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Full text of "Neue Schmetterlinge der Insekten-Sammlung des Königl. Zoologischen Musei der Universität zu Berlin"

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Neue oder weniger bekannte 













der 



Infekten ^ Sammlung to0 €ömgl. Soolo^ifd^tn iltufei 



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der Universität zu Berlin, 



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C H. Hopffier 



Custoe der Sammlung; 



Nach der Natur abgebildet und herausgegeben von B. Wienker, 



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Berlin, IS56. 

Hri dem Herausgeber ( ThnrsIrnfW Nu Ifi. ). 






/. PAPILIO rflcinous n. sp. 



Tab. I. Fig. 1 — 4. 

P. alis poslicis sinuato-dentatis, spalhulato-caudatis, Jusco- einer eus, abdomine subtus 
lunulisque quinque ad marginem posticum alarum posticarum ochraeeis. 

Beide Geschlechter. Von Japan. Vom Dr. de Haan am Leidener Museum unter dem 
Namen P. Astenous erhalten. So grofs als P. Demelrius Enc. Das Männchen kleiner, dieses 
von dunkler, fast schwarzer, das Weibchen von hell bräunlich grauer Färbung. Am Vorder- 
flügel sind der Rand, die Nerven, zwischen jeder offenen Randzelle ein Längsstrich und vier 
dergleichen in gleichlaufender Richtung neben einander in der geschlossenen Miitelzcllc von dunk- 
ler fast schwarzer Färbung. Die hinteren Flügel sind etwas dunkler als die vorderen, mit einem 
breiten, noch dunkleren, fast schwarzen Saume. In diesem dunklen Grunde finden sich fünf, 
beim Männchen dunkel röthliche, schwarz bepuderte, beim Weibchen lebhaft ochergelbe Mond- 
flecke, immer einer in jeder Randzelle. Die untere Seite ist überall wie die obere gefärbt und 
bezeichnet, nur sind die Flecke auf den Hinlerflügeln lebhafter und es findet sich sowohl in der 
vordersten oben von dem Vorderflügel bedeckten Zelle ein kleiner, als am Afterwinkel ein gro- 
fser ziemlich dreieckiger Fleck aufser den schon angegebenen. Brust und Bauch sind an den 
Seiten rolh. Die Hinterflügel sind stark gebuchtet, zwischen den Buchten sind grofse, stumpfe 
Zähne vorgezogen, der vierte Zahn ist zu einem langen, breiten, an der Spitze erweiterten und 
gerundeten Schwanz verlängert. 

Auf der Tafel stellt Fig. 1. das Männchen, Fig. 2. das Weibchen, Fig. 3. die untere 
Seite des männlichen und Fig. 4. die des weiblichen Hinterflügels vor. 



//. ARGYNNIS Euryale n. sp. 

Tab. II. Fig. 1 u. 1. 

A. alis mbrotundalis , subdentatia, umbrinis, exlua Jasciis macularibns maculisque albi- 
dis. anlicis disco nlgris, maeulis arcuatii rbcrmi'.shiis. 

Von Mexiko aus einer Sendung des Herrn Deppe. Nahe verwandt den Arten: A. Nu- 
mldia F. von Cuba, Briarea Enc. von Haiti und endlich und ganz besonders der in der hie- 
sigen Sammlung nicht vorhandenen A. Jaegeri Menelries (Nouveaux Memoires de la Sociele 
im/), des Natur allstes de Moscou. Tum. III. /». 125. No. 27. Tab. X. f. 3, X.) ebenfalls von 
Haiti. Diese Art, so schön sie ist, scheint dennoch nicht zu den seltensten zu gehören, da sie, 
obwohl immer nur einzeln, auch in andern Sammlungen, aufser der königl., sich findet. Im Ver- 
gleich mit A. Numidia sind die Flügel, namentlich die hinleren, nicht so stark gezahnt. Die 
Grundfarbe ist oben dunkel, unten heller ocherbraun, die Mitte fast schwarz. Quer durch den 
vordem Flügel zieht sich, nahe dem Aufsenrande, eine geschwungene, aus acht Maisgelben Flek- 
ken, von welchen zwei schon dein vordem Rande angehören und der letzte gelheill ist, beste- 
hende Querbinde, in welche eine andere, von der Mitte des Vorderrandes und denselben ent- 
lang mit zwei kleinen Doppelflecken entspringende, aus diesen und noch zwei andern einfachen 
Flecken bestehende, schräg nach aufsen schnell verlaufende, abgekürzte, ebenfalls blafsgelbe Binde 
schon in der Gegend der vierten offenen Flügelzelle sich einsenkt. Die Mitte zieren vier grofse, 
bogenförmig gekrümmte, einander genäherte, lebhaft cannoisinrothe Flecke, \on welchen einer 
in der geschlossenen Mittelzelle seihst, nahe Lefebure's bekannter nervure cellulaire, die übri- 
gen in den offenen Zellen von der vorletzten aufwärts sich finden. Dicht am Rande stehen 
von der vierten bis siebenten offenen Zelle in jeder nahe aneinander mit der Spitze nach innen 
zwei lanzettförmige ebenfalls hellgelbe Flecke. Auch die hintern Flügel haben diese Randflecke 
und zwar auf dunklerem Grunde in der von der Mitte der Flügel bis zum Rande übrigens hel- 
leren Färbung, aufserdem noch den Anfang carmoisinrother Flecke nahe dem innern Rande der 
Vorderflügel. Auf der untern Seile ist die Mitte der vorderen Flügel in weiter Ausdehnung tief 
schwarz, nach dem Rande hin wird die Färbung heller, doch ist eigentlich nur die Spitze hell 
ocherbraun. Fs linden sich hier die rothen Flecke der obern Seile eben so schön und lebhaft 
und fast noch gröfser wieder. Auch die Flecke der oben blafsgelben hier fast weifsen Binden 
sind, und zwar gröfser und lebhafter als oben, wenigstens da, wo sie in der dunklen Färbung 
sich befinden, vorhanden. Die Gegend der Einlenkung ist durch drei dem Nervenlauf folgende 
blafs bläuliche Längsstriche bezeichnet, welche eine die geschlossene Mittelzelle quer durchlau- 
fende eben so gefärbte doppelte Rogenlinie begränzt. Ein eben solcher kurzer Bogenstrich 
deutet den vordem Rand der gedachten Zelle an. Die hinteren Flügel sind, aufser den lanzett- 
förmigen Flecken der oberen Seite am Rande, noch vor dem Rande mit gleichlaufenden wellen- 
förmigen, in der Mitte aber mit schräg abwärts steigenden, schmalen, blafs weifslichen Binden 
und einer Reihe dunkler Flecke, welche den Ursprung der offenen Zellen einnehmen, so wie 



einem carmoisinrothen Fleck am vordem Rande, etwas hinter der Mitte, geziert. Kopf, Mitlcl- 
und Hinterleib sind dunkelbraun, die Fühler ganz schwarz, Augen, Frefsspitzen und Beine weifs 
gelandet. Der Bauch ist am Rande fast bis zur Spitze hin hell ocherfarben. 



///. NYMPHALIS Ilarmonia n. sp. 

Tab. II. Fig. 3 u. 4. 

Di. alis anticis sub/'alcatis, posticis caudatis, supra kelvolis, transversim forrugineo- 
linealis, subtus argenfeo-albis. luteo-Uneatis. 

Von Jalappa, aus einer Sendung des Herrn Deppe. Nur einmal vorhanden. Die Art 
gehört in die Abtheilung Papilla F. und steht zunächst den brasilianischen Arten: Chiron F.. 
Coresla Enc. (Xierynthia Hü., Sylla PerlyJ und Themistocles Enc. welche zusammen eine Ab- 
theilung bilden, die Swainson (lool. illustr. II.) mit dem Gattungsnamen: Marius bezeichnet, 
und Hübner mit den verwandten Arten: Tfielis F. und Efeuc/iea Hü. (Pellenls Enc.) zu einer 
Gattung Marpesia vereinigt hat Ob dieselbe Abtheilung, wie fast zu vermuthen, auch von an- 
deren, namentlich französischen Forschern neuerdings ebenfalls als Gattung ausgezeichnet und 
benannt worden, habe ich zur Zeit nicht in Erfahrung gebracht. Die obige nähere Bezeichnung 
der Stelle, welche diese Art in der Gattung Nymphalift einnehmen würde, mag vor der Hand 
genügen. — Die Flügel dieser schönen Art sind oben hell bräunlich gelb, in gewisser Richtung 
fast goldgelb mit einem breiten Randstreifen und drei die Flügel durchlaufenden Querstreifen 
von brauner Färbung. Im hintern Flügel ist der letzte Streif fast erloschen, in beiden sind an 
der Einlenkung aufser den erwähnten Streifen noch Spuren dunkler Querstriche wahrzunehmen. 
Die untere Seite ist silberweifs mit matt röthlichem Schein, doppelter hellgelber Randlinie und 
drei dergleichen Querlinien, der Spur einer aus kleinen Bogen zusammengesetzten Linie zwischen 
der Pvandlinie und der ersten Querlinie und noch einigen abgekürzten Linien an der Einlenkung. 
Was die Form der Flügel betrifft, so sind die vordem fast sichelförmig, der vordere und hin- 
tere Rand nämlich beinahe gerade und in einem spitzen Winkel zusammentretend, die hintern 
ziemlich lang vorgezogen und geschwänzt mit noch einem kleinen Schwänzchen am Afterwinkel. 
Der Körper ist oben goldgelb, unten silberweifs. Die Fühler sind schwarz, unten weifs gerin- 
gelt, die Spitzen braun. 



IV. SPHINX Typhon n. sp. 



Tab. III. Fig. 1. 

S. ruf o - cinerea , thoraee laleribus fusco , alis anticis Jasciis sinualis lineisijue Irans- 

versis, posticis fascia dentata media, ntaculis lineaque cinervis itolala. J'uscis , Itis basi roseis. 

* 



Von dieser zu Deilephila O. gehörenden Art befand sich nur ein einzelnes weibliches 
Exemplar in einer Sendung des Herrn Deppe aus Mexico. In Hinsicht auf Gestalt und Gröfse 
sind verwandte Arien: Splt. SatelUtia F. und fast mehr noch S. Anchemolm Cr. Die Grund- 
farbe ist oben ein schönes röthliches Aschgrau, die untere Flüche dagegen ist fast ziegelroth. 
Dies gilt namentlich auch von Palpen und Schenkeln, wogegen Schienen und Fufsglieder heller 
gefärbt sind. Die Fühler sind hell bräunlich, die Seiten des Mittelrücken dunkelbraun mit weifs- 
iicher nach aufsen breiterer Einfassung. Ein Querfleck von derselben Färbung findet sich zu 
jeder Seite am Hinterrücken und bemerkt man fortgesetzt eben solche, jedoch nach der Spitze 
hin immer undeutlichere, zuletzt fast erloschene Flecke auch auf dem an den Seiten röthlich ge- 
färbten Hinterleibe. Die Flügel haben nicht nur in der Gestalt, sondern auch in Hinsicht der 
Zeichnungen Aehnlichkeit mit denen des Sp/i. Labniscae. Ihre Grundfarbe, besonders die der 
vorderen, ist oben ganz die der oberen Seite des Körpers. Sie sind von mehr oder weniger 
lebhaft, uiebrentheils sehr dunkelbraunen Binden quer durchzogen. Von diesen sind besonders 
zu bemerken: eine am vordem Rande in mehrere Anne gethcilte und dadurch breitere, am ent- 
gegengesetzten Innenrande durch die Vereinigung sämrallicher Arme schmalere und dunklere Mittel- 
binde und zwischen dieser und dem mallbraunen Hinterrande eine zweite an den beiden End- 
punkten breitere, dann schmalere, in der Mille fast unterbrochene Binde, an welche nach innen 
eine gleichlaufende Linie sich anlehnt. An der Einlcnkung sind die vordem Flügel mit dunkel- 
rosen- fast blutrothen, nach innen helleren Haaren besetzt. Die Längsnerven zeichnen sich be- 
sonders in der Mille durch eine sehr helle, fast weifse Färbung aus. Die vorerwähnte rolhc 
Färbung ist die Grundfarbe der Hinterflügel , welche an der Einlenkung und am Afterwinkel heller, 
sehr dunkel dagegen in dem hintern Drittheil der Flügel ist. Der Hinterrand ist hier, wie auf 
den Vorderflügeln, hellbraun. Zugleich durchläuft eine gezackte dunkle, an dem Afterwinkel 
breitere und hier mit drei Flecken und darunter einer Linie von aschgrauer Färbung bezeich- 
nete Binde die Flügel. Die untere Seile der Flügel stimmt in der Färbung mit der der untern 
Körperseite überein. In diese rothe Färbung tritt den Hinlerrand entlang eine ziemlich breite, 
gezackte bräunliche Binde. Die Mitte ist von zwei dunkelrothen, neben einander gleichlaufenden 
Linien durchzogen. Die Basis der vordem Flügel ist dunkelrolh, der Afterwinkel der hintern 
heller, fast weifslich. 



V. SPHINX Ochus n. sp. 



Tab. III. Fig. 2. 



S. cervino-ochracea, capitc alisque mittels andre cinereis, posticis fascils margineque 
Jiiscis, abdomine cinerea, maculis utrinque quatuor Jlavis. 

Von Oaxaca. Ebenfalls aus einer Sendung des Herrn Deppe. Ein eigentlicher Sphinx 
und den Allen Hannibal und Lucetius Cr. verwandt. Der Kopf ist dunkel aschgrau, die Stirn 



ochergelb. Die Fühler sind weifsgrau, unten bräunlich. Der Mittclleib ist oben dunkel ocher- 
gelb, fast braun, unten nebst den Beinen grau, die Mitte der Brust weifs. Dieselbe Färbung 
hat unten der Hinterleib, oben ist derselbe an der Basis ocherfarben, dann grau mit einer Mittel- 
liuie und den Bändern der Segmente von dunklerer Färbung, und jederseits vier lebhaft gelben 
Flecken auf den vier ersten Segmenten. Die Flügel sind oben rehfarben, den vordem Band 
der Vorderfliigel nimmt eine in Hinsicht ihrer Ausdehnung sehr ungleiche, namentlich vor und 
hinter der Mitte tief eingebogene, dunkelgrau mit schwarz gemischte, bläulichweifs punktirte Binde 
ein. In der Mitte der Flügel steht ein weifser Punkt. Der Hinterrand ist abwechselnd schwarz 
getleckt und drei bis vier schwärzliche Flecke befinden sich unweit des Bandes in den beiden 
Bäumen zwischen dem vierten und sechsten Längsuerven, vom vordem Baude an gezählt. Die 
Hinterflügel haben die gewöhnlichen wellenförmigen, schwärzlichen Querbinden, von welchen 
die äufsere bläulich weifs bestäubt ist. Der Band ist wie bei den "Vorderflügelu gefleckt. Die 
untere Seite der Flügel ist einfarbig blafsgrau. 



VI. EUPREPIA Thetis n. sp. 

Tab. IV. Fig. 1 u. 2. 

E. fusea, thoracc ulrinque, abdomine sublits sulphureo, alis anticis fascia apice ra- 
mosa stlgmaleque albo- subliyalinis , abdominis durso alisque 2>ost!cls rubris, his luiiida media, 
linea anlemarginali maculisque ad marginem poslicum, coeruleo - pttpillatis , nigris {in mare 
basi lale hyalinisj. 

Von Mexico. Beide Geschlechter aus Sendungen des Herrn Deppe. In Gröfse und 
Gestalt der E. malvonida zu vergleichen. Die Grundfarbe dunkelbraun. Die Seiten des Mittel- 
rückens, die Mitte des Bauchs und die Schenkel sind lebhaft gelb. Oben ist der Hinterleib roth 
mit einem schwarzen Längsslreif in der Mitte. Die Vordertlügel sind mit einer, mitten von der 
Basis entspringenden, die Flügel bis unweit des Hinterrandes in gerader Bichtung durchlaufen- 
den, dann in drei den Band berührende Aeste, einen grade auslaufenden, einen auf- und einen 
niedersteigenden, sich theilenden Binde und einem an den zweiten Nerven des vordem Bandes 
sich anlehnenden länglichen Querfleck über derselben bezeichnet. Binde und Fleck sind gelblich 
weifs, malt durchscheinend. Die Hinlcrtliigel sind, was die Färbung betrifft, bei beiden Ge- 
schlechtern verschieden, bei den Männchen blafs gelblich -weifs und durchscheinend, wie Binde 
und Fleck in den vordem Flügeln, und nur am Bande roth, bei den Weibchen dagegen über- 
all mennigrolh. Die Zeichnungen auf diesen Flügeln sind dagegen bei beiden Geschlechtern 
gleich und bestehen in einem Mondllcck fast in der Mille, einer dem Hinterrande gleichlaufenden 
Linie vor demselben und, in einer Reihe zusammenhängend, sieben grofsen dreieckigen Flecken 
in dem Baume zwischen jener Linie und dem Rande, sämmtlich von schwarzer Farbe. Nur die 
zuletzt genannten Flecke sind in der Mitte, jedoch etwas mehr auswärts, schön hellblau. Die 



untere Seite der Flügel ist fast der oberen gleich, nur dafs die Basis roth und die Grundfarbe 
der vordem, wenigstens bei den Weibchen, hellbraun, fast rothgelb ist. 



VII. EUPREPIA .IVrfrt n. sp. 

Tab. IV. Fig. 3. 

E. fusca, thorace maculls flavescentibus , abdomine laleribus rubro, aus anlicis brun- 
neis, fascia apiceque obscurioribus. posticis rubris, nervis limboque nigris. 

Von Rio de Janeiro in Brasilien. Befand sich in der v. Langsdorfschen Sammlung. 
Gröfse und Gestalt der E. villica, obgleich, was Zeichnung und Farbenvertbeilung betrifft, den- 
jenige nmehrentheils brasilianischen rönnen angehörend, welche Swainson (Zoolog, illustr.) als 
Gattung Anthomyza zusammengestellt und Pertj ( S/iix et Martins deleclus animalium etc.) 
zu Serienria gerechnef hat. Kopf und Miltellcib sind dunkelbraun. Auf dem Halskragen stehen 
nelxn einander vier blafsgelbliche Piuikte. Ein solcher Fleck findel sich zu jeder Seile vor der 
Einlenkung der Flügel. Die Beine sind braun, an der Wurzel gelblich. Die Vorderflügel sind 
röthlich braun, ein ziemlich breiter Streif, der vor der Mitte am vordem Hände ausgehend, in 
schräger Richtung nach aufsen den Innenrand da erreicht, wo beim ausgebreiteten Insekt die 
Hinterflügel sich anlegen, eine die grofse Mittelzellc schliefsende Querlinie, die Gegend des In- 
nenrandes von der Wurzel an bis zu der zuersl erwähnten Binde und in beträchtlicher Aus- 
dehnung der Hinterland sind dunkelbraun. Die Hinterflügel sind mennigroth, breit schwarz ge- 
säumt, mit schwarzen Nerven. Im Saume ist eine Reihe blafsgelblicher Flecken sichtbar. Die 
untere Seile der Flügel isl wie die obere, nur die Grundfarbe in allen dieselbe, nämlich die der hin- 
lern Flügel auf der ohein Seile oder hell mennigi nlli, wodurch besonders die Minden und Zeich 
nungen der vordem Flügel dunkler erscheinen und mehr wie auf der obern Seite hervortreten. 



VIIL EUPREPIA Lycu.stc n. sp. 

Tab. IV. Fig. 4. 

E. fusca. alis anlicis macula media margineque obscurioribus, posticis abdomineque 
rubris, margine lineaque Juscis. 

Ein weibliches Exemplar von Jalappa aus einer Sendung des Herrn Deppe. Von der 
Gröfse und Gestalt der E. Caja, sonst ähnlich und nahe verwandt der eben beschriebenen Art. 
Dunkelbraun, der Hinlerleib unten in der Mitte schwefelgelb, oben roth mit dunkelbrauner Spitze 
und Längslinie. Die Schenkel an der Basis gelb. Die Vorderlliigel dunkelbraun, in der Mitte 
heller, mit einein grofsen dunklen Randfleck. Die Hiuterflügel roth, ein Mondtleck, eine Bogen- 



linie, ziemlich weit vom Rande entfernt und der Rand selbst in ziemlicher Ausdehnung braun. 
In diesem braunen Saum eine Reihe weifser zum Theil erloschener Flecke. Die untere Seite der 
Flügel ist der obern ähnlich. An der Einlenkung aller Flügel findet sich eine rothe Linie, die 
vorderen aber sind in der Mitte blafs gelblich und dunkle wellenförmige Querbinden, von wel- 
chen auf der obern Seite sich kaum eine Spur entdecken läfst, hier deutlich sichtbar. 



IX. SATURMA .llaja n. sp. 

Tab. V. Fig. 1. 

S. fusca, alis griseis, Jitsco-irroraUs, transversim cinerea -nigroqiie-fasciatts, anticis 
macula vitrea nigra -cineta ornalis. posticis basi roseis. ocello nigro, piipilla vitrea et annulo 
nigro in iride cervina. 

Refand sich unter den im Kaffernlande vom Herrn Krebs gesammelten Insekten. In 
Hinsicht der Gestalt und Gröfse der S. Pyri zu vergleichen. Der Kopf nebst Fühlern und der 
Mittelleib zugleich mit den Reinen sind dunkelbraun, der Halskragen ist durch einen weifsen Streif 
unterschieden. Der Hinterleib ist graubraun. Von derselben Farbe sind auch die Flügel, überall 
jedoch durch Einmischung hellgrauen und dunkelbraunen Slaubes, des ersleren vorzüglich nach 
der Rasis, des letztern nach der Spitze hin, gesprenkelt. Die Vorderflügel haben aufserdem in 
der IMitte einen länglichen Spiegelfleck mit schwarzer Einfassung, drei wellenförmige dunkle 
Querlinien, von welchen eine zwischen dem Fleck und der Rasis, zwei einander genähert zwi- 
schen jenem und dem ziemlich breit dunkelbraunen Hinterrande sich belinden. Die Hinterflügel 
sind von der Rasis an bis nahe dem Rande blafsroth, der Rand selbst ist in eben der Ausdeh- 
nung wie bei den Vorderflügeln dunkelbraun. Die Mitte ziert ein schwarzer Augenfleck mil 
einer am Rande glasartig durchsichtigen Pupille, braungelblicher Umgegend und einem schwar- 
zen Ringe in dieser. Ein gröfserer Ring in einiger Entfernung von dem Auge und der Rasis 
ist dunkelroth. Eine dunkelbraune Binde trennt die rothe Färbung der Mitte von der graubraunen 
des Randes. — Unten sind die vier Flügel weifslich grau und ist keine rothe Färbung der hin- 
teren, wohl aber eine röthliche Behaarung am hintern Rande der vordem bemerklich. Die Ro- 
genlinien zwischen den Augenflecken und dem Rande sind deutlich vorhanden, dagegen fehlt 
die Binde zunächst der Rasis. 



\. SATURMA Pandora n. sp. 



Tab. V. Fig. 2. 



S. grisea. alis macula media, Jascia undala postica maeulisque ad marginem poslicum 
fuscis. anticis medio fusco-irraratis. apice puncto subocellari nigro ornalis. 



8 

Von Minas Gcraes in Brasilien. Ans einer Sendung der Herren v. Olfers und Sel- 
low. Nur in Hinsicht der Gröfse der S. Pyri zu vergleichen, in Hinsicht der Gestalt viel schlan- 
ker und nur mit einigen verwandten brasilischen Arten übereinstimmend. Hellgelblich grau, der 
Kopf, mit Ausnahme der Fühler, die Brust nebst den Beinen, die Bauchsegmente am Bande und 
seitwärts dunkelbraun. Sämmtliche Flügel haben in der Mille einen grofsen schwarzen Fleck, 
vor dem Hinlerrande eine doppelte stark bogenförmige Querlinie und zwischen dieser und dem 
Bande auf blafs braunem Grunde eine Beihe grofser, theils länglicher, theils mondförmig ge- 
krümmter Flecke, welche, mit Ausnahme des ersten und zweiten und der Spitze des dritten, die 
sich durch eine schöne rothe Färbung auszeichnen, schwarzbraun sind. Hinler den erwähnten 
rothen Flecken zeigt sich noch eine zackige weifse Linie, welche dicht am Vorderrandc zugleich 
mit der hier sich endigenden braunen Bogenlinie einen schwarzen, nach innen bläulich bestaubten 
Fleck einschliefst. Noch haben die Vorderflügel unweit der Basis eine vom Innenrande schräg 
nach aufsen aufwärts steigende abgekürzte schwarzbraune Binde, zwischen welcher und der Bo- 
genlinie die Flügel dunkler braun sind. — Unten sind alle Flügel dicht braun gestrichelt, die 
Zeichnungen übrigens wie auf der obern Seite. 






/. PAPILIO .Ihderus n. sp. 

Tab. I. Fig. 1. 2. 

P. alis atris faucht incurva extus acute dentala. anlicis striga macularttm apicali /lavis ; 
Omnibus subtus nigro -fuscis, posticis serie lumdarum margin ali ochraceamm allerarjue inlramar- 
ginali coerulearum. Mas. 

Eine dem P. Asclepius Hüb. sehr nahe verwandte, um ein Drittel keinere Art von 3" 11)"' 

bis 4" 1'" Flügelspannung-, deren Vaterland ebenfalls Mexico ist. Die Oberseite aller Flügel ist 
tiefschwarz, durch ihre Mitte zieht eine nach innen gekrümmte, schön hellgelbe, ziemlich breite 
Binde, welche in der Mitte des Vordcrrandcs der Oberflügel beginnt und oberhalb des Analwinkels 
der unteren ausläuft und deren äufserer Rand, besonders auf den Unterflügeln, lang und spitz 
gezähnt ist. Auf den überflügeln zeigt sich aufserdem, gegen die Spitze hin, eine Strieme von 
5 gleichfarbigen Flecken. Diese Zeichnung stimmt mit der des verwandten Asclepius iiberein, 
weicht jedoch darin ab, dafs die Binde im Unterflügel mehr gerade verläuft und daher nicht, wie 
dort, vollkommen mit der Oberflügelbinde correspondirt, sondern mehr nach innen gerichtet ist, 
während die letztere sich mehr nach aufseu zieht. Bei Asclepius dagegen beschreibt die gemein- 
schaftliche Binde einen vollkommenen Halbkreis. Von den gelben und rothgelben Randmonden, 
welche die FJnterflügel der letztern Art zieren, ist hier keine Spur vorhanden und von den rund- 
lichen, aus blauen Atomen gebildeten Fleckchen, zwischen den Zähnen der Unterflügelbinde, zeigt 
sich hier nur zwischen den Aesten der Mediana eine schwache Andeutung. Die Schwänzchen der 
Hinterflügel sind etwa halb so lang wie bei Asclepius und sehr dünn. Die Zeichnung auf der 
Unterseite stimmt mit der der letzteren Art ziemlich überein, doch sind die Zähne der Binde und 
die Randmöndchcn der Unterflügel nicht gclbroth, sondern ochergelb und die letzteren ganz dünn 
und fein und nicht, wie dort, mit Hellgelb gesäumt, sondern einfarbig. 
Zwei Männchen von Mexico durch Herrn Deppe gebracht. 

//. PAPILIO Jl'umicm n. sp. 

Tab. I. Fig. 3. 4. 

P. alis utrimque nigris fascia communi macularum submarginali maculaque ad eostani 
anlicarum flavis; posticis caudalis utrimque macula anali, subtus duabus disci cinnamomeis. Mas. 
Exp. alar. ant. 3" 2 ". 

Eine in Gröfse und Flügelschnitt ganz mit P. Pltilcnor Lin. übereinstimmende Art. Leib 
und Flügel sind auf beiden Seiten schwarz; dicht unter dem Vorderrande, nach der Spitze des 
Oberflügels zu, befindet sich ein kleines gelbes Fleckchen, umgeben von 3 gleichfarbigen, undeut- 
lichen Punkten, welche auf der Unterseite viel klarer hervortreten. In der Nähe des Aufsenrandes 
und parallel mit diesem zieht sich eine Reihe von 8 gröfseren, rundlichen, nach aufsen meist ab- 
gestutzten, gelben Fleckchen herab, welche sich auf den Hinterflügeln fortsetzen, hier aber grüfser 
sind, eine dachziegelförmige Gestalt annehmen und sich, je näher sie dem Analwinkel kommen, 
desto mehr vom Aufsenrande entfernen; ihre Zahl beträgt hier 6, der siebente, kleinere, nimmt 
den Analwinkel ein und ist zimmtroth, nach innen und aufsen gelb gesäumt. Die gekerbten Ober- 
flügel so wie die ausgeschweiften Unterflügel sind auf beiden Seiten in den Ausschnitten gelb 
gesäumt und die zwischen 5 und 6 Linien langen, nicht sehr dünnen Schwänzchen sind ein weuig 
spatelformig. Die LTnterseite gleicht der oberen, nur zeigen die Hinterflügel, innerhalb der Flecken- 
binde und dicht am Aufsenrande der Mittelzelle, 2 zimmtrothe Fleckchen, begleitet von einer Reihe 



win etwa 5 Möndchen, gebildet aus schön hellblauen Atomen, welche sich bis zum Analwinkel 
herabziehen. 

Ein Männchen aus Cuba von Herrn Riehl erlangt. % 



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///. NYCTALEMON Metaurus H,,r, 

Tab. II. 

ZV. nlis supra nigris jasciis anticarum duabus — externa subapicali — poslicarum unica 
cupreo -virescentibus; alis subltts viridi-alris basi Jasciisque duabus prasinis. Fem. 

Nyctalemon Orontes Chenu Encycl, d'hist. nat. Papillons p. 231. Fig. 396. 

Eine in den Sammlungen mit dem Liune'schen Orontes vermischte Art, welche mehr auf 
Australien und die Inseln des Stillen Meeres beschränkt zu sein scheint, während die erstere beson- 
ders Ostindien und seine Inseln zum Vaterlande hat. 

Beide Arten sind sicli sehr ähnlich, doch unterscheidet sich Metaurus, web her etwas kleiner 
ist, sogleich dadurch, dafs die äufsere der beiden nach innen gekrümmten Oberflüg-el- Querbinden 
an der Costa in geringer Entfernung von dn Spitze, oder genau gemessen: im letzten Dritttheil 
der Costa beginnt und in geschwungener Linie, in der Nähe des Aufsenrandes, /.tun Innenwinkel 
läuft. Bei Orontes Lin. liegt diese Binde genau in der Mitte d<\< Flügels und ist weniger stark 
gekrümmt. Die Mitte des Unterflügels durchzieht nur die eine, hier sehr breite Binde, welche als 
Fortsetzung der inneren Oberflügelbindc zu betrachten ist, die äufsere, aus Flecken gebildete Binde. 
welche Orontes jederzeit hat, fehlt hier und es zeigt sich nur bei einem unserer Exemplare eine 
geringe Andeutung davon, indem von der Basis des Schwanzes eine unbedeutende grüne Strieme 
mit unregelraäfsig gezackten Rändern nach dem Analwinkel gelichtet i-t. ohne denselben jedoch 
zu erreichen. Auch in der Färbung der Binden unterscheiden sich beide Arten: während die 
Männchen von Orontes einen c\ anblaueu, die Weibchen dieser Art einen mcssingfarbeiien Schiller 
auf den grünen Binden führen, sind dieselben bei Metaurus, im weiblichen Geschlechte wenigstens 
das .Manuellen kenne ich nicht ), mit schönem rotben Kupferglanz überzogen. Aul' der Unterseite 
sind beide Arten noch übereinstimmender als oben, da Metaurus auf den Unterflügeln auch die 
äufsere Fleckenbinde, wenn auch viel unbedeutender als bei Orontes, zeigt. Die äufsere hellgrüne 
Oberflügelbinde ist bei Metaurus dicht an die Spitze gerückt, wählend sie bei der Liune'schen Art 
viel weiter davon entfernt ist. Die rothgelbc Binde, welche die Bauchseite des Hinterleibes ihrer 
ganzen Länge nach durchzieht, ist bei Metaurus viel breiter, als bei Orontes. 

Für Orontes würde die Diagnose mit Rücksicht auf die davon abgesonderte Art etwa so 
zu lauten haben: 

ISyctalemon alis ulrimque cyanescenli-vel virescenti-atris, Jasciis duabus comniunibus — 
externa anticarum mediana, poslicarum maculari submarginali — virescentibus, sublus basi fas- 
ciisque duabus prasinis. 

Als Synonyme gehören hierher: 

Papilio Orentes Lin, Syst. Nat. |>. 751). im. i~. — Clerck Ic. t. '.'(i. f. 1. — Cram, I. p. 130. pl. 83. 1 h - 
Fab. Ent. syst. III. I. p. 69. no. 214. 

Ilriiles Oronliaria llii!.. Vcrz. p '28!). no 2810. 

IV. ISYCTALEMON Menoetius I l,.i, 

Tab. III. Fig. 1. 

ZV. alis concoloribus fusco-nigris, Jimbria n'nea . .snl/tns dilulioribus nigro-undulalis, 
ulrimque fascia communi lineari alba continun per medias alas recla e.vlensa. 

Papilio Palroclus Dnuy I. p. 14 & 1(3 pl. 7. f. 1 & 8. 1'. I. — Cramer II. p 19. pl. 109. 4 B 
Lyssa Patroclaria Hüb. Vcrz. p. 289. no. '2S09. 



3 

Eine gleichfalls mit dem Linne'schen Palrorlus in den Sammlungen vermischte und ver- 
wechselte Art, welche schon Drury und C ramer nach chinesischen Exemplaren abgebildet haben. 
Cramer hält unsere Art fälschlich für die echte Linne'sche und betrachtet diese letztere als 
Varietät, welche er ausführlich beschreibt. Beide bilden aber 2 sicher von einander verschiedene 
Arten. 

Menoetius ist braunschwarz, Palrorlus schwarzbraun. Die Gestalt der Oberflügel ist bei 
beiden gleich, die der unteren bei Menoetius etwas länger und dafür weniger breit als bei Palro- 
rlus, was auch Cramer in seiner Beschreibung richtig hervorhebt. Der Schwanz der Hinterflügel 
ist bei unserer Art um ein Drittel länger als bei der Linne'schen und fast dasselbe gilt auch von 
dem vorhergehenden, durch Verlängerung des unteren Subcostaladerasts gebildeten Zahn, welcher 
schwanzartig ausgezogen und bei dem Drury 'sehen Exemplar sowohl, als bei dem Cr am er 'sehen 
noch bedeutend länger ist, als bei dem unseligen. Der Abstand des Schwanzes vom Analwinkel 
des Flügels ist bei Palrorlus gröfser, als bei seinem Verwandten, und dies ist der Grund, warum 
der Flügel bei ersterem breiter ist, als bei letzterem. Die Hauptverschiedenheit beider Arten liegt 
aber in der die Flügel durchlaufenden, schmalen, weifsen Binde. Diese zieht bei Menoetius in 
gerader Linie durch beide Flügel und zwar so, dal's sie im Oberllügel in der Mitte des Vorder- 
randes beginnt, den Innenrand ein klein wenig hinter seiner Mitte durchschneidet und genau auf 
die Unterflügelbinde trifft, welche diesen Flügel von der Mitte seines Vorderrandes bis in die 
Nähe des Analwinkels durchzieht, wo sie, ohne wie bei Palrorlus eine Krümmung nach innen zu 
machen, gerade ausläuft. — Bei Palrorlus hingegen durchläuft die Binde den Oberflügel in schräger 
Richtung, indem sie von der Mitte des Vorderrandes nach dem Unterwinkel des Flügels zieht und 
nicht mit der Unterflügelbinde zusammentrifft, welche aulsei halb der Mitte des Vorderrandes 
beginnt und mit einem Bogen am Innenrande, eine ziemliche Strecke oberhalb des Anal winkeis. 
ausläuft. Die Franzen aller Flügel sind bei Menoetius schneeweifs und ebenso verhalten sich die 
Querstrichelchen im tiefschwarzen Vorderrande der Oberflügel, bei Palrorlus sind die letzteren 
mit bräunlichem Hauche überzogen und die Franzen graubraun mit schmutzig weifsen Spitzen und 
werden nur am Eude des Schwanzes und an den Zähnen des Unterilügels schneeweifs. 

Die Drury'- und Cramer'schcn Exemplare waren aus China, das unselige ist von Manilla. 

Die Diagnose für Palrorlus würde folgendermafsen zu stellen sein: 

Nt/ctalemon aiis concoloribus nigra -Juscis, subtus dilulioribus fusco-undulatis, utrimque 
J'ascia communi lineari albida non ronlinua. in ulraoue ala a media rosla ad unguium analem 
e.vtensa. 

Als Citate gehören hierher: 

Papilio I'alrocliis Lin. Mus Lud. Ulr. p. 204. 110. 23. — Syst. Nat. p. 749. no. 24 - Clcrck Ic. t. 37. f. 1 
Cram. III. p. 9. pl. 198. A. — Fab. Mant. Ins. II. p. 7. no. 59. 

Xoctua Patroclut Fab. Eni. Syst. III. 2. p. 8. no. 2. 

Lyssa Archillaria Hüb. Verz. p. 289. no. 2808. 

NB. Die Citate aus Fabricius würden zweifelhaft seiu . da er beide G'ramer'sche Tafeln anzieht, wenn 
die Fasria linearis nicht den Zusatz obliqtia bekommen hätte, woraus hervorzugeben seheint, dafs er die Linne'sche Art 
vor sich hafte. 



V. COROMS Hyphasis n. sp. 



Tab. III. Fig. 2. 3. 

V. alis j'usro -nigris fasria media ronlinua, antirurum rerla alba, posticarum rurrala 
albo - caerulea micanle: subtus pallidioribus fasria communi angusliore alba lilarino miranle. Fem. 
Exp. alar. ant. 2" 2"'. 

Fühlet graubraun; Oberseite des Körpers schwärzlich, Unterseite nebst den Beinen grau 
gelb. Die Flügel auf der Oberseite bräunlich schwarz; quer über die oberen laufen, nicht weit 
von der Basis, 3 feine violette Linien dicht neben einander her: die innere derselben ist gezähnt 



und sendet einige Längslinien, welche sich geflechtartig verbreiten, nach der Flügelwurzel hin. 
Durch die Mitte derselben Flügel zieht eine weifse Querbinde, welche am Vorderrande, ein wenig 
jenseit der Mitte, beginnt und am Innenrande, kurz vor dem Innenwinkel, auslauft. Mit ihr cor- 
respondirt eine etwas breitere, weifse Unterflügelbinde, welche in geschwungener Linie zum Innen- 
rande oberhalb des Analwinkels läuft und gröfstentheils mit schönen, tief himmelblauen, glänzenden 
Schuppen bedeckt ist, die nur den oberen Theil weifs lassen. Der Aufsenrand der Oberflügel ist 
hellbraun, der der unteren weifs eingefafst mit durchziehender schwarzer Linie. Die keulenförmigen 
Unterflügelschwänzchen sind weifs und an denselben zeigen sich auf dem Aufseurande 3 augen- 
förmige, tief schwarze, mit feiner, weifser Linie eingefafste Fleckchen. 

Die Unterseite gleicht der oberen, aber die Grundfarbe ist, besonders nach der Basis zu, 
heller und die Unterflügelbinde, welche hier scharf begrenzt ist, hat nur die Breite der Oberflüge] 
binde und wende! sich mit einem stumpfen Winkel nach innen. Die Linde beider Flügel ist hier 
weifs und mit einem Lilaschimmer Übergossen. 

Ein weibliches Exemplar von Mexico durch Herrn Otto Friedrich gebracht. 

VI. CORONLS Hysudrus n. sp. 

lab. III. Fig. 1 5. 

('. aus fusco-nigri8 fascia media mm continua, anlicarum obliqua alba, posticarum sub- 
curvata cyanea micanle, subtus fuscis, anlicis fascia Marino - alba, posticis testaceo -irroratis. Mas. 
Fem. Exp. alar. ant. lin. 21 — 27y. 

Der vorhergehenden sehr nahe verwandt, abei sicher besondere An. Die geflechl 
artigen, violetten Quer- und Längslinicn an der Basis der Oberflügel wie bei voriger Art; die 
weifse Mittelbinde hat aber eine andere, schrägere Richtung und erstreckt sich von der Mitte des 
Vorderrandes gerade in den Innenwinkel hinein und correspondirt also nicht mit der Unterflügel 
binde, welche in ihrer ganzen Länge c\ anblau gefärbt und etwas tiefer, fast im Analwinkel selbst 
ausläuft, wo sich ein leichter, röthlicher Schimmer dem Blau beimengt. 

Die Unterseite ist schwärzlich braun mit hellerer Basis der Flügel: die oberen haben die 
weifse Binde mit leichtem Lilaschimmer übergössen, auf den unteren dagegen, welche auf dem 
dunkelbraunen Grunde viele graugelbe und schwarze Tüpfelchen, besonders auf dem Verlaufe der 
Adern, zeigen, hat nur das Männchen die Spur einer kurzen, sehr schmalen, tief gezähnten, blafs 
lilafarbenen Binde, beim Weibchen ist auch diese verschwunden und durch eine schwarze, grau- 
gelb gesäumte Zickzacklinie ersetzt. 

Mehrere Exemplare beider Geschlechter von Brasilien und Mexico. 

VII. CORONLS Canace n. sp. 

Tab. III. Fig. (i. 

V. alis /weis, suhl iis pallidioribus , anlicis supra strigis obliquis luteo albidis tribus, 
exteriore reclissima, subtus Jascia media <>l>lir/ua albida rectissima; poslicis supra fascia angulala 
sanguinea, subtus rubescenti- albida. Mas. Fem. 

Diese neue Art steht der Coronis Egina Hsü. (Cuvier Begne anim. ed. Croch. pl. 145. 

/'. 4.) aufseist nahe, stimmt mit ihr in Gröfse und Gestalt vollkommen überein und weicht in der 
Zeichnung und Färbung' nur wenig, jedoch hinreichend ab, um die Rechte der neuen Art über 
jeden Zweifel zu erheben. 

Kopf und Leib sind wie bei Egina gefärbt, die Fühler jedoch etwas dunkler, nicht gelb, 
sondern gelbbraun und das letzte Palpenglied ist fast doppelt so lang, als bei der Boisduval'- 
srhen Art. Die dunkelbraunen Oberflügel haben dieselben 3 schrägen, weifslichen Querlinien, von 



denen die erste, dicht an der Wurzel, einfach, die zweite nächst dieser, und die dritte etwas jenseit 
der Mitte, aber doppelt sind, indem sich an beide eine zweite, scharf gezähnte, hellbräunliche Linie, 
und zwar an die erste: aufsen, an die zweite: innen anlehnt, wodurch 2 schmale Binden entstehen, 
welche zwischen sich ein breites, grundfarbiges Feld aufnehmen, in welches sich die Zähne der 
beiden Binden hineinerstrecken und die durchziehenden Adern heller färben. Der Hauptunterschied 
zwischen beiden Arten liegt in der äufseren der beiden erwähnten schmalen Binden, oder doppelten 
Querlinien: während dieselbe nämlich, bei Egina, zwischen Subcostalis und Mediatta einen nach 
aufsen vorspringenden Bogen bildet, oberhalb und unterhalb welches die Binde sich ein wenig 
ausgehöhlt zeigt, hat sie bei Canace einen vollkommen geraden Verlauf. 

Die hellere Unterseite hat in ihrer Mitte, entsprechend der äufseren Doppelquerlinie, eine 
vollkommen gerade laufende, schmale, weifsc Binde und einen sehr kleinen schwarzen Discoidai- 
punkt; Egina dagegen hat eine breitere weifsgelbe, geschwungene Binde und einen grofsen schwar- 
zen Mittelpunkt. 

Die Unterflügel unterscheiden sich von denen der Egina durch eine in einen deutlicheren 
Winkel gebrochene Mittelbinde, welche überdiefs blafs blutroth (bei Egina mehr gelbroth) ist 
und sich auf der Unterseite rothbräunlich-weifs, schmaler als oben und innen scharf gezähnt, aufsen 
gekerbt zeigt. 

Zwei Exemplare beider Geschlechter von Brasilien aus der von Langsdorf sehen Sammlung. 

VIII. CORONIS Echenais n. sp. 

Tab. IV. Fig. 1. 

V. alis utrimque fuscis; anlicis supra lineis (ransversis undulatis obscurioribua et palli- 
dioribus altemis, medio nigro-fusco-subfasciatis. subtus leslaceo marginatis, medio alba -fasciati.s; 
posticis supra fascia media antice flava poslice brunnea, subtus tola rubenti- flava nigro-marginata. 
Uns. Exp. alar. ant. 2" 4'". 

Flügelschnitt von Egina. Fühler fehlen. Palpen aufsen schwarz, innen braungelb behaart. 
Körper auf der Oberseite schwarzbraun, unterhalb, wie die Beine, bräunlich gelb. Die Oberseite 
der Vorderflügel ist dunkelbraun mit einem geringen Stich ins Böthliche. Ueber dieselben laufen, 
von der Basis bis zum Bande, abwechselnd dunklere und hellere, wellige Querlinien, von denen 
die ersteren die letzteren, etwas vor der Mitte des Flügels, zurückdrängen und eine breite, aufsen 
durch mehrere weifsliche Wellenlinien scharf begrenzte, innen weniger scharf abgesetzte, undeut- 
liche Binde bilden, in der die Adern als hellere Längslinien hervortreten, während sich am Aufsen- 
rande der Mittclzelle ein schwarzes Mündchen erkennen Iäfst. Die braune Unterseite der Flügel 
ist an der Basis hell graubraun, nach aufsen schwarzbraun und zeigt einen deutlichen schwarzen 
Discoidalpuukt. Jenseit der Mitte und entsprechend den weifslichen Wellenlinien der Oberseite 
werden die Flügel von einer weifsen, geschwungenen Querbinde durchzogen und am Aufsenrande 
von einer bräunlich -gelben Randbinde begrenzt. 

Die schwarzbraunen Unterflügel haben in ihrer Mitte eine wellige Querbinde, deren obere 
Hälfte schön gelb, die untere röthlich braun gefärbt ist, welche letztere Färbung nach aufsen über 
die Grenze der Binde hinaustritt und von einigen schwärzlichen Wellenlinien durchzogen wird. 
An der Basis des kurzen, kolbigen Schwänzchens und innerhalb desselben stehen 3 tief schwarze, 
gelb gesäumte Augenfleckchen. Die Unterseite zeigt eine gelbe Querbinde, deren äufsere Hälfte 
einen röthlichen Anflug hat. Zu beiden Seiten derselben färbt sich der braune Grund etwas dunkler 
und begrenzt sie nach innen scharf abgesetzt, nach aufsen mehr verwaschen. Den Aufsenrand 
des Flügels umzieht eine bräunlich -gelbe Einfassung. 

Ein Exemplar von Mexico. 

Anmerkung. Walker hat in seiner List of tlte speeimens of Lep. Ins. in the Coli, of t/ie lirit. Mus. 
unter dem Namen Subpicta eine Coronis- Art von Venezuela beschrieben, die unserer Kehenais sehr nahe stellt. Bei 
ihr soll aber tlie schwarzbraune Oberflügelbinde ein wenig jeuseit der Flügelmitte stehen; bei unserer Art fällt ihre 
innere Grenze noch innerhalb des ersten Drittels des Vorderrandes und die änfsere gerade in die Mitte desselben. 



Zwischen den beiden Binden auf der Unterseite der Vorderflügel sollen sich ferner am Vorderrande einige kurze, wellige 
Streifen befinden, wovon bei Echenah nichts weiter vorhanden ist, als einige helle Zähnchen, die der Vorderrand in die 
dunkle Grundfarbe herabsendet, die alier so unbedeutend sind, dafs sie mit unbewaffnetem Auge kaum gesehen werden 
Endlich ist bei Walkers Arl das hintere Drittel der Unterseite der Unterflügel roth mit einer streifigen schwarzen 
Binde und einigen seihen Fleckchen; Echenai» dagegen zeigt hinter dem streitigen braunschwarzen Baude eine ziemlich 
breite, schmutzig gelbe Einfassungsbinde am Aufsenrande 

IX. CASTMA Inca Walker. 

Tab. IV. Fig. 2. 
C. alis anticis fusco -ferrugineis sfriga obliqua faseiisque abruptis Juscis gutüsque duabus 
subapicalibus liyalinis; posticis nigris fascia lata media serierjue macularum marginali aurantiacis. 
/,.r/>. (iltir. (int. -i 1 — o . 

Castnia Inca Walker List of the speeimi ns of Lep. Ins in the Coli, of the Bril Mus. Bart 1. p. 24. im 22, ) 
In Gröfse und Flügelschnitt mit Castnia Palalinus Cr. übereinstimmend. Fühler 
schwarz, gegen die Spitze der Kolbe hell röthlichbraun. Kopf und Thorax oberhalb dunkelbraun; 
Hinterleib hellbraun: Palpen, >o wie die ganze I nterseite des Körpers nebs! den Beineu hell 
graugelb. Oberseite der Vorderflügel bräunlich rostfarben mit dunkleren Zeichnungen, bestehend: 
iu einer Schrägstrieme, welche von der Spitze des Flügels zur Mitte des Innenrnndes läuft und 
in 2 abgebrochenen Querbinden, welche schräg von der Mitte der Costa nach dein Aufsenrande 

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gerichtel sind, ohne denselben jedoch zu erreichen. Die Spitze des Flügels ist ebenfalls dunkler 
ansclect und könnte als drille Querbinde gelten, in der sich 2 ovale Glasfleckchen befinden. Die 

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Unterseite der Vorderflügel ist gelb, nach der Basis zu rothgelb, an den Rändern graubraun: die 
beiden abgebrochenen Querbinden sind hier tief schwarz und verbinden sich — wie dies auch schon 
oberwärts geschieht — an ihrem Ende durch einen Zwischenast und schliefsen einen gelben Fleck ein. 

Die Oberseite der Hinterflügel ist schwarz mit einer breiten, orangefarbenen Querbinde in 
der Mitte des Flügels und einer Reihe von 8 gleichfarbigen, rundlichen Flecken vor dem Aufsen- 
rande, \<>n denen die beiden letzten, im Analwinkel, verbunden sind. Die Unterseite ist graubraun 
mit hellerer, gelblich brauner Mittelbinde und Randflecken, die jedoch wenigei deutlich als ober- 
wärts hervortreten. Der Analwinke] ist hier schwärzlich augelegt und zwischen Vena coslalis und 
subcostalis zeigt sich noch eine helle lanzettförmige Querbinde. 

Zwei Exemplare aus Mexico von Herrn Otto Friedrich gesammelt. 

*) Ungünsti i Verhältni ind dem Erscheinen di - Heftes ent i ;en etreten, nachdem die Tafeln schon seit 2 Jahren 

fertig dalagen. Dil ob Art ist unterdefs von Walker a. a. 0. zwar kurz., abei kenntlich beschrieben wurden. 

\. CASTNIA Juturna n. sp. 

Tab. IV. Fig. 3. 

C. alis anlicis supra fuscis, nilidis, faseiis duabus tnediis obliquis duabusque ad apicem 
macularibus albis. subtus basi rubra alba -hyalinis maculis margineque nigris; posticis utrimque 
cyaneo-micanlibus, niveis, macula discali Jasciaque externa sinuata lalissima alerrimis rubra 
marginatis. Exp. alar. auf. 3" 6". 

Eine der schönsten bekannten Castnia - Arten von Brasilien, aus der V iruiond'schen 
Sammlung. In Gestalt und Gröfse mit einem männlichen Icarus Cr. übereinstimmend. 

Fühler, Oberseite des Körpers und Vorderflügel schwärzlich braun mit etwas grauer Bei- 
mischung; Fühlerspitze und Einfassung der Augen rothbraun; Hinterleibsspitze gelbroth; Palpen. 
Brust und Unterseite der Beine weifs, Oberseite der letzteren braunroth, Bauch hell gelblich grau. 

Ueber die Oberflügel, welche an mehreren Stellen röthlichen Anflug zeigen, laufen 4 weifse 
Binden, von denen 2 die Mitte des Flügels einnehmen und in schräger Richtung von der Costa 
nach dem Aufsenrande ziehen; die beiden anderen befinden sich an der Spitze des Flügels, laufen 
dem Aufsenrande parallel, erreichen aber nur die Mitte des Flügels und sind durch die Adern in 
kappenförmige Flecke aufgelöst. Die Unterseite der Oberflügel ist durchsichtig weifs; Basis, Costa 



und Hinterwinkel sind roth angelegt; Aufsenrand, eine Fleckenbinde vor demselben und 2 gröfsere 
Flecke unter der Mitte der Costa sind schwarz gefärbt und derjenige von ihnen, welcher den Aufsen- 
rand der Mittelzelle besetzt, hat in seiner Mitte ein weifses Mündchen, umgeben von rothen Atomen. 

Die Unterflügel sind auf beiden Seiten schneeweifs, an der Basis mit groben, hell grau- 
braunen Schuppen besetzt und in der Mittelzelle mit einein schwarzen, roth gelandeten Fleck 
geziert, welcher auf der Unterseite nicht roth umzogen, sondern halb roth, halb schwarz gefärbt 
ist. Den Aufsenrand nimmt eine sehr breite, tief sanmietschwarze Binde ein, welche an ihrer 
Innenseite einen tiefen Sinus und an beiden Seiten eine rothe Einfassung zeigt. Diese letztere 
i>t an der Innenseite der Binde linienförmig, an der Aufsenseite — wo sie oberwarts wenigstens 
die Franzen nicht ganz berührt — kappenförmig gestaltet und die oberen Kappen schliefsen schnee- 
weifse Monde ein. 

Alle Flügel haben weifse Franzen und zeigen auf beiden Seiten einen prächtigen cyan- 
blauen Schiller. 



XI. CASTNIA Galinthias n. sp. 



Tab. IV. Fig. !. 

(\ alis anticis aenminatis Juscis nitidis, lineolis albis et nigris alternis in interstitiis 
renarnm ; poslicis nigris albo-fasciatis. E.rp. alar. anl. 2" 10'" — 3". 

Gröfse von Castnia Orestes Buisd. JJ'alk. und auch im Flügelschnitt dieser Art ahn 
lieh ; da der Aufsenrand jedoch in seiner Mitte etwas ausgehöhlt ist, so tritt die Spitze des Flügels 
mein hervor und dieselbe zeigt sich scharfer zugespitzt, als dies bei irgend einer der bekannten 
Arten der Fall ist. 

Fühler schwarz mit bräunlicher Innenseite der Kolbe; Palpen braun und weifs behaart: 
Kopf und Thorax von der Farbe der Oberflügel, Hinterleib oben braungrau, unten graugelb; Beine 
rothbraun mit schneeweifser Unterseite der Schenkel. 

Die Oberflügel sind oberwarts dunkelbraun mit mehr oder weniger Beimischung von Both 
und haben einen olivengrünen Glanz. In allen Zwischenräumen der Adern zeigen sich Längs- 
striemen, welche deren ganze Länge einnehmen und aus abwechselnd weifsen, oder gelblich weifsen 
und schwarzen Striemchen zusammengesetzt sind. Die Unterseite weicht dadurch von der oberen 
ab, dal's die Basis und die Bänder bräunlich roth gefärbt sind und dals die Striemchen in den 
Zwischenräumen der Adern breiter werden und zu Querbinden von weifser und schwarzer Farbe 
zusammentreten, deren längliche Flecke durch die rothbraunen Adern getrennt werden. 

Die Oberseite der Hinterflügel ist schwarz mit breiter, weifser Querbinde, welche durch 
die dicken schwarzen Adern in längliche, schmale Flecke aufgelost wird. Der breite schwarze 
Aufsenrand, hinter dieser Binde, zeigt 2 Reihen unrcgelmäfsig gestellter und nicht sehr deutlicher, 
weifslicher Fleckchen und dicht vor den Franzen eine zusammenhängende Reihe hellbrauner Flecke. 
Auf der Unterseite verbreitert sich die weifse Mittelbinde fast bis zur Basis des Flügels und hat. 
wie oben, einen bläulichen oder grünlichen Glanz. Der Aufsenrand hinter der Binde ist braunroth 
mit 2 Reihen meist viereckiger, weifser Flecke, deren Innenseite schwarz gesäumt ist. 

Zwei Exemplare von Bio aus der von Langsdorf 'sehen Sammlung. 

XII. CASTNIA Chclone n. sp. 

Tab. V. Fig. 1. 2. 

C. alis anticis maris einereis, feminae fusco-cinereis, Jhsciis duabus maris murinis obso- 
let is. feminae albis: postiris alerrimis eynneo-micantibns . fascia sinuato - angidata j'usra albido 
marginata. Mas. Fem. E.vp. alar. ant. Mar. 2" .0'". Fem. 3" 5'". 

Kopf und Vorderlcib oberwarts aschgrau, Hinterleib, so wie die ganze Lhiterseite des 
Korpers, gelblich grau mit schwarzen Hinterrändern der Segmente 






8 

Oberflügel des Mannes oben aschgrau mit 2 verloschenen, etwas helleren, gelblich grauen 
Querbinden, von denen die eine in schräger Richtung von der Mitte des Vorderrandes zum Hinter- 
winkel zieht, während die zw.eite. wellig gebogen, mehr nach der Spitze zu, vorn Vorderrande bis 
zur Mitte der ersteren Binde läuft, wo sie dieselbe berührt. Beim Weibchen ist der Grund 
schwärzlich graubraun und die deutlich abgesetzten Binden sind weifs und in ihrer Mitle durch 
bräunlichen Nebel verdunkelt. Die Unterflügel sind bei beiden Geschlechtern tief schwarz, dunkel- 
blau schillernd, mit einer winkelig geschwungenen Mittelbinde von dunkel schwarzbrauner Farbe 
beim Männchen, von hellerem Braun beim Weibchen, bei hehlen Geschlechtern aber mit gelblich 
weifsen Rändern; von hellerer, graubräunlicher Farbe ist auch die grobbeschuppte Basis der Flügel. 
Am Aufsenrande sind sie schmal aschgrau eingefafst und die gleichfarbigen Franzen durch eine 
leine braune Saumlinie abgesondert. — Die Unterseite aller Flügel beider Geschlechter zeigt 
2 Farben: die sämmtlichen Ränder der Flügel, ihre Basis und die Binden sind mäusegrau, der 
Resl der Flügel tief schwarz gefärbl und mil schönem es anblauen Schiller übergössen. 

Drei Exemplare, zwei Männchen, ein Weibchen von Mexico. 

XIII. CASTNIA Dionaea n. sp. 

Tal'. V. Fig. 3. 

('. alis anticis jerrugineo-juscls faseiis duabus obscurioribus obsoletis: poslieis basi nigro 
fuscis limbo fulvo. Mus. Exp. alar. mil. 2 1 "'. 

Mit Caslnia Uübneri Latr. in der Gröfse, mit ('. Amycus Cr am. im Flügelschnitt 
übereinkommend. 

Fühler und die ganze Oberseite des Körpers dunkelbraun, die ersteren an der Innenseite 
der Kolbe, die Beine und der Bauch hell gelbbraun. Die Oberflügel sind dunkel rostbraun mit 
2 nicht ganz deutlichen, schwarzbraunen Querbinden ; die eine lauft von der Mitte der Costa nach 
dem Hinterwinkel, ohne denselben zu erreichen, die zweite, dicht hinter der ersten. ist sehr kurz 
wellig gebogen und nach dem Aufsenrande gerichtet; die Basis der Flügel hat die Farbe der 
Binden. — Die Hinterflügel sind von der Basis bis zur Mitte dunkel schwarzbraun, den Aufsen- 
rand nimmt eine breite, innen gekerbte, rothgelbe Binde ein, durch deren Mitte eine feine braune 
Linie zieht. — Die Unterseite aller Flügel ist rothbräunlich gelb. Die Basis und die beiden 
Binden der Oberflügcl sind schwarz: die Basalhälfte der Unterflügel ist ebenfalls schwarz, doch 
scheint die Grundfarbe stellenweise etwas durch. Die Franzen der Oberilügel sind graubraun, die 
dei unteren gelbbraun. 

Ein Exemplar von Brasilien aus der Virmo n d'schen Sammlung. 

XIV. CASTNIA Meditrina n. sp. 

Taf. V. Fig. 1. 

C. alis anticis virescenti nigris, Jascia undulata obliqua gvttisque ad coslam Iribus albis ; 
pusticis aterrimis cyaneo-micantibus. Exp. ahn-, ant. 2" 5". 

Ein einzelnes, beschädigtes Exemplar aus Brasilien, von Herrn Dr. Chavannes zum Geschenk 
erhalten, kommt mit Amycus Cram. Fem. in der Gestalt und ziemlich auch in der Gröfse überein. 

Die an ihrem Innenrande patellenförmig ausgezogenen Oberflügel sind grünlich schwarz, 
in gewissem Lichte dunkelgrün glänzend; durch ihre Mitte läuft eine schräge, wellige, weifse Binde 
von der Mitte des Vorderrandes nach dem Hinterwinkel; vor derselben bemerkt man ein, hinter 
derselben zwei unter einander stehende weifse Fleckchen dicht unter der Costa. — Auf der FJnter- 
seite sind sie tief schwarz mit dunkelblauem Schiller, ihre Basis ist gelbroth, die weifse Mittelbinde 
tritt sehr grell hervor, das Fleckchen vor derselben ist verloschen, die beiden anderen dagegen 
sind in eine kurze Strieme verwandelt. — Die Unterflügel sind auf beiden Seiten tief schwarz 
mit cyanblauem Schiller und schneeweifsen Franzen. 



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Klug, Johann Chris- 
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1856. 

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