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Full text of "Professoren und Dozenten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 1665 bis 1915 (5. Oktober); nebst einem Anhang: die Lektoren, Lehrer der Künste und Universitäts-Bibliothekare;"

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Professoren und Dozenten 

der Christian-Albrechts-Universität 

zu Kiel 

1665 bis 1915 

(5. Oktober) 



Nebst einem Anhang: 

Die Lektoren, Lehrer der Künste 
und Universitäts - Bibliothekare 



Begonnen von 

Dr. FRIEDRICH VOLBEHR, 

verbessert und bis zum 25üjährigen Bestehen der Universität fortgesetzt von 

Dr. RICHARD WEYL 



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KIEL 1916 

DRUCK VON SCHMIDT & KLAUNIO 



Inhaltsverzeichnis. 



Saite 

Torrede V 

I. Theologische Fakultät : 

A. Ordentliche Professoren 1 

B. Ordentliche Honorarprofessoren 14 

C. Außerordentliche Professoren 15 

D. Privatdozenten 18 

II. Juristische Fakultät (seit 13. Oktober 1913 rechts- und staats- 
wissenschaftliche Fakultät) : 

A. Ordentliche Professoren 24 

B. Ordentlicher Honorarprofessor 44 

C. Außerordentliche Professoren 45 

D. Privatdozenten 49 

III. Medizinische Fakultät : 

A. Ordentliche Professoren 56 

B. Ordentliche Honorarprofessoren .69 

C. Außerordentliche Professoren 70 

D. Privatdozenten 75 

IV. Philosophische Fakultät: 

A. Ordentliche Professoren 92 

B. Ordentliche Honorarprofessoren 127 

C. Außerordentliche Professoren 128 

D. Privatdozenten 141 

y. AnhaupT : 

A. Lektoren der französischen, italienischen, englischen und 
dänischen Sprache 165 

B. Lehrer der Künste: 

a) Lehrer der Fechtkunst 169 

b) Lehrer der Reitkunst 170 

c) Akademische Zeichenlehrer 171 

d) Lehrer der Tanzkunst 171 

e) Akademische Musikdirektoren 172 

f) Lehrer der Turnkunst 173 

C. Üniversitäts-Bibliothekare: 

a) Bibliotheksleiter („Bibliothekare" bezw. „Bibliotheksdirek- 
toren") 174 

b) Oberbibliothekare (unter einem Bibliotheksdirektor) . . . 176 

c) Kustoden und Bibliothekare (Unterbibliothekare) unter einem 
Direktor 177 

d) Bibliotheksgehilfen und Hilfsbibliothekare 179 

e) Assistenten 182 

f) Volontäre 183 

Berichtigungen, Druckfehler und Zusätze 184 

Alphabetisches Namen -Verzeichnis 185 



Vo r r e d e. 



Im Hinblick auf die für das Sommerseraester 1915 ge- 
plante Jubelfeier der am 5. Oktober 1665 gegründeten Uni- 
versität hatten Konsistorium und Senat im November 1911 be- 
schlossen, daß die mit dem Jahre 1887 endende Schrift von 
Dr. Friedrich Volbehr, Professoren und Dozenten der Christian- 
Albrechts-Üniversität zu Kiel 1665 bis 1887 (Beilage zui' Chronik 
der Universität Kiel 1886/87), Kiel (Verlag der Universitäts- Buch- 
handlung Paul Toeche) 1887, auf die Zeit bis zum 5. Oktober 
1915 ausgedehnt werden sollte. Mit der Ausführung dieses 
Planes wurde ich betraut. Nachdem ich aber bald — zunächst 
wegen derjenigen Mitglieder des Lehrkörpers, welche über 1887 
hinaus lebten, später aber auch wegen vieler älterer — erkannt 
hatte, daß das Volbehrsche Verzeichnis Unvollständigkeiten, 
Ungenauigkeiten , Druckfehler , Widersprüche ^) und manche 
sonstigen Mängel enthielt, ist auf meinen Vorschlag im November 
1913 der Plan dahin erweitert worden, daß mir die voll- 
ständige Neuherausgabe des Volbehrschen Teiles 2) übertragen 
wurde. Dann aber schob der Krieg die Jubelfeier und damit 
die Drucklegung der Arbeit hinaus, die erst im Sommer 1916 
beginnen konnte. Der Senat hielt jedoch daran fest, daß der 
Text nur bis zum 5. Oktober 1915 als dem der Universitäts- 
gründung entsprechenden Tage reichen sollte. 

Möglichste Richtigkeit des Inhaltes wurde einmal dadurch 
gewährleistet, daß im Herbst 1914 Herr Rechtskandidat Hermann 



1) ünaufklärbar and anverbessert blieben nur die Widersprüche zwischen 

II C 19 und IV A 57 sowie zwischen Text und Randbemerkung bei II D 18, 

III D 32, IV D 22 und IV D 24. 

^) Bis zu welchen Nummern dieser gereicht hatte, vgl. unten pag. VII 
Anm. 1—3. 



VI 



Reiff meine damalige Handschrift freundlichst mit meinen Vor- 
arbeiten verglich, und vor allem dadurch, daß alle Ende 1913 
noch lebenden damaligen und ehemaligen Mitglieder des Lehr- 
körpers Schreibmaschinendurchschläge der auf jeden Einzelnen 
bezüglichen Stücke der Handschrift erhielten mit der Bitte um 
Berichtigungen oder Ergänzungen ; mit der gleichen Bitte wurden 
dann während der Drucklegung die betreffenden Fahnenabzüge 
versendet^). Auch durch eine Fülle dankenswerter Auskünfte 
sowohl der Dozentenschaft selber wie verschiedener Behörden 
(insbesondere Universitäten — Rektoren, Dekane, Sekretariate, 
voran das von den Herren Rechnungsräten Werner und Tam- 
borini geleitete Kieler Universitätssekretariat — , ferner Standes- 
ämter, Pfarrämter^) und Staatsarchive) wurden, und zwar aucli 
für längstvergangene Zeiten, manche Vervollständigungen und 
Verbesserungen ermöglicht, wobei es aber oft erst zahlreicher 
Vorerörterungen bedurfte, ehe man zur richtigen Quelle durch- 
drang. Bisweilen halfen auch lediglich glückliche Zufälle zu 
Entdeckungen. So fand ich bei Vergleich der Volbehrschen 
Angaben mit den kurzen Lebensbeschreibungen im Rosen- 
kranzschen Katalog der Porträtsammlung der Histo- 
rischen Landeshalle für Schleswig-Holstein (Kiel, 
Druck von A. F. Jensen, 1903) manche Widersprüche, die sich 
bei genauerer Nachprüfung etwa zur Hälfte zu Ungunsten 
Volbehrs, einige Male aber auch gleichzeitig zu Ungunsten von 
Rosenkranz und zu Gunsten eines dritten Ergebnisses lösten. 
Widersprüche mannigfacher Art waren übrigens auch für den von 
mir neu bearbeiteten Teil, von 1887 ab, zu beseitigen zwischen 
den Angaben einerseits der Universitätsakten und andererseits 
der Universitätsschriften, besonders der Chroniken. Daß letztere 
für die Jahre 1832 bis 1853 fehlen, ist der Grund für manche auch 
aus den Akten nicht tilgbare Unvollständigkeit besonders der 
Promotions-, Habilitations- und Ernennungsdaten jener Zeit. 



1) Nicht abgesendet wurden Fahnenabzüge an die unerreichbaren 
Nummern II A 81 (IV A 134), III C 37, IV D 86, V A 41 und 42. Von den 
versendeten über 350 Abzügen kamen, größtenteils offenbar im Zusammen- 
hange mit dem Kriege, nur 29 nicht wieder (Nr. I A 59 und C 27 ; III B 2, 
C 42 und D 65, 70, 79, 83, 97, 106, 114, 119 ; IV A 105, 123, 127, 151 und 
D 96, 112, 121, 146, 166, 173 sowie V A 40, Bf 2—4, C c 12, e 4 und 6). 

2) Leider reichten gerade die Kieler Kirchenbücher nur bis zum Jahre 
1772 zurück. 



VII 

Die Art der Bearbeitung mußte sich natürlich aufs engste 
an die von Volbehr gewählte anlehnen, weshalb ich dessen Vor- 
wort auch am Schlüsse des meinigen zum Abdruck bringe. Die 
von Volbehr stammenden Anmerkungen habe ich durch ein V, 
die meinigen durch ein W gekennzeichnet. Die Numraerierung 
mußte insofern eine Veränderung erfahren, als sich bei allen 
vier Fakultäten (bei den Theologen seit 1889, bei den Juristen 
seit 1904, bei den Medizinern seit 1909 und bei den Philosophen 
seit 1905) zwischen die mit A bezeichnete Gruppe der Ordinarii 
und die mit B bezeichnet gewesene Gruppe der Extraordinarii 
die neue Gruppe der Ordentlichen Honorarprofessoren einschob, 
so daß nunmehr die Extraordinarien unter C, die Privatdozenten 
unter D stehen^). Im einzelnen veränderten sich durch Um- 
stellungen oder Einschiebungen die Reihenfolge für I A 15/16, 
I D 1 — 19, I D 13/14 (14/15), II A 8/9, III A 25 — 27, 38/39, 
III D 47 — 55, IV A 95/96 und 103/104, IV D 49 — 53 und V A 4 ff. 
— Eine Änderuog habe ich noch am Schlüsse der Schrift in- 
sofern vorgenommen, als ich zu den Lektoren und akademischen 
Musikdirektoren 2), die ich gleich den Bibliothekaren^) in den 
„Anhang" (V) einordnete, auch die Lehrer der übrigen Künste 
hinzufügte, die ja gleichfalls in den Vorlesungs- und Personal- 
verzeichnissen stehen. 

Bei denjenigen Lehrern, deren Abbildung sich in der Uni- 
versität befindet — 17 Ölgemälde^), namentlich im Konsistoriums- 
saal und im Rektorzimmer, eine Tafel mit 22 Wachsköpfchen im 
Rektorzimmer und 7 Büsten in der Aula — oder, und zwar in 
sehr großer Zahl, in der Historischen Landeshalle, habe ich dies 



1) Die Volbehrscbe Arbeit hatte bis zu folgenden Nummern gereicht: 
I. (Theologen) A 49, B (jetzt C) 20, C (jetzt D) 18 ; IL (Juristen) A 69, B 26, 
C 33; m. (Mediziner) A 45, B 34, C 57; IV. (Philosophen) A 123, B 74, C 113. 
Jetzt schließt die Zählung ab mit den entsprechenden Nummern I A 60, C 
(früher B) 27, D (früher C) 33; II A 83, C 37, D 49; III A 59, C 47, D 119; 
IV A 181, C 112, D 180. 

2) Hier reichten die Volbehrschen Angaben bis Nr. 33 (Lektoren) bezw. 
3 (Musikdirektoren). 

3j Es reichten bei Volbehr die Bibliothekare bis Nr. 12, die ünter- 
bibliothekare bis Nr. 4, die Kustoden bis Nr. 5, die Bibliotheksgehilfen bis Nr. 12; 
die Gruppen der Oberbibliothekare und der Volontäre fehlten damals ganz. 

^) Hiervon gibt den Namen des Künstlers (des Holländers P. Copmann) 
nur das Gemälde von K. L. Reinhold (unten S. 98) an. — Über einen Burger- 
schen Stich vgl. unten S. 149 Anm. 1. 



VIII 



am Rande durch die Abkürzungen Ö. U., W. U., B. ü. oder 
H. L. (hier nebst Angabe der dortigen Kataloggruppennummer) 
angedeutet^). 

Während Volbehr die Sonderfächer der einzelnen Lehrer 
nur innerhalb der philosophischen Fakultät durch Sperrdruck 
hervorgehoben hatte, ist dies meinerseits auch bei den drei 
andern Fakultäten geschehen und für den Volbehrschen Teil 
nachgeholt worden, um auch hier einen Überblick über die 
Entwickelung der Einzeldisziplinen von ihrem erstmaligen Auf- 
tauchen ab und über ihre jeweilige Besetzung zu erleichtern. 

Die Volbehrschen Angaben über Orden, über Mitglied- 
schaft in gelehrten Gesellschaften (Akademien) oder in Prüfungs- 
kommissionen und über abgelehnte Berufungen habe ich zwar 
stehen lassen, meinerseits aber diese Punkte in der Fortsetzung 
nicht berücksichtigt, weil hier für die Gegenwart aucli nicht 
annähernde Vollständigkeit zu erreichen gewesen wäre. Ebenso 
mußte auf Angaben über die Kriegsbetätigung und wegen des 
durch den Krieg erschwerten Nachrichtenaustausches auf den 
ursprünglichen Plan verzichtet werden, die Veränderungen seit 
dem 5. Oktober 1915 in einem Nachtrage zu bringen. Was ich 
aber in dieser Hinsicht (teils auf den zurückgesendeten Fahnen- 
abzügen) erfuhr, habe ich der Universität zur Aufbewahrung 
übergeben. Dort findet derjenige, welcher später einmal eine 
Fortsetzung des Verzeichnisses unternimmt, auch meine ge- 
samten Vorarbeiten niedergelegt, damit er etwaige Zweifel nacii- 
prüfen und vor allem bei Lücken unnütze Mühe ersparen kann, 
wo meine Nachforschungen sich als vergeblich erwiesen. 



^) Über obige Abbildungen, besonders über die 22 Wachsköpfchen, 
werde ich im Schleswig-Holsteinischen Kunstkalender 1917 einige Beobach- 
tungen veröffentlichen, andere Bemerkungen zum Inhalt der Schrift (Statistisches; 
Familien, aus denen mehrere Mitglieder des Lehrkörpers hervorgingen ; be- 
sonders enge Beziehungeu zur Provinz Schleswig-Holstein u. a. ni.) in einer 
der nächsten Nummern der „Heimat" (Monatsschrift des Vereins zur Pflege 
der Natur- und Landeskunde in Schleswig-Holstein, Hamburg, Lübeck und 
dem Fürstentum Lübeck). 

Kiel, den 4. September 1916. 

Richard Weyl. 



IX 



Volbehrs^) Vorrede vom Jahre 1887 lautete: 

Das nachfolgende Verzeichnis stellt sich die Aufgabe, 
eine Übersicht der Professoren und Dozenten an der Christian- 
Albrechts-Universität von der Gründung im Jahre 1665 bis in 
die Gegenwart zu geben. Den Namen sind kurze biographische 
Angaben beigefügt, soweit solche sich haben ermitteln lassen; 
dagegen lag die Anführung der Druckschriften der Einzelnen 
außerhalb des Rahmens dieses Verzeichnisses. 



1) über Volbehr sagt die Rosenkranzsche Biographie in dem oben 
erwähnten Katalog der Porträtsammlung S. 214: 

, „Volbehr, Friedrich Ludwig Chribtian, 1819—1888, Literat. 
* 3. 7. 1819 in Kiel. Studierte Theologie, war dann Hauslehrer und 
leitete eine Zeitlang ein Privatinstitut in Elmshorn. Seit 1856 Privat- 
lehrer in Kiel. Redigierte von 1859 bis Jan. 1861 das , Kieler Korre- 
spondenz- und Wochenblatt", von Juli 1861 bis April 1869 und Juli 
1872—78 das „Kieler Wochenblatt". Mitbegründer und Vorstands- 
mitglied der Blindenanstalt in Kiel bis zu deren Umwandlung in die 
Provinzial Blindenanstalt. 1862—76 Mitglied des „Landesausschusses 
für den Bau eines neuen Universitätsgebäudes*, erhielt er bei der 
Einweihung desselben eine neue Matrikel als akademischer Bürger auf 
Lebenszeit. Seit 1860 Schriftführer und seit 1870 ständiger Geschäfts- 
führer des schleswig-holsteinischen Kunstvereins. 1875 Mitbegründer 
der „Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte" und Verfasser einer großen 
Anzahl von Aufsätzen über die ältere Topographie und Geschichte Kiels, 
wozu er den Stoff aus dem bisher wenig benutzten Archiv der Stadt 
entnahm, f 6. 8. 1888 in Kiel." " 

Vgl. über Volbehr ferner Carstens in der Allg. dtsch. Biogr. 40 (1896), 223; 
Alberti, Schriftst.-Lex. I, 512, II, 342. 

Um die Christian-Albrechts-Universität hatte sich Volbehr noch be- 
sonders durch folgende Schriften verdient gemacht: 

Mitteilungen über die Frequenz der Universität Kiel von ihrer Stiftung 
im Jahre 1665 bis 1858 (Bd. I, Heft 3 der „Jahrbücher für die 
Landeskunde der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenburg ". 
Kiel, C. F. Mohr, 1859). 
Beiträge zur Geschichte der Christian-Albrechts-Üniversität zu Kiel. 
Die 3 üniversitätsgebäude von 1665, 1768 und 1876. Die Frequenz 
der Universität von 1665—1876. Kiel (Schwers) 1876. 
Die Einwfihungsfeier des neuen Universitäts- Gebäudes zu Kiel, 24. bis 

26. Oktober 1876. Kiel (Schwers) 1876. 
Volbehrs Bild befindet sich in der Historischen Landeshalle. Die oben 
erwähnte Ehrenmatrikel 'per tempus vi<ae' enthielt die Begründung: 'utperpetui 
eins commilitii nitro suscepti publicum aliquod momentum eitaret'. 

W. 



X 

Die Reihenfolge der Professoren ist eine vollständige 
im Anschluß an die seit 1665 erschienenen halbjährlichen Vor- 
lesungsverzeichnisse. Dagegen sind die Privatdozenten erst 
seit dem Jahre 1779 in diesen enthalten. Soweit daher aus 
dem ersten Jahrhundert solche erwähnt sind, mußten die Nach- 
richten anderweitigen vereinzelten Quellen entnommen werden; 
denn auch in den Fakultätsakten sind keine Verzeichnisse der 
Privatdozenten vorhanden. Dies schließt nicht aus, daß auch 
in dem ersten Jahrhundert vielfach, namentlich in der philo- 
sophischen Fakultät, Privatdozenten, selbst solche, „die nicht in 
Magistros promoviret", Vorlesungen gehalten haben, wie aus 
einer Beschwerde der Fakultät vom Jahre 1706 hervorgeht. In 
den ersten Jahren der Universität sind in den Vorlesungs- 
verzeichnissen die außerordentlichen Professoren zugleich 
als Adjunkten der Fakultät bezeichnet. Noch 1779 und bis 
in den Anfang unsres Jahrhunderts finden wir diesen Titel, in 
welchem eine gewisse Anwartschaft auf eine Professur gesehen 
wurde, bei einzelnen Privatdozenten. 

Folgende Quellen^) sind u. a. für die vorliegende Arbeit 
benutzt : 

Die Archive des akademischen Konsistoriums und der Fakultäten der 

Universität. 
Die Vorlesungs- Verzeichnisse von dem „Catalogus lectionum in Aca- 

demia Christiano- Albertina quae est Kilonij 1665" bis zu dem. 

„Verzeichnis der Vorlesungen an der Königl. Christian-A'lbrechts- 

üniversität zu Kiel im Sommerhalbjahr 1887". 
, Chronik der Universität Kiel", 1826—81 (herausgegeben von Prof. 

Niemann). 
„Chronik der Universität zu Kiel", 1854 — 86 (amtlich herausgegeben). 
H. Rat Jen, , Geschichte der Universität zu Kiel", 1870. 

1) Danet)en benutzte ich noch insbesondere : 

Das im Jahre 1911 angelegte „Dozenten-Album" der Universität KieL 
Heller, A., Denkschrift an das akademische Konsistorium. Kiel 1905. 
Jahrbuch der Deutschen Bibliotheken, Jahrg. 1—13 (1901 

bis 1915). 
Rosenkranz, A., Historische Landeshalle für Schleswig-Holstein^ 

Katalog der Porträtsammlung mit kurzen Biographien. KieL 

(Jensen) 1903. 
Voretzsch, Unterricht in den romanischen Sprachen und Literaturen 

(Vollmöllers Romanischer Jahresbericht Bd. XII, 4, S. 51—85). 
Gundlach, Das Album der Christian- Albrechts-Universität zu Kiel,. 

1665—1865. Kiel (Lipsius & Tischer) 1915. 

W. 



xr 



M oller, ^Cimbria literata*. 3 Bände, 1744. 

Kordes, „Lexikon der jetzt lebenden Schleswig-Holsteinischen und 
Entmischen Schriftsteller", 1797. 

D. L. Lübker und H. Schröder, „Lexikon der Schieswig-Holstein- 

Eutinischen Schriftsteller von 1796—1828". 3 Bände. 

E. A 1 b e r t i , ^Lexikon der Schleswig-Holstein-Eutinischen Schriftsteller 

von 1829— 66\ 2 Bde. und Fortsetzung dazu 1866—82, 2 Bde. 

H. Schröder und W. Klose, „Lexikon der hamburgischen Schrift- 
steller". 8 Bde. 18.51—83. 

Erslev, „Forfatter-Lexikon for Kongeriget Danmark med tilhörende 
Bilande, 1814—40", Supplemente 1843—53. 

J. H. Fehse, „Des sei. Nik. Herrn. Schwarze gesammelte Nachrichten 
von der Stadt Kiel", 1775 (enthält biograph. Mitteilungen über 
die Professoren von 1665—1774). 

Dasselbe Werk handschriftlich, teilweise ausführlicher als die Druck- 
schrift, in der Handschriftensammlung der Kieler Universitäts- 
bibliothek. S. H. 325. 2. 

Joh. Otto Thiess, „Gclehrtengeschichte der Universität zu Kiel". 
2 Bde., Kiel 1800 und 1803 (enthält die theologische Fakultät 
1665-1800). 

C. E. Carstens, „Geschichte der theologischen Fakultät der Christian- 
Albrechts- Universität zu Kiel" (im 5. Bd. der Zeitschrift für 
Schlesw.-Holst.-Lauenburgische Geschichte; auch separat). 1875. 

H. Eatjen, „Die Professoren der juristischen Fakultät" in Chronik 
der Universität zu Kiel 1856-60 (enthält die von 1665—1786 
angestellten Professoren). 

Fr. V 1 b e h r , Kieler Predigergeschichte seit der Reformation. Kiel 
1884 (6. Heft der Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadt- 
geschichte). 

S. Baur, Historisch-biograph.-liter. Handwörterbuch. 5 Bde., 1807 — 10. 

Oettinger, „Moniteur de Dates", 1 Bd., 1869, nebst Schramm, 
Supplement, 1872—82. 

Meusel, „Lexikon der vom Jahre 1750 — 1800 verstorbenen teutschen 
Schriftsteller". 15 Bde., 1802—1846. 

Poggendorf, „Biograph.-literar. Handwörterbuch". 1863. 

K. Matthes (fortges. von H.Ger lach), „Allgemeine kirchl. Chronik". 

Gurlt und Hirsch, „Biographisches Lexikon der hervorragendsten 
Ärzte". 1884—86. 

Allgemeine Deutsche Biographie. 

Neuer Nekrolog der Deutschen. 

Außerdem sind einzelne Nekrologe, namentlich in Kiel 
Verstorbener, an den betreffenden Stellen angeführt. 



I. Theologische Fakultät. 



A. Ordentliche Professoren. 

1. Musäus, Peter, geb. 7. Febr. 1620 in Langenwiesen (Thü- 
ringen); 1648 Prof. der Logik und Metaphysik in Rinteln, 
später auch außerord. Prof. und 1653 ord. Prof. und Dr. 1665/74. 
theol. daselbst; 1663 in Helmstedt; 1665 ord. Prof. (Dog- 
raatik, Polemik) in Kiel; erster Prorektor und erster Ö.JJA) 
Dekan, 1666 Prokanzler; f 20. Dez. 1674. — Vater des H. L. 7.i) 
Juristen Simon Heinrich Musäus (II A 10). 

2. Kortholt, Christian, geb. 15. Jan. 1633 in Burg a. F. ; 1663 

Prof. der griech. Sprache in Rostock und Dr. theol., 1664 1665/94. 
ord. Prof. der Theologie das. ; 1665 zweiter Prof. der 
Theologie in Kiel, 1675 erster Prof., 1680 auch Prof. 
der Kirchenaltertümer, 1689 Prokanzler ; lehnte viel- 
fache Berufungen zu Generalsuperintendenturen und Profes- Ö. U. 
suren ab; hervorragender Kirchenhistoriker; f 2. April 1694. H. L. 7. 

— Vater des Prof. der Moral Sebastian Kortholt (IV A 21). 

3. Sperling, Paul, geb. 9. Nov. 1605 in Hamburg; 1635 Rektor 

der Gelehrtenschule in Bordesholm und holst. Propst, 1665/79. 
Dr. theol.; 1665 Prof. der bibl. und kirchl. Alter- 
tümer und der geistl. Beredsamkeit, auch der alt- 
und neutestamentl. Exegese; f 27. April 1679. 

4. Franck, Christoph, geb. 26. Okt. 1642 in Nürnberg; 1665 

bis 1674 Prof. der Logik und Metaphysik in Kiel; dazu 1674/1704. 
1672 außerord. Prof. und Dr. theol., 1674 ord. Prof. der 
neutestamentl. Exegese; 1691 auch Bibliothekar; 
1694 Prokanzler, Schl.-Holst. Kirchenrat; f 11. Febr. 1704. 

— Vater des Mediziners Bernhard Matthias Franck (III 
C 1) und des Theologen Wolfgang Christoph Franck (I 
A 11). 



1) Über diese Abkürzungen vergl. die Bemerkung in der Vorrede. 

W. 



5. Wasmuth, Matthias, geb. 29. Juni 1625 in Kiel; 1657 Prof. 
1675/88. der Logik in Rostock, 1665—1679 Prof. der oriental. 

"Sprachen in der philos. Fakultät in Kiel; 1666 Dr. theol.; 
1672 auch außerord. Prof. und 1675 ord. Prof. der Theo- 
logie (alttestamentl. Exegese); f 18. Nov. 1688. — 
Vater des Philosophen Johann Georg Wasmuth (IV C 6). 

6. Mayer, Johann Friedrich, geb. 6. Dez. 1650 in Leipzig; 
1688/1701. 1673 Pastor und Superintendent das., 1674 Dr. theol., 1678 

Pastor und Superintendent in Grimma, 1684 Prof. in 
Wittenberg, 1686 Pastor an St. Jakobi in Hamburg und 
dazu außerord. Prof. am akadem. Gymnasium. Daneben 
1688 Prof. honor. in Kiel und 1691 schwedischer Ober- 
kirchenrat in den deutschen Provinzen, 1698 Oberkirchen- 
rat in Quedlinburg; steht im Kieler Vorlesungen-Ver- 
H. L. 7. zeichnis nur von 1699 — 1701 ^) ; 1701 Generalsuperintendent 

in Pommern und Prof. in Greifswald; f 30. März 1712^). 

7. Opitzius (Opitz), Heinrich, geb. 24. Febr. 1642 in Alten- 
1689/1712. bürg; 1675 Prof. der griechischen Sprache in Kiel, 1679 

auch der oriental. Sprachen, 1689 Dr. und Prof. der Theo- 
logie (alt- und neutestamentl. Exegese, Polemik, 
H. L. 7. Dogmatik), 1704 Oberkonsistorialrat ; f 24. Febr. 1712. 

— Vater des Theologen Paul Friedrich Opitz (I A 13), 

8. Muhlius (Mühle), Heinrich, geb. 7. März 1666 in Bremen; 
1695/1733. 1691 Prof. der griechischen und oriental. Sprachen, der 

Dichtkunst und der geistlichen Beredsamkeit in der philos. 
Fakultät in Kiel, 1695 ord. Prof. der Theologie und In- 
spektor der Schulen im herzoglichen Gebiet; daneben 1697 
Hauptpastor; 1698 holstein-gottorfischer Generalsuperinten- 
dent und Oberhofprediger in Schleswig, blieb Professor; 
1699 Dr. theol. ; 1706 mit Magnus v. AVedderkop (s. II A 6) 
beständiger Aufseher und Visitator der Universität; 1708 
auch erster Prof. der Theologie (Homiletik, Exegese), 
H. L. 7. obgleich er erst 1712 in Kiel wieder seinen Wohnsitz 

nahm; f 7. Dez. 1733. 



1) „1699 13. April ist Herrn Friderico Mayero S. Th. D. & Prof. Ord. 
Königl. Schwedischen Oberkirchenrath und Pastori zu St. Jacob in Hamburg, 
auf Ihre Hochfürstl. Durchl. gnädigsten befehl Decanatus Facultatis Theologiae 
in futurum semestre per literas übergeben worden." (Dekanat s-ProtokolI der 
theol. Fakultät S. 53.) Mayer war danach an drei Orten gleichzeitig im 
Amte. V. 

2) Bestattet in der Marienkirche zu Stettin 20. Mai 1712. W. 



9. Dassowius (Dassow), Theodor, geb. 27. März 1648 in 

Haraburg; 1678 außerord. Prof. der oriental. Sprachen in 1699/1709. 
Wittenberg, auch ord. Prof. der Poesie und Beredsamkeit, 
1690 ord. Prof. der oriental. Sprachen das. ; 1699 Lic. und 
Prof. der Theologie (Altes Testament, Polemik) und 
Haiiptpastor in Kiel; 1709 königl. Generalsuperintendent 
und Kirchenpropst in Rendsburg; f 6. Jan. 1721. 

10. zum Felde, Albert, geb. 9. Sept. 1675 in Hamburg; war 

nach beendetem theologischen Studium kurze Zeit Regi- 1709/20. 
mentsquartiermeister in Stade, 1704 Korapastor in Tönning; 
1709 ord. Prof. der Theologie (Dogmatik, Polemik, 
Kircheng esc hichte) und in der philos. Fakultät ord. 
Prof. der Logik und Metaphysik in Kiel ; dazu 1712 auch 
Hauptpastor; f 27. Dez. 1720. 

Franck, Wolfgang Christoph, geb. 26. Jan. 1669 in Kiel 
(Sohn von A 4). 1693 Diakonus in Kiel; dazu 1709 außer- 1712/16. 
ord. und 1712 ord. Prof. der Theologie (Dogmatik, Ho- 
miletik); 1716 Archidiakonus ; f 30. Okt. 1716. 

Friese, Martin, geb. 1688 1) in Riepen; 1712 Mag. phil. in 
Kopenhagen, 1717 — 18 dänischer Feldprediger; 1719 ord. 1719/50. 
Prof. der Theologie (Dogmatik, Homiletik) in Kiel; 
1723 Dr. theol. von Altorf; 1736 erster Prof. und Pro- 
kanzler; f 15. April 1750. 

13. Opitz, Paul Friedr., geb. 26. März 1684 in Kiel (Sohn 

von Heinrich Opitz, A 7); 1712 Privatdozent, 1721 ord. 1725/47. 
Prof. der griech. und oriental. Sprache in Kiel, dazu 1725 
ord. Prof. der Theologie (Altes und Neues Testa- 
ment); t 15. Okt. 1747. 

14. Hosmann, Gustav Christoph, geb. 16. Mai 1695 in Celle; 

1721 Diakonus zu Gettorf, 1722 Pastor in Woldenhorn; 1733/66. 
1729 Diakonus in Kiel ; dazu 1730 Dr. und außerord. Prof. 
der Theologie und 1731 herzogl. Kabinettsprediger und 
Oberkonsistorial-Assessor ; 1733 ord. Prof. der Theologie 
(Dogmatik, Polemik, Homiletik), auch Archidia- 
konus, Kirchenrat und Oberkonsistorialrat, 1734 nach 
Niederlegung des Archidiakonats Hofprediger, 1749 herzog- 



11. 



12. 



1) Der Geburts- oder Tauftag Frieses war aus dem Riepener Kirchen- 
buch Dicht zu ermitteln. W. 

1* 



lieber Generalsuperintendent ; 1750 erster Prof., 1763 Pro- 
kanzler; t 10. Juli 1766. 

15. ^) Zachariä, Justus Friedrich, geb. 1. Dez. 1704 in Haina, 
1747/73. Sachsen-Gotha; 1731 Magister in Kiel, 1735 außerord. 

Prof. der oriental. Sprachen, 1742 ord. Prof. der bibl. 
Altertümer (in der philos. Fakultät); 1747 ord. Prof. der 
Theologie; f 8. März 1773 fnachdem er in den letzten 
Ö. ü. 20 Jahren Vorlesungen wohl angekündigt, aber nicht mehr 

gehalten hatte). 

16. i)Hane, Philipp Friedrich, geb. 2. Febr. 1696 in Belitz, 
1758/69. Mecklenburg; 1724 Bibliothekar in Kiel, 1725 ord. Prof. 

der Kirchen- und Weltgeschichte in der philos. Fakultät; 
dazu 1730 Dr. und außerord. Prof. der Theologie; 1733 
Oberkonsistorial- und Kirchenrat; 1758 zweiter ord. Prof. 
Ö. ü. der Theologie (Dogmatik, Moral, Symbolik); 1769 

emeritiert; f 27. Sept. 1774. 

17. Mark (Mark), Georg Joachim, geb. 1726 2) in Schwerin; 
1758/74. 1745 Mag. in Kiel, 1747 Adjunkt der philos. Fakultät in 

Kiel, 1752 Bibliothekar in Schwerin; 1758 ord. Prof. 
der Theologie (Dogmatik, Enzyklopädie, theol. 
Ö. U. Bücherkunde) in Kiel; 1766 Dr. theol. von Greifswald; 

t 5. März 1774. 

18. Chrysander, Wilhelm Christian Justus, geb. 9. Dez. 1718 
1768/88. in Göddekenroda im Fürstentum Halberstadt; 1742 Mag. 

in Wittenberg, Privatdoz. und Kollaborator an der Stephans- 
kirche in Helmstedt, 1750 ord. Prof. der Philosophie, Ma- 
thematik und Philologie, außerord. Prof. der Theologie in 
Rinteln, 1751 Dr. und ord. Prof. der Theologie, neben den 
bisherigen Fächern das.; 1768 erster Prof. der Theologie 
Ö. U. und der philologiae sacrae, auch Konsistorialrat in Kiel ; 

t 10. Dez. 1788. 

19. Gramer, Johann Andreas, geb. 23. Jan. 1723 in Jöstadt 
1774/88. im Erzgebirge; 1745 Mag. und Privatdoz. in Leipzig, 1748 

Prediger in Krellwitz bei Magdeburg, 1750 Oberhofprediger 
und Konsistorialrat in Quedlinburg, 1754 deutscher Hof- 
prediger in Kopenhagen, 1756 Dr. theol., dazu 1765 Prof., 
1771 Superintendent in Lübeck; 1774 erster Prof. der 

1) Die Reihenfolge bei Volbehr (15. Hane, 16. Zachariä) habe ich ver- 
tauscht. "Vv^, 



'^) Mark ist getauft am 3. März 1726. 



W. 



Theologie und Prokanzler in Kiel; 1784 Kanzler und Ver- 
walter der Kuratelgeschäfte. Seine Wirksamkeit war be- 
deutend als Lehrer (Exegese, Dogmatik, Kirchen- 
geschichte, Homiletik; er gründete 1775 das homi- 
letische Seminar) und sehr hervorragend auf praktischem 
Gebiet. Er schuf die Professoren- Witwenkasse, beförderte 
die Vermehrung der Universitäts-Bibliothek, veranlaßte 

1777 die Einführung des theologischen Amtsexamens, be- 
arbeitete das allgemeine Schlesw.-Holst. Gesangbuch von 
1780, gründete 1781 das Kieler Schullehrerseminar; 

t 12. Juni 1788. — Vater des Philologen Karl Friedrich W. U.i) 
Gramer (IV A 44) und des Juristen Andreas Wilhelm H. L. 7. 
Gramer (II A 34). 

W. E. Christian!, Gedächtnisrede auf den Kanzler J. A. Gramer. 
Kiel 1788. 

20. Zachariä, Gotthilf Traugott, geb. 17. Nov. 1729 in Lau- 
chardt; 1752 Mag. und Adjunkt der philos. Fakultät in 1775/77. 
Halle, 1755 Rektor der Ratsschule in Stettin, 1760 Prof. 

der Theologie in Bützow, 1771 Dr. theoL, 1765 ord. Prof. 
in Göttingen; 1775 Kirchenrat und Prof. in Kiel (Exegese, 
Dogmatik); f 7. Febr. 1777. 

21. Velthusen, Johann Kaspar, geb. 7. Aug. 1740 in Wismar; 

1767 Diakonus in Hameln, 1770 Hofprediger an der 1775/78. 
deutschen Hofkapelle in London, 1773 Superintendent in 
Gifhorn, 1775 Dr. theol. in Göttingen; 1775 ord. Prof. in 
Kiel (praktische Theologie, Exegese, Dogmatik); 

1778 Prof. in Helmstedt, 1787 in Rostock, zugleich General- 
superintendent, 1791 Generalsuperintendent der Herzog- 
tümer Bremen und Verden in Stade; f 13. April 1814. 

22. Geyser, Samuel Gottfried, geb. 12. Jan. 1740 in Görlitz, 

1765 Magister und Adjunkt der philos. Fakultät in Witten- 1777/1808. 

berg, 1771 Prof. der Theologie am Gymnasium in Reval; 

1777 Dr. und ord.Prof.(Kirchengeschichte, Exegese, 

Dogmatik,Homiletik,latein. Stilübungen) in Kiel ; 

1782 Kirchenrat; f 15. Juni 1808. — Vater des Mediziners w. U. 

Andreas Johann Justus Geyser (III D 9). 

23. Moldenhawer, Daniel Gottiiilf, geb. 11. Dez. 1753 in 
Königsberg; 1777 außerord. Prof. der Philosophie und 1779/84. 

W. 



^) über diese Abkürzung vgl. Vorrede. 



6 



1779/80. 



1782/1837. 

W. U. 
H. L. 7. 



Adjunkt der theol. Fakultät in Kiel; 1778 außerord. und 
1779 ord. Prof. der Theologie (alttestamentl. Exegese, 
oriental. Sprachen); 1780 Dr. theol. daselbst; 1784 
Prof. in Kopenhagen, 1788 Oberbibliothekar, 1805 als 
Prof. entlassen und Mitglied der Direktion für die 
Universität und die Gelehrtenschulen, 1817 emeritiert; 
f 21. Nov. 1821. — Nach Kordes Bruder des Botanikers 
Jobann Jacob Paul Moldenhawer (IV C 35). 

24. Fuhrmann, Johann Wilhelm, geb. 1750 bei Kölleda in 
Thüringen^); 1775 Mag. in Leipzig; 1778 außerord. und 1779 
ord. Prof. der Theologie in Kiel (alt- und neutesta- 
mentl. Exegese); f 27. Aug. 1780. 

25. Eckermann, Jakob Christoph Rudolf, geb. 6, Sept. 1754 
auf Gut Wedendorf in Mecklenburg; 1775 Rektor in Eutin; 

1782 ord. Prof. der Theologie (oriental. Sprachen, 
alt- und neutestamentl. Exegese, Homiletik, 
Kirchengeschichte) in Kiel; 1783 Dr. phil, 1784 Dr. 
theol., 1816 Kirchenrat; f 6. Mai 1837. 

Die akademische Jubelfeier des Kirchenrats Dr. Eckermann. 
Kiel 1832. 

26. Hensler, Christian Gotthilf, geb. 9. März 1760 in Preet;? 
1787/1812. (Sohn des Mediziners Philipp Gabriel Hensler, UTA 15); 

1783 Mag. in Kopenhagen, 1784 Adjunkt der philos. 
Fakultät in Kiel; 1786 außerord. und 1787 ord. Prof. der 
Theologie (alt- und neutestamentl. Exegese, orien- 
talische Sprachen, Moral) in Kiel; 1792 Dr. theol., 
1809 wegen Krankheit beurlaubt, 1811 pensioniert; 
t 24. April 1812 in Halle. 

27. Kleuker, Johann Friedrich, geb. 29. Okt. 1749 in Osterode 
1798/1827. a. H. ; 1775 Prorektor in Lemgo, 1778 Rektor in Osna- 
brück, 1791 Dr. theol. von Helmstedt; 1798 ord. Prof. der 
Theologie (Altes und NeuesTestament, Symbolik) 
in Kiel; 131. Mai 1827. 

Ratjen, J. F. Kleuker und Briefe seiner Freunde. Göttingen 1843. 

28. Francke, Georg Samuel, geb. 7. Sept. 1763 in Hörnerkirchen ; 

1784 Kollaborator, 1785 Rektor an der Gelehrtenschule 
in Husum, 1786 in Glückstadt examiniert (1. Charakter), 

■tag war Genaueres nicht mehr zu ermitteln. 

W. 



1810/40. 



^) Über Geburtsort und 



1806 Hauptpastor in Sonderburg, Dr. phil. ; 1810 ord. Prof. 
der sygtemat. Theologie in Kiel; 1813 Dr. theol. von 
Kopenhagen, 1838 Kirchenrat; f 28. März 1840. — Vater 
des Philologen Johann Valentin Prancke (IV D 31) und 
des Juristen August Wilhelm Samuel Francke (II D 18). 

29. Schreiter, Johann Christoph, geb. 26. Juni 1770 in 
Mauersberg im Erzgebirge ; 1802 Mag., 1805 Diakonus in 1814/21. 
Schleußingen; 1814 ord. Prof. der praktischen Theo- 
logie in Kiel; 1815 Dr. theol.; f 10. August 1821. — 

Vater des Theologen Theodor Hilmar Schreiter (I D 10). 

30. Twesten, August Detlev, geb. 11. April 1789 in Grlückstadt; 

1812 Dr. phil. in Kiel, dann Lehrer am Friedrichswerder- 1819/35. 
sehen Gymnasium in Berlin, 1813 Inspektor am Joachims- 
thalschen Gymnasium das. ; 1814 außerord. Prof. der Theo- 
logie und Philosophie in Kiel, 1819 ord. Prof. der syste- 
matischen Theologie; 1826 Dr. theol. von Bonn, 1833 
auch Quästor und Ädil der Universität; 1835 ord. Prof. 
in Berlin (Nachfolger Schleiermachers), 1841 Oberkon- 
sistorialrat, 1843 auch Mitglied des brandenburg. Kon- H. L. 7. 
sistoriums, 1850 Mitglied des Oberkirchenrats ; f 8. Jan. 1876. 
G. Heinrici, A. D. Twesten in Realenzyklopädie für protest. Theologie 
und Kirche, 3. Aufl. Bd. 20. 

31. Köster, Johann Friedrich Burchardt, geb. 30. Juli 1791 in 
Loccum, Hannover; 1814 Repetent in Göttingen, 1819 1822/39. 
Konventual- und Studiendirektor zu Kloster Loccum, 1822 

Dr. phil. ; im selben Jahr ord. Prof. der praktischen 
Theologie in Kiel; 1826 Dr. theol., 1839 Konsistorial- 
rat und 1840 Generalsuperintendent in Stade, 1859 eme- 
ritiert; 1 16. Dez. 1878. 

32. Pelt, Anton Friedrich Ludwig, geb. 28. Juni 1799 in 
Regensburg; 1822 in Glückstadt examiniert (II. Charakter 1835/52. 
m. r. A.), Lic. theol, und Privatdoz. in Berlin, 1828 in 
Greifswald, 1829 außerord. Prof. und 1830 Dr. theol. das. ; 

1835 ord. Prof. der systemat. Theologie in Kiel; 1852 
von der Kopenhagener Regierung aus politischen Gründen 
mit 7 anderen Professoren entlassen, im selben Jahre Pastor 
in Kemnitz bei Greifswald, dazu 1857 Superintendent der 
Landdiözese Greif swald; f 22. Jan. 1861. 
J. A. Dorner, L. Pelt in Realenzyklopädie Bd. 15. 



8 



1839/43. 



H. L. 7. 



33. Mau, Heinrich August, geb. 20. Nov. 1806 in Hollingstedt ; 
1839/50. 1831 auf aottorf examiniert (I. Charakter), 1834 Dr. phil. 

und Privatdoz. in Kiel; 1836 außerord. und 1839 
ord. Prof. der neutestanientl. Theologie und Dr.; 
t 21. Aug. 1850. 

Nekrolog von N. Thomsen in Theol.-lit. Bl. z. AUg. Kirchen.-Z. 
1851 I. 

34. Dorner, Isaak August, geb. 20. Juni 1809 in Neuhausen 
ob Eck in Württemberg ; Dr. phil. in Tübingen ; 1834 Re- 
petent und 1838 außerord. Prof. in Tübingen; März 1839 
ord. Prof. der systemat. Theologie in Kiel; Herbst 
1843 Prof. in Königsberg, 1847 in Bonn, 1854 in Göttingen, 
Ostern 1862 in Berlin, dazu Oberkonsistorialrat, 1882 in 
den Ruhestand getreten; f 8 Juli 1884 in Wiesbaden. 

Heinrici, Erinnerungen an J. A. Dorner. 
Kleinert, Zum Gedächtnis J. A. Dorners. 
0. Kirn, J. A. Dorner in Realenzyklopädie Bd. 4. 

35. Ludemann, Carl Peter Matthias, geb. 6. Juli 1805 in Kiel ; 
1841/89. 1828 auf Gottorf examiniert (I. Charakter), 1830 Adjunkt. 

Minist, in Kiel, 1834 — 69 Prediger an der Heiligengeist- 
kirche und Garnisonsprediger, dazu 1834 Dr. phil. und 
1835 Privatdoz. ; 26. März 1839 außerord. Prof. der Theo- 
logie und Direktor des homilet. Seminars; 1841 ord. Prof. 
der praktischen Theologie und Dr. theol. ; 1854 
Kirchenrat, 1885 von der Verpflichtung, Vorlesungen zu 
H. L. 7,82. halten, entbunden; f in Kiel 17. Febr. 1889. — Vater des 

Theologen Hermann Lüdemann (I C 19). 

H. Lüdemann (I C 19), Gedächtnisrede in Chronik der Universität 

1888/89. 

36. Thomsen, Christian Nikolaus Theodor Heinrich, geb. 
1844/72. 21. Dez. 1803 in Schleswig, 1832 Dr. phil. und 1833 

Privatdoz. in Kiel, 1835 auf Gottorf examiniert (I. Cha- 
rakter) ; 1841 außerord. Prof. und Dr. theol. das. ; 1844 
ord. Prof. der Kirchengeschichte, 1860 Kirchenrat; 
t 22. Dez. 1872. 

C. Lüdemann, Begräbniarede in Chronik der Unirersität 1873. 

37. Liebner, Theodor Albert, geb. 3. März 1803 in Kölleda 
1844/61. in Thüringen; 1832 Pastor in Kreisfeld, Prov. Sachsen, 

1837 außerord. Prof . und Universitäts-Prediger in Göttingen; 



9 

1844 ord. Prof. der System. Theologie in Kiel; 1851 
in Leipzig, 1856 Oberhofprediger in Dresden, Geh. Kirchen- 
rat, Vizepräsident des evangel. Konsistoriums ; f 24. Juni H. L. 7. 
1871 in Meran. 

J. A. Dorner, Nachruf in Jahrb. für deutsche Theol. 1871. Bd. 16. 

38. Wieseler, Karl Georg Joachim, geb. 28. Febr. 1813 in 
Altencelle bei Celle; 1836 Repetent und 1839 Lic. theol. 1851/63. 
in Göttingen, 1840 Dr. theol. in Kiel, 1843 außerord. Prof. 

in Göttingen; 1851 ord. Prof. der neutestamentl. 
Theologie in Kiel, 1863 in Greifswald, dazu Konsistorial- 
rat; f 13. März 1883. 

39. Fricke, Gustav Adolf, geb. 23. Aug. 1822 in Leipzig; 

1846 Dr. phil. und Privatdoz. und 1849 außerord. Prof. 1851/65. 
der Theologie und Frühprediger das.; 1851 ord. Prof. der 
systemat. Theologie in Kiel; 1865 Oberkatechet und 
Prof. in Leipzig (1866 Feldpropst der sächsischen Armee), 
17. Mai 1867 ord. Prof. der Theologie und Pfarrer an St. 
Petri das., 1887 als Pfarrer emeritiert; f in Leipzig als 
Kgl. Sachs. Geheimer Rat 30. März 1908. 

40. Weiss, Karl Philipp Bernhard, geb. 20. Juni 1827 in 
Königsberg; 1852 Dr. phil. in Jena und Lic. theol. und 1863/77. 
Privatdoz. in Königsberg, 1857 außerord. Prof. der Theo- 
logie und 1862 Dr. theol. ebenda, dazu seit 1861 Divisions- 
pfarrer; Mai 1863 ord. Prof. der neutestamentl. 
Theologie in Kiel; dazu 1874 Konsistorialrat im evang.- 

luth. Konsistorium in Kiel; April 1877 Prof. in Berlin, 
dazu Mitglied des Konsistoriums der Provinz Brandenburg, 
1880 Oberkonsistorialrat und vortragender Rat im Kultus- 
ministerium, Dez. 1884 Rat 2. Klasse, 22. Dez. 1893 Wirk- 
licher Oberkonsistorialrat, 3. Juni 1907 Wirklicher Geheimer H. L. 32. 
Rat mit dem Prädikat Exzellenz. 

41. Lipsius, Richard Adalbert, geb. 14. Febr. 1830 in Gera; 

1851 als theolog. Kandidat examiniert, 1852 Dr. phil. in 1865/71. 
Leipzig, 1854 Lic. theol. und 1855 Privatdoz. das., dazu 
1856 Frühprediger an der üniversitätskirche, 1858 Dr. 
theol. von Jena, 1859 außerord. Prof. in Leipzig, 1859 
ord. Prof. der evang.-theolog. Fakultät in Wien, dazu 1863 
Mitglied des k. k. Unterrichtsrats; 1865 ord. Prof. der 
systemat. Theologie in Kiel; Herbst 1871 ord. Prof. 



10 



H. L. 7, 32. 



1868/1915. 



1872/98. 



H. L. 32. 



1873/92. 



H. L. 32. 



1877/78. 



in Jena, 4. März 1873 Kirchenrat, 10. 
Kirchenrat; f 19. Aug. 1892 in Jena. 



Jan. 1884 Geh. 



42. Kiostermann, August, geb. 16. Mai 1837 in Steinhude, 
Schaumburg-Lippe ; Herbst 1859 bis Ostern 1864 Seminar- 
und Gymnasiallehrer in Bückeburg, Ostern 1864 Repetent 
in Göttingen, 9. Dez. 1865 das. zum Lic. theol. promo- 
viert und als Privatdoz. habilitiert; 24. Juli 1868 ord. 
Prof. der alttestamentl. Theologie in Kiel; 8. Ddz. 
1868 Dr. theol. von Göttingen, 18. Jan. 1897 Konsi- 
storialrat, 18. Juli 1908 Geh. Konsistorialrat, zum 1. Okt. 
1910 von seinen amtlichen Verpflichtungen entbunden ; 
t 11. Febr. 1915. — Vater des Theologen Erich Kloster- 
mann (I C 26). 

43. Nitzsch, Friedrich A. B., geb. 19. Febr. 1832 in Bonn; 
1856 im Oberlehrerexamen bestanden, Ostern 1856 Hilfs- 
lehrer, 1857 Kollaborator am Gjnnnasium zum Grauen 
Kloster in Berlin, 1858 Lic. theol. und 1859 (16. Juli) 
Privatdoz. in der theolog. Fakultät das., 2. Aug. 1866 Dr. 
theol. von Greifswald, 2. Mai 1868 ord. Prof. der systemat. 
Theologie in Gießen; 27. März 1872 ord. Prof. in Kiel, 
18. Jan. 1897 Konsistorialrat; f 21. Dez. 1898 in Kiel. 

Baumgarten, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1898—1899. 

44. Möller, Ernst Wilhelm, geb. 1. Okt. 1827 in Erfurt; 1851 als 
theolog. Kandidat in Koblenz examiniert, 1854 Lic. theol. und 
Privatdoz. in Halle, 28. Febr. 1863 Dr. theol. von Greifswald, 
Mai 1863 Pastor zu Grumbach bei Langensalza, 1869 zu 
Oppin bei Halle; Ostern 1873 ord. Prof. der Kirchen- 
geschichte in Kiel; 10. Nov. 1883 Dr. phil. h. c. von 
Halle; seit Sommer 1889 von seinen amtlichen Verpflich- 
tungen entbunden, 29. Nov. 1891 Geh. Konsistorialrat; 
t 8. Jan. 1892. 

45. von Zahn, Theodor, geb. 10. Okt. 1838 in Mors; 1863 
außerord. Prof. der Theologie in Göttingen, Dr. theol. ; 
Ostern 1877 ord. Prof. der neutestamentl. Theologie in 
Kiel; 15. April 1878 ord. Prof. in Erlangen; 1. Okt. 1888 
nach Leipzig, 1. April 1892 nach Erlangen zurückberufen, 
1904 Geh. Hofrat, 1907 als Ritter des Verdienstordens der 
Bayerischen Krone geadelt, 28. April 1909 Geheimer Rat, 



11 

1. Okt. 1909 von der Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, 
entbunden; 9. Juli 1909 Dr. phil. h. c. zu Erlangen. 

46. Haupt, Erich, geb. 8. Juli 1841 in Stralsund; 1864 Gym- 
nasiallehrer in Kolberg, 1865 in Treptow, Oberlehrer das.; 1878/83. 
Michaelis 1878 ord. Prof. der neutestaraentl. Theologie 

in Kiel, Dr. theol. von Greifswald; 27. Sept. 1883 ord. 

Prof. in Greifswald, 1. Okt. 1888 in Halle a. S., 18. Juli H. L. 32. 

1908 Geh. Konsistorialrat; f 19. Febr. 1910 in Halle a. S. 

47. Wendt, Hans Hinrich, geb. 18. Juni 1853 in Hamburg; 

2. Dez. 1875 Dr. phil. in Göttingen, Mai 1877 Privatdoz. in 1883/85. 
der theolog. Fakultät und Juni 1881 außerord. Prof. das. ; 

1. Sept. 1883 ord. Prof. der neutestamentl. Theologie 
in Kiel; 10. Nov. 1883 Dr. theol. von Göttingen; 1. April 
(zum 1. Oktober) 1885 als ord. Prof. der systemat. Theologie 
nach Heidelberg, 1. Okt. 1893 nach Jena berufen; 18. April 
1896 Kirchenrat, 23. Dez. 1905 Geh. Kirchenrat. 

48. Franke, August Hermann, geb. 30. Aug. 1853 in Gütersloh; 

5. Aug. 1878 Lic. theol. in Bonn, 1876 — 1879 Adjunkt 1885/91. 
am Kgl. Domkandidatenstift in Berlin, 1879 — 1884 In- 
spektor des Tholuckschen Konvikts für Studierende der 
evangel. Theologie in Halle, dazu 4. Febr. 1882 Privat- 
doz. das., 18. Nov. 1884 außerord. Prof. der Theologie das.; 

6. Juli 1885 ord. Prof. der neutestamentl. Theologie 
in Kiel; 30. Sept. 1885 Dr. theol. h. c. von Halle; 13. Mai 
1889 von seinen amtl. Verpflichtungen entbunden; f 31. Mai 
1891 im Süden. 

49. Kawerau, Gustav, geb. 25. Febr. 1847 in Bunzlau; 1870 
Hilfsprediger an St. Lukas in Berlin, 1871 Pfarrer in 1886/93. 
Lang-Heinersdorf (Neumark), 1876 Pfarrer in Klemzig 
(Brandenburg), 1882 Prof. und geistl. Inspektor am Kloster 

U. L. Frauen in Magdeburg und Leiter des mit letzterem 
verbundenen Kandidatenstifts, 10. Nov. 1883 Dr. theol. von 
Tübingen und von Halle; 15. Febr. 1886 ord. Prof. der 
praktischen Theologie in Kiel; 26. Okt. 1893 nach 
Breslau versetzt (Antritt Ostern 1894), Universitätsprediger, 
Konsistorialrat und Mitglied des Konsistoriums 1894; von 
dort 1. Okt. 1907 als Propst an St. Petri nach Berlin berufen, 
Ober-Konsistorialrat und Mitglied des evang. Oberkirchen- 
rats, ordentl. Honorarprofessor; 16. Juli 1909 Dr. phil. h. c. H. L. 32. 
von Gießen; 1913 Geh. Oberkonsistorialrat. 



12 



50. 



1888/90. 



1890/94. 



1892/1906. 



1894/ 



1894/1914. 



51 



53 



54. 



Gräfe, Eduard, geb. 12. März 1855 in Elberfeld; Dr. phil. 
Tübingen 1880, habilitiert Berlin Sommer 1884; außerord. 
Prof. Halle a. S. 19. April 1886; 4. Juli 1888 zum ord. 
Prof. für Neues Testament in Kiel ernannt; Dr. theol. 
h. c. Straßburg 27. Jan. 1889; 7. Juni 1890 zum 1. Okt. 
nach Bonn versetzt, 24. Juni 1910 Geh. Konsistorialrat, 
1. Okt. 1913 von seinen akademischen Pflichten entbunden. 



Schürer, Emil, geb. 2. Mai 1884 in Augsburg, Dr. phil. 
Leipzig 1868, Lic. theol. und Privatdozent ebenda 1869, 
außerord. Prof. Leipzig 1873, Dr. theol. h. c. Tübingen 
1877, ord. Prof. Gießen 1878; 11. Sept. 1890 zum ord. 
Professor für neutestamentliche Exegese in Kiel 
ernannt, 3. August 1894 nach Göttingen versetzt, 1. Juni 
1909 Geh. Konsistorialrat; f 30. April 1910 in Göttingen. 

52. von Schubert, Hans, geb. 12. Dez. 1859 in Dresden; Dr. 
phil. Straßburg 24. März 1884; vom 1. Jan. 1887 bis 1. Okt. 
1891 Lehrer an den Anstalten des Rauhen Hauses in Hörn 
bei Hamburg, 15. Nov. 1889 in Berlin ordiniert; 1. Okt. 
1891 außerord. Prof. in Straßburg; 10. Febr. 1892 zum 
1. Okt. zum ord. Prof. in Kiel ernannt für historische 
Theologie; 15. Juli 1892 Dr. theol. h. c. von Straßburg; 
26. Sept. 1897 mit dem Charakter als Konsistorialrat ins 
evangelisch-lutherische Konsistorium berufen; 17. Mai 1906 
zum 1. Okt. 1906 als ord. Prof. der Kirchengeschichte 
nach Heidelberg "berufen mit dem Charakter als Geheimer 
Kirchenrat. 

Baumgarten, Otto, geb. 29. Jan. 1858 in Münclien; 1882 
bis 1883 Stadt-Vikar in Baden-Baden, 1883 bis 1887 
Diasporageistlicher in Waldkirch (Baden); Lic. theol. und 
habilitiert Halle a. S. 3. Nov. 1888 ; 1888/90 Waisenhaus- 
prediger in Rummelsburg bei Berlin; wieder habilitiert in 
Berlin Ostern 1890; außerord. Prof. in Jena 28. Aug. 1890; 
15. Jan. 1894 zum ord. Prof. für praktische Theologie 
in Kiel ernannt, zugleich mit Abhaltung akademischer 
Gottesdienste beauftragt; Dr. theol. h. c. Halle 18. März 1894. 
Mühlau, Ferdinand, geb. 20. Juni 1839 in Dresden; Dr. 
phil. Leipzig 6. April 1862; Lic. theol. das. 1868, habili- 
tiert das. Febr. 1869; 31. Dez. 1870 außerord. Prof. in 
Dorpat, 16. März 1872 ord. Prof. das., später Staatsrat 



13 

und Wirklicher Staatsrat; Dr. theol. h. c. von Leipzig 
Pfingsten 1885; 31. Dez. 1894 zum ord. Prof. für neu- 
testamentl. Exegese und Tiieologie in Kiel er- 
nannt; 25. Sept. 1908 Geh. Konsistorialrat ; 28. Mai 1909 
vom Wintersemester 1909/10 ab von der Verpflichtung zum 
Halten von Vorlesungen entbunden unter Beibehaltung der 
Leitung der neutestamentlichen Abteilung des theologischen 
Seminars, von der er aber mit Ende des Sommersemesters 
1911 gleichfalls entbunden wurde; siedelte Sommer 1913 
nach Wernigerode a. H. über; f das. 18. Sept. 1914. 

55. Schaeder, Erich, geb. 22. Dez. 1861 in Clausthal; Okt. 

1887 bis Okt. 1889 Inspektor des Tholuckschen Konvikts 1899/ 
zu Halle; Lic. theol. Greifswald 23. Febr. 1891; habilitiert 
ebenda 26. Febr. 1891 ; 12. April 1894 außerord. Prof. in 
Königsberg, 13. März 1895 in Göttingen; 16. Febr. 1899 
als ord. Prof. für systematische Theologie nach Kiel 
berufen; Dr. theol. h. c. von Greifswald am 15. Mai 1899. 

56. Titius, Arthur, geb. 28. Juli 1864 in Sensburg; Lic. theol. 

21. April 1890 in Berlin; habilitiert ebenda 6. Juni 1891; 1900/06. 
außerord. Prof. in Kiel 31. Okt. 1895, etatsmäßig vom 
1. April 1896 ab; Dr. theol. h. c. Berlin 10. Juni 1900; 
6. Aug. 1900 zum ord. Prof. der systematischen 
Theologie nebst neutestamentl. Exegese und 
innerer Mission ernannt, 3. Sept. 1906 zum 1. Okt. 
1906 nach Göttingen versetzt. 

57. Ficker, Gerhard, geb. 8. Febr. 1865 in Thonberg bei 
Leipzig; Dr. theol. Leipzig 27. April 1889, 1892 Hilfs- 1906/ 
Prediger in Sohland a. d. Spree (Kgr. Sachsen); Lic. theol. 

und habilitiert Halle a. S. 24. Juni 1893; Prof. (Tit.) 

1. Nov. 1902; außerord. Prof. 26. Okt. 1903; 10. August 
1906 zum ord. Prof. der Kirchengeschichte in Kiel 
ernannt; Dr. theol. h. c. Halle 26. Sept. 1906. 

58. Leipoldt, Johannes, geb. 20. Dez. 1880 in Dresden; Dr. phil. 
Leipzig 4. Juli 1903 ; Lic. theol. ebenda 30. Juli 1905 ; 1909/14. 
habilitiert ebenda 25. Okt. 1905; habilitiert in Halle a. S. 

2. Aug. 1906; 6. Okt. 1909 zum ord. Prof. für neutesta- 
mentl. Theologie und Exegese in Kiel ernannt; Dr. 
theol. h. c. Halle 24. Dez. 1909; 20. Juni 1914 nach 
Münster versetzt. 



14 



59. Sellin, Ernst, geb. 26. Mai 1867 in Altschwerin i. M. ; Dr. 
1913/ phil. Leipzig 5. Juli 1889 ; 1891—1894 Gymnasialober- 
lehrer in Parchim; Lic. theol. Erlangen 18. Nov. 1891; 
habilitiert Erlangen am 1. April 1895; außerord. Prof. 
Wien 1. Nov. 1897; ord. Prof. ebenda I.März 1899; Dr. 
theol. h. c. Leipzig 15. Nov. 1899; 1. Okt. 1908 ord. 
Prof. in Rostock; 1. Sept. 1913 nach Kiel berufen für 
alttestamentl. Theologie. 

60. Seeberg, Alfred, geb. 7. Okt. 1863 in Pedua (Estland); 
1914/15. Magister theol. Dorpat 30. April 1891 ; Dr. theol. ebenda 

24. März 1895; habilitiert ebenda 27. Mai 1891; etats- 
mäßiger Dozent der Theologie 11. Dez. 1891; außerord. 
Prof. der Theologie (Fakultätsmitglied) 25. April 1895; 
ord. Prof. der Theologie 9. Juli 1897 ; Kaiserl. Russischer 
Staatsrat (niedergelegt im August 1914); nach Rostock 
berufen 2. April 1908; nach Kiel für neutestamentl. 
Theologie am 12. Aug. 1914 (zum 1. Okt. 1914); f 9. Aug. 
1915 in Ahrenshoop (Pommern.) 

I. B. Ordentliche Honorarprofessoren. 

1. Bredenkamp, Conrad, geb. 26. Juni 1847 in Basbeck bei 
1889/1904. Stade; 1872—1878 Pastor in Kuppentin; 21. Febr. 1880 

Lic. theol. in Erlangen und ebenda habilitiert; 12. März 
1883 ord. Prof. in Greifswald; 10. Nov. 1883 Dr. theoi. 
h. c. der Universität Erlangen; 6. Mai 1889 zum ord. 
Honorarprof. in der theologischen Fakultät Kiel für altes 
H. L. 82. Testament ernannt, seit 1892 wegen Krankheit beur- 

laubt; f 25. März 1904 in Geestemünde. 

2. Rendtorff, Franz, geb. 1. Aug. 1860 in Gütergotts, Kreis 
1908/10. Potsdam; Lic. theol. h. c. Kiel 16. Nov. 1896; 1891—1906 

Klosterprediger und Studiendirektor des Predigerseminars 
zuPreetz; habilitiert in Kiel für praktische Theologie 
1. Nov. 1902, Prof. (Tit.) 23. Dez. 1902; seit 1. Okt. 
1906 Konsistorialrat und hauptamtl. Mitglied des Kon- 
sistoriums Kiel; 11. Jan. 1908 zugleich ord. Honorar- 
prof.; 8. Febr. 1908 Dr. theol. h. c. ; 7. Jan. 1910 als 
ord. Prof. der praktischen Theologie und neutestamentl. 
Wissenschaft nach Leipzig berufen; 1. April 1910 aus dem 
preußischen Staatsdienste ausgeschieden; 2. Mai 1912 Ge- 
heimer Kirchenrat, 



15 

I. C. Außerordentliche Professoren. 

1. Franck,- Christoph (I A 4). 1672/74. 

2. Wasmuth, Matthias (I A 5). 1672/75. 

3. Pasch, Georg, geb. 23. Sept. 1661 inDanzig; 1684 Mag. 

und Privatdoz. , 1686 Adjunkt der philos. Fakultät in 1706/07. 

Wittenberg; 1689 ord. Prof. der Moral in Kiel, 1701 dazu 

der Logik und Metaphysik, 1703 der „geofienbarten, in 

der Bibel enthaltenen" Philosophie, 1706 auch außerord. 

Prof. der praktischen Theologie, wogegen er die H. L. 7. 

Professur der Moral abtrat; f 30. Sept. 1707. 

4. Franck, Wolfgang Christoph (I A 11). 1709/12. 

5. Hosmann, Gustav Christoph (I A 14). 1730/33. 

6. Hane, Philipp Friedrich (I A 16). 1730/58. 

7. Oporin, Joachim, geb. 12. Sept. 1695 in Neuraünster; 

1719 Mag. in Wittenberg, dann Privatdoz. bei der philos. 1733/35. 
Fakultät in Kiel; 1733 außerord. Prof. der Theologie 
(Dogmatik) und der Homiletik in der philos. Fakultät, 
auch Ober-Konsistorial- Assessor ; 1735 außerord. Prof. in H. L. 7. 
Göttingen, 1737 Dr. theol. ; f 5. Sept. 1753. 

8. Ingwersen, Ingwar Gottlob, geb. 6. März 1712 in Uelves- 

büll, Eiderstedt; 1734 Schloßprediger; 1737 Ober-Kon- 1737/41. 
sistorial-Assessor und außerord. Prof. der Theologie (hat 
nach dem Dekanats-Protokoll weder Vorlesungen gehalten, 
noch ein Programm drucken lassen), 1741 Pastor in Neu- 
stadt ; t 24. Mai 1754. 

9. Weber, Andreas, geb. 27. März 1718 in Eisleben; 1742 

Mag. und Privatdoz. in Halle, 1749 außerord. Prof. der 1770/81. 
Philosophie das., 1750 ord. Prof. der Philosophie in 
GöttJngen; 1770 ord. Prof. der Philosophie und außerord. 
Prof. der Theologie in Kiel (lehrte auch Mathematik); 
t 26. Mai 1781. 

10. Meyer, Johann Hermann, geb. 6. Okt. 1737 in Hamburg; 

1766 Prediger das. an der St. Paulikirche, 1768 Archi- 1776/95. 
diakonus in Rendsburg, 1771 Diakonus in Kiel; dazu 1776 
außerord. Prof. der Theologie, 1778 Archidiakonus, 1786 
Hauptpastor (soll als Prof. nur einmal gelesen haben); 
t 26. Aug. 1795. 

11. Moldenhawer, Daniel Gotthilf (I A 23). 1778/79. 



16 



1778/79. 12. Fuhrmann, Jobann Wilhelm (I A 24). 

1786/87. 13. Hensler, Christian Gotthilf (I A 26). 

1789/1814. 14. Müller, Heinrich, geb. 25. Febr. 1759 in Jörl in Angeln ; 
1782 Katechet am Schullehrer-Seminar in Kiel, 1785 als 
Theologe examiniert (I.Charakter), 1786 Diakonus; 1789 
außerord. Prof. der Theologie und dazu erster Seminar- 
lehrer, letzteres bis 1805, dann neben der theolog. Professur 
W.U. ord. Prof. der Philosophie (IV A 51); war ausgezeichnet 

als Katechet; f 9. Febr. 1814. 

1814/19. 15. Twesten, August Detlev (I A 30). 

1836/39. 16. Mau, Heinrich August (I A 33). 

1839/41. 17. Lüdemann, Karl Peter Matthias (I A 35). 

1841/44. 18. Thomsen, Christian Nikolaus Theodor Heinrich (I A 86). 

1878/84. 19. Lüdemann, Hermann, geb. 15. Sept. 1842 in Kiel (Sohn 
vonIA35); 1867 in Kiel examiniert, 11. März 1870 Dr. 
phil., 22. März 1872 Lic. theol. und Privatdoz. das.; 22. Mai 
1878 außerord. Prof. der neutestamentl. Exegese 
das.; 10. Nov. 1883 Dr. theol. von Heidelberg, 1. April 
1884 ord. Prof. der Kirchengeschichte in Bern, 16. März 
1891 ebenda zum ord. Prof. für systematische Theologie 
und Geschichte der Pliilosophie ernannt. 

20. Baethgen, Friedrich Wilhelm Adolf, geb. 16. Jan. 1849 
1884/88. in Lachem, Hannover; 1876 in Kiel examiniert, 1877 Lic. 

theol. das., 1878 Dr. phil. in Leipzig, im Herbst 1878 
Privatdoz. in Kiel, dazu Dez. 1881 Pastor Adj. Ministerii 
(bis Sommer 1884); April 1884 außerord. Prof. der alt- 
testamentl. Theologie das.; 25. Jimi 1888 Dr. theol. 
h. c, 2. Juli 1888 nach Halle versetzt, 31. Jan. 1889 
ord. Prof. in Greifswald, 3. Jan. 1895 in Berlin ; f 5 Sept. 
1905 in Rohrbach bei Heidelberg. 

21. Ritschi, Otto, geb. 26. Juni 1860 in Bonn ; Lic. theol. in 
1889/94. Halle a. S. 7. März 1885; habilitiert ebenda am gleichen 

Tage; 16. April 1889 außerord. Prof. für Kirchen- 
geschichte in Kiel; 16. April 1894 für systematische 
Theologie und Dogmengeschichte nach Bonn versetzt, 7. Juli 
1897 ord. Prof. das., Dr. theol. h. c. der Universität Kiel 
29. Juli 1897; Geh. Konsistorialrat 26. März 1915. 



17 

22. Bosse» Friedrich, geb. 23. Aug. 1864 in Rossla, Kreis 
Sangerhausen; Dr. phil. Berlin 11. Aug. 1887, Lic. theol. 1894/99. 
Greifswald 23. April 1891; Privatdpz. das. 25. April 1891; 

vom 1. Okt. 1892 bis 24. April 1894 in Königsberg zur 
Vertretung eines erledigten Extraordinariates; 5. Juli 1894 
zum außerord. Prof. für Kirchengeschichte und 
neutestamentl. Exegese in Kiel ernannt; 20. Jan. 
1899 vom 1. April 1899 nach Greifswald berufen; 1. April 

1903 behufs Ausbildung in der praktischen Pädagogik 
nach Berlin beurlaubt und zugleich in der Volksschul- 
abteilung des Kultusministeriums beschäftigt ; wegen Er- 
krankung zum 1. Jan. 1904 von dieser Tätigkeit zurück- 
getreten, seit 11. Febr. 1904 wissenschaftlicher Hilfs- 
arbeiter an der Berliner Universitätsbibliothek; 20. Juni 

1904 von seinen akademischen Verpflichtungen entbunden, 
1. Nov. 1905 nach Marburg übergesiedelt und auch dort 
Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek, seit 1. Jan. 1909 
mit Wahrnehmung der Geschäfte des Ersten Bibliothekars 
an der Kaiser-Wilhelm-Bibliothek in Posen beauftragt. 

23. Titius, Arthur (I A 56). 1895/1900. 

24. Voigt, Heinrich, geb. 29. Juni 1860 in Stade ; 1883 Dom- 
hilf sprediger zu Berlin, 1884/85 Hausgeistlicher des Fürsten 1899/1901. 
Reuß-Köstritz zu Ernstbrunn (Niederösterreich), 1885 bis 

1894 Schloßprediger zu Köpenick; Lic. theol. Königsberg 
20. März 1890; habilitiert Berlin 9. Jan. 1892, außerord. 
Prof. in Königsberg 1. Juni 1894 (vom 1. Okt. ab); Dr. 
theol. h. c. ebenda 26. Juli 1898 ; Wintersemester 1898/99 
in England zum Studium der dortigen kirchlichen Verhält- 
nisse; 2. Aug. 1899 zum 1. Okt. nach Kiel für Kirchen- 
geschichte, Dogmengeschichte und Symbolik; 
20. April 1901 vom 1. April ab nach Halle versetzt; 
Dr. phil. h. c. der Carl -Ferdinand -Universität in Prag 
15. Juli 1909; 30. Januar 1908 zum ordentl. Honorarprof. 
in Halle ernannt. 

25. Eichhorn, Albert, geb. 1. Okt. 1856 zu Garlstorf, Kreis 
Bleckede; Lic. theol. und habilitiert Halle a. S. 26. Juni 1901/ 
1886; außerord. Prof. der Theologie (Kirchengeschichte) 
ebenda 15. Okt. 1888; 20. April 1901 nach Kiel versetzt; 

Dr. theol. h. c. Gießen 2. Aug. 1907; 29. April 1913 von 

2 



1! 



allen amtlichen Verpflichtungen entbunden; siedelte 20. Dez. 
1913 nach Braunschweig über. 

26. Ktostermann, Erich, geb. 14. Febr. 1870 in Kiel (Sohn 
1907/11. von I A 42); Dr. phil. Kiel 15. Aug. 1892; Lic. theol. h. c. 

Berlin 5. April 1901; habilitiert Kiel 8. Juli 1901, Prof. 
(Tit.) 23. Dez. 1905; 6. Febr. 1907 zum außerord. Prof. 
für Neues Testament und altchristliche Literatur 
ernannt; 5. März 1911 zufolge Berufung als ord. Prof. 
nach Straßburg i. E. aus dem preußischen Staatsdienste 
geschieden; 26. Juni 1911 Dr. theol. h. c. der Universität 
Jena. 

27. Hermelink, Heinrich, geb. 30. Dez. 1877 in Mülki (Ost- 
1914/15. Indien); Dr. phil. Tübingen 30. Jan. 1902, 1901 bis 1904 

Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Tübingen, 1904 
am Staatsarchiv in Stuttgart, 1904 bis 1905 bei der Kgl. 
Württemb. Kommission für Landesgeschichte ebenda; 20. Mai 
1906 Lic. theol. und Privatdoz. der Kirchengeschichte in 
Leipzig; 1. Mai 1909 bis 1. April 1914 zugleich Pfarrer in 
Thekla bei Leipzig; 26. Nov. 1913 (zum 1. April 1914) zum 
außerord. Prof. der Kirchen- und Dogmengeschichte 
in Kiel ernannt; 12. März 1914 Dr. theol. b. c. Leipzig; 
30. April 1915 als ord. Prof. nach Bonn berufen. 



1712/21. 



1787/89. 



1791/1800. 



L D. Privatdozenten ^). 

1. Opitz, Paul Friedrich (I A 13) 2). 
*2. Schmidt, Johann Georg, geb. 27. Nov. 1763 in Hamburg; 
1787 Dr. phil. und Privatdoz. (hebräisch, neutestamentl. 
Exegese, Horaz); 1789 Adjunkt der philos. Fakultät, 
1789 auf Gottorf examiniert, im selben Jahre Pastor in 
Propsteierhagen, 1807 Hauptpastor in Schönberg ; f 6. Aug. 
1820. 

3. Ttiiess, Johann Otto, geb. 15. Aug. 1762 in Hamburg; 
1782 das. Kandidat der Theologie, 1783 Nachmittags- 
prediger an der Kirche St. Pauli das., 1785 Mag. von 



^) Die mit einem * Bezeichneten sind als Doctores phil. im Index bei 
der philosophischen Fakultät aufgeführt (siehe daselbst), hielten aber theolog. 
Vorlesungen. V. 

2) Durch die Einschiebung von Opitz haben sich Volbehrs Nummern 
1—18 in Nr. 2—19 verwandelt. W. 



19 

Helmstedt, 1790 Dr. theol. von Gießen; 1791 Privatdoz. 
in Kiel, 1793 Adjunkt der theolog. Fakultät; 1795 außer- 
ord. Prof. in der philos. Fakultät, 1800 „in Gnaden" mit 
einer kleinen Pension und der Verpflichtung, außerhalb 
Kiels zu wohnen, entlassen (wegen Heterorthodoxie) ; lebte 
dann in Itzehoe, errichtete 1805 eine Erziehungsanstalt 
in Bordesholra; erhielt 1809 die Zusicherung einer neuen 
Anstellung (die Zahl seiner Druckschriften beträgt nach H. L. 7. 
seinem eigenhändigen Verzeichnis 103); f 7. Jan. 1810. 

*4. Jäger, G. F., Dr. phil., Privatdoz. in der philos. Fakultät 1807/08. 
(Exegese). 

*5. Steger, Georg Theodor, geb. 5. März 1781 in Heide; 1805 

in Glückstadt examiniert, 1808 Dr. phil. in Kiel, kündigte 1808. 
für das Sommersemester 1808 Vorlesungen (alt- und neu- 
testamentl. Exegese und orientalische Sprachen) 
an, verließ jedoch Kiel, um Hauslehrer zu werden ; Ostern 
1809 Subrektor in Hadersleben; f 17. April 1827. 

*6. Klose, Karl Rudolf Wilhelm, geb. 6. Okt. 1804 in Hamburg; 

1829 Dr. phil. in Halle, 1830 Privatdoz. in Göttingen ; 1832 1832/42. 
in Kiel in der philos. Fakultät (kirchengeschichtl. 
und exeget. Vorlesungen); 1842 Mitarbeiter, 1853 
Sekretär an der Stadtbibliothek in Hamburg, dazu seit 
1851 Hilfslehrer und 1856 KoUaborator an der Realschule ; 
t 7. Juli 1873. 

*7. Thomsen, Christian Nikolaus Theodor Heinrich (I A 36). 1833/41. 

*8. Asmussen, Jakob, geb. 30. April 1794 in Damholm in 

Angeln; bezog mit 25 Jahren, nachdem er vorher Schul- 1834/39. 
gehilfe und Hauslehrer gewesen und dann das Gymnasium 
besucht hatte, die Universität, 1819 auf Gottorf examiniert 
(1. Charakter), 1824 Subrektor an der Gelehrtenschule in 
Kiel; 1834 Dr. phil. und Privatdoz. in der phil. Fakultät 
(Kirchengeschichte); 1839 Direktor und Prof. des neu- 
errichteten Schullehrer-Seminars in Segeberg, 1840 Dr. 
theol. in Kiel (ist als Schriftsteller verdient um die 
schlesw. -holst. Kirchen- und Landesgeschichte und das H. L. 9. 
Schulwesen); f 22. Nov. 1850. 

9. Mau, Heinrich August (I A 33). 1834/36. 

2* 



20 

10. Schreiter, Theodor Hilmar, geb. 24. Okt. 1807 in Schleus- 
1834/37. singen (Sohn von J. C. Schreiter I A 29) ; 1830 in Glückstadt 

examiniert ; Ostern 1834 Dr. phil. und Privatdoz. ; 1837 KoUa- 
borator in Rendsburg, 1844 Konrektor in Husum, 1851 
Pastor im Friedrichsberg in Schleswig; f 30. April 1868. 

11. Harms, Klaus, geb. 25. Mai 1778 in Fahrstedt in Süder- 
1835. dithmarschen, war zuerst Müllergeselle; 1802 in Glückstadt 

examiniert (II. Charakter mit Vergnügen), 1806 Diakonus 
in Lunden, 1816 Archidiakonus in Kiel, Mai 1834 Dr. phil. 
h. c, 24. Dez. 1834 Dr. theol. von Kiel, 1835 Hauptpastor 
H. L. 8. und Propst, zugleich Privatdoz. ; 1841 Oberkonsistorialrat, 

1849 emeritiert; erblindet, f 1. Febr. 1855. 

Dr. Klaus Harms' Lebensbeschreibung, verfaßt Ton ihm selber. 
Kiel 1851. 

Behrmann, Klaus Harms, eine Predigt. Kiel 1878. 

Theod. Hansen, Festrede in Gedächtnisfeier für Klaus Harms. 
Kiel 1878. 

1835/39. *12. Lüdemann, Karl Peter Matthias (I A 35). 

13. Löwe, Friedrich Anton, geb. 31. Jan. 1812 in Hamburg; 
1838/41. 15. Juni 1836 Lic. theol. und Privatdoz. (bis 1837) in 

Berlin, 1838 bis 1841 Privatdoz. in der theol. Fakultät in 
Kiel; lebte dann in Lübeck, seit 1842 in Hamburg als 
Lehrer an der Missionsschule der nordd. Gesellschaft, 
1848 in gleicher Stellung in Bremen, später in Hamburg, 
1855—62 Redakteur des „Nachbar", Mai 1862 in Zürich, 
wo ihm die Erlaubnis zum Dozieren versagt ward ; schrift- 
stellerisch tätig; t 27. Febr. 1871. 

14. ^) Baumgarten, Michael, geb. 25. März 1812 in Haseldorf; 

1842/46. 20. Mai 1835 Dr. phil. in Kiel, 21. Okt. 1837 Lic. theol. 

in Berlin; Ostern 1839 Privatdoz. (für Exegese) in Kiel 
bei der philos., 1842 bei der theolog. Fakultät (a 1 1 1 e s t a- 
mentl. Theologie); 1844 auf Gottorf examiniert (I. Cha- 
rakter), 1846 zum Pastor an St. Michaelis in Schleswig 
ernannt, 1. Aug. 1850 von der Landesverwaltung entlassen; 
20. Aug. 1850 ord. Prof. der Theologie in Rostock, 1850 

H. L. 8. Dr. theol. von Kiel, 6. Jan. 1858 wider seinen Willen mit 

Pension entlassen; f 21. Juli 1889 in Rostock. 



^) Die Reihenfolge bei Volbehr (13. Fock, 14. Baumgarten) habe ich 
vertauscht. W. 



21 



15. i)Fock, Heinrich Otto Friedrich, geb. 29. April 1819 in 

Schwarbe auf Rügen; 1843 Lic. theol. in Greifswald; 1843/48. 
Ostern 1843—48 Privatdoz. der theol. Fakultät in Kiel, 
dann Mitglied der schlesw.-holst. Landesversaramlung, Re- 
dakteur der „Schlesw.-Holst. Ztg.", der „Nordd. freien H. L. 16. 
Presse" bis 1851, lebte dann in Pommern; f 24. Okt. 1872. 

*16. Sörensen, Georg August Theodor, geb. 14. Mai 1814 in 

Marne; 1847 — 53 Privatdoz. in Kiel bei der philosoph. 1847/53. 
Fakultät; f im Aug. 1857 2). 

17. Lfidemann, Hermann Karl Georg Immanuel (I C 19). 1872/78. 

18. Baethgen, Friedrich Wilhelm Adolf (I C 20). 1878/84. 

19. Müller, Nikolaus, geb. 8. Febr. 1857 in Groß-Niedesheim, 
Pfalz; 9. Aug. 1881 Dr. phil. in Erlangen, 19. Febr. 1887 1887/90. 
Lic. theol. in Leipzig; 1. Okt. 1882 im deutschen Institut 

für christl. Archäologie in Rom, seit 1884 Mitarbeiter am 
Corpus scriptorum ecclesiasticorura, seit 1886 Mitarbeiter 
an der Gesamtausgabe der Werke Luthers ; 14. April 1887 
Privatdoz. für bist. Theologie in Kiel; 18. März 1890 
zum außerord. Prof. in Berlin ernannt; f 3. Sept. 1912 
in Berlin. 

20. Wohlenberg, Gustav, geb. l.Okt. 1862 in Ahrensburg i. H. ; 

Lic. theol. Kiel 23. April 1888; habilitiert 24. April 1888 1888. 
für Neues Testament; schied im Sept. infolge An- 
stellung als Pastor aus; 1888 bis 1895 Pastor auf PeU- 
worra, 1895 bis 1908 Pastor und 1908 bis 1911 Haupt- 
pastor in Altona; 1905 Dr. theol. h. c. von Erlangen, seit 
1. Nov. 1911 ord. Prof. für neutestamentl. Wissenschaften 
ebenda. 

21. Riedel, Wilhelm, geb. 1. Juli 1871 in Schwartau; Lic. 

theol. Kiel 11. März 1898; habilitiert für Altes Testa- 1898/1900. 
ment 18. April 1898 in Kiel, 2. Juni 1900 in Greifs- 
wald ; das. zum außerord. Prof. ernannt 25. März 1902 ; 
Okt. 1904 bis Juni 1905 Mitarbeiter an der Anstalt 
des deutschen evang. Instituts für Altertumskunde des 
heiligen Landes in Jerusalem; 1. Okt. 1906 aus dem 
preußischen Staatsdienste entlassen. 

^) Die Reihenfolge bei Volbehr (13. Fock, 14. Baumgarten) habe ich 
vertauscht. W. 

2) Sörensens Todestag ließ sich nicht mehr ermitteln. W. 



22 



22. Scheel, Otto, geb. 7. März 1876 in Tondern; Lic. theol. 

1900/06. . Kiel 29. Okt. 1900; habilitiert das. für systematische 

Theologie 2. Nov. 1900; 23. Dez. 1905 Prof. (Tit.); 

18. Aug. 1906 außerord. Prof. für Kirchengeschichte in 

Tübingen, Dr. theol. h. c. Berlin 12. Okt. 1910. 

1901/07. 23. Klostermann, Erich (I C 26). 

24. Greßmann, Hugo, geb. 21. März 1877 in Mölln; Dr. phil. 

1902/07. Göttingen 30. Juni 1899; Lic. theol. Kiel 19. Juli 1902 

habilitiert für Altes Testament das. 2. Aug. 1902 
2. Okt. 1907 zum außerord. Prof. in Berlin ernannt 
23. Mai 1913 Dr. theol. h. c. von Jena. 

1902/08. 25. Rendtorff, Franz (I B 2). 

26. Mulert, Hermann, geb. 11. Jan. 1879 in Mederbobritzsch, 
1907/09. Kgr. Sachsen; 1906—07 Hilfsgeistlicher in Brockau, Kgr. 

Sachsen; Lic. theol. Kiel 1. Mai 1907; habilitiert 4. Mai 
1907 für systematische Theologie und neuere 
Kirchengeschichte; Privatdozent in Halle 3. März 
1909, seit 29. Okt. 1912 in Berlin. 

27. Lempp, Otto, geb. 15. März 1885 in Oberiflingen (Würt- 
1911/14. temberg); Dr. phil. Tübingen 22. Juli 1909; Lic. theol. 

ebenda 22. Okt. 1910; habilitiert 14. Jan. 1911 in Kiel 
für systematische Theologie einschließlich 
Dogmengeschichte, Religionsphilosophie, Kon- 
fessionskunde und Geschichte der protestanti- 
schen Theologie, erhielt 20. März 1913 einen Lehr- 
auftrag für systematische Theologie; gefallen am 
13. Dez. 1914 bei Gizyce bei Ilow (Polen). 

28. Balla, Emil, geb. 6. Febr. 1885 in Potsdam; Lic. theol. 
1912/14. Gießen 2. März 1912; habilitiert für Altes Testament 

in Kiel 8. Juni 1912, nach Marburg urahabilitiert 2. Febr. 
1914, zum außerord. Prof. in Münster i. W. ernannt 
26. Jan. 1915. 

29. Weinreich, Amandus, geb. 22. Nov. 1860 in Offendorf 
1913/ (Fürstentum Lübeck); Gemeindepastor in Gutzkow (Pom- 
mern) 1887 bis 1890, in Neumünster 1890 bis 1893, in 
Altona-Ottensen 1893 bis 1907, seit 21. April 1907 Kloster- 
prediger in Preetz und Studiendirektor am dortigen Pre- 
digerseminar; Lic. theol. b.c. Kiel 6. Febr. 1913; habilitiert 



23 

ebenda 25. Febr. 1913 für praktische Theologie, 
Prof. (Tit.) 19. März 1913. 

30. Kittel, Gerhard, geb. 23. Sept. 1888 in Breslau; Lic. theol. 

Kiel 12. Dez. 1913; habilitiert für Neues Testament 1913/ 
ebenda 18. Dez. 1913. 

31. Jirku, Anton, geb. 27. April 1885 in Birnbaum (Mähren); 

Dr. phil. Wien 24. Juni 1908, Lic. theol. Rostock 8. Nov. 1914/ 
1913; habilitiert für alttestamentl. Wissenschaft 
Kiel 16. März 1914. 

32. Kohlmeyer, Ernst, geb. 27. März 1882 in Hänigsen 
(Hannover); vom Herbst 1909 bis Ostern 1910 Pfarr- 1915. 
kollaborator in Hannover; Lic. theol. Göttingen 17, Okt. 
1911; habilitiert ebenda 13. Nov. 1911 für Kirchen- und 
Dogmengeschichte; 10. Mai 1915 beauftragt, im Sommer- 
semester 1915 in Kiel Vorlesungen und Übungen über 
Kirchengeschichte zu halten. 

33. Schmitz, Otto, geb. 16. Juni 1883 zu Hummeltenberg 

(Kr. Lennep) ; Juli 1909 bis Juli 1910 Domhilfsprediger 1915. 
in Berlin, Aug. 1910 bis Okt. 1912 Stadtvikar in Berlin, 
habilitiert ebenda 22. Okt. 1910 für Neues Testament; 
Herbst 1912 bis Herbst 1915 Direktor der Evangelisclien 
Predigerschule in Basel, daselbst habilitiert 20. Jan. 1914 
(Antrittsvorlesung; venia legendi 24. Juni 1913); am 
20. Sept. 1915 mit der Abhaltung von Vorlesungen und 
Übungen über neutestamentl. Theologie und Ex- 
egese an der Universität Kiel für das Wintersemester 
1915/16 beauftragt. 



II. Juristische Fakultät 

(seit 13. Oktober 1913 rechts- und staatswissenschaftliche 

Fakultät). 

A. Ordentliche Professoren. 

1. Mauritius (Moritz), Erich, geb. 10. Aug. 1631 in Itze- 
1665/72. hoe; 1654 Lic. jur. in Tübingen, darauf bis 1659 Reise- 
begleiter der Söhne des Herzogs Joachim Ernst von Plön, 
„lehrte dann kurze Zeit in Heidelberg das öffentliche Rechf*, 
1660 Dr. jur. und ord. Prof. der Rechte, auch „Mitglied 
des höchsten Dicasterii" in Tübingen; 1665 erster Prof. 
der Rechte (Pandekten) in Kiel; 1672 Assessor des 
Reichshofgerichts und Gesandter des schwäbischen Kreises 
in Speier, seit der Verwüstung Speiers 1689 in Wetzlar; 

H. L. 7. t 10. Sept. 1691. — Bruder des Philosophen Nicolaus 

Mauritius (IV C 2). 

2. Raciiel, Samuel, geb. 6. April 1628 in Lunden (Dithmarschen) ; 
1665/80. 1658 Prof. der Sittenlehre in Helmstedt; 1665 dritter Prof. 

des Natur- und Völkerrechts (las auch römisches 
Recht) in Kiel, wo er bei der Einrichtung der Universität 
vielen Einfluß hatte; 22. Januar 1666 Dr. jur. in Kiel, 
erster Bibliothekar; 1668 zweiter Prof.; 1680 Staller in 
H. L. 2. Eiderstedt, wurde in den Streitigkeiten des Herzogs mit dem 

König von Dänemark vielfach verwendet; f 13. Dez. 1691. 
Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 

3. Sannemann, Simon Heinrich, geb. in Hameln^); 1664 Dr. 
jur. in Rinteln; 1665 außerord. Prof., 1666 ord. Prof. in 
Kiel; las bis 1668 nur Institutionen, wurde nach der 
einen Mitteilung entlassen (ob neglectas muneris professoris 
partes officio motus), ging nach einer andern freiwillig 
ab, zuerst nach Hamburg, dann nach seinem Landsitz bei 
Rinteln. 

^) Den Geburts- und Todestag habe ich nicht ermitteln können. W. 



1666/68. 



25 

4. Michaelis, Heinrich, geb. 1627 ^) in Lübeck ; 1650 Dr. jur. 

in Greifswald, Prof. das., 1654 Syndikus der Stadt Stral- 1666/68. 
sund; 1666 ord. (zweiter) Prof. des Kodex und der In- 
stitutionen in Kiel; 1668 Syndikus in Lübeck; 
t 13. Jan. 1678. 

5. Scliwenclt, Johann, geb. 1633 in Garding 2); 1662 Advokat 

in Flensburg, 1664 Lic. jur. in Helmstedt; 1666 ord. Prof. 1666/69. 
der Novellen und Institutionen in Kiel; 1668 Dr. 
jur., trat 1669 zurück; lebte dann in Hamburg und zuletzt 
in Garding; f 9. Jan. 1696. 

6. von Wedderlcopp (Wedderkopff), Magnus, geb. 1638^) in 
Husum (Bruder des 1696 verstorbenen Hauptpastors M. 1669/79. 
Gabriel Wedderkopp in Kiel) ; 1664 Dr. jur. in Heidel- 
berg, im selben Jahre Prof. des öffentlichen und Lehnrechts 

das. ; 1668 Gesandter des Kurfürsten von der Pfalz am 
Hofe zu Gottorf; 1669 Prof. des Kodex in Kiel; dazu 
1676 Syndikus des Domkapitels und Rat des Fürstbischofs 
von Lübeck in Eutin; 1677 Kammerrat, später Geheim- 
rat des Herzogs Christian Albrecht und von ihm vielfach 
zu Gesandtschaften verwendet, 1683 vom Kaiser geadelt 
(von 1677 an wird er nicht mehr gelesen haben; es heißt 
bis 1679 in den Indizes regelmäßig : „in lectionibus publicis, 
quantum per publica negotia licebit, sedulo perget" ; seit 
1679/80 fehlt der Name); 1706 mit dem Generalsuper- 
intendenten Dr. theol. H. Muhlius (siehe I A 8) „perpetuus 
visitator et inspector der Universität". Auf Veranlassung 
seiner Gegner am Hofe Christian Augusts, des Admini- 
strators des holst.-gottorf. Gebiets, besonders des Baron 
Görtz, 1709 auf Gottorf verhaftet, nach der Festung 
Tönning gebracht und bis 1714 gefangen gehalten; durch 
Herzog Karl Friedrich 1719 als unschuldig anerkannt mit 
Ersatz für seine konfiszierten umfangreichen Güter; f 21. ö. U. 
Jan. 1721 in Hamburg. 

Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 



1) Der Geburtstag war nicht mehr zu ermitteln. W. 

2) Laut Gardinger Taulregister ist Seh. dominica 19. post Trinit. 
getauft worden; er war der Sohn eines Landschreibers Caspar Seh,, während 
Ratjen, Chronik 1858 S. 12, den Vater Johann Schwencks als den Eiderstedter 
Staller bezeichnet (was er vielleicht erst später geworden ist). W. 

^ Der Geburtstag ließ sich nicht mehr feststellen. W. 



26 



7. Martini, Nikolaus, geb. 9. April 1632 in Bentwisch in 
1671/1713. Mecklenburg; 1658 Lic. jur. in Rostock; 22. Jan. 1666 

Dr. jur. ; im gleichen Jahre Prof. der Politik in der philos. 
Fakultät in Kiel, daneben 1671 ord. Prof. in der Jurist. 
Fakultät (Novellen, Institutionen, Pandekten), 
1688 erster Prof. in der Jurist. Fakultät, 1702 Prokanzler, 
1704 von der philos. Professur zurückgetreten; 1712 von 
Ö. U. der Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, entbunden; 

t 13. Nov. 1713. 

8.^) Scliultz, Bernhard, geb. 1622 2) in Bremen; 1651 Dr. jur. 
1674/87. in Helmstedt, dann über 20 Jahre Prof. und hessischer Rat 

in Rinteln; 1674 erster Prof. der Rechte (Pandekten) 
in Kiel, dazu 1676 Prokanzler; f 23. Dez. 1687. 

9.1) Reyher, Samuel, geb. 19. April 1635 in Schleusingen; 
1683/1714. 1655 Bakkalaureus und 1656 Mag. der freien Künste in 

Leipzig, 1661 Privatdoz. der Rechte das., 1662 Erzieher 
eines Koburgischen Prinzen, 1665 Dr. jur. in Leiden, wo 
er wiederholt sich zum Studium der Rechte und der Mathe- 
matik aufgehalten hatte; 1665 ord. Prof. der Mathematik 
in Kiel; dazu 1673 außerord. Prof. der Rechte, 1683 ord. 
Prof. der Institutionen und 1692 des Kodex; im 
Juli 1712 vom Halten der Vorlesungen entbunden, blieb 
aber in Tätigkeit in beiden Fakultäten; f 20. Nov. 1714. — 
Urgroßvater des Mediziners Johann Georg Reyher (III C 13). 
Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 

10. Musäus, Simon Heinrich, geb. 19. Juli 1655 in Rinteln (Sohn 
des Theologen Peter Musäus, I A 1) ; 16. Dez. 1680 Lic. jur. 
in Gießen; 1684 Dr., erhielt 14. März 1682 vom Herzog 
Christian Albrecht mit Bezug auf die „vor Jahren gegebene 
exspectans ad Professionem" die „licenz publice und pri- 
vatim collegia in jure zu dociren"; am 4. Aug. 1682 außer- 
ord. Prof. für Natur- und Völkerrecht in der philos. Fakul- 
tät, dazu 29. Okt. 1688 außerord. Prof. und Assessor in der 
Jurist. Fakultät, 1689 ord. Prof. in der philos. Fakultät; 
4. Juni 1692 ord. Prof. der Institutionen, indem er 
aus der philos. Fakultät ausschied; f 8. Sept. 1711. 



0. u. 



1692/1711. 



1) In Nr. 8 und 9 habe ich die bei Volbehr gewählte Reihenfolge 
vertauscht. W. 

2) Der Geburtstag von Schultz war nicht mehr zu ermitteln. W. 



27 

1 1. Stryk, Elias August, geb. in Lenzen ^) in Brandenburg ; 1687 

Lic. jur. in Frankfurt a. 0., dann Advokat der brandenb. 1692/97. 
Kammer in Berlin; 1689 Dr. jur,, außerord. Prof. und 
Adjunkt der Jurist. Fakultät in Kiel; 1692 ord. Prof. des 
öffentlichen Rechts und der Novellen das.; 1697 
kurfürstlicher Hofrat in Hannover; f 1733. 

12. Schöpffer, Johann Joachim, geb. 23. Nov. 1661 in Quedlin- 
burg; 1683 Lic. und 1688 Dr. jur. in Frankfurt a. 0., 1683 1712/14. 
außerord. Prof. das., 1693 Prof. des Kodex und Konsi- 
storialassessor in Rostock, 1707 Konsistorialrat und Vize- 
direktor der Justizkanzlei das. ; 1712 erster Prof. in der 
Jurist. Fakultät (Feudalrecht, Erbrecht) und herzog- 
licher Justizrat in Kiel; kelirte 1714 nach Rostock zurück 

als Direktor der Justizkanzlei und Geheimrat; infolge 
seiner Teilnahme an Gewalttätigkeiten der mecklenb. Re- 
gierung gegen die Privilegien der Stadt Rostock geflohen; 
f 25. Sept. 1729 auf einer Reise nach Altstadt im Ei- 
senachschen. 

13. Amthor, Christoph Hinrich, geb. 1678 1) zu Stolberg; 1703 

ord. Prof. der philosophia civilis in der philos. Fakultät und 1712/14. 
außerord. Prof. des Privatrechts in Kiel, 1712 ord. Prof. 
des Vaterland. Rechts in der Jurist. Fakultät unter 
gleichzeitigem Verbleib in der philos. Fakultät; 12. Okt. 
1714 von König Friedrich IV. zum königl. Historiographen 
und Stadtpräsidenten in Rendsburg ernannt, verließ Kiel 
ohne die von dem herzogl. Administrator erbetene Entlas- H. L. 7. 
sung; 1719 nach Kopenhagen berufen; f das. 21. Febr. 1721. 
Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 

14. Vogt, Franz Ernst, geb. 4. Juli 1680 in Bückeburg; 1700 
Auditeur, dann Fiskal, 1704 Quästor über Bückeburg, 1712/24. 
1705 gleich andern Beamten bei dem Grafen von Schaum- 1730/36. 
bürg in Ungnade gefallen; 1709 Begleiter des jüngeren 
Bruders des Herzogl. Gottorfischen Geheimrats Baron 

V. Görtz auf die Universität Kiel; 1712 ord. Prof. der 
Rechte (Zivilrecht) das., während die Fakultät seine Pro- 
motion zum Doctor juris ohne Examen verweigerte und 
erst 1721 in absentia ihm die Doktorwürde verlieh; von 



1) Strycks und Amthors Geburtstage ließen sieh nicht mehr ermitteln. 

W. 



28 



1714 — 21 allein in der Jurist. Fakultät; 1724 gleichzeitig 
mit dem Prof. Arpe (unten Nr. 15) entlassen, weil er 
jahrelang wegen anderweitiger Beschäftigung als Advokat 
und Gerichtshalter wenig oder gar nicht gelesen habe; 
dann im Dienste des Herzogs von Plön und Norburg; 
1730 nach Kiel zurückberufen, auch zum Generalfiskal 
ernannt; f 23. Juni 1736. 

Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 

15. Arpe, Peter Friedrich, geb. 1682 1) in Kiel (Sohn des 
1721/24. Bürgermeisters H. P. Arpe). Nach längerem Aufent- 
halte in den Niederlanden auch als Hofmeister holst. 
Adeliger auf Reisen und nach Veröffentlichung zahlreicher 
Schriften meistens allgem. literarischen Inhalts 1716 — 19 
Privatdozent; 1721 ord. Prof. des öffentlichen und Pri- 
vatrechts in Kiel, wozu er schon 1716 designiert war; 
1724 entlassen, „weil er weder fleißig gelesen noch dispu- 
trrt hätte etc." (war weder Lizentiat, noch Doktor der 
Rechte, hatte auch das deßfällige Examen verweigert); 
seit 1729 in braunschweigischera Dienste (Legationsrat in 
Wolfenbüttel), seit 1733 in mecklenburgischem Dienste; 
21. April 1734 Justizrat bei der Geheimen Kommissions- 
kanzlei, 24. Okt. 1736 Justizrat bei der Justizkanzlei ; 
t Nov. 1740 in Schwerin-). 

16. Harpprecht von Harpprechtstein, Stephan Christoph, Herr 
1722/28. in Kaltenthal, geb. 16. Juni 1676 bei Tübingen (Sohn des 

Prof. der Rechte F. C. Harpprecht das.); 1699 Dr. jur. in 
Halle, 1702 außerord., später ord. Prof. der Rechte in 
Tübingen, 1709 Regierungsrat und Kammerprokurator in 
Stuttgart, 1712 wieder Prof. in Tübingen, von Kaiser 
Karl VI. geadelt und kaiserl. Rat, 1713 Fürstl. Lichten- 
steinischer Kammerdirektor, dazu Fürstl. Mansfeldischer 
Kanzler; 1722 erster Prof. der Rechte (römisches Recht) 
in Kiel, 1727 auch Prokanzler, erhielt 1728 die nachge- 
• suchte „Entlassung in sehr gnädigen Ausdrücken" ; dann Rat 
der Reichsritterschaft am Mittelrhein; 1730 Geheimer Rat 
in Sachsen-Meiningen, später in Lichtenstein; f 11. Jan. 1735. 

Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 

1) Tauftag 14. Mai. W. 

^) Den Tag des Ablebens konnte ich nicht feststellen; die Beerdigung 
Arpes hat nach Mitteilung des Großherzoglichen Geheimen und Hausarchivs 
am 14. Nov. stattgefunden. W. 



29 



17. 



18. 



19. 



20. 



21. 



Heubel, Johann Heinrich i); Lehrer der Kinder des 
Herzogs Christian August, Bischofs von Lübeck, dann 1722/23. 
mit politischen Aufträgen in Schweden und Rußland, 
bischöflicher Rat; 1719 bestallt, doch erst Sept. 1722 
angetreten als ord. Prof. des Natur- und Völkerrechts 
in Kiel ; 1723 wegen einer „Rede de paedantismo juridico" 
und Veröffentlichung seines „juristischen Credo" abgesetzt; 
lebte später in Hamburg; f 1758 '■^). 

Harttnann, Johann Zacharias, geb. 1695 b. Frankenhausen ^); 
1725 Dr. jur. in Helmstedt, vorher Advokat in Ostfries- 1725/40. 
land; 1725 ord. Prof. des römischen und vater- 
ländischen Rechts in Kiel; 1740 Hof- und Kanzlei- 
rat in Hannover; f 28. April 1742. 
Struve, Friedrich Gottlieb, geb. 10. Nov. 1676 in Jena 
(Sohn des dortigen Prof. Georg Adam Struve); 1703 Dr. 1726/52. 
jur. in Jena, Privatdoz. das. und Advokat beim Hofgericht; 
1722 Prof. am Gymnasium in Hildburghausen, auch Re- 
gierungs- und Konsistorialrat ; 1726 herzogl. Rat und ord. 
Prof. der Pandekten und des kanonischen Rechts in 
Kiel, 1727 auch Prof. der Praxis; 1728 der einzige ord. 
Prof. ; t 23. Juli 1752. 

Dorn, Amandus Christian, geb. 1. Nov. 1711 in Parchim; 
1736 Dr. jur. in Rostock; 22. Okt. 1737 ord. Prof. des 1737/65. 
deutschen und römischen Rechts in Kiel, dazu 
Kanzleirat in der herzoglichen Kanzlei, 1750 auch Prof. 
des kanonischen und bürgerl. Rechts, 1753 erster 
Prof. ; übernahm 1754 das Direktorium der „Kielischen 
Gesellschaft der schönen Wissenschaften"; 1759 Etatsrat; 
t 25. April 1765. 

Ratjen, Professoren der juristischen Fakuhät. 

Dreyer, Johann Karl Hinrich, geb. 1721*) in Wahren in 
Mecklenburg (Neffe des Geheimrats und Universitäts- 1745/53. 



1) Geburtsdatum unbekannt. 

') Nach Auskunft des Hamburger Staatsarchivs 



W. 
ist Justizrat Johann 
Heinrich Heubel am 6. Dez. 1758 auf dem Begräbnisplatz der Kirche zu St. 
Georg bestattet worden. W. 

3) Näheres ließ sich nicht mehr feststellen. W. 

^) Tauftag nach dem Wahrener Kirchenbuch 15. Dez. 1721 ; Geburtstag 
nach Landsberg, Gesch. d. deutschen -Rechtswissenschaft III, 1 (München u. 
Leipzig 1898), Noten S. 183 (wo allerdings ebenso wie bei Volbehr das Jahr 
1723 genannt wird) 13. De«. W. 



30 



Kurators E. J. v. Westphalen in Kiel); 1744 Dr. jur. in 
Helmstedt; 1745 ord. Prof. für deutsches Recht und 
holsteinische Praxis in Kiel; 1753 zweiter Stadt- 
syndikus in Lübeck, 1768 erster Syndikus, dazu seit 1761 
Dompropst des Stifts Lübeck. Er war vielseitiger Schrift- 
steller auf dem Gebiete des deutschen Rechts und besonders 
verdient um die Geschichte und das Recht Lübecks ; f 15. 
Febr. 1802. 

Eatjen, J. C. H. Dreyer und E. J. v. Westphalen. Kiel 1861. 

22. Gadendam^), Johann Wilhelm, geb. 1709 -) in Lauenburg; 
1753/56. Privatgelehrter in Hamburg, Dr. jur., 1742 Prof. der Ge- 
1765/71. schichte auf der Friedrichs-Akademie zu Bayreuth, las 

auch Geschichte des römischen Rechts und Naturrechts ; 
1743 bei Verlegung der Akademie nach Erlangen erster 
Prof. der Rechte, der Geschichte und Prokanzler das., 
nahm 1745 seinen Abschied; 1751 advocatus fisci in Kiel 
bei dem Prozeß gegen den Minister Westphalen ; 28. Sept. 
1753 zweiter ord. Prof. der Rechte das., von 1756 — 1764 
nicht im Index ; gemeinschaftlich mit Eilendsheim (II C 7) 
Ö. U. angeklagt, 1764 freigesprochen, 1765 wieder Prof. (kano- 

nisches, Zivil- und Kriminalrecht); f 8. Aug. 1771. 
Ratjen, Professoren der juristischen Fakultät. 

23. Winkler, Karl Friedrich, geb. 27. Jan. 1722 in Leipzig; 
1753/84. 1743 Notar und Advokat das., 1745 Dr. jur. in Göttingen, 

1752 Advokat und dazu Universitäts-Syndikus in Kiel, im 
selben Jahre Privatdoz. ; 1753 dritter Prof. der Rechte 
(deutsches Recht und Praxis), daneben noch Ad~ 
ö. U. vokat; 29. Nov. 1780 wegen Augenleiden von allen Ge- 

schäften dispensiert; f 12. Febr. 1784. 

24. V. Carrach, Johann Philipp, geb. 1730 in Halle; 1750 
1768'69. Dr. jur. und 1752 außerord. Prof. das., 1757 Hofrat, 1764 

ord. Prof. in Duisburg; 1768 erster Prof. der Rechte und 
Prokanzler in Kiel, April 1769 seiner Ämter entkleidet 
und verwiesen; ward in Wien katholisch^). 



1) Schrieb sich 1773 als Student ins Album: Johann Wilhelm Gaden. 

V. 
^) Gadendams Geburtstag war nicht mehr zu ermitteln. W. 

^) Die weiteren Schicksale v. Carrachs habe ich nicht feststellen können,, 
ebensowenig den Geburtstag. W. 



31 

25. Fricke, Johann Heinrich, geb. 1. Nov. 1740 in Wolfen- 
büttel; Dr. jur. in Göttingen, Universität.s-Aktuar und 1770/73. 
Privatddz. das. ; 13. April 1770 dritter ord. Prof. der Rechte 

in Kiel (kündigte an: Rechtsgeschichte, Institu- 
tionen, Pandekten, Reichsgeschichte, Reichs- 
prozeß, kanonisches Recht, deutsches Recht, 
Praktikum); Aug. 1773 ord. Prof. in Halle; f 9. Jan. 1775. 

26. Bröckel, Georg, geb. 4. März 1744 (?) in Hannover; 1770 

Dr. jur. und Privatdoz. in Göttingen; 10. April 1772 dritter 1772/88. 
ord. Prof. in Kiel (Institutionen, Pandekten, Rechts- 
geschichte); t 20. Aug. 1788^). 

27. Mellmann, Johann Dietrich, geb. 2. Okt. 1746 in Klütz 

in Mecklenburg; 1770 Dr. jur. und Privatdoz. in Kiel; 1773/1801. 

1773 vierter ord. Prof. das. (Prozeß, Institutionen, W.U. 
deutsches Recht, Kriminalrecht); f 18. Aug. 1801. 

28. Trendelenburg, Adolf Friedrich, geb. 25. Mai 1737 in 
Neustrelitz; 1760 Dr. jur. und Privatdoz. in Göttingen, 1775/1803. 
1761 Dr. phil,, außerord. Prof. und Beisitzer der Juristen- 
fakultät in Helmstedt, im selben Jahr ord. Prof. in Bützow, 

1774 Assessor des hohen schwedischen Tribunals zu Wis- 
mar; 29. April 1775 erster ord. Prof. der Rechte, Ordi- 
narius im Spruchkollegium und Etatsrat in Kiel (römisches 
Recht, deutsches Recht, Prozeß, Kriminalrecht, 
Völkerrecht, Handelsrecht, Moralphilosophie; 

war durch seine praktischen Übungen von großem W.U. 
Einfluß); f 18. Aug. 1803. 

29. Majer, Johann Christian, geb. 25. Dez. 1741 in Ludwigs- 
burg in Württemberg ; Student der Philosophie und Theo- 1776/77. 
logie in Tübingen, 1762 Mag. das., Student der Rechte 

in Jena, 1771 Dr. jur. und außerord. Prof. der Philosophie 
das., 1772 Lehrer des Erbprinzen in Weimar; 1776 Justizrat 
und fünfter Prof . der Rechte in Kiel (Reichsgeschichte, 
Staatsrecht, Kirchenrecht); 1777 ord. Prof. in 
Tübingen, 1819 emeritiert; f 3. März 1821. 

Leichenrede von J. G. Miiuch, Tübingen 1821. 



1) Nicht 20. Sept., wie Volbehr sagt; im Kieler Kirchenregister ist 
zugleich vermerkt, daß B., geb. zu Hannover, 42 Jahre alt geworden sei, was 
mit dem von V. angegebenen Geburtsjahr 1744 ebenfalls in Widerspruch 
steht. Wie V. auch Kordes S. 43.5, während Weidlich, Biograph-Nachrichten 
der jetzt lebenden Rechtsgelehrten Th. I (Halle 1781) S. 100 den 4. März 1748 
als Geburtstag angibt. W. 



32 



30. Musäus, Johann Daniel Heinrich, geb. 1. Sept. 1749 in 
1781/82. Meiningen 1); 1773 Dr. jur. und Privatdoz. in Göttingen, 

1.776 außerord. Prof. der Rechte in Kiel (Staatsrecht, 
Reichsprozeß, Völkerrecht, Kirchenrecht, 
Wechselrecht); 1781 ord. Prof. das.; 27. Juni 1782 
ord. Prof., Regierungsrat und Syndikus in Gießen; Ge- 
heimer Regierungsrat 1803, Geheimer Rat 19. Jan. 1805; 
t 6. Aug. 1821. 

31. Jensen, Friedrich Christoph, geb. 17. Juli 1754 in Kiel 
1785/1802. (Sohn des Advokaten und Landsyndikus Joh. Friedr. Jensen); 

Advokat in Kiel, 1778 Dr. jur. das. und 1779 Privatdoz,, 
auch Sekretär der fortwährenden Deputation von Prälaten 
und Ritterschaft; dazu 1781 außerord. Prof., 1785 ord. 
Prof. der Rechte (römisches und deutsches Recht, 
Kirchenrecht, Reichsprozeß, Kriminalrecht); 
1802 Mitglied (Deputierter) der deutschen Kanzlei in 
Kopenhagen und Etatsrat, später Konferenzrat; trat 1819 
zurück; f 25. März 1827 in Heide. 

32. Weber, Adolph Diederich, geb. 17. Juni 1753 in Rostock; 
1775 Advokat das., 1776 Dr. jur. zu Bützow; 9. Juli 1784 
außerord. Prof. der Rechte und Üniversitäts-Syndikus in 
Kiel; 1786 ord. Prof. (römisches Recht, Zivil- und 
Kriminal-Prozeß); 1791 ord. Prof. und Konsistorial- 
Vizedirektor in Rostock; f 18. Nov. 1817. 

33. Schrader, Ludwig Albrecht Gottfried, geb. 9. Aug. 1751 
in Salzdahlum (Braunschweig); Advokat in Elmshorn, 
1779 Regierungs- und Obergerichts-Advokat in Pinneberg; 
1790 ord. Prof. in Kiel („Lehrbuch der schlesw.-holst. 
Landesrechte'*), 1805 Etatsrat, Syndikus von Prälaten und 
Ritterschaft; f 17. Jan. 1815. — Bruder des Mathematikers 
und Physikers Johann Gottlieb Friedrich Schrader (IV C 34). 

34. Gramer, Andreas Wilhelm, geb. 24. Dez. 1760 in Kopen- 
hagen (Sohn des Theologen Johann Andreas Gramer, 
I A 19, Bruder des Philologen Karl Friedrich Gramer, 



W.U. 



1786/91. 



1790/1815. 



W.U. 



1792/1833. 



1) So im Meininger Kirchenbach, während Strieder, Grundlagen zu einer 
hessischen Gelehrten- und Schriftstellergeschichte 9 S. 328, und Scriba, Bio- 
graphisch-literarisches Lexikon der Schriftsteller des Großherzogtums Hessen 
II S. 513, und auch die juristische Fakultät Gießen das Datum 31. August 
angaben. W. 



3 3 

IVA 44); 1785 Dr. jur. und Privatdoz.; 1786 außerord. 
Prof. und 1792 ord. Prof. des römischen Rechts (las W.U. 
auch über latein. Dichter) in Kiel; 1810 Etatsrat, 1826 H.L.7. 
Oberbibliothekar; f 23. Jan. 1833. 

Ratjen, A. W. Cramers kleine Schriften nebst G. W. Nitzsch : 
Memoria Crameri. Leipzig 1837. 

35. Thibaut, Anton Friedrich Justus, geb. 4. Jan. 1772 in 
Hameln; 1794 Dr. pliil. in Kiel, 1796 Dr. jur. und Privat- 1801/02. 
doz., 1798 außerord. Prof. und 1801 ord. Prof. des rö- 
mischen Rechts in Kiel; dazu 1800—1802 Interim. 
Syndikus; 1802 ord. Prof. in Jena; 1805 in Heidelberg, H. L. 7. 
1826 Geheimrat; f 28. März 1840. 

Baumstark, A. F. J. Thibaut. Blätter der Erinnerung 1841. 

36. V. Feuerbach, Paul Johann Anselm, geb. 14. Nov. 1775 

in Jena; Dr. jur. und phil. das., 1799 Privatdoz., 1801 1802/04. 
ord. Prof. das., 1802 ord. Prof. für Krirainalr echt und 
Universitätssyndikus in Kiel; 1804 Prof. in Landshut, 
1805 Geheimer Justizreferendar in München mit dem Auf- 
trag zum Entwurf eines bayrischen Kriminalgesetzbuchs, 
1808 Geheimrat, 1814 zweiter, 1818 erster Präsident des H. L. 7. 
Appellationsgerichts in Ansbach; f 29. Mai 1833. 

37. Reitemeier, Johann Friedrich, geb. 23. Mai 1755 in Göt- 
tingen; 1783 Dr. jur. und Privatdoz. das., 1785 ord. Prof. 1805/11. 
der Rechte in Frankfurt a. 0.; 1805 erster Prof. (deut- 
sches Recht, Kriminalrecht), Ordinarius des Spruch- 
kollegiums, Etatsrat in Kiel (steht nur bis zum Sommer 

1807 im Lektionsverzeicjinis); 1811 mit vollem Gehalt 
entlassen; lebte dann in Kopenhagen, später wieder in 
Kiel; 1829 „wegen Beleidigung der höchsten Behörden 
in Dänemark und Holstein" zu dreijähriger Festungshaft 
verurteilt, verließ aber das Land; f 28. August 1839 in 
Hamburg. 

38. Schweppe, Albrecht, geb. 21. Mai 1783 in Nienburg an 

der Weser; 1803 Dr. jur. und Privatdoz. in Göttingen; 1805 1815 18 
außerord. Prof. in Kiel; 1815 ord. Prof. für römisches 
Recht das.; 1818 ord. Prof. in Göttingen, 1822 Rat im 
hansischen Oberappellationsgericht in Lübeck; f 23. Mai 
1829. 



34 



39. Falck, Niels Nikolaus, geb. 25. Nov. 1784 in Emmerleff; 

1815/50. - studierte Theologie und Philologie, betrieb als Hauslehrer 
das Studium der Rechte, 1808 Dr. phil. in Kiel, 1809 als 
Jurist examiniert (I. Charakter), 1810 Beamter in der 
schlesw.-holst.-lauenb. Kanzlei; 1814 außerord. Prof. der 
Rechte, 1815 Dr. jur. und ord. Prof. für deutsches und 
s ch 1 es w. -holst. Recht in Kiel, 1826 Ordinarius des 
Spruchkollegiums, 1832 Etatsrat, 1834—40 Mitglied der 
schlesw. und der holst. Ständeversamml., 1841 — 46 Mit- 
glied der schlesw. Ständeversamml., deren Präsident er 
viermal war, seit 1836 auch außerord. Beisitzer des Ober- 
appellationsgerichts in Kiel, Präsident der von ihm mit- 
begründeten Gesellschaften für Sammlung und Erhaltung 
Vaterland. Altertümer und für schlesw.-holst.-lauenb. Ge- 
schichte, 1848 — 49 Mitglied der schlesw. -holst. Landes- 
versammlung. Er war gleich verdient als Universitäts- 

H. L. 7. lehrer („Handbuch des sclüesw.-holst. Privatrechts") wie 

als Vertreter der Landessache; f 11. Mai 1850. 
Ratjen, Nikolaus Falck, Nekrolog, Kiel 1851. 
Fr. Brockhaus, Nikolaus Falck, eine akademische Gedächtnisrede. 
1884. 



40. Welcker, Karl Theodor, geb. 29. März 1790 in Ober- 
1815/16. Ofleiden in Hessen; 1813 Dr. jur. und Privatdoz. der 

Rechte in Gießen; 1815 ord. Prof. (Enzyklopädie, 
Naturrecht, Kriminalrecht) in Kiel; 1816 in Heidel- 
berg, 1819 in Bonn, 1822 in Freiburg; 1832 pensioniert, 
1833 wegen Beleidigung der Regierung angeklagt, aber 
freigesprochen; 1848 — 49 badischer Gesandter bei der 
H. L. 7. Zentralgewalt in Frankfurt, Dez. 1849 auf Ansuchen 

pensioniert; f 10. März 1869. 

41. Tönsen, Markus, geb. 20. Nov. 1772 in Kius in Angeln; 
1816/1850. 1796 als Theologe examiniert, 1796—97 Prediger der 

deutschen Gemeinde in Dublin, 1799 — 1801 Student der 
Rechte in Kiel, 1801 als Jurist examiniert (L Charakter), 
1802 Untergerichtsadvokat, 1804 üniversitätssyndikus, 1805 
Obergerichtsadvokat, im selben Jahr Hardesvogt der Tonder- 
und Hoyerharde; 1816 ord. Prof. und 1817 Dr. jur. h. c. 
H.L.32. in Kiel (Privatrecht, Prozeß); 1841 Etatsrat, 1850 

pensioniert; f 11. Juli 1861. 



35 

42. Brinkmann, Heinrich Rudolph, geb. 3. Jan. 1789 in Oster- 

rode; 1812 Dr. jur. und Privatdoz. in Göttingen, zugleich 1822/34. 
Advokat, Prokureur beim westfäl. Distriktsgericht und 
Assessor des Krirainalgerichtshofes das., 1815 Notar, 1817 
Beisitzer des Spruchkollegiums in Göttingen; 1819 außer- 
ord. Prof. des römischen Rechts und 1822 ord. Prof. 
in Kiel; 1834 Rat im schlesw.-holst.-lauenb. Oberappel- 
lationsgericht, 1855 wider Willen durch die dänische Re- 
gierung pensioniert; f 20. Jan. 1878. — Vater des Juristen 
Alfred Heinrich Theodor Karl Brinkmann (II D 27). 

43. Burchardi, Georg Christian, geb. 23. Okt. 1795 in Ketting 

auf Alsen; 1818 als Jurist examiniert (I.Charakter), 1819 1822/45. 
Dr. jur. in Kiel, dann Privatdoz. und im selben Jahr 
außerord. Prof. der Rechte in Bonn, 1821 ord. Prof. das.; 
1822 ord. Prof. des römischen Rechts in Kiel, dazu 
1836 außerord. Mitglied des Oberappellationsgerichts, 1838 
bis 1844 Abgeordneter der Universität zur holst. Stände- 
versammlung; 1845 Rat im Oberappellationsgericht in Kiel, 
1848 Abgeordneter der Stadt Kiel für die vereinigte schlesw. 
und holst. Ständeversamralung in Rendsburg, 1853 wieder 
Abgeordneter für Kiel zur holst. Ständeversammlung und 
Präsident derselben; 1854—61 Mitglied des Reichsrats für 
den dänischen Gesamtstaat, 1. Sept. 1867 bei der Auf- 
lösung des Oberappellationsgerichts pensioniert; f 16. Juli H. L. 7. 
1882. — Vater des Juristen Rudolph Johann B. (II D 31). 

44. Kierulff, Johann Friedrich, geb. 7. Dez. 1807 in Schleswig; 

1831 Dr. jur. und Privatdoz. in Kiel, 1834 außerord., 1839 1839/42. 
ord. Prof. des bürgerl. Rechts das. ; 16. Okt. 1841 als Prof. 
nach Rostock berufen, 20. Dez. 1843 Rat und 1852 Vize- 
präsident des Oberappellationsgerichts das. ; seit 30. Dez. 1853'^ 
Präsident des Oberappellationsgerichts der freien Städte in 
Lübeck, 1879 bei dessen Auflösung pensioniert; f 17. Juli 
1894 in Lübeck. 

45. Herrmann, Emil, geb. 9. April 1812 in Dresden; 27. Febr. 

1834 Dr. jur. in Leipzig, 8. März 1834 Privatdoz. ebenda; 1842/47. 
Michaelis 1836 außerord., Michaelis 1842 ord. Prof. des 



^) Genaueres war trotz Anfrage in Heidelberg nicht za ermitteln. 

W. 

3* 



36 



H. L. 7. 



1842/48. 



H. L. 7. 



1844/54. 



H. L. 7. 



1845/48. 



1849/52. 



H. L. 7, 32. 



1850/67. 



Kirchenrechts in Kiel; Ostern 1847 ord. Prof. in Göt- 
tingen, 12. Dez. 1867 Prof. in Heidelberg, 1. Febr. 1873 
Präsident des Oberkirchenrats in Berlin, wirklicher Ge- 
heimrat, später ^) wieder Prof. in Heidelberg ; f 16. April 
1885 in Gotha. 

46. Paulsen, Paul Detlev Christian, geb. 10. Jan. 1798 in 
Flensburg; 1821 als Jurist examiniert, 1823 Lic. jur. und 
Privatdoz. in Kopenhagen, 1824 Dr. jur. das., 1826 außerord. 
Prof. für dänisches und schlesw. -holst. Recht in 
Kiel; 1842 ord. Prof. das., verließ 1848 Kiel; dann Hilfs- 
arbeiter in der schlesw.-holst.-lauenb. Kanzlei in Kopen- 
hagen; hielt 1848—50 das. an der Universität Vorlesungen 
über schleswigsches Recht, Etatsrat, 1850 Mitglied der 
Oberjustizkommission und 1852 erster Rat im Appellations- 
gericht für Schleswig in Flensburg ; f 28. Dez. 1854. 

47. Christiansen, Johannes, geb. 31. März 1809 in Schleswig; 
1833 Dr. jur., 1834 Privatdoz. in Kiel, 1843 außerord. 
Prof., 1844 ord. Prof. des römischen Rechts das.; 1846 
Mitglied der holst. Ständeversammlung, 1848 — 50 der 
schlesw. -holst.. Ständeversammlung; f 19. März 1854. 

48. V. Madai, Karl Otto, geb. 29. Mai 1809 auf Gut Zscherben 
bei Halle; 10. Dez. 1831 Dr. jur. und Juni 1832 Privatdoz. 

i in Halle, 18. Mai 1835 außerord. Prof. das., 1837-42 Prof. 
in Dorpat, 1843 Rat im Nassauischen Gerichtshof; 1845 
ord. Prof. des römischen Rechts in Kiel; 1848 holst. 
Bundestagsgesandter in Frankfurt; 13. Okt. 1847 Prof. in 
Freiburg, 4. Sept. 1849 Prof. in Gießen; f 4. Juni 1850. — 
Bruder von II C 23. 

49. von liiering, Rudolf, geb. 22. Aug. 1818 in Aurich; 6. Aug. 
1842 Dr. jur. in Berlin, 12. März 1845 Prof. in Basel, 
5. Mai 1846 in Rostock; Ostern 1849 ord. Prof. des 
römischen Rechts in Kiel; 15. Dez. 1852 Prof. in 
Gießen, 15. Okt. 1860 Geh. Justizrat, 20. Jan. 1868 in 
Wien (Hofrat; erblicher Adel 1872), 1. Juli 1872 in 
Göttingen; 3. Aug. 1892 Geh. Oberjustizrat; f ebenda 
17. Sept. 1892. 

50. von Planck, Ritter Johann Julius Wilhelm, geb. 22. April 1817 
in Göttingen (Sohn des Theologen Heinrich Planck) ; 1837 
Dr. jur. in Göttingen, Michaelis 1839 Privatdoz. das., Ostern 



37 

1842 ord. Prof. der Rechte in Basel, 26. Febr. 1845 nach 
Greifswald berufen, dazu 1848 Appellationsgerichtsrat; 
1. Okt. 1850 ord. Prof. des Kriminalrechts und Ordi- 
narius im Spruchkollegium in Kiel, dazu 1853 außerord. 
Beisitzer des Oberappellationsgerichts, von Jan. 1864 bis 
Juni 1866 Interim. Universitäts-Kurator; 1. Mai 1867 ord. 
Prof. in München; 29. Jan. 1875 Geheimrat, Ritter, legte 
1. April 1895 seine Lehrtätigkeit wegen Krankheit nieder; 
t 14. Sept. 1900. — Vater des Physikers Max Planck H. L. 7. 
(IV C 74). 

51. Schmid, Andreas Christian Johannes, geb. 4. Jan. 1817 in 
Tondern; Ostern 1838 als Jurist „mit sehr rühmlicher Aus- 1853/55. 
Zeichnung" examiniert, 20. Juni 1838 Dr. jur. in Kiel; 1839 
Privatdoz. das. (gemeiner und vaterländischer Zivilprozeß), 

1849 Richter der Uggelharde (bei Flensburg), 2. Okt. 1851 
außerord. Dozent des schleswigschen Rechts in Kopenhagen, 
Prof.; 3. März 1853 ord. Prof. des schleswigschen 
Partikularrechts und des dänischen Rechts in 
Kiel; 18. Aug. 1853 Mitglied und Präsident der schleswig- 
schen Provinzial-Ständeversammlung; 1. Dez. 1855 Rat im 
Oberappellationsgericht, 1869 pensioniert; f 25. Mai 1893 
in Glücksburg. 

52. Girtanner, Wilhelm, geb. 17. Juli 1823 in Schnepfenthal; 

19. Febr. 1847 Dr. jur. in Heidelberg, 1848 im Staats- 1853/61. 
examen zu Gotha bestanden, Mai 1848 Privatdoz. in Jena, 
Nov. 1850 außerord. Prof. das.; Ostern 1853 ord. Prof. des 
römischen Rechts in Kiel; f 28. Juli 1861 (beerdigt in 
Gotha). 

Nekrolog (Verf. ungenannt) in üniversitätschronik 1861. 

53. Neuner, Georg Karl, geb. 24. Juni 1815 in Darmstadt; 

28. Okt. 1843 Dr. jur. in Gießen, Akzessist beim Hof- 1854/82. 
gericht in Darmstadt, 1847 in der Staatsprüfung vorzüg- 
lich bestanden; 18. Febr. 1848 Privatdoz. und 11. Aug. 
1851 außerord. Prof. in Gießen; 1. Okt. 1854 ord. Prof. 
des römischen Rechts in Kiel, 1876 Geh. Justizrat; 
t 29. Aug. 1882. 

Schott, Nekrolog in Chronik der Universität 1882. 



38 



54. Wllda, Wilh. Eduard, geb. 17. Aug. 1800 in Altona; 1825 
1854/56, Dr. jur. in Heidelberg, 1826 Advokat in Hamburg, im 

April 1831 Privatdoz. in Halle, 17. Aug. 1831 außerord. 
Prof. das., 31. Mai 1842 (zum 1. Okt.) ord. Prof. der Rechte 
in Breslau; 4. Sept. 1854 ord. Prof. des deutschen Rechts 
in Kiel, 1856 Etatsrat; fQ. Aug. 1856. — Bruder des 
Kameralisten Ferdinand Adolf Wilda (IV D 57). 

Planck, Nekrolog in Chronik der Universität 1856. 

55. V.Roth, Paul, geb. 11. Juli 1820 in Nürnberg; 2. Febr. 
1858/63. 1848 Dr. jur. in Erlangen ; 12. Juli 1850 außerord. Prof. 

in Marburg, 25. Okt. 1853 ord. Prof. in Rostock ; Ostern 
1858 ord. Prof. für deutsches Privatrecht, deutsche 
Staa'ts- und Rechtsgeschichte, Staatsrecht und 
holst. Partikularrecht in Kiel; 1. April 1863 ord. 
Prof. in München, Mitglied der Akademie der Wissen- 
schaften und Oberbibliothekar das., 1. Sept. 1866 Ober- 
H. L. 32. bibliothekar der Universitätsbibliothek, legte 1. Aug. 1890 

seine Lehrtätigkeit nieder; f 28. März 1892. 

56. Dietzel, Gustav, geb. 27. Febr. 1827 in Altenburg; 1851 
1862/64. Dr. jur. in Jena, 16. März 1851 Privatdoz. in Leipzig, 

26. Okt. 1855 außerord. Prof. das. ; Ostern 1862 ord. Prof. 
des römischen Rechts in Kiel; 127. April 1864. 

Junghans, Nekrolog in Unirersitätschronik 1863'64. 



57. Hänel, Albert, geb. 10. Juni 1833 in Leipzig; 28. Dez. 
1863/ 1857 Dr. jur. und 25. Jan. 1858 Privatdoz. das. ; 26. Juni 

1860 außerord. und 12. Mai 1862 ord. Prof. der Rechte in 
Königsberg; 30. Sept. 1863 ord. Prof. für deutsches 
Privat recht, deutsche Staats- und Rechts- 
geschichte in Kiel; 1867 bis 1893 Abgeordneter zum 
Preußisclien Landtag und bis 1903 zum Norddeutschen, 
später Deutschen Reichstag; 30. Aug. 1893 Geh. Justizrat, 
18. Sept. 1895 Ehrenbürger der Stadt Sprottau, 16. März 
1903 Dr. h. c. scientiae publicae der Universität Tübingen ; 
am 8 April 1911 von seinen amtlichen Verpflichtungen 
entbunden; 10. Nov. 1911 Ehrenbürger der Stadt Kiel, 
4. Juni 1913 Ehrendoktor der philosoph. Fakultät Kiel. 



39 

58. von Bechmann, Ritter, Georg Karl August, geb. 16. Aug. 

1834 in Nürnberg; 4. Aug. 1860 Dr. jur. in Erlangen, 1864/70. 
5. April 1861 Privatdoz. in Würzburg, 12. Juli 1862 ord. 
Prof. der Rechte in Basel, 1. April 1864 in Marburg; 
1. Okt. 1864 ord. Prof. des römischen Rechts in Kiel, 
seit 1867 von der Universität präsentiertes Mitglied des 
Preußischen Herrenhauses; 1. April 1870 ord. Prof. in 
Erlangen, 1. April 1879 ord. Prof. in Bonn, 3. Nov. 1879 
Geh. Justizrat, 1. April 1888 nach München berufen, 
31. Dez. 1899 Kgl. Geheimer Rat, 25. März 1906 Prädikat 
Exzellenz; f 11. Juli 1907 in München. 

59. Dove, Richard Wilhelm, geb. 27. Febr. 1833 in Berlin ; 

28. Juli 1855 Dr. jur. und 9. Mai 1859 Privatdoz. das., 1865/68. 
25. März 1862 außerord. und 28. April 1863 ord. Prof. 
in Tübingen; 18. Okt. 1865 ord. Prof. für deutsches 
und Privatrecht, Kirchenrecht, deutsche Staats- 
und Rechtsgeschichte in Kiel; 18. Febr. 1868 ord. 
Prof. in Göttingen, 6. Aug. 1875 Geh. Justizrat, 1. Aug. 
1887 Dr. theol. h. c; f 18. Sept. 1907. 

60. Wieding, Karl Johann Friedrich Wilhelm, geb. 1. Sept. 

1825 in Tondern (1848—50 in der schlesw.-holst. Armee, 1867/87. 
im letzten Jahr Sekondeleutnant), 7. Nov. 1857 Dr. jur. 
und 20. März 1858 Privatdoz. in Berlin, 7. Aug. 1861 
ord. Prof. der Rechte in Greifswald; 26. Sept. 1867 ord. 
Prof. für Zivil- und Strafprozeß und Strafrecht 
in Kiel; f 24. Okt. 1887. 

61. John, Richard Eduard, geb. 7. Juli 1827 in Marienwerder ; 

17. März 1853 Dr. jur., 21. April 1853 Privatdoz. in 1868/69. 
Königsberg, 22. Febr. 1856 außerord., 26. Sept. 1859 ord. 
Prof. der Rechte das.; Ostern 1868 ord. Prof. für Krimi- 
nalrecht, Kriminalprozeß und preußisches Recht 
in Kiel; Ostern 1869 ord. Prof. in Göttingen, 1870 Ober- 
appellationsgerichtsrat in Lübeck, 1876 wieder Prof. in H. L. 32. 
Göttingen, 15. Jan. 1876 Geh. Justizrat; f das. 7. Aug. 1889. 

62. Hlnschius, Paul, geb. 15. Dez. 1835 in Berlin; 10. Febr. 

1855 Dr. jur., 8. Dez. 1859 Privatdoz., 15. Mai 1863 1868/72. 
außerord. Prof. des Kirchenrechts in Halle, 15, Juni 1865 
außerord. Prof. in Berlin; 29. Juni 1868 als ord. Prof. 



40 



des Kirchen- und Staatsrechts nach Kiel berufen, 

1871 Vertreter der Universität im Herrenhause ; 27. März 

1872 ord. Prof. in Berlin, 1872 und 1874 Reichstags- 
abgeordneter des 2. schlesw.-holst. Wahlkreises, 13. Febr. 
1884 Geh. Justizrat; f 13. Dez. 1898 in Berlin. 

63. Bremer, Franz Peter, geb. 13. Sept. 1832 in Neuß; 1857 
1870/72. Auskultator, 1862 Assessor beim Landgericht in Bonn; 

8. Aug. 1863 Dr. jur. und 4. Juni 1864 Privatdoz. in Bonn, 
18. März 1868 außerord. Prof. in Göttingen; 29. Jan. 1870 
ord. Prof. desrömischenRechtsin Marburg und 9. April 
1870 in Kiel; 20. April 1872 ord. Prof. in Straßburg, 
1. Okt. 1897 emeritiert und nach Bonn übergesiedelt. 

64. Brockhaus, Friedrich Arnold, geb. 21. Sept. 1838 in 
1872/88. Dresden ; 20. Febr. 1861 Dr. jur. in Leipzig, 16. Dez. 1863 

Privatdoz. in Jena, 8. Febr. 1869 außerord. Prof. das., 
Ostern 1871 ord. Prof. des Kirchenrechts in Basel; Michaelis 
1872 ord. Prof. des Kirchenrechts und des deutschen 
Privat- und Staatsrechts in Kiel; 3. April 1888 nach 
H. L.32. Marburg, 1. Okt. 1889 nach Jena versetzt; f das. 14. Okt. 

1895. 



1872/77. 



H. L. 32. 



1877/85. 



65. von Burckhard, Ritter, Hugo, geb. 30. Okt. 1838 in Weida, 
Sachsen- Weimar; 6. Aug. 1860 Dr. jur. in Jena, das. 18. Juli 
1863 Privatdoz., 12. August 1866 außerord. Prof. ; 19. Juli 
1872 ord. Prof. des r ö m i s c h e n R e c h t s in Kiel ; 28. Febr. 
1877 ord. Prof. in Greifswald, zum 1. Okt. 1881 nach 
Würzburg berufen, 24. Okt. 1896 durch Verleihung des 
Ritterkreuzes des K. B. Verdienstordens der Bayrischen 
Krone geadelt, 1901 Kgl. Geheimer Rat, vom 1. April 1913 
ab von der Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, ent- 
bunden; lebt in Würzburg. 

66. Schott, Hermann Simon, geb. 5. April 1842 in Knittels- 
heim, bayr. Pfalz; 19. Juni 1867 Dr. jur. in München, 
3. Aug. 1871 Privatdoz. und 25. März 1875 außerord. Prof. 
in Heidelberg; Ostern 1877 ord. Prof. des römischen 
Rechts in Kiel; 1. Juli 1885 ord. Prof. in Dorpat, 
russischer Staatsrat, 9. Dez. 1886 nach Breslau berufen; 
t das. 25. Nov. 1895. 



41 



67. Lenel, Otto, geb. 13. Dez. 1849 in Mannheim; 1871 Dr. jur. 

in Heidelberg, 1876 Privatdoz. in Leipzig, 26. Sept. 1882 1882/84. 
ord. Prof. des römischen Rechts in Kiel; 1. Okt. 1884 
ord. Prof. in Marburg, 31. Dez. 1884 (zum 1. April 1885) 
nach Straßburg, 1. Okt. 1907 nach Freiburg berufen, zu- 
gleich Großhcrzogl. Bad. Geheimer Rat. 

68. Schloßmann, Siegmund Alexander, geb. 18. Nov. 1844 in 
Breslau; 8. Okt. 1868 Dr. jur. in Greifswald, 1871/73 1884/1909. 
Preuß. Gerichtsassessor, 9. Mai 1874 Privatdoz. in Breslau, 

18. Okt. 1874 außerord. Prof. in Bonn; 8. Aug. 1884 
ord. Prof. des römischen Rechts in Kiel; 4. Sept. 1904 
Geh. Justizrat; f 2. Juli 1909 in Kiel. 

Niemeyer, Gedächteisrede in Chronik der Universität 1909/10. 

69. Jörs, Paul, geb. 8. Okt. 1856 in Demmin (Pommern); 

1. Juli 1882 Dr. jur. und 1. Aug. 1882 Privatdoz. in Bonn; 1885/88. 
12. Okt. 1885 ord. Prof. des römischen Rechts in Kiel; 
15. Okt. 1888 nach Gießen, 16. Dez. 1895 (zum 1. April 
1896) nach Breslau, 1. Okt. 1905 nach Wien berufen. 

70. von Kries, August, geb. 20. Jan. 1856 in Roggenhausen, 
Westpr.; Dr. jur. Berlin 2. Febr. 1876, habilitiert Göttingen 1887/94. 
28. Okt. 1877, außerord. Prof. Gießen 14. Dez. 1881 (vom 

1. April 1882 ab), ord. Prof. das. 9. Dez. 1882, 13. Nov. 
1886 nach Rostock berufen; 28. Dez. 1887 nach Kiel für 
Prozeß- und Straf recht, trat dies Amt im Sommer- H. L. 32, 
Semester 1888 an; f 7. Jan. 1894 in Kiel. 

71. Pappenheim, Max, geb. 2. Febr. 1860 in Berlin; Kammer- 
gerichtsreferendar 31. Jan. 1880 bis 21. April 1881; Dr. 1888/ 
jur. Berlin 16. April 1881; habilitiert Breslau 28. Febr. 
1884; 11. April 1888 zum außerord. und 4. Juli 1888 zum 

ord. Prof. für deutsches und Handelsrecht in Kiel 
ernannt; 3. Mai 1909 Geh. Justizrat. 

72. Kipp, Theodor, geb. 10. April 1862 in Hannover; Dr. jur. 
Göttingen 27. Juni 1883; habilitiert Leipzig Ostern 1887, 1888/93. 
außerord. Prof. in Halle a. S. 13 Juli 1887; 28. Nov. 

1888 zum ord. Prof. für römisches Recht in Kiel er- 
nannt (zum Sommersemester 1889j ; 20. Jan. 1893 zum 
1. April nach Erlangen berufen, 1. Okt. 1901 nach Berlin, 
18. Aug. 1904 Geh. Justizrat. 



42 



1894/ 



1894/1908. 



1895/ 



1909/13. 



73. Niemeyer, Theodor, geb. 5. Febr. 1857 in Boll (Württemb.) ; 
Gerichtsreferendar 1878 — 1883, Gericlitsassessor 1883 bis 
18.84, Hilfsarbeiter im preuß. Justizministerium 1883 bis 
1885, preuß. Amtsrichter in Unna (Westfalen) 1885/88; 
Dr. jur. Halle 2. Juni 1888; habilitiert ebenda 26. Okt. 
1888; zum außerord. Prof. für röraischesundReichs- 
zivilrecht in Kiel 23. Febr. 1893 (vom 1. April ab) und 
zum ord. Prof. 26. Febr. 1894 (vom 1. April ab) ernannt; 
Geh. Justizrat 19. Juni 1912; Lehrauftrag für Inter- 
nationales Recht April 1912, Vizepräsident der Inter- 
national Law Association und Vorsitzender der Deutschen Ver- 
einigung für Internationales Recht 1912, Associe des Institut 
de droit international 1913, Direktor des im Wintersemester 
1914/15 begründeten Seminars für Internationales Recht ^). 

74. Frantz, Adolph, geb. 14. Okt. 1851 in Ringleben; Dr. 
jur. Halle 20. Jan. 1876; habilitiert Marburg 18. Juli 
1878, seit 4. Okt. 1881 zum 1. April 1882 außerord. 
Prof. daselbst; 26. März 1889 zum 1. April nach Kiel ver- 
setzt, 2. April 1894 zum ord. Prof. für Deutsches Recht 
und Kirchenrecht ernannt; j 19. Juni 1908 in Kiel. 

75. Kieinfeller, Georg, geb. 25. Dez. 1857 in Augsburg; 1. Sept. 
1880 bis 31. Aug. 1883 Rechtspraktikant in München, Dr. 
jur. ebenda 23. Febr. 1882; habilitiert ebenda 24. März 
1885; zum außerord. Prof. für Straf recht, Straf- 
prozeß, Zivilprozeß und Konkursrecht in Kiel 
8. März 1894 (zum 1. April), zum ord. Prof. 23. Febr. 1895 
(zum 1. April) ernannt; Geh. Justizrat 12. Juni 1914. 

76. Triepel, Heinrich, geb. 12. Febr. 1868 in Leipzig; Kgl. 
Sachs. Referendar 1890, Dr. jur. ebenda 2. Juli 1891 ; 
habilitiert ebenda 25. Febr. 1893; Kgl. Sachs. Gerichts- 
assessor und Hilfsrichter beim Kgl. Landgericht Leipzig 
1894; außerord. Prof. in Leipzig 1. Mai 1899, ord. Prof. 
in Tübingen 14. Aug. 1900, Dr. scient. pol. h. c. Tübingen 
21. Febr. 1901; 21. Dez. 1908 zum 1. April 1909 zum 
ord. Prof. für Staats-, Verwaltungs-, Kirchen- 
und Völkerrecht in Kiel ernannt; 18. März 1913 zum 
1. Okt. nach Berlin versetzt; Geh. Justizrat 26. März 1914. 



1) Für das Jahr 1914/15 war N. als „Kaiser- Wilhelm-Professor" der 
Columbia- Universität in New- York berufen und bestellt worden, der Krieg 
verhinderte aber den Antritt. W. 



43 

77. Rabe], Ernst, geb. 28. Jan. 1874 in Wien, Dr. jur. 
ebenda 20. Dez. 1895; habilitiert Leipzig 7. Mai 1902, 1910/11. 
außerord. Prof. das. 1. Sept. 1904, ord. Prof. in Basel 

28. März 1906, Appellationsrichter ebenda 26. Mai 1907; 
10. Jan. 1910 (zum 1. April) zum ord. Prof. für 
römisches Recht und deutsches bürgerliches Recht 
in Kiel ernannt; 1. Okt. 1911 nach Göttingen versetzt. 

78. Liepmann, Moritz, geb. 8. Sept. 1869 in Danzig; Dr. jur. 

Jena 26. Juni 1891; Referendar 1892—1896; Dr. phil. 1910/ 
Halle 15. Juli 1896; habilitiert ebenda 3. Aug. 1897; 
außerord. Prof. in Kiel 13. Okt. 1902; 23. Febr. 1910 
zum ord. Prof. für Strafrecht, Strafprozeß und 
internationales Recht ernannt (etatsmäßig 4. April 
1912), zeitweilig (Nov. 1902 bis Okt. 1909) Dozent bei 
der Marineakademie Kiel. 

79. Schulz, Fritz, geb. 16. Juni 1879 in Bunzlau; preuß. 
Gerichtsreferendar in Kontopp (Schlesien) und Liegnitz 1911/ 
1902—1903; Dr. jur. 15. Febr. 1905 in Breslau; habilitiert 
Freiburg 6. Nov. 1905; außerord. Prof. Innsbruck 1. Okt. 

1909, ord. Prof. ebenda 1. Okt. 1910; 27. Dez. 1911 
(vom 1. April 1912 ab) zum ord. Prof. für römisches 
und deutsches bürgerliches Recht in Kiel ernannt. 

80. van Calker, Wilhelm, geb. 1. Mai 1869 in Reutin (Bayern) ; 

1891 — 1895 Rechtspraktikant (Gerichts- und Regierungs- 1913/ 
referendar), 1895 — 1898 geprüfter Rechtspraktikant (Ge- 
richts- und Regierungsassessor) in Bayern, 1898 Regierungs- 
akzessist bei der Regierung von Oberbayern und im Kgl. 
bayr. Ministerium des Innern, im gleichen Jahr Kgl. Bayr. 
Bezirksamtsassessor; 26. Nov. 1900 Dr. jur. Freiburg i. Br. ; 
habilitiert ebenda 27. Dez. 1900; aus dem bayr. Staatsdienst 
auf Ansuchen entlassen 24. Mai 1903; ord. Prof. Gießen 
1. Okt. 1903; nach Kiel berufen für Staats-, Verwal- 
tungs-, Völker- und Kirchen recht 30. Juni 1913 
vom 1. Okt. 

81. Hasbach, Wilhelm, geb. 25. Aug. 1849 in Haus Vernauen; 

Dr. phil. Tübingen 9. März 1878, habilitiert Greifswald 1913/ 
9. Juni 1884, das. 29. Jan. 1887 außerord. Prof., 
12. Febr. 1888 in Königsberg; 25. Juli 1893 ord. Prof. 
der Staatswissenschaften in Kiel, 6. Sept. 1900 für 



44 



ein Jahr beurlaubt, desgl. für Wintersemester 1905/06; 
14. April 1906 von seinen amtlichen Verpflichtungen ent- 
bunden, vom Wintersemester 1907/08 ab auf Reisen, seit 
Wintersemester 1911/12 in Dresden; 13. Okt. 1913 aus der 
philosophischen Fakultät (IV A 134) ausgeschieden und in 
die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät eingetreten. 

82. Harms, Bernhard, geb. 30. März 1876 in Detern, Ost- 
1913/ friesland; Dr. sc. polit. Tübingen 24. Febr. 1901, habilitiert 

ebenda 2. März 1903, ord. Prof. an der Landwirtschaftl. 
Hochschule in Hohenheim 26. Juli 1906, außerord. Prof. Jena 
25. Sept. 1906; 29. Juli 1908 ord. Prof. der National- 
ökonomie in Kiel, seit Okt. 1908 Dozent an der dortigen 
Marineakademie; 1. Febr. bis 1. Dez. 1910 zur Aus- 
führung einer wissenschaftl. Weltreise beurlaubt (vertreten 
durch Gebauer, IV C 104); 13. Okt. 1913 aus der philo- 
sophischen Fakultät (IV A 162) ausgeschieden und in die 
rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät eingetreten; 
seit 18. Febr. 1914 Direktor des Königlichen Instituts für 
Seeverkehr und Weltwirtschaft (Kaiser-Wilhelm-Stiftung). 

83. Tönnies, Ferdinand, geb. 26. Juli 1855 in Hof Riep, 
1913/ Kirchspiel Oldensworth (Eiderstedt); Dr. phil. Tübingen 

11. Juni 1877; habilitiert für Philosophie und Staats- 
wissenschaften Kiel 25. Mai 1881, Prof. (Tit.) 23. Dez. 
1891, außerord. Prof. 31. Dez. 1908, ord. Honorarprof. 
19. April 1909, ord. Prof. 1. April 1913; 13. Okt. 1913 
aus der philosophischen Fakultät (IV A 175) ausgeschieden 
und in die rechts- und staatswissenschaftliche Fakultät 
eingetreten. 

II. B. Ordentlicher Honorarprofessor. 
1. Vierhaus, Felix, geb. 10. Febr. 1850 in Köln; 18. Jan. 
1904/05. 1901 Dr. jur. h. c. Königsberg und Greifswald; 1891 

Geh. Justizrat und Vortragender Rat im Preuß. Justiz- 
ministerium, 1894 Geh. Oberjustizrat, seit 12. April 1901 ord. 
Honorarprof. an der Universität Berlin, in dieser nebenamtl. 
Stellung 1904 bei seiner Ernennung zum Oberlandesgerichts- 
präsidenten in Kiel an die dortige Universität versetzt, von 
dieser Stellung am 16. Dez. 1905 infolge seiner Versetzung 
an das Oberlandesgericht Breslau entbunden, 30. Aug. 1913 
Wirkl. Geh. Rat mit dem Prädikat Exzellenz. 



45 



II. C. Außerordentliche Professoren. 



1. Sannemann, Simon Heinrich (II A 3). 1665/66. 

2. Rosmann, Johann Philipp, geb. 29. Juni 1642 in Itzehoe; 

1667 Universitäts- Sekretär in Kiel, Sept. 1672 Dr. jur. 1672/80. 
und außerord. Prof. der Institutionen; f 1680. 

3. Reyher, Samuel (II A 9). 1673/83. 

4. Musäus, Simon Heinrich (II A 10). 1688/92. 

5. Stryk, Elias August (II A 11). 1689/92. 

6. Amthor, Christoph Heinrich (II A 13). 1703/12. 

7. Elend (von Eilendsheim), Gottfried Heinrich, geb. 1706 

in Hannover; 1734 Dr. jur., Privatdoz. und Advokat in l7o8/45. 
Kiel; 1738 bis 1745 außerord. Prof. der Rechte, dazu 1743 
Kanzleirat und 1744 Justizrat; 1745 Syndikus des Lübecker 
Domkapitels; 1746 holstein-gottorfischer Oberprokurator, 
1748 Geh. Legationsrat, 1749 geadelt; 1756 in Anklage, 
1764 freigesprochen und Konferenzrat im Finanzkollegiura, 
1768 Mitglied des Geh. Konseils, 1769 Amtmann des Amts 
Kronshagen; f 17. März 1771. 

8. Musäus, Johann Daniel Heinrich (II A 30). 1776/81. 

9. Jensen, Friedrich Christoph (II A 31). 1781/85. 

10. de Fine Olevarius, Holger, geb. 16. Aug. 1758 ia Kopen- 
hagen, 1781 außerord. Prof. des dän. Rechts und der 1781/1825. 
dän. Sprache in Kiel ; 1825 auf Ansuchen entlassen ; f in 

Altona 23. Okt. 1838. 

11. Weber, Adolf Dietrich (II A 32). 178-1/86. 

12. Gramer, Andreas Wilhelm (II A 34). 1786/92. 

13. Thibaut, Anton Friedrich Justus (II A 35). 1798/180L 

14. Paetz, Karl Wilhelm, geb. 1781 in Ilfeld, Dr. phil. und 
Privatdoz. in Göttingen, 1802 außerord. Prof. für deut- 1802/1804. 
seh es Recht in Kiel; 1804 ord. Prof. in Heidelberg, 

1805 in Göttingen; f 27. März 1807. 

15. Schweppe, Albrecht (II A 38). 1805/15. 

16. Falck, Nikolaus (II A 39). 1814/15. 

17. Brinkmann, Heinrich Rudßlf (II A 42). 1819/22. 



46 



1826/42. 18. Paulsen, Paul Detlef Christian (II A 46). 



1830/33. 



H. L. 32. 

1834/39. 
1836/42. 
1848/44. 

1848/72. 



1849/52. 



H. L. 3. 



19. Ratjen, Henning, geb. 19. Okt. 1793 in Homfeld, Amt 
Rendsburg; 1820 im juristischen Aratsexamen bestanden, 
1821 Advokat in Kiel, 11. Jan. 1823 Dr. jur., schon vor- 
her seit 1821 bis 1830 Privatdoz. (römisches Recht), 
1830 1) außerord. Prof. der Rechte, dazu seit 1826 Unter- 
bibliothekar, 1833 ord. Prof. in der philos. Fakultät und 
Bibliothekar, Dr. phil. h. c; dazu 1835 Sekretär bei der 
Deputation der Prälaten und Ritterschaft, 1844 Syndikus 
derselben, 1847 Etatsrat, 1848 Mitglied der schlesw.-holst. 
Landesversaramlung, 1853 der holst. Ständeversammlung, 
1862 Konferenzrat; 1875 als Bibliothekar emerit.; f 21. Jan. 
1880. 

Fr. Volbehr, Nekrolog in Chronik der Universität 1879. 

20. Kierulff, Joliann Friedrich (II A 44). 

21. Herrmann, Emil (11 A 45). 

22. Christiansen, Johann (II A 47) — Bruder von 23. 

23. Christiansen, Boje Karl Sophus, geb. 10. Nov. 1816 in 
Schleswig; 1841 Dr. jur. und Privatdoz. in Kiel, 1848 
außerord. Prof. (Zivilrecht, Strafrecht) das., 1872 
mit Wartegeld abgegangen 2). — Bruder von 22. 

24. Samwer, Karl Friedrich Lucian, geb. 16. März 1819 in 
Eckernförde; 1843 als Jurist examiniert, dann Advokat 
in Neumünster, 1848 Bureauchef im schlesw.-holst. De- 
partement des Äußern, auch Abgeordneter zur Landes- 
versammlung, 3. Nov. 1849 außerord. Prof. für schlesw.- 
holst. Recht; 7. Juni 1850 Dr. jur. h. c, 24. April 
1852 entlassen; dann herzogl. Bibliothekar in Gotha, 1858 
Rat im Staatsministerium, später Geh. Regierungsrat das., 
1864 — 66 im Kabinet des Herzogs Friedrich von Schlesmg- 
Holstein in Kiel, darauf wieder in Gotha im Ministerium 
und als Verwalter des Herzogl. Koburg-Gothaischen Haus- 
vermögens; t 8. Dez. 1882. 



1) Vgl. unten IV A 57. 

^ Weitere Schicksale waren nicht su ermitteln. 



W. 
W. 



47 



.•25. Friedlieb, Ernst Simon Heinrich, geb. 12. März 1815 in 

Husum; 1842 als Jurist examiniert, dann Aratssekretär 1864 '6fi. 
in Rendsburg und Schleswig; 18. Okt. 1847 Dr. jur. und 
1848 Privatdoz. in Kiel; Aug. 1864 außerord. Prof. für 
schleswigsches Recht; f 26. Jan. 1866. 

26. Lehmann, Heinrich Otto, geb. 28. Okt. 1852 in Kiel; 

19. Dez. 1877 Dr. jur. das., seit 1. April 1882 kommissar. 1885/88. 
Universitäts-Syndikus, 27. Juli 1882 dazu Privatdoz.; 7. Mai 
1885 außerord. Prof. für juristische Enzyklopädie, 
deutsches Recht und Völkerrecht; 27. März 1888 
(zum 1. Okt.) als ord. Prof. nach Gießen berufen, 1. Okt. 
1889 nach Marburg, 6. Jan. 1902 Geh. Justizrat; f 27. Jan. 
1904. 



27. Pappenheim, Max (II A 71). 



1888. 



28. Sehling, Emil, geb. 9. Juli 1860 in Essen a. R.; Dr. jur. 

Leipzig 2. Dez. 1881 ; Referendar Naumburg 5. Dez. 1888/89. 
1881; habilitiert Leipzig 22. Mai 1885; Königl. Sachs. 
Gerichtsassessor 22. März 1888; außerord. Prof. in Leipzig 
15. Mai 1888; 30. Mai 1888 zum außerord. Prof. in 
Kiel für deutsches Recht, Kirchenrecht und 
preuß. Privatrecht ernannt (zum 1. Aug.); 15. Febr. 
1889 als ord. Prof. nach Jena und 26. März 1889 zum 
1. April als ord. Prof. nach Erlangen berufen, 30. Dez. 
1913 Geh. Hofrat. 



29. Frantz, Adolph (II A 74). 1889/94. 

30. Niemeyer, Theodor (II A 73). 1893/94. 

31. Kleinfeiler, Georg (II A 75). 1894/95. 

-32. Weyl, Richard, geb. 9. Juli 1864 in Königsberg i. Pr.; 

Kgl. Preuß. Gerichtsreferendar 1885—1890; Dr. jur. 1898/ 
Leipzig 21. Mai 1886; Kgl. Preuß. Gerichtsassessor 
21. Juni 1890; habilitiert in Königsberg 1. Juli 1891; 
am 30. Sept. 1898 zum außerord. Prof. für deutsches 
Privatrecht, deutsche Rechtsgeschichte, bür- 
gerliches Recht und Handelsrecht in Kiel er- 
nannt. 



48 
1902/10. 33. Liepmann, Moritz (A II 78). 

34. Wedemeyer, Werner, geb. 17. Sept. 1870 in Hameln; 
1908/ Gerichtsreferendar 1894-1898 in Lüchow, Verden (Aller), 

Hannover und Celle, Gerichtsassessor 1898 bis 1903 beim 
Amts- und Landgericht Göttingen; Dr. jur. Marburg 
14. Okt. 1903; habilitiert das. 21. Okt. 1903; 5. Okt. 
1908 (vom 1. Okt. ab) zum außerord. Prof. für römi- 
sches und deutsches bürgerliches Recht in Kiel 
ernannt. 

35. Kaufmann, Erich, geb. 21. Sept. 1880 in Demmin (Pommern) ; 
1912/13. Dr. jur. Halle 10. März 1906; Referendar Dez. 1902 bis 

Okt. 1908 in Trebbin (Amtsgericht) und Berlin (Land- 
gericht I); habilitiert 1. Aug. 1908 in Kiel; außerord. 
Prof. für öffentliches, insbes. Staats- und Ver- 
waltungsrecht und allgemeine Rechtslehre das. 
4. April 1912; als ord. Prof. nach Königsberg i. Pr. be- 
rufen 13. Jan. 1913. 

36. Qmelln, Hans, geb. 13. Aug. 1878 in Karlsruhe; Dez. 
1913. 1901 bis Nov. 1903 Rechtspraktikant im badischen Staats- 
dienste; Dr. jur. Freiburg 10. Febr. 1905, habilitiert ebenda 
30. Okt. 1906, außerord. Prof. ebenda 22. Juni 1912 ; nach 
Kiel berufen für öffentliches Recht, Staats- und 
Verwaltungsrecht 2. Mai 1913; als ord. Prof. nach 
Gießen berufen 16. Aug. 1913. 

37. JelHnek, Walter, geb. 12. Juli 1885 in Wien; Dr. jur. 
1918/ Straßburg 21. Mai 1908; habilitiert Leipzig 12. Okt. 1912; 

Rechtspraktikant (Referendar) im badischen Staatsdienst 
April 1907 bis März 1911, Regierungsassessor März 1911 
bis März 1913, April bis Okt. 1913 Mitglied der Prüfungs- 
kommission für die versicherungswissenschaftl. Prüfung am 
Institut für Versicherungswissenschaft in Leipzig; zum 
außerord. Prof. für öffentliches Recht, insbes. 
Staats- und Verwaltungsrecht in Kiel ernannt 
22. Okt. 1913 (zum 1. Okt.). 



49 

IL D. Privatdozenten. 

1. Musäus, Simon Heinrich (II A 10). 1682/88. 

2. Arpe, Peter Friedrich (II A 15). 171619. 

3. Weidling, Cliristian, Dr. jur. 1727. 

4. Elend, Gottfried Heinrich (II C 7). 1734/38. 

5. Winkler, Karl Friedrich (II A 23). 1752/53. 

6. Mellmann, Johann Dietrich (II A 27). 1770/73. 

7. Jensen, Friedrich Christoph (II A 31). 1779/81. 

8. Gramer, Andreas Wilhelm (II A 34). 1785/86. 

9. Behrens, Siegfried Johann Georg, geb. 17. Juli 1768 in 
Marne; 1792 Dr. jur. und Privatdoz., 1794 auch Adjunkt 1792/95. 
der Jurist. Fakultät; 1795 Amtschreiber zu Bordesholm, 

1799 Landvogt in Stapelholm, 1802 Landvogt im Amte 
Husum; f 2. Okt. 1828. 

10. Thibaut, Anton Friedrich Justus (II A 35). 1796/98. 

11. Schrader, Karl Martin Wilhelm, geb. 8. März 1780 in 
Pinneberg; 1803 Advokat, 1804 Privatdoz. und 1805 Dr. 1804/09. 
jur. in Kiel ; 1809 Gerichtshalter mehrerer Güter; f 18. Sept. W. ü. 
1810. 

12. Dümmler, Johann Konrad, geb. 17. Aug. 1779 in Kößlitz 

bei Hildburghausen; 1808 Dr. jur. und Privatdoz. in Kiel; 1808/11. 
t 17. Mai 1811. 

13. Hasse, Johann Christian, geb. 24. Juli 1779 in Kiel; 1805 

Uni versitäts- Syndikus, dazu 1811 Dr. jur. und Privatdoz. 1811/13. 
das.; 1813 ord. Prof. der Rechte in Königsberg, 1817 Prof. 
und Oberappellationsgerichtsrat in Jena, 1818 in Berlin, 
1821 in Bonn; f 18. Nov. 1830. 

14. Reinhold, Karl Heinrich, geb. 3. Aug. 1788 in Jena (Sohn 

des Philosophen Karl Leonhard Reinhold, IV A 47, Bruder 1814/16. 
des Philosophen Christian Ernst Gottlieb Jens Reinhold, 
IV D 36), 1815 Dr. jur., schon 1814 Privatdoz., 1815 auch 
Universitäts-Syndikus; f 27. April 1816. 

15. Steffens, Momrae Heseler, geb. 21. Jan. 1790 in Tondern; 

1817 Dr. jur. in Heidelberg, 1818 als Jurist examiniert 1819/29. 

4 



50 



(I. Charakter), 1819 Privatdoz. (Zivil- und KrimiDal- 
prozeß) in Kiel; 1829 Hardesvogt der Norder- und Eken- 
harde auf Alsen, 1840 — 46 Abgeordneter zur schlesw. 
Ständeversammlung, 1848 von den Dänen weggeführt, Jan. 
1849 abgesetzt; f 14 März 1849 in Hamburg. 

1821/30. 16. Ratjen, Henning (II C 19j. 

1826/28. 17. V. Stemann, Christian Ludwig Ernst, geb. 11. März 1802 
in Husum; 1822 als Jurist examiniert, 1825 Advokat; 1826 
Dr. jur. und bis 1828 Privatdoz. für römisches Recht 
in Kiel; dann wieder Advokat in Husum, 1837 Hardes- 
vogt der Hviddingharde, 1844 Landvogt auf Aerroe, 1848 
in den Adelstand erhoben, Departementschef im Ministerium 
für Schleswig, 1852 — 64 Präsident des Appellationsgerichts 
in Flensburg; f 13. März 1876 als dänischer Geheimer 
Konferenzrat in Kopenhagen. 

18^). Francke, August Wilhelm Samuel, geb. 26. Jan. 1805 in 
1830/33. Husum (Sohn des Theologen Georg Samuel Francke, I A 28, 

Bruder des Philologen Johann Gottlieb Friedrich Francke, 
IVD34); 1830 Dr. jur. und Privatdoz. (Prozeß) in Kiel; 
1834 dritter Sekretär bei dem Oberappellationsgericht das., 
Rat im Obergericht in Glückstadt, 1855 Rat im Ober- 
appellationsgericht in Kiel; f 18. Mai 1864. 

l83l/,34. 19. Kierulff, Johann Friedrich (II A 44). 

1831/32. 20. Petersen, Hermann Friedrich Anton, geb. 6. Okt. 1803 in 
Heili<?enhafen, 1825 als Jurist examiniert, 1826 Advokat 
in Heiligenhafen, 1831 Dr. jur. und Privatdoz. (Prozeß) 
in Kiel; 1832 Gerichtshalter mehrerer Güter in Ostholstein; 
t 5. Aug. 1864. 

1834/43. 21. Christiansen, Johannes (II A 47). 

1839/49. 22. Schmid, Andreas Christian Johannes (II A 51). 

1842/43. 23. Osenbrüggen, Eduard, geb. 24. Dez. 1809 in Uetersen ; 1835 
Dr. phil. und Privatdoz. für klassische Philologie in der 
philos. Fakultät, 1841 auch Dr. jur. und seit 1842 Privat- 
dozent in der Jurist. Fakultät (römisches Reclit); 

H.L. 7. 1843 ord. Prof. der Rechte in Dorpat, 1851 ord. Prof. in 

Zürich; f 9. Juni 1879. 

1) Wegen des Widerspruchs zwischen Text und Kandbemerkung vgl. 
Vorrede. W. 



51 



24. Christiansen, Boje Karl Sophus (II C 23). 1841/48. 

25. Wolff, 'Adolf Wilhelm, geb. 13. Dez. 1815 in Flensburg-; 

1841 als Jurist examiniert, 27. April 1843 Dr. jur. und 184.3/44. 
Privatdoz. in Kiel; 1844 Advokat in Plensburg, 18. Dez. 
1847 zum Notar ernannt, 1858 Appellationsgerichts-Advokat 
das., privatisierte 1861—65 in Kiel, dann wieder Notar 
in Flensburg, 1869 Justizrat, legte 1879 die Praxis nieder; 
f in Flensburg 2. Jan. 1892. 

26. Stein (Edler von Stein), Lorenz Jakob, geb. 15. Nov. 1815 

in Eckernförde; 1839 als Jurist examiniert (1. Charakter), 1843/46. 
20. Mai 1840 Dr. jur., 1843 Privatdoz. in der Jurist. 
Fakultät in Kiel; 1846 außerord. Prof. der Staatswissen- 
schaften in der philos. Fakultät das.; 1848—50 Mitglied 
der schlesw. -holst. Landesversammlung, 1852 entlassen; 
1855 ord. Prof. der Staatswissenschaften in Wien, 1869 
, in den österr. Ritterstand erhoben; 1885 pensioniert; h. L. 7. 
t 23. Sept. 1890 in Weidlingen bei Wien. 

27. Brinkmann, Alfred Heinrich Theodor Karl, geb. 19. Jan, 

1825 in Kiel (Sohn des Juristen Heinrich Rudolf Brink- 1847/53. 
mann, II A 42), 1847 als Jurist examiniert (I. Charakter) 
und Dr. jur. und Privatdoz. in Kiel; 1845 — 51 in der 
schlesw. -holst. Armee, zuletzt Auditeur 1. Klasse, 1853 
Advokat in Kiel, 26. Febr. 1858 Notar, vom 15. Sept. 1879 
ab Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht, 1883 Justizrat; 
t 21. Febr. 1890. 

28. Friedlieb, Ernst Simon Heinrich (II C 25). 1848/64. 

29. Scliütze, Theodor Reinhold, geb. 12. Jan. 1827 in Qetersen; 

als Jurist examiniert 1853 in Kiel (I. Charakter) und 1854 1853/55. 
in Flensburg (I. Charakter); 19. Okt. 1853 Dr. jur. und 1867/76. 
24. Okt. 1853 Privatdoz. in Kiel; 1855 Prof. des schlesw. 
und römischen Rechts in Kopenhagen, 1866 mit Wartegeld 
entlassen; 1867 wieder Privatdoz. in Kiel, dazu später 
Syndikus der Kieler Handelskammer; 1. Okt. 1876 ord. Prof. 
für österreichisches Strafrecht und Strafprozeß, Rechts- 
philosophie und Völkerrecht in Graz; f 16. Dez. 1897. 

30. Vöge, Adam, geb. 10. März 1828 in Lutterbek, Propstei ; 

1855 als Jurist examiniert, Dr. jur. und 1856 Privatdoz. 1856/80. 
in Kiel; dazu 1862 Advokat, 1868 erster Kustos an der 

4* 



52 



Universitäts-Bibliothek, 1875 beurlaubt, 1876 pensioniert; 
t 12. Juli 1880. 

31. Burchardi, Rudolf Johann, geb. 8. April 1832 in Kiel 
1857/64. (Sohn des Juristen Georg Christian Burchardi, II A 43), als 

Jurist examiniert; 1856 Dr. jur. und 1857 Privatdoz. in Kiel; 
1864 als Sekretär beim Oberappellationsgericht in Kiel 
und 1865 beim Oberappellationsgericht in Flensburg kon- 
stituiert, 1866 konst. Aktuar der Stadt Flensburg, 1867 
Amtsrichter in Preetz; f 11. Sept. 1873. 

32. Seestern-Pauly, Hans Hermann Walter, geb. 4. Dez. 1829 
1859/60. in Schwarzenbek ; 1857 als Jurist examiniert; 8. Juli 1859 

Dr. jur. und Privatdozent; 1860 Advokat beim Landgericht 
Kiel, 1862 Notar, 1880 auch Rechtsanwalt beim Ober- 
landesgericht Kiel, 1882 Justizrat; f 22. Nov. 1888 auf 
einer Reise in Lübeck. 

1882/85. 33. Lehmann, Heinrich Otto (II C 26). 

34. von Hippel, Robert, geb. 8. Juli 1866 in Königsberg; 
1891/92. preuß. Referendar (in Kirchhain, Marburg und Halle) seit 

28. April 1888; Dr. jur. Marburg 10. Dez. 1888; habilitiert 
Kiel 24. Jan. 1891 für Strafrecht, Strafprozeß 
und Zivilprozeß; 11. Jan. 1892 aus dem preuß. Ge- 
richtsdienst entlassen; 1. Okt. 1892 als außerord. Prof. 
nach Straßburg berufen, zum 1. Okt. 1895 als ord. Prof. 
nach Rostock, zum 1. April 1899 nach Göttingen, 26. März 
1914 Geh. Justizrat. 

35. Thomsen, Andreas, geb. 1. Juni 1863 in Hannover; 
1893/1902. Dr. jur. 20. Nov. 1886 in Göttingen; habilitiert für 

Strafrecht, Strafprozeß und Zivilprozeß Kiel 18. 
Dez. 1893; Prof. (Tit.) am 7. Aug. 1900; 16. Juli 1902 
zum außerord. Prof. in Münster ernannt. 

36. Rehme, Paul, geb. 10. Jan. 1867 in Görlitz; Gerichts- 
1894/98. referendar Berlin 10. Aug. 1889; Dr. jur. Beriin 13. Aug. 

1891; habilitiert Kiel 12. März 1894 für deutsche 
Rechtsgeschichte, deutsches Privatrecht, Han- 
delsrecht und allgemeine Rechtslehre; außerord. 
Prof. in Berlin 12. Juni 1898, ord. Prof. in Halle 27. Juni 
1901. 



53 

87. Leidig, Eugen, geb. 16. Okt. 1861 in Danzig; Dr. jur. 

Leipzig- 24. Febr. 1885; Regierungsassessor in Schleswig 1897/1907. 
seit 1. März 1896; habilitiert 30. Jan. 1897 in Kiel für 
Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Völkerrecht, 
später auch für Kirchenrecht; seit 1900 Regierungsrat; 
4. August 1906 Prof. (Tit.) ; legte seine Lehrtätigkeit 1907 
nieder und trat in die industrielle Tätigkeit ein ; bis 1908 
stellvertr. Geschäftsführer des Zentralverbandes deutscher 
Industrieller, 1908 Leiter industrieller Kartelle, 3. Okt. 1914 
Leiter der Kriegszentrale für Handel, Gewerbe und Hand- 
werk; lebt in Berlin. 

38. Opet, Otto, geb. 1. April 1866 in Berlin; 1887—1891 
Gerichtsreferendar; Dr. jur. Berlin 9. Juli 1888; 1891 1899/ 
bis 1899 Gerichtsassessor; habilitiert in Bern 26. Juli 1893 

für deutsche Rechtsgeschichte, 18. Nov. 1893 für das ge- 
samte deutsche Recht; dann 17. Dez. 1899 in Kiel für 
deutsches bürgerliches Recht, Zivilprozeß und 
Konkurs; seit 5. Mai 1902 Amtsrichter, seit 7. März 
1908 Aratsgerichtsrat; Prof. (Tit.) am 20. Dez. 1908. 

39. Maschke, Richard, geb. 6. Dez. 1862 inBischofsburg(Ostpr.); 

Dr. phil. Berlin 5. Juli 1884 ; Herbst 1884 in Königsberg 1901/ 
Staatsexamen pro facultate docendi im Lateinischen und 
Griechischen für sämtliche Gymnasialklassen ; Dr. jur. 
Königsberg 5. Mai 1898, Referendar 1891-96, Gerichts- 
assessor 1896—1908; 21. Mai 1901 habilitiert in Kiel, 
zunächst für römisches Recht, seit Sommersemester 1913 
für deutsches bürgerliches Recht und Sozial- und 
Versicherungsrecht; 26. Juni 1909 Prof. (Tit.); 26. April 
1915 für das Somraersemester 1915 mit Abhaltung von Vor- 
lesungen und Übungen aus dem Gebiete des römischen und 
deutschen bürgerlichen Rechts in Greifswald beauftragt. 

40. Pereis, Kurt, geb. 9. März 1878 in Berlin ; 1899 Referendar 
(Amtsgericht Spandau und Landgericht II Berlin, Beschäf- 1903/08. 
tigung beim Landratsamt des Kreises Prenzlau und bei 

den Ältesten der Kaufmannschaft in Berlin) ; Dr. jur. Berlin 
15. Febr. 1900; habilitiert in Kiel 12. Jan. 1903 für 
öffentliches Recht; 1905 Ausdehnung der venia legendi 
auf Kirchenrecht; 14. März 1908 zum außerord. Prof. 
in Greifs wald ernannt, 1. April 1909 als Prof. des öffent- 



54 



1906/ 



1906/13. 



1908/09. 



1911/ 



1913/14. 



liehen Rechts an die hamburgischen wissenschaftlichen 
Anstalten berufen. 

41. Beseler, Gerhard, geb. 24. Jan. 1878 in Berlin; 1900 
Gerichtsreferendar in Preetz, Itzehoe und Kiel, Dr. jur. 
Kiel 18. Juni 1904; habilitiert ebenda 27. Okt. 1906 für 
römisches Recht und bürgerliches Recht; Prof. 
(Tit.) am 20. Dez. 1911. 

42. KrJegsmann, Hermann, geb. 13. Juni 1882 in Wandsbek; 
Gerichtsreferendar 15. Okt. 1903 bis 1. April 1907; Dr. jur. 
Kiel 30. Jan. 1904; habilitiert ebenda 1. Dez. 1906 für 
Strafrecht und Strafprozeß; beurlaubt für eine 
Studienreise nach England im Wintersemester 1910/11 ; 
Professor (Tit.) 20. Dez. 1911; als außerord. Prof. nach 
Königsberg berufen 18. März 1913 (zum 1. April); 7. Jan. 
1914 (zum 1. April) als ord. Prof. nach Tübingen berufen; 
gefallen 6. Sept. 1914 bei Esternay (Frankreich). 

43. Smend, Rudolf, geb. 15. Jan. 1882 in Basel; 1904 bis 
1908 Referendar; Dr. jur. 16. Sept. 1904 Göttingen; habi- 
litiert in Kiel 7. Aug. 1908 für Staats- und Kirchen- 
recht; 23. März 1909 zum außerord. Prof. in Greifswald 
ernannt; 23. Juni 1911 zum ord. Prof. des öffentlichen 
Rechts nach Tübingen, 5. Kov. 1914 nach Bonn berufen. 

44. Kollmann, Horst, geb. 5. Mai 1884 in Oldenburg i. Gr.; 
Dr. jur. Marburg 9. März 1908; habilitiert in Kiel 25. Nov. 
1911 für Strafrecht, Strafprozeß und Rechts- 
philosophie. 

45. Hasenkamp, Adolf, geb. 9. Sept. 1874 in Düsseldorf; 
Dr. jur. Erlangen I.Juli 1896; preuß. Gerichtsreferendar 
1896 bis 1902; Gerichtsassessor 1902 bis 1906; habilitiert 
für Nationalökonomie Kiel 1. Mai 1909; vertretungs- 
weise mit Haltung von Vorlesungen an der Universität 
Münster (Wintersemester 1912/13) und Breslau (Sommer- 
semester 1913) beauftragt; 13. Okt. 1913 aus der philos. 
Fakultät (IV D 160) ausgeschieden und in die rechts- 
und staatswissenschaftliche Fakultät übernommen; 4. März 
1914 zum 1. April als etatsmäßiger Prof. an die Technische 
Hochschule in Danzig berufen. 



55 

46. Hoffmann, Friedrich, geb. 13. Olit. 1880 in Kiel; Dr. phil. 
ebenda 15. Juni 1907; habilitiert für Staatswissen- 1913/15. 
Schäften ebenda 31. Juli 1909; Sommersemester 1909 

bis Sommersemester 1911 Direktorialassistent am staats- 
wissenschaftlichen Seminar, beurlaubt als Hilfsarbeiter im 
Kultusministerium für Wintersemester 1911/12 bis 1913/14; 
13. Okt. 1913 aus der philos. Fakultät (IV D 162) aus- 
geschieden und in die rechts- und staatswissenschaftliche 
Fakultät übernommen; Prof. (Tit.) 24. Jan. 1914; 18. April 
1914 zum stellvertretenden Direktor des Kgl. Instituts für 
Seeverkehr und Weltwirtschaft (Kaiser-Wilhelm- Stiftung) 
ernannt; als etatsmäßiger Professor an die Technische Hoch- 
schule in •Hannover berufen 24. April 1915 (zum 1. Okt.). 

47. Moll, Bruno, geb. 10. Okt. 1885 in Halle; Dr. phil. Leipzig 

13. Dez. 1907; habilitiert in Kiel für Nationalökonomie 1913/ 
20. Dez. 1911; 13. Okt. 1913 aus der philos. Fakultät 
(IV D 171) ausgeschieden und in die rechts- und staats- 
wissenschaftliche Fakultät übernommen. 

48. Mann, Fritz Karl, geb. 10. Dez. 1883 in Berlin; Nov. 1905 

bis Juli 1907 Referendar in Templin, Dr. jur. Göttingen 1914/ 
18. Aug. 1906, Dr. phil. Berlin 12. Aug. 1913; habilitiert 
für Nationalökonomie Kiel 25. Juli 1914. 

49. Pfitzner, Johannes, geb. 10. Juli 1883 in Königsberg i. Pr. ; 

Dr. phil. Berlin 26. April 1911; habilitiert für Staats- 1915/ 
Wissenschaften Gießen 2. März 1914; seit 1. April 1915 
beurlaubt und als wissenschaftl. Hilfsarbeiter am Institut 
für Weltwirtschaft und Seeverkehr in Kiel angestellt; 
an der Universität zur Abhaltung von Vorlesungen über 
Staatswissenschaften im Winterseraester 1915/16 zu- 
gelassen 28. Juni 1915. 



III. Medizinische Fakultät. 



A. Ordentliche Professoren. 

1. March, Kaspar, geb. in Penkun (Pommern)^); Dr. med., 
1665/73. 1649 Prof. der Mathematik und Chemie in Greifswald, 

1657 Prof. der Medizin und Mathematik in Rostock ; 1665 
(erster) Prof. der praktischen Medizin in Kiel; 1673 
kurfürstl. Rat und Leibarzt in Berlin; f 26. Okt. 1677. 

2. Major, Johann Daniel, geb. 16. Aug. 1634 in Breslau; 
1665/93. 1656 Mag. in Leipzig, 1660 Dr. med. 4n Padua, 1664 

Pestarzt in Hamburg; 1665 Prof. dertheoret. Medizin 
und Botanik in Kiel und 1679 Aufseher über den mediz. 
Garten, herzogl. Leibarzt; 1693 nach Stockholm zur Be- 
ll. L. 7. handlung der erkrankten Königin Ulrike Eleonore berufen; 
t das. 3. Aug. 1693. 

3. Pechlin, Johann Nikolaus, geb. 1646 in Leyden^j; 1667 
1673/82. Dr. med.; 1673 ord. Prof. der Medizin und Botanik 

in Kiel, 1682 auch Leibarzt (archiatrus) des Herzogs; 
fehlt dann 2 Jahre ganz im Index und zeigt von 1685 
bis 1690 regelmäßig an, daß er wegen seines Hofamts für 
die Professur nicht frei sei. Wiederholt nach Stockholm 
an den Hof der kranken Gemahlin des Herzogs Friedrich IV. 
von Holstein- Gottorf berufen; 1704 Hofmeister des jungen 
Herzogs Karl Friedrich; j im Febr. 1706. 

4. Waldschmidt, Wilhelm Huldericus, geb. 1669 in Hanau ^) ; 
1691/1731. Feldraedikus der hessischen Truppen; 1691 Dr. med. und 

ord. Prof. der Anatomie und Botanik in Kiel, seit 
1697 auch ord. Prof. der Experimentalphysik in der philos. 
Fakultät; 1727 auch herzogl. Leibarzt; f 12. Jan. 1731. 

5. Schelhammer, Günther Christoph, geb. 13. März 1649 in 
1695/1716. Jena; 1677 Dr. med. das., 1679 Prof. der Physiologie und 

1680 der Pathologie und Botanik in Helmstedt, 1689 Prof. 
der Anatomie, Chirurgie und Botanik in Jena; 1695 erster 
Prof. der Medizin in Kiel, auch herzogl. Leibarzt; 
t 11. Febr. 1716. 



^) Der Geburtstag ließ sich nicht mehr ermitteln. 



W. 



57 

6. Luther, Karl Friedrich, geb. 18. Febr. 1663 in Breslau; 

Dr. med., erhielt 1695 Erlaubnis zum Disputieren und 1726/42. 
Dozieren, 1702 — 1705 außerord. Prof. in Kiel; dann Prof. 
der Medizin und Mathematik am Gymnasium in Stettin; 
später Leibarzt des Königs Stanislaus von Polen, bei dem 
er bis 1723 blieb; 1726 ord. Prof. der Medizin und zu- 
gleich der Naturphilosophie in der philos. Fakultät in 
Kiel, 1728 herzogl. Leibarzt; 1742 seines Alters wegen 
von allen amtlichen Geschäften entbunden; f 14. Dez. 1744. 

7. Lischwitz, Johann Christoph, geb. 8. Febr. 1693 in Lauban 
(Lausitz); 1714 Mag. phil., 1720 Dr. med., herzogl. Leib- 1732/43. 
arzt; 1732 ord. Prof. der Anatomie und Botanik; 

t 26. Aug. 1743. 

8. Struve, Ernst Gotthold, geb. 11. April 1714 in Prenzlau; 

Dr. med. in Halle; 1737 außerord. Prof. der Medizin und 1738/42. 
Adjunkt der mediz. Fakultät in Kiel, 1738 ord. Prof. das.; 
1742 nach Rußland berufen, Leibarzt des Herzogs von H. L 7. 
Holstein-Gottorf (Großfürsten) Peter; f 21. Nov. 1743. 

9. Kannegießer, Gottlieb Heinrich, geb. 22. Juli 1712 in 
Gotha; 1733 Dr. med. in Kiel; 1736 außerord. Prof. und 1742/92. 
Assessor der mediz. Fakultät das., 1742 ord. Prof., 1744 
Justizrat und erster Prof., von 1775 — 1778 auch Besitzer ö. ü. 
der 1764 auf landesherrliche Kosten errichteten Kieler H. L. 7. 
Fayence-Fabrik; f 26. Aug. 1792. 

10. Struve, Friedrich Christian, geb. 1717 in der Uckermark i); 

1739 Dr. med. in Halle; 1747 außerord. Prof. der Medizin 1750/80. 
und Adjunkt der Fakultät in Kiel; 1750 ord. Prof., dazu 
1770 erster Quästor der Universität, „nachdem die bis- 
herige Verwaltung fisci durch 4 aus der Zahl der Prof essorura Ö. ü. 
bestellt gewesene Deputatos aufgehoben" ; f 21. Juli 1780. 

11. Aclierniann, Johann Friedrich, geb. 3. Febr. 1726 in 
Waldkirchen (Vogtland); 1751 Dr. med. in Göttingen; 1763/1804. 
1760 außerord. Prof. der Medizin, 1763 ord. Prof. in der 

mediz. und als Prof. der Physik in der philos. Fakultät, 
Archiater, später auch Direktor des auf dem südlichen ö. U. 
Schloßturra errichteten astronomischen Observatoriums ; W. ü. 
t 2. Juni 1804. 



^) Genaueres war nicht mehr zu ermitteln. W. 



58 



1770/1801. 
W.U. 



1774/79. 



W. U. 



1780/1828. 



12. Kerstens, Johann Christian, geb. 17. Dez. 1713 in Stade; 
1750 Dr. phil., 1757 Dr. med. und Prof. der praktischen 
Medizin und Chemie, auch Arzt am Krankenhause in 
Moskau; 1770 ord. Prof. der Medizin inKiel; f 5. Juni 1801. 

13. Berger, Christian Johann, geb. 14. Aug. 1724 in Wien; 
1750 Hospitalarzt in Kopenhagen; 1758 Prof. der Anatomie 
bei der Maler-, Bildhauer- und Bau-Akademie das., 1759 
Dr. med., 1761 designierter Prof. der Medizin und der 
Hebammenkunst bei der Universität das., 1770 königl. 
Leibarzt und Direktor der Pflegeaustalten ; 1774 Prof. 
der Medizin, der Chirurgie und der Hebammen- 
kunst in Kiel, 1779 auf Ansuchen emeritiert. Er ver- 
machte seine Bibliothek und 4000 Reichstaler an die Uni- 
versität; t 2. April 1789. 

14. Weber, Georg Heinrich, geb. 27. Juli 1752 in Göttingen (Sohn 
des Theologen Andreas Weber, I C 9); 1774 Dr. med. in 
Göttingen; 1777 außerord. Prof. der Medizin und Prosektor 
in Kiel, 1780 ord. Prof. der Medizin und Botanik; 
gründete 1788 die Krankenanstalt in der Prüne, die 1802 
an die Universität überging, in welcliem Jahr von ihm 
auch der botanische Garten errichtet ward; wurde 1810 
Direktor des Sanitäts-Kollegiums, 1824 h. c. Dr. phil. von 
der Kieler Fakultät, war seit 1806 dänischer Etatsrat, 
ward bei seinem Amtsjubiläum Konferenzrat; f 7. Juli 
1828. — Vater des Mediziners Friedrich Weber (III A 20). 

G. W. Nitzsch, latein. Memoria in Chronik der Universität 1828/29. 

15. Hensler, Philipp Gabriel, geb. 11. Dez. 1733 in Oldens- 
wort in Eiderstedt; studierte zuerst 3 Jahre Theologie in 
Göttingen, später Medizin; 1759 Arzt in Preetz, 1762 Dr. 
med. das , 1763 Physikus in Segeberg, 1769 Physikus in 
Altona, 1775 Archiater; 1789 ord. Prof. der Medizin in 
Kiel; 1802 Etatsrat, 1804 Direktor des neu errichteten 
schlesw.- holst. Sanitätskollegiums. Er bestimmte zwei 
Dritteile seines Nachlasses für die nach dem Tode der 
Bevorrechtigten im Jahre 1861 ins Leben getretene 
„Henslersche Stiftung für junge Ärzte"; f 31. Dez. 1805. 

W. U. — Vater des Theologen Christian Gotthilf Hensler (I A 26) 

H. L. 7. und des Mediziners Hieronymus Friedrich Philipp Hensler 

(III D 5). 



W. U. 
H. L. 7. 



1789/1805. 



59 

16. Fischer, Johann Leonhard, geb. 19. Mai 1760 in Culra- 
bach;-1785 Dr. phil., 1786 Prosektor in Leipzig, 1789 1793/1832. 
Dr. med. und außerord. Prof. das. ; 1793 ord. Prof. der 
Chirurgie und Anatomie in Kiel; 1802 Archiater und W. ü. 
Mitdirektor der akadem. Krankenanstalt in der Prüne, H. L. 7. 
1810 Etatsrat; Neujahr 1832 emeritiert; f 8. März 1833. 

17. Pfaff, Ciiristoph Heinrich, geb. 2. März 1773 in Stuttgart; 

5. Okt. 1793 Dr. med. und Herzog!. Württemb. Leibmedikus; 1802/46. 
1798 außerord. Prof. der Medizin in Kiel (zugleich der 
Naturwissenschaften); 1801 ord. Prof. in der philos. Fakultät; 
1802 ord. Prof. in der mediz. Fakultät (Physik, Chemie), 
ward Mitglied einer sehr großen Zahl gelehrter Gesell- 
schaften, 1843 Konferenzrat und Ehrenbürger der Stadt 
Kiel ; durcli schweres Augenleiden veranlaßt, seit 1846 von H. L. 7. 
der Lehrtätigkeit zurückzutreten; f 23. April 1852. 
H. Ratjeri, LebenserinneruDgen von Chr. H. Pfaff (Kiel 1854). 

18. Brandis, Joachim Dietrich, geb. 18. März 1762 in Hildes- 
heim; 1786 Dr. med., Arzt in Holzrainden und Brunnen- 1803/09. 
arzt in Driburg; 1803 ord. Prof. der Medizin in Kiel; 1809 
königl. Leibarzt in Kopenhagen, 1811 Etatsrat, 1828 H. L. 7 
Konferenzrat; f 29. April 1845. 

19. Wiedemann, Christ. Rudolf Wilh.. geb. 1770 1) in Braun- 
schweig; 1792 Dr. med. in Jena; Lehrer am anatomisch- 1805/40. 
Chirurg. Institut, Arzt und herzogl. Hofrat in Braunschweig; 

1805 ord. Prof. der Mäeutik, Direktor der Hebammen- 
Lehranstalt (hielt auch Vorlesungen über Zoologie und 
Mineralogie) in Kiel; ward in seinen letzten Lebensjahren 
meistens durch Prof. Michaelis (III C 20) vertreten; 
t 31. Dez. 1840. 

20. Weber, Friedrich, geb. 3. Aug. 1781 in Kiel (Solm des 
Mediziners G. H. Weber, III A 14); 1801 Dr. phil. in Kiel; 1815/23. 
1802 Aufseher des akad. Krankenhauses, 1804 Adjunkt der 
philos. Fakultät, 1805 Dr. med. und außerord. Prof. der 
Philosophie, 1810 Aufseher des botanischen Gartens; 1811 
außerord., 1815 ord. Prof. der Medizin; f 21. März 1823. H. L. 7. 
— Vater des Mediziners Ferdinand Weber (III D 21). 



') Der Geburtistag war nicht mehr zu ermitteln. W. 



60 



21. Lüders, Adolf Friedrich, geb. 5. Okt. 1791 in Lunds- 
1824/31. gaarde (Angeln); 1812 Dr. med., 1814 Physikus in Eckern- 
förde; 1824 ord. Prof. der Medizin in Kiel und Direktor 
des akadem. Krankenhauses; f 14. Dez. 1831. 

G. W. Nitzsch, , Memoria Lüdersii" in Nieraanns Chronik 1831. 

22. Ritter, Georg Heinrich, geb. 13. März 1786 in Flensburg; 
1829/54. studierte zuerst Theologie, dann Medizin, 1819 Dr. med. 

in Kiel, Privatdozent und prakt. Arzt, 1823 Vorsteher des 
Vakzinationsinstituts; 1826 außerord. Prof., 1829 ord. Prof. 
der Physiologie, allgem. Pathologie undDiätetik; 
1845 Etatsrat, 4. Dez. 1854 pensioniert; f 19. Aug. 1855. 
— Vater des Mediziners Adolf Benno Georg Ritter (III D 33). 

23. Deckmann, Christian Gottlieb, geb. 8. April 1798 in 
1833/37. Rendsburg; zuerst Unterchirurg beim Militär, studierte 

dann in Kopenhagen, 1820 das. als Chirurg (I. Charakter) 
und als Mediziner examiniert; 1824 Arzt in Schleswig; 
1829 außerord. Prof. der Anatomie und Chirurgie, 
auch Prosektor in Kiel; 1833 ord. Prof. und Direktor des 
Friedrichshospitals; f 24. Febr. 1837. 

24. Meyn, Andreas Ludwig Adolf, geb. 7. April 1786 in 
1833/52. Glückstadt; Dr. med. 1808 in Kiel, Landschaftsarzt auf 

Föhr, 1810 Physikus für die Herrschaft Pinneberg und 
Grafschaft Rantzau; 29. Jan. 1833 ord. Prof. der Patho- 
logie und Direktor des akademischen Krankenhauses in 
Kiel; 1847 Etatsrat, 1851 unter Enthebung von seinen 
bisherigen Ämtern Prof. der praktischen Medizin und Di- 
rektor des Sänitätskollegiums ; 1852 durch die dän. Re- 
gierung zugleich mit 7 anderen Prof. entlassen ; f 15. Nov. 
1859. — Vater des Mineralogen Klaus Christian Ludwig 
Meyn (IV D 65). 

25^). Günther, Gustav Biedermann, geb. 22. Febr. 1801 in 
1837/41. Schandau; 1824 Dr. med. in Leipzig, 1825 Assistenzarzt 

am Krankenhause in Hamburg, errichtete 1831 ein ortho- 
pädisches Institut das.; 1837 ord. Prof. der Chirurgie 
und Direktor des Friedrichshospitals in Kiel; Okt. 1841 



1) Die Reihenfolge bei Volbehr (25. Behn, 26. Günther, 27. v. Langenbeck) 
habe ich yerändert. W. 



61 



ord. Prof. der Chirurg. Klinik in Leipzig, Geh. Medizinal- 
rat; t 8. Sept. 1866. 

Winter im Biograph. Lexikon hervorragender Arzte II (1885) S 681 f., 
Gurlt in AUg. Deutsche Biographie X S. 169 f. 

26^). V. Langenbeck, Bernhard Rudolph Konrad, geb. 9. Nov. 
1810 in Hannover; Dr. med. 1835 in Göttingen; 1840 
außerord. Prof. das.; Dez. 1841 ord. Prof. der Chirurgie 
und Augenheilkunde und Direktor des Friedrichs- 
hospitals in Kiel; 1848 Generalstabsarzt der schlesw. -holst. 
Armee ; 1848 Prof. und Direktor des klinischen Instituts für 
Cijirurgie und Augenheilkunde in Berlin; 1864 General- 
arzt in der preuß. Armee, im selben Jahre geadelt; legte 
1882 die Professur nieder und ward zum Wirkl. Geheimen 
Rat (Exzellenz) ernannt; siedelte nach Wiesbaden über; 
t 29. Sept. 1887. 



1841/48. 



H. L. 7. 



27 1). Behn, Wilhelm Friedrich Georg, geb. 25. Dez. 1808 in 

Kiel; 1832 Dr. med. in Kiel; Michaelis 1833 Privatdozent, 1848/67. 
1837 außerord. Prof. der Anatomie und Physiologie 
und Direktor des zoolog. Museums; 1845—48 auf einer 
Weltumsegelungsreise mit dem dän. Kriegsschiff „Galathea" ; 
1848 ord. Prof.; 1860—66 Abgeordneter der Universität 
zur holst. Ständeversammlung; 1. Okt. 1867 auf Ansuchen 
pensioniert; 1870 Präsident der „Leopoldina" in Dresden; H. L. 7. 
t das. 14. Mai 1878. 

28. Stromeyer, Georg Friedrich Louis, geb. 6. März 1804 in 

Hannover; 1826 Dr. med. in Berlin, Okt. 1828—38 Arzt, 1848/54. 
Dozent an der Chirurg. Schule und Leiter eines Orthopäd. 
Instituts in Hannover; 1. Okt. 1838 Prof. der Chirurgie 
in Erlangen, 1. Febr. 1841 nach München, 2. Okt. 1842 
nach Freiburg berufen; 1848 Prof. der Chirurgie in 
Kiel, dazu bis 18. Febr. 1852 Generalstabsarzt der schlesw.- 
holst. Armee; 1. April 1854 Generalstabsarzt der hannover- 
schen Armee, April 1867 pensioniert; im Kriege 1870/71 
konsultierender Chirurg der dritten Armee; f 15. Juni 
1876 in Hannover (wo 1884 seine Bildsäule errichtet h. L. 7. 
ward). 



1) Die Reihenfolge bei Volbehr (25. Behn, 26. Günther, 27. v. Langenbeck) 
habe ich verändert. W. 



62 



29. Litzmann, Karl Konrad Theodor, geb. 7. Okt. 1815 in 
1849/85. Gadebusch; 30. Juli 1838 Dr. med. in Halle, 19. Okt. 

1840 Privatdozent das., 21. Sept. 1844 außerord. Prof. der 
Pathologie und Therapie in Greifswald, 10. Okt. 1846 
ord. Prof. das.; 1. März 1849 ord. Prof. der Mäeutik 
und gynäkol. Klinik in Kiel; 1862 Etatsrat, 1881 
Geh. Medizinalrat; im Herbst 1885 von seineu amtliclien 
Obliegenheiten entbunden; j in Berlin am 24. Febr. 1890. 
H. L. 32. — Vater des Literarhistorikers Berthold Litzmann (IV 

D 107). 

30. Griesinger, Wilhelm, geb. 29. Juli 1817 in Stuttgart; 
1849/50. 1838 Dr. med. in Tübingen, 1839 Arzt in Friedrichshafen 

am Bodensee, 1840 Assistent an der psychischen Heil- 
an.stalt in Winnenthal, 1843 Arzt in Stuttgart, 1844 
Assistent der mediz. Klinik in Tübingen, 1847 außerord. 
Prof. das.; Sept. 1849 ord. Prof. der Pathologie und 
Therapie in Kiel bis Mai 1850; dann auf 2 Jahre 
Direktor der mediz. Schule in Kairo und Präsident des 
gesamten Medizinalwesens in Ägypten, Leibarzt von Abbas 
Pascha; 18. April 1854 ord. Prof. und Direktor der mediz. 
Klinik in Tübingen, 10. Dez. 1859 als ord. Prof. nach 
Zürich berufen, 19. Dez. 1864 für Beginn 1865 als ord. 
Prof. und Leiter der Klinik für Irre und einer Station 
für Nervenkranke nach Berlin berufen, bis 1867 auch 
Dii^ektor der Poliklinik, 21. Jan. 1865 Geh. Medizinalrat; 
t 26. Okt. 1868. 



31. V. Frerichs, Friedrich Theodor, geb. 24. März 1819 in 
1850/51. Aurich ; 1842 Arzt das. ; 1843 Dr. med. in Göttingen, 1846 

Privatdozent und Assistent am physiolog. Institut das. ; 
Michaelis 1850 ord. Prof. der Pathologie und Therapie 
und Direktor der Poliklinik in Kiel; 6. Dez. 1851 ord. 
Prof. in Breslau, 1855 Geh. Medizinalrat ; 11. Jan. 1859 
Prof. und Vorsteher der mediz. Klinik in Berlin, auch 
dirigierender Arzt an der Charite, Prof. an der mediz. - 
Chirurg. Akademie für Militärärzte, Wirkl. Geh. Ober- 
Medizinalrat, Vortragender Rat im Ministerium der geistl., 
H. L. 7. Unterrichts- und Medizinal- Angelegenheiten, 1884 in den 

Adelstand erhoben; f 14. März 1885. 



63 

32. Götz, Emil Friedrich, geb. 2Ü. Juli 1806 in Danzig; 1831 

Dr. med. in Halle, 1833 Arzt in Danzig, 1842 Direktor 1853/58. 
des Stadt-Krankenhauses das. ; Aug. 1853 Prof. der Patho- 
logie und Therapie in Kiel und Direktor des akadem. 
Krankenhau.sps, 1855 Vorsitzender des Sanitätskolleg., 1857 H. L. 7. 
Etatsrat; f 8. Juli 1858. 

33. Panum, Peter Ludwig, geb. 19. Dez. 1820 auf Bornholm; 

1845 — 50 Assistenzarzt am allg. Hospital, dann prakt. 1857/64. 
Arzt in Kopenhagen, inzwischen 1846 — 48 Schiffsarzt auf 
dem Kriegsschiff „Geyser", 1851 Dr. med. in Kopenhagen; 

1853 außerord. Prof. der Physiologie in Kiel; 1857 

ord. Prof. das.; 21. März 1864 Prof. in Kopenhagen; H. L. 7. 
t 2. Mai 1885. 

34. V. Esmarch, Johannes Friedrich August, geb. 9. Jan. 

1823 in Tönning; 7. Okt. 1848 Dr. med. in Kiel; 24. März 1857/1908. 
1848 Leutnant und 5. April Unterarzt im schlesw.- holst. 
Turnerkorps, 9. April 1848 gefangen bei Bau, im Mai 
ausgewechselt, Juni Arzt am Bürgervereins-Lazarett in 
Flensburg; 7. Okt. 1848 Dr. med. in Kiel, Herbst 1848 
bis 1850 Assistenzarzt erster Klasse, Okt. 1849 auch 
Privatdozent; 8. Aug. 1850 Oberarzt in der schlesw.- holst. 
Armee bis 12. Mai 1851 ; 1852 wieder Privatdozent, 23. März 

1854 Vorsteher der Chirurg. Klinik; 7. Okt. 1857 ord. 
Prof. der Chirurgie und Augenheilkunde und Direktor 
des Friedrichshospitals; 1866 Geh. Medizinalrat, 25. Juli 
1870 Generalarzt der Reserve in der Armee, 1. Juni 1887 
in den Adelstand erhoben, 25. Mai 1889 Rang als General- 
major, Wirklicher Geheimer Rat (Exzellenz) 22. März H. L 7. 
1897; t in Kiel 13. Febr. 1908. 

Anschütz, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1908/09. 

35. Bartels, Karl Heinrich Christian, geb. 25. Sept. 1822 in 
Meilsdorf bei Ahrensburg; 1850 Dr. med. in Kiel, 1851 1859/78. 
Arzt und Privatdozent das., Juli 1858 interimist. Leiter der 
raediz. Klinik; 23. Mai 1859 ord. Prof. der Pathologie 

und Direktor der mediz. Klinik; 1875 Geh. Medizinalrat; 
t 20. Juni 1878. Seine Marmorbüste von Ed. Lürssen H. L. 7. 
ward 1880 durch den schlesw. -holst, ärztlichen Verein in B. A.i) 
der Aula des Universitäts-Gebäudes aufgestellt. 
J. Bockendahl, Nekrolog in Chronik der Universität 1878. 



1) Über diese Abkürzung vgl. die Bemerkung in der Vorrede. W. 



64 



36. Müller, Wilhelm, geb. 13. F«br. 1832 in Nürnberg; Dr. 
1864. med., Privatdozent in Erlangen; 1861 außerord. Prof. und 

21. Mai 1864 ord. Prof. der patholog. Anatomie in 
Kiel; Michaelis 1864 ord. Prof. in Jena, Ostern 1865 
Direktor des pathologisch-anatomischen Instituts; 11. Jan. 
1871 Hofrat, 13. Aug. 1887 Geheimer Hofrat, 30. April 
1908 Geheimer Rat; f 19. Juni 1909. 

37. Colberg, August, geb. 23. Aug. 1830 zu Oderberg in der 
1865/68. Uckermark; 1856 Dr. med. in Halle, prakt. Arzt das., 

1863 Privatdozent für patholog. Anatomie das.; 1. Okt. 

1864 außerord. Prof. und 1. Okt. 1865 ord. Prof. der 
patholog. Anatomie in Kiel; f 3. Juli 1868 in Halle. 

Nekrolog (Verf. ungenannt) in Chronik der Universität 1868. 

38. 1) Kupffer, Karl, geb. 14. Nov. 1829 in Lesten (Kurland); 

1867/76. 1854 Dr. med. in Dorpat, bis 1865 Prof. der Medizin und 

Kollegienrat das. ; 1866 Privatdozent in Kiel; 17. Sept. 1867 
ord. Prof. der Anatomie das.; 1. April 1876 Prof. in 
Königsberg, 1. Okt. 1880 Prof. in München, 31. Dez. 1896 

H. L. 32. Kgl. Geh. Rat, legte 1. Okt. 1901 seine Lehrtätigkeit 

nieder; f 16. Dez. 1902 in München. 

39. 1) Hensen, Viktor, geb. 10. Febr. 1835 in Schleswig; 2. Sept. 
1868/ 1859 Dr. med., 27. Okt. 1859 Prosektor in Kiel; habilitiert 

im Juni 1860; 27. Juli 1864 außerord. Prof. der Phy- 
siologie und Embryologie; 23. März 1868 ord. Prof. 
das.; 1867 schlesw.- holst. Landtagsabgeordneter; 1870 
Mitglied der Kommission zur Untersuchung der deutschen 
Meere; 5. Mai 1888 Geh. Medizinalrat; leitete 1889 die 
Plankton-Expedition; 22. Aug. 1911 von seinen amtlichen 
Pflichten entbunden. — Vater des Mediziners Hans Hensen 
(III D 73). 

40. Cohnheim, Julius, geb. 20. Juli 1839 in Demmin (Pommern) ; 
1868/72. 1861 Dr. med. in Berlin, Assistent am patholog. Institut 

das.; 10. Okt. 1868 ord. Prof. der allgem. Pathologie 
und patholog. Anatomie in Kiel; Michaelis 1872 ord. 
Prof. in Breslau, 24. Dez. 1877 für 1. April 1878 nach 
Leipzig berufen; f 15. Aug. 1884. 



1) Die Reihenfolge bei Volbehr (38. Hensen, 39. Kupffer) habe ich 
vertauscht. W. 



65 

41. Heller, Arnold, geb. 1. Mai 1840 in Kleinlieubacli (ünter- 
iranken); 16. Juni 1866 Dr. med. in Erlangen, Assistent 1872/1913. 
am patholog. Institut das., habilitiert 19. Juli 1869 ; 12. Aug. 

1872 (zum 1. Okt.) ord. Prof. der Pathologie und 
patholog. Anatomie in Kiel; 12. Jan. 1895 Geh. 
Medizinalrat; f 31. Jan. 1913 in Kiel. 

42. Völckers, Karl, geb. 28. März 1836 in Lensahn (Holstein) ; 

Dr. med. Kiel 28. Febr. 1861, Privatdoz. 29. März 1862, 1873/1914. 
Assistenzarzt an der Chirurg. Klinik; 3. Sept. 1866 außerord. 
Prof. und Direktor der Augen- und Ohrenklinik; 9. April 

1873 ord. Prof. der Augenheilkunde, dazu 1887 bis 
1909 ständiger Verwaltungsdirektor der akadem. Heil- 
anstalten; 19. Jan. 1892 Geh. Medizinalrat; 1. April 1907 H.L,.32. 
von seinen amtl. Verpflichtungen entbunden; f 2. Febr. 1914. 

43. Flemming, Walther, geb. 21. April 1843 in Sachsenberg 

bei Schwerin ; 19. Juli 1868 Dr. med. in Rostock, 4. Jan. 1876/1905. 

1871 Privatdoz. das., 22. Sept. 1872 Privatdoz. in Prag, 

1873 erster Prosektor und 31. Juli 1873 außerord. Prof. 

ebenda; 5. Febr. 1876 ord. Prof. der Anatomie und 

Histologie in Kiel, 6. Nov. 1895 Geh. Medizinalrat, 

vom 1. Okt. 1902 ab von seinen amtl. Pflichten entbunden; H. l. 7. 

t 4. Aug. 1905. 

Graf von Spee, Gedächtnisrede in Chronik der Uaiversität 1905/06, 
derselbe im anatomischen Anzeiger Bd. 28 (1906) Nr. 1 S. 41 S. 

44. Quincke, Heinrich, geb. 26. Aug. 1842 in Frankfurt a. 0. ; 

5. Okt. 1863 Dr. med. in Berlin, 1867—71 Assistent an der 1878/ 
mediz. Klinik das., seit 4. Febr. 1870 Privatdoz. das., 8. Febr. 

1873 ord. Prof. der speziellen Nosologie und Therapie und 
Direktor der mediz. Klinik in Bern; 30. Aug 1878 ord. 
Prof. für innere Medizin und Direktor der mediz. Klinik 
in Kiel, auch Medizinalrat und Mitglied des Prov.-Mediz.- 
KoUegiums, 21. Dez. 1888 Geh. Medizinalrat; 1. Okt. 1908 
von seinen amtl. Verpflichtungen entbunden, lebt in Prank- 
furt a. M. 

45. Werth, Richard, geb. 10. Mai 1850 in Magdeburg; 19. Dez. 

1874 Dr. med. in Kiel, von 1875 — 85 Assistent an der 1885/ 
geburtshilfl. Klinik; 23. März 1876 Privatdoz., 22. Febr. 

1884 außerord. Prof., 25. Aug. 1885 ord. Prof. der Gynä- 
kologie und Direktor der geburtshilfl. Klinik, Medizinal- 

5 



66 



rat, Mitglied des Prov.-Mediz.-Kollegiums, 14. März 1898 
Geh. Medizinalrat; 2^. Juni 1907 von seinen amtlichen 
Verpflichtungen entbunden, lebt in Bonn. 

46. Helferich, Heinrich, geb. 4. Mai 1851 in Tübingen; Dr. 
1899/1907. med. München 9. März 1874; habilitiert 1. Aug. 1877 

in Leipzig, 3. Febr. 1879 in München, Direktor der Chirurg. 
Poliklinik ; außerord. Prof. München 1. Mai 1884, ord. Prof. 
Greifswald 12. Okt. 1885; Geh. Medizinalrat 12. Mai 1894; 
14. Jan. 1899 zum 1. April nach Kiel versetzt als ord. 
Prof. der Chirurgie; 9. Nov. 1907 von seinen amtlichen 
Verpflichtungen entbunden und aus dem Verbände der Uni- 
versität ausgeschieden; lebt in Eisenach. 

47. Fischer, Bernhard J., geb. 19. Febr. 1852 in Coburg; 
1899/1915. 19. Juli 1875 Dr. med. Berlin, 22. Mai 1876 ebenda 

approbiert als Arzt. Als Militärarzt angestellt vom 15. 
Febr. 1875 bis 28. Juli 1888 in der Kaiserl. Marine, 
von da bis 30. Juni 1889 in der Königl. Preuß. Armee. 
Kommandos und Reisen: 1875 — 76 zum Chariteekranken- 
haus als Unterarzt; 1876—78 nach Ostasien und um die 
Erde; 1879 — 81 nach China und Japan; 1882—84 zum 
Reichsgesundheitsamt; 1883—84 als Mitglied der Reichs- 
cholerakommission nach Ägypten und Indien; 1884 — 85 
nach Westafrika (Beteiligung am Landungsgefecht in 
Kamerun, Dez. 1884); 1885—86 nach Westindien. Habi- 
litiert für Hygiene und Bakteriologie in Kiel 14. März 1887 ; 
außerord. Prof. 4. Febr. 1889 (etatsmäßig seit 1. April 
1891); Beteiligung an der Plankton-Expedition (oben 
Nr. 39) im Sommer 1891; ord. Prof. der Hygiene und 
Direktor des hygienischen Instituts 12. Juni 1899; Geh. 
Medizinalrat 18. Okt. 1906; f 2. Aug. 1915 in einem 
Kriegslazarett bei Ypern (Flandern). 
Chronik der Universität 1915/16. 

48. Siemerling, Ernst, geb. 9. Sept. 1857 in Müssow bei 
1900/ Greifswald; Dr. med. Marburg 13. März 1882; habilitiert 

Berlin 21. März 1888; außerord. Prof. Berlin 16. Juli 
1892, ord. Prof. Tübingen 27. Aug. 1893 (zum 1. Okt.); 
8. Okt. 1900 zum ord. Prof. der Psychiatrie und 
Nervenkrankheiten in Kiel ernannt (vom 1. April 1901 
ab), Direktor der psychiatr. und Nervenklinik; 18. März 
1904 Geh. Medizinalrat. 



G7 

49. von Spee, Ferdinand, Graf, geb. 5. April 1855 auf Gut 
Glindfeld bei Medebach in Westfalen; 1882 Assistent der 1902/ 
Frauenklinik in Kiel, 1882/83 Assistent der chirurg. Klinik 

in Würzburg, 1883 erster Assistent am physiolog. Institut 
in Kiel; Dr. med. Kiel 5. Febr. 1884, habilitiert für 
Embryologie und physiolog. Anatomie 7. Jan. 1885, 
1. Okt. 1887 vom 1. Dez. ab Prosektor der Anatomie; 
14. März 1891 außerord. Prof., 15. Dez. 1902 ord. Prof. 
der Anatomie und Direktor des anatomischen Instituts, 
13. Mai 1910 Geh. Medizinalrat. 

50. Schirmer, Otto, geb. 17. Dez. 1864 in Greifswald; Dr. med. 

27. Mai 1887 ebenda; habilitiert Göttingen 11. März 1889, 1907. 
Königsberg 5. Nov. 1890, Halle 29. Juli 1892; außerord. 
Prof. der Augenheilkunde Greifswald 4. Aug. 1893 
(zum 1. April 1894), ord. Prof. ebenda 5. März 1896 
(zum 1. April); 7. Febr. 1907 nach Kiel versetzt, zugleich 
Direktor der Augenklinik; 8. Aug. 1907 nach Straßburg 
berufen, Anfang Nov. 1909 auf Antrag entlassen. 

51. Pfannenstie), Johannes, geb. 28. Juni 1862 in Berlin; 

Dr. med. ebenda 13. Aug. 1885; habilitiert Breslau 23. April 1907/09. 
1890; ord. Prof. Gießen 27. März 1902 (zum 15. April), 
Großherzogl. Geh. Medizinalrat 20. Juni 1904; 19. Juni 
1907 (zum 1. Okt.) zum ord. Prof. der Geburtshilfe 
und Gynäkologie in Kiel ernannt mit dem Charakter 
als Geh. Medizinalrat; starb an einer im Beruf zugezogenen 
Blutvergiftung 3. Juli 1909 in Kiel. 

Anschütz, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1909/10. 

52. Heine, Leopold, geb. 17. Juni 1870 in Cöthen (Anhalt); Dr. 

med. Erlangen 13. Febr. 1894, habilitiert Marburg 23. Juni 1907/ 
1898, Breslau 24. Juli 1899, Prof. (Tit.) das. 14. Dez. 1905; 
ord. Prof. Greifswald 21. März 1907 (zum 1. April); 10. Sept. 
1907 (zum 1. Okt.) nach Kiel versetzt als ord. Prof. der Augen- 
heilkunde und Direktor der Universitäts-Augenklinik. 

53. Anscliütz, Willy, geb. 24. Sept. 1870 in Halle; Dr. med. 
Tübingen 29. Febr. 1896; habilitiert Breslau 4. Nov. 1902; 1907/ 
5. Okt. 1906 Prof. (Tit.) ; stellvertr. Direktor der Chirurg. 
Klinik in Marburg 30. Mai 1907 bis 1. Okt. 1907; 12. Dez. 

1907 zum ord. Prof. der Chirurgie in Kiel ernannt, 
Direktor der Chirurg. Klinik; 5. Sept. 1908 zum Mitglied 
des Prov.-Mediz.-Kollegiums ernannt. 

5* 



68 



54. Lüthje, Hugo, geb. 31. Dez. 1870 in Wedel (Holstein); 
1908/15. Dl"- i^ied. Berlin 21. Dez. 1895; 1897 Volontärassistent an 

der 1. mediz. Klinik in Berlin, 1898 Assistent an der 
Marburger mediz. Poliklinik, 1900 Assistent und Oberarzt 
der mediz. Klinik in Greifswald ; habilitiert Greifswald 
6. Juli 1900; 1902 erster Assistent der mediz. Klinik in 
Tübingen; außerord. Prof. ebenda 1. März 1904; 1906 bis 

1908 Direktor des städtischen Krankenhauses in Frankfurt 
a. M. ; 3. Aug. 1908 (zum 1. April) zum ord. Prof. der 
inneren Medizin in Kiel ernannt; f 9. Juni 1915 
infolge einer im Beruf zugezogenen Fleckfieber- Ansteckung. 

Chronik der Universität 1915/16. 

55. Franz, Karl, geb. 6. April 1870 in Arnstein (Bayern); 
1910. Dr. med. 24. Juli 1894 Würzburg; habilitiert Halle 

11. März 1900; ord. Prof. Jena 1. Okt. 1904; 22. Nov. 

1909 (zum 1. April 1910) zum ord. Prof. der G3^nä- 
kologie in Kiel ernannt; 26. Juli 1910 (vom 1. Okt. ab) 
nach Berlin versetzt, 31. Aug. 1912 Geh. Medizinalrat. 

56. Stoeckel, Walter, geb. 14. März 1871 in Stobingen, Kreis 
1910/ Insterburg (Ostpr.) ; Dr. med. Königsberg 24. Febr. 1896; 

1897 — 1898 Volontärarzt an der Frauenklinik in Bonn 
und am patholog.-anatom. Institut in Marburg, 1898 — 1903 
Assistent, später Oberarzt an der Frauenklinik in Bonn; 
habilitiert Erlangen 25. Aug. 1903, Berlin 23. Nov. 1904; 
18. März 1905 Prof. (Tit.); ord. Prof. Greifswald 8. Juli 
1907; 6. Okt. 1907 nach Marburg und 1. Okt. 1910 
nach Kiel berufen als ord. Prof. der Geburtshilfe und 
Gynäkologie, Direktor der Universitäts-Frauenklinik 
und Hebammenanstalt, seit 1. April 1911 Mitglied des 
Medizinal-Kollegiums der Provinz Schleswig-Holstein. 

57. Bethe, Albrecht, geb. 25. April 1872 in Stettin; Dr. pliil. 
1911/15. (Hauptfach Zoologie) München 15. Juni 1895; Studienreisen 

nach Plymouth (1895) und Neapel (1896, 1898, 1899); 
Assistent am physiologischen Institut Straßburg 1. April 
1896, Dr. med. ebenda 6. Juni 1898, habilitiert ebenda 
31. Okt. 1899; Prof. (Tit.) 6. Jan. 1906; 15. Aug. 1911 
ord. Prof. der Physiologie in Kiel, Direktor des physiol. 
Instituts; 26. Jan. 1915 (zum 1. April) an die Universität 
Frankfurt a. M. versetzt. 



69 

58. Lubarsch, Otto, geb. 4. Jan. 1860 in Berlin; Dr. med. 
Straßburg 25. Jan. 1884, approbiert als Arzt ebenda 1913/ 
7. Febr. 1885; habilitiert Zürich 17. JuH 1890, Rostock 

1. Okt. 1891; außerord. Prof. ebenda 17. März 1894; 
1. Okt. 1899 bis 30. Sept. 1904 Vorsteher der patholog.- 
anatom. Abteilung des Kgl. hygien. Instituts in Posen, 
vom 3. Nov. 1903 ab mit Vorlesungen an der dortigen 
Akademie beauftragt; 1. Okt. 1905 bis 31. Aug. 1907 
Vorsteher des patholog.-bakteriolog. Laboratoriums des 
Königl. Krankenstifts in Zwickau; 1. Sept. 1907 bis 
15. Mai 1913 ord. Mitglied und Prof. der allgem. Patho- 
logie und patholog. Anatomie sowie Direktor des patholog. 
Instituts an der Akademie für praktische Medizin in 
Düsseldorf, vom 9. Jan. 1909 bis 8. Jan. 1912 geschäfts- 
führender Professor der Akademie; 8. Febr. 1909 bis 
15. Mai 1913 ebenda Direktor der allgem. städt. Kranken- 
anstalten; Kgl. Preuß. Geh. Medizinalrat 15. Jan. 1912; 
als ord. Prof. der allgem. Pathologie und patholog. 
Anatomie nach Kiel berufen 12. März 1913. 

59. Höber, Rudolf, geb. 27. Dez. 1873 in Stettin; Dr. med. 
Erlangen 26. Jan. 1897, 1897 bis 1909 Assistent am 1915/ 
physiol. Institut in Zürich, das. habilitiert 29. Dez. 1898, 

in Kiel habilitiert für Physiologie 26. Febr. 1909, Assistent 
am physiol. Institut seit 1. Jan. 1909; 6. April 1910 Prof. 
(Tit.); zum ord. Prof. der Physiologie ernannt 11. Febr. 
1915. 

III. B. Ordentliche Honorarprofessoren. 

1. Hoppe-Seyler, Georg, geb. 17. Febr. 1860 in Berlin; 

Dr. med. ebenda 12. März 1883; Assistent der mediz. 1909/ 
Klinik in Kiel 1885, habilitiert ebenda 25. Juli 1887 für 
innere Medizin und mediz. Chemie, außerord. Prof. 
ebenda 8. Juli 1892, seit 1. Jan. 1893 dirigierender Arzt 
der städt. Krankenanstalt ; zum ord. Honorarprofessor am 
26. Juni 1909 ernannt. 

2. Dohle, Paul, geb. 6. Juni 1855 in Mühlhausen i. Th. ; 

vom 1. April 1883 ab Assistent am patholog. Institut Kiel; 1915/ 
Dr. med. Kiel 7. März 1885; habilitiert ebenda 6. Mai 1889 
für allgem. Pathologie, patholog. Anatomie und gerichtl. 
Medizin, Prof. (Tit.) am 27. Juni 1896; 1. Juni 1907 



70 



1694/1701. 

1702/05. 
1708/16. 

1717. 
1726/36. 



1736/42. 
1737/38. 
1747/50. 

1755. 
1760/63. 
1777/80. 

1793/98. 



1. 



Prosektor und 1. April 1908 Abteilungsvorsteher am pa- 
thologischen Institut; 23. Dez. 1908 zum außerord. Prof. 
für allg. Pathologie, patholog. Anatomie und 
gerichtl. Medizin, 9. Aug. 1915 zum ord. Honorar- 
professor ernannt. 

III. C. Außerordentliche Professoren. 
Franck, Bernhard Matthias, geb. 20. Aug. 1667 in Kiel 
(Sohn des Theologen Christoph Franck, I A 4); 1691 Dr. 
med. zu Altdorf; 1694 außerord. Prof. in Kiel; f 3. Sept. 1701. 

2. Luther, Karl Friedrich (III A 6). 

3. Burchardi, Christoph Martin, geb. 1. April 1680 in Kiel 
(Sohn des Hauptpastors Matthias Burchardi); 1704 Lic. 
med., 1708 außerord. Prof. der Anatomie und Pathologie 
das.; 1716 ord. Prof. in Rostock; f 14. Dez. 1744. 

4. Prangen, Ernst Wilhelm; nur einmal 1717 als außerord. 
Prof. der Medizin im Index aufgeführt, Leibarzt des Bischofs 
von Lübeck^). 

5. Franck, Georg, geb. 1700 in Kiel (Sohn des Archidiak. 
W. G. Franck); Dr. med., 1726 außerord. Prof.; 1736 
Leibarzt des Bischofs von Lübeck, Hofrat, 24. Okt. 1743 
Justizrat, 11. Nov. 1764 pensioniert; f 1768 -). 

6. Kannegießer, Gottlieb Heinrich (III A 9). 

7. Struve, Ernst Gotthold (III A 8). 

8. Struve, Friedrich Christian (III A 10). 

9. V. Poletyka, Johann ; Dr. und außerord. Prof. und Adjunkt 
der mediz. Fakultät (nur einmal, Sommer 1755, im Index). 

10. Ackermann, Johann Friedrich (III A 11). 

11. Weber, Georg Heinrich (III A 14). 

12. Coopmanns, Gadso, geb. 12. Jan. 1746 in Franecker in 
Holland ; Dr. phil. und med. ; 1773 ord. Prof. der Medizin 
und Chemie zu Franecker, 1791 außerord. Prof. der Chemie 
in Kopenhagen, 1793 außerord. Prof. der Chemie und 
Medizin in der mediz. Fakultät Kiel, 1798 auf Ansuchen 
entlassen; f 5. Aug. 1810. 

1) Näheres war nicht zu ermitteln. W. 

^j ,Vor dem 19. März", wie das Oldenburger Haus- und Zentral- Archir 
mir mitteilte, das den aus dem Kieler Kirchenbuch nicht feststellbaren Ge- 
burtstag gleichfalls nicht anzugeben vermochte. W. 



71 



13. Reyher, Johann Georg, geb. 18. Mai 1757 in Kiel (Ur- 
enkel des Juristen und Mathematikers Samuel Reyher, II 1798/1807. 
A 9); 1782 Dr. med., Privatdoz. und ausübender Arzt in 

Kiel, 1796 Adjunkt der raediz. Fakultät und Prosektor; 1798 
außerord. Prof.; f 15. März 1807. 

14. Pfaff, Christoph Heinrich (III A 17). 1798/1802. 

15. Hegewisch, Franz Hermann, geb. 13. Nov. 1783 in Kiel 

(Sohn des Historikers Dietrich Hermann Hegewisch, IV 1809/55. 
A 45) ; 1805 Dr. med. in Göttingen, 1809 außerord. Prof. 
der Medizin in Kiel und bis 1833 Arzt am Friedrichs- 
hospital, 1840 Etatsrat, 1855 Dr. phil. h. c. von Göttingen ; 
im selben Jahre von der Verpflichtung, Vorlesungen, 
die er schon lange Jahre nur als privatissime angezeigt 
hatte, zu halten, entbunden; trat gleichzeitig von seiner 
früher sehr umfangreichen ärztlichen Praxis zurück; f 27. 
Mai 1865. 

Ratjen, Zum Andenken an Fr. H. Hegewisch (Jahrbuch für Landes- 
kunde, VIII, S. 271-291). 

16. Weber, Friedrich (III A 20). 1811/15. 

17. Ritter, Georg Heinrich (IH A 22). 1826/29. 

18. Deckmann, Christ. Gottlieb (III A 23). 1829/33. 

19. Behn, Wilhelm Friedrich Georg (III A 27). 1837/48. 

20. Michaelis, Gustav Adolf, geb. 9. Juli 1798 in Harburg; 

1823 Dr. med. und prakt. Arzt in Kiel, dazu 1824 Privat- 1839/48. 
doz. und später Assistenzarzt an der Entbindungsanstalt ; 
1836 auch Physikus für die Ämter Kiel, Bordesholm und 
Kronshagen; 1839 außerord. Prof., 1841 Vorsteher der Ent- H. L. 6, 
bindungsanstalt ; f 8. Aug. 1848 auf einer Reise in Lehrte. 

21. Weber, Ferdinand, geb. 28. Febr. 1812 in Kiel (Sohn von 
Friedrich Weber, III A 20); 1837 Dr. med. und Arzt in Kiel, 1851/60. 
1842 Privatdozent und Prosektor; 1851 außerord. Prof., 1852 

bis 1853 Interim. Direktor des akadem. Krankenhauses ; H. L. 7. 
t 15. Dez. 1860. 

Klaus Groth, Nekrolog in Üniversitäts-Chronik 1860. 

22. Kirchner, Georg Philipp Emil, geb. 1. Febr. 1811 in Bremen ; 

1832 Dr. med. in Würzburg, 1835 Badearzt in Ludwigs- 1853/76. 
bad (Unterfranken), Herbst 1837 Staatsexamen in Kiel, 
Privatdozent das. ; 1848— 1852 Oberarzt in der schlesw. -holst. 



72 



H. L. 32. 




1853/57. 


23. 


1861/64. 


24. 


1864/65. 


25. 


1864/68. 


26. 


1866/73. 


27. 




28. 


1867/1902. 





H. L. 32 

1869/73. 
H. L. 32. 

1873/91. 
H. L. 32. 

1874/1908. 



29. 



30. 



31. 



Armee und Chef des Medizinalbureaus; 1853 außerord. Prof. 
für Pharmakologie, auch Sekretär des Sanitätskolle- 
giuriis und Mitvisitator der Apotheken ; j 16. Jan. 1876. 
Nekrolog in Chronik der Universität 1876. 

Panum, Peter Ludwig (III A 33). 
Müller, Wilhelm (III A 36). 
Colberg, August (III A 37). 
Mensen, Viktor (III A 39). 
Völckers, Karl (III A 42). 

Bockendahl, Johannes Adolf Ludwig, geb. 7. Nov. 1826 
in Altona; 1850 Dr. med. in Kiel, 1851 Arzt in Schleswig, 
kurze Zeit in Altona, im selben Jahre wieder in Schleswig, 
1. Jan. 1861 Arzt in Kiel, dazu Privatdoz. ; 27. Sept. 
1865 Medizinal-Inspektor für Holstein; dazu 1. April 1867 
außerord. Prof. für gerichtliche Medizin und Ge- 
schichte der Medizin; nach Aufhebung des Medizinal- 
Inspektorats seit 7. März 1870 bis zur Pensionierung am 
1. Okt. 1897 auch Regierungs- und Medizinalrat bei der 
königl. Regierung in Schleswig und Mitglied des Provinzial- 
Medizinal-KoUegiums in Kiel, dessen stellvertr. Vorsitzender 
er seit 1885 war; 1880 auch außerord. Mitglied des Reichs- 
gesundheitsamts; 18. Mai 1887 Geh. Medizinalrat; f 16. 
Okt. 1902. 

Quincke, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1902/03. 

von Jürgensen, Theodor Hermann, geb. 11. April 1840 
in Flensburg; 1863 Dr. med. in Kiel, prakt. Arzt und 
Privatdoz. das.; 11. Nov. 1869 außerord. Prof. und Direktor 
der Poliklinik; 6. März 1873 ord. Prof. der allgem. 
Therapie und Heilmittellehre und Direktor der Poliklinik 
in Tübingen, geadelt; y 8. Mai 1907 in Tübingen. 

Edlefsen, Gustav, geb. 24. Febr. 1842 in Friedrichstadt; 
10. Aug. 1868 Dr. med. in Kiel, Privatdoz. ; 2. Mai. 1873 
außerord. Prof. der Medizin und Direktor der mediz. Poli- 
klinik ; seit 1. Okt. 1891 prakt. Arzt in Hamburg; f 27. 
April 1910. 

Petersen, Christian Ferdinand, geb. 15. Mai 1845 in Es- 
mark (Angeln); 5. Aug. 1868 Dr. med. in Kiel, Assistenz- 
arzt an der Chirurg. Klinik, Ostern 1870 Privatdoz.; 1. 



73 



Aug. 1874 aiißerord. Prof. der Chirurgie, Direktor der 
cliirurg. Poliklinik; 12. Febr. 1906 Geh. Medizinalrat; 
t 13. Jan. 1908. 

32. Pansch, Adolf, geb. 2. März 1841 in Eutin; 8. Aug. 1864 

Dr. phil. in Halle, 1. Juli 1865 Prosektor in Kiel, 16. Aug. 1876/87. 
1866 Dr. med. und Privatdoz. ; nahm 1869/70 an der 
deutschen Nordpolexpedition teil; 18. Okt. 1876 außerord. 
Prof. unter Beibehaltung seines Amtes als Prosektor; 
t 14. Aug. 1887. 

33. Falck, August, geb. 28. Mai 1848 in Marburg a. d. Lahn; 

1. Mai 1872 Assistent am pharmakolog. Institut in Mar- 1878/ 
bürg; 10. Aug. 1872 Dr. med. und 20. Juni 1874 Privatdoz, 
für Pharmakologie und Physiologie ebenda; 1. Sept. 1875 
Assistent am physiolog. Institut in Kiel; 25. Okt. 1875 
Privatdoz. in Kiel; 4. März 1876 mit der Vertretung des 
Lehrstuhls für Arzneimittellehre und der Leitung der 
phaimakognostischen Sammlung beauftragt; 3. April 1878 
außerord. Prof. für Arzneimittellehre und Direktor des 
pharmakolog. Instituts; 19. Juni 1912 Geh. Medizinalrat. 

34. Werth, Richard (III A 45). 1884/85. 

35. Fischer, Bernhard (III A 47). 1889/99. 

36. von Spee, Ferdinand, Graf (III A 49). 1891/1902. 

37. Kosegarten, Wilhelm, geb. 5. Mai 1852 auf Christiansthal 

bei Oldenburg; 1. Juli 1876 Staatsprüfung; Dr. med. Kiel 1892/98. 
31. Juli 1878; habilitiert ebenda 23. Juni 1884, seit 1881 
Leiter der Poliklinik für Ohrenheilkunde; zum außerord. 
Prof. der Ohrenheilkunde ernannt 2. Jan. 1892; lebt 
seit 1898 als Privatmann in Berlin^). 

38. von Starck, Wilhelm, geb. 26. Aug. 1858 in Horovic 
(Böhmen); Dr. med. Marburg 19. Sept. 1881; 1882—84 1892/ 
Assistenzarzt an der mediz. Klinik in Kiel, 1884 — 87 an 

der mediz. Poliklinik in Kiel; habilitiert für Kinderheil- 
kunde und innere Medizin 6. Jan. 1888; 2. Jan. 1892 zum 
außerord. Prof. für innere Medizin und Leiter der 
mediz. Poliklinik ernannt; zugleich seit 1. April 1906 
Leiter der neugegründeten Kinder-Poliklinik und -Klinik. 

39. Hoppe-Seyler, Georg (III B 1). 1892/1909. 



1) Weiteres war trotz vielfacher Nachforschungen nicht zu ermitteln. 

W. 



74 



40. Bier, August, geb. 24. Nov. 1861 in Helsen (Waldeck); 
1896/99. Dr. med. Kiel 30. Jan. 1888; habilitiert ebenda 23. Nov. 

1889; zum außerord. Prof. für Chirurgie 26. Nov. 1895 
(zum 1. Jan. 1896) ernannt; 8. Febr. 1899 ord. Prof. 
in Greifswald, 1. April 1903 in Bonn, 8. Mai 1907 in 
Berlin; Geh. Medizinalrat 12. Sept. 1905. 

41 . Friedrich, Ernst Paul, geb. 1. Sept. 1867 in Dresden ; Dr. med. 
1899/ Leipzig 26. März 1892 ; Nov. 1892 bis 1. April 1897 Assistent 

an der mediz. Universitäts-Poliklinik ebenda; habilitiert 
ebenda 27, Febr. 1896; vom 1. April 1897 ab Assistent an der 
Ohrenklinik ebenda; 7. April 1899 (zum 1. April) zum etats- 
mäßigen außerord. Prof. für Ohren-, Nasen- undHals- 
krankheiten in Kiel und zum Direktor der neugegründeten 
Poliklinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten ernannt. 

42. von Düring-Pasclia, Ernst, geb. 6. Mai 1858 in Hamburg ; 
1902/06. Dr. med. Erlangen 31. Mai 1883; 1889 Prof. der Derma- 
tologie an der Ecole Imperiale de medicine in Konstan- 
tinopel, Directeur adjoint des Hospitals in Haider-Pacha, 
Generalinspektor der Hospitäler der Vilajets Castamuni 
und Angora, Charakter als Pascha (Exzellenz) 1898 ; 
28. Okt. 1902 (vom 1. Dez. ab) zum außerord. Prof. 
für Haut- und Geschlechtskrankheiten und Direktor der 
Universitäts-Poliklinik für Hautkrankheiten ernannt; 
10. März 1906 aus dem Lehrkörper ausgeschieden behufs 
Übernahme der Leitung der Dr. Lahmannschen Heilanstalt 
„Weißer Hirsch" bei Dresden; später Leiter einer Kur- 
anstalt in Semmering (Nieder-Österreich), seit 1. März 
1914 leitender Arzt des Allee-Kurhauses in Baden-Baden. 

43. Meves, Friedrich, geb. 1. März 1868 in Kiel; Dr. med. 
1904/ ebenda 18. Juli 1893; habilitiert 18. Mai 1896; 1893-98 

Assistent am anatom. Institut, 1898 — 1904 zweiter Prosektor 
am anatom. Institut; 9. Jan. 1904 zum außerord. Prof. 
für Anatomie und ersten Prosektor des anatom. Instituts 
ernannt. 

44. KUngmüller, Victor, geb. 15. Jan. 1870 in Strehlen (Schles.) ; 
1906/ Dr. med. Halle 9. Juni 1893; 1895—97 Assistent an der 

mediz. Klinik in Halle, 1897 — 1902 an der dermatolog. 
Klinik in Breslau, 1902—06 Oberarzt an derselben Klinik ; 
habilitiert Breslau 23. Juli 1902; 26. März 1906 (vom 



75 

. 1. April ab) zum außerord. Prof. und Direktor der Uni- 
versitätsklinik für Haut- und Geschlechtskrank- 
heiten in Kiel ernannt. 

45. Ziemke, Ernst, geb. 16. Aug. 1867 in Stettin; Dr. med. 
Halle 24. März 1893; bekleidete Assistentenstellen in Halle, 1906/ 
Tübingen, Graz, Berlin, Dalldorf bei Berlin und zuletzt 

am gerichtlich - mediz. Institut der Universität Berlin ; 
10. Sept. 1901 außerord. Prof. in Halle; 15. Juni 1906 
(zum 1. Okt.) nach Kiel versetzt als außerord. Prof. der 
gerichtl. und der sozialen Medizin; seit 1. Okt. 1906 
gleichzeitig Direktor des Instituts für gerichtl. Medizin und 
Gerichtsarzt. 

46. Dohle, Paul (III B 2). 1908 15. 

47. Klein, Friedrich, geb. 28. Mai 1852 in Recklinghausen 
(Westf.); Dr. phil. Berlin 4. Mai 1878; 1878—79 Assistent 1911/ 
am chemischen Laboratorium der Akademie der Wissen- 
schaften in JMünchen, 1879 — 81 Assistent am ehem. Labo- 
ratorium der Universität Erlangen; Dr. med. Kiel 18. Juni 

1891 ; habilitiert ebenda 6. Febr. 1896, Prof. (Tit.) 21. Juli 
1900, seit 29. Sept. 1909 Abteilungsvorsteher am physiolog. 
Institut; 25. Jan. 1911 zum außerord. Prof. der Physio- 
logie und physiolog. Chemie ernannt. 

III. D. Privatdozenten. 

1. Luther, Karl Friedrich (III A 6). 1695/1702. 

2. Richter, Georg Gottlob, geb. 4. Febr. 1694 in Schneeberg ; 

1715 Mag. phil. in Leipzig, 1720 Dr. med. m Kiel, 1722 1722/28. 
Assessor der mediz. Fakultät das.; 1728 Leibarzt, Hof- 
und Justizrat des Fürstbischofs in Eutin; 1736 Prof. der h. L. 6. 
Medizin in Göttingen; f 28. Mai 1773. 

3. Petersen, Peter, Physikus in Xeustadt, 1744 zugleich 

zum Physikus bei der Universität ernannt und für „Sek- 1744. 
tionen, Anatomie demonstriren und Chirurgie be- 
auftragt". Er sollte zugleich teilnehmen an der Visitation 
* der Apotheken und dem Examen der Chirurgen und He- 
bammen (steht nicht in den Indizes) ^). 



1) Näheres, insbes. Geburts- und Todesdatum, ließ sich nicht mehr er- 
mitteln. W. 



76 



1782/98. 4. Reyher, Johann Georg, ward außerord. Prof. (III C 1.3.) 
1791. 5. Hensler, Hieronymus Friedrich Philipp, geb. 10. Aug. 1766 

in Segeberg (Sohn des Mediziners Philipp Gabriel Hensler, 
III A 15); 1791 Dr. med., Arzt und Privatdozent in Kiel 
(las über Gynäkologie); 1792 Leibarzt des Herzogs von 
Augustenburg; f 21. Juni 1793. 

6. V. Heinze, Friedrich Adolf, geb. 28. Mai 1768 in Lüne- 
1791/97. bürg; 1790 Dr. med., 1791 Privatdozent der Geburtshilfe 

und Arzt in Kiel; 1800 Besitzer des Guts Schwartenbek 
bei Kiel, 1802 Besitzer der Güter Niendorf und Reeke 
bei Lübeck, die er zu einem Fideikommißgut Weißenrode 
vereinigte; 1804 Justizrat, 1805 in den Reichsadelstand 
erhoben, 1815 Etatsrat; f 19. Mai 1832. — Bruder des 
Philosophen Valentin August Heinze (IV A 46). 

7. Hängens, Christian Friedrich, geb. 8. Febr. 1773 in Eutin; 
1793 Dr. med. und prakt. Arzt in Kiel, 1794 Privatdozent 
(Augenheilkunde und Chirurgie)^); 1797 Adjunkt 
der mediz. Fakultät; f 15. Febr. 1829. 

8. Eimbke, Georg, geb. 17. Dez. 1771 in Hamburg; 1793 
Dr. phil.; 1794 Dr. med. und Privatdoz. für Chemie und 
Physik, 1795 Adjunkt der mediz. Fakultät in Kiel; 1797 
Oberinspektor der Travensalze bei Oldesloe; f 1806^). 

9. Geyser, Andreas Joh. Justus, geb. 14. Juni 1779 in Kiel 
(Sohn des Theologen Samuel Gottfried Geyser, I A 22); 1804 
Dr. med. in Kiel und prakt. Arzt; von Mi^liaelis 1806 bis 
Michaelis 1807 PrivatdozentiMineralogie);t29.Märzl836. 

10- Ryge, Johann Christian, geb. 8. Febr. 1780 in Kopenhagen; 
1806 Dr. med. in Kiel und Privatdozent (Chirurgie); im 
selben Jahre Arzt in Kappeln, 1807 Physikus in Flensburg, 
1813 Schauspieler am königl. Theater in Kopenhagen, 1818 
Ökonomie-Inspektor und 1829 Instruktor des Theaters; 
t 29. Juni 1842. 

11. Maes, Konrad Heinrich, geb. 12. Jan. 1788 in Kiel; 1812 
Dr. med. das.; 1813 — 14 Privatdozent (Osteologie); 1814 
Physikus in Neumünster, 1824 Physikus in Schleswig, 1826 
Mitglied der Direktion der Irrenanstalt ; f 26. Aug. J836. 



1794/1829. 



1794/97. 



1806/07. 



1806. 



H. L. 7. 



1813/14. 



1) Später hat H. auch über Therapie, Frauen- und Kinderkrankheiten, 
Geschlechtskrankheiten, gerichtl. Medizin und Diätetik gelesen, nicht aber, 
wie V. angibt, über Arzneimittellehre. W. 

2) Den Todestag konnte ich nicht mehr feststellen. W. 



12. Ritter, Georg Heinrich (III A 22). 1819/26. 

13. Petersen, Heinrich Christian Clairant, geb. 21. Okt. 1795 

in Rendsburg; 1822 Dr. med., 1828 Privatdozent (Physi- 1823/25 
ologie) in Kiel; 1825 Physikiis in Eckernförde, 1852 mit 
Pension entlassen; f 5. April 1854. 

14. Michaelis, Gustav Adolf (III C 20). 1824/39. 

15. Mahr, Christian Heinrich Karl, geb. 21. Febr. 1803 in 
Rendsburg; 21. Juni 1828 Dr. med. und prakt. Arzt in Kiel; 1832/36. 
1832 — 36 auch Privatdozent (Pharmakologie und Phy- 
siologie); 1851 Arzt in Altona, 1859 in Burg a. F., 1863 

in Oldenburg, 1866 wieder kurze Zeit in Altona, dann zurück 
nach Oldenburg, legte 1882 die Praxis nieder; Sanitätsrat; 
t 23. Mai 1890. 

16. Kindt, Ferdinand, geb. 22. April 1808 in Eutin; 1833 

Dr. med. und Privatdozent (Physiologie) in Kiel; f 28. 1833/36. 
Mai 1836 in Eutin. 

17. Behn, Wilhelm Friedrich Georg (III A 27). 1833/37. 

18. Valentiner, Wilhelm Heinrich, geb. 30. Sept. 1806 in 
Futterkamp; 1831 Dr. med., prakt. Arzt; 1835 Privatdozent 1835/56. 
(Ohrenheilkunde), 1838 — 42 auch Prosektor; 1842 
Physikus der Stadt und des Amtes Kiel, Besitzer der Düstern- 
brooker Badeanstalt; f 22. Dez. 1856. 

19. Qrabau, Johann Heinr. Wilh., geb. 25. Juli 1809 in Itzehoe ; 

1835 Dr. med. in Kiel, dann Arzt in Krempe und in 1836/39. 
Itzehoe; 1836—39 Privatdozent (Pharmakologie) in 
Kiel; dann interimist. Physikus in Itzehoe; 1844 — 47 
außerord. Prof. der Medizin in Jena; Arzt an der Wasser- 
heilanstalt in Berlin, 1848 Arzt in Hamburg, 1852 In- 
haber der Wasserheilanstalt „Solabona" in Eidelstedt, 
dann einige Jahre einer Schrotschen Anstalt in Wandsbek, 
zuletzt wieder in Eidelstedt; f 4. März 1870. 

20. Kirchner, Georg Philipp Emil (III C 22). 1837/53. 

21. Weber, Ferdinand (III C 21). 1842/51. 

22. Jessen, Peter Willers, geb. 13. Sept. 1793 in Flensburg; 

28. Febr. 1820 Dr. med. in Kiel, 1821 Arzt, dann Direktor 1845/75. 
an der Irrenanstalt in Schleswig, 1833 (Titular-) Prof., 
legte 1845 sein Amt nieder; übernahm die Verpflichtung, 
in Kiel Vorlesungen über psychische Heilkunde zu 
halten; eröffnete im selben Jahre die von ihm gegründete 



H. L. 6. 



1845/55. 



1846/49. 



H. L. 6. 



1846/49. 



1848/54. 

1849/50 u. 
1852/57. 

1851/59. 
1852/59. 



Heilanstalt für Nervenleidende zu Hornheim bei Kiel; 
28. Febr. 1870 Dr. phil. h. c. von Kiel; f 29. Sept. 1875 
in Kiel. Er war eine der ersten Autoritäten auf seinem 
wissenschaftl. Gebiet. — Vater des Mediziners Peter Willers 
Jessen (IIl D 30). 

Allg. Deutsche Biographie XIII S. 780 (Bandorf). 

23. Valentiner, Georg Theodor, geb. 31. Mai 1820 in Prons- 
dorf; 1843 Dr. med. und 1845—55 Privatdozent (Physi- 
ologie), inzwischen 1849 — 50 Oberarzt in der schlesw.- 
holst. Marine; Arzt in Pyrmont, Hofrat; f 12. Nov. 1877. 

24. Ross, Gustav, geb. 29. Sept. 1818 auf Altekoppel bei 
Bornhöved; 1843 Dr. med. in Kiel, Assistenzarzt am hamb. 
Krankenhause, 1845 — 46 zu wissenschaftl. Zwecken in 
Paris; 1846 — 49 Privatdozent (Augenheilkunde), nahm 
am schlesw. -holst. Kriege teil, zuerst als Freiwilliger, 
dann als Bataillons- und Oberarzt, gründete 1851 in 
Altona eine orthopädische Anstalt, mit der er eine Heil- 
anstalt für Chirurg, und Augenkranke verband; f nach 
mehrjährigen schweren Leiden am 8. Mai 1861. 

25. Thygesen, Jeß, geb. 12. Febr. 1813 zu Stenderuphof ; 
1842 Dr. med. in Kiel, besuchte dann noch 3 Jahre andere 
Universitäten; 1846 — 49 Privatdozent (Pathologie) in 
Kiel; 1848 — 51 Oberarzt in der schlesw. -holst. Armee, 1851 
prakt. Arzt in Rendsburg, 1860Physikusdas.; f 20. Okt. 1879. 

26. Herrmannsen, August Nikolaus, geb. 24. März 1807 in 
Flensburg; 1831 Dr. med. in Kiel, dann Arzt in Flens- 
burg; 1848 Privatdozent (las über zoologische Fragen), 
und Gehilfe am zoologischen Museum in Kiel; f 19. Sept. 1854. 

27. V. Esmarch, Johannes Friedrich August (III A 34). 

28. Bartels, Karl Heinrich Christian (III A 35). 

29. Schwartz, Jakob Heinrich Hermann, geb. 3. Nov. 1821 
in Neuenkirchen bei Itzehoe; 1847 Dr. med. in Kiel, 
1848— 51 Oberarzt in der schlesw.-holst. Armee ; 1852 Privat- 
dozent für Geburtshilfe und prakt. Arzt in Kiel, 1856 
auch Physikus ; 1859 ord. Prof. der Geburtshilfe in Marburg, 
25. März 1862 in Göttingen, 26. Mai 1866 Geh. Hofrat, 
legte seine Lehrtätigkeit Ostern 1888 wegen Krankheit 
nieder; f 30. Okt. 1890 in Göttingen. 



■9 



30. Jessen, Peter Willers, geb. 5. März 1823 in Sclileswig 

(Sohn von P. W. Jessen, III D 22); 28. Juli 1847 Dr. 1853/1912. 
med. in Kiel, Arzt an der Heilanstalt Hornheim; 1853 
Privatdozent für Psychiatrie und psychisch-gerichtl. 
Medizin, später Mitvorsteher und seit 1875 alleiniger 
Inhaber von Hornheim, 1870 Mitarbeiter bei dem Prov.- 
Mediz. -Kollegium, 1. Nov. 1875 Medizinalrat in demselben; 
1895 Geh. Medizinalrat; 5. Dez. 1906 aus dem Lehrkörper 
ausgeschieden; f 13. Febr. 1912 in Kiel. 

31. Claudius, Friedrich Matthias, geb. 1. Juni 1822 in Lübeck; 

1844 Dr. phil. in Göttingen, 1849—52 Konservator am 1855/59. 
zoolog. Museum in Kiel, 1852 Dr. med. und Prosektor das. ; 
1855 auch Privatdozent für Anatomie, 1859 Prof. der 
Anatomie in Marburg; f 10. Jan. 1869 in Kiel. 
32 0- V. Thaden, Adolf Georg Jakob, geb. 15. Juli 1829 in Trems- 
büttel; 1853 Dr. med.; 1857 Privatdozent für Chirurgie 1857/fiO. 
in Kiel; 1861 Oberarzt der Chirurg. Abteilung des Altonaer 
Stadtkrankenhauses, 1874 Sanitätsrat; f 7. Dez. 1879. 

33. Ritter, Adolf Benno Georg, geb. 9. Sept. 1831 in Kiel 

(Sohn des Mediziners Georg Heinrich Ritter, III A 22, 1859/73. 
und Enkel des Mediziners Joh. Leonh. Fischer, III A 16) ; 
1855 Dr. med. und prakt. Arzt in Kiel, 1859 auch Privat- 
dozent für Augenheilkunde; f 9. Mai 1873. 

34. Seeger, Karl Heinrich, geb. 1. Jan. 1833 in Schleswig; 

Dr. med. Kiel 20. Juli 1858 ; 1858—1863 erster Assistent 1859/ 
der mediz. Klinik und Poliklinik in Kiel; 1859 prakt. Arzt 
und Privatdozent in Kiel (hielt prakt. Kurse über physik, 
Untersuchung der Brustorgane und Vorlesungen über 
venerische Krankheiten); 19. Nov. 1891 Sanitätsrat; 
4. Sept. 1904 Geh. Sanitätsrat. 

35. Dohrn, Rudolf, geb. 24. Aug. 1836 in Heide; 12. Juli 

1859 Dr. med. in Kiel; zugleich Privatdozent der Gynä- 1859/62. 
kologie und Assistenzarzt der gynäkolog. Klinik (Mai 
1860—61 auf wissenschaftl. Reise); 14. Jan. 1863 ord. Prof. 
der Geburtshilfe in Marburg, 1. April 1883 in Königsberg; 
15. Okt. 1883 Geh. Medizinalrat; stellte am 1. April 1896 
krankheitshalber seine Vorlesungen ein, wurde am 1. Dez. 



1) Wegen des Widerspruchs zwischen Text und Randbemerkung vgl. 
Yorrede. W. 



80 

1897 von seinen amtlichen Pflichten entbunden, siedelte 

1898 nach Kiel und 1900 nach Dresden über. 

1860 64. 36. Mensen, Viktor (III A 39). 

1861/67. 37. Bockendahl, Johannes Adolf Ludwig (III C 28). 

1862/66. 38. Völckers, Karl (III A 42). 

1863/69. 39. von Jürgenscn, Theodor Hermann (III C 29). 

1866 67. 40. Kupffer, Karl (III A 38). 

186676. 41. Pansch, Adolf (III C 32). 

42. Wenck, Ludwig Heinrich Friedrich, geb. 1. Nov. 1842 
1867/69. in Mölln; Febr. 1867 Dr-. med. in Kiel, 3Iichaelis 1867 

Privatdozent ^), 1869 Arzt in Altona, 1872 koraraiss. Physikus 
das., 1875 Physikus, später Königl. Kreisarzt in Pinne- 
berg; t 18. Juli 1911. 

43. Zerssen, Ludwig Johann, geb. 11. Juli 1844 in Rendsburg; 
1868/77. 1868 Dr. med. und Privatdozent ^), auch praktischer Arzt 

in Kiel; f 12. Dez. 1877 in Hamburg. 

44. Daehnhardt, Christian Johann Wilhelm, geb. 28. Nov. 
1868 92. 1844 in Eckernförde; 12. Aug. 1868 Dr. med., Privatdozent 
H. L. 32. für Neuropathologie und Elektrotherapie und 

prakt. Arzt in Kiel; f 14. Juli 1892. 

1868 73. 45. Edlcfscn, Gustav (III C 30). 

46. Petersen, Christian Ferdinand (III C 31). 

47 2). Fricke, Karl Wilhelm, geb. 14. April 1839 in Celle ; seit 1866 
1871 1901. Zahnarzt; 24. Okt. 1876 Dr. med. h. c. in Kiel, seit 1871 

Dozent für Zahnheilkunde, legte diese Tätigkeit Sommer- 
semester 1901 nieder; f in Freiburg i. Br. 27. Sept. 1915. 

48. Mailing, Ludwig, geb. 9. Nov. 1844 in Süderstapel; 1874 
187.5.79. Dr. med., 1875 Privatdozent der Ohrenheilkunde in 

Kiel; j 6. Juli 1879. 

1875/78. 49. Falck, Ferdinand August (III C 33). 



^) Für welche Fächer sich Nr. 42 und 43 habilitiert haben, konnte ich 
nicht ermitteln; ebensowenig bei Nr. 53. W. 

2j Durch Voranstellung Frickes (Volbehr Nr. 57) veränderten sich 
Volbehrs Nr. 47 (Mailing) bis 56 (Fischer) in Nr. 48 bis 57. W. 



81 



50. Albrecht, Karl Martin Paul, geb. 6. März 1851 in Hamburg ; 

12. Mai 1875 Dr. med. und 23. Dez. 1876 Dr. phil. in Kiel, 1876/77. 
seit 1874 Assistent an der Chirurg. Klinik; 6. März 1876 
bis 31. März 1877 Privatdoz. der Anatomie; 1. April 1877 
bis 30. Sept. 1882 Prosektor des anatom. Instituts und 
12. Juli 1877 bis 21. Juli 1882 Privatdozent in Königsberg, 
12. Sept. 1882 außerord. Prof. ebenda; lebte später in 
Brüssel, belg. Prof. ; 1885 Privatgelehrter in Hamburg ; 
t U. Sept. 1894. 

51. Werth, Richard (III A 45). 1876/84. 

52. Neuber, Gustav, geb. 24. Juni 1850 in Tondern; 8. März 

1875 Dr. med. in Gießen, Ende 1875 Staatsprüfung in Kiel, 1878/91. 
1876 — 84 erster Assistent an der Chirurg. Klinik; seit Okt» 
1878 auch Privatdozent (Chirurgie); seit 1884 Inhaber 
einer Chirurg. Privatklinik; schied am 15. April 1891 aus 
dem Lelirkörper; 1895 Großherzogl. Oldenburgischer Geh. 
Sanitätsrat; 1901 Generaloberarzt der Kaiserl. Marine- 
reserve; 1911 lebenslänglich auf Grund Allerhöchsten 
Vertrauens ins Herrenhaus berufen. 

53. Rheder, Bernhard Hugo, geb. 4. Jan. 1839 in Preetz; 1863 

Dr. med. und prakt. Arzt in Kiel, dazu 1880 Privatdozent, 1880/85. 
konnte jedoch schon seit 1883 wegen schwerer Erkrankung 
keine Vorlesungen mehr halten; f 15. Juli 1885 in Preetz. 

54. Paulsen, Eduard, geb. 3. Nov. 1846 auf St. Thomas (Dänisch - 
Westindien); 10. Jan. 1874 Dr. med., dann prakt. Arzt in 1882/ 
Kiel; 20. Juni 1882 Privatdozent für Kehlkopf- und 
Nasenkrankheiten; 19. Juni 1897 Prof. (Tit.), 25. Aug. 

1911 Geh. Sanitätsrat. 

55. Kosegarten, Wilhelm (III C 37). 1884/92. 

56. von Spee, Ferdinand, Graf (III A 49). 1885/91. 

57. Fischer, Bernhard (III A 47). 1887/89. 

58. Hoppe-Seyler, Georg (III B 1). 1887/92. 

59. von Starck, Wilhelm (III C 38). 1888/92. 

60. Kirchhoff, Theodor, geb. 27. Juni 1853 zu Mors (Rhein- 
provinz); Dr. med. Kiel 19. Juni 1877; 1878—80 Assistent 1888/1901 
der mediz. Klinik in Kiel, seit 1. Okt. 1880 Arzt an der 
Irrenanstalt Schleswig; habilitierte sich daneben am 25. Juni 

6 



82 



1888 an der Universität Kiel für Psychiatrie; seit 
1. Sept. 1893 Direktor der Provinzial-Heil- und Pflege- 
anstalt in Neustadt i. H.; 27. Dez. 1900 Prof. (Tit.); 
legte 27. Nov. 1901 seine Stellung als Privatdoz. nieder; 
seit 1. Aug. 1902 Direktor der Provinzial-Heil- und Pflege- 
anstalt in Schleswig. 
61. Hochhaus, Heinrich, geb. 14. Febr. 1860 in Euskirchen 
1889/1900. (Rheinprovinz); Dr. med. Freiburg 19. Jan. 1884; habilitiert 

17. Jan. 1889 in Kiel für innere Medizin; 27. Juni 

1896 Prof. (Tit.); seit 1. Juli 1900 Direktor des städt. 
Augustahospitals in Cöln und seit 1904 Prof. der inneren 
Medizin an der Akademie für prakt. Medizin ebenda; seit 
April 1912 Geh. Medizinalrat. 
Dohle, Paul (III B 2). 

Glävecke, Ludwig, geb. 15. Mai 1855 in Rostock; Dr. 
med. Kiel 21. März 1883; habilitiert für Geburtshilfe 
und Frauenkrankheiten 9. März 1889; 19. Juni 

1897 Prof. (Tit.); f 4. April 1905 in Rostock. 
Bier, August (III C 40). 

Nicolai, Nicolaus, geb. 25. Aug. 1861 in Nordhausen 
a. H., Dr. med. Kiel 3. März 1886; habilitiert für Der- 
matologie, Urologie und Syphilologie 1. Aug. 
1895; seit 1896 Leiter einer Privatklinik für Haut- und 
Harnkrankheiten; Mitte April 1913 übergesiedelt nach 
Schwartau; mit Ende des Wintersemesters 1914/15 aus 
dem Lehrkörper ausgeschieden. 

1896/1911. 66. Klein, Friedrich (III C 47). 
1896/1904. 67. Meves, Friedrich (III C 43). 

68. Hölscher, Richard, geb. 22. März 1868 in Pyrmont; seit 
1898/1900. 1. April 1893 Assistenzarzt an der Chirurg. Klinik in 

Kiel; Dr. med. Kiel 29. Juni 1893; habilitiert ebenda 
17. Mai 1898 für Chirurgie; seit 1. Okt. 1900 Ober- 
arzt des städt. Krankenhauses in Lüneburg, stellte am 
26. Nov. 1901 seine Tätigkeit als Privatdoz. ein. 

69. Heermann, Gustav, geb. 27. Jan. 1864 in Mittel-Gold- 
1898/1912. mannsdorf, Kreis Pleß; Dr. med. et chir. Breslau 10. Okt. 

1890; habilitiert 9. Aug. 1898 für Ohrenheilkunde; 
8. Dez. 1912 aus dem Lehrkörper ausgetreten; f in Bochum 
20. Mai 1914. 



1889/1908. 


62, 




63 


1889/1905. 




1889/95. 


64, 




65. 


1895/1915. 





83 



70. Gerulanos, Marius, geb. 5. März 1867 in Patras (Griechen- 
land); Dr. med. München 15. Juli 1892; habilitiert 31. Dez. 1899/1902. 
1897 zu Greifswald, 3. Mai 1899 zu Kiel für Chirurgie, 
Assistenzarzt der Chirurg. Klinik seit 1. April 1899; gab 

Ende des Sommersemesters 1902 seine akad. Stellung auf, 
um in Athen die Leitung eines Krankenhauses zu über- 
nehmen. 

71. Holzapfel, Karl, geb. 25. Dez. 1866 in New York; Dr. 

med. Straßburg 6. Dez. 1890; habilitiert Kiel 16. Nov. 1899/ 

1899 für Gynäkologie und Geburtshilfe; Prof. 

(Tit.) 17. Dez. 1904. 

72. SIck, Paul, geb. 11. April 1871 in Stuttgart; Dr. med. et 

chir. Greifswald 29. Sept. 1894; seit 1. März 1900 Ober- 1900/06. 
arzt an der Chirurg. Klinik Kiel; habilitiert für Chirurgie 
ebenda 19. März 1900; seit Sommer- Semester 1906 Chef- 
arzt der Chirurg. Abteilung des Diakonissenhauses in 
Leipzig, 12. Juni 1909 Privatdozent in Leipzig, 4. Sept. 

1914 außerord. Prof. 

73. Mensen, Hans (Sohn des Mediziners Victor Hensen, III A 39), 

geb. 2. März 1871 in Kiel; Dr. med. ebenda 30. Jan. 1897; 1900/01. 
habilitiert ebenda 9. März 1900 für innere Medizin; 
Oberarzt an der mediz. Klinik seit 1. Juni 1899; f in 
Kiel 13. Dez. 1901. 

74. Deetjen, Hermann, geb. 20. Dez. 1867 in Hamburg; Dr. 

med. Kiel 12. Okt. 1894; habilitiert 17. Okt. 1900 in I9ü0/i8 
Kiel für Physiologie; beurlaubt seit Sommersemester 
1902 ; mit Beginn des Sommersemesters 1903 ausgeschieden 
zufolge Übersiedelung nach Heidelberg; gefallen 28. März 

1915 auf der Combreshöhe. 

75. Meyer, Ernst, geb. 10. Mai 1871 in Göttingen; Dr. med. 
ebenda 23. Mai 1894; habilitiert Tübingen 26. Febr. 1900, 1901 04. 
Kiel 17. Mai 1901 für Psychiatrie; seit 1. April 1901 
Oberarzt an der psychiatrischen und Nervenklinik ebenda; 

29. März 1904 zum außerord. und 16. Okt. 1906 zum ord. 
Prof. in Königsberg ernannt, Direktor der dortigen psychi- 
atrischen und Nervenklinik; 21. Juni 1913 Geh. Medizinalrat. 

76. GÖbell, Rudolf, geb. 7. Jan. 1873 in Cassel; Dr. med, 
Marburg 3. Nov. 1897; habilitiert für Chirurgie Kiel 1901' 
26. Sept. 1901; Prof. (Tit.) 22. Okt. 1907; seit 1. April 

6* 



84 



1908 stellvertretender Direktor und seit 1. April 1909 
Direktor der Chirurg. Poliklinik und des Anscharkranken- 
hauses. 

77. von Korff, Karl, geb. 6. Okt. 1867 auf Gut Hajen, Prov. 
1902/12. Hannover; Dr. med. Kiel 23. Aug. 1895; Winterseraester 

1898 bis Wintersemester 1902 Assistent am anatom. In- 
stitut ebenda; habilitiert für Anatomie 15. April 1902, 
seit 1. April 1898 Assistent und seit Wintersemester 1902 
zweiter Prosektor am anatom. Institut in Kiel, Prof. (Tit.) 
7. Sept. 1908; habilitiert 16. Juli 1913 in Tübingen, das. 
22. Juli 1913 außerord. Prof. (Titel und Rang). 

78. Neumann, Rudolf, geb. 29. Juni 1868 in Seifhennersdorf 
1902 05. i. S. ; Dr. phil. Erlangen 27. Juni 1894, Dr. med. Würz- 
burg 1. März 1899; seit 1. April 1900 Assistent am hygien. 
Institut zu Kiel; habilitiert ebenda 5. Juli 1902 für 
Hygiene und Bakteriologie; beurlaubt nach Ham- 
burg von Sommersemester 1903 bis Wintersemester 1904/05; 
April 1903 bis Jan. 1904 Abteilungs vorsteh er am Ham- 
burger Hygiene - Institut , seit Febr. 1904 im dortigen 
tropenhygien. Institut, 1904 Teilnehmer an der Gelbfieber- 
Expedition in Brasilien; 12. Mai 1905 habilitiert an der 
Universität Heidelberg, zum außerord. Prof. ernannt 12. Juni 
1906; vom 1. April 1910 ord. Prof. und Direktor des 
hygien. Instituts in Gießen, vom 1. April 1914 in gleichen 
Stellungen in Bonn. 

79. Rüge, Reinhold, geb. 19. April 1862 in Dresden; Dr. med. 
1902/14 Berlin 2. Dez. 1885; habilitiert Kiel 19. Aug. 1902 für 

Tropenkrankheiten und Tropenhygiene; Prof. 
(Tit.) 21. Febr. 1906; Marine-Oberstabsarzt seit 9. April 
1900, Generaloberarzt seit 27. Jan. 1906, Generalarzt seit 
19. Nov. 1910; wurde 1. April 1914 Direktor des Inter- 
nationalen Gesundheitsamtes in Jerusalem. 

80. Hentze, Albin, geb. 9. Jan. 1871 in Halle; Dr. med. Kiel 
1902/ 10. Sept. 1899; seit 3. März 1899 Assistent und seit 1. Mai 

1902 Leiter der zahnärztlichen Universitätsklinik Kiel; 
prakt. Arzt und Zahnarzt; habilitiert Kiel 6. Sept. 1902 
für Zahnheilkunde, Prof; (Tit.) 25. Juni 1911; Studien- 
reisen nach Paris (1900) und Nordamerika (1903). 



85 

81. Stargardt, Karl, geb. 4. Dez. 1875 in Berlin; Dr. med. 

Kiel 31. Aug. 1899; habilitiert ebenda 12. Dez. 1902 für 1902/15. 
Augenheilkunde; beurlaubt Wintersemester 1 903/04 und 
vom 1. Okt. 1907 bis 1. April 1910 nach Straßburg i. E.; 
habilitiert das. 1907 und Oberarzt an der Universitäts- Augen- 
klinik; Prof. (Tit.) 17. März 1911; verlegte 2. Okt. 1912 
seinen Wohnsitz nach Hamburg, um am Institut für Schiffs- 
und Tropenhygiene zu arbeiten; 10. Mai 1915 aus dem 
Lehrkörper ausgeschieden und in den der Universität Bonn 
übernommen. 

82. Groß, Alfred, geb. 27. Jan. 1876 in Mainz; Dr. med. 
Straßburg 22. Juli 1899; Oberarzt der mediz. Klinik seit 1903/04. 
1. Jan. 1902; habilitiert für innere Medizin Kiel 25. März 

1903; t 21. Febr. 1904. 

83. Wandel, Oskar, geb. 21. Aug. 1873 in Gr.-Oldern (Kreis 
Breslau) ; Dr. med. Breslau 30. April 1898 ; habilitiert für 1903 13. 
innere Medizin Kiel 28. Mai 1903; seit Febr. 1904 
Oberarzt der mediz. Klinik; Prof. (Tit.) 23. Dez. 1907; 

seit Sommersemester 1910 beurlaubt, mit Ende Winter- 
semester 1912/13 ausgeschieden, weil er Direktor und 
leitender Arzt der inneren Abteilung des städt. Kranken- 
hauses St. Georg in Leipzig-Eutritzsch wurde. 

84. Nößke, Hans, geb. 21. Okt. 1871 in Berlin; Dr. med. 
Leipzig 19. März 1897; 1. April 1897 bis 31. März 1900 1903 13. 
Assistenzarzt der Chirurg. Universitäts-Poliklinik ebenda, 

1. April 1900 bis 31. März 1902 am patholog. Institut 
ebenda, im Sommersemester 1902 Volontär an der Chirurg. 
Klinik in Straßburg, seit 1. Dez. 1902 Assistent an der 
Chirurg. Klinik in Kiel; habilitiert ebenda für Chirurgie 
26. Nov. 1903; Prof. (Tit.) 1. März 1909; f 16. Jan. 1913 
in Greifswald. 

85. von Criegern, Lothar, geb. 20. Aug. 1871 in Reichen- 
bach ; Dr. med. Leipzig 13. Mai 1897 ; 1897—1903 Assistenz- 1903'0.3. 
arzt der mediz. Poliklinik ebenda ; habilitiert ebenda 29. April 

1903, dann habilitiert Kiel 26. Nov. 1903 für innere 
Medizin; Assistenzarzt der mediz. Universitätsklinik, aus- 
geschieden am Schluß des Wintersemesters 1904/05, um 
an die Universität Leipzig zurückzugehen; seit 1. Juli 
1913 Oberarzt der inneren Abteilung des städt. Kranken- 
hauses in Hildesheim. 



86 

86. Raecke, Julius, geb. 17. Juli 1872 in London; Dr. med. 
i:j03/ü4 Freiburg 30. Aug. 1895; habilitiert Kiel 2. März 1903 

and für- Psychiatrie; erster Assistent an der Nervenklinik; 

iiK)4/i3. j April 1903 infolge Übernahme einer Oberarztstelle ander 

städt. Irrenklinik in Frankfurt a. M. aus dem Lehrkörper 
ausgeschieden; vom 15. Juni 1904 ab wieder in den Lehr- 
körper aufgenommen und Oberarzt an der Nervenklinik; 
20. Dez. 1906 Prof. (Tit.); seit Sommersemester 1911 be- 
urlaubt, 1. April 1912 wieder ausgeschieden, um Oberarzt 
an der städt. Irrenanstalt in Frankfurt a. M. zu werden; 
zum außerord. Prof. an der dortigen Universität ernannt 
30. Sept. 1914. 

87. Hoehne, Ottomar, geb. 30. Juli 1871 in Treuenbrietzen ; 
l!)04/ Dr. med. Rostock 17. Dez. 1898; 1. Nov. 1895 bis 1. Juli 

1896 Volontärarzt, dann bis 1. Juli 1898 Assistenzarzt an 
der Frauenklinik, 15. Sept. 1898 bis 1. Jan. 1900 am 
patholog. Institut ebenda, 1. Jan. 1900 bis 1. April 1901 
an einer Privatfrauenklinik in Hamburg; 1. April 1901 
bis 30. Okt. 1903 Assistenzarzt an der Frauenklinik in 
Kiel, vom 1. Nov. 1903 ab Oberarzt daselbst; habilitiert 

29. Juli 1904 für Geburtshilfe und Gynäkologie; 
9. Jan. 1909 Prof. (Tit.); im April, Mai und Juni 1908 
sowie vom 3. Juli 1909 bis 1. April 1910 und vom 
26. Nov. 1914 bis 1. Aug. 1915 stellvertr. Direktor der 
Frauenklinik. 

88. Rößle, Robert, geb. 19. Aug. 1876 in Augsburg; Dr. med. 
i9J4/ün. München 24. Juli 1900; habilitiert für allgem. Patho- 
logie und patholog. Anatomie in Kiel 19. Juli 1904, 
dann in München 10. Juli 1906, dort 4. Juli 1909 außer- 
ord. Prof.; 1. Aug. 1911 als ord. Prof. nach Jena berufen. 

89. Piper, Hans, geb. 8. Jan. 1877 in Altona; Dr. med. Frei- 
I9).vut). bürg 10. Jan. 1902; Ostern 1902 — 05 Assistent am physio- 

log. Institut Kiel; habilitiert für Physiologie 15. Okt. 
1905; 29. Okt. 1908 mit kommissarischer Wahrnehmung 
der Obliegenheiten eines Vorstehers der physikal. Abteilung 
am physiolog. Institut der Universität Berlin beauftragt; 

30. Okt. 1908 Prof. (Tit.); Ende des Wintersemesters 1908/09 
mit seiner Anstellung als Abteilungsvorsteher dieses Instituts 
aus dem Kieler Lehrkörper ausgeschieden; 15. Mai 1909 



87 

außerord. Prof. in Berlin; f 20. Aug. 1915 in Ausübung 
seines ärztlichen Berufes bei einem Angriff der Russen. 

90. Schade, Heinrich, geb. 13. März 1876 in Kiel; Dr. med. 

23. Febr. 1899; 1899—1900 Assistent an der mediz. Poli- 1906/ 
klinik, 1900—01 am patholog. Institut in Kiel, 1901—02 
Volontärassistent an der Chirurg. Klinik Breslau ; habilitiert 
für physikal. Chemie in ihren Anwendungen auf 
die Medizin 21. Dez. 1906; Prof. (Tit.) 19. Dez. 1913. 

91. Baum, Ernst, geb. 30. März 1876; Dr. med. Berlin 

25. Febr. 1898; 1898—1900 Volontärassistent am patholog. 1907/ 
Institut in Göttingen, 1900 — Ol an der mediz. Klinik in 
Halle, 1901 an der Chirurg. Klinik in Kiel; habilitiert 
ebenda für Chirurgie 11. März 1907; 1. Okt. 1909 
Oberarzt an der Chirurg. Klinik, 30. Juli 1910 Prof. 
(Tit.), 15. Febr. 1914 zum Direktor des Diakonissenhauses 
in Flensburg ernannt; für Sommersemester 1914/15 und 
Wintersemester 1915/16 beurlaubt. 

92. Pfeiffer, Wilhelm, geb. 10. Okt. 1875 in Wiesbaden; Dr. 

med. Freiburg 19. Mai 1899; habilitiert für innere 1907/13. 
Medizin Kiel 15. Juni 1907; Prof. (Tit.) 27. April 1911; 
vom 1. Okt. 1911 ab beurlaubt und am 15. Jan. 1913 aus 
dem Lehrkörper ausgeschieden, vom 1. Okt. 1911 ab 
Direktor und Chefarzt der inneren Abteilung der städt. 
Krankenanstalten in Essen a. d. Ruhr. 

93. Külbs, Franz, geb. 31. Dez. 1875 in Rheine i. W. ; Dr. 

med. Kiel 19. März 1901 ; 1901—02 Assistent am patholog. 1907/11. 

Institut zu Wien; habilitiert für innere Medizin Kiel 

27. Juli 1907; beurlaubt für Sommerseraester 1909 und 

1910; ausgeschieden aus dem Lehrkörper 1. Okt. 1911, 

8. Juli 1911 in Berlin habilitiert und zugleich Oberarzt 

an der 1. mediz. Klinik der Charite, 7. Okt. 1911 Prof. 

(Tit.). 

94. Bering, Friedrich, geb. 2. Febr. 1878 in Fröndenberg 

i. W.; Dr. med. Kiel 6. Febr. 1903; Assistent und Oberarzt 1907/ 
an der dermatolog. Universitätsklinik seit 1. Mai 1906; 
habilitiert für Haut- und Geschlechtskrankheiten 
20. Dez. 1907; Prof. (Tit.) 22. April 1912; 29. Dez. 1913 



88 



als Chefarzt der dermatolog. Abteilung der städtischen 
Krankenanstalten nach Essen a. d. Ruhr berufen, für 
Sommersemester 1914 bis Wintersemester 1915/16 be- 
urlaubt. 

95. Müller, Reiner, geb. 20. Mai 1879 in Tetz, Kreis Jülich; 
1908/14. Dr. med. Kiel 21. April 1903; seit 16. Nov. 1903 Assistent 

am hygien. Institut ebenda; habilitiert für Hygiene und 
Bakteriologie 18. Jan. 1908; beurlaubt zu einer Studien- 
reise an englische, französische, belgische und deutsche 
Institute Sommersemester 1909; Prof. (Tit.) 9. Juli 1912; 
Herbst 1912 Studienreise nach Nordamerika; 23. Aug. 1913 
(zum 1. April 1914) zum ord. Prof. für Hygiene und 
Bakteriologie an der Akademie für prakt. Medizin in 
Köln und zum Direktor des dortigen Hygienischen Instituts 
ernannt. 

96. Wassermeyer, Max, geb. 16. März 1878 in Bonn; Dr. med. 
1908/10. ebenda 30. Jan. 1902; seit 1. Juli 1904 Assistent, seit 

1. Sept. 1906 erster Assistent an der psychiatr. und Nerven- 
klinik; habilitiert Kiel 23. Juni 1908 für Psychiatrie; 
29. Okt. 1910 aus dem Lehrkörper ausgeschieden, um sich 
in Bonn zu habilitieren. 

97. Cohn, Franz, geb. 14. Juli 1880 in Breslau; Dr. med. 
1908/10. ebenda 18. April 1903; erster Assistent an der Frauen- 
klinik in Kiel seit 1. Sept. 1907; habilitiert für Geburts- 
hilfe und Gynäkologie 28. Nov. 1908; 14. Mai 1910 
aus dem Lehrkörper ausgeschieden; in Greifswald habi- 
litiert 29. Juni 1910, Oberarzt an der dortigen Frauen- 
klinik; Prof. (Tit.) 11. Juni 1913. 

1909/15. 98. Höber, Rudolf (III A 59). 

1910/ 99. Behr, Carl, geb. 28. Okt. 1874 in Hamburg; Dr. med. 
Kiel 31. Jan. 1900; 1900—07 Assistent an Hamburger 
Kliniken, seit 1. Okt. 1907 an der Augenklinik in Kiel; 
habilitiert ebenda für Augenheilkunde 10. März 1910; 
erster Assistent mit dem Titel Oberarzt 1. Okt. 1914. 

100. Michaud, Louis, geb. 8. Juni 1880 in Bern; Dr. med. 

1910/13. ebenda 15. Juni 1904; x\ssistenzarzt in Bern, Frankfurt 

a. M. (1906—08), Heidelberg (1908—10) und (1910) an 



89 

der mediz. Klinik in Kiel; habilitiert für innere Medizin 
Kiel 13. Mai 1910; Oberarzt der mediz. Klinik 1. Okt. 
1911; Prof. (Tit.) 4. Sept. 1913; seit 1. Nov. 1913 ord. 
Prof. der inneren Medizin und Direktor der mediz. Klinik 
in Lausanne (Schweiz). 

101. Wilke, Arthur, geb. 9. Juli 1879 in Posen; Dr. med. Kiel 

26. März 1903 ; Assistent am hygien. Institut ebenda (1. März 1910/ 
1903 bis 31. Juli 1904), dann am patholog. Institut; Pro- 
sektor der städt. Krankenanstalten in Kiel (1. Okt. 1907 bis 
31. Juli 1908) und (31. Juli 1908 bis 31. Juli 1915) am 
patholog. Institut; habilitiert ebenda für all gem. Patho- 
logie und patholog. Anatomie 29. Okt. 1910. 

102. Bauereisen, Adam, geb. 27. Okt. 1875 in Heilsbronn 
(Bayern); Dr. med. Erlangen 24. Juni 1901; habilitiert 1911/ 
Marburg 19. Febr. 1910, Kiel 14. Jan. 1911 für Gynä- 
kologie und Geburtshilfe; Prof. (Tit.) 5. Okt. 1915. 

103. Meyer, Hans, geb. 30. Juli 1877 in Bremen; Dr. med. 

Kiel 10. Mai 1902; habilitiert ebenda 24. Mai 1911 für 1911/ 
Röntgenkunde und Lichttherapie; Leiter des Insti- 
tuts für Strahlentherapie der akadem. Heilanstalten. 

104. Runge, Werner, geb. 27. Juli 1882 in Berlin; Dr. med. 
Heidelberg I.April 1907; Assistenzarzt an der psychiatr. 1911/ 
und Nervenklinik in Kiel seit 1. April 1907; habilitiert 

für Psychiatrie Kiel 25. Febr. 1911; Oberarzt an der 
psychiatr. und Nervenklinik seit 1. Mai 1911. 

105. Böhme, Arthur, geb. 6. Juni 1878 in Bromberg; Dr. med. 
Heidelberg 29. Juli 1904; habilitiert für innere Medizin 1911/ 
Kiel 19. März 1911; 1909—13 Assistent an der mediz. 
Klinik, seit 1. Nov. 1913 Oberarzt an der mediz. Klinik; 

Prof. (Tit.) 5. Okt. 1915. 

106. Bitter, Ludwig, geb. 6. Febr. 1882 in Osnabrück; Dr. 

med. Würzburg 15. ]\Iai 1907; seit 30. Okt. 1907 Assistent 1911/ 
am hygien. Institut in Kiel; habilitiert ebenda für Hygiene 
und Bakteriologie Kiel 2. Sept. 1911. 

107. Zoeppritz, Heinrich, geb. 24. Dez. 1876 in Gießen; Dr. 

med. ebenda 12. März 1904; 1905—06 Volontärarzt der 1911/ 
mediz. Klinik in Königsberg, 1. Okt. 1906 bis 1. Febr. 



90 

1908 Assistent an der Chirurg. Klinik in Breslau, dann 
an der Chirurg. Klinik in Kiel; habilitiert für Chirurgie 
Kiel 20. Sept. 1911; 15. Febr. 1914 Oberarzt an der 
Chirurg. Klinik. 

108. Schlecht, Heinrich, geb. 20. Febr. 1881 in Münstereifel ; 
1911/ Dr. med. Freibarg 3. März 1906; 1. Jan. 1907 bis 1. April 

1909 Assistent an der mediz. Klinik in Breslau, seit 
1. April 1909 an der mediz. Klinik in Kiel; habilitiert 
ebenda für innere Medizin 20. Sept. 1911. 

109. Birk, Walter, geb. 14. Okt. 1880 in Wanzleben; Dr. med. 
1912/ Halle 27. Juli 1905; dann daselbst Assistent der mediz. 

Klinik, 1906 — 08 Assistent der Kinderklinik in Breslau, 
1909 — 10 Oberarzt am Kaiserin- Auguste- Victoria -Haus 
(zur Bekämpfung der Säuglingssterblichkeit im Deutschen 
Reiche) in Charlottenburg, 1911 Oberarzt an der mediz. 
Poliklinik in Kiel; habilitiert Kiel 1. Febr. 1912 für 
Kinderheilkunde. 

110. Weiland, Walther, geb. 23. Sept. 1881 in Mülheim a. d. Rh. ; 
1912/ Dr. med. Tübingen 7. März 1906; habilitiert für innere 

Medizin Kiel 29. Juli 1912. 

111. Brandes, Max, geb. 27. Sept. 1881 in Salzuflen (Lippe); 
1912/ Dr. med. München 4. Sept. 1906; Assistent an der chirurg.- 

orthopäd. Klinik in Zwickau, am patholog. Institut zu 
Braunschweig und (seit 1. April 1909) an der Chirurg. 
Klinik in Kiel; habilitiert ebenda für Chirurgie und 
Orthopädie 15. Nov. 1912. 

112. Käppis, Max, geb. 6. Okt. 1881 in Tübingen; Dr. med. 
1913/ ebenda 14. Juli 1906; 1. März 1906 bis 1. Mai 1907 

Assistenzarzt an der mediz. Klinik in Freiburg ; seit 1 . Mai 
1907 Assistenzarzt an der Chirurg. Klinik in Kiel; habi- 
litiert ebenda für Chirurgie 12. März 1913. 

113. Konjetzny, Georg, geb. 26. April 1880 in Gleiwitz; Dr. 
1913/ med. Breslau 10. März 1906; 1906 Assistenzarzt am städt. 

Krankenhaus in Gleiwitz, 1907 — 08 am pathologisch-hygien. 
Institut der Stadt Chemnitz, seit 1. Mai 1908 an der 
Chirurg. Klüiik in Kiel; habilitiert ebenda für Chirurgie 
Kiel 6. Mai 1913. 



91 

114. Kehrer, Ferdinand, geb. 19. Juli 1883 in Heidelberg; Dr. 

■ med. ebenda 2. März 1908; Assistenzarzt an der psychiatr. 1913/14. 
und Nervenklinik in Freiburg vom 1. Okt. 1908 bis 30, April 
1911; habilitiert für Psychiatrie und Neurologie 
Kiel 11. Juni 1913, dann in Freiburg i. Br. 24. März 1914. 

115. Meyerhof, Otto, geb. 12. April 1884 in Hannover; Dr. 

med. Heidelberg 7. Dez. 1909; Sommersemester 1911 1913/ 
Assistent am physiolog. Institut in Zürich; liabilitiert für 
Physiologie Kiel 31. Juli 1913; 1. April 1915 Assistent 
am physiolog. Institut. 

IIG. König, Hans, geb. 6. Dez. 1878 in Wien; Dr. med. ebenda 

8. April 1905; Assistent an der psychiatr. und Nerven- 1913/15. 

klinik in Kiel 1. Okt. 1910; habilitiert für Psychiatrie 

und Neurologie Kiel 7. Nov. 1913; vom 15. Dez. 1914 

ab leitender Arzt an einer Privat-Heil- und Pflegeanstalt 

in Bonn a. Rh.; mit Schluß des Sommersemesters 1915 aus 

dem Lehrkörper ausgeschieden. 

117. Aichel, Otto, geb. 31. Okt. 1871 in Conception (Chile); 

Dr. phil. Erlangen 24. Juni 1896, Dr. med. Würzburg 1913/ 
30. Juli 1898; habilitiert Erlangen 22. Juli 1901; außer- 
ord. Prof. der Universität Santiago (Chile) 1. Sept. 1902 ; 
als Privatdozent übernommen in Halle 18. Febr. 1913, in 
Kiel 10. Nov. 1913 (für Anatomie und Anthropologie); 
Prosektor am anatom. Institut in Kiel seit Okt. 1913; 
Prof. (Tit.) 7. Mai 1914. 

118. Stern, Felix, geb. 5. April 1884 in Gr.-Glogau (Schles.) ; 

Dr. med. Freiburg 12. Febr. 1909; 1909—10 Assistent 1913/ 
der städt. Krankenanstalt in Kiel, seit 1. Sept. 1910 
Assistent der psychiatr. Klinik; habilitiert Kiel 19. Dez. 
1913 für Psychiatrie und Neurologie. 

119. Linzenmeier, Georg, geb. 30. Juni 1882 in St. Martin 
(Pfalz); Dr. med. Heidelberg 6. Mai 1909; seit 1. Okt. 1914/ 
1910 Assistent an der Universitäts-Frauenklinik; habilitiert 

für Geburtshilfe und Gynäkologie Kiel 6. März 
1914. 



IV. Philosophische Fakultät. 



A. Ordentliche Professoren. 

1. Watson, Michael, geb. 15. Aug. 1623 in Stolpe (Pommern); 
1665. 1647 Mag. in Königsberg, später Adjunkt der philos. Fa- 
kultät in Frankfurt a. 0.; 1654 Prof. der Philosophie in 
Rostock, 1658 Prof. der Physik, Politik und Geschichte zu 
Rinteln, 1664 Dr. theol. das.; 1665 ord. Prof. der Kirchen- 
und Profangeschichte und erster Dekan der philos. 
Fakultät in Kiel; f 7. Dez. 1665. 

2. Wasmuth, Matthias, ord. Prof. der oriental. Sprachen 
1665/79. in Kiel, 1667—79 zugleich, dann bis 1688 nur in der 

theol. Fakultät (I A 5). 

3. Morhof, Daniel Georg, geb. 6. Febr. 1639 in Wismar; 
1665/91. 1659 Mag. in Rostock, 1661 Dr. jur. zu Franeker in Ost- 

ö. U. friesland; 1665 ord. Prof. der Beredsamkeit und 

H. L. 7. Dichtkunst in Kiel, seit 1673 auch der Geschichte, 

dazu 1680 Bibliothekar ; f Lübeck 30. Juli 1691. 

Ratjen, Daniel Georg Morhof in Jahrb. f. Landeskunde I., S. 18—32. 

4. Reyher, Samuel, ord. Prof. der Mathematik, seit 1673 
1665/1714. zugleich in der Jurist. Fakultät (II A 9). 

G. Weyer, Über Reyhers Tätigkeit als Mathematiker, Chronik der 
Universität von 1858, S. 9—30. 

5. Gramm, Cäso, geb. 1640^) in Tönning; 1662 Mag. in 
1665/73. Basel, dann Dr. med. in Leiden, nach seiner Rückkehr 

Arzt in Tönning; 1665 ord. Prof. der Naturkunde und 
der griech. Literatur in Kiel; f 21. Sept. 1673. 

6. Franck, Christoph, ord. Prof. der Logik und Meta- 
1665/74. physik, 1674 in der theol. Fakultät (I A 4). 

7. Martini, Nikolaus, ord. Prof. der Politik, seit 1671 
1666/1704. daneben und seit 1704 ganz in der Jurist. Fakultät (II A 7). 



^) Der Geburtstag war nicht mehr zu ermitteln. 



W. 



93 



S. Tribbechovius, Adam, geb. 11. Aug. 1641 in Lübeck; 

1662 Mag. in Rostock, dann Privatdozent in Gießen; 1666/72. 
1665 außerord. Prof. der Moral ia Kiel, 1666 Prof. der 
Kirchen- und Profangeschichte; 1672 Dr. theol., 
Kirchenrat in Gotha, 1677 Generalsuperintendent das.; 
1 17. Aug. 1687. 

9. Heldberg, Georg Ernst, geb. 5. Sept. 1641 in Celle; 1668 

Dr. phil. in Jena; 1672 außerord. Prof. der Moral in 1673/88. 
Kiel, 1673 ord. Prof., 1675 auch der Logik; 1678 Dr. 
theol. ; t 31. Dez. 1688. 

10. Hannemann, Johann Ludwig, geb. 1640 in Ostfriesland ^) ; 

1668 Arzt in Friedrichstadt, 1670 in Stade und 1673 in 1675/1724. 
Buxtehude; 1675 ord. Prof. der Naturkunde in Kiel; 

1675 Dr. med. von Kopenhagen, auch prakt. Arzt, 1712 
emer. und honorarius, steht jedoch fortwährend im Index ; 
t 25. Okt. 1724. 

11. Opitzius (Opitz), Heinrich, Prof. der griech. Sprache 

und der oriental. Sprachen, seit 1689 in der theol. 1675/89. 
Fakultät (I A 7). 

12. Claussen, Johann, geb. in Kiel (Sohn des herzogl. Leib- 
arztes Matthias Claussen); 1674 Mag. phil. in Rostock; 1676/99. 

1676 ord. Prof. der Metaphysik in Kiel, 1689 auch der 
Logik, 1699 abgegangen; herzogl. Kammerrat, dann 
Etatsrat, später Geheirarat ; f im Mai 1720 in Hamburg ^). 

13. Hasenmüller, Daniel, geb. 3. Juli 1651 in Eutin; 1675 

Mag. in Leipzig; 1682 Prof. der griech. Sprache in 1682/91. 
Kiel, 1688 der Homiletik, 1689 auch der oriental. 
Sprachen; 129. Mai 1691. 

14. Musäus, Simon Heinrich, Prof. für Natur- und Völker- 
recht in der philos. Fakultät, seit 1688 auch in der Jurist, 1689/92. 
seit 1692 in letzterer allein (II A 10). 



1) Den Geburtsort und -tag HannemanDS konnte ich nicht mehr 
feststellen. W. 

2) Claussens Geburtsdatum ließ sich nicht mehr ermitteln ; sein Tod 
ist nach Auskunft des Staatsarchivs der Ffeien und Hansestadt Hamburg in 
der Woche Tom 19. bis 25. Mai 1720 erfolgt, wofür sich das Staatsarchiv 
auf die mir nicht zugänglich gewesene Wieringsche Zeitung beruft. 

W. 



94 



15. Pasch, Georg, ord. Prof. der Moral und Philosophie, 
1689/1706. seit ] 706 auch außerord. Prof. der Theologie (I C 3). 

16. Muhlius (Mulile), Heinrich, ord. Prof. der g riech, und 
1691/95. oriental. Sprachen, der Homiletik und Poesie; 

seit 1695 in der theol. Fakultät (I A 8). 

17. May (Majus), Johann Burchard, geb. 4. Febr. 1652 in Pforz- 
1693/1725. heim; Prof. der Beredsamkeit am Gymnasium und mark- 

gräfl. Bibliothekar in Durlach; 1693 ord. Prof. der Bered- 
samkeit und Geschichte in Kiel; 1725 emer.; f 8. Nov. 
1726. 

18. Möller, Nikolaus, geb. 23. Sept. 1664 in Handewitt; 1688 
1696/1724. Mag. in Jena und 1693 Adjunkt der philos. Fakultät das.; 

1695 außerord. Prof. der Antiquitäten in Kiel, 1696 
ord. Prof. der Kirchengeschichte das., 1724 emer. und 
honorarius; f 11. Febr. 1734. 

19. Waldschmidt, Wilhelm Huldericus, ord. Prof. der Ex- 
1697/1731. perimentalphysik, bereits seit 1691 auch in der mediz. 

Fakultät (III A 4). 

20. Dassowius (Dassow), Theodor, ord. Prof. der oriental. 

1699/1709. Sprachen, zugleich auch (seit 1699) ord. Prof. in der 

theol. Fakultät (I A 9). 

21. Kortholt, Sebastian, geb. 11. April 1675 in Kiel (Sohn 
1702/60. des Theologen Christian Kortholt, I A 2); 1701 Mag. und 

außerord. Prof. der Poesie in Kiel, 1702 ord. Prof., da- 
zu 1705 Bibliothekar, 1706—24 auch Prof. der Moral, 
dann der Poesie und Beredsamkeit; tl8. Okt. 1760. 

22. Amthor, Christoph Hinrich, ord. Prof. der philosophia 
1703/14. civilis, gleichzeitig in der Jurist. Fakultät (II A 13). 

23. zum Felde, Albert, ord. Prof. der Logik und Meta- 
1709/20. physik, auch ord. Prof. in der theol. Fakultät (I A 10). 

24. D'Arbemont (d'Arbemon?), Karl Heinrich, Prof. an der 
1710/25. Akademie in WolfenbütteP), 1710 ord. Prof. der französ. 

Sprache (im Index von 1710 auch außerord. Prof. der 



^) In einem Bericht des Juristen Harpprecht (II A 16) vom 3. Febr. 
1724 über die Verhältnisse der Universität wird gesagt, d'Arbemon sei Ton 
dem Minister Görtz, dessen maitre d'hotel er gewesen, zum ord. Professor 
gemacht. V. 



95 

• Philosophie) in Kiel bis 1725, nicht Mitglied des Kon- 
sistoriums^). — Vater des Fechtlehrers Karl Heinrich 
d'Arbemon (Anhang B I 4). 

25. Gentzke, Friedrich, geb. 1678 in Pommern 2); 1708 außer- 

ord. Prof. der Philosophie, 1721 ord. Prof. der Physik 1721/57. 
und Politik in Kiel, 1825 erster Prof. der Philosophie 
und artis ratiocinandi, 1789 auch der Moral; 
t 27. März 1757. 

26. Kose (Kosius), Peter, geb. 1684 3) in Kiel (Sohn des Amts- 
schreibers Kose); 1712 berufen, jedoch erst 1721 als ord. 1721/66. 
Prof. der Mathematik eingetreten; f 25. Sept. 1766. 

27. Opitz, Paul Friedr., ord. Prof. der griech. Sprache 

und der oriental. Sprachen, seit 1725 auch in der 1721/47. 
theol. Fakultät (I A 13). 

28. Hane, Philipp Friedrich, ord. Prof. der Kirchen- und 
Profangeschichte, seit 1730 zugleich und seit 1758 1725/58. 
allein in der theol. Fakultät (I A 16). 

29. Luther, Karl Friedrich, Prof. der Naturphilosophie, 
zugleich auch in der mediz. Fakultät (III A 6). 1726/42. 

SO. Kaeuffelin, Johann Matthias, geb. in Melsheira (Württem- 
berg) 4) ; Magister in Tübingen, 1731 Privatdozent und 1733 1733/38. 
ord. Prof. der deutschen Beredsamkeit und Poesie, 
1735 des Natur- und Völkerrechts und der prakt. 
Philosophie in Kiel, 1735 auch Bibliothekar; 1738 ent- 
lassen und verwiesen; ging nach Hamburg; f irrsinnig 
9. Febr. 1751. 

31. Hennings, Johann Christoph, geb. 1708^) in Plön; im 

März 1738 Mag. in Kiel und 7. Sept. 1738 ord. Prof. 1738/63. 
der Physik und der Metaphysik, auch Bibliotliekar, 
1763 mit 200 Taler Pension entlassen; f 12. Aug. 1764. 



1) Über d'Arbemons Geburts- und Sterbedatum habe ich nichts mehr 
erfahren können. W. 

2) Näheres konnte ich nicht mehr ermitteln. W. 

3) Koses Geburts- oder TauFtag konnte aus dem Kieler Kirchenbuch 
nicht mehr festgestellt werden. W. 

*) Der Geburtstag ließ sich nicht mehr feitstellen. W. 

3) Das Plöner Kirchenbuch gibt als Tag der Taufe den 19. Juni »n. 

W. 



96 



1740/53. 



1742/47. 



1759/69. 



1761/64. 



1763/93. 



0. U. 
H. L. 7. 



1770/81. 



32. Lackmann, Adam Hinrich, geb. 1694^) in Weningen 
(Sachsen- Altenburg) ; 1721 Rektor in Eutin, zugleich Lehrer 
des Prinzen Adolf Friedrich von Holstein-Gottorf; 1727 
Erzieher beim Grafen Rantzau auf Rastorf; 1733 außer- 
ord. Prof. der Kirchen- und Profangeschichte in 
Kiel, 1740 auch der vaterländ. Geschichte, zugleich 
ord. Prof.; j 17. Aug. 1753. 

33. Zachariae, Justus Friedr., ord. Prof. der biblischen 
Altertümer; seit 1747 ord. Prof. in der theol. Fakultät 
(I A 15). 

34. Tönnies, Johann Hinrich, geb. 10. Aug. 1725 in Elze im 
Bistum Hildesheim; 1750 — 52 Rektor im Friedrichsberg 
(Schleswig), 1752 Mag. in Kiel, 1759 ord. Prof. der Natur- 
philosophie, Logik und Moral, 1769 auf Ansuchen 
entlassen; 1771 — 73 Pastor zu Dehmen (Mecklenburg); 
t 17842). 

35. Schwaniz, Johann Michael, geb. in Schönau (Sachsen- 
Gotha)^); 4. April 1759 Mag. in Kiel, fürstl. Solmscher 
Hof rat, 1759 außerord. Prof. der Beredsamkeit und 
Dichtkunst in Kiel, dem ord. Prof. Kortholt (IVA 21) 
adjungiert, 1761 ord. Prof. ; 1764 entlassen „aus bewegen- 
den Ursachen". 

36. Christiani, Wilh. Ernst, geb. 23. April 1731 in Kiel 
(Sohn des Ratsherrn und Apothekers Konrad Christiani); 
1757 Mag. in Rostock, 1758 Privatdozent für Logik in 
Kiel, 1761 außerord. Prof. des Naturrechts und der 
Politik, 1763 ord. Prof. und Bibliothekar, 1766 auch 
ord. Prof. der Beredsamkeit und Poesie, 1770 Kanz- 
leirat, auch Prof. der Geschichte (Kirchengeschichte, 
deutsche, schlesw.-holst. Geschichte), kündigte auch Vor- 
lesungen an überZivil-Baukunst, reine Mathematik 
und latein. Stil; f 1. Sept. 1793. — Vater des Mathe- 
matikers Johann Wilhelm Christiani (IV D 21). 

37. Weber, Andreas, Prof. der Philosophie, auch außerord. 
Prof. in der theolog. Fakultät (I C 9). 



1) Der Geburtstag ließ sich nicht mehr feststellen. 
2j Der Sterbetag war nicht mehr zu ermitteln. 
3) Weiteres konnte ich nicht mehr feststellen. 



W. 
W. 

w. 



97 



38. 



39 



40. 



41 



42 



Faber, Johann Ernst, geb. 8. Febr. 1745 in Simmershausen 
(Sachsen-Meiningen) ; 1768 Mag. und Repetent in Göttingen; 
29. Dez. 1769 ord. Prof. der Philosophie und oriental. 
Sprachen in Kiel; 1772 ord. Prof. in Jena; f 15. April 
1774. 



1769/72. 



Liungberg, Jons Matthias, geb. in Schweden; 29. Dez. 1769 
ord. Prof. der Philosophie und Mathematik in Kiel; 
1780 Kommittierter im Kommerzkollegiura in Kopenhagen; 

118121). 

Hirschfeld, Christian Kai Lorenz, geb. 16. Febr. 1742 in 
Kirchnüchel; 1764 Erzieher der holst.-gottorf. Prinzen in 
Eutin ; 1769 Sekretär beim Kuratelkollegium in Kiel, 12. Jan. 
1770 Dr. phil. und außerord. Prof. der Philosophie und 
schönen Wissenschaften, 19. Febr. 1773 ord. Prof.; 
Wirkl. Justizrat 22. Jan. 1777 (hervorragender Schriftsteller 
auf dem Gebiet der Gartenbaukunst); f 20. Febr. 1792. 
Fabricius, Johann Christian, geb. 7. Jan. 1745 2) in Ton- 
dern; Dr. phil., 1770 Prof. der Ökonomie in Kopenhagen ; 
6. Sept. 1775 ord. Prof. der Ökonomie, Natur- und 
Kameralwissenschaften in Kiel, 1806 königl. dän. 
Etatsrat; f 3. März 1808. 

Ehlers, Martin, geb. 6. Jan. 1732 in Nortorf bei Wilster; 
Dr. phil, 1760 Rektor an der Stadtschule in Segeberg; 

1769 Rektor am Gymnasium in Oldenburg, 1771 Prof. 
und Rektor am Gymnasium in Altona; 1776 ord. Prof. der 
Philosophie in Kiel; f 9. Jan. 1800. 

43. Tetens, Johann Nikolaus, geb. 16. Sept. 1736 in Teten- 
büll; 1759 Mag. und Privatdozent in Rostock, 1760 Mag. 
legens in Bützow, 1763 ord. Prof. der Physik und 1765 bis 

1770 auch Direktor des Pädagogiums das.; 3. Juli 1776 
Prof. der Philosophie und Mathematik in Kiel; 1779 
Assessor im Finanzkollegium und Finanzkassendirektor in 



1) Näheres über das Geburts- und Sterbedatum Liungbergs war nicht 
zu erniitleln. W. 

2) Dies Jahr (und als Tauf tag den 13. Januar) gibt das Kirchenbuch 
Ton Tondern an; unrichtig daher die Jahresangabe sowohl bei Volbehr und 
bei Kordes S. 112, 550 (1748), wie bei Ratjen in der Zeitschr. f. Schlesw.- 
Holst. Gesch. VII, 1877, S. 172, und in der Allg. deutschen Biographie VI, 
S. 521 (174.3); richtig Rosenkranz S. .57 und Lübker und Schroeder S. 793. 

W. 



1769/80. 



1773/92. 



H. L. 13. 



1775/1808. 

W.U. 

H. L. 7. 



1776/1800. 
W.U. 

1776/79. 



98 



H. L. 7. Kopenhagen, 1791 Etatsrat und später Konferenzrat, Depu- 

tierter im Finanzkollegium; f 15. Aug. 1807. 

44. Gramer, Karl Friedrich, geb. 7. März 1752 in Quedlin- 
1780/94. bürg (Sohn des Theologen Johann Andreas Gramer, I A 19, 

und Bruder des Juristen Andreas Wilhelm Gramer, II A34); 
27. April 1775 außerord. und 5. April 1780 ord. Prof. der 
griech. Sprache und der oriental. Sprachen in Kiel; 
Dr. pliil. 3. Okt. 1780; 6. Mai 1794 entlassen mit der Hälfte 
seines Gehalts als Pension, „so lange er sich aller Ver- 
breitung seiner für die Staatsverfassung des Landes zu 
widerlaufenden Grundsätze enthalte" ; 1796 Buchhändler 
in Paris; f 9. Dez. 1808. 

45. Hegewisch, Dietrich Hermann, geb. 15. Dez. 1 740 in Quaken- 
1782/1812. briJck; dän. Legationssekretär in Hamburg; 29. März 1780 

außerord. Prof. der Geschichte in Kiel, 9. Okt. 1782 
ord. Prof. das., 5. Nov. 1782 Dr. phil., 1805 königl. dän. 
Etatsrat; f 4. April 1812. — Vater des Mediziners Franz 
Hegewisch (III C 15). 

46. Heinze, Valentin August, geb. 18. Febr. 1758 in Lüneburg; 
1787/1801. Dr. phil. 16. Juni 1781 ; 1782 Privatdozent, 9. Okt. 1782 

außerord. Prof. der Philosophie, 12. Okt. 1787 ord. Prof. 

W. ü. der Statistik und Staatenkunde; f 7. Nov. 1801. — 

Bruder des Mediziners Friedrich Adolf v. Heinze (III D 6). 

47. Reinhold, Karl Leonhard, geb. 26. Okt. 1758 in Wien; 
1793/1823. 1773 in dem Orden der regulierten Priester des heiligen 

Paulus (Barnabiter), 1782 Prof. der Philosophie und No- 
vizenmeister desselben; 1785 Sachsen-Weimar. Rat, 1787 
außerord., 1791 ord. Prof. der Philosophie in Jena; 23. Aug. 
Ö. ü. 1793 ord. Prof. der Philosophie in Kiel; 1816 Etatsrat; 

W. ü. t 10. April 1823 — Vater des Juristen Karl Heinrich 

H. L. 7. Reinhold (II D 14) und des Philosophen Ghristian Ernst 

Gottlieb Jens Reinhold (IV D 36). 

Ernst Reinhold, Karl Leonhard Reinholds Leben undWirken. Jena 1825. 

48. Niemann, August Ghristian Heinrich, geb. 30. Jan. 1761 
1794/1832. inAltona; 1785 Dr. phil. und Privatdozent in Kiel, 1786 

Adjunkt der philos. Fakultät, 7. Dez. 1787 außerord., 
H. L. 15. 28. März 1794 ord, Prof. der Kameralwissenschaften, 

W. ü. 1817 Etatsrat (um die Landeskunde durch viele Schriften 

hoch verdient); f 21. Mai 1832. 

Ratjen, A. C. H. Niemann im Neuen Staatsbürgl. Magazin III, S. 1—27. 



99 



49. Valentiner, Friedrich, geb. 25. Aug. 1756 in Boren in 

. Angeln; 16. März 1783 Dr. pliil., 1784 Adjunkt der philos. 1797/1813. 
Fakultät und Privatdozent, 7. Dez. 1787 außerord. und 
1797 ord. Prof. der Mathematik und Astronomie, 
dazu 1797 akadem. Ädil; f 29. Juli 1813. 

*) 

50. Heinrich, Karl Friedrich, geb. 8. Febr. 1774 in Molsch- 

leben bei Gotha; 1793 Privatlehrer in Göttingen, 1795 1804/18. 
KoUaborator und 1801 Prof. am Maria-Magdalenen-Gym- 
nasium in Breslau, dazu 1797—99 Mitdirektor des Theaters; 
30. Aug. 1804 ord. Prof. der Beredsamkeit und der 
grie eh. Sprache in Kiel; 26. Nov. 1904 Dr. phil. ; 1818 
Prof. der Philologie in Bonn; f 20. Febr. 1838. 

51. Müller, Heinrich, ord. Prof. der Philosophie (Päda- 
gogik, Ethik), vorher außerord. Prof. in der theolog. 1805/14. 
Fakultät ([C 14). W.U. 

52. Reimer, Nikolaus Theodor, geb. 23. Febr. 1772 in Göt- 
tingen; 1796 Dr. phil. und Adjunkt der philos. Fakultät 1810/32. 
das. ; 1801 Adjunkt der philos. Fakultät in Kiel, 4. Dez. 

1801 außerord. Prof. der Mathematik, 1804 zugleich 
Aufseher der Sternwarte; 1810 ord. Prof.; 1824 Etatsrat; 
t 23. Febr. 1832. 

Ratjen, N. T. Reimer im Neuen Staatsbürger!. Magazin III, 
S. 335-362. 

53. V. Berger, Johann Erich, geb. 1. Sept. 1772 in Faaborg 

auf Fühnen; 1800 Auskultant in der Rentekammer in 1814/33. 
Kopenhagen, 1801 Besitzer des adel. Guts Seekamp bei 
Kiel; 1813 Etatsrat, 28. April 1814 ord. Prof. der Astro- 
nomie in Kiel, 28. April 1815 Dr. phil. das., 31. Jan. 1826 
ord. Prof. der Philosophie; f 23. Febr. 1833. 
Ratjen. J. E. v. Bergers Leben (Altena 1835). 

54. Wachsmuth, Ernst Wilhelm Gottlieb, geb. 28. Dez. 1784 

in Hildesheim ; 1806 Lehrer des Klosters U. L. F. in Magde- 1820/25. 
bürg, Dr. phil. Halle 1811, Subrektor in Zerbst, 1815 
Gymnasiallehrer in Halle und Privatdozent, 1816 außerord. 
Prof. der Philosophie das.; 1820 ord. Prof. der Philo- 
logie und Beredsamkeit und Direktor des philolog. 



*) Über Christoph Heinrich Pf äff (seit 1801) vgl. oben III A 17. 

W. 

7* 



100 



1827/52. 



1830/52. 



B. A. 

H. L. 7. 



1833/80. 
H. L. 32. 



1833/52. 



55. 



56 



Seminars in Kiel; 1825 ord. Prof. der Geschichte in Leipzig, 
1844 auch Dr. jur.; f 23. Jan. 1866. 

Voretzsch in VollmöUers Roman. Jahresbericht Bd. XII Abt. 4 S. 58 f., 
Bd. IX Abt. 4 S. 5, 7, Bd. X, Abt. 4 S. 141 f. ; derselbe, Wachsmuth 
und Blank, die Begründer der roman. Professur an der Universität 
Halle (Halle 1905). 

Nitzsch, Gregor Wilhelm, geb. 22. Nov. 1790 in Wittenberg ; 
1813 — 14 Mitkämpfer im Freiheitskriege, Unterleutnant; 
1814 Gymnasiallehrer in Wittenberg, bald danach Subrektor 
in Zerbst, 1819 Konrektor in Wittenberg; 6. März 1827 ord. 
Prof. der Philologie und Beredsamkeit, auch Direktor 
des philolog. Seminars und Dr. phil. h. c. in Kiel, dazu 1834 
außerord. Mitglied der schlesw.-holstein. Regierung zur Auf- 
sicht über das Gelehrtenschulwesen; 4. Juni 1852 aus polit. 
Gründen mit 7 anderen Kollegen entlassen; 18. Okt. 1852 
ord. Prof. der Philologie in Leipzig; f 22. Juli 1861. — 
Vater des Historikers Karl Wilhelm Nitzsch (IV A 75). 

Lübker, G. W. Nitzsch in seinem Leben und Wirken. 1864. 
F. Rieck, Pädagogische Briefe. Aus der Erinnerung an G. W. Nitzsch. 
1866. 



Olshausen, Justus, geb. 9. Mai 1800 in Hohenfelde, Amt 
Steinburg; 1. Nov. 1823 außerord. Prof. der oriental. 
Sprachen in Kiel; 29. Nov. 1823 Dr. phil.; 16. Jan. 1830 
ord. Prof., seit 1. Aug. 1848 auch Kurator der Universität; 
4. Juni 1852 mit 7 Kollegen entlassen ; 2. Juli 1853 Prof. 
und Oberbibliothekar in Königsberg; 1858 Geh. Regierungs- 
rat im Kultusministerium in Berlin, 1873 pensioniert; 
t 28. Dez. 1882. 

Droysen, Nekrolog Olshausens im Staats-Anzeiger 1883. 

57. Ratjen, Henning, ord. Prof. in der philos. Fakultät (las über 
Literaturgeschichte), vorher seit 1830^) außerord. 
Prof. in der Jurist. Fakultät (II C 19). 
Scherk, Heinrich Ferdinand, geb. 27. Okt. 1798 in Posen; 
27. Aug. 1823 Dr. phil. in Berlin, Nov. 1823 Privatdozent in 
Königsberg, 1826 außerord., 1831 ord. Prof. der Mathematik 
in Halle, 10. Sept. 1833 ord. Prof. der Mathematik und 
Astronomie in Kiel, dazu Quästor der Universität, auch 
1848 Mitdirektor der schlesw.- holst. Seekadettenschule; 



58. 



1) Volbehr hatte 1827 gesagt, was aber nicht übereinstimmt mit der 
Angabe II C 19. W. 



101 

. 4. Juni 1852 mit 7 Kollegen entlassen; Lehrer am Bloch- 
mannschen Institut in Dresden; 1854 Direktor einer neu- 
gegründeten höheren Gewerbeschule in Bremen, die jedoch 
wieder einging, 1858 Lehrer an der Handelsschule das., 
1863 ord. Lehrer an der Hauptschule (bestehend aus Vor- 
schule, Handelsschule und Gymnasium) das. ; 1873 auf An- H. L. 7. 
suchen zur Disposition gestellt; f 4. Okt. 1885. 

G. Weyer, Heinrich Ferdinand Scherk, Gedächtnisschrift, Kiel 1886. 

59. Ritter, August Heinrich, geb. 21. Nov. 1791 in Zerbst; 

Dr. phil. Halle 9. Juli 1817; 21. Nov. 1817 Privatdozent 1833/37. 

der Philosophie Berlin, 29. Dez. 1823 außerord. und 

19. Febr. 1825 ord. Prof. das.; 20. Aug. 1833 ord. Prof. 

der Philosophie in Kiel; Michaelis 1837 Prof. in Göt- H. L. 7. 

tingen; f 3. Febr. 1869. 

60. Hanssen, Georg, geb. 31. Mai 1809 in Hamburg; Dr. phil. 

Kiel 13. Mai 1831 ; 1833 Privatdozent das. ; 1834 deutscher 1837/42. 
Sekretär in der Generalzollkammer in Kopenhagen, 1835 
Karamerrat das.; Mai 1837 ord. Prof. für polit Ökonomie 
und Statistik in Kiel, 1841 Ehrenbürger der Stadt 
Kiel wegen seiner Verdienste um das Zustandekommen 
der Altona-Kieler Eisenbahn; 1. April 1842 ord. Prof. der 
Statistik und Kameral Wissenschaften in Leipzig; 1. April 
1848 ord. Prof. in Göttingen, 19. Juni 1860 ord. Prof. in 
Berlin, 5. März 1869 wieder in Göttingen; 1885 Kammer- B. A. 
rat, legte 1885 seine Lehrtätigkeit nieder; f in Göttingen H. L. 7. 
19. Dez. 1894. 

61. Michelsen, Andreas Ludwig Jakob, geb. 31. Mai 1801 in 
Satrup; 1823 als Jurist examiniert (1. Charakter), 20. Nov. 1837/42. 
1824 Dr. jur. in Berlin, 1825—29 in Kopenhagen wissen- 
schaftlich tätig; 11. Aug. 1829 außerord. Prof. der Ge- 
schichte in Kiel, 17. Dez. 1833 Dr. phil. h. c. das., Ende Okt. 

1837 ord. Prof. das. ; 27. Nov. 1842 Honorar- und 23. Sept. 
1843 ord. Prof. des Staats- und Völkerrechts in Jena, 25. Aug. 
1843 Hof- und Justizrat und Beisitzer des Schöffenstuhls, 
1848 Abgeordneter des ersten schlesw. Bezirks zur deutschen 
Nationalversammlung, 23. Sept. 1855 Geh. Justizrat und Ober- 
appellationsgerichtsrat in Jena, 1861 Ehrenbürger von Jena, 
1863—64 erster Vorstand des german. Museums in Nürnberg; H. L. 7. 
lebte dann in Kiel, später in Schleswig; f 11. Febr. 1881. 



102 



62. Chalybaeus, Heinrich Moritz, geb. 3. Juli 1796 iii Pfaff- 
1839/52. rodä im sächs. Erzgebirge; 1820 Dr. phil. in Leipzig, 
1854/62. 1822 Kollaborator an der Kreiizscluile in Dresden, 1825 

Prof. an der Fürstenscliule in 3Ieißen, 1828 Leiter des 
gelehrten Unterrichts an der Ritterakademie in Dresden, 
Jan. 1839 ord. Prof. der Philosophie in Kiel, 4. Juni 
H. L. 7. 1852 entlassen, 2(). April 1854 wieder berufen; 19. April 

1860 Dr. theol. h. c. in Göttingen; f 22. Sept. 1862. 
Nekrolog (Verf. ungenannt) in Universitäts-Chronik 1862/63. 

63. Droysen, Johann Gustav, geb. 6. Juli 1808 in Treptow a. R. ; 
1840/52. Dr. phil. Berlin 31. Aug. 1831; 11. Febr. 1833 Privnt- 

dozent und 28. März 1835 außerord. Prof. das., Älärz 1840 
ord. Prof. der Geschichte in Kiel; März 1848 Vertrauens- 
mann der schlesw. -holst. Provisorischen Regierung beim 
deutschen Bundestag, 1848 — 49 schlesw. -holst. Abgeordneter 
zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt a. M. ; 
1852 Prof. in Jena, 1860 Prof. in Berlin, Mitglied der 
H. L. 7. Akademie der Wissenschaften, Historiograph der branden- 

burgischen Geschichte; f 19. Juni 1884. 

64. Waitz, Georg, geb. 9. Okt. 1813 in Flensburg; Dr. phil. 
1842/48. Berlin 18. Aug. 1836, lebte dann in Hannover, Mitarbeiter 

an den Monumenta Germaniae Historica, 1842 ord. Prof. 
der Geschichte in Kiel; 1848 holst. Abgeordneter zur 
deutschen Nationalversammlung in Frankfurt a. M. ; 13. ]\rai 
1848 Prof. in Göttingen (Amtsantritt wegen seiner Tätig- 
keit in Frankfurt am 14. Juni 1849); 16. Okt. 1860 Dr. 
jur. h. c. von Berlin, 1874 Dr. theol. h. c. von Göttingen, 
8. Sept. 1874 Geh. Regierungsrat; Okt. 1875 lesendes Mit- 
glied der Akademie der Wissenschaften in Berlin und Vor- 
sitzender der Kommission für Herausgabe der ]\Ionumenta 
Germaniae Historica, schied 11. Jan. 1876 aus der Göttinger 
B. A. Tätigkeit aus, 1885 stimmfähiger Ritter des Ordens pour 

H. L. 7. le merite für Wissenschaft und Kunst (hochverdient um 

die Geschichte Schleswig-Holsteins); f 24. ]\Iai 1886. 

K. Jansen, Ein Gedenkblatt für Georg Waitz (Kiel. Ztg. 1887, 
Nr. 11797 und Nr. 11799). 

65. Ravit, Johann Christian, geb. 16. Aug. 1806 in Schleswig; 
1842/52. Michaelis 1831 als Jurist examiniert, 1832—42 in der 

königl. Rentekammer, zuletzt als Kammerrat und Kontor- 



103 

chef; 27. Juni 1842 ord. Prof. der Nationalökonomie 
und Statistik in Kiel, 1843 Dr. phil. h. c, 1848 Mitglied 
der Landes Versammlung, 1850 Direktor des für Sclilesw.- 
Holst. errichteten Statist. Bureaus, 1852 entlassen; 1854 
Gründer und Direktor der Hamburg-Bremer Feuerversiche- 
rungsgesellschaft; 1856—57 Direktor der mitteldeutschen 
Kreditbank in Meiningen, erhielt 1857 die Konzession zur 
Errichtung einer Bank in Oldenburg, ging später nach H. L. 7. 
Lübeck, 1865 — 66 in Kiel; f 9. Sept. 1868 in Hamburg. 

66. Forchhammer, Peter Wilhelm, geb. 23. Okt. 1803 in 
Husum; Dr. phil. Kiel 26. Nov. 1828, 1829 Privatdozent 1843/94. 
das., 1830—32 auf Wissenschaft!. Reisen, 19. April 1836 
außerord. Prof. der Altertumswissenschaft in Kiel, 1838 bis 

1840 auf zweiter Reise in Griechenland, gründete 1842 
das Museum antiker Bildwerke; 6. März 1843 ord. Prof. 
der Philologie; 1867 — 70 Abgeordneter zum preuß. 
Landtag für den 9. schlesw. -holst. Wahlbezirk, 1870—73 
Reichstagsabgeordneter für den 4. schlesw.- holst. Wahlkreis, 
1876—93 Mitglied des Herrenhauses für die Universität H. L. 7, 32. 
Kiel; 1878 Geheimer Regierungsrat; f 8. Jan. 1894. 

67. Himly, August Friedrich Karl, geb. 26. Nov. 1811 in Göt- 
tingen; 1835 (30. Dez.) Dr. phil. und Privatdozent, 30. Juni 1846/84. 

1842 außerord. Prof. der Chemie das.; 13. März 1846 ord. 

Prof. der Chemie in Kiel, 17. Okt. 1884 auf Ansuchen von H. L. 7, 32. 
seinen amtl. Funktionen entbunden; f 27. Jan. 1885 in Wien. 
Fr. Volbehr, Nekrolog in Chronik der Universität 1885. 

68. V. Hauch, Johann Carsten, geb. 12. Mai 1790 in Frederiks- 

hald (Norwegen); 1821 Dr. phil. in Kopenhagen, 1827 Lektor 1846/51. 
an der Ritterakademie in Soroe; 2. März 1846 ord. Prof. der 
nordischen Sprachen und Literatur in Kiel; 2. Sept. 
1851 Prof. der Ästhetik in Kopenhagen; f 4. März 1872 H. L. 16. 
in Rom. 

69. Karsten, Gustav, geb. 24. Nov. 1820 in Berlin; 9. Mai 

1843 Dr. phil. das., dann auf einer wissenschaftl. Reise; 1851/1900. 
11. Dez. 1845 Privatdozent in Berlin, ^[itstifter der 
physikal. Gesellschaft das.; 4. Okt. 1847 außerord. und 

20. Dez. 1851 ord. Prof. der Physik und Minera- 
logie und Direktor des physikalisch-mineralogischen In- 
stituts in Kiel, dazu seit 1859 Direktor des Haupteich- 



104 



H. L. 7, 32. 



arates der Provinz Schleswig-Holstein, 1870—98 Eichungs- 
inspektor des 7. Aufsichtsbezirks (Schleswig -Holstein 
und Lübeck), seit 1871 Mitglied der Kommission zur 
wissenschaftl. Untersuchung der deutschen Meere; 1872 bis 
1884 auch Lehrer an der Marineakademie in Kiel; 1867 — 73 
Landtagsabgeordneter für den 14. (Kieler) Bezirk, 1877 
Reichstagsabgeordneter für den 8. schlesw.-holst. Wahlkreis ; 
9. April 1891 Geh. Regierungsrat, 16. Febr. 1894 von seinen 
amtlichen Verpflichtungen entbunden; f 15. März 1900. 
Weber, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1899/1900. 



70. Zimmermann, Gustav, geb. 7. März 1808 in Gotha, 
1853/54. Archivsekretär in Hannover; 20. März 1853 ord. Prof. der 

Staats Wissenschaften, 6. Okt. 1853 auch Etatsrat 
in Kiel; 1854 wieder als Oberregierungsrat im hannover- 
schen Staatsdienst, 1859 — 66 Ministerresident in Hamburg; 
t 1. Aug. 1874 in Hannover. 

71. Curtius, Georg, geb. 16. April 1820 in Lübeck; 28. Juni 
1854/62. 1842 Dr. phil. und 29. Jan. 1846 Privatdozent in Berlin, 

Gymnasiallehrer in Dresden, 1849 außerord. und 1851 ord. 
Prof. der klassischen Philologie in Prag; 26. Aug. 1854 
ord. Prof. der Philologie und der Beredsamkeit 
in Kiel; Ostern 1862 Prof. in Leipzig, Geh. Hofrat, Ritter 
H. L. 32. des preuß. Ordens pour le merite für Wissenschaft und 

Kunst; f 12. Aug. 1885 in Hermsdorf (Schlesien). 

Ernst Curtius, Lebensabrlß von Georg Curtius, vor den kleinen 
Schriften desselben. 1886. 

72. Seelig, Wilhelm, geb. 2. Juni 1821 in Kassel; 5. Sept. 
1854/1906. 1844 Dr. phil. in Göttingen, 20. Sept. 1845 Privatdozent 

der Nationalökonomie, 1849 Assessor der philos, Fakultät 
und 27. Okt. 1852 außerord. Prof. das., im Sept. 1853 außer- 
ord. Prof. in Freiburg; 24. Sept. 1854 ord. Prof. der 
Nationalökonomie, Finanzwissenschaften und 
Statistik in Kiel, dazu 1866 — 68 Vorstand des holst. 
Statist. Bureaus ; seit 1873 Abgeordneter zum Landtag für 
den 9. (Kieler) Bezirk; 1870 — 73 Reichstagsabgeordneter für 
den 9. schlesw.-holst. Wahlkreis; 19. Juni 1893 Geh 
Regierungsrat ; beurlaubt von Winterseraester 1904/05 ab ; 
H. L. 7. 3. Juli 1905 von seinen amtl. Verpflichtungen entbunden; 

t 30. Juli 1906 in Kiel. 

Hänel, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1906/07. 



105 



■73, Müllenhof, Karl Viktor, geb. 8. Sept. 1818 in Marne; 

Dr. phil. Kiel 2. April 1842, dann IV2 Jahre Hilfslehrer 1854/58. 
an der Gelehrtenschule in Meldorf; 1843 Privatdozent 
für deutsche Philologie und Gehilfe an der Uniyersitäts- 
Bibliothek in Kiel, 2. März 1846 außerord. und 30. Dez. 
1854 ord. Prof. der deutschen Sprache, Literatur 
und Altertumskunde das.; 25. Aug. 1858 ord. Prof. 
in Berlin, 1864 auch ord. Mitglied der Akademie der H. L. 7. 
Wissenschaften, 1877 Geh. Reg.- Rat; f 19. Febr. 1884. 

Steinmeyer, Nekrolog in Zeitschrift für deutsches Altertum, Bd. 28. 
Gedächtnisrede von Scherer in der Akademie der Wissenschaften. 
Juli 1884. 

74. Thaulow, Gustav Ferdinand, geb. 6. Juli 1817 in Schleswig ; 

17. Nov. 1842 Dr. phil. und 1843 Privatdozent in Kiel, 30. März 1854/83. 
1846 außerord. Prof. der Philosophie und philos. Neben- 
wissenschaften; 30. Dez. 1854 ord. Prof. der Philosophie 
und Pädagogik das.; 1872—83 auch Lehrer an der 
Marineakademie in Kiel; 1878 Geh. Reg.-Rat; Gründer der 
Sammlung schlesw. -holst. Holzschnitzwerke in dem nach 
ihm benannten, von der Provinz erbauten Thaulow-Museum ; 
um die Universität verdient durch die erste Anregung und 
vielfache Tätigkeit für den Bau des neuen üniversitäts- B. A. 
gebäudes; f 12. März 1883. Seine Büste wurde 1887 von H. L. 7, 32. 
Freunden in der Aula der Universität aufgestellt. 

Fr. Volbehr, Nekrolog in Chronik der Universität 1883. 

75. Nitzsch, Karl Wilhelm, geb. 22. Dez. 1818 in Zerbst (Sohn 

von Gregor Wilhelm Nitzsch, IV A 55); Dr. phil. Kiel 19. April 1858/62. 
1842; 1844 Privatdozent der Geschichte, 2. Sept. 1848 
außerord. Prof. und 11. März 1858 ord. Prof. das.; 5. April 
1862 ord. Prof. in Königsberg, 1. Okt. 1872 ord. Prof. der 
Geschichte in Berlin, 1878 Mitglied der Akademie der H. L. 7. 
Wissenschaften; f 20. Juni 1880. 

Rosemund, Nekrolog in Preuß. Jahrb. Bd. 48, S. 321—345. 

76. Harms, Friedrich, geb. 24. Okt 1816 in Kiel; 5. Mai 1840 
Dr. phil. das.; 1842 Privatdozent und 21. Dez. 1848 außer- 
ord. Prof. der philos. Naturkunde; 11. März 1858 ord. Prof. 
der Philosophie das.; 1. Okt. 1867 Prof. der Philosophie 
in Berlin, dazu 1872 Mitglied der philos. -histor. Klasse 
der Akademie der Wissenschaften; f 5. April 1880. 



1858/67. 



H. L. 7. 



106 



77. Molbech, Christian Knud Frederik, geb. 20. Juli 1821 in 
1858/64. Kopenhagen, 3. März 1853 außerord. Prof. der dänischen 

und nordischen Literatur in Kiel, 11. März 1858 ord. 
Prof. ; 25. Juli 1864 entlassen ; dann Journalist in Kopen- 
hagen, 1871 — 81 Zensor am königl. Theater das., 5. Juli 
H. L. 7. 1879 Dr. phil. h. c. bei dem 400 jährigen Jubiläum der 

Kopenhagener Universität; f 20. Mai 1888. 

78. Dillmann, Christian Friedrich August, geb. 25. April 1823 
1859/64. in Illingen (Württemberg) ; Dr. phil. Tübingen 16. Mai 1846, 

außerord. Prof. der oriental. Sprachen 22. Febr. 1853; 

26. Aug. 1854 außerord. Prof., 2. Dez. 1859 ord. Prof. der 
oriental. Sprachen in Kiel; Ende Okt. 1862 Dr. theol. h. c. 
von Leipzig; 16. Febr. 1864 ord. Prof. in Gießen, 16. Aug. 
1869 ord. Prof. in der theol. Fakultät in Berlin, Mitglied 
der Akademie der Wissenschaften; t Berlin 4. Juli 1894. 

79. Weyer, Georg Daniel Eduard, geb. 26. Mai 1818 in Hara- 
1859/96. bürg; 1839—43 und 1847—50 Assistent an der Stern- 
warte und Lehrer an der Navigationsschule in Hamburg, 

1851 Lelu'er an der Seekadettenschule in Kiel, 4. Febr. 

1852 Dr. phil. und Privatdozent das., 15. Juli 1853 außer- 
ord. und 2. Dez. 1859 ord. Prof. der Mathematik und 
Astronomie, 1867 — 68 Lehrer an der Marineschule, seit 

H. L. 32. 1872 auch Lehrer an der Marine- Akademie, 14. Mai 1894 

Geh. Regierungsrat; f 22. Dez. 1896. 

Pochhammer, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1896/97. 

80. Weinhold, KarlGotthelf Jakob, geb. 26. Okt. 1823 in Reichen- 
1861/76. bach (Schlesien); Dr. phil. Halle 14. Jan. 1846; 15. April 

1847 Privatdozent der deutschen Sprache und Literatur 
das., 5. März 1849 außerord. Prof. in Breslau, 15. März 
1850 ord. Prof. in Krakau, 23. Febr. 1851 Prof. in Graz, 
1854 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien ; 

27. April 1861 ord. Prof. der deutschen Sprache; 
Literatur und Altertümer in Kiel, 1872—76 Ver- 
treter der Universität Kiel im Herrenhause; 31. Jan. 1876 
Prof. in Breslau, 19. Nov. 1881 Dr. jur. h. c. von Göttingen, 

H. L. 7, 32. 17. Dez. 1888 Geh. Regierungsrat, 1. April 1889 nach Berlin 

versetzt; f 16. Aug. 1901 in Bad Nauheim. 

81. Junghans, Wilhelm, geb. 3. Mai 1834 in Lüneburg; Dr. phil. 
1862/65. Göttingen 20. Okt. 1856, dann mehrjähriger Hilfsarbeiter 



107 



Lappenbergs in Hamburg bei der Herausgabe der Han- 
sischen Rezesse; 24. Sept. 1862 ord. Prof. der Geschichte H. L 32. 
in Kiel; 127. Jan. 1865. 

Nekrolog (Verf. ungenannt) in Chronik der Universität 1864. 

82. Ribbeck, Joliannes Karl Otto, geb. 23. Juli 1827 in Erfurt; 

Dr. phil. Berlin 25. Mai 1849; 1850-54 Gymnasial-Hilfs- 1862/72. 
lehrer das., inzwischen Michaelis 1852 bis Michaelis 1853 in 
Italien, 1854 zweiter ord. Lehrer am Gymnasium in Elber- 
feld; Ostern 1856 Lehrer der klass. Sprachen am Ober- 
gymnasium und außerord., 1859 ord. Prof. an der Hoch- 
schule in Bern, 1861 Prof. am Pädagogium und an der 
Hochschule in Basel ; 20. Okt. 1862 ord. Prof. der 
klassischen Literatur und Beredsamkeit in Kiel; 
21. Juli 1872 Prof. in Heidelberg, 13. Jan. 1876 badischer 
Geh. Hofrat; 17. Jan. 1877 zum 1. April Prof. in Leipzig; H. L. 32. 
t 18. Juli 1898 das. 

83. Möblus, August Theodor, geb. 22. Juni 1821 in Leipzig; 1844 

Dr. phil. (2. März) und Kandidat des höheren Lehramts das., 1865'90. 

1845 Assistent an der Universitätsbibliothek, später erster 

Kustos derselben, 15. Aug. 1852 Privatdozent der klassischen 

und vorwiegend der nordischen Sprachen, 1859 außerord. 

Prof. in der philos. Fakultät in Leipzig; 1. April 1865 

ord. Prof. der nordischen Sprachen und Literatur 

in Kiel; 24. Nov. 1888 Geh. Regierungsrat; 13. Febr. 1889 

von seinen amtlichen Pflichten entbunden ; f 25. April 1890 H. L. 32. 

in Leipzig. 

84. V. Gutschmid, Alfred, Freiherr, geb. 1. Juli 1831 in Losch- 
witz bei Dresden; Dr. phil. Leipzig 25. Juli 1854, Privat- 1866/73. 
dozent das.; 25. Sept. 1863 außerord. Prof. der alten Ge- 
schichte in Kiel; 2. Okt. 1866 ord. Prof. das. ; 1. Okt. 1873 

nach Königsberg, 20. Jan. 1876 (zum 1. April) nach Jena, 
2. Jan. 1877 nach Tübingen berufen; f das. 2. März 1887. 

85. V. Treitschke, Heinrich, geb. 15. Sept. 1834 in Dresden ; Dr. 

phil. Leipzig 19. Nov. 1854, 1858 Privatdozent das., 25. Juli 1866/67. 

1863 außerord. Prof. in Freiburg; 4. Okt. 1866 ord. Prof. 

der Geschichte und Politik in Kiel; 25. Aug. 1867 

ord. Prof. in Heidelberg, 17. Nov. 1873 Prof. in Berlin, 

31. Dez. 1884 Geh. Regierungsrat, 1886 auch, als Nach- b. A. 

folger Ranckes, Historiograph des Preuß. Staats ; f 28. April H. L. 7. 

1896 in Berlin. 



108 



86. Usinger, Rudolf, geb. 7. Juni 1835 in Nienburg a. d. Weser; 
1868/74. Dr. phil. Göttingen 15. Dez. 1860; 23. Juni 1863 Privat- 

dozeht das., 5. April 1865 außerord. und 9. Mai 1866 ord. 
Prof. der Geschichte in Greifswald; 15. Febr. 1868 ord. 
Prof. der mittleren und neuen Geschichte in Kiel; 
H. L. 32. f 31. Mai 1874 während der Versammlung des Hansischen 

Geschichts Vereins in Bremen. 

Karl Weinhold, Dr. Rudolf Usinger, ein Lebenslauf ; in Universitäts- 
schriften 1874. 

87. Nöldeke, Theodor, geb. 2. März 1836 in Harburg; Dr. phil. 
1868/72. Göttingen 9. Aug. 1856, habilitiert ebenda 23. Jan. 1861 ; 

18. April 1864 außerord. und 3. März 1868 ord. Prof. der 
H. L. 32. oriental. Sprachen in Kiel; 20. April 1872 als ord. 

Prof. nach Straßburg berufen. 

88. Möbius, Karl August, geb. 7. Febr. 1825 zu Eilenburg 
1868/88. (Provinz Sachsen); von 1844—49 Volksschullehrer, 1849 

nach bestandenem Maturitätsexamen als Extraneer Student 
der Naturwissenschaften in Berlin, 30. Dez. 1853 Dr. 
phil. in Halle, dann Lehrer der Naturwissenschaften an 
der Realschule und Gelehrtenschule in Hamburg; 3. März 
1868 ord. Prof. der Zoologie und Direktor des zoolog. 
Museums in Kiel, dazu seit 1869 wissenschaftl. Kommissar 
der Regierung für die fiskalischen Austernbänke und seit 
1870 Mitglied der Kommission zur wissenschaftl. Unter- 
suchung der deutschen Meere; 1872 — 88 auch Lehrer an 
der Marineakademie in Kiel; vom 2. Mai 1887 an kom- 
missarisch beauftragt mit der Direktion der zoologischen 
Abteilung des Museums für Naturkunde in Berlin ; in seiner 
Eigenschaft als akademischer Lehrer und Direktor des 
zoologischen Instituts und Museums in Kiel vom 15. April 
1887 ab vertreten durch Brandt (IV A 124); 31. März 1888 
H. L. 32. nach Berlin versetzt, 20. Nov. 1889 Geh. Regierungsrat; 

t 26. April 1908. 

89. Dilthey, Wilhelm, geb. 19. Nov. 1834 in Biberich; 1856 in 
1869/71. Berlin als Theologe examiniert und Gymnasiallehrer das. ; 

1864 Dr. phil., Ostern 1867 ord. Prof. der Philosophie 
in Basel; 16. März 1868 ord. Prof. der Philosophie in 
Kiel (las erst seit Sommersemester 1869); 1. Okt. 1871 
Prof. in Breslau, 22. Juli 1882 in Berlin; 13. Okt. 1893 Geh. 
Regierungsrat; f 1. Okt. 1911 in Seis (Tirol). 



109 



90. Zirkel, Ferdinand, geb. 20. Mai 1838 in Bonn; Dr. phil. 
ebenda 14. März 1861 ; ord. Prof. der Mineralogie in Lern- 1868/70. 
berg; 23. Aug. 1868 ord. Prof. der Mineralogie, Geognosie 

und Geologie in Kiel; 27. Sept. 1870 Prof. in Leipzig; 
Wintersemester 1894/95 in Indien, Ceylon und Ägypten; 
Kgl. Sachs. Geheimer Rat; legte am 1. Okt. 1909 seine Vor- 
lesungstätigkeit nieder, siedelte nach Bonn über ; f das. 
12. Juni 1912. 

91. Justi, Karl Nikolaus Heinrich, geb. 2. Aug. 1832 in Marburg ; 

22. Dez. 1859 Dr. phil. und 4. Febr. 1860 Privatdozent, 1871/72. 
15. Febr. 1867 außerord. und 9. Jan. 1869 ord. Prof. das. ; 
1. Okt. 1871 ord. Prof. der Philosophie in Kiel; 22. Mai 
1872 nach Bonn berufen für mittlere und neuere Kunst- 
geschichte, 18. Jan. 1892 Geh. Regierungsrat; legte Ostern 
1901 seine Lehrtätigkeit wegen Krankheit nieder; f 9. Dez. 
1912 in Bonn. 

92. Hoffmann, Georg, geb. 25. April 1845 in Berlin ; 20. April 

1868 Dr. phil. das. ; 14. Juni 1870 Privatdozent in Göttingen ; 1872/ 
17. Juni 1872 ord. Prof. der oriental. und semitischen 
Sprachen in Kiel, 6. Febr. 1911 von seinen amtlichen 
Verpflichtungen entbunden. 

93. Backhaus, Hermann, geb. 7. Jan. 1818 auf der Domäne 
Seibach in Waldeck, Dr. phil. Jena 27. Nov. 1840; 1848 1872/1901. 
Mitglied der deutschen National vers., 1849 — 51 Präsident 

der Ständekammer in Arolsen, 1855 — 60 Oberlehrer an 
der landw. Lehranstalt zu Beberbek in Hessen, 1860 — 71 
praktischer Landwirt; 15. Juli 1872 ord. Prof. der Land- 
wirtschaft in Kiel, dazu seit 1. Okt. 1877 Lehrer der 
Nationalökonomie an der Marineschule und -akaderaie; 
seit April 1891 aus Gesundheitsrücksichten beurlaubt; 
t 21. Febr. 1901 in Görlitz. 

94. Sadebeck, Alexander, geb. 26. Juni 1843 in Berlin; 12. Juli 
1865 Dr. phil. und 27. Juli 1869 Privatdozent das.; Michaelis 
1872 ord. Prof. der Mineralogie und Geologie in 
Kiel; f 9. Dez. 1879 in Hamburg. 

95^). Ladenburg, Albert, geb. 2. Juli 1842 in Mannheim; Dr. 

phil. Heidelberg 3. Juni 1863, 8. Jan. 1868 Privatdozent 1872/89. 

1) Die Reihenfolge bei Volbehr (95. Eicbler, 96. Ladenburg) habe ich 
vertauscht. W. 



H. L. 32. 



1872/79. 
H. L. 32. 



Uü 



und 30. März 1870 außerord. Prof. der Chemie das.; 

25. Okt. 1872 ord. Prof. der Chemie und Direktor des 

neuen chemischen Laboratoriums in Kiel; 4. Aug. 1884 

Dr. med. li. c. von Bern; 15. Aug. 1889 vom 1. Okt. ab 

nach Breslau versetzt, 25. Sept. 1889 Geh. Regierungsrat; 

H. L. 7, 32. legte 1. Okt. 1909 seine Lehrtätigkeit wegen Krankheit 

nieder; f 15. Aug. 1911 in Breslau. 

96 '). Eichler, August Wilhelm, geb. 22. April 1839 in Neu- 

1873/78. kirchen (Kurhessen); Dr. phil. Marburg 13. März 1861, 

24. Okt. 1865 Privatdozent der Botanik in München, 

12. Febr. 1871 Prof. am Johanneura in Graz; Ostern 1873 

H. L. 32. ord. Prof. der Botanik in Kiel; 1. April 1878 ord. Prof. 

in Berlin; f 2. März 1887. 

97. Wilmanns, Augu.st, geb. 25. März 1833 in Vegesack; 
1873/74. Dr. phil. Bonn 3. Aug. 1863; 1864—70 in Rom, 26. Jan. 

1870 Bibliothekar; 9. Juli 1870 Privatdozent, 11. Febr. 

1871 außi'rord. Prof. in Freiburg, 6. März 1871 ord. Prof. 
in Innsbruck; 29. Jan. 1873 (zum 1. April) ord. Prof. der 
klassischen Philologie in Kiel; 14. Jan. 1874 (zum 
1. April) Prof. und Oberbibliothekar in Königsberg; 
14. Aug. (zum 1. Sept.) 1875 als Prof. und Oberbiblio- 
thekar (^Direktor der Universitätsbibliothek) nach Göttingen 
berufen, 6. Jan. 1886 als Generaldirektor der königl. Biblio- 
thek nach Berlin versetzt, 9. Jan. 1895 Geh. Oberregierungs- 
rat, 19. Juni 1903 Wirkl. Geh. Oberregierungsrat; legte 
1. Okt. 1905 sein Amt nieder. 

98. von Pfleiderer, Edmund, geb. 12. Okt. 1842 in Stetten 
(Württemberg); 1864 — 66 Pfarrvikar, Dr. phil. Tübingen 
4. Mai 1866 ; 1866 — 67 Repetent am Seminar in Maulbronn, 
1867—72 Repetent in Tübingen, inzwischen 1870—71 
württemb. Feldprediger vor Paris; 1872 Diakonus in 
Sindelfingen; 25. Jan. 1873 ord. Prof. der Philosophie 

H. L. 32. in Kiel; 28. Dez. 1877 ord. Prof. der Philosophie in 

Tübingen; f das. 3. April 1902. 

99. Peters, Christian August Friedrich, geb. 7. Sept. 1806 
1873/80. in Hamburg; Dr. phil. Königsberg 12. Juni 1833; 1834 

Assistent an der Sternwarte in Hamburg, 1839 Observator 



H. L. 32. 



1873/77. 



1) Die Reihenfolge bei Volbehr (95. Eichler, 96. Ladenburg) habe ich 
vertauscht. W. 



111 



1874/79. 
1897/ 



an der Sternwarte in Pulkowa, dazu 1842 Adjunkt der 
Akademie der Wissenschaften in Petersburg; 27. Juni 1849 
ord. Prof. der Astronomie in Königsberg; 1. Okt. 1854 
Direktor des Observatoriums in Altona und nach dessen 
Aufhebung und nach Errichtung der Sternwarte in Kiel 
dahin versetzt und 28. Sept. 1873 zum ord. Prof. der 
Astronomie ernannt; f 8. Mai 1880. — Vater des H. L. 32 
Astronomen Karl Friedrich Wilhelm Peters (IV C 70). 
Nekrolog (Verf. ungenannt) in Chronik der Universität 1880/81. 

100. Volquardsen, Christian August, geb. 6. Okt. 1840 in 
Hadersleben; 1864—68 Lehrer am Gymnasium das., Dr 
phil. Kiel 5. Sept. 1866, 1868—74 ord. Lehrer am Gym- 
nasium in Potsdam; 3. Jan. 1874 ord. Prof. der alten 
Geschichte in Kiel; 4. Juli 1879 (zum 1. Okt.) ord. 
Prof. in Göttingen, 5. iMärz 1897 (zum 1. April) wieder 
nach Kiel berufen, 9. Jan. 1909 Geheimer Regierungsrat, 
24. März 1912 (zum 1. April) von seinen amtlichen Ver- 
pflichtungen entbunden. 

101. Lübbert, Eduard, geb. 10. Juni 1830 in Breslau; Dr. 

phil. Halle 14. Sept. 1853, 6. Aug. 1859 Privatdozent in 1874/81. 
Breslau, 16. Sept. 1865 außerord. Prof. in Gießen, 
23. März 1870 ord. Honorar-Prof. das., 29. März 1871" 
ord. Fakultäts-Prof. das.; 28. Jan. 1874 ord. Prof. der 
klassischen Philologie und der Beredsamkeit 
in Kiel; 1. April 1881 ord. Prof. in Bonn; f das. 31. Juli 
1889. 

102. Schirren, Karl Christian Gerhard, geb. 20. Nov. 1826 in 

Riga; 20. März 1856 Mag. und Mai 1856 Dozent der Ge- 1874/1910. 
schichte in Dorpat, 16. April 1858 Dr. phil. und 4. Okt. 
1858 außerord., 24. Okt. 1860 ord. Prof. der Geschichte 
das., trat für die deutschen Landesrechte Livlands ein, 
1869 von der russischen Regierung abgesetzt; 8. Juli 1874 
ord. Prof. der Geschichte in Kiel; 18. Febr. 1895 Geh. 
Regierungsrat; 29. Juni 1907 von seinen amtlichen Ver- 
pflichtungen entbunden; f 11. Dez 1910 in Kiel. 

103^). Pfeiffer, Friedrich Wilhelm, geb. 27. April 1827 in Breslau, 

Dr. phil. Berlin 23. Febr. 1853, 23. Mai 1855 Privat- 1876/84. 

1) Die Reihenfolge bei Volbehr (103. Fische), 104. Pfeiffer) habe ich 
vertauscht. W. 



112 

dozent, 6. Aug. 1873 außerord. Prof. für deutsche Sprache 
und Literatur, dazu seit 1863 Stadtarchivar in Breslau; 
4. März 1876 ord. Prof. der deutschen Sprache und 
Literatur in Kiel, seit 1877 wiederholt beurlaubt, 12. Juni 
1884 seiner Verpflichtung, Vorlesungen zu halten, aus Ge- 
sundheitsrücksichten bis auf weiteres enthoben; lebte in 
Freiburg im Breisgau; f das. 3. Nov. 1893. 
1041). Pischel, Richard, geb. 18. Jan. 1849 in Breslau; 22. Juli 

1877/85. 1870 Dr. phil. und 22. Jan. 1874 Privatdozent in Breslau; 

18. Okt. 1875 außerord. Prof. für Sanskrit und ver- 
gleichende Sprachforschung in Kiel, 15. Jan. 1877 
ord. Prof. das. ; 25. Juli 1885 ord. Prof. in Halle, 25. Febr. 

H. L. 32. 1902 in Berlin, 27. April 1904 Geh. Regierungsrat ; f 27. Dez. 

1908 im General-Hospital zu Madras in Indien. 
105. Pochhammer, Leo August, geb. 25. Aug. 1841 in Stendal; 
1877/ Dr. phil. Berlin 8. Juli 1863, 25. Jan. 1872 Privatdozent 

das.; 31. März 1874 außerord. Prof. und 17. März 1877 
ord. Prof. der Mathematik in Kiel, 1876 — 1914 auch 
Lehrer an der Marineakademie; 4. März 1895 Geh. Re- 
gierungsrat. 
. 106. Engler, Adolf, geb. 25. März 1844 in Sagan; Dr. phil. 

1878/84. Breslau 17. Aug. 1866, Okt. 1866 Lehrer am Magdalenen- 

Gynmasium in Breslau, 1871 Kustos der botan. Staats- 
anstalten und 29. März 1872 Privatdozent in München ; 
18. März 1878 ord. Prof. der Botanik in Kiel; 13. Aug. 
1884 Prof. in Breslau, 1. Okt. 1889 in Berlin, 13. Dez. 
1893 Geh. Regierungsrat; 1902 Reise in Süd- und Ost- 
afrika, 1905/06 Reise ebenda und in Britisch- und Nieder- 
ländisch-Indien ; 19. Juni 1907 Geh. Oberregierungsrat; 
machte 5. März bis 31. Okt. 1913 eine Weltreise nach 
Deutsch-Südwestafrika, Kiautschou, Japan und Nordamerika. 
107. Stimming, Albert Karl Ferdinand, geb. 17. Dez. 1846 in 

1879/92. Prenzlau; Dr. phil. Göttingen 21. Juli 1869, 1869—70 

Probekandidat und Realgymnasial-Lehrer in Berlin, Okt. 
1870 ord. Lehrer und 1874 Oberlehrer an der Realschule 
(späteren Oberrealschule und Realgymnasium) in Kiel, zu- 
gleich seit Ostern 1872 Dozent an der Marine-Akademie 



1) Die Reibenfolge bei Volbebr (103. Pischel, 104. Pfeiffer) habe ich 
vertauscht. W. 



113 

und seit 5. Aug. 1873 Privatdozent für romanische und 
englische Philologie an der Universität; 15. März 1876 
außerord., 27. Jan. 1879 ord. Prof. für neuere fremde 
Sprachen; 3. März 1892 (zum I.April) nach Göttingen H. L. 32. 
berufen, 28. Aug. 1907 Geh. Regierungsrat. 

108. Fischer, Theobald, geb. 31. Jan. 1846 in Kirchsteitz bei 

Zeitz ; Dr. phil. Bonn 28. März 1868, Privatdozent ebenda 1879/83. 
13. Dez. 1876; 13. Juli 1879 ord. Prof. der Geographie 
in Kiel; 1. Okt. 1883 Prof. in Marburg; Aug. 1903 Geh. 
Regierungsrat; f 17. Sept. 1910 in Marburg. 

109. Erdtnann, Benno, geb. 30. Mai 1851 in Guhrau bei Glogau; 

Dr. pljü. Berlin 28. Nov. 1873; 1875—76 Lehrer in 1879/84. 
Seesen am Harz; 20. Jan. 1877 Privatdozent in Berlin; 
2. Aug. 1878 außerord. und 29. Aug. 1879 ord. Prof. der 
Philosophie in Kiel; 2. Jan. 1884 Prof. in Breslau, 
1. April 1890 nach Halle, 1. April 1898 nach Bonn, 1. Okt. 
1909 nach Berlin berufen, 12. März 1904 Geh. Regierungsrat. 

110. V. Lasaulx, Arnold, geb. 14. Juni 1839 in Castellaun 
(Rheinland); Dr. phil. Bonn 4. Aug. 1865; 1. April 1875 1880/81. 
außerord. Prof. in Breslau; 3. März 1880 ord. Prof. der 
Mineralogie in Kiel; 15. Nov. 1880 (zum 1. April 1881) 

Prof. in Bonn; f 25. Jan. 1886. 

111. Krueger, Adalbert, geb. 3. Dez. 1832 in Marienburg; 

Dr. phil. Bonn 11. Aug. 1854; Herbst 1853 zweiter 1880/96. 
und 2. Nov. 1859 erster Assistent an der Sternwarte; 
30. Juli 1860 Privatdozent das., 9. Juni 1862 bis Dez. 
1876 ord. Prof. der Astronomie und Direktor der Stern- 
warte in Helsingfors, Herbst 1876 Direktor der Stern- 
warte in Gotha; 26. Aug. 1880 ord. Prof. der Astronomie 
und Direktor der Sternwarte in Kiel ; 10. Sept. 1890 Geh. H. L. 32. 
Regierungsrat; f 21. April 1896 in Kiel. 

Pochhammer, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1896/97. 

112. Förster, Richard, geb. 2. März 1843 in Görlitz; Dr. 

phil. Breslau 28. Juni 1866, von Ostern 1866 bis Ostern 1881/90. 
1873 Gymnasiallehrer in Breslau; 23. Okt. 1868 Privat- 
dozent, 11. Okt. 1873 außerord. Prof. das., 12. Juli 1875 
(zum 1. Okt.) ord. Prof. in Rostock ; 18. Febr. 1881 ord. Prof. 
der klassischen Philologie und Beredsamkeit in 



114 



H. L. 32. 



1881/92. 



Kiel; 19. Dez. 1889 (zum 1. April 1890) nach Breslau ver- 
setzt (für klass. Philologie und Archäologie), 14. Okt. 1893 
Geh. Regierungsrat; im Wintersemester 1895/96 auf einer 
Studienreise in Italien, Palästina, Syrien und Kleinasien. 

113. Blass, Friedrich Wilhelm, geb. 22. Jan. 1843 in Osnabrück; 
Dr. phil. Bonn 5. Aug. 1863, 1864 Hilfslehrer in Biele- 
feld, Ostern 1866 Grymnasiallehrer am Domgymnasiura in 
Naumburg a. S., Herbst 1870 am Pädagogium des Klosters 
„Unsem lieben Frauen" in Magdeburg; 21. April 1873 
bis 19. Sept. 1874 in Stettin, Herbst 1874 Oberlehrer 
am Wilhelmsgymnasium in Königsberg; 12. Dez. 1874 
ebenda Privatdozent; 10. Aug. 1876 außerord. Prof. und 
22. März 1881 ord. Prof. der klassischen Philologie 
und Beredsamkeit in Kiel ; 2. Febr. 1892 (zum 1. Okt.) 
nach Halle versetzt; f das. 5. März 1907. 

114. Busolt, Georg, geb. 13. Nov. 1850 in Mühlengut Keppurren 
1881/97. bei Insterburg; Dr. phil. Königsberg 13. Febr. 1875; 

10. Mai 1878 Privatdozent in Königsberg; 1. Nov. 1879 
außerord. Prof. und 13. April 1881 ord. Prof. für alte 
Geschichte in Kiel; 5. März 1897 (zum 1. April) nach 
Göttingen versetzt; 25. Sept. 1911 Geh. Regierungsrat. 

115. Bücking, Hugo, geb. 12. Sept. 1851 in Bieber (Regierungs- 
1882/83. bezirk Kassel); Dr. phil. Marburg 30. Mai 1874, seit 

Sommer 1874 Mitarbeiter an der geolog. Landesanstalt in 
Berlin, 1. Okt. 1877 Assistent am mineralog. Institut der 
Universität Straßburg, 1. Jan. 1879 Assistent an der geolog. 
Landesanstalt in Berlin; 23. Mai 1879 Privatdozent an der 
Universität Berlin; 21. Juni 1881 (zum 1. Okt. 1881) außer- 
ord. und 21. Juli 1882 ord. Prof. der Mineralogie und 
Geologie in Kiel; 20. Aug. 1883 (zum 1. Okt.) Prof. in 
Straßburg und vom 1. April 1907 bis 31. März 1914 auch 
Direktor der geolog. Landesanstalt von Elsaß-Lothringen. 

11(). Laspeyres, Hugo, geb. 3. Juli 1836 in Halle; 1864 Berg- 
1884/86. referendar; Dr. phil. Heidelberg 5. Dez. 1864; habilitiert 

an der Königl. Bergakademie in Berlin 25. Mai 1867 ; 
13. Jan. 1870 ord. Lehrer und 21. Dez. 1872 Prof. an 
der technischen Hochschule in Aachen; 16. Jan. 1884 ord. 
Prof. der Mineralogie in Kiel; 15. April 1886 (zum 
1. Okt.) als Prof. nach Bonn berufen (für Mineralogie und 



115 



Geologie), 18. Jan. 1893 Geb. Bergrat, legte 26. Juli 1906 
seine Lehrtätigkeit wegen Krankheit nieder; f 22. Juli 
1913 in Bonn. 

117. Krohn, August, geb. 29. Juli 1840 in Brusendorf (Kreis 
Teltow); Dr. phil. Leipzig 12. Dez. 1869 0, von 1867—73 1884/89. 
Lehrer an der Ritterakademie zu Brandenburg, 27. April 

1875 Privatdozent in Halle, 29. Juni 1881 außerord. Prof. 
das.; 25. Febr. 1884 ord. Prof. der Philosophie in Kiel; 
t 27. Febr. 1889 in Wiesbaden. . 

118. Qlogau, Gustav, geb. 6. Juni 1844 in Laukischken bei 
Labiau; 14. Juli 1869 Dr. phil. in Halle, Lehrer an der 1884/95. 
Frankeschen Stiftung in Halle, 1873 Oberlehrer am 
Gymnasium in Neumark (Ostpreußen); 1876 Gymnasial- 
lehrer in Winterthur, 2. Febr. 1878 Privatdozent in 
Zürich, Ostern 1882 Prof. am Polytechnikum das. ; 13. Jan. 

. 1883 außerord. Prof. in Halle; 26. März 1884 ord. Prof. 
der Philosophie in Kiel; f 22. März 1895 in Laurion 
(Griechenland). 

Deussen, Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1895/96. 

119. Krümmel, Otto, geb. 8. Juli 1854 in Exin (Regbzk. Brom- 
berg); Dr. phil. Göttingen 22. Juli 1876, 28. April 1878 1884/1911. 
Privatdozent das., Ostern 1882 — 83 an der kaiserl. Seewarte 

in Hamburg tätig; 18. Aug. 1883 außerord. Prof., 29. Sept. 
1884 ord. Prof. der Geographie in Kiel; seit 1889 Lehrer 
an der Marine- Akademie ; nahm 1889 an der Plankton- 
Expedition (vgl. III A 39) teil; Mitglied der Kommission 
zur wissenschaftl. Untersuchung der deutschen Meere seit 
1. Okt. 1899, der deutschen wissenschaftl. Kommission für 
internationale Meeresforschung seit 1902 ; 19. Okt. 1908 
Geh. Regierungsrat, 12. Febr. 1911 (vom 1. Okt. 1910 ab) 
nach Marburg versetzt; f 12. Okt. 1912 in Köln. 

120. Reinke, Johannes, geb. 3. Febr. 1849 in Ziethen (Mecklen- 
burg-Strelitz); 29. Sept. 1871 Dr. phil., 1. Okt. 1871 bis 1884/ 
3. Sept. 1872 Assistent am Universitätsherbariura in Göt- 
tingen; 1. Okt. 1872 Privatdozent in Göttingen, 15. Okt. 

1872 in Bonn, 13. Okt. 1873 außerord. Prof. in Göttingen, 
23. Juli 1879 ord. Prof. das. ; 5. Dez. 1884 (zum 1. April 1885) 



1) Die Angabe Volbehrs, daß er 1870 in Berlin promovierte, erwies 
sich als unrichtig. W. 

8* 



116 



ord. Prof. der Botanik und Direktor des botanischen 
Gartens in Kiel; seit 8. April 1894 lebenslängliches Mit- 
glied des preuß. Herrenhauses, 23. Dez. 1895 Geh. Re- 
gierungsrat. 

121. Vogt, Friedrich Hermann Traugott, geb. 11. März 1851 
1885/89. in Greifswald; Dr. phil. Leipzig 25. Mai 1873, 1. Jan. 

1874 Bibliothekar und 9. Mai 1874 Privatdozent in Greifs- 
wald, 8. Juni 1883 außerord. Prof. das.; 27. April 1885 
ord. Prof. für deutsche Sprache und Literatur in 
Kiel; 19. Juli 1889 nach Breslau versetzt, 4. Aug. 1902 
nach Marburg; 9. Sept. 1905 Geh. Regierungsrat. 

122. Jacobi, Hermann Georg, geb. 11. Febr. 1850 in Köln; 
1885/89. Dr. phil. Bonn 24. Juli 1872, 13. Jan. 1875 Privatdozent 

das.; 14. Febr. 1876 außerord. Prof. in Münster; 9. Sept. 
1885 ord. Prof. für Sanskrit und vergleichende 
Sprachlehre in Kiel; 3. Mai 1889 nach Bonn versetzt, 
12. Sept. 1905 Geh. Regierungsrat; Wintersemester 1918/14 
Lecturer Calcutta University, zu deren Ehrendoktor ernannt 
26. Dez. 1913. 

123. Lehmann, Johannes Georg, geb. 11. April 1851 zu Königs- 
1886/1903. berg i. Pr. ; Dr. phil. Bonn 27. Febr. 1874, 10. März 1880 

Privatdozent ebenda und zugleich an der landwirtschaftl. 
Akademie Poppeisdorf, 10. Mai 1884 außerord. Prof. in 
Breslau; 28. Juli 1886 ord. Prof. der Mineralogie und 
Geologie in Kiel, ausgeschieden infolge Beschlusses des 
Staatsministeriums vom 28. Okt. 1903. 

124. Brandt, Karl, geb. 23. Mai 1854 in Schönebeck bei Magde- 
1888/ bürg; Dr. pliil. Halle 13. Juli 1877, 1. Okt. 1878 bis 

1. Juli 1882 Assistent am physiolog. Institut in Berlin, 
dann (1882 — 85) an der zoolog. Station in Neapel, seit 

I. April 1885 am zoolog. Institut Königsberg, habilitiert 
Königsberg 10. Juli 1885; 15. April 1887 beauftragt mit 
der Vertretung des Prof. Möbius (IV A 88) in Kiel; 

II. April 1888 zum ord. Prof. der Zoologie in Kiel 
und Direktor des zoolog. Instituts und Museums ernannt ; 
1887 — 1913 Dozent an der Marineakademie; Mitglied der 
Kommission zur wissenschaftl. Untersuchung der deutschen 
Meere seit 1. Juli 1888; nahm 1889 an der Plankton- 
Expedition (vgl. III A 39) teil; Mitglied der Deutschen 



117 

Wissenschaft!. Kommission für internationale Meeresforschung 
seit 13. Febr. 1901; 20. Febr. 1909 Geh. Regierungsrat. 

125. Gering, Hugo, geb. 21. Sept. 1847 in Lipienica (Heinrichs- 
berg, Kreis Briesen); Dr. phil. Halle 18. Dez. 1873, habili- 1889/ 
tiert ebenda 11. März 1876, außerord. Prof. ebenda 21. März 

1883; 9. Jan. 1889 als ord. Prof. der nordischen Philo- 
logie nach Kiel berufen; Wintersemester 1898/99 Lehrer 
an der Marineakademie; 4. Sept. 1904 Geh. Regierungs- 
rat; im Sommersemester 1908 für eine wissenschaftliche 
Reise nach Island beurlaubt. 

126. Deussen, Paul, geb. 7. Jan. 1845 in Oberdreis (Kreis 
Neuwied); Dr. phil. Marburg 22. Febr. 1869; 1869—71 1889/ 
Gymnasiallehrer in Minden, Ostern 1871 bis Herbst 1872 

in Marburg, 1872 — 80 Erzieher in Genf, Aachen und 
Terny (Rußland); habilitiert Genf 17. Sept. 1873, Aachen 
13. Okt. 1875, Berlin 6. Aug. 1881; außerord. Prof. in 
Berlin 17. Aug. 1887; 6. Juli 1889 zum ord. Prof. der 
Philosophie in Kiel ernannt, für Wintersemester 1892/93 
zur Ausführung einer wissenschaftlichen Reise nach Indien 
beurlaubt, 7. Juni 1907 Geh. Regierungsrat. 

127. Oldenberg, Hermann, geb. 31. Okt. 1854 in Hamburg ; 

Dr. phil. Berlin 24. Nov. 1875, habilitiert ebenda 26. Jan. 1889/1908. 
1878, außerord. Prof. ebenda 17. Mai 1881; 6. Juli 1889 
ord. Prof. für Sanskrit und vergleichende Sprach- 
wissenschaft in Kiel; 3. Juli 1908 (vom 1. Okt. ab) 
nach Göttingen berufen (für indische Philologie), 12. März 
1913 Geh. Regierungsrat. 

128. Erdmann, Oskar, geb. 14. Febr. 1846 in Thorn ; Dr. phil. 
Königsberg 9. Juli 1867 ; habilitiert ebenda 22. Juni 1883 ; 1889/95. 
außerord. Prof. Berlin 1. Mai 1885; ord. Prof. für deutsche 
Sprache und Literatur in Kiel 4. Sept. 1889; f 13. Juni 

1895 in Kiel. 

129. Curtius, Theodor, geb. 27. Mai 1857 in Duisburg; Dr. 

phil. Leipzig 27. Juli 1882; 1884—86 Assistent am che- 1889/97. 
mischen Laboratorium der Königl. Bayer. Akademie in 
München; habilitiert Erlangen 12. März 1886, daselbst 
1886 — 90 erster Assistent und Leiter der analytischen 
Abteilung des cliemischen Laboratoriums; 23. Dez. 1889 



118 



ord. Prof. der Chemie in Kiel, 14. Juli 1895 G-eh, 
Regierungsrat; 5. Jan. 1897 (zum 1. April) nach Bonn be- 
rufen, von dort 1. April 1898 nach Heidelberg mit dem 
Titel und Rang eines Geheirarats II. Kl.; 27. Juni 1908 
Dr. med. h. c. der Universität Erlangen. 

130. Bruns, Ivo, geb. 20. Mai 1853 in Halle; Dr. phil. Bonn 
1890/1901. 6. Aug. 1877; habilitiert Göttingen 23. Okt. 1880, das. 

außerord. Prof. 18. Okt. 1883, dann für klassische 
Philologie 10. Juli 1884 in Kiel, das. 17. Febr. 1890 
ord. Prof.; f in Kiel 16. Mai 1901. 

Schöne, Gedächtnisrede in Chronik der üniTcrsität 1900/01. 

131. Schum, Wilhelm, geb. 25. Juni 1846 in Erfurt; Dr. phil. 
1890/92. Gröttingen 12. März 1872; habilitiert Halle 21. Febr. 1874; 

außerord. Prof. das. 27. März 1878; am 10. Okt. 1889 
nach Kiel versetzt für Geschichte und histor. Hilf s- 
wissenschaften, 26. Mai 1890 ord. Prof.; f 16. Juni 
1892 in Kiel. 

132. Körting, Gustav, geb. 25. Juni 1845 in Dresden; Dr. phil. 
1892/1913. Leipzig 3. Jan. 1867; 1867—68 Gymnasiallehrer in Plauen 

i. V., 1868 — 76 Oberlehrer an der Kreuzschule in Dresden; 
1. Okt. 1876 ord. Prof. in Münster i. W., 24. März 1892 
(zum 1. April) zum ord. Prof. der roman. Philologie in 
Kiel ernannt, 6. Aug. 1900 Geh. Regierungsrat; f 1. Febr. 
1913 in KieL 

Voretzsch in Vollmöllers Roman. Jahresbericht, Bd. XII Abt. 4 S. 73 B. 

133. Schöne, Alfred, geb. 16. Okt. 1836 in Dresden ; Dr. phil. 
1892/ Leipzig 4. Nov. 1859; 1859—61 Gymnasiallehrer an der 

Kreuzschule in Dresden ; habilitiert Leipzig 26. Okt. 1864, 
außerord. Prof. 27. Mai 1867, ord. Prof. Erlangen 18. Okt. 
1869, dann 15. Mai 1884 bis 30. Juni 1887 Bibliothekar 
an der Universitätsbibliothek Göttingen, 27. Juni 1887 als 
ord. Prof. nach Königsberg berufen; 27. Juni 1892 für 
klassische Philologie und Altertumswissen- 
schaft nach Kiel versetzt, 5. Juni 1895 Geh. Regierungs- 
rat ; 2. Jan. 1902 von seinen amtlichen Pflichten entbunden. 

134. Hasbach, Wilhelm, Prof. der Staatswissenschaften 
1893/1913. (II A 81). 



119 



135. Ebert, Hermann, geb. 20. Juni 1861 in Leipzig; Dr. phil. 
Erlangen 25. Nov. 1886; habilitiert ebenda 3. April 1888; 1894/98. 
1888—92 Assistent am physikal. Institut in Erlangen; 
außerord. Prof. der tlieoret. Physik Leipzig 1. April 1894; 

20. Juli 1894 ord. Prof. der Experimentalphysik in 
Kiel; 1. April 1898 an die technische Hochschule in 
München berufen, 7. April 1912 Geh. Hofrat; f 12. Febr. 
1913 in München. 

136. Weber, Leonhard, geb. 30. April 1848 in Rostock; 1876—82 
Assistent am physikalischen Institut ; Dr. phil. Kiel 3. März 1894/ 
1877; 16. Febr. 1878 habilitiert für Physik und Mathe- 
matik, 9. Nov. 1881 (seit 1. April) außerord. Prof. in 
Breslau, 19. Sept. 1889 nach Kiel versetzt, 31. Dez. 1894 

das. ord. Prof.; 1898 — 1905 nebenamtlich Eichungsinspektor 
für Schleswig -Holstein und Lübeck; 19. Juni 1912 Geh. 
Regierungsrat. 

137. Milchhöfer, Arthur, geb. 21. März 1852 in Schirwindt 
(Ostpr.) ; Dr. phil. München 5. Aug. 1873 ; 1875/76 Probe- 1895/1903. 
kandidat in Berlin, war mehrere Jahre als Stipendiat in 
Griechenland und Italien; habilitiert Göttingen 1. Juli 

1882, außerord. Prof. Münster 1. Aug. 1883; 31. Juli 
1895 zum ord. Prof. der klassischen Archäologie 
in Kiel ernannt; f 7. Dez. 1903. 

Sudhaus. Gedächtnisrede in Chronik der Universität 1903/04. 

138. Kauffmann, Friedrich, geb. in Stuttgart 14. Sept. 1863; 

Dr. phil. Tübingen 26. Jan. 1886; habilitiert Marburg 1895/ 
9. März 1887, außerord. Prof. in Halle 1. April 1892, ord. 
Prof. in Jena 1. April 1893, in Kiel für deutsche Philo- 
logie 17. Sept. 1895, Geh. Regierungsrat 11. Juni 1913. 

139. Riehl, Aloi-s geb. 27. April 1844 in Bozen; Dr. phil. 
Innsbruck 4. Jan. 1868, habilitiert Graz 13. Mai 1870, 1895/98. 
außerord. Prof. das. 18. Juli 1873, ord. Prof. 8. Aug. 1878, in 
Freiburg 13. Juli 1882 ; 25. Jan. 1884 großherzogl. badischer 

Hof rat, zum ord. Prof. der Philosophie in Kiel ernannt 
am 19. Aug. 1895; 26. Febr. 1898 (vom 1, April ab) 
nach Halle versetzt, 15. Juli 1905 nach Berlin; 12. ,März 
1906 Geh. Regierungsrat; 1913 L. L. I). von Princeton 
(New Jersey). 



120 

140. Harzer, Paul, geb. 1. Aug. 1857 in Großenhain (Sachsen) ; 
1896/ Dr. phil. Leipzig 12. Aug. 1878, habilitiert ebenda 6. Mai 

1882, Observator der Sternwarte 1882 — 84, dann an den 
Sternwarten in Stockholm (1885, Assistent), Pulkowa (1885 
bis 1887, Adjunkt- Astronom) und Gotha (1887 —97, Direktor) ; 
14. Dez. 1896 zum ord. Prof. der Astronomie und Direktor 
der Sternwarte in Kiel ernannt, 15. April 1908 Geh. Re- 
gierungsrat. 

1897/ 141. Volquardsen, Christian (A IV 100). 

142. Claisen, Ludwig, geb. 14. Jan. 1851 in Köln; Dr. phil. 
1897/ Bonn 6. Febr. 1875, habilitiert ebenda 30. April 1878, 

28. März 1887 Privatdozent in München, 1. Okt. 1890—97 
Prof. der organischen Chemie an der technischen Hoch- 
schule Aachen; 3. März 1897 (für 1. Okt.) zum ord. Prof. 
der Chemie in Kiel ernannt, 8. Dez. 1898 Geh. Regierungs- 
rat; 1. Febr. 1905 zum ord. Honorarprof. in Berlin er- 
nannt, siedelte 1907 wegen andauernder Krankheit nach 
Godesberg über. 

143. Lenard, Philipp, geb. 7. Juni 1862 in Preßburg; Dr. phil. 
1898/1907. Heidelberg 9. Juli 1886, habilitiert Bonn 25. Jan. 1893, 

außerord. Prof. 11. Okt. 1894 in Breslau, 1. Okt. 1895 in 
Aachen, 25. Okt. 1896 in Heidelberg; 23. März 1898 zum 
ord. Prof. der Physik in Kiel ernannt; Dr. med. h. c. 
der Universität Heidelberg 8. Aug. 1903, 15. Juni 1905 Geh. 
Regierungsrat, erhielt Dez. 1905 den Nobelpreis für Physik ; 

27. Mai 1907 (zum 1. Okt.) nach Heidelberg berufen mit 
dem Charakter als Geheimer Rat 2. Kl.; 11. Sept. 1911 
Dr. phil. h. c. der Universität Christiania. 

144. Martius, Goetz, geb. 7. März 1853 in Erxleben; Dr. phil. 
1898/ Bonn 15. Okt. 1877; 1877—82 Lehrer am Pädagogium in 

Godesberg bezw. Hauslehrer in Berlin; habilitiert Bonn 

28. April 1885, außerord. Prof. ebenda 11. Jan. 1893, 
13. April 1898 zum ord. Prof. der Philosophie in Kiel 
ernannt, 14. Dez. 1911 Geh. Regierungsrat. 

145. Rodenberg, Carl, geb. 15. Okt. 1854 in Bremen; Dr. phil. 
1899/ Güttingen 8. Dez. 1877; 1879—92 Mitarbeiter an den 

Monuraenta Geimaniae Historica; habilitiert Berlin 1. Aug. 
1885; 6 Aug. 1892 zum außerord. und 22. Juni 1899 zum 



121 



ord. Prof. der mittleren und neueren Geschichte 
in Kiel ernannt; 1896 — 1914 Lehrer an der Marine- 
Akademie; am 31. März 1914 Geh. Regierungsrat. 

146. Sarrazin, Gregor, geb. 13. Mai 1857 in Grätz (Posen); 

Dr. phil. Berlin 5. Mai 1879, habilitiert Marburg 21. Okt. 1899/1900. 
1882, in Kiel für engl. Literatur und Philologie 
30. April 1884, das. 23. April 1889 zum außerord. Prof. 
und 3. Okt. 1899 zum ord. Prof. ernannt, Wintersemester 
1898/99 auch Lehrer an der Marineakademie, 24. Jan. 
1900 (vom 1. April ab) nach Breslau versetzt. 

147. Stäckel, Paul, geb. 20. Aug. 1862 in Berlin ; Dr. phil. 
ebenda 12. Aug. 1885, habilitiert Halle 27. Febr. 1891, 1899/1905. 
10. Juli 1895 (zum 1. Oktober) zum außerord. Prof. in 
Königsberg ernannt; 4. Jan. 1897 (vom 1. April ab) nach 

Kiel berufen, 16. Okt. 1899 zum ord. Prof. der Mathe- 
matik ebenda ernannt; 9. Jan. 1905 (zum 1. April) zum 
etatsmäßigen Prof. an der Techn. Hochschule Hannover; 
26. März 1908 (zum 1. April) zum ord. Prof an der 
Techn. Hochschule Karlsruhe ernannt mit dem Titel Geh. 
Hofrat, 3. Jan. 1913 (zum 1. April) zum ord. Prof. an 
der Universität Heidelberg ernannt. 

148. Sudhaus, Siegfried, geb. 9. Juli 1863 in Treptow (Pommern) ; 

Dr. phil. Bonn 8. Juli 1892, habilitiert ebenda 4. März 1901/14. 
1899, Gymnasialoberlehrer Ostern 1892 bis Michaelis 1901 ; 
6. Aug. 1901 zum ord. Prof. der klassischen Philo- 
logie in Kiel ernannt, 18. Sept. 1913 Geh. Regierungs- 
rat; gefallen bei Bixschote (Flandern) 23. Okt. 1914. 

149. Wendland, Paul, geb. 17. Aug. 1864 in Hohenstein (Ostpr.); 

Dr. phil. Berlin 21. Juli 1886, Ostern 1891—1902 Ober- 1902/06. 
lehrer am KöUnischen Gymnasium in Berlin; 26. Febr. 
1902 zum ord. Prof. der klassischen Philologie in 
Kiel ernannt ; 28. April 1906 nach Breslau berufen ; Dr. 
theol. h. c. der Universität Gießen 2. Aug. 1907; 23. Febr. 
1909 nach Göttingen berufen; f 10. Sept. 1915. 

150. Hoithausen, Ferdinand, geb. 9. Sept. 1860 in Soest; Dr. 

phil. Leipzig 31. Mai 1884, habilitiert Heidelberg (für 1902/ 
german, Philologie und allgem. Sprachwissenschaft) 28. Juli 
1885, Göttingen 30. Mai 1888 (für englische Philologie), 
Gießen 20. Juli 1891 (desgl.); ebenda Herbst 1891 bis 



122 



Ostern 1893 Realgymnasiallehrer; außerord. Prof. 28. Juni 
1892; 10. Nov. 1893 bis I.Juli 1900 ord. Prof. in Goten- 
burg (Schweden); 19. März 1900 zum außerord. und 22. April 
1902 zum ord. Prof. der englischen Philologie in 
Kiel ernannt; Ostern 1900 bis Herbst 1910 Lehrer an der 
Marine-Akademie, 17. Dez. 1913 Geh. Regierungsrat. 

151. Matthaei, Adelbert, geb. 4. Juli 18r39 in Heide-Gersdorf 
1902/04. (Schlesien); Dr. phil. Halle 6. Jan. 1882; 1886—93 Gym- 
nasiallehrer in Gießen; habilitiert ebenda 4. Febr. 1893; 
21. Juni 1893 außerord. Prof. der Kunstgeschichte 
und zugleich akadem. Zeichenlehrer in Kiel, 11. Aug. 1902 
ord. Prof.; 19. Aug. 1904 zum etatsmäßigen Prof. für Bau- 
und Kunstgeschichte an der Techn. Hochschule Danzig er- 
nannt, 4. Okt. 1904 Geh. Regierungsrat. 

152. Noack, Ferdinand, geb. 31. Dez. 1865 in Holzhausen v. d. H. 
1904/08. (Oberhessen) ; Dr. phil. Gießen 22. Sept. 1890, habilitiert 

Darmstadt 26. Febr. 1896, außerord. Prof. Jena 14. Febr. 
1899; 14. März 1904 zum ord. Prof. der klassischen 
Archäologie und verwandten Grenzgebiete in Kiel er- 
nannt, 21. Juli 1908 (zum 1. Okt.) nach Tübingen berufen. 

153. Brauns, Reinhard, geb. 20. Aug. 1861 in Eiterfeld (Regbz. 
1904/07. Cassel); Dr. phil. Marburg 17. Febr. 1885; habilitiert 

ebenda 30. April 1887, Prof. (Tit.) 31. Dez. 1893; 21. 
Dez. 1893 ord. Prof. für Mineralogie und Geologie an 
der Techn. Hochschule Karlsruhe, 17. März 1895 au der 
Universität Gießen; 12. Mai 1904 zum ord. Prof. der 
Mineralogie und Geologie und Direktor des mineralog. 
Instituts und Museums in Kiel ernannt, 5. Jan. 1907 (zum 
1. April) nach Bonn berufen (für IMineralogie und Petro- 
graphie), 28. Juli 1909 Geh. Bergrat. 

154. Harries, Carl Dietrich, geb. 5. Aug. 1866 in Luckenwalde ; 
1904/ Dr. phil. Berlin 9. Aug. 1890; habilitiert ebenda 2. Febr. 

1897; Prof. (Tit.) und Abteilungsvorsteher am Ersten 
ehem. Institut in Berlin 1. April 1900, außerord. Prof. 
23. i\Iärz 1904 ; 1903 — 04 Generalsekretär der ehem. Aus- 
stellung auf der deutschen Unterrichts -Ausstellung für 
St. Louis 1904; 31. Juli 1904 zum ord. Prof. der Chemie 
in Kiel ernannt, 4. Sept. 1910 Geh. Regierungsrat; 1912 
Goldene Liebig-Denkmünze des Vereins Deutscher Chemiker. 



123 

155. Neumann, Carl, geb. 1. Juli 1860 in Mannheim; Dr. phil, 
Heidelberg 26. April 1882, habilitiert ebenda 25. Mai 1904/11. 
189-1 für Geschichte und Kunstgeschichte, außerord. Prof. 
ebenda 20. Juni 1897, Göttingen 1. April 1903 (nur für 
Kunstgeschichte); am 31. Okt. 1904 zum ord. Prof. der 
Kunstgeschichte in Kiel ernannt, 13. Jan. 1911 (zum 

1. April) nach Heidelberg berufen. 

156. Heffter, Lothar, geb. 11. Juni 1862 in Cöslin; Dr. phil. 

Berlin 10. Aug. 1886, habilitiert Gießen 17. Febr. 1888, 1905/11. 
außerord. Prof. ebenda 25. Juli 1891, Bonn 9. Okt. 1897, 

17. Okt. 1904 etatsmäßiger Prof. an der Techn. Hochschule 
Aachen; 5. Juli 1905 zum ord. Prof. der Mathematik 
in Kiel ernannt; 16. Dez. 1910 (vom 1. April 1911 ab) 
nach Freiburg i. B. berufen. 

157. Jacoby, Felix, geb. 19. März 1876 in Magdeburg; Dr. 

phil. Berlin 17. Dez. 1900, habilitiert Breslau 4. Nov. 1907/ 
1903; 3. Mai 1906 mit der Vertretung eines Ordinarius für 
klassische Philologie in Kiel beauftragt, 21. Sept. 
1906 zum außerord., 23. Jan. 1907 zum ord. Prof. ernannt. 

158. Wülfing, Ernst Anton, geb. 27. Nov. 1860 in Elberfeld; 

Dr. phil. Heidelberg 1. Aug. 1884, habilitiert Tübingen 1907/08. 
14. Mai 1891, außerord. Prof. ebenda 29. März 1897, 
ord. Prof. der Geologie und Mineralogie an der landwirt- 
schaftlichen Akademie in Hohenheim 29. Juli 1899, etats- 
mäßiger Prof. für dieselben Fächer an der Techn. Hoch- 
schule in Danzig 27. Juli 1904; 13. März 1907 ord. Prof. 
für Mineralogie und Petrographie nebst allgem. 
Geologie in Kiel; 1. Okt. 1908 nach Heidelberg berufen 
(für Mineralogie und Petrographie). 

159. Fester, Richard, geb. 20. Sept. 1860 in Frankfurt a. M.; 

Dr. phil. Straßburg 6. März 1886, habilitiert München 1907/08. 

18. Nov. 1893, außerord. Prof. Erlangen 1. Okt. 1896, 
ord. Prof. ebenda 10. Okt. 1899; 25. März 1907 zum ord. 
Prof. für mittlere und neuere Geschichte in Kiel 
ernannt; 19. Juli 1908 (zum 1. Okt.) nach Halle berufen. 

160. Bernhard, Ludwig, geb. 4. Juli 1875 in Berlin; Dr. oec. 

pol. München 12. März 1898, Dr. jur. Berlin 2. Juni 1902; 1907/O8. 
habilitiert Berlin 21. Jan. 1903; Prof. an der Akademie 



124 

in Posen 1. Okt. 1904; ord. Prof. der Staats Wissen- 
schaften in Greif swald 15. Okt. 1906, 4. April 1907 
nach Kiel, 1. Juni 1908 (zum 1. Okt.) nach Berlin versetzt. 

161. Dieterici, Conrad, geb. 26. Nov. 1858 in Berlin; Dr. phil. 
1907/ ebenda 20. März 1882, habilitiert ebenda 22. Dez. 1887 

für Physik; außerord. Prof. Breslau 17. Jan. 1890 (zum 
1. April), etatsmäßiger Prof. an der Techn. Hochschule 
Hannover 16. Juli 1894 (zum 1. Okt.), ord. Prof. in 
Rostock 1. April 1906; 8. Aug. 1907 (zum 1. Okt.) zum 
ord. Prof. für Physik in Kiel ernannt, 27. Okt. 1909 
Geh. Regierungsrat. 

162. Rinne, Fritz, geb. 16. März 1863 in Osterode a. H. ; 
1908/09. Dr. phil. Göttingen 15. Febr. 1883, habilitiert ebenda 

21. Nov. 1885, ord. Prof. an der Technischen Hochschule 
Hannover 1. Mai 1894, an der Universität Königsberg 
5. April 1908; 23. Juli 1908 nach Kiel berufen (für 
Mineralogie und Geologie), 29. Juli 1908 Geh. Re- 
gierungsrat; 29. Juli 1909 nach Leipzig berufen (für 
Mineralogie und Petrographie), 18. April 1911 Geh. Hofrat ; 
machte wissenschaftliche Untersuchungsreisen nach der 
Minahassa (Celebes) i. J. 1898/99, nach Luzon i. J. 1900, 
nach Kiautschou i. J. 1903. 

163. Harms, Bernhard, Prof. der Staatswissenschaften 
1908/13. (11 A 82). 

164. Lüders, Heinrich, geb. 25. Juni 1869 in Lübeck ; Dr. phil. 
1908/09. Göttingen 3. Jan. 1895, habilitiert das. 6. Aug. 1898, 

außerord. Prof. in Rostock 15. Mai 1903, ord. Prof. das. 
27. April 1905; 25. Sept. 1908 zum ord. Prof. für Sanskrit 
und vergleichende indogerman. Sprachwissen- 
schaft in Kiel ernannt; 4. März 1909 (vom 1. April ab) 
nach Berlin versetzt. 

165. Rachfahl, Felix, geb. 9. April 1867 in Schömberg (Schlesien) ; 
1908/14. Dr. phil. Breslau 8. Okt. 1890; 4. März 1893 habilitiert 

in Kiel fürmittlereundneuereGeschichte, 5. Sept. 
1898 (zum 1. Okt.) außerord. Prof. in Halle, 9. Febr. 1903 
(zum 1. April) ord. Prof. in Königsberg, 4. Sept. 1907 
(zum 1. Okt.) in Gießen, 21. Dez. 1908 (zum 1. April 1909) 
in Kiel; 17. Juli 1914 (zum 1. Okt.) nach Freiburg i. Br. 
berufen. 



125 

166. Sieg, Emil, geb. 12. Aug. 1866 in Breitenteich (Kr. Anger- 
niünde); Dr. phil. Berlin 31. Juli 1891, habilitiert das. 1909^ 

5. Aug. 1896; seit 1. Nov. 1903 zugleich wissenschaftl. 
Hilfsarbeiter an der Königl. Bibliothek in Berlin ; 26. April 
1909 (vom 1. April ab) ord. Prof. für Sanskrit und 
vergleichende indogerman. Sprachwissenschaft 
in Kiel. 

167. Sauer, Bruno, geb. 19. Jan. 1861 in Leipzig; Dr. phil. 
ebenda 22. Okt. 1887, habilitiert Gießen 4. Mai 1892 für 1909/ 
Archäologie und Kunstwissenschaft, außerord. Prof. das. 

6. Sept. 1897, ord. Prof. 15. Juni 1898 ; 3. Juli 1909 für 
Archäologie nach Kiel berufen. 

168. Voretzsch, Karl, geb. 17. April 1867 in Altenburg (Thü- 
ringen) ; Dr. phil. Halle 25. Nov. 1890, habilitiert das. 1909/13. 
26. Okt. 1891, außerord. Prof. der romanischen Pliilologie 

in Tübingen 24. Sept. 1892, ord. Prof. ebenda 19. Aug. 
1903 (vom 1. April ab); 28. Juli 1909 (zum 1. April 1910) 
zum ord. Prof. für romanische Philologie in Kiel 
ernannt ; 25. Jan. 1913 (zum 1. April) nach Halle berufen. 

169. Johnsen, Arrien, geb. 8. Dez. 1877 in Munkbrarup (Schles- 
wig); Dr. phil. Königsberg 7. Febr. 1901, habilitiert ebenda 1909/ 
3. Aug. 1904, 27. Juni 1908 in Göttingen; 16. Okt. 1909 

zum ord. Prof. für Mineralogie und allgemeine 
Geologie in Kiel ernannt. 

170. Landsberg, Georg, geb. 30. Jan. 1865 in Breslau; Dr. 

phil. ebenda 29. März 1890, habilitiert Heidelberg 29. April 1911/12. 
1893, außerord. Prof. ebenda 23. Febr. 1897, außerord. 
Prof. in Breslau 27. Okt. 1904; 24. Okt. 1906 nach Kiel 
versetzt, das. 30. Jan. 1911 zum ord. Prof. der Mathe- 
matik ernannt; f 14. Sept. 1912 in Charlottenburg. 

171. Schnitze -Jena, Leonhard, geb. 28. Mai 1872 in Jena; 

Dr. phil. ebenda 29. Febr. 1896; habilitiert ebenda 6. Mai 1911/13. 
1899, außerord. Prof. ebenda 8. Febr. 1908; 30. Mai 1911 
(zum 1. Okt.) zum ord. Prof. der Geographie in Kiel 
ernannt; Mitglied der Kommission zur wissenschaftl. Unter- 
suchung der deutschen Meere und der deutschen wissen- 
schaftl. Kommission für internationale Meeresforschung; 
auch Lehrer an der Marineakademie; 11. Jan. 1913 (zum 
1. April) nach Marburg versetzt. 



126 

172. Jacob, Georg, geb. 26. Mai 1862 in Königsberg; Dr. phil. 
1911/ Leipzig 5. Jan. 1887; 2. Jan. bis 30. Juni 1888 Wissenschaft!. 

Hilfsarbeiter, 1. Juli 1888 bis 31. Dez. 1890 Assistent an der 
Königl. Bibliothek zu Berlin; habilitiert Greifswald 12. Febr. 
1892, Halle 14. Nov. 1896; außerord. Prof. Erlangen 
20. Febr. 1901, ord. Prof. das. 17. Aug. 1910; 7. Aug. 
1911 zum ord. Prof. der islamischen und semitischen 
Philologie in Kiel ernannt. 

173. Strack, Max Leberecht, geb. 9. Sept. 1867 in Hamburg; 
1911/14. Dr. phil. Bonn 21. März 1892, habilitiert das. 25. April 

1896; Prof. (Tit.) 4. Sept. 1903; außerord. Prof. in Gießen 
16. April 1904, ord. Prof. das. 6. Febr. 1907; 17. Nov. 1911 
(zum 30. Okt.) nach Kiel für alte Geschichte berufen; 
Vertreter für das Wintersemester 1914/15 Privatdozent 
Dr. Prinz (IVD 180); gefallen 10. Nov. 1914 bei Merckem 
(Flandern). 

174. Vitzthum von Eckstädt, Graf, Georg, geb. 14. Mai 1880 
1912/ in Oberlößnitz bei Dresden; Dr. phil. Leipzig 30. Juli 

1903; 1. Okt. 1904 bis 1. Juli 1905 Volontär im Kaiser- 
Friedrich-Museum in Berlin; habilitiert Leipzig 6. Mai 
1907, außerord. Prof. das. 10. Juli 1910 (zum 1. Okt.); 
27. Dez. 1911 (zum 1. April 1912) ord. Prof. der neueren 
Kunstgeschichte in Kiel. 

175. Jung, Heinrich W. E., geb. 4. Mai 1876 in Essen; Dr. 
1913/ phil. Marburg 14. Aug. 1899; habilitiert ebenda 3. Mai 

1902; 1. Okt. 1908 bis I.April 1913 Oberlehrer an der 
Oberrealschule vor dem Holstentor in Hamburg; 4. März 
1913 (zum 1. April) als ord. Prof. der Mathematik nach 
Kiel berufen. 

176. Toennies, Ferdinand; ord. Prof. der Philosophie und 
1913. Staats Wissenschaften (II A 83). 

177. Mecking, Ludwig, geb. 3. Mai 1879 in Frankfurt a. M. ; 
1913/ 1904 — 09 Assistent am Bureau der deutschen Südpolar- 
expedition in Berlin; Dr. phil. Berlin 12. Jan. 1905; 
habilitiert Göttingen 1. Mai 1909, ord. Prof. der Geo- 
graphie in Kiel am 1. Mai 1913 (vom 1. April ab); seit 
1. April 1914 Mitglied der Kommission zur wissenschaftl. 
Untersuchung der deutschen Meere und seit 21. April 1914 



127 



Mitglied der Deutschen wissenschaftl. Kommission für die 
internationale Meeresforscliung ; 1913 — 14 auch Lehrer an 
der Marineakademie. ' 

178. Ebeling, Georg, geb. 19. Aug. 1867 in Berlin; Dr. phil. 
ebenda 27. Juli 1891, 1. Aug. 1903 ebenda habilitiert für 
romanische Philologie; Ende 1903 bis 9. Mai 1913 zugleich 
Dozent des Französischen an dem vom Ministerium ge- 
leiteten wissenschaftl. Kursus zur Ausbildung von Seminar- 
lehrern in Berlin ; als ord. Prof. der romanischen Philo- 
logie nach Kiel berufen 9. Mai 1913 (vom 1. April ab). 

179. Meyer, Arnold Oskar, geb. 20. Okt. 1877 in Breslau; 
Dr. phil. ebenda 7. Juli 1900; 1903-08 Hilfsarbeiter 
am Königl. Preuß. Histor. Institut in Rom, habilitiert am 
7. Mai 1908 bei der Universität Breslau, 1. April 1910 
mit Nebenamt des Universitätsarchivars übergesiedelt nach 
Rostock, 20. Mai 1910 Prof. (Tit.), außerord. Prof. ebenda 
4. April 1913; zum ord. Prof. für mittlere und neuere 
Geschichte in Kiel ernannt 11. Febr. 1915 (zum 1. April). 

180. Prinz, Hugo, geb. 8. Jan. 1883 in Stettin; Dr. phil. 
Freiburg 7. Dez. 1906, habilitiert Breslau 25. Okt. 1910 
für alte Geschichte, mit Vertretung des Prof. Strack 
(IV A 173) für das Wintersemester 1914/15 beauftragt 
26. Okt. 1914, zum ord. Prof. ernannt 17. April 1915. 

181. Jaeger, Werner, geb. 30. Juli 1888 in Lobberich (Rhein- 
provinz) ; Dr. phil. Berlin 5. Juli 1911, habilitiert ebenda 
14. Juni 1913; 5. April 1914 Prof. der griechischen Sprache 
und Literatur in Basel; zum ord. Prof. der klassischen 
Philologie in Kiel ernannt 24. April (zum 1. Okt.) 1915. 



1913/ 



1915/ 



1915/ 



1915/ 



IV. B. Ordentliche Honorarprofessoren. 

Haas, Hippolyt, geb. 5. Nov. 1855 in Stuttgart; Dr. phil. 
Heidelberg 1. März 1881; 1. Nov. 1881 bis 1. Okt. 1884 
Assistent am mineralog. Institut in Kiel, habilitiert für 
Paläontologie und Geologie ebenda 1. Jan. 1883; 
29. Dez. 1887 zum außerord. Prof. ernannt; 16. Mai 1904 
auf eigenen Antrag ausgeschieden ; 2. Sept. 1905 zum 
ord. Honorarprof . ernannt ; 14. Aug. 1909 Geh. Regierungs- 
rat; 20. Aug. 1909 auf seinen Antrag von der Stellung 



1905/13. 



128 



1909/13. 



1909/ 



als Vorsteher der Abteilung für Paläontologie des mineralog. 
Instituts und Museums der Universität und der Provinzial- 
sammlung dieses Instituts zum 1. Okt. 1909 entbunden; 
t in München 2. Sept. 1913. 

2. Tönnies, Ferdinand, Prof. der Staatswissenschaften 
(II A 83). 

3. Kobold, Hermann, geb. 5. Aug. 1858 in Hannover; Dr. 
phil. Göttingen 16. Juli 1880; Aug. 1880 bis April 1883 
Observator am Astrophysikalischen Observatorium in 
O'Gyalla (Ungarn), 1883 — 86 Beamter der deutschen 
Kommission für die Beobachtung des Venusdurchgangs, 
1886—1902 Observator der Sternwarte in Straßburg; 
habilitiert Straßburg 22. Febr. 1888, außerord. Prof. ebenda 
14. März 1900; zum außerord. Prof. für Astronomie 
in Kiel ernannt 21. Okt. 1902 (etatsmäßig 29. April 1908); 
1902—08 Observator der Sternwarte, seit 1. Aug. 1907 
mit Herausgabe der astronomischen Nachrichten betraut; 
zum ord. Honorarprof. ernannt 8. Okt. 1909. 



1666/68. 


2. 


1672/73. 


3. 


1682/89. 


4. 




5. 



1684/86. 



H. L. 7. 



1686/88. 



IV. C. Außerordentliche Professoren. 

Tribbechovius, Adam (IV A 8). 

Mauritius (Moritz), Nikolaus, geb. in Itzehoe (Bruder des 
Juristen Erich Mauritius, II A 1), 1666 außerord. Prof. der 
Moral, 1668 entlassen. 

Heldberg, Georg Ernst (IV A 9). 

Musäus, Simon Heinrich (IV A 14). 

Breithaupt, Joachim Justus, geb. 1658 in Nordheim i); 
18. Aug. 1684 außerord. Prof. der Homiletik in Kiel; 
1686 Hofprediger in Meiningen; 1687 Pastor in Erfurt, 
Dr. theol. von Kiel, Präsident des Konsistorial-Kollegiums ; 
1691 ord. Prof. und Prediger am Dom in Halle, 1709 dazu 
Abt des Klosters Bergen; f 16. März 1732. 

Wasmuth, Johann Georg, geb. 16. Nov. 1658 in Rostock 
(Sohn des Theologen Matthias Wasmuth, I A 5), hielt 
schon vor der Promotion trotz des Verbots der Fakultät 



^) Der Geburtstag ließ sich trotz Anfrage bei mehreren Kirchen dieses 
Namens nicht mehr ermitteln. W. 



129 

Privatvorlesungen über Philosophie und hebräische Sprache ; 
1680 Mag. in Kiel, Okt. 1686 außerord. Prof. der Homi- 
letik; t 26. April 1688. 

7. Moeller, Nikolaus (IV A 18). 1695/96. 

8. Kortholt, Sebastian (IV A 21). 1701/02. 

9. Gentzke, Friedrich (IV A 25). 1708/21. 

10. Königsmann, Andreas Ludwig, geb. 12. Febr. 1679 in 
Schleswig; 1706 Mag. zu Frankfurt a. 0.; 29. Nov. 1708 1709/13. 
außerord. Prof. der Philosophie in Kiel; 1713 Inspektor 

des Gymnasiums zu Osnabrück; 1716 Pastor in Dänischen- 
hagen, 1725 Pastor an der Garnisonkirche in Kopenhagen ; 
t 4. Juli 1729. 

11. D'Arbemon, Karl Heinrich (IV A 24). 1710/25. 

12. Oporin, Joachim; außerord. Prof. der Homiletik, auch 1733/35. 
in der theol. Fakultät (I C 7). 

13. Lackmann, Adam Heinrich (IV A 32). 1733/40. 

14. Zachariae, Justus Friedrich (IV A 33), später (1747) in 1735/42. 
der theologischen Fakultät (I A 15). 

15. Quistorp, Johann Jakob, geb. 19. März 1717 m Rostock; 

3. April 1742 Mag. und Privatdozent in Rostock; 15. Juni 1743/47. 
1743 außerord. Prof. der Philosophie in Kiel; 1747 Hof- 
prediger und Kirchenrat in Eutin, 1755 Pastor und ord. 
Prof. der Metaphysik in Rostock; 1759 Dr. theol. h. c. H. L. 7. 
Göttingen; 125. Dez. 1766 1). 

16. Schwaniz, Johann Michael (IV A 35). 1759/61. 

17. Christian!, Wilhelm Ernst (IV A 36). 1761/63. 

18. Rossal, Hermann Raimond'^j, preuß. Fiskal und Assessor 

bei dem franz. Gericht in Magdeburg; 17()1 außerord. Prof. 1761/67. 
der franz. Sprache; f 23. Juli 1767. 

19. Milow, Johannes Nikolaus, geh 31. Okt. 1738 in Hamburg; 

27. März 1764 Dr. phil. in Kiel, dann Gehilfe des Prof. 1765/69. 
Busch an der Handlungsakaderaie in Hamburg; 23. Juni 
1765 außerord. Prof. der oriental. Sprachen in Kiel ; 
29. März 1768 auf Ansuchen entlassen; 1769 Pastor in 
Lüneburg; 1772 Pastor in Wandsbek; f 10. Juüi 1795. 



ij 80 nach Auskunft des Rostocker Ratsarchivs, während Krey, An- 
denken an die Rostockischen Gelehrten VI (Rostock 1815) S. 13 den 26. Dez. 
angibt. W. 

-} Das Geburtsdatum Rossais ließ sich nicht mehr feststellen. W. 



130 



1767/69. 
1770/73. 

1773/74. 



1775/80. 



1777/79. 



20. Köhler, Johann Bernhard, geb. Lübeck 20. Febr. 1742; 
1766/69. Mag. in Göttingen; 23. August 1765 außerord. Prof. der 

Philosophie und Geschichte in Kiel, 1. Sept. 1769 
auf Ansuchen entlassen; 1770 — 1774 außerord. Prof. in 
Göttingen, von wo er krankheitshalber fortgingt). 

21. Heesling, Daniel, 1767 außerord. Prof. der franz. und 
Italien. Sprache in Kiel; ging 1769 nach Rußland 2). 

22. Hirschfeld, Christian Kai Lorenz (IV A 40). 

23. Balemann, Adolf Friedrich, geb. 5. Mai 1743 in Eutin; 
1773 Hof- und Schloßprediger, dazu 1. Juli 1773 außerord. 
Prof. der Philosophie in Kiel, 19. März 1774 Mag., er- 
hielt Aug. 1773 Erlaubnis, auch theolog. Vorlesungen zu 
halten; 1774 Pastor in Reinfeld; f 19. April 1826. 

24. Gramer, Karl Friedrich (IV A 44). 

25. Moldenhawer, Daniel Gotthilf, geb. 11. Dez. 1753 in 
Königsberg; 6. Aug. 1777 Prof. der Philosophie, auch 
in der theol. Fakultät (IA23); f 21. Nov. 1821. 

26. Fumars, Etienne, 2. Sept. 1778 außerord. Prof. der franz. 
belies lettres, kündigte auch Vorträge über Politik an. 
Hegewisch, Dietrich Hermann (IVA 45). 
Heinze, Valentin August (IV A 46). 
Wiggers, Johann Georg, geb. 14. Sept. 1748 inBredstedt; 

1783/87. cand. jur., 6. Nov. 1782 außerord. Prof. der Philosophie, 

besonders der Rhetorik (hielt auch philolog. Vorlesungen) ; 

1787 Agent der Hansestädte Lübeck, Hamburg und Bremen 
in St. Petersburg; f 13. Juni 1820. 
Niemann, August Christian Heinrich (IV A 48). 
Valentiner, Friedrich (IVA 49). 
Nasser, Johann Adolf, geb. 21. Febr. 1753 in Kiel; 6. Febr. 

1788 Dr. phil. und Mag., Privatdozent das., 14. Aug. 1789 
außerord. Prof. für klassische und deutsche Literatur, 
Archäologie und Kunst (besaß wertvolle Kunstsamm- 
lungen); t 10. Dez. 1828. 

33. Kordes, Berend, geb. 27. Okt. 1762 in Lübeck; 1786 Dr. 

1792/1823. phil., 1787 Privatdozent in Jena, 1789 in Kiel, dazu 1791 

Adjunkt der philos. Fakultät, 13. April 1792 außerord. 

1) Das Todesdatum Köhlers ließ sich nicht mehr ermitteln. W. 

2) Geburts- und Todesdatum Heeslings konnte ich nicht mehr feststellen. 

W. 



1778/83. 




1780/82. 


27. 


1782/88. 


28. 




29. 



1787/94. 


30. 


1787/97. 


31. 




32. 


1789/1828. 





131 

Prof. der klassischen Philologie, dazu 1793 Unter- 
bibliothekar, 1797 Bibliothekar; f 3. Febr. 1823. 

34. Schrader, Johann Gottlieb Friedrich, geb. 17. Sept. 1763 

in Salzdahlum bei Wolfenbüttel (Bruder des Juristen Lud- 1792/98. 
wig Albrecht Gottfried Schrader, TI A 33); 15. Sept. 1790 1) 
Dr. phil., im gleiclien Jahre Privatdozent, 1791 Adjunkt der 
philos. Fakultät, 13. April 1792 außerord. Prof. für Mathe- 
matik und Physik in Kiel; 29. März 1798 membre hono- 
raire und Aufseher des physikalischen Apparates der Kaiserl. 
Akademie in St. Petersburg, 1806—17 Gehilfe des Professors W. U. 
der Physik am pädagog. Institut das. ; f 1832 oder 1833"^). 

35. Moldenhawer, Johann Jakob Paul, geb. 11. Febr. 1766 in 
Hamburg (_nach Kordes Bruder des Theologen Daniel Gott- 1792/1827. 
hilf Moldenhawer, I A 23) ; Kandidat der Theologie in 
Kopenhagen, 13. April 1792 außerord. Prof. der Botanik 

und Obstbaum zu cht, Vorsteher der Obstbaumschule in 
Düsternbrook, 1813 Justizrat; f 21. Aug. 1827. 

36. Baden, Torchel, geb. 27. Juli 1765 in Friedrichsburg auf 
Seeland ; Dr. phil., 1793 außerord. Prof. der Philologie in 1794/1804. 
Kopenhagen; 1794 außerord. Prof. der Philologie und 
Beredsamkeit in Kiel, dazu 1795 (8. Mai) bis 97 zweiter 

Kustos an der (Jniversitäts-Bibliothek ; 1804 Schloßverwalter 
auf Charlottenburg, Sekretär der Kunstakademie und bis 
1824 der Gesellschaft zur Beförderung der schönen Wissen- 
schaften in Kopenhagen ; f 9. Febr. 1849. 

37. Thiess, Johann Otto, geb. 15. Aug. 1762 in Hamburg; 
außerord. Prof. der Philosophie, auch Dozent in der 1795/1800. 
theol. Fakultät (I D 3); f 7. Jan. 1810. 

38. Reimer, Nikolaus Theodor (IV A 52). 1801/10. 

39. Schultz, Johann Matthias, geb. 25. März 1771 in Schottburg, 

Kreis Hadersleben; 1792 Konrektorin Schleswig; Ostern 1802 1801/46. 
Adjunkt der philos. Fakultät und im Nov. 1802 außerord. 
Prof. der Philologie in Kiel, 1836 Dr. phil. h. c. von Kopen- 
hagen, Ostern 1846 pensioniert; f 10. Dez. 1849 in Quickborn. 

40. Weber, Friedrich; Prof. der Botanik, später in der 
mediz. Fakultät (III A 20). 1805/11. 



1) Vgl. unten IV D 18 am Rande. W. 

2) Genauer konnte mir die Akademie das Todesdatum nicht angeben. 

W. 
9* 



132 



1807/08. 



1811/14. 



H. L 16. 



1813/29. 



B. A. 
H. L. 7. 



1823/30. 



1826/73. 



41. Mohr, Daniel Matthias Heinrich, geb. 8. April 1780 in 
Quickborn; 1803 (12. Nov.) Dr. phil. und Adjunkt der 
philos. Fakultät; 20. März 1807 außerord. Prof. der Zo- 
ologie und Botanik in Kiel; | 26. Aug. 1808. 

42. Baggesen, Jens Immanuel, geb. 15. Febr. 1764 in Korsör; 
erhielt 1790 den Professortitel in Kopenhagen und war u. a. 
Mitglied der Direktion des königl. Theaters, 21. Aug. 1811 
Dr. phil. in Kiel, 1811 (19. Jan.) bis 14 (Juni) außerord. 
Prof. der dänischen Sprache und Literatur das., 
hielt keine Vorlesungen; lebte später ohne Amt vielfach 
auf Reisen ; dänischer und deutscher Schriftsteller ; f 3. Okt. 
1826 in Hamburg, begraben in Kiel. 

43. Dahlmann, Friedrich Christoph, geb. 13. Mai 1785 in 
Wismar; Dr. phil. Wittenberg 30. ^.pril 1810; 1811 Privat- 
dozent in Kopenhagen, 1812 Adjunkt der philos. Fakultät, 
„um Vorlesungen über Geschichte zu halten", und 2. Juli 1813 
außerord. Prof. der Geschichte in Kiel, dazu seit 1815 
Sekretär der schlesw.-holstein. Prälaten und Ritterschaft, 
hochverdient um die Verteidigung der Landesrechte Schleswig- 
Holsteins; 11. Aug. 1829 ord. Prof. der Geschichte in 
Göttingen, 14. Dez. 1837 mit 6 Kollegen entlassen, 1838 
Privatdozent in Jena, 28. Jan. ^) 1840 Dr. jur. h. c. von 
Kiel, 2. Nov. 1842 ord. Prof. der Staatswissenschaften in 
Bonn, 1848 Abgeordneter Schlesw. -Holsteins zur deutschen 
Reichsversammlung; f 5. Dez. 1860. 

Anton Springer, Friedrich Christoph Dahlmann, 1870. 
Georg Waitz, Friedrich Christoph Dahlmann, Gedächtnisrede am 
13. Mai 1885 in der Aula der Universität Kiel. 

44. Olshausen, Justus (IV A 56). 

45. Nolte, Ernst Ferdinand, geb. 24. Dez. 1791 in Hamburg; 
Dr. med. Göttingen 16. Sept. 1817, bereiste 4 Jahre lang 
die Herzogtümer behufs Erforschung der schlesw.-holst. 
Flora; 3. Juni 1826 außerord. Prof. der Botanik und 
Direktor des botanischen Gartens in Kiel, 16. Sept. 1867 
Dr. phil. h. c, 1873 emeritiert; f 13. Febr. 1875. 

Nekrolog in Chronik der Universität 1875. 



1) Diesen bei Volbehr nicht angegebenen Monat und Tag der Dahl- 
mannsehen Ehrenpromotion habe ich aus Alberti (IS. 146) entnommen; 
indessen scheint diese Promotion zvi^eifelhaft zu sein, da von ihr weder in 
den Akten der hiesigen juristischen Fakultät etwas enthalten ist, noch in 
den im Staatsarchiv zu Schleswig befiodlichen Promotionsakten. 



133 

46. Michelsen, Andreas Ludwig Jakob (IV A 61). 1829/37. 

47. Forchhammer, Peter Wilhelm (IV A 66). 1836/43. 

48. Möllenhoff, Karl Viktor (IV A 73j. 1846/54. 

49. Thaulow, Gustav Ferdinand (IV A 74). 1846/54. 

50. Stein, Lorenz Jakob, Prof. der Staatswissenschaften, 
vorher Privatdozent in der juristischen Fakultät (II D 26). 1846/52. 

51. Karsten, Gustav (IV A 69). 1847/51. 

52. Nitzsch, Karl Wilhelm (IV A 75). 1848/58. 

53. Harms, Friedrich (IV A 76). * 1848/58. 

54. V. Lillencron, Rochus, Freiherr, geb. 8. Dez. 1820 in 

Plön; Dr. phil. Kiel 27. Juni 1846; 1847—48 Privat- 1850/52. 
dozent für germanist. Philologie in Bonn, 1848 Sekretär 
im schlesw.-holst. Departement des Auswärtigen, 1848 — 50 
offiziöser Bevollmächtigter in Berlin; 29. Mai 1850 außerord. 
Prof. für nordische Sprachen und Literatur in Kiel, 
jedoch 1852 von der dänischen Regierung nicht anerkannt; 
18. Okt. 1852 außerord. Prof. für deutsche Sprache in Jena; 
1 855 Kammerherr und Kabinettsrat des Herzogs von Mei- 
ningen, auch Intendant der herzogl. Kapelle und später 
Leiter der herzogl. Bibliothek; 1869 Mitglied der bayrischen 
Akademie der Wissenschaften, Herausgeber der „Allgemeinen 
deutschen Biographie" in München; 1876 — 1908 Kloster- 
propst des adel. St. Johannisklosters vor Schleswig; 8. Dez. 
1890 Dr. theol. h. c. der Universität Kiel ; 1908 übergesiedelt 
nach Berlin, 1911 nach Coblenz; f ebenda 5. März 1912. 

55. Molbech, Christian Knud Frederik (IV A 77). 1853/58. 

56. Weyer, Georg Daniel Eduard (IV A 79). 1853/59. 

57. Dillmann, Christian Friedrich August (IV A 78). 1854/59. 

58. V. Gutschmid, Alfred, Freiherr (IV A 84). 1863/66. 

59. Nöldeke, Theodor (IV A 87). 1864 68. 

60. Rohde, Erwin, geb. 9. Okt. 1845 in Hamburg; 9. März 1869 

Dr, phil. in Kiel, Herbst 1870 Privatdozent und 20. April 1872/76. 
1872 außerord. Prof. der klassischen Philologie das.; 
14. Febr. 1876 ord. Prof. in Jena, 12. Juli 1878 in 
Tübingen, 1. April 1886 in Leipzig, 1. Okt. 1886 in 



134 



1874/77. 


61 


1875/77. 


62 


1876/79. 


63 


1876/81. 


64, 


1878/79. 


65, 


1879/81. 


66. 




67. 



1880/89. 



Heidelberg unter Ernennung zum Geheimen Hofrat, 24. April 
1894 Geheimer Rat II. Kl. ; f 11. Jan. 1898 in Heidelberg. 

61. Pochhammer, Leo August (IV A 105). 

62. Pischel, Richard (IV A 104). 

Stimming, Albert Karl Ferdinand (IV A 107). 

Blass, Friedrich Wilhelm (IV A 113). 

Erdmann, Benno (IV A 109). 

Busolt, Georg (IV A 114). 

Hasse, Paul Ewald, geb. 7. Juni 1845 in Lübeck; Dr. pliil. 
Göttingen 25. Juni 1872; 9. März 1876 Privatdozent in 
Kiel; auch Sekretär der Gesellschaft für schlesw. -holst. - 
lauenburg. Geschichte; 17. Jan. 1880 außerord. Prof. der 
mittleren und neueren Geschichte; 13. April 1889 
Senatssekretär in Lübeck, das. 30. Jan. 1892 Staats- 
archivar; t das. 30. April 1907. 

Leo, Friedrich, geb. 10. Juli 1851 in Regenwalde (Pommern); 
30. Juli 1873 Dr. phil. und 23. Juli 1877 Privatdozent in 
Bonn; 14. April 1881 außerord. Prof. der klassischen 
Philologie in Kiel; 17. Okt. 1883 ord. Prof. und Direktor 
des philolog. Seminars in Rostock, 14. Jan. 1888 nach 
Straßburg, 23. Sept. 1889 nach Göttingen berufen, 16. Okt. 
1901 Geh. Regierungsrat; f in der Nacht vom 14. zum 
15. Jan. 1914. 

1881/82. 69. Bücklng, Hugo (IV A 115). 



1881/83. 



1882/88. 



H. L. 32. 



1883/84. 



68 



70. Peters, Karl Friedrich Wilhelm (Sohn des Astronomen 
Christian August Friedrich Peters, IV A 99), geb. 16. April 
1844 in Pulkowa bei St. Petersburg; 1867 Adjunkt an der 
Sternwarte in Hamburg, 23. Mai 1867 Dr. phil. in Göt- 
tingen, 1868 Assistent und 1872 Observator an der Stern- 
warte in Altona, 1873 — 83 Observator an der Sternwarte 
in Kiel; 1876 Privatdozent, 8. Juli 1882 außerord. Prof. 
der Astronomie das.; dazu Okt. 1883 Vorsteher des 
Chronometer-Observatoriums der Kaiserl. Marine in Kiel, 
1876 — 88 auch Lehrer an der Marine-Akademie; 16. Jan. 
1888 ord. Prof. in Königsberg; f das. 2. Dez. 1894. 

71. Krümmel, Otto (IV A 119j. 



135 



1884/90. 



1885/89. 



72. Lüttjohann, Christian, geb. 4. Aug. 1846 in Fegetasche bei 

Plön; 29. Juli 1868 Dr. phil. in Kiel, 1870 Gymnasiallehrer 1884. 
das., 1872 — 76 in Flensburg, 1876 in Greifswald, zugleich 
(25. Okt.) Privatdozent; 1880 Oberlehrer in Kiel; 19. Febr. 
1884 zum außerord. Prof. der klassischen Philologie 
ernannt; f vor dem Antritt des Amts 8. April 1884. 
R. Fürster, Nekrolog in Chronik der Universität 1885. 

73. Bruns, Ivo (IV A 130). 

74. Planck, Max, geb. 23. April 1858 in Kiel (Sohn des Ju- 
risten Johann Julius Wilhelm v. Planck, II A 50) ; Dr. phil. 
München 28. Juni 1879; 14. Juni 1880 Privatdozent der 
theoret. Physik das.; 2. Mai 1885 außerord. Prof. der 
theo r et. Physik in Kiel; 9. Jan. 1889 (zum 1. Febr.) 
nach Berlin versetzt, 23. Mai 1892 ord. Prof., 3. Febr. 
1908 Geh. Regierungsrat. 

75. Haas, Hippolyt (IV B 1). 1878/1904. 

76. Sarrazin, Gregor (IV A 146). 1889/99. 

77. Weber, Leonhard (IV A 136). 1889/94. 

78. RügheJmer, Leopold, geb. 4. Mai 1850 in Walldorf bei 
Meiningen; Dr. phil. Tübingen 11. Aug. 1873; 1875 Assistent 1889/ 
am Universitätslaboratorium in Leyden, Ostern 1877 Assistent 

am chemischen Laboratorium in Kiel; habilitiert das. für 
Chemie 20. Juni 1881; außerord. Prof. 9. Okt. 1889 (etats- 
mäßig seit 1. April 1893); 30. Dez. 1907 Geh. Regierungsrat. 

79. Schumm, Wilhelm (IV A 131). 1889/90. 

80. Lamp, Ernst, geb. 4. April 1850 in Kopperpahl bei Kiel ; 

Dr. phil. Göttingen 4. Aug. 1874, Assistent am geodätischen 1889/1901. 
Institut Berlin am 5. Aug. 1874; 1. Okt. 1877 zweiter 
und 1. Okt. 1883 erster Observator an der Sternwarte 
Kiel ; habilitiert ebenda für Astronomie und Geodäsie 
21. Juni 1881; 31. Dez. 1889 zum außerord. Prof. er- 
nannt; seit 15. Nov. 1897 beurlaubt zum geodätischen 
Institut bei Potsdam bis zum Ablaufe der ihm dort über- 
tragenen Arbeiten; f 10. Mai 1901 in Afrika. 

81. Roßbach, Otto, geb. 13. Juli 1858 in Breslau; Dr. phil. 
Rostock 31. März 1882; 1883 kommissarisch beschäftigt 1890/95. 
am Kgl. Museum in Berlin, 1884—85 Stipendiat des Kaiserl. 



136 



deutschen archäolog. Instituts in Rom; habilitiert Breslau 
1. Juli 1887; 15. April 1890 zum außerord. Prof. der 
klassischen Philologie in Kiel ernannt, 28. April 
1895 zum ord. Prof. der Archäologie und klassischen 
Philologie in Königsberg; Geh. Regierungsrat 11. März 
1912. 

82. Kreutz, Heinrich, geb. 28. Sept. 1854 in Siegen; Dr. phil. 
1891/1907. Bonn 9. Juli 1880; 1880—81 Assistent der Sternwarte in 

Bonn, 1881—82 Volontär auf der Sternwarte in Wien, 
1882 — 83 Astronom am Rechneninstitut der Sternwarte 
in Berlin, Nov. 1883 zweiter Observator an der Sternwarte 
in Kiel; habilitiert Kiel 27. Juni 1888; seit 15. Mai 1889 
Observator an der Sternwarte, Herausgeber der astrono- 
mischen Nachrichten; 23. Dez. 1891 zum außerord. Prof. 
der Astronomie ernannt; f 13. Juli 1907. 

83. Rodewald, Hermann, geb. 2. Aug. 1856 in Eilte (Hannover); 
1891/ Dr. pLil. Göttingen 23. Febr. 1879; 1. März 1879 bis 

1. März 1881 Assistent am pflanzenphysiolog. Institut in 
Göttingen, dann am landwirtschaftl. Institut in Kiel und 
Vorstand der Samen - Kontrollstation ebenda; habilitiert 
ebenda 8. Nov. 1883 für Pflanzenphysiologie und 
allgemeine Theorie der Pflanzenkultur; 24. Dez. 
1891 außerord. Prof. (etatsmäßig seit 21. April 1892). 

1892/99. 84. Rodenberg, Carl (IV A 145). 

1893/1902. 85. Matthäl, Adelbert (IV A 151). 

1897/99. 86. Stäckel, Paul (IV A 147). 

87. Adickes, Erich, geb. 29. Juni 1866 in Lesum (Hannover); 
1898/1902. Dr. phil. Berlin 14. Mai 1887; habilitiert Kiel 26. Okt. 

1895; 9. Mai 1898 zum außerord. Prof. der Philosophie 
und Pädagogik in Kiel ernannt; 2. Juli 1902 als ord. 
Prof. nach Münster, 21. März 1904 (zum 1. Okt.) nach 
Tübingen berufen. 

88. Biltz, Heinrich, geb. 26. Mai 1865 in Berlin; Dr. phil. 
1899/1911. Göttingen 9. Nov. 1888; habilitiert Greifswald 8. Juli 

1891, Kiel 6. Nov. 1897; Abteilungs vorsteh er im chemi- 
schen Laboratorium in Kiel 8. Okt. 1897; außerord. Prof. 
der Chemie in Kiel 23. Sept. 1899; 7. Aug. 1911 zum 
ord. Prof. in Breslau ernannt. 



137 

89. Schumacher, Hermann, geb. 6. März 1868 in Bremen; 

Dr. jur. Jena 31. Juli 1891; 11. Okt. 1899 zum außer- 1899. 
ord. Prof. der Nationalökonomie in Kiel ernannt, 
aber alsbald für Arbeiten im Ministerium beurlaubt; 1901 
Studiendirektor an der Handelshochschule in Köln ; 7. Jan. 
1901 (zum 1. April) nach Bonn versetzt, das. 15. Juni 
1904 ord. Prof., 1907 Ehrendoktor der Columbia - Uni- 
versität in New York. 

90. Holthausen, Ferdinand (IV A 150). 1900/02. 

91. Adler, Georg, geb. 28. Mai 1863 in Posen; Dr. phil. Frei- 
burg 27. Juli 1883, habilitiert ebenda 16. April 1886, 1900/08. 
außerord. Prof. Basel 28. Mai 1890, dann Dozent für 
wirtschaftliche Verhältnisse in den Kolonien am oriental. 
Seminar in Berlin ; 18. Okt. 1900 zum außerord. Prof. der 
Staatswissenschaften in Kiel ernannt; seit 1901 auch 
Lehrer an der Marineakademie; f 11. Juni 1908 in Berlin. 

92. Berger, Arnold E., geb. 2. Juni 1862 in Ratibor; Dr. phil. 
Leipzig 12. März 1886; habilitiert Bonn 29. April 1890; 1901/02. 
1. April 1897 nach Berlin in die Redaktion der Luther- 
ausgabe berufen und daselbst zum Prof. ernannt; 22. April 

1901 außerord. Prof. der neueren deutschen Sprache 
und Literatur in Kiel; 4. Sept. 1902 nach Halle ver- 
setzt, 22. Juli 1905 (zum 1. Okt.) ord. Prof. für Literatur- 
geschichte und Geschichte, besonders Kulturgeschichte, an 
der Technischen Hochschule in Darmstadt. 

93. Kobold, Hermann (IV B 3). 1902/09. 

94. Berend, Ludwig, geb. 21. Aug. 1847 in Koblenz; 1865—70 
Landwirt; Dr. phil. Heidelberg 26. Juli 1875; habilitiert 1903/ 
Kiel 28. Juli 1885; 19. Febr. 1895 Prof. (Tit.); 19. Dez. 

1903 außerord. Prof. der Chemie. 

95. Wolff, Eugen, geb. 28. Sept. 1863 in Frankfurt a. 0.; 

Dr. phil. Jena 21. Okt. 1886; habilitiert Kiel 30. Okt. 1904/ 
1888, Prof. (Tit.) 20. Juni 1896; außerord. Prof. der 
neueren deutschen Sprache und Literatur 
30. März 1904; Direktor des Literaturwissenschaft!. Semi- 
nars 7. Okt. 1913. 



138 



96. Schneidemühi, Georg, geh. 15. Dez. 1853 in Elbing; Dr. 
1906/ phil. Erlangen 24. Juli 1883; liabilitiert Kiel 9. Mai 1890, 

Prof. (Tit.) . 20. Sept. 1896 ; zum außerord. Prof. mit Lehr- 
auftrag für vergleichende Pathologie 21. April 

1906 ernannt; 23. Sept. 1907 für das Sommersemester 1907 
und 17. Okt. 1908 bis auf weiteres wegen Krankheit beur- 
laubt, las wieder im Sommersemester 1912 und Winter- 
semester 1912/13, wurde von Sommersemester 1913 ab 
von neuem bis Wintersemester 1916/17 wegen Erkrankung 
beurlaubt; lebt in Potsdam. 

1906/07. 97. Jacoby, Felix (IV A 157). 

1906/11. 9^- Landsberg, Georg (IV A 170). 

99. Benecke, Wilhelm, geb. 23. Sept. 1868 in Heidelberg ; Dr. 

1907/09. pliil- J^^SL 16. Nov. 1892, habilitiert Straßburg 15. Juli 

1896, Kiel 27. Febr. 1899, Prof. (Tit.) 27. Dez. 1900; 

31. Jan. 1907 zum außerord. Prof. der Botanik ernannt; 

16. März 1909 (zum 1. April) nach Bonn, 11. Okt. 1911 
nach Berlin versetzt; 1. April 1914 etatsmäßiger Prof. 
an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Berlin ; 16. Okt. 
1915 ord. Prof. in Münster. 

100. Daenell, Ernst, geb. 28. Aug. 1872 in Stettin; Dr. pliiL 

1907/14. Leipzig 9. März 1894, habilitiert ebenda 25. Juni 1897, 

Kiel 28. April 1899; 27. April 1904 Prof. (Tit.); 21. Mai 

1907 zum außerord. Prof. der mittleren und neueren 
Geschichte mit bes. Lehrauftrag für histor. Hilfswissen- 
schaften und schleswig-holsteinische Landesgeschichte er- 
nannt ; für Wintersemester 1908/09 beurlaubt als Austausch- 
professor an die Universität Chicago, ebenfalls beurlaubt 
für Wintersemester 1910/11 als Kaiser- Wilhelm-Professor 
an die Columbia -Universität New York, Dr. of Letters 
h. c. derselben Universität 9. Jan. 1911 und Dr. of Laws 
h. c. der Staatsuniversität von Wisconsin 31. März 1911; 

17. Dez. 1913 (zum 1. April 1914) zum ord. Prof. für 
mittlere und neue Geschichte an der Universität Münster 
i. W. ernannt. 

1908/09. 101. Tönnies, Ferdinand (II A 83, IV A 176). 



139 

102. Bickel, Ernst, geb. 26. Nov. 1876 in Wiesbaden; April 

1900 bis Okt. 1903 Mitarbeiter am Thesaurus linguae 1909/ 
latinae in München; Dr. phil. Bonn 11. Mai 1900; habili- 
tiert ebenda 3. Mai 1906; außerord. Prof. der klassischen 
Philologie Greifswald 23. Okt. 1906; 3. Febr. 1909 (zum 
1. April) nach Kiel versetzt. 

103. Küster, Ernst, geb. 28. Juni 1874 in Breslau; Dr. phil. 
München 21. Juli 1896; habilitiert Halle 30. April 1900, I9ü9/il. 
Prof. (Tit.) 22. Juni 1908; Abteilungsvorsteher am bo- 
tanischen Institut in Kiel am 1. April 1909; habilitiert 
ebenda 3. Mai 1909; zum außerord. Prof. der Botanik 
ernannt 31. Juli 1909; 20. Okt. 1911 nach Bonn versetzt. 

104. Gebauer, Max, geb. 22. Dez. 1869 in Neiße; Dr. phil. 
Breslau 21. Juli 1893, habilitiert ebenda 25. Okt. 1902, 1910. 
19. Sept. 1903 Dozent und 23. Juli 1904 Prof. an der 
Königl. Akademie Posen, 30. April 1907 (zum 1. Mai) außer- 
ord. Prof. in Greifswald; 8. Jan. 1910 vertretungsweise 

mit der Abhaltung von Vorlesungen und Übungen über 
Nationalökonomie für den beurlaubten Prof. Harms 
(II A 82) im Sommersemester 1910 beauftragt; 3. Juni 1914 
als ord. Prof. nach Greifswald berufen; 29. April 1915 in 
Nordpolen bei Lomsza gefallen. 

105. Wüst, Ewald, geb. 29. Sept. 1875 in Halle; 1. April 1899 bis 

1. Okt. 1906 Assistent am mineralogischen Institut ebenda; 1910/ 
Dr. phil. ebenda 12. Dez. 1900, habilitiert ebenda 28. Okt. 
1903; 26. Mai 1910 außerord. Prof. der Geologie und 
Paläontologie in Kiel und Abteilungsvorsteher am 
mineralogischen Institut und Museum. 

106. Dehn, Max, geb. 13. Nov. 1878 in Hamburg; Dr. phil. 
Göttingen 21. März 1900, Herbst 1900 bis Herbst 1901 1911/13. 
Assistent für höhere Mathematik und darstellende Geometrie 

an der Technischen Hochschule Karlsruhe, habilitiert Münster 
4. Dez. 1901; 20. April 1905 vertretungsweise für ein 
Seraester mit der Haltung von Vorlesungen und Übungen 
an der Universität Kiel beauftragt; Prof. (Tit.) 16. Sept. 
1905; 8. April 1911 zum außerord. Prof. der Mathematik 
in Kiel ernannt; 5. Juli 1913 zum etatsmäßigen Prof. an 
der Technischen Hochschule in Breslau ernannt. 



140 



107. Schröder, Heinrich, geb. 13. Nov. 1873 in London; Dr. 
1912/ phil. Bonn 8. Febr. 1904; Assistent am botanischen In- 
stitut ebenda 1. Mai 1906 bis 30. Sept. 1911; habilitiert 
Bonn 13. Febr. 1907, an der Landwirtschaftlichen Aka- 
demie Poppeisdorf 15. April 1907, in Kiel 15. Nov. 1911; 
Abteilungsvorsteher am botanischen Institut seit 1. Okt. 
1911; zum außerord. Prof. der Botanik 4. Sept. 1912 
ernannt. 

108. Hermann, Eduard, geb. 19. Dez. 1869 in Coburg; Dr. 
1912/14. phil. Jena 29. Juni 1893; im Lehramt tätig am Gym- 
nasium in Koburg 1894 — 1903, an der Hansaschule in 
Bergedorf 1. April 1903 bis 1. April 1913; zum außerord. 
Prof. der vergleichenden indogerman. Sprachwissen- 
schaft in Kiel 30. Sept. 1912 (zum 1. April 1913) er- 
nannt; 14. Aug. 1914 zum ord. Prof. an der Universität 
Frankfurt a. M. ernannt. 

109. Toeplitz, Otto, geb. 1. Aug. 1881 in Breslau; Dr. phil. 
1913/ ebenda 21. Juli 1905; habilitiert Göttingen 20. Juli 1907; 

zum außerord. Prof. der Mathematik in Kiel ernannt 
25. Okt. 1913 (vom 1. Okt. ab). 

110. Feist, Franz, geb. 24. Juni 1864 in Frankfurt a. M; Dr. 
1913/ phil. nat. Straßburg 18. Juni 1886, habilitiert am Eid- 
genössischen Polytechnikum Zürich 11. März 1890, zugleich 
an der dortigen Universität 28. Febr. 1894, 1892/93 Assi- 
stent und 1894 Abteilungsvorsteher i. V. am chemischen 
Institut des Polytechnikums Zürich; 23. April 1896 bis 
21. Mai 1900 nebenamtlich Lehrer der Chemie an der 
Tierarzeneischule in Zürich; habilitiert in Kiel für Chemie 
15. Jan. 1901, Prof. (Tit.) 10. Mai 1902; Abteilungsvorsteher 
am chemischen Institut 12. Juli 1913 (vom 1. April ab); 
13. Dez. 1913 zum außerord. Prof. ernannt. 

111. Reibiscli, Johannes, geb. 15. Aug. 1868 in Dresden; Dr. 
1914/ phil. Leipzig 10. Okt. 1894 ; Wintersemester 1895/96 an der 

Zoologischen Station Neapel; Assistent am zoolog. Institut 
in Greifswald von April 1896 bis Juli 1898; Assistent 
bei der Kommission zur Wissenschaft!. Untersuchung der 
deutschen Meere in Kiel von Aug. 1898 bis Febr. 1902; 
Assistent am Laboratorium für internationale Meeres- 



141 

forschung in Kiel vom März 1902 bis Nov. 1914; habilitiert 
in Kiel für Zoologie und vergleichende Anatomie 
4. Juni 1902; Prof. (Tit.) 10. Sept. 1909 ; Abteilungsvorstelier 
am zoologischen Institut und Museum 25. Nov. 1914; außer- 
ord. Prof. 22. Dez. 1914. 
112. Mumm, Otto, geb. 28. Juni 1877 in Oldenburg i. H.; Dr. 

phil. Kiel 31. Jan. 1903; Assistent am chemischen Institut 1914/ 
seit Sommerseraester 1903; habilitiert für Chemie 13. März 
1907 ; Abteilungsvorsteher am chemischen Institut seit 
25. Nov. 1911; Prof. (Tit.) 20. April 1912; zum außerord. 
Prof. ernannt 23. Dez. 1914. 

IV. D. Privatdozenten. 

1. Lobetanz, Matthias, geb. 1671 ^) in Burg auf Fehraarn ; 1704 
Assessor der philos. Fakultät in Kiel; 1706 Pastor in 1704/06. 
Haselau, 1709 Pastor in Sandesneben (Lauenburg); f 1746 2). 

2. Meuschen, Johann Gerhard, geb. 4. Mai 1680 in Osna- 
brück; Mag. in Jena, 1704 Adjunkt der philos. Fakultät in 1704. 
Kiel, im gleichen Jahre Prediger in Osnabrück, 1708 Prediger 

im Haag, 1716 hanauischer und 1723 koburgischer General- 
superiutendent; f 1743 -). 

3. Owmann, Martin Jakob, geb. 8. Mai 1676 in Thumby ; 

1705 Mag. in Kiel und Privatdozent, 1706 zum Prof. der 1705. 
orientalischen Sprachen designiert, jedoch nicht angestellt, 
1707 Pastor in Groß-Flintbek, 1710 in Brügge; f 1738 2). 

4. Kniephoff, Berend, geb. 1680^) in Stralsund; Mag., 1710 
Adjunkt der Fakultät in Kiel. 17 lo. 

5. Mosheim, Joh. Lorenz, geb. 9. Okt. 1694 in Lübeck; 

1718 Mag. in Kiel, 1719 Assessor der philos. Fakultät das.; 1719/23. 
1723 Prof. der Theologie in Helmstedt, 1745 Kanzler und H. L. 7. 
Prof. in Göttingen; f 9. Sept. 1755. 
6*). Lange, Kaspar Friedrich, 1751 Mag. in Kiel; Privat- 
dozent für Logik und Metaphysik, 1753 nach Lübeck. 1752/53. 



1) Tauftag nach dem Kirchenbuch 9. Juui. W. 

2) Die Todesdaten von Lobetanz, Meuschen und Owmann ließen sich 
nicht mehr genauer feststellen. W. 

^) Tauftag nach dem Kirchenbuch 2. April, Todestag nicht mehr zu 
ermitteln. W. 

i) Wegen Kaeuffelin, Joh. Matthias (1731—33) vgl. oben IV A 30. 

W. 



142 



7. Mielck, Johann Bertram, geb. 14. März 1736 in Kiel; 
1758/B3. 1757 Mag. in Jena, 1758 Dr. phil. und Privatdozent in 

Kiel, 1763 Diakonus in Neustadt, 1771 Diakonus und 1784 
Hauptpastor in Preetz; j 14. Juni 1801. 

1758/61. 8. Christian!, Wilhelm Ernst (IV A 36). 

9. Pieter, Joachim, geb. 1. Mai 1719 zu Altona; 1750—66 
1766/72. Adjunkt Ministerii in Altona und Nachmittagsprediger in 

Ottensen, 1768 Dr. phil. und 1766—72 Privatdozent der 
Geschichte in Kiel, dann Rektor der Dorotheenschule 
in Berlin, später Rektor in Basekov in der Lausitz, dann 
Hauslehrer und Amtsgehilfe bei dem Prediger in Gölnitz 
(Niederlausitz); f 1795^). 

10. Skow, F., Dr. phil. Kiel 10. April 1776; Privatdozent 
1766/67. der Philologie in Kiel, dann Prediger in Odense. 

11. Clauswitz, Johann Friedrich; 1766 Mag. in Kiel; Dr. phil. 

1766. ebenda 18. März 1769; 1772—75 Konrektor das. 

1782/83. 12. Heinze, Valentin August (IV A 46). 

1784/87. 13. Valentiner, Friedrich (IV A 49). 

1785/87. 14. Niemann, August Christian Heinrich (IV A 48). 

1787/89. 15. Schmidt, Johann Georg (I D 2). 

1788/89. 16. Nasser, Johann Adolf (IV C 32). 

1789/92. 17. Kordes, Berend (IV C 33). 

1790/92. 18. Schrader, Johann Gottlieb Friedrich (IV C 34). 

19. Lange, Nikolai Bendix, geb. 16. März 1747 in Haders- 
1790/91. leben; 1778 Konrektor in Kiel, 1789 Diakonus das., 1790 

Privatdozent der Philologie, auch der dänischen 
Sprache; f 4. Dez. 1791. 

20. Meyer, Johann Heinrich, geb. 7. Jan. 1766 in Braun- 
1791/97. schweig; 1791 Dr. phil. und Privatdozent für Philosophie 

und Mathematik, 1796 Adjunkt der philos. Fakultät 
in Kiel; 1797 Renteschreiber in der Rentekammer in 
Kopenhagen, nacheinander Kommittierter und Deputierter 
in derselben, Konferenzrat; f 23. April 1839. 



1) Der Todestag ließ sich nicht mehr ermitteln. 



W. 



143 

21. Christiani, Johann Wilhelm, geb. 24. März 1771 in Kiel 

(Sohn des Historikers Wilhelm Ernst Christiani, IV A 36); 1793/1801. 
10. Juli 1798 Dr. phil., Privatdozent der Mathematik 
lind Statistik, 1795 Adjunkt der philos. Fakultät; 1801 
Sekretär, 1817 zugleich zweiter Vorsteher der großfürstl. 
Witwen- und Waisenkasse in Kiel; 1836 pensioniert; H. L. 7. 
t 10. Dez. 1838. 

22 \). Valett, Johann Jakob Meno, geb. 3. März 1758 in Ham- 
burg; Dr. phil. und Privatdozent in Erlangen; 1794 Privat- 1794/99. 
dozent der klassischen Philologie und 1797 Adjunkt 
der philos. Fakultät, dazu 1797 Konrektor an der Gelehrten- 
schule in Kiel; 1800 Rektor zu Otterndorf, 1810 Rektor 
in Glückstadt, 1814 Rektor in Stade, 1840 pensioniert; 
f 6. Juni 1850 in Bergedorf. 

23. Mackensen, Wilhelm Friedrich August, geb. 4. April 1768 

in Wolfenbüttel; Dr. phil. 12. März 1795, Privatdozent 1795/98. 
der Philosophie und 1796 Adjunkt der philos. Fakultät 
in Kiel; f 14. Aug. 1798. 

24 1). Steffens, Henrik, geb. 2. Mai 1773 in Stavanger (Nor- 
wegen); 18. April 1797 Dr. phil. und Privatdozent der 1796/I8ül. 
Naturwissenschaften in Kiel (las schon 1796 vor 
der Promotion mit Bewilligung der Fakultät), 1798 Adjunkt 
der philos. Fakultät, nachdem er schon vorher eine wissen- 
schaftl. Reise angetreten, von welcher er nicht nach Kiel 
zurückkehrte; 1802 Dozent in Kopenhagen, 1804—06 außer- 
ord. Prof. der Mineralogie in Halle, 1809 wieder das., Sommer 
1811 ord. Prof. der Physik in Breslau, 31. Juli 1815 Dr. 
med. h. c. von Kiel; 8. Febr. 1832 Prof. der Naturwissen- H. L. 7. 
Schäften in Berlin, 1840 Geh. Regierungsrat; f 13. Febr. 1845. 

25. Bielfeld, Detlev Friedrich, geb. 7. Mai 1766 in Kiel; 1794 

Dr. phil. und Privatdozent in Jena; 1797 Privatdozent 1797/1830. 
der Philosophie in Kiel (kündigte, obgleich erblindet, 
noch 1830 Vorlesungen an, las jedoch nicht) ; f 9. April 1835. 

26. Callissen, Christian Friedrich, geb. 20. Febr. 1777 in 
Glückstadt; 1799 Dr. phil. in Jena, im selben Jahr als 1800/03. 
Theologe examiniert (I. Charakter), 1800 Privatdozent der 



1) Wegen der Widersprüche zwischen Text und Randbemerkung bei 
Nr. 22 und Nr. 24 vgl. Vorrede. W. 



144 



H. L. 7. 



1801/02. 



18Ü1. 



Philosophie in Kiel; 1803 Pastor in Hollingstedt, 1804 
Pastor in Schleswig und Propst der Propstei Hütten, dazu 
1834 geistl. Mitglied der schlesw. -holst. Regierung in Schles- 
wig, 1835 Generalsuperintendent für Schleswig, 24. Jan. 1852 
Dr. theol. h. c. von Kiel, 1848 emeritiert; f 3. Okt. 1861. 

27. Reimer, Nikolaus Theodor (IV A 52). 

28. Tobiesen, Ludolf Hermann, geb. 14. Sept. 1771 in Husum; 
Dr. phil. und Privatdozent in Kopenhagen, 1801 Privat- 
dozent der Mathematik in Kiel; Michaelis 1801 — 15 
Besitzer einer Landstelle im Gute Ascheberg, 1815 Lehrer 
in Altona, 1817 Direktor der Navigationsschule in Danzig, 
1821 Astronom der russischen Marine in Kronstadt, kaiserl. 
Kollegienrat; f 3. Mai 1839. 

29. Eggers, Johann Hans Kord, geb. 27. Febr. 1780 in Altona; 
1802/09. 1800 Subrektor an der Gelehrtenschule in Kiel, dazu 17. 

März 1802 Dr. phil. und Privatdozent für klassische 
Philologie; 1809 Rektor in Husum; 1818 vierter, 1824 
dritter Lehrer und Prof., 1827 erster Lehrer und Direktor 
am Gymnasium in Altona; f 30. Juni 1850. 

30. Weber, Friedrich (III A 20, IV C 40). 

31. Mohr, Daniel Matthias Heinrich (IV 41). 
32.1) Jäger, G. F. (I D 4). 
33. Dahlmann, Friedrich Ohristoph (IV 43). 



1804/05. 
1805/07. 
1807/08. 
1812/13. 

1815/19. 



1819/21. 



34. Francke, Johann Valentin, geb. 31. März 1792 in Husum 
(Sohn des Theologen Georg Samuel Francke, I A 28, Bruder 
des Juristen August Wilhelm Samuel Francke, HD 18); 
1815 Dr. phil. und Privatdozent der klassischen Philo- 
logie in Kiel; 1819 Subrektor in Flensburg; 1821 ord. 
Prof. der Philologie und Pädagogik in Dorpat, kaiserl. 
russischer Kollegienrat; f 6. Okt. 1830. 

35. Brodersen, Richard, geb. 6. Juni 1793 in Flensburg; 
3. Nov. 1817 Dr. phil. in Kiel; 6. Okt. 1818 Privatdozent 
in Berlin; 1819 Privatdozent der klassischen Philologie 
in Kiel, 1821 Rektor der Gelehrtenschule in Rendsburg^ 
1828 Prof. ; f 4. Febr. 1830. 



ij Wegen Steger, Georg Theodor (1808) vgl. I D 5. 



W. 



145 

36. Reinhold, Christian Ernst Gottlieb Jens, geb. 18. Okt. 

1793 in Jena (Sohn des Philosophen Karl Leonhard Rein- i«22/24. 
hold, IV A 47), Dr. phil. Kiel 12. Juni 1819, dann Privat- 
dozent in Jena, 1820 Subrektor in Kiel, dazu 1822 Privat- 
dozent der Philosophie; 1824 ord. Prof. der Logik und 
Metaphysik in Jena; f 17. Sept. 1855. 

37. Forchhammer, Peter Wilhelm (IV A 66). 1829/.%, 

38. Classen, Johannes, geb. 21. Nov. 1805 in Hamburg; 2. Sept. 

1829 Dr. pliil. in Bonn, 24. Aug. 1829 Privatdozent das.; 1831/32. 
1831 — 32 Privatdozent der klassischen Philologie in 
Kiel ; Ostern 1832 Oberlehrer am Joachimsthalschen Gym- 
nasium in Berlin, Ostern 1833 Prof. am Katharineum in 
Lübeck; 1853 Direktor des Gymnasiums in Frankfurt a. M., 
16. Nov. 1863 bis 27. März 1874 Direktor des Johanneums 
in Hamburg, dann emeritiert; f in Hamburg 31. Aug. 1891. 
F. Schultess, Johannes Classen. Gedächtnisschrift der Gelehrten- 
schule des Johanneums, Hamburg 1892. 

39. Johannsen, Karl Theodor, geb. 8. Nov. 1804 in Nortorf ; 

1828 Dr. phil. in Kiel, 1829 Privatdozent in Bonni); 1831/33. 
1831 Privatdozent für oriental. Sprachen (Sanskrit) 
in Kiel; 1833 Prof. der oriental. Sprachen in Kopenhagen; 
t 1. Juli 1840. 

40. Klose, Karl Rudolf Wilhelm (I D 6). 1832/42. 

41. Hanssen, Georg (IV A 60). 1833/34. 

42. Bendixen, Jakob Friedrich Martini, geb. 18. Jan. 1805 in 
Flensburg; 1829 Dr. phil. in Jena, 1832 als Theologe 1833/35. 
examiniert (I. Charakter); 1833 Privatdozent der Philo- 
sophie in Kiel; 1835 Kollaborator der Gelehrtenschule in 
Flensburg, 1838 Rektor in Husum, 1844 Prof. und zweiter 
Lehrer und 1850 Direktor des Gymnasiums in Altona; 

1853 Rektor in Plön, 1869 pensioniert; f 27. Nov. 1879 
in Glücksburg. 

43. Thomsen, Christian Nikolaus Theodor Heinrich (IA36). 1833/41. 

44. Wienbarg, Ludolf Christian, geb. 25. Dez. 1802 in Altona; 

Dr. phil. Marburg 14. Dez. 1829; 1833 Privatdozent für 1833/34. 
deutsche Literatur in Kiel; seit 1834 Privatgelehrter; 
t geisteskrank 2. Jan. 1872 in Schleswig. 



1) Diese Angabe Volbehrs scheint nach Auskunft der Bonner Philo- 
sophischen Fakultät nicht richtig zu sein. W. 

10 



146 



1834/89. 
1834/36. 

1834/37. 

1834/37. 



1835/45. 



1835/39. 
1835/42. 

1838/39. 



49 



45. Preller, Ludwig, geb. 15. Sept. 1809 in Hamburg; Dr. phil. 
1833/38. Göttingen 18. Febr. 1832 ; 1833 Privatdozent für klassische 

Philologie in Kiel; 1838—43 Prof. der klassischen Philo- 
logie, Beredsamkeit, Ästhetik und Kunstgeschichte in Dorpat; 
4. Dez. 1845 ord. Honorarprof. in Jena, 1847 Oberbiblio- 
thekar in Weimar; f 2. Juli 1861. 

46. Asmussen, Jakob (I D 8). 

47. Mau, Heinrich August (I A 33). 

48. Schreiter, Theodor Hilmar (I D 10). 

van der Smissen, Johann Peter Jacob, geb. 2." Mai 1807 
in Hanerau; Dr. phil. Kiel 7. Febr. 1835; 1834 1)— 37 
Privatdozent der klassischen Philologie das., später 
geisteskrank, lebte zeitweilig in Rußland, dann in Sege- 
berg; t das. 18. Okt. 1863. 

50. Nissen, Detlev Andreas Friedrich, geb. 26. Juli 1811 in 
1835. Süsel; Dr. phil. Kiel 13. Mai 1833, 1835 Privatdozent der 

klassischen Philologie; 1835 Interim. Rektor im 
Friedrichsberg zu Schleswig, 1837 Subrektor in Rends- 
burg, 1840 Konrektor das.; f 1. Juni 1844. 

51. TIelle, Karl Heinrich, geb. 1806 2) in Schwartau; Dr. phil. 
Kiel 1. Okt. 1834; 1835 Privatdozent der Physik und 
Chemie ebenda; 1845 Liz. der Med., dann Arzt nach- 
einander in Neumünster, Barmstedt, Quickborn, Fuhlsdorf 
bei Hamburg; f 20. Juli 1881. 

52. Lüdemann, Karl Peter Matthias (I A 35). 

53. Osenbrüggen, Eduard (II D 23). 

54. Bröcker, Ludwig Oskar, geb. 23. Sept. 1814 in Greifswald; 
1837 Dr. jur. in Jena; Dr. phil. Heidelberg 2. Mai 1838; 
1838— 39 Privatdozent der Geschichte in Kiel; 1841 Privat- 
dozent in Tübingen; 1847 Mitarbeiter an der „Allg. Ztg." 
in Augsburg, 1850 Lehrer an der Hochschule für das weib- 
liche Geschlecht in Hamburg, 1856 Oberlehrer am Johanneura 
das., emeritiert 1884; t in Hamburg 24. Dez. 1896. 



1) Am 2. Dez. 1834 wurde v. d. Sm. ohne weitere Förmlichkeiten zum 
Halten von Vorlesungen zugelassen, daher habe ich ihn unter Veränderung 
der Volbehrschen Nummern 49 — 52 vor Nissen gestellt. W. 

2) Der Geburtstag ließ sich nicht mehr ermitteln. W. 



147 



55. Baumgarten, Michael (I D 14). 

56. Jahn, Otto, geb. 16. Juni 18 IH in Kiel (Enkel des Juristen 
Ad. Fr. Trendelenburg, II A28); 17. Nov. 1836 Dr. phil. ; 
1840 Privatdozent der klassischen Philologie in Kiel; 
15. Juli 1845 ord. Prof. der Archäologie und Philologie 
in Greifswald, 4. Febr. 1847 Prof. in Leipzig, unter Ent- 
ziehung des Titels und Ranges entlassen wegen Teilnahme 
an den Unruhen des Jahres 1849 am 22. April 1851 ; 18. Nov. 
1854 ord. Prof. der Altertumswissenschaften, Direktor des 
akadem. Kunstmuseums in Bonn; wurde 1867 nach Berlin 
berufen, starb aber vor Antritt der Stelle am 7. Sept. 1869 
in Göttingen. 

57. Wilda, Ferdinand Adolf, geb. 18. Febr. 1812 in Hamburg 
(Bruder des Juristen Wilhelm Eduard Wilda, II A 54) ; 
Dr. phil. in Berlin; 1840 Privatdozent der Kameral- 
wissensc haften in Kiel; 1845 — 47 Lehrer der Mathe- 
matik an der Realschule in Hamburg; dann Herausgeber 
eines landw. Zentralblattes in Leipzig ; f 1862 ^) in Berlin. 

58. Clement, Knud Jung Bolm, geb. 4. Dez. 1803 auf Ararum; 
Dr. phil., 1841 — 47 Privatdozent der Geschichte in Kiel; 
lebte 1858—70, literarisch tätig, in Hamburg; f 9. Okt. 1873 
in New York. 

59. Süersen, Johann Friedrich Hermann, geb. 9. Juli 1771 in 
Kiel; 1792 Apotheker in Berlin, 1797—1832 Hofapotheker 
in Kiel, 1840 Dr. phil, h. c. von Kopenhagen; 1841 Privat- 
dozent für Mineralogie und Pharmazie in Kiel; 
t 24. Juni 1845. 

60. Harms, Friedrich (IV A 76). 

61. Thaulow, Gustav Ferdinand (IV A 74). 

62. Müllenhoff, Karl Viktor (IV A 73). 

63. Nitzsch, Karl Wilhelm (IV A 75). 



1839/42. 



1840/4i 



H. L 7. 



1840/45. 



1841/47. 



1841/45. 



1842/48. 
1843/46. 
1843/46. 
1844/48. 



64. Vollbehr, Eduard Gottfried Christian, geb. 29. Mai 1817 

in Kiel; 1843 Dr. phil., Ostern 1844 Privatdozent der 1844/47. 
klassischen Philologie in Kiel; 1817 koastit. Lehrer ' 



ij Das genauere Sterbedatum Wildas war nicht zu ermitteln. 

W. 
10* 



148 

IM IS KollalM.r.Mlor in riiiii, iH.^.'i Siil.icklor und 18(i4 
Ivcklor in (iliicksliull , Ostern IHT'.I pcnsidnicit ; f 12. Juli 
ISSl' in Kiel. 

(If). Meyii, Klans Christ ian Lndwip:, ^cl). I. Okt. IHLM) in 

1840 IS rinnclxMg (Soliii des Mediziners Aiidrens Lndwip: Adolf 

18f>2'r)4. Meyii. 111 A L'-l) ; HO. Aii^. ls|.| Dr. |diil in Kiel, 184« 

lliltslelirer am ( I ymnasinin das nnd rrivatdoze.nt, der 

I\l i M e fa 1 (>•; i f und (ieoloj^ne; IHl« [){) Ober-Salinen- 

Inspi ktor in ( »Idcsloe nnd llci^kcnlrollcnr in Sef^ebcrg; 

ISf)!* wieder rrivatdozent ; IS[)4 P'ahrikbesit/.er in (Itersen, 

1H()1 Ali}.j(()rdiiet( r zni- holst, ytiüideversaniinlnnji:; um die 

II L 7. Landeskunde niid ilie Interessen der Landwirtschaft sehr 

verdient; f 4. Nov. 1S7.S. 

()() Alilinann, Hans Wilhelm, geb. \'A. Juli 1H17 in Oraven- 
lS4r. 18. stein; L';>. Any. IS If) |)r. rer. pol. in Tübiiifion ; 1S4H Privat- 

dozent für N a t ional(»konomie in Kiel; ISIS Sekretär der 
l'rovisor. Kegiernn^i. dann Chef des sehlesvv. -holst. Post- 
wesens, ISIU Mitglied dei' sehlesw. -holst. Lan(h'sversamm- 
lung, ISfj'J Begründer des Bankhauses Willi. Ahlmann in 
Kiel, ISC)! Herausgeber der „Kieler Zeitung", 1862—88 
Stadtverordneter, 1S()S— 7.'{ Mitglied des i)reuli. Abgeord- 
lU'tenhauses; f 1[) Sept. LUD. 

1847 öM. (i7. SÖrensen, Ceorg August Theodor (11) l()j. 

68. Dreis, Hans Christian, geb. 24. Juni 1S01> in Gaarden; 
j848;H). Dr. phil. Kiel 22. Dez. 1835, 18HI) (jiymnasial-Lelirer in 

Hadersleben, 1839 Kollaborator und 1843 Subrektor in 
Meldorf, trat 1847 zurück, 1848 Abgeordneter zur schlesw.- 
holst. Laudesversammlung; Ostern 1848 Privatdozent für 
Geographie in Kiel; 1850 nach Nordamerika, zuerst 
Lehrer, später Brauereibesitzer in Davenport; f 22. Juli 
1872. 

()9. Prien, Karl Friedrich Ulrich, geb. 5. April 1818 in 
1840 öl. Sopiiieuhof in Schwansen; 1S45 Dr. phil. in Kiel, Assistent 

an der Universitätsbibliothek, Herbst 1848 Lehrer an der 
sclilesw. -holst. Seekadettenschule und 1S49 Privatdozent für 
klassische Philologie in Kiel; 1849 — 50 Mitglied der 
sehlesw. -holst. Landesversammlung; 1851 (1. Juli) Konrektor 
in ]\reldorf, 1853 zweiter Prof. am Katharineum in Lübeck, 



149 

Ostern 1863 bis Ostern 1804 wegen (jberarheitung beurlaubt, 
Ostern 1884 pensioniert; f in Lübeck 21. Aug. 18U0. 

Lübeckische Blätter 18% Seite 430 i:!!» (S;ii tori» ; I'roKraini.i -l'r« 
Katharineums 1854, 1884, 181i7. 

70. Lafaurie, Wilhelm Adolf, geb. 17. Jan. 18lf) in ihmiburg; 

Dr. phil. Kiel 17. Sept. 1841, lebte dann in P,<-rlin, l'aris, IHMiT.i, 
Jena; Winter 1850— 51 Privatdozent der Tlii l« sopliie in 
Kiel; Mitglied der schlesw.-holst. LandesverKamnilung; 1852 
kurze Zeit Oberlehrer an der deutscli-kathol. (;(;tneinde in 
Hamburg; 15. Dez. 1855 Dr. med. in Würzburg, 1850 Arzt 
in Hamburg; f 20. Febr. 1875. 

71. Steffensen, Karl, geb. 25. April 1810 in Flensburg; lOrziehcr 

des Herzogs Friedrich von Schleswig-Holstein-Augustenburg ; 18.'/0/.01. 
Dr. phil. Kiel HO. Okt. 1841 ; 1850 Privatdozent der Philo- 
sophie das.; Michaelis 18.54 ord. Prof. der Philosophie 
in Basel; 187.^ Dr. theol. h. c. das., 187'.^ zurückgetreten 
unter Vorbehalt aller Rechte; f 12. Dez. 1888 in Panel 'j. 

72. Lorentzen, Karl Dietrich, geb. 26. März 1817 in Segeberg; 

Dr. phil. Kiel 17. Nov. 1842, 1848 Abgeordn. zur «chle«w.- mi/m. 
holst. Landesversammlung, 1849 angestellt im Kchlesw.-holst. 
Departement des Auswärtigen; Michaelis 1851 Privatdozent 
für klassische Philologie in Kiel; 18.5:i in Rom, 
1757_59 Oberlehrer in Gotha; 1800 Ol Redakteur der 
„Preuß. Ztg.- in Berlin; 1803—00 im Kabinett des Herzog« 
Friedrich von Schleswig-Holstein; dann windar in Berlin, 
1867 — 77 mehrfach holst. Abgeordneter zum lUiuMta^i^ und H i- l*i- 
Landtag; f 1^- -M^» 1^^^ i» Coburg. 

73. Bromeis, Th., geb. 31. Okt. 1822 in Cassel; Dr. phil. Mar- 
burg 17. März 1849; 1851— .52 Privatdozent der Chemie WA/bi, 
in Kiel; schon vorher Assistent am ch'^miÄchen Labora- 
torium das.; ging na^h Aachen, wo er zuerst IAitht und 

1. Okt. 1855 bis Herbst 1802 I^iter der FrovinziÄl-Oewerbe- 
schule war; 1. Okt. 1862 Leiter der ProvinziÄl-Gewerbe- 
schule in Crefeld: t 22. Aug. 1865 in Siegburg. 

74. Weyer, Georg Daniel Eduard aV A 79j. l%2/.03. 

75. Büttel, PauL geb. 24. Juni 1826 in XeustreUtz; Dr. phil. 
Rostock 20 .Juni 185.3. 18.50— .5-3 Gvmnaftlallehrer in 1Ä4/57. 



1; Ein Kapferftich .bteftenscJO* tod Jok- Borger ix» }l1isif;bw - li^ — litl2) 
hängt zurzeit im Hpi*rctiziaiajar der UniTertitit. ^' 



150 



Neustrelitz und Malchin; Michaelis 1854 Privatdozent der 
Mathematik in Kiel; 1857 Gymnasiallehrer in Rendsburg, 
1858 Kollaborator in Meldorf, 1865 zweiter und 1. Jan. 
1866 erster Lehrer am Seminar in Segeberg, trat 1. Dez. 
1897 in den Euhestand; f 13. Juli 1904 in Segeberg. 

76. Handelmann, Gottfried Heinrich, geb. 9. Aug. 1827 in 
1854/73. Altena; 1. Febr. 1854 Dr. phil. und Michaelis 1854 Privat- 
dozent der Geschichte in Kiel, dazu 1861 Vorstand 
des privaten Museums vaterl. Altertümer, 10. Nov. 1866 
königl. Konservator der vaterl. Altertümer in der Provinz 
Schleswig-Holstein und am 12. Dez. 1866, unter der Ver- 
pflichtung, über schleswig-holstein. Geschichte zu 
lesen, Prof. (Tit.); 8. Sept. 1873 Direktor des mit der 
Universität verbundenen schlesw.-holst. Museums vater- 
ländischer Altertümer; j 26. April 1891. 

77. Alberti, Eduard Christian Scharlau, geb. 11. März 1827 
in Friedrichstadt: Dr. phil. Kiel 16. Sept. 1856; Michaelis 
1857 Privatdozent für klassische Philologie und 
Philosophie, seit Michaelis 1857 Gehilfe und seit 1. April 
1868 bis dahin 1894 zweiter Kustos an der Universitäts- 
bibliothek in Kiel, 4. Febr. 1893 Prof. (Tit.); f 28. Febr. 
1898. 

78. Matthiessen, Heinrich Friedrich Ludwig, geb. 22. Sept. 
1830 in Fissau bei Eutin; 1854 Konservator am zoolog. 
Museum in Kiel, 1855 Assistent am physikal. Institut 
ebenda; Dr. phil. 7. April 1857, dazu Privatdozent für 
Physik und Mathematik das.; 1859 Gymnasiallehrer 
in Jever, 1864 Subrektor am Gymnasium in Husum, 
1873 Prof. (Tit.); 27. April 1874 als ord. Prof. der Physik 
und Mathematik nach Rostock berufen; 1883 Dr. med. h. c. 
von Zürich; legte Ostern 1905 seine Lehrtätigkeit wegen 
Krankheit nieder; f 14. Nov. 1906 in Rostock. 

79. Hennings^), Peter, geb. 26. März 1834 in Meldorf; Dr. 
1857/58. phil. Kiel 30. Mai 1857; Wintersemester 1857/58 Privat- 
dozent der klassischen Philologie in Kiel; Ostern bis 



H. L. 32. 



1857/98. 



H. L. 32. 



1857/59. 



1) Hennings ist von Volbehr wohl zu Unrecht in die Liste aufgenommen ; 
er steht v.eder im Personal- noch im Vorlesungsrerzeichnis und hat nach 
eigener Mitteilung lediglich im Wintersemester 1857/58 in seiner Wohnung 
ein zweistündiges lateinisches Kolleg abgehalten. W. 



151 



Michaelis 1858 Hilfslehrer in Meldorf, bis Ostern 1859 
am Christianeum in Altona, bis 1864 Gymnasiallehrer in 
Rendsburg; dann an der Husumer Gelehrtenschule 1869 
dritter, 1874 zweiter Oberlehrer, 30. Dez. 1876 Prof. (Tit.), 
1888 erster Oberlehrer; 1. April 1895 in den Ruhestand 
getreten, blieb in Husum; f 21. März 1914 in Altona. 

80. Oesterley, Hermann, geb. 14. Juni 1833 in Göttingen; 

Dr. phil. das. 26. Okt. 1855, Michaelis 1858 Privatdozent 1858/62. 
für theoret. Musik in Kiel; 31. Okt. 1862 Hilfsarbeiter, 
1. Juli 1866 Sekretär an der Universitätsbibliothek in 
Göttingen, 1. Okt. 1872 zweiter Kustos, 23. Aug. 1876 
Bibliothekar, Prof. (Tit.) Breslau 15. Dez. 1882; f 2. Febr. 
1891 in Boppard a. Rh. 

81. Groth, Klaus, geb. 24. April 1819 in Heide; 1841—47 
Volksschullehrer in Heide ; lebte dann 6 Jahre auf Fehraarn, 1858/99. 
wo er seinen „Quickborn" herausgab; 27. Jan. 1856 Dr. phil. 

h. c. in Bonn; 1858 Privatdozent für deutsche Sprache 

und Literatur in Kiel, 10. März 1866 Prof. (Tit.) ; H. L. 16, 32. 

t 1. Juni 1899. 

82. Jessen, Christian Peter, geb. 22. Febr. 1813 in Quars 

(Kreis Apenrade); Dr. phil. Kiel 4. Jan. 1838; 1837 bis 1860/64. 
1840 Hilfslehrer in Glückstadt und Kiel, dann Lehrer 
in Flensburg, 1846 Kollaborator das., 1851 wegen seiner 
deutschen Gesinnung mit Wartegeld entlassen, lebte zu- 
nächst in Preetz, dann (seit 1854) in Kiel; 1860 — 64 
Privatdozent für klassische Philologie in Kiel; 1864 
Konrektor in Hadersleben, 1870 Prof. (Tit.), Michaelis 1876 
auf Wunsch pensioniert ; nach Kiel übergesiedelt ; f 6. Okt. 
1888. 

83. Michaelis, Adolf Theodor Friedrich, geb. 22. Juni 1835 

in Kiel (Sohn des Mediziners Gustav Adolf I\Iichaelis, 1861/62. 
III C 20); Dr. phil. Kiel 20. Okt. 1857; Michaelis 1861 
Privatdozent für Archäologie und klassische Philo- 
logie das.; 2. Okt. 1862 außerord. Prof. der Archäologie 
in Greifswald; 16. Dez. 1864 (zum 1. April 1865) als ord. 
Prof. nach Tübingen berufen, 20. April 1872 nach Straß- 
burg, 1883 Dr. jur. h. c. von Cambridge; f 12. Aug. 1910 
in Straßburg. 



152 



1861/64. 



1865/66. 



1865/70. 



1868/73. 



1868/70. 
H. L. 32. 



1869/75. 



H. L. 32. 



1869/70, 



84. Volquardsen, Karsten Redlef, geb. 10. Nov. 1824 in Aven- 
toft (Kreis Tondern); Dr. pliil. Kiel 8. Nov. 1855, 1861 
Privatdozent für klassische Philologie das.; Febr. 
1864 Gymnasiallehrer in Schleswig, später Oberlehrer; 
t 25. Febr. 1875. 

85. V. Fischer-Benzon, Rudolf Jakob Dietrich, geb. 2. Febr. 
1839 in Westermühlen bei Rendsburg; Dr. phil. Kiel 
5. Okt. 1865; bis Ende 1866 Privatdozent für Minera- 
logie; 1869 Gymnasiallehrer in Meldorf, 1871 in Haders- 
leben, Ostern 1874 Oberlehrer in Husum, 1878 Oberlehrer 
in Kiel, 4. Juni 1889 Gymnasialprofessor, 1. Juli 1893 in 
den Ruhestand getreten; 1. Nov. 1895 Landesbibliothekar; 
t in Kiel 18. Juli 1911. 

86. Henrici, Olaus, geb. 9. März 1840 in Meldorf; Dr. phil. 
Heidelberg 6. Juni 1863; 1865—66 Privatdozent der Matlie- 
matik und Physik in Kiel, 4. Juni 1870 Prof. der 
Mathematik am University College in London, März 1884 
am Royal College of Science in London. 

87. Jacobsen, Georg Friedrich Oskar, geb. 25. Juni 1840 in 
Ahrensburg; seit 1864 Assistent am chemischen Labora- 
torium; Dr. phil. Kiel 3. April 1868, Privatdozent der 
Chemie das.; 3. Nov. 1873 ord. Prof. der Chemie in 
Rostock; t das. 24. Aug. 1889. 

88. Voss, Joh. Conrad Christian, geb. 9. Jan. 1839 in Preetz; 
Dr. phil. Kiel 3. April 1868, Privatdozent der Zoologie 
das.; 1870 Lehrer in Hamburg, 1876 nach Brasilien; 
f 27. Jan. 1879 in Joinville (Provinz San Catharina). 

89. Behrens, Theodor Heinrich, geb. 23. Jan. 1842 in Büsura 
(Norderdithmarschen) ; Dr. phil. Kiel 4. April 1868, Lehrer 
der Naturwissenschaften an der Kadettenanstalt, Ostern 
1869 Privatdozent der Naturwissenschaften und 
Assistent am physiolog. Institut; 1. Jan. 1875 ord. Prof. 
für Mineralogie und Hüttenwesen am Polytechnikum in 
Delft; t das. 13. Jan. 1905, 

90. Braasch, Johannes Heinrich, geb. 2. Jan. 1845 in Thürk 
bei Eutin; Dr. phil. Kiel 14. Aug. 1869, Wintersemester 
1869/70 Privatdozent der Mathematik das.; Michaelis 



153 



1870 Lehrer an der Städtischen Realschule in Altona, 
Ostern 1875 Oberlehrer an der höheren Bürgerschule vor 
dem Holstentor in Hamburg, 1. Okt. 1892 am Wilhelm- 
Gymnasium ebenda, 1. Juni 1892 Prof., 1. Okt. 1896 an 
die Realschule vor dem Lübecker Tor versetzt; 15. Mai 
1908 in den Ruhestand getreten; lebt in Altona. 

91. Rohde, Erwin (IV C 60). 1870/72. 

92. Stimming, Albert Karl Ferdinand (IV A 107). 1873/76. 

93. Emmerling, Adolf, geb. 13. Juni 1842 in Freiburg im 
Breisgau; Dr. phil. das. 18. März 1865; 1871 Vorsteher 1874/1906. 
des agrikulturchemischen Laboratoriums der landwirtschaftl. 
Versuchsstation in Kiel; 14. März 1874 Privatdozent für 
Agrikultur- und physiolog. Chemie; 13. Nov. 1882 

Prof. (Tit.), 1901 Geh. Regierungsrat; f 17. März 1906 
in Baden-Baden. 

94. Hasse, Paul (IV C 67). 1876/80. 

95. Peters, Karl Friedrich Wilhelm (IV C 70). 1876/82. 

96. Heincke, Friedrich, geb. 6. Jan. 1852 in Hagenow; Dr. 

phil. Leipzig 1. Dez. 1873, dann 1873—76 Assistent am 1877/79. 
zoolog. Institut in Kiel, Wintersemester 1874/75 Lehrer 
an der Marineakademie; 1875 in der Staatsprüfung be- 
standen, 1876 Lehrer an der Realschule in Kiel, dazu 
Michaelis 1877 Privatdozent der Zoologie; Ostern 1879 
Oberlehrer an der Oberrealschule in Oldenburg im Groß- 
herzogtum, 1. April 1892 Direktor der biologischen An- 
stalt auf Helgoland, Prof. (Tit.) Juni 1892, Geh. Regierungs- 
rat 10. März 1910. 

97. Weber, Leonhard (LV A 136). 1878/81. 

98. Möller, Hermann, geb. 13. Jan. 1850 in Jerpstedt; Dr. 

phil. Leipzig 21. Dez. 1875; 29. April 1878 Privatdozent für 1878/84. 
vergleichendeSp räch wissen Schaft (mit besonderer 
Berücksichtigung der german. Sprachen) in Kiel; 20. Dez. 
1883 etatsmäßiger (normeret) Dozent der deutschen Sprache 
und Literatur in Kopenhagen, 26. April 1888 ord. Prof. 
der german. Philologie. 

99. Pietsch, Paul, geb. 9. Sept. 1849 in Breslau; 1. Mai 1875 

Dr. phil. und 1876—77 Assistent an der Universitäts- 1878/85. 
bibliothek das.; Ostern 1878 Privatdozent der german. 



154 



Philologie in Kiel; 3. Mai 1885 außerord. Prof. in 
Greifswald, 1890 — 1906 nach Berlin beurlaubt als Leiter 
der kritischen Gesamtausgabe der Werke Luthers, 19. April 
1910 Geh. Regierungsrat. 

100. Gottsche, Karl, geb. 1. März 1855 in Altona; Dr. phil. 
1880/86. Älünchen 30, Juli 1878, 10. Okt. 1879 Assistent beim 

mineralog. Institut in Kiel; habilitiert ebenda Juli 1880 
für Paläontologie; Herbst 1881 bis 1. April 1884 Prof. 
an der Daigaku-Universität in Tokio (Japan), dann zu 
wissenschaftl. Untersuchungen auf Korea und den Bonin- 
inseln, kehrte Mai 1885 nach Kiel zurück; 1. Jan. 1887 
Kustos der mineralog. Abteilung des naturhistor. Museums 
in Hamburg, 26. Dez. 1887 aus dem Amt geschieden; 
1. Juli 1906 zum Prof. ernannt; 1. Jan. 1907 Direktor des 
mineralog.-geolog. Instituts in Hamburg; f das. 11. Okt. 
1909. 

1881/1908. 101. Tönnies, Ferdinand Julius (II A 83). 

1881/89. 102. Rügheimer, Leopold (IV C 78). 

1881/89. 103. Lamp, Ernst (IV C 80). 

1883/87. 104. Haas, Hippolyt (IV B 1). 



1883/85. 



H. L. 7. 



105. Hertz, Heinrich Rudolf, geb. 22. Febr. 1857 in Hamburg; 
Dr. phil. Berlin 15. März 1880; Ostern 1883 Privatdozent 
der mathematischen Physik in Kiel; 1. April 1885 
Prof. der Physik an der Technischen Hochschule in Karls- 
ruhe, 1. April 1889 nach Bonn berufen; f das. 1. Jan. 1894. 



1883/91. 106. Rodewald, Hermann (IV C 83). 

107. Litzmann, Berthold, geb. 18. April 1857 in Kiel (Sohn des 
1883/84. Mediziners Karl Konrad Theodor Litzmann, III A 29); 

Dr. phil. Tübingen 6. Dez. 1880, 16. Nov. 1883 Privat- 
dozent für deutsche Literaturgeschichte in Kiel; 
siedelte 26. April 1884 als Privatdozent nach Jena über, 
das. 30. Dez. 1885 außerord. Prof., 14. Mai 1892 nach 
Bonn berufen, dort 1. Nov. 1897 ord. Prof., 12. Dez. 1912 
Geh. Regierungsrat. 

1884/89. 108. Sarrazin, Gregor (IV A 146). 

1885/1903. 109. Berend, Ludwig (IVC94). 



155 

110. Schütze, Paul, geb. 12. Dez. 1858 in Wieck bei Greifs- 
wald; 9. Aug. 1883 Dr. phil. das., 1883—84 Volontär an l88r/87. 
der Universitätsbibliothek in Kiel, 1886 Privatdozent für 
germanist. Philologie das.; f 16. Sept. 1887. 

111. Traube, Hermann, geb. 24. Sept. 1860 in Ratibor (Schlesien) ; 

Dr. phil. Greifswald 3. Mäiz 1884, 1885 Assistent am 1887/89. 
mineralog. Institut in Breslau, 1. Okt. 1886 Assistent am 
mineralog. Institut in Kiel, dazu 3. Mai 1887 Privatdozent 
für Mineralogie und Petr ographie; seit 1. Aug. 
1889 Privatdozent in Berlin, 9. Sept. 1905 außerord. Prof. 
in Greif swald, legte 10. Okt. 1906 seine Lehrtätigkeit 
nieder, siedelte nach Berlin über; f das. 6. Febr. 1913. 

112. Dahl, Karl Friedrich Theodor, geb. 24. Juni 1856 in 
Rosenhöferbrök bei Oldenburg in Holstein; Dr. phil. Kiel 1887/98. 
10. Juli 1884; seit 1. April 1885 Assistent am zoolog. 
Museum das., dazu 8. März 1887 Privatdozent für Zoo- 
logie; 1889 Teilnehmer an der Plankton -Expedition 

(III A 39); 19. Febr. 1894 Prof. (Tit.); 1896/97 Forschungs- 
reise nach dem Bismarckarchipel, 1. April 1898 als Wissen- 
schaft!. Beamter an das zoolog. Museum in Berlin berufen. 

113. Schutt, Franz, geb. 13. Mai 1859 in Woldegk (Mecklenburg- 
Strelitz); 1. April 1883 Assistent am chemischen Labo- 1887/95. 
ratorium der Technischen Hochschule in Darmstadt; Dr. 

phil. Heidelberg 13. Dez. 1883, 1. Okt. 1884 Assistent 
am pflanzenphysiolog. Institut in Göttingen, 1. April 1885 
bis 1. Okt. 1888 Assistent am botan. Institut in Kiel; 
25. Mai 1887 Privatdozent der Botanik das.; nahm 1889 
an der Plankton-Expedition (vgl. IirA39) teil; 19. Febr. 
1894 Prof. (Tit.); 1. Mai 1895 ord. Prof. in Greifswald, 
15. Juni 1911 Geh. Regierungsrat. 

114. Hagen, Carl Ernst Bessel, geb. 31. Jan. 1851 in Königs- 
berg i. Pr.; Dr. phil. Heidelberg 12. März 1875; habilitiert 1888/93. 
für Physik an der Universität Berlin 12. I\lärz 1883, außer- 
ord. Prof. für angewandte Physik am Polytechnikum Dresden 

1. Okt. 1884, dann an der Universität Kiel 2. März 1888 
für Physik; Admiralitätsrat und Physiker der Kaiserl. 
Marine 21. April 1888; zufolge seiner Ernennung zum 
Direktor bei der physikalisch-technischen Reichsanstalt in 



156 

Charlottenburg am 30. Aug. 1893 aus seiner Lehrtätigkeit 
ausgeschieden ; 8. Aug. 1901 Geh. Regierungsrat. 

1888/91. 115. Kreutz, Heinrich (IV C 82). 

116. Stöhr, Carl, geb. 24. Juli 1855 in Morschheim (bayer. 

1888/ Pfalz); Dr. phil. München 24. Dez. 1884; 1. April 1883 

Assistent am ehem. Institut zu Kiel; habilitiert ebenda für 

Chemie 4. Juli 1888; Prof. (Tit.) 9. Juni 1894; 1. Jan. 

1897 zum Vorstand des Kaiserl. Torpedolaboratoriums, 
24. Sept. 1897 zum Kaiserl. Admiralitätsrat ernannt. 

1888/1904. 117. Wolff, Eugen (IV C 95), 

118. Unzer, Adolf, geb. 25. Dez. 1863 in Frankfurt a. M. ; Dr. 

1890/1913. phil. Kiel 8. Febr. 1889; habilitiert ebenda für neuere 

Geschichte 15. Jan. 1890, Prof. (Tit.) 25. März 1904, 
ausgeschieden 25. März 1913, lebt in Wiesbaden. 

1890/1906. 119. Schneidemühl, Georg (IV C 96). 

120. Cauer, Paul, geb. 17. Dez. 1854 in Breslau; Dr. phil. 
1890/98. Leipzig 10. April 1875; 1878—84 Gymnasiallehrer in 

Berlin, 1884 — 96 Oberlehrer in Kiel; habilitiert ebenda 
für klassische Philologie 4. Juni 1890; von 1896 bis 

1898 Gymnasial-Direktor in Flensburg, 1898—1905 in 
Düsseldorf; 20. Okt. 1905 Provinzialschulrat und ord. 
Honorarprof. für klassische Philologie und Pädagogik in 
Münster, 14. Dez. 1911 Geh. Regierungsrat, seit 1. Okt. 
1912 nur noch an der Universität tätig. 

121. Fricke, Robert, geb. 24. Sept. 1861 in Helmstedt (Braun- 
1891/92. schweig); Dr. phil. Leipzig 18. Jan. 1886; habilitiert Kiel 

21. Nov. 1891 für Mathematik, dann 25. April 1892 
in Göttingen; 1. April 1894 als ord. Prof. an die Technische 
Hoclischule in Braunschweig berufen, 24. Juli 1908 Geh. 
Hofrat. 
1893/98. 122. Rachfahl, Felix (IV A 164). 

123. Lohmann, Hans, geb. 26. Sept. 1863 in Hannover; Dr. 
1893/1913. phil. Kiel 5. Jan. 1889; habilitiert ebenda für Zoologie 

und vergleichende Anatomie 29. April 1893; 24. 
Sept. 1904 Prof. (Tit.), beurlaubt Wintersemester 1911/12; 
1. Febr. 1913 als Leiter der hydrobiolog. Abteilung des 
Zoologischen Museums nach Hamburg berufen, 1. April 
1914 Direktor dieses Museums. 



157 

124. Buchner, Eduard, geb. 20. Mai 1860 in München ; Dr. phil. 
ebenda 14. Nov. 1888, habilitiert für Chemie München 1894'96. 
18. Mai 1891, Kiel 31. Jan. 1894, Prof. (Tit.) 6. Nov. 1895; 

21. April 1896 als aiißerord. Prof. nach Tübingen berufen, 

22. Aug. 1898 als ttatsmäßiger Prof. an die landwirt- 
schaftl. Hochschule Berlin, erhielt 1907 den Nobelpreis 
für Chemie; 1. Okt. 1909 ord. Prof. in Breslau, 22. Jan. 
1910 Geh. Regierungsrat, zum 1. Apri 1911 nach Würz- 
burg berufen. 

125. Stolley, Ernst, geb. 16. Sept. 1869 in Kiel; Dr. phil. 
München 15. Juli 1891; habilitiert Kiel 30. Juni 1894 1894/1901. 
für Geologie und Paläontologie; 1. Okt. 1901 als 

ord. Prof. für Geologie und Mineralogie an die Technische 
Hochschule in Braunschweig berufen. 

126. Stosch, Johannes, geb. 11. Jan. 1857 in Kotzenau (Schles.); 

Dr. phil. Berlin 5. Febr. 1881 ; habilitiert Marburg 28. April 1895/1910. 
1883, Prof. (Tit.) 24. Dez. 1894; habilitiert in Kiel für 
Germanistik 28. Jan. 1895; von Sommersemester 1903 
ab nach Greifswald beurlaubt, um vertretungsweise Vor- 
lesungen zu halten; f in Liegnitz 30. Dez. 1910. 

127. Karsten, Georg, geb. 3. Nov. 1863 in Rostock; Dr. phil. 
Rostock 15. Febr. 1885; habilitiert in Leipzig 15. Febr. 1895/99. 
1892, in Kiel für Botanik 17. Okt. 1895, Prof. (Tit.) 

2. Juni 1898; 4. März 1899 (zum 1. April) als außerord. 
Prof. nach Bonn, 26. Febr. 1909 als ord. Prof. nach Halle 
berufen; unternahm 1888 — 90 eine wissenschaftliche Reise 
nach Ceylon, Java und den Molukken, dann 1894 nach 
Mexiko und 1910 nach Kalifornien. 

128. Adickes, Erich (IV C 87). 1895/98. 

129. Lidzbarski, Mark, geb. 7. Jan. 1868 in Plock; Dr. phil. 

Berlin 17. Mai 1893; habilitiert Kiel 22. Febr. 1896 1896/1907. 
für oriental. Sprachen, 21. Dez. 1904 Prof. (Tit.); 
15. Okt. 1907 ord. Prof. in (ireifswald. 

130. Darbishire, Otto Vernon, geb. 16. März 1870 in Dwy- 

gyf wlchi Nord-Wales (England ) ; Dr. phil. Kiel 9. März 1995, 1897/Ö8. 
habilitiert für Botanik 3. Nov. 1897, verließ die Universität 
30. Juli 1898, um einem Rufe als Dozent (assistant lecturer) 
der Botanik an das Owens College der Universität Victoria 



158 



in Manchester zu folgen, 29. Sept. 1909 zum Armstrong 
College in.Newcastle on Tyne berufen, 6. Okt. 1911 Dozent 
und Direktor des botanischen Instituts der Universität 
Bristol. 

1897/99. 131. Biltz, Heinrich (IV C 88). 

132. Apstein, Carl, geb. 19. Sept. 1862 in Stettin; Dr. phil. 
1898/1911. Kiel 29. Mai 1889, habilitiert ebenda für Zoologie und 

vergleichende Anatomie 18. Mai 1898, Prof. (Tit.) 
11. Okt. 1906; 1. April 1911 kommissarisch und 1. Juli 
1911 endgültig wissenschaftl. Beamter der Königl. Akademie 
der Wissenschaften in Berlin. 

133. Vanhöffen, Ernst, geb. 15. Nov. 1858 in Wehlau; Dr. 
1898/1906. phil. Königsberg 31. Juli 1888; Assistent an den zoolog. 

Instituten Königsberg (Okt. 1886-89) und Kiel (März 1896 
bis Okt. 1897), am Museum für Naturkunde in Berlin 
(Okt. 1897 bis April 1898) und (Ostern 1898—1906) am 
zoolog. Institut Kiel; habilitiert in Kiel für Zoologie 
18. Mai 1898; Prof. (Tit.) 23. März 1901; beurlaubt wegen 
Teilnahme an der Südpolarexpedition Wintersemester 1901/02 
bis 1903/04; 1. April 1906 zum Kustos beim Königl. zoolog. 
Museum in Berlin ernannt; nahm außer an der Südpolar- 
expedition auf der „Gauß'' 11. Aug. 1901 bis 25. Nov. 
1903 noch an der Grönlandexpedition der Gesellschaft 
für Erdkunde zu Berlin 1. Mai 1892 bis 10. Okt. 1893 
(nach Karajakfjord) und der deutschen Tiefseeexpedition 
auf der „Valdivia" 1. Aug. 1898 bis 1. Mai 1899 teil. 

1899/1907. 134. Benecke, Wilhelm (IV C 99). 
1899/1907. 135. Daenell, Ernst (IV C 100). 
1901/13, 136. Feist, Franz (IV C 110). 

137. Mitscherlich, Eilhard Alfred, geb. 29. Aug. 1874 in Berlin; 
1901/06. Dr. phil. Kiel 11. März 1898; habilitiert ebenda 2. März 

1901 für Landwirtschaft, Assistent am Landwirtschaft!. 
Institut; 27. März 1906 außerord. und 18. Okt. 1906 ord. 
Prof. für landwirtschaftliche Pflanzenbaulehre in Königs- 
berg. 

138. Weinnoldt, Ernst, geb. 28. Okt. 1863 in Kiel; Dr. phil. 
1901/10. ebenda 6. März 1885, seit 1. Okt. 1892 Lehrer und seit 



159 

1898 Prof. an der Kaiserl. Marineakademie und -schule; 
habilitiert für Mathematik 2. Juli 1901; I.April 1910 
Direktor der städt. höheren Handelsschule in Hannover. 

139. Nordhausen, Max, geb. 2. April 1876 in Berlin ; Dr. phil. 
ebenda 4. Aug. 1897; habilitiert in Kiel für Botanik 1902/14. 
7. Febr. 1902, Prof. (Tit.) 19. Dez. 1907; 14. April 1914 

als außerord. Prof. nach Marburg berufen. 

140. Reibisch, Johannes (IV C 111). 1902/14 

141. Grossmann, Ernst, geb. 16. Febr. 1863 in Rotenburg 
(Hannover); Dr. phil. Göttingen 29. Juni 1891; 1891—96 1902/06.. 
Assistent an der Sternwarte Göttingen, 1896 — 98 an der 

V. Kuffnerschen Sternwarte in Wien, 1898 — 1902 an der 
Sternwarte Leipzig, seit 1. Febr. 1902 an der Sternwarte 
Kiel; habilitiert in Kiel für Astronomie 4. Aug. 1902; 
1. Okt. 1906 Observator der Königl. Bayer. Kommission 
der Internationalen Erdmessung in München, habilitiert 
ebenda 21. Dez. 1906; 1. Dez. 1907 Konservator der Königl. 
Sternwarte München; außerord. Prof. das. 1. Jan. 1910. 

142. Mensing, Otto, geb. 28. Juli 1868 in Lütjenburg (Holstein) ; 

Dr. phil. Kiel 24. Jan. 1891; wissenschaftl. Hilfslehrer in 1903/ 
Hadersleben 1893—94, in Flensburg 1894—97, Oberlehrer 
am Gymnasium zu Kiel seit 1898; habilitiert für deutsche 
Philologie in Kiel 24. Jan. 1903, Gymnasialprof. 18. Juli 
1909. 

143. Eckert, Max, geb. 10. April 1868 in Chemnitz; Dr. phil. 
Leipzig 5. März 1895, ebenda Assistent am Geograph. 1903/07.. 
Institut und Lehrer an der Höheren Handelsschule; habili- 
tiert für Geographie in Kiel 14. März 1903; seit 

1. Febr. 1904 Direktor des Museums für Völkerkunde, 
1. Juni 1907 zum Prof. ernannt und am 1. Aug. als Dozent 
für Geographie an die Technische Hochschule in Aachen 
berufen. 

144. Preuner, Gerhard, geb. 14. Sept. 1873 in Greifswald; 

Dr. pliil. Heidelberg 2. Nov. 1898; habilitiert in Kiel für 1903/ 
Chemie 30. Juli 1903, Prof. (Tit.) 20. Okt. 1910, be- 
urlaubt für Somraersemester 1905 und Wintersemester 
1905/06 zu Studien im Laboratorium von Prof. Nernst- 
Berlin. 



160 



145. Strömgren, Elis, geb. 31. Mai 1870 in Helsingborg 
1904/07. (Schweden); Dr. phil. Lund 2. März 1898; habilitiert 

ebenda 24. Mcärz 1898, seit 1. Jr.li 1901 Assistent bei der 
Redaktion der Astronomisclien Nachrichten; habilitiert für 
Astronomie in Kiel 16. Mai 1904; 1. Okt. 1907 als 
ord. Prof. und Direktor der Sternwarte nach Kopenhagen 
berufen. 

146. Mayer-Reinach, Albert, geb. 2. April 1876 in Mannheim; 
1904/ Dr. phil. Berlin 19. Febr. 1899; Kapellmeister an den 

Stadttheatern Stettin (1900—01) und Kiel (1901—02), 1902 
bis 1904 Musikkritiker in Berlin; habilitiert in Kiel für 
Musikwissenschaft 18. Juli 1904; Studiendirektor des 
Konservatoriums für Musik in Kiel seit 1908; 10. Juli 1913 
zum Königl. Musikdirektor ernannt. 

147. Becker, August, geb. 19. Febr. 1879 in Osterburken 
1905/07. (Baden); Dr. phil. Heidelberg 4. Aug. 1901; habilitiert 

in Kiel für Physik 6. Mai 1905, Assistent am physikal. 
Institut; 1. Okt. 1907 nach Heidelberg übergesiedelt, Prof. 
(Tit.) 11. Nov. 1907; bis 1. April 1914 erster Assistent 
am physikal. Institut das., 1. April 1914 etatsmäßiger 
außerord. Prof. für theoretische Physik. 

1905 148. Dehn, Max (IV C 106). 



1906/ 



1906a0. 



1907/14. 



1907/08. 



149. Jacoby, Felix (IV A 157). 

150. Quante, Hugo, geb. 25. Okt. 1872 in Annen i. W. ; Dr. 
phil. Halle 1. März 1899; habilitiert an der Akademie 
Poppeisdorf 15. Febr. 1902, in Kiel für Landwirt- 
schaft 8. Nov. 1906; seit 24. Okt. 1907 beurlaubt, um 
vertretungsweise Vorlesungen in Breslau zu halten, 17. Jan. 
1910 an die dortige Universität übernommen, Prof. (Tit.) 
20. April 1912; legte 1. Okt. 1913 sein Lehramt nieder, 
um in Privatdienst überzugehen. 

151. Mumm, Otto (IV C 112). 

152. Thielschcr, Paul, geb. 16. April 1881 in Stein b. Sibyllen- 
ort (Schlesien) ; Dr. phil. Breslau 28. Nov. 1906 ; habilitiert 
für klassische Philologie in Kiel 2. Nov. 1907; trat 
26. April 1908 aus dem Lehrkörper aus, jetzt Oberlehrer 
in Demmin. 



161 

153. Wegemann, Georg, geb. 20. Juli 1876 in Itzehoe; Dr. 

phil. Kiel 3. März 1900, Oberlehrer am Königl. Gym- 1907/ 
nasium in Plön 1. April 1902 bis 1. Jan. 1903, in 
Hadersleben 1. Jan. 1903 bis 1. Okt. 1905, am Königl. 
Gymnasium und Realgymnasium in Rendsburg 1. Okt. 1905 
bis 1. April 1910, seit 1. April 1910 am Lyzeum I und 
Oberlyzeum Kiel; habilitiert für Erdkunde Kiel 19. Dez. 
1907; Prof. (Tit.) 19. Dez, 1913. 

154. Laqueur, Richard, geb. 27. März 1881 in Straßburg; 

Dr. phil. ebenda 20. Juni 1904; habilitiert Göttingen I908'ü9. 
29. Juni 1907, Sommersemester 1908 und Wintersemester 
1908/09 nach Kiel gesandt zur Ergänzung der Lehr- 
tätigkeit der Fachordinarien für klassische Philo- 
logie; 22. Jan. 1909 außerord. Prof. in Straßburg, 
1. Okt. 1912 ord. Prof. in Gießen. 

155. Mitscherlich, Waldemar, geb. 22. März 1877 in Münden 
(Hannover); Dr. phil. Berlin 31. Juni 1904; habilitiert für 1908. 
Staatswissenschaften Kiel 5. Juni 1908; 17. Sept. 

1908 (vom 1. Januar 1909 ab) als Prof. an die Akademie 
Posen berufen, 1. Okt. 1909 zum etatsmäßigen Prof. be- 
fördert; 19. Juli 1915 als ord. Prof. nach Greifswald 
berufen. 

156. Zahn, Hermann, geb. 30. Jan. 1877 in Genf; 1900—01 
Assistent am physikal. Institut München; Dr. phil. München 1908/ 

^ 2. März 1901; Assistent am physikal. Institut Gießen 1902 
bis 1905, Berlin 1905—07; habilitiert für Physik Kiel 
19. Dez. 1908, Assistent am physikal. Institut seit 1. Okt. 
1908; Prof. (Tit.) 26. März 1913. 

157. Kern, Fritz, geb. 28. Sept. 1884 in Stuttgart; 1905/06 
Hilfsarbeiter bei den Monumenta Germaniae Historica in 1909/14. 
Berlin; Dr. phil. ebenda 15. Aug. 1906; habilitiert in Kiel 

für mittlere und neuere Geschichte 10. Febr. 1909; 
Prof. (Tit.) am 19. Dez. 1913; 14. Aug. 1914 als ord. Prof. 
an die Universität Frankfurt a. M. berufen. 

158. Lehmann, Ernst, geb. 24. Juni 1880 in Dresden; Dr. phil. 
Straßburg 22. Jan. 1906, 1907/08 Assistent am botan. 1909/10. 
Institut der landwirtschaftlichen Hochschule in Poppels- 

dorf, vom 1. Okt. 1908 bis 1. April 1909 Volontärassistent, 

11 



162 



1909. 
1909/13. 

1909/ 
1909/ 



159. 
160. 

161. 



162. 



1909/13. 



1910/ 



163. 



164. 



165. 



1910/ 



166. 



1911/ 



dann Assistent am botan. Institut Kiel; habilitiert für 
Botanik Kiel 12. Febr. 1909; 1. Okt. 1911 aus dem 
Lehrkörper ausgeschieden, um sich in Tübingen zu habili- 
tieren; das. 1. April 1913 außerord. Prof. für angewandte 
Botanik. 

Küster, Ernst (IV C 103). 

Hasenkamp, Adolf, Privatdozent der Nationalökonomie 
(II D 45). 

Fränkel, Ernst, geb. 16. Okt. 1881 in Berlin; Dr. phil. 
ebenda 9. Dez. 1905; habilitiert in Kiel für vergleichende 
indogermanische Sprachwissenschaft 15. Mai 
1909. 

Wilkens, Alexander, geb. 23. Mai 1881 in Hamburg; Dr. 
phil. Kiel 23. Juli 1904; Assistent am Gaußarchiv in 
Göttingen (1903/05) und an den Sternwarten Wien-Otta- 
kring (1905/06), Heidelberg (1906/07), Hamburg (1907/08), 
seit 1. Dez. 1908 Observator an der Sternwarte Kiel; das. 
habilitiert für Astronomie 31. Juli 1909. 

Hoff mann, Friedrich, Privatdozent der Nationalöko- 
nomie (II D 46). 

Neuendorff, Richard, geb. 23. Jan. 1877 in Berlin; 
Dr. phil. Kiel 20. Juni 1908; Sommersemester 1900 
Assistent an der Techn. Hochschule Charlottenburg; seit 
1. Okt. 1900 wissenschaftl. Lehrer an der Kgl. Maschinen- 
bauschule in Einbeck, seit 1. April 1903 an der König!, 
höheren Schiff- und Maschinenbauschule in Kiel, 24. März 
1905 Oberlehrer; habilitiert für Mathematik 2. Nov. 1910. 

von Brockdorff, Gay, Baron, geb. 17. April 1874 in 
Itzehoe; Dr. phil. Kiel 4. Mai 1898; habilitiert Braun- 
schweig 21. März 1901, das. außerord. Prof. 8. Dez. 1908; 
habilitiert in Kiel für Philosophie 23. Nov. 1910; wohnt 
in Sophienlust bei Ascheberg. 

Stark, Otto, geb. 23. April 1877 in Stephansfeld bei Straß- 
burg; Dr. phil. Straßburg 24. Febr. 1902, seit Winter- 
semester 1902/03 Assistent am chemischen Institut in Kiel; 
habilitiert Kiel 1. Febr. 1911 für Chemie; krankheits- 
halber beurlaubt vom 1. Jan. 1914 bis 1. April 1916. 



163 

167. Strauß, Otto, geb. 18. Okt. 1881 in Berlin; Dr. phil. Kiel 

5. Juli 1905; habilitiert für Sanskrit ebenda 2. März 1911/ 
1911; beurlaubt für Wintersemester 1913/U bis 1916/17 

nach Kalkutta als Dozent am dortigen Kollege. 

168. Menzel, Alfred, geb. 21. Jan. 1883 in Eckernförde ; Dr. 

phil. Kiel 6. Aug. 1909, habilitiert für Philosophie 1911/ 
2. März 1911. 

169. Martlenssen, Oskar, geb. 17. März 1874 in Hamburg; Dr. 

phil. München 12. Juli 1897; 1. Okt. 1898 bis 1. April 1911/ 
1910 wissenschaftl. Mitarbeiter und Bevollmächtigter der 
Firma Siemens & Halske in Berlin; habilitiert in Kiel für 
technische Physik 11. Nov. 1911; 1. Juli 1910 bis 
1. Juni 1912 Direktor der Fabrik Anschütz & Co. in Kiel ; 
seit 1. Juli 1914 Direktor der Gesellschaft für nautische 
Instrumente (G. m. b. H.) in Kiel. 

170. Schröder, Heinrich (IV C 107). 1911/12. 

171. Moll, Bruno, PrivatdozentderNationalökonomie(IID 47) 1911/13. 

172. Hildebrandt, Edmund, geb. 29. April 1872 in Berlin; Dr. 

phil. ebenda 6. Aug. 1898, habilitiert ebenda 16. Juni 1911/12. 
1908; hielt im Wintersemester 1911/12 vertretungsweise 
Vorlesungen und Übungen über Kunstgeschichte; Prof. 
(Tit.) 29. Febr. 1912. 

173. Gaßner, Gustav, geb. 17. Jan. 1881 in Berlin; Dr. phil. 
ebenda 7. Dez. 1905; Assistent in Berlin 1905—06, wissen- 1912. 
schaftlicher Hilfsarbeiter der biologischen Anstalt "Dahlem- 
Berlin April 1906 bis Jan. 1907; Prof. der Botanik uud 
Leiter des botan. Instituts in Montevideo Febr. 1907 bis 

Febr. 1910; Jan. 1911 bis Sept. 1912 wissenschaftl. Hilfs- 
arbeiter der Hamburger botan. Staatsinstitute; habilitiert in 
Kiel für Botanik 3. Febr. 1912, dann 14. Aug. 1912 in 
Rostock; seit 1. Okt. 1912 Assistent des botanischen 
Instituts ebenda. 

174. Kautzsch, Gerhard, geb. 4. Mai 1885 in Tübingen; Dr. 

phil. Marburg 5. Mai 1909; daselbst zweiter Assistent am 1912/15. 
zoolog. Institut; seit 1. Okt. 1911 erster Assistent am 
zoolog. Institut in Kiel; habilitiert in Kiel für Zoologie 

6. Nov. 1912; f 23. Jan. 1915 im Lazarett zu Gebweiler 

11* 



164 

an den Folgen eines am 19. oder 20. Jan. 1915 am Hart- 
mannsweiler Kopf (Elsaß) erlittenen Brustschusses. 

175. Schmidt, Hans, geb. 19. Sept. 1883 in Altona; Winter- 
1913/ Semester 1908/09 Honorarassistent an der Technischen 

Hochschule in Berlin; Dr. phil. Berlin 20. März 1909; 
Ostern 1909 bis Ostern 1912 Assistent am physikal. In- 
stitut in Gießen, seit Ostern 1912 am physikal. Institut in 
Kiel; habilitiert für Physik ebenda 5. Juni 1913. 

176. Hartmann, Richard, geb. 8. Juni 1881 in Neunkirchen 
1914/ (Württemberg); Dr. phil. Tübingen 17. Jan. 1907; 1. Sept. 

1905 bis 1. Okt. 1910 Hilfsarbeiter bei der dortigen 
Universitäts - Bibliothek; habilitiert für semitische 
Philologie Kiel 30. Mai 1914. 

177. Freudenberg, Karl, geb. 29. Jan. 1886 in Weinheim 
1914/ (Baden); Dr. phil. Berlin 15. Juni 1910, Assistent der 

organischen Abteilung des chemischen Instituts in Kiel 
1. April 1914; habilitiert für Chemie 16. Juli 1914. 

1914/15. 178. Prinz, Hugo (IV A 180). 

179. Hobohm, Martin, geb. 12. Sept. 1883 in Friesdorf (Prov. 
1914/15. Sachsen); Dr. phil. Göttingen 28. Mai 1912; 1. Mai 1912 

bis 1. Jan. 1914 Hilfsarbeiter am Königl. Zeughaus in 
Berlin; habilitiert Berlin 5. Aug. 1913; mit der Ver- 
tretung eines Ordinarius in Kiel für mittlere und neuere 
Geschichte für das Wintersemester 1914/15 beauftragt 
28. Okt. 1914. 

180. Horrmann, Paul, geb. 4. Okt. 1878 in Berlin; Dr. phil. 
1914/ Kiel 2. Febr. 1907; 1. Juli 1907 bis 1. Juli 1908 Assistent 

am Nahrungsmittel-Untersuchungsamt der Provinz Schles- 
wig-Holstein, seit 1. Okt. 1908 Assistent am chemischen 
Institut der Universität Kiel; habilitiert für pharma- 
zeutische Chemie und Chemie 3. Nov. 1914. 



V. Anhang. 

Lektoren (A), Lehrer der Künste (B) und Universitäts- 
Bibliothekare (C). 

A. Lektoren 

der französischen, italienischen, englischen und dänischen Sprache ^). 

1. Curtius, Nikolaus Karl, Dr. jur. u. med., Lehrer der 
abendländ. Sprachen in Kiel (Herzog Christian Albrecht 1665/68. 
versprach ihm im Nov. 1665 ein „Interim Salarium"); 
entlassen 1668. 

2. Ducroy, 1668 französ. Sprachmeister. 1668. 

3. Friedberger, Jean, französ. Sprachmeister; 1675 „gnä- 
digste Demission". /1675. 

4. Heller, Joh. Georg, aus Tirol; 16. Okt. 1694 als linguista 
Italicus immatrikuliert. 1694. 

5. le Houx-), Frangois, 1701—07 französ. Sprachmeister. i7üi/07. 

6. dl Vergerio, Giovanni Baptiste, 4. März 1700 als Mag. 
Italicaelinguae (so!) immatrikuliert mit dem Vermerk 1702. 
'Justinopolitanus' (aus Capo d'Istria); 1702 Italien. Sprach- 
raeister. 

7. d'Arbemont (d'Art>emon ?), Karl Heinrich, 1710 ord. Prof. 

der französ. Sprache (IV A 24), 1725 abgegangen. 1710/25. 

8. Pisani, Nicolaus, aus Venedig ; 20. Nov. 1718 alslinguae 
Italicae magister immatrikuliert. 1718. 

9. Millet, Jean Frangois, französ. Sprachmeister; f 1745. /1745. 

10. Gargan, 1747 französ. Sprachmeister, 1758 wahnsinnig; 

t 1761. 1747/58. 



^) Wegen Einschiebung der aus dem Universitätsalbum (Tgl. daselbst 
S. 625) entnommenen Nummern 4, 8, 17 und 18 veränderten sich Volbehrs 
Nummern 4 (le Houx), 6 (d'Arbemont), 7 (Millet) bis 14 (de Fine Olivarius) 
und 15 (Schnauer) ff. 

2) Im üniversitätsalbum 4. Mai 1675 als 'Lehoux' immatrikuliert. 

W. 



166 



11. Rossal, Hermann Raimond, 1761 außerord. Prof. der 
1761/67. f ranz ÖS. Sprache (IV C 18); f 1767. 

12. Heesling, Daniel, 1767 außerord. Prof. der französ. 
1767/69. und Italien. Sprache (IV C 21). 

13. Touchain, Baptiste, geb. 1739 in Blois (Frankreich) ; 1769 
1769/81. französ. Sprachmeister in Kiel, dazu 1771 Kanzleisekretär; 

t 26. März 1781. 

14. de Fumars, Etienne, 1778 außerord. Prof. der französ. 
1778/83. heiles lettres (IV C 26). 

1781/90. 15. Percin, G., 1781 — 90 Lektor der französ. Sprache. 

16. de Fine Olivarius, Holger, 1781 außerord. Prof. des däni- 
1781/1825. sehen Rechts und der dänischen Sprache (II C 10). 

17. Florentinus, Paul Ens., 9. Sept. 1782 als linguae Italicae 

1782. magister immatrikuliert. 

18. Wilmanns, Daniel Friedrich Albert, aus Iburg (Westfalen); 

1783. Kand. der Theologie; 27. Okt. 1783 als linguam Gallic. 
docturus immatrikuliert. 

19. Schnauer, Johann Jakob Heinrich, geb. 1748 in KieP); 
1788/1820. 1788 interimistischer Lektor der englischen, 1789/90 

Lektor der französ. und 1790 Lektor der englischen 
Sprache, 1820 von öffentlichen Vorlesungen entbunden; 
t 11. Dez. 1824. 

20. Manenty, Jean Josef Esprit, 1790 französ. Lektor, 1797 
1790/97. auf Ansuchen entlassen. 

21. Lange, Nikolaus Bendix, 1790 Privatdozent der Philologie 
1790 91. und der dänischen Sprache (IV D 19). 

22. Marquet, Josef Claude Augustin, Dr. phil., 1798 Lektor 
1798/99. der französ. Sprache, 1799 davongegangen. 

23. de Saint Simon, Emanuel Brassieri, seit Juli 1798 in 
1800/28. Kiel als Privatlehrer tätig, 1800 Lektor der französ. 

Sprache, 24. März 1828 pensioniert. 

24. Baggesen, Jens Immanuel, 1811 außerord. Prof. der 
1811/14. dänischen Sprache (IV C 42), 1814 abgegangen. 



1) Getauft am 18. Febr. 1748. 



W. 



167 



25. Götzsche, Henning Christopher, geb. 21. Sept. 1788 in 
Jyderup auf Seeland; 1810 theolog. Kandidat, dann Lehrer 1814/22. 
am Artilleriekadetten-Institut in Kopenhagen, 1814 Lektor 

4er dänischen Sprache in Kiel, 29. März 1822 zum 
Pastor in Finderup auf Seeland ernannt (ordiniert 2. Juli 
1822), 2. Nov. 1868 in den Ruhestand versetzt; f in 
Roskilde 27. Mai 1872. 

26. Heiberg, Johann Ludwig, geb. 14. Dez. 1791 in Kopen- 
hagen; 1817 Dr. phil. das., 1822 Lektor der dänischen 1822/26. 
Sprache in Kiel, 1826 auf Ansuchen entlassen; 1829 Königl. 
Theaterdichter in Kopenhagen, auch Prof., 1830 — 36 Lehrer 

der Philosophie an der militär. Hochschule, 1849 Direktor 

des Königl. Theaters, als solcher 1856 pensioniert, jedoch H. L. 7. 

zum Zensor am Theater ernannt; f 25. Aug. 1860. 



27. Flor, Christian, geb. 1. Jan. 1792 in Kopenhagen; 1825 
Dr. phil. in Kiel, 1822 Pastor in Tollöse und Aagerup 
auf Seeland; 1826 Lektor der dänischen Sprache und 
Literatur mit dem Titel Prof. in Kiel, 1845 zurückgetreten ; 
1847 Mitgründer und Vorsteher der höheren Volksschule 
in Rödding (Nordschleswig), 1848 Etatsrat; 1855 Mitglied 
des dänischen Reichsrats; f 31. März 1875 in Kopenhagen. 



31. Schwob-Dolle, Josef Antoine, geb. im Elsaß ^); Privat- 
lehrer der französ. Sprache in Altona, 6. Okt. 1848 Lektor 
der französ. Sprache in Kiel, dazu 1848 — 51 Lehrer an 
der .schlesw.-holst. ]\larineschule ; 28. Sept. 1856 auf An- 
suchen entlassen, dann Lehrer in Gotha, später Prof. der 
französ. Sprache in St. Gallen; y 31. Jan. 18()6. 



1826/45. 



H. L. 7. 



28. V. Buchwald, Johann Heinrich, geb. 2. Okt. 1787 in Wien; 

16. Sept. 1828 Lektor der französ. Sprache in Kiel, im 1828/48. 
Frühjahr 1848 nach Kopenhagen gegangen; f 10. Febr. 
1876 das. 

29. Lubbren, S., 1833 Lektor der englischen Sprache; 

1864 pensioniert, ging nach England. 1833/64. 

30. V. Hauch, Johann Carsten, ord. Prof. der nordischen 
Sprachen (IV A 68). 1846/51. 



1848/56. 



1) Näheres konnte ich nicht mehr ermitteln. 



W. 



168 



32. V. Liliencron, R., Freiherr, 1850 außerord. Prof. der 
1850/52. nordischen Literatur (IV C 54). 

33. Molbech, Christian Knud Frederik, 1853 außerord. und 
1853/64. 1858 ord. Prof. der nordischen Literatur (IV A 77). 

34. Manier, A. F. A., geb. 1826 in Nieuport St. Firmin (Dep. 
1859/62. Pas de Calais); 31. Jan. 1859 Lektor der französ. Sprache 

in Kiel; 1861 auf Ansuchen entlassen, 1862 Lehrer in 
England. 

35. Sterroz, Josef, geb. 1. Dez. 1836 in Bulle (Kanton Freiburg); 
1863/92. 26. April 1855 ord. Lehrer an der Knabenschule in Frei- 
burg, 28. März 1863 Lektor der französ. Sprache in 
Kiel, 2. Febr. 1892 auf Antrag entlassen. 

36. Heise, F. August, geb. 8. Febr. 1818 in Frankfurt a. 0. ; 
1864/95. 17 Jahre lang Missionar in Ostindien; 9. Mai 1864 Lektor 

der englischen Sprache in Kiel; f 22. Nov. 1895. 

37. Möbius, August Theodor, 1865 ord. Prof. der nordischen 
1865/90. Sprachen in Kiel (IV A 83). 

38. Gauthey des Gouths, geb. 25. Aug. 1857 in Sainte-Croix 
1892/98. (Kanton de Vaud, Schweiz) ; Lehrer des Französischen am 

Progymnasium in Murten (Schweiz); Lektor der französ. 
Sprache in Kiel seit 1. Okt. 1892, 2. Juli 1898 (zum 
1. Okt.) entlassen. 

39. Gough, Alfred, geb. 12. Jan. 1872 in Brixton (Grafschaft 
1896/1905. London); 1895 Baccalaureus artium der Universität Ox- 
ford; Lektor der englischen Sprache in Kiel seit 1. Okt. 
1896; Ostern 1899 Magister artium der Universität Ox- 
ford; Okt. 1899 zugleich englischer Lehrer an der Marine- 
Akademie, gab Ende des Wintersemesters 1904/05 seine 
Lehrtätigkeit auf. 

40. Schenk, Albert, geb. 14. Aug. 1873 in La Heutte (Kanton 
1898/1905. Bern, Schweiz); Lektor der französ. Sprache in Kiel 

seit I.April 1898; gab seine Lehrtätigkeit 1. März 1905 
auf, um Lehrer an der höheren Töchterschule in Bern zu 
werden. 

41. Hughes, Arthur, geb. 3. Nov. 1873 in Worthing (England); 
1905/14. Lektor der University Extension Delegacy Oxfort Uni- 

versity seit Jan. 1901 ; 1902 Magister artium der Universität 
Oxford; Lektor der englischen Sprache in Kiel seit 



169 



1. April 1905; mit Ende des Soraraersemesters 1914 aus 
dem Lehrkörper ausgeschieden. 

42. Dumont, Paul Emil, geb. 27. Aug. 1879 in St. Gilles 
(Brüssel); Dr. phil. Bologna 24. Jwni 1903, Lektor der 
f ranz ÖS. Sprache in Kiel 26. April 1905; mit Ende des 
Somraersemesters 1914 aus dem Lehrkörper ausgeschieden. 

43. Ladd, Benjamin (M. A.), geb. 25. Dez. 1886 in Providence 
Rhode Island United States America, Dozent für germa- 
nische Philologie an der Universität Pennsylvania U. S. A., 
Lektor der englischen Sprache an der Universität Kiel 
seit dem 28. Nov. 1914. 



1905/14. 



1914/ 



B. Lehrer der Künste V). 

a) Lehrer der Fechtkunst. 

1. Jetztstein, Jacob, angestellt 24. Juli 1666. 1666. 

2. Brüning, Hermann, 1696—1701. 1696/170L 

3. Werlin (Werlien, Werliens), Leonhard (aus Eckernförde, 

1. April 1691 im Universitätsalbum immatrikuliert), 1708. 1708. 



M Geordnet nach der zeitlichen Reihenfolge, in welcher die Einzel- 
zweige in den Akten und Dracksachen auftauchen. W. 

-) Seit 1769 steht in den Indices, daß für Reit-, Fecht-, Zeichnen- und 
Tanzkunst non deerunt magistri harum artiutn exercitatissimi, stipeadiis 
publicis ad docendas illas conducti. Dazu wird dann seit Sommersemester 
1832 die „reliqua gymnastica" erwähnt. Die Namen dieser Lehrer begegnen 
aber im Personal- bezw. Vorlesungsverzeichnis erst später (zunächst der Reit- 
lehrer de Balle, Sommersemester 1832) und nicht ohne Unterbrechungen. — 
Ganz vereinzelt findet sich ein akademischer Mechanikus, Joh. Wilh. Gramer; 
über ihn heißt es im Index vom Wintersemester 1840/41 bis dahin 1846/47: 
operam suam diligentiamque his addicit, qui ad opera facienda, quibus ars 
continetur, in qua ipse versatur, eins institutione atque manuductione uti 
velint. Auch ist im Universitätsalbum (S. 141 Nr. 6169) unter dem 7. Juli 
1786 eingetragen : Joannes Fikenscher Baruthensis, mechanicus. — Im Vor- 
lesungs-. nicht aber auch im Personalverzeichnis, stehen auch genannt: Lehrer 
der Kurzschrift (für System Stolze-Schrey seit Wintersemester 1911/12 Hell, 
für System Gabelsberger im Sommersemester 1913 und Wintersemester 1913/14 
Riedl), ein Lehrer der Atem- und Sprechkunst (seit Wintersemester 1913/14 
Königl. Musikdirektor H. Johann sen) und ein Lehrer Hir Lateinkurse (seit 
Sommersemester 1912 Gymnasialprofessor Th. Nissen). W. 



170 



1716/34. 



1736/55. 



1763. 



1764/87. 



1808. 



1812. 



1827/63. 



1863/1905. 



1905/ 



1702/53. 



1753/66. 



6. 



d'Arbemont (d'Arbemon), Karl Heinrich (Sohn des französ. 
Lektors, IV A 24 und V A 7), Sekondeleutnant, angestellt 
1716 (8. Sept.; am gleichen Tage im üniversitätsalbum 
als „Fechgmeister" immatrikuliert) bis 1734. 

Grave, Christian, angestellt 4. Mai 1736; 1755 zuletzt er- 
wähnt. 

Carbon de Levy, Franziscus Bartholomaeus, angestellt 
14. Jan. 1763. 



7. Nissen, Nicolaus Andreas (aus Kiel, 14. Aug. 1754 im 
Universitätsalbum immatrikuliert), Rittmeister, angestellt 
5. Juni 1764; f 8. Aug. 1787. 

8. Gillet, Anton, in den Akten nur 1808 erwähnt; f 4. Sept. 

1808. 

9. Martensen, Johann Friedrich, Leutnant, angestellt 7. März 
1812. 

10. Maack, Johann Jacob Christian, Sergeant, Lehrer an der 
Unteroffizierschule des holsteinischen Infanterie-Regiments 
in Rendsburg, angestellt 1. Okt. 1827, zuletzt erwähnt im 
Vorlesungsverzeichnis für Sommersemester 1863. 

11. Brandt, Hermann, geb. 10. März 1835 in Wildemann 
(Reg.-Bez. Hildesheim); 1857 — 63 Fechtmeister beim Garde 
du Corps und der Kadettenschule in Hannover; seit 
1. Dez. 1863 üniversitätsfechtmeister in Kiel, pensioniert 

I. Okt. 1905; t 26. Jan. 1906. 

12. Brandt, Richard, geb. 23. Febr. 1874 in Kiel (Sohn von 

II, dem er von 1891 ab assistierte), Universitätsfecht- 
meister seit 1. Okt. 1905. 

b) Lehrer der Reitkmnst^). 

1. Böttiger (Böttcher), Gr. A., Universitätsstallmeister 1702 
bis 1753, hatte Oberstleutnantsrang. 

2. Seblin, Peter Hans, 1753 (wohl bis 1766), Akademie- 
Stallmeister. 



ij Näheres findet sich an der Hand des Aktenmaterials auf S. 16 f. 
der auf die Universitäts-Reitbahn, die Universitäts-Reitlehrer und den Reit- 
untei rieht der Studierenden bezüglichen ^Denkschrift an das akademische 
Konsistorium" von A. Heller (oben III A 41), Kiel 1905. W. 



171 



3. Bergstedt (Bergstädt), Kavallerie-Leutnant, 13. Jan. 1766 

zum Universitätsstallmeister ernannt, 30. Sept. 1770 pen- 1766/70. 
sioniert. 

4. von Wibel (Wiebel), Fr. Peter Anton, Major, 1771 als 
Universitätsstallmeister angestellt, 1773 Oberstleutnants- 1771/95. 
rang, 1795 pensioniert. 

5. Süden, Universitätsstallmeister, 1796 zuersterwähnt;! Ende 1796/1823 
1823 oder Anfang 1824. (1824). 

6. von Balle, Peter Wilhelm, Kriegsrat, Sekondeleutnant 

beim Schleswigschen Kürassier-Regiment; 28. Mai 1824 1824/73. 
zum Universitätsstallmeister ernannt; f 11. März 1873. H. L. 32. 



c) Akademische Zeichenlehrer. 

1. Klagenberg, Christoph Ludw., 26. Febr. 1705 als 'pictor' 
im Universitätsalbum immatrikuliert. 



Callau, Friedrich (21. Nov. 1736 als 'SIesuico Holsatus' 
im Universitätsalbum immatrikuliert); 5. Nov. 1736 zum 
Kunstmeister ernannt. 



1705. 



1786. 



3. Wasmuth, Christian Leonhard (11. Okt. 1748 als 'Kilo- 
niensis' immatrikuliert), 28. Aug. 1758 akadem. Zeichen- 1758. 
meister; f 27. März 1797. 

4. Rehbenltz, Markus Georg Theodor, Kunstmaler, geb. 

2. Sept. 1701 auf Gut Borstel; hatte anfangs Jura studiert, 1842/61. 
wandte sich dann der Malerei (Richtung Overbeck) zu, 
ging 1814 an die Kunstakademie in Wien, 1816 nach 
Rom, blieb bis 1832 in Italien, lebte dann in Lübeck, seit 
1835 in München; wurde 18. Okt. 1842 Universitätszeichen- 
lehrer in Kiel; f 19. Febr. 1861. 
Vgl. Chronik 1861, S. 4 f. 

5. Loos, Joseph Friedrich, geb. 29. Okt. 1797 in Graz; seit 1863/90. 
1. Nov. 1863 Universitätszeichenlehrer in Kiel; f 9. Mai 1890. H. L 32. 

6. Matthaei, Adelbert, Prof. der Kunstgeschichte (IV A 151). 1893/1904. 



d) Lehrer der Tanzkunst. 

1. Taumann, Caspar Daniel, aus Mecklenburg; 22. Juni 1707 
im Album als „Tantzmeister" immatrikuliert. 



1707. 



172 

2. de la Montagne, Philipp Ludwig; 9. Aprill712 als 'Parisino- 
1712. Gallus, maitre de danse' im Album immatrikuliert. 

3. Bonnefond, Anton Ludwig; 13. Dez. 1727 als maitre de 
1727. danse de la cour et de l'universite' immatrikuliert. 

4. Dumesny, Jean Baptiste, aus Marseille; 3. Okt. 1740 als 
1780. 'maitre de danse' immatrikuliert. 

5. von Wobeser-Rosenhaln, M. ; von Winterseraester 1850/51 
1850/52. bis Wintersemester 1851/52 im Vorlesungsverzeichnis ge- 
nannt. 

e) Akademische Musikdirektoren^). 

1. Apel, Georg Christian, geb. 21. Nov. 1775 in Tröchtelborn 
1818/il. im Landkreise Erfurt ; 1796 Organist an der Thomaskirche 

in Erfurt, 1801 Musiklehrer am kathol. Gymnasium, 1802 
Organist an der Heiligengeistkirche das.; 1804 Organist 
an der Nikolai- und an der Heiligengeistkirche in Kiel, 
dazu 1810 Stadtkantor und Singlehrer an der Stadtschule ; 
14. Mai 1818 akadera. Musikdirektor (kündigte Unterricht 
H. L. 15. über Theorie der Musik an), 1821 auch li-Musiklehrer 

am Schullehrer-Seminar; f 31. Aug. 1841 in Preetz. 

N., Nekrolog der Deutschen 19., S. 728—30. 

2. Grädener, Karl G. P., geb. 14. Jan. 1812 in Rostock; 
1848/49. kam um 1840 als Musiklehrer nach Kiel; 2. Sept. 1848 

akadem. Musikdirektor das., 1. Dez. 1849 auf Ansuchen 
entlassen; dann Musiklehrer und Dirigent in Hamburg; 
1862 — 65 Lehrer am Konservatorium in Wien', darauf 
wieder in Hamburg; seine Neuberufung als akadem. Musik- 
H. L. 15. direktor nach Kiel wurde 1868/69 vom akadem. Kon- 

sistorium erfolglos beantragt; f 11. Juni 1883. 

3. Stange, Hermann Heinrich Matthias, geb. 19. Dez. 1835 
1878/1914. in Kiel; 1859 Musiklehrer der Prinzessin Elisabeth von 

Wied (Königin von Rumänien), 1860 — 63 in England, 
1865/66 Musiklehrer der damals in Kiel weilenden Prin- 
zessinnen Auguste Viktoria und Karoline Mathilde von 
Schleswig-Holstein; 1866 Domorganist in Schles\Yig, 1876 



1) Über Privatdozenten der Musikwissenschaft vgl. oben IV D 80 
und 146. 



173 

Organist an der Heiligengeistkirche, seit 1886 an der 
Jakobikirche in Kiel; 1. Juli 1878 auch akadera. Musik- 
direktor (las über Harmonielehre, Kirchenmusik, 
Geschichte der Musik); Prof. (Tit.) 3. Jan. 1888; 
legte sein Amt mit Ende des Wintersemesters 1913/14 
nieder; Dr. phil. h. c. 5. Febr. 1914; f 22. Juni 1914. 

4. Kunsemüller, Ernst, geb. 24. Juni 1885 in Rehme (West- 
falen); Dr. phil. Bonn 22. Dez. 1909; 1909—12 Schüler des 1914/ 
Kölner Konservatoriums, 1912 nach Kiel berufen als Diri- 
gent des Vereins der Musikfreunde und des Kieler Gesang- 
vereins; zum akadem. Musikdirektor ernannt am 14. April 
1914 (vom 1, April ab). 

f) Lehrer der Turnkunst. 

1. Maack, I. I. C. (Fechtmeister, oben I 10), zeigte im Vor- 
lesungsverzeichnis Wintersemester 1850/51 bis Winter- 1850/52. 
Semester 1851/52 „armorum tractatio etgymnastica" an. 

2. Gamst, August, geb. 3. Juni 1854 in Kiel; besuchte die 
Baugewerkschule in Eckernförde, war in industriellen 1886 98. 
Betrieben und bei der Kaiserlichen Werft tätig 1875 bis 

1882, seit 1883 Ingenieur auf der Germaniawerft in 
Gaarden; 40. Febr. 1885 als Turnlehrer in Berlin geprüft, 
24. Febr. 1886 zum akadem Turnlehrer in Kiel ernannt, 
legte das Amt zum Sommersemester 1898 nieder wegen 
Gründung einer Maschinenfabrik. 

3. Klausing, Gustav, geb. 1. Juli 1872 in Dümpen bei Mül- 
heim a. d. Ruhr; besuchte das Schullehrerseminar zu Wörs, 1898/1903. 
Micbaelis 1892 bis Michaelis 1895 praktisch tätig an der 
Volksschule in Schlagbaum, dann bis Okt. 1897 am Pro- 
gymnasium in Solingen, studierte seit Sommersemester 1898 
Philosophie an der Universität Kiel, wurde kommissarisch 

mit der Vertretung des akadem. Turnlehrers betraut am 
23. Aug. 1898; Dr. phil. Kiel 12. Jan. 1901; ging 
1. April 1903 nach Düsseldorf als Oberlehrer am städt. 
Gymnasium und Realgymnasium. 

4. Strohmeyer, Ernst, geb. 27. Juni 1869 in Kiel; bestand 

am 24./26. Febr. 1890 die Turnlehrerprüfung in Berlin, 1903/07. 



174 

1. Okt. 1890 bis 1. April 1895 Lehrer in Neumühlen- 
Dietrichsdorf, 1. April 1895 bis 1. April 1903 Lehrer an 
der 2. Knabenvolksschule in Kiel, 1. April 1903—07 
an der Oberrealschule ebenda; am 21. März 1903 zum 
akadera. Turnlehrer ernannt; richtete 1905 (privatim) den 
akadem. Turnlehrerbildungskursus ein; 17. Nov. 1906 zum 
Leiter der staatlichen Turnlehrerbildungskurse ernannt; 
ging am 1. April 1907 als städtischer Oberturn lehrer 
(Turninspektor) nach Dortmund. 

5. Brodersen, Theodor, geb. 29. Sept. 1879 in Kiel; war 
1907/ 1899 — 1905 auf dem Schiffbau - Konstruktionsbureau der 

Kaiserl. Werft als Techniker angestellt, seit 1894 gleich- 
zeitig im Turnwesen tätig, bestand 21. Nov. 1905 die Turn- 
lehrerprüfung an der Königl. Turnlehrerbildungsanstalt in 
Dresden; zum akadem. Turnlehrer ernannt 15. April 1907,. 
seit 2. Okt. 1907 technischer Leiter der staatlichen Turn- 
lehrerbildungskurse. 

C. Universitäts-Bibliothekare ^). 

a) Bibliotheksleiter („Bibliothekare" bez;w. „Bibliotheks- 
direktoren"). 

1666/80. 1. Rachel, Samuel (II A 2). 

1680/91. 2. Morhof, Daniel Georg (IV A 3). 

1691/1704. 3. Franck, Christoph (I A 4). 

1705'25. 4. Kortholt, Sebastian (IV A 21). 



1) Bis zum Jahre 1875 wurde die Universitäts-Bibliothek von Professoren 
im Nebenamt (mit Ausnahme des letzten) verwaltet. Seitdem ist das Amt 
des Bibliothekars der Königlichen IJniversitäts-Bibliothek eia völlig selb- 
ständiges. Unterbibliothekare waren nur vorübergehend angestellt. 
Dagegen wurden die Bibliothekare regelmäßig durch Gehilfen, meistens 
Privatdozenten, unterstützt, welche teils unentgeltlich arbeiteten; teils eine 
geringe Besoldung bezogen, ohne jedoch staatlich angestellt zu sein. Erst 
1868 wurden zwei Kustodenämter etatmäßig errichtet, 1886 ein drittes. 

Das nachfolgende Verzeichnis gibt die Bibliothekare, Unterbibliothekare 
und Kustoden vollständig. Die Bibliotheksgehilfen vor 1868 werden 
selbst von Ratjen in seiner Geschichte der Universität (Seite 99 und 100) 
nur unvollständig angeführt ; andere siad in der Vorrede seines „Verzeichnisses 
der Handschriften der Universitäts-Bibliothek " (Bd. 3, Abt. 2, S. I und II) 
genannt. V. 



175 

5. Opitz, Christian Albrecht, geb. zu Kiel (Sohn des Theologen 

H. Opitz, I A 7, und Bruder des Theologen P. F. Opitz, 1726/35. 
I A 13); Jurist; f 17. Juli 1735. 

6. Kaeuffelin, Johann Matthias (IV A 30). 1735/38. 

7. Hennings, Johann Christoph (IV A 31). 1738/63. 

8. Christian!, Wilhelm Ernst (IV A 36). 1763/93. 

9. Kordes, Berend (IV C 33), 1793 Unterbibliothekar, 1797 
Bibliothekar. 1797/1823. 

10. Gramer, Andreas Wilhelm (II A 34). 1826/33. 

11. Ratjen, Henning (II C 19), 1826 ünterbibliothekar, 1833 
Bibliothekar 1). 1833/75. 

12. Steffenhagen, Emil, geb. 23. Aug. 1838 zu Goldap (Ost- 
preußen); Dr. jur. Königsberg 2. Febr. 1863; 19. Juli 1875/1903. 
1865 Privatdozent für deutsches Recht, juristische Literär- 
geschichte und Handschriftenkunde ; seit 1861 auch Volontär 

bei der Universitätsbibliothek das. ; 1867 berufen zum 
Ordnen der Nationalbibliothek in Athen; 1. Okt. 1870 
Leiter der Stadtbibliothek in Danzig; 1. April 1871 zweiter 
Kustos an der Universitätsbibliothek in Königsberg und 
zugleich wieder Privatdozent das.; 1. Okt. 1872 Bibliothek- 
sekretär in Göttingen; 1. Nov. 1875 kommissar. Leiter 
der Universitätsbibliothek in Kiel, 23. Febr. 1876 zum 
Universitätsbibliothekar, 18. Febr. 1884 zum Oberbiblio- 
thekar, 14. Febr. 1894 zum Bibliotheksdirektor ernannt; 
22. Dez. 1894 Geh. Regierungsrat, Prof. (Tit.) 26. Juni 
1903; in den Ruhestand getreten 1. Okt. 1903, lebt in 
Coburg. 

13. Wetzel, August, geb. 24. Sept. 1850 in Wüster; 1874 
Privatlehrer in Kiel; 1. April 1877 außeretatsmäßiger, 1903/07. 
1. Jan. 1881 etatsmäßiger Hilfsarbeiter an der Universitäts- 
bibliothek; Dr. phil. 10. März 1881; 1. April 1886 dritter 
Kustos, 1. Nov. 1887 erster Kustos, 19. Sept. 1890 Biblio- 



1) Als freiwillige Jlitarbeiter bei den Katalogen der Universitäts- 
bibliothek während der Verwaltung des Bibliothekars Dr. Ratjen werden 
von demselben aus der Zahl der Kieler Professoren und Dozenten angeführt: 
Prof. Dr. Justus Olshausen (IV A 56j, Prof. Dr. Heinrich August Mau 
(I A 33), Dr. Karl Rudolf Wilhelm Klose (I D 6), Dr. Adolf Wilhelm Wolff 
(II D 25), Dr. Ferdinand Adolf Wilda (IV D 57), Dr. Christian Peter Jessen 
(IV D 82). V. 



176 



1908/ 



1894/1903. 



1904/06. 



thekar (Tit.), 3. März 1894 Oberbibliothekar, 24. Okt. 
1903 Bibliotheksdirektor; f 10. Okt. 1907. 
14. Frantz, Johann, geb. 27. Okt. 1859 in Berlin; Dr. phil. 
München 2. März 1883; Hilfsarbeiter an der Bibliothek 
der Gehestiftung in Dresden seit Aug. 1884, Volontär an 
der Universitätsbibliothek Breslau 20. März 1885, Assistent 
ebenda 1. Juni 1885, an der Berliner Königl. Bibliothek 
1. April 1887, Hilfskustos ebenda 1. Juli 1891, Ober- 
bibliothekar 21. Mai 1902; stellvertr. Bibliotheksdirektor 
in Kiel 1. Mai 1907, Bibliotheksdirektor 1. März 1908. 

b) Oberbibliothekare (unter einem Bibliotheksdirektor). 



1. Wetzel, August (oben a 13). 

2. Schröder, Richard, geb. 5. Juni 1861 in Hamburg; Dr. 
phil. Göttingen 27. Juli 1885; Hilfsarbeiter in Göttingen 
1. April 1886, etatsmäßiger Hilfsarbeiter 15. Mai 1888, 
Kustos (Bibliothekar) 1. Sept. 1891, an der Universitäts- 
bibliothek Berlin 1. April 1895, an der Königl. Bibliothek 
ebenda 1. April 1902, gleichzeitig mit Leitung der Arbeiten 
zur Herstellung des Gesamtkatalogs der preußischen Biblio- 
theken beauftragt, Oberbibliothekar 24. Febr. 1902; 1. Febr. 
1904 zum Oberbibliothekar in Kiel ernannt; f 16. Febr. 1906. 

3. Kemke, Johannes, geb. 20. Jan. 1863 in Königsberg i. Pr. ; 
1908/14. Dr. phil. Bonn 11. Aug. 1884; Volontär in Göttingen 

1. Okt. 1888, Hilfsarbeiter (Assistent) an der Königl. 
Bibliothek Berlin 1. Okt. 1891, Hilfsbibliothekar ebenda 
1. Juli 1894, Bibliothekar 1. April 1898, Göttingen 1. April 
1901, Kiel 17. März 1908 (vom 1. April ab), Oberbiblio- 
thekar (Tit.) 15. Juli 1908; 6. Nov. 1914 (zum 1. Jan. 
1915) nach Königsberg i. Pr. versetzt. 

4. Weber, Ernst, geb. 29. Okt. 1863 in Weimar; Dr. phil. 
1909/13. Leipzig 28. Okt. 1887; Hilfsbibliothekar an der Königl. 

Bibliothek Berlin 1. Okt. 1888, Assistent (Hilfsbibliothekar) 
1. Juli 1891 ; Bibliothekar in Kiel 1. April 1898, Ober- 
bibliothekar (Tit.) 28. Juni 1909; nach Halle versetzt 
1. Okt. 1913. 

5. Dinse, Paul, geb. 6. Sept. 1866 in Hamburg; Dr. phil. 
1910/14. Berlin 15. Juni 1893; Volontär an der Königl. Bibliothek 

Berlin 16. Nov. 1893, Assistent 15. Nov. 1895, beurlaubt 



177 

an die Bibliothek des Statist. Amtes der Stadt Berlin 
14. Mai 1897, Leiter der Stadt. Volksbibliothek in Cliar- 
lottcnbiirg 1. April 1898, Kustos am Institut und Museum 
für Meereskunde in Berlin 26. Mai 1900; 1. April 1910 als 
Bibliothekar nach Kiel versetzt; Oberbibliothekar (Tit.) 
21. Dez. 1914. 

c) Kustoden und Bibliothekare (Unterbibliothekare) 
unter einem Direktor. 

1. Arpe, Daniel Wilhelm, zugleich Syndikus. 1771. 

2. Kordes, Berend (oben a 9). 1793/97. 

3. Baden, Torchel (IV C 36), zweiter Kustos. 1795/97. 

4. Ratjen, Henning (oben a 11). 1826/.S3. 

5. Vöge, Adam, 1855 Gehilfe an der Universitätsbibliothek, 

1868 erster Kustos, 1876 pensioniert (II D 30). 186876. 

6. Alberti, Eduard, Michaelis 1857 Gehilfe, 1. April 1868 
zweiter Kustos (IVD77j, 1. April 1894 in den Ruhestand 1868/94. 
getreten. 

7. Redslob, Theodor Moritz, geb. 4. Nov. 1849 in Hamburg; 

Dr. phil. Kiel 1872, dann vorübergehend an der Stadt- 1877/79. 
bibliothek in Hamburg beschäftigt, 1873 — 77 Assistent 
an den Universitätsbibliotheken in Göttingen und Königs- 
berg; 1877 — 79 erster Kustos in Kiel; 1880 — 81 Erzieher 
in der Schweiz, 1882—85 Vorsteher der höheren Bürger- 
schule in Guntersblum, 1885 — 1903 Lehrer an Hamburger 
Privatscliulen ; lebt in Hamburg. 

8. Schwenke, Paul, geb. 20. März 1853 in Langendembach 
(Sachsen-Weimar); Dr. phil. Jena 15. Aug. 1874; 1. Febr. 1879/87. 
1875 Hilfsarbeiter, 1. Nov. 1875 etatsraäßiger Assistent 

und 1. Mai 1876 Kustos an der Universitätsbibliothek in 
Greifswald; 1. Jan. 1879 erster Kustos in Kiel; 20. Okt. 
1887 Unterbibliothekar mit dem Titel Bibliothekar in Göt- 
tingen, 1. Juli 1893 Bibliotheksdirektor in Königsberg, 
12. April 1899 Abteilungsdirektor an der Kgl. Bibliothek 
Berlin, I.April 1906 Erster Direktor; 11. Dez. 1905 Geh. 
Regierungsrat. 

9. Wetzel, August (oben a 13 und b 1). 1886/94. 

12 



178 



10. Kochendörffer, Karl, geb. 16. Mai 1857 in Kassel; Dr. 
1887/91. pliil. Straßburg 9. März 1881 ; Hilfsarbeiter an der Stau- 
dischen Landesbibliotbek in Kassel 15. März 1881, etats- 
niäßiger Assistent ebenda 1. Jan. 1882, außerord. Hilfs- 
arbeiter an der Paulianischen Bibliothek in Münster 1. Jan. 
1886, etatsmäßiger Hilfsarbeiter ebenda 1. Juli 1886; dritter 
Kustos an der Bibliothek in Kiel 15. Nov. 1887; 1. Aug. 
1891 nach Marburg versetzt, Oberbibliothekar in Königs- 
berg 1. Okt. 1899, in Marburg 1. Okt. 1906, beurlaubt 
seit 1. Okt. 1907, trat in den Ruhestand 31. März 1909; 
1 14. Aug. 1910. 

11. Nörrenberg, Constantin, geb. 25. Aug. 1862 in Dormagen 
1891/1904. (Kreis Neuß); Dr. phil. Gießen 8. März 1884; I.Jan. 1886 

Hilfsarbeiter an der Kgl. Bibliothek in Marburg, 1. Nov. 
1889 an der Kgl. Bibliothek Berlin; 15. Sept. 1891 dritter 
Kustos (Bibliothekar) in Kiel; 1. Mai 1904 Stadtbiblio- 
thekar in Düsseldorf, Titel Direktor (der Landes- und 
Stadt-Bibliothek) 25. Sept. 1911. 

12. Runge, Hermann, geb. 14. Sept. 1863 in Essen bei Witt- 
1891/98. läge (Prov. Hannover); Dr. phil. Halle 11. Febr. 1887; 

Volontär an der Universitätsbibliothek Berlin 19. Okt. 1885, 
Assistent (Hilfsbibliothekar) das. 1. Jan. 1887; Bibliothekar 
in Kiel 1. April 1894; 23. Juni 1898 nach Greifswald 
versetzt, 14. Juli 1906 Oberbibliothekar, 1. Okt. 1910 nach 
Göttingen versetzt. 

13. Wischmann, Walter, geb. 23. Nov. 1859 in Wismar; 
1897/190.5. Dr. phil. Berlin 12. Okt. 1887; Volontär in Kiel 7. Mai 

1888; Assistent in Breslau 21. Nov. 1892, Hilfsbibliothekar 
1. April 1894; Bibliothekar in Kiel 30. Juni 1897 (vom 
1. April ab); f 3. Sept. 1905. 

1898/1909. 14. Weber, Ernst (oben b 4). 

15. Otto, Paul, geb. 10. Aug. 1873 in Holzminden; Dr. phil. 
1904. Göttingen 10. Nov 1897 ; Volontär an der König]. Bibliothek 

Berlin 17. Mai 1899, Assistent 13. Juli 1901, Hilfsbiblio- 
thekar 1. Okt. 1903; Bibliothekar in Kiel 16. Mai 1904; 
vom 1. Febr. 1910 ab zur kommissarischen Leitung der 
Bibliothek des Kaiserl. Patentamtes nach Berlin berufen. 



179 

16. Lüdtke, Willy, geb. 4. Nov. 1875 in Körlin (Reg.-Bez. 
Köslin); Dr. phil. Greifswald 10. April 1897; Volontär 1906/ 
an der Königl. Bibliothek Berlin 5. Okt. 1898, Assistent 
ebenda 13. Juli 1900; Hilfsbibliothekar in Kiel 1. April 

1902 (Antritt nach Beurlaubung als Stipendiat des Archäolog. 
Instituts 1. Okt. 1902), Bibliothekar 1. Jan. 1906. 

17. Kemke, Johannes (oben b 3). 1908. 

18. Vogel, Walter, geb. 23. Aug. 1875 in Berlin; Gerichts- 
referendar 1899—1903, Dr. jur. Rostock 25. April 1903; 1908/10. 
Volontär an der Königl. Bibliothek Berlin 22. Juni 1903, 
Göttingen 26. Juli 1904, Assistent ebenda 25. Nov. 1905, 

in Kiel 1. Jan. 1906; das. Hilfsbibliothekar 1. April 1906, 
Bibliothekar 1. Okt. 1908; 1. April 1910 an die Königl. 
Bibliothek Berlin versetzt. 

19. Dinse (oben b 5). 1910/14. 

20. Prochnow, Georg, geb. 12. April 1877 in Landsberg 

a. d. W. ; Dr. phil. Marburg 28. Aug. 1901, philologische 1913/ 
Staatsprüfung 21. Febr. 1902, Volontär an der Universitäts- 
bibliothek Breslau 23. Mai 1902, Göttingen 1. Juni 1903, 
Assistent ebenda 26. Aug. 1905, beurlaubt nach der Düssel- 
dorfer Landesbibliothek bis 31. März 1906, Hilfsbibliothekar 
in Greifswald 1. April 1906; Bibliothekar in Kiel 1. Okt. 
1913. 

d) Bibliotheksgehilf en ^) und Hilfsbibliothekare. 

1. Osenbrüggen, Eduard (II D 23). /1843. 

2. Wulff, Friedrich Berend Jakob, geb. 25. Juni 1812 in 

Kiel; 1839 Kandidat des Predigtamts, 1840—43 außerord. 1840/43. 
Gehilfe an der Universitätsbibliothek, 1849 — 50 Oberzahl- 
meister der schlesw. -holst. Marine; f 17. Sept. 1865 in 
Hamburg. 

3. Muilenhoff, Karl Victor (IV A 73). 1843/46. 

4. Vollbehr, Eduard (IV D 64). 



') Bei dem Mangel aktenmäßiger Nachweise konnten bei Volbehr aus 
den letzten 40 Jahren nur Nr. 1 — 12, jedoch zum Teil ohne genaue Zeit- 
bestimmung, genannt werden. 

12* 



180 



1848. 



1849/55. 



1855/68. 
1857/68. 
1877/86. 

1886/87. 



1886. 

1887/88. 
1889/96. 



5. Jessen, Peter Hinrich, geb. 28. Okt. 1817 zu Quars (Kreis 
Apeiiradej; Dr. phil. Kiel 28. Olft. 1841, 11. März 1846 Kolla- 
borator an der dortigen Gelehrtenschule, 28. Sept. 1853 Rektor 
in Glückstadt, seit Ostern 1864 Direktor des Gymnasiums 
in Hadersleben, trat Ostern 1889 mit dem Charakter als 
Geh. Regierungsrat in den Ruhestand; j 6. Aug. 1892 
in Kiel. 

6. Volbehr, Johann Christian Heinrich, geb. 25. Dez. 1824 
in Kiel; 1849 Kandidat des höheren Schulamts, Offizier im 
schlesw. -holst. Kriege, 1854 Hilfslehrer am Gymnasium in 
Altona; 1855 Gymnasiallehrer in Rendsburg, 1864 Kolla- 
borator in Hadersleben, 1870 zweiter Oberlehrer an der 
Domschule in Schleswig, 1878 Prof., 1883 erster Ober- 
lehrer, Ostern 1887 pensioniert; f 29. Mai 1887. 

7. Hamann, Andreas Christian, geb. 30. Nov. 1823 in Stubben- 
dorf; 1850 Kandidat des Predigtamts, 4. Juni 1855 Pastor 
adj. Ministerii in Kiel, 17. Nov. 1864 Hauptpastor in 
Eckernförde, 9. Juli 1871 Pastor in Hohenaspe; f daselbst 
26. Nov. 1891. 

8. Vöge, Adam (oben c 5). 

9. Alberti, Eduard (oben c 6). 

10. Wetzel, August (oben a 13, b 1, c 9). 

11. Solf, Wilhelm Heinrich, geb. 5. Okt. 1862 in Berlin; Dr. 
phil. Halle (oriental. Philologie) 28. Jan. 1886; 1. Febr. 
1886 Volontär, 1. Mai 1886 bis 30. April 1887 Hilfs- 
arbeiter an der üniversitäts- Bibliothek in Kiel; studierte 
Persisch und Hindustani am orientalischen Seminar in 
Berlin bis 1889; 1889 — 91 attachiert dem Generalkonsulat 
in Kalkutta; Kammergerichtsreferendar 1893, Groß- 
herzogi. Sächsischer Gericlitsassessor 1896, Assessor im 
Auswärtigen Amt bis 1898, Bezirksrichter in Daressalam 
1899, Präsident der Munizipalität in Apia 1899—1900, 
Gouverneur von Saraoa 1900 — 11, Wirklicher Geheimer 
Rat und Staatssekretär des Reichs-Kolonialamts 20. Dez. 
1911. 

12. FIck, Richard, geb. 7. Febr. 1867 in Schwartau (Fürsten- 
tum Lübeck); 1. Okt. bis 31. Dez. 1886, 1. Mai 1887 bis 
1. Okt. 1888 und 1. Okt. 1889 bis 31. Dez. 1896 Hilfs- 



181 



arbeiter an der Universitätsbibliothek Kiel; Dr. phil. Kiel 
14. Aug. 1888; Hilfsbibliothekar an der Kgl. Bibliothek 
Berlin 1. Jan. 1897, Bibliothekar 1. April 1897, beurlaubt 
zur Leitung des Gesamtkatalogs der preußischen Bibliotheken 
1. Jan. 1904, Oberbibliothekar 13. Nov. 1905. 

13. Meisner, Rudolf, aus Glogau; Dr. phil., 1. Mai 1887 

auf kurze Zeit als Volontär beschäftigt. 1887. 

14. Ohlrich, Hans, geb. 10. März 1864 zu Stadthausen (Kreis 
Wehlau); Dr. phil. Jena 25. Sept. 1888; Volontär Königs- 1894/99. 
berg 1. Okt. 1890, Assistent 24. Juli 1894, Hilfsbiblio- 
thekar (Assistent) in Kiel 19. Febr. 1897 (vom 1. April 

ab); 28. Juni 1899 (zum 1. April 1900) nach Königsberg ver- 
setzt, Bibliothekar ebenda 1. April 1901, Oberbibliothekar 
1. Juli 1912. 

15. Sass, Johann, geb. 22. Dez. 1867 in Koldenbüttel (Kreis 
Eiderstedt); Dr. phil. Berlin 30. Juni 1892; Hilfsarbeiter 1897/1901. 
in Kiel 1. Dez. 1892, Volontär 20. Jan. 1894, Assistent 

31. Mai 1895, Hilfsbibliotliekar 1. April 1899 bis 15. April 
1902, dann zum Bibliothekar an der Universitätsbibliothek 
in Berlin ernannt, an die Bibliothek des Auswärtigen Amtes 
beurlaubt und mit deren Reorganisation beauftragt 9. Dez. 
1906, Oberbibliothekar (Tit.) 21. Dez. 1914; I.Jan. 1915 
zum ständigen Hilfsarbeiter im Auswärtigen Amt und Vor- 
stand der Bibliothek ernannt. 

16. Lüdtke, Willy (oben c 16). 1902/06. 

17. Vogel, Walter (oben c 18). 1906/08. 

18. Pelka, Wilhelm, geb. 21. Febr. 1879 in Königsberg i. Pr. ; 

Dr. phil. ebenda 10. Dez. 1903; Volontär in Königsberg 1910/11. 
23. Febr. 1907, in Göttingen 1. März 1908, Assistent 
ebenda 22. Febr. 1909, nach Münster versetzt 1. Juni 
1909; 1. Febr. 1910 zur Vertretung des Bibliothekars Otto 
(c 15) nach Kiel versetzt; Hilfsbibliothekar in Marburg 
(unter Belassung in Kiel) 1. Nov. 1911, an der Stadt- 
bibliothek Königsberg 1. Okt. 1913, Bibliothekar und 
Archivar ebenda 1. Jan. 1914. 



19. Drahn, Hermann, geb. 25. Sept. 1884 in Danzig; wissen- 
schaftl. Hilfsarbeiter an der Universitätsbibliothek Greifs- 
wald 1. Febr. 1909; Dr. phil. Greifswald 23. Febr. 1910; 



1915/ 



182 



1895/99. 



1901/02. 



1901. 



1904/05. 



1906. 



1907. 



Volontär ebenda 1. April 1911; nach Göttingen versetzt 

1. April 19.12; Assistent 17. März 1913; an die Königl. 
Bibliothek Berlin versetzt 15. Mai 1913, an die Universitäts- 
bibliothek Halle 1. Juli 1913, als Hilfsbibliothekar an die 
Universität Kiel 1. April 1915. 

e) Assistenten. 

1. Sass, Johann (oben d 15). 

2. Lecke, Johannes, geb. 18. März 1864 in Norden (Han- 
nover); Dr. med. Göttingen 13. März 1889, prakt. Arzt zu 
Groß-Munzel und Bremen 1889—98; Volontär Göttingen 

2. Juni 1898, Assistent 14. Juli 1900, Kiel 10. Mai 1901, 
mit Katalogisierung der Bibliothek der Sternwarte beauf- 
tragt; 4. Aug. 1902 Hilfsbibliothekar an der Kgl. Bibliothek 
Berlin, 1. April 1905 Bibliothekar in Königsberg, gleich- 
zeitig beurlaubt an die Kgl. Bibliothek Berlin, Bibliothekar 
daselbst 1. April 1906, beurlaubt an das Auskunftsbureau 
1. April 1913. 

3. Priesack, Julius, geb. 30. Sept. 1865 in Elberfeld; Dr. 
phil. Göttingen 29. Sept. 1893; ordnete 1894—1898 das 
Archiv der Stadt Göttingen; Volontär in Göttingen 2. Juni 
1898, Assistent ebenda 14. Juli 1900; dann (vertretungsweise 
für Sass, oben d 15) vom 4. Okt. 1901 ab in Kiel; 19. Dez. 
1901 zum Hilfsbibliothekar an der Kgl. Bibliothek Berlin 
ernannt, 1. April 1905 nach Göttingen versetzt, beurlaubt 
an das Preußische Historische Institut in Rom; f 5. Juli 1906. 

4. Daffis, Hans, geb. 6. Mai 1876 in Berlin; Dr. phil. München 
8. Febr. 1899; Volontär in Göttingen 3. Jan. 1902, 
Assistent ebenda 9. April 1904; Assistent in Kiel 18. Aug. 
1904; Hilfsbibliothekar an der Kgl. Bibliothek Berlin 1. Jan. 
1905, Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Berlin 
1. Mai 1906. 

5. Vogel, Walter (oben c 18 und d 17). 

6. Vanselow, Otto, geb. 24. Juli 1880 in Neustettin; Dr. 
phil. Heidelberg 5. Febr. 1904; Volontär an der Univer- 
sitätsbibliothek Berlin 25. April 1905, Assistent ebenda 
16. Febr. 1907, in Kiel 20. April 1907; am 1. Nov. 
1907 nach Berlin versetzt und an die Bibliothek des Kgl. 



183 

Histor. Instituts in Rom beurlaubt (bis 1. Okt. 1910), 
dann an die Universitätsbibliothek Berlin (3. Nov. 1908 
bis 30. Sept. 1909); 1. Nov. 1912 Bibliothekar ebenda. 

f) Volontäre. 

1. Schütze, Paul (IV D 110). 1883/84. 

2. Solf, Wilhelm Heinrich (oben d 11). 1886/87. 

3. Wischmann, Walter (oben c 13). 1888/92. 

4. Friese, Karl, geb. 31. Okt. 1863 in Berlin; als cand. hist. 
Hilfsarbeiter in Kiel 1. Okt. 1888, dann 1. Okt. 1889 1889/91. 
zweiter Volontär; Dr. phil. Kiel 15. Nov. 1890; 15. Okt. 

1891 zur Königl. Bibliothek Berlin übergetreten, das. 
Assistent 13. Juli 1894, Hilfsbibliothekar 1. Okt. 1895, 
Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Berlin 1. April 
1899, Oberbibliothekar ebenda 28. Juni 1909. 

5. Sass, Johann (oben d 15 und e 1). 1894/95. 

6. Pescheck, Paul, geb. 4. April 1877 in Minden i. W. ; 

Dr. jur. Jena 13. März 1905; Volontär Kiel 1. April 1905, 1905/06. 
Göttingen 1. April 1906, Assistent Halle 4. Nov. 1907, 
Hilfsbibliothekar an der Königl. Bibliothek Berlin 1. April 
1908, gleichzeitig beurlaubt nach Halle; Bibliothekar Breslau 
1. Okt. 1909. 

7. Simon, Otto, geb. 27. Mai 1881 in Groß- Ammensieben (Reg.- 

Bez. Magdeburg); Dr. phil. Halle 3. April 1906; Volontär 1907/08. 
in Kiel 17. Juni 1907 bis 1. April 1908, dann Assistent 
in Göttingen 10. Juli 1909, ausgeschieden 1. Juni 1910, 
übergetreten zum Schuldienst; 1. Okt. 1912 wissenschaftl. 
Hilfslehrer in Langensalza, 1. April 1913 Oberlehrer an 
der Oberrealschule in Delitzsch. 



]84 



Berichtigungen, Druckfehler und Zusätze. 



Zu S. 15 Nr. 9: Andreas Weber wurde 1769 (29. Dez.) ord. 
Prof. in der philos. Fakultät (am gleichen Tage wie Faber, 
IV A 38, und Liungberg, IV A 39). 

Zu S. 35/36: Die auf S. 35 abgedruckte Anmerkung gehört 
zur S. 36 Zeile 4. 

Zu S. 39 Nr. 58 und S. 41 Nr, 68 verdanke ich Herrn Geh. 
Justizrat Prof. Dr. Landsberg in Bonn die Mitteilung, daß 
Bechmann am 3. Nov. (nicht 1. April) 1879 und Schloss- 
mann am 18. Sept. (nicht Okt.) 1874 ord. Professoren in 
Bonn wurden. 

Zu S. 42 — 44: Lehrer an der Marine- Akademie waren nach 
deren Auskunft auch: Niemeyer (Nr. 73) Herbst 1894 bis 
Frühjahr 1903, Triepel (Nr. 76) Herbst 1910—13, van 
Calker (Nr. 80) Herbst 1913 bis Frühjahr 1914, Hasbach 
(Nr. 81) Herbst 1894 bis Frühjahr 1897 und Harms (Nr. 82) 
Herbst 1909 bis Frühjahr 1914. 

Zu S. 55 Nr. 46 Zeile 7 bei Fr. Hoffmann muß es in der 
Klammer heißen : IV D 163 (statt 162). 

Zu S. 57 Nr. 10: Fr. Chr. Struve ist am 27. Juli 1717 in 
Prenzlau geboren. 

Zu S. 71 Nr. 20: G. A. Michaelis war der Vater des Archä- 
ologen und klassischen Philologen A. Th. Fr. Älichaelis 
(IV D 83). 

Zu S. 96 Nr. 37 ist bei Andreas Weber am Rande zu lesen: 
1769/81 (statt 1770/81); vgl. oben zu S. 15 Nr. 9. 

S. 99 Nr. 50 bei Heinrich vorletzte Zeile lies 1804 (statt 1904). 

S. 128 Nr. 3 : Kobold (dessen Fahnenabzug leider verspätet 
eintraf) habilitierte sich am 21. (nicht 22.) Febr. 1888 
und wurde außerord. Prof. in Kiel am 18. (nicht 21.) 
Okt. 1902, etatsmäßig am 24. (nicht 29.) April 190S. 

S. 135 Nr. 79: der Name heißt Schum (nicht Schumm). 



Alphabetisches Namen-Verzeichnis. 



Die Vornamen sind nur bei gleichem Nachnamen angegeben (abgekürzt). 
Die Zusätze in Klammern deuten die Fakultät (I— IV) nebst Unterabteilung 
(A— D) bezw. die Gruppe (A— C) und Untergruppe (B a— f, C a— fi des 
Nachtrags (V) an. W. 



Seite 

Ackermann (III All). . . . 57 
Adickes (IV C 87) ... 136, 157 

Adler (IV A 91) 137 

Ahlmann (IV D 66) 148 

Aichcl (III D 117) 91 

Alberti(IVA77,VCd9) 150, 177, 180 

Albrecht (III D 50) 81 

Amthor (II A 13) 27, 45 

Anschiitz (III A 53) 67 

Apel (V B f 1) . . . . . . .172 

Apstein (IV D 132) 158 

d'Arbemon, der Ältere (IV A 24, 

V A 7) . . . . 94, 129, 165 
d'Arbemon, der Jüngere (V B a 4) 170 
Arpe, D. W. (V C c 1) . . . . 177 
Arpa, P. F. (II A 15i . . . 28, 49 
Asmussen (I D 8, IV D 46) 19, 146 

Backhaus (IV A 93) 109 

Baden (IV C 36, V C c 3) . 131, 177 

Baethgen (I C 20) 16, 21 

Baggesen (IV C 42, V A 24) 132, 166 

Bnlemann (IV C 23) 130 

Balla (I D 28) 22 

V. Bille iVBc6). 171 

Bartels (III A 35) 63, 78 

Bau. reisen (III D 102) .... 89 

Bau-n (III D 91) 87 

Bauiugarten, M.(ID 14. IVD 55)20, 147 
Bauingarten, (I A 53) . . . 12 
V. Bechmann (III A 58) . 39, 184 

Becker (IV D 147) 160 

Bchn (III A 27) 61, 77 



Seit© 

Behr (III D 99) 88 

Behrens, S. J. G. (II D 9) . . . 49 
Behrens, Th. H. (IV D 89). . . 152 

Bendixen (IV D 42) 145 

Benecke (IV C 99) ... 138, 158 
Berend, (IV C 94) . . . . 137, 154 
Berger. A. E. (IV C 92) ... 137 
Berger, Ch. J. (III A 13) . . . 58 
V. Berger, J. E. (IV A 53) . . . 99 

Bergstedt fV B b 3) 171 

Bering (III D 94) 87 

Bernhard (IV A 160) 123 

Beseler (II D 41) 54 

Bethe (III A 57) 68 

Bickel (IV C 102) 139 

Bielfeld (IV D 25) 143 

Bier (III C 40) 74, 82 

Biltz (IV C 88) .... 136, 158 

Birk (III D 109) 90 

Bitter (III D 106) 89 

Blass (IVA 113) . . . . 114, 134 
Bockendahl (III C 28) . . . 72, 80 

Böhme (III D 105) 89 

Böttiger (V B b 1) 170 

Bonnefond (V B d 3) 172 

Bosse (I C 22) 17 

Braasch (IV D 90) 152 

Brandes (III D 111) 90 

Brandis (III A 18) 59 

Brandt. H. (V B a 11) . . . .170 
Brandt, K. (IV A 124) .... 116 
Brandt, R. (V B a 12) . . . . 170 
Brauns (IV A 153) 122 



186 



Seite 

Bredenkamp (I B 1) 14 

Breithaupt (IV C 5) 128 

Bremer (II A 63) 40 

Brinkmann, A. H. T. (II D 27) . 51 

Brinkmann, H. R. (II A 42) . 35, 45 

V. Brockdorff, Baron (IV D 165) 162 

Bröckel (II A 26) . . 

Bröcker (IV D 54) . 

Brockhaus (II A 64) . 

Brodersen, R (IV D 35) 

Brodersen, Th. (V B f 5) 

Bromeis (IV D 73) . 

Brüning (V B a 2^ . 

Bruns (IV A 130) . . 

Buchner (IV D 124) . 

V. Buchwald (V A 28) 

Bücking (IV A 115) . 

Burchardi, Ch. M. (III C 3) 

Burchardi, G. Ch. (II A 43) 

Burchardi, R. J. (II D 31) 

V. Burckhard (II A 65) 

Busolt (IV A 114) . 

Büttel (IV D 75) . . 



118 



6) 



114 



114 



43 



31 

146 

40 

144 

174 

149 

169 

135 

157 

167 

134 

70 

35 

52 

40 

134 

149 



171 
184 
143 
170 
30 
156 
102 
143 



Callau (V B c 2) . . 
van Calker (II A 80) . 
Callissen (IV D 26) . 
Carbon de Levy (V B a 
V. Carrach (II A 24) . 
Cauer (IV D 120) . . 
Chalybäus (IV A 62) 
Christiani, J. W. (IV D 21) 
Cbristiani, W. E. (IV A 36, V C 

a8) ... 96, 129, 142, 175 
Christiansen, B. K. S. (II C 23) 46, 51 
Christiansen, J. (II A 47) 36, 46, 50 

Chrysander (I A 18) 4 

Claisen (IV A 142) 120 

Classen (IV D 38) 145 

Claudius (III D 31) 79 

Claussen (IV A 12) 93 

Clauswitz (IVD 11) 142 

Clement (IV D 58) . . . . . 147 

Cohn (III D 97) 88 

Cohnheim (III A 40) 64 

Colberg (III A 37) 64 

Coopmanns (III C 12) .... 70 



Seite 
Cramer, A. W. (II A34) .32, 45, 49, 175 
Cramer, J. A. (I A 19) . . . . 4 



Cramer, J. W 

Cramer, K. F. (IV A 44) 
V. Criegern (III D 85) . 
Curtius, G. (IV A 71) . 
Curtius, N. (V A 1) . . 
Curtius, Th. (IV A 129) 

Daehnhardt (III D 44) 
Daenell (IV C 100) . 
Daffis (V C e 4) . . 
Dahl (IVD 112) . . 
Dahlmann (IV C 43) . 
Darbishire (IV D 130) 
Dassow (I A 9) . . 
Deckmann (III A 23) 
Deetjen (III D 74) . 
Dehn (IV C 106) . . 
Deussen (IV A 126) . 
Dieterici (IV A 161) . 
Dietzel (II A 56) . . 
Dillmann (IV A 78) . 
Dilthey (IV A 89) . 
Dinse (V C b 5) 
Dohle (III B 2) 
Dohrn (III D 35) 
Dorn (II A 20) . 
Dorner (I A 34) 
Dove (II A 59) . 
Drahn (V C d 19) 
Dreis (IV D 68) 
Dreyer (II A 21) 
Droysen (IV A 63) 
Ducroy (V A II) . 
Dümmler (II D 12) 
V. Düring-Pascha (III C 
Dumesny (V B d 4) 
Dumont (V A 42) . 



Ebeling (IV A 178) 
Ebert (IV A 135) . 
Eckermann (I A 25) 
Eckert (IV D 143) 
Edlefsen (III C 30) 
Eggers (IV D 29) . 
Ehlers (IV A 42) . 



42) 



138 



132 



139 



1692 

98, 130 

85 

104 

165 

117 



80 

158 

182 

155 

144 

157 

3 

60 

83 

160 

117 

124 

38 

106, 133 

. 108 

76, 177 

69, 82 

. 79 

. 29 



39 
182 
148 

29 
102 
165 

49 

74 
172 
169 



. 127 
. 119 
. 6 
. 159 
72, 80 
. 144 
. 97 



187 



Seite 

Eichhorn (I C 25) 17 

Eichler (IV A 96) 110 

Eirnbke (III D 8) 76 

Elend (II C 7) 45, 49 

Emmerling (IV D 93) . . . . 153 

Engler (IV A 106) 112 

Erdmann, B. (IV A 109) . 113, 134 
Erdmann, 0. (IV A 128) . . .117 
V. Esmarch (III A 34) . . .63, 78 



Faber (IV A 38) 97 

Fabricius (IV A 41) 97 

Falck, F. A. (III C 33) . . . 73, 80 
Falck, N. N. (II A 39) . . . 34, 45 
Feist (IV C 110) . . . . 140, 158 

zum Felde (I A 10) 3 

Fester (IVA 159) 123 

V. Feuerbach (II A 36) . . . . 33 

Fick (V C d 12) 180 

Ficker (I A 57) 13 

de Fine Olivarius (III C 10, V A 16) 

45, 166 
Fischer, B. J. (III A 47) . . 66, 81 

59 

113 

152 

65 

167 

166 

21 

113 

145 

162 

70 

174 

. 70 

3, 15 

. 50 

. 6 

. 144 

. 11 

42, 47 

. 176 

. 68 

. 62 

. 164 



Fischer, J. L. (III A 16) . 
Fischer, Th. (IV A 108) . 
T. Fischer-Benzon (IV D 85) 
Fleraming (III A 43) . . . 

Flor (V A 27) 

Florentinus (V A 17) . . 

Fock (I D 15) 

Förster (IV A 112) . . . 
Forchhammer (IV A 66) 103, 133 
Fränkel (IV D 161) . 
Franck, B. M. (III C I) 
Franck, Chr.(IA4, VCa3)l, 
Franck, G. (III C 5) . . 
Franck. W. Ch. (I A 11) . . 
Francke, A. W. S. (III D 18) 
Francke, G. S. (I A 28) 
Francke, J. V. (IV D 34) 
Franke, A. H. (I A 48) 
Frantz, A. (II A 74) . 
Fraiitz, J. (V C a 14) 
Franz (III A 55) . . 
V. Fierichs (III A 31) 
Freudenberg (IV D 177) 



15, 



Fricke. G. A. (I A 39) 
Fricke, J. H. (II A 25) 
Fricke, K. W. (III D 47) 
Fricke, R. (IV D 121) 
Friedberger (V A 3) 
Friedlieb (II C 25) 
Friedrich (III C 41) 
Friese, K. (V C f 4) 
Friese, M. (I A 12) 
Fuhrmann (I A 24) 



Seite 
9 
. 31 
. 80 
. 156 
. 165 
47, 51 
. 74 
. 183 
. 3 
6, 16 



de Fumars (IV C 26, V A 14) 130, 166 



Gadendam (III A 22) .... 30 

Gamst (V B f 2) 173 

Gargan (V A 10) 165 

Gaßner (IV D 173) 163 

Gauthey de Gouths (V A 38) . . 168 

Gebauer (IV C 104) 139 

Gentzke (IV A 25) ... 95, 129 

Gering (IV A 125) 117 

Gerulanos (III D 70) 83 

Geyser, A. J. J. (III D 9) ... 76 
Geyser, S. G. (I A 22) . . . . 5 

Gillet (V B a 8) 170 

Girtanner (II A 52) 37 

Glävecke (III D 63) 82 

Glogau (IVA 118) 115 

Gmelin (HC 36) 48 

Göbell (III D 76) 83 

Götz (III A 32) 63 

Götzsche (VA 25) 167 

Gottsche (IV D 100) 154 

Gough (VA 39) 168 

Grabau (III D 19) 77 

Grädener (V B e 2) 172 

Gräfe (I A 50) 12 

Gramm (IVA 5) 92 

Grave (V B a 5) 170 

Greßmann (I D 24) 22 

Griesinger (III A 30) 62 

Groß (III D 82) 85 

Grossmann (IV D 141) .... 159 

Groth (IVD81) 151 

Günther (III A 25) 60 

V. Gutschmid, Freiherr (IV A 84) 

107, 133 



Seite 
Haas (IV Bl) . . .. 127, 135, 154 

Hänel (II A 57) 38 

Hagen (IV DIU) 155 

Hamann (V Cd 7) 180 

Handelmann (IV A 76) . . . .150 

Haue (IA16) 4, 15 

Hannemann (IV A 10) . . . . 93 
Hanssen (IV A 60) . . . 101, 145 

Hargens (III C 7) 76 

Harms, B. (II A 82, IV A 163) 44, 

124, 184 
Harms, F. (IV A 76) . 105, 133, 147 

Harms, K. (I D 11) 20 

Harpprecht (IIA 16) 28 

Harries (IV A 154) 122 

Hartmann, J. Z. (II A 18) . . . 29 
Hartmann, R. (IV D 176) . . .164 

Harzer (IVA 140) 120 

Hasbach (IIA 81, IV A 134) 43, 118, 

184 
Hasenkamp (HD 45, IV D 160) 54, 162 
Hasenmüller (IVA 13) .... 93 
Hasse, J. Ch. (II D 13) . . . . 49 
Hasse, P. E. (IV C 67) . . 134, 153 
V. Hauch (IV A 68, VA 30) 103, 167 

Haupt (IA46) 11 

Heermann (III D 69) 82 

Heesling (IV C 21, V A 12) 130, 166 

Heffter (IV A 156) 123 

Hegewisch, D. H. (IV A 45) 98, 130 
Hegewisch, F. H. (III C 15) . . 71 

Heiberg (V A 26) 167 

Heincke (IV D 96) 153 

Heine (III A 52) 67 

Heinrich (IV A 50) . . . 99, 184 
v.Heinze,F. A.aiID6,VA36)76, 168 
Heinze, V. A. (IV A 46) 98, 130. 142 

Heise (V A 36) 168 

Heldberg (IV A 9) ... 93, 128 

Helferich (III A 46) 66 

Hell 1692 

Heller, A. (III A 41) 65 

Heller, J. G. (V A 4) . . . .165 
Hennings, J. Ch. (IV A 31, VC a7) 95, 

175 
Hennings, P. (IV D 79) . . . . 150 
Henrici (IV D 86) 152 



Seite 
Hensen, V. (III A 39) . . .64, 80 
Hensen, H. (1110 73) .... 83 
Hensler, Ch. G. (I A 26) . . 6, 16 
Hensler, H. F. Ph. (III D 5) . . 76 
Hensler, Ph. G. (III A 15) ... .58 

Hentze (III D 80) 84 

Hermann (IV C 108) 140 

Hermelink (I C 27) 18 

Herrmann, E. (II A 45) . . . 35, 46 
Hermannsen (III D 26) . . . . 78 

Hertz (IV D 105) 154 

Heubel (II A 17) 29 

Hildebrandt (IV D 172) .... 163 

Himly (IV A 67) 103 

Hinschius (III A 62) 39 

V. Hippel (II D 34) 52 

Hirschfeld (IV A 40) ... 97, 130 

Hobohm (IV D 179) 161 

Hochhaus (III D 61) 82 

Höber (III A 59) ..... 69, 88 

Hoehne (III D 87) 86 

Hölscher (III D 68) 82 

Hoffraann, Fr. (II D 46. TV D 163) 

55. 162, 184 
Hoffmann, G. (IVA 92) . . .109 
Holthausen (IV A 150) . . 121, 137 

Holzapfel (III D 71) 83 

Hoppe-Seyler (III B 1) . 69, 73, 81 
Horrmann (IV D 180) . . . .164 

Hosmann (I A 14) 3, 15 

le Houx (VA 5) 165 

Hughes (VA 41) \68 

Jacob (IVA 172) 126 

Jacobi (IVA 122) 116 

Jacobsen (IVD87) 152 

Jacoby (IV A 157) . 12.3, 138, 160 
Jäger, G. F. (I D 4, IV D 32) . 19, 144 

Jaeger, W. (IV A 181) 127 

Jahn (IVD56) 147 

Jellinek (II C 37) 48 

Jensen (IA31) ... 32. 45, 4;) 
Jessen, Ch. P. (IV D 82) . . .151 
Jessen, P. H. (V C d 5) . . . . 180 
Jessen, P. W., der Ältere (III D 22) 77 
Jessen, P.W.,derJüDgere(IIID 30) 79 
Jetztstein (V B a 1) 169 



189 



Seite 

V. Ihering (IIA 49) 36 

Jirku (ID31) 23 

lugwersen (III C 8j 15 

Jörs (IIA 69) 41 

Johannsen, H 169- 

Johannsen, K. Th. (IV D 39) . . 145 

Juhii (IIA 61) 39 

Johnsen (IVA 169) 125 

Jung (IVA 175) 126 

Jan,4hans (IVA 81) 106 

T. Jürgensen (III C 29) . . . 72, 80 
Justi (IVA 91) 109 



103, 



176, 



35 



46 



Kaeuffelin (IV A 30, V C a 6) 95^ 
Kannegießer (I A 9) . . . 
Käppis (III D 112) . . . 
Karsten, Georg (IV D 127} 
Karsten, Gustav (IV A 69) 
Kauffmann (IV A 138 
Kaufmann (II G 35) 
Kautzsch (IV D 174) 
Kawerau (I A 49) . 
Kehrer (III D 114) 
Kemke (V C b 3) . 
Kein (IV D 157) . 
Kerstens (III A 12) 
Kierulff (II A 44) . 
Kindt (III D 16) . 
Kipp (IIA 72) . . 
Kirchhoff (III D 60) 
Kirchner (1110 22) 
Kittel (ID30) . . 
Klagenberg (V B c 1) 
Klausing" (V Bf 3) 
Klein (III C 47) . 
Kleinfeller (IIA 75) 
Kleuker (I A 27) . 
Klingmüller (III C 44) 
Klose (ID6, IVD40) 
Klostermann. A. (I A 42) 
Klostermann, E. (1 C 26) 
Kniephoff iIV D 4) . . 
Kobold (IV B 3) . . 128 
Kochendörffer (V C c 10) 
Köhler (IV C 20) . . . 
König (III D 116) . . 
JK.önigsmaun (IV C 10) . 



137, 



175 

57 

90 

157 

133 

119 

48 

163 

11 

91 

179 

161 

58 

50 

. 77 

. 41 

. 81 

71, 77 

. 23 

. 171 

. 173 

75, 82 

42, 47 

. 6 

. 74 

145 

10 

22 

141 

184 

178 

130 

91 

129 



19 



18 



Seite 

Körting (IV A 132) 118 

Köster (I A 31) ... . 7 

Kohlmeyer (I D 32) 23 

Kollmaun (110 44) 54 

Konjetzny (III D 113) .... 90 

Kordes (JVC 33, VC a 9) . . .130, 

142, 175, 177 

V. Korff (III D 77) 84 

Kortholt, Gh. (IA2) 1 

Kortholt. S. (IVA 21, V G a 4) 

34, 129, 174 

Kose (IV A 26) 95 

. . 73, 81 
. 136, 156 
... 54 



Kosegarten (III C 37) 
Kreutz (IV C 82) . . 
Kriegsmann (II D 42) 
V. Kries (II A 70) . 
Krohn (IVA 117) . 
Krueger (IVA 111) 
Krümmel (IV A 119) 
Külbs (III D 93) . 
Küster (IV C 103) 
Kunsemüller (V B e 4) 
Kupffer (III A 38) . 



115, 



41 
115 
113 
134 
. . ö7 
139, 162 
. . 173 
. 64, 80 



96, 



135, 
125, 



Liackmann (IV A 32) 
Ladd (V A 43) . . . 
Ladenburg (IV A 95) 
Lafaurie (IV D 70) . 
Lamp (IV G 80) . . 
Landsberg (IV A 170) 
Lange, K. F. (IV D 6) 
Lange, N. B. (IV D 19, V A 21) 

142, 
T. Langenbeck (III A 26) 
Laqueur (IV D 154) . . 
V. Lasauli (IV A 110) . 
Laspeyres (IV A 116) . 
Lecke (V G e 2) . . . 
Lehmann, E. (IV D 158) 
Lehmann, H. 0. (II G 26; 
Lehmann, J. G. (IV A 123) 
Leidig (II D 37) . 
Leipoldt [I A 58) . 
Lempp (I D 27) . 
Lenard (IV A 143) 
Lenel (II A 67) . 
Leo (IV G 68) . . 



47 



129 
169 
109 
149 
154 
138 
141 



166 

61 

161 

113 

114 

182 

161 

, 52 

116 

53 

13 

22 

120 

41 

134 



190 



Seite 
Lidzbarski (IV D 129) .... 157 

Liebner (I A 37) ...... . 8 

Liepmann (II A 78) . . . . 43, 48 

V. Liliencron, Freiherr (IV C 54, 

V A 32) 133, 168 

Linzenmeier (III D 119) ... 91 

Lipsius (I A 41) 9 

Lischwitz (III A 7) 57 

Litzmanu, B. (IV D 107) . . .154 
Litzmann, K. K. Th. (III A 29) . 62 
Liungberg (IV A 39) .... 97 

Lobetanz (IV D I) 141 

Löwe (I D 13) 20 

Lohmann (IV D 123) .... 156 

Logs (V B c 5) 171 

Lorentzen (IV D 72) 149 

Lubarsch (III A 58) 69 

Lubbren (V A 29) 167 

Lübbert (IV A 101) 111 

Lüdemann, C. P. M. (I A 35, IV 

D 52) 8, 16, 20, 146 

Lüdemann, H. (I C 19) . . . 16, 21 
Lüders, A. Fr. (III A 21) . . . 60 
Lüders, H. (IV A 164) .... 124 
Lüdtke (;VCcl6). . . . 179, 181 

Lüthje (III A 54) 68 

Lüttjohann (IV G 72) . . . . 135 
Luther (III A 6) 57, 75 

Maack (VBa 10, f 1) . . 170,173 
Mackensen (IV D 23) . . . .143 

V. JMadai (II A 48) 36 

Maes (III D 11) 76 

Mahr (III D 15) 77 

Majer (II A 29) 31 

Major (III A 2) 56 

Mailing (III D 48) 80 

Manenty (V A 20) 166 

Manier (V A 34) 168 

Mann (II D 48) 55 

March (III AI) 56 

Mark (I A 17) 4 

Marquet (V A 22) ..... 166 
Martensen (V B a 9) .... 170 
Martienssen (IV D 169) . . . .163 

Martini (II A 7) 26 

Martins (IV A 144) 120 



Seite 

Maschke (II D 39) 53 

Matthaei (IV A 151, V B c 6) . 122, 

136, 171 
Matthiessen (IV D 78) . . . . 150 
Mau (I A 33, IV D 47) 8, 16, 19, 146 
Mauritius, E. (II A 1) . . . . 24 
Mauritius, N. (IV 2). . . .128 

May (IV A 17) 94 

Mayer (I A 6) 2 

Mecking (IV A 177) 126 

Meisner (V C d 13) 181 

Mellmann (II A 27) . . . . 31, 49 

Mensing (IV D 142) 159 

Menzel (IV D 168; 163 

Menschen (IV D 2) 141 

Meves (III C 43) 74, 82 

Meyer, A. 0. (IV A 179) . . .127 
Meyer, E. (III D 75) .... 83 
Meyer, H. (III D 103) .... 89 
Meyer, J. Herrn. (IV D 20) . .142 
Meyer, J. Heinr. (I C 10) . . . 15 
Meyerhof (III D 115) .... 91 
Meyer-Rainach (IV D 146) . . 160 
Meyn, A. L. A. (III A 24) . . . 60 
Meyn, K. Gh. L. (IV D 65) . . 148 
Michaelis, A. Th. F. (IV D 83) . 151 
Michaelis, G. A. (III G 20) . 71, 77 
Michaelis, H. (II A 4) . . . . 25 

Michaud (III D 100) 88 

Michelsen (IV A 61) . . . 101, 133 

Mielck (IV D 7) 142 

Milchhöfer (IV A 137) .... 119 

Millet (V A 9) .165 

Milow (IV G 19) . . . . ' . . 129^ 
Mitscherlich, E. A. (IV D 137) . 158 
Mitscherlich, W. (IV D 155) . . 161 
Möbius, A. Th. (IV A 83, V A 37) 

107, 168 
Möbius, K. A. (IV A 88) . . .108 
Möller, E. W. (II A 44) '. . . 10 
Möller, H. (IV D 98) .... 153 
Möller, N. (IV A 18) . . 94, 129 
Mohr (IV G 41) .... 132, 144 
Molbech (IV A 77, V A 33) 106, 133, 168 
Moldenhawer, D. G (I A 23, IV 

C 25) 5, 15, 130 

Moldenhawer, J. J. P. (IV C 35) . 13L 



191 



Seite 

Moll (II D 47, IV D 171) . 55, 163 
de la Montagne (V B d 2) . . .172 
MorhoJ (IV A 3; V C a 2) . 92, 174 

Mosheim (IV D 5) 141 

Miihlau (I A 54) 12 

Müllenhoff (IV A 73, V C d 3) . 105, 

133, 147, 179 

Müller, H. (I C 14, IV D 51) 16, 99 

Müller, N. (I D 19) 21 

Müller, R. (III D 95) .... 88 
Müller, W. (III A 36) . . . . 64 

Mahlius (I A 8) 2 

Malert (I D 26) 22 

Mumm (IV C 112) . . . 141, 160 
Musäus, J. D.H. (IIA 30) . . 32, 45 

Musäus, P. (I A 1) 1 

Musäus, S. H. (II A 10, IV A 14) 26, 
45, 49, 93, 128 



130, 



142 
81 
162 
123 
84 
37 
82 



Nasser (IV C 32) . . . 

Neuber (III D 52) . . . 

Neuendorff (IV D 164) . 

Neumann, C. (IV A 155) 

Neumann, R. (III D 78) 

Neuner (II A 53) . . . 

Nicolai (III D 65) . . . 

Niemann (IV A 48) . . 98, 130, 142 

Niemeyer (II A 73) . . 42, 47, 184 

Nissen, D. A. P. (IV D 50) . . 146 

Nissen, N. A. (V B a 7) . . . . 170 

Nissen, Th 1692 

Nitzsch, F. A. B. (I A 43) . . . 10 
Nitzsch, G. W. (IV A 55) . . .100 
Nitzsch, K. W. (IVA 75) 105, 133, 147 

Noack (IVA 152) 122 

Nöldeke (IV A 87) ... 108, 133 
Nörrenberg (V Cc 11) . . . . 178 

Nößke (III D 84) 85 

Nolte (IV C 45) 132 

Nordhausen (IV D 139) .... 159 

Oesterley (IV D 80) 151 

Ohlrich (VCd 14) 181 

Oldenberg (IV A 127) . . . .117 
Olivarius, de Fine, s. Fine. 
Olshausen (IV A 56) . . . 100, 132 

Opet (II D 38) 53 

Opitz, Ch. A. (V C a 5) . . . . 175 



Seit» 

Opitz, H, (I A 7) 2 

Opitz. P. F. (I A 13) ... 3, 18 
Oporin, (I G 7, IV 12) . 15, 129 
Osenbrüggen (II D 23, IV D 53, 

VCd 1) . . .50, 146, 179 

Otto (VCcl5) 178 

Owmann (IV D 3) 141 

Paetz (II C 14) 45 

Pansch (III C 32) 73, 80 

Panum (III A 33) 63 

Pappenheim (II A 71) . . . 41, 47 
Pasch (IC3) . ...... 15 

Paulsen, E. (III D 54) . . . . 81 

Paulsen, P. D. C. (II A 46) . 36, 46 

Pechlin (III A3) 56 

Pelka (V C d 18) 181 

Pelt (I A 32) 7 

Percin (V A 15) 166 

Pereis (II D 40) 53 

Pescheck (V G f 6) 183 

Peters, Gh. A. F. (IV A 99) . .110 
Peters, K. F. W. (IV C 70) 134, 153 
Petersen, Gh. F. (III G 31) . 72, 80 
Petersen, H. Gh. Gl. (III D 13) . 77 
Petersen, H. F. A. (II D 20) . . 50 
Petersen, P. (III D 3) . . . . 75 

Pfaff (III A 17) 59 

Pfannenstiel (III A 51) . . . . 67 
Pfeiffer, F. W. (IV A 103) . . .111 
Pfeiffer, W. (III D 92) .... 87 

Pfitzner (II D 49) 55 

T. Pfleiderer (IV A 98) . . . .110 

Pieter (IV D 9) 142 

Pietsch (IV D 99) 153 

Piper (III D 89) 86 

Pisani (V A 8) 165 

Pischel (IVA 104) . . . 112, 134 
V. Planck, J. J. W. (II A 50) . . 36 
Planck, M. (IV G 74) . . . . 135 
Pochhammer (IV A 105) . 112, 134 
V. Poletyka (III C 9) .... 70 

Prangen (III G 4) 70 

Preller (IV D 45) 146 

Preuner (IV D 144) 159 

Prien (IV D 69) 148 

Priesack (V G e 3) 182 



192 



Prinz (IV A 180) , . 
Prochnow (V C c 20) 



Seite 
127, 164 
. . 179 



niiante (IV D 150) 160 

Quincke (III A 44) 65 

Quistorp (IV C 15) 129 

Rabel (II A 77) 43 

Rachel (II A 2, V C a 1) . 24, 174 
Rachfahl (IVA 165). . . 124, 156 

Raecke (III D 86) 86 

Ratjen (IIC19, IVA57,VCall) 46, 
50, 100, 175, 177 

Ravit (IV A 65) 102 

ReJslob (V C c 7) 177 

Rehbenitz (V B c 4) 171 

Rehme (II D 36) 52 

Reibisch (IV C 111) . . . 140, 159 
Reimei' (IV A 52) . . . 99,; 131, 144 

Reinke (IV A 120) 115 

Reinhold C. E. G. J. (IV D 36) . 145 
Reinhold. K. H. (II D 14) . . . 49 
Reiuhold, K. L. (IV A 47) . . . 98 

Reitemeier (II A 37) 33 

Rendtorff (I B 2) 14, 22 

Reyher, J. G. (III C 13) . . 71, 76 
Reyher, S. (II A 9) . . . . 26, 45 

Rheder (III D 53) 81 

Ribbeck (IV A 82) 107 

Richter (III D 2) 75 

Riedel (HD 21) 21 

Riedl 169'-^ 

Riehl (IV A 139) 119 

Rinne (IV A 162) 124 

Ritschi (I C 21) 16 

Ritter, A. B. G. (III D 33) . . 79 
Ritter, A. H. (TV A 59) ... 101 
Ritter, G. H. (III A 22) . . 60, 77 
Rodenberg (IV A 145) . . 120, 136 
Rodewald (IV C 83) . . . 136, 154 

Rößle (III D 88) 86 

Rohde (IV C 60) . . . . 133, 153 

Rosmaun (II C 2) 45 

Ross (III D 24) 78 

Rossal (IV C 18, V A 11) . 129, 166 

Roßbach (IV C 81) 135 

V. Roth (III A 55) 38 



Seite 

Rügheimer (IV C 78) . . 135, 154 

Rüge (III D 79) 84 

Runge, H. (IVCcl2) . . . .178 
Runge, W. (III D 104) .... 89 
Ryge (III D 10) 76 

Sadebeck (IV A 94) 109 

de Saint Simon (V A 23) . . .166 

Samwer (III C 24) 46 

Saunemann (III A3) ... 24, 45 
Sarrazin (IV A 146) . 121, 135, 154 
Sass (V Cd 15) . . 181, 182, 183 

Sauer (IV A 167) 125 

Schade (III D 90) 87 

Schaeder (I A 55) 13 

Scheel (I D 22) 22 

Schelhammer (III A 5) . . . . 56 

Schenk (V A 40) 168 

Scherk (IV A 58) 100 

Schirmer (III A 50) 67 

Schirr, n (IV A 102) 111 

Schlecht (III D 108) 90 

Srhlossmann (II A 68) . . 41, 184 

Schmid (II A 51) .37, 50 

Schmidt, H. (IV D 175) . . .164 
Schmidt, J. G. (I D 2, IV D 15) 18, 142 

Schmitz (I D 33) 23 

Schnauer (V A 19) 166 

Schneidemühl (IV C 96) . 138, 156 

Schöne UV A 133) 118 

SchöpSer (I A 12) 27 

Schott (II A 66) 40 

Schrader, J. G. F. (IV C 34) 131, 142 
Schrader, K. M. W. (I D 11) . . 49 
Schrader, L. A. G. (II A 33) . . 32 
Schreiter, J. Ch. (I A 29) . . . 7 
Schreiter, T. H. (I D 10, IV D 48) 

20, 146 
Schröder. H. (IV C 107) . . 140, 163 
Schröder, R. (V Cb 2) . . . .176 

V. Schubert (I A 52) 12 

Schürer (I A 51) 12 

Schutt (IV D 113) 155 

Schütze, P. (IV D 110, VCfl) 15.5, 183 
Schütze, Th. R. (II D 29) . . . 51 

Schultz, B. (II A 8) 26 

Schultz, J. M. (IV C 39) . . . 131 



193 



Seite 

Schultze-Jena (IV A 171) . . .125 

Schulz, F. (II A 79) 43 

Schum (II A 31) . . . . 118, 135 
Schumacher (IV C 89) . . . . 137 
Schwaniz (IV A 35) . . . 96, 129 

Schwartz (III D 29) 78 

Schwenck (II A 5) 25 

Schwenke (V C c 8) 177 

Schweppe (II A 38) . . . . 33, 45 
Schwob-Doll6 (V A 31) . . . . 167 

Seblin (V B b 2) 170 

Seeberg (I A 60) 14 

Seeger (III D 34) 79 

Seelig (IV A 72) 104 

Seestern- Pauly (H D 32) . . . 52 

Sehling (II C 28) 47 

Sellin (I A 59) 14 

Sick (III D 72) 83 

Sieg (IV A 166) 125 

Siemerling (III A 48) .... 66 

Simon (V C f 7) 183 

Skow (IV D 10) 142 

Smend (II D 43) 54 

van d. Smissen (IV D 49) . . . 146 
Sörensen (I D 16, IV D 67) 21, 148 
Solf (V C d 1 1) .... 180, 183 
V. Spee, Graf (III A 49) . 67, 73, 81 

Sperling (I A 3) 1 

Stäckel (IV A 147) . . . 121, 136 

Stange (V B e 3) 172 

V. Starck (III C 38) . . . . 73, 81 
Stargardt (III D 81) .... 85 

Stark (IV D 166) 162 

Steffenhagen (V C a 12) . . .175 
Steffens, H. (IV D 24) . . . . 143 
Steffens, M. H. (II D 15) ... 49 

Steffensen (IV D 71) 149 

Steger (I D 5) 19 

V. Stein dl D 26, IV C 50) 51, 133 
V. Stemann (II D 17) .... 50 

Stern (III D 118) 91 

Sterroz (V A 35) 168 

Stimming (IV A 107) 112, 134, 153 

Stöckel (III A 56) 68 

Stöhr (IV D 116) 156 

Stolley (IV D 125) 157 

Stosch (IV D 126) 157 



Seite 

Strack (IV A 173) 126 

Strauß (IV D 167) 163 

Strömgren (IV D 145) .... 160 
Strohmeyer, E. (V B f 4) . . . 173 
Stromeyer, G. F. L. (III A 28) . 61 
Struve, E. G. (III A 8) . . . . 57 
Struve, F. Ch. (III A 10) . . . 57 
Struve, F. G. (II A 19) . . . . 29 

Stryck (HAU) 27, 45 

Süden (V B b 5) 171 

Sudhaus (IV A 148) 121 

Süersen (IV D 59) 147 

Taumann (V B d 1) 171 

Tetens (IV A 43) 97 

V. Thaden (III D 32) 79 

Thaulow (IV A 74) . 105, 133, 147 
Thibaut (II A 35) . . . 33, 45, 49 

Thielscher (IV D 152) .... 160 
Thiess (I D 3, IV C 37) . . .18,131 

Thomsen, A. (II D 35) . . . . 52 
Thomsen, Ch. N. T. H. (I A 36, IV 

D 43) .... 8, 16, 19, 145 

Thygesen (III D 25) 78 

Tielle (IV D 51) 146 

Titiüs (I A 56) 13, 17 

Tobiesen (IV D 28) 144 

Tönnies, F. (II A 83, IV A 176) 44, 

126, 128, 138, 154 

Tönnies, J. H. (IV A 34) ... 96 

Tönsen (II A 41) 34 

Toeplitz (IV C 109) 140 

Touchain (V A 13) 166 

Traube (IV D 111) 155 

V. Treitschke (IV A 85) ... 107 

Trendelenburg (II A 28) . . . 31 

Tribbechovias (IV A 8) . . 98, 128 

Triepel (II A 76) . . . . 42, 184 

Twesten (I A 30) 7, 16 

Unzer (IV D 118) 156 

Usinger (IV A 86) 108 

Valentiner, F. (IV A 49) 99, 130, 142 

Valentiner, G. Th. (III D 23) . . 78 

Valentiner, W. H. (III D 18) . . 77 

Valett (IV D 22) 143 



194 



Seite 
Vanhöffen (IV D 133) .... 158 

Vanselow (V C e 6) 182 

Velthusen (I A 21) 5 

di Vergerio (V A 6) 165 

Vierhaus (II B 1) 44 

Vitzthum von Eckstädt, Graf (IV 

A 174) 126 

Vöge (II D 30, V C c 5) . 51, 177 
Völkers (III A 42) . . . . 65, 80 
Vogel (VCc 18) . . . . 179, 181 
Vogt, F E. (II A 14) .... 27 
Vogt, F. H. T. (IV A 121) . . .116 

Voigt (I C 24) 17 

Volbehr, Fr. L. Ch. . . . pag. IX 
Volbehr, J. C. H. (V Cd 6) . . 180 
Vollbehr (IV D 64, V Cd 4) 147, 197 
Vo!quardsen,G.A.(IVA100, 141) 111 

120 
Volquardsen, K. R. (IV D 84) . 152 
Voretzsch (IV A 168) . . . . 125 



Voss (IV D 



Wachsmuth (IV A54) .... 99 

Waitz (IV A 64) 102 

Waldschmidt (III A4). . . . 56 

Wandel (III D 83) 85 

Wasmuth, Chr. L. (V B c 3) . . 171 
Wasmuth, J. G. (IV C 6) . . . 128 
Wasmuth, M. (I A 5) . . . 2, 15 
Wassermeyer (III D 96) ... 88 

Watson (IV A 1) 92 

Weber, Andreas (I C 9) 15, 96, 184 
Weber, Adolph D. (II A 32) . 32, 45 
Weber, E. (VCb4) . . . 176, 178 
Weber, Ferd. (III C 21) . . 71, 77 
Weber, Friedr. (III A 20, IV C 40) 

59, 131, 144 
Weber, G. H. (III A 14) ... 58 
Weber, L. (IV A 136) 119, 135, 153 
Wedderkopp (II A 6) .... 25 
Wedemeyer (II C 34) .... 48 
Wegemann (IV D 153) .... 161 

Weidling (II D 3) 49 

Weiland (III D HO) 90 



152 



Seite 

Weinhold (IV A 80) 106 

Weinnoldt (IV D 138) .... 158 

Weinreich (I D 29) 22 

Weiss (I A 40) 9 

Welcker (II A 40) 34 

Wenck (III D 42) 80 

Wendland (IVA 149) . . . .121 

Wendt (I A 47) 11 

Werlin (VBa3) 169 

Werth (III A 45) 65, 81 

Wetzel (V C a 13) 175, 176, 177, 180 
Weyer (IV A 79) . . 106, 133, 149 

Weyl (II C 32) 47 

V. Wibel (VBb4) 171 

Wiedemann (III A 19) . . . . 59 

Wieding (II A 60) 39 

Wienbarg (IV D 44) 145 

Wieseler (I A 38) 9 

Wiggers (IV C 29) 130 

Wilda, F. A. (IV D 57) . . . . 147 
Wilda, W. E. (II A 54) . . . . 38 

Wilke (III D 101) 89 

Wilkens (IV D 162) 162 

Wilmanns (IV A 97, V A 18) HO, 166 
Winkler (II A 23) .... 30, 49 
Wischmann (VCcl3) . . 178, 183 
V. Wobeser- Rosenhain (V B d 5) . 172 
Wohlenberg (I D 20) .... 21 
Wolff, A. W. (II D 25) . . . . 51 
Wolff, E. (IV C 95) . . . 137, 156 

Wülfing (IV A 158) 123 

Wüst (IV C 105) 139 

Wulff (VCd2) 179 

Zachariä, G. T. (I A 20) ... 5 

Zachariä, J. F. (I A 16, IV A 33) 4, 129 

Zahn, H. (IV D 156) .... 161 

V. Zahn, Th. (I A 45) . . . . 10 

Zerssen (III D 43) 80 

Ziemke (III C 45) 75 

Zimmermann (IV A 70) . . . . 104 

Zirkel (IV A 90) 109 

Zoeppritz (III D 107) .... 89 



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