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Full text of "Neues Jahrbuch für Mineralogie, Geologie und Paläontologie"

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JAHRBUCH 

_ • 

FÜR 

MINERALOGIE, GEOGNOSIE 
GEOLOGIE 

UND 3 3i>''«i»'*.lC 

PETREFAKTENKÜNDE 



Herausgegeben 



Ton 



D'. K. C. V. L60NHARD mm p'. U. G. BRONN 

Profetioran an der ünirer.dtät ca Heidelberg. 



1832. 

DRITTER JAHRGANG. 



Mit «wei Tafeln. 

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HEIDELBERG, 

VSBLAG TON GEORG REICH ABO. 

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Inhalt. 

L' Abhandlungen. ^ 

Seit« 
Über die Felsblocke im Ficktdgebirge nnd in Böh- 
men^ Ton Herra Herrn, von Mejer. 1 • • i 

Geognostiscbe Beschreibung vönCzorztyn (Tschorstyn) 
u. seinen Umgebungen, von Hrn. Prof. Zeuschner. .7 

Die Abl&übinng und Schwerkraft der Erde als bei der 
Erdentwickelnng thätige Kräfte dargestellt, yon 
Herrn W« Ton Seckendorf. • • . . • • 19 

Vulkanischer Ausbruch im Sicilischen Meere im J. 

iSS*!, beobachtet yon Hrn. Carlo Gemmellaro* 65 
Untersuchungen über die fossilen Süfswasserfische 

der tertiären Formationen yon Hm. Dr. Agassiz. 129. 

Untersuchnogen über die fossilen Fische der Lias- 
formation yon Herrn Dr. Agassis. • . . . 139 

Die Versteinerungen des «Sa&a-Thales, in Beziehung 
auf L*ill yon Lilienbach 's Beschreibung dor- 
tiger Gebirgsformation^n untersncht yon Herrn H. 
G« Bronn. • • iSo 

Notizen über Men Zustand des Gold- und Silber- 
Bergbaues in der Peruanischen Republik , mitge- 
theilt yon Hrn. Salinen - Direktor yon Althaus. id3 

Wie kamen die aus dein Norden stiammenden Fels* 
Bruchstücke und Geschiebe, welche man in Nord- 
Deutschland und den benachbarten Ländern findet, 
an ihre gegenwärtigen Fundorte , yon Herrn Pro- 
fessor A. Bernhardt. ••••...*.• 257 

Die Abtheilung der Mineralien und fossilen Knochen 
im Museum der Senkenbergischen naturforschenden 
Gesellschaft zu Frankfurt a. M., geordnet yon 
Herrn Herrmann yon Meyer . • • .• . s6S 

Über das Vorkommen der Geschiebe in den Süd- 
Baltischen Ländern, besondfers in der MarkBran- 
denbiu*g, yOn Herrn Director Hloden; ' • . . 369 

Digitized by CjOOQ IC 



IV 

» 

Seite 
Reise auf äie Biabia'Gora in d^n BieskiiUn, Ton 
Herrn Professor Zeus ebner. • ^. • .^^^ .408 

Bemerkangen über eine neue Art Fteroda <^y los 
TOn Solenbofen, Yon Hrn. Grafen G.zuMuns^ter« 4oft 



^ 



IL Briefwechsel^ 

h Mittheilangen an Geheimen Rath y. Leonhard, 
Ton den Herren v 

Noeggerath: Knocbenhohle , Braankoble, Napkthali- 
ae , Wülemit etc. ...,.....-....;• 80 

A.Klipttein4 fiber die firnüAMtuer iPAi^pli 5 r- Fe laeii. 192 

O. Gern me IIa t«: über den neneii Iirael* Vaikmn. ^ 201 

^Noeggeratk: fiber natärliche Bley^litt« in Ml^Hcd. 202 

, M. Bielz: über Bon^'t Beobachtatig«|i in Sieh^büfgetu 206 

Boutf: -ikeiie geologische Zeitechriften« • . . • i « % 209 

▼ Stru.ye: ^'&trueAs Smaragde. ..... 4 . .209 

B. IStuden Hagi^e il. A. geogi^tß^. BoobacbMmgea !■ , 
der Schweitz. ...... ^. 21t 

Noegfferath: fiber t. Dechen's Bearbeitung von de 
laB^cike*« Geolog. Mannal, fiber Lyeirti Priü- 
cii^leB, Braunkohle mit Basalt im Si^he^'ihh'g^, .-fll 

A. L. Sack: äher Haarkies bei FFuten. 913 

Hehl: Geognotthiche Ergebnisse in l^ärCtem^sr^« • ^i 213 
Noe^gerath: Werk Ober das 5te6e«ge&irgY. \ • . » 260 
ZeuBchner: Cteognosie am^Xrtücau. . . 4 «... 4 417 
Kllpstei^; Brantkohlen - oder iTraipp-iSaBdlitein Toii 

Marburg. . 418 

Ber^nbardi Nachtrag xu pag. 257. . ^ . . ; . . % 419 
Kanp: Forail« Saogethlere am Mä^sh ...... 419 

ft MinkHlaagen an Piröfessor B r o ti 1^, von den Setteti 
Wall g er: YeMteiaerangea im Aargatt^ir JVtra. . . . ^0 ' 
Gr. sa Jlfuaat«r9 ^ber FUehkopft^ Ptarbdatt]^* 
int, Kie«grube tVL Gaüar, Gonm, de« ArefSen^er^i 
Ammoniten. 78 

Voltz; Yersteinerangen der Alpen. .... ...^ 78 

Graf T.Sternberg: Equisetaceen» UlTaceen^ Fn- 
coiden. ^ ,79 

Schubier: fotsileTrichechen^Baläneni Anttera» 
Diiitebbeatel and HoheameBStangen. 79" 

B*T. Meyer: über GeBteinB-Konkl*eiioncn; geognostiacbe 
BeBcfaanenheit um Kt^usnaoh f foBMlo S&ngeShier- . 
Knochen in «S^er ., \ . . ...../. . ^. . . 213 

Ii. V, Buch: Arbeiten über Ammoniten undO^iniati« 

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r 



ten, die SSddeniiehe OotUk-Formatioii, der BaMltauff 
im #«fBkalk fu« Wartenherg, Butlt in nllieB Stuid- 
stein bei Cowsel, Species der VersteinemiigeiL . . • 221 
▼, All^erti: jnber 4»iiiiteB Simdttein • MoMslieikaU: ußA ' 

Heuper. . . . .^ . . .^ .226 

Y.Althaae: Werk über Erdbohrer a. Arteeiscbe Branmea. 227 

-- — Tersteinerangen in Klingiteiii und Basalt. 228 

Agae eis: Arbeiten über fossile Fische. 229 

H. ri, Meyer; Calamopora dpbia im Dachachiete 
▼OB Maup. 280 

Ii.T..Bitch: über Goniatit^n» Ammoaiteo, Du- 

. bois'aWerk. • . 28S 

. Reich enbach; Werk über die Geognosie MöAfMia. • 284 

Hesselt Faadrtatte der Foaidonie« m fEiUerMii|r- 
Im^ek. 284 

Heck e^: Elephanten- Zahn Ton JE!ieAe2fra«&. . .. * .286 

•G. SU Münster: über Bf arehij^on, Peshajes, ßaltr 
htirg^ Gebirge, Muschelkalk in Tyrol, SternbereU 
Pflanzen -Sopplementet» Libelian Ton «S'oleiiAo/eny Li- 
mQarca,.GoldfDss'« W«rk 420 

IlL Auszuge, 

i. Mineralogie, KiTStallograpliie, Mineraleliemieii.t.if. 

Holger: Analyse ^des Meteor ^fsensTon Boftumihs. . 83 

T. K o b e 1 1 : verlegt natürliche Terbindangen der Eisen- 
ozyde. T • . HS 

Fache« grosses Platin- Geschiebe 84 

T. Kohell zerlegt 01i<vejii<t, KiipCereclimam undKie- 
selmal^ichit. . • 84 

Haidinger beschreibt XiBtradym^^ <M^' rhomb^ed. 
Wisrauthglana;. .'....«.. 84 

und Molybdän-Silber. ............ 8S 

. Breithanpt: Tetartoedcie an rjiombo^. Diop^-Chal- 

sit etc. '.-........ 85 ' 

Fuchs: l^tanoxyd- Gehalt im rosenrothen Quara. ... 86 

Richter beschreibt Pelokonit ans €%at. ..... 86 

Connel; zerlegt Brewsterit. . * 86 

Breithanpt: über antimonische a. arsenischeSii- 
lierblende. • ......'... 86 

Breithanpt beschreibt Striegisan. ../.... 8t 

BTeithanpt: nkonophan a. iSpfstilbit^indTenfandt. 8T 

fiess über Oiäsper. « . . . 87 

Stromey<5r and Haasmann: über Krokydolith. . . 232 

G. Rose: Tereinigt Augit und SEorn'blende. . . '. . 237 

Breithauptt fettige krystaUisirbare'Mineralien. . . .230^ 

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Seite 
Brei tbaapt: Formen de« Si^rpelitins 2S9 

F. ^. Nenmann: Stellang der Individaen in Kiyslnll- 
ZviUingen. ..*.... Ü9 

G. Magnus: Granat wird durch Schmelzen leichter. . 240 

C. Zinken: Neues Antimon-Erz. 240 

C.Naumann: WollastonU Goniometer. 240 

£. F. Glocker: ScAZemoAer Hyalith . . .286 

L^Yöpeltus (n. Rose): Analyse des Anthophyllit's. 287 
F.. Ermann: Electricitat des MarekanitU, Turma- 

lin^s u. Bro«t7iani«cAen Topases ..• »287 

H. J.Brooke: Mengit, Äschynit, Sarkolith» Wol- 

lastonit' 287 

T. Kobell: Analyse des Titane! sens von Gottcin. . .288 
H. Abich*: Analyse des Spinell 's und yerwantlter Mine- 
ralien. ...... 288 

H. J. Brooke: Monticellit, eine neue Mineral-Art. y. 280 
Fnlgurite in Olilen&iir^. ............ .290 

Thomson: Xanthit, ein neues Mineral. . . . ... 290 

Jager und Duflos: über Chromocker Ton Hatte. . 290 
H. J. Brooke: Zoisit, eine eigne Grattung. . . . . . 291 

T. Kobell analysirt TJtan-Eis^n yon Egdrsund. . '. 291 ' 
T. G. ClemsQU desgl. von Baltimore. ....... 291 

F. E. Nenmann: Spezi^che Warme der Mineralien. • 291 
G» R s e : Zusammensetzung des Gediegen-Goldes. • 291 
H. J.Brooke: Foonahlit, Zeagonit, Phillipsit, 
ThilUt, Sammetkuplererz, Nickel - Metall, 
Glajucolit, Couzeranit, ^ Fsendomorphosen. • . 292 

H. J. Brooke: über Isomorphismus, 293 

J. Hemming: Analyse des Tennantit's von CamwaU* 296 
A. Danrier; Schirefels, Strontian Ton Büuvroh. • 296 
Holg^r: Analyse des Meteor-* Eisens Ton ßohumüiz, 297 
AI* Brongniart: Versuch über diöKieeel^Ringehen. 297 

£. Ho ff mann analysirt Ch'aba sie . 42S' 

Fournet: über gehitindse Kieselerde von Ceysaah . . '. 423 

Bert,; nene Mineralien Ton Pontgihaud, 424 

C. J. B. Karsten: Aachener Eisen -Masse.. 424 

Pers. ; Atomen - Gewicht und Isomorphismus ..... 425 

Holger: Qlauberit von HalUtadt, . 42ft 

I ber berger: analysirt körnige Lava Tom\iihia . • . .425 

Bley zerlegt Sandstein von Beruhurg. 426 

Mars; üb^r y. StriiTe'e Min^raUen-Sammlung , . , 4M 



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VII 

. ' . » Seile 

IL Geognosie ond Geologie. 

Hoffmannt Geognosie des nordwettl. DeoUchlands. . . 81 
Hecker^ Hypersthen und Hypersthen-Syei^jt im 

FeltUn,, . , 88 

fio BS egg er; Gold im StUzhurgiaeken Sngebirge . . .' 89 
'Zippe: Gebirgsfonnationen in fio Amen .91 

C. Prdvoet: Sind die jetzigen Continettt^ wiederholt aber- . 
schwemmt worden ? ....,97 

B. Brandes: Wasser vom Vulkan auf LaneeroU ausgewor- 
fen.' , 105 

C 6. Carus: Vulkanische Phänomene- in Ünteritalkn.' . 195 

F. Dubois: Geognostische Bemerkungen über Lüthaue». .107 

L. ▼. Buch: Zusatz zu Torigem 1^ 

Li ubarsky: Platinsand im ürtü, 109 

Ttlie de Beaumont: Formenbeziehungen swischen GeyUm 
und Monds - Bergen : . . 110 

Kr ziz: Hohe der £rd- Atmosphäre 840 

B. W.Fox: Electromagnetismus der Erzgänge in GomvoU. 241 

Deshayes: 

Bronn: 

j^n^»»» * y Abtheilung der Tertiär -Formationen. 245 
de Beaumont: i °^ 

O^esnoyers: 

O. Naumann: Granit -Formation In Saekien 805 

K. F. B ö b e r t : ^ Grnnstein - Gebilde von Ckrütitmia. . . 808 

Höhen im Erzherzogthum (hterrcUk 308 

y. Simon: über Unot's Tableau des roekes 308 

T. Gerhard: Temperatur im Innern der Erde 309 

J. B. Bouiiiet: mineralogische Reise in Juvergne. ' . • 309 
DuTernin-MontcerTier: über den Piiy de Corent. . 310 
derselbe: mineralog. Ausflüge im Ftc-Ie- Campte. • . .810 

ir. Münster: dunkler Kalk tou HoAen«tetfi. 810 

Ch. Keferstein: Geologie von Münden^ und Hebung der 

. Weser-Keite. • . . 310 

H. Lecoq: Thäler von fiosfof und Foittoiiat. 310 

Zobel u. ▼. Karnall: Geologie TOn 2Vte<ier«ei^IeMefi» QM% 
' und Bbhmen 311 

Höhe nun htrien, im Golf del Guamero, in T^rol u. Kärnthen, 311 

Parrot: über Eiie de Beaumoi^t's Hebungs - Theorie. 311 

Ch. Keferstein: Geognosie der Alpen ^ Apenninen, Rar- 
pathen und in 06er«cAle8ten 311 

A. T. 8trombeck: Tertiäre Formationen tou Paris. . . 312 

Hohen in Steiermark, l 314 



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VIII 

B. Tappans FelBblocke in Nord r America. . v. . ...914 

' £. Hofmann: Geognott Beobachtnosen. auf einer Reiie 
um die Welt. 815 

Dnfr^nay: Sekundär-Formationen im mittlem FranJbreic^ 317 

£. Mi tchei: Geognosie der Gbldregion von Nord-Carolina. 819 

Keilfaau: CfeognoBtische Bildung Ton Spitzbergen. /, . . föO 

J. F ö r b e B : GräiMtein - Block in den Pentloßä - B^ge». • §80 

AI. Brongniart: Bericht über Dafr^noy^B UnterBn- . 
chnng der eigen thümlicfaen Charactere der Kreideforma- 
tien Ton Süd^F)rankreich ....'.... Sil 

W. D. Conybeare: Speculative C^eelogie. .884 

Ro«et: GcognoBi« des itfräennen-Bepts. u». Belgiens. . . 889 

Nacfaricliten über den los«! - Talkab bei Sicüien. .... 885 

ConBtant PrdTOBt: über denselben < .886 

'Deie'gbrgne} üier denselben. . . . . . . .*' . . . 887 

De la Bech'e: über die Anshohlnng der Thäler. . . . 887 

€. Danben y: über Dilavial -Theorie und Thalbildnng in 
Juvergne. .... . . . . . . • ; 840 

6. Poulett Scro.po: Anshohlnng der Thäler -der Maas - 
«v«- "^ 848 

J. J.,d'OmaMaB d'Hailoy: fintttehung der Thäler. . 848 

MurchiBon: DeuUMandB Sepandär - u. Tertiär - Forma- 
tionen. 488 

Noeggerath: BracZrftimer Steine am hsepherge. • • « 428 
T. Sydow: Beise m den Bktkiden und Karpathen, . . « 489 
Ad. Brongniart: über Parrot's Ansicht v«i früherer 
Znsamihensetznng der Atmosphäre und Steinkohlenbildung« 429 

R. W. Fox: Temperatur der Gruben. '482 

Ifalchner: Erbsen - n. Nieren -förmige fiiBen^rze bei Con- 

dem, .. i ........ 488 

' Gieseclcei ^fneatilogie von LöndotiÜerryy T^'one ti. f}oum. 486 
Bulbi: Veränderungen der Seekaste seit dem Vlfl. Jahrh. 487 
Üngelspach-Larivi'^re: jBlocs errätiqUäs». . . 489 

,U e 1 a *B e c ii e : Ursprüngliche und spätere Ve^chiedenhei- 
ten in den sekundären 'Schidhtgesternen 489 

St:hull: Steinblödte der Niederländachen Heiden. . . . 441 

Jac%-Bon, €r«schii)be Polen». ...>;...... .448 

Steinsalz - Werke in lEriv'ün, ........... 448 

V. Alt Aans: Süfswassergebilde im Hegau* . . . . . . 448 

▼. Kummer: Selbstentzündung in Steinkohlenwerken . 445 

JBreniiendo Kohlen -Lfiger in iVew-^auo^ie. . . .... . 445 

Sa vi: Wacke- und Kalte - Breccie Ton Carrarm. « . . ; ^ 447 

il. de Serres: Ablagerung tertiärer Gestein^. . .< .448 

Renggei;: Verbreitung der Juraformation in den Aljpen. 449 



DigitizedbyVjOOQlC . 



Seit« 
H. deSerresi TrenmiB^seit der Bhinea*MMre ▼•« OMtü. 450 
Den. :' Verbreitang ood Anaffftllitiig alter Meeretbedkeo. . 451 
Brayley: FenD-« and Lage - Besiehsageft 4«r Geateini- 

Becken 454 

Moore: Gegenbemerkupgen. ....•*•«••. 456 

▼. Ja cqain: Gebohrte QaeUbmiAen in 0fft«rr«M. . . 45T 
P. Pnrteckdgl. ......:....»... 45» 

Flenriau de Belleirae: Temperatur det gebohrten • 

Brunnens zu La Roehelle, 459 

111. Petrefaktenkande. 

Lang: Knochenhdhlen im ir«llifi^foii - Tkttl^ NeuMImdM. 111 
Laag: Machtrag aber ^MlMEitA« Kiloeh^tt -HShlen Und 

Breccien * 112 

James on; Knochen der HoMen und Breccien NeuhollandM, IIS 
T. Meyer: Geechlechter ausgeelorbener Saurier. *. . . 115 
H. G. Bronn: Testntlo antiqna in tertiärem Gyps. . 116 
L. Theodor i: Pt er odactylus im Lias von Bons. . .117 
J. Häy^s Beschlreibiing fies Bch&deis toH SaUrodon. . 118 
G. H. ▼. Zieten: Versteinerungen Wüttttmbetgs. • .« . 118 
DnBols de Montp^rOulL: Cochiologie fossile Fot- 

h^tU'PodoUenne. ..«..». » 110 

Je. Eichwald: foBsile t^odozoen in RuisUch-PoUn, . . 122 
Tli. L. Mitchel: Knochenbohlen in l^euhoÜand, ... 247 
Jameson: desgl. .............. .248 

|i. ▼. Buch: Silicif ication organischer KÖrpes« • . 249 
IVeues MegatheTiün^-Skelett in Basnot .i^et. , • « « 250 
J. Scouler: Eidetea.» ein neues fÜMMk Crusiaceen -Ge^ 
schiecht. 251 

. £. Hichwald: Zaologia apei^atU, l Vibui€ 1829. • « • 843 
J. l^liil Ups: über YersteineruogiSh.. .. .*..-• • • .848 

Be la Becker TedlMreitanv organistker Reste In Abt Q^ 

lith-Äeihe. • . . ... :.........'* 849 

Baspaii: geologische Bedeutung fossiler Beste. . , « # .. 849 

Marcel d^ S. er, res: äher . fossile Menschenknochon. * . 650 

il. J. Reniiaxt fossile Menschenknechen !ren Pmrfi^i^h 850 

Marcel de Serrest Menschenknochen mit antedUiitiaill* 
sehen Xhier-Besten in Höhlen Südfraakreichs. .... 861 

JnliadeFontenelle: Menschenreste im Trayertino ?on 
Martre» - de - Fißyte. 851 

W^h Robert: fossile Kttochen von Cusauc hei Potignäe, 
Bwde-Lmrt.' , . . . . 852 

£. E i C h V al d : fossile Witbelthiere in Russisch - Polen. 854 

Knochen* Reste Ton big" hone --'iieky Kentucky 856 



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- ; 6«ite 

Marcel de Serre«: iiber Haetodon angastidens. 358 

— — — — — — Nachtrag , . . 860 

J. D. Godmann: Zangenbeln des Mastodoii. .... 860 

Weies: Elep hauten- Reste bei Berltn : . .860 

i^anRensselaer: Elephanten- n. Mast odon -Reste 

in jy. Amerieai .'- , 361* 

Göppert: Sängetfaier- Knochen za Sprottau in Schlesien. 86^ 

,C r o i z e t und J o b e r t : fossiler Hund von der Gröfse des 
Fuchses. 362 

B — i: der hohle Stein bei Brilon, 868 

R^Wagner: Zusammenvorkommen von Nagethier- und 
Höhlenbär -Resten .868 

Kleine Notizen: Van Hee»t über die Knochen am 

Peteraberg, 
Jameson: Knochen aus Neuholland. 
Ron 11 and: über Sphäruliteen. 
D«slongchamps: über Lima und 

Plagiostoma. 
Roulland: Höhlen im Jurakalk Ton 

Rancogne. 
Boub^e u.Beltrami: Höhle T. Ussat, 

Morren: Pseudomorphosen bei Hornstein -Versteine- 
rungen. - . •' . • 460 

Tournal: Menschenknoohen und Artefakte zwischen 
Thier -Resten. . .] 461 

Williams: Knocheh^Höhlen und Spalten in den Afen- 
dip^-hilh. .468 

Kaup et Scholl: Catalogue dee plätrea des ossemen» foasilee, 465 
M. de Serres: Quartiere Säugethier- und Vögel- 
Knochen Tou Perpignan, 46S 

Hibbert: das Rennthier lebte in Schottland und Idand, 469 

Fr. Hoffmann: Knochen-Höhle von Mardolce. . . 470 

J. A. Wagner: Säuge jthier-Knbchen der Gailenreuther 
Höhle. .414 

Fleming:Wirbelthior- Knochen, im 01^ red san dstone. 4t5 
R. Wagner: Fossile Wirbelthiere von Cagliari. . . 477 
Featherstonhattgh: RhinoceroidesAlleghanien- 

sis • • • , t • • • • 478 

Pratt: Anoploiherien u. Paläötherien auf Wight. 479 
T. Eschwege: Hippuriten bpi I^iaaabon, ..... 479 
Murray: Arbusculites tfcrgentea im Kohlen-Kalk. 481 

Versteinerter Wald am Missouri, . .482 

G e r m ar u. K a u 1 f u s 8 : einige P f 1 a n z e n der Steinkohlen. 482 

Henschel: gegen Bronirniart's Ansicht über die ur- 
. weltlichen Floren. . . ? 488 

Sowerby und Murchison: Gosauer Versteineruiigen. . 483 



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XI 

Seite 

IV. Yerschiedencs. 
8igwarta.Leipprand:die MineralwaMer Württemberga» IXb 

— — U« Neithammer: das Schwefelwasser tob S0- 
batltiamweiler 12T 

Hotrochet: die f*ontaiDe ronde im Jura, .... 127 

Watt: Grewitter-^Verheening^n im Canton Baaeh . . J28 

W. 6. £. Becker: Flptigebirge Polen«. Freyftef^ 1830. aSS 

fi. Lecoq n. J. B.Bonillet: Itin^raire. Parü 1881. 2S8 

P. Merlan: Beiträge cur Geognocie 11., Baael 1831, . • 252 

H. G. Bronn: Natarhigtorisch-ökonomiBche fteisen. flSet- 
deifterg II. 1827. 1831 JU 

H. G. Bronn: Italienf Tertiärgebilde. Heiddb. 1831. . 255 

Jaffordernng an die flfkglieder det ainemlog. Geflellaciiaft . 
in Petersborg 255 

Mineralogisch -literarische Anzeige 256 

Mineralien -Handel. 253 

J. E. A ie z a n d« r : über den Inder - See im Miat, huf stand, 365 

▼. H o I g er : Analyse des Kropfwassers zu Hall in Österreich, 366 

Tiger in\ Caucaaua nnd in Sibirien. . . . . 367 

▼. Leonhard's «Basalt-Gebilde». .. 1 ...... 368 

l^athU geognostisches Gebirgs - Relief von WürttewAerg, 868 

1r. Sc hiothe im 's Fetrefakten- Sammlung. .... .368 

de Christofo'ri and Jan 's Nataralien - Comptoir in 
Mailand . 868 

Fossiles Skelett eines nngeheaern Raubthiers. . . 484 

»«•gl 484 



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Goögjc 



Druckfehler. 

lYni Jahrgang 1831. 

S. 189 Z. 11 statt «Haraulif u. Hetepozit» lies tHare- 
t . aalit u. Heterozit* 

— -, 13— . — » lies «Hareaulit* * 

— 14 — mBuriaux^ — ^Hureaux'' 

— . — — 25 — «Hetepozit" — «Heterozit* Tom Fand- 
orte Bitiroz 

Im Jahrgang 1832. 
(S! 79 Z. 24 statt «Stbebbsb«» lies «Stbrnbbro» 

— 93 — • 23 — •die» ^ «dann"* ' ' - 
^28 — «Ceritiam» -> «Gerlthium« 

— 222 — 20 — ltdem* — «den" 

-241-14 -^.xsO» - •xi=:0» ' ^ 

— 288-^11 — «Mohr» ^ «Mohs» 

— 305— 8 — «am Innern» — «im Innern» 

— 314 — 25 — «Kalkstacke» lies «Bruchstücke* 

— 335— 7 — «Golfe, der» — «Golfe der» ^ 

— 448— .88 — «verschiedne» — «i^erschieden» 

— 411—22 — «Scinna» — «Scinä» 
' — 413—21 — «Scinna* — «Scinä.» 



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aEBB 



über die 

FelslUöcke im Fichtelgebirge 
und in Böhmen, 

von 

Herrn Hbrmavn von Mbybr. 



Als ich im Sommer verflossenen Jahres durchs Fidi* 
telgebirg und Qphraen kam, ward ich ffiberzeugt, 
dars das Phänomen der Felsblöcke sich in manchen 
Gebirgi^systemen und Gebirgen nicht auf die gewäui- 
Hohe Weise darstellt. 

Insbesondere Alex. Brongniart, L. v. Buch, 
DB iiA Beche, Delvc, Ebel, Escher, HüiTSiiiAinr, 
Ohalivs d'HalloV, Rasoüriovsky, Saijssurb, Studbe 
m A. liefertißn uns Untersuchungen über die Feb* 
blocke und ihre Entstehung, welche Aber die Skan* 
dinavische Halbinsel, die Ebenen Norddeutschladds^ 
Preufsens, Polens, Kurlands, Liefland u.s.w. reldi- 
lieh und von jbeträchtlicher QrSfse hingestreut mnd^ 
fio wie über jene Blöcke, welche in den Thälern dM 
Nord- und Südabfalles unseres Europäischen Alpen- 
gebirgs^ bis in die anstofsenden Ebenen liegen, Bs 
ist bereits erwiesen, 4ars diese Kocke ihren Ursprung 
in Gebirgeahaben, in denen dasselbe Gestein, wenn 
audi erst in so weiter Entfernung, wie die Nord- 
deutsche Ebene von den Gebirgen l^andinaviens, in 
fieiber eigentlichen LiagerstStte ruht. Um jedoch dio 
J. 1852* 1 



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2 

FDrtffihrung so betrachtlicher Massen eu erklären, 
. hat man eine Schlenderkraft , ähnlich der in thätigen 
Vulkanen, oder schlammige und wässerige Ausbrüche 
und Ergiefsungen ans der Erde , oder auch Eismassen 
angenommen, welche dabei diese Blöcke von ihrem 
Ursprung entfernten und umherstreuten. Die in der 
norddeutschen Ebene öfter von aufgeschwemmtem Ge- 
bilde umschlossenen Blöcke sind überdies gewöhnlich 
Biigqrfifi^tj und besitzen keine deatlichen Bruohfla* 
clien, auf denen sie vom Fels sich getrennt haben, 
noch %charfQ Kanten öder spitze Eckeili 

Diese im nördlicheren den Skandinavischen Cre- 
birgeii , und im sSdlichern Europa den Alpen ent- 
sprungenen Fdsblöcke können als Phänomene einerlei 
Art angesehen werden; besonders in Rücksicht auf 
die Ablagerung der Blöcke, welche ich inü Fichtel- 
gebirg und Böhmen beobachtete, und die offenbar 
SU einer änderet] Art gebrat^t zu werden verdienen. 
.■i. ' In FIchfelgebirg und Böhmen bestehen sie, vm 
in den Skandinavischen und sideuropaäschen Alpen 
mA den sie umgebenden Ebenen , hauptsächliche ans 
Gesteinen des Gebirgskernes. Die «Blöcke verbrefitett 
skh aber nicht einmal über benachbarte Thäler und 
xrerden anfserhrib dem Gebirge nicht ängetroffm. 
Erst in den Thälern des Fichtelgebirgs, wo der gra«- 
mtfsehe Gebirgskem den Gipfel durdijbi'ochen uild 
ca T^g ansteht, ist die Erscheinung der Felsblöcke 
wahrzunehmen. Die meisten Gipfel dieser Granit«^ 
fa^ge /gleichen Ruinen und zerfallenem Mauerwerk 
gewvltiger Burgen und Schlösser, wozu man rfcft 
iUer in früheren Zeiten zum Tbeil auch wii^didi 
h^iJMitA Blöcke, Trfimnier und Schiehtsenmassen 
intid .auf die kühnste Weise attfgethürmt und üfoer^ 
-eivaudergestflmt, in den sdiauerlichc^en Stelhingen 
•DdGnrpptrutigen beharrend. Es sind bisw^il^n über 
1O0 Fufe gnoHse Blassen, in die der Granit zertrüwi*:- 
mert ist. Niedere Vegetation und Bäume durdi^ehen 
die esgen Klüfte, welche die Felsmassen zwtecheD 

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8 

Aoh felass« hab«, oder Idtnen sich letsteren aa, 
ate wollteo sie ihnen Stfitee seyn. In den Grotten 
ecbimmert das leaditende Moos mit setnem kalten 
Lachte, das kein Leben zn spenden vermag* 

Die bekannte Luisens * oder Laxbnrg in der Nähe 
von Alexandersbad im Fichtelgebirge gehört auch aQ 
diesen Gipfeln mit Felsblocken. Wir erwähnen , dab 
ihrer auch Götfae (zor Naturwissenschaft von Göthe, 
B. L R 3. & 2S8. Stnttg. u. Tfib. 1820.) gedenkt, 
ohne gerade seiner Ansicht fiber die Entstehiing der^ 
sdben beizupflichten; da wir uns nicht fiberaeageQ 
konnten , dafs der Granit in der Art einer Verwitte- 
roog unterlegen habe, wie er voraussetzt,, und die 
„rahig and langsam wirkend'' die Entstehung der 
aufserordentlichen Feismassen und ihr Einstürzen, 
wodureh sie in so regellose Lage versetzt wurden, 
erklären soll. Ehemals nur mit Mfihe ersteigbar, ist 
die Luisensburg ]etzt von Bewohnern des altberihm*- 
ten Wmskdeh in allen ihren Gängen, KlQften and 
Grotten zugänglich gemacht, und ftber ^e kUinsteaf 
Höhen und steilsten Abfölle ist bequem wanddlo. Da- 
her ist dieser Pnnkt zur Beobachtung der Blöcke go* 
eigneter als andere , wo man im lübyrinthe ans Ger 
Steins - Trümmern mit Lebensgefahr herumkriechen 
mufs. 

' Nur eine furchtbare Gewalt von Innen vermochte 
idas Gebirge in diese riesenmäfsigen Schichten , Ta- 
feln, Blöcke und unförmliche Massen zu zertrüm- 
mern, und ihnen so kühne Stellungen anzuweisen. 
Diese Gewalt war plötzlich, momentan, und erstarrte 
gleichsam in der Gruppirung dieser Massen. Blöcke 
und Trümmer liegen auch über den Abhängen der 
Berge verbreitet , und zwar in Stellungen , in denen 
sie unverkennbar 4}ft gerade im Schwerpunkt ihrer 
Masse bdharrten; sie Hegen auch in Thälem Um den 
Fufe 'Mlcher Berge. 

Diese Blöcke sind nicht, wie die aus den Alpen 
oder den Skandinavischen Gebirgen, abgerundet, 

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4 

sondern noch mit ihren Kanten und Ecken vergdien, 
cße nur durch die Lange der Zeit, während der die 
Atmosphäre auf sie einwirkte, etwas von ihrer Schärfe 
verloren. ^ ' 

Was ich hier von dem Fichtelgebirg angeführt 
habe, findet sich auf ähnliche Weise an mehreren 
Orten der Granitberge Böhmens von Ich habe na- 
mentlich bei Cärlsbad am Abhänge des Kreuzberges 
nach der Elger hin beträchtliche Blöcke desselben 
Granits, woraus des Berges Gijlfel besteht, und zwar 
in einer solchen Lage gesehen, als wären diese Ge- 
steinsmassen noch im Herunterfallen begriffen. Ahn<^ 
liches läfst sich nach Herrn Zippe (Übersicht der 
Gebirgsformationen in Böhmen. Prag 1831. S. 19.) 
Ar ganz Böhmen annehmen, und Graf. RASÖimiovssf 
(Isis 1831. H. IV. S. 348.) ffihrt dasselbe von Mähren 
an ; so dafs' es scheint , als habe den zwischen dem 
Hochlande im Norden Europa's und den Alpen im 
Innern dieses Welttheils liegenden Bergen diese ei- 
genthämliche Art von Blöckebildung zugestanden. 

Diese zweite Art von Felsblöcken unterscheidet 
sich demnach von der bisher bekannten besonders da- 
durch, dafs die Blöcke 

1) auf und in der Nähe desselben Gesteins, wie 
sie sind, und am Abhatig und in den Thälern 
am Fufs solcher Berge liegen, in denen das 
Gestein ansteht; 

2) nicht abgerundet oder abgerollt sind , sondern 
die Kanten und Ecken noch . besitzen , deren 
Schärfe nur durch lange und anhaltende Einwir- 
kung der Atmosphäre verloren ging. 

Es scheint aber diesen Köcken noch wesendich 
eigen zu.seyn, dafs sie 

3) gebildet worden, als das Gestein, von dem sie 
herrühren, schon zur Felsart ausgebildet und 
erhärtet war, und die Erdrinde zusammensetzen 
half. 



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^ Es wird nimlich angenommen, und Verlitttmflie 
in den Alpen (nenerlich von Hugi in seiner gdiaH-* 
iMillen natnrhistorischen Alpenreise sehr treffend dar- 
gestellt) und den Gebirgen Skandinaviens bewetsen 
es, dafis, bei Emporhebungciii in diesen Gebirgen, 
noch nicht zu Gestein erstarrte Granitmasse aas den 
Spalten, die an diesen Punkten eine innen heraus wir* 
kende Gewalt der Erdrinde beibrachte, herrortrat^ 
sich Aber jfingere abgesetzte Gebirgsarten ergou 
und zu einer festen Ueberlagerung erliärtete. Solchen 
Durchbrüchen schreibt man die Entstehung der zer- . 
streuten Blöcke zu , die eher einem Ausbrudi gegli« 
chen haben mufste von zuvor noch unter Wasser ge« 
standenem Land , odei^ von Fluthen begleitet, die aus 
Räumen in der Erdrinde beim Aufisteigen und Bersten 
derselben frei wurden. Die Blöcke und Trftmmer ^ 
wurden dabei auf Entfernungen aus dem Gdbirge 
herausgeführt, die dem Grad der Gewalt, der Menge 
des Wassers und der Menge ihr beigemengter Stoffe 
angemessen waren. 

Im Fichtelgebirg jedoch und bei Carlsbad scheint 
eine Wasserbedeckung zur Zeit, als in diesen Ge^ 
genden das Gebirge gehoben wurde und die Zer- 
trunmierung des Granits in Blöcke geschah , eben so 
wenig stattgehabt zuhaben, als Ergüsse von Schlamm 
oder Gebirgs- Schutt führendem Wasser. Im Fich- 
telgebirg war es auch kein Granit; der aufsteigend 
das Gebirge hob , und wobei dies^ Umwälzung vor 
sich ging; ich glaube vielmehr, dafs das Auftreten 
der dioritischen Felsarten den Granit, der in dieser 
Gegend mehr Bänke -weise angeordnet ist, als letz- 
terer bereits erhärtet war , beim Durchbrechen zer- 
trümmerte. Der Diorit durchsetzt den Granit ; und an 
den Bergen, wo dieses wahrgenommen wird (Ochsen- 
kopf) liegen bei den Granit -Blöcken auch einige 
Diorit -Blöcke. Die runderen Blöcke darunter rühren 
von solchem Granit oder Diorit her , dessen Textur 
zum Schaligen hinneigt. Da^s jugendliche Alter, wel- 

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6 

« 

ch«9 man dem emporgestiegenen Granit und der Berg- 
bilduDg in den Alpen znachreibt, labt rermuthen^ 
dafs die Bergbildnng im Fichtelgebirg mit ihrer Art 
von Blöcke -Ablagerung älter sey. 

Vielleicht läfst eich die Annahme, dafs letztere 
Art von Blöcke* Bildung älter sey, als die der Alpeitf^ 
allgemeiner und allenthalben da gestatten, Vfo der 
Granit, von dem sie herrühren, nicht unmittdbas 
aus dem Heerde seines Ursprungs aufstieg, sondern 
als schon festes Gestein durch das Auftreten neuerer 
.Gebirgsnassen gehoben und. zertrümmert wurde. Es 
ist daher nicht unwahrscheinlich, dafs diese zweite 
Art von Felsblöcken in mehreren Gebirgen angetrofien 
werde, die von dieser Eigenschaft sind, so wie 
dafe in einem und demselben Gebirge oder Gebir^ 
System beide Arten von Felsblöcke -Bildung «ch 
ereigneten. 



I 



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Gec^nosdsche Bescbreibang von GzorsEtyii 

(Tschorslya) und seinen Umgebungen ,* 

T O O 

Herrn Professor Ztvseasw» in Krakau. 



(Hienra dM ideftlische Piofil Fig. S. auf Taf. L) 



Die Karpathea bestehen fast aBSSchliefslich aas SaoiU 
stein, den die denen Geognosten wegen der beden* 
tenden Verbrdtung, und seiner petrographiächea 
BigenthflmliGhkeiten halber , Karpathen^-Saad- 
stein benennen. Die Kenninifs des relativen Alters 
dieses Gesteins , das ein so ungeheures Gebirge con- 
stituirt,' ist von gröfster Wichtigkeit für die WisseüT 
Schaft Aber diese Bestimmung verknüpft mit sich 
so viele Schwierigkeiten, dafs es wohl begreiflich 
ist, warum jeder Geognost, der dieses Gebirge bth- 
reist, den Sandstein einer andered Formation unter«- 
ordnet. Zwei Ursachen sind es, welche die Bestim- 
mung seines Alters besonders erschweren. Ap sehr 
wenigen Punkten kann man beobachten , auf was ftir 
Felsarten unser Sandstein gelagert ist : denn gewöhnT 
lieh bedeckt aufgeschivemmtes Land die wichtigste« 
Stellen ; sodann sind Petrefacten darin so sparsaiv 
verbreitet, und an so wenigen Orten zu treffen, da^ 
man daraQs keinen wesentlichen Schlafs ziehen Itano. 
Zwar glückte es einigen Gebirgsforschern , hier uud 
da Versteinerungen zu entdecken, aber s^ fondep 

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flioli nebt in dem Grade veranstaltet, diifs an ^oe 
flenne Bestimmung nicht zn denken war. Ich ent-* 
' deckte an einigen bis jetzt wenig oder nicht bekannten 
Orten Petrefacten im Sandsteine^ aber auch in dem 
b^nerkten Zustande (Berg Paromhka beim Dorfe 
Denibno in der Nsdie von Tamdw; Kozmiee-wielkie 
bei Wieliczka^ Pectiniten ; bei 2^9ec Nummuliten). 
Ich habe versucht, das Alter des Karpathen- Sand- 
steines auf anderem Wege zu bestimmen, d. i. durch 
die eingeschlossenen Petrefakten- reichen Felsarten, -r— 
In wie ferne dieses gelungen, möge aus der geogno- 
giischen Schilderung von Czorsztyn hei:v(H*gehen. 

Wenn man die Jurakalk -Hügel von Erdkau ver- 
lifst, und sich ^egen Sfiden den Bieskiden zuwendet, 
so erblickt man die ersten anstehenden Karpathen- 
Sandstein* Felsen beim Dorfe JHo^ifoT^ , eine starke 
Meile entfernt von der Weichsel Ob sie auf^g^elagert 
sind auf dem Kalksteine, oder davon bedeckt wer- 
* den, läfst sich nicht mit Gewiisheit sagen. Der 
Sandstein von Mogilany zieht ununterbrochen bis. auf 
den fißchsten Kamm der Bieskiden. Hier überrascbf^ 
den fleisenden das kolossale , langgezogene Tatra-- 
Gebirge. Hohe^ ausgezackte Granit-Tbürme reihen 
sich imposant von Wetzten nach Osten , von Kuhin 
bis zum Thale von Zar ; beide Gränzen sind ohn* 
geföhr 8 geographische Meilen entfcfmt Hier und 
da erscheint ein weifser Streifen, oft ein weifser.Flek* 
ken von Schnee, der in. dem heifsesten Sommer sich 
unbedeutend vermindert Nur clie von München odear 
Linz aus gesehenen Kalk. Alpen können damit ver- 
glichen werden. Steigt man von dem höchsten Punkte 
der Bieskiden, wo die Schichten des Sandsteines stark 
gegen Sffden geneigt sind , zum Marktflecken Na$vtf^ 
tang, einem der Hauptorte der Goralen, oder der 
Polnischen Bergbewohner, so verschwindet der Sand«- 
stein : . aufgeschwemmter Sand und Torfmoore be* 
decken das ganze breite Thal des Dunajec. DieTor£r- 
moore erstrecken sich beinahe 2 Stunden in die Länge» 



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ud 8iad TOD sdir ungleicher Breite. In den Ii^lfimi ^ 
Sommermonaten entzünden sie sich ron selbst, ab- ' 
dann steigen Rauch-Säulen an Terschiedenen Punkten 
empor, und dieses dauert bis zur regnigten Jahreseeü. 
Das Thal des schwarzen Jhmctfec, sowie des ans 
dem schwarzen und weifsen vereinigten Dumgee bei 
Nawtftang hat bald mehr bald weniger als me 
Stande Breite. Folgt man einer sfidlichen Riditang, 
so zeigen sich die entgegengesetzten Berge stark aus- 
gezackt in grotesken Felsen, die sich auf den ersten 
Blick Yon dem sanftgerundeten Karpathen- Sandstein 
unterscheiden. Diese Klippen bilden einen Zug Tom 
Dorfe Czarru/^Dunafec, über Szqflary^ bis Czor^ 
sztyn y wo sie sich bedeutender erheben.' Die schon 
in der Ferne entstehende Vermuthung, dafs es eine 
Tom Sandsteine verschiedene Felsart ist, wird in der 
Nähe vollkommen gerechtfertigt. Weifser Kalkstein 
bildet diese pyramidenartigep Berge. Bei Czorsztgn 
ist die Felsart bedeutender verbreitet , aber noch 
nicht am mächtigsten, ein wenig östlicher, bildet 
der Kalkstein das kleinere Gebirge Picniny. Hohe 
Berge, schmale Gräben und steile Wände, tirfe 
(Sdilochten , durch die sich der brausende Dunajec 
durcharbeitet, charakterisiren dieses unwirtbsame Ge- 
birge, wo sogar die muthigen Bewohner nicht wagen, 
ihre Heerden auf den üppigen Triften zu weiden. In 
der Gegend* von Szczaumica .(Tschaumiza) , einem 
viel besuchten Saueri>mnnen, verengen sich die Pie- 
mnaer Kulkf eisen, und ziehen sich weit gegen Osten, 
durch malerische Formen ausgezeichnet 

Bei Czorsztyn ist der Karpathen - Sandstein (No. 
Itt.) * in unmittelbarer Berührung mit dem Kalk- 
steine sehr mürbe, und von graulich -grüner Farbe. 
Er braust stark mit Säuren , der gröfste Theil davon 
wird aufgelöst , wenige Sandkörner mit weifsem Glim- 
mer^, die im Gesteine zerstreut liegen, bleiben als 



* Auf der Durchschnitts -ZeichnuDg. 



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10 

, Rficksfiand am Boden des ßeföfses. In einer kleinen 
Bnifernnng tom Kalksteine hat der Sandstein deut- 
liehe Schichtung und sDdliches Einfallen; wo sich 
aber die beiden Felsarten zunächst begrenzen, da ist 
der Sandstein mehr unregelmärsig zerklüftet. Der 
mit dem Sandsteine in Berfihmng stehende Kalkstein 
(Nd. 15.) Jst nicht foUkommen rein; an den Gemeng- 
theiien erkennt matf den Üebergang. Der Kalkstein 
besteht aus Kalkspath-Kdrnern, die mit Sandkfimertf 
durch Thon verkittet werden. Die in nächster Be- 
rührung stehenden Schichten sind weifs, und weniger 
haltbar, die entfernteren fest und rofth gefärbt durch 
Bisenoxyd. Dem körnigen Kalkstein folgt eine Schicht 
von schiefrigeni Kalkmergel (|No. 14.) * von hellen 
gelben und grauen Farben, stellenweise finden sich 
auch rothe und schwarze sehr dünne Schichten. Kalk«- 
Späth -Adern setzen unbestimmt darin auf. Dieses 
Gestein ist vollkommen schief rig^ und verwittert stark 
Hut der Luft, darum ist es merklich niedriger, als 
der zunächst fcflgende feste, derbe, rOthe Kalkstein 
(IVo. 13.) Diese Felsart steigt in die Höhe, und ihre 
zerrissenen Klippen verleihe^ der Gegend von Czvr- 
sztyn einen höchst anmuthigen Anblick. Auf der 
Spitze herrschen die Reste der Alten Grenzburg, er- 
baut von Casimir dem Grofsen , König von Polen 
(1340.). Der rothe Kalkstein wird stellenweise aucl^ 
weife, mengt sich unmerklich mit Thon, und so ent* 
steht eine Andeutung von Schichtung. Auf den Ab- 
lösungen kommen, im Kalksteine fest eingewachsene 
Ammoniten vor; sie sind besonders häufig an den 
tom Dnnajec besprtidelteu Felsen. Die Gattung war 
nicht zu bestimmen , da ich nur Bruchstücke ernalten 
konnte. An einigen Funkten. mengt sich der Thon 
viel inniger, und da zeigt das Gestein deutliche 
Schichten, welche awsf O. nach W. streichen, wie der. 
Karpathen- Sandstein dieser Gegend im Allgemeinen! 



* Hausmanm: Jüngere FlotzgeBirge im Flufsgcbiet der Weser. 

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11 

DieNeigung istfiLO. nnter wandelbaren WiDkeki ; äi^ 
neigen sich die Schichten anter 75*", an einem aoflem ' 
Punkte beträgt das Fallen 65'', und an elnef nidit 
weit davon entfernten Stelle nur SO*'. Die ScUchten 
sind mit Petrefakteo ttberfüllt, aber diese ebenfktb 
so mit dem Gestein verwachsen , dafs nur das GenM 
bestimmt werden kann: Belemniten, Etioriiriten wid 
Pentacriniten , sodann einige sw eischalige Muscheln,' 
von denen etwas Näheres zu sagen unmöglich ist^ 
habe ich entdeckt Die drei beschriebenett Kalklager 
sind ohngeföhr 800 Fufs mächtig. Scharf davon ab-« 
gesondert ist ein kleines Lager, kaum 90 Fufii stark, 
von gewöhnlichem Karpatfaen- Sandstein (No. 18«) 
von unrein brauner Farbe , deutlich geschichtet, mit 
einer sanften nördlichen Neigung , die kaum lO"* be- 
trägt Darauf folgt kohlenschwarzer , fetter Thon. 
In unmittelbarer Berührung mit dem Sandsteine ist 
er schiefrig (N. 11.) 9 »her bald wird derselbe derh 
(N. 10.), und nun sind eingeschlossene grofte Nieren 
von thonigem Sphärosiderit (HAUSMAim) vorhanden, 
deren Durchmesser mitunter 2 Fufs beträgt. Weit«« 
durchziehen den Thon Kalkspath- Adern, und diese 
häufen sich später so bedeutend an (N. 9.), dafs di^ 
ganze Masse damit durchwebt wird ; und sodann ge- 
hen Kalk und Thon ^ine viel innigere Verbindung 
ein^ es entsteht einKalkmergel, in welchem einlerne 
Schichten reinen Kalksteinels sich ausscheiden (N. 8.)« 
Eine unregelmäfsig gewundene Ader von SchwdFeflkies 
zieht sich hindurch. Die rostige Farbe bezeiohoei 
ihre Windungen, denn das Erz ist durch die Atmo* 
Sphäre umgewandelt ; aber wenige Zolle in der %ieSe 
ist deutlicher Kies zu ^nden. Obgleich die folgen- 
den Mergel von grüner und rother Farbe (N. t.) nicht 
sehr erhaben über dem FiüJisbette sind , so steigen sid 
desto bedeutender in die Höhe, wie die grauea(N.6.) 
Abänderungen. Die Mergel sind deutlich geschie- 
fert, besonders da wo Schichten von Kalkstein ange<< 
lagert sich finden , und eine Andeutung von Streichen 



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igl wahrziüiehnien. Viele Adern von weifsem Kalk- 
flpatli dnrchweben die Masse, oft erweitern sie sich, 
blmben unausgef&ilt , und in den leeren Bänmen 
sieht man* die Wände mit metastatischen Drei- und - 
Dreikantnern bekleidet. Alle Karpathen- Sandsteine 
sind gewöhnlich sdir mit Kalkspath- Adern durch» 
sogen, und wo sich Drnsen von ICrystallen finden, 
ist es fest ausschliefslich die genannte Form in dem 
Theile der Karpathen, welche Bieskiden genannt 
werden , so wie in den südlicheren Theilen von ^n-- 
gmrn und in der Zips. Einige Schichten der Mer- 
gel enthalten knollenweise eingeschlossenen grünlichen 
und röthlichen Kieselschiefer, an manchen Orten wird 
•r auch blänlich. Die folgenden Sandstein -Felsep 
(N, 5«) stdgen noch höher auf. Ihre Farbe ist grau. 
Sie 'tind ohne deutliche Schichtung ; nur zufällige 
SprQnge dehnen sich zu Kluften aus. Dieser Sand- 
stein hat die vollkommenste Ähnlichkeit mit den Kar- 
pothen-Sandsteinen von Myslenice oder Saez (Sandec). 
Die Einlagerung im Kalksteine und Kalkmergel aber 
und die öftere Wechsellagerung mit denselben bewei- 
st, dais diese Felsarten gleichzeitig gebildet sind, 
und es wäre ohne Grund, wollte man AI tersv- Stufen 
unter ihnen annehmen. Die Sandsteine und Kalksteine 
mit allen ihren Modificationeti sind also ein gleich«- 
zeitiges Gebilde. Dafs dieser Schlufs richtig ist, be- 
weiset auch diese Beobachtung, dafs beinahe ohne 
Ausnahme alle Karpathen - Sandsteine sehr kalkig 
. sind , mögen sie auch aus den entferntesten Punkten 
herstammen; alle brausen mit Säuren mehr oder 
weniger, manche haben ein rein kalkiges Caement. 
Als Beispiel will ich erwähnen des Sandsteines von Kä- 
merniit^ (Knmesnisa)^ welcher von den Bewohnern 
gebrannt wird , und sogleich einen natürlichen Mörtel 
abgiebt» Im Sandsteine findet sich sehr oft ausge- 
schiedener kohlensaurer Kalk in kleinen Adern , die 
sich mannichfaltig kreuzen. Ein neuer Beweis, dafs 
der Karpathen -Sandstein eine nähere Verwandtschaft 

D igftized by VjOOQ IC 



It 

zum Kalksteine hat, als dieses auf den ^ersten Hidc 
der Fall zu seyn scheint Die VerbindaDg beider 
ergiebt sieh deutlich. Die folgende Felsart ist weifker 
körniger Kalkstein (N. 4.), ganz Shnlicfa dem im 
Ahfang beschriebenen (N. 15.), der auch in uamittd* 
barer Berührung mit dem Sandsteine stand. Hohw 
steigt der rothe körnige Kalkstein (N. 3.), worauf 
das wohl erhaltene Schlofs Duncgec erbaut ist Eine 
ungeheure Menge von Encrinitenstielen ist darin zer^ 
str^t , und ich glaube beinahe , dafs alle krystallini- 
seilen Körper die letzten Spuren dieser untergegu»» 
genen Gattung sind. Die Höhen fangen wieder an 
niedriger zu werden. Ein mächtiges Lager (beinahe 
2000 Fnfs stark) von grauem geschichteten Kalkst^ 
(N. 2.) tritt hervor. Sein Streichen ist von W. nadi 
0., das Einfallen südlich. Knollen von Kieselsciiie- 
fer, der öfters in Jaspis übergeht, sind im Kalksteine 
eingewachsen, manchmal mengt sich die kieselige 
Substanz damit, und so entsteht ein fester Kieselkaft. 
Der (Cieselschiefer hat gewöhnlich graue oder blane, 
der seltnere Jaspis aber rothe Farben. Diesen Kalk-* 
stein bedeckt Karpathen- Sandstein (N. 1.) in der 
Gegend des Dorfes Stara Wifs, der weiter sfidlicli 
den hohen Pafs Magora bildet, und sich nach der> 
Zipa bis in die Gegend von' Iglo zieht. 

Der Kalkstein von Czorsziyn dehnt sich weiter 
östlich aus, wie wir bemerkt haben, und bildet dae 
Picfimy- Gebirge. Seine petrographischen Charak^ 
tere entsprechen ganz den derben, festen Abände-' 
rungen von rother Farbe am Czorsztyner Schlosse.* * 
Nur verlaufen sich die rothen Abänderungen öfter in 
graue und weifse. Selten findet sich Mergd einge- 
lagert. ' Von Schichtung ist nichts wahrzunehmen. 

Schmaler ist der Zug des Kalksteines von CSsor- 
ssiyn gegen Westen. Seine wilden , zerrissenen KUp« 
pen ertheilen dem ganzen Striche Landes em male^: 
risches Ansdien. Die mannigfaltige Gliederung der 
Felsarten , die sich zwischen Czorsst^ und Dmu^ee 

s 

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14 

(Dmqf^si) ^BtWickelt, ist zwar hier nicht zli finden; 
ulier die drei ersten Abtheilungen des Czoraztyner 
Kadksteines lassen sich hei den Dörfern Szaflary 
(Schc^arff) und Rogozmk nachweisen. Der weillse 
IfiSrnige Kalkstein fahrt bei Sze^ary Penlacriniten^ 
Mdann folgt der s^ieferige Kalhmergel von dnnkehi 
Farben, und darauf rother Kalkstein, in dem sich aa 
manchen Pnnkten Versteinerangen so anhänfen , dalk 
sie das Gestein verdrängen, und wohl erhahene oder 
eerbrdckelte Konchylien bilden 200 bis 300 Fufs her-- 
vorragende Klippen { Rogöznik) oAer bedeutende 
lager {Babiezowskie SSaatki bei Szt^ctrff). Obgleiek 
«Ue Veristeineningen an diesen Punkten so angehäuft 
sind, ist' es dennoch keine leichte Sache , sie heraus^ 
zubringen , ohne dieselben zu beschädigen , denn ge^ 
vidinlich sind sie stark mit dem Gesteine verwachseiK 
Folgende Gattungen liefsen sich näher beslimmen : 
Aflinionites Gervillii (Sow. T.II. p.l89; A.coii* 
völutus ScHLOfH.), Nantilites excavatns Sow; 
Uttd T«rebratula sella Sow. Die beiden ersten 
4Slittnng^en finden sich in den untern Schichten der 
Oolithe von Engfland , die dritte aber, in der chlortti-it 
sehen Kreide; häufig; wird sie angetroffen bei der Stadt 
KiKzänierz (LuhUner Wojemodsehafty Die Oolithe 
so wie die chloritische Kreide sind Glieder der Jura^ 
fintniation. Betrachten wir das Verhältnifs des Kar- 
palHiea- Sandsieines Mm Kalkstein ini GroTs^n, so ist 
es afugenfilllig^ dafe die letztgenannte Felsart sdlir 
»nterg'eordoete h^get bildet, und ntit den eingie-t 
schhi^eaen Petrefakten zu einer uud derselben Fov^ 
nätioii gehört. Dafs der Karpathen-Sandslieia dasK 
selbe Gestein ist, welches die Eb^D^länder G Jeensamd 
nennen, oder der jfingere Quader^Sandstein 
Hausizanns, hat schon Boir^^tis/sifesprochen, und wir, 
Hn PuscH und ich, Iftestätigten dieses auf unserer Heise 
im Sommer 1830 voilkomnien. Der Karpatheti^SandH 
stein aA der Whaff , im Trentschiher Ciotnitafte in Vu^ 
goin iml sehr kalkig, was von dem angrenzendtfa 

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: w 

KailkfitelD henurtbren scheint ; hemmd^ts w der 
Gegend zwischen Predmit und fVaag-Bjfstrsf^oa 
(Waag'^Beaierese) ist solches der Fall. D« fanden 
unr nnfehenre Niederlagen von Gryphites co- 
lumba Bronq^ gegenüber de» romantischen Schlösse 
Pdraiic, das sich auf einem spitzigen Felsen kfihn 
erhdbi, und nicht weit entfernt von Orto^ß isU 
Ihm ganze Gestein ist so damit überfüllt, dafs niati 
kein Stuck anschlägt« ohne einen Graphiten, das 
charakti^istische Petrefakt des Grünsandes, za finden. 
. Auf derselben Reise fanden, wir neue Bestätigung 
jener Ansicht durch die bei Zywiß/c in Galliztto, 
im Berge Grojec (Gryetz) entdeckten Fnooideo( 
unter vielen liefs sich nur eine Species bestimmen 9 
nämlich Fucoides Targionii (An. Broso. Ve* 
geteaux fossiles P. IV. Fig. 2 — 6). DieFucoi- 
di&n liegen hier auf einem schiefrigen Kalksteii^ oder 
auf schieferigen Thonen, die eine fiäalagerung im 
Karpathen - Sandstein machen. Auf anderen Abson- 
demogsiftächen des Kalksteines, zum Theil ^nch enr 
gewachsen, finden sich Brocken schwarzer Braun-r 
kohte, die am nächsten verwandt ist mit derPechi» 
kohle. 

Gryphites columba, Fucoides Targio« 
nii, Ammonites Gervilii, Nautilites exca« 
vatus und Terebratula sella sind Petrefakteni 
die nach Al. Brongmart *■ , besonders die beiden 
eisten, den Greensand oder jüngeren Quader -Sand^ 
stdn charakterisiren, oder BnoNCffiiARTV Glauconie 
sablevse. Die drei folgenden gehören dem J^ura^ 
gebilde oder der Kreide an. Also mufs unser Sandr . 
stein hier seinen Platz finden , und kann weder älteren^ 
nO(^ jangeren Gebilden angekdren. Boite ** Kat am 
Rand« der Ö^reidUscheB Alpen den |£arpatbeiit 
Sandstein anfgdagei^ und in Verbhi^nng mit dem 



* Tableau dos terrains qai composent Tecofce da gloBe. 18i9. 
** ZeitMhrift für Mineralogie. Nw 10. Oetolber 18S9. pag. 780. 



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Googk 



1« 

.Wiener -Sandstein oder^FIysch ond Garni^el-iSan^ 
stein beobachtet. Zwar sind die Massen unbedeatend 
an der erwähnten Stelle, aber gegen Norden treten 
sie mächtiger anf und bilden die Karpathen. 

Die im Kalksteine eingeschlossenen Petrefakten j 
(SO wie jene im ,Sand|teine selbst enthalten, haben ans 
auf ein jugendliches Alter diei^es Gebildes gefihrtj 
die unmittelbare Auflagerung , wahrgenommen too 
BotiS, ist entscheidend. 

Es kann befremden, dafs man dem Karpathen« 
Sandstein ein so/jugendliches Alter zuschreibt, indem 
sehr geachtete Geognosten diese Felsart zu weit äl- 
teren Gebilden gerechnet |iaben ; prüfen wir die 
Grfinde, um zu beweisen, auf welchen Basen solche 
Schlüsse beruhten. 

Staszyc in seinem umfassenden Werke über die 
geognostische BeschaflPenheit der Karpathen , wa- 
ches ansgezefchnet ist durch die grofse Menge ge« 
(sammelter Thatsachen, sieht den Nümmnliten-Kalk 
mit denrotfaen und weifsen Qnarzfelsen , auf den Gra- 
niten der Tatra gelagert , für Uebergangsgebirge § 
so wie den angrenzenden Sandstein für Granwacke ah| 
womit besonders einige grobkörnige Abänderungen 
auffallende Ähnlichkeit haben , die eingelagerten 
Schichten von Thonschiefer , der mitunter grofse 
Berge bildet, und Hornfels- artige Gesteine haben 
Staszyg keinen Zweifel gelassen. In wie ferne blofiso 
Auflagerung, an einem Punkte beobachtet, und Ähn- 
lichkeit des Gesteines hinlänglich sind, um das Aher 
einer Formation zu bestimmen, bedarf in dem jetd* 
gen Zustande der geognostischen Wissenschaft keiner 
weitern Erörterung. ^ 

Zu ähnlichen Schlüssen wie Staszyc kam v« Obk v*- 
HAÜSSN, obgleich seine Beobachtungen in ganz est* 
gegengesetzten Gebirgen gemacht worden. *. Indeai 

* Yersach einer geognosti sehen Besclireibung von Ober-Schle- 
sien .nebst den angrenzenden Gegenden ton PöleQ , Gillizieii 
und ötreichisch - Schlesien. 

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1^ 

der rfihmlicli bekannte Geognost die Oberschlesjschen 
Gebirge genau erforschte, fand er auf dem söge« 
nannten Urgebirge Thonschiefer aufgelagert, der sich 
unmerklich in Grauwacken-Schiefer verläuft, und in 
Gradwacke fibergeht Da ich diese Punkte noch 
nicht bereist habe, so gebe icli'wohl zu, dafi? die 
Felsarten, die auf Thonschiefer lagern, Grauwacke' 
sind,, was aber den Sandstein von Jahlunka, Zywieö 
oder Mffslenice betrifft, die durch ein mächtiges 
Lager von braunem oder grauem Kalkstein getrennt 
sind, 80 kann ich keineswegs einräumen, dafs diese 
beiden Gesteine identisch wären. Die Petrefakten 
zeigen etwas ganz Verschiedenes an, und selbst Hr.. 
r. Obynhaüsen hatte einige Zweifel in seinem Werke 
aufgefahrt 

Behoant mifst dem Sandsteine ein jüngeres 
Alter bei. Das öftere Übergehen der grob- in fein- 
körnige Abänderungen , oder der vermeinten Grau- 
wacke in deutlichen Sandstein, der herrschend ist, 
und die in ihm eingeschlossenen Stein- und Braun- 
kohlen-Stöcke , so wie die auftretenden dünnen Schich- 
ten von Steinkohlen , die selten einen Fufs Mächtigkeit 
erlangen (Käamarh) , bewogen den Französischen 
Geologen , den Karpathen-Sandstein als Kohlen-Sand- 
stein zu betrachten, f ^ Steinkohlen-ähnliche Gebilde 
finden sich aber häufig in jüngeren Formationen. 

Becker in seiner kleinen Schrift „Über dasFlötz* 
gebirge im südlichen Polen" betrachtet unsern Sand- 
stein als Bothes Todtliegendes. Allein hinlängliche 
Gründe giebt er nicht an, wie denn diese dem er- 
wähnten Büchlein überhaupt nur zu oft fehlen. 

^Die Ansichten, die Pusch über das Alter des 
Karpathen-Sandsteins entwickelt, sind aus einem Stand- 
punkte aufgefafet, welcher der jetzigen Zeit ent« 



^* Vojiage miniraUgigw et giologique en Bongrie. 
J.' 1832. % 



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\ 



^prietit'^ & verfolgt das Sand^leio- Gebilde d«r 
Kftrpatben bi$ 10 die Aiyen , wo zum Theil die Schieb- 
ten mit Kaftsteifl im VaHbaiida stehen (Wkner S«^ 
stein), zQBi Theil «uf dem Alpeskallie ruhen (Green- 
swid). D« Buom^AWD bewie«, dar« die Pelrefafctea 
d«9 Alpenkalks dem« GryphiteokaLka oder Lias «nt- 
qwechen, nndsaie darufn atich für identisch annahm,^* 
S9 ^lofs PuscH, dafis die dem Alpenkalfce aufgeU* 
g^ten 4>der damit sich verbindenden Sandstdne eben^ 
falls Lias-Sandi^eine ivaren. In dieser Bdiauptnng 
wurde der erwähnte Geognost bestSrkt durch die Gry* 
phiten am Ortawa, wdche ihm in nadeutlichen Exem^ 
piareii wkaaieai, und Graphites arcuata xu seyn 
sebifiuen. 

Genauere Unt^rsnchungen der Petrefakten den 
4ilpen - Kalksteines erjgi^ben ein noch jfingeres Alter, 
und zwar über der Jura * Formation. Der Kar- 
pathen- Sandstein liegt nach den Beobachtungen von 
BouB * mf den obersten Schichten des Jurakalkes , 
und daraus folgt , daCs jenes Gestein ideJitisch ist mit 
dem Greensand oder dem jfingern Quader -Sandstein. 
Die im Sandsteine oder in seinen untergeordneten hu- 
gern eingeschlossenen Versteinerungen bestärken diese 
'Behauptung, 



* Kam van t AnM^ fnr Mia. I. B. pag. f». an« Mr6Ü» m giß- 

Soatyemy Polaki i Karpat pötnocnych priest J. JS. PuacsA* 
If . War»mawa. 

«*' SeUfDlirlfl für 41 iaeralQgi« H. 10. IB». 



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w 



Die 

Abkühlung und Schwerkraft der Erde 

bei der Brdentwickelung thätige Kräfte 
Herrn W. yov Seckendörf. 



Bei der Begründung der von den n^aefo Gelehrten 
über die Gratogie ansgesprochetien Anmchten haben 
bemnderfii die Beobachtungen über die noch jetxl wir- 
kenden Vulkane «nd die damit zuMmmenhängetiden 
Fhinoinelif das Ihrige beigetragen, and man mafii 
eich ifvhdich Ober den Scharfsinn freoen ^ mit detaa , 
attf diese Weise eine so schwierige Wissenschaft ge- 
fördert wird, Wenn tach wohl nicht ganz ra verke»* 
nen «ejn d«rfte> dafs man bei Betrachhiog der Kräfte, 
welche zur Erdbildung beitrügen, leicht Pr4)diikte 
fDr Krüfte anznerkennen geneigt ist, weil man diese 
Frodlikte Hntef Umstanden als Kitfte Wirken sidiet, 
odei* dieselben Wohl gar als die wirksamsten Kräfte 
TOn den Mensdfaen benutzt werden. 

Obwohl mao nun seit WIbrher's Tode desseh 
AasiohteB Über den Sitz^ iber die Utiterhaltnagterl 
u. a. w. des Ttdkanisthen Feuers gründlich widerle|;t, 
und tsrwMsen hat^ dafs namentlich der Sitz desselben 
wieL^ Tiel tiefer zu suchen sey t So ist man d^nnoek 
damentlidh ftber die tJnterhaltungsmittel nnd die 
KMfite so mäditiger Grdrevolutionen noch nicht emif, 

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20 

und man stellt darfiber mehr oder niinder nnzarei- 
chende Hypothesen auf. 

Hierbei nun stiefs man unwillktthrlich auf die 
Fragen : 

1) Reicht es nicht hin, anzunehmen: die Erde 
sey bei ihrer uranfönglichen Zusammenziehung zu 
einem selbstständigen Mhgliede uoseres Son^ensjste- 
mes auf einen sehr hohen Stand der Temperatur ge- 
bracht , da auch wohl an ihr d^r physikalische Grund- 
satz „jeder aus einem, flüssigen Zustande in einen 
festen übergehende Körper entwickelt Wärme" wahr 
werden mufste,—- um manchejetzt noch problematisch 
erscheinende Verhältnisse zu lösen ? Reichet zu Auf- 
hellung derselben die Annahme: die Erde sey ein in 
der Abkühlung begriffener Weltkörper, nicht hin, 
und können die jetzigeif vulkanischen und noch man- 
che andere Erscheinungen hierbei nicht hinlänglich 
erklärt werden?' 

2) Sollte die auf der Erde so allgemein wirkende 
Schwerkraft der Erde bei der Bildung derselben 
wirklich so wenig in Thätigkeit gewesen seyn, als 
man bis jetzt angenommen zu haben scheint? Sollten 
wirklich die Gase die Kraft s^yn, durch welche 
diese und die damit in Verbindung stehenden Phä« 
nomene hervorgebracht werden? Sollten die -Gase 
wirklich die Ungeheuern Erdrevolutionen der Vorwelt 
haben bewirken können? 

Wenn es nun nach dem jetzigen Stande unserer 
Kenntnisse in das Reich der positiven Unmöglichkeit 
gehören dürfte, uns über den uranfanglichen, d. h. 
wohl den anteplanetarischen , Zustand unserer Erde 
einen richtigen Begriff zu verschaffen; wenn alle Hy- 
pothesen darüber zu den sophistischen Spielereien 
gehören möchten: so stehet doch wohl der in der 
ersten Position aufgestellte , fast allgemein angenom-- 
mene Grundsatz „dafs die Erde ein in. der Ab- 
kühlung begriffener Weltkörper sey" last 
nnumstöfslich fest. Da nun auch durdi'die schaff- 

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21 

giiiiiigen, miitelsi der mannigfachste Beobachtangen 
bestätigten Betrachtungen so gelehrter Männer, als 
Christiaiv HuTGEir's and besonders Isaac Newtoh's % 
anderer Seits^ der vormals flüssige (oder mindestens 
bewegliche) Znstand der festen. Theile der Erde 
gleichfalls allgemein begründet ist : so folgt schon 
hieraus, dafs wenn man den jetzigen Zustand unserer 
Erde als das eine Extrem der Bildungsgeschichte 
derselben betrachtet, .das andere Extrem da festzu- 
. stellen seyn dürfte, wo sich dieselbe in dem mög- 
lich höchsten Temperatur - Zustande befand und 
flüssig, folglich feurig-flüssig war. Ob diesem 
Zustande ein anderer, chaotischer Zustand [chemischer 
Auflösiing] voranging, und ob die Erde nicht vid- 
leicht auch hieraus vermöge physikalischer und che- 
mischer Grundsätze ** auf diesen hohen Temperatur- 
zustand um so mehr kommen muf st e, als nach astro- 
nomischen Gründen die Zusammenziehung derselben 
zu einem selbstständigen, planetarischen Weltkörper 
plötzlich vor sich gegangen seyn mufs, läfst man da- 
her ununtersucht Man kann aber nicht unterlassen 
zu bemerken , dafs man aufser auf diesen beiden Wegen 
durch die Betrachtung der Natur zu eineip gleichen 
Resultate gelangt, nämlich besonders durch die Ana« 
logie der Entstehung der verschiedenen massigen Ge- 
birgsarten, welche man nach den jetzigen^ B^riflfen 
sämmtlich für vulkanische (besser pyrogenetische) 
Producte anzusprechen gezwungen ist, denn auch 
der anerkannt älteste Granit erscheint ja hiernach als 
pyrogenetischen Ursprunges, es mnfs also bei semer 
Bildung ein demgemäfser Zustand auf der Erde ge- 
herrscht haben. 

Die Geschichte der Erdbildung fällt nothwendig 
zwischen diese beiden Extreme. Halten wir nun das 



MtlotfopAtoe na^tiraiM prmcipia mathematica. Lond. 1687. 

* Z. B« BiOT^g Physik, übersetzt Ton Fbchneb 1. Bd. paff. 176. 
Bb&sblivs Lehrbuch der Chemie, übersetzt von Blöde , jPalk- 
0TKBT und WöHLBB , 4.* Bd. pag. 44. 



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M 

finfeeMite Extocni'9 clen feurig -fltesi^a Sbistaftd- 4er 
Eirde fest, so ei^iebt steh: Sifk awek die Alnposphibre v 
eioen dtemgemäfeeft Zlistiiitd habea vm§sl»; ditfs Ijmfi 
nnd Wasser, zu 6as Terbundea, den ^^aBgehenera 
glfibendea Tropfen,'* mn aait B»bisi<ack z« reden, 
mngaben. Die Gfdrse der Erde nuife dabei in ihrem 
Urzustände, nach bekannlea phyiij^aliseken CUtiad- 
silzeD, ^eoi^oh jeder, aus einem fliissifen Zustande 
in einen festen llberg^ende Körper sich z«aa Blu- 
men zieht, die Gröfise der heutigen Erde notbwen^ 
dig übertrofFen haben, wie ai|ch*>nE IiA Pi«jM)b /be- 
hauptet, wähsend deren Fofm, durch keine. Ulieben- 
heite» gest(M, von dien Gesetzen der 8eh«erhi;|ifit 
und der Rotation abhing. 

Vcm diesent äiiftersten Natunoetaade gehngte 
die Erd« zu dein geg^iwärtigen Grade Uvrer AesbU- 
düng, die ttbrigeas keiaesweges geschlossen ist,, liet- 
mehr noch fanuMt fortschreite, dttrt^h Ahk&h.- 
Inng, welche, natftrtich nsis laagsana vor siolk ge- 
hend, von Anfsen nach Innen Tocschffitti imd 
schreitetL Bie Abkühlung eigriff zunächet die Atmor 
Sphäre , nnd diemnäcltöt die »ufsersfte Oberflftdsie der 
Goostanteren- Erdmasse , irelcbe dem nn P#lge er- 
starrte. Diese Erstai«mng , * die erste wi^kKche Ger 
steilibilduog, flMirte aber auch eliieiSiaaB»aiemaehnpg 
der, nach^ upserii jetnigen Begriffm,^ festwerdentdee 
Kruste miA sich. Es eotstud die unendliche Mei^e 
kleiner und ferner Sprttnge maä Ripse , welche, wir 
die SUern Grdbiegsmassen nack ailea Richtawgett hib 
duiiohziehen seh^, und, decen AusfiiUnttg^, wenn sie 
gleich in mancher Httisicht Gleichnntigkaife qiift dbns 
Gesteine, worin sie aufsetzen ^ zeigt, und daher för 
ein ziemlich gleiches Alter spcieht, dodk* von andern 
Umständen abhängig gewesen se;^n mag",, als siü»- h» 
der Gesteinbildung selbst stattgefiinden haben mögen. 
Diese Sprünge und Risse, an denen man alie Ver* 



* BioT'8 Physik 1824. 1 Bd. pag^ tZ^- 

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liälinisse der g^rOfeeren 6äii|^e, nam^tMith die \er- 
weftimgen m schön and deallich wakrniaiml, dufe 
m9ta darch Handstficke in d^r Stabe dem NetiHng die 
mbtig^sten Begriff^ hierron zu geben yermag , aidgen 
nun die Wege genresen seyn , durch urelcAie die Ab- 
kUhlwarg aa^h deittEfdinnem TOfschritll, durch wefcixe 
die, roa der verhärtenden Erdmadse sieh loi^eifeende 
Brdwärme denr Innern ent?wich. Ate nmr aber die 
Abkühlung Tdrgeschritten WaR* (wer vennfchle ^e 
Maafee aneugebeo?)*, verinehrten aidi die Schwierig- 
keiten^, diese Risse faerzustetten. Die Sofiserste , itater 
den damats obwaltenden Umständen keiner ^afsam- 
menziehfaogniehr fökige, Erdrinde, scMeft natürliell 
endlreh die innere, noch mit ilirer nranftfigUchee 
HU^e* versehene Masse von der äufeern, die AbkiAn« 
lung bewirkenden Atmosphäre ab! Liegt aber niofal 
trieriff «ehou' wieder die natirliche FafgeT Mühte 
niehr eben wegen' dieser Temperatur- Verwehte- 
denbeit de« Erdinnern geg'en die Atmo- 
sphäre die Erdrinde nach einem gröftieim Maatiisf a6e 
bersten? Hat mam anf tfiese W^e nichfr eine* u»»- 
gf eh euere Kraft, oacli' der man bisher immer 
suchte, um die grofsen Zerberstungen der festted'Erd^ 
rinde SBW erklären? Haben wir nteht die ersten vnt^ 
kanisehen Erschtttferungen , das erste Erdbeben mit 
oUen seinen Folgen^? Was war aber wohl natikttcllfer, 
als dafiF die, durch dies Zerbersten nach einem 
g^rMsern Maafsstabe ihren innige» Zusammen- 
hang verlbren habende, feste Erdkruste sich nach den 
mechanisch^^n Ciesetven der Schwerkraft verhielt? 
HVas naMrÜGher, als daß die, mit ihrer ganzen, ur- 
anfönglichen, heifsen Temperatur versehene, flfissige 
Masse dtarch die entstandenen Spalten so laltige dem 
Innern der Etde entquoll, (emporgehoben wurde,) 
als die feste, drückende Masse sich noch nicht wieder 
ins Gleichgewicht gestellt hatte , sey dies nun durch 
mechanische Hindernisse , oder durch die eindrin- 
gende Abkuhtuog endlich bew<HrksteUiget worden? 

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24 

Was ist wohl natürlicher, als diese ersten valkanischea 
ErgiefsuDgen ? Ganz natürliche, leicht ersichtliche 
FV>lgen solcher Katastrophen waren die ersten drhebli-* 
chen Unebenheiten und das Wieder-in-die-Höhe-gehen 
der änfsern Erd«- und Atmosphären -Temperatur, 
welche in dem Maalse der ans .Freie gekommenen 
Masse localiter verschieden emporgetrieb^n werden 
mufste. Es entstand ein furchtbarer Kampf der Eier 
mente, und es gehört nach den Ansichten gelehrterer 
Männer nicht in daslleich den Rapsodien, anzuneh- 
men, dafs eine Atmosphäre, wie die damalige, Mas- 
sen chemisch in sich. aufnahm, die sie gegenwärtig 
unter so gänzlich veränderten Umständen nicht zu 
losen und nicht zu tragen vermag. Diese Ansichten 
ausgezeichneter Geologen * werden durch die Expe- 
rimente neuerer ausg^eichneter Chemiker^* inuner 
mehr bestätiget Diese Auflösungen gaben, so möchte 
man mit Andern glauben , bei der- wiederbeginnenden 
Ruhe und bei der fortschreitenden, durch diese eiste 
Revolution gewissermafsen gestörten, Abkühlung, die 
Veranlassung zur Bildung der verschiedenen geschich- 
teten Gebirgsgesteihe. Je ähnlicher die Umstände 
denen waren, unter denen sich das älteste Gestein, 
der anerkannt älteste Granit bildete, je ähnlicher 
mufste auch das älteste Gebilde, der älteste Nieder- 
schlag, nämlich (um bei diesem Beispiele stehen zu 
bleiben) derGneifsdem Granite, der Glimmerschie- 
fer dem Gneiüse, der Thonschiefer^ dem Glimmer- 
schiefer u. s. w. seyn. Was giebt aber wohl bei der 
Bildung dieser allmählichen, im Allgemeinen nicht zu 
bestreitenden Abstufung der gedachten geschichteten 
Gesteinarten ein bündigeres Anhalten, als die An- 
nahme der allmählichen Temperatur- Verminderung? 
Welches Princip kann im Allgemeinen sich wohl gel^ 



Brxislak , Btflletin deß Science» naturelles et de Geologie, Jan* 
1826. pag. 21. 

* HvBfPHRT Datt^ Annales de Chimie et de Physiqne Tom, XXL 
p. 132. MXT8CHSBI.U« daseibat Tora. XXIV. p. S5ft. 



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Umder machen, und dabei doch mk Leichtigkeit so 
viden Modificationea unterworfen werden , als wir sie 
in der Natur finden? An dem dnenl'unkte der Erd- 
oberfläche war z. B. die entstandene Spalte ofifener, 
oder andere mechanische Hindernisse hemmten den 
Druck der festen Erdrinde gegen das weiche Innere 
weniger, als an einem andern Punkte. Es excremen- 
tirte deshalb dort die Erde ungleich mehr, wie hier; 
es hatte also dort die AtmospMre ungleich mehr ab* 
zukuUen, als hier. Es wiederholten sich auch woU 
an dem einen Punkte die oben angefahrten Zerspd- 
tUDgen und deren Folgen, die vulkanischen Ergies- 
snngen u« s. w., während dies an andern Punkten nicht 
geschah: es mufsten daher diesen verschiedenen Um- 
ständen gemäfs die gleichzeitigen Gebilde auf 
der Erde verschiedenartig seyn. Es konnte schon 
hiernach nch auf den ältesten Granit unmittelbar Glim* 
merschiefer auflagern (der Übergang durch denGneils 
kann unbemerklich seyn), während das gleichzeitige 
Gebilde an einem andern. Punk^ mächtiger Gneife 
war. Es konnten durch periodisch neue ^gfisse aus 
dem Erdiiinern die Umstän4e örtlich, so gesteigert . 
werden , dafs z. Bj. in einer j^eriode, wo im Allge- 
meinen die Gneifs- oder Glimmerschiefer- Bildung 
bedingt war, sich Wiederholungen von Gebilden frtt* 
herer Perioden, als Granit im Gneifs oder Glimmer- 
schiefer, oder auch Gneifs in diesem letztern u. s. f. 
zeigten. Man dürfte sich auf diese Weise den innigen 
Sbisammenhang der massigen und geschichteten , ana* 
logen Gebirgsarten , das Wechsellagern derselben, 
wie man es in der Natur z. B. in den Pyrenäen wahr- 
nimmt, ziemlibh leicht erklären können. 

Die , die verschiedenen Niederschlagsgebilde ver- 
anlafst habenden, verschiedenen Umstänge mfissen 
aber hauptsächlich in der periodischen Tempe- 
ratur-Verschiedenheit an der Erdoberfläche und deren 
nothwendiger Begleitung gesucht werden, denn es 
war ja damals die Erde so gut ein in der Abkühlung' 

/ 

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Iregriffeiier WeMcörper, als jetzt) und die Betraeh- 
tini|^ der Njatnr leitet mis selbst wieder darauf hio. 
Nur dteck die analoge» Verhältnisse , unter denen 
man die Laren, als erweislieh vulkaniseke Pt^odulete, 
mit de» Biisalteo, Tlrappen, Mandebsteinen , Porphy- 
reff und wie die massigei» Gesteine alfe heifsevr mSgew, 
find^, nst man, wie oben schon heriibrt wurde, zn 
•der uuansbleiblicheB Foigerutrg des pyrogenetischen 
IJrspnmges des Granitfes (des ältesten wie- des j&th- 
gern} gdiaJigt Herr A*. vonr WvwBfnurr hat ja dafür 
neverdingf^ am Ural wiederum die triftigsten' Bdege 
gesammeltl Demiocfa ist dfer innige Znsammefihai!^ 
mit den gescktehteteu Gestfemeir so rnirerkennbar , 
iAf» »e Süe ineisteff Geologen «ad^r Spitze der neptu* 
nischen Ablagerungen lassen 2u müssen, rieh ftber- 
zeugt hatten. ^ I>er Granit geht unverkennbar in den 
Gbetfs , dtarch diesen in den Glinnfierselriefer mrd 
endlteh m den Thonschieler ftber. In diesem letztem 
findten wir dber sehen d4e erstenÜberrest^ organischer 
Geschöpfe, wälrett<¥ wir ihrer in den Übrigen eben 
genannten Gresteineti me wahrnehmen. Führt diese 
Tfaatsa<^ nicht zu dem klaren SefalusSe», dafü w3fk<- 
read dbr BHdudgp de» Granites,, des Gneifisies, des 
Gffmmierschiefers' SSe organische Vegetation nicht ge^ 
deihen konnte, dtaigegen aber zur Zeit der Thonschiefer- 
BilAmg" die tlms^nffe auf dbr Erde derselben schon 
gtt^sffig gewesen' sey n mfissen ? M uf s t e nicht schon 
Wasser unter dem d^marKgen Siedepunkte undF Lnfl 
▼orfaanifien sejn?^ Darf es uns wundem, bei dier hd- 
hern Temperatar des Wassers jener frfthern Zeitpe* 
riode jetzt gänzlich ausgestorbene Geschfechter auf- 
zufinden ? liSftt sich' nun aber der an cKesen GesteK* 
nen bemerkbare, mit solchen Thatsachen begleitete, 
äHmähliche Übergaiüg wohV smf eine andere Weise 
lieichter erklären, ats durch die im Allgemeinen fort* 



* B0UI& SjnoptiBcbe Darstellnng- der Gebirg^arten iji ▼. I^boii- 
uabd's minerftl. Zeitschrift. 1^127. 7ä Reff. p. 8; 

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n 

wirkend, diirdi oicbi» aii^aiiMlwdb AbkttUiiiig M 
d«ff BUduQf derselben? Wird man nickt geiade 
durch die89 Überrefiite der hier b^rftbenen, oi^fani- 
«cheo Wek auf diesen Scblotis geUitet^ Bd der Bil- 
dnii^ des ältesten Granites laafste da» die Erde 
■oillfeb^ide Flnidan», wie man oben zu neigen 
Mcbyte, mit der JUnft an Gas vereint seyn^ nnd tob 
diesen» Znstadide zn dem andern scbiitiund kraute 
die Natiur durchaue nicht pldIzLich vaKacikvei- 
te». Es labt sich keiqe aaiuFgemSJbe Veranlassnaf 
4enkeA^ wedmrch die ÄhkiUiluag uiE der Krdohesp- 
flSAe^ einen gewaltsamen Schritt verwkta hätte tbun 
te wse a » ale man ieißk't plötaüche^ Vemnlasenngev 
ftnrfe^» wodwch die allmählich verscbrcatende, den , 
Gesetae» der Retation n. s. w. folgencle Abkühlung an 
der Oberfläche d»r Erde periodisch aufgehalten wer- 
den kennUe iMid' wurden Während man ako die Ab- 
kuhliMg der Erde als^das allgemeiae Pritici|i der noch 
£o»tgehenden Erdbildno^ ansehen mochte > emehMoen 
uns^ die. EvdreTolutie-nen nicht mehi aie ge* 
val4sameSte^r»»gten bei ders#lb«n!, srondern 
aile die Mittel zum- grofaen Zwecke^ DieEi^ 
deh^imi^gei» dabei bliebeyn im Allgemeinen sich gleich, 
4. hl sie föfarten stet» Erschfitteriivge-n derErd* 
obiOrfllicfae und Engi^fsurOgen von Massen, welche 
nAi#,der nfOfiA^nglieben^ od^ü doch nur wenig modor 
ainteia £r4-^Temperatnc versehen waren , mit sieh, es 
erlitliwif aber dieselbe« und ihre Folgen anendlidie 
SibldiUatieaen durch den , durch sie selbst h^beige- 
fiÄrteni, veränderten Zustand der Erdeu So dürfte 
dJ^.VWclwisdenartigkeitderErgiefimng (Granit, Per-* 
fli^ , Gr&nstein u, s. w.); wohl durch numcherlei V^- 
Sachen und namentlich wohl durch den verschiedente 
Binflnfeder Nebengesteine, weh^e die heifec: Masse 
bei ihffem Anlsteigea mehr oder weniger lange, deish 
lange genug bmrfibcte, um Bestandtfaeiie von ihnen 
attfimnebmen» veranlafst s^n. 

Wenn man siich nun in der Basi» eines rechtr 

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28 

ivinkligen Dreiecks den zwischen den beiden Extre- 
men der Erdbildnng lieg^enden Zeitraum yersinnlichet, 
die stehende Cathete aber, als das Sinnbild der hödh- 
sten Temperatur auf der Erde in ihrem Urzustände 
betrachtet: so würde die Hypothenuse den idealen We^ 
andeuten, den die allgemeine Abkfihlung zu gehen 
hatte, um die Erde auf den jetzigen Temperatur- 
Zustand zu bringen. Da aber die dem Innern der 
Erde entquollenen Massen die gleichmäfsige Abküh- 
lung an der Oberfläche gleichsam störte , so dürfte 
eine wellenförmige an der Hypothenuse hinablaufende 
Linie, deren Unebenheiten sich fiber dieselbe erheben, 
den Weg der wirklichen Abkühlung besser beschrei- 
ben, und es dürfte eine Hauptaufgabe der Geognosie 
seyn, die Zahl dieser Unebenheiten zu bestimmen. 

Man beabsichtiget nun nicht, die Geschichte der 
Erdrinde nach diesen Ansichten durchzufahren. Man 
würde dabei 'nur den schon bekannten Arbeiten ge- 
lehrterer Männer zu folgen haben , welche den Gang 
der Natur in dieser Rücksicht so ausgebreitet und 
^ glücklich zu belauschen die Gelegenheit hatten. Es 
geht unsere Absicht nur dahin, die Aufmerksam- 
keit darauf zu leit^ , dafs die , bei der Abkühlung 
der Erde nothwendig erfolgende Temperatur -Ver- 
schiedenheit zwischen dem Erdinnern und der äus- 
sern Atmosphäre nicht blos früher die Kraft gewesen 
seyn möchte, .welche die überall wahrzunehmenden 
Spaltungen der festen Erdrinde nach einem gröf^em 
Maafsstabe u. s, w. veranlafste,^ sondern auch, dafs 
noch jetzt dieselben Ursachen die vulkanischen Er- 
scheinungen bewirken dürften , wie sich das aus dem 
bisher Gesagten und noch weiter unten ergeben 
möchte. 

Sagt doch der Hr. Dr. A. BoinB in seiner synopti- 
schen Darstellung der die Erdrinde ausmachenden 
Formationen in der y. LcoNHARD'schen mineralogi- 
schen Zeitschrift im 7 und Sten Hefte des^ Jahrganges 
1827, nachdem er seine Ansichten mit denen der 

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29 

tbrigen berühmten Geologen in Uebereinstimmnng 
zu bringen gesucht hat [pag. 128. des T Heftes]: 
„Er sehe mit Vergnfigen so yide angezeichnete Ge- 
birgsforscher das £ekenntnifs ablegen , dafs die Geo- 
logie in der Erdrinde eine nicht unterbrochene Reihe 
. vulkanischer und neptunischer Phänomene erkenne." 
Phänomene nun, weiche sich nach den Ansichten so 
Tieler ausgezeichneter Geologen , als: A. t. HubiiioIiDT, 
L. ▼. Buch, Pallas, bIb Lrc, Hirrroir, Voigt, Breis- 
ukK, Heim, t. Ferussac, Mac Cüllogh, Cnicaroif, ' 

HOFRHAKH, Y. övilHAUSEir, V. CHARPENTIBIi , NÖGGE- 

RATH und wie sie sämmtlich heifsen mögen, denen 
die dankbare Welt den jetzigen Stand der Geologie 
verdankt , als eine nicht ^unterbrochene Reihe bei 
der Beobachtung aussprechen, mfissen auch ein und 
derselben Ursache ihre Entstdiung verdanken«. Es 
ist daa vulkanische und neptunische %stem nicht 
niehr zu trennen , es muJOs und wird ein neues Sjstem, 
^wie es diese neuem Gelehrten vorbereiteten und bil- 
deten, die alte Verfeindung zwischen Ultra -Vulka- 
lüsten und Neptunisten versöhnen. Allein die bei der 
Erdbildnng gewirkt habenden Kräfte mfissen, um 
eine nicht unterbrochene Reihe zusammenhängender, 
correspondirender, doch fremdartig scheinender PM- 
nomene bewerkstelligen zu können, nothwendig all- 
gemeine, unter allen Umständen denkbare, 
stetige Kräfte gewesen seyn. Sie müssen aber auch 
uranffin glich in der Erde selbst gelegen haben, 
das neugeborne Kindlein brachte sie mit zur Welt, 
war nicht genöthiget, sie erst von fremden Weltkör- 
pern zu borgen oder durch schwere Selbstgebürten 
zu erzeugen ; ja man ist geneigt zu glauben : es müssen 
diese Kiifte, welche immer mit der Ausbildung der 
Erde und den damit sich mehrenden Schwierigkeiten 
Schritt halten mufsten, so allgemeine Kräfte seyn, 
dafe sie sich wenigstens auch auf die Ausbildung aller 
flbrigen der Erde ähnlichen, planeterischen Welt- 
körper mit Leichtigkeit abertragen lassen. Welche 

^ ' . Digitizedby'VjOOQlC 



» 

Tendenz ist aber wohl aHgemeiaer nnd «tetig^eT) hhü 
daliei doch mit L^dhtigkeit so maaclieB Örtlidieii Mo- 
difieationen m Hniernrerfea, als >dmi Bestraben 
(der Erde)) sich a b zu kfthleb, welches man der 
Ende doch aach so allgemein zagestehatt* Di« 
Schwierigkeiten, die sidi diedeea Besiraban t^ntg^ 
geostdhen, mufsie und konnte dieses sprfibst ibef- 
winden ) und es dflrfte wolil in dieser Hinsicht kaiae' 
ihr bisher aarrogirle Kraft mit ihr den Vergleich an»i' 
hdien. Sie entspricht, so möchte man glauben,, alleii 
Anforderungen, die onan an rie machen köoaeu «mfe, 
wShffOnd dui ihrigen erdachten Krifte «nt in «ilie 
Masse ^oii Widersprächen verwiekehi , die sofort die 
Hypothesen weMsndidi untergraben^ Dagegen kömmt 
roas nicht nnr, wie oben geeeigt, auf den xerschi^ 
denartigsten Wegen iaenner wieder zu dem Schlüsse: 
die Erde mlhse in ihrem Urzustände feurig-flAssig 
gewesen seyn, aondem es deuten auch die Verschi^»* 
denartigsten Eraeheimiiigeti darauf hin^ dafa das la^ 
nere der Erde noch als flfiasig (im WärmestoB aufgie^ 
löset) betrachtet werden mfisse; ja, CotmiEn '** glaubt 
sogar durch die Zusammenstdluag der biriier Aber 
die innere Erd^ Temperatur gemachten Erfahk^uog«», 
die Terhfirtete Erdkruste xu einer Stärke von 12 bte 
IS Meilen fostsleUen an krauen, und nimmt jenseitn 
dieser Kruste einen geschmolzenen Znstand der 
Erde an« Sir Humphry Davy aagt **'^ bei Aufetel^ 
lung «einer so sinnreichen Hypothese, wonach die 
Verbrennnng der metallischen Radicale der ErdMi 
und Alkalien auf Kosten von. eindringender Luft und 
▼on Meerwasser die rulkanisehen Phlnomene vtst** 
utaaehen soU, augleich: „Ich leugne iHcht, daft die 
Sdilfiase, wdche sich aus den thermometrischotf Un^ 



^ Baron Foyeisb in Amnale$ d$ Chim, et de Physique Tom^ ILiU« 
p. 448. 

"^ JnnaUe ie Mine$. IBtT It. 53. 

*^ JkmaleB 4eM Chimie ei 4t nyeifws. WXyiU. lU. 



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31 

tf^csndtoi^^ in den Grubea und warmea QaeUen ab- 
mhtneuUm&k^ mit^ioiger Wah«sdieiilioJik<ait g6ige% 
4afii m lanera d& Erde v«iiie 9efar höbe TcmpcraUu* 
heriwh#» vad wen« ok^d anainnit^ da& sich der 
Kera der Erde in genchmaUeiie« Zuslaüde be- 
findet i so wird die Erklärung der yalkanischen Gr- 
schdmmgeB ooch eifiliaeher , ab nach der vorher^e^ 
headeo Verstellvogsweise/' Z« ooch grfifeerer I^b- 
fachheit fetangt man 4Lb«r wai Hölfe der «ben ausge*: 
i^ocheiieiiA«fflQht, vf^vtmxh maa den hier wiederhidft 
als g ea€ b m o 1 a e B angesprocheoeD Ziisiaad des fird* 
ioaeni dahip modificirt, dafe sich derselbe nech in 
seiner «ranfängliGhen heifsen und flO^sigeii 
Beschaffenheit l^^de, dena das Wert „geschmol- 
s^ea" verleitet offenbar sehr leicht zu der Voraiissea* 
zung, der Erdkern s^ ev past, nachdem er sehen 
fe^ gewesen, wiederusä in einen flfissigen Zaatand 
gebracht Ma» wird dadurch yerleüet, nach einer 
diese Schaielzang herbdlgefilhrt habenden Ursache m 
suf^hen, vnd bei Dingen vn yerweilen, welche die^ 
Natur uns ids Basis gegeben haben möchte, y^ber^r 
sagt man 9 ,, sieht man denn bei den jetsMgen Vidkanen 
nicht offenbar das Fener and die Gase wiiicen?" 
Gewifs ! Beide mögen sich bei diesem Proc^se 1^1 - 
des^ beide mannigfache Widwagen heryorbfingea; 
aber 'beide sind Prodnkte; der Vulkane so gut| a^ 
die Lara. Sie können se wenig, wie diese, Ursache 
und Wirkung, Kläger und Richter zugleich seyn- 
Ihre Wirkungen möehteti den zerstörenden Wirfeaa* 
gen der Lara an der Erdobei^jiche gleichausteUe» 
sey», imd dennoch hat man, .so wril unser Gedädbt^ 
mJk reieht, nie die Lava tur etwas andres , al$ dat 
PTodud, «e nie fiir die bei den Vulkanen wirkende 
Kraft angesehen. Was ist wohl natirlicher und er- 
klarUeher, als die Entwickeinng Ton freiwerdendem 
Feuer, wenn eine mit ihrer uranfanglichen, Unge- 
heuern Hitze versehene Masse die Erdoberfläche be- 
rührt? Was ist «atfirlicheri als dals die# bei ein^m 

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82 

solchen Natiirpirocesse durch mancl^erlei- Ursachen 
aidh bildenden Gase gerade an diesen Ausgängen mit 
mancherlei Kraftänfeerangen enüsteigenf Bemerken 
wir doch auch an andern Punkten Gas -Entwicketun*' 
gen, ohne die vulkanische Begleitung und ihre Kraft- 
Sufserungen ! Es leiten also diese Umstände nur dar-» 
auf hin, dafe die Vulkane, die warmen Quellen '^. und 
manche andere, weniger bemerkp^he^, und daher 
weniger beachtete Punkte die ^ Wege sind , durch 
wdche der Abkfihlungs . Procefs noch jetzt nach dem 
Erdinnem vorzuschreiteta sich bemflhet Dafe man 
aber nur bei den Vulkanen und in deren Gefolge 
freies Feuer wahrnimmt, liegt wohl nur in dem Um- 
stände, dalis die hier ins l^iei kommenden grfifseren 
Massen sich nicht schon an den^Wänden der Vulkane 
genugsam abzukühlen vermochten. 

Was ist aber nächst dem Bestreben der Erde , 
ach abzukfihlen, nächst der damit in Verbindung 
stehenden Temperatur* Verschiedenheit des Erdin- 
nem gegen die Atmosphäre wohl evidenter als allge- 
mein wirkende, stetige, nach den Umständen leicht 
zu modificirende Kraft darzuthun, als die Schwer- 
kraft? Sollte eine Kraft, der man die Form und 
Bewegung nicht blos unserer Erde, sondern auch 
aller übrigen Planeten und Trabanten unseres Sonnen- 
sjstemes zuschreibt, die man sogar noch 8ber dieses 
hinaus Behufs der Umdrehung der Sonnensysteme 
linter sich u. k w. verpflanzt, in der Bildungs-Ge^ 
schichte unserer Erde wirklich so aufser Thätigkeü 
geblieben seyn , als man es bis jetzt im Allgemeineii 
anzunehmen geneigt zu seyn scheint? Es Ufist sich 
dite durchaus nicht denken, denn man wird bei der 
Verleugnung der Schwerkraft in die grörsten Wider- 
sprfiche verwickelt Es ist merkwürdig, zu sehen, 
wie man sich bemühet, die Erde, selbst auf Unkosten 



▼..HoFip Geoornoatische BemerkiiiiiEen über Carlabad, Gotha 
18a». p. aa. IUitiibb's Archiv YT p. 193. »1. 



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«I 

ihrer Dichtigkeit uod anderer feststehender VerhSltr 
nisse gleichsam zu einem Gasometer zo machen , weil 
man wohl mancherlei Wirkungen der Gase (einzelne 
Kraftanfserongen , Sublimationen n. s. w.) bei den Vnl- 
kamen namentlich wahrnimmt; wie man durch Gase 
(oder gasförmige Flüssigkeiten) die Gebirge und 
selbst die Continente emporheben läfst , nur ^ so möchte 
man glanbeii, weil sie die erhabeneren Parthien der 
Erde sind; während man doch mit ganz gleichem, 
wo nicht noch gröfserem Rechte annehmen kann: 
das niedere Terrain der Erde (sey dies nun mit Was- 
ser bedeckter tiefer Meeresgrund , sey es dieser im 
Allgemeinen , oder seyen es die Niederungen der Coa* 
tinente) sej bei den grofsen Erdrevolutionen den Ge- 
setzen der Schwerkraft gefolgt, Während die Ge-' 
hirgsmassen ausgepreist, emporgedrückt (empoir- 
gehoben in Zeit - gemäfser Sprache) wurd^, an 
denen man rorzngsweise die Merkmale der Empor- 
hebung wahrnahm , und denen daher die Emporh&- 
bungs-Theorie Torzegsweise ihjre Entstehung verdankt 
Die gleichsam unter unsern Augen vor sich gegange- 
nen Emporhebungen sprechen nicht besonders daiilr, 
«nd nowB kann ihnen wenigstens eben so viele Beispiele 
von Senkungen entgegensetzen. Ja! man darf bei der 
GeiJogie so engherzig nicht sejn , denn: kaum besteht 
eine Senkung ohne eine Emporhebung, und umgekehrt 
Doch kehren wir unts noch dntnal zu dem oben 
aufgestelltem Bilde der Erdbildung zurück. Man 
suchte dort zu zeigen , wie die sich abkühlende, ver- 
krustende äufsere Erdrinde nothwendig und vielfaltig . 
Mrspringen mufste. Die durch diese Sprünge , Trüm- 
merchen, Äderchen frei, d. h. der Schwerkraft zu» 
gSnglich gewordenen , verhärteten Massen folgten , 
wie man sogleich zu zeigen sich bemühen wird, den 
Gesetzen derselben. Aber sie vermochten wohl nicht 
▼on wesentlichem Einflufs auf die damals präponirte, 
durch die Gravitation lediglich bestimmte , runde und . 
dbene Gestaltung der Erde zu seyn. Main hat nächst- 
J. t832^ 3 

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»4 

t 

dem aueh schon sua zeigen eich bemfihel^ wie die 
gröfeerea Spalteiii eptetandea seyn können; ttnd da ein 
Theil derselben dem Bergmanne ein höchst ,wi4»fa^e8 
Feld des Wissens und einen kaum umBHsto&ei^dQit^ B|i- 
weis f&r die Wirkung der Schwerkraft bieiet: sa er- 
laube man ans, eine kurze Zeit bei denjenigen Spalten 
JM verweilen, welche, nnler dem Namen vcm Gängen 
bekannt, durch ihren Melallreichthiun. zu einem h«« 
bea Grade yon Aufnietksamkeit ermunterten ^ deren 
Verhältnisse sawohl für sich, als uniereinatfdier und 
gegen das Gestein, welches sie durchmessen, daher 
achen seit längerer Zeit den Probirstein wiss^nathaft-» 
Uchen Strebend abg^iben. Die Natur der Gänge ist 
Ewar von.dcr der gröfeern Spalten , welche haitq^rtsäeb- 
lieh auf die Niyeaa-Veräliderungen der Erdoberiäche 
besonders einwirkten , einigermafsen, veKaugiich in 
Rfic|»icht ihrer AusföUung , unterschieden! jedoch ist 
•ia Dnmetklicher Cbergang Von ileo feinslea Äcier- 
-dien bis au den mäcbtigl^tätt Gängta unver^ennbw. 
Vielleicht wurden die mit Gebirgsarien aHägefiiüteo 
Spalten durch den Druck der sich niedersenkenden 
IMaase sofort, ausgefüllt, wahrend die winklich^i 
Metall -£Uirenden Gänge eä post und ducch ^llitj^- 
neu uiüd Sublimationen ausgißffillt wur4eiu Diir Ver- 
steinerungen , welche man in den Gfingen^ findet^; KOd 
die versd^iedenen Lagett iwn Mineralien möohlea fiir 
diese Ansicht, die jedoch noch mehr bedaebt sejo 
wHl , sgirechcn;! Es scheinen die Gänge glttchsain 
Zerbi:ecbaogjen d^ festen &drinde auf Yrntinl^rtnui^ 
der groINa die Niveau- Veränderungen Tet^snlanaeft- 
dea Zecspaitnngea derselftea »i seyn. Jefle^Hand- 
bueh der Geognosie uiid Greologio zeigt zwatf diese 
Verhältnisse, und bemöhet sich dies^lbeto durch 
Seichnuagen zu versinnlicbe«^ aber freilich gföfsfeB- 
Iheilb nur als Natumi^irkwüirdigkeilea, die zwair Ar 
den Bergmann^ vion giM>SsemNatoen eejren; dieson«aber 
auf die Geologjid^ Aberfeutragen , hat man no<^h immer 
v^nabsSttikiei Man verfthrt damit jetet noch eb^ im» , 

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wie man frittier mit den Vensieiaerun^^n in denseiben 
Lehrbücbero verfiThr , bevor didse ihren jetei^^etiGrmd 
von Wichtigkeit für die Bc^tininiirag des Alters der 
Gebirgsartel» erlafigf en. So versehieAeii nun aber aneh 
Mmer die Aosichten über die Entstdiiikigsart der 
Gänge war, $o bestimmt lehrte ups die Aasthannng 
der Natur — ^ wer kennte wohl t»ohl die herrlichen 
Abhandlungen «ad Schrifteti iba* rfieisea Gegenstand , 
in denen der leider für die Wisseiiscbaft und die da- 
bei interessirten Bergleute auf seiner Reise nach? Mexiko 
viel SB« irfih verstorbieoi^ Bergralh und Bergamts- Di- 
reetor Schmidt In Siegen uns so grihidfieh beldfirte^^; 
er, der die Natur im praktischen ««terirdieehen Le- 
ben so EU belauschen 'verslaiid, wie nur Etäer?! -^ 
dafs das HiEingende jeden Ganges dem Gesetze der 
Schwerkraft gefolgt sejr. Eine Meng^ BigenseUiften 
der Gänge klärten sich nach £eser Fests<eUun|g auf, 
die so sorgfältig; beobachiet ist, dafe Man diese Ni* 
venu- VerluMierung ( den Sprung) in manehte Revie- 
ren genau kennt, und die beso^^ors da los drttHch- 
6teai firu faeobaehteb ist, wo die G9ngt vecsohiiidenar- 
tfge ftberekmnder atif|felagelrte Gestmnarten: dhirehsei- 
«€» , wie Id d^ Flötagebirgen. Besondere «ind es 
die Ar tkefti Bergmann so wSehtigeitVexwMrfikngii-Vek** 
häkaisse , 4ie' «ieh seildettl dem dvenMiKclira Auge 
so klar 48ittitelbeil>, dals man :«idi ^-^ namäiitiich Mk- 
beif dies fler Herr D#. Kimt^uMAitt ** m Ctaitsthal 
und «it Reichem- Btf olg» det* Hr. Prof. Hegkt ^'^ in 
Fteibetg g^then -^ b^i d^ eonsequen^M Onrchflkh- 
rtLUg dieses Prtneiipies dafifar aflfgeaieinere,< matfaema- 
tisdie Fottaelli tfufaustellen vennöchfe, worin man 

'* Tliei»HQ «ler :y«raeliiebiiii|^ ftltor«» G^itg^.- «Afts^Ki^'s Arehir 
• far.Bwgbao- luid HnUeo-KniMley de» iV. und VI.{Bdst/)tte 
Htfie. Ainttfl^a der W^tte^anitchen Üfesellscliaft A. Bd. 1. 
rät, ifi^d Bekrft^e^vu der belir^ ^on' den 6&Dgen'. 

«^ AlAai^dlaQ^^ir 4itr Wii^raufrltfatiiii^ übt «fiftg^, liO^er 
and Flotte. Darmstadt. 1828. Einfacfae Constracttoti snr 
Bestimmune der Kreutzlinie u. •. w. Leipzigs 1^26. 

'^^'^ Hecht'« Markscheide > Kunst. JFVei&Br^. IBSft; ' 

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deo Beweis f&r die Richtigkeit der Wirkung der 
Schwerkraft finden dürfte. Durch die ^hr sinnrei- 
che» Modelle , welche der Herr Dr. Zimmermann ent- 
worfen hat, bekommt man den deutlichsten Begriff 
von sämmüchen Verwerf angs- Verhältnissen, und hat 
man schon früher grofsen Nutzen von den unvollkom- 
menen Giangtheorien gehabt , so wird der Nutzen bei 
^er gröfst - möglichen Vervollkommnung derselben 
durch die Anwendung der mathematischen Wahrhei- 
ten sich gewifs noch ungemein vervielfältigen , beson- 
ders wenn man auch berücksichtigen will , dafs manche 
Lager (vielleicht auch Plötze) nichts anders als gang- 
artige Spalten seyn möchten, bei denen die sjmltende 
Kraft die schon vorhandenen offenen Schichtungskififte 
erweiterte, und nachmals ausfüllte. Manche Erschei- 
nungen ermuthigen zu dieser Ansicht. Die einzige 
bisher noch übrige Schwierigkeit: wie und aufweiche 
Weise das Hangende in den Stand gesetzt war der 
Schwerkraft zu folgen , ist bei der angenommenen Be- 
schaffenheit des nachgiebigen Erdinnern sehr leicht 
zu erklären. Es ist sogar möglich mit zu Hülfezie- 
hung der ganz allmählich wirkenden Schwerkraft die 
Verwerfung der Gedingestuffen auf dem Julianer Orte 
(m. 8. ZiMMERMAim^s Abhakidlung pag. 115 fF.) sa 
erklären, und es liegt vielleicht auch hierin die gro(^ 
Drnckhaftigkeit mancher Gänge , deren Nebengestein 
sonst fest ist. Diese Verwerfungis- Verhältnisse findet 
man nun an den mächtigsten Gängen, wie an den 
feinsten Aderchen stetig wiederkehren, gleichfalls 
Beweis genug fB» die stetige Schwerkraft, und bei 
den Niveau - Veränderungen der Erdrinde, welche 
doch schon längst unwiderleglich nachgewiesen sind^ 
sollte bei den dabei angenommenen ungleich gröfse- 
ren Spalten, welchen m*an den Ursprung der ganzen 
Gebirgszüge, der Längen- und Queer-Thäler u. s. 
. w. und wohl nicht mit Unrecht zuschreibt , die Schwer- 

* M. s. ScIAidt's AbHandluogen in KiBtTBif's Archir Tl. Bd. 
L Hft. pag. 14 ff. 

• DigitizedbyVjOOQlC 



kraft Bichi in' Wirlusamkeit gfekomiiien seyn? Waram 
überhört nvm den unübertrefflichen Bergrath SOüMiirr,^ 
der schon längst auf die ungemeine geologische Wich- 
tigkeit dieser Thatsachen aufinerksam machte? Sollte 
die Zeit wirklich noch fern sc^n , wo die Gänge and 
die Verhältnisse , die sie uns zum Nutzen für die ganze 
Geologie zeigen , zu den verdienten Ehren , gleich den 
Versteinerungen , gelangen . werden ? Unmöglich ! JBs 
können die G^se,- deren Herbeischaffiing schon mit 
unendlichen Widerspr ücheu und Schwierigkeiten Ter- 
knüpft ist, keine Parallele mit der Schwerkraft aus- 
halten. Bei der Betrachtung der meisten Gebirge 
abernM>chte man leicht die Bestätigung dieser Ansicht 
findeii, z. B. in den dieselben mehr&ch umziehenden 
Qneerthälern , die als sich wiederholende Spalten und 
damit yerknupfte Hangend - Senkungen erscheinen 
dürften. In den pralligen Mee^^sufern vieler Län- 
der, namentlich z. B der ViTestkfiste von Norwegen. 
und Amerika u. s. w., ^möchte man gleic^fall$ das fest 
dtehen gebliebene Liegende von Spaltungen , und das 
sich gesenkt habende Hangende in dem Meeresboden 
fia_den. Ja, bei der aufmerksamen Durchlesung von 
des Hrn. von Buch s klassischem Aufsatze Ober die 
> Vulkane * möchte man diese Erscheinung noch hau- ' 
iiger wiederfinden, uqd rind da solcher Punkte so 
vielfaltig erwähnt, von denen man weiter unten einige 
^ in Erinnerung bringen wird.^ 

Die Entstehung dieser gröfseren Spalten also 
führte auch die ersten Unebenheiten in ihrem Gefolge, 
und es war vielleicht hierbei ein Untstand mit behfilf- 
lieh ^. auf den zurückzukommen man sich weiter unten 
vorbehält. Das die Erde jederzeit umgebende Flui- 
dum , das man sich nach jeder Revolution ganz oder 
theilweise mit den Substanzen zu den geschichteten 
Gebirgfi .Niederschlägen geschwängert denken möchte, 
umlagerte, die Unebenheiten ausgleichend 9 natSrlich 

* PoGoa^v^Wt Aniialea Bd. X^ 

, ' Digitizedby VjOOQIC 



40 

aasgtaprochraen Meioiiag', wonach die Vulkaae die 
Essen auf grofsen Spalten seyeo, aber auch hiermii 
schon auf die Oruckfelder der aufgestellten Vulka- 
nen -(Gruppen geführt; wobei man den Reihen -VuU 
kanen ein ein- (oder zWei-)seitiges, den Central- Vut- 
kaoen aber ein rund nm sie herumgehendes Drock- 
feld anzuweisen geneigt ist Und in der That iSfirt 
sich nach unserer Ansicht der äufsere Druck bei dea 
vulkanischen Erscheinungen bis in die geringsteA 
Diminutiiren verfolgen. Es erinnern die fiber den Kra- 
tern emporsteigenden Rauch -^ und Feuersäulen un- 
willkfihrlich an den Druck (Ziug) der Luft bei den 
Wittdöfen in den Laboratorien , — der gleichmäbige 
ruhige Stand der Lava in den Kratern viel eher an den^ 
g^ichmäfeigen Druck einer schweren Masse , als an die 
Wirkungen darunter befindlicher <äase, -^ das Durch- 
brechen der Lava gleichfalls eher an die überhand- 
nehmende Pressung des Druckfeldes, als an die Wir- 
kung comprimirter Gase^ welche sich in der That 
eigentlich nur bei Steinauswürien u.s.w. deutlich aus- 
qpricht Selbst die mehrfach beobachteten und be* 
schriebeoen Emporhebungen von Inseln und Bergen 
erinnert viel mehr an den nachhaltigen Druck einer 
grofsen , der Schwerkraft folgenden Fläche auf eine 
flüssige, consistente Masse, welche eine ai^ irgend 
einem Grande frei gewordene kleine feste Masse be- 
zwingt und in diä Höhe hebt, als an andere Kräfta 
Es braucht dabei nicht vorausgesetzt zu werden, dafe 
die ganze Masse der verhärteten Erdrinde eines dol-* 
chen kleinen Raumes gehoben werde. Es ist viel« 
mehr wohl denkbar, dafs ein durch veriicale Spalten 
freigewordenes Stück Gebirge auch durch horizontale 
Spalten zerstückt, und durch unterdringende Lava 
( um das Wort zu gebrauchen ) erhoben wird. Da9 
ruhige gleichmäfsige, freilich nicht immer geräuscfaK 
lose Aufsteigen dieser Dome , das Anhalten bei ein» 
gewissen Höhe, ja deren Wiederversinken läfst sich, 
so glaubt man, dui:ch den dahinter liegenden, no^ 

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41 

mÜMUeoll^ack unii-desMii Wiedoraofhörea viel lich- 
ter wk&ren, als es bisher h& der Amialime wirken* 
der Gase war. Ist das Gleiehge wicht hergestellt, 
so iidrt das Übermals von Druck, folglich die Empor«* 
hebiiDg auf. Bleibt der Druck dahinter, so erhalten '"" 
sieh die erhobenen Berge oder Inseln; wo nicht, so 
fidlen sie in ihr Yoriges Nichts zurfick. Comprimir- 
tem Gase (und von diesem kann nur die Bede seyn)^ 
ist Eixplosion , Uniherschleudern viel eher zu eigen, 
de ein zwar plötzliches, doch in gewisser Art ruhi- 
ges, stetiges, madchouüso langsames Aufsteigen, und 
es dürfte rioe gekünstelte Annahme seyn , solches hiec- 
hei- ab rahige, stetige, gerade die umgekehrten Wir- 
kungen der Schwerkraft ausübende Kraft erscheinen. 
Zttl^sen. Trotz aller Sicherheitsventile (und als solche 
mögen 'die Vulkane angesehen werden), welche wir 
bei den Terschiedenen Dampfmaschine angebracht 
sehen, zerplatzen die Dampf kessel stets ohne JRegel, 
es sey denn .man w4Me die gewisse, gSnzIiche Zer- 
störung als eine solche ansehen* Es erheben sich nie 
a«B ihnen domförmige Blasen , wie bei' den Vulkanen 
iUe blasenförmigen Dome. Die vorkommenden Zor«^ 
berstnogen sind jederzät unregelmäfeig , vernich- 
tend. Bei aller Unordnnpg jedoch, die scheinbar 
auf dem Erdboden in Rücksieht der Auflagerang der 
Gesteinmassen herrscht, ist diese doch nicht derartig, 
wie sie bei d«r Art der Wirkung so ins Grofse 
. BOth wendig angenommen werden mOfste. Ja! da die 
vulkanischen Erscheinungen über die gaozeErde ver- 
breitet sipd, so würden die Gase die Erde eher ha«* 
beu zerberste , und in kleine Weltkdrper haben z^r* 
spreitt^en müssen, als sie die blos scheinbar grofse Un- 
ordnung in der Gesteiaablagerung hätten hervorbrin» 
gen können, wie sie die Natur zeigt Man hat be» 
rechnet^, dafs, um die Lava zu der Höhe des Gipfels 
von dem Peak auf Teneriffa oder des Ätna (circa 

* o'AuBvisaowi Tratte de Geologie. 2. edit. Tom. L p^ 160. 

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HySM F^fe hoch ) emponeiittribeii, eine Kraft von 
MM Ataia^htren Böthig seyn moAte. FiiulSeft mmi 
aber diese Kraft iiMt viel natirlicher durch die 
Sdhvere eioes verhältBiflmiäfeige& Ihmckfeldes, ak ee 
schwierig Ist die eompfimirtea Gase in dea Sk^ottfe 
der Erde braeia 211 dictiren , und sie daa« bei ttires 
Wiit^qgen gehörig bo mäfsigeii? Dagegeo dftrfie es 
nicfal* sd^wierig s^a durch die eben erwähnte ReA> 
aatig 9Ba einer andern , die Gröfee dea DmckMdeft b^ 
stimmeBdeQ, zn gehngen, and man <lfirft# dann leichl 
flttden , dafe asaa bei der Annahme der SehweriLraft 
SU den geringftigigen Exwemenlatienea der jetaigen 
Vnlfcate ein gane ungeheueres Pias an Kraft betAixt 
•«^ Was aber gestattet die augenbKckliche Fertpflaa« 
2ung der Erdbeben auf Tausende von Mdlen , worauf 
Herr A. von HvnrBot<i>T aufmerksam macht , l^cl^r sa 
erlilftren, als die Wirksamkeit der Schwerkraft, de^ 
ven Wtrkunir an dem einen Punlcte nicht ohue an^en« 
bKcklidien Biiiflufs auf einen andern Puid^te derselben 
seyakasnff Wie halten da die Gase gchrittt Er^ 
klSrl rieh nicht die ebenfiills vom Herrn v^u ^if»^ ^ 
BOCDT In Anregung gebrachte Erscheinung, wekhe 
man in mehrefea den Brdbeben unterworfenen 6e* 
^enden, in' denen auch Vulkane aerstreut liegen , ge« 
macht 'hat, und die darin besteht, dafe bei Erder^ 
schfilteriingen, die in solchen Gegenden allgemein 
verbi*eitet waren , die StÖfse an den Punkten am stärk- 
sten zu seyn schienen , die sich von den thäti^e» 
Vulkanen' am weitesten entfernt befanden, viel teich-* 
ter durch diese Ansicht, als bei Zuratheeiehang der 
Gase? Edktärt sich nicht auch die Erscheinung, wo** 
nach Vulkane nach längerer Ruhe wieder mit erneu* 
ter Wuth losbrechen nach dem vorhergehenden leicht? 
Was erklärt sogar die elektrischen Erscheinungen bei 
den Vulkanen bequemer , als die bei den angenommen 
nea Senkungen erfolg^endea Gesteinreibung^n ¥ ' Man 
lasse einen Theil der festen Erdrinde sich nur um 
das Geringste einer Linie sich setzen, mit welchem 

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'Gafäii«che, mit wdchM eluefrisclitn BndudMBgeM 
nmfe dies nicht yerkiiApft seynf Schon ob«» hMi«|kt6 
man , dafe roaii bei genaner DnroMeniuig der van 
Bvcfi'scheo Abhandlung Aber die NaUir djar Virikane 
leicht aal deren Drackf«Jderhiffgewiesea werde. Be ^ 
sey ms erlanbt einige nach unserer Apsidit beeottdere 
g^^i^ibrlaistende (Stellen anEulMiren. Pag U dea a. 
O. sagt Hn v. Büoh bei Gelegenheit der A«>f4scdien 
Insela: ,^Dte Insel Pioe ist lan^^geeo^en ironSfldwes* 
nafeh Nerdost; so sind andi fastallo Qbrmen Inseln ^ 
A. Georg, Si. Mhhatl, Te^^zdra^ «ad wm imkA 
▼iel merkwürdiger ist, genau <n dieser Riclttttog He* 
gen die Inseln himer einander b|s Fhree und Corvo. 
M9A erkennt das tulkanische Band wieder, welohei 
Island durohfltieht, ebie grolle Spalte duroh andere 
noch in der Tl^ verborgene Gesteine." Pag. 88:, 
„die drei BrhebungAratere der Canarisdken Insiln 
Chrom Canaria^ Tener^a «nd Paima liegen eieMlIieh 
geiian in einer Rtohtong hintereinander,- welches die 
auf dtx Erdfliehe überall wi^erkehrende sBdöstliehe 
und nordwestliehe ist.'' Bd diesen beiden Reihen 
dürfte das Druokfeld westlich liegen , wihrend man 
a«8 dem , was Pag. 85S über die KamtachaAalischen 
Gebirgsketten gesagt wird, hervorgehen möchte, dafs 
das Druckfeld für diese östlich lie^e. Die Pag. 857 
an%estelite Bescbreibwig der durch den Herrn Kniim» 
Bomr beobachteten Erhebung einer Insel an der nord- 
westtiohen Spitse too Umai scheint sich durch iSn» 
göre Keit wirkenden Druck u. a w. recht fUglieh er*> 
kliren zu lassen. Höchst wichtig und interessant 
ist,- was Pag. 518 (f. gesagt ist; besonders aber 
lautet es Pag. 518 : ,^ Wenige Gegenden der Erdobar^ 
fläche sind so unaufhörlicher und heftiger Bewegung 
ausgesetzt, als dieProvinzep von Chilis und, was hier- 
bei besonders merkwflrdig ist , es äufeert sieb diese Bo* 
wej^nag VorzOglich am w^tlichen Pufse der Gebirge* 
kette, wenig oder gar nicht auf der östlk^hen Seite. ««» 
Auch bei Lima, Chiäjfaquä bis a^ die Küste vcm 

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Meanko braierki man dieselbe Erscheinung«'* Sieht * 
man .nicht deutlich, dafs^ hier das südamerikanische 
Continent als das ieststeheode Liegende zu - betrach- 
ten ist, \?ährend das stille Meer als Dnickfeld der 
Andes - Vulkane* in Anspruch genommen wird. Vf^i- 
sen die hierauf geschilderten Erbeben jener Gegend 
nicht deutlich nach, da& die Erscheinungen hiebei 
durch ISpalten „hervorgedrungen" bedingt 8eyen[?]9 
du sich nur auf sehr geringe Breiten ihre Verwfistungen 
erstrecken? Spalten, nichteine, mehrere neben ein* 
ander hingfshende Spalten, eine Familie VQn Spalten, 
eotstauden oder wurden wieder gjßofinet. Das zwi- 
schen ihnen liegende Terrain empfand besonders eine 
zitlerude, keine wellenförmige Erschütterung, . di? 
Thfixme «md Mauern von Copiapo wurden nicht um- 
geslOrtzt, aber zerbarsten und wurden aus allen Fugen 
geiii^en. Die freigewordene Masse setzte sich, und 
fiberwand den dagegen von unten herauf wirkenden 
Druck. Anders ist es bei dem Pag. Sil beschrie- 
benen Erdbeben von Valparaiso^ wo man die Em-' 
pprhebung d^ner ganz bedeutenden Strecke, und also 
für die Emporhebnngstheorie eiqe unmittelbapre Er* 
fahrung zu beobachten Gelegenheit hatte. „Man fand 
die Küste 100 (Englische?) Meilen lang erhoben, 
bei Valparaiso 3 Fufs,'bei Qtäntero 4 Fufs.'' Fel- 
sen, die sonst mit Wasser bedeckt waren, erschienen 
frei, aber wie de^ Meeresboden weiter in die See 
hinein« sich verhalten habe, wird nicht gesagt, kann 
kaum ;angefuhrt werden , weil eine solche Beobach- 
tung unsern Augen nicht so nahe liegt , und bei der 
Annahme der Senkung einer grofsen Fläche nur um 
ein ganz Geringes, der Beobachtung schon dadurch 
Entgehepdes , die Emporhebung eines ^solchen Flä- 
chenraumes selbst auf einige Fufs Höhe denkbar ist 
Bei Gelegenheit der Antillen wird Pag. 525 gesagt: 
„dafs diese Reihe unmittelbar mit der primitiven Ge- 
birgsreihe von Carracas in Verbindung stehe , wird 
fast zur Evidenz dadurch erwiesen, das die Erdba- 

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45 

ben in Carracas ^gleich aufhörten , als in 8f« Vm- 
Cent der Vulkan ausbrach, ganz eben 90, wie ea in 
der Nähe einzeln liegender Vulkane ta aeyn pflegt. 
— Alle diese Vulkane sind' nicht hoch. — Mit wie 
wenig Muhe sich die wirkenden elastischen Kräfte 
bald hier, bald dorthin werfen, erweifeet dieimGan* 
zen sehr geringe Bewegung des Bodens bei den Ans- 
brQchea.^ Man Erkennt hier abermals das ruhigste- 
hende Liegende. Das druckende Hangende ist der 
benachbarte Meeresboden und die Unruhe des Mee- 
res wird wohl nicht immer den rechten Ursachen zu- 
geschrieben. Pag. ^26 wird ferner gesagt: „die tüU 
kanischen Inseln (des westindischen Archipelagus) 
Hegen alle in einer fortlaufenden Kette hinter eiiiän- 
d^r , ohne von nicht vulkanischen Inseln unterbrochen 
zu sejn. Dagegen zieht sich im Osten dieser Inseln 
aafserhatb gegen den grofsen Ocean eine andere , we- 
niger bestibmte Reihe Ton Inseln hio, welche von 
▼ulkanisch^n Phänomenen nur wenige Spuren zeigt, 
und Vulkane selbst gar nicht enthält"* W^ter wird 
dann g^gt : „die Beschaflenfaeit der östlichen Ins^ 
ist von Dr. Nügent deutlich und besonders bei dei^ Iii^ 
sei .ibli^a beschrieben. Die sOdöstlichen Fel- 
sen des Conglomerates ,^ bestehend aus einem thoni- 
gen Bindemittel mit vielen Feldspath-Krystall^n a. 
8. w. feigen stets steile Abhänge gegen Süd« 
wesf, und sind sanft geneigt gegen Nordost Gehet 
nicht hieraus deutlich hervor, dafs die beiden Insel- 
reihen das Liegende , und das Meer festlich von ih- 
nen bis zum Amerikanischen Festlande hin das drfik« 
kende'Hangende bilden? Sprechen sich diesfidwesl- 
liehen, stets steilen Ufer der Inseln nicht gleichsam 
als die liegenden Saälbänder grofser Spalten ^iis, und 
bestimmt das kleine Dmckfeld des dasigen Meeres 
nicht auch die wahrgenommene, geringe Hdhe die- 
ser Vulkane, während die hochliegenden Vulkane auf 
den Atides- Gebirgen dem grofsen Druckfelde des 
grollen stillen Meeres entsprechen? Auf ähnliche 

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46 

Bitehefnvngto stSftt Man tmi bei allen g c^gdostisehcfti 
Rebebefchreibanged^; man darf aber darch |;eivi«se 
WiederlK^iigen, die sidi in dei* Weint beebtfchien 
laeseä^ und Welche die die Gebtt|;e behaltenden 
Qoeerthftter nnd HdhenzQge, dSe dfe CootiMnie oder 
Intolreiken begleitenden Insekelken (gleichsam alMii 
(^ertbälei^ ^-«^ mit Meer bedeckt -^ ntid HSkeo^Stgß 
^'^Inäein-*--) TielfUiig zeigen, Mch nicfat irrcte ke^ 
eto. Oefii nan hierba^ dta Antrichten ei«^ CbxiSBis 
vnd einiger Anderen über die Senium^ de» MMreabo* 
deiM als fibertrieben ansäen mids», gebt aas detn Vor- 
herigen eben 00 deatMdh Iraker, at6 man fibetaengt 
an tat^ ^lailbt^ dafe -man daa Binsiakea des* Meerea- 
bodens wit der fM-taelMretteaderi AttebilibiBg der Erde 
gleiolien Sahriti balleli hm^ti miifa^ so dafe das Hr- 
änftigüch die gaaze &dm bedeckende Pluidnm sieh 
nach und «nadk als Wiliser inmier melir anf ^(»$en||gen 
Aannl aatfickst)^) ded lair^e» gegenwa<rt%p eünehnien 
sdben. Wi|^ schwierig desfaUstge Be^iliaohtttngen des 
Mcereshiadens Se^n dfirfifen , möehfe sehe*^ kierans 
hfarVbrgaben^ so^ wie MMai atoderter Seits wobKeing^ 
sOshe^ nars, daCi slei sich bia jetat auch nmr anf ei- 
*ig^ veüge flir die Sehiffiahrt beseaderü wichtige 
Pwhte be^ehaSokt halben^ idafe man dAo wkklieh beobr 
nohtcllenv Varäddanhtfgi^ aeh^faäofig gern den media- 
nitfelni» Wiahoagelt -^ AntohwemmangeD oder Ver- 
wbifeliungeli ^^ anachfeibt^ Midem sieh die liefbrlie- 
gmaian Xi(rAiehen »leht so detitifllt nelglea 9 nnd'«hA 
rtlan ftb(irl|liap4 in der Geofogie bisher wenig g^nng 
dont Mcteresboden beaohtethati Ama^deaa dassisehen 
Warha dea Herrn von Hof« fibtir die gesdtiehtiicAi 
nmAgniaiesMen Varind^ungei anf der Brde gfehet 
aber die fidb#iei4gbei4 dar Meeresboden^ Beobadhr 
tnagM wohik achob d*#eh dta gleidh Bhignnga Pag. 



dorn. Iiofaen jNorden. t. Bcos's Ajafiätse and SkUfMf in^Ter- 
ttliieddiiett Zeit«)ßli^tefi , Und' v. OfiYHHAirflBN'« und V. OsiiJiBii's 
Munlckv ttefi^aiiaien dariai 

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;4» 

ö luilgaworfeiie Bemerkiiig; lieiir#r^ woodeh e^ heiliC: 
^e folg^ockf ZiittunmeoHelluiig wird dnthaa, dafe 
dfit VcrStodefiuilpeil^ weUke der bekutmle Theil der 
Brdolierfläebe erst Ja den l^lBten 400Ö Jabren eiM- 
leA SSM baiton scheut, für dad gH^Cse Ganze » V^ein 
«itd, daft cie^ auf s^eeieU^n LamUUtfteii knulki sieht- 
bar aogc^enlet w^datt keaoteD»'' Also in der hxtg^ 
sainta Edtwickelfing* wsrite Planten ^ wogegen, ein 
MensdleiBaIl^p«ich so vterbalt^ wie das geHogste Staub* 
fcorncheo'au d^r gaoaes Gifilae 4sir Efde, liegt 4ie 
Haoptschwierigkeil, tnd detMoch wird «aa» dwohao ^ 
Wide iStdlen dieses Wevk^ tu den Anaicbten gefilhrt, 
die man Seither au eatwiekel» yei^cbte. Obtie «Ue 
diese mancbfaehen Punkte anznfShren , verweilen wir 
mar nodh einen Augenblick .bat dem, was H^r tetw 
Bww über das Gsspiscbe Meef sagt; Pag. 119 des L 
Tb. beifst es namlieh» Tomvaaronrr) Gtfaf Fdtoci», 
Pmjum^ EiiwuiAiim' uad PAAaocr^ ganat venfigliab 
die drei letsstera^ babea die ibSchate Wabrseheinlieh- 
keit, ja man kann sagen, die imbeBWeifeftlire WabTr 
lieit der. aiif jenen Sag^n berahended Tbaisaefeen der 
Wassefirerfininderui^ im Scitiwarzea , Asso weichen; und 
Cflüf^bto Meere dargetbati. Paulas hat. aettst auf 
^lant Karte die Aidiftuog eiaos llwilea der alle« Ulsr 
dea Itttetef i|>iif dar Ndrd- und West- Seite desadb^Ai 
bazeiohttet." Wabffead Pag« IST gesagt wird : ^Mta 
bat im^.Caspisehe« Maate am onlMrereii Fmricisn idaa* 
salbeaf beinerkt^ dafe di» Tiefe 'des H^sera 4ttg«- 
Bonmiea hati^ wühraiid daeb der Spiegel s^stg^^ 
le» iA. Man , nAiTs düher auf den Gediaiken koHUtreii^ 
ibifii.der Bti?daflfdeaOaaj^8«be»Meer«« »elb^it 
VetaniilerungeB etleide^ welcbe dftS ftiitbiiin 
des Wasserspiegels naeb sieb sieheaT Sattle ^ 
man aieht; «dwiiUdlbrllGb bei der ZtisaniBeftsftdhrag 
^leaar beideuf Stellen auf dan^ Scbki^ hiagewieaen Ww* ' 
da»,^ dafe^. so wie der Spifegel des Caspiscfaan Meeres 
doHli Sankang 4ea Bodena vevringert iterd^ karinte, 
dieaaa aodi «bü dem Sdbwaiaen «ad Aissbw'aehisn 

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Meepe , und so am Eüde mit älleti M^er^i geiielibheft 
könnte? Sollte mao bicht die bei dem Ca^pidofaeit 
Meere gemachten Erhilirangeti alsdas^Miniatar-Ge* 
mSide ^r das grdfse Ganze anKUSehen s^hi" geneigt 
werden? Sollte die in der Ostsee nach Berzesjus 
Jahresbericht über die 'Fortschritte- der physisciien 
Wissen$chaft(^nvoni Jahre 1823, Pag. 120, bemerkte 
Wasserabn^hme sich nicht anch durch das Sinken 
des Meeresbodens erklären lassen , und nicht nö^. 
eher, als durch die Erhebung 8candm&äien»¥ - 'Et 
keimt man nicht schon wieder dienngemdneti SchwtA* 
rigkeiten, welche sich bei solchenr Beobachtungen, 
M[0 die Emporhebung des einen und' die Niedersdi- 
kung des anderen Theiles, und am 'finde beides >2Qr 
gleich mit gleichem Hechte angenommen' werden kamt, 
und so Ungewissen Anhaltspunkten ergebet*? Spricftt . 
diese Erscheinung nicht wenigstens eben- so «kräftig 
ifnd noch kräftiger fRr unsere Annahme, ials die £!r- 
hebung des Bodens bei Vafyniraiao u; s. w: f&r die 
Emporhebungstheorie ? 

Wenn man nun' nach dem Vorheri^a 4^s Be- 
streben der Erde sich abzukühlen mit der danait in 
Verbindung stehenden Temperatur- Versefaled^faeit 
der äufsern Atmosphäre gegen das Erdinnere, und die 
Schwerkraft als die beiden Hauptpriocipe erachte , 
die den Zweck der Erd-^Ansbiidung , nämiich:die Be- 
wohnlichkeit derselben für die Menschen Torsugsweise 
gefördert haben ; so erkennt man nicht minder ^eman-^ ^ 
cherld mitwirkenden Nebenkräfte an, deren^^EfllWik- 
kelung unbedingt schwieriger ist, als die der Haupt- 
kr&fte, da jene so ganz von dem jedesmaligen Stande , 
punkte der Erdausbildung abhängig gedacht werden 
mfissen. Sehen wir z. B. bei den jetzigen vulkani- 
schen Ausbrüchen, welche das Meer berühren „das- 
selbe noch ins Kochen kommen, ist es da wohl andei.^ 
anzunehmen, dafs bei den voradamitisehen, urwelt^ 
liehen Eruptionen, ^die der Natur der Sache nach j ^. 
weiter hinaus desto grobarttger gewesen seyii migea^ 



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das A\% Brdefdngdbetide'Fliiidoai, welches nitOrlieli 
iiiU einer 4ein jede60iali|[eD Standpaakle der Erdab« 
kidilun^ pcoperlioaaleft Teinpet^atiir versehen gedacht 
werden mufe^ suweilen li^ieder auf einen Standpunkt 
ft^hr h^^her, Gfhitznng gebracht worden eey ? Läfst 
eicb dbcht* auf diieee Weise der abwechselnde Stand 
des FlitiduMSi «^ also nicht jedeneit Wasser — sehr 
leieht erklären 9 :Ist die JBrkläning der Bildnng dich- 
terer Und ,miiifler dii^hter Gesteinarten, gleich «- und ^ 
verschieden-fes^'gier: Gebilde da noch schwierig , wo' 
mwA bei deiti: abwechselnden Stand der änrsern Brdi- ' 
letop^alur ^äucb eitteo aibwechselnden Drack der At«- 
mMphSte nnddemgemfifia Niederschläge sich danken 
nniitrs?; Selbst firr die BiLdung der Höhlen, natnent- 
liÄ^in den kohliaft'- und schwefel'*- sauren Kälkgebir^» 
geti bannte Inan sichüierditrch eine, so viel ich weifs^ 
ne«eCdrkJ3ruii|fiärt. entwickelt!, und diese vielleicht 
a«ch amf . das. Auffinden der Versteinerungen darin , 
und dianüider^Vemteinerangen in AUgemeineii über- 
tnagp^ An den untäUigen Geschöpfen , welche mit 
•ulS: die iird0 beilvohiten, seh^a wir, dafs^^ weoD sie 
«uf gf^ewähollche Wetee ihren Lebenshuf besdhliefien, 
si<^ ihnef k0r[lerlichen Vernichtung entgegen gehend 
lim ajtfder» Geschöpfen Platte au machen. Man be* 
merkil, ohne and^e Einwirkungen , wie z. B. bei den 
Vejif^lf^eAiigen in den neuesten unter unsern Augen 
ontMehekidei^ Kalbtuffen keine Anhäufungen : dieset 
Überaeste.« welche ztt dernlaleinstigen Verstehiernngs- 
lagern^ fiihtfen könnten« Man stelle hier di^ CoraUen^ 
viife. und Muschelbänke nicht dagegen, denn 1) ist 
)lie Natur dies«: Tkiere eigner Art y. 2) uns wohl noch 
ttiehl^ bekanaü genug ^ ob sie nicht vielleicht durch Su- 
U&aiationen[?]n»s.w.aus deai>Erdinnern mitbestimmt 
wird, und 3). tragen auch sie wohl %venigstens 7uiii 
f heil den Keim der Zerstörung an sieh, sonst könnte 
däe lingdbtoae Masse dieser orgailisoben (schon darum 
afi».»aretöi4Miir.' bedingten) Geschöpfe nicht ohne, den 
liD^^t^ielMtea Etn^fs. auf deki Qr«ad..des Oceans 

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so 

seyn. Sollteo nun/ wohl die Tfaiere d«r Verwät»^ 
bleiben wir nur bei denen Überresten, welehe mit ttiH 
serer jetzigen organischen Weit die gröfste Ähnlich* 
keit haben, namentlich den Quadnipeden stehen; — * 
wohl weniger der' Verwesung unterworfen, und mehr 
zur. Versteinerung geneigt, gewesen - seyn? Gewift 
nicht! Man mfirste sie ja in ungieibh grMTseren Mis* 
sen finden, als dies wirkli^^h der Fall' ist Es konn- 
ten also die Gesohöpfe, d(|frett Überreste wir finden, 
nur plötzlich und unter Uniständea sterben Vwelc^he 
ihre . Versteinerung sogleich mit sich führten. Nur 
die grimmigste, Alles bUndmadien^e Todesforcht 
konnte sich im Leben in so hohem Grade verfeindete 
Thiere in sonahe Berührung bringen,' wie niiin sie 
jetzt in den Höhlen zusammen gefuhrt siebet Mufs- 
ten aber die früheren Erdreyoliitionen nicht iu deo 
Thieren, welche sie erlebten , diese Todetfurcht T«r^ 
anlassen? Mufsten diese Thiere niehi Z^uchto-Slät- 
ten, wie sie;ihnen die Höhlen boten, aufsuchen u. 
^J w.? Fährten nicht diese Bevolutiouen in den dabei 
sich entwickdndea Gasen, in den Auflösungen leicht 
aüflöslicher Substanzen, namentlich der verschiedene« 
Kalksteine, in. der Temperatur ^Erhöhnng und der- 
gleichen Umstanden nicht nur den Keim zur T6dttog 
der organischen^. Welt, sondern auch glachzeitig zu 
der Conservation ihrer Überreste mit sich? Spricht 
hierbei die Betrachtung der Natur nicht gans fffr diese 
Ansicht ? Läfst sich so nicht auch* durch eine momen- 
tane Erhöhung der Temperatur die Auftbauung 4|sv 
ewijg;en Eisfelder des Nordens denken^ in welchen die 
darin anfgeJPundeoen Thiere mit Fleisch, Haut und ^ 
Haaren aufgenommen und bewahrt W'Crden kohaten? 
Beuten die verschiedeoen Positionen; in denbn die 
Fische im sogenannten Kupferschieferflötze wahrge^ 
nommen werden, deuten sie nicht auf' eine sehr plöii^ 
liehe Beendigung ihrfpis Daseyns hin-, wel^e iluien 
nicht eiamUl geslal^^e^Sg^^ difgenigeipositiofr' liaxmieft^ 
men,>die im Tode ihre natfirliche zu sej«i^' pflegt^? 

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51 

Waniiit ifeiidni wir mir dies'e Tliiere in allen Posi- 
tibnen, die sie im L^ben annehmen, «od nicht ihre 
unzähligen Vorgänger, die eines natürlichen X^des 
Terblichen? Sdhen wir nicht jetzt noch Tansende 
von Thiereo auf ähnliche Weise plötzlich todtenf 

In dem durch manche Umstände mehr oder we- 
niger beförderten oder behinderten Abkühlungspro- 
zesse unserer Erde liegt vielleicht auch für unsere 
jetzige Zeit der Grund , warum bei der regelrechten 
Wiederkehr der Jahreszeiten diese doch in keinem 
Jahre sich gleich sind! v Es dürfte darin yielieichi flir 
die periodisch trockeniln und feuchten, kalten und 
warmen, Gewitter -reichen- und armen u. s. w. Jahre 
die Motive zu suchen seyn. 

JSbrä so wenig kann man wohl die mechanischen 
MiMrirknngen des Wassers und der Atmosphäre bei 
der ^FdungsgesclHehte der Erdrinde in Abriede stel- 
len. Allein unserer Seite ist man auch überzeugt, 
dafs ganz besonders die Betrachtung dieser Kräfte 
^die höchste Sübtilität erfonlert Es is^ rewifs nich^ 
^«tt 'leugnen ,. dafs ganz verschiedene Ursachen gleiche 
cHler wenigstensi ähnliche Wirkungen hervorzuWingen 
veriödgen, dafszu wiederholten Malen arid länge Zeit 
näeh'ESner Richtung hinwirkende geringere Kräfte 
den Pröducten ihrer Wirkung das Ansehen einer ein- 
zigen' GesaihriitwirkUBg zu gdben vermögen. Und b^ 
den Ecdrevölntionen Einmal an das Plötzliche und über« 
Ulis Gewaltsame gewöhnt^, ist man nur zu gern, es auf 
alle Erscheinungen überzutragen, geneigt, ohneinK 
mer gehörig zu sondern. .Namelatlich hat man wohl 
der Wirkung des Wassers häuflg etwas zu viel zuge- 
traut. ^ Man wäre geneigt zu glauben ^ dafs dies auch 
bei den sogenannten Geschieben oder Findlingen der 
Fall ist. Fast dfii'fte es zwar als fiberflüssig erschd- 
nen ein solches Thema , welches schon von so vielen 
Gelehrten ^ besonders mit vielem Erfolge vom Herrn 



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an 

MMratli HAüSMAm^ nnd aueh vom Henh von BdAk 
flsii bescMiderer Av^eorkflamlieii liahandell wordan tsi, 
Boohiiiab helncliteBm wollen; jedack eiBHud die 
Bheliaeht dos gealogiseheii PvblikvHis in An^fumoh 
nehmeod, wagt iqaa es nwh, das NMlifolgeade 
daiüber zu bemevkeq: „WeiP, so sagt Hr. von Buch 
ia seiner Ahhandlong '^^ über diesea Gegenstand, 
^,eine so auffallende ZusaminenstinmiaDg in der Lage- 
rung d^r Blocke Statt findet, und ea als ein völlig er*» 
wiesenes Resultat der Beobachtung zu betrachten seyu 
dürfte V ddl^ ^<^ d^f Mitte der Alpen her durch die 
^Ipehthäler eine ungeheuere Fluth ausgebrochen ist, 
welche Trüniiner der Alpengipfel weit über die ent- 
gegenstehenden Berge und sehr entlegenen Flächen 
verbreitet hat^ so wird man darauf hingeführt : diie 
Blifeke Hilf cAEHul linA nur diuroh einen ftlofii h«rvor* 
ge6(Aobiai» EU glavfatn." Der im Juli ISld^dwick ei^ 
laeD Gletsdkerwafi aufgestaute ^See ab Vml de Bagmm 
in WmSm;. der gana «ngeheaare .Wirknngen hervocH> 
Wnobte ^ und uotoff aadetti Pebbliöeke vm 1000 Gn- 
hlkfttfa KfNrperinhalt bis ustA Meuf^gfy^ Ift: Standen 
misii, forlrfBhfte^ -- nioht bks frei wasch ?i ^-^ ha« 
viel siaifBesläFkuBg dieser Ansicht beigetn^ea. Uik* 
•er^r i^eite. ist maa akor navenn«igeBd zu begreifen ^ 
wie eine so ungeheueve Wirkungen bervorbringeiNle 
Fluith von der^ Mitte der Alpeakette aaa an bevrerk« 
Mdligea gewesen se^ durfte, ahna j^eichsam in das 
Rad cbf Natur eiatugreifen, da dochi die Fintk dureh 
die Alpeathaler, ,, diese abe* erst in Folge der Scii» 
taaspallang der ^ bei der Erhebung der ho6en Alpen> 
keMe erhobenen :und deshalb über eiaengrtfsemRauni 
V'erbreilelen Schtcktea, den siei ohae ea xerbreckcn 
mohl einaekaien konnten ^ entstanden ' gednkt werden 
sollen 9 gegangen sejn naofiitew fiei gern man oan ^dke^ 
sem grofsea ßebirgsSbr^dieK in Allem zu folgen ge« 

> O^tuigef gelälorf« AividJSiaail8?|7 S«sli |». JUU u. U», 
** PoooBMDOBFF'i Aonalen IX. Bd. 4. Hft. 

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SS 



neigt Ml, m W60if hkt es uUt ^liteen frdles, 
fimd Bild« dar TnmdooaliM der Geschiebe «lid Find- 
Unge fEo Iblg^eBi. . Nach iiMerer AnskAt^ dim nun db^ 
]Mdh ntr aii8Biuq[»recheii w^^ well eine otehlfeeitigie 
fiiiirtdilttng eines iolchan Ch^nsteBdes deeh am Bnde 
«ehl ein nchtigereb und wichtigeres Restiltat ein^M, 
flMehte Biin ki den FindUiig^fa oder ffiaedkiebefli, edar 
wie sie sonst geatnnt Werden migen^ an denen die 
ififaiur der ChMhiebte nicht geradem natfimweisen 
ist, die BxCmlieiifatilMmn -von eorrestKMidil^ndsnSpftl- 
tiiD)|eB erkenneby die bei der Anfrtehtmg der höhte 
Qebtrgssigedieseil parallel ^ ab^LitigeBthälersidh na- 
mentlloh an dcoi^ Fiifiife der Gebirge seigend^ in man* 
;diilrlet DimeriilcMleB Und mit taehk oder weniger Of- 
fenheit ontafandea. Deichen dargestellt» Pf oztfs.dnr 
iSodlttilg der Erdrinde nich den Miedemngisn hin^ 
«hsini ei^B sd winigr, wie' i^e . Anfiriohtnng d^ Go* 
fcirgei dnnllftl^asfömiige Flils6igk«it<»i , ohn« die Am- 
nähme Ton paHlbilen 3feispaltnngen gedacht werden. 
' JUeso Spalten abw mafsten vermSge der obäi^ichoo . 
-gfeschildorten Ni^itbwetidigkeitr ^ich nadi den (Miedä* 
rangen hin schlielnen^ wüirend dasi ßeg<»ntheil bei 
den Spähen der hohen G^birgsaftge .geaifaah. Bs 
konnten dnlMr aaoh den Niederani^ Mn danfli dieoe 
lipalien i««r da Aisprcasungen Statt finden, wo sie 
dardi Unefaitnfaieilen ia der Art offen erhadteto^ wardea> 
.unBiiiiaa.sicii die pIMzhchen Erwiäiti^Bttgeä 4i^8» -w. 
bei d(in Gingen dnrch das Niodesriitsctaen des Hach 
gendon ia Verbindaag mit den Unebenluiltna dersel« 
hon erUirt^ oder wo eine andere Spalte, vielleiiiht 
^&b Bimtm Qneerthalesv mit ftiehSlftioh wan Unwiii- 
Uhrtidi warde man bei disr voa jBrcs'sebea Bi»- 
schasHiai^ des ¥cfarhonMnona der FiadUnga, besoö- 
iders am dldlitheä Abhänge der. Alpen ^ dtrch die 
JSrw6hoaag der kleloen iAndasen^ia deren Nabe imd 
gewöhnlich am Fufse der Berge die Findlinge lie- 
fen , * aaf dW' ¥örhtfndeii^ya d^r pripöiairteii Spalten- 
erweiterung oder der Hftift-SpaUen geleitet. Man 

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54 

mSchte in den ntt Findlingen bedeckten H5ll«n wie- 
dernm das feststehende liegende, in den kleinen See*B 
oder ' Qneerthaleni das gesnnkene Hang^ide , und in 
den Findlingen die nnter dafür gfinstigen^ Umstän* 
den erfolgten fixcrementationen erkennem Mehr oder 
weniger möchte man liun diese ErklSmng auch, anf die 
Norddeutt^dien Geschiebe übertragen, und also mehr 
oder weniger der »e Luc'schen , IMvHCKE^schen vnd 
Anderer Ansicht, wonach die C^eschiebe an od^ in 
der Nähe ihrer Entstehmgspnnkte gefunden werden 
dftrften, huldigen. Wenn man die :8palten z. & in 
Norddeutschland nieht sicJht, dOrfle dies mcht in ih» 
rem-Geschlossenseyn, in der Bedctdrang dieser nie- 
dern Gegenden durch AHnvialgebilde zu erkttbrien 
seyn? V tjHbrigens macht ja Graf BnuBiaftia an it^end 
eine» Punkte uuf die AufiRndnng von Granit- Gl^geii 
oder Lagern in der Kreide *— .vielleicht abe sdhofa 
auf eine solche.l^alte — aufmerksam. Lieferten diese 
Auqpressungen , indem sie in den Niederungenmit dem 
sie bededcenden Fluidum (Wasser) in BerBhrung 
kamen, durch chemische Auflösung oder du^eh ge» 
wissermafsen als Granulation anzusprechende Phfiao* 
mene taicht vielleicht selbst die Stoffe zu diesen neuen 
Gebilden ? Mufsten aber die gröfsern Massen ausge- 
prefisten Gesteines nicht bei ihrer Abkühlung zerspriii*- 
gen, und daher also als grofse Stficke herumliegend 
uns erscheinen? Kann es uns Wunder nehmen, diese 
Geschidbe strichweise und in nngiaublicher Menge, 
und zuweilen in der Höhe von 1000 und mehrPufsen 
Aber dem Ozeane wahrzunehmen t* SKehet man nicht 
deutlich in der Ostsee das Druckfeld ffir die sftd^eah- 
dinavischen pyrogenetiscben Producte, denen die 
Norddeutschen Geschiebe so sehr ähneln? Spricht 
diese Ähnlichkeit, die Gleichheit der Gesteinartep 
so ganz bestimmt ffir die nordische , sich nach W0H- 

^ " KMPWM»mH'9 Tabellen über die ▼ergl^ieheaile Geoguftfe 
p. 49. 



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^ 5& 

UBi'^ «mh auf Am^cilca en;tred(0«de Abstomnuag 
«lld ,di« Traodopation dah^ 9 Sehen «ich z. ß. dia 
Crrnpite fi|St alle^. Ge^eadeii nidit mahr oder weniger 
ill«li^9 1Ul!l^ flürften gleichzeitige, unter gleichen 
Umstäiiden prodncirie Gesteine nicht aoch dorch diese^v 
Abnliphkeil charfl^risirt werden ? Erkennt man. 
IPMlit iö der nothweMigen Zerberstppg^ der demElipd- 
Innern entquollenen , hochteippor^rteii Massen 4?s a U7 
g ^nfk^i tt^ei I^ H ac iip , wonach diesel^n auf dw Ber* 
gen ("Wie. d^m. Brocken) 9.« wie in den Niederungen am 
6fii!fmfibjkeAeü,]groi^^j ^ so Terschieden geformte« 
^{)^k^n.se]:sprii^en.|Qufi$ien ? Ist ^ ferner autfallendi 
daft diese. Geschehe, oder Bl^ke ganz Siidseap(dina" 
liiw:iind Norddentschland bedecken? Qafisein.Th^ 
4i?(9f^r. Blpcäke durch Abi^nndung und tausend apd^re 
Uoißtänden wii^kli^ ahLGc^hidiie erscheint, spri<;ht 
dmr^haus nicht gegen diese Aiisicht:, denn die in den 
NiedimiBgea herumliegenden Blocke warep jsi' zpm 
.TheU yreiiigst<w den Wirkungen desi^ Wassers und der 
:A|0iwph)M:e genugsam iiusgesets^. Sie inoch^n seh? 
^oU aM.Qeschiebe trandocirt .worden seyn, aber frei^ 
Ik^ nicht mehr auf. so ungeheuere, mit mancherlei 
iloebeidieiten vqrsehene, Distai^en, wie man bisher 
^fl^zupehmen gezwungen war.: Auch hat man nicht 
mehr nöthig zu d^r Ansicht der Herren ElfHiARX*^ und 
Fisc^en/^*''',; al» t^yen die Geschiebe dur^eh Eis trans- 
locirt worden, zvu flüchten , die bei der coaseqnen* 
tepirOnrchfilhEong^dfS einen unserer Grundprincipe, 
w<^acb f»Qh die Erde abkfihlet . durchaus nicht %and 
bflit iMI^ spricht da|»r, dafs in früherer Zeit auf 
d4E»'r Erde eine höhere Temperatur geherrscht liajbe. 
.Wi0 'wUl m^i^^ilui,. ^ne auf groffie Schwierigkeiten 

, > Bsas^iOitiniV Fortiv^rltte der pbytikaliichen Wissenschaften,, 
von WöHLBB. 1830. Pag. 281. /' 

** Beitrag zur Getchicbte unseres Erdkörpers im JWo^cain /or 
NatwvMimskaheme af Lvndb, Hjinstben om Mmchmann. 
mrkiianfa. 18:M. i. 28. V 



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Googk 



iOBfisen , wie «ie hierzu tiethweddig Wtten , in Wlii»^ 
gauik^H ' (reten iMsen? Nach Ubserel^ Ansieht ^ift ^ 
diese TransIoi^tioR vc^ Giesfteinbtiicken dtii^h 4ni B^ 
welches uns die bOrdlichen BIsbifrgpe utid diä ^leUKÜMt 
oachweiseii, eine-Rinfll uüserer SCeitperiöde seyoy die 
man in die wesentlich frühem BrbHdnnj^ -PerhliiM 
nicht M^ohl übertragen kann. ' . mm 

8e pflegt man hn Allgenleinen auch dto raMhg» 
lilschen Wirikungen des Wasaers die AÜilvionea^'Ca^d» 
ansetzungen , gegenth'eils aher- aviA M6^ msnelifiM^srt 
Laiidabreifrangen n. s. ir. ssususehi^eiben. Wüs mm na* 
raentü^^h die erstereto' anbelangt,' se scheint die M^ 
chanisehe Wirkung des WasscHV auch irohl heiMiM 
Zweffel «eterwoifen ira seyn; allein bei der naftfiMrlt^ 
sbmeri'^Betraehtung'deF Natur stehen' wirdildei«, '^h 
nieht immer so klar' und devtlieh auaspreehende RfiNs 
, milwifkeil. Wir glauben hfem ganz b^lMindeiii Su* 
blimatibnen aus dem Brdinnern rechnen M mtlsse& 
Herr TO!f Bei^ macht uns in seinem oben citiften 
Werke über die Veränderungen der Brdoberfliehe 
wiederholf hierauf aufmerksam , wcMn auch- nieht 
unmittelbar , so doch mittelbar. - So wird Pag: Vt9 
des 1. Thetles gesagt: „dafs man nn der K^i^te 
Sidliens, an iler Land^pitase von Me$sina ein Ansen^ 
zen von Land wahrnehmen will , haben wir schon ini 
ersten Hauptstficke erwähnt. Es' soll hier eine 
Art von wirklicher Versteinerung odt»^. 
Conglomeration der angesch wemmtett 
Theile Statt finden, die von Altern Zeiten her nedk 
fbrf dauert." Spricht dies nicht offenbar iHr eiliee 
chelnischen Prozfefs , und wie ttfst sich dieser Mehr 
ter erklären, als indem man sich diesen Punkt mit 
dem Innern der Erde in VerbfndUQg denkt, wosnt 
der vulkanische Boden jener Gegend so sehr ermun- 
tert. Pag; 288 wird gesagt: ^Von derselben Ursache 
(der raschen Anschwemmung von Land) rührt' es 
vielleicht her, dafs die Rdtner /die. .warmen. tQüellen 

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(a 



mm BabtMe hklfis^ gekutai »««»^ 

«m «ich dttiMte aook BniMidmm) Watter des JEtm^ 

Vl^ ' (tbur tefaitfd«Bliabeii^ sobaM dieser«^ inigobvoir' 

tat war, däfs «r Meäe su ehier HatbiMd madhoa 

iMiaia'' Wifd der oben schon «pgcdaitete floUiitiar» 

loriselieEiiiflufo, den num attgonehaiea ganaigt iii» a* 

dieser Steile mdit dardi di» Voifiadpig tod waraian 

Qoelleo aaf das Klarste dargethaa; wird die MiMlir 

oMifiMiftg didarch «icht sar Thalaaehef Auch 9af . 

nV wird eHras Almliehfe berichtet/ Bb heUkt dar 

aelbatt ^^AMkua. Bkhti ^ne firscheiaoiif aMS dimar 

Q^^ead'aa , wddM mit der tob aoe bei der Sfidkftete 

«aa Rleioaden «ad bei SiciHeii er^fflhatan, Ahalich* 

beil'SiilMibeB achetat, nämlich etaewiridiehe Siel ok 

hlldifoi^. Der aeaJ9 Laadanaats an der KSste wii 

Mitmgmfdoe Iriidet, wie dieaer GdMrg^rfiDraoher ira»- 

rfiriiMrt^^efaie Sabataaz voh StriaUbie, welche Mä- 

g^le^tan^aeiiäBiit wird. Br adireibt de dem beaaia- 

dem Gehalte dea Meer wassere «av tireldi^^deafiaDd 

^penr- den Rhoae * Mtedungco dotdiiB ftthst , and tod 

w^l eh e Bi ev Mgt: ^^ea sey 4tunb naiun fiftenmense, 

Mfe> et gbmMe T^ Oeotet diese bündige Natwrh^ 

eehfeihting: des Meeres aiehi abermala auf emea ion 

l%eni Zasämmeohaof mit «dem Erdinhera hin ? Kwa)r 

hlrilM ee Pag. MO: ,,die fivacheinang, welche wir 

im MiittetIfiadiaohM Meeresö hiaig und m^ gnife g»- 

tüha» hfibea,: und die meh ia:aUea kmern und dardi 

▼erliegende Inselgruppen oder grofse Inseln geschüts- 

letf |£m«i> auf diese Weiae iaeigt, wirdfeelteoer und 

hMaier aa dea Küstea, welchelsei dem grofaea Wettn 

meere migekdirt sind,'' aad maa^ aehreibi^ gewift 

ifiebt*mit Uarechl, der mechaaiacheii Cfewatt des 

Wasa^ra diese IfaduldiamiEeit aa ; aUem wm» man 

dieaeiivohthelii/eiseangestebeamilfii: gewifa'ial ane 

aadere Hatfptursaehte in dem verschscdenea Niaeaa 

des Meeresbodens zu finden , wonach an den oben an-» 

geführten und ihnliehen Punkten die gedachten Er«* 

scheinnngen dem mamfct^icbeQ »Aage eher er^idlilich 

/ 

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GS 

fvwdcD lültoMi^ «Irdie* derFjiH icgmrlcMttkViidiiwd^ 
wean sie^^suf dem Gnude de» tiefero MeorefibodeM 
'.▼or JEdck^^eheit Wie nno bei fenauerKUotenHichiHif 
und Beai^taitg dier N«lor sichergibt, däfs die Ga* 
bilde>^n8erer Zei^riede so verschi^en ao^aUeB 
köniMi, ials.ee das Zusanunentreffen verschiedener 
XJraacheo bedii^; so mag dies immer mehr oder we« 
niger bei der Erdbildimg im Allgemeinen der Fall 
gewesen'seyn. Immer dürfte aber ^as . Erdin- 
nere das Re^sierToir zu den Toprachiedenen 
&ebil'deii'^ auf der Ob.erfllche g^ewjese«^ 
«eyiu; Auf diese Weise libl akfa . dann^/ftbiigeitf 
nldit nlir die Bnlatehung der sogenanoteii .Schkmo^ 
Vvlkane) setadeni'jittek die > der sogenanntea. Morast- 
'Gice^ und .namentlich der Toifineore erUäiren, denn 
m islMiirkMch anfiallend in diiasen eid reges vegeidbir 
lisches Leben .sich entsmolcdn xu sehen, oaipenliBcli 
anOftenas. & aiif dem. Brocken^ *wo die atmaiqphi- 
risöhen I i Bigienschaflen jedes vegetabilische ' i^eben 
verkümmern, oder absterben lassen. Beidit man eidi 
^ber diesa Funkle mit dem Erdianem verbuiuleiiy die 
in den Torfinooren wachsenden Pflaaaen^ an die hier 
entifuellenden , vielleicht . schon auf den höchsten 
Grad abgekfihlten Gase n. SvW. gebunden« so hat 
man «ine leichte Brklarulig fflr diese. Brscheinniig, 
welche durch dis v^rsehiedeaen Analysen dnes Bmas- 
nh*^ eines Bhandes und GnmiEii*^ Bestätigung au 
i|nden sdieint s 

> Man siebet noch jetat die heftig erregte Luft, 
•den Wind, den Stuim. ganze Sandberge fortiilhreD. 
Sollte wohl >iB den' frOfaeen Perioden der Orkan niebl 
die maacKfacbslen Wirkungen , z. B. bei den Nieder* 
ackiJif^eB, haben vjeranlassea können 9 Shnlich doaett) 
cUiB wir den Wind bei den jetzigen Niederschlagen-^ 
wamentlich' beim Schnee«*^ veranlassen sehen^ wonach 

* BvcB$i»'s RDpertoripu XVt: p. 498. 

^'^ Pos«BiiiMaF9*i Anmlea Vn. p4 in. ' ' ' 

i 

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«er andern TJel sev Uegm.knMit E$ bcwlirfte .dMM 
Bidb^nkraft aii€h volil emer nihero BeliMcbitsfl^.f 

Doch nun noch zu einigen Bemerkungen über 
die Schwerkraft, auf die man zum Theil durch einen 
mit mathematischen Kenntnissen' reichlich ausgestat- 
teten Freund^ hingeleitet ist, und die, so weit unsere 
Kenntnisse reichen, neu sind. 

Ei ist nSalich ob^ schon die aUgemiein bekannte 
fiaehe beHIhrt, wonach Nswrov dvrdi die Widkaag 
lAet' Schwerlcraft die Form der Erde, ab an den Po^ 
len abgeplattet, beatiaiBil Hat iBa*isfebekaant^\ dafe 
die iron '- dieaem Gelehrten aufgealeUten Aarichten 
durch ^BQiäncfafmche.'Aasmesaaagena. &w. ilure volle 
Beetiligung.' erlangt haben« Es >isl. femer bekanaü, 
dafs die ir^rsehiedeneB'Hypotfiesen Aber die Brscheir 
oAngra bei dier -JESbbe and Fhitk daich den Scfa^rß- 
ainn eines DAiUBL^RiroüiiU, EsuLK^uAhAMsAäw&m 
erklärt and, dafs man jetzt in dieser Hiimcht kaiiai 
efwaam. wünschen übrig hat, indem, ne aua dem Go* 
setze def> Graivitatimi bewiefsen, dafs, :weBn eineKi»- 
gel von betrachtlicher Grofse (wiedie Erde); die mit 
einer dfinnen Lage eines FJuiduhMr (wie das Wasser) 
nmgeben ist,^ in allen ihren- Theilen^gegen einen äu»- 
Sern Punkt igravitirtv das sie umgebende Fluaditm die 
Kugelgestalt yerlassen, !uwiidie Fornftieiaes'. eUiptih 
sehen Sphätoldes annehmen .müsse, dessen Ate ge* 
gm den anziehenden Körper? gerieht^ seym*' mu&. 
Man erkennt hierin wiederum die NswvoN'sdien Am- 
-eiditen über die Form -der Erde, indem man eie wohl 
ebenfalls/ damit erklären kann , dafs > eie der Scmne 
ihee^^Uiptische Axe zuketee. . Was man also bei je- 
nen Erscheiaangen mit besonderer Beziehai^ auf die 
Brde und den! Mond angewendet hai^, gilt qothw«»* 

* Wenn die Sache den gewünvchten Eingang findet, wird ^uat 
•chaldiger Mafien den Namen deBsellion publiciren. 



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1 



^ andi tHar di« ^Brd« «ml An Somie. Ai! »in ei^ 
liMDt ^ei auch scbmm ^Mgemekk genug n^ indeai 
man.4er< Aindehui^^rtcräftiter Sonne die Uuidrehin^ 
der£rde nm sie zuschreibt! So richtig nun die An* 
erkennuDg der gegenseitigen Gravitation ist , ao rieb» 
tig die Erklärung der Anziehung des Meeres durch 
sie , wegen dessen Jeichterer Beweglichkeit ^bei der 
Ebbe lind Flnth ist; so merkwürdig hierbei ist es ^ 
diese Wirkung der Gesetze der Gravitation nur auf 
das die Erde unigebeäide Fiuidaoi, und auf ihr Gan- 
K8 Im Allgemeinen äbertragen zu sehen, datieduok 
in ihr^ weitern Verfolgftng sich da Mtteadlich 
'Wfehtig ergebenidilffte.. Die gegenaeitigfe A^iziehung, 
die . man jetzt assr yeveinfachung der Sache nur auf 
die SofMie und* Erde übertragen wtti i, ergreift n&nlich 
m dieser Beziehtmgqdle Theilci der Erde. Ei ist atasr 
^hen SD augenscheinlich V däfa der der Sonne zuge- 
kehrte Theil nach den Gesetzen der Gravitation n»- 
gleich mehr von der Sonne ongeBDgen werden niulh, 
«la dieiVontiU: afagdkehrte Seite; es gehet; also aich 
ganz klar hieraus hervor, dafis die Bigeniehweic der 
Erde an der. der Sonne, zugekehrten Seite, ,der Tn- 
gesseite, geringer seyn niufis, als auf der en^egeft- 
gesetzten Nachtseite, dafiiniithin der Slohwev« 
punkt der Erde dadurch aus dem Mittel- 
punkte deffisielben, wohin man ihn bis jetn-t 
immer verlegte, nach der letztern*, der 
Nachtseite, hin gerfickt werden mnfs.'^ 
Was ist dann natttrlicher, als dafe, wenn man eich 
lUe Erde ftti einen Augenblick in ihrer Bisrwegiing 
umr/sioh selbst aufgehidtea denkt, sie nntef den' trdv- 
ausgesetzten und ihathematisch erweibKdlen Umetln- 
den sich eofoet wieder vvn Osten nach Westen «m- 
zuArAe» uidhogen nufa, abermals nach dem €te- 
aelM dv^Sdiwwe? Was ist. natttrlichat, als dieies 
Gesetz der Rotation unserer Erde? Die Erde hat 

* Oarobejr früher EtöoBM ^' 8, Jg. 1830 S. 102 dieftet Zeitschrift. 

td. H.] 

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iliMi!ii«ch.]ttiiittf«sistehwdeafik^hitrei|i^^ u^th 

ptfidlil lajifeii«, m^t^ SHuMlra Bin das :€eWiite Imxs 
iinbegiblyj iD4wi das Gaoa» ider Erdä «ieb loliread 

Man hält nun den geg^eiiwärdgen Aafaätz pichf 
für geeignet, diesen gewifs höchst wichtigen Ge- 
genstatid tveitctr auszotföhren , da d^rsäbe, gewiTs 
tvflrdig vbd' einem Mathematiker und Astronomen^^x 
prbfesso eiber besonderen Auflperksamkeil werth 
erachtet zu w^den^ ein.neqes Feld des Porseheii$ 
bieten wird 9 welche^ sich ntchi nujt auf die SbüM 
und Erde, auf dib Ercte und dm Mond, die Erd% 
und die fibrigen Plaiietqa allein und für sich eiv 
streckt, sondern auch auf ihre Wechselwirkungen^ 
gewissermaf^e^ MittelkiSfte verantässend ,. ilberf ragen 
Verden muß, und vielleicht niaoche Problenlb Ober' 
die beobachteten Bewegung^ die^r. verschiecfeneit 
Welikfirper erklären 'wird. Unserer Seite 7st tiiao 
Sberzeng^, dafs dieseis eben der Aufmerksamkeit ge^ 
lebrtbrer Mfinper anempfohlene VerhSltnife cles au^ 
dem Mittelpunkte der Erde berauST<N*iegten Schwer^ 
pnnkt^' nicht qhne Binflüfs bei den der Erdb ei- 
genthflmltchen Revbiutionen gewesen ist Unit .gewe^ 
sen sbjrn kanb. . Stehet i. 0. der Grundsatz, fest , 
dafs die Erde steh abkQhle, dafs Sie in ihrem Vt^ 
zustand^ fenrigflüssig gewesen sey, so hat sie äucli 
früher eine grössere .Peripherie gehajbt^ und m^nls 
dieser gemafs sich dann aubh schneller [t]üui ihre Axe 
benagt babfsn i mkUnn jaufir. ihr dAmi aiwh mim h&- 
h»wr AtnMphJteoQfbrtffiii u^ &. w. .cigett gefiMHü 

•u Bs -wBtda. 9im .hfeirnaclft : ii« fir i.^^ n^i^h A luar 
•inr sibli/h#.€kstiiiltoiifihlich »jhkfthlieaA^^ 
S4iiifier«i AUcli. d«tmg.ä«iirs:sie!h ffnaseriai« 
Ax0 bfiWegendjQr .Welt'k^f per seyÄ^ dieri, 
um zq^ jeiaen[i|^ogeawärligeiii:JSKtai|dp«nki(€ 



\y 



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d«rr Am^bild-ung !fftt kommen, aus sicli 
selbst^sich ebti^'i ekeln et eil mmne^bftt^iireli 
Revolntion^n nntervorfe» -war , wobei 
er, i^o wie im grbfsen Ganze«, so. im e^n^ 
seinen Kleinen den Gesetzen der Schwer^ 
kraft folgte. 

Wäre es nicht zu se|ir gewagt, dem^gröfsten 
Physiker uniäerer Zeit,' dem Herrn Ä. ▼, HuMSOiiDT 
in einem Gegenstände^ der seit Jahren . schon sei- 
nen grofsen Geist beschäftiget , gleichsam yorzugrei* 
fen,.sö möchte man in dem Streben der festen 
Theile des Erdkörpers den Gesetzen der Spnnen-At- 
traction in einer ähnlichen Art, wie man das Was- 
ser bei der Ebbe^ und, Fluth der MondrAttraction 
wirklich folgen sieht, zu folgen , den Grund' für die 
^tägliche Abweichung der, Magnetnadel erkennen; 
doch gesteht man gern, dafs man hierbei nur einern 
gewissen dunklem Gefühle , ^ nicht einer, besondern 
Vertrautheit mit dem Gegenstande folgt Bestimna- 
ter möchte man in der 'durqh die $ODnen-iittraction 
geminderten Eigenschwere nach deir Tägesseite hin^ 
und dem ungekehrten Verhältnisse nach der Nacht- 
seite zu, dsis, allgemeine Princip erkenqen, das die 
lebende Natur gleichsam s^wingt, den Tag zum re- 
gen Gescljtäft,, die Nacht aber zur Rühe zu yerwenr- 
idfen ; niach welchem nächtliche Schreckens - Scenen 
den Menschen ungleich mehif ergreifen, als es am 
Tage mit ähnlichen der F^all ist. 

' Nur mit Schfichtemheit wagt man esy diese ^ 
Kttlen der Beurtheilung gelehrterer Männer vorzu^ 
legen. Dankbar erkennt man hiermit an, wieWfm 
fast. AHes', was man hier niederzuschreiben wagte y 
grdCieren Den^^^rn und Beobachtern yerdankt, wenn 
inan> auch als i «in Neuling in d^ Schriftstellerei 
nk^hl jederzeit die Stelle, wo dasselbe oder Ähttli'- 
ehes gesagt wurde, anzulMiren' wiifete. Den' mch 



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for^^estecki habenden SEweSk wtrd min 'SMion ab 
ToUkommen erreicht erachten, wenn man durch die 
Art der ZusammenateUung des Geaai^^en, so wie 
vielleicht durch das wenige wirklich Neue eine er* 
nente Aufmerksamkeit auf die Kräfte su leiten ver- 
mochte, die man in diesen Zeilen als die Urkräfle 
bei der ErdbüdunHP darzustellen sich bemuhetfe... 









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■rnff^^MpBa^^^npfOTMoM^n^^P^^ 



Vulkanischer Ausbruch itü StiÄiithtti 
Meere inoi Jahre i83i, 

beobachtet Ton 

Herrn Carlo GEHMEiiLARa 

[Auszug einet Briefes «n den CcK. Rath t. laonkw]. 



(Hierin Fig. 4. anf Taf. L). 



Die Konde eines im Sicilischen Meere eofstandeneo 
neuen Vnlkanes wird nun anch zu Ihnen gelangt seyn. 
Um alle Erscheinungen genau beobachten zu könaeo, 
begab ich mich sogleich an Ort und Stelle, und 
rechne es mir zum Vergnfigen, Ihnen meinem Erfah- 
rungen mitzutheilen. Ich beginne mit der Erzähluog; 
dessen, was dem Phänomen vorangegangen. 

Am 28. Junius verspfirte man Bebungen des Bo- 
dens in der Stadt Sciacca und auf der nahen Sfld- 
koste von Scäien. In 35 Meilea Entfernung vom 
Lande, in der Nihe der Secca delCaraBo, hatte 
Hr.SwuiBimHB, Capitän des Englischen Schiffes Rapid, 
fäa nimlichen Tage die Erschfitternngen wahrge- 
nommen. Die Stöfise dauerten in Sciacca bis zum 
2. Julius fort, und ihre Gesanniilzahl dBrfte sich bis 
auf dreizehn belaufen. An demelben Tage saheo 
einige Fiseher unten der Setea del Coratlo eioe 
unruhige Bewegung des Wassers, welche sie dem 

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«5 

^isammendrSogea vieler Fische zuschriebed. Z^ei 
Tage später wiederholte sich die letztere Erschei- 
flong, und man gewahrte auf der OberflSche des 
Meeres, welches trübe und schlammig geworden, 
eine Menge todter Fische; zngleich wurde ein uß^ 
angenehmer schwefeliger Geruch empfunden. Den 
S. Julius bemerkte Hr. Trefiletti, Kapitän einer Sici- 
lianischen Brigantine, zuerst das Ausströmen von Rauch 
aus dem Wasser , und dafs ein Vulkan in der Secca 
del CoraUo sich aufgethan habe. Er säumte nicht, 
, die Anzeige in Palermo zu machen. Am 10. Julias 
beobachtete Hn Giov. Corao, KapitSn des Neapoli- " 
taotechen Schiffes la Teresina, den Vulkan und sah 
liaf dem Meere zahllose Schlacken schwimmen, welche 
bie zur Kflste von Sicilien getrieben wurden. Den 
12. Julias hatten ohne Unterlafs Rauch-* Ausströmun- 
gen und Ausschleuderungen von Asche Statt, wie 
dieses Hr. Cauonva, Kapitän des Neapolitanischen 
Schiffes Psyche bezeugte, und am ISten sah der Ka- 
pitän der Sardinischen Bombarde S^'.Anna den Vulkan 
in grofser Thätigkeit. An demselben Tage , am IS. 
Jul. , bemerkte man den neuen Feuerberg zum ersten 
Male von Sciacca aus. Die Ausströmungen von 
schwefeligsaurem Gas drangen , vom Südwind ge- 
trieben, bis in jene Stadt vor; man empfand einen 
merkbareb unangenehmen Geruch , und Silber- und 
Messing ^ Geräthschaften wurden geschwärzt. Am 
16. Julius beobachtete Hr. Vincenzo Barresi, kö* 
niglicher Agent zn Girgenti den Vulkan, ßr nahm 
gewaltige Explosionen von glBhenden Schlacken wahr, 
von mit Asche geschwängerten Dämpfen und anhaltende 
elektrische Entladungen. Die Entfernung der Aus* 
bruch- Stelle von Sciacca gegen S. schätzt^ derselbe 
auf 33 Meilen , und auf 44 M. von Ghgenti nach W. 
Der bereits- erwähnte Englische Seefahrer, Hr.Swiüi- 
Bi7RNB,.kam den 18. Jul. von Malta an und näherte 
sich dem neuen Vulkan. Er fand einen beMts ge- 
bildeten und gegen S.W. geöffneten Krater, in welchen 
J. i832. 5 

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die mit volkanischisr Asche apgeschwängertea und mil 
leichten schwimmendea JSchlacken gemengten Me^ 
reswasser ein - nnd aQ^drangeo. Aus solchem Mate« 
rial bestand der ganze Kegel des Vulkans.. Die Eruptio- 
nen hatten in gewissen Zwischenräumen statt, sie 
schienen durch deh Dampf bedingt zu werden*. Der 
Schwefel •- Geruch wurde merkbar, so wie der Rauch 
das Boot erreichte. Die Breite der neuen Insel be- 
stimmte Hr. S. zu 37^r 30" N.; ihre Länge nach dem 
Meridian vonLondon zu 12''4rO. Der Befehlshaber 
des Englischen Schiffes Philomel, Hr. Shtth, fand 
am 22. Jul. den erhabensten Rand der Insel an der 
nordöstlichen Seite 80 F. hoch , und ihren Umfang 
schätzte dersdbe zu ^Meilen. Hr. Professor Himbv- 
BiANif ,. welcher mit dreien sefaier Freunde zur Unter* 
suchnng des Vulkans von Palermo am 24. Jul. ange- 
kommen war, beobachtete in mehr als einer halbejs 
Meile Entfernung, und war Zeuge der ohne Unter- 
lafs auf einander folgenden Ausbräche. Sein Bericht 
findet sich abgedruckt in einem öffentlichen Blatte 
Ton Palermo. 

Von der K. Universität zu Catania wurde mir , 
als dem Lehrer der Naturgeschichte, der Auftrag er-* 
theilt, mich an Ort und Stelle zu begeben. Ich er- 
reichte Sciacca den 9. August . Alle Nachrichten, 
das Geschichtliche des Ausbruches unsers Vulkans 
betreffend , wurden durch mich gesammelt. In der 
Nacht vom lOten ging ich in der Barke des DoMfi^ 
NICO CosiBiANo unter Segel nach der Secca del Co^ 
ratto* Am Morgen des Uten war ich nur eine Meile 
entfernt vom neuen Vulkan. Ich näherte mich später 
bis auf die Weite eines Flintenschusses. 

Der Vulkan ist ein Kreis -förmiger Krater von 
900 Palmen im Durchmesser, von einer halben Meile 
im Umfang und 110 Palmen hoch auf der Ostseite. 
G^gen W. ist derselbe bis zum Meeres-Nivean durch 
eine SgaUe von 120 Palmen geöffnet; vermittelst dieser 
Weitung dringt das Wasser in den Grund des Kraters 

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ein. DieSteDe, wo der Schlund sich findet, f&hrt 
den Namen la Secca del CordUo. Sie Wegi 35 Mei- 
len von Sciacca und 22 M. von Panieüaria. Die 
^fSecca** besteht aas Kalk, wie manche andere 
ftSecche,** welche sich von Mazzara aus bis zum 
Capo hicmco von Girgenti ziehen und verschiedene 
Namen tragen. Die Meerestiefe im Umkreise des 
neuen Vulkans war^ehr ungleich; gegen W. 23Pa8si, 
gegen N.0.30P., gegen N.O.N. 50 und gegen N.N.O. 
90 P. Nach N. zu zeigte sich die Tiefe nicht be- 
trächtlicher. Die Temperatur des Meeres gab keine 
Verschiedenheiten zu erkennen. 

Das Material des Vulkanis oder der Krater- Wände 
besteht aus kleinen Schlacken von feldspathiger Na- 
tur, grau, leicht, schwimmend, überrindet mit an- 
dern Schlacken , die schwärzlich , noch leichter und 
mehr Glas -artig sind, dabei voller Blasenräume; 
aufserdem kommen einzelne gröfsere Schlacken vor, 
beschaffen wie die letztern und mitunter von 8 Zoll 
im Durchmesser, ferner findet man zerbröckelte und 
zerriebene graue und schwärzliche Schlacken , und 
eine äufserst zarte graue und schwarze Äsche , wel- 
che stets mit Dampf untermengt herausgetrieben 
wird. Diese Materialien stammen, meines Brach- 
tens, alle von trachytischen Gesteinen ab. Dia die 
Eruptionen intermittiren, so ergiebt sich von selbst, 
dafs das lockert Haufwerk ein Schieben - ähnliches 
Aussehen hat ; dies zeigt sich zumal an der gegen 
W. geöffneten Seite Die Lagen fallen unter einem 
Winkel von 30 Graden; ihr oberer Theil erscheint 
grau, in Folge der niederfallenden Asche. Alles 
erwähnte Material ist sehr locker, zerbrechlich und 
leicht Das Wasser untergräbt die Basis des Ke^ 
gels and zer^tOckt die Wandungen , desselben» so 
dafs man das Meer erfüllt sieht mit diesen Trfi^i- 
mern^ welche fiber die ganze Seekfiste von SicUien 
verbreitet werden. 



Digitizec^by 



Google 



Die Ausbruchs«* Phänomene reihen sich {luf fol^ 
' Inende Weise aneinander. Nach der letzten Eruption 
bleibt der Krater frei von Dämpfen, der Boden 
f&Ut sich mit Meereswasser; allein nach wenigen 
Minuten wird das Wasser mit unwiderstehlicher Ge- 
walt' herausgetrieben und stürzt sich mit grö&ter 
Heftigkeit aus der Oeffnung des Kraters, wodurch 
das Meer trübe wird und in gewaltige Bewegung ge^ 
räth. Gleich nach der Schlacken-Explosion und nach 
dem Aufsteigen der mit Asche geschwängerten Rauch- 
säule, kehrt das Wasser mit einem Geräitöche zu- 
rück, ähnlich dem Eindringen der Luft in die Röhre 
eines Dampfschifles, wenn der Dampf nachiäfst. Zur 
Nachtzeit sehen die Sc)ilacken und das Eruptions- 
Zentrum wie glühend aus ; feuerige Trümmer fallen 
auf den Umfang des Kraters und ins Meer nieder, 
welches ohne Unterlaß heftig aufwallt Die Masse 
von Schlacken und von Asche, wie sie das Wasser 
durchdringt, gleicht eineni feuerigen Sumpfe. 

Der mit Asche beladene Dampf ist bei seinem 
-Hervortreten ^ schwarz und steigt in grofsen Säulen 
aufwärts; allein so wie die Aschen-Theile niederfallen, 
erscheint die Oberfläche der Rauch -Kugelq sehr 
weifs, und das Ganze hat die^ Ciestalt eines pracht* 
vollen kolossalen Helmbusches. So wie die Dampf- 
Wolken höher emporsteigen, gedrängt von den ihnen 
nachfolgendqn ähnlichen Massen , hat bald ^ine elek- 
trische Entlaciung Statt; zahllose Blitze werden wahr- 
genommen und darauf ein heftiges Donner -ähnliches 
Getöse, das man irriger Weise auf den Vulkan selbst 
bezogen hat. 

Diese Eruptionen folgen einander in Zwischen- 
räumen von einer halben und von dreiviertel Stunden. 
Nachher kehrt das Meeres - Wasser wieder in den 
Kvater zurück.. Eine grofse Menge weifsen Rauches 
strömt in demselben Augenblicke aus, um gänzlich 
wieder zu verschwinden , und den Krater etwa drei 



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Minuten lang frei zu lassen y worauf der starke Aus- 
bruch Yon neuem beginnt 

Der Schwefel -Geruch wird erst in einer Nähe 
von 200 Schritten empfunden ; allein da wird er so 
stark , dafs man sich zurückziehen mufs. Darum hat 
Niemand bis jetzt den neuen Vulkan betreten können, 
obwohl Einer sich dessen rühmt. 

Ohne Zweifel ist in der. Basis des Kraters ein 
Lavenstrom vorhanden, der sich gegenf W. ergossen; 
allein über das Meere^ - Niveau ist derselbe bis jetzt 
nicht hervorgetreten , und wenn der Strom nicht weiter 
schreitet und die Eruptionen des Vulkans aufhören, 
so werden in wenigen Jahren die Wogen Alles fort- 
geführt haben, da das Material , welches den Krater 
zusammensetzt, so leicht und locker ist 

Ich habe den Vulkan Isola di Ferdmando IL 
genannt-, in Beziehung darauf, dafs er gerade in den 
Tagen sich öffnete, als unser Monarch Sicilien zum 
ersten Male mit seiner Gegenwart beehrte, und weil 
die Stelle in dem Meere liegt, das den König von 
Neapel als Hei^n erkennt * 



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10 



Briefwechsel. 

Mittheilungen an Professor Bronn g^erichtei 



jiaraUt d.Si. Mai i83i. 

JVlit einer neuen Sendnng Ton Venteinernngen , am deren g«* 
fällige Bestimmung ich Sie bitte, uberscliicke ich Ihnen das V<»- 
zeichnilf meiner , im /iargauiachen Jura gemachten Sammlanf^eii 
zu beliebiger Benätzung« Es ist nach dem Alter der .Formatio- 
nen geordnet, und beginnt mit den jüngeren Schichten.' 

A. Weifser Jurakalkstein. 



I. Amphibien« 
Schildkröte, Racken wirbel. 

n. Fische. 

Raja? Gaumenzahn. 

? , Bücken Wirbel eines Fi- 
sches. 

?, Schuppe eines Fisches. 
IIL Mollusken. 

Ammonites. 

A. ?giganteas Sow. 

A. annulatus c, Scrlotheih, 

A, planulatus, anguinus 

SCHKOTH. 

A. canaliculatus Münst. 

Nautilus. 

N. ?aganticas Sohl. 

N. ? 



Belemnites. 
B. semihastatus Blairs* 
B. subcanaliculataBScHk 

?Terebra, Kern. 

?RosteIlaria. 

? Turbo. 

Trochus. 

T. Kern (Trochilites poH- 

tUS SoH&i) 

T. — ?Plearotomari8. 

Nerinea. 

Euomphalus (Kern) 
?ümbrella, AbdräGke. 
Mya. 

M. itiigalifera Sow. 
Mydcites assercoUtuf 

SCMLOTH. 



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11 



. Hyfteites praiogaensSciiii. 

Pholadomja. 

P. radiata (Myacites r. 

SCHK.) 

Latraria'angastata Sew. 

Pholadom. angust Sow. 
Tellina. 
fTelliaitesRhaBtieasScaL. 

Donax* ^ 

Donacites Aldouini Al. 

3BOMGN. 

Lntraria gregaria Maa. 
3onacit hemicardius Sohl. 

Cardita lyrata et deltoi- 

dea Sow. 
Cardium« 
C. Protei Al. BaoHCir. 

Cardita producta Sow. 

Pholadomya« 
C. Jnrease Haa. 

Trigonia. 
T. cofttata Lmk. 
Donacites costatus Soai.. 

Modiola. 
?]M[. alasformi« Sow. 
M. bipartitaetcuneataSow. 
Btytalites modiolatufl 

SCHKOTH. 

?Litliadomas. 

Pinna. 

P. lanceolata. 

Ayicula. 
A. expansa. 

Plagiostoma. 

P. spinös um Sow. [ff] 

Pecten. 

Pectinites subspinosusScH. 
Pecten rigida Sow. 
•^Fleur. diseites Scbi.. 



Ostrea. 

Ostracites grypliaeatas 

SCHLOTB. 

Ostracites crista flabel- 
latns ScHL. 

Ostracites fcrista hastet- 

latus ScBL« 
Chama* 

fOstracites haliotidifor- 
mis SoBL. [??] 

Terebratula. 

T. oTata Sow. 

Terebratnlites Talgaris 

ScBL. 

Terebratnlites bisnffar- 
cinatus Scbl. 

Terebratnlites lagenaljs 

SCBK. 

Terebratnlites dissimi- 
lis SoBL. 

IT. alata Bbobgit. 

IV. Cirrhip^dcn. 
Baianas. 

T. Anneliden. 
Serj>ala. 

VI; Pflanzenthiere. 

Cidarites. 

C. crennlaris Lhk., Goldv. 

C. gobnlatus Meb. « 

Echinites globnlatnsSonit. 
C. fvariolaris. 
C. snbangnlaris Gojknv. 
rC. Schmidelii M«H8t. 
C. . . . (nnbestimmte Art). 
Galerites. 
G. depressus liXK., G01.BV. 

Echinites orificiatusSon«. 

Cljpeaster. 
Nucleolites. 

N. excentricns MvNST. , var, 
angnstiar a» »ova q»ec. ? 



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12 



Spatangnft. P. espat Melasse Hiu. 

S. c.ri..*.. ««WF. Encrinitei .e.pilif«». 

Echinas carinatiis Lxk., ^lis 
Lbsk. 

Anancliytes carinatasLa. Carjophjllites. 

Echinas paradozns Scml. 

Cjatnocrinites 

Pentacrinites. c. planaa Mn*. [??] 

P. Tul^aria Scn. 



B. Gelblichgrauer, dichter, mergelartlg^er 
Kalkstein, welcher C bedeckt 



L Mollasken. 

Ammonites* 

A. planulatn« Schl. 

- -» Tar. polyplocos Rain. 

A. plicatilis Sow. 

A. coronatns Sghi^. vor. 

A. radians Scbjl. 

f A. serpentinot var, Schi;. 

A. canalicalatns MvasTsa, 
Buch. 

A. cristatnt Sow. • 

A. crenatnft Bauo. ob Haan. 

Na,ntilu8 dentatns Reih. 
A. Lambert! Sow. 

A. flezaosas mihi. 
A. ?depre8sa8 Schl. 
A* tumidas 

Nantilu8 tumidus Rbin. 

Globites tamidua oa Haan. 

^A. macrocephalns Scdl. 

A. Herveyi Sow. 

Felagus lobiserraias 

MOKTIP, 

A. lablaevis Sow. 
A. ? 

Buccinam. 
f Sleinkem. 



Tnrritella. 

Kern , sehr ähnlich T o r b i - 
niiet dobina Sein. 

Trochas. 

Trochilites politaa Schl. 

Trochilitea nodosna Schk. 



Euomphalas. 
? Kern. 

Pholadomja. 

Ph radiata Sohl. («ehr grofs) 
Myacites radiatas Schl. 
Lutraria alignstata Sow. 

Trigonia. 
'f. ? CO 8 tat«. Kern.- 

Modiola. 

M. ?, an Cypricardia. 

Pinnogena Dai^vo. 
Pinna fibrosa Man. 
Trichites Dan. 

Lima. 

Ii. rndis Sow. 

Plagiostoma. 
fChamitet Jnrantla 9cwl. 



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tj 



Pecten. 

Pectinites ftextoriasSoia. 

Fect^n rigida Sow. 

P. 7 unbestimmte Arten. 

Ostrea. 

O. Knorrii Volts. 

O. pectuncalns BIbkiaii. 

?0. costata Sow. 

O. flabelloldes Lxs. 

Ostracites erista i^alli 
ScHL. von Lmk. 

Ostracites erista com- 
plicatas Sohl. 

O. Marshii Sow. 

Ostracites flabellatns 

ScHL. [?} 

fOstracites patellatns 

Mühst. 

Terebratula. 
T. oTata Sow. 
Terebratulites Tolgaris 

ScHL. 

Terebratulites bisvf far- 
cinatnsScHL. 

Terebratulites lagena- 
lis ScHito 

T. ornithocephala Sow. 

T. snbundata -¥ globata 
Sow. 

Terebratnlites bicana- 
licnlatus Sohl. 

Terebratulites naclea- 
tns SciiLT. 

Terebratnlites yariabi- 
l i s vor, SoSL. 

Terebratulites sptnosus 

ScHL. 

• Terebratulites laeuno- 

sus ScHL. 
T. obsolela Sow* 
T. eoBcinna Sow. 
T. peetita Sow. 



IL C i r r h i p 6 d e nJ 

Baianus. 

in Pflansenthiere. 

Cidarites» 

C. marginatus Golbv. 
C. propinqnns Gdluv. 
C. coronatns Mühst. 
Echinites coronatui 

GoJbDP. 

C Blumenbachii Mvhstbb« 
SUcheln. 

C. crennlaris Lmk. 

Echinu^ 

Echinites miliaris Schl. 

Anancliites. 

Nucleolites. 

?N. scutatns Ln.« Golbv. 

N. lacnnlfera Mbb. 

Echinites depressus 
Sou. 

Spatangas. 

S. nov. ipec. (aus diesem Kalkei) 

Eugeniacrinites. 

E. caryophyllites Gold». 
(Kopfe.) 

Entrinites quinqnangu- 
laris SoHK. 

Eugen, quinauangularis 
Mi&l. 

E. nntans Gokbv. 

Eucrinites caryophyl- 
lites Wu. 

Pentacrinites« 
P. Tulgaris ScH&. 

P. Caput Medusae Miu. 
P. Jnrensls Mühst, (in litt) 

f. eingn latus Mvhstbb, 
Gosi^r. 



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u 



P. nnliertiiiiiiite Art ' Tragos. 

P. Armglieder Ton der Krone.? T rngoamii M^iiit. 
Astraea. 
A. fiufserer Abdruck. 

Honticalaria Jm, 

Ceriopora. 

C. 2 sehr undeatliche Arten. 

Cnemidium. 

C rimaloBnm Goldv. 



Scyphia. 

S. tezturata Goftnir. 
Alcyonites teztnratoi 
Scja. ^ 

S. ? 

S. ? 



Cellepora. 



C Brauner Roggeneisenstein von der Egg> 



Ammonites. 

A. mutabiliiSow. 

A. fonticola Mbnkb 

NaatiluB hecticns Rniir. 
A. depreReuB Sohl. 
A/discaB Sow. 

Nautilites angulites . 

SCBLOTH. 

A. Greenconghii Sow. 

A. Jason. 

Nantilos Jason Rbin. 
Am. Noricus Schlt. 

A. CaloTie^sis Sow. 
Mehrere (10) Arten sind noch 
unbestimmt' 
Belemnites. 

B. Jurensis IfIhvsT. m litt, 

Trochus. 

T. ? 

T. ?Kem. 

Natica. (Kern) 

Eaomphalos (Kern) 

Myacites« ' 

M. assercnlatus Sobl. 

Pholadomya. 
F. radiata. 



Myacites radiatns Seio. 
Lutraria angustata Sov. 

Donacites (Kern) 

Trigonia. ^(Kem) 

Modiola. 

M. bipartitaf cuneataSov 
Mytilites modiolatns 

ScflLT. 

Mytilus lithophagaf[ffl 

Plagiostoma. 
P. gibbosa Mbb. in litt 
Lima gib bosa Sow. 
P. ? 
P. =: Chamiies Jarenii« 

^ SCHL. 

Pecten. 

5 Arten, unToUbomnien, oder 

neu. 
Fleuronectites diicitet 
Scbl. 

Ostrea. 

O. flabelloides. 

Anomia? 

Posidonia. [?f] 



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T5 

Terebratula. Echinus. 

T. oTata Sow. E. tvafiolatut GotBr. jmig. 
Terebratalitet Tulgari« 

Schi.. Galerites. 

Terebratnlites lagenalit G. deprettat Lxk. 
Schi. 

Terebratalitet pect an- Nucleolites. 

culata« ScML. , . « 

^ . . ... N. Bcatalaa Lhx., Go»v. 

Terebratalites tpinotat ^ , .. J, . ,.^* 

Scni. N. lacanifera Mbb. t» hU. 

T. obsoleta Sow. Echinitea depressasSoKL. 

Terebratalites Tarians N. exceatricu« Mumt. vor. 
Sohl. ongintior. 

Terebratalitet fsaffla- . . r* 

tat ScHL. Encrinites ? 



D. Rogg;en-Eisen8tein von Wöyiiswyl 

Ammonites» A. tamida«. 

A. annalata« Sohl. Noch 8 andre Arten «lad an- 

A. planalatas «chl. kenntiich oder nea. 

A. Birchii Sow. Belemnites. 

A. coronata» Sohl, vor, p «emihattataa Blv. 

A. Lambert! Sow. g •abtanalioalataaScHL. 

A. cordata« Sow. p^ Jarenjiia Mtaw. tn lUt. 

A. Jason 

Naatilaa Jason Bsnr. Donacites. 

A. Noricas Sohl. D. hemicardias Schl. 

A. CaloTienBi« Sow. CardiamProtel Al.Bbohgh. 

A« lanalarREiH., Müimt. Cardita producta Sow. 

A. fdepressna Sohl. Pholadomya? 



E. Roggenstein. 

Raokenwirbel. Mya. 

Ammouites Myacite. a.terculataa 

anbest. 

Belemnites, Pholadomya. 

B.^emihaBtatu« Blt. Fh. radiata 

B. sabcanalicalatas Schl. My*acite« radiatu« Scält. 

B. Jo^enait MtNiT. ifiliU Lutraria angusta^^a Sow. 



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76 



Donacites Kern. 

Trigönia. 
' T. costata Lvk. 
^Donacites costatu^ Sciil. 

Modiola. 

M.bipartita -i-caneataSow. 
Mjtnllte» modiolatus 
flf. <l«r M. lithophaira ähn- 
lich. 

Bf. oder Gryphaea? 

^ytilites pectinata« 

Pinnogena DsLüc. 
Pinna fibrota Mbbiah. 

Plagiostoma. 

P. «pinotam Sow. [?¥] 

, Pecten. 

F. 3 Arten , undeutlich. 



Anomia* . 

A. Juraeseatie? 

Terebratula. 
Terebratnlitee spinoeas 

SCHL. 

Terebratnlites . Tarians 

ScHL. 

Nacleolites. 
N. BcutatUB LnK.y Golsf, 
EchiniteB deprestueScHK. 
N. ezcentricne MviieT. 

Pentacrinites« 
P Tulgarie Schl. 

Astraea. 

A. pentagonalis MviiBTn, 

GOLDV. 

A. ahnlich der 



A. Telam 
töea. 



en- 



JR Grjrphiten- oder Lias-Kalk. 



Alga. 

Ammonites. 

A. bisulcatna Bbüo. 
A. rotiformis Sow« 
A. arietie Soul. 

Nautilus. 

Nautilites aratns Seta, 
N. ff intermedias Sow. 
Noch 8 Arten. 

i Belemnitea. 

B. semihaetatue BiiA»t. 

Turbo* 

Turbinitee trochiformia 
6cH£. , Hbhk; 

' Trochus. 

Troclj^ilitee poUtue SexL. 

<T. granuUtue äcu.f 



Euomphalu8^(Kem) 

Crassatella. 

Modiola. 

H. ?«laeformi8 Sow. 

Lima« 

L. proboecidea Sow. (Sla- 
cheln). 

Oatracitee pectinifor- 
mis SGWb. 

Pecten. proboseideu« 

MBB. 

Plagiostoma. 
P- gigant«a Sow., Ion, 
Chamitee laevie ' 



Pecten. 

P. aviettiat^e M«m«v. inHü. 

Plearoatfciitee discifor* 
mie MBB. mUtt. 

<PUar. dieoite»' 



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w 

Noch 2 anbenanAten Arten. Te r e b r a t nlitet peeCua. 

GerTillia?? 4:alatui Sc». 

Gryphaca, Spirifer. 

Gryphites cymhium Sem. S. (MHtel zwischen Sp Wal- 

G. arcnata Lm. cottii u. S. minimueSow.) 

G. incnrTaSow. , Pentacrinites. 
6 ?gigas ScBL. 

6. fMaccnllochii Sow. *"• P«»»««»« G«»». 

Ostrea. P. Tolgari. Sc«. 

_ , ^ , P. Caput Medueae Mu.l. 
Terebratula. 

T. OTataSow. Serpula. 

G. Gryphilen- Mergel. 

Ammonite». A. = Naatilns i^adiftae 

A. BraikenridgiiSow. ^ . ^, /*!"'• 

. • o . A. Ysnhlae¥i8 Sow« 

A. cap rinne Schl. ^^ a - . 

AS i • M— • iu* Noch 4 Arten. 
A. inaeqnalis Mbr. tnhtt. 



Nantilue ajpcrtaratns Natic'a an Buccinum? 

L perarmatos B^\ 
A. Lambert! Sov. 



®*"- Euomphalus, in Schwefel- 

A. perarmatos Sow, Itjo» Terwandelt. 



. , • X o Donacites. 

A, planicoeta Sow. 

A. capricornne Schk. . Terebratula. 

A. laticoeta Lmk. Terebratnl ites Tariabi* 

A. fMalgraTiae Sow. lie Schl., in Schwefelkiee. 

H. Muschelkalk. 
Avieula. Palinurus. 

Mytulites socialie Schi. P. Sueurii Dbim* (Schwans) 
Itytalitee coetatus Schi.. Macronrltes ^ibboeus 

SCHVBL. 

Plagioatoma. Encrinites. 

Echiuites etriätue« Schi.. E. liliiformis. 

J. In Hornstein. 
Peete». Cidariten. 

8 Arten. C crenularis Lhk. 

Terebratula. " ^'^'r\ ^.^'""*:!"1- 

Terebratulitea pcctun- -^. ^ o 

cHloides Schl. Diastopora / 



CyathophjllumlfAbdrnck) 

Wangbh. 

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Bäffrraäh^ 21. Jmni i&3iJ 

Die Fisehkopfe* «tetHutchelkalk« «indjetit ti^ Tollttan- 
diger aus dem GeeCeine heramgearbeitet ; auch habe ich jetst 
dea Uitterkiefer des grofsen Schädekk Za dem Pterodacftylat 
Möaeteri GoLvr. ** werde ich einen aae der BAVBaasis'Bchea 
Sammlung^ erhaltenen, sehr Tollständigen Rampf liefern , den ich 
jetet lithographiren lasse. 

Die Kiesgrube bei Godar, Ton welcher Sie beanglich aof 
meine Abhandlung über Ammoniten schreiben***, enthält — > 
wie ahnliche Kieslager bei VüdeMheim , Minden n. s. w. — Ver* 
steinerniigen aus mehreren Formationen yon der Kreide bis zum 
Übergangskalke, wie ich mich an Ort und Stelle überzeugt habe. 

MüBCHisoH schreibt mir Tor einigen Tagen , dafs durch die 
Toa ihm vorgenommene aweite, genauere Untersuchniig der 6e* 
genden von Crotouy JEre««eii6erg' u. s. w. keine, wie nieine, fru;' 
here Ansicht onifidersprechlich bestätigt worden seye , und da- 
her der grüne Sand am Kreäaenherg zur untersten Lage der Ter- 
tiär- Fonpationen gehöre, wie seine Abhandlung in den Geologi- 
eal Troiwacttbiu und die Profil* Karten dazu —welche noch die- 
sen Sommer erscheinen — genau nachweisen würden. 

Ich lasse jetzt 16 — 18 Arten Ammoniten mit ihren ¥011- 
stäadig erhaltenen MuidÖffnungen abiieichnen. 

£r. Graf mv M^srarsn. 



Slrafshmrgf 8. August i83i. 

Unser trefflicher Freund- SriivBa hat mir Alpen - Yerateine- 
mngen aus Gebirgen unter der Kreide mitgetheilt, pm sie mit 
den Jura-Yersteinerungen zu Tcrgleichen, woran unser Museum 
so reich ist» Eine sehr ansehnliche Zahl derselben scheint Tiel- 
mehr mit denen der Kalkgebirge der Würtemberger Alp, als der 
Jurdkette übereinzustimmen. Auch die Gesteine selbst nähern 
sich mehr denen der Rautn-Alp^ als des Jwa in der Firanche 
ConU. Doch wünsche ich dieses erste Ergebnifs meiner Unter- 
suchung durch ein nochmaliges Studium der Sammlung zuerst 
- Boch^ zu bestätigen. 



* S. Jahrganii 1831 , S. 470. 
•• Ebcndas. — - 223, 333. 
Ebsndai. — - 367. 



*** 



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n 

•^ ßrsesinap lo. Septewhtr i83i. 

Wenn num d«n Ton Bbovahuxt «ufgetlellten GraBdAftteeii 
geimu M^CA will, so miiMeii nacfa meiner Antklit die Eqai^ 
•etaceen in drei Abtheilimgea zerfällt werden, oämlich in 

A. £qai8eta, catife Aer&aceo, worunter E. braciiyodoii 
und E.'infandibnliforme bestimmt, £. dubiamimd 
£. Meriani zweifelhaft gerechnet werden können. 

B. Eqüisetitae, catde arboreo, vaginato, tuherctUig ramts- 

que desiituto, , 

C. Caljamitae, cßMle u$tdo$ 

ohne jedoch bebaiipteh za wollen, daf« antel* den zwei letztes 
Abtheflitiij^eii nicht inehrere' Gkneta Tereiaigt sejn Iremiepj 

'Za-^itfc$in«im Sdirplemeiit bat 9mM. bereits sechs Platten ge* 
Hefert, Tier noch im Stich, und raebrerfe Zrichnnng^n siad.¥«r- 
bereitet. Ich habe mir aus d^ ^goy die F u c o i d e n-Abdruck^ 
t^rschafft, Toii welchen KsFioisTBiif in seinem letzten Bande 
spricht. * Es sind ganz dieselben , welefae in der Umgegend tob 
Wien so häufig Torbommen. Die UlTaceen tob Sohtikofm und 
Wien Mehen einander sehi^ nahe, sind aber nicht ganz ideflitittchtf 
F tt c o 1 d e s T a r g i o n I i ist bei Wien 'in TerscbiedeneB Abande*» 
rungen sehr häufig; auch die Schiefer liaben Tiele ÄfcidicbfcBil 
raiteiaander. ' Die- Meeresbedeckung Toin Jurakalke aufwärts 
scheint daher ausgebreitet und andauernd gewesen zu seju. 

jL ^Sraf VON Stehe^bug. 



Tübingen f ^j, S^iemher itii. 
Ans der Molasse tob Boltrtfigen, unweit |/Im, welche die 
geogBostisch-petrefaktologischcB Lieferungen unter No. 164 nebst 
der Bemerkung «mit Trümmern Terschiedener Mnschelschaalen 
und Zahnen Ton Squalus cornubicns» mittheilen, erhielt 
ich Tor Kurzem einige gut erhaltene Eckzähne des Wallros- 
se s , dessen Torkommen im fossilen Zustande bis jetzt noch zwei- 
felhaft war. Die Zähne weichen nur wenig Ton denen des leben- 
den Trieb. echus rosmarus Lin. ab, tou welchem wir ein 
Tollständiges Skelet in hiesigem Kabinet besitzen. Aus dersel- 
ben Greblrgsart erhielt ich Bruchstucke eines Unterkiefers einer 
Balaena, einen sehr gut erhaltenen Rückenwirbel eines Hay- 
fisches, die Turritella terebra Bbocohi^s und mehrero 



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80 

grorte Exemplare des Oatracite« ^ryp holdes Schlth. — Ich 
faod di« o^rn Scbichten der Malatäe, ^ Stuoden oordMÜicii ron 
Giengen in 1680' Far. , iwei Stundeo südwestlUh von dieaem 
PanlUe bei Niedenteftingen IWi' Far. über dem Meere., währeod 
das auf Jurabalk liegende Giengen 143^' , nnd das Nievean der 
Breni am Dorfe Brenii zwischen Giengen ' und Niedentozingem 
1361' iiber dem Meere liegt. Die oberen Schichten der Melasse 
steigen daher in dieser Gegend des Sudabhanges der Würtem- 
bergiechen Alp gegen 300 Far. Schuhe über die Fläche dös Dp- 
fiov> Thaies; auch bei f/ln», wo der Jurakalk in der ]Nähe der 
Ppnou selbst ansteht, erhebt sich die Alolasse «U^ äktttidie Hö- 
hen. Bl» oben bemerk^eoi Qst^aiciteii. ^ind di#M9lUcn,, Yelci^e 
sich in der Anstembank bei IfjUlingen am- Ji»ekffikerge M^IKaiita» 
Bsrn in det lialasse jeaar 0eg#nd finden?; sie kommen angfelch 
▼•Uig flftit denen. Abpii^iB, wel^a fiemwL in sjeyMir Beschreibung 
SMeiMyen« TL.IV. Fg. 9 «, afbbUdet. . 

IHe.QiMe des darchsai^a eigenthomlichen Yersteii^mageft 
merkwürdigen aufswaeaef^Kalkos l^i .^tetaAeim im Stt^em^ 
«Aof, mbev «reichen iBovi'"" ' vjkhpr^ Naclurichten mittheiUe» • iijt 
an aeineK tMlsten SMUfl93»'> Far; aber dem. ^epn; die höch- 
sten Folsan desselben erreiehen 1783' F^r. Seehöhe^, woran» aidk 
eine M&chagkeil. desselben too V^' Far. «rgibt. 

Fossile D in ien.b^i^^^U deren Yorkommen Bitcklahb in 
den Sehiefem von Lyme-^Begie *** erwähnt, erhielt ich vor Kar- 
lem ans einigen Gegeoden unserer Liasschiefer - Formation ; so 
ein sehr gut erhaltenes Eitemplar ans denen der Gegend Ton BeU^ 
nnd ein iweites ans jenen von Waeseralfingen, 

SCBUBMJBH. 



Mittheilangen an den Gebeiineo Rath v. L^onhard 
gerichtet. ^ 



Bonnf j, Oetober i83i. 
Im Torigen Herbste habe ich einen Theil des Herzogthuma 
fFeatphalen wieder genau geognostisch bereist. .Eine kleine Fracht 

* Studie*! Beiti'ige zur Monögrapltte der Melasse. <Bern 18)5) S. 339. 
** Annales des seienees naturelles. 1624. Mai. 

Geognostrsches Gemälde von DcnttchUnd S. 414^-418. 
•*" Jahrbuch 1830. S. 5lO. ) 



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st 

dBTOB ist meiii, in dem jfingiten Hefte tob « Kabitbi^ Archhr • 
%hg9drnckien AafMts über die Bruelihauser Steine bei Bri^ 
hmt eine Gruppe tob tnerkwördigen iBolirten Porphyrfelsen» 
welche tich ans dem Granwacken- Gebirge erheben und höchst 
denbwärdige Bexiehungen diese« Grandgebirges eu den emporge • 
hobenen Massen klar darstellen. Über eine interessante Knochen* 
hohle im Übergangskalk derselben Gegend , bei Rötenbach zv^h- 
schec Bräan und Bredelar^ in welcher unter meiner Leitung, 
Nachgrabungen Stattgefunden haben» werde ich noch einen Auf- 
satz liefern. Vollkommen erhaltene Köpfe und andere Knochen 
Ton Höhlen-Hyänen in bedeutender Anzahl, weniger von 
Hoblen-Bären, sind darin gefunden und zwischen den Mu- 
seen zu BerUn und Bonn getheilt worden. 

Meinen dieijährrgen langern Bade- Aufenthalt in Aachen habe 
icli mit zur genauem Untersuchung des Kreide-, Greensand- 
und Ironsand - Gebirges der dortigen Gegend und tou Falkenhtrg 
und Ma$tricht benutzt. Ich werde auch darfiber etwas schreiben, 
hätte aber nur gewünscht, Fitton's Toilständigen Aufsatz über 
denselben Gegenstand vorher lesen und benutzen zu können, ^o 
werde ich Tielleicht Manches sagen , was von ihm schon Toll- 
•tandiger niedergelegt ist. 

. ., ^8ie wissen , d afs unsere Rheinische Braunkohlen-Bi,l» 
düng, welche in ihrer g^öf^ten Ausdehnung nur von Grand und 
Grus bedeckt ist, im Racken des Siehengehirgea, bei üitweiler^ 
▼on Basalt überlagert wird. Unter dem Basalte ändert die Brann- 
kohle ganz ihre Natur und erscheint in ähnlicher . Weise als 
Pechkohle u. s. w. , wie am Mdfiner, Leider war dieser interes« 
sante Punkt von üitweiler eine lange Reihe von Jahren der un- 
mittelbaren Beobachtung entzogen, weil kein Bergbau darauf ge- 
führt wurde. Jetzt hat ^ der dortige Betrieb wieder begonnen, 
und mit Hülfe einer Dampfmaschine ist der Basalt i^nd das Koh<* 
lenlager bereits mit einem Schacht durchsunken. Ich werde näch- 
stens dahin gehen , und hoffe für die Geognosie nicht unwichtige 
Resultate , wenio;stens Bestätignngen zu erhalten. 

Der Herr Markscheider Dammbnbbrg zu Dillenhurg hat die 
natürliche Naphthaline oder den Schererit, Tollkoimnen 
ähnlich demjenigen ronr üznach bei St. Gallen^ wie Strombyer, 
Ton ScHBRER, KÖNLEIN uud Macairb-Prinsbp ihu beschrieben 
haben, in, dem Braunkohlen -Lager der Grube ff^üheluuzeche hei 
dem Dorfe Bach auf dem hohen WesterUalde entdeckt. Alle Um* 
stände des Fundes deuten daraufhin, dafs diese ba türliche 
J. 1832* 6 



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82 

I^pIkthaliM» gMeh der kiiwttielim, eift SnbMmationi -« Pro- 
dnkt tey: entweder durch die in der dortigen Gegend hänfigTor- 
koramendeB Emporhebnngen und Onrchbrüeiie dea Basalte« durch 
das Kohlenflöts , deinen Eiaflüsse knf dasselbe Stifft umständlich 
beschrieben hat, ▼eranlafst, oder, was auch eine Möglichkeit ist, 
.als Folge eines später in der Kohle Torgekommenen Erdbrandes , 
wie denn Stifft uns ebenfalls tou einem solchen Ereignifs in 
derselben Gegerid bereits früher in Ihrem Tascheabuche eine in- 
teressante Beschreibung mitgetheilt hat. 

Ich weifs nicht, ob es Ihnen bekannt ist, dafs das eigen- 
thumliche Zink - Silicat , dem Lbty (Jahrb. 1830. S. 71) den 
'Namen Willemit gegeben hat, auf der grofsen Galmei- Nie- 
derlage am Altenher g {Vieille Montagne) bei Aforesnel, zwei Stun- 
den TOn Aachen, vorkömmt; Lett hatte in seinem Briefe an Sie 
den Fundort nicht angegeben» Man hat dieses Fossil bei der Gfd- 
mei- Scheidung gewöhnlich ausgebalten, weil es bei der Röstung 
..SU' sehr widemtand» An den Grenzen dieser, in ihreoi Gehalte 
sonst so reinen Galmei - Niederlage hat man neuerlich auch Nie- 
ren TOU Grau-Braunsteiners gefunden. Sie lagen in dem Thonbe- 
steg, welches die Gialmei- Masse tou dem umgebenden Über- 
gangskalk trennt. - 

NÖBQBRATH. 



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msscß 



U 



z u 



g 



e. 



Oryctogtiosle. 



Analyse des bei BokumSii is B&hmm im Jahre 18Sd g^faüdenea 
Meteoreieejie ¥00 HoLaas: 



Erste Zerlegung. 


Zwnt« ZtrUfUBg. 


Eisen 86,<^ 


8S,67 




Nickf^l 8,12 


7ja& 




Kobalt 0,59 


9.60 




Mangan 0,46 


9fi» 




Kalzium 0,41 


1,08 




Gljzinm 0,12 


040 


J 


Alamium 0,08 


0.M 




Magium 0,18 


0,10 




»6^ 


iM,38 




( BikiHSAKTMBE VtA BlTIXnaUITIRf : 


Zeittchrirt f. 


Pbya. «n4 


Ifathem. IX. B. S. 8M ff.) 







F. ▼on KoBBLK untenachte einige in der Natar TörkoM^ 
mende Verbindungen der Eisenoxyde ( Sohweiggeb-Sbi- 
vicl.'s Jahrb. d. Chem. 1831, 6. H. S. 195 (f.)- Beim Magnet- 
Eisenera ergaben wiederholte Analysen das Yerhaltnlfs der 
Sauerstoff- Mengen des Oxyduls und Oxydes, wie 1:4. Der 
Martit erwies sich als reines Eisenoxyd« Der Franklin! 
seigte nur sehr geringe Spuren tou Eisenoxydul. Der Lievrit 
enthält 2B,5 pC. Eisenoxyd, und der Cronstedtit 85*85 p€. Ei- 



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84 

womcyä. Der Thraulil «clieiiil im reinen Zttstende «tdUfi nn-' 
dereB ssn seyn, nls FS ,-{- Aq und Terliält et eiclL mit dem Hi- 
singe rit ^ben eo', so steht der Vereinigung beider Silikate sa 
derselben Spezies nichts mehr im Wege und die Benennung 
7hrftulit durfte lu unterdrücken seyn. 



jDie Münchner akademische Mineralien-Sammlung besitzt ein 
Platin - Geschiebe Ton Nüchne Tagilak im Üral^ welches 
12197 Gr. Nnrnb. Med. Gew. wiegt. Es ist eine knollige, abgerie- 
bene Massemit mehreren gröfsem und kleinern Vertiefungen nnd 
unregelm&fsigen Eindrnckcii. Spez. Gew. = 18«87. (Fuchs, a. a. 
O. S. 258.) 

^^ 

„ ;; 7*jToii (CoBBU zei^legte den OliTcnit , den Kupfer- 
schaum und den Kiesel-Malachit (Pogobndorff's Ann. 
d. Phys. XVin. B. S. 249 ff.). Der Oliven it enthält: 



ArseniksBure 


36,11, 


Phosphorsäure 


3,86 


Kupferozyd 


56,43 


Wasser 


3,50 



100,00 
Im Ku p forsch au ni^Ton Falhßnstein in Tsfrol wurde ge- 



funden : 



} 



Arseniksaure 25,01 

Kupferozyd 43,88 

Wasser 17,46 

Kohlensaurer Kalk 13,65 



100^00 
Die Bestandtheile des Kieael-Malachit's tou Bo'goileftk 
in Siberien sind: 

Kieselerde 96,54 ' 

Kupferozyd .40,00 \ 

Wasser 20,20 

Eisenozyd 1,00 

Quarz 2,10 



99,84 



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RhomboSdriacher Witnathglftni, odef Tetrttdy* 
mit, von W. HAivuoui beiehrieben (BmcABTinB iiad Encoioa- 
H4VtBH : Zeitüchrift für Phy«. und Mathem. IX. B. S. 129 ff. ). 
Grand - Gestalt ein RhomboSder Ton SW ; die Kijrstalle leigen 
gewöhnlich die Formen ¥0» KomhiBationen sweier Rhombo^der 
Zugleich mit der Fimn erkannte H. den Habitne eben deijenigea 
Speiies, welche Moiu ale eine der Arten beechrieben hat, welcher 
man in I7f^arfi gemeiniglich den Namen Helybdftn-Silbet 
beilegt. Auch die Iteigen Eigenschaften stimmen uberein. Sehr 
▼ollkommen theilbar senkrecht auf die Axe. In BlAttehen bie^ 
sam. Zwischen linnweifs und stahlgrau. Harte = 2,0. Eigen- 
schwere nach BAmiOAaTNKa = 7,514 Vorkommen an Sekoubkam 
bei SdkmowtMj unweit Sehemtuta^ in Letten eingewachsen» der 
durch Regen aus einer Kluft im Trachyt- Konglomerat ausge- 
waschen worden; nach Fabtsch auch mit Gediegen - €rold und 
Gold-haltigem Eisenkies in Qnarz auf der Qrtgorii yasianawi- 
Grube im Gebirge FeriUelf unweit P^jana in SUbenkürgmn, — 
Eine ausführliche uaturhistorische und chemische Unter* 
suchung des rhomboSdrischen Wismuthglanses lieferte 
Wmau.n in Baühoabthxu's und Ettihgshaosbh's Zeitsehrift lAi 
Pliys. tu. B. 9* 188 ff- Resultat der Analyse: 

Wismuth 59,47 

Tellur 34,78 
Schwefel 4,90 

Silisiumozyd 0,40 . 

99,4» 

Das gleichfalls serlegte ]IIolybdaii*rSilber tob EhuUehr 
PiUen enthielt: 

Wismuth 61,15 

Tallur 29,74 
SUber 2,07 ^ 

Schwefel 2,88 

Selen» Spur 

95,29 



A. BBBRKAvyr beo)Michtete eine aene Art vob Tetarlo6-' 
drie hezagonaler Gestalten am rhomboedrischen 0ioptas-Chaliit 
und bei Geetaltni, welcho dem tesseralen Systeme lagehören, 

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86 

am SdMrefBMMii. (S«HiirBi66Bft-6nvjn.9 Jaktbiich dkir Chemie. 
im., 6. St. 8. m ir.) Beide AtiMtie geeCattea keinea Aoskb^ 



J. N. FvoB» fend'ioi rosenrdtkeii <t*a'> ▼•n BabemHk^ 
M 2w|ntl, dnea TitBDOxyd-Gelialt von 1 — Me t% pC 
Bv Termnlhet, dafb die edlen Yarietaten dee Korwde Ihren Fai> 
benechttiiMli glelchfille Tom Titan erborgt haben ; der unreine 
Komnd an« Pienumt lieft, bei einer oberflächlichen Untersachmigy 
demlieh eine» Titen-Gehall erkennen. (A. a. O. S. 25^ &) 



CkF. RionTnn beeehreibt ein in der TWra OMMN^ibiSBdinden 
ilfflieUnof in Gllü» mit Knpfergrnn, Malaehil «. «..m ymOmmh^ 
mendee Mineral unter dem Namen Felo fco nit (Pottennnonsv^e 
Ann. d. Phye.,^ XXI, B. S. 6m.). VuecheUehi im Bracliö; büui* 
Ucheehwam; leb^rbranaer Strich} undurehetchtig; sehivtach CHnt« 
artig glAnzend; Härte gleich der des Kalkepatliei; Sq^ifinaehipcffe 
= 2,509 bie 2,CUrr. Her P^lokonit Idet sich leicht In SUi»* 
•anre, echwieri|{er in Salpetere&ure auf. Die iaintaur« Anli^ 
sung ist pistazieogrjin und reagirt auf EleeU^ Mangan, Kupte 
und Phosphoreäure. 



▼on A. Cohnkli 



■ terit enthält 


nach dei 


Kieselerde 


5S,e66 


Thonerde 


17,498 


Strontian 


8,82» 


Baryt 


6,749 


Kalk 


1,846 


Eisenozyd 


0,292 


Wasser 


12,584 



100,454. 
(Edinh. new phiL Jotim. No. 19> P. 65 eet) 



A. BaairnAüVT bestimmte das Rliombo£der der antimoni- 
schon Silberblende und lieferte eine nähere Bestimmung 
der Krjstailforiir der arsenlüvh^n SMbvrblende. (Stoawnio- 
läa-SainsL, Jabrb. d. Chem. 1881, t. Hefit, S. 89i ff.) 



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w 

Eine dem Lationit nnd Spreastein fthnlieliey j«doch 
▼•B beklea FestiliDB in gewimen MerkmaleB abweichoidD Mine* 
ral-Sob«Uns warde tob Bbbithiv»t sBter dem Namea Sirie* 
giean alt neue Specie beschnebea f A. a. O. S. 879). Sobald 
die ehemUche Asaljee, deren baldige MittliellnBg ▼ereprodiea 
wM, bekannt gewordea, eoll eine anafnlirliehe Angabe« in diee^ 
Blättern folgea. 



A. Bbsithaupt'« Untersuchnng dee Menophan'e hat erge- 
ben 9 dafe derselbe Rosn'f Epistilbit iwar Terwandt iet » dafii 
jeieeb beide Mineralkörper benimmt getrennte Specien eiiid » die 
ia ein Genne vei^inigen kann. (A, bl. O. S. 381) 



Hnif tbeilte Nachrichten über den Diaspor mitt Das bi< 
jetit lo seltene Mineral kommt, wie KÄBncBna nacbgevieeen , 
bei SAia$k im €7ral ziemlich häufig Tor nnd ist dat elbet unter dem 
Namen EiaenechüaBiger Kyanit und Antophyllit be- 
kannt Aus den TerBUchen von Hbm geht herTor, dafe ee ein 
Thonerde- Hydrat sey» worin die Tbonerde dreimal den Saner- 
etoff des WasBers enthält. (PoooBiinoRVv'e Ann. d« Phye. 1830 , 
No. 2, p. 255.) 



, C. NiuMANH lieferte (a. a. O. S. 260 ff.) eine mathemati- 
■ehe Theorie der gewöhnlichen Zwillingt-Kry Btalle 
des ToBseral-Syetemee. Zu einem AuBznge nicht geeignet. 



IL Geofnofiie und Geologie. 



Fb. HevtHAinr ha« eine «Übersicht der orographi- 
eehen nnd geognoetiechen Yerhältnieee def nord- 
weetliehen ^eateishlande'» in awei Abtheilangen geliefert*. 

* Leipaig$ idto. 

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1 



^ Der L Abschnitt -* eine Dantellong der Oberflacbe - Veriialt- 
niue jenes Landstriche mit Znxiehnng zahlreicher Höhen -Be- 
itimmungen, unter den«i ungefähr 2000 neue und mekt nach 
Beobachtungen des Yerfassers berechnet sind , enthaltend -*- aes- 
fallt in drei .Unter -Abtheilnngen: das Harzgebirge, der Thürin- 
ger Wald und das Nieder- Rheinische Schiefer -Gebirge; sodann 
folgt die Schilderung der Oberflachen -Beschaffenheit des Higel- 
landea «wischen dem Harze und dem Thüringer Wald , des Hu* 
gellandes in den Umgebungen des oberen Leine -Thaies, in Hn^ 
sen und im Fürstenthnme Paderhcru , jenes im antern TheOe des 
Weser -Gebietes 9 nordvestwärts und nördlich toiu Harze a s. 
w. Im n. Abschnitte findet man eine allgemeine Übersicht Toa 
den Verhältnissen der innern Zusammensetzung des nntersnchtea 
Landes. Die Reihenfolge der Gesteine — Übeigangs - und Flöts- 
Gebirge •— werden mit beeonderer Ansführlichlteit beschriebea 
und die Norddeutschen Formationen mit den Englischen Tergli« 
chen u. s. w. — Mit dieser Arbeit, deren Inhalt nnsem Leaen 
dem Wesen nach durch die Tom Verf. seit mehreren Jahren in 
den Aiinalen der Physik u. a. a. O. bekannt gemachten einzelnen 
Abhaiidlungen nicht fremd seyn kann, sind zwei andere in ua- 
mittelbarer Yerblndung, welche Hr. H. Tor Kurzem Tollendet 
hat: nämlich eine geognostische Spezial - Karte rem 
nordwestlichen Deutschland in 24 Blattern (Berlin, bei 
S. Scnnopp) und ein geognostisccher 'Atlas vom nord- 
westlichen Deutschland, bestehend aus einer Übersichts- 
Karteiund drei Platten mit Profil -Zeichnungen. C Stattgart bei 

COTTA.) • " 



Vorkommen des Hypersthens und Hyperethea-'Sye-» 
nit's im Feltlin (L. A. Nboksu, BibL univera. Oet 1829. Sc. 
et Art», p, 123.J. Unfern des Dorfes la Presa^ zwischen Bormh 
und Tirano^ wurde die bis jetzt so sparsam rerbreitete Miaeralr 
Substanz aufgefunden ; In Verbindung mit Feldspath setzt dieselbe 
den Hypersthen - Syenit zusammen , welcher am genannten Orte 
in manch fachen Abänderungen dee Kornes und der Farbe gefun- 
den wird, -r Das Feltlin ist ein grofses Längenthal der Alpen, 
zu beiden Seiten tou selir hohen primitiven Gebirge -Ketten be- 
grenzt. Aus der Tiefe des Tahles steigen, wie im Vdhrdn/e- 
Thal, drei grofse Granit-Massen empor, und über ihnen erheben 
aicb nomittelbar deutliehe senkrechte Schichten tou GaeiJb ^ der 



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in Glimmenicliiefer überseht. Die iingnchieliteten Maaaeia ver- 
■chwindcn in geringer Höhe aber dem Thnl^NiTean» und die 
Gneifa-Schichlen , indem dieselben Ton der Aze der Gebirgikette 
•ich entfernen , neigen eich alimählich , die der nördlichen Berge 
gegen NW. , jene der ftfidltchen gegen SO. Diese« Fallen findet 
man gleichmafBig in jedem Theile der ganswn Mfiehtigkeit der 

Kette Von Bernue gegen Tiranp trifft man am Fiifee der 

Berge eine joa» graaitiechen Herrorragnngen Ton*61immerechie- 
ferbedeeht Zahlreiche regelleee Granit -Ginge entrecben sich, 
Toa der granitischen Masse in die Glimmerschiefer -Lagen und 
der Granit umschliefst mitunter beträchtliche Glimmerschiefer- 
TrAmmer. Unfern Afol^one in der Gemeinde VaUe di Sotto ea* 
digt der Granit, and die beinahe Tertikalen Glimmerschiefer- 
Schichten , mit GneiA untermengt , senken sich bis in die Tiefe 
des Thale«. Gänge von Granit und mächtige Qaars-Gänge durch- 
setsen dictee Gesteine. Etwas weiter erscheint wieder eine gra- 
attische Herrorragnng und über derselben sieht man senkrechte 
Schichten Ton Glimmerschiefer. Auf dem rechten ^dda-Ufer 
findet sich die Fortsetsnng der letsten Granit - Masse ; es haben 
allmähliche Übergänge ans Granit in gewöhnlichen Syenit Statt, 
und aus diesem in Hypersthen- Syenit Unweit Bviadaro endigen 
Granite und Syenite und der Glimmerfechiefer senkt sich zu bei- 
ien Seiten bis in die Tiefe des Thaies. Um Tirano erleidet das 
Gestein eitfe Änderung; der Glimmer wird durch Talk oder Chlo- 
rit Tertreten ; es entsteht endlich ein Thonschiefer oder ein mit 
Epidot gemengter Chloritschiefer. Bei Caasace (Gemeinde ^onte) 
endlich richten sich die Talkschiefer- Schichten bis zum Senk- 
rechten auf, und zugleich erscheint unterhalb derselben eine Masse 
porphyrartigen Granites, durchaus ähnlich jenem Ton Fahrnne 
und wie dieser Ton Protagyn begleitet. 0ie letztere granitische 
Herrorragung erstreckt sich sehr weit ,und ist stets überragt roh 
senkrechten Thon- und Talkschiefer-Schichten. — Die flypersthen- 
Syenite zeigen sich deinnach im innigsten Verbände mit den un- 
tern Granit -Massen, weiche so auffallend die primitiTcn Gebilde 
fTersehiedeaen Alters durchbrechen. Und unter ähnlichen Yer- 
hältoissen durften die Hjpersthen^ Syenite auf der Küste Lahrm» 
dor auftreten, auf der Westküste von Grönland, in Comwaü und, 
endlich in den CncAtiilm- Bergen auf dem Oilande Skye. 



Über da.s Vorkommen des Goldes im Soisftiirguetot 
Erzgebirge toa J# RvssmMim (Zeitschr. f. 'Fhys, a. Mathem. 

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90 

ron BAini«A»Tiite niid BvmicwiiUüttfif. Vm. B. , S. tH&Si ff.)« Bet 
Theil der Norlsdben AlpenfceUe , welcher die Sadgrenxe tob SaUh- 
hurg'hiliety theill sich, wa« geognostieche Terh&ltniMe iind£ra- 
f abrang b«tri€Et, in zwei parallel an« O. in W. etreidienda Q^ 
birgszdgej Der tfidliche d«r«elben , die Centralkett^ , besteht aus 
Granit aad Gneift , von den gegen N. Torliegenden jfingem Foit- 
mationen dbr Voralpen dareh mäehtige Glimmerschiefer- Abla* 
gemngen geschieden, hie and da vechsellagernd mit jdngera 
Graniten and begleitet Ton körnigem Kalk and von Enphotid- 
Gebilden. Dea westlichen Theil der Central -Kette beseichnet 
das mäehtige Hervortreten des Granits , wahrend im östlichoi 
Theil Gneifs herrscht. Häufige Gange durchziehen beide Gre^ 
bilde. Sie f&Kren Gediegen -Gold und Silber, Blei, Kupfer, Aa^ 
timon. Im Granit* Glimmerschiefer -Gebirge findet man auf 
Gängen und Lagern Kupf^sr-, Blei-, Eisen- and Zinl(-Salpharidei 
hie und da Silber führend, mit geringem Gehalt an Gold, wel- 
ches jedoch hier nicht gediegen- erscheint — Wesentlich TOfw 
schieden , was Felsarten und Erzffihrnng angeht , erheben sich Im 
N. der Central-Kette , geschieden durch das Längenthal der Sal»- 
ache und durch die Hochebenen von RatUtadt, die Toralpen^ 
Der Glimmerschiefer, das die Lagerungs - Folge der Central- 
Kette schliefsende Formations - Glied , beginnt die der Yoralpen. 
An ihn reihen sich Übergangs -Gebilde, Thonschiefer und Kalk 
(mountain Umestan^); der Kalk mit dem Schiefer theils im Wech- 
sel auftretend, theils selbstständige ungeheure Stuck -Gebirge 
Ton 8 — 90<N^ F. Seehöhe zusammensetzend. Eisen, Kupfev, 
Blei , Arsenik , Wlkmuth , Silber , seltener Quecksilber sind die 
im letzteren Gebirgszuge Torkommenden Metalle; Gold fehlt 
gänzlich. — Den Zug der Yoralpen, in der ganzen Richtung 
seiner Ausdehnung , begrenzt Alpenkalk ; unmittelbar auf Über- 
gangskalk ruhend, meist deutlich geschichtet , bildet er die Grund- 
lage der nördlichen Vorberge, ausgedehnte Ablagerungen tob 
Liaskalk und Sandstein , Salzthon, Steinsalz und körnigem Thom- 
Eisensteiil führend. — Den mächtigen Lias- Gebilden folgen ter- 
tiäre Formationen, und Diluvial- und Alluvial - Ablagerangen 
setzen die Ebenen am Fufse der grofsen Alpeakette insamm^* 

Thal-Gesteine. Den Hintergrund des die Gentral-KeMe 
rechtwinkelig, aus S. nach N. schneidenden Thaies bilden hohe 
Gneifs- Gebirge Ton häufigen Erze - fuhrenden und tauben Gän- 
gen durchsetzt. Beide streichen aus NO. in S W. ; jene fallen 
anter 45 bis 51^ gegen SO.; diese nllgen sich unter gleichem 
Winkel nach NW. Die Lettenklufle , erfüllt mit Trommem Ton 



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n 

IM^irgfl«« nnd andern Gtng^GMteincn dofch ein llienigei Binde* 
Mittel ir«)r«imgt, sind jüngeiev Entateliung; sie dvreliseteen jind 
^$wmt»ttm die £tse-ffihrend«n Gange. MüshtiglMil tob 1' Üb l 
Laeblef ; ehne MeUU^Fohning. ^ Die Urs-Gänge eenden in dar 
Bielining ilirM StMichens h&afig IMomer «m» Ikre Meehüg^eU 
wedueilit toh einigen Zellen bis sa meUreien Laofatem. Hire 4iie*> 
föllang bikto: Gneile, Granit, beide den gleiehnamigen Nebe»- 
Geateinen eehr ähnlich, Qnan, selten aueh Kalbepaih* Mitnnter 
zeigt sich eine wahre Schiohtang der Gang-AaafäUiing(. i«gen 
▼oa Gneifs und Ton Quars wechseln sa mehreren Malen swischen 
Liegendem and Hangendem. Sahlbänder begleiten meist die Aas- 
föllnngs- Masse sehr deutlich. Die Erzfuhrung — Gediegen-Gold, 
Grau -Antimon mit Gediegen - Gold und gäldisohem Silber» Aa- 
tnnon- Silber, Bleiglana, Kupfer-, Eben- und Arsenik •-Kiea •— 
ist dem Gang-Quane wie dem Gang-Gneifse eq^en. 

Aaaris-Thal, dem Gestetner Thal am MordrGshä^ge der 
Central -Kette gegen W. aaaächst folgend und mit diesem von 
gleicher Längen -Erstreckung. Der Hintergrund besteht ebenfalls 
aw gewaltigen Gneifs - Gebirgen , und die darin aufsetxendea 
Gänge seigen dieselben Yerhältaissej wie jene des Gswtetner 
Thaies. 

Pinxgan. Für das Vorkommen Ton Gold, gediegen und mit 
Silber verbanden , sprechen die in einigen Seitenthälem der Cen- 
ftsal -Kette betriebenen Grubenbaue und die am nördlichen Ab- 
hänge des Granit* and Gneifs - Gebirgs herTortretenden Bäche, 
in deren Sand fast ohne Ausnahme Gold enthalten ist Im Hin- 
leigrande des PViseft- Thaies erheben sich die höchsten GneiDih- 
Qebirge der gansen Central -Kette. Sie steigen bis au 11 und 
12000 Par. F. empor und fuhren Gold auf Gängen. Guldischee 
Silber kommt im FtUterikale im Glimmerschiefer vor. Im Gra- 
»Ü-GlimBMMcliiefer- Gebirge des Heuba^kÜkaim baat man auf 
•hier de» Gestein» Scbiehtsn parallel streicheaden and fallenden 
fcageiatitto Tan 0,5 bis 1,5 P. Mäehtigkeit, die Bleiglaaa, K«- 
pfer*« aad Elsea-Kles und Fahlers, sämmtlich gildtsehes. Silber 
haltend , Inhi«. 

Lnag^an. Aal den Gängen in Granit«, Gneilü - und Gllm- 
menebiefer-Gebiiigea flaAst sieh Gediegen -Gold und galdketies 
Silber a. s. w. 



P;H;M. 2ipras Übersicht der Gebirgs-Pormationea 
iii' BOhinen (Aas den « Verhandloagea der k. Bfähm. GeseUeeh. 

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dtt WiMeoialiaffteD.'» — Prag; 1881. 68 S. 8\). DU iltoM 
Erbaten Ton Rbitm a. e. a.« dU Mittbeüangea vieler antgeieich* 
neten Geongosten «neerer Zeit» die SanunluDgen dee «eit etwm 
1688 durch Graf t. Stuwbbeo eröffneten Taterländischen Museamf 
in Böhmen^ endlich viele eigne Reisen haben dem Tf. da« Mar 
teritfl aar gegenwärtigen, sehr gedrängt gehaltenen Arbeit gelte- 
feit. In eignen Abbandinngen will er einselne Gegenden epater 
«aeföhrlicher bearbeiten. Die Ordnung und Benennung der Ge- 
steine ist nach Bkohuhiaet's «taUemi des terraitu^* 

I. AlluTial- Formationen: sind von Pflanzen, Lehm 
oder Geschieben gebildet» ' 

n. Lysische Formationen: Kalktnffe. Inkrustationen« 
. Sprudelsteine, Sauren und Salse der Quellen, Mineralwässer; 
Terachiedey brennbare Körper, Rasen -Eisenstein n. s. w. 

in. Py^rogene Formationen: Enengnisse von Srdbräa- 
i^m und Lnftsteiae kommen mehrere vor. 

IV. Klysmische oder DiluTiaKFormationen: Sie 
sind theils lehmiger Art, und umschliefsen Zähne und Knochen 
Ton Elephas primigenius und Rhinoceros tichorhi- 
nus; — theils Geschiebe und grobkörnige Sandsteine,' worunter 
man nirgend etwas tou den nordischen Felsblöcken bemerkt; — 
thefls Metall-ftthrende Kiese , wie ; Zinnseifen j suweilen mit To- 

,pasen, bei SchJäckenwalde , und fW6iis, oder Ctoldseifen, Jene an 
der Moldau, Pazawa und Wattawa aus früher Zelt bekannt, ^ 
aber bei Prsihram und J7oann»tal, auf Höhenpunkten gelegen und 
längst erschöpft , oder Kiese mit Iserin, Zirkon, Saphir, 
Zeilanit und Pyrop, auf der IseriDtese, alle in der Nähe Ton 
Basalt- Bildungen Torkommend. 

V. Yiemische oder Flöti-Formationen. — 1. Obre 
oder thalassisohe. ^ Sufswasser-Kalksteine kommen Tor: im 
obem Ji;s'er-Becken , bei Trebendorf und bei Dolitz über der Brau- 
kolilen ' Formation , mit Zähnen tou Maetodon ang.ustidena; 
im sweiten l^er- Becken bei «fottelef und im fit7a- Becken bei 
JfoIotortiJk^miirHeliz- und Limneus- Arten, an orstrer Stelle 
mit Hornsteia als Yersteinernngs- Mittel; und ähnliche Bildui- 
gea finden sich bei Walt$ch, welche Abdrucke tou Bechera 
€ h ar a e f o r m i s Stbuhb. u. a. Pflanien einschliefsen. — In diese 
Klasse gehören Tielleicht auch die Hulbopale und Menilit- 
artig^ Gesteine von Btljii, mit ihren schönen Abdrucken Toa 
Fitchon und Dicotyledonen -Blättern; <-» eben so die 



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lR6cke dei ftofient fetten, fettgliosenicii, MfewunlMi Trapip- 
SandsteiD«, welelie im MiUOgMrg^ and bei KmMiut 4ie 
Bamlte und Braankohle begleiten. — Die Brannko^len-Fof« 
mation ist eehr rerbreitet; de besteht ans TöpffsTtiioa » bit«* 
minosem Holze nnd eigentlicber Brawnkbble, deren Lager Aber 
10 Klafter mächtig werden. Eisenkiese, Gyps-Krysialle« 
Alann, Honigstein and Hämboldtit kommbn damit Tort 
and anter den Pflahsen- Resten erkennt man hanpts&ehlieh Blat» 
ter yon Dicotyledonen « namentlich Acer, S«liz n. s. w.; fer* 
ner nach t. SrnnNBnao Aspleuiopteris difformis, Coni« 
tes familiaris, C. ornatns» Algacites crispiformis 
ScHLOTn«?, Fncoides Bohemicns, Lyc'opodiolites lig- 
n i t u m nnd einige ? P e c o p t e r e n. Ob die Braunkohle des ob^m 
IfoMiitt - Beckens ebenfalls dasn gehöre, ist noch an nntersnchen. 
— Thonlager, bis über 20 Klafter machtig. — 2 Blf ttle oder 
pelagische. Die Kreide-artige Glauconie oder der Pla- 
ner ut nicht aber 16 Klft mächtig, selten von jungem Bildoin- 
gen bedeckt, und bildet die Hochebenen, in deren Thalem altres 
Gebirge aa Tage geht. £r enthalt Zähne von Sqnalas, kro- 
■Bonites Rhotomagensis, Nantilns pseudo - pompi- 
lius, Inoceramus concentricus, Plagiostoma spino- 
anm, P. punctatum [?], selten Terebratula plicatilis 
Gi'yphaea colnmba, Spatangus cor anguinum« die 
Thnitee alienus nnd Eisenkiese. — Der Grunsand oder Qua«- 
dersandstein , oder Sandstein von Pirna ist bis zu 800 Klafter 
Blächti^eit zumal im N« und NO. Bohmeiu entwickelt, nach 
der Mitte und nach O. hin abnehmend. Aufser einigen der eben an» 
geführten Versteinerungen enthält er noch Ceritium ezcuTa- 
tamf , Ostrea carinata, Pecten 5costatus, einige Tro- 
chen und Trigonien, welche indefs meist, bis auf Gry» 
phaea colnmba ih|» Schale verloren haben; ferner Thui- 
ies gramineus t. Sthlb., Dicotyledonen - Blätter und einige 
Fahren- Abdrucke. Da« Jura -Gebilde fehlt gänzlich. *- Untre 
•der Ab ys Bische: Die Lias-Formaiton findet man nirgend 
anstehend ; doch enthält der Pyrop - führende Kies einige Y erstei- 
Berungen: Cerithieu, Turritellen nnd Turbinolia par- 
▼ nla ▼. MtiisT., welche durch die benachbarten Basalt -Gebilde 
Ton Gliedern jener Formation in . der Tiefe losgerissen und aa 
die Oberfläche gebracht worden seya durften. So bei Tr»ikUt9 
nnd Pod$edHt9. — Die Keuper-Bildnng fehlt. — Um JVosmbi^ 
darf and DanBU» im Leitmefitzer Kreise, kommen einaelne Kalfc- 
Bt^inlager in nnmiti^lbarer Berührung mit dem Basalte tov« die 

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alle KennseicIieB gewaHMuner EmparbelniBi^ an« groAtter Hefe 
an sich tragen (Reibongsktfifte, stoiler SehiditenfallJ, «ad der 
Mn«eli6llialk*Faniiation aDgehörig «dieinen. -^ Ton %«Dteai 
Sandateia and Alpenkalk kat man keine Spar. -^ Dagegen 
geht das Reihe- Liegeade am /«er- nad Rieseii-Gebiige aeff Tie- 
fen Pirakten au Tage ans, meist nater Qaadenaadstcin , und auf 
Urgebirge rahend. Schieferthonlager nüt Fahfea-AbdraGkeB €a- 
den sich ein (Sehatslar, liedwienf, Csikwatkay ?Nück9d)i za- 
ireilen auch schwache Kalksteinlager ohne Vexateineningen 
{Ptitkay TaiobH). Staareasteine oder Fsaroiithea. sind 
bei Neupaeka häufig. Die bis jetxt bekaantea Fflanaenreste Btani> 
men ab von Lycopodiolithes selaginioides» Lepido- 
dendron pnuctatum, Nenropteris gigantea, Fecop-« 
teris elegaas, F. incisa, Syringodendren Organum 
and Bruq^mannia tenuifolia. Damit hangt wahrecheia^ 
lieh der glimmerige Sandsteinsehiefer Ton Bdhnmekhrod , Sckwara- 
hoiMlet» und Kamrzim unterirdisch ausammen. — Der Mim o- 
phyr oder rothe Forphyr tritt xwischea den Schichten den 
vorigen Gebildes auf, sumai am Jtsehken, bei Zdiartk und JUe- 
htnau, per Forphyr, Melaphyr und Spilit aber, wenn sie 
damit Terknupft sind , ergeben «ich Tielmehr als unten anfauführ 
rende typhonische Formationen. *- Die eigentliche Steiakohlea- 
Formation tritt im Rakonitser, im PiUner (Swina, Raduitx etc.)> 
im Beroaner Kreise und a. a. O. aaf , ruhend auf Übergangs -Ge- 
birge, und im erstem Kreise wenigstens Toa Kreide bedeckt 
Arkose, Steiakohlen-Sandsteia, Conglom erat, grauer 
und sohw&rslicher Schiefert hon und schielerige Steia- 
kohle mit faserigem Aathraait aind ihre Glieder. An Fflaa- 
aeuresten enthält sie Lycopodiolithes elegans, L. diehot- 
tomus, Lepidodendrou obovatum, L. aculeatnm, L. 
crenatnm, L. rimosum, L^ undnlatum, Lepidofloyoe 
lacicinum, Favularia obovata, F. trigona, Sphae- 
aopteris linearis, S. delicatula , S. asplenioide«, 
Neuropteris plicata, N. obovata, Fecopteris angu- 
stlesima, F. «imilis, F. discreta, F. debilis, F. yo- 
Busta, F. erbiculata, F. cordata, F, Tarians, F» bi- 
Ivroata, F. obtnsata, F. undulata, F> repanda, F. ae- 
pi>dlaidee, F. antiqna, F. cren^la, F. dubia, Alethop- 
terl« Tulgatns, Rhytidoleple undulata, Syving^- 
deadroa piscapreoli, Oalamites psenda-hambueia, 
C undulatne, C approximatua, C. diata^at G. üohe- 
ttlaas, ftrQekmaaaia ' vigida, Valkmaaafa diatft- 



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«lijra, BeclierB ceratophyiloides, B. difffas«, B. gtänr 
«lift, Rotalari« marsileaefolia, .iL palyphylla, R* 
pn«ella, Cycadite« palmatuS) Flab^Haria baraaii«- 
folia, Falmacites carytoidea, Noegge? athia folioaa» 
Scitarainites muaaeformia, Stigmaria ficoides, Ca- 
nites.cernuus.» C. armatas, auch Holi von PaimeB iwd 
Cycaditen, doch keine Psarolithen; dabei thaniger Sphae- 
rosiderit and RötbeJ. 

TL Hemilysche Formationen, oder Übergangt- 
Gebirge; Torzuglich im mittlem Böhmischen Übergangs -Ge* 
birge. Der Übergangskalk tritt mächtig in einer beträchtli- 
chen Erstreckilng auf; die Schichten dieht oder wie aas faust- 
grofsen Knollen zusammengesetzt , and begleitet von Grünstein in 
lagerartigen und stock förmigen Massen ; er enthält etwas Schwe- 
felkies, and von Versteinerungen Orthoceratit^s rcgala- 
ris, Trilobites Hausmanni, T. macroph thalmas, T. 
S ternbergii Boek, a. e. a. A. ; sodann Cardium laeTiga- 
tam, C. costellatam, C. priscum t. Mvnst., Graptho» 
lithejB sagittarios Lamk. [?], einige Terebratein und 
Crinoideen. — Der Quarzfels erscheint theils lagerartig 
(im Thonschiefer), theils in mächtigen Gebirgsmassen, wo er 
indessen häufiger nur ein Quarz -Konglomerat ist. Auch die in 
einander äbergehenden Thon6chiefer,Grauwackenschie- 
f e r and Kieselschiefer sind von igrofser Verbreitung. Fein^ 
körnige Graawacke wechsellagert mit Quarzfela. Der Grai^- 
wackenschiefer enthält bei Ginetz Trilobites Sulzeri, T. 
Hof^ii, T. Tessini, T. gracilis nnd T. bacephalas 
BoEK, and von Mineralien noch Anthrazit, Eisenkiea, 
Zinnober u. s.w. — Im £u2en- Gebirge erscheinen Talk- 
artiger Thonschiefer, übergehend in talkigen Quarz- 
nnd Chlori't-Schiefer, and ein Serpentin-ähnliches Ge- 
stein, reich an Quarz, and diese Formation ist es, worin die be- 
rühmten Gold -reichen and andere Erfe- Gänge aufsetzen, woTon 
^ie ersteren Quarz und Kalkspath führen , und darum das Gold , 
Eisenkies, etwas Molybdän- Glanz und Spiesglaaz enthalten 
Andre Gänge enthalten eine grbfse Manchfaltigkeit sonstiger Mi- 
neralien. 

YIL Agalysioche (oder krystallinisehe Ur-) F#v- 
»ationen. Körnig-blattrigeF Kalk bildet oaftergeordiieie 
Lagern in den folgenden Gebilden. — Auch scheinea ki dieae 
Itlanaa aiaigo talkartige Thanaehiefer mh lehwachea 



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MagMCeiMostetn^FldteeB am htithkmi^x htt* nnd Jiieteii - CkUige 
auf Granit anil GlimmencliMer in gleidiffemiger Lagerung nn4 
Chlorit-Sebiefer am BT. Abhänge de« li«r-G«6irgef an geiMH- 
ren. — Hornblende - Scliiefer und Hornblende i- 6e- 
. stein erscheinen eelbetttandig am S. Abliang de« .KinMcnpalilge- 
hirgf^ liaafiger aber al« untergeordnete Lager. — Der Thon* 
echiefet Ton J^er, weleher auf Glimmerechiefer folgt, und 
vielleicht noch der mancher andren Lokalititea, scheint von obigem 
Übergangsthonschiefer getrennt , und in der Reihe der Urgebirg« 
aufgezahlt werden su müssen. — Glimmerschiefer und 
Qnarzfels sind liemlich verbreitet. Insbesondre ist jedoch 
noch au erwähnen ein Qnanschiefer Ton deutlich körniger Zu- 
sammensetaung und heller Farbe , welcher durch Hinzutreten Ton 
Glimmer in Glimmerschiefer übergeht , und den Kern und Gipfel 
des hohen IiMcMren- Berges ausmacht — Die allgemeinste Ver- 
breitung indessen besitst in Böhmen allerwärts der Gneifs; na- 
mentlich im Erzgebirge, und im sädlichen Böhmen , weniger im 
/«er- und üiesen- Gebirge. An ersteren Orten seiehnet er sich 
auch durch seinen ungemeinen Mineral - Reichthum aus. 

Vni. Flutonische, oder durch Ergiefsung ent- 
standene Formationen. Der Granit tritt machtig auf ge- 
gen das Fiehlelgehirge 9 im Erzgebirge ^ im Central - Gebiet der 
bet' und itietfen - Gebirge , u. a. m. a. O. Im mittleren Bd&flien 
begrenzt er den Thonschiefer , und geht dabei ans dem Grobkör- 
nigen Porphyr- artigeh ins Feinkörnige über, «und Granitgänge 
setzen bei SktDoretz und RziUehan durch den Thonschiefer, wor- 
aus man schliefsen darf, dafs dieser Granit erst nach dem Thon- 
scl^iefer entstanden seye. Auch Schriftgranit ^ndet sich bei 
Deutachhrod , und bei Roneberg im Klaitauer Kreise , und zwar 
hier' als Gang im Diorit. — Kaolin kömmt im Granite des 
Erzg^hirgee und nm Karlsbad vor, wo er durch Umwandelung 
des Feldspathes entstanden ist, und bildet Lager im Taborer 
Kreise auf der Herrschaft Mühlhausen. — S,yenit bildet ein« 
Gebirgsmasse an der Sazawa unterhalb £ufe, und bei Roneh&g 
enthält er Diorit untergeordnet — Porphyr, welcher iai' 
Lettmerttser Kreise Tielleicht mit Granit in Terbindung steht» 
scheint an einigen Orten mit diesem erst nach Bildung der Braun- 
kohle emporgehoben worden zu seyn (Naumann in t. Lbonhars'« 
ZeiUchr. 182&.). Er ist sonst an Tielen Orten Terbreitet. Eis 
anderer Porphyr Im mittleren Böhmieehen Dbergaags- Qebiige 
d^r«|hset8t Thonschiefer , Quarafels und Giftuwacke» währeail das 



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SIeilibohUti-Koiiglomenif Gem^iebe dafW enOilt. DlavU. püi4 
die yariolit« um Weifigrün ▼«rbODileit, und die Jk^pha^it;^ 
uligen Geeteine bei B^tmom, f oarstfiiel? , Tegraow o. b, ir,%. die 
vahnicheiolich Prodabte des Kontaktes der im glühend - talgar- 
tigen Zaatande heraufgekommenen Forphyrmassejn mit dem davon 
durchbrochnen Thor,3chtefer sind. Ähnliche Gesteins- Umände^ 
rangen bemerkt man nin Radnit» und Darwoa^ und damit stehen 
gawobnlieh Porphyr . Gänge , den Thonsehlefer durchsetzends, in 
Terbiadnng. Bei TepUtz enthalt der Porphyr fSphwerftpath aaf 
•ehmalen Gingen. Diertt findet sich im mittleren Böhnwvhen 
Übergang^ - Gebirge in Form Ton Zwischenlagern , Stodi^en . und 
Gangen. Dnreh Übergänge sind Mandelsteine damit verban- 
den , enthalten aber nicht, wie die der rothen 'Sandsteinformatlon, 
QuariBkugeln ,. Agathe und Zeolithe , sondern' blos Kalkspath. — 
Ophiolithe- und Serpentine erscheinen in der Bqhtßi^Qhen 
GüeiTs- Formation an mehreren Orten mit eiogesprepgtenf Grana* 
ten nnd Ghromeisenstein. — Ophicalssit findet sich im Gneifse 
bei Ba9p9ttüu unfern Friedland , nnd mit TremoUt und Gru-^ 
nat gemengter. Kalkstein an Haüou bei Eger, 

IX. Tulkanische, oder durch Schmelzung ent- 
atandene Formationen. Baranter ist der Basalt.Torhcrr« 
achend , und nach ihm der' Klingstein, 4>ft in l^rachyt -ähn- 
lichen jlbändernnf^en erscheinend. In Basalt ^bergehender Man- 
deistein, Grunsteln, Wacke nnd Trapp -Mergel sind Ton minde- 
rer. BedjButuag. £in basaltisches Gebiet findet sioh im Elbogner 
nnd Saazer Kreise, ein zweites äst das sogenannte Mittelgebirge, 
theil weise im Leitnwitzer Kreise.. Diese Gebilde durchsetzen 
die ältesten bis zu den jiangsten Formationen der älte;rn Periode [?], 
auch den Granit und die Porphyre des Rothliegenden (Kosakf^w), 
Sie. sind reic& «n eingesprengten Mineralien. — Ganz eigentliche 
Iiaven bieten der KammerhülU bei Eger und der Widfaberg bei 
Csemot^^äi», hier mit schönen Augit- und Hornblende - Krystal- 
lea verseben, und in Bafalt übergehend. 

, In einem Anhange werden viele Hobenmessuagen von Bergen 
und Formationen, meistens nach D4V19, STBui«An<i und Bon», 
nitg^eUt . 



Cfp&]£vosT: Sind die jetzigen Contihente wiedejr* 
liolten Überschwemmungen durch das Meer f^ii^^ge- 
«etat gewesen? Srsier^Theil. (ü^^mpir. 4ß l9i^oc,.di!liUt,f\gf^d4 
J. 1832, / 7 

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m 

PmiBf P9i, IV. Y9»i fg. M9-.Ui.) Her ¥f. inrt sidi änt ttü 
die Votvl^lini^ Immer mehif mmf^iUlet, darch Beokmchtmiseli 
%ä bele^D gesucht^ änil in naehehiamler fefgesden AJbkwidlas^eft 
immer t^ieder ToUitindiger aUd beitimmter angedtoiiiai^ dafii Ip 
fl«if Tertiflr-Petiede kein wiederholter Rvcksog ddl Meerte Stelt 
getimdeSy^ wodurch eriieh in Widersprnck Yenetst etdiiim ^M 
▼totl Cutnok and Bboii«iiiabt (IHwrifi. de Paria y p^. 65 ti. a. Oi) 
i^Orgetmgenen , und dann Tmi so vielen Seilen mit Undmeidemnoi 
attT(^iiommeiien Hypodiete eines in jener Frikt dreimal Slait g«^ 
häliUtt Röckiage dee Meenie. Ddher er nanihehr jene weiter i^m* 
irtAftt Atiilfcht ttatf Abrlifcher and griindllcher dannlegea gedeak^ 
als *o)ciM ^vvtmi'VtRVBahb n. A.» so wie «r eellUt, TordeÜ 
sehbii g«»thfin iiabeh. 

ti Meereiablagerangen bedecken keindv frahA^ 
bewohnt gewtisenen Boden. Man ist cw weil g^gan|;fd) 
indem iflafa fdr die Ereignisse einer frohe» Welt <* Periode £r^ 
kcheinUngen and Rrdfte antoahm ^ die yon der gegenwarti^ea gäaa-' 
lieh i'eMchiedeti gewesdn eeyti sollen. Jene ffrahere Periode veiM' 
fliefst ganz allmähli«^ in die geschiohtliehe » und wean OMin Toa 
dieser Aas^eUeod tn die frdhbre aar&cltkehrt , so Wird mtd den 
bbbtien Schiassel zttr Erschli<BA*l^ der Qründa ao vieler, fihmhoi-' 
nangen liift siteb birinfeil. Wir sebeii aoeh henttatage reine 
Meeres «BildQbglSfci, gemiechte BHdungea und reine mttwasser^ 
Bilditilgef^ mit oder ohne entsprechende organische JEtnechläM 
Entstehen, und stehen die letetern entweder uatelr dem Me^rd md 
selbst auf dessen tioMem G^pilde theils ans Zofüirasgea tarn 
Lande* her, theil« aiiii nntermeerfschen Kalk-Qüellen , ^erabdt 
auf deM Festlandi^ theilti d^tch meichmiieelie Anschwamm angab 
*nd Absettenngen aas FlfasseA iiad Teichea , theils dal'ch ah^anfr- 
ichen I<lfedei*schlag aas Kalk-hiltigen Quellen hertratgeheM ; ^ 
ebendAkielbe fAah iü Vorgesehichtlieher toÜ geaehehea M^A 
oWae dbfs #ir doeh diD Sdftwbsielr-fiildatigeil des M^erta aad 
des Landes aus Handstücicea oder nach ihren JSlilttehtöihen «UaM 
IIa l(lntei%bh«fdeh VerittlSg^en, HH^A tticht die Lok41-Anilchf uns 
EU HAll^ koiAMt: denn di6 enteren Weehfii»llag«M H de» Rsgal 
mit , oder sind bedeckt Toh meerisohen und gemischtdii MdW« 
gc^p; die letztern haben keine Mcergebilde mehr aber sich. £s 
versteht sich von selbst, dafs hier und in der Folge nur von all- 

'*' Öieter Fall iit namentlicti Wogticti, wo Cjpt- und l^cVwetei -reiche 
l'fttfW i^ äitt teeer hi'DaaMtrometa , wellbet äanti kkr pfrl^ibh 



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ll^en od^r niiyge^np^eni^ii. Sc|}i,^(^i^, ni^f tqh LoiJlF^l-^l^ejrr 
ff;^w««imQ||g(i|^ in Folg^ ^tfn p^l^hltmlifn ^9(| 4iM|efr|ivir^|^ 

Fluibmuiiiliipgeii in f'olg^ T09 Stürmen, tqv 4>1>c||Vf}llu{|gen 4^f 
|r|ä9M ii| pi^hr rerfphi^deoer qöhe S^hipl|tf|i| t^U Üti^rbl^i^^^lii 
T99 I'fiacl- nv4 SfirBwaM^-Thiec^n airf ▼oll Aasten you l^eeb^ 
^linevn mU eiip»nj«r wqphflfUagi^cn kpun^p, ohpe iIa^ 4^r9f|i 
4«« M^ir. wipi gunisis^ Nil»v^«P «W Hwidprle Top Ufe^eirtl «thpli« 
^ut vMer imrü^l^sipke. ^ Wir p^hfiii no§b b^Disnt^gci fw 4«0 
Kput« S^ii;|iteQ fleh absf^lseii nun ftcUaifiniig , d«nn f^p^lg« ^nn 
mU iifm» d^n inili jeppr KoflcliyUfp- A?t, weil di^j R^\ie d^s 
llptrPP in f^t^tm nfc?megnngen, f"! 41« Plcjkjung .de# Winkes 
Püd weil die 4ahTps^ift fich gejind^ri^ hat,* obpp dafip vir 4«h- 
iregen im d9« Ansiterbe« und Wißderentfte^f9 'guif^er T^ipr- 
•elidpfiingeii deftltcn, wie mi|n bj|i Altären Drd^fbtcbtcQ g^etban* 
^ Wiira trpipkqer Öod^n fru^Pf #<;b9n ^b^r UR^PT^ g^PfP» Cija- 
l^entf» vprb|rpi(p^ g)?vcpie]|, «o m^fstf^ qiap ^P^h jet?5t ffirischiBii 
4fii ^w ^irPlprlPI Gewwi^r" ^bgeii!|?5^p» Sip|iie)i^^ d\ß iSpfyirpn 
i|«T al^9 ^♦p*<Brfl*Pl»e ifabFBchffMsp In d^ifp yerwit^frafig d9F 
Felirhde^ , }p dpn 4n«i^9»i:)|^ngei| der Piche "npd f luniie , l^ jer 
P^^ns^fspjrel^, flehen jpbprl^Icihfel i^n ppfth n^e|||^ |iich ^arfffm 
IBjrj^ftpn nphfBP wr^e, ii| d^fr ^^vf^^9'Pff}^^9 F^l^bps d(i^n ßpd«ll 
^irfifiehpp »l^frtp, pn 4en IJfpbni^ltt^if dj^f Thiprp, m 4Pn P^-^ 
f|fp(i|HB|i Ihrff^ F$fjyf , «pd in tW*« ß^fHeven E^fphein^ngen ; -r 

iff^ 4jiif ffji^i^rMmf^eif^jf\i^ M&Pf pi4t^ 4i«se jSpuvep ifrphi^bfi^r 

¥^ J«4f«*»?» <Mlpjr T^rirlfplfp^, »bep ffji(9 gapjp TffrfUg«?! kPIPPI?? 
fiM W«pr, ire)ph«^ liip ÄffiS^Ffr ^P' f« »*»«p ^pjtergeg^^gfsffc!^ 
Th^pcp (ffüch I^^T-ivft'ii f^Hw^ ff. ».) wp iJirPr M^phnatat^p ^ipgpff 
liefs« liurdp 4i|3 »Upff W^V«^ nff*4 fro» ^i^^ W^rfP^ ^Pl» a«r*lW 
blhfff , ?r»f «pell i|p 4ef Th*^ M ^ffigP« fP gp$phJ|chtUcher Zeijt 
j|i> Ifi^er ^f^fiijlfep^ff W#14ern Jiey^tpjtlg^ Jf^ M/eer , ^ipelcfi^ 41« 
inioharentesten Sandschichten der Oblerflache Terschonto , würde 
den Hnmus-Bod^ nfc^t wj^ggew^fpl^^j? ll^K^A- (Auch ffput^t die 
M«Dge Ton Konchylien Ijp 4Än Tp;*,tij|r;|Bcli,i|;h|t.efi , deuten .^ip -Avt' 
•lern und Balanen an den dort eingeachlossepeQ K^npcjip;! ^natx> 
send fiaf k€jne et|f)| fiii^ To^^abergefieadeii j^b^nche, /U»p4«>f aof 
bleibejs4^;i ^^f^ntj^al^ l|^r ^,e|9-6«w|9|i,ejr ^Jiie;? X^^ep Scjfiic^ten.) 
Ber Verff )ib| ^et^d^pr« ^ep,e St;|B]il$|i ß^r^jf^i ^P Wl S^Pfip «i*^» 
Pftriaer Gypees das |J|er -«fee plt^ Särswfui«^ - f|ee'f h4^e sejn 
möeaen, aU das Meer sieh z^ffp^gf^p^cfi; l^fi^!^ ^^ä® ilrg«nd ^ 

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100 

eine Spar davon zu entdecl^en, nnd niemand sonst bat je bebau p- 
tet dergleichen gefunden zu haben , weder hier noch über andern 
tertiären oder altern Formationen, bis auf sehr wenige, nnr lo- 
Icale, unten weiter zu* berührende Ausnahmen. — Zi^ar fuhrt 
man die' anfrechtstehenden Baumstämme in den Koblenwerken zu 
Treuü en Forest (Brongn. im Journ. c2e« mm. '1821 ) , zu Saar- 
6ru)rfeen XNoeggbrath) u. b. w. * aii. Aber um bei den ersteren 
zu bleiben y welche in grofser Zahl gänzlicli in einem oberfiärh- 
' liehen Glimmer -Sandsteine Ton 3 — 4 Meter Mächtigkeit, über 
Steinkohle und Schieferthoii , eingeschlossen sind, während jene 
andern durch Schichten Ton Terschjedener Natur und selbst TOn 
Sphärosiderit hindurchragen , so ist in Ansehung ihrer zu be- 
merken, dafs sie in der Sandsteinschichte in Töllig ungleichem 
Niveau stehen, indem der Anfang der wurzelartigen Tbeiltang 
der einen über den Spitzen der andern sich befindet; dafssi^ init 
Wurzel - Anfängen und Spitzen nirgend aus dem Sandsteine hin- 
ausragen; dafs idemängeachtet die Wurzeln selbst, die bei ruhi- 
gem' Stehenbleiben doch hätten am meisten geschützt sejn e^ub- 
sen , gänzlich zerstört sind; dafs in dem Sandsteine selbst nir- 
gend eine, dem eilten Boden entsprechende Fläche bemerkbar und 
der Sandstein um die Wurzeln und Um die Stamme von ganz 
gleicher Natur ist ; dafs endlich Bromgriart selbst zugesteht , 
dafs er die noch wirklich primitive Stellung dieser vertikalen 
Stämme nicht zu behaupten wage , und dafs,, wenn diese Stämme 
wirklich von der Stelle gerückt worden, es hier zurSaehe nicht« 
mehr mache, ob ihre Yerrückung einige Meter oder Hunderte 
voii Meilen betrage. Die vertikale Stellung ist überall nur a^us- 
nahnisweise bemerkt forden : gewöhnlich liegen die Stämme ^er 
Schichtung parallel , und stünden solche Stämme auch wirklfeli 
noch irgendwo in ihrem Boden eingepflanzt, so könnte dieser rith- 
leieht auch von höheren Orten herabgeglitten seyn. ' Und wie 
wollte niah die Entstehung der Kolile aus den an Ort und Stelle 

geVraehsenTen Stämmen erklären im Steinkohlen-Gebirge, wo iicK 

•-• " . . , • . . • . 

* TnomBon y uännah ofphilosophy ^ 1820. ß^oif. i38. " " 
Mackensie in Ä'fc/iöfÄ. i/mw?r*. FIII. 2^6. 
' Charpentier in — — IX. 256. 

• If. WbbStbr iii Transact. 0/ the geol, Soc, Land, JV. S. IL i. 
SciiooLKtiAF'r in SiL]ListAM^B Americ, Journ. of Sciene, 1822. 
tÜnbenannter Autor) in Bihlioth, univers. yill. a32. »34 
n^AvBuissoN , Traue de seosnosie. II, 302. "'•' 

•-^, Journal des mines XXIII 4^. ' ' 



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Ml 

du WeichBelschioHUn von Sandstein, ScInefertliQn und ICohle oft 
20 -^ 40rach . wiederliplen , aad ebea §o wohl unter als ül^er jenen 
JBaaoi^tanimen vorkommen? Gegep einen Transport von Baun^- 
•tiipm^ nu jl(rr.>«ch wimmenden Körpern au«, grofser Entfernung 
^kfiot k^in UDi 00 venig^r etwas eingewendet werden, wenn, man 
be<|ejDkt t daC» dur<;|i eine, einzige Mündung des Mwissippi in we- 
nigen $it^n4ep über ßOOO.Kubikfafs vegetabilischer Stoffe dpro 
Jie«fre »ufliefs^n sollen, Wftlckes überall vom ilquatorial- Strom 
-Kilfl andarn Stn&ofiujifjpn dupchschnitten ist» die, wie maa ferner 
^«^ir«, Reste [doch nur Friichte^ nicht Blätter] tropiscl^er, Fflan- 
«ea bis Uland und ^i^stbergen^ also 80^ der Breite weit fortfüh- 
fr«B. Welche WeU-v^n .organischen Resten wurde man nicht fiiK 
dea ,. könnte man . nun pl^taU^h die Schichten des Afcergrandes 
if oa Cruyana his ^ii»berg€fi wie die tfnsers Festlandes durehfor- 
sishen , und an ifelcher Unzahl. Yon Fehlschlüssen würde nicht 
4e« Zoologe, wie dar Botaniker geleitet werden, wollte er vor- 
.aasae^zen« dafs alle Thiere und Pflanzen einst da und in der Yer- 
hreitjBug gelebt haben, wo und wie sich ihre.He8f,je auf j eifern See- 
gründe ßnden. Man m^Ts daher als Grundsatz feststellen : . « die fos- 
silen Beste sind die eiii^fgen^ eben vorräthig gewesenen organischen 
.Üb^rbleihse.!, welche,, unter Wasser gerat hen, von den Nieder- 
.ftchlagcn der Gewässer bedeckt werden konnten) die darunter be- 
. findlichen Reste von Landbewohnern liefern nur .eine ungefähre 
Übjenlcht der damaligen Bevölkerung der. Küste, nicht aber der 
Binnealäader und Gebirge, und die Überbleibsel der an trockner 
Erdoberfläche au Grunde gebenden Organismen konnten als ge- 
scihichtliche Ookumente keiner spätem Zeit aufbehalten werden." 
-^ Auch fuhrt man die unterirdischen und nntermeerisehen Wäl- 
der von FrankreUhß und Englands Küste an ; aber sie sind ent- 
weder nur angeschwemmtes Holz, oder sie können, wie man ge- 
schichtliche Beispiele hat, üherschwemmt and verschüttet wor- 
den eeyn durch lokale Einbrüche des Meeres über ein hinter na- 
- turlichen Deichen durch Verdunstung trocken gewordenes Land , 
über ein durch Austrocknung eingesunkenes Land , über eine 
darch Aufrichtung des Binnenlandes eingesunkene Küste u. s. w« ^ 
ohne dafs aus jenen Wäldern ein Ansteigen des Meeres zu bewei- 
sen wäre. ^-^ Man könnte sich auf/die nach Pbron in Neuholland 
noch fortdauernde Versteinerung aufrecht stehender Baumstämme 
berufen, um die Versteinerung verkieselter umgestürzter oder 
noch stehender Stänime in den Sandwüsten Egyptens (db RoziAaa) 
an erklären , wenn nicht eben diese Berufung das Zugeständnifs 
■othielte, daik der Ursprung der letztern sehr neu seyn könne. 



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IM 

-^ üän VMielit ^idi auf die Bo1tnli\Mc1ttelA, lMel^% «ich %<i ^tOk*' 
ipihitk OHf^ in HtfchgelegtiMftn fVMb&itVeli fiäUBnä, %Mf0«^, 
iMSrrekhktM FhähkrÜehB dttgebohA V«»r0Mi«h*r JMfe^irMi^kMw 
Inett in dlener Besteh bnji^ ttie Behrl6^tlifti> fo ätfig^tfinltclleiieii Wili>- 
Mten M SUel^^ Khlt«i «H f7<rf«iAer^ bei indlfi, ir ;- ir «Mr 
liefi tobeM«li tfieerüHihciti Ititd voüi^ htiritotflaieii teHllnelkfdMWi 
iiüä 206' äb^r dtnr 2>im»tt, tS^Mii b^Wefaran^ '%«• 'die MtoA %Mi 
DfBmiriih.betob^chtfet«!!, dtnri^bobrteii 'GeieVfebe t^h ^M%ii«ilfir* 
"liMk ib f arbibnrfdi» bei Pofff öü^,Ve1ibhe,lnik idel> :;^l>«^^^ #i* 
VöYi Vo ioMt b^rbeigerollt und iHh Ftirg%Htf»«i;iten GMAill-THillh 
^tterVi Jitetttiitigft« Vi^hl erst ila6h ihMst- Atttoulfc liMi eMUi^lJlfMi #•- 
Itilde dbrbhbbHH #ot4eb iiAd? mk 'dfe dttlinb Sehithte Hli 
ilnr^libohrten KatHtoe^gel - Gaicii(eben 'im TMMie Virn Hmßüär 

Schtchtdn U\Bb -dp äe tu OHe bis ffMijl»»* 'ttMl Fm^MiUe^ WM 
ittVinderte Vtfn'MM^ith tleiT, Im Mdei^ HH^^i^t Hr^fdeli, liitf'^iblM»- 
ätl, nicht hb d«r Heih Md^e jeti* ^ttt^lii^HJea "WaM Ülftfi», 
däVchboh^ «iiMY wfte die idMfthbltMiMIte SlMeH »Ifeti (MÜn»- 
l^m^el« vbn PöshiiöH Hüf ValtAattchera BMMn? l!Ml eUlHilh 
'l^^'ntc er^h htdit 'rttgar 'aüt^f^to » 'ä\kU We Vthtk «lte«r ^IttfiMlIhi- 
d!ä% im iHhe^e irtelbit gebildeten Sl^ittsckicIiVen ▼•« iPhoM\Ai 
'«lür6li^Öhft ^>d^, 6hiie Vel^änderttn^ JHfB Wafetdfttandtol u:- 
Mab fafttt ^ler Bpbren töIi S^bildftrfiteii - FnAen tn {SchoUlM^bMi 
''rdtbcfte liahdfcteiiftb iknd die SÜndniicIre t«n ^enMhen -'FMMi In 
Noird-jliil^ikabiii'üliem EvrkHnIten - Kaike an. Dfe eHMMta a^lleta 
•ich a^if ifcllAll^r^ *fibeiift{itftbderl{y%6Men''S<?hlehMiin Wieder HftA«« . 
uttd #«rdtefb «ah^r hin l^iedeilirolt^ SM^n^tiM i^lkn <d^ 'IkfM- 
Hii alMA Wfihl^(»bd ^ffer^Bfldaa^ J#AI» tMittfMiAitf«! aNi^t>6li;^odi 
IM nicht {feMf^t , «fti sie i^n iJan^d " kidtr See ^ StilifMkrdItfn h«»- 
TfähtHn^Mitd^ MI« sie dofcfi iMr'MA«rmhMlte*'aih|;eh«ircte'iMll- 
lült, ob diel^ Wlüffer btid^lct ^g*«f«rea<^ odei- al«llt *\ 'VMi'^dan 
MitdMu Hat tiiaa 1fle 'bclNhieCMl Btm^Mi% ttafll Üsmauyig^ 
Vite<it, #Miflie keft iM* ^iniAftitft d^» ^SttMpieir <Mt«^tr, laMitfa 
'gkrete '«nd 'töhdn Kiild, Hm tffe d^lii t<ih(»h 1II«is«l iteir iri»iiM»4ai- 
«Ar'aittiülfdhyfeib«^, «ölMMhtfii kfe äÜA^^ietts MMiMaif awei MIM- 

* BnOCCHt, iBALDASSAai/^OLDANI, BrEISLAK, ttoTBS. 

C. PmävosT im Journal de Phys'itjue. 1820. 'Novenib. (Vf^en), 
— — in hescription des cotes de A'ormandie {la ISevt) 
DBsnAYBS ia )Sfdmoires de U Soeieti d'hist. nat. de Paris /. 24^. 

**!lV*^l. iliikeglba aicibe'MiichHft f«SOrS.'^^^ 

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W4ilMr «ie kttnen, «od w bi n ate giagr«»; «IwfgeiMijMllMi dfrgkft- 
4illeft iMMh M M ieH ra ipB Orten jcnorGegWid IwnieiiNi werifn« jkbf r 
«tie^MMM«, wmkshm aUht:kr|i»uaiwirC oder Mgleicii duvvdi »Sm 

.«MU ft«dt«kt wm^m^ kaoplan la jcdy» JSeii« to lange ete nnler 
ptbÜBbeD., «de* nBniltnUiar anchlrar ißindväcke TOn FjifiQB 
bn, inden Uli Barte der Thaae, KaMie nad Sniidtlif4iie 
mM ^e» F^ige fliMvrTfaeJIaalegAnf oder einer noeh epaUca elm- 
«ieehen Etawithaag iet ^ Aach die .K«eelkei4iölile» , die Ka«- 
elie»*Bteceie aai dae lAiUijriiiai.iiaft nurn a« iinlfe. Wjuren die 

tüftle* vea lUaMiitfian eel^on «iMwohat » ehe gewiM» M«a«QP- 
«l i ü ag ea in haheflua iSih^m ajch ajMk^Mea« so male «mknif^i- 
4f<Ap4da WMeeaafMctgea die» «ehe» 9«ian;beae9 Meere» (|i«geivte- 

^iattb ^ber betrariite* aaan .Aie .nafangUelM» ij9«»t«it dnx «Höhlea, 
iHe '»ia iBvoaftAiia llafiHi ,. ea mafe «aaa «näfeln « c^b.eie.A9gleifh 
iMigSUgKeh Jiad Ipenrnhahar gaweeea« »he^da« ^f^fkmmffUcJ^ «d«' 

-«ümd.- Släomtei «ngafabaCe Sdliten»»i wU dan .Q^pH^Meben jpnA Jfn 

.aa WBHi i H Kooohea, «mi4 aelbet id«» ßgißgeimflßfi^^ 49r^ ,£j#gäflffe 
gaeMet naü .deren Al^grinde .«ufgeliMi;! Ji^t^n* We Mjmff^ 

idiaanten an iMMMef» 4en jBada» ni^:i^ Jfwnei^ dto 

dUrfiade in jnnim .JSFivaaa aMht dffYch Aqflr^lf^ ßk^^^^if^f ,fM 

..dareh Jana Jln toiArn ^d^ tBedeagcMdpi iwid 

.«aoMkiaM.d&e iteacfcqnja.dieillehl.ea> wali}|i% m »gm^iflmp' 
inat&eoea' IdadiuNih J>effr#h««a mftff^mi nm eine. »a.^vj^.Mw*« 
aaan h fc affen , aa.«Mile idepieUhe .SlAtegPlJ4fn-%<uMKMY^^ 
^M.'OheiMQhe dee-Ood^a» iMaek«, aneh naleriedeBSiehHMmi^^a 

.Addeaerieiah labgeeaM -iwd j^diMi :&aoeb«i« iiUmahH«^ HBilMiU«^ 
ilMhen, iiNieaa nieht,. ifm> 9««h >ia.;iO yltilan Hohlflii ider Jfall, 
fWaeaeratrottie dftntß«;Nff aiirJQIicui^<^alag«iiften^ immar wieder wit 

ifeEtganommaai halten. Ijiaim td#har «^t«Hh(«Pcj»l<v .Mfter, ,al» #i» 

^JVfalee aaegeiaMt tobind i^onaen mc^t I^and.nSMme.jnÄt ß^fin 
«fnaidaatigai» SiedTen , die . eie lilhnlea, vje jeUt ^ j4«r Pfr^e.^u 
rdttdae ge»chiahtr,.fta> diene Mfiiid«ngea . «iagedriPdg^n «ejm^» «nd 
»nfntan »le nicht dana alle eehwerecen Ii4rVfiV in jtßu tiefe^n 
iSfteUen.anrildilaeaeii, .nnd.»iejn.d<»r jrirven .nnd.anlfUlijgeii Qjfd- 
4«ii^ abereiaand^iogMn , .vie.««ie welche .dalMo bi^ai^hten? I^nd 
venn nnn der ^en/eri<e_pLötalieh seine Jlei«|ie dni;phliräche, ivet- 
.die Menge. Ton.GiB«Qhieben, Sand, Schla^niii, Bänmen , Thjeren 
nad ManeeheniiaiuideArgleichaeiligtheüs in 4ie Tiefender P^U 
<da.lttdne ihinnhfihMn, IheiJa in dem gaai^vThai? ««d.aiifc/der 



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MM 

BbcHie bl* Mir lku«le dM MiHdpi^rM hier ia d«a VortiefiM^f[«h 
4orttfii Gcat|ff^> Spalten, da.üliM» mkieii aliniftlilicii yr^wA&xMm 
''Vtwn'mtd daim vor ontf hinter den TorBfenm^aii dar, Berg« h» 
todten'Was8era1i$etaen?'Uiid möratän nicht nacUer dieeelhea Br- 
'fiM;h«SflBiig«a steh, hier beabachten lasaen , die niaa ia 4m» VMt 
ebeahölilea und im sogeaamiteD 0ilqpial> Lamla lienierktf 
tre]Eaiinlrlieh''Sind eanar Land-KonrJijlfan, weldie in das. 
'^eh^nlldhlen' mit ^vorkammen. -^ Endlich iMi mah swal Beln^ala 
ange4fthrt, wa «iaiar.aUe Erd-Ohe»fidahe;mitFflaiiBenarde van 
¥agelm(k£m*f^ Gehlfg«aeh«eht«n i i^eirdeciit ifairdan • aeye. Jaaaa 
-V%n 'Aiai-^etUvV wa maif*«ftte;r Poddiiig«^ and Thaa^tSahiehteavaa- 
hvbli^^ Miime^ Wage 'nnd 'Ktmatpradaitte gaionaeB^ irt tkmU 
iM^r^B^/q^iMlft offeahar^iitir'gaDB lakal. > Baaiaadm hattdcv;!^. 
nfahatf ile«* mr^Ta^*rM m&ntm&reitey naeh\^iiy aalhet 'beahaahtflk» 
G^)^tf'wiMl Van^i^ftlinaei^ade «ilt Biaaaenthailes und Kiail^tcbMk* 
^Ik^n^h^tRhktU and' darauf va hl gelber Sand - mit Trnnmtiitt.raa 
.AatflWn liüid' C^ithlaiis in efaier MächtigMcat roa V ^ W mt 
''fanf'Thbnfiehichten irecbfliallageiW. Di» OberAaciie dea Thaaie 
"Ut WninW^itrek ikttetrocknang zerriseea ge^men ^ «ha dai^4teid 
ilieh^araber legten eoidaft'ar in diese •S^ten.eiJididBgeB kanale. 
Bald^ Indessen bemerkt man«' dalis die GjpsVSehichten tbd dar 
^tell^'gerickt word^ «ind eingesunken waren, wadnn^ eine Ia- 
kfile'' ^rt2efu% entsianden , welche die Tagewaaaer mit Sand nad 
Sehla^thüoftideahdhern^ Stellen des Waldes vaaAfMitmoreiicf her, 
Tar'nftfht^hr langer Seit, aasgefullt haben. «- Her Tf . nimmt da- 
*"five ati) .4lils die grefte sEerstörende , 'aber rarübergeheBde Üher^ 
" lii;h#eAitniliig>^ Von wüleher gesohichtliche Übarlieferangaa Ken^- 
'^tftgebe^^ wehr Statt gefimdeD habe» m^e, aber an einer Seit, 
'Wdle ti«r^n Gegenden Fhxnkreveh», namentlich nm Airt», iMieh 
' nid i^om' Üfesere- veriaesen Worden waren, nnd daAi midu« die 
-Thiere; dereh' Gebeine Wir in jenen Gegenden finedan, mahtia 
dlete^ g^l^t, sondern darch Flnih- Überach wemmang«!, Am* 
bt^eiieder Gebirgs-^See'n ti. s. wi«, dem damaligen Meere» BQgaN- 
^''fi^ili'wordto sind* Er weicht daher nur wenig TonDaaBc ab, 
weleher annimmt, daf» nnsre jetzigen Cantinente ent dadareh 
' «ur Trockne kamen, dafs die alten Continente an der Stelle dea 
^'jeizigea Odeans eingesunken sind. Er weicht mehr Ton BucIl- 
XiANn ab/ Welcher will , dafs das- alte Festland unser jetiigea i^e- 
Wesen, und dafs auf ihm die untergegangaen Thiere aa der Stelle 
' durch Überschwemmung umkamen , wo man jetzt ihre Überbleib- 
sel findet. Er weicht noch mehr tou Cvviaa ab, welcher beide 
Ansichten an Tareinigen, jedoch aaf yerechiedene Gegenden -an-r 



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1«5 

$«««iidMiteli«Mil, ■ai6fai»w» Ml»f l ullte dtreiflUillge lDlier«ohwMi- 
«Mpiff sa Hülfe «MiiBt. £» plilslieiier £hibnieli des Bbeieft 
w«i!4e>j« welil:4i0 Tyere in Mitte 4w Wiliter Tenehfittoli, w#- 
«in« sie webven, i^vrdk ilire Reite unter Schllmini und €k«fcliie^ 
l>en, aktr üebi «nter reg^njUWigen >£rdtcfciehten; nieht in dllen 
iMlIeinapilerlolgeBdea Alters- Aletoftingen einer nAehtigeB Fer^ 
■Miliin» liegteben kennra. . Und wäre jener Kinlitoek nickt nllg^ 
Mei»».ee wiirde» « «iek nftch dei» - Btclinige den Wnitert andre 
Tlfeier^Oetchleehtereae fernen Gegenden einftiden, die gleldi- 
irakl gleiciMnitaf mit den vntergegnngenen (clien gelelk imben« 
ee.4Mi«l0e nnederiVemchiedenbeit fpenler Reite, in den 6^ 
Mffge-SeliiliBbten keine VerMUedeniieit iliree Alten erweivbnr 
^re. Umm es vnre nnter ihnlichen Vennisetnnngen «egnr neeh 
AMiilhnr, dafridieseUM« ^JiiMgeeeliiechter an sirei verscliiedenen 
Pttniiteii d^r.Bvdeiieriicke in gana umgekelirter Ordnong er- 
esliienea «Ad- veneiifvanden. - 

,'- riKe Bweite, dritte and vierte AktlMUnag dieser AbliandlnnK^: 
leneiniflriieb «ber die Bedingnisse den 'Niederschlages von Erd- 
esl iiiAt s n ans dem Wasser, ober die Felgemngen, welche sieh 
. an» der «Art des YerkemnienB fessUer Reste für die Qeolegie aie« 
hen Inssen , endUckidie grändllcke JSntwiekeliing der Metive für 
die Ansicht» dafs das Meec in der tertiären Zeit sieh aUnablick, 
#kn0 Wiedenuisteigen , anrisligenagen , erwarten wir in folgen- 
den -Bande der M4mmr€» ele^j 



Wasser, keim ▼nlkanisoken Anskrnek auf Ltm- 
se re tc ausgeworfen (R. BaAünns, Sonwaiaena^s Jahrb. der 
Chemie, n. B. XULYI. B. 8. 9M ff.)- !>•• Wasser, sekr juirein» 
tnlke und von etwas kitnminesem Gernche, entkielt: salasanfes 
Natron V «alasaores Kali, fchwefelsanren Kalk nnd bitnraindee 
Snbstann« Die trübende Matem^ wakiseheinlieh Ton angleieh 
mit aasgeworflenen«Materien herrnkrend, bestand aas Sand, Then« 
ofde, Bisenoajd aad aas sckwefelsanrem Kalke.. 



C. jGuCaevss Von den Tolkanaschen Pk&nomene« 
i» I^fsr-iloJtcn, und von dem Tulkanischen Bildifngs> 
Typus insbeftondere (in. dessen « Anaiekten nur Natnrwtssen- 
sckaftnnd Heilknnde*, Dm4my 1829^ S. 1 — 25.). Der Yf. hat 



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IM 

iMt die fangenden ÜMMini 4n Ihai het«rM<|fevafea : 9>to Haj^ül- 
l^vm let dM «ffvte Pr«diik« 4e% ISttebein fu V*KlMig«ii naeh mf«- 
a fac het tV]'OMtidtoii|^. HOliif« «tier ^e 4«H«Bde fC«)^ «it ^ 
«er f^AemMMM tmwmamnm^ von 4er tf« -ti«1i iiMM lMS«relfrfe 
^«rmaf , -m Meibt tie MKf d«r Sild*ftgr«liife der 0ttll^kiig«l Hth 
lien. 1f eHieo P t i b y fe von ilieter efiig«tolll««0«ii , Wilelieskllteirt- 
tidi alis 1ltt> Yrcd imidieii , tmd %edtts« 4gi« «tMbet «Inf f «'KmitiitciHi, 
-Ml ireKlflfiiireH «Ml di« IMI^liv^el, dan4| iMmpfe^npeMben-, .«il 
-«twas , ttüd i^ltttvtendHeh mmmmmmk <9o evIstilit^die^hlaeftMr- 
Irtttse an i^eeofmolffimefii RMall, so die 'ValbawiMlie -Kiig«! oad 
Um r«tt«iiMlie Rnff^-<;(eb{r^, vMroit iin«)dSD HiMMMMberiidK 
«• ftflKWcHe Wider *f ewdhrt. -• flMeii '^man «blaMMflniifMi 
<Bf«iAiein«»gen te eliMr (^etinMlsewni Märte MM«, >eo i»ird4fe 
«aecet ent^ndeto eder eKiitate S^lleV ren »w« 4ie »Enf fli i iii^ 
•ich exzentrisch verbreitet, sich auch am '»eieCeii etlMbes, nnd, 
rieh Mi>«ni fMMieetaii «od tiiill«tt«llg«t»a «nltadrad, «m •ebeiten 
wieder ei^MÜea, mihrend die Yefl|4»erf«chcn ^lieile ^eicii.danli 
eigne 'l»1ei«re®«iifit{eBen a«idh Hirereeile -stt eat^adM < l^rteftmiaHi 
-Bdd ^iM«h Melirepe eelrandApe 'Mittelpttnirte «Ich «biMen ar«rin, 
Mi-«iiiii rSItigeti Att4hreail«n'a11«r'6li^^da«g«- 4^0(0». 

'Etü^eelcller Vorgang hat hihi lan NmpSl 1i«alt gef vaieik rllaale 
«Ines 49 — -46 Heateöhe MeUeti lml>*rebiiie«ier>iialle«dw Riag- 
Gebirges sind die Kasten vom Capo-di CW wf ia a egsi bei t&faMs 
bis <ar Meerenge von Afe««ifia und von da bis Paitrmo^ wahread 
der Theil de« Ringes roa hier bis wieder aach Salemo vom Meen 
bedeckt liegt. Sekandare Ernptions-Centra an diesem Ria|^-Ge- 
-tffrge «itld der A$na, 4et See im>Fa]seiikeeiel»awisohendOnUta«i 
*«ad ^llema^aiio, 'der iMg9n€gro, der 5^ — >8«Meilan>iiaei«ak»43e- 
blrgel^lifg , ' deeeea eine «fiäUte vem Cbfw M Ctui^andla übia-caai 
f>eslll!fiftf altilMele>fenaieht, wHhvend^dfeaadM diäter damHeeM 
^MVttUbea iet. Oarati aaMdieiaea ddnn ab -ErafftioiiwdttitleipiMkte 
'^Hteryarmattant'der l^ ew c ea^^/teJbfa ,«der jiffnona oBd'jrfeJeai* 
fteteel,f«te fli»y«««ra, der'CMfvMi SqfdT, dae Afave m994m.näi 
der FtBuv selbst 'ia der »nlte« AaedehmKig tdee'Jdeiile iSlam»«, 
woran der jetaigpe Krater eine Bildnag vierter Fermatian leC 
Die grofsen am Feta« anfsteigenden Bergkanten geben Nacbwci- 
sang aber die Stelle , wo der alte Krater als ihr Verein igoaga- 
'-'Fnitkt- gewesen seyn maftte, and «den- man- sieh denmadi 3 --- S 
Mifl h&h«r als den jetatgen denken male. Am- jalaigea ittraler 
•erkennt man ifiN^h -kletne Nebenkratere * üHiMr rFbroMtien , .fnid 
>die^FtfaHirol6« biNnen als eeebale g^tan. 



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fttM gt^be AiHNMüM^ UM «leb «if .«b ««S«ii4 v«a 

mihfii mitMi ]U»ft-««^«M<MtaAiMiaii4«i Iihrf»^ ««kl«», 
%%in ia«Hr«M 4apo iHrbäh ilMffiiMiai , iiwivBi^Uteimw-Oibii^p 
Irt* 9imU$^ r jürto ««d Oote ^Vüäbto ftf^tsM*^ md «ick '«oft 
«t«»^i«» UM* «ümieHfel :M« verifHefiitlM unlMgMtdngte flu- 

^toMel*, i«r Übfttv <«M> die ««i*a>oii'Nc»>«iii^ äliliMio,idwfw«B 
^MäM^ M.%. m. Metr di« KchUnmM» det*€MlialMi Bing-Cle- 
lil%«i^ lÜaMmMCVdini Mmm 'iicrboffflta <vm1 ^ocih j««it tauitti 
4l^'i|M»'«6nliellmit«rlMkb»B^ ist Df«fr*v«B{llit«aM«Anioliw«miDa«- 
^[flli^, «dMn tUM iS«r#WftMisirw>Ni4Mkrs«liligm., T«A»«««. m, «aüli 
«lM}kr#lM '^«eh TM «iii«ni iFolliaaMlieA <Pr«talit«i avIgvIdUl 
lMd-elMioli«i«iMrJMii, «ie wm 4ti» W «icV «&t» den j«toq|tti 



lMMNii(<fiAAt«. Amh. f.'MMeMU ]SaQi^ILia6'«^J98f VdfwiY.}. 
-0M'«iii«toiilif;^ '«Gv%lb%i9sl»g4iMiai liktlAoMfli iirt^Miat'itfcB ffiaf Fr^ 
■ <U M b1 i >SMiioflite ( WH' *^ lOOlH» li#ohi>^ Itf«- MAaMi^ ( MO' '— 
^4#0''l«Mih«>, liMontf, AfeMifftAflnefi t:&Qr lMcli><wid dw ^M- 
-«iRtiteMi i4n#r» (Mt^iitebi) m«iMnn|poMlst , weldiw «km 
•dl»''»4»te HiMlMdder^kiidvii, «dMud^rcii die 'iIa«pfi*«Jbiflnna »dM 
^MMMMy^sip '^^^fMfe iy ' dtfi 'iWlflMi-9'Vfv jEi0nn|iiie 'WM^ov fHMidBK iian 
«itdMder)gcit«Miit«dlftr'eii^«aoii1*«9Mi wanden. Her «»gane ^Badvn 
<M tfliiiii'4»d«P«rsMl.^!aM welck|ini«Mi.MrAel«llm»roiae 41id«e 
iÜAlli^ BMI KMWe%]lliMe»iaMldiettd>«thekeii; iOmit-«Blöake 
iMdefttfh^Ihn ;4iiH|iMelrMfe Jabqiaelto^ tMnUn mm KiMtMmwM dem- , 
-iMbefr imhtoe9<tfMilHillMnpen%Ort«i&, #te.Magg.4er Käste ibeiJI^« 
-i«»» ' elfi«l»MMn>«eiHi «JtiaeMige.aanddiwBB, -srelehe ^irüaager«! 9«> 
-damt^#effd«o.— 'fter^aj^kfimlet eiek..'aiiatelMad.l)*ani'9fliret 
ntft deirQ«ettea<dev.üiHM, die etck »it der .tevtaas TeMiaigt, 
*te MMKeyslaek MridfiflMea Sebiiiktai tnit T^ere biedre In «id 
•^Itiferen:; die ifiaUigeeekteke der jQegead «athaMen moeb 
»•M» 1^ i 11^ a , O rt»k«« e Pa4 i t «. B , O^Bif bfli l.i ea* iMdC a^iefli^» - 
're o;- 2) witerkiriii idir Vereiai^aagder Masz ml dwa ITwtfaA- 
ntekin ^kmelltam Aa- Ftnfs ^ aieki' Wf»t f on ilN^«»^'we der lialk 
<4iarH«NVlalgeeohiobte|, bttttrig, g«lklu;b tet; 4) aa Mobs^hmm 
»aa'fddr<9lkNi^*4)-««ah'im Tkale der <Jf/«ft(toM -eiecbeia^ider^tUk 
^miekfinal , ' ket XTarMNiii » kei £neKa^ bei OkMiagifn >«• ^*m^4\^t 

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)ef»tie.i«t Mlbr kerkluftol/par^JMid MofiUU «n^tir Luft.; it) aa 
dem ilrei l«Dii#ftlenf KämtfißrFmAUu, JME«niit'»riiämlit^ zu «S^fir 
.«r» ,bet SMmnkuuam , aia .¥«ig«bkrge ./>«fteMi«Kr and t sa Mi»vr#r 
^ im Bdfftter Ueetrbaaftft. laivBiiiiieiilAad abervltelnB ttn Ti«|«B 
Oeten nDttononiBiBiie iSchurfarlieiteB i«i Ldi» sn Itela^n Kajft^ 
liäBken ^dälirt, aomlern ««r su 9eratir0lHfceQÜfdk^NMlevniif*r 
I» öftlicliMi Gegenden, irae i^iJkq^M.^m^dm ^luMwt dorini- 
««RiMK a. a. O«, teden>«ioh*Bcii0lw imeiM« litm^kU^it^f vd- 
ober ,viAib«dleotaBder AoadeliiMiii^ i8t)'lind>.«rtt an. der Luft «n- 
liactet; -^ Ein ayips-iStpdt yon'f^f«A[er^SKsllrlpcli|Bl|gi<fiild#4«ie^ 
«ni'iBirse*, anf den! jreehtea Ufer der L^ vwma '^-iteeMA oft m 
W 'ir- W hohan: FtUm üUr ^k iOberfliobe ^»phebt. r ZutMkim 
Bhitm » SmoMm .«nd PamU Jsl die f giin«» - Oberflaebe. ni^mm 
Stocke« vib eiB^Sidb dart^lötheri iven «0'-r74li tiefen, M'-t.M' 
weiten Vertief nngea mit ateüen Wtodi»« denni mm^ »iehtaMb , 
als ir erzweigte Höblen onterirdiseb fortziehen. Bei ^^teordon ble- 
thet ein lavwarmes Scbwefelwasser Veranlassung au B&dem. 
Der Gyps ist blätterig, von dünnen Mergellagern darchaogen, 
ubd'.wiHI bis. JPeeert&ttfif bnd . ädbistden "rerffihrt. — :Klfeide 
k#«imt in Mthitum iiur. ztt Pj^^sbt bei Gfoiftia/ d^^ iii mMrtl- 
gctt Lagen^'t^r, und «linmt g^ins wait der Ftikifni9phm^ dbereiasi!»- 
Steiii9al^8.nnd ^alzjquelleti. Viele Ortsnadidn in Lifbagia 
deute« Sala^an, an Stellen,, wo man» jetzt keilw.^Spar mehr d^r 
▼nn ^findet Doeh kennt« man im (ElnfsgeWete dea,lVißinei» 5'Sala- 
nquellen grauer, eine zu DHuMenniki bei €h^Pdmßy wulcbe, 
'gleich, einigen. andern benacbbarten V neben scInrefiBle» Bütareide 
und salze. Kalkerde et^ra ^/^ Koehsalz entltait$<eine 2te abwärts 
-am Niemen zu JVtsmenoutteee mit V^ Kochsbla; - eine ^t« and 4to 
•zu Stoldüstki und zu fitessctmi*» oberhalb jKoipbo^ mit )4oe w^ 
^2^ Kochsalz, und. eine. 5te zu Laftaneir, nördlich von JTotpfis. 
Auch in der Stadt Jantteibt an der KurläaBdisehen Grenze , Bi- 
otricts iSzaio2,.und in einigen Orten des DistHcts Biaiy&iak ist al- 
les Brunnenwasser mehr oder weniger gesalzen« — Die Gr un ti- 
bi ooke Terbreiten sich- über alle Provinzen LttAansn« - Ton den 
1000^ hohen Bergen bis an die Seeknste herab uad bis über die 
Dünen von Dünamunde^ stellenweise werden sie kleiner und am 
Rande der Moräste von Pin$k verschwinden sie. Am häufigstea 
sind «ie auf dem Ost *- Abhänge des Kalkriegels, irelcher die 
Düna bei Kokenkusen durchbrochen hat. Für Bauten wurden 
zu Pokroi 868254 Kubikfufs solcher Gräaithiocke verwendet, und 
gewifs lOmal so viel könnten dort auf 4 Quadratmeilen Landes 
gefunden werden. Die gröfsten Blöcke Jener Gegenden wiegen 



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iaileiten flieht' ober« H%fiM PRind-, w&hrend f«Bcr ,* weleber Pe- 
t€n df- GroTwn^Bn^ in Pktefshurg^ trägt , anf 8080600 "Pfn nd g^- 
sehätst -wird. Di« meisfen lieg^ «n den Thftlabhfingen , und 
swar mebrf an 'deren obern al« untern Hfilften. 



L. T. Bir<?R: 2^aaata za voirigev (lUiisi:. L.c S. 156 — 
1(8.)- Per KaUc ▼au Pokroiiat nach den eingeeaadtea JBiiynpU* 
isett (wie hei. Rfivaiy grofetentheilt reiner Dolomit, deaaen N«Lho 
b^im.GypaeJieiiierkenewerth ist, qnd dessen Bhombeederdte Yei^ 
stcineraogQB nbenBieheo. Hs sind Atrypa canalicaiat« DaDl 
mit .50 Stra|ilen anf der Oberscliaale , und Gypidium cob- 
eh yd i am Da&x. , in Kernen. JUie dortigen €resehiebe enthiel- 
teai l<iaatUns ingens JII4&T. fPetrif* Uerhi^nna tob, 41)^ 
welcher weiter beschrieben wird, Euomphalns psevdo- 
^«alteriattts WAmLsiiB. tab. lY.fig. 1. 2; (Uelicites ob- 
VA.Uatas), Bellerophon costatus So|r., Kerne eines klei» 
neu Turbo und Trochns, eine Pleurotomaria?, Lop- 
taena (Frod.ucta) depr.ess.a^ L. hemisphaerica, beide 
hanfig und schon, Orthis sirlatcUa, O. pecten, O. cal-* 
ligramma, Gjrrthia striata n. sp., sehr ähnlich derC. fab- 
eln ic«(MAiiT. tab. 47. fig. 7 — 9), aber viel feiner geforoht» 
%^^*' breit ,Die letatern alle finden sich auch in den ,Gescliie> 
ben bei KouigAherg, Danzig, durch Pommer», in MeekUubwrg 
«ad der Mark Brtmdenhurg. 



L10VBAB8KY : Platin-Sand im' Ural ( Gomol Journal 1828 ; 
nro 11, p, 125 — 127.J. Die reichsten Platin-Ablagerungen hatte 
man bisher im Bergwerks - Distrikt Taghil auf ton Disiiidofp^- 
schem Grund und Boden gefunden. Im Sommer 1828 aber ent- 
deckte man noch reichere an dem Kamme des Urals selbst auf . 
dessen westlichem Abhänge. Der Platin -Sand findet sich zumal 
in den Wasserrissen des Bodens. Er ist V^ ^ 2 Arschinen hoch 
mit Pflanzenerde oder Torf bedeckt , und enthält Geschiebe und 
thonigen Sand Ton grünlichgrauer Farbe. £s scheint , dafs eine 
schwarze Gangart in Hornblende- und Serpentin -Gebirgen das 
Platin ursprünglich enthalten hat ,' und dafs durch die Zerstörung 
Ton beiden der Platinsand hervorgegangen. Der Sand von Taghü 
«Bthäit 1-8 Pfund Metall auf 100 Pud. 



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IM 

liurf. 18S1. XXIL M -- fi.) la cuw AMi»i|A«r iWt «k €S#^ 
birge tob OiMM (Af^«L d. L Soe. d'iUt. not. Pari». F. 4^ hatte 
4er Vf. i J. 182f kIim mud «He IhaHcUeU iee Rüg. Gebirges 
«m iae Ort ß^rarde mit jeaea der 4Head- Oberfläche biagewie- 
aea. Daa sireite Beispiel eiaea aoltbea Bfag*- Gebirges liefert 
Crylaa. Diese laset ist b liaiB t ui tg; aber ier ebte retlaagefte 
Tbeil dier Birae afeAicb raa TVAiepaMifee aai Ntgombo Ist eiae 
so aiedrige, aas Jageadficbca Kalk- vvdl 8and-Ab1agefiiageB 
gebIMete Bbeae, tfafs ans iba bei gegcawärtiger Vatersnebaag^ 
aafter üebi lassca , aatf die lasel als eiaea siemlieb «ollkoanaie- 
aea Kreis aasefaea baaa , ia dessea Mtte sieb efaie Gebligaaiasse 
▼es allea Mtea Ia Form eiaes tiiedei^edriebtea Kegels gegea 
die Mitte hin erhebe Dorh radigea diese Brfaebaagva «adl «He 
dariuf befDerfcUehea Bergfcimme 10 elalger JBatfbraaag ¥4Mi der 
MItie ia einem Bergriage, welcher elae flach triefatetfdrmige 
Vsrtlefaag Ton t Myriametera ( 42 Standen ) Darehmesser ia der 
Form eines Erhebangs- Kraters nmschliefst, worin an einer der 
tielliten Stellen Con<%, die Hanptstadt der Insel, liegt. Alles 
dieses Ist auf John BAtT's Karte sehr genan angegeben. Bio 
drei hflcbsten Spitzen Jenes ringförmigen Geblrgs -Kammes sind 
der yidam$ - Pik oder SamenneUa ia SSO. , voa BIW Engl, oder 
1ST4^ Seehöhe, der r^amina-Cotdy-eandy bei Badutttt voa flOO(K» 
and der Pik von Dimmhera , weloher weniges niedriger fst. Ter* 
schiedene Gebirgspässe fuhren ober den Zirkel-Kamm nach Candy^ 
welche noch 8000'— 4000' Seehofae besitzen. Aber Candf^ selbst Hegt 
nur 1400' über dem Bleere. Die Stadt wird Tom MakawelU-Ggnga 
durcbttrdmt, welcher alle Gewässer innerhalb des Bergrin^ 
anfnimmt» nnd unterhalb d^r Stadt;, dem Adamg-Pik ge^enfiber) 
in eine schroffe Bergipalte eintritt, durch die er in einem v®n>jB( 
geneigtem Bette %oll Sandbänken nach der Stadt Bintenne aqi 
dafsem Fufse des Bergriiiges und in geringer Qö.be über deip 
Meere jgelangt, 80 tritt in. Disans der V^ion durch dne flem 
§profitn p£lvous gegenüberliegende Bergspalte aus dem ttUig-Oe- 
blrge. Der hauptsächlichste Unterschied zwischen dßm Qrcqf 
von fi<frarcfe und Ceijlan besteht nur darin, dafs erstrer ^iel enger 
(IS Stunden Durchm.)') Aber sein Bergring viel hoher ist (d^j 
Orand Pelvw» hat 4100'° Seeh<ihe ). Beide sind ai|s jirimtli^ea 
Oestoinen, Granit und Gneif*« gebildet, vo^ujeilnph aqf C^/<Jn 
•loh noch Schriftgraalt I Syenit, Hornblendefels, Quarzfcis un^ 



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ill 



IM»iaii gmAUmt di« ü»«» mir ««IteB acbkgranam 
MU«ii, Mndtr* iii»ift(eM l^üi Ader» und Oing« i)i orslerea «af- 
trelea. Tm ^tikaBÜislimi BiMaagmi auf Gtyla» iai uat Um jaürt 
MMhte gfsneldet worden* «^ IN« En|f «Gebirge «lif dev Mende 
ludben gröfstenUieiU einen ■Ittieren DurcInlieMer iwitdieit ImI* 
den «bigen ; w«Mg4 eiiid grolver^ aber duroii eelir gnle GMeee 
benerkt mnii aneb noch eine Menge- weift fcleimer. Da inaa auf 
den Meiidee Oberfiiehe bie jietit weder irgend eine WimkheiU 
ibaliebe YetUeiumg « naeh aberfaaopt eine tmpffbare Fläsetgbeil 
enftdecben hoonto , eo Wird bhui uai eo weniger die Fem eeiaea 
Ring'Gebiigv der Wirkang van Ftöeeeii vneebreibea, ader a^ 
aln damh Aaewaiebang oattCaadeae ftiansäie anselieB könnea« 
£beik eo wenig kann Yon iMe«er Unathe die Bildang jeaer cwei 
Biag-G^irge nnaerer Ente abgeleitet wardea. Von rerw^dtea 
Srecheiaangea meldet BtoaaaMn (am tAe /ormoKoa rnftke 9alUf§ 
üf Mmgwdare mud mtker aatteyt ^ ihe $k9atkm tf tkt §irmta^ iht^ 
Meteee «Ae», in dea JVmumät of tke «eolog. Sbe. a/ London, ff. S. 
U. 110 . . )• 



m Petrefakten -Kande. 



Dr. La*«: Anköndtgalig der Batdeckaag roa Kao* 
aheahölilea ia ir^Brngten-FaZ/cy» 210 Eagk illeiiea wee«« 
li^sh Toa Sydaef in NtukMmd ( Sfdaey-Oaeme m: ^Asm. 
Wm! N. pkü. Joara. ISSl f a. XJL 864 ^ S68.)* INr Entdediret 
iat 6Boaaa HAnkia su fiaOan«. D* Gebirge im freUing$4m^ 
Tftale i§t eia Kalfcetein . voU grafter a*d eotioneir HdMeik t^urek 
eine Affnong an der Mdteke Am MüVf&tiH^-t^oen^ sWM Meilen 
Taa de^ dtwügea Illedertrista*g, gtlaogt Mtift In eine ger&amfge 
Mal*a voll SUlakttieik An eiü^ Behe ^aivlaib der Kleag dea 
Haaueneblag« «lae aar dinaa Waad, fliaeh d«ren IhircMfia»« 
ebaag naa in «ine aweica iclalare Halle galaagtak Aaaifiedi tm^ 
dfefern £dde dwr ereiea lahite eia €Mwg ab#in«i> «Md "Mtndete Mit^ 
tebt tänca elailea AbMIce in cilie dKtle BaUb »im, dia tL 16¥^ 
emt beeachto, «ad woein er aiae groAe JMkMge aarbraclieaer^e^ 
bfeine «heik aa der Obteiflieba auiiergiDeCiaot , ftbeile eiag<Mcillet 
ftnd ia ataaa MAhan ailidüidtaa iieiai ttnga dar flOUenWMid. 



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in 

Dm ^ily wmHtt'6P mkh lienibgelawett, rifr die ^iimp lovy 
> 811 «• befestigt geweseta , iiBd es seigte «Ich i daft auch dieae 
Spitze der Knochen eines Thieree, grofser als ein Ochse, gewesen« 
R. sammelte eine geringe Annahl dieser Knochen, om. sie an Ja« 
■Bf 09 na senden. L. stellt nun folgende Betrachtungen aber 
diese Thatsachen an : 1) die meisten dieser Knochen rühren von 
grofsern ansgestybenen Thieren her, als jetxt dortanlande leben. 
t) B«ttbthiere allein können die Gebeine so Tersehiedenäftiger 
Thiere , als sio andeuten , dort nnsammeagesehleppt • haben. 
S) Auch sind die letstem dort keines natürlichen Todes gestov- 
baut das neigen ihre gewaltsam serbrochnen Gebeine, von wel- 
chen aufserdem eine giroHie Menge in Form kleiner Splitter den 
Boden bedecket, und am Lichte gerne brennt. 4) JVenAol/and 
ist daher kein neues , erst nach der Sundliuth entstandenes Land, 
wie so oft behauptet worden« 5) Die Höhle scheint demnach der 
Aufenthaltsort etwa Ton Hyänen gewesen su sejn. 6) Die>Um- 
wälBUttg, welche jenen Thieren den Tod brachte, Teranderte das 
ftufiiere Ansehen der Gegend nicht merklich, ida die Höhle ganx 
geblieben , wie sie anfängli^ii gewesen seyn mufste. 



Dr. LAiie*s nachtrachliche Erläuterung über die 
Naturgeschichte AustralUeher Knochen -Höhlen und 
Knoehen-Breccien (Jaubs. Edinh. N. phil. Joum, 1831; n. 
JTJT, 868 -r- 371.> £in solches rothes ockriges Zäment, wie je- 
nes , das die Knochen enthält , findet sich auch in den Spalten 
der Gebirge im Innern f«n Neu'-Süd^f^ales wieder. Der Kalk- 
stein liegt auf Granit r- und gewöhnlich aa oder unter Trapp-Ge- 
steinen, welohe namentlich im. K'^e//i«|{ton-Thttle an einer Seite 
der Berge eich an den Kalk anschliefflnu, während diese auf der 
andern aus Old red Swnditfme bestehen, der weiterhin in hartes 
Geschieb -Konglomerat übergeht. In den sahireichen Kalkatein- 
Höhlea sind Tielgeataltigcv Stalaktiten. hänfig^, ihre öflbungen 
senken eich. TOn.d^ Seiten der Gebirge an abwärts; der Baden 
darin besteht meist aus weicher rothisr Erde, nur eelten mit Kn<H 
chea, oft yon Stalagmiten bedeckt, ipnter denen man ebenfalls 
keine Knochen gefunden haiv Die Aushöhlungen , worin sich die 
Knochen-Breocie findet, sind; gewöhnlich bei diesen Hölilen, dt»ch 
▼QB, jbnen^ getrennt ; ihn» Öffnungen sind Löehem gleieh and wie 
dureh iEfinvIaken des Gesteines gebildet |^ im Inneaa sieht man 



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113 

itölirte FeUtrammer h«mbh&ilgen in Jenem rothen Zäitacate, wel- 
ches oft tojiart wie Kalbftein nnd nie ohne Knochen ist. Doch 
lassen sich diese nicht gut daraus trennen, weil es an hart nnd 
iie in sehr roll Rissen sind. Nur einselne grofsa Knochen^ nher 
dessen Oherflache herrorstehend , hahen sich besser erhalten, 
nnd es scheint, als ob das Zäment nie weich genug gewesen 
wäre, nm denselben ein tieferes Einsinken an gestatten. In sol- 
chen Aushöhlungen sind gewöhnlich alle Spalten des Gesteins "^^ 
Ton dem Zämente ausgefüllt, und meist gehen sie gerade ab- 
wärts. Die Felshöhle, worin obige Knochen gefunden worden, 
endet mit einer Halle ^ welche mit weicher Erde angefällt, an 
Decke nnd Seiten mit Breccie ubersogen war , die nach unten su 
Ton jener losen Erde durch drei über einen Zoll dicke und um 
8'^ Ton einander entfernte Kalklager getrennt war, worin denn 
die Knochen in gröfster Menge nnd meist aufrecht lagen, sodals 
je ein Ende derselben in einem Lager steck. Dieses Zäment 
findet sich genau unter denselben Yerhältnissen, wie im WeUing- 
toRS-Thale wieder: auf der andern Seite des Macquarne^ 6 -Mel^ 
len NO. , nnd zu Bwree , 50 Meilen SO. , femer auch su Molong 
mit kleinen Knochen. Die allgemeinsten nnd merkwürdigsten 
Yerbältnisse scheinen su sejn: 1) dafs diese Knochenbreceie in^ 
mer in der Nähe Ton Höhlen, doch stets tou diesen getrennt» 
Torkommt; 2) dafs sie, obschon bis sur Oberfläebe reichend, 
doch auch tief nnd weit in den 'Gesteins-Spalten fortsetzt; 3) dafs 
jenes Zäment durchaus nur in Verbindung mit Kflochen-Trummem 
vorkommt, nnd diese wieder nur darin in grofser Menge sich fin- 
den, solche Ton grofsen und kleinen Thieren dnrcheinandergemengt, 
swar stets aerbrochen nnd zersplittert, doch nie abgerollt, son- 
dern scharf und eckig. Hin und wieder liegen noch einige lose 
Knochen|uber der Breccie,^ ohne dafs man jedoch sn.bestinunea 
Termögte ,.ob sie aus gleicher Zeit herstammen« 



Jaxbsoh: über die fiissilen Knochen der Knoehen« 
Höhleu und Knoche n -Breccie Neuhollands (rUif. p« dd^*' 
896). X^ sandte die erhaltenen Knochen nach deren Reinigung 
und Torläufigen Untersuchung xur^ genauem Bestimmung an 
Cun in Lomfon , welcher folgende Nachr^hten dayon gab t 
1. sehr ähnlich dem Mittelhandknochen eines Ochsen, doch 

▼iel gröfser; auch dem Radius des Hippop<>tanlui^ klth 

J. 1832- I 8 

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114 . ^ 



ürciMB Bl«plis«tem««i bnit in YatUteirs 

' % Bedbte 8mte 4m Uateiluaffln ▼•■ OssywM, d«v nur Mdi 

ftiif rMilNcwMXMii«»lieimiM*MymMitt. &i4e4es£A- 

' MhM ▼•» linkcA Uatcffkiefcr ^cnelhtm. Ycviwtheil dca 

Haken OWkiefen im Womkai (Phaacolamya = Di- 

aelpliit arsiaa Shaw.)- 

ft. Bcditä Seit« 4m Unterkiefen dkMelkcn. 

i. Zwei antra Eadtea tmi ficheakelbciii dleMeibca. 

Biditer obrer SckneiAnakn 4m Wombat; recliter uatier 
roM juigeB Eangareo; SckneideaaliB-8l»^, obre MahU 
■ihae, natrer rechter MaUsalMi des Wombat; «itreSeh&ei- 
iiaihar Teriereade de« Uatcrkiefere, klatrer ebrer Midd- 
sahn det Kangaree.« 

ft. Hamenie nad Ulna; Oberende dee linbea Fenar van W o al- 
ba it; GeUnkcnde Ton TiMa aad Fibula, Beckenstock an- 
echeinead Tom jangen Kangareo. 

f. Becfcenstack eine« sehr grofsea Kaagarea. 

7. Zwei Femnrstaek^ Tom Worakat. Oboreade der Fibala ei- 
ne» gfoTten Kangnreo nad Femorstäcke. 

9. Anteheiaead ein Stack Tibia vom Kaaguroa. 

>. Breecie mit Tcmchiedeoen Knochea, nater andern Metataraa- 
lea nnd Pbalaogen Tom Kaagaroo. 

11. Oberkiefer- Stnek, wohl ven Oatynrae. 

16. Linker Oberkiefer eines alten Kaagnroo; Isaker deigL m| 
dem sweilen Mnhlxahn ; linker Unteiliiefer daran. 

16. Sinck des -rechten Unterkiefers^ des lii&en Obertdefers, swei 
untre Mahlzähne, linker Oberkiefer vom Kangnroe. 

16. Drei nnbekannCe Kleferstncke , vielleicht Ton YiTerra? 

19. Phalaagea, Fersenbein, Rippenstück vom Kängaraö?, — 
ereter Rückenwirbel Tom Wombat 

20. Z^ei hintr^, rechte, obre Mahlzähne irom Dasynrns. 

21. Drei Schwanzwirbel des Kangnro^o. 

22. Unterkieferstück mit einem Schneidezahnrest desselben? 

26. MiUelstock des Scbenkelbeins Tom Wombat. 

27. Mittelstnek der rechten? Tibia- Tom Kanguroo. 
Demnach , sagt Jahbso» , haben die dortigen Knochen -Hohlen 

nnd Breccien denselben Charakter., wie die Enropftischen ; sie 
eilthaUen Reste von lebenden und von ausgestorbenen Tbieren, 
welche Reste durch ähnliche Ursachen , wie in Europa dahin ka- 
men; ^iVenAoUand ifar in der Urwelt in Ansehung seiner Bewoh- 
ner eben so ausgezeichnet, wie heutzutage; besafs nber auch 

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116 

weil gtdftre Beirftinrar (1) ftte jiMt, w* ist K«Bg««oo d^r 
^6Ato ltk$ Hin BiMte giagfn fai IVvMilen SiMte»^ öMr,. W9ma 
ftiMft Mir«f nicht im telb«!! Eeitpwikt, w<ie in Aropa» (AmIi wAh- 
tettd «iiier mhnlkhiNi Felfe g6«ldgi«eli«r V«ii)i4ef«iigeii. • 



H. T. Mnn: über fotsile Saurier (Isis 1880. ,S. 617 
— 519.). H. T. Mbtbb beebelclitigt ein Werk übe|L die Skelett- 
Bild ong der foMlen Saorier der Fldtsperiode, nnd ober deren 
Yerbreitang nach dem Alter der Gebii^. £• loU tod fielen 
Abbildnngen begleitet seyn. Der Terf. theilt eie auf folgende 
Weite ein (bei den mit ? bezeichneten eind die Gliedmaben we- 
nig oder nicht bekannt): 

A. B. . 

Mit gewöhnlicher Zehen- Dxtremitäten wie bei den tchwe- 

bSlduag. ren Landsangethieren. 

a.Viersehige. 

Bhacheosaurae n. g. Megälasanrai Bvou. 

? Geosanrut Übt. Ignanodon Mitn. 

? Teleptanrus Gbofp. 

Aclodon T. Mkt. 
? Streptoepondylus v. Mjbx. * 

f Metrierhynchue t. Mjbt. 
? Ma<;rpepondylaa T. Mby. 
? Lepideianrns t. Mbv> 

Maetodontanrat Jabo. ^ 

6. Fünfiehi g.e* 
Frotoroiaarni t. Mby. ' 

C. D. 

Mit Flossen -artigen Ex- Ffiflie mit Flnghavt. 

tiemitaten. 

Ichthyosaiirae Coiiyb. Pterodactylnt Cur. 

Plesiotänrna CoKYB. 

Moaaeaurn« ComrB. 
? Phytosaurut Jabo. 
? Saarocephalat Hablah. 

9en Rhiiehe«tati»iit hat, dem gröMenTheil de« Skelet- 
te« nach , H. t. M. erat 1S29 in den lithographischen Schiefem 



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116 

von SoUmkofeu entdeckt, ond kel der nachlierigen YenttBimliiBg 
der Natuffonicher in Beiddberg Im Abbildung Torgeseigt\ Wie 
bei andern foeiUen Saviiern » •• i«t auch bei dieiem das Slcelelt 
^theiU mit dem des Qrocedile, theilt mit dmn der liaoerten vei^ 
wandt. Die Scbwanswirbel haben an der Stelle dee DomenforC- 
satxee swei angleiche , einen grofiem und einen kleinem , Sta- 
cheln , dergleichen eich sonvt nur an einigen Fisch wirbeln finden- 



H. 6. Qronn: Testu^do antiqua, eine im Süfswae- 
ser-Gjpse Ton Hohenhöwen nntergegangne Schildkro- 
/ten-Art (iVov. Act phya. med. Jcadem. nat. curios, 1831; XF. 
II. 200 — 216; Tf. 63, 64.). Im Jahre 1827 und 1828 wurden 
im Säfswasser-Gypse Ton Hohenhöwen im Hegau^ welcher auf 
Jurakalk liegt und Ton einem Basaltgange durchsetzt wird » aus- 
ser, einigen SäugethieivKnochen , auch sieben Panzer einer Schild- 
kröten-Art ausgegraben, deren sechs der Vf. nach und nach zur 
Untersuchung, erhielt. Sie befinden sich jetzt in den l^mmlun- 
gen des Fürsten Ton FvRSTBNBEtiG zu Doneschingen, der Univer- 
sität Strafshurg , des Herrn ton Albbrti zu Schwenningen , des 
Herrn von Althavs zu Dürrheim, des Herrn Walohnkr zu KärU- 
ruhe, und des Vfs. Jener Gyps besteht aus einer bunten ]^er- 
gelerde, welche in allen Richtungen von Gypsspath » Tafeln 
durchsetzt ist. Jene Knochen stammen von Raubthieren und 
Wiederkäuern; doch läfst sich ihr Geschlecht nicht näher 
liestimmen. Eine Helis^-Art , kleiner alsH. hortensis, beglei- 
tet sie. Das völlige Zusammenschliefsen aller je einen Panzer 
ausmachenden Beine , ihre ganzrandige Form , ihre nicht, ge- 
körnte Oberfläche, die von dem Schuppenüberzug hinterlassenen 
Eindrücke auf derselben, die starke Wölbung des Rücken -Pan- 
zers, der Mangel einer Ghamier-artigen Bildung des Brnst-Pan- 
zers schliefst alle Schildkröten-Geschlechter bis anf Emys nnd 
Testudo aus, — die stärkere Wölbung des Rucken -Panzers, 
dessen Streifung parallel den Schuppenrändem , die Wölbung des- 
selben Panzers unter der Mitte jeder einzelnen Wirbelschnppe , 
die abwechselnd stärkere oder geringere Gröfse der Wirbelschil- 



Die vorstehende Eintheilung ist übrigens bei der Verssmmlnng in 
Heidelberg nicht ▼orgekommen, sondern erst spater an die Isis ein* 
geschickt. d. R. 



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111 

der, die nach dem Rande hia abwechselnd eehinftler nnd breiter 
werdenden Rippenecfailder , die Deckung rfer Nahf swiechen den 
Hippen - und BLnun-Beinen darch die switchen den Rippen- nnd 
Kram -Schuppen,» und am Brntt-Panser die Yerbindung der 
nwei mittleren Knochenpaare mit fünf Kraus - Beinen «uf jeder 
Seite, entfernen auch noch da« Geschlecht Emjrs, so dafs diese 
fossile Art als eine wirkliche Teetudo'oder Land- Seh ildlcrdte 
erscheint. Unter den fossilen Arten dieses Geschlechtes ist eben 
so weni^ eine , als unter den lebenden , weiche röllig damit über- 
einstimmte. In Ansehung der Zusammenfngung des Brust -Pan- 
iers hält sie das Mittel awischen T. Graeca Ijih. und T« ta- 
bulata ScaÖPFF, indem 1) die zwei spitzen Hinter - £cken der 
zwei Tordersten Schuppen Tor der Mitte des unpaarigen Brust- 
bein-Schildes liegen (nicht in der Mitte oder Tor diesem Schilde), 
— 2) dieses .Brustbein -Schild sechseckig und Tom spitz, ist, 
wie bei T. tabu lata (nicht durch Abstutzung dieser Spitze 
siebeneckig, wie bei T. Graeca), — 3) der Hinterrand des 
dritten Banchschilder- Paares sich schief nach aufsen stärker zu- 
rücksieht, als bei beiden, und an der Mittelnaht weit hinter dem 
Hinterrande des vierten Schuppen - Paares , wie bei T. tabu- 
lata liegt, während er bei T. Graeca damit zusammentreffen 
würde. Er durcl^zieht qae,er fast die Mitte des fünften Schuppen- 
Paares ; bei T. t ab u 1 a t a scheidet. er dessen Tordres Ton den zwei 
hintern Pritteln. Aber auch olme Rücksicht anf diese mehr ana- 
tomischen Merkmale genügt folgende Diagnose, diese neue Art 
Ton allen andern blofs nach äufsern Hülfsmitteln su unterschei- 
-den. 

T* antiqua n. s. testa laie avata, aniice gihba ei medio mar^ - 
gine tncisa; aqwimarum vertebralium areU contfexiuBculis muti- 
cw, obsolete radiatim «tnatts, media punctatia ; squtnnis margi- 
nalt6tts 24 (!22 ? J : impoHhus, antica et poatiea, e bihie couna^^ 
tU ortU; atemo antice «to&conve«o - truneato. 



L. Tnnonom: über die Knochen vom Genus Ptero- 
dactylus aus der Lias - Formation in der Ge- 
gend von Banz (Isis, 1831; S. 276 — 281). Der Vf. zählt 
die bisher dort gefundenen Reste auf, und Tcrgleicht sie mit an- 
dern bekannten Arten, was er in einer eigenen kleinen Schrift 
mit Abbildungen nächstens noch ausführlicher zu thuA gedeckt 



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n8 

[ v^Malb vir auf gegen vartigen Anfiiats lu^h nicht weiter ein- 
gehen ] ; laUe dieeee nützliche Unternehmen Beifall finde , «o will 
er später die übrigen Reptilien und andre Tenteinerongen jeanv 
Formation folgen Iwten: 

eine Bieer-Sehildkrote, irte eie ancbim Engliechen lAu 

Torkemmt « 
Cvocodil von Bamßemr, giofee Schädel •Bnu^atficbe, 
Saurier- Gerippe, dem Crocodilue prioeve Som. nahe 

kommend, 
' Flesloftattruo, einige Wirbelknochen, 
Ichthyoeaurne, Skelette and eiiwelne Knochen nMhreter 

Arten , dann 
Coprolithen, Sepien-Knochen, Kreboe, Fische, Bo- 
lemniten, Ammoniten u» a. VniValTen, Tiele luAl 
oeltene BIvalTon , eehdne Exemplare Ton Pentacrini- 
tec Briaroi^p u. a. Strahlenthieren , -rersteintei fioln u. 
. a. W. ■ * 



Dr. IsAAO ttAT*(i BeschTeibung des Sohidel-Bruch- 
etuckes eines fossilen Reptiles aua einer Mergel- 
grube bei Mooratoum in New-Yersey (Transact, of the Amerie, 
phitos, Soc. 111, it,^ 1830; April. j> Finvss. BvU. aciene. naU, 
1880; JLXtt. 127,). Ein Stock des Schidels und Unterkiefers von 
der Form wie bei HARKiK's Saurocephalns, Welches ein 
neiles Genus S a n r o d o n bildet , das sich durch die sich sänMHt- 
lieh wechseleeitig berührenden Zahi^, und durch eine Reihe von 
Öffnungen aHs^eichnet« die. innerhalb j.eder Kiefer-Halfte für den 
Onrcbgang der GefiaXse ujtd Zahn- Nerven Torhanden ist. Aus- 
serdem treten die unteirn Zahnreihen gapz. innerhalb der obern. 
Die einnige Art, S. LoanuS) Herrn LnA a.u Ehren., hat sj^itio» 
■nsammengedrnckte und am Ende surnckgebogene Zahne. 



C. H. TOü ZiuTnn: .die Versteinerungen Würtem- 
b r g « ( m, ;uni I V. Hell , StMttgardt 1831. *. Das HI. Heft ent- 
hält noch lanter Ammoniten und Nautiliten mit. yielen 

't' ' 

" Vgl. ahrg 1331 , S. a36 Aisies JtibrbMlM, 

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119 

■cvcB-Artsn, welcb«-mii kiinra Bewlirabliiigai venebea wor- 
fton; du IV. iai ^fimUtk vU BelenmU«» angefäUt. (Taf. 
UH) 70w Amm&ait«^ g'S«« 2.^ 71. A. deatatas Ram. 
(tA. erlstalna Dam. *), 72. A. deaticnlata« Z., 7a. A. 
rarieetlatn« Z., 74. A. Aeeoratuc Z., (an A. oraatoa 
T. SoHLOTH. vor.? "*), 7S. A. bipartitat Z., 76. A. calcar 
Z.**%--(Taf. XIV) 77. A. ioraUaua Scavaa. , 78. A. Daroai 
Sanr.^7». A. Uerv«ji Sow., 80. A. GaHelai Sow.f, 81. A. 
▼ ariaat Sow. ff , 8S. A. atriatulus Sow., 83. A. ?8olaria 
Phiu.,— (Tat. XV) 84. A. obliquecoatatu« Z., 85. A. ia- 
aignis Sobuba. a. »f., 86. A. iaterruptac Schloth«, 87. A. 
oblifae-ialerrapta« Schübk., 88. A. rotula Sow., 89. A. 
polygooiac Z., 90. A. cordatnc Saw. fff , 91. A. ••rrn- 
lafta8,9a.A. bicftriaaka»? MdasT. , -. (Taf. X VI) 98.A.«iis. 
coides Z. y 94. A. Iieaehi Sov., 95. A. ditcos Sow., 96. A. 
biap^iaocvc Z., 97« A.tlegaas Sair.» 98. Hamitestpi^ 
Bigar*? Sow. *)v 99. Scapbites bifarcatus HABT^Aifif. «- 
(Taf.XVII) l.NaBlilil»agtgaBteaflS«if&BL.*0 (Taf.XVIlI) 
Z. N. bidaivtatnt Soslotb., 8^ N. liBeatac ?&k»w., 4. N. 
atBBaaoaBsf ScaaovB., 6. N. dubiat Z. ***) Die BeleaiBl- 
ien tiad. ebenfalls Ten Bwhrereti Seitaiv abgebildet und theilweii# 
Btab dran trelAiobeti Moater det Herrn Voar« beschrfeben. (Tcf. 
XIX) l.B. Aalensis Voltb, ^ (Taf. XX) 2. B. grandicSca^at., 
8- BL eompretans Bbiirv., 4. B. qainqaesalcatoa Blt.« 
5. B. tanidns Z., a B. acumiaatiic Sob«b£. , «- (Taf. XXI> 
7. B. BcutnB Bi*T., ft.J3. •abbaatafua Z., 9. B. eanalieB- 
latna Sgbi^citji«, 19. B. aubadnacataa Voltb, 11. B. •ay- 

* BicMif I aber aucb scbon Ammonitet crenatat BAjouiftii» 

Ds H. etc. 
*\ Scheint nur eine Varietät von A. Polin x. 
*** Viel}^|cbt dia Grnndf^rm für A. den ta tat. 
t Bit wekl nar Varielat Ton A. Jatoa ? 

ff Dtcset iCzemplar stammt, wie wir indesten aus guter Quelle Ter- 
' «ofamea , aus Enßland; die Art fallt daher für IfP^ürtiemherg weg^ 

' fit Ist A. varians ▼. Sghlotb. = A. alfernays ▼. Bdcb. 

*) Ist nnr der aufsre Umgang eines Ammoniten. 

**) tcbeiat arit N«. Stria tus Sow. fast idealtiicb. 

***) Der Mangel innrer Umginge ist sieber nur eine BCangenEaftigkelt 
Hei Eaemplitts. [B|ot«n der Ked.I 



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120 

eoBVt Hbhl, 12. B. emrioM«« Hm, 19- B. kr«TiforniU 
To&TS, 14. B. teres $tau, IS. B. pygma««« Z.,.l€. B. U»- 
giftftimas Miu.., 17. B. laeTigatu« Z.,-*.Craf. XUl) 18. B. 
crassas Voiitz, 19. B. gracilis Hbba, 20. B. targidnt 
ScHVBL., 21. B. «emihastata« Bi.y. , 22. B. sabclaTatu« 
VoiAz, 23. B. elon^ataB Muil., 24. B. incarTatua Z., 2&B. 
pyramidata« ScovBJb. , — (Taf. XXIU) 26. B. paJLill^iiua 
SoHLTH., 27. B. iDBcronatas ScHLOTH. » 26. B. granalatua 
Dbfb., 29. B. apicicurTatUB Blt., 20. B. irregnlaris 
SoBLOTH.» 31. B. papillatas PfiENiBGBB, 82. B. Bubpapil- 
laiasZ. ,33. B. digitalis Faubb-Bigvbt« — (Taf. XXIY) 34. B. 
unisalcataB Habtm., non Blv.; 3&. B. bitalcata« Habm., 
non Blaimt.; 36. B. trisnlcatue Habtm., 37. B. quadrital-, 
catu« Habt»., 38. B. pyramidalie Mvnbt., 39. B. bipar- 
tituB Habt^., 40. B. unicanalicalafcaB Habtm., 41. B. bi- 
caBalicnlatUB Habtm., 42. B. tri canalicnlaiaB Habtm. , 
43. B. qnadricanaliculatus JH(abtm., 44. B. qninqaeca-* 
naliculatnB Habtm. — [ Leider gescliiebi eB nnw la oft, dafs 
unwisBentlich oder dnrch Verwecbflelnng derselbe Nam« yenohie^ 
deaea Arten beigelegt wird; um so mehr mof« maa wäBBchea, 
dafB die wiBsentliche Anwendung Bchon gebrauchter Namen knof* 
tig nicht mehr Statt finde, wie es auf der letaten Tafel g»- 
•chehen. 

Die Lithographie hat an Gute eher zu äU abgenommen; 
doch können wir die ungeordnete Darstellung nicht loben, in 
Folge deren man nicht Arten Bondem Individuen kennen lernt, 
und die nächstverwandten Formen an beiden Enden eines G«-^ 
schlechtes findet.]. 



Fb. du Bois DB Montpj^bbux : Ctmchiologie fossile et apergu 
giognostique des formations du plateau Volkyni-PßdoUen ; 76 pp. » 
avec FIII planches^ et 1 carte, (^Berlin; 1831. gr. 4^) Granit bei 
Zytomir und an vielen Punkten des £p^- Thaies, Ton.T^rti&r- 
Gebilden überdeckt , ^ Thonschiefer , darauf Übergangskalk ^ 
darüber stellenweise Kreide , zuletzt Tertiärgebirge im Thale dos 
Jhtiester, <— Kreide in den meisten nördlich ziehenden Thälem , 
— Tertiär -Fortnationen selten mit quartiären Bildungen über 
das ^nze roZA^^rnffcA-Podo/tfeAe Hochland: dieses sind die Ge- 
birgsbildungen, welche der Yf. nachweiset. Die Kreide enthält 
Poeten Macowii, Ostrea latirostris und Gryphaea 

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Ml 

eolBmbs. .Bie Tevti«r-r«niMUiMMi bMMiea vra Buten nach 
•liea aa« eiaeoi Thane, walokcr yielleieht ^m plMtisehen Th«iie 
eatopricbt , — aas eiama grauea Sande , der M Toa Itt der dortl(|;en 
tertifiren Tenteinten Arten enthält, — ans einem Oolith (körni- 
gem Seekalk Eion^ALn^a ) und Cerithien - Kalk , woTon ereterer 
in geinen Kornern oft einen Kern organisciien Ursprung« beiitst 
und Sciiicliten des zweiten zwischen sich aufnimmt, welcher Cer 1- 
thinm rabiginosum,' 0. baccatum, C. articulatumi 
Ranella granifera, Melania Roppii, M. laeyigata 
etc. in sich einschliefst, -*- endlich ans Serpein -Kalk und mee- 
rischem Grobkalke, welcher mit Cardium lithopodolicum 
angefüllt ist, — und. aus ihnen untergeordneten Schichten von 
Ligniten und Sufswasserkalken mit Dicotyledonen-Resten. 
EiCHWALD bat sie meist ausfuhrlicher als du Bois beschrieben. 
— Von den beschriebenen 112 Arten Versteinerungen leben noch 
28^ 18 nämlich im Mittelmeere, 14 auch in andern Meeren; — 
40 hat ^ie Gegend mit den Subapenninen ^ 21 mit dem ParUer 
Becken, 5 mit dem yicentiniachen gemein. Conus antediln" 
TianuB, Rostellaria pes carbonis, Buccinnm obli- 

'quatam, B. mutabile scheinen die charakteristischeren Ar-; 
ten; die Seltenheit der Fleurotoma, Fnsus- und Murex- 
Arten, der Cirrhipeden und Gasteropoden ist auffallend« 

. £icHWA£n's Marginella exilis? scheint die M. auricnlata, 
dessen M. costata die M. cancellata n. B. [Cassis texta 
ist- nicht Ton Bastbbot, sondern Ton BaoMN; doch ob die gegen- 
wärtige Art identisch ist?). Zu Rostellaria pes carbonis 
BaonoN. wird Eicnwiin^s R. alata aitirt [aber letztere, so wie 
die Fig. 82 — 35 bei nir Bois^ gehören au R. pes pelecani, 
Fig. 36 aus Jtalien aber zu R. pes giracnli Baa. und R. Ut- 
ttngerianns Riss.]. Der Murex brandaris ist nicht iden- 
ifsch, sondern =3 M. triacanthos eolUet, H^idelb. — Ranella 
granifera i>1g. 50, 51 scheint kaum eine Ranella; und 
Fnsas echinatus unrichtig. — [Noch mancherlei andere 
Zweifel getrauen wir uns ohne Ansicht der Orlginalien nicht«aas- 
zasprechen.] Wie sehr wäre zu wünschen, dafs eine genaue 
Vergleichung aller Arten n^oh guten Exemplaren möglich wäre. 
Alle aiiid in sehr schönen Lithographieen dargestellt. 



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Itl 

C. BiCBW4ftB: mbtt Ale fossileB P«dosoeB [»der 
Kerbthier« mit i;tB»ehl«f»{der Ce|>halop«d«m) i» 
d«n lfa«atM*-<P«lnMrA«i Pr^Tinsen (avt £ichwai.b: Zfooiogim 
•ptciolü i&DMMie m tiniMrnaii' «t PWotitae t* «|ie<M« VUnae , 8^» 
XI. 18ft0; p. 1 — S23, <«&. ic. «nd £. EieawAiip'd ^'kärierer — 
liatdrbiftl^rUchea Sbiwe Toa I^ttAoiMn» FolAjfMen «mI P«tfeJ!t6» 
in^gevgnostisch-minenaogUc&ev, bfOsiuscli^r und iMlagUplu» 
HiiMiclit. miw; 18S0. 4«'. F. 225 ^ 2Xd.> 

Poljtbalamien. 

I. Hleloaia Bi.t. — [£. sool. p. 22.] M. costmlata a. •• 
tb. II. fig. 1 o. fr« tesla elljptica, sabtiliter coataia, cMtU lau« 
gitndtoalibaB transvertini sIriaiU, »olcU inter coate« piafa»* 
dioribns. Bald kngelföcniig , bald länglich, Moadöffming rnnd 
und offen. Lange l"^ Im feiaea tcrtiäven MoBobalMnd t«« 
Shukowee in Folhymen, 

, n. MilioUmT. [p. 22. 33.] 1. »f. affinif n. «. tb H. 
fig. 2. te«ta laeri« oTalh deprecaa, lateribtM tonido^rotnaAitli, 
c«atr# 6ap«nie depFCMO, inletite protninnl«^, apertura orbtcnlari 
appendienlata. Bei Shukomee and Sali»oe in V^lhignien, — 2. M. 
aabtriquetra n. 0. tb. II. fig. S. a. h, teeta miahim aablriqne- 
tra laevi, iocnla laterali htttMiaab, apevtttra ejns exigna, appen- 
dtcnlaia/ Kama V" lang. Mit vdriger. Geetalt Ton Rattex- 
SaaaMn. 

Ifl. Nodoearia Cam. [p. 23] 1. N. tenella n. e. tb. IL 
flg. 4« testa elongate - «nbnlata , recta, longitudinaliter eubtili-» 
terqne striata , tehui. , Mit vori^n. 

IV. Nummulites Lah. [p. 25]. Im Grobbalke Fo|%»jea< 
fohlt diefs Geschlecht TÖllig , aber den der Krimm set^t .ee faft 
ganz zusammen. Ähnliche Arten kommen ancb Im AUliviali) aa 
LukoinU bei ff^Üna und um Grodro vor. 

y. SlderoIit<»a LA»* [p. 25] 1. S. hexagana«»* a. tka^ 
fig« 5. tcteta miantiMima, bexagana, radii» 3 oppositte» intetma- 
dii» aemper .maj^e» aliis margiaibua daaboa lanvibaw- eoavasiai 
Shukowee. Sobaalfi l'^.'lang, oben Tom erb^heten MilMpaafct 
aus fein gestreift, Streifen ans aneinander gereiheten Wäschen. 
— Auch im Feuerstein Ton Krsemieniee kommen ähnliGhe H5r- 
perchen vor.- — Achtstrahlige oder nnregelmäfsige nur ^^'" 
grofse Sideroliten finden sich auch im Sande von Salüet an 
Hngel Kotkubow, 



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Bbonsh. — ib. u^ %t 6. In Kf^4e bei Qrodno, uelUn 3^' \mw^^ 
an der Baste w TerdjiUinet, eoqdefii. g^v^ z;^liadriaclK Je.jiii- 
ger, desto bober reicht die Alveole hinauf, selbst bis «&rMHte. 
[Näbert sich etwa» dem B. Scauiae]. -^ 2. B. semihaata-t 
tas Blv. — tb. II. fig. 7. Im [Jura-] Kalke LUhmtenM hm. P«- 
pUani an der Windau. ^lUeiae kanm y^" Imge Exemplare k«m-i 
men hanfig, gröfsere selten dort vor. — 2. B. gigaa Bav. -<- 
tb. II. fig. 8. Bmchstncke daron finden sich bei Poptfaas; doc|i 
ist die Schaale an der Basis ganz stielrond, miader dick, iui4 
die AlTeole nimmt minder schnell an Durchmesser ab* 

TII. Ammonites Bau«, [p. 29 — 30] 1. A. aculeatus 
n. 8. tb. II. fig 9. testa orbiculäris, costata, eostis aculeatis, 
aculeis longissimis in biois utrinque seriebns conoentricis dispo- 
sitis ; ~ interstitia inter costas acnleatas laeTia. Bei Popilami im 
äUern [Jura-] Kalke. Auf dem Rücken sind 2 langgestachelte 
Kiele nahe beisammen, ipitten auf jeder Seite ist eine Reihe 
kurzrer Stacheln , deren jeder durch 2—3 nnregelmäfsig gebo- 
gene ^ Rippen mit einem der vorigen verbunden ist ; noch tiefer 
steht eine Reihe kleiner Höcker, die mit je einem der letzten 
nur durch eine einfache Rippe zusammenhängen. Nächst der Mund- 
Öffnung verschwinden die Rnekenstacheln ganz. Durchmesser 
der Schaale IV^", Dicke eles letzten Umgangs 7^^', H5he 8^''. [dem 
Amm. ornattts ähnlich, dö«h verachied^n. Form der Pla- 
nuliten]. Tersteiat, oder in Eisenoeker verwandelt — 2. A. 
A'rgottta n. s. — tb. Ü. fig. 19. testa orbicnlaria compressa ca- 
i^luata, earinae numeresae transversae, approzimatae, in utru^e 
testae latere dorsoque piano obviae, binae semper carinae aupra 
^iafm; eoajoaetae, taherculis acuJkatis ibldtem mimitae. Mit 
vetigVQi. AMchmesaer 2", Höbe dea^ letalen Umganga IV* 
llickn W^ in cto Mittti \tem A. Jason v. Mvmst. verwandt, 
Plai^ali tan- Farm). — 3. A. du plicata« n. a. tb. IL %• IL 
ifüla acbkiiUHriii eo»prae«a laevla, dorsali parte lotoaialo-plaBa, 
carinae [i. e. radii] aafractuum interiornm an^MidnMtaa , exter 
n/amm. iUaß distantes, ände alio onnino. his figwra'«iMiaaitnr. 
HU vorigem. ^ Letzter Umgang fast doppelt so. gcofa, ala dar 
vorletzte, B''' breit , 5'^' hoch ; Ammo.niten-Form. — 4. A. 
perspectiv US, n. s. tb. IL fig. 12. testa orbiculaHs, depjtessa, 
ezterioribuB anfractibua sul»ito erassioribiis, iade profundo am* 
btlico utrinque Genspicn.o> pars testae dorsalis dila^ta» plana, 
( tranaveraim ] carinata, latera utrinque superne aculeata. Mit 



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W4 

roiAgeuL 4{aeer- Kiele dee Rückeiit saUreicIi, der Seiten Tiel 
teltener , dicker. Hohe dee letite« Umgaogt l'^ auf Z" Breite. 
[Eine 'der FormeQ dee Ammonitee coronatoe' SciooTn.] 
5. A. carinataa n. •• tb. IL fig. 13. tetta orbicalaris, Talde 
edmpreesa, carinata, caripis incarTis, in dorsali testae parte 
rotandata 9 enb angnlo acnto conniventibns. Mit vorigen. Darch- 
meeser der Metall-glänsenden Schaale l", Mnnd6ffnnng halb- 
mDttdlormig. '^[Ut volHymimen A. Lambert! Sow., nur Tiel<- 
leicht -etwas weniger involnt.] Im nämlichen Kalke kommen 
noch andre Ammoniten -Arten Tor. [Alle scheinen auf Jura- 
Kalk IQ deuten.] 

VIIL Orthoceratitcs Bbbtn. [p. 81] 1 O. falcatns 
▼. ScKLOTH. testa parum inflexa > transTersim snbtiliter striata , 
quodam modo compressa, siphone marginal!. Im 'Übergangskalk 
▼on RevaL Fafslaoge Brachstücke haben bis zu 1" Durchmes- 
ser. «^ 2. O. bacillus n. s. tb. IL fig. 14. testa omnino recta 
gracilis, apicem Tersus param attenuata, tenat siphone centrali. 
Bei Wilna im AlluTial- Lande frei oder in Bruchstücken alten 
Kalkes. Ein 1" 8'" langes Brachstück hat 8'" und 5''' End- 
Durchmesser und 88 Kammern. — Aach Orthoceratiten- 
Bruchstücke mit randlichem Sipho; tb. II. fig. 15 [O, Tagi na- 
tu s ▼. ScHK.] kommen vor. 

I\. Lenticulina Lam. tp* 84] 1. L. indigena n. s. tb. 
IL fig. 16. testa minima septis transversis approximatis incnri^is, 
interstitia inter ea transTorsim striata, margine acuto penultimi 
apfractus ab apertura latiore excepto, carinato. Im tertiären 
Huschelsand bei Büka in Volhynien, Gröfse y^[ , Scheidewände 
etwa 20. 

X. Argonanta Lm. [p. 85] 1. A. Zbpriewskii n. s. th. 
IL fig. 18. testa spiralis minima > costato-rugosa , ultimo anfractu 
reliquos amplectente maxinko. Im Tertiär -Kalke Podoltens bei 
MendHboik am üosAefe- Flusse. Länge V. Qaeer- Rippen kno- 
tig ranielig, die obersten Knoten Tiel gi^dfror and einen Kiel aal 
der Schaale bildend. 

XI. Bellerophon Hohtv. [p. 85] 1. B. Cavcasicas 
FnoH. (Mlet. d» l Soe. imp. d. BioaeoUj nro. m. pg. 818> subora- 
tns, externe transrersim sulcatus, sulcie andalatis. lo altem 
Kalke des GauconM. Gröfse Z" W. Höhe der Mundöffiiung 
1" i^"\ Breite 8'''. Auch im Podoliichen Obergangskalk sehei- 
nen gmise Bellerophonten vorankommen. 



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ii5 

T r i I o b i t e n. 

XII. Calymene Bronon. [pg. 114J 1. C. Blumenbachii 
B&0N6N. , Dakm. Io Diln?ial- Geschieben hei Grodno, — 2. G. 
Ifiecheri Eicmr. 9 antea Asapha« Fiicheri E. (Geogn. ZooL 
üntenuch. *; Zeitschrift, 1828; p. 129). Im Übergangskalk um 
Petershnrg, 

XIIL Asaphos Bboncn. [p. 114]. Brochstücke des nnge- 
schwänzten Abdomen, aber meist sehr klein, finden sich im 
Übergangskalke Podoliens, wenig grofser im Kalke Litkäwsn» 
bei Popilani [ ! ] , und noch andre in dem gewifs neuem Kalke Ton 
Afoseau [Zeitschr. 1. c. 180 — 131.]. 

XIV. Cryptonymas Eiesw. [p. 114 — 116. Zeitschr. 1. 
e. ^. 123 — 1291. 1* C* ezpanatts E. (£ntom. expaasns 
Wahumb., Asaithns cornigerus BaoMON., Crjptaa. Lieh-, 
tensteinii Eighw. L,c.)- In h^griena Übergangskalk. — 2. C. 
Weissii Eicnw. (L c.) ibid* — 3. C. Schlotheimii Eichw. 
I.e., ibid. — 4. C. crassicaada^ (Entomost. crassie. 
Wahlbüb.) in Ingrien. — 5. (A.Resenbergii EieBV.l. c ibid. 
— . Damit kdraont noch eine Fnfs -grofse . Art vor. 

XV. Nile Qs Dil», [pg. 116]. 1. N. armadilio Dam. 
1b Ingrien, um Peterahurg. 

XYL Ampyx DikLx. [pg. 116]. 1. A. nasntus Halm. ibid. 

.Krabben. 

Verschiedene Trümmer Ton^sam Gehenl geeigneten Fufsen 
kommen im Tertiär -'Kalke Ton Shukowee4 ZaUeee und BiOsa ^er. 



IV. V e r s c h i e d q n e s. 



Si«W4mT und Lboppeahd: über die MinaralWaasor im 
Kdatgreieh Würüemkerg and in dea aagrensenden Ge-» 
geadea, nebat Bemerkangen/ über das Verhältnifa 

* B. gsognottiseb zoologitebe Untenvebungen in den Runitcb •Bchi- 
sehen Prorinien, im Aansga . mitgetheiU in ▼• Lbobrjl&h's Zfellschr. 
1828. 104 — 131* (Insbesondere vgl 123 — I28.) 

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ihrer mit chang nsd>'SeiiBp«Yft tut tu den Gebirgrar- 
len {Eine Inaagaral - Diwertatioii , TüUngem JL8S1. 47 pf. 8.)« 
In den anf dem Titel bezeichneten Beziehungen werden an hun- 
dert Mineralquellen der Reihe nach durchgangen. Etitultate innd 
folgende : 1 ) die warmen und lauen Quellen hemmen blofs in 
der Granit-Formation und der damit eng verbundenen Sandstein- 
Formation de« Schwarzwaldes , wo diese den Granit kaum be- 
deckt^ Tori auch einigermafsen noch in^der altern Kalk -Forma- 
tibn; — ' was «wahrscheinlich in der Bildpngs - Periode der Ge- 
birgsmassen [??J und in der Tiefe [des Ursprungs] cdgleich 
seinen Grund hat ", möglicher Weise aber auch in einem elek- 
trogalyanischen Prozefs. — - Die Sauerwasser fehlen in der 
Molksse, in der Kenper-Fomatien, finden sich aber id allen 
ILalk^FormatiMien, vonuglieh' in der MuscheÜmlk- Formation, 
in d«r Gveifs- Granit- und der damit verbuiidenen (Sandstein- 
Foimation. In ihver Nähe finden sieh oft SchweMtrasser Und 
Sehwefelfisf biodnfigen. — r die 8 e h w * f e 1 w-a s s e r finden sich 
hanptstohlieh in 4tt Gryphlten - Fonmvtlon , und entspringen an- 
ttaohst ans deren -lichwef et - reiehen Schiefern. «Vielleicht, haben 
Schwefel wasser und Schwef^kie« «inen gemeinschaftlichen .Ur- 
•ffrwtgf nanilich in der Zersetiung nrganifdi^r Bejite'deTr Yor- 
welf* [??]. Schwefelige Wasser liefern auch MuffchelkaUc, 
' Keuper-Forraation und Molasso, wie die Gneifs- Granit -Forma- 
tion und der Sandstein. — Wasser mit kohlensaureih Eisenoxy- 
dul liefern alle Formationen , doch zumal der Gneifs-Granit und 
Sandstein. — Die Salzwasser sind der Muschel-Formation eigen, 
Btttemrasser liefern dieselben und die Keuper- Formation, da 
kohlenvaur« BiCteveide und* schwefblBanrer Kalk in ihnen in Be- 
rührung stehen. Eben so Glaubersalz - haltige Wasser , dessei 
Ursprung schwerer nacbsuw^en ist. *- Wasser, welches tod 
schwefelsauem und salzsauern Verbindungen ganz frei ist , lie- 
fern nur Molasse, Gryphitenkalk und Jufakalk. — Wasser mit 
kolilensaurem , schwefelsaurem und salzsaurem Natron liefern die 
Gneifsgranit-, auch Gryphitenkalk - , Keuper- und Molasae-For- 
mationen, obschon die Gebirgsart kein Natron enthält — Was- 
ser mit fcnhlcnsanrer Bittevefde nebe« Kalk geben Mnacfaelkalk, 
Ck^phitsn-Kalk« dl» K'^ttper-Potmalion und M«laifte^ •*- Harte 
oder Gyps« haltige Wasser liefern der Mttscbelkalk und Keuper; 
— Inkrustirende Kalk -haltige Wasser die Juraf<mnation , aueh 
4eff Keuper ; — ganz Kalk- freiM Wasser liefern n^dar Gtteffs- 
jfiranit und der Sandstein., der . ubiMrhaupt das mmte'» fem^ wie 
destillirte, WoMsr gibt 



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aar dar Fliaae« 



SiowART nad NarntAinniE: chemische üntersnchnng 
dat Scfawef el wacser« hei Sehastiansweiler (Inaug^ural-Dis- 
•ertatioB. ^fingen; 18S1/ 24. pp. 8.)* £ioe der Schwefel- 
Teiohstea Quellen, welche am Fnr«e' der Alp aus den Gryphiten- 
Schiefern entspHngen. Sie liegt 8 Stunden von Tübingen , I St. 
Tan Heching^. 16 Uazen ff assfek* enthalten , aufser Sparen von 
Eisen, Mangan, Schwefels. Kali, Schwefels. ICalk, firdhars und^ 
fiztraüctiTstoif noch : 

Schwefels. Natron 4.51 Gran. 

— Bitteretde l.Sl — 

Xailornatriani ^ ^.59 — 

Chlormagniam 0.2S ^. 

Kohlens. Kalk Zm — 

— Bitteierda •.41 — 

Kieselerde 9.18 -- 



11.1S — 



und Stickgaa; etwas kohlent. 

und Kohleawasseratoff-Ga« 3.07 Kubaoll. 
^Schwefelwasserstoff- Gas 2.26 — 



5.88 ^ 



Dutroohbt: Beobachtungen über die Fontaint 
irofide im Jura (^Ann. de Chim. et de Pkyaiq. XXXIX. 4$4.> 
Diese periodische Quelle liegt an der Strafse Ton Lausanne nach 
Pontarlier ^ IV3 Stunden Ton letatrem Orte, und bricht aus ei- 
nem groben abschüssigen Kieshoden hervor , auf einem Haume 
▼on 15 Schritten Länge und 6 — 8 Schritten, Breite. Aus der tief- 
aten Stelle dringt das Wasser fortwährend, auf der höchsten aber 
mit Unterbrechung , so nämlich , dafs das Füefsen ?on unten nach 
oben gewöhnlich 8 Minuten zu - , und dann wieder 8 Minuten ab- 
nimmt.. Yerkurat sich aber zeitweise die Periode der Zunahme, 
ao tbnt es im nämlichen Terhaltnisae auch die Abnahme, und 
balda können auf je 2 Itinuten herabsinken, was . mit der beA ^ 
periodischen Quellen angewandten Theoria der Haber sich nicht 

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129 

verel^igDn lärtt, wo beides im nngekehrten YerlifiliniiM iii* 
pimmt. Die Zanabme de« Flter«ene allein iet mit Mser ttttrkeo 
EatwicbelaDg Ton Gm begleitet, welcfaee, der dadorcb bewirk- 
ten Trubang von Kallcwaseer zafolge, yiel Kohlensaure enthält 
Am Fofse des Berget , etwa 15 Schritte ron der Quelle, ist ebe, 
etwas durch Steine verschlossene Öffnung, wo man bei Anlefpiog 
des Ohres während des Anschwellens der Quelle ein ttarkei 
Kollern im Berge wahrnimmt, nicht aber, während der Aboalmie. 
Man darf also aus diesen Umständen ansammengenommeo schlief- 
Ben, dafs die Feriodisität der /Quelle Ton einer periodischen Ent- 
wiclcelung kohlensauren n. s. w. Gases herrührt, welches tbeil- 
weise wenigstens durch dieselbe Öffnung mit ihr entweicht. 



Witt: Verheernng . der Strafse auf dem o^ 
Bautnatein im Cantan Basel am 16. Juli 1830 |(Bi62. vnmn, 
18S0. Oct. — Scienc. et ArU 209 — 212.) Nächst dem KulmiDS- 
tions - Punkt der Strafse zwischen Baüsthal und WMenbwrg tra- 
fen Gewitter- Wolken von entgegengesetaten Seiten aBOsamnieB 
und entluden sich auf fürchterliche Weise. Auf dem nördliehei 
Abhänge des Hauenateins sammelte sich das Wasser in dem lomt 
unbedeutenden Hauptbach, welcher in die Brgelts und darch 
diese zum Rheine gelangt', bis zu 6^ -- 10' Hohe , zerstfirte di« 
Wege und Felder, entwurzelte die Bäume, überschwemmte des 
obern Theil^Ton Waidenburg ^ ^ifp in wenig Augenblieken den 
untern Theil desselben , so wie Oberdorf, Niederdorf , ganz flÖU- 
etßin und alle Brücken \aii sich fort , machte zu Baael , 2 Stan- 
den unter der Mfindnnglder Ergdtz , den Rhein in weniger all 
1 Stunde über Z' steigen , ertränkte eine Menge Vieh und 21 
Personen. Auf dem nördlichen Abhänge waren die Zerstorangea 
weit geringer, weil sich das Wasser mehr zertheilen konnte. Mai 
zählt 80, :durch dieses Ereignifg Teranlafste Erdfäile. — Wa« 
glaubt, dafs, wenn das Wasser in solchen Massen niederttärMt 
die Wolken immer sehr dick seyen , so dafs die Tropfen auf dem 
langen Falle Zeit gewännen sich sehr zu vergröfsem. Zu solchen 
Regenfällen treffen die Wolken gewöhnlich Ton Terschiedenea 
Seiten zusan^men ; wahrscheinlich , weil, eine durch irgend welch« 
abkühlende Teraalassung einmal gebildete dicke Wolke die gva» 
Luftschichte unter sich beschattet , abkühlt, die Luft verdichtet» 
ein Zuströmen der Luft voll aufgelöfster Dunste TOn allen Seiten 
lüahinj^bewirkt , worauf der .Regenfall erfolgen mufs. 



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•?*• 



k 



Untersuchungen 

über 

<iie fossilen Süfswasser- Fische 

der 

tertiären Formationen, 

▼ on 

Herrn D'- Agassis. * 
( Autgeiofifen aae eiaem Briefe aa ProfeMor Baoan. ) 



JLlie Fische tertiärer Formationen ^ mit deren Unter* 
snchnng ich mich bishei^zu beschäTtigen Gelegenheit 

* Dieser Abhandlnng werden einige andre Ton demselben Herrn 
, Vf. folgen, Bo daU, ebne eine bestimmte Ordnung au beolH 
achten, allmählich die fossilen Fische adler Formationen in 
Folge nener und eigner tJntersuchnngen dess^ben abgehan- 
delt werden: als Prodromus an dem schon früher erwähnten 
Werk desselben über die fossilen Fische, welches bereits 
sehr weit gediehen ist and hoffentlich binnen einem Jahre 
schon au erscheinen beginnen kann. Seit awei Jahren uner- 
müdlich mit deren Untersuchung , Beschreibung und Zeich- 
nung in den Sammlungen der Sckweitz und des südlichen 
Deutschlands beschäftigt, hat H. Dr. Aöissn bereits 200 illum. 
Tafeln nur Benutiung bei diesem Werke anfertigen lassen , und 
über 800 Arten unterschieden. Die Tafeln entsprechen , gleich 
jenen deipelben Yerfs. über die lebenden itefswasser - Fische 
DeutsekUmds, allea Anforderungen, die man an ihre Schonheil 
und Genauigkeit immer machen darf. Indessen werden , um 
das Werk nicht alliusehr au überladen und zu kostspielig aa 
machen, immer nur die wichtigsten der abgeUldetei» Theile 

J. 1832/ 9 

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1» 

gefonden, sind fast 'alle Bewohner alter Sfifswasser *. 
So wenigpstens jene des StuberUhales bei Steinheim 
unfern Ulni^ jene von Oeningen unfern ConstanZy 
jene im Klebschiefer Tom Habichtswalde ^ die ans 
der Papierkohle des Siehengebirges und d^ Monte 
f^iale bei f^erona , jepe im Gypse von SimgagUa 
o. s. w. Die schönsten Exemplare von , Oeninger Fi- 
schen befinden sich in der Sammlang des Hrn. Dr. 
Lavatbh iv Zürich^ welcher, so wie Herr Profes- 
sor ScfiiNz, die CHlte gehabt, mir aus seinen Samm* 
lungien alles^ was ich nur wünschte, zur genaueren 
Untersuchung auf mehrere Monate anzuvertrauen, 
und niit nach der Heimath zu geben ; — dann in dem 



daraus für jede Art eaUiommen werden , da dnrch spätere Be- 
obachtungen und Untersuchung Toflständigerer Exemplare oft 
frnlier genouimene «BTollkon dienere Abbildungen entbehrlich 
werden. Dieses Werk soll aber nicht, blofs die Beschreibung 
und Abbildung der Arten liefern, sondern über ^e Osteologie 
und S'chnppenbildung noch so viel geben, als zum Erkennen 
der fossilen Gescblechter und Arten durchaus nöthig Ist- Zu- 
dem* wird das Vorkommen derselben berührt, und bei jeder 
FonoatioB ein QemAlde Ton ihrer gansen fossilen Fauna,, 
ancli mit Beziehung auf andre Klassen, mitgetheilt werden. 
Ic|^ glaube daher eine schon früher ausgesproclieiie Bitte f|n 
dt^s Publikuni hier wiederholen zu dürfen: dafs es flerrn Dr.. 
AoAssiz bei diesem eben so nutzlichen als uneigennützigen 
Unternehmen noch ferner unterstützen möge , wie derselbe bis- 
her solches^on so ?ielen Freunden der Wissenschaft zu rülh- 
men Anlafs gehabt. £s konnte wohl am hebten geächdbeu, 
lindem die Eijgenthümer tou fossilen Fischen sich mit demsel- 
ben in Korrespondenz setzten, und ihn von ihren Besitzungen 
benachrichtigten. Mit der ijim eignen Gefälligkeit ^ird er 
fodaon gewifs gerne die an ihn ergehenden Sendungen ^ auch 
wenn ve Tielleicht nichts Neues enthielten^ bestimmen und 
benenne^, und wenn sie neue Arten oder solche aus ihm neu^ea 
Lokalitäten enthalten, seihst Frachtauslagen nicht scheuen* 
Eine eigne Sammlung besitzt er weder, noch wird er sich 
solche anlegen. Ba. 

Hie kanptsachlichvte tertiäre Seefisch -Ablagerung bietet der 



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111 

• » 

CarJsruher MoseoiB, ^elehes die Fische der ebeuHi^ 
üg Forstlich Meersburg^9chen Samnd^ng in dch auf- 
genomma hat, oQd deren BeoHt^iiiig mir Herr Ge^ 
Eeime Bath GmeiiIii auf die liberalste Weise erieich** 
terte. — * Die Steinheimer Fische siod am voHsttn- 
difsten ia der für fi^ürtemÜergische YersteiaeruDgen 
ilberhaapt so wichtigen nod reichen Sammlung des 
Oberamts «^Arartes Dr. HAüTMAwa in Göppingen^ wel- 
cher ebenfalls allen meinen Wünschen zn Erleichte- 
rung der Untersuchungen suvorfcam und mir viele 
kostbare Gegenstande zur genaueren Prüfung anver» 
trautOp *^ Aus dem Klebschiefer Tom jffabichtswalde 
hatte ich mehrere Exemplare bei Herrn Geheimen 
Rath voir Lbohhard in Heidelberg gesehen, und mit 
' seiner gefälligen Erlaubnifs zur Bestimmung und Zeiche 
nnng mit nach Carlsruhe genommen. — Aus dem 
Gypse von Sinigaglia sind mir nur einzelne Exem* 
plare, in Sammlungen zerstreiit, vorgekommen* Al- 
len vorgenannten Herrn statte ich für ihre so freund'** 
liehe Unterstützung meiner Arbeiten hiedurch meinen 
dfien$Iichen Pank ab. 

L Lencificns» Im Klebsehiefer vom Habichts^ 
Vfulde kdmmt ein kleines Fischchen vor, welches ich 
na4^ genauerer Untersuchung als neue Art mit dem 
Nameii Lenoisous leptn^i Ag. belege. Es ist ein 
weituKer B^eg der Qberaus grofsen Formen -Manch«* 
fiil^keit in diesem Geschleehte, Wie dasselbe in 
der Jetatwelt eines der Artend reichsten ist, so hat es 
auch schon in der Tertiär -Zeit mehrere Reprisen^ 
taoten gehabt. Penn dabin gehören in Deutschland 
auch noch die Art aus der Papierkohle , welche in 
der Zeitschrift für Mineralogie so genau beschrieben 
worden , drei Arten ans dem Oeninger Schiefer und 
zwei aus dem SfiCswasserkalke von Steinheim , welche 
unter rieh alle sehr ausgezeichnet sind, und deren 
Unterscheidungs- Merkmale von den lebenden Arten 
ich seiner Zeit bekannt machen werde. — Wenn man 

X t 

. , DigitizedbyVjODQlC 



IM ; 

aii8 dem Genus Leucisctts Klein, wie es Citvier 
zuletzt beschränkt hat, noch die Arten: Nasns als 
Genus Chondrostoma Ag. — und Aspius, AI- 
burnns, bipunctatus, etp. als Genas Aspius Ag. 
entfernt, so zerfällt es noch in zwei Unterabtheilun- 
gen', deren eine die mehr zylindrischen Arten do- 
bula, aphya, Leuciscus Lnr. etc., die andre aber 
die mehr zusammengedrackien , wie erythro- 
phthalmus, orfns etc. enthält. In die erste Abthei- 
lung nun gehören von den fossilen: 1) L. leptus^G., 
dann die zwei kleinen Arten voa Oeningen : 2) L. 
pnsillus Ag. (verwandt mit der lebenden aphya 
und von derselben GrÖfse) und 3) L.heteruru8 
Ag., ausgezeichnet durch den etwas längern Unterlap- 
pen der Schwanzflosse, wie di^es bei den Abra- 
mts-Arten der Fall ist; — ferner ans dem Stein* 
heimer Sufswasserkalke: 4) L. gracilis Ag., wo- 
von das Stuttgardter Musenm ein schönes Exemplar 
besitzt, und welcher mit einer noch unbeschriebenen 
lebenden Art aus dem Becken der Donau ^ L. ro- 
stratus Ag., verwandt ist Dahin gehört 5) L. 
Hartmanni Ag. von gleichend Orte, die gröfete 
mir bekannte Art, und dem L. Jeses verwandt Zur 
zweiten Abtheilung des Geschlechtes aber gehört 
6) L. Oening^nsis, zunächst mit L. rutilus und 
L. orfns verwandt: Scheuchzer's Capito tf. u. und 
m., der gröfste Leuciscus von Oeningen ^ den ich 
in allen Altern von V^ bis zu 6^^ und darfiber beob- 
achtet habe. — '7)Cyprinns papyraceusBRONN^ans 
der Papierkohle des Siebengebirges j wird, wie der- 
selbe gleich anfangs angedeutet hat, nach Zerspaltung 
des Geschlechtes Cyprinus zu Leuciscus papy- 
raceus werden *. 

* Damit hat das Fiachchen nichts gemein, weichet in der erd- 
reichen Papierhohle Ton Menat in ^uver^^fie Torkonimt, mit 
der von Lscoq und BouiLtsT Teranetalteten Gehirgaarlen - 
Sammlung unter nro^ 148 Teriendet , und in den zugehörigen 
« Vuea et cwpet des princtpaUs formaUon$ fsMogiqu€9 du dipar- 

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IM 

IL Tinea. Noch einige andre Geschlechter 
. von Sflfswasserfischen haben fossile Arten geliefert, 
und um bei derselben Familie zu verweilen , erwähne 
ich von Steinheim eine Sc hl eyv ausgezeichnet durch, 
die Kleinheit der Afterflosse: 1) Tinea micropy- 
goptera Ag!, und darin auch von der lebenden Art 
verschieden. Im Museum in Tübingen ist das voll» 
ständigste Exemplar vorhanden , und Prof. Jägbr be- 
sitzt ein BruchstOck^ an welchem Schlundzähoe sicht- 
bar sind. Bei Oeningen kommen vor : 2)Tincalep* 
tosomus Ag., langgestreckt, schlank; 3) Tinea 
fnscata Ag., kurz, breit, mit gabeliger Schwanz* 
flösse. Dafs es gewifs Tincae Species sind, be- 
weisen nicht blos die kleinen längerq Schuppen , son- 
dern sogar die beobachteten -Schlundzähne. Über- 
haupt sind die Oeninger Fische so vollständig, daft 



fement du Pw^-de-Dome^ Ome Livrais, , Ctermont-Ferrund 18301 
p. ).65 — 172 , beKeichnet , and mnthmaaUcjh sn Ojprinuf 
papyraceuB bezogen worden ist. An dem Tor mir liegen- 
de« Exemplar ist d^ Untertbeil des Vorderkörperi etwas be- 
•cbftdigi und fehlt etwa das hintere Drittheil dea Bnmpla , wo- 
mit es wohl 4" lang seyn würde. Es gehört eu den Abdomi- 
nal -Acanthopterygiern, wie das Genas Cottus, Ton dem es 
aich aber mehrfach nnterscheidet, wenn auch der knochige^ 
hinten etw^ höcberige Kopf übereinzaatimmen acheint. JNe 
Brustflossen sind nicht Tollständig erhalten, scheinen aber 
aas angegliederten Strahlen sa hieben and liegen unter den 
Branchien, an denen man noch 5- Strahlen w'ahmimmt. Die 
Banchflossen haben wenigstens einen stachligen und 7 geglie- 
derte Strahlen , und liegen wenigstens 1'^ weit hinter erstem , 
nnter dem 8ten V^irbel, Unter dem Idten V^irbel fangen die 
Gt&hten an , welche die Afterflosse stutien , und diese selbal 
beginnt unter dem fünfzehnten. Die Büekenflosse beginnt über 
dem 5ten Vl^irbel und zählt zuerst 10 Stachelstrahlen,. welche 
an Gröfse bis zum 4ten zu - , dann wieder abnehmen , und sich * 
niederlegen. Dahinter folgen ohne Lücke 9 gegliederte Strah- 
len , welche an Grdfse Ton dem ersten an abnehmen , der gelbst 
doppelt so lang als der letate Stachelstrahl ist. Der hinterste 
der gegliederten Strahlen steht aber dem 20sten Wirbel und 
reieht noeb bis zum 24sten. Die Bippen reichen bis sum ISitCB 
oder 'Uten WirbeL Schuppen aakenntlicb. Ba. 



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184 , 

man bei den meisten Exemplaren nicht nur das ganze 
fikelet, sondern auch den ganzen Fisch mit allen sei- 
nen Schuppen wieder erkennen kann. Interessant ist 
es noch Kü erfahren, dafs sich nicht alle in denSeU 
ben Schichten vorfinden , dafs gewisse Artep mehr 
in der Tiefe', andere mehr in den obem Schichten 
vorkommen und dafs dieses mit dem Aufenthalte der 
analogen lebenden Arten im tiefen Grunde oder auf 
der Oberflache des Wassers flbereinstimmt, Welche 
sich auch durch fiberwie^ende Entwickelung gewi^er 
Flossen und durch bestimmte Leibesverhältnisse aus- 
zeichnen, Woröber ich mich in meinem Werlce weiter 
auslassen werde. 

m. Aus dem Genus Aapins: «ine Art A« gra- 
cilis Ao*9 mit bipunc.tatns verwandt« 

IV. Mit Cjp. amarus verwandt und mit ihm 
eine eigene Sippe, Genus Bhodeus Ag,, bildend ,^ 
sind Kwei Arten: Rhod. latior und R. elonga- 
tU6 Aö. 

V« SinGobio, G. analis Ac^. 

VL Zwei Cobitis, C. centrochir Ag.^ mit 
barbatula Rono. verwandt, aus^ezeichbet durch 
einen starken ersten Strahl in den Brustflossen^ und 
Cob, cephalotes Ag.,^ mit fossilis Gesn. naher 
verschwisterty dpch d^r Kopf länger gestreckt 

VIL Auch ein Analogoh von Cobitis Taenia 
kommt vor« Diese Art bildet aber mit mehrereii In* 
dlsch^ ein eigenes Genas, wdohes ioh Acantbop* 
sie geheifi^en, durch den beweglichen stacheligen er- 
sten Suborbital -Knck^lien charakteHsirt: sie heifirt 
Acanth. angustus Ag. 

Es möchte befremden, dafe, nachdem die fos- 
silen Fische von Oeningeri von Karg sämmtlich als 
mit jetzt lebenden Arten fßr identisch erklärt worden 
sind, ich jetzt in ihnen lauter von lebenden verschie- 

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135 

dene Arten fiode. Allein ich versichere, dafs die 
sorgföltigste Untersiichunjg und Vergleichnng mit 
den Skeleteü der lebenden Arten, und mit ihren 
816 h upp e n , stets bedeutende Verschiedenheiten nach- 
ilr^isen ließ;, sowohl in der Form als auch in den ge- 
genseitigen Verhältnissen der Theile flieser organi- 
schen Systeme unter sich und zu einander. £ls majg^ 
dies als abermalige Bestätigung bemerkt seyd, ^ie 
sehr man sich vor Bestimmungen h&ted murs, denen 
qicht yergleichende Anatomie zum Grunde liegt. 
Übrigens finde ich tucb dine Be^ätiguni; eu memer Be- 
hauptung in, dem gemeihschaftlicfaen Vorkommen der 
Salaraandra gigiintea Gut.-, SoHECCHzeR^s be- 
r^Jimtem „Home jd^lUvii teaiis^^ daselbst. Das 
Endresultat ist ebM, dafs die PqrnKitibn bei Oerün- 
gen äter ist, ak Iflewähofi^b^ «vud naaientlkih too 
K^ffcG angeftomnieh .forden. Die felgeoden Benler- 
icoagen werden diese Behautitüng hamef mehr befii- 
stigeq. '^ 

VlIL Ich habe nämlich, uptet* den Qenmgev'WV- 
fichen noch ein Genus erkandt, i^elcbe^ dufchäes 
nicht mehr so weit nördlich webnt, and dessen 
jetzt «lebenden . Arten in deil Italienischen See'fa und 
Flfissen, so wie in Nord^ und Süd^Amerika und in 
^r^i6/6n Torkommed , nämliöh das Gtous Leb las, 
nach CyyiER zur Familile der Cyprinoidlen gehörig^ 
und sehr charakterisitt durcA i^ineä ganisen Habttüs, 
durch den Kopf bau und die eigenthilmlicben Zähne 
lft*beideii Kidfem, welche bei den fossilen ebenfalls 
Sichtbar. Dieseii ll^ischched, Le^ias per'pusillüs 
Ae., ist kaum 1^2^' fang und .T^thältnilismäftig schmal. 
fiSe schönsten Exemplare sind in der XiAiiAti^R sehen 
Sa&mlun^ in iüfich. Mindeir tollständige besitzt 
Hjfer auch tfa* Carlsruher MdSedm. — Was die Fa- 
milie betrifft, in die es gehprt, glaube ich, dafs d^ 
fSäntts Letiias mif einigen andern: iFündutus, 
'Cyprinbdoh^ Möllnesi4, 'u. s. w.^ eiöe eigene 

t V. . ' 

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Familie bilde, welche ich CyprinodonteD heiTse, 
und welche mit den Atherinoid'en und Mugi» 
leiden näher retwandt ist Es sind mir auch tob 
andern Fundorten fossile Fische aus diesem Genns be« 
kannt, namentlich gehdrt hierher das kleine Fisch- ^ 
chen aus dem plastischen Thon von SinigagUa^ Le- 
bias crassicandns Ag. 

DL Esox. Am ausgezeichnetsten midfiir Oem/i- 
geriy nebst dem Leaciscus Oeniagen^is, sehr 
charakteristisch und daselbst in grober Anzahl vor« 
kommend ist eine wunderschöne Hecht -*Species, die 
ich in allen Entwiokeluags-SEoständen zu beobachten 
Gelegenheit gehabt und von dem in der LAVATfiii*- 
. scheii Sammlung und im Museum in ^ Züridh ganz^ 
Tollständige Ememplare von 4^^ bis zu 4^ LänglT sich 
befinden. Auch iui Carlsraker Museum sind mehrere 
schöne vorhandett. Er ist durch die ^r^riiähiiifsmäfsig 
bedeutend gröAern Schuppen yon dem Esox Lu- 
cius unterschieden und gehört wirklich in das Ge- 
nus Esöx , wie es Cuticr zuletzt nach Entfernung von 
Belone^ Hemirhamphus u. s. w. beschränkt hat. 
Die Species habe ich Esox lepidotus genannt 
.Überhaupt i$t es auffallend , dafs die Oeninger Fische 
durchgehends verhältnifsmäfsig gröfsere Schuppen 
haben , als die mit ihnen zunächst verwandten lebeiH 
den Arten. Am ersichtlichsten ist aber dies bei dem 
eben erwähnten Esjox und bei einer Perca^ über 
die ich noch einige Worte ta bemerken habe. 

X. per ca. Sie gehört nämlich in's CuviEn'sche 
Gepus P.erca, wie es in der hisU nat des Poissons 
beschränkt und ch^tra^Lterisirt worden ist, erreicht 
aber eine viel bedeutendere Gröfse , als die lebenden 
Perca fluviatilis L. und P. vulgaris Sohaf^r, 
welche letztere im Z^o/iai/- Gebiete vorkömmt und 
von ersterer bestimmt verschieden ist Die fossile 
Perca lepidota Ae. hat. aufserdem iader RQckea- 
flösse weniger» aber dickere und gröfsere Strahlen 

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m 

als die lebenden. In den Museen zu ^^ssburg und 
Carlsruhe befinden sich die schönsten Exemplare die- 
8er Art " 

XI. Auch das Genus Cottus findet sich zu 
Oenirigen vor, und zwar eine Art, welche' sowohl 
mit Cottus Gobio, als auch mit dem in Braun- 
kohle am Monte Viala rorkommenden Cottus pa- 
Pjraceus Ag. (colIect/BRONN) nahe verwandt ist^ 
und die ich Cottus brevis heifse. 

XII. .Anguilla* Zuletst erwihne ich noch ei- 
nes Aales von Oemngen^ von dem ich swar bisher 
mir das Schwänzende gesehea habe« aber so voUkom- 
nien erhalt^i , dafs sich die bedeutenden Unterschiede 
vom jetzt lebeadea Ade genau angeben lassen. Ich 
heiiS»e ihn Anguillm pnchyura. Er gehört in das 
enger bezdcfanete Genus Angtilla Tflum. 

Bei dieser Aufzählung wird man eine Menge fbr 
Oeningen als charakteristisch geltende Arten vermis*. 
sen. Da ich aber alle Sammlungen, welche beschrie- 
ben worden, selbst genau nntersucht habe und zum - 
grölsten Theil die bezüglichen Btiqaetten noch vor- 
gefunden, erwähne ich noch kürzlich, wie es sich 
mit denselben verhält. In der LAVATiBRSchen Samm- 
lung sollen sich nach de Savssure's Catalog derselben " 
Clupea Alosa und Cl. Harengus aus Oeningen 
befinden. Es sind dies lediglich falsche Bestimmun- 
gen, und die so etiquettirten Fische gehören verschie- 
denen der oben erwähnten Arten und zwar nicht alle 
Exemplare derselben Art an. Ferner ebendaselbst 
und ebendaher nach den Angaben ebendesselben 
Trigla lucerna und T. cataphractaü Aber 
es sind dies beide der sogenannte Ichthyolithus 
luciiformis GcRMAR, in dem wohlbekannten So^ 
lehhofer lithographischen Kalkschiefer ! ! -— Be- 
kannt, ^ja*sogar. berühmt, sind ^ie schönen Forel- 
len , weiche zu Oeningen vorkommen und sich in der 

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138 

tiAVATfiHVtdien , 8o wie In der Fferstlkh Meersburgi* 
söhen Sammlang befinden sollen. Bei genauerer Un^^ 
tersuchung aber fand ich, dafe man in gröfseren Plat* 
ten von Oeninger Schiefern die Form gröfsrer and 
kleinrer Forellen ziemlich tief ausgegraben , und 
diese Höhle mit allerlei Bruchstücken aller um Oem/i- 
gen vorkommenden Fische duretieinander ausgefüllt 
hatte, namentlich von Es ox lepidotu« und Leu- 
ciscus Oeningensis, und zwar oft auf die ver- 
kehrteste Weise., so dafs neben- und an- einander 
Wiit>elsädlen*- Stucke mit abwechselnd nafeh dben und 
nach unteQ g^rH)bteien Rippen liegen ^ »ritertnengt 
mit Schuppen •* und Flossen -PirtUeeu. Und mcht 
anders verbfilt te skfa mit dto dort abgegebehen Pe- 
tromyzoft ^ A^ten. De SAütei^E^imd ]>fi Büaihviuub 
haben diese Angaben an%efloiniEi^n und hestfttigt. So 
sieht es tberhaupt sdir i^ mit der fiesiiiiirattttg fon- 
1er Fische aus ! ! 



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IM 



U n teTsa C'b u n gie a 

über 

die fossilen Fische 

der 

L i a s - F o r m a t i o n^ 

von 

Hetr:a D*^* Aoassic 

(Aus einem Ariefe dee VfB. an lProfe«tor Bbomm.) 



I<5h ftlilö ibieh auch hier vel^pflichtet mit der AäA^ 
häftj^ Awerketittmg der to freundltehen ah wesentl!^ 
diefi UniefsitLiOBiüg tu be^iftnen, wMche ich diuth 
dH^ Ztil^kMMeilheit ddt Hel^t*fi ßaH)ll tölr AtinsAM 
MfftbreQ, tMem er mir seinen gattted Fiscfatotrttih 
tttteh Karlsruhe ^hidite, so wie d<^J<^Dlg«ä^ wd<^ 
iliic bei ilieifiein lefaSten Auietithiihe itt W&meimhätg 
die Herren Öberamts-Arzt D^. HfAMUtAilir td ^/i* 
;9/;^6/2, Geh^iAie Halb HAirrtttABiir ftiid i^rdfd^Mr Jä- 
«ni \fk Slüiigärdt uad Professw S«ttfiB!^Mi f üi T^in^ 
^äf)( Kit theii werdM H^fi^n , iiid<m ^ Mri^ ^hltllt«- 
liehe Fisch« ÜMr eigtieit oder dH* ifiHieit iirtter|f^«^ 
nen SatiMnl>iiti|;en Mt AbMhlfaKk^ nitd Beiiehreibtttig; 
lieraMstelHeli, odel» gär ttlii dich Kärbriihi gäb^M. 
So verdanke idl Mch del- G^fell^eit dto IMVA V6tv 
2teneir etnig« ft«^eisi9ehtiet6 Arten. 

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14» 

Wie^anz abivetdiend diese Fische von den jeizt 
lebenden sind , davon hat die Beschreibnng des Te- 
tragonoiepis semicioctus ein Beispiel gegeben, 
wobei die Berücksichtigung der Schuppen besonders 
verdienstlich ist. Meine Untersuchungen über die 
Schuppen der Fische , bei Gelegenheit der Beschreib 
bung der Spuc'schen Brasilianischen und der Europäi- 
schen Sfifswasser- Fische, haben mir im Schuppenbaa 
überhaupt die schönsten Charaktere der Fische erkeo^ 
Den lassen und Tetra'gonolepis gehört in eine Ab- 
theilnng, welche in der Jetstwelt mir einzelne Reprä- 
sentanten hat, die bisher in alle Familien der Fische 
hin und hergeworfen worden sind, ohne eine sichere 
Stelle zu finden. Ich erwähne einstweilen nur des 
Lepid Ostens esseus, der wie ein Heteroclytoo 
jetzt dasteh% dessen zahlreichen Familiengenossen aber 
in der. Vorwelt gelebt haben. Dahin gehören von be* 
kannt gewordenen Fischen y aufser dem eben ange- 
führten Genus Tetragonalepis, die Genera: Da- 
pedium Leach, Osteolepis V., Palaeothris- 
sum BiiAiNv., Dipterns CiTV., Sedg., die vom Gra* 
fen ZV Munster abgebildeten Pycnodonten-Zähne 
und viele andere noch unbekannte, von welchen ich 
vorläufig nur die aus 4er Liasformation berühreii w|ll. 
Sie kommen sämnitlich darin überein ^ dafs sie vier- 
eckige Schuppen haben, deren eigenthümlichen Bau 
ich seiner Zeit bekannt machen werde, der .sich zmi 
Theil auch schon weiter unten, bei der Aufzählung 
der Genera, aus der Charakteristik derselben ,er- 
schliefsen lassen wird. 

Dieflie Gruppe, ans. welcher ich bereits etliche 
30 Genera und eine grofse Anzahl von Species kenne, 
bildet in der Klasse der Fische eine neue grofse Haupt- 
äbtheilung, welche denen der Cho'ndroptery- 
gier, Acanthopterygier.und Malacoptery- 
gier gleichgestellt werden mnfe, und welche ich 
Vorlauf Goniolepidoti (Eckschiippi&r) heifse. 
Sie zerfölU in 3 Familien: Lepidostei^ Sauroi- 

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141 

dei and PyCDodoDta«, welche ich oachher etwas 
Dibbr bekannt machen will. Die andern Hanptgrup- 
penChondropterjgii, Acanthopter j*jg;ii nod 
Malacopterjrgii, im allgemeinen richtig anfge- 
fafst, mfifsen indessen anders geordnet und charakte-- 
ririrt und zum Th'eil ganze Familien , «zum Theil ein«* 
telne Gfsnera hinüber und herfiber von einer Abthei* 
long in die andere Tersetzt und ausgetauscht werden , 
wenn die natürliche Verwandtschaft nicht zerrissen 
und wenn allgemein gfiltige Charaktere aufgezählt 
werden sollen. Dann aber lassen sich nicht nur die 
osteologischen Unterschiede genau und bestimmt an- 
geben, sondern jede Hauptabtheilung zeichnet sich 
auch durch einen bestimmten Schuppen - Typus aus ,g 
welcher sich , f&r die G o n i o 1 e p i d o t i in dem^unten 
erwähnten Genus Lepidotes, für die Chondrop- 
terygii in dem Chägrin der Hayfische, f&r die 
Acanthopterygii in den kammförmrg gezähnei- 
ten Schuppen der Percoiden , und fiBr di^ Ma- 
lacopterygii in den einfachem Cyprinoiden* 
Schuppen am bestimmtesten ausspricht Da aber 
nach den vorzunehmenden Veränderungen und Ver- 
setzungen die gewöhnlich Oblichen Benennungen ganz 
unpassend sind, müssen sie später verändert und ab- 
geschafft werden. Darnach wird man sich einen Be- 
griff von, meiner Eintheilung der Fische machen und 
sie vorläufig selbst weiter ausfahren können. Die- 
selbe scheint mir naturgemäfs. 

Aus der Familie der Sauce i dei Ag. sind mir 
im Lias nur drei Fische bekannt und zwar aus un- 
unvollständigen Exemplaren, so dafs ich nicht im 
Stande gewesen wäre, das Genus wieder zu con« 
struiren, wenn ich nicht aus dem lithographischen 
Kalke von Solenhofen andere Arten in vollständigen 
Exemplaren früher beobachtet hätte: sämmtlich 
Bauchflosser mit vielen, starken, conischen Zähnen in 
beiden Kiffern. 



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14S 

L Gen» Uraeus Aal Cbamkterbirt ,di»€li 
die steril sf ritokgdeflai fesfr aatit^fOBdeii obeni «ml 
wiera SteeheHorteUae der Wirbel. SAmmmäkma 
grgü^ üefguhekigj glmchlajj^rg. Rfickenfloese deü 
kletiften Baeehflesaen entfeg^ei^ea^Et, so wie die^A^ 
ttvioese kleitt. — (Von dksem Genas und awM 
▼om Solenho/er Uraens pachynrns A«r jsl da« 
seMoate Exemplar , das ich je gesehen , in der BaoHirV 
sehen Sammlang in Heidelberg^ 

1 U. gracilis Ag: Sehr schlank, und beden^ 
iend grofs, ziemlich grofsschnppig. 

IL Sanropsis Ag. Laib laagges^reckt. Auf- 
fallend ist die aufserord^ndich grofse Anzahl von 
Wirb/ein, welche gedräqgter sind^ ä|* h«* irgend ei- 
nem mir bekaqn^n Fischißt Afterflosse; li^qg , wie bei 
Abramis. %4P8tfloss«q ancli Terls^igert Banch^ 
flosseq kljein. , 

1 8; latus Ag. Breiter als die Solenhöfer Art 

III. Ptycholepis Ag^ I^it Siiuropsis nahe 
verwandt. Brustflossen aber abgerundet., knra« di6 
Sqhuppep ganz aqsgezßichnet dudur^^ht dafs der nn^^ 
bedeckte Theil d^rselb^p In Falten gelegt ist« 

1 Pt. Bolle nsis Ag., Inder Sammlung des Hrn. 
Major Toir Zibten in Stuttgardt Aus dem Lias* 
Schiefer von BoU. 

Nach Bes^itigpag der Kuorpelfi^che, welche 
Alitheilung jedocl^ noch einer bespadern Sichtung be« , 
darff liegen, zwei J^auptrOcksiehten. allen bisharigSA 
GlaspificiBit|«inen der übrigen Fische «um Grunde. J^it» 
wedsr. man tlipilt mit Liase die Fische naeh der A^ 
wesepheit n^d dem Stande der paarigpp.Fiossen 
ein, wqliei aber eine Mepge Fische am ihr^r natj|i>t 
lich^ VerwilQdtschAft geMsseQ werden; so wiffsisn 
Glieder aus der Familiß der Scomberoiden,. Sal- 
moniden, Clupeoiden n. s. w. sich den Aalen 

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I4S 

tageaeUen; — • oder inaa bevrthdU nacb dem Vor* 
gange i^i^TEiiis mit CSutibe n die Venmii4t8cllaft 4tr 
Fliehe naoli.der Beschaffeohe^ dw tenkrechteiif 
iinp8«rigeD Flossen, ivotiei ipaopbe Gw^rai ja 
g^oa^ Famiiiea, wegea dniger pft kaQoi sichlbairta 
itiicheln^ a^s ihrer natHrUchep Verwaqd^chaf^ gf ria- 
fleo , Slachelflofsser wer^eii , — a^f der andern Seite abfir 
Fische mit mächtigen SjUicheln ^erseh^ Weichflcw^y 
sejrn miisseD, weil ihre Sicheln einzelne Abgliede«' 
rangen haben , M^as indessen in den apg^gebenen Fallen 
nicht einmal inm^er der Fal| isl , wie denn überhaupt 
der Unterschied zwischen angegliederte Slacheln and 

feg^liederte Strahlen mir nur von nntergeordnetepi 
ITerthe scheint — In Beziehung auf meine Einthei- 
Inng der Fische ist ein Umstand von grofser Wich* 
tigkeit, dab es nämlich möglich wird, die unvoll- 
ständigen Fisch -Überreste: eine einzelne Schuppe, 
einen einzelnen Zahn , in seine Hanptabtheilung hin- 
zuweisen, und dafs einige Stunden bioreichen , um 
von den Fischen so viel za erfahren, als hiezu nöthig 
und mehr als nach langem Studium beim jetzigen 
Zustande dieser Wissenschaft möglich gewesen, was 
besonders für den Geognosten von Wichtigkeit seyn 
mnfs, fttr den es unmöglich seyn würde, sich durch 
die Anzahl der Genera lebender Fische durch^uarbei-r 
ten. Weit entfernt die natürlichen Verwandtschaften 
zu zerreifsen , findet meine Eintheiinng no^h in dem 
zeitlichen Erscheinen und in' der Aufeinanderfolge 
der fossilen Fische , so wie in dem gegenseitigen Vor- 
treten dieser Hauptgruppen in den verschiedenen 
Haupt -SchÖpfnAgsepochen eine Erfreuliche Bestäti- 
gung: Zuerst treten die Goniolepidoti auf, in 
d^ $teink4^hlen-*Fom(paticMii.; ^i^ erfe^c^en ihre höchste 
Sntwiekeluqg in der IMs - iipd *^^ der Jwa -^ Forma-* 
tioa« gehen il|ia iq die Ki^eide« m4 h^hw< i« de^r 
JeltiptweM nw öiqf e^o. flepräsentaiKten, Darauf em^ei'* 
neu die spgeMHUten Cihon^roptfirygii in» Mit^ 
flch#Al|kf ; sie ^n^ in 4er m^^^p-^it nip «^^lieiehr 

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144 . , 

sten und veriaufen wieder in dem Gröbkalke und der' 
Molasse, obwohl sie, wie bekannt, bis auf unsere 
Tage gehen. Bisher treten die Fische bei weitem 
nicht so zahlreich auf, wie später.v Nach der Kreide' 
erscheinen auf einmal die sogenannten Acanthop- 
lerygier, namentlich im Grobkalke, gleich in zahl- 
loser Menge , wie sie denn auch in der Jetztwelt nicht 
weniger zahlreich sind. Erst in den jüngsten Bildun- 
gen und namentlich im tertiären Sfifswasserkalke tre- 
ten dh sogenannten Mälacopterygier auf. Es 
liefse sich also im Allgemeinen sagen, dafs vor der 
Kreide Goniolef^idoti, in der Kreide Chon- 
dropterygli, nach der Kreide Acanthoptery* 
gii und im Süfswasseir-Diluvium Malaco|>terygii 
Torherrschen. 

Ich kehre aber zu dien Fischen der Lias- Forma- 
tion zurück , von denen ich unbemerkt ganz abgekom- 
men bin. Sie gehören fast alle in die Hauptgruppe 
der Goniolepidoti, und nur wenige Hajfisch- 
Zähne kommen darin vor, über welche, so wie über 
die einzeln vorgefundenen Strahl - Flossen ich bei ei- 
ner andern Gelegenheit Näheres berfchten werde. Die 
grdfsere Anzahl dieser Goniolepidoti gehört in die 
Familie der Lepidostei Ag., welche sich durch 
ihre grofsen Schuppen und durch die kleinen stumpf- 
konischen Zähnchen /ihrer Kiefer auszeichnen. Sie 
sind sämmtlich Bauchflosser ( damit soll aber nur das 
bezeichnet werden , dafs die Bauchflossen hinter den 
Brustflossen am Bauche ihre Insertion -Stelle haben); 
bei den breiten Arten sind indessen diese Flossen 
80 wenig entwickelt, dafs man sie leicht fibersieht. 

I. Genus Semionotns Ag. Gestalt von Pa- 
laeothrissum. Schuppen stets halbbcfdeckt \n>n 
den vorhergehenden Reihen. Rücken- und Aftei^ 
Flossen lang und grofs, weit nacli hinten reichend. 
Oberer Lappen der Schwanzflosse mehr entwickelt' 
und länger als der untere^ wie bei Palaeothris-' 

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145 

Sttm endii^eod, dessen Stelle es in dieser Fontiation 
vertritt 

1 Art. Sem. leptocephalus äg. Spannen^ 
lang, schlank, Kopf zugespitzt UQd im Verhältnifs 
klein. In der Sammlung des laadwirthschaftlicheD 
Vereins in StuUgardt. Von Zell bei ßolL 

TL Lepidotes Ag. Gestalt des Leibes eiför- 
mig und zusammengedrückt. Schuppen halbbedeckt; 
der unbedeckte Theil von einem glänzenden Schmelz 
überzogen, mit einer gabeligen Basis in der Haut 
steckend. Oberer Lappen der SiJhwanzflosse verlän*^ 
gpert Rficken- und After-Flosse klein und schmaL 
Bauchflossen sehr klein. 

1. L. gigas Ao. Sehrgrofs, elliptisch. Sohup-- 
pen vollkommen platt und rautenförmig. Sammlung 
des Hrn. Dr. Hartmanh ( dessen Catalog p. 10. lit. 
b. d« e: f.) , der die schönsten und vollkommensten 
Exemplare besitzt -— Auch im Museum in StiUt-- 
gardt ist ein sehr schöner. -^ Ohmden bei ßolL 

2. L. frondosus Ag. Fisch breiter; Schupp 
pen breiter als lang. Eine ästige Verzierung am 
Grunde der Schuppen. — Sammlung des Hrn. Dr« 
Hartmanit — ZeU bei BolL 

3. L.ornatus Ag« Sehr breit; Schuppen gleich- 
seitig, am hintern Rande mit strahlenförmiger Zeich* 
nung. — Sammlung des landwirthschafltlichen Vereins 
in StuttgardL 

HL Pholidophorus Ag. Häringsgestalt. 
GroGse rautenförmige Schuppen. Schwanzflosse ziem«^ 
lieh gleicblappig, indessen ziehen sich die Schuppen 
noch an den obern Lappen hinauf. Rückenflosse 
den Bauchflossen gegenüber. Afterflosse sehr kleitta 

/ 1. Fh. 1 a t i u s c u 1 u s Ag. Gröfsete Schuppen« 
Im Verhältnifs breiter als der folgende. 

X 1852. 10 

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146 

2. Ph. p«sill«9 A& Beide VM Seeßld in 
lyroA In der Sammlung meines Freundes Dr. Aueol 
BfiApN , und letztere 9uch iqi Museum iu Carisnihe. 

IV. Leptolepis Ag. Habitus und Gestalt des 
vorigen« Schuppen dfinn mit etwas abgerundeten 
Ecken. Schwanzflosse gleichlappig. Bauchflossen 
ziemlich grefs, etwas vor der Ruckfloi^e, welche 
kleiner und kß^sser ist als diej^fterfloase. 

1. L. Bronn ii Ag. Es ist der unter dem Na- 
men Ojprinus coryphaenoides in dem Jahr- 
buohe fSr 1S29 p. 17 beschriebene Fisch. Nur ge- 
nauere üiitersocfaungen fiber die Schuppen und das. 
Auffinden von Exemplaren , an denen auch die Schup- 
pe deutlich sichtbar, konnten die Unrichtigkeit der 
frühem Bestimmung beseitigen« Neidingen im iffa* 
dischen. Sammlung der Herren Barou von Au'-* 
HAV^y Fro£ Was^shuba, Prof« Bnom u. s w. 

2. L. Jaegeri Ag. Breiter, gröfser, mit gros- 
sen Schuppen. Zell bei ßölL — Museum in Stutt^ 

. 8«L.longns Ag. Sehr schlank und verhSlt^ 
nifemäfeig länger als die andern Arten; so grofs als 
ein Häring. Zell bei Boll Museum in ^ttgardt 

9 

beiläufig darf ich bier schon bemerken, dals 
die f^ir chai^t^ristisch geltenden Ctupeeu des li- 
thographischen Kalkes von Solenhof en^ von welchen 
OB BuiiHviLLB mehrere Arten unterschieden hat, 
dorcha^i keine Glupeen sind, sondern in diese 
Albtheiluttg und zwar in das Geilus Leptolepis 
gehiren% Es sieht «fiberbaupt Übel mit diesett Be^ 
•ttmmasgen aus, und ich werdet noeh betrUbendere 
Fr(»ben davon vwlegen mfissen^ Die Annalime der 
Bicl^t^dt dieser BiAAiNviu«E'scheq Bestimmiingen 
hat mir lange Zeit das Bild vom Qiarakter der FiscImi 
jener Formation getrübt. 

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diMBB GenM fit 6ch<m iroUMttii% Mg9igth^n bte ätif 
die Beschaffenheit der FlOftsM^ di« Mh »tt elnzdiiett ^ 
Arten genau untersuchen konnte. Kleine Brustfloe- 
8^ti sind Vorhänden, ßäuchflös^en ebenfalls hinter 
denselben, am vorspringendsteii Thdle des Bauches , 
klein. 

1. T. het^roderma^Aci. Dadttith aiisg;ezeich* 
net, daTs die sehr g^rofsed Schnppeft am Brustgür- 
tel ävä größten sidd und g^gen den Schwank tu all- 
mählich kleiner werden. Spanaenlang und Verhält- 
iiUkmälsig sehr breit Zell bei ßolL Sannüang 
von Dr. ÜAETauuia. 

^ X. T. ^emiciiiciiis BitoMN. (Jahrbuch L p. 11) 
Die gegcibene Zeichnung Ist indessen nicht gati£ rich- 
tig, die Schuppen am Rfioken sollten etwas kleittei^ 
und kfir^er, und die am Bauch breiter und grftfiler 
seyn. Auch ist^ die Schwanzflosse etwas zu grob 
gerathen. — Sammlung des Herrn Baron von Alt- 

HAUS. 

5. T. pholid<ilti# Ag. l^littppi^tt 6ehr klein, 
mAttui itMi bwh; die ^hetä üM tisitön Rflndt^ 
dctoelMft sehr lief budhtig. Zeil bei B(iU: AfMeMi 
Itt iSkUigardi die sckSflstenj Mdk iü der SammMtfg 
des Hrn. Dr. HAAmtAinr. 

4. T. Traillii Aia^ Von dieser mi« der Vor- 
hergehfiuden anbe verwandten Ast ichiokte nur Di# 
Tiwiiu» aus England eine schöne Abbildung wm\ mi 
der Bepfierkang, das OrigimA seye in Lia»->KaUid 
gefunden , 2%^^ lang und lOi'^ breit» Von eiMill im« 
vollständigen Exemplar derselben Art im CatUnthttr 
Museum konnte ich den Fundort nicht effidiren. 

6. iti altiv^lis Ag. Im il!fön(iA7zer Musetfiü 
b«fittd^ AtYk' An fifruchsrtäck eines T^tfagOdöl^-^ 
pN, 4SkM Atfgiibe des Fundortes, welchei^ IC^hr- 
seheitMdil tm Aem Lias abstammt, find d«^, Aactr 

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148 

dem von der Rückenflosse sichtbarem Theile 2a nr- 
tbeilen, vielleicht spater als ein besonderes Genus 
wird aufgeführt werden müssen. 

VL Dapedinm politum L. Ist mir in Deutsch-- 
land noch nicht vorgekommen. Dieses Genus ist mit 
Lepidotes nahe verwandt 

Auch die Familie der Pycnodonten Ag. hat 
im Lias ihre Repräsentanten, von welchen mit den 
Hayfisch- Zähnen bei einer andern Gelegenheit mehr. 

Dafs bei dieser Aufzählung die Fische von Glaris 
picht aufgeführt sind, rührt daher, dafs sie mit den 
Liasfischen nicht die entfernteste Ähnlichkeit haben, 
und so lange die geognostischen Verhältnisse dieser 
l4agerupg nicht näher erörtert sind, kann ich, nach 
den Fisch -Versteinerungen zu urtheilen, sie nicht 
für viel älter als die des Monte Bolca haXien, 



Aus meinen sonstigen neueren in Heidelberg ge* 
machten Beobachtungen füge ich hier noch einige 
vorläufige Bemerkungen über die zwei Arteii der 
Steinkohlen -Formation bei, welche- früher in dieser 
Zeitschrift beschrieben worden sind. 

Es war mir nämlich überraschend und erfreu- 
lich, an einem Kiefer von Palaeothrissum ma« 
cropterum deutliche Zähne zu finden , da ich bis- 
her ihr Daseyn bei diesem Genus aus unbestimm- 
ten Spuren mehr vermuthen als erweisen konnte; 
auch die Kiemeohaut - Strahlen , 15 an der Zahl^ 
sind an einigen Exemplaren außerordentlich voll- 
ständig und schön erhalten, wodurch die Charaktere 
dieses wichtigen Genus zum Theil genauer bezddi- 
net und zum Theil berichtigt werden können. Die 
Palaeothrissen sind bestimmt Knochenfische. 

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149 

Der mit dem vorigen gefundene, als Acanthop- 
terygier bezeichnete Fisch der Steinkohlen - For- 
mation bildet ein* neues Genus. Die Art habe ich 
Acanthoessus Bronnii geheifsen, and es freut 
mich, das erste Erscheinen der Fische in der Schö* 
pfaogsgeschichte mit diesem letztern Namen begrflfsen 
zu können. 



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16» 



Die 

Versteinerungen des Salza-HhaileSj 

in Beziehung auf. 

LiLL VON LiLiENBACfi's Beschreibung dortiger 
Gebirgs - Formationen , 

^ anterBUcht Ton 

H B I if R. G. Bronn. 



xJer Gefälligkeit des, mitten in seinem nfltzlichen 
Wirken vom Tode fiberraschten, Bergdirektors Herrn 
LiiiL TON Lilienbach zu Hallein verdankte ich bei 
Übersendung der Beschreibung der G^ebirgsbildnngen 
längs des ^Vz/ea- Thaies, "welche in diesem Jahr« 
buche enthalten ist , ein^s Reihe von Versteinerun- 
gen aus jenen Formationen , die er als Belege zu sei- 
ner Beschreibung von mir untersucht wQnschte. 
Dfirch einige Nachsendungen in Begleitung unter- 
weisender Bemerkungen wurde diese erste Mitthei- 
hing noch mit einigen besser erhaltenen Exemplaren 
bereichert, und andre waren versprochen und zur 
Abschickung bereit, als der Tod den trefflichen Ge- 
lehrten ereilte. Ich verzögre daher die Mittheilnsg 
der Resultate meiner Untersuchungen nicht länger, 
indem ich bemerke, dalis ich einige andre Versteine- 
rungen derselben Gebirgsmasse schoD im Herbste 

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ISI 

1827 bei Herrn Oberbergrath von KLCoiscHitoB in 
München zu sehen Geleg^enheit ^ehkbl, und seitdem 
wieder etile- irrofte Saite von Hippntiten and 
SphSrulitend'es Untersberges auf hiesigem Oomp- 
Urne unteräiicht habe. Wem ich auf diese Unter-* 
swefatiogen etwa züh einseitige Schlftsse Aber das AUer 
der ForiiM^ionen zn stützen scheinen scdhe^ der möge 
bedenken , dars ich theiis zur Zdt des Vmrdieils eig- 
ner LokaU Anschauung mich nicht erfreuen kann,, 
theiis aber von denjenigen, welchen dieser VoHheil 
geworden, recht gerne jede berichtigende Nachwei- 
sufag entgegen nehme. Ich werde bei diesen Unter- 
sodktinfgen der Ordnung und den Bezeichmingen nach 
Buchstaben in obigem Aufsätze und nach Ziffern in 
der dazu gehörigen Profilzeichnung folgen ^. 

a, ScHefer von' Werfen^ Nr. i, 2, 3. 
Jarlrb. i63o 8. ^69. u. i83i 6. 76. 

liiiib zählt Ihn der Ü%i^angszeit e«, Si»aiyt0K' 
^ iiQcl MvRdflison theiis den Übergangsgebilden , Aeils 
defn rotb^Q «bd buoteft Sandsteii^ 

Die FelssM*t ist problennatisch nach Bestand, La- 
gerung^ untergeordneten Schichten und Versteinerung 
geü, im Allgemeinen schieferig, meist mit Glimmer-^ 
schuppen. Bald fallt sie unter die Slt^e tiruppe des 

* Ygl. über diea^ Grebilde: 
ksvBiirrBiii in ■•inem « DeHUchland geoginiwtisch dargeatellt. ** 

Iini., im «Jahrbuch» 1830. S. i5d -- 2i0. Tf. lU.f 1881. 

S. t4-t§ U.488. 

Sjbdowiok a. MuacBiioif im Jah^bu^he 1681. S. 92 — 181 a. 
109 — 118. 

flovA «beiHlat. 1881. S. Wt — t^l. a. Bu!M, de la 9oe. ä. gifr- 

T. MkW*^ üi' Ktf-n^tvm't Zi^ang für aedgat^m a. #. w. 
Stuck VlII. (Gosifu) 1829. S. 98. 

ders. in Kbvshstbin : Deutsehland u. s. v. VI. i. {^Kressenierg) 
-- - V. Lboh*. a^itichrife. 1829. S. 848 ffT 

JSBOflciitiBtf iiii Jahrbuch. 1882» 9. T._ C 

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152 

Alpenkalkes ein, balÜ verfltefet sie iinin«rklicli ia 
Thon- und Gümmer- Schiefer, unter weichen gar 
wieder rother Sandstein mit Kalkstein einschi^t 
Von Versteinerungen erwähnt Herr Lux nur uttkeant* 
liehe Bivalyen^ Pflanzen-ähnliche Formen, 
Schlangen «förmige Grestalten und Fukus- Abdriicker 
Zur Untersuchung erhielt ich die mit folgenden Nirai- 
mern bezeichneten Exemplare; 

1. einen grauen , beinahe ganz aus Glimmerschfipp- 
chen bestehenden Schiefer, auf welchem sich kon- 
vex eine etwa 1,5^^^ breite und an 1^ lange, der 
ganzen Länge nach in der Mitte mit einer vertief- 
ten Linie versehene, nach Art der Schlangen in 
verschiedenen Bogen und Kreisen gewundetie Fi- 
gur .erhebt. Sie näher zu klassi&iren bin ich 
durchaus nicht im Stande, Auf dem Rücken des 
Schieferstückes ist ein sehr verwaschener äußrer 
Eindruck einer gerundet dreieckigen Muschel- 
Klappe mit groben dem untern Rande parallblen 
Runzeln. Von Oeitenherg in Berchtesgaden. [wo 
auf diesem Schiefer der obere Kalkstein — des 
Untersberges — unmittelbar ruht & 178.] 

2. Ein konvex aufliegender eyformiger Körper von 
über V^ Länge und '^^^ Höhe, anscheinend der 
innre Abdruck einer Muschel, woran die Buckefai 
genau in die Mitte des obern Randes fallen würden, 
und von der Form der sogenannten Myaciten. 
Auf .einem schieferigen, sehr Glipimerschuppen- 
reichen Mergel , wie es scheint ohne Quara^Gehalt, 
Von Strubberg in der jibtenau* 

9. Ein Geschiebe aus#äufserst feinen ocjkerfarb^neD 
Eisen -Oolithen mit Kalkspath-Zäment, t^II ia 
Kalkspath verwandelter Muschel -Schalen und 
Crinoideen- Glieder, welche auf der ringsum 
verwitterten Oberiäche vorstehen. , Es stammt TOfli 
„ßachrhari' Graben in ßßrchte^gäd^n^ i(lleny\ALii- 

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IdS 

ficheioe nach au« ^mtr Weohii^llagarun^ mit dem 
dortigen rothen Schiefer.'' Die Muscheln sind 
eyfdrmig, mit mehr am stampfian Ende gelegenen 
Buckeln, etwa %^^ langf pnd V^^^ hoch, konvesL, 
:mit glatter Oberfläche ) folglich ebenfalla von der 
Form der My »ci t e n , indem sich vom Schlosse 
nirgend etwas unterscheiden läfst Doch dSrfteii 
auch andre Formen darunter seyn. 

Die Crinoideen- Glieder sind von verschie- 
denen Arten: doch alle klein, vielleicht nur von 
Seiten- Armen ^ und daher schwer näher bestimm- 
bar. Drei darunter sind sternförmig-ftnfzackig oder 
fSnfeckig, 15^^^ breit, mit sonst nicht deutlichen 
' Gelenkflächen. Die andern sind rund, mit feinem 
ruüdem Nahrungskanal, V2'" — 2'" breit, einige 
gröfsere mit der diePentacriniten charakterisi- 
renden fQnfblättrigen Zeichnung der Gelenkflä- 
chen, die kleinsten, wie es scheint, nur am Rande 
grob gekerbt. Die Arten wage ich nicht näher 
zu bezeichnen. 

4L Ebendaher, doch das Gestein wie bei 2. -— Innre, 
ziemlich flache Abdrücke kreisrunder Muscheln 
von 5^^^ Durchmesser , mit etwas vorstehenden Buk- 
kein: Form von Lucina oder Pleuronectites. 

M. Bruchstficke eines Ammoniten, in gelbli« 
ehern Kalksteine , welcher zu Trtmenreit in Berch^ 
tesgaden den rothen Schiefer überlagert Die Um- 

Singe sind breit, halbumsch liefsend , die Lappen 
[er Nähte klein , wenigstens mit einem Hfilfslappen 
aufserhalb, Rücken flach gerundet^ Oberfläche .... 

Diese organischen Überreste sind zu undeutiicb 
erhalten^ um daraus eiiie Formation folgern zu kön- 
nen. Doch schliefsen sie die Tertiär «Bildungen ans, 
und da offenbar nicb^ von ausgezeichneten Übergangs- 
Versteinerungen darunter ist, die Peniacriniten 
9ber in der Übergaqgszieit nur sehr selten, in der 



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1*4 . ^ ^ 

FMMzseit Tor der Kreide hävfig waren) M mrd nan 
hier, wenigiteDS theilweise, Glieder der FMtsperkKle 
vermsthen dürfen. Keine daninter änd von Vf^erfen 
«eibsi, sondern von andern Fundorten , deren Gebilde 
zviblge LiLi/s naehlräcUicIien Bemerkongen nicht 
aHe mehr als nnzweifelhaft identiscb mit jenen Ton 
Werfen angesehen werden dttrfen! 

h. Untre Gruppe des Alpenhalkes. 

Nr. 4. S. 177- flf. . ■ 

< Xavl gbiibit in dieser Grnppe ein GKed der Ju- 
raefbrination ^ SbMwicii und M^RGBiBOif eines des lias- 
geMldes 2sa erkennen. 

CK. Oraner Kalk von Sch^ambaä^ 

Herr LiLii hat diesen Kalk auf grofsre Erstrek- 
knn^ hin vom folgenden bnnten Kalke überlagert ge- 
funden, obschon ein dem granen ganz ähnlicher , bei 
jiussee auch fiber demselben liege. Meiner bestimm- 
ten Aofrarge defshalb nngeachtet kann ich aber nirgend 
ersehen, dafs der bnnte Kalkstein fiber dem grMen 
Kalke mit den nnten folgenden ¥ersteiRera^|en zu 
Schrambach etwas von den Ar letzfern charakteristi- 
schen Versteinerungen enthalte, noch dal}$ der bunte ra 
Dürrenberg den grauen wirklich mit Versteinerungen 
über sich habe , so dafs also noch immer ein leiser 
Zweifel übrig bleiben konnte^ ob man jede von bei- 
den Schichten an beiden Orten identisch vor sich 
habe, wenn auch ihre Farbe solches anzudeuten 
scheint Auch bemerkt Lill, dafs der rothe und 
wtifse Monoten-Kalk sowohtilber dem Sals^ebirge 
von- Aussee y als unter deni von Dürrenberg erscheine, 
und dafe das Sategebirge vOn Aussee in der unlem 
Gruppe des Alpenkalkes eingeschlossen scheine. Wei- 
terhin fWfrt er an, dafs bei Dürrenberg der Kalk 
unter dem Satzslooke reich , der fiber ihm ilber leer 

■ / ^ 

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1&6 

t 

Tao VeMleinersng«!! seye^ ves jedock ftt die ibri- 
^gm SälistaAe aich« gill Im tiefem graneB Kilke 
TDo J[ofiig^-«S!ee ^laiibie er Amm^niten^ Bscrini- 
iiea, Madreporea and ?Oardieii [die ich nicht 
^gauhee habe], in dem von Sebrambaak aber Te«- 
j*fifaralBla>.Talgarie9 Plagiostoma striata and 
Orjphlles oy.inbivifa beohacklel sa haben, and 
«■adle nnr die letztem naehtväglicfa mr Bestimmang. 
BB«rgab tkb: 

-)- Terebratula, etwas grdfser als T. vnlgaris, 
auch in der Form, damit fibereinkommend, doch 
manchen länglichen glasten indifferenten jFomien 
de$ Übergangs-, Lias-, Kreide " und Tertiär *rGe. 
blr^es eben ^o nahe stehend, indem wegen einiger 
Zerdrfickung eine ganz genaue Verglelcbung der 
Gestalt niqht möghch ist. Die Obeääche besitzt 
nnr eine unbedeutende Zuwach^streifungji der untre 
Rand ist einfach gerundet, itöhe etwa 1%^^ auf 
n^ehr als t%^^ Breite. 

-^•f Uadeadjeher änfseaer i^fnsebehdidriidcy wahr- 
aobebüeh inon eher kleinen« Terebratala der 
. zotigen Ari. 

-^^ Ein verwaschener Kern irgend eines Konchyls, 
.der sich durchaus nicht nSher bestimmen läfst, und 
^ die äufsere Form, eben so wohl tos einem D ice- 
ras, als einent Cjrtoceratiten h^t, siber viel 
weniger vop Gryphaea cymbium herrühren 
könnte , jedoch zu keinem, auch Ton beiden erstem 
ganz pafst Diefs ist es , was Lill in seinem Briefe 
^rjpb^aea c^mbium nennt. 

f|4|"^ PlagLostoma, der.jmigea PL giga^ieia 
SMf;. 3& Ghafloiites laevi.» Ta^r.. do^baclnits 
Swunrat sehr ähnlicli, doch die ^evliefiben Streifiaa 
. ymu g^eiehoF GräTse und gleteken AbeiändeB «btr 
die ganze Schaaie, etwas weller aifleiaattdH ste- 
hend , etwas welleoförmig nnd in der Tiefe noch 



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156 

feio punktirt. Sie stimmt daher lioch besser mit 
PL punctata Sow. U. 2& ti 113. üg. 1. 2. nadi 
Beschreibimg und Abbildung^ fiberein, nur dafsin 
der Zeichnungdie aneinander gereihetenPunkteraelur 
die liaien zu bilden scheinen , hier aber die Punkte 
in den ohnehin vorhandenen sehr seichten Liniea 
' liegen Beide Arten würden dem Liadialke zuste- 
hen. LOiL hatte sie unter dem Namen C ha mite« 
oder Plagiostoma striata eingesendet. . 

fffff ^^^ Stock Kalkstein, worauf mehrere Mu< 
schein einer Art zu sehen sind. Vier davon 
sitzen dicht an- und theilweise über -einander auf 
einer konkaven Stelle des Steines fest, die stellen- 
weise geglättet erscheint, einem andern gröfisern 
Muschelstück entsprochen haben mag , so dafs ich 
glaube , diese Muscheln safsen eigentlich an einem 
Muschelstücke fest, welches sich aber weniger 
deutlich erhalten hat. Sie sind etwas zusammen- 
gedruckt, unregelmäfsig gerundet, etwa ^/^'^ hoch 
und breit, nach Länge und Queere theils konvex, 
theils konkav, je nach ihrer Lage im Verhältnisse 
zur Konkavität der vorhandenen Gesteinsfläche, was 
ich ebenfalls lieber dem ursprünglichen if^estsitzen 
an dieser Fläche, als einer spätem mechanischen 
Andruckung an dieselbe zuschreiben mögte. Man 
kann daher nur noch zweifelhaft bleiben, ob sie 
zum Geschlecht Östren oder Anomia zu rech- 
nen seyen, welche Frage ich selbst nicht genauer 
zu beantworten wage« 

In so weit es daher gestattet ist , auf die Ähn- 
lichkeit einer einzigen Muschel hin einen Schlnfi^ auf 
eine ganze Gebirgsformation zu wagen , so mfifste ich 
in der obigen Plagiostoma eine Andeutung der 
Lias-Formajtion erkennen. Die übrigen Arten sind zu 
weiteren Folgerungen nicht geeignet. 



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151 

ß. Bunter Kalk von Dtirrenberg* 
S. 177. ff. u. i83i. S. 74. ff. 

Dieser Kalk zeichnet sich petrographisch durch 
seine bald schon rothe, bald weifse Farbe und ein 
gewöhnlich Dolomit -artiges Gefüge aus; allein ich 
habe schon vorhin erinnert, dafs ich nach diesen 
Merkmalen allein, wenn.Petrefakten nicht vorhanden 
sind, die Identität der Schichten auf entlegneren 
Fundstätten nicht zu behaupten wagen mögte. Lill 
führt in diesem Kalke auf: Ammoniten, Ortho- 
ceratiten, Belemnit^n, Euomphalen,; Tur- 
ritellen?, Terebrateln, Pecten salinarius, 
Avicula, Alcyonien, Madre'poren, Encri- 
niteii. , v. Scrlotheim zitirt darin mit einigem Zwei- 
fei in Beziehung auf die Arten: Orthoceratites 
Vaginatus, O. regularis, O. flexuosus und 
Pectinites salinarius ^. Bei Herrn Oberberg- 
rath V. Kleinschroo zu München sah ich im Herbste 
1827 ans diesen Schichten Pecten salinarius 
V. ScHLOTH., ein Cyathophylliim, welches, dem 
C. pentagonüm, C. hexagonum, C. ananas 
GoLDF. ähnlich , damals ohne Hülfsmittel nicht näher 
bestimmt werden konnte , — viele Bruchstucke von ku- 
gelförmigen eigentlichen Ammoniten mit stellen- 
weise deutlichen Suturen, und liiit fast völlig glatter 
Oberfläche , — endlich runde Stidlstficke von C ri n o-i - 
deen mit fünfeckigem Nahrungskanale.und gestrahl- 
ter Gelenkfiäehe, wie sie nur bei Rhodocrinites 
verorS und Cyathocrinites rugosus Mijll. vor- 
kommen I welciie beide aber ieh damals noch nicht 
genauer zu unterscheiden wufste. — Erst später 
hatte ich aus den , auf hiesigem Comptoir vorfindli- 
chen Materialien erkannt, dafs jener Pectinites 
salinarius drei Arten aus zwei ausgestorbenen Ge- 

* Petrefalttenkiinde & 58 and 230. 



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1S8 

'schlechterii in sich schlie&e*. Herr Liix schickte 
mir nun ans diesea Schichten folgende Gegenstände, 
alle am Dürrenberg unter der Salzmulde gefunden, 
onr Nr. & und 1 von JSallstadt, Nr. IT von Aussee 
stammend, an welchem letztren Orte der Kalk über 
der Salsmulde liegt Indessen erkennt man an Nr: 10 
Hnd IT Qicht mehr die charakteristische vreifte iindl 
rothe, sondern eine hellgraue Farbe. • 

5. „scheinbar aus der untern Gruppe des Alpenkal- 
kes und dem Liegenden des Saizffebirgstockes von 
Hallstadt^ in weifsem Kalke, ist-Halobia sa- 
iinarum nob.^ welche als ein ausgestorbenes und 
scheinbar mit Pr od üct HS, Leptaejia und Or« 
this verwandtes Geschlecht für eine alte Forma- 
tion^ und namentlich für Übergaogskalk sjprechen 
würde. Findet sich aber, auch au Aussee. Da 
Monotis salinarius und M. inaequivalvis 
in der von Liix eingesandten Sammlung inch nicht 
vorfinden, so bringe ich sie hier als Belege ebea 
dieser Ansicht in ErioneruDg. iSie stanmiea au^ 
dem rothen Dürrenherger Katke^, am tV^allhrunn^ 

* %. Ein Geschiebe ,^heifibar aas dem Li^g^tid^n des 
Sakgetmges von HailstadV\ ist ein BruehstOck 
von Orthi>oerat}t^s regulai'is v. ScRLOtif.^ 
Aber V* kng und 1" n. ^-^ dick, airfeen vÄlllg 
;rghi«t, mit cefttmlem kleinem l^hon und sehr cdn^ 
vesea Seheidem^nd^« In rothem Kalke. 

*^ Jbkitt. #. M hl. ISM, S. 279 - UM. IT. FT. Endrich fflhit ttoirä * 
am doHMSiiMH^I ftleiae.Ortl^<»tfe>ir<m« Amlif^fiitirS, Bm-* 
cvinU^ii) Terebrat«!« n» Ib ü^i^s^l^eiii la: rd<ftJislMHa 
Kftlke » an d«r. Dürrenberger KUcbe eikie ga^e Aahätifliiic^ tmI 
Ammon'itett (weiterhin einen selijr kleinen ^gsgeatreifttn 
Orthocetatiten mit cenfrater NerTenrohre tqu Mt- Augsee 
in StmeMHoHt) an« und aseigt, dafb j^ne Amnion Hort tlieiU 
= A. Cony beari,\theil8 mit Ceratites Henalewi nahe 
verwandt sind. v_ 

/ Bullet, ä, I. Soc. geohg, Franc, /• 129. 137. 177. 

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IM 

8 •'^ Itt wttA 18 sind aus „der «otern Gruppe des AI* 
' penkidkefi v.mn Durrenberg ^ im Liagvndeti der 
SalBmttIde/' 

8. Stielstfick eines Crinoideenio rothem Kalkstein 
und selbst in Kalkspath yeEwapdelt , rund, Ner^en* 
röhre sehr fein, rund?, von einem glatten , der Form 
nach, wie es scheint, gerundet funfblättrigep Felde 
umgehen , das zuerst von gröberen auf den Umrifs 
dieses Feldes senkrechten Linien eingefa(st ist, 
wdche sich gegen die Peripherie hin in feine Li- 
nien aufloben. Dies deutet auf eine Fenlacrini- 
ten- artige Bildung, weicht aber ron der aller 
mir bekannten Pentacriniten ab. Durohmes- 
fier %^U Höhe der einzelnen Glieder über 2^^ 

9. Ein verwittertes Stielstuck, vielleicht derselben 
Art, nur etwa 4'" dick mit IVä''' hohen Stielglie- 
dem» in rothem Kalke» 

18. Eben so , aber noch dicker als 8. 

10« Ammonites, im engeren Sinne des Wortes, 
doch eine völlig ausgezeichnete Art, von der Form 
der Globiten^Dß Haahs. ExempUr ringsum fteL 
Nabel ganz aufserordentUch enge, die Seiten fast 
ganz flach und parallel, der R&cken fast völlig 
flach durch zwei abgenmdele Kanten an die Seilen 
anschliefeead. Oberfläche vollkommen gUnzend 
glatt, selbst nicht einmal mit deutlldier Kawaohs- 
f»treifung; man erkennt nur, daft sie wenig convex, 
flist ganz queer ilbei^ den Ricken ziehen» Die so* 
genannten Nähte sind alle sehr compHzirf. Her 
RQ^enlappen, den Ich jedoch nur nndeutlich 
durch dleSohaale durchscheinen sehe, scheint mir 
der kürzeste, aber sehr tief gabelförmig zu seyn?. 
Alle folgenden sind Jä»ger als dieser, tehmal, 

EralM, wieder mit vieJen langen und schmalen 
ij^chen ^ftesete4 Der nächste Lappen liegt noch 
auf der R&ekienflache; der ii»|re S^tenlappen fcu- 

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1«0 

oSohst jenseits der Kante v darunter ^ählejcli noch 
wenigstens Tier allmählich etwas kürzer . w^dqpde 
Lappen aufserhalb des Nabels, wovon mUhin drei 
als Hülfslappen' anzusehen wären. Höhe und Breite 
der Umgänge: 0,010:0,020; übrige Dimensionen 
nicht mefsbar. So bildet also diese Art wegen der 
vielen Lappen vielleicht eine ganz neue Gruppe 
nach L. V. Buch s Eintheilung , die übrigens mit 
den Macroc^phalen wohl übereinstimmt ' Ich 
nenne sie A. multilobatus. 

IL Ammonites, ebenfalls ein. Globit. vom Habi- 
tus des vorigen , hin und wieder mit Spuren zu- ' 
sammengesetzter Nähte, Nabel eben so enge, Sei- 
ten und Rüpken ebenfalls flach, nur scheinen die 
Umgänge im Verhältnifs der Breite etwas höher zu 
seyn, die Oberfläche ist ganz eben, nur mit vielen 
Ulli ^/2^^'\oii einander entfernt stehenden haarförmig 
feinen, scharf konvexen Längenlinien versehen, 
vielleicht nur in Folge von Verwitteruiig. GrÖfster 
Durchmesser der ganzen Schaale' 0.075 auf wenig- 
stens 0.030 Dicke. Genaueres Detail läfst sich we* 
gen Unvoilständigkeit des Exemplars nicht ange- 
ben. Vielleicht gehört er zu vorigem. Einsweilen 
lege ich ihm den Namen A. tornatus bei. 

12.. Ammonites, jedoch vom Habitus der Plani- 
ten. Ein ganz freies, aber von allen Seiten durch 
Veni^itteruug ausgefressenes Exemplar von 0.08 
gröfistem Durchmesser auf etwa 0.02 gröfster Dicke. 
Der letzte Umgang hat etwa. Oj025 Höhe. Im Gan- 
zen findet man 4 — 6 Umgänge, die gar nicht von 
einander eingeschlossen werden. Die Sei^o sind 
flacher und breiter als der Rücken upd verlidren 
sich allmählich in diesen. Durch die Aipsfressong 
werden die zackigen Suturen deutlich , sind jedoch 
nicht genau zu verfolgen. Wenn ich nicht irre , 
so war die Oberfläqhe mit seichten strahlenformig- 
v^laufeuden Rippiea .verliehen, doch, ^ag^ ich 

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nicht es sa behaupten , kann, daher anch die Art 
nicht bestimmen. Vielleicht stimmt sie mit fol- 
. ^ender fiberein. 

13. Ammonites: die Suturen sind zwar uakenntlich^ 
aber der ganae Habitus vat der eines gewöhnlichen 
Ammoniten. Gröfster Darchmesser der ganzen 
Schaale =i 0.0t5; Dicke etwa 0.015 — 0.020. 
Umgänge nicht einschliefsend , wohl Ö *— 6. Rfik- 
ken in einen, wie es scheint, Ton ganz seichten Sei- 
tenrinnen eingefafsten Kiel zusammenlaufend, Sei* 
ten flach, mit vielen starken, einfachen 5 strahlen-^ 
artig gerichteten , auf jedem Umgange vom innren 
Rande bis gegen den Kiel hin fortsetzenden Rippen 
versehen , deren etwa 42 auf dem letzten Umgange 
sind. Oberfläche zerfressen. Er kommt mithin So- 

'WERBv's A. Turneri tf. 452. völlig nahe, ob er 
aber identisch sejre , läfst sich wegen UnvoUkom- 
menheit des Exemplars, und da er mehr Rippen 
hat, nicht bestimmen. Es ist ohne Zweifel die von 
BorE unter dem Namen A.Conjbeäri zitirteArt« 

14. Am|Donites?an Nautilus?, ein gespaltenes, 
.dabei aber so völlig verwittertes Exemplar, dafs 

nur die Ränder der Schaale und ihrer Scheide- 
wände etwas Ober die I^läche vorstehen, sonst aber 
nichts sichtbar ist. 

15. Terebratula? Die Schaale ganz in faserigen 
Kalkspath verwandelt , nach allen Richtungen aus- 
serordentlich konvex, fast kugelförmig, mit etwa 
25 sehr grofsen Längenrippen auf jeder Klappe. 

16. Terebratula? Voriger ähnlich, doch breiter 
und flacher im Verhältnisse der Höhe, auch klei- 
ner mit nur 14 solchen Rippen , untrer Rand zak' 
kig, doch im Ganzen fast gerade, etwas uns^mnle« 
trisch. 

^ine gröfsre Anzahl beim Comptoire Torgefnn« 
dener Exemplare derselben Art von derselben Stelle 
l 18311. 11 

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ifla 

am Dürrenberge stammeDd , aeigt gänEltbfa^ Üfcer- 
g^änge zwischen diesen beiden Formen nnd äaO^ sie 
einerlei Art seyen. Ihre mittleren Verhältnisse der 
Hähe, Breite vnd Dicke sind r= 0^030 : 0^036: 
O'^Olä., doch kommen sie gröfser (bis zu 0.05Ö 
Breite u. s. w.) und kleiner, auch dicker und mit 
mancherlei Abänderung aller Charactere vor. Die 
Anzahl der Rippen wechselt von 14 bis 26, die 
am Racken scharf, wie die zwischen ihnen liegen* 
den Furchen selbst und von gleicher Gröfse mit 
diesen sind ; demungeachtet liegt der ganze untre 
Rand ziemlich in einer Fläche, nur ist zuweilen 
eine Hälfte der Klappen kleiner , mehr deprimirtals 
die andre und dergl.« Zwischen dem Schlofsrande 
und dem gröfseren Buckel zeigt sich ein niedrig 
dreieckiges Feld , dessen beide Schenkel die schar- 
fen Kanten der gröfseren Schaale sind, und auf 
diesem tritt wieder eine dreieckige Zeichnung deut- 
licher hervor , in w elch^r die runde Perforation 
des Schnabels zu liegen scheint, $o dafs die 
Muschel in allen diesen Stücken einen g'eAvissen 
Grad von Ähnlichkeit mit T. ga I li nä At^iBnoKCHf. 
und T. difformis Lmk. besitzt Aber ebeii so 
stimmt sie auch mit einer aus Polnischem Übergangs- 
kälkstein erhaltenen Art fiberein, die nur et^as 
gröfser, mit niedrigeren abgerunderen Rippen ver- 
sehen ist und nach der, zuerst von Herrn v. Buch 
gemachten Beobachtung darin einen eigenthümli- 
eben Charakter besitzt, dafs beide Klappen in der 
Mitte der Länge nach flach eingedrückt sind: ein 
Charakter der sich auch in vielen Exemplaren jener 
Art wieder erkennen läfst. Ich nenne die Art von 
Kiehe daher T. amphitoma, und sehe die Satzbur- 
ger als leine Varietät derselben an. 

1 Y. T e r e b r a t u 1 a. Diese Art würde mit SeHliOT- 
tofiiM's T. lacunosus wohl übereinstimmen: iMt je- 
nen Formen dieses Namens sowoiil, welplie dem 

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168 

Cbergangskalke (SchIiOth. Nachtr. L tf. xx. üg. 6. 
v, T. plicatella Dalih., non Schloth., Sow.), 
ab wdclie kn Lias« and Jura* Kalke Torkommeu, 
weil sie nämlich wieder mit keiner derselben ganz 
siisammenstimnit. Auch hiervon habe ich noch 
mehr Exemplare auf dem Comptoir Vergleichen 
kdnnen. Sie ist gerundet dreieckig, die grSrsre 
Klappe wenig, die andre sehr konvex. Höhe: 
Breite : Dicke = 0,025:0,027 : 0,015. Längenfal- 
ten dick und scharf , 9 bis 12 ; die Schiofsgegend 
scheint in ailehfi Wesentlichen wie bei voriger ge- 
bildet (was bei T. lacunosus Schloth. nicht der 
Pall)^ nur dafs sie viel spitaer zuläuft; der nnt>e 
' Rand ist wenig konvex, sonst fast in einer Ebne 
liegend (nicht bei T. lacunosus), zuweilen etwas 
unsymmetrisch. ' Sie ist vom jäussee^r Salzberge,' 
und ich nenne sie jetzt T. pedata. 

107. Ein Stuck röthlichen Kalkes mit eingeschlosse- 
ner glatter Muschel, anscheinend einer T^rebra- 
tula. 

108. Ammonites (Globites), doch von viel zu- 
Sammeng;edrfickterer Gestalt als die obigen. Das 
Btemplar ist theil weise noch in der Uebirgsart 
eingeschlossen, theilweile auch durchgebrochen, 

( so dafs man sieht, wie im Innern alle Wände 
mit Kalkspath-Krystallen Aberzogen sind^ Der 
Nabel ist etwas weiter als an den früheren, trich- 
terförmig, die Schäale um denselben herum am 
breitesten, die Seiten fallen mithin gegen deoRAk- 
ken flach ab, doch so, dafs dieser noch gerundet 
bleibt, und ohne KieL Die Oberfläche ist glatt, 
uogestruift, nur bemerkt man undeutliche, sehr 
flache 9 breite , strahlenförmig verlaufende Erhöhun- 
gen, die gegen die Peripherie hin breiter werden, 
und den Scheidewänden im Innern zu entsprechen 
schei»en. Uirer sind etwa 20 auf dem-letzicn Um- 
gänge, deasen DurcbuieiBser nächst dem Nabel sich 

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164 

ZU seiner Höhe Ober dem Nabelraode und Ober dem 
vorletzten Umgänge = 0,033 : 0,043 : 0,023 ver- 
hält. Der halbe Durchmesser des Nabels an seiner 
Öffnung ist 0,010. Der ganze Hdhen Durchmes- 
ser der Schaale , y4 Umgang von ihrer gegenwar- 
tigen zufälligen Mundöffnung entfernt, ist 0,085. 
Die Scheidewände befinden sich noch ganz nahe 
an letztrer, und es scheint, als ob an ihr noch 
mindest ^ Umgänge weggebrochen seyen, wo je- 
doch die Gebirgsmasse eingedrungen und keine 
Kristallisation im Innern mehr bemerkbar ist Wo 
die Schaale weggebrochen, bemerkt man Spuren 
zusammengesetzter zackiger Nähte, deren Verlauf 
aber nicht weiter zu verfolgen ist Doch i$t der 
Rfickenlappen kurz, zweitheilig und nimmt die 
ganze Breite des gerundeten Rückens ein, and aus*» 
ser dem Nabel sind beiderseits 4 Lappen sichtbar. 
Auch diese Art spheint mir durchaus neu zu seyn, 
und it^eine eigne Abtheilung zu gehören: ich nenne 
sie A. angustatus. 

108^ Ein vom vorigen losgeschlagenes Stuck enthält 
den Hohlabdruck von einem Theile desselben Am- 
moniten und ein \'^/2^ langes und 3^^^ dickes 
Bruchstück eines Orthoceratiten, woran aber 
weiter nichts bemerkt werden kann, als dafs die 
Scheidewände sehr konvex sind , sich in dem gan- 

s zen Stücke vorfioden und nur 1 V2'" — 2'" von ein- 
an'der entfernt sind. 

109. Bruchstück eines gespaltenen, aber geringen- 
theils übrig gebliebenen Ammoniten, von innen 
sichtbar. Auch hier sind alle Wände mit Kalk- 
Krystallisationeii besetzt^ und dre Art dürfte = 108 
seyn. Nabel trichterförmig. Scheidewände etwa 
' 24 im letzten Umgang. 

f Nachgesendetes Bruphstück eines Cephalopod en 
aus dem Liegenden der Dürrenberger Salzmulde, 

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16Ö 

wovon die ganze änfsre Schaale und wohl auch we- 
nigstens der. ganze letzte Umgang fehlt, so dafs 
man ringsnm die Scheidewände wie die Schaufeln 
eines Wasserrades stehen sieht, aber von der Ober- 
fläche nirgendwo etwas bemerkt. Diese Verstei- 
nerung stimmt so sehr mit Catullos Nautilus 
Bonellii überein, selbst in seiner jetzigen zufal* 
ligen Gestalt, dafs ich sie damit für identisch hal- 
ten mögte *. Indessen schien sie mir anfanglich ** 
von einem kugelförmigen Goniatiten herzustam- 
men, dessen Scheidewände an ihrer Peripherie bis 
zum Nabel wohl 11 nach diesem hin an Gröfse im- 
mer mehr abnehmende Zackige Biegungen und eben 
so viele an ihrem innern untern Rande haben, so 
dafs je zwei von beiderlei Einbiegungen nur durch 
eine minder tiefe vertikale Rinne mit einander ver- 
bunden sind. Alle Wände sind mit Kalk-Krystalli- 
sationen überzogen. Die Umgänge sind ganz ein- 
schliefsend, doch der Nabel noch trichterförmig« 
Die ganze Schaale mufste etwa 1%^^ Queerdurch- 
messer auf 2^/^^^ Höl^e gehabt haben. Sollte, wie ei- 
nige Spuren andeuten, dieses Konchyl von einem 
wirklichen Ammoniten herstammen, so würde er 
wohl in die Familie der Macrocephali gehören, 
und etwa mit A. multilobatus identisch seyn. 

Die Enomphalen, Turritellen, die Avi- 
cülä, die Alcyonien dieser Gruppe habe ich 
nirgendwo zu sehen Gelegenheit gehabt, und 
diese Geschlechter an und für sich allein, wenn 
sie auch richtig bestimmt sind , können- keine Ent- 
scheidung für das Alter der Formation^ herbeifüh- 
ren. Was die Belemniten angeht, so erwiderte 
Herr hshL auf mein ausdrückliches Nachsuchen defs- 
halb, dafs ihm ganz kenntliche Exemplare nicht 
zu Gebote stunden , und Herr Boite hat an einem 

"" Jahrbach 1S30, S. 489. Note. 

** £beiidaMlb«t; «nd 1831, S. 3T0. Note. 

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166 

andern Ort^ erklärt , dafo er dergleichen nicht ge- 
sehen habe. Indessen hat Herr tov Buch ziifolge * 
einer mOndliohen Mittheilung wirkliche Belem- 
. niten aus dem rothen Kalke dieser Gegend in sei- 
ner Sammlung. 

Übersehen wir nun noch einmal nnbefangen alle 
hier aufgezählten Versteinerungen, so wQrden 

A. Orthoceratites regularis, nrp. T 108^» 
O. vaginatns, O. flexnosus u.*a. A.; — ferner 
das Cyathophyllnm und der Crinoideen- 
Stiel mit fünfeckigem Nahrungskanale bei Hrn. 
T. Kleinschrod, der Ceratit Boues zufolge von 
MiJNSTERs Beobachtungen^, so wic^ die Tereb ra- 
tet n, erstre bestimmt, letztre mit Wahrscheinlich- 
keit und zufolge der Analogie für Obergangskalk 
sprechen ; 

B. die Monoten und Halobien wohl einesweifel* ' 
hafte Stimme geben, doch sicher an Übergangskalk v 
erinnern. 

C die Am mo niten im Allgemeinen und wohl auch 
die Pentacriniten für Plötzgebirge überhaupt, 
der Ammonites Turneri aber insbesondre für 
Lias sprechen, wenn anders die Bestimmung des 
Jetztern so weit schon 'als zuverlässig zu betrachten 
ist. Übrigens ist immer aufiallend, diese Art in 
einer grofsen Gesellschaft neuer Arten von neuer 
Form zn finden. 

D. Endlich bemerkt TON MCnster ^^* , dafe er Mo- 
notis saiinaria an mehrern Stellen am rechten 
[soll wohl heifsen „linken ^^] Ufer der Donau stets 
zwischen dichtem Jnrakalke und Grfinsande beob- 
achtet habe. Die Nachsnchungen des Hrn. Ober- 
bergrath tow VorrH sowphl als des Hrn. voh Buch 
nach dieser Schichte »nd bisher nbch ohne Erfolg 



" Jahrbuch 1831. S. 368 ff. 
*«'£bendai. - - 404. 



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167 

gewesen; da aber aufserclem die überlagernden 
(jfebirgs 'Scbichlen in Salzburg durchaus wenig- 
steus dagegen zu sprechen scheinen, dafs dieser 
. bullte Kalk die unmittelbare Unterlage der Kreide 
bilden könne, so scheint man von obiger Beobach- 
tung abstrahiren zu müssen, wenn das Gebirgs- 
Alter nach den Versteinerungen bestimmt werden 
soll, und die Frage nur zwischen .Über|rangs- und 
Lias - Kalk zu schweben , die wir jedoch nach den 
Versteinerungen hier kaum weiter unterscheiden 
können. 

^. Mittlere Gruppe des Alpenbjulks. 
S. 184, u, i63i, S. 77. ff. Nr. 5. 6. 7. 

Auch diese Gruppe bringt Lill zur Juraforma- 
tion, Sedgwicic und Murchisoit diese nebst dem obern 
Theil der vorigen zu den ältesten ^ura-Oolithen. 

Sie ist schieferig, meh^ thonig, von dunkler 
Farbe, reich an Gyps, schliefst den Dürrenberger 
u. a. Salzstöcke ein, und hat ein mehr beschränktes 
Vorkommen. Die Versteinerungen sind minder deut- 
lich. LiLL ffihrt Ammoniten, Tellinites sole- 
noides Sghloth., Fucoiden und gröfsre Pflan- 
zenstengel darin an, und zwar noch in den Lagen 
unter dem Dürrenberger ß^Aze. Ich erhielt daraus: 

6. Plicatnla, ein sehr schönes Exemplar, „wahr- 
scheinlich aus der schieferigen Gruppe ^es 4Ip^i>" 
kalkes am [?] LeisIing-BsiAe nächst Ischeir Beide 
Unversehite Klappen sind fast völlig und gleich 
Aaph, dick, fast zirkelfSripig, nur in die Buckeln 
spil^ aMaufend, 0.037 lireit, 0i)41 hoch und 
4^.006 4idL Beide Oberflächen sind mit geruiMle- 
^n, schipppigen Strahlen dicht bedeckt, deren 
i|iaa*10 nal^e an 4er Spitze, t\ —^23 nächst dem 
untern Rande zählt,, indem sieb immer wieder an- 
dre zwischen ihnen einschalten.^ Die Ober^äche ist 
etwas wil grauem TJion fibersy>gen. JBs ist die 



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168 

^öfste Art) die ich keane, ODd scheiiit mir oea 
sni se^n. Lias und Kreide sind bi» jetzt die Hei- 
math fossiler Plicateln. Boüe scheint diese Art 
unter dem Namen der ,,Placuna von Cßbados" 
anzuführen. 

19. Ein stielrunder, in Kalk6path verwandelter Kör- 
, per von V^ Länge und 2'^^ Dicke , doch an beiden 
Enden abgebrochen. Er scheint innen hohl oder 
markig; gewesen zu seyn. Ich wOrde ihn gerne ftlr 
den Stiel eines Cidariten- Stachels halten , wenn 
nicht über dem untern Ende eine immer tiefer und 
tireiter werdende Rinne entspränge , die der Länge 
nach hinzieht, wie an manchen Belemniten; 
aber die Textur ist nicht ganz deutlich. ,,Aus der 
mittleren Gruppe des Alpenkalkes vom Ischeier 
Salzberge, welcher dort auch kalkige Trümmer-- 
gesteine fuhrt. ^ Sitzt einem Geschiebe auf. 

%\. Ein Aptychus v. Meyer's, aus der schieferigen 
Gruppe des Alpenkalkes im Abtswalde zvi\sf^evk 
Dürrenberg und Rofsfeld. ' Eine freie , dicke 
Klappe von 0.065 Länge und 0.031 Höhe mit etwa 
45 queer^eheuden und aufwärts fibereinanderge- 
neigten Leisten auf der äufsern Seite , welche aber 
nächst den Buckeln abgerieben siiid, und daher 

, tief in ihren Achseln eine Reihe eingedrflckter 
Punkte wahrnehmen lassen , wie sie in zerstreuter 
Weise auf Sghlotheim*s Tellinites probte- 
matictts vorkommen. Sonach stimmt diese Art 
wohl mit Tellinites soienoides? Schloth., 
Trigonellites lan^eilosaPAnKiNS., A. imbri- 
catus 'v. Mey.. sowohl im Umrisse, wie in den 
fibrigen Merkmalen überein ; und da alle vier Arten 
VON Meyer's im Liaskalke, und nur dessen A im- 
bricatus und A. läevis auch noch im Jorakalke 
vorkommen, SO würde diese Art f&r die Liasfbrma- 
tion sowohl als fflr Jurakalk zeugen. Auch dieses 
Exemplar indessen ist mit jenem blauem Thone 

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109 

üb^rsojfto. Dieselbe Versteinenäig glaabt Lill 
auch noch unter dem Schramhacher Raike gefon-* 
den za haben. 

22. ebendaher; ein sternfSSrmiger Abdruck von 0.080 
Breite, mit etwa 18, am Anfange aufbinanderlie- 
genden Radien von unregelmäfsiger Form, in der 
ich weder etwas Vegetabilisches noch Aaimalisbhes 
mit Sicherheit zu erkennen im Stande bin. 

2S. ebendaher; ein undeutlicher Ammonit, der mit 
Nr. 28, 27, 38, 37 fibereinzustimmen scheint , 

24. ebendaher; ein Ammonites oder Nautilus 
niit glatter Oberfläche, aber gänzlich zerdrQckt. 

2& ebendaher: scheint der Abdruck des Stückes ei- 
nes gekielten Ammoniten. 

28. 27. 38. 37 und f ebendaher: Abdrficke eines 
sehr gedrückten und dadurch ovalen A m ns o n i t e n , 
dessen letzten Umgänge an Gröfse sehr gegen die 
vorigen zunehmet^, > doch sie nur geringentheils 
umschliefsen. Die Oberfläche ist mit gegen den 
Riicken laufenden , etwas co förmigen Rippen ver- 
sehen, wovon ein Theil am innern Rande, ein ap- 
drer erst auf der Seite in der Mitte oder dem obren 
Drittheil der Umgänge durch gabelförmige Thei- 
lung aus den vorigen entspringen. ßr scheint 
verwandt mit A. plicatilis de Haan's aus den 
^o//er Schiefern , Sowerby's A. communis aus 
dem Lias und mit A. planulatus Sohmith. aus 
dem Jurakalke ; nur sind die Rippen etwas mehr 
gebogen und unregelmäfsiger getheilt, als an die- 
sen Arten. Ob ein Kid dagewesen, ist nicht gut 
bestimmbar. Das Gestein ist ein blaugrauer, mer- 
geliger Kalk.' Für. A. serpentinus sind die 
Rippen etwas zu dick und zu entfernt stehend. Von 
der Form des Qneerdurchschnittes läfst sich nichts 
erkennen. Wäre er gekielt, so würde er mit A. 
fleg'ans Sovi^ L 213. tf, 94. aas dem Inferior- 

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Oolile zieraliisb abereiostiumieii. Nach Hvo« von 
Buch 4 Aopichl gehört er in die Familie der Amal- 
theen. 

28. ebendaher; ein Ammonit oder Nautilit im 
Qneerbriiche gesehen. 

38* ebendaher; noch ein Trigonellit oder Apty-. 
chas, der aber nur von der Innern Seite sichtbar 
ist, und daher mit vorigem nicht genau verglichen 
werden kann. Die Form ist nngeföhr diesdbe , die 
Grörse etwa nur die Hälfte. « 

Das Alter dieser Gruppe könnte daher nur dem 
des Lias öder der Jura- Formation entsprechen, mit 
gröfserer l¥ahrscheinlichkeit aber dem des ersteren. 

A Obr^ Grup]^^ ,AeB Alpenkalks $• 189. Nr. 8. 

Daraus habe ich nichts erhalten; doch werden 
Encriniten, Madreporen, Eschariten, Nau- 
jtiliten u. s. w. darin angeführt , was freilich nicht 
genügt , eine Vermuthuug über die Gebirgsformation 
zu wagen. 

d* Hippuritenkalk & 192. Nr. 9. 

Er ist nach seinen versteinerten Einschlfissen 
schon von L. von Buch, dann nebst den folgenden 
Mergeln von Lill, von Sedgwick und Murchison der 
Kreide zugezählt worden. Was ich daraus erhalten 
habe, ist Folgendes : 

104. lAft« 106. vom Untersberg* Diese Versteine- 
. ningea sind ohne allen Zweifel Spaeruliten in 
DES Movuvs*s Sinne. Die ganze Form 5 die eigen- 
thilmliche. Textur der Schaale, die. Gestalt d^ ein- 
geschlossenen Keraes an den Stellen , wo diese zer- 
stört ist , zeigen es. Aber eben diese 'Zerstörung 
ist so sehr äh^ die ganze Oberfläche aller dieser 



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171 

Exemplare hin^egtmgeu , als ob sie lan^e Zeit ao 
der Luft gelegen, verwittert, fortgerollt w&ren, 
so dafs es schwer hält, die Art näher zu bezeich- 
nen. Doch scheinen vollständig erhaltene Exem* 
plare 3" — 4" Höhe nnd ly^" -. 2" -- 2V4" 
Breite zn besitzen, und die obre Schaale von der- 
selben kegdförmigen Gestalt wie die untre, nur eU 
was kleiner zu seyn. Beide sind mit ihren Spitzen 
wenig nach einer Seite umgebogen. Die Form des 
Birosters entspricht ihrer eignen Von Queerschei« 
dewänden vermag ich keine Spar daran. zu entdek- * 
kfiii. Auch scheinen die, bekannten Kiele mit zwi- 
ochenliegender Rinne längs der innen Oberfläche 
der Schaale zu fehlen ; wenigstens vermag ich we- 
der an dieser noch an fünf andern eben so verwit- 
terten Exemplaren mit mehr oder minder sichtba- 
rem Kerne von ebendaher etwas davon zu.entdek- 
ken. Die Oberfläche der Schaale ist stark iu die 
Queere gerunzelt, und mit ungefähr 60 eben so 
starken.strahlenförmig verlaufenden Rippen auf bei- 
den Klappen versehen. Die Zeilen sind grofs und 
sehr regeimäfsig. Wegen der mangelnden Kiele 
würde diese Art von neuem Systematikern jedoch 
nicht zu Sphaerulites gerecl^net werden. Ich 
schlage vor, diese Art, welche mir neu zu seyn 
scheint, Sph. Lillii zu nennen. 

Von den eigentlichen Higpariten des Unters- 
bergesjahet , „den versteinten Kuhhörnern ,'' wie sie 
die Einwohner nennen, findet sich in dieser Samm- 
huig nichts vof. Doch habe ich auf andrem Wege 
allmählich ^fiber fünfzig Exemplare zu vergleichen 
Gdegeoheit gehabt L. vow Buch, Kefbuotbiit, 
LiLL, .V. KiiEiNSCHROi^ haben seit 1S27 der Reihe 
nach die Aufmerksamkeit der Geogoosten auf sie 
gelenkt. Ich habe sie schon in der Brsoh' und 
GnuBER'schen Encyclopädie als eine eigne Art be- 
schrieben, bin sm^er jedoch durch V^rgieichung 

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172 

einer weit grö£seren Individuen-Zahl zu einer noch 
genaueren Kenntnifs derselben gelangt. Ich nenne 
üie Hippurites carnu vacci«num n. sp^ testa 
elongato - turbinata y curva basi attenuata , in^ 

flexa y , hngitudinaliter dense et aequaliter sul^ 
cato " striata , siriis incrementitiis transversis dis- 
sepimentisque internis ( destructis ? ) desütuta , 
carinis bmgitudinalibus tribus. Operculum pla^ 
num f radiis elevatis gro^sis circiter 60 rötunda- 

'äs. Birostrum rostfo inferiore longissimo , su- 
periore subnuUo. Länge. 10" auf 3" — 4" Dicke, 
Der Deckel ist durchaus stets mit der Gebirgsart 
verwachsen, so dafs ich ihn nur einmal stückweise 
zu Gesicht bekam. Die auf Ihm befindlichen Strah- 
len sind viel dicker, als die weit zahlreicheren der 
Unterschaale. Der Kern oder Biroster füllt die 
innre Höhle stets vollständig aus und ist daher in 
der bereits völlig leeren Schaale erst entstanden, 
. während der Kern sonst gewöhnlich mehr lose in 
der Schaale liegt, und nicht überall genau anpafst, 

'SO dafs Diäs MouLiKS annimmt, er seye in diesem ^ 
Falle eine Ausfüllung einer Höhle im Thiere selbst 
gewesen, Defrance aber nur glaubt, nach Entste- 
hung des Kernes seye oft^noch ein innrer Theil der 
Schaale von besondrer Textur und Zusammensez- 
sung zerstört und so die Verschiedenheit zwischen 
seiner Form und der ihn umschlielsenden Höhle 
veranlafst worden. Die Innern Kiele stehen in kei- 
nerlei Beziehung zur Biegung der Schaale^ sondern 
liegen bald auf deren konvexen , bald deren konka- 
ven Seite. Endlich ist die Biegung uild Form der 
Schaale bei verschiedened Individuen äufserst viel- 
artigem Wechsel unterworfen, da sich dieselbe, 
gleich andern angewachsenen Muscheln, v in ihrer 
Ausbildung nach den Zufälligkeiten des Raumes 
. richteu mufste , der sich ihr darbot *. 

* Die Beschreibung dieser iwei and einer dritten 1830. au» fiel- 

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1T3 

Wir werden daher, nach dem Beispiele der 
bewährtesten Geologen nicht anstehen , diesen Hip- 
puriten-Kalk als harte Kreide anzusehen. 

/^ Bunte HergeL S* igS. Nr. lo. 

Sie enthalten nach Lills Angabe grofse Ino- 
ceramen, Echiniten, Terebrateln, Fisch- 
reste u, s. w. Derselbe sandte mir „aus den mer* 
geligen Schichten fiber dem Kalksteine am Fufse des 
llntersbergsr 

29. Einen Spatangtts gröfserer Art, der aber nur 
geringentheils Ton der Gebirgsart befreit ist. Er 
stimmt zwar mit Sp. coranguinum fiberein 9 
ist aber zu wenig frei, um die Art mit Verläs- 
sigkeit zu erkennen. 

ffoland von Hrn. Geheimen Rath Tibiibhann mitgebracbteii 
Radisten-Art macbte den Gegenitand einer Yorleenng bei der 
hiesigen GeeelUchaft für Natar- und Heil-Kande am 89. An- 
guet 1831 aus. Ich erlaube mir daher das Detail über dieie 
dritte Art hier noch anzufügen : , 

Hippuritescyathus n.sp, ieata curvaio-iurbinata crassai 
eellulis irregularibus mdximis , e^tua longitudinaliter $ulcäta s 
eottuli» intermediU acuHusculii didhotomo-fasciculatiB, intu» 
earinis et dissepimeniU deatitutu- Oper€vium .... JNro- 
,9trum .... 
Ifdlie und Breite s 5'': 4'', Dicke der Wände 1%*'. Dio Zel- 
len sind sehr grofs, aber unregelmäfsig Ton Gestalt, und 
stehen von oben gesehen stellenweise in Reihen , welche eine 
strahlenförmige Richtung haben. Die g^nze innre Oberfläche 
ist TölHg glatt mit einer kaum kenntlichen horizontalen Zu- 
wachsstreifung. Drei Exemplare dieser Art waren mit den Sei- 
ten zusammengewachsen, nächst Ihren Spitzen so eingedrückt 
und innen zerrissen , als ob einst ein weicher Zustand dersel- 
ben Statt gefunden hätte ; die obre Fläche , auf welcher der 
Deckel aufsitzen sollte , war so verwittert und zerfressen , und 
Yon £xögyren und Celleporen bedeckt, als ob sie eine 
Zeit lang ohne Deckel schon im Meere Tcrweilt häftt«n. Die 
mergelige Ausfüllung (welche sich leicht entfernen liefs) 
hätte dann die innre Oberfläche vdr ähnlicher Dinwirkong be« 
wahrt. 



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IM 

SO. Theil dec Klappe einer Muschel v wetehe im All- 
gemeinen die Form von Piagiostoma spido* 
suin und Ton Podopsis trttncata4, ein^ tJn- 
regelmäfsigkeit der Gestalt aber noch insbesondre 
von letztrej' besitzt^ aber sich dadurch auszeich- 
net , dafs die sehr nahe aneinanderliegenden Strah- 
len abwechselnd schmäler und niedriger sind, so 
wie sie immer zwischen den grofseren schon vor- 
handenen entspringen. Eine C e 1 i e p o r e^ bedeckt 
einen Theil der Oberfläche. Sonst glaube ich 
noch Lenticuliten und Lituol^n oder Spi- 
ro! inen in demselben Gesteinstäcke zu erkennen. 

31. ist die blaue thonige Ausfullungsmasse einer gros- 
sen flachen Muschel, welche zufolge den noch 
adhärirenden Resten eine nur dünne aber durchaus 
faserige Schaale besessen und zu Inoceramus 

, gehört haben mufs« Aufser ihrer Gröfse und 
Flachheit bemerkt man an dieser Art 2 — 3 sehr 
starke, entfernt stehende, konzentrische RuDBeln, 
und, 'was sie vollends von allen bekannten Arten 
unterscheidet, auf ihren beiden Oberflächen eine 
Anzahl aufserordentlich dicker und hoher etwas 
wellenförmiger, gerundeter Strahlen, welche von der 
Mittellinie aus entspringend sich nach der Peri- 
pherie verlaufen, auch unterweges zuweilen sich 
noch einmal verästeln, so dafs man deren 6 am ei- 
tlen, 10 etwas kleinre am andern Rande nSchst 
der Peripherie zählt. Die Schaale selbst besab 
an ihrer Oberfläche viele deutliche, aber feine, 
kontebirische^ etwa 1 %^^^ anseinabdersteheude Zu- 
wachslinieo. Obschoa der Rand oben, unten und 
an einer Seite etwas abgestoßen ist , so besafs die- < 
ses Exemplar doch wenigstens 8^^ Höhe auf 6^' . 
Breite und 1^^ gröfster Dicke. Ich gebe ihr den 
Nameo Inoceramus ramosus. 

33. Ein«Te.re.bratuIa, ihnlioh Sow£hry*8 T. oc- 
toplicata, aber die grofse Klappe viel konvexer, 

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11& 

sie hat 6 Strahlen in der Mitle uhd nnr 7^8 auf 
jeder Seite. 

Die folgendeo Arten sind au» dem „ Geschlief 
bei Gmünden am Traunsteinr 

85 — 87. Ostrea, flache ziemlich glatt, schief, 
scheint neu. 

88 — 90. TerebratnLa, glatt, klein, doch nicht 
deutlich genug* 

91. Operculina magna n. spi vmk Ö.015 Didrch- 
messer mit bogenförmigen Strahlen der Umgänge, 
(vgl. Encycl. Artikel Operculina.) 

92. Cardinm*Kern. 

Obschon nun darunter keine schon bekannte Art 
erkannt worden, so wird doch jeder gerne geneigt 
s'eyn , den Mergel Tom ÜrUersberge wenigt^tens mit 
LiLL als Aequivalent des Plänerkalkes eu betrachten, 
womit auch die Gesteinsart Ähnlichkeit hat. Ob aber 
jene von Gmünden wirklich dalnit, oder mit A (wie 
LiiLL in seinem Anfsatze selbst gethan hat) zn verei- 
nigen sejen, mflssen wir noch dahin gestellt sejh las- 
sen. Sbdgwick und Murchison fanden einige Ver- 
steinerungen der Gosau darip , Bou]b scheint ihn zum 
Karpathen« Sandstein (i) zu rechnen. 

g, Sandsteine und Schieferthone vom Ihtersbelrg. 
S. 195. Nr. 11. 

Sie enthalten nach Lill Pflanzen-undlPisch- 
Reste, auch Nummuliten. Ich finde daraus vor: 

38. den Kern einer ISstrahligen^ läoglichen, nicht 
grolsen Terebratula (wie es scheint), nocii haliii 
eingehüllt in Sandstein. 

34. eine Nu mm Uli na, welche von M6nster's N. 
radiato-granuiata zu sejn scheint 

Di^e Versteinerung deutet auf Kreide oder Grob- 
kalk. 



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176 

k. Thonmergel und Sandsteine. S. 197. Nr. t2. 

Dem Gosauer Sandeteioe nach Lill analog ent* 
halten die Salzbarger Thonmergel und Sandsteine 
Nummuliten, Discorbiten^ Tu rri teilen, 
Cerithien und Trigonia costata. 

35. Opercnlina pauciseptata n. sp^ in Ge- 
sellschafjt einer kleinen N um muH na, Umgänge 
3 — 3 14, Scheidewände entfernt stehend, je 15 
—-Iß, sehr dünne, aufeen wenig konvex. Durch- 
messer 2^^^, Höhe des letzten Umgangs 0.8^'^. 

85 V^. Ein nicht weiter bestimmbarer Natica-Kern. 

102. Ein Bivalven-Kern. 

103. Ein anderer. ^ 

Jene Opercnlina-* Art würde nach ihrem gan- 
zen Geschlechte auf Tertiär -Gebirge deuten. 

Eisensteia^Flotze am Kressenberg, Nr. 14« 

LiLL glaubt, diese Gebilde Ton dem Gosauer 
nicht trennen zu können; auch y. Mijnstbr, Seogwick 
und MuRCHisoN halten sie für tertiär, Boce für obren 
Grünsand. 

Darüber hat indefs Herr Graf v. MibrsTER schon 
seine Ansicht ausgesprochen, der ich vdilig beitreten 
mufs. Mehr als die einzelnen Arten bestimmen mich 
die Zahlen- Verhältnisse der Arten aus Terschiedenen 
Thier -Klassen und Ordnungen, jene FlötZe der ter- 
tiären Zeit zuzuschreiben. Über diese Art von Merk- 
malen habe ich mich an einem andern Orte ausf&hrli-» 
eher verbreitet *. 

Nr. 93 — 9T habe ich von Hrn. Lill erhalten: Cly- 
peasteir Bouei, CL subcylindricus v.Münsqt., 
Nummulina laevigata Linie, Spirulaea 

* firgebniMt meiner Reiten, Band IL (1881) p. 660 — 68S. fh 
Itatl^f Tertiär- Gebilde (1831), p. 159 -. 174« 

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m 

nummalaria nob. (Serpalito^ nummulär 
rius y. Sohuitil, Vermiciiiaria n. v. Munst«, 
und Kerne verschiedener Univalven. Andre 
hatte ich schon frflher besessen. 

^Sandmergel vom Trum am Trumsee su Laufen bei ScJzbwg , 
^ identisch mit dem Sandsteine vom Kressenberg.''. 

Nr. 98. 99. 100. 100 V^- 101. sind Clypeaster 
conoideus v. MvNSTr, zwei nicht ganz deutliche 
Nummnlinen, wovqn eine N. laevigata zn seyn 
scheint, eine Ostrea oder vielleicht Gryphaea, 
ein anbestimmter Siphonifere und endlich jeine 
neue Fucoiden-Art. 

Sandstein der G o s au. 

Er wird, mancher sekundären Arten ungeach- 
tet, von MihrsTBR, von Lill, so wie auch von Sedgh 
wiGK und MuRGHisoM fSr tertiär angesehen , von Boue 
aber dem Karpalhen- Sandstein unter der Kreide (/.) 
▼erbnnden« 

Die Untersuchungen, welche Boin£, Kefeüsteibf, 
GoLDFuss , Sedgwiük , M URCHisoN uud' SowERBY be- 
reits unternommen oder veranstaltet haben , sind^ um- 
fassender, als die meinigen seyn können, die sich 
nur auf eine geringe Anzahl meist sehr unvollkom- 
mener Exemplare beziehen. Ich fand darunter: 

66. 46. Cerithium Castellini Al. Brongn. 

50. '— triclnctum, Murex tricinctus 

Brocchi. 
53. — (Kern) 

80. 81. ~ (~) 

08. 64. -- ^n Pleurotoma? (Kern) 

49. ?Fusus. 

J. 1852. 12 

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in 

50. Natic« hyi|iridarllBpH.y v. Mijvpi. Bncci- 

aitef» Ubyf inthiciis v, S^hi^ovii. 
Ö4. — . ' • 
6i. — . 

78. ?Lutraria (Kern) 
5T. Astai^te odle^ Cytherea, eine Klappe. 
48. Cardiinm, ähnlich C. oblongum. 

51. ? — * 
55. —. 

41. Trigoniä scabrä LnHc-y Par. IHe Rippen ohne 

Knotea. 
62, ?_ (Kern) 

43. Area. 

44. — . 

%&. Pecten^ so wot er erkennbar, dem P» ver*- 
sioostatus Lmk.^ P^ qtiiBqseooBtatus Sow. 
•dir äüilich, doch die Obeiiai^lie abgeschält 

40. ?Gryphaea, nicht genauer bestimmbar. 

45. 4t. 50. 58. 60. 82. 83. sind Kerne, Abdrücke 

snd Bruchstficke unbestimmbarer Bivalven. 

41. Astraea agaricites Goldf. 

61. Xiithodendroii, vielleicht zu L. graniilo- 
süiii G6ij>F. gehfirig. 

68 — t4. Fangia undulata Goldf. 

76. Ein Gesteinstuck mit Fun gia undulata, Tur- 
htnolia n. sp*^^ U n i y alt en-- Kernen. 

67. Phyllites, breit, Umrifs beschädigt, schiefe 
fiederartig stehende Fältea laufen von der 
Mittelrippe aus. 

70. — , ähaliofr Weid^nblätt^ra. 

In einer andern Samndung aus dieser Gegend 
bemerkte ich noch ?Nerinea, Scalaria, Capn«* 

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dintAy. Nntala, Feeluftovi«^) *?Iooeeraiaug, 
Pidaa, Tttrl^inolia lineata iGoiiDr., T. oernua? 
ChiLDF., Astraea formosa^ A« reticMiaia, A. 
8tiriataiGoiJ)F.^ Meandrin.« ete* 

Wir hätten mithin^ wie in der untern Gruppe 
cTes Alpenkalkes und im Kressenberger Eisenstein, 
so auch hier ein Gemenge voo fossilen Arten , welche 
sonst verschiedenen^ Formationen angehdren*' 60 ' 
schdnen hier die meisten terttSr, die Trtgonia 
scabra aber, der Pecten qninqnecostatus^ 
vielieicht die Gryphae,a a. s.w. , der Kreide dnzä* 
gehören, ein Resultat, zu dem schon obige Gebirgs- 
forscher gelangt waren, und welches deshalb Ver-* 
schiedenheit der Ansichten über das Alter dieser 
Formation veranlafst hat. 

r. Sandatein TOn HögL S, doo. I^. iS« 

i 

LiLL Stellt ihn mit dem Wiener^ oder Karpar 
£A^/z '-'Sandstein sum Grflnsande; Bovri diesen PP^ie*' 
ner - , Karpathen - , j4penninen - oder Pukotden - 
Sandstein zwischen den Jurakalk und G^fltisand; 
KcFensT^iN vereinigt ihn unter ^m Namen Fi jsch - 
und Qornlgel- Sandstein mit GrUnisattd- and Kreide 
[beide aber bringen einen TheUdes Sahs-^fMirenden 
^eir/;a£/ee/z- Sandsteins tu den Tertiarbildiingen] ; 
ZcuacHirfiR schaltet 3in zwischen Jul^akalk vnd Kreide 
dn. 

Er enthält aulser mehreren .Schaalthierw (Am- 
ui^oniten^ Beleu^nijten, .? Poaidonien n. s, iir.) 
auch Fuk us-Abdrueke. Die mir.u;Qter20.7i^komme- 
nen Art von itfon J^eß ist F. Targionii Au Brokcut., 
welcher in England und um Genf in chloritischer, 
Kreide, tu liPur^em^erg'inLtas^Schieferny und in //a- 
U^n im Macigno vmrkommt^niid vielleiGht noch mehrere 
Arten in sich begreift — Dieser Sandstein wird dem 

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180 

Wiener - Sanckteine gleiehgedetzt — • Jedoch isdiei- 
nen hier noch verschiedene Gesteine unrichtiger Weise 
miteinander vereinigt, vielleicht auch die übrigen 
Versteinerungen nicht richtig bestimmt zuseyn. Der 
Sandstein von fföglj um uns an diesen allein zu hal- 
ten, wird nach IAul (1830, S 216) vom Unters- 
berger Nummulitenkalk und Thon und vom Kressen- 
berger Numrauliten-Saiidstein begrenzt und schein- 
bar unterieuft. So ist also s^ine Lagerung selbst an 
dieser Steile nicht ausg^acht, nur seine ;9^naIogie :ui 
andern besser erforschten Sandsteinbild ungen der Al- 
pen kann uns daher bei seiner Bestimmojig leiten ^ in 
welcher wir dann am liebsten Boue's Ansicht folgen 
möchten. 



Nach diesen Einzeln-^Untersnchnngen glaube ich 
nunmehr . folgende allg^emeinre Resultate ziehcR zu 
können. 

1. Selbst, wenn man. sich nur an die Schichtenfolge 
des «SVi/sa- Thaies hält, und alle Versteinerungen 
linderer Fundstellen, welche nur nach einer unsi- 
cheren A;ialogie des Gesteines den ein;zelnen Schich- 
ten der erstem zugeschrieben worden sind , yeniach- 
lässiget, bieten fast aUe Glieder des Süä- Deutschen 
Alpeugebirges eine Yermengung fossiler Arten aas 
verschiedenen Formationen dar, welche bis jetzt 
an anderen Orten ohne Beispiel ist, und solange als 
ein anomales und zugleich völlig isolirtes Factum 
betrachtet werden mufs , bis genauere Untersuchan- 
gen an Ort und Stelle uns vielleicht entweder eines 
Anderen belehren, oder uns den Grund der Er- 
scheinung nachweisen. 

2. Die rothen Schiefer von Ji^ef/e/z haben uns. keine 
bezeichnenden Versteinerungen geliefert. 



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181 

3. Die untre und mittlere Grappe des A^peakM^es 
scheinen dem Lias anzugehören, erstre entl^älf 
aber einige Übergangs-Versteinerungen eingemengt, 
und beide behalten immerhin etwas Fremdartiges 
im Character ihrer Versteinerungen. 

4. Die obre Gruppe des Alpenkalkes hat keine Ver- 
steinerung geliefert; gehört aber wohl dem ? Ju* 
ragebilde an. 

5. Der Sandstein von Högl scheint nach der Analo- 
gie andrer Orte das Schlursglied der Jurafor- 
mation abzugeben. 

6. Der Hippuritenkalk, die bunten Mergel des Un- 
tersberges gehören der Kreide an. 

7. Die ? Sandsteine vom Untersberg ^ die Thonmer- 
gel und Sandsteine von Salzburgs die Eisensteine 
\om Kressenberg y die Sandmergel am Trumsee y 
der Gosauer Sandstein sind tertiär, enthalten aber 
einen nicht ganz unbedeutenden Antheii von Kreider 
Versteinerungen in sich, ohne jedoch die charak- 
teristischen Zahlenverhältnisse der fossilen Arten 
der Kreide zu zeigen. 

8« Diese Deutung entspricht vollkommen der beob- 
achteten Lagerungs - Folge dieser Schichten , etwa 
mit Ausnahme des Sandsteines von Högl^ über den 
sich aber in dieser Beziehung nichts Genaueres be- 
obachten läfst; sie weicht hin und wieder von der 
Ansicht eines anderen Beobachters nur in so ferne 
ab, als dieser ein Gebilde iu die nächst vorher- 
gehende oder nächstfolgende Formation verschie- 
ben zu müssen glaubt, ohne dafs die Lagerungs- 
Folge diese Meinung unumstöfslich unterstützte. 

9. Man bemerkt, dafs wir bei diesen Bestimniungen 
immer die versteinten Arten älterer, nicht die der 
jüngeren Formationen vernachlässigt haben, wenn 



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182 

eines geschehen mtirste. Es geschah dieses in 
Folge der Ansichten) dafs a* beim bunten Al- 
penkalke seine Ein^chliefsung zwischen ewei Olie* 
dern mit Jüngern nicht vermengten Yersleim^riin' 
gen solches nöthig mache, b. dafs diese Vermen- 
giiog qur eine zufällige Anomalie seye, c. dafe 
durch irgend einen ZufaU die altern Arten , noch 
lebend oder schon fossil , immer leichter zwischen 
diejfingerngerathen können, als umgekehrt , d^ dafs 
* ^ndli^h hiisr die Sltem Arten di6 geringere tmtef^ 
gedrdtiCfte Aiizahl atismaöfaen: 



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188 

l ■ !! ^ : I . ^ . I I ■ . 



Noü^^eo über dea Z^ustaud 

• ' des 

Gold- und Silber^Bergbaiie s 
i n tl e r. Peruanischen Republik , 

mitgeiheilt von 

Herro Salineodirektor v. Althav« , 

aas Briefen de« Herrn Ingenteara-deneralintendanten 



L/ie Me4it»ihl der Peruanisehen Bergwerke ist in 
den zwei Andes- Kettea imd ^fem sie trenoesden Pla^ 
teau gele|fen , wie ea Pasco-^ Potosi u. s. w. Leider 
aber g-ebricbt es dieser gana^n Gegend an Holz, weil 
die täglich voo einem Üxtreme zum andern wech-**' 
seiffde Temperatur dem H^lzwuehse nagun«tig ist 
In der windsAUen MittagazeM heri^ht in den Schnee* 
Regionen 4er CordUleren dne drAdiende Sommer, 
hkze, welcher am Abende ein Gewitter mit Hagel 
ttnd ^iHia Sühnee mit nächiliohem Froste folgt. Im 
Wifvter ifit der Himmel sechs Mofiate lang unbedeckti 
Der «nabänderKche Wechsel des Windes, iirelcher 
am Tage rom Meere her, des Machts vom Lande 
weht, scheint mit jenen Verhältnissen in engster 
Verkettung zu stehen. Nirgends sieht man einen 
Baum, und die Versuche, Nadelholz z. B. anzupflan« 
zen, sind felilgesohlagen. ^first auf dem östlichen 
Abhänge der zweiten Cordilleira beginnen die unab«- 
sehbaren Wälder, die sich ostwärts fiber ein nnbe- 

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184 

• 

kanntesLand gegen die 'Brasilianische Grensse lliA'%f^ 
strecken. Aus diesen Urwäldern nun, ader wenn sie 
nahe genug an der Kfiste liegen , aus j^nen von Chili 
und Gz/ezya^ii// mfissen die Bergwerke all ihr Holz 
beziehen. 

Die Gold- reichste Provinz ist Caras^alla^ die 
nördlichste in der vorhin' beseichn^ten Gebirgs-Ge^ 
* gend. Sie begreift eine sehr starke Cordillera , de* 
ren tiefen Thäler sich NO.wärts gegen dea grofseii 
Fluft' Sl Gahan in den Urwälder« verlieren, die 
man oft nur zu Fnfs auf schmalen und steilen Pfadea 
durchziehen kann. Die Flnfsbetten und die meisteo 
Berge sind mit Gold -Staub und -Kömern gemengt, 
so das Wasch-Werke überall angelegt werden. 
Wo man irgend an einem Berge Wasser hinleitea 
kann, da wird ein ebener Graben gebildet, die 
Masse des Berges mteistens aus Lehm und Sand mit 
Rollsteinen bestehend wird hineingestürzt, und das 
Ubier demselben angeschwellte Wasser mit Schnellig- 
keit darauf losgelassen. Nach 4 — 5 Monaten tägli- 
cher Arbeit in der Regenzeit fBlIt sich der Grabea 
allmählich 3^ -^ 5^ hoch mit Steinen an , und darun- 
ter findet man nächst dem Bode» das Gold mit Sand 
'gämengt. Den gröberen Theil davon wäscht man 
nun ziim zweiten Mal« in einem kleinern mit Rasen 
ausgeixten Graben, ^ worin das Gold leicht hängen 
bleibt ; aus dem feineren Antheile aber sammelt mao 
das Gold mit Quecksilber. Jenen gröfseren Grabea 
rfickt man nun jedes Jahr näher an den Berg, um 
dieBrde leichter hineinstfirzea zu könoen, und pAa*- 
Stert ihn am Ende nach unten, wo das feinkörnigste 
Gold sodann hängen bleiben soll. So unbeholfea auch 
diese Arbeit scheint i^ so soll doch kein Gold verlereo 
gehen. — Aber bei der geringen Bevölkerung nvird 
dieses Geschäft nicht In's Gn^se betrieben; die fau- 
len Indier dieser Provinz unterhalten anöden FIflssen 
ihre kleinen Wäschen jedesmal nur, bis sie V2 — ^ 
Uuzen Gold gesammelt haben , um ihre Abgaben sn 

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185 

eBlriehtea aad sieh Branntwein cn kanfen. Doch Ter« 
langt diese Art des Betriebs keine Kapital- Anlage , 
' gewährt daher reieheProasente nqd gibt einen sichemi 
wenn auch nicht grofsen Gewinn, während der eigent?. 
liehe Grnbeoban kostspielig ist, indem das Gold im 
Qnarze einbricht, und die Grobe der Ansbeute sich 
nicht gewils Toranssagen lä&t. — Die Goldkörner 
kommen sogar bis eu 12 Unzen Gewichtes vor; 'dodh 
sucht man nicht sowohl diese , als solchen Sand und 
Erde auf, welche sehr viele kleine Goldtheile entr 
halten. Diese .Schichten sind in den Flufsbetten ge- 
wöhnlich 10« — 12 Ellen hoch mit andern Erdlagen 
bedeckt, nach deren Beseitiguqg (durch Abdec)c- 
Arbeit) man eine vid reipchere Ausbeite gewinnt, als 
bei den FlurswSschen selbst* .I^iir macht die Was^ 
ser-Wäliigung, die mit Eifnem geschiel|t, viele 
Kosten, da das. Wasser des nahen Flusses stets durch 
den Kies hindurchdringt --r Dai^ meiste PeruofUsche 
Gold ist messinggelfa und hlOt 20,— 23 V^ Karat; das 
14 — I5karätige ist. (i^U^ner und ^ird ^ui^ eine feh- 
lerhafte Weise gewonnen. 

Die vielen verlassenen Grubenwerke Penis ' 
haben su zahlreichen Übertreibungen über deren Gold- 
retchthum Veianlassung gegeben. Die Art. des Ab«- 
baues nämlich nöthiget in der Regel alsdann diese 
Werke aufzugeben , wenn sie anfangen würden, Aus* 
beute zu gewähren,, da die Goldadern, wie, gewöhn- 
lich, zwar nach der Teufe reicher werden, hier aber* 
die Wasserwältigung wegen Mangels an K^fpital ge- 
wöhnlich nicht bewirkt werden kann. Auf zwanzig 
Stunden von Caraveä [^CaravaüaT] in dem Gebirge 
von Huaj'Uura haben einige Deserteurs vm* wenigen 
Jahren ein^ sehr viel versprechende G<dd- und 
Silber -Minen entdeckt Von einem, zu Tage ausge*^ 
henden Goldgange konnten sie' ohne Gezähe so viel 
gewinnen, um sich im Tausche dieses sowohl als. Le- 
beosmittel zu verschaffen, auf welche Art sie, jedoch 
ohne an Erwerbung von Reichthümern zu denken^ 

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im 

so \in^ iortbaltvtm, htimie die Aufmerksamkeit atf 
9\43k isog^n iibd'reiiMriebM wurden , indem ani^elsehette 
B^efcMe^ckallrnftfalich def W^rkebemSthff^en. Sehett 
^or tiwel Jahren lieferten 1#*~12 ArtMateftfLgfliüh 
flS-^INI Pfiind Minen Goldes ans je 1% Zentn. finses, 
da" iiiab nimticil dieses des Moi?|^ens «ns der Gt-tri»! 
Brinjgt, maliH, amalgamirt , iiftd M schon des Nach^ 
iklttngHiSiäs Gold au^bt^nnen änd zum V^ticaufe be- 
^fSien kann. Bin^eloe Gatdstufen von da «tffhalte« 
*^**%iö V4 ihr^ Gewidiles uti Gold. — Katnn kennt 
mm tmr einig^emtafsbfi iten Mineral • Reitjhthum des 
Landes, und üle Auf bereitüngsart ist so unYoUkom« 
men, dafs ein zu ^e^«e^)^/l^taMivter Kaufmann ans 
ßlremen gegenv/Sttig yetsuclit , "die Haldenstilrze tod 
Himntäjxira^ ^elehes 8**-- 4 -Stunden vom Haven 
Yqüique\in^f!f'%.V.) li^t und wegen Wassermann 
gds ^. s. t^. «ur sehr r<^che Erz« bearbeiten kann, 
zur 3S^iitma(5hutig ato Rttckf ratbt nadi Europa zu 
sendeti. -S^hon hat d^rs^lbe «fM Mnfgeki htradertZent- 
nc^m d^nAttfiittg' gemacht, mid im^h 'Hegen Millionen 
von Zentnern dort, die nach allen Versnbhen wenige 
^ens S --^i Loth Gold perOentn. enthalten. — Eine 
andre Grübe 4m J%<A/ffa/Yt-^ Gebirge gt^ schon in 
dien ersten Waschen Aires Betriebes 2 Pfund Gold. 
Der rolhe thonige Mtulm, welcher M^ine Ritzen eines 
ZU' durtihbrechenden Quarzkeils ausfllUle, enüiielt 
0>(tt ^ 0,1^8 GMd. *^ me Art des Abbaues der 
Grtfben ist bei d^m völligen Holzmangd folgende; 
Man veÄWgt den Gang von Tage an entweder hori- 
aont^H oder nnter Z_ 4&* ahwArts, indem itian 'Trep- 
pen, in die'SoMelhatft, und treibt auf diesdbe Weise 
auch alfe'hlOheren' oder tlctferen Strecken an, bis man 
de wif^der' parallel tntt der Hauptstrecke, und toit 
dfeücr chtrch eki^ l|/^*^*a Ellen hohe Decke stehen 
bleibenden Erves {A&lse, Puante) getrennt, forttrei-^ 
ben kann. Diese fRlse werden ^ter ebenfalls her-* 
ausgeschlagen , wenn die Grube ausgebaut ist und sie 
gutes Metall enthalten. Bfen ensetzt isie, ftr die 

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18V 

&Mer dieser ^Arbeit, durch kidbe KnBppel oder Ben* 
sei , die atif beiden Seiten des Ganges ein wenig ein* 
g^s^en i^nd, so dafs man mit eimger Lebensgefaht 
darfiber getieft kann. Selten skid die Gruben reich 
gtmug; daft es sich lohnte, Wetter- und Wasser« 
Stoliien anzulegen , was dann oft Ursaehe ist^ daTs sie 
frihe 'toll&ßsigf werden. 

Bas Pochen oder Mahlen cl er Erze geschieht 

Metb durch Menschenkraft auf fblgeride Weise: Ein 

grofser Granitblock wird in Gestalt einer Untertasse 

ausgehöhlt, und .ein andrer darauf gestellt, welcher 

unten wie ein Mörser -Stöfsel rund sugdiauen ist 

Den Rand des unteren Blockes erhöhet man sodann 

«oieh etwas fitit'(Steinen und Rasen, befestiget nuf den 

oberen doefi Qn^erbalken,' d^ als Balancier -dient , 

mvi worauf jetmcÄi der Gföite 4les Steint 1-^4 In^ 

'dter stehen, «m densefbeii, indem- sto sich an einem 

^ingeg^rabenen Pfkhle. fesfdialten, hin und hcfr Ztt 

-sdilaiA^lti , unA ^st ^lüniählk^ tfarunler gesehtHleM 

>Erz so in naahlBü , find efinfit d^u beigef&glenQtieck« 

«ilber tu atnalgattf l^en. ^ne Meine Wasserrkme Hdhi^ 

det auf der ehien Seite in fien MSrsAr^ia , iind wäscht 

auf der andern Siehe abkufend rfeb Sohlamtti mit dMi 

^tt Emer der Atbeiter Mitelt iMlItelst etnes SloekeS 

besfSndig neiles Ere aus eineHi Sacke in ^n UfArsef , 

d^er airdr« leitet das Wusser dahin. ' Sin Iliatia kauft 

auf diese Art täglich l V2 Centn. mahleH. Täglteh 

wird das Amalgam herausgenonimeo , durch ein Stück 

'NtHtquin-^Zeug aasgeprefiit , und schieb nuf einett 

langSMien Feuer fon PferdemSst an der ImR msge- 

brännt, nachdem soflches in etwas BaumwoSte ekige^ 

wickelt worden. Bei diesem Verfakreii abet gfeht 

«Heles feine <Sotd^td^mWasse^wefi;, und 4ast zweit. 

•mal so viel ^ecksHber, ah das Geld betrt^t, wird 

hetni Brennen vei^toren , weshutb abermaK mr reiche 

fir^e bearbehet werden k^ntaen , iMd mtnche Berg. 

we^ksbesiteer «ur Weniges erifibi4ge«, während andre 

nucht Tagen r^ioh werden. 9er Eäusender dieser 

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m 

Notizen sah einmal während einer Tageearbeii mittelsi 
140 Pfund QiiecksUber 46 Pfand Gold ans 5 ~ 6 
Contn. Erz ziehen. Dieses moTs aber in ^ der Regdl 
}/^ Loth per Gentoer geben , wenn der Betrieb be- 
stehen soU. In Gegenden aber, die arme Erze ha- 
ben, mahlt man sie, wie die Silber- Erze, auf Müh- 
len^ in welchen zwei stehende ^Steine sich am ^e 
Achse unter Zuflufs von Wasser auf eiivem liegendes 
Steine henimbewegen und täglich 50 *-- 60 Zentner 
fertig bringen können. 



Die SÜbererze brechen in nUen Tjerschiedenen 
Stofenarten, doch meistens als Graugilligerze auf 
^ Seh werspath- Gängen in feinkörnigem Granite eia. 
|ilan . unterscheidet bei dem Grabenbaue Tier Arten 
von Lagerstätten, Beia^ eine Ader, nennt einen nicht 
mächtigen, schmalen Gang; Beta reid^ ^Königsader, 
einen sehr hiächtigen Gang; Manto^ Mantel, ein 
Lager; und Manio real^ Königsnuintel, ^n mächti- 
ges Lager. Die Lager gelten fnr bessre und reichere 
Lagerstätten, als die Adern, wahrscheinlich aber 
sind sie ebenfalls nur mächtige Gänge , deren Nebe»- 
trummer oft auf viele Lachter mit dem Hauptgange 
fortstreichen. -^ Alle Graben geben sehr hoffniinge- 
▼ol^e Aussichten. 

Die Arbeit, meistens Schräm- und Kenlhau* 
Arbeit , wird mit sehr schlechtem Gezähe betrieben. 
Der Häuer arbeitet mit 20 Pfund schwerem HandfiLu- 
stel ; Keulhaue und Stufeisen kennt man nicht « Aber 
noch schlechter steht es um die Förderung, da auf 
ein^n Häuer oft 16 Förder -Bursche nöthig sind, um 
die Berge von der Feldorts -Strecke wegzuschaffieD. 
Sie Werden in ledernen Säckea durch Tageschächte 
hinaufgfßtragen, welche «uf schlechten Stufen und noh- 
>ter vielfacher Biegung sich unter L. 60^ erheben* 
Senkrechte Tageschichte hat man nicht Dimdh 

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18Ä 

Stollen wfirde man zwar fast ttberali leicht und gut 
abhelfen können; aliein, selbst wo diese Torhanden, 
dienen sie nur sar Wasserldsnng, und ihr Mundloch 
ist bis auf die ffir den Wasserkanal nöthige Öffnung 
zugemauert* 

Die früher bei Puno betriebenen Hauptarbeiten ^ 
erkennt man noch in einem Bergrficken, welcher 
etwa V2 Stunde von der Stadt in einer Hfihe «on 
190(H aber dieser , oder von IHMNK Qber dem Meere, 
sOdostwärts zieht, und aus feinkörnigem Granite be* 
steht, worin über hundert der mächtigsten Schwer- 
spath-G^nge aufsetzen, und einst in Betrieb stunden. 
Den alten Rechnungen zufolge lieferte die Grube 
SaUero allein täglich fDr 2Ö00 Thaler Silber. Alle 
diese Gänge wterden mit Tageschächten abgebaut, 
und als man später durch die gröfste Noth gezwungen 
Stollen zu treiben anfangen wollte, gingen den Be* 
sitzern die Mittel aus ,^ ehe sie die Grube erreichen 
konnten. Überhaupt versteht man sich auf die Fflh- 
rong der Stollen so schlecht, dals.man in der Nähe 
von Arequipa mit einem solchen , der 50,600 Piaster 
gekostet hatte , einen ersoffenen , zuvor sehr ergiebig 
gewesenen il/an/o reo/ ganz verfehlte, und dann ver* 
liefs, obschonman allem Anscheine nach durch Queer* 
schlage den Gang leicht wfirde erreichen können. 
Ein andrer Nachtheil fDr den Peruanischen Bergbau 
sind die Bergleute, welche, wie alle Indianer baar- 
Infs in den Gruben umhergehend , täglich V2 Piaster 
Lohn erhalten, den sie am Ende der Woche wieder 
versaufen, in welcher sie nach ihrem Gefallen oft nur 
3-^4 Schichten machen. 

Schon auf den Halden klauben die Weiber ^e 
Erze nach ihren verschiedenen Arten ; nach durch 
die Praxis bekannten Verhältnissen mengt man sie 
wieder zusammen, setzt nach dem Mdilen das Qu e<;k - 
Silber zu, und tritt und mengt es mit den Erzen. 
Auf freien Hofräunien theilt man die amalgamirte 
Masse in verschiedrae gleiche Hänfen, die man täglich 

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QOtersacbt, indem man in einen kleinen irdenen Tet* 
1er (schnell etwas davon abwäscht and das Aiiia%am- 
Korn beirfiachtet Man betrachtet den jetet ^fol|;e»* 
den Prozefs ak eine Gahrung[, spricht vom BrhiCzeii 
nnd Erkälten der Haufen, und bestimmt naoh der 
Probe, ob man KnpfererEe, Qaeckailber, BaU; fau« 
len Urin mit Lehm n. s. w. zusetzen müsse; worüber 
es hunderterlei Regeln gibt, über die in Potosi ein 
braoolsbares Werk erschieoen, nnd in Spanien mehr-t- 
mals au^elegt worden ist. So viel ist indessen sicher^ 
dafs äie Indianer nach, diesen Reg^eln viel (oft Smal) 
mehr Silber g^ewinnen und weniger Quecksilber (doch 
immer noch 0,50 — 0,75) verlieren , als fremde Berg^ 
m^oner uod selbst Schüler ansgeeeicfaneter Chemiker, 
die deshalb unter ihnen nicht im Aos^hen stehen. ^-^ 
Nach einiger Zeit wäscht man die Silbererze , trennt 
das Quecksilber durch Destilkttion id eleiiden Öfen 
nnd irdenen Retorten gewöhnlich bei einem Feuer 
von Llama- Miste ab^ und glühet die Plata pUma 
{Caput mQrtuum) im Freien, um ^s Quecksilber 
noch vSWif^ abzutreiben* 13^ Silb^ vvird in Barren 
von 1000 bis 2500 Thlrn. geschmolzen. -*- Oft be* 
arbeitet man Erze, die im Cajon (50 Centn.) nur 
6 Maik Silber enthalten ; oft aber geh^ .auch Erze , 
wo das Cajon 40 -^ 50 Mark enthält, auf den Hai-« 
den vef lon^ , weil sie zu viel Quecksilber fressen , 
oder ßwt niiJlt verschmolzen werden können« 

Die Mahlwerke bestehen aas eiaer eenkrecb* 
ten Welle, die gewöhnlich 100 Piaster hostet, nnd 
woran unten ein schlechtes horizontales Wasserrad 
sitzt, die Welle umzudrehen* Ein oben in diese ger 
steekter Arm treibt rinen steinernen Läufer in einem 
ebenfalls steinernen 8arge ttber dem Wasserrade hernm. 
IKese zwei Steine kneten 40-^50 Piaster und dauern 
oft keine drei Monate ans. 



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m 

ZU betreiben angefangen, aber in der Regel auch 
jene eingebfifst , wenn sie nämlich die Arbeiten nicht 
bis zum wirklichen Erschliefsen der unterirdischen 
Schätze fort bestreiten konnten. Die bei solchen Un- 
ternehmen thätigen Leute arbeiten fOr mittelmäfsigen 
Sold, bis endlich einmal eine gute Ausbeute erzielt 
wird,, wo die Unternehmer gewöhnlich freigebig ih* 
neu einen gewissen Aniheil am Gewinnste zugestehen. 
Sollten aber gröfsre Gesellschaften zu Stande kom- 
men, was von der Festigkeit des Gouvernements ab. 
hän^, so wurde bei deren Organisation vielen jun* 
gen Leuten eine Laufbahn eröffnet werden, in der 
sie ihr CrlOck machen konnten. — Sonst aber be- 
steht noch zur Zeit fast das ganze Geschäft der 
Mipen- Direktion in Uma nur in Schlichtung von 
Streitigkeiten der Privateu nach der Spanischen Bergr 
Ordnung« * ' 



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IM 



Briefwechsel. 

Mittheilan|;en an den Geheimen Rath v. Leonhard 
gerichtet. 



Ifeekarsteihäch im September i83i.- 

Jtjine im Sommer 1829 nach H^stphulen unternommene Reise i 
während welcher ich einen Theil des nordlichen SchieJFergehir- 
gea kennen lernte , liefs das Verlangen in mir rege werden , noch 
mehrere Farthieen des Westerwaldea and des südlichen Theils 
dieser ausgedehnten Kette zu besuchen , um «alsdann in den Stand 
gesetst zu sejn, Ihnen einige aus Tergleichenden Beobachtungen 
herrorgegangene Bemerkungen Aber das Schiefergebirge im' west- 
lichen Deutechländ mittheilen zu können. Doch war ich, so sehr 
ich es auch wünschte meinen Vorsatz auszuführen, bisher stets 
davon abgehalten. Wollte ich Sie mit den Beobachtnngen der 
erwähnten Reise bekannt machen, so würden Sie vieles wieder- 
holt finden von den werthvolieh Beiträgen, mit welchen der, 
Herr Fürst ton Salm (NofiGBBAXH, Rheinland -Westphalen III. 1.), 
Herr vom Dborbn (das. II. 1.) und -andere bereits die Geognosie 
jener Gegenden bereicherten. Da Sie jedoch meine beschränkten 
Notizen über die Bruchhänser Steine wünschten , — von welchen 
ich Ihnen schon mündlich berichtete, dafs sie höchst wichtige 
Thatsachen für die Geologie aufzuweisen hätten, so wird jes mir 
ein Vergnügen seyn, wenn Sie dieses durch die nachfolgen Zei- 
len noch mehr bestätigt finden. Aber Sie sagten mir neulich, 
dafs Herr Oberbergrath Nobogouth diese Felsen neuerdings be- 
schrieben habe *. Gewifs hat derselbe diese interessante Parthie 
einer sorgfältigeren Prüfung unterworfen und auf ihre Untersu- 

• * Von Nosggbbath's lAteresiantcr Arbeit folgt demnachn ein Antzvg. 

d. H. 



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, 1»S 

' cliang mehr Zeit Y«rweiidet, al« ich es konnte; denn ich Ter- 
mochte sa meinem grofsen Leidwesen kaum eine Stunde dort za 
verweilen. Daf« defshalb Herr Nokccbbatr eine erschöpfendere 
Schildemng^ gegeben nnd die von mir im Voriibergehen aofge- 
seichneten Thatsachen nur geringen Werth haben , glaube ich 
■chon ohne die erstere su kennen. 

Auiser den älteren *Ü herlief eningen durch Rose hat der Herr 
Fürst Salm (a. a. O. Hl. 35) die Bruchhäufter Steine nur knrs 
berührt. Auffallend ist es, dafs die V>teressanten Erscheinungen,, 
welche sie darbieten, seither übersehen wurden. Herrn Bergge- 
sohwornen Löwn zu Biffge^ welcher die Güte hatte, mich zu den- 
selben zu begleiten, machte «ich darauf aufmerksam und bat den- 
selben , sie recht fleifsig zu beobachten und demnächst durch eine 
Beschreibung derselben einen der wichtigsten Beiträge zur Geo- 
logie abnormer Gesteine zu liefefn. In der That sind die Eigen- 
thumlichkeiten dieser Felsen so manchfach nnd überraschend, 
dafs man sich bei der ersten Bekanntschaft mit denselben unwi- 
derstehlich gefesselt fühlt und statt einer Stunde wohl einige 
Tage bei ihnen zu Tcrweilen geneigt wird. So ist denn auch 
längere Zeit erforderlich , dieselben genau zu erforschen. 

Es sind fünf mächtige isolifte PorpH^rfelsen , welche am nord- 
öatlichen Gehänge des Istenherges bei Brnchhausen dem ThoB- 
Bchiefer entsteigen. Der ganze Berg, so wie seine nähere Um- 
gebung besteht aus dem von Hrn. ton Okcbbh (a. a. O., B. 11*. 
S. 47) näher beschriebenen Thonschiefer, welcher in geringer 
Entfernung vom htenherge die Blattersteine des Briloner Eisen- 
bergea umschliefst. Begibt man sich von Bigge aus nach diesem 
Berge, so bleibt sich das Verhalten des Thonschiefers über 01»^ 
herg nach Bruchhausen ziemlich gleich : grünlichgrau , gröfsten- 
theils dickschieferig , dem Granwackenschiefer sich nähernd, in 
Hora 3*^ streichend. Mäher gegen den htenherg vermehrt sich 
die Neigung zur Granwacke und man gewahrt einige im Thon- 
schiefer eingeschlossene Lager derselben. . Der htenberg selbat 
besteht wieder aus einem seiner Masse nach einförmigen Thon- 
schiefer, an der Oberfläche grofstentheils stark zersetzt, vom 
Gelben durch das Grünlichgelbe ins Grünlichgraue. Das Strei- 
chen wechselt zwischen h. 4 und 6 unter 45 bis 50** Einfallen. — 
Einen überraschenden Anblick gewähren die kolossalen eina^eln 
stehenden Massen schon , wenn man von Olaherg in dem kleinen 
Thälehen nach Bruchhau$en herauf geht. Einer derselben liegt auf 
dem Gipfel des Berges« Man nennt ihn FeUUtein, Er ragt ge* 

J. 1832, 13 



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194 

gen 130 bU 140' ober die Oberfläche empor. W&brend er gtgen 
S W. eine steile Wand bildet , steigt er.aaf der entgegengesetzlen 
Seite mehr allmählich au , so dafe man^oa hier aus ihn ersteigen 
Icaan« Yen seiner Spitxe übersieht man einen grofsen Theil des 
Westp^dlischen Gebirges; gegen Norden das niedrige Land bis 
zum Teutoburger Waldgebirge , welches im Hintergrande hervor- 
ragt, so aoch den Gebirgsaug des A9Unberge9 und den Winterberg; 
Vf. das Gebirge Ton Ramsbeck, den hohen Bastenberg und in grölarer 
Entfernung die Sundwicher Ber^fi\ gegen MW. das Gebirge Ton 
Arnsberg. Die Tier andern Felsen liegen am nordöstlichen und 
nördlichen oberen Abhang des Berges heran ter — und zwar der 
Brwmenstem und Qoldstein in der kürsesten DntfemuBg von ein- 
ander, etwa 50 bis 60 Schritte nur. Östlich vom Bnmneii^oiii , 
welcher sowohl an Umfang, wie an Höhe der beträchtlichste von 
-allen ist, liegt der Ideinste, Aet hütgenstein, S50bis400 Schritte 
entfernt, und Tom ersteren ungefähr 200 Schritte westwärts der 
Rabenstein; eben so viel mag ungefähr die Enffernong vom Feld- 
. Stern bis znm" Gvldstein betragen. Anfserdem ist in geringerer 
oder gröfserer Entfernung von diesen fünf gröfsercn Massea , noch 
eine Anzahl kleinerer im dichten Gehölze versteckt. Oais nahe 
Zusammenliegen aller fuhrt sogleich auf die Yermuthung, daTs 
dieselbeu einer gröfseren über Tag in Verbindung stehenden Masse 
angehören möchten. Diese Meinung befestigt sich durch das^Vor- 
handenseyn einer unabsehbaren Menge am Abhänge und noch 
mehr am Fufs des htenberges zwischen Bruehhausen und Elhing- 
hausen über einander hin gestürzter Blöcke verschiedenen Uni- 
fanges von der Masse dieser Porphyrfelsen. Wie erstannt ist 
man aber , wenn man zuerst von einem zum anderen wandert und 
in so unbeträchtlichen Distancen an Terschiedenen Stellen den 
Thonschiefer anstehen sieht, und dieses zumal zwischen dem 
Goldstein und Brunnenstein, Hat man sich hiervon auf dieser so 
kurzen Strecke überzeugt, «0 bleibt schon wenig Zweifel übrig, 
dafs alle diese Massen isolirt ans dem 'Thonschiefer hervortre^ 
ten. Doch erhält man über diese an sich schon wunderbare Er- 
scheinung bald Gewifsheit. Noch wichtigere Thatsacfaen sind 
mit ihr verbunden. 

Eine eigentliche geregelte Abthetlung dürfte an der Mwse 
dieser Felsen nicht wahrzunehmen seyn , wenn man nicht etwa 
eine nach ihrer Richtung zum Theil sich gleich Meibeade» aber 
gewifs in Folge des zerstörenden Einflusses äufserer Kuäfta «nt- 
standcne S^rtheilnng eines Theil« des Brunnen^ aad Rabenst^im 



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alft Mlche aiiMbep wollte. Nach allen Bicbtungen imrriMeii m^d 
«evklttftet, 911111 Tli^il mit Mnabe oacb ihrer gaaaen li&age e|e 
treoneeden Spalten« lüetea besonders ^le beiden eben genannten 
Febea ein groteelie« Aneeben. Per Brunmtmt^ mifst »nf der 
Nordeeite In der Lange etwa 650' , in der grofiten ßreite wobl 
«ber 380'. Die betra(pbtlicb«te Höbe, welebe er am nordweetU- 
cfaen senkreebten Abfail erreicht, wird nicht viel anter 250' be- 
tragen. Nach ihm iet an Urafaog und Hohe der bedeqtendete 
der Rabeu9tem, beeoaders auegeneichnet durch regelloae Cfeetalt 
«nd tief einecb neidende Spalten; und es drohen einzelne durch eie^ 
getrennte Massen jeden Aogenbllck mit dem £insturse. 

Ist das Anfsere dieser denkwürdigen FeUen schon bewunde* 
rangswerth geang, so roufe die Beschaffenheit ihres Gesteines 
Boeh mehr Aufmerksamkeit erregep. £ine S4»lche Reibe manch- 
iaeher Abänderungen von Porpbjfren wird gewirs nicht leicht 
«iif einen Punkt ansammengedrängt gefunden, als hier, — i|nd 
nicht etwa, dafs jeder einzelne Felsen etwas anderes aufzuwe^- 
«en bitte,, sondern es scheint sich die ganze Reibenfolge ver- 
«cbiedenartig modificirter Gesteine fast an jed^ra zu wiederholen. 
l>as Auffaliendste ist hierbei die anscheinende Aonäherong des 
Porphyrs au anderen #elsarten , bald zu Granit und Gneiff , bal^ 
KU Diorit und verschiedenen Hornblende -Geeteincn. Die b§ld 
f^raue, dann wieder grünliche und rothe unter den vielartigsten 
Nuancen aoftretende Feldeteinmasse ^nimmt eines Tbeil# eine 
Heage Qaarakörner auf, diese vermehren sich eo- häufig i^nd 
verfliefsea theUs der Art, in die Grnndmasse , dafs dieselbe grole- 
teuiheiie (daraus au besteben scheint ; anderntheiU finden sich eo- 
«ofcl in den hievaus eotetehendea Abänderoiigen , als wie \t^ 4en 
mehr reinen Porphyren mit Qui|r«einfnengaagen, Feldspatbkörnfsr 
und krystalliniiche Anbaufungen ein jund nebpofBn in 4effi'Gra4e an 
Menge an , dafs bald daraus ein krystalliqiscb-kpfrniges Feldsp^- 
Qcatela mit jeinaelnen Quaraeianneagungcnj o4er auph ein gleich- 
aüUsigne GeMengn aus Feldspath ond Quarz eatsteht. Auph er- 
aeheint der Feldspath mit dem Qui^^ze in p^aliplen L^gen f .'<I9* 
pirt, und mmn hat unrerkennbare Gneifs-Structnr. In den gfa^ep 
und grünlichen Abänderungen, in welchen Feldspath •— und ^uap 
Inst gflnzUch fehlen , finden sich alsdann kleine Homblepdeköru- 
<ehen ein 9 Terbindei^ #ich nach und nach in Menge mit iet Grnnd- 
masas ua4 geben derselben, je nachdem sie bald ijaehr körnige, 
h»l<l e^lii^erige Texter .in ihr befryorrufen , dae Aueehen jpn 
IKorit^ia^ HornblenAe*ScM<^«r* l>ie Horhblende scheint »ff 4«n 



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196 

dunklen , besonders in den granitchen Abänderungen de« Porpbyrs 
nnr nilein die Fftrbung zu bewirken. Die Annäherungen und 
Übergänge dieser Gesteine sind so freqnent und Tielseitig and 
dabei oft so unbestimmt marquirt, dafs man über den Charakter 
/ derselben häufig in Verlegenheit ist uud lange prölt, ob man 
Porphyr, Granit, Gneifs oder Diorit u. s. w. Tor Augen habe. 
Durch das öftere überwiegende Erscheinen der Bestaadtheile und 
die Herstellung des Gefnge« dieser Felsarten scheint während 
der Bildung gleichsam ein Wettstreit der ersteren Stattgefun- 
den aufhaben, in welchem bald der eine bald der andere unter- 
lag, der Porphyr aber doch im Gänsen die Oberhand behielt 
Fast sollte man glaoben, dafs die in den kleinen Raum einge- 
engten Massen dieses Hin- und Hench wanken und diese bestän- 
dige Tendenz zu Terwandtschaftlichen Annäherungen nur allein 
gestattet hätten, wogegen die, grofse Räume ausfüllenden Por- 
phyre gröfsere Einförmigkeit im Charakter ihrer Gesteinsmas- 
sen bedingten. 

Bemerkenswerth sind noch eben so verschiedenartig modifi- 
zirte Trummergesteine, welche sich in die Masse dieser Tielar- 
tigen Gesteinsabänderungen dergestalt TerlRufen , dafs ihre Merk- 
male zuweilen noch kaum angedeutet erschienen. Über die SteU 
lung derselben zum Porphyr, ob sie an den Seiten oder in der 
Mitte der Felsen u. s. w. sich zeigen , so wie anch über ihre Ge- 
steins - Beschaffenheit erlaubte mir die Zeit nicht mehr sichere 
Kunde zu erlangen. Überhaupt bedauere ich es, Ihnen keine ge- 
naue Detail - Beschreibung aller dieser merkwürdigen Gesteine 
geben zu können, indem ich während meines kurzen Terweilens 
weder Fiel Zeit auf das Stndinm derselben, noch auf das Ein- 
sammeln einer completten Reihenfolge Terwenden konnte. Herr 
Geschworner Löwn Tersprach mir , diese zu schicken. Doch harrte 
ich ihrer bis jetzt mit Tieler Sehnsucht yergebens, wefshalb ich 
auch so lange zögerte , Ihnen meine Beobachtungen mitsutheilen. 
Der yerdienstTolle Rosn fkfste den Charakter dieser Gesteine 
wohl schon richtig auf, obwohl er in Folge des daibaligen Stan- 
des der Wissenschaft keine sehr treffende Diagnose gab und die 
wahre Natur derselben zum Theil verkannte. Bei so Tielseitigen 
Nuancen und Übergängen und bei so yerwirrten Merkmalen ist 
es übrigens kein Wunder, wenn man hier an das Yorhandenseyn 
Ton Felsarten glaubt, welche entweder durch Annäherungen nur 
schwach angedeutet , oder an andere , welche wohl gar nicht zu 
finden sind. Am Schlüsse seiner Beschreibung gibt Herr Rosa 



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( Oregraphisrhe Briefe aber das Saacrländische Gebirge in H^eBt- 
pkaUn S. 4$) eine Übersicht und Nomenclatiir . der die Brach- 
hänter Felsen^ siuainmensetKeoden Gesteine. Zur YergleichiiBg 
will Ich. dieselbe hier einschalten: 

Hornblende 1) in Venraehsnng oder Verleihnng. 
Grnnstein (gemeiner) oder Syenit: (^iel^ Feldspath mit (wenig) 
Horablende, auch wohl Glimmer* ifu körnigen, blätt- 
rigen, krystallinischen Gewebe. 
^ ..» (oder Blende-) Granit: das nämliche mit Qnan (auch 

Glimmer?) 
<— — — ^ Gneirs: das nämliche im flaserigen Geföge, 

2) im Übergang zur Vermassong *^ 

;_ — oder Hornblende-Fels: mit dem zn vor bestimmten Inhalt. 

— — — — — - Schiefer: dasselbe bei schieferigem 

Bruch; 

3) in Vermassung 

— — oder Hornblende- (Syenit-) Porphyr: mit bekanntem 

Inhalt;. 

*- — -— — Schiefer: eigentliche schieferige Horft- 

blendemassp ohne Mengsei; 

4) Im Übergang zur Porphyrschiefer -Masse *^ 
Hornblendiger Porphyrschiefer; 

5) Im Übergang zum Talkgeschlecht, 
Hornblendegestein. 

Die Porphyrschiefer- Masse fand sich bisher: 

1) In Absicht ihrer Textur: 
angeformt; schieferig; gneifsig; 

2) in Absicht ihres Inhaltes : 

mit Feldspath (gemeiner Porphyrschiefer) 
— -« — nnd Quarz (gneifsiger) 
•— — — Quarz und Tbonschieforstucken (grai»- 
wackiger ) 
8) in Absicht der Annäherungen zu anderen Geschlechtern: 
liornblendig; hornsteinig; hornartig. 

* In einigen Modificstionen , welche sich besonders zu Gneifs und Gra- 
nit neigen , erinnere ich mich denselben such gesehen zu haben. 

** Es gibt Abänderungen, bei welchen die Grund masse, fast nur Feld- 
spsth -Einmenguogen aufnehmend, oft in schieferigem Gefuge vor- 
kommt; dieses sind besonders die grünlichgrau gefärbten, welche 
alsdann mit PhonoUlh tauschende Aehnlichkeit besitzen. 



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198 

Hiernach glaubt Rosb als Haupt- oder Torwattende BHim^ 
Grünntein erkeUtaen zu müssen and setzt die fibrfgen Gestein« d«' 
itiit in Verbindung^. 

Höchst auifallend ttind in einigen Gesteins -Ab^ndemi^eta^ 
belBonders aber in den schiefrigen, die Streifen einer schwärsliclien 
oder braunen Substanz, welche zuweilen fcharf getrennt Ist tob 
der einschliefsenden Masse, dann wieder in dieselbe yerfliefst. 
Man wurde über Herkunft und Katar dieser r(|lthselhaften Ein- 
•ehläs«e in Zweifel bleiben, wenn sie nicht durch folgende in- 
teressante Erscheinung sich näher aufklärte. 

Auf der Südostseite des firunnen«tetnt trennt eine breite Spalte 
den Felsen fast durch seine ganze Dicke. Nur am hinteren Ende 
derselben scheint der Zusammenhang durch einen mächtigen , von 
der Hauptmasse los gewordenen Block noch bewirkt zu seyn. 
Zunächst ihres Einganges ist die Spalte 2$' breit; nach dem In- 
nern nimmt sie allmählich an Breite ab und yerengt sich bis znih 
entgegengesetzten Ende auf 5 und 4'. Ihre tiänge betragt un- 
• gefähr S0^ Gröfstentheils sclieint sie — besonders aber der in- ^ 
nerste Thcil derselben — mit herabgefallenen Felsstücken aus- 
gefüllt zu seyn. Diese gewahrt man wenigstens alierwärts die 
Sohle bildend. Sie erhebt sich nacli Und nach gegen das Innere, 
so d^fs dm Eingänge der Spalte die sie einschliefsenden Fels- 
wände 70 bis dO' und am Ende nur noch 20^ hoch sind. Man 
wird gleich beim Eintritt in die Schlucht eine Masse schieferi- 
gen Gesteins gewahr , welches dfer zur linken bleibenden Fels- 
wand theils anzuhängen, theils auch von iiir eingeschlossen 
zu seyn scheint, und erstaunt ni«ht wenig, dasselbe für Thon- 
schiefer zu erkennen. Nach dem obereip Tfaelle iler Felscnwand 
hpauf verliert sich der Thonsehiefer allmShlich. ddnaner werdend; 
der untere Theil ist untchr dem Schutt 'nnd den 'herabgefallenen 
Porphyr - Massen .verborgen. Sehie grdf»te Dicke betragt etwa 
,2'^ eo Weit es noch deutlicher Thnnaehiefer |st. -In di« Länge wird' 
er nur eine kurze Strecke verfolgt.- Die unverkennbar veränderte 
Thonschiefermasse sollte man hier »wohl scharf vbiii Porphyr ge- 
trennt erwarten ; doch ist die Grenze beider fast ^hleht aufzufin- 
den. Ini änfsersteo Theile des Thonschiefers herrscht eine viel 
•danklere Farbe, als gewöhnftidh , und das Gest^lh ti&htfrt irich dem 
Chlorft- Schiefer. Als efg^nthümliöhe Ersc^hdinriitg iiät das Ter- 
breiteCseyn kleiner eckigelr Pörphyrkörniihen durth ^ttsiielbe ca 
betrachten. Diese gleichförmig iind sehr ffequent dfltrfn 'v<^rbrei- 
t^ten Kdrhchen sind besCihiiiit und scharf von der Masse des Thon- 



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199 

•chiefen getfeiint;ia «lea gröfseren, eiw« vem Umfange einer klei- 
nen Erbee, werden gans deutlich die Qnara-Einmengnngen ge- 
sehen. Wie «oll man sich das Eindringen dieser Tlieilchen in 
eine Maue von Thonschiefer erklären, welche ohne zertrüm- 
merk, oder gans im Kleinen zertheilt worden an seyn, im Por- 
phyr eingeschloMon wurde? Wurde jener durch die Kräfte, 
welche den letzteren durch Ihn in die Höhe trieb, oder Tielleicht 
durch den damaligen SKuctand des Porphyres selbst erweicht und 
ao dem durch Frictian oder Zerbersten zu Körnern zerldeinten 
Porphyre gestattet , »ich dem Tbonschiefer mitzntheilen ? Hier- 
bei könnte eine unmittelbare Wirkung der Dampfgewalt auch 
mit thätig gewesen seyn. Aber wie konnten sich die Körner so 
gleicfamäTsig Terbreiten? Diefs scheint weit mehr eine Folge 
chemischer Kräfte, als die eines blofsen mechanischen Einspren- 
gens £u seyn. — Je näher der Thonschiefer dem Porphyr, desto 
mehr büfst er von seinen Merkmalen ein. Aus dem Zusammen- 
treten beider geht ein Gestein herTor, welches, wenn man es 
nichi gerade von der Beruhrunga- Grenze einer geschichteten 
und ungeschichteten Felsart , zunächst welcher man solche denk- 
würdige und oft Terwickelte EMcheinungen zu erwarten berech- 
tigi ist, kennte, manche. Beobachter in Verlegenheit bringen 
würde. Der , Thonschiefer gleicht Anfangs einem chloriti«chen 
Schiefer. Nach und nach änden sich kleine weifse Streifen darin 
ein , welche Feldspath Terrathen. Sie werden häufiger , verdrän* 
gen die dunkele schon unkenntlich gewordene Masse des Schie- 
fers» nnd so tritt dann eine Felilspath- oder Feldstein -ardge 
herf«r« in welcher sich; näher gegen den Schiefer »och Tiele der 
oben b«reitB angefahrten schwarzen Streifen zeigen. Sie verein- 
nein «ich abwärts mehr und roelir , bis die Charaktere des Por- 
phyrs reiner sich entwickelt haben. 

Da wo die Schlacbt kn Felsen endigt, fallt, nachdem man 
kau» diese «eltsame Thonschiefer > Masse verlassen hat, eine 
■weite in die Augen. Man überzeugt eich bald , dafs dieselbe* 
aviaehen die beiden Perphyrwände eingeklemmt ist nnd diese 
noch weltechtn scheidei. Von der über ihr befindlichen, an- 
scheinend heralbgestttraten Porphyrmasse an bis zur Sohle, wo 
am nach unter innen Blöcken verliert , mifst die Entfernung W, 
Are. Breste rtcirtet eich nach der — wie schon erwähnt — sich 
hier verengenden Spalte. Es wiederholen sich da unter eini- 
ge» AhweidMingen dieselben Phänomene, aor weniger klar. Die 
gaaae Hasan das Schiefers befindet sich in einem , von .sctnec ur- 



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■prünglicben Betchaffenhell eben so abvekhciideii Zostende« 
devten Chamkter aber durcb das Eindringen seratörender Kraft 
•icb weniger dentlicb ausspricht. Der Schiefer ist auch hier 
chloritisch , Ton diinkeler ins Grüne spielender Farbe. Viele 
kleine porphyrartig dnrch dasselbe verbreitete erdige Theilchen 
(wohl nichts Anderes. als aufgelöste PorphyrkÖrnchen) sind fast 
noch häufiger darin, als die frisch erhaltenen Porphyr - Einmen- 
gongen in der Schieferparthie zunächst dem Eingänge' der Spalte. 
Was diese hintere Schieferniasse aber besonders auszeichnet, 
sind häufig Ton ihr nmscblosscne gröfsere Forphyrstücke , keine 
Spur Ton Abrundung zeigend. Sie erreichen die Grofse Ton meh- 
reren cnbischen Fufsen und sind zwar scharf tou der Masse des 
Schiefers geschieden, aber mit derselben so fest yerwachsen» 
dafs man Muhe hat, sie Ton ihr zu trennen. 

Die ausnehmend glatten ^eitenwände der Spalte, so wie die 
noch an mehreren Punkten derselben beobachtete eigenthümliche 
Beschaffenheit des Porphyrs in der Nähe des T^onschiefers ma- 
chen es höchst wahrscheinlich» dafo dieselbe durchgehende durch 
, letzteren ausgefüllt war. Der Zerstörung jedoch weit mehr Preia 
gegeben, als der Porphyr, wurde er nach und nach weggewa* 
sehen. YFulite man die Muhe anwenden , den Schutt und die- 
herabgefallenen Blöcke Ton der Sohle wegzuschaffen, so wurde 
ohne Zweifel die unten noch fortsetzende Masse des Schiefers, 
welche vorher auch den oberen Theil der Spalte erfüllte , enideM 
werden. Ob dieselbct ganz von Porphyr omschlossea ist» oder 
nach der TieTe hin mit dem wohl den gröfsten Theil des Berges 
bildenden Thonschiefer zusammenhängt, ist nicht zu bestimmen. 
Will man von der Gestalt der Spalte, so weit sie zu Tage er- 
seheint, auf ihren ganzen Umfang schliefsen, so möchte wohl 
der Schiefer einen länglich -keilförmigen Raum erfüllen und «r- 
sprüiiglioh ganz von Porphyr umschlossen gewesen seyn. Dieser 
nahm den gewaltsam losgerissenen Schieferkeil in seine Masse 
auf und schob ihn mit sich in die Höhe. Von besonderem Ge^ 
wicht für die wohl wenig noch bestritten werdende Meinongy 
dafs der Thonschiefer von dem Porphyr durchbrochen wurde, 
sind einige Trümmergesteine in dieser Spalte, so wie die noch aa»- 
gezeichneter am Fofse des htenhergn bei EUringhatuen vorkom- 
menden , welche häufig Thonschiefer-Brocken verschiedenen Um- 
fanges enthalten. 

Ähnliche Phänomene, vielleicht solche von noch höherer 
Bedentang als die hier aufgeführten , wurden' ohne Zweifel §»• 



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Ml 

nasere BeobadtCangen dieser merkwürdigen Feliengnippe eige- 
ben. Diese sind ans gewifs durch Heim NenaomiArH geworden, 
dessen Mittheilnngeh icii sehr erfrent seyn werde, kennen an 
lernen. • ' 

A. KLipmBiBf. 



Caianiay i3. Desemher i83i. 
Mein letzter Bericht schlofs sich am Abend des 2. Angnsts 
18S1 , wo ich die Nähe der Tulkanischen Insel FaaniaAif d II. Ter- 
liers. Die Ausbruche folgten noch zwei Tage aufeinander; so- 
danik hörten alle Erscheinungen gänzlich auf, und einige Engli- 
sche Marine • Offiziere konnten landen ; allein sie brachten wenig 
genaue Kunde. Am 19. und 20* August wurde das Eiland Ton 
Hrn. OBBORMn , dem Wundarzte des Englischen Schiffes Ganges^ in 
Begleitung anderer Engländer besucht. Alle bestiegen den erha- 
bensten T|ieil , ans kleinen Schlacken Und aus Asche gebildet , 
ein Boden , in dem man bei jedem Schritte tief einsank. Das lose 
Haufwerk war noch warm. Auf der Westseite fand man den 
Krater geschlossen (es ist idles die Stelle, in welcher das Was- 
ser einbrach, als ich die Insel besuchte), sein Inneres mit Mee- ' 
rea- Wasser erfüllt, das-, in Folge starken Eisen- Gehaltes, sich 
rolh gefärbt und eine Temperatur von 87*^ C. hatte. Der Durch- 
meaeer des Kraters betrug ungefähr 90 Fufs und der Umfang etwa 
1 Meile ; seine gröfste Höhe im nordöstlidhea Theii war 169 Fufs. 
Am 24. August begaben sich zwei Einwohner tou Seiaeea, in 
Begleitung eines Englischen Reisenden, auf das Eiland. Sie be- 
richteten mir , dafs sie den Krater in zwei kleine See'n abge- 
tbeilt fa'nden , toII röthlichen , salzigen und sehr heifsen Wassers. 
Unter den kleinen Schlacken wurden auch grofsere Massen von 
ahnlicher Natur bemerkt; die zuletzt niedergefallenen zeichneten 
sicli stets durch eine mehr schwarze Farbe aus. Am äufsem Ge- ^ 
hänge der Insel iifaren diese Erscheinungen besonders gut beob- 
achtbar, wo, durch gewaltsame Einwirkung der Wogen, die Rän- 
der de« neuen Feuerberges in Trümmer zusammengestürzt wa- 
ren ; auch zeigte sich hier die schichtenähnliche Abtheilun(( des 
losen Haufwerkes deutlicher. Dämpfe stiegen in Menge aus dem 
Krater empor , und auf der Westseite wallte das Meer ohne Un- 
terlafs atark auf. Am 2S. September wurde die Insel Tom Fran- 
zöetachen Naturforscher C. Faivosr in Begleitung vieler andern 



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202 

Fremdea betaclit. Der Krater war noch in swei mit WaMor er- 
fällte Hälften gesciiieden. . Scliwefelige Adtblähnngen neigten 
•ich in grofser Häafigkeit anf dem Bande. Das ganse Material 
der letzten Cruption vnrde Ton basaltischer Nat^r befun- 
den, während jenes der frnhern Ausbräche trachytisch war. 
(Miisteratäcke für Ihre Sammlung bestimmt» folgen mit nächster 
Schiff- Gelegenheit.) Längs dem westlichen Ufer der neuen In-^ 
sei, von ausgeschleuderten Lapilli und Ton zusammengestürzten 
Theilen der Krater- Ränder, gebildet , sah Pu^tost Tiele Fnma- 
rolen. (£s ist dies die nämliche Stelle, wo man am 24. August 
die gewaltigen Meeres r Aufwallungen wahrgenommen hatte.) --- 
Seitdem haben die Wogen nicht aufgehört, die Basis der Insel 
zu unterwühlen» so dafs der Bestand derselben, da sie blofs aus 
lockern Schlacken - Theilen und ans Asche zusammengesetzt ist , 
wie ich Ihnen bereits in meinen frähem Briefen bemerkte , von 
keiner langen Dauer sejn kann. 



Bom^ at. />usMsr ia3i. ' 
Sie haben sich neulich wegen des Vorkommens des natürli- 
chen Mennigs in Rucksicht anf dessen mögliche Tnlkanisebe Ihr- 
zengnng interessirt. IKefs veranlarst mich, Sie von meiner, frei- 
lich immer noch etwas** problematischen naturlichen (vul- 
kanischen) Bleiglätte hier zu unterhalten. Ich theile Ih-; 
neu nämlich mit, was mir Herr tor Geuolt in einem so eben 
von ihm erhaltenen Briefe ä, d, Mexico den 6ten October a. e. 
darüber schreibt. Herr ton Gbrolt ist keineswegs leichtgläubig, 
und würde die Sache einer so umständlichen Mittheiluog nicht 
werth gehalten haben, wenn er nicht selbst an das natürliche 
Vorkommen jener Bleiglätte glanbte. Das Zweifelhafte, was 
noch immer übrig bleibt, wird die 2eit indefs lösen; vorläufig 
lasse ich also Hrri. ton Gbrokt selbst reden. 

«Zu den hiesigen mineralogischen Neuigkeiten gehört die Ent- 
deckung der natürlichen Glätte, welche > Sb tIcI mir bis auf die- 
sen Augenblick bekannt ist, in ziemlich bedeutenden Blöcken in 
den Schluchten der beiden erloschenen Vulkane PopoeatepeÜ * 

*) Dsüi dieser Yalkan kein erloscbeBer sey., gebt s« den Beoba chtt m» 
gen V9a Guuhiz und Tatlbui benror, welche ich in ScHWEi«ssa's 
Jshrb. i. Gb. n. Pb. 1927 » ater Bd. S. 365 iL BBUigetbeilt habe. 

NoiGCKBJLn. 



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ImtaccituaH , welche 80. 10 bis 26 SCnoden tob Meonc* Itef^eo , 
gefunden worden ist. Ein Stuck diese« FomiIs wnrde ttifr durch 
den Director de« hiesigen NatioBal-Maseoms, tcni eine« Pfanrer 
eine« In^ianer-Derfes , den ich friher kennen geletnt hatte, xur 
llntennchnng sngeschickt. leh mache Ihnen keine Beschreibiiag 
davon, weil sich diese natürliche GIfttte Ton der kdnsttichen, so 
wie sie ans dem Treibherd genommen wird, darch gar nichts 
ttnterseheidet. Der "Gehalt- an Blei ist anch derselbe, jedoch fin- 
det man keine Spur^ron Silber darin. Basv ganze Vorkommen 
erachien mir daher Anfangs sehr Yerdäcfatig , obgleteh der Pfarrer 
behauptete, dafl^ das Fossil in grofsen Massen anstehe; selbst 
hatte er diefs aber nicht gesehen. Ich machte mich bald auf den 
Wtg 9 am der Sadie aaf die Spnr an kommen ; troti allen Mnlien 
nvd Beschwerden gelang es «ir aber doch nicht , das Gehcimnife 
▼«51lig an durchdringen. Nur so viel erfuhr ich, dafk ein alter 
ladiaMr diese Entdeckung gemacht tind grofse Stucke reo diese« 
Glatte mitgebracht liatte , oh«e jedoch den Fundort genau rniou- 
gobon ; als ich doit war , tag derselbe siuf einem entfernten Dorfe 
krank ; ich rerschaffltc ilmi Unterstfttsungen und äratliehe Pflege. 
Er starb indefs, jedoch halt er einem andern Indianer sein Ge- 
kenamifs noeh auTertvalrt, und vor Kvrsem schrieb man mir, 
darfs eirst nach der Regenae^ der Fundort in der Nähe der Schneo- 
, greaae avg&nglich wire. In diesem Monate werde ich wieder 
eine Bxeursion dahin machen. Dafs die Indianer eine solche Ent- 
dockvog geheim hallen, verwundert mich gar nicht, und ich 
Ifftbe dergleichen Fftlle schon mehrere erfahren ; dafs aber ein 
Betmg «« Grande liegen sollte, vglambe ich nicht, weil ich gar 
kedne Ursache daau hiibe entdecken konaen , und Niemand ein 
Itftftteise d^bei haben konftte , Stücke Glfitte von Y^ Centner , die 
loh ielbtft ia dem Boi'fe OMumba gesehen habe , voa einer Silber- 
krittte oder sonst irgend woher au bringen ; die Leute kannten dio 
Maiise -anch gar idcht. Nachdem man mir aber einige Tage dar- 
auf ia einem 10 Seuitden entfernten Borfe ab der oüdlichea Seite 
des «»dem Yalkans ( Popoeatepetl ) wieder eitfige Stücke Glatte 
v<0r«afigte, welche Indianer -Jofngen als Geschiebe in einem FlulW* 
bette gefunden hatten , dessen Wasser sich mit ungeheurer Ge- 
walt gerade von diesem Berge herunterstürzen , so bleibt mir 
kein Zweifel übrig, dafs dort eine grofse Naturwerkstätte für 
diese Glätte gewesen seyn mofs. Nach meinen Versuchen hielt 
diese letatere Glätte aber eine bedeutende Menge Silber. Leider 
befürchte ich nur, dafs dieses Fossil nicht in grofsen Massen 



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204 

antlehend, fondern in Geschieben aafonfinden seynirird^ and 
Budem isl dessen Anfsucliang in den felsigen und endlosen 
Schlachten, die^ sich Ton diesem Valkane hernnteraiehen , mit 

. grofser Gefahr Terbanden. Ich Terspreche Ihnen aber bald aber 
dieses mineralogische Abentheaer ansfuhrliche Nachricht and 6e- 
wifsheit za geben. Ein Stüclc dieser Glätte Ton etwa zwei Pfand 
habe ich für das Bonner Bfuseam schon bereit , so wie anch 
eins für die Berliner Sammlung. — Aach werde ich Ihnen eine 
Suite Ton Eisenerzen gelegentlich zukommen lassen , welche kars- 

* lieh ebenfalls am sadiichen Abhang des Popocaiepetl entdeckt 
worden sind, and deren Vorkommen ich beobachtet habe, wor- 
aber ich mir aber eine ausführliche geognostische Abhandlang 
Torbehalte. Die Eisensteine sind: Branneiseostein , Eisenglanz, 
Manganeisen , ein körniger Magneteisenstein , im Äufsem anserm 
Bohnerz ganz ähnlich , und Gelbeisenstein , dem v^on Somoroitro 
ganz ähnlich , woraus das Tortreffliche Biskalnisehe • Stabeisen 
gemacht wird. Diese Erze kommen theils in mäcfatigett Lagern 
und Stockwerken im Übergangskalk, theils auf Gängen in dem 
darauf gelagerten Feldstein r Porphyr vor. Zur Bearbeitung und 
Benutzung dieser ergiebigen Lagerstätten hat sich eine Mexika- 
nische Compagnie gebildet, und man hat bereits den Bau eines 
Hohofens und einiger Frischfeuer, welche durch Wassertrom- 
mel - Gebläse betrieben werden , auf einem höchst Tortheilfaaft 
gelegenen Punkte begonnen und schon ISOOO Pesos darauf ver- 
wendet. — — Eine interessante Unterhaltung gewährt mir in 
manchen freien Stunden die Anlegung der grofsengeognostisGhea 
und mineralogischen Sammlung, welche .die Regierung nach 
meinem Plane in dem National - Museum begonnen hat. Nach 
einer zu dem Behufe gemachten Vorschrift werden ToUständige 
Suiten von allen Bergwerks- Revieren der Republik verschrie- 
ben, und ich bemuhe mich dabei so viele geognostische und 
bergmännische Notizen wie möglich zu erhalten; meine Absicht 
ist, bei Anfertigung des Katalogs dieser Sammlung alle vorhan- 
denen Notizen zu benatzen , um ein ganzes Bild der Physiogno- 
mie des Mineralreichs dieses Landes unil seiner geognostiseben 
\Verhältnisse entwerfen zu können.» etc. etc. 

NoBGGBnATU. 



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ffermannstadtf i3. Januar id3a. 

Das Ertcheinen toü Ami Boin6*g geognofllitchem Gemälde 
▼on Deutaehland and einigen angrensenden Ländern, mit Einschlaft 
von Siehenhürgen» urar mir tehr erfreulich, einerseiU weil teil 
Bbckbrs Tagebuch einer bergmännischen Reise durch Ungarn 
und Siehenhurgen und Bbvdaht's nicht antoptischen Aufnahmen 
der geognoetiechen Yerhältniiee des letzteren Landes su seinen 
Reiseberichten Ton Ungarn nichts Weiteres bearbeitet worden 
war; — andrerseits weil ich Ton einem so gerahmten Gelehrten 
mindestens einige Bemeriungen über Siehenhürgen nach dem der- 
maligen Standpunkte der geologischen und geognostischea Wis- 
senschaften zu erhalten hoffte » um so mehr» da Stehtnhürgmi in 
seiner too der Natur schon sehr scharf gezeichneten Umgrenzung 
in einem geringen und leicht äbersehbaren Flächeninhalte die 
interessantesten Thatsachen für das geologisch -geognostische 
Stodiuro darbietet. Ja maa kann sagen , dafs SUbenlnirgen ^ mit 
Ausnahme einiger wenigen Gebilde — alle Erscheinungen zur 
Begründung eines geologisch - geognostischen Systems umschliefsty 
und in dieser Hinsicht yerdienet näher and umfassender beachtet 
SU werden , so wie es in metallurgischer Hinsicht einen der ersten 
Plätze unseres Continentes unbestritten einnimmt. Allein meine 
Hoffnung auf des gerahmten Auctors Bemerkungen wurde ge- 
tauscht und meine Erwartungen beinesweges erfüllt. Weit ent- 
fernt dem Ruhme der Gelehrsamkeit und Umsicht des Herrn 
Boui einen Abbrach thun zn wollen» glaube ich es denn doch 
sowohl meinem Vaterlande, als auch dem wissenschaftlichen 
Publikum -schuldig zu seyn, die von ihm aufgestellten Unrich- 
tigkeiten nach meinen Einsichten und Erfahrungen zu rügen. 

Aafser Tielen fehlerhaften Ortsbenennungen stellt Herr BouA 
auch noch die Behauptung auf, dafs in Siehenhürgtn kein Ba- 
salt Torkorome, ungeachtet Herr B. bei seiner Rückkehr Ton 
den Trachit- Porphjrgebilden des Sanct ^nna- Berges, dessen 
erloschener Krater sich in einen See Terwandelt hat, und tou 
der Solfatara des ihm ähnlichen Büdoahegy (welches in der Un- 
garischen Sprache stinkender Berg, Schwefelberg heifst), sehr 
nahe bei dem in der Gegend too Hep«, welches ein Deutscher 
Marktflecken ist, ausnehmend entwickelten Basalte TOrhcigereisel 
ist. In Repa selbst erhebt ^ich, umschlossen Ton jüngeren ter- 
tiären Ablagerungen, ein Basaltkegel , beiUnfig 300 Wiener Fufs 
hoch, und dient den Ruinen einer alten Barg zur Grondhige. 



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Blmer Basalt ut B^vt dicht, hellgrau, in regellose Massen sser- 
kluftet, enthält selten Olivine u. dgl. An der Sftitze des Basalt- 
kegeis wird die Masse etwas blasig. Etwa zwei Standen Ton 
Repg bei HMz bis Bogäth und Jlso-Räkos erscheint der Basalt 
wieder, aber mit einem anderen Gefuge, mehr körnig, kugelig, 
gefleckt, weniger hart, mit häufigerem Olivine und nicht selten 
mit Leaziten. Der körnige , kugelige Basalt ist hi^r in söhligen 
Bänken Ton verschiedener Mächtigkeit abgetheilt, als wenn er 
mehrmals in Strömen die Gegend bedeckt hätt0. Oben wird der- 
selbe mehr blasig, braun und dunkel schwarzgrau, schlacken- 
artig mit Concretionen Ton OliTinen und mit Hornblende. In 
dem letzteren Zustande scheint ^r ein sehr neues Erzeugnifs des 
Feuers zu seyn , und yoUkommen geeignet seine Entstehungsart 
XU beurkunden. Merkwürdig ist die hierortige Erscheinung des 
Basaltes, weil in dieser Gegend die Ketten der Trachjtporphyr- 
Gebirge, welche im östlichen Theile Siebenbürgens eine bedeu- 
tende Strecke einnehmen , .ihr Ende erreichen , als ob damit die 
Berg-gebährenden Kräfte ihr letztes Werk beschlossen hätten. 
Auch die in diesen Gegenden häufig auftretenden Konglomerate 
und Breccien aus Basalt, Trachyt und anderen Bruchstucken 
sind zu interessanten geologischen Betrachtungen geeignet. 

Auf der entgegengesetzten Seite, also im westlichen Theile 
Siebenbürgene , welches eine andere- Reihe Ton Porphyr-Gebirgen 
mit den bekannteren Übergängen und von mehreren Gelehrten 
schon beschriebenen reichen Erzlagerstätten umschliefst, tritt der 
Basalt ebenfalls an mehreren Orten ausgezeichnet auf. Ich nenne 
daTon Muntschel, Caerbel, Plotzka, C»ema, Üupepitttra, Otdhld" 
poabänya, Nagy-Mmäs , Tekerö , Pojana, KritsunSsd^ Heri94gänyg 
Mihelyen^ aber vor allen anderen die Ton vielen Mineralegca, 
Geognostcn und Freunden der Natur besuchten und bewunderten 
Basaltsäulen der zwei Basaltkegel Dktonata goale uild IHefMiutsi 
flokoaaze ( Wallacbische Benennungen) bei Buf^am zwischen Zif- 
iathna und Verespatak^ welche allein schon Herrn Boijj&'s Bo^ 
hauptung sehr bestimmt widerlegen. Zwar ist dieser Gelehrte 
einerseits zu entschuldigen , da er bekennt , dafs sein Anfauthalt 
in Siebenbürgen nur drei Monate gedauert habei — andrarseita 
gereicht es ihm aber aueh zum Vorwnvfe , dafW er nicht mit mehr 
Umsicht solche Fnlirer auf seinen ohnehin flilehtigen Rciatei 
wählte , die ihn mit Sach -> und Lokal- Kenataifs aaf BMrkwftrdige 
geologische Thatsachen aufmerksam gemacht und vor Irrthnmem 
bewahrt fiätten. Davon haben sich leider die fAr die Erweiterung^ 



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der WiMcnschaft nachtheiligen Folgen ancli «ocli geiler Terbrei- 
tel und den Umfang des entgenannten Weites des Herrn Bouii 
«berscluitten; denn in KiüaeTBii't Archiv für Mineralogie, Gock 
gaosie n. s. w. , dritten Bande« zweitem Hefte, iat nnter den Ver- 
baadlan^en der geologiacben Geeeliechaft an London, den ISlen 
Deaerober 1839, eine erklärende Übereicht einer gegnoetiscfaen 
Karte von SUbenbürgen erschienen, die ebenfalls eebr vittle Un- 
riebtigkeiten enthält. Herr Boui setzt Toganrasch amrtott Feg"»- 
ros, den Namen eines Marlttflecltens mit einem kaiserlicben 
Schlosse und eines kleinen Theil« des damit bezeiofaaeten Ut- 
gebirgszitges, welcher gegen Süden Si/^tenbwrg^n Ton def Wal- 
laekd trennt, mit der Benennung dieser, ganzen Gebirgsreihe ala 
syaoajm, welches sehr unrichtig ist. Ferner liegt JTroastadf (nicht 
Xirofutedt) mit dem Pafs QjtMch nnd den ihnen angehdrigen Ge- 
birgen nicht gegen Westen, sondern gegen Osten, denn -der Paib 
Ojtowh fährt in die MMan, -^ und Ton den neuem Geographen 
ist kein Gebirgszag übeieehen worden. Freilieh kommt es dar* 
auf an, welche Karte Ton Sieleafrtirgvfi Herr Bovi vor sich ge- 
habt hatte ; denn in der Karte Ton der Österreichischen Monais 
chie, welche unter der Leitung des k. k. österreichisdiea Geae^ 
ralstabee bearbeitet wurde, ist auf die Darstellung der Gebirge^ 
äuge mit einem so ruhmlichen Fleifse Rücksicht genommen , dafa 
dabei nichts zu wünschen übrig bleibt. Dieses gilt auch der Be-x 
merknng Herrn Bouli^s' über die hydrographischen Verhaltnisse 
SUhembwrgem». Eben so unrichtig sagt Herr Bomfi, dafs der süd- 
westliche Pafs VvikäM schon Tim den Römern als der Hauptzn*- 
gang zu «dea Ynlkaaen «Swftenftdrgen« seinen Namen erhalten habe, 
— denn der Büdöahegy liegt ia dem ganz entgegengesetzten Thef le 
Sie&eii6tir^eM , und ich erlaube mir die Frage : Hatten denn die 
Rdmmr schon so erweiterte. Kenntnisse nnd Ansichten Yon Iftngst 
«rleschenen Vulkanen, als unsre neueren Greognostenf und afthl- 
ten sie die Trachytporphyr-Gebirgeund was dazu gehört auch 
schon' zu den Tulkanischen Brscfaeiuungen ? Wo bliebe dann un- 
sere Ehre geläuterterer geologlseh - geognostiseher Ansichten'?*^ 
Bei dem Rothenthurm-FtifB findet sich zwar eine Ablagerung von 
Korallen - Kalkstein , welcher zu den Tertiär -Gebilden gehört, 
aber die dort Torgefundenen Nnmmuliten sind mehr in den frem- 
den , hingeschwemmten Geschieben und BesCandthetlen der dorti- 
gen Nagelflue zu sehen. — Was die Fehler bei den Ortsnamen 



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betrifft*, lo mafs ich bemerben , dafs Sörbihdnya^ nicht äwoaeh 
und Banya — Nagybänya , nicht Nagy und Banya , — Szds» - Fil- 
TMy nicht Sa9»--Voro8ch, — ÜTt« Miifif«el, nicht Ki» Numisehel, 
JKlousenburg , nicht Klavrenhurg zu lesen ist. Dann ist anch nicht 
Bu erklären , wie tierr Bou^ Nagybänya in Südwesten Sfeftenbwr- 
^en« setzt, da es im Norden liegt ond schon zu Ungarn gehört. 
Vielleicht wollte er damit Nagydg bezeichnen, welches, eigent* 
lieh der Mittelpunkt der Siebenbürgiaehen goldführenden Porphyre 
der ausgedehnten Gebirgsgrnppe Ton KorMänya, f^erespatak und 
Zalalhna ist, . wenn man die Porphyr ~ Gebirgsgrnppe diesseits 
des üffaro^cA - Flusses bei Deva anch dazu rechnet. — Überhaupt 
wäre zu wünschen gewesen , dafs der ausgezeichnete Reifende sich 
in dem fremden Lande mehr um die betreffenden Landes-Sprachen 
und um den Ausdruck, besonders bei Ortsnamen und Lokalitaten 
bekümmert, und sich dieselben hatte schriftlich geben lassen. 
Da in Ungarn und Siebenbürgen die Namen der Dörfer, Märkte 
und Städte, Gebirge und Flüsse meistens in der Ungrischea 
Sprache vorkommen , welche das bezeichnete d und ^ Ton^ dem nn- 
bezelchneten a und e unterscheidet, das e und es wie das Deutsche 
»ch ausspricht, so mufs der Reisende sich anch mit der Leseart 
dieser Sprache bekannt machen , damit keine derlei Fehler , wie 
sie Herr Boui begangen hat, einschleichen mögen. Daher denn 
auch eiae Auswahl in den leitenden Karten gemacht werden mufs. 

Es ist zu erwarten, dafs Herr Paul Partscr, welcher 5te- 
benbürgen in den Jahren 1826 und 1827 mit mehr Umsicht und 
mit treuer Benützung aller ihm besonders zn Gebote gestande- 
nen zweckdienlichen Mittel in' geognostischer Hinsicht bereiset 
hat, die gerügten Unrichtigkeiten, die Herr Bomä und andre be- 
gangen haben , hervorheben und mittelst seiner ausgezeichneten 
geognostischen Kenntnisse die Literatur mit einer zuverlässigen 
Darstellung der geognostischen Verhältnisse Siebenbürgens be- 
reichern wird , so wie er es bereits mit andern Theilen der öster- 
reichischen Monarchie gethan hat. 

Michael Biblz. 

* Die Laser belieben die in dem Vorwort zum geognosUsclien Gemälde 
von DeaUchlan'd $. VIL be6hdliche Bemerkung nicht zu übersehen. 



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r> 



»19 



Piu-U^ i6. Januar i83a« 
Maoche Grande haben mich betÜiDiiit, daB J^nal de Gio^ - 
logU aafaageben, dagegen la«se ich nun den L Band meines ite- 
€tief7 de memoire« g^ologiques erscheinen. Er enthalt, anfser meh- 
reren Abhandlongen von mir, Übersetaaügen ans dem Englischeil 
nnd Rassischen. Im n. Bande werde ich sämmtlÜhe bis jetst 
im bergmännischen Journal zu Petersburg erschienene Aufsätze, 
▼on 16 geognostischen Karten begleitet, liefern. — Unsere So- 
aietät für Geologie gedeiht trefflich. Nächstens erscheint der IL 
Theil anseres Buüetins, wozu mehrere lithographirte Profile kom- 
men , und von den Transactiona kommt der 1. Band, mit schönen 
Karten und grofsen Durchschnitten , gleichfalls in der Kurze her- 
aus. Sie finden darin u. a. LiWs Beschreibung von GaUizien, 
Brätbato Gbslin's Schilderung des Arno -Thaies, eine Abhand- 
lang von Savi über Toskana u. s. w. Die der Sozietät zugehö* 
rende Sammlung von Büchern, Mineralien und Petrefakten fängt 
an bedeutend au werden. — Prbvost ist noch in Sizüien und 
wird erst gegen Ende Märzes hier zurückerwartet. Er sah Malta ^ 
die i;rt/»art>«fteii Inseln u. s. w. Den Hippunten - Kalk Sizüiene 
hält er für Kreide ; bei Melazso beobachtete er granitische Ge- 
steine mit tertiären antermengt; das Systeme quartiaire ist auf 
Sizilien schon verbreitet. , . 

^. BOVB. 



ffamburgi 17. Jamir iÖ3i. 
Dafs man neaerdings wunderschöne. Smaragde aus Sibirien^ 
nach Petersburg gebracht hat, wissen Sie wohl bereits. Beson-« 
dem zeichneten sich aus : 

1. eine Druse mit den herrlichsten unzählbaren KrytftaUed ^ etwit 
1 Fuf« im Durchmesser, auf Gllmmmerschief er ; 

2. ein einzelner vollständiger Krystall , ungefähr 3'' im< Durch- 
messer und 6'' hoch, gleichfalls auf Glimmerschiefer $ 

8. ein schon roh bearbeitetes Stück Smaragd vom schoiistea 

Wasser und von der herrlichsten Farbe / 100 Karat schwer 

(vollkommen bearbeitet, glaubt man, werde dasselbe noch 

80 Karat halten; es wird auf 8000 Rubel geschätzt). 

Der Fundort dieser Kostbarkeiten , welche bis* jetzt nttr Ei- 

genthum des Kaiserlichen Kslbinettes sind , ist im Bezirke tod 

J^atherinetiburg^ 

Et. VON Srnvvß^ 

J. i832. " ik 

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m 

Bernj 17. Januar i832. 
Darch den Totf Ton UsTEii und die Unruhen in Zürieh ist 
die An8gi|1ie der Scliweitzeriscben Benltscbrifteo 9 worin eine wich- 
tige Arbeit; Ton Labdt über den GQtthwtl erseheinen «eU, gani 
iD> Stocken geratheA, Ein nene« Heft voa Run««»'» Beiträgen 
18^ auch vergeblich erwartet worden. Hvgi hat nicht iui|jitef«fl^- 
■ante Beobachtungen an der IVindgeUcn im Reufithaie g^waebi, 
demselben Berge , über den eine Notix von LviSBft in Ihrer Zeit» 
Schrift [Jahrg. 18^8, I, a^ S. 7 ff.J steht £a soheint nävlicfc 
nach den mitgebrachten Strecken sich zui ergeben, daTs d«« rothe 
Porphyr daselbst eine bedeatende Autdehnmig erhalte und hi« 
zu den höi^hsten Gipfeln ansteige. — Im verflosBenen Sommf» war 
ich in dem berühmten Uoththale iCa der Jungfrau umd im Vrhackr 
thale. Ich habe das wichtige Phänomen einer sehr groDia^tigeB 
Auflagerung des Granit« auf Kalk ai^ beiden Stellen v-allkonunen 
bestätfgt gefunden. Hvoi hat. im Allgemeinen richti(^ gMehenj 
im Detail aber bedürfen seine Wahrnehmungen, heMvderi waa 
die Unterscheidung des obern Granits vom untern betrifft, so wie 
die Verhältnisse des ürbackthales ^ einer Revision; ^eine Beschrei- 
bung erweckt keineswegs eine .richtige Vorstellung vom wahren 
Sachverhalt. £s findet nämlich keineswegs Wechsel -Laj^erui^g. 
Statt, wie etwa zwischen Kalk und Sandstein, sondern, ganz wie 
bei Predazzq , greifen beide Bildungen an der gemeinschaftlichen 
Grenze mit grofseri keilförmigen Massen in einander. > Im Vrbaehn • 
thale dringen 4 bis 5 Gneifskeile in den Kalk ein, in einem Pro-» 
file von nahezu, funftaasend Fufs Höhe , und der dazwischen lie- 

5 ende Kalk ist zum Theil bunt gefärbt und körnig,, theil* von 
'alk-Blättchen durchzogen,, theils zu, Rauch wacke umgewandelt. 
Dagegen ist der Dolomit, den HuGi auch auf der gegennherlie* 
genden IJhalseite gesehen haben wiU, nicht Dolomit, sondern 
•alinischer Marmor, dem lUrrarischen Marmor ähnlich ; abe« das 
fand, ich bestätigt, dafs.es der. äufaerste Keil dea j;>ou&^pcA;-K8l^ 
kes ist, der sich so verändert zeigt:, und in diesem Kalkd, habe 
ich Belemniten entdeckt: — Hc^i's sogenannter Hoch- odei;Halb- 
öranit ist gar keine neue Bildung., später als der Kalk, ahgeaetat, 
sondern offenbar aMPh nach seiner petrographischeUr^ Beschaffen- 
heit dasselbe Gestein, das in der Tfiefe vorkommt: ein graniti- 
scher Gneifs, der , beim gewaltsamen Aufbrechen de« Kalluiseke 
in die Zwischenräume des aufgeworfenen, rückwärta. ^eho^nen 
und vielfach zerknickten Sediment - Gebirges eingedrnngieA istk 



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^ iii 

io'nnf 19. Janhar id3i. 
'tJnter den nenerit ausländischen iLehrbnchem der treogaosie 
zeictiiiei 'sifch bäsonäera ans: a geological Manwä, hy Hbh&t T.-* 
i>B LA Bi^oHB, Lonionj ISSl. Eine i^echt gedrängte ÜbersiGhi- 
iicbllreit nnd' iii mancher Beziefiung aucK eine bedeotende Voll- 
siändigle^i; , welche bis zu ci^n neuesten Enffleokangen aüs^efährt 
isi, cbtiraliterisireh dieses sehr fiützlicfie VFerk. Es ist daher in 
der Thai recnt erfreulich, dafs ein Deutscher namhafter 6e(H 
griosfy häiiilich mein Freund, Herr Oberbergratll ton Dbchbn iit 
Berlin, sich entschlossen hat, dasselbe zu bearbeiten, d. h. nichl 
dIoFs' zu utlers^ts^eh , sdnclerii ihm diejenige weitere Ausführuag 
angeäefh'en zu lassen, welche (S nbch nöthig haben möehtd« um 
ein rectit brauchbares Heutsclies Handbuch der Geognosle %n wer- 
den. Schon zur nächsten Östermesse wird es unter folgendem Ti- 
tel erscheinen: H. T. de LA^BjäcHE^s Handbuch der Geogno- 
sie, tiacli dem tlnglisch en bearbeitet von H. tom Db* 
CHBN, Berlin bei Dvnkbb und Humblot. 

Db LA fif:äonB beriacksichtiget namentlich, die geschichteten 
Versteinerungen - fuhrenden Gebirgsbildungen mit einer angemes- 
senen Ausführlichkeit und Genauigkeit, die wenif zu wünschea 
fibrig läfst: dagegen werden die Versteinerung-leeren und diÜ 
lu'assigen kr;f8tallini8cfien Bildungen zu düciitig abgethan onil 
ntcÜit mit der Sorgfalt behandelt, welche die gehörige Benutzung' 
^i* j^drscflun^en auf denii Continent erh'eischtfi Diefs ist eine de# 
Lttcten, .welche Herr "foN DBCHBN'in seiner Bearbeitung |^Wifä 
seHr iäcliiig Ergänzen wird. Auch die deni tterke einverleibteil 
flire'fakien-'yerzeichnisse i'er Terschiedenen Bild nngs -Epochen 
^#Mäi iSe^ yielfacC^e Öerictitigungen un^ Ergänzungen erhalten 4 
^8£d d^£a äerrn "tkearbeiter die Beihulfe ausgezeichneter Petre-^ 
fAiHfifg^k aiifgesiclier^ isi i)ie Anordnung und Eintlieilung deii 
Olt^lt^itk wird im' Allgemeinen beibehalten , werden^ ' JBine be- 
niiHMth^ geneiCisclie Theorie der Gel^irgsbK^ungen bleibt daher 
e^iit io 4ie' iiä Original iiei der tfearbeitung ansgeschlossen.- 
Hhi Aufsteftung einer Übersicht Ton reinen Thatsachen, in^stf 
W<H[t sie als" sicher begannt anzunelii^en sind ^ ist Hauptzweck i 
dilf Kknikinit» der einzelnen Bildungen nnd ihrer Aufeiuanderfolgtf 
ist dabei dtts Wesentlichste. Mit einer vollständigen Einleitung 
in dits Iml^ertttfgs-Geognosie, welche ganz gegen den Zweek ei- 
ne« solchen Werkes im Original fehlt, und deren Knnstansdrucktf 
dort in einen Anhang Terwiesen sind, wird Hr. r.^D, die Bear- 
boitai^ angemessen ansstatten» auch namentlich dem intere^wl« 



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212 

ten Abschnitte über die besondern Lageritatten eine gröfsere Aus- 
fuhrnng gehen. 

Möchten Sie durch den Abdruck dieser wenigen andeutenden 
Zeilen in Ihrer Zeitschrift die Freunde der Geognosie auf die zu 
erwartende Erscheinung aufmerksam machen wollen. Ton einem 
so fleifsigen , selbst beobachtenden Gelehrten unseres Faches , wie 
wir Herrn ton Dechen durch seine yielfachen schriftstellerischen 
Leistungen schon genügend kennen, kann man auch bei dieser 
Bearbeitung sicher auf manche Erweiterung des wissenschaftli- 
chen Gebietes rechnen. 

Von Lyklii^s interessanten Principles of Geology wird nun auch 
allernächst der 2te Band erscheinen; 300 Seiten davon habe ich 
bereits in Händen gehabt. Es wäre zu wünschen, dafs sich für 
dieses Werk auch ein Deutscher Übersetzer fände. Da Übe wirk- 
lich übersetzt M'orden ist — dessen Geologie doch aller wahren 
Wissenschaftlichkeit und Präcision ermangelt — so Terdienen 
Ltell's geistreiche Reflexionen gewifs dem Deutschen Publikum 
Torgelegt zu werden ! Sein Werk hat eine ganz andre Tendenz 
als DB I.A B£cHE'8^*und wird durch die Bearbeitung des letztem 
keineswegs überflüssig. 

Über die Lagerungs-Yerhältnislie der Braunkohlen zu 17t- 
weÜer im Siehengehirge , welche, von Basalt be4eckt sind, werde 
ich nächstens eine kleine Abhandlung bekannt, machen. Deir hier 
wieder aufgenommene Bergbau hat uns das schönste geognostisbhe 
Analogon des Hessischen Meißners aufgeschlossen. Die Braun- 
kohlen-Bildung selbst ruht zu Ütweiler auf Trachyt- Konglome- 
rat. — Ungemein ausgezeichnete Basaltgänge sind auch in der 
neuern Zeit mit den Steinbruchs - Arbeiten am Ofenkuler Berge 
aufgeschlossen worden. Sie durchsetzen hier das Trachyt- Kon- 
glomerat und zeigen sich an hohen Wänden desselben im schön- 
sten Profil. Alles was wir früher von solcher Art im Siehenge^ 
hirge kannten, war bei weitem nicht so ausgezeichnet. Ich werde 
auch darüber etwas schreiben , so wie mich in der nächsten Zeit 
überhaupt schriftstellerisch besonders mit dem Siehengehirge be- 
schäftigen. Ich warte nur die bessere Jahreszeit ab , um noch . 
Manches an Ort und Stelle zu reyidiren , mir noch manchen Zwei- 
fel — wo möglich — zu lösen. 

NoBGGEBATa. 



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213 

Bonn 9 14. Februar i832. 
Als ich gegen Ende Torigen Jahres anf einer Reise nach Ste- 
gen meinen Weg über das Grabengebäude Wingertshaardt bei 
Wissen nahm, fand ich einige Stucke Haarkies^ welche als 
büschelförmige und excentrisch strahlige Partien, mit sehr deut- 
licher Theilbarkeit senkrecht auf die Strahlen, im dichten Nickel- 
Spiefs^anzerz und auf feinen KlAften in demselben Torkom- 
men. Unter den Sjfcücken, welche mein Reisegesellschafter , Herr 
TOM MiNNiGBRODB , gesammelt hatte , entdeckten wir später beim 
Zerschlagen in einer Druse von' Spatheisenstein ein vollkommnes 
3 bis 4 Linien grofses öctaeder, das eine sehr ausgezeichnete 
Theilbarkeit nach dem Würfel zeigt, eine geringere Härte als 
Schwefelkies besitzt, und sich bei der Behandlung in erwärmter 
Salpetersäure als Schwefelnickel zu erkennen gab. Dieselbe Drusis 
enthält noch einige kleinere Octacder, auch mehrere einzelne 
und zusammengruppirte nadelfermige Krystalle derselben Sub- 
stanz. 



Siuitgat^, a6. Februar i83». 

Im Geognostischen hat sieh seit einiger Zeit noph Folgendes 
bei uns Torgefnnden : 

Bei der Aufmerksamkeit,, die man derzeit biei uns für die 
Auffindung von Steinkohlen hat, fand sich bei Au fsäuberung ei- 
nes alten, sehen im Torigen Jahrhundert, wohl zu Aufsuchuikg 
▼on Eisenerzen in der Gegend tou Schramherg betriebenen Stollens 
zwischen dem Granit als Liegendem und den^ Rothlregenden aU 
Hangendem, ein Kohlensandstein, Kohlenschiefer und Schiefer- 
thon mit undeutlichen Abdrücken Ten Fahrenkräutem , fast wie 
bei Oppenau und Zunsweyher im Badenscben, bei iirelchem dic.re- 
gelmäfsige Schichtungs- Folge und die Lager ungs -Verhältnisse 
doch Hoffnung zu einem ordnungsmäfsigen Steinkohlenbau geben 
konnten. * 

In Buhlbach y wo seit 2 Jahren im Mär gt hat gebohrt wird , 
ist man mit 85^ durch den Thonstcin durchschlägig auf Kohlen- 
Sandstein gekommen. 

In JaHen^ wo seit 1^4 Jftbren gebohrt wird, kam man durch 
abwechselnde Schichten Ton Lias - Schiefer und Lias - Sandstein 
bis anl 975' , wo das Bohrgestänge brach , und SO Fufs davon stek- 



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IM . 

ken blieben; man wird jedoch suchen, noch, wo möglich, bis 
aaf den Keupeir niQderiiikom^^n. Eine splclie, Mächtigkeit die:« 
ler beideii Formationen war aUerdings uneriuirtet. 



ltfittbeilun|;eii an Professor Bronn gerichtet 



Frankfurt a. JUi., a3. Dezemker i8$i. 
£ine Tis plastica oder formativa scheint wirklich zn bestem 
hen: nämlich als eine untere Stufe der Krystallisations-Kraft che- 
mischer Mischung , auf der sie wegen mechanischer Hindernisse 
die M^torle xn krummlinig begrenzten ^ wahrhaft todten Formen 
disponirt» während die vis plastica im organischen Geschöpf, 
▼on, eincp\ oberen , geistigen Princip geleitet, aus' der Materie, 
indem sie sie in chemischer üntmificbnng gespannt hält, reine 
Lebensformen, Organe des Lebens bildet. Sandige und kiesige 
Konkr^zionen in einer tertiären Schichte bei üffhofen werden Ton 
den Leuten der Cregend ' gesammelt , und, indem sie solche mit 
Tersjteinerteii Kindern, Köpfen, Hasen u. dgL Tergleichen, auf 
ihre Öfen und in die Stuben umher zur Zierde gestellt. Auf der 
Ji/e9hacher Kohß zwischen Wiesbaden und Mainz liegt ein Ge- 
|»ilde init ähnlichen Konkrezionen , das Stifft * zu den tertiären 
Ablagerungen rechnet. Ich habe diese beiden Orte früher be- 
f.i|c]|t, iqi Sommer 1930 aber' mich zu überzeugen Gelegenheit 
gehfib^« d(i£i Porphyr sich eben s/^ zu gestalten vermöge. Bei 
J^w^Mfn in ftheinhew^ ( zwisphen der AUenz und Jppelji an der 
Grenze dcfl rothen Porphyrs und des Sandsteins liegen an den 
Wegen und auf den Feldern mehr odei: weniger kugelige For- 
men, die man yersteijDerte Kartoffeln nennt, und die wirklich des 
Torschiedenen Arten dieses Knollengewächses täuschend ähnlicli 
neben. Beim Zerschlagen überzeugt man sich, dafs die Masse 
Porphyr, Wahrscheinlich ein regenerirter Porphyr ist, der aufr 
gelöst war und wieder erhärtete. Aber auf dem Wege von Kreuz- 
nach nach Fvrfdden ( Strafse nach Alzey) fand ich ein Stuck ur> 
9prnnglichen Porphyrs , dessen Form sich mit nichts bessei^ 

♦ Cepga, B<i»c^r. yoi^ Nassau ( ?^«A* ^Wl) S. 52$, 52^6 i|. «jt?^ ' 

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215 

▼ergleiciroit lafst , ali mit einem seehspffiniligen «chirArseii Brode 
hiesiger Gegend. Bi ist elliptisch , nuch tfer einen Seite sage- 
meldet; tfnd mit einem irentg lierTorragendetf Längs -Kamm ve^- 
seilen; die andere Seite ist aber nnr aaf dem LangendarchmesMr 
' etwas gekrümmt. Diese Form t^on 0,"*3!l Ldnge, 0,"225 Breite 
und 9," 115 gröfiiter Hölie besitzt^ aaffallende Regelmäfsigkeit , 
aeigt nirgends frisclien Bruch und hat ddfch fintfemang einiger 
Bestatrdtheile ' Ton det Oberflache des Porphyrs ein xerfressenes 
Äiifteres too schmntzfg gelber Farbe; dfe l^orphyrmasse an sich 
fit sehr hart. Schon als blnfse ^bsonderungsform dfes i^orphyrs 
▼erdiettt dieses Stack Aufmerksamkeit ; ich habe es daher i)[iit den 
ftttgeligen Formen des Porphjrrs im Musenm der Senkenbergi- 
achen Creaellschaft niedergelegt 

In ict Cregend Ton Kreuznach ist der rothe Porphyr das hett- 
aehende Cksteia. Cr bildet nicht sowohl Berge, als GebirgsqM»- 
•en, dnrch Thftler mit toltiitändigen Ortschaften getrennt. Wein 
ond Cretreide aiehen aus den Gründen über die Rappen. 0^ ver- 
witterte Porphyt reist die Gefnfse pflanzlicher C^eschopfe zu ei- 
ner üp^g^n gesvaden Lebensthätigkeit. Anf den Hofien' liegen 
^fele Höfe in ihren Fruchtfeldern ;; wo die Kultur sich nicht hin- 
bemüht, krönt Wald die Stellen; dort zu Tage ltegen<le ttrucih- 
stücke von Porphyr, dte wahrscheiAlfch bei seinem Aufrfteig^ 
sich Ton d^r Bfttsse lostrennten , sind mit einer dicken Rinde von 
Flechten umgeben^ unbewaldete Stellen mit einem dicken elasti- 
sehen Teppich ans Heideirraut , kräftigen Moosen und Flechten - 
belegt ; allenthalben athmet dek* Porphyr frisches Eiebeh entge- 
gen. Fast jede dieser Crebirgsmassen Weicht von der andern in 
Ansehung der Farbe und Struktur des Gesteins , in Menge und 
Beschaifenheit dbs Quarzes , Feldirpaths' und Giimmera ab , oline 
zu veri^äugnen, dafs sie alle aus- einem gemeinsamen Heerde 
gMchzeitig an die Oberfläche traten; Herrschen die Feld'spath« 
Krystalle vor, so wird' der Porphyr riianchem Trachyt'e ähnlich; 
der Glimmer besonders macht ihn Ckanit^artlg ; der Porphyr* des 
Eiehdberges besitzt deutlichere Feldspatfi - Krystalle und reicH- . 
Höheren Glimmer, als der am Rheingrafenatein. Die Abwdchnii- 
gen der Gesteinsmasse in so geringer Entfernung erinnern an 
eine ähnliche üntiBTscheidbarkeit d^r Dolörite ganz' n^fie liegen- 
der Steinbrüche in hiesiger Gegend. 

Ersteigt man den Eichelberg an seineitt südwestlichen Abfall 
Ton FütfMen au»', so sieht man erst einen wcifsli'ehen', sehr zer- 
reilylichen Smidstein mit röthlichem ftssteren wechseln; hierauf 



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zu 

kommt man an Letten vorüber, ehe man zum Porpbyr aufsteigt, 
den man alsbald durch einen Steinbruch entbloftt sieht Hier 
steht man vor dem schönsten Säulenporphyr ; Basalt ist zu kei« 
nen schönern Säulen fähig. Sie sind 3 bi|i Iseitig : 6seit]ge sieht 
man von grofser Eegelmäfsigkeit Diese Säulen sind dicht und 
parallel aneiaander gereiht , etwas nach Norden geneigt i an ih-» 
rem obern Ende ein wenig nach dieser Gegend hin gekrümmt 
und schmächtiger, ich habe nicht gesehen , dafs der Säulen * 
Porphyr vom kugelig abgesondertem überdeckt wäre. Sein Aus- 
gehendes sind Porphyr -Bruchstücke. Die Mächtigkeit des Sau« 
)en - Porphyrs soll etwas über 100' betragen , er soll auf dem 
Thone juhen , Ton dem ich* sagte , dafs er etwas weiter unten am 
Bergabfan zn' Tage steht. Ich traf den Steinbruch noch nicht 
wieder so tief abgebaut an , um sein I^ legendes zu bestätigen. 
Angenommen , es sey, wirklich der Fall, so fragt es sich: steht 
dieser Thon zum Säulen - Porphyr , zum Porphyr dieser Gegenil 
üb^rhappt, in ähnlicher Beziehung, wie bei Frankfurt der ter- 
tiäre Thon zum Dolcrit , der öfter auch Ton säulenförmiger Struk- 
tur^ erstem durchdrang und/sich über ihn ergiefsend erhärtete) 
— Über dem Säulen - Porphyr erhebt sich der obere Theil des> 
Eichelberges , der unstreitig aus demselben Porphyr besteht, aber 
nicht in' geringsten säulenförmige Struktur zeigt. 

Bei der Saline Münster bildet der rothe Porphyr am Rothen- 
feU auf dem linken , und am Rheingrafenstein auf dem rechten 
^aAe-Ufcr yertikal entblöfste Üfeirwände und Spitzen, die an 
einigen Stellen sogar etwas überhangen , und diesem Tbeilder Nahe" 
Gegenden den eigenthümlichen Landsohafts - Charakter bereiten, 
an die Kalkfelswände erinnernd, welche in Tyrol so Tiele^Tau- 
«ende von Fufsen vertikal ansteigen, als der Porphyr hier Hun- 
derte, und die für das Auge kaum erreichbaren, tiefen Thäler nur 
dem Himmelsraume ziiwenden. Die Struktur der Porphyr- Wände 
an der yahe ist so beschaffen > dafs man glauben sollte , Porphyr- 
Bänke seyen aufgerichtet. Es scheint mir aber diese Struktur, 
Ton einer Hinneigung zur säulenförmigen Absonderung herziirüh* 
reu , die bei genauerer Beachtung deutlicher hervortritt , meist 
aber nur in der Entwickelung von ein Paar parallelen Absonde- 
rungs<Flächen , die auf Unkosten der übrigen rorherrschend wer-« 
den, besteht, und daher das geschichtete Gefüge veranlafst. 
Die Porphyr- Masse ist übrigens mit Sprüngen nach verschiede- 
nen Richtungen reichlich begabt; beim Zerschlagen zerfällt die 
Masse in eine Hlen^e kleiner seharfl^antiger Stücke ohne ein« 



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211 

einaige frisebe Bt'nchflftche. DiMe ZerreiAiaag der SIOMe in «ich 
scheint mil der Tiefe alisiinehBiea und ist vielleiebt Folge von 
sclmeüerer £r|caUung oder tob Entäafaerang 4er Kr&fte , welche 
den Porphyr an« eeihem Heerde durch die Rinde der Erde an deren 
Oberfläche brachte. Einer dieser Durchgänge ist deutlicher und 
vorherrschend ; im Eieheiberg und RheingrafeMtein ist sein Falle» 
nordlich» und er macht mit dem auf die fAst vertikal stehenden 
Durchgänge rechtwinklig angenommenen Horivoat einen Winkel 
von ungefähr 3Ö^. ^ 

Mehrere Stollen - artige Gänge im RheingrufetiBtein und Äo- 
thenfeh rubren von Versncheu her, den Bergbau auftunehmen, 
der jetat ganz verlassen ist und auch fHiher nicht weit gedie- 
' hen war. Im HheingrafeMtein trifft man sogar einen Schacht 
und HaMen an. Man findet noch etwas Rothkupfer (auch 
Schwerspalh) , Kupferlasur uod ftu pfergrnn, vielleicht auf 
Arsenik und Phosphor- saures Kupfer, hie und da im Porphyr 
selbst, gewöhnlich aber a,ttf Hornstein oder einem Quarze, der 
Gänge im Porphyr bildet und täuschend jenem von Rkeinbteiten- 
back äbnlich sieht. Setzen die Gänge bei Rheinbreitenbach auch 
in Porphyr, oder in Granwacke auf? 

Auf der Aftinslerer Saline' werden Cj dein Porphyre entsprin- 
gende Quellen gradirt und versotten. Ihre mittlere Temperatur 
wird zu 9* R. angegeben , eine derselben soll 22*» warm seyn. 
Auf TheodmrehtOl ist man mit einem etwa 4" weiten Bohrloch be- 
schäftigt , das bereits 150' tief im Porphyr eingetrieben ist. Es 
ist nicht wohl abzusehen , wie dieses Bohren Ndm Porphyre einen 
andern Erfolg haben könne, als vielleicht eine) etwas grofsere 
Quantität Soole. Die warmen von den kalten im Salzgehalte 
nicht verschiedenen Quellen dürften zur Genüge dt» vulkanische 
Natur dieser Quellen zu erkennen geben. Beim Eintritte ins Siede- 
hans dieser Salinen ist es unbegreiflich , dafs erst in letztrer Zeit 
das Brom entdeckt wurde;. der penetrante Geruch dieses Stoffes 
ist das erste , was jedem auffallen mufsT~de|^ in diese Gebäude 
eintritt. Das Brom wird ans der MntterlaugeXdieser Salinen, 
die aufserdem fast nur aus salzsauren Salzen besteht, und zur 
Salmiak - Fabrikation anderwärts hin verkauft wird, gewonnen. 
Erhalten die Quellen den Bromgehalt vom Porphyr, aus dem sie 
hervortreten , oder wird er ihnfen von einem tieferen Heerde bei- 
gelegt? 

Der Porphyr ist von Sandstein umgeben. Bei Norheim wech-« 
seit mit dem PoiPphyr mehrmals Diorit. Bei SehlosMckelheim in 



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118 

•inar ibera«« wilde» Nmke- Gegend awUohen Kreufnaek vtnA Kim 
Hegt et» dareh seia Pevpkyr-ftiÜgee Anflehen to«d vorlg^en refy 
echiiB^nev Bierif. Oieeer Perpli^^ - aii^tf ^ Diorit, der anf BvU* 
KäWt^m Karte * nkbt bemerlit ist , schisint später nn» einem bin 
dem Oestein, dem er^aaeH eingelagert ist, herausgetreten en 
ieya* Mi «ah an einer merkwürdigen Stelle nur se riel, dafs 
er Rrachen Toa wirklichem Porphyr etwas Terwittert nmschloft- 
een hält, Bfniu^T^* gewahrte an der Wtädhdekelheim^ Milhle 
(nördlich von ^eA<o/^6d€fcelfte<m) eine ganzTon Porphyr nmsehlos* 
sene Mandeliteiamasse. Gleich in der NShe, wo- Ich den Por- 
phjr-arttgen Diorit beobachtete, tritt auch schieferiger Biorit 
oder Diorit -Schiefer an Tage, auf den aveh anf der Höhe gleich 
hinter SMofiböckMeim am Yfege nach Hüff^heim ein Steinbrneh 
eröffnet ist., Her Porphyr^ artige Dierit tob Stklcfahd^ffkelhwn 
Terwittert leicht und ist mif Adtfrn und Mandel-n von späthigem 
Kalk> Quaiz, Anethyst, ChaUedoa und Agath deutlieh durchzo- 
gen, M iuevalien , welche gana denen gleleben', die Ohwrsiein st» 
berähmt machen. £b läAit sich gerade nicht behaupten (Stipft 
a. a, O» S. 501> , daßi die QherBteiHer Sf andelstein^ zur Porphyr^ 
bildung zu zählen sind , währead jene vou ISassau unbeaweifelt 
dem Gruflstein angehörten ; denn es gibt IKorit-SandsteiUe , welche, ' 
deaea tob OhenUnn yerglevchbut) mit demsemen Reehte d^m 
Grunsteiu beiauzä|^en sind, wie jene JSfoMau's (bei Hlerbomy^ 
Es beateht ein se inniger Übergang und Z^usammenhang aWischen 
sogenanntem Grunetein, Biorit, Blorit-Mandelsteiu , Porphyr und 
aueh. Syenit, VasioHt (Blatteratein), Grauwaeke, ThonschfeA»r 
und, was ieh ohne eigene Beobachtung nie geglaubt hätte, sogftif 
auoh dem ^ogenaanten. Hohlen- Sandstein, mit dem mamshe Bkn 
vi|b-<£iQhibfer ^äuscheade Ähnlichkeit beefttoen , <hife hiter heine 
BOfeeba Spaltung wir4 gemacht wevden können. Bft^ G^tegenheit, 
ale icb den- Biorit bei Frankfurt besehrieb ***'\ berührte ich den 
Fall, wo Büorit- Mandelstein Nester- oder BTassen- weise i*ut ge- 
wuluilioheu Biorit auftrat Atif ahnliche Weise ist wühl auch 
hier, au der iVo^e der Biorit - Mikndelstein später in den Porphyr, 
der ihn umgibt, hiueingetreten. 

Bte. Seltenheit von Versteinerungen entzieht den Sandsteinen 
der Gegend' Ten J8reus;nacA Anhaltpunkte der Bestimmung. Tor 

* In Noeggrath's Gebirge Rheinl. Westph. IV. Uf. I, 

'* a. a. O. S. 198. 

**• 25eit«:hr. f. Min. Fbr. |9?7. 



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il, ^i^m^Sdpdf^fane, i»n Umv^'v jä«g«rn SjMid«4eii| woai, 4«» 

|^Hr€Q|^ch«i4i3ii (Sewdlffs^fi «it0H)W<lhr| wird. 

B^l P^«A^, in 4^ ^^e von Anig«», m( «li«iiik«i geix^gpm^ 

in einem Qmit s^l^«!!^« Ffeknit, 4«r niifftiUttniiekAiialieUceuk mil 
«In^r Varietft ans einem Pnrpliyr-artit§«A D&Mi^ um Hianl^iw^on- 
•Vre nf igt. 



Das Antiqaari^m in Speyer beschränkt sich nicht blpfs aaf 
Überreste geschichtlicher Denkmale ilhein-Baiems ^ an ifenen es 
schon eine reiche Sammlung hat, sondern beherbergt auch Reste 
aus weit älterer Zeit , die in der Geschichte der Erde liegt. Die 
Knochen und Zähne, welche dort aufbewahrt werden, rühren 
gröfstentheils aus dem Rheine her; einige sind bei den Durchs 
schnitten gewonnen worden, welche die Rectiication des Rhein^ 
^ufes nothig machte. Ich habe vorgefunden: 

I. Einen Schädel von B o s ( bison ) p r i s c u s Boj. , an dam , 
wie bei den meisten fossilen Schädeln, die vordere Hälfte von 
den Nasenknochen an fehlt. Da ich später einmal Manches über 

.fossile Ochsenschädel mitzutheilen habe, so unterlasse ich hier^ 
dessen genauere Beschreibung und die Mittheilung seiner Dimen- 
«ionen« 

II. Von Elephas primigenins. 

1) Ein sehr gut erhaltener Unterkiefer. Die knochenmasse 
ist gelblich braunlich-gran , hart und schwer ; der Zahnschraela 
schwär« und- weif s. Dieser Kiefer bietet manches Belehrende dar. 
Das Thier, von dem er herrührt, stand in dem Alter der thätig* 
sten SSahn- Entwickeln ng. Man sieht daran , dafs jeder Kiefer- 
Uälfte drei Mahlzahne eigen sind. , In der linken ist der erste 
Ittaklzahn ausgefallen , die Zahnlücke zum Theil vernarbt^ zum 
Theil vom zweiten Mahlzahn durch Schieben von hinten nach 
vom eingenomnien , der dritte oder letzte Mahlzahn war erst noch 
l^im und ist unter I|tnterl«ssung seiner Alveple Terlnren ; es ist 
di«8 der Zaiin, welcher bei zunehmendem Alter steh sn icergrös- 
sect, dafs er. bisweilen gaiM&. allein den Raum in einer Kiefe»^ 
Sn'üte einniniBii in der rej^htisn Kiefer<»Iiilfte ist> nooll d«r emU^ 



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220 

MalilMhii Torhandeii, aber srnn Thett bchon, wie man es nennt, 
aufgesogen ; er sitzt sehr locker im Kiefer ; der zweite MaM- 
zahn schliefst sich dicht hinter diesen an , steht aber noch etwas 
•mehr zurück ^ als in der andern Kiefer -Hälfte, da er läech nicht 
in den Raum des ersten Mahlzahns eingreifen kann; mit dem 
letzten Mahlzafan hat es dieselbe Bewandtnifs wie jenseits.. Ich 
habe den Ochsenschädel und diesen Unterkiefer abgezeichnet, 
und an letzterem unter andrem l^olgf^tdes ansgemessen: 

Erster lllahlzahu , Länge 0,"038 

— — Breite . . . 0,"044 
Zweiter Mahlz., Länge . . . • Oj^'l^d 

— — Breite 0,"05« 

Länge des Kiefers Ton der Spitze des Schnabels bis zum Yor- 

derrand des aufsteigenden Astes in gleicher Höhe mit dem 

Alveolar-Rande, als gerade Linie 0,*"253 

Länge Ton diesem Rande bis zum hintersten Theii 

des Kiefers 0,"165 

Mittlere Entfernung der zweiten Mahl zahne von. 

einander O^^OSI 

Gröfste Dicke des Kiefer» 0,>011 

Höhe des Kiefers unter dem zweiten Mahlzahn 0,'"1(I8 

Der erste Mahlzahn besitzt 3 — 4, der zweite 14 ^ 15 nüt 
Schme^E umgebene Platten. 

2) Ein Stück aus- dem Oberkiefer, worin ein grofser Mahl- 
zahn gesessen; die Alveole und die Zahnwurzeln sind noch vor- 
handen. Die Knochenmasse ist weniger fest 

3) Ein Stuck vom Becken mit der Pfanne, in die der Ober- 
schenkel einlenkte; 1829 gefunden. 

4) Eid langer Knochen 1825 bei Germeraheim gefunden. 

5) Eine Rippe. 

, . 6) Ein Mahlzahn, wahrst^heinllch der zweite der Reihe ans 
der rechten Oberkiefer - Hälfte , O.o'lSS lang, 0,«'075 breit mit 
13 Platten. ^ 

7) Ein ähnliches Zahn- Trümmer ^ wahrsoheinlich ans dem 
Unterkiefer. 

8) Zwei grofse letzte Mahlzähne von Einem Individuum ; ^ 
beiden ist das vordere Ende fragmentarisch , man zahlt aber noch 
16 Platten, welche Abnutzung erfahren; die Kaufläche mifat 
0,^118 Länge und 0,"095 Breite; aufserdem sind noch 7 uoab^ 
genutzte Platten vorhanden; die ganze Länge beträgt 0,*"2SI7, 



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»1 

und es fehlen vielleicht zwei Platten 'lar VoUetindigkeit einee 
dieser SSfthne. 

9) Ein anderer fragmentarischer Zahn der Art 

III. Equns fosBil'ii. 

Zwei Mahlz&hne aus dem Oberkiefer. 

Es liegt dabei noch ein Becken und ein Schädelstück mit den 
beiden Hornkemen. Ich halte beide nicht dem Ochsenschädel 
oder den Elephantenresten gleichzeitig. Über ihr Torkommen 
habe ich nichts Näheres erfahren. Die Hornkeme scheinen einem 
Steinbock angehört zu haben. Die Römer opferten wohl Och- 
sen, Schafe u. s. w. , ob aber Steinböcke? eher könnten die alten 
Deutschen s^olche Opfer begangen haben. 

Uerm. V. MsYEd. 



Berlin y ii. Januar i83;i. 

Ich hoffe Ihnen noch, in einigen Monaten einen Aufsatz ober- 
•chicken zu können, Ton dem ich einigen Nutzen gern her- 
vorgehen sähe. Ich habe nämlich einem Aufsatze über Ammo- 
niten in Kohlen -Schichten eine Charakteristik aller Ammoni- 
ten-lPamillen zugefugt, nebst Abbildung einer ansgezeichneteii 
Species jeder Familie im Umrifs mit Tergröfserten Loben. Dann 
bin ich auf eine kurze Monographie der Goniatiten überge- 
gangen, als erste Ammoniten- Familie. 

Ohnerachtet blofse Namen, weil sie wenig belehren, unan- 
genehm sind, könnte Ihnen doch wohl das Schema dieser Ghonia- 
titen , bis ich Ihnen die Ausfahrung zhr Prüfung übergeben kann^ 
einiges Interesse erwecken. Es ist so: 

^Goniatiten 
L mit abgerundeten Loben« 
o. mit einfachem Dorsal-Lappen. ' 

1. Ammonites expansns nob. (^Derhyskire) Dbohbh« 

2. - - - -evexna nob. Coüeet. Bbonn. £S/el. 

8. . . ^ . Noeggerathi Gldfs. Diüenbwg, 

4. ... - SU bn an tili n US Schloth. DiUenhurg. 
h» mit getheiltem Dorsai-Lappen. 

9. Ammonites primordialis Sern.. ^€hundt Goslar. 



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ttt 

IL mit s|)itzieä Lobeiii 

a. mit eiDfachem Dorsal-Lappen. 

6. Ammonttes lleiislowi Sow. 

7. _..- Becheri Gldfb. tkihaeh, 

9, .... Mnaftteti fto5. JElbersteuik, 
1». - - * - Simplex Wfb. CToriar. ( triktilcättttf 

IL ^ . . « muitiseptatiis noft.MnteumBoMi. l^el: 

fti. lAlt gctheiltem Vorial-Lappen. 
12. AmiBonites Listerf AtABmi. I>er&2f«ftlre. 
18. - - - - csLthon^tina Gi.^tn.Witden.Lünihh*yu4. 

14. ... ^ ephaetic a 8 Ma&tik. fFerden. (Rheinkiesel) 

15. ... . i na eqai striata s MviisTjBii. Elbetsreuth. 
iß, ^ . - . semistriatus Mvüstbh: Elbo'sretah. 
17. . . . -speciosas Mvnstbb. Sckübelhammer. 

Herr Yoltz hat nicht den eisenooiitliischen Mergel und Sand- 
stein bei Thvmau , sondern nur die oberen Schichten onmittelbaf 
unter dem wei/sen Kalkstein zam Oxford-cla^ rechnen wollen*. 
So habe ich es auch in dem « Pdtriflcations remarqwMea * ang;e« 
fahrt llerrn Gra^ t. iIiünstbb's Aafserangen zufolge wurde mau 
abei^ leicht glauben > der untere Öoiith der Engländer erstreck^ 
sich ton deäi Lias liis unter den weifsen Kalkstein, — so Ter^ 
stöheh c^s auch njiehrere Wdrttembergische Naturforscher. Sie wnt^ 
den daher den weifsen jFurakalk zu den mittleren Formationen zäh- 
len, nicht, wie es doch zu seyn scheint, zu den allerobersten 
übelr dem Oxford-claj. Auch jrfvRCHiscii« hat dies so gt^glauM, 
welches ohne allen iweitel hervorgeht, Wenn er den Stonesfield-» 
Schieifer zum ßath-Oolith rechnet und dennoch den Solenhofer 
Schiefern gleich stellt. Allein die ^ache , wie Herr Voltz , ich 
glaube mit scharfem Blicke j sie ansieht, ijtt so: Da im Deut« 
sehen Jura die iLalk-artigeti Oolithe durchaus fehlen ^ die Schich- 
ten noch dazu nur wenig'lt^um eitiniBhiiien« Wo #l6 dk Tage aus- 
gehen , so kommt man ziemlich uffreMieritt und #ehfielf iu Tei« 
schiedenen« nieht sefaarf ton eiaaiideT gcsAifdterfeii Formationen; 
durch ihre Petrilicate ODterseheüett ii« iidh jedoch sehr,' Toriuglicil 
in ihren £:ttröm6n. Wn« nnien vorkoutiät, hat, wie' He<¥ Graf 
V« MömfiHK richtig bemeirkt, die gtvtnie Übereinitimmufig mit 

* Tgl. deCsbslb Hhtb. idSl. S. 4da JM. ' 



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der fingläodor unterem iloUÜM, aicbi über der «bere Thell. IMe^ 
gor eathäll , was den Kellvway-reeb »ttd Oxfofd-idttjr a«r »mier 
and auf dnn Beatimniteete aansmaelobiMn renaag , «ad die* ioa 
SoMhmm bis Coburg. Dahin gehört im Geatt« der Ammaaüea, 
ans der Familie der Deatati: A. Jatfan« der mit dem ehdrtdt^ 
terifltiecben Gallo yienela die gröAte ÜbereinetimoMMig; hat« 
A. Castör, A. Follnx, A. Daneaai. Dae Allee ist gann Jelaf 
WB Diota in der Nornutndie^ im Calvados, wo allein diese Ferma-* 
tionen aasgeikhnt aeben einander liegeMb la Sekwahen migen 
diese Schiefatea höher and devilicher sey«, al« bei T^araifai ebett 
deshalb ma£b eine Gegend uns über die andere belehrea« Aj 
Keettlgiiy der in nnteren Sehichtea sehr selten TorlMiiiit^ 
fehU in oberen nie. Der so aasgezeielHsete A. subläeTis. Sow^ 
aar allein im Oxford-elay, findet si«h oater äem Raimden mBaggkir 
gen, zu Behla (anweit Danaveachingen) ^ zu Urach, S$ultg0r4$ 
und za Oj^n^en ^ bei Herrn to{i ALTaiirs. Selbst 6 r 7 1» h a e a d i >* 
latata findet sieh in diesen oberen Schichten unter dem Iqmh 
fcaU Inder Nahe des Bändern^ imnI Trigonia^ claTell:ati^ in» 
Stu^enb&rge, unter HokensoUem^ die woU im unteren Oolithe iiiei 
irorkommt -^ Perna quad-rala, Phola4omy» Iftfrehi« 
soni, Ostrsa crista galli, O. ed'uliformis, Ammofti-^ 
ies ELa>gdeni, A» HerToyi, Belemn.- Aalensi« VoftT»^ 
Fecte-a l&nsyLima proboeeidea, Amm.Brooehii gehötta' 
mittleren Schicliien , Ton den unteren OeMthen entfernt, tind noek 
nicht zum Oxford-tlay herauf. Die» aHe» wird i^on brauneiü Sand-* . 
stein umschlossen«^ Warum man einen Lias - itaidstein apgeaeat- 
meur babe ich aie eiaaelN» bönBe& Vo» dea Lias-Sehieton aut 
Fosidenien ist ein so grofser Abschnitt au deu Sandstdaeii, ge-' 
wöbalick eine sehe siebtbare ^ iR^it auegedehnte Terrasse ^ dafii 
man scIiod hissd^sehgem yeileitet wird , allds was mR dem Saad«-. 
• stein anfangt-, Tom Li» zu trennen und gemeiasehaftUell aa be« 
obachten; Ss ist hiefiv eine greise Analogie Tom DeotsehenJikrfl 
mit FerJcfAire, wo ebeaf^Us sehev kein« OolÜhe ▼oricommed« 

Ein Studium dar, aueh^ id dieses Hinsicht te^fltefaea' Abi« 
haadlmig. yan Hrm Pars» BdaaiAü üliar dtt» itira swieehen Bcäel 
und' i^IetAam (Sehriftea das CfaseUaeh. der Scbweita« Katurfor^ 
scher I.> gibt üben die Modifimtionea dieeer Vevfaaltaiste die bct* 
f riedlg^ndsten und lahrreiehste» äaMblmiam I«{h aw^e , es iet« 
schoa Unrecht, die Mergel des Tet^HaloeVa bei BiM, die alaw 
ubeisjU» wieder fiadety uMcb- a» liiaa ta rechaea; ii^h wfirde e« 
beeti«mt.Tef«ehmra, wenn ie1| i^ht sjlhe, dafe' Heir \ll»i><n dftp- 



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224 

über anderer Meinang iet --. Uas-Sttiiditeiii wdrde nur der «eyn « 
weicher unter dem Kalkstein Torkomnil, bei MöggUmgen %. B. , 
«nweit Gmündt^ der hier IJnio coneinna und AmnI. radiäns 
in Menge enthalt , wie der. Kalkstein. Wenn daher so besffnmit 
die Solenhofer Schiefer auf dem Kalksteine de« Jura liegen , anf 
CoraNrag, nnd sie dann mit den Stonesfield- Schiefern eine hin-* 
reichende Übereinstimmung zeigen, nm sie %n gleichen Forma- 
tionen zu zählen, so folgt, dafs die Stonesfied-Schiefer ober Co- 
ral*rag biegen. Hr. Min&cnisoii dagegen sägt: die Stoaesfield- 
Schiefer gehören zum Bath-oolit, daher die SoIenAo/er änch : dann 
sind die Grunde nicht hinreichend. Stonesfield liegt gan^ isolirt 
find kommt in der übrigen Erstreckvng des Bath-oolit nicht wie- 
der Tor. Es wäre daher besser, dies Ton Solenhofen nach Stonea- 
ßM zu übertragen, als ans Et^land Belehrung zu holen, wo es 
nicht belehren kann. 

Der Wartenberg bei Don-Esehüigen , isolirt in dem Thale der 
Donau, besteht ans allen Schichten der Jura -Formation und ist 
oben anf dem ^ripfel Tom weifsen Kalkstein bedeckt. An seiner 
östlichen Seite bricht in Felsen der Basalt-Gang hervor , der wahr- 
scheinlich dem Berge die isolirte Form gab. Seine Richtung ist 
etwa hora 3 vor dem Qipfel des Wartenberges TÖrbei auf Für- 
stenberg zu. Am I^ande besteht der Gang 'aus basaltischem Tuff 
mit vielen Kalkstein-Stücken ; in der Mitte aber stehen dicke Ba- 
salt-Säulen, aus denen prächtige Olivin-Krystalle hervorleuch* 
^ten. Dieser Basalt umgibt viele Kopf-grofse,' blaulichgrane 
Jaspis -artige Stücke von ziemlicher Härte; und in diesen 'Stük- 
ken findet sich ganz ausgezeichnet und nicht zu verkennen Ale 
Posidonia Bronnii des Lias. Es ist also offenbar, dafs die 
Jaspis- artigen Stucke von den Lias - Schichten abgerissen, vom 
Basalt umwickelt, gehärtet, gekieselt und durch die Gangspalte 
an den Tag heranfgebracht worden sind. Die Lias-Schiefer selbst' 
finden sich erst , wohl zweihundert Fufs tiefer , bei Neidingen an 
der Donott, von. welcher auch der Fisch ist, den Ihnen Herr von 
Althavs gebracht, und den Sie bestimmt, abgebildet, und be- 
schrieben hab<in. Gewifs wird man in diesen Stücken im Basalt 
noch oft die Posidonia wiederfinden, und schwerlich je, ohne 
überrascht zu seyn , wie ein so offenbarer Beweis des Durchbre- 
chens des Basalts und des ^Mitfnhrens der durchbrochenen Stücke 
so leicht geführt werden kann. 

Wenn man von Caasel die StraTse nach Melmngen verfolgt, 
•0 erreicht man nach einigen Standen den S^hwarsihwh anter 



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WMrode, Da» wo die StMiTse von dter Hdke iMnibkomint nnd 
d«n Bach erreicht^ aaf der rechten Seite des Baebe ist eis klei- 
ner Steinlfruch entblofst. Er steht im rothea Sandetein. Mitten 
darinnen erscheint basaltischer Tuff mit Saaditein-Stöcke^, wie 
ein Gylinder, der in der Tiiefe ffortsetst; in diesem Tnffe lieht 
•ich fester Basalt herauf , der Sandstein geht über alles weg , 
und nichts Ton Basalt geht an Tage ans. Hau kdante diesen gan- 
aen lehrreichen Steinbruch in irgend einen botanisch -geognoati- 
sehen Garten als Grotte verseiaen« So sind alle* Basaltbeige, 
' 'Hur gehen sie etwa an den Tag herTor; 

Wie nützlich könnte nicht na ka Bicaa's neues geognosti- 
sehe» Manual seyn, da er sich nach Erscheinungen umsieht« wem 
sie auch nicht eben in ^ng-land sich linden; allein etwas Kritik 
in Anfseichnung der Fetrificate wäre doch nothwendig. Da &a 
BitfcHB sagt selbst, «noftw» hat einen so unWidersüshlicheto Beita, 
dafs fielen Mobisser's weniger an der Wahrheit gelegen ist, ak 
daran , dafs man « ho&i« * nicht TCrgesse. Nun , so ist es um so 
meiir Pflicht des Compilators au seken, was vor dem Richtet^ 
alnhle der Kritik sich vertheidigtin läfst • Manche höchst ▼«r- 
dienstvolle M&nner gehen sogar hierinnen so weit , dafs sie die 
Mengte* der Species addiren» die sie mit «noftM* bestimmt halten, 
und solche Zahlen mit Namen ohne Abbildungen oder Beschreib 
bnBg^ stets anführen : arithmetische Raketen, um zubienden; da 
ale aber nur blenden , nicht erleuchten , so erregen sie nur Mifs^ 
matli , am Ende wohl Unwillen. — Welches unübersehbare Heer 
Ton Terebrateln! Sieht man die Sache etwas genauer an, 
ao wird man doch leicht geneigt zu glauben , die Hunderte Ton 
Speciea müssen auf drei oder Tier beschrankt werden. Die glat* 
teil sind fast alle eüier Art. Die gefalteten sind auch nicht sehr 
Speciea <^ reich; wer ^ber nicht das Leben eines Thieres verfolgt, 
das aicli durch sein gesellschaftliches Beisammenseyn anfseror- 
deatlich • in seinem Wachsthnme und seiner Ausdehnung be- 
schränkt, der wird leicht so viel Speeies als Exemplare Torwei- 
aen und benenOen, und dann ausrufen können: So Tiel besitze 
ich in meiner Sammlung! Freilich mehr, weit mehr, als die 
Natar besessen hat. Es kommt mir Tor» als wollte man die Blät- 
ter einen Baumes sammeln und aus den Terschiedenen Formen 
dieaer Blätter Hunderte Ton Species bestimmen^ die doch nur 
einer und derselben Organisation angehören. Wenn die Geogno- 
nie der soologischen Hülfe unumgänglich bedarf, so ist es doch 

J. 1852* 15 



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wsfarlish vkliiiivf itm WǤe 4er imliMoiiii^ii^a uii4 leicitferM-^ 
g^oi SpeoieMVfushflKid. 

Auch aohklie ick Ik9m «och ein ^\ai% vfll% Wiwei AvfßMwiUw 
Dav mU iil dei iintiii9i|i|, Av in 4wMe'g«Iichic;htBii toii ^(pff^- 
ebä$ti \tMg9muu häufig yorkoiüBit; 4<9ch ^ulf aU gn^ M^rgi^U 
kem» nk mit Spur t^ Scbaale. D^er wijl «p wohl.WeU^ und 
Bedacht» «he »» *»P vioUii Stfifkfiii |iU^ ^ierlkdikfit^ ;«ie4ef. 
BUMDmievßiidel, weUhfi diMier GecMl «ig«|i4llÜilriK«h find. Yi^o 
l^xeiBplare sind w ahgArielieii, dalii HM^ii dje urff ru«glie|e Qe-^ 
stalt nnr durch WindangsKoli^ «nd IHT^lHt-Si^il e|4d^|.. Ich 
wdrd^r iMch Bidit wundern « v^n «im 4 pdcfr $ SFM»f b in die- 
sen; SiergtfUagero su üMeii glaubl«. Im AmI^' K«b}ii«lt liegt e? 
nute» den MBHiAaVlioii Nemea A, ««per. HMtf ev Schmale 
gehabt, a» ward« Hbrian ihm wohl einen mildem NimH^a gege- 
ben babea. Sonderbar ist ea, dafe ea mit bie jeM nicht liat g^ 
lingen wollen, auch nur eine Spnr dieee« Ammaaiten an einem 
aadeaen Orte, als nur allein bei IStvfiihätü anfzqfinden. Er ge- 
hext «nr Familie der Flexuoei nnd hat offenbar einige Anala» 
gie mit dem A. flexüoins MiriisT. , voiaäglich in den Loben, Er 
liegt in Schichten weit nber den Nerineen, daher Mher nl« 
Heg^inheimt nnd wahrscheinlich analog dem Ki'mmeridge-e|ajF, 
Peartländstone und Cop la H&^e. 

Der andere Ammonit ist A. Mulgratins Ten WkMff, den 
SownuBT sieht hat. A-Lythensisist derselbe: Den Ywkthirtr 
Verkänfern ist jedes IndiTidqum eine Speclee» der sie einen ta- 
rnen geben« Ich will Ihnen hier die Qharakteie nicht entnickeln» 
die ihn von A. Mnrchisonae unterscheiden: nur mache ich 
Sie auf den ungeheurea Seonadär-Iiobi^ in der sehiefen Wwid 
des Dorsal -Lohns aufmerksam. Dni ist conatant» and findete iloh 
auch auf Stucken tou Mende wieder, Daf« die Co«t«e alle^ ein« 
fach sind, ist, glanb ieh, auch allgemein ^ dann die seldefe vor- 
gebeugte Ll^e des Sichelstieäs. A. deprefsua, A* Hufohi- 
sen«e, A. Bf n-lgtaT i na stehen nahe ansammelt. 

Lsopotn roN BvcH, 



Wilheimshall b«t hotttmli & Fehru» i83a. 
Meine längst beabsichtigte Arbeit dber den honten Sandstein, 
Muschelkalk und Kenper wird noch immer ein halhee Jahr bo- 
dürfen , ehe si$ vom Stapel laufen kann* Als ich vor ejnem Jahi^ 



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tik Strmbmrg war« fbervwmlitea iai«li im ^•tilf(tm üatevai Mt * 
iem Imnlen SoiidctMa» 4ev Gegend v^n S^ltfhad Ibre Ll«giil« 
tenOisaSma« 4i« Paii4o»iq minnta Gal»v* [1t«Hp«riii« 
Voi/rsf], Ayic^U ««ItcAitatf^CraiiBi^, mri den C^Umite« 
af cWacoa • A». Bftomrii* ala ▼««^«^rt^ead« Pflfwne, «ebst tUImb 
«niojrea t« inil«ti, 4m för anMiren Kea^ir «0 olwmliteri^itcli 
ia| HBd theilwek« «ellmi in de» ^iHrvUi» Selchte« dfMelbeQ ver- 
kowMl. So «raelieineii I. B. bei ISMmgciit niiferii BatttmUt 
«nmittelbar a»ter Ihm die AnicaU oQ«mta qnd d«r Gala- 
mite» arenaceas in Begleitnag gfafaer Zabne def htmwlU r 
Reptils, dtflbnen Witannten gettreifton S^ftaltte-^abae [Hy- 
bodue plleattlis A«4i9.], dei Myaeite« mactroidearScia. 
au ai. A. <-- Dai Wenige, waa icb yoa FitcbTeslen ans Musobal* 
kalk und Kenper besitse, lietde ich H^rhi Or« Aaissn aaciisleM 
zusenden. 



Ludwigs- Süline V&rrhiimy 14. Februar i83s. 
. Über Jlrdbobrer und Artesische Brunnen beabsich-^ 
tige ich Tpr der Hand nur awei Theile erscheinen zu lassen, wo« 
vpn der \, Th^ü die Anwendung des Erdbohrers in folgenden 
Abschnitten abhandelt : 1. Einleitung find geschichtliche Notizen $ 
2. TheiXe des Erdbohrers» Anfang-, Mittel- nnd End* Stücke, 
i^nr wfH> die Erfahrung darüber bewährt hat (mit 10 Tafeln) ^ 
S* die oft nothig werdenden Ausröhrungea während des Bohreni« 
(3 — 4 Tafeln); 4. das Maschinen - Wesen für Erbohrung der 
Tori^rnnde und bis %vl einer Teufe' von 1500' u, m.} nämlich Bohr- 
h%iis^, Bohrtbürnie., Göpel- und Pferde -Maschinen, mit beson-> 
d<^ef Buoksicht auf die Terschiedenen Tiefen, nebst allen ndthi- 
gen Kosten •> Überschlägen (8 — 12 Tafeln); 9. die Behandlung 
bo^m Bohren« Fangen der Brüche u. s. w.; 6. Vergleichnng der 
verschiedenen Bohrmethoden untereinander ; 7. Bemerkungen über 
Bohr -Register und die schriftlichen Arbeiten bei solchen Versa« 
eben. — Der II. Theil handelt Ton Benützung der Bohrlöcher 
auf esftolirte Wasser, von den Wasser-dichten Ausröhrungen und 
deren Fabrikationen; 1. Einleitung; 2. Ausröhrungen für Schöpf- 
brunnen; 8. dgl. für die Anlage der Springqnellen ; 4. für Pam- 
pen bis auf 1500' Tiefe ; 5. nöthige Einrichtungen für das Aus- 
heben und Einlassen so langer Pumpenröhren und deren Manipo- 



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I&tion ; 6. ihre besten FabrikaÜMis-Arten v. •• w. Der erste Thetl 
ist beinahe fertig; zum sweiten sind wenigstens schon die mei- 
sten Zeichnnogen Tollenjet, und tum ersten sogar schob 15 tob 
mir selbst auf Ste!^ gezeichnet. Alles in diesem Bnohe ist prak- 
tisch. — Der III. Theil, wenn ich dazu kommen sollte /würde, 
fthnlich den Cansidiration» eur les puiU fori$, den Gegenstand in 
geognostisch- physikalischer Hinsicht behandeln und die ndthigen 
Gebirge - Dorchschnitte liefern. Übrigens bin ich nicht ge sonnen 
das Werk in den Buchhandel za geben , ich möfste denn nocli 
besondere Teranlassang dazu erhalten. 

Im hiesigen Mnschelkalke glaube ich einen Trilobiten ge- 
funden zu haben. Das Petrefakt sieht einer kleinen Krone Toh 
EiTcrinites liliiformis, bei näherer Betrachtung aber doch 
noch mehr dem hinteren Theile eines Trilobiten ähnlich. 

F. AlTHAV9. 



tbendas.f 2. Märg i83a. 

Hiebei [nberschicke ich Ihnen die Notizen meines Bruders 
über den Peruanischen Gold- und Silber -Bergbau. Da er früher 
als Chef des Generalstaabes unter St, Martin , Bolivar u. s. w. und 
jetzt als General - Intendant der Ingenieurs der Republik Peru 
die zwei Andes- Ketten wohl ffinfzigmal überstiegen, und q|ne 
General - Karte Ton Peru von 50 Quadrbtfufs Gröfse aufgenom- 
men hat , so sind ihm Land und Verhältnisse genau bekannt, [cfr. 
pg.l83.J 

Die Schnecke im Gypse von Hohenhöwen, welche Heliz hor- 
te nsis so ähnlich ist, habe ich auch in der Klingstein -Wacke 
bei Mägdberg hart am Fufse der Kuppe gefunden, während der 
Hohenhöwen eine Basalt- Kuppe ist. Nach meinen Untersuchun- 
gen haben sich diese Kuppen bestimmt vor jener SuTswasser- Bil- 
dung gehoben , während sich dagegen Bruchstücke von Molasse 
im Basalte wie im Klingsteine finden. 

r. AhTUAVs. 



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229 

Paris ^ 3. jäpril i832. 
Das Wohl vollen and die hui frei che Thellnahme , welche mir 
überall in Deutschland die Bearbeitung der fossilen Fische so sehr 
erleichtert hat , ist mir auch ii^ Rrankrneh so Theil gewof den , 
und durch die Mittheilungen der Herren Voigts, Bronghiabt, 
Elib bb Bbavhobt und Dubk^bot und die Freigebigkeit Cittibb^s , 
welcher mir seine sämmtlichen Yorräthe von fossilen Fischen 
snr Beschreibung und Abbildung übergeben und die Yergleiehung 
mit den Tausenden tou Skeletten der lebenden aufs Liberalste 
erlaubt hat« bin ich nun im Stande meiner Arbeit eine Tollstan- 
digkeit und Ausführlichkeit zu geben, die ich fjpüher kaum zu 
erreichen dachte. Ich darf daher wohl hoffen , auch in DeuUek- 
land fernere Unterstutkung zu finden und ersuche die Freunde 
der. Wissenschaft mir ihre fossilen Fische zur Bearbeitung anzu- 
▼ertranea. Ich will selbst durchaus keine Sammlung fossiler 
Fische anlegen, und gewifs dürfen die scrupulösesten Sammler 
mir ihre sämmtlichen Yorräthe zusenden. Jede Mittheilung, 
selbst der unvollständigsten Bruchstücke ist mir interessant, inso- 
ferne dieselben mit genauer Angabe der Fundorte und La- 
gerung s-Yerh alt nisse begleitet sipd, da es sehr wichtig 
wäre , Documente über die Verbreitung der fossilen Arten auf diese 
Weise zu erhalten. Sehr angenehm wäre es mir , wenn bemerkt 
werden könnte, welche andere Fossilien gemeinschaftlich damit 
-vorkommen, »und , wo in einer Lokalität mehrere Arten sich fin- 
den, wie sie sich in ihrer Aufeinanderlagerung verhalten. Ich 
mache daher den Yorschlag an alle diejenigen, welche fossile 
Fische^ besitzen, mir ihre sämmtUehen Yorräthe mit der oben ver- 
langten Notiz entweder nach Neufchätel (Adresse: Maison A« 
Fobbaohoh) oder nach CarUruhe (Adresse Ober-Fostdirections- 
Rath Bbavn) auf dem wohlfeilsten Wege zuzuschicken. Im Laufe 
' des kommenden Winters und des nächsten J^rnhlings wurde ich 
dieselben untersuchen, und verspreche idann sie wohlbestimmt und 
gemrdnet zurückzusenden. Noch eine Bemerkung mag nicht über- 
flüssig seyU: £s gibt nämlich fossile Fisch - Überreste , deren 
Theile nur dann gehörig und mit Bestimmtheit Arten - weise zu- 
sammengestellt werden können, wenn man über deren gemein- 
schaffliches Yorkommen volle Qewifsheit erlangt hat , so z. B. 
Zähne, Schuppen, die vermeintlichen Balistes- Stacheln, welche 
Hay fischen angehören, deren Zähne in denselben Lokalitäten 
vorkommen; da wo aber mehrere Arten zusammen sich vorfinden, 
ist es unmöglioh zu bestimmen , urelcher Art Zähne die Stacheln 



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2ao 

angehören und dief« kann nur ermittelt werden, wo die Arten 
eimeln, und Bwar SSähne und Stacheln «n^ammen, vorkommen; 
dasselbe ist auch der Fall für die Genera der Hay fische, de- 
ren Ober-- qnd Unterkiefer- Zähne verschieden sind. Sogar die 
vorderen and hinteren Zähne desselben Kiefers weichen oft von 
einander al) , und über ihr Zasaramengehören kann man sich nur 
durch die liagerungs- Verhältnisse Auskunft verschaffen, da sie 
fast immer von den Kiefern getrennt sind. Also wäre besonders 
für diese Überreste selir nöthig, dafs sie sorgfältig und wo mög- 
lich in Menge gesammelt wurden und gehörig gesondert blie)>en. 
Jeder Mittheilung werdeich dankbar erwähnen. Briefe können, je 
nach der Entfernung unter beiden obigen Adressen an midi ab- 
geschickt werden. 



Frankfurt a. M.^ i3. j^prÜ i83a. 

loh habe eine Versteinerung uns dem Dac]|«chlefsr «ntsf- 
sucht , von der gröfsten * Ähnlichkeit mitCalamepora, Go^op. 
(Petref. 3. Lief.). Die Arten C. al^veolaris, 6o»r. (S. 77. 
t. aa. f . 1) und C. favosa Goxnjr. (f. 20 lB«sen sich damit ans 
besten vergleichen. Von C. favosa unterscheidet sie «Idb da- 
durch , dafs die Verbindüngecohreu nicht paarweise , aondeim de- 
ren mehr, gewöhnlich 4 oder 5» vorhanden sind, und üidh keifte 
Zapfen- förmige Spuren eines Sipb« wahnidbmc« lassen; von C« 
alveolaris dadurch, dafs sich die VerblAdttUgsräureu in>dea 
Winkeln der durchschnittenen Rohre nicbit so deutlich vsr deA' 
andern hervorheben. Die Verbindun^rdhren shid nofr «a einigs« 
Stellen der Versteinerung durch gewöhnlieh «tlvtis «Schw^elkiea- 
reichere sehr kleine Kn^fch«n angedeutet > «Mid es läTst sieh 
nicht mit ^ewifsheit entschesden, «b sie, wie In. C* alve^l«- 
ris, an den Kanten, oder, wie in €. favosa, «uf den Seilen-* 
flächen der durchschnittenen Röthre selbst lagen. Es ist dies« 
£ntseheidung noch dadurch erschwert, da£» sn der Versteinorung 
die Substann der Röhren nickt taxi^aj verbände« tiad die Röhren- 
ausfutterungen vollständig vsa einander getrennt Uc^n« A^^ dtr 
Versteinerung fällt noch die geringe Höhe auf: sie beträgt kasm 
0,01 Meter, wo sie am höchsten^ In der GröftMi und VarogsJ^ 
wäfstgkeit der Form der Röhrennasfattenuigeft i^kkht sie wie* 



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. 231 

der am meisten C. alveolaris, ohne dafs ich sie mit ihr Ter- 
einigen mochte. Et bleibt an besseren Exemplaren zu entschei- 
den , ob sie eine blofse Varietät von ihr oder eine eigene Species 
sey. Ich bezeichne sie daher mit Calaipopora dubia. C. 
alveolar! 8 beschreibt Goldfüss aus dem Übergangskalke der 
JB{/el nnd C. faTosa ans dem tJbergangskalke Nord-Jmerika's. 
Der Dachsehiefer mit C. dublai rührt aus den Brüchen Ton Kaup 
am Rheine her. Stivft hält den Rheinischen Dachschiefer für 
älter als den Wiuenhacher Übergangs •Dachschiefer nnd sagt 
(Stivvt« geogn. Beschrbg. des Herzogth. Nassau. Wiesh. 1831. 
S. 899. 461), dessen Versteinerungen sejen ihm darin nicht Tor« 
gekommen. Ich kenne indessen daraus auch Trilobiten-Reste 
nnd Orthoceratiten- ähnliche Theile; und wie der Dachsehie- 
fer von Kaup in Grauwacke- Schiefer (flogeUr Mnhle), so geht 
der Giauwacke- Schiefer Ton Berhöm in Dachschief er über. 



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flpeses9=sessessa9BS59=KS9sss-K-9=s9=!es=ssass^^ 



u s z ü g e. 



I. Mineralogie» Krystallographie , Mineralcheime 



i^TEOHBYBR und Uausmann untersuchten einen sehr merlcwürdi- . 
gen Mineral](orper «äs ilem südlichen Jfrika, Das am Oranje^ 
Rivier gefundene Fossil war für Ashest gebalten worden. Bei 
genauerer Untersuchung wurden aber nicht allein hedeutende Ab- 
weichungen Ton den Eigenschaften dieses Minerals erkanitt, son* 
dem auch die Überzeugung gewonnen, dafs jenes Afrihanische 
Fossil nicht etwa eine faserfge Abänderung Tom Eisenblau 
oder Tivianit seyn 1c5nne, mit welchem es in der Farbe einige 
Ähnlichkeit hat. Eben diese Farbe, so wie das specifische Ge- 
wicht und Yerhalten Tor dem Löthrohre erregten bei Haushamh 
um so mehr die Yermuthung, dafs jenes Mineral eine Tariet&t 
des Ton Lichtbhstbiii aus Afrika mitgcibrachten und Ton Klap- 
BOTH beschriebenen und analysirten Blaueisensteins (Bet- 
träge z. ehem. Kenntn. d. Min. TL S. 237) seyn möchte, da die- 
ser nach LicHTBNSTBiN^s Beobachtungen (s. dessen Reisen im süd- 
lichen Afrika^ 11. S. 882; ebenfalls um Oranje-Bivier sich findet 
Diese Yermuthang hat durch Stbohbtbb's chemische Untersu- 
chung Bestätigung erhalten. Da der Name Blau^isenstein 
leicht eine Verwechselung mit Eisenblau oder Blaueisea- 
erde Teranlassen konnte, und es auch nicht passend bu. seyn 
scheint , ein Silicat , in welchem der Eisengehalt Ton dem Gehalle 
an Kieselerde überwöget^ wird, Eisenstein su nennen, so wird 
der Name Krokydolith (yon" dem Griechischen E^oku; » Flocke, 
oder eigentlich die Tom Einschlage des Tu^hs sich ablösende 
Wolle) in Vorschlag gebracht, der sich auf die ausgezeichnete 
Eigenschaft des Fossils, in die zartesten Flocken sich zertheilen 
zu lasseii , bezieht. Diese neue Varietät würde mit dem Namen 

/ 

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\ 

« A« best* artiger Krolrydolitli '/zn beseichnen seyn, na 
•ie von der darch Kkavkoth bekannt gewardenen» dichten üb- 
ändernng an nnteracheiden. — Der Aebe et -artige Kröky- 
d o 1 i t h ist ▼oUkommen and aart-faaerig. Die Lange der schwacb 
gebogeaea Fasern betragt an dem nntersuchten Stfieke 1,8 Par. 
Zoll. Sie sind^ gegen awei parallele Begrensangs- Ebenen unter 
Winkeln Ton etwa 106 und 74 Grad geneigt Die faserige M atai? 
bildet auf diese Weise eine starke Platte , welche von dnnnea , 
höchstens eine halbe Linie starken Schalen begrenat wird, die 
ans kurzfaserigem KrokydoU^b bestehen, und zwischen denen 
das bewaffnete Auge zarte Lagen tou Magneteisenstein er- 
kennt, der sich durch die Wirkung auf die llagnetnadel verrath, 
und von welchem die rostbraune Terwittmrungsrinde der Schalen 
herrühren dürfte. Ob das. Stuck einem Gange oder einer Lager- 
nasse angehört habe, lafst sic^ nicht entscheiden; aber nach den 
Bemerkungen Liohtbjistbiii's über das Vorkommen des dichten 
Krokydoliths durfte es nicht unwahrscheinlich seyn , dafs die 
Asbest* artige Abänderung auf ähnliche Weise wie die dichte, 
lagerartig bricht und gleich dieser ganze Gestein -Schichten bil- 
det. Die Fasern lösen sich nicht allein ihrer ganzen Länge nach 
sehr leicht und auf das Vollkommenste tou einander, sondern 
lassen sich weiter in die allenartesten Fäden zertheilen, bis zu 
einer Feinheit, welche die tou Spinnefäden übertrifft Faserbnn- 
del sind dünnstänglich .abgesondert, a1|er weniger Tollkommen, 
als bei dem schillernden Asbest. Löst man die Faserbündel tou 
einander, so bilden sich höchstzarte, der Seide ähnliche Flocken* 
Diese fein zertheilten Flocken , wie das durch Schaben gebildete 
Pulver , ist laTendelblau, Die unzertheilten Faserbundel sind da- 
gegen Ton einer Mittelfarbe zwischen dunklem Indig - und Ehten- 
blan. Die Flächen auf denen die Fasern sich frei darstellen, 
sind seidenartig glänzend und schillernd; auf den Flächen der 
Faserbündel neigt das Seiden - artige des Glanzes etwas zum 
Wachs-artigen hin. Nur im aufgelockerten Zustande ist das Fos- 
sil durchscheinend i dagegen sind selbst die kleinsten Faserbun- 
del undurchsichtig. Spez. Gew. bei 15*" B. = 8,200, also genau 
mit dem Ton Klapeoth angegebenen eigenthömlichen Gewichte 
der dichten Abänderung übereinstimmend gefunden. In der Härte, 
steht das Minei«al dem Flufsspathe am nächsten. -»- In d$nnen 
Faserbundeln ist das Mineral stark und vollkommen elastisch 
biegsam; haben aber die Faserbundel eine Stärke von etwa einer 
Linie , so findet nur eine geringe Biegsamkeit Statt. Dabei be<« 



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284 

«itol 4er Körper eiaea äufaereräeBtlichen ZusammenhaU. Star« 
kwe FMerbondel «ind seiiirer sa ser breohen ; 4äniiere sehr ecliwer 
BQ iterreileeii und die sartesten Fasern laura eioh «ebr oft hin 
tnd herbie^n, ja tee lawen sieli «ogar Knoten daran« bilden, 
obne dafe der Zasammenbang anfgeboben wird *. — Der Aebeet- 
artige firokydolith ist eanft anauföhlen und hängt nicht an der 
Sänge. YaHlfoniBien rei«e Stacke Beigen nicht die mindeste Ein- 
wiftong auf iiea Magnet; auch werden die aartesten flecken yon 
einem starken Magnet nicht angesogen. Er wird weder dnrcfa 
Brwarmnng« nodi durch Reiben oder Draek eleetrisch ; leitet al>er 
Eieetricitdt , wiewohl langsam und unToUkommen. •— £beiv «e 
ansgeneielmel ist dieses Fossil bi^ Folge Svftomtnar's llntersuehnng 
auch in seinem ehemieehen* Verbalen« kn Fener sehmilnt es an- 
gsmein leielit« so bald es- bis «nm starken Rotbglohen erfaitat 
wird, an 8ohwarBem,,gl«iBendem, undnrolisichtigem und etwas 
Ijilasigein Glase, weldies vom Magnet stark gesogen wird, und 
Bertieben ein ochwairaliGh graues Fairer gibt. Seine LeBdktfiäs- 
sigkeit isl dabe^ so grofs, dafs es fast augenblicklich In Fluis 
kommt 9 wenn man es in dünnen Faserbihideln nur in die Flamme 
einer Spirltcwlam]ie hftit. Hierdurch unterscheidet es sich, anfier 
den schon angeführten Eigenschaften, ebenflaUs sehr wesentlich 
von dem Asbest. Beim Schmelsen nimmt zugleich sein Tolnmen 

* Dibs6 EigensdiAft , dardb welche sich der Asbest-artige Krokydolich 
Yor allen anderen faserigen Mineralkörpera im kobea Grade tnt- 
zeichoet, veranlafste Havsmaxiv zu TertuelieB, Ate 'Grofiie det Za- 
Muneiihaltei geuann' m bettimmen. M» wurden ast deü Possil ge* 
nao calibericrie C^Uader darfesteUt^ tun diese dvrdb darsa mi^^ 
bntAltU Gewichte, »«rreilsen.stt lassen. Nach vielea vergebliebco Yer- 
sucken, fie so zu befestigeu, ,df£i bedeutende Gewiekte. i|ngehasgt 
wenden gönnten» gelang solches bei einem Cjlind^r, der einen 
Durchmesser von 0,04'' Engl, hatte (zur genauen Bestimmung der 
Starke diente ein Dollond'scber Wollmesser ). Er trug 91 Hannov. 
Pfund, ohne zu zerreifsen. Der Cylinder zerrifs nachher unter Um- 
standen, die eine ganz genaue Ausmittelung des Gewichtes, bei wel- 
chem es geschah 4 nicht znliefsen; doch kann dieses zu et#a tOÖ 
Hanuor. Pfuod an^nommen werden. Ans gemeinem Asbest 
gearbeitete Cylinder von O4O7'' Engl. Dutckmeasery serrisaen dage- 
gen «chtfn bei einem Gewichte «onr 11 bi» 12 Loth. Ein Versüß 
mit ^nem aus Fasergyps von J^eld dargBstellten ICjUader Ton 
derselben Starke, gab zwar kein sicheres. Besnltat, aber doch die 
Gewifsheit, dafs er ein Gewicht ?on 5 Pfund zu tragen 'nicht im 
Stande war. 



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dem BreHe#orelime«Mr nlieh bedevtead an, midi delmt «ich woMf 
m dem yiep- bis Fänffachen desselben ans. Wird dasselbe MB** 
gegen einer geringem und nur allmfiblidll bts aam anfangenden« 
Rotbglühen gesteigerten Pitae ansgeaetet, «nd dabei der Zntrilt 
der Lnft abgehalten , so sieht es sich «nter Aasgabe einer geria- 
' gen Menge Wasser etwas zasammen , veriievi seinen Glana and 
angleieh sehr an Elasticitat nnd Zusammenhang) ohne übrigeaa 
weder auffallend seine Farbe noch sonst setae Gestalt an Tetlui* 
dorn and ohne dadurch auch die Eigensehaft au erlaagen, Tom 
Magnete gezogen an werden. Auf dieselbe Weise TerbBlt sich 
dieses Fossil auch, wenn man es in Wasserstofl^^s einem glei- 
chen Hittgvade aossetat Geschieht das CHolienf aber «nier toI* 
l«Bi Zutritt der iiofl, io erleidat dasselbe «war aafaags dieoelbaa* 
Verinderungen, moinit d>er dann sehr bald» ohne sieh wawot aa 
acliwänEeB, gleich dem reiaeit BiseaaigrdnU «iaa lotlitauine und 
xaletzt Tollig eisenrothe Farbe an , indem es augleich am einige 
Procent am Gewicht wieder annimmt. Sein faseriges Gefuge er- 
hält sich ^hierbei aber noch OBTerandert. Wird aber die Hitie 
bis anm starken Rotbglühen Tormehrt, so schäumt es schneli 
auf und schmilzt rasch anter bedeutender Termehrong des Vo* 
lamens and unter abermaliger Abnahme seines Gewichts aa dem 
schon erwähnten schwarsea Glase. Erhitzt man dagegen das 
roth gebrannte Fossil in Wasserstoffgas, ohne die Hitae bis zum 
Schmelzen zu steigern, so färbt es sich wieder bläalich-gran und 
gleicht dann TöUig dem beimAusschlufs der Luft geglühten Fos- 
sil. In Wasserstoffgas aber bis anm Schmelzen erhitat» gibt es 
ein eisengraa gefärbtea, blasiges Glas, das Vam Magaet mehr Wtark 
gfsflogaa wi»duad, aiit fiaiasäore übetgassea , Wassento%as ent- 
bimtot Im fliefscndem Bmm. Ust sich dass^be sehr letdit auf, 
nitd schmilzt mit denselben aa einer grün gefärbten, ▼ollkom» 
men dmchsicktigen Perle zosammen, welche auf Znsatz ron Sal- 
peter eine roHibraune Farbe annimmt. Wasser zeigt auf dasselbe 
gar keine Einwirkung, und nimmt auch aus demselben nicht das 
Grcringste auf. Damit einige Zeit in Berührung erhalten und sa- 
gleich der Luft ausgesetzt, ändert sich weder die Farbe dessel- 
ben, noch erleidet dasselbe sonst eine merkbare Veränderung. 
Aneh TUn den Säuren wird es nicht nrerkbnr angegHffra , -selbst 
wenn deren iCinwirkang S^rch Wärme unterstützt wird. Ble Al<* 
kälien' hingegen greifen es an, zerstören s^in Gefüge und erthei- 
len ihm zuerst eine grünliche und dann rothbraune Farbe ; jedoch 



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bl Umm HitviilnBg dl«r Wirme «rfofderlieli \ Die ««utiUUv« 
AmXjwö eigali: 

SfoMleHe .... 9t3l 

£iwaozj4«l . . . SMS 

... OJLl 

... 2^ 

. Kslk 9jn 

Natran' l,« 

Waiser S,58 

Dofch diflMS Reenltat waide dlie Ycnrathaof^ HAveHiHaV, 
teil dter Krekjdolith eine Tarietät tob K&AFBora'e Blaa-Ebflii- 
etoia tejy beetatigt, mifl bei eiaer tob Stbombteb ndl lefsterem 
FomQ TorgeflOBuneBeB ABalyee WBviea eriialtea: 

KieMlerde .... 51,64 

Eieeaoijdlal . . . 84,88 

MaBgaaexyd . . . t,n 

Magaesia .... 2,64 

Kalk 6,05 

NatroB 1,11 

Wauer 4,01 

»,85- 



* Da «lie latrendelbline Farbe dietet Fotiils h& dem bedeatenden £i- 
•engebalte detaelben anfangs Termotben liefs, dafs es pbospb'onaures 
EisenoTjdnl entbalte, und Ton diesem die blaue Farbe deMelben 
abbangig sei , so nvnrde es auf das Vorkommen dieser Säure »lerst 
geprüft, und zu dem Eude mit ätaendem Kali zerlq;t. In der bier- 
dnrcb erballenen alkaliscben Auflösung konnte indessen veder eine 
Spur Pbospborsaure y ilocb eine andere Säure anfser Kieselerde auf* 
gefunden werden, urid es ergab sieb aucb aus den femern Yersn- 
eben, dafs das Eisen in diesem Fossile blofs an Kieselerde gebunden 
sei, und die blaof Farbe desselben nur allein TOn dem kieselsauren 
Eisenoxjdul berrübre. 

** Eine faserige Abänderung Tom Rrokjdoliib, die sieb durcb meb- 
reve Merkmale von der Afrikaniscben Varietät nnteracheidet, bat 
Haüsmasv im Nonvegiscben Zirkonsyenite aufgefunden. Sie ist un- 
vollkommen., tbeils gleicb-, tbeils auseinander und dnrcbeinander 
lanfeibd faserig. Faserbnndel lassen sieb von einander ablösen, sie 
baben '«ber bei weitem nicbt die Tbeilbarkeit^ als bei der Asbcst- 



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in 

Q. Rots : iilMf die NethweBdigMl A«git und Horitbloitde 
in eine Gattnsg %u ▼ereinigen (Pocwmp. A. d. Pby«.| XXH, 
m ff.)* Bie Grniide tind folgende: Die Winkel dee Angita länd 
der Hornblende laeeen rfdi TolUcomnien anf einaader redasiren; 
die'cliemiBclie Znsaoiaiensetiang beider Snbetansen ist eicii eelir 
ähnlich; ihre epes. Gew. bilden Reihen, die gleich hoch hinauf- 
gehen, wenn gleich die Reihe bei der Hornblende tiefer hinab- 
geht; in dem Graneieine Toni Ural finden sich Kryetalle, die itio 
Spaltnnge- Flächen der Hornblende und die Form des Angiteha« 
ben ; Hornblende und Angit kommen in Begelmäfnger Zneammen- 
gruppirung Tor, in welcher die Krystalle parallele Axen haben 
und die etampferen Seitenkanten der Hornblende parallel sind 
den schärferen des Angite. Solche Znnnunen-Grdppimngen fin- 
den «ich nicht allein bei eingewachsenen Kryttallen, wie bei dem 
Gränsteine Tom 17ra{, sondern audi bei aufgewachsenen Krystal- 



artigen Varietät. Dai Foüil ist von laTettdclblftuer Farbe, die ^ftcr 
Seiu in das ScWanlichblane, anderer' Seils in das -Grünliche sich 
ueKt. Es ist inWendig icidenartig schimmernd nnd undnrchticlitig« 
Das spezifiscKe Gewicht wnrde , bei einer Teaiperstnr des Wassers 
▼on i5* R., durch eine TVägung =:r d^SgS, dnrch eine andere ZSZ 
3,394» slso etwas höher ab bei den Afrikanischen AhÜndeiruBgen ge- 
funden, weiches verrnnthtich von einem anderen,' mit dem faserigen 
Krokjdolith innig verwachsenen Mineralkörper herrührt. In der 
Harte stimmt diese Varietät mit der Asbcst>artigen übei^in. Sie ist 
uhr schwer aersprenghar , mager anzufühlen nnd hangt schwach an 
der Zunge. Das Verhalten im Feuer ist mit dem der Afrikanischen 
AhinderuDgen vollkommen übereinstimmend. - 

Mit diesem Fossile kommt ein butteriges Mineral verwachse^ vor« 
welches^ sich durch seinen lebhaften Clans bemerklich macht nnd 
an Steilen, wo es reiner 'ausgesondert ist, bald lauch-, bald Khwarz- 
lich-grün erscheint. Es hat swej ausgezeichnete Blätterdurcbgaoge, 
die rechtwinkelig- einander schneiden. Anfserdem scheinen noch 
zwei schiefwinkelige vorhanden zu seyn. Die Spaltnngsflichen sind 
stark glänzend , von einem zwischen Glas - und Perlmutter > arUgem 
das Mittel' haltenden Glänze. Das Mineral ist durchscheinend , ritzt 
Apatit und schmilzt vor dem Löthrohre sehr leicht zu einem an« 
längs rothbrsnnen , später schwarz und dem Magnete folgism wer- 
denden Glase. Dicfii Fossil scheint mit Amphihol oder Pyroxen - 
verwandt zu seyn; sher die innige Verbindung mit dem Krokjdolith 
gestattet keine EntKheidnng über seine wahre Natur. 
' Jene Cuerigs Abänderung des Krokjdolith's » die von Scsumaghcr 
als blaue Eisenerde mit aufgeführt zu seyn scheint, kommt im 



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lenv wii» bei dem Salitje tob JfHuhli ük üntortehiede iii* der 
Farm awisohen Horoblende und Aiigit lasaen mk dufeh die vei^ 
»ohiedeneB Umstände erkl2f?eB| UBtor: denen diese MiaeraUeii iixA 
bildeleB, indem die erstereii Firmen M langsamer, 4ie IctatereB 
liei sehnclkir AbkiUilung d«r gcsebroolieneit Um^ entsiebe«» wie 
sieh dieis a«s feigenden Grdmfon ergibt: 
I) durcb Schmelaung der HorableBde im Plalin- oder K^len- 

Tiegel eriiäU man Kr^talle tob Augit-Geatatt^ 
. 8) Sehmdaung der Bestandtlieile von HenibteBda and Amgit 

gibt Kr jBtalle TOB Attgit- Form; 
. 3) unter dea krjgtallisirten Schlacken* und Hatten * Produktea 

find^B sich nur Angit- und -kräae HorableBde*Krystalle; 
4) Hornblende kommt gewöhnlich mit andern Mineralien jov^ 

die sieb dnrch langsames Erkalten der geschmolieaeB Masse 



Zirkon- Syenite von Stauern ^ zwischen fieisclirothein Feldspaib, zu* 
' gleich mit TitAscisea » mogewachaes vor. 

Einen Übergang ?»n dem fftterigen l&rokydolith sn» Nor* 
W0gw. »a dam dichten aoa Su^- Afrika bildet eine in Granland 
sich findende Abänderung. Diese iat 'UBTallksiBmen», kun« und 
datcbelnaBder Itofeud faserige dem TTaeheoen geniheft. Sie hat 
«ine dnttkfiI*!aTcndelbUuft Farbe; la^ innrendig matt; uadvrchsicl^ 
Ug; aehr schwer aenprengbnr ; an der 2inage kiagend. Du spez. 
Gew. =s 3»ftS0. Die Harte wie bei den andren Yarieiaien und ebenso 
das Yerhtftiea im Feuer. Das Stück ^ wdchea U. besitat, tsi.unbe- 
admmteckig« auswendig %mm Theil löeberig und zeigt an csnigen 
SteUea .Spuren von weifsem Feldspath. Da in Grönland Zirkon-Syenit 
vorkommt, so ist ca ntöglicb^ dafs diese Gebtrgasrt dortig. wie im 
südlichen ßTarwagtn^ das llluttergestein des KrakydoUlh's as&macht. 

Zu dieser Maneruknbaitaaa scheint auch das mit 'Saphir<[uars 
Snaamtaenbreebende Fossil tou Qalimg im &ii9Uar:gim:he» %m geboren ^ 
welcbm von liEOMUitn unter den Namen fsaeriger Siderit be- 
•chriebert worden« Es schmitlBt zwar etwas achwoier als: die anderen 
AbÄademngen^' welches vielleiclit ven tnnig facagemsngiem Quarz 
heirnkn^ «erhalt aicb aber nfarigeus am Feuer, wie |eae und steht 
101 Äniserea dem Isserigen Rrokydolilh aus dfomtffen am nächsten. 

Auch ist ca nicht unwnhcsckeinlicli , daÜk ein latendelhhnssr An- 
'fi«|^, dm zmeeileft an Gdsirgiarton aich zei^, wselihe Hernblende 
enthaitml^ & & an dem komigsn Hombtondiegesteia voai Mfemerud-' 
Waaser, unweit Kongskefg in Aorveyafi^ ehie erdig ei Abänderung 
d.ea RrokydolitVs ist. Dalk dicem A«Aag Leine PhosphorMave ent- 
haU und daher nicki Elan eis euer de Htj. hat eine von SmoHiTsa 
loifonommene, chemiache Prüfung evwieaen. 



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geliitdet hutren ; Augit 9m liftnBgsleii nU OUvui , def tfarch 
«dmeUer«» )SrMt«ii eatetelit. 
. 9) Wo J^ornbkniia «ad Angibt ipUeinander "Pork^mmen, siml 
die Massen Terf cbieden siutiiii^inepges^tit «Hd daher TAnchiO' 
den ichiBeUbiirs die «chver^iP wiMiieUbiise Masse kt Angk, 
die Mcbter schmelzbiire Hornb^vde , «nd ktstere hat sich 
um ^uere gebildet 



BasiTHAüPT beschreibt einige fettige und der Krystal- 
lisation fähige Mineralien. (Jahrbuch der Chemie Ton 
S€HW«i«6«b-Seidbi.. 1831, 11. H. S. 215 ff.) Asbest und Amianth 
sind keine besondern Mineral -Specien, sondern blofse Bjeseich- 
nungen eines eigenthümlichen Aggregat- Zustandes Tcrschfipdencr 
Mineral - Specien , zu denen der Verf. als neue rechnet: den Me- 
taxit, den Kymatin, den Peponit und den Pyknotrop. 
Der Raum läfst keine Mittheilung der Schilderung ihrer Merk- 
male zu. 



Brhthavpt untersuchte die Terschiedenen regelmäfsigea For- 
men, in welchen der Serpentin sich darstellt, und 
fand, dafs derselbe die Krystallisation des Chrysolithes , Pjrrozen^s 
und Amphibols auf eine Webe in sieh vereinige, dafs sie sammt- 
lich als umgewandelte oder After - Krystall/e erscheinen. (A. a. 
O. S. 281 ff.) 



F. £. Nbvmank entwickelte das Gesetz der relativen 
Steilling der (ndiriduen in. den Krystall-Zwillin- 
gen. (A. a. O. 12. H. S. 444 ff.) Der Aufsatz gestattet so we- 
nig, als die Nachschrift von Prof. Weiss (das. S. 456 ff.) einen 
Auszug. Wir beschränken uns anf Andeutung des Inhalts. lOr- 
läuterungen des allgemeinen Gesetzes der Sjmtaetrie bei solchen 
Terwachsungen. Wesentliche Terschiedenheit zwischen Zwillingsr 
and Verwachsnngs- Flächen. Über einige von Bheithaiipt beob- 
achtete Ausnahmen von jenem allgemeinen Gesetze, namentlich 
bei den Bavenoer und Carlsbader Feldspath - Zwillingen. Über 
Doppel -Zwillinge des Albits, nach dem Gesetze der Carlsbader 
Feldspath- Zwillinge gebildet. 



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240 

G. Maqnvi bemerkte» dafa GraBat durch' das SehiiMlr 
Ben eine auffallende Verminderung des specific 
sehen Gewichtes erleidet; rotbbrauner Granat aus Grjiii- 
Umd Ton 3^ zu "^,05 und grüner Granat irom H^tZiot- Flusse iron 
3,6S zu 2,95. besonders beachtnngswerth ist die grofse Überein* 
Stimmung, die aus jenen Versuchen zwischen dem specifischea 
Gewicht geschmolzener Granaten und geschmolzener Id<Arase sich 
ergibt^ (PouGBHD. Ann. d. Phjrs.; ^XII, 891.) Vgl. Jahrg. 18S1, 
Pg. 448. 

C. ZiNKBH beschrieb ein neues Antimonerz Tom Wolfs- 
berger Gange, Welches dem Zinkenit am nächsten steht, durch 
Mangel an Kupfer -Gehalt und durch seine Krystallform Ces ge* 
hört zur klinorhombischen Reihe) jedoch davon wesentlich ab-' 
weicht. (A. a. O. S. 492.) 



C. Naumann theilte eine Notiz mit über den Fehler der Ex- 
eentricität der Kanten bei Messungen mit Wo&laston's Goniofue- 
ter. (A. a. O. S. 895 fl.) 



IL Geogaosie and Geologie. 



Kmziz in Przemysl : mathematisch begründete Höhe 
der Erd -Atmosphäre ( Baumg. u. t. Ettinush. Zeitschr. f^ 
Fhys.; 1880, VIII. 420 - 425). Wärme dehnt die Atmosphäre 
aus , Kälte zieht sie zusammen. Da nun die Temperatur mit der 
Höhe abnimmt 9 so wird dadurch eine endliche Begrenzung der 
Atmosphäre nothwendig» die im entgegengesetzten Falle [abga- 
sehen von den Wirkungen der Anziehungskraft] unmöglich wurde. 
Wendet man nun die bei barometrischen Höhen - Messuugen üb- 
liche Formel an, x ^ c (log. P — * log. At),- wo P den auf den 
0^ C zurückgeführten Barometerstand am Meeres- Spiegel in Li* 
nien , M den gleichmäfsig behandelten Stand in der obern Station, 
e'aber einen aus der Erfahrung zu entnehmenden Gocfficientea 
bedeutet, so würde P etwa s=s 886'", Bf aber nothwendig s= • 
und also 

s z^e (log. 886 — log. o) sa c (log. 886 J^ oo) «= OO 



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14t 

*• *• *ie AliBuipMkM wMle ^i «Iin^ ttumMftAlicIiMI RSb«) #w^ 

■Mitapviikto (Chftt. iim. «& 511} t«kmgt Un. 

Wird aber, wie nothvendig, der Wärmesnstand der AttR0^ 
Vhiie iü jeaer r«m«l nritr iMifMtiklitlgt^ fäkd deM«l lUafc die 
1iMbaelitefeaxTeiii|i«taitt«mi tm «ler UMMiifieli« and d«^ ofteni 
SUitiea d«nh t n. I' aa (BcifiiMBta. KtftitrlehM Sie Aaflai^; 
•li 0, ea wird J«oe Femel 

» SS « il^. P. ^ lag.. M.) (1 -4- t.iM (IH- i')), 
oftd 9- ttuTs iimerimrft angebbafef Grfifse bloibeti. Setzt man fer- 
ne» f^ #^ mid f' t=r -- aW nad legt ttiati iu besetz fiber die 
ffiffine-Abaalntte' inrdi d^ Böfre t« Giirnde, daft „1«» tt.'Ab- 
oftlmie aaf im Toiseii Bdfm Iceaittye/' ib wütA6 ei'it 48,44tf 
lW«ea =r 18.1 g^gr. Meilea n&b^ geyn, wo * t- ün^ die 
Wtane !±=-^40r R. otfer ^ «PO* C. tröfde, wa« frcjficli aufser 
Äai «renaea erfalrniag«niartiget tortteÜtittg Hegt, atier dfirum 
iii**t gaaa aatnßgHeh w&i«: £hi andre« Cetetz der Wirme- 
Abttahaia and eiii%e ilefae n^irtittreadlge <3orrectioaett wurden da» 
Reeitltat ^ii* etwa* tnd^ra. D»e i^AMiea'dbhe »6reclinurig, n^el- 
abte, den Etaflaft de^ W«rme BtibetÄcWebtlgt latBendf, dietaft- 
trft»iHMr In 5682 geegr. ]tteilen«ir«fae setzte» tann daber mit dem 
ertfea oMgea ReiaftatfB verglicheft werden^ während da» letzte 
BMbIM eicb d^ ScmiaT'sehen Aaatfbnie der Luftgrcnze in t- 
tt gtngif. IMleir nähert. Itodetnett iU das besetz der l^ärme- 
Ataahai» Im I.«ftlMlte «a onb6&aAnt , um aber diese 0itferena 
üMieii aa käaaeii. 



Ä. W* 9^^ «bai^ ilie elee^trtf-itragttetischen «Igetf- 
tMadf Mikalttf« d^i» EMggttge fir detttfrabea ton Harn- 
mm (nUet. ÜVanattcf . lUmir. »89. it. ftgflT - 414.) r. fttellti tfac^fi el- 
B«« etfoigloeen Btpatlnietttf seifltf Tersadbe mit dOeiä «mpftndlfclie- 
rai «teetra-asagaeüsehea A]iiMttafe atts kletHeb ftnpitir-rta^ten 
MK, Me mit die» OTeHMelie der' Üäiltfe ddfeli Kkpf«r-itl(jf«f fa 
DiMfaiiaag geaetM oder^ daveft efae 'hAlisefbe IToffi^ttiiid^ dtf 
diaeefbe angedirdctt wttrden. jEwIseheit Je'VsWyfl^'sttfdbi^^'titaSAf- 
«Moieaen Slelhm AttgebracAten Plättd/ iiild"^lneiä GäWtftf^md^ 
tat— tfMAiea Nadel, 3*4^ lang, ^g'' »rfttt'tfii« *)5o'^dlb», lürfi 
«an Irälttetdaii Räst4;beif vott 4'' fiänge tiAd'fiMite ^4'V* Wki 
lar, ntweiebe« W leapftnie Blätter toA V,5^ Uten^ilHM^if bä- 

• 

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9«S 

fe^igt wvta r- wurdA m&ttolit ei«e» 4^,^' 4i«i»n K«prer*D»h- 
t«ji., ilaii mui ■»? fmfiBglWi mit Siegtliaok ibvmgen hatte.» ^»» 
Terbindäng hergetUUt, wpvon,»» 8©0 Tirfsw iwrbaudit wur- 
den. ' ' ' '--,♦.-. 

, 3aUl .w»r fiiei iDteoiitfil der eleatix^magBCittclieli Wirlauig 
pvlir «chwacli^ibald, an andern Orten, nuu^ite «ie die Nada eiefa 
im|(rei«e drehea« Im .AUgemcinen nahm deren Starke »» »I 
dem Kupfer- Reichthnme der Gange^ nad: TieUaleht etvaa mit 
der Tiefe dfr ge^wfthLte» Stapdorte, «o daTn^man ▼egan er«trmi 
Verhaltens. Tielleicht den wahre^sheiDlicben üelchtlmm eiaee ak- 
iiLba.iienden Ganges yoraas erschlteiaen kdonte* *t- Ware» ^e 
svjBi i^uf^er- Fiatteil, nnrvw^ntge Tolsen von eiaaadar eatfetadt 
und viel Kapf^renp im. Gange swischen ihnen ^nd ohne Uate- 
btiBchnng dnrch nichtleitende Stoffe ^der durch Grfihenarheitea. 
so aeigt^ sich., wahrscheinlich wegen deif mäditigen I»eitaiW^ 
fahi^keit des Ganges, keine. Wirlnng^ war aber dabei dea Gailg 
Ton Thpn oder ^Uara durchsetzt , se, war die Wirknag- »4*1- 
gepeinen stark. Waren die zwei Kupfer -Flatten. in. isewchiado- 
nen Teufcji 'an.doin"«)H'^ Gange, oder.warc^ sie an .versqh^^d^ 
neu Gängea angebracht, ^^ zei^te^sich die Wir^uiig gemeiaiglich 
ams^rksten, und selbst noch bemerklieh ,. wenn die.Ganga-ao 
erzarm waren, dafs jeder für sich gar nicht auf die Nadel wirkt»- 
1- i)ie Richtung der -f: JS. war bald iiofi O, aaoh Wo bald it^m 
W. nach O. ; und wenn die. paraUelen Gäfige mit eiaaadei vavgU- 
ciie'n wurden, so war ihre allgemeine. Richtapg T4Ba|f. nachS.'«ade- 
ten umgekehrt^ In den nach N. geneigten Gangenjirar die O«- Seite 
gewöhnlich -4-, in den nach S. geneigten aber — »el.» mit emer eia- 
zigep Ausnahme unter ganz besondern Bedingniseen. Wurden die- 
selben Gänge in yerschiedenen Teufen Texglichen, ao xeigtea 
' sich di<^ der tieferen Sti^tioi^ ^n^ativ gegen die .obetan 9 nmg»- 
nömmen allein in. dem Falle,, weim eia ai|:|it. l^itea der ».Gang dsa 
ersteren zwischen den zwei Plattaa schnitt, imd.d«v,o|ie«eiTheil 
des. erfterennun der ;— .^i^ite des zweite^ /^ntspraqh» . Dia HBf^si- 
ne^en^ Ausnahmen TonidenalligjBm Q^^tsau; J||^i|am daher 

Teranl^ft i^fT^^ 4*??;* .•olclw«, Durchsatztaji^^eB jdar . «äage 
^Okrch NifÄitieiter,;,^d^^eh,{d relativen HetaHre ifihthp w apA. 

dipr Teufe jind zn(;j^h. naf^ 4ein Streichen «.,mijil 4aireh*dM.:vaekt- 
seln4?,, pf^^^i^fgeffeng|Bset^e j|;iafallen.des«elh^^^ Gsaa^sa. : #aa9«r 
nehmen (j^r.-n £» ^c^eiat ipithin in Bealehung mm W^UjPM^JSor. 
9alimevnacji^.der,fr|efe an stehen,>abi|chpn eii^e salch»» BpMiaag 
Bwisphen ))^id,ea Efscheii^iingen 11» namlicl|en Niviaai^ .iMfllb^ he^ 



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als 

üMtklich war. Auch «cbien die Gegenwart der Arbeiter, der 
Lichter, das Sehiefsen in den Gruben ohne Einflufs auf die E. 
SU seyn. — Die Leitungsfähigkeit renchiedener Erze. für 
die Galvano -Elektrisitat steht in Iceinerley Terhaltnirs an der 
ihrer Bettandtheile. Tollhommne Leiter sind: Kopferniclcel , 
Bantkopferen V gelbes Schwefelkupfer , Kupferglanz, Schwefel- 
•iecA, Arsenik- Kies, Bleyglana, Arsenik -Kobalt, krjrstallisirler 
Sebwaraeisenstein, Tennai^tit und Fafalera. Sehr unTollkomnne 
Leiter sind: MolybdAnglanz und Zinnkies. Nichtleiter sindi Stl- 
bar, ^Quecksilber, Schwefelantimon , Schwefel, Wismutb, Wts- 
math-Kapferen, Realgar, Schwefel-Mangan, Schwefelzink und 
die mineralischen Verbindungen von Metallen |nit Sauerstoff und 
Sauren. Alle Leiter gaWanischer E. sind es auch, jedoch einige 
fm Terschiedenem Grade, für geraeine E. Der Thonschiefer (Jßt- 
Uu) ComvHilU scheint die gemeine E. in einem geringern Grado 
as leiten, «doch nur, Tielleicht wegen der Feuchtigkeit, in der 
Rlehtung der Sehichtflfichen. — Mit den gewöhnlichen Hypo- 
thesen über Ursprung und Alter der Gänge lassen sich 
Mgende Erscheinungen an denen in Comwali nicht wohl in Ein- 
klang bringen: die sehr starke Neigung der meisten derselben 
sowohl in sehr harten , als auch in ganz los^n Gebirgen , Wo je- 
der Spalt der Richtung des geringsten Widerstandes, nämlich 
entweder senkrecht nach oben v oder nach den Schichtflächen ge-^ 
folgt seyn wurde ; — die Zertheilung und tiefere Wiederrereini- 
gung der ' Aste eines Ganges , wobei mächtige Felsmass^n yqu 
aUea Seiten durch die Gangart tou der Gebirgsmasse ToUkom-. 
men abgeschieden werden; — die häufigen Terändernngen im 
Btraiahen', im FaHen, in der Mächtigkeit der Gänge, ohne ii^ 
gead einer Beziehung zur Teufe n« s. w.; — die Übereinstim* 
muBg wenigstens eines Theiles der Bestandtheile eines Ganges 
mit der Gebirgsart , und das Wechseln derselben mit dem Wech- 
. ael der Gebirgsart in einer Weise, dafs man jene überelnstim- 
mendea Bestandtheile der Gänge unmdglich als blofse Trümmer 
der Gebirgsart ansahen kann; — auf DaJlcoath^mine durchsetzt 
ein Erzgang einen andern in Terschiedenen Teufen. — Die Me-, 
tall-fihrenden Quata- n. a. Gänge scheinen Zirkulir- Kanäle fdr 
«aterirdilMshe Wasser und Dunsie zu seyn , während die sie durchs 
aetaenden oder in ihnen eingeschlossenen Thon-Gänge gewöhnlich 
mdurahdringlich fdr das Wasser sind, und das Vertrocknen der 
abom Olierfläehe des Gesteines Verhindern und dadurch die Ar- 
beit erleichtern. — In jenen Gegenden rind die E. -leitenden Mi- 



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?44 . 

Mfiilieii ,4ßw G«ipfe gi;wdhnlich durch Nich|le}ter f^ der f%ir* 
fl^c^^ ifplirl; ^o lief^ der braune Eisenocker ml% Q^^t:^ n. f« w. 
(Qo9ßftp genannt) beinahe überall {luf dem Ki|pfec; das Schwe^ 
feizink oft auf dem Kupfer und Blei ; ab^r da« nicht Ie|ten4^ 
Zinn i>t weder Toin einen noch Tom andern umgehen ^nnd er- 
scheint namentlich überall näher an der Oberfläche als das K|i- 
pfer. Die nichtleitenden Zinngänge werden gewohnlieh von den 
leitenden Knpfcrgängen dnrchsetst, wenn nickt heli« parallel 
streichen und fallen. Ebenso Hurften iwei , unter eatgegeBgeaetSr 
ten Et] Winkeln einfallende zusumm^tfüffffide ITupfarimSt 
nielwit der hm^ des Zusammentreffeni« xi| erxarni. f^r d?i| 4hb».f| 
Y^|4ef^.; wenn sie sich abfir nater Terschiedeoen Winkela T^i^ir 
nigl^n, fpdeip sie in ^er pämlichen Richtung abwärts gehep , si^ 
sie gewöhnlich reich. — In einigen Distrikten jen^r Qegend neh- 
n\^x^ die Erzgänge gewöhnlich eine Neigung nach N. oder nach 
S, an : und oft , wenn in einem Distrikte die retchen Gänge di^ 
herrschende Neigung der armen annehmen, werden eratre wvH 
letztern durchsetzt und Terwovfen. — ftae gewöhnlieha 8tf«i«l|a« 
dortige» Kupfer- und Zinn 'Gange sebeint von 0. naeh W. adoi 
^Uiaiehr iron ONO. naeh WSW. an gehen« in maaehes IHalalH 
ten #hf^ weieh^ nie zmr<»ll«ll «lh ^^^ f^reichf^ t^ ^Q^ v^fj/^ 
^]^W., welche Richtung ^elbei die h^nsche^^ weifdf^B kam^fr« 
B\V (if^ng^, w«l€^e nichtleitendeii Sphvefel^ilbpr fuhren, n^ach^A 
g|lifdhnlich fast rechte Wickel mit den Kupfer- und Zion-Gäa-f 
gen , so die Charaktere der Queergänge Tpn Qu^rz und Thpn an- 
nehmend. Wenn diese letztem zwei die Erzgänge Terwerfenj so 
finden steh zwischen den Terworfenen Theilen doch oH StiiekO 
dd^r ein schmales Gangtrummer ffeaifer) von Erz, so dafs dio 
L^tnog finr erschweret, nicht uMterhroehen erscheinli. Oer^nai« 
dfeser ^eetigäoge ist gewöhnlieh faserig oder, sivahlig, ahwol«« 
ehend vou j«aem d<)r Gänge aii# (k aaeh W, r- AUa dMÜg«, 
B«rgwfevkA7.£^istrlkte. ^iM reipii 99 G$n^ea. ^Inet p prpIty^rUclkjWl 
ff^li#r^, PUa«» genannt, welche, hifi W ^uiM^ pel»r T^^f ^% «HM^ 
tif » I5ew^.h|ilich in NO. qdpr QNQ. ft?ei?h^n, |ind meV*^i}(i ip. 
NW. unter. Winkeln bis ul^er 4&^ geneigt sind. Erzefinge durch- 
ziehen 8<>|clie In i|llen Richtungen. Weqn Kupfer- und 2(inn- 
Gängd sie durchsetzen , oder auch in irgend eine andre Felsarf 
fortsietzen ,' so werden sie darin Bau-nnwnrdig. Hiebet mufs matt' 
sich erinnern, dafs dfe Erv- Gänge und die Porphyr- CUNige In 
MtsHfo^, ühmtinuäa und CkiH ehenlalls im Allgoaieiaen vieh «n^* 
teaeinander ähntieh Terhaltea, nad dAfs nach von Hsmoiias dia. 
tSkhidUiiag de? UrgehIrgA im 4en. vfMehledwea W^H^m^mtvk 
M4)r>f^ ftW NW. well SW. If 1 g«^ ^ Wepm i^h^ il^Wwm 
m^ d^r AfMD^ti^m^f. nf^h dfnpi Im^J^ <P^ Erf« 9J9^ Inlf WH&I W^ 
nsillMViill^ tQ Ift of «u|cl| fi|r die Ele]{trizit4t wahneheiiiMf^» qnd 



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245 

wie ti€ elektrischen Streme dnrch Verioittdiii^ der £n-6&oge 
de» Ürget^irg« aaf den Galyantfixieter, tfo Itfenen «ie aueh anf die 
nagiletnttdel an der Oierilädhe "tirlcen ; die Veränderaifgeii in der 
Richtuiig der Bfagnetaadel fednnten wohl der relativen Eri6rg;ie 
entgegengesetster elektrischer Ströme angeschrieben werden, ät- 
ten fiicfhtung vielleicht Zufälligkeiten unterliegt und Wechseln 
unterwerfen ist, woven Erdbeben und Tbätigkeit der Tnlkane 
die Folgen seyn könnten. Da» Einfallen der Schiebten und Erz- 
Crätigib kannte mit 4em Torhändensejn tou zwei magnetischen 
Pole* auf lieideii Erd- Hälften, i^nd so^af die ostwestliche Ach- 
•endreUuDg der Erde niit schiefen elektrisdien Strömen in Ver- 
tbiMlBSg stehen. 



Ab-theilnng tdrtiftrer Formationen. 

Dmkätmt yergleichoif de l^afetn Aber die leb^üddn 
iMid diO fosaileh tertiären Konchylien- Arten £iirft* 
^'o, und aber Jiese tertiärefi Aorten unter sieh {Am. 
M. fuä. — Aemio fiiMlogr* 1B$1^ 44-- 46.J, und Cütibb's B^rlelit 
«aruber {Mn. »e. kai. 18il. XUK 176 — 184.). Der tf. denkt 
i^äte# ioNie Forsdiungen ftusführlichef roitztftheilen; , jetzt be- 
dingt ef sieh, der geologischen Sozietät «eine Resultate Itn Aus- 
züge mitzutheiien 5 die er durdi die sorgfältigste Tergleiehung 
yoa 4689 lebenden mit 2902 foieilen tertiären , zusamiaen 7541 
ttt> Arte« in 40,tfMF Ezemptareli erhaltet hat. Er theilt dem- 
IHieb die tertiirett Gebilde « die man Tor ^wse^MV» als nur eine 
Foraaliotf angf^s^hen, in drei Forttationeh dem Alter, nach ab. 

&.!■ PB BiäitmoST erklärt in derselben Sitzut^, dafs e^ aUf 
oinem andern Wegä äu «mlogen Resultalev gekommen ist, uHd 
Uk den TiSrtür- Schiebten FraiUNreiehsi der Scliw^is und Piemontt 
4rei Altera »Abt^tlungen Erkennt ^ deren jede einer Periodfe der 
Rohe twiscben sw^i Geblr|pe«li«'bnngeil entsj^i^icht. 

Aitctt Re^ hat, mit llnsjrATm'i Studien unbekannt, ähnliche 
VergUtchuttgefi angestellt *y IrofCiflter er jenen ü6er /tah'en mehr 
Slcherfireit als frn:beYen ötfef in andern Ländern untetnorixtao&nen 
IJiitersnchuagen sutraut. Er theilt im Augenblicke daraus nur 
teiit, watf tah den eben orwähnten m gleiche Parallele gehört. 
iy findet» Aftfll die wirbellosen Ifhiere, wie sie früher auftrdte^a , 
audh frnfcciT nut des lebenden abere»st&nmend werdeli , ali die 
Wirbel|hie«<e. 

:* (Tgl. B. ö. ftiMmn: luUini Tertitr-Gebilde miC ihrefir o'^- 

gsnifcheir .Vcfitfrreittftt^; ans d(etieii « i>koiitfnirisc& - bs«^ 

. turKI:tf9rrs>^hda Reisen^ BtAd^lf. 1891, * Besofideft sb);edrucku 



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246 



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c '"^S • •» 2 

1 1 5313 "S 




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u% 



I 
IIL Petr e f akte n -Kunde. 



Tb.'Ii. MiTcitu: aber die Kalksteln^UphleVi im Wti- 
Itn^ofi-TAale, und-dfe Lsgerung^ in der daselliftt fee- 
• tle Knochen gefnnrden worden sind {PhÜoa, Magam. a! 
Jhri. 18S1. June , il. 445 - 441 ). DteM Nachriclit Tom 14. Okt. 
IM) ist Yor der geologisdien Sosietät in Itondon am 18. April 
1981 rerlesen worden. Jene« Tlial liegt 170 £ngl. Meil. W. ron 
. Newcasiie an der Oetkdste ^iMtraften« , nnd ist vom Bell-river^ 
einer Hanpt^elle des Macquurriis,' durcliflosBen. Der Kalkstein in 
diesem Hiale ist dem der Kolilen -Formation selir ihnlich, und 
erhebt sich an der Ostseite 100' über den Strom. An der West- 
seite ziehen mit diesem Kalke parallel Hügel voA rothem Sand- 
stein nnd Konglomerat, und östlich davon sieht man auch einen 
Höhenaog^ ans Trappfelsen. Die Basis von der Wasserscheide^ im 
Innern des Landes iüt Granit. Wo die an sich anebene Oberfläche 
jenes Kalksteines nnn an Tage steht , erscheifit hr ganz toII Höh- 
len- und Spalt -Handangen, WoTon zwei sich §0' über dem Bell 
•n dessen Ostseite befinden : eine za einer 300' langen Höhle füh- 
rend^ die andre za ein^m weiten Ihfeilweise anfgefdUten Spalt. 
Die Höhle zieht znerst.schwach abwärts; 125' von der Offnang 
ist der Boden dick mit einer trocknen, feinen , röthlichcn Staal»- 
erde bedeckt, worin einige Knochenstucke, anscheinend Ton Kan- 
gnroo's, Torkominen. Schöne Stalaktiten findet man an mehre- 
ren Orten. Tiele anregelmäfsige öffnangen in der Decke schei- 
nen aufwärts zar Oberfläche des Berges zii fuhren. Am Ende dei^ 
Höhle ist eine Anhäufung von so loser leichter weifser Staub - 
erde, dafs ein Mann bis an den Unterleib darin einsank. Diese 
Erde bestand nach Dr. Tvasaa^ Analyse hauptsächlich aus koh- 
lensaurem and etwas phosphorsaurem Kalke und thierischer Ma- 
terie. Dana scheint die Höhle. in einier fast vertikalen Spalte 
zu endigen 9 welche abwärts 80^ tief unter ftie tiefste Stelle des 
Bodens der Höhle geht und ungefähr im Niveau des BelZ- Ba- 
ches durch Wasser gesperrt^ ist, aufwärts aber bis zur Oberfläclie 
reicht. — 80' W. davon ist die Mändung der von Rankin zuerst 
untersuchten Höhle (S.S. 111 --'115 dies. Jahrb.). An dieser 
Stelle besteht die Oberfläche selbst aas . einer Breccie voll Kno- 
ehentrümmer y and ein ähnliches Gebilde noch grofse Kalkstein- 
blöeke enthaltend bildet die Seiten der Höh(e, welche in Form 



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einer Tertikalen , weiten, nnregelmfifsigen Schlucht nur mittelst 
Leitern and -Seilen «ngingllch ist. -Die Knocli^ii 4lener 8p«lle 
•tanmen nach Clift alle Ton ßenteUhier-^eschlfechtem ah, hi«. 
auf zwei, die sich nicht ▼«» der jetsigen Thier-BeTölhemni^ 
7VciiAe<<an(2»h<;rleiteQ lassen tc üfir erste ond giröTf U (naeh Am- 
6iir|r gesaadtc) datanter soll von ülepkaDten stannnen;; der 
i^weite isi höchst nnvollttändig, «cbeint aber ein Stach «inesOfaer«^' 
IcfflerlcnQchenil z« ^^jUt der dem des Dagong ähnlich wäret ar 
enthält einen Theil eines gerad nach vora gehenden Stofsiah«K, 
9^r B^iohttffstattef Uefs W ^w ierMandang dieser Sp«lte«fs 
ein IiDch M den Qoden «n ein^ Stelle giahem» wo kein Fels hav» 
TOratnnd, und fand dort den Ber|^ sitsjivQiangQsatat . aa« aiMS 
IkUjrten kompa|iten Breccie.» der qhen heacliriebnCin ähnllslit «nA 
eh«|ftfolla TaU organischer Reste. > ^ 

^dire liähl«« vdt solcher Bteecia kommen im Kalkatid— 
auf dev NQrdaa.ite, des Mocfvmrrif-Fiasses ¥0«^; 8 MeB. ^UI. 
(f ettffngfen- 7äaia; M Meil« SC^ davon «« ITarca ftnden sich ^ 
fiMdan,» auii^ mitFeJk-Spalleo in VeKhiadnng stehend» die thail« 
weiaa mit KnochenrBromjo aosgaCäUt ssnA, Zn. SMmgi MMmk 
Q. von WeUJm^^Uniky wriirde eine kleine konkret« Masa* mit iüsft« 
chea gefnmleo^ davon nichts nach JSufo^ik gekammeo^; doi;^ aoh^ 
ne». üese fUiachen grofser, als die jetst dort kboodecXhliBraiA 
sayn. -^ Eine Theoaia versichort der \L nieht gehom m kämntm» 



JiMBsoRi Fernere Notizen dfber dfe fossilen Kno- 
chen in der Oegend voir H^güingtony in Tfeu- Süd -Wattig 
(Jamss. Edinh. n. philo f. lottm. 1881, uro. it, p. 1T9 — lSl9,1 
Die frfiheren , dem Dr. Ijamo angeschriebenen Nachrichten stam- 
men von Afi^or Mitckilb, Cheneral-Bispektor van Neu-^Süd^t^'O" 
let, her, ana Lmo war mir deren Überbringer. f^nnxAHD hat 
unter den nach Pari» gesendeten Knocheir erkannt: B'asytiras, 
1 Art^ zweifelhaft ob die noch lebendb (D, arsinits); Hyp* 
sfprymnuB, 1 nicht lebend gekannte Art; Phasen lomfS, 
1 lebende Art; Kangnroo, 2-- 3 Arten, zweifelhaft ob noch 
lebenden gehörig ; H a 1 m a t n r a s , 8 aasgestorbene- Arten ; £ 1 e- 
phant, 1 unbekannte Art; zusammen 8 — 9 Arten, worunter 4 
aasgestorben, 8 — ^ zweifelhaft, 1 lebetid^e. Eftao nachgesendista 
Kangaroo- Art ist ^ grdfiler, ahi dfe gröflte dater d^ lebea- 
dOR. Vom Dugong (€rMAirr)teine Spar. 



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p«r, Bob«l eiaifea aadefn BemerkvBgeii ib^t w^ttlf 

Wi 4er AlNul. il«r W i ii iw i h . m Berlia ftm 18. Ftl». ISld), ««dl ' 
I«.v«Bveiii«bttv Bwei »eae Ca»aidmtleii i« 4e»T«rtiiiv 
a<ikiekt«B vott M - Ww iit i ry (!• yfi. «od 1 lib« Vorg«!^ tM 
«. 0«eab. 1810« )* B«'<m 1881. 4\ — Otr «r»«»4ie««r AaMli« 
«aftb&l^ wniilyrli«li«r* BelrM^RBgm übw Ir«ptm««« l*t» üNl 
ikm Bäknm^FpHMUam {Tpuim^nUfn)^ dkr sweil« |««e ttner 
Cscaidari« 8«yra«tm »fed €. catttellataf orit dm BttgtM» 
vigen AbUUm^fl», tral^« (entr» hi ab|;e]iätBl#r Fan») Mibo« i 
loi ü i flawl d^piiHfhmU&m» lap a i f a o ll i» * •» Taf. TL a« T., iwbal 
«ar AadMtaag «ber dia' SiliaMbalioa nüHrübeill wafdeik Bm 
FmMSknm mmts ea dev Vf. Daak iriaMn « dOi ar Mise Af bdita« 
te mmut Smmmimmg Taa Abhandlmige» niaiergrt^ btt» dta jader 
arverbea ader in eiaar BMiaibeb aachadklagaa kann, vaa 
d^ jiiBiMkee liakt mairlUb iat -^ Üaa bleib« 
dia aaaffabiliabra fibt«iekalao«r Aber die 8HMibailaH 
bhaadlMgea aaaba«ti«(rea. 9er Vf. ec l i i el N 
' des gvüblaa AatlMil a« dar ilaÜadaay Aar- 
lMHi|«l blehar g eAe eig er Tkaleaebett sä, aml anribnt elawr ftdllv 
Mnrnair^a (aila« Cmek. tp. 888. J. 1888) , iPÜeha die BfMAttiMngr 
m» «ad W^mm bei PtodvaMe la«leaim»a baaot a hu et. m» 
▼addaaebida FHmigkeit iet ^a ienea baeaw^draaifeii, alcH 
va» »alw abgeaetei« dem dia aeeaeicblea Stebaaten* B üi Hii i ett 
ataigaa «a jadaai Sjraleaea vm» KieaeMiiagebea tiidlaHdlie^ Die 
iBBani nenera Eti^ge> tiaibea die iuieara «ad lllett» a w e e la a aderr 
aa deJk d&e Binge aireiar ipeiacheedeaea« flyetema, laeüa ei«' eMr 
bage^ea, eiek aa eaiiiiiander rih ykU b mi i, war iraM aicbt gaeeba^ 
haa anida:» weaa dfo aaTeava die aeoeilaa arAren , «ad iieli «a» 
die aadeea gelegt bäMe& — Dee Maecfaelaebaalea b^tebeai. pb- 
-flrallel mit ihrer ienern Oberfläche aus wechsaladim SeMcbiaA oder 
Blättera kohlcneaaren Kalkes und thieriecben Schleime«, ron der 
Oberflfiche dee Mantels ausgesondert. Jener hat eine unorgani- 
sche Textur; er erscheint faserig, so dafs die Längen -Axe der 
Tbsera^der dfes Kalk-Rllrombo^ders enttfirfcbt, nad augreicfk senk- 
reciit otrf dPe auiscbeideade Fläche steht. Aber die Form dea- 
Haltea ist eine abgeleitete, dta der sechsseitigen Sätale, deren 
trfibev Ürdtäcbe« dfe OberMche der RalkblätYer MMen , nfld de- 

* Jabcbncb , lOat » p. 463. 

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2M 



4mtA dJb Seileallidmi 4ie0«r Stelsn be- 
widd «M« Die InocevAiae», Pinnen, Aitclern nnaPn-r- 
cfijFuyea Isieen diesen am. benten eikennen. Ilne Kieeelhyimt 
dringt nnn swfMJien die Knlk-Scliiciiton nn der Stelle de« 
Sciaein*8eiiieblen ein, die Biege sn bUden, ennMMli eieh. aber 
dieiier an, nlejcne gewceen, dnickt die Knlk-Sdiiebten aoeein- 
ander, nnd wenn eie nicht, weiclien kennen, in einen klelnevea 
Baan» imnwnmn nnd dringt nwiseben deran Fasern ein,, ae daOi 
diese dchicbtea theils abgeb^eeben nnd beseitigt, tkeils nmbnUt 
werden Ten dem Kieselhydrate niid sieh theils nech inmiev dnrcb 
die faserige Te^tnr (wie Unisoni), ijieUs dnrch Anfbransen mit 
Sanem rerraäiea. Diese Umandernng nickt van den peripheii» 
sehen Sdüchften au den mittleren ver. Ist der tiiieris«die ScUehm 
etwa im Slaade irgend ^ne Kiesel -Verhindnng an setaetaen» 
wednrsh die Kieselerde frei wird, Wasser aufnimmt, nnd nus 
als Chaleedea, Opal oder Hyalit anftritt? Selbst die weiehem 
Keqper seilte nmn fnr fähig haltea auf diese. Art an ▼«rsteiaem. 
Wcnigsfesas glaabt man, Tnf. I. Fig. S» In einer Mmikkmbmrgmr 
Anster den Körper oder Maskel als Feaerstein liegea an sehen, 
der kein Hydrat ist, sendera noch die orgnnisehe Snbstaaa ia 
seiaem lanern enthält, «die als thierisches öl daraus destillirt» 
sogar aasgeprefst werden kann«" : «Eben dieses thieriscke öl bil- 
det den Fenerstein, der ohne dasselbe aar reiner Qnate mym 
wärde,* nad «es ist gewifs, daft auch die regelmäfsigstea, nas~ 
gedeimtssten Schiebten des Feuersteins swischen der Kreide nichta 
nlr Terkieselte organische Beste, gröfstentheils Korallen sind.* 
Nicht die kalkige Umgebung, sondern die Thiere selbst haboK 
sich in Feuerstein verwandelt , so dafs man dnrin gar häufig die 
thierische Struktur weit besser als im.lebeaden Zustande unter» 
suchen kann. Fenerstein hat der Vf. nie Kieselringe bilden sehen. 
Polythalamien (mit Ausnahme der Scheide der Beiemni* 
tea) verkieseln selten. 



Eia vollkommaes Bf egath eri um- Skelett, gröfser als je* 
nes Ton Madrid^ ist kurxlich 126 Meil. sudlich Ton BumoB-Ayrf 
ausgegrabea. worden. Der dortige General - Konsul Wooiibuib 
PiaisH hat es erworben, und will es mit nach Europa bringen. 
rjAms. EdM. n. Wkü. Joum. 1831. XX. 889.^ . 



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ttt 

KTHstetttbieres, ein neoes Geacklecbt Eidotea bil« 

dftnd (Gnn's Sünb, Joy^, of mat, fctme. 1681. June N. 9. «wl. 

///. 8ftS ->4I94 tf, X.). Das FoMil bestebt ans «{««111 alafadiMi 

BmitichiUe «ml einem gegliederten Abdonen oder fS^hwanne. 

Bmettebild kreisrnnd, tebr konvex, vom ond teitlieh gemndet, 

bintea mit einem geraden Qaeer- Rande an den Schwans anstoa* 

Tsend, neben welebem nn beiden Seiten noch eine et^mfifo Beko 

de« ereteren etwas nach hinten forieetit Epidermie tchwamy 

nnter der Lnpe schwach gelc^melt In der Mitte sind drei Hdcker» 

der mittelste Ist am kleinsten und nicht' körnig oder polyedrlseht 

daher wohl das Auge nicht Torstellend. Die nwel seitlichen sto* 

heir auf nwei halbmondförmigen Erhöhungen , nwlsciHni dere« 

coBvexem lUmde der erstre In einer Tertiefnng liegt* Sie sind 

abgebrochen , anf der runden obem oder Bmchföehe rfingftrmig 

. gebildet. Es sind wahrsebeialich die Trager der weggebroehaen 

AogoB gewesen; denn sie liegen eben so, wie bei Limnlns« 

Hiater den Angen ist die Oberfläche konTOxer als vor ihnen, nad 

mit Tielen kleinen Spitnen besetst. — Schwann abgebrochen , so 

dafb nur noch 2 gaane Glieder nnd swei Stücke von solchen da 

sind. Ber Hinterrand des Bmstschildes sowohl als der Tordor- 

rand der Schwansglieder ist gekerbt Unterseite im Gesteine ein» 

* g^chlossen.^ Anf der linken Seite siebt man darin Sparen einen 

Fnroon stecken, auf der rechten sind die drei dnfsersten Glieder 

einen Fnlses bemerkbar, wovon das Endglied einen Flossen-nrti« 

gen Anhang bildet. ' Auch sieht man nnter dem Rande an beiden 

Seit«« eine Ansahl gekörnelter Körper, io grofs nnd .dick als ein 

Finger [?], Tielleieht den Kiemen angehörig. 

Länge des gannen Brachstnckes mit den 4 SchwnnsgliedeiA 9'' 

Breite -des Bmstschildes 9^' 

Länge desselben . 6'' 

Vom Vorderrand bis zu den Angen t" n 

Von den Seitenrfindern zu den Angen . , . . tf' 
Demnach gehört das Thier wohl zn den Entomostraseen , nnter* 
echeidet sich von Limnlns durch den nngetheilten Bmstschild 
nnd das gegliederte Abdomen; von dem schon näher stehenden 
ApiiB durch die weiter zuröckliegenden und gestielten ' Augen ; 
von Cyclops durch das doppelte getrennte Auge. — Ein Exem- 
plar. — Aus einem Kalksteinbruch, wahrscheinlich in Bergkalk, 
wenigstens in der Nähe des Kohlengebirges , sn Batkgate, Im 
Mnaeom an Gloseow. 



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tV. y ein^chi ö den^ä. 



W. G. Kr Bmuh schrieb äker dlie Flöls^Oelilrift %m 
•«dlicben #•!#•» bevonde«« iii Hintirbt a»f SteinsAli 
und &oi»l«\ D«v Verl bMcbränkle «ich «iif den MMlicbci 
Tbeil dM LandM, weil deeeev gsfifeere nördliche HUfle in Huh 
•icbl m£ Sali jewm weit aacbetebt Er ging to« der Galll»- 
•ebeii SteiiwalK-F«ffBua4m aiM, um aalche in di* Reihe der Fab. 
nieohaa Fldts-Gebirga ainardne» la bönaea« Letalete werdea 
anf lolgeade aetoe HaopIgUeder laräekgeMbrt t 1« 8ieiabahU| 
2. £raa-fabraader« walfae« «ad bafttar K^lbataiai 
ft. taiher »Mdataiai 4. altav Fl4^lak»lk; S» ftUefaf 
Floiig jpa nad SteiaMla; §.bn»^r Sakdtf^lli; 7. Kalk 
ud Tbaamerfalf 8. aanar FUtagypa va* 6^ahw#ffel} 
•. llaeebel¥alk. All« GUadet ümM^ na» gMba beeelirieilw 
nad Bik dam ThiriagiiahaB Flalagaiivga i» FaialM« gabradrtk 
la der aweitaa AbtheUaag bandalt der Vatf. roa dea ^ae r t rf w 
«er Sala-YaMiiehaB oad Toa da» Stei a eal» ^ Gebilde» siriaebMi 
IVawf-liraetba aad dei{ Krahaaer Gvaate* 



H. Laca^ «ad J» B. BaviuiT lieferte» ei» /eiadpavt dm. 04^ 
partcaMMt d» Fay-ife- Dome**', daa Allea, iralcba di^ I» Talk»- 
•laeber »ad anderer Beaiehaag 9o iatereeeaate »a* wiehti^a Am- 
«ergaa daMhwaadar» vollen, a» empfeblea iet^ Biaa fiadetdafi» 
Schilderangen der FoaawtiiMi» Angabe aber alia Had »«»e dev^ 
landiacbe Fsoerberga, eo wie über die LagVntMa» wicbügM 
Mineral -Gattungen it •• w., und als betM^aia qalalicba Zagibi 
eine kolorirte Reise -Karte. 



Bie Be-Itrage aar Geegnoaie von P. Maaua^ iL Bd. ***» 
auch onter deai besondern Titel: geognestische Übersiebt 

des südlichen SfftaMirswalde«, ~ enthalten — aafsar dar Ein- 

« 

leitnng oad den Betrachtangen über die änfsare Gestalt dea aü- 

* Freihergi 1^0. Mit man geognotdtclien Karte. 

** Pmrü; i83l. 

**^* AmW; 1831. Mit einer gBogaottisehca Karte. 



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AWeliBitte: I. Grnnd-rOtbirge. 1. Onaft-CMilde: OrkDit/ 
Porphyr, 3^enil:, Qrflast^fii viid <]f«b)iro. (Erifübmog d«« Gnr 

xwiscben Granit, Porphyr und öneilli. (Serpentin. £r«fftlimng 
4m GneUe- Gebirge. Wfteke.) I|. ÜbergaiiKs - Qebirife. 
Gini^Y«eke «q4 »cbwiirver Sc:bie|er« m. F&^ts -Gebirge. 
1. Bother Sandtteior %. RMicbgimner Kalk. 1. Jidngete Fotmatio- 
nem. IT* Tertiarei Gobirge. 1. Molaeee. 2. Mfhitaeior- 
b^lh. ¥. Anfgeschw^miiitee Li^ad. 9- (Wir bf dauern die 
fteealme Ton des Yerfe> wichtigen Unterevchnngen uns Mangel 
an Pf «VI 9i^t j«t«t aebon a««föbrli«h mittheilfn an böaneii nnd 
bemerken Torlaofig nur, dafW die Satdeekimg eine« beMehtli- 
•hea f}b«^n§e-GehipgMi,. die Deilegmig den Streits über ien 
^oj^e»- Sandstein, die Tielen Znsätne an der 'frohem Arbeit^ 
&ber 41« Jura »Bildungen in der Gegend um BiMel, die Nach- 
iMtifnng der t^rtüro« Fof maÜMien « vnd die Beriehtignngem go-. 
trisser Ansichten in Betreff der Bohneno« o. a. w. in den^beeo»* 
dem bedentenden Th^tsftfihen geboren , an welchen dts Torliegeado 
9«c|^ iO jreich |»t * 



H. G. BaoHJi; Ergebnisse meiireir n9t«r|iistori^tb- 
iojkfnomiacben Eeiien. Erster Theilt Briefe ama der 
SehweÜz^ Italien und Süd^ Frtmkrtich im Sommer 18X4 ge- 
schrieben« 2lweiter Tbeil: Skizaen «ad Ausarbei- 
tangen «her ItaKen, nach einem sweiten Besaeh<o i J. 
1§ST. IHeiMh^^ nad hd^ig, S<». L ISflt mit 8, IL 1881 mit 
4 SteivdrncktafelA «lul It Tabellen). Dt« hieber geh«-' 
rigen Untersuchungen sind folgende t 
im eseten Bunde. 
1) Über Terschiedene Petrefakten - Samminngen *; Mn- 
^lAN*« zu Bß^el fS. 8.)» Qvni^fl K« SfMhßm (S« 19i)vJlfsi0i- 
nnw^'i an Ben« (S, n.)» Q^vo's am Gt^f (SL tt), ▼. €iUK- 
vanTinn^s si< Be» (S. 94), der IfnlTersitfiten Toxin (S. 118) 
und Pavia (S. }42)« Sarriii«'« nm ^«ti ($. 15$>, f|AacnL nn 
Snnnnf's (949) imd Bfoqum-^TAHVQn'a (2)i7) «« Jlf^ntpdltqr, 
Boux'sztt AfarmUe(840), der Fisiocritici an $i;end(458), 

* Birne kiirsere Nbtis diriiber 'stellt •eben im T«tc1ie«ib%cb f. Bßnert- 
legte A24 S« 936 — 943. 



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154 

4er UnlT«rtitAI Ma (M9>9 ^ GrofUiersog« f« Plartmm 
(490), TiKQi€Ri-TouBTTi> daielbsl (49S), der Aiftiemi« 
SU Afonie yarehi (505) , Jah's und Gvibotti'« aa Parma (519)» 
Gabola^s in Verona (5S6), CAtüiiiiO's in Ftcensa (54S), der 
VniTenit&t Padua (589), in Grätz (684) und H'ien (039. 
•49). , 

4) tJber die tertiäre« Sutoienfitnen- Gebilde und ihre 
fossilen Reste (S. 119. 120 152. 157. 186.), bei Signa 
(455),~aod namentlich des i/mo-Thales (497), geeen Bo- 
logna (413) nad im Ptaeentinüehm (520). V 

2) Über die. Knochen-Br.eecie an Nhza (S. 188), FOle- 
frmiehe (200), i^atiftes iSOS), Cette (299), «im MamU UU» 
teto bei ;S»ena (467). Über jene anf i^erig« (587). 

5) MineraloirtBehe Notiaen nber die Geltend am MontpeQter sad 
Cette (S. 266 ff.), und awischen Laibaeh iiad Hlem (632 K), 
irelche meistens tertiärer Enutehang sind. 

6) Über Knochen -Höhlen: a« Feto (578), AdUreberg (611 - 
632), Mtmits (685). 

6) Über die Bildung^ neuer See - Muschel - Schichten (S. 297) 
und Beobachtuhffen über die Wohnorte der See - Konchylien 
«. a. Seethiere (S. 818 ff.), neuere Umbildung alter GeblrM- 
SslMchten (456). 

8) Über den Fentv, und Herikulanaa» und Pompt^e Uateimig 
rS. 868 — 886); andre Verhältnisse um Neapel (887 — ^1), 
oie Senkung und Hebung des Jupiter -Serapitf- Tempels an 
Possttolt (892), die Sammlung Mokticblli's tou VesuT'scliea 
Mineralien (419), die geognostisch- mineralogische Tohbi^s 
(420). , 

7) Über den Moaie Bolen, seinen altern Tertiär -Kalk, seine 
Basalte und Fisch- «. a. Reste insbesondere ( 8. 545— 5m> 

Im xweiten Bande: 

1) Über die Saline zu SdUo und deren Umgebungen (S. 292 — 
812). 

2) Bie Carrarischen Marmorbrnche (S. 818 — 821). 
. 8) Die F/ore«fftter Mosaik (S. 822 — 827). 

4) Wohnorte der See- Thiere (844 — 850). 

5) Geognostische Beschaffenheit Ober-ltaliene ( 851 — 887 , mit 
Abbildung auf Tf. II.). ** . 

6) Über noch einige (Mineralien -und) PetrefEd[ten*Sauaüva- 
gen: des Coneiglio deUe miniere zu Mailand, Cortbsi's b« Mh 
eensa, Guidotti'b und Jan's zu Parma ^ der UniFersCtit P^> 
«ta; des Beamten zu Lodt, des Grafen Bobbombo xa Mmilmd, 
des Grafen Savtitalb zu Pamwi A. Sassi*8 zu Gcmmi, Gfr» 
eTituai's zu Casfeirgoiii5ereo (8. 465 — 476). *** ' 

7>Broechia, ein neues fossiles Konchylien- Geschlecht a«i 

* y^;!. «ZeittcKrift f. Mineralogie 1825.* 6. 55 — 62 und 67—68* 

** Mit cinifen VerbeMernnKOii sbfedrackt ans der Zeitschrift, I8l6i 

1.214—256. « 

^^ 8. dieselbe ZeitMrlirift | 1828. I. 417 — 429. 



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355 

4er familie 4er Galyptr»coe« (8. 4tl — 48«, Mb«! Ab- 
bildung aaf Taf. UI) 

8) Dipjedonta, ein aenee fottilee Maechel-OeeeUeelit ane 
' der Familie derNymphaeeea IdOL., aebel AbbildaM^ (S. 

481-485.} 

9) Über die Zawache - VerhältniMe der Balanae-Sebaalen a. 
a. Terwaodte Erecheinongen (S. 588 _ 508. Tafel IV.). 

10) Übeuioht der foMilen Überreste in den tertiarea Gebirgoa 
ieolten« CS. 509 -* 646). Qaellen nnd ScbrifUteller. Sänge- 
thiere (513), Tögel, Reptiliea (515), JPitcbe (515), Weicli- 
thiere (518), Insekten («37), Pflanzenthiere (639). 

11) Allgemeine Bemerknngen ober Italfew Tertitr- Gebilde, 
ans Betrachtung ihrer organischen Einschlösse gefolgert (Sl 
847 -* 688 , nebst 17 Tabellen ). Übersicht der tertiären Über- 
reste ItaUens (647); Verhältnisse anter den fossilen Konchy- 
lien verschiedener Perioden äberhanjft (652); Verhältnisse 
anter den fossilen Konchylien der tertiären Periode äberhaupt 
(660); Verhältnisse unter den fossilen Konchylien der tertia- 
rea Schichten Itaiien» insbesondre (666). 



H. G. BaoNN: Italien Tertiär-Gebilde and deren or- 
ranische Einschlüsse (Vier Abhandlungen, mit ei- 
ner Steindrucktafel, HetVfel6erg 1881. 8.). Diese Schrift 
ist nur ein besondrer Abdrnk der obigen Tier, mit 10, 11, 7 a. 
8 beieichneten Abschaitte; 



Aufforderung an die Uitj^lieder der Rnsiiaeh- 
Kaiserlichen miaeralogischen Gesellsehaft in 
St. Petersburg. 

Den allerhöchsten Verordnungen infolge mutsen die Ver- 
neichnisse der Rnssisch-Kaiserlichen Staatsl^amten und Mitglie* 
der gelehrter Gesellschaften alljährlich der Behörde zu einer Test- 
geaetaten Zeit eingesandt werden. Zn firfullnng dieses. Gesetiea 
and nach Grundlage der 6ten and 9ten §$. allerhöchst bestätige 
ter Statuten der Rnssisch-Kaiserlichen mineralogischea Gesefi- 
schaft in St. Petersburg ersucht daher der Secretair derselben, 
. Obrist G. A. v. Pott , die ausländischen H. H. wirklichen und 
Ehren-Mitglieder um deutliche M ittheilung ihres jetzigen Wohn- 
ortes, Ranges, der besitzenden Anszeichnnngen , aller Vornamen, 
nebst Bemerkung, mit welchem dieser Taufnamen sowohl das 
resp. Mitglied selbst, wie auch dessen Vater im elterlichen Hanse 
benannt ward. Um diese Mittheilnng lu erleichtern und mög- 
lichst Unkosten au Tcrmeiden , hat das , für die Gesellschaft stets 
so unermudet tbät%e wirkliche Mitglied 9 S. Ezcellena der Herr 
Minister nnd Ritter tok SrauTB in Hamburgs gefälligst die Be- 
mühung auf sich genommen, der Gesellschaft «ese Notizen mit^ 
zatheilen, weshalb die resp. Herrea Mitglieder beliebea werden, 
sie franco Hamburg , nach Verlauf tou 8 Tagen , da dieses Ge- 
eucfa zu ihrer Ansicht ff elangt , dem JQerrn Minister ton STauTB 
Exe. zuzusenden. Nach dieser öffentlichen Einladung würde die 
Gesellschaft durch Nichterfüllung obiger Bitte sich in die Noth- 
wendigkeit Tcrsetzt sehen, diejenigen 0. H. Mftglieder, tou de- 
nen sie keine Kunde erhielte, als nicht mehr Eebehde ansehen 
zu müssen , nnd sie daher der Ordnung gemäls^ aus dem Jährlich 
im Dmek eirscheiaenden.Verzelchaisee auiznlassen. 



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Minmlogisdi^litterärisclie Anzeigeo. 



Hmbahii and 6. t. HBunMim. Mit Karten nadl PMfll-Zaieh- 
■aiigaii: BtHmi 18S1. 

5) n. AsicHy IHuertat. hutuff. ehem. de S^neUe. Beret,; 1881. 

4) Fro^iMM tff GcAli^ et de CltaiaMfl^M ^«MlifiM» jmt A. bb 
Bcmo&iiT. 2 IW. Pom; 1831. 

4) Mmt^^Imi« 4ie» e#fvtBei coroelMfliTiiM dee iemnmai f* G* 
P. Pmmatm. tloM UvroMM». Pari»; 1881. 

9) Die Deadrolithen In Beilehnag auf ihrea ianera fia« tos 
. C. B. CoTTA. Hit 20 Steindracktaffeln. Dreedens 18S2. 

6) Die Lag;erftatte der Diaaiaate» im Urei-Othit^^ Uaftcrea- 
cfauBi^ TOD M. T. EaaB&VABaT und Bemerk ongen fibex daa 
Torkommen der Diamanten im I7ral-Gebirffe, TonF. Gaaixb. 
Riga; 1880. 

9) Geognostisebe Übersicht de» Mdliclien Sekwammddee^ ▼•« 
F. iMaiia. Hü etner geogaettisdieB Karte* Btueli 1832. 

8) tUmenU de Giologie, per J J. Oka&iv» iPHai&ov. PmUf 
1831. 

9) Wniruke du dipariemmt dm Pws^e*Dome, aeceayßognd d^ase 
eWrt9 ecilerUe^ iUndrake, giaUfgifue et A]fdr«grapibyac. ParH. 
Laco^ et J. B. Bouillbt. Pqrü; 1831. 

M d SyHe» ef Geelogf^, with a tJUorf ottheenrik, aa^ «» er- 
olaaaifoa qf ttt eanneetion wHh tke Sacred Becorde* ߧ J« 
)tiooiii«ii00ii« 2 Foü. hmidon; 1831. 



11) IdUUjde Ste0a el m gleite haeakieme. J^U rnn d n et 
pm^ C L. F. FftacaotroKa. Pmief 1801. 

12) ilf ^HM»{re« giohtgiquet et paAfontofo^'Tvet pMlie per A. Bontf . 
7om«e /., ^eefi 4p<afieie9. Fmria; 1832. 

lA ToMeaa. lA^Mgrae de la taMettiMi et de to du|N>«<lapa Uk ptm 
M4adrtde e» tkuroae dee terreaie ei recto, ft» eonymeeat I'^eerea 
de iateire. Por A. BaMudiiAa«. Perus 1881. Ue/eaitlf ta/bl. 



Mtnerali«tt-*U»Bdei. 



Oryktol^ttostfaclie/ geörBoatlicle and petrefdk- 
tolt)gf«el»e S«mmlaDgeD, Saiten Ton Kr^sttll-Ha" 
teilen, m wie einselne Bffneralien (der sehr relelillft^' 
ttfe KaUdog ist nnentgeltlieli an liaben) liefert 

; das JUßneraiien- Comptohr isu ßeidelberg. 



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9BBB 



Wie kamen die aus dem Korden stammenden 
Felsbruchstücke und Geschiebe, welche 
man in Norddeutschland und den benach- 
barten Landern findet, an ihre gegenwär- 
tigen Fundorte? 

Von 

Herrn A. Berhhardi, 

Professor an der Forst - Akademie sa Drfijngocker* 



^jwJem neugierig regsamen Geiste des Menschen sey 
es erlaubt/^ sagt Humboldt, „ans der Gegenwart in 
die Vorzeit hinüber zu schweifen , zu ahnen , was noch 
nicht erkannt werden kann, und sich an den alten, un« 
ter vielerlei Formen wiederkehrenden Mythen der 
Geologie zu. ergötzen/^ Der Verf. dieses ninunt jene 
Erlaubnifs für sich hier in Anspruch, macht jedoch 
nicht phne Ängstlichkeit davon Gebrauch in Bezie- - 
hung auf einen Gegenstand , der schon so Tielfach un- 
tersucht und besprochen ist Diese Ängstlichkeit 
wird noch gesteigert durch die Besorgnifs, etwas vor* 
zubringen, was vielleicht schon tqu Anderen gesagt, 
und ; vielleicht besser gesagt ist — dne Besorgnifs, 
welcher der Vf. um so mehr Raum geben mufs , als 
er in Verhältnissen lebt , wo ihm selbst die gewöhn- 
lichsten literarischen Hülfsmittel nur sehr beschränkt 
zu Gebote stehen. Er darf deshalb keineswegs hof-r 
fen, mit dem,, was in dem grofsen Gebiete der l¥is- 
J. i832. 17 

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258 ^ 

senschaften geschieht, schnell and voUstäiidjig bekanot 
zu werden , und mnfe also^in dieser Beziehung die Nach- 
sicht der Gelehrten voraiis in Anspruch nehmen; 

Da er übrigens nur die Absicht hat, .seine Ansicht 
den Männern vom Fache zur Prfifung vorzulegen , so 
darf er clas, was bisher zur Aufheilung 'des mer zu^ 
fiesprechenden Gegenstandes geschah, als bekannt 
voraussetzen» Br bezieht si6h defshalb sowohl hin- 
sichtlich der Art des VorJiommens und der Verbrei- 
tung dieser ans dem Noi'den stammenden Massen in 
südlicher gelegenen Gegenden, als aoch^in Hinsicht 
der über die Ursachen dieser merkwiirdigefi Erschei- 
nung aufgestellten Hypothesen,' auf die trefiStchen 
Arbeiten von Hausmann,^ L. v. Buch. u. A.; Noeg- 
GERATH hat seiner Übersetzung des CvviERSchen Wer- 
kes: iibe^ die Umwälzungen der Erdrinde (Th. II. 
p. 15. sq.) einfe gute Zusammenstellung, dieser Arbei- 
ten beigefügt. Auch. das darf wohl, als allgemein 
angenommen, hier vorausgesetzt werden, dats unter, 
den tum Theil sehr scharfßinnigen Hypothesen , die 
in Bezug auf diesen Gegenstand aufgestellt sind, keine 
diese räthselhafte Erscheinung genfigend erklärt. 
Vollständiger als durch die bis jetzt zur Kenntnifs des 
^ V£s. gelangten Hypothesen däucht ihm jene Erschei- 
nung erklärt zu werden durch die Annahme, dafs 
einst das Polareis bis an die südlichste 
Grenze des Landstriches reichte, wel- 
ch^r'jetzt von jenen Felstrfimmern be- 
deckt wird, dafs dieses, im Laufe von 
Jahrtausenden, allmählich bis zu seiner 
jetzigen Ausdehnu.ng zusammenschmolz, 
dafs also jene nordischen .Geschiebe ver- 
glichen werden müssen mit den Wällen 
von Felsbrachstttcken, die fast jeden 

^ ' . ■ ' . ' 

* Die neiMftte Scbrift ¥011 Haitshakn aber diesen Gegenstand , 
nämlich die von der Gesellschaft der Wissenschaften %u tlaar- 
lern im Torigcn Jahre gekrönte Freis-Schf ift 9 hat der Vf. Im« 
jetst leider nicht bekommen Iconneji. 

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Oletschei^ia bald grSfserer, bald gerla* 
gerer Edlf ernang umgaben^ oder mitaodereD 
Wörtern, nichts andere« eind, als die Mo*- 
räüen, trelche jenes ungeheuere Eismeer 
bei seinem' allmählichen ZnrftckzMhen 
hinterliers. 

Sollte diese Annahme nach genauerer Prüfung 
' zulässig erscheinen, so würde sie auch bei dem räth** 
ielhafien Vorkommen ähnlicher FelsbriH^hstficfce io , 
anderen Oegenden i z. B. auf dem Juragebirge n.8. w. 
itair^ Attwenäung finden. Auch die ewigen Fbnen 
und Gletscher der Alpen mufsten unter der obigen 
Voraussetzung in jeneu längst Terflossenen Zelten eine 
weit gröfsere Ausdehnung besitzen, viel weiter in die ' 
ThSfer herabreichen und manche, von ewigem Eise 
jetzt jfVei^ 'Fhäler ganz ansflilen. So wurde es aber 
itifiglich , daft Pelsbrnchstflcke derHöchalpen, welche 
auf oder in die Glet^che^r gelangten^ im letzten Falle 
von diesen ausgestofsen ^ und endlich an dai Räu-*^ 
dem der Gletscher abgesetzt wurden, an ihre jetzi- 
ge Fundorte gelangten , weiche Ton ihren ucspring^ 
lieben Lagerstätten oft durch tiefe Thäler und seNist 
dui*ch See'n getrennt sind. 

Freilich scheint die hier in ihren allgemeinsten 
Uttirissen dargelegte Ansicht anf den ersti^n Blick ge«- 
tadezu im Widerspruch zu stehen mit *' .n , was als 
eitte ttfibestreitibare Thatsache in der ü «Chjchte der 
Erdb|ldnng allgemein , und gewifii mit Hecht , aage^ 
sehen wird, nämlich damit, dafs^ wie tausend Er« 
Bcheinungen beweisen , frflKer eine weit höhere Tem« 
peratur auf der l^rde herrschen , und namentlich das 
Klima in höheren Breiten viel wärmer seyn mufj^te, 
als es gegenwärtig ist Allein dieser Widerisprnch^ ^ 
ist doch wohl nur scheinbar. Dem Verf. wenigstens 
scheint er zu verschwinden, sobald mfin nur die Pe- 
riode vor def letzten Hanptum wälzung , welche die 

* vgl. Hr€i natnrhist Alpenreise p. 862. 

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Erdriode erlitt, von der darauf folg^eaden — der ge- 
schichtlichen Periode — stets sorgfaltig unterscheidet, 
Dafs in jener vorgeschichtlichen Periode, namentlich 
die nördiicheo Breiten ein wärmeres Klima batted» 
ist wohl unbestreitbar^ aber anders verhält es sich mit 
den früheren Epochen der geschichtlichen Periode« 
Hier sprechen offenbar manche wichtige Grfinde für 
das GiegentheiL 

Der Zustand,' worin man* manclie Überreste von 
Thieren der vorgeschichtlichen Zeit ( z. B. das be- 
kannte am Ausflüsse der Lena im Eise und gefrore- 
nen Sande begrabene Cadaver von Mammouth) ge- 
funden hat * , beweist , dafs am Schlüsse' der Periode, 
worin jene Tfaiere lebten, die Temperatur in jenen 
nördlichen Gegenden plötzlich sehr bedeutend 
sank, so dufs nuinche Leichname jener Thiere, die 
nur in einem wärmeren Klima leben und ihre Nahrung 
finden konnten, kurz nach ihrem Tode in Eis ein^ 
geschlossen und so der gänzlichen Verwesung entzo- 
gen wurden. Zugleich kann wohl nicht bezweifelt 
werden, dafs sie von jener Zeit an, wo sie zuerst ein- 
froren^ bis dahin, wo sie gefunden worden, von Eis 
und gefrorenen Massen .umhüllt blieben, welche, nur 
ganz allmählich, aber seit man sie zuerst bemerkte, 
von Jahr 'zu Jahr mehr aufthauten. So soll z. R das 
oben erwähnte Mammouth - Cadaver im Jahr 1799 
zuerst bemerkt, aber erst 1806 so weit aufgethauft 
gewesen seyn , dafs es vom Eise und gefrorenen Sande 
gänzlich befreit werden konnte, ** 

In der Nähe von Kamtschatka fand Dr« Esgh- 
SCHOLZ***' am Strande der nach ihm genannten -Escfi- 

* Cvtibr: Umwälzangen der Erdrinde, nbers. von NaoosRATB. 
Bonn, 1830; T. II. p. 8-- 15. 

** NlBOOBRATH ft. a. O. p. 6. «q. 

*** ibid. p. 12. sq. — Tgl. Otto t. Kotibvue : Entdecknngoreiie in 
die Södtee and nach der Beringitrarse T. I. p. 146. T. HI. 
p 170. sq. 

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261 

^scholzbajr ganze Eisbeine, welche Knocken nrweltli* 
'eher Thiere einschlössen und von einer Lage Damm- 
erde bedeckt waren: Die hier Ton Eis umgebenen, 
allmählich zum Vorschein kommenden Knochen , und 
die, der Angabe nach,, mit Vegetation bedeckte 
Dammerde, welche das Eis überlagert, scheinen aber 
dafQr zu sprechen ,'dafs auch di^e Eismassen, welche 
sich nach dem Tode jener Thiere bildeten , schon seit 
längerer Zeit und noch immer mehr und mehr auf* 
thauen. 

EsiüAitit* hat es hOchst wahrscheinlich gemacht, 
*drfs in Norwegen an yielen Stellen , wo jetzt kein 
immerwährendes Eis mehr ist, frfiher ungeheuere Eis« 
felder ^xistirten , und ^r glaubt , dafs die vielen Fels- 
trfimmet in der Nähe der Seekfiste , welche in ihrem 
Vorkommen grofse Ähnlichkeit mit Gletscher -Däm- 
men (Moränen) haben , durch jene grofsen Gletscher 
dorthin gelangten , da es ihm nicht unwahrscheinlich 
tot, dar» das Norwegische Gebirge vor alten Zeiten 
bis zur Meeresküste herab mit Eis bedeckt, und das 
Meer selbst' in den dortigen Gegenden, gefroren ^- 
wesen sey. Ist aber diese auf viele Beobachtungen 
gestützte Vermuthung richtig, so ist von da nur noch 
ein Schritt bis zu des Vfs. oben ausgesprochener An- 
nahme. ** . ^ 



* £8Maak'« Uatersuchnng diese« G^enstandes, wovon ich hier 
nur die Resultate aus dem GcdächtniTs anfuhren kann, 
findet sich, wenn ich nicht irre, in dessen Bidrag tili Twt 
Jordklets Historie im Mag. for Natura idenscaheme etc. — > 
[ChrUtiania, 1824. I. 28.] 

** Auch im Ifimalas/a-Gehirge soll nach Una (siehe dessen Geo- 
logie , Uebersetznng p. 878) eine Erscheinung beobachtet seyn« 
welche Tielleicht diese Annahme bestätigen durfte. Es sollen 
sieh nämlich dsirt in den Eismassen , welche aus den Regionen 
d^B ewig^en Schnee's herabrollen , Knochen — ^^ angeblich von 
Pferden und Hirschen — finden. Doch sind dem Vf. die Quel- 
len, woraus Uns jene Nachrichten schöpfte, nicht .bekannt, 
und diese NajDhrichten seihst hier zu dürftig und unbestimmt, 
als dafs man ein grofses Gewicht darauf legen durfte. 



V-. 



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262 

Dafs das in Europa herrschende Klima vor AI* 
ters weit kälter war als jetzt, wird, weoigvrtew In 
Hinsicht vieler Länder darch. geschichtliche Zeug» 
nisse anrser Zweifel gesetzt Zu Otib s Zeiten frof 
das schwarze Meer und das Eis der Rhone tnig 
schwere I^stwagen^ Die Bisschreibiing , welche VtDRh^ 
61L ( Georg. III. T. 840 sq.) von Scjrihien entwirft^ 
lärst, auch wenn jnan zugibt, daft er Von der Dieh^ 
terfreilieit den ausgedehntesten ^Gebrauch itiaohtet 
doch schliefsen , dafs clie Länder, welche damals je* 
nen Namen flihrten, weit kSlter waren, ab jetzt. Bie 
Beschireibuogen ' der Röneiischen Gesdiiehtschreiber 
von Deutschland 'stimrnen ebenfalls damit fiberdifii 
und schwerlich mochte das yerinderte Klima blos von 
dem Lichten der Wfilder ,- von der besseren KuUnr 
des Bodens und dgL herzuleiten seyn. 

Haitsmann erwähnt,^ dafs die sadliche Grenze 
der Verbreitung nordischer Gebirgstrfinuner zugleich 
die Gegenden näher bezeichne, wo di^. eogenannteil 
Hfinengräber (^Ries^nbetten, Steinhäuser) -^ 'DeA-* 
mäler einer dunklen Vorzeit, welche an die CJjfcIo» 
penwerke In Griechenland und Italien erinnern, und 
wohl ' mit Recht als Werke der Urbewohner unSfMvs 
Vaterlandes gleiten — * angetroffen werden. SoUlen 
diese nicht vielleicht die nördliche Grenze des damals 
bewohnbaren Theils von Deutschland bezeichnen, 
welche freilich nach der hier verlheidigten Ansicht, 
von Jahrhundert zu Jahrhundert mehr nach Norden 
v^rrÜLcken muflste? 



Auch diejenigen gescbichtUchen Nachrichten 
und Überlieferwagen , welche der Meinung, es sey 
das Klima von Europa ehemals kälter gewesen; un- 
gflostig sind, indem sie Thatsachen berichten, die 

" vdpl. GolOi^ßrgiafilirteAjm^ea, Sept. 1837. St IM- p. 1516. 
1517. 4Ui4 lUrfitti in N««sBaATii'f Werk a. a. O. p. 47. ' 

^ ^\ , . ' -. Digitizedby Google 



&0[ Am G^geotheU spreoban, schj^ioM bei ^eoaperer 
Pffifmig Tial yoa ihrem Gewiohte zu verliereD* 

Iteb die Gletecher im Alpengebirge Tyroü^ 
und d^ Sckweiin «ich mehr und mehr yergroGseni» 
BUd im yorrüclien eiae. frachtbare Alpe Dach der ao- 
dern polar ewigem |Si$e begrabeo, ist eiae ganz allge* 
loeioe BehaiApUmg in jene» Gegenden, ein« Sage, die 
▼00 jjedem Seooer dem Beiseodeo erzählt, und die 
adbet VW sehr ttmaichtigen Naturforecheru (Kast^ 
«qspjER, GAwmi u« a.) wiederholt wird. Deooo^b war 
ea alleatholbeD, wo der Vf. iao Ort und Stelle oach- 
formte, qur eioe Sage aus oraiteo Zeiten, verwebt 
«at Fabelo uod Mihrcheii aller Art« Auch Hra^ er- 
klärt, dafejeno Saga fc;eioesw^;s gehörig begründet 
My« uod schwerlich möchtcii hinsiehtlich dieses Ge- 
genstandes jjBmais grBmUiicbere TJntersuchuogen ao* 
gestellt wordeo seyo, als die seioigen. Ja dieser an- 
«rmudUi^hsyS^ts selbst au Ort uod Stelle uatersu- 
€he«4e Forscher geigt sogar, wie manche Nacbrid»- 
ten, Di^orflfus mau geschlosseo hat, dafs die Gletscher 
ikrJiber eioeo geringareo Umfang hatten , oder in ein* 
«efaieo G^gaodeo gar nicht vorhanden waren, gerade 
fSfft das Gegentheil (qprecheo. So beliauptat er, dafs 
4iePfade9 auf deoeomao, alten Nachrichten zufolge, 
ehemals die höbereo Gebirgsjoche überstieg, die aber 
Jetat upgeugbui" siaii, keineswegs bei einem geringer 
wn., sondern 0iir bei eioem weit höheren Gletscher- 
ptand als der gegenwärtige ist, benntat werden konn^ 

Dafs die Kfiste von Grönland einst weit starker 
bevölkert war, als jetzt, ist nicht zu bezweifeln; dais 
dort vor einigen Jahrhunderten Pfl^^nzen und Thlere » 
existirten, die jetzt nicht mehr da leben kötlnen, Wird 

* HiiQi: natufhistorische Alpemreke p, 329. 

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Ti6lfteh behauptet^ Allein P. voir Emrat '^^ fthtt 
yiele Griiode aof ^ die es wahisehetnlich machen, dab 
die Oatkfiste Grönlands in alten Zeiien dorck ESs 
eben so nnzugSoghch gemacht wurde , als sie jetit 
ist, und dafs das alte, stärker bewohnte Grönland 
'nicht an der Ostkfiste, sondern an der Sfidküste sa 
^chen ist. Auch nach EoBDE-SAABr, der als Mis- 
rionär von 1770 — ITYd in Claushatm in Grönland 
Bttbrachte,^^^ findto sich die ansehnlichsten Über* 
bleibsel der Wohnsitze von Grönlands ehemaligen 
Bewohnern an den sfidlichen Fiorden , wo sehr schtae 
Thaler sind. Nooh jetzt gedeiht, wie er versichert, 
das Rindvieh sehr gut in Grönland, angeachtet ei 
schlecht gepflegt wird, und ö\e im 14ten und l&ten 
Jahrh. untergegangenen Isländisch^-Norwegischen Co- 
lonien lebten blos von Viehzncht^ die meisten ihrer 
Bewohner wufsten nicht, was Brod seye. 

yffenu es indefs auch erwiesen wäre, dafs Grön^ 
land vor einigen Jahrhunderten ein etwas wärmeres 
Klima hatte ^ so würde dadnrch der hier vertheidig- 
ten Ansicht nicht geradezu widersprochen. Diese setsl 
nur vc^-aus, dafs die Temperatur in den nördlichen 
Breiten seit Anfang unserer geschichtlichen P^ 
riode bis jetzt bedeutend gestiegen und dadnrdl^ 
die Masse des Eises bedeutend vermindert sey. Dazs 
ist aber durchaus nicht nothwendig eine un unter«* 
brochene stetige Zunahme , der Temperatur 
anzunehmen. Es' konnten vielmehr von Zeit zu Zeit 
partielle Stillstände dieser Temperatur^ VeränderuDg, 
und, selbst Bückschritte Statt finden, die vielleicht 



* ToBFiBue Granlandia antiqqa etc. etc. Hafniße^ 1708. M4i<i*av 
Introduction ä rhist. du Danem. Ofppenh, 1755. p. 17S sq. 
_ Neoere Schriftsteller , %. B. ScmrBBRT in mehreren «einer 
Schrtfteo, «cheinea Torzäglich aas diesen Qaellea geselidpft 
zu haben. 

** Abh. über die Lage des alten Ostgrdnland^. HTtel, 17M. 

""^ Gkbb&t's Annaleo, 1819. St. VI. p. 175 sq. ' 



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bedeutende Zritrimne uüAfirtba. Auch dnrofa Örtüehe 
Verhäknisse, z.B. durch gröisere l^atigfceit benach- 
barter Vulkane konnte Yielleicht in manchen Ländern, 
s. B. in Island, in frfiheren Zeiten ebe höhere Tem-* 
perator herbeigefUirt werden. 

.\ 
Noch mafe ein Umstand hier erwähnt werden , 
der 11» Hexug auf den besprochenen Gegenstand yon 
grofser Wichtigkeit »t Nach den Untersuchungen • 
TOD einigen unserer ausgezeichnetsten Geogaosteo, 
von HAOouAifir und Forchhamher, scheint nämlich 
das mit den nordisdien Geschieben angefiUlte Sand- ^ 
gebilde in Nord-- Deutschland und Dänemark nicht 
SU den während der geschichtlichen Periode aufge-r 
schwemmten Massen , sondern zu der ältesten ter?» 
tiären Formation (argiles et grte tertiaires ä ligniteQ 
nach Humboldt) zu gehören. Dabei soll das Vor« ' 
kommen der Geschiebe in dieser Sandablagerung yon 
der Art seyn, dafs man voraussetzen mfisse, die 
Translokation jener Geschiebe falle mit der Bildung 
dieser Formation in eine Periode. Doch hat Haus* 
MAHN an eioigeu Punkten auch zwiefchen nordischen 
Geschieben und den Massen , welche zur Grobkalk**^ 
Formation gehören, solche Verhältnisse beobachtet , 
welche iha geneigt machen zu glauben, däfs die For^ 
lUirung jener Geschiebe noch in der JPeriode, wonn 
ach die Grobkalk -Formation bildete, fortdauerte« 
Sollten diese Auslebten , die an dem angef fihrten Ovte * 
keineswegs als vöUrg erwiesen vorgetragen wer« 
den^ durch die neueren, mit unermfldlichem Fleifte 
von diesem Gelehrten fortgesetzten Untersuchungen 
bestätigt werden , oder vielleicht schon bestätigt wor* ' 
den seyn , so würde dadurch freilich die obige An-* 
nähme des Vf^. wenigstens hinsichtlich der 
8leit, in welche er jene Translocation der nordischen 

^ QMinger ^. Ani. a. a. O. p. U13:.1S13. 

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PtfMrilaiiiier sii sotoeft gercigt ist ^ widerhe^ werden. 
Dias wprde iadefe niclU hiodern anranehiilen, Adf 
auch hß jeaer weit friilierea Periode die Fortf&hniii; 
jeaer Felstrümiiier auf die oben aogegeben« 
Weise bewirkt wurde. Ja yielteicht ist die Trans- 
location derselben ein in der, Geschichte der Erdbil- 
duQg mehrmals wiederkehrende« Ereignift, gleichwie 
die Biidang sehr ähnlicher Formationen sich mehr- . 
mala und zn wdt von einander entfernten Zeiten wie- 
derholte. Da nun ein grofiser Theil jener nordischen 
Geschiebe auf der^ Erdoberfläche gefunden wird, 
so wäre es immer möglich, dafe diese erst an Anfang 
der geschichtlichen Periode an ihre gegenwartigen 
Fundorte geführt wSren, selbst wenn bei anderen 
durch ihre Verhältnisse sn alteren Formationen be- 
wiesen würde ^ daüs sie in weit firftheren Epochen trans- 
locirt sejn milssen« 

Mdchte es Naturforschern, welche diesem merk* 
würdigen geol, Phänomen seit längerer Zeit ihre Auf- 
merksamkeit widmeten, gefallen, die hier entwickelte 
Ansicht eiper gründlichen Prüfung au unterwerfen! 
M9ge sie dadurch bestätigt, oder widerlegt werden, 
cbs Eine , wie das Andere, wird den V£ zu aufrich* 
tigern Danke verpflichten; denn in jedem Falle wer- 
den die geologischen Forschungen dadurch gefordert 
werden! Nur den Wunsch erlaubt er sich lüer mm 
fichhisse noch, ausausprecben, dafs hü den Untetsu- 
cbungen «her die Isogeothermal-JLinen, welche nach 
dem Vorgange von HuflinoLniP dnröh Buewstsh und 
KwfVan so sehr^efördert worden sind, auf den hier 
besprocheuen Gegenstand Rücksicht genommen, und 
nameotUcb die I^ie, welche die südliche Grenze, 
der Verbreitung jener Geschiebe bildet, in dfeser 
Hinsicht eineir möglichst genauen Untersuchung uiög^ 
unterworfen werden. Freilich müfste aber dann 
diese Grenze, so wie sie HAUSffuuia durch Nord- 



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r 

DeatscMand verfeigt hat , «t<^ in den ttbrign Lift- 
derb und Weittheiled, "welche. diese ErecheiniiDg dar- 
bieten, wie namentlich in Amerika möglichst genau 
bestimmt werden. Sollte diese Grenze mit einer bo- 
geotbermal- Linie ziemlich zusammenfallen, so wäre 
das wohl ein wichtiger Grund mehr f&r die hier 
entwickeile Ansicht 



Digitizecfby CjOOQ lic"" 



Die 

Abtheilung 

der 

Mineralien und fossilen Knochen 

in 

Museam. der Senkenbergischen natarforschenden 

Gesellschaft' zu Frankfurt a. M.; 

geordnet Ton , 

Herrn Hermann von Meyer. 



Ich habe die Mineralien getrennt in die Systeme 
und in die geographischen Saiten. Von Systemen ist 
ein oryktognostisches und ein geognostisches errichtet 
worden. 

Das oryktognostische System ist elec- 
trochemisch, das neuste von Berzelivs. Folgende 
RJlineralien verdienen besondere Aofmerksamkdt: 
Qediegen sogenanntes Meteor>Eisen mit kry- 
stallisirtem Olivin in den Höhlungen, ein Stfick fon. 
der PALLAs'schen Masse ; krystallisirtes AmaN 
gam von seltener Gröfse und Reinheit, mehrere 
Krystall- Varietäten ; gediegenesAmalgamin den 
verschiedenen Abänderungen des Gesteins (Arkose), 
worin es im Zweibrückisch. vorkommt ; g e d i egenes 
Silber ans dem OiiW sehen oder Peruanischen; 
Biättererz, reiche Stfioke ; Selen-haltiger 
Schwefelkies aus Böhmen ; gediegener 

Digitized by CjOOQIC 



Schwefel in betrftchtlich^q Krjrtdten am Sicilien^ 
^anierij uod andern Orten ; JS eh w ef e 1 - W i s - 
muth in Cerit, Baslriäs- Grube; Nfdelerz^ 
Zinnober in den vergchiedensten Nuancen des 
Roths, dar Struktur, «nd Abänderungen des Ge- 
steins; Schwefelmolybdän Terschiedeoer Fund-*^ 
orte, auch von Bisperg; schon krystallisirtes Real-* 
gar {Ungarn); Tennantit von Cornwaü; Man- 
gan -Hyperoxyd, Afterkrystalle, meist des, Kalk- ' 
epaths; Magneteisenstein mit Schwefeleisen in 
chloritischem Gestein, aus den Salzburger Alpen 
nnd von Wersh Newinskjr im JPerm/schen Gouveru. 
(diese StQcke von so entfernten Orten sind einander 
so aUinlieh, dafsman glauben sollte, sie rShrten aus 
-einer und derselben Fundgrube her ) ; Franklin it 
androthes Zinkoxyd von Nordamerika -, Men- 
ning von Montgomerrj {Pensjrli^anien); Ura«- 
gl immer von CornwaJUs^ schöne Stficke; Spi- 
nell, blauer von Asker und schwarzer von der 
Somma; Gahnit von Fahluru Unter den Ber^- 
kirystailen, in Bezug auf Krystallisatioü^-Merlc- 
wtrdigkeiten , manches ausgezeichnete Stfick , auch 
zum Beleg dienlich, wie in verschiedenen Gegenden 
4er Erde diese Krystalle so eigentharalich kebntlich 
Ausgebildet sind, wogegen andere bisweilen dufch 
ihre auffallende Ähnlichkeit fiberraschen, wie nar 
mendich die sechsseitigen Doppelpyramiden aus den 
FlSflsen von Java , die zum Verwechseln denen ähn- 
lich sind, weiche bei Verespatak in einem Thon- 
porphyr -vorkommen, und deren Flächen eben so, 
hie und da, von kleinen Löchern durchstochen sind; 
ganz ähnliche Quarzkrystalle sollen auch hn steinigen 
Arabien in einem verwitterten Porphyr liegen. Hya - 
liih: darunter ist ein StSck, wo er in den Blasen- 
rlumen einer doleritischen I^va , in der hie und da 
etwas Olivin liegt, sich voriBndei Aus dieser Lava 
werden in Alexandria die Mohlsteine Äsypieris 
gearbeitet; sie soll von Syrischen Vulkanen nerrfihr 

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2td 

' fen. Bs fragt steh, ob dieses Gestein in Syrien 
netteren Tnlkftnen entflossen, oder ob es nicht viel^ 
mehr Shnttcher Entstehang nnd Alfers mit den Dol^ 
riten und Basalten Europds %%J^ Der Hyalith ist 
dem vom Kaiserstuhl im ßreisgau ähnlich: •— Ch ry * 
«olith (OliTin), betrSchtiiche Krystalle aus dem 
Granit oder Syenit, der östlich von Esnevmschen 
dem Nil ttnd dem rothen Meer ansteht Blättrige^ 
Mangankiesel mit gelbem Granat Von lAtrig-* 
banshyttd; Cerii, betrSchtliche StOcke; Dlop- 
tase aus den Kirgisen-Steppen ; Zirkon verschiede 
nen Voikommens in Basalt und ans dem Ural^ voti 
Menöe mitgebracht; Apophyllit, Chabasie^ 
N a t r 1 i t h und andre Mineralien aus der Abtheilting 
der Zeoiithe in schöner Auswahl önd von verschiede 
nen Orten; Analifcim, ein grofeer Krystall aus dem 
Tässa^Thal Die Ähnlichkeit dieser Anaisnme mit de^ 
ned yotL Dumharionshire ^ wo sie in einem dioriti- ^ 
sehen Mandelstein mit Thomsonit ntAA Prdhnit zu- 
isammen liegen , ist bemerkenswerth. Dasselbe gilt 
*vom Heula n d it aus AemF^sa-Thal und von Dwn^ 
harlon^ dieleicht 2U verwechseln sind. Pir0hnit, 
<>4ne seltene Auswahl v.on Abänderungen, alle 'von 
Dumhdrtonshirey durch die Gflte des Herrn Allah 
In Edinburgh. Ans der Abtheilung der Peldspathe 
dnd schöne Krystalle aus den ^en , Von Ba^enö , 
Elba^ IrlandsU. ^. w. YothMden. Albit, Petallt 
und Spodumen ist reichlich da; Mejonit, So'*- 
dalit Und Nephelin von Act Somma in ausg^ 
Zeichneten Stücken ; Pinit, in Granit Vom ^äu^^I£^l9r 
hci Heidelberg; Pahlunlt; Zurlii vom Fesu^; 
Baikalit und Diopsid aus dem Zillerthal, lefz^ 

' terer auch in schönen Krystalien aus Plemönt} weifter 
Malacolit mit ^trahlstein aus dem Malsjif 'KxSk- 
Tiruch; Vesuvian (Fesui^); Idocras (iNörwegm), 
in schönen Stocken. t7<iter den Granaieu ist fAn 
Kristall Von mittlerer GrOrse aus Ägypten , ihnitch 



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dem , welchen CAttUAüp in seinem f^oj-age ä VOasis . 
de Thebesetc. (Paris, tö21. 8.) abbildet; socfpon 
auch derber Granat aas dem Zilleflhal von eigenem 
Aussehen. Dichroit -fon Arendal miA ßteinhei- 
lit von der Or^yenvi - Kupfergrübe- Beryll aus 
dem . Böhmerwalägehirg , Frankreich ^ Irland , 
jidonischelon und selbst von Elba^ von wo er be- 
xwetfelt wyrde; Smarag'd, aus Peru im Multerge- 
stein, einem späthi/B;en Kalke, als Geschiebe im iVr/, 
al^ Schmuck von Mumien und im Glimmerschiefer J 
ein Stück: welches Cailluüd (a.a.O.) ans den Sma- 
ragdgruben der alten Ägyptier (Berg Zabarah) mit- ^ 
brachte. Ich habe, wie anderwärts näher drwähnt, / 

dieses Vorkommen mit dem der Deutschen Smaragde 
bei Seel im Heubachthal im Pinzgau verglichen und . 
«wischen beiden grofse Übereinstimmtmg gefiindeii. 
An diese Ähnlichkeit schliefet sibh non auch das kürz- 
lieh , 85 Werken von Catharinenburg entdeckte, Vor- 
kommen von Smaragden an, welche in einem ähnli^ 
chen Glimmerschiefer lilsgen, wie im Heubavhthal, 
und von letzteren nur durch ihre beträchtlichere Grörse 
isioh unterscheiden sollen. Euklas, Gadolinit, 
Cerin, Orthit, Pyrort|iit, Polymignit, 
Tantalit, Yttro-Tantal und .andere Mineralien 
aus dem tiotdpa Europa^s ; Sphen,^in ausgezeich- 
neten Suiten ; Tnngstein, ein werthvolles StOck 
mit gröTsen Krjstallen , das ich zufallig in einer alten 
Sammlnng unter anderem Namen fand. 'Chrom- 
i^anres Bleioxyd, reichhaltige Stilpke mit Vau*, 
qaelinlt; Turmalin, darunter mehrere vojd de* 
tieo, weicheich bereits näher beschrieben , und auch 
die Lithion-Tnrmaline Elbds^ an denen ich 
meine Untersuchungen über die Eigenthfimlichkeiten 
Verschiedener Färbungen anstellte. T r o n a ( kohlen- 
tsanres Natron) rw Var-Fuur, im Innern Jfrikäs; 
finler ^en Kalkspat hen mehrere aus Engtand und 
ein interessantes Stock von Elba^ Ankerit ans 
Sieyermark^ lange für einen Peldspath gehalten; 

» 

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kohlensaures Blei voo HauS'B€$dbn\ arse* 
niksaures Kupfer ox^ aus <lbr/zwa/& /sdidne 
Stficke; Wavellit von Derbjshire^ Böhmen wA 
Gie/seni Laznlit, Sordiivallif, Pyrarg'illil, 
Olanberit, Hanyo, krystalUsirt von f^eswi^ «w 
schönes Stuck; Flnfsspath, Topas und Apatit 
verschiedener Fundorte und schön krjstaliisirt; vom 
seltnenQuecksilb^r-Horners w» dxmMöschel- 
iandsbergy dann Chlor* Silber (Glaserz zum 
Theil) aus Chili oder Perc/^-u. s. w. 

Zum Behuf der Geognosie habe ich ein j^geo^ 
lo^i&ch-^eognostisches System nach der 
Bildungsweise und d,em relativen Alter 
der Gesteine^^ angestellt. Das dafür abzulegende 
Bekenntnifs läfst sich kurz dahin vereinigen , dafe ich 
den Granit, als das älteste, und in verschiedenen., 
selbst in sehr späten Zeiten aus dem Erdinnern ge- 
tretene Gestein, gleichsam für die . Systemaxe an- 
nehme, von deraus rechts und links aufwärts 
die andern Felsarten sich ordnen. Nämlich:« 

Links — Granit, Gneifs, Glimmerschiefer^ 
Talkschiefer, Quarzschiefei; , Thonschiefer mit seinen 
Abänderungen , Syenit , Hornblendegestein mit seinen 
manchfachen Abänderungen, wie das eigentliche Horo- 
blendegesfein , Urgrünstein , Diorit verschiedener Ab- 
Snderung, Variolit verschiedener Abänderung, Ser- 
pentin u. s. w. Sodann die Konglomerate, Grau- 
wacken ohne , und die Grauwapken , Kalksteine 
und Thonschiefer mit Versteinerungen und anderen 
Gebilden des Übergangsgebiets, sowie solche^ welche 
dieses und das FlÖtzgebiet verbinden. Es. folgt nun 
das sogenannte FlÖtzgebiet , zuerst die grofse Stein- 
kohlen-Pornution , Porphyr, Zechstein, röther Sand- 
stein und Keuper , Muschelkalk , die Jura- Formation 
mit ihrem Lias, Mergeln, Sand, Oolithen und Kalk- 
steinen , und auch die andern Ablagerungen zwischen 
der Jura -Formaiion und dem sogenannten tertiären 
Gebiet, mit der Kreide und dem grfinen Saude; 

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endlich das tertiire Gebiet im Oiiefgaiige so dea Ge- 
bilden, dei^ Erzeugang noch heule fortwihrt Bs 
sind also in dieser Reihe sämmtliche aus Wasser ab« 
gesetzte Gesteinsarten nach der bekanntet! Ordnung, 
die aus ihrer relativen Altersfolge durch Lagerung und 
Gehalt an Resten organischer Wesen hervorgeht, be- 
griffen. SSesind gewöhnlich von Granit, von Gestei-i 
nen , in denen Hornblende ein wesentliches Gemeng- 
tfaeil ausmacht, und von Porphyren durchdrungen. 

Rechts. -^ Hier folgen Granit, Trachyt, 
Phonolit, Dolerit mit seinen verschiedenen Abände- 
rungen , Basalt mit seinen verschiedene Abänderunk 
gen, Erzeugnisse älterer, erloschener wirklicher 
Vulkane > Erzeugnisse noch thätiger Vulkane. (Die 
Erdbrände sind weniger Gesteinsarten erzeugend , als 
umändernd.) 

Ausfuhrlicher gehen endlich in die Geognosie 
die geographisch-geognostischen Suiten 
ein, aus denen auch der praktische Werth der ge- 
SMunmten Geognosie hervorleuchtet Das Museum be- 
sitzt hierzu einen schönen Anfang. 

Frankfurt. Die Lokalsammlung ist eigentlich 
noch unbedeutend. Es wäre zu wQnschen , dal^ Über- 
reste noch vorhandener älterer Sammlungen mit ihr 
viereinigt wiirden. Sie ist indessen fllr Hyalit, Halb- 
opal und versteinerte Hölzer nicht uninteressant , be- 
sitzt einen Astragalus eines Landsäugethieres, wahr- 
scheinlich eines groDsen Lophiodon , den ich mit vie- 
ler Mfihe aus dem tertiären Kalke herausarbeitete, 
sodann tertiären Thon mit Fischen, C>)rpris, Pflan- 
zenresten u. s. w. 

Zu Bheinhessen und der Wetterau machen 
zwei Lieferungen der KLiPST£»'schen Suiten den 
Anfang. 

Vom Mattenbergy von dem ich fruhca: eine Be- 
schrdbung gegeben^ und der durch: das Verkom- 
J. \G5SL 16 ' 

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«Ti 



rtea i^M 'Faserbaryt berShml i«i, iMüt «adtmab Herr 
Rifrath Nav d^ SamHiijlii&g' sdidiie SMcIe« vettert 

Gießen zählt mehrere StBcke durch die Güte 
des Herrn Gergens ^ \rök'anter tlolerite mit ihrea 
Harmötomeii sich vorfinden. 

fVeinheim an der Bergstraße: von Herrn 0? 
Batt* 

JVitrUembergi ^ Apfiiog durch Hfarm Kqui 

Aus An Rhön: PhoaoUte, Baaaltannd Sand« 
ftotn Von Herrn Dr.. Buch ge9aBiBielt 

Raiserstuhl im Breisgäu: eine zahlitriche Svüa, 
die sich über dessen, hanptsSeklidi doleritische , 
Geisteine rerbreitet 

Ungarn: zwei Lieferungen des Herrn Dr. ZiPsea 
- über dieses merkwürdige Land. 

Gotthard: eine schöne vollständige Suite. 

JSlbay ungemdn reichhaltig, namentlich an Li- 
evrit-Krystallen , welche « so wie andere Gesteine die* 
ses gewichtigen Eilandes Herr Dr. RSppfxl beschrieb. 

Vesuv. Die Lavasammlung von diesem Fenar« 
borg ist weniger aahlreich ; die vielen Stücke vca 
der Somma sind ihrer sierlichen Mineralien w^oi 
im oryktognostischen System untergebracht 

Die Gesteine vom Alna jAnä kürzlich darch «fie 
Accadernia Gioenia erft^eüUch vermehrt worden. 

Sicilien überhaupt ist an Schwefel, schwefel- 
saurem Strontian , Dyssodil , tertiärem Kalke u* s. xt. 
' reich. 

Von den Cjrchpen - Inseln ist gleichfalls durch 
die Accademia Gioenia eine vollständigere Suite von 
Gesteinen zu Stande gekommen , worunter die j^raclftf- 
vollen klaren J|.nabsim--Kr7StaHe betrSchtUelr- groft 
her^rleucihten. j t 



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»15 

Oie&tile HbeiMÜe^Lifkirisohen Inseln Ncht ih« 
x«i Gileioliw. 8ie f filirt von Het ra Dr. R^^bbia her, 
d^ eine £hiiliclie nach Florenz nind Petersburg . 
schickte; keim ist aber wohl Yon der VoUstiindig- 
keit «od Schöpheil« wie die unsrige. Alle Pro« 
dokte, welche den Kmieren eniflossed, bis zu de^ 
iien tief im laaero dereelbea» «iad io hinreichender 
Gröfse vorhanden. 

Aus Nordost' Afrika sind einige Stficke vor- 
handen, welche Herr Dr. RSppell mitbrachte; sie 
bestehen in Gmnit, Porphyr, Syenit, NommnUten- 
Kalk, Kreide« Jaspis, Onyx, versteinertem Holz nnd 
aatleven Verstehierungen , Steinöl u. s. w. Mehrere 
der rohen Gesteine sind der genauen Angabe ihrer 
Lagerstätte wegen anch in antiquarischer Hinsicht 
belehrend. Wir können hinzuffigen, daTs diese Snite 
Aber Nordost- Afrika durch kürzlich gemachte 
Acquisitionen nicht unbedeutend vermehrt werden 
wird. . 

Sunäa -- Inseln. Einige StOcke aus dem Leydner 
Museum fiberkommen, kaum der Beachtung werth. 

Island ist dagegen sehr vollständig repräsentirt 
durch Stficke grofsen Formates der Produkte der 
Geiser imd Vulkane» pnd auch in Betreff des Dop- 
pelspath'i und der Zeolithe« Sie sind von Menge 
gesammelt \ ^ befindet sich darunter auch edler Opal 
auf Basalt (polerit?), an den edlen Opal in Dole» 
x\% htß Frankfurt erinnernd, der aber weit spärli« 
eher , doch mit aiisgezeichi^etem Feqer begabt » vor«* 
kam. 

Irland^ ao wie 

Grönland vom 00"* bis zum 08"* nördlicher 
Breite ist dorch Suiten > welche Herr Professor GiE- 
SBCKB sammdte , vertreten. 



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216 

Unter den V erste! nerungeta T^erdienen ih* 
res geschichtlichen Interesses wegen die Behringeii - 
schon sogenannten Versteinerungen erwähnt zu wer- 
den, tön denen mehrere Stucke vorhanden sind. Be- 
kanntlich hat über diese falschen Versteinerungen 
Behringer ein Werk (B^bhringer: Lithographia 
fVirceburgensiSj 1126; auch eine Ausgabe Ton 1161) 
herausgegeben. 

In Ermangelung der Originale und da dieselben 
meist Unica sind , hat man mit Recht jetzt häufig 
Bedacht genomnien ^ selten Stücke in Abgüssen zu 
vervielfältigen, und ihnen erlaubt in Sammlungen. a|i 
der Stelle wirklicher Stücke zu figuriren. Ich unter- 
lasse daher nicht, auch ihrer zu erwähnen, deren 
Werth vielleicht dadurch noch erhöht wird, dafs 
viele von ihnen im Besitz des Herrii Geheimen Raths 
VON SöBunERiNG wareu , die theils bei seinen Lebzei- 
ten von ihm selbst, theils nach seinem Ableb/sn durch 
dessen Herrn Sohn uns verehrt wurden« Unter den 
Abgüssen sind viele von den iThierresten , die aus dem 
Montmartre bei Paris herrühren , an denen Cuvier 
die Wiedererschaffnng einer neuen Thierwelt vorge- 
nommen/ Ferner Zähne vom Deinotherium und 
Mastodon angu^tidens der Museen ili Wien 
und Erlangen 9 erstere in Wachs gesetzt und unver- 
gleichlich gut nachgebildet; der grofse^ Mastodon« 
Zahn , dessen Buffon erwähnt Der grofse Zahn von 
Mastodon angustidens, im Sand unter der G- 
tadelle in il/on//7e/&er gefunden; die Mastodon-Zähne 
ans der Braunkohle der Schweiz. Viele Abgüsse von 
den Versteinerungen im Cabinet zu Därmstadt, de- 
ren Originale von. Eppelsheim herrühren; darunter 
die beiden Stücke, welche die eine Hälfte des rie- 
senmäfsigen Unterkiefers von Deinotherium bil- 
den ; ein sehr instructives Stück aus dem Oberkiefer 
lind mehrere Zähne vqn demselben Thier; Kiefer- 
fragmente von Mastodon angustidens und M. 
Arvernensis> Rhinoceros; Kpochen desFan- 

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an 

golin gigant«sqae etc. Pas von Cutieh^ be- 
schriebene Fragment Tom grorsen Anthracothe- 
riiim» Reste von einigen Reptilien aus dem Lias 
W^ürtlemberg^s im Naturalien- Cabinet in SluUgardt; 
von einigen Reptilien und Fischen aus dem Jura bei 
Söhthum. Der Kopf und einige Knochen vom Mo!> 
sasaurus und ein iSkelett von Plesiosaurus 
dolichodeirus, zwei vorzfigliche StQcke. Die 
Plätten von Pterodact ylu 8 longirostris ^ P.t. 
gfandis MfiirsT. und Pt medius; der Fufs einer 
Phoca, welcher sich im Pesther Museum befindet; 
der Kopf von v. SöMMBAiifG's La^erta gigantea; 
der Kopf eines Ichthyosaurus u. s. w. 

. Die Originale versteinerter Knochen sind schon 
sehr sahlreich. Darunter ist besonders zu erwähnen 
der voUs^ndige Schädel und Unterkiefer von Hip. 
popotamns major Cw.j dieselben Exemplare» 
von denen zuerst Nesti und; dann Cuvibr Abbildung^ 
und Beschreibung lieferten, und die zur Festsetzung 
der Species dienten ; ein Beckenknochen von demsel«- 
ben Thier aus dem ArnQ-Thal; Zähne von Hip- 
popotamus von Fbghera im Piemont^ und ander- 
urirts aus dem Po - Thal^ von wahrscheinlich zwei 
Arten. Die Knochen von Hippopotamus aus 
dem aufgeschwemmten Geröll- Gebilde der kleinen 
Insel Iris im Nil^ bei jirgo in der Provinz Don-^ 
gola, sind zwar recht ordentlich versteinert, es ist 
aber nicht ausgemacht, ob sie so alt sind; wie die 
Diluvial* Epoche. Ein Beckenknochen, währschein, 
lieh von Rhinoceros leptorhinus, aus dem 
jimo-'ThaL Von Rhinocero^ tichorhinus 
bedeutende Fragmente vom Schädel , Unterkiefer und^ 
Rumpf, aus dem Lippe^ sehen. Zähne von Rhino - 
coro« incisivus, Mastodon. angustidens, 
M. Arvernensis; Deinotherium; den von mir 
entdeckten Pferde -Arten, von Hirsch und einem 
Nager, sämmtlich von Eppelsheim. Eine Unterkie- 
fer-Hälfte von Cervus giganteus aus der Zo/w- 

' . DigitipdbyCjOOQlC 



218 

bärdejr; eine Geweihstange von Cet^Tus elaphnif 
fosgiliSf und eine Geweihschaufel von Cervtes 
Alces fossilis, eben daher. Ein Schädel Tmn 
Ochsen 1 ähnlich dem gemeinen Ochsen ans dem 
jirno - Thal; ein Schädel mit einer Unterkiefer^ 
Hälfte t derselben Ochsenart verwandt, doch Tcm er* 
Bterer etwas verschieden, ans dem Torf von Seeiigen^ 
Stadt; ein Ochsenschädel aas der I/^mbardejr ^ dam 
d^S B i so n verwandt ; der Überaus grofse Schädel ^ 
dessen Fandert nicht bekannt ist^ und der in der ehe*- 
mali^n SALzwsi^EL'schen Sammlung war; ein gant 
vollständiger Schädel ^ der noch dazu in Mitten der 
Stirn eine Knoehenwunde b^sitzt^ und den idi roit 
ungeföhr vier Jahten aus dem Mkein bei Mann-- 
heim erhidit; etwas s{^äter ksim aus det«elbefi Xa« 
gerstätte ein Becken hinn; dies«» und die beidt^ 
letEt genannten Schädel rtlhren vidq der, dem Bi^- 
soa Verwandten Arten her. Von Giephiia pvi- 
mig^enins mehrere Unterkiefer^ Mahlzäkne^ Sttofe» 
zahne, Becken», lange und andere Knochen a^us d«li 
Pietnoru^ Rhein ^ Frankfurt^ Canstndt it s. w^^ 
viele Zähne von Bquüs fossilis» Ein Zain^ 
Fragment von Mastodon Turicense, aus, der 
Braunkohle beijE%^in der Schwei»f dieZähbe meiliei 
Cha'eropotamns Soemmeriiigii^ von Gmünds 
Ein Schädel und Knochen von Utsus spelaevi 
und andern Thieren aus der Maggendorfer Höhle i 
Knochen ans der Simdwiger Bohle} Knachenl^reccle 
von inehrm'en G^^enden der Kttste des MiHebneetes^ 
Kähne, ein Schulterblatt und Wirbel vom Moia«* 
säur US des Petersbergs ; die Überreste des von mir 
beschriebenen #Rhacheo8aurvs] gracilis, Von 
Daiting; Wirbdi Und Zähne von Plesi^saurvs» 
ans dem Muschelka& bei Bayreuth; Wirbel van 
Ichthyosaurus^ aas Deutschland mid Engiand; 
einen .Salamaiidre gigantesque Cirvraii, rmt 
Öningen. 



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überdies ist aus dem Berelcli der^ fossilen Wir- 
belthiere * eine grofse Zahl von Fischen , besonders 
aus den Ablagerungen der fiberrheinischen Steinkoh- 
len-Formation, dem Hessischen Kupferschiefer, der 
obern Jura - Formation von Solenhofen und dem ter- 
tiären Lacuster- Gebilde ron Oningerij letztere von 
namhafter GröDse^: vorhanden. 



^ .1 



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Briefwechsel. 



MUtheiluDgen an Geheimen Rath yov Iaohhabb. 



Bonnf 18. ^pril i03a. 

i^eit die Jaliresieit e« Tentattet » lebe ich fast anMcbliefslich im 
Siekengebirge meiner detaillirten geognostischeo Untenacbung 
und Beschreibung desselben. Ich habe bereits manches Nene 
dabei anfgefonden. 80 waren bisher in demselben ansgezeichnete 
Basaltgänge nur im Trachyt- Konglomerat bekannt: Basaltgange, 
welche in festem Trachyt und in Graawacke anfsetaea, Imbe ich 
nun auch gefunden, und werde ihre interessanten Yerhaltnisae 
heschrciben. Ans den Oberlcasseler Basaltbrächen habe ich auch 
jetzt einen schönen im Basalte eingeschlossenen Saphir erhalten^ 
Überhaupt habe ich manche schöne Mineralien an neuen Fund-^ 
orten getroffen. 

Mein Plan cur literarischen Bearbeitung des Siehengehirgee 
hat sich bedeutend erweitert — , über unser specielles Fach hin- 
aus. Hauptsache bleibt dabei das Mineralogisch- - Geognosti sehe 
doch immer. Die anliegende Aufforderung an Freunde, welche 
ich in den Tageblättern der FroTini habe abdrucken lassen , gibt 
darüber nähere Auskunft * Einen genauen Plan meiner Arbelt 
und ihres nähern Inhalts werde ich alior erst gegen den Herbst 
geben können. 

NOBGGBRATB. 



.£• iik eine allj;emeine Er&lirnug im Leben and in der WiMentebafti 
daft man über diejenigen Dinge, welche man am genaneiten kennt 
und weifi, am sehifierigsten aeine Anrichten nnd Meinnngcn ans- 
spricht. Ehen Weil man rie ao genau kennt, werdea Einem ibch 



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\ 



291 

Mit^Uimgeii aü Proft^Bor Enmy. 



9»riim^ a^ Min i83a. 
Ich dbenchicke Ihnen meinen Aofsati nber' die Ammoai- 
ten and insbesondere die Goniatiten . . . .\ . , Es ist sehr 

* • 

die noch vorliatadetieii Lücken in solctiem Wissen desto klarer und 
cStiAiärtri' DaW ist da« Zögern Und Zarückkalten im Aussprechen 
der Meinnn|[ett in solchen Fällen ganz natürlich , znmal, wenn es 
sich ▼•!» «nssenschaftlÜBheii Gegenständen und insbesondere ton na- 
tnrwissensfthaftlichen Ermittlyngen handdt, deren ▼ollig erschöpfen- 
des Auffassen ohnehin keineni Sterblichen Terliehen ist. Dieses ist 
mein Fall mit den naturwissenschaftlichen Ansichten Ton dem herr- 
hehen ' Sfehengi^ir^e, Fast am Fnfse desselben geboren, von der 
frühesten Kindheit an durch seine grofsarügett Formeb ,' wie durch 
den Reitzd^r Sagen, welche sich an vSae verschiedenen Oertlichkei- 
ten knüpf(btt, angeso|;en, mit weniger Jahre Ausnahme mein ganzes 
Leben hindurch mit Erforschung desselben in naturhistorischer nnd 
besonders in geögnostischer Hinsicht beschäftigt, habe ich zwar von 
' Zeit zu Zeit einzelne meiner Beobächthngen in eigenen und in Zeit- 
Schriften mitgetheltt, es aber bis jetzt nicAt über mich gewinnen 
können, «in vollständig geschlossenes und ausftxltrliches Gemälde. 
iU>er diewn sfvahlendsteu Punkt des Rheinischen Gebietes darzustellen. 
An Aufforderungen dazu- hat es freilieb nicht gefeMt, ja, ich 
habe von nahen und femeh Freunden die gerechtesten Vorwürfe 
binnefanien müssen, dafs, während flüchtige Besuchet der Rbeinge* 
genden nicht müde würden, ihre oberflSeh liehen Qeobacbtimgen in 
Tagesblättern und Reiseberichten sogleich in die Welt zu schidteii, 
' ich noch immer zaudre, den reichen Vorvath einer so langjähri^ea 
Forschung offen zu legen. 
"♦ Wtenn ich nun gleich die Gerechtigkeit dieser Torwürfe zum 
Theilaneritannt habe: so wolle man es mir doch auch als Entschul- 
digung mit gelten lassen , dafs der Gegensund grofs und merkwür- 
dljg genug ist, um eine umfassende Untersuchung gebieterisch zu for- 
dern. Das Siehengebirge ist sowohl durch die Schönheit seiner For- 
men, den hohen Beitz, welchen es als Landschaft darbietet, die hi- 
storischen Beziehungen, welche sich -dsran knüpfen , als durch seine 
Bedeutung und Wi<:htigkeit in geögnostischer Hinsicht so ausgezeich- 
net^ dafs iede dieser seiner eigen thnmlichen Seiten eine besondere 
Rücksicht in Anspruch nimmt. leb habe mich bemühet, alles, was 
in dieser Besiehutig über mein heiririsches, mir so lieb gewordenes 
Gebirge zu sagen ist, seit langer Zeit zu sammeln, zu ordnen, 'mad 

Digiti'zed by VjOOQ IC 



möglidi* ^U<B man bcMere Familien- Bestimiitfiuigen aaCBnde; 
allein ao acbneU iria4 to ni^t £9ufuhm^ Uli lldiitt weiden 

I 
venn .gicick der Lacken nock gar viele sind , so kin ick dock nma 

..cndijfk »o .weil ^keimen ^ difs ick infiiBgen kann, die Torritkigen 
Malcrialien . za einem umiafseoden Gänsen »a ycrackeiten., Frfilick 
muls mein urtprüngUckes und Üaupt Angenmerk auf das Natnrwic-^ 
•enickaftUcke gericktet kleiken, and ick werde daker insketondere 

# eine rolUtandige nnd genaae orograpkisck - mineralogiflck 'petrogra- 
^...pkifok geoifnoitiseke Besckveikaag liefieni nnd die«eU>e dnn^t eine 
möglicktt,gename Karte begleiten} welcke. die Verkreitong dcv ein- 
zelnen GeUirgsbildun^en in ikrem Deuil angeben eoU, Allan die 

.. andern «oken «ogedeutelen Verkaltniue aolien daran nickt aainder 
berücksiok^get werdent, nnd ick kabe et de&kalb »nryanyg, meine 
Arbait/ia zwei Abackniue na trennen, wovon der ^ae nnd eratc, 
als ein allgemeiner ^ alles da«|ent§e aufoekmen aoU». wainiplu« fttreng 
gesondert 9 in den «weiten min natnrwisse n ecfc af t l iaken Atelinttt 
geknickt werben mufs. 

So gedenke ick denn ein W«rk sn liefern, w e te ke a federn G«* 
bildeten, der sick mit dem Gj^biffi nnd seinea reilftenden Umge-* 
bangen in irgend einer fieuebung rertrant za macken wünsch t^ die 

. ^Xorderl^cke A^nsknnft z« gfsw^bron vermag« ^ein Werk», ilae eben 
«orsekr zur ,belekrenden Iiektufe ger^cken kann ».als «am Weg-wei- 
senden Handback bei der Bennsnng der Geynd, 

Es liegt e^r in dem bereits Geiagtcn, daü ick no^k nickt im 
Stande bin, «ine .genane Skiwm des beabsicktiglen Wctkos an f^ 

. ben^ und diese Torlanflge Anzeige bat keinen andesn Zweck, als 
meine Absiebt .kekanat ^n macken, und nake naud entfflrnie freunde 
»ur* nolesstiitzendea STkevloakme eins^aladen. J>enn obglsiidi ick 

1 Alanebas fcsammelt kake, so aind .dock gerade in den IftateriAlien 

• für den.aUgemeinern Abscknitt der JLücken nnck gar miacke, de- 

. ren AusfiiUi^ng ick n«r dem Wohlwollen der Frennde vevdenken 

kann. An diese gekt demnack meine aageli^ntficbe Bitte «ap gu- 

. ,ti||e Mittkeilung deoen, was iknen über die Gesckirkle def Siebem- 
gßlfif^MS^ seiner Burgfp und der dasselke umgebenden Ofta«iwften 
beManjt |;eworden mj.u mag. Naebrickten 'von aiipkitaktnniicken 
DcnJ^miUern ,^ Auitgcabimgen ^Romiacber oder A^geramniscker Knust- 

ig^enstände vom Wicktfgkeit, loscriptioncn« Absokiifcen von tJr- 
knn^ea, u|m1 Ansnuge^ns Kirckenbücbern oder andern kandsckrift- 
licken 3afnm(nngen, welcke £ur ErliUiterung der Geschickte der 
Gegend oder bedeuütngiVQlIer Landsleute dienen kennen, selbst 
Nackweisangen von litcranscken Notisen, die zn den gewoknlick- 

. bekannten nickt gskören t oder an Stellen veoteckt sind , wo man 
sie au finden nickt ieickt vermutken kann, Itittbeilnngen über Ei- 

^igenibümlickkeiten det Acker- oder Weinbaue», über InduOrie^weJge 



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die gcgelicBGii iinner nfitelich rfe^rn'nnd ifiHuÜMr V«tittiUM 
lehren. Meftt Zweek ist^ die 8ped*« ^ detitlicfc wd Unr kw*- 
vortreten so liKMen^ dAfii jeder atifaerict|me Iteokftchtor Aielift 
«oliVMikea flolU 211 wietenv wn er daler den ÜtaieB ImÄ^ Mb^t 
Ml bin noeh sehr im Rfickstftttd. Vn IIhmb -eiae« BiBgtiff «faeer 
Arbeit ni ir^ben; ee ileiie lii«ir dM SdMiMi ifter'dle yeiiiiidl 
eehafU» iTev FiaiialateA: 

l(m|idoftalU< C<»reiiarU 

muubilif. multiradialiis. Par)biiMoeL. capfinat. 

poljplociu» plicatilit. -i~— . biplex. — — — bifurcatos, 

poljgyratui, 

Babferfae K^enigii. 

. «Miifaiii» Sew* ,triflicat|«^ . ^^pfiien». . 

lAdalmt ftiiv. . . fire4io<4 . 
lli4ier-eo«f»balri* .0»i:a^J^i, . 
OMftAiriti •ehrieb'mlr wr eiii«f«ii Tages dfcer dpe Bdin»»'«' 
•«(lie Weift. BvMMe hal die Abiicdit gbhtfbt ntuiith Mumyn; et 

j^der Art v* «. w. ^ bim-, atlea , '^it$ Irgend aar befticm Heleiicbteqg 
dcf Cbarakteriitbcbea des Siehengßbirg^ beitrafBa Laan^ würde ndr 
▼on betonderm Wertbe 9eyn, Aueb den geringsten Beitrag werde . 
icb danlibar entgegen neb men , und was icb zur Benutzung geeignet 
fin^e, das werde icb nait Nennung des woblwoUenden Mittbeilers in 
meinem Werbe berausbeben. 

trin aber die Cremen naber ztk l>e2ei(lbnen ,' innerbafb wetdier 
(dl jene Mittbeilungen wünsiibe , wird es erfordei^icb se^^a , 2u W 
ilierketo, dafs es ni(^t in meinem Plan liegeii kaftn, -teti TTüifting 
•des Kaiften Xatt^strtelis aa 'Mufassen, d^ im gefygaoitiiclMv lesie* 
ibai^ mit deia ^Steifengiabirgt Basammcnbangt» ^ine Arbeit^ die fcnr 
•Zeit weit über. meine Kräfte reicbe* würde: sendcrn -meta Plta be- 
- scbränkt sieb auf denjenigen Stricb Landes^ welcber auf der vecb* 
ten Seite des Bbeins sieb von Honnef abwärts längs seinem Ufer bis 
unterhalb Sieghut^ erstreckt, wo aucb wirlilicb eine natürliche 
Dretrze in den letzten Auftreten vulkanischer Gebirgsbildnngen ge- 
geben ist, und welcber landeinwärts etwa eine Breite von andert- 
halb Meilen beträgt. Üann mufs nothwendig auch die sogenannte 
Torgebirgskette auf der linken Bheinseite von Rolandleck bis unter- 
halb Bo)m daasit verbunden werde«. Itfein AagoMaerk i»t d^asnach 
vorziiglicb auf den Siegkreis und de» Kreis :0oa«.des ICöLner Begio* 
rungsbezirks gerichtet. 



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hml^defthttlb gelernt fchöiie Zeiclinmigen machen nnd bat betchrie-» 
ben'so gater konnte; So fast er andre in Stand geeeizt, ai^iie 
irrllLänier cn berichtigen und «ie ' in Zahlen auesndrndten . Viel- 
leicht Idnnen DnnATMi'e Zahlen irichtig seyn : Anf 112 Ton IHr«- 
Mu' betciiKiAene • Arten ' sind 49 Mach bestimmt , worunter 5 sa 
«Bdaren Geachledtent gehören: Sie stimmen weniger mit leben- 
den, uberein, als DvBOis glaubt. 51 Arten 'finden sich auch bei 
Bordeaux, Bax^ dnger» und an der Superga; nur 20 (statt 40 
Sun.) in ItaUen , nur 7 ( statt 4l ) zu örignon. Hätte Omhatbs 
doch zn diesen Zahlen die Namen angegeben : ich würde ihm anf- 
richtig für diese JS^lehrnng gedankt haben, [vgl. S. 120.] 

L. VON BvciL 



Blansko in Mähren j ii. ^pril i83i. 

Zu Erhaltung meiner Gesandheit war ich seit vorigem Herbst 
genöthigt, mich viel zn bewegten ^ und ich nahm mir vor» nnsre 
Gegend dabei geognostisch zn nntersachen. Meine genaueren Be- 
obachtungen ersttreckten, sich Aber fnnfeehn Qnadratmeilen , ia 
welehoB die €rebirge bestehen ans altem Übergangskalk ohne 
Versteinerungen, ans Old red sandatone desgl. <(Bovi*8 Mäh- 
rischer Granwacke ) , ans Bergkalk (Puscn's Muschelkalk, Hoff- 
mkmm'if Liaslialk, KsFBnsTBiR's und Gbehib's Kreidekalk) mit 
Muscheln von beikommender Art [Spirfer sicher — ob Tere- 
bratulites rostrat us t. Schloth.?. B&.] und nach oben mit 
Zooph^ten, insbesondere Calamoporen., Cyathophyllen, 
Lithodendreh, aus der Hanptsteinkohlen - Formation nut C a - 
lamiten, Od'ontopteren, Sphänopteren, — dann ans 
<luadersandstein, LettAa-Katk u. s. w. So steht Mähren nicbt ia 
Yerbindnug mit dem grofsen jEafTiatAen-Alpenznge, sondern bil- 
det einen fdr die Geognosie eigenthumliohen Funkt. Wenn meine 
Arbeit, die zum Drucke fertig liegt, in Becensionen nicht aus- 
gepfiffen wird; so denkeich den begonnenen Untersnchangeii.noch 
weitre Ausdehnung zn geben» bis sie dufch Verband mit den im 
Osten nnd Westen gemachten |nehr in^s Klare gesetzt werden^ 

RBicstsyMäca. 



Marburgs ii. Mm i83s- 

Ich habe eine Exkursion nach EddevMnghausen gemacht , nsn 
das Vorkomme]^ derPosidonien daselbst näher kennen su 1er- 

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nen. Dicht an der 1^.- Seite det Orte« erhebt »ich ein iteiler 
Berg aus Yerechiedenen Tbonschlefer- Arten. Längs seines Fnfses 
geht man einige hundert Schritte östlich, dann eben so weit 
nördlich, worauf man zur linken eine unter 65** — 70*" jncfa 0« 
fallende Felswand bemerkt, welche das Hangende einer eben so 
geneigten Sehichte unseres Versteinerungen führenden Schiefen 
darbietet. Denn nur- in dieser, etwa 1' mächtigen Schichte, und 
darin wieder nur in einigen besonderen Schieferlagen, kommen 
die Versteinerungen Tor , und zwar siemlich häufig,' so dafs, wo 
man jene nac|i ihrepi ziemlich regelmäfsigen Streichen und FaI-> 
len wieder, findet, man auch darauf rechnen kann, die YprwkMjm- 
rungen darin zu treffen. Übrigens weichen sie in der Masse yoi^ 
anderen Schichten nicht ab, nur dafs sie, eben durch die Ver- 
steinerungen, etwas iheilbarer sind« Drei schöne Exemplare tou 
Versteinerungen aus diesen Schiefem, zwei darunter von einem 
siemlich grofsen Nautilus abstammend, erhalten Sie heilig 
gend für Ihre Sammlung. * 

Eiehtersheimy*'2'j. Mn i632. 
l^ürzlich hat man zu E»chß\haeh^ ^ Stunde yon hier, einen 
Eleph^ten - Zahn nebst Stücken der' Kinnlade gefunden, woroA- 
ich Ihnen dreierlei Absichten in Zeichnung zustelle. Der Zahn, 
ist noch wenig abgenützt. Seine Höhe ist 4'' , seine Länge fast 
5'' Far.; doch an einem Ende fehlen Stücke in die. Länge und 
Breite. Er , besteht in dieser Länge aus 11 — 12 Lamellen # wo^^ 
Ton auf der Kaufläche die Tier hintersten noch in je 4 runde, 
etwas abgenutzte Spitzen getheilt, drei Torhergehende weniger 
unterbrochen , die übrigen ganz slod. Die Zahnwurzeln sind noch 
mit einer sich ablöfsenden Beinhaut überzogen. ** 

* Von dieser Lokalität stammen die besterlialtenen Posido^ien» 
welche icb bUber gesehen , «pd so geben auch jene 3 Exemplare 'die 
Bildung und Zeichnung von Müimtkr's Nautilus divisus dfutÜ-- 
eher zu erkennen, als jene von Herhorn, Auch das dritte Exemplar 
scheint von einem Nautilus zu stammen, vielleicht sogar von der 
nümlichen Art, nur ist die Langeostreifnng stärker, die Queerttret- 
fang ganz verschvrunden. Ba. 

** Der Zeichnung zufolge scheinen die Lamellen d^ . Zahnes verhält- 
nifsmäfsig dicker als gewöhnlich. Die Gebirgsart ist wahrscheinlich 
Löfs, welcher in Jener Gegend •— zwischen ' fjTjei/ocib und Sinsheim 
'— herrschend nnd sehr naäohtig ist. Ba. 



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u s 2 ü g e. 



L Mineralogie, Krystallograjphie , Mineralch^nie 
. u. s. w. 



Über den Schlesischen Hyalith, besonder« über 9ÜU|^e 
neu fplditekle Formen deaeelben, so wie über dessen Vorkommen 
/Und Entstehung, von £. F. GLOCKsn. {Nova Acta Pkfi»* Med. 
j/ead, Cw. Lcqp. Cor. Nut^ Cur, T. XIV. P. IL p. 541 etcj Al- 
len Formen, lin welchen der Hynlitb Torkommt, liegt dieKngel- 
Gestalt znm Grunde; am Stdnherge bei fordantmÜldt werden die 
Kugeln Kuweilen von ^ Zoll Dnrclia\esser gefunden. Z19 den 
merkwürdigsten unter sämmtlichen Hjalith- Formen, dürften die 
lusammengesetsten sphärischen Bildungen gehören, welche der 
Verf. f^m Joknaherge entdeckte ; es sind Kombinationen von Hja- 
liih'Kflgelchen, die in ihrer Yerblndung selbst wieder die Ten- 
denz zum Sph&rischen ausdrücken, oder auch in Terschiedenem 
krummlinigen Grnppirungen und Ring -förmigen Bildungen u. s. 
w« erscheinen. (Die Tom Vf. a. a. O. beigefügte bildliche Bar- 
•tellnng erläutert diese manch fachen Verhältnisse.) — Die gel-, 
ben imä vottien Fnrben stehen dem Fossile nicht eigenthamlicfc 
sn ; sie rühren von gefärbter Unterlage her* •<- In Sekle$ien^ trift 
mm de» Hynlith nieht nur im Baanlt, «endei« auoh im Ser- 
pentin ond^Harnfels. Alle Fundorte werden annffihilich 
erwäiint, desgleiphen die llmstände» u»tev denen d^ Blliienll 
VMbiHMHi. ^ Bin Bildung den FossUs filH in die nenai« ZeitJ 
Nie findet sich der Hyalith in ^cJUesien auf Klüften "einan -voUj 
kottmenen Irlsclien Gebirgs-Oesteins, nie in betrüehtlicher TSefbl 
unter durehsichtiger Bynlith^-Rind^ beohacl^totJ 
G&. dieselben schwarzen liiehnneftf wel4»hA »iBgnnJ 
auf dor Serpentin-Fläche selbst aufsitzen. Unter im 

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98» 

T^^MMedenen Aiüddrt«a £%e> Mine EaUteliiiiig«^ Weise, erg^ibt 
ilell die einer eMsktltiielieii eder einterartigeii Blldttag al« die 
eiviig MineluBtore. — «~ Der A%liwidiHag GkeoKitR^s Ikat Ne*«^ 
«MuvH (a. a. O. 6. M§ ff.) einig« Beaierliiingea beig^fngt, ^m 
Beweis dwbietead, dafo der HyaüUi.eine aaf naeMm Wege slatl* 
fefaadeae eialMrCige Bildnng neaeeter Seit uey. 



Chemische Untersuchnng des Antopliyllit*8 tob 
L. YD9KL1VB (PoGGBND. Ann. d. Pliys. xi;iii, S. 365 ff.): 

Kieselerde 56,74 

Eisenoxydul ..... 13,94 

Talkerde 24,35 

Mangan -Oxjdol . . . 2,88 
Wasser . . . 1,(51 

99,08 
Det Antopliyllit ist'sonacli, wie G. Rosa als Znsatz be- 
merkt, nichts als eine Hornblende , die keine Kalkerde enthält 
n. s. w» 



P. EwiAaa legte der Akademie der Wiseeaw^aftea w Bmüm 

. aas ftl» Mai 1829 Beitrage snr Monagraphte des M*ye* 

Icaaitls, de« Tarmalias niid des B'rasilianischea Ta«- 

^ases ia B«iag aaf Elektriaität vor. Der aasieheaiie mmä 

wichtige Aofsats läfst keinen Auszug ca. 



H. J. BaoecB bescbrieb den Meagit» eiae neue Miaeral- 
S^eaies, den Aschjnit and den Sarkolith und theilt zngleieh 
andere mineralogische Notizen m{t. {»Pküos. Mag, ttnd J»n,f 
Fei. X fi, 1§7 efe.^ Der Mengit, vom Mineralien -Hfiadler 
Maaa» bei Miask entdeckt, kommt, in einem granitischen Gestein* 
in Kristallen vor» deren Gri|ndform ein schiefes rhombiochea 
Prisma ist. Farbe rdthlichbrann; Härte cwischea Apatit nvä 
Feidspath; spes. Gew. z=z 4,88. — Der Äschynit, gleicUhlls 
▼oa Manaa aus Sifteriea mitgebracht, hat eiae rhombische Sftala 
nsit WiiÜLcln von ungefähr 127^ zurKemfbmi) iet brannllcbgelh 
«ad wiegt = 5,14. — Als Grundform des Sarkolith'a vom Fa- 



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fw> wird «if ^ttw^alii^jtes^tifiDa ngeiuiiDiiiev. — T<^ttll- 

|o^i(^, den JBsg^iiiich ft^<»|eii|tiiämljf:hft^SjiUtiBiz an^ 

^ K^^^i« .<^*l ^^^¥ iB^^ rko^lfih9 Itrisma aar Kerafwm 

3 N|^. ^ JPe« K|£raMl& aefl@Wipl|aiitoillfii Tom Fem», Mte 

§ «aA ^ttäil, CHbi' ZtiTrlAiäLt ige&iiij|t,^e^t ein aehieiea^riiatt« 

^ tlil^ei Pi^ -n^«^ .Alf iwrsaji^ ^,01»^ >«U g 1^ _ XI u^ 

fugte (PoGOsifi». Ann. d. Phya. j XXIIl|:, 864J %0i '»^nß Biiim 

Icnngea bei. Der Menffit Ut das TOijt BaaiviutoiBirii^idntfMi 
^^^ iD«ffMonaaiVbWte¥oättV;!^.^* >^^S^ 

•'V ^ ..- ^ -VI'», i ^* t :: — ■ 1%.^ f- 8211 • i; . «wo^ 



.<*»• 



Titaneisen van ^v^ela hat t^ lKoB||^g|>jjj j| | ^| |g^ daria re^ 



fanden : 



Titansänre ..... . . §9iM TiJjtja > 

Kfgenoxydal . . . . . 86,W ,^,^^^ ^^ ^^^.^ 

Eiteaoxyd • f.^x.^sn 4J55 «o^tiiij .^ 
BiangM- Oxydul <^ ^ . ,1,<^ 

— , — _ , ^- i »j^-Hiasi'i 

£• ist daher in der chemischen 2i^Nunmc^setaaDg Tom Jreih' 
iaUt Titaneisen und vom Ilmenit — Sabstaaaen, welche 
Ifocht damit ^erwechsi^lt.wefdpi^Ji^iwi«^:^^^^ 
dan. .KoBBibK, schlggli diiCör.^d^ ^^^f^^^^^d^d^UlM^ 

: r-' .. ;• >■ >y 1 . .ijgf» fe yiroiniS hcrr :ii^»a«#» 

'- , - ^ - ■ r . ■•«* 7 •?-fi««i3 Tstsff «nb»? : .»-«SOS loa. 

; H/ Abich analystrte ile'i^^^^^^^^ 
riaiien Ton ana 
C ii^ m - £ i 8 e n B 

JÖischiings - Gesetzes hei einer ^elhyToifltlorpem 
welche, mit gleich^ Krystall « Form begabt, und auf 
phen Bestandtheilen gebildet » da s Interesse dea Chemikera. wia 
der Mineralogen in hohem Qrade Verdienen. (Pe SpimeUo. JKi-v 
scrfot. inaugur. Beroh 18S1. Überfelzt in PooaaNB.^Aiuu 




vhij,. xini,%«y ^rlSüiS'gÄSffif 







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Oxyd. . 









Betraditet iii«i cUe T«nchi«deBea Etemeiite , ftiis weldien j«De 
%%tfw tacwKineageicist sind, so seigea tkh jene isooMM^pliMi 
ReiheB, votob die erste Thonerde, Chromoityittl, Ei- 
seROzyf nad ^aagaBöxyd, die sweite aber Talkerde, Ei- 
«eaoxdul and Zinliozyd enthält Diese Elemente findet man 
•nf Mlche Weite mter einander Terbanden, dals beim« Vorherr- 
wAmtk den ^mtm oder andern die abrig-en dei^ entspirechenden Rei- 
Imb entweder gan^idi fehlen, oder nnr iheilweise Torhanden sind, 
jedeoh io, dadsie'; heim etwaigen gegeneeitigen Aattansch, so- 
vmlen oinen «llmfthiiehon asf- oder absteigenden Übergang hil- 
ded B. a. w. ' 



Mntleellit, aeno lÜBeral - Speltes aach Beookb {PhiL . 
Mng, mmd Atm. Fti. X,p.l»; and roocBNO. Ann. XXin, 869 
ff.). Gmadgeatalt: eia gevadea ihoodiiaehes Prisma mit Winkeln 
▼oa aageilhr IWM'. «ihlidk, aaeh farblos and dnrchsichtig. 
J. 1852. . i« 

^ ' ' ' DigitizedbyVjOOQlC 



*mAi6 iüAHmtt'iAer Ae»^Apmi 'Mit ^mihjMi^^^^iMolkm^ am 

X Im OMenhurgüehen hat man Tpr einiger Zeit einen Falgn- 
rit von 13v2 Fnfs Länge ausgegraben. (Oldenb. Blätter Jahri». 



TiioMBON hat,' iflurh chemische jlJ/sPh)f¥^,^^^en iCanthit ti» 
nettes Mineral feÄaiint Gehalt: ii^bv^ «^«»^ 
.E^iielerde ... 32,lÖ8 
.. _ , ,.|CfÜlc . . ., , . »408 ^ 

fiseaoxyd , . .. 12,000 

Mangan-Ozydul . . 3,68<^ 

Spea. Gew. s .1^,901. — Nach Mai^br zeigen sieh blättrige 
Maisen lies Miaerals iron Amfy (Gr^ifschal^t Orange') pamliel 
den Seiten eines doppelt schiefen Prisma's sokltbar, dessen Win- 
, kel sind: P || M = 97080'; P || T == tf4°i*^M || T = 101*»30'. 
(Jnn. •/ the Aye. of Nat. hi$t: of ISew^ Tvtlt^ /or jjjfftrft 1628; 
jAnenV. iMim. /Vr. 3^, p...3Sp,- PcfCisttMV. ^M.dl ^hy«. 1831 , 11. 



*j .;■! Borpjijf.bj^ *fa#e/ fiiijajii^^tp4% llWi?P'#*»^i.^'^*^ 
^kvon^K^J^ci^r, ii)s>iAer,|^l^i;r^gl|jl^^^lj[^^ "f^l>f ^W^** 
daa ffMe Gestein daTckBiehebd , Tor. (Jaügsk in floiiwBi««*mf^ 
Snlnsa'« »enem Jahrb. d;-efaeilK-186S, 4. ä. S. 2ft9^ 9« «jIm* 
mische Gehalt ist nach Duflos (a. a. O. S. 251): 

* ' ' ♦ ^ mestilefAe^ • v in« >5.ij S 'ü'riai/naflST^ led'j 

^^ - ' ' TboneKierCtaiB^SinAeatviiliiiKalir^ V^l-.O- ü .* .^ 

■• ' ■ *^ ÄSfedöKyfrirriy V4 oif. .inimoil J)I^Ä,5(fe(I ??o>l 

MI' >< . «i^lilr^iMHi^aniUfhiiia. ml ..107 .(bi4t<^'J««^ ' 



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1»«t«iMkt«t wenten, 4erea Krystallwaüoiu-Sysleni xiiqf^)^|^4^^ 
4«B £»kl«(9«« Te^flciehfa^r «eyn «oll. CPAO. Mo^. aud jhin. FoL 

:«^':rfi?l :t^i'üuJ .il'V^jli) II» "i.^-),;^.'. •. i i ..iJi ,*.... I, 

Da» Tilaaciseo von Eg^rtwnd besteht uakW'FM,:' ^ K^ 

Bst.& aoe : ' ^ 

Titensaare ... 4^ 

(Scft#Bi««BR-SBi«^2.«^ Jahrb. d. Che^p, ,^Ö^ |tV, S. 59 ff.) 

Das Titane iM^^^aus den UmgebmigM» Von Baltimore ent- 
Ititt nach T. G. Cijjjüoi^: 

Eisen ......... 60 

, Titaöoxyd . . ^ Id 

Kieselerde ....... 2 

• ^$aaerrtoff ., 19 . 



F. E, NavKAmi lieferte Untareaehaagen aber die apa- 
clrii6iEie ^'ft^iU^ i'eVlafite^alien (Poaaam». Aän. d. Ph. 
'XXifil'; l'dl)" 0fj''jlKiiältJlliiag ^eatatteC 'keinen Aiteog: ' 



rjsr >» rf t 



',-f**r 



Über Afi^T^hemische Znsammentetsnng; d^s Gedie* 
gen-GoIOBeSifi; ^ilaalndxeira.djkjil' Golde a wom UraU von 6. 
ftosB. Däl^ Gold kommt am Tral ansteHend und lose im Sande 
(WaSch^Md) vor. Im llurchscIiDlIlQ, Mtt dasselbe nicht so 
Silber -haitfgiarle einselae Stacke ana CoktmUm Wid Si^mthür- 
faa. Alrj^nrnaines ReaoUat ergab aiah, dafe bei detti ia der 
Natur TouoMmenden finldtUAü jeine Yerbindnni; ▼•» OaM and 



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ai'^M (S^ ISr^rt V*' iTriirniiini.srtjJ:; iiA jjn^i» J>uid maJvVioI asb oa^t 
'?i>'/ . hu Kiiirl^aifjiub bn« eofdißl — ^ nioli bnia , a^dJuqBbla'l tsb 

^fttitdeft ; dafl^-b«iAe%ini(^Fttiitt'»^lC4äf/^e' MfJ'W^^^ 
dotes öbereittttfriittl^ii. -^'^'2%^#6n^i^'^'-'fib^^'HktebiiHföC<li%ii^ 
' Watte er, naclr ütftfer'Wdrem ISa&ett ^ÄÄ^^'/^MJ «rtWft8Afeh"K*ytf 
•«allffn, dcBscfn Futin ^ '^^^lit^amW^ Öl^cdl^^'^Hiinitt^ 
Seftdem hat matt dl^^Y{Ai'{^]Mk't^ytf&iHt,^'^1^r'^i^i«M<Bf»^^ 
sie analysirt zu haben. Neaerlich hat der Vf. Zeagonite Ton 
GisMONDi erhalten, und erseiren, doft Zeagonit, Abra'zit, 
Aricit and Phillipsit alles eins ist — JWbrnkb's Sammet- ^ 
kuipfcrer« löset sijph in. iin4A9«^Qr^3[atj^^F9^f^JlMI wCi^"' 
1« jeder Säare tyiauflösUehes lfj(0let| ap&ip£lcA)9i .^r AM W'^ 
rfthr auf Holzkohle mit ein^oy, TxqRfe«(,9^(|»A(fir9i:«Ji,obf|U(|irfqlÜft 
meseU endlich achwara WJar4^,.,Qlewiv.ji|^i^lflpMl>AiVh9H llfAMtt 
MibWiefelig4KS4«re , Knjifar ^9^ %lpfc»rm Pflfr^o^iMfiniitftlfilclMli^ 
Ble t%ll. i«t ein« . 8€hi^ef6l.^irerbiiHluDg..f.,S#ti»«> lSMlßr||i»«M(RH 
gelmafsig »ecfasaeitige > ganl oa i toi t rwfndiifci^my» it^irffeii igor^b^ 
gangen, -r* Poonahlit ist.elii rMol.blliQli«R>ißr>#i|(ll:40li!>9^^ 
Einige hondert mtiBriqeh4»iHryMtflHe ^nminn , oJlm^^fMm MJ k i k tm 
Sie stammen mit einer ach#iiisp^V|^rifAil^»Tfi|kiirii0ilb9tUli^jiaiM« 
Harte «ie aiu^h zu haben eHif^ioii^^aai J^ioli«&}]bIüOs<iniSefi iini 
Ueiden die BrasenrAimie .wn.ifiepb^lUl lUMFlMifttaigfBstaiMr'idai^ 
Durch Hb^IiAkPm— GUtie-ttitit hAt tBIaiAeMliiBdbgaBge!!^ A« 

* Diete Behauptung iviirde durch des Verfs.^ntersucbianc der Krjf- 
> mttloftti dtfs Goldes und des 8ilbhTi'^fa;*aV<y.'^/^f^ itj ibtflibiii- 

. •• .. j 

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¥^«fft*fefWlrtM$*»rS*Hif« %W*W*W^Po«»d, •^|lei^t 911^.1 jier AMt 
J^M de« letztem eine eigne Art aaazumachen. Me1|reff^ yoß Qisv^ 
]»AiiD erhaltene Krystalle haben Form, Durchgänge und lYinkel 
dea Feldapathes , aind klein , *- farbloa und durchscheinend , ^wenn 

^^«' ffRol; ^^IrftBWÄÄ i»^« ^ ^ .Ä'y »If? Ue^»(.iron, eine^ Qvnha 

:HÄi%fß4Wl-3tten?^W»>^ft"nS'*rl»*^^^M^^ h^.^anne^^A oder 
»**«»rFm»Äi!!Wf'^iiflh^f#af^«»^fr««^*^»f . APdre A^terkryatall/r 

i*^f;rfiiryW!Wflftlift**%^eden, aephv5»tige $|fi^,piit ejn^r o^er 

W*jnff4WffrtW Si«ÄAä<?J?W ^,fltj^.,,.4u5h ^ydpn^rpl^e Stfin- 

^^i1k^^^^fi m^ Sl^m^^W^ ;C«^BP9ftfi-p^rp<|n l.ami^ftn.in 

..4Ä|fW%9i frttH'OT^ ilft:/>F?lU (Steatit) xw^ 

ff f1 -f.nf, \ .»/ «fiS Jj 1« «W 1.1,« f. . ■ , , ^J 



fW ^ Mil:^ IT. 'ItA»w.'160.y> B. Mtet; *darr>die Thebri«^ d«« 1«^- 
ri(tfdrpklnliii<*^öchf<dai^:hihii ni%ht hattbar ektecheine, dalW sie %ti 
Aik^n SeriHieHi«^ dDW^fid^ Afiamtt<ni«et2iing kry^tallhirter Fo»- 
•nH^A ^lM»(^r''iUWIi'^%Mi{ manche» »el' Thl»«#le cfnt^ef^tehCitiB 
FHH ttftf^,'-«ltlfl dMtot^er'Vtms üküriclflritifg' dfcrdhlfr «h T«wntla4^ 
•a^'« ' 0i0^^^O«i#>f[IIIvM*abtMcifdy«it ibr^r «nfteil' €kAtal«^Fetf Mi* 
s'.<^;>*^g1el«ifig««Ca1t^«4 #ilitthaBc» , « w«nn sie' mit derselten Sliite. 
-^««AMlIVH^Vmiiibd , aaikfr ^letoht l^rtn '^^^ dnd: gi^iieh- 

9taialtel4ril9dl|Mfiritfit^etii«tlaMr*SA«fH»'^eiche FMm der'^atzh«^ 
isii»'':t^]tii«*t«bld^fdad('iAhiftHdafl»)'teryt^V*'S«r«nti«a -^ IM msy- 
99kpi»ietsi^H>tÜd/!FlMrm ff^M«|i»9i4icMlblWli«r ^(MftUli llftttiAi V 'de- 
mk -f)ria)^£7Mb«0<NKi. lAt iJf|^''f «ffM0Uii>*. Mm^M-aa ÜiM^t 

.'O^n/iteV Xft ?^«».**=^1*K ^P^^«^'«®P^t- '^.^M**^ ^^^ *"^ ih^ genannten 
beulschen CKemlker seil vieleo Jahren schoa beVanat gemacht h^ben, 



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2^ 

fÜfhliVil)^ ^ Torlgon^ welche in ähnjiche^ ^iteii J^nür rarjilflb 

ilWf Ift^n rS/vtenui jqIui^, Biclcsicht anf ' die \^nleWT€rffus^, 

^^f jarfthr^iHl. <99f^ fu, a. . Chfnn'ikcr in poMmeiü%oc^ ¥it l^Htft 

ftk^Pfi^ .Hf^i^egp .yi^ol|;t<Jf , — ^Einc^JanSfAr^^^ 

^i^anigW . Ä(ii|»ralien , welche, wie die HOrntiilVbäe , '^er^jkä^it 

mni G^mtlUfi ^^elheo Kr^?tali - j^^^^ 

dunnM^' ^Sivw^ipfipisetyaa^ Yiefep And^roii^n iin^eryo|^l^^S&. 

MATK'^k^xt« ^Wr EpH^Jbeinnojg'^^U c(n^^ oh* starIce /^erm 

#gW^ 4«t.- WWPiDÜyAefl , Gemisch - flbpUe ' ^rcli' ^ftieclugniä»^, 

*,^fa..^^»iil0i^e: jjplle^a^ tp einem IHiDeral^ aarn einanlRlrlb 

Wikea4nnait«fi. Y|&f jb^UniMf n («Üso ^fz ö/cr tlicnve^ criettÄii 

ItonneB, v^^nd ^^e.lF^^r^i tfnV^älridert^bWbe.^'"*^© iang^ ittiir 

die cratere T*e^l» d^^f /^ie ßVobil^t^^^^^^ 

R,, m«ft diape^ «weite et noch Ttel^ineAr werden. ^ vldJeKwdlft 

tet BwiaaMca .e^^ Jg^i^filang^pr^^nerftlien adraiefle Rlcff« 

AMicbi 

dUly 

Ä«JA,: _ H- ,. . -,.-.. . 

er i^n aUea zasammen , irapz oder theilweis 
__ __. _ JL» onpe ^n^fratie der Fom. IiH Feldstei 

<}|W. C|wipm.-F|fa|9;^yd «.^t^ de^^ Hap^ana^' ^tW ^m Ü'ttn» j^«r 
0iniMUi9»ettQt»eB* . Im Pacai^hiii j^ad S^tlll|(t j^^f^^» 

aßirSM9m9.hX^9pUKi^ Terbvndc^) mit l Atom. Natron .^^^^ ,4'ÜTch 
^fAim UMmüe ersem werdet^ k^qa^ Ip fcrschiedenen' Var^- 
4Mpn dei AwplMb^la ^r^c^int nach ßj^a^Eilivs jed^marl Atiüai 
IM^-.tiMUikat - •-.' ri. .• ^.■.^.... ._/. 

(^ftipaWt) 

.^aArJ^EVlozjd (.Ilaiiüiileq^) i8|>l^orjp^ifl^''er^e^^ kfA«- 

m.tt^\ivt «i|Q|i»Aie/ einsiif^rwf^ 90 kanii ^Am^l^hib^^^ 

iib«r daa.Eip^^iÄ» jr^Uben^ verschieden^ Wärmegrade und Tejrscoie^ 
iene Mengen von ""Wasser in den Mineral •'V^erbindungepauf'dereft 
KrytuUform haben, noch^ölli^ unbekannt geblieben tu sejro. 4. R« 

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- , \ m 

> etavriaenf Atomen Ton Tr&ilicat '▼on X oder Trlalaminat tob X 

WRiiiiltiV Von i^ yJri 'Ä^^rf^^^^^d"<ftrt» 

der 'oMge^^^ (^om^^ n4t1iLk¥^^^ 



MaafsjBO ' ubemn! 'Wi? 'den. ' zuviMksk^'meH fi^z^üM^^i^Bit 




eüier Yerpnc^injjpunff des jumerals mit flettruillttc^rg;^« 
'MUeil wi;ilen,.das?Bre off ii%th mi- 




andeiü. So kdotAe 

pditnmen ttni*¥etlrf*- 

' deyn ttßffen ,' tMÜ 

kiielfi*'fe^oiWfill ,"il^h 

THsffilrtft ^MM4, 

^^^.^..,^..,^^^ ^^..^ .^^.,, . .,^,..^. . -itf'dio^'i'tligh, 

,.,0>^,diMfrZusiit« fremder yerbiDdätigtiit, ^enii'sii^ |/fe8t(^ilftor|iM^M, 

j^^Aifj^r .W^'.f iW^n^ düs\/Wini^ejt 'efn^i^ Verblnduifg NKAtf< 2 

^ l^h^, jeQeta^i erntete/ nimiicti^ m^t^;; dl^6 'äti ^ef'^Vmutuiiida- ^ 
•MzQ^g^'eineR-.irrdffm IMn ultB^' llogtMft dfe''IÜi|)' 

aafser denen der Kr^Ulle von IwlilenMUirat Talkerd« md« 1mII> 

lenBaareni^i^i^n','|bbscfibn''er aus dl«seii^i»eM«ki '8toffim^be•teht.' 
y.v n-dv'».i':g «of!,. 4 .. ^ ,.. .1 j, ,. ,,,,, 

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Na^ 9mm%a,ic9 ^^U ca M oaia y p ^e« Kalk- wm 

artsMg 4c« V?U9^ hat cia^^4p4tl[ac d|p a ^ , B ai m . Sa EiiAiIyt 

saroerici ibj^^Hafvea aa^,,^lba, Kapfer ajyt.yjfMart aia4 
1, aiclil ihre ScliwcfcJ,-^eA|^,j|jp^„ o^,:3f 

— jf- b'yO-Df^rißM 



J. Hanna«: Aaalyae 4ca TeaBaatit» tvb 4ar IVcai- 

Seh^MUI >f?^ioH. tjniMiy. -^DfiottoA n^AoüfliAok^ 

|ifnodißO-iT58ii 
.b ii. i. . .-.•..UM aiu)^:i -i:.b Jim \ Olr'KIO aß^ncM 



1^008.0 
[ii -ij\ 4 .!i u'n\,UUvjü'i'ff Uli oaJß T £l80 



A. DAUBiaa : Notis über 
aeliweffeUaareB 8troatiaa» tob^, ^gtmf •"* ■««MiJgiW 



otiB aber A^j,3X9'>'«»»«aIiAfffl 
roatiaa» tob«. Braaim «■* ■€WM?iHlPW« 



teraacliaBgea über «eia« Zaaaai B ia af t a aa g (Jmn. d. 
ddm. Pkg». ISSL XhVL Sia^^^l^V ai^l^A^i^Hmf '^Bt4eek«e 

baaato 4iMea Irrtham. Aber 4ie. ■Laganags - Verhältauae waren 
Uaber naUeftaant geblieben. Es fiadet sich in den Crrabea eiaea 
ZiafileM9i#enlM«i^rt :' ttuftlnä ^\A kStMä 4-Cril£i^ri'f 9bd^ aa 
lM«ail^4ia4bSii.|irttMi ^9kStmf^'\ag9k^ii^ltPfk*^9ikAk^ ^9i^ 
MI)|rMMiobv >»«ie«i#>trt»j^^Mi^(<ir^ ^jrffeäfk^A ' Sn^ftAiA^'* 

gr9lm TaMn;Aril»' a^lüfth» M t te ii teCW ^tf '^^^^ Dl^WihU 
ia# «lai «harigaf bllftfgirti «Aiiillllilii^naejl^ktjpftellbb« VurAi Aal- 
Mi #Mttlli4kiaiPfetfl^idi»<nfilM no lU ) ü 1 ii ^ I* .^ m 7 o -f 



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.bfli« iliii«fli#i.ifek^ .'-l4»r>l .r.jLf^^nr n..noV jf.J^i.1 i.Ii3io«s 

EiMB-Protozyd | 0.M2 

Mangan- Oxy4 4 



liU gefundenen Met eo reis e^rSWneü^C^IelB USL ^t'8ta.> 
Bokumäitst liegt im PraiAtncr Kreise in lf fl» to i» j >toie ganze'Haase 
wog lOS Pfnfid. Der gMsre Tbeil denielMilil4Ügt im Naüonal- 
Mnseam in Prag» der^dinre in M'ien; tBw wiMuc hreiiMMg nebst 
vorläufiger Analyse vojiflirnuiiftAicii stebt innitm^ Jahrhüeker^ dt» 
B^kmkehm NaHonai- ü^iMunt. HoKonn IModr i >: 

läsen .... 0.866W 

Nickel . . 00812 1 also im Wesentlichen eine ^mmrnr 

Bisen >Carbonid 010134/ raensetsnng, wie am Meteoreisen v#n 

Kobalt .... 0.0059 \^ Lentürio und Agram y und v^n Cup; 

Mangan ... 0.0046 /" mit der erstem stimmen anck die 

Kalium ... 0.0041 V Figuren der ^Oberfläche , äbefda. 

AlbJbinW«n^«^»flM*4 '^'^^- ''" - ' ' ' ' 

Gi¥95«*T£W[ .n^^WN» ^mtmUndfAm^Hnätm na kab«.^ m • 

^xoiivu 38pinHi;(h97-B^nii i > i ^ fi J 'iih r,i .l u- f' 'J - ' '• ?♦• «iM 

jif)«W u^cririO :ir»I) ni ibia h)hnil e'*? - /-'l ^ •• - ^' - ' •''•» 

i:.a4fe(Ä*cW?W^»-¥ WtÄjf^PlffÄ^II^ 4i^ K4*lidl-Il«liffelfraavv 

^* Ä4lSiN«»«¥rfW^%*»«**>f «T^»M>», wt^lofcw die Agat« 

« ^JiM^ÄfuS» JiWßAlJ«ift^Ml9A«Sif4^v(4t». nwend. ^rtr liCk> 

-^fciJJ?ftrniifWbJ;5#niJy;rf7 '"d. mȧmlnf4i^ in^wnigetmll. 

^^^fWm ^■te»4>h>»W^i"Ä*ir «fitt»irt«iiii Iw^atiiUetrt^ndl^ 

I9&.A-1 uVi^MrßlJ^fJjflj'^önn^fi*** älJhi ilMtÄ'll^d t#^^ 
Formen entst eben J(^,i{P$MeHiF«NHIWiAftah^^4«»''4Mgil^^ 
schon die regellos serstreuten Agate und Jaspisse der Ajpbaait-» 
Spilit- nnd Porphyr- Gebirge , und in unterbroehne Sehichten 



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^M SWbglwr^M) Mtl^ .fir9f#«ifjfl«i; t,A#cll,rf«|W?^ ^V^^Ä^I^ 



JMMera 1 UB Badentehen cehorcn. • Sie verdanken jene Bilttlw 
^flpij Vfirkji^ r^M j>"**cv..Fi'>iKW(fll<>er, cD^piiRcher \Xgenn«ai ne 

mhpilende ^^i^eiiii^wd-^rd'e', pcheiD^ lii Yerbindiln^ 'blH"4ar ^ '^if«> 
Jpp- hager, ai»fiMtnipn'¥iuMig)le)i,'^^^^ -'&iÜÜA Öijr 

Jaipis - Kpfelii Von 4eren Oberüäctle aiieiiiwarU '■i(alieIi%Uf<to'^-^^- 




von Prentegarae in /fBcer^ne. '- ->^i>»^^7. 

i/ ai.A.ti^, ^.1 .^s-u^riii'j )»I-)in nsil-jiliodsal'jdDJ/I lof) 'saubliH 

• ■ P 'ti .ihv.:) j.i'j.Foc' i.t (bto'i)") «suU-. üot sri.T pik! r.-.r 



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Vctief^ciieir adf 'VMcfff^dl^if'Mbti^ 




r^, als ob .«ine .thi^riBrh'^ Gallerte , aas dor Sohaale liusgeprinvt, 
'•|,ch^ j^^ ▼eyllchtet . Mljte ; "aji* '.J '- '" .';*. von ilen 'Wern des ^is^hh- 
.«ujpiP^« ,^Bff^P ^f^!|^r|?i'^^'^v^^ d^'Bingetc)|en'iihTo1l8^^ ttWidle 

degebivg«[i| tob Amberg". Die ÜinTalven i^cheiiien'tSlBerliaiipt'ilor 
' Bffdiiii^ d«r Kieselmhefbeften nitht g:un8tij^,'iUi^^rocl^U8'-'A'r- 

teil, «M»ntiM8''Wy'Hllii^«%j^* V(n^ ^ M^klho 

' *«teii5&ibeb«l 'f^rtirtftfA#^l^iri$rfe'tt*^ftt*1te*lEW» 

'^eiilfti .Ätf'4iiirt^fy«tftirÄy'*VftW'<)^<WV'*HÖe/ 

liltogctcfre'i'''Bmit''ltiW''di!i^''b\i|^''tTAt%rs^^^ ' Wdt 

^Ö « t r a c e fekf ' '« o^A'WV^ir li'n^ 
' r ali Ves'iatf äi'öVVi^brtÄi: 'kiA^t!»*^ fc^eKI^^Äf^Inrf^f.ia^T^tei- 
dlner t) Vit r e a i'dü'- '^oif^'M ' OÄci^'- ;%j})*^n f steKr 'derftllch**ifc' 4). 
caVji^a'ta iuß derRreilli'-tefäbcöWt'^Oh Ä^^ 
worauf iMicb Mi^fe^'kVlWfc« C'elWpttVeri ilfcl^iiVh* Ol, Ä)rlMfft.* 
eralH des'kr^ii^'imiililg;^ ^oii^'^ä^ 0¥|f^«a#^'^r. 

ettmfta «im Iiiaa TOn Alaig (GaHi) in hvhfem tiTradeiTiniO. co- 
lli mba au d«r Kreide Votf ^%e>b<»V''Mliii«, «oil Fon^jii^iSbi Lo- 

^' ., DigitizedbyVjOOQlC 



FomHitioiieii kommen solche Beispiele senet nicht^ vor) In L Wum' 
. r Oleosa von 5«ff an. In Podopsis striata von l«on^(^. In 
^Pintt:a granulata ans dem Lias von Aromanchn^i iGaht^ii^ 

]^o<ilinMM^> «i«M««l^) ist ^^chklfiai^ ^l"Aen t^iU. 

tein. S«<%l4\SiJlner Art>^a ^^MMil^^fa^Vilk^sf iii'f/'i^." 

uniT vom lAUskmppi unfern dem OJdoi bei einer aiidht«»/Iahn]i> 
ehen»-aae dem-Jorakallc-von Gesairpoii, etivnlatts e&^tfk&f sitzen- 
den, kalkig gebUebenen Cellepoten; in eincv fernr^^^ -*^*-*^- * 



n ausgefüllt, und wo die Scheibchen aufserordeilfiftlliV^jMis^ 
llif\''!J'tcirphomena productoides^ Raf. von Lßxington. 



itX ^.QtV^^Oii^y woran die innere .Höhle ebenfalls mit Kalk- Kr j> 
stallen 
sIM/^ 

In'äpaiangns cer anguinum, woran jedoch die iHliMf<l4i' 
Folrllirgtiigti stets offen geblieben sind. lallen Fol^^Vi/tSii' ü^t 
«ii$ 'ddtkV fl^ltW : sie wird bemerkt in Favosites MWAAA^ 
Kam^'^h^^i^Shtfwmrd in Emtl^hj^^ WAi.CH fuhrt devgleieMi^ «Ali^ 
aiif^il!lA^f#«iiiten und mehreren Zoophyten an« ^ Vl^^ffff^ . 
»ielle I^A^a^j^jU^g eines Körpers^ in. einen andexa mitvMbnlii&n 
lung der Foirn>> v«l<^e n>AB ¥wsteinerang, besser m y ^a ll^tii^ 
iMT aber itB^tg ^ & 1 e n^nnt , kapn nun w4 Tier^riei '^pMlie' Bütf 
Anden: o) die ursprüngliche Textur bleibt dabei i^l^^J^HMWM'^'^ 
wdü' iixtofiifr sM^bb <i»der < irtelleicbt nie ga^rderTall mV selfMi 
heim vertteinten Heise*; oder h) dje umprünglieh f«MÜg0io#^'^ 
]ay]ilriPhi«4»«VIMtor, «MlD^iilriüiiiykfwlkteihr wie iik-49ii' UMM ' 
Fflmna(DAdsr Steiakehlcm-Fotination, wo Sohieferthoi^Ufid^ä^li- ; 
atein qd^ ^k^hlens^res Pl«en an. die Stellp^UitJLlMtd 1l^|,S|ielen' 
' .. ' . . ' I ,ü\ii\lU\ \sa t- 

' ^ ^ *i »- • t ^ 
* Wenn man doch unter dem Vergröfsertingsglase noch die Poreaiel* 




A 



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m 

«Bit einsigewfäimiaWftlctofeAiBV gV*otf«iM^ mft)»!»^ 

i J nl (10/ lil )iii ianoa al.oiqai^ö 9i\yUys a^amwA non oitr^ an o'I 
nl .^a9X-sitoJ nof üi^ii)« aiaqobo*! «I .JtoVu/. no7 ßaoyiii 
HllpspiltobitpÄloRüwo-iK oov auiJ m-jb auß nUiiunRi-^ üiini'I. 

^^?'¥'^4ä*^aVJ^^if*ft}SlÄWl^lP^lwflw«%^A iaiiftir«#MM ,n{'>t 

fotimaata ~. ^ — ; , ,—, —i — ^.Äm»^ PfWf^ 

•p>l -il!ij/l Jim al!ßln9(f» olHoH rijnnf -i?!) nino#r Stontmofcne^:' 

P^i^^OÄ^Ml^lnoi-HliiH nail»«fij»d)<?: 'jih oi? biiu tUm -><nij ,i. i* i,j4 

li'jrftn WfWOH iiU i' > i nß!0>fr , ai u n i » ^^n ß i o '> an/»" ,: * k .j > al 

^ ^^^MS^M^Vfn-^ivifrnl bfTf« fi'*.I)if.(f5;n'ifio nwta •^•^•yRN^'l 

liVültii^tf^ mjiao/u'l ni JJtuit)«! bii»/ »la >t'?^W ^^^*5l**« 

I ^ttV ^y ^ •"'* fl3J'^«lqooS ntnaiif Mii bnir ajj i M fifß tVß ^^^ih 

tef ?jVlii>'ri3b-rtiP^ eiTT i.l:u.ri.1^rr.r.%>^«;^. fiBf^rir 
Po4AiBi|it0«'t rf^ilgfiinnaiu oih ^6 rjf»'» ,' »i^ii .'i. ^j:i/ ;tiiyii 

tDerciili 



D e rc ul^ - / 

DpallariaA 
iciii{|. ^ 



— ; vSIgvre» oei Fans 



ta 

_ . . , , -Pam- 

L'n « 

.,. ^q .»rh 'i'>oci '»?.Rl;j8"ifTiJT=>Älm3-raV iTf'»h fe.Uu' '-Doh rsa^ ft>»"*/-^ 

che* 
lÄ Kieii^rde 
flchbn rm Ie^nd«n Zustand entfiaU.. 




Digitized by VjOOQIC 



tcn etc. ^ i j . V unveräftaw). 

^ . J.» n Jl .ijnri/7-ivrf *ißijj,> miAz^iy in 

jlidii|l iAa4dlllR<«ll u?iAf-i i.I /^ 11 anio aiufo . dß r> ts ii r» i s fi 9fi d <{ 

ji<Ä»4ft»ÄCT >ii9f #%>>f^it89d . n ::qos id 8 i J T o ns i q ^ WBfV w ' p« 

-fjiiojf iTyrdii'».! r^a!jrTij1«'i'A »U) '*IcKrf)?J(fljri[ )iin f /danoyl maiffo 
JCrinoidjBcn ."durch Kieself ♦ , j' u t- 

GAlerites. , — f — 5 .sandiee Kjrcide :. Insel ,>#•*. , , 

Echinitet . — — : aarafotin. ; . Jtmhprg. 



9ni' i 



Spangria rapiasa . . . .. . , . . .-.»„. fVarvunstarj,' 

FdirosilfVf darch Kieael ^ . ., # .. . aaimll - Berge , 

Ha^Lirphoa . . . . . ^. • • , • . '. , - Fast, wo.biq vor- 

ifera /:'... . / '/' .' ''*. 'V* .^"/'' ."»^l» ÄöügV'' '''''' ■* - 
VentrifcilftCB-et ''"' *'''J^'^'^ n^»i')^iTQ,ii. -i-ijoflii .m. .i 

' ' Ohafttt tte* > dnrdh reii«Meni;(fifeidBi'i Sd^amd. . it i r«. 

' \ liiese'VerBteVerungs-AYi'fi'naet d«ifi^^'WdUikiyftc&!fb1i^'fö'Sfift- 
mssei'-Fö^BMKtiotteii nnd' nämen^i%^ikii^^MtBb^U%U*5flitt, 
olMchon andre Formationen daTon nicht ausgeBchlossen sind. 

'Ikanclien' FamiYien sind beiite Ärteit gpetöi^h^Nl^cA'^Ui'^fi^^Art in 
jeder Familie^ stets vorzugWetse ne'rTscTiend'J' 'die |e(ztfe ^illrt vu^ 
beModre bdf fJnivAlVe'n des süfsen Wawprs^nnd^ei 2oo phy- 
to«, gani^ aaBschliefslich aber bei den pflanzen. —' Die Ver- 
ateinefangsweise 4ureb $chetbcfcen nnäet ci^gegen aus6cfili®r*Hch 
Statt ilivd^n Terraxn^ dm»%qa/^ and wUaetques, .nicht i;n |Jher- 
gangsgebirgen , aurser in iien^ttcj^v; mcbt bestimmt in tertiären 



. gangsgetiirgen , aurser ^m Kentuciv: mcbt bestimmt in tertiären 

«, ". U-,' J^^' b'..«. ."^ >t w'-;*f . '>'«'iV^'^ ^». )? r»-^^v^' v«,^_ 

Formationen [doch etwa in MecXienbnnrer Austern nach ¥011 
BvcH , m Ägyptischen Auster» und obigem P e^ t ea ] ; pbschon 

' ' Digitizedby Google 



M dtchteo QaacB verwandelt hat* 

i^^ Si«%^^Ävi«a * acheint dit^'^V^tvtaer^iig^^i^H^^ 
Kietelaeheib<)heii «nerit benerkt sa hallen ; ac (|>y^4e^ Pi^jVtf fAfS^ 
phaea arcdata i^, ohae eiae £r1ilariJD^«a«ilftolr0«tf IgiMi. ' 

•iMra^aavt^'flie er als bekannt aneieht **. a^ iagti\^iifSH,hwimml9l« 
W'^i^fm^ plaaorbi« bezogen, bestr^t^^ifter^ «I^A^^ivte 
«tuet« Koach^li 
teM^ weü 




kaiae Bohle, in ihrem Innefb, rolirert darauA, daHi eii\ weither 
StffeWnrfii %elD«t,2a dieser Versteiaernnir frewordea, dei: ucb aia 
Parfi{i1|- aar platten Flachen mehr der,JBYei- als der eia^fciaapi-' 
g«i|v*{t^f)^|j9ylien angesieAeli;, erinaeri sich aoer^am fcade'viedert 
dafs diei^^fHper aus Ringen, nicht a«i Spiral^i|^|)^fi^^^^, 
B'HaMsaa Fia»A8 •** erkennt in diesen Edrperj[|)^if% ^^j /G^^|F* 
f^f&tfuä ^A^ra^a3t4i ron JUtia konzeatriat^ Kr^isadnb» Kieselsab*. 
■tUM/o^iie eine Erklärung, au geben. lU^i^iifi ^-^ li^ba^hiata 
4il$l{e^l^ai;|^rf ^^fig auf Belemaiten der Provioiee ^ hl^t^v^efng 
t^iffßi^rv^J^^nBiten eiaea eigenen ^|^hlech^t^8^^:§pi> 
tei^hlB UftVtl^ t i p hu g u 8 , und glaubte , dafs sie die Fähigkeit an 
Terkieselik'^^ii'ltatnrbesärsen, und denBele]iBriid«#«r ftfiiget&eilt 
hätten. fVin^VoteH war früher in diesen Heften dfe'lMa.^ "^'- 

.S;!i:;'Ai%iUnch aufserdem, auf der Oberfläche' ntclilf' bV 
ganisahar K^^|; oder gaas frei finden sieh aalchc Kleaalaalia^ 
ehim., Imarar abgesehen nämlich ^on Stal^ktit^rart^an. B^- 
daagen^ "mwlt^iäk eiabf^iA*l|tinMhaadd ffordb KojdHMiHMm ^litaa^ 
laMe Längea-firatreckaag habea [und von dea durch Infilttrat&aa 

W^rof e^Jiflfj,!^ ^f^^pr^^fl .^^^^«ö^ Ber^^^,^fc^f Q:f#i|f * 

in mm.jd^ljäcad. dß^ sc, J743. /»• 408. (/V ;c. Ägf. i. — 3; 1747. 
-. P'ßÖQ U' ixir, fis. 10. 



^ Journal de* sc dobserp. 102Q ^epr. .und i8dp Jane, 
ft EssM sur IfLminer^Mogiß des^ennrons de Moscgu , 1709; p^. 1 — 
40. y. /.y?g. ^ — 6. / 

/ 

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mit IUeiwlMi|iailMlii».«i«|lll^ uMtfi 
de« dort. dJBgelqgvil^n.* Gjfpmmig 




wfMdsM^ Ttnrfcipmran j iltiriiiihi 
imbi>|racl»tligfaec aidh<x.hwilwgt»ii>w ^pr YJlk mi^hijmi 
fliehe einer Agflt-Kugel .nim Ofc <i i?w|w « ^ «nd mie»- 
•öliwBcven Agiria»p CtaMepdflg^Sfffceairihiw» mwiiiii 
«pgpebnifiqi^Ba Jf^wm .fiidiiildet:«i(. 4ha« 
diictoik avidetnuM. mt^ «% lK«i 

a kenne»: theiUu4Hrf 4Mf Ifayd^ejüw riningiiliimüi,.!! ilW 

gttkHUbit) an d«« 
l37etn0i«rt let^ -^ dwlls «n# 
Ai^lMUiit« e4ir W»<iktte» 
wm m» nnfiiineidiwiBiifc 




I; ^ «heäe 

m»reB im teftnrm tülieilliiliiiitiiB *€3»ee iN>r itKiniii C ,- S. 1^ 
Anw; -^ tlMstli earfti^ eefcr dw^liJ» In ^cliww» PltoreWia-S clMl i l» 
•ellwt Bo« Cher^Aegjpten, v»mi nuBeMHi^'itf deü CMen elüi- 
gernielit yoUendetea änfsem Ringele in nwdige R&hm etkr 
deotlicli iet. 

$. ft. De« Vfe. eehon^BS ini, iH»fc«i ^Sjgy >n> yiij—eii ■ tfot 
ianwuM Mrterellet aiigedeirtetc Theweie Mt nnn ülgmimt fiüe Kie- 
selerde JoiBi Tev ikrer jedecanligen Eratntnu^ in etneni ven dnn 
Mden Xasünden vmi in dem vnUkMnM rtiiinlii 
•int m gnllertsrt%er «Mrfce^niieit . W einleft MUe 
ile ktyelittieiren ind den idgenaieken 
te «idern gwtnltete ein «ick lilne nnck 4«n Qm^t 
^m nncMUlieb «ndn^keiclitig oder nnr dNmAselttinnnd idi Fener- 
mein eder Chnigeden itnd d|^ We WKguMIm Mntarin knt «Kf 
fieen ]^dnge«iMe einen keeendem BinftiA |;flk«kt BleM^n 
AiMickt der gnt«»nh<ng der Agale «ne g ifc« il g«M effc knt F^«un 
Hfl «idMi «■%«itellt^ nnd der \mL im J. Iffit* k^m Artikel 
]>«ndHtee in ekigen« Kcfienniiw nneret wttimt ntti^g^fairt 

« Bfcdn Tsvnnsft 



* l% i M «ind TieHeiclit XJeberbleiUd von ib Cypte venckwendenen^ 
noch frofttentkeUs kalkig gumuuiti Koadkyliea f' 



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lr*rt«4Mnii^ illiUlilSiii g«lferiige>ii^i#idl- b l«r "^^HwHili itf^f ^fHI^ 
äiM» QbMtgfcM^d«s CianAi»Tfart?>^dh«Pitt J Üi i it l K it y ti^^ ^^ 
«i«eii^*ti»iNI lWttweg»iJwlwrli*iht>ifll>hiTj<feiio<i b»h :g<t?fc«»'3 

•tinmite Aaflageroog horisonUler Plänerschichten anf Granit. 

• Die kalUgen aadvTjlWfiiio» n-»r*flk? ^.:>: .,? : .--v..?' -^ iJ.« 

J. 1852» 20 

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f^ri^dltill^ f#*^HIlli<^6ili «li#^»Hrflt «i^eilkaM ,^fKi»fa«iiim 

Killten eibaiP^r ; 'i& m^f^'^Vf^W^Mi¥''Pl^m\'^m^^JI^ ^ii^ 

ffcrt Sclirttt werter '«^-li'Öif* 1^11ön%4rlititae¥^^*ffiif»%ifflaillÄ»ifti 
l^ertrüihmerungen;' JliilhV'ffaMAi^^'ä'tdJa eft^it^^^^^^ 
Teii Bergen nÜer M -'^or^fe^ieÄd^'^t'fttffeVi^^itÄ^^ 
Bie Pläner- uiid il&'i^met^Stäiiim n^A'^Hiidyii ,^^S^miin 
hei Meißen ; so iVcW'i^eft^li^'^Ä ^«fts^Ä «agk^i^iBFliiilMliy^ 
Störung iem'Ö?anit"te*a^6flf *^"*^^^^-^ «^^ ^'"^'^ '^^ ^*«" . 
' 0er Plau^86he G^nä ktit 1^!''^''tff^^mftdta«'#i^ llWf- 
lagernng genauer crkeririeii.'^* in' W^ "^Hm* lillli^JS d'R^6H'^)SMfill(?l(€ii 
Favmon aufsieig^naeb «^felücW'^e]ltr'4M^'«6frt^ 
und StLnäktein^^chithiä^aUf^kfääemM^^^ «übe 

Art länglaiberat, get^ÜdöV dk^bh^'^Sp^^t^fti/p^^ iWflblieV^^. 
iien Br«B SMd- mrdlTi^dWiii'^^^^^ 

d^t sieh sogar daiMlS^: i^A^MMt mkhii^H^ioAxM''^ 
«andigem l>)iiier; tilier^liÄcK' ^r^ltt^d^Jk "^e^^m^n^^^A- 
•teinschicht, zwi^cheti-dfireniVümi'& gm^VHittSä^Vm'a^mk 
hinabzieht; der etiif^i^ilB'Ufdf^if ttti^ft^ii^ W«fid4^ 
knetungen yon Raltslei^ In fe^W ^jfbiilri^'^l^l^ll^i^d^^ 
ersten Iffnlile über dein 'H^ä^^.^io Vfi» bW fthäh^^ l^üAt 
schon SU beobacBten. -^ iKe ii6t%i<£i'^ Säii^lbleld^^äiAb '^ 
5<lcAn«üA€ii Sehwehg bietet gl^fidl«^ ibiibclia libi^l^äiÄDtfU^ 
«ciieiBvng dar. Belcanat «ind d!« Vetii&itn»4«i mmkttMi^i 
der dortige Kalkgtein dürfte, dnes firbnidai^gett'j|AAeftiftnä-tt«i|^ 
acbtet, doch nur Planer seyit, der «^fäHig Mir iÄeSch «ft AimiMe 
.niten ist, dergleichen sicli wdii^ti Stitläu, lt^^ 
häufig aber bei U^einhqhia^ imd «oteKlf andi Itt^'Jle^lBrdüitt Hodaii, 
Der Granit Hegt uher deit'i^iik tlfffiUi^etfSdiSdii^'i^ 
und Sandeteiner/ nnd dlci ^uffiii^drbirf^1ti'fi<i¥ ikofeete 

MaarsfitAlie 2tti^efa<jtt; vnw4ift^l^feä^^Wmdt^mia^t^ia»i9 
der Stadt, ißftst gtoz adv %9«'W']fiSlF«Mil''^g<^6U< 1^^ - U 
der Nähe vott AdtleiföM«' B%blift<^^%l«kiii»' 4^ dw 

Heilen imttenberg^ M 'ii^ m Mrti^'^Mkt^ii'^mAdlKt^ tbü ftO 
«nd mehr Grad FWßeä;* de^^e'lSiiJiftlf^Ä-llftft Oalr fto Miaf^ 



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thmdilofai «Mra tUT ^ 4«v B«! selbtt bildet eiae« dar liQchtiw 
«tnldlft, wd fUI«. tmeh 4ßm im disr Tiefe Ui^geadem Qnuutsien- 
UHu .»t^ •!», HB Lineal Faun» 8ie}it maji denselb^ Sandsteio, 
mi^m^yfor devtCrfavit,» »aler 80^< einschieCie«. ^ Im LtcAtenA^'- 
.|q|r,.f|^ CI^<9idofs^ Gfipde istjgiMis in der Tiefe die Grenze yon 
^^fmKJk Bpd.l^^mdsteia liemlicli g,ut entblofst, zwanxig Schritte Tom 
(J^Uni^ Jiegt }der ^Q^^te^D iioc,b horizontal. Je näher dem Gra- 
Bil^^^pifl^ sa ^ehf. Jieben eich, die Schichten, oder vielmehr die 
&&hic)^te|Urn|nm^ ( denn g^ichzeitig mit dem zunehmendem Fal- 
len« iii{L fii^ß JEer)tirijuD|mef i^f^ dea ^ndsteina zu beobachten , desten 
Fjuif iD^;}te ^v^^i^t ^° TOfU Gi^anite wegfallen. Diese und andre 
V^mR^^!^ ^pM^P^ V^rH^^' TH^ der Ansicht nicht ungünstig« 
dals der G'^nit des Elbtkale» nach der Bildung des Grünsandea 
HW* fVÄil^'f^f^ f»HI<»>5K«i'^«*<«.:» ""4 »»c^ noch während seines 
&pwD|ff^toigf^jl^j|^ Zustande befand , weil sich ohne 

l4}y^ ^Ic^ J({j^d^e]^^ei^ i^^intdf Afasse weder die Überlagerung 
*W if^l^^if^iiW^^^P^P^W^« *^«* /TeinWÄZflf, O&^oti und HoAen- 
«1^^ po^ die, yerßji^chtui^^en. def Granit -Substanz mit Adern. 

umd l^i^f^eiegf, Ton, JKaUuitein ^klären lasset^ Gegen tob 

J^uir«^> Angabe .ein^iir «tets gieich/örn^igepi Auflagernng den 
llqftfuwr.GraMif* Wf 4ic} Schiefer freitet die durch Hoffhanr 
MdifBwiesenfQ wich^i(|^<9 ThatsocHe« 4afa in» MüflUzthah der 
Qmnit^den. .^1p^Q|iieii.§chi^f«rs9hicli|en tbeils angelagert ist» 
tkeila selbige ^dur^hs^hneidet nnd unterteuft Diese Beobachtunj^ 
TccanlaCite def yß,^ zu deiner genauem Untersuchung der branit* 
grenze i|i ihr^»,.^^» eine ß/Leifß jLangen Erstreckung tou Otten^ 
dßrf bis. Bdkr$4orf^, Die Bei^üite der tfutersncl^ung sind wesent^ 
Uqb iol^nde: Die Schief qt haben long« der angegebenen Granit« 
grenze dmrcbnna ke^n bestinuntea nordöstjLiches Einschiefsenf ^pn'^ 
dem bei , yeracbiedenem Sitreidien jedenfalls eine senkrechte« 
oder doch bcäiyi^ senkrechte Stellung. Die rertikalen Schiefer- 
Schichten airmhen ij^ Granit*- Grenze nicht parallel, sondein 
aehneiden aelld^ in ißt angegebenen Erstreckung fast durch* 
gftni^g unter Winkel« iron 4ft und mehreren Graden. Dieses Ter-^ 
kfllttiji Ist gianz besondere uusgezelcbnet im MügUixihdU längs 
einer Linie Ton, JEaneiotto.,niish BlotekwUsf zu beobachten* Det 
Granit ist daher imcb tien S^liiefeni dnrcbana nicht gleicbförmig 
angelagert» aondern ylelmehr nnrf^lmafsig abweichend, aufge- 
lig0rt, Indkm die Schiefer in einet ganz regellos aetrissenen, 



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3tt8 

nach ^em Oi^iiit^ xu s^ii^YeppenlfSi^ig ^JAlUl^lidt^ eh- 

ißgeti ;'uber welcliei< iBlcft 'ffen letatdt^'rfiiöbtfcitcft ^ > j*--»: 

. .*f .^*i '<i- \ y* ^..wi. *li i»*,^!.^ !$ I.- ,.. .9 

Über das Grünst^in-Gebilde der Gfegend um Cftri- 
sii^nia theilte K, F. Böbert Nachrichten mit. ^Rarsten , Archiv 
f^ Min. IV, 271 ff.f Wir entnehmen einige Bemericnnffen aiis 
dem iitleressanten Aufsatze , insofern solche, ohne Yerglefcnunj^ 
der Profile, 'unsern Lesern verständlich bleiben. Könneni Das 
Sud - Gehänge des Festuhgs-Berges bei Christtania besteht ' aus 
Alaunschiefer, zwischen dessen' Scnichfen sicli eine/ 'meftrere^Sl-^ 
len mächtige Grünstein-tiagli hervorgeärangt' fiat.^'^Nöf'ilii^fi^eäv 
scheint der tSrunsteln wirllicii'^'i^^irsöfieÄ' ^^ ^(^Ür^fira^l Sek 
Schiefers; sodann aber''bciuei<ia*'Aa)i^'^kiffiH %^^' ^^i^^b^^^ 
Hervorbrechen des '^lufdni8Bhc«'''ö^tMler?>^"lttir5a'^^i«i s^iflp. 
recht in seine SÄhlc'efli, 'o^n^^dalW ztf'feli|efl^»y,<«*i^^l? dlrf^ 
selbe hiedergeht.' "Eiii' Ala\if^'cki}^f^^«V&i^lr m\f}'^Utmgi*PV{ä^illß' 
ntn liiigt mitten in der 'b^nifftn'-ltifsfi^. "^t^y^deik h(Wli)%eft l^i^:- 
t^n beträgt di^ Alaunschief^i^- MtJle ^i/rf*** W» « »Ä. ^Äll«^ 
Bcheinlich vühlte der GfÄnitöin aefr'lj«^^feyÄJlf*W 4g Anfallet 
Schichtnng des Schiefers. TkiV Alaiiik8cb1ei%K^n$i\glft hör. 1 — 
.2 tind fällt nach NU. Ah dü^^' Selieide kann inan ^e «^höAsteii 
Handstücke schlagen^ zur Hälfte a«i«i i!«hiefe# , sur Hälfte atis 
Grünstein bestehend, beide Felsarten scharf geschieden. — — 
Ein neuerdings aufgeschlossenes Profil (a. a. O. S. 278' ff) zeigt 
einen niäcfitigen Grunstein^^Gang, welcber ^e. AIf|iinsj^hiefer- 
Schichten durchbrochen hat Der Grünsten set^t l^in ^nd.irieder 
in die Sohle ein und biegt sich nspli /oben K^olteA'-^tig^ unter 
dem darüber liegenden Schiefer. JHe Sc|üc|il|^fig dfs UtsEt^rii 
Gesteins ist ziemlich rerworrea; das FalJlei^ b^alinaph. Sl^^.y.bald 
«ach NO. 



Angaben der Höhen im E r z h e r a o g t h u m Österreich^ 
' entnommen aus den Protokollen der k. k. Katastral -Landes- Ver- 
messung, liefert die '^'-'*--*-r f-'-r Phjtl iTiT^jBnjririrtlTTfir'TT'"""* 

VOM ETTIliasiUlISSN ; X,.l ff,. . .- ,^; .-^ i^<r' , cttv^ , ^. ^ un , • 



V^ Simon erstattete Bericht über das Tabkau g^olo^ique dem 
rocket par Huor. ( l!d4m, de (a Soc. des lett, eet, de Afefs. IX 213 



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fite. m^^WmmCifBuUeU 4e ^b<. Mßi, 18S1« p, 145.) ß^i Wi^' 
Weiler, unfern d^ J)oiiJ9«nl|ergf», . Apt^rfikQoit auf vbergßngß- 
Bchiefer. Am Mont-Olpnpe bei CharkviUe (jirdennenj^ Lias, das 
Gehänge eines Grauwaclien -Beleges bedeckend; der weifse Sand- 
ni^^ de« Departementes ruht zu i'oii^e auf Muschelkalk. Der 
Sa)idsteiA von Beitange und Ton flousäy ( Arrondissement von 
.TÄiimvJUe), so ^ie ^er von I^uxemburg zeigt d|e nämlichen La- 
j^erqngs - Verhältnisse ;, bei Hettange umschliefst derselbe gegen 
di^ Teufe Muscheln und nach dem Tage zu Schilf- Abdrucke» 
'während bei Fange nur vegetabilische R&ite darin vorkommen. 
Um, Jmativälieraj mittlerer Oolith, desgleichen bei Longwy, vo> 
•elbft ^.Qest^in sehr eisenschüssig ist* Der Jurakalk um Satd- 
«fiari ^laj^iUe^ ^iqy u. f. V, ist reich an.AstroltennodPoljpiten. 
' ZViscbep Juboiti und Bßmbn$ , an den die./tfme b.egrenzenden Hu- 
* gseln., g««tng - jinäclitige 4f^l«geraiigen von- JaolUtucken, . gebun- 
drni iuvoh kalhigeii.Teig» so wie von safidigem.Kalk« d«r Mu- 
MSheln aus der Oolith ^FoonatllMi führt. Bei Xoi^fvyo» VmossUs^ 
und heX Sbrnne ^^Hämnes} über der 0«lith *• Formation «luantgo 
Blasaeti. 1i«r obei;e Oolith von Fet»»ers» Qwareekamiipa u a. w* 
(drdennee) onthälfc Disesatiten. Die Oolithe erscheinen bodeekt 
mit mergeligem ^alfe, so «m Ferdtm, ArgWM u. s. w. Im Amuf 
Thal, bei FetkMim^y eine Polypiteu -führende thonig-kieseligo 
Ablagerung über den Oolitheit , und' über dieser : Kreide« 



Aus den auf ver^eliiedenen Bergwerken in Preußen angestell- 
ten, von V. ISkrhaICd mifgcülfeilten ^ Beobachtungen über 
die Temjperatnr fm Erd-^Innern ergab sich als Resultat, 
dafs, bei den vielen und sehr vod einander abweichenden Mittel- 
werthen» jene üfahnbhmunge'n tiath nicht hinreichend seyen, 
um ans ihnen allgemeine Resultate über die Progression der 
Wärme -Zunahme im Innern der ürde ableiten zu können. (Poo- 
«bhv., A. d. Ph.; XXII, 497 U.S. w.) 



X B^.'JitaNriuniv «chitded;& eine v«a CEerMonl-Fcrrend, über- 
MoMwe, St. Fümr, Chaiide$mgtieB und Murat , nach JurüUn^ in 
mineralogischer und geschichtlicher Hinsicht, unternommene 
Wanderung. (Ann. de VAnvergne; /F, 48S eot., 481 eet.^ 529 ec^ 



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, Ülier 4eA f 19 ^ CarBnt indti mkn Ü. 'll^6. p. ^''e^,HlAige 

M^^liricIltQII T«H 9VT«1(1IIII r MoHTqMlTIWi; ' / " ä '^ » «^ . i J . , 

t'lf.V üfeiitli ipt; (H^<|if»fittf^l^^jf^e| Hebeii and Darcbb rieben d<« 
Vl^|;Mi|y«»iliBi^%ifir>.4V4|rfi)F\^'^HicfaU^ zpui Vorschein ge- 
lt dW ui.^tM^I tf^ffifWl^b^il« \ai] ^cJben UBfl Bdhmtn 

^tai «UMgWMim l^is lutflt:. «I«fi^ Irerud bUetuin. l>er rluoLte 

K»t'|[fti;f4*.'4npm 4i|^((|ni^itf,9^ageEi der Jura - Formalion (iw- 
ftfioi^ Ovitiff) angeliÖT««; die Torltoniiupodeu VerstelBeriüagen 
^teeliMi alle dalor. -- 



«ad die Toa Fa. HomuN^ bdiaif^fjteip gewAVifii^^^te^- 
beVaaff der We^ier-Eetle. (A. aT O. €" Ä? rf.^^lfef *« - 
|ieatreitet,'aof Cfrnadea, devea Aafaliraag aas der Raam aiclit 
gealattet, die Dwporhebuogeay Zerreifsaagea vad Vemtürsnagea, 
welebe HovfVANR aBaimmit. .^ ^ niir>wü » ^a«? rü-s -t 

' ' •■•..UM • l/-,.y.rj^^-l ^,j ^,^^ 

H. Laeo^i be.clirieli die Tb&ler yoa/lipsra^^^^ 
(^nn. de VAuvergne ; IV , 1 ff.) Die geogBostischea ÄBgaben mi 
pieiet aas ftrüherea Arbettea «b^ die Awocrgne bekanat; iadea* 
eea werdea diejenlgea, welcbe die hitereesaatea Thller beauclMai 
VoUea , dem Terf. Dauklü 4fb ItmAneoiicnaiiigiip^ai^ 



♦ ; ', K « * rr» - • 



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811 

«!E 

le Be-' 

«TitH's AtchiT für Min. g.-a. w III, l.ff; 27t ff. anii IV, 3 ff.) 
Wir vfmmen uns vorlaofig darauf bes^^hränken, He Inhalte -Über- 
•cbrlften'^n^ü^l^ iMbnm Ab- 

«^crroil^ ^er^e^baftf oiretk , an ^Äie))'^aflJbcliHi wtMkm^iAwnlk 



^ondr^tr BerocfcsiehÜgaQg seiner OBteiSt!lfer''1t'«te4Myiiteh..Salito- 
siscbe oder Altyater-G.ebicges.iuid.ilfifllipa -Forteetenilg im Glafai- 
•ph^, .3. Der Gneifs des Ealen-Qebirgs. IL Überganga-Geburg«; 

^Sß^lf^es^'tftil'^GMl ' t'ßAiffikk$\ #il0»i«liteea llbaagHigar 



d<«'p^r^^^^^^ 

r..^ .^..4r '... -flwrtlg;*. im GeWete d«i 

'l>te llolh^Dieg«*. 

i^her lädiAltJi^^''i.«töMkMMl-iBkbiI8«^ 1 eiici» 




Die Höhen in Irtrtea^uAir rttf den Inseln des Go{fo def 

fluq^^/fjf^JfjT^er Jene in, TVroI and in ESmiien, findet »any 

. 4l9|tUK«q£f!il,A«« äin^jPmiiiiioiUi ief'tieh/IHt'At, dei^k: k. Ka- 

^siI;|;^*fii^p^jp|-^yQme8San^ BiuMCiBTUBR Und t. EtrnrtfsiiAt- 

'«'•Kl im,.»U 'iol, anki -^nii nfwj^fMA fl>.j>M|.. ..;, .,. . ., . ' , 
•'• Xn'.oitjrf-i^Vlimj /i^ijuiidliöiT.i; .,: .n. •• . • . 

rUvuäjo'u BuUetind0 CMogie, JNv»»,,I^Urar.,3a2//. «^i- 
Iwlt ein Sebveiben von Pasbot, Prioritate- Einspräche gegen 
JBk!« HB Bbavkovt enUialteBil y in ISetreif des letsteren : ReehcrekB$ 
vd§iU9 unw tUa r^vpiutiatu de Ut aurface du ghbe ect. Dmr 
Ignei'si^F^^^ 

Gftf«^ (SMtfi^lnamBwiBlIiiXfti ajge^^ ä b e^ d^Q^ B j| u d $> r 
Mpen, jipeunineny Karpatkeu und einiger Gegenden voik 
Obenchleikn gesammelt auf Reisen in den Jahren 1829 und 1830 
▼Ott Cr. Kbfbbstbiii i Deutschland ',\lh ? f^; 125 ff.). Wir miis- 



DigitizedbyVjOOQlC ,' 



■ -m 



ten ani i|af die An^^ic^e d«8 jbhili^ <Ue(^, ipt.«iltu^^%flmr 
iftftsiciit vichügen^ Abl^ndlnqg l^c^f äirfceit. . l^ ^Xp^^^ (¥««- 
liei^e ^iVetj^pien \ himerstadt , ^^nt^pj^«^ J^^i, Qhjsndprf i» Pmfi^9:$ 
Dor^iciie kall^ä)pe|i zj^ischen Ö^sdor^. qimI .C^^ifr in .iGfra9^9#liw/ 
iiliur\ Pfe^ers, [WßU^stadt^ Ölar««;, vom ^i.ßv^jApf^^ ^c)ikf%^ 
iiber'^Üen AUteii iikch^)^eitin^e^ x^^ T dux^h^^ <^ ,\Vlpßider'- 

iiai' ubW'Aie 'Oemmi nach XeucAr^^ diirpb ^ ^f^f^ Cy^(it;i|qm^1iy^ 
<fli8 y/rüetÄol nach 6en/^Vop tÄfir ü^er ^eq j(k|n,eii $1. .Q^rfli^ffl^ 
nach ' Jtii^ano* uiid| tWo^ uiV ikaffan^ ,, i^^f f (r^f j» . fi^»!|flfi# ^ftf«'!«^» 
lA die'JÄig'anecn', ütipr Örffne,' FWoc^^.^di JK^^^ 
irMrii:^ *n. Ape^nlnen. III. Karpfai^e^tOft^ 
«c!fe*ner und >vaer K9n9^at-'RQi«^.,^f^f^:^e]E;;^^P^^ 
litid Barcb^chnilt Tön Wer ijacli jff^i^^fs^^^ ^Yj, ^'f,9l^ 

ItvLÜ nnd OJ>erflchleMeii. --,^llg(f^ner^J^^ 41^ 

'£%en<hümiic]|^keiten nii^ ^epi9^hcli^ y^Si^Bf^^% ^^nk^iif^ 
-Qebirgszoges: ^ ^ . _;.;i .j , b a>-^ -T-.f b/^ '•• ,--v.>4,sa ni- u-^ 

A.tr;S^äiiteBiU2ir: aber die, ^^er^ 
Umgegend T0n Pötm. ^^abst^n , Arcbi^ fjoif 9Iiqt,j^»,fi.. ,w.. 
17T if.) BBOKfiNU&T ninimt/wie bekamst ^ finejge^u|.^f^]i[f^Cf|^;- 
• elaitg der Me'ereijl tind SÄftw^gBej^riF,^^^ 
an. Auf die Kreide ^^'die Unterlage des Pai;ifii(^r^p9]i^eq|i^|i|»|ft^f|^f|^ 
Be. eine ausgezeichnete Meeres-Foriiiatio]],^ folgt dip fj^^ff $j^* 
' Wasser -Bildung, plastischer Thon mit. t>igniten uqd sOiit .H^s^en 
▼on Thieren, welche im Meeres - Wasse^ nicht leb^n f^önt^ßf^ 
Hierauf ruht Grobkallc , toII, tou C e i^i,t h i e n u.a. Konch jlien 
welche nur im salzigen Wasser 'existiren. Darüber wieder eiue 
Sufswässer- Formation, kieseliger Kalk .pnd. Qyps mit Knocben 
yon P B c h y de r m e n u. s. w. Auf diese folgt. vri^et eu|e , meift 
Btn Sand bestehende Formation mit Meejjes.^Bew^linern ^ 'Ua4 
en^ich die letzte Sufswasseir-Bildufg^, So weit Bi^ovoii)«»t t 
Die Sehwierigkeit,' zu erklären, wie flnßimal einie uneri^^fidiffhf 
Menge frdfsen Wasiers sich habe eiufimlen , wie ,dies^ ha^jp^.^ah^f 
imd Wfeder int» 'weisen kpnne^^ Ut so^ ^rqfs^ dafs^.f i^ Q^^a^r 
Ibälsigltett , anb^de j: regelmalfBjrg abwechselnden ^uteinauder-FoIgp 
deir beiderlei Bildungen sich ergehend ,\, zweifelhaft wird« um ao 
mehr, daßa. genöthigt war als bedingende Ursache .anzunchmeji: 
dafs bei unverändertctn l^Teaii der £rd - Oberfläche , das salzige 
Wasser durch -eben so viel sufses verdrängt worden sey. — > Diese 
Erklärung wurde jedöc& selir bedenklich, seitdem man im Grob- 

■^ . ■ ' . ' 

^ . DigitizedbyVjOOQlC . 



Wll/j^Vr^al^'aas^s^^klin^t^' Meeres -Bil^uW gilt., Gemengf 
ytti ^ ^Wr«^aBieT nii'd' Meereg-Muscliern, oder gar 




' GyM 

- *IBr 8Äb^^W?^^lif^WeA^'^ttr ziiin f heif Über dem Grobkal^, 
ÄfWtgt uiit%1»«*?fi*ililiitf* ^ic«feifii^*da\iAt. — ^ "Äacli'* dem AbsaU 
#«?'^toyidß»B4Öfl?%ia''iiÖoflM^ t*%^T ^?^%^f gewesen" sejn^ 
nf^dif^ ^e«&^*tfe*^i^fgÄM|:' jinfe^^^^ Schich,- 

t\k *#%rrffJ»il^^^t?^"^VÄ'1fee8ijhfecliter Ton teriteineruu^cp 
mb^'«^(ii<'iAi(flf'»Mi^%£i<)^'S^fc^^^ ""^ie kreide bildet^ 

nnr ein Becken , in welchem sich die tertiäre Formation absetzen 
konnte. Es war mit salzigem Wasser erfüllt. Zuerst setzte sieh 
dier plastische Thon ab, jedoch heineswegs sehr regelmäfsig ond 
in sehr Teränderlichcr Mächtigkeit. Per Thon ist frei von «llen 
Ffeferdfäl^äiij "^dd* kie fossilen lleste , welche ihm BBOMCKiAitr 
amsAt^ibts'^ehiSteä «äiner andern Bildung, einem Zwischenlager 
itti Grobkiill^ äii. ^^->' In den grofsen salzigen Landsee ergofs sich 
.ttitn,^io tfftihttt^Piaivosi^ an, ein ziemlich bedeutender Flnfs ; er 
^etfdHil^'gtb itellbnweise die VTasser des See'^ qnd sabstitnirto 
tfMi di^en däfir. Als riothwendige Folge konnte zu «iner und 
derielbcfn'^^itf' s^hV rerschiedenartige Bildungen im See erfol- 
gen. Im f^Torden, Wo blofs salziges Wasser irorhanden war, setz- 
ten 'sich stets Meeres- Bildungen ab; wo der Flufs süfse Wasser 
▼eirbreifet, würden ^Säfswasser- Bildungen niedergeschlagen. Id 
äeif Mitte konnte bald die eine bald die andre entstehen u. s. w. 
Mlesis Ättel nndet man^ in der iThat. Im nördlichen TheUe des 
JBeckens liegi'trroblfaYky ostlich der Gyps mit seinen Mergeln« D^r 
kteseHge KalK -^ yorzuglfc^. im SO. des Beckens — lallst , da ^|f 
]^'i^ine''1^er6letni&röhgen fiih](:i,. ini Zweifel, ob er Meeres- Qd«r 
Säl8wass6i'-i6el)iläy'sdy.'''l^R^vosV8 lüeinung: Grobkalk und kie- 
sei igc^' IJa)k^ wären in dersßlbei^l^eriode abgesetzt, bestätigt «ich 
durch vielseitige Beobachtungen. 'Nirgends sieht man jeo? ^^^'' 
art durch diese überlagert. — Der Gyps und seine Mergel bilde- 
ten sich, nach Psbtost, unter Flufswasser. Der Strom, welcher 
sieh in den grofsen Landsee ergofs, führte ^Knötchen oder Jicich- 
name der Thiere mit sich fort , die in den von ihm durctuitrom- 



Digitized by VjOOQIC. 



S 

i 



II« 

iNdhilto^ afthlfbte I^hJl«lottll«!«^Üll(»m»«4« Iw^CjtpM j«l|il9»elilf|fl^ 
MidliieMlig^ Jliattu r*^ ^am Sütitet lf»ro«|8qr.jS^eai»ifl:ft4^ 

Kvriintioflii aüMvIOIeliilMlia ll4»Bim%W4l««M«,|ul|«Mkd,^l4m9L jn» 
^oMtak v<»iiio»llH»idfii»r9««R5m^^^ij9!^%i^i1)M&^i^ 
MOräck, i^n «jldllkhi d(|i>Pad^iib)4AfiBe«H9fmtifw^4«a9A|^^i|oi;fil|- 

BarlM G«gciid,iJ«teifAMiiC^f^7ifiM GMlfi^ ioilAM«^ 

iiftl^MUl. -^ ^ -4. JB^ig«l%tiiii6^jä«iin)ivi^<4lllit|)ul»o%^t<i»^ 
Moktenimy atoilitlidieiJrjPiTM^^MM^ 
JMd dw Wlih]^MtfteiranMiifMii^r«aeta MPfidüf 

■' i - i i;-'! iri t'ü:: [<'>«o'J no7 'f^r.tl oiÜ tixt nijio 

' In der ZehitifiH m'l^^il' t&^^mMimVi ^Hk BAmHAi^ 

HB» und T. E¥T«ii<^8ttAvni«t1^\^ff.)''*iMd^iä^'<^« 

' rrötokollen dc^ 6enetai-li»^<^i)t^ 

V«rmeMQAgeiitnftmttied6%iriiitillM^^t^Wl|^fei'^^^^ W flP^iP- 

iogtfaom Äföfcftomr»: ^' •**^^'^^^ *'^^^^^^ ^^ ^^'«"^ ''^^^ "^''*-?^ 
' . »' % • ;.'. -i ^i 'iß^aJüW; 13:j k^iu,! Jiauii ■» >b nabot'i 

Blöcke; »Od |[i|U«^u,p^|B.,Rrijn^it4fr,f^,^ii^d txfl^§,h 

m^ Oeknef tli^ • TMi«|r J^nt^mr W«tft»JWfl#n ^ffillSWlf «fftV 
«•In Loks fi^lMTltfr keft9kl.qmif oiSPMtM^^ ^4" 

akig«.mdl iii«niliifflttW4m4<>üi«Ul«tuD)Mp JMmn«tt^%i Ufefc« 

Fragil «t» dMte W o w im i|»iAlfl3l)Sg9i»Kil$««J[fMfilll^ 



Digiti/edt^dOOQlC 



»1» 

f«4^tttfy«ii Vom' Mo^ftfr /oiiiM. . Der Mwm 4k -Ffnmngbs: im 

tiil^fo^ftttiill'^^aM ittWIfiM^lid hetar^ki. in idei Gtflfen« «MMst- 

SHM'lFV 'Ati' Mir IKhi» idofmM^if^ GtßMt ^•d- 1^ 9. miehtige 
auMl^^iiliS^ > «UlNlfaMtSli 'iMi^CRJ^f«r '>kiliM''gMbfliMt4§inr €M- 
llSt-i€HM*r8( ^^l^>'l:i)im^lMMi(^> fiw#*4 UImM G4ti6tii il«»ilMif^ 
liMMk^Ut&iUki'^l^iei^fH}^^ itt ilMi «In 

Bfl^el^%ai«'¥bi<wkftMclä>&rilikel««^%«y von e»n«^>Mi. ^n 
vttflr'>M^^^kAf^f»»Xif Uttcl» Ifv^gelMm^ iWftinsel dte 
Fe«^M«ei ^^^ikl^ti tiMMbeVfC«i^TklKti«^Iii4iler, dbiMJi SiAiis»- 
tes aiitef 4Mr^'tt(«Mt^Pgefl' MH'^«iM«^ kttrndil univciC 

'!rta^«g%ibditfndl^ifttf'>dte»<nMk«t'rott Ikia j«t 

welchem aach die Berge nordlich von M4oi:4ikMi90 oftch- TftfiU» 
bestehen. Den gröfsten Theil der Insel Quiriquina nimmt Sand- 
stein ein. Die Bay von Omeeptt'on ist neuer, als der Sandstein; 
4Wlrtrjrif *i9 9l9IW*f#tl!%ii ^9^,1*«!*» Mlffjfc,^«o. entstand sie 
!^f<*i?«'WAvWÄfc4§W#f«^> ^ dieae^taj ^le ge|^n W. gerich- 
tiP^n j^sf^^^^st 4i€^ des^IjlA^b^ii^);, die keinen Sandstein ent- 
^^ W '*^k«|^fl. fÄwsf dw Npü^eM^ qwripina ange- 

griffen. --- Die Insel 6- Tahiti erscheint als ein hoher Berg. Der 
JBoden der Koste längs der MntaiMii- Bucht ist fruchtbare Damm- 
erde, aber der Strand schwaner €kmd mit OliTln- Körnern nn- 
termengt. An der Westseite der Bucht tritt ein jähes Vorgebirge 
iiiüHdet'. 'S^'bMdft' lAii'tfneti^ W^iefa^A, gelbb»aitileft <Oii|teiB » 
tAH WcüfsMi Vklfrs'^ aaJhMeb 'FkifeVeft , «lng<$«pMng«Mi <llivf « imd 
Ika)l'%tne'mit|^llefl^''lil5hhtii^en,^l^i^it teiiMftk*|^l«toii«n Af^ 
pfiynfth-Hi^tftWlRsil biiS^kt' iJihtf/ 'DaHlter >otfae» Defamanv 44r 
%Wllbikiif<«edJd^ ^W^'lM«tArart«tff*tl4i« WMli^lv'MilBln ' 

mk^ «0r4#'B^t^nKR80ilhilWtt{$tiitt lAirf* 

jiugifi^1Mr'ilohm(^Mx%i7iU»«h v 4«inf>DiMau<KiMigMMMitfB 

iE«m*f«ftsife« leigt Kegtlbfifge, die^HllilAr^^MMfimottgtfo^tobfail^- 
rocken In die Wolken ragen. Sie werden durch d«n ungefähr 



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HC 

nUl^l^^htatWiljwt^Mmi^'Sopbm'k^^ der angabüdh 

ei« ¥kli['iUi itl ,'vn4>ivt«en fSpitte dos ^«üe Jshr JumkircbMMMe 
thi^eftUiflti -NdktHiely vom Hsfen St; Peiet und PaulTha^M^ 
'U^i'^(i9 I^g<cr'V0«r'gestrdftei*'Mipi8 eincohlielklf, iinld «titcaü'dfani 
ScdriefCPfieinV^rwnii^rieir, y^i/ fm4^e84ili1i»dten^i& Matrigaa mKwvb 
ll^fth^bt^rV PAt^hj^. * AiifdeÜI ^Wlrg« Te)il dem ItaffM fraoliP'Aot^ 
streik; ^i'hfmiiMafkr] «ödatin &^tii^^ Ot^^MNibfti ii0d >m( 4i«r 
ü^oiül^He (^i* Büblif filolcke '^on ^r|kli^r uirtfd vQtt'pli*<^keMf «ibii- 
fii^hi '(W^i»Bi('9)''diit*€9i lloVnbl^de^life^sttll'U pb^jfhyrMIg^^ IM- 

Qui^lfenV d2e'^dh1Wirli^'ai!ra ^ahll? eht^pHn^^H'üVid "Mierktl^Kle- 
tfelBiiiteT ätset^aJ' 9o iälY^c der ^FV^W \ieiii\hi tMUT it^'ffW. 
liat, aur'Basatt 'lA't\n€m9hiienihnU litr'WuheKikd'ä'\ ttaittlefai 
l^rümmern ; fiodaim fdlgt 'gi^ue^ 'üWd'lötW'PUi'pliyntHieiffe^ mit 
KrystafienTon Heiii1)l^nde''iiad '^oii glasl^eib Fehfripatfi. Attf äefm 
Ifege nacli Jem C&oräiba - Vuikaa Yi-ii^j^t. ' Tom i#tobh'cffdr^'VQl- 
kaa stretclit eiii ^al gegen istfi^.^^iii Welchem einst <^in lAva- 
itrom ^crab flors? Grdrse l^rachyt- Blöcke liegeti^iii #Efii Vba 
Bergwassern ausge'wascbehenl^urcben. 'frachyt^BAn^^teiii', l^rafs, 
. Schwefel nnd Grfinstein bedecken in losen Blocken iiail Brocken 
. die Seiten des Kegels, dessen äipfel SLaücb etitstroiat, ans Spal- 
ten emporsfeigenÄ , deren^ Wandungen mit ' Schwefel - Krystalleii 
bpkleidet sind. Der Umfang des Kraters beträgt einige hundert 
iSchrittc/; er ist Ton einer SO F. hohen l^elswand umgeben, die 
. gegen S. Ton dem erwähnt^p Lavastrome zerrissen wurde* Das 
.anstehende Gestein ist-Trachyt.* — Auf dem J^ifande SUchq Be- 
stshei) die Felse^ um ^Neu^^^^chanffdsk aus feinkorniger Kiesel- 
. Grauwacke , welche Tj^onsc^iiefer in ^^erc^ und kürzere^ Srei- 
; fe.Q^eoUiäU. .Thonschi^^fer .i^d Grauwacke erscheinen auch im 
l^ephciel mit einan^eiv Ihr S«hichtenfaU betragt 75^. — Der ke- 
gejtformige Edgecomh^ 2852,B ¥"« Meereshuhe^, besteht aus thoni- 
ger (?) Schlac^^e mit JSestern and. Adern yoq Pef hstein. D|e Sei- 
ten sin^ z»m Theil mit Bim^steiii ^ Trun^o|em. he^eckt.^ Aaf der 
.Bergspitzc SpoKea 9inm 9i^m Kra|Lera.ii|ij(^..ifwkvecbtei;L WVideii. 
— - CdUfomim Der Berg, auf welche^ die Festung St. Fraimßeo 
.liegt, besteht ans Serpentin mit Ophit and SchilleTspath. lUi' 
klaiae» Theosdifef^r-fiager ;«:MiAt)i|i.AABru4pf «ph^ri^P^k sv 



■ * Eine 6efa}ld«rattg'dM nsQMt^-AtasttttfthSii^mJil^Waisdk« ve«'« 

TziTB finden unsere Leser in der Zeitschrift für Min. Jahrg. i&a9^ 
S. 557 ff. ' ' d. H 



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i 



BmimUfU , idioJMlMeff jrfnlhaifc, dnipenffiniehritain M* Mtrii^cst«*^ 
imfiidainfipitet itet* IiAoIü diih iif«i:.k«M»rfii»til«nw«f9M( «it/qlia. 

ir«« |HW OH |> ra > <WMm A9|iifa|9||#fil >ftJ^4l}.t bf^lif^ i(9|^ i pie 9I^<^#e^. 

Utotms^ndct vÄWft,*e.,Sp^fp.fl|ffi,flc^aK^W»^^l^^fÄ5^^I<ftr^ .Hüft 

•cWafj|*eK;%|»l»rl4W«fttfnif.PH,W M^r^?)P«HhJi^ ^W ^«W* 

▼^$^h^iM«i^ifiij5|j.,>Dij5, Ebene Jje^^^ aus Tra^^ ^it .Bimut^,^ 
l^ld TA^an.Mphe^^.T^u^. ^Die losel^i^^^^ VolKtn ▼pi^ 

TnHil 8i«l|J[)efin(^t,,w»r4.Tpii,LfiT/|g^ildet Bie Seiten des Ber-, 
geff sind in allen Eichtun^eii tief ^efarcKt. per Krater itt rand^ 
Ein Haapt-]^a?sia^oin . w^air^ nach SSW. ffßÜOBaen; indeifaen^sinif 
die Kr^terrander nii^gends fgjBn^ d^rd&brocIiQn. - Aas dem Krater- 
lioden erhebe^ /iicb» fast in der Mitte, zyrei Aschenkegpei mit 
mehr als SO.raaclienden ötfniingen. '!Die Kegel sind theils von 
verwitterter Lava umgeben, theÜsvon gelbem Schwefel - Wasser. 
Am nördlicheäVtffs des einen rauchte der Pfuhl anunterbrochen , 
nad in dem Augenblicke, da' der Y'erfrdefl Krktemnä erreichte»^ 
fand eine schwache* ITrAptioti' Stäii. 'Unter Brausen nni Rauch, 
stiegen Aschetibifte^(itt aVifV äiiiifibbf -9^ Blaten siedefader Lauge. 
SoIchiet^kMit^d^ö Sl^reW zü^^itäe^iMi W Himt^ti; r ^ •- ^ 

alten Gebirge des mittleren Frankreiehs angelagert., 

*' Die wite Hälfte dieser Abhandlung findet sicK in der Zeitschf. für 
Mia. Jshrg. 1839 ^S. 344 ff. and $69 ff. " » 



\ 



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mätmiitk'iü4f^ #«tf(fk^'«hr*pi^ir «wfttfttwi ,"»ii>«fefeH» % p ft a < itA 

|fMMB'<«MI^ #M Atttll)rfraiige<t'awy-ilfcni»1wii>"ftellillte*W*m ifc 
«luv«« f%ellMi*TO* IMhrXrrf«!' «iiY'ftn'ftk'e»«!«»^^ A^MMft MM«-. 

Ovr dnMV^'miJtt des Ooliths M 'ff»^' iAn«^#, ^«^^Ulii'^^tflHcMMI ^ 
till«e #61 BedMsns «Mi wieiRhr «tt'ffifMh'AleM^; iiltftf^«Mil»SlMI^ 

MM- v^yrrAefct Ifai Wi d^ SfcekMl •i««'üte odUtHttelMi 1Nmit> 
tiöaea §thr entwickelt. Sie bililMf, ' Voff CAW»>'bllf iJlin#'4KfMMS 
eise Kette, die mindestens eine mittlere Mäditiglceit t^on U Stan- 
den hftt Fast Abemll sielir mnndie drei Abtlidlnngen den O^ 
Ittbe , die nntern hänilg anf Mergeln rniiend , oder anf eineat 
Kalk, welcher dem Lias beiznüalüen U(. tiie nntere OoliäHAb- 
ifceilnng bat bin nndViisder (HÜhau un^lm'f^tfr(iri€hk%:%. #.*> 
glimmerige Tbone mit trrVpliae'a cy m feilem, "^ti^ttl^ert - 
n't'ten'n. s; w. anfonweisen; ancl ¥nde< ucb'^jiir nllVdflkönli^ 
kerniger Kalk , ein dicbter'Kalk ititt tagen' 1t^rtiigen*£U<^efMi 
iind'Ooliib. 0ie letstem Sclilcbten, nnr 'bei Itfoscntiiü in ^^^dj^ 
deiätilieb anfti^tend» entsprechen dem grofseb ObolUHVek iMi. 
Bi^ fdhren telbst Folyplte und Korallen; wi^ b^i^CtfenVVih an- 
dern Oegenden des Beckens', beronders in den östlichen, bdii^rt 
Afete'i^lbdlcin^ ans Lagen di^iit^n^ j^elbtföb^u^u 'Italfier, d«r 
kieselige Einschlfiste in Menge fdhrt (N&ntl^mjPöltkrhii.ü: ir.) 
«md Lagen ron etwns oolitbÜldicÄn Kalk. 'Her tfidBte e>dtge Kalk 
mit aablreldiett A^moni^eii'iltod TerebrAt^tik scheint daa 
Obere dieser Abtheilnng ansznimicheBri ri^gtehdif 'diniilfcntbtBidi 
der^ Engrandef. IHe untere Ahth^thKng' itft die Uifchtlgfftt«, nie 
, allein macht mehr als drei VIerthefle der Ablagerung mnf unil 
awlsehea <Ai6Im -^ «f (Nonns und AocA^ort betragt dio Breite- Atia- 
dehnnng derselben ober It Standen« Die mittlc>re (Mitb-AV- 

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91» 

jj|(iHi.^f^4fi|i:0tr9l^r«8»J«^tof«r d««iO«|itfc vw Oq^lpfAniilr 
I4l|ri)l^^tt.: ' lifffBi^ «•liir.,fifwilicf|i KftU^f» Mecften 4«» OtaM 

W^^mm^^l^i^^h^ ,Affei|i.fihttOiVP««tHl«ft.TlMi« Jkxfi«li»e(, .w^lr 

«Im ihmMi^Mimg-m^r (lar.r«»iKm ««M««^ Ulf M^teio JMt 

iil,t4ifMn:jliM4l^t4i»/i|iei^iaiM4|i^ «1« Mir 

««ift.^Hi%iPl -MevgfvlW' l>#gflnr vi# gPHAt» Meng«« 4er «rwilUt 

A9.«l«li9%ftitfn Mt^MNk tflMfi|lf4-l4lft^ ▼#■■ f^üMßm mmg u Mri 

. • « . . I : ..' .. «I »i. • - . ' ! "■•: I '•>'. • j. '.» 

' QeQgnoete'^er Ooldregion, von Nord- Carolina, X^ 
MiT^BBi., SiLi^iaguic , Jvßeric. Jottrn, Fol JT'^/. o.! ect.) Über 
d^n befjrapffen 'Ge^^e^Dstand hatten' berejts Olmstju» im IX..iinj 
BoTHB im Xirt* Bande ^leseir ^eitsdhrift Nachricht gegeben $ aii- 
•er Yerf. berichtiget die Mittheilnn|;en derselben und al« Resu)^ 
tat seiner UntersuchuDgen geht hervor, dafs daa Cpld in dem. er- 
wähnten Lande anter nachttehendei^ Yerhältniuen gefunden wird s 

1. in.fi^aanB^tiängen, die in «ogenannten altern l^rimitiv-6e- 
•leinen jedoch in geringer Menge anfietsen j 

2. in ähnlichen Gai^m , welche häijifig in neueren primitiT«^ 
Felsmassen aofsetien >,,,,.. ^ 

^ in Quai|c-Cr$ngrn «ing^s^hlosaen Ton Trivuitions-Gebilden^ 
- 4 in einem Boden. enUtandefi aoa d^r Zersefanng jener dif^ 

Arteii Ton,(^ii;gi|*B^]4nnge9« |fVQ4. ,^ « 

5. im B^i^e ^Ifief^ jSU?nf ei,,^ ifr fth^i; pH *fd si^stüBn «eiiKW 

Iianf hat. 



'■ ■ I "M '■ 



»• f. .• •-. TT 

Digitized by VjOOQIC 



aao 

Geügnostiache Bildung der Inuel^^pitBs^gfnuQSf^t^ 
1U«) Oken'« Ins; 1829, H. m, S. 81^ ff.p| Das oj^ 
jiWimt des Noi^Caps aus demlSisnieere cmpbrstiegjend«.^ 
Buttern- iHtei ^Ckerry hland). Sie besteht aus ^^iy^Ct^tfnv>^HIjJb'' 
ttin senlnre^ht; abg^e0tt>Gheneii Flötzlägenl ^ Iii einer li^äad, Ä^« lUkr 
t«Mten 19# — 8<N)^ltöbettPläte&ttB geilen 4 liis'ä^^s'te^^ 
Lager zu Tag. Der Mant Misery a m jpfc htigen , an ill«ereil-Kon- 
chylien sehr reichen , Kalk- und Sandstein-Lagen gebildet , er«ei«hi 
iÜmt dem P)ateaa eine Hoiie wwßi^Wtk ^tim^^g6fgm4k tflbrda» 
M0er ein» <«» gering^ und ftMoMSHtfige Vlofe,'^«dtiA nM'^Mffil 
«llfn^\«Uie ini^smoiite .BMi^'^Wi gMi W ^^lA Mdei abe^aft^ -^V 
SoiaeliteBv dia. Von 0«pe /«fd«^ «IM#'<1# Jll^i^^^lNM^ Irfttt^U^ 
JÜM{nMclH»aa «enU«. > JB» tt» dttfe jS fe aürf lr k rg^MitW^hlpg 
aehiefer- («> MdiMf «eyn 99r«rtt^fiiMK^kjlif^'1^^ 




g«Mlli«fer und diefatiftin M^selfg^inrltalt ihr%"'^feHfn.'^^hle^/i 
Forination durfte ^en grdfsfen''Thetl, V^nii nicIiigaiUB ^er-'^^s- 
bergen zaaatnmeasetzen. AiäflhhiSfirWanittriMman 
mungen eines Muschel -T1i'ön^l7*itl denen' die Meeres -Uben^stev 
ganz die näniHcben wären ^ ^le In eliteip äbnl'i ^^^I-^^tjtf^^^yy 
Sf&d - Norwegen. Daa Ür - Gebirge von W^^^^^^^E^^^^&'^^Jili^S^ 
9m Stbftap ™'^ *CTimfHftra«biftf(jir nnd vielfttn" ^|^^|yffi||^Jtty^ff, 
In Homemid und ßeUsund machen ^^^^^e Gesteine 4g^^^ 
aus, scheinen auch neben andern IJr- ScÜiefern ^ch npd^i^jpi^gfc 
an der Westküste hinauf zu ziehen. Schichten sQiiger; Str^l)|g. 
KW. in SO. , jedoch sehr schwankend. Westljjc^ .am Me^nnto;^ 
in Buchten unter der hoben Kette und auf kieinen^flach^ ^^t^Ml^* 
genden Inseln finden sich neiiere Formationen; aus der i^herg|(|igj|t: 
Periode nur Spuren ; deutlicher siadFlö^-JBUdjii^ept^JjJjpypit^sr«^^ 
Steinkohlen , die sich noch bis über den W a{if S^itzber^e^-i^Mie^ 
aollen, sehen der Kannelkohle sehr ähnliclü •— Die 0«j(kuffta vo«. 
Grönland scheint in den Breiten tl und 72 gfofae i^hn(|d|kai|.^it * 
^tzhergen zu haben. 



Gl*or8er Grnnstein-Block Jin den Afltiaaii-Bexgen 
(J. FoKBKif, Jabibson, Edtnb. new Journ, Juiy .... Öetb. 1829. 



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S21 

p: «9 ffX £r wle^^ iragefihr MO «entnor^ l\^ tW wttbr ten 
Hlltorefl-NiTeBO und därfle erst in aeiiem ZtH la sifm HUIImi 
s^irlegt Worden ■ejn. Alle Verh&ltnieae «cheueK damaf ktMA*- 
^iten , daft die Aneweitiing der Schlocbl, in veiclie» 4iV Blmk 
•eiiie Sielte einninimt, epäter Statt gehabt Jhat , %!• deaem AM»* 
gernhg; 

.,. 4». BR^m«Hi4Mi» Bevitfbt ttber eine Abhandlang Bi^* 
ffuimivy. nVon .d'«o ' ei^e^nthäwli^ben Chnrakteren, 
welch» die^K^ftU^^MMtiM in md^ihmknM «nd «« 
den Abbäxgiiji de« J*f r p n aa n dairbietet.^ (4hm. ä— 4ckiM. 
Mt. J681. XJril.4W-*4tt.) L BvvA^aeT, deaM^n ^«UetJuidige 
Abhaadlnog \n das RtmmH de» wtiwnirüM de Mooam» arangtr9 avfnn* 
nehm^ die AcfMlemie beachlos^n, hat die Kreideformaiion in ei« 
aer Auadebnang, ia Lnhalitatea. nad unter Foriocn nacligewieeea> 
wie man sie bisher nicht gekannt oder kanm oberflächlich ango» 
beutet hatte. Die For«|atiQn bildet im sudlichoa Frankreich >sui 
breites nnterirdische^ Thal, indem sie aiob nur l^ngs seiner Ufer 
In F^rm abgerissener H^elrcihen em^rhebt über die tertiäre 
Ebene , welche die Mitte den Thaies bedeckt. Ber Nordrand er- 
itreckt sich aas dem Soden db^ Vjmdh bei Bseks/vrf und JBoyoni 
bis tum Fufse der Stce y jpew b«i Msee hin, über St. Jßim tTJagely» 
Csgoee, Jn^mMme, Pirigmems^ Sarhti bei CoAort» das Rhone^ 
fjter bei Srnmi PmM, über Sontf .^sdlrM und über jttet nördlick 
rmi JKs in Prwttmft. Diese Hdgel geboren dem, untern Theile 
der Kreidefortaation an, und Ihre lUasse ist sandartig und zerceib- 
. lidh {PMffmm^), oder hart und fast krystallioisch (^JngoulSme 
nutf ostwärts). Das sndliche Ufer des Kreide - Thaies stntat sich 
TOBB ästlichen Ende der Cbrftiere« - Kette an auf den Nordrand der., 
JP^renden , Tcriängert sich als schmales Band bis Bay&nne^ wo sich 
dasselbe erweitert. Und erscheint demnach von O. nach W. bei 
fVioräeiMce, la Ord$ie, Saint Laurent f Beüesta^ Pereiüe und Sotnl 
Mm^ery an der Gorannes im NW. tou «fntnt Gtrons, awischei^ 
Saßet Uttd Ifiirtoiitaf , zu Lannemesan, NO. von Bo^^es en B^orrS» 
SU Ortäes und SaM Boez, an Bidacke und Btorifs bei^ Bayonne, 
In ^Hmien am efifficfaen FaTse der Alpen traf D.. diese Forma- 
tion wieder tou Cosfel-Folil bei Figuikre an über Olot, RipoUe und 
Berg^ bis nur Lagerstätte des Stttinaalzes tou Cordana ^ die er 
snr nämlieheu Formation rechnet. Auch westlich jon P(^la und 
SU Aktem inr 8. den Mauir-ferdii aeheint diaaelbe noch auftutreten. 



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Dt« tliUpdriiäbniig (Her gi^ftiM^ti 1^)jt^^ 

Fofmatiön nicht liuf' stellenWefiiiB lib'^j^SiflNiriMKIf^Mliel^MhÄAi«, 

fceh«^ all flcB Pi^iiiBtaioiif\iA£it^SmA^?^''1h^ 
koiapalcte Textqr Jiod dne iBch4>«^4i'^FlLl^^#äiKK«b;<9|He«1^ 
porhebnn^ der Oplii^-Öerge^ äJh li^id^^itt^ Pbf^'Siniitteette 
hat den Zugammeniang tinJf/tf^^U'Htobl^^bi<S^)fifa 
irens sehr deutlichen kWJdeägftibli^Äi'W^^'i]AhF^äm,^'%ttM 
zwar l^auptsäc^lfc^ nufiei'ifthiMe'n^V^emt^^ii^ IK^^iW- 
jagerun^ dieses KreiMegerirfJes^iii^ifet^teAtfrJl^tffthttStf lhfcW^^ 
aelteii r'^in ienlandes fin^'mSSP,'''^^ *m^t 

bei dem >on« Saty-^rti? ^'Xafliiyt7ili| ^l&ue^m aWmvMaiM' 
der Jer ÖolithreiKe 'hiihiÄt lnati'VI«9t#^&f(^!H^d(ff»fe|if^ld«8 
Felsen bei Rociie^ori ,' '^n hASiiAüJg 'B^^ Stf'9^^ d^Jfhgi$§ , 
Tielleicht am FuiTse iieslSi^tge^^'^k'^gv^iO^ 



l^ine. der tiefsten erUp^l^n''''db^ f^Pt^ifti/MiAttit ,•' 
ciay, den man 'bisher nfi^iW ift^^»JWÖfl]Br«*K'^1idMfcÄlt'Äiftr^tn 
Äii««ex gefunden un^ W%U'8^nA''AMi^Tt2bHi^i4ffii^ B^Mfif- 
fenheiit und wegen seines beAaUfö a^'^FitfßidilChTfi^Ä-tl^tetfili^n 
aoiciien aus dem Meere üni^^lseKKdi^'^lttfti^,^ ^{rffJ#'M tfttAi 

am Fufse eben jene^ berget' 'Vl»n'':)4li^ilär^f^;'<^ ÜWUin'^n'^'äii 
Falud ine n ; auf cl^ b*olilii-ll!el8^^aiiifi^^^tf ,> T^iltfc^^^rd-^ 
$an beim Pont Samt-AprU uhh^ kisf ^iSHW^h^ zif 9M Utiäie, 
Die quarzigen, 6andigen'&lieWeFVi!''MlnlH6h?'{|i^ 
folgen, und die Cra%eiuf(mt^0\fL^^ 

mont, St. Frouii, Montenrfr^/Öi^*dÄ5?^'^^'fe'P «lÄ'^«o«FtoÄr 
dichtet! , kompakten ; ' auc^* zucÜ:M^^r§Sn'' t^SJ^ ,^'lfe<ä^«»i , 
St. Froult,]jon8qc, CÄ'erieV fo|rifi»^'4ä''eM*Äfe^/l *?/»fti^oH|), 
ja selbst oolithischen BcBcHite^iiSk (M^imRÖ,'ViAfii?ß^ 
«Dd grau, braup oder schwarz V%u^^j^rW.^^toie'^%iäriiid,'%il]^^ 
kreide aber fehlt last äberall, enlwe^ei! ^^ >Bi2^^ffö)irti^etz|» 
oder Wßil sie später wieder zerstört Woraeii^ is^/'-^ lläFiJfclitii« 
Marmor ^yBrdehe d^Alef' genahnt / öVeriiaA Inf^i' Vorfibidb^df^^ 
nur oin Pudding der Kreideformation. — Mächtige 6|vft^- Utas- 
•en mit Schwefel liegen oft in Terworfenen Schichten 'de:^ sM^i- 
gen und mergeligen Glieder derselben , unii'slÄd | ^le eii Scheint, 
von ant^n herauf gekommen , um sich hier zii entwickele' : ao 
der Gypa in harter Kreide von Üi.' Proiät bei Kb'cAe/olt, jener 
von CAcrve' bei Ä. Jean d'/ingely, roii*Croix'ifü'tie bej i)!d(piae, 
jener im Kreidesandstein tou ßetgä. Verfolgt man die SandMeine 
mitFuGoiden und die Puddinge über def Nanimtttiteii-TeidieA Hrelde 

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I»ür »ißhUmm VM Qtr^hma^ ^ «aM tanni Mk sM SqUimm 
9W«4Mg|^,i4«^fMli4iK4wti9^ wft Steimils der Kroi- 

iiOiiiii<<t<p. »igiihfiif> \MmBr AmUk^ wmritn tm GalMten kom- 
mmf^^m 9tm^'mi^ S^ipfiw^iH» «« ^Ifet «« N.*Fob «kr JP|fre- 

M »>#9<,n9^iU»qiiT W9fik fjlftf ¥1» 4U«eUbfni yotitivea feol^gkcfcci 

«rirtlirAf «MMfAfbir^«^ Vwhütiilfs, n 

«H*#rtOTPrtifflfl *rt.|»A rf ^f^ ^f»*« ÄMckjHen «näl Soopfay* 
- 4<Bb<P j<jff Bii^qi|^B4>^^tfgyftpad^.» » worunter lU) der Art iMck 
lMil9i||*PHb *i#^op»lfl *fffR««^ V"*!^ *•■ » AlIge^Äneii 1m>- 
sftui«m|#flp^f,i(ffi»#^^C9^^ nocli nfttiefc« 

Ip««^^^ mb.. )^fi||^/y|)iil,,i|)^ »fielt 10 Gwi«, die mw bM&er 
ll«A,ibf|li4tpf[^J(r^#^^]^{^ll^^P•Udill», HelaaU, Fot«- 
«iW^,*«W**iff.ffi'<^B[]f.M«A? WejriU, Craesa^elU» <;•»-' 
4l*i*»J^^PÄW«.?Sfi»ftftif>Ki«»»^ ^^--^® Arten, die man bis- 
.buc fQp.ajHflpl|]Ji^«Ji<4H)^t!^>«'>ff««eb wovoD aber nur 5 bie- 
.|^T„1^<|8A^qi9t^ fi^«^ ^fcballfn hatten (Card^inni ayiciilare, 
<!llMv«ftMW4!^,t«W*%^;,i^^r^ diaboli», Nerlt« 

^W.^lftff»ftjjJ»«iffiW.iiHff^«^>P«P»«" ^«''■» 1*««^" ^«*'°®' ^^ *«» 
eigeptU^ßll^^j^i^c^,!^^ getrennt in be- 

föndefn^jl^eij^^ i]i|^i^^erd^|ilichen Schiebten, e# dafe nur mUmi 
lai^fK,^it ^^^^n,^9e)i^ j^]pJi8^ben den ereteren yorfcommen^ and 
^1^ ^tfft^U^ f e)|^i^hf(^rte(i den JUeraleo in ihren «igenthtoll- 
<dii» ^Se^icbtan bfilf^Jan^iICtt J^iid« was der Annahme eines lertiflren' 
Ait^B f^t ,^^f^ .l^zJtej^ entgi^enstebt 

,3B9!ui^ig^7. X^richterst^tter) «ieht sich daher — vnd mit 
Röüksic^ auf di^ Nacbrich^en über die Go9au a. s. w. — «;«lid- 
thi||[t,,, seine ^üh^rea Ajisspräishe über den absoluten Werth dar 
Boolo|psche9 Charaktere etwas an modifixiren. Högen die lliiar- 
iind l^flanaen-J^Armen von den ältesten Zeiten an bis je« den 
neuesten sich in Folg« kllmatisdier Yerändernngen stufenweise in 
andre aiqgestaltet , oder gewaltsanM Cmwälanngen veüschiedeuB 
aufeinanderfoHgende Schopfangea immer wieder Tertilgt liahan, 
so stehen jedanfalls die fossilen Formen jeder Periode in innigster 
BesicJiuag mit. der Absetaang gleichseitiger Felssohichten» .lud 
da ale selbst sicherere Merkmale aum Eakennen and Baatfmmen j^i 
sibh tragen, als die anorganischen Korper, so müssen aie nach 

"^ ^ 'DigitizedbyCjOOgle 



liift«le t«hliiief^iii#Meft»«liMiM^(W«Alleii^4lltt wiffM^tgwi^MfM 
für HkeM^MA»l^ili^t>^^fAten^t^^)lt^Uw\vm^ib^ 

gin«* vitr0lMeii^dKr||qiti«t»Mifn iiiilMeii»4liMlHiiMfti^%ifcM 

msiiiwffea älih*«eeliMil«(Ajf(Hk^/#«i^ alt Mm^UkM^aimtkilt 
Uff im, C^fiii»e!t»'MAt«imI)BWMdv^^<(^ 1^ bnii A^uoar^^V^t 

iT V'> 3iiiK.öib ni jjd .bau. Jidu' 




kanir des Feners, seine emporneDenae und rerrak- 
kende Kraft. V. Die Kraft, wodarpludle Erdsiliif b- 
ten gewaltsamen Bewegungen auseesLetst w.ntden. 




noch grofs nnd allgemein; m der ^ol^e wurde iieammer •eltraer , 
und örtlicher , wie sie denn noca m unsern gegenwärtigen Yoilcar 
nen sehr beschränkt und geieicliwäcnt 'erscneiQjjl Die ^tohiiie ' ier 
Lftgerungsvernaitnisse voiv d^r Kohlenitfrmatij^n ap du 9iim ^^t;^ 
gebUde einBchliefsIich ist in England so Gelten und nj^l^entrad^ 
dafs -manche [Geologen die^^ Ablagerungen' borizonliu^ geoiui 
haben. Doch in den Alpen i und Pj/rena^n- Ketten finoen ai^lie^' 
träehtliehere Ausuahmen. 'Aber aüch'^im LiayVmi JM^örKOpA 
nen Verwerfungen Ton tOÖ* vor , die manchmal nW i £ngif. il^ile 



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lc«^.r3Vrtfi«P«4:>/ Jkniiidfn Ofm ^i^nrnft m o - UWe istiil«* Um« vel- 

l4liWQ»WiiHH)'«i«kli f» i Mfe* »BatmA (fei ^«hiidMa iiirf4bir,|ilih»4M 
lfc|climi» tlii i *i #iifrii iii iim %iB>i4>, wki^i>Jh|[». «b<9i .KMM Mtil». iir«il$ 

«rttfiiPpti^MnMlliällitit'jMMirttl: iiltoiiiBiliiiigfw^dQi liim im Ym^kr 
4ftlMiiitM4i jMAirdMl^IAi f^m^Mismkmdi, im. l?r#ii«.K9lile»fflM 
vio« mimMm^-my^-^itijWmkms dor Iwntobbifftiw Ui«obirg« 

Inifb«! JM4ftl|#fMii. IW0 ^^JkiiElps^^fHfmy m den Kw^ von 
llinN«WffftvTi^ni«iUbii|»ll(^4Mi^^^ SchklKbott« 

IH^tcbi^BlI^T^Ili^gM^^JWid^iLfMJ^b^ HUtciktM Tra 

WepMuih mid der l9afiia^MriMk«/<^]^4M|ift«2eit Hack der Kreid«- 
llildaiig, wo jener ganze Landstrich davon betroffen worden. In 
der gansen Jurc^- Kette bnmexkt jnan. .bogenförmige Schichten* 
•tellang, welche, ans der Zeit der.Emporhebnng der Alpen her- 
rührt und bi^ in die jMitte d^ Tertiarz^U wahrt. — Die Zentral- 
Kreioe-Kistte ttat ft^ffkij Purheck u, s. w., bis zum Whitenorei. 
Point\qnüich von fr eymonfh yTlii j^ber jßO JEngl. Meü. weit in der- 
^elb^n )if)h emoqire^^en woi;4en»,wie es scheint durch einen 
euizi^en 4^tV afX äbpr 19 .jfer Mitte der ."tertiärzeit, etwas modi- 
fizirt waird. , blese yerr^cItnDg mnfs vertikal gemossen nber 1000' 

VT. Analoge Felsarten aus anfeinanderlolgenden . 
Forn^atiopen laiHieD eipe Stnfenfolge in ihrer.Tez^ 
tur nqd pe^ti^Keit prkennen, beginnend bei den' 
mehr Irjsiatlini/ifhen und festen; und diese Eigen- 
schaften dieser ersterefi sipd das Gepräge feuriger 
Kräfte.. Theilt man nämlich alle Gebir^sarten in kalkige, 
quarzige , und tjionige , po bemerkt man unter den kalkigen zu- 
erst znckerkornigen Marmor 9 dann die dichten und halbkrjstal- 
linischen Kalke, der Übergangfi- und Kohlen - Formationen , dann 
die minder dichten und minder festen Gesteine der Oolithe, endr, 
• lieh d^e erdigen Kreid^- und Tertiär - Kalke ; — unter den quar- 
zigoB hat ma^ zuerst krystäUinischen Qnarzfels , dann die festen 
Sandsteine der Kpblenformation , locker/pjjr^ SandsteiniB, endlich 
Sand; — unter den thonigen: alten festen Thonschiefer, halber- 

' ' • DigitizedbyVjOOQlC 



Vmk ^bir. k«|,J. Ha» «»■ gtMJiiiiolniaBKaft* 
4mm PnmU tarnt Wwtrrjiilc ^f^t^Uinwcliai Mftmor b«r- 
wmfgtikrMiti im iV.- M«miI ic)«4 dio .i(rei4e, jrf^ sie iwl l'räi^ 

4fe» VfnUHBt äto0/s«#lM|rkQfii%«pt ll|4uraif»rf aji. »^er wie iß SÜmH^ 

IMlI'Mi •MMllMM,-pViUHn<?F>!^«MK wo l«t 

Ofi^MiMitMfefeg >do> j^^aife» rttilK^elii dai^h eine solelbö IT»- 

4tt. Bdt der .AfHnto» ^IH^ii «ijpen , «ehr fe<te« iind MryoUUl- 
Ufodieir CtefSkllnr <S|i»«ir?«K>4 .ifeli^her wolii den feiirigeH Kril^ 
tn cntmdmttMl Mgr» Q^i)^.^ 4i« dej^, £raporlfebai^f TenMulsifbt 
fttfeeB. Demnacll «obeiiii'4>« ■ilina.hiiieriler krystallini/ielieä Textü» 
JAt dem Ahef der Vwfnm$Umtn ^benfalü eiiie Abnajime itr^ fea- 
. rigen Krdfte anaadenUn. '^ ,. 'i . ' 

VtL Aach die organisefiea, aniraältfeh'en Sfie vt* 
gotabiÜMchcB £ifl<chlu««e ia die Dacheinaaüer t^l« 
geadea foriaatioaea. aeige'n eine all mä&'liefce~1l^oA-> 
peratar-Äbaaliaie in den Epochen ^^e^ jEf^tii^daBg* 
aa; wie Aa. Bk^nQvumT aas ,d^p ^flani^lichen,, j^-" Verf. aelliat 
(im £!(fM. PML Jonm.) aas den Ulifrischen *lic«ten nae^gewteaea 
liabea. Aach Lykli» Bat geistreiche Erlä^teron^en (iber dds Vor- 
ftäitaifs des Temperatar-W^chaef« zjam allqi&lilieben 'Groraia- 
wtodaa der Rontineate and finiporhebnng der '^Cfi^ gegel^eai 
aber TMleiciit einer xn ltlein«ii rUrsacl^e^o gj^ofse Fotgen aiige- 
ielniebea. . . . ' ' 

Vm. Die Verbreitnag der ^eifotinlichalaYätkä* 
aiachea IJrsprnngs be.tracbtetea l^.elparten Va dea 
▼erachiedenen Formationen deatet ebenfajia anf eifa 
atftrkere« Torberrschen Tullcaaiif<$her Tbatigkeft 
ia dea frdherea Feriodeii hin; and die Beaiehnngea 
der jetaigea ▼nlkaniscben öffnangen aeigea, dafa 
diese aar die Überbleijbsel einer Tiel gr5fsern Aa* 
sah! aa« frfiliera Perioden «Ind (S. 111 ^ 111)1 Hie^r 



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^ Ofniit-GMteiM, 4te Foriibjne, FhoMlitlie, Qtftnaltm , TfftVPr 



ffieitei^ ata ^e 'altesteli '^Htettgnftt« mtlej' ttttf^'mraie*. :. .. 





feiLg^wet - — _ 

fläcW ddrcfi'lwäfl^er^^^ n!i?&fti''i^^eillf|M<^V' ^«6ft«g«ba^l|«hW<»- 

fleiyen 
t«n 

•en^i-1 moiaten niclil Tie!^' likti eiti]^C|p6llaf^]>0t fUlNifemMnr& wid 
Sae'n a^ter, ilaiich ge^wvUaanie AvabnMlM' aftak -«fttlMmt ? iM 
flaber i|ieht "aclfipa^' gewaftigi-e 'Waaaifti^tiila^' otil aaitini luiaog»* 
l^ti^nen. tJ^araoaseissangen ^^fag'elilit^li^? • < . « ■ 

, L i>ie ^Vu^mergeatiikiife t^il'diGk^ 
141 voraol^i^kene Ferm^iiAAea' diiig«B«fci#»0%ii, iI^b- 
tan \efrnc%'i^iieneTeri^ibn Kr'teftf^er Fl«tli>'tt»^»o a«, 
d^reii letale era'tiiacfc'llbaeltliag irfier > eg«liii 4 fol- 
ge n Sab iph'ii^ner'f dlj^t, und a'ta'g^irfair» Oraiis« tfiri-^ 
achen der getölogiacl^e^* antf l'et'irlf^ii l)|fte»^e iaJinf a 
kann. c; ' - . i- »• . - . .v .. 

Biä ßcililichi^A'WK^aaai'dktett i.vleK 

•fielieff QMrd)U.Ablagerangea dar, nämlich 1) old ira^naail- 
atAna, worin auagedjoUt^ tfiäiwNtl^n an*' fikeaeblallaa 'maiit voa 
Qwz alU-er iGtangbitdilageÄ , abet'aaUi ^^on HfimMgem hntma 
TboBachiaCair, Jaapia, Orünaleln ^. «.'* SHrhn* OMirga baaUfaen. 
Flül^ nogea, Ml der EHilang mit^WM«^ hÄen, abai aia kann- 
te» diaae Geaciiiebe niclit'aber iHr Vbara^hwemmungagabiat hia- 
aacrtragetr, »relit afe in gleVcliiiiirfBigeti 'fifehkbtea abai nngaiiaiira 
LiUidftiii^ai» liin abl^gcni, welcKe ja ahaahia auch wibiaad dar 



Digiti^ed byCjQOQlC 



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flntnm^Ur Gebilde , -im^ffl^J«» ?^nfrU^II> iWW# 4HrdRkk€l 

tliüngen de» Meeren i^ll^^^r^ii^ 

noch ihre charakterialtechcn , m^AV a9^f&fi9§hS^ rt BB fc n |)fc H i y^ 
Yenteineriuigeii. Wie hent %u Tage in den Seebnchten sinil diese 
Bildungen am m&eiitigaten in d e f Nah e d er Gebirge , Ton wo das 
Material gekommen; die Kalk -Konglomerate ober dem Kohlongo» ' 
hiTfe^i\f^^e^i)f-^^yi^\ß\ilf^i'i^ alm^Mteol^ei^dafMotti*- 
fernt kanp i||^^-^J^^f^nbMicbl«kflHe'Md(Mi^^ 
anf.^ Di, Q))^JJ;f^l^^f^ent^4afe-J«IftfMW.ft^ 

^^i^^^F^Mi nii^«J^ijG^«Mfl*lgiiftiJ>i^n#lti3fitorfB^^ 
gi^ mlL^^r ,i|i^(l9eihMflbtHiigmlm^^ 
^"^ de? jj^^jgej|,a*i»ldir'*0iwdliO?H*k.i9l^^ 
es^l^i^ ?T<mMfi[AH«Üliliillig»8tb«»fJildM 
dal^^,Foll|el|,Jpl)^ref|||»lf^7alKl^4ilbi^M "^ 

die Fljif|if,^K(^)H)4m„lItMre an^älMm» iraMBft^v-na» ^ifiMUsM 
^•«Ji.jiJlfiJPit 4fW. Wck«g» Ablaget\*i|jwi «:Mbe*:PeM^«bb'4lUia 
avtfpi^i^fi^]^ vp^ 4M;«(ib|D4eii:^^di9i«lahie^. übvriltftMi^ W^ 
der . Krd^^ef^lai^^^ :,A|8 jlbafodicv «<4^> «Ar dublKÄhÄ <tad'*iP»r^ - 
«e*»/i|re ]ij^4^^y,J(^,«^ij|r^ emMngeliidf*iff«iiiideb]|^ dd&iaiiiiilr '' 
die,S^9 aii^)|iej^fnprteiKriA«mMiyifbblaif^iei^ Blt|^ 

llschei^^^t«, x|#|f#^qq)l<$«bft)WR(|^^ ' 

breq^exi^ 4^? J^^f^^jl^e^^ebiMllngan ai9M5i«nv*«a4tiHf«44B#d«r^ 

allen BrMq^fin. ^i^^^^^i^MVon/ J^4iMdft^XAn»^«»p >Ml9MWtii 
und 'B9Jlepj^^^^iif^^-^^jf,f^bmra»g99^fA%%^^ 

derfind^^. Di« Ob^Fflaclie.d^, J(f«jd«;{e«ichtm*(:«tfe«tt»^alI•go- 
llahU 4!!?^;^ 4ip^^^^.iwi|l<^)iadlf«f Geadii^be ha- 

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r«|((M#AlMl%ir'<''«'^A^^htWik ,'* 'TWriin't, 'Clyt mieni 
D«^ijfo«riV ««MA attdrSWi^^ ^^aJUlf« ^ölr^-VerhälfBiMe deir 
SlMKIfffilfllii^ ^lA^' aiA^'^^cilfBWi^ti 1f aMtsfflfiromungäi deiAen , ^ 
alv^tf ?l»R^l%ttt^iiJkV d^^'')i^e''^Jke^illre& pi<ipväDg tos nüxl 

ilft^QCMMIl4<%aft^< ^ftb W^ ^B i nf ^tf , "A^ j/^ »^ o f Ume n ; i^beif 
ntfrtAvWttiaaW^eil llfeii«ai«Uf'^49fill^^^Wfis'^ttttftf midi nicht an^ 
iielHlllMl^karri««!^ VRMS'JIWfi''^ 
g«lB)^M»Rb^ Mllal^ra$ffrWi^0^^fiä^'fh¥^ ffetie Ymme^ 

. ^^Ab bnia ndldoiidsag nah ni a^ßT BS tuod oiW n n . : • . - 

* -o,'.i^ wiIo>l m^b ladö sißiaraoI^noH- illßil ajb jini*?. • v- * •' 

. .|i4UMnb|^li|(^oi|ili«<9ll4ß l^tft^'Ntl^jV^i^Ue' thelle 

Mva JM#idb9ai jb«3|Mi<to^^iMi«MM#| wandle ton OavuHfu. 
»9».lnA9Duiiilrii»ii»i#4»'^^imWi' lAifa'fibe^ da« Belgl- 

•cteoSMKflfai^lbfe^f lfi«lSÄnni«vitt^rn'^iiHi^ Betthreibüng 
de4(fiMUbile^i2<i«#6ifl«r^qCrJBli«^ ReiWolge 

dej|fdiiU%0BdOebii94ftutawAb«^(MiltiltoittM stimmea 

0^«Mriwti^4BlnifBaanAiütf&ei4t»r^i*b«n ktcht' immer ge« 

ii«0Mil iftiPanl]^<ief«ditHWw4ti'mi»'dte'*^ 
a.<a»r IiMie^^baod4RMM^ätiiBi€i>feDbd«fslliA» 'trMen nun Tal- 
tlgsjgnM]ligt 9nn-wA9sBäMn. mari^ uib t UM m ^wih vob Ov&mus. 

ohii» imäkksmm SMßiki^hWg^i'U%yklilth mit den Trilobi- 
. t^ML'-^^clMm Jritfttfflfib Ute 4ii^^,''4irel«ti«,'^ie jene zu OfM in 
IriiliyiKilMrg^ a^aBFm»fayll>ite>qBiwm Iftitie €l^te|>^« «etat den Ba- 
den 4m imßVa$A4ntbweA»*^^^l^MM%i\hmitli^^ ^ a. In der untern 
illit^f4tMft>4M^lilim JiiBriMiM»aift«f)^ tcbitefrige Getteiae. 

Piq 4 ray *h <t H)»xjwriMfcto» fioatiUftfa^»' tettthnlttfn nntergeord- 
nettt .>?sa]Hm^«H3SrahP«f iQaMMttff 9llMtl<>S H^mfllitene und kör- 
nifj^n iWkt M9^uM adbteB(9dt#MUIiiHitef, «nweflen welienfor- 
miff« aUe^ljHje4fATVim'vJlU^9i^i%'^Adefn dcircIhBogen; die Schie- 
feir ,«aUialt#n«iift«mi£Hmil4ef«^6rfei «ind EiMttofydul-Qkftaeder , 
wflchQ. letsln Sabatmmini'gaaBe» Gebirge Terbreitet «dbelift -^ 
6« Uh der obeinp. Abthaikmg werden, die dichten Qaavsit» Vfirberr- 



DigjtizedbyVjOOQlC ^ 



J»Vmsivl WV -, Ein 50»' tUfc^.,§oh^c,|.t .^^hj jfc^^Öef j 




ginge zwischen de^ /e/nvelneii Gifb^^rn. pte ^»ctue 
ekant •ntlnilteQ eil^ ^iibii«* Si^n-Hy^ra£^La!gei^. Kfy gfi i gj i^BiMltei 
Keine in ßeineb ; nur einigp VeNacbe anT Blei , EiM«nA wft 
Mangan sind'gemacht ^^orden? ' W^iieVr 'iU»« "«Mliy ^ 
•chlcchte Äo^en ^ $aa<f Redchlren« ^4^ bXdfetf." ^ ' " X «^ o y -i « ü - - 

fer- Gruppe nndf Weckt file 'iTann tn ^l^l^ä^^ihigey'a;»!^^^ 
aLfaUenderXigeruii^ sWscIieil^ i^^^^'t^re^ii^k''^^' ¥A^ ^&»Ü^dh». 
V Zn nntertt liegi eJn'rb^ran'er and rSti^ki'V'k^t^l^r'^Siftiteiii^ 
aWn, wechiellaiernjl und^&tiei^lefieää l^i'^^litot iftW^a?^l»fa«rf» 
^en Sandstein l^it' J^sammit'.ISbliiiteVä:^ til''^ifttfyi»'HIMk"WK«^ 
Sdiioliten eine$ t>uf^j|ing8^«1iie8 '^us J^iii^fWil"l^i'MMlMI«iU|^ 
WU H^uarztgem ^der ifeiVenoxytiyärat . IfUttlg^A^^tbiM^'^^ 
::. ft. l»ir«ber Hege grauer '>8ftratkiWllictrf^J^r-irfK^ 
sit-Seliieht'en, vfelclie nAcy%fceA^'fttirifet^'l<ftgg|qftA>'^lfaa n% i W i t 
tender weriJeii. -1 »lS:chliglieir J(ä8^'eAn*ÄÄ"«^^i*^4jH>'^JL.JMt 
Meter, «wischen iTöumk üiljl J9ärh^t*/'<^«lllHJ^iiii^^^ 
feilen die (Schichten nnt^i^ W ^'^ff^'^Ami'^m} iMl%WBAl'Sk*'--fi|M^ 
Iconimen auch hfiiüinant ,%n^^j''^^\k'^äiiM»Tv^ 
gen LflttieÄ z^Tsclrch ffrfiilW tttttf*'j|«^i/cr»»'^'** nii^rfoidV «»diPvV" 
III. Monl^täitt-t rnb«9Hlii'l^n]ft»M<Mii^<¥l«i'»««ii V«tf. 
M^«^ WcAtleh«h& KAtV^V^oi-iAhdöh fih^M^ «MI Üe- 

^"fi^lt/^- cnrit lifrf }«««i^ ^Qäfttzft^ f tij «IL() ^MKlifeHäipdrtf «dm 
•f(r'9ii g|Mdil5itefgef ''M^^«rifi^;;t'^ ,«#t dNn 

gVati4s^>IPMMni««ii« (ift)>6.^^i#eltetlldgdH^ mlhifl «Aiy «. m^O* 
aAf ¥Mieiii>SlMd0l^ii>Cl>)'^ffeg<tV — cfef MuriüMl« tbtfc^Hniip wi 
6fM,iWüiair/ »IVKiiMiir' mltt^HnrlPelH» Vf^f» ^JA^qn^n^Mmt eoihttl 
«c1ili>ii^z«tt% -mtmiDieinr iiflftm<Ä^^ mlA. ipi^lK^JI^ni «rocM^. 
S«M^ttffl^ bir9^>lliefti!r'ni6Qbtl)^r>^.«<te gf!Wi^fd<^, veut Bofi- 
feoMtflen'bUHbm» ¥erli]iAeA^rdii#th«ft«ihjr^ M#Ak^ KiObepall»- 
Ad%iM ; die «ttfwdnen Fli»ll«paftHr«Ki9^ttfQ.fe9LtH^}ten. FbtUiife 

erieMhren M ffie^nTMiB and «U d«»li4 Siüi«4|BaM^i|r|ite«. 

» 

Digitized by VjOOQIC 




X 



fer'un^* i SWopii6iii6iii»-AaeA Yoriinleiidtfritf Vor/'^^^'K m 
mnc{r JJSaJk'Ve^ec)^ rVtrlgeii ttt Ü^oit (jGTiMAij^'BHlbli^', i^#H 

8cm;ii ScVavW nnftf '2Vdf^ttk;'üii'A' Um CTÜarteikiöht • ^^öTierfyiil^o'er rfn- 
merkncn yi inn HyergelitA wal^rend'ffört'b^i^ö' JruVcft''eiiiW'd1lanri 
li^^e bilnniinQjBep IS^hiefers geschiedfen qind. ' Dte Ph£anite* aaA 
Anl.lvnsUe feh^ i^t mäcbfieer und regclmiti- 

§^fferr ^l^alksDath - ^^^^H ^^^^^^^P itberafl; die Versteinerungen 
flfod b^ufij^^ und besser erlialten , Hauptsächlich zu Ckarlemont, 
So Car jophyllicn, Cy^thifphyUeii, äs^ige'^Mafircporeii^ 
irle^obeü« I^ubipttren^^^yringjopora?], £ncriniten, 
Strppl^Dilienen ^|[^;&i^|C/Aar2emDnt häufig), Spjrif er en, Pro- 
d^.c^e.11, JEu^iftl^J^aji^^^^.^'Biefiv^ ^rofse Abtheilung ist an ^TÄar- 

gl^ mUtmi jj|^i^n^i|i,9.e^Udf. ^ oft sind sie zJU pulVer zerfallen. 
0^ 6|fi|cK^f ;ifi{Lj^^ K(i^^^i^ un^d ^chimniernd. ^ie enthalten nach 
JS«NW4IWfl..1^»^.- fl,^ ^hjiepsaur^ii K^ljc mit 6,20 -y Ö,40 koh- 
l^nrnNWi; Xal>i^ftft,fHp4fl>^Bfh«l4 i»w geschicKtei, jeder- 

^% ln^^t^^^ ]ß^e^^\^^^jf^^ff\ir^^^rk)ü(Ut Auif Gängen und Adern 
«lltfl«)tf«;dif^,I|*^f^ijtc,Kiffi^, )3iei|fle,un(( Zink. Zwischen Huy und 
üfolte«« liag^'l^fS airf fp^ben Sandatsin. Auf Franzclfischem Gc- 
hitt^ mA 4J# w^i^j^^i^:fWU{ MUT hei CAcfr^^moia, ent^kelt. — 
Ufanche S^chkhteii dieaerj^^ripation find j^li^Uf fäb^g- Pb bild^g 
Bff^t># »»» .|PjPiB^ef^,..jqiejl?. Boden ist frniphtb^r'. - 

•rfi tUMAiito|MlliRi|Itlifi««^flfer m\P S^vk^lfiffrM^ fmf.dem 
gMMAfiWIio^fteqli^jKleqiteiflllfvfaftll^ ^«i9kabl«i|ir,^«)l)»l4^ 

'9t«Mo1tliMw^p^Mpyii(llMr, 9Hb*^Mhml^0mBmgfW9m9mm Fwn- 
Mten 'ttnaiMkfcmfMdiMf^ laÜ'ffitoi ci irM ü Mi . «<il. LagftUv l iPfcl ^Or 

Bin KflAlc^ PcMtM^ fi«lifll>«Mr Koiri«i«filNiafar ^«»«iMife, Amm 
Tentein^rall^elr «iifbf «A IHM' AhMgtlMHi.'-^ 4kHr wm l6to#««M 
#<^ft6lkis«M' «nie 4ft» ^MiÜrtilN» 4e» gäMmi iMtai mü a^hw^i^ ^ 

^ Digitizedby Google 



^ ^|if^ üW^b ■ iMü iirigii'^ cP m i , l i i ii^f if>«.fa i fclH Pi « i HiiwJ i rn ü» 

^BP^5' ^^O^'wtI« "i »Ä jy**l9(i^^ fflr^P**', TlffSflWfl^flTB* B^^*^^^ffH^F B9V«I9^^^V 

welche naeh oben immer mächtiger werdet^ ^VS^ ^H U t M tüinhß^ 

ri.«»tal , Mphrte« ^S:,,^M' ^^MrJv^^^^^f"" 
6 Bf. BeHerlßi Gesreine enthalten schlecht efhaltene KoBchTlieiif 
Bamentlich Pecten, G>yphaeA arauata^ IJniD 'cpnciiiifa?» 
Amraoniten, Belemniten unii Reste sroiiser SaiLrier. .Bei 
Chdtelel, Sormone and LoiiRV^^Wicd der Ralk.Dlanlich. fest, und 
nimmt viele Fectiniten, Qryphiten nnd Ammoniten anC 

Breite Thaler mif flachem Thalwege enth 

. ■ , 'Jli •■ •- i ' •• • fu:ii«i :°J, ^« >. • 
gerundete Bergruc 

fetder, nnd 

jenem in 




tency 

sontaler 

bestehend aus Kdlk und Tielem oolithischen Eisen and Bohnen- 

KiMem. iJHd^pflfeU««iAAdMi M«^Q9!o«nf^ «»^ 

Feoiinii^fii/ üliopteln \]p^^]l4iM)n»<^o^iiilAriwdt«%«MiiM 

loM^i«*m«ir!daBtar'!«rot4'^die ^irtll^04utf%«i!«wMiVBi««rt«<iiff^ 

•chtimt^ «ndtoilidMr iteidtn^hdlwidll%#i4«lpeiiyb«Aail%«(i«QiiV^ 

Bi«h«\to«hr gMttkwKüAMliM ^ftdifcb«fii>Maiwiftv ««M»4iißl>«ltti' 

•cbiMiMBldltfftoM«* Ibu«hb9iv»n»«biMiHi.oi$/iHi9A8^Mftiiftfei»- 
•ig«tt (MMff^MgtMi lttitna&kVki}mi^^^l»t^^'^'»^t^V0V^k]g^ 
sig4*ia»MclrtMi'giw<IHI|pM€l>ii8 Q»litiir f» »iWBt^liitaWM üH*ft«' 



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. Bf -^IIÜNII f«l^ -400 8 #Wil^i>£« > ^4iteuLUi »BUfniftllfl n ft it^^^* 
• toma pnnctaia. — Diefes Gebilde ist swischea de* Jf oot aiMF' 

teät4Mftl9ig^-Wfl4eyiii'<''lN«3|^d«iii«t4Bl Bä'^'><lUMBMy'il«*<^g4»^- 
wMMli%i3)K0<M.,\^m»>«i«iK^ilh»ifr «^Mm* Mt^SW'ih.^tVer «Ü^ 
HMr.^'^Sttst'eittf^^Mt^^Weltsldllildi^Mi 4m* 4^' llhMlAI*<'niA(#tf ,^ 

GeftddefeMMÜ'^lf^ckfldb^^'^ i^^i^il-jini ijuimi jukI',» fi:>i.n :.di!or# 




TbaiM s#ii»hQK^«ttotii^iiitft<tlL«inQf tiSavtv^ ;%li' Mmibev ^iOBl 
Strafst iFfl» i^l^Et^yi^AWPlK) i&NKtar 'Me^ii.mBJkamJigßtaKkAmßci 
Ol$«oei|ift prf .t4i«n¥lK^C^»i«^hMl<>^tSie>iit. ^aaMii MiÜnüa -^ 
teo JliMwiaeiiM , ,f«lififHl»iMiililgaaiiliit» av^aättlAanllM^ ,iiiMldrf«in 
weis« ia 6««aii-S«l»j|ci»cir8cto4iUWiaAlitkMBiBarf<iij^ wirii n 
•ie>yea.|faaliqliya><rtgl«ryaULtil4arli^j<iwrialienia^g^ 
ta€a:««( iifcwrgAetjiAao (üMmK^orc^iaddaLiifl teifse^jKMldafdBÜi^ 

■aaHnaihäiii9iv|(x-SctW«*niigfi9ft^ ■iili>ttag W il ii«t l » t rt i a i ^ .» iti a l ?; ^ ^ 
te» ^i«rai|e^iiMigQpSiMiUfaea^ isinife J^aiaaffeü^wwlylatla. 



' I 



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.««rOhilUli antti • 

¥it8«» ^r TOm #U»*.Hite M»aftil«ilari Sliil«B«aiM> lAad avi 

clusr«li0 Blflioif« #aä'de» ilhicfetii'^ faeWib .«cCiftrfrd^oüeÜiMrf. 
Bi bt 14,%Qdm^^J0jmaF ^mäer^Mum^dn%iHih9^kn^H4aiMt- 
ges, 40,000<* ¥OBi .MitteipwiiBt.dwr' jhidmuMkKkMtn rhtftfriü » wi 
K^ 280« tiefer. nUiUreB^&ipfel-fief^ -^ckVrmmkrMä nd 
4ie Blöcke ans ÜO« Risktmi^, aberiMtob JfeZ^^ves uibA- nie tri» te 
0«to«itc der Kette inSW. BieUam^ geOtHrnmitm' %Ai»widm 
euthmUtttem Bldekeu fioietiMiaa 4lnoii rtm 4w pf&kten.'^-^^'-Sie 
Ablagening der Blooke In nndauf 4le«i ilU»vikl««Gelfikfo lahiA» 
dafi die 2eit Ikreir Ablngeraag**'» »delf aiiilihjd«tfi 
letflteNi geweeen aeye. We^ dof 11uM|Aat^<rdiillid^iila 
Ttift%keit ^er Flttlawttsser «sitte Ni^fi;t*¥i^ Jhertoditf 
leiefat arklären, wie die Bldi^ ^«» *4iitt^ * iBtella« ^dW j^ t i ij^ 
Thiler liiaweg gefolm woi^de«' #(nd^r iüb#^4c» Ti^tiiiMdlaa» 
dafli Berghohen ond Thiler |»Uii«in^lig^«iilMttif<ltw >«tf«ift; JKi 
Kraft, welche die Berge hob, irermog«« «neftt 4kt SlftiAM w^ in 
dlfe Cbeta^n Hinah^nschleudeVn : Ate Ihi^l^r-iciiiiii^n tüiiioSk nidit 
falWüern. t>der wai^ii die t^ge dddb «^^iN^b j^fMlätÜ^ %»i liat 
etb ^e^tflti^ BfAVracli dc^e )li«öres die'bl^ SSO^-^dber (^a^fte 
KMfMh)- Fdlmiiftön tthcstädkeXn lonnen , m> YeHivi^ls tirtiMip aiM 
diMe IHdtelfb iSbelr ^rge und Thalcirlii^ intt 'il^''fcräarelsdii, 
Httd 'g^F&Vb dt6 i^#ei>8ten Blöde Wdbteh Hott 'iH efhmal ei 
ptbbgc^nen iSiHr^gan^ ftucb ktm «i^ä1M«il b^'tliAw gelHiigeib 



Digitrzed byVjOOQlC 



mtmmH Ui.«>i«V^lktfto* in .die« Ji#l>^ IM^fm». <lfi|).ilMa^ 
««Mg 4.^uaiA;»iMi J^SpM» JSmrto. OWl ii^l^jiJH« ^ iii.«^^ «W. 

»re» feliefert, worin en heit^i^.^tm dle:^nä99ekmaHg WttmUuh^ 
€fapt. u€oMui(\ «fan» 9t€9t >iliatt > a)lf ihrer lUAn^ 'mofn «t 2\ltä^fMii aaeh 

•■d<-icbnMuüeri«iifiiden.>|iiMe ■ohiidiBiiiLBBd&. ÜRlm^ mit eiiien 
Of|i]iifev>««bi»Uche»jGMäi[fe ^^bkrUi/j Am M. : Jali am U D^ 
•dE bWi {ittfNSdhaiBwe^.iflBiip iWasilBiiDd^ «nd iOO' ii^ 

4JmfiaygviiiilMldlf^iofe üliaB dasiulie9P'.)$rbelifiiiV'*»d. Bauch «ad 
Stkwtfc^iMll fentirji!ilwlff'^<|i4vrhi9iflätdiifS6laai yfma (3itg€mH atte 
«flhiffciialDBMnr^aBdc^ woidaa^iiffrAii HßnMkßBBnmkiL suräeli^ 
kam üaft MiiD^miJ^. hahd^^iasda^Lafcidlerlflitict» Toa dem Un»- 
iB■^aw«Bral;drw«|fcteDljVaaai9ailll&)^^tidd^räBl»«te^ der JKalsD 
Coaajia '^ iom: aerileni ^ BataKkidie^.; > itiM^Mhla§p8n /. wird ^ v Lfingiß 
li9Pli6<«0l;iroiliMH«$;*Bieite^l?6^ M. 4^-)Naek einem ' Briefe Br. 
^oaWa^;^i£NnHkii]^8f>T«BiMal«aidev2S. JMi'hkt «in najdi Term 
Wfwa geli^lider'JdofalffabapBlirii dieljali4>kaqej|kitel adion am 11. Jofi 
geeeAeky^Wa^'Jidk^dMB Mcirr>ifaii vj^pifter Gewäilt «f^hfiamend über 
dleaeltiesJirdnhi «n^* fiaciaten >da .^cäats*»'l)efieil8r «inige kaTlige 
Eii^eJbdfi« Staibgefnlidifla .Ajmiia^l5.V«i)ieä zwei andre SohiO^ 
IctrpiUinera^i^Qteii iSt«U&> i^ea matkKigfe R^tfcftfeänlaa* vT^teh^ 
«ich' ailskikeUeidi^iaditfttidlJaii taub Mdem Meef^ et^heb'ea. ilttf 
4UMf BmUhkblt90^9: Yikm-MmiMA UnH^Y Hef bAfi eogi<^ck ein 
likiAee; tkii^iA»fin^^,gritfM? Sekiff J^ilota^l r Cft^t Sttit«, aiit 
I}]||leraU(!kll«iplilfH«^l^tc%«Vll^tre dier laffll^deo ^fttnen B^tkMh 
tytUnd hfiilfig%ß*\Hii9miß4t\(Mi^lt^ SlnNav^Kit anf dein iti^ift 
mel4«^iiirdwe4i)|^eia fKii:^*;i4ydi||iii9tl>l^ Jali, dafo er aik M, 
Mr delr k^jkekta^DnaSt^te^vAfrl^k- ni^ Fettet -S^ttlen, Ufa U^. 
«M» lieiliviiii^ ^(il^kle»fin)>iiidiwae«eil bügcil nntet dem RHHdl«) 
iftÄklÄft f»Äke,^|^3a{$jJff. r^.JBr. Am^^B/Akendfe 9% KJht i^m 
into Mr;^|i^«i r^««vA^n||i|^|ir fie^tiden Schiffen „««e fin^ifilA 
«M ^Maf^Hm'^CI^ftll^Ht^ J^ ,*- Oaa^. «Ak.tA4iaAK |;ikl 
tu cttcm,%i^Ce i^ro^, 9§aJ^ ^jTMi^^nt mti Img^ Aßt IiüML ü 

La.» Afe^ PkitMtl helsterktt iie iMel ^«m fei. Jttli> wd «m tl^i IM» 
«Ita eeklr hefti^<^ ktagiMrabh e folgte, 4ef fli all i fei W fci t ^fttä»i»"t 
Mhi^teh Nrählrt^^.lHtfek it^eleh^r Zeit, Ms ^e HiflM »eick wiellMr 
Vbk Aii^^ u. H. %. |figr<Mgl %ra(tte , die fh8<A km dIA 1lid|^e«l» 



Digitized byCjOOQlC 



ibf«r AMe si|g<6ii6iBaiMi littte. Die Avilinielie lt«hrtett siemlidi 
tnyliilblK attdi Je S Staaden vieiler. Dt« laset Hegt geasn ia 
tmr'If.Br.aai irU'O.Ii. Die Saode teigte 90 Yard« NO. 
^ ier iaeet 1»— ?• i^ftA» Tiefe. Aat tt. Jali kalte die laicA 
fjli (Vagi.) Heil. Varflng. Aecbe aai LaTaatwke watdea «tT — 
MT, ja Ittr lioeli bfaavigeedilettdert. — ISa aat S. Aagael 
aaeh Mall« arit « Oflstera aaräcligekeauttaee beot meldet, daft 
if e leeel bereits 8 Meilea Umfaeg aad t$^ — Mf Hohe besitse. 
Snaoea war. wegea der aa Keflig irirerdeadea ErdstiTse gaaa rer. 
laseea vevden. — [Diese bsel ist bereits wieder ^ersebwaadcn 
«d biaM jetat aiar aadi eiae VatlefSs des Heeres dar.] 



GaasTiaT niarosT: Besehreibaag der TalkaBiacbeD 
lasel, welebe -aeaerlich aas deat C^raade de« Mittel - 
aieeres berT«rgetretea. (iVovv. Jmn, d. «oyogr* 1881; XXII. 
888^ 888. — Jnm\ «e. nmt. 1881; t. XXIK p. 108 — Ut <f. 4.J 
Der Tf. besagte diese fasel aas>Aaftrag seiaer Refperang^ , aod 
BM^te ▼«!! da aas eiae Reise darcb Skmtliea. Er amscbiffle die 
iaael aat 86. uad 27. Septemb.» laachte am 9* eiaea Laadaags- 
▼ersacb« aad TenFeilte am 89. selbst mit 6 ^ 8 Persanea eialge 
Standea däraaf. Die lasel bat die bei Talfcaaea gevehalicbe 
Kegdferm aad ia ilirem Inaem aa der Südseite eiaea av^gekelurt 
fceg-elförmigen Krater. Dur Fals jedocb flaut seakrecbt ab, aad der 
Kegel ist oatea dreiaial so. breit als hoch, obschoa die Kralar- 
waad eiae sehr angleiche Hohe tob 80' — SOO' besitat, so daf« 
die las el yoa einer Seite wie aa« awet Kegeln gebildet emclbelat. 
Der. den Krater aaefüUeade See, welcher im Nireaa des Meeres 
am «eya scheint, hat 180' Durchmesser, 95 — 98** R. Temperatar 
«ad eiae Orangen -Farbe; die Insel selbst beeitat 100 Meter üm- 
ÜMig aaf 70 H. grofstw Hohe. Sie gesteht, aas laater losem Ma- 
terial, JUcii«, /Schlacke und RaplUi, woroater awar eing« bis 
i Cab.-Fnf« graTse. Laven- Stacke Torkoimm^, dl« aber < 
K^elfarm haben aad Aaswürflinge sind. Yaa aadrea 
warden aar weaig« Brachstiicke aufg^fondea; ▼««. Seekoachj#sa 
afeer keiaae Spar. Die lasel war aaf etwa 16— tO Fala Brau» 
VW fliaem aar «eichtea Graad ao^pebea» walah«r daaa «teil, lad 
8Bp«r hinabftel. In einer Sntferanag Toa 10 MUß vom Ufar» M 
7r~t^ Tenip., gab. das Senkblei 40 — 80 EUea TJwfe» atar 
die allgaaelne Tiefe de« Meeii^ ia jeaw Gegaod ist 800 — HO 



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Fiifitund die Sandbank Nerita liegt daTiK^w-enUenl. --- Mmtyt. 
sieht daher die erwähnte seichte, Zone ^UOl. 4ie^ loMkl an Ji)» gejiil' 
det^durcly A^^waschunjj; d^ F^rsef df« ^db^qi^^kf^etar, ^ mMOt^ 
dadurch seiikr^ctt, gffoj^^^ wär#^ ^die>:f Ifftito ^pf, ^^m^h^ 
er als^ veranlagst durch ei^(} l^h^qpg des^^^^^n» 4«i .difMir «C»- 
tastrojphe^ welch'e^och djirch m^enneerJ^eJLaven^^Mafnie wahi^ 
•phei'nfich modi&|irt JsL^ ^in ^v^if^pr jiac|i*l^bw9€|l ci«clfeiil«% 
nicfit ^nti^ij^hilW D^f fjsrjiejit^vap^ 7m pehrareiir SitnUtM dMr 
Insef ,^ t!^«^^?|,^{|' ,?^S,f^.^^ß^ :^^ '^^ ■^' ^ ^ ikMi#V 
welches dahe/seU^st KU ^V^ch^ tSf >^^M^ iijJWffhoQ die Iia»d ^mmm 
Wärme gut^e^^^^ 

Aber jenes Kocnen rührt von Entwickelung der Gasart in Bla- 
senform her , welche dann eine Meng« kleiner Aschenkegek an 
solchen Stellen bildet, wo diese Blasen fortwährend entweichen. 
Das. Meer ^^UV.d^^|^^p|i|p,l4Q^9S^ fpnWIicb- 

gelbf , .^tt Ipdifl^ «\^»f %«ßV*^i««¥»* «w^ W*^' :a*»orilrfieii ««^ 
schmacky iind^i^s^ ^p|)^^hä^.ft«ahieiiFeia^jro«-dei Inndl au» 
bis auf 200 y^ Entff f l^g) an^9|el)99f:ht Ca««.- StröWi andoi* 
tend/da an 4i|^a^j5ll^^jS^l^^uir*» -^«ftKiea Tiefe 
gab. Acht M^JejFfTon» U^p iwc ^^ Me«r aof Ir jieUanmig* IM* 
Krt^terwände .^^are%< mit^ ^ablimatloiiea- voif E^no(i3rdli|rdral^ 
Kochsalz un^^^qtwel^el ^ededit^ |Me ipeu^ I«. Jali eatstandase 
Insel FUr^e^Ju^ff^j^ilft, ; . m ^ <. ^ 

Die Lage der wiedei^ ▼ertiifkftiioii Insel Mim (^im. 4. vayäir^ 
1832; ^XJt. in^,)J8) iii^.W'H Capt. DnMoiMira'ü triaag»^ 
lirter Alessui^ iu.^37"^i:i'X^9^. p4 lO^ZS'aO'' li, Tom MerkUaiL ' 

Ton i^ii^. , ^;^ . ';^ ^^; , ^ ^ ,^ .... -. .- -. -^ 

. Z ii ^i) i.K , -i •■••5 »•: ^^"^ ' ^ . *'• j Ji 

Da st finMa^^Ml^firlill^t die Ansh^hlnng^der Thä-| 
1er (M M«M. Mig^ toi^WimaU,^ 1829/ Ott.; Tl. 241 -248.>. Bie^ 
Urthilvf, evhVtl^tigl- und^^insenktiiigs-thäler Ikef 
Saite geliHI«j>^lilbt tilli^<«le Tfaäler auf zweierlei Art entstehen f 
1) dttveh di^Hrmneü Ginnenden Flufswasser,' oft vielleicht v^f- 
^einigt mit atiriivMften(leii'6eb!rgfl-S«e*n; 2) durch die tTreigntsse,'^ 
weicht eins« ^üSl-A^ S ^ miye f'^nkl^yffkimnA iSi SiitadtfuMi^ 
Statt g«ftifldo*.«lifl#ll«rHCWf9MlbekWf^t^%i^ 
den HypothetM Mi«l9&4ft^AM^i!)j'^fi^ri.''bies^^iken>?o)^ 
Thilera erlrän«t ufotf^ait itmt V<iffiiell§feig^i Eittspriechfen der 
Abereinaaderfol|f6«MffioifiiAtttaKiM>d^ auf lü^ei^ 

X i832. • • 22 

^ ^ ' DjgitizedbyCiOOgle 



938 

entecgeDgesetsten Seiten des Thalet. Der Verf. indeiMn briAgt 
dieie Tbalauswaschungen in folgende zwei Abtiteilangeir, näm- 
lich I. in solche, welche durch allgemeine, gewaltsame', nicht 
. mehr thätige Kräfte veranlafst worden : breite Th&ler tnit gros* 
sen, flach gerundeten Umrissen (En'tblöfsnngs-Thäler); — 
und IL ip solche , welche durch die allmähliche "V^irknog strö- 
mender Tagewasser weiter fortgesetst worden , wo jene Torarbei- 
ten schon Statt gefunden hatten : hier bemerkt man enge Schlünde, 
Klippen und Felsstürze. 

I« o. In Dorset und Devon bemerkt man Thäler der erstem 
Art, namentlich die von Lime-Regis und Charmouth: ein schwa- 
cher Flufs rinnt auf. ihrer Sohle , der wahrlich zu klein ist , um 
jene breiten und tiefen Aushöhlungen bewirken zu können. Solche 
Bäche sieht man anderwärts tief zwischen senkrechten Ufern tfas 
Fluthland *4nrchBchneiden. — Hier findet mau/auf den Nachbar- 
hngeln : zu 'Oberst correspondirende Schichten scharfkantiger 
Feuersteine und Quarze: Überreste von an der Stelle seihst auf- 
gelöfsten Kreide- und Grünsand -Gebilden; 4&runter Grnnsand, 
dessen unebene Oberfläche durch jene Auflöfsung Teranlafst wor- 
den; zu Unterst Lias, in welchen das Thal noch tief genug ein- 
schneidet Dio Kraft; welche die Kreide -Lagen auf den Hngel- 
Höhen aufgelöfst hat, möchte auch die Thäler gebildet haben, 
wenn man auch vom Lias ähnliche an Ort Und Stelle Tcrbliebene 
^Trümmer ehemaliger Schichten fände ; da diese aber fehlen , so 
mufs man zu einem einstigen grofsen Wassersl^ome seine Zuflucht 
nehmen, dessen Dauer sich jedoch nicht weiter bsstimmen läfst. 

I. 6. In Jamaikers Kalkdistrikten sieht man Berge und Thäler, 
wie anderwärts ; und dennoch sind viele de|r letzteren Tob keinen 
Bächen durchzogen: das Wasser, Reiches, die Gewitter -Regen 
geben, verliert sich plötzlich jn Senkgruben des Bodens, und 
aufbewahrtes Regen wasser mufe die Bedurfnisse der Bewohner 
stillen. Besonders merkwürdig ist das grofse Thal zwischen den 
Carpenter-: und ^anfa-Crtiz- Bergen, welches, vom Meere bei 
AlUgator-Pond-Bay an, mehrere Engl. Meilen landeinwärts zieht 
Zwischen weifsem Kalke, der mit rotbem Sandsteine wec^sella- 
gert, ausgeböblt, erscheint es als eine öde trock^^ Ebene oder 
Savanna, aus der sich nur hin und wieder Pflanzen-bedeckte Fel- 
sen Insel -förmig erheben. Sie bestehen aus weifsem Kalke, mit 
4' — 10' mächtigen, fast horizontalen Schichten : Überresten eiott 
zusammenhängender Flötze , die durch eine uns anbekani|te Gs- 



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wftlt oerstort worden. Ein Bach bricht erat nahe heim Meere anii 
diesem Thale hervor. 

II. o. Haben aber flachaeitige Eatblöftangs-Thäler einmal« 
den Tägewassern einen bestimmten Lauf vorgezeichnet, nnd tref- 
fen diese hei tieferem Einschneiden anf weiche Sandsteine nnii 
Konglomerate» so höhl eh sie sich bei hinreichendem Qefalle oft 
tiefe Schlachten swischen steilen Felswänden ans. So das FoUon* 
oaeuri bei 2Vüna [nnd Trtefil*Qette hei Martigny^] 

II. b. Folgt ein Flnfs einem breiten Thale mit schwachen 
Gefalle, so beschrankt sich seine ganze l^irkung darauf, dafs 
er Ton Zeit zu Zeit sein Bette ändert. Kömmt ihm dabei ein 
kleiner Hagel oder der Fnfs eines Berge» in den Weg, so bildet 
er^ steile Wände oder untergräbt ihn? die losgerissenen Massen 

. fallen in das Bett herab, und werden, wenn sie leicht zerfallen, 
weiter fortgeschwemmt ; aufserdem aber bilden sie dem «ngegrif- 
fenen Theile eine Vormauer , und schätzen ihn gegen weitre Zer- 

. Störung. 

II. G. Oft findet man Ebenen auf allen Seiten von Grebirgen 
umgeben > deren Bäche doH zusammentreffen, nnd gemeinschaft- 
lich einen Flufs bilden, oder ein Hauptflufs nimmt auf seinem 
Laufe die Zuflüsse auf, sich durch sie noch zu vergröfsern. In 
beiden Fällen sieht man oft den Flnfs sich aus der eingeschlos- 
senen Ebene durch eine enge Fdaechlucht verlieren, vor deren 
Entstehung . in der Gebirgswand j^ne Wasser -das Thal ala ein 
See überschwemmten , und dessen Ansebnung bewirkten. Bei* 
spiele der ^weiten Art sind: der Genjws^e in seiner alten Ans- 
dehn^^g, mit Einern Abflüsse beim Fort dePBchae; die Ebene 
van TVrn« von der 7Va*a durchströmt» welche durch die Schlucht 
von iVarnt ans|rHt; das jimothid bei Florenz [und mehr noch bei 
Figline mit 4«r Schlacht von IncUa'\'y das JRton^oti* Becken mit 
«einem Ahflune hei JBtng^n; das Becken von St, Tkomos tm 7%a{e 
auf Jamaica^ aus welchem der Bio Cokre durch eine^ Schlucht 
abfliefst; dagegen das geschlossne Becker Luidas - FaZe ebenda- 
selbst weder eiiien See beherbegt, noch einer Abflufs- Spalte be- 
darf, weil sich alles Wasser im Boden versenkt. — Vor fundem 
merkwürdig ist da« Thalbecken von Scham» in Graubündten , wel- 
ches durch die Fiß mala mit dem tief erliegenden Domlesjch-Tk^e 
in Verbindung steht, worin Thuai» liegt. Irgend eine grofse Ka- 
tastrophe bat ilas Schamser Thalhecken mit Trömmern der be- 
mhchbarte^ Berge angefüllt; später hat der Rhein sich die tiefe 
Schlucht» Fia vf^a genannt, durch die Gebirgswand gebr^ch^n» 
welsche aich zwiachf« Sßhav^ und ThmU befindet, qnd im Ver- 



Digitiz^dbyCaOOQlC 



340 . , 

baUniMc/aU dieses geschähe, fährte er auch jene Felsträmmer 
mit sich fort, lagerte sie in verschiedener Hohe auf kicinren Vor- 
sprängen in der Fia mala ah , oder hreitete sie >iFieder aber einen 
grofsen Theil des Z>om2e«cA - Thaies ans, wo sie später noch von 

, Sand dnd Geschieben der näheren Berge bedeckt worden. — Die 
jVtagura- Fälle sind noch in Begriff, dem Wasser des daräberge- 

.legeiien See's eine.Abflafsrinne ßasKuhöhlen. 

Anch Orkane üben oft nnglaablichen Einflnfs anf die Verän- • 
derangder Erdoberfläche. Im J. 1815 hat ein solcher auf Jamaieu 
in den Gebirgen von St. Andrew and Port Royal zahlreiche Fels- 
klippen gebildet und Bergsturae veranlafst. — Indessen nicht alle 
Gebirgsklufte sind durch Tagewasser veranlafst: selbst nicht 
alle 9 welche jetzt deren Rinnsal geworden. Die Schlacht von 
Clifton bei Bristol bietet zwar dem Avon ein* Rinnbette dar; wäre 
sie aber geschlossen , so wurde dieser gegen JSaiUea abfliefsen , 
ohne auf die Felsen von CUfton ferner zu wirken. Die Kohlen- 
kalkstein- Distrikte- Englands lassen viele Beispiele vdn Kluften 
wahrnehmen , durch welche nicht ^einmal ein Bach rinnt 



C. Daitbbny: über die Dilnvial -Theorie und die 
* Entstehung derThälerin Auvergne ( Jambs/ £Sdtn6. -n. pkü. 
, Joum, 1831 ; XX» 201 — 229.) Ltbll^s in seinen «»Prtnctples of 
Geology^^ entwickelte Ansichten über die Entsteh tfng der Thäler 
sind es hauptsächlich, die-den Vf. veranlassen, seine früher auf- 
jg;^'stellte Theorie defshalb mit namentlicher Beziehung auf die 
Auvergne (^A deacription of active and extinct volcanoa. Lond. 1826) 
gegen eine zu weit gehende Beschränkung zu beschützen. Er ge- 
steht zu, dafi^ Auswaschungen durch Ströme manchem Thale 
seine Entstehung gegeben haben mogen^, dafs selbst in ^tn^ergne 
der .^totti^-Flufs bei Pont Gihaud sich unverkennbar einen 50' 
tiefen Weg durch einen queer vor ihm erstarrten Lavastrom ge- 
brochen habe , der aus dem Krater des nur aus losem Materiale 
gebildeten Puy de Cihne hervorgekommen seye; bemerkt jedoch, 
dafs andre von Scropb als Beweifs aufgeführten Beispiele eine 
scharfe Prüfung nicht aushalten', dafs auch Ausbrüche emporge- 
hobener Landsee^n nur sehr lokale Wirkungen haben konnten,— 
dafs dort und anderwärts unverkennbar die meisten Thäler durch 
eine gewaltige Fluthnng des Meeres, ausgewaschen worden, der* 
gleichen etwa durch die Emporhebung einer Gebirgskette oder 
kleinrer Gebirge und dureh das Znrückfliehen der Wassermaasen 



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341 

Ton der ansteigenden Fläche reranlaTst Verden konnte , Yon wel- 
cher ür^heinung doch s'elhsi die historische Zeit nicht völlig 
ohne Beispiel seye. Daher erkläre sich auch die oft so beträcht- 
liche Schuttland-Anhäafang am Färse so gehobener Gebirge- 
ScKOPB selbst berichte toid Krater le gour de Tazana in Jupergne^s 
dafs er von beträchtlicher Gröfse und ganz von granitischen Ge- 
steinen eingeschlossen seye , welche gleichsam^ nur mit weniger. 
Schlacke und Puziolane besprützt, übrigens aber ohne alle Ge- 
sellschaft vulkanischer Erzeugnisse sejeh, wie fast Ahnliches in 
manchen Maren der £2(fel bemerkt werde , so dafs also durch un- 
terirdische Kräfte Hebungen ohne' Erzeugung vulkanischer Ge- 
steine an der Oberfläche selbst noch zu der Zeit Statt gefunden 
haben durften, in wel<;he die Thätigkeit unsrer meisten bekann- 
ten Vulkane gefallen seyn .mag. Auch seye es nicht überraschend, 
wenn bei Hebungen ausgedehnter Gebirgsstrecken die Schichten 
eine gewisse Regelmäßigkeit noch behalten hätten. Übrigens 
scheinen die Vulkane der Auvergne zweierlei Zeitperioden anzu- 
gehören 9 so dafs die einend ihre Lavenströmo unmittelbar ^or der 
Sündflnth , die andern ' bald nachher und mithin über die Dilu- 
vial-Thäler Ergossen haben, und hiedurch manche in Beziehung auf 
sie und die Sundfittth zu allgemein geführten Argumente cntktäf- 
tet oder modifizirt werden. Die Bildung des dortigen Snfswas-' 
serkalkesv dauerte während aller dieser Ergiefsungen fort. Die 
antediluviaÜschen Laven scheinen unter einem gewissen Drucke 
vielleicht darüber stehenden Wassers oder darauf liegender Tuffe 
nn^ Schlacken erkaltet und sich anfänglich in Kugeln, hernach 
aber durch jenen Druck in gegliederte Säulen umgewandelt zu 
haben ; die postdiluvianischen haben viebr das Ansehen an freier 
Luft erkalteter Schlacken, und wenn sie säulenförmig, sfT ist 
diese Form sichtlich nur die Folge blofser Zusammenziehung 
beim Erkalten. — Manche haben darum geglaubt, allen Etnfiufs 
der Sündfluth auf die jiuvergner Thalbildung läugnen. zu könne% 
^eil Geschiebe, ans entfernteren Gebirgen abstammend, in den 
dortigen Thälern fehlten ; aber mit mehr Ruhe prüfende Geolo- 
gen der jiuDergne selber (Dbväzb und Bouillbt, nach Cboizbv's 
und Jobbrt^s Zeugnifs) haben dergleichen entdeckt, wo fremde 
Reisende sie abersehen hatten. — Die sogenannte Sündfluth möge 
wohl .nur eine, vielleicht die allgemeinste oder letzte; der grofsen 
WasserbeVegungen gewesen seyn, welche durch Gebirgshebun- 
gen veranlafst worden, oder man bezeichne mit diesem Worte 
verschiedene Katastrophen verschiedener Gegenden. Welche« 



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842 

etwa das' Gebirge gewesen, deftsen £mportteigen die .biblifleii^ 
Snndfliith Teraalafotel erlaubt antre Unkniide mit den CrebitgeB 
def irtnern Mens nicht jifiher an bestimmen. 



G. Poiri.BTT Scropb: über die all mäh liehe Aofhoh- 
Inng der Thaler, insbeBondre der JImw^ der Jlmel nnd 
andrer Flüsse {Phü. mag. and JnnaU$ 1830. March, p. 2i8 
-« 211). W^ die Thäler dnrch Wasser aasgehohlt worden/ war 
diefs entweder die plöti6li(^e Wirkung einer mehr allgemein Ter«» 
breiteten, heftig wirlcenden Strömung, oder die allmähliche^ 
mehr indiTiduelle und lokale, einzelner Flüsse. /Je geringer d«a 
GelaUe der letztem einmal geworden ist, desto langsamer ist ihre 
^ Wirkung,' desto gewundener und bogniger wird dar Flafsteu^ 
Man hat also hiedurch ein Mittel die [viele] toM Flüssen au^ 
gebohlten l^häler too andern: eu »aterseheideU. - So sieht nian 
die Maasy die Motel ^ die Seine bei Paris u. s. p. öfters viele Mm* 
len weit in einem Bogen zurückkeliren, iuid auf einige Sthritie 
der Stolle wieder nahe kommen , die sie tidi früher durcMosbe«. 
— £iB andres Mittel bieten noch verschiedene Thäler in R-anh' 
reich dar, wo zu verschiedenen Zeiten geflossene Lavastrome ia 
sehr verschiedenem Niveau üher dem jetzigen Flnfsbette bemerk- 
lich sind, und somit die allmihlich erfolgte Aushöhlung tf«r 
-Thäler bezeugen. 



J. J. B^Hoiiunirs v^Ha^i^oy: Bemerkungen über d*te 
Entstehung der.Thäler rJourii.' de GMög. 1830$ II. 389-^ 
487 V Nicht Alle Thäler kanU uab ansdhen itfls von.SI^-oiuien aus^ 
geh^k. Weil sie nicht dem allgemeinen Abfa&n^e dcTr ObeHHLohti 
folgen, #eil sie oft sogar mitteii dmrch Bergketten liindim^ voa 
einer Ebene ^ur andern ziehen , weil sie , i^tt nnt dem Zuge lo* 
sAr Gebirgsdattsseu %u gehen, die«e verljassea, um i« fa<Ae und 
httrtfi Feifigesteine einimdringeu u. s. w. JÜttDChe Thäler siad 
Kn t f e r n u n g s - T h ä 1 e r (^. d*4earteiA^t) , gleich V. ftvcn*-« CS v- 
hobungs -Kratern, difV^ch Etepfl^hebung, AufreiDien und Ent- 
fernung der Spaltränder von einander entstaildeil , wo danu de- 
ren Wände steil sind und der Sehichtenfall von ihden w%|^ g<At ; 
andi^ sind Fa!tung8-Thäler'(t;afll^e« de fXwnem^t) ^ gvbll^ 
dit durch Emporhebung zweier parallelen Gebirgszüge, deren 

Digitized by CjOOQ IC . 



848 

MaMen biegsam genug geveseo [??] , um dabei nicbt ia Spalten 
anfcnbcc^ben; andre sind Anebrnch-Tbäler (v. d'^rnptton), 
wo dorch yalkaniscbe Kräfte feste oder dickflüssige Materien aas 
der £rde geworfen worden, und sich um die Öffnung^ angesam- 
melt , oder sich Ton da aus in Form erfaöheter Strome weiter er- 
gossen haben und so erstarrt sind., Thaltiefen s wischen sich ein- 
scfiliefsend; -^ wieder andre sind die eigentliehen, Auswa- 
aehnngs -Thaler (o. d*6ranan) durch Abflnfs der Wasser* 
Sjtrorae nach lieferen Stellen aoagehöhU ; — oder Aufwühlnngs- 
Th&letr (v. de refomUment)^ wenn ein solcher Strom die ausge- 
waschenen Stoffe an tiefen und ruhigen Stellen, %, B. hinter Fel- 
sen inmitten seines Bettes wieder Streif en-;weise und so absetst, 
dals dadareh neue Uferw&nde gebildet werden. — In der Regel 
«her haben wohl mehrere dieaer Ursachen sur Bildung eines Tha- 
ies ansammengewirkt. 



III. Petrefakten -Kunde. 



£. JBicnwALO: 2oologia specialis, quam, exposiiis 
animalibtts tum vi^is tum f^ssilibus potisslmum 
Rossiae in uniirersum, et Foloniae in epecie edidit 
etc. (FtVntfe, I. 1829; IL 1830.) £in. eigner Abschnitt dieses 
Werkes handelt Von den Thier- Versteinerungen uberhat'pt (S. 
114 — 140: Üryeiozüoiogia) i welche in fossile. Knochen, in Stein- 
\etne und tu Typotithen'oder Abdrucke eingefheilt Werden. In Jo 
Uteren Formationen sie Torkommen, desto niedriger organisirt 
und «teste fremder sind ihre Fernen denen der heutigen 9ch6- 
pfuttg, in der immer flie tropischen Gegenden die Torwandtestien 
Bildungen seigen. Der Verf. durchgeht die einzelnen Forroatio- 
nen, um die Familien und Geschlechter naehsuweisen , welche 
«e haupts&chlloh chatakterisiren , und von ersteren wieder jene 
namhaft zu 'machen, welche in Rufsland upd Polen yoikommen. 
-^ Im speciellen Theile werden folgende fossile Geschlechter 
nAinhaft gemacht: I. Phytozoa (heterohyla): Coenites 
»• g'9 P* 179; atirpsvaria^ vel simpliciter ramoea teretiusetda, vel 
ramosuMflio, intu» porosa^ rämorum apidbua inmcem approximatie 
et eennexie; -^ edluUe minoribus tereti-triangularibu8,per8erie8 
ohUgue longiiuimaleB dispontUi perquam uppr^mniatia , taargine in- 

Digitized byVjOOQlC 



ferhre prwiiuuh inerasiato tawi; iwperfieU wde qwm ftreoe a^Mi- 
mata aspera, [Scheint eine Unterabtheüung von Ceriopera 
GoLsv.] C. juniperiaas n. b. im Allavial - Bödea Lif Aomim ; 
C. iDlerteztus n. «. tf. II. fig. 16., mit Toriger um Wüna. ^ 
Orbitalite« hemitphaericns n. «.^p. 179. tl. IL fig. I. im 
ÜbergangskallL IngrieM. O. fdngtformi« n. «., p. 180, 0- 
^istinctus n. f^, O. apiculjita« n. s. tf. IL fig. 3., O. qua* 
drangolari» n. •• kommen, eben damit ror. — Dianmlitet 
>*• ?•» PS- ^^i stirpB phirinmm ecmiea vel pjfrfformw apUe atte- 
nnata , alHor quam latwr, poria ubiquß praedUa^ raro mpra Mrito» . 
tudc pori$ iHdem uon conapieuU, ßubtus tit plüHmum contfa««, rmn 
cfWifejNi. Ist mit Lnnalitev nah« verwandt» and Tieileiclit ge- 
liört L. u r o e o I at n • Lmk. dazu. L. b i c ojrn i • n* *«. 4L IL fig 
15, L. ietritus n. ■., pg. 181, L. fastigiatas, L. pyri* 
f ormi« tf. II'. fig. 2, komimen mit Torigen Tor. — Pocillo- 
pora approzimata n. «., pg. 182, findet Mch mit Coenttei. 
^ Foritee aeeroan« n. •., pg. 18S, im Ailuvial- Lande JU- 
thmvmB, — .4etraea. ambil^na pg. 183. tf. IL fig. 6, A. pen- 
tagona Lx. p. 184; A. faTota Lmk. kommen in LitAoiiei», die 
zweite anch um Moskau tot. — Hydnophora Knorrii Fiecn. 
pg. 185,foMil nm Moskau. ^ Tarbinolia Lmk. — Patlnuia 
o. g. , pg. 186 ; stirpsflxa, patinaeformia ^ hast latiore , supra toare- 
tota, angmtior. CeUuU termindlia lam^losa concaoa. ^i^perJEctet 
guUata. P. Lithaana tf. III. fig. 6, bei £oimo in dichtem ILalk- 
atein [scheint eine (»aryophjllia mit breiter Baeie]. — iln- 
thaphyllam Sohwbiog. •— Acervalaria Schwzmio. pg. 188. 
— Flbscularia n. g. , stirpg . subglobosa e coni* a eamwumi han 
adseendentibuB iudeque maxime diwgeaiibusi eeüulae (ameUotoe 
jprol^eroe apjprosimatae vü disianiea, marginibus eonarum coantoe»- 
ttftitf. Ei^ge Arten proliferiren ane dem Mittelpunkt de« Sterati, 
andre mit 3 — 5 Aeten aus deaeen Peripherie. [ZuCyathophyi- 
lum GoLDF.] F. Gorolligera n. •., pg. 188, tf. II. fig. 4. und 
F. luzuriane n. •., tf. II. fig. 5. — Sarcinula orgaMo n. — 
Cylindripora n.'g., p. 190; stirps e tubU cylmdrieia terctiftat 
longUsimU, erectis, parallelisy taana calcarea perpauca intaj^^ 
juactis, C. serpuloides n. •., tf. IIL fig. 5. ^ Harjnoiites 
Fisch.* [ist Syringopora Goldv.] p. 190 — 192. -^ Cateni- 
pora Lmk. =; Halysites Fisch, pg. 192-^193. — FaToai- 
tes Lmk. lz::z Galamopora Gol]>f.] pg. 193 — 194. — Reti- 
.culites n. g. , pg. I^OO; strips liberae lata hast plana terete« < 

* XfütUt sur les Pdjpitr* tubipares fouiles, Moseo» i3afti 

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teM fihras wbtüea UAutosas fiUfiMmes divergentes , superfieiem ec- 
migUboaam saepe ehvatam kine inde erosam emutiiueiites, Fi^nte 
passim minimis sepiis transversis mieroseepieis dhisae^ integrae^ 
non artietdatae^ sibi in meem epprime adpostfae, in nitidi ^retiemU 
speeiem supeme excurrentes. L. LithoaniiB n. «., pg. 196, tff. 
III. figr- 7; R. deformatD« n. s., R. boletifordTis tf . OL üg. 
6.: in Inthanisehem ^ letztrer in RnssiBchemAlliiTitil- Lande (oft 
liann man die Fra^ nicht nnterdröcken , ob nicht gewiese Ver- 
flteinerungen dieiCB AlUiTial-I^ande« Geschiebe ans älteren, na- 
mentlich Übergangs- Formationen seyctt?}. ' Ghaetites Fiscn. 
pg. 197; stirps variae fihris fasciculaiis Del e eeniraii asi radUtn- ^ 
It&tM, tenuMsimia inmeem arctissime junctie, Fibrae in snperfieie 
4nter se invicem porös nUnutos lingnentes^ laeunis passnn eiiamsi 
hinorihus inter iasdem ohvüs» Forma' stirpis vel fastigiata <, per 
wtrata fere coneentriea gradatim aseendens^ t»el cylindriea fiMs e 
« eentrali axi cyKndraceae stirpis ad latera quequaversus radiantibus. 
C fastigiatas n. sp. , pg. 197, C. cylindracens n. sp., tf. 
in. fig. 8, beide nm Mo^can» andern Seelcörpem anfgewachaen. 
IL pyclozoa. Glieder Ton Encriniten? (tf. IIL flg. 10) 
' und Pentacriniten (tf. III. fig. 9.) kommen in Litkauisehem 
AlloTial - Lande vor; pg. 226. — • Clypeaster altns Lmk., pg, 
^ 228, nm Wilna? im Alluvial-Lande. — Fibula ria ambigna 
desgL p. 229. — Galerites albogalerns Lhk. in Kfoidenm 
Ürodnon pg. 229. — Ananchytes pnatnlosuB Lmk., beiPtnsfc 
in lAt bauen, in Feaerstein yerwandelt; und A. depressns n. b. 
pg, K9,'tf. IIL fig. 11; ferner A. oyatas Lmk. ebenso. Spa- 
tangtts cor angainnm L»k. desgl. pg. 230; — fiehinns 
nitidnliMi n. s., pg. 261. tf. III. fig. 13 ebenso: -^ Echino- 
nphaerites Balticns pg. 231. tf. IIL fig. 12, in Obergangs- 
Icalk um Reifal 

lll. Grammpzoa. Dentalinm elephantinnm. Liif.» 
doch 8kantig, in Kalk am Caucasus^ und D. entalis Lim., dsgl. 
und etwas gröfser in älterm Kalke LtfAatten« bei Popüam, (pg.257) 
ly. Therozoa. Lingnla eznngnis n. sp., pg. 273, th 
IV. fig. 1., in Übergangskalk^ bei Petersburg. -^ Crania qna- 
drata [?} n. sp., pg. 273, tf. IV. fig. 2; C. [?j unguicnlata 
n. .sp., p. 274. tf. IV. fig. 3; C. [?J sulcata n.sp., tf. IV. fig. 4, 
alle in Üb<)rgangskalk um Reval — Obolus n. g., pg. 274; 
teatae aeguales suborbictdares , antiee nonnunquam aitenuatas, mar- 
gine f &ufsm inßeseo et intus düatato , ibique medio sjäco exarato pro 
hgamento sane eseipiendo. Impressiones quatuor museuiares, duae 
antiee dietantee sübingexo margtae, et duae aliae pone ea$ in me- 

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34« 

dio tutm 9itae. Von Crania verschMeii dureb die Einbiegung^ 
dee Tordern Rande« nnd durch die liängen - Rinoe. MilÜDiieB 
di««er Schaalen , aber alle eerlräoimert^ seiaen • bei Jambwff am 
läHg - Flune ganze Felsmassen nnter dem Übergangtkalk zasam- 
neu« d. Apollinie nu.e., j^gv 274, tf. IV. fig. 5. O. Ingrieaa 
a. sp. A~ Terebratula teretior m «pw/pg. 275, tf. IV. fig. 
S. [sstSpirifer], T. glebosa n..«p.;tf. IV. %. 7 [=Pen- 
tamerüsfj, T. delormata n. sp., tf.IV. fig. 8. [=s?Spi- 
rifer], T. dentata n.sp. tf.lV.fig.9 [:^T. lacanosa?DAiiMO, 
T. semicircalaK'is n. <p.^ pg. 27$ tf. IV. fig^ 10 [=?Stio- 
phomena Ralf,} finden eich im Übergangeludk nm Revai fmd 
Maaeau; T. cancelUta n. «p. , tf. IV. üg, U. (Magas Sew.) 
um If'tffiaim Ailayial-Laad, T. incraseata n. «p., tf.IV. fig. 
12, (Spivifer Sow.) um, Cfrodno. — Die folgenden Arten sind 
fa«t alle tertiär.* Corbula Volhyni^a n. sp,, pg. 281 tf. V. 
fig. 5.'— Vena« tricnspia, V. marginalit nn.'spp», pg. 
282, tf. IV. fig. 15 — 16. — Venericardia aculeata n. ep. , 
pg. 282, tf. IV, fig. 18. — Cardium protractnm n. ep. pg. 
288, tf. V. fig. 9. — Isocardia pg. 284r -^ Modiola pg. 287. 
*- Area pg. 288. — Ayicttla Sb. — Oetrea Virginica Ion. 
pg. 2ftO. — Acardo (Radiolite» Lmk.) Lithuana« pg. 291. 
— ;€atilla8 ib. — Haliotis Velhynica, pg.294.— Ce- 
rithium, pg. 295. — Büccinum, pg. 29§. — Volnta lae~. 
vis, V. exilis [=. Marginella huccined?]. — Natic« 
distincta, pg. 299. -^ Turbo angalatus, pg. 391. -* H(- 
Hz Dencalionis, pg. S97. 

Zweitei^TheiL (Siehe Jahrt^ueh 1832, p. 122^1^.) 
(Dritter Theil: erscheint in dienern Angenblieke.) 



J. PniLtiPs: über Versteinerungen, (au« deseen M- , 
»criptum of tke titrata imd orgunic remiHna of the Yorkshire Ctof 
York, 1829. 4"*) Dei" Verf. unterscheidet in deA Schicbteta Ton 
Yorkaküre mehr denn 500 Arten fossiler Reste, beschreilift und 
ordnet sie nüch den Formationsgliedern , und vergleicht sie mit 
denen andrer Gegenden. 220 davon sind neu, und 400 ailf 14 
^ $teindruck tafeln abgebildet. Bbah, Waliamsoh n. A. haben den 
Vf. mit ihren Samminngen aus jenen Gegenden unterstfltst. dem 
Verzeichnisse def Arten gehen allgemeine Betrachtungen ntier die 
fosililen Resti^ ^oran , von denen wir einiges ausheben. 

Man kennt jetzt einige Hundert Pflanaen - nnd einige Tan- 

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841' 

iead Tirier- Arten im fOMllen 8nttftnde. Obschon meisteti« dtut 
Arten nach rettciiiedeB , haben sie doeh im Ganten viel Aaaloi^ie 
mit denen untrer bentigenr Scfa^pfniig, dieselben YeHehiedenhei- 
ten der Stractnr lassen hier und dort aaf dieselben liebensbedlnf^ 
Bisse sehliefsen, weil hier and därt die Organisation and die 
Iiebenftweise der Natnrkfirper einaader bedingen. Die sekdndären 
Sebiehten wtthniten demsnfolge See-, Sampf- und Land-Pflan- 
teen, See- nnd Sumpf -Konchylien, Krnstaseen und Fische, Was- 
«er- nifd Land -Reptilien, Sfiugethiere [Didelphisj und V«gel 
IPterodactyluto]. Die fossilen Thier - Reste sind älter als die 
Pflanaen , da jene schon in den Schiefergebirgen Ton Comvmll and 
North Wäk9^ diese aber erst im Untern rotben Randsteine auf* 
ti^ito. Erstte stammen meistens von See -4 diese von Land -Be- 
wohnern her, und t6r der Kreide kennt man fast gar keine Land- 
thier-Reste. — Spiriferen, dann Producten, Pentame- 
ren., Orthocerati ten, auch Trilobiten und Crinoideen 
u. a. ansgestorbne Geschlechter beginnen die Thier -Reibe;, Fi- 
llces, Ly copodiaceen und Equisetaceen, ähnlicher un- 
sern jetzt tropischen Forhien, sind die ältesten Pflanzen; zu ih- 
nen geseHen sich im Lias und in den Oolithen von Ycrkshire und 
Sutherland noch die Cycadeen, und unmittelbar Tor der Kreide 
«Tscfaeinen häufige Dikotyledonen unte^ den Monokotyledonen , 
schon ähnlicher unsern jetzigen Formen in Sümpfen und trock- 
nrem Lände. Sufsirasder-Konchyli'en noch lebender Geschlechter 
koitamen mit jenen Pflanzen im Steinkohlen - Gebirge , andre lo- 
kale Ablagerungen von solchen aber auch noch im obern Tbeil 
d<6^ Oolith- Reihe Tor, während sie in den jüngsten Grebirgs- 
schich'ten viel allgemeiner and den unsern ähnlicher werden, wie 
auch die letzten SeebeWodlier aus hoch existirenden Geschlech- 
ietn sind. 

Aber die genau^ tJnterscheidung der Arten ist es hanptsäch- 
fidh, welche uns die Gebirgsformationen erkennen hilft; daher 
ilud ^Verzeichnisse der Arten, welche in den einzelnen Gebirgs- 
icbichten einer Gegend vorkommen, höchst verdienstliche Ün- 
te^hel^'mnngen , können aber nicht genau genug in Bestimmung 
der G^birgsschichten und der fossilen Arten sejn. Im Allge- 
meinen cjharakterislren Muscheln und Trilobiten den Über- 
.gangs- und Berj^ -Kalk, 'gewisse Ast räen, Turblnölien und 
Milleporen die Oollth-Reihe, fichiniden und Terebra- 
teln die Kreide. Aber die Zalil charakteristischer Arten ist nichi 
grofs, weil sich nicht alle aller Orten wiederholen. Biese Un- 



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ä48 ' ' . 

teriachaogen aber die Cbaraktcrittik der Formationen durch ihre 
foesilqp Arien hat, nach de« Tfs. Meinung, zuerst W. Smith in 
England begonnen, und tou 'da haben sie sich aber andre Theile 
Ton Europa Terbreitet. Manche Arten , öbschon Ton ausgedehntem 
Vorkommen« beschranken sich auf ein einziges Formations^Glied, 
wie Ammonites Calloviensis auf den Kelloways rock, und 
gewisse Asträen auf den Korallen- Oolith; andre aber rei- 
chen durch eine ganze Formation hindurch , aber nicht so leicht 
In eine ganz andre Formation hinein, wie Clyiiens clunicu- 
laris durch die Oolith-Reihe. Eine Formation oder eine Schichte 
kann daher entweder Ton allen andetn darüber und darunter un- 
terschieden werden durch gewisse ihr ganz eigenthümliche Ar- 
ten , yielleicht auch dui^ch ihren relativen Reichthum an foMihsn 
Besten überhaupt; — oder, sie kann unterschieden werden von 
allen darunter durch die Gegenwart oder Abwesenheit mancher 
Arten, Ton al|en darüber durch die manche^ anderp. So s« B. 
scheint die Korallen - Oolrthformation Ton allen Formationen dar- 
über unterschieden zu werden durch die Gegenwart von Ammo- 
nites perarmatus, Hya literata und Clypens cluni- 
cnlarife und durch die Abwesenheit von Ostrea delta, Ha-^ 
mites and Ananehites, aber Ton allen darunter durch die 
Gegenwart von Spatanguc ovalis? und Am. perarmatus, 
und durch die Abwesenheit von Froducten, Axinen,. Am- 
monites Walcottii, Nerita costata. Astarte m inima, 
Terebratula digona. Der Kellowajs rock weicht von aUea 
hohem und tiefern Schiebten ab durch die Gegenwart von Am- 
monites Gallo viensis, A. Koenigi und Grjphaea dila- 
tata vor, minor. Nur der Kimmeridge clay enthält in England 
Ostrea delta, nur der Lias Gryphaea incurva. Im untern 
Theil des Korallen -Ooliths sind Clypeus 4imi(IiAtas und 
,C1. clunicularis sehr häufig, in den obern Lagern aber Me- 
lanin striata. Von 60 fossilen Arten , welche ^er Kalloways 
rock enthält, kommt die Hälfte auch noch in andern Schichten 
von Yorkshiro vor: 26 in der obern Korallen - Oolithformation , 
12 tiefer in der BotA- Oolith -Reihe, und von beiden j^hen 8 
gemeinschaftliche durch alle höhern und tiefern ;Lager. (Dico- 
tyledonen-Holz,tMya literata» M. calceiformis» Tri* 
gonia clavellata, Modiola, Fecten lens, Perna qua- 
drata und Turritella muricata.) Sowbrbv's Amm4>Bi^ 
tes Koenigi aus dem Lias scheint der Vf. von dem obigen seht 
verschieden ira seyn. 



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349 

De LA BsoHBrNote über 4ie geographftche Ver- 
hreit.ang organischer Überlileibsel in der Oc^lith-' 
Reibe u. 8. V. (PAtIo«. Mag. aiAnnaU 1830.. 2V. $. FUL 208^ 
218. y . In der gesammten Oolitb - Reihe »ind enthalten I. yon 
Säagethieren: 1 Didelphis; von II. Reptilien: 18 Pte- 
rodactylen , Crocodiloiden, Megalosaui'en , Geo- 
Bauren, Fles'iosanren, Ichthyosauren, Testndi- 
nateii; III. TOn Fi sehen 1 Art» nebst Zähnen; |V. von Cm- 
8 1 a c e e n einige Arten ; Y. Ton Zoophyten 48 ans yielen Ge- 
schlechtem; Tl. Ton Radiarien 33 Arten; VIL^Ton Konohy- 
lien etwa 540 Arten, worunter allein 114 (V§) Ammoniten; 
VIII. Ton Anneliden 15, IX. von Fflansen 38 Arten. -^ 
Folgende Arten werden anfser der Öolith - Reihe auch in Kreide 
und Griinsand angegeben : 1. Terebratnla snbrotunda, 2. 
T. carnea, '3. T. ovata, 4. J. biplicata, 5. T. lata, 6. 
T.ornithocephala, 7. GerTÜlia ayiculoides, 8. G* 
acuta, 9. Cncullaea decussata, 10. Turbo rotanda- 
tas, 11. Rostellaria Farkins-oni, 12. Aminonites 
• plende'UB, 18. A. laevigatns, 14. Cirrus depressus, 
15. Üzogyra digitata« 16. Mya mandij^nlata*^, worunter 
aber manche Fälle wohl bei genanter Untersuchung wegfallen 
wurden. 



Raspail: über die Rolle, welche man die fossilen 
Reate bei Bestimmung des relativen Alters der Erd- 
achichten^hat spielen «lassen (^Ann» d» sc» tTobierv. 1880* 
IlLiii. 406 = Fia. luU. «c. nat 1830. Juni. XXL 399 - 400.), 
Dieser Aufsatz ist nur ein Torwurf theils an Bbononiabt und 
CuTiB^ hauptsächlich darüber, dafs sie auf negative Grunde hin, 
nämlich auf das Nichtbekanntgewordenseyn gewisser fossilen 
Überreste «in gewissen Gebirgsschichten allgemeine positive Ge- 
setze über die Verbreitung derselben in letztern und neue erdge- 
schichtliche Theorien aufzustellen gewagt; -^ tfaeils aP dienV 
>igen Naturforscher des In- und Auslandes, dafs sie jener Au- 
toritäten wegen ihre widersprechenden Beobachtungen den Ge- 
setzen und Theorien lieber gewaltsam anpassen, als sie ihnen 
naturgerecht entgegensetzen wollten, — [ein Vorwurf, der sich 
theilweise jedoch selbst trifft , indem R. daraus «l dafs ihm manch« 
Einwendungen und Widerspruche nicht bekannt geworden , fol- 
gert , dafs sie nicht gemacht worden seyen ]. 



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350 

Mavob^ ds SsBBBa Brief an den Ptäsi^enten der Pa- 
riser Al^ad^mie der WiMenschaften aber die foiisi- 
len BfeQScbenkbochen (Fte.^iiU.tf. «cioie. nat. IS30; XXIL 
JtttU.S3 -r 3IS.) laden^ M. d. S. Master^tucke der mit Chbistoi^ «M 
Tqv^nac gemeinechaftlicli a/afgefundepea Koophea mid KaDst-Er- 
seogiuM.e an« dep Höhlen Südfrankr^ipk» einsendet, erinnert er 
n0chinaU , daU er erklärt habe , die Im nämlicbcin Hdhlenciehlaairao 
beiaammengelegeiien Knochen von Menschen und Thieren seye« 
gUtcb a,lt , folglich jene ausgestorbenen Tbierarten erst naeh &- 
schalfong des Menschen versch wanden , aber nur jene Tfaier Bost« 
seyen „fQSsil",. welche Tor dieser letatern Periode ran der Erde 
amhnllt worden. Der lUnsch s^jre also irorhanden gewesen swar 
nach Absetsnng der regebnäTsigen Tertiär - Schichten , aber dock 
scholl zut Zelt der Bildung Toa Bvciuanb's DiluTiun. 



M. J.'Bbvavx: über die fossilen Men9«bonknocheB 
Fon DwrfQurt {U temp^. 1890, IQ- Juili R. sagt, er habe die 
Grotte beim Porft»- llur/oart ' im Gord-Dipt* \%t^ fast onmittel* 
harbeiihref Entdeckung besucht [ er we|l>i daher nicht, daTs sie 
schon längst unter dem Namen „Grotte des worf««'' bekannt, und 
schon von d'Hombbe ^irkas in der ,ß%bUotheque univeraelk de 
Gen^e, und 1824 von Mabcbi. de Sbbbbs in den M^moireß de la 
SoeiM lAnn, de Paris^* beschrieben worden , der sie 1818 besucht 
hatte.]. Er beschreibt sie [ unvollständiger als es beide vorige 
gethan, und veriÄth aufserdem grpfoe Unbnnde in der fre|it^eB 
Geognosie und Literatur], indem er e. B. sagt, sie seye in einem 
dem Übergangskalke untergeordneten Jurakalk eingeschlossen, 
und die in ihr gefundenen au einer Breccie verkitteten Knochen 
seyen gewifs weit jugendlicher , als jener Kalk , wodurch er Mak- 
.CBL BB Sbbbbs Meinung, als gebe es Menschenknochen gleich- 
zeitigen Ursprungs mit dem sie umschlicfsenden „sekundären oder 
diluvischen" Kalke zu widerlegen, endlich auch aufser Zweifel 
gesetzt zu hab^n glaube die von demselben in obigem Briefe bo* 
hauptete „Nichtexisten» fossilci* Menschengdbeine ans der Zeit 
der Sündflutb/^ Diei Menschenknoehen seyen wohl erhalten, oft 
ganze Schädel noch mit Zähnen, aber auch in Gesellschaft von 
Gebeinen von Wölfen und Füchsen [?], und weitro Nach- 
grabungen wurden wahrsdieinlich auch solche von Bären, Fan- 
thern, Schakals u. s. w. entdedien lassen*^ [9]. 



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351 



! 



Marcbi. SB SBRBB9: über'^Aie in gewiaten Hlililen 
Sudfrankreieha entdeekten^ McnsclicnlEiiochen, welche 
in gleiclien SchlamiiiBcIliehten mit bisher als ante- 
dlluTianisch oder fossil betrachteten Thier-Arten 
Torkommen ( Jotimal de OiologU I, 1830. ert. 184 — 191.) Der 
Vf. yenrahrt sich gegen die im yorhergehenden Aufsätze enthal- 
tenen unrichtigen Beschuldigungen nnd Irrthümer, befnft sich 
darauf, dafs er die Knochen der Hohle Ton Durfourt selbst nie 
in gleiches Alter mit jenen Ton Bize u. s. w. gesetzt habe, die 
Ailalyse habe ihm vielmehr noch 0,28 Wasser und organische 
Materie darin erkennen ^ lassen,, aneh sejen keine Reste ausge- 
starbeoer Thier->Arten damit vorgekommen, und was.R. Kno- 
chen von Füchsen und Wölfen nenne, rühr« Ton Hunden her; 
die Nachgrabungen «eyon ea Ende gediehen und daher keine 
Bären, Panther u* s. w. mehr zu erwarten. Es bleibe daher 
in vorigem Aufsätze nichts übrig, was seine eigenen Beobach- 
tungen über diese oder über irgend eine andre Höhle wider* 
legte. Ja er habe ausdrucklich sogar die Reste ausgestorbener 
'Arten, welche sich mit den Menschenresten gefunden, alfe nicht 
rochi^ „fossil^' erklärt, sondern nur jene, die älter sejen. Seit- 
dem aber habe auch BKAintnLB gezeigt, dafs in geschichtlicher 
Zeit aufser dem erst vor 200 Jahren entdeckten Dronte noch 
2 Krokodil- Arten entweder gänzlich von der Erde verschwun- 
den, oder wenigstens aus manchen Strecken ganz vertilgt worden 
seyen; denn zu zwei Ägyptischen Krokodil - Mumien seyen die 
Ojriginalien jetzt gänzlich unbekannt. 



JmuA 1i^ FoirrBiiBLKB : Note "über ein menschliches 
Fossil ans einem T'ravertino bei Murtrea-de-Feyre, wel- 
ches der Akademie am 3. Mai 1880 Torgelegt wor- 
den (Fte. bvll. sc. not. 1880 ; JtUn , XXL 308 — 309). Das Geschicht- 
liche der Entdeckung ist schon früher (Jahrg. 1830. S. 361.) be- 
richtet worden. F. erstattet nunmehr auch Bericht deshalb an 
die Französische Akademie , fügt nach einer Analyse da&. Resultat 
Bejlvart's zu der bereits erwähnten von Aubbboibr hinzu, wor- 
nach von thieriseher Materie und Eisenoxyd nur Spuren, im Üb- 
rigen aber etwas mehr kohlensaurer als phosphorsaurer Kalk 
vorkäme, urid hebt noch insbesondre die Bemerkung der Cofilmis- 
sion von Ctermont-Ferronci heraus,^ dafs nach den Veränderungen 
im Laufe des ^tlier-Flusses di^ Meiischenrsste an dev erwähnten 



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1 



352 

Stelle nicht wohl über 200Q Jahr« gelegen «eyn könnten. Er 
'•chlierit mit der Bemerknng , dafe der phptphorsaare Ralk C 0,458 
nach Brat ART, 0,56 nach Avbmroibb) imnier noch einen sehr an- 
sehnlichen nnd wesentlichen Character dieser Knochen bilde, und 
daher in aweifethaften Fällen wohl als Kriteriuiii gebraucht wer- 
den durfte. 



FAl. Robert: über die fossilen Knochen der Ge- 
gend Ton CuMoe in der Gemeinde Polignae, Haute -Loire. 
Cdnn, d. L Soe, d'Agrie, Sciene* Arts e\ Comm, du Puy =- Ann. de 
VAuvtrgne 1830. ///. 385 — 406, im Ansenge.) Im Thale von 
Ousac findet^ man unter den Basaltströmen folgende ~ Gebirge- 
Schichten Ton dem Urgebirge aufwärts : Mergel ohne fossile Reste 
mit späthigem Kalk, nnd auf den Klüften mit schönen Kalk- 
Krystallen, nach des Vfs. Ansicht, die älteste Snfswasser- For- 
mation iet Gegend; -^ lehmige. Mergel, 2'~3' mächtig, mit 
Glimmerschnppchen , Qnara -t£ömern , vulkanischer Asche, Ba- 
salt - Trümmern nnd Gras- Abdrucken, welche daher wahrBcbein- 
lich meist den Pflanzenboden daselbst gebildet haben , und g^nae 
Skelette von unbekannten Hirschen und Auerochaen, Kno- 
chen Ton Antilopen, Reihern und Palm ipe den enthalten; 
~ Bänke Tulkanischen Sandes, 2-^3 Meter mächtig , mit kleinen 
Basalt- und Granit - Besten , voll fast immer sertrammerten Ge- 
beinen von Wiederkäuern und Dickhäutern; — härteve 
AlluTionen aus Tulkanischem Sand und grofsen nicht abferamfo- 
ten Basalt- und Granit-Blöcken, ans Eisen - Hydrat - Kogela imd 
einigen Knochen, die vor der üinschliefsung eine Zeitlang an dLer 
liuft gelegen zu haben scheinen : alles dieses* durch Eisenoxyd ▼ev- 
kittet, nnd wechsellagernd und bedeckt mit Bänken eisenschunal- 
gen Sandes ; Reste ^s gemeinen Hirsches, des £ 1 e n n s «ad 
.Damhirsches und einer den Auerochsen an Gröfse weit 
treffenden Pchsen-Art kommen darin Tor; die 
Mächtigkeit dieses Gliedes scheint bis über 20' zu steigen. S«i- 
wärts der Altuvionen kommen einige' Süfswasserschicfaten ▼•r: 
Thonbreccien mit Eisenhydrat -Gebden, kieselige Mergel iis K*- 
gelform mit Itendriten, ^ Tulkanische Brcccien oder Tufie, 
Schlacken mit vulkanischer Asche Tjcrkittdt nnd mit Thon g«. 
mengt, und zu oberst einige basaltische Lava- Ströme mit Ifei^ 
gung znr Säulenbildung. Die mit der Lava, in Beruhrang «tols«^ 
-den Aschen haben die Farbe und Festigkeit der Ziegeln ""fertno^ 



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353 

nsem. Hin und wieder an tiefen Stellen findet noian an der Ober- 
fläche aemtreute Knochenreste an« sentortea Schiebten der be- 
seiehneten Arten. Der bisher gefnndenen fossilen Arten, worun- 
ter keine Ranbthiere bemerkt werden » so wie auch keine benag* 
ten Knochen Torkommen, sind 14, nnd diese Verhältnisse , so wie 
die Ablagerang eines Theiles derselben in ganzen Skeletten, deu- 
ten auf andre Verhältnisse , die ihren Untergang herbeigeführt . 
haben müssen , als bei den Knoohen' von St. Privat d'AUier Statt 
gehabt hatten. — 1. Elephas pr.imigenins, analog der Art 
mit breiten Zahaleisten Tön Auvergne, MimipeÜier nnd Romag^ 
nano. -^ 2. Rh-inoceros leptorhinas, oder Tielmehr Rh. 
elatns Crois. et Job.; ein mittler Mittel handknoclien nnd ein 
Caicanenm. — 3. Tapir ArTernensis, etwas kleiner als der 
Ton iuotre, — 4. EquusAdamiticas, von den Dimensionen 
wie in Auvergne, — 5. GerYos (Anoglochis) $olilhaca|l 
n. sp. hat drei ganze Skelette in den lehmigen Mergeln geliefert, 
woTon jedoch zwei durchs Wasser grofsentbeils wieder entfii]}rt 
worden sind. Bine fast Tollständige linke Stange von 1« Länge 
hat 2 Sprossen., wovon eine 1' hoch über der Rose, nach Tom 
gekehrt ist; die Stange ist bis dahin stielrnnd, weiter hinauf 
platt; nnterhalb dieser Abplattung nach hinten gerichtet befin- 
det sich der andre Sprossen , und die Spitze der Stange ist etwas 
einwärts gekehrt Über der Rose* hat sie 0'*087 Durchmesser von 
Torn nach hinten und t)»240 Umfang , unter dem zweiten Spros- 
sen ist sie 0,»190 breit und O^^Ofid dick; beide Sprossen stehen 
0,"*275 auseinander. Diese Stange hat allein Ahnlichheit mit der 
▼on C. Cnsanus Ca. Job; ist aber über dreimal so grofs Der 
Radius, ein Metatarsius u. a. Knochen vom Laufe sind mindestens- 
Ton der Grolse, wie beim £lenn' und dabei dicker; der Unter- 
theil eines Metacarpius hat Oj^^OSS Queerdurchmesser , seine Länge 
ist 0,ai5 (beim Elena 0,305). Der untre Theil hat, wie deutli- 
cher noch am Metatarsius, nnniittelbar über dem Gelenkkopfe 
^^ne Eintiefung in dem gerundeten Queerkanal, der hauptiäcfa- 
lich durch einen vorstehenden ebenfalls queercn Ring am untern 
Ende des Knochens gebildet Wird , und bei allen aBde|*n Hirsch- 
arten zu fehlen scheint. Die Länge der- Phalangen ist wie bei 
der folgenden Art; doch sind sie etwas dicker, r- 6. C. (Cata- 
glochis) Dama Folignacus lag, als vollständiges Skelett 
erhalten, unmittelbar neben dem vorigen, und hatte schon abge- 
nutzte Zähne. Das Oeweihe hat fast dieselben Dimensionen, 
ist aber in y^ der Hohe etwas bretter, bei einer Dieke Ton0""038» 
J. 1832^ 23 



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354 

niMl hatteiin dieaer Gegend mehiefe klei«« Cilile«, wie det Da»- 
hiricb. Das obre Drittheil «telll eise gror«e 9pit«e oIib9 weÜM« 
Z^eVea dar. Vnnttdlbar über der Reee iet ein eiaaiger, gtafeer 
AiigeproMe. Jeaer Eing an dea MitlelliaBd- aad Bfitlelfiüe-KBar 
eliea fehlt. Die 6 nntom Mahlaihae neiiiBea, itfie im £1«mi« 
ei^e 0"*160 lange Linie ein. ' Der Qneerdnrchmeeeer dee nute» 
Hameriie-Kopfea iet aber etarker» s 0*^064, dee uatem Radiv 
Hepfese=0,«068. Der M etachrpiua iet O^^Zkü, die 'nbia ««4«, 
der Femor 0,'»410, der Metatareine 0»"845 lang. •-* T Nieht v«ii 
davon iiain ein voUetandige« Skelett einen kleineren Hiveeliea 
ebenfalU i«i lehmigen Mergel Tor, mitgans ahaUelmm Geweiba, 
aber Ohne die kleinen Sprossen in ^ Hohe. Am stärksten iai es 
mklist der Abplattung nach aoTsen gekrämmt. Die Lange im. g%- 
rader Richtang ist 0,»570; der grölkte Durchmesser ▼«n yqoi 
naeh hinten ist nur O,«>O60, über der Reee nnr (K»aa6. Atte 
Z^hne waren Keransi doch minder abgenutat, als an Toriger Art 
Die Dimensionen sind ungefähr wie an der Edelhivsehfcuh t die 
Tibia s. B. hatte Q,^%t» Lftnge. — S. C. (Calagl.) EUplins 
hat in den AUuvionen und im eisensGhässigen Sao^e eine Stange 
mit avei Sprossen tiinterlassea ; einem unmittelbar über der JRose, 
uiid eifiem etwas hoher« Andre Haste sind nicht TorgekoiiimeB.— 
9. Ebendaselbst haben sich Geweihe wie vom Damhirach oder 
fUenn gefunden« die viel .abgeplatteter waren, als an 5 and ^ 
Em dazu gehöriger rechter Metatarsius hatto aa 0t>*9S7 Lftnge^ 
am ob()m Kopfe 0,n047 Queerdurchmessert 0,HK^7 am untem 
Kopfe. Ein Untortheil eines Ufetaearptus hatte O.nOfiS Qaeer- 
d^rohmasser (beim Elena nur 0,»0€0). — 10. 11. Hiraeke iwn 
ViaUtte. Vor diesem Orte «ndet man an der JNoi^kntte des Yul* 
kans ron fanou Hirschgebeine im Feld umhefgestrent , ealai^iw- 
cbend denen einer mitflerea und einer kleineu Art vou lisosnsi 
doch sind es nnr Trümmer. — 12. Bos Telaunue hat eiaigs 
Qebeine. bei Rßgard hinterlassen, viel grdfser al^ din den Aoev- 
ochsen^ -^ 13. Bos Urus: ein ganaee Skelett von -hohem Baa, 
in deq lehmigen Mergeln. «- 14. Antilopo, ein 0,«m laager 
]l|etaeai*pia[b, vielleicht auch einem kleiiien €k;hsbn angchöiig. 



E. EiCKw^i^ni Fossile Wirbelthiere in Rasaiaefc 
Palen <fiieHWAiin: Matnrhistor. Sfcizse von Ltt&miea, ntkf- 
nUn und Modelten. Wüna, 1880; 4». S. 238--2SS.). Max fadel 
gvorse versteinte Qaumenstücke , denen des Anarrhiciia« la- 

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] 



865 

pH« fthnUeh bei Kremtnet im Tertiir^birge. ~ Hai-Ealme, 
•ft eiDi^ Zolle grof«, «inil im Fo^nuehen Feueratein und im asf- 
gmehwemmten Boden Lithauen» und FMifniena enthalten. -^ Vom 
Pferde derVorwetl findet man selten, in Podolien viel häofigper 
sehv grofie Backenzalme, deren Krone ober 1" im Quadrat iialt* 
«nd deren Hdlie bis 21^'' betragt. An eii^em Hinterhaupttbeile « 
ia Ppdoli^a gefunden , hat man folgende Vertohiedenheiten ron 
dem des lebenden Pferdes beobaehtet: er ist am Qneerdarchmeiser 
▼anngltch dei^ocbbeingegend weit breiter and dicker; der Joch- 
bogen ist viel dicdcer and vorstellender, daher die Jochbeingrabe 
viel grolVer, aber aaeh der Oberscbadel zwischen beiden Joch* 
beinen breiter, and gewölbter, and daher die SchSdelhöhle ver- 
hAltnifsmäiTsig gröfser. Die Gelenkgrabe fär den Unterkiefer ist 
im Jochbein fortsatse viel tiefer and breiter, was auf ^öfsre 
Starke des Gebisses deutet. Der Keilbeinkörper ist kärzer aber 
^dicker, der stielformige Fortsats des Hinterhauptbeines breiter, 
stärker, aber koner. Zum Ansatz des starken Nack^nbandes am 
Himterbaapt ist eine sehr breito und tiefe Fnrche an der Stelle 
der schmalen, senkrecht herablanf enden Leiste beim lebenden 
Pferde. Die beiden Hinterbaupts-Höcker. sind minder vorspringend« 
aber brtst, dick, and unten viel näher beisammen. — Die dreL 
Provinzen enthalten Überbleibsel von Lophiodonten, Ma- 
st odotaten and Elephanten. Backenzahne von Laphio- 
don (ähnlich Gut. Oss.^ Tapirs tb. Till. fig. 4.), 8%'' lang and 
tiber'S'' breit, sind am seltensten und gewöhnlich onr inPodolten 
Torgekommen. — ^ • Von Maetodon findet man häafigre Aeste, 
naweilea' ganze IJnterkinnladen von mehr als 1' Länge , der Tor" 
dere Backenzahn mit % undeutlichen, der hintre mit S «tampf 
ntaenfdrmigon Spitzen verseilen , welehe bei der Abnatzaagf eine 
fast Kleebiattr'förmige nnd an andern Zahnen zuletzt runde Flache 
hintearllissea. Diese Art ist offenbar von M. angustidena so 
nehr vencbiedey , als ne sich dem M. Ohioticum nähert»-* 
Von £lephas pygmaeus Fiscn. hat man voriges Jahr eiüen 
Backenzahn and mebrere Fafsknochen . an der fVilin hei Wüna 
aasgegraben« und ihn auch in andern Gegenden hühauens gofun-«' 
den; von E. primigenius haben die drei Provinzen, nament- 
lich nächst den grofsen Flüssen , eine Unterkinnlade mit den Bak- 
' kenzähnen, Kn^^^®>^ ^er Extremitäten, und sehr langli last halb- 
zirkelförmig gebogene Stofszähne geliefert. £. periboletes 
FisoH. scheint seltener zu seyn , doch hat man in Podolien mehr- 
mala ganze Ober- aud Unter- Kiefer mit den charakteristi. 
sdhen Backentähnen gefunden. Der tertiäre Mnechelswid von Skit- 



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856 ' 

kawce hat %*' langte» fast haardünne flnoehen mit aögeschvoi- 
lenen Enden, 2'^ lange Röhrenknochen eines kleinen Sangetbiers 
nnd den Kopf des Ellenbogenbeines eines Fuchs- artigen Thieres 
geliefert. — Hirsche gibt es jetzt nirgend mehr, doch findet 
man nicht selten noch siemlich starke Hirsch-Geweihe im Walde 
Ton 0ta2oii7e«Aa, woselbst 60 -~ 70jährige Lente sich erinnern in 
ihrer Jugend Hirsche selbst gesehen zu haben. Im Anfange des\ 
80jährigen Krieges sollen sie aus "Preufsen ' hieher gekommen-, 
später aber wieder ron den Wolfen dahin zurückgetrieben wor- 
den seyn. Jene Gedeihe sind theils fossil und Verkalkt, theiU 
neuer: beide einander ähnlich; die Tom Slutseh in f^oikynien ha- 
ben die drei untern Enden sehr lang. Endlich gräbt man 2 El- 
len lange kolossale Geweihe aus, welche denen des CerTiie' 
giganteus ähnlich sind, aber die zwei untern «ehr langen En- 
den sind gerade, die Schaufel ist länger und weit schmäler, ad 
dem äufsern Rande mit 4 fingerlangen Enden , derci^ letztes an 
der Spitze zweitheilig ist, und das obere Ende der Schaufel iat 
selbst dreiiingerig getheilt. -* Lithauen lieferte iauch fossile Rno- 
•hen von Bos primigenius (1 atifron s Fisch.), namentUeh 
den Hintertheil des breiten Schädels mit den langen dicken, aber 
stark zusamobengedruckten Hörnern, welche an der Grundfläche 
9^' ¥on einander entfernt nnd sehr yerlängert sind. Der 'Bd's 
urns kommt lebend nur noch einzig im Walde tou BitdomeiHm 
Tor, und ist auf der Titel -Tafel abgebildet Ihre ganze genau 
abgezählte Anzahl in jenem Walde betrug 1828 wieder fiM, ob- 
schon sie 8 Jahre früher nur halb so grofs gewesen, und in ei- 
nem 1 Werst nordöstlich entlegenen Wäldchen leben noch 30 <— 
40 andre.' Im Jahre 1752 wurden auf einer von König Ausist 
▼eranstalteten Jagd in diesem Walde 42 Auer, IS Elenne und 2 
Rehe geschossen. Der schwerste Auer wog 14^^ Centn., das 
schwerste Elenn 9% Centn. Die von Bojan^s bei der Aner- 
Knh gefundenen 13 Rippen scheinen nur individuelle Eigenthnm- 
lichkeit gewesen zu seyn, indem eine andre seitdem geschossene 
Ktih, wie der Haus-Ochse, deren 14 hatte. In einigen Distrikten je- 
nes Waldes leben auch viele Wölfe (1829 wurden in* 3 Moniten de- 
ren 36 geschossen , nachdem die Wölfe in Folge längere Zeit nn- 
terbliebener Jagd 54^ Auer in 2 Jahren zerrissen hatten), Bären, 
Wildschweine, Elenne, Rehe u. s. w. 



Notiz über die Kih>chen-Reste von Big- hont -Uck^ 
Kentucky (StLum, jimer. Joum. 1830; FXUI. 139—141). Ein Unge- 

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, 35T 

nannter meldet von dieBem an foisilen Knochen so reichen 0;*te, 
welcher 20 Engl. STeilen SW. Ton Cincinnati and 2 vom Ohio ent- 
fernt liegt, dafs atn vielen weichen Stellen des Bodens Sals- und 
SSchwefel-haltigo Quellen hervor dringen y dieser aber übrigens 
hart 4ind trocken ist. Einige Ruthen weit um diese Quellen her 
kommt wegen zu^ grofsen Salzgehaltes, des Bodens keine Yegeta- 
tion auf 5 doch ist eine ehemalige Saline hier aufgegeben worden. 
Zur Zeit der ersten Bevölkerung dieser Gegend zog eine Menge 
^ von Thieren nach den Quellen. Grofs, wie die Wege einer Haupt- 
stadt erstreckten sich ihre Wechsel mehrere Meilen in die Runde. 
Viele kamen im Schlamme versinkend um, andre indem sie käm- 
pfend sich gegenseitig zu verdrängen suchten, noch andre, da 
sie die Beute von Raubth leren wurden : die Stelle glich einem ' 
Schlachthaase, daher man jetzt nirgend einige Fufs tief graben 
kann., ohne auf ihre Knochenreste zu treffen ; doch sind die mei- 
sten darunter von Büffeln. An der Ostseite eines Bächlein» 
nächst der Haupt«|uelle liegen sie 3^ — 11' tief, je nachdem die 
Oberfläche des Bodens steigt oder sinkt, unter fester und trock- 
ener Erde: alle horizontal in einer horizontalen Schichte, wefs- 
halb man nicht. annehmen kann, dafs sie dorthin versunken seyen, 
— sondern jene Schichte bildete einst die ebene Thalsohle, und 
wurde später von Schuttland bedeckt , ohne selbst eine Yerände- 
^rnng zu erleiden, mithin in Folge einer Überschwemmung. Seit- 
her haben sich keine Knochen meht dort angehäuft : oder sie ste- 
hen vielmehr in keinem zur Vergleichung geeigneten Verhält- 
nisse zu den früheren,, woraus man wieder auf eine jetzt ungleich 
4M:hwächre Thierbevolkerung der Gegend schliefsen darf, — so 
wie der guterhaltene Zustand vieler Knochen auf einen späteren 
Rückzug des Wassers ans dem Miasisaippi -ThaXe deutet, als der- 
selbe in den Atlantischen Staaten Statt gefunden. -- Auf der an- 
dern höhern Seite des Bächleins liegen die Knochen ungeschich- 
left und in Terschiedenen Tiefen durcheinander , was auf eine ver- 
schiedene Begebenheit hinweiset» Der Salzgehalt des Bodens' 
scheint viel zu Erhaltung der Knochen beizutragen; %ach sind 
manche jetzt gänzlich versteinert. Noch hat man nur einen höchst 
unbedeutenden Antheil dieser Erde nach Knochen durchsucht. 
'Capt. PAiiiNBL,'der fiigenthämer des dortigen Wirthshauses , ver- 
fichert in , einem 8' tiefen, 6' im Quadrate haltenden Räume 32 
Mablzähne von Mastodonten und El ep hauten gefunden zu 
hjAben , wovon einer 14 Pfund gewogen. 



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858 . 

Makobk DB Sb&bbs: aber die TerschicdeneB Überreste 
Ton Mattodoffl angnstideaB, die man neaerlicli in 
rerschiedenen Gegenden Fronkraehs and in8betli.ndre 
um Mwtpetlier gefunden hat. {Mimt. d. L SoeUtd Iöhh. 4t 
Pari» (1825); lY 880 — 416.) Das 'Gebilde der Meeres -An- 
■chwemmuDgen oder alten All qt Ionen um Mcmtpellier ist sandiger 
Art, bestehend aus Qaars, Kalk and Eisenoxyd, bald lose ge» 
mengt, bald au festem Gesteine rerbanden. Ostxea cvassis- 
sima Las., aafsen and innen mit Balanen bedeckt, bildet ror- 
ichiedene' Bänke darin. Fossile Knochen finden «ich, yoa 20 M. 
Tiefe an, immer minder hanfig, je weiter gegen Tage. Die 
Schichte insbesondre, welche hinter der Citadelle die Pachy- 
dermen- Reste enthält» i«t ein gelber kalkig -kieseliger Sand, 
t M. mächtig , 16 M. bis IS M. über dem Meeresspiegel , liegt 
Bwischen andern Sandschichten ond amsehlieTst jene Aastem 
nebst Kernen von Yenas, Lntraria, Teilina, Donax, So- 
len nnd Amphidesma. — Die aafgefandenen Reste Toa Ma- 
• todon angastidens bestehen- in awei Baekenxähiion, woaa 
CimiSTQft jn neuester Zeit noch einige andre mehr abgenntale ge- 
sellet hat , und in etwa 20 anderen Knocheostäcken. £iner jeser 
Zähne ist ein hintrer Baekensahn des rechten Unterkiefers; or be* 
sitataaf der Krone 15 anregelmäfsig kegelförmige Höcker, welche 
immer je drei nebeneinander, in fünf Reihen hintereinander ste- 
hen, und an welchen dreien immer der mittle der kleinste ist. 
Horizontal gemessen hat der Zahn die Gestalt eines nnregeimas* 
sigen Parallelogrammes, dessen . Länge ^0»200, dessen grufste 
Breite 0,095 nnd dessen geringste Breite bei den 2 TordervCen 
Höckern 0,061 ist. Der andre Zahn (Cvv. Oss. Y. ii. 497.) ist 
ebenfalls ein hinterer aas dem linken Unterkiefer, besitst 10 
Höcker in 6 hintereinanderstehenden Reihen , und hat 0>a240 Länge 
anf nur 0,064 : 0,074 : 0,060 Breite in der Mitte, am hinteren und 
am vorderen ' Ende ; er ist stärker abgenutst, als dsfr erste, und 
Beigt, wie manchfaltigen Form-Abänderangen sumal (die Kau- 
lläcben ^r Zähne dieses Thiergeschlechtes im Yerlaufe ihrer AV*- 
nutzung unterworfen sind, indeoi an die Stelle jedes Kegels sn«^ 
erst eine rundliche Fläche tritt, die sich naphher Tergröfserti, 
jedoch bald mehr nach dieser bald nach jener Seite aasgedelmt 
wird, bis je d. dieser Flächen in eine Kleeblfttt- förmige Fücho 
suAammenschmelzen , und endlich . selbst die Yertiefungen awi- 
schen je 2 Queerreihen jeher 'Höcker sidi uaoebneii. — Un- 
ter den übrigen' Knochen - Restea , welche alle 0,036 — 0,080 
Dicke haben, scheinen voniukominen: das Obweade eines Gu- 



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SSO 

bitoftt, wonA jedoch nach oben eine grofse Hoble befindlieliUt, 
welche sich aicht deuten läfst ; ferner Ewei Uiiterkiefenitäcbe ; 
vwfii Darmbein • Stacke, ein schwammiges nicht näher bestinm- 
barea Knocheastüek, Trümmer noch mehrerer Backenzähne o. s. 
w. -^ Nach BAbABD's Untersuchungen haben diese Mastodon- 
^este folgende chemische Zusammensetaung : 

Zahnwurzel. Knochen. 
Wasser u|id organische Materie 0^§ 0,(nO 

Kohlensaurer Kalk 0,125 0,140 

PhoRphors. Kalk mit EisCnoxyd 0,795 0,795 

Kohlensaure Talk^rde , eine SpUr. 

Verkist *.......... 0,00» 0,005 

1,000 1,000 

Orgahlsche Materie ist im Schmels der Zähne went^f , al« 
in der Knochensubstanis derselben, Eisenoxyd in den Knochen 
weniger als in den Zähnen, flufssaurer Kalk in den Knochen 
wen%, in den Zähnen wohl keiner. Kieselerde kommt etwas in 
den ICnochen vor. Der Sand, worin diese fossilen Reste liegen, 
enthält keine Sptt^ von Talkerde. <- TTill man annehmen , diese 
Thierart habe einst in' der Gegend von MontpiÜier gelebt, so 
.Irdmmt di^ Beobachtung zu Statten, dafs dieselbe nach y, HvM- 
BOLDT auch zu Santa, Fe zwar in einer riel geringeren Breite, 
aber auch in einer Höhe von 2500 Meter über, dem Meeresspie^ 
gel, also in einer Region existirte, welche mit ersterer Gegend 
ungefähr gleiche Temperatur besitzt. Will man dagegen anneh- 
men , diese Reste seyen von Weitem herbeigeschwemmt worden, 
09 spricht dafür die grofse Zersetzung und Zerträmmerung der- 
•elben, ihre Ablagerung zwischen und unter Überbleibseln voh 
Getaceen, Aastem u- a. Konchylien, ihr Bedei^tseyn von daran- 
gewachsenen palanen. Und da aufserdem die Trümmer von M. 
angustideiis noeh in Alluvionen <bei Dm^mstadt^ in Pkmont^ 
und in l^anfcretcA: .bei Ltjon im Rhone "Thal (Bauub et Dvoaz)^ 
bai Triwmxy bei Avamy (Wr-sf CAsr), bei Außh {Dipt, du Gets), 
hei GitMM, hei ^morPt (Ger»), bei Sarriac, ira.Ger^-Thal (Httu^ 
tm PffrMe»} und (im D^t. des Landes) bei Bordeaux, Sorty Dax, 
häksume und doMnau ( nach Jouannbt ) gefanden worden sind » 
•o kann'raanattnebmeB, der Strom, welcher sie herbeigeschwemmt, 
kahe sich awisdk'eii dem 48'' und 50^ N. B. und nach diesen Pa- 
mllelen bewegt 9 ^b aber aus Osten oder aus Westen, läfst sich 
uicfat erkannen. 



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Nachtrag, (a. a. O. 1826; V. 402—464) Man hat in 
Sand^hichten mit Aasterbänken (>0. andata Lah.) und Fiach- 
x&hnen za Soret bei MontpeUier ättfier einem Wirbel und Mfta- 
• carpas «ach noch einen^Femur gefunden, hatb mit kohlem. Kalk 
durchdrungen, 0,910 lang, dem Ton CuTinä abgebildeten (l./tf. 
lY. fig. 6. 7.) sehr ähnlich, doch Ton' andern Proportionen wad 
mit andrer Bichtong der lanhen •Linie. 



J: D. 6onxAi94 Beschreibung des Zungenbeins Tom 
Mastodon ( Journal of the Aead., of natur. f ctenc. of Philad dpM a 
IV.M. s FiB. huU. 8e. not. IS&O. Juü. pi 100—101). IKesea 
Zungenbein gehört zum schönen Skelette yon Pküaddphia. G. 
beschreibt daTon den Körper, ein kleines Hörn nnd einen Anhang, 
Welcher aber das grofse Hörn ist. Der Körper ist stark nnd dick, 
Tom kouTez , hinten koncav , yorn mit Muskel - Eindrucken , re- 
gelmäfsig, an beiden (Gelenk-) Enden Terdickt. Länge über die 
Convexität =r 4%'', Höhe in der Mitte == 1%", Breite etwaa 
stärker. Das grofse Hörn hat V* Länge und ist aufsen konyez, 
in der Mitte Tiel danner, als an den Enden, wovon das yordre 
eine runzliche Gelenkfläche hat, das hintre aber eine Tuberosität 
bildet. Das kleine Hom (styloideus) ist länger' and schlanker« 
nnd etwas über 8^' lang. 



Wbiss: über die fossilen Elephanten^-Reste ana 
der^l>)ähe Berlitu. (Karstbk'b Archiv f. Min. etc. 1829; L 2. 
S. 392 — 899.) Im Dezember 1828 wurden vor Berlin auf dem 
Kreutzberge in 60' Tiefe die Spitzen zweier ganz parallel toebe»- 
einandergelegenen Stofszähne beim Brunnengvaben beobachte^, 
und bis auf einige Bruchs tucko zerstört. Sie lagen in Sand, der 
Ton einem Thonlager bedeckt wird. Da die regelmäfsige Lage 
dieser Zähne- vermuthen läfst , dafs der ganze Schädel und viel- 
leicht das ganze Skelett dort noch zu finden seya dürfte, so sol- 
len neue Nachgrabungen Tcranstaltet werden. -^ loK J. 1812 wor« 
denjn der Sandgrube vor dem Cottlnuaer Thore der Schenkel- 
und der Oberarm* Knochen eines Elephanten gefunden, weicher 
dann 1820 ins naturhisforische Museum geschenkt worden. Die- 
ser Punkt Hegt gleich dem vorigen hart am südlichea Bande des 



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MI 

^r«e*Thales. Im J. 1814 wnrde eia andrer StofaialiB xa RMen- 
imrf In mit, kleinen Kalkileuieji genMMigtem Boden über Kalkge- 
birge in 12^ Teufe gefunden. Ahnlichee Vorkommen in der Nahe 
▼on JB«r2m iet noch Ton Miittdbder^y Aftttenwafde , IVvMm und 
besondere tob Potwdam bekannt, woeelbst aneb 1822 im Bwftik- 
Bette die Hörner eine« Stieres vorgekommen.' Der fossile Bak- 
kenubn eines £lepbanten hatte sn Polsdam dreifslg Jahre 'lang 
als Pflasterstein gedient, und ist jetst in's Berliner Museum ge- 
kommen. -«- Reste von Mastodon, yom Afrikanischen 
Elephanten, und von Rhinoceros sind um &rlmnecfa niclit 
gefunden worden. 



Yam Rbhssslasb: über den fossilen Backensahn ei- 
nes Elephanten, welcher am Ufer des Erie-See's, und 
über das Mastitdon-Skelett, welches knralich im Oclo- 
ware- und Hu^mm-Kanai gefunden worden. (B* Sului. utfmerts. 
Joum. of ScUne, 1828; ApriL XIF, z. p. 31 ^ 83.). Der Zahn ward . 
beim Dorfe Beaverdam in der Grafschaft Eriß, 600^ über dem 
Spiegel des JSrte-Sees gefunden. Er ist 8|Ä'' lang, Syj" breit 
und bis 6'' hoch. Mit ^%" Länge hat er 13 Lagen von EmaU 
und 12 von Zäment , alle parallel ; die Felder der Kauflache 
sind in der Mitte etwas breiter, wodurch er sich Ton den ge- 
\wphalichen Zahnen spesifisch unterscheidet. Doch steht der 
Zahn denen der Sibirischen fossilen Art naher, als der Afrikani- 
schen. Dazu kommt, dafs dieser Elephantensahn unter allen. 
Amerikanischen am weitesten nördlich gefanden worden. — Ein 
andrer Zahn von MiddieUm (New Jeriey^ gekört nach Mitcaiu 
der Asiatischen lebenden, einer von der Ostköste von Maryland 
nach demselben der Afrikanischen lebenden Art an. Noch andre 
fossile ElephanCensähne ans den Tereinten Staaten sind beschrie- 
ben worden von Catbsbt, Duaytor, ToanBa, Jnmasoiv, Pxakb, 

MlTGHILL, HaYUBII, BaBTOII, STBAH«Bi, HAaLAR. 

Im Herbst 1827 wurde bei Grabung des Usfiivore'- umd SM- 
•oH'filanals ein gannes Skelett von Ma^todon gi gante um 
gefunden, woran Knochen ^ulid Zähne vortrefflich erhalten sind. 
Ein Theil ist bereiU nach der Stadt gebracht worden. Ein Stofs- 
zahn mifst 9'. Wenn Alles angekommen , soll das Skelett anfga- 
stellt werden. 



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Dr. G«muT: aber die sn WütgmuUrf bei ßpfttmi im 
SekUnem g^efandeneii fottilea Saagethier-Knockea. 
(KA«Tinui*8 ArdiiT ff. d. gesammte Natarlehte, XV. h. 1828, 8. 
1S6--1M.) Die 18Z7 — 18X8 aafgefandenen Kaochea siad tob 
Elephas primigenia», Boe and CerTae, meid Eeete der 
Extremittten, tob letsterem aber anch MheBerbalteae Gaweili- 
etiieke, wovea elaee am Stock 4f* Durebmemer) am oberea ab- 
gebrecbeneB finde V Breite bat, welcbee d^mnacb 8' lang aad 
breit gewesea aejn mafste. Ein anderes glich mebr den tob 
CroarvAa» besebriebeaen Rennthier-Greweihen. (Cvr. ose. IV. 8S.) 
Anch Fiscbknochen kommen damit Tor. Man findet die Kaochea 
ia Torf and Mergel, 10' — 12' tief, unter der Oberfläche. Za 
Oberst ist Wiesengrnnd mit Geschieben , dann 1' — 2' mächtiger 
reiner Sand , dann schwarze ^odererde 'ohne bitnminösen Gerach, 
daraaf Torf 6' — %* hoch , endlich weifsgraae Kalfcmergel. Durch 
den Torf setaen» gangartig angehäuft und in Sand eingehüllt, 
Honchjlien aus dem Cyclostoma- [Palodiaa-) Creschlechte, 
eigeBÜiche Lagerstätte aber prst im Her^l Ifet. 



GaoisBv and JoaaaT: über einen fossilen Hund ron 
4er Gri^fse des Fuchses. (Joum» de Giologki 1880. /. ». 
151 •• 155; t6. Vlhßg. 5. 8.^ Die Vff. haben in den ABsehvem- 
mnngen Ton Ntschen bei Itwire Theile eines Hundes gefuadea , 
welcher merklich grofser als der' Fuchs ist , tiod den sie später 
beschreiben wollen. Aber die Hnnds- Gebeine des Bergss^ ron 
Perrier unterscheiden sieb bis jetit ia Form und Orftfse nieht 
▼OB denen des Fuchses (gleich so fielen, woTon BuCimut^ B(0- 
. sami«i.ftBa, Gokbvüss, Crvina berichte«, tand welche ebeafUfo 
TOB denen 'des Fuchse« oder jenen dtos Wolfes nicht aatorsehle- 
den werden können). Dns ToUständigete, was sie ftoeh doToü «i^ 
halten, istt eine Elemlich ToUständige Hälfte des Oberkiefers 
( fig. 5.) und eine des Unterkiefers (fig. 8.). An erstrem eiad ^e, 
6 Backeaaähne Tollständig ; ihre Reihe nimmt 0*b055 ein» also etwas 
mehr als bei dtem gemeinen (0,058) aad dem dreifarbigea (t,868) 
Faebee, and so tIoI wie beim eehwairzett Fuehse AnurikoM (#^85) 
and beim Schakal (0,050— 0,060). Zwei noeh lose geftmdeae 
Häckeraähne sind ganz gestaltet wie der im Kiefer sitaeade, and 
der gröfsre ist eben so grofs, wie der bei BuoKKAnn (tb. VI. fig* 
14.). Ein Fleischlahn und dritter Mahlsahn sind ebenfalls wie 
jene im Kiefer gestaltet. Das Subo^ital-Iioch steht wie beim. 



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Fachte vor den Fleiidisabn-Wiineln. Aach der Uateriiiefer lie- 
fert nieht mehr KennBeicfaen: Ein eiliielaer, aelir obgeiiatsler 
Flekchfeahn, noch an einem Knocheniftöck eitnend, etimml äbrl- 
gen« mit dem de« Unterkiefer« uherein» welcher ven einem jim«' 
gen Indiiridaam ist, nnd den 2ten — &ten Mahliahn enthält. Vom 
Isten » 6ten and 7ten sieht man noch die Alveolen. Die Lange 
der Zahnreihe betrng 0,048 (heim gemeinen Fachs 0,042, heim 
•chwarien 0,045s heim Schakal 0,042—0,040.), und die Kinnlade 
selbst, irie die Zähne, lassen in ihrer Form nicht die leichteste 
Abweichung yon der der lebenden' Fuchse erkennen, fiben so wo» 
nig ein lose gefundener Schneidesahn, welcher indessen starker 
ist, als der von Cutuib (vol. IV. tk. 32.) allgebildete. Ein Astra- 
galns stimmt in Form and Gröfse YÖllig mit jenem bei Bvck-. 
t»A9v (tb. X. fig. 9. 10.} üLerein. 

Aber an« der Unmöglichkeit, die Gebeine dieser^ fossilen Art 
Ton denen noch lebender Arten an unterscheiden ^ kann, da die- 
selbe Unmöglichkeit auch für yiele lebende Arten unter sich Stat( 
findet, noch nicht gefolgert weMen, dafs die fossile mit einer le- 
benden identisch seye. 



B— i: der hohle Stein bei Brüon (Froaibp's Notizen, 
1830; XXVI, 54 — 55). Zwischen Cassel und Colin ^ oder genauer 
zwischen Bredlar und^ Brilon unfern dem Dorfe Rosenheck findet 

^ sich etwas seitwärts von der Strafse der .Eingang zu einer Hohle, 
der hohle Stein genannt, worin man Stalaktiten and, bei Nach- 
grabungen in technischer Absicht, Tide Knoohenreste , angeblich 
meistens vonCanis und Ursus, auch von. Menschen gefun- 
den, nebst einer messingnen Scheere? Diese Gegenstände finden 
sich meistens in den Händen des Baumeisters Stsinmbistse in ' 

'Meffcftede und des Ober -Inspektors Wolv in Ameherg. 



R. WAOMaa hielt in der Versammlung der Naturforscher in 
Heidelberg im September 1829 einen Vortrag über das Zusam- 
meiiTorkommen |Ton Nugethier- und Höhlenbär-Re- 
sten in der Gaiknreuiher Höhle. E« «ind ein Wirbelbein de« 
letstern, und Kiefer, ein Oberschenkel und Becken von Acvi- 
eola, welche er in einem und demselben Handstücke der dorti- 
gen Breccie von gleichem Alter nnd in gleichem Grade erhalten 



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iMisamlnen fand. .^ Da die fMeil^n Nagethier- Reste, gewöhnlich 
von den Knoicheh in der Gegend lebender Arten nicht oder nur 
nnhedelitend abweichen , da manche Nagethiere ohnehin in Höh- 
len nnd FelMpalten leben und sterben, niid noch täglich ihre 
Überbleibsel dort hinterlassen, endlich da nicht selten in^nenerer 
Zeit mai^Bherlei Thiere den Boden der Knochen- n. a. Hohlen 
aufgebrochen und umgewühlt und so, was %ber nifd unter dem^ 
•elben gelegen, durcheinander Terworfen haben , aoch Überrindnng 
von mancherlei Korpern in vielen Höhlen noch fortdauern oder 
doch lang fortgedauert haben, so bedarf es oft der gröfstea Vor- 
sicht, um über das Alter solcher Nagethier- Reste zu urtheilen. 
— Ähnlich auch beim Pferde: wie die lebenden Arten gut 
nach der Farbe, schwer nach dem Gerippe nnterschteden werden, 
so ist es auch noch nicht gelangen , am fossilen Pferde hinrei- 
chende Art- Merkmale aufzufinden, ohne dafs es defswegen mit 
der gemeinen lebenden Art identisch seyn mag. 



Kleine paläontologische Notizen. {BüUetm dß la 
Soc, giolog. de Franee L 1831.) Vau Hbbs erkennt an , dafs die 
Knochen von Schweinen, Pferden u. s. w. im Peteraherge bei 
Ma$tr%cht wirklich nicht in der Kreide, sondern in Schattland 
in Felsspalten dieser 'Gebirgsart liegen^ — Jaubson hat die aus 
Neuholland erhaltenen Knochen an CvVibb nach ParU gesendet , 
Pbmtkand sie untersacht, und darunter erkannt: Hypsiprjm-* 
uns, Thylacinus, Halmaturus zwei Arten, woron die 
eine gröfser, als das gröfste Käoguru, Phascolpmys und Ele - 
phas oder Mastodon; so dafs also nur eines dieser Geschlech- 
ter jetzt in NeuhoUand fremd ist. — ; Roullard macht in den 
.^^jietes de la SoeiiU Linnienne de Bordeaux^^ eine Abhandlung über 
die Sphaeruliten mit vielen Abbildungen bekannt, nachdem 
er scbon mehrere andere ( Ban|i Itl. und VI.) über denselben Ge- ' 
genatand vorangeschickt hat. Die Ichthyosarcolithen sind 
Ulm nur Birostern von langen Hipp uriten- Arten. Auch 
einige der von d'Oabignt zu Caprina gerechneten Fossilien 
^gehören znSphaerulites. Im C%orente - D^pt. kommen viele 
Nerineen und Trigonien mit den Ichthyosarcolithen 
vor in einem oolithischen Gestein, worin die sg. Roggenkörner 
ans Alveoliten, Milioliten und Melonien best^en n. 
s. w. — Obslonocuaiips vereinigt die Plagiostoma- Arten mit 
Lima in 4 Gruppen: J. Klappen ganzrandigi nicht Meisel-for- 

• DigitizedbyVjOOQlC 



mig zageichniUen i mit d<Matliclufr Lanola : (Iiiraa ^igmntea, 
L. lieteroniorBhB); B. Raaifor der Klappen batbüg geafthnt, 
LnBiiladtftttlich (L. toiilcata, Ik TariabilU, L. radiata^ 
L. ponctata)iC. Rander Meuel-fönoig sogeicbnitlen, Lani^la 
deatlicb (L. ellipticB> L. lucida«^ L. palchella, L. «ni- 
anrita, L. typoi*, L. laeTii, L. aemietriata); D. Rander 
bacbtig- winkelig, keine Lnnnla (L. alternäoe» |i. dapli- 
• ata, L. gibbo9a> h, exigua> — RomLLAirnliatdieJurakfilk- 
Höhlen von Aoacogiie« 6 Kilonoieter JNW. Ton l^arpcAe/oiieatii:. 
am rechten Ufer der Tardotre nntertneht, welche yiele Thier^ 
und Menechen - Knochen nnd KnniterzeugniMe enthalten. MeB- 
echen haben diese Hehlen zn Terechiedenea Zeiten bewohnt. 
Wölfe ans dem Walde der Bracanne haben dort ihren Aufenthalt 
gewählt, <— vielleicht auch ihre Beute und die Leichname Tom 
nahen Gottesacker von Rancogne dahin getragen; der Flnfi ist 
bei seinen Anschwellungen öfters in die Höhle übergetreten und 
bat eine Schlammlage darin hinterlaseen. — Bovmfia'und Bbl- 
TBASi wollen ihre Beobachtungen über die Höhle von Ua$at {ät^ 
rt^^e) bekannt machen. Sie hat einen sehr steilen Zugaag an d^r 
Bergwand (Übergangskalkgebirge) und nach, einem lialbstäadi- 
jgen Weg in ihr gelangt man an eine 60 Meter hohe Mauer von 
Felsblöcken, die nur mit Hülfe mehrerer Leitern an ersteigen 
ist, und findet nun Menschengebeine , Hanunelsknochen und Tö* 
pferwaare in einer Schichte inkrustirenden Kalkes, der sich dort 
noch über Granifsand absetat. 



IV. Verschie denes. 



J. £. AiBXANDBB: Notiaeai über den^ Inder^'See im 
Asiatischen Rufsland (Jahbs. JV. minh. Phü, Jawm, 18S0; 
Jon. p, 18 — 20). Der Inder - See liegt in den Xtr^fMen-SteppjDn, 
gefahrlichen Landstrichen för die Reisenden wegen ihrer OdJB' 
und wegen plündernder, upstater Völberhorden. Ein- Deutscher 
auf der Reise umgekommener Botaniker, C. G. HinuuBiBir, hat 
uns den gröftiten Theil der folgenden Nachrichten hinterlassen. 

Der See liegt in 48<'a0' Br. und 99^ L., am C^al-Flusse', 
300 Wersten von ÜraUk , dem Hauptorto der üralsch^ Kosaken, 
26 Wersten tief in der KirgUicMteppe, Er liegt höher als der 
Flufs, niedrige Sandsteinitttgel und: eine kummerliche Strauch-' 

^ ' DigitizedbyCjOOQlC 



V«g«tetioii üBgebeii ihn. Et M fa^ •▼ml, M. Wenfee« liuig 
und 9 W. breit. Sein Wateer tet eo eeieht , daf^ nan ihn überall 
dnrcliwBien oder darehreiten kann. Eine nnermersliche Safe- 
ecYiichte bildet eeinen Boden» worin jedoeh Terflcbiedeiie öffniin- 
gea befindlich eind. - Jn eine derselben , W im Umfange haltend, 
wurde ein Senkblei fainabgelaeten , welehes mit IW keinen Grund 
fand. .Zu finde desSommeBp trocknet er gans aoe, und sein Betfee 
ist mit reinem Sals bedeckt, so weifs wie ein frischgefollener 
Schnee. Auch zehn bis zwö)f Wersten um den See lier, ist alle« 
Wasser so salsig, dafs es gans nngeniefsbar wird« Dieser See 
vfirde ganz RuftUaid mit Sals versorgen können , aber seiner J5nt- 
legenbeit und Unzngänglicfakeit halber wird er weit weniger aiie- 
gebentet, als der J^fton-, oder Gelton -See. 

Pflansen und Thiere sind eigner Art um den See her. Erstre 
haben grobe Analogie mit den Salz- und Steppen - Pflansen des 
MatpUehen Beckens. Im Frühling schwärmen grofse Antilopen- 
Heerden auf den Hügeln umher, Schnepfen streichen nach den 
Sals -Tümpeln; Schwanen, I^raniche, Tauch -Enten und Flamin- 
go's fallen bei dem See ein, wie es scheint, von seinem Wasser 
SU trinken. Ein kleiner Snmpf^nrm , die Sibirische Plage ge- 
nannt , wahrscheinlich die Furia infemalis, wird den Menschen 
gef&hriich und in drei Tagen tödtich , wenn keine Hölfo erfolgt. 
Doch Aufritzen der Haut, wo er sich eingebissen und Entzündung 
Teranlafst hat, und wiederholtes Ausreiben mit Schnnpftaback 
soll ein gutes Gegenmittel sejrn. 



▼. HoLann: Analyee des. Kropf wassere sn HaU in Oster- 
retüA ob der Enna (Baumoart. u. ▼. ETTncosnAVssii Zeitschr. f. 
Phys. 1830; Vni. 75 — 87.). Im Traim- Kreise des Ershersog- 
ihums ^trrmeh oh der Eune swychen dem Markte HaU und dem 
IfMk JRfarrlnVci^ entepringt eine wenigstens seit dem Jahre 
777 bekannte Salsquelle» die früher als Soole benutst , nach Anf- 
indung reicherer Quellen aber aafgelasaea wurde , übrigens schoa 
seU Jahrhunderten als ein buchst willkommenes Skrofel r und 
Kropf« Mittel in der Gegend dient, und bis Steyermark und Säm" 
themy wo dagegen Kropf- Temreachende Wasser häufig sind, ^ gelbst 
bis nach Wien in Menge verführt wird , seitdem man im Jahr 1828 
■einen reichen lod- Gehalt kennen lernte. Es hat einen atarken 
Kochsalz -Geschmack, worauf der des jodaauren Sulses nach- 
folgt, erhalt sieh lange und rieeht soBMd in starkem UekU wi- 

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dcrlich nach gebrannteai Sdnranuiie. ICM Thdle 4tm Mineral- 

WaiMrs enthalfeii nü« nach der Analyse . 

entfernteife Bestandtheile wahncheinHch nähere Bestandibeile 



SalEsanre 


6J90. 


Schwefels. Lithon 


0069. 


Jedsaare 


0.540. 


^ Talkerde 


0.016. 


BremMlttre 


0.0S8. 


Salsa. Natron 


ILMl. 


Schwefelsänre 


0.09B. 


- Lithon 


0.656. 


PhosphorBänre 


0.012. 


- Kalk 


0.431. 


Natron 


6.261. 


— .Alannerde 


0.510. 


liithon 


0.283. 


Phosphors. Alannerde 


o.oir 


Kalk 


0.281. 


Jods. Natron 


0.720. 


Thonerde 


0.201. 
0.026. 


BroiQS. — 


0.054. 


Talkerde 


^ 


13.870. . 



13.870. 

Der nngewohnllch starke Gehalt des Wassers an Jod und 
lithon n. s. w. erklärt seine kraftige Wirkung aar Genüge. Auch 
wird es zur Bereitung eines Brotes „des Krapfbrotes** verwendet, 
dessen Wirkung ähnlich ist 



Auch im Coffccmif nnd in Sifttnen leben Tiger, erstre klei-- 
ner, als der BengmUsehß, letstre grofser, ja kolossal. Erstven 
kannte schon Ymau (Aendide lib. IV. «. 306.) 
Sed duris genuit te cautibus horrens 
Cancasns, Hircanaeque admorunt nbera tigr^. 
( 6. Fiscma y. WAtonai» , Programme de la SoeiiU dee natwrar 
iUU d, Afotüott , jMtur 1828 , 22. Iles^ni6.j 



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Literarische Anzeige. 



So eben ist enchieoen und «n alle teliden Buchhaiidlsngai 
DeutMehkuuU Tenendet worden: 

Die Bavalt'Gebilde in ibreji Besiehnngen s« 
■brniBlen and abnormen Felimaasen, Ton K. C. 
▼on LnoKRABB. 2 Binde. Gr. 8^. and «in AtUw ia Oaart mit 
20 Tafeln. 
Stattgart im Janins 1882. 

£. ScHwranuiABT. 



Einladung zor Sabscription 
aal 

ein Relief von Württemberg 

nach den ffeognoetischen Terfaaltniseen illuminirC PreiTo 26 fl. 
24 kr. — Alle «oliden Dentechen Bncbhandliingen geben aaefahr- 
liebe Anzeigen gratis aus nnd nehmen Bestellangen an. 
Tübingen , in» Janaar 1882. 

Kabii Rath. 



Petrefat^ten-Sammlang. 

Die reicbe Petrefakten- Sammlung des Terstorbenen Hm. €?e-» 
h^inien Raths t. Sohlothbtm in Gotha ist Im Gänsen zu yerkaa- 
fen. Man wendet sich , am das- Verzerchnifs zu erhalten and die 
Bedingungen zu Temehmen« an Herrn MöLLaa, Sebret&r der 
Herzog). Bibliothek in Gotha. 



Mineralien-'HandeL 

Jos. DB Crristofori Und Prof. Gboro Jan haben in Mailand (Con- 
trada del Durino nr. 428.) ein Comptoir mit Italienischen Natura- 
lieo angelegt. Die sehr reichhaltigen Cataloj^e der einfachen Mine- 
ralien^ der Gebir|)^8- Arten , der Land -und Sufswasser - Konchylien, 
derSee -Konchyhen, der fossilen tertiären Konöbj^lien, der Insekten 
und der Pflanzen sind bereits vollendet , und bei Jabgbb in Franko 
fürt, bei .Wilh. Habrtbl in Leipzigs bei S^hauhburo ynd bei 
VoLKB in Wien , bei Lbtra vi.t und bei Trbvttbl nnd Wubrtz In 
Straahurg, bei Baillibrb in London, nnd bei Corhon und BtABC 
in Leiden zu finden. Wer eine dreijährige Aktie, wofür jährlich 
38' fl. 20 kr. bezahlt werden (19 fl. 10 kr. für die halbe) iiber- 
nimmt, kann sich beliebige Gegenstände in diesem Betrage aus den 
Katalogen nach dei^ beigesetzten Preisen auswählen niid erhält 
dann V/^ Rabatt von den letzteren. Wer zwei Aktien nimmt , kann 
ein Viertbeil, wer drei nimmt, ein Drittheil In Naturalien be- 
zahlen , die aus seinen . einzusendenden Katalogen aasgewähll 
werden^ 



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über das Vorkommen der Gestbiebe in den 
Süd-Baltischen Landern ^ besonders in der 
Mark Brandenburg, 

Yon 

Herrn Director Klobden. 



, Seitdem die Natnrfocschnng angefangen hat, den In- 
halt der Erdoberfläche und die Beschaffenheit der 
JBrdrinde znm Gegenstande wissenschaftlicher Be- 
trachtung zumachen, haben auch die in d^r ganzen 
nord- Deutschen Ebene zerstreueten Gebirgsirummer * 
lind Gesteinsbrocken , welche mit dorn Namen' der 
Geschiebe belegt wurden, die Aufmerksamkeit der 
Geognosten lliannigfach beschäftigt,' und mit ihrer 
genaueren Kenntnifs ist nicht allein das Interesse an 
ihrer räthselhaften Erscheinung, sondern auch der 
Umfang ihrer technischen Benutzung gewachsen. 

In der That, wer nur nach einer guten Charte, 
welche den Zug und die Verbreitung der mittel- 
Europäischen Gebirgszüge darstellt; diejenigen Ge- 
genden benrtheilen wollte, die zwischen äen Gestaden 
der Nordsee, des Baltischen Meeres und jenen Ge- 
birgen liegen, der könnte gar leicht in Verspchung . 
geffihrt werden, sie von allem festen Gesteine völlig 
entblöfst zu glauben. Aus losen Massen besteht die 
ganze Ebene; nirgend erl^eben sich Gebirgszüge, 
welche Felsarten darbieten ; nur niedrige Hügel ^ aus 
Sand oder Thon bestehend, steigen darin auf, und 
hierdurch wäre die Behauptung hinreichend begrün- 
det: es müsse in jener Gegend durchaus an Steinen 
J. i832. 24 

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3ie 

fehlen,^ und für Strafsen- and Hättserban könnten 
ausschliefslich nur künstlich Verfertigte Steine das 
nöthige Material liefern. 

Und dennoch haben diese weiten Ebenen nicht 
allein Felsgestein in hinreichender Menge, sondern 
in weit gröfserer Mannigfaltigkeit , als die meisten 
Gebirgsgegenden ; ja die Steine sind sogar leichter z« 
haben, als in jenen, da sie nicht gebrochen zu wer- 
den brauchen und meistens weit näher liegen. Ist 
eis nicht, als h&tte irgend ein^ wohlthätige Fee bei 
der Bildung dieser Gegendeki « den Auftrag erhalten , 
Felsen zu zerträmmern, und die Bruchstücke über die 
weite Ebene auszustreuen? 

Da indefe eine Fee e^e vis occulta ist, die der- 
malea in der Naturwissenschaft nicht geduldet werden 
kann, so bleibt das Vorhandensein dieser wunder- 
baren Felsmassen noch zu erklären, wpran man sogar 
schon eher dachte, als man sie untersucht hatte und 
Scannte. Bekanntlich glaubt noch jetzt ein grofser 
Theil der mit den tnineralogischen Wissenschaften 
nicht bekannten Personen, däfs die Steine sich Jm 
Boden erzeugten und darin wüchsen« «So^ unrichtig 
diese Meinung auch ist, so ist'sie, doch ziemlich alt^ 
und ruht offenbar auf der Beobachtung, dafs mit 
Hülfe von Eisenwasser sich Conglomerate , so wie 
Thoneisen^teineun^ Sumpfeisensteine, im Boden bil- 
den, welche ganz partiellen Erscheinungen die Un- 
kunde zu allgemeinen erho^b und auf eine Tiel grölsere 
Reihe von Thatsabhen angewendet wisseii woUte, als 
zulässig ist. 

Weniger allgemein verbreitet ist die Meinung, 
welche ' der verdienstvolle alte Bbgkm[akh auuBcprach, 
und welche ganz die naturwissenschaftliche Unkwde 
seiner Zeit bezeichnet Er glaubt nämlich in seiner To- 
pographie der Mark Brandenburg, S. 380, dafs es nicht 
unwahrscheinlich sey, dafs unsere Vorältern die 
Kunst verstanden, solche Steine zu giefsen, und' 
beruft sich auf den Englischen Geschichtschreiber 

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«II 

C^MiNBii, *der ebeo dieser Meinimg sey. Sonst mfisse 
nuiD aonehmen, unsere Voriltern hätten sie ang 
Sachsen , Schlesien xU. s. w; Termittelst der Elbe and 
Oder herangefahren. 

Diese Meinung ist schon glimpflicher, als die des 
Niederländischen Theologen und Arztes Johannes ^g- 
GAROT, der in einem 1660 erschienenen Werkcheo 
noch ganz ernsthaft behauptete, was schon yor ihm 
Saxo fiRAMMATicüs auch behauptet hatte, die Riesen 
hätten diese Steine ans den Gebirgsländern herbei ge- 
schleppt Wie unendlich Tide Beobachtungen und 
welche Fortschritte mufsten gemacht werden, um 
diese Meini^gen belächeln zu können! Wie seltsam 
ändern sich doch nach den verschiedenen Zeiten die 
Ansichten fiber das, was man bei einem und demsel- 
ben Gegenstande wahrscheinlich nennt! — r 

Lassen wir indefs für jetzt die Erklärung dieser 
eigenthümlichen Erscheinung gfinz zur Seite liegen. 
Das Gesagtcf reicht hin um zu zeigen, dafs man sio 
schon friih auffallend fand, und dafs von jßher neben 
der Meinung : sie seyen an Ort und Stelle entstanden, 
sich die behauptete : ihr Zerstreutseyn auf losen Atas- 
seo deutQ auf fremdartigen Ursprung. 

Diese letztere Meinung bekam einen neuen Halt 
im Laufe der Zeiten dtirch die Fortschritte der Natur- 
kunde, durch welche auf das Entschiedenste darge- 
than wurde, dafs Steine dieser Art sich nicht im 
Boden bilden können , so dafs die erste Erklärungs- 
weise ganz. au{|;egeben werden mufste. Aber noch 
verwickelter ^ürde die Frage, als man sich durch 
eine genaiiere Untersuchung überzeugte, dafs die 
Steine ein sehr fremdartiges Ansehen hatten , wd in 
ihrem GefDge wie durch ihren Inhalt eine so be- 
stimmte Verschiedenheit von den Felsarten der näch^ 
sten Deutschen Gebirge darthaten , dafs es unmJiglich 
war, sie von diesen abzuleiten, und man ihren Ur- 
sprung in gröOserer Ferne aufsuchen mufste. 

.Allein, hatte man vorher schon die Ansicht be- 



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372 

zweifelt, da^man diese ungeheure Quantität Steine, 
unter welchen sich Massen yon enoimer Gröfse und 
Schwere vorfinden, künstlich aus den flachsten Ge- 
birgen herbei geschafft hätte, weijil sich die Trans^ 
portmittel gar nicht entdecken liefsen , — hatte man 
eben so wenig Natürkräfte entdecken können, welche 

' sie von diesen Gebirgen aus fibf^r die Ebene verbreitet 
hätten, so wuchs die Schwierigkeit nun» da 'man sie 
als Spröfslinge weit entlegener Gegenden anerkennen 
mufste, lind immer verwickelter wurde die Erklärung, 
durch welche Mittel das Unbeweglichste der Erde, 
die Felsen, zu einer so weiten Reise vermoqbt wor- 
den seye. . * 

War nun hierdurch schon das Interesse an diesen 
-«eltsamen Premdlingien gewachsen-, ^o stieg es noch 
mehr, als es in der neuesten Zeit gelang, aus diesen 
Gesteinen schöne Gegenstände des.Kunstfleirses nicht 
blos in so vollendeter Form und in gleich edlem Ma- 
terial,- sondern auch in einer solchen Gröfse aufzu* 
stelleh, dafs sie es mit den .schönsten und gepriesen* 
.isten Werken des Alterthums aufnehmen können, ja 
dieselben zum Theil überbieten. Wie auffallend klingt 
es, dafs man in einem Lande, welchem Gebirge fehlen; 
aus inländischem^ Materiale, Säulen, Schaalen und 
andere Gefafse bearbeitete zu denen man anderwärts 
oder im Alterthume nur in den besten Steinbrüchen 
die geeigneten Massen auffinden konnte. 

Wenn hierdurch die Geschiebe des Europäischen 
Flachlandes nicht blos in naturhisto];|Scher , sondern 
auch in technischer Beziehung ein neues Interesse 
gewönnen haben, so dürfte es nicht überflüssig er- 
scheinen, sowohl über die Art, wie sie sicU finden, 
als auch über ihren Inhalt hier eine Übersicht zu 
geben, um so mehr, als darüber noch wenig bekannt 
ist, und von der anderen Seite mit der Zeit die 

, Schwierigkeit wächst, dje Geschiebe in ihren, ihnen 
voh der Natur angewiesenen Lagerstätten zu beob- 
achten. . Schon jeizt liegen die wenigsten dieser 



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Google 



373 

Steine noch au jenen Stellen, schon jetzt ist ihre 
Quantität vermindert, und es wird eine Zeit kommen, 
Vfo spätere Generationen das ganze interessante Faktum 
gröfstentheils nur in Büchern werdea siudif'en können. 
Dies wird einleuchten , wenn man Folg^endes erwägt 

Schon in den alten Torchristlichen Zeiteti isit ein 
grofser Theil unfeerer Geschiebe umgewälzt und fort- 
getückt worden. Ansehnliche Steine wurden, wenn 
auch auf rohe Weise , zu Opfersteinen umgearbeitet 

< und nach der geeigneten Stelle hingeschafft, ein bei 
Weitem gröfserer Theü wurde nach den Gräbern der 

- Vorfahren hingewälzt, die damit auf verschiedene W^ise 
umstellt und eingefafst wurden. So unendlich viele 
dieser Grabstätten auch bereits zerstört sind, so ist 
die Zahl derjenigen, die unter dem Namen der Stein- 
kreise, Hfinenbetten , Steinkeller, Hei-^ 
de ng raber u. s. w. bekannt sind, noch immer sehr 
bedeutend. Die Steine verschwanden bei diesem Ge- 
brauche nicht, wurden aber doch fortgeruckt. 

^ Seit unde'nklich' alten Zeiten sind die Steine von , 
"den Ackern fortgeschafft, theils zur Einfassung der 
Wege, theils zu Prellsteinen benutzt, und wo dies 

' nicht thunlich war , wurden sie untergraben und ver- 
senkt. Bekanntlich ist ein grofser Theü der Dorfwege 
mit ganzen Mauern solcher Steine eingefafst. 

Welch einen ungeheuren Steintransport hat aber 
das Steinpflaster der Städte in jener süd - Baltischen 
Ebene veranlafst, und wie viel fordert die fortdau- 
ernde Ergänzung desselben. Jede Stadt bildet ge- 
wissermafsen ein grofses Geschrebemagazin , zu wel- 
chem die ganze benachbarte Gegend beisteuern mufs; 
Rings um die grofseu Städte fangen die Steine deshalb 
schon an, selten zu werden. 

Die Kunststrafsen jenes grofsen Landstriches sind 
fast sämmtlich aus^ Geschieben gebaut, die dafür eia 
vortreffliches Material liefern. Wie grofs aber hier 
der Verbrauch ist, wie viele Geschiebe dadurch in 



Staub zermalmt werden, ist bekannt. 



Digitizqd byCjOOQlC 



314 , 

Die Befe8ti^og8iiiaiiern fast aller älteren Stidte 
dieser Gegend bestehen aus Geschieben. Nicht mni* 
der ist ein grofser Theil der alten Kirchen und Thürme 
daraus aufgeführt, und seit «Jahrtausenden werden sie 
zu Grundmauern und ganzen Gebäuden, wie zu 
Garten- und Wegemauern benutzt 

Diese vielfache Benutzung wird im Laufe der Zeit 
bedeutend , und ändert nicht allein die naturliche Lage 
der Geschiebe, sondern vermindert auch ihre Quan- 
tität Gewifs hat in dieser Beziehung das Europäische 
Flachland eineh gan^s änderen Anblick dargeboten, 
als jetzt, und nach tausend Jahren dürften sich in 
dieser' Gegend wohl nur noch wenige freiliegende 
Geschiebe an ihrer natürlichen Stelle befinden. Die 
Schwierigkeit des Studiums ihres Vorkommens nmls 
daher /mit der Zeit nothwendig wachsen , und ist 
schon jetzt nicht mehr leicht Wie viele Geschiebe 
liegen denn jetzt unzweifelhaft noch an der ihnen von 
der Natur angewiesenen Stelle ? — Nur von den sehr 
grofsen kann inan es mit Sicherheit behaupten, die 
eben ihre Gröfse schützte. Seit man den Granit zu 
schönen Kunstgegenständen bearbeitete, ist diese kein 
Schutzmittel, sondern vielmehr eine Empfehlung, sie 
anzugreifen. Genug indefs, um zu zeigen, wie noth- 
wendig es ist, sie wissenschaftlich zu beobachten. 
Indefs würde es hier nicht an seiner Stelle seyn, in 
das Detail der Untersuchung eingehen zu wollen, was 
ich ausftihrlicher an einem anderen Orte thun werde. 
Hier wiird es genügen, die Resultate kurz zusammen 
zu stellen. 

Es ist ein sehr bedeutender Länderstrich , in wel- 
chem diese Geschiebe verbreitet sind, und sowohl 
durch die Natur ihres Gesteins, als durch die Art 
ihrer Lagerung läfst sich mit Sicherheit erkennen, 
dal^ eine und dieselbe Ursache sie gleichzeitig Üb6r 
die ganze weite Gegend äusgestreuet hat Man fipd^t 
sie in dien östlichen Grafschaften Englands, im^ nörd- 
lichen Theile der Niederlande, durchganz Dänemark , 

.' DigitizedbyVjOOQlC 



375 

in der sQdlichen Hälfte der Baltischeü Halbinsel , so^ ^ 
wie im südlichen Theiie Finnlands, im ganzen hörd- 
lithen Deatschlande von den MeereskOsten an bis zu 
einer Linie nördlich von den Gebirgen Westphalens, 
etwa bis in die Gegend von Osnabrück »nd Minden; 
von da nach Hannover, den Harz umkreisend bis zur 
Haynleite und Unstrut , dann über Zeitz sich nördlich 
wendend nach* Würzen, Torgau, Dahme, Luckau ^ 
und sudlich nach Spremberg, durch Niederschlesien 
und Polen bis weit in Rursland hinein, woLittfiauen, 
Kurland, Lievland, so wie die zunächst Petersburg 
umgebenden Gouvernements fortdauernd Geschiebe- 
Boden zeigen. In den Gouvernements östlich vom 
Wolchonskiwalde scheinen Geschiebe zu fehlen. Es 
ist Schade, dafe sich bis jetzt die Grenze der Ge- 
^schiebe nur sehr unsicher bestimmen läfst, weil die 
Beobachtungen theils fehlen, theils mangelhaft sind. 
Unzweifelhaft ist der Boden der Ost« und Nordsee ' 
Wi gut mit ihnen bedeckt, wie das feste Land. 

Südlich von den hiermit bezeichneten Gegenden 
finden sich allerdings Geschiebe; aber stets sind es 
solche, welche den benachbarten Gebirgen angehö- , 
ren,'uad von den unseren bedeutend abweichen, so 
dafs sich meistens ein sehr specifischer Unterschied 
erkennen läfst. Unsere Geschiebe finden sich nur in- 
nerhalb der angegebenen Erdgegend. ^ 

Beobachtet man nun die Lagerung dieser Gesteine, 
so zeigt sich zunächst, dafs sie nicht ganz gleichför- . 
mig verbreitet sind. Es gibt einzelne. Gegenden, die 
daran ziemlich arm sind, ja auf Meilen weit^ Strecken 
scheinen sie ganz zu fehlen, während sie in anderen 
in grofsem Überflüsse vorhanden sind. Wenn auch 
der Anbau des Landes darin viel geändert haben,|nag^ 
so ist doch mit Gewifsheit zir erkennen , dafs sie strich- 
weise verlheilt sind, und namentlich lassen sich fol- 
gende Verschiedenheiten deutlich unterscheiden. 

1) Ganz steinarme Gegenden. 

2) Gegenden, die nur ganz kleine Geschiebe ent- 

-Digitized byCjOOQlC 



«6 

halten. Dies^ bildea den ßogenahnten Grus oder 
Grand, einen für den Strafsenbau sehr gesuchten 
Gegenstand, der auch oft niit dem Namen Kies be* 
legt, wird. Indessen mufs man, so oft auch beides 
verwechselt wird, zwischen Gous und Kies unter- 
scheiden. Letzterer besteht blos aus Quarz und Feuer- 
steinstucken , und gehört meiner Ansicht nach einer 
gaifiz anderen Formation und Zeit an, ^Is der Grus, 
der vorzugsweise aus kleinen Granit- und Porphyr- 
stückefl besteht. 

3) Gegenden^ mit Grus und vielen mittelmäfsig- 
(faust-) grofsen Geschieben. 

4) Gegenden mit kleinen, mittleren und grofsen 
Geschieben. 

5) Gegenden mit mittelmäfsigen und grofeen Ge- 
schieben. 

6) Gegenden mit lauter grofsen Geschieben. Oft 
ist auf grofse Strecken die Entfernung der einzelnen 
Geschiebe von einander geringer, • als ihre GrSfse, 
und nicht selten ist das Streichen nach nirgend einer 
Weltgegeiid auf dem ganzen Striche dasselbe. 

Obgleich nun ein . strichweises Vorkommen der 
Geschiebe unzweifelhaft feststeht, so findet man sie. 
doch ebensowohl auf Höhen, als in den Nietlerungen, 
und im Grofsen ist die Verbreitung ziemlich gleich- 
förmig gewesen. Bei näherer Untersuchung ergiebt 
sich aber im Allgemeinen Folgendes. 

Auf den Höhen und den Gipfeln der Hügel liegen 
die Geschiebe entweder völlig entblöfst, oder sie sind 
nur sehr wenig eingesenkt. Am Abhänge der Hflgel 
finden sie sich dagegen häufiger flach eingesenkt, als 
entblöfst , besonders wenn der Abhang sich sehr sanft 
senkt. Fällt er dagegen schnell ab , und besteht er 
aufserdem aus Sand , so sind sie meistens, besonders 
gegen den Gipfel hin , ganz blofs gelegt. . Beweise 
daffir liefert in der Mark besonders die Gegend 
zwischen Oderberg und Joachimsthal in Menge. 

Auf allen höher gelegenen Ebenen finden sich die 

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an 

' Geschiebe meifitens etwas eingesenkt; neigt sich die 
Ebene etwas, so sind sie oft in weiter Strecke ganz 
blofs gelegt. 

Dagegen liegen sie in allen Gründen un^ l'htlern, 
so wie überhaupt in allen flachen tiefliegenden Gegen- 
den fast niemala entblöfst , sondern meistens in ziem- 
licher Tiefe, die nm so gröfser ist, je tiefer das Thal 
im Verhältnifs.zu den umliegenden Höhen einschnei- 
det Auf unseren Wiesen, Torfmooren und Flufsthal- 
betten sind sie deshalb fast nirgend zu finden^ weil 
sie tief unter der jetzigen Erddecke liegen. Überhaupt 
aber finden sie sich in den Tiefen seltener. 

Diese Umstände haben einige Naturforscher verleitet 
zu glauben, man finde die Geschiebe vorzugsweise nur 
auf den Höhen,, und es erschien sonderbar und selt- 
sam, dafs sie bei der Ablagerung ganz b^onders die 
Höhen gesucht hätten, obgleich dies zu erklären ge- 
wesen seyn würde , wenn man annähme , die Geschiebe . 
wären uns vermittelst einer Fluth zugekommen, und 
hätten sich an den aus dem Gewässer emporragenden 
Inseln, nämlich unseren Berggipfeln, abgesetzt Iq 
der That aber verhält sich die Sache nicht so, sondern . 
man hat sich durch den ersten Anblick täuschen lassen, 
wenngleiches allerdings richtig ist, dafs hochliegende 
Gegenden mehr Geschiebe enthalten, als niedrig ge- 
legene. Jene vorerwähnten Eigenthümlichkeiten ihrer 
Lagerung wird man sich sehr wohl erklären können, 
wenn man Folgendes erwägt. 

Wir finden in unseren Gegenden die Erddecke 
nicht m«hr so, wie sie aus den Händen der Natur 
kam* Abgesehen von allem, was die Cnitur darin 
geändert hat, sind auch die aus natürlichen Ursachen 
hervorgegangenen Veränderungen grofs genug, um 
sie allmählich umzugestalten. Widerstehen doch die 
festen Felden nicht dem Einflüsse der Witterung^ wie 
sollen es denn die losen Massen unseres Bodens? Jeder 
starke Regengufs, jede starke Schneeschmelze fuhrt ' 
von den Hohen ansehnliche Theile des losen Bodens^ 

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»18 

in die Niedemngen herab, und lagert sie dort auf, 
in jedem Friibjahre treten die Flfisse fiber ihre Ufer, 
' und aus den höher gelegenen Gegenden wird eine 
Menge Schlich als Bodensatz abgelagert, und die na- 
tBrliche Wirkung davon ist eine allmähliche Erniedri- 
gung der Höhen, und eine yerhältliifsmärsige Er- 
höhung der Niederungen. Beide sind seit dem ur- 
sprünglichen Zustande ungemein verändert. 

Diese Wirkungen sind noch vermehrt worden durch 
die Versetzungen des Flugsandes vermittelst des .Win- 
des, und es i^t natOrlich, dafs er gröfötenthetls aus 
höheren Gegenden den niederen zugeweht wurde. 
Nicht minder hab^n die fortgehenden Bildungen des - 
Torfs, des Raasen- Eisensteins und des Humus das 
ursprüngliche Höhen -Verhältnifs mannigfach abge- 
ändert 3 im Wesentlichen aber, da sie in den Tiefen 
weit* mächtiger auftreten, als auf den Höhen, dahin 
gewirkt, die Thäler in gröfserem Maafse zu erhöhen, 
als die Berggipfel zu erniedrigen./ 

War daher ursprfinglich^das glänze Land gleich«^ 
förmig mit einer Sand- oder Lehmdecke fiberlagert, 
in welchem diese Gesteinsbrocken steckten, wie die 
Rosinen im Kuchen, und wo in dieser Beziehung die 
Ebene, das Thal und die Hügel keinen Unterschied 
zeigten, so mufs dieser doch i^ Laufe der Zeiten 
ganz so eingetreten seyn, wie wir ihn dermalen findea. 
Die umhüllende Sand - oder Lehmmasse ist von den 
Berggipfeid am meisten hinweggespült; dadurch sind 
hier die Cresteine am meisten entblöfet Weniger 
haben> die Abhänge gelitten, aber um so mehr, je 
steiler sie abfallen, und deshalb sind die Geschiebe 
hier bald mehr, bald weniger blofs gelegt Ahnlich 
ist es mit den hoch liegenden Ebenen. Waren die 
Steine ursprünglich in eine Schicht fliegfenden Sandes 
eingehüllt, so ist dieser auf freiliegenden Flächen 
längst hin weggeweht, und die Steine sin ?l ganz.ent- 
blöfst; wo die Ebene aber aus Lehmboden besteht, 
findet nuin sie noch von ihm umschlossen. la d^n 

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OT9 

Gründen und ThSlern sind die Gesteine aber .ron den 
hinabgeschwemmten Erdmassen nnd den späteren Bil- 
dungen des Torfs und der Dammerde ganz überlagert, 
und den Blicken entzogen. Man wird sie hier um so 
tiefer iBnden , jemehr von diesen Massen , die zusam- 
men genommen Alluvium genannt werden, hinab- 
geschwemmt wurden. So also erklärt sich das anfangs 
auffallend scheinende Faktum ganz natfirlich. 

Denken wir uns nun jene neu aufgelagerten Massen ^ 
in den Thälem ganz hinweg, so liegen die Geschiebe 
stets in der obersten Aecke des Landes ^ und sind un- 
zweifelhaft deshalb von eben derselben Wasserfluth 
abgesetzt worden, welche diese Decke bildete. Die 
Mas$en, welche diese letzte Wasserfluth über die 
schon früher vorhandenen Erdschichten, welche bis 
dahin den Boden des, wie es scheint, nur von Thiereo, 
aber nicht von Menschen bewohnten Landes bildeten, 
ausbreitete, führen insgesam'mt deii Namen des Di- 
luvium s. Sie bestehen aus Sand , Lehm und Mergel^ 
die oft übereinander, oft nur nebeneinander liegen, 
hier und da auch wohl ganz fehlen, wo dann der 
ehemalige Boden auch der jetzige ist Bald sind diese 
Lager von geringerer, bald von gröfserer Dicke , und 
hier und da scheint diese bis auf 100 und mehr Fufs 
zu reichen. In dieser Decke und auf derselben finden 
sich nur die Geschiebe, in den darun|er liegenden 
Lagern aber nicht mehr. Nur an wenigen Stellen 
habe ich gefunden , dafs auch die darunter liegenden 
Lager älterer B^ormation noch bis zu geringer Tiefe 
einzelne Geschiebe enthalten. Vielleicht sind diese 
in die ducch die letzte Wasserbedeckung erweichten 
Massen eingesunken, denn außerdem sind sie ihnen 
fremd. 

Die meisten Geschiebe finden sich im groben 
Sande und im Lehmboden Der eigentliche Flugsand 
ist an den Stellen, wo wir ihn jetzt finden, völlig 
steinleer, was ursprünglich schwerlich der Fall ge- 
w^en ist Auch der Mergel hat meistens nur ilirenige, , 

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N 



380 . 

und daDo geu^öhnlich nur kleine Geschiebe. Da , wo 
die Diluvial-Lager die darunter liegenden älteren Lager 
bedecken, fangen sie in der Regel mit einer mehr 
oder weniger rnjlchtigen Lage meistens kleiner Ge- 
schiebe an, über welche dann der, Sand oder Lehm 
sich ausbreitet, der indessen weiter nach oben, eben- 
falls mit einzelnen gröfseren oder kleineren Geschieben 
durchsäet ist 

Die Form aller dieser Steine istupregelmäfsig, 
mit stark abgerundeten Kanten und Ecken.. Doch sind 
die freiliegenden Massen im Ganzen weit mehr ge- 
irundet , als die voqi Boden bedeckten. Erstere sind 
stark mit Flechten überzogien, die sich auf letzteren 
niemals finden. Wetter, als. auf die Oberfläche, 
scheint sich bei den freiliegenden der Einflufs der 
Witterung nicht zu erstrecken, und dieser ist sehr 
unbe/leutend und schreitet äufserst langsam vorwärts. 
Es ergiebt sich dies aus mehreren Steinen, welche 
wahrscheinlich schon vor den Zeiten der Wenden zu 
religiösem Gebrauche gedient haben und auf ihrer 
Oberfläche flach eingehauene Zeichen enthalten. Ob- 
gleich diese seit Tausend Jahren allen Einwirkungen 
d^r Witterung ausgesetzt sind, so ergiebt sich doch, 
dafs die Zeichen dadurch nur wenig gelitten haben, 
und unter der Flechtendecke ist die Steinmasse voll- 
kommen fest und frisch. Diese Steine bestehen aus 
Granit. Man will neuerlich iri Ägypten und Griechen- 
land durch Vergleichung gefunden haben, dafs Mo- 
numente aus Marmor sich sehr viel besser in freier 
Luft erhalten , als aus Granit. Mag dies für dag 
trockene Klima jener Gegenden wahr seyn ; für das 
unsrige mufs ich es bestimmt verneinen. Wer die m|t 
Flechten, ungeachtet öfteren Putzens, ganz überdecke* 
ten und tief angegriffenen Marmor- Statuen in den 
Gärten von Sanssouci und Charlottenburg mit jenen 
alten Opfersteinen vergleicht , kann darüber gar nicht 
in Zweifel bleiben. Der freien Luft ausgesetzt schei- 
nen Granit, Gneifs, Porphyr und Qrfinstein nicht zu 

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9»l 

Zerbröckeln oder za zerfallen, dafem nicht ein Sprung 
vorhanden ist. . Im letzteren Falle wird durch Adhä-^ 
sion das Wasser in dem Sprunge sehr fest gehalten, 
und fängt dann ap, seinen zevstorenden Einflufs zu 
fiben. Am verderblichsten aber wirkt darauf der 
Winter; das Wasser gefriert in der Spalte, dehnt sich 
dabei an^, und treibt die getrendten Stücke ausein- 
ander, die damit gewöhnlich allen Halt verloren 
haben. Dieser Art von Zerstörung sind indessen Gra- 
nit oder Porphyr nicht mehr ausgesetzt, als allie 
übrigen Steinarten. 

Die in der Erde liegenden Geschiebe sind von 
aufsen gewöhnlich voin deif Feuchtigkeit des Bodens 
nafs, trocknen an der Luft ^ber bald aus,^und ver- 
halten sich dann wie die übrigen. Haben sie Sprünge, 
so werden die Kluftwände durch das eingedrungene 
• Wasser meistens mit einem dünnen 'Oberzuge von 
JBisenoxyd belegt, denn das in unserem Boden vor- 
handene Wasser ist an de^ meisten Stellen schwach 
. eisenhaltig.^ Die Kluftwände erhalten dadurch eine 
eisenschwarze , oder braune , selten gelbe Farbe. 
Merkwürdig ist es, dafs dieses Eisen wasser bei Weitem 
zerstörender auf die Steine wirkt, als das reine atmo- 
sphärische Wasser. Der Stein wird auf allen benach- 
barten Stellen bröcklich , und am meisten findet sich 
in den Graniten der Feldspath davon angegriffen. Das 
Wasser äufsert auf den iStein keine fressenden Eigen- 
schaften, aber der Feldspath scheint dies Wasser in 
sich aufzunehmen, wenigstens ist er beim Zerschlagen 
durch utid durch feucht, und hierdurch sehr brüchig 
und mürbe, wodurcl^ es denn der ganze Stein wird. 
Hat ein Granit IStellen dieser Art, so kann er nur durch 
ein sorgMtiges Trockenhalten gegen die Zerstörung 
g^esehützt werdeii. 

Die Wirkung dieses Eisenwassers ist in hohem 
Grade merkwürdig. .Mitunter findet man beim Aus^ 
graben von Geschieben mitten unter einer Menge ger 
sonder fester Steine einen einzelnen, der zwar seine 



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Fonn noch behalten hat; ao wie äian ihn in^ 
stärker bierfihrt, zerbröckelt er in eiqp unzShU^ 
Menge kleiner Bruchstiloke von ErhaengröTae nnd 
darüber, zeigt sich dorch und dnrch sehr iiafe, «nd 
cwar von Eisenwasser dnrchdrnngen, hat jedoch mit- 
unter noch einen festeren Rerp. Ich Jdabe dies Vor* 
zugsweiae beim Granite und Gneifae beobachtet Der 
Feldspath ist dfinn gewöhnlich so verändert, dafii er 
theils. gänzlich zerfallen und zerstört, theils kaum 
noch zu erkennen ist. Die Brocken bestehen fiist blos 
aus Quarz mit daran haftendem schwarzen Glimmer, 
und überall haben sich die Gemengtheile innerhalb 
der Dnrchgangsflächen des Feldspaths von einander 
gesondert. Es ist schwer zu aagen, woher gerade 
eia einzelner unter so vielen , denselben Einwirkungen 
ausgesetzten Steinen, so aufiallend verändert und 
völlig in den Zustand der Auflösung versetzt worden ist 

So wie am Sternenhimmel die .Zahl der Sterne 
erster Gröfse die geringste ist, und ihre Menge mit 
der abnehmenden Gröfse wächst, so findet ein ähn- 
liches Verhältnifs auch unter unseren Geschieben Statt 
Die von der ersten Gröfise zeigen sich am seltensten; 
aber ihre Zahl nimmt zu mit der abnehmenden Gröfse^ 
Es ist dabei bemerkenswerth, dafs kich die grofsen 
Geschiebe nach allen Richtungen ausgestreut fiodeau 
Sie. sind nicht auf irgend einen bestimmten Strich be- 
schränkt, sondern finden sich durch die ganze weite 
Gegend, unregelmät^ig vertheilt Die sudlichsten 
grofsoi Geschiebe sind indessen meines Wissens die 
auf den Rauenschen Bergen bei FQrstenwalde ge- 
fnmdenen. 

Es ist schwer, das Mai^imiim der Grölae bei den 
Geschieben nachzuweisen, weil dafilr genaue Angaben 
mapgeln. Das gröfste mir bekannte Geschiebe li^ 
.(Ruf der Insel Filhen, und ist im gröfsten Durchmesser 
44 Fufs lang. Nächst diesem dürfte wohl das Ge- 
schiebe kommen, welches bei dem Karelischen Dorfe 
Lachtsr, 12 Werste vo^ Petersburg, 4 Wer8te<voBi 



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Jfi^fiBSt&^tiacfaiBn Bl^erbusen auf iioebeiieni waldigem 
Bodfen la^, nnd inf welchem j^tzt die Statae Petera 
des Grofsen in Betersburg sl^ht Na^^dein das für 
deJd Zweck ÜberflOs^ige abgesprengt war, betrug die 
LSiige, der Felsenmasse noch 38, Breite und Hohe 
aber 21 Fufs, nnd das Gewicht über drei Millioneii 
Pfund.. — In Mecklenburg schein^ der grölste Blpdc 
bei Bothspalk zu liegen ; er ist 28 Fufs lang. Der 
gröfste der Steine auf den vorgenannten Ranenschen 
Bergen bei Fürstenwalde war 26 Fufs lang , 25 Fufs 
dick und 27 Fufs hoch, wovon 2 Fufs in der JBrde 
lagen. Der Umfang betrug 9$ Fufs.' , Nahe dabei lag 
ein zw;eiter von 18 Fufs Länge, 16 Fufs Hohe und 
69 Fnfs Umfang, und nicht ganz eine Viertelmeile/ 
davon nördlich , auf dem ebenen Plateau vor den Ber«- 
gen unfern vom Dorfe Bauen, lag ein dritter im Lehm-^ 
boden eigeseok^ voq 25 Fufs Länge, 16 Fufs Breite 
iind 12 Fpfs Hohp. AUe-drei bestanden aus demselben 
Grani^, und sind ohne Zweifpl von einem und dem^ 
selben Fdsen losgesprengt Sehr ansehnliche Ger- 
schiebe finden sich auch bei Oderberg, bei Rostin in 
Pommern, bei Treptow.an der Tollensee., einige Meir 
len östlich von Wollin, in der Nähe von Stettin, u. 
a. a. O. Hiernach durften indefs Miasseo von 40 Fufs 
Durchmesser schon zu den Seltenheiten gehören, und 
diese Gröfse dSrfte den^nach ziemlich das .Maximum 
erreich^. Massen von 5 bis 6 Fnfs Dnrchmess^er siäd ' 
in vielen Qegenden noch häufig zu finden. 

Ober das Gestein der Geschiebe herrschen bei 
mam^n Geognosten noch verw^Hrene Ansichten $ be- 
sonders bei denen , 'weiche .nicht Gelegenheit gehdbt 
hah^en, sie aus eigener Anschauung kennen zu lernen. 
Hanfig besteht noch die Meinung, als ob fi^inmtliche 
Geschiebe nur Granit wären. Wenngleich nun dev 
Givilit allerdings vorherrscht und weit iber wiegt, so 
ist diese Meinung doch durchaus zu berichtigen. Es 
finden sich unter unseren Geschieben im Gegenth^ile 
fast alle G^bii^g^rten, mit Ausnahme der in der jetzigen 

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884- 

Periode! 'gebildeten Tufkanisehen, und es ist möglich , 
ans unseren Gesteinen eine weit reichere geognostische 
Sammlang zusämiiien zU stellen, als ans denen irgend 
ein'er Gebirgsgegend. Sidlbst eine Menge oryktogno- 
stisch einfadher Fossilien finden sich als (xeschiebe, 
offenbar iits Einschlüsse der zertrümmerten Grebirge, 
so wie denn auch, eine grofse Zahl yon Versteinernngen 
als Geschiebe Torkommt Ja siogsfr Fossilien, die nur 
als Gangausinilangen auftreten , sind mit darunter 
z^streut. 

Wenn nun gleich auf jedem Geschiebefelde in der 
Regel die eine Art Granit vorherrscht, so ist e^ doch 
merkwürdig, dafs niemals die eine Art allein sich 
zeigt. Stets finden sich andere, in Korn und Ansehen 
verschiedene Granite, und in eben' so grofsen Blöcken 
als jene mit darunter. Ja oft ist diese Mannigfaltigkeit 
über alle Beschreibung groCs, und Hunderte von Ab- 
änderungen würden alle vorkommenden^ Varietäten 
noch lange nicht erschöpfen. So sind z. B. auf dem 
verhältnifsmäfsig kleinen Räume der RauenschenBergie 
mindestens 30 wesentlich verschiedene Granite zu 
finden, und ähnlich zeigt sich die Erscheinuifg überall, 
s So wie sich in den meisten Geschiebelagern eine 
Art Granit als vorherrschend zri erkennen giebt, so 
tritt auch wohl ein oder das andere Gestein noch neben 
demselben, wenn auch untergeordnet auf, welches in 
anderen Geschiebe - Lagern ganz fehlt. Zwischen 
Berlin und det Oder findet sich z. B. häufig ein rothdr 
Sandstein, der dem Rothliegendeh zwar ähnlich ist^ 
aber doch davon abweicht, welchen man in anderen 
Gegenden selten oder auch wohl gar nicht findet.^ 
Eben so strichweise erscheinen die Kreide und det 
Feuerstein , die Versteitierungen , die Hornblende- 
haltigen Gesteine etc. 

Vorherrschend indessen ist der Granit fast überall, 
und in den meisten Gegenden dürfte er leicht das 
Zehnfache aller übrigen Gebirgsmassen betragen. 
Dies ist far die Technik .von gröfsem Werthe. 

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silier oneniUidheii Verfldit«deiiheken hak^ kk 
8choD gedacht, «ud in der Thal Inndaie nach Kam^ 
Gef&ge und FärbuDg durch tioG Bi8achreibii]i9i,kluiai 
SU erschöpfen, uod. e$ dürfte tiar dea Zweck idieaer 
Blätter zu weil fuhreo, io eine detaiUirte Be^chreihoni^ 
der einsclnen Gebirgsarteu einzugehen« Sehr lebhaft 
geförbte Granite, obgleich fir die Anwen^ng zu 
Kuüstgegenstäoden die gesuchiesten, sind deunq^ch in 
groAen Blöcken ziemlieh selten. Auch die unter 
dem Namen Schriftgranit bekannte AbSuderung fin-r 
det sich, doch hab^ ich. sie bis jetzt nur in einzel- 
Den kleinep Massen gesehen» Sehr häufig zeigt sfcU 
Granit, der durch regelmäfsigere Lagerung des Ürliia- 
mers ein Gneifs- ähnliches Ansehen erhält, und s^bst 
bei dem schönen ^grofskörnigen Granite des Mark« 
grafensteins auf den Rauenschen Bergen ist dies der 
Fall. " 

Bei einer so grofsen Mannigfaltigkeit der Arten 
ist es natürlich, dafs einzelne Stücke anderen schpn* 
bekannten Graniten aus anstehenden Gebirgen ahn« 
lieh sehen. Niemals habe ich indessen, ein Stück ge* 
fonden, welches dem Granit^ des Brockens oder des 
Riesengebirges so ähnlich gewesen wäre, dafs man 
es als von dort entsprungen hätte betrachten können. 
Bfaer finden sich Stücke, welche mit den verschiede7 
neu Graniten des Erzgebirges und der Ober- Lausitz 
Ähnlichkeit zeigen. Eine unendliche Menge mit je-" 
neu zugleich vorkommender Stücke ist aber davon 
gar sehr verschieden. Dagegen sind unsere Geschiebe 
vollkommen gleichartig mit den Geschieben Schwe- 
dens, und ein grofser Theil unserer * Granite mit 
dem s. B. am Mälarsee anstehenden vollkommen iden- 
tisch, und dies ist nicht minder bei einem grofseti 
Theile der übrigen Gebirgsarten der Fall. Interes- 
sant war nur' noch die Bemerkung des Herrn Pröfes- 
4orB PüSCH aus Warschau, welcher bei seiner Anwe-^ 
ätfiheit'die Sammlung Mäiiiischer Geschiebe, Welche 
J. i83a. 2S > 



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iltr iOairerlMbiilarfriillit,: d^ Er fimd die 

Jii^et%« iGesdhiidie v«B dea in Polen and LiUhraeo 
«orifibwiieoden merklMi veeschteden, näd mir Ter* 
umwieii V '^ -vkÄcn d^lr hiesigM Granite TunDalin 211 
;|$iideo, der in^ den Ctesohiebeb der ^emmntefi Ge- 
^eoden fi^Laziich feM^ Während er diese y^ikon»* 
mea i^^chartig >niii BiönlÜodischeo Gefbirgsarten 
fiiot, «od die nmrigiBli md jene durch das g;aa2e 
ndrdlidie Denlschland bindttvch w^ft mehr den Schwe» 
dMitm äMditih. 

■'" -^ ^Zoweiien kommen in' unseren Graniten zwei 
VertclaSedea gefiirbte Artt^n Von Fefdspath znglei^^ 
v^. 'Bann ist der eine in der Regel Nairdn-, der 
andere HaK- haltig; ' 

Als nnwesentlielie GemengtTi0}le des Mariischen 
jbfranites vermag 'ich folgende anzugeben, weiche 
nach der Menge ilires Vorkommens geordnet sind. 
Jflornbiende, ' Epidot, rother und brauner Granat) 
oft in zöllgroben Massen und nicht selten krjstal* 
iisirt, TnrniannvNai^roii Spodnmen, Talk, Magneti- 
eifen, 'Schwi^elkies, Spodumeii, Apatit in kleine^ 
grünen KrjrstaJIen, Fliißspath, Pinit, Graphit, Kop- 
ferki^, i^rkon, Örthit und Pyjrofthit in kleinen 
KorneriL Die zuletzt genannten sind sehr seltßu. fiel 
JLfinebiirg ist audi BeryU in einem! Granitgeschiebe 
gefniiden wordegu 

Per Syenit findet sich bei Weitem nicht so 
hii9%, p^s der Graiiit, ändert jedoch ebeofiflto 
ma|nn^£iph ab. Am häufigsteq , waltet in den Mar- 
jkischeir Syeniten die iHprn^lende vor, : Von fremd- 
art^q Gemengtheilen JSndeu sich dari^ Glimiper^ 
Qlij^rz^ JSpidpt, Schwefelkies, Knpfeirkies nnd J©- 
fenoxjd. , ^ 

' Rjer D i o r i i isi maohst 4^m Gr^nite die biäfigslt 
G^bii^gSArt unter unseren Geschieben, und ti50t» der 
j^Ai«hhftU , Mner ^Sdss^iwmensetiutig.^denMMsh. i^ 
nigfach al^eändert Zuweilen wird er Mandt^tein- 



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artig und s^gt Blaseorilitme. Bf Hfl seht' i^qh an 
bd^meagten FVMsllien, und 'icfa lihbe 'daH» fpelkm* 
dm: Quarr, Griimmef, Chlorit, fipidot; N«tnf^ 
[^dnmen, MalalcoUth , KaHcspadi^ Sohw^Mkled', 
Kttpfei'kies und Tllftkidsen. Die Blüserfrämi« ribd 
oft leer, snweilen aber mit Qltflrs, €haIc<Nfon 'odet 
erdigem ChloHt ansgefBllt MitonMr finden «itäi 
nuchDiotitkiigeln, welche 6l<^ ooncentrifiek sohaiifig 
äAyldsen. ' . ' 

Doleril findet i»di nicht eben häufig*, d^iikh 
aber beirtimml und in Terschiedenen Abänderungeiib 
Zuweilen ist der Feldspath #ehr vorhjsrrsch^snd '^ ttn^ 
^Milender Augil, der manchntal strahirg Und UStUi||: 
wird nnd dtttn ieiclrt zu verkennen Ist. Das ]K[«fg<fc 
äeteisen ist gewöhnlich, nur feinkörnig, fiini hier 
giefondenes S^ck ist nach dem Wagnisse der Prc^ 
fessQiPeo HlfiturGCR und WoHLca dem Dolerlte^dei 
KiDaekaUe in 4Schwed^i . ungemein ähnlick^" d.(d# 
Gabbrofimlet ^ch in anseren Greschiebeii nfeht lift 
den gewöhnlichen Abänderungen /^öhl aber lad^ 
nigen hföeMt eigenlfaOmlicheti Varti^äten, ih denen 
der4Diallagon höchst aasgezeichnet, -bald blJ^rig> 
bald stradhiig mit itehr schönem halbmetaliischen Glänze 
auftritt Er findet sich j^dod» tfur selten. Fremde 
artig 8find ihii^ Rosen- und Milcbqnara, GHnfim^r, 
Hornblende und Magneteisen beigemegt. 8b dha>- 
iracteriitiseh auch diese Gesteine sind, so weifs ich 
nie äoch keinen der sonst bekannten zu parallelisireit. 
Übrigem^ findet sich der dichte» Feldspath mitaniei' 
in unseren Geschieben in einer Abänderung, wel<iillte 
ToUkpmmen der Schwirfzerisiiih^ Jade odei!' dem 
Sanssurit gleicht. Smaragd fehlt aber darin. 

Hornfels, ohne ausgezeichnete Eigenschafl^, 
findet sich'^ebenfaUs, aber oft mit so feinkörnigen 
Gem^iigtUeUen , dafs dieBestii^mutig zweifelhaft tiriM. 

. * FiremdfH^ig hfS^ ich darin Horabkude t^d Hj^lit «)t fsineii 
glftsartigcQ Überzug auf ;flea Ablpsiiagsfläpheia^ gofimdcn. 
Der flyallt acliien Ton sehr neuer Entstehung xu seyn. 

■^ ' . Digitizedby.'VjOOQl^ 



. filtehil.daai Gtanife wd Di^rite findet sich am 
iM^ifigsleii der Gaeifs, in höchst manDigfaUigea 
AModeruiiged,, Yom hoehat Groblc6riiigen bis zum 
FeitfkQrtiigeB'. uad F<eiii9chiefjrigen hinab, spwdlea in 
inellsamw Verbiegupgea der sohiefrigen Struktur. 
Gl fiadeo. «ich dacuuter sehr ausgeseichnete und 
qharaotefistiache Arten. Er bildet oft ansehnliche 
J^Mke, doch nicht sa grofi^, als der Granit, und 
ist zuweilen wohl. dem Goeifse des Erzgebirges Sha«* 
lieh, doch niemals ihm vollkommen gleich. Als fremd- 
üflige Gemengtheile ffibrt er sehr oft au^^ewichnete 
Granateo/i seltener Hornbltede, Schwefelkies , Mag* 
neteisenf und sehr seHen t>ichroit, Fibrolith u^ 
einen EhUticit ähnlichen Cyanit« Nimmt man darauf 
Rlicks»oht^ daf«! vieler Grnejfs in kleineren StQckeu 
oft völlig Granit-ähnlich wird, und 'daher manche 
als Gmmt aogesprocheue Blöcke wohl richtiger dem 
Goeifse unheim fielen,. s<^ dilrftß der Gneilk nächst 
dem Granit^ leicht das am häufigsten vorkoBMnende 
Gestein unter den Geschieben seyn. 

Glimmerschiefer findet sich nicht eben 
häjBfigst wa^hrst heinlich weil die Masse der Zeirstö» 
rang zu wenig entgegenifirken kaan. Grofse Blöcke 
bildet er nie. V<^n fremdartigen Einmengungi^i habe 
ich nur Knpferkiies und Bunt<p Kupfererz iu.kleioeo 
Parthie n gefunden. 

Diorjtschiefer findet sich eben so oft^ luls 
Piorit, setzt aber selten grpCsie Blödie zusamouui» 
Quarz, Glimmer und Schwefelkies finden äch darip 
als fremdartige GemengAeile. 

Thon schiefer zeigt sich aulberordentfioh sel- 
ten,, und dann nur la kleinen Massen, Wahrschein- 
lich hat er der Verwitterung unterlegen. 

Porphjr gehört zu den sqhr häufig vorkom- 
menden Ge^iebeo^ obgleich grofse BlcM^Ke zu den 
Seltenheiten gehören. Er ist nach Korn und Farbe 
ungemein verschieden, doch sind lebhafte und reine 
Farben selten. Hoth ist die Haupt&rbe. SÄiw^en 

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igt der Qiuirs darin Ivytiallisiit, nweile5;hat «r 
Drasenräuuie, is welchem der Feldqptih Krjftalli- 
drupen bildet Mitnoter sind sie dann iznn -r«lheiA 
Biaeniahm bedeckt. Anfser diesem finden sich neefif 
Hornblende und Glimmer als snIäUlig« GemengtheHel 
Für die Anwendung su Knnstgegfen^tftnden ist /es «v 
bedanerq^ dals sich bis jetset onr Massen tmi h«eh« 
stens einigen Fuften Dtfrchmesäer gefiinden haben;. 
IKev Ahnlidikeit mit Schwedischen Porphyren ist 
bei vielen Stöcken fibrigens gvoTs. 

•> Angit-*Porphyr ist unter unseren Geschigbitt 
in. mehreren Abfinderüngen rorhanden, gebdrt^in^ 
dessen nicht feu den häadBg Torkommenden MaiseD. 

Trachyt gehört zu den sehr seltenen Steseiiie^ 
ben, nnd ich habe ihn nur in kleinen Stitefcen ge*» 
sehen. Bines .der StScke zeigt die meiste AhnlichK 
keit mit dem Siehenbfirgischen Gransteitfe; dieilbriH 
gen führen als fremdartigen Gemengtheil Honiblende 
in kleinen msdeUScmigett Krjr^ialien. 
• : Eben so sißlteil findet sieh der Aphaiiitv dodi 
sind die Stück» gewöhnlich etwas gröfsen ^ . . ^ - 
^ Der Granulit oder Weifsstein gehört. eben«* 
falls zu den nieh* oft voricommenden Gebirgsarten , x 
tad zeigt in den wenigen gefundenen Stücken nidhtn 
Characteristisches. Als frenuhwtigiqLGemengtheile eiu . 
sdieinear darin Qna«z und ÜGriiest*^ artiger Strahlstein. 

Jlas' körnige Quarz g est ein ist dagegen esn^ 
G^birgsal^V die «unter den «-Geschieben in vielfachen 
Abindenlngiini' hte% i gefunden :Wird , und zuweilen 
in Quarzscluefer ftbergeht - P^nrös habe ich es aber . 
bis j^tzt nicht gefunden. .Selten sind die Blöcke sehr 
groft. • . - 

Hornblendegestein gehört zu den sehr hau- 
figen Geschieben, und oft ist die Textilr der Horn«^ 
bfende sc3lir ausgezeichnet kristallinisch. Nidht sd- 
ten aber irinkt sie bis^ zu einem so höchst feinkörpig^ 
Gef&ge herab, dafs man dasselbe leicht als' dicht 
ansprechen könnte, und dals es zhletzi, i¥ie e& scheint ' 

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nttt fiWfe dM braanea Biomjdcs^ ai «iner irSUiK' 
diditen Masse vird. Voo ctngmwngteB PtMoilww 
iadeo sich io den ONrableiidegesteiiie: Felspsth» 
Qmizi QÜmiiier, MebkriMi» ^idel ond Sdnre- 
fefldes. Miluoler, weim die Uonbleode sdir feiiH 
kfiraip wicd, erbat es MaodelsteiifTcxtiir« «nd die 
Bbseiiieme «od dav Iheik mit Katkqpath« Ibeils 
iii^;ClikHrU »sgefiillt Ste ganz ifichle ficstcuiy 
weldiesf ibfigens dem bei Snlse im Ve^^lande ¥ar- 
kommenden sogenaanb^n Kagel* oder Leberfids sAt 
ihnlich ist, ' hat ebehfiills Blasemäbniie^ die mit 
fleiscfaroti^m Karneole avsgefUIt sind. 

: Körniger Kalk kommt sie unter den G»- 
sefaieben in grofisea. Blocken vor ^ und auch ia klei- 
nen Mafien nicht eben ^^llfig. IHe K<mer sindi 
ziMetkn so grofe, dafs er in wirklichen Ralkspadt 
abcfrgehl. Zuweibsa' finden sich noA m dem fcir«- 
mgen. Kslke: Halakol&hf sdor ansgiea^hnely waA 
gewöhnlich in schön ikilscbmlhen Kalbe, der dem 
fliordischra^tSflschend abolich ist^ r glasiger Sbahl- 
stein, Kalkspath, Glimmer, Kalk, Qnatz und Tita»- 
dseo^ • ■ 

Körniger Gypsftidet'sidi ausoehmendseltetaf 
und nus ein kleines! Stflck von asefagmuer Farbe ist 
mir bis jetst TotgidElmimeni. 

Körniger Dolomit gebort, wenigstens in fkr 
Mark, au den selieüsten Gescbifebeu, moA nnrAücke 
Ton Faoitgröfse sind' mir vor^kommen^ wafaadMsH 
Ueh weH er so leibbc aerfaröci^l^ SmuÄi»&g fiadte 
sieb darin: Glimmev,' Talk^ (j^äre/imrid ^fa^^su 
Sfrahistein. > 

Körniger Stinkkalk findet sich nicht gmm 
setMnt imd wenn gleicb nur in iUeiiten Blöcken, doch 
sehr rein und angezeichnet, ttüd bei m 'Retben starb 
riechend. ' Das Gestdn zeigt sich iberall sAr gimcb« 
aitig, jedoch so, dafs sich znfwmlen föhhttefae K17- 
stalle darin ausbilden. ^ 



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. t T;lrossebiefejr ridift fciifig; im TUM tnk | 
SfdlwerelkM «od Örihoc^'ratile» Mirratuj. t'.. . 
Talkscliiefer isf^ ^gigwi niltter den CM^ 
sdüeben üur sehr seheDm finrfoii. ' .' . ^v^:// 

" Weit Mnfiger zeigt sieb der ttorrfttleiiiffe-: 
düKiefer, doch ist er, unter den Hornbiendfeffe-i^ 
gttfheh da9 sehenste. Er f&hrt' StrahlsteriiV:^eM^' 
Späth, Qnarz, Glimtiier, l^idot und Schwefelkies äl& 
BelÄieiigungen mit sich. •'». '...;• 

Chloritschief er gehört ebenfalls zä Aen s^hr 
seltenen Geschieben,, und ist meist^ nur erhalt^en^ 
WeDjQ er sich mit fleischrothent dichten Feldspathe 
verbunden hat, den ei* lagerweise darchsefzt 1 

Serpentin habe ich lange ^fi|s TöUig^ felileua. 
aiiter den Geschieben betrachtet, bisf ich vor eirliger 
Zeit eift Ueiiies im^weilißlh^fte^ Q^chiehef dsiDftus 
besteiiand faod^ la aoderer Gagqad ist er jodaafrUs 
»ehr selten. ' ; V " 

.Basah gehoirt mcl^t zn den sieb Käilf^ )in- 
denilen Geschieben; ^och l^n[iinea davoa £U^ 
9iehr als eiaem Fafia im iDmchmes^oK vor» . Thieils 
fiihri er' deatü^enOlivin io Köniiern, tfal^ils -H^osi* 
derit, thetlst ausgezeichnet sehän tcr jstalUstrlto A^t ' 

Üb^fjgangskalk, . Er ist striqhweise sehr 
häufige ; in ^x^^^Pr (^^ei^defi .ab,er^ gehört er s^l 4en 
Selteok^itaB^ ^ Am .berrsehendstea .'fiiiid> aweii Afaäode- 
rmtgmkz* ehi = fleisc^irotller nfit';weifeeB Adern, ; und 
liöeh hä^fi^er ;ein %er^rftiiei^' uud^rfi^ 
vielen ^^erstein^rui;geu ^i "die zjjun . f ^s^l . in , Aäl|(s]^tli 
vi^w^gdell jSJind.^ Aud»: blau^apeivimt wc^lfef vbAdf rn 
i^ . uialrtr stllMi^ > EÜB uTheH dieses Kalks ipt«diem 
Goitländerf aaeh' Ahiehen Uüd'' Tersteinerung^en «ehr 
fllnlichJ ' pie'y Äöifeiriertah|^^ des hotdisblleil T^^^er- 
'g^^sliaIjcs;.'^CM^^ jj^br^ns als, Gesphi^.^t 

noch häufiger, als der Kalk selbst, a 

«^atttPde» VeMeioflnmgev dM^lavliisi^eff Übeirgatigi»lailfci»»ind 
-'> «imUiifigiteadiaJxlMideftQiMNAIvclilelK^ 



* ' Digitizedby VjOOQIC " 



: FMiEkstkt oiaüek Kdk um den w^Amhea 
den OiMCgMgshilk.nd die Kreide Miendeii For- 
üMlieDeay findet fach «reil seltener, als man es 
^ermatlien aeüte. Die «ticke aind gewSkaMeh nnv 
klein, und aafser Bleiglanz und Veretein^vogca 
kenne ich keine Einmeognngen. Roogensteia 
oder Oolithenkalk findet sich sehr ansgeKeich- 
aet,^ aber auch sehr selten. Ein eigenihtmlidfeer 
bläulicher etwas sandiger Kalk findet sich am hin- 
figiten in der UkermarL, seltener in der MitteLnaik, 
und zeichnet 6ich durch seine Unzahl trefflich er- 
baltiener und sehr mannigfaltiger Versteinerungen 
aus.' In der Regel bestehen die Stficke fast nur aas 
Versteinerungen, und an Schönheit geben "Sie kebea 
anderen etwas näcb« h 



'' €i iclerop« und puaetata^ Avapimty bMondeM A. ex- 
*'» ftsa^as; Belleropheii aperlu«; Orth.ae«ratiiea, \f 
«ondenO. andnlata«, ▼agisatas, Breyaii, aftaala- 
tns, ^incttts». regalaris aadierratat; EnomplialaB 
ellipticQ« and pentangalatas; Terebratvla plica« 
'talla ]>ibs., in grober Menge vad Tielea AbaiflfeffaBgeB ; 
Afrypa retieulari« Daks.; Delthyrie ▼eetita .Giav.» 
.aliBFaLta Baui.,' micraptera GitD»., e^malifera Ctea»., 
' ' «iri'atala 6u»v.; Ort hie pec tan DAui.; Lepftaeaa lata 
- Buca« in «ehr grofser Menge; L. -mg^sa Daui^, eagljpAa 
^ pAKM;, depreesa Dalu.; Pentacrinitae pHacvt Gur»; 

A Aetinocrinitee triaeoatadaetylaa Hna.; Eciiiiio- 

-' tfrliaeritea paamMT Wabuim^ CalaWlipoi^aGatMaa- 

.. dicaOutVM aJLveolar^aGi^aak, pol3rll|•rplla€}ulr.,ap^•B- 
, jgiteüQhDw.f fibroea 6i>p.F,$ Syrinpiipora retievfaiU 
V Oluf.; Gatenipora labyrinthiea und eseharoidee 
%hLDt.$ dareiaalij oirgaaamGftDV.; Aetraetf poi^<^Ba aad 
i :eiail<rliiaa fcBr.;Gyatli4>pliyll%iiii 4Jatttlin«> «aaapi- 
«taeani, ceratitaa^ t^el^jtoalaH GuVil/Maairmlaa* 
. ceolata Qlm.^ Cellepora.eefsl^aroi/ie/iy pairiaiw^A« 
oreeolaris, graciils, hezagonalie 9u»r«$ Oorgflaia 
^afandlbaliforniie Gab».; Stromaiapiora ' caiieea- 
trica Ot^n».; Acbilleam tahitqinwaLmnm:mui,'tMm'^ 
eatüm G^ar. 
6 Dieter Kalk re^wittert an der Oberfläehe, «ad belegt tiek 
■lil einem gelben pchoTv^aae w«kliett «leli di» Va i M^ Ba- 
fangen aoi leiAtiMNn ItelöMii.^ : LeIalM«' «eigm mH bC- 



DigitizedbyCiOÖglC 



Die Muse des tLOäe Mmt et IUUbbi fcoHUnt ali 
Geschiebe « nkki rm^ mmJbd» Alfien- ooAMtaiijel» 

• ' ' ' i> . , . .....-..-. 

«cln«dreiiinh^ dMr di«m aKslk «nr. Oollftlinibe ;a««r Mm 

Was ich diiri^ gefopden, betteht der Bpoptsatlie ai|(li ii| 
Folgendem: 

Amnioiiiie» eapricornuB SoHii., co«talaü R>n4.ik 

•olaris? Phiia.,' Maeandras Rbih., commniii« Söw,« 

'. annulatos angainas Schl., Bakeriae Sow.« HerTeji 

8ow., subfttrcatot ^ohi<., Williainsoiyi PRtLEi.V Ne-^ 

^ ricii« Sfein*, Ottlitliai Sov. ^ Bulla fileaa S««r('*^ 
Deatalinra niteaaSow. in Menge, eatale? Ijiiiii* -*Pl(- 
tellä ae^nalis? Sow. t— Terebralnla- canaliealata 
Goi^DF. sehr häufig; — Ezogjrra conica Sow., Pectea 

' obsoletns Tar. y Sow.; — Inoceramiis lataa Sow. — 
. Ayicitla oTata. und echinata. Sow. — Area BranJeri 
Sow. oft; — Nacnla lanceolata, Tariabilis und la- 
cryma Sow;.— Trigonia alaeforfnia PAaams. «ad .cn* 
• pidata Sow. — Bfytilaa affinia und sablaeYit Sow. 
— .Pinna lanceolata So^. ^ IsQcardia oblonga Sow. 
-i- Tellina ambigua and Br^aderi Sow. «- Yeana 
Iransvera, rasiica? and parya Sow* — Corl^nla ro« 
taii)|ika und globosa Sow. ^HyaV. scripta qq4««- 
gnlifera Sow. — PholaAomya Mnrehisoai Sow. — 
SangniBolaria conpretsa ond undalata Sow. : — So« 

V len effttsus? tiiH« npd ailiquaf liiirir. -«-Pboläsey- 
lin^ricus Sow. ^ Serpala.artiealat# Sow. ntoht gaaa 
aelten.^fisehara pyrlforniisf Gluf.«— Astraea coa- 
eiana «nid oaryophylloidea Gauv. — Sojpliia eo- 
et'ata, striata?» cyliadrica Gtav. -*- Achilleam tu- 
* beroaani'iiiid trancatii« Gii»v. *« Reale Von Hots» ia 
Braeankele Tenratidelt 

r MialMt ilenv fiadet aM aetli^eiv grauer aaadigei< aiebt 

aehT fcater iEidh nicht selten, daaeea Farbe jedeeh iKedMelt, 

^ «ad der «aweBea i^bat graaüeh gelb wird. Bir gehört MBsa- 

' ha« aa dera^^en OeUthaeihe, ttad ist nicht nlhdev releh an 

i Vetfet^aemagaia. Folgende sind vmi: mk lab jelat in ihoi ge- 
funden: Aihmaniiea arie tie Seaa.« ceatalaina Stent* 
wid «ttbai«i<9iinta §vw^ — Seapliitea aeqnadi^a Sei«r.\^ 

V,, ;T«irritelU<^riplic«ta Baeccm, — Mnrex g,raSin- 
Ie««e,^ liiagala m^tiUidee 9ow.;vTavehirat«U In- 

. .wi^ermeill« lä(ow.;i caJialioia lato GKaA^verbdcul^ tief 

.. ..Sev^c alato. I«Ma.| Atrypa aapax* «nd.caai^lU«ifcs^« 



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külk iihBtinqpi i all Q w MlB cfte iioh nidil oft fiiden,. 

Kreide g^ehdrt zu den häufigen Gesehieben. 
lKioii»;«e faNlisft «lidit Fe^cmtein tfnsdiMQfti, «nd 
diK^h'^MBien ei4ttih)»n Word^, iso and dte Massen 
iliniiäi'' nnr klein. iDer in dQr'Krefde törkommende 
Fenerstein findet sich dagegen ndgemein häufig ak 
GN^hi^bes Qhgleteh sein Verbraubh znKilfeilen- und 
l^feiiieiiidl^nsten schön aeit zwei Jahrtausenden fort- 
dftfertJtJbi weilen aind die Blöcke ns^ehr aU .fiufa- 
groik' INe VetaiefaeFungen der Ktaide finden sich 

DÄLM.i AQomia «Iriat^tSow.; Jlxo^yia contca S«w.; 

Pect'en orbidalaVls \ind ^randiit Sow.; Plagio- 

'. kiomä t^opßri? Sow. und reguläre noh'»-, äerVitlia 

'aViciklofdeB SöW. ; Inoc'eramus i'atas und myti- 

' toiden SöW.; Avicula ct)4täta und. ovatär Sov.; Cu- 

cültaea mi'Duta und decussata $ow.$ Area tnmida?; 

^rlgoiiia scabi^d, gibbosa, clA.vellata iind anga- 

' lata Sow,; Modlolä imbricata, . cntieata, »ubcari- 

' nfttät TSqw/; Mjtilus pcctinatus?, alaeformi^ ^ow.; 

Vnl'o. crfli^sinsculns; antiquu9» coiupresBus Sow.; 

''" rsocardia concentric'a? Slow.; Telliiia^ Brataderi, 

* '^HnaequaHs'SowM ^elliptlca Bäocchi; Afttarte olilonga 

tSbw.; yeiiiiB transversa Söw.; Petricora* laminosay 

' ' 'Sotr.'j €orbuIa cquipianatisi und rotundaifa Söw.'; Lä- 

* rrärfk? striata; Söw:; Sax'i'caTä rugosa Sdw.; Ser- 

/pälä Plexus uncl' ob tiisii Sow.'* \ . • 

.; mit dem Abraum des Rudersdorf er fUofim/», 4^r ali^. ^is aer- 
■tortes Gebirge in der Dilnvialdecke desselben findet, über- 
, :si4iif4H|||iie»;vdMk;B^|^il)M»sj|il| niolili b i aiff^thalfeB 

. ^M^^se^iriQli^i^lm^leiMJif^ 

n4i Isit^aad: «iai«tii^a/ B*<iNAif.;.Tü^t#i»CJa «aiBVÄif^o«i«m:niid 
V? TulgiaiU>^«aM Mjm «iitoiea:lo|d#^ .8««k| Sjalfitacke 
)(^^A.Bsrcialt«8 Jiioflilifotmi« Miu«,^^^ 
-Hl feifa» «a« 4mm ^ao iiH o iaeliafae «-Idb Mi j|ei3tr Mgembt ge- 
'Hfandui: Bel»mftit«a wavimlkl'aftaaiand'BracrvAitaB 
Ntauwi^ Hod»sarl« laavigata 9'<lBB.9»FiaiB.a.l«tci«tel- 
/ l^li/b»i ÜUMr^ T«l»eb4Fwt<wla» '«»iMr^o»tfri9) !»■• 



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/Google 



Q^scbiebe» abw fiteto iivr U#iii,(juid lat «ftisikiliil« 
4fiteo badockt . t^- i 

Kieselschiefer findet sich ebenblte 
aoter. dep Getcbieben , m^d, ist seiner F^gbpi*^^ 
gi^ii ein ^ut zu gebmncbeiidei; «Stein. Po^ küäfiib 
&c keine grofse Massen« . < 

Verbävtiiter . Thon,,, *oder Tbioiiatietn^ 
sei^ Mch AI» selten urcI, in klöuaeo Stücken« . , 

Bother Sandtein oder Roth Hege nd^eil 
kommt bänfigv unter deq Go^chipbv und zum Theil 
in ansehnlichen Massen und mit mehr als zoUgroben^ 
Körnern vor. Wenn gleich manche Stficke als Mühir 
steine kfinstUch forttransportirt sind,' so ist sein Vor« 
kommen als Geschiebe doch nnzweifelhaft 

Hierher igt auch der schon, früher erwähnte 
rqthe San4|stein| der sich zwischen. Berlin nnd der 
Oder findet^ zu reielvi^n, d^r sich .in manchen Ge» 
genden in Menge, und in absehniiohen Sttcken zeigt 
Er spaltet sich. sehr leicht in Tafeln, und wird bei 

^nbercvlata Nilss.; Oiitrda cdlitarla Sow^ Häbellif 
' fermift und' acntir^strls Nilm.; -^ Pecten AÖrrata^y 

SDemlTvana.ceittr aiibarBiu<NiU8.»orbical«ri;t Sowvf 
; '«-..Plagi^cip^ift pan^t|^ta,äs,.«»fal«^.Sh>v*;9 <eüf.ti«»^ 

latum Nnss.; — ' .irca.tb^ipibea Nui^^s. --.Modiii^lf^ 

liibopbagites? Lax.; — Asterias quinqaelöba 

• 'GiiBlv.; Pentaoriiitteifiib«al<)afa« MÜhieT. (Kreldef); 

• ;iC^)r8ifeiliiycrki4t<«« rng^Bmm'f Mvk^; U* €Jdaeibi* frsi 

' lari» ItAM., glandiferns, ▼esicnlosuc Guiv.; — 

..,t A|Lb4ilt<Pii^a/t4iiuf^; Aaa«cby,t^« .«^Tat^f: IiAN.t canoi- 
.^. 4«qa ft#f.;j^*-. ^f i^üipotra. djicfbatomfi m4' ra4|«U 
,■: fQKJim.i'tk^i.epPT^' d>#tiiQl|%v»t0rviic.at^?. «nU-Tl^Uata 

. .crepia,' ^qtifaa, gravilitt ps«talo4#, »«raata 
'. .jGMv.^;r>«QUi|co«4^o.ir|i9iDbiffralf^ici7^«^I»«£kara 
. jdio^Jmifoim» dUttclia, .Qyiolaaftoma, a^^iUta, ean- 

j(^^nU;iA.f«B4ib.iilil«rniif» baciUai^jli^s qqdr 4lMiia 



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BüMtetir bw«t2t In >il8r. Gt^gwd Tdn Ffiret^iiwaltfe 
beetehi ein grofser Tlieil (tor Maaetii ays * diesem 

' Ktf'thin Beht SbnlicheT noretwa» feinkörnigerer 
llmdfltein ' Ton dnnkelrother Farbe , - der sich aber 
nicht dft findet, f&hrt eine Menge Veirsteinernngen, 
welche dkrthnn , dafe er ' 2ä den Oolithgebtlden ge* 
hört Vielleicht feit er mit dem vorigen gleicher 
fioitst^hmig. e . 

Jüngerer Saqdstjein. Unter diesem Namen 
mnfs Jdh alle, sonst noch in der Mark vorkommende 
Sandsteine, mit Ausnahme des folgenden, zusammen 
fassen, da es nicht möglich ist, nach deni Ansehen 
loser Verstein^mngSr leerer StBcke die Formatton 
näher zu bezeichnen, so tfngemein verschieden sie 
sich auch aufserdem zeii^en. Für die Technik ist 
davon keine Anwendang zu machen 9 da die Stücke 
N steis nur klein sind ^ und autlserdem nicht ieinmal häu- 
fig vorkommen. Eigentlicher Quadersandsteio scheint 
niiter den Geschieben ganz ssu fehlen 9 dagegoi kommt 
eb gelbiich grauer, stark mit Sand gemengter Kalk 
vor 9 dessen mt^ist undeutliche Versteinerungen ge- 
.^hnUch in pulverige Kreide verwanddit sind, der 
wohl zum Grfinsand gehören dü^ite. . 

Brannsandstein. Wer die in Mecklenburg 
namentiich in der^ Gegetid von • Siernbei^ vorkom- 
menden, utd dsrbh ihren ReichthtatiEis^ schönen, 

t Bis jetzt babe ich iin diesem lefzteren * gefaiiileii : im- 
moiiites annulätutf- aaguinns Sc^.; et^ii nicht be- 
stimmbaren Belemnlten. -!^ Tere Brat ala cinaliCQla- 
lataGKBF.; Pecten lariiinätiis QRtf fibrösni Sdw. (ia 
Menge); AVIcula in'aeqniTalvis Sow. (ebenso); Tri- 
gonia B^abta LAM.;']IIodlola cnneata Sov.; Unio 
' . crassinscalos Sow. (oft),' und subconstrietns? 
Sow.;XardiQm troncatiim Sow.; Corbvola laeTigata 
So V. , • ( oft ) nnd r o i n nd » t a Sov. ; N y a: a Wg a 1 i fe r a 
nndp'licata'Sow;; Pllaladolirya'lyrataSoir;; Saagni- 
norlaria corapressaSow.;Oastro€haena tortaosaSoir. . 

■ . '. ■ DigitizedbyVaOOQlC' 



wuhleitelteneo VenieiMrtiiigm Ubk^ 
Steinwamw ketmi, ^wtbSke mn, in oeneieD Ztüai 
9h dwi Grobkftlk aofehönf beitwchtel bat, dm 
wcofis, welches Gestein ich mk dem obigen Nnm« 
def Kflne weg^en beseichncf. Geow dieMtt»en Mas- 
sen liegen Aber die ganze Mark aeräteeni, obw<Äl 
' sie sich nur eitteelii seigea- Säe führen eiiie. gi^efts 
Zahl schdner Vefsteineningen« welche sich faat allf 
eben so im London clag wiederfinden Fast jedes 
Stfifc seigl deren neue, wobei es merkwlb*dig isl» 
dais bald die einschaaligen, bald die.sweischaaligen 
KÖBchylien vorwidlen, oder sich auch wohl einandefr 
ganz verdrängen, f - 



f Wm ich bis daher darin gefandea, «iad folgende Arten : Ae- 
• teon ttristneSow.; -^ Bulla ot'vlataLin./and'een- 
•triala Saw.^ — Aarieala targidaf, .aitavlats 
msA pyramidalis Sow.; If elaaia eostaia» traneaU 
und fasciata Sow.$ — Rlssoä acuta Sew.;. — Tar- 
ritella cönotdea Sow. und tviplicata BaoccHi; «^ 
TC'atiea epiglottina La«, sehr haafig; — Tairbo 'l'0- 
t«■dat«sS•w.;•^Trocllna.extenen•9lNr.(— »Sealarlä 
acuta Sow.; — Bnccinam nexnoeam Ba aae ai oad 
canalicalatQ.m Sow.;.'- Ca>ei> striata Sow.; -* Cas: 
. sidaria cancellsta und depressaT Buo9; — Caneel- 
laria qnadrata irad eralsa Sow. $ — M nrex regn- 
laris, trilineatns Und echlnatasf Sow.; «« Fymla 
eleganB?'Lain«and Gr^eaw'odil Sow.; Fnsiis acnml* 
natus, cancellatQs nnd alveolstus Sow.; Plenro- 
toma breTirostram^'aeominatiiniy comma, colon, 
' rostratnm^ fnslform« Sow.;— Rostellaria com- 
posita, Paricinsoni, macroptera, Inclda Sow.; — 
* Mi'tra tnrgidalaT Bnoecni; — Oeatali'nm Incraisa- 
tnmt, plannm; nltens,. (sehr bftnflg), elephanti- 
nnm Lnm. , ellipticnm?, costatnm Sow.; — Lingnl^ 
. oValis'Sow.; Pectengräcilist, orbienlarls, stria- 
tns, reconditns, dnplicatns?, obsoletos rar <y 
Sow.; glabratns, planus no6.,'rotnndatnsf Lah.; — 
GerytlHa solenoides? Sow.; Cucnllaea glabra, 
'carinata« elongata Sow.; -* Area Branderl, de- 
pressaf Sow., diluTÜ Lah.; — Peetnncnlns? — Na- 
cnla claviformls, lacryma, (oft), olmilisj mi- 



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Attfter dlosen BMt^mtfm finSen «dl 

aber mr in klaiMD Sikkeiiy m ^e euofiam Ime 
^«ivlnimmgeB, aimKch: gcaleiaer 4)m«, Bsen- 
Idesel, Chai^M, flornaCcnn md Tenleiiiertea tialz, 
llaq^ig) Kali-FVldspadi/ Natrra-Peldspath, ud 
«war fOwoU AShit da Labradoi«tehi, fotaCeiw m 
0afiMi MaaB6B, doch ehae F^rbeaspial, dieMcfer 
Feldspath, i^podinneii (aeltea), läapalilli, Bfagn^ 
ak, llalak««tli, DiaUagoo, Bpidol, Pibrolith ^ohSo) 
«ud amdUßger CjramI, Dichorit, l^nndKn^ GiaHM 
(aach deiber), Idakraa (avflgeeeicbnat io zollgrrf^eii 
Krystallen, am nichsteo kommend dem von Sek bei 
Chrmtiania in Norw^en), . Kalkspath, spSthi^er 
Stiaka^in (Anthnkolith), Schwefelkies, Magnet- 
eisep {in Massen von einigen Zollen Darchmesser}, 
fipaihaisensteia and ThoneisensteiB. Aach S^en fin- 
det sich ab ^aschlaft einaetner Geschiebe, jedoch 
sehen. Velr Thoneisenstein findet sich theik in den 
Ponnen der Geoden, theils in derben Stücken; 
letstere werden nicht selten feinkSmig, und nähern 
aioh sehr dem Rodüriseasteine. Oft fuhrt er Ver- 
atein etuugen , welche ihn zum Thetl zur älteren' For- 
mation hinweisen, g 

.aiaa, la«wig«ia 8«w.|— Mytilnc Brardii BkoiiqIi.; 

— CardSiim d«c«iBatiim?, targidan, aiientt Sow^ 

eojicea^jrlcam «oft.; — Tßllina aqibigaa, obliqaii, 

. o,Tata, BTaaderi Sow.^ '- Mactra arcaata «ad da- 

. bia Sair.; Astasie piaaa und oboTatft? Sow.; ^ Ve-* 

an« csp€ra<a oad turgids? Sav.| Corbala relaa- 

*data (aehr hämßf^h globaia and obacura Sov.« (beid^ 

oft};-*Sol«a afrjaiaSow.; Axinas lagalata«? Sow.; 

«Tarbia^lia appeadicalaU Bamiaa. ^ 

g leh liab« darin geftindcn: N aatilns imperialla Sav.; — 
Anriodsita« <olariat Pbikl., anaalaris Raia.aad äa- 
aalataa Sew.; Belemnites atlenuatasf Sow.; — 
Nammallva laeTigatat luv. -^ Tarbö ccalata« 
'•^•9 -* PlagioBtoma elongatam and ^aplicatam 
Saw.; — Trigoaia ieabra Lak.; ^ Uaid iab^oa- 

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Bi« in den IXtvial^dUoliiM «ittt; M^^ Im 
Sadntden Vtnteiawuofgea sind la ibekieä B^tntfw 
8W mineralogiflcheii upd geogaostiflciieo KeHiilaift 
der Mark BraodeDbarg, SMek V. & «8 ff; M%ik 
f&hrt. Vide Ton ihnen geUren unstreüig ^üteni 
Formationen an. A. 

& kontite hier nnr darauf adkommen, einen 
blofeta Cberblick des mineralogischen iind pelre^ 
faktologisphen . Inhaltes nnserer. Geschiebe anzuge- 
ben, fiber weldien ich ihir ausfOlirlicfaere Rfhdiei- 
langen rorbehahe. Aber er wird hinreichäi) nm 
das ESngenthfimHche ihrer Zusammeiiselzniig llber- 
blitken zn hissen. Es and vonmgsweise jene kry^- 
straHinischen massig »platonischen Gesteine, welche*^ 
sich mit nngebenrem Übergewichte darin geltend 
nfachen, nattientlich.. der Granit, der Gne^ mi4i 
die Hornblende- oder AogitThaltigQii Gertem^. Andk > 
der Porphyr in mamigfachen AbSnderangeii fehtt 
ni<^ht, so'wie das in ein^m eigenen Verhiltnisse zn 
ihm stehende RothKegende. Von den ältesten ge* 

«trieta«? Sow. — Cardiam discimilef Sow. — tiu- 
oina anti^aata Low.; ^ Corbala cut'pidata fStow. ^ 
iCellepora urceölari«, grMtli« nad. paitalaaa > 

k Ich nenne Ton ihnen hiev nur die am hänflgiteB TOTkonnaandeai 

. ßeleinnitea mammillata« aad mncroaataa Nils.; — 
Terebratula ovata So^. ; — Ostrea TeBicnlarls 
*Lam.;'-^ (Grryphaea incrnrya Sew., arcaata Lam.; -*^ . 

- Plicat'ttla cpiiiosa 8ov.';i^Te'iiu8 faba Sow.;— Pen* 
tacvinitet baaaltifovmis llti&&.; -« Galeritea Tvi-* 
^«jrify ab^reTiätas und albogalern« Las.; -r- Spa«-^^ 
tangas cor-testudiaarjuin und cor-aagala.un 
OoLDF.; ^ Anan.cbytes oyatuü.LAM., conoideus und 
snleatUB Oolbv.; — Cälamopora 6o%liIandica, bä- 

' aaltica und apa^ngitee Ter. globösailKBF.;^ Syrin- 
gopavB.faiiaiilataO&oiu.; *<-€aiemipöra.eieliardi» 
da« Gi#F.$ ^ Cyallioj^ylJLain inrbinatw fonF.> -*» 
Turbinolia mitrata G&df.» — PaTonia tuberoea 
CrLn^.; — Siphonia excavata-uad praemo'rea Giaf.; *« 

' VetateinÜ^ Hlal«. • ■ 

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jRml Bergkalk häufige wenngleich lurtergeordnctec 
4Sm«wai£e fleheiat fort gaim zu fehlen. Von ailen 
«^^er folgenden Bildungen zdigen sich kaum Spn* 
ff«B bib snm OoUth> der nicht allein als wirklicher 
Roogeostein, sondern auch in ^dnen abgeänderten 
Gliedern als mannigfach Terschieden gestalteter 
Kalk) Sandstein und Eisenstein erscheint. Von hier 
au sind mit Einschlufs d^ Basaltes wieder Gesteine 
vorhanden, und reichen bis zur Kreide und dem 
teirtiären Gebilde des Braunsandsteines^ weicht lets* 
teren Fiötzgebilde jedoch an Menge init jenen- pla- 
tonischen Massen nicht verglichen werden können. 

Gibt man nun den wenig haltbaren Gedanken 
auf, dafs die Geschiebe an den Orten, wo wir sie 
letzt iBnden, früher anstehend T^rhanden waren , so 
iist man genfithigt, ihren Ursprung in der Ferne zu 
suchen, und sie als von dort hierher versetzt zu 
beträchten. Man mufs dann ein Land aufsuchen, 
dessen geognostische Constitution erlaubt, 'sie von 
dorther abzuleiten , und in dieser Beziehung mfissen 
einestheiis in demselben keine anderen Felsarten,, als 
die 'unter den Geschieben gefundenen Torkommen, 
und anderentheils m&ssen diese in ihrer Zusanmien-^ 
Setzung und in ihrem Bau mit den dort vorhaodeiun 
flbereinstimmen. 

c .In der That aber zeigt sich keiff Land, dessen 
geognostische Constitution mit den angegebenen Ei- 
genthumlichkeiten so nahe fitjiereitistimmtiB, als die 
Skandinavische Halbinsel, besonders deren sQdlieher 
Theil, mit Einschlufs der Insel Gottland. Vorzugs- 
weise cAnd hier Granit und Gneifs ausgebildet, letz- 
terer mit einc^ grofsen Mannigfaltigkeit untergeord- 
neter Lager, ^nd es werden d^halbdie«» Gesteine, 
wenn von der Skan^aavischen Halbinsel irgtodwo eine 
AUagenmg stattgefiinden hat, am häufigisten erscfaei« 
nen mfissen , wie nicht minder ein Reichthum solcher 
Fossilien, welche der Gueilis* Bildung untorgeordoel 



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• m 

Mnd. Beides- ist ifi der lltiit; iiriedch 
ergiebt, i« der Mark der Päil.' i^- ©er flftitiiiAfei'-S 
schiefer bedeclrt in Skandinki^ett g^ewdftiHidif iiirf -die 
höchsten Gipfd tiiid nie die Ebene öcfer liiedrig^ef 
Bergkopfe. Bteäser Umstand hai*, -wenn dä^^^Wkssef 
. nltht so hocb gestiegen ist, seine Versetinng gisXiiii-^ 
dert; deshalb erscheint er liur selteä unter' deo'^Q^^ 
schieben , wözn aorserdeiii nodh setn leichte^ EhffakM 
beiträgt Ber körnige Kalkstein, welcher id'SbfiWi^ 
den ^däs- ausgedehnteste und allgemeinste älltefi^'dt^ 
Gneifse untergeordneten Lager bildet, ist unter ütd 
Gkischieben nicht selten und föhrt häufig eing^spren^^ 
nordische Mineralien, ' ■ '• *- ^'^ 

^ ' Bie Glieder des nordischen^Obergangsgcfbi^gel^ 
sind bekanrntlich : Grauwacke, die in 'erniseliidiSf 
llMficken leii^ht verkannt werden kann , da sie oft^efnc^ 
weifsen körnigen Quarze gleicht, der iinier d^rif^^* * 
schieben nicht selten ist; CöTiglometat'und'^Ad¥i>' 
zfger körniger Sandstein, welche ebbnßlllfc' 
dch in der Mark finden. Hornsteiir-;Xifesö^t- 
schiefe^r- und Peldspath-Forphyr, aüch^'rlefi' 
ner Kiesel seh i e f e r ; sie sind uht^ den Geschfeb^ir 
hättÜ^ zu finden; Bichter , Porphyr^artiger «fnd liSrni^ 
ger GrOttsieiu (Biorit), der in %emt llber|eht*,^ 
. gehöH jEQ den häufigsten Gesehieben/^S^li^'st!fe¥^^ 
meist feinkörnig, fehlt unter den' G^cfaiebeiif nichl 
A'la anschiefer mit Lagern * Voh'StinksteiriH' der 
erstere ist zii ' leicht zerstörbar ;>l^daTs maiih bdfiSib 
dürfte, ihn iiiiter den Gesdhi^eti' zu- findetfV tief ] 
Sliakstein aber fehlt nicht. Bichter KaTRitefW 
in zwei Abänderungen, die jüngere als B^tgkalk;*^ 
üftdet d^ ebenso unter deii Geschfd&^n. T'hon« 
sdhiefer, besonders der sogenahbte GriiptoliHieär * 
Schiefer, kommt gleichfalls vor. ^ ^ .'^/ ü ^ M 

Von den Gliedern der FiSMom^tiin'^tiSSh ^IfM . 
in Schweden: Sandstein TnitLagerti^VdÄSt»lTif^ 
kohle. Ij^ztiere kommt unter <len Gescbi^beiFteBHf 
viir, ist auch wegev ifar^r ZerstSirbäi'klE^it klAml xit 
J. 1032. 26 

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^^f mf^i^e dieser J^ofnmlioa su^geli/ifeip^ — - {|m 
§»^4 geiwpflfglter K.?ilji (Qreensaq^) f(^ ,Wkr 

^f^ls aJLs j6j^)iif!l?|Q find z!i|»ar pjt jßf|«imujtep ifA . 
0«ffacifi?n, abef fliijr Sfi,it^. -^ poM^lljnr Ky.ll« 

lii,^;,^^ a^lGoui£f^d, 1^0.4 daff .die«^ftfip^ WM^ .4«^^*- 
lÄff'W J«<^«P» fP^fll^jen pacligewjiw^ — r K.tei4«- 
^fMff HP4 Fe«ef8teiii-K.noiliBa »jjd fiifl^M^^ 

Torbandeu ,. unÜ fehlen jaicht natef- dfo Q^fihfpbfn. ^rr 
]^»i|jt».ff- Lager ^fißf» /Sfcl» in ^Hf^d^P nur 
y^f}fg^,^jiad unter ^^n |ß«scbieben .Hpiimt Ä^ Kfftr 
tffS.^lif^ vpf. Basalt ß^>j^e^ eich <v> J«hf ihw wA 
%F??WS? » PPd phpnfellf , ohiifjDJbi iU<^ hJWStgT) IH»tW 
<}«i(.j(xfs^hieben. :^§qlis|^(Bni ab^r i^ ga»; |5{|c|)ir«4il% 
^f)|^4^i;ß in.iieip/^m.sa^ij^lieBTI»««!«, ipM vwr grQ%« 
]Ü^qig^ Igser Fel^bldc^p hedecfc^, «relQJtik« die yo|J|(4N9- 
qo^ief^^. fJbef^p^i^iHnpo^ vnk de«e|t il^p o^f|Ii<;||eii 

J|^f ^ei»t fi^if^, flai^ .^Jinre^iHi 8efi»d| «m 

t4fi dflrf; Jpeiftttcii glfipl»- ■:- !*««• 4w Brwwwnl- 
^^flBm M^fT T«!fi.def Jft«HW*rl^ W. fi^Ueiclit ^aUwt 
W^ flrtH<5i»er.,;dm<d^ ,^p gaozf! Mank *»P M«qW«»»- 

fachea Fossilien den t)i^.jt!U4 ig^pb«^4«(i,beHwWtei 

^f^m ¥sm<i ./4i>*s. pq^eq i»t^fß. Es ifl( ^«^ <»*• 

♦ffiWtf^ ^^ltf8Wb|!t 4a(^ bßi»«h» j«l« tapd f<!t»09 



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ivmlcher den ge^hleiiMiaefidiigeo «oboQ auf den et^^tk 
Blick daM'Vatarlaad dar OesteiM meiateii« dbeti «b 
fliclier etlBMaen läMy wia- eki geibter Fferdehmtier 
-sehr bald «Bteffsoheidat, M er es aih eiMm Arraber^ 
dtiQin Lkfaaoar odtr If ecklenbtirger Thiere zu Ihim 
habe, indbesoadeiifr aber tf^gem die perdiscben MI« 
mraliea tatst ohae Aosaalmie ei» sehr eigentlillmliciiea 
Gepiige, iiQ;d ebtit (kissetbe mmgt eia grofser Theii 
amaeier Geieftiebe, aameiittieifr viele Cfvaalte, Garffäe, 
l^Mrite, Perpli^re^ Übei^an^skalke uiid der GraptcU 
jiftheii*8ofaiefer, wie nicbl minder viele der eiafachea^ 
PiMsUieo t Labradofstein , fipidot , Granat , " Ido^ 
kia», Mbgoeteisa» md Sphea. Dazu komml nodb, 
dafii jui unsaren Gesefciebeb MineraKen gefiinden wer« 
daa, welche l^ia daher ifur als in Schweden vorköilH 
mead bekasat sind , naHaeitdich der MaiakoHth, Ska«- 
patith^ Ofthit, Pyrwthit und Natron -Spodam^o. So 
viete Mbereinstittiniende . AtiseagfeB, geben *wohl am 
aa: mehr ein Recht, ih»e& Gtaabea au sobeiAien, ida 
auch ein ^rofterTheü der VersteiaerDn^en, nainenlk 
Müh deä Über^agakalkes niMl der Kreide, mit den 
Sehwediadbea nidbt bloa deir Avten nach, sondetn 
aach oaicb ihMm Ans^Bhen fibereiBSiinniit , ttAd 
maiueve der' Märfcisehen Arten, Wie z; & Cy* 
theriapa ph^aeolns^ BchinpS'phaeritea ^ku^ 
rantittia ela, bidier airgeiid ais in Schweden |p&*^ 
fanden wanden süadL Ana üimlfoben Betrachinni^ett 
aog; betreilto Im '«fehre» 111F& Hepr t. AjuBaawAU» d\ftn 
ScMafti, dafia die Miokleabargiflehen und Pammer'* 
sehen Geateiae' an» Sdiwedea heretammian. M an iM 
diese AaieichtrwahP8€beinlicb afe ^meiUDhaltbeve rahen 
lasaetty^bpi kkhgie naek ihm, and wie es seheint nm 
abhängig dkaaeov oMor groftier^ Gebirgsfbrächei^, Barr 
L. T- BvGfip, dieselbe Ansicht* aussprach, zu welcher 
sich aneh lievF Prof. nfAVSAiANK bekannte, and' il^elche 
nadi ihaeif lao- den meisleaf Geognosten^ adbptivt 'id. 
Veraahwelgeb kann leH |edodi^ niclll , 1dtal^ Shi1|^ 
aw «leiMKiiJntttMitdui&gen! dieser sons# so^ wdbi^ Im« 



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gfftiideND Hypothese feimUich ia dea iWeg tritt :fie 
U^ t».z. Bu attfialleiid, dtfb manohe dlcar Sbmduuiiti* 
9elli$fiv£M>irgsartea «ich fintier uoieren Gcaoluebeii gäi 
wh% fiodiefi« Vergebens habe ich biAer deii2hrk«B<' 
Sg^^|lit gesiH^bt^ vergebens jenen, schöbeniftilieospie-^ 
leoden.Febispalh, an wichen Norwegeü so reichtiet. 
Aber auch eineMenge den Norden sehr beseichneiider 
IttuieraUen fehlt .unter den^ Geschieben der Mark 9 
pdei fiiod de^h nngeachtet eifirigen Stehens von mir 
MOb ;oicbt gefunden n^orden^ obgl^h sie sich «mi 
Thi&U. selbst: in dmi loaen Blöcjken ScKwedens finden^ 
' mt ; z. . B' Gahnit , Fahlonit , Gadolinit , Zinnoxy.d , 
jMUdH^ YttrotanUl, Pyrophysalit, Y^troceät, Cer- 
oxyd^ Petalit, Indicolit, Dadiolit^ Botryotit^ Chea* 
c^pdit, Ceriny Achmii, Ailaait, Pyradnialk eks 
Wenn/auch unter den Geschieben bei * fwctgeseiatem 
ttechsucben noch .eines oder das a^ndere der genaa»* 
teo Fossilien aufgefunden werdc^n dürfte^ so ist es 
d^ch inAner schott anffaUend^genDg, däfs es bis jetd 
tmch nicht geschehen ist und so Vieles fehU. 

Wenu'so auf der einen Seite in der Mark Mandies 
Qieht vorhanden ist^* i«as in Schweden vorkommt, so 
finden sich auf der anderen Seite in ihr .wiederum C^ 
steine, welche in Schweden fehlen. Der hier vorkom» 
meode Oolithen^Kalk, der Oolithen-Sandstein und Ror 
genstein sind von den Schwedischen) auf .Gottland an« 
atdiendenOolith-Bildttiigen gänzlich verschieden, und 
w0n den maaBigfaltigen gut erhaltenen VerMeinerungen^ 
die sie f&hren, findet sich' in iSchi^eden nicht eine ein- 
niga Der gar nicht so sehr seltene , . weit verbreitete 
Bxaunsandsfein kommt ia-Schweden; gar nicht- vor, 
si^ine schönen und zahlaeicben Versteinerungen fehlen 
diS^H ,gänzlich. Selbst unter den orykisgnostischf* 
«iufjtchea Geschieben finden sich Gesteipe, welche 
in-^bH^eden noch nicht aufgefiiüden sind';, wie z. B. 
Fibfoiit (ungemein, deutlich and hübsch) und strahli* 
^er Cyanit Oliyin und Hysdosiderit , welche inCdem 
^irkisohen Basalte vnfkommen, fehlen iädemSchwe- 
dischea. 

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- '. BifivM ipuMs ibhnlielieg tagen die V^i«t«iitet>onigen, 
dmeiidie Markisblien Ge^fteiDe weit mehr enthalteo^ 
al« Ja iBobwede» gelhrnden. wwden sind. HistiiifiteiiV 
aoMS y«fzeidinife^ der letzteren * zählt Üb 8p6<cf«<( 
aiif^*^ Während ich in .der Mark schon etwa fitO^g'e^ 
fanden habe. «NÜBtut man nan, daranf RSeksicht, dafl^ 
ittSdiwedeB LnniE, GvLLBKftAi»^ VfAmMjmmi^f Daii-« 
wmU^ HisiifOKii iind'NiLssmr sc4t langer Zek fleifliig 
gesucht haben, während in der Mark anfiier mir fn&- 
namid gesntht Hat, so wird\man zugeben ml^en, 
dafs hiefgemA Boch weit mehr Versteinerungen ön^ 
etttdeekt geblieben sind, als in.Sehwedeo, und- nMn 
wfard gewifs* nicht irren, wenn man die Zahl der 
Miiiüseben Versleinernagen überhaupt a»f daS t>op« 
peite Von der MiSchwedf^ vorkommenden setttt. Bteses 
grefse Übergewii^ der MSirkisehen Versteinei^ogen 
"mrd TorKugsweise tturch die bedeutende Anzahl ver« 
sieinerier KSrper, welche^sich im oolidiifehen Kalk 
and Sandsteiil , iso wie ii^ Braiansand^ein finden , her-^ 
keig^hrt, wdche aämmtlieh an vSch weilen. ii^en^ 
wie ihre Gesteine. AuffaUeiid aber ist es, dafe selbst 
diejenigen Felsarten ^ welche gan^ mit den Schwedi- 
sdien JlbeKeinzn^&amen scheinen, Vetsdhiedenlli^efi 
Migen, weldie wesentlich sind, wie z« B% der Übet^' 
gangrimik.' JDics hat bestinnnt laicht darin sdüen 
Grund, dafs die Schwedischen Versteinerungen etwa 
fiieij verkannt wären. Namentlich sind die Terebra- 
teln, welche in Schweden vorkommen, von Damiak 
so vofftrefDich beschrieben , dafs man daran wohl einen 
stöberen Anhalt gewinnen kann. Die in den Märki- 
schien Gesteinen so überaus häufige Leptaena lata 
BtCH (Leptaena pectjna ia (Goldf.) fehlt in Schwe- 
den ganz, denn Dalman hat sie nicht, i 

*T£sqaiMe d^an tableaa des pcStrificatioiifi de )a Su^4e> Nou-'' 
vcUe e'ditioB. 1881. 

' t Sq kommen in der IHiirk in demielben Kalke n^cb vor: - 
'i'Ifeptmen^'eorinoi'defl Gldv., scabricula 6Knv,,'Orthia 
coBtBta Glpf., Delthyii« ve'«tita GIl»f., laetieosta. 



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,;l/l^a clMr««B4tereo Seite «6igiila;iBicb>daf«g«»ia der 
Mark VersteinerimgiHiy^ w«loIie UbIm nirgeod aan- 
d%ff&üro, ds in Schwede« ge ftmd e a §iad Sahiv gv^ 
bSHrrdie *Cytherina pfaelseoloe Hi8.v nwhrerv 
Arten? d^r Geschleeiiter Gälrftnenemd Aenphwv 
Batteü .^isiftorraie Päum^^ EseliiiibspfameTite* 
avrtüiittiii Qttd ppmimi Wakl. eio*v «dd widciie 
darum «BTerkemibar alif. eise V«irwaindtioiiaft nil|deoi 
Narded fhifidealeii. .5 äv 

< Worin hibea nun . dfdie bedeutead^D VtMr8elu40deft*i 
heiteo ihreo Gr«odf Sarf .OMin aoaehmeiiy'^dafe iofe 
Nerd^n gaaaB^ Grebir^lager, ja gam» l^ebivgie^ Aeor^ 
stöiirt Ittid hiil^eg geffihrt wurden , ohne daTa eie Real« 
doritiiiil«r1a060Di Mtteoi taard ^daib al9# di^ aluMcha^ 
den-Gi^9t«Be des nördlioheB Dealaolilätadea Von dieta« 
berrlArieo? Ffeilich «^«rdib das VbrkomBach ^ersel«'. 
ben dami laicht in Viaruvtefideitatig aelaieD Jcämieo; ge^ 
wi& ^ber;iat e^^ däfa etiie aotche Annal|ne bidlt eben 
viel Seifall fiaden dtrfta Man hat dea KetMten damit 
weid^f^ ^iSset, als zeirsöhiwtteii , And mil'^welekefla 
Messer.! «*— Oder habeil sidbi^ vas wdU natSrtteber 
6C|ya dBffte^ mil^ ^ea «ma dem .Jfordea kofraanaidea 
Geeebiebea andere an Ort and 6Mfe TorhanHen g«^ 
wea^nte gSomelDgit? — ^^ Wie geht es ab« aa^ dafsalB^ 
daatt letafere nicht unter dais DHa^ium |;ai«tliea 

GiipF.-, attenaata Sow., miciroptera Gldv^, casalifera 
Gldf. iinck striata lä Gld«., welche sämmtircl^ in Schweden 
nl^t«gefttfid^ riad. fihea so fthl^sn doirt ffiehVerib Airtea dcikr 
bier voThaadeaes ^sehiecbter Car&itto^ftHk, Astl*«*« 
CyatbophylUm etc. O^g^egen fohlea aa^ei(%hrt ia Uta 
Märkischea Gesteinen viele der in* Schweden Torkomaieadaa 
Arten der Geichleohter Orthis,- Delthjris, Atrvpa and 
.Terebratala, and erscheinen hierdarch als eigentadmlicii. 
Weniger durfte es Terwnnderatig el'regeli, dafs Scli#«^eft 
von den 9 Cidariten der Mark keinen, von den 4 Echl- 
nit«ti ebenfalls keinen, wohl aber 2 andere, von den 5 ba- 
leriten keinen, von den 4» Spatangen aar ^infen, voA den 
5 Ananchyten nur einen Und anfsevdeni etnra hi dar 
Mark nicht vorkommenden besl^at, dH sich. Kveidd nnr. tief 
im Süden voa Schweden findet.* 



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mi 



sind, sonderb mit den ersteren die Oberfläche be-* 
decken? — M^d siebt, das räthselhaAe Faktum des 
Daseyns der Geschiebe ist noch verwickelter, ats es 
geschieneD hat, iind ^ebt, selbst bei dem zugestan- 
fl«^ tiFisjprMgkclerselfaeii mb dettiNonliy, Mawhft 
ssn rathen, ivas nicht leicht za losen seyn dürfte, 
obgleich man meinen soItt6, dars die letzte Wasser-^ 
bedecknnjsf' d^i^^EH-de/ d^<«ä #8%eo^ iflM 'Wirkungen 
uns weit olSener als die irgend einer anderen vor 
Angen liefen , anch am leichtesten zu erklären !^y n 
mfifste. Dennoch zeigt keine der Torhergehenden dai 
titilSäl^^iiÄi t'hknh^eii \Xet W^li zer^e'titi&'l^sM^^ 

km 

mk 

Wiegt,'6gmUMlii yiJrfefalidfea («k^epf ^^S^ M 
fAit dfä^ PhkäbMn' dehlc^, hkUkfct^ \m''$AgiinUmi 
in dfem We%: mer die Genfer incTM Öif|^^ 
«clllöfeie der m^ef Berttb l8^, än^eff^b^a^ ^^ 
Äfe e1gfenthäwlta»fe M;rs<*K^^^^ 06^. 

^eiiid; lü^fetcTle Ich in d^m Vöi^liergehcnden d^ 
hi[l6iB, konnte darin Keiiid ftueksicht geriömiüeb vÄ;^'- 
di^tl, da sfö sicibi nur ersf dulrcti meine neiies1(en tyitter^ 
6Ubhung^n niit S^idenz' ergeben fiiC fitotientire'^^^ 
iid sii^h Ji^doch iolieii lassen,' oÜdii ^ meine ßrUifriin^ 
des iräil|it - FatÄliils 'z^ beelnirächti^eri ; dehii' ^ mi 
4'i>Jll- ebfen so' gewiß* eihie grofse Sielnwänderiitig, ^e^* 
geben, al$l' eine große' Völlerwanderüng. /^'^ 




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m 



pMiikt Xer Eierg Babia-6or9K der WoW wch der 




Konp^f; kein /^plkchepi /zeigte 45ic|i''9!^,|jtim«iel die 
ga-pze Wpci^e. durcb. . Ansgerüsjtef ini), ^iaem HeJber* 
• j^arometer^ von I)[Ai#AezKA ia Piiag,^f;|'fertigt, T^ilidis 
ich ^die Jura-Kalkfelsen^ Pa4gors;e/| ]^ der Grenz- 
KaiiiiTier.ßobrek zieht queer. dürcli die iQhrässee ^ne 
La^ ^joa, Sand; ich glaube, dais dieselbe yod zer- 
störteniJSapdstein herkoiiiii;>t^ deon in eiaer kleinen 
]^Dtferuai\g sina sehr mürbe Sandstei^j[etee.n anstehend. 
Dj^r^Berg, bei Mqgilany besteht ans ,4i^pc Jj^^karl, 
qur; in der Mitte sind KaIksiein-|l«agel;^ei^gesQhIo6sen• 
Sie liegen in einer. Linie mit deii schop bielianK^eQ, 
vofiflnwald und Sygneczow, und esscheaint.yi.dafs 4ns 
Ganze einen 2ng ausmacht. Ununterbrochen \m 
Rarpathen- Sandstein erstreckt «ich 'der Weg nach 
Kalwarja, -einem . Flecken , der durch Waitfahrten 
berühmt ist. Seine mittlere Höhe nach drei Beobach- 
tungen beträgt 97140 Pariser Fufs Qber dem Spiegel 
des Baltisqhen Meeres. Gleichzeitig als ich reisete, 
machte Prof. WEtss auf der hiesigen Steriiwarte kor- 
respondirende Beobachtungen sowohl mit dem Baro- 
meter, als mit dem Thermometer. Die Höhen sind 
YOn ihm berechnet nach der LAPMCE'schen Formel, 



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4m 

Bfii Kalwar ja erhebt fiioh^pia juemlicfa bedeutender 
Iborg,: »f dem das Klofitfr befindlich isri Er besteht 
ganz ^up, KafipratheiirSfipcistetii., In der Hähe sind 
deatliche Schichten; sie gehen in einen jsphiefrigen 
Sandstein fibpr, mit welchem dAnae niegelroth^ Alergel 
lire^hseUagern* Üie. Schichten streichen. . von W. 
nach O« Das Einfallen ist südlich nnter sehr wandele 
baren Winkeln. Im^AHgemeinen md. das die; gewöhn^ 
liehen Ak^hit^ngeji der Schifb^^ in ^^ pi^skicfeik 
Ufor jM waiya-Berg ist la^g .gestreclLi und hat drei 
Kuppen , die si^h eine ubf r . der anderen erheben. 
Die erste hs^ 1.48734 , die zweite 155901 , die 
4riite 1595as Pariser Fufe , W^^^ der, Unter« 

schied sin den Höhen nicht so bedeutend ist, so wirkt 
er dennoch deutUch auf die Vegetation ; ' dit;^ erst^ 
^oppe bedeckt (ein fippiger- Buchenwald j^. die zWey 
andern aber sind mit Fichten bewachsen. , 

Von Kalwarjra bis Andrychow hat der^ Weg iiichis 
Interessantes; er geht t;i ^ejner gewissen Entfernung 
am I^aljgfe der Bieskiden. Einzelne Felden von, Sand* / 
stein sbd*ztt erblicken. Von letstgeoaiui^eia Orte 
wendet sich der Weg nach Sfiden^ und man mufil 
ein^n« bedeutenden Berg, Bieskid genaAn^ pi^iren» 
Vfn* nach dem Städtchen Zywiec zn; kommen. Qer 
Name Bieskid findet sich öfters in diesedqj Qebirge; 
denn so werdf^ allo Wasserscheiden genannt» ,und 
deshalb ist esaueh d^ Name des gai|Zfn Gebirges^ 
Dieser fi^ieskid, di^ssen sttdliclier Abhang \auph Ko* 
cierz (Koziersch) heifst^.vnd den ich darum E^es^id*' 
Kocierski neqne, * ist 224766 ,Fs(s erhaben und be^, 
steht aus Karpatheurfiafdstein, so wie ancl\ die Hfig^ 
und Berge, die das Bassin der Stadt Zywiec um-^ 
^hlieisea , ausgjenommen d^n dif^ht an»to&ond^n Wk" 
gel^Grojec, wo. im Sandsteine eine mächtige/EinJagef^ 
ning Ton gramem geschichtetem Kalkstein Vorhände» 
ist Die Schichten: stehen auf dem K.Qpfe und haben 
l^«iQl. 'Richtung, hora 7 — Jg., Ihre Stärke )u9i s^r 
verschieden: einige halben 2 Ms 3 Fufe, andere kaum 

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41« 

610 pacr Zolle, md Mf ^itgefk finden «lA lli«^e Ab- 
drlh^ke too FncmitA; unMr ihAt^rtir fthrt a i l i g i m 
lieft 4idi niir ttaterAft^iden P. ^ra>gio1lH Ak 
Bam^ Iii den dAcUXigerea Sehtchtett fiiMktt MA 

IdH mofir McB (iniM HMtgTom^nAes dto mftrpAAn^ 
SmdMMdn^ ^mHIhtieA,' da» die FdsM atf denl ^^ 
▼on^Zymec nach KaiWedDicä (lfe a rt ttte»ütoi |) ttbdF dHft 
SbMdktdkr geräde&ber täM ftoVfe OiMlüM f ttcHM^) 
bildef. Abg:ehiiideteQitoAfk<ird(Br ier^mbOyirGfrdftl^ 
mhont^r aoth Mro^ki^o Von Gfranilttit BeigeBr ottfa n 
Feldflpth «tod QKiiim^V^cliief^r ^dJ Mtdse f^etkittel 
4iirth ei^e tlSrtiUfge Mas^; di^wlschen tii^^eirriir- 
seh^ Nfuntfrallten' tt>ii gVftile^ FaVM. LtäL f. LtetM^^ 
BACH iaiid «dito diese ^eiktiAn^rMg fb dMl^ Sihd^ 
gtei&en tov lÜT^iiici^ , ,dii Mdh M' «iet|<iiP CMg^ttH in 
ein grobes OVng^o^^rat Aberza^eh^n jiflCg^. 

Bäi Thal des K&äiämx^ti (Koi^Itoä^f&IHft über 
die Dfo/för Jel);Miä nnd Pr^bot'ö* attf di4> AltAMi^ 
der BaMa^Gdta, dfel dit ßinbildun^kfaft A^i^ito'fes'* 
seltr,' all VTei' BloeK^erg ih Nöt^d-Df^ii^«ffraM* TUi. 
Geisterfl ilnd^Tenfblil find ibh tertehi^deiibU EfüMH^ 
nötigen kaikn tttäU hf«;!' Vieles höreü; ü^ ^ dStW 
eine inteiV^ale Aufgabe ^^d, diesig ädktPdlüfstsfa^ 
Sagen' 2M ÄEittlitii^lii. 

Vori PfiB3%öH$W WMdM' ilbh d>r Wfeg' feöhtsV^ 
eiheAi nieftaen BlcKskitf fBUmid: Dit!¥br* B«i^ tnÜüM 
/Iii; Sbhi^di^ d^r Geltfiäsenr; iRh eiheü ii^^h^n Mdh 
Noi'defnv dite andfei^n nacH' Süden. Dife Bet^^HSM 
bdtrfi^ teXOM' Fht: Fnft. Um afaf di« Splti^ dM* 
Babla^Gi^f^ tu ^elkdg^en, Hb^hehl^ifek lUaU tV^n^ 
förmig^ Qebän^. Die Wald- G^eüM eüdlgl^ släk: 
hier in dfer Höhe vdh 4*50 Par. Ftfife — Ih A\Sk 
Tail^'^ <Siebif^e , nich WAHV&ttvü^^ vorireffli«>i<ü 
Medsntigen , steigt - di^ B^nme Kli^ ^ffiMTFurs. Di^^ 
Unteri^ied wirri ni^ht ddrdft die^iftdlldiere I^ 
d^ gt^nannten Gebirge^ bewirki, 66iMerri''diM;h 



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4ii 

WiDde , I Welche auf der BaBia ^ Gora: herrscKen und 
das Gedeihen der Bäume hindern. 

Wie der Berg Babia-Göra, ao hat auch das Pia* 
teaii^ welches V^ Meile im Umfang mirst, ^ne läng- 
lich^ Form. . SEfl £ode des «fnÜQs vfar keine Spar ymi 
Schnee, selbst in deii tiefsten Schluchten, aoer wohl 
ein Teppich ¥«(A - filirfheU , uiätfer deüW' Aconitum 
cammarum, Gentiana ciliata, GEunpanuiae und Saxi^ 
fragae sich besonders hauläg zeigten. Die Aossicht 
von der i]ftli«i fst^beü to ^ofiftHIg 41s weil.'' Gegen 
Süden liegt das ganze Tatra -Gebirge too W. nach 
O. gestreckt,' -mit seiAsn- .^ngj^h^itrea ansgessackten 

' Tburm-ähnlichen-Höhen ; ^ iub Fufse dieses Gebirges 
eine Menge Dorfschaften. Gegen Norden parallele 
SiagiAi'ilw -Bitfekidbii vob sanfig|brnBdeteii fiei|;isnt>dttl 
Kii^liäieii^SalMltteiilsi ihil Inpigtan WaM«hg«ii bo^ 
deckte ästikiri dm < w«ite. Jahwe irotf Galiaidh^ r diiif 
W^bMl Im fihmite «nd dkmlAfä^rdit^rtym 
SMdt.&rakata. > > ..',-U 

Der BkimA^tm »eigte anf der %itie imif 12 Wuil 
MiMagfei den 31. Jflli 1«80 ÜUt 4feU, der Inoim 
mwohl all' der ailTserb Th\elrmometer 4^ 18^( diiO 
dmraiiB fterecdiaäte ttoke ist 59900$ Fariser<Fnfti ■■; 

. -\ JhkEi dyeigjsseltDiilteB Mdssungen genaii SiiM^ dafflf 
birgeti dib aohaUf^ild iehime Wittei^ung Jifrd die M«b> 
at^^eo Uei OtsteurfHitehiiehm C^ mretehe 

die HiMl^ des BaUaiMG^ zu ;&4M> Par. F«ft aag^b«» 
'üet B^^ BttbU^Qora begeht aiis KmpathefiH 
SaildGfciDi. Asf^ebem Berge, als dem MöBstea^jPinkt 
aogtenoftiraen , IM nv!«tehem der Karpaifa^D^Sindst^ili 
sich erhebt^ kann man die Mächtigkeit der PDrmaiion 
ausBiittrl^ Dfe et^teh 8pureA vnsers Satldsl^ifis flbden 
siibli beim KianterTyniec an der W^ditfasel^ weldh^ 
eben so koeh gi^l^es lA^ ab dte Kfakaner St^tti^atte^ 
d.h. «aiM Fnfe aber dem Meere; die Sftätke iMt\ 
HM{Nitheii*^84tid8Maa^Fonliatifm^ b6tr%t deknaoch lüi^ 
läufig 4800 Pariser Fufs. 



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411 



■■'1 ■ I.; .■ ■".' .i'. 



Bemerk\lngen ü|3er dine neue Art Ptero- 



1 • 



,^H^ffn QtnfjGTf G. ZV Bfj&^atBR. 



Hiezn eloe ^eindraci-Tafel. 



latieiiwr im ▼erigeo Jahren erkaufifceii^dteii^Siiiiiiilang^ 
▼ed ¥m«t»ineriirng«o fand ioh natet-inMm hadbS4ig- 
Ml upd bei Seite gew%ntehen Fi8cli^«ri]p|Mn in Solen- 
hofer 'Kalkschiefer> ganz unerwartet deo sehr voUstiii- 
digen Rumpf eines Pterodactylus, der von des' 
bi^ief bekanalen Gerippisn dieses Geschleohte so ver- 
scbieciei^ ist,, dafs er entweder dner neuim Ali. oclur* 
▼ielleidit aocfa . dem Ptrodactylos. Sl^ftnstei^ 
(Gouxpuss) angehört liat^ von welchem bisher obt 
der Kopf bekannt war. In der Hofiamig», dafs die 
BiMcumtmachnng di^er merkwfti^digen fossilen Ober- 
reste «u nahern AuTsdilassenl&hren wird, füge ich 
der ' beifolgenden genauen Abbitdnog In: natBUicher 
Grofte noch einige erläuternde Bemerknoi^en hinzo. 
' Dieses Gerippe befindet sidi auf äoer sehr harten 
uiid diehten lithographischen Steiiqplatte ans dem be- 
kannten Steinbruch von Solenhofen. 

Die sehr flach zusammengedrfickte Eiiochenmasse' 
ist an einigen . Stellen abgesprungen^ hat aber eineiF 
sehr deutlichen tiefen Eindruck ijnruiCkgelasBen, wel- 
cher die gewöhnliche braune Farbe der in den Solen* 
hofer Sohiefern vorkommenden fossileä Aeptilien ond 
Fische hat . '' . 

Das Thier scheint auf dem Aucken gelegen ra 

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tu 

»kyiti dfsHQ es zeigl sTch dieintiereSieitiector Wirbel^ 
Saale. ' ^ 

Es ist leider weder Tom Kopfe odd dem HMse , 
noiillr ^ yon den Ebclremitilen . eljvras sicbibsr. 

. ' Die Biemltch gerade Wirbel sSiiIe fto^t gjekh 
iiiit^en Rippen wirbeln (1^18 der Abbild.) an\^ 
V08 wdchea 18* »it /den beiden' ian'gen und breUeii" 
Qtteer^Ful^tefiizen und ziemKch gi«ioher verhMtott^ma* 
rsig<er Gröfse und Bildnng sicbtbar sind: ' 

'Bei den.ersten Rippenwirbein sind dleQu^er-Fori^ 
sitee etwas abwärts gerichtet , bei den folgenden aber 
mehr aufwärts oder im riechten Winkel mit dem ^Wir- 
bel. fj@nl;h^ d^selben hat iepr Aufnahme desRippan- 
kfipfchens anr Tordern Rande einen Aosscbnitl. 
' • Daifn folgt ein g^ofsiir Wirbel mit langen ab'srfirtSi' 
stehenden Queer-Forts»ifen (14). \ "' 

Die hierauf folgenden 4 Wirbel (15— lÖ) sind 
^bhl nnbezweifdt die Lenden- und Kreutzbein- 
Wirbel; 

. Zwischen den untern Enden der beiden Hüftbeine 
(28 U.29) sind noch 4 kleine Wirbel (19 — 22) sieht- 
bar, welche zu den Schwanzwirbeln gehört zu haben 
scheinen, und zuletzt zeigen sich 2 sehr kleine 
schmale Schwapzwirbel (23 u. 24).. 

Es sind an jeder Seit<ß der Wirbelsäule, nur U 
Rippen deutlich zu erkennen >. welche flach, sehr 
ischmal und wenig gebogen sind. Die ersten erschei- 
nep an ihrem hintern Ende doppelt so breit, als am 
vordem^ und theilen sich hier in einen kurzei{ Höckar 
und in ein längeres Köpifchen; die folgenden , welche 
fast.Lioien-formig schmal sind, und an ihrem Wirbel- 
winde nur unmerklich breiter werden, sind kaum halb 
so breit, als die erstem. 

Sämmtli^e Rippen haben eine Laugpenfiireha 

Das unTerhSltoifsnriifög girofse Brustbein (25), 
Toh welchem nur wenige Knoehentheile zurfickgeblia^ 
ben sind, bildete, nach dem vorhaiidenca Abdruck 



\ , 



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förmi^ea Schild. 

Mi^ Sj^hirUer Matter feUeik 

Rechts md tinki^ Tum (SfiUtt Rippenwtrhel Vmgaa 
4|0 N^M H•hen-S€h^UMc^lheioe (26B.2T) 
fMerwSftoferaria; ihr stark hervoriP^tf oder, spite 
S9g«li^a^c GfitoricIerlBatsrsl&gtHihef dio GMeiric* 
flSDlm» SWikde Qmpor ; sie «lerdea aäch demBnsthcni^ 
. Ende zu niir sdhf^ veoii^ schmileiv ' 

Y0iflli|[lidh deiilfieh «od gut ahg^drfickt eisachm* 
QfiA 4ie aaniotU^ll^B Beoken-^KnaehcB. 

DHi HüftMiae (aSii.»!) bheo dt« Gotab 
elMi^hmle» Sabdklin^, deren Sjpitte sbgenmiä 
ist; sia iM^ft «oob üRtetraekl ihrer iJka^ mA 

^i^j^/mt^ de» Wirhf^^^; ^ fiiAw«^ ß«*« w* 

abgestnmpfi Nach dem M^ew Ei^ iMlIHirt «h 
A^lj^^der ^l^pk ^e^es^ii m s^ö^ 

Pfft gr9(s#i Sitzh^ii^e (3© H. 31) ^qd Ter^cillii- 
ben und liegen unten an der Sehe der beiden HUfAäiii. 

]^^ fecl^te ^itz^ein. (fO) ist mi^ den^ Scliafli- 
Heine (^3) ^v^b^ s;us;g^p[inienge4rückt9 das l^vf^e (91) 
aber iinbeschädlgt, iind noch 'mit dem Scft^ambelnc 
(32) znss^m^häogend. 

Am rechten I^tbeioe. liegen die beiden beson- 
ders grofsen und breiten Flugelfortsat^e des 
^ehambein^ (34 n» 85). 

Die Knochen der Extremitäten föhten sämmlSpk 

Bei einer genauen Vergti^}ch»ng dieses Ger^^pes 
mh den bfs jetzt bdtännt gen^achten/Ai^cn von ]^e- 
t d^ da c 1 7 1 US fetten nachstehendjp Ahnfichkcgtteii: odef 
Abweichungen besonders auf: 

1) Die Wlrb^ls«ure ha^ ani meiisten Alki4|iie 
keii mit der des^ Pt medius meitier S&mim^^ 
(vergl. Jahrb. 1831. S. 222. 223); sie Ui nur eio patf 
Linien Üftger und hateben so viele Ripi^-^LendeD* 
md^Kreutzheio. Wirbel ¥t0defii ihrige» Ai^tan M 
«e mthe 9se«sdi»äini 

3^ Ditft.msten Aippaapanre slbd ßikf» daslt 



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mii|^, vi^q ^ip^ ^T a^rn 4fi^m^ »fHffAfftt«!! des 

trächtlichere , viermal stärkere Dicke un^. J^W.tß 
haben, ümhreüd jene kanm doppelt so 4>rdt sind. 
Bei Pt. crassirostris sind die. Rippen an ihrem 
hlfitem'Eii|l9>di^«« bk wernud lyrntei ab ^am vordem. 
3) Da8.Bvii(i<tb0i^ ist TMhiltBirsmäfiiig wtmg'- 
steBS doppfb !so gisofe. atsi bei den^Bl. cratai« 
«otti^is, fi^i^ ein Vkrtbeifl .gsäfsev als bei PL 
nsedlufi, iiod hai nioht die riioiiiboUbla Gestalt def 
andern .^teo.' 

,< 4) Die langen Haken-*Sehltta?elb.^iae faibcA 
einen, sobmalorn und mgespits^eiHi GelaokfMrfsillK, .ab 
bei den iibrigen bekannten Arle^i« 

5) Die Höftbeihe sind breiter als bei den fibri* 
gen Arten und haben an den ä^fsern Seiten Aussehaitte, 
die i^nen ein eckiges Ansehen geben. 

6) Die Sitzbeine, so wie die Schambeine, 
sind bei den früher beschriebenen Arten nicht deut- 
lich genug, um eine genaue Vergleichung anstellen 
zu können; scheinen jedoch auch wesentlich von die« 
sen' Terschieden zu seyn, wie die beiden auf der linken 
Seite noch znsanimenhängenden (31. u.32) beweisen. 

T) Die bei dem Pterodactjlns so merkwürdi- 

fen grofsen vordem Schambeinfortsfitze sind 
ei dem beschriebenen Skelett grölser und mehr 
Fächer- förmig, als bei den bisher bekannten Arten. 

Es ergiebt sich aus vorstehenden Bemerkungen, 
dafs der eben bescliriebene Rumpf so wesentlich von 
den bisher bekannten Skeletten, von P t e r o d a c t y 1 us 
verschieden ist, dafs., wenn er nicht zu dem Schädel 
dp» Pt. Münsteri (GdLOFUSs) gehört, derselbe einer 
ganz neuen Art entsprochen haben- mufs. 

AuffiiUend ist es übrigens , daft adle bisher in der 
Gegend von Solenho/eriy Eichstädt und Moriheim 
aufgefundenen Exemplare dieser wunderbaren Thier- 
Gattung eben so vielen besöndern Arten gehört ^u 
haben scheinen. 



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41« 

Dai Mbnlichfi gilt anch Von den odr bis jetzt lie* 
famat gewordenen '8^^ Reptffien ans diesen Kdk- 
Schiefeiu 



Das Deneate Epcemplar mcaner Saaunlunipy^ .welches 
▼or K»nseiii in Solenhoifen gdvndea worden* ist, ge- 
liAri«iner bither noch unbekannten Art ton Kroko- 
dilen (Gayialen), welche mit dem 43 t^o codi Ins 
priscns Ssbui.. einige Ähnlichkeit haL Es rind 
leider nur die beiden Unterkiefer, welche aber eine 
aofehe Menge eng xntammensitzender Zahne (fiber 48) 
habe«, dab ich diese Art vorlinfig- Crocodilns 
multidens genannt habe 



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V 411 



♦■.ff' f.. 









. 3,1:, 1 ^ I w e c h s c I, , .. 

Ktiitlieililiigeti an Geheimen |üt]i voir .|lij^i[^^ . 



'Eratiu^ 16. September 18S1.*^ 

Icfil tiAbd IIiÄen'g^enietilbt, dafs ich roiriget Jahr eine btrometri^ 

Mlui^lUj^eiiaf die BablM 041« m^oht^f. eiaen aiiherev jftiticht 

liige.lehi M« .finden Sit den«elb«» tWttk$aAtng ütD^f SMli' 

•dkriCt, eo vird e# mur f|iigenfebni aeyn ihn g^rbcfct xn «eben« .^Uitet 

BMdmer Jat flioiHfc fgüfltäg In?' die-Gfio^o^i^^n iiMercir: Qeg^ndi) 

dd« .'Wöthen der Chblcl« 'trat grade Im Jnii. and ^miAnkmg^ An» 

Jgmi 4^te niid nhüt alle giofoeren Frcjecle ineyiütell ; ich . iSulhM 

lifleh «nf die Vn^elimig^niTan Krajcao beaehränkfen« ^Ila di^ Mnols* 

beft'naißhgefoMetf)«n««i»aoyte icdi noaeve Jnrakallnteiä««nf>aii9chta 

|f6lM AnebeuM üii^V^rateineMingen, besonders Aumonitev'iMll 

ytrebratetn^ *«tfdiln^ 'd76 ferhiftirfsae dea Jurakalks inm^Mm^ 

icivelkklk. An 'riiUü '^niimiUi^nt^rdeMi^^ 

«riArznntfbilien', b^toftien bei^Br«4MA tniil Regaine; «1ki»*]|fi'< 

l*<<helkt(lke ^ ^Icbe' Kvhi ala d(« ttlVte^ell Glted^l«' anslA^i^ 'Mi 

itf ähnlich den €/dtdh^er*Bildang4mf^9at8'ic^lDlch ir<irBai9^^^ 

Hh!^^ Male ztf'ahi^^if^^, oVibli 1« Peleb biai?^ Piib||igrtithl««li 

htfben befd^fifAlAteiii^ii die grOfiftelhfnli«hk0ft»'d^lllfeMS«hMfatl60 

to einer lA&Migett W^chiellagelftiflg «Bd^. %fteder gMreiiftl; 4üMll 

klkftaeScUrcl6ten'Vi>n'^«!lbtichein Mobloc Avf'den otfifMlt^ltNii»«« 

Ibiner Schichteb findet 'sM ein^' ut|ge)iftiitio' Meng0 .t^f;!^ltfaft«l^» 

lik' häufigsten Ohtomitea striattts linM'S^^^ 'AlUiiMk 

ftetrefacten sind mit dem Rnciefa Aibh ^ttfsenlp^ehrt* Mef iatoieMa . 

khicbten sii^d, s^ohwarslii^h graa, nnd dann folgen dem Polnisches 

pnscielkalk eigenthumliche Gebilde, die bei Göttingeii oder wo ifl« 

* Darcb Za&U Terfpitft. / 

^ J. 183». ^ 8» 

' ' • DigitizedbyVjOOQlC 



v ' 



41» •' 

flWy^fWif i cPtyy JHWCBWi m B » W» HWMf 'ttutTTOftnEr JDB Blini «IC UIY- 

lomitisohen und enenhaltigeii Lager, denen die galmeihaltigen 
Schichten folglBn , welchen grofse Niederlagen Ton Bleiglan^ «ich 
heigesellen. Als Beispiel mögen OUcut» und Tamowitz dienen. 
Mi| der^Steinkohlen-Formaüon treten rothe Porphyre and Blan- 
delsteine aof ; es finden sich diese Felsarten auch mitten im Mu- 
schelkalkei wo Kalkst(|in herrscht, filmet man gewöhnliche dars 
Porphyre stch^rhH>eiit Atfch iit "MlolaÄie Vornanden, Mie sich gar 
nicht einreihen läfst tnit den andern Gebilden.' Ich gedenke noch 
eines interessanten MandelsteinCmii Henlandit-Krystalten, der 
zinkhaUJff ist. Tor einigen Jahren war4 darauf BerdbaQ| l^cie- 
hei?,^*fflöi(i ilclh abeV nifctt sehr ergiebig. '^ "-' "^ * ' *"" 



> • iDtt Btff^liKeiNflMii|»fd}^ MW' M^ f^timMt^Zi^4efif^%4^ 
tiy^- fmUefiäiifib^MliM ' LieiMÜMf^^tP einin :>SMiste!K > uliler * 4bI 
Bimfftiifflg' BvftW»bbl^)ie^n«^ wlor.^r^tpp.f* Sftte:d«t>«i^ tkm 
dir'Q6^n'd>v«miillKy>lw>i^ «lUg^bm i^^Br w|l Idk.anfdrmliMMS 
WBfcigT.^KlailinenhAngeAidn. fflaAsetin diertUBteUdge-4er<Bhiilifkabb 
i«ii>4JSonbätioaI lüldm. Wedolr. m»t d«it;J^eiiMii Natn^*«» S^ vm^ 
dUmuM GbslÜne bMgel^dlnitv. ^bdi^mK^ dAHf(fdi{iehnliv«.!«f«r 
n^ngaoliiHiiilMfaBU Yfirkbnmmis f^möwdrftoNiffiibfiWiiir^iEwttinilea. fffßi 
SMeHri^imlmigbaisn; irniadralogiiich«ft:€biifAi:tf^ itlifplgs «i4M)||f« 
iÄri^Jfenifedieii titlkftqMrteko-fSAI^MI^Ili, af )|lc|^irf«»r auf die,jX4^ 
^•^ld>|K»ti^s)ipÄarTO».h«inte»n:^fl( Jlin^fi^^ iifui ßfk^ 

sft|fta««flrog9l^biive$K«ci|iMft{iM «irfdAf^hst m<;l|t«^«n.4u 
Mf^rqjf«^^ Jji^ ang#^l9ejNMi n»geH«8«n..ßipciifn,ift. JJIcnge bedeckj^* 
]*«eri«»ffiha, iffihrg9ii«4IBMia;9^ 

«i»fct^{ti«i^^diCieriSäddsi«|0^ 9flif»fri;t«. fiffa, |M»&aV^* *^ 41«^!? 
$Mltii4ifU&n>ii«Mr9i|i<^ht«Mvaiii ^^9^* 

flH%r||piMbliMftfseii4«i«ir ifAfJi ^Allt 4i[Mr oieHkeiJ^^if^jv^^nQec wi^ 
»i«jMllflMnd«>g»6ivh)»A I)^ra<«6r 4i»» Slrf^tt|ikf^^,-)i^^hijf;g^ t^fs 
Mi#h«(9a%»f,«JlC ¥llt«iä^rfirdü«^i^«« *** idilbfiFJ|ehir*RiJ?!^tMri^h?Jfr 
4ii^'4eiin di«fe^^iu^).4Mvri4^ 4f>.BapaUei;9i|ii|^{)gi i» wc^^h^ 
dW Tta^ungf'iff^flf ii9«nrtsWff !f»#^^ . mm ;,.; ^ ..r,ti»r i 

•<.Ä0V tjbo f.»,.-'^iuOi»u .w'. ,.bi•L'».*.>J'l■^1^^^|^♦^'ffi?™S^^K 






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4M 

Nacfiträglfcli cu meiner MfttHMliiii^ ühtt (He fVluiftlomi(!9i(ni 
iitif nordiseheii Geschiebe * , crkobe ich taltt Ihiiea ka betf^fHcen « 
Wie aie rlcliti^e ThäUftcbe , tfatW' Vb^i^re^te tun Tlil^ir • Ckitf «"ö- 
g«fti, trelehe mir'fm li«heti Nonlen 1eb«ii «^ R«nathferil',''WDlel- 
ttiftase «I. il. IB.. ^ Ailt Dberbltoibaelii ^oh Q^Mplfm, tfl« d^i 
lieiftenZcmeii elgüntt^^mlich iinü, ofl fli einer nnd deiMlbeft Ge- 
gend and daselbst beisammen Torkommen*^, mir «betifttljif fdr 
meine Iij^Mfih»t»6 ««i «pteel^en sdheintV ifanndas BeiMMnaMn-Vor- 
.kommen {jener Überreste hindert wohl nicht ansunehmen, daffb 
älie^eiie« ani tem Eiide dei* f «^rig-evi^fetbiahtHclie«' Spo- 
^be f die akderen «^ DberrMla «arttscbte Tlüere •**- iiAa dem 
Ai| fange der gegen wäriLgvQ ^&^idd« heritemtaiaA;. 



Hymftad», 10. August 1832. 
Die ßanke SufswaBBerkalks , welche in den Steinbrüchen Ton 
Mombach nnd Bndenheim den Grobkalk überlagern, sind all- 
anbekannt , als dafs noch eine Beschreibang ' erforderlich wäre.' 
Weniger Vekauäl wM es tieyn, ^afll In' 'jener Gegend so Viele .• 
Reste lirweltlicher Thierknochea '{^fanden werden , die ich. in . 
der Ipainif^aig de» .geheimen Raths toh Nav an Mainz gesehen 
habe. .IJntef* dj^ff^n notirte ich pi^ijs iplf^fOfdc:^ ». 

;.^, |ll)j^fM^qf(|lc^);eief|na<i>ejri: Kav9« lii« 1832» Bm in gnfll- 
jffssf^^9^Jf>|i^ge§^)iB^enei$ VAt«irkiefeii, an yeloli^ew det dRitte 

! . :. #fffr»|h«äiM* 4«WK!V«|D Kau« ,. laia li83a« . Rbiniwferoa laciai- 
,1^9« CfJ^WH §pJVieWjP«#**^ ^f» |ü|»fertri«f<eira einep jiii^gea l^hiers. 
Zweiter Backenzahn 4^/1 Ob^J^ieffrfif Jß^ra^a^ate dM dritten Bak- 
^finz^B ^ iQbe^iefer». Frajfmfinte jle{9 lefjBten J^fM^l^effBahns 
dea Obeick^ff^.^. l/^^f^v B#cf(en«ahQ dep pberJl^effiES. M^ Vm- 
.^erkiefef nji^.* ^em 2ten» 3ten iind ^ten Backeazalin. Mittlere 
Knochei}^ 4e^ M^taaarpu« d|B/|. linken Fafses. jLn£^^f,.^%9^n 
desselben. I^itt^efe.nnd äufser^ Knochen de.«,B|§tasfr|i^4 ^f« ilfftli*- 
ten Fnfses. ' Zehenglied des Mittelfingers -4c<" >^^hle)| I^fsef* Qs 
cfilcaneum. Astmgalns. .Fragment etiles Fem af« J^nie«cbfiilK)> Qber- 
tlieil einfcr Fibnlä. IJntertheil eine» Humerus. > 

1 .1« ^ Omta^m 'CmmikmmfjjUi. der Brdfinde^' üMvMUt m» Noib^lMtt«. ie30. 
.7J|y q«:^.a^.»9d4« .' >T» ...im' I '• •• '• ' 

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ntmBwMoik longifostrit Kavp (Mastodoft uigottiileBs €^ 
vibr): FffafiveDt «iof^ rech tcn Unterlief erhälfte ohne Zähne, an 
wi^ldKef i|U awei hintereinwider gereihten Nervenlöcher nnd eiw 
mit Saud avagefullte Alveole und deren Nervenloch xa sehen nnd* 
Dhnr^em SüfsvftMerlialk im Sandlager zu Bndenheim. Wnnelr 
l^qMit des efstfen nnd zweiten Backenzahns des Unterkiefeia 
eines ipogeo Thicrs. Fragment eines hintern Backeuahns im 
Vnt^k^fen- . . . . ■ > 

Eqaiifi .wn«r jSem^i^^piCHiai.. Ein Knoc^a an» dar Hiad- 

wiirx^U . r '. M 

BhinocerM jkich0fhiiMWi.€o)r|BB. Eine Ulna mit d«m Bafiai. 

£l«^aa primigenins BbUXBSBiAH. Beide ans der SHadgrabe 
zu Biebimdi , Menbacfa gegenüber. 

Bei. einer Ssoarsion nach Mombach fanden wir in dem nem- 
lichen Sofswasserkalk . Beste einer nrweltlichen Emys, die dsr 
Smys Bvropaea an Ghrerse gleichkdmrat| aber nur 11 Brust schiMer 

.9 Kawj^. 



Mittheilungen 9n Professor Bnon;«. 



. Bayreuth, 12. Jwll 18S& 
Vorige^ Sommer hat MvBbiiisoii die Formationeii «ilcr dem 
Kohlensandstei'n in ür^fantf genaa «nterancht» und ^anbt bewa- 
sen zB könneb , dafs 2 bis 3 s^hr verschMene Perioden mit Iba- 
silen- Überbleibseln in d^A 'Ghiiiwacke^Grappeh ««fer der doit 
so aosgedehnteA FomiatioA des « idd «red- n^andattoati'* 'rorkamnaen. 
Dbshatbs will eine Con^J&/(^o^e/ös«lte^gdRdraie bnnysgebepi, 
aber erst alle Saiiimlangen in Earopa sehen. 

Bei einem karsen Aufenthalt in Sahtmrff altd T^ol habe ich 
mich vorigen Herbst Ton Nenem öbefzeögt, wie seliwer die ge»> 
gnostische Bestimmung der dort gehobdtfen Felsarten ist' la «&- 
fl^en Lagen sind offenbar charakteristische TörstetneraBgen melk- 
f erer Formationen yereihigt, während andere Lagen aar Verstei- 
«erttBgen ' der LIas - Formation oder der Kreide • Formation obae 
jfi^dartige Beimischung zeigen. Ich fand unter andern ia der 
Qegend von Baüein brannrothe Kalk- nnd Kalkmergel - Schieb- 
ten, w^lie die vorzuglichsten Ammoniten der Lias-ForoMstloB, 
Belepnatten .aus sokiMur u. «< w. antbielten^ abne nar eiae Sf^mr 
▼oa Orthoceratltenoder Goniatite« zu zeigaa»' wihread. 

_• '. DigitizedbyCjOOQlC 



^ «1 

in. einer hiiber empergehobeneii Schiebte O r i h o c e r a t i I e « und 
6«fliia.titeQ ¥Mkommcii. Biete Bemerkung fand ieh auch in 
der ||;nngnoeucli geordneten Sammlnng de» lader «o firali geetor- 
b^nen LiiiK tom lAitiBVBAOH in Halletn beet&tigt. Unter «einen 
4f b^ten fand icb atich den damals scbon vollendeten Dnrchecbnttt 
durch die dortigen Alpen dem vorigen parallel , welchen der dor- 
tige Oberbeamte im Begriff war, Ihnen fnr ihr Jahrbnch init- 
SQtheilen ; ich hoffe , Sie werden ihn erhalten )iaben. * 

Da« Vorkommen der Muschelkalk - Formation war in Iaiil's 
Santmlong gründlich nachgewiesen ; es werden dadurch meinsi 
Ansichten über die grauen Kalkmergel -Schichten bei St. Com- 
9km 9 Landgerichts Ennebcrg in Tyrol, über Reiche ich eine Ab- 
bandlang mit ivielen Abbildungen von bisher unbekannten Ver- 
steinerunge'n geschrieben habe, bestätigt. >Ich habe 140 Arten 
daselbst gesammelt. 

Yen den vielen, im hiesigen Keupersandstein gefundenen Pflan^ 
9sen- Versteinerungen, werden mehrere in iCrraf STnnjwnno's er- 
stem Supplement -Hefte seiner Flora der Vorwelt abgebildet und 
beschriebien werden ; dieses Heft wird nur den ersten 6 Heften 
von Bromomiabt's hUttnre des v4g6täux faanles entsprechen ; IS 
Tafeln sind bereits der Vollendung nahe, und 6 werden wohl noch 
dazu kommen. . 

Aus dem SoUnhöfer Schiefer habe ich wieder einige interes- 
sante neue Inseklen- und Käfer -Abdrücke erbalten, desgl. eine 
Libelle von ungewöhnlicher Gröfse in sitzender Stellung. 

Graf C. STKBnBBBO hat in der Gton^al- Versammlung des Mu- 
seum's zu Prag eine Abhandlung über 'den gegenwärtigen Stand- 
punkt der Wissensehaft in Bezug auf die Flora der Vorwelt vor- 
gelesen, welche demnächst im Druck erscheinen wird. 

Ist ihnen dle|Bivalve au« Hern oolithischen Thoneisenstein be- 
kannt, welebe eine eigene Gattung zwischen Lima, Area und 
Plagiostoma zu bilden scheint ? In der Schlofslinie zeigen 
sich förmliche Zähne und Grübchen, wie bei einer Area, wäb- 
rend die Bivalve die Gestalt einer Lima oder Plagiostoma 
hat! Vorläufig bis zur Untersuchung Ton mehreren Exemplaren 
habe ich diese Bevalve Limoarca** genannt. 

* Wird im folgenden Hefte mitgetheilt werden. , Red. 

** Diese Art kenne ich nicht , aber dieier Beschreibang sehr entspre* 
. chend ist die tertiäre Ostre« strigilata Bkogchi'i, welche icb 
in meiner Abhandlung über «, Italiens Tertiärgebtrge etc. >» S. 115. aU 
Genös Limes sufgestelit habe. Bmomm^ 



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422 

. Oe*terii; habe ich ^ P^teii-iliteti kuk liwi.lllteMMi ForoMtiow ' 
■en Btntsdilands nebrt Beaehteibong an 6«BV#vas fu» «ain gt aa 
MB P«tr«fakteiHW6i)i'abge8nadM, woroa da« Tien^ flefli an daai 
amr^-nach 8 Tafeln an aelchnoa sind, nooK in dtMem^abyn «r««h«l>- 
Bcn wird, fä vlemtbn Tag«n werde tcft noHl 4^ terti&#e Arta» 
DedtaeMande (anfoer walehea Ich n««fk 15 aaaNtaidUebe beailia) 
nebit etwa M Pla^nstöniea v. i. w. aaohschieben. 

Graf G. z\i MffvsTEii. 



\ . 



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• > ' <i 



itt 

i; ] , ,^f':"v' J -.1' ..-.,*,■. V - ' 



. )••■• •. 



1. Illln0r^lögiei KryStMlögra^phie , Mia^iralchemle^ 



1^* itoFFHANK serlegte Tenchledene C li a b a s N ' n. ' €r gelangte 
zu Tol^Bden ResaHäteii: . • j ' . 

^ • Vfl/n Aufliig an» dem Ton Pör«- 

' ' ' hr Bb}lßntnt FaM$athtAi biprou^h 

' ■ : ' in 'Neu'^ 

Kieeelerde -...,..., -., 48,18 48^68 .. 51,46 

Thonerde ...19,2t 19,52 .. 1T,«5^ 

Kalkerde 9,65 10^2 .• 8,91 

v*»4WMi .H.*.4...,.,..«..-.n-.. /*fW n..^-,: S^M ^n > »#» 

/Wawttr ....,^,^>.>....;..ip ^ 8>|0 ,.>- g»J(» .. ll»*ig 

99,95 99,91 /9tfl)»79 
(PoGOBND. Ann. d. Phy«. 1882; Nr. 7, S. 495 ff.) 



M » t ! i UMnmm ii 



Gelatinöse K i e s e 1 e r idl e töü Ceyfsat unfern Poiif g'iftaud 
im Departeoient Puy-de'.Dönie. lllc Chemiker, welclie die Ati- 
▼ei^ner Mineral-Quellen untersuchten — Berthibr, Lbco^, Blon- 
««AV, Kbücat d. S., Fovbwbt a. A. ^-p %aben dargetluin, däft de- 
#en Niedersdiläge , elivetil hödM; BBgleioh \n Hirer Zosanunea» 
ietanng, itfimmtlicfa gelatinöse Kieselerde enthielte», mit onglei- 
•<)lien Meiig«a «ron Eisen -Peroxyd und Ton Kalk. Beide letzten 
Bestandtbeile konnten, wfthrend eines. gewissen Zeitvaum«, gänz- 
lich fehlen, so dafs nur fast veine Kieselerde niederg^sehlagen 



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Güflgie 



4t4 



\ 



wurde, irie dietet heutigen Tages lioefi der fW iil M deaBöüi* 
. sen Qaellen Itlanäü und bei denen yen Afoiil-i>or9» Alif ••IcIm' 
Weise entstanden mit einander wecliselnder Lager sehr yerschiede- 
ner Art« Was den neptnnischen Ursprung der bef ragten. KieneleHe 
beweifst , ist dafs dieselbe auf dem Grunde eines sumpfigen Be- 
bens, von einer 1 F. mächtigen Dammerde- Schicht bedeekl, im 
Wechsel mit Alluvial -Lagern, über einen Raum verbreitet vor» 
kommt , der ungelfähr 6 Morgen beträgt , dafs dieselbe von orga- 
nischer Materie begleitet wird n. s. w. — Die Erde weüs , etwaa 
ins Gelbe ziehend, stellenweise auch durch Eisenocker-Adem ge-. 
färbt , schreibt wie Kreide ,' und ist vollkommen nerreiblich , so 
dafs sie vermittelst blofsen Fingerdrucks z^ifgi ^feinsten. Pulver 
wird. Durch KaUinatton erhärtet dieselbe etwas. In Wasser ge- 
nraoht, entwickelt die Erde Luftblasen, wird sprungig und schrumpft 
unter Aufblähen zusammen. Sie saugt beträchtlich • viel Wasser 
ein, welches man, wie aus einem Schwämme, heraosdrüeken 
kann\ -^.Als Hepultat- d|p .4:heD|jifkchen .Zei^legn^ ergaben sich» 
Wasser, Kohlensäure und organische llUtefie ^«•^^^.10,80^ 

Sand , bei mehroi^ligeni AJikJlären erhalten •••• 0,80 

Reine Kieselerde .^f,«.«^^.«,»«.«.*«.....«.^\,.**««. 87,20 

Eisen und Thon .-•..•^.....•.•. .•-•..,..•.- 8,00 

Kalk- i^nd Talkerde «•^.^•.. •...*...^...». Sparen 

mm' 

(J^ FovaNBT,^f(f|a2«s de d^^uvergne, F, 288 etc) 



* Su den neuentings In der Gegend von Ponit^i5atu{ in dem He- 
parleinent Piiy-dd-Mme, auff|gefnndenen M^ieral -Substanzea ge- 
höred: Smaragd, Granat, Cordierit (in basaltischen 6e^ 
stefncfn), KorundT Rutil und Labrador. (Jf. Fountinr, ftul. 
«8 etc.) 

Über die dchener SXsenmaase theilte G. J. B. KabstsnI ( Ar- 
ehiv für Mineralogie n. s. w. Y.* 997 ff.) Nachrichten [mit. Das 
l^is jetzt bekannt Gewordene war «9 wenig geeignet, über deren 

'^ Hat dncm Zusatz yoa ^ weiften Thones wui;den Backjtsiiie dsrsm 
— ^^ ^ebrtnat, wriCi, klin|^nd und ron nngswöhnlicker Leichtigkeili 
(Ein Bscktiein Yon 406 Centimeter Kobik-Gehalt itog nur. 34» Grcm- 
iMea). o-f Oieft erinaert s« die sckwiiifimendeB Bsckttei.ne|, 
Wtlcke «ckon «n Zeiten yo« Pljutivi, Stuhq and Yvtnm uikv Im» 
rüUQt yrwen.. 



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«5 

Vfspnii^ AvTsbUliiii lu geben, aU 4a« änftere Aaseiiett and 4ie 
Yitt^leiebakig mlt^iid^en EfseniBaMen voa aneYkamit metaorhcber 
Abkunft SD n^hncheinlicbeirVeriiiatbapgeii über den Ursprung der 
Acbener Masse föbrfe. Die £rg«bntBse früherer chemischer Zerle- 
gung haben nur dazu beigetragen, die fintstehnngfi- Welse derselben 
in gröfttes Dunkel zu hüllen ; nach Karsten enthalt das Acbener 
Eisen, anfser Spuren Ton Mangan, Schwefel, Phosphor und Si- 
Uciura, nur «Kohle, und in Absicht des JetatenicGehalts zeigte 
dasselbe eine Znsammensettung, welche mit der des weichen Gofa- 
•tables übereinstimmt, r- — Wahrscheinlich iei die befragte Ei- 
^lenmasee ein Ersengnifs der Konct , die Ofeai^hle aus einem ur- 
alten Stück- eder Blauofen, ^ 



Über daa Atomen -GeVicht und über isomorphe 
^Biiduugen, erlfiutelrt durch die* Zusammensetzung 
derSilikateim Allgemeinen "und der Granaten und 
, ^eauviane insbesondere, von Ü.J. 6. Karstbn. (Scitwn«- 
eam.SniDKL's neues Jahrb. d. Chem. 18S8f 14- H. S. 820 ff.) Der 
Yerf. sucht im Allgiemeinen und insbesondere mit Benlehung aof 
die Kieserde die WillkührllchkeÜiBn d#f Hypothesen nachzuwei- 
•en, auf weloheii die Bestirnmung der sogenannten Atomen -Ge- 
wiohte beruht. Er handelt von dem aus der Sättignngs-Kapacf- 
tat hergeleiteten Bestimmungs - Grund , prüft den Versuch , ans 
den Atomen, und* namentlich ans deren Zahl i^nd wechselssitigou 
Lage , die Formen der Körper abzuleiten u. ,s. w. Endlich wird 
eine Musterung der Sflikate. aus dem «Gesichtspunkte d^r Is»- 
morphie und eine Vergleiohnng der Analjssn von Granaten und 
Yesuvianen vorgenonmen , welche einerseits der Lehre vom Aus- 
tausch gewisser Bestandtheile ohne Veranderong^^der Form «ur. 
Unterstützung dient, andern Theils aber beiträgt, zu beweiseu, 
dafs die Form in keinem unmittelbaren Zusammenhange mit 
den Mischnngs-y^hältnissen stehe, sondern von anderen Gc^ 
setzen abhangig sejr^ welche vielmehr mit dem speoifisch«! G«« 
wicMe 4er Ksvper SSqsauuneahang. au haben scbeiacu 



BtoLflsa zeigte bei der Versammlung der Naturforscher in 
HamkvTff ein derbei Stück Qlanberites auf blauem Steinsalze 
V9m Saltberge bei Baüetadt vor, dergleichen nur drei im Ganze« 
gefenden Worden. (Jm 1831. Ä 9a4.> ,^ 

J. C. UnaBBaauii chemische Analyse der Jtörnigen 
liava x^m AtBa,(BaANJDas Archiv 4. Apothek« Vereins laM. 



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4W5 



ICiei^kHui^ . 


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ThOTterde . . 


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BkieiMnpfd 


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K^kerde •. 


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|IIaii|;;an0xyd '■ 


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Lithloii . 


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Talkwde .1 , 


.-/ 0^2400 


M VMiMl . 


.41^91 




1,0000 



aiia. dav ITirfA^r^ci^f |»e|>«fnifii^«^.(Ti¥>«Vf9t ^cü. Awn./. »ar- 

|Qchi|i«cli ^es^ndfra I^MlIX^ »üai ^9fii l^V.alllQ ^UUmg aahr nal 
W^MW daJToll ai<4|^ iMaAlllwIlllteJcemJ^Wjm^^ «^ 

demT!ra4a«r.ii«««K««tist> vfUiff iN«IN4<Ka||t WM^d, Ka kl ^kgf^ 
lu^wfßfk^p Qym^vtmAß^iw^ mit iUtt- «|id :TaUfaf4«-tal^8i« 
oriM^n-Zament, W K^bifcnoU dififi^i Stowa JMnn^«» fataÄWii* 
'i&^ '(%i^%«Wi!ht) ^ass^v Anfnabwapt 
<2ttaaaimaä9etBiUi|^t ISiaaelsdeade' . • 51,5'#ito ^ 

"Hioiiarde' • . . 22.<t » — 
' » . , • - 'Tidbeid« i/ . ' . -ö^O '» -p- . 

i^lk , , . . . 4vO - 

Biamiwyd . . 4.0 -- 

AaagaiuH^ . 4 LO *^ ' 



lang u Hambvrg (Kästet. ^eA. /. C^em. /. 1830. J^. 37a--2190 
Her ¥f. hatta aehon im kiLBaande daa KAsiiaai'aGlwa ilMshirs S. 
290 ff. «iae Baschmbuag jeiiav Sammlaag^ ^lofeEt «ad hkM 
kuw nur ein«. Fortealaiing in Folgie aiiia« enwateiteo StaidiMM 
oder neuer Aquisitionen derselben. Br achilAertai« «la di« wia^ 
gte ah Prachtstücken und Seltenheiten anf dem ganzen Festland«, 
besonders an Busbiachen, Grönländischen^ NwitinurikanueAm Er- 
aeugnbsen, und fufchtet, dafs sie Tieileieht In iKttrsem ÄitM 



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4W' 

J 

mebr DeutftcJbtand angehiran verdew Zit ii4r«a ' wiciUgitaf Bo^ 
eitznngen zählt er 

1) ein IStiick Platina^ von mehreren Zollen Umfang, ans der 
Socho^isimsVschen Grube diesseits des UrjaVa , 2020 Gran 
wiegend and Ton 17,04 Eigenschwere. 

2) Viele F^latina in kleinem Stucken, von 9. bia 19. Gigen- 
schwere. 

S) Osmium- Iridium YomVral, zum Theil in modifizirten 

sechsseitigen Tafeln. 
4) Ein GoldT Stack aas dem Ekaterin^hur^er Gold - haltige^L 

Sande ) wovon zwei 3''' — 5'/' grofse keilförmige Oktaeder 

hervorrä^n ; 298t Gr. wiegend , von 15.28 ^igeiischirere. 
5)'i!ioe Platte Gediegen - Silbers von Kou^iberg, 85.5 Gr. 

wiegend. 
CD Eine grorse Kupferstufe vonChessy^ ganz dentlijch die 
Übergänge und Verwand elungen verschiedener Kupfer- Verbin- 
dungen darstellend; 7) eine Stufe Kupferglanz aus CornwaU f 
8) uib^e#aiiderfef S p ä t Ii -^ 151 s e h« lein vöa Hütluh$»9n hei Sie- 
gen'; 9) Kamnd von A^fon in New Yeraey; 10) Feld«p*t1i* 
G^ch!e1)e mit eingewachsenen Korund -Fyriimiden; II) ein Si- 
birischer Topas, 787,5 GV. schwel'; 12) t\h Mexikanifcker F ^ u e r . 
Opal von *(S88 Or. GeWicIit; 18) ein grofser, klarer Olasopalf 
aas Ungarn; 14) eine gnifse Bieh'r^it-Mastfe ^m Gettkttrd ; 
li) schdne € a I al t e ' von K(frasan fn Fetsren ; 16)^ eine Retli^ kry- 
«tiiDiiiilter SerpentfVe ron Modiimf 17) sohfiner KageN 
Glimmer Von Skogbofte biei KkitHo in. fl^HlAncf, ?n Aist Tdllkoni- 
meüeh Halbkagel- oAfi^ ka^li^gmelieen ; 18) eiltfr elgentliftralif^h 
g^ut»pirte KftBfspatb-Masfeie Tofm Rttrte; and 'and re-Kry stalle, >wt>ir* 
alt «pftter anfgesetzfeÜJUtten ttndEeken l^erabMeden gefällt qind; 
1^ eihe ^chwerij^ath - Ihrutte Ton Wkthiken iib ^Aeftioars^Uie , W^ 
lieh Ktystttllfiationen toii 9cfirw^r»pittth, Brannspath and K«lki|Nllh 
ubereinandergelegt haben. Ani\ierdeni ^t die-liil^ftsehwere tchö* 
ntt , %e8ottd^r» reiner Krystalle roii -sebw^rvmn ^&Kdänäkthen 
Tairni'aHn aaf 8.1, -^ von fifr0nMni?l»cft«m^Pi^egee4i9t auf 2l98» 
— ' TtoÄ ^^M!%ft^6^»chem Fl II 1 1 n«f ^,72 , '»^•▼o» Jf^moegiith^n Ac% J 
mit ft«f '»-,47 brummt Irotden. 

Von Tersteinerungen ist ebehfalh «ine ausgeBacfite tSämm-- 
lung vorbanden. S<fhone Cr i n o 1 d e e n von Rtadford in fVÜtskire und 
von Saleshury ptain aus I{.alk8tein und Kreide. Vollkommene Etem- 
pläre von [f] Ehcrinites mespil ifoirniis ScncoTu ( Nachtr. 
IL 90.), woran ebenfalls ^ie Cängenaxe des Stieles mit der Haopt« 



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4» 

aze d«s Ralk - RhomboSders laiBimnenf&llt £iicriiii|te9 lilli* 
formis a. •. w. 



II. Geognosie und Geologie. 



R. JliiMuBCHisoM : Skizzirte Darstellung der vor^ 
Z&glicbsten Sekundär- iind Tertiär - Formationen 
Deutschlands (Phil, Magaz. Ann. 1831. X. 45— SIJ Dieser 
Vortrag wurde bei der Geologischen Sozietät in London vom 11. 
und 25. M^y 1831 gehalten. Er ist gegründet theils "auf eigne 
Beobachtungen, grdf|tentheils aber auf £xcerpte, die der Yf. iräh- 
read seiner Reisen durch DeutteJUand aqp Deutschen Schriften ge- 
sammelt hat , und bietet yiele Vergleichungen mit England dar. 



NoscoBBATS schildert , nach eignen Beobachtungen nnd naeh 
denen des Hm. Lobwb vaBiggOj die Bru<;hbäusfr Steine 
am Ifsenberge im Arensberg'schen. (Kabstbh ArchiT für 
Min. III. B. S. 95 ff.) Hanpt-Resultate sind folgende. Jene Por- 
pbyrfelsen erheben sich aus dem Thonschiefer einzeln; die Be- 
grenzung zwischen Porphyr und Thonschiefer setzt senkrecht Ut 
die Tiefe nieder, so wie sich die Felsen über Tage erhebenl Die 
Lage der Porphyr -Felsen steht in keinem Znsammenbange mit 
der Schichtung des Thonschiefcrs ; die grofste Län|pn -Ausdeh- 
nung des Lütgensteinw, Goldsteine$ und des RaboMtehus lallt un- 
gefähr mit dem Streichen des Thonsphiefers zusauifien, Die 
Schichten des Thonscl^iefers boren am Porphyr ohne Störung auf, 
bei einigen Punkten liegt di^ Grenze desselben den Sohfefer- 
schichten konform. Das Streichen des Schiefers entsprichtt bis 
auf wenige Ausnahmen , dem Hauptstreichen in der ganzen Üni- 
gegend, bor. 7. Das Fallen ist steiler, als es gewöhnlich in den 
Umgebungen zu seyn scheint; aber es durfte am ganzen Ifsen« 
berge sieh in den Grenzen gewöhnlicher Abweichungen halten. 
pie Tom Porphyr eingeschlossenen Thonschiefer->-KeiIe habon we- 
nig Tom Hauptstreichen Abweichendes; zwischen bor. 8—9. Die 
Porphyr -Felsen sind inuthmafslich ganz in Thonschiefer ebge- 
schlossen gebildet, und nur durch spätere Zerstörung der weiche- 
ren Umgebungen entblöfst worden.' Die ,in dem Porphyr hinein- 
ragenden Thonschiefer-Keile sind TieUeicht nicht ganz yfö^, dem- 



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•elbea nngebfln, ami^nt biagmi , ^iilutii anften UMi In ider TIA 
lail der nngebendeo Schief e^miM«! MmaaniDMi. £iiMB trannt «Hefa 
4«r Tii^ci hin den PoK^iijr iD*ivtei «fegMonderte Mmmb^ 0er 
TlM>B«chiefer let in d«r BeräliraBg mit dem Porpü^T «Mner Mnee 
nach Tefändert, heeondeiii die keilförmigen Stacke deeeellitti. Sti- 
che Yer&ndernngen gehen eo veit, dATs saletal nur noch Spvren 
und kleine Parthieen de« Schiefers snrfiekhleiben «nd dafii das 
•San» Porphyr ist Von diifsen Steinen, sind eilige irollig«, Por- 
phyr» nnd haben dabei noch eine sehiefrige Teitnr. Bio '^äaitfe 
JUasae dfs Porphyrs ist sehr angleichartig ans TielenAbinddhn»' 
g«n snsaminengesetat, die ohne Regel in einander verfliefs^n. 



A.TonSYDow^s «Beraerknngen anf einer Belso dnre^h 
die Beskiden nach den CentTaV-Karpntbon >** werden 
durch sahliose unrichtige Orte-Namen entstellt. So hoifst es a, B. 
ni^ht BesArtden« sondern Bietkiden; dem Tatra -Gebirge wird 

^4«r Name Ceiitrqi- Earpothen beigelegt, obgleich alle BeWohner 
Jone Benenni^ng gebrauchen. In keinem Falle kann dasselbe als 
Centram des Gebirges geltea , denn die Bieskiden und die gegen 
O. folgenden BieUckaden haben eine eigene Richtung nnd sehet- 
Bfn mit dem Tatro-Gebirge in keinem nahen Zusammenhange zu ^ 
stehen. Auf der dem Buche beigefugtien Karte trifft man. Tiele 
Fehler; die LiPsaKi'sche Karte Von Ungarn hat das Totra- Ge- 
birge im kleinerem Mafsstabe um Vieles richtiger gezeichnet ^ 
Was Syoow^s Werk dagegen Tortbeilbaft «uszeichnet, das ist die 
aorgfnltige Schilderung yieler Thäler, die genaue Angabe über 

'den Ursprung fliefsender Wasser, selbst kleiner Bache, dici Be» 
Schreibung der Berge und Angabe der Hohen u. s. w/ (Einge- 
sendet ) 

An, BnoMONUAT: Note nber^rof. Parbot's M^eifiiji|p 

üregen Zusammensetanng ^^T Atmosphäre in ^[o.r- 

. «chiedenen £po.cheii der Erdljil.d^ui||;, und En^ste)liun|^ 

der Steinkohlen. (AnnaL d. 5ct^n«. nat. 1830. Aoüt^^X, ^Zt 

.i.441.) Da An. BnoNGNiAnT.die Hypothese eines einst gröfsern 

' Kohlensäure-Gebaltes in der Atmosjphare als eine neue aufstellte 

^ (Tgl. Jahrg. 183Ö. S, 137. dies. Jahrbuchs), 'wuPste er,n6ch nicht, 

'dafs PABaÖT In Dorpat einige Jahre früher (im letzten Bande 

'^S. 743, 629, 844 tf. der JSiitrettens aw^ iaphysique, VI voU. 8^ 

* Berlin, i63o. . ' 

' •; - . ■,. DigitizedbyVjOOQlC 



4» 






Kamen der Gruben. 



Wor^ttlge^- 
bsat wir4. 



Hefe ih 
Pilde^ zu 



Tempera- 

tnr nach ' 

Fabrenbeii* 



Kmpitr 







I^T«lkiFeratur de.» Waf- 
jert in den B«[«jk^|l na- 
t^«r;ieii Vampea. ^ 

JPeldid« . : .- , * ; . . 

' -ü-/ aadkei Werk . ^. , 

3R» «♦•oft . . • . . * .. 

Beer i^I^Mb (OevoiffiUre) v. 

TingTimg. . 7 > . . ; 

Ihui unitil^vföod ' . ^ .* -" 
JE^«t fifeeoläie (J^^etJÖffwAlre) '4 

ConeoKlodc^ iMine» « ; ; »' > 

n. Tl^'mperafrar clief<Qu%>l^ 
lea,^el^h'e 4b Vfirirtf^iriiO-] 
d'^aea/ Hökeii h^rv^f 
jLom^t^L' ^•'- • • • ' ^ ".ä flu 

-^, MdM» <{aelltf' '^ 1^^ ; *tf 

naef jt^^^u' 
Cftaeewitfer "•''.' ' '. 
llael^Hii^f . . . V 
Haer^fTel/rikg^fon . : . 

Biite i^n^efuMige 6eoba<AttnAgla*dör fP^Mia an eio8iit.4<:UB«< 

genTfaermditeeter, de*»ea ttbgeit^ib ^Aat^iMieiavetBi^hUiMa war, 

ili einer HdUe ^wi'lW^IM^ ^w deviiS/imßms^/^t^^ts^ «nittla 

V^^ratnr in de« Grttb«a Mi Bu^ Ootladdr A^f». ^-.ah^iii ! ,^ 

' •' » ' ■•' ' Ddleoöth\: . 4»f&L. < » v. . 

Die Temperatur der Erde in Cbrawatf kaaa daiher es M* F. 
geaetsi werdea. 



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483 

f. A. WALcJtiHiBi N0H2 Über die Erbsen- atid,Nie-' 
i^en-föTmigeii Eisen > Erze der Gegend Ton C8fiilef:il im 
Breisffou, (M^ntoir, de lä Sae, d^hist. nat de Strasbourg, L i. 18S0» 
10. jtp: 1 tb.) BftONGNtABT sucht 3Ba beweiseü, dafVi die Bohnerto-' 
Lager die Zeit and Art ihrer Bildang nHit der Knochenbreecie 
gemein haben. Im Breis f^au indessen sieht mati eities jener Ers- 
lag^ ans der Bildangszeit der Kdochenbreecie , und ein an-» 
dree , welches ebeit so gewifs älter als die Melasse ist. 

Auf der Westseite des Schwarzwaldes herabsteigend , schrei- 
tet man detr Reihe nach über das Urgebirge, das Rothliegende ^ 
den Bunten Sandstein, den Muschelkalk, Kenper, Lias, Inferior 
Oolite, Great OoUte,t Oxford clay, Jurakalk, welcher selbst bei 
Cafidem die Basis des Erzlagers ausmacht. Er ist daselbst unge-^ 
schichtet, hart, voll Astreen^F ungiten, Ech in iten - Stä^ 
cheln und namentlich Madrcporen, wahrscheinlich der. Curat 
rag der Engländer. Viele klpiae Sprünge durchsetzen ihn ^ uitd 
«eine Oberfläche Ist sehr uneben. Darauf liegt mit ebener Ober« 
fläche eine 8 — ^20 Met. mächtige Schichte sündigen Thons von 
weifser, gelber und rother Farbe ^ die eigentliche Niederlage des 
£rses. Er besteht hauptsächlich aus feinem Quarzsand ^ etwa« 
Thonerde und Eisen - Oxyd oder — Oxydbydrat. Im weifseil 
Thone yerhalten sih Kiesel- und Alaun -Erde 2= !^4 1^ in der 
rethen Varietät die Kiesel- und Alaun-Erde und das' Eisen-Oxyd 
£s= 20 : 4 : 1. Im untern Theile dieses Thones nuu, nächst dem 
Kalke , liegt das nierenförmige Erz in oft zasammenbängendeti 
Nestern. Die Erzklömpchen sind bald einfach ans konzentri-* 
sehen oder [der Oberfläche parallelen Schiebten gebildet , bald 
sind ihrer mehrere ▼erbnnden^ Oder die inneren Schichten be-> 
stehen aus reinem ; faserigen Oxydhydrat , die äufsern aus brau'' 
nem» thonigem Erz. W. hat Astreen, Mbbian Ammeaiteil 
darin gefunden. Dieses Erz, von den Arbeitern Reine rz ge« 
nannt, «kömmt zusammen vor mit grauenL4ind weifsem Hc^il- < 
stein und mit Kugeljaspis, dessen Form uiijie^weifeH eiue nt* 
sprungliche ist und Stacheln eines Cidariteit^* seltener Fee - 
tiniteu umschliefst \ ^ 

An vielen Orten im Bergdistrikte Candem, Wo man nicht sel- 
ten Halden und Schlacken von altem Betriebe findet^ liegt jetleif 

*) Die Oberfläche dieser Sucbeln ist fast gaaz wie bei €. BLUMEsdAcsfl 
beschaffen , aber sie scheinen viel länger^ Und schlanker. dt IK« 

X i832. V 28 



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484 

EUen - fäbrenile Thoq zii Tage; an den ^eisten aber ist er von 
eioeoi Konglomerate bedeckt, welches die Arbeiter Steingai^ 
nennen, und das bei einer Mächtigkeit von 20--^0 Meter oft als Bau-> 
stein dient. £s besteht aas Trümmern Ton Jurakalk und Oolith, 
welche» nnten grob 9 nafh oben immer kleiner werden, bis zu 
Oberst das sie bindende feinkörnige Kalkzäment allein übrig bleibt, 
.das nun allmählich in einen gelblichen, dickschieferigen Kalk- 
stein übergehet, mit eingeschalteten Mergellagen. Dieses Kon- 
glomerat gleicht Jenem sehr , welches zu Schutterlindenberff bei 
Lahr den tertiären Kalk trägt (Zeitschr. f. Min. ISZt. II. 244). 
,£s erstreckt sich Tom Heuberg bei Candem bis unterhalb Ham- 
merstetn gegen Wollbach, und über den SW. Abhang der Wälder 
von Baien, Hertingen, Tannenkirch, bei Eleinenkembs, iHein and 
Efringen. , 

Am Scbliengener Berge zwischen Ltel und Schliengen legt üich 
über das nieren form ige Erz eine Thonschichte und darüBer: eine 
mächtige Lage erbsen förmigen Erzes : zu unterst nesterweise , 
nach eben aber vereinigen sich diese Nestet'mehr and mehr feo 
einer Masse, die man in der Grube von Altingen ausbeatet. Die 
Kömer sind V^'^^V^ dick, um so runder, je kleiner sie sind, schmu- 
tzig' gelblich olivengrün. Sie sind zusamniengesetzt ( Jahrb. d. 
Chem. a. Phys. XXI. 1827. 213. ) aus Hydrat und Protoxjd von 
Eisen nnd Kiesel , ^ mit etwas Alaunsilikat ( =: F - S + Aq. mit 
AS.) , und unterscheiden sich gut von andern Erbsen - Erzen, die 
ihre Form durch Abrnndung erhalten haben , ans diehtem Elsen- 
oxyd -llydrat bestehen, oft noch mit eim*iü Kerne von Sehwefel- 
eisen, woraus sie überhaupt entstanden. Ein Eisensäment gibt 
dieser Erzmasse- Festigkeit. Einzelne Jaspis - Kugeln finden mich 
. darin vor, deren ebenfalls olivenfarbne Kruste .^us Quarz be- 
steht» der mit Eisenprotoxyd gefärbt ist, während die Bänder im 
Innern van Peroxyd herrühren. Über dem Erze liegt noc^ eine 
Schichte fast ganz weifsen, kieseligon Thones, vor 30—40 Met. 
Mächtigkeit, und darüber erscheint nun ebenfalls das Konglome- 
rat, auf welchem zuletzt, nicht weit von da, noch Molasse-Sand 
liegt. 

Zu Auggen bei Mülheim, nahe an der Landstrafse nach Ba- 
Bei, hat man voriges Jahr folgende Ablagerung entdeckt, welche 
sich am Gebirge hinaufzieht: a) dichter gelblich weifser Jura- 
kalk ^ b) bunter , sandiger Thon mit Nieren -Erz und laspis; c) 
rothbraun^x Tho» ohne Erz; darauf in der Höhe: d) obiges Kai k- 



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4S5 

koaglömenit und e) MolM«e-Sand ; in der Niederinig Rhein-Kies; 
tber dem Ganten in Hdlie nnd Tiefe : f) Lofs. 

• Bei Mülheim «elbnt liat man von nnten auf ; mäolitigen ei«en- 
•ehäsBigen Tiion mit Jaspii - Kugeln , serstrenten Era - Kdrnern 
^nd grofsen Kalkbrocken; darauf 0,5 m. rßtblicben Thones ohne 
£rz ; dann 2 mächtige rothe Konglomerat -Bänke , ans schmutzig 
gelben und grauen Kalkstncken, kleineren Qnarsgeschieben und 
eisenschüsgigem' kalkig^sandigem Zäment«, mit Terebrateln. Zwi- 
adien beiden liegt ein^ dünne Thon - Bank mit einzelnen Erbsen^ 
erz- Kömchen. -^ ^ Ahnliche Erzlager haben MbAian (Beiträge 
zur Geognosie. I. 190) und Escuer (Ebbl Anleit. d. Schweitz zu 
bereisen. I. 171-) beschrieben. 

Nie hat man Knochen im Niercta - oder Erbsen - Erz gefun- 
den, wenn dieses Ton dem Konglomerat bedeckt ist. Wenn letz- 
teres aber fehlt, kommen derselben zuweilen mit vor. So bei 
Candem, zu Möalin^ im Walde von Liel und am Heuberg bei 
Tuttlingen, wo mehrere Stofszähne von 0,5 bis 1 Meter Länge » 
und ein Backenzahn eines Elephas primigenius, Bruelistn- 
eke von Hirschgeweihen^ mehrere kleine Herbivofen. 
Zähne u. a. Knochen vorgekommen sind ; zu Möslin hat man Kno- 
chen und Ha; -Zähne in einem Erzlager unmittelbar unter der 
Ackererde entdeckt; — u. desgl. im Lieler Walde in der Nähe 
des Nierenerzes. Tagewasser scheinen an Stellen , wo die harte 
Konglomerat-Decke fehlt, oft die Erze durchwühlt und dabei Ih- 
nen die Knochen beigemengt zu haben. 

Es scheint dieiiemnach und mit Rucksic^^t auf die von Bf brun 
tmd EscBBA berichteten Fälle , dafs man zweierlei Ablagerungen 
dem Alter nach unterscheiden müsse, dafs 1) die oben beschrie- 
benen Erbsen - und Nieren-Erzlager, abgesetzt auf Schichten des 
Jura, die dem Coral -rag entsprechen, und unter dem Konglo- 
merat , eines der letzten Glieder der Juraformation ausmachen , 
oder wie der Greensand zwischen die Juraformatton und die 
Kreide gehören. 2) Andre Ablagerungen waren dagegen liicht 
durch jene Konglomerat - Decke geschützt ; sie sind nicht mehr 
auf primitiver Stätte , die Nieren und Erbsen sind oft .«erbro- 
chen , Jaspisse und Hornstein mangeln dort gänzlich , Knochen 
und Hayzähne kommen dazwischen vor, sie füllen hauptsächlich 
nur Vertiefungen im Boden, Mulden und Spalten aus; die Kanten 
der Kömer sind durch Rollen abgerundet, die Znsammensetzung 
ist Eisen -Silikat, zuweilen braunes Oxydhydrat. 



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4M 

Cn* L. Giubokb: Bec^hreibnag^ einer mineralAgi« 
• chea Excvreioii in 4 iie Grafschaft eii LewicNuierry, l)g^ 
rotte and Doum. (Vorgeieaen bei, der Royal Dublin Society 1830) 
6. hal diese Gegenden im Auftrage der Dnbliner Sosietät anteK- 
sucht. ^- Durch die Grafschaften »Londonderry und Tfrone sieht 
sich eine hohe Urgebirgs-Kette, vorin Glimmerschiefer, herrscht, 
der in den obem Theilen in Talhschiefer übergeht und . mit Ur- 
halfc irergeseUschaftet ist. Granit ist selten. Er bildet die Basis 
des SUeve-Gaüion nnd ist von porphyrartigem Gränstein bedeckt, 
der in Grunstein " artigen Basalt übergeht. Auf dem andern öst- 
lichen Ufer des Hoe-Flusses ist auch das 900^ hohe Grebirge von 
Benyaoenagh Ton Basalt bedeckt, unter welchem aber ein weifser 
Kalk der Kreideformation 9 Mulatteostein oder Grnnsand , liias- 
Kalk nnd Lias-Schiefisr toII Versteinerungen, bunter* Mergel nnd 
Sandstein , in Tyrone stellenweise auch die Kohlenformation mit 
ihrem Kalkgebilde auf dem Urgebirge ruhen» das aber hier sel- 
ten au Tage geht. — Der Glimmerschiefer enthalt keine Granaten 
oder Tnrmalin«, senden Eisenkiese. Der Urkalk. wechsellagert mit« 
ihm , oder ist ihm untergeordnet^ reith an Talk und Glimmer 
und manch faltigen andern Abänderungen unterliegend.^ Der Kalk- 
stein auf der NO. Seite der Slieye GaUion enthält schwarac kiy- 
stallisirte Hornblende in Überfiufs. Hornblende - Fels ist selten 
in Isondonderry. Homblendcschiefer ist ein untergeordnetes Glied 
der Urtrapp-Bildung , die im Glimmerschiefer vorkömmt. Auch 
Feldspat h - Porphyr und Syenit, die einander ähnlich werden, 
finden sich in jenem Urgebirgszuge ; letztrer geht in Grunstein- 
Porphyr über. Der Übergangs - Graustein setzt auf der Ostseite 
de^ SUeve GaHion, 1300' aber dem Meere, isolirte Massen zu- 
sammen , deren Spalten mit Kalk und Baryt - Späth ausgefällt 
^sind. — Mit dem aufgelagerten Basalte tritt, anfser der Kreide, 
die da, wo sie von Basalt durchsetzt ist, zuweilen in einen brau- 
nen Kalkstein umgewandelt wird, nur noch Sandstein in unmittel- 
bare Berührung. 

Die Grafschaft Down ist reicher an 'manchfaltigen Minera- 
lien,, zumal in der Granit - Formation der Moume - Berge , na- 
mentlich am Slieve Donard, Der Granit reicht bis 8000^ über den 
Meer<ssspiegel. Sein Gebiet gebt von Dundrum NW.- über Slieve 
Crob und dann W. über Jüteve Naboly gegen JVewry und Louik. 
Er ist von Glimmerschiefer und kornigem Gränstein. bedeckt^ 
tafelförmig abgeiondert , die l^feln oft zu Sänlen aufeinander 
gesetzt; — Porphyr-artiger Gränstein, Lydischer Stein nnd WetZ'» 



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■ehiefev tind ihm eingelagert. Seise Übergänge wie Torhin. Seine 
drei wesentlichen Beetandtheile ilnd, wie in Sibirien , voll kom- 
men krystallisirt ; nnraer ihnen enthält er aber noch Beryll, To-* 
pas, Tnrmalin, Cleavelandit, Bergkrystall , Feldepath-Kryetallo. 
Syenit mit krystalliairter* Hornblende ist ihm aufgelagert Bei 
Newry nmeclilierBt er noch schiefrigen o!nd bitnmtndaen Pechetein, 
snweilen Eisenglimmer, Magneteisen tod Eisenkies in Wärfein« 
selten Kupferkies, Bleyglans u. s. w. 



Adr. Baebi: Chronologische Übersicht der^wich^ 
tigsten Veränderungen der Seeküste ^om 8ten Jahr- 
hundert an bis auf unsre Tage, bearbeitet für Maltb 
Bavii*s TVait^ Ü4mentaire de giographie fFi&R huU. sc. nat. 1880. 

XIX. U—m) 

Jahr 
800. Ein grofser Theil der Insel Helgoland zwischen der IVeser^ 

und der £76e- Mündung erhebt sich in dieser Zeit aus dem 

Meere« 
800^900. Stürme verändern sehr die Küste der Bretagne y Thä- 

1er und Dörfer versinken. ' 
800 — 950. Windstöfse bewegen die Lagunen von Venedig , die 

Inseln Ammiano und Constanziaco verschwinden dadurch. 
1044—1309. Das Baltische Meer bricht zerstörend über die Pom- 

mersche Küste herein und gibt Yeranlassang zu dem Ge- 
rüchte von Versenkung der räthselhaften Stadt Fineta. f 
1106. Alt ' M.Qlamocco ^ eine beträchtliche Stadt in Venedigs Lsl- 

gunen wird vom Meere veischlungen. 
1218. Eine grofse Überschwemmung bildet den Golf von Jakde 

und macht den kleinen Fluls dieses jNamens verschwinden. 
1219—1221. ) Seestürme trennen die Iiisel Wieringen vom festen 
1246—1251. 5 Lande, und bereiten den Durchbruch der Landenge 

vor, welche NordhoUand mit der Grafschaft Staveren in 

Friesland^ verband. 
127t— 1278. ir Überschwemmungeu verschlingen den fruchtbaren 
1180—1287.5 Kanton Reiderland, zerstören die Stadt Torum mit 
• '50 Dörfern, Höfen und Klöstern und bilden den Dollar t} 

der Tiam^ und der fcAe-FlujTs, welche diese Gegend het- 

wässert, verschwinden. 



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438 



/ 



1388. Seettärme darehbrechen die Landenge swigchen NordhMmd 
and F^riesUfnd and bilden den ZuüierMe* 

1240. £in Einbrach des Meeres ^erfindert beträebtlich Sehle8mg*9 
Westköste, Terachiingt Tiel fruchtbares Lanä, and der See- 
arm zwischen der Insel ffordvträhd and dem Fesüande wird 
▼iel breiter. ' 

1800. 1500. 1649. Neue Sturkne nehmen % der Insel Bdgoland 
weg. 

1300. Die Stadt Ciparum in Istrien wird nach Fortis durch das 
Meer zerstört. 

1303. Ein Theil Ton Rügen und mehrere Dörfer der Pommer'sGhen 
Kaste werden zerstört (Kant). 

18&7. Durch eine Überech wem mang werden 14 Dörfer der Insel 
Kadzand in Seeland wcj^gefährt. 

1421. Eine Überschwemmung bedeckt den Bei-gseweld, zerstört 
^ dort 22 Dörfer und bildet den Bieabosch Ton Gertrudenherg 
bis zur Insel Dor dreckt. 

1475. Das Meer nimmt ein beträchtliches Stück Land an der Mün- 
dung des Humber'8 weg und zerstört mehrere Dörfer. 

1510. Das Baltiscke Meer bildet die Öffnung FrUch - Baff hei Pä- 
lau, 1800 Toisen breit und 12— 15 Toisen tief. 

1530—1532. Das Meer verschlingt die Stadt Kortgene auf der In- 
sel ßeveland in Zeeland, und ninmit zuletzt den östlichen 
Theil der Insel Süd-Beveland mit den Städten Borselen und 
Remerswalde und mehreren Dörfern weg. 

1970. Ein Seesturm entnimmt die Hälfte des Dorfs Seheveningen, 
im NO. von Haag. 

1625. Das Meer isolirt einen Theil der Halbinsel Dar* im ehe- 
maligen Schwedisch - Pommern j und bildet daraus die Insel 
Xingat, nördlich von Barth. 

1634. Ein Einbruch des Meeres bedeckt die ganze Insel Piord^ 
Strand, zerstört 1338 Häuser, Kirchen und Thorme, und 
ersäuft 6408 Menschen und 50,000 Stuck Yieh. Nar die 3 
Inselchen Pelworm, Nordstrand und Lü^ß-Moor bleiben 
übrig. ' 

1703-^1746. Das Meer nimmt mehr als 100 Toisen yon den Dän- 
men dev Insel Kadzand weg. ^ 

1726. Ein Seestarm verwandelt die Saline Jtaya in der Provins 
Cumana in einen Golf von mehreren Standen Breit«. 



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r 439 

1770—1785. Strömangen treimeii den hohen von dem niedern Theil 
der Insel Helgoland und bilden so 2 fnselchen daraus. 
r^784. Bin Orkan bildel; (nach Hof») den See von iAotifctr in Vn- 
\ \ ter^Jlgyften. 
Xtill-*17d3. Die Insel NartUtrand verliert noch mehr von ihren 

Dämmen nnd ihrer Fläche. 
180S. Das Meer fährt die letzten Rninen der Priorey Crail in 
Schottland weg. 



ENGSAsricH-LAKiTiiRB : C ns 1 d^ ra^t i o US snr les blocs 
erratiqnQ.8 de roches primordiales. (BrutelleB 18^. 8**.) 
=: Revue biblwgr. des Jnnal. d. sc. nat 1830. p.A9^9l9>}. Der Vf. 
beschäftigt sich hanptsächlich mit den Felsblöcken der Campine 
und (der Drenthe ; läfst jedoch jene Norddeutschlands nicht anfser 
Acht. Jene. Blöcke bestehen aus Quarzit , Dolomit ,. Übergangs- 
kalk , Kohlenkalk, Muschelkalk, Oolithen - Kalk , Feuerstein, 
Granit, Protog^ne, Syenit, Pegmatit, Amphibölit,'Dioril, Hya- 
lomikt, Glimmerschiefer, Gneis und Dolerit. Ursachen ^er Um- 
herstreunng dieser Blöcke können seyn : gewisse Wnrfkräfte ; das 
Terwittem von Felsmassen, wodurch Gänge festern Gresteins zn 
Tage kommen und Block-weise anseinatiderfallen ; ferner die Thä- 
tigkeit der Vulkane, endlich der Transport durch Eisberge (nach 
Ventvri). — Der Annahme, dafs niese Blöcke aus Skandinavien, 
stammen, scheint sich nur Omalius d^HAUOY zu widersetzen, 
welcher glaubt , dafs durch Brd -Erschütterungen die Granit- 
hlöcke aus der Tiefe der Sandlager zur Oberfläche derselben ge- 
langt seyen. 



H. DEi^A Bechb: Note über die ursprunglichen oder 
später bewirkten Verschiedenheiten, welche in den 
sekundär eu Schicht -Gesteinen wahrnehmbar sind 
iPhüos. Magass. and JnnaU. FL nro. 33 1829. Sept. p. 213-^225). 
. Auf kleinere Abänderungen im Charakter einer Felsart ist man 
längst aufmerksam geworden ; später auf die gröfsern : wie z. B. 
auf das Auftreten dunkelfarbiger Kalksteine und Sandsteine an- 
der Stelle des Grünsandes , auf die Umwandlung des ganzen Oo- 
lith-Systems in dunkelfarbige Kalksteine denen der Übergangszeit 
ähnlich , jene sämmtlicher Flötzkalke in Dolomit u. s. w. 



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440 / 

L. ▼; Buch hat in Tyrol und «m Italienitcben FaCie der AI* 
pen zuerst die Eotatehung^. des Dolomites ans geschicliteteni dich- 
tem KaUe in der Nähe des Aogit - Porphyrs ges'el|i^ ; und der 
Vf., welcher die Übergänge des Kalkes in Dolomi( zwischen dem 
CSraio- und Lecco-See yerfolgt hat, ist geneigt, jenen Kalk für Liaa- 
kalk zu halten , nach der Analogie benachbarter Gegenden und 
hauptsächlich weil der charakteristische A m roo n i tot Back- 
land i oft ▼«n bedeutender Grdfse darin Torkommt« •— ]6ub ra 
BsAimoiiT zählte die früher der Übergangszeit zugeschriebenen 
Kalke der Tarentaise, welche ebenfalls Massen von Boiomi^ aber 
auch Ton glimmerigem Quarze und Gjps umschliefsen , zur Oo- 
lith-Formation ,. weil die ältesten Glieder dieser Reihe, zu Digue 
und Siateron nemlich, keine anderen Versteinerungen , als solche 
enthalten , 'die auch im untern Oolith - System gefunden worden » 
und welche insbesondre für den Lias charakteristisch aind (Be- 
lemniten u. s. w.): hier ist mithi^ ein Lias, dessen mineralogi- 
sche Charaktere ganz abweichen von den in Nordfrankreich und 
England beobachteten. — -p- Zu iVtce hat der Vf. selbst Z Felo- 
gebilde untersucht : einen mergelig sandigen Kalkstein, dem Grün- 
sande sehr unähnlich, und doch als Repräsentant daselbst die cha- 
rakteristischen Versteinerungen desselben enthaltend ; dann ein Ge- 
stein, welches Dolomit und Gyps einschlierst, demnngeachtet aber 
wegen seiner weifsen Farbe und dichten Beschaffenheit dem obern 
Jurakalke zu entsprechen scheint. ~ Von iVice gegen den Col dt 
Tende hat Bvcklano den untern Theil des Kalkes, wohl weil er 
Dolomit und Gyps umschlierst , für Alpenkalk gehalten , der j^ 
doch dem Vf. wieder jener Jurakalk und Herrn £lib nsBaiirKO/iT 
^ ein Glied des untern Grünsandes oder der obern Oolith-Reihe zu 
seyn scheint, worin dieselben Kalkschichten streckenweise oft zu 
Dolomit werden. Der Dolomit ist für keine Formation charakte- 
ristisch,: denn JGlib bv B^aümönt bat im beoacbbarten Far-^epar^ 
tem'ent Dolomit in tertiären Süfswasserkälken , in Grünsand , in 
d^r Öolith - Forination und im Muschelkalk gefunden. — Am 
Golfe von Spezsia hat der Vf. Ton unten nach oben ; Grauen klese- 
lig -kalkigen Schiefer und Sandstein mit einem grofsen Fnsus» 
bunte Bchicferige ThonkoJk -Schichten , braune Schiefer, endlich 
Kalk bemerkt, welcher wieder in sieh begreift: zu unterst dnn- 
kelgrauen Kalkstein, wechsellagernd mit dunkelgrauem Kalk- 
pchiefer, mit -hellfarbigem dichtem Kalk, mit hellbraunen Schie-. 
(erq \q11 Ammonit^u, Qelenmiteu i^nd kleinen Eisenkiesnieren ; 



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441 

darAber Dolomik oft Mannor > Sfanlf ch und von verschiedener 
Farbnng und uni^elm&fniger Verbreitoiig , enillich dichten dun- 
keln mit gefärhtenMern dnrchsogenen Kalk , wobei der Marmor 
von Porto- Feuere. Dieeer MaroMr - ähnliche Kalk mufs also, 
•eines Anaehens öiipeachtet, so jaog oder jnnger seyn als die 
Oolith-Reihe , wekhi jene VendeiiieraiiKea der tiefem Schichfcea 
andeuten. 



P. S. ScnvLL übfr die Stein-Blöcke in den Heiden 
der Niederlanden ( Vam Hakl, Vbolik und Muldbu: Bydrag 
fot de natuHcond. Wetmsehappen, 18S0. nro. 1. =: BiUl. bibliogr. 
des Ann. d. ec. imt. 1899. p. 50 — 51 ). Die Dänen der Holländi- 
■cheii KAete, aus feinen weifsem Quarzsande besteheml, erheben 
aich bis 50 Meter ubei das Meer. Vom haltUthen Meere an bis 
%VL den Ufern der Scheid: sind grofse Geschiebe und Felsblöcke 
über die 'Sandfelder heigestreut. Aber deren Ursprung oft go- 
schrieben, worden ist. Alles deutet auf ihre nordische Heimath. 
In der Mokerheide findet man oft Feuerstein mit anhangender 
^Kreide und mit Versteinerungen bedeckt, welcher nicht aue iVte- 
dersaehsen und Westphälen, sondern aus Skandinavien stammt. In 
den Heiden yon Amersf ort trifft man Blöcke von Crranit, von 
Gneifs^ Syenit, Porphyr und Grünstein, wie sie in Schweden ari- 
Btehen. Schreitet man von Belgien an in NNO. Richtung voran 
Aber Ostfrißsland , Bremen , Schoonen und Smoland , so sieht matt 
die Blöcke dieser Art fortwährend an Grofse zunehmen. Jene 
Richtung entspricht zugleich jener der Berge, See'n und FlAsse 
Skandinavien^ , so dafs mithin auch durch sie der Heimath -Ort 

jener Felssiucke angedeutet ist. > Man mufs annehmen, bald 

nach der Zeit, wo die Sandschichten Lüneburgs mit ihren Hai- 
und £Ie(ihanten-Zälme sich abgesetzt, habe eine nach SSW. 
gerichtete Fluth jene Blöcke aus Skandinavien weggeführt. Sie 
mag mit einer Temperatur - Veränderung der Erdoberfläche in 
Verbindung gestanden seyn , da Reste tropischer Thiere unter 
den Blöcken begraben liegen; Eisberge mögen sich aus den zum 
ersten Male erwärmten Gebirgen Skandinaviens losgerissen und 
jene Massen mit sich fortgeführt haben. So habeii später auch 
die Gothen, die Vandalen und Hnnnen von Nordosten, her Deutsch* 
land nberfluthet ; sie sind es auch- wohl gewesen , jFelohe jene 
Felsmassen zu den Hunnebedden rcfgelmä(eig übereiBandoir 
g^eobichtet haben^ 



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442 

J. R. Jacrmh ab«r die Geschiebe Poien«. (JUUmi^A- 
univeri.^ Seiene. ei arU^ 1880. XLIV. 18S^1^ Ver^l. ItAirsMAinr 
Und: XXXIX: 217). Aaf die Richtang^ der portielleii, im Meeve 
▼orbandenen Wossemtröme, welche die grofs^i Geschiebe abseüi- 
ten and auf diese Absetzao^^ selbst waren «rdi Einflufs die Acii- 
seDdrehnng; der Erde, die Beschaffenheit les Seegrandes, die 
Schnelligkeit der Ströme, ihr wechselseitiges Begegnen nad, bei 
der Abnahme der Wassermenge, deren Zmammengeprefstwerdea 
beim Ablanfea in die tieferen Thäler und de nachfolgenden Aus- 
bruche hoher gelegener Wasserbecken. H» Absetznng der Ge- 
schiebe war zweifelsohne allgemeiner , oid nicht blofs anf jene 
Orte beschrankt, wie wir sie jetzt an derDberfläche des Beckeaa 
liegen sehen ; denn spätre schwächre Storno ngen mögen sie oft 
wieder weggefahrt , oft auch unter Sand, Thon and Danunerde 
begraben haben; w^fshalb sie uns oft T^rzngsweise aaf den Hö- 
henzügen abgesetzt erscheinen, und wefsialb nnsre Bestimmongen 
wber die Richtung, woher die Ströme gekoamen se^n mögen, nor auf 
das Zutageiiegen jener Geschiebe g^röadet, leicht anrichtig aus- 
fallen können. Auch wird die Auffindung jener Richtung erschwert 
durdi die grofse Bf anchfaltigkeit der dn/rcheinandei^eworfenen^Ge- 
schiebe, die wohl nirgendwo gröraer se^n kann ^ als in Polen und 
Lithauen, deren Ebenen leicht wellenförmig, deren Vertiefungen ver- 
sumpft, wo die mittleren Höhen mit Dammerde bedeckt, und nor 
die Höhenzuge, mit Ausnahme der Sandhagel neuestenUrsprungs, 
allerwärts mit Geschieben bedeckt sind. Diese verschiedenen Bo- 
den-Arten sind schroff aneinander abgeschnitten. Unter den Ge- 
schieben Polens finden sich fast alle Arten von Ur-, Übergangs- 
ond Flötz - Gebirgen wieder, und ihre Grötse wechselt von der 
eines Taubeneyes bis zu mehreren Fufsen Durchmesser. Indessen 
scheinen Syenit, Syenitporphyr und Diorit darunter ^orzuherr- 
schen. Der wahre Granit ist höchst saften and zerfällt leicht ia 
seine JHineralbestandtheile , obgleich diese selbst noch unverän- 
dert sind; woher sich wohl die geringe Menge der Granitge- 
schiebe erklären mag. Wacke ist gemein, zuweilen mit Kalk- 
spatli - Adern und Mandeln strahligen Zeolithes. Basalt ist nicht 
selten, mitunter mit schönen Angitkrystallen. Gneifs, Diorit- 
ond Glimmerschiefer , Sandsteine von grofser Manchfaltigkeit in 
Korn, Farbe und Bindemittel sind sehr gemein.- Mitunter kom- 
men sehr schöne Porphyrblöcke vor ; ferner Hornsteinblöcke ; nur 
einmal fand der Vf. eine Puddingmasse aas kleinen kieseligen 
Geschieben mit gelbem Kiesel - Zämente. Von Smirgel (teeril) 



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44S 

fand er anter airtera ein sdionet , 10 ^ tehirereti Stfick, sawei* 
len aodi Phoikoll^^ Quaroe und kleine ^Kalksteine, 2 Stücke p<i-r 
rdeer Lava, einigi Oiivine ,* Fieckanga (Sftäeke von Adalarf > 
In grebem Kieeelic^ea viele Bete mniteji, Orthosorfttiten» 
kleaelige Seeigel -Keine, verveineileBe Tubiporcn « a.Ko'* 
ralloide«, JlaechelfKerae a. i« V. 



Steinsf^lz- Werke in der Provinx Erivan in Armenten. 
( Gornoi Journal 1828. nro, 11. p. 3 — 16. = Fia. bull. «c. nat. 
1629. XP^ni. 249 — 2»0). > Das innre Rufslanii bezog bisher fast 
allein ans defl See^n vcn 'Bakou und Schitvan, dann aus der 7\7r- 
key ' und ans Persien stin Sals , hat aber dareh Erwerbnng^der 
JirmeHiseheH E^TfdC «eilist noch reiche Steinsals-yorrälhe erhal«^ 
ten. Zwischen den Dörfern Kouipi and Tehinchavady , auf den 
rechten Ufer des Artui^ , 30 Wersten westlich der Festung $ar- 
dar-Abad und 00 Werittn sAdwestlicli Ton Eriffon ist ein Berg 
vükfh Ticreckiger Gestalt , von 1 Werste und 200' Saschinen -bis 1 
Würste ^nd 400 Saschinei Lange, von 8V2 Wersten Umfang and 
. 80 Saschinen Hohe aber dem Bache Perotdi. Dieser Berg ent'- 
hält einen unendlichen Reichthum von Sals in Lagern, Nestern 
und regelmäfsigen Krjstallen in einem gypsigen oder, thonigen 
Gesteine eingeschlossen, nnd von seiner NO. Seite erscheinea 
viele kleine Salzquellen. Die steilen Abhänge in NW. und SW. 
•aeigen die Salzlager fast ohAe Unterbrechung, meistens hoiizon^ 
tal, %n ]~>10 Saohinen machtig, und oberhalb dem Dorfe -JSToiiTpt 
bildet eine Salzschichte einen 44 Sachinen hohen Fels, von einer 
«chwachen G jpsschichte bedeckt Die Farbe iat gewöhnlich grün- 
lich , doch die Krjstalle sind meistens rein , und der Qualität 
naeh gilt dieses Salr fü das beste in Georgien, Bis zum letsten 
Sardar von Rrivan ertrag dieses Werk nur etwa 3000 Silber- 
Rubel jährlich, jetzt aber hat sich der Ertrag auf 10,000— 14,000 
Silber-Rubel gehoben. Durch Karavanen wird das Salz hier ab- 
geholt ; aber durch das Austreten des Araxes von der Mitte Märzes 
bis Ende Mai wird die Verführung des Salzes sehr erschwert. 



YoN AiiTHAVs Notiz über ein Sufswasser ^Gebilde im 
Hegau (Mniotr. d, U She.4'hit$. nat de ^tratbwwg. L 1. 1830 6. 
pp,} Der Hegau zieht aieb N. «ad NO. vom Canton Schaffkausen 
naeh Boden herein. Urgebirge , üurit » Todtliegendee, Vogesen- 
Sandstein, Muschelkalk, Lettenkohie , KeHpersandstein , Bunte 



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444 

Mergel, Gryphtteninlk, Inferior Oolit iiiiil Juncaik, bildem ▼•m 
Sokwar%waide beginnend eeiiieii Bollen; Baealtfepgel, mehr edet 
minder reloii an QliWn, theilveise toh Biualtnff begleitet, er- 
heben «icb im WarteMberge» in den drei SiemMrem aaf dem 0»* 
A«n jRofMien, wo man selbet einen LaTastroa lu eehen glaubt; 
dann weiterhin in den drei HokcMtofeluy bmb Hohmbiwer B.e.w^ 
so wie aal einer andern Seite eine Kette TonPbonolith -Hohen «icb 
erhebt, aaf denen die Schlöster MägtUberg, H<Aenkräieu^ Hoheit 
«toii/sn, B^kentwid und JZoMnedb «ich erleben. Ein Boden ans 
Fhonolith - Taff mit Molawe - Trümmern Terbindet 4ie letstem 
Höhen miteinander. 

^Aa die BaeaHkegel von HohetutoffeHn angelagert fin^t mai 
einen dankelgranen Süfswaseer-Kalk, äfaslich dem bei Vim, and 
jenseits dieser Höben eine weiterstreekte Muschel - Breocle ; aa 
Hokenkmven endlich aber dem Jurakalke. gelben Saadatein, daranf 
eiae lose Nagelflae, darüber ein sehr jugendlich scheineiidee Ter- 
tiär-Gebilde aus Gyps- und Sufswasserkalk. Hier war es, wt 
nach den zwei regnerischen Jahren 1816 und 1817 ein l^igstaii 
sich ereignete, last so betrachtlich , iifieder Toa. Goldau. Die Ter> 
tiär - Bildungen glitten von der fast senkrechten Wand an der 
Ostseite des Basalt- Kegels herunter, welcher dadurch in eioer 
Länge Ton fast 5000' und in einer Höhe Toh 400^ entblobt ward. 
'Die Schichtenfolge erschien nun auch deutlich; nemlich Ton oben 
nach unten 

1. Schwarze Erde mit Basaltgeschieben TOn der^ Bergapitse, 

2. Kalk mit kleinen Heliziten, Tielleicbt gleichzeitig der 
MuBchelbre^ie Ton Thengen und dem öninger Schiefer, 
10'-20'. 

3. Gelber Lehm , etwas sandig , 8' — 19'. 

4. Bunte Mergel, mit untergeordneten dünnen Kalkschichtea 

r— 8'. 

5. Gypshaltige bunte Mergel mit schönen Krystallen, S'. 

6. Schwarzpunktirter Kalk mit Selcnit- Kristallen, 1'. 

1, Gypsschichten , nemlich Gypskrystalle in rothbraonem Thsr 

ne, 6^ Wird abgebaut. 
8. Bunte Mergel- und Gypsschiehten mit Gypakryatallea nad 

Kugeln thonigen Gypses. Sie enthalten Testado antifna 

BsoffN X eine H e 1 i x , Knochen . iron Ra u b t h i e r ea aad t 

Wiederkäuern; $\ 



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44& 

. 9. Olditer laUülbreBder TlMi^r^ snvcilM mit HelielleB 
▼Ofiger Art Fast seakrachte Klifte Mrin Mnd erfiUt^aM( 
rotliem thQU «nd Weilmr lüükorde, ilie der Mandnilch &hn- 
lieh ist. Übenll kommeii Soften Gypskryttälle tov, 12^ 

10. TliOBiger Gyps«. den man dnrch Schiefsen fnr den AdMhttm 
gewinnt, TS'. 

11. Lebm , gelb , wdili nnd voth , mit Meignng nnr Itngelfirmi- 
gen Abeonderang . Nr. S. fbnlieh. 

12. Gelber, milder Bajiktandstefin , l^inkornig, im Feuer nnd an 
' der Luft erliärtenl, herrliche Bausteine liefernd. Liegt auf 

Molaste [wo f ] , der er noch angehörig scheint , 190'. 

13. Weifsfleckiger, duinschiefriger Sandstein , oft mit Qnarzge- 
schieben. 

14. Geschiebe, meist von Jurakalk, nnd wohl junger als die Na- 
gelflne des Rigi 2.' B. 

15. Eine nicht sehr feste Molasse , wechsellagernd mit Urfels- 
Trümmern, wie sie in der Nagelfloe Torkommen. 

16. Weifser dichter Jnrakalb^ am Fufs des floAenAoioen hei An- 
»elfingen und Engen, 1500^ tiefer als Nro. 1. Torkommend. 



Von KüBinBR: über die Veranlassung des Brandes 
in Steinkohlengruben durch Selbste ntsündung. 
(Karst. Areh. /. Mineral. 1886. //. 234-246) Man ist längst Ton 
der Meinung zurückgekommen, dafsGr übe n b ra n d durch Anle- 
gung oder Verwahrlosung des Feuers in den Grnbeis' entstehe; ja 
dieses scheint sogar unmöglich, wenn nicht natärliche Ursachen 
sogleich anzugebender Art solches begünstigen. Die Schwefel- 
kiese nemlich sind- es, welche in Berührung mit Wasser solches 
zersetzen und dabei eine solche Wärmemenge entwickeln, dafs, 
wenn sich diese in abgeschlosseuifen Räumen erst angehäuft hat^ 
die Steinkohle allmählich in Gluth versetzt wird und , wenn so- 
dann ein Luftzutritt erfolgen kann, wirklich mit Flamme zu 
hrennen beginnt. Vorhandenseyn von Schwefelkiesen und Zutritt 
einer raäTsigen Wassermenge sind daher die zwei ersten Gmnd- 
hedingnisse. Abgeschlossenheit der Räume ist die dritte Beding- 
nifs , wefshalb auch nicht sb sehr leicht ein Flötzbrand von 
Tage nieder entsteht , und umgekehrt der Grubenbrand am 
häufigsten auf abgebauten Werken Ton selbst erzengt wird : hier 
insbesondere, wenn das Hangende des Flötzes ans Lehm besteht. 



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44« 

welcher bete ZttMunnenbreeheii der Chrnbe eine loftdidite Decke 
über den hintetbUebenen KofaleDrettea %n blld;ii, und die frei 
werdende W&rnie zntammensnkmlten Termegto aber nickt leicht 
da , we ein Santtetein das Hangende ansmacht, welcher in groa- 
een Maasen hereinbricht und zwischen eeinin Maesen LBftzfi||e 
bis gegen Tag xn bilden TCrmag , wie man wenigsten« im fVai- 
demhmrger Begier dbetall bestätigt geftindeiihat Fährt man ge- 
gen ein ecbon in Glnth befindliche^ KohlenMd ■« dicht mit einer 
nenen Grube anf , so wird ee lich durch <bn hergestellten Luft- 
sug alsbald mit Flamme entzünden. Bie anfingtiche Selbstent- 
zündung aber wird ferner noch erleichtert, wenn das Flötz durch 
Schieferthoi|lager in mehrere Bänke gethdlt ist, wenn die Eohle 
dadurch unrein wird, wenn lie ^nicht ^llig abgebaut und zu 
Tage gefördert werden kann. ~ Das findet durch die Beobach- 
tungen an Haldenbränden im fFaldenbwffer Reviere seiu« 
Bestätigung, welche bis zum J* 1823 sehr häufig waren , da man 
die Gewohnheit hatte, die auf den Halden anfgestnrzten Klein- 
fcohlen mit Faschinen zu schichten in der Meinung, der Selbstent^ 
znndung dadurch Torznbeugen, , während doch dabei die untern 
Kohlenräuqie nur Tollständiger Ton den obcrn Schichten um- 
echloBsen und dem Haldenbrande ein noch entzündlicheres Mate- 
rial in den Faschinen geliefert wurde« Trat dann dem ungeach- 
tet ein Haldenbrand ein, so suchte man ihn mittelst Darchste- 
chang und Auseinanderziehung der Kohlen , doch meist zu spät, 
zu dämplen. Nicdergestofsene Bohrlöcher und abgeteufte Schächte 
waren ein besseres, doch nur so lange wirkendes Schutzmittel, 
bis sie sich wieder Tersetzt oder zerdruckt hatten. Daher stdnte 
man seitdem die Halden auf eine 1' l^ohe Faschinen-Lage, stellte 
Ton Lachter zu Lachter andre 1^ dicke Faschinen darauf, und 
sehnttete nun die Kohltfta so hoch anf» als diese reichten, *- und 
kein Haldeabrand hat sich wieder eingestellt. Bald nach der Auf- 
schütttung begann sich 2 — 4 Monate lang aus den Faschinen* 
•chichten eine hohe Wärme zu entwickeln, zumal nach regne- 
rischer Witterung , bis die Kohlen wohl keine mit Wasser Ter- 
bindbare Theile mehr enthielten. Wurden dann auch die Faschi« 
neu zerdrukt, so brachte dieses keinen Nachtheü mehr. Da aber 
die sich zersetzenden Kiese den Kohlen selbst ihr Wasser entzie- 
hen, ihren Bitumen -Gehalt vermindern, und sie so stets minder 
brennbar machen, so läfst man ohne Noth die kleinen Kohlen 
•ohon gar nicht so lange liegen, indem sie verwittert nicht mehr 
gerne abgehen. 



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, 44.T 

Biebneide Kohlen - La|^er zu New Stmckie (StiHing 
Jmimal = B^wst. Muinb, Jown. V Scknc N. S, 1830. nro. Fl 
364^ S65.) y^t zwei Jahren bemerkte man, daft der Schnee auf 
einer. Stelle de« Fachthofes Shaw - Park , dem Grafen von Man«» 
»IBI.D gehörig, flihneller jBchmok und verdunstete. Die Voratehev 
fler Alha^ nnd Devon - Kohlenverlfe fanden, daf«- dieser durdi 
üntzundung der uUer dem Namen njne-/cet-9eam bekannte^ Koh- 
lenschichte herrühie, welche den Z^evon'sehen Eisenwerken einen 
grofsen TheÜ ihres Brenomaterials liefert Nach vielen verwor- 
fenen Flauen heich^fs man, den brennenden Theil der Schichte 
mit zwei parallelen Stollen von. beiden Seiten einznfapseo , dieae 
^anu hinten in Form .^es Hufeisens zvl. verbinden, nnd die ent«^ 
xundeten von den übrigen Theilen mittelst einer starke^ Mauer 
abiuschneideu 9 um der Ausbreitnng de« Feuers Einhalt zu thuu« 
Diesen Flau verfolgte man IV3 Jahre lang, ohne ihn ausfuhren zu 
, können, weil» nachdem die Arbeiter Jieide^Mauern [Stollen] oft bit 
auf wenige. Faden Abstand einander genähert hatten,, das Fener 
so sehr auf sie eindrangt dafs sie zurückgehen und einen weiteren 
Bogen anfangen mufsten. Sechs bis sieben Wetter-Schächte wur* 
den abgeteuft „ um die Hitze in den Stollen zu mindern , welche 
oftbis zu Sia""— ZaG"" F. stieg, und mehr denn einmal die Lam- 
pen 'auseinanderfallen machte, ^welche die. Arbeiter an den Wän* 
den aufgehängt hatten« , • 



Paul Sati über die Breccie von Wacke und Kalk, 
welche Mis^hio oder Brecciato gcnaont wird X^^ ^' Scienc*' 
naU 1830. SepL XXL 68 - 12. ) Diesem seit 1760 für Kunstwerke 
sehr gesuchte Breccie besteht aus einem braunen uod violetten 
Teig mit weifsen Kalk- Bruchstücken, und erscheint in den Mas- 
sen zuckeikörniger Dolomite [vielmehr kristallinisch - blättrigen 
Marmors!] von Carrara, am Altissimo und zumal zu Strazze^ 
ma. Jene , als ob sie von einer auflöfsenden Flüssigkeit ange- 
griffen worden wären, meist rund -eckigen Kalkbrnchstncke sind 
theils zuckerkörnig, theils kompakt, und von ganz andrer Natur, 
als der sie einschliefscode Teig, welcher homogen^ kompakt, 
nicht sehr hart , aber zähe ist , und befeuchtet einen Thongernch 
verbreitet. Nach Ranieri PAssüRiNfs Analyse in Pisa besteht 
er aus 



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448 



\ 



Kieaelerde ... OAt, V ttüdn&hert sichMitlitiiiii «•ineBClui' 
AUanerde . . • 0.86. / rakteren und seiner ZaHUBüienselswi^ 
£i«eii . . 0.16. f sehr 4le|p Waeke. iXc Brachetacke 
Kalk- n. Talk-Erde. 0.02. ) liegen stwar im Ganissii ohne OrdnAOfr 
darin« bilden jedoch wellenförmige Linien, in deren Richtaap 
auch gewöhnlich ihre gröfsere Achte liegt -^ S. glanbt Bim 
noch daraus folgern %n können, daf§ jetiee Zäment einmal im Zu- 
stande feurigen Fluteet geweeen, dafs es dmn swiseken schim 
erstarrte Kalkmaeeen eingedrungen »eye, und s» den Mitchio ge- 
bildet habe «nach dem Auribruche* der Dolomit-Jüaescn, worin er 
liegt; und da im Pietro - Santiniaishen der^ilkechiefer älter als 
der dolomitische Ausbruch , so ist er auch älter als der Sf i- 
8chio. '— Dieser enthält ancli blätterigen Talk und weit sel- 
tener körnigen Chlorit , beide abgesetzt auf der Oberfläche der 
Kalkbrnchstücke,— und oft zahlreiche, kleine Tcrlängertc Horn- 
blende— Krystalle im Teige selbst. Al. BROMeNiART bemerkt 

nun dazu- nach den yon S. ihm übersandten zahlreichen Hand- 
stucken: dafs sie einer wahren Breccie angehören, die ans Kalk- 
trnmmern und Wackit-Teig bestehe, — dafs der Talk-Überzug 
an jenen nicht über 1 Millimeter dick seye , und •uch in deren 
Spalten eindringe, — dafs ihre Kanten wirklich wie durch eine anf- 
löfsende Flüssigkeit abgerundet, aber auch ihre Flächen mit klei- 
nen minder angegriffenen Vorragungen versehen seyen, die bei 
genauerer Untersuchung organischen Resten, hauptsächlich En- 
trochiten angehörig gefunden worden, wie man ähnlicl)e Spuren 
auch in der, Kalkmasse selbst beiherke. Al! Bbogm. glaubt nun 
hier einen Vorgang im Kleinen zu erkennen, wie er nach L. v. 
BircH bei der Dolomit-Bildung im Grpfsen vorgegangen. Der Talk- 
Überzug — welcher übrigens zwttr nnauitöfslich und perlmtttter- 
glänzend wie Talk, aber^nicht fettig anzufühlen ist — kann nicht 
aus dem Wackit herrühren , der nicht 0,02 Talk enthält : er ist 
daher eine Folge der Einwirkung dieses augitischen Gesteine* 
(WackiU) auf den Kalk an seiner Oberfläche , wie der Dolomit, 



^ MiRCBL DB Ssaass: Allgemeine Bemerkungen über 
die Umstände, welche die Abla gerun g der tertiä- 
ren Gebirge begleitet zu haben scheinen. (MemotV. 
d. mu8, 1828. eah. IX, pg. 213-.224.) Der Vf. folgert: dafs we- 
nigstens Tom Lias an die Erdoberflache schon in yerschiedna 



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44» 

' warme Zonen zerfiel. Jede mit ihren betondem Pflanzen - und 
Thier-Formen (An. Beongn.); nber die Eraeug^isiie Terschiedener 
Zonen sind maochmal auf eine und dieselbe Lagerstätte znaäm^ 
mengeführt worden (Alpen -Anthrazit: EiiIb db Bbaumomt^ Ad* • 
Bbonon .) ; die tertiären Meeresgebilde sind um so älter , je ent^ 
f ernter sie von den gegenwärtigen Meeren liegen ; jene , welphe 
auf dem Abhänge nach dem Ozean hin liegen, sind älter, als jene 
auf dem Abfange nach dem Mittelmeere ; wefshalb im Pariser 
Becken der Grobkalk, in den südlichen Becken aber der Moellon ' 
die fast ausschliefslich Vorkommenden Meeresformationen sind 
(die frühere Angabe des Y«fs. von Grobkalk in Südfratikreich, durch 
einen Gehalt an grünen^Körnern Teranlafst, wird widerrufen). 
Die Tertiärgebilde sind entstanden durch Kräfte, den noch thäti- 
gen analog, nur stärker. Meeres- und Süfswasser - Gebilde sind 
nicht selten aufeinandergefolgt ohne Torhergegangene Abtrock« 
nung des durch erstre gebildeten Bodens, ohne Zwischenraum der 
Ruhe (itfir), ohne dazwischen gelagerten Land* Boden; ja beide 
wechseln sogar öfters miteinander {Pezenasy Lasfoux). 



A. RBN^OBn über den Umfang der J^uraformation, 
ihre Verbreitung in den Alpen und ihr Yerhältnifs 
zum Tertiär - Gebirge: als Einleitung einer Be- 
schreibung des Aarauischen Juragebirges, sammi 
einem Qneer - Durchschnitte tou letzterem. (Denk"' 
.Bchtiftea der Allgemein. Schweits. Geaellaeh, f. d. gesammt, Natur-' 
^0is8en8eh. 1829. L r. 173^-238. Taf. IX.) Ein Aufsatz toH ge^ 
wBgter neuen Ansichten. Unter Juraformation Tersteht der Vf* 
alle den Jura zusammensetzende Flotz • Bildungen tom Muschel- 
Italke aufwärts. Diese Bildungen kommen aber in den Kantoneii 
Aargau^ Solothom und Basel nicht in der, an andern Orten beob-* 
achteten einfachen Aufeinanderfolge vor, sondern der Mudchel-- 
Italk' mft seinem Dolomit^ und Rauchwacke, die Keupermergel 
mit' ihrem Kalke , Sandstein und Gypse , der Grjphif enkalk und 
Mergel , der Rogenstein , der Jurakalk mit den untergeordneten 
Behnerzen bilden Übergänge und wechddlagern ohne Unterlafs 
miteinander, nicht etwa blofs scheinbar, sondern nach wirklichen 
und unumstöfslichen Beobachtungen, wie der Vf. nieht nnrrau«' 
drücklicli versichert, sondern auch, «um dieses Terhältnifs dchon 
jetzt aufser Zweifel zu setzen,* bis tief in die Erde hindn abbil* 
det ; denn die eigentliche Nachweitnng dieser Behauptung ist «i* 

J. 183^ 29 



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450 

nein späteren eigeDen Werke Torbehalten. So wecbsellagert der 
MascheUcalk auf dem Durchschnitte Ton der Aar snm Rheine drei- 
mal mit andern Formätionigliedem , und sehliefst zwischen sicli 
Jurakalk, Rogenstein, Giyphitenkalk, Kenper in mehrfacher Wie- 
derh'olong ein. Auf einer Strecke Ton Tier Standen kehrt der 
Kenper sechsmal wieder, und sechs nnd dreifsig Wechsellageran- 
gen kommen znm Vorschein. Barnm können jener Gebilde nicht 
eben so Tiele selbststand ige , nacheinanderfolgende Formationeir 
ansmachen. — Der Tf. sacht die Richtigkeit der Angabe la be- 
zweifeln, dafs jene Gebilde in den Rbeingegenden and anderwartn 
sich nicht in mehrfacher Wechsellagerang zeigen sollen. Er Ter- 
folgt den Jnra bis zn seiner Vereinigung mit den Alpen in der 
Nähe TOD Genf, sieht die nemlichen Gebilde auch in die Alpen 
Frankreichs and der Schweitz sich fortsetzen, wendet seine im 
Jura gemachten Entdeckungen auch auf diese an and änfsert die 
Vermuthung, dafs die Trennung des Jura Ton der Alpenkette 
durch ein breites, nunmehr mit Holasse erfülltes Thal nicht im- 
mer bestanden habe. Gelegentlich werden auch andre , mit der 
Juraformation in Berührung tretende Formationen and die dar- 
ntier laut gewordenen Urtheile geprüft, nnd nicht selten neue 
Parallelisirungen yersucht» welche uns indessen ganz ins Detail 
hinüberziehen wurden. 



MmoBL nn Saniins aber den geologischen Zeit- 
pankt, in welchem die Trennung der Binnen-Heere 
Ton dem Ozean Tor sich gegangen (ein Brief an Hm. tov 
F^BüssAc, Bull. sc. not. 1830. XXL 195—212;; die Resoltate siiul 
folgende : 

1) Die Höhenzuge auf den Grenzen der tertiären ozeani- 
schen und Mittellsndischen Becken besitzen keine Spar Tte Sefr- 
produkten mehr, daher beiderlei Meere schon vor dieser Zeit ge- 
trennt seyn mnfsten. 

2) 'Einerlei Becken besitzen, welches auch ihre Entfeninng 
seye, die gröfste Analogie in Gesteinschichten and otgmnisehea. 
Restex miteinander. « 

3) Nur wenn beiderlei Becken sehr nahe aneinandetüegen , 
zei^n sich Ausnahmen : die organiSfihen Einschlusae werden eia- 
ander ähnlicher. Dieser Fall tritt zuinal bei dem öatUehsteB 
Becken des Ozeans {Bitrdeaus etc.) ein. 



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451 

4) Beiderlei S^ytteme tertiärer. MeereBbildnngen geiiöreii da- 
her swtr denelben geologischen Periode an ^ sind jedoch nicht 
TOn TdlUg gleichem Alter. Die Landsäagethiere erscheinen frü- 
her in den einen als in den andern » ond die Gesammtheit der 

. fossilen Reste in den tiefem Meeres-Niedersciilägen ist nicht die- 
selbe, wie in den höheren, die nemlich in den Mittelländischen 
Beoken nur allein TOrkoniaien. 

5) Diese Periode ist nicht so weit. Ton der gegenwärtigen 
entfernt, als liian gewöhnlich glanht, da diese Trennung der 
Bdeere schon den stetigen Zastand zn charakterisiren beginnt, 
welchem die JBrdkugel Ton Anbeginn her entgegen gehen mufste. 

Der Vf. hat als Mittelländische Becken hier jene im.Aoge^ 
[die Ton Spanien an bis Neapel sich an einander. reihen , also die 
Ton Cataionien, Bifaesiüon,, Languedoe^ Provence ^ Dauphini, im 
Jvra, in Safwsfeti, Piacenaia^^ Parma, Körens, Neapel*. 

Der Yf« rersacht dann wiederholt die Ansicht von wiederkeh- 
rendem Ansteigen des Meeres in der Tertiär -Zeit zn bekämpfen. 
Der Gjrps Ton Aix, für Sufswasserbildnng- gehalten, enthält anch 
Austern and ist daher unter dem Meere abgesetzt. Mehrere anschei- 
nende tertiäre Meeres-Kalke in Südfrankreich sind reichlich durch- 
mengt mit denselben Sandarten, welche die Flüsse jener Gegen- 
den noch dem Meere zuführen. Die eingeschlossenen Konchylien 
sind Torzngsweise Uferbewohner, wie jeder Sturm sie an den 
Strand wirft (&^ • « o a «• ^gl* ) 



M. DB SnaBB«: Betrachtungen über die Beziehun- 
gen, weiche zwiischen der allgemeinenTertheilung 
der alten Becken des MeeresufeIrB und der Natur ih- 

* Aber ancb nur diese ! Er läfst nnberüclLsicIiügt Jene von Salthurgy JVien^ 
Polen y täaüie , Mecklenburgs der Sehweite y 'welche eben «o yiele 
Analogie zu den Vorigen, aU wie diese unter sich haben, ohschon 
manche darunter ihrer Lage nach wahrlich nicht ins Gebiet deslttit- 
telmeeret gehören. Er lafst aber auch unberücksichtigt -die Gebilde 
vom südlichen Fnfse der Alpen im Veromesisckcn und Fieeniini» 
sc^en^ welche nur sehr wenig Aehnlichkeit mit diesen, aber eine 
sehr grofse mit denen im Atlantischen Becken besitzen, — worüber 
anderwaHs das Weitere — so dafii seine Ansich tsich nicht wohl ganz 
durchfuhren lassen dürfte. Ba. 



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452 

rer tertiären EinlBgernngeD ereebefnea (^Amuä. i, 
Se. nai. 1830. Mtn. XX. 65-112). E i n I e i tu n g. Läfet hhib fie 
jöngern SäTsyasser • Bildongen der tertiären Epoche bei Seil», 
•o lassen sich die äbrigen altem Tertiär- Formationen trennen in 
solche, welche sich in Tom Meere schon Töllig abgescblossen ge- 
wesenen Beckeft gebildet haben, nnd^^ solche, welche durch Zn- 
sammenwirkung des Meeres und der Flusse entstanden sind. Die 
Flösse setzten, wie nDch heutzutage, nächst ihrer Mündungen Kies 
und Sand ab, jofnd trugen Thon- und Kalk -Erde weit hinaus ia 
die hohe See. * Mundete ein Fiufs gerade an einer Stelle ins Mesr 
aus, wo dessen Boden von dem der hohen See durch untermeeri- 
sehe Felsenriffe und Bergzuge getrennt war, so häuften sich zi- 
• nächst fast reine Sufswasser-Erzengnisse, obgleich schon Im Mee- 
resgebiete iselbst , an; während aufserhalb dieses Beclreos die 
Schichten der Meeresgebilde sich fast rein niederschlagen konn- 
ten, nur mit et|ras Flufs > Schlamm Termengt. ErgoJfii «ich der 
Fiufs in ein offenes Meer, doch mit unebenem Boden, so mufsljn 
seine Anschwemmungen, nach den Graden der Feinheit g-eaond^ 
^ und nach Maasgabe seiner eigenen periodisch zunehmenden St&tke 
häufiger herbeigeführt und weiter fortgetragen, sich Torzuglich in 
den Yertiefnngen des Bodens absetzen, immer wieder von ilen al- 
lerwärts gleichmäfsig statthabenden Meeres - Niederschlägen be- 
deckt werden, und so ein aus Flnfs- und Meeres -Erzeugnissen 
unregelmäfsig und stöckweise zusammengesetztes Land herror- 
bringen. Reine Meeresbildungen dagegen mufsten gleichzeitig am 
Fufse der der See zugekehrten Bergseiten, zuinal in etwas rabt- 
geren Buchten , entstehen. Ergofs sich endlich der Fiufs über 
einen flachen und ebenen Meeresgrund, so konnte auch eine gVe^eV 
artigere Mengung und ein gleiohmäfsigerer Wechsel tob beider- 
lei Schichten erfolgen. Beispiele der letzten zwei Fälle bieten die 
tertiären Bildungen iih grofsen H^raule- Thale und jene in Aet 
Ebene tou Roussillon, welche Tom Tech und der T^t durchströnrt 
wird. ^ I. Kapitel. Niederschläge in den Mittel- 
ländischen Becken mit unebenem und gebirg-igeni 
Grund.e. In diese Kategorie gehören fast alle Becken tob 7W- 
lon an bis zur ^{&ere97'Kette, insbesondere 1) die Ton Jntibes und 
von Toulon^ 2) die von Marseille, Ton Martigues und Jlis , S) die 
Ton Bompar, von Bolenne, von St. Faulet, von St, Esprit, roa 
Msmes , von «Sommt^es, von Montpellier und Pdzinas, welche alle 
aneinandergrenzen. Die oben bezeichneten Verhältnisse treten hier 



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453 

ein. Yolkanische Erien^niMe haben sich oft in getchlotaenen 
Thälcm und daher haliptsächlich durch die SüfswaMergebilde 
emporgehoben , entwedjßr gleichzeitig mit deren üntstehung und 
daher Wechsellage rangen Teranlassend , oder später. Antibea ist 
der einEige Punkt in diesen Gregenden , wo die Feuer - Gebilde 
durch Meer -Formationen hervorgebrochen sind, nach der Abse- 
tzung des Moellon. -^ Indessen ist merkwürdig, dafs die Sufswas- 
serschichten hauptsächlich auT den höheren Punkten der Hagel in 
den Becken erscheinen , und zwar ^elswegen , weil die Flüsse , 
welche sie abgesetzt, von noch höheren Stellen herabgekommen 
sind und hier einen Widerhalt gefunden haben. ( Nur die Glie« 
der der jungem, dritten Süfswasser-Formation und die gleich al- 
ten, doch in Tona SIeere ^anz abgeschlossenen Becken entstände-^ 
neu Flufs- Erzeugnisse machen davon eine Ausnahme-) Die See- 
Bildungen liegen m^hr in der Tiefe, «ind bleiben in aneiaander- 
grenzenden Becken auf einem um so niedrigeren Niveau, je näher 
ein Becken dem Meere liegt. Sie reichen dabei nirgend bis zur 
Höhe der Bergkämme hinauf, welche die verschiedenen Becken 
trennen, und erheben sich in den hintersten Becken nicht bis zu 
400— dOO Meter über den Meeresspiegel. In den Becken des Gard-g 
H4rault - u. a. Depts. sind immer die hintersten Becken reicher an 
SuTswasser-Scbichten, die vordersten aber zeigen immer häufigere 
Wechsellagerungen mit See-Erzeugnissen ; wie sie namentlich an 
2 steilen Wänden zä BizUrä und ^ann in Stollen und Brunnen bei 
JFront^tian und Site (jCette) u. s. w. leicht beobachtet werden kön- 
nen. Die vorkommenden Sufswasser-Schichten^ mit Meeres-Schich- 
ten wechsellagernd, können nicht als Sumpf -Boden, sie müssen 
als Flufs-Anschwemmung im Meere betrachtet werden , was auch 
wegen der eingeschlossenen Cerithien und Austern von den 
Gyps-Ablagerungen von jiix gilt. Besonders merkwürdig sind die 
diesseits des Etangs yon Thau gelegenen Sufswasser - Bildungen , 
ebenfalls in diese Periode gehörig , welche sich unter das Meer 
einsenken, und fortwährend von Meerwasser bedeckt sind, das 
oft salziger als das gewöhnliche ist. Sonst liegen gewöhnlich sehr 
stark entwickelte Meeres - Bildungen noch über den Süfswasser- 
Schichten. Das kleine, am untern Ende fast ganz geschlossene raw 
clttte-Thal konnte dagegen nur von der Landseite ausgefüllt werden,, 
und daher nur Flufsbildungen in sich aufnehmen; sb auch an al- 
len andern Orten, wo die Flufsthäler eine ähnlich verschlossene 
Mündung hatten.—^ Auf diesen tertiären Bildungen ruhen häufig 
iweierlei quartiäre , die sich nemlich nach dem Rückzuge der 

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454 

Meute abgeseilt : eiae SoTtwasgetfonnAtioD, anf den Grand einiger 
Thftiev beschränkt, und das Dilavial - Land Ton einer swar W*. 
gemeineren Verbreitung, aber sich nirgend über 400—990 Met^ 
S<iehöhe erhebend, welchem dann auch die Enocben-Breccien bei- 
sncählen sind. — II. Kapitel: Niederschläge in anter- 
meerischen Thalkesseln, die durch eine Kette tob 
Sekundär - Gebirgen gegen die Seeseite geschlos- 
sen waren. Hieher gehört insbesondre das Becken von Narbann 
ne, welches die 'Aude von O. nach W. darckflie£it und hoch an- 
gefüllt hat mit Ihren Anschwemmungen. Seiner grofsen Ausdeh- 
nung und der N&he des Seeland-reichen Beckens von Bäaiier^ un- 
geachtet > kennt man Meeresbildungen darin nur zu Gr^ssets, na 
la Femede, und auf der Insel Sie, hude^ und nnr hier in einiger 
Entwickelnng. Gleichwohl trifft man noch Austern in stenDLlich 
beträchtlicher Menge in dem Süfswasserkalke von Crws^y b^ Btss 
und im Süfswasser - Mergel von jLeirelie , wogegen des Moores- 
kalk bei Cruzy auch viele Kalkgeschiebe voll Fkifskonchylien nm- 
schliefst. Die tertiären Bildungen beiderlei Ursprungs ^ge« hier 
gewöhnlich unmittelbar auf Jurakalk, und nwar ruhet dar von 
Flufswasser gebildete Fels de la Bade im Salswasser des Etong 
de Bageä selbst auf dieser Unterlage :' ein unniittelbares Detspiol 
der untermeerischen Entstehungsweise dieses Flnfsgebildes. Das 
Salzwasser der seichten Meeresbeck^ des Etang de Bagei u. a. mit 
dem Mittelmeere nur wenig verbundenen Etangs wachset nicht 
selten, bei reichlicheren Zuflüssen von Landgewässem, za grifse^ 
rer Höhe an und bedeckt einen Theil der niedrigea bsein mit 
Flufsbildungen. 



£. W. Bbatlbtt jnn.: über die wahrsc^heinliche Form- 
and Lage -Beziehung von Felsbecken nidt der In- 
nern konkrezio nären Struktur der^'Gesteine, wor- 
in sie vorkommen; nebst einleitenlien Bemerkun- 
gen über die behauptete künstliche Entstehung 
dieser Aushöhlungen. ( Philos, Magaz. and Annale N. S, 
1880/ Nov. FllL 331^ 342. > Die Grundlage zu den folgenden 
Wahrnehmungen bot ein Abschnitt in T. Moorb's History and 7b- 
pography of the eounty of Devon. L 106, wo der Geolog derartige 
Gegenstände kaum finden oder suchen würde. M. nemlich be- 
hauptet, viele Spuren des Druidismus in Devonehire^ dessen alte 
Bevölkerung von eingewanderten Belgiern abstammt, gefunden 



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455 

ca haben, und sieht als solche mit Dr. Boblasb uat^r andern aach 
die kugelförmigen Aushöhlnngen an ,der Obeifläche granitischer 
Gestein^ anf Dartmoor and in der Umgegend an. Er läfst sswar 
IIac Cvlloch's u. A. Erklarungsart ans atmosphärischen Einwir- 
kungen für einen Theil jener Aushöhlungen gelten, halt aber an- 
dere für zu Regel- und Plan - mäfsig , um sie einer natürlichen 
Ursache zuzuschreiben, weil sie nur auf den Gipfeln der dortigen 
thurmförmigen Granitmassen und manchmal auf den,- ebenfalls 
den Druiden zugeschriebenen Lo^n-Steinen [?] Torkämen, nie. in 
andrer Gesteinsart , nie an andren Stellen. — Der Vf. aber hat ' 
eben solche Aushöhlungen auch am Granite des Camhrea-HÜl bei 
Bedruth iil Cwnwäüy an dem der Sct%-Inseln und im Millestone- 
grit der Steinkohlenformation zu Mhover in Dev&nahire wahrge- 
nommen, an letztern 2 Orten auf deq senkrechten Oberflächen der 
Felsen , — ui|d er würde sich wandern , wenn nicht auch zuwei- 
len an einem Log'on-Steine dergleichen Ton natürlichen Ursachen 
hervorgebraeht worden wäre. Auch bemerkt man ähnliche tiefe 
Aushöhlungen an den waagerechten, oder schwach geneigten Ober- 
flächen der herrlichen Schörlfels - Massen zu Roach in CornwaU^ 
welche ohne Zweifel ein granitisches Gebilde sind, worin jedoch 
Bäufiger Schörl den Feldspath und Glimmer fast gänzlich aus der 
iZusammensetzung verdrängt hat. Wo abejr an diesen Schörlfels- 
Blöcken das Wasser auf abhängiger Oberfläche nfcht Terweilen 
könnte, da höhlte es tiefe Rinnen statt kugelförmiger Becken aifs. 
^» Am Comkrea - Bill , dessen Granit ganz wie der von Dartmoor 
ist, bestätigte er Mac Culloch^s Beobachtungen, nur daTs ihm die' 
Seiten der Becken nicht bröckelig zu seyn schienen. Aufserdem 
aber fand er noch , dafs wo immer die Richtung «der Oberfläche , 
die Form und Richtung 'der Becken ein' läugrös Verweilen des 
Wassers gestattete, die Becken tiefer als anderwärts waren; — 
wo das Wasser aus einem höheren in ein tiefer gelegenes Becken 
ablaufen konnte, da hatte es sich ein Rinsal zwischen beiden 
ausgehöhlt, und beide manchmal fast in eines umgewandelt; — * 
ja es ist ein grofser Blök vorhanden , welcher in seiner obern 
Fläche 6 — 7 Becken hat , und weiter schon an mehreren Stellen 
80 eingeschnitten ist, dafs er endlich in mehrere Blöcke wird zerfal- 
len müssen, und ein ähnlicher Prozefs wird später auch zwischen 
den Becken des «Sacrificing Stone'* eintreten; ~ endlich das auf- 
fallendste ist, dafs die Gänge von härterem Porphyr und porphy- ' 
rischem Granit wie an der ganzen Oberfläche so auch innerhalb 
der Becken selbst in Form von nur etwas abgerundeten Kanten 



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456 

oder Rippen hervorstehen, welche doch der Heisel der Draiden 
nicht yerschont [oder aber gänzlich Termieden] haben. wurde. 

Mao Cvllooh hatte wahrgenommen, dafs die einförmige T«- 
tur des Granites der Bildung gerundeter Qecken (oft so regel- 
mäfsig kugelförmig; wie auf der Drehbank gefertigt) günstige 
gewesen, da nemlich ein begonnener Zersetzungsprocefs dabei 
nach allen Seiten hin gleiche Fortschritte machen müsse. Aber 
folgt nicht eben daraus , dafs derselbe überall von der Oberfläche 
gleichmäfsig und senkrecht eindringen, statt solche kugelförmige 
Aushöhlungen bilden müsse? und wie sollte er haben beginnen 
können an den senkrechten Flächen der 5ct2l2f- Felsen, wo kein ^ 
Regenwasser verweilen kann , wenn nicht eine Disposition beson- 
derer Art im Gesteine vorhanden ist? Mac Culloch selbst hat 
bei den Graniten, welche bei der Verwitterung in konzentrische 
Schaalen zerfallen, eine innre kugelförmige Struktur nachgewie- 
sen y welche jene Erscheinung zu erkläre^ geeignet sejn würde , 
selbst /da, wo jenes sebnppenförmige Auseinanderfallen nicht 
wahrgenommen wird , — und der Vf. sieht diese konzcfntriscb- 
sphäroidale Struktur als eine Folge andauernder Erhitzung des 
Sichon erstarrten Gesteines an, wie sie auch bei andern durch Ein- 
wirkung des Feuers gebildeten Gesteinen bemerkt wurde. ^ Der 
Vf. fragt fefier, ob die Richtung der Achsen der Becken mit der 
der Schichten des Gesteines in irgend einer Beadehung stehe? In 
ComwaU und Devon, wo die Schichten nicht oder wenig geneigt sind, 
bemerkte man die Felsbecken auf deren obrer Seite ; — auf den 
SciUy > Inseln , wo die Becken an den senkrechten Flächen, sejen 
die Schichten vielleicht aufgerichtet ; -^ die Unregelraofsiglteit 
der Ersciieinungon an dem SchörlfelseiTvon Roach rührt vielleicht 
daher, dafs die Schichten aufgerichtet und somit auf dem Kopf-. 
Ende angegriffen worden sind. — Zu Ashover in der unmittelba- 
ren Nähe des Millestone - grit kommt Trapp vor, welcher eben- 
falls feurige Einwirkungen als Ursache der kugeligen Konkrezion 
und der Felsbecken vermuthen läfst. 



Thou. Moobb Gegenbemerkungen über die F&ls* 
becken {ib. 1831. IX. 101—110). Er vertheidigt seine früher ge- 
äufserte Ansicht, dafs die Felsbecken künstlich und wahrschein- 
lich von den Druiden gemacht worden seyen. Sie finden sich tteto 
In der Nähe andrer Überbleibsel dieser letzteren. Die Textur den 



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. 457 

Oimiites ist keioesvegs gleichförmig : er besteht aas sehr harten, 
und aas andern leicht zersetzlichen Bestandtheilen. Die Wände 
der ganz regelmäfsigen Felsbecken sind demnngeachtet nicht rauh 

' aasgefressen, sondern glatt; fast nie findet man mehr Erde und 
Sand darin liegen, von den xersetzten Theilen herrührend, lind 
was Mac Cvlkogh's Erklärangsart insbesondre angeht: wie sollte 
ein Wassertropfen nnr einzelne wenige Paukte an einer ganzen 
Felsfläche allein angreifen and allmählich zu Fufs -, ja Klafter- 
weiten Becken aashohlen und die ganze übrige Fläche unver- 
sehrt lassen ? — Wie gar auf den senkrechten Flächen , wo voll 
Bbatlbt spricht? Was müfste bei einer derartigen Neigung des 
Granites zur Zersetzung bald aus den Granitmassen werden, über 
welche Bäche und Flüsse hinweglaufen ? ^ Jene von Porphyr- 
n. a« Adern^^ocii durchsetzten Fehbecken hat M. nicht selbst ge- 
sehen, und B. gibt nicht an, ob ihre Wände glatt, oder ob sie 
raah ausgefressen sind. Im letzten Falle würde er selbst ihnen 
einen natürlichen Ursprung zuschreiben; sie konnten aber auch 
künstlich seyn, so dafs das rohe Instrument der Druiden jetle 
härteren Rippen nicht zu überwinden vermögt hätte , oder aber , 
dafs die künstliche. Höhle später noch von natürlichen Ursachen, 

\ welchen jene Rippen allein widerstanden , erweitert und vertieft 
worden wären. Die massigen Absonderungen in oft sehr regel- 
mäfsig parallelepipedische Formen sieht M. als der Annahm^ ei« 
ner innere^ Kugel -Struktur widersprechend an. Endlich sind 
nach BijBT's Angabe die Felsbecken in Dartmoor immer auf dem 
Rande oder Umfang der Blöcke : warum nnr hier , wenn es Er* 
sengnisse chemischen lÜnwirkens der Luft sind? 



Von Jaci^vin: Die gebohrten ^uellbrunnen in Unter- 
a^ferretcA (Bavmo. und von Ettikgsh. Zeitschr, f. Phys. u. Math. 
FIIL in. 1830. S. 257 — 276. ^ Ist unter diesem Titel mit den 
folgenden Zusätzen von Paatsoh auch besonders abgedruckt er- 
nchienenO Dosiiificus Cassini scheint der erste zu seyn, welcher 
über das Bohren der Quellbrunnen in Unter - Österreich Bericht 
erstattete Cfit&totre dte T^cnd rojf. ile« iScienc. 96), welches er aufser- 
demnur in Bologna und Modena gesehen hatte. Man grub gewöhnlich 
einen Schacht bis auf eine dort überall Verbreitete Schichte grauen 
glimmerigen Thones ab, legte auf diese eine durchbohrte Stein- 
platte, einen Mühlstein z. B., und stiefs durch das Loch in des- 



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4Ö8 

•ep Mitte den Bohrer nieder» bis das Qaellwasser rnft Heftigkeit 
aus der Tiefe hervordrang, das man in einem ,' ebenfalls in der 
Thonlage pooh ausgegrabenen Bassin sich zum Ausschöpfen an- 
sammeln liefs, indem es sonst in den höher liegenden loseren Schich- 
ten sich schnell verloren haben wurde« Ein Flandrischer Bäcker- 
meister, der sich in Hetzendorf bei ^''ten niederliefs, brachte 
dann die Verbesserung mit, durch welche der Quellbrunn bis an 
die Erdoberfläche heraufgeleitet werden. kann, und welche der 
Zimmermeister BsKGnoFBR von ihm gelernt und seitdem mit sei- 
nem Sohne vielfach in Anwendung gebracht hat. An der Stelle 
jener Steinplatte wird nemlich eine lerchenbaunine Röhre mög- 
lichst tief in die Thonsphichte eingestofsen , und wenn man die 
Quelle angebohrt hat, werden andre Röhren bis zu Tage darauf- 
g^se^zt und durch Bruonen - Büchsen miteinander verbunden. 
Trifft mao beim Bohren Thonschiefer - oder Sandstein - Platten 
an, so mufs man solche mit dem 3^— 4kantigen Steinbohrer 
durchstofsen. Nur wenn man unterweges auf kleinere Quellen 
schlechten oder nicht bis zu Tag ansteigenden Wassers stöfst, so 
verursacht solches viele Schwierigkeit bei diei^er Arbeit, füllt 
das Bohrloch wieder mit Sand und Schlamm aus, untergräbt die 
Röhre, oder ^ macht den ganzen Brnnnen früher oder später zu- 
sammenstürzen. Nicht alle Brunnen steigen ganz 'bis zu Tage an. 
Die Mächtigkeit jener Thonschichte , die Tiefe , bis zu welcher 
,man niedergehen ipiufs , und der Reich thum der angebohrten 
Quelle ist an zwei einander ganz nahen Stellen in und um Wien 
oft aufserordentlich verschieden, und lißtztere wechselt Ton 50^ 
bis 240'; an andern Stellen aber in einer Wiener Vorstadt bat 
man selbst mit 336' keine Quelle erreicht. Seit 1816 sind da- 
selbst 41 Brunnen auf diese Art liergestellt worden, welche in 
24 Stunden 9000 Eimer (zu 56.60 Litrcs) Wasser von W*t bis 
11^2 RiAUH. liefern,^ und nicht nur zum öffentlichen Grebraa- 
che, sondern auch in vielen Privat - Werkstätien dienen, sogar 
kleine Mühlwerke treiben, oder von andren Flüssen getriebene 
Räder überrieselnd, deren Einfrieren hindern, und selbst, durc^ 
Rohren in Arbeits ^ Räumen herümgeleitet, diese gleichmäfsig za 
erwärmen Tcrwendet werden. Bemerkenswerth ist, dafs die ans 
gröfster Tiefe kommenden Quellen (bei einer Messung im Juni 
1830) auch die wärmern sind; denn gerade jene wärmsten von 
1V2 und ir kommen ans 240' und 234' herauf, sind jedocib 
gleich manchen andern etwas hepatisch. Diese Quellen könnten 
sogar dienen, das Austrocknen des ^Ft'en - Flusses und dessen 
schädliche Ausdünstungen im, Sommer za hindern. 



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459 

Pavii PABncHt. GeognoBtiiche Bcmerkaagen aber 
die Springqnell-^Brunneii in and am ^wb. (Eb^^dae. 
S. 277—278). Da« in den Bohrlöchern anent anfoteigead^ Was- 
ser bringt imlher etwas Sand m^ sich. Dieser Sand wird von der 
Tegel -Hildnng (der «.Stein platte» der Bronneabofarer) überlagert, 
worin, ebenfalls Sand - Nester enthalten sii|d , und bis anf welche 
die Bohr-Schäcnte abgeteoft werden mnssen. Darüber liegt Siand 
and Schotter; oft mitGrobkalk-Knanern; -~ anf welchen oft noeh 
eine schwächre Tegelr Ablagerung toU fossiler Konchylien rnht, 
— r welcher selbst wieder der feste mächtige Leytha4ialk nod ein 
sandiger Qilnyial-Lehm, der Rbbinische Lofs, folgt, welcher nie 
See - Mascheln , sondern nur Land - Konchylien nnd Elephan- 
ten -Knochen enthält und hin und wieder durch einen Sufswas- 
aer- Kalkstein vertreten wird. Der untre Tegel enthält nur stel- 
lenweise fossile Konchylien , von welchen der Bohrer in Wien 
hauptsächlich 3 Arten heraufbringt , nemlich Melanopsis 
Martiana F^n: (Buceinum fossile Ghbl.), eine dickschäa- 
lige Venus und eine starke 8'^ lange BivalTe, welche zwischen 
Isocardia und Mytilns das Mittel hält. Anfserdem liefert 
der untre Tegel Tiele Yersteinerungen bei den ZiegelÖfen zwi- 
achen Baden und Föslau, der obre aber bei Enzerefild pnd Qainfam. 



FLnuBiAu DB BsL^yuB : Ferner e* Notiz über dieTein- 
peratur eines Artesischen Brunnens hei La Rocheüe. 
(Jowm. d. GioL 1830. IL 316—320.) Da der erwähnte Brunnen, 
dessen etwas salziges Wasser übrigens mit dem Meere in Yerbin- 
dung stehen mufs, bis zu 523' metr. abgeteuft worden, so zeigte 
am 10: und 18. Sept. , einige Tage nacb Einstellung der Arbeit, 
das 48 Stunden darin gebliebene und in 3 Minuten heraufgezo- 
gene Thermoineter 18''75 C. , während es 500^ höher nur l&^'SO , 
'nnd in der Luft 17*^7 €.. angab ; wonach also bei dieser neuen 
Abtenfung die Wärmezunahme = 0^63*6. auf 51 Met., oder P 
anf 81 Met.., dieselbe aber auf die ganze Tiefe berechnet nur 1^ 
auf 25ro29. beträgt, nnd woraus sich eine schwächer werdende 
Wärmezunahme nach der Tiefe ergibt, wie sich auch anderwärts 
Fälle ton Anomalie^n dieser Art bereits ergeben haben. — Man 
liefs das Bohrloch auspumpen, und fand, dafs das Wasser nicht 
merklich i^bnahm , also ein starker Zuflufs in dasselbe Statt fin- 

* Tgl. Jtbrb. idSi. S. 424. 
I 

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d«, sweifelflohne aas dem Meere, welches kaum 30 Toiaen entfernt 
ist 9 doch mit 6Ö00 Toisea Abstand erst 100^ tief wird. Im Sep- 
tember betrug die Temperatur - Differenz der Wassersäule unten 
SU oben 2^9^ C. (statt der Zm im Frühling). Bei S» Tiefe hat 
dieses Wasser (mit einem Klappengefäfs aus den verschiedenen Tie- 
fen heraufgehohlt und, nach dem Niedersetzen seines Schlammes 
mit einem Aräometer gemessen) 0,20, bei 90» Tiefe 0,60, bei 
lOSm Tiefe 0,80, bei 135». aber nur wieder 0,45 Ton den Salzbe- 
s^ndtheilen des Meeres , woraus man Tielleicht schliefsen darf, 
dafs zwischen den 2 zuletzt angegebenen. Teufen der Znflula ei^ 
nes kalten Wasserstromes aus dem Meere Statt hat, nnd^Iaher 
tlie Wärmeznnahme abwärts hindert. 



IIL Petrefakten -Runde. 



K. Morkbh: Bemerkungen über die Entstehung der 
Fseudomorphosen und den Ursprung der Hornstei- 
ne. (Bydrag tot de not. wetensk, IV. nro, 1. =r: BuUet. des Aiol 
sctenc. nat. 1830. Oct, Nov. 11^ — 115.) Es gibt 2 Klassen von 
Fseudomorphosen: wo die pseudomörphe Materie mit der um- 
hüllenden gleicher Art, oder Ton ihr yerschieden ist. Der Vf. 
beschränkt seine nähern Untersuchungen auf die yon^ieseliger 
Natur im Grobkalke tou Brahant. ^ Die Tcrkieselten : kleinen 
schwarzen und gjünen. Geschiebe , Hai- Zähne , Bufoniten 
und Konchylien sind es gewöhnlich nur ge^en die Oberfläche ih- 
rer Masse. Von den Konchylien liegt oft nur ein Theil in der 
Kieselmasse, ein andrer an deren Oberfläche: sie sind daher ex- 
zentrisch. Die Kieselerde dringt Ton der Oberfläche an nur bis 
auf eine gewisse Tiefe ein, und hat daher nie weiter gereicht, 
oder ist innen zerstört. Reicht sie aber bis in die iMitte , so fin- 
det man in diesem Falle immer, dafs ein Kanal Ton der incmsd- 
renden Kieselmasse in den. incrnstirten Theil hineintehrt, und bei 
einem Buccinum z. B. beginnt dieser Kanal am konvexen Theile 
des äufsersten Umganges, nie aber von der Spitze^oder von der 
Mündung aus [ob Tielleicht durch eine von andern Mollusken ein- 
gebohrt gewesene Öffnung der zerstörten Schaale ? wie ich an ei- 
nigen Fariser Exemplaren Ähnliches bemerket Ba.]. Die meisten 
Schriftsteller haben in diesem Falle diese kieseligen Auswüchse 
von der Zerstörung der thierischen Theile hergeleitet; welcher 
Meinung aber.M. nicht beitritt. Er unteirsdcht nun, ob jener Ka- 
nal ein herausführender oder ein hineinführender gewesen seye , 

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461 

vmA neigt nth^ wegen drä Lage der KieMlnatse und der Rich- 
tung de« Kanals * aar ersteiren [?j Annahme. Die Kie«elniaterie 
mufs flüssig gewesen, und lange nach Zerstörung der^haalen etc. 
geflossen sejn. Diese Erscheinung ist aber keineswegs aus der 
Theorie erklärbar, womach die Kiesel- und die Kalk -Schichten 
gleichzeitig abgesetzt worden. und die erstem durch chemische 
Vereinigung einer Menge Kieseltheilchen entstanden seyn sollen; 
apch Ist die Annahme der Umwandelung Ton Kalk in Kiesel nicht 

zulässig. 

f 
Tovaaift, Siohn> Beobachtungen öher die Men- 
flchenknochen und Kunsterzengnisse, welche mit 
d«n Gebeinen ausgestorbener Sängethier - Arten 
durcheinander Torkommen. (Lncoq JnnaU de VAuvergne 
1831. IF, 209—221.) Ziemlich allgemein versteht man unter dem 
"Worte DiluTinm eine Gesammtheit von Trdmmer-: Geschieb-, 
Kies-, Sand-, Thon- und Mergel - Gebirgen , welche alle übri- 
gen Gebirgschichten der Erdoberfläche bedecken und- nur Tpn den 
AUuTionen der Flüsse und den Erzeugnissen neuer Ynlkane noch 
bedeckt werden ; dahin gehört denn auch der Knochen-haltige Lehm 
der Knechenhöhlen. Gleicba&eitig mit der Bildung dieser Gebirge 
lassen nun gewisse Geologen eine Anzahl von Thierarten unter- 
gehen, und jene, welche den Mosaischen Bericht Ton dsr Snnd- 
flnth unterstutzen wollen , betrachten alle jene Diluvial - Schich- 
ten als das plötzliche gleichzeitige Erzengnifs einer allgemeinen 
Überschwemm ung , gestehen keine Menschenreste darin zu, mei- 
nen aber, das die darin eingeschlossenen Knochen die Benennung 
fossil "Verdienen. Statt aber dafs nach dieser Ansicht das Dihi- 
▼ium Meeresprodnkte enthalten müfste , bemerkt man nur Land-^ 
und Süfswq^ser-Thierreste (Säugethiere, Konchylien) darin, — es 
ist aus Materialien gebildet, welche gewöhnlich aus der Nähe ent- 
nommen sind,«— es ist hier durch irgend ein plötzliches Ereignifs 
gebildet, dort sehr langsam und ruhig während einer langen Zeit- 
periode abgesetzt — und die Erzeugnisse der jetzigen (hiatorischen) 
Epoche wechsellagem mit denen, oder gehen allmählich über in 
die der alten (gooIogi^cAen), so dafs die Unterscheidung von beiden 
oft äuTserst schwierig ist. Die Diluvial - Gebilde scheinen daher 
Tielmehr lauter Erzeugnisse sehr verschiedenartiger Lokal -Ur«, 
Sachen aus einem sehr langen Zeitabschnitte zu seyn, wie dtuF 
Aufrichtung eines Gebirges , langsamer und ruhiger Flufs-An- 
schwemmiingen , starker Regengüsse, des Schmelzens der Glet- 



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462 

•eher, dct INirchbnielie« ]i«chg«l»geBef Sfee^a» dß% AiMtretow 4n 
FlötM a. •. w. W«Uhe oi^aaUdie Reste sind daker noehlMal 
ta Bennea? FmÜI sfaid diejenige») welche ia xegelmäf^igea 
ÖDbirgMchlchten, folglicli Toa den ftttesten aa bi« kh dea letsteo 
des obera Niederschlages (de s^dtment i«jpdr»etir) Torkommeii. Aber 
wenn mftn noch Leiter geht, Wo endigeta dann die Tegelmäfsigei 
Schichten nnd die fossilen Überbleibsel : da Jene tf^egelmälMgci 
Schichten oft mit unregelmSfsigen Niederschiftgen w«4Ais«llaga^ 
oder es Tielmehr gar keine scharfe GreniEe zwischen beiden gibti- 
da anch die physischen und chenfisolien Eigenschaften der oigt* 
aisc^en Reste kein Anlialten, bieten können, — da bocA hest- 
xutage di6 Ohara •Früchte in Schottland, gewisse Koncli jliei in 
Mittelmeere, das Holz der TaAJAas - Bracke in der i^emka, ie 
Wurzeln der Banqie im Sande Tersteiaem, •— da auch aoish ^UA 
Knochentheile in Kies und Thon eingeschlass^n werden, aad zwir 
darch inenschliche Tfaätigkeit sowohl als durch natörltclie Uisi- 
chenl Dabei* scheint zur Festsetzung des Begriflfes «Fooail* ia Be- 
ziehung auf llensclienreste nur übrig zu bleiben daa , nicht dank 
tuflllige Ursachen Yeranl|ifste [nicht sekundäre] ZDStt■allleBf«^ 
koinmen derselben (oder andere Körper) « in derselben Geliicir 
Schichte mit elMt oder einigen ron allen NatttrforachetB f t] ab 
fossil anerkannten ThieraH^a. * Eine solche Thietart 'ht a. A 
dictljr«iiii fossil is GoTtaa^s« Vea dem ZusammMivailiaaH 
in^h solcher AHett knit Meniichen^- Resten glebt es iMUr zwä 
unlftttgbate Beispiele , nemlich : 

1) l(ie Menschenknochen , TÖpfer-Waare,* bearb^ttetö ünvel- 
geWeihe u. a. Knochenwerk mit Gebeinen von Hirsehea, I 
Reben, Gemsen, Antilopen, Baren im Lekzae umIib ' 
der Knochenbireccie Ton Bise bei JSarbotme. *^ 

2) Die Menschenknochen und Töpferwaare mit Gfebelnea rsa 
Rhinomer OS, Hi raschen, Pferden, Ochaeii vziHy- 
äena fossilis.^^* 

Demnach gibt es Menschenreste, die wirklich fossil sihd, wie At 
^ier-Gebeine, womit sie Yorkotlimen, und welche atitedilliTiaBisek 
sind, weil alle Geologen deü Lehm, worin sie liegen, siun Dila- 

* Beide niedergelegt in den Sammlnngen des Pariser Moflenins, wai 
Maegel's de SsasBi. T. 
** S, Jakrtnck idSOr S. loS und 107. 
**• — — — S. loß. 



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Tiam rechnen« ^ Uncl init nan dort%eiiiden oder euBgettorbeiieii 
Thie^nen hat der Mensch einst , aof einer schon Torf^räcltten 
Stufe der CiTÜisBtion , in der Auvergne gelebt. . 



D. WiLLiAMn über die Knochen-Höhlen nnd Spal- 
ten in den westlichen Distrikten der BSendip-hitls. 
iPhOoM. Magass. N. S. 1831. Sept. X ^23-225, ans einem Vortrag 
in der Royal Society» 2. Juni 1831). Die erste Höhle ist die Ton 
Vphiü am Westende dieser Berge. Ihr jetziger lEingang ist un- 
gefähr in der Mitte einer lOO' hohen Übergangskalk-Wand. Eine 
fast Tertikaie Spalte führt zu ihr hinauf, welche ein Steinbrecher 
bei Gelegenheit eines Queerschlags entdeckte. W. fand im obern 
Theil der Spalte Knochqn nnd Zähne von RhinocCros, Hyäne, 
Bär , Ochs , Pferd , Schwein , Fuchs , Iltifs , Ratte , Maus , Vö- ; 
geln. Alle , zumal die gröfseren Knochen , sind so benagt und 
zersplittert, und zwar aus alter Zeit, dafs man nicht zweifeln 
kann, die Höhle seye einst Ton Hyänen bewohnt gewesen. Sie lie- 
gen in einer Schichte von Detritus so fest eingekittet, dafs man 
«ie heraus hauen mufs. Weiterhin fand man einen feuchten lichm, 
ganz Toll Ton Knochen, welche lediglich Ton Vögeln abstammen. 
Nach aechstägiger Arbeit häm man zu einer lO' — 12' hohen Höh- 
le, wdche über 40' tou M. nach S. und 8^—20^ Ton O. nach W. hat, 
deren aus Schlamm und Sand bestehendelr Boden mit Schaafkno- 
chen bedeckt war, und in welchem man selbst Grebeine Ton.Sqhaafen, 
Vögeln, Tintenfischen und Füchsen fand. An Decke nnd Boden 
waren einige Stalaktiten. Im Sande einer Seitenspalte fand man 

*) Dt man diese Höhlen in obiger Beziehiing imtaer wieder anfährt, 
so können wir die Frage endlich nickt mehr unterdrücken, vri« man 
denn eine wirklick primitive AblageruDg aller dieser Tkeile in den 
Höhlen ron BUe beweisen wolle? Da in der einen derselben die 
Knocken -kalügen Stalaktiten noch jetzt bis znr Decke kinanfrei- 
cken, in der andren der Knocken * kaltige Lekm dock einstens bis 
gegen die Decke |;ereickt kat Jahrbuch S. 107.) 9 also mit den sckon 
vereinseilen Knoeken und Töpferwaaren ein- nnd aufgesckwemmt 
seyn mnfsp — da auch derselbe Fall in der Höhle von Pondre ein- 
getreten (Jakrbuck'S. 108)» Und eine solcke Einschwemmung nnd 
secundare Absetzung hat nach . allen Anzeigen such zu Sou9ignarguejf 
Sutt gefunden (ib. 108—109.) Bn. 

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464 

ein Schwanes Stück Römischer Topfenraare und swei Monaen toü 
Dinius JuLiAHVs und Julia Maumaba mit Gebeinen von jenen 
Tbierarten. Das Meer-*Was8er hat hier in drei Perioden ^gewirkt : 
suerst um jene Hyänen - u. a. Knochen im Detritus einzukitten ; 
dann um in die zweite Spalte durch eine Tertikaie Öffhun^^ den 
Seesand einznwaschen, welcher gleichseitig auch im ganzen Tbale 
anfsrärts bis Glastonhur^ abgesetzt wurde, dann ^m dritten Male 
Tor längstens 1500 Jahren, um den ebenen Eingang wegaubre- 
' eben , durch welchen Schaafe und Fncluie hereingekommen , iro- 
bei Knochen von Dintenfischen eingeschwemmt und die dünne 
Schlaniimlage über dem Sande abgesetzt wnrde. Anch die Man- 
aen und Topferwaare waren durch jene Öffnung hereingerathen.— 

Die Hutton- Hohlen liegen am N. Abfall der unter dem Na- 
men BUadon - Hill bekannten Kette. Sie sind seit geraumer Zeit 
bekannt , Ton Catoott in seinem Treatise on the deluge erwähnt» 
nachher aber durch Einstürze unzugänglich geworden. Der Vf. 
•uchte, durch einige Anzeigen geleitet, sie mittelst eines abge- 
teuften Schachtes wieder zu erreichen und gelangte in Kammern, 
die wahrscheinlich das W. Ende einer langen Höhlen-Reihe bil- 
den , deren Verfolgung aber durch Verwerfungen , Spalten und 
Abgrunde erschwert wird. Sie sind reich an Knochen Tpn E\e- 
phanten , Tygem , Hyänen , Wölfen , Bären , Pferden , Füchsen, 
Haasen, Wieseln, Ratten, Mäusen, Vögeln. Von Ochsen keine 
Spur , obschon deren Reste in der eine Engl. Meile entfernten 
BanumU' Hohle so häufig sind, wo dagegen die des Pfcrdear feh- 
len. Merkwürdig sind Milchzähne u. a. Reste, eines etwa 2 Jahr 
alten Elepbanteu , eines Tygers , wo die Milchzähne eben ansfal- 
len, eines jungen Pferdes mit noch nicht abgenutzten Kronen , 
^Weyer Hyänen Ton ausgestorbener Art , und 2--8 Ballen^ Album 
graecnm. — 

Die ^anioel/ - Höhlen liegen 1 Meile W. Ton Button, enthal- 
ten ordnunffslos dnrcheinanderliegende Reste Ton Wolf, Fachs, 
Hirschen, Ochsen und zwei Arten Bären, woton U. spelaeus 
Blukb. Ton anfserordentlicher Gröfse gewesen seyn mufste. Der 
Vf. glaubt , dafs diese Knochen - znsammengehänft, dann durch 
eine Wasserwege in die Höhle geführt, durcheinandergeworfen 
und albgesetzt worden seyen. , Er i^muthet, dafs die Knochen der 
Banwell" und Burrtng'tcp - Höhlen aus einer ganz andern Zeit 
stammen , als jene Ton Hiittoft und VphiU. 

Sechs Meil. Q. tou Banwell zu Burrtn^on Coomh liegen zwei 
Höhlen , woTon eine , awar den vorigen ähnlich^ nur einige Man- 



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465 

selieiMkelette, FtoeMteln-MeMer ete. enthielt und ab eili alter 
Be(präboif«platB angeselieB wird, — aber die andre, ebre, Reste 
vom Bftren, Elenn nnd Iltifs lieferte, Ton dene.? die iwei emte* 
ren offenbar aaegeetorbener Art sind* 

J. J. fUmp (Dr. ea phÜ,) et J. B. Soholk (Scnlpt.) CatatagnB 
de$ phHres det aasemeng foaaÜes • ^t m tnwoent- dan§ U Cahinet 
d'kUtoire natureUe du Gramd-Dttc de Beue» {Darmsi. 1832. I5|»|i* 
8). Die Yff. diese« Kataloges bieten känflich dem natarforschen* 
den Pablikum die darin verteichneten Gyps • Abgösse von den 
hdcbst interessanten fossilen Knochen neuer oder bisher nnvoll- 
kommen bekdnnt gewesener Thierarten, welche, in den Tertiär- 
aehiehten zu E^elsheim bei Msey aufgefunden , im Grofshenog» 
liehen Kabinette in Darmstadt anfbeifabrt werden, und sie Ter* 
aprechen Jährliche Ergänaungen dieses Katalogs nachzuliefern» 
Wer die ganie Sammliing nimmt, erhält 20 Prozent Rabatt Wir 
theilen diesen Katalog yollständig mit, da er zugleich eine Über* 
nicht des wichtigsten Inhaltes jenes Kabinettes nach Verschieden- 
heit der Arten gewährt. (Abgüsse schon anderwärts bekannt ge* 
wordener nnd bschriebener Knochenreste sind nicht damnter). Die 
beigesetzten Preise sind Francs. 
1. Gulodiaphorus. Ein Ünterkiefer-Stuck mit den 4 Mahl« 
sahnen^ die von denen andrer Arten sehr Terschieden, und 
deren hinterster 4mal so lang als beiG. arcticus ist 4* 
8. Felis aphanistes, vonderGröfse der^F. spelaea. 
Zwei Unterkiefer "Stucke, deren Torderes die zwei er- 
sten, das hintreden letzten der Mahlzähne enthält (1^^). 

Dazu der dritte Mahlzahn oben , 2^5. 

t. Felis ogygia» von der Gröfse des Kuguars. Bin 
Unterkiefer - Stuck mit dem Hundszähne und ersten 
und zweiten MZ ..•••• % 

4. Felis antediluTiana, kleiner als vorige. Ein U. 
Kiefer-Stuck mit dem Torletzten nnd einem Theile des 
letzten MZ^ . 1. 

5. Palaeomys castoroides; ein neues Geschlecht, 
dem Biber verwandt, doch hat der erste MZ. eine 
ganz eigne Krone und ' zwei getrennte , geschlossene 
Wurzeln. Ein U.Kiefer * Stdck mit dem ersten MZ. 

nad drei folgenden Alveolen . • . « f. 

y Ein Schneidezahn • . « < I« 

J. i83a. 30 



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'460 

6. Chmlicomys Ja«geri: eiB G^Mhlecl^i, dtstea Cha- 
mcter im dep MZabaen besteht» die ▼#■ danelbe« Anaahl 
^ad laut deraeU>ea Farm «tad, vie behn Biber, JQdoeh 
alle 2-3 getrennte, gescbraaeene Wuraela babea. ßie-^ 
ben getrennte MZ., nemlich von oben der erste, vorletzte 
und letzte , voü unten der erste , zweite , vorletzte nnd 

letzte 7. 

'7. Chelodns typus, ein Nager - Geschlecht , das von 

fast allen übrigen entfernt steht. Zwei MZ. .... 3. 

8. Cervus anocerus, ein kleines Geweih ^ dem des 
«Muntjac ziemlich ähnlich !• 

9. Cer V US trigonocer US, Geweihe . . . ^ . . , 0,5. 
lOi -^ curtoc erus, Geweihe 3^. 

11. — brachyceras, Geweihe ...... . 0,&, 

12. ^ dicranocerus, Geweibe zweiei^ Individuen 1« 
IS.Manis gigantea Cuv. Ein Klauen-Glied, von Cvv. 

besebrieben 8. 

Ein letzter Phalanx des rechten Fufses, dessen äufsre« 
Geieak-Ende wie beim Maulwurf beschaffen ist. Er 
deutet ein neues Greschleeht, den Pangolinen und 
Faulthieren verwandt, an, oder stammt vielleicht 

seihst van Diaotherium 1. 

14. Diaotherium giganteum (die Theile erschienen 
in einem bosondern Werke bereits besebrieben und ab* 
gebildet. ) • 

a. Gaumen eines jungen Thieres mit % HZ 18. 

b. Zwei abgesonderte Zafankeime, auf dem I. und 11. 3fZ. 
jenes Gaumes . . . -. 4. 

c. Oberkieferstuck mit 3 MZ. K^. 

d. Der zweite bleibende MZ. a) mehr, ß) weniger abge- ' 
nutzt , zusammen ^ . , . . . 4. 

e. Der dritte bleibende MZ. desgl. 4. 

f. Zwei gröfsre obre MZ * ' .* ^' 

g. Ein kleiner Zahn, wahrscheinlich gleich hinter den 
obern Stofszähnen 1. 

h. Ein Unterkiefer. Isis 1829. ...... ^ ... 10. 

i. Der dritte untre MZ. a) Milcl^zahn, ß) Eraatzzahn gjanz, . 

7) desgl. etwas abgenutzt 6. 

k. Erster untrer MZ. a) m. d. Krone (1). ß) m. d. Wurzeln (2J. 8. 

Demnach fehlt nur der I. obre u. der II. untre MZ. 



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4my 



16. Binotheriam CoTiori. 

a. drittfst bleibettief M&. «Im» 1,5» 

b« ^ — — UlltBII 2. 

c. letzter He. (Fragiiieot) 1. 

16. T.apima pTiacaa. 

a. ein Unterliiefer mit allen MZ. und den Kronen- Utii 
Gelenk- Fortsätzen n . 1f. 

b* Obeikiefer- Stück mit der Eckzahn - AItooIo and d«tti 
I. und II. Milch -MZ«, auf denen sich die bleibendoa 
Zähne 0chon finden 6. 

c.^ Einer der hintern MZ, oben- 1. 

17. LopfalodonGoidfatBÜ: ein obrer v. ein untrer MZ. 2. 

18. Sag antiqouB, rietengrofs. — a)Sehr Tollstähdiger 
Kiefer, in dessen Alveolen nur di6 'Schneidezähne fehlen T 

b) Zwei obre MZ. ......* 2. 

c) Ein Astragalns 0,5. 

19. Sas palaeochoeras, von der Grofse des Bahi- 
russa. 

a. Unterkieferstück mit allen Mahlzähnen i, 

h/ Ein Schneidezahn . , 0,5. 

20. Rhin^ceros incisivus Cut. (Aceratheriam 
Kauf. Isis 1832.) mit schlankem Nasenbein, ohne Hom 
und Höcker. 

a. b. ein obrer und ein untrer Schneidezahn 2. 

c Ein obrer letzter MZ. von Mbbk abgebildet, IFiriscMm, 

d. — — zweiter MZ. — — — , — .- 1. 

e. Sehr vollständiger Unterkiefer , . 18. 

t, Gaumen mit allen MZähnen 20. 

21. RhinoceroB Schleiermacheri *^aup (Isis a.a.O.) 
Mit sehr grofsen Nasenbeinen , die ein Hörn trugen, 
hinter.dem eita zweites auf der Stime stund (Rh. in- 
cisivuB Cut. F. u* 502.) 

a. In Ein obrer and ein untrer S<ihneidezahn 2 

c. d. Ein obrer letzter und zweiter MZ 8 

e. Ein selur vollständiger Unterkiefer « 20. 

f. Ein Oberkiefer-Stuck mit dem II., IH. u. IV. MilcllCihil ß 

g. Ein Ummtt^ , sehr vollständig 8 

h* Ein F«ftiu^, desgl. 8 



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Goo^k 



41» 

i. Eine Tibia, Ohne Mangel • 8» 

k. 1. Ein Astragalas und ein CalcaaeiuB, iMMe sehr gut • 4% 
28. TetracaalodonloDgiroetrUKiOHattodon an- 
gastidens.CvT., M. AvTerneneitüaois« Job.Mbt.) 

a) Oberkief er-Stöck eine« jungen Thien , mit S Backen- 
■ähnen ete 19. 

b) Einnelner Zahnkeim . Ofi. 

c) Nenn yeivcliiedene Wecli«e1sahne dea Oberkiefers . . 8^. 

d) Zweiter Milcbxabn - Keim • - • - ^* 

e) Fnnf Torletzte Mahliahne : a. ein Milcbsahn , ß. Zahn 
Tom ersten Wechsel , 7. Zahn Tom sweiten Wechsel , 
3. Tom dritten Wechsel ; alle nor in Gröfse yerschieden 
(auch einzeln yerabfolgt) 18. 

f. Vier obre letzte Mahlzähne, a»3 wie Torhin . . . 18*. 

g. Zwei Unterkieferstücke, das vordere mit zwei Stofs- 
zaim-, das hintre mit 2 Mahlzahn- Alveolen .... 29. 

h. Grofses Unterkiefer -Stäok mit dem letzten MZ. Tom 
2ten Wechsel 8. 

i. Vier erste nntre Wechselzähne , woTon 2 Milchzähne, 

2 Tom eisten Wechsel , 4« 

k. Drei Torletzte untre Mahlzähne, woTon einer mit Krone 
ohne Wnrzel , ein andrer mit Wnrzel nnd abgenutzter 
Krone ' 8. 

L Vier hintre antre Mahlzähne, 2 Tom enten, 2 Tom 3ten 
Wechsel , ." g. 

ili. Caleanenm S. 

n. Epistrophena ................ 10. 

4^ 



MABCBt AB SnasB«: Beobachtungen ober Terachie- 
denetiebeine tou Saügethieren und Ydgeln, wel- 
che in den kiesigen Qnartiär - Kolken ron Perpigfum 
entdeckt wordenl sind, und über eine neue Bären-» 
Art (Ann. d. sdenc. d'o6»crt>. 1830. few. 229 Jf. > Hn. ML sc. noI. 
1880. XX. 27—289. Diese Gebeine wurden zumal in den Geschieb* 
reichen ^nartiären Sufswasser - Kalken der Gegend tou Perpig^ 
nan und zumal im N. von Eine entdeckt, worin sie ohne Ordnuiig 
zerstreut liegen. Ein Schädel deutet eine Bären -Art an, die 



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469 

dem schwanen Bären nahe steht, und kleiner ist als U. 
Metopoleainns [?]. Ein Schneidesahn eines Nage thiers ist 
grorser als heim B i h e r. Dann hat man zwei Knochen Tom R i e- 
senhirsch, andre Ton einer kleinem Art, Ton einem Seh aa- 
le, das jenes Ton FHUfranehe-LauragaU ähertriffl^und von ei- 
ner Vogelart, die gröfser als der Goldfasan ist Man weifs» 
dafs die Knochenbreccien Ton Cette Knochen Ton der Grofse wie 
hei Tanhen liefern. Alle Knochen sind abgebildet. 



_ HuBBBT über dieEzistenadesRennthiers in Caitk- 
nectin Schottland , und in hland w&hrend des s weiften 
Jahrhunderts Cfiremt. Bdinb. Joiim. of Seiene. 1831. n. IX. 
p.ft(^— 62). ToBFABvs (in Hemm OrcadtnHmnHütoriae Itfr. L eap. Z%.) 
berichtet : « Omsneverant Comttes tn Catänesiam mde^, ad toontana a4 
venatum caprearum rangiferarumq, qtioittnnis profieisei.» Slieae Be* 
hanptung gründet sich auf Torgefnndene Manuskripte, welche der 
gelehrte Isländer Joitas Jonasits mit Beifügung eines Lateinischen 
Textes {Bafiaae 1189) bekannt gemacht hat, worin die entsprechende 
Stelle heifst: «TW vor HthtJarla ntBr hvert tumat atfarajff^d 
Eatanea oe tkar upp ä merkr at veida rauddjri edr hreina, ^ 
Lat. «5oIe6ant Comltes quavü fere aestat^ in Katanemm tronnH, 
ihique in desertis feras rubraa et rangiferos venari. » Hier 
ist also nicht Ton Capreia und Rangiferis, wie bei Tobfabits, son- 
dern Ton Hirschen und Rennthieren (red^deer und rein-deer) die 
Rede; und es kann daher nicht von einer stattgefundenenVerwech- 
•elung vonRein-deer und Reed^deer die Sprache seyn.' Auch Jonabvs 
erklärt in seinem It^dex «octtin ausdrucklifch beim Worte «0r ei fin 
(antmal« quod vulgo rangifer ifoeatuir) : eyincit locus citatus fuisse 
tempore tfto (1159) tn Scotia Renone». 'Nee propriiSemper Groen^ 
landtB et Lapponibue fverunt ; etenim hlandia eecylo XII, teste /ure 
Mond. Eeelenaatieo Thorlaeo - KettUHano eap* 81 , eo» hakuit. Ex^ 
§tirpati tafoen ewnt ineohirum ineuria, qua etiam dudum periere^ 
mtilto morumdamno, älia $ed domestica animaliai evea^ aneeres'^ etc>. 
Es sind die Skalden in ihren Gesängen (die meist schon ^n Leb- 
xeiten der Helden gedichtet und gesungen wurden) , die die Gra- 
fen RoNALB und Haroid Ton Obbnby über den Pentland l^lft nach 
Ca^kneae zur Jagd übersetzen liefscn , und die Orkneyif^a Saga 
Terdient daher Tollen Glauben; obsehon die spätere Geschichte 
▼on keinem Rennthiere mehr in Caithneae berichtet. Lniea {SatUf-^ 



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410 



ral hüUfy 9f Laj$eaähir€ , book *» ^ 8jl) meldet iwwr, d^fo m«« 
ein HUk^k lUwntliief- Geweihe uator ^nem BomiMH^i Altare n 
CÄeifer f»pl4ecki ^aW; dne Bf wchnlöek iet akgebU4e«, aber aebt 
oBYellkemaieii; 4eeli Iiaia« war eia gater Nalarfor^chw.. 



Fa. HoFjriiAiia aber die KsacheB - fährende Grotta 
ven Mardolce bei Palermo fKABST. Arch. 18S1. /F. 25S — 211. 
» Taf. f^IIL Fig. 1). Palermo wird Ton einem Halbkreise anseba- 
lieber , bis über 3200^ hoher Kalkberge in 20 Miglien Längen- 
4^9dehQnng von Cap^ QmUo bit Cap lätrfarana eingescbleaaen. Die 
Ibf ae unter der Dammerde bia au einer Höhn von 290^ aa den 
Bergen hinauf, wird Ton etrter n«aen Meereeformatian gebildet, 
welche r^ic^i an grdrsteatheUs. a4»;h lekeadea K|(iiich3rlieii<r ArCeii 
{et s d^na die tob Baocoai erwähntea Pholaden -i'Lachec bis aam 
Gif fei d«8 M^wte PeUe^Hwa (1849') sind nicht dieeee Ueepraag«) 
obtchon j^ne aemliche MeerasfenaatieQ im Cjeattiim der Biael bei 
C9Atr0gUnwMni hk z« 380^ Seehohe ansteht, J>ia oft steil ftneteigc»- 
4iia kahl?» Wand« jeaer Kalkberge nna dnd ?all, ted«^ ^ie aehr 
lia«ehalif;her Höhlen, welche im länera wie an deii Eiagäagea all 
jene merkwürdigen Knachea-Abiageraagea enthaltea, welehe daa 
elM^malige Meer hier vor sbinem I^ektritte angeschwemmt an bahea 
scheint , und deren Tersohiedeiie Schriftsteller aa den Abbäagen 
des M0mU P^kgrina^ d^ Bekuafio, des Bil^m§ «.a. w. erwähnen. 
Jene in der Grotte vaa S§w4olc€ sind seit dem 16tea lahrhanderft 
Toa VAi^awviJaaaa*« Moaai'vaali» FAaaLLo a. Ar angefahrt, and ge« 
wöhnlieb für d?e Gebeine der alten gigalitieehett Bewohner SieWi 
liemi gekftUen woidea. Die INachfr^ea £ngliaehei'Kaafl»nle nach 
Kaoehen fai«, ihiw ^iHker-Rafiae«i«an veraalaieV^n dton J^igentha« 
me4^ dieeer Höhle i^ J. 1829 aa Nachgvabiingf n di)d aaaa Y«^ 
kaufe voi^gaoieya Schi4MMajig«a dlea^r ünoehe», bia aioh tr^ 
gab , daf« iia w«gw Maagela d«r Gallert« «ra 4e«a ejpwdhatea 
Zweoke nicht- hr^achbar »«y^a.. 4« h Ahü ^ISM machte dam 
H11W114 Baai«4«»i «elae. [frahev mitgetheillenO Qeabaehtmigen ober 
dient Höhle bekannt» Ihm aber eatgegnetet der Bitter BEavAana 
MdKaaUB Ghavii^^ mit BeweJAiea au» der vaterl^aidiaehen Ge* 
schichte.« da(s J«ne Kaach««i nwhhi aU di^ Bstiltf^ der dart hegra- 
beneo ^Itlephanten seyei^ welche MaTsuva i. J. QM d^ch 
,Aoms Erbauang dem. HAsaairaAL hei PaUrmo ahgenMaariien» denen 
^ie Reste einiger Fl afspfejrde biigeselK wardea seyen, wcd* 



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eh« 4ie B4mer xu Thierkämpfen ans Afrika 'her&btvgelrracht hat- 
len. £kie nahe gelegene ititine , von avonchen einer Naumachie 
^Uff^rhitieben, gab dieser JMeindng etn^^e WahrscbeiaKehkeit, so 
dftfe beide Schriftsteller einige Drackschriften mit ▼teler Erbitte* 
rai^ weehseltea. Am 15. April' 18S0 suchte der angesehene Fb. 
FawBAiiA in emem Vortrage In der Jccaihmia di Seienze e Lßttera' 
ftisa.«» Pakrmo dib Sache dahin za eatscheidsn, dafs' die Kno»* 
eben^Niederlage zu MaräUee ein We^k Ton Mensehenhanflea Se^e, 
dafa die Knochen:« anatomisch antersocht [!] , nur von bekannleo 
TbietaHen ausSuüUen oder deai nahan Afrika abstammten y wel« 
che («amentiich die £ 1 e p h an te n. and Nil p f er d e) 4te Arahi- 
s4(heQ ;£Mse 2am Yergnugjsa ihrer Frauen und für die B<Qdtt«f- 
^ifsedes LebeMs I» ihre Parks gespcrH und bei deren: TMe hie« 
lt0gi(ahfiß uad m^t darüber gesohüttetem . Kalk und Steinen ab- 
drechselnd bedeckt hätten. BivonVs Vertheidignng fand nun. gegen 
diese Hypothese keiiien: Glauben mehr,. bi§ endlich, unterm 2SSi^ Juli 
^n CuiriBB ein Brief in PiUerfgio einlief , worin er s|ch: beim 
FraozosisGhen Consul für die fosailcn Knochen Ton Eilend und 
Mardolpe, namentUch für die des vor\reltlichenj Hip.p:opp^- 
t^jnus:, bedankte. Unterdessen hatte auch die Regierung auf 
Yei^nlassniig. des General -Statthalters, Marchese bbi^4| ff^yAna 
durchr dß» Prof. der Physik , Abbate 1|om; Scim^a iin 9iai 183i 
NachCorschui^gen anstellen, yielo. schöne Knochen sammeln und 
sie in ^et\ IJqi.ver^itälr niederlegen lassen , welche dieser letztre 
daa^ iai; .pezember 1839 in einer, eignen Schrift. Rafip0rto «alie 
ossa fosdli d^k ootttomi di PaUrmQ mit den CuTiBRVheU, Abbil- 
dungen Terglich , . beschrieb , und abbildete , doch alles nur sehe 
unyellstandig und unrichtig. Herr H. selbst gibt nun folgende 
Beschreibung : , 

Biese GnotAe 'liegt 2 Bi^g^k SOi/Ten Palermo^ am- Abhanjg^ des: 
Monte Griffaiuf i /am Fufs einoff sivilbn Felswadd-, ISOf äbfer und^, 
X NigliQ toA'den Bieere. Nosh zienillch<«teili steigt man 50' ti«f 
icoalhr in die Kheaie htnah^ we zahlveiohe Qh eilen aus dem Fei- 
seiv henvovtrettm» die der Stelle. dbii Namen Mhi^dolee zuwe^gege- 
ItmahL Ber j^ingaog von 10' Breite und 20^ Iföhe führt 122' 
Buk. weit in dMi Jüngern Sekundäür- Kalk hinein^ W^ sie in der 
MIttoy an dSferSCMle der A'us^rabtnig^ 20^ Hohe und SO' Breite ge- 
winiit. Daftf-'dait Meer einst die steilen undeutlich' gesch!<^Hteton, 
lielltgrauen Khilttwände des Bergkranzes bespült' habe, erhetHTatre 
^der charakteristisch ausgefressenen Beschaffenheit ihrer' Oberfiä- 
ehe, aas zahlreichen l^lüften uAd unregehnäfsigen Absäta^en , woU 



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4TB 

ehe erfoUl und bedeekt elnd mit loeker soeanunesgehäftfter Bfee<r 
eie Ton abgerandeten Kalk-GeBchiebon, kleinea Quiuskömeniy 
Thon*,, SandeteiB- und KieaelBchiefer- Brocken mit Kalksament, 
In welchem noch Bruohstäcke Ton Auster schaalen , P ec t e ■ » 
Folyparien n. s. w. etecken; aneh haben neb Bohrm«<7 
■cheln in den Kalk eingebohrt nnd 8er p ein «eine Obeifl&ebe 
bedeckt, welches alles man bis an ISHK Seohöhe beobachten kana» 
wa dann keine weitre Beobachtung gestattet ist. Weiter sur Höhle 
^nansteigend findet man noch M Schritte Ton ihrem Eingang» 
(W unter demselben) den Kalkfelnen schon von einer dentlichai 
Lage der Knoehenbieccie bedeckt. Das dankelbraane, g ro W rdige, 
kiesellgkykige oder mergelige Bindemittel enthalt elnaelna 4{aan- 
hömchen, Kalkgeschiebe und Kieselschiefer^StuckelMn eingeatremt 
mit Torwaltenden Knoohenstucken, das Gaase an festem Bausteine 
Yerbunden. Diese Schichte kann man längs des Berghanges in 
gleichbleibendem NiTcau au beiden Seiten der Hdhle wenigsteBs 
ICio Schritte weit Tcrfolgen; aber sie '"erstreckt sich wohl noch 
weiter. Sie ist V mflchtig, wird bergabwärts aber mächtiger. 
Im Innern der Hdhle, so weit die Knochenbreccie bis auf die 
Sohle weggebrochen ist, steigt man bergab, bis man sie in einer 
Mächtigkeit Ton 20' begegnet, jener auTser der Höhle gana ähn- 
lich, nur das Bindemittel ^iel lockerer, so dafs sich einselaa 
Knochen leicht herausnehmen lassen. Auch enthält sie '^berFufii« 
grofse Kalkblöcke, die einst wahrscheinlich tou der Decke ge- 
fallen« Acht Fufs Aber dem Boden der Höhle und 12^ unter der 
Oberfläche der Breccie sieht man in der Höhlenwand einen nur 
wenige Zolle breiten, rauhen und gana waagerechten Streifen ein- 
genagtb welcher deutlich durch den Rand einer hier l&ngre Zeit 
▼erweilenden l^assermasse gebildet worden , die obae allen 
Zweifel das Meer selbst gewesen, da sehr häufig anter, nie über 
jenem Streifen Löcher von Bohrmnscheln, wahfecheinlich Ton den 
hier sehr häufigen Lithodomen dicht nebeneinander im Felsen 
wnbrgenommen werden, welehe selbst mit Knoclienbrecoie,GoSGhie^ 
hen etc, erfüllt sind. Über der Breccie ist die Felsenwand wio 
die Peeke noch natürlich, roh eackig ans- und einspringend, und 
•ehr häufig mit Sinter bekleidet; «wischen ihrer Oberfl&ohe nnd 
dem Felsen aber ist sie, wie auch in gleichem Niveaa am £ia* 
gang der Höhle, nackt, .fiach wellenförmi(; ausgewaschen ia 
grofsen sanften Biegungen, ja endlich glatt abgeschlifien , wie 
durch kunstliche Politur, sicher durch die Wellenbewegung den 
hier eioit auf- qqd niedcrsehvankoiKlen Meere«. Tiefer ia dio 



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473 

H5hle hinein , steigt der Boden wieder in dem Nivesa nn, das 
er «m Eingänge beteeten« Die Knoehenbreecie eretreckt sii^ nacii 
Sc^KiiA nar Ms W vom Eingänge |einwftrts. An seiner tiefsten 
Stelle aber besteht der Boden anter der Breccte ans einem Mee- 
res -«Sande ohne Knochen>Spnren, welcher ans kleinen, gelMielK 
brannen , stampfeckigen Kall^dmern nnd einzelnen Qnam-v 
Homstein- nnd Kieselschiefer-Stäckchen «nsammengesetzt ist, in 
welchem dann locker Tausende Ton Seemnscheln liegen , von de» 
nen der Vi 75 Arten anfnihlt, die noch alle in den benachbartei^ 
Meeren leben, welche der Qnartiir-* Periode angehören. » Die 
Knocheniehichte hat sich also erst na Ende o#er nach jener Qua^ 
tÜr-BUdvng abgesetat. Aber anch Jene ist noch Tom Meere ge- 
bildet, wie daraas herv^geht, dafs die Thiere, deren Knochen 
wir hier finden (Elephant and Fl nfspferd), einmal nicht 
s^bst in den Höhlen gelebt haben können , nnd dafli , an Sgraeua 
wenigstens, Trnmmer Ton See-Konchylien nnihittelbar awischen 
den Knochen der Breccie liegen ; nar ein dentliches Brnchstäck 
▼on Caryophylliacaespitosa fiand H. fest eingeschlossen 
in der Breccie von Mardolccj nnd eine deutliche Pect en-Schaale 
in jener tou BilenU in Bitova's Sammlung. Alle Kivochen lagen 
nach Scirua's Bericht in gröfster Unordnung durcheinander, die 
Rippen, die Stofszahne der Eleph ante n, die Geweihe der H i r- 
sehe waren alle zerbrochen, die Backenzähne lagen oft ohne 
Kopfknoohen etc. ; und yiele Knochen waren so abgerundet und 
beschädigt, wie sie nur durch langes Umherrollen durch das 
Wasser geworden seyn können : zwei Mammuth- Backenzähne 
waren gänzlich zu Geschieben geworden. Endlich sind yiele Ge- 
•ehiebe der Breccie nicht nnr Zeuge einer solchen Wirkung des 
Meeres durch ihre Form, sondern selbst ^ durch ihr Vorkommen, da 
Kieselsdiiefer - und Quarz-Hörner von den benachbarten Gebirgen 
aidit herabgeschwemmt seyn können, wohl aber sich im Meeres- 
aaade der Höhle unter der Breccie wiederfinden. Durch ein letz- 
tes Ereignifs der Schöpfungs-Periode ist demnach eine grofse An-< 
sahl Ton Landthieren umgekommen, Flusse haben ihre Reste dem 
Meere angeführt, und di^es hat die Knochen wieder an die da- 
naiige Koste ausgeworfen , wo sie die Knochenbreccien bilden 
halfen. Dahito können gleichwohl Knochen derselben Thier-Speziea 
einneln auch in andern Gtobirgs-Arten derselben Periode vorkom- 
men, was DnsROTaRs schon bemerkt hat. (Die Abbildung gibt per« 
ifpektiiisehe Einsiehten in die Höhle yon Mardolee.) 



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Googl(?— 



474 

J«B. Anb. 'W^6N«»: Nacktr ftgliehe Bemerkmige b 
itber eisige Übeereet^ nrweltlicbev Säagethicve 
ftua der Gai Leiirenther Höhle fiM 1831. S. 555 -^dftt^ 
Bie'iiaehiteheudeB Rette aad Bamerkua^eB kat iler Vf. ia Fol|^ 
eineA Besacbe an Ort and Stelle eelbet Aati feaheren [ S. JMmg, 
183^ S. 335.^11 dtdaee Jchcb^) hnaageüigt 1) Yen Ho^hlen- 
Bären. Ab den in MAtteJum anfgestelltea , sehdnfla bramaürm 
B&irea ist der Uidie OberaHniiBOcIteB ubei? dem inaent Goadyln, 
^ie am Ldvea, jiegdfliiifeig durbbobrt: Biil etnem 12^/' langaa 
^%'^' breken Loobe-f a« liafeen al|er lehl|: daaRelbe gäaolick» 
WMt aueb überbanpt an aHen: bW jetst ibaobaebteleit Sltetetten le- 
bender Bären.* IHuiaiie fo]^l nao* da&dietsa 6at(enrcaftA torge- 
fimdeaen tbeUs d«i<ebl>obrten , tbeüe« ^lebi dweWiebiften^Ober^ 
armknpeben nicht aoUiwendig zu. awie» jym^liiedlpiieQ.A^ten geb»- 
l^en. --- 2) Von de« Hö hlen-Q^räa^ bat dee Vf. iie««rlicb niia 
das Aiittelbandbein des Unken S^eige^gecs» die Qlierbälfte dm 
ScbenkelknDcbens — mit ^ dem früher beB«|i^iebenei9. Stucke aber- 
eiakommend — und dle;Unteshalfte da« lififuerus erhalten* Leta- 
tcra unterscheidet dos grofse ruade Loch in der zur Aufnabjne 
des Ellenbogens bestimjqiten. .&ube TQtt dem de» B.äjren. und 
Löweii leicht, die beträchtkichere Grofse aber tob. dem des 
Wolfes. Die Breite am untren Ende ist nemlieh 0.>»063; (bei de«t 
lebenden Art O^^OS; bei Cuvisas fossiler Art 0.«>061 ; beim Wolf q 
0.>"047.)* — ^) Vom ü Qkbl e n - L ö w e n. , Ein zweiter reehter Mitt^ 
telfuf^kQOchen bat O.Uä Länge und 0.Q15 Breite in der Jllitie Ijuk 
der lebenden. Art O.X03. und 0.14). Ein dritter rechter Mittelfuf»* 
knochen hat 0.14& l^angc und oben 0,938 Breite (am lebendea 
0^133. und 0.025.). £&> aweiter reisbtev JHittelhandknocb«» iafe 
0,111 Ung and in decr. Mtto 0.017 bRfiit (am lebeiidjsa 0;10a nüid 
<K014 V Emi dritte» ]l&|ttelbaiidknoebaft i# 0423. lan«^ m^A^H daa 
Mitte 0.0n broit (am iebehden 0;11^ und «.01S^> ~ &*); IRm» 
Bobl,en-Wo)lf hälfet »laa dorA na^b dem Ho^hUnb^äiK«a d« 
meisten. R.este erhalten.;! so einen OberainikQoeb^a obiietVliticOieB- 
d«; 'er rnilet oben 0.051 in die Queer^e. C&m. lebenediBa nur- 0^d^>;. 
eine obre^ Hälfte deaBadiü», welcher, an der Gelenkfläebe O»0at 
grdfstan.Durebmessee (am lebenden etwaia^ weaignar) bat; eiaan: 
ob^en Sc^hkelJNw^Kopf lon^ OJ^ Brei^, aleot kaum» gräfser. ak 
am lebenden j ein ita|res£ad« des SchnateolMn»». hinten» Tanr.0.038> 
Breite wie beiw lebenden; ein Soh«eBb|iiii;'>SiaiBk, unten etwas 
breiter, sonst dem des lebenden ähaÜob; «lebrare MlHeUMwd^r.nad 
Mittelf ufs - Knochen fast alle länger, als beim le])enden Wolf. 



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4Y6 

D*. F&Biinc«: «ber das YorkoMmeii Von Wirbel- 
tb i er - Sehtippen iin oiii - r«(l - «aviist OH« von F^feskire 
<Glutt^f filmfr. Joiini. naf. «omm. 183L i//. 81^-^. eft. i/). Die 
Gegend zwischen 4en Meerarmen dee Fartk and de« Tay beetebt mite 
Burei dareh ein iüilklager vohl getrennten IPoramtionen. Dieter 
Kalk iet Kohlen - fahrender Kalk, in der sädlichen Naohbortcbaft 
unter dem Namen Bergkalk bebannt« mit See - KMicbylien , Ra*'' 
diarien vnd Wtrbeltbieren. Darüber liegt die ganze «brige Stein- 
kohlen- Formation mit allen ihren Gliedern : eine SnftwasterbiU 
dang mit nar dftnnen Zwieclienlagern TOn Meereekalk, der dieseU 
ben l^nteinernngen enthdlt, wie jener. Das tiefer liegende Ge- 
birge aber zerfällt ron oben nach anten i» folgende 4 Chrappeni 
1) Gelber Sandstein: machtig, unten bräunlichroth mit 
iSfchieferthon- und 'Konglomerat -Lagern , oben ockergelb, scharf- 
begrenzte helle gelbe Kugeln Ton im Ganzen gleichartiger Textur 
und bis za 1^ Durchmesser einschlilersend , welche in der Mitte 
dunkler gefärbt untt mit konzentrischer Schichtung oder mit kry- 
etalli.nisch kalkiger Materie Tersehen sind, so dafs diese Gebilde 
wahrscheinlich durch irgend einen in der Mitte eingeschlossen ge- 
wesenep , die Farbe ' mo^ifizirenden organischen Körper TeranlaCBt 
sind. Zuweilen sind sie oben und unten .etwas platt gedrückt. Am 
Wemt^sshall - Berge u. e. a. O. überspringt ein Grunsteinlager, wel- 
ches g[ewQhnlicb weit über dem Kohlen - fuhrenden Kalke liegt 
und die Huhenpunkte der Gegend bildet, alle zwischenliegendcA / 
Glieder der Kohlenformation und legt sich zwischen den Sandsteia 
and den Kohlenhalk. 

^ J^a^n d 1« t,e i a ; w^ ombtigar , oliea. ani «galmafsigJieir « 
Q|(,g«kriinimt^« ^^WMmng:« FÄimI n^oh obe» ^% Qr«ceien"-axtig^^ 
aalilkfet aaaMiA M 4mi ofe^n Thoilea ivitorlwroelisii^ Iii^^r vo« 
TiMiDSPhlale«- und $iaA#tjN«ssJMef er ^artigen; >Ni0dev««hl%c» «ia» 
dft»«Mb.v«tthl OAsdeiaAlfNir« gebUdet haben* 4aon OMegelmäfbig« 
Cbga» vmn Foi^i^ , Tbnafitaiii« kompaktem« FoldiqpAih, Grunald« 
mid: lUiacstaMk. IMooev MandeUt«ia bil4et di« 4)kM«-KetkB «od 
erkeb« «ich aui derea W^£kMie aa fiemr^^iig^ küb zu ^^M" «her daa 

ä). Grauer Siaadetoiat achein^^ dnrah Sevselsaag re« 
Tka»^ uail GlimmernScIuofor entstanden. Oben erscheint e».nMhr 
.ia.Foraii von TlMBaehi«iav i|ad heUsib ca/auttoa« ; unte» sehHefst eo 
yifAn Saadstein-Dbger mm. 

4)< dltFer cother Randstein: besieht wie gewöhnlieh aua 



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41« 

8aiMlsteiii- und Konglonenl - ScbieliCeii , und tchliefat oben cda 
Kalklag^r ein, ähnlich obigem Kohlenkalke. Streichen nmeh W., 
Fallen nach S. in Fift, auf der Nordseite dea Tay-Armea in Perih- 
•Atre aber nach N. Die Erhebonga-Achte geht dem Tay und 5fr»- 
them parallel aal jenen Distrikt Sehottlmmd9 an , welcher keatm« 
tage so oft von Crdbeben heimgesncht ist. Die Schichten «nter 
'der KohlenformatioB sind nach ihrem Fallen durch Dykea tob 
Grnnstein und dichtem Feldspath, nach ihrem Streichen aber duteli 
einen Ton Grnnstein darchsetit, welcher sehr merkwürdig tat. 
Er durchbricht in vertikaler Richtung den untern Sandstein, dea 
Mandelstein uod Kiingstein, und ist Ton 10' bis über V^ mäch-r 
tig. Sein Streichen mag über 12 Meilen betragen. . 

Alle diese Gebilde gehören nur grofsen Formatioa des oU- 
red - sandttone. In dem obersten Gliede desselben, dem gelben 
Sandsteine, kommen Phyto lithus.Terrucotfus BUaTiH n.a. 
Pflanzen sehr häufig Tor. Im Sommer 1821 erhielt F. , mnfolge 
seiner 'damaligen Anzeige im Fife- Herald» aus dem Dmauiryaa- 
Bruche , südlich Ton Cupar im gelben Sandsteine gelegen , orga- 
nische Reste, welche er für Wirbelthier - , zunächst für Fisch- 
Schuppen hielt. Die gröfste ist rundlich , l,''l lang , über 
1,''2 breit und ViS^' dick. Der im natürlichen Zustande in der 
Hant steckende Theil ist Terhältnirsmällg glatt, durch halb- 
kreisförmige Zuwachsstreifen und nndeuÜiche divergirende Strei- 
fung sehr fein gegittert. Der freiliegende Theil ist mit wellen- 
förmigen , gerundeten , anastomosirenden , glänzenden Längen- 
Furchen versehen. Die ganze Unterseite ist glatt mit wenig aus- 
gezeichneter Zuwachsstreifung. In der Zusammensetzung ist pbos« 
phorsaurer Kalk. — Ein Jahr später wurden dergleichen {Schup- 
pen auch in den unteren Schichten des gelben S^ndsteiaes gefua* 
den, und angebliche Austern in dem Breccien -artigen Theils 
des gelben Sandsteins zu Qaahhinnie bei Errol in Pertkakurn esl- 
deckt, die sich aber bei genauer Untersuchung' als den Torigta 
ähnliche nur.gröfsre Schuppen herausstellten, da sie bia.überl'' 
lang und %^^ dick waren. Fufs- lange Stellen waren ganz voll 
solcher Schuppen. Endlich aber fand s^h auch ein 7'^ langes, 
2'^ habes und (K'7 bis O^'S dickes Stuek eines Fuches, welches 
nach allem Ansehein zu Dipterus macropygopterusSana. 
et MuaoH. gehört. Die Schuppen über der Seitenlinie sind dent- 
lich) die gegen den Bauch hin fehlen^ und sdieinen größer als 
jene gewesen zu seyn. Von Flossen und Wirbeln ist nichts siebt- 
bar« ^ '^ Eine andexi gestaltete Schuppe ist über %/'2S^ laag 



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4ir» 

und 1" breit, geahndet rechteckig, amtieft, init lAliieii, welche 
von einem eztentritcben Pankte aoe nach den 4 Bcken gehen , 
und ist äufserlich denen des gemeinen Accipettaer sehr ahn«' 
lieh. — — Ein andrer organischer Überrest scheint ein Zahn seo 
seyn. «- Zwei andre Autoren' haben in einem Perther Zeitblatte 
iindim£din5. Journ. ofSciene. 1829 Jantutry p. 184 ebenfalls dieses 
Vorkommen in dem obern Theil des gelben Sandsteins von Errol 
mgeaeigtfdoch die Gebirgs-Scbichte mit der Ton Cupar Tcrwechselt. 
Im grauen Sandsteine an der Oberfläche der Schichten finden 
■Ich im PmrkhiU- Bruche hei Newburgh Ycgetabilische Überbleib- 
sel in Form eines gestielten, 1^* weiten Kreises, welcher aus 
Tielen kleinen aneinanderstofsenden runden. Korperchen zusam- ' 
mengesetzt ist, mithin in einer Form, wie sie durch Flachdrük- 
Irnng einer Erdbeere entstehen mnfste. Es mögen die Frucht- 
Stande einer untergegangenen J u n c u s - oder Sparganium- 
Art sejn. Muin zu Vigeana hat seitdem ähnliche in den Pflaster- 
stein-Schichten Ton Arhroath gefunden. Der otd^^ed-aandstone 
mit jenen Pflanzenresten scheint dei^nach eine Süfswasser-Bil^ 
4iing zu seyn. > 



Run. Wagnkb: Beiträge zur Geschichte der fossi- 
len Thiere. Fortsetzung, (/sü 1831. S. 560—554. Tof. Vy , 
Den Anfang dieser Untersuchungen haben wir in diesem Jahrbu- 
che 1830. S.882. mitgetheiit. — 3) Fossile Wiederkäuer- 
RiBste in der Knochenbreccie von CagUari, die einem Hirsche 
▼on der Grofse eines J^deiliirsches angehört haben durften. Wie- 
derkäuer-Reste sind selten zu Cagliari, Was W. nun gefunden, 
besteht in einem ersten and zweiten Schneidezahn der rech^* 
ten Unterkieferhälfte , dem zweiten untern linken Backenzahne , 
einem Rippenstucke (Fig. 1 — 4) und noch einem Backenzahn- 
Trnmmef . Sie weichen alle tou denen des Edelhirsches nicht ab, 
Mr dafs der zweite Schneidezahn etwas kleiner als an diesem > 
scheint. 4) Zwei Arten fofsiler Fleischfresser haben in der ' 
Bveecie Ton CagUari folgende Reste hinterlassen : a) den Mittel- 
handknoehen des zweiten (Zeige-) Fingers der rechten Seite (Fg. 5) 
und das Bruchstück eines mittlem Mittelhandknochens, anschei- 
nend Tom selben Thiere. Sie sind etwas weniges kürzer, als bei 
einem Hunde mittler Gröfse, um ^ kleiner, als bei einem Hund 
«IUI der Gaiknrttaher Höhle , gröfser und Tiel breiter als beim 



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478 

Fachs; - iamn ¥) dm BrachtfJMi eiMs OIwraraib^M (Fg.«.X 
kleiner ab bei isBon Huie, abev betficMMi gidtor, «!■ Vol^ 
Fuchse; — «) icn dritten oben recfttes (BobaeideMba\ pn % 
grefser, als beias Faehs aad kleine^ A beim Haad; — d) timA 
FhalattX erster Reihe , gröOer ale T^ns Fache , fcleia^ als totm 
Hnnde; alle wafarscheiolich xnsamiiieng^hdrend; — ^ dann e)eiAaa 
erstea Scfa waoiwirbel , roa akalicber Grefse, da^egea aiit viel 
breiteren Tom Körper gerade abgeiieadeB Qlieerfortsdt«6n, dio mam 
Honde länger and schmäler sind ond schief nach hinten gehen; niür 
beim Dachs finden sie sich einigermnaben ahnlich ; -^ endliek 
I) den Phalanx eines weit grofseren Fleischfressers (Fg. 10. 
11), Biemlich nbereinsttmmend mit den FingergUedem der ersten 
Reihe eines jungen Wolfs. LAJMUaHomA hat ans dieser Rreccie 
Backenzähne ausgegraben, die der Yf. gesehen und derselben 
ersten Hunde- oder Fuchs^Art anschreibt. — Die übrigen 
Entdeckungen des Vfs. ans derselben Breccie stehen schon Jahig. 
1830. S. llS-^114 dieses Jahrbuchs. Er Tsrmehrt in gegenwär- 
tiger Angabe nur noch die Zahl dort gefundener Vögel, die 
er anf neun bringt, nemlich er führt auf a) einen Raubvo- 
gel, grofs wie Falcobuteo; b) einen etwas gröfsern Vogel; 
c) eine Ente?; d) eine Krähet; e) TonderGröfse eines Kolk- 
raben; f) so grofs als ein Schwarzspecht; g) der Wach- 
holder - DrOs t6l äfkoHch; h) der Lerche sehr gleichend; . 
i) ^ie ein S p e r 1 i n g. [Der vorhin erwähnte Hund ist wohl der- 
selbe, wie derfipfther mit 8 bezeichnete.] 



Rhinoceroides Alle^ghanionaia nennt FnAtnaatov* 
KAiroH ein neues Pachyderm, ron welchem ein Kieferstösk im Bt* 
Inrium oder Allnvium PefuylvanMna gefunden worden,| das in let- 
' neu Proportionen mit dem des Rhinoaeroa, wohl abereinkaniBit\ 
aber sich auszeichnet durch den beträchtlichen Zwisciienraum ¥SA 
der Intermaxillar - Naht bis nur Steile dos ersten Baokenaahnt , 
welcher davon doppelt so weit entfernt ist» als bei R. I n d i c na, ^ 
und durch zwei Schneidenähne , welche den Raum eianehinen, 
auf welchem htl diesem nur. einer stellt ( FnAraMWSt's aionlA^r 
American Jovm. uf Geohgf th natwral «ofsns«, uro. L Mf 18tL 
> PkiL Mag. a. i#nn. !V. S. 1681. Ott. X 316.J 



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479 

S. P. PtLASCTi BemerkuBg«!! über 4a« Vorkommen' 
Ton Asoplotkerien and Paläotberien in der untern 
SüfivaisQf -- Formation au Bimgtead bei Ryde auf WighL 
(Loni, Geolog. Soeiet. ss Mag. und Ann, 1831. IX, 49—51^.) In 
dca unUrn mergeligen Bänken der Bruche Ton Binstead^ die aar 
QDtorn Süfswatter-Formation ^höres, entdeckte der Vf. kürsUch 
1 Anapl'Otkeriam-, und 2 Paläotherium-Zähne, welche 
auch die gleichzeitigen Schichten des Pariter Beckens charakte* - 
risiren. Sie waren begleitet Ton einigen andern abgerollten und 
bsBchadigtcn Pachydermen - Knochen ulid der Kinnlade einer 
neuen IViederkäuer-Art, {die antcheinend iiahe verwandt ist mit 
Moicbus, sonach wohl eine andre Beschaffenheit der Oberflä- 
che der £rde Tcrlangt haben dürfte^ als man dieser nach den da* 
mals 80 häufigen, die Marschen liebenden Dickhäutern allgemein 
beizulegen geneigt gewesen ist. 



VT. TON EscHWEGB ubcr die Hippuriten.in der Um- 
gegend von lAssalon (Karst yirch. 1831. IF. 199-209. Taf. F.) 
Bei Lissabon erscheinen, die Hippuriten in tansenderlej Ge- 
stalten in der Jura- [wohl Kreide -] Formation, welche unmittel- 
bar auf buntem Sandstein ruht, und so wie dieser oft von Ba- 
salten durchbrochen wird. In den 50' hohen Steinbrüchen , wel- 
che Lissabon seine Bausteine liefern, erkennt man die horizonta- 
len, etwas wellenförmigen Schichten jenes Kalksteins, wovon die. 
^Vieren thoniger, oft mürb und feinkörnig mit erdigem Bruche 
sind* DaiTaHf folgt naeh oben eine feste, oft grobzellige Bank 
TOM 3' — 5^ Mächtigkeit ,. ebenfalls ohne Versteinerungen. Höher 
ein dichter , flachmuachelig brechender Kalkstein , die gröXst^i 
Bausteine liefernd, mit innigst Terwachsenen Hippuriten« Dar- 
über lagert an manchen Orten eine 6^—8' machtige Schicht^ 'va» 
ineir^eligen, Tcrschieden gefärbten £rdarten mit Kalk-KnoUe«. 
ind einev aufterordentlichen Menge von Hippariten, Gry- 
»hit-^n and Cardiea, die ersteren zu dea lotateren im Ver- 
lältoisae =; ItN^ : 1. meee Sishicht geht imThalaToay^imtara 
'm «oabreren SteHen zu Tag^ uad liefart dost die seböasten Hip«- . 
KKltoa. £in sehr lesier, Versteinernngs -leerer Kalkstein von 
' — * V JMäehtigkeiit bedeckt sie. Statt jener Erden aber folgt an 
lilar» Offton eia 8^.^12' mächtiges Lager muscheligen dicbtenr 



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480 

weifflen Kalkateiiu mit eimtei«eii Ripportton, denen Lagen iü iet 
Form TOD liegenden Achtern ( aS'<D^ serklnftet und in den Kiof- 
ten dnrch Mergel -Erden antgefnlU eind; manebmal ist dieeet 
Lager antcheinend Breccien - artig. Abwärts dem Thale Tnn M- 
cofitora liegt daranf ein fester, dichter, geschichteter Kalkstein 
mit schmalen Lagern nnd Nestern Ton Feuerstein« Nnr . selten 
findet man auf diesem die Kreidebildnng anstehend. Diese Ju- 
raformation geht wom Meantara -Thüle bei Can^-Ude wes^ 
lieh 8 Standen weit am Taju9 faioab bis snm Meere« wo abermals 
Hippnriten- Bänke herTortreten, und wird östlich Ton CSnmpo-lide 
am Tajui hinauf Ton ▼erschiedenen Tertiär- Bildungen mit Kno- 
chen und Zähnen Ton Sqnalnsu. s.w. und mit nnnähligen Mn- 
schel-Yersteinerungen des Snfswassers wie des Meeres bedeckt. — 
In den Bausteinen liegen die Hippnriten fest eingekittet nnd 
■etxen solche oft fast gänslich xnsammen. Sie sondern sich erst 
durch Verwitterung an ihren Rändern (etwas ab. Sie liegen in 
allen Richtungen, mit der Spitze nach nnten^oder nach oben» Ge- 
wöhnlich fehlt ihnen das Kopfstuck an den Gehäusen , wie an 
den Kernen, welche man oft ohne Gehäuse, wie auch wieder Ge- 
häns* Stacke ohne Kerne, findet. Der Kern, wie das faserige [^1 
2"' — 4'''— 1" dicke Gehäuse, besteht gewöhnlich aus Kalkmasse, 
selten aus einem weifsgrauen Feuersteine, der am Stahle Funken 
gibt. Die kalkigen Kerne sind meistens feinkörnig, selten dicht 
nnd dann sehr fest. Die Grehäuse sind, wenn sie nicht Torwit- 
tert, durchscheinend, Stalaktiten in der Masse ähnlich, im Län- 
genbrach feinfaserig , aufsen rauh , höckerig, oft längs gestreift. 
Innen glatt. Die Form der Gehäuse wie der Kerne ist bei jedem 
IndlTidnum anders : gerade, gebogen oder selbst schneckenförmig, 
Kegel-, Spindei-förmig oder zylindrisch. Im Queerschnitte mnd 
oder Tierkantig n. s. w,, an der Basis der Kegel oft mit manch- 
faltigen , Ihrer Bestimmung nach unbekannten Anhangen Terse- 
hen. Aber neue Erscheinungen sind : dafs in einem Gehäuse oft 
swel (kegelförmige a. B.|) Kerne nebeneinander liegen, so dafs 
die fcouTeze Seite des einen In die konkaTo des andern eingedruckt 
ist, nnd sie sich Ton einander trennen lassen. Zuweilen lie« 
gen auch drei auf diese Art neben einander. Die Gehäuse sind 
äniserlich durch stellenweise Einschnnrnngcn meistens wiOy arti- 
knlirt , nnd lassen sich gewöhnlich an diesen Artikulationen Ton 
einander trennen, wo sie sahnig in einander greifen. Damit 
trennt sich anweilen auch der. Im Innern noch eingeschlossene 
Kern. Unter Tiden Tausenden Ton Gehänsen findet man kaum 



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A' 



481 

S— 4, ^lA«^ nook ganx ertialten und mit dem Deckel Terseheo 
w&res. Aas letztem C^runde glaulit der Tl., dafs das Tjbier erst 
•Midi Tollbfachten Lebensfonlctionen [t?] darch Ausschwitzung deo 
Dedtel bildete , s& sein Gefaäase «chlofs und starb , da die innre 
SeftC/^es Deckels genau der Gestalt seines rösselförmigen Kopfes 
[f?J entspreebe. Docb findet man sie, frubzeitig vom Tode aber- 
rascbt, auch Ton den unbedeutendsten Gröfsen, und die kleinsten 
sind in det Regel am stärksten eingerollt. £ine un- zwar ge* 
wöbnlicb die platte öder konkave Seite des Kerne« ist der Länge 
nach kanellirt. Das Tbier schien durch die Spitze mit iier Schaale 
Kusammenbang gehabt zu haben. Der Tf. glaubt endlich die 
HippttHten zu den Polyparien rechnen zu müssen, weil er an den 
Seiten der Kerne oft Auswüchse gefunden, welche in ihrer Gre- 
•(8if ganz Icleinen^Hippuriten gleichen, also wohl junge Thiere 
gewesen seyiBik, die sich spater vom Mutterthiere getrennt und 
ein selbstständiges Leben fortgeführt haben wurden. Arten ge- 
traut er sich nicht zu unterscheiden. 



Pi MvSEAT: über ArbttsculiteB largentea au« 4em 
Kohlen-führenden Kalks teine-Ton Innerteil bei Kirealdjf 
in Fif^khe (James. Edinh. n. pAf/. Joum. 18S1. nroi 21. p. 141 — 
149). Im diesem Kalke liegen metallglänzende, feine, etwas wurm- 
fftrnrige Körper ohne Gliederung und zellige Struktur, Ton ver- 
•fiiiedener Länge. Ein endlich aufgefundenes ToUständigres Ezemr 
plar schien herzustammen Toh einem unten angewachsenen, zwei- 
Üteiligeu, langsam an Dicke abnehmenden, nicht oder sehr entr 
feirnt gegliederten, längs gefurchten Korallenstocke mit solider, oft 
krjstallisirter Kalkachse und einer silberglänzenden Rinde. Der 
Tfl glaulit', obschon er noch keine Zellen entdeckt, diesen Körper 
bringen zu können in Lamouro|Ux's erste Klasse» dritte Qndoung 
der Polyparien, mit dem Namen Arbuscnlites ai^eiitea. £r findet 
•icl» mit yieli^ kurzen Cjrinoideen- Tirümnieraf mit Producta« 
Spixifer, Parjrop|i£llites und üetepora- £r könnte ein 
Bindeglied ahgsb^ awischea den Crino Ideen und deaPtf- 
reo-Korarileii oder den Anneliden. * 



* Asf. besitzt Handstücke dM Rdkes von bexeiciineter JLoksUtat. und 
ksnn sich ntch der Betcbreibnng and der in eioem Holzschnitte ge- 
J. i832* 31 N 



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^3»q 



482 

renteinerter WML Ml Jlfl««oiiri/CBsn'« MvA:iemnL, ej nti*, 
geiene. 18S1. IlL 815J. Anf dem linkea Ufer dem Büseovri, einigt 
Meilen ober «einer TerbiadoDg mit dem 6el6eii Strome im ^ST N. B. 
sind die Berge in 500^ aber dem FloMe bedeckt mit Tereteinten 
Baum - Stämmen , Ästen und Wnneln. Einige Stämme acbeinen 
an , oder mehrere Fnfn über den WnnEeln abgebrochen zu sejn. 
Einer denelben hat 15^ im Umfang. 



Gbbhab and Kaülvvss e ober einige merlkwiirdige 
Pflanzenabdräc|(e an« der.St einkohl en-Formatio n, 
mit 2 Steintafeln (No9, Aet.Aead. not. eurioM, XK i. 18S1. 
p. 217 — 280. tb. LXf". Ljyi). 1. Calamitea alternana, 
Schaft gegliedert, Nähte mit Knötchen besetat, sternförmige 
Knötdien spiralförmig am den Stamm laufend, Tab.LXV. Fg«l; 
Ton fFettm; — 2. Sphenopteris genicnlata: fronde alter- 
ne bipinnata , pinnalis angastis elongatis farcatis , lobis lineari- 
bns acutiuicnlis, stipite geniculato , striato ^ inbalato. Fg. 2. Von 
St. Ingbert. — S. Rotalaria oblongifolia; verticilliB he- 
xaphyllii 9 if<»l"8 oblongis ovati« , apice incitis , articulis caolia 
longioribuB. Fg. 3..Von AUenkircken. -— 4. Rotulariadlcho- 
t o m a : Terticillifl decaphyllis, foliolie cnneiformibas apice fisaia, 
lobU fnrcati«. Tab. LXVI. Fig. 4. Von St. Jngbert.^ — 5. FiU- 
cites conchacens (Cy clopteria Bbonqn.) foliis subrö- 
tundis , foliis ex centro dense ■enrotis, neryia dlchotomi». Fg. &• 
Ton IfeUin. -r 6. Filicites crlapna ( Schizcipteris 
Bborgn.) folÜB 6 centro nertrosia, margine profande lobatis, lo- 
bis ramotis , ramia apice furcatis. Fg. 6. Von Wettin. — 1. F u « 
Goides a^sntuB: fronde plana: romoaa, ramia palmato-lobatia» 
lobis acatis. Fg. 1. Ton Wettin. 

'gebei^o Abbildung niclit überredto^ dift dieter Arbatcntitea 
etwas andres lejef als ein zufälliges Aggregat Ton Prodacta-Röbren^ 
die in jgrofser Menge und mit- dem bezeiclineten Silberglanze verso. 
beo) zuweilen etwas gebogen,^ in Gesellschi|ft von mehreren Pro« 

t d u c t a - Arten und Crjnoideen- Trümmern auf diesem Handsticka 
liegen. Ea. 

. * Ist woKl/R. major noh. ^ Bischoff die krjptogam, Cevachse» eraio 
liefer. Nümb. 1828. tb. Xltl^ Fg. 2. Ba. 



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483 



^ HBUMSBLt Sweifel Aber die ZaTerlattigkeit det 
ron BBONCWUftT gewonnenen Regal täte über die ver- 
• cbiedeneh Floren der Vorwelt. ( Aub der ühetnekt ^er 
Arbeiten der Sehlee, ßeeelUek. ff. Vaterland, Cultur in Breslau nach 
Kbfxbbvbin). S50 foisile Pflanzenarten sind bei weitem nicht ge- 
nügend, ein einigermaafien richtiges Bild Ton der Verbreitung 
der Pflansenfnmilien aber der Erdfläche in früheren Perioden an 
geben, da aaf eine Von dieser letatern nar 20— SOO Arten kommen. 
Viele morsten ihrer Grofse wegen mehr Reste als andre hinter- 
lassen, viele sich wegen ihrer Holztextar besser erhalten and bei 
Einschliefsnng ihrer Reste im Gebirgsgesteine hat völlig nar der 
ZafUl geWnltet. Aach sind die aaf uns gekommenen Trümmer 
KOm Tfaeile so nnTollständig, dafs die Bestimmung selbst der Fa- 
milien, woza sogar einige der wichtigsten (Voltzia, Marsilea- 
eeen, Calamites) gehören, noch gar manchem Zweifel unterliegt, 
l^as mache die Angabe Ton Zahlenverhältnissen noch weit missli^ 
eher, da '2 — 8 Arten dieselben oft se^r Terandern. Wenn man 
endlich tron der Ordnung des Auftretens der Fflanzeaformen in 
Beziehung zum naturlichen Systeme sprechen wolle, so habe 
BnoHGNiiaT dem letztern wohl zu Gunsten der erstehen mitunter 
Crewalt angethan , wie seine Stellung der Nadelhölzer zwischen 
Crypiogamen und Monocotyledonen, die der Cycn- 
dean, der Lycopodien, der Eqniseten bitweise. 



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MüRCHisoN's und Sowbbb¥*8 Bestimmungen derGo- 
• aver Versteinerungen ^Lond. Geologe Transaet. A. S, lll 
ib. 87--88). Als Nachtrag zu dem Aufsätze S. 111 — 118. Nach 
Vergleiehung dieser spater bekannt gewordenen Untersuchungen, 
welchen meistens besser erhaltene Exemplare zu Grund gelegen, 
tragen wir folgende Bestimmungen Sowbbbt's nach. ^ 

Nr.öO, Co^rithium tricinctam Ist Tielleicht C.reticulo- 
flum Sow. tb. 89. Fg. 11. 
^ 5» Natica hybrida = Na'tica bulliformia Sow. ib. 

tb.88. Fg. 18. ' 

^- =To|pnatellagIganteaSow*ib. 

Wf Astarte = Craasatella impressa Sow. 

. ib. tb. 88. Fg. 8. 
**' ssCardium prodnclnni Sow. 

ib. tb. 89. Fg. 15. 



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4M 

Nr. 76. Pect«B ▼«•ioMtetiMi ss Pfoten qiilni|««c0«1 

Sow. 1.«. 
40. Gryphae« ssYGrypftli^ft eiongaia| 

Ib. t^. 88. Fg. 6. 
4S(41)A8ti*eaagariGite8=:ABtrea ipedia Sow. 1 

8t. Fg. 5. 

67. T arbin olia n. sp. ^= ^Turbinolia comp] 

Data GoLDv. Sow. ibj 
' 76. Uni Tal ven- Kerne, dabei Nerinea flexuosa 
■ ^ tb. Ä8. Fg. 16. 



IV. Verschiedenes. 



ffach dem CincinnaU e^wmereifd mdpertiBer h&tte mto im be« 
kannte» £^-6one-lidb im KetAittky das Skelett eine« anb«» 
kannten Ranbthieree Ton 60^ Lfinge und 22^ Hohe mit m* 
nea Kilinen , W tief in einer S<^ichte scbwar^en SdifaBimB «n- 
te^ einer mideni 1B'«-15' mächtigen von gelbem Thooe ttnd X^*' 
Dammerde gefanden , das eben In CInckmati geseigt wvrde «il 
nach Mharopu gebracht werden eoUte. 2wei Fuffl^ eines um ^ 
grdfseren Pferdes als das gemeine ist» welches vor den Enropaerii 
in' Amerika gana fremd gewesen , lagen dabei (N, Jnm. d* Fpy. 
18S1. Xfl. 112-118.) 



Fotailes Ungeheuer (€Sotoin5tfS ^ FROBiBPV^oti(a.T1831 
XXXL 26). Am Big^BoM^IAck^ Kentu^h^^ fand Finnbt im 
Beehr. 1880. ein ungeheures Thier-Gerippe, 14' unter ^er Ober- 
fläche , für welches ihm bereits SOOO Dollars geboten worden« 
Der Schädel hat 16««12 Reihen HanzähDc , je T— 12^ lang, die 
Backensahne stehen in kreisförmiger Ordnung wie die Finger ei- 
ner Hand [?] und sind 4' lang und 8' breit. Das Thier war ve- 
iflgiletts W hach and W liPig* ^^^ Schädel wiegt 406 &. Ast 
ganaea Knochengerdifte fehlia nur einige Rippen. 



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Googl?^ 



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