altern <;*n*al - u. NUaMhaudi» . 1*74.1. H. *>*<*- Mi. 24. I'r. A.-L. II 8. S44 — 
M*. - \*+Urh* i.r*t-nh. d. (««-Ken«. 1 N. S*> -J44. Fritk 9. UHthmr, I. H. Ml «. Mt 

m. III. H 174. - Utitral. Ta«rhrnb. d. grii. IUua-r. I***. « S47 - SM und hlator. Hurt acfc, 
•. Sil «ad 111} Hn>',imicM<r . V *: ÜUnn«i|ip*n. - Hehl»« W.U. Or ». H 

■enrlil ?. lenckeln. Erbland, -österr. Adelsstand. Diplom von 
1713 für Johann Conrad Henckl, k. k. Rath n. Commissär bei der 
Haaptmauth am rothen Tburm, mit dem Pradicate: v. Henckeln. 

M * f*rU 9. Mnkl/Hd. Rr«. Bd. » Jl«. 

AmmkU, DtuUcb. AdtULu. IV. 3Q 



— 906 — 

9 

lendtrsen. Ein in der zweiten Hälfte des 17. Jahrh. in Weet- 
phalen vorgekommenes Adelsgeschlecht. Ein Oberstlieutenant v. Hen- 
derson blieb gegen den Marschall Crcquy an der Saar. Derselbe 
besass ein Rittergut zu Hovinghausen unweit Dortmund, welcbeal676 
noch seiner Wittwe, Margaretha Sibylla geb. v. Koboldt, zustand. 

Frfik'rr r. /WAur, I. 8. »42. 

lendl v. tialdraia, Freiherren end Grafen. Reichs- u. erblftndiseh- 

östcrr. Freiherrn - u. Orafrnstand. Freiherrndiplom de* Erzhenogi 
Hoch- u. Deutschmeisters Maximilian vom 26. Juni 1615 für Maxi- 
milian, Christoph, Sigmund, Ulrich, Ueinprecht, Caspar und 8igmiiad 
die Hendl zu Goldrain, mit dem Titel: v. Hendl Froib. zu Goldraia, 
Jufahl n. Marötsch, Herreu zu Ober- u. Kieder-Reichenberg; kaiaerl. 
Bestätigungsdiplom des Freiherrnstandes von 1 635 u. Grafeadiplon 
vom 7. Juni 1697 für Johann Caspar, kais. Rath u. dessen beide Vet- 
tern : Maximilian Franz u. Johann Ueinprecht* mit dem Titel: Grafen 
Hendl zu Goldrain n. Castelbell, Freiherren zu Jufahl, Marötsch etc. 
— Ein in Tiro