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Full text of "Repertorium der Gesammten deutschen Literatur"

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11 iQ 



SS-, 




HARVARD 
COLLEGE 
LIBRARY 




I 

•Jtf XX. 

BEPERTOBIUM 

der 

Sesammten deutschen Literatur 
für «as jralir 1831. 



Beraasgegebeo 
im yerelne mit mehreren Gelehrten 



Dr. ^. ^« ^tt^ttd^ 

OberH bl toÜ w fc« r aa dw Uoln^iiat m Leipsig. 



Tieizehnter Band. 1. Heft. 

Böge» l— -7. literaiisdie Misceüea 1. 
Bft&grapkfe No. #2 0.43. Anzeiger No. 42 n. 43. 



Leipzig: 
F. A. Brookbaas. 



(AugcgebM aai 3a Octob«r 1837.) 



ßp^4/.3'3j:i^), 



?'^1> 



HARVARD 

univepsityI 

LIBRARY ' 



Register« 



Sei 
Abbildang und Beichreibnng aller in der Pbar« Bonus, anfgcf, 
Gewächse. Von Fr. Quimpel und F. L. von Schlechten- 
dal. III. Bd. 11-16. Heft. . . . . . 

Abbildungen sar Ergänzung der Schmetterlingskunde, herausg. 

Yon J. E. Fischer fidlen v, Röslerstamm. 8. Heft 
Adler, Wilh., die Grabhügel^ Ustrinen und Opferplätze im^rlagan^ 
AVtrechf, Jos., die Stiftskirche zu Oebringen . ^ . 

Ali's hundert Sprüche. Uebersetzt und herausgeg. von Beinr, Le^ 

her, Fleischer 

AH^ Joh. K. Wilh., das neue Testament übersetzt etc. S.Abthl. 
Altnunm, L., kurzer Abrlss der Entomologie 
Bablolen. Novellen von IV. Alexis, E. Ferrand und A,MiUler. 
2 Bde. . . . . ... 

Bacihttusy Ferd,, Ludwig B5rne in seinem literar. Wirken . 
Balzac, B. de, die alte Jungfer. Aus dem Französ. übersetzt 
Barth, Ani., Vorlesungen über Staats- und Rechtswissenscbaft.' 4. Bd. 
Belani, B, C. lt., der Aufstand in Tyrol. 3 Bde. 
Bischoff, 1%, Lud. Wilh.^ Commentatio de noyis experimentis 
Bitttben, nordische. Aus d. Ross. von £. v. 0{lberg). 1. Bd.-*'^ 
Briefe, christliche, an gebeugte JSeelen .... 

BuchhoHz, C, A„ Auswahl von Dichtungen etc. 2 Bde. 
Vüiau, Fr.y Geschichte des europ. Staatensystems. 1. Tbl. 
Burdach, BL Fr,, Anthropologie für das gebildete Publicum . 
Burmeister, Berm 9 zoologischer Hand- Atlas. S. u. 4. Lief. ^ 
Caesaris, C. Jtd,, Commentarii de hello Gallico. .Grammatisch er- 
läutert von Üfor. Seyffert 

Carmigntm, Joh., die Todesstrafe. Uebers. von K, v. Sjnes . 
Casanova im Fort Saint- Andrö. N. d. Franz. von Ludvo, Osten 
Cicero's auserlesene Reden. In wortgetr. Uebersetcung. 1^8. Bd. 
fJonlzen, M. Th,, die Geschichtschreiber der Sachs. Kaiserzeit 
Coop^g J. F., Erinnerungen an Europa. Aus d. Engl, übersetzt 

von a F, metsch, 2 Thie • 

Coranui arabice cur. Gust, Maur. Redslob . • . 

Corda, A, C. J», Icones fungornm. Tom. I. . . - ^ 

über die Spiralfaserzellen im Haargeflecbte der Trichien 

Deurkiger, Ludw^ Theater ....••• 
Bodekaton. Aus dem Franz. von Fr, v. B. 2 Bde. 

Ekrenbaum, J., der Psycholog 

Esehenmayer, E, A>, Conflict zwischen Himmel und Hölle 
Feuchiersleben, Ernst Freih. v., Beiträge zur Literatur letc. . 
Fischer, J. E. Edler ti. Eöslerstamm, Abbildungen, s. Abbildun- 
gen. 
Fleck, Ferd. Flor,, wissenschaftliche Reise etc. 2. Bd. S. Abtbl. 

Der tbeolog. Rcisefrüchte 8. AbthL (Aneodota etc.) 
FtHsehmann, F. L,, Scenographia arteriarum corporis bumani 
Frage, die Spanische. Aus dem Franz. dei Gen. p.r....t . 
f'reytag, O. W., Lexioon arabico-latinum. Bdiüo minor. 
Vriedemann, F\r. Tr., Orationea latinae. Fase. I. . 
hrokherg, Beg., eigene und fremde Schuld. 2 Bde. . - 
OerstäeJser, C. Fr. Wüh,, systematische Darstellung der Gesetfge- 
bungskunst. 1. Thi 



Theologie^ 

(Dk Bit « boMldhaeten SduifUn habM KäUkM^m n Vcr^Men.) 



[I68I] Der zweite BtM Pauli an die Korinther, 
Ni^i Toa L. J. Buckerty d« lieiL Schrift Dr. Leip2Eig9 
l^iUer. 1837« YI, 28 n. 435 S. n. 8. (2 TUr. 
»Gr.) . ;T 

Aaek n. d. Tit.: Die Briefe Panli an. die Eorindier, bear- 
Wtei. 8. w. 2. TM. 

[Vgl. Repwtor^ Bd. Tin. No^ 994.] 

SBt diesem Baade schlieest sieh der Kreie Panlioisdier Briefe, 
vdckca der rfietige Vi seaer Bearbeitnng Mierwerfen sa dürfrn 
fnbtow Die Art der Behaadlaiig^ sag« er. selbst im Vorworte, 
.ktü ihrem Wesen keiae Aendenuig erfahrmi« -Wir sind also 
*vii bei. der Bekanntschaft unserer Leser, mit der Bi|i;enthom^ 
bikeit des Yfs. als Exegeten, nnd .wiri* dürfen w<Al hinzufügen, 
ki der Ton der Mehnahl anerkannten Tüchtigkeit seinen Arbei- 
te, der Nothwendigkeii uberlmhen', .diese Art der Behandlung 
aOer ni charakterisii'en. Bierher gehört nnlet andern mnnches 
;takie nnd snm Theile harte Wort, iwjelches er übet den yon 
^ im Uebrigen sehr hock gestellten nndf heu änderten Apostel 
^ ausgesprochen hat, no er sich in einer Anssteilong an sei- 
.Mn Veriahren gedrungen sah. Aoch in dieser Beziehnpg findet 
ndi Bittiges in diesem CommeidaDe, wie fon ihm .selbst, S.432 
nit den Worten bemerkt nnd sugleieh gerechlfertig4*ifird: „Bin- 
rties mnaste geriigt ^werden, %. B. die iihergrosse Harie seines 
Ikiheas aber seine Gegner, nnd die Blosse (,) die er sidi' in 
ier Angdegenheit. der Samndnng durch Anwendung nnaeitigen 
^Mes für den Zweck zur.Natjheifer«u^^;,.an reisen . giebt; aber 
«ar habeo den Apeslal nie fdr einen idealen Mmmehen halten 
^en, tmd kßttilen daher aifeh. durah' sekshe. Menadüiehkeiten 
I a^Krt. A fM. lieulfdk. uu XIV. 1. 1 



2 Theologie« 

in seinein Yerbalten in nnsrer AchtoDg gegen ihn nicht irre ge- 
macht werden. ^^ Dagegen frent man sich der grundlichen nn^ 
, geuiegenen Yertheidigang des Ap« nnd dieses seines Briefes ge* 
gen die eohweren Bescholdignngen, ifvelche besonders von Eich- 
horn nnd Emmerling aber ihn ergossen worden sind. In Be- 
zog anf den Brief erklärt der Yf« S* 427 im Gegensätze zn dei 
gangbaren Ansichten Yon der Unordnung, Yerwirrnng, zwecklo- 
sen Weitschweifigkeit nnd platten Wiederholung, welche darij 
herrsche, dass er nicht anders könne, als die Ueberzengunj 
auszusprechen, "dass wir in demselben ein wahres Meisterstucl 
rednerischer Kunst, und von künstlerischer Seite angesehen 
das gelungenjste nnter allen Werken des Apostels besitzen, um 
freut sich^ zum Beweise ^dasl doch wohl etwas an der Sach< 
sein müsse, in diesem Urtheil^ unabfa&ngig wenigstens mit ahii 
Ikhtrn Am^cklen'Es^ nnd Hemsefr's Maammea getroffen, w 
sein. „Die Bigenthömlichkeit des Briefs, lesen wir im Yorwort« 
Jml mipb bis^gj^len j^en^b^gt Q i«i» Qebie^. der Yerrnnthn^g w 
'beireien, und ich Jkin hier und' da cn tCrgebnisaen gelangi, wel 
"ärfe Vad denc^ tiü^iü^ ^^'^änger abweichen; Doch habe ick'dll 
•BewassWin)-me^uf*äy^olheseJI Jagd gemacht, nnd die« Wel^ 
ich aufstellen mnsste, mit derselben Unbeiangenheit M^cftl^ 
zu haben, mit weldier ich fremde zu betrachten,' pflege.^^ Vo 
diesen' Ergebnissen ki^dnen wir nun freiifch hier keinen yo1| 
standigen Bericht ijheo« pnd ups noch weniger adt eine ftcftettcli 
tnng derselben eiil&s6n ; hb wenig als auf Beurtheilung einzd 
»er ErkdtamtigeBMiB : <)e»me«tare. Indesae» hoffen wir einig 
Andeutungen iwemg«le«|!iMi i^yebeD.Monkmi mir di» „Sdikasorili 
l«>i«iig«n" wAldie^^die Steife der gitwäriOidNhi JUnlw in denifiii^ 
Tertreten, dei^ B^fteitiMMi aaffiUirau ' fis-wnt nlUnlkk der! Yod 
dteltang Abs Yfs.^^mn'ridiligtr Mediode gans entgegen, Ü^ ym 
•ntragmtn Sachen früher aneznsprechen, als sie seinLies^i 
fiemeinschaft mlt-^ihmaus^dem Texte heraus gelesen liAtte,i ba 
Aui^nm «e mehr, da Mk von allem denh wns den 2. Brief, al 
leitt^i angehe, ihei der grossen Mangelhaftigkeit der Apoetelgesd 
«beredte Periode, der er «angehören niasse^ so gut als gar niclU 
ansB^iihaib liee Bribft^ inde, sondern Alles dem Briefe selbst a 
«ntncdHoMitt seil Nachdem also nnter JL' aitf 28 besondere |Hig| 
Seiten der Text des Briefs mit krit Na«shweisnngen oder de 
Varianten ^ nnd unter 11. der CommenUr. selbst gegeben worde 
ist. folgen nhller tU^ die BchlnaseröHeraagnn , welebe sidi tia 
tMiehiUi.auf den Commentar, als die aunfdhriiehem Belege «nl 
kalloftd, znrndibeziehen. Es sind folgende: 1) Inhalt des Briefi 
Der ^£ nimmt 3 Tbeile des«, an, 1; bis YI, tO. (EntfcuUan, 
«eines; «dii: apostol Chaniklers)v^2. bis IX, 1& (meisl paHte« 
AMihe Abechytte), 3. bin znm SchlnssetpUMnf^di itpobgetiadbe 
lahaU mit ?erilideHem Tone derüiede).' B)* Aecfaihei^ nn* U« 



Theologie« 3 

spiMte des Bri«b. Der Tadel der ScbreibArt edieuU dem Tf. 
«begrimdet. 3) Thateadmi, velcfce naaer Brief beurkiuidet 
ffier koBBit Das lur Sprache, was ab historiadi gewiss aage- 
nammmk werdea luuuu 4) Thatsachen , welche der Brirf wahr* 
sAeijilich madit Das Haaptresititat der hier angestoUteA Unter- 
— **"«e ist dieses, dase sich derZasUnd derGeaeiiie fibeihaapt 
■sd naoMatlidk ihre SieUang gegea den Apostel seit dein Tori- 
gen Briefe wenig gebessert, in manchen Stuck sogar TerscUim- 
mert hatte, ö) BledE'a Hjpothese eines «wischen ansem beiden 
Briefim gesAriebenen, Terlomen Briefes« Hier cencentrirt sich 
m der That das Wesentliche Dessen, was dem Yü in seiner 
Ansicht Ton dem Briefe eigenihiinilich ist, nnd wir können ihm 
■nsere Bmstimmnng nicht Tsrsagen, indem er diese Hjpothese 
ab nnaothig nnd anwahrscheinlich darstellt. 6) Wirkung der 
eihalteacB Nachrichten anf das Gemoth des Apostels. Bin sehr 
hbendig geschriebener Abschnitt, hervorgf^gangen ans der Lage 
des Apastds. 7) Bntscblnss des Apostels and Zwedc , den er 
sidk selsen mnssta „Es galt nicht mehr, einsehe Verirmngen 
a ligffw, nicht mehr, die Parteinngen ab selche sn bekftmplhn, 
mdt mehr, Bmst sn branehen gegen diesen oder jenen Sunder, 
Em war Noth , in ffinem lag der Sieg , in der Erhallung oder 
Wifldeferohemng seiner apostolischen AoctoriiiU; erlangte er 
liess, na war das Andere alles wieder su gewinnen, so konnten 
«De FeUer gerügt, alle Laster gestraft, alle Yerwirmngen wie- 
der snmeht gebracht werden.^* 8) Verhältnbs des Briefe^ su 
km nngegcbenen Zwecke. Der Apostel hat Alks gethan , am 
mm 2Sele zu gebogen, nnd wenn er es nicht ei^idbt hat, so 
iil die Schald nicht seinem Briefe beizumessen« 9) Einheit des 
Maeb. Sie wird natfiriidl in Schutz genommen« 10) Werth 
des Briefr. Dass der geschätzte Vf. in diesen seinen Ar^rteron- 
gsn rnnen sehr aatOriichen Gang beiblgt habe , ist in die Augen 
Usnd. 67. 

[1682] Dan Neae Testameiit übersetzt und mit kunen 
insMinnigen Torsshen ? on Joh. Karl Wilh. Alt^ Dr. der 
^fheel. m. PUL, Hauptpastor zu St. Pistri-Pauli u. Seholarch in 
jfeunhafi^. 2. AbdiL Das ByangdiaDi des Johaooes o« die 
'|AjiMle^eM2Uchte. Leipiig, KBakluirdt 1837. 134 S. 
k 8. (12 Gr.) 

I [V#. Repertor. Bd. XI. No. SM.] 

B^ Imt a. a. 0. bereits die GrundsUze . ango^eben, nadi 
deor Vf. nbersatst, und nicht umhin gekonnt su erkliraii, 
BS ^-tticJit wisse; wem mit dieser Ueborsetsung gedient sei 
für die Erklarong des N. T» durch dieselbe gewonnen 
MesMile. 'Msge d^rLMer zusehen, ob sirihm mehrbdiage, 

1* 



i 



4 Theologie. 

indem ihm Ref, den Anfang des Er. Jeli. nach AU so Diilfh«9 
dass er die unter dem Text stehenden Anmerkungen bei dem In 
treffenden Wort{ 8og;leich in Parenthese einschaltet ,,AUgemeii 
Bemerkung über den Logos , seine Herrlichkeit , sein Kommen i 
die Welt und seinen Vorboten Jobannes. Cap. I, Y. 1 — II 
Im Anfange war der Logos (die Meisten gebranchen das deutsch« 
das Wort) und der Logos war bei Gott und Gottheit (=:: gdl 
A* und Gott (Subj.) war der Logos (Prädie.). A. und Gott wa 
Dieser Logos war -^) war der Logos« Dieser war im Anfanf 
bei Gott. Alles wnrdt» durch denselbim und ohne ihn wun 
nicht KinSy was geworden. In ihm war Leben (A. Eins. Wi 
geworden, war in ihm Leben; oder: was in ihm geworden, w* 
Leben) und das Leben war das Licht der Menschen (nftml. in Bf 
delter ßealehung auf die Menschen), und das Licht leuchtet in der Fii 
etemiss und die Finatemiss nahm(A. ergriff [im feindl. Sinne] es nid 
CS nicht an. Es war eiin Mensch, gesendet von Gott, sein Nai 
Johannes; dieser kam lum Zengen, er sollte zeugen über d 
Licht, damit Alle dnrch ihn glauben lernten (nitml. an das Liohl 
Keineswegs war er das Lidit, sondern er sollte sengen iib 
das Licht. 'S war das wahre Licht, das jeglichen Mensch* 
erleuehtet, der in die Welt kommt (A. erleuchtet, wenn es 
die -r-. A. Es kam das wahre Licht, welches — , in dieWel 
In der Weit war er (d. i. der Logos, welcher Name hier wied 
eintriti: fiir das Licht) und die Welt war durch ihn und i 
Welt kannte ihn nicht. In sein Eigenthum (= Volk Israel. A. s 
die . Welt) kam er und seine Eigenen nahmen ihn nicht «i 
wie viel ihn aber anfnahmen, ihnen gab er Macht, Kinder & 
tes sü werden, — ihnen, die auf seinen Namen glauben, Kj 
der, die nicht aus Geblüt, auch nicht aus Fleischesbegier t mm 
sieht aus Mannes? erlangen , sondern aus Gott geboren wurA 
Und der Logos ward Fleisch und weilete unter uns, -^^ -n 
wir sahen die Herrlichkeit desselben, eine Herrlichkeit wi»^ «Ki 
Einziggebornen vom Vater, — toU Gnade und Wahrheit*. . i 
bannes sengt über ihn und hat ausgei^ofen [sagend]: *'Die 
war's (hl Munde des Evang., der Ton einer Vergangenkeii tt 
det, hat der Spmch des T&ufers das war statt das i^st. aii| 
nommen), von dem ich sagte: der hinter .mir Kommende int.^ 
mir Ton Geburt (= vermöge seiner Natur und Bestimmmi 
Das Ter der Zeit und das Tor des Ranges laufen hier wohV, 
einander); denn erster war er gegen mich* Nfimlich (Kai 
die folgenden Worte des ETangelisten, nach der Unterbrecht 
durch des T&afers Zengniss, an T. d4: Gnade tal Wilhrli 
g. L. und) aus seiner Fülle empfingen wir alle und xwar (Uk 
Mf Gnade (A. Gnade (die des neuen Bundes) für Gnade- i 
dee alten .Bundes); denn das Geseti wiird dnith Moses gegeli 
die Gnade und die Wahrheil wurde doreh* Jesus Christms«* • C 



TkeoUgif» $ 

faH NiMMBd je geMktn; der eianggekerfte Seki, der u der 
Brost des TiUen ht^ der ofenbMie ikB<A, svpplirenr die Gnade 
■sd die Wahrheit)/^! Bei eioer seleheM Mrtlidi seie eolleDdea 
Debenelmig luam ea aickt fehko-, dase daa Deatoche eft unver- 
slfiidlidher iel, ale des Gneehieche, wie Y. 15. »^efsleor wer er 
gtgew midk^\ eder dass g^en den Geist der dealecften Sprectie 
Yentesseen wird, wie „lefigen iiiier das Licht/' |,anf seisen 
Nnaen glanhen" ; wfljmnd aber der. Vf.. eft dme NeUi «ndentscli 
ifceneiii, weieht er aech eft ekne NeUk Tem Griechischen ab; 
S.BL ubersetst er V« 7. das erste «Va dereli „er selUe seagiia'*, 
•fa V. & darch „keineaw^es'S Y. 16. koI dardi ^^sOicli*' ood 
inl^äartk „vat*. Ret glaabl, dass der Gewinn, welcher durch 
disee Debersetinng gebracht wird» der Slühe ond.Zeit niebt enU 
», wddM. der Vt auf disselbei gewendet hat*. . ö7. 



[1683] Ferd.. Flor. Fleth\ Prof. Ups. Anecdo^ 
■OTJiwam partem Stacra iip itjpepbas Italicis et GalliciÄ 
colecfau Com Facsimiliboa.. hjfiix imiabu .. Lipeiae». 
Bartk. 1837. XYI w. 352 Sk gr; 8. (2 TUr.) ; 

Aodi unt d. Tit.: Wissenschaftliche Reise dnrdi dds ifäd- 
li^ Deutschland, Italien, SiciKen n. . Frankreich. HerAnsgeg. 
Yen Ferd. Flor. FtecA y'Or. d..Phil., ansserordend^ froC d. 
Theol. u. s. w. sn Leipzig. 2. Bds. 3. Abthl. (1>er theoL 
Beisefruchte 3. Abthl.) . 

[VjJ, ftepertor.' tf<i ;iV. iNTo: 6äl ' " ; ' 

Dies« AbthL Uetet in mllMher Hineicbt nicht ^«r 4er^firii. 
tikieiBO neoe Anabeote diar, aaodem iet/andi als eine •Bereiche-' 
nog «nf den Gebioi;^ der 'altkirchlichen LiteraUir an* betndltel^ 
lodeM nie ans :iiit' etlichen Schftt^en bekiMmt macht, welche ihr 
rer bisherigen jYeigebsenheit ealnisden, Mareen /lind,. : Daek daher. 
fir die Sergfiilt and Trene^ :dec:4ichi4fff Y^ .4a|iri mfer^ifgei^. 
hat. Wir nisate nna .däcaof jbfle«fc<eakea» biaßs. pip^»lflÄ«4^«Ar 
leiga xa gebeay^ d^ ^.eog geiAgenea Gt;easefiJdiQm {BAältcr! 
eine Msfuhriii^eneBearlheiliuig desEin^slaea^niAt gl^jtQi^ ^«1*^. 
109 awthallen Fragmente. aas Marcw,i»<lAlMtb; nach daaYe|(^|ta^; 
naeb einem tarin^r Codex (der ßid^iGvuh^Sfli^iKloymsfif j^hbi^, 
befiuid) aus dem 6;> oder tiell^lt.i^, jflfb^r; Ans difvsaft,^rac)i^ 
stickeo ist Torhchadieh! ^ Beseto4«ah(|it,.4i;s gxioqt^.yrtej^t^^a.erf . 
keasMin, welche ma^iaws der Volgalaudee, Hieion/ivo^vkapai s^ 
deatlich, wieder erkenne^ durfte. Um dem L^ser Jiiejj|her das 
Oihdl an erieichleiW^ist gegenJllieV (die flidroiiym. Vhftala tffgkfch 
abgtdrackt. ttloraa> sckKeesi ^h 8. tll — 140 di& TMameilt 
Saleoiaiiia, bikli^lbecae.Parisiaae i|ieditnm« in griseh. Sprache. 
9fr. fll ^enai 9fi vi^n wcntam Bjzaatinom, .das^ ^r.V^ dej^ Werr. 
k« dea Paellos „de operationibns Daemonom^* erwiihntisl^vad im 



BKlteklter demUdi Torbreltil !Mr. Es enftill tehr fiel Sagm* 
haftes «ttd PhantiislisdieB über SaImoo ui kdnnfte ^fil8t Mb 
Fauste Hölleaswaag erimieni. EBeranf folgt b» 3. 147 efaM 
neiie griech. Reems. des Toa Pilatus «d Ttberins srlasssileft 
Sendsdir^beiis mit des Kkfeers A at irs it nadi einem Codex ine 
königl. Bibliothek aa Tuib. Dai» lese» wir eise kme Probe 
gebaltloser'folemisdier DemoastralioMiif eines UnbekaniiteB gegen 
die Mahatnedäner sa Gunsten der Gbristton, die der Yt bbss 
desshalb bat abdmeken lassen^ weil sie ein Bild ^on jener Zmi 

S)ben , wo^ «teh der Islam gegen das B?angeliäm erbeben balte, 
ieraof Mgen ,,Speeimina antiqoiss. Bibliomm latt, ftrmae um^^ 
ximae, fitt nncc, see. VI. qnendam moaasterii montis Amiatne- 
in Bthirin, iiiinc Laarenttanonim V« et N.T. operis prstiooissiad, 
sticbometrid, ad rem critieam rers. Ynlgatae graiissimi et m 
fiaropa nnid/* Diese Proben entbalten eine krit. Yergleicbimg 
des Er. Mattb« nod des B. Tobias nacb der Yalgata und den 
biblia Affliartina; beigefugt sind die Inbaiteterzeidnrisse der um^ 
tfstamtnd. BB. In den fe^dos 2 Aneodotis gibt uns der Tl. 
eme genealogin biUica .i|i^;.e]^m Cod. .I^aettfkitK k Tarin (die 
bereits jif, 4er .Ffi^scbefi. Äueg* . des Lact, .aber nacblfissig. abge« 
druckt., üst)(K angeb&pgt^ i^t lein JBrucbstuck' was der Gescb. der 
IHanicj^r, rr oud ein Bpecimen Cod. laf. J^fUtateocbi, Lugdu- 
nensia, IMao Tetustissimae. Daran sdiKessen' sieb ein tneSitäm. 
Florentinnm Magliabeccbianum, bez. auf des JosepbUs Gesch. 6bet, 
den jid. Krieg, — scholia Tanriaenaia in N. T., — tine Probe aus 
dem Cpd. N. T. Venetus graecns , vulgo Yen. ^10. evT. et epist. 
seo. %J eliM Yen. Bessationis Card«, — Proben aui dsn Cemmentf« 
des Theod. BfopsTOSt. fib^ die XII kleinem Prepheleo naei ei«i 
nM Mb'^tzt' enbekanüten Codex der ?on^ Grafen ten AHois im^ 
Paris Ipestiftetefa Bibliothek, -^ und Fragmente edicber Preisgesingei 
derb. SehriA aus der Itala,'*ebenfiills ans »einem Cod. der ge^ 
nannten Bibliothek. Zmh Scbkss ist ein ikirfrtes .grieeb. Fra^ 
ment aus dem 8. Jalfrh. abgedraekt, tiemimb iätanUen Sinnen^ 
bM: ailf daal'Abendmah} nnd die Yersöhnnag;' wefehes in ik» 
Kloster la Cara bei Neafpel^- iitii%efttnden worden ist. Der Yt 
fibergibC diese Anecdotli mi< 4em Gesündniss', dnss e# ihm mir 
gtDS^n Freude gereiebMi werde , wofern s^ Andern sur Auf* 
muttferui^ dienen, auf diesem 'Felde fortsvarbeiten -— und will 
diese Rvi^feAilobte als em besoKeMenee OpUr mal dem AlUr 4cbt 
tfeeol^sdier'Wissensdiaft niedeifielegt haben« iti. . 

lUP^^rf^f J'V- JM^def^m\ T^e^^.et Phq.. Dr. c 
Qmkion^ Latinae de .6chjrii%' et^ eecksili^riigiHidis, qeme.epfifK 
süe fet%Kantur, Jnnetim edjtae« Vfm^J. A4Mi est efBgiee 
scriptorfs. WdlboTgl. LaBK. 1B37# X n« 1«3S# ^.ftr 
(20 Gr:) ^ .1 



Tli«»)fil«t 




m. (dw Titel «lOuHiafMii^ kl iakitt pi^, 
j>. 4w IM« FMdttl. ;m. I^pqff mm« futsf««- 
DukMiMt (iafir m gtbf*. dM» iha 4i«wili«. 

■I J. 1930 ihw ]|5ah*<e Wäfd« giiM frfiwilliff verliek, oM «ir. 

iMÜdk mM» «l^M diM« e*be VieU» wUU(fMB««a mib ««Ht. 

Bi dri a 4«A i.B)iete. ^iMhall«: L OraU* /i« !■«• Uittntm. 

Mkfg ia l.:1820)> «..Diimt; de smw(« ChrialiuM d«f<rio40 
I ilfM «atM«». kMMMi» m wmt» ntinfm»imM ipaaiabiübH «»- 

—» ■W M, «rtea durcrwn« pvHan Av^if^tifliniP eaaoliairicf, 

& 37— 96k BwMBfcw m Wütfniwrf m i. 1821 M der Fein 
I dip lif^aiHiMfintiB. W, Di9«wt de PJhL |f«lMÜ¥>iie, «r«»-, 
! oiwJwtMiiM «T«i«Hi«NMWidii«r% 8,99r-12^ IV. ^14-A^, 

I w it w i i Ifc i il i g i r i jaMMnli» in epietela|i PmiiU «d Rapa««|, 
i a.ta»-iaO. Y. i i wH|l»« w wp»lccerw> WiMeri><rge»«iu|» wm 

«RRe^p«, iwteeawpdiMi»«. p«rte «HW FW4» «dilM^.^ A^f 
— W>. y\. Ofatie ImUi« BnoMTici ia enecipiäidb reeterata.aiari. 
■MB «K. GtfhariMi a. 1824, S. 151—163. Die behudelleB 

cifitfcnU'cB'BeBeHiwigeB' iisMB US fa.'9em"VI.' fiMk i^nin^li- 
Am Kamr «kr fteofog. WhMMdaAte M^ekeA «nd xtigni' 



w fi etffafce Weiee, «li «Mf W-eiaihr MreekÜMP 
tmlwMaialtg der Vlkedegi» «II PkileMpi ltt.beid«i FilÜMf*- 

fir Coe SMudoig beetünat , wird aber Maachea iatereee'aat 
H^ ü^-taMkrülMt tiea i. S«awrt.i0.^Mk.W«rkei.vsift|e- 
«% »!a|afr|lieerifliep««HWitl«MBmw''.48A9. W>M^Jill^f67K4 
4), Mhr anr»DUttiidig «ad Ikeihrcia« aarielMig «ä&eieidiBet.eiad. 

[1685] Uegriff (lK.€Uairib«M-«Aitikd m der JMrili« 
pp ficUft wddea ajahali||ch«iBi(*eni nwwwtqgwteMf ▼<•» 
1^. XmML Otttetr. ¥«a aeactoi Mb am aaaXateMw*» 
«tnew Tan CStarlJMI Mirtmck», .9a. Pk. I'«!^ 
KBUer. 1837. XIXH v, |8i S^ gir. ft (It €{t.) 

Sa JoMui gardriitMi ZwaÜJ»!. aaMieSf».». <^P W> die fieaä- 
kaif 4ea Petaaagakeni, laa alto .Hajlwwjbe' Pipf ^ii yn. a^b 
■m iavideafaabaa CfemuNi» «bAmMb .^i^- Uatuf,^ aar irgfni 
wa iiae fliiA a eaae n k«»a«, 'Pe^ia ,F«pi ider ([e^QWlfer i» 4" 
y«aBl» eddirt, daae «r.wiler.dea Tielea arduu» rffbaadeoea mtit 
mmm aerik tenak i aiaae» Bepffaaa-Iükrbfiekya eia reiaLodie- 
naaa a^i«, da^ V^Onftth» Werk ajln, e^i folc|i«» k»< 
iWiMddM^ kUmrfifl, ac k^dmk.diearww^ 



8 , ' Tll6ol0^i%/ 

Hennisft;ftbe Aebsetb^Dtr^eü uiil^ laft^'^lArmo greifen . tröD6tt 
weliche jeUt darchGoUes imendHche;OHiffe wieder ijhrw^kf seki 
und' back der Aneignntig der reinefi,' VcAteli'Wftlirhyt,- tti^MÄ 
die Lntberisdie Kirche^ allein biete, eifi^i^/strisbeiir sd wird'sfAiei 
dadorcb der oben ans^sproebeue Zwelfet An der YeHi^dttitobM 
dieser iilerariscben Unlemebmong ^recbtfbrffgt er^cbeinen« • Efeni 
wie mh^ es der Unbefangene "gut beissenj wenn er deh )iii''^in» 
fieitige Glanbensansicbtetr mid- ParteifcSAipfe VerWi^ellellf iAifiteU< 
lieh NMirung da^^böt^snf flfeht? Gebrigens^ kann ^i^se/lScIkVM 
so weh' sie des aheil Hdfleir*8' geistiges Eigentham iA^'jMzt bn^ 
ner Benrtbeihing UDierliegen. Was U«r Heräus^elter ^ an diM<io 
anderweitigen Redifivo getbaii bat, l>ei»lehl ^ariny^'dils» '^i^>^< 
meisten Stellen der sTteboIiseben BGcber^ auf WelcbiB Hatter ^idl 
nnr dnrcb Citate beziMf, wöMItlf'^iiiMsl der Ausgabe de^'^Con« 
cordienbncb9 yom J. 1760 baf beidr«ekltt»i^hmseff; '«*¥iwMrfesMÜ 
sind Nadiriebten über Hntter's Leben* 4iiid' die: Gescbiehtei^M 
Lebrbttchs; namiftntlich 9st des CbarC*<Cncrf8tiaii 11. AdsMifcälM 
wegen dieses Cbrnpeüdiiniis Tom 23.ff^fMfiQ9 i^'tikmtfö'igi^ 
getheilt. • ^•- « -; f.:.!/-. -* .!/ .i^}- 

tenlehre, iuc^.*/abaii|iei^ -^ apostoliscb^n jPisini;ipjen^,'.^^^^^ 
Ludwig -ii^r ÄfliÄfer, ^r4«nrtl .F^ot.WTlii^^t,^ 
fllstoriali'aaie zaKtnigsbtvg in PMusaenL« .2, Uäifto«:!;. Kövigii 
berg, Üiiaer. 1887. TI ü. 23T «- gr* «8. (21bGrv> : :i 

[loisr] ^ Leilfbiich der GkrintUchra SUtlei^^ 

auf der Rbein. Friedrich - VTilhelik^s -ÜtUv. zu Boiler' t2iBd« 
enthaltend die tbeolog. Fflichtenlehre gegen Menschen» Bonn 
Habicht. 1887. X n. 1Ö4 S. gr. & (20 Gd.),Ut\ \ 

Die^ cottfessionellen Differenzirn sind -in Bezicfbdng iAnf ^ 
Sitteiilehre nienal» so tie%reifend und etelrend gewesen,^ #ie J 
Beziebang auf Doginatik/ nod desstalb gUnhen wijC; die*F4u4 
Setzungen der beiden genannten Wf rke^ d^^n ^ines einen pro 
testantischen , das' andere einen katholischen Vf. hat , mit* einan 
der anzeigen zu kAnaea. Die 1. Hälfte des Kilbler'sdien Abria 
aes ist in diesen BUitt. Bd. V« No. 24t7 angezeigt; die frühe» 
Beendigung wurde durch Krankheit rndnuerwarlele*' Geschäft 
des Vüs. Terzdgert, THm a« a. 0. in der Hfine > ang^gebenei 
Plane gemäss bebandelt die yorl. tMk. die angewendete ode 
specidle Sittenlehre, und zwar wesentKch' als >Pfl6Arten1ehrt 
Flucht ist dem VI die Kothwend%keit , wek^ ans' 4em ai%6 
Beinen Gesetz fir den UiMlnen WMen kerrorgeht^ dta Th« 



Tteolofie. (H 

hmgBgnnd fbr tfe AiufiSiniDf cadMiBt ipr tob dbr BeM0ilna%, 
dM8 4er emzehe WHIe belmditel werdca köHM/ tlnils in Hi». 
4Ut auf Bai, m» er eelbst ist-, «tkeÜB «af Dm^. xrwlarcb er et' 
«eis kna«, ^So ergebt «icfa* eiae dopipdte Beachoag 4er Pl&di^i 
ä» Tagend edei«* die ihr aägeaieseeae CreeiaaaDg^ aad da«. 
Gate als da» ilr aageaMsecae VerhfiltaisflL'^ MtldeaKelbeaRM^. 
kiM auia freilieh iamgekefaxl die Pflicht ab die dardbdie.Geeia^' 
wag hesliaiBite Haadlasgfweiee. aütfasaea, aaf keiaea Fall aber: 
dnrfea die demPfliehtbegiiff foeoidiairtea BegrIA der. Tag^ad: . 
ud des rittüdb aotta ah* fcaliordiiriHe €»teder!dee eiatisn jnafi-: 
gesidit ^mdeali;. Mnaotii lihrd: datch; dieie BiatfeHaag.-die^ 
game BaisfelMBlf beetkndill : Der Yl aaienchiidei.BflifAlaa, diu. 
A* aaf die 6*siaadag . Wiieliea^i .die t es aackiJdtele, imtM, 
C^üdpii«iilen**DtaBt, .imd'M; dieiiaioh: aoT LeifeiBathAti^U h^ 
äehA, TOD ihm aadi: reale» gteoHA. 'ieBe(§^.iS5:— 190) <biw( 
blßm ia^Pfl. der Frdmmigkeit, die ia weiter spaltendea Uater- 
ikheilanged aidigtfubM werden', PA^ der IlefleehHcU:dt aädlFfl. 
kr SdbatinlMgv wob« wieder' PiMnag ilnt) VfiaiMA:« df i ylhi 
Inii te C|<|p(4^^ «fitersehifd^o.fird. Um. die 2, Haeptclaseer 
7M l^cli(^<i£.Vi9i-^2M) .ip ereahepfeo^ unterscheidet der 
?f. PieUU in'älittfflidierV^VbiiKkisden tihd*kWj« nachdem 'ne^ 
mh etkw^Ut kdf M Ldb^ aanrittelhar (Kipddaliabe; Bhidhrehl 

aad Dabkliarkeili; . Braderiiehe, Frta«ladirf^;.:ifil8aUefihtelieK^ 
dbdidMa. Tiihiii^eder' aaf IjdieififikMeeDa Bedii#ulgca ! dee LeUaaf 
Mi teddi€»i(B%eathate, Sfaadr^geefUigeElilMAhr) — PieMT 
iB:Bediihiierhalldlstai (HaB»;')fiiadt , lUnAa; )Wiaeeaedka(ih>:rrc( 
•adfibh: chneflideiHlFa«^ 4d'.ai%i#eiB Stnulk vAte Aahang fbltr - 
gca Beai^kiihgeB über GaMatik: : Däa Besliebda' des Yfs«|i; di^* 
chrisA. Maral . ale rationale nWibaeaaduift 1 daecliaalutireB , . «kelml 
EbL aehr gettt an, bei^eifiBll aher^!i Idaae^vee dem Yfi» 
gdaagen- aatv^'^eine. AafgAe in'der Art xdlilöaeli/ daaa iaiehir 
die wiäaeaeekalUiehe -Kritik AaeMelliiBgeB zBilfliaiben her^ohtigf. 
BOB eolKe. oSo.flieeseny #ean.BiaB anc^' hat^tdaf/rfie. Anaserai 
Aaerdnauijg aidit, Si B^ did «flUiteii ,,der. Jlbtta«kheJt'V(waa» 
«chofr an ^dc;^ aehr uibeaHniiter Auddiiack iet) «dBi .gtwfsliaf 
lleila^zaslmnieB -atit deä AmbtVeihiUBieeeidaajMbftaB bediagtea^ 
Bhenso, weav'die Lttgeiafe^nVerletCBBg. de» Bflicht der SelhaVf 
hadaD^ aii%eKhrt Wird^. .lilrieM-ball aich.iftaiiBeilierknDg, i|Miii£ 
waa der ¥1 trennt, ia der jiitikktth Betiaehtailg tiaierlrealyUok 
m cinjuuler' grmft. BeiepiUei 4ieaei' Arl kMalaB . aeeh; mVk^ 
andere an^Mbrt werden ; IUrj'*iberiäail diese laher.aad^m Annh 
Oeilani* natreb^ aMhr, da der «Yfc im Vorwort eioh iiber. diaigur. 
ringe AitfmeAsamkeii hesAweH, welche deaa 1. Thte« aaiim 
dm&>fiilteakhra (K5nigaki ft833) aa Theil igeweiden ist. ^^ 
BAer. das Lairimch tob Vegelsang (vgl. Reperl. Bd; U.. N«! 
192SF^ ial anr wenig an sagea. Ee bmcU keiien Anepnidi 4«C« 



10 TbMlbgiifc. 

auf, aeii rittlicien Btoff «irf .d^tkumUäi» Yfmm m tagriia^iia 
und ta dnrchflriQgeB, ii«d eatfemt sUk faal gar, ^«bt imi dei 
bergebrftcblM Fonn.der. BekAiidlttagi: Der foii TMI entWI 
dli A'QfMiwifihßr FBiGMea ge§eii Andere; Ref.<aigt ml FM« 
Aff&aMtng;, weil -^i den UnteAMieilangctt dielies AtochiiUw 
die eieh/ider Vf. -bei der BekaitiilaiediBBf dee JL /rhl0i...TerbeMf 
teM kalte, ii«:r in eöferi etwas eieblbar «ird» jab, iiMchden tim 
S; fr— 88 Ten der SelbBibdwrrachiiDg , der Hftssigkeii^ 4mi 
.Blef98e, der SaiftmA vw t* #• im ADgemeioAaidie Rede galM* 
seil ist, nater-der^UeberedmA* ,, abgeleilele Pflidrfen'^* vdn 4« 
Bke, der Preinidsduift uid TOii ilnlidMn VerUltauMM. «tv«^ 
clMiii.vuA, d^itii'.BMnMlitiing%e«&nUiA anM dedi. Naiaeo ap«^ 
cMlet SittealAre ■neammeDgei^t: «M. Eis Aühaiig kanMl 
▼eia «^plieliCmAeaigea YerlialU»r ia ^naekaag deeHiiiatef'. D«i 
sMll «btige a £d. :erinl die Jkaoetf^t eiÜhaltaB* ;: n. ! ,7(ka 

.41«88] Die Tonlglkdisteii tJimciM»> i^dcW die w- 
to^ Antsbif^ng der enia(^k Knrohe' Terdkitet M>eni 

tfin^Beitrag ittr Kirctieogesdi« voil Mit' '^1 ©• IJöiPÄ^./ L^^ 

%, JLflp%, 1837. VI u. W S.^ 

V IKaTbideiMlie/dass die efangel. Klrdie (d^ii. Uer^e Ck^ 
Mimtheit derLalbaraaer «ad aeforaiirtea) aich nidl .tilitor $mm^ 
bMiie^ bat iDaerhalbvDd aoaeeiiMlb: deiaelhai «aJZattifeb emd 
mawdeotttngea Vcnailaeeaag ||egebed4 -* darba Jet. dorr.VlvaAagiati 
gfmffBn and TerficbtJiiia die UMicbe» damntoUaüV' t'"v4flke dai 
wUtefe Aasbrefitang devefaageL {tircbe teijuadfer« liäMi^. Er Ukrf 
sie aaf 2HattptelaMa aoriek: 1) aaf eelcbe, weickaianeserfaalh 
aad'2) aaf eolebe ^ weldie inaeAalb der eefän9ekH:iEflb#;Iijl9eii| 
oder aaf liaeaere' «ad innere. Zn den ^rsteren BedHietel<i& a)difi 
Termisciiang' der ireligiöa-Jkirriil. imd peKt Imer^seen.!: S« '& 
,;WieweU die Kirebe inaerbalb des Staates bestebt ted^niil dkh 
B«aa darcb Weehselwirkaag innig Teribnnden iil,' so bildet -^ 
deck ela selbslindiges' Gänse äad Verfolgt ibrabesatalent'Zve^e.^ 
Bid pelii. lalereesen -ehid aber bali^ die; aberwiegciMani.gMilil»« 
bea« — - b) Pie'nBWHiterbr<khenen6te||enbeBtrtbnngepfideB..hdlii#i 
Kii«he, weiche ia deii> Jesaiie» laameddieh ein* ;l«lfiige Siäym 
fittd« ä) Oie YeraaeUftssignag' der f oUarinUnai; ind des Volkii. 
adiidweseas ia den badiel. bürfena. .' d) Den ladiffereatianwi 
«ad'Uagkabe, webM teheOgL ifeeit der 2« Hälfte des l&i.Jldisu 
htaderfs ia- aieiMra kMklk Lftddenv lerradieBd wttntftt^r %) I^oi 
Wbtog^f RH wicMgeh Yeranlassoagea and evtawareicheiii Be9a|»ie^ 
im des ÜeberttitH^ sor efangel. Kirche äek dem 174:Jabrh» ~i 
VonB. 68 M griit der Yf. ,,mAl ebne eine IdcU cirUadiate 
Befangenbeit'' kW d^ SaialeHnag der innem Diaacfead abbr.; fiü 
afarfftai:. a) Ue Streiiigkeilen .der lieiden nan «t8fdiide&«Q 



TliQ^Ugie« 11 

sowoU gfgtft 9ijßi0nh'f\ «b .tat J9Mni jt- 
der ienmjbm^ sonAckst tom AidL 4er Reffmatioii« hin gftgm 
MMe des 17. Jahrb. — «ri d«r MaBfd «a Geaeingeiat. b)])er 
Sliiblnd IM räeenkckiifiL Leben, wddier varifigL iv^bread de« 
17. mad den eraleftDeeeMies de» 18. Jahrhsaderta io den grötß^ 
tea TkeO« der Laib/. pre4e«t. Kireba sichtbar iai, Siaaaitigkeit 
oad Sjailiolalatrie. e)IKePrineipatreiligkeil«i a#it Mitte 4ea 1& 
Jalvk f Kaaipf des EUtieBaliamaa «ad BqperiMtaialif aioe^ dieaer 
Kaaqif tel Gleiehgfiltigkeit and Uagiaabett beföideN. Gera atim- 
sea vir Deaei bd. waa der Vi« S. 4< aagt; ,,Dh^ Lieba wr 
SaAe ASga ibai aataiAaUigini« weaa er aieb aa fite« Gege»- 
I Blaad wagte, deaaea anfftaeeiMie Behaodlaag dia . Gelebnaoikeii 
dtaca anageiaichDeteft Tbeeio^ea arfbrdert*'' Die Aaaüeni Urw^ 
chca bitte er weit atftrker adhildem oad die iajiem liefeq aad 
wahrer aa erfaeaea aadleo aoUea, deaa die Urtb)»ae| :$ber dia 
etaagel. Kirehe aind gar an trodm anegeMltla oad aaderwRrfa 
liri ti e üe a der aAon TM-getragea werdea« .Zuglttcb aifieaea «ir 
Beck beaierkcB, daaa sich der Vi bei kaafiiga« literar* .Afbeite^ 
wkaltsrekbeaKiirse befleiaeige» i/^gb* -r-. Dmek dad taar* 
lawtalteag Terdieaen AaerkeaaaDg. . . i 116» : 

[169»] Die Wahibeit k der HarawaadMi Sneha^ 
dar katbelie^-thealogieöbeD FaeokAt xä Bebe aa d djwn 
Hem Erzbiachof tob CöIb. Daniatadt^ Ledke. 18Sf • VIBT 
«. 56 S^ & (8 Gr.) 

Bie nJicbBte. Ycraalaaaaag a« dieeeai aehr werthfoUei^ 
iat cia Arükel der aediaffeabaiger Kireb^aaetep§ 
14. April, d. i«., weldie ia dea Streit^eilea , die. ab^r 
aahöbea weadea atad , aiit blbMlem Eifer ade? faa4 altra^ 
Hnaaiiiaiiecher fiehiasigkeit gegea deaaea Vertheidigeir wotb^ Der 
Baapfliaibalt dea geaaaBtea Artikeia, wekher aiit abgedrackt iet, .{et: 
Ka Betiaetjiaawr bekaaalea sich Aafoag« aa anfirei^iUigen icrlbO^ 
achdeai aber ihre Dectriaea Toa der köebalea ' ktrch}# 
ab geflUnüch oder terkiArt beieicbaei warea aad aia 
dieselbea ronotragea fotrtiabrea; ae babea aiedieSaebe 
Ua aof die traorige Spitie gatriebe», dass ihr ebr^ardiger ObecT 
Urta, dar Erzbiadial saCöIn, aa derfirklftroag geawaaga» irafdeff 
iit, ,,ar ktaae ibrea Sehileni die H&ade aibht.aBfiegea aad selba 
lidil ab Yerfcdadiger dea BfangeKaaia awaeaden'V Per Brabiscbaf 
bft gatbaa, waa ^r gawbaeabaAa gaiatl« Hirt ati maar Stell« 
gethaa liab» worfle aad was disRaineniag selbst :7oai iba fem 
k^ges aiBBS, ,,eie icaaa aicht Biach6& Aae Gewissea wolM^V 
Bm f ressa. Regiekraag! kt bei der gaaaea Sache ia aiehta be« 
lUSJfi 9 iblgliah bedarf ea aach keiaer »^lataatea Sphiitte'^ na« 
ba Tsnaabtlicb »^aastatthafiea ^rtleaaioaea** cal^egia aa Inn 



teiii; „üitB^re «nd WSi^do fet niclit im Goringstea bcOieilig 
(S. VIII.) ^ie^hflt- «falf InCeretoe .'ttftd ein Recht, in yerliiogeiiy da 
die Kttthofikeil getreae UoMirthfiBes seien; ob aber in Bonn B 
A« oder B. 'Theologie docireir , .ob die Theorie des Hrn. Hern 
von d^f kkthbl. Kfirohe fdr gtift öder: scUedit gehalten wen! 
iäh kaiitf'ihr ^oHkommen -^hMigiiltig ^in/^ Nan gibt der.ni 
bekansie WiihrViitsfimfid in Idler Unbefangenheit sein Urda 
and sndil^ad' eehreiende Uareeht sn enthfiUen/ welches diese n 
tramontane' Partei bereits gegen die Hermesianer begangi 
hat. Ber ^ gegenwitiüige Bnbiscbof Ton Coln. hat, wiewohl . 
p^rsSatich deto sei. 'Hermes^ «nie hold gowesea sein soll^ doi 
froher ti^ g«gen dessen Lehren Zweifel erhoben, nnd dock < 
dreistete^'Si^'ein Beri(;hter8talter ans Cöln' in der Allgem. Zm 
f«ilil.l3I')hi«l«d. J. in behanpCen, dass Droste^Yischering seht 
dÜ' GMititaltk^ in Munster (S.. 5) „mit SMberg und andern g( 
Mrt^ii nnd geistreichen BBkinem die Tendenz des Hermes. S| 
itbttur dnrcllischaat nnd bek&mpft habe'^ Das eininssreiche Yfi 
ki^n dcto'etwas>iut>rerträglichen Hermes .in Bonn seit 1820 m 
wecIctcl'^Nei&ei-;' es erfolgten Reibongen, die drste ftffentliel 
Stimi&i erhob sich in dem ;,Katholiken^^, nnd hielt sich anf dei 
philosoph. Boden, dann regte sich die aschaffb. Kztg., aberanc 
ai^^erirob noch, nidit eben Vorwarf ' gegen, die Reinbclit sein« 
LehrOrf^ &7« „In den ernten Jahren des gegenwfirligenjajmehem 
fajBga^n.^U' heimliche Yefdadftigong des ganzei^ Hermes. Lehi 
Systems Ton Terschiedenen Pancten ans.^^ Bas Eesnltat. m 
das päpstl. BroTO Tom26.Sept 1835. Di^ss ist niclit auf amtl 
diem Wege an das Domeapitei sn Cöln gelangt, Ton dem & 
■eralriear Hfiegen wahrend der Yacanz weder pnblioirt , nodi i 
kathoL Aeol. FacnltAt in Bonn zugesendet worden.^ Die prens 
Regierang ignorirte es; weil es ihr nicht amtlidi mitgetheilt wo 
den war, madite jedoch die kathol. Theologen in Bonn darauf an 
^erkiiam, nmandi den geringsten Schein einer gegenpäpstl.Rid 
tnng'tu Tormeiden. Im Sommer 1836 trat der neue firzbiacfa 
Ton Cbln sein Amt an; plolsKch traten die Antihermesianer d 
gehen sieg^lrunken herror, doch ging das LehrgeschAft inBm 
seinen gewöhnlichen Gang fort nnd das dem Brzbischof zngesendf 
Yerzeichniss der Yorlees. i&r. das Winterhalbjahr IS'Y*^ lomtahi 
Bemerknngen sarnck. Brat im Januar d.J. gewannen dieSad» 
eine andere Gestalt. Mehrere Studirende in Bonn erklftrten. i| 
rem Inspector, sie durften TerschiedeneYorless. nichts liinger.me 
h«ren nnd beriefen sich 'ainf Befehle des Brzbtschofa, die ihnen i 
BeiehflMnhIt eriflnet weiden säen. Dies» hat bereits dieAlle« 
Ztg. fom la. Mai d. i. als etwas politisch Bedenklichea- wi 
aaeramentaliseh AnstSsrfgea erkl&rt^ wtivend die Gegenpad 
in demselben Blatte vom. 13^ Juni den Grundsatz aufstellt s j| 
Kirche nnd der Bischof haben «nr Rechte ' an den SbuU.» all 



Theologie. 13 

ksiM PKcklea gegea ika » dtr Staat hat ?§UUm g^tu EinAo 
«ad Bischof y aber keine Reckte «o baide.^' Dagagea beatiauftt 
das prenss. Staatsrecht , dass kein Bisdiof ,,» .Rel^ns-imMl 
Kwchenangelegenheitea ohne BidaabMa dtedlaatee aene Ver- 
eidnangen machen darf*. Daran hat sidb der Brzkiachof nkfct 
(ekekrt, eondem in einer Veifugnag' Tom 16. Jan. a. e. anage* 
qprochen: ^kein Theolog darf Vorieaa., deren InfcnJt denHeviMa. 
Schriften geii^üBs ist, beiwohnen.*^' Zä derselben. Zeit tteraandle 
■an ihm das Yerzeidiaiss der^Vorlets* Juri .das Sonmerhalbjahr. 
la der darnber gegebenen Antwort blieb sich - dieser Prflkt nicht 
treo, indem er fheils ia Rücksicht aof die Armesianer ansvei'^ 
chend nich erklärte, theils die Vorless. eines bis dahin ganz nn- 
ferdäckdgcB Professors gar nicht approbirte, wahracheiniich weil 
dieacr vom Könige und Papst vor Karzern anegeaeichnet worden 
war. Das Ministerium konnte aof diesen üngeaetilichen Sohritt 
der Nicfalapprobation ohne Torhergt^agene VerstAndigODg gar 
kdne Rockstckt nehmen, sondern Terfügte den DmcJc der Lections- 
Terseicknisse. Dessenungeachtet sehrieb der Bnbisehof an meh- 
nxt StadirendOy „dass er Ton- allen Vorless. linr die der (rofl 
Klee nnd Walter approbirt habe* nnd nur diese gehört werden 
dürften'*. Diess die Vorlage, dec. Sache. Von S. 26 an gi|)t 
- der VC das Resultat aller dieser^ Machinatiotten. Es gilt hier 
m^t die Sache selbst^ sondeim einen Parteisieg; der Brxbischof 
will sein Verhiütniss zur FabntCftf in .Bonn nach, aeiajir Weise 
nad gans aen bestimmen, diefirMe^seiensoJCeiififter müsseii ihre 
LehrsIciMe Torlafisen, da sie 'anverbesserlioKe Lewie 9Hid> er will 
keine an^'em Lehrer haben , als, die Ton ihm. bleibst gewAbltsin^, 
aDcm Staatsrechte zum Trotz uad aller . beatehenden Ordnung 
tarn Hohne. S. 40. ),Das Ziel i^t kcsn anderes » als das, 
weiches der belgische Clerus bereils erreicht hat. Von dem ent- 
femten nnd letzten Ziel, welches die gftnaUche Kni^pation der 
Kndiftfe Ton der röm. Curie ist , wollen wir nadi schweigen, 
dn nar Wenige im vollen Geheimoiss dieser Umtriebe sein mör 
gen.*^^ Angehängt. 8ifld 4 Beilagen, Ton denen die 3 ersten die 
hieriier geh6ri(^en Sualegesetze nnd Vererdnnngenet^er die Re^rt- 
Verkällnisse betreffen; .4Ke letzte .ist das- pipeti« ßir^Te gegen 
Bemes' Schriften. Wir danken dem Vf. für die Unbefangenheit, 
Rnka und Schonung , womit er sich ausgesprochen hat, und wün- 
schen Ton Hetzen, doss dieses Schriftchen Virfen die Augen 
tter den Feind öffken möge, der arg ist nnd das Li^t h^set. 

....!.. 116. 

[16Ö0] Bie Beredaamkeit eiiie Tugend oder GmndUnien 
riBM^ ajmtemirtisdmn Rhetorilf. .yt^nBu.Frßh» Tfkereminf 
2*9 Terb. Aufl. Berlii^ Dnnckeir und finmb}«^ 1§37. 
XSXI¥>i^ 20§.S.!gr. & <1 Tbk. 4 Gr.) 



U Tbeölogie. 

^ Da di6«e fiflluilt, deiren 1. A«g. itt J. 1814 encUeii, «j 

4M yt Bcibit sagt, bis iiilf weaige und imbedeutende Yerbidi 

roiiffeii und Andassnng«» in ilutr firfikeren Gestalt ersdieiat oi 

Sbtoli«8# in didser & AdL stdiim in andern Zeitschriften (s. ] 

in den Berl. lahrbk Tan Markeineoke) besprodieii .worden - h 

se gendgen hier 'wbnige Worte über sie. Der eigenthumliel 

StMidpanft, ^'aao' welehem der ¥f. die Aufgabe der Beredtsan 

keit, der geistliehen* wie der weltKchen, anflasst, ist, wie seh« 

der Titel aaseigt, der ethiodie; der Redner soll die ihm inwol 

nende sittliche Uee terudczafiihren suchen- anf die Ideen sein« 

Znhdrer. Wenn demnach die Beredtsamkeit eine Tugend ist, i 

will der Yt damit nidit gesagt haben , dass ein gewisser Gra 

ethischer YoHkommenheit auch schon {fir Beredtsamkeit hinrei 

chend sei, itnd alles Uebrige entbehrlieh mache, was sie sich aa 

Kunst, Gelehrsamkeit und Wissenschaft aniueignen pflegt, sei 

dem nur das Anordnen und Bestimmen Dessen, was die Beredt 

samkeit aus diesen verschiedenen FAchem in sich hereinsiek 

soll dem ethisdien Prindpe yerbehalten bleiben. So sehr sie 

aber fast von selbst fersteht, dass der Gebranch und die in 

weifdung der Beredtsamkeit unter ethischen Gesetien steht an 

dass es , wie eine sehr nnshtliche , so auch eine sittliche Beredl 

samkeit geben könne, so ist doch die Rhetorik als Kulietldir 

der Beredtsamkeit fersdileden Ton der Anfstellang der Norm li 

ihre Aosubong. Diese beiden Tettochiedenen Gesibhtspuncte schei 

nen nun dem Re£ in dieser gehdtrelchen S^ift so «ehr in ein 

andergerfiekt so eeia, dass sie. nioht gerade sum Yortheil de 

Darstellung in einander Aiessen , und der Yf. ist fast «nwillkii« 

lich^ genötkigt giawesen , in der Ausfuhrung yieles ans dem Pria 

dpe allein mchi- Herrorgehendes. mit aufzunehmen. — Cdirigaa 

machen wir noch besonders ainf die in dieser AnIL hinxugelmn 

mens aasfabilide Yoersde aufmerksam, welche sehr gute Be 

meikuagen tiber die Art der geistlichen Beredtisamkeit oa&ül 

mit besonderer Rioksioht auf die TonThoinck („Predigten 2. Thi 

Yorrede*') and flanna (,jdtr Prediger*^ etc.) über diesen Gegen 

stand geünsserlen Ansichten , denen der Y£ nicht beistimmt. Di 

nähere Prüfung Heiner fiegnngrwide mnas andern Blattern Übei 

lassen bleiben. - 

[1601] Beitrag smr ptaktiadhen ErklSriuig des N. T 
aus den Predigten nnd wt einer Yorrcde desHerrH DmWnAm 
mony Geh. Kirchenraths a. s. w«, gesammelt yon KarlFerd 
Jtldgej Cand. d. Piwdigtainta n« MitgL der Usier. AeoL jGe 
ieUsöh. Leipsig, Kirehnec lu Skfi^i^Bda».,l»iJ.. %m 
tu 460 B/gr. 8^ (l Tlili;.12,fin) ■ .:::. . ;v i: 
Blan kann anvördoist an' )dea Titel diefMS.Banhei Mätdk 



I, uOm wiAi MwtU «in BciMg, Bh iM^idkr MUlg« 
gMWriMtt «f«rieii kSMe»! aüdi weiiigclr ab^r eine Voireile 6e- 
gmBtMmd des SfOHneloA eein kai^n.; eodnnn aber kann man aneh 
lie NoliiwMidigkeH und ZwedkmftseigkeU dee.Uaieffnelijaefle über- 
^pt imZueifel neben, in eofem das Btfeb in Grande dedi 
nnr den Wecken sieb aaseblieBSt, vebsbe den GeieUicbenMaleri»- 
iien Si ifcre Predni an die Hand geben wollen, obwabl es 
eidi eine nlwas vornehmere Miene gibt, in sofern es nnr Ungere 
oder fcii^ore Bnoeriile ans den Prediglen des Hm» Dr. ▼. Am- 
men gibt, welebe den Besltoem seiner Pkredigten nnttithig. Ande- 
ren nicbi geflttgend sind« in sefem es endlicb nnr dessen Pre- 
digten über nenlestamenll* Texte berüeksicbliget, und also keine 
follBCAndige Uebeirsicbt der Ton am bebandekeo ScbriftsteUen 
ind Tbemata gewiibrt. Der berfibmte Hr. \L der Predigten, 
der in der Vorrede beabsicbliget balle, Ton dem weisen Gebraacbe 
der keil« Schrift in diristL ReligiensTortiügen , wie er dnrcb die 
BedirfiDisae der Zeit bedingt wird, zu den Lesern zn sprechen, 
«ber es leider nnterlass^ bat, erklärt , dass er Hrn. J. die Ans- 
üibmng seines SntsddnAes , ans den ersebienenea Samminngen 
«an» Predigten eine exegetiscbe Uebersiebt ibi^B Inhalts an ent- 
werfen nnd sie an das Lieht sn Ardeni) weder habe anrathen, 
noch widenhathen kdnnte, nnd xwar Letiteres dämm nicht, weil 
sieh .derselbe die Banptgedanken seiner Kaaaelrortriige ang^dg«- 
not, rio mt Fleiss lind Liebe, j^argestellt und sich dadardt ein 
Bedit erworben habe, sie mit Vertrauen auf irgend eben gluek- 
üdbeai Erfolg ihrem Sehieksak preissngeben. Und allerdings 
denFMss «ml die Liebe wird man nicht terkennen, mit welchen 
sidi Hr. L diirser Handarbeit «nteriegen hat, nnd, wir wollen 
Deimn, weldienin Brmaagelttng dtr Predigten'' dteBriu Slt^A. 
mit diesen Exzerpten, gedient sein mag, noeh die ' widiligsten 
Grandsütze «i^^eboa, nach welchen er gearbeitet hat. Der Hanpt- 
gesiebtspnnct war der,. iKese Beitrüge snrprakt firkUbrnng des 
N. T. in der Gestalt eines CoBunentars Torsnhgen; er ferfolgt 
also diS'Oidnnng der aentestamentl. Bücher nnd giebt zn jedem 
Abnebnitle oder Yeise derselben Dae, was er in den Predigten 
BrUtutemdes Tm^efond^n hat Dm einseinen Modificafionen sind 
folgende: 1) Wenn die «xej^etisch-praktischett ErlAötemngen sn 
mnem neatestamimtl. Abschnitte dnrcb alfe Theiie eker Predigt 
Terwebt sind;, so wird die Angabe . dns Thema nnd der Theiie 
fonuiagenchicbt, dem Gange der Predigt gefolgt, nnd nach di*- 
snr Ordnung die gegebene firkl&nu% deneinsdnen Verse Ueigo- 
ügt Da das Hauptaugenmerk auf.idiese exeget« Brlftntemngen 
gmicliiet wair, so ./sind dieselben auek immer TollstAndig wieder^ 
gegeben worden. 2) Wenn skdi die Erlfinterang einer ne|itesL 
Stelle in einer Predigt findet, welcher eine andere Stelle zom 
Gnmde ^egt^ ab eben die, worüber eine exeget. Bemerkung ge« 



10 Theologie« ' 

macht wird) bo^ wirl die letsteii|*tirir eb«D dert inifgeslelll) % 
•ie eiDgewebi ist, jedodi wird noch an dem Orte dee N.T., wi 
hin die erilioterte Stelle gehört, dacMf rerwieeeiu Kann ab« 
ohne "den ZosamnienhaDg der Pvedigt xa stören, die BrUnti 
mng'^-den gehörigen Ort im N. T« Tersetit werden, so wii 
diese aaeb^gediaB, und swar so, dass eine lAngere Brläutenu 
tavor in wenige Worte (Somma) snsammengeiasst nnd die Am 
ffihraag nntergesetst wird. 3) Wenn ii^end eine nentestamem 
Stelle in einer Predigt keine exeget Brklftmng erhält, so mi 
nnr der Entwurf derselben aufgestellt. Ist es aber der FaJ 
dass eine solche Predigt Wahrheiten enthfilt, dc^^en Begrenitti 
Ton dem ehrisd. Glauben besonders abhängt, oder deren Aoseil 

* nndersetzung einen reichen Schatz Ton Ideen und Erfahrang« 
erfordert, so werden diese letzteren im Ansauge ebenfiiUs mitgi 
theilt. ' 4) Da es nicht nur interessant ^ sondern höchst Tortbei 
haflt ist, ra eriabren, durch welche^ Reflexionen der Hanptsa 
aus dem Texte genommen wurde, so war es Sessnders nofhwei 
I dig, dinße wiederzugeben. 5) Von den Beispielen, welche zi 

yeranschauiichung der Wahrheiten Torkommen , werden imaM 
nur einige herübergenommen, 6) Binaelne Kaazelreden dbi 
Gmndlehren des Christenthums und die meisten der am Refo 
matioDsfeste gehaltenen werden ftst vollständig wiedergegebe] 
7) Worte oder Sätze mit andefti zu vertauschen, erlaubte Hr. J. sii 
nie. 8) Wird ubarall beigesetzt, «us weicher • Sammlung. d< 
Predigten die gegebenen Brkiftrungen entnommen tind. 9) BndKi 
hat Hr. J. noch ein Inhaltsveraeidbniss beigefügt, weiches ebenlal 
für die Besitzer von Samraluagen der hier benutzten Predigt! 

. aehr 'vortheilhaft ist. — , Vielleicht gelingt es den Lesern, eil 
hierans ein Bild von der Einrichtung dieses Buches zu mach« 
«nd mehr beabsichtigten wir nicht. Hr. J. eagl, dass gewisi 
Hoffaungen V4in «einer Seite- auf- dieser Schrift ruhen, die näa 
lichy, dass durch die> vorgelegten Erklärungen zum N. 1 
die Ueberzeugnng von der Yortrefflichkeit unserer Religionsn 
künden nnd von ihrer Anwendbarkeit hei aHen Richtungen m 
•Stfirmen der Zeit geweckt oder bestärkt werde; als ob es desst 
:bei cbrisll. Predigern überhaupt erst bedürfte, nnd als oh' dai 
vor Allem die Compilation aus den- Predigten eines Mannes geei) 
net wäre, den man bei den ansgeteichnetstea Leistual^en im h 
miletischen Fache dock kanm von dem Vorwurfe .frei spreebj 
Jkann, dass er dem T^xte oft Geitrah anthne und sich mand 
Willkür in der Benutzung Jer • einzelnen Scbrifistelleii erlaub 
'Wo "Ksnst und Scharfsinn" 'in der Behandlung • fand Anwendm 
der Schrift so sehr hervortreten, wird man immer niidit den ve 
Jen Eindruck der Wahrheit empflmgen» < > 58. 



Tbeologie. 17 

[1692] '^'HraiiHen fiber die wmitSglicIien ETangeliea 
des Kirdtenjalirs ton JFrz. Xat. Wildtj Decan und 
Sted^fiurrer ni Eliiii|;eii. 3» Bd. E!hingeB| Feger* (Ldp* 
Qg, HeibigO 1837. XX iu 315 S. gr. 8. (n. 20 Gr.) 

[1. a. 2. Bd. Ebenaai. ISSS, 96. n. 1 TUr. 16 Gr.} 

Es ist ein achtangswerdier Kanxelredner der kadiol. Kirche, 
weldien Ref. in dem Vf. der Torlieg. Predigten kennen gelernt 
knL Nor sdten wird man an den eonfeeeionellen Standpnnct des 
Redners erinnert; noch seltener bernlirt er abstrusere, nnfradit- 
liare Glanbenssfitze. Immer lässt er das Praktische Torherrschen 
md weiss seine Erangpeiien aus verwandten Stellen der heiligen 
Schrift treffend sa erläatem; dabei ist der Stil lebendig nnd nicht 
nngelenk. Der yorlieg.Band enthalt 18 Predigten ans dem leti- 
len Teitiale de^ Kirchenjahres ; in ihnen werden unter anderen 
Mchslehende Hauptsätze behandelt: Tom Anlegen des Zeitlichen, 
dass es ab ein Capital Zinsen trage für die Ewigkeit — Re- 
geln, wie wir die Freude über das.Ton uns Tollbrachte Gute am 
mSsEAgen haben. — Wozu wir die Werkzeuge der Sprache nnd 
des BAm nach Gottes Absicht gebrauchen sollen« — Wie wir 
ffi» geseUschaftKchen Zusammenkünfte zu unserer und unserer 
Brider Yeredelutag benutzen sollen. — lieber das christliche 
Yeihalteii bei den'Gefkhren, die uns in diesem Leben drohen 
1.8.W« — Hin und wieder werden passende Stellen und Bel- 
ade aus Classikem und der Geschichte Angefahrt, z. B. S. 151, 
231, 240, 250, an weldier letzteren Stelle abef' Liborius irr- 
Aamlidi statt Libanius steht. ^Auch in der Vorrede zeigt sich 
icr Tf. als einen Tomrtheilsfreien, das Bessere und Zeitgemftsse 
astrebenden Mann , indem er statt des hergebrachten Perikopen«» 
fWaages die Festsetzung anderer^ mehr passender kirchlicher Yor-r 
lescstodce anspricht. . ^• 

[1603] Altar* und Kanzelreden bei besMdern Gelegen« 
gdalten^ zusammengestellt* und mit einer Abhandlung 
Aer. die Klage , dass der Geistliche mit seinen Predigten wenig 
lizke, 1^8 Zugabe begleitet ton Dr. Früdt. GorwitZj 
Superimt tu Oberpfr. zu Apolda. Erfurt^ MnUer'scIi^ Badllu 
1837. TI a« 250 S. 8. (18 Gr.) 

Ret begegnet« in diesen Reden einem Manne, der eStf Tor- 
ttcCHcfcss Rednertalent besitzt, yermoge dessen er, wenn er es 
iwüer so benutzt, wie hier, in seiner amdidien Stellung sehr 
nd zum glucklichen Ausbaut der christl. Kirche beitraged kann. 
Sie SaauDlnng^ enthtflt: l)iPredigt am lübeUestef der l€0{flhr. 
tegrmadiaig des Mannfiictar-Collogiums zu Apolda; 2) Rede 
let der Feier des SOjAhr. Amtsjub. desCantor Stier suSchMen; 
A i«t. dMCMk xjt XIY. 1. 2 - ' 



13 Theologie. 

3); IM« hfil i^rBii^S^mitt d9^:P«: CMrsfMlUMfri in J»99l^ 
4) Gedächtoissp^edigi, dem Terst Gtvesb« Yon. S«. W^im^r» . Ca] 
Ao^st, zu Ehren gehalten über deiv höchst passenden TcpLt 
2 Petr. 1, 14. 15.; 5) Rede bei der EinwdhiDnf d^r Kirch 
zu Dorfsttlaa; 6) Weihe der Bargereehnle* inr^olda;'' 7)*Pni 
dif^ xor Gedächtnissfei^iv der Terw« Groes^enegin. Looise ye 
Weimar; 8) Red^ hfu der Einfohnuig des.Pw Stfinert in Nie 
derros^la; 9) dessgL bei der Binfuhrniig d^^^P. o. Adj. I^fim 
in Oberrosela; 10) ConfinoAMo^ede;./ 11) Predigt nach^ein« 
FenersbruDst; 12) Confirp^tjomerede ; . 13) i^ede^ bei d^r Tfiuj 
eines som Christenthnm uliejir^tendenj. jud|schctn, Jünglings ua 
1}) di^ auf dem TitelUatte' erwfthote Abhan^lnng (ans den AH 
n^len der, ges. Theot 1833« Bd. 2. abgedrnqht), Avä dieaei 
Inhallsyerzeichnisse ersieht der Lesef ., df^sß diese Red#i 
welche Terschiedei^ea Zeitep ang^^^n,. .ijti interessantQ 
. Yeranlassniigen gehalten wordenj sind. Api v^iry f i g lichsjft 
haben darunter dem Ret die unter 4 nndi* 8 ge&llen. . De 
Vf« hnldigt dnrchgeliends der ratiyn^en Anffayaniig.des biblisch« 
Christenthoms , benntst mi ^W^ishj^ die Ausspruche der. lu^ 
Schrift und verwebt sie ^ei^sig in, seine. Redfsn^ sa an^Liedec 
▼erse» eb wir gleich rögen müssen, d/i8S>,di^ Steife Tonideg 
Sperlingen und der Liederrers; .. Alles . i8t,.an Gat^ Segen elc 
nn oft wie^erkeh^ep» Sc^e Sf^adu» is^ m^irei/oi^ einfi|dh.iM|< 
edel^ nnd ob er.gle^Ä.aUen ,bl((ws tönenden )^ortpfrpnkTermeU 
so ist doch desshalb seine Darstelbing^weis^ nifikt ohne rhetqpr^ 
sdien Sch^uek, TergL S. 118., Seine Dispo^i^onen sind grösp 
tentheila streng log^ch, k^nniejii nnr z.awml9n:etiiras k,qrze¥;«n4 Cm 
liQher ausgesprochen .sein* In B^zng.anf' dioDipti^ sind^ ni^ 
aufgefallen, die oft wiederkehcdo^^n.z^afnni^engeii^iztea Adjectiyi 
als: frendegehoben, segenbegleitet, himmeliinfiagend, . die , d^ 
Vt aUznUiufig gebrancbt. Die Abhandlung am S^lnsse Terdi^ 
die grösste Beaehtnng , da die beleuchtete Klage in unserer Zel 
oüt.nnd anweilen. nifihi ohne, haltbaren Gnind Tentomnien.. wii^ 
auch vo|i .solchen Geistlichen, die sich, ihrerseits , keiner SoIh4i 
daran bewnsst sind, Djiss aber das Wort des alten .hpchbega|i 
tenKoiyigc^.TonPreiuisen an. . seinen Mi|ii;|ter; ),8chaff* Er mirBU} 
ligion inß Land^* jetzt so* .al|gemeiif und überall wiedert5n€ 
mdäite' Refi bezweifeln, da m^n hier nnd dort ^nicht einmal . ap 
eine strenge Sabbathsfeier htilt , um wenigstens an diesem Twcg 
in der ganzen Woche das Volk dadnnch za nStUgen (aoldie Nö 
thjgniu; bedarf unser Volk henfe ncich^ da. es. keines weges-.si 
hoch steht, wie man in maaohen . Regieramgss&len ntint), 4h 
zum Waehsea>in. der Etkenntaissvnnd iGiiado Gottes dacgeboteni 
Gelegenheit ;iicht Jeijchtsinnig^zu, yecsftupen. ; Viele» meinen y wei 
jetzt nicht mehr, so streng daranf gehalten wiid^ es sei «arnidh 
so notUg, sich aUV. Sonnt%o.Jim.£eil.an.bd(flmmem^ woza nii 



Woclie sar kriiie ZeiCa liaUn wiAaei^ Zum ScUasae 
wir BoA gjuu besonders auf die höchst gelungene , 8. 
109 flL »dl befindende Dara^ong der Bedrüngnisfie «nfnieck- 
8wn, welche den Haoshi^fern über Gotteegeheimnisee aoch in 
«Dsera Tagen nicht erepart werde» , indem man Ansprüche an 
flie macht, die, wenn gleich gerecht, doch nicht selten dasMaass 
■MSBgchl Kraft vbersteigen. , Sias übersehe diese Stelle ja nicht! 
Uebrtgens ist der Druck dieser Schrift höchst incorrect, und es 
dad trets iejf^ dass eipselne Blätter ungedmckt wurden und ein 
langes Sündenregister des Setiers beigegeben ist, ?iele Druckfeh- 
ler Modk «w&afinden« ^02. 

[IftO^ ^Funfzi^ Ldcbenpredigtea oder Einiges you 
dcB ^elehnmgen, Ermahnungen und Tröstungen der katholischen 
EkAm an den Grüben der Todien. Von Jos. ffalder^ 
Dir. desK^WilheUnsstiftes und kath oüsehe a Pfarrer zu Tübingen. 
TiUngeB^ Laupp. 1837. XYIII xu 295 & gr. 8. 
(1 Tkbc. 4 Chr.) 

Der Titd dieses Buohe kanii leicht das Yomrtheil erwecken, als 
Aste ier Yf. 4er I^ehre seiner Kirche die allgemeinen Wahrhei- 
im des Christeuthums, die allein nur belehrend, ermahnend und 
Mststtd an den Heaen der Trauernden sprechen, nachgesteHt. 
Allein niw W!ürde sich f^oa^^hen, den|i .es wehet ein ziemlich rei- 
jser Geist des Christeuthums in diesen Reden, der meist Drei ist 
von jeder einseitigen Aufiusung desselbeii« Wer jedoch Leichen^ 
Pred^isteB hier sucht, tftimcht sich; es sind nur kurze Grabreden, 
die aneh nicht ein «jnziges charakteristisches Merkmal einer Pre- 
iigl #tt sidk .tragen- Als Leicheni^edtti aber, wie sie gewöhnlich 
an den GrAbem auch in der eyangel. Kirche gehalten werden, 
mai sie in dar Thal Sfhr gut su nennen« In der Vorr^e klagt 
der YLf daes ^aaere Zisit das YielpredigeA liebe, fUier mit Uo- 
lecht, uvueMl« in dieser Beziehung ; es bieten die Leichenreden 
.dswiSaelaeiger .eine Yortcefflic^e Gelegenheit» Saamefi des Christ- 
iicheA i^fbßos, in empflUigliche Hersen au^ustreuen, weil die 
fitiminwur , ip . weicher .sid^ Trauernde befiiidiBa, 4en Acker schpn 
fceieiMliatr Jhß aber ist. nicht jm leugnen, ^^^.man heiA;i|s- 
aifceitang lekMrRed^n.aft j^iVeriiigeuheit JOimiMf .^ der I^ee^« 
jEBsis 4Mif tefn Gebiete der iBsi^hi^logiß ^ und für sich selbst 
keecfaftnkl W« und die grüssere Zahl yw Deppen \ üb^r wekfie 
geepreebe» pi^fdeu soIl,.dnr(^ ihre ladiTidi^^it&t and ihr Alltags*- 
leben wenig Q^^r gar keinen Stoflf darl^ieten « puu den Charakter 
dar GielegMh<ft8r#de aussuprSgen. In fok^ Fidlen ist es je- 
jioA'HMf^ dfis {Udners,. daea er sich nvit .dem Leben solcher 
Ilid]fMtaenj|4yk^^Jiekannt mai^ um irgfnd ,^9 Erseheiuung 
m deMN^bW^iüMindtny die lOr wt a^striyn su einer prakti- 

2* 



20 Theologie« 

sehen Anwendaiig benutzen kann. Wie daber der Yf. erwwi 
kann, dass man die eine oder andere seiner Redeii gleidi a 
wie sie dastehen, bei fihnlidien Gelegenheiten wieder halten könii 
— begreift Ref. nicht; ein Fall ist dem andern nie gans glei« 
nnd ein Redner , welcher das thnn wollte,' wfirde nidit nv tp 
wissenlos handeln, sondern auch .wenig nntsen, weil er nnmöglb 
za Herzen sprechen kann , wenn es nicht ans sebent Heru 
kömmt, was er spricht. Diejenigen, welche das Grab nmstehei 
sind es aber, anf welche man yorzuglich einwirken 8oU,'u 
dämm ist ein weises Loben oder Tadeln der Lebensweise d« 
Verstorbenen, wobei der Redner nobh keineswegs als Todtenridi 
ter erscheinen wird, gar nicht za Terschmähen; vor solche 
Bildern kann man oft mit grossem Nntsen seine Zuhörer in ih 
ren eigenen Lebensspiegel schanen lassen, und *-> den Aogei 
blick der Rnhrang za einem Anfangsponct derBesserong machei 
Es enthalt diese Sammlung 50 Reden, i) Warorn der Eine i 
der Jagend, der Andere im hohen Alter sterbe. 2) Von de 
Aiffgaben m der Schale des Leidens. 3) Die Tröstnngen de 
Glaobens afn die Auferstehung des Fleisches, besonders für 6e 
breehliche. 4) Yen der Sehnsucht nach dem Tode. 5) Einig 
Anfschliisse über die Härten des Schicksals. 6) Mit Clhristai 
sterben fuhrt zum Leben mit Christus. 7) Wie wir die Todes 
furcht überwinden mögen? 8) Auch der züchtigende Gott ie 
die Liebe. 9) Der Mensch muss am des Himmels willen Ai)«n 
entsagen können. 10) Von der eiteln nnd bleibenden Hofinnag 
11) Ein langes Leben ist dorchans nicht die Bediogung zur S^ 
ligkeit. 12) Die Yerrichtongen des heil. Geistes bei plötzlid 
Sterbenden« 13) Das gotfgeftllige Leben des Hospitalitei 
14) Die Beweise kaihol. Liebe an den Gräbern der Nicht-Kathe« 
liken n. s. w. Ueberall, ausser in einer einzigen Rede, wo eil 
Stack ans dem apostol. Sjmbolom als Text benatzt ist, smd Bi 
beistellen zum Grande gelegt. Die im Inhaltsrerzeiehiiisseai^e^ 
kündigten ThenTen sind aber nicbt aUemal abgehandelt So Im 
in No. 2. nicht Tok'den Aufgaben, sondern von dem GewiaM 
in der Schale des Leidens die Rede; No.5. gibt auch -nicht einei 
einzigen Anfsdiloss über die Harten des S&cksals, sie entUQ 
rielmdir den Trost, daäs bittere Schicksale nicht von einein Uia- 
den Zufalle , sondern von einem weisen nnd gütigen Gott kom« 
men; in No. 14. ist nickt ron der katholischen (?) Liebe, soft« 
dem Yon wahrhaß christlibher Liebe die Rede , welche nicht «nj 
die Terschiedenheit des Glaubens und der Anbetungsweise sidifj 
sondern den Menschen als Menschen werth hfih. Bift schdnei 
Denkmal katholischer Duldsamkeit. . Was . das'^ ffintelne anlangt 
so müssen wir tadeln; dass der Yf.- zuweilen S% Todten aof^ 
fordert, za reden, S. 3 sollen sie sogar bezeuge*. -dass aöa 
ihnen Allen Nichts geworden wftre, wenn sis- Ifti^ goMM bfti^ 



Tlieolo$ie. 21 

Iniy «B ma beweisen, dees de Gott nr reehteo Zeit ebferafen, 
«• dnL m. Der Stil, der in de» Thnt ftdit rhetorischen Gians 
hat, ist jedocJi nidit Irei Ton nmnehen vnpassenden Ansdrfieken. 
Der Reif kann nidit den Schmack der Brde ,,Tereengen'* ; „voll 
Frerler Gelaste** ; ^^nachgerade" ; ,JPre9shafie'* n. dergl Trots 
dieser kleyien Anastellnagen wiederiiolen wir nochmals , dass der 
T£. ein g«Bdudcter nnd beredter Leichenredtaer in der kafhoL 
KirAe ist, dem es gelingt anch da anaiehend , belehrend und 
erhanend sa sprechen, wo die Persönlichkeit des Yerstorbenen 
wenig StoiF daia bietet. Möge er es nicht versebm&hen , fer* 
ner seine Kraft sa nben nnd als Muster seinen Amtsgenossen sn 
— Druck nnd Papier sind ausgezeichnet. 



[1695] Christliche Briefe an gebengte Seelen. Frank-« 
inrt a.M.^ Schmerber. 1837. 215 S. gr. 12. (12 Gr.) 

Diese Briefe bilden eigentlich den 5. Bd. der christlichen 
Briefe, welche der vor einigen Jahren in Njon in der Schweii 
Terstoibene Pfarrer Gonthier herausgegeben hatte^ Unstreitig 
war es ein glocklicher Gedanke^ xu Terschiedenen Zeiten und an 
ntschiedenen Orten gesdiriebene Briefe von KircbenyAtern, Pftp« 
Sien, UMrtjrem, Refonnatoren , Jesuiten, Missionaren u«s«w. die 
aDgemeine Sprache des christlichen Glaubens sprechen nod sie 
anb Neue an zahlreiche Adressen gelangen sn lassen. Die hier 
■ttgetkeilten sind in drei Abtheiinngen — allgemeinen Inhalts; 
fir Kranke; an Solche, denen werthe Angehörige durch den Tod 
geraobi worden — gebradii| schreiben sich tou Gregor Ton Na« 
zianz, Augustinus, Chrjsostomns, Huss, Peloquin, Luther, Ar- 
aanldy Bossuet, Quesnel, Newton und vielen Anderen her und wer- 
den Anklang finden, da sie ,, als etwas aus dem Leben Gegriffe- 
nes, nicht anderswoher Abgeleitetes, einen wohlthnenden, frischen, 
duistlichen Geist athmen. PreiKcfa wollen diese! Briefe, — da die 
Medicin des Trostes nicht flaschen-, sondern tropfenweise su Ter- 
ordnen und lu nehmen ist — je nach dem eben Torwaltenden Be- 
dirfidsse einzeln gelesen sein; dann werden sie aber auch gewiss 
ab Zeugnisse eines unter Leiden bewAhrten ftcht christlichen 
Siues wohlthütig wirken. 8. 

[1606] Sieg der Wahrheit 1 Benchligende und erweiternde 
Zusilse ^n der Schrift: „Die Offenbarung Got|es durch die Yer- 
nmft** als Sendschreiben an den Vf. desselben,^ Hrn. Dr. Heinr. 
Stepknni, Kirchenrath u. s. w. Mit angehAogtem Antwortschreiben 
Desselben nebst Erwiderung darauf« Hsrauegeg«' von Dn JffeinTm 
HesserMchnUdi y Stadt- und Dom-Ph7si«ns sa Naumburg an 

i & Zeitz^ Schieferdecker« 1837« IV m 140 S. 8. 
(18 GrO 



2f2 JarisprüdeiiK. 

Hr. Dr. M« beabsiclitigte ntsprSuglicli imi' eitte s^lirifQieli 
Tersiandigang mit Hm. Dr. St, über mehrere Poticte der geiitaw 
ten, im Repertor. Bd. YIIL No. 838. adgezeigten Sdirift , besam 
ders von dem Standpaücte Aas , Aen ibm seiüe Wi^seiiscliaft im 
nächst anwies. Da io2wiscfaeii diö Materialien unter der ^^jll 
60 anwüchsen, dass .sie sich za einem Privatschreiben nicht mel 
eigneten, so li^ss er doj^h den Druck ein dffbntUches Sendsehrei 
bei! eiktstehen, welches Beantwortung und abermalige Ent^glitolj 
nach sich zog. Die kritischen Bemerkungen des- Hrn. Dr. lA 
beziehen sich auf die StepKani'sche Wahrheite- und Retigtonä 
Lehre und bieten besonders in plijrsiologfscher Hinsicht mancM 
Interessante dar, und wenn gegebseitige Mittheihingen zur AtiflSfl 
dang und Lautenttig der Wahrheit nie ohne gesegneten Erfol. 
bleiben können, so yerdient insbesondere auch die nobfe Art, taii 
welcher bier auf ffrissensöbaftlicEeM' Felde gekämpft i^lrd , voll 
Anerkennung. 8« 



Jürisi^radeHz. 

'[16Ö7] AnBfabrlichfe Brläüteirang der Patoffdötettnäd 
UeUieliy ein Gommentar Ton Dr. Christ. Prfeär. roi 
Okitfky Geh. Hofrath «. trdentl. Leister d« Rechte an d. Fric^i 
Ale):. Univ. in Erlangen n. 8. w. Nach des Yfs.Tode.fortge8eti 
voü Dr. Christ» Friedr» Mtihl^vbruehy Geh. Jnsttvrirth 
ü. ordentl. Lehrer d. Rechte an d^ Ißreotg. Ang» tJttiv* in. ^dt 
tingen n. s. w. 39. 1^ Erlmgeo, Pt^'sche YerlagsbiicU 
18^7* 470 S. gr. 8. (1 f klr- 12 On) 

[Vgl Repertor. Bd^ VIL No. 1^.] 

Die gründliche Gelehrsamkeit uni der Scharfeiim, IreldiO Ük 
Arbeiten Mihlenbruchs auszeichnen, skd auch in diesem .Band 
des Commentars in reichem Maasse wieder zu finden^ > In Aieec 
Beziehung hat ,4as Werk in den Htndeti des Portsetzers bedea 
tend gewonnen, ein Urtheil, in welches gewiss jeder Uäparteiiseii 
einstimmen» wird. Dagegen hat. Ret nicht selten zu, Gunsten de 
'Gluck*schen Bearbeitung tfie Hleintiii^ '. anf^tenen gehSrt,! dass Müh 
Unbröch in dem Umfang s^i^er'MMthei lungen 'zil freigebig ^ 
dhd die schön Ton Glück iiicM 'nibhh ganz streng fes^ehaitenfl 
"Grenzen des Werkes So kehr erweitert- Iralbe, däss die neiieBlM 
iBflndb fmmer mehr ^ TollitänOig» Monogifiiphieea über die t 
ihnen behandelten I^kreft ersdieof^ . \%\)»m. Wahres \i^ «kft 
jiSweikl in dieser Aphan{tni^, ufu^^^f^^.g^wiaB, dass in Folg 
jenes Verfahrens des Fortsetzers die pecuniären ^Interessen 4^ 
Fublicnms mehr, als sonst, in Anspruch genommen werden ytm 




JirispTudeaa. 23 

db ÜMI *tt T^HMrinBg d«s Werlm AA iwanr mabr UnAiu- 
aidit Amdtre NaiditbeUe Tennag «ber Ref. mif der enrälmCeB 
a-gtitoiwig te Plaa^B nidit absaleilui. Vidaelir sCkeiiit ihm 
«Ü T6ikMiit irardfli wa Dorfes, da» dit tob MiUenbindi ge- 
• gihL— i yifuiMjiiiilch Bearbeitaiigta eiiig^r der ivichtigsteii aad 
«ohwisrigcilCB Lehren des Pniile^reehti die Bfkenntniss dersel- 
ftcA iMdeotead geftrdert haben. Aaoh fiadei er eben in dieser 
Wkhtigfcieil md Schwierigkeit eineb ¥0% hinrachendeB RechU 
Cnügnagagrond fir die grössere Aosfohrlichkeiti wie denn über- 
haspt diese inmer nothnendiger darcb den fleteigerett Anbau 
iiMfilnfw Lehren otid das stiLrkere Wachsdnun der tu bericksieh- 
tigandea Ulenilnr herve ig a raf en wird« — Was nnn insbeson- 
dere den jetet erschienenen Tbdil niflangt , ao enAftit er 1) den 
ScUttse dien oehoa im 38. Theile begonnenen ErlAnterongton des 
Titels 4es 28. Baches: De injustOy mpto, irrito bcto fe- 
(8w3*-7ä). Im §.1432. wird hier die Roption des Te- 
dardi Agnation eines Postnmns betrachtet, nnd swar so, 
die 8<äon früher ansfuMioh erörterten SAtsa kündirh 
sengesteHt, und ^ann die Frage nntersacht wird: ob and 
inwiefem man aneh Ten einer Rnption des Testaments dnreh an« 
den NsHierben ab dnrch postami sni sprechen könne? Diese 
Frage wird iMgaht, nndnurder Ansdmdc: Rnptiota, als nicht qael- 
▼erworfen« Sodann folgt iii §• 14S3. die Lehre tom 
stam irritiün, und im §• 1433 a« die Tom, destitatam te- 
stam. 2) Bathftk dieser Band die BrlAatemng des yierten 
Theb im oben angegebenen Bache : de bis, qaae in testamento 
deienliir, indaeontar, Tel iascribontor. Da aber Ton dem Wider- 
ruf des Testaments aaf gesetslich Toigesdiriebene Art nnd Ton 
da* Brrichtang eines nenen Testaments schon im 38« Bande ge- 
handelt war, so beschränkt sich der Yf. hier nnr im §. 1434. aaf 
die Grandsatse Ton der phjsischen Zerstömng eines Testaments 
and deren regelmAssige Wirkangen, und im §. 1435. aaf die Bar- 
steüong der Fälle, in welchen die in einem ganz oder (heilweise 
Tende^eten TestAmentb enthaltenen Anordnnngen zn Recht be- 
stebea« &dl!ch wird in dem Torliegenden Bande '3) anch noch 
ifie Bnlwickelnng der za dehn Titel: De heredibas institaendis 
(XXVfli^ 5.) gehöpenden RechtsgrondsAtze bbjgronnen. Nadidem 
eine J^nleitnng im §. 1436. den Gegenstand dieses Titels im All- 
gemeinen angegeben hat, wird im §• 1437. Ton der Erbfähigkeit 
iberlianpt nnd dem Unterschiede zwischen derselben nnd dem 
Mangel des jas capiendi gehandelt Besond^rö die -Aasfahrnng 
nber den letzteren Pahct gewilhrt bei den in der nenefen Zeit 
darüber statigefandenen Yerhandlongen ein grosses Interesse. Sehr 
beachtenswerth sind die S. 179 S. gegebenen Warnangen gegen 
fdadie AnWendnngen des an sich Wohl begründeten Unterschiedes 
jenen Reehtsbegiiffm. Der §. 1437 a. betrachtet bier- 



24 Jarispradenz. 

auf £e lestameDtarisdie SoocessionsfiLhigkeil liaiisiiBteräikiiii 
Personen. Dann geht der Vf. auf -die einzelnen Grunde. u 
Erbfidiigkeit über, und geht zaerst im §. 1438. di* ab8oliiteD,n 
§. 1438 a« aber die relativen Saccessionshindernisee dorch. / ffi« 
^ knüpft sich im §• 1438 b. npch .eine Darstellung der<Hi 

, schrftnknngen des Brbrtchto in Folge der Re^htsregä : Ineai 

' persona heres inslitni neqail* In dieser Yortrefflicfaen Erdrtfeni 
untersudit der Vf.', natürlich die Bitnn&higkeit der postnmi;« 
)^er joristischen Personen; hauptsächlich der letztere Gegeneüa 
ivird die Aufmerksamkeit der Juristen am so mehr auf sich ;d 
neu, ab in der neueren Zeit zwar dahin einschlagende Redklsttl 
aeren einen der Yf. selbst so ausgezeichnet bearbeiteit hat ^>* ii 

/ grosse Celebrität erlangt haben. Leider enthalt aber der Tor|| 
Ksnde Band noch nicht eine ▼ollstandige Eniwiokelung der Gran 
/Sätze von der Erbunfähigkeit juristischer Personen. Gerade d 

/ interessanteste Theil ist dem nächsten Bande, vorbehalten, stali 
die Untersuchung der Fragen: in wie fern gestatten die Gaset 
eine Stifiiing von piae causae durch letztwillige Yerfügungia 
nnd: sind die gesetzlichen Bestimmungen auf adle und jede Ai 
stalten anzuwenden, welche die Neueren unter den Begriff yon p 
causa oder pium corpus zu bringen pflegen 1 woranf nocii eii 
rechtliche Würdigung der Testamente, wekhe zu den oben e 
wähnten .Rechtsf^len die Veranlassung gegeben haben , des! Si< 
derscben und des BInme'schen, folgen soll. Je mehr Bdehrni 
sich Ton diesen Untersuchungen des Vfs. erwarten lässt, unri 
dringender muss ihm im Namen des gesammten juristischen Ei 
blicums der Wunsch empfohlen werden, dass er das Erschein 
des 40.The]les so yiel als möglich an besdileunigen suche. 2 

[1698] Yorlesangen fiber sämmtliclie Haapträolier A 
Staats* und Reditswissenschaft* Zum Selbststudium ffir | 
den Staatsbürger allgemein yerständifch bearbeitet Ton AsMl 
Barth y rechtsknnd. Bürgermeister. 4. Bd., Enthaltend 4 
fiffentliche Recht des deutschen Bundes nnd der deutschen Bund| 
Staaten oder das deutsche Bundes- nnd Staats-Becht. Aagsbiua 
Y« Jenisch n. Stage'sclie Bachlu 1837. lY u. 501 1 
gr. 8. (2 TUr.) _ i 

Auch n. d. Tit.: Vorlesungen über das $ffentliche Recht di 
deutschen Bnndes nnd der deutschen Bundesstaaten oder über di 
deutsche Bundes- nnd Staats -Recht. Zum Selbststudium für | 
den Staatsbürger allgemein verständlich bearbeitet Ton a« s. w. 
[Vgl Repertor. Bd. X. No. 2iSl] 

Die Schwierigkeit, die An%abe, wdche sich der VC •ff 
stellt liaty ToUstäodig su lösen, wird auch durch das foriiegeni 



JiriBpridem. 25 

Weck besiStigt Bb hi renfiiiflig, kenntBimToIl , Uar ud Ter- 
st&idiidiy mid d«di köanta wir «m mekft redit denken, wem m 
€%eiitlich SB Statten kommen sali. Fir dea Fachgelekrten iel ea 
weder bestimmt noch gemackt. Aach für die laklrekhe Clasae 
maeasdiaittich GebiUeler, die awar aicht ex prefeaso mit derar- 
tigen Gegenatiaden beM^iiftigt lel ^. aber wena ihr eiae Beleb- 
rang darüber in ansprechenderForm gehdten wird, dieselbe dank- 
bar eigieift ond gebrandien kann, acheint es zu weaig sn liefen. 
Far die nieht geiehrtan Stünde dagegen furditen wir, ist es doch 
nichl ansprediend, nicht yerstfiadlidi , niehi nnterriehtend geni^. 
Im Uabrigen sehdnt üA der Yf. besonders an 'Kluber gäalten 
a haben ond gibt im Gänsen ein recht treaes Gemülde Ton dem 
allgemeineo Charakter der öffentlichett Binrichtnngen in Deatscb- 
kind. In das Detail der besonderen Verfassnngs- and Terwal- 
tangarecbte der einseinen Staaten geht er nicht ein. Binxelne 
Gegenstände behandelt er wohl im VerhAltniss ta dea Uebrigen 
Bin wettl^olig; 8.B. die Kirdienhoheit» Diese scheint dorch seine 
QoeUea bedingt gewesen sn sein« 99«' 

(1699] Systematische Därstellnng der Gesetasgcbangs» 
knst sowohl nach ihren allgemeinen Prindpien, als nach den, 
jedem ihrer Haapttheile, der CiTil-, CrimiaaU, Polisei-, Pro-* 
aeas^, Fiaans-, Militair-, Kirchen- nnd Constitutions-Gesetsge- 
bong eigentbumitchen Gnindsltzea, in 4 Theilen ?on Dr. Carl 
Friedr. Wilh. Oerstäckery Assessor der Jaristenfacnltät 
2a Leipug. 1. TU. Frankfurt a. M.^ Osterrietk. 1837. 
XYI n. 222 S. gr. 8. (Sabscr^Pr. 1 Thin 6 Gr.) 

Im Gänsen eine nach der Methode des KaatiaBismns nnd im 
Sinne der Thomasischen Recbtsphifosopbie geführte Batwickelang 
der Ton demVf. fnr neu nnd von ihm erfanden betrachteten Idee^ 
dasa die Rechtsidee der Hanptsweek des Staats ond alles Uebrige 
nnr Mittd für diese Idee sei; femer der Ansiditen, dass es be- 
atinuDte Yorrechte der Menschheit, überhaupt eine Urspronglidi- 
keit dea Rechts gebe, dass die Yemonft eine höchste Rochtagrenae 
zicbeii könne n. s. w. Der Yf. polendsirt nun su Gunsten dieser 
Ideen gegen deren Gegner, ohne überall die Meinung der letxte- 
ren richtig gefasst oder dargelegt au haben. Wir können die 
bemerkten Ideen weder fiSr neu, noch , da das Leben sich doch 
ganx in anderer Art entscheidet, für so wichtig, wie der Yf. glaubt, 
nodi lar richtig erkennen; es feUt naä aber hier der Ranm,^ die 
GefsengrunA ansfiihrlich sn wiederholen. Ein Hanptaigument ^u 
Giuutea der Urspronglichkeit des Rechts nimmt der Yf. Ton ei- 
nem sehr greUen Yeriialtnisse , Ton dem SciaTonhandel her, auf 
den er öfters xtiriickkfmimt. Hat er wohl gehörig erwogen, dass 
waA warum dieses YerhAltniss den Allen' gar nicht auffiel nnd 



fiS JsiisprndeBs« 

ikMOi Bi^nftn Ton ReUht und Freaeit» te doch nickt eo unU 

«mfen/ nidit 'iia mindestaii inderstrebte; Ton Arisloleies pUlMi 

pliiMh, voll idenrSomcheB Rechte, aos dem dedi die gXBse ReoW 

{diUeeopKie »ier Sobale , weleher der Vf. «nj^ehört, ([^efiossea ii 

^jnrisösoh^begrinidet -wurde? - Nicht das Aeät, Sondern theils d 

TerftDderte€resl«lt 4er ftaeseren Verh&ltDisee, atee das Leben, Ad 

das ChristenfliaDi liat die Soiaven emandpirt« Yielleiebt dass« 

in «nele Bestandtbeile unserer socialen Yerbftltniese, nnr sa Vidi 

in» Dem, was die Sdinle des Yfs. aas dem Rechte der Vemitt 

ra rechtfertigep, «der doch sn entsobnMigen^Tersadit, einem f» 

genden Zeitalter, einem andern Lande, ah^meht minder verwei 

Kofa encheint , wie nns das ficlaventhom. üneer hartes Urtln 

über das Uutere fliesst aas sittlichen Grinden weit mehr, als m 

rechtlichen. Es fibt ' im Orient noch maoehe Verhältnisse, dl 

▼on 4er Rechtsphilosophie des Vfs. eben «b hart getadelt werdi 

mdssen, aber es doch nicht werden , weil nicht dieselben Härli 

damit verbanden sind, nnd weil 4er Reehtfertigongsgrand in . dl 

dortigen Verhältnissen allzn klar TorUegt. Alle diese Ideen sis 

nnd bleiben nationell and zeitlich. Das Einielne kann nor nac 

dem im Volke nnd der Kdt lebenden Redrts- und Tagendbegrif 

gewardigt werden. Urspr€nglioh ist nur die Idee selbst nnd sw« 

nicht die Rechts^ sondern die Tngendidee. Demi dicRecbtside 

setzt jedenfalls sdion einen Begriff von itossferem Zivwge Torav 

Erst wie die Menschen die Idee ge&sst hatten , dass gewisfl 

Pflichten dorch einen änsseren Zwang in ¥ei*bürgen seien, bildet 

sieh anch der Rechtsbegriff aas. Darauf ist man nicht durch ei 

Rechtsgeiuhl gefuhrt worden, denn es siod nicht' die widitigste 

Pflichten, di^ so Terbürgt werden, sondern durch Interesse, des 

es sind die Pfli<&ten^ deren Verletzung 4as äussere Leben ai 

SijNSten Tcrwirren wfirde* Bs ist auch dieser ünter^diied Tiel 

leicht «ine Folge eines Vorschritts der fiösseren Verhältnisse, ab« 

jiieht ein Vorschritt der Tugend gewesen. Die Rechtsidee ü 

niehr nfooh als das Sittengeneti von äusseren VerhJÜiiissen al 

h.lngig. Allerdings lassen sieh die Rechtsbegriffe der Binzelnen ui 

der Völker abwftgen und wärdigen. Aber theih unterKegt ma 

dadbei der Gefahr, die gerade bei uns lebende Rechtsidee com eis 

seKigen Bjiteriam zu nehmen^ theils wird man immer auf da 

Sittengeselz zarückgefuhit; man wird loietil die besondere Gestal 

de« Rechtsbegriffs darnach sehAtzen, ob die durch ihn begrindet 

BiwrMitnng der sittlichen Vermllkottmnnng der Menschheit gun 

etftger ist,- oder nidit Wie gesagt, die Idee des Rechts, als ei 

n#s erswittgbaren Befugnisses, oder als einer Pflioht, deren Br 

fflUottg von Andern Tcrlangt werden kann, ist nicht nrsprm^licii 

aber uralt nnd dauernd, Ihre Anwendung auf das Biniebe is 

wechselnd, Ton Aasseren Umständen abhängig «id die Specdaliei 

darüber nnteriegt fimt gnnn dsoi gerade hier und jetsthensche» 



lir{»prideBs« 27 



im IleAt8Sj8t«n«. ü^f^wi kkiU eolM 4ieM8 Sjiteni fast 
im^ iiicoiiseqtietti Es' Mtol Mannes , mb m iolgericbtif W« 
sdiitxai sollto, iifl h gschdut ; bloss weil 9tm Besdiüimig la 
idiwieris ist DsrVf« ghmbt; die YerwerAmg der Idee «rapiiag« 
fidier Reehte ittre fttm Bespetiems. la CregeafMI sie eetitfy 
80 writ es skk mn Redrt und Pflkbt lianddi, die ToHkiiMumieH 
Frabett und legt die Pflidit adf, die Ordade* der Beeehitairaageä 
derselbea BMbzvweieefi. Diese werdeft ikre polilisdie Wirügany 
in den natorficlieB Yerhlltiiieseii Mb Leben , ibi% juMedM im 
der Uebereinstimmang mit dem Recbtssjstene der Zeit und der 
Nation, ilire sitdiche in ibrem VerbAltnisae in dem Gesammtswedce 
der M enscbkeit finden* Unser Rechtssystem wfrde ein gani an- 
deres sein , wenn das Leben nnd seine gesebicbtKdie Bntwidke- 
hng andnra gewesen wftre} ja' in vielen Poneten ist es nur dorcli 
ZofiiH iii|d Gewobnbeit so wie es ist Aber es könnte ebenso 
zn&liiip ganz anders sein und wurde sieb anf die Manier des 
Yk» gleichCfins recbtfertigim htSsen. Uns sdbeint es ffir die Ge^ 
seUg^ifugsküBst viel wichtiger, dass redit genatt nntersnehl werde, 
was denn eigentiicb die Institole des Lebens ih/er Natur nach 
aad nnd wie sie ins Leben kamen^ als dass man sjcb so Tiel Mäher 
gAij das anlengbar Bestehende anf den Grand eines von derVer- 
BBDft eines Ebzelnen ersonnenen Systems mit fotmelleii Yemonfi- 
^nden zn rechtfertigen« Doch wollen wir dem Vf. das Verdienst 
Msht absprechen, sieb als sobarfthniigen *J>eaker «ad eifrigen 
Freund des Guten gezeigt za haben« 99. . 

[170Q] 016 Todesstrafe. Eibe phiteseiihisdi'jiiridisohci 
AUiMdlttüg von /oA« Cmnmgmmi^ Ritter des Yerdisnstor« 
^mm Tom heil. Joseph , o. -öw Prof. d^ Rechts an der k« UniT4 
Pisa. Ins Deutsche übersetzt vofn JKmrl von ßpie9y k.h.Krds- 
tad Stadt-Gerichts-Rathe zu BäireaOu Bamberg, Oter.-^ 
artirt. Institat 1837.. IT iu 87 S- gr. 8. (16 Gr^ ; 

Aüerdhigs eine TortrelWchs Abhandlung gegen die Todlsi* 
Strafe, snüftebst entstanden dnrdi «ine Vorlesung, die der Yt «tk 
18. Mftrs 1836, in Gegenwart /«aAroj's zu Pisa gehattctt md 
fie m Pnüikretch nnd italiew grosses Aofseben gemacht. JMr 
Wt ist itidbt Mose Theoretiker^ sondemaaeh praktisdier Sadi wsi* 
fer. Er wirkt in einem Staate, in welchem die Todesstrafe eine 
Zeidang' angehoben gewesen, xat steHt die Wiedereinfiarnng 
derselben und ihre Grinide in ein Lieht, in irischem sie den 6e^ 
nena nieht iSiehr znm Argoment dienen kann* DiegehingeneUe^ 
bf*rsetstiiig W^rd' Yta den Prenndeii der Sache mit Dank begrisst 
werAen; "äb^r praktiseh wiidcsa» ddrfle diese Darstellnsg ini 
ftewls^ami seb^^rKdi weiden. Dam hat der VC die Grunds 
der deoMheo 'Gegner zs wenig gekannt Seine Orifaide trdSen 



28 Medicin nnd Ghirargie« 



Dig8feD8 die a«o^eti8cll6ll TerAeidiger der Todesstrafe in DeaH 
laad 80 ^enig/wie diese über Framosea und Ilaliener etwas ^ ' 
Bögen dorfien. lieber das ungsmessenste Schallen. mit Mens ~ 
gKok sich SU bombigen , sobald es sioh mit einem schulphl 
phischen Systeme dnrdb reia formell^ Grande Tersdbnen iiisst, 
alle materielle Gruiide verftchtlich snr Seite weisen, ist aller 
der Sehole des Yfs« aieht eigen« Uebrigens wollen wir nicht]« 
nen., dass in der yorli^. Schrift , neben sehr yiel Gutem , 
tiel DecfaunatiMi and einige Sophisterei ist 994 



Medicin und Chirurgie. 

[1701] Tön den Krankheiten des Menschen. ' sp 
cieller Theil, oder specielle Pathologie und Therapie. Von ß 
Cofl Oeo. Neumomn. 1* Bd. Fieberhafte Krankheitei 
3.9.Yerbes8. AniL Berlin^ Herbig: 1836^ 37. XXIYi 
864 S. gr. 8. (4 Thk. 6 Gr.) 

Auch unt, d. Tit.: Specielle Patholoj^e und Therapie di 
fieberhaften Krankheiten des Menschen. Yen n« s. w. In 2 AI 
theilongea. ^ 

Die erste Aoflage dieses Werkes erschien in den Jahn 
1822 — 34 in 4 Bänden, deren erster die fieberhaften Krankheit« 
der 2. die chronischen, der 3. die topischen, der 4. die sensibel 
enthielt. Daswisdien ersdiien Ton dem Vf. auch eine allgemeii 
PlUhologie im J< 1829, nnd es ist gleich hier Torliinfig na IH 
merken , dass dieses letztere Werk 9 sowie das im J. 1835 ei 
Bchienene : „Die lebendige Natnr^* {(Repertor. Bd. VII. No. 31 
Ton Denen, weldie den Vf. erst ans dem jetzt vorliegenden kei 
neu lernen, mit grossem Nutzen für ein ▼ollstftndiges Yerstftndnh 
der sehr eigenthumlichen Weise, wie der Vf. seine GegemrtAd 
Mandelt, gelesen werden wird. Dass er aber Beifall gefnodei 
beweist die der ersten fast unmittelbar folgende zweite Auflagi 
IMd das konnte wohl nicht anders sein, wo sich eine fi|st viersi 
Jahre lang erworbene Erfahrung, mit hellem und dnrohdringt^ 
dem Geiste geordnet, den Knnslgenossen zur Benutimng darbiete 
Bill Hanptvorsug dieses Werkes ist sogleich damit angedeuU 
und fibendl, audi wo diese Eigenthumlidbkeit Bedenken oder 91 
Widersprudi erregen mödite , bleibt es sich darin gleich : es i 
nicht ein Repertorinm fremder Ansichten, Versuche nnd Resultat 
jMdsehen denen die eigene Praxis bejahend oder Tomeinend, odei 
'was das Schlimmste, ist, ungewiss mitl&uft; sondern die ohne all 
Polemik, aber audi ohne alle RucksidiUiahme anf Anderer Lehre 
nnd Meinungen , meistens mhig gehaltene , hin und wieder di 



Medicin ind Chirsrgie. 29 

Mm Uebttfmgiuig k«ck amsprecheade Daittdlug im inl- 
Mai Wirkens Eines Mannes ; aber Eines, der, als er m prak- 
tkiftä aotag, nock den StoU'scken Gastricisnins yorfiuid, denA»« 
kn^ ud das Ende der Brown'schen Periode mit darcklebte, ond 
IMb Bddi in- nnd aoslfindisdie anlFaUende Brscbeinnngen in der 
Kediriii auC Anfinerksamkeit Terfolgl , sbwoU er siek nicht tob 
ibes blenden Ifisst Wenn also diesem Werke die Rucksicklanf 
Aslerer Arkeilen , sowie die Literatur derselken ginsliek akgeki| 
weoB ika das Historisoke der Tkerapio £Alt, und wenn es siek 
eben deaahalb für den Anfilnger niekt eignet , so wird der sdun 
Ms^üdetere'ArKt dagegen kier einen Kern praktiseken, aof dea 
mekiedcnsten Feldern der AndiGben Tkätigkeit gesanunelien 
Wiaeess finden , der siek ikm ohne weitere Mike nnd Vorberei- 
luf dnbietet, und nur die eine Bedingung Toranssetst, dass der 
l4Mr edbst sckon oft am Krankenbette gestanden kabe. — Die 
BiMhng des ganzen Werkes entspricht ToUkoninien Den, was 
ier Tf. ia seiner allgemeinen Pathologie (§• 60—66.) nber die 
v^wadiche Verschiedenheit der Krankkeiten gesagt kat» Diebe- 
^Trickotomie in Krankheiten der Irritabilität, ReprojInetiQii 
«rf Snsibilitiit findet daher hier nicht statt, der Tf. kennt mir- 
^^'»Ueiten der Vegetation nnd der Sensibilität, nnd anck über 
^ Sckeidang erkUrt er siek so , dass eine starre Sjstematik 
bliebt sn furchten ist Ebenso bat er., was die fieberbafien 
bnklieiten insbesondre beirill, sidh an seine in der allgemein 
■ttPtdiologie (§' 214.) gegebene Eintkeiinng gekalten; nndd*- 
W konmt es, dass in diesem ersten Bande, weicker die „fieber* 
Ma Krankheiten^' enthalt (die nicht mit den „acuten^, sofeiH 
"A dieser Begriff bloss auf die Zeitdauer, der Krankkeit besieht, 
*«rw«di8elt werden dürfen) , auch die Schwindsul^hton mit an%e- 
ttrt werden , als diqenigen , wo^ sich das kektiseke Fieber mit 
Michen Zerstörungen Terfaindet, wfthrend (um in der Classifiea- 
fci rickwärts an gehen) Yorker die Fieber mit fremder Zengung 
(iekerluifte Exantheme,, dann auch Wassersdisa nnd Pest), Fieber^ 
^t Srdieber Bntsfindnng (die Entzündungen, dann anck Rnkr und 
^ yerwandte Krankheiten, {gelbes Fieber , Cholera , Wundlieber, 
Brfnerta und Verbrennen) , Fieber mit yer&ndecter Absonderung 
(K«laitha]-, gastrisches Fieber, RheumatismuB, bitsige Kopfwas- 
'^mebt), endlich als erster Abschnitt das Weehselfieber aufgo- 
'bt w«den. . Die Nerrenfieber , im Sinne Peter und Joseph 
f^Vn , wird man bei nnserm Vf. nicht suchen dürfen , da er 
(f§). sHgem. Pathdiogie §• 209.) diese Benennung dem Wecbsd- 
tÄer assschliesslick TOibekftIt , und den adynamiscken Charakter 
ki Ge&ssfiebors au einer besonderen Form fieberhafter Kranlt- 
^ SU erheben durdiaus fthr nnxalassig hält; — Wir entkalten 
^ aller Bemerknngent iiker die Sjstematik des Vfs^ bei weicker 
^ «du* tiefes Biagekeii aiif seine 4dlg«nfiino:>PatkoIogie, die wir 



80 JfediDin lud CHrurgie. 

iinr «MeriMlt der BeidbtHig ihr L«Mr wfMblttii gvt «kl 
▼enncidett sda »firde, wd volles wwr nock jubor «iyiiK# pqj 
«dh« Ansidtoi, wio -tie k diesan l*fiaiNla aiek rorfiidea» üI 
«nrftlmeik Bän BavplgrwidaiUi im Yfs«, der eich dnc<?k^ 
'■'guoB Weik bertfisstdk, kl der euu» kiiUtigeii BüisckreSleBii] 
4em eiaauA für das Rechte erkaaaten, «id «uf i9n gß/ttlmgi 
gBMlkirten Fall passeadea HitteL Darava eifpebeii aiidk o& 4 
MTtvordmi^pBn, in welobeo aian yan aelir irngnibmitu Aim 
«och atarice Baaen irargeadirieben fiadct SohoB hkat^u «^ 
sieb, dase eina aehr graese Sidmbeit in der Oiagnoatik, 4 
dbea ao graaae Fertigkeit im- dem Indifidnalisireo 4er eiaiaal 
Knaikbeitafidle ndtbig sei, um die VarsoUfige des Yfa. benä 
~n Mrfen^ und aa darf ferner dabei niobt veigesaen Verden, «| 
«die Praxis dea Vis., dar lange Jabie in Spitälern nnd beiAin 
ibatig war, an pcfignantea FftUen, ilie .an aolebe MadiiMiian': 
nvibMB, reicii gaiaeaen «ein mnaa« Indeaa urird daa Bed^ 
'tvelobaa hierim wegen bfinder NacbfllHMng der Tbarapie anl 
ben «könnte, ¥(Alig nnsgeg^en domh die ScUMerangan 
KrankbaitasoatSiide, welcba deagleieban kiftfUgea BeilTeflifc 
efbeiaafaAen; denn dieaa fijranicbeitsbiUar sind aniflt wit -wh 
Lebendigkeit, nnd, wie aiA Ba£ bereilä eiwgtnial fibeeaengt j 
mit «aidher Trane imd Cbarakterialik geaeiobaet , daaa suua, 
nan die Originale d^vnn am Krankenbette antriSt, aiob awb m 
atana neber dar Fubmng dea YCl in der Tbenple anvertaa 
-darf. Ein aweites darob^ofendeafllpinent ist die onTerboUen^ 
geaptoobene dd>neigawg «des Vft. gegen alle, mebr anf Jberküi 
liehea Handeln sh nnf daa wirhlidi *voriiegei»de Bedurficisa «J 
gebenie Heibnetbaden. . Bin Beiapiel gibt aeine Bebandlongj 
gaalrischan Bieber, iwa idle Bredian eiregende Metboda f;ar ^ 
bnscbitakt, der veaalfkbnden (oder wie .der YL sieb gmz lU 
nnadrfiokt, die ikaukbafie SeGcetien terftnieinden) ibre gen| 
.Anaaigen gegeben, die pnr|^rende aber onit triftigen iGraadwl 
«nttvfidkgewieaen wird« Die krankbafia. Abaandernng dea M«! 
•wnd fiarmeaaala m ,Terbeaaeni, aar Norm anrnckznfiihrem^ i 
ffMk der Vi, nAdiBt dem Breebwdvatein nnd dem Safaoiak^ 
;Baaondem die Baaigaftnre, nnd ganz Toraagliab dieSalaaftni^ 
»diejenigen, die^mit dem Haoptbeatandtbeile dea Magansaftea Jn^^ 
refaid, nnd also dessen normale Seorelion geradean bewirken | j 
'^eaeben davon, dasa diese Mittel ala Staren ancb den{(ebei| 
«des «retbistieeben Fiebers in das *typbdse am Jbesten verbind 
mid dieses iUea niebt wegen ibrerantiseptiaAen 'Kraft, evdeg;^ 

ribrer Wirkung jaa Blat, aondern wegen ibriir Widkm^ 
absondernde Flteba. — Dieses dine rBeiapiel d* Tben^i« 
Vis. stellt cngteieb noch eine dritte, ^ebeniiUs in denk ^ 
Werke sieb Wiederfindende Bi^enlhttnifebkeil denselben 1m4 
^ iesündige Oinweisna nnf pijniAigiiabe fiesetne, deiemi 



Mtiiülm mid Ghirir^ifr. 31 



«t Gtem wi im W0Hmim1SmAUH alM» eyUär 
ita kaaoi^ und die danias gesehöpfte Ben^ruadiiBg der thanqieati- 
SGhcn Yovsclilfige und Anordamigeiiy die der Vf. yiel leichter liätto 
ffit seiaer TieraigSlirig^ BrCdirnng decken können , vfilirend er 
in diesen Erortenin^n den Beireis liefert , wie er seine Pnuda 
inner im Zosanun^ilHDige mit der Wissenschaft erhalten hat. — -^ 
So^cl vber die praktiscl^ Bedentnqg dieses Weiks; die oinxelnenr 
Oanne4kad#a oder > LieMingamittet den Y&i. kier einseln aaaaflikh 
ren «der m kritisiren, liegt nicht in dem Zwecke des l.lepertor». 
nnd nidU ia dem Sinne des Ref., der, obwohl er ganse Partieen 
des Bndis abschreiben möchte (x.B. die Capitel liberEkitBündnng 
nnd PhthineB der RespuatianseigaBe) , doch seiner Pflifoht weit 
beaser «nt^roalia» m Jmbln gUnbt, wenn es ihm gelnngen ist, 
die Eigimthnmlichkeiten nnd besonderen Verdienste dieser Arbeil 
btrriMrgelioben nnd dadurch die rechten Leser, d. h. tue schoa 
uleniditeten nnd geübten, für dasselbe gewonnen zu hnlien, ' 45. 

[1702] M. Lallenumd^ Prot an der üniv. an Montpellier» 

Diiedor der chir.. Klinik, Ghef(phimrg des Civil- n. Militürhospi- 

td» dno» &I 9. w. fiber die nn&eiwiUiig^ii SamMsrgie&isiiiigeiiy 

ak «aibi» nnd alleiaige Ursi|phe mer grossen. ZaU gai» falsch 

keartkeilter Kmnkheilen der jett%tn Generation:, nnd iiber ihre 

Tenngliehntt anderweitigen, ala diegewöhaLGesdUechtsaiiaschwoH- 

fangen, a^ Zeit aber noch an weug belmnnlen nnd gevvnrdigtea 

Tsfanlnnsnngen , üben fie pathogwunomsehan S^ptomo nnd das 

mioBaUo HeilTerfahrett^ Ans d« FranBös..ubersetit .nndi mit den 

nsihweiidigaten Znsfttsen Tersehen Ton C* Joh. ÄleSm. VmuBy 

da- Heilkunde Dr. Wmär^ Voigt 1837. lY n. ;2&9 ft» 

gr. 8^ (1 TUr.) 

Eine Reihe der merkwnrdigsten Beobachtungen sind 1 hier mit«* 
gilheilt, ndu* geeignet, die Aufinerksamkeüdee Anten' an f ein oft 
gsr mehi geahnetes und noch öfter geflissentlich versehe riegeneo 
Debei m lenken, das jeden&Us ala eiae reiche Qnetto von Krank- 
kitaantfladen au betrachten ist, die nicht immer bis* in ü iMn Ur^ 
spmmf^ Torfolgt werden; Besondei» di» Verwechselung lior. hier 
TMiMmunienden Brscheinnngen mit den Symptomen Ton HimafiEso-^ 
itann, wdohe der VI bei den Kranken, die erTonaadeneiBAem-^ 
Im fibcranhm, yorfimd, nnd der Umstand, dass des \tt u Werk 
Aer das Gehirn ihm eine Menge Kranke anführte, die a ji nüAta 
veoignr als an Himaffeetionen , woU aber an den Fol ^n der 
Pdiatio dmma litten^ machen diese Mittheikogen sehr s« chfttibaiv 
da eis weitere» Zntficklnhren solcher, sowie vieler and« en ebon^ 
1^ hier be^rochenen KrankheitserscheinniDgen anf ihrei i wahren 
Djnpiwa^« anC die- Bokandloag den entachiedenslen fiinflnr 90 haben 
MsaT^ 46. 



32 Mediciii und Chirurgie« ' 

[1703] Praktuehe Anireisimg so gerichtilicIieB Ltt 

chennntersnchiuigeii, besooders zur Vorbereitung auf gerichtl. See 
tionen u. zum unmittelbaren Gebrauch bei denselbc^n für geridid 
Aerzte o« Wundärzte u, für Rechtegelehrte entworfen yon Ludu 
Aug. KraWy Dr. d. Pidl. n. Med« 2.^ erweit Aufl. nu 
einem Seblossworte über Leichenbüaeer und verwand te Geg enatiindf 
Helmstädt, Fleckeue&'sehe Baohlu 1837. YID iu 14^ 
S. ff. 8. (12 Gr.) 

[1704] Das Sterbea im Grabe und die siclierstei 
Mittel dagegen» In allgemeia mensdiiidier, medirin. und poK 
teil. Hinsicht erwogen dnrdi Ludw. Aug.Kromy Dr.ii.8.w 
Aus dessen Anweisung n« s. w. besonders abgedruckt. Ebendai 
30 S. gr. 8. (4 Gr.) 

Der der ersten Ausgabe dieser .Anweisung gemachte Toriw^ 
dass de su sehr ins Detail gehe , findet bei der gegeftwftrtigen 
' welche wenigstens um das Zehnfache Tenaehrt worden ist , ini 
grosserem Rechte statt Nach einer Angabe Dessen, was bei A 
ner geriditlichen Leiehenuntenndinng im Allgemeinen zu berück- 
sichtigen ist, geht der Vf. auf die besondere fiussere Untersuchnnf 
über. Hiemach wird die innere Untersuchnng . des -Kopfs, dei 
Halses, der Brust, des Unterleibes und der weiblichen GescUedit» 
theiie beschrieben. Sodann spridit der Vf. Ton der Untersuchoai 
neugeborener*, su früh geborener Kinder n. dgl. , und gibt di( 
Puncle an, worauf der gerichtliche Arzt seine Aufmerl»amk«i 
sowohl bei den Aosseren^ als bei den inneren Theilen zu richtei 
habe. Hierauf kommt er zu den gerichtlich-diemischen Unters» 
chungen bei Vergiftungen und bei Verdacht auf solche, und ge 
steht f dass die Leser desshalb so lange auf diese neue Auflag 
hätten warten müssen, weil er mit Allem , was Yon ihm und Am 
deren in Hinsicht auf ehemisck-gerichtliche Untersudinngea gele» 
stet worden, war, zu wenig zufrieden gewesen sei, als dass er nid 
htttte.eatschliessen können, das als fehleriiaft Anerkannte wiedei 
ak praktisdie Norm aufzustellen. Allein seit 1827 sind dod 
sehr gute Sdiriften über die gerichtlidie Chemie erschienen, wel 
die der Vf. hatte benutzen können. Die Versp&tnng hat daliei 
einen anderen Grund. — Von S. 113 an wird das Sterben in 
Grabe besprochen (auch einzeln gedruckt, No. 1704.) und dii 
sichersten Mittd dagegen empfehlen. Diese letzteren bestehen ii 
möglidist langer Avrfbewahrung der Ldchen vor der Bestattoai 
und in dner gehörigen Einrichtung 7on Leichenhänsen. — Da« 
sieherste Mittel, das Lebendigbegrabenwerden su verhüten, wunfa 
die Oeffnung des Körpers Tor der Ldchenbestattuag sein; alleia 
auch gegen dasselbe entstehen Schwierigkeiten , theils durch des 



Medioin and Chirorgie« S3 

giOBKi Widflrwflkn des gemeiiieii Maiittes gegm die LeiclMiiSff-' 
BOBKai, tkrib durch den auseererdeadicli bescfcrftnktea Raum» 
weUen der grosse Hanfe in seiner Wohnung bentzf, theiis durch 
die Ffirekt Tor ein für die 6eGtion in entrichtendes Honorar. 
Aodi das persönliche Benehmen der Aente bei Leichenöffnungen 
wU zu dem Widerwillen des gemeinen Mannes gegen Leiehen- 
•lattB^en Mtragen. 1 1 Bndlich soll sich noch ein b^nderer Grund 
lun Widerwillen des grossen Haufens gegen Leidienöffnungen in 
der Snricktnog finden, dass die Leichen der Hingerichteten , der 
SelMmirder n. s. w« den anatomischen Theatern anheimfallen« 
iüe diese Sdiwierigkeiten werden angeblich leicht darch eine ailgem. 
iiordaniig, alle Leichen Tor dem Begraben bu sedren, sich beseiti- 
pakeees. SdiHesslich fassl der Yf. in iolgenden wenigen Worten 
P», was er über das Sterben im Grabe and dk Mittel dagegen 
ia Yprkergehenden gesagt hat, ansammen: 1) Zwar nicht Alle, 
Ttaieaen es bisher so schien, haben den schrecklichen Tod im 
&tbe gefunden, dennodi aber bedarf es 2) durchgreifender Maass- 
nph inr gftnilSehen Verhtitang dieser gfauenrollen Todesart; 
3) &iem Bedürfnisse kann durch Beförderung geistiger nnd kör- 
VäAir Thatigkeit in gewissen Richtangen leicht und ohne Ko- 
^jfir den Staat, ja selbst mfit Brhöhnng seines materiellen und 
pUgea Reichdiums abgeholfen werden« -^ Das angekfindigfe 
I^Uneh der allgemeinen Nosologie und Therapie in SHefletfsoU 
■•dl Ter der Jubelfeier der göttinger UniTenitit fertig werden. 
1b jetet ist es nns nicht cn Gesichte gekommen. 56. 

[1705] Grraaae BeackreilNuig der Giafeiberger Was« 
Kdusikumtalt uäd der Piieasidtirisdien Cormethode» Nebst 
<nwr Anweismig , über siebenxig der am hAufigsten Torkommen- 
ka Krankheiten, als : Gicht, Rheumatismus, l^jphilis, Hämorrhoid 
^ Hypochondrie, Fieber, Bntsindnng^n, Cholera, Influenza und 
the Menge anderer chionischer und acuter Uebel, durch Anwen- 
^ des kalten Wassers mit Schwitsen nach der Grftfenberger 
CnweOiode grundlidi zu heilen. . Bin Handbuch für diejenigen, 
^^e nach Gräfenberg in gehen oder die Cur zu Hause zu ge- 
sellte f^esonnen sind , sowie fjir alle Kranke. Nebst einem 
Aikange über' die Behandlung ,?ersehiedener Pferdekrankheiten. 
von Carl Munde^ Lehrer an d. Bergakad« yu.Frejbc rg n. s w. 
Ldpzig^ Hartleben's Yerlagsexpedition« 1837« Vlil n. 
188 &• 9. (12 Gr.) 

Zeichnet sich besonders durdr sehr in das- Einzelne gehende 
Bescbreibnng der gräfenberger Anstalt , der Cur in ihren Haupt- 
(»den, der Tcrsehiedenen Anwendnng9weisen des kalten Was- 
^ ans, nnd cinthftlt eine Sflnge der dem Badereisenden nnent^ 
^AiKehinKotiiett in Bthmg auf Reisekosten und BInrichtnng 

'feru d. fM. ilMifeft. L9U XIV. 1. 3 



9% Medioin iiii4 Chiruiügie, 

\un.m. l9x Gaipm hftU aidi «et Yf« and ikmliA iiidfl»GMi 
9911 eines Beriebterelatlere , eioise AnafiÜle abfercMAAet , djie 4l 
fim dem Yf. selbst wiederholt gemachte Eiagaetibpdmea , er e 
kein Aiat, beeUUigen. Gerade bm seinei: BeMening Aar Ca 
die an den besseren der ober dieaea Gegenstand enohienenea gn 
hdrt, hfttte er ^ch das Anflßhrea einaelner KraiüdieitsinatiUide« 
aparen soUea; er briivt aeiae tUUhaihuigen dadnrch wiskl i 
grösseren Credit. 47. 

[1706] Die iienesten Erfahningen nnä Heilangenj^ m 
^dem Gebiete der Waeserheilknade ^ gesanunelt nnd geordnet yi 
J. Jm. fPeiss, Direetar der aeaen kalten Bade-Anatal^ i 
f'rejwaldan in Oaüreiehlsch^Sehlesien^ Kebat aiaeai Yoriroirt m 
Starley KönigL Fronsaiackem Staba-AnI» Bin medimiaoiM 
Yolksbnch. Bi^slao^ Leiidcart. 1SS7. X «• 106 S« f 
(12 Gr.) 

Dieses Bachlein ist hestimmt» die sene ÄuMX an Frejnaal 
dan, einem Cenearrealen dar Pijessniti'adiea sa Grfifiuiharg, hi 
dem FnUicnm eiaanföhren , and daaa ist der karaesie Wcfp eia 
gesehkigep: idphabetischa AnCiiiUang van KfankheaisraattBils 
und Anpreiapng des kalten Waaseas, resp. dea irejwaldaMi 
dagegen. Was aenat naeh diaYerrede dea flnu Stabaarst Staaloi 
welcher die ,,Hjndcatbf rapenOk'' mit der Bomaeyathie fimndfis 
Hand in Hand geben Iftast, sowie die eialepteaden Bamerkanga 
des Yis. betriffi, so sind sie sn nnbedentend , am ihrer hier wd 
ter an gedenken. Prennde dar Gesehiobte naoken wir dag^ge 
i|Bf einea aUen HTdratherapsatott aafinerkiam ^ den sie jadanbll 
n^ nicht kennen: Dr. Antonina Nenaa (sie), veloher in ds 
kalten Badern ton Slosiam darek die Yialea gluokliohen Hetla^ 
gen grosses An&ehen err^^, weU in deaaelba« dar Manart 
selbst, nebst Tielen anderen hohen Slwlaheamtaa aad Gdahrlm 
geheUt wurden«' (S. 103). 47« 

[1707] Uateraachniigeii fiber dun LebwümagnetiaiM 
mid das Hellsektt von Dr. JnJk. Carl Pa$$€immnt. % 
nmgearh. Aufl. Frankfurt a« M.^ Bronner. 1837. IF] 
u. 348 S. gr. 8. (2 Thk;) 

Abgesehen 'von der natarphflosophisehen Theorie, auFweloli 
der Yf. die Erscheinnngen des Somnambalismns sarui^fihit, i 
deren Anfstellung nndAasfuhfang abei die Toriieg. 2. Aüsgahe k 
Yerhakaiss zar erstea ▼arsiebtigfc nnd behalaamer an Werbe m 
gehen aeheiat, empfiehlt aieh diaata Baeh ak eine, nichtema wsj 
klare ZosaaMMUisteUaiig des wesealliehan BrsnhehnMgen, dudj 
weleha mh. diaws Ckehiet chtiraklerisift. fite JUdbenfalge dl| 



l{«4ieiB sad Cliirargie. 36 

Abadbaitit » mm wflcltfr aum mgleich die ijioidavBg di^ Stoffes 
«s^Mipi luMB, ial fo^sde : Yps den aOgeneioeD NatarkFaften* 
V«i den erfKBischeiiKrAfteD. Vea der lebeiieiiiiq;aetischeii Kraft 
Dtr LebeiigmigpetJemng ab Heilmittel. AUgeMeiae Betraektungen 
pber das Wesea der Sxtase. Hellsehen ia nagaetisdieii Schkfe 
(die dabei lorkosuaeadeo PkUioaeB« weideo ia 4 Babrikea m- 
aamaeagfsleUir 1) YeriMerte Espfiadiiog; 2) Brianernag aad 
Yavaoaeebea; 3) gesteigerte Mideideaschaft; 4) kökeres Bewosst« 
aeio). fiellsabea im Trsome , ia. Kcankkeitea y in der Nfthe des 
Todesp ia der Ceaieoiplation, bei Prsphetea. Voa S« 190 bis sm 
Ende fi^ sie hislodacber CeberMiek d4»r Beispiele ^ die bei dea 
TscacUedeastea ¥älksni aaf das Yarkf mmea aiagaetiaeker Zostftadf 
hiaaodevlea scbeiaea. hierbei bat der Yf« die aaerscbopilicJie 
Qidla, die feeiitoatoge im WuriembergMchea sich dafar ero&e« 
haly eben sa iseni|j^ beaaUt, ak er aadererseits aaf Bücher, wie 
Wirth's Theorie des BomoambalissMis , Rücksicht geammea hat 
Wohl aber benaUl der Yf. aber Aaiea die Beneble aeaerer Bei- 
sibar «ad naderer Forsaber« Uebrigeas ist er der Aasichl, 



daaa ia diesar &«^oa. bftbsto «od aiedase, reiae nad aaraiae Ea- 
s e h ei asa ym gemischt f orkommaa , aad 



dasa es eipe Art dea 
Annumbolisana gib^ welche mior aas, eiae aadere, welche Ober 
Aar dar waoheadea Reflexioa steht i aad ia welcher der Meo- 
aahsHgaiat glei«fcsam. iraiea Orgia des Ewigen werde. — ladessea 
fceirasktai dach disi gaase Sehriit dea Ssaymmbnlismus samaa 
AUea, was darani aad daran ist, als ein aalarlichea Breigaiss, 
weUea antea aalarUehea Geselaan stobt, dis aun aofkosoehea 
and an beslimmaa habe« Dagegejs trilti aas in eiaem aadersa 
Aaae%e sieh hier gleiflb aaschiiessen mag, eiae 
Spakgeschichio eaigeigea , deren Brafihler es darehaas aicht 
wirde , wena maa sie aas aaiarlinben Graaden erklärea 
wolkew Sie hat den Titeli 

[1708] CqüOii^ swiscUi fSrnmA rad BSUe aa dem 
Damaa (L Dibnoa) eines besesseaaa UftddMas beobasbtet Toa 
FroL JB. A. Eschenmayer iaKirdiheim aatorTeck. Nebst 
eiaem Wort aa Dr. 8trau9% Tfibingen, Za-Girttenberg. 
1837. XYI w. 215 S. 8. (■* 12 Gr.) 

Ka ist «ess nlmüeh die Getehlehto eiaev «ewias^ Careliae 
Stadelbaaep a«a Gnqipeahach bei fiailbraim., wfMbt a«^ amba- 
JAhiwer Krft4l(|id4ceit, die bei schwacher Constitotien aller Wahr- 
sohainlidikeit niii:h von einer starken BrkXltaag hernihrte , sich 
1836 an Dr. Kerner wendete, nnd nun Tod diesem glfickltch als 
Beaeaaeae erkannt , dem Prot Bschenmajer nad dem Schneidefw 
atfister Dirr, dWiids TiBofelsbaMer in jeaar Gegead eine Bolle 
an spiok»- ashmut^ sar Behaadbmg iibai«abe« warde. Sie Cor, 

3* 



30 Anatomie n« Physiologie. 

fiber wdehr hier die tflgliehea ProtocoUe 'mitgedieSt werd« 
dauerte Tom 25. Oct 1836 bis 7. Jan. 1837. Baar Merkwürdig 
aber an ihr , was aach der Tl gani besonders hervorhebt , ist 
dass sie weniger aaf Öeilang def Kranken nnd'-AMtreibang de 
Dämons, als Tielmehr auf Bekehrung des 4efsteren geriditi 
wurde, die denn auch, troti Dem,' dass der Satan in eigener Per 
son samml seinen GeseUea stdi ih^ mftnnlieh wid^l^etst , endlid 
und nach Tiekn RückfilUen dadurdi giScklkh erreicht wird, das 
man den Dämon, der auf dem Titel durch einen komischen Dmek 
fehler als Dämon seiner Dame steht, Gottes ntfdJefsu Namen ans 
sprechen, beten, alte Kirdienlieder singen Iftsst, Besehwörongsfor 
mein anweildet-u. s. w. AHes dieses ist, >Terbrftnlt-mit Notaa» 
Wendungen, in dem Buche weitläufig cu lesen, denGlAubigeiisw 
Freude, den ungläubigen snm Aergemiss;" Ref. hi|t sich ssumt 
seits einer angenehmen Aussieht dabei ni^ht entsehlagen k&OBen 
-Gesetz näididi/' der Satan , der wie gesagt hier nehrmal» iii*iei* 
gener Perddn anitritl, wäre duuMi genug in eiae-Württemberjjpe- 
rin zu fahren, 'Bo dass die Hemn Ditrr-, EsehenmaTer und Ker> 
ner seiner habhaft wurden nd' ihn bAdirten, so hUMe der-gUBse 
Teufelsspük mit einem -Male ein Ende und Wiirttemberg Roh« 
Bin anderes Mittel wäre * polbeHiehe Beaulbichtigwg , die muA 
aber der Vf. 'S. lY veAittet^ indem er gani nair sagt: „am we- 
nigsten erträgt die 'Natur und die Behandlung dieser Kraidikel 
' eine poliseiliche Einschreitnag'^ Das ist das Begreiflichste id 
ganzen Buche. — „Das Wort an Dr. 8traass"| welches als Nack 
trag Ton S. 186 an fol^, bezieht sich weniger »auf die Antüoi« 
tik des Brsteren gegen den \t , als auf die Strauss'scho' Kritil 
und Hjperkritik im Allgemeinen. - Diesen Siranss mögen baid4 
mit einander 'Uriftfeehten. — Bndlich übennscht: es "den harmlose« 
Leser Tielleieht eben so sehr wie den Ref., wenn ihm beim Ai^ 
schneiden des Buches Bnchhändleranzeigen mjstiscker Traotällei^ 
die zwischen den Blattern versteckt waren , ungesucfat entgegen* 
fallen. Immer gut!- Wettn die Sonne untei'getft / J^ird es eciineH 
finster; ehe sib aber wieder ^anfg^ währet es oft länge Zeit» 

Anatomie . luid. Physiologie. . .' 

[IZOO] Lehrbuch der ver^dcheaden Physiologie dei 
Ham-Saugefliiere von Dr» E. F. Gurltj Prof. an d. königl 
Thierarzneischule in Berlin. Mit 3 Kupferttdellt. BeriÜm^ 
Hirschwald. 1837* XIY n. 376 S. gr. 8. (2 Thlc^ 
«GrO , i 

Voran gehl in diesem Boehe eine kurze: naturhistorisdie bJ 
läuterang über die Stellung ^d^rBanssäugetUerO' im '8jsteme,. ibaS^ 



Attatomie nnd Physiologie. 37 

LabettBWeifl« und ihr Tork^nunen, die eben mehto Befloadere« dar- 
kMet; dftmi f«igt die aUgemeiof nad mikroskopische Anatomie, 
asf wdehe. sieh die erste lud xweite Tafel der AbhildoBgea he* 
sMiea. Der Gegeaslaad isl kors aber dentlich Torgetragea y nur 
MÜea die Afigabea, ob Allee nach eigesen mikroskopischea Un« 
feffSDdmageB yerfassi ist. fiie allgemeiae Chemie und Physik 
aber ia Besag auf Physiologie, hAtto sieh wohl mit der spedellea 
P^aiologie Tereiaigen ^assea. Der specielle Theil betrachtet der 
Beihe nach den Yerdauongsproeess, mit den dazn gehörjgea Un- 
lembAeilnagen , dM Blat , das Athmen , die Absondemngen , das 
GeadiiiA itr Fortpflananng , der Bewegang, das Bmpfindungsle-' 
bea und das Seelenleben. Ia diesem Theile scheint j(a viel Ana- 
tomisches eingewebt, was awar des Verstilndnisses wegen gerade 
Mkt uninteressant ist, doch nicht gani nothwendig scheint, da ja 
doch die Tergleicheade Anatomie der Hanss&ngethiere den Gegen- 
stand beriicksiditigen mnsste. Eine Vereinigung der Anatomie 
vnd Physiologie der Haoss&ngethiere , die doch nur wenige Arten 
andass^n , wäre daher wahrscheinlich das RAtbsamste gewesen« 
Gecechte Anerkeaanng Terdienen die eigeneii Versacho, die der 
Y£ nr Brörtemng mehrerer physiologischer Fragen anstellt, 8»fi. 
dher die Menge des Speichels » die beim Pferde ans den bekann- 
ten Speieheldrasen abgesondert wird, indem ihre Ansführangsgftnge 
darchadinitten worden (8.85), gans besonders aber über die fihit- 
wkkriungsgeschichte des Embryo, sowohl im Allgemeinen, als 
hiasiehtlidi seiner einaelnen Systeme und Organe. Die Abbildun- 
gen sind mit yieler Genauigkeit ausgeführt. 113. 

[1710] Die vergleichende Ostedogie des ScUäfeabeijies. 
Zar Yereinfachang der herrscheaden Ansichten bearbeitet Ton 
Edum HaUnusrnn. Bfit 4 KnpCnrtaf« Hanaoyer^ Habn-t 
sehe HofbncUi. 1837. YI n. 130 S; gr. 4. (n. 2 TUn 
16 Gr.) 

Bei Dnrchlesuag dieser Sdirifi kostet es Miihe, in entschei* 
dea, ob man mehr den Fleiss der Untersuchung, oder die genia- 
len Darstellungsweisen und Reflexionen im Auge behalten soll. 
Doch darf nicht übersehen werden ^ dass das Ganie etwas su 
weitläufig gehalten ist, und dass, wenn 'alle einzelnen SchAdel- 
kaeehon auJF diese Weise beleuchtet würden, schon eine kleine 
Bibliothek daraus herforgehen durfte. Der Pnnct, ton dem der 
Yf« bei der Bearbeitung ausging, ist nach seinem eigenen Ge- 
ständniss folgender: Bei Cuvier*s Yergleichung des Krokodilsehft- 
dels mit dem Sftugethierschftdel fiel ihm die Behauptung iku^ 
dass eine Schuppe des Schlftfenbeins nur bei den SAugeAieren 
▼oriiaiiden sein sollte. Cufier glaubt nAmlich, das eiasige Ueber- 
bUbeel der Schuppe beim KrokodilQdiidel sei ein dem Jochfortsatso 



3d Anatomie nnA Physi^Ugie« 

estsprecliettdes, iwtsclieii deA Quadratbeiae nad Joehbehie liegeniloi : 
8tHck| das er die sqoama temporalis aeirat, wftbtvad er dieStalM i 
derselben am Bcbftdei durch ein os mastoidenm e^etet. ttm nm i 
za seben, ob Cavier zu dieser Ai^be biirfftiigHch borei9itigtiMr| ? 
ward;» sQiiftcbst im ersten Capftel die SchUfen^i^ad der Säng«^ i 
diiere Torgenommen. Interessante fiemerknagen fitoden sich hietf i 
fiber die pars mastoidea nad. ihre Entwickehmg beiin Bmbryordd« j 
Menschen nnd der S&nffethiere. Im 2. Cap. wird der lochbogmi j 
in dien rerschiedenen Wirbelthierclassea, soiriedie nasseren TImiW t 
des Schlfti^beins bei den Y5geln, den beschnpptennad ancktert < 
Amphibien durchgegangen. Dann folgen sehr wichtige l)ata ttoi^ , 
den Pischkopf, Manches darbietend, was'Vott Anderen /* diift fibni' 
denselben Gegenstand geschrieben , fibersehen worden ist« -AW | 
Anhang wird gegeben: Eine Berichtignng der Ansicht ymuk IM^ , 
senbeine, genauere Betrachtangen der Reiehert'schen BeobaehfMM 
gen rGcksichtiich der Kopfrippen und eine Znsammensielhing 4kßt 
wichtigsten Beobachtungen Rathke's über die Bntwi<^e1ung Am 
Kiefer- nnd Schlundgerustes. BndKch werden die Ty^ien daa^ 
Thierreiches abgehandelt^ mit Berficksiditignng des PrindpM, 
nadi welchem innerhalb jener die'Bildungsstnfe eines jeden TbM-.' 
res zn bestimmen ist. ' ' 113« * 

[1711] Scenographiii aiteriturom enrpona himuii^ 
nsni aeademico adoommodata« Auctore R £* J^ieischmammy 
Med. D. et Prosectore. Etlangae^ Hejder. 1837« 2 Bog. 
gr. fol. (12 Gr.) 

Zwei Bogen in TabeÜeafonn snm Ane{kande»kleben eki|^e- 
riditety die Arterien des ganzen Körpers nach ikHr Yertheilimg: 
im tLSrper darstellend. ., Bs sind in friuheren «nd neneren Zeiieit 
dergleichen labellarische Uebersichten der Körpertheile des Men« 
sehen mehrfach erschienen, und alle haben wesentlich dazu bei« 
getragen, das Studium der Anatomie sn vereinfachen und in ei^ 
nem üassüdien UeberbKcke anschaulicher an BMmlieb. Auch, diese 
Tafeln werden gewiss diesen Zweck nicht verfehlen. Nor da* 
Einaige Hesse sich hierbei , wie bei ähnlichen Tabellett erinnerm^ 
daas es wohl aweckmilssiger sein durfte, die Schaler fertigaetl 
sidi detgleichen Uebersichlea , nadidem sie den VartrSgen filier 
Anatomie beigewohnt und ihr Compendinm gehörig stadirt hakem^ 
selbst an , indem dadurch nodk weit mehr , als durch demrti{{ey 
8<Aon gefertigte Uebermohten die Anatomie eiage|prägt wird» 

[1712] Gonnneiltatio de novis quibusdam experimentia che«« 
nuea^hTaiologicis ad illustraadam doetrinam da respiratione i««. 
etitntis. Anetore Th. LmL WUh. Buchof^ Med. et Phä.Dr< 
BeideUieignts Mohr. 1837. VIik428. «n 4. (12€r«> 



Aifttoaie i. PliysioUgie, M 

BAmmMA tia« die AflriditoB ittVkniol^gm fiber daeRe- 

flflrtliM möA s«kr g^eSt, nd kiaptBücUieli sind es 4 Frage«- 

yimcie, die uwentlidi in der neaeren Zeit sa Tillikelieft Dieciie- 

iieoett Yenmlaeeiiiig geben : 1) Kens amii mUtelsC der Laftpampe 

LtA aiü den Biete »ebeii ued mm ist daeftrudcke? 2) Kernt 

MB MB den BkMe , dae einige Zeit mit Luft in Berührnng ge- 

elende^ dnreb die Lnftpnwpe diese Lnft wieder «nsneben , nnd 

trdcber Neinr iet eie? S) BmAm Frösche, in W«eser8tefl|[as 

geeperrt, K^ennftnre am i nnd nie bildet sick dieeet 4) Wik 

▼eiUh sieh der Bhitcrnor sa Salien nnd Sinren , wM was felgt 

tenss ftr die BrklAmng der Yeritodemagen, die Mneicbtlich der 

Fafbe das Blnt beim Reepiralienepreeees eileidett Der Yf. dieser . 

Sckrift ontematan es, Yersnehe aber Terslebende Fragepnncte an^ ^ 

M St e B c n , jedoch echeioen die Resnitate aeeh nicht ee ansgefallen ' 

n nein, dass rie Jeden KweiM heben. Y^as ninilicli die Yer* 

enriie iber 1) WriHt , so erbeben mA swar eine grosse Masse 

Lnftbianen nns den Blute, so dass sie einen nicbl nnbelrachtKchep 

Schanm bildeten, and beim rendsen BInte ent«rickelie sieh Keh- 

leBaftare , beim arteriellen aber liess sich die wiAre Natnr des 

Gases nidil erkennen* Hierbleibt jedoch sa beriicksiehtigeo , dase 

dis Blnt Gberall schndl jgerann^ also schon einen CIrad der Zer» 

. setsang eriitt, nnd Yersnehe dargethnn haben , dass bei der Coa^ 

giAitieB sich Gasarten bilden. 2n 2) &nd isich, dase aneh Lnftr 

aieen , ^ keineli Saaeietoff enthalten , ane dem -rendeen Blote^ 

das nicht mit atmosphftrischer Lnft in Berührong gekommen war^ 

Kdüensä^re 4uisscheiden ; dass diess beim arteriellen Blute swar 

nicht der Fall, jedoch wahrscheinlich sei, es scheide SauerstoiF 

nnn Wienern sieh ab* 3) KohlensAnre hauchen aneh Frösche ans, 

die in Ltftt oÜaie Sanerstoff hhen, es muss daher die Kohlensfture 

schon \m Bleie vorhanden: sein, and brande ^ieh niidit erstdnrch 

den Zatritt der Luft in den Lungen au bilden« Endlich 4) dass 

^aaerstotf allein, ohne Salze , zwar nicht die arterielle Blatfarbe 

bedinge , doch aber nöthig sei zu dieser Umänderung , und dass 

08 nicht dazu hinreiche, bloss die Kohlensäure auszuziehen. Man 

sieht hieraus, dass eben nicht grosse Abweichungen von den An- 

mdten Anderer über die Respiration, namentlich denen Ton La- 

guMign ond Bassenfratn, In 4le9SB Theorieen Kegen) doch ?erdie- 

nie ^wiss die gerechteste Anerkennung. 113. 



[1713] Commentatio de Ince ex ^nonnidam animalion 
ocnfisprodeante atqae de tapeto laeido» Anetore Fr. Bd. 
JBtassei^sMn» In certamine liiterar. cir. acad. Jenensis d. lY» 
Sept. lä^ praemio ornata. Cum tab« Wüm ' Jenae^ Brftti- 
BcIie Buclilu 1836« 32 S, gr. *. (ju 8 G^O 

Dan' iieacMen der Thierangen, beionden - wihmMd der Naeht^ 



:40 .Anatomie n. Physiologie. 

beschäftigte sdion lanp Zeit die Anfinerkauiikeit der Nator&i 
echer. Indess liess sich mit Gewissheit etwas Geo^aes über da 
wahre Wesen dieser ErscheiDUDg nidii auffindeD, . Die jenaisoii 
Akademie setzte daher einen Preis. aas for die beste Beantwortui^ 
der Frage, woher, das nächtliche.. Lieht der Thierangen rohri 
Der Vf. nntemahm die Beantwortung derselben und erhielt de 
Preis. Er handdt zunächst Ton den Beobachtongen andere 
SchrifisteUer^/uber die erwähnte Lichterscheinnng nnd über di 
Ansichten } die von jenen über die Ursadien derselben aqijgestel 
worden sind. Hiecanf feigen die eigenen hierubeic «angestellte 
Dbtersnchongen an lebendigen sowohl als todteuThieren, aa 
denen sich dann ergidi , dass Tftlliges Dunkel die Lichtentwicke 
hing hindere, wie e» bereits von anderen SchriftateUecn daiyeth« 
war. Die. Ursachen der Erscheinung anlangend ^ so glaubt de 
Vf., dass sie .TomLichtrefle^eim Angeabhüngig sei* Nun fragt 
es sich aber. ferner^ welcher Theil dos Auges eigentlich. leuchte 
hierauf antwortet er , bei den Thieren mit einem durchaichtigei 
Tapetum sei es dieses Organ, das den Lichtschimmer herTorbrin- 
ge, indem das Licht Ton ihm zurückgeworfen, werde; bei dei 
Lencftthiopen sei es die ganze Ge&sshaut, nnd bei den Eulen di< 
Aegenbogenhant» Die grünliche Farbe rühre aber von den durch* 
eichtigea Augentheilen her , durch .die das Liebt, hindiirchgebe : 
die röthliche Farbe tqu den Blnitgefitesea« Zuletzt: wird eine 9e- 
schreibang d^ Tapetum gegeben , die jedoch nichte Neues ent- 
hält. 

[1714] Anthropologie für das gebildete Pnhiikam« Yoii 
Karl Ftiedr. B^dac A,,K. Pr. geh. M|sdiciiifllriahoa.Pra£ 
XU Königsberg, Bitter n.9. w. . Mit 3^ KnpfertaC* • Stuttgart] 
Bab'sche Bdchfa. 1837. VHIn; 78«S. gr. 8. <4Thlr.j 

Auch u. d. Tit.; Der Mensch nach, ^en Terschiedenen Seiteii 
seiner Natur. Von u. s. w. Einziernin fünf Abtheilungen aus- 
gegeben unter den Titeln : L Das leibKche Leben, II. Das ani- 
male Leben. III. Das Seelenleben. "fV. Der Verlauf des Lebens, 
Y. Das Menschengeschlecht. 

Zweierlei Gfrunde bestimmWa den* berühmten Vf. cur Heraus* 
gäbe dieses Werkes ; einmal die Ungewissheit, ob ihtn die Danei 
seines Lebens und seiner Krfifle . gestatten werde, seifi^^osserefl 
Wferk: „Die Physiologie" n.'s. w^ (Leipci, Voss),-»!^, nach dem- 
selben PJane angelegt .wie das Yorli^g. Werk, aodi dieoFsjokolo« 
/pe und die Gesd^chte «des .Menschengeschlechts imt .fimfassefl 
soll, SU beenden. Üoffendich geht die in diesem Crusade ansge* 
sprochene Be^rgnTss nicht in Brfull|)iig'^ vielmehr geben Wii* uns 
der Hoffnung^ hin, i^as \net htirirfUlmri^seia Torlicfgt, in dersel^ 
ben meisterh«rien -AvBfiihrttng , wie dk.tfsten Bande dßr. grossen 



CldBsitfclie Altertbamskimde« 4l 

njsMogie , noch nm dem yt zo erbalCcs. Der »weite Griia4 
ist eis Twi laspredieBderer: die Aaebeote wisaensdiaftlicher Un<« 
tenodun^eB über die Natar ies Bfenscben tu ebem Gemeingnta 
im g«bilde(eD Poblicams zu machen. Bleiben wir bei diesem 
letiterai stehen , so ist es eine wahre Befriedigung ^ Ton diesem 
IL über diese Gegenstände einmal dem wajire Bildung Suchenden 
on Werk dai^boten su sehen , welches namentlich in der psj* 
cbkgisckefi Abtheiiung, und der' über das Measchengescfalecht di« 
PoDde «offassti über welche den darin mitgetheUten Belehrungea 
die grwste Verbreitung zu wünschen ist, und für welche dem 
Liies das eigentliche Phjsiologische nur Vorstudium sein kana 
ud 8oO. Gerade hierin gesteht der eigenthiimiiche Werth der 
p«)nterai Bearbeitung der Anthropologie , dass sie aus der Dar-, 
'^g der Bigenthumlichkeiten der Menschennatur in somatiBchei; 
ud psychischer Hinsicht den Aufschlnss gebe über die Stellung 
fo Hoisdiengeschlechts auf der Erde, und des Einzelnen zu dem 
ficicUeciit, sowie Aufschlnss über die Räthsely die dem Einzelnen 
M der Selbstbetrachtung «ich aufdrrmgen. Dass endlich nur 
iftldfe Werke geeignet seien, eine Temunftige popnlflre Medidii 
(weao es ja einer solchen bedürfen sollte) einzuleiten , indem sie 
ciwneifs eine Diätetik begründen und dafür empfänglich machen, 
^reiveits dem Nichtarzte das Bedenkliche eines Selbsteingrei- 
to» io den erkrankten Körper, oder des Vertrauens auf media-* 
^^k Kochbücher und Quacksalber aller Art und Namen ansdiau-» 
^ machen: das ist zwar bei der eigentlichen Aufgabe solcher 
Werke nur ein sehr untergeordnetes und wohl kaum' beabsichtig-« 
^ Verdienst, welches aber gewiss seine Fruchte trägt. So möge 
^ seue ausgezeichnete Gabe des berühmten Physiologen redijl 
PH» Verbreitung und die rechten Leser finden, solche nämlich, 
fc darch die ihnen hier gebotene Belehrung zu eigenem Denken 
^HffBgi werden, und in weiteren nnd engeren Kreisen die Resnl- 
^ ihrer Leciüre nutzbar zu machen wissen. 



Classische AUerthumskiinde. 

[1715] C Julü Caesarts Gommentarii de bello 6al- 
«CO« Grammatisch erläuteri durch Hinweisungen auf die Gram- 
tebicea Yon Zumpt und Schulz von Dr- Moritz Se^erty 
I^lirer am k. Pädagogium zu Halle. Halle, Bnehh« d« Wai« 
«euhauses. 1836. X u. 341 S. 8, (18 Gr.) 

Ledi^ich fiir den Sohuler ist diese Ausgabe bestimmt; ika 
^ sie zu einer gründlichen Vorbereitung anleiten und den Weg 
JQ^B, wie. er die riditige Erklärung selbst finden könnt. Do«h 
Üb werden ihm in den AwieAHngen, immnr die Sprachgesets^ 



42 •ClassiBclie AltferthttmBknnde« 

^tt^cgengekalten, damit er mit AjiweiidQiig derselben jede befti 
felide Steile za einem Beispiel der Regel la machen im Staiü 
Aei dnd so die Regel selbst fester sich einprAge« Nacli diesi 
GrandsatBe konnte der Heransgeber fast nüt a«f die Grammai 
Rücksiöht taebmen, wobei die ebett erwähnten zwei Grammatik 
^ind^mftssig benatzt und angefSbrt worden sind. Das Lexikal 
sehe blieb ganz ansgesehlossen , Veil der Nntzen in die An^ 
dptingt, wenn der Schüler das Wörierboch gehörig gebraacwj 
di^ Terschiedenen Bedeatongen Tergleichen und die passende ad 
wählen lernt« Ebenso wnrde von den Sachen nur an den «ckwl 
rigsten Stellen Einiges berührt , nm den Schuler bei der Ptäyl 
ratlon nicht ganz im Dunkel zu lassen, Sämmtliche Anmerkung! 
aber sind sehr kürz und bestimmt abgefasst und sollen Yeranlassai 
zum eigenen Nachdenken und Nachschlagen geben. Uebrigens 1 
Hr. S. den gallischen Kriegen zwei grosse Abschnitte gedieilt, in i 
Toranssetsung, dass die beiden letzten Bücher auf einer etwas hob 
ren Stufe "des 6jnMi4siums gelesen werden, daher auch yon M 
an die Gitate sparsamer werden. Was ^e übrige Binrichtoi 
anlangt, so ist der Text, der Oudendorp-DAhne*8Che, im Ganzi 
beibehalten und Hr. S. hat sich nur in der Schreibung der veri 
eomposita und der dafon abgeleiteten Wortformen weniger strei 
an die archaistische Form gehalten, um dem Schuler kein unni 
thiges Hinderniss zu geben und ihn nicht an Formen zu gewQl 
Ben, die er anderwftrts nicht findet und auch selbst nidit gebitf 
chen soll. Die Interpunction ist mit Recht sparsamer, alsn 
Schulausgaben sonst gewöhnlich geschieht, angewendet word4 
Endlich ist S. 327 — 341 ein Register der geograph« Eigennamil 
mit Angabe der QuantiUTt , beigefugt. So hat sich Hr. Dr. 4 
der sich durch so manche nützliche Schrift als tüchtiger Sdn 
mann schon be^wahrt hat, auch jetzt- ein grosses Verdienst wie^ 
dadurch erworben, dass er dem Jüngling för das richtige VerslS« 
niss der Schriften des Cäsar ein so zweckmässiges BMllfemH 
dargeboten hat Der Druck ist gut, das Papier leidlich. 61*^ 

[1716] Cicero*s aoaerleseBe Reden» In neuer irt>rtg 
treuer Uebersetzung . durch Einleitungen und Anmerkungen erli 
tert. 1 — 3« Bd. Breslau^ Max u. Comp, 1837# 10 
90 lu 93 SL 8. (12 Gr.) 

Per 4« Bd. enthält die RedeV s. ,w. für den Rosdna i 
Am. und die vier Reden gegen Catih'na ; der 2. Bd. die Red 
für den Dichter Archias, für den Manilischen Gesetzvorschla^, \ 
den Q. Ligaritts , für den K. Deiotants , Air den M. Sfarcell« 
der 3. die Rede f&r den L. Mnrena und für den T« A« Äfil 
DkMUeberseCzUttf eelbsi aber geUrt nicht zu den gewttnUct 
FAbrikttbeiten, da ai« im ClMioii 4m L«b der 8ot{^ m«d « 



I CliRBtitcke AlterthftmBkinde* 43 

amgkeit reidieBt Der «Bgetfannte Tt uüAiM ?»r AUtm 4m 
OrigiiAl M»glicl»t treu wiedemgebfn und «rkaft ümtm Zweck 
giodklick erreicht^ okoe dabei . der DestlicUeit «nd BigeiilfciaiUdi-> 
keil vMrer M ttttenyraelie ta aabe lo fretea. Im Gegcntkeil kiuitt 
■SB die Rede des Uebereetiera fliesBead , de« Anedrodc gbwiUi 
MBBea. Zu t a dei a iel es freilich, dass «r die aenesteii ud be* 
eten kiitisckea aad eaEegetisdiea Assgabea oicbt geasg sa RadM 
sof^. Die Vergleiciiaiag der ersten Seiten liefert nne Beiqiieie. 
So beissC es in der Rede ür den Arebias nickt weit vem Anfang 
berein: i,So ist vor Allen dieser Anlas Lieinias den ans allcoi 
dKsen entspringenden Yortheil fast als sein Bigentbnm in 
Ansfirneh sn nehmen berechtigt.^ Man sieht, dass hier die grund« 
Idsebe Yerbindnng „prope sne inre'^ beibehalten wird, statt dasn 
jmes prene sn repetere sn bexiehen war. Mit dieser Ansstellnbg 
wsHen wir aber den üebersetzer nicht einer gfinsiidien Unknnd« 
dinr neuesten Hnlfemittel bescfanidtgen; denn er hat in derselben 
Bede die Lesarten des erinrter Codex, die Verbessemngen MadVig's 
1. A- gduuinl nnd bennUt« Die Einleitungen sind knrs, aber hin« 
icsdbcnd inr Den , der die Yeranlassong nnd den Gang der ein-* 
seinm Reden im AUgemetnen nnr kennen lernen will« Die nnter 
dbr tJebemetzang befindlichen Anmerknngen dienen entweder anr 
adberen ErUilnuig des 2kisamtteBliange8 , oder geben die Ten 
dem Tf. Torgezoglme Lesart an, oder en Aaken endlich historische, 
estifnnrisehe n* a» Netisen. >-« Die Äussere Ausstattung ist Tor« 
IreAicli» OL 

(1717J De anctore Titanua, qaae sab nomiae Gor- 
idü Nepotis femntar^ quaestiaaes criticaie« Scrf psit &^ £• 
F. LieberinehrnM^PöhlnumhiamiSy Phil. Dr. Commen* 
trtio iadido ampl. ord. philos. Jeaens. in panegjri a6ad. die TL 
■« Sept, MDCCCXXXIY primario praemio oroata. Lipsiae^ 
Wnttig. 1837. X u. 179 S. gr. 8. (18 Gr.) 

Nicht leicht hat eine andere an sidh so nnhedentende Schrift 
se Tiel« and gerade entgegengesetxte Ansichten im Yerlanf der 
ZA kerrorgernfea , ah die bekannte Sammlung yon Lebensbe^ 
ediralMuig^ , die wir nnter dem Namen des Cornel« Nepos be-« 
atsen« Denn bald wurde dieselbe in die dassisdie Periode der 
Hm. Sprache versetzt , bald hinter das Zeitalter des Theodosins 
Unaasgernckt; b^ld erkannte mm in ihr ein in schlechtem Ln^ 
Ina Terfasstes nnd planlos snsammengewtirfeltes Machwerk, bald 
ivieder glaubte man Spuren ftcht hislerischen Stils xU entdecken. 
Mb diese abweiHtenden Meinungen hat Hr. L.-P. hier kusam-* 
wmge&i^h und sorgfidtig gepdUt. Zur bequemeren Uebeinidit 
at die Abhnndkmg in 3 Bficber abguOeiit, deren Inhalt wir gern 
miuheüen, na Biq;leieh airf dea Reichthum and den JjYerth der» 



44 GlaBBiache Alterthadiskande« 

saften ftufmerkBam zu machea. Das 1. Bach schildert ans i 
G. Nepos als Mtsosck and Schriftsteller. S. 2 — 8 aber Vi 
land und Gebartsort (der Vf. entscheidet sidk für Mailand) ; 
•7^11 über Gebarts- und Todesjahr« • Letzteres Usst der Vf« b 
nach der Schlacht bei Actinm eintreten, .ndr. ist dort S. 11 < 
Aasdrack : „tarnen «ix ab hoc inde tempore longe mabam aa 
tem prorogavisse credendas est'^ nnlateiniscb. S. 11 f. über 4 
sen Anfehtl^ak in Rom. 'S* 13 — 27 tiber die einzelnen, theiisf 
loren gegangenen, theils noch in Braehstudcen vorhandenen Sok 
ten. S. 29^31 über die histor. Glaabwürdigkeit. S. 31—^ 
über Ansdrack und Darstellang. Im 2. Bache finden ,irir S. 
— 67 Alles lasammeiigefasst, was über die demNepos beigel< 
ten Yitae altere nnd nenere Gelehrte aosgenuttelt und geartlu 
haben* Hr. L.-P. hat diese in 4 Clafisen geschieden 1) in .8 
ehe , die den Aemilias Pr obns als Yf. annehmen nnd mithin i 
Bach selbst in das Theodosiamsche Zeilalter versetzen, wie Hi 
Magios und Hink; 2) in solche, die den Probas für den Epii 
mator des Nepos erklären, wie C. Barth, Bahr a. H. Meyer; 
in solche , die Zeitalter uad YL des Bachs, aneotschieden las« 
wie Held, Wolf, Heinze, Ranke; 4) in' solche, die dem C. Ne| 
die Schrift unbedingt znschreibett, wie Dfthne und Walicki» i 
diese schliesst sich auch Hr. L.-P. an, indein er im 3. Buc 
S.68 — 78 sein eigenes Resultat auseinandersetzt. Aenssere u 
innere Gründe scheinen ihm dafür zu sprechen , dass die SdB 
in ihrer jetzigen Gestalt einer früheren Zeit und dem C. N«f 
als einzigem udd wahrhaftem Urheber angehöre. Nachdem er mi 
rere Puncte, die den Beweis erhärten sollen, angeführt nnd eii^ 
Zweifel zu beseitigen gesucht hat, verbreitet er sidi S. 118 — >ij 
über die einer jeden Yita zu Grunde liegenden Quellen , um \ 
sugleich die Glaubwürdigkeit der einzelnen dort erzählten Thj 
Bachen aasser allen Zweifel zu setzen. Wiewohl wir nun dfa 
Fleisse, der Belesenheit, Gründlichkeit nnd Bescheideiiheit ^^ 
Hm. L.-P. volle Anerkennung gewähren,' so glauben wir da 
dass er etwas Unhaltbares in beweisen sieb abgemüht .h^o« 'j 
Gegentheil hoffen wir bei anderer Gelegenheit bis zur Bvii|^ 
nachzuweisen , dass der^ Stoff dieser Yitae zwar antik sein mg 
dass aber die gegenwärtige Gestaltung derselben gewiss in d 
späte Zeit falle, als man allgemein angefangen hatte , die Intj 
Sprache grammatisch zu behandeln und zu lehren« Offenbar J 
es sich nämlich der Bearbeiter zur Aufgabe gemachl , die« R^ 
der Formenlehre, ganz vorzüglich aber. die der Sjntax mogU^Jl 
vollständig darin zur Anwendung zu bringen und zugleich k 
den Unterschied der Sjnonjmen aufmerksam, zu machen. Ik|| 
ist mit vieler Klugheit «nd Gewandtheit geschehen, daher | 
Leotüre des Nepos noch heute auf den Schulen für die Binaimi 
der Sjnlax von so grossem Nutzen ist. Dass übrigens Biogd 



Clatsitche AlterthamekoBle« * 45 



liUaem ISr diesen Zwedc bemitit wirden, gesdudi mos 
Grande y um dem jorendlichen Gemuthe sogleidi eine angeaelmd 
mui lebrreidie Unteraaltaog sa ▼erschaffen nnd dem trockenen 
Rc^lwesen anf diese Weise einen leiditen Bbgang sa Tersckaffen. 

61. 

[1718] Griediincbes Lesebnch far Anfanger and Ge- 
übtere^ nebst einer Beispielsammlonf fnr die Etymologie nnd Inr 
die Sjntax der griediisolien Grammatik . von BnCtmann, nnd einer 
Karte yon Griechenland. Yon Dr. Karl Joh. H^ffmatm. 
Berüii^ Dümmlen 1837. Xiya.470S. gr.8. (ITUr. 
8GrO 

Der Wertk der Bottmann*sdien Scfcolgrammatik ist wegen 
der ansgeseiclineten Behandlung der Formenlehre allgemein an- 
erkannt; aber andi in syntaktischer Hinsicht wird «ie anter ge- 
höriger Anleitnng arid Benntsnng des Ldskrers treffliche Dienste 
leisten , obgleich der oft gASJÜche Mangel an Beispielen anf die 
Britaleian^ and noUständige Auffassung der einielnen Regeln 
hier besonders störend* einwirkt. Für dieses BedfirÜDiss hoAen 
vir in ge^enwArt^em.llesebnehe einige Abhülfe sa finden, haben 
uns aber aacb genauer Dorchsicht desselhen sehr getäuscht. Hr. 
H. hat nämlich ohne dordidachten Plan ans früheren ähnlichen 
Lcsdiuchern ein blosses Material sosammengehäuft, nnd weil auch 
diese nach dem gewöhnlichen Gang der Grammatik geordnet sind, 
kein Verdienst, als dass er die betreffenden Paragraphensahleii 
•nsBattmnnn darüber aehrieb| so wie sie Jacobs in einem Anhange 
gegeben bat Ansserdefi ist abei* noch so viel Fremdartiges and 
Dngebdrijai:es hinxngekommen , dass der etwaige Kftofer solche 
Bnchmacherei nach noch recht theaer bezahlen mnss. Schon die 
hlesse Angabe des Inhalts, der in folgende Abtheiinngen lerfidit^ 
vifd nnsern Tadel rechtfertigen. 1) S. l-7t26, Beispiele ifir die 
Eijmologie, von der 1*. Declinat. bis lor onregelmAssigen Conjo« 
lation. 2; 8.27—40', Anekdoten und kjeine Erasählpngen , ans 
Stobnens nnd Aelianas. 3) S« 40 — 43, Aesopische Fabeln« 
t) 8.43 — 48, Naturgeschichte aas Aelian. 5) S. 48—63, Mj-- 
Mogie, aus Apollodorus, Palaephatus und den Scholien aa.Qa- 
leiden. 6) S. 63— 77, geschichtliche Ersählungen, ausAelianuSi 
Siobneos, Dio Cassius and Xenophon. 7) 8. 77-*-87, Yölkersitten 
eod Gebräuche, aus Stobäas u. A. 8) 8. 87—218 » Erdkunde^ 
ms Strabo ilnd Fausanias, . 9) 8. 219—234, Auszüge aus La-« 
nsn. 10) 8.235 — 320» Beispielsammlung ffir die Sjntax, nach 
len Paragraphen bei Battmann geordnet. Darauf folgen in einem 
Anhange 8. 321—347 Sätse fiir die genauere Kenntniss der Tem* 
pM« and der Conseentio Mod«, nnd 8, 347 — 405 wird die Torher 
lalerbroc^Ae Beispiebammloog forfgesetxt* 8, 406—416, An« 



M Clastiselie Altertbnmikaiida« 

gaUe der Qaelloi für di^' syatekdsdieii'Beioiiiele, die derHevail 
gdker , um des abermaligen NackseUagens snl überheben , gleü 
bei dem einadiieB Sfttiea hfttte anfuhren i^Ien. Den Beschh« 
»adit S* 417— 476 ein griediiech'-dentfichea Wörterveraeichni 
worin man aof viele Oberflächlichkeiten und Inconseqaenzen etöai 
So werden von Tom herein unter aßlßaiog und aßQO^ die fk 
' dnngen der Tereehtedeneo Genera nicht angegeben , stehen ihjhi 
•en baU darauf bei äßQmog und &ya&6g. Selbst ein miUelttli 
•igeree Lmkon if ird dem Schüler «nsreiohendere Hülfe gewfihrti 
Ab diese nnnutie Zugabe. Die au No. 8,» f^ekidrigo» von J. Qi 
tina nach den genaaesten astronomischen Berechnungen 0ntwi)| 
fene , von A. Cause lithogr, Charte Altgriechenlands gibt m 
s war eine gute Uebersicht des Landes, gehört aber ebenfalls m 
hierher. Was dem Schuler übrigens zur Erleichterung gebo|j 
wird y ist ven keinen. Belange, da Hr. H. bloss nach WillU 
Irier und da baU ein hteinischea, bald ein deutsches Nötch^ hk 
ii^eilgt' oder auf diefiramnatik verwiesen hait. Ueberhaupt g 
ben wir dem Heransg.>den Ratb, bei seider Schrifisiellerei mZ 
famft mehr auf den Zweck und das Bedurfaiss der Scbniei i 
seheBf und bieraftchsl mehr Sorgfalt ainf des dmitochen Stil ] 
irerwenden, da scthM die Vorrede mil ebom legisoh TOrkelu^ 
Satse ^änhebtw Der Druck ist bleich y das Papier riemlieh gra 



[1710] Gnmdruiß der yer^teiclieBdeA Lehre Yom Gi 
brattck dkr Modi in det dwilschen, französischen; lateiniack 
und griediischen Sprache ton Dr. J.' A. ß mfeh^ Gjmnasli 
director. Essen^ Bädeker. 1837. YIHq. 120 S. gr^l 
(12 GrO ^ 

Auf afle nur denkbare Weise sacht na«« in nnsererZek ü 
ifingfiag das Erlernen der alten Sprachen su erleiehtem; Aal 
luftgeD, MeAoden und Systeme folgen in-'ungebandener Maai 
der Scbfiler soll eigentlich gar nicht mekr. lernen , weil diesa 
ttechaniseh ist, sondern nur durch Beobaditeä , Yergleickea u 
et^as 'Philosophiren auf einem angenehaenWega zum gewuaai 
len Ziele gdangen. Mit diesem Streben ist aber gewöhnlidi bli 
die Sucht Terbunden y durch irgend eine neue Idee Aufseken 
erregen, wobei man nicht weiter fragt, ob diese wahrhaft Brioii 
teruag t^sehaffe oder Verwirrung erzeuge, ob sie überhanpi ai 
fahrbar sei oder nicht. Auch Hr. S. meint, das Sprachstudi 
werde durch die auf einaelBa Wörter, de^ea* Bedeutnag, Urspni 
and Verbittdang geriebCete Aufmerksamkeit ' so sehr ausfpadel 
dass „die gesammeilen Splitter eia schreckeaerregendes Malai 
bildeten'';' ein eigener, al^emeiner, tob einem gemeinsckafillid 
Prindp ausgebender Organismaa der 6iamaiatih«u aowobl fiir w 



»he, nk ktsoBibrs taf idfe Spraditn swawMii, db a«f Gjp^ 

BittieD gelriebcA werden^ Mi nicht Torbaiideii. Er will d«siii H-* 

»« Beitrag liefern, indem er eine nnch aligemeiBen Sprachgrand» 

sAteen nsammengeetellte Uebersicht der Regeln gibt, welche den 

edivieiigsten Theil der Grammatik in den oben geniuinten vier 

Sprachen enthalten. Nachdem er daher in der EioleitaDg 9.1 

— 12 über den Sals, die ArtM der SAtxe nnd den Gebrauch der 

Medi im Allgemeinen gesprochen, wird der SteiF seihet in folgen* 

der Oidnnng behandelt. • ThI.L Yen den Modis in HanptsüUeni 

and xwar Abschnitt L S. 13'-*23 in denen, die ein Erkennen aae^ 

dridcen. Abschn, 2. S.23— 27, in Begehmagss&tsen. TU. IL 

Ahschn» 1. 8. 27—59 von den Modis inSabstanti?sfttxen. Absehn. 2t 

8.60—83 in AdjectivsfiUen. Abschn. 3* Ton den Modis in Ad* 

lefbiaJsitaen; Cap. 1. S. 84-^9$ in BedingnngssAtsen. Cef p ^2« 

8. 96 — 120 in AdverbiakAtaeii » die kei^e Bediognag enthalten« 

Das Einadne wird daan durcli aahireiche Beispiele ans den Tier 

Spiaehen, wobei die dontachen und franzSsiaehen denAnüuig, din 

latsiniachen und griei^ischen den BescUosa machen, erl&utert» 

Die beiden letzteren siAd ans den Ciassikern mit genauer Angabe 

der Stdrn entlehnt, in allen aber sind die Wörter, anf die e« 

jsi Satin am meisten ankommt, dnrdi gesperrte Schrift ansge^ 

seidmet. Unser Gmndsata ist nnn, das^ der Lehr« gelegentlich 

■ad in passenden FtUlen Solche Yergleichnngen mit TielemNatsea 

aaslaUen und aastellen hissen kann, dass aber diese cemparatife 

Hsthnde, ajsteniatiiMli angevendet und dnrchgeführt , wie Hr. 8. 

gsduin, nur Unordnung und Termeiigwig der Begriffe herTOrbrin- 

fin BMOS. Hat der Schüler erst die alten Sprache. gründlich 

oderai, dann wird er die Vergleiohangspnnete in den neneren 

Spraeben leidit selbst finden und in den Abweichongen nidit 

sehredcenjoee Willkir sehen, sond«m den.Gmnd der Abweidmng 

in dcar Terschiedenen Anechauong snchen, — Die Aosstattong 

ist ju^M^tnlt^ , 

Morgenländische Sprachen. 

J1720| Lexicon arabico-Iatinäin ex opere sno majore in 
nsom tirönnm exce/ptom edidit O. W. JFrej^tdg. Halle ^ 
Sehwetsclike 0. Sohiu 1837. 694 S. gr.4. (n.lOTUn) 

Ref. nahm^ dieses dem Ti(el zufolge für Anfitnger bestimiiite 
Wörterbuch mit eioiger Yerwanderang in die Hand« Denn 
ihvoU den Reididmm der arab. Sprache ans eigener Brfahmng 
homemdi, weiss ei doch auch, dass der- fülp Anfänger nQtiliche nnd 
aMige WortTorrath nicht so ungehener gross ist, nm 694 Quart« 
MiiM n«^ fdllev; Wft^lflna kommt ihm* «heb der Preis M \9^ 



iB üforg^nlandische Sprachen« 

liiltDisse' zit derBestimniiDg des Badies viel zu hodi vor, # 
stb^ jene Tirones? In der Regel titisere nicht eben init SM 
flüssigen Glucksgntern gesegneten Stadirenden. Sollen diese üj 
in ihrem Tirocioinm ein Wörterbncfa für 10 Thlr« kaufen , 4 
der sichern Aussichl, bei weiterem Vorwärtsschreiten nach eiaiigi 
Jahren noch gegen 30 Thir« für das grössere ausgeben za m^ 
sen? Wollte- Hr« Dr. Frejtag wirklick das erste Bekanntwerlj 
mit dem materiellen Theiie der arab. Sprache durch ein sokl^ 
Werk Termitteln ,> so wät nach nnsereir Ansicht dazu torzngtt 
dreierlei nöthig: 1) Ausscheidung, aller «nr der alten und dieU 
rischen Sprache eigenthumlichen Wörter und Bedeutungen, t 
alleiniger Ausnahme des dahin einschlagenden Koranischen; li 
gegen vollstAndtge Aufnahme des der einfachen historischen ui 
didaktischen Prosa Angehörigen, wobei auch der neuere Ynl^ 
Sprachgebrauch aus der lOOlNaohf, Dominicus de Silesia, CtS^ 
Ruphj, Ellins Bochtor, Burckhardt's Spruehwöriern u. A. naehg 
tragen*; werden konnte, 2) Befiriedigung des Yerstandes und' Hl 
Jeiehterutig des Gedftchtnisses durch genetische Ordnung in t 

* Abfkilhlung der Formen und Bedeutungen. 3) MögliiSlisto Vei 
minderung der Bogenzahl und des Preises durch Kurze des Am 
drucks und sparsameren Druck. Wir sindnberzeugti dass dun 
ErfiuHuiig der ersten und letzten diesei^ "Bedingungen das Bw 
wenigstens um die HAlfte kleiner und wohlfeiler geworden wAi 
So wie es jetzt ist , bloss durch willkürliches und prindplui 
Streichen aus dem grösseren Werke' abgekürzt': belastet es i 
GedäehtnisB der Lernenden mit einer Menge- Wörter und Bedll 
tnngen, welche bei einer zweckmässig geleiteten , TomLeicIlMI 
sum Schwereren ansteigenden Lecture auf lan^ Zeil hinaus Kj 

• ies Capital bleiben, und "reriAssl sie dagegen bei anderen, w«li| 
so Btt" sagen, zum täglichen Brode der Sprache gehören« Gle^ 

auf dem ersten Bogen smd die Wörter ^-^1/ <^-»^r^ pfii 

A3I^ (jm.)), (jä.M^ U^K U.S. w., rein überflüssig; dageg 

fehlt a^mJ^I^ Seide, das ganz gewöhnliche, schon Sur. 66 -y»«; 

, ^ •• % • ^ '? 

forkommende \^X^^}^ Kanne, und (j^(^y^^U, Ebenhob; |l 

1^1 steht nichts als Signum, vestigium ; übersehen ist die so hi 

£ge un^igentliche Bedeutung: Eindruck, Einwirkung, und die li 
minologische: Tradition, von Muhammads Reden und ThaN 

S^3i . • . '••in • j • :: " \ 

J^ ist „spatium ternyoiäs^S '^ auckJheaondefii.Tfla^ dege^ 



Morgejiläiiditohe Sprachen« 49 

vaA eben so gewShnlidb tmiiiiB» tonpoiis , pee. vilae , lendaos 
fiUafiSi eine Bedeotangy die ans der Spraclie des Korans ala Ba-- 
phenusmofl lor Tod, aadi in das Persische und Türkische uber- 
ge^angen ist Ueberhaapt würde der Yf. wohlgethan haben, bei 
der Answahl des Anfisanehinenden besonders auch auf die in je- 
nen beiden Sprachen eingebfiifperten Wörter und Bedenloagen in 
a^ten, dn dieser Theil des Sprachgnles natürlich der a» meisten 
cnisirende ist^ nnd jene Ueberwanderang somit ein Kriterinm des 
CSewöhnfidben nnd Nothwendigen abgibt. Bebpiele der mdo- 
gfschen, roh empirischen Anordnung der Bedeotnngen , welche 
toolz der gegründeten Brinnerongen Bwald's aneh hier gebUeben 
kt, liefern ebenfalls gleich die ersten an Bedenlaagen leiehtren 

Wuseln (T^ß r^, fji^ Woin'man neben dem etymolegi« 

tden Ringen und Streben der hebräischen Lexicographie diesf 
sieh gleicbbleibende Sorglosigkeit bei dem über ganz andern Stoff 
gdnetenden Schatimeister der arab« Sprache gewährt , wird man 
lawillkürljch an das alte Oxjmeron:. Inop^m me copia fecit, 
enanert, begreift aber anch so nicht, wie die Viel&ch herüber- 
grriiSeiide Thütigkeit in jenem Nachbarlande nidbt wenigstens ei- 
'^jv Jfadiabmnngslnst erweckt hat. Es ist ja in den meisten 
FÜlen so wenig zu wagen; ein frischer'krfifiigerSIon tndet-sicb 
to leidit in die concreten Urattschanungen der Sprache hinein, aas 
wddien eich dann durch Bexiehnagen und Uebertragnngen aller 
Art die Bedentangen naturlich entwickehu ..Doch w(r brechen hier 
ah; der Gegenstand ist su reichhaltig) um in iliesen Bl&ttern et* 
vas »ebr als angedeutet werden zu können. Hr. Bn Frejtag 
■ige nns diese Bemerkungen nicht Terargen; wer fiel hat, Ton 
dem wird Tiel gefordert, und es will uns bedünkea, dass ein Mann 
nie er, nach einer Vorarbeit' wie sein grössereiB WSrtecbuch, mehr 
«Is emen blossen Auszug danius- hfttte geben können, 

Fleis^bert. ; 

[1721] Coranna arabice« Aecensionia Inngelianae texium 
rceogmtiun iternm exprimi cunanl. Ou$tm MoM\ Redshlfy 
PhiL Dr. et in UniT. Hter. U^. Prof: pnH, eufara ört Editio 
stereot« Leqmg^ C. Tandäikz. 1837. TOI <kt Vorrede 
1. Yersindd:) &*^ 524 8. (akb. Text) nebst j^itaetu unpaginir- 
ten Blattweiser., 4er Korantheile und Suren*, gr« 8« (jkm 5 TUr«) 

Die vom Hrn. Prof. Fiiigel besorgte TandmOsische Stereo- 
t^nsgnhe; des Korans in 44' von 1834, abgesehen ron dem lat. 
Tilol niid Vorworte, welche den für die diristtuDhe Welt bestimm^ 
tai BxanplaFenbdgegebenmnd« in den übrigen aber fehlen, exi-r 
ifiit in einer ^dnfiichen Gestalt: 1) mit einem arak Titel , der 
Biycrf. 4. ««. «IfiilMfc. 14t. XIV. 1. 4 



50 JtfDfgeiilaodiBcbe Sprachen« 

Väch rarcf^finhor Wei»» «Mh tat SEoftiisgeber) Drucker a.s»a 
nennt; 2) mit einem Titel, der bloss die Worte (y^^ ^J^ 
(jU^JÜu /CwX^i in einer bnnten Einfiissong enthält^ — mM 

den die erste Sare «nf der Yorderseite des ersten Blattes üb 
d«im Anfange der '»ireilen ; 3) nüt «nem ans denselben W«rli 
bestebenden nni^ersierten Tildl^, *-^ die erste Snre win in den'Mi 
nonariptott, «of der Kehrseile des» ersten Blatte«, nnd ihr i^egei 
ibtbder Anfui^'der zireilen, beide mit retber Binfiiskmg, ebcai 
alle Idlgenden Seiten in einem einfecbm rotben Räbmcp'.nhd.d 
Uebersohriften der Snren in einer Binfassnng vea ddrselbea Färb 
Zn dieser letzten Yerändernng wnrde. iler seL Ttmchnitz besoi 
djBra dadnrqh bewegfm , das« man ibm Ton mehreiren Seiten 4| 
schrieb, sein Koran, werde anch noch in jener zweiten Gestalt ri 
äen Mahammedanern, anf deren l^durfniss doch vorzui^lich gered 
net worden war, %enig' gesucht werden, weiT er in seiner slassei 
fiinrichtang noch'zn sehr von der .gewohnlichen Manuscriptfor 
abweiche. Freilich. Äatte jene ÜmsteTlung der erst^n^ Koranwor 
den Uebelstand zoir "^ölge, dass, hei der naü nolhig wei^end)^ 
Sjmmetrie dei*. ersten Sore nnd des Anfanges der zweiten , secl 
köii den fruhe^ itie erste Seite füllenden Zeilen auf die sechs fb 
^eoden Seiten 'tib'ergetragen werddh nidssiten , wodnr^' at^T ^it^i 
die Normalzahl 'Tt)n 22 Zeilen zn'!^ Ää wuchs. Aber hnch . i 
blieb noch ein An^fo^ übrig :. die den Muhamme^ii^nerll.'tkt^ewolpl 
ten Verszahlen/ !!Da.nnn der nn^i-rnGdliehe Mann üherhäapt el 
Idoe^ für die er sich'einm^ begeistert hatte, nie unTotleiidl^t li^il 
tmd er uberdie'^s^bei'äem'verhältliissniäsMg guten Absätze je4 
^rstea AusgaW unter denMubämlÜed^iiern, besonders 'in Sudnfi 
lahd und Osun'dieb, erwarten konnte , dass eine dem morge^fi 
dischen Geschmacke noch mehr, ebts|]richeDdeinhcquGiiueretn.)Pn 
mate anch.ii9cli ihehr Glu«ik machen if erde,' so uberYfbg er iidl 
kurz Tor seinek Tode dem Hm. Prof. Redslob, der schon i 
erste Correctpr djea Fliigelschen Korans gelesen hatte,, di^ Beao 
gUDg einer iweit^ Aufgabe in gr; 8.,/%elche in iKrein'Ä:eftaa9e 
sitbh ^g an jeiiterl^te ümgesmliMlig' der •ersten Wt^f^hKesseii lifl 
MbhText AanHBiben,.MHi Sateii nj^ObnedarfeUern inl^licIiBt g 
reiiwg^, qkn^ jn»*abi^ viedMitfMR :sont0; .Sa*i^iaaa.rrarH 
g^de tjpog^BJijpcJ^Q.l^fri^sterwerjf,pnfst||i|de^^ 4^^ie[)^}pUe.d 
Yerssahlf n suid (ptfirpe g;etreten . und .als Ersata^ isr für eurppl 
sehe Leser innfer 'd(^ auch riürfÜr' diese bere'chn^i(en ikt, Tli 
und VorwortinfiiiBirFlHgePMMnl^l^dsiahled Sdia dSr. Seile « 
gebender index vrisai^HachbcMagntt/ oleviiNMfctn«|^ev ihiaAigekni 
men. Dem Ref«'Segt ein ihm< tone'fierausgeber golideHe« Ve 
aeidiniM Vdn il^ übenehtigtek OrAkfeUeni der! ersleii, Aangii 
«er; jededi bMeheft anr etwa* 54 Mmkk in f«UeUn'«der ra vi 



tiakritisehen Poncten (der einsigo in der Gnudfigw: reibet 
OsAe CeisosaiiC ist das J in (^^rSiir. 4, 144, eC (^Jj^Ü^ 
«rfir Hr. PiraC Jaedrfd^ ftaA ftnden KModeetorea ^^^txj^ 

^driiki kat), die Sbrigen aar ui.BUUigeliideii, wakrecheinlick 
iUais Ufer der Ptees^ abgpebroefceAeii Voealen lUid aiidem dekl 
m fksBOät^^fit^ i^ Der- 

ymieii JlUiigel «ad nun einmal bei dem eomplicirtefi Stereo^- 



#ndMk ^iakt i^ab ab vefaeidta, lad aodi bdiaMraeneaAiis- 
«ht falci naa »mÜ 1^' 63: csh» 36. 520: N)f, ^« ,. 2: 

^Kft^, «L C^Bi M/ '^^<^/ ufeaferrlibere riditig hat Da- 
6^C^ uA aadi daige l^eUer derselben aagetilgt geblieliea, •• B. 
A3i: 0^4^,JQ, ^5^ Oiol, 12, HO: JjJ^ 47, 5: 

#tt», et CXaaaöf^ OäAJ, l^j^üj; gioj, wie eehoa der 

^ • , ä^ • • ^ 

^:ifB IBM Dcod^ ilfs Üaterlafe gebraochle HinkpJmann, mü 
i^iJ^f^ nebtig liest. Auch hätte derHeraasge- 



▼ea 



1^ Mliigvdbni^ daa Toa seinem Torgftager aas HiakelmaBn bei- 
wUku lad ia aeaera Ibs. aüerdinM gawftbnlicke, aberdorek- 
wbhcbe Blif odaas am Bade der Sllagnlarpersonea und der 
mtm Iknlpetaoa dei Fat de» ¥bb. alt Vav überall la (ilgea, 

ü*« iaiKfr;^tith, 4,100; JäjJW f(>XÄ3 W '47,33: 

HM 8t \y^ sa .stibreibeo. Diema SUTist ia grammaüka- 
^>*» aal presodisdier Hiasieht gfleidr Terwerilidi; Pmnea wie 

0r^ ud l(5^rs| geboVen nicbt ^som Siagalar, sondera tum 
^ aad Ploial desFat aatitL and apocep^ ^(y^ TarwaadeU 



66 MorgefaHiiiditrche Sprffchen^. 

den kaMv FlexioBBToeftl «üriGlitic; in '«meii Ivogm^ oml^j 

^^yuu kommen beide Uebektande insammen» Ferner wardei 

allen Lesern gewiss selir willkommen sein, wenii «asser den 4 

^D^[ «ndbi noch ikre Unten^bQieil^ngen ^ .£e .s>Vx£=9^i.f 

Rande bemerkt wären, besonders anck deswegen, weil die in 

^ dien gedruckte, bis jetst einiige Koran -Co^cpidans nack 

und oVx^ citirt. Aal(s«i^eA hatten tdn'deii' VÄrginalieA 11 

stiUldig ansgnstatteter BDsa. wenic^stena «ock dio:^. VlJy^Kl 

genommen werden können« -^ Indessen ist diess kein wesendk 
Mang<4 , ^nnd wir -slimmen .^4» ganteita HMien*in den WM 
des Heraosgebers ein, dass ditee.scliöne und wohlfeile Kor^ 
gäbe die verdiente Anerk>ennni)g ^Ton Seiteik de^ kaufenden ^P|4 
cums finden und das Studium des als ReKgions-^. und SprirfN 
dex gleiek .wichtigen Baches kr&^g ftrdem m5ge'. . 

Fleischen 

[1722] AU's hundert SprSehe/iirabisck uiid peniisA p 
raphrasirt von Re$ch$deddin Jf^atwat^ nebst einem doppelt 
Anhange' arab. Sprfidie htoiasgegebe&fjibeketst.un& mit Am« 
kungen begleitet Ton iML Heinr. Leber. Fleischer y ordd 
Prot d. Orientale Sprachen tu Leipzig. Xieipzigy YogeL lo| 
Vn Jk. 136 S. gr. 4. (1 Thlr. 16 Gr.). 

Von diesen aus No. 198. der morgenlflndischen Mss« '\ 
königL Bibliothek in Dresden genommenen Spriichen ist diej 
dem Titel luerst genannte Sammlung der Tierte und letste tn 
dir Ton dem persischen Dichlor Reschideddin Watwat um ditn 
des 12. Jahiii. n. Chn znsammengesteliten und paiaphran 
Spruchcentnrien der yier ersten Chalifen. ^Weitere Nachweisui^ 
darüber gibt dieYorredo. Die Ton Dn^^SticHei^aus einer weiW 
' riechen Handschrift herausgegebenen Sententiae Ali Ben Abi 1 
leb arabu et persl, Jena ^1834, enthalten den Text dieser Sprid 
mit wortl; persischer Uebersetxung, aber ohne die arab'. und p« 
Paraphrase Watwat's% woron die letstere selbst wiederum*^ 
doppelte ist: eine prosaische, die den Sitin der' Spruche gewil 
lieh .weiter als die arabische ansinhrt, und, eine poetische, dhij 
VOM Schlüsse in swei Distichen zusammenfasst. Die sweite,«1 
phabetische Sammlung tou 28^ Spruchen ist die erste untet j 
Tieren in van Waenen's Sententiae Ali Ebn Abi Talebi, Oxf 
1806. D]€!se neue Herausgabe worde besonders durch die f( 
hidtnissmftssige Seltenheit und den hohen Preis des TanWueol 



/ 

MorgenIäi4i8cke Spraoken« 53 

W«fkflSp io wie iqrth dai Bediffid« «iner IWrichiigug 
' IrHlifiBier yerftahBflt Debrigfifls ist der Name Aii's ab 
Ihhebera dieser Spriehe im dresdner Hscr. aidit ^anntj sie 

fikren bloss die Usberscbrift (^^^ A^ ,^ ^ Perlenstrem Die 

dritte Rammlony besteht avs 29 ansgewftUteA Sprueheo. Der 
Text ist nur Mer und da lor BrleiUifidnuig des Yerständnisses 
▼ecalisirt; das Debrige tbat die ilym gegenüberstehende dentsehe 
ITebersetzeii^. Die Anmerkangen bes^Afligen sieh grösstentheUs 
mit der Kntik der Stiekerschen ond ran Waenenschen Aasgaben« 
h dem nrab. and pers. Index sind, wie in dem zweiten der Histor. 
asteislanu angehängten, diejenigen Wörter nnd Redensarten aaf- 
gei&hlt, weldke in ii^end einer Besiehong, an nnd für sich oder 
dmrdi ihre Stellung und Yerbindang, ein lexikalisches oder gram- 
■atiknlisciies Interesse haben. Nachtrftglich sei hier Folgendes 

bemerkt: Des ReL Aoffassong Ton ^j^^z S« 105, als einem in 

gewöhnlicKen Wörterbd^m fehlenden adj.- relat. TOn 



iäc^ wird besÖUgi dnveh 1001 Nacht TU, S. 23i Z: 6, wo 
(3^Ac ^y^t^ dem (j^^v^^o^f j4^S entgegengesetat is<. Aach 

Eltias Bochtor hat das Wort in seinem fransös. arab. Wörterbache 
mter Lniqae nnd JPMb^en. Zn S« 111, 8pr.233, vgl. den Ter- 
vandJcB Sprach in demselben Bande der 1001 Nacht, S. 179 Z. 7 : 

CAiLcW^ (j^JVxiBaJf (jf.; die Gesellschaften bestehen 'darch 

fie treaen Bewahrongen^ d« h« xnr AnfreehierhaKong geselbchaft* 
Gdker Zasammenkfinfte and Unterrediingen ist es «nöthlg, dass das 
in ihnen Gesprediene. nnd Mi^thiylt^ wie fM^^erkaateß .6|it tren 
bewahrt oder 'geheim gehalten weide. Dass in der S.118 erkUr- 

ten pers« Redensart \^^fX<^ jh^ das Wort j^ nicht iia^b Ms* 

■iaskj und Hammer ^ Pargstall „Knoblaneh^^ sondern satt.be« 
fawtet 9 zeigt anch der Vers in Firdewsi's Scbahaaile, Wilkeas 

Ormtomathie 8.190 Z.5: ij^^i^j. ^^^/^ ^j^ (^^ 
(denn so, nicht ^^ , mnss mit Cod. 9* gelesen werden) : Als er 

(Akomider) der beralhenden Reden satt war. Hoffentlich wird 
Nienuind anch in die edle Sprache des^ Bpos den hier wirklich 
etwas na stark daftenden Kaoblandi, als Torgebiiches Bild des 
Deberdmsses , einschWAfsen wollen, nm so weniger, da bekannt- 
lieb i^es Zwiebelartige Im Qi^ente, so wie in südlichen LAn« 



6# Natiirwlft8en8eha{t0s> < 

dem joberhaapt, tieblinge&peisli Ist. Der V«r9 S. 119,' 8pr,2ll 

steht mit Yerftnderang t\)A p^^aul^ ^" ü'— ^ c^"^' taid'W 

(^j^' ti^ in (:;h[r^ \y<^ in Abu-Obeid's Sprüchwor« 
flammlaii^ bei Berdieaa Libri; proyerbioram etc. . S, 6 des mm 

Textes, Z. 18, wo er dett ^l-jJ^I ^J^ (^ '^ 'W^'^^ *^ 
scbrieben wird« Za bericÄM'gen ist noch Folgendes:' S.4'Spä 
„ihren Zeil^enossen", .1^ it^rer Zeit; ,^ibrer'MitIebenden'% VtI 
Taji^^ LeoeiMitagei dei^fi, die 'Zeit wird m diesem Satze cbejJ 
wie in dem Folgenden personifieirt und als selbständig himd» 
dargestellt., 8. Z^Z.^i i«^QrAn pian'^, I^.^oip sich^ S^ffl 

Z.13: ,,8<AmÖ'', l/ölf*ö; S.105 Z.7T.o.:„dasYb.fin."J 

(£}f mk Fat. oonj.} S^; 106 Z. U: »l^ffw'j 1* l^^ichM« 

S.112 Z,3 n- 4: ,,.u^a4/-m h^^Ji^if S,4;2<) pütt|.-:(ä 

nnten /^^ I. ^^^^ FleUoher.^ 

/ ' * ' .'••./:.• .r "m. •:'' In .» • " . ; ii 

NatiinVissenscltHfteii. -^ 

(1723} Zoologifieher JIaod-;A^a$ vtm^Af.^J^ermaN 

Berlin^ Reimer. 1^7. .7i>«. 11 :.Bo9...Text. foL (ä « 
I 1 Thli%9 mit eoK Kopf; n. 1 Tidr. 10 Gr.) 

[VßT. Repertörl'Bd. )Ö. No. irfl.^ * 

In der bekannten lobenswerthen Weise enthält die 3. IM 
Folgendes dargestellt: Taf. ;^1' Affen, die^ widiligsten Arten i 
alten nnd neuen Welt, Orange Chakna-'PayiaD, ' den b&renartigi 
Brüllaffen, mit einer besonderen Figur d^s Sehäileis^ mit der Km 
chenhöhle am Kehlkopfe ^ und Zangenbeine , sowie den Rudcei 
wirbeln o. si w., nn^i d^n ^4[akrfi L9iniU\:4lbifi?Dii8 und SteM| 
tardigradu9. Taf. 7. gibt Wiederkäuer, Dromedar, Llama , Gl 
äffe, Reli, Moschns, Antihpe leueorjx und dht Köpfe zweief^tQ 
deren, den Sinai-Steinboijk y ltf«»i91o« Uad.dAniSch&del dea Jm 
sehen Buflhls. Taf. J^K^Ra^bvögeJ^^ Kondor^ Goi^rkönig, geiMl 
nen Geier und Bartgeier,. 4^ KCnifSHdAM^« Oiirige Falken m 
Eulen, sammtlich nach den bebten BfusleWt.^/ICaf.. 14« entUlt ^ 
LaofVögeln den a(rikati. Stomas ^ ^^n-Kasn^ittiid die Trap|M 



I IfatsrwiBsentchaftea. S& 

i liB StapIrlgAbi : TfOBqwtenrogel , KraaUi ,. Ekaiago » Ldf- 
falnAer uad ftolirdoBBici, üebtl 4l«ii Kdpfeii- boosI iiiditig«r For- 
ma. Aflf T«f. 26. Mi SduBtttcrlioge datgtstdlt, Beiapiek der 
Bttip^pappen in dtn. TemiUadtM» ZasOnden (nv Eier Yermisst 
BdL) vd nk den dumkteiaibekca MmidditileiL Tiif. 34^ Tor- 
ii^M i» Siidi , enA&b Toa Weiohdiiereii einigt pephalopoden 
«■d Gaetoepodea als Beprftaentanlao der wichtigaten Fandiien mii 
den iulhireadi|?en Zergliederongen. Die 4. LieC bringt TaL & 
die N^er and Edentaten« Hase, Lagomja, Akuti, Wasserschwein, 
Bristaadfiialduer> den CUamiplioma^ DasTpna 6einctns, Oiyatero- 
im, Aamaenh^r, Seknppen-. und Sdknaheldiier oad Ediidna. 
Tal 11. SingTögel, luafilining nrittelmäaaig. Nebst den gemei* 
■Ca: BdeUna rmiifeii Maennca nnd PiUa sapendUosa. Taf. IIa. 
Ffni caadala, Tnnagia nnricapiHai nnd Ten den Grossschnableni 
Piradiiea apoda, Gracnia religiosa nnd Nectarinea Tesüaria. Tot 
15. ist mit der Fortsetanng der SompfVögel ansgefullt, Ton de- 
in, ausser den wichtigsten einheimisdien Formen , Ibis religiosa 
vi Pacra albimca gegeben sind. Taf. 2d. stellt Immen mit ei- 
ufi«i Larven nnd den Tergrdaaerten Mnndtbeilen aUer dar, und 
ist tekr si^ön nosgefiikrt. Ebenso Taf. 36. Ton lUn M oUnsken 
Atfasebeln, einige Salpen, LeaAtwürmer nnd Aseidien erl&n- 
teiad. — ]>«r Teaift ist wie frfiher, ' tadellos nnd angemessen. 
Onid and Papier geboren xn den mittelmAssigen. 54. 

[1724] Terzeiclmiss der in Pommeni Torkonunendea 
T^ Heransgegehen tm JDr. Bomschuch, Director , und 
Dr« Schiliwng'y Conserrator des soolog. Masenms der UiiiTers. 
fimfewald. ereifbwald. (Bamberg.) 1837. ymn.24S. 
gr. 8. (n. 4t Gr.) 

Dieaea Yerzdchoisa soU der VorUnfer einer, schon Tor 11 
Mren.an^ekindigten, Natorgescbidite der Vögel Pommerns sein, 
ierea Anfang noch das laufende Jahr erblicken wilL In der Vor- 
ige wird sonst noch weiilänfig , aber sehr im Allgemeinen , Ton 
^ grossen Umfange nnd dem Einflnsse des greifswalder Mn- 
Koins gesprochen, nnd ausser der YerdieDSte der Vorsteher, 
«ach noch derjenigen Männer ' gedacht, welche die Sammlung be- 
izeiten, und .augieich in nexien BeitWlgen und nalorgeschichtli« 
ckea MitUieilangtm aufgefordert» •. Aa das Verseichniss nnr deut- 
Mhe und sjstetiatisch^. Namen, ISft^iaenfib«« Aufenthalt und Menge 
'fr eiaaeln^n ^ten en^alt, so kann Hof. wenig darüber bemer- 
ken. Einige nene Arten . welche «lie Heransgebex . aufzustellen 
(aadi S. VI) siel gemiissigf .sehen/.siüd AqAi}a loutfi^^s , Musd- 
(dpa mintita und -Colymbus balticns. Üeber^^ Haltbarkeit de^ 
Klben ist zur Zeit kein Urthiil möglich $ doi^h'd'ui' bemerkt wer- 
te, dass die V£ nnch mekrefe. Brehm'ache ArMa»» besonders 



.56 NatarwissensoliaTteii. 

Siema Sefaillingii osd Platjpiis Hornsdiachii aabaliinittK S 
Zahl der selbst beobaehteten , oder dodi nadi fliciieiK^n Beakacl 
tODgen aiifgenommenen Arten betrSgt denmach 293. Vom 294i4 
306 ffliid nocb Arten „nach j^nbwfirdigen Mitdieihuigen^, al| 
ohne Umschweife im Gegensatao za den Torigen* gesagt, «oUfil 
genüich* noch zweifelhafte beigefilgt An dem Dracke dieses 'Mi 
seichnisses ist nichts aaszosetzeki. Mag ihm dos Haaptirefk M 
nachfolgen. 129^ 

[1725] Systematisclie Uebersiclit der Yogel Pommioai 
jnit Rücksicht auf den allgemeinen Charakter des Landes , 4^ 
örtliche nnd quantitative Vorkommen , ihre Le[>ensart , ihren 
und ihre Abänderungen, nebst Beiti%en zur beschreibenden, 
targeschichte Ton Eugen Ferd. von Homeyety mehr* 
GDsellsoh. Miigl. Anclam« (Dietze.) 1837. XIY tt. 91 
gr. 8. (n. 15 Gr.) ., 

Diese Schrift ist in der That, wie es der Titel besagt, BT 
als ein trockenes Namenverzeichniss. Der Vf. zeigt sich als f 
denkender, praktischer Omitholeg, der zwar zahlreiche Gattung^ 
annimmt nnd gern neue Namen einfuhrt, aber doch nicht znA^ 
tenzersplitternng geneigt ist.^ Von der Gefiüfa'gkeit der Vorateh^ 
des greifs walder Museums scheint der Vf. nicht sehr erbaut; #* 
kürzlich Ton Jenen (s. vorige Nummer) bekannt gemachte Yf ^ 
•zeichniss benutzte er aber för seinen Zweck noch am Sdihi^^ 
Im Vorworte wird Yon den Hülfamitteki gesprochen, die Hm,^! 
H. zu Gebote standen, und in der Einleitung über das Topogiis 
phische. Die einzelnen, für Verbreitung und Lebensart der pd^ 
merschen Vögel wichtigen Notizen auszuheben, ist hier nicht fl 
Ort, und es genügt, zu sagen, dass der Forscher die kleine'Sdll^ 
nicht unbefriedigt aus der Hand legen wird , da die Zahl derVl 
Pommem bis jetzt beobachteten Ajrten schon 282 fcetrftgt. B. 
Aeussere ist tadellos« 129|t 

« [1726] Natnrgescliichte und Abbildungen der Fisc|^ 
Nach den neuesten Systemen sum gemeinnützigen Gebrauche ^\ 
werfen und mit Berucksichtigaiig fgr den Unterricht ^tr Jngf^ 
bearbeitet von H. IL Schinz^ Med. Dr. n* s. v« Nach j^ 
Natur und den ▼orziiglichsten Originalien gezeichnet und lithogp^i 
phirt Ton iST. /• Brodtm&nn. 7 — 12. Heft. Jedes 
6 Colon od» schwarzen Tafeln. Leipzig , Weidmannlsd^ 
Buchlu 1837. Text S. 113—204. ffr. fol. (mit cofC 
Taf. ä lu 1 T14r. 12 Gr., scbwarz ä n. 20 6r.) 2 

[Vil E<^or. Bd. XL. Na. 546J .;{ 

Die Ausfiihnuig der Tafel» , welche Csst sämatlich ans C^i 



NatarwisBenBohafteii. 57 

vier aad Yaleniieiiiie's poisMBS und Bbcb'i Werken endekit 
mif wird ia0at beeser in den neneren Heften, nnd yerdient Tor 
deD flbrigen AlMlieiiangen dieses Werkes , besonders der Ydgely 
den Vonng; Gewiss gihl^es fir den Unterridit in Sduüen kei« 
ae besseren nnd billigeren BriätileningsUfeln , als die der Scbinx« 
scbcn NatnifiMehif hte. -— Die reriieg. HdRe enthalten snerst neck 
BrassengaCtnngeny dann die weitl&nfige Familie der Sdinppenflos- 
ser (Chaelodon U> bis Toxotes , biemnf die Fiscbe mit labj- 
linlfcarfig gewundenen ScUnndknochenf durch den Kletterfisck nnd 
andere so ansgeseichoet. Die Makrelen oder Sconberoiden sind 
die jcnnicbst abgehandelte Familie. In dieser wird weitlAofig nber 
den Thunfisch , seine Bigenthimlichkeiten nnd den Fang gespro-- 
eben; Bonite, Schwertfisch, Pilot sind sfimmtUch merkwoidige 
Bfeerbewokner , nnd durch ihre Gestak ansgeseichnet die Arten 
T4M1 VonMr, JElhombns, Pieradis, Capros und Zeus« Unter den 
Fdsenfiscken sind die Acanthoren und Naseusarten ron nicht we« 
niger aofiallender Form. Ebenso merkwürdig sind die dargestell- 
ten Bandfische , besondera der. seltene Lophotes Cepedianns des 
Ißttelmeeres* Es folgen die Aehrenfisdie , die MeerAschen , Ma- 
gileidd, mit dem wohlschmeckenden Cephalo der Italiener; die 
Tnebterfisdie, Gobimdes, init Bknnins, wo man ungern denYld- 
paivs yermisst, und die Chasmoden« Die abentenerlich gestalteten 
Bmsiflonser mit fussartigen AnhAngen , die Seetenfel , Seefrösche, 
Seekröten und Seefledermflase , und die gedehnten Formen der 
Trompelen- und Messerfische beschlieseen das 12. Heft. 54« 

[1727] Kurzer Abtiss der Entomologe mit besondes» 
rar Rficksicht auf Deutschlands Käfer ^ nach den neueren 
Benennungen geordnet tou £• Altmann^ Dr. med. Leipzigs 
Kayner'sche Buchh. 1837. IV u. 124 S. 8. (18 Gr.). 

Der Yf., wie die Vorrede den Ref. belehrt, in Dessau le- 
bend, nchickt seiner Schrift eine kurxe Literatnr der Insekten Tor- 
ans, die indessen nicht gans sorg&ltig für den Zweck ausgewihU 
ist, und den sonderbaren Schreibfehler ffermann's stati Gernuur's 
lingnniri iiSr Entomologie enthalt. Von Dejean Catalogne ist nur 
die erste Ausgabe angeführt; es erschien indess vor Kunem die 
dritte« Schon die allgemeinen Yorerinnemngen zeigen, dass der 
yL nur die Küfer berucksiditigt , was allerdings dem Anfange 
des Titels nicht entspricht, und dass er nicht hinreichend mit dem 
Stotfe TOrtraut war, um eine ,solche Schrift zu bearbeiten. Bereits 
im des allgemeinen Kennaeichen hat der Vt nicht die Bradije- 
Ijtccn, noch weniger die bisweilen gans ohne Decks<^ilde Tor- 
ksnsuMBden Weibi^n mancher KZfer berücksiditigt. Bei den 
Tastern seilte' doch wenigstens erwiihnt sein, dass sie der Lippe 
nnd den Kinnladen anfsitaen. Doppelte Klanen sind nicht immer 



58 Naili^wiB9ertt8eb.altfeii^» 

TorlitiiideD« Dasfs 6jriiids 4 wfrktielie Augen bieisitte, ist «inliv 
Aum. Der Nebenaages mancher Käferartea wird**iikhl gtimit 
AehDUche Missgriffe und Mftngel sind mcbl seMeJi. So kwk 
niobt leiebt bei JDjticas, wobl aber bei Hjdropiiiliis, eioe-Verweibi 
selnig der Taster und Fibler bei AiÄ^sßffisn siatAai}«!!. Zu-fi 
gen ist obrigeiis ^ dass eft Beispiele angefSbrt werden^ weMi 
dem Anfftnger nicht sn Gebote iffeken, 'wie Sepidin»; CeramÜ 
(sie!) alpinus. Den Vorerinnernagen ftigt eine Ueberstcbt dl 
Lfcm^'scben and Fabndas'schen »jstems deraiCitfep; doch ain 
lelsteres nnr nach den Fihlh5rnem« Weiter scheint der Vf.- niel 
gekommen zn ^in; »obgleich die nnn folgende Am&tlhlang di 
Gruppen im Wesentlichen nach Latreillo geordnet ist. Hier zmg 
eich nan znr Genüge die ' grosse Unwissenheit des Yfe. , d«r ai 
gnt GIfick anseraigen fiandbncheni ein I^iar Charaktere abg» 
schrieben und- etKche Arten ohne AnswaU anfgeffihrt hat« A| 
Prdbchen nnr Folgendes 1^. 29 : „Laufkflier, Carabici , Latr« ni 
einem Kopf, der meist 'schmaler ist als das Brostschild. Mefs 
haben sie nnr Flugeidedken ohne Ftögeii^ -Wenn der Anftiigei 
hieraas eine Carabieike^ erkennt, so inns^rer mehr verstehen ah 
der Yf. Schade , dass. einem wirkKchen Mangel der Litevato] 
nicht besser abzuhelfen Tersneht wnrde, als ddrdi diese rdlKg an 
l^ranohbare Sdirift^ 129. 

[1728] Abbildaagen zur BerichtigQiig und Ergäozoiif 
der SchmrtterKngakuide^ besonders der Micrölepidopteretogie 
als Sapplement zu Treitschke's nnd Hübner*s enrop. Schmetten 
fingen, Ikiit ertftaterndem Text- Herausgegeben ton •#•• S. Ft 
. scher Edlen von Mesierstamm. 8. Heft. Mit 5 illmtt 
Knpf. Leipzig. (Hinrichs'sche Bachh.) 1837« S. 77^ 
102. gr. 4. <ii. l^Tiilr. 12 Gn) 

r.. [Vgl Repertor. Bd. XI. N». iSB,] • . > • 

>' ' 8er Ter&hderte Aafenthalt des Yfs/, welcher Jtftct ia Wiei 
lel^, hat, wie es scheint, die Ausgabe dieser liefemng^ etww rap 
xdgeirl. Ref. verweist in Besag auf sein Urtheil über- die stal 
rennblirte Sorgfalt in der Bearbeitung der Tafeln auf dioAnsei^ 
der toirtiergehenden Hefte, nnd begnögt «ich, den Ii^lt des tos 
Kegetoden etwas genauer su besekhaen« Die 36. Taf« stellt Mni 
ersten Male Nbetaeliden dar ^ und auf eben so TorsugUche Weie 
i»ie die Mikrolepidoptern. Völlig tebekannt war bis jetzt Ortkosi 
Hündermanni Fiseh., von dem eüHgen Sammler, dessen NauM 
sie fuhrt, bei Fiume entdeckt. Sie wird zwischen hamiKs'iui 
pistacina gestellt. Garadrina Kadenii und Anthopbik 'Wimaai 
derselben Tafel sind betieits beschrieben und abgebildee, 'aber n» 
ToUkommen. Taif. ^.'Fsjdie psendobottbroeHa HÜkt; nrit d« 
voUstftntigen , Tott dein' Zeichner Harser beobachteten ;^ bid jela 



NatarwisseBsebaften« SO 

uibekaBttlea BBtwid[daiig9gt8ciucli<e. tod iatereeaantcn Be^iadi- 
tngen ober Bcfroclitiiiif der Pijdiiterleii uberhaBpU TaC 38. 
gib! Ps. dadirdla (triqttelrella Tr.), i^Ktella OAs. nit Sack. Hiid 
eine TOB Kindermami entdeckte imdaklla Tr. TaL 39L Fe» In* 
^aetrelU Hbar. mit der jgaBiea Verwandlimg. TaL 40l aA^ 
dar Gfapliolitha Meaaihgiana Fisck^'n. ap. , in NenatreKts aat- 
deckt, Cai^ia jaetinda Tisck Tr. , Goch. RiebteHaBa Zaller a. 
sp. TOB Frankfurt a. dJ 0. , and Tortrix TreitachkaMM KnUir« 
Tr.y Bodi nidit dargestellt, ans dem Bannat* — Die^Nachbae 
enlkalt BeBMrkongen aber mekrere Cidarien. Nea iai Cid., di»« 
eeptaria Tn £4* 

[1729] Iconograpkie der Land* nnd Sus8wasser*MoI- 
loAeiiy But Toranglicher BerfidiaicktigttBf der earopai$ehaa aoch 
afekt abgebildeten Afieaw Yen Prof. £• A. Rossmäuhr 
m Tharant. T. n. YL Heft. Mit 10 groastentheils color« 
fithogr. Tafeln. Dresden^ Arnold^sche Bncbh« 1S37. ▼ 
a. 70 S. hoch 4. (color. 4 TUr«^ schwarz 2 Thlr.) 

[Vgl. Eeeertor. m< XI. J^o. 154.] 
Mift dieaea beiden Hrften M der erete Band der Dconograpbia 
gestiilosseB, ein Titel und ein Register daaa geliefert. Das Ma«* 
terial , Trorüber der Vf. au diaponirea bat , nimmt dorck HiMhei«» 
langen des aoolog. MBsenms an* Bertin nnd zabireidier Ariaat-» 
aawnler, besonders Pbilippi's , bed^ateod sb , so dass das Werk^ 
je weiter es TorschKmtet, an Interesse nnd ^robl auck an Abnek- 
Bern gewinnt. Dia yorziiglicbe Barstellnng darch des Herans« 
gebers geschickte Hjuid nnd die Borgikltige Beschreibnn{[^ der 
gegebenen Arten , macht es dieses Beifalles in der That auch 
werth. Die Tafcfn dep folgenden Hefte, sollen aach ffi JP^opke 
der Steintafeln vor^agHcfaer ansfatlen». Die Berichtigan^an js^ 
Zns&tze hatte lief, diesem Hfefte'^als Scnloss des Bandes beige- 
geben gewünscht. Jedenfalls ist zu hoffen , dass sie , ohne tlin- 
dennsse dorck die Seiteazahl, angebunden werden kennen. Die 
kier gelieferten Tafeln enthalten Folgetides. Taf. 21. n. 22. gros-- 
sece Helites; nnter diesen H. natioaides^ welche Hr. R. lebesd 
iB beobaditen Gelegenheit erhielt^' und Ittteaeens > Zglr. a. ap» 
Tj^ 23. enthalt eine Znsammenstellpng von 35 Formen TonPn?- 
pa^- P. 7plicata nnd ödentata Meg»,* sednolilis Zglr., pachjgastrai 
cylindracea Zglr., megacheilaa Cr*..n. Jan., IngorieaaiB. Alidid., 
dUaoidaZglr., conica, gutaris nnd Kokeiiü Bossm-siad &st aock 
aabekanat Taf* 24. bessere AbbiM« . tob Unio platjrhjachns 
aad deeorvatns R. -, littoralis ' Lam« nnd Bandlnii Küat n. sp« 
gebead. Taf. 25. Anodeata ejrgnoa, TöUig ansgewaefaaen. Tat 
26« o* 27. stellen kleinere Heiiees dar. Anch kier fehlt ea nidit 
aa aeaen aad interessanten Arten , s. B. iilimargi^ Zglr. , ein- 



60 Natarwissenschaften. 

gdeHa Zglr., a88ociaU\Z9lr. and an BerinhligiiDgeii der Sjn- 
ODjme. Taf. 27. gibt Butimas, Cjclostoma nnd 'Gaiyehiiioi« 
Wir bemerken hier aneser den weniger bekannten Krynickischen 
Arten, Hol. illibatae Zgln, assimilie Zgir., tener Zglr., rerdotiia 
Zglr., eobtilis nnd enbniatas des Vfs« Gjclost. cosliilatnm, Iran- 
catom Mns« Berol. aus Mexiko , anritüm Zglr. , tesselatnm Mos. 
Berol. (Corfa), cinerascens R.. Tat 29. n. 30. bringen wieder 
Unionen nnd Anodonten, snm Theil apokrjpbisch« Was diese 
Gattungen, besonders Unio betriffi, so scheint es Ref., als weaa 
Hr. R. wohl mit der Darstellung derselben so lange Asstand neh- 
men könnte, bis über die Standhaftigkeit der Artcharaktere etwas 
Genaueres ausgemittelt sein wird« 54» 

[1730] DeutecUandB ^ora in Abbildungen nadi der Na*. 
Inr mit Besdireibnngen« Herausgegeben yon Jiicob Sturm^ 
1. AbtU. 71. Heft. NBrnberg^ Verf. (Leipzigs Voss.) 
1837. 12. (ä n. 18 Gr.) i 

[Vgl. Aepcrtor. Bd. X. No. 1906.] 

Es enthalt die Arten von Juncus, durch Hoppe bearbeitet» 
Eine seltene deutsche Art ist J. stjgius L., hier nach Exemplairen 
ans dem AUgau aufgenommen* Dass J. tenuis wirklidi die Will- 
denow'scbe amerikanische Art (J. bicomis Michx.) sei, erscheint 
Re£ noch sweifelhafi, nndmödite die Art wohl eher zum J.gra- 
cUis Engl. bot. (Gesneri Sm.) gehören« Die Behandlnngsweise ' 
dieses Heftes gleicht Töllig der früheren. Dasselbe sdiliesst das' 
16. Bftaddien, und in demselben ist Titel, sowie Register beig». 
geben. Ö4. 

[1731] Synop^s generis Cassiae. Auetore Theod. 
Vogel y Dr. phil. Berolini^ Logier. 1837. 79 S. 8. 
(9 Gr.) 

Mit Vergnügen macht den Lesern dieser BIfttter Ref vor- 
liegende Schrift eines Schalers Ton Prof. Kunth, der schon durek 
eine Abhandlung über die Dalbei^een in y. Schleditendal*s Lin- 
aaea sich ausgeseichnet hat, hiermit bekannt. Seit dem Erschei-- 
. neu Ton Colladon's Monographie der Gattung sind 21 Jahre rar« 
strichen, und obgleich Cassia theils durch Kunih-s Mimoseen, 
Iheils durch DeCandolle's Prodromus nnd die Bearbeitungen der 
indischen Flora bedeutende Nachtrage erhalten hat, so konnte der 
Vf. bei Benutzung der reichen berliner Herbarien , besonders der 
Sellow'schen , doch noch eine Nachlese halten , so dass die Zahl 
der mit Umsidit Yermehrten und hier synoptisch aufgeführten Apiet» 
273 betrftgt. Ein grösseres Verdienst hat sich aber der Vf. dnrteh 
die VertheUung der Arten dieser so natürlichen Gattung in Ipickt 



NrntnrwissensohafteB. 61 

la «Icanieiifc Seetioaen erwerbai , derea 8 an^settelll werte. 
Anssev den friUiereDSecfio]ienl>C.'s: Fistnla, CWiaefartola, Cfcnr 
mMseima (mit AnsscUiiss der TrigeneHoideAfl) und S^baTow^ 
neu heissea die nea begrnndeien: Proseepeniia (mit den Klappen 
pamDel iusammeD{^racktea Semen!), Peileriiegma nad Lame- 
rfcegma, dnrck den glatten ederiottigvanidit anbpringenden Tlieil 
der Antherenspalten aafl|;eieiclinet. Auf die Oelbnageweise der 
AntliereB legt der \t grmaea Werth nad tbeOt die Arten Uer- 
aadb ia birimoeae nnd biporeeae« Die Unterablkmlaagen gebea 
die Beadiatenbeit der Habe , die Riditnng des Samens and die 
Länge des NabelstraDges. Sewobl die Seetienen als die ArtCB 
derselben sind ibersiebdieb insammengestellt. Anseer Diagnose^ 
Ciuten, Vateriandy der Angabe, ob der Vf. die PAanse sah, wer- 
den aar bisweilen kritbehe Bemerkungen beigefügt Anch ein 
Register ist nieht Tergessen* Die Besdireibnag and Aaseinander- 
setsang* der Arten soll, da der einer Dissertation beslinuate Raum 
darck dieselbea äierschrittea worden wSre^ in einer s weiten Ab- 
Aetlaa^ nnTerzoglieb naebfelgen. Passender, sebeiat aas, wftren 
«oU beide ^laf^ieb dem Aachbandel ubeigeben werden. Der 
Bradt der Scbiifl ist, bis anf die am Eade aagegebeaen F;eUer, 
cmrect, aad das Papier gat. : 54b 

[1732] IcQiies faiigoram hoca^qae cognitontm^ Aactoie 
JL C* J. Corda^ Zdolog. in Mas. BokeaL Castod. ete. 
Tom» L Com YII Tabb. Pragae, Calve'scbe Bachh. 
1837. TI n.32 S. gr. foL (n. 4 Tbk. 16 Gr.) 

Aacb aot. d, Tit.: Abbildangen. der Pilxe and Schwämme 
Ton a. s. w. i. Bd. . 

Vor dem Titd , obgleich derselbe mit schönen Lettern aaf 
das sebdaste Papier gedrackt ist, mdditei maadier Botaaikto er* 
sriurecken, wenn er* ^abt, dass der Yfi, der bekaaatlidi geramü 
groesen Zablea na diaa hat^ sämmtliclie bis jetst.ealdeekl^. Arten 
der PiJie absabiiden sieh rorgenomihenf babe, indem, die Zahl der* ' 
selben 4000 gewiss abereteigt« AJIeia so strenge darfmaaBra. 
Corda's Angabdr nicht nehmen. Et bietet Tielmehr hier aaf sehr 
gedrängtem Raome der deotlicb nnd gat Ton ihm aasgefiärtea 
Tafeln nar eine AnxaU Toa 103 Gattangen and 316 Ton ihm 
selbst unter dem Mikroskope geseidinelea Arten. Ob aater den 
letzteren wirklich 258 toch anbeschrieben sind, wie im Yorworte 
hekasptet wird, möckfe eben so schwer sa bestAtigen, als sa wi- 
derlegen seia. Der Hegriff Ton Art ist anf dieser. Vegetations- 
Btnfe noch weit schwankender als in den höheren, nnd da die 
Abbildungen sdkwarz nnd die Diagnosen kars sind, so Ueibt wohl 
Haaches zaceifelhaft. Nar die Brlahraag, dass Yiele der froher 
aa%estelltea aenea 'Gattailgea aad Arten des ¥£>• ajch nicht be- 



1 



tot KatarwissenftoiiafteB. 

jitttigl balMii , l«88t woU «ine Re^ctMn 4» Inlialts der Voilii 
fUkriSif mMke itbrigeiiB eh den dankonavertkaaten gehört, wdi 
•^fir Ton Hri.'C. eiiialteii Ittbea, TorniMsbhMi. Die Form 
Aelip't ist- eine ei|j;eDUiu»lichfe ; denn naeh dem lätein. Titel 
{JincfcMgeB «nd dem i^eicWidle latein. Sckttulitite), folgt der^ob 
anljtefiilirte jn sWei S^aoirav^ denn eine latein« DeiKcation an i 
-^Hden Kaep^'Sternberg y Bxc . Dieser gegtndiier stehen eiai 
denlBclie «Mottcie von Geetfae nud Ehrenberg) und ihr folgt -i 
Irones 'd hmte flhes* Vorwort «nd der eigentlteh latein« Text , in 
titin triedernni detttecbe'iAniiierknngen engeetl^eiit ^iad. Dans i 
MHÜindiechki Leeer mit dieser Misehong beidkn^ fipracben ' nnl 
jModin sein^miissen, ist leidit Toranssd^hen. Sd viel nun 
der' Eon ^eser Sehrift> welche «btigens «ioh^^ein^r Torzüglieli 
äUBsdmii.AaoBftattong erfrent Der Inhakbegk*e]A besonders Stai 
tnd FWAe«iiilfte« Am Btünsse sind ImaA «durdieiiinnder nnd A 
Uebenohtjften «der Ordnvngea nöeh vecechiedene-Cäittnngen at 
gefähri: «'Wenn der YLwiriclidi die Abaohi bat, oae Fortsets« 
dieser Sokrifli vk liefern , n'tre za wünschen gewesen , dasa 
dtefaen • Anhang bis an einem iweiten i*31eüei Mgeapart baMi! 
¥oli'abue»:€hittnngen' aeithanai wif folgän^l»' ansi^ 1) Ans d«k 
Coiiidmjceten: Dapsilosporinm , eine Gi^ttnng/!der. StilbosporeM 
der^n loigelige Sporen auf einem gallertartigen Lager befi^dlicl 
ttnd Ici^elf^MtAsätemeiJg^nt yind; mfWlt. ';SWi^ater{a*€eidi 
S«ftein4)''T()H;Har]a nahe an Aebeii. 6ein Len^ttöl'ifun nenüt A( 
VL jBüt Mrfm'atostrbmai Verwandt. sbdL'die «attati^n GhnfilB 
Stroms pfA 4^9>s(r04r^: vCri^sperjnn^ .iu .Itenp anöchte kamn faif^ 
her, sondern mehr aq den H^pbomjcelen oder MocoroideengW 
bÖrenV ' ifebrigens verructt^'3er V£ rfen V^^itt der UredineaÜ 
indem er ancb anfsitzende Gattungen nnter df^^^r ' Gruppe begrriflj 
Bhieni«e'iar]g'inid uilnatüriiUi werden Ae fiiecinien zn ^sein« 
Alnbe<llätt|^<*ler> Itinigmidüleeen gestellt.. Uateii^^n Pncoiiiievij 
P» «Mliiitai^mt Lnzttla albida durch Sieniffinnig gezahnt« Sfl 
taea^dei^'lSd^ren mipiAiwurdig!.' ^Höcbst' mpiasseDd laber werdaf 
Ti^tthkbeeittmiiroseiun nbd-MToogene rodea. LkLiinnter derselbei 
Gatfattg taikMfMirt, und «si'aMgt diesstbinüeiehcndy wie wimigHi 
G<Ma das^ Wesentliche' dei« Filzregetation Momn* bat« Vnäetki 
Ctit4ä rii tg^n. sind FarAsitenanf Hjpbomjteten. Vointella Fl 
wird Selend^pbrinm genannC' Die neue IGattung Hymenopöfidl 
{st oflMftbat gleich mit 8aroop«di«m Ehrbg. Coiyneum obscnrid 
ist äller6iikgs sehr obscnr^ iL b. gewiss nidii zu dieser Galtoiq 
sondern an den Faserpiken gehörfg. Ih iler Chrnppe der ,T4iN 
laceen «ind'abgeMich neö.e Gattmgen: S^eira und eTmcenal 
wdhr kaum voii CireiiioiriA«» NE. yenwhieden- Bispora Cori 
ist nar ribe Diamemb^^aiicto toii Monilia and Fomla; dagegieti ^dl 
Gattmig Se^tonema wohl onb^schriebensefn mag. Trimmalonpai 
kann Wohl zw den T^fr^ltut^^en gAdren, welche als Homunciia 



üfatitriviMtBfejQkiiftea. <3 



AgmabH mirdttu PlmgOMlnditm Imsi .«Ini dmdi üm^ 
Art remebt JkoB dietdbe lüber; BdUMia. ««beUtfenwui JKÜ 
n, kMWD wir dm VL tticM my bttt, 2) Uirt«r den Hfpto«* 
ffljeeta 8iad folfende nM» CaUuffen A »eiüMii: MjawaMi^ 
ZjgodesMS, tbe CoiijvgatAr anlef den . MM^diiiM« nad mtak^* 
wäfdig, Ai^iblktram. «id MevotospMa ,, «eiin dtr Vf. ridküg 
nk, 6ekr MsammengeteUte «sd anffiiUei^ BiUiiiigeii. FaoMlr 
MyxacUiBm, 8or«tos|i*ra^ M2f«lfospQ|iftuni, TrickMgiui (nak« 
AäpUrieiiuB NE.), BtUeoaial, Mikwirdif ^ HelieoaporiMft K& 
lerwa«. .l€ipd8pQriiilDvlbfl»fiüb*aii8gMeiehM, sowie RUi#*> 
(nihiiiB, ferner HBljalmn- TrfUioleeoDimi: nwd fiporodain, mit ^dii 
Penoooisdien Conopleen v^wandL Graphinm und Cevaiepediaalrflkki 
Pericfliiia nnd-Stilbiim äkulleh. , Mehr versweigte Formen der JiMer- 
^en bieten die Gkttnti^en Peronospora nnd Rllodocephalad; I^nJtero 
«»Pencffliiim niekt tttt'tadlwifteideai 'Sinnes kann Tonfetttia 
bim frtrenni werden« .CJk#rd<^7liKniT^eJeiv^;«ttaiiAr bnoUclM 
ttdwiEd, wie es echeint, '«iit^IV!^(4«?il<a»9lMgefM4it(^^ 
bkilidi^e). Za den ^aeterj^m/oeten j;jj|iprtf^Tripe(ri€hj|i{ (^ 
Tridna oline spiralfaserzellji^ea Baarffenc^ü.V Unter demKunen 
^ tipiiiiomorplieae Tefüiiigt <fcr W: ttiimclie« seliif Bet^rolgetfcf, 
iiUiek: Anteai|0iria Lk. emend. , 2 neae' fiAtlnngen.Plenropjxis 
^t'mmpoi^ Ohaetennui Kzei, B96eipiila'>Pr/ nwd Aegtriia P.. 
pMi m etm^M ▼triiiderlen'> BeyfeittWBge wi'* Ooler >d«tt ßphaeib» 
Rfc wild & iclrionea Fr. nad* .ein» VeardramBte jlnti awf tiimik ate 
ff»' AMaootpora ab^ond^ 'BeMnkki*|fei<'(tbeir €opvinn9''tuid 
^ AiSmü überbanpl AescMiessen diese ider'SeattVfang ttid-^Prfi* 
ing der Ai^oiagte w^h0«Adbrifi/i ««rdher anch'ein bdex iM-^ 

[1733] lieber. «P 9piFsd|iiiser«weBvui 4eia Saurgef 
hebte itr TrichiAl. Bi» (Bokrelben an «äU^Bke; Hm. Weilk 
Alex, t: flümboldt n. s. ir. ron ^: Cl /; Ißtorrfd/cWto^ ^id 
l«*io. Natiönal-Museumu. s. W. ' Mit l'''Stcintafc ' Pirag, 
CaIfe''8cl|ie;Baolili, 18^7f,8, S,, gr« 4. (i- 7 i^i.) .. ... 

Das8 das Capillitittm -der-Triditen nMitf irttr, eondern line^^ 
rerer andern Balgpike, Spiralfaserzellen enlbält , ist iwar mebVe- 
^ genauen Forsebern, 1^- Pijse bekannt gtweaen! , jedocb kaum 
^mal beiUnfl^ efwähflt forden. Niemand lai ' aber bislier die 
Sftdia.fiir so.wicbtig gdialtsn, desshaili efineb »BtfeJT'an elne^ 'be^ 
^^n Gönner zu ric])leii;^i\d drooka» m bssefei, .wm 'bieräp. 
jWila tf^al und was wir jbm^ auch nicbt verdenken wellen, Da^s 
ftse airf einige Äeflen in einer Pflanzepphisiologie in redudrende 
Jyabe hieretwae weiter ilnsg^dehnt werden.' musste, entspricht 
l^wiilage^ and so bat der Vf. diese Orjjiiiie'. sowohl mit den 
BUduHgen'dei^ Spiraigeftsse^ dBden lArigens for-^ 



64 V StaatBwisBaiiBcbaften» 

ktmmimien Spindfinenelten in im AstWen der GewAchse,^ 
dem Hohe der Goniferea, in Nepentkes destilktoria (we sie, wl 
der Vf. bald in einer besonderen Abbandlong seigen wird , fl 
IriMisten eDtwiekett Torkommen), in den Moosen (wo 8ie?ien«c 
noeh nickt nnsser alien Zweifel gesefol sind) und in.denSporoi 
scUendem der Lebermoose, yergliehen. Zu wünscben wii 
dass deryf.-sid einer etwas bestimmteren nnd besseren deo 
«dien Sckreibart befleissigte, damit an sich oft noch unklare € 
gensiftttde nicht aodi sngleich in nebekrtige Worte verk« 
Boien. Die AbbSUnngen geben ?on des Vfc. lobenswerthem Ti 
iento der Darstellnng einen aenen Beweis ^ und der Dmek d 
8ebM ist elegant. «» . i 

[1734] Abbüdimg; und Besch^ong aller in derPhiii 
macopoea Born^tsica an^efiihrten, . Gewächse. Heransg« 
▼aaijFr. Ouünpely Prof. an d. Akad. an Berlin, Text m 
Dm iF« Lw ffon Sehlechtendalj Dr. n. Professor te. s. 
ISP. Pd. 11— 16.'fieft. Betlin/ Oehmigke. 1836. I 
täeymam. Knpfert^L W 24 S. gr..4. (m 3 TUr.) '^ 

* [VgW Rep«rtor. Bd. VU.. No. 6%i.\ . 
: Die TOrlieg. Hefto: dieses mit Beüdl aufgenommenen, hSdts 
bitUgea Werkes enthalten otne Menge, widitiger Arten, sninTkei 
wob) nach bekannten VorbiMem, znm Tkeil aber aoch nach d« 
Natur, und awar nach lebenden, oder dodi getrockneten Bxmnplard 
gearbeitet. Wir aeichnen unter den Originalabbildungen b| 
simder« folgende ans: Croton TigUnm^ iVanilla aromatiea, Chi 
nopodinm ambrosioides und botrys , Smilax syphilitiGa (Bl 
und Stengel) und Smilax medica mit Fruchi Yen 
Ion pemiferum Utte wohl aneh die Frucht nach Bertoh 
Abbildung beigeii{gt .iwerden können. Als einen Uebels 
mnss Ile£ aber nochmals rügen , dass der Text nicht an den j 
jed^m Hefte befindlichen T*afeln, sondern noch an den frfiher |^ 
lieferten gehört. Das TJntemehmen ist übrigens neuerlich «3 
auf soldie Gewächse ausgedehnt worden , die sich in der Pul 
qjscop. Bomss. nicht angegeben finden. 54. j 

\ Staatswissenschaften. 

[1735] GnmdnSge der Pofitik den Reehtn. Von H 
Karl Dae. Auf. Rader. 1. ThL Einleitung. ' AI! 
meine StaatsTerfassmtg^Iehre. Daftnstadt^ Heyer'B Hofbäi 
1837. XXm n- 352 S. gr. 8. (ju 2 TUr.) 

Der Vf. hat, wie er in der Vorrede sagt, drei Jakre nb 
dem Buche gearbeitet. Das kann nnr.ai&rBinpfehInngdetiBcMll 




SiafttBWissenaohafteiL 8j^ 

JieBn, veu «8 «o yM lieiast, tes er «i ae kngt dwckgearbeiM 
kat; dagt^gfen nidits MeateD^ wau er nur snfiillig ver dlrei Jah- 
jcs «Bgeüuiffeii bat vad erst jetit fertig gevordea ist Und fast 
BSchta man das LeUtere denken, wenn man erwfigt, da» der 
Aakag der Sckrift nach fermell eida Ten dem spAleren Theile 
uleneheidet; sowie auch sonsl 91^ einaelne Steilen nachweisdi 
Iftssen durften ^ die anter dem Bindmcke einer fnUbereo Zeit fer- 
ÜMBt adieiBen. Wir worden diese Sache nicht erwiUineAM i^nn 
nicht der \L etwas darunter gesncht an haben schiene; denn im 
GttMs haben wir grosse Achtung Tor dem Vf. ans seiner Schrift 
gefroaaen, in der or sich als einen geübten, Torortheüsfreien nad 
itaatskaidigen I>eiiker bewährt. Möglich , dass er sein ganseo 
tHBeiles Sjstem und mancbe materielle Vordersfttse desselben 
ailjlibt ond fof nlanche praktische Ergebnisse desselben gans an- 
4ae Uaterlagen gewinnt; dass er eine andere Anschaanag Ton 
im Werthe der Geschichte in der Staatsphilosophie schöpft; dass 
3tt kiaftig Vieles Ton Dem , was jetst bei ihm eine Banptrollo 
8|iidt, sehr nnwichtig, dagegen Anderes, dessen er nicht gedenkt, 
ibeiavs bedentnngsvoll erscheint; er hat in so Yiel Dingen einen 
»hl%en Blick bewiesen, dass wir gewiss glanben , er wird sich 
T« Maadiem losmachen , was wir weniger als seine mit innerer 
Ibdvtedigkeit in ihm begründete üeberzengang, denn als Fesseln 
fcr SAole belraebten. — üebrigens liefert das Bnch hi^t soifohl 
SN Politik de« Rechts , als eine rechtlkshe Politik , eine Politik 
fa SMbtsstaalB , nnd handelt in dieiem Theile Torsiiglich von 
I in pbilosophiscben Grundfragen über den Staat , Ton den yer- 
süedenen Regiemngsformen nnd einigen hanptsflchlichen Beiio» 
km^ der Yerfassnngspolitik, Der Mediode möchten wir etwas 
tauger schillphilosophischen Anstridi wünschen. Yoriäglich ge- 
Imgen ist nbrigens die an Gnnstai der Brbmonarchie bewirkte 
Beweisinlimiis. 99. 

[1736] Carl Omt. Jochm^mn's^ ?on Peman, Reli« 
foen* Ans seinen nachgelassenen Papieren« Gesammelt von 
Eemr. Zschokke. 2. Bd. Esduiigeii^ Ribler'scbe 
HsOmcUu 1837. 324 SL.gr. 8. (1 TUr. 4 Gr.) 

[VgL Repertor. Bd. XI. No« 191.] 

Ueber den allgemeinen Geist dieser Aphorismen babeii wir 
ms Bcbon bei Amteige des ersten Bandes erklftrt. Der Torfieg. 
kitlUigt unsere damals <»twickelte Ansicht. Die An&ätse werden 
kMT nodh aphoristischer, sind aber yom Heransgeber onter sieben 
Haaptmbriken geordnet: über die OeiEantlichkeit, die Glacksspiele, 
jütische Glossen, England^ Freiheit, Religion, Dogma nndPrie- 
Bterdinm, die franaösischen Staatsrerwaltnngen , Centraliairen ond 
Fideralisiren. Ueberall begegnen wir einem «Jlerdings wohlwol-- 
A fflt. dMtedk. Xft. XIV. 1. 5 



06 StaatBwifisetiBoli&fteii» 

landen, klam und krlfii^eii, aber aneh «sii«m d^ tieferen Ke« 
niss des Menscheii und der Yeriiftltnisse entbekrenden, in frtti 
bischer Philosophie erasogenen , etwa anf der Stnfe der Bnejfit 
pädistea stehenden Geiste, der alles UnglüGk der Welt der H 
Bten-, Adels* tind Priestermacht tnschreiblt, an eine Conspifal 
der Gewalt gegen die Yolke» glaubt, nnd der Meinung isf^.i 
Welt werde glücklich sein. Wenn die antihierardiisohen und sMJ 
pkilesophisdien Ideen , wie sie etwa tat Zeit der NationaM 
sammlang lebte, TollslAndig rerwirklicht wftren« Die Betradi| 
des englischen Staatslebens , dessen Torzüge er ahnet ^ hStlH 
üuf eineii 'andern Weg leiten sollen. Aber wiewohl er Mj 
dass hier nicht die Theorie; überhaupt nicht der mensdilidi« H^ 
der Schftpfer des grossen Gebäudes gewesen sei , so kommlM 
dOfSh nicht darauf, dem Gewichte der natiirltdienyerhältnisse,-1 
sidi in der Geschichte ankündigt, das Verdienst zuzuschrdl 
sondern gerlth anf d#n seiner PhüesopMe entsprechenden AI 
weg, es dem Zufalle als Verdienst ausurechnen« 99| 

[1737] Historisch-vtatifltisobes Jahrbnok^ in Bezug ^ 
Nationalindustrie und StaatSwirthschaft mit besonderer Berfidilk 
tigung Deutschlands, und des< Prenssischen Staates. Von X 
Friedr. Bened. Weher ^ K. Geli. Hofrath n. Prof. in Bresl 
3. DoppekJahrg. Duo Jahre 1834 und 1835. Mit vielen« 
gedruckten Tabellen. Biwlai« (Max «. CoflipO ISS 
XIV B. 643 S. gr. 8. (3 Thlr. 12 Gr.) 1 

Anch u. d. Tit.: I^ie Gewerbsindpistrie und Staatswirtkscl 

der Jahre 1834 und 1835, mS besond. BeracksiditigBng Deai| 

lands nnd des Prenssischen Staates, historisch und statistisc^l 

gestellt Ton u. 8. w. ' ' \ 

[Vgl Repertor. Bd, Vn. No. 590.] 

Bin wfirdiges Denkmal deutschen Fldsses und gemeittui 
gen Eifers bleibt diese soif;ftltige Sammlnng wichtiger 8ta|(j 
scher Zeitaomeate; denn leider muss der Tf. in der Veuh^ 
noch immer klagen, dass er durch den seitherigen Absatz wi^ 
nicht einmal fiir die baären Auslagen ToHstandlg entschädigt \ 
Und doch sollte man denken, die Behörden, besonders diejem^ 
welche Landstfinden gegenüber tu operiren haben , seHten i 
nach dem Besitze eines Werkes drängen, in dem sie so bran 
bare Unterlagen fUr jede Bestrebung inden. Denn niehts iiri 
nirt bekannllidi so sehr, wie statistisdie Zahlen, nnd unter dl 
80 gewaltigen Masse, wie dieses Buch enthnll, findet man ZaI 
für jede Behandhing* -Die entgegengesellten kann man ja % 
sehweifen! — Die erste Abtheitung betriA den Zustand der'l 
lionaiiadustrie^ und steUt den Landban, nach fogetabilischer, anil 



StaatswiflBeiiBchafteii. 67 

Kieker PredoctioB, Terbindiug lechnisciier Gewerbe mit ierLani- 
wirtksc^Afi, BeoktSYerbiilhiieeeii des GroadeigenÜiiims , Bergbau 
dar. Waron nidit ein besonderer AbsdmtU für die ForstwisseB* 
sckaft? Ferner das Fabrikweeea. Haadel, ScUflDTabrt und Rbe- 
derei, mit aDen dazu geberigen lostitoten, wenuter ia folgendei^ 
Jabrgiiigea gewiss die ActieBunlerBehmaagen eine be^^ndere Stelle 
eianäuaca werdea» Die eiaaebea Gattoagen dee Haadels werden 
eoiglidi berfiekeiehtigt. Die sweile Abtb^img seigt den Znslaad 
der Slaaten und Völker in national- nnd staatawirtbsckaftlicher 
HiasickL Die Befölkerongsrerbiiltnisse. Reiditbna nnd Faape- 
Mnras« Das Finanswesen. — Möge eine weite Verbreitang des 
Werknn seine Geneinnitzigkeit an das wakre Lickt stellen nnd 
den Yt fir Mike nnd Opfer beloknen. 99. 

• [1738] Deber dieZostaade der Yerannnng in Deatsch« 
Ittld, ikre Ursachen und die Mittel ibnen abzabelfen« Yen Dr« 
Friedr. Schmidt. Zittan^ Naawerk. 1837. 304 S. 
gf. 8. (1 Thlr. 12 6rO 

Ini Wesendicben eine neue Darsteilang der Ansiebten , die 
dln* ?f. sckoB in seinem grösseren Werke: y,B®Tölkemng , Ar- 
beilebkn und Ibuiperisnins'' (Leiptig, 1836. 8.) im 3. Abscbnitte 
entwickelt bat. Er bat Manebcs binsngefogt, Mebrares natfiiliek 
weggelassna, im Gänsen der Sacke einen pepulAren Anstrich ge- 
gsi^n* Yielleidt ist sie anek fraber verfasst. Denn fast scheint 
es, als sei die Schrift ein Versack , die bekannte Preisfrage der 
eiferter Akademie zn beMitworten. Er fragt anerst, ob die Klage 
ihcr nwaA me nd s Verarmong nnd Nabmngslosigkeit in Dentschland 
gngrmndet sei« Br antwortet: die Verarmong aeige sich am 
ntaiicaien in den Mannfaetnrdistricten nnd in diesen wieder Torsngs^ 
weine in den Städten. Ueber die Grflnde des* letstem Umstandes 
iikrt er manekes Gute an; niekt aber, was ans die Haoptsache 
ndleiBt and was Deisler im Gänsen am besten berTevgehoben bat: 
dans Tide Stfidte Hör das Prodnct eines nnnatfiriichan Zastandes 
den bnrgeriioben Lebens waren, Mglidi nack dem Wegfiill der 
Ureaafcf n , die ihr Bntstehen bewirkten, der Grundlagen ikrer 
Bxistens ermangelten, d\ese darauf, onter Begnnstignng politi^ 
stier Verkafanisse , dqrd monopolistische Privilegien su ersetxen 
sackten, nnd nnn erleben müssen, wie andi diese kunstlichen Grund* 
lagern dem Zeitgeiete sum Opfer fallen« Das ist die Hauptsache; 
dem es seigt, dass solehen Stfidten nickt sn keifen Ist Zorn 
Gtfck ist das Sidken der Städte an sick nickt identisch mit dem 
Sinkes der Burger« Es wird es aber , wenn eine anweise 6e- 
•etzgebaag dic^ Bürger und dir Gewerbe gewaltsam an die Stftdte 
banikt. Ijasst dock fUien, was nicht mehr sn kalten ist« Das 
Nwtosgsmisse .adrl doste fiMdigür auflAoksn. Die HauptiGrage 

5* 



68 StaatswisBenBchafien. 

bq*a]it der Yf., meint aber, es sei necli nichl so sehlfanm bei im% 
wie in England, Belgien, HoHand nnd einigen Pabtikstädten Frank« 
reichs. Doch warnt er Tor zu schneller Einiuhmng nnd Ao^ 
debnunf^ neaer Maschinen, Soweit, er dessbalb eine kuBStlidM^ 
Begünstigang des Gewerbswesens onittelst des Zollschsties t^ 
wird, ist ihm beizastimmen. — Die iweite Frage , die der 19Q 
anfwirft, betriffi die Ursachen der in Deutschland immer mehrss^ 
nehmenden Verarmung« Zunächst bemerkt er als allgemeine l^ 
sache für gans Europa, dass wir in einer Uebergangsperiode ttt 
ben, dass die Maschinen mehr produciren, als Buropa und AsmI 
▼eraehren kann, und dass die^Sache sidi günstiger gestalten wii4 
wenn Amerika seine volle BoYdlkernng habe, Afrika cnitifirt nii| 
Australien angebaut sein wird« So wenig diess mit den weityse« 
breiteten Ansichten Derer übereinstimmt, die gerade von Amerikif 
höherem Au&chwnnge den Verfall Buropas Toraussetzen, so stüif 
men wir doch hierin dem Vf. follkommen bei. Als allgemenii 
ebjective Ursachen der Verarmung in Deutschland fuhrt der Vl 
femer an: a) die Nachwehen der Kriege; b) die iadirecten Fol* 
gen derselben in den Stodcungen der Gewerbe^ c) die Zunahme 
der Bevölkerung, bei Terminderten Fonds zu deren Unterhalt: 
' nach Kriegen und Seudien nehme die Bevölkerung allemal rasci 
zu; d) das Steigen des Preises des edlen MetalU| in Folge des« 
sen die Preise der Producte und die Arbeitslöhne gedrüdkt seiesj 
der Vf. zeigt redit deutlich , warum das Gleichgewicht awisdiel 
dem Geld- und Gtiterpreise sicjh nicht in allen Verhältnissen h«i^ 
stallt, da fortwährend Ausgaben bleiben , die nach dem frnheitfj 
Stande des Geldpreises berechnet werden, und mch seinem Wo ' 
sei nicht treu genug anschmiegen; e) die Verschiedenheit 
Munzfnsses; f) die grossen Abgaben, welche der lange Kj' 
zustand veranlasst; ein Grund, der nach unserer Ueberseii 
bei einigeitnaassen vernünftiger Vertheilung der Abgaben 
sehr erhebKch ist, und den wir weniger hervorgehoben wuns 
dem je mehr diese Idcfe sich befestigt, desto freieres Spiel 
der Breparangseifer, von dem die Erfahrung lehrt, dass er 
meiniglich am blsehen Orte erspart, während dieselben Tead^ 
zen auf anderen Puncten einen viel grösseren Aufwand 2UwW 
bringen, es ist nirgends so viel an Abgaben erspart worden, idj 
wird vielieidkt in keinem Staate jemals so viel daran erspart wm 
den, wie z. B« die Idee der Volksbewaffiiung manchem VoMÜ 
schon gekostet bat -— des schreienden Widerspruchs, in dem d 
zu unseren bürgerlichen Verhältnissen nnd Richtungen steht, mi 
zu gedenken; g) die vielen Manthlinien in nnd ausser Deutsdi 
land ; das ist der einsige Pnnct, Wo der Vf. anfuhren kann, dal 
erfreuliche Gegenmittel ei^piffen* worden sind. Als allgemeil 
sttbjective Ursadien der Verarmung in Deutschland erwftlmt. i^ 
Vi: a) den Mangel an Vorsicht ted Sparsamkeil, der sicfc h 



StaatswisteiiBckaftea. 60 

4ai atteiCeadeii CfaMsea s« Tag« lege; b) itu retmArim Ge- 
des Branatweins; e) den fiberitaadaehnieiideii Laxu, mit der 



Smdki der Niederen, ee den Hökeiren in Aosserlicben Dingen gleiek* 
nntliiDU Bndlidi bemerkt der Yf. ab den StAdten besondere 
«igeathomliehe Ursachen^ der Yerarmong: a) den beben Betraf der 
Cemmnnalabgaben ; er'iSbri bier maacbM Biaaelne aebr ncbtig 
an, ebne die Bnebeinaag aof ibreHanptareacbensnriicksnfabren; 
saae Beiepiele entlebnt er meist ans rbeinisdien StAdten, wäbrend 
die Sacbe und ibre üreacbe im inneren Oentscblaad Tiel eeblim- 
aacr atebt; b) das starre Festbalten an dem Znnftwesen; bierin 
ist der Yf« abo Dem direet entgegengesettt, was Andere ak Scbnts- 
■uttd gegen die Yerarmnng bebanptf t oder bergestellt wissen wol- 
len ; andlicb e) die fiilscbe Binridtnng der Armenpflege in den 
meisten Städten. Dass diese falscb ist, geben wir Uim an , niebt 
aller 9 dass der Irrtbnm in der Gmndidee der Armenpflege liege. 
Alle diese Umstände erörtert der Yf. klar and einsiebts?olK In 
den meislea Poacten stimmt er mit den meisten Yorgftageni uber- 
cin. — Non komm! aber die dritte nnd sobwierigste Frage: 
YVdcbe BCttel sieb snr Abbulle des Uebeis darbieten? Der Yf. 
Idtte sich die Mfihe ersparmi können, die maneberlei Zweifel sv. 
mderlioinn, die sebon ron so Yielen gegen die Idee der Armen* 
eobnieen rargebraeht worden sind. Die Haltlosigkeit dieser Idee 
n erkennen, bedurfte es nicht einmal der damit gemaebten Br- 
Ahrnngen. Indess können die sicheren Wahrheiten in unserer 
Zeit nicht oft genog wiederimlt werden. Aber auch gegen die 
Gobniaation Jn Amerika bringt der Y£ manche gerechte Bedenken 
▼or. SoTiel ist gewiss, dass das Beispiel der Alten bier nicht 
anwendbar ist Denn damals wanderten Höhere und Niedere, Br- 
Inbrene und Uaerfahrene ans, und die höherefi und gebildeteren * 
Classen bewahrten nach in der Fremde ihr Uebergewicht. Der 
Y£ Teriaagt aar Milderung des Pauperismus : Uaterricbt und Be- 
khmng der arbeitenden Classen, erkennt aber sehr wohl an, dass 
davon nicht zu viel an erwarten ist , und dass die Früchte des 
Unterrichts eben durch die Arrauth rielfacb yerkummert werden. 
G<^n die Bewahranstalten wendet er nicht ohne Grund ein, dass 
diese Aeliern nnd Kinder su sehr trennen. Hdess sollten sie ei«^ 
gentlich auch nur für die Zeit eintreten, wo die Aehern vom Hause ^ 
abwesend sind. Br fordert femer strenge Beschränkung des Ge- ' 
nusses d«s ßrani^tweins , der Zahl der Schenken und sorgfiütige 
Beobachtoflg der darauf beiöglicfaen polizeilichen Yorschriften. Bs 
ist eben so wahr, als dass diese Forderungen, cum grano salis Ter- 
standen, gerecht sind, dass sie you der Praxis nur tu wenig be* 
rucksichtigt werden. Der Vf. thut einzelne bieriier gehörige Yor- 
scblAge« Fernere Forderungen des Yfs. sind: freie und unge- 
hinderte Wirksamkeit der Capitale. Bine Tergebliche Mahnong 
in einer Zeit,, welche so wenig JUnsi bat, die Ergebnisse der Na- 




70 Läader- nod Völkerkunde« 

\ tional5konoaie aniiierkeiineB , dass Bit sdbst an den WnAeist«*- 
eetien noch festhAlU Bei dieser Gelegenheit thnt übrigena derVibi 
dem Dieeterweg Unrecht , wenn er glaubt, derselbe habe die Ovf^ 
ganisation der Massen ans der ^Absieht ▼orgeschlagea , daAurelu 
direct die Samme der menschlichen Arbeit zu yermehren* Pi'cM 
nnd nngehinderte Wirksandceit der Arbeilekrftfte. Hier verthoid^^ 
der \t aosfahrlich die Idee der Gewerbefreiheit Könne i 
einmal gar nidit ohne Beechränknngen leben, und welle man < 
Uebergangsperiode ans dem Zanftswange snr Gewerbefreiheit hii 
eo worden dafSr die yon dem badisdien Minister Winter dessha 
g^achfen VorschlSIge noch am sweekmftssigsten ersebeinen, 
stalten, den Arbeiter an Ersparnissen anfsnmnntem; am b« 
Sparcassen. Wir sind der Meinung, dass die blosse, gewdbnlidiijl 
Sparcasse nicht ansreiehend ist. Leibanstatten bleiben, nach tetf 
Ref., besser nnerrichtet Diese sftst vorans , dass erst der Ww»^ 
eher nnterd ruckt wäre, wosn e» nnr ein Mittel gibt: die Anfkeitj 
bung der Wochergesetxe. Aufhebang der Lotterieen* Freiep 
Dismembrationsrecht ider Grundstöcke) wenigstens in Fäbrikgegen«'* 
den. Verminderung' der öffentlichen Abgaben , dem nnliiifiiiüa 
der Zeit gemSse. -Auch desshalb wiesensohafrüche VWrbefeiläny: 
cum Administrationsfache, Der Vf. seheint also wehigstene nicht 
der Ansicht der Leute an sein ^^ welche ihren firsparpagseifar tot 
allen Dingen an den Gehalten der Beamten betbuti^n wetten«:; 
Je besser die Beamten sind, desto weniger werden Missgriffe he«« 
gangen, unnütze Ausgaben gemacht werden« Gute Beamte mns^' 
man gut beaahlen« Schlechte Beamte werden erstaunlich theoor»« 
Beförderung des Laadbanes durch Credityereine, Belohnung, MuNJ 
sterwirthschaften u«s. w. Im Uebrigen will der Vf ^ dass so wm 

'nig als möglich fot die Armen gethan werde. Wir haben I^^if^ 
was wir gegen seine hierzu gehörigen Ansichten xu erinnern halJ 
ben, bei wiederholten Gelegenheiten erklärt, und meinen, im Gaa# 
len : weder f iel| noch wenig, aber das Nöthige ? emünilig nnd mit? 
Liebe. 99« .1 

i 

Länder- und Yolkerkunde. ! 

[1730] Das Festland Australien, eine geographische Mo^ 
nographie* Nach den Quellen därgeistellt Ton Cm JE. Meimche^r 
2. Tbl. Prenzlau, Kalbersbetg. 1837. 316 S. gr^ 8« 
(l Thlr. J18 Gn) 

.[Vgl^ Repertor. 9d..XlL No. 1123.] 

Indem wir auf' unsere frühere Anseige des l«Theile8 diesen 
widitigen Werkes in' diesen BlAttern TOrweisea, begnügen win 
uns , Tom Sehhiese desselben hierinrch Nachricht «n geben nnii 



LSader- ond TöIJ(«tki|fide« 71 



teltthidt 41eMsx#fii«aTli«a«9 «llwr n ktseidiato. IHv dritte, 
OatiMitraliM belMmMonW AksclwiU wii4 MAftolist «bgescbloflseii. 
fai 4. AWdiBitte iSiirt. d^r Vf. nadi W^UnstrAlie» mid Vaiidia- 
senlftirf. Da «enwiiiif« daa PaUicum fSr die snIeUt genannte 
beel uMui die aof dereeUNn blShende Colenie dardi glAniende 
ScUUetfugea intereeeiH werden ist, so wird Das, was der Yü 
dvriber eegi, im so breiiger geleeeii werden, lieber die Ge«- 
gmdim am Sdiwaacnfaaee. UUet sidl leider neck keine erscho« 
pfioide Nadkricht geben* Der 5f Abac^n. ist den Bewehnem An- 
atanalieDs gewidmet; Br beecbftftigt siebnii den Ureinwebnem, 
mt der Geacbicbte der .enrofAiediettColenieen nnd mit ihrem §^ 
feMWürdgen ZoeUmde. ^DmAihtalfeiadiUeeeen das Game. Im 
«Step gibt der Y^ .ein Yeraeichnisa geographiscber Ortsbestim- 
Bwigeii it^ widitigiten anstraUsdien Kilstenpaaete , im iweiten 
me Scbüdernog de? Insel NerColk». welcb^ am Eingänge in das 
Meer Toa Nenseehnd, siemtich in der Mitte swisclien Nea«Ca- 
Meoien od Nenaeelaild / liegend , seil 1824 Ten einer Colonie 
dar seUimnisten Deporiirten re« Jfewsonthwales besetxt ist and 
dntk eis kerriiehes KKma und die üppigste Yegetatien sich aas- 
leiAncft. Der dritte Anbang enthAll statistische Tabellen aber 
BerMkenug, Laadbaa, Yjebstand» Ansfokr, Einfnbr, Scfaiffiahrt 
and FiMUisen tea Newaentkwales nndYandiemensland. Ueberall 
ud diihei die Qaellen. angegeben , wm desktn^der Yf« die einset- 
noi Angaben gesek^pfi bat. 121. 

[1740] Da£i Meer, seine Bewoliner und «eine Wunder. 
Seitttstäck m K. F. V* Heffmann'e Erde nad ihre Bewohner. 
Beraasg^. Ton XiPl F. A. Zünmermmim^ 2 Bde. Afit 
1« Kvpfertafelfl. Stattgart, Weise. 1837. 380 w. 
♦07 S. 8. (2 TUi*. 16 Gr.) 

Der Yf. obigen Baches ist ein wahrer literarischer Pretensi 
iadem er für seine Terschiedenartigen Prodocte aacb Tersebiedeae 
Yalemainen sich beigelegt bat« WahtfSGbeinHeh kat er dadorch 
der Yerwandernng ins Pnblicams Yorbeogen wellen« welches sonst 
bülis gefragt hJltte, wie eiiie nnd dieselbe Person fastz« gleicher 
Zeit ein Yollstftndiges tVprterboch der Mythologie aller Nationen^ 
eise Beschreibang des tsierreichischen Staates , das ifn Titel an- 
gefahrte Bach, Erzäblnngen -nnd PhantasiestCcke and die Rftaber 
in den Karpathen oder Ungarn yor 150 Jahren, ja Tielleicht noch 
sonst etwas , was dem Ref. entgangen sein kann , habe abfassen 
kannen. Herr Dr. Yollmer, denn diess ist des Yfs. wahrer Name, 
hat es also passend gefanden, sich bald Dr. M. Zimmermann, 
bald W. F. A« Zimmermann,, bald Dr. Morvell xa nennen. Wir 
waUen ihm das Recht nicht streitig madien, aof diene Weise das 
PakKeam io mystificirfn, er darf ea aber eben so wenig, diesem 



72 Land«r-»n]ii Völkerkunde« 

▼erargen, wenn es Interesse daran findet^ in die Conli88<m aefll 
Theaters zb bljcken nnd Ton dem Kleiderwedisel einige Notis'^ 
nehmen. Denn obgleich' ein Bnch gpit oder schlecht bleibt,- Vf 
mag den wirklichen berühmten oder nnberuhmlen Vf. kennen 0M 
nicht, so liegt doch klar am Tage, dass diese Kenntniss idi 
gleicbgiltig sein kann. ' Eines Theils ISsst die BeschaiFenbeit | 
nes Boches sich doch nor ans des ¥&• PersdnUchkeit erldM 
andern Theils will der fiir ein gntesBnch -dankbare Leser vriaM 
wem er zu danken hat Bs ist leider dahin gekommeni das« ^ 
Böchermachen iui förmlich fabrikmSssige Weise betrieben lA 
Da wird nun bei weitem- mehr in die Breite / als in die Tii 
gearbeitet«'' Nicht was wirklidi dem Pdblioam frommt, 8oiidl| 
was Ton ihm gontirt wird, was Modeartikel geworden ist , lMil| 
man auf den Markt, ' Natürlich leistet da ein talentroller Mril 
welcher Hr. Dr. Vollmer allerdings za sein scheint,, dasMannM 
faltigste. Es ist beklagenswerth , dass an sidi gnte Krüfte^lf 
diese Weise zersplittert werden. — Wir fiissen nns nach dM 
Toraosschicknng knrz nb^ Torliegendes Bnch« Anf wissennclrai 
liehen Werth hat es keinen. Ansprneh* Bs ist ein lehrreich W 
terhahendes Lesebnch, welches das Meiste von Dem berühr^ wi 
in den Bereich des Meeres 'gezogen werden kann. NiebC iille: 
das Meer selbst mit seinen Bewohnern nnd seinen anderweili^ 
BrzeogDiBsen kommt' in Betra^htnng , sondern ^ anch Winde ii 
Sturme, das Schiffwesen, das Seereeht^ Grönland nnd dessen tf 
wohner, Lappland, Spitzbergen o« dgl. m. Der ai| Wundem j 
reiche indische nnd stille Ocean werden sehr knrz abgefbr<|| 
Man sieht oft nicht ein, wnroa dieses eine kürzere nnd j^es a 
unverhftitnissiriiiissig aneführiidiere Behandlung erfahren hat. Ad 
die Anordonng dfis Stoffes idt ganz willkürlich.. Die beig^egM 
neu Bildertafeln bringen das Gerippe und Innere von Schiffen ■ 
Seeei'zeugnisse znr Anschauung. Die Ausstattung desBucIies^ 
Torf refflich. "iZti 

[1741] £rinneraog60 an Europa« Ton J. F. Coofjii 

Aus dem Engl, übersetzt von Dr. C F. Nietsch. 2 Tli 

Frankfurt a. AL, Satierländen 1837« 327 n. 3621 

^ 12. (n. 18 Gr., VeBnp. n. 1 Tbir. 4 Gr.) *^ 

Aach u.d. Tit.: Coiypcr'« sAmmtl. Werke. 106— 111. Bdej 

[Vgk Repertor. Bd. Xill. No. 1200. 1201.] 

Diese dritte Bearbeitung der Coopersdien Brinnernngeo ' 
sorgfältig und fliessend geschrieben. Aber die Anmerkungen, i 
der Uebersetzer dem ersten Theile besonders beigegeben hat, i 
scheinen theils überflüssig, theils unrichtig. Jenes, insofern i 
Brklftmngen geben , deren Kenntniss bei Lesern , wie sie die 
Buch feriangen kann, Toi'ansgesetzt werden mnss;^ didbcs, indk 



LSitder- and Yolkerkiind«« 73 

me Ansieliten itn Yfr« iNiek einer Seite bin sa bericMgea enAen, 
Ten wo ihneD schwerlieb Bewahrheitiug koonBea kann. Wir be- 
ben beispielsweise 4ett Tadel berans, den der Uebersetser 8.ttl 
gegen die Bemerknng Ceoper's anssprtcbt, dass bei seinen Lands« 
lenten ein lebendigerer Bntbnsiasmns fiir eeböne Kinste an ter- 
miasea sei. Br medtirt diesen Tadd dnrcb eine angeblicbe Yer- 
kennung der Umsttede, unter denen die Ameiikaner sieb sn ib« 
i^em jeingen Standponcte bervorgebildet haben, nnd wflnecbt, dass 
sie „alles Dessen uberboben bleiben mdditen , was bei uns alles 
Das ber? ergebraefat bat, das unsere Nerren mit dem Astbetiscben 
sentiniettfalea Schaner maleriscber Bindrucke erfüllt**. Bs gebort 
in der Tbat etwas Amerikamanie dasn, Coopem, dem beredten 
Teitbeidiger seiner Natien, gegenüber, diese gegen einselne Ans- 
BteUnngeii auf eine Weise in Schnti au nebmen , die nseb daiu 
wMt das beste Zengniss Ton bsber ästbetisdier Bildnng gibt! 
Wie ganz anders spricht sich der Vf. der trefBichen Scbildemng 
amerikanischen Lebens, Francis Grund, in derselben Besiebung 
iber die ndienen KOnste ans! 

[1742] Abenteuer des Capitain BoDoevillei odefScenen 
jenseit des Felsengebirges im fernen Westen. Von Washington 
Irving. Ans dem Engl Ton A. r« Treskow. 2 Bde. 
QaedUnburg^ Basse. 1837. XIT a. 249^ 2Ö0 S. 8. 
(2 Tlür* 8 Gr.) 

[1743] Abenteaar dea Capitaio BoaaeTille oder Seenea 
im Felsengebirge NoMamerika's Tov Washington Irtfü^. 
Ina Deutsche übersetzt yon Dr. Ed. Freisleben. 3 Bde. 
Lieipzig, B. Tantbnitz. 1837. XtV u. 200^ 183 n. 
196 S. 8. (3 Thlr. 8 Gr.) 

lebendige Anschauung und leichte, gewandte Darstellung Ter- 
einigen sich mit einem sehr interessanten und tiemlich neuen 
Stoffe, am das Buch su einer nicht unbedeutenden Erscheinung 
ia diesem Genre au machen. W. Irfiog hatte den Cap. Bonne- 
Tille bei dem ^Patriarchen des Fellhandels in den Yer.-Staaten^^ 
F. Astor, kennen gelernt nnd von ihm das Mannscript, welches 
die Grundlage des Torliegenden Werkes bildet, erbalten. Aus an« 
dem Quellen webte er in dasselbe * noch einige Details ein und 
gab dem Garnen ein Colorit, wie er es aus einer eigenen Reise, 
als eigentbtimlich dem Indianerland , kennen gelernt hatte. Die 
dreijUkrige Expedition des Capitains wurde suaftehst durch die 
alljftlirlicb in den Felsengebirgen Nordamerikas gehaltene Versamm- 
lung Ton Abgeordneten der Terschiedenen Pelibandelcompagnieea 
▼ermiiteh, weiche er mit einem Trupp GefiOirten im Sommer 



7k liSndey-p Qtnd Volkcfl^qnd«« 

1832 beenohie» Van frier aus nnternaliiii er yensdMene Zig 
la den fernen Westen^ und die Brsiüiliuig der Gefabren M| 
Kfiitiple, die Beobacbtnng von Natnrereoheiniuil^eny die Kenntnii 
nabme Te« der Vegetation- des Landes, JagdgeschicUen, Sek" 
niBgen indianischer Stibnme n. A« bilden in. mannicbfaltiger 
wecbseluttg den Inbalt dieser BAnde. Seile Uiitei:tteh9miig bUd 
aQerdings ebne ein beetimmtes Resnltai , wiewohl sie lehrreiiM 
Beitsäge anr Kenntniss des Znstandes tbeils des . ausgebreitet«^ 
Fellhandels, und der durch ihn In ThAtigkeit gesetxten verschiff 
denen Classen Ton Gebirgsjägern, tbeils der IndianerstHmme jj 
diesto Gebirgen , gab*. . Das Bnd Iftsst im Gänsen einen selii 
grossartigen Eindruck xurvek, da Coltnr nnd Barbarei, Nalnrkral 
und Knnsttriebi massenhaft sieh hier gegenüber sfehen. — . Oi| 
Debersetsungea sind sieh im Werlhe siemlieh gleich; die enK 
neigt hinlftngUche Gewandtheit des Uebersetsers^ liUein der allai^ 
liäniigo Gebranch von- Fremdwörtern , namentlich, unubersetst §^ 
lassener englisdier, wird den Lesern sehr nnangetiehm sein. DcM 
Kritik, die derselbe Uebersetzer in seiner Vorrede ausspricht, wjirl 
etwas mehr Feinheit xu wünschen, auch erscheint die Abkunong 
der am Sdilasse beigegebenen Notben ub^r die Flathead- und 
Blac^feet- Indianer nnnöthig. Die ftnssere Ansstattung ist bei 
beiden gat , doch geben wir ' anch' in dieser Beziehung und sonal 
der zweite^ Uebersetznng dei( Torzug. 122« ^ 

[1744] The Taunus or Doings and Undoings being a Toiaj 
in Search of the pictnresqne, romantic, fabnlous and tme; Ü^ 
reman antiqnities of the'Tannne and tbe Donnersberg, the mM 
nend spriogs of Nassau , the saws and legende of the Rhi^jl 
Lahn aUd Ifahe ; with reflections of tbe character, manne^s^ a|l 
babite ^ the people. Bj Chmrles V. Incledon. Menn 
Kirchheim, Schott Q-Thielmann. 1937. 2;yin«630:8| 
gr. 8. (m 2 Thlr. 20 Gn) ^ 

An sieb ist diese Schrift nur fdr EngkioEder bestimmt« %m( 
dedon hat sieb Yiele Jahre in Dentscbland ^ namentlick in M 
Rheingegenden aufgehalten, und diese durchwanderte er zu Fuaq 
indem er, alle Berge und NebenthAler dKrchkrenzend , nahe m^ 
1000 (engl.) Meilen machte. Seine Landsleute, welche den TaiM 
uns der Gesundheit , der Beleihrting oder des. Vergnügens weg<i| 
besuchen wollen, sollen in seiner Arbeit eine« vollslHndigenM^e^ 
weiser finden; In der erstem Hinsicht folgt stets die Analjsj| 
der hier befindlichen Bader, die Uebersicht der Krankheiten, geg«! 
welche sie dienen« Für dÜie Wissbegierigen ist alles Bistorisdkl 
und Anti^oarisdie aufgenommen. Die nur Zerstreuung nnd Vwl 
gnngen Suchenden finden Alles, was derBJkein in der Art bielefjj 
sor^tig bemerkt Ueberdiesa emffieUt er solehen BnglAndei«^ 



^ 



Lander- mnd TSlkerkmide» 7& 




i» iMüRmeHswM^^ekoaaeir mmif Heber U«rker ngthm^ 
fhmAm AnerikA «Btttsiedela. Die Art , wie IncMes eniUl 
md $efa1lcrty eeise Gtnanigkeity inil wekber w aeck die g^ 
NeboHnnellode berührt, welebe er ia Gaetkioseni oaA 
jeder Art eder im Prifatrerkebr bemerkenewertb fand, 
da ^Ometer, mOBen aad babite of Ibe peopi«** n »a« 
«\ii seber nandieo Engländer Yeranlaesea, sieb dieeee Wer« 
n beüenea and den Taanue tu bereuen. Ineoiern wAre 
\tks9 Ansage beendigt , denn fBr Dealecbe fehlt es an Anleiton- 
-0M 2B Reiaea dahin nicht und eie werden . eie in keinem engli« 
wim Werke an^en ; allein w6r dee englis<;hen Idioms müchtig 
M, diffle do^ ia IneMoiW ^yTanans'^ ein0 ang^ebme Leetfre 
1fßk%> Znerst wird ihn die |Bebandlan« Att2ieben9 mit welcher 
4» Fremde die tielen ^eiqiyi|fen von srhlössem and Ruinen 
linSUle. Dann fehlt es niihl an humoristischen Darstellongen 
tekidnen Abenlener, welche ein Fnssreisender bftnfiger, als der 
▼snehm snftretende Tanrist an bestehen bat Manche der Schil- 
dmngen »nd tecbst kemiflcb, i. B« S. 157 n. ^ w. ven der 
fKanWrg beiBnihneh, wd der.Commandant 80 Jahre zahlte, die« 
iMammdboft, ii Mann totark^ awischen 6ö--^70. Jahre hielte dcffi 
[Fadi^weftn nnten an derSdiwindeocht und der öffnende CoifCK 
pal am Badegra litt, jeden' Morgen aber schriftlich Rapport ern 
et weiden mnsste. Zugleich ist h od ▼orartheiisfreier, recht- 
Mann, der nber die ^ericehrten Ansiebten vieler Dentscheat' 
ft über die Juden, eich hdebst lebhaft ftossert, nameatlich aber 
dei i836 in Prenseen geg^nen Befehl , daee sie keinen 
i) dkristKchen Namen fuhren sollen» und über den 
Siadtrerordneten ^ der durah die Bmancipation L^sig 
am jwfilea Jerusalem Terwandelt au* sehen furebtete u. u* w* 
&lia--115>. Uosei' Sherif sagit Ur.I., ist ein Jude, Jon 
ailKtt in den Gesehwomengerichten, sie hiibeu Zutritt ln«al-« 
saaem Gcselleebafiben lyid iind durch ihre Talente, wie dnrck 
Benehmen eine Zierde derselben, ohne dassLoiidona 
Aebniichkeit mü der heil. Stadt Palästinas hAttea« Der 
pflegt Wahriieit ohne Schmuck in geben, und so kto-. 
wir seine Bemerkungen über den C6Ubat (S. 184 f.)t «bec 
Wicderheistellung der Klöster in Bayern (S. 240) u. A. hier 
aittbeilen« Auf der andern Saite rühmt er aber aueh bei 
Gdegenheit die „GemitUickkeit'' dertDeutfchen, für welcha 
in englisches Wort hat, die Genügsamkeit ihrer Geistlicbkeitf 
lit weUer die Habsucht and das Nicbtsthua der englischen äne 
Ms Parayele bestehen muss , und ärgert skh über die Tbeil- 
ibttles^keit Englands an Gutenbergs Denkauüe, indem noe 
London 50 FL einsammelten, die Kosten aber, walcbe 
Hains für Yersendnng .der Circdare dee Untemehmena 
anfwendete, gegen. 50p Fl. betragen (&352 1). Wen 



7(f. Geschiohte» 

TÖrdankt denn BnglHod die Freiheit , weteke in der Brost in 
Jeden schliigt? Das Palladiom der britischen Grosse : eine £^ 
und rühmlidie Presse? Nor dieser Kunst! roft er noch S» 3 
ans. Wir glauben i$o genng gethan za haben, um der Ali 
aach dentsdie Leser zn gewinnen nnd bemerken nnr, dass i 
Aeassere ficht englisch , d. h. schön ^ bri sehr müssigem Ft4 
aosgostattet ist. 



Geschichte. 

[1745] Die heilige Geschichte der Menschheit. 1 
cSnem Jttoger Spinoza's. Stirttgart, HaDberger'sche In 
lagsL 1837. 346 S, 8, (1 ThfrO J 

Bin seltsameres Bach ist dem Ref. lange nicht f orgekamail 
Einige gesunde Ideen reriieren sich hier in einer Masse Tonj 
sttschen Crübeleien und hyperphilosophiscben Speenlation^o* C 
Ganze ist in Perioden eingetheilt, welche TJeberschrifien kah 
dio'der Geschichte angehören. Diese üeberBchriften stehen id 
in der Regel mit dem Inhalte nicht in dem mindesten ZasamoK 
kange, in dem Maasse, dass das Land, die Nation, Weiche in d 
ner Ueberschrift genannt ist, öfters nicht mit einem eiatigeft W« 
erwähnt zu werden branchte. So fuhrt die fünfte Peri«ie der 
Abtheilnng die Ueberschrift „Prenssen^ die sechste keisst ,,8| 
amerika^^ Behandelt ist aber hier Einiges aus der allg^ae^ 
Geschichte Ton Gregor YII. bis auf Martitt Lother , ohne ^ 
mit einem einzigen Worte Beziehung weder auf Südamerika^ M 
auf Prenssen genommen sei. Doch ron den übrigen Seltsaa^ 
ten^ weldie sidi in. diesem Buche findm. ist dieses wahrhaft.] 
Uübedeatendste. Im Stile der heiligen Schrift, weldie nowd 
»icfat ohne Gluck nacbgeakmt worden ^ hebt der Vf. mit der^ 
gesdiichCe des menschKclien Geschlechtes an. Es gab iiie|| 
und höhere Organisationen der göttlichen Erkenntniss , imd -^ 
MIenthum war die höchste dieser Erkenntnisse, welche es imj 
terthome gab (S. 36). Das Judenthum war das positire 6eia| 
vermögen, die Phantasie. Es bereicherte sieh durch Aofiuül 
iosserer Bilder; dann ersciiian das Christenthum, welches «Is 
' aetire Geistesvermög en oder das innefc Gemuthsleben xfaarakfe 
airt wird (S. 80 f.). Der M uhammedanismns war wieder pasal 
GeistesTermögen, und dem Christenfkune entgegengesetzt mim, 
Weib dem Manne (S. 106). Das Christenthum deteriorirt^^ 
Kathoiicismns, und der Protestantismns, welcher nicht die H 
adiaft des heiligen Geistes» sondern die Herrschaft des Bacl| 
bens des Bran^ gab (S. 134), termochte nicht daasdke wii 
zu beleben. Bndliek ersdiien Spinoza^ und obwohl derselbe^ 



^ Geschichte« 77 

gtni&ta «M nene RefigUi ttükele, so k^m imh mit deniMi-* 
kB die Hensdiaft des keiligen Geistes (S. 156). Es Oagtdefu 
selbe AB bereits lustige Sprfinge uttd sllerluuid BewegongeB im 
den Leibe der Matter la madieii* Der Vf. nidert bbb seiaem 
HBBpUMe nftber. Es kommt bbb die frsBsösisdie RevolBtieB^ 
weldie das aeae Jenisalem Bad das hiamlische Reidi Torbereitet 
bat. IKese siad die ZakaBft des meBSchlicbea Gesdileehts, aad 
sie ei^ebea sieh als Folge Dessea, was gescbehea ist. Das aeae 
Jemsalem wird seiae AAÜkaaÜ dareb eiae allgeaietBe IdeeaTerwir- 
nmg ankuadigea (S. 288). Weaigsteas iber dea Yf. s^iat diese 
HeeüTerwinraag bereits gekeauaea sa seia. Alle sociaiea Ord- 
Bnni^eB, alle lastitatioaea des jetiigea DfeaacbeatebeBS, welche aas 
dem beachrftaktea-Menscbeageiste berrorgegaagea siad (S. 282)» 
werden aafliörea. Staatswesea, Natioaalitätea , Bigeathaasredity 
|Qbe and andere Kleinigkeitea siad aiit aas diesem bescbrftakten 
lleBScbengeiste bervorgegaagea, aad JederaiaaB wird es desshalb 
begreüieb fiadea, dass sie aatergehea massea. Die Staatsrer- 
ftsmiiHirn besoaders , die aieht aaf das Priaeip der Erkeaataiss 
Geltes gegründet smd, massea Batergebea (S. 339). Dfbiagegen 
wvd das nea^ Jemsalem, welches ia Fjraakreidi oder ia Deatseh- 
Jud^ ganan weiss man iäs aoch aidit (S. 3P8) , eatstehea wird, 
▼lele andere herrliche Dioge bringea , weldie der Vf. gegea das 
Ende seiaee Boches aosflhriich beschreibt, aaf welches Ref. aber 
Lieiibaber tob mjstiscbea Irrredea verweisea aiass. Das aar glaabt 
fie£ nod hiazaiQgea sa massea , dass der Vf. das Wesea dea 
Chrislentbaais auf 'das wildeste TerkaaBt, and dass die Aawendaag 
der bodealosen Mjstik aaf Staat oad Leben, welche hier genom- 
mea , nur dasa dienen kana, Tiele arme Köpfe ebeaialls aaf das 
wikleale zn Terdrehen. 

[1746] Jahibacher des deatschea Reiche unter dem 
Sachsischeii Hanse. Heraasgeg. tob Leop. Manie. l>B d» 
1. Abtfal. Berlia, Doncker n. Hamblot 1837. SU o. 
■• 202 S. gr. 8. (20 Gr.) 

Aach a. d. Tit.: Jahrbacher des Deatschea Reichs aater 
der Herrschaft Köaig Heiarichs L Voa Dr. Georg WaÜ%. ' 

Die Geschichte Deatsdilands aater der Herrschaft des Haases 
Snchaea eiaer immer aeaea Profang and Darcharbeitong sa aater- 
werfea , wäre eiae höchst daakeaswertbe Unteraehmong. Diese 
Periede ist bis jeist Teraachlilssigt gebliebea, wftkread so Tide an- 
dere Poncte der deatsdiea Geschichte eiae sorgftiltige Bearbeitaag 
gefanden habe6. Leopold Raake ist an die Spitse dieses Unter- 
aebmcBS getretea^ aod das ist eioe grosse Bargschaft für dasselbe, 
ladess soll die Arbeit nicht eiae eigeatlicbe Geschichte dieses 
Zdlnianis werden , wie die tob Raake geschriebeae Vorrede be- 



78 .GeiBohichte« 

liditetj sondem nar mm6 kritncbe Siehtui^ der Nachndilea , , 
-Ti^riia^eiiy nnd die Festeteilnng der Thatsachea aadiÜirer d 
■ologiflcben Polp^e; deia eine eig^nitiche Geschichte za ge| 
■iac£e die Besdiaffeidieit der QueUeii aoseererdentiich schivini 
and am wenig^ea wurde diese ein Werk für jiuge Münaer-fi 
Der Kreis der JahriHielMr ist also ziemlidi eng gezogen, | 
Ref. weiss nicht, ob' der Portgang der Arbeit den Beweis gd 
wird, dass die Periode der- Sachsen ffir die Bildung and die^ 
«teUaag des deotoehen Reiches von einer aaermesslichen W| 
tigkeit gei^esen sti^ woran derselbe zweifelt. Um dieseä Be|| 
«a geben, massten denn doch wohl aoch andere Dinge geschd^ 
ata die Nachrichten in ihrer chronologisdien Folge gesichtet arenf 
Dieser. Torliegende Anfang der Jahrbucher hat das VerdienstgJ 
wahren Daten mehrerer Banptfaegebeaheiten aus dem Leben Hi 
liohs L darch kritische Pferufung hemnsznbriagen. Im Uebdi 
ist das Ganze ohne alle kdnstlerisehe Anordnang gearbeitet | 
Geschidile ist, eine Ginleitang hinweggerechnei, in zwei OaM 
gedieüt, Ton denen das erste die Ueberschrift: „die Gesdkid 
Heinrichs L" fuhrt , der zweite „Geschichte der inneren TkKi 
keit des Königs Heinrichs^. Bs.enthUlt aber dasselbe, «adiA 
Einiges fiber die Stidte, wdehe darch den König entstsnde», | 
sagt worden ist, aar die Fortsetznag derselben Gegenstände, w 
che das erste Capitel gegebea, in den splUeren Jahren , ▼4>n 4 
Kriegen, dem jedesmaligen Aufenthalte des Königs, n* a. dgLj 
Aasserdem sind mehrere Bxcnrse angefügt, welche zum Tkeil || 
der Dasselbe nnd mü denselb«i Aigusienten behandelten, wa^ 
reitS'im Texte dagewesen ist, wie besonders der Bxenrs fibeic 
Stftdtegrindnngen. 9^ 

[1747] Die Gescbicbtschreiber der Säcbsischen ^ 
serzeit nach ihrem Leben und ihren Schriften« Von' 
7%. Oimtzen. Regensbarg^ Fpstet 1837. XYI n« 
S. gr- 8. (21 Gr.) ) 

Eine aogemein verstandvoUe Arbeit, obwol^l der Kreis Dil 
welche das Werk benutzen können und benatzen werden , i^ 
gross sein wird. Der Vf. geht Ton dem richtigen Gedanken i^ 
dass das Urtheil ober die Werke eines Schriftstellers, sowie A 
sen Werth selbst, zum gaten Theil Ton den YerhAltnissen , ai 
denen der Mann lebte , bedingt sef , nnd er widmet daher^ 
Schildemng dieser LebensYerhiiltnlss^ eine besondere AnfmerksW 
kcfit Gewöhnlich, jedodi nicht immer, spricht Cfr der Reihe M 
Ton den Torhandenen Codicibus, den Aosgaben, den kritäscheal 
strebnngen der Gelehrten, endlieh von dem Leben des Yfs. a 
▼on dem Werthe seiner Schriften. Binzelne Pnncte aus diel 
Lebensteihfiltttissen werden oft zwar nar karz| aber mit Schii 



i 



Genoliichte. 70 

«irf Genaiugkeit er6r(eH, wie i. B. (S. 61, 52) Im T#i^ftlir 
Tliieteiar'8. Mit derselben Genanigkeit, wdiÄe aUeBÜialheB he- 
neikbar ist, spricht der VC «ach Aber die Qaellen, aas denea 
seiae Schriftsteller gesch«^ haben, and gibt die Bacher and Stel- 
len ob , wo sie ans soichea geschöpft aad welche sie geireses, 
nnd die anderer , ia denen sie als Zeitgenessen oder Angen- tiad 
- Ohrenzeagen selbstiindig anfgetreten sind. In der ersten Hftifta 
des Workes ist Ton den allgemeinen Geschicfttswerken , in der 
xweiten Toa den Biographieen gesprodien; laletit spricht der Yf. 
FOfl den Sdiriftstellem , die erst nach der sächsisehen Zeil lebten 
aad noch Ton derselben redaa« 91. 

[1748] Die Geacliiclite des Europäischen Staatensj« 
atems« Aas dem Gesichlspnncte der Staatswissensdiaft beaAei- 
tet Ton Frieär. B£lmiy ord. Prof. der prakt. Philosophie an 
der Unif. Leipzig. 1« TU« Bis za dem Westph fll. n ad Pjre- 
Biischea Frieden. Leipzig, Goscheiu 1837« XYI ju 318 
8« gr. 8- (2 Thlr. 12 Gr.) 

Bs wird schwierig sein, dieses Werk mit eiaiger GrnndKcli- 
keit sa benrtheilen , beyor es Tollendet ist. Bs nimmt sich for, 
die Gesdiidte eminent pragmatisch an schildern, nnd den Zasam- 
menhang des natnriiehen Entwickelangsganges dnreh alle Zeiten 
darchauiahren. Der Yt glanbt , dass eine Geschichte des enro* 
pftischen Staateasystoms etwas wesendich Verschiedenes sei Ton 
der allgemeinen Creschichte Baropas , aad sich sn letsterer ter- 
halte y wie Kirchengeschichte oder Liferatargeschichte. Er will 
einen Yersndi madien , die Bntwickelnag des gegenseitigen Ter- 
hdtnisses .der eoropSischen Staaten aa yerfolgen , wobei ^ie in 
der Nator dieses Yerhftltiässes selbst ton Anbeginn wiriceadea 
Kritfle in den Vordergmad treten, and alle die anderweiten Ur- 
sachen des Geschehenen nur in soweit berührt werden j als • sie 
in der Tbat aof jenes Verhältniss Einfluss hatten. Der Vf.hofik, 
darck seine DarsteHang anr Anfliennog der Geschidite Binigea 
beisiitragea , weil er sie Ton einem Slandpnncte ans betrachtet, 
der nidit der bemibmässige aller 'Geschichtschreiher sein.kaw; 
haoptsiUAlich aber, anr Begründan^ nnd Beridhtigaog der Staats^ 
knnst mitzuwirken. — Er bezeichnet zuerst die Grondlagen, wel- 
die Land nnd Volk in Europa dem Gebäude darboten, was die 
Gesdiicbte errichten sollte; in Bezng auf das Volk Tonaglich die 
fcrsekiedene NaIionaUtät der Cdteh , Crermanen nnd SiaTcn her- 
Torbe^end, die ihm ffir Europas Geschichte bedeafungsToller er* 
sebeiDt, ab die der Griediea und Ildmer. Ob and was die letzteren f&r 
Boropa gewirict , betraehlet die Yorgeschidile. Sie begleitet den 
ÜBtergaog des weströmischea Reichs , die Bat^hung der germa- 
Md ala<f isohen Stuten, beieachtet die Bedeutung der Kai- 



80 G^scliicbte. 

flenrfirde in den Hftndep der Franken und deatschen Kftnig«, lii 
flieht, wie allmalig die politischen Interessen sich in den VeriM 
idssen der anfangs in Jsolimng yerharrenden , oder dnrch anM 
Momente bewegten enropiüschen Staaten geltend machten, i| 
mit dem Regierangsantritte Karl's Y. die Idee eines Staatensyil 
mes ans Licht treten lassen. Yon da an b^nnt die erste Bj 
riode der Geschichte des enropftiscben Staatensjstems« Zweii^ 
sdmitte derselben fheilt d^r gegenwArtige Band mit. In dem i 
sten handelt es mch um das offene Streben Karl's V* für Brwil 
bong des Principats in Boropa. Der sweite sieht das Hmub Hai 
barg in xwei.Theile geschieden, nnd betrachtel im ersten Ca| 
(el, was Spanien, im zweiten, was Oesterreich für Lösung T 
sdben Angabe frachtlos t^at, die Karl V. verfehlt hatte. — 
dritten Abschnitte derselben Periode wird Frankreich anf die T 
des Angriffe abergehen, nnd aadi seine Bemühungen anf Bnjj 
tnng der UniTorsalmonarchie in der grossen Krlsis rereitelt 
hen , weldie der ntrechter Friede löst Schon in den hier 
schilderten Zeitsabschnitten entwickeln sich in den dentschen 
ligionskriegen , in dem niederlftndischen Trennongskampfe , de 
firanxdsischen Bnrgerawisten, der R^erang Elisabethfs , der eJi| 
lischen Refointion, dem dreissigjfihrigen Kriege ^^rossartige O 
mAlde , die hier mit besonderer Räcksicht auf die Ursachen d« 
Geschehenen nnd anf die daraus zu schöpfende Kenntniss der & 
setze, welche die Staatenwelt beherrschen, gezeichnet werden« ] 
dem Folgenden dürfte das Interesse steigen. — Der Yt ben^ 
diese Gelegenheit , anf ein Paar Dmck&liler aafmerksam za ori 
eben, die in der Eile, mit der die letzten Bogen besorgt wei4J 
mnssten, in diesen und in der Yorrede stehen geblieben sind« 
XL Z. 2. statt: „Wie die Gegner der Menschen ihre Idee'* 
,,Wie die Gegner den Mensdien, ihre Idee'S S. 397 Annu U 
et 1628. S. 507 Z. 2 1640 St. 1648«, BuUb^I 

[1740] Tascl^enbnch der neaesten Geschichte» 
anageg. Ton Dr. Ernst Münch n. Dr» Gust. Bc 
Genchichte des Jahren 1835. 1. TU. Mit IG fit 
Portr. Carisrnhe^ Mnller'sche Hofbnchh., 1837. IVl 
464 SL gr. 12. (n. 1 Thlr. 16 Gn) ^ 

[Vgl. Repeitor. Bd. XII. No. 661.] . 

Dieser Theil enthtit die Geschichte Frankreichs , Spanim 
Pectugalsy Grossbritanniens, Belgiens nnd Hollands. Als Tor i 
nigen Jahren die hier gerühmte, dort gescholtene Jnlireralnli 
eine neue Aera in yerkfinden sdiien, Yon welcher der Eine mdd 
dass mit ihr die Sonne eines neuen , kanm geahneten Weltgl 
ckes aufgehen werde, der andere fürchtete, dass die finstere N« 
barbarischer Demokratie, welche Europa schon einmal in der « 



Geiokiekte« 81 

Be?ohliiMi be4rabty ia ihrer B^;Mlng kmmm 
Wide, aia dengemfiM die GenfitlMnr gMpaiait warai a«eh avf 
das kleinste Bragaiss, oüateDden eine mcht lUliNrftfttknde Ansalil 
TM Zeitbuchern, bestimmt, dem leiesden Pnbliesm dieee Breif;^ 
nse Midi der Reibeiifolge der Jak« n rfcspitalirea. Jens 
HeffnoBgea ud jene B^iditiageB , ns' sind terOerg^gmigSB, 
die SUIS aber der Zeitbfidier b( geblieb^i, mid sdemt bei dem 
Psblicam, trots der termindertai Wicbtigfceii der Brgebaises An- 
Utag so finden« Dieses ist gesw, um ibr Dssem sa redbtfeiti« 
gob Den Y£ derselben wire indbss ansnrstbsn, «lies Dss, wss 
tsr TS« einem gans Toriibeifiebenden Interesse war, nnd nament- 
lich fie Gsedtidite parlamentuiseber Yerbandlnngen da, ve sie 
«icb nnt ga^s nicblige Dings bewegen, entweder gns wegmlas- 
Mn, eder bedentend abrakdisen« Dieses ist fon anseren Yft, 
•bwebl dieses Zeilbach im Gänsen genommen la dea besseren 
i;fth§rt, aidit gesiAehea , and daher ist Langwdligkeit aaeh seia 

9L 



\.17S0] Mittbenaagen der ZBrefceriadieii GeeeDschaft 
fiir Yaterläiidisehe Atterthiiaier« L Ziiiidi, Oidl^ FibsK 
a. Camp. 1837« 8 S« iu 3 Tat Abbildd. gr, 4. (a* 
16 Gr.) 

Das Torlieg. Heft bt der eiste las Leben tretende Zeage tob 
der Tbäligkeit des nea begründeten sfireherisdien Yereins aar 
Biftrsdivng and Brhaltang rateriäadiseher Alterthamer. Obgleich 
dasaelbe aar kars zwei Ansgrabangen and die Ueraas berrorge- 
fiBi^eBeD Resnltate enfthlt , so läast sich ioA aas der Art nnd 
Weise , wie diess geecbeben , iBr die Zaknnft Tocbtiges hoffen* 
IBlgetheBlt werden Uer die Anfgrabnngen im Barj^Slxli, y« Stande 
vuft Zofich am ostUcbmi Ufer des Sees; hier wardea 4 Hagd 
geiftSiei aad abgetragen ; and anf der Foreh, einem Pass iwiBcben 
dem liiinmat- and Glattihate« Daraa scbliessea sich Beaierkangen 
and Yermuthangen fiber die YSlkerscbaften, von denen diese Grib 
her Jierrfihren könnten« — Yen dea 3 Tadbin gibt die erste ein 
feststes Bktt, die Ansicht des Borghdlili bei Zürich. Im Yor- 
deij^nuide ist einer der Grabhügel dargestdlt , fiber weldien hin- 
mwg msksm eine freie Anssidit nach dem See hin hat. Die 2. and 
i> ijeben die in den GrAbem gefandenen Gegenstfinde in Fonn 
lad Farbe trea wieder; yorxuglich die Gerftthschafien in Bronze, 
Usen^ Crold and Bemsteu. Gans TonfigUch sind die Urnen, so* 
ielil mn Form als an Yenterong and Farbe. Die Aasfohrong 
li«ser Tafeln ist wahrhaft aasgezeichnet. 102. 

[1751] Andeatangen aber die altgermaBischen aad 
dänischen Grabahertkömer Meklenbargs nnd die norddeatsehen 
d. geM, dguuek. ul XIV. 1. 6 



82 Cie^oliiehte; 

'GrabaillBriUuAer ans 4er rorchri^liclifat Ztii üheAaufi^ j 
Gm C^'F^^ Lisch y .G<i*o«iili."inekkdbi) AhdiWar ii.8.w» ^^l 
stock. (Stiller'sche HofbnchbO 1837« 2« S. 8. (n. 41 

*. Diese kkine Schrift; ein Vorläufer des Fodenco-^Frao^ao« 
wurde aus dem sckiwerioschen freimuth. Abendblati 1837*1 
943,. 44. besonders abged#aekU Sie gibt »qofidist Aii9kiiiift| 
die grossjiersogiicbe Sammlaoe^ germaniecber ' and slaTuickelS^ 
ierlhümer io Ladwigalost ^ . derea Gniod der Herzog Chii^ 
^Ludwig legte. Ihren j«tsigea Reiciithumf erdankt ^ie Torziigsii 
dea apter der Regierung des Grosdi. Friedrieh Frans, oad r«^ 
4ler specieJlen Leitnng dea, HofmanBch. t« Oerixea and dea Hai 
jnann Zin^ gemachten Ausgrabungen* Die wieeenschafüidia J 
arbcitang wurde Yom Ter$torb« Grosshenpge dem Prof« Scm 
dünn dem Prof. Grautoff übertragen, und da auch diesea de^ 
übereilte, hat der Vf. die Voll^qdung übe/nomiaea. Das Bm| 
dieser wissensehaülK Bearbeitung enlbitU die 2. Hälfte Jü^ 
Schrift (S. 12 ff.)) 9,eine klare Scheidung der germanisokea i 
slawischen AUertfaumer in Meklenhnrg'' — ,,lierTorgega^i;ei|j 
einer ^Yer{^](;idittng d^ Baues, der yerschiedeiicn Arten ipm^ 
bern un^ der ans ilinen erweislich ans Tageslicht gefördertea. 
(erlhüroer.*^ — Hiernach ctassificirt 3er Vf. '1. GermkneiigrJ 
— runde (oval gewordene) Hügel inKegelfonn, von 2-^304 
senkrechter Höhe, daher Kegelgrälier'geniannt» Sie sind nie A 
Steine geschützt und haben im Innern Gewölbe ?oo roken H 
steinen od(^r Steinkisten« Die Leichen sind theils ?erbraniit, ^ 
in Sargen von Bichenkok begraben; bisweilen finden sich |l 
Bestattungsarten in einem Hügel. Die Urnen sind roh «uidj 
Kies Termengt, oder Ton einer feinen sckwarxen Masse^ J 
GerAthschaften aind voa Bronze, der Schmuck öfters Toa d 
Eisen und Silber findet sich niclit. 0. SlaveDgräber. WfliM 
kirchhöfe, lan^estreckte , oft unscheinbare Gesammterheln 
auf G3)enen n« s. w«, ohne bestimmte Form. Hier stehea djej 
nen in unglaublicher Menge zwischen kleinen Steinen ver|ifl| 
sie enthaltea Asche und Knochen. Von Leichenbestattniig fi 
sich keine Spur. Die - Urnen sind oben meist weit nnd nnlea,^ 
spitz (S. 20). Die Geräthschaften, meist aus Eisen, unteradMJ 
sich wesentlich von denen der Kegelgräber. Silber ist hft^ 
Bunte Glasftusse, Bernstein, Arbeiten aus Knochen n. dgl. is^ 
sich oft. UI. Ur- oder Hünengraber. Sie sind mit grossetj 
zahlreichen Steinpfeilern umgeben und im östlichen Ende im 
Sternen bedeckt; dazwisdien ist der muldenförmige Hügel oft 
160 Fuss lang. Den Inhalt bildet eine grosse Steinkiste , m. 
Sdierben yon Unen, Messer u. s. w. Ton Fenerstdn u. and.» 
aber Metall sich Torfindet. Alle übrigen Grabarten sind du 



L 



Geiekicbt«. 83 




B w pj flaanu ntenmordim. — Ob ühb C l—UtuHiu n viclrfig 
Irib wm^m wdlere DBltrMidiiiDgeB Ithm. . 102. 

[1752] Die Grabhfigtl, UstnMn ud Opfer|ilitBe ^r 

■I OrbgM wd iA den selMsrifpes TbAlern öm S«rfcitB« 

WKbrieben Ton Dr. fFtlh. Adler. Mit 40 Al^ 

(012 Taf.) Saalfdd^ Niese. 1837. XH n. 76 S. 

& (m. 16 Gr.) 

])tr YL daiAwaMbrf0 den OrlagM anf •eiBra TielÜMhai 

RriBOi bat is jeder RieMiuig , aad luitte no Gelegvahnit, 

»rkiNBB»dea AlCerthiiaier keanea m leraea. Aa« dea 

Tcnaiaeaaag aiedeigearhriebeaea Beaierkang^a werden 

Gniber , Opferplitse and die damaf namillelbar Besag 

Orte aaabaft geaMiebt; eiaa epftiere 8cbrift wird die 

ea, Mibsesy Kircben n« s. w. eatbaltea. Die tob deai 

|L befiebte Ein&eilaBg ist folgeade: L Begrftbai88|ilftlie der 

** " lu ¥baiiagriber* Griiber obae Rasenbiigel; eperadisch« 

8leia|riilleB rea Nordea aach Bfidea beieicbaea <ie 

^Arik^ ■» Ar T«dto rabt Dabei ist die Beedireibnng der Aas« 
im raaiser Ziegeibitte. Citp. 1. TodteobeiseUaag. 
ToBaiidea« Griiber mit gaas einfacben , kl«in«B , liüiglichea, 
gater sdwaner Erde bestebenden Rasenbugelchen. Familien- 
Diese aiad: a) Grftber obae alle StetabededuiBg , mit 
rzea Giabgefassen. Der Vf. fand dergleicben aai Fnsse des 
bei Raais. b) Grftber mit einer eiafacbeo Kalk* 
anf dem Skelette, ebendaa. e) Grftber mit pjramiden- 
_ s^steilieB blanen Steiaplaltea aitf den Todten. d) Gräber 
«duhnaden Steinkreisen, nnd e) Gräber mit balbmeiadffinai- 
Sleiakreisew. f) Caäcbte Stoiabänser; „blane Platten fen 1 
U Faso Hdke waren bier^ bloss an die Skelette angelegt n^pi 
weiten Distansen Ton einander^, g) Aecbte Sfeiabäii- 
>; daiGrab ist ringa mit Platten umgeben, oft 18 bis 21 StOek. 
Decke bestebt .meist ans 3 bis 4 Platten, b) Steinbftnser 
blane Platten, bloss mit Kalksteinfelsen inwendig aasgesetsty 
Bagelehen sporadiscb. KBt gana rotben Grabgefltssen (bei 
' ^X C. Tnmellen ebne Ustrio, oder Grftber mit aosgezeicb- 
grossen nnd boben lUsenbügeln. Höbe 10—19 Pass, Um- 
20^45 Fass* — Sie siad: a) Toraellen mit einem nabe 
der.S|HlBe, aod swu* ijiaerbalb des Hügels befiadlicben Stein- 
b) Tnmellen nrit ebem anf der Basis des wilden go* 
Bodeng, innerbalb des Bugeis befiadlicben Steinkranxe. 
tritt nan eine Lücke ia der Classification ein ; es feUt dia 
Ebfik D, nnd deren erste Unterabtbeilnog sab a, statt die- 
taiiet sieb S. 32 ff. die Besebreibnng des ' Opferplatzea anf 
fifaitscb bei Obemitx. Auf diefebionden swei Bjibriken kann 



84 Geschichte. 

wKä aas 4er daxii gehörigen dritten sdihssen, die sieh S, 
vocfindet, nAmlich: b) ToiMUen mit einer ionerlialb 
nnd zwar aof der Basis des wildgewachsenen Raseos befindli 
LeichenbrandstAtte. E. Urnen, Tamellen innerhalb eines 
kranies« tiap. U« Todtenbeieetzung und Leiefaenbrand 
Hierüber nnd fiber die Ustrinen in der NAhe dieser 
Grä|>v hat sich der Vf. weiilänfig verbreitet (S. 41 £). 
thiergrkber (ß. 49 ff.). Der Entdecker derselben war der B^ 
Verwalter Dies in Wernbnrg. Die Griiber selbst befinden aitk 
d^r «ndKchen Seite des Altenbnrg-Beiges; — Gegen Ende 
Baches folgen nodi Bemerknngen fiber die durch GötlmH) 
merkwnrdigen Orte des Orlaganes, eine Aofstthlnng merl 
Hfigel, der GeriditspiRtze , a. B« des Kaiserstnhis bei H« 
n. a. bt der Vf. aach wiricKch bisweilen aber semen Plaii< 
aii^gegangen , nnd hat manche üntersnchongen vnd Forsdbi 
angestellt, die theils nnsweckmflssig, theils gewagt erschetne«^ 
gen, so kann doch die Torlieg. Schrift als ein werthToiler Bti|| 
2nr dentsdien Alterthamsknnde jedem Freonde derselben smiSi 
diofti empfohlen werden. Ganz nnbefriedigt wird sie Niemanli 
der Hand legen. Die Ansfuhrnng der Abbädnngen ist lobenswi^ 

102; 

[17Ö3] Geschichte und Beschreibiuig des Klostes. 
tenberg voii V. J. J.v. ZuccalmogUo. Mit 2 Ahl 
q> 1 Stammtaf. Barmen^ Falkenberg'sche Bachh* \l 
ym iu 200 S. gr. %. (o. 20 GrO 

Die Wichtigkeit des Ton dem Grafen Adolf Ton Berg _ 
teten , nnd im Jahre 1133 Ton dem Bnbischofe Brano Ton , 
eingeweiheten CIstenienserklostets Altenberg , in dem dne 
T«n Regenten des cleyeschen Hauses eine RnhestAtte fand , :}{ 
welches seine Bxistens bis anf unsere Zeiten fortführte , 
erst im J. 1803 aufgehoben wurde , dfirfie eine ausführlidie 
sdiichte und Beschreibung desselben wfinschenswerth maehen. •. 
T. Z. benutzte die hinteriassenen Papiere sweierunl&ngsi^ 
Elosterbeamteuy von deren Beschaffenheit swar nichts beige 
wird, die eich aber auf ftitere Urkunden nnd Nachrichten an % 
tsen scheinen« Seine Absicht war es nicht, eine gelehrte, fSbii 
ernsten Forscher dienliche Geschichte des Klosters sn 8dhr«3| 
wosn ihm auch die nSthfgen Materialien fehlten; er wunschM 
einer kurzen und fasslidien Geschichte desselben seintm lam 
leaten ein anschanlidies nnd klares Bild des froheren Klosttj 
bens in seiner Glanz- und Sdiattenseite Torzufohren , was f 
auch Jttdi unserer Ueberzeugung recht wohl gelungen ist I 
jedoi^ sieht sich hier zu der Bemerkung Teraalasst, dass Ari 
ten der Art trotz ihrer sonstigen Vorzöge doch nur halbe Arbd 



Gesebiokte. 85 

blc£b«a; die^ weO m die ernsle und mttsMMFondbng Mievio, 
tkeils vBTolbt&Bdige , Iheils soldie Remitate gdien^ weM wuok 
oBgewbs UeibI, im m gewomiea wvrde»^ di«, indes eie den 
eia0eilige& Lüeresae das Luen dieneA, de» Gekkrten «diefiriedigi 
«ad für die Folge ▼•» Nenefli eiae WiedenvfiMihaie noüag 
— D^ 1. AbschD. seicbnet die Lage des Klosters umk^ 
die üautftDde.anseioaader, «nter wekheii desses Gntodong 
wude. Der 2« uda. entbfth die StifiiiBg ud 6e- 
scftiehfo däss. onteK seilen sfitter iahlirtem Aebto , tob entai 
AMe BeiBo bis swn letMin Josepb Griff, 4er die Wtrde eiMes 
Pragmenils des CiatersieBsefordeiis hekiwdele. Der 4« Absduk 
^Jihmbng k.dea Ta^m seines Glanses'S dbt nit Berdeksicbti- 
goBgr dieses Klostefs eine gelengene OarsteUnng des Lebens nnd 
der BeocIiAfi^gonfeü» TeraehBilidi der Cislenienseiinondie, deren 
VerdkMte .nm Gebtesealtar and Irnbe Verhrsitong aütslidier 
KoBBteisse naeb Bilügkek gewordigt werden« In der 2. nnd 3. 
Abthettnng^ dieses AbsebniCIes folgt niebt gans passend die Be- 
schreibiuig der scbiKnen Kloelerkircbe nnd der ibrigen ansgeieicii- 
■elcn GebUde des Klosters» 5. Abeduu ,,Scbicksale des Kio- 
eSere AUenberg nadi der Aoftebaiig nnd dessen jetiiger ZQStand^\ 
wenn Ten den nnginskliehen Brande beriebtel wird, der in Jabre 
£816 die KleeteigebAnde nnd Kircbe in Asche legte. 6.Ab8chn. 
„Biocpmplneen aller in Ali^nb. beerdigten weltlichen nnd geistli- 
eben Forsten — deren Grabniiaer und Bpitaphien'' (S. 88— 180). 
7. AlwduiL VyGcdringte Uebersieht tor Brgfinznng der Landesge- 
ssUdite: die Regenten ans den deTisehen nnd ans dennenbbrg« 
sehen Hanse** (S. 181—194), woraof. der 8. nnd letxte Ahsdin. 
nil der v^Legende Geselins, des altenberger Laienbraders^* (bis 
290) aebliesst» — Obgleich es tn entschnldigen ist, dass der Vf. 
bei Angäbe der Grabdenknftler die Biographieen der dahin bexfig*- 
fieben Personen anaffibrlicher» als es noihig war, beifügt, so nöcbte 
nun doch die gedriingte Uebersieht o« s. w. in den 7. Abschm 
bcMnders ans den Gmnde hier for uliterflussig halten , weil nach 
cmor Bemerknng des Yfs« in der Vorrede späterhin die Landes- 
gesfUehte in ihn einen Bearbeiter finden soll. — Die beigefiSgten 
2 fileindrocke geben die Aneicht des Klosters Altenberg nnd des 
ScUosses Odenthal. 127. 

[1754] Geschichte der protestftntisclieii Plarrei und 
des eJieiiiaL BenedictiMr-Klinteis Monohaiira^ K. Land- 
geridits Henogenanradi , Decanats Mkt« Bribaeh , bearbeitet ?oa 
GeOm hudw. LukneSy Archivar snMarktRentweinsdorfa. s.w. 
Mit Beüagem Neostadtiu i. Aisch, Engelhardt (Nüm- 
hoKv -Komische BncUu) 1837. XH lu 70 B. 9. (lu 
» Gr.) 



/ 



86 Gesohichte« 

MCttdertortheiUiaft kGDoett wir niis Giror gegenwärtiges 1 
cbtn des ArchiTara atu Reatweiiisdorf aasspreeheD. Das 
dicCinerklost^r Mfiochaurach, welches dureh die Grafen von 1 
im h tlOO gegründet nnd durch den bambergischen Bischofl 
1123 eivgeweibt wurde,' hatte das traurige Schicksal, im Bai 
kri^ niedergebrannt tu werden* Kaum waren Toh dem M 
Abt Andreas die Klostei^bftude mit gr^sseü ^Kosten wiedkj 
gebaut worden^ ab- im J. Id28 die Secdlariätrnngden Kfr 
eribigte;. Was ▼on'Utkondvn ans früherer Zeitsieh erhalten] 
ging im dreiHsigjftbrIgen' Kriege tu Gmnde. Dass die hiei 
sarnmehen Nachrichten über das einst nicht nnbedeutende K| 
nur spftriich ausfallen« liegt demnach nicht in des Vis*' 
wohl aber ist das Wenige, was ihm lu Gebote stand, so uneij 
lieh nnd in so übler Ordnung lusammengestetit , dass wir 
^ dem Gelehrten noch dem Laien einen besonto^ Genuas k 
•er Sohrifi ^rsph^*hen künnen« Bie Beikigen des Lehnee*^ 
Werkes bestehen in einer von -Kaiser Friedridi I. im h I 
ausgestellten Coufirmatioli der Güter des Klosters jiod ii j 
Versewhnissen der Pfarrer , Schnllehrer und Kiosterbean ' 
Mänchauradi» 

[1755] Die Stiftskirche zu Oehringen. Geschichte^ 
Beschreibung von Jo8. Albrecht. Mit 1 fit^ögr« GrüttJ 
Oehringeiu (Leipzig, Herbig.) 1837. VIII n* 56. S.j 
(10 Gr.) 

Die wahrscheinlich sclfon vor dem 11; l^hrk erbaute 1 
S. Petri nnd Pauli zu Oe'hringen war im I^aufe der^ 2)eU 
schadhaft geworden; man entschloss sich in der Mil^e de^ 
Jahrb. 2U einer durchgRogigen Reparatur, als delr sehr wand^ 
Glockenthurm einsfurzte nnd die Kirche ^o stark beschiti 
dnss ein Nettbau nöthig ^urde. Dieser wurde durch Abhlssj 
Päpctten und Bischöfen und anderweit gefördert, nnd kam,' wl 
Vf. als aib wuhrscheinlirhsten annimmt, im J. 1501 Töllij 
Stände. Ausser wenis^en Grabdenkmälern hat sich ans der 
besten Zweit nichts erhalten; unter dtm Atterthumem aus spl 
Zeit , die Ton dem Vf. sorgfältig aufgezeichnet' und beschf 
worden sind, scheinen die zum Theil noch . ^ohle|:hal|enen J 
gerafilde ans dem 15.'Jahrh^ und ein' altes, 'aus Holz, geschd 
Altarbild, einei^ besonderen Beachtung würdig. - 1« 

[1756] Briefe a« England aber die Zeit Ton Ifl 
bb 1678; in Gesandtschafts-Bertchten des Mintslers Otio 
Schwerin d« Jung, an den Grossen Kurfureten Friedrich Wilh< 
Heransgeg. von Leop. 10. Orlich, Prcmierlieutenaiit n. b« 



GescfaicLte» 87 

JGr mm Torworle m Riedt. r« Rmumer. Bcflfai^ 
1837. LXXn lt. 442 S« er. 8. (2 TUr« 
»Gr.) 

Won Affdiif« dardMiicIit werde» , ui ^ GesdiMlile um 
ikea ii bereieheni, eo iet nii greeeer üah- oad Yersicbt sa Tf r- 
ftkra, Bb sehr groeeer Theil des Inhaltes derselbea hsC gewiee 
iiir dit Naehwelt nieht das mndeete Interesse, indeoi eis weder 
pcae TtaüAchen fsn Widfagkeii geben , ooeh eis seoee Lieht 
■^r die bekasaten terbreiteo* Dea hier mitgetheiliea Berichtea 
wiH M. alles kiteresse aichl abspredien; Da beseaders , wo 
MlMJSadiMhe Griniierangeii anfgeniiea werdea konaea , wo aaa 
adk freoea kaaa an der ZÄ% , ia welcher die Grösse Pitrasseas 
^|Ms , Vo der jaage Adler die Fiagel sa regen anfing , aiag 
fa loteresse grSsser seia als anderwärts. Der Gesandte berührt 
AiBflerea Yerhältaisse Englands seltea^ berahrt indess inwfHen 
M senst nidit bekannte Vorfttle ; nvr gegen das Ende 4fT Jk^ 
räkte wird der Verhaadliiagea im Parlamente aber die AussehKesf 
wi|des Hersogs von York etwas ansfthrKcher' gedacht. D»»r 
6«mrite hjllt sidi mehr au Das, was seine« Herrn das Wiehti* 
fweist, an die Yerhaadlimgen nbec Krieg and Frieden. DaUtoft 
teaber frcilidi aaeh sehr Yieles mit aaler, was anr eia gaas 
^wiibergehendes Interesse hatte, oder .tder* Gesandte -fuUt smne 
{(apporte aaeh mit Dingen ans, welche ein solehes Interesse gar 
uekl haben, wie ein Fest begangen werden, wie der Binavg ei- 
MS Gesandten gewesen, was die Königin aber den Kometen ge- 
"gt (S. 129) nndi was von dem holländischen nnd d&nischen Ge* 
geklatscht worden ist (S. 179). . 



ri757] Geschichte des chineabchön Reiches« Von 
Catl Gützlaff. Ans dem Englischen Ton Friedr., Bom^. 
2 Bde. Qoedlinbnrg, Basse. 1837. TIU n. 252^ Vi 

«. 298 S. gr. 8. (2 Thir. 12 Gr.) 

Auch 11. d, Tit.; Geschichte der aus^erenrop^ilischen Staa- 
te, heransgegeben voif mehreren Gelehrten. !• n« 2. Bd. 

Dieses Werk , mit welchem eine nene historische BibKodiek 
eröffnet wird, ist gerade kein aasgezeichnetes, aber doeh ein gn» 
tes, welches, wenn es mit grösserer Umsicht, als «s der Fall isi, 
ttb^ragen wnrde, der üebersetznng in dje deutsche Spradie nichi 
nwerth war. IS» wird mit einer Besohreibnng des jetsigen chi- 
a<9iftGhen Reiches nach dea Tersdiiedooen Lindem nnd Provinzen 
f^Aiet, deren Berölkernng aof etwa 367 Millionen Menschen 
luifii dem haiserlichen Censns angegeben wird. Dann folgt ein 
Abschnitt, „Regier ungsMrm nnd Geset^e^' tiberschrieben, in welchem 
tos Zerrbild der väterlichen Herrschaft des Kaisers "•»'»- '•*" ^ • 



88 GMohicbte. 

SABUBtTolky ond 4w IBmUnnea ober das Volk wohl 
ist Yon iBt^resse ist die SchilderiiDg der cbineeischen 
und mehrere' UmstAnde, welc£e der Yf. über Heer und FIqi 
dieilt» Yerecbiedeiie Corps babes das Merkmal ,yTapferkf 
dem Hiat^rtkeile ilrer Jacken' gemalt, mld tteffeüder kaaa 
Tbat der kriegerisdie Geist derCbiliesett nicht chafakterif' 
den* Die Mannschaft aaf den kaiserlielMn Kriegsschifff 
galiB rokg- ta, wettn die Piraten an der Kaste pUndem 
englisches Linienschiff rerhreitet ein nngehenres Schreckeflu 
dritte C^iitel handelt von den 8itte|i ond JBrAachen, Ton F 
nnd Literatur, obwohl der Yt aof entere noch dnmal 
kommen wird. Mit dem vierten Capitel verliert der Yl 
die Nacht der ohinesisdien Chronologie, und ReL weiss 
was dem Leser es helfen soll, dass dabei die Namen afiv 
mit den chinesiBchen Schriftsiigen adfgefuhrt werden, wodi 
Bliltter angefüllt sind« Die folgenden Cqiitei bsschfiAig< 
mit der ansffihrlichen Gesdudte der alten Kaiser von der m; 
Zeit an, ganx nadi der Autorität chine^soher Geschi 
deron Fehler (S, 65) Binerieiheit nnd Parteilichkeit sind, 
eben hfttte der Y£ von diesen Sachen sehr in der Kfirte 
sollen. Diese trockene Geschichte wird endlich durch eise 
demng des Lebens, der Werke nnd des religiösen Sji 
Confntse nnterbrochen (S, 98),' welches der vi mit seinem ^ . 
Materialismus wiederum wohl geschildert hat. Die Darauf 
gewinnt in dem Fortgange der Ereignisse weing an Lebendigl 
Sehnld mehr des dürren Stoffes als desGeschichlssdireiberB.'j 
Schiasse des ersten Theiles hat der Y£ die Herrschafi der 1 
golen in China nnd der Djnastie Ming behandelt. Der i( 
Theil behandelt noch in einem Capitel die Geschichte der Ify 
der neuesten 2feit bis auf Bjh-King, der im Jahre 1820 > 
Der bei weitem grösste Theil des Inhaltes des zweiten Bandl 
anderen Gegenstanden gewidmet, die ein grösseres Interesse lil 
als die langweilige Geschichte der Kaiser nnd die ebenso U 
weilige GMchichte der ELämpfe zinschen den Chineseu i^ad wil 
Barbaren« Das 19. Capitel gibt die Geschichte der Yersach« 
Einfuhrung des Christenthums in China , die besonders durdü 
Jesuiten geschehen, und im Ganzen genommen, woran die Ja 
ten freilidi nicht ganz allein Schuld sind, doch einen bedeuttf 
Theil der Schuld tragen, zu Nichts geführt haben. Der %^ 
der Hoffnung, dass die protestantischen MissionAre mit dem rel 
Christenthume sich in Zukunft grösserer Erfolge werden zu 
freuen haben» Darauf gibt deisdbe eine sehr ausführliche 
schidite des Yerkehrs zwischen China nnd dem Auslände , ^ 
natürlich Ton den fingiilndem am ansfuhrliehsten gehandelt 
hin nnd wieder- dem Gouremement guter *IUth eriheilt wird« i 



i 



OeiUeke Sprache lu sckSae lit« 80 



MT klito TheB im WtrkM ist der lateraMnlMte wd wick* 

tigili. 91« 

[1758] Die Spamdie Frage, oder Ww ist tob Beeto- 
v^^^KöBig Ton Spanien. Aus dem FraatSe« des Gener als 
D.r....t. Berlin^ Kloolai'sclte BneUu 1837« Yin tt. 
80 S. gr. 8. (12 Gr.) 

&aidist gegen eine Rede des Henoga Ton Arogfie , wenn 
dieser beimplet, die BetheiBgfen hftUen nichl gegen die bdcännle 
Piagmalik Ferdinaad'a YIL proteatirC Danwf wird wenig «nkoanBen^ 
denn wenn Ferdinand ein Reekt hatte, das Gesete PUKpp'e ¥• anfip»* 
Ibebea, Ton welchem der Yf« mit seinem Gegner darüber einig ist) 
daas es aichl das Salische Geseta sei , so konnten alle Protesttlr» 
lionen seinen WiHen nicht nnkrftftig madhen. Indess aUerdings 
mag — ahgesdien daTon, daso der Vf. gegen die FormalitiUon^ 
nnler denen jene PragmatUc erlassen worden, Manches einwendet| 
te ReehtFerdinand's YIL beiweiÜBlt werden. 0enn PhiUnp Y. 
mMm allerdings als Begründer einer nenen Djnastie gdMuntsIt 
n hahen, mid nor ein Nachfolger, der im gleichen FaHo war| 
modle seinen BescUnss wieder anfheben. Basa kommt, dass das 
Gesetx Philipp^s Y. sngleidi far die Bnhe Europa^ wichtig war, weU 
er, gnwissermaassen nnter Yoraossetsnng diese« Geeetaes, ffir- aidi 
nnd aeine Nachkommen der Nachfolge in Frankreich entsagt hatten 
Erbt l>on Carlos den spanischen Thron nicht , so würde er swi» 
ndiea die Orleans und den firanaösischen Thron treten — wenn 
die Brsteren nicht sdion darauf sftssen. — Die Sdirifk ist mit 
Saehkenntniss nnd Rnhe Terfasst nnd bringt die wichtigsten Do* 
cnmento bei. Die Parteilibenden wird sie nicht fibersengen ; denn 
diese Tcrwerfen Don Carios , weil sie ihn ffir das Idol der Lo- 
gitimitfit halten, nnd fragen nichts nach dem Bochto. Das Factam 
wird entscheiden. Od« 



Deutsche Sjjrache und schone 
liiteratnr. 

[1759] Beiträge nur Idteratnr, Kunst- and Lebens» 
Theorie. Ton Dr; Emrt Freih. tan Feuehtenhhen. 
yHsok^ T. Mosle's Witwe u. Branmfiller» 1837« IV n« 
388 S. 8. (1 TUr. 12 Gr.) 

Der \L stellt sieh mit höchst wohlwollenden Gesinnongen 
nnd einem ernstlich gemeinten Streben nach eigener nnd fremder 
Forderung zwischen ßchriflsteller , Kritiker nnd Leser, als ein 



00 DeitBohe Sp^raeke u# scliaiie Lit« 

Y^nnittalBdery Qrienfireiider, alB ein das jetsige JUerftrisde Trd 
ben^' inojj^licliat yeredeln Wollender« Hiena bedarf es zim^ 
einer ^naoen Kenntnisa dieses Treibens selbst, und diese ist 31 
nieht absBsprecben ; eben deshalb nflsaen wir aber bewiuideii 
dass er nicbt daran venweifelt. Wenn Ton den xwei Wegi 
die er in der EinlciCang bezeichnet als die auf die rechte Stia^j 
fahrenden: ' „Festhalten Dessen, was Grosses und Aechtes scM 
nnter uns voriianden ist'', und die „Richtan^ Vom* Leben ans fl 
Leben'', ist doch wohl keiner geeignet, mit dem „literariscM 
Treibe'* an befrennden, und eine Kritik, wie eis der Vf. 4 
aeine eigene An%abe anlstellt, wird doch vor idlen Dingen M 
nuih Tjon dem literarischen Treiben abzusehen haben« Wenigsfl 
bekommt der KL yiel zn thon, und wird es keinem Theile rd 
machen , wenn er aidi mit seinen GrundsAtzen auf diesen T« 
melplatz hinanswagt.. Bbenso werden die „ächten Leser*' mit m 
rime .Vermitlehing das literarisdie Treiben perhorresdren« — H 
det», wenn wir den y£v;nicht nnr. mit der modernen. poetiacM 
Literalnr, wie sie siirii «n Ljrik, Epos und Drama uns anbieii 
■idi.besdiAfiigen sehen,: sondern auch mit Goethe, ao iat er üji 
BigsteiM eben so nnter die achten Leser, wie .nnter din länteil 
den nnd bildenden Kritiker tu rechnen. Mar bat er : sich hü 
gerade einen epinensen Theil der .Goethe'sdien Leistnn^c» ^ 
%iiUt: Goethe's naturwissensehaftlidie' Ansichten, als wekdbeno^ 
immer vor dem Sdiematisiren und Rechnen der siinfitigen PhysilK 
aidit haben aufkommen wollen, wiihrend er-iiiit-fprossem Giöcl 
CkMthe's Noten znm Diwan üus Ibmmer*s Forocbnngen modlj 
cirt nnd .ergftazt ^ mit penetrirendeor Auffassung die Biiiwirkaflj|| 
Goetbe's aiijf Rahd Vamhagen und Bettina, darstellt , . nnd 
beiden giana Teradiiedenen IndifidnaUtüten in Beziehung anf 
anregenden und Yerehrten Dichter zeichnet, nnd endlich bei 
Geständnissen .Goetbe's gegen Eckermann , ab den itiditii 
Aufschlüssen über roanchen noch dunkeln oder missverstandi 
Pnnct in den Leistungen sowohl als den Bestrebungen des 
iers und Naturforschers, aufmerksam und hinweisend verweilt. <{ 
Bin 3« Abschnitt der ganzen Sammlung von Aufsutzeu endlS 
besieht sidi auf die Haust; Untersuchungen und leitende Ai 
Sätze (über die wiener Kunstansselidng im J. 1836) füllen 2ljj 
endlich hat der Vf. in Aphorisjnen die einzelnen „Geborten i 
Moments -^ bald Ahnen , bald Wissen , aber immer bedeul<n(< 
-~ die ihm in seinem Entwickelu^gsgange entfielen, zu 
Erinnemng und fremder Belehrung aulbewahrt und Tordem 
ausgestreut. 4' 

[1760] Goethe und seine IVidersacher oder der nri 
Deutsche kritische Painass , mit Einleitung und dnigen Seiten^ 



DettBobe Sprache u. Behdne Lit. 91 

^en TOB Dr. K. Beekm 1. Bdohn. Wmnar^ Voigt 
1837. XVI v. 204 S. 8. (1 Thlr. 8 Gr.) 

Der Vf. greift die YertheidiguBg Goelhe'g ton einer Seite 
nnf, die uns die eiDi]9:e angemessene' scheint , fndem sie einer- 
seite den wesentKrlien Paoct des Streits^ ob Goethe ab CkorfiSli- 
rer der nenei^a deatsdien.Natioaallitenitar mit Reeht aasneehm, 
hmyfJlrhthty and die Angriffe anf Goethe's Persönlichkeit gnnn m» 
keaehtet i&sst, andererseits abertlie Herkunft, den gegenwärtigen 
Znsfand nnd die Aossiditen der deni^en Literatnr einer Unter*, 
nnehng nnterwirft, deren Resnhat die BennCwortong der eisten 
Frage Torbereitet .nnd rechtfertigt« Er nimmt diese Untcrsnehnng 
ToraaSy zeigt, wie weug Seift>8tandigkeit anderen Nationnliitemtl^ 
ren, nameBlIiek der franapsischen gegenüber die dentache tob 
jeler gehabt habe; wie -wenigstens diejenige Selbständigkeit, wel«' 
che <iie classieGhe dentsche Literatnr des Mittelalters (Nibdm^n 
B. 8. w«) gehabt, mit ihr selbst für die Hasse der Natbn Torloren 
gegangen; gdit danil anf die Erörtemng über, ob die nenere 
dcBtadie dassiscke Lileralnr eine wirküäe NationalKteratnrMB 
rnrnrnttj md ob neck eine andere an hoffen sei 1 Bei Benntwor* 
log des ertleren Pnnctes konnten politisohe fietrachtongen ober 
ÜB Bedingangf B einer Nationalliteratnr , angewandt anf die denl* 
sehe, nicht fehlen; sie helfen dem Vf: denScklnssergftnsen, daes 
wir ms bescheiden müssen, eine so selbständige NntionalUteaatnr 
als nndere Völker älterer und neuerer Zeit nidit xn besitzen, um 
so fester aber an Dem zu halten haben, was uns als solche Tor- 
lirgt. Der anderweite von selbst eich ergebende Schlnss, daas 
eine andere NatbnalHterator nach der jetzigen nk^t , «a wenige 
Sien Ton dem literarischen jungen Deut&ehlaad, wahreeheiolieh zu 
hoffeB sei, wird kurz aber nachdrücklich begründet. Und hieraii- 
nnn reiht sich die Betrachtung, dass eine Polemik gegen Goethe, 
den Kern und das Hanpt der deutschen Literatur, diese ohnehin schon 
Jnrch eigene innere Auflösung und. durch die französische Litera- 
tnr bedrohte, noch roeiUr geföhrde, ohne Gewährung irgend eines 
BBck nur geriogvoi Ersntees filr jetef , oder Hoffnung eines kün^ 
t^i^m« — Wie man hieraus ersehen kann, ist von dieser Verband- 
IwBg^ joder SeitenMek anf die Motire zu jenen Angriffen auf ^ 
Goetke, sowie jede Bemfihuag, ihn gegen andere Besdtuldignngen 
sn trertheidigen, |;änzUeh ausgeschlossen, und eben diese zeichnet die 
▼eiKeg. Schrift ?or d«n Schwärme nnberoffner Defcnsionen aus, 
deren Verfasser- mit den Angreifenden einerlei Beweggründe, wenn 
nneh Tcrschiedene Waffen hatten, nämlieh die Gelegenheit zu be^ 
■wCxen, auch ia eintir Sache mitzusprechen, die nienale dnrdi die 
Angreifer allein hätte wichtig werden können , sondern das Auf- 
sehen, welches sie erregte, nur durch die vielen Stimmen erhielt, 
welche dabei luut wurden. 47. 



\ 



93 Dentaehe Spraohe a» 0ohoH6 Lit« 

[1761] Ladlrig Bome » seinem litemriadieaWirkeni ^ 
Beenltate meiner Krilik liiber Börne'« Sehrifien. Bin Snppk» 
laBörne'fl eammdichep W erken von Ferd. BockhoM. Z 
tao^ Nanwerlu 1837. YQI n. 104 S. 8. (18 Ghr.) 

Bnt TorKnnem ist in diesen Blättern eineSehrift fÜrBSl 
nur Annige gekommen (TgL Bd. XUI. No. 1212.); die TorU 
ist gegen ihn gerichtet , oder yielmehr gegen die Stellen srfj 
Sehrütoi , welche dem fibemos gntnuthigen ¥£ ein bedenklifl 
Eopfechntteh abgenöthigt haben. Die Polemik, die man Usr: 
det , nnd die in Form eines commentarins perpetnns in BM 
sAmmtlidien Werken anikritt, ist uberans sahm, gelassen, ja. 
hansbacken , so sehr dass man gana gleichgiiltig bleibt, dasiM 
T£/mei8tentheils Recht hat. Dass rides nnvergleichbar Geistrnd 
und Treffendere gegen Börne schon längst gedruckt wordeaj 
ncheht dam \t gana unbekannt in sein; wenigstens erwedct 
Umstand, dass er S; 73 ivr den Verfasser des Sprüchleins: »^ 
Ked, der kritisirt, ist wie em Thier auf dnrrer Haide^ «. <• JJ 
Börne selbst hält, die Yermnthung einer in dieser Zeit M » 
nisdien literarischen Unbeftuigenheit Indess will R^ '^ 
den Trost, „dass kein Werk so geringfSgig sei , dass es aM 
einige Beriieksiehtigiuig Terdiene^S nicht yerkümmem; bv M 
er sidi mit ihm nicht in der Hofiinng Tcreinigen, i^^ ^ 
Buch Vielen Ton Interesse sein werde. 



[1762] Mo» wm Bchenkmdorf's sämmfliohe 
ficAte« Erste vdllstSnd« Ansgabe. B^Bii, JfficUer« U 
Xn lu 394 S. 8. (2 Thlr.) 

Sdion seit 20 Jahren wrilt Schenkendorf nidit mehr 
den Lebenden; aber noch leben seine Gedichte unter uns | 
mun Beweise, dass sie , obschon grSsstentheils ans der Zeit 
Torgegangen , doch dnicfc ihren gediegenen Worth der Zeit : 
Tei&llen sindL Und diese verdanken sie nicht bloss ^^<'.' 
die ihnen der Dichter in' geben wnsste, sondbm Tornehmlichi 
•dien Begeistemng und den hoiAhenigen Gesinnungen , die li 
in ihnen aussprechen. Der Dichter ist immer achtnngswerthij 
gana Das war, was er sang. Die Begeistemng für die Frol 
des Vaterlandes rief ihn 1813 auf den Kri^schauplats , wM 
da er wegen einer LAhmnng des Armes selbst kmne Waffmll 
ren kennte, doch es an tUUiger Hülfe nidit fehlen lisss; wj 
grossere Theil seiner Gedichte ist daher dem Vaterlande i 
seiner Freiheit gewidmet. Sein frommer Sinn, der ihn ^^^ 
dem Jnng-Stilliog, Ewald, die damals noch viel geachtete Fi 



Deitaoke Sprache n« seHSiie hlU %$ 

fMi KrUettcr n. A* aalie Wrackte , rief die CMfable In Lebea, 
£e ia 4er Torliq^. SrnnahBy witor dem Tild „GtaobeB^ rasm- 
MeBgereäl miri ; dem ümganj^e mit dieses Freuden imd Fami- 
ÜenTeiliSUiiisseay ist die mit ,,Leben ond Liebe^ beieichBete Al^ , 
dteflimg Ton Gedjcfateii entsproiBgeii. So m9ge denn oodi des yer- 
fienten Beifiüls die torlieg. Siimmlmig der Dichtnngea Sck's sich 
SU erfresen kaben, welche desslialb die erste roOsliüidige ist, weil 
sie nicht Uoss die 181Ö ta Stuttgart ersdiieiieBeB Gedickte, son« 
den aach den 1832 in Berlin heransgekommenen ,ypoetischen 
Naehlass" in sich kegreift. Als Anhang sind beigefügt: „Stant- 
blomen« Knne jGekete anf alle Wochentage und hdie Feste filr 
ciafiütige Ckristen"; es sind Gedichte, in denen eine im J. 180D 
jn Königsberg gestorbene Fran, weicke anf nnsers Dickters gei* 
stige BUdnng einen bedeutenden Binflnss ansgeibt haben soll, 
ihre ckiisdicb-frommen Gesinnungen ansspridit; eine ergreifende 
EnfiMhheit und tiefes Crefohl leichnen dieseibea ans und madien 
m so einer würdigen Zugabe. 27« 

^1763] Gediciite im Hoffmann ton FaUerihben. 
Jleae Sammlong. Bradaa^ Aderkob. 1837« 148 S» 
& (Id Gr.) 

Bine swar nicht sehr umfangreiche, aber gewiss einem gros* 
oen Theile des Publicnms willkommene Gabe« Za ihrer Charak- 
teristik bedarf es bloss der Hin#eisnng auf die grossere Samm- 
hin^ desselben Dichters. Auch hier finden wir dasselbe Idiendige 
GefoU inr die Natur, dieselbe Anmuth der Empfindungen, den- 
sdben Humor, dieselbe Leichtigkeit in der Form. Es sind Trink- 
lieder, Gesänge der Liebe, der Ausdruck Ton Empfindungen über 
Erlebtes und Genossenes, zum Theil auch Erzengnisse eines froh- 
Sehen Hnmors, die hierroriiegen. Wir wurden uns mit weitüuf- 
ligerem Lobe aassprechen, wenn der Dfehter dessen bedurfte ond 
mcht bereits die verdiente Anerkennung gefonden h|Ute. 27. 

[1704] Gedickte von Theodor BaroQ r. PalochfBy. 
Pestli^ HeckfinasL 1837. 104 S. 8. (16 Gn) 

Diese Gedichte, von dem nunmehr verstorbenen Yl selbst 
aidit zum. Drucke besämmt, sind von einem Freunde desselben 
aam Andenken, an den Hingeschiedenen keransgegeben worden, 
fis wurde daher nnbilfag sein, wenn man an ihnen tadeln wollte, 
dnsB sie nicht ausgezeichnet sind; denn ihrem Zwecke entspre- 
chen nie auf sekr schone Weise. Zum grösseren Tkeile sind sie, 
der Aasdruck sckwermnthiger Gefühle, die durch ftussere Voran-' 
ksmisgen immer von neuem wieder geweckt werden: der vom 
Schusse des Jägers getrofiene Adler erinnert den Ditiiter an sein 



94 P;e«tMlie Spracbe u. sck&ne JLit« 

ei^^enes Sdiioksal; dieBlonieii fcagen an, warfiiii er. weil«; ^ 
ftoinea tob E{rfiea fubU sidi «eio flen {¥on der Poesie lUizogi 
0. s. t Seltener spiegelt sich eine beit^rt Boppfiodinig id cii|j| 
Gedichte ab« Zeognjss für die diohter^che Empfindangsweise^ 
Yfs. möchte wohl mit wenigen Aasnahmen jedes derselben. at| 
bea, wenn sich auch die Sammlang im Gänsen nicht als s 
ansg^zeichnete Erscbeiinong der poetischen Literator bezeiclp 
Uisst. ' 2Ji 

[1765] FrählingBalbani* Lieder yon Rudolf Birn 
Leipz%> Engelfflann. 1837* XÜ n. 144 S. 8. (n. 16 Gl 

Zwar anspracbslose , aber sehr ansprechende Gedidite 
es , die uns in diesem Frühiingsalbnm -*• dem auf dem 
schlage noch der Titel ,,far 1836'' beigefugt ist -- 
werden, nod allerdings geeignet, Üir den ans sehr wenig, 
iiast noch gar nicht , bekannten Dichter ein günstiges Vorn 
sa erwecken« ' Ansdianongen der Natar, Bilder von einer Re»^ 
Empfindnogen der Liebe , haben anth hier den Stoff daritboflj 
and .werden anch für ewige Zeiten die onerschöplle Qaelle H 
Dichtungen Sein; aber nnser Diehter gibt nichl bloss gebraadi 
nnd Tcrbranchte Gedanken in nener Form wieder, sondern i 
findet selbsi neue Beziehungen und weiss dichterisch za repro4i 
cirea, ohne ein muheiwiles, geschraabtes Streben nach Origisi 
tat oder irgend eine gesuchte Manien Gewiss wird er mit 
Zeit manches Gewöhnlichere ai|ßscheiden und Tielleicht aach 
seine Aosdrucke, die an Heine erinnern könnten (z, B« dass 
Frühling den Blnmenteppich der Welt als „Soarenir^* gibt n. Skj 
▼ermeiden lernen. . 274 

[1766] Ernsto mid heitere Standen gefeiert in den nerij 
sten Gedichten ▼on F. W. Kr€mpitz. Danzig^ Auhn^ 
sehe BncUi. 1837, Till lu 152 S. 8. (18 Gn) 

Zam grössten Theile.in Hexametern nnd Distidien sisdjC 
ernsten nnd heitern Standen des Yfs. gefeiert worden. Ref. ioH 
sich aber durch diese Feierstanden nicht sehr angefeuert, soadU 
gesteht, dass er bei 'diesen Idjllen, Epigrammen und anderen 6| 
Richten ziemlich kalt geblieben ist. ^ '^^•i 

■ \ 
[1767] Auswahl znrDecIamation geeigneter Dicbtimg^ 

Heraosg. Ton Carl 4ug. BuchhoÜz. 2 Bde. Urem 
(Aiiiold'Bche BocUiO 1835^ 1837. 196 n. 208 S. gr. I 
(1 Thlr. 18 Gn, Schreibp. 2 Thlr. 8 Gn) 

Nach dem Wonsdie der Frennde des Hm. B. erscbi«« 



.Bauiseke Sprache i« sohSiie Lit« 05 

•diese, in geafdligen Kreise TorgeMgeneii und merst in eintelasB 
Bogen gednii^, Gediehlen kier sDMnmeB abgedruckt BiiTor- 
gedracktee iMhulteveraeiehiiiss. sondert die kier «ater einaiider be» 
taMAen Gedichte erasten and lauaigen Ldmlts. Diditer der 
erBstea Gattaaf^'siad: AnsehiitSy Ton Bnmnow, Castelli, VonCha- 
Biisso, Mor. Döriiig, Fitainger, FraoM, Grfin, Grdneiseo, Gabits, 
fidl, Haber, Sapbir o« ia« A. Bie lanntgen sind soai Theil veo 
eiBigea der genannten YfT., snm Theil Ton andern, als: HanTs^ 
Kahn, Lesssann, Roos t. Thals u. s. w« irerfasst. Gut TWgetra-* 
ßen, haben sie nnelroitig dem geselligen Kreise UnterhaMbg ge- 
^ihrt nnd worden diesen Zweck aneh in lihnlichen Kreisen för* 
den. In den dem 2. Bde. beigefügten Anhang Ton Anekdoten 
md Epigrammen haben sich einige gehalt- and wttiiose einge» 
acUieben. So nnanstdssig aneh diese Sammlung ist, so diirfto 
sie sidi dock zu Declamaäonsiibnngen för die Schnljngend nicht 
cigBen, wosa sie jedodi anck der Hi^ansgeber wahrscheinlich nfebt 
kcstiflimt hat. .05. 

[17^8] Der letzte Stern Marienbnrgs, oder der edle Bfir- 
germeister. Historisch - dramalisches Gemftide la 5 Akten von 
Ferd. r. Rekmosli. Danaig, Grerhard. 1837. 109 S. 
8. (16 Gr.) ; 

Dieses Gemälde ist mit sehr traben Farben genullt; es wer- 
den sich wohl schwerlich Liebhaber ron solcher Malerei finden. 
Weder in der Anlage, noch in der Ansfiihraog des Stuckes ist 
Poesie zn entdeclcen; in der Sprache herrscht nichts als der ge- 
wöhnliche Cnterfaaltongston, wobei an Weitschweifigkeit und Ge- 
schmacklosigkeit kein A^ngel ist. Zum Belege sollen die Worte 
angefahrt werden** die 'im' Feuer der Begeisterung der Geliebte 
za seiner Geliebten, „einem Wesen seltener Art'^ spricht (S.38): 

Ich Isii dich aicbt^ ndn Cefa, dieMna] oicbtl 

]>eDn endlich inuss ich witseD, ob es aiir 

Gelangen ist, in deinem reinea Heneo, 

In einem Herren, weichet wahrhaft nicht 

CrefShllof, kalt und abg^estumpft^ nein, weichet 

Vielflielir erf&llt von rechter Wänae ist, 

KnebDte Gegenliebe su erwecken« 

Ja, Gele, diesen arir so wicht'gen Aaflicblofis, ^ 

Nach welchem Ich schon seit dem Augenblick u. s. w. 

Liisst derTf. keine anderen Sterne, als diesen, an seinem poeti- 
schen Horizonte leuchten, so kaun ¥on „Sternen seiner Muse'' nur 
abusiTO die Rede sein. Papier nnd Druck ordinAr. 128. 

[1769] Theater von hudw. Deurmger. Augsborg^ 
RIeger'sche Bachh. 1837. 224 8. 8. (12 Gr.) 

. Der Band enthiilt sivei Tranerspieley beide in vier Acten nnd 




90 JDelitBcHe Sprache 110 sckone Lit«^ 

in Prfmage^riebtn: ^^lisabedi, Ednigiii Ton Bsglasd oder 
nad YerschmAbttBg^S ^uid „Ludwig XVI., Kösig toiiF] 
wobei der Yf. aasdruddiGh beoierkt, daas jeses dir' 
dieseq der französisehen Geschichte endehiU seL Der Han| 
geaätimd 4^ erslereii ist die Hinriehtimg des Grafen Ess«; 
die diditefisdie Aoffassimg dieses sehen mehrfach .behanddM 
Su^ffes ist in jeder Hinsicht verbhlt«. Die Scenen sind ohne i 
künstlerische Verknopfiing an einander gefugt, die Zeichniuig ( 
Charaktere ohne gehörige Motiv^nag und innere Wahrheit, 1 
das Ganze sieht einer Verrenkung der Schiller'schen Maria Sil 
xienüich ahnlich« Ueberhanpt, dass der Yf« seinen SchiDer 1 
Goethe gelesen und gut behalten habe, ist dem Rel begreiflich; i 
aber den Fersonen'des Stüdces Bchilier^sdie und Goethe'sche Senil 
aen gans bdcännt und geUufig sind , nimmt ihn last. Wmri 
Der wörtlichen Beispiele könnten, wenn es der Raum gestaM 
gegen zehn angefiihrt werden. — Yom zweiten Studce gik^ 
Allgemeinen das über das erste Gesagte ebenfalls; es gleich^ i 
jenes, mehr einem historischen Conglomerate , als einem 
sehen Kunstwerke, und erinnert lebhaft an die,leidli^ 
oirten Ritterromane seligen Andenkens. Sehiller^sdie und 
sdie Sentenzen loimmen hier zwar weniger ror^ aUein.dzfSr 
schildigt uns der in diesem wie in jenem Trauerspiele einer Tl 
den dramatis personis in den Mund gelegte Goetbe'sche AussprM 
y^Die Menschen sind nicht bloss zusammen, wenn sie beisamni 
eind^'u.s.w. 118^ 

[1770] Casanova im Fort Saint-Andr^« Lustspiel 1 
drei Acten. Nach dem Französ. bearbeitet Ton LudWm Osp 
Magdeburg, Wagner a« Richter« 1837« VI n. 131 
& (12 Gr.) 

Ein nach Casanofa's Memoiren (1. Bd. 7. Cap.) beerbe 
tes; aus einer einfachen Anekdote, zum langweiligen Lnsts|K 
ausgesponnenes Intriguenstfick , ohne Witz , Kraft und Gdl 
Yen allen denjenigen YorzogeUi die der Hr. Bearbeiter des S^ 
der Yorrede zufolge , in demselben gefunden n haben glaf 
nAmlich Lebhaftigkeit der Handlung, Acht Komisches der SifN 
tionen und Charaktere, und Pikantes in der Intrigue, muss '"' 
gerade das Gegentheil Tersichem. Wenn übrigens dasLusti 
wie der Bearbeiter yersichert, in Paris ungewöhnlichen Beifinll 
funden hat, so beweiset diess bloss, dass man in der WeltsI 
bisweilen auch mit recht Wenigem rorlieb nehme, und dacs 
Anforderungen des Publicnms im Yaudeyilletheater mitunter 1 
leicht zu befriedigen seien. Ref. glaubt wenigstens nicht, di^ 
das Stock auf unseren Buhnen auch nur einigermaassen Gloi 
machen werde. Druck und Papier sind sauber» li& 



Aeitflcbe Spradhe ik selioiie LU» ftf 

[1771] Werdmamd Bmnmm^B sfinmlKd» Werke. 
Heransge;. tod Joh. K Vogl. 3. H. 4. ThL Wi^n^ 
Rohrmaim n. Scbveigerd. 1837. 20f v. 368 S. 8. 

(a. 2 TUf.) 

[Vcl Repertor. Bd. XL No. 578., Bd. xn. No. 910.] 

Mit ditssn «wei TbeiUn ist 4ie Sammlung der 8t«cke eines 
S(^ispieididiters'ge8oblo88en) 4er rieUeicht „der origitteUefe un-' 
serer Zeit" war , wie flieh ein engliscfaee Blatt über seine Dar- 
eleUmg des f^A-lpenktoigs nnd MenscheiifeindeB^* anf dem Adel« 
pUriester in London ansdrackte. Der 3« TU. enthiüt da» erste 
StSek, weickes Raimnnd sehriek (1823): „Der Barometermarker 
ttfderZaaberiiisel'S und „Die gefesselte Pbantasie*^ Durek ielz- 
ioe voVte er beweiset»/ dass er dichten könne, denn sein „Baoer 
tb.MilKonftt^^ katte so ?iel Giuek gemacht, dass ikn die Neider 
SV licht Ar Raimnnd's Werk gellen lassen wollten« «Indessen 
btine wenig Anklang gefanden. Dasselbe gilt von d^ „Un-^ 
kObiiDfi^enden Krone'^ , einem tragisch - komischen ^anberspiele, 
<lti ia 4. Thle. den Eingang bildet, und 1629 geschliabea wurde. 
1)^ gresBern Beifall fand sein Schwanengesang: ,,l)er Ver- 
64r(a(er!\ in welchem er aochaoin letxtenDLile aDftrat;.alaya- 
JcKie, dieeem kernigen Bonbomaiey 

— legt er seioea Hobel hin ./ ' '^ i 

' Und tagt der Welt Ade! 

42 Mal hintereinander wnrde er anf dem leopdldstSdter 'Theater 
gegeben. Den ihrigen. Raum dieses 4. Theiks bildoi l^rfsche 
pesaische n. a. Dichtnngen , Ergösse an sein Gntenstein, wo' er 
m Basitsnng kaufte, die er nur 2 Jahre genoss, poetiSehe-kfelne 
Bfusteln an Freunde, Variationen nnd Epilogt in Rollen j^'^etotf 
^ das PohUmim mit BeÜall überschattet hatte.- Mehrere sM 
Miisterstiicke Ton feiner Wendung, und noeh- after vberi*asiChf 
^e Knasfy einem gegebenen Stoffe inner neue- Sehen alntugf^ 
eiioen. So int das herdfamte „Aschenlied^^ acht Mal Torhandeiti 
Gk Biegrapbie des 'Dichters macht von S. 343 an den Schkiss 
■ed »eigt wiederum, wie-das-Clenie im^Kampfe mit flnsserenr^wn^ 
güetigni Umständen^ den 'Sieg davon trügt.' ' Origiddl Hind 'ein- 
H steht Rannand .als iSehHü^pieler wio: iiU DMhter daJ JSr'ist 
^deatnche Crozzi« • Mit> einigen Zaubern^, Gatlem, Feen,'f4räO- 
nbideb Lastern «nd ^Tagenden n«4* einijfen ttoterftfichiachett 
Bttem ed^Bnvgem; weis» er «ein MAW^iek darehinefpiel^n;* 'de^ 
Ml Weisheit ein .Kind auffassen kann v 'das 'VOr Lachen MieiJbaftK' 
^ in «itick. konrae» iüsst and bei *all^' Lachen ^>den 'flerz^tt 
Wenheit lebst , ja oft^dre'Brbse mit einer. nnabaf«mttmrin''Weh^ 
•Mh eifullt« Yieiieicbl ^ing diesem Mis«bnlig'des 'Hlegischen^ uM 
Kfikisdien an« seinem Oharäkter ftenwir:' Br^-«derT<lkMet«4I%J 
■iker, wat, wie Cariin,^ wii Koslier uud .manebir M[ttderf^i*adtMf'et' 



98 DentsDlie Sprache a. schoii^ Lit# 

fler Btt'ne «mal «ad Bdiwaniifiüiig » 4n9» solcKe Stimhiifiit -fi 
lieh seinen iuiglucliJiehen*yersadi xom Selbstmonl (30. Ang, Utj 
aod dadurch am 5. September darauf seinen Tod berbeif^ 
Nur am Schreibtische and aaf den Brettern wich dieser böse ^ 
aber die Phantasie war nie so entfesselt, dass nicht das Ele^ 
hindurchgeschimmert hatte « und dadurch eben wirkten auch m 
Oai'stelinngen im Bauer als Miliionir z.B. uberalJ, wo erhinlfii 
in Jlambnrg; Berlin, München sa ergreifend, wie an der IM|I 
Vielleicht haite auch sein Aufenthalt hier B^fluss auf die Fi 
seiner Stucke. Der wiener Bürger. will lachen, und derb lacl 
Raimund msaste ihm zu Willen sein, wenn er als Dichter win 
«^olUe^ and so den edlern Kern in eine Schaale hüllen, dkl 
sopst K^rn entbehrt hfttte« Bemerkt hätten äbrigens von I 
VogI die Tonsetter von seinen Arbeiten werden sollen , denaj 
haben wesentlich auch dazu beigetragen, diesen Beifall zu sdia 
Maoehe Lieder Raimunds sind überall im Mande des Volkes 'i 
a{if:soJehe Arl« Jedem Verdienst« seine Krone. *«S 

[ {1772] iBine Heiratb in der grossen Welt (Amtnii 
in high ]ife.) Von der Verfasserin von „Treveljan, Flktjdli 
tt.^ 6. ^w.' Aus «km Englischen übersetzt C^irl M. B6h 
2 TUe. Wien, Gerold. 1837. 201 u. 200 S. 
(1 Thk. 8 Gr.) . i 

.Ein |i8/chol4gis€heF Roman. . Leser, welche es lieben , i 
durcJ^. idnif ersonenditiUcht, oder durch ein Labjrinth hochromaj 
scher ßegebenhoilen.hindurchiuarbeiten, werden hier ihre Ai 
nnog 'nicht finden« . f(wr zwei Personen tragen die flaadlung;, j 
ein innerer Lebensf rocess ilst, wo die abstosscnden Kralle iin| 
bM^ewijdit sind, bis die rechten Pole sieh fixirt habei nnd 4 
\uuer^ Sinheit mit festem Centrum sich heranlbildei. Der-'G<ni 
WS iatfoig^ndei?: Durch eine Speculationsheitath ist Rang>b) 
fUid^t.ham ^( der einen , und Reichthum ohne Rang auf &n^] 
4erii .^i(e mit einand^ Term&hlt worden. . So sin J di» ktög n^ 
nand^ ViU^r der VermftWten sufriedeoI.^hieiJt. Leider aber fl 
be4 )dfi^ jCpfiulirten selbst daa miltlems; Agens, das Beide rerliiai 
9oll„,4ie Liibe« Der jung^ Lvrd tragt:i^on die Ketten ealwii 
ger.lj^ebe nnd ?«arH€Jitet die mercaalUtache^%chonhert s^isev Ff 
die.ihiicPfiS^its 9ehn:<iiiib^«itim4ute Gefüide liegen den Gemahl aS 
Die^eri.eröSnei ihr «itfriihtig genug »seine ^jesinnungen;^' nnd «i 
eUi .tolerable9 HOflichkiti^v^rh&itnias in seiter Ehe ait gest^li 
D^.bfWnl mit einem ^\0 im Uerae« der* jungen Frandie Li 
zjt ^Vm.Bhemanne auf, verbirg! sieh'hbejr zu blfide, oder xtt.'si 
^ip^ y)»r8chmili|ing :zu ertragen, Hüter-den- glatten Formen - 
CßW§f9ßti9ß, r fibe^e reriu^nilt audk-der Lord den Werth H*-i 
4^<|ll'iA ; Hiebt .lünger, :nnd die l^iotozn ihr schlügt bei i 



Deot0olie Sprache 4u schone LiU 09 

diirdi, aber andi sein Sloli siehl eine Biode Ober sein Heri. 

^ So baben die yerwandten Krafke sich gefuoden and wirken aa- 
liebend aaf einander ein , aber die nndarcbdringlicben Isolatoren* 
Stob nnd Scbeo, Misstraaen and Scham, balCen die S^beidanir 
fest Man bort die Herzen Beider arbeilen, nnd ringen , nnd in 
jedem Angenblieke will der Fnnke den Isolator springen oder 
aberspringen: AHes umsonst, bis ein Frennd die leitende KeOe 
anlegl. Nnn bat die Liebe ibre Tolle Genüge, aber nur korze 
Zeit, denn die psjcbiscbe Agonie des Lords bat seine phjsiscben 
Lebeaskrftfle serstört; er stirbt — Wir können der bier gegebe- 

^ Ben DarsteHnng dieser innem Phänomene unseren Beifall nicht 
▼ersagen und bemerken bloss, dass es uns nicht nur psjchologisib 
richtiger , sondern auch dem Interesse des Romans selber aoüc- 
B^seoer zn sein scheint, die Liebe, ohne Vermittelang durch de 
dritte Hand, durch ihre eigene Kraft die Scheidung uberwindra 
zu lassen. Denn Amor ist's , palri^ summi qui tela Tjphoia 
tennit — Den Namen der Yfin. könned wir dem Pqblicam nicht 
Terratfaen, da wir weder sie selbst,\Booh ibre auf dem Tilei ge- 
nannten anderen Romaue kennen. Ueberaetzung und tTporraDhi* 
wAt Ausntattnng sind ohne Tadel. . .''•'*' «^|^ 

fl773] Die heimliche Ehe. Roman ron Charles 
WkitCm Ans dem Englischen Ton C, Richard. 3 Bde 
Aachen^ Mayer. 1837. 348, 411 u. 436 S. 8. (4 Thlr.) 

Bin vielbeliebter ^Gegenstand für die romantische Darstellanir 
ist jene Art der Metamorphose, die irgend ein Indi?iduum aus ei- 
aem niedrigen Lebenskreise bis zur illustren Stondeshöhe in alt 
mSbligen Progressionen hinaufzieht. Dieser Stoff ist wenigstens 
Toa dentftcben Romanschreibem oft genug behandelt worden. Un- 
bezweifelt bat diese sociale Metempsjehose ibre anziehenden Puncto 
nnd die Variationen aber dieses Thema können immer wieder den 
Reiz der Neuheit haben. Auch der oben angezeigte Roikian fuhrt 
seiaen Helden, den ßprössKng der heimlichen B^e^ durch mehr^ 
bebe Häutoogen aus der Obscuritiit bis in den Grafenstend em- 
por. Aus einer Fischerhutte wird Peregrine Pinguin in das Ar- 
iieDbann verpflanzt, von da in ein Pensionat transportirt, hier v4n 
den aristokratischen .Mitecbiilern als Anonymus gehudelt' nnd von 
den Lehrern verfolgt, flieht zu einer Zigeunerbande, gerftth wieder 
in die Hände eines Menagerieinbabers, wo er einen gelehrten Af- 
fen darzustellen hat, wird Schauspieler, Kaufmann und endlich 
Graf, ßr ist von tüchtigem Charakter, und weiss ans allen sei- 
nen Erlebnissen solide Ergebnisse festzuhalten. Die Abenteuer 
sebes Lebenslaufes sind anziehend, und der Leser wandert gern 
üit denn armen Yerslossenen, bis dieser Namen, Rang und Erbe 

7* 



«iouimmt and das <21iick der Li«he Kndft. ^ie Cebtiset&iiiig i 

üiessend^ j^^r Dracik abfr sehr febl^irbüfiL 74ri 

[1774] EizählungeD too Mojt tfön Oer^ Erfiri 
MaUer'3clie Baebh. 1837. IV a. 307 S. 8. <1 TM 



OiesD 5 ErzaUnogen: Der Te«|iler; Treue; Der het 
Sti^MM Das Duell; Die Fahrt nach K^, früher schon in 
Schriften mitgetheüi ^ sallen dareb den besonde» Abdrnek 
IriDgcren E^^i^tenz erhalten wecdoq, undaiivar, wie derVIL is 
^oryrort bemerkt, äif die Freunde seMi^ Jnfend , die das Li 

«alle Liiniler deutscher Zunge Kcrtiveat ibat, nie Andenken.' 
e scheue Zeit, wo diese GrAAUaD^en «eiitBlandea« Und wenii 
jpun von audem Lesern fordert; dass sie diese BUtter nicht J 
^er Ervirartung in, die Hand nehmen 80%en , ein Werk xa finJ 
welche« g;lilnzeiid, kolossal, Bahn breoheiid, eder eine neue | 
f ioil^ l/tezpiqhaepd .wjjU-e , S9 kann er die Znaeignng derai4i 
durch, seine BescheidanhejÜ wir noch mehr gewinnen, da diese Jl 
zjihlajigen ohnedicss jedes eni|if:U»gliche und noch nicht dordi ^ 
derbliche Leclüre verdorbene Gemüth absprechen und erCrü 
müssen. 128J 

[1775] lUietiAEUidä jSa^en^ Ccscbicliten und Lesjpndl 
flerHttsgog. yon Äfft* Heuf^ont, Mit 8 StaUstTche 
1 Tltelkapr, Kolo n. Aaclien^ KoLnen. 1837. 
u. 434 S; gr. 8. (n. 2 Thlr.^ Fraehtansg. n. 3 
« ©r.) 

Nich4 ^wa mne vollständige Sammlang beahsichligle 
Herausgeber, da deren, mehrere echon vorhanden sind, so 
^ilhlM) eiQoathtiUs «oUb äagen ans, die eine weitere Aosfa 
}ü Er^iiMu<»geform znlausen , anderntheiis woHle er die 
weQJ^rVMt*Uu(i*n niederrheinischon Sagen voriüglich mit 
m^Ur ^Wi ^^, wd der Leser von den Niederlanden her 
aH£w|lr.(a geführt ; die obecrheiniechen hegenden sind aos^eschll 
^n. Pef KerfHftSgcher nahm anoh schon voriiandene Bearbeül 
gi;^. vnp Ai Sehretber, ü. Vogt, A. L. Grimm u. And. nuf; i 
gros:$er T.hai der ^»ihandenen aber gehört ihm. Za Ende l 
giuuiifi Saittmlung indel sich die Nibelnugeasage.als omlMsejI 
Skiuq, U9d ajUgieich der ganeen Strecke dos ftheinlandes , Jtal 
jBimelae S^ge« hier anftrelem, «igehörig. Eine BinsliiBiii{|gl 
i« dem TeftO der EraftUungen ist natarUcdi bei den mehrereal 
arheijUm nicAt za eriRirtcii; das Veriknnpfende in ihnen iat i 
OetUic^eM littddfir ghmeiiiBchafdiche Ursprung aas dem Md 
dfs VoJJ^. Aie heigegebenen Stnhlotidie sUtten das Werk Bi 
an^rnchm aas, und wenn m^n in ihnen statt der Scenerie m« 




D#fif80lie Spvack« i« sehda« Lit. l#l 

I MeeUkKche IMiUaigM iidMe, w isl n kerudtaicMfgtf^ 4m 
I Am Work T«nrigliek Detum fewidmet tet,.dia di« RlMi«K^9ieDd«i 
aus elg^ener AascbaaiiBg kenneD lernten nnd nv Dil diei doit 
gaogbaren Sagen einer Brinnerong bedürfen. 4t. 

[1776J NatBaii^ der S^vAtter-Regshtor, oiet: Dermto 
Anenkaner in Texas. Der Transadanüaeben RtiaeaiibieB 6u TU. 
Teil n dea Legitimen a.s.ir. Ziiricb, SchiiMiMi« 1837. 
4*1 a 8. (2 Tkk, 12 GrO 

Auch aal. d. Tit: Lebensbilder aoa beiden HemimbAren. 

6.m 

[Vgl. Repertor. Bd. XI. 1^. llij 

Mit diesem Bande ist nna die Reibe der „LebenabiUer^* ga« 
MÜessea^ wie der noch immer die Aaonjmititt beüehaTteMle Vf. 
inftMr Naebsdirifl erkIwrU Ref., weleber alliaAblig vA de» bei- 
te traten Bftadeken die frig^iden an Tergieieben Gelegenheit 
bOte, iet iwar der Aiiaiebt , dase in Btttsicbl anf yrftgnante «ad 
t^eiudete Darstellan^ jene beides ersten Dttftdcben den Vfm 
i»^ tragen; aber die grösseren GemftUe, die in den felgeitdeis 
i Bücken Toriag^ , der wahrbaflef Gewinn sm sehr lebendi« 



fv AasAannn^ eines Yerfadhaisses, das die alte Welt nicht aaeh# 
kut, nnd dessen BeBcbaflhnbeit sie thetk so einseitig beortbeilf, 
<b sie fon set«er Bntslehang meistens ^br ialseb^ nntnrricbteti isr, 
fae UmstAnde lassen ans manche Breite in der Scenerie , mid 
Bftidie Wiedeiboloag sehr naiergeerdnefer Ansmalongen: gern 
■kfselen» Gern wären wir s. B. bei einer zn Termuthenden und 
^ willkommenen 2. Aafi. des ungebubrlicb oft sieb eindrilngen^ 
te Sklavenjargoas überhoben.. — Was nnn dieses letzte Bflml^ 
dies insbesondere betriA, so ivhhe es neeb an einer SebildeiVtog 
jiMT Vorposten der Civilisatie» in^ den VorwiiUera , welche dei^ 
Yt schon einmal flüchtig berührte , jener y,Sqaatters", von denen 
Kkwer stt sagen ist, w<^lcbem der kämpfenden Theile sie aoge^ 
tores, da sie mit der Besoanenheit einer anandhaltsam fordrin- 
S^sd^n Gnltar die Kühnheit und Ausdauer , qnd allepdfegs auch 
fe Robbeit der widerstrebenden BrutaKtftt TerbindeaL Was ein 
»lehes Bestreben aus dem Menschen, dem es lurNatm* andaani 
««scUiesslichen Beruf geworden, >macht, welche Anmuthnagen «ni 
bdtehrungen ea ihm miferlegt, nnd welche Gharaktere ,. mit kei« 
Bern innerhalb der alten Welt au vergleichen , sich dabei blMen'^ 
^ ifit in dem Nathan dargestellt, der Ten nnserea rtmderaen Afi9» 
Vttiderem und Denen , welche ppocull negotiis und frei von Ali«- 
pbea und persönlichen Beschwerungen in den UrwIiUern ein ar- 
Wisches Leben sa führen befften, recht genad besehen zu ucr^ 
^ terdient. ' 47. 



102 Deatsehe Sprache n. schone Lit« 

[1777] Der Psycbobg. Em Lebensereigniss. Dargesld 
Ton J. Ehrenbaum. Leipzig, Brockhaas« 1837« 2831 
8. (1 Thk. 8 Gr.) j 

Der Psjdiolog ist ein Arzt , der durch aniiabsoIatiBtisdi 
Streben und Treiben in der StAnderersammlang die Ungnade ^ 
ner hoeharietokratisdi gesinnten Priniessin auf eich gezogen ~ 
Br sieht sich als Director einer Irrenanstalt zurück and 
▼on da aus den Hof und die Prinzessin mit seinen Plänen. 
mentHch weiss er seinen Sohn , einen anklaren , passiven , 
^ poetischen Charakter, in die Umgebungen der Prinzessin zu ' 
gen und Beide durch eine heftige Leidenschaft zä verbinden.' i 
Pläne gelangen zur Reife, die Prinzessin lässt die Strahlen 

^ Hnld wieder auf ihn ftdlen, der bisherige Minister muss we' 
an seine Stelle tritt der Psjchoiog. Da bricht die Eatasf 
herein« Die Braut des Sohnes wird zum Werkzeug der Yemäj 
tung, «sie, die Prinzessin und der Sohn des Psjchologen, gM 
anter im Drange eines Verhängnisses, welches aller BefechaoM 
spottet, tind er selbst, der kubne und geschickte Machinist, m 
in dem Augenblicke, wo er einen vollstäadigen Triumph zu AM 
glaubt, dem Wahnsinn anheim. Warum der Vf. denPsjcboloi 
als Helden seiner Dichtung aufgestellt hat, motivirt sich in M 
selben keineswegs. Sein Charakter ist zu fluchtig entworfen ^ 
zu fragmentarisdi durchgeführt, als dass er ein Hauptinteresi^ 
Anspruch nehmen könnte. Die eigentliche Heldin und jedenf^ 
die interessanteste Erscheinung des Gf^nzen ist die Prinzessin, 
ein achtes Weib in Allem, was sie erfasst ^ im Anfange als 1 
prksentantin TomehmerUeberhebung, durchgreifender Despotie t 
starker Willenskraft eben so sehr imponirt als sie später die Th 
nähme des Lesers erregt, wenn sie wider Willen den miMi 
Neigungen des weiblichen Charakters folgt. Weniger anzie^ 
sind die Charaktere Agathens und Conrads. Die Brstere, 
herriiche, achte Mfidchenseele, rein, klar und schön, wird zu i 
und unmotifirt in ein dämonisches, abstossendes Dunkel geb 
Der Letztere, Anfangs so ruhig, kundig und besonnen, wird d^ 
falls zu plötzlich und widerstandslos ?on seiner Leidenschaft zur Pm 
zessin einer inneren Zerstörung und Blindheit zugeschleudert. 1 
übrigen Personen erscheinen ohne bestimmt^Contouren nur im W 
tergcnnde. Fehlt mithin auch dem Werke jene Vollendung, ol 
die es als kunstlerisdies Product nicht wohl bestehen ^^^^^J 

, lässt sich doch nicht verkennen, dass es wenigstens deren M 
Sn sich trä||[t, eineBluthe, die schöne Früchte ahnen läset T^ 
denz , Anlage und Ausführung sichern dem Vf. für die Zokii 
gewisse Erfolge, die er in gegenwärtigem Werke bloss vorbcrtit 
hat. ^ 13^ 



BfttUeke Spraelie lu tcliojie hiU 103 

[1778] BaUofeii« NorenenndN^yenetlnfra fFOlimld 
Alesüy Bm Rrrmnd «• Arthur Muetter. NAt ( polemi- 
Bdeia PapimtreifeB. 2 Bde. - Leipzigs Focke. 1837. 
264 B. 288 S. 8. (3 TUr.) 

Kleuigknies, wie d«r Titel sagt HiBgeworfne Sdiüderoa- 
gen modener Geisleericktasfen und iDdindoeller Znttiade mit 
bald aekr, bald wesiger aogedeiilefeii Conidoren , grell coBtrasti- 
Feaden SdiUgechaUen vnd nor weniges ▼ermilteiadea oder Ter« 
sjAsendeD Tinten Mides ihren« wenn anch nicht ehanrklerietierheo, 
doch Tielseitig modififirten StftC Den ersten Rang nnter ihnen 
nehmen die Beiträge von E. Ferrwnd ein nnd nnter ihnen ragen 
^Bine Verlorne", „Der Wirthm Töebterlein*' nnd „Die Prennde'' 
dardi reiche poetische Momente an hedentendtten herror, wfth- 
rcnd die „Norelletten" nnd „Driben'* von leichterem Geprfiare 
nod vnd „Die Geietererficheionng" ein eigentliches Gepräge gnr 

Imt. Alle jedoch habe» einen gemeinsohaftliehen, meist ao^ 
fligenthiimlichen Ansicht des Lebens. herforgegangenett,tni- 

en Zng. Unter den Beiträgen von W. Alexis erregen „Ein 
Zenissener in Algier*' nnd „Der BAoberbanptmann ton Gavda^* 
diDch den Stempel der Wahrheit nnd den kätosderischen Vortrag 
ein mehr als gewähnliche« loterefscy wogegen „Die Tiethtm- 
■eken Engländer*^ ein Capriccio , wie sich mehrere ähnliche 
in des Vis. gesammelten Novellen finden , keinen Vorzog 'hahes, 
als jene Dankelbeit nnd Verworrenheit, die dem Vf. mehr als sie 
sollte, nur Eigenthumliehkeit geworden ist« Die Prodnetionen A. 
Mnellers bewegen sich in einer von der vorher erwähnten gans 
rerschiedenen Sphäre. Es herrscht in ihnen ein gewisser msnie-* 
rirter Ton vor , der h§ld an die Affeclation Oettingers , bald an 
Saphirs Wita* nnd Wortspielhascherei , bald an Giasbrenners Art 
m beobachten erinnert. So namentlich in den „Polemischen Pa- 
pientrdfen", in den „Noveiletten** nnd in den „SchildeningeD*', 
welche ausserdem noch in das Gebiet eitter Kritik streifen; di^ 
mehr auf Personen , als auf Sachen gerichtet ist« Die übrigen 
Beiträge dieses Vis. sind theils tragischer, theils hnmortstieehttr 
Natur; in den erstem gehören. „Die Nebenbuhler", „Der kalM 
Frühling" und „Der ihrzt von Montpellier", tu den letzteren,, ^Qie 
Heimkehr", „Die Talcniprobe'* nnd „Die verliebte Weisheit". . Im 
Allgemeinen ist unsere Literatur derartigen skizzenhaften und 
compilirten Brscheinnogen nicht besonders hold nnd läset ihnen 
nur dann einigermaassen Anerkennung widerfahren, wenn sie sMi; 
wie die vorlieg. Sammlung, dnrchGehah nnd Reichihom über das 
Gewöhnliche erheben. 138. 

[ 1 779] Nordische Bliitben« Eine Snmmlnng von Anfsätsen; 
ErsäUangen ond Novellen , von einigen der besten neueren' R6^ 



,'&3 



ntMi^kor KoMlaii^) ' Am dem Boa^clie» iibef8«tzt • iini . M 
ansgog. voa. JB. fr* öv I•^ Lüäip^g*, Barth« 1637. -^ 

lu m ^ a- (i.TUf- 12 Gto . . 1 , , i 

Die in dem ans yoHiegendeti 1% Efile. mitgeiheiUeo Srs«^ 
nisse d^r rassa6cheii-|«iteri^ni> sind; IblgAndtf:. i* ,,l)er Noek^l 
Bioe . w«iice, Ge^cbichtift ;aii8 nsaeror Züt toh J. Ofl«fe»koffd| 
2. „Eiae muie Art toa B&reii-Felt*^ Aue dem Tagebocbe eil 
ni4$is^liB SchiÜB^fiiiUfana. 3* j,Dei; Koeakenpeeto« Jeii8eil»:J 
JE^apkasus'VveA A. Mttrliiiakj. 4« „Euaaische CeiiTersaUott^' Ml 
Saron Brambevs. 5. „Die tdrkisehe Zigeunerin*^ veÄ A. BjelU 
6. ,, Welch .Ungblck , wetm der Bftr nickt war'^ Eine »>* 
Gescbichte aas deiiJabreki 1830>-*32, von Af.Marliie(L 7. 
moirjBn einee Kobqldes'S n>m Baren Brambens. 8. |,F 
Rosditschin." Binet WAhre. Begebenheit ane dem TCMigea ifelj 
hunderi- Ten )1ML. Stg^ekin. Fast sämmdiehe Beiträgpe gekJireiKi 
das Gebiet der En^lnngen; nnr der 4^ welcher aeb^t denr' 
einen kodistekeiiden rossiechen Staatsbeamten cum Yl hal,; um 
hiervon eine Aasnahme« Ea möchte alipaitoend . sein, dieJneriM 
getheilten Aafetilae ai» die Repräsentanten der rnssiM^hen b^SkM 
atischep Literatur anaehcpi \za woUen; deim mehrere derselben h 
Ref« Bß nnbedeutend ^gefunden, dase er sieh wandern mnsste, i 
in eiiyer Art foaMatjters^ntlang Kofgenommen zu sehen; ah 
keiii(d{) derselben wird den. Leser langweilen; manche zeiebnen M 
dufch sehr lebendige SoMlderungen.' aus, und einige sind ab H 
zBglich..zu bezeichnen, wohin wir namentlich No. 7, zäÜeBt j 
Flüssen ;g]auben. Eine Fortsetzung dieser Sammlung m^ohto i 
lercUpgs sehr wünscheoswerth sein, um die Bekanntsehnft mii 4 
ru3^^en Literatur uAter dem deutschen PubUcum aUgeuMil^ 
zn machen^ 27 

1 . ... 

[1780]: DodekatoB' oder neueste Erzählungen und Not« 
¥4A zwölf der beliebtesten franz. Sdiriftsteller, als Georges 
LöTe -Weimars, Bfl^er de BeauToir, Meriin^e, Alfred de Moari 
. Sili^ndhat, SouTeetre, Dofeogepaj, Alex. Dumas,. Jules Jnnin, Bi 
b%r und Alfred d^ yvgnj. Herausgeg. von -Fr« 0^ JB« 2 Bi 
fitlittgart^ Hallberger'sche Yerlagsh. 1€37. VIII^ 411 t 
«18 S. 8. (2 Thlr. 18 i&r.) 

Um eine »emlidie Zahl der neueren franzesischem NöTdl 
stea in Kurzem iTennen zu lernen , ist diese Sammlung sehr 'g 
geeignet Ref. ist indeas, indem er im Begriff steht, eine Anzeii 
daTon zu machen, in der eigenen Verlegenheit, gestehen). na mi 
sen, dass er nur ungefähr die Hälfte dieser Erzählungen wir! 
lieh gelesen hat, indem dieselben auf ihn durch grftsslidie Schi 
dernngen, Darsteilnngen der Verworfenheit, des fflendes, Vertkie 



Deatsclie Sprache b. sehöne Lit« MKI 

fignig TendirobeB« AMadrtMr, tioea 8o widetlkheo Biadniek 
gwMiitkabcn, dos« e> mk Dieht uberwioden komile oder moebte^ 
die öbri^n sfiher kenneii xu lerneD. Wie der. Hetaasgeber gla»t 
beo kann , dass 6e. S«id Sfh in der hier mitgetheihen No? eile 
TOS einer Seite zmge^ die mancbes Yorortheil gegen den oder« die 
T£ entfernen durfte, sieht ReC 'nicht ein; denn diese Novelle spielt 
in den Zeiten Biocletians und fuhrt eine Römerin vor ^ welche 
gUmb^ dass durch die neae Lehre des Christenthnms eine Dnde- 
Taofsdke Emnndpation der Fraaen bezweckt werde. Freunde 
des Grässiichen und Schauerlichen werden in diesen beiden Bän- ' 
den eine sehr erwünschte Unterhakang finden« Zu bemerken ha- 
ben wir noch 9 dass die Beiträge ron Alfn de Vignj nnd Alfr« 
de Mnsset keine Noyellen, sondern dramatisirte Spruchwörter sind ; 
Ersterer lieferte: „Sie ist mit der Angst davon gekommen" (Quitte 
poer la penr); Letiterer: ^Handeln ist besser als reden*^ (Fairo 
nms dire). Die im Original enthaltene Novelle: „Rog" von L^on 
Gittlan , ist , weil sie schon in den Mairosen , einer Sammlung^ 
fcauos. Novellen und Brzfthlungen, Aufnahme gefunden hatte, weg« 
gelassen und durch den GrOfen von Bagneres von Roger de Bean« 
Twr ersetsi worden. 27^ 

[1781] Dämmeraogs- Standen. Erzlüilongen und Skiazen, 
TOD mih. Muüer. Göslin^ Hendess. 1837. 222 S^ 
8. (1 Thln 12 Gr.) 

Ref. hält dieses Bändchen fiir ganz geeignet, Erholnngsstun«- 
den auf eine angenehme Weise hinzubringen. Die Erzählungen 
(„Die Flöte Friedrich des Grossen" nnd „Der Vorbote") sowie 
die Skizzen moralischen und beschreibenden Inballs , bebandeln 
ären Stoff in einer einfachen und kräftigen S^che und aChmen 
fcrchgehende tiefe Gemüthlichkeit, Warme des Gefühls, Sinn fuc 
Homanität und* Menschen woh^; Eigenschaften, die das B^ch zur 
Leetare wdbl erapfehienswerth maehen. Ausserdem besitzt aodi 
^r Vf. ein nicht gewöbnliches Talent für lebendige, natnrgef reae 
Sehilderamgen. An de« letzten Erzftblung : „Der Vorbote'', findet 
M.nnr tadelnswisrtb, dass sie aas zu vielen heterogenen Thci- 
1^ zusammengesetzt ist , wodurch sie bei bloss äusserer , ober- 
beklieber Verknnpfnng des StoffeSi der innem Einheil zu avge»«* 
entbehrt Das Aeussere ist anständig. 118« 



[1782] Gesamnielte Scbriften von hidor. 3. o. 4» Bii«i 
Leipzig, Wunder's Verlagsmagazin. 1837. 304, TIB 
tt. 307 S. 8- (3 Thlr.) 

3. Bd. anch u. d. Tit: Verfehlte Bestimmung. Die vciw 
iaigüdio Wette. Der Vamprr. Von u. s. w. . 



106 Deatsche Spraclic q. schöne Lit* 

4. Bd. auch u. d. Tk: RfiOsel d«s Lebens. Novelle iumI| 

Begebenbeiten nnserer Zeit. , lieber KmiBtroinaii nod KunataM 

reUe. Von n,8.w. ^ 

[Vgl. Repertor. Bd. Xni. No. 1882] 

^ Ref. spracfi Tor einiger Zeit a. a. 0. nar yorläofig sein 
tbeil über die Leistungen der pseadonjmen Vfin. ans. Um es 
Beispielen weiter zn motiviren , beruft er sich hier nnr anf i 
Novelle: ,,Räthsel des Lebens^', welche fast den ganzem 4. ~ 
einnimmt. Die Erfindang gebort der Yfio. nnr theilweise, da 
Schicksale Kaspar Hausers zu Grunde liegen, was dieYfin. ai 
'jedlicb dnrch den Beisatz auf dem Titel: „Begebenheiten 
Zeit'* bekennt« Diese sind nun durch einige Üeberzuge wohl 
übel ansstafBrt. Die Zuthat der Yfin. besteht aus ganz ordij 
"viel Terbrauchlen Gemeinplätzen. Dabei ist es eine Art Verdi 

von ihr, dass sie abgebrauchte Münze schnell und gewandt i 

isuselzen weiss, d.h. was sie vortragen will, ohne alle UmschweHi 
lind lästige Tiraden erzRblt und durch eine ziemlich geniale Za- 
.fiammensetzung der einzelnen Theile den Leser immer in Schack 
i:a erhalten weiss. Sie schreibt nicht schiecht, aber nichts B^^ 
liebliches ! Nur ist am Ende der „RRthsel des Lebens^ die hlnr 
lige Einmisdinng ungarischer Wörter unangenehm, obgleich ihr^ 
deutsche Bedeutung immer beigesetzt wird. — Die Be^terkungil 
üb^ Kunstromaa n. s. w. zeugen von Belescnheit, eröffnen jed^ 
nicht eben neue Blicke in jenes fisthelische Gebiet. Was A 
3i. Bd. enthält, ist oben schon angegeben worden, und aucii vi 
den drei hier mitgetheilten Erzählungen, gilt das im Allgcmeini 
schon Gesagte. 128. 

[1783] Die Sprache des Herzens. ^ Vier NoTellen v<l 
der Fran r. JV. Herausgeg. von L. Schefer. Bedä 
Veit 0. Comp. 1838. 356 S(. 8. (1 Tlilr. 16 Gr.) 

. Es hätte der Einführung durch L. Schefer nicht bedncft, 
den vorlieg. Novellen die Anerkennung zu verschaffen^ die sie 
hohem Grade verdienen. Eine nicht gewöhnliche, von den virilj 
fSach abgenutzten Situationen der RomanenUteratur abweichemk| 
Anlage, tiefe und geregelte Kenntnisa des menschlichen, besoMfj 
ders des weiblichen Herzens, klare, ihrer selbst bewusste Lebens^ 
anschanung, durchgängige Harmonie nhd Einheit des Gefühls nod 
der Erfahrung, feine psjchotlogische Zuge, Verwickelungen und L^ 
Biingen so sanft nnd lebeiistren, als überraschend und befriedig 
gend, gewandte nnd consequente Behandlung der eingeführten Chlb 
raklere und edle Haltung und Durchführung derselben, verbünd^ 
mit einer glatten und bezeichnenden Sprache , erheben diese No- 
vellen über die gewöhnlichen Brsehf innngen dieser Art. Wir glau- 
ben nicht SU irren, wenn wir in einzelnen, hierund da terstreo« 



4 



Dentsehe Sprache n« Bcbone Lit 107 

ta Zig« ein Bild der geist- viid gcmfidisToIlen Yfin. %n fittdoi 
■aMB, dens wirklich Geschehenes und eigen Erlebtes trftgt eben 
BS dendidi sein Gepräge, nls das GegentheiL Es wirde schwie- 
rig sräi, die Tier in diesem Bande enthaltenen Piecen einer Rang- 
ordsnng n «nterwerfen , da ebe derselben in die andere greift, 
ebne dass einer ein Vonng Tor der andern eimnrftamen wftre; 
doc^ bekennt Ref., dass ihm die beiden ersteren: „Ben ond Welt- 
BiBD*' and „Lebensgluck nnd Liebesgluck^ bedeutender m sein 
scheinen, als die swei letsteren „Fannj** nnd „die Lebensbilder", 
ohne dass man dafür etwas Anderes aninfohren hätte, als ein in» 
drriduelles GefnhI. • Eins haben sie alle gemein und in ihm liegt 
anch knn angegeben ihre Tendern: die wirdefolle, ans innerer 
Nothwendigkeit herrorgegangene Resignation ebes edlen weibli- 
chen €emuths auf den Complex alles Dessen , was in der Regel 
das Süssere Glück der Liebe zu bilden pflegt. 138« 

[1784] NoTellen. Von Joh. N. Vogl. Wien^ Rohr- 
ju Schweigerd. 1837. 179 S. 8. (15 Gr«) 



Wenn unter dem Begriffe NoreUe knne pikante Originales- 
laUnsgen Toller Handlang, wie sie Boccaccio bietet, Tcrstand^n 
werden, ohne feste abgerundete Form, sich drehend nm die Axe der 
Liebe, so hat der Vf. den Titel für das Yorlieg. Werkchen nicht 
hesser wählen können. Es enthält llnchlige Skizzen gnt entwor- 
fen, anmuthig durchgefahrt „Die Gedankenränber*' nnd „die Yer- 
sdiwnndenen** sind tragischen Aasganges , während „das Sc^^ei* 
bensebiessen im Zillertihale*' sich aal heiterem Gebiete bewegt, 
nnd „das Nachtlager in der Waldburg*', „der Klapperhans'S „der 
Retter^' nnd „Vier**, obwohl m ernste, fast schanerliehe Element» 
in sich tragen, darch einen yersöhnenden Schlass befriedigen. 
Das Gelnngenste sind jedenfalls „die Yerschwnndenen^* , die na- 
mentlich einen wahrhaft poetischen Schlass haben, nnd „das Schei- 
beaschiessen im Zilierthale'S ein heiteres, lachendes Gemälde ans 
Erzherzog Maximilian's Leben« Sind anch die Stoffe nicht darch- 
gängige nen nnd überraschend, so weiss doch die gefällige Form 
md die — man möchte sagen — österreichische Harmlosigkeit 
Ersatz daiar zn bieten. 138. 

[1785] Die Hänptlingstochter. Historischer Roman ans 
der Zeit der ersten englischen Ansiedelangen in Yirginien. Von 
JtU. Krebs. 2 Bde. Zeitz , Schieferdecker. 1837. 
284 Vi. 308 S, 8. (3 Thlr.) 

Eins jener mittelmässigen Producte , welche sich ohne allen 
Ansprach auf höhere, als die gewöhnlichsten Unterhaltnngsinteres- 
sen , dordb mehrere B&nde fortschleppen , nm am Scfakisse dem 



lOB Deptselie Sprache h# sehöne Lit« 

Leser nidits, als das Gefühl nn^henrer Leere und UnbebagjBek 
keit MTÜckzolaBseii« Der Titel kondigt ein Gem&lde jener 
mensen Muheale, Entbebnuf eD and Beschwerden an, mit wel 
die ersten Ansiedler Virginiens im Jahre 1607 gegen See, 
und Einwohner zu kämpfen hatten, allein weder Anlage nodr 
fiihrnng entsprechen dieser Ankündigung. Um ein treues, 
diges and ansprechendes GemfiMe jener Zeiten , Sitten und 
bäitnisse vor dem Auge des Lesers an&urolien, fehh dieser 
Stellung das Haupterforderniss , nänibeh entweder eigene AbscI 
ung oder gesohichtliclie und geographische Yorstodien. Als Ft 
ist eine firzfiblung untergelegt, die an CnwahrSchfialicJikeit 
Mattigkeit ihres Gleichen sucht. Ebenso scheint der Vf. yw 
Gebräuchen und Einriditangen dA englischen Marme im 
Jahrhunderte, sowie von der Disciptin der Seetrappen gans 
dere Yorstellangen zu haben; die Seemannsausdrüeke entlehnt 
ans Marrjat's, Wilson's und Chämier's Seeromanen; die Sol( 
der Marine reden mit ihren Offizieren, wie mit ihres 61ej< 
und die Offiziere streifen zu einer Zeil, wo die Erhaltong d^ 
ganzen Colonie yon der grössten Wachsamkeit abhängt, zuihrelk 
Vergnügen Wocheu lang in den Urwäldern herum. Anderes 
eben so ungJäcklicK nach Cooper eopirl. Als Probe des Sti 
Folgendes: Aurora heisst Thl. 2. S. 37 das „Morgenrothm&dchei 
ThL 2. S. 193 ist Ton „Scheidewasser der Lnidenschafi*^ „Balsi 
der Humanität'^ n. s. w. die Rede , Thl. 1. S. 42 ist CapH 
Smith mit dem Abzeiehen des Admiralranges bekleidet, S. 45 \ 
richtet die Mannschaft sogleich beim Landen eine Wagfenbn 
Bine besondere Vorliebe scheint der Vf. für das Wort „mal 
„einmal" sa haben (vgl. Thl. 1. S. 32, 126., Thl 2. 1, 1 
1I.8.W.). ^ 138. 

[1786] Der Vetter aus Schwaben. Schwabenbräudi 
Schwabenstreich ans dem Leben gegriffen vom Schultheii 
Neffien^ Abgeordnete» Ton Marbach. Stuttgart, Balz^sii 
Buchh. 1857. XVI u. S. 17—362. 8. (12 Gr.) 

So rekh und Tielgestaltig die Literatur unserer Zeit ist , 4 
sehr fehlt es doch noch an eigentlichen Yolk8schriften,/.d« L I 
solchen, die ans dem eigentlichen Leben des Volkes hervor^egal 
gen, Tolksthumlich behandelt und in das Volk eingedrungen sin 
Unv so erfrenlicher ist es, wenn sich MAnner, wie der Yf. df 
Torlieg. Werkes, finden., die diesem Mangel abzuhelfen- suchei 
Im schwäbischen Dialekte und mit dem demselben eigenthümliche 
Tone von Einfachheit nnd Trenherzigkeit bespricht er das Veiki 
leben seiner Landsleate, geisselt, ähniidi dem verstorbenen hk 
hannes Falk, mit harmbser aber treffender Satyre ihre Misshriii 
che, Abei^Ianbes und Gebrechen, zugleich aber nach Allem, ^m^ 



Oeotsche Sprache ■« sehliBe lAi. 100 

m in SitteB, Gebriliicheft imd GewobniieiteB diescii gntinddiigeii 
mi bMkfrigea V«lks»(iimmes Anerkemtong verdient, mit palrio* 
iMer Wärme ksMigend. Schiiigemler, kerniger, kräftiger Wiix^ 
fmUff Smm , DarehdrangeoseiB Tom Gefühle der NattODalität, 
Erfrimng im iillen Zweigen des VolkslebeuB , praktisdier 
>?tntuj und Wohlmeinen mit se idcri Taterlunde fharakterhiren 
ttniXt »yDie Sckmneer", „Wildschaden, Baareojatomer^, ,,der 
SrckoraiTe«!^^ und „die Anmetdang im Pfarrhause'^ sind wegen 
I Ibi» «i%taieinen Int^^ressee die wirhtigslett' der darin enlhaltf nen 
:li6itee» Die mitgetbeilten Anekdoten sind in ihrer Art nnter- 
l^feUick. Der billige Preis lasst leider das Papier so grau, ids 
nkt 138. 

[17^ Bie alte Jongfer. Srenen aas der Protinz nach 
'Ih K^Btaofalioo, Von H» de ßakac» Aas dem Franiösi* 
LMhei« Bieslao^ Lenckart. 1838. 310 S. 8. (1 Thlr« 
6 Gr.) 

Il&vt SdMerong des proTinziellen Lebens in Frankrtidi 
^Arwd des Zeitmnmes nach der Restauration fa^s snr Joli- 
levoMon, mk der dem Vf. eigenthümlichen Schärfe, Parslellnngs« 
g/he, Glatte mid Pikanterie entworfen. Die Bewerbungen zweier 
tifcr fiarrans, eines Edelmannes nach dem anden regime nnd ei* 
M ElifwrkemmMags aas der Kaiserzeit, nnd eine reiche , einf&l-* 
%e Bad bejahrle Jungf»an, der Kampf nnd die gegenseitigen In- 
wgtn der Nebenbahler nm deren Besitz bilden die Fabel und 
/MB treftiehe Gelegenheit , das Parteiwesen , die Cotterieen, 
. Iftlttkfc ien nnd Lficfaerlichkeiten einer Provinxialstadt darznsteU 
^hu Der Tendenz des Werkes nach musste der Vf. natfirlidk 
Mek auf Charakteristik der Sitten im Allgemeinen , als der ein- 
^doea Personen bedacht seini Ref. hat diess nicht bedauern kön- 
, Jena eines Theils gehört leider die Mehrzahl der eingeführt 
Charaktere zn jenen anreinen Wesen, an denen die franzd- 
Literatur jetzt so überreich ist, und anderen theils haben sie 
aodl in dieser Fassung au wenig Folie, am ein psjchologisches 
latrieae z« erregen. Pa sich übrigens einige Unwahrscheinlich- 
keitea nnd Inconseqaenzen gerade am Schlüsse häufen , so ist 
der Totaleindruck nicht gerade angenehm. Die Uebersetsong ist 
(enandt, leicht und fliessend gehalten und dem Genius beider 
'Spaoben adft^nat, nnr hätten hier und da einige LXngen gekürzt 
können« 138« 



[1788] Eigene Qud frcjmde Schuld. Roman tou Be^ 
pm$ Frohberg. 2 Bde. Leipzigs Weber. 1837. 
)»8iu 305 S. 8. (3 Thlr.) 



110 Oeatficlie Spracbe n. schone Lit# 

Lebens- und Liebeswirren zweier Herzen , wekbe dnrek 4 
AUractioDskraft gegenseitiger Neigung zn einander gezogen, Mfi 
Nicblversteben ond Missverstebep einander entfremdet und i 
gebüsstem Irrtba^ie, geläutert durch Erfahrung und Harren, ^ 
der vereinigt , werden , nicht ohne die zarten Bluthen der Lei 
Schaft und des Ideals yon ihrer Liebe abgestreift zu hdl 
Weibliche Zartheit, Ausdauer und Umsicht haben aus diesem 
und für sich etwas dürftigen Knäuel einen Fad^n gesponiien,^ 
sich 'durch zwei ziemlich starke B&nde hindurchzieht. Lässt j 
der Yfin. eine gewisse Glätte und Eleganz in Hinsicht der i 
Ordnung und dejs Vortrags nicht absprechen , die weiblichen 
Zahlern in der Rege] eigenthümlich ist, so hat sie auch die Hai 
fehler unserer Schriftstellerinnen nicht vermieden; nftmlieh W 
läufigkeit im Vortrage, Verharren bei geringfügigem Gegensl 
den^ Aufstellen idealer Charaktere , die mit Schwachen prai^ 
welche nur dem Auge des Weibes als Tugenden erscheii 
Weichheit der Handlung, Mangel an durchgreifender Keiam 
Trotz dem lurd das Interesse des Lesers gefesselt, der «o»*!^ 
rende Guido, Frau von Lemau, die auch in ihren Bloss» n^i 
benswürdige Elisa, die phjsisch gefallene, moralisch hoehstd^r" 
Juliane, Alle nehmen eine um so höhere Theilnahme inAnspm 
je weiter die Handlung, fortschreitet. Zwei wichtige Lehren " 
der denkende Leser Ton dem Ganzen abziehen: die eine, 
.weihliche Koketterie die Eigenschaft ist, welche, unanfgew« 
durch. zahlreiche Tugenden, die zerstorendste und gei^hrhi 
Feindin häuslichen Glückes und inniger Neigung sein wird, 
andere , dass es kein schlimmeres Mittel gibt Eifersucht zu _ 
len, als das, dieser Leidenschaft möglichst viel Nabrungsstoff 
geben. Die Ausstattung ist glänzend. ^' 

[1789] Redwood. Eine PrzAhlung von Miss Sedi 
Aus dem Englischen. Mit Vorwort von' //• ReUstab. 2 
Leipzig, KöUen 1837. 264 m 249 S. 8. (2 
12 Gr.) 

Auch u. d. tit.: Miss Se^icKi Erzählungen ^d 
feilen, ans dem Englischen mit einer Einleitung von £• ^^*^ 
b* Vi, 6. Bd. U.S. w. 

[Vgl. Repertor. Bd. X, No. 24S2, Bd. XL No. 591.] J 
Die V£n. „der Familie Linwond" und der „Hope Lcsft^ 
hat seit ihrem ersten Auftreten ein anerkennendes Publicum CT 
fanden. Und in der Tbat , wer Verzicht leistet auf ^^^^^ 
Abenteuer^ auf künstliche Verknüpfungen und grossartige ^^ 
Strophen, wer an einfachen, stillen, dem Familienleben *5^?.jijJ^ 
neu Begebenheiten, mit Feinheit, Zartheit, Erfahrung ^"l^g^ 
keit vorgetragen, Geschmack findet, wird zu diesem PnbiMiwB 



Oeitsekf Spracbe a« schone Lit« 111 

Urea« Wie Id dea fraberea Romanen der Yfin. , so wekt auch 
in dem Torlief^« ein Haaeh der Sanümalli, Dnldoof, ReligiosilAt 
ud SiUeoreialieit, der ihn beaooders für Leserinaea sa eiaeran-^ 
KeHdunea Erscheiaang machen wird. Dem Titel lufolge eollla 
der ernste gebeagte Redwood Hauptperson des Romanos sein, al-« 
leia die' Vfio. Iftast ihn nur als Staffage heitererer Brsckeinnogea 
kerTortretea , während die liebliche Ellen Bmce nnbewusst und 
antemerkt das Hauptinteresso ia Ansprach nimmt. Ueberhanpt 
SBif 4h weiblichen Charaktere de^ Baches mit einer entschiede« 
seil Vorliebe behandelt, und wirklich yerstehen Schriftstellerinnen 
Area Vortheil besser, wenn sie weibliche Charaktere richtig and 
rolbiaadig, als wenn sie männliche einseilig und mangelhaft aof- 
bsstn und durehfuhren. Interesse erregt die glackliche Charak- 
teristik der Qalker in den Persoaea Reuben Harriogtons, Bmiljs 
ud Sasanneos, wie auch die hier und da Terbreitete Schilderung 
der LandessiUea nicht ohne Reis erscheint« 138« 

[1790] Mnstapba Pascha oder die YerschwSrang auf Malta 
m C. JVolf. Hamburgs Herold. Iß37* 247 S. 8. 
(1 ThlrO 

Malta iart ana eben der Ort, wo sich am angemessensten 
iUpriisentant«n von Bnropa, Asien und Afrika, Mahommedanismns 
ud Christenüuiffl, Schwarze and Weisse zusammenbringen lassen. 
Das Heer federt zu geheimen Gondelfahrten aaf , die Gängo und 
6e»olbe der Rittergebäude bieten TortrefBiche Lofalitfiten. Diess 
ist denn hier auch Alles benutzt, und Intrigae , List auf der ei- 
wo, edlere Leidenschaften auf der andern Seite genng forhan- 
dea, am die auf dem Titel erwähnte Verschwörung zusammeaza- 
Mogen. Damit jedoch Unkundige nicht glauben , dass von der 
senesten, zu deren Heerd man Malta gemacht hat, die Rede ist, 
bemerken wir noch , dass der äusserlicho sehr anständig aasge* 
stattete Roman in eine Zeit fkllt, schon lange vorher, ehe Napo- 
bn Europa seine „eiserne Hand'' fühlen liess« 98. 

[1791] Der An&tand in TyroL Historisch- romantisches 
Gemälde aus dem Jahre 1809 von H. C. B, Belani. 3 Bde. 
Uipsug,. Literar. Moaeam.. 1837. 258^ 308 o^ 206 S. 
8. (4 Thlr. 12 Gr.) 

Auch nnt. d« Tit.: Tjrol 1809. In zwei historisch - ro- 
aantisehen ßcmalden von H. C. R, Belani. Erste Abtheilung« 
Der Aufstand in Tjrol, Roman in 3 B&nden. 

Was Jean Paul von dem bleibenden Vorzöge der 2. Aufl« 
TOT der ersten bemerkt, dass man nämlich darin sagen könne, 
vis die ernle aufgenommen worden sei, gilt auch für jede spfttere, 






112 Doitsohe Sprache iu acbSie. Lit« 



odßr ¥i«ljnelir yerspfttt te Anxeige , dk» fireilkh Tifeileidit nur 
JNftehbfiU fremden UrtheQs gelten ^dimte. Indeaaen aneh/ ohne 
mcjireren Anzeigen ü kenaeily würde Ret keinen Aage&l 
^eiYieiMt haben, dem Torl. Roman die Tollste Gerechtigkeit 
äverkenmiog «iderfidiren zn lassen.. Augh ywa einer 
Seite, wo sie für s^ho £rzeagnisse «eben kominl, istsieja 
Tf. durch den Afifsalz in der Ailgem. Zeit, gawoiden , worin 
gewiBsenhaftec Hiatoicas die poetische JLicenx, welche derYf. 
mit einem Gliede eiser hohen .Regentenfamilie erlaubt hat, 
pfindlich tadelt , weil freilich die weite 'Yerbreitong des Ri 
einen histonschen Irrthnm den Geniilhern einimpfen kann. 
Ref. selbst betrifft, so wiederholt; er gern, wie sehr ihm 
Roman in ^ßiner. Frische nnd Lebendigkeit gefallen hat, und 
er, selbst indem er diese Zeile« niederschreibt, , gern wieder« 
Seenen niicbgeschlagen und gelesen hat, so die Scene in 
Sennhütte, wo der gefiingene Anleine die HAscber sn seinen 
fangenen macht n. s. w. — Eine grössere Höhe der Spam 
wie in der Scene Bd. II. S. 130, «wo die blinde: ^amiHe 'If4^^„ 
'J'aabstammen auf der halbzerslöften , Brücke unter ^iKreapI 
'sieht, war sogar noth wendig, da die poetische Fiction auf fjkfi 
Höhe mit den Begebenheiten, die an sich wie Dichtung >efsdieii 
halten mnsste, und. 30 finden wir auch die bangen Sitiaatmien 
beiden Liebenden, deren Schilderung von Scftvolajs pejehologis^ 
jQualereien weit entfernt ist , bei dem Äusseren Staune gann 
täriich. Dass jedoch der Y£ auch in das Gebiet,; wfeleht 9 ScS 
eröjSnet.hat, sich wagen könne, seigt der Charakter tier Idi 
den er mit sicherer Hand gezeichnet hat. Nni^ einen kleinen: 
beistand will Ref. noch erwähnen , den er freilich nidiüt g^ 
beim ersten Lesen des Textes bemerkte, nruniich. in den :Cnp 
Überschriften, die oft als die ▼orgeschriebenen S^hcmnta .der 
beit erscheinen. 



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^ki4^ rt. Eöfln rjtujrh, 5. Tt tchcilb ock 


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^^«Mft, C ,1 t. ; K: uLU ;: LI dci MenAcbon. S^ddcUcc 


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■ TW, l. üd* in#Ji«i1itXlo Krankli«iteiu t. Aul 


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^^^ 



nrlkh, Leop, u.^ Bd«f« am Bngtaad ftber tue J. l£7i bl« tSTB 
Pitlorhtiy, Th^ Öa^ron v., G«dicble < . . . . 

F<ut«#i>finf« Jü^ C*, Unlenncbangin Hb« Lebflnuiiifiictluiai. 2. Au 
Mtiimtitnd% l^crcf^t iÄmiiillkhe Werket. BtiiiUAßM. vooJc»A.MFo 

S- II, 4. Till T . , , 

JtfHiftTp hetfp.^ JikrbücNr dei 0, Reklia, i. Jo^hrbilchor 
JVcc^V ft,, Goethe ttf«d tvine W ttlertaclmr, 1* Edcti£i. 
ICL'rAa*«jif^ Perd. 1^^ der leUU ^t^rn Marienbmrga 
äUumovä^ M{T,f Ebeialiuida Sugen^ Gosc^htcbitfa u. Legco^cii 
Jltfefir^ K> 0. A.^ Gnmdzag« der Politik de« Eecbt«. 1. llil. 
JbMsintofrr, Jlf. J*^ Icpnij^raphio der LijiiS* tmd fiflRiwiuacf'Mf 

LuikeD. 5. tt. 6. Uefi; 

JllkltfH, £,. X, dfe Orlefe PaüU na ^le Kodiitlier. £. TU. 
i^in/elir, J. A^, G niodri» der TergL L«lif « vuai Gelirftudia der 1 
Sehenkmäorf, Jfnr« i% läjnmtllcbe Qodkbto . 
SeMtmi H, Ä., Naturgeachiclitc ti. AbbÜdd* der Fbebe* 7— lf.L 
ArAmiiff, Pr*^ über die ZustÄade der Vcr«.fiiiuo^ lo 0m[t»cb)iiML 
Stdffwick's Erailtwfiea ojid Nordletu 5. tu 6w Od. Uedwood. 

d. Ka^h flberictzl 

Sprt«he, dlts, des ITcra^eaft. Ton if^fT. Uemusg« too Lh 
Slwm^ Juc.i 0catBcihI;aidi Florm. U AbÜil 71. Befi . 
Taeclieiibucli der netietieti G«»diiebt^ H^iiiMgt^. fon 

MUmh Ut Otiff, iTficJkrcf« Getcblcbte d«i j* IM6. 
Tlrremm, ^«.^ die Btf«diaiiik«LI cia^ Tufeiid* i, Ault 
Veri«ieSiiili» d«r in Fuma^r« rpricomni. V^fd* Hermüt^itf. 

Momtchnch und ScAirJ% 
r<^fl^ Th., Bym^iM f«a«rii C^mUc 
Kc^^lfim^^ K. j., Lebrtmell der duUüifitiim tuucalob; cu X, IkL 

rej^r, JöA. iV.> Kovetko 

fFo^ic, On».^ JaJtrbficber in H. Beidifj «. J Abrbtebflr. 
WibrbeUp die, b deir Ueimn^ecbM Bacbe 
irr£«r, l-V. ITiwd.» biit4ttiMsb*«biti«t, Jftlirb«dL B, Dop 
FF^tw, J. j(^^ dl« otoastoa ErfiJiniQftii tu der W« 
IFAiir, Cft., di« bdnlWb« Blit* A. d. BnoL rm C 
Wim, jFVä. Xhw,, HotDÜkii. a 84 T^ * 

VFi?'/; a, MmttpbA PudiA 

Mt mvrnmm, W* K J«, du Meer and Mitt^ B^WObaiBr. 3 Bd«. 
2Wcälfiui!jrK<^^ r. ^. /* t^^ Geubkit« iU. dM XlMlen MüLuharm ' 



Läermrüche MiimUm^ 



Bef9rd«niJif«i it 

ynifenrititniactokbtiMi 



AllffeawiAo Blblkfispld« Ar D«iitMiU«Ad K«. 4S 
8iblkp»pyMbnc Atixdcv No. U «* 48. 



Offvek V» r. A. ireekfcma« ii 



MXKl. 



lesammi 



der 

iten deutschen Literatur 

ffftr Aas Jahr 1839. 



' HeraoBgegebeB 

\ 

: im Vereine mit mehreren Gelehrten 



TOB 



. Dr. <B* <$. ^ttittOtf^ 

OtertibBoÜwlar u der Untveraitit ra Lcipzl(;. 



^erzehnter Band. 2. Heft 

BogeB 8 — 14« Literarische Misceltea 2, 
.BäfiegB^ie No.44n.45. Anzeiger No. 44 a. 45. 



Leipzig: 
F. A. Brockliane. 

1TF7. 



(Ansg^cben m» 15. No?eiAl»tr 1837.) 



K e g i s t e Ti 



AUki>f, J. C, Dietr. Aug. Königes Leben und Wirken . 
Analekten über KiiKicrkrankheiteu, 11. u. 12. Heft . 

der spec. Pathologie u. Therapie. Herausgegebeii voo A 

Brcssler ii. i. Jacobson. 1.^ Bd. 1. u. 2. Heft 
Arnold y Autj.^ Pädagogik . . . . . .* 

Ajivhhtmhy Jos.y Geselchte Spaniens and Portugals etc. 2. Tbl. . 
Bof/er, K , die Idee der Freiheit u. der Begriffe des Gedankens . 
(^Beckeyr, (Gr. WülA.), Napoleon, s. Napoleon. 
Bemsteitt^ (r. H., Lexicon syriacum, s. Kirschii Chrestomathia. 
Blätter, altdeutsche, herausgeg. von ilfor. Baupt u. Beinr, B^f" 

mnm. 2. Bd. 1. Heft 

Boczcky Ant.y Codex dipIoroaUcus Moraviae. Tom I. . . • 
Üoetfiius füllt Bücher de coasol. philasophiae, althochdeutsch vot» 
Notker^ herausgeg. von E, O, Graff . . . • 
RresslcTy ff., u. J Jacobson, Analekten, a. Anmlektien. 
Hreytftcr, Kmst, Jesus Christus in Gesängen etct. . . . • 
Cnesarit, C JuHi, commentarii de belle civili ed. J, Apitz • 
Chrysostomit Joa,^ opera praestantissima. Graece. Cur. FV OwAb 

Lomler. 'J oin. 1. Pars I »j 

Graece et latine. Tom. h Pars I, I 

Oiöcesan- Statuten für das Bisthum Mainz . . • • 
ElttHer, Ueiw,^ wichtige Tage aus dem Leben Napoleons. 2 Tbitf. 
EmUicher, Steph,, Genera plantamm. No. I—lII. . • * 

Ettffelfiardty C, Aug.^ Bkfraphie J. F. Böttger's . i 

/von, Chev. v., Memoirea. Herausgeg. von Pr. OniUrtrdet, Nac^ 

d. Franz. voti E, Brinckmeier, 2 Bde 

Krdmnnn, Joh. £<2tt, Vorlesungen über Glauben und Wissen • 

Emau, £., Kriegsbilder. 1. Bdchn *' 

h*orchhttmmery Pei. WUh.^ Hellenika. Griechenland. 
Qaillardct, Ft., Memoiren des Chev. v. Kuu, s. £loft. 
Gedanken aus dem Tagebuche eines Juden . . • • 

Oraff, E. 0,y althochdeutsches Lesebuch 

Notker's althochd. Uebersetzung des Boethu$s^ 9* Boelhh»* 

(iregorii Nysa. dialogus de anlina etc., ed. Joh. Geo. Krahingtr • 
flartiy, 7%., die Aderflügler Deutschlands. 1. Bd. Die Fanifie« 
der Btattwespen ond Holzwespen . . » • « • 
HegeTs l^hre vom Staat u. seine Philosophie der Geschichte etc. 
//ermamtt, Car. Fr.^ quaestionum Oedipodearum capita 111. . 
ilihiers, B. J,, kritische Darstellung der Härcsen. 1. Bd. l.Abtbl 
/iille, C\ Ckr.^ die Heilquellen DcuUchlands etc. 1. Bd. 1. Heft 

r. Bd. 2. Heft 

HUffcrtj A., Gedichte religiösen Inhalts 

iiintze, fV. Wilh,, Anleitung zur meeklenb. Civilprozesspraxis 
Ibn Challikani vitae cd. Ferd, Witsicnfcld. Fase. I— IV. . 

Additamenta et var. lectiones ejusdem op., s. irBsienfeld*^ 

JHgcr. Äf., über Practurt-n 

Kirschii, Geo. GuU., chrestumathia syriaca, denuo ed. O. ff. Bern- 
stein. Pars H. Lexicon %yr. contiuens. Fase. I. . 
Klenkter, Mallh , hinterlassene Schriften. 1. Bd. Pred'rgten . 
Kiose, C, ü. W., Geschichte und Lehre des Marcellus u. Photifloi 
Koc/i, Christ., Grundsätze der Erziehung. ^ Ausg. 



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Theologie. 

* <Öie ah'* b«zei«liQjBteii SdirifUD baben KätktMm m Vorfiuierii.) 




L [1792] Smt& Batris Nostri Joaimis ChiTBostomi opera 

f IBttbiitissiiBa; ^räece. Ad fidem optimomm libroram, prae- 

edit I>J"ß. de Moatfaacoii , olim| mbiu oriL |S. 

etc« ^ .^ra l^r. OmH. Lomler^ S. Tkeol. Drs. 

Pars L^i sex libro« de aacerdotio oontbieae« Rn* 

, . SfföbeL 1837. XVni n. 8. 1—04. gr. 8. 

{tt Gr.) 'V 

[1793] Saqctü Jl^atrw nostri J^anois.CIiryeoBtomi archiep. 
tuiop.' ^f^rfk pvaeslantiesiflia« ' Graeoe et latina* Ad fidem 
I librQmin,(,prae6.i ad editioaefii.I). B. de MootfanooB, a 
ordi^ie S..-Be9iedkti ete^ j^ooemiis, ootiB, Tariis lectt.il- 
BOYaüatoris Tita, lusteria literaiia et indidbae looapletata. 
Frid. Ouil. Lamkr. Ton. L Pars L, sex libros 
^ivmerdotio 4;enttoea9. Ralolphopoli^ Frobd. 18S7. XII 
[It 8. 1—76. gr. 4. (1 Tiilr.) 

'» Der Heiiaoigeber' beginnt eeiae Yon^ede mit den Wortea: 
)i»titae, non modo foroHs, Tel arti critioae et ernditioni sabtili, 
Htae noTam hanc editioaem lib/oram praestantiss, 8. J. Cbrj- 
dedieaTimas^'; dean er bat k(^ine andere Absicht bei Her- 
dieses -KirbhenTaters, als die. Leotire desselben bei jun- 
nnd bejahrtem Theologen zu beordern , damit diese sich 
b Chrjsostomiia begeistern, fSr ihren Berof immer mehr kräf- 
|%en and ans dem reichen Geistesstrome seiner Homilien fleissig 
;^pfen ml^en. Die innere Anlage' nnd die äussere Ansstattung 
|fi«wr neuen Ausgabe sind gleich iinsiehend^^and es ist übedianpt 
A^ot. d. fM. dnttth. LiL XIV. 2. 8 





114 Theologie. 

Diehts TorabsiUimt worden , dieselbe in der Oetavansgabe Hwi 
wie in der mit einer neuen latein. UebereetsongTersehenenQ * 
ausgäbe so sauber und nett als mögHcli dem Pnblicam zu i 
geben. Die Yorliegende Abtheilong entbfilt die 6 benrlichen^ 
eher Tom Priesterthnm , denen eine Uebersicbt des wissenscf 
eben Apparats und die Vorbemerkungen Montfancons ober < 
Werk Toraosgeben. In kurzer Zwischenfrist sollen andere 
tige Schriften dieses berühmten Antiocbeners erscheinen, einel 
Biographie desselben und die Commentt und Noten des Svf 
Hoeschel, Hughes u. A« Möge diese Ausgabe recht reichQ 
Absatz finden l 11 

, [1704] S. Gr^iii episcopi Njsseni de »liina et^ 
snrrectione cum sorore sua Macrina dialogns. Graeceet 
Ad Codd. mss. iid«n recenauit et ültaHrv^i Joh. Oeo. 
bingeruS y bibl iott. reg. Monac cnstos* Lipsiae, Wi 
1837. XXIY iu 374 S. gr. 8. (2 TUr. 8 Gr.) l 

Dieoer Dialog, wdiber iM rein ditf^t, IbImAs W«^ 
den vorzüglichem Schriften iIbo Gregor v. ^ssa ^rechaUfl 
den muss, erseheint hier in einer kritisch senr Bereichortea 1 
gäbe, bei der sich der Heiausgeber unbestreitbares Verdient 
Herstellung und SAuberung dto lückeli- und fehhrhafien ^ 
erworben hat. Diese nueete ihm wm so eher gMßngea , i 
oelbst bet^ üft dem Oeisle dieses Kirdievfaters tertttl 
und in der Bibliothek zu München einen reichen krit J| 
benutzen nnd manchen gelehrten Beitrag aus seiner Onig( 
mit YOraAeiten konnte. Bei der latm* Termoii ist er meisl 
Sifuius und Augentius gefolgt , hat eo jedoch an den na( 
Yerhesseruagen nicht fehlen iaseen. Unter den krit. und I 
loniden Anmerkungen Tordankt er mandMs nidit DnwidKfa 
~ " Iknd 



gelehrten jangen FreundOi Alk. laha, wefeher bald 

PivbOn seinar Gdehrsamktit und wisstnachaftlidien Thit 
abaugebeo ged^t, 4ie Vorsi^ok dem Flato mgewende 
Die Äussere Anordnung und AmutattODg des Buches ist lo 
wVrth und der Druck correct. Wir danken dem fleissigen' 
Msgeber fiir die Gabe | mit wefeher er die Freude der 
Literatur beedienkt HaL 

[17Q5] GeMkiokte nd Lebe des Marceflm ind 1 
tmws^ daigesieflt m Dr. Carl Bmd. Wtlh. Kloie, | 
Tatdocenten zu Kiel« Banibiii^g^ Fr. Pertkes. 1837« 8| 
gr. 8. (10 Gr.) ' ] 

Der ?£, wekker «(Aon dnrsk atine Monogn^ Oer ] 



Theologie« 115 

dliiiB dcD GnMeii eich rOaliitel bekunt fMiukt lui, gifclae 

IQ dieser Abbandliiag^ 2 Episoden ans der IrianiedieB Geediekte 

and, wie wir beiLeeiuig derselben vns fiberseogt haben, einen 

wertbTDOen Beitrag sarDegaieaKeschiflkla. Beaaaders ist der TU 

wegen der grossen Sorgidt sa lobeiii womit er alle gesddchdi- 

eben Notiaen über Mareell and Pbotin gesaaunelt nsd snsanune»- 

gesleUt bat, am einen ToUslindigen üeberblaek iber die viel aa- 

gefbcbteaea LebensveriiAltBisBS derselben su geben. lUidcsickliich 

der Lebrs sind die Cilate sebr aasfibdieb alMbeat, damiiman 

sieh gicidi «it eigenen Angen- von der Spraye der HArttiker 

aberneagen könne. Freilidi bedmMrt der T£, die Saaunkmg der 

FFSgSMnto des Maioillaa Ton Rettberg aUbl in den Binden ga- 

bsbl ta beben , wemater ebne Zweifel der Tm in den Citaten 

aacb aeinesL eigenen Gestindnisse geKtfea bat B« Darstdiang 

der Marceffian. Hfirerie aaeh BuMbias kenait lest Alles anf die 

beiden GeafaAleiNHKtahiaaaB: fiLSi. ,3L 1«^^ ^^ S«^ des La- 

ges niciil tsb Vater ab , aodriem liast iba ewig nad angOMagt 

ait daat Vnler Tereinigt nein: Glitt nnd im Logos, derLogea in 

Gelt.'^ S.34. »,Der Mama Sobn Gottes ist nar anf ibn, den mit 

imi FMaebe Tereiaigtan Logoe, ansawenden.'' Ueber den beiL 

GeiBl hat sieb Marc nnr nadi der Annabme der I>7Bamiker aas- 

fesprochea. Uebrigeas bat aacb Rettberg die Sebrift Mareell's ge- 

gea den Rbelor Ast^aa bestimmt dao Tilsl: ^^Ibfl r^ tov 

«10« moTojiQc'^ gefihit , folgUah ist des Hiburins Yersieberang 

woU begrande^ der sie mit Besag anf 1 Cor« 15, 28. unter dem 

Tüel: „De aabjectione Demini Cbiisti'' oüirt lieber Pbotn, der 

im Weaenlliehen gans aeinem LArer felgte, Jkeisst as &76: „Br 

seAto mebr , als ton diesem gaaebeben war, die .Cbristologio sa 

entwickeln.'* „Bei Pbotin trat eine Aoaiberang aa Paulas Sa* 

Mosal. weit mehr berror, wfibread Maroeilaa, wenn aneh nnr 

edunnbar, mebr in den SabelKanismas aa geratken scbien.** £L 48 

—50 bat «udi der Yt das dem Bischof Jalias b Barn &wg^ 

bene Clanbeasbekenntaiss das IbuNBUas deatsch wiedeegegebea, 

worin dieser freilich scbeAaaicht sehr dtankdi ansgssproohen hat. 

Im Gänsen hätten wir etwaa mak Prirision im AimdiMk «ad 

sang der bebanddten Mnlerio in ttlioko >mrse Sitae 



aia Efgehniso der gaasen Untersaebnag gawinsebt, wiewdd wir 
dlsrode steHen, daaa der bebmulehe OegWatand sciao 
Scbwicijgkaiten kaL . ti . 116. 

[1796] ^Kritische DarsteUimg derHaresita imd i^r or- 
Aodoxea de^^matiscken Haapiricbtaagen in ihrer gen^tiecben BU- 
dang und Batwiekelnngi Kom Sianjpancte das Katbolieisna^ aas. 
Tob Jf. J^ BHg€r$^ Dr. d. ThsaL nnd PriTal-Oscckd der 
ka&aL^tfceot. FtonltlU der Oair. an Boan. 1. hL 1. AbtU. 



116 Tlteologie« 

Bonii, Hubicht 1837. XIV h. 233 S, gr. 8. (ITII| 
4 Gr.) ,; 

... In diesem: weit angelegieii Werke wird eine Gescliichte dei 

-ehmUichen Lehrbegrifib gegeben , bei deren Abfassung des Tfl 

•Bestreben- dahin gisg, die Haoptriditungen , die in- der ^s^ 

schaftlichen BeiMmdlung der christliclien Lelire Iieryorgetreten si« 

in ifarer genetiscken Bildung und in ihrem ^genthündiehen Cli| 

«ndctev aiäitifasseii.. :An einer selchen Geschichte der dirisdicU 

Offenbamngslebr^ in ihrejp (wissenschaftliehen Entwickdung^ II 

es bidiec' allerdings gefehlt, daber der Vf. deinem höchst dring«! 

-den BediMusse in Btwas abanhelfen^glMAt. Die 1« AbthL «il 

fhalt die Anomalieik des christl. Iichrbegriffs in den, ersten 3 JahA 

-jedech nnr die» der «.Zeit nach -am ersten herrorgelceteiieft^ 4 

'21 Abtbl. iwird die' ihrigen gisJoalj Systeme ünddie bisittS»3.Jalil| 

Mnaaf sid^* herausstellenden oilhodbxen dögmatisdien Bichtu^ 

e^hallea In der streng wissensehaMich gehaltenen fiiaieiUiag &| 

—97 entwickelt ndd .bestiaimt>der Vf. seine Aufgabe näher. Si 

idiristl. Lcbref ist ihm S. 2t/^Bine dacch nnmiltelbare CaflsaSii 

Geltes in-ider Zeit bewirkte, aum Behnfe der AnfbewahroDginj 

Fectpflansnng im wörtlich sjmbolisivten jfogriffe , bereifs^ obji 

•Ttrte'BathiiUang''^Terborgeneri}IKiige.'^« Sttn St^ndpnnd ist ai 

geben S. ht:, „Vom Suindpanote .des KathoKcisnnui'jäils mass j 

Darstdlang der- diistlichen Lehre t für Hftress gelialtett weii 

. .di^ den rEatscheidnngen des: gesammten 'Lehrkörpers 'der KI 

•entge($ea JstV. Hiemadh^ist.imeh- der Begriff ^dieser (kritii 

DarstellbJig-heStiami^ /werden.'- Unter Geschiriite der orthodd 

dogmatisdie« Riehtungen '.versteht er S.Ö: „Die' Geschichle^J 

jenigen Verhfiltaisses .der christl. Lehre> zur Wissenschaft, bei^ , 

sen Bestuumnng von dem durch das unfehlbare inundliche.Lib 

amt in der Kirche fixirtea Lehrbegriffe, als vom einer unabAolll 

liehen Grandiage,- ausgegangen: wd.'^ Demniveh biiUe er i^ 

sein Werk ' eine DogmengeschMite nach kath»L Pifincipien iieisi 

.können; allein diesen Nuneto^hlit er desshalb nich€ gewählt,' 'l( 

das Dogma nach i den GrunlstUaes der kaihoL Kirche tmTM 

'Geruch is^ 'folglich es efi«il}c|(thengescliclite im ffewdhidi4 

.Sinne des Wjorts gar nipb( gut ^^Nnr die Erhebung des an sich i 

•YeränderliclM|(':Dogma' rev^eiatuik aum Oagma deblarainm um 

nothwendig in die Geschichte derHiUesen mit aii%en6mmen wi 

den. S. lö Jgif't 6f ^i®. Einth^ilung der Hiicesen^ in 3. Cla^ 

1) in 'solche, Ate 'äftis der Yii{fs(1ime1rang"deirvjädischen ReligiM 

-lelvre lilt dtr tbHätlicben; QVHh sifche, fio ans der VerschÜ 

tafeig d«r h4idn;^jbd. ReligioiteMtr«' init'de)^ chrislliclieif ; 3) i*^ 

dbe; die.«iä derYi^rschnebwid' der heida. IMi^blisleW mit i 

.'eitrig. Qtftst^MfnMnd. Ferner tii^ir^ in* d^C EinleitfiiigrdaB VerhäljM 

zwisdien Chris^enthum, Judeiw- und Heidenthnm fixirt, der beni 



len Quelles uad B«aii»ei(ii]igea gtdacht, eiM Aoiiftliliiiig der Hiiopl';. 
mooieale aos der Religionalelire. der Jaden aamittelbtr vor Chri- 
stiisf in (PiiarisHery SaddocAer, Bsafier) und auBsnrluilb (Thera-i 
peateD, PlitlOy. Samariter) Palnstioa gtgebea: iafleidien werde» 
die HavptiBeneBte des HeideartiBBis zur Zeil der Er^^hctiaaBg des 
ChristeBÜiams dargestellt (Zeroastrisiiiy BraknaiiisQi, Bnddliaisi»). 
N«n f(dgt Ten S. 97 an in 2 AlMehnitten die Darstelloag der ^iden 
ersten Arten TenHäresen; lar erstem gehören bless dieNaxarfler. 
and Sfcioniten , jene waren keine eigentlichen Hftrttiker , diese, 
qiNlerhitt dem Einflasse des BIxaismns hingegeben,, nahmen goo* 
«tische Elemente in ihren Lehr^egriff anf. Im 2. Abschn. spricht 
der Vf. zonftchst vom Begriff nad Ursprang der Gnosisi von der 
Terfereitnng des. Alexandrinismus in Palästina, von der Schule dea 
Gamaliel, Simon Magas, Menander, Dositheos, Eixai, dann wur-, 
digi er die einseinen Erscheinongen des theosoph. Jodenihams 
nnter den Christen der kleinasiat. Gemeinden nach den Berichten 
den N. T« nnd des Ignatias , stellt die flftrese des Cerinlh , das 
peendoeiementin. Lehrsjstem, den Yalentiaianiamas, die besondern 
Abweichnngen des Marens, Colorbasas, Bpiphaaes, ^econdas. He- 
radeon , Ptelemlias , Theodotns , Theotimos ond Alexander dar 
ond beacUiesst diesen Abschnitt mit der Darstelio^g der . härel* 
L^re des BasiKdes and seiner spätem Anhjlnger. . Qb^nun gleich 
das BülA im Wesentlichen nichts Neues bietet, so istfrdoch dorch*. 
gftBgi§^ die Trene der Fersebang nicht zn Terkennen, aasserdem 
dtr YL wegen seiner gewissenhaften Berucksichtigang ond dank* 
baren Anerkennaog des bereits •(namentlich von Neander und Banr) 
Geleisteten zu loben, wie ihm nach die Yorsicht des Urtheiis nnd 
die Bescheidenheit, womit er einzelne AbwüicLungen vortiügt, zur 
besondem Empfehlang gereichen. 116« 

[1707] ^ Der Primat des Papstes in allen christlichen 
Jahrkanderten. Yon Hu Rothenzee^ geh. Rath nnd Gene* 
ralrikariats- Direktor des ehemal. BisÜiums Speier za Brachsal. 
Nach seinem Tode heraosgeg. Ton Dn Rä$s und Dr. TVeis. 
2. Bd. 7. bis 13. Jahrh. Mainz, Kapferberg. 1837. 
Vin n. 467 S. gr. 8. (1 Thlr. 20 Gr.) 

[Vgl. Repcrtor. Bd. XL No. 506.] 

Wir haben bei der Anieige des 1. Bdes. schon ansführlich 
iiber Geist, Werth nnd Tendenz dieses Werkes berichtet, beschran« 
kcB nns daker nnr anf die Angabe des Hauptinhalts. Die ans- 
luhrlicherea Parthieen im 7. Jahrh. betreffen die beiden allgemei- 
aen Concilien, vorsuglich das 6.; dieses hat der Vf. ganz für 
röm. Zwecke za interpretiren yerstanden. So sollen z. B. die 
Aden dieses Gendls (weil der Papst Honorine als Verlheidiger- 
de« Slenotheletismns sngleidi.mit.^len asderefi lüonothekten auf 



IIS Theologie» 

tanselbes terdammt wvrde), fon dem «bgötetsteii Filriodiii 
Tkeodonis vnfillsdil worden erio. Aliens gesetat ancii, ilas8«i| 
Papet ah H&retiker verartheilt worden sei, (S. ÖO) „fSr das I ' ^ 
Syetom hat es di« Wichtigkeit nidity welche protestantiseher 
ans irriger Ansieht des katkol. Lehtkegrifis in der Yerard 
eines Papstes als Häretikers gefunden werden will. Das 
ken des Stakles Petri leidet so wenig dnroh die Kamiditi 
LeicktglAnbigkeit, Unklogheit oder gar irrige Ansicht des ~ 
donms, das darauf sitst, als dnreh dessen peradnliche Sfinden 
Laster.^^ Man traut seinen Ai^n kann, wenn^ man sokhe h 
and fir«ebe Demonstrationen liest Aas dem 8. Jahrh. sind 
Zeognisse ffir den Primat von geistlichen und weltlichen Gros^ 
angefiShrt, nnter denen S. 111 das von Kari d. Gr. kerrakradi) 
das wicktigsto sein dürfte. Ans dem 9. Jakrk. sind 39 fir jll 
Primat wioitige Zeognisse anfgeiftkll, die mit einaekien Ansa^Ml 
men anch von der Gegenpartei in Dienst genommen werden MW 
nen. Etwas weniger- klangreicke Stimmen werden ans dem Sm* 
Stern 10. Jahrh. Tomommen , während sie in den bdden folgo^ 
den Jahrhunderten ans allen Weltgegenden tönen nnd sogar M 
Armenier nnd Balgaren ans tiefer Notk mit an sckreien genilUg 
werden. Die Zeognisse ans dem |3. Jahrh., in weiokem es tM 
3. Decenniitin an soweiien nickt so riditig am den^ Primat im 
Papstes gestaiiden kat, sind besonders klag ansgewftklty denn 0i 
gar Friedridi IL, dieser Erbfeind des r5m. Stnkh, moss 
tiefste Devotion vor demselben bezeogen and als ein mit 
seinen Ansprachen Abgewiesener Und em in allen KimpCen 
gen die heilige Kirche Ueberwnndener erscheinen. Die tasi 
Ansstatton^ ist lobenswertk. ll€ki! 

[1708] «Diocesan-Statoten fSr das Bisthom 
im Grosshenogtham Hessen nnd bei Rhein. Mainz^ Kirc 
Sehott IL Thielmanii. 1837. 110 S. gr. 8« (8 Gr.]^ 

Der gegenwirtige Bisdkof von Mains, Petras Leopold Knl 
ser, hat durch die anter ^em 2. Mai 1837 geschehene Bekana|| 
machong und Sanctionirong der Torliegeaden Statuten Das wkjtf 
Hch ausgeführt y was seine beiden unmittelbaren Amlsvorg&nge^ 
Dr.Jo)i.Jac Hamann und Dr. Jos. Yitas'Burg, bereits b^ 
sichtigt hatteo , nachdem durch die neuerdings Terftnderte Arronj 
dirang des Bisthams die von dem ekemal. Bischof Jos. Lodtd 
Colmar unter dem 11. Nor. ISil gegebenen Statuten aBsurai 
chend geworden waren. Mit Rucksicht auf die besonderen T«p> 
hihnisse des Bisthnms sollen diese neaen Statuten der gesammp 
ten Geistlichkeit zom Zwecke ikrer Thfttigkeit für die WohUUW 
4er KirckjB in spiritueller nnd materieller Hinsidit die ndtUgsN 
AnMtung an ilie Hand geben nnd serfaHon iu 6 AbsAnitto, foe 



TkioUgle. 119 

im atgmwm hknUUkmt BcitiMiMp» wd ?•» tau MmM: 
IkkM OfdiMfUito; tm den DtoMii dtr Sladh wl I mirifiul ' 
os4 ▼«• tan ««Mlioiiin Widkoagskreiit 4eratlbai; 




CuplebTcreuMii; wi dto KinhNH «nd Pfurr^TisUatio- 
atn; TW d€ft Pbrnm tesd PfcrrfcrvallWB» Benefisblea vdK«- 
uBd TM dflraa jundicb«ni Wirkm^krase, •• wiemdeM 
hfikm dAiMÜieii; t«» derVerwalUwg de» Kkehtlh' 
derPfcrrpMadett widuri«rtrB«i«lid«B. NIcfcsftdMi 
0. .AMWtte, uMm lieb S.62*-.93 itkrA«rf81ulwk|»«rAal9- 
tSknmg od Wandel der Kleriktr ^ uA den Aosefmeke des 
CewiL Tima. iel ,,T]to derieeru über kiceim^ ~ Terbieitel, 
ist der vierte aekr epeneH Meh IiwInielioB «ad Asweiemy #lr 
Ten YisitelioBaberiektea auegearbeiM and der fiiafluee 
d aea^eten» adbet akalkelieebeii lureUidm fie- 
eeligebnBg dabei gaas «iTeikeaabar. Uebrigeas mag aocb b^ 
■erirt aeiB, daes daa Iwlitat der Yieitatiaaea ia der kalbel« Kir- 
che a «f der AnordaaBg dee Ceae. Trideat.bervblf weldiea sich 
Sesk XXiy. call. 3; aber ifcrea Zweck alse erkliUI: „Yisitatie- 
«sn QaiBmm praccipain sit seopas, saaaai orttiodexamqae doctii-. 
aa cxpalsis baereeibas iadacere , beaee Bieres laeri ^ pra? es 
cvt^pere; pepalma eehertatieaibas et admoakieBibos ad religie^ 
a«i, pacem iaaoeenliaBiqae acceaderei caetera, proat lecae, teaih- 
psB st occaeie fereti ex TiaitaatiaBi pradeaJia «d fidelioai fiMtaai 

a 



[1709] Der KuopC ms den Glraken und die idBgiin 
sa Parteieil msrer Zeit Toa L^^dw. Peliy Dr. B.Pref. 
der TkeoL Eine temittelade Betraebtaag, Teraaksst dareh die 
2L Aasg^. Tea Straues Lebea Jesa und v. AaimoBB Portbil- 
teg des CbristeBO iams »ar Weltreligiea. Kid^ UBiTerBitfit9<« 
BacUu 1837« VHI u. 100 S. gr. 8. (12 Gr.) 

Das TorU SebriflcbeB ist aicbt bkss aas «uem sebr ebrea- 
anapAen Siaae oBd Geiste berrorgegaageB, seodem gibt aacb eis 
hiffcif erfireolielM» Zeagaiss dafar , wie webl eia eatscbiedeaer 
flhmbn aiit eiaer erastea aad streagea WisseaschafUiehkeit sid 
fsrlra^; es gewAbrt sieht bless eise sebr aiuieheade Lecttire, 
■aadera eatUdt aacb jedeafalls viel Treffliches aad Beheniigea»- 
werAea. ,,Die Veranttler^* , eagt der Vf. ib der Zaeigaliag aa 
eiaes Weaad, „habea tob jeher das. Schicksal gehabt, es keiaer 
Seile recht sa uadieB. Sie keaaea Biieh aber sa gut , als dass 
M airht wdsstea, dass die YeraiittehiBg ia aiir aichts Aasseriich 
üalerBaaiaMaes , seadera neiBe iBaerste Katar isif aad ia nir 
veaigsteas der Biiriieit aicht eatbehrt , Tielmebr aas . ihr alleia, 
BiiAt aas dem Triebe tu eiaem Uess äasserüdieB Friedea her- 
Tsfgcht Nichts iü lair Tsihasster, als das bless fiosseriiehe Za- 



120 Theologie« 

BammeBleimen des iimerKch gar nidit Terbntideiieii , aof der i 
dei'ii Seite aber aach nichts llrgerlieher, als ein Streiten, beij 
es an Yerstftndniss fehlt, weil jeder von aeitoen PriHnissen mr 
Blaue fortschiesst und dann meint, den Gegner widerlegt tn hat 
weil er viel in den Tag geredet. Das YerstJUidniss mSchte'' 
in diesen Zeilen eben fördern und so eine kflnftige Aosgladfl 
vorbereiten helfen. Je mehr wir in der Gegenwart orientirt A 
desto weniger werden nns die konftigen Bntwickeinngen oufd 
reitet finden , sie zn natzen und wttter zu Ittkren/^ Wie es^ 
dem Titel, „Der Kampf ans dem Glanben^* gemeint sei, '^ 
w^hen Plan derYf. ^ich vorgezeichnet habe, geht aas Dem i 
t4( was derselbe S. 5 in dem „Statt der Binleitnng^^ nbersch 
bencn Absdinitte sagt: „Bs hat sieh aber gegen beide (auf J 
Titel angegebenen) Werke eine Polemik erhoben, die sidi idu 
mehr von den Einzelheiten ab und zu den letzten GrnodslH! 
hinwendet; daher scheint es gerade j<$tzt an der Zeit so si 
„„an dem Charakter der gegenwärtigen Glanbenskämpfe «kisVI 
sen einer acht christlichen Bekämpfang entgegenstehender Ri( 
langen zu klarem Bewusstsein zu bringen" "• Es gibt aber 
nen Kampf aus Glanbensschwäche, wie aus dem Glauben; ert 
rer kann, wie christlich er sich auch geberde, nicht eine! 
scheinnng des christlichen Geistes sein, nur letzterer, der i 
seltner isf , als Maniche wohl denken mögeui^ Hier soll iQl 
diese Glaubensschwilche unserer Zeit im Allgemeinen, danl^ 
besonderer Beziehung auf den Glanbenskampf und die kirchliil 
Parteien unserer Zeit betrachtet werden ; : der wahre und ■ 
Glaube , wie auch die Nothwendigkeit des christlichen Glaabl 
kampfes werden im Gegensatz dazu klar hervortreten uod 
deutlichen Einsicht in die Acht christliche Gestalt desselben, 
im. christlichen Frieden ihr alleiniges Ziel hat, hinzuleiten 
net sein/.' Demnach ergeben sich folgende Abschnitte, in we 
der Vf. seine Aufgabe zn lösen sudit: L Die Glaubenssch« 
unserer Zeit« IL Symptome dieser Schlaffheit imGlanbensk 
der Gegenwart. DI. Die Parteien in der Kirche und .der 
Glanbe. IV. Vermittinngsversnche von Seiten der PJiiloso|i 
V. Nothwendigkeit des Kampfes. VI. Christlidie Gestalt des 6k 
benskampfesr. So ruhig und 'friedlich auch der Ton ist, in ^ 
chem der Vf. spricht , und so fern er sich auch von allem JP 
Bftnlichisn halt, tiberall das Wahre und Gute anerkennt undj^ 
Partei ihr Ri^ht angedoihen Ifissf, so wenig scheut er sich de 
auch die Einseitigkeiten Wnd Halbheiten der theolog. IUdita4 
und kirchlichen Parteien an&udecken, und wird allerdings i 
manchen Widerspruch von Seiten der Verletzten sich gefasst» 
ten müssen. ^** 

[1800] Vorlesnngeii überGlanbea nnd Wissen aisE 



Theologie. 121 

ieiing io die Dogmatik und Religioniphikmophie gdalteB nd 
auf den Wunsch seiner Zuhörer heransgegeben von Df» Joh. 
Edu. Mrdmanny aosserord. Prot d. Philos. an der Uni?. Halle. 
Berlin 9 Doncker n. Hamblot. 1837. XII n. 276 S. 
gr. 8. (1 Tlilr. 12 Gr.) 

Diese YorleBnngen sind, laat der Yerrede, auf den Wnneek 
der Zoherer des Vis. dem Dmoke übergeben worden. Br hielt 
etf also aneh für angemessen, sie, nnwesentliche Yeiindeningen 
abgerechnet, in der Gestalt erscheinen in lassen, in welcher sie 
gehalten wurden und „möchte desshalb dieses Prodnct seines Nach- 
denkens der Nachsidit Derer empfehlen, deren AngriSSni es nicht 
gewachsen sei'^ Von der Art, wie der Gegenstand anfgefasst is^ 
kann man schon dadarch eine wenn anch nnr sehr aligemeine 
Vorstellung erhalten , wenn man sich erinnert , dass der Vf. der 
Hegel'schen Schale angehört; der Zweck des Buches ist, den 
Glauben mit dem Wissen m Tersöhnen , die Differenz beider da- 
durch auszugleichen, dass beide zu der Höhe des absoluten Wis- 
sens erhoben werden. Die Yerbtttnisse des Gegensatzes zwischen 
Gknben und Wissen gliedern sich diesem Grundgedanken gemüss 
zn einer Reihe von Momenten, die zusammengenommen die Bot-» 
wickeinngsgeschichte des religiösen B^wnsstseins. darstellen, in fol- 
gender Weise: I. Glaube, und zwar von der Reflexion noch un-* 
befangener, Religion im subjectiten und objfeti?e|i Sinne. A. Re«* 
flectirter Glaube (a; Glaube und Geglaubtes | b. der Dogmatismus;- 
c, der dogmatische Aberglaube). B. Zwi^el (a. der religiöse 
Zweifel; b. der Nihilismus und die religiöse Ironie; c. der Un- 
glaube). C. Mystik (a. die Mjstik; b. der mystische Separatis- 
nns). IL Wissen. A. Bropirisches Wissen (a. Wissen durch Br- 
fnhrang, Theologie des praktischen Cfaristenthums; b. Wissen durdi 
Beoba^tung, der Wunderbeweis , die articuli fundamentales und 
nm fundamentales und die regnla iidei; c Wissen durch Zeng- 
aiss, Theologie der Historie). B. Kritisches Wissen (a. die na- 
türliche Theologie und der Naturalismus; b. die Theologie des 
gesanden Menschenverstandes; r. die transeendentale Krilä, das 
Sjntem des Nichtwissens, der Snpranaturalismns und R^tionaKs* 
mos). C. SpeculatiTCs Wissen (a. der praclische Idealismus, der 
Atheismus; b. die Anscbanimg des Absoluten, die Theologie dee 
nehlechtsinnigen Abhängigkeitsgefühles, der Pantheismus; c. das 
Begreifen der Wahrheit, ^ie specnlatiTe Theologie; die specula« 
tiTO Dogmatik und Religionsphilosophie). Diese kurze Andeutung 
msss hier hinreichen , nm den Gang der Darstellung im Allge- 
meinen znbezeidinen« Die HauptsAtze sind durch grösseren Druck 
▼or den Erläuterungen ausgezeichnet , wodurch dem Leser die 
Uebersicht erieichtert wird. Da übrigens der Vf. ein Problem be- 
handelt, tiber dessen Voriiandensein und Lösung man sich Ter- 



m Tkeolagie. 

cudlgt IwC, ohM voller m fragw, wddier filaabe ttU wddii 
Wissen Teirsöluit werden solle und ob nidit ein bestimmler GM 
gedacht werden könne, der mb einem ebenfalls bestimmten 1^ 
sen in gar keinem Conflicte stehe nnd also anch keiner Tecsl) 
nnng bednrfbn werde,. so dass man nnr nber die GKederlm^ i 
dialektische Prooesses, dnrch wekhen die tAs nothwendig roraij 
«gesetste YersfUmnog an Stande komme, verscbiedener MeiMl) 
ist, 80 werden sich diese Vorlesnafsn anek ansserhalb des Kh( 
sea, fir weldien sie bestimmt nnd dem sie ansdrücklidi gewll 
met flia^ einer teilnehmenden Aifinerksaaduit an efffinmen bahi^ 
. . 79.- 

[1801] Ueber die KircheneinigiiBg« Sieben SendschH 
ben an die Lntherischgesinnten in den prenssischen Provinsen n 
Dr. liriedr. Aug. Koethey Grosshers. S. Weim. Gons. R., So 
perint. nnd Oberpfr. in Allstftdt. Ldpzig, Redam. 1837 
160 S. gr. 8. (16 Gr.) 

Dnrch den anf dem Titel dieser Sfirift mq^brachteii Sioa 
apmdr des trefflichen Speners: ,yWer hierinnen des Herm it 
der mnas andhi, so gnt er kann, die Hand mit anlegen, abiarf 
ner allgemeinen Sachel^ eharakterisirt sich der Vf. dieser offead 
Briefe als einen Mann, ier denselben Weg rinscblügt, anf wM 
chem einst Paolos die Parteien und Parteinamen in Gerinih 4 
Terbannen snchte. JAe nädiste Yeranlassnng sor Herauf 
dieser Send(Mhreiben wird 8. 2 in Folgendem angegeben: „la 
nem xahlreidien, lutherisch gesinnten Kreise, dem die n< 
kirohlidien Irmngen sehr nahe standen, hatten emete Zweifelt 
die Zuliissigkeit des llogeren Yerbleibeas in der nnirten Kii 
sieh eriieben nnd nachdem man die Sadie yon allen Seiten ^ 
wogen, auch mit inlAndisdien betrauten Seelsorgern sidh berat! 
ohne eine beruhigende Entscheidung xn gewinnen, besehlossi 
einen unbefangen, nicht preoss. Theologen au Rathe an sie 
Bin ehren werdber^ an geistlichen Brfahmngan reicher Mann, 4^ 
fnr sich und die Genessen die Miibe der Reise willig ubematal 
orediien, um mir die gemeinsaaMn Ansichten und Bedenken m 
der Bitte um eine ruckhaitslose, unumwundene Erklärung aa an 
tfnen. Ich konnte nicht anders, als meiner Debersengnag g* 
mSsa darthnn, dass man ohne Glanbensrerleugnong nnd ^^ f^ 
tem Gewissen in der unirten Kirdie beharren dürfe. Die erflill 
mdnrstnndige Unterredung sdiien den, wenn nicht mehr f ^'IJ^ 
befangen, doch sehr hMonnen prüfenden nnd recht in £e Vm 
des Gegenstandes eingehenden Abgeopdneten an bemb^sD; ^ 
kennte aber nicht fehlen, dass, nachdem über Nadrt Alles «irt0 
ger geprüft nnd mit den Behaoptongen i%r G^^nerderUmea^^ 
giichen worden, alte Bedanken sidi ementen nnd neue herrerii«' 



Tkaologie. 123 



toa, die in d« ÜNr^wttstea BenikmgKt Mk gdtoid m 
wifltteo. ScUiwiicli geiaagteft wir bm sk d« BiaTentündBiMy 
, iM0 TOB aiiieai iMdben Botockhist abnuttthen «ad das AMachei- 
\ ica aoti der mirtea KirdKi wtngsteiis nodi x« fanddehoi Mi, 
Us GlaaWtt «nd C awiwqi nril naabweisUrtr Gtiralt dasa aftlh»* 
gea värdea. Dem Schd dc a d e n yeiapracli ich gern dieBrfiilluBg 
dea baiieMi WwMekes, daaa ich das Weaaatliehate, was xarBa« 
griadaag meiaea waUmeiaeaden Rathes aasgeeproehea worden, 
ßr die ealfemfen Freaade schriftlidk wiedeiholea adchte, aad ea 
aefcjea nieht aaiweekiafteeig^ daeaelbe dnrch dea Dradk bekaaai 
SB naehea, damit es aadi ia eiaem weitem Kreise gei^riift weida 
aad mit «ettes Hülfe Segen hriage.*' Der wirdigeYf. geht saersl 
kflnUch aaf die Scheiagrfiade und nahaltbarea Saweadaagea eia, 
■H welehea aian die Gemither gegea die Uaiea sa stimmea Ter« 
SBshI»; alsdaaa weadet er sich snr Brdrferaag der wichtigenr, 
ia der Saehe selbst gegründetea Bedeakea nad Zweifel, weh&s 
er aaf sieben &inptpuacte saruekfuhrt ^ aimmt ferner die preaas, 
Agende ia Schafs and gelaagt eadlich sa dem Baaptresaltele, 
dMs Diejeaigea, welche der nairten Hiirdie aas eigeaer Wahl 
beigelrelen, oder aadi ohne früher es sich recht bewasst sa werden, 
was es damit aaf sidi habe , ia dieselbe aa%eaoBuaea worden 
nad , dareh aichts sich bewegea lassea soilea , sich wieder Ton 
Ar an acheidea, ladem es allea BraageliachgesiaateB, reCmnirton 
aad Intherischea Bekeaalaisses, oUiege, sa oiaer aafrichtigen Sjr- 
chencinigaag mitzawirkea, wo irgead die Gelegeaheit sich dar» 
hiele. Die Erörteraagea des Yfs. sind nagemeia graadlich, er«. 
Ibrdcm aber ein siemlich aagestreagtes NacMeakea, am albeitig 
nietnndca xn werden; seine Sprache ist herzlich , Tom Geiste der 
hmL Schrift aad eiaes festea Glanbeos darchdmagea;- gelegeat- 
hck läast er aadi tiefe Blicke ia das Reforamtioasieitidter nad 
asmentlich in das Gemfith Lather's thna, weiche gewiss daia bei« 
tragen werdea, aber eiaen der wichfigstea GegeasUiade der Zmi^ 
anf das erwfiaschtests orientiren an helfen« 8« 



[1802} Predigten yob JBdu. Niewumn^ Cons. Assessor 
aad Hof- a. Schlossprediger. HaanoTer, Hahn'sche Hofbaoklu 
1837. YI Ju 389 S. ff. 8. (1 Thir. 8 Gr.) 

In dem kvreea Yorwort* eridXrt der Vf., dass er AUes er^ 
wagen habe , was sich gegen den Drnck Ton Predigten sagen 
hase; er wisse, dass der lebendige Ansdrack des maadlichen 
Tftrnges die Biadriaglichkeit derselbea auf eiae aaerseulicho 
Weiae begaastige ; er widme sie. znadchst seiner Gemeiade aad 
haha die Absicht, wenn diese Sammlaag ebe günstige Anfiiahma 
finde y sie -dnrdi riae nadiiblgeade 2« nad 3« sa eiaen ganten 
ialnsaago sa trerroUstilBdigen. — Was aan die Eindringlichkeit 



124 Tkeolog}e. 

anliiiigt, welche Predigten durch den moiidlacheD Yorting erhd| 
•o ist sie Daleo^bar, wena der Prediger zogleieh im wahreo Sk 
des Wortes ein Redner ist. Im entgegengesetzten Falle, gesdi 
es nicht seken, dass erst dnrch den Druck der von dem grii 
ren Theile der Gemeinde übersehene innert Werth der Predni 
ans Licht kommt. In welchem Grade diese Predigten darch 
persönliche Beredtsamkeit des Yfii. nodi gehoben worden i 
weiss er nicht, dass aber die Kritik mancherlei an ihnen 
setzen hat, ohne ihnen deashalb ihren Werth absprechen zm 
len, hat er beim Dnrchiesen derselben sich nicht sn terb« 
gewosst Die Sammlung enthält 21 Predigten, welche nicht 
der unmittelbaren Aufeinanderfolge der Sonn- und Festtage | 
ben sind« Fast sämmtliche Hauptsätze zeichnen sieh zo] 
durch ihre Wichtigkeit, wie durch Kurze und Behäitlichkeit 
9. B. 3) „Das Wort ward Fleisch.'' 5) „Christos der 
Frendengeber/' 10) „Wem wird'das Wort vom Kreuze eiof 
teskrafti" 18) „Die reiche Bedeutung der Wunder Jesu.'' 1 
sind bei dieser Kürze einige zweideutig und unbestimmt, «^ 
gesucht und preciös, ein Vorwurf, welcher auch die Daratdih 
Tielfach trifft« Unbestimmt und in dieser Unbestimmtheit M 
haft ist z. B. No. 4. „Das Suchen Jesu, welches Belehnaag. 
det". Grammatisch kann Jesu nur der Genitiv sein; dann 
ist Jesus der Suchende , während nach der Aosfubmtig er ei 
der gesucht wird, also „das Suchen naiih Jesu'' im Haopl 
ausgedruckt werden sollte. Gezwungea und preciös klingt Ne^i 
„Der Glaube an die neue Welt der Unsterblichen , die mit, 
Auferstehung des Herrn uns aufgeschlossen isf Der Vf. 9f 
Ton der Bestätigung des Glaubens an die Unsterblichkeit 
die Auferstehung Jesu; die „neue Welt der Unsterblichen'' irfj 
Ueberladnng mit oratorischem Schmucke, welche noch nril 
geographisdien terminna tedinicus willen widerlich ist. 
der weitern Zerlegung der Hauptsätze ist mancherlei zu 
Der eben genannte Hauptsatz wird folgendermaassen dii 
„Wir woHen erwägen : 1) was diesen Glauben hindert und fli 
2) was denselben in uns begründet und begünstigt «(besser^ 
gunstigt und begründet); 3) und was ihn vollendet nnd vei^ 
licht. Und eben diess thut zufolge der Ansfülirung die i 
erstehnng Jesu. Daher liegt auch* nur dieser 3. Punct im The 
Lässt man sich aber nicht durch die vom Thema wörtlich i 
schiedene Fassong täuschen, so ist er das Thema selbst IM 
konnte logisch nur das Wie, oder die Art und Weise, auf we| 
die Auferstehung die neue Welt der Unsterblichen aufsehliii 
zum fnndamentum difidendi machen. Aehnliche Fehler fii 
sich in den Dispositionen S. 75, 95 u. ö. Dagegen stiess I 
S. 278 auf eine, wie es ihm scheint, sehr glueklidhe Dispositi 
Der Vf. predigte am 9. p. Tr. über das Evangelium ? om nH 



ülbeologie. 025 



nchtett Hansbaher (Lac. 16^ 1—9) naihaaäMU es auf : 
Weise. Thema: „Welche Klugheit die Kia4er Gottes Ton im 
Kindern der Welt xa lenen haben. 1) Die Umsidit , mit der 
die Kinder der Welt Alles anfBinen Zweck beziehen. 2) Die 
Anstrengnngy welche sie der Erreichaag' ihres Zwedcee ^ptatUm 
3) Die Unverdrossenheit , mit welcher sie das MissUiigen ober* 
winden. 4) Die Sorgblt endlich^ mit der sie bei ihrem Beginnen 
Bich Genossen sneben.*^ Aber gerade in dieser Predigt finden 
wir den Beleg zu einem neoen wiedei körende» Tadel, dassnüm- 
Beb die: Biagftnge olt an znsammenhangslot nad kein nothwendi« 
ger Tkeil des Ganzeb sind. Endlich beleidigte ans in der AttSr 
Johnnig eine, dass wir so sagen, zn Wfltüdie Malerei; .danebea 
nicht sehen eine Geziertheit des Aasdmckes , die selbst zn tinß^ 
kclheiten Anlass gab. So a. B. S. 98 : .ßo knge anf stiller FU4o 
das Schiff leicht dahin fährt, anter sanftem Wehen, lieblich. >4ie 
WeUen sich, krinseln, hier blitzende Lichter :manter . spielen^ doil 
müde Strahlen rahig über die Tiefe gleiten** a. s« w. Auch sa 
precios ist die Darstellung bisweilen; so ß. 1Q4 die Sentenz: 
,JHit dem Glauben an' Ghristam nmfasscn wir das Ueberirdische, 



das Göttliche als etwsia-.Gegenwftrtiges tind werden diesem ia 
sera Denken, Fühlen and Wollen Terschwistert;*' S. 108: ^Chri« 
Sias stieg in ansern,Leb.e|iskahn and l\iitjB|e .mis mit Liebesblifikea, 
als wir noch bewassllos schlammerten" u.a«ai. Diese, j^gefor« 
melier ünvollkommenheiten glaabten wir 'dem' Talente des Vfs^ 
schuldig za sein; ihre Beachtong wird den folgenden Biifldiiät ^ge^ 
«iss einen höheren Werth geben. Far ^die ftnssere Ansstattong 
hal die Yerlagshandlang auf das Rühmlichste gesorgt. 13» ' 

[1 803] "^Homilieakranz für das katholische Kirchenjahr^ 
Von Johm JSm. Veithj Domprediger a. d. Metropolitankircho 
xa St. Stephan. 3. Bd. Wien, Player a. Comp* 1837« 
314 S. 8. (1 Thir.) 

[Vgl Repertor. Bd. XII. No. 869, 1083.] 

Um aber das Erscheinen dieses 3. Bdes. von einem Homi- 
lienkranze , dessen zwei erste Bände schon in den angegebenea 
Numnem des Repertoriams angeseigt sind, aa referiren, reicheta 
wenige Zeilen hin« Dieser Band enthftU 16 sogen. Homilien, 
welche vom 10. Sonnt, m.Plingsten bis sam .25. fortlaufen. Da- 
mit iat nun der Cjclus noch nicht geschlossen, sondern es wer- 
den sogleich als unter der Presse befindlich noch ein 4« und & 
Bd. angekündigt, ron denen der erstere Predigten vom Adrent 
bis zar Fasten, der letztere die Fest- und Feiertagspredigten ent«- 
halien so.Il. Um im Allgemeinen den Werth auch dieses Bandes 
SU bestimmen , reicht es ans , auf die fruherea Relationen über 
die zwei ejnsten Bünde, besonders auf die über dea ersten, zurück- 



126 TiitologH« 

vtnhbm. Was B^ «bWs bei d«m 2. Bde* bemerlcte^ 
Ton ruhiger, ttnd besoniieaer geworden sei , bat er andi 
'dritten anzaerkentten* Allein seine Homilieä mit flistöi 
Mimücken nnd sie dadnrcb pilcanter sn machen, hat der Vi 
Uer nicht mterlassen (rgL S. 146). DaÄa ist aber ein wi 
in dieser Desis neaes Mittel von ihm angewendet worden, 
Werijh seiner Pre^gten, wenigstens in den Augen der Mea( 
•rhöhen. Er hat änen bei alier eigenthamliehen Fopnlarill 
Tones das Ansehen gresser Tiefe an geben gewnsst. Dahüf 
nen wir den €lebranch frSHMler gelehrt klingender Worte: ^ 
cttlation» Idol, 8.149; Instäntionen, S. 247; Qaastion, S. 
Ibedhgende Momente, 8. 152; negative nnd positive Gebote, & 
& 147 verspricht er nämhch bei Ankdndignng des Hauptsi 
,^a8S grosse Gebot der Gottes- nnd Nächstenliebe nnerst ia § 
idealen , dann in seiner realen Wahrheit uns vor Augen 9\ 
^nafK Bisse und nur diess sdieint ans in diesem 3. Bairfr 

. • *. i 

[1804] ^Bmtedasame&clai&mrm 
hr^ attsserord. Prof. d. Theol. an d. Unir. sn Fretbnrg q|j 
Ans deSi handschrifti* Nachlasse desselben heransgeg. von i 
reren Freunden. 1, Bd . P redigten, Freiimrg^ Bm 
Bcbe BqcUi. 1837. Ym n. 350 S. gr. 8. (1 ' 
8 Gx.) 

IMe Heransgeber dieser^ Predigtsammhing rechtfertigai 
Veröffentlichung derselben avnjichst mit ihrer eigenen Preoadi 
gegen den Verewigten, so wie mit der Theilnahme der ihm 
gewiesenen an seinen geistigen Prodacten - nnd mit ihrem 1 
cdke, dieselben im Dmcka za besitsen, Sie Tersprechen aii 
^m noch dessen „Katechetische Skizzen^*, die aus seiner.; 
pflichtnng, als Repetent im erzbischöfl. Priesteihanse vorzog« 
Kateche& zn lehren, entstanden sind. Ueber das Leben d« 
Torweisen sie aof „eine von werthgeschfttzter FreasdeelhaBi 
sohriebene Biographie desselben, welche im Nenen NekroMg 
Dnntschen (Weimar, Voigt) erseheinen werde*^ Der znr ^ 
tfoB nns mitgetheilte Band dieser Werke des Verewigten 
19 KanielvortrAge , nnter denen sich jedoch nicht eine 
Festpredigt befindet So viel aneh an ihnen im Binsdnen 
Kritik von einem idealen Standpnncte ans in Ansprach xti l 
men hat, so glanbt Ref. doch im Allgememea das Urtheil A 
ben zn nnssen , dass Predigten , die mit so viel Glanbensft^ 
keit nnd Klarheit das Leben dnrdi die Religion bestimmen 1 
nen, Anerkennung nnd BmpfeUnng verdienen. Doch will er^ 
Das nicht veriialten, was ihm an diesen Kanzelvortrftgea taaw 
werft ersdeint Diün rechnet er snerst den Meehanisiii« dl 



Tfcttlogie« ni 



Dit B t B ftoilie «iiid ttamaidi in iMg nal i 
um Aing«driiGkt So i« B. 8.284 das ThtBUi n dtar «a e. & 
II. PfittgHteB gehahioMi Predigt: „YTtm oftstre Tngaad gtwiABM 
wird«, weoB wir Alles, vas vir sind va41udicii| uls eis um Vea 
Gatt MTeriratttes 6«! «sfilieB, wt veMMn vir sein lUieh, d*L 
«diie Togead a&d GIfiekseligkeil, beföidern aoUea.'' Wie acUep- 
pend nid liier die Zwiscfcwwatie, wie Uakead lel der dnrdi d» i. 
TenuMekte Naokeatai DaUn reehnet er fmer die dourdiwey ^ 
ebe4oBiade Kkllieilaiig der HaaptoAtoe. Gnbidel sie aidi nf 
die Aefcndmag eiser tbeeretiachen und eiaar praictiacbeB Seila 
rm dem aii^eeteUlea Thmu , aa hal sie allefdiaga etwas fir 
siefc, «teilt sie aber, wie diese aft vaa V£ gtacbeliea ist, eatwa* 
der sagkich zwei Iheoretiscite eder swei praktische Haaptthefla 
aai; 80 ist sie laeeluuiisdi , waUdkUdi wad ia 4en aUersekenslem 
PRUen arsdidpfend. EndliiA istdieDarsteHaag^ weiche im dieacB 
RredigteB sieh findet, dach häufig gar an rahig^ and halt, waaana 
dsBi Yorhemcben des didaktischen Blettsnia eiUfiriiah wird. 8«Mt 
ist die SpracUarsteUnag odel i»d leia; imr die in AllgemeiBfa 
aaf der rächten Linio gehaltene Popdantftt eriaaht sich biaweilem 
eben Fehltritt abwftrts in ein spracUiehea Gebiflit das fir die 
Kaaaelpopdaritftt aodi an gea^in ist» Sobeisst es &6: „Stele 
aaf aein bischen Yerstand and Wissen";. 6. 36: „Bitem and Biw 
aieber, welche in dem awilfjfthrigm KwdMn sehsA Csasn halbea 
Gelehrten haben wellen, der nnler die Wunder dar Stadt gahörsn 
saU'* au a. Bk IKess jedoch siad nnr geringfSgiga Anastsyangsn 
f«gSB Predigten, die im Garnen als Predocte eines theobgimk 
vwl fiithetisdi btiier gebildeten Geistes ansnerkenaen mnd. Dia 
iaaaare Ansstattnng ist sehr gat. 84. 

[1805] ^PraUgten auf die Sonn- und Festtage dea 
kaditlischeii Kirdienjabres^ von Oeo. Jos. Saffemreuter^ ' 
RcKgiensiehrer am königl. bajer. Gjmnasinm Und der lat Sdkale 
so WSrxbnrg. 2 Thie. WfirzbnTg^ StahePsche BacUu 
1837. 456 Q. 414 S. gr. 8. (2 Thir. 6 Gr.) 

1. Tbk auch a.4« TU: Predigten auf alle Seanlage dea 
kaduL Kirchesfahres. 

2. TU. auch n. d. Tit.: Predigten anf die Torzuglicbsten 
Festtage des kathoL Kirehciijahres. Nebst einem Corsos Fasten- 
Predigten, 

ReC hoiRe, ab er ans dem Titel dieser Predigten die SteU 
Imig des Yfa. kennen lernte, in ihnen Fröchte classkcber Bildnng 
aad eines tiefern theologischen, anf dae Leben aagewendeten Stn-* 
dinms an finden; allein acineB^artaag wardniditindemMaaeae, 
ab er aia hegte, befiried^t. Et fimd Piadaate, die ihnm Inhaba 



128 Theologie. 

udi ober den wisscisehafllidi^ theologiBciieti Standpiu^ d« II 
ihn. sehr zweifelluift ItedseB^iiiid ibrer Form nach an Jener vM 
treibenden nnd 8chwnl9t%on DarsteUong nnd an jener grell -a^ 
Bchmückenden Malerei krankten, die dem Geschmadce des iaii| 
dorbenen Natnrkindes wie.desdaeBiechgefaiidetenManneegleicU 
weise widersteht* Diesels e^as harte Urtheil hat er, aasi 
Pcedigten selbst .referii«nd^ %a begründen« Was jede Abhan« 
«nd.idso anch di^ Predigt, zn einem in sich abgeschlossenea i| 

, .Tolleidetett Garnen erhebt, das ist znnftchst* die logisch nad fj| 
diologisch .richtige und 'genaue Disposition, welche, offen oderi^ 
deckt, ihr sn Grande gefegt ist. . Zwar kann dieAasfäimDgllll 
die beste Disposition YerdeorbÄ und umgekehrt eine minder nl 
Ifiömmfne heben; dennoch aber bleibt sie für den homiietiscl 
ProÜBtein doch das nUerersle Reiqaisit einer guten Fredigt AU 
die Dispositionen dieser Predigten leiden an den grössten Uitii 
kommenhehen. • Bin bestimmt gebsstes Thema wird meist «^ 
Angegeben,' sondern man. mnas es sich ans den knrsen £iB|i 
geo, die tou dem Texte ^nngehen, abBlrahirflaii« Bsistdaiaaei 
▼mk'der Aäl, dass es homiiieiiartig das Ganne des Texlefliao 
fiaart Worten an die^Spitte stellt, und dann als Theile zveil 
drrf oft: gasiz versdiiddteilartige Elemente drä: Textes angid»t>i ' 

' behahdelt^ So in der. 1. Pr. über Luc. 21^ 26v '27. S. % 
ieAAnkoft nach ihiiwi dreifachen Brsolwiteng: 1) J 
gekommen, 2) Jesus kommt, 3) Jesus wird kommen« Diese'l 
diotomie ^beKebt ihm anch da^wo sie noch w«it weniger atfiT 
Orieist^; so Tbl. 1. «L 20, Thema: Wir wollen rar Vorher 
ahf Jfesb Anknnit nas..oelbat kennen lernen und fragen 
l).Wer warst Du? 2) Wer bist du? 3) Wer wirst d«^ 
Was soll wohl hier der dritte Theil? Noch unglücklicher 
II» S. 66 über MA.;6^ 3. „Von der Krankheit'' gepredigt toil 
JW*t': .1) Warum wfrden wir krank?' 2) Wurum mussea*! 
Ei^ffnke.pflegen? Bben so S. 165 üb. Job*. 8, 59. wirdda^l 
liehe, nnd. frachtbare ^ aber unerschöpfliche Oapitel „vom h ' 
gleich seihst num Thema, gemacht und gezeigt ,'^ dass 1) 
Gerechtigkeit 2)' udser Nntsen (?)' fordei^e, dass wir leiden. 
abgesehen von Dem , was sich an der Aufstellung gerade di^ 
beiden Theile und selbst an der wörtlichen Fassung des let4l 
mit Recht meistern liesse, so fragen wir: Wo ist hier in 4 
Disposition wohl ein Wegweiser durch den an Ideen uberreidl| 
Stoff' und ein Schutk yor den VerwirrendstenDigressionen? ^ 
tadelt femer die Schwulst und die grell ausschmückende Mal^ 
in der Darstellung, und gewiss, wie. folgende Proben zeigen wl 
den, nicht mit Unreeht TU. I. S. 7 heisst es: „So kemmi) 
(Christas) nnd führt den bebenden Frofler durch alle Schandl 
th&ler ewiger Strafe, neigt ihm die Rmche der Yerfluchong» i 
achliesst dio glühenden Angeln der untersten Hölle, zeigt ( 



wmsd mÜ migfft Keita gg fc a i e lt di» Y^rswtAaag 

1.8. w. &9: ,^1l^» wtnie icb wankM, mtam ick dieP^ 

hner damer Ebog«! , die UnnidaapTalleBdeii BdiAmwal* 

Ik vttttien Meere«, die etiinemleD FenerCrAnmer der 

rak ▼omIow.'' S. 127 null er ia der Vereoeheagege- 

fie AmdieniBg dee Teofeb m Gfcrisliie felgandemMsecn : 

Sdda^ge dieser ewig nagende Worm, echUlagelt sich 

«An KiUenlieftn in grftssKeben Windungen in die Wfiste, 
''aÜBgioge aeine eekwatie RaofieBUIle ab nnd im Kleide 
UMiteifiagafiurbe flattert er in die ftthe des fiwtenden 
' mf^ Mickt weniger bsleid^end far einen nar etwai 
Gcsclaiadc siad die Wort- and Gedankenspielereien, 
Ma sieb der Yf. nicbl loemaeken kaan; so S. 10: „Wir 
Mm Aaknnft in der Krippe deiner Liebe; se 8. 349 ft 
im AikeMen der Tischler , ScUesser , Kleidenaaeber, 
ber, Ekkanede, Bfanrar, Bteiaarbeiter, Glaser , übrain* 
«iri;i.w. die gana spedellen Gelegenheilen anfsacht, aa Gett 
fcJBb wt; 1. B« ,,der KMdermacker wird an den BitSsnngslod 
^"■Mr^ki ioa HMknde'die Kleider tohi Leibe gerissen war- 
MSaMAtt TU. IL 8. 184 nnd 322 Tergieidie. ~ Dfr 
kt «Auf and etorect, das Papier etwas graa. 13. 

WJ I¥ed]gt- Skizzen ober die alten nnd neu Terordne- 

AaagaEca a TerUiidnng nui deai Pastor Uhlmmnn am 

^ ii Frabsrg and sweien anderen Geistlidien heransgegeben 

'\ Mrmt Stmnge^ Pfarrer in Gahlena bei Oederan. 

Befti Tom Himmelfahrtsfeste bis som 27. Sonnt, n. 

nb Bas^ass des Basstages, des Reformations- nnd Kirch- 

«.S.W. Grimma^ l^ilags-Comptoir. 1837« 165, 

159, IV XU 188 S. 8. (n. 18 6r.) 

^[^4er Anaeige dieser Fertsetsnngen , durch wekke ein 

ps Meenmagasin aber die BTangelien gescklossea wiid^ 

in in dem Reperter. (Bd. XII. No. 615.) dber die drei 

dlte aasgesprockene Urdieil anruckgegangen werden. Hin* 

mass no<A werden, dasa, wenn hin nnd wieder weniger 

werden, wftre, das Gänse noch besser an^efiillen sein 

IS fehlt im Allgemeinen sn sdir an der nöthigen FeilOy 

is gerade bei soichen Sldszen auf die gr&sste Prftcisioa 

dradcs ankommt. Auch sollte es doch mit eiaaelnen Bnt- 

ibren Yff. siemHdi schwer fidlen, sie als Predigten ansm^ 

I. B. Heft 4. 8.^15: „Wie hat sich die Wahrheit nater 

ttosdben , iBe sie no<& nicht ertragen konnten , ebgefSkrt 

tMfent** Mit den Andentangen: L Unter die sinnlidien 

jAok trat sie mit dem Sckleier der Fabd nnd Diditang. 

^«iea Thronen mficktigerHerrsdMr ersckien sie aagetkan mit 



130 ' Theologie« 

der tfarraikappe der Thoiieit (Hofnarren). IIL Bei den SiH 
und Verblendeten fand sie Bittgang als SpoU und Witzwort (Lm 
and Satjre, Socrates, B^mv). Ob nicht hier die Hofnarren « 
ersten Male anf der Kanzel debntiren? Und wozu dasYomdl 
thun mit dem griechischen Worte? — Blan ygl. noeh S.| 
152 u. 8.W. * ' • & 

[1807] JesüS Christas in Sonntags- und FestgesängeaJ 
allen Evangelien des Kirchenjahres znr häuslichen and kircblil 
Brbaaong, Ton ErMt Breyt her^ dem Vf. der Coleste. N 
leben^ Reichardt 1837. XYDI u. 268 S. 8. (ITU 

Verstehen wir den Dichter recht , welcher diese seine p^ 
sehe Gabe nnr dnrcb ein Soneit an die Leser einigermaassea \ 
verwertet hat, so bestimmte er sie zamAndachts-nndfirbannl 
hoche. In diesem Zwecke scheint ans seine Saipmlang tob) 
ligiösen Gedichten am so geeigneter, da er sie an die l»ekai 
testen and unter dem Volke beliebtesten der PeHkopen — «>< 
Evangelien angeknüpft hat. Anf diese Weise hat er den M \ 
riechen Dichtungen oft nnr zu subjectiven GemüthsstiiBSiVBI 
ein auch bei Andern voranszusetzeiiides, durch Thatsachen veii 
tdtes Interesse einzofiössen verstanden. Dieses Interesse hl 
zu vermehren gewusst durch eine weise Benutzung der Idv 
eben Zeiten, worauf ihn nur theilweise der in denPerikopcn 
laufende Faden führte , und er hat sidi dann auch nicht b^ 
wo es am Orte war, mit einem Gedichte, sondern deren! 
rere gegeben; so z. B. zom Sonnt. Estonuhi gab er „Ueblj 
Leiden Christi'^ einen Sonettenkranz, welcher 12 Sonette 
hält ; 80 benutzte er die Feier des Palmsonntags , um in 4. 
zelnen Gedichten die Confirmationsfeier zu besingen , S» 1( 
Was den Geist seiner Dichtungen anlangt, so zeichnen 610^ 
nidit durch einen hohen Schwung aus; die lyrischen haben | 
gangig einen didaktischen Beisatz und die mehr der epische^ 
si<^ zugehörenden dichterischen Erzählungen und Schilden 
gestatten ihn an sich weniger. Doch sind viele der mitgedri 
Gedichte, s. B. S. 9, 37, 69 ff., 202, wirklich Ton poetifl 
Werthe, und selbst die , welche nur eine Versification der 8 
gelien enthalten, nicht matt und auf eine widrige Weise proi 
Aber den Mechanismus der Form muss Ref., so leicht und 
send auch viele der mitgetheilten Gedichte sind, doch vieP 
Anspruch nehmen. An sich schon scheint es ihm tadeliisv 
dass der Vf. oft weniger gefiülige Versmaasse gewählt hat. 
serdem finden sich aber noch b^ofige Verstösse gegen den 
terischen Accent und das Metrum.. S. 3 ftngt eine Strophe, 
folgendem Trochftas an: 






TKeologie. 131 

Aach &t Ben darchdrliigt besMlt, 
vU lihi dieser Fehler & 208 gleich in den ersten Zeilen wie- 

k. AdbEcbe YeretSeee finden rioh liOttfig, f.B. 8.41: „cTttck 

äatoJdmfeier''; S.45: „Rahe! nm ihre Kinder weint''; 

UJI: „Geddd, Sänfimnth nnd fromme Liebe''. Zu den Un- 
^ der Form rechnen wir nnoh die hftofig Torkom- 



■tri!, otweder schleppende oder spielende Stellnng des Yerboms 
• iu Ende des Snfxes, wie a.B.8.18: 

Ab Jortban bM fiethabon 

DI« erste Taufe einit geacfaab* 

iMk diiliii eiBiehe Wendungen, wie S. 35: „Wie schnell ist 
iNi te Jahr Ternllet"! mit Reehl nadiehteriseh genannt 

«*^ 84. 

[1808] Gedichte reli^ösea Inhalts ?oa A. Hilpertf 
Baus, Hibnff iu. Göm^ 1837. 163 SL & (12 Gr^ 

Bb in ia doppelter Binsidit charakteristisch an dem poeti- 

*"* «rf aiafehen Geiste unserer Zeit, dass die Poesie auf .der 

m S^ sor noch in dtr Ljrik su leben scheint und doch auf 

*^ttfai xBgleich die religiöse Lyrik so gar armselig und, matt 

^ h da f orKeg. Siebten empümgvn Wir 6aben und B»^^ 

]<>nligi5serLjrik, die, wir dürfen es sunkRubme des Dicht 

(*pB, sieht ohne viele und reiche Ankifloge eines poetischen 

nnd. Kall veiiauihe aber in iSieseki G^ichten nicht Kir- 

Itr, dazu dürften sich die' wenigstcta der tnitgetheilten theil« 

faSasseren Hechanismus, tbeils wegen der eigenthumli-* 

Adniog des Tones iSgnen« Yiele derselben sind nur klei- 

Eigi^uigen uitffl Brgie^sungen einer aogenblicklichen dich- 

Semfithsrefgnng *iind auch die grösseren sind toll Ton 

k^ Wendiingen und Ausschmückungen , die ausserhalb 

^^bire der kirchlich- religiösen Ljrik liegen, und entbehren 

: jenen didAtischen Beisati, weldier ilerselben so eigen«' 

ist Was das Verhältniss dieser Gedichte in den yer- 

, a Stufen lyrischer Begeisterung und Fftrbung anlangt, 

Uten sie eidi meist in dem mittleren Tone , dessen saofte 

«mesische Ruhe der eigentliche Ton des Liedes ausmacht, 

sMen nur selten, wie etwa 8. 102 : ,,Dem Anferstandenen", 

^ hfter anfflammeiide Ausdmcksweise der Ode und Hymne ; 

l^e naeh Büd und Ausdruck leidite und kindlieiie Darstellnng 

gerade Torzug^weise eigen. So fiingt sich 8. 60 ein 

" " so an: • ' 

Nachdem ^ lang« dunkel was, 

Wa« hai mM nlötiBch kUha «bA klar 

9* 



112 Tkeologie« 

Erhoben 1o d^ AeÜier? 
Ich Nheliie mir in Mdakiik, 
Umweht Ton nlMem Blimlendnft« 
So leicht, wie eine Feder. 

Doch ntdit aocb, wo es die Sache mit sich bringt , ein enwteH 

lyrischer Tob den Yt la Gebote und gibt selbst den IjriscMPJ 

ienden Wendungen einen eigenen Reiz. So singt er S.^H 

„Freier religiöser Trieb'^, Also: 1 

Wie tittert dir ttidn Tolles Hers eaigeMi« j 

Pn MhlloMect Oft sni rolleo Strömen säf ' * j 

Die nehmen in gewAltigem Bewogen i 

Parch Berg nnd Thäler reifcend ihren Lauf, 

Und wae sie tosend Tor eich niederstürmen. 

Et schichtet lich za grünen Inseln anf, j 

Und Kirchen wachsen gleich mit hechsten Thürttem \ 

Und oben gUaat das goldne Krens daran! ]|i 

Am liHofigsten schleichen sich aber in diese Gedichte noch gnp 
UnTollkommenbeilen an Reim und Metram ein; so s.B. reimt« 
Vf. 8.19: haU'n tand wall*ii; S.22: ä«h*n nd oeh'n, trtHJu| 
Prophetea; S*60: ffdnkchen üüd Pfiaklnliäki. Die ftnssectAi* 
stattnng ist sehr gat. ^ 

[1800] Gedanken' ans dem Tagebnclie eines Jojl 
iiber die drei grossen Propheten der earopäischen Geachm 
Hambni«^ NestUr ib Melle. 1837. XVHI n. S. 194 
26«. 8. (10 Gf.) J 

Schon der Titel dieses Buches hat Mvas SoaderbareVr4| 
es seheint, ab ob Moses, Christns nnd Mnhamed nur i n .E«J 
eine wirkliche Geschichte hiUten; indess ist die hier ges4 
Betrachtungsweise Ton ^ean monopoliaireaden 6tandpunctede6.S 
sn erUftren; Es ist nAmUch die Hegel^die Philosopkie, wM 
als die Geschidite coastitnirendes Princip angewandt «ir^f ^"9 
System Spinoza's wird die ganze Basis gefunden , die ^^^ 
Geistreligion für die Philosophie gewonnen werden kann« *^ 
infolge heisst es & 261: „Der Glanbe ist das snm BewoaM 
kommende Bildnaji^gesets der Gesdiichte.'' Wir meinen am bM 
na thnn, wenn wir den Yf. immer selbst reden lassen. ^* Xtifl 
liat sich als Judmi schlecht begriffen, der sich ^cht ^^-4 
die Frömmigkeit der Heidett yersetsen kann.'' S. VL f^^J^ 
meinen Theii glaube Heide, Christ nnd Türke sugleicli 9od m 
dadnrdi Jude au sein und halte diese Splitteruag ^^'^!7^ 
des Religionsbegrifts weder fir eatbehrliGk zum Heil der Awbj 
heit, noch für nachlheilig iur die Bi^Ugion selbst, aea'^'f^r g 
Bedingung der Religiosität eines endlichen Wesens , ^^!^ j 
nothwendig.*' 8. YIL ^Dem Mosaismus geht jede DogipA^ 
ausser dem Dogma der BiaMtGoties in derNator und im v«^ 



Thtf^lcgif. 13$ 

Hl ■ Mk, ud d«4«rdi aUtio w«r «r «ilir ier fii«f«lta«g«i 
Mv, i» «e fr iUrgmff/' 8. VBL „Ak M« itt nir Da«, mm 
gnibkltäu WOleG^Hea, Dm nhar, wm nkki fmkAnmig^ 
aUkm wM, dar Geist 4er Lüge/« 8. XIL ,,Dae ChrietwihttM 
w «Dcribp «ne BiflUnaf der jCdisdien Lekr«, gleichem der 
0«iH td«r die Jl^tmoffkoM im jfdiüAen Geietae, un sein« 
Mk«tmei9ie Getteh wieder JUMwekaen/' 8. Vf. Ff^ en 
Hisptfili, der imU gat mdieFIfifchespredigtaineererTAgf 
PM; JKe NetJn&kkei« ■■•■ Im AMeben steig«!, die üeber- 
MdUt idiet, ~ die Behtidevinid twieeke»aiMielMd|Me 
•M mkmj mmm der Geiet Jekeyah's «idk ae« offeahiMB und 
im Ukft gdnligl werden feoll/' An mehrera Stelle« wird Sei- 
Ute mwugmeM , lud wiewohl die Daretellaeg iaiiner kemch 
l^aHa iat, ee blidct doch überall der Satjr dordi nad maa ge- 
nbt fa sAstsiiditigeB Wehjadea aiit der Decke Ter dea Aa- 
(tt, BrBODt S.250 seiae Gedankea selbst „eblodceres, leicht 
MnMaitt, dedi nicht so leii&t anloebares Gewebe und eiaea 
^•t\|eiriigeiie» Protest gegea die TieUichea BiagriBe ia 
<BBidiiiiijidischtB, des uiiTeraelbm -- Rechts, nad Reli- 
p^mtktma.*^ Alle geschiditLAaschAanag der heil. Schrift 
^|[M(I mm pkilos. Priacip epastrairt, S. 157 wird das Ter« 
Mai to 3 ReKgieBea so besCimmt: ^Einheit, Eiai|keit nod 
^Uekpwickt der Khrcke md des Staats oder der Religion and 
Moi eistrebte Moses , Gleichgewicht beider das Christenthav, 
wü ilieia Mahaa&ed.'^ Noa mdgen hier poch einige SmUo 
Müj die eben üeberblick nber das Ganze gewahren, »^sesi 
«Npsdiche Vater der Jaden , ist auch der Yater der neaen 
Vi, Y«i ihm ans nassen alle qpfttercn Persönlichkeiten begrif- 
2*>BPieB kfonen/' — »^Der Geist (oAmlich der alten orthor 
^ Jsdea) wandelt bei Gott nad sm sind auf E r d e n yerschwan- 
w* -- „Moses bsste die Religion als den g5ttL Process des 
wnüi e h a im Geiste und in der Natur/' — ,^oses 
y> fei Orientale Mensdien, in einer üppigen Natnr spm ex- 
^VMtfta Gebranch seiaer Phantasie geaeigt , fortwAbrend an 
JMjfirUichkeit sa fesseb suchen , Christns die u der Zeit der 
M BieMiegende Kraft , sich gen Himmel sa heben , nnter- 
Mi«.^' Ganz firer und kühn nennt der \L S. 100 sein Jaden- 
^^■e Religion scUedithin. S. 140« „JehoTah hat imMo- 
1^ dea sweiten Reformator des ganzen Jadenthnms gesandt 
^ in Uam erscheint eine vollkommnere IndiridaaiitiU des Mo- 
^i^KVi «Ib firiiher/* In Christo findet der Yt die Tollkommen 
f^ Fitamigkeit reprftsentirt, ,,Dein Wille geschehe'*. S. tSl 
^m gibt ans der Yf. theolog. Paradoxieen, uater denen ferner 
2^|>ättiea sem durften: »^Das Heidenthnm ist der furcbibare 
||P>kwei8 gegen die jüdische Offonbarung. Die beste OiTcn- 
*^ itf di^ge, die daa Olmbare oftabnrL Der Tbeolog 



134 JiM'isprndenz« 

denkt, was er glaubt, der Pbilosopli glaubt, was er denkt. DM 
Dogma ist das sicherste Aaflösungsmittel des Göttlichen eiaj 
Lehre« Alle grössere Portschritte der Religion sind nur dutj 
Ketzer niöglicl|. Der s.g. Chiliasmns ist der Ausdmck'-derhöit 
sten WissenschaAlichkeit. Die wahre Tbeekratie ist das natu 
gem&sse Yerbältniss aller Binriehtongen de^ Lebens oder die Ib 
turtichkeit aller seber Gestaltungen. Die Geschichte der Jm 
ist die Weltgeschichte.'^ Der S. 250 anhebende Ruckbliek dS 
Gmss an den Recensenten vom Heransgeber trtigt ^iele Sponj 
eines frechen Hochrnnth» und einer schreienden Petnlans an sSd 
wie sie sich die methodiseke Freigeisterei unserer Tage gern d 
laubt, während sie sich in dem Winkel der Anonymität vor alH 
GegenanfitUen sichert. ' li& 



Jarispradenz. 

[1810] JoHlfiuyy &xa9ri/juxXxijg ^larQtßijg ntQi 
^Pajfiatxijs JtoSexadilToyy txqoxb&Iv vno ^Efifiaroyi 
KoTCxiroVy Xlov rijyivog "EkXtp^og Tt^ nat^lSa. Heid^ 

berg^ Mohr. 1836« YIÜ n. 24 S. gr. 8. (7 Gr.) 

Vorliegende akademische Dissertation über das röo 
Zwölfiafeigesets ward von dem Vf., Immanuel Kokkino^ ans ( 
geschrieben , um dadurch diß philosophische Doctorwürde an 
Universität Heidelberg zu erlangen. Die Sprache, in der sie 
gefasst ist , ist gutes Altgriechisch , und sie kann nicht aor J 
sofern , sondern auch in Ansehung der kritischen Behandlang <* 
gew&hlten Gegenstandes (obgleich sich der Vf. eine ausföhrlicb 
Untersuchung hierüber hoch Torbehfilt) ein gutes Zeugmss Rti 
Studien desselben und für den Ernst, womit er sie betrieben! 
ablegen« Er bestreitet übrigens in dieser Abhandlung die SL 
nnng Derer, welche die römische Gesandtschaft nach Athen «i 
gen Abfassung eines Gesetzbuches ableugnen wollen, und be}iaö|| 
tet Tielmehr das Gegentheil, theils auf den Grund der Nachricht 
bei den alten Schriftstellern, theils wegen der zu jener Zeit V0( 
handenen Nothwendigkeit für die Römer, Ton aussen her 
namentlich von Athen , sich Gesetze zu holen , theils endlich t 
Folge einer Vergleichnhg des Zwölflafelgesetzes und der athetf 
sehen Gesetzgebung. Ob alle seine Gründe seine Ansicht zu b« 
gründen vermögen, ist freiUch zu bezweifeln. — Angehängt « 
eine kurze Notiz über Hermodoros und seinen Anlheil an de 
Zwölftafelgesctagebuikg. ^' 

[1811] Ueber die recbdiche Natur der bäaerlidi« 



. Jnrispradeoz. 135 

GriRikretiiiig iiberliaiipt aod mit AlteDtlieibbestelloiig be- 
Bniers. Yon Dr« Wolfg. Heinr. Puchta, Laodric|ii«r 
ii, Bihagvü. GiesseD^ Ferber. |837. XVI n. 144 S. 
ff. 8. (20 Gr.) 

Die S»r||^h nad die auf line reiche praktisdie Brfidiniiig 
Vmun Sicheilieift, mit welcber der Vf. in eeineii wiesetttchaftii- 
te Cpimiichuigett Yerftlhrt» ist au anderen Schriften deeselben 
iäm 80 xnr Gennge bekannt, ond anck bereits so oft lant an- 
ofant worden, dass Ret znr Bexeichnnn^^ des Charakters dieser 
aeacB Bradieinang nidits weiter in bemerken braucht , ds dass 
na «ach hier die trefflidien Eigenscbsften des Yfs« wiederfindet 
Erbat sidi Aeses Mal einen Gegenstand gew&hlt, welcher zwar 
ssA sAon TOS Anderen in neuerer Zeit bearbeitet worden war, 
Wi dessen BAandInng man aber bis jetzt bald zn wenig auf die 
Gestalt, in weicher er im Leben erscheint, Rücksicht genommen, 
Md ad kergebradite Theorieen und römische Ansichten zu yiel 
, €««idl gd^ hatte. Yon beiden Fehlem ist der Vf. gleich weit 
I otferat Br hat in seiner 4Qj^rigen Amtsfähruog aounterbrochen 
, ' Qtkgaihek ^abt, bei bäaerlichen Gotsabtretangen thAtig zn seio, 
■tf luU Aerhanpt die Verhidtnisse der Banergöter in ihrer gros- 
sen Maniehfidtigkeit im Leben selbst genan kennen gelernt. Da- 
: hd kt er das .eigentliche Wesen dieser Verhältnisse, wie es siebt 
^ ass der Gebandenheit nnd BeschrAnktheit der früheren Zeit all'- 
L adjig zn einer freieren ond selbständigeren Natnr entwickelt hat, 
1^ k inacr eigenthnmlichen Erscheinung genau an^eiasst, ohne sicll 
i imdtt BBpraktischen Ansichten der Compendien, oder von den" roma« 
I ■Mdm Ideen einiger Schriftsteller irreleiten zn lassen. So isT 
! da gelangen, die Brkenntniss dieser Lehre mehr zn ftrdem, 
[ tdi C8 Andere Tor ihm im Stande gewesen waren. — Ref. hebt 
1/ m dea Ergebnissen der Untersnchnng des Vis« , wie er selbst 
^ lie ani Bnde seiner Schrift im §• XXU. zasammengestelit hat, FoU 
Ittades hertor. Sofern das freie Verfugungsreeht des deatschen 
IhaeiB ober sein Grandbesitzthnm nicht dnrch Parücnlargesetze, 
\ Tertcige oder Herkommen beschrfinkt ist , hat er, als ToIIstündi- 
I |cr Eigenthnmer seines Gntes, was er in der Regel ist, ein freies 
teiftasseniagsrecht; er braucht daher auch den Consens des so- 
! Ittaanten Gotshemi, d. h. hier nur des Reallastenberecb- 
I %Qi, nicht einzuholen; nur *ein<$ Anzeige der Verflnssemng 
■bk er ihm machen. Dagegen ist allerdings die GntSFer&ns- 
»mig Ton Seiten eines im wahren grundherrlichen Verbände ste» 
f ^en Bauern bald grosseren, bald geringeren Beschrllnkuagen 
! (BaneBdicb der Einwilligung des Gutsherrn) *anterworfen; ^och 
\ ^abea aoch sie sich im Laidfe der Zeit sehr gemildert. Bei allen 
^ Ton Baoorgütem, aber auch bei etädtiscken Gmndbesitzun- 
la ond selbst bei blomn gewerblichen Etablissements , kon^mt 



18t InriBprsdens» 

die Abtritaiig all AltaOiiil Ter» mdswar aiiAtblMS, 
gewöhnlich, wenn das Gnl an ein Kind des Besitzers, 
auch wenn es an einen entfernteren Verwandten (and analog 
wenn es an einen Fremden) abgetreten wird« Die Zeit der 
tretong und die Person, an welche sie erfolgen soll, hfiagt 
massig Tom Ermessen des Besifpurs ab. Der Gntsabtretu 
trag ist gewöhnlieh ein Kanf , nicht ein eigendiumliGhes di 
rechtlicbes Geschftfi. Werden den Kmdem der Abtretenden 
des Kanfgeldes sdion bei Lebzeiten der letzteren, namentlich 
Erleiohtemng-des künftigen Fortkommens, bei dem Yerftossero 
geschaft zugewendet, so sind diese Zuwendungen weder ans 
Gesichtspancte einer Abfindung ffir die entbehrte Naehfelge ia 
Gut, nodi aus dem der äntieipirten Erbfolge (wie so ■iemikk 
gemein geschieht), selbst wenn mit der Yeräusserong ein Brh 
trag über die künftige Yerlassensehaft des- Yerftossemdett Terh 
den wird, an betrachten. Auch bei sogen. Grondabdieilw 
awischen Aelten und Kindern Iftsst sich keine antidpirt^ B 
Iblge annehmen. Die GUubiger der Aeltem können siek, « 
/ sie nicht Hjpotheken am yer Äusserten Gute haben , nur sa - 
Aeltem oder deren Erben halten, an die Singularsuceessorea t 
nur dann, wenn die Gutsabtretung in fraudem creditarum od« 
IttcratiTe geschehen ist. Die SAtze: der Altentheil ist eiae B 
\fL9i, er geht auf jeden Erwerber des Gutes über, er gehl in r 
, cdrse nidit TOrloren, sind nicht unbedingt gültig. — Beider 
gu^ ob der Altentheil Beallast sei, wAre zu wünschen gew( 
ASa der Y&, wefeher übrigens im Ganzen weniger Rücksi^^ 
die Literatur seines Gegenstandes nimmt, schon die gedie( 
Ikhrift Ton Dancker über die ReaUasten , Marburg 1837. ( 

! Repertor. Bd. XU. S. 131 ff.) gekannt hAtte. — Uebrigensgl^ 

Ref. darch die hier gegebenen Mitlheilnngen eben sa sehr 
Yerlangen der Germanisten nach genauerer Bekanntschatt ni^ 

{ ser Schrift ercegt , als seinen Wunsch, daas der Y^ *^ '^* 

mit so vielem Erfolge yon ihm bearbeitetea Felde recht baUt 
der erseheinen möge, Tollkommen gerechtfertigt zu haben. ^ 

[1812] Anleitang zur mecklenborgischea Givilpn>>< 
praxia von Frieir. Wüh. HintzSy Justizkahzleiadfod 
n. Obergerichtsprocuratoren zu Rostock. Wismar y Schmidt « 
y. Cossel's Ratbsbnohh. 1837. XD n. 180 S. ff- ^ 
(21 Gr.) 

Der Yf. beabsichtigt, in dieser Schrift jungen Juristen sejsi 
Yateiandes, weldie Ton den theoretischen Studien in das piw» 
sehe Leben übeigehen , einen Leitfifiden in die Hand zu S^ 
mit dessen Hiilfe sie die ihnen fibertrageneo geriebtUchen ^ 
scbjtfte genügend ausfiihren können, ohne befurditen' zu vS^^ 



l 



Medieis iiii4 Gbiriirgie. 137 



GriadsJUM sa Terstasseii« D«ss diete Absiebt divcli 
nUeb forbiuidaie« Bedurfniss gtreditfertigt werde , wird 
' jeder int dem praktiecben Lebea bekauite Jurist sm ss 
ligekes, als der jwist. Gesdilfisgaiig in MeddeBburg^aicbt 
jk m «Dea anderea Läadera für jeden AnOnger fiiblbaren 
darbietet, sendem sidi aacb noeb in den Fessebi 
Formenwesens scbwerfidliger , als es dem Geiste 
ngoBessen ist, bewegt Es Ifisst sieb nnn aacb nicbt 
dass der Y^ seinYerbaben gut aosgefubrt babe; was 
t^ deiilicbea and geordneten SiUzen lebft, ist wobi geeig-> 
^f im Mgehendea Praktiker in das Gescbüftsleben einsnfiibren 
" ler wttcbaiy gar sn leicbt möglieben Febltritten sn bewab- 
m Mm wäf de sidi diess ancb bei grösserer Kane und Prft« 
Mm ii ier Darstelinng baben erreichen lassen \ an anderen 
^ Aber hitte nacb des Ret Ansiebt der Yf. sieb etwas Iftn- 
mUtm loilen, wie s« B. bei der Lifiscontestation , weldker 
^ paa WM Seite gewidmet ist, und bei welcber man nament- 
Mtti Unter, via es docb sonst der Yf. bei jedem sweifelbafien 
nKto Mfia^ nngem f ermisst. Die Spracbe des Yfs. erinnert 
ir tt ia$ kuigjAhrige Arbeiten von Processscbriften, nnd ist 
nweiim iaeorrect , wie s. B. S. YL 2. 3 n. 4. r. n. ia 
^^WnetisB: aicbt sowohl — wie ancb, statt: nicbt bloss — 
auli; S« TIIL Z« 6 n. 7 T.n«: einem Unternebmen der 
^^^äm; S, 15 Z. 4t.o.: daher traue der angehende Sacb- 
<ie (die Partei) niemals (das muss er allerdings bleiben las- 
Aa^aiub ihr traue er nicht, Ref.); S. 36 Z. 15 t. u.: 
tUfir ein üebersetxen u. dgL ul Oder sollten diese nnd 
<b FcUer auf Rechnung des Setzers kommen , welcber das 
jlhnerlidi xugerichtet hat, und dessen Sunden noch lange 
fribtSsdig dmeh das Register am Schlosse des Baches 
' * sind? — Noch bemerkt Ref., dass der Yf. den fisca- 
Pnioess, den Desertionsprocess und Ähnliche Prooessarten, 
▼m der gewöhnlichen Form des Yerfabrens nur wenig 
eben so unberficksichtigt gelassen hat , wie den Con«- 
weldiem er später noch eine eigene Abhandlung so 
verspridii. 25» 



Medicia und Chirurgie. 

[1813] Ton den Krankheiten des Menschen« Speciel- 
^^1H sder spedePe Patbslogie und Therapie. Yon Dn 
^ 6e0. Nemmmnm. 2. Bd. Chronibche Krankheiten« 



138 Medicia und Chir^rgie#^ 

2.9. verbess. Aufl. Berfin, Herbig. 1837. Xu n. 81 
S. gr. 8. (4 TMr. 6 Gr.) I 

Aach ant. d. Tit: Specielle Pathologie ond Therapiel 
duronischen Krankheiten des Menschen, 1« n. 2. AbthL 

Mit Beingnahme auf die Anzeige des 1« Bandes (Rep 
Bd. XIY. No. 1701.) dürfen wir uns non bei Anzeige des 
liegenden kurzer fassen, während für die folgenden namentlick'j 
Krankheiten der Sensibilität ein Eingehen auf die sehr 
tangsvolle and eigenthtimliche Behandlung des Gegenstandes 
behalten bleibt. Es ist hier yon den chronischen Kran' ' 
der plastischen Sphäre die Rede , welche der Vf. unter den : 
schnitten auffuhrt: I. Kachexien (Skorbut; Scrofelo, Atrophief 
Rhachitis; I^ustseuehe; Krätze; Herpetische Ausschläge ; Aa 
aof besonderen Kachexien beruhende Ausschläge; Skirrhas 
Krebs; Mark- und Blütschwamm; Gicht). II. Krankheiten, 
auf Veränderung normaler Secretion (Blutungen überhaupt; B 
morrhoiden; Anomalieen der Menstruation; Metrorrhagie; Blndi 
sten; Blutbrechen; Blutung aus der Nasen- and MandklM 
Bluthamen und Stimatosis ; wassersüchtige Krankheiten überhi 
Oedem; Haut Wassersucht; Bauchwassersucht; Brustwassersi 
Hydropen einzelner Theile; Harnruhi*; Gelbsucht; weisser 
der Frauen). An die letztere Unterabtheilung scliliesst sidi 
Uebergang zu den Krankheiten der Frauen überhaupt, eino 
ihologiedes schwangeren nnd Wödhnerinnenzustandes , sow« 
ärztliches, nicht ein mechanisch geburtshülfliches Verfahren 
erforderlich wird; endlich hat sich hierbei Gelegenheit geiiai 
einiger Kinderkrankheiten zu gedenken. Systematische Ein^ 
müssen auch hibr mit der Hinweisung auf das ganze Werk 
dessen durchaus praktische Richtung abgewiesen werden, 
könnten nur vorzugsweise auf die Capitei von der Sjphilis 
der Gicht, yon den Wassersuchten rerweisen, als solche , w 
Abweichungen von hergebrachten Ansichten und Behandlongi 
sen sich besonders viele finden; aber auch nur vorzugsweise 
der Charakter des Werkes überhaupt der schon früher angel 
iete bleibt: ausserordentliche Unbefangenheit bei überschwenglM 
Reichthume an scharfsinnigen Erörterungen und geprüften 1 
fiEÜirangen. 4jA 

[1814] Diagnostic und Semiotik, mit vorzuglicher 
rücksichtigung der neuesten mechanisch-nosognostischeu Hüll 
Icl von P. A. Piorryy Dr. der Med., Arzt an der Piti<^, 
der klin. Median u. s. w. zu Paris. Aus dem Französ. ni 
und mit einigen Anmerkungen begleitet von Dr« Oust. Kr$^ 



Mediein and Chirnrgie« 130 

Ank m Cassel. 1. Bd. Leipzig, tischer« 1837« 
L 450 S. gt. 8. (2 Thlr.) 

Wir IcSimen dieses Bach Mtn Denen, welche sieh einen de- 
iStk der dsrch die sogenannten mechanisch - diagnostisches 
in Frankreich erlangten Resaltate nnd neuen Bnt- 
TeiBchaffen , Fertigkeit in Anwendung dieser HGlis- 
fffaigen and Bekanntschaft mit der jetit u Frankreich ge- 
Art des Krankenexamens machen wollen, nm so 
lapMIen, da der Prof^Pierrj bekanntlich als einer der ge- 
ltes Aertte in Paris anerkannt, and doch bei setner bewon-* 
Mnrirdigen Fertigkeit im Aascoltiren and Percatiren weit da- 
mtferat ist, diese Untersachungsmethoden za uberschätsen and 
^üseidUe grensende Ergebnisse derselben, mit der bekannten 
Affi^eit seiner Collegen darsastellen. Man lese s. B« 
was er 8. 132 über 'den Werth der Hersgertlasche sagt, 
IV ietcn Wesen und Veranlassung die Meinungen selbst noch 
n*A sbd. Ab Binleitnng gibt der Vf. allgemeine Betrach- 
IPVHi Act & organisch-pathologisehe Nomenclatur , d. i. eine 
" fOB im rorgeschlagene Terminologie sAmmtlicher Krank- 
, die sich jedoch ans mehreren Gronden nicht zu all« 
ianahme empfiehlt Dann folgt (S. 2 — 76) sine Anlei^ 
lUB Kiankenexamen mit besonderer Beziehung aof die ein- 
Lelrni der allgemeinen Pathologie, 'Semiotik and Diagno- 
Der y£ beschreibt 8. 58 den diagnostischen Apparat, des- 
«h bei seinen klinischen Umgruigen bedient. Die einzel* 
räth er, da, wo es tbanlich ist, nach folgendem Sehe« 
fir4en: L Vergangene Dinge, ijiamnestiche UmstAnde. 
der Symptomen. Physiologische Ordnung: 1) Circu- 
2) Respiration; 3) Digestion; 4) Leber- and Gallenab- 
; 5) Milz; 6) Harnsecretion ; 7) Genitalien; 8) Gehirn* 
; 9) Dntersuchong des Körpers. III. Erforsdiung der 
sen Symptome durch die Stimme, oder physikalische 
Anatomische oder topographische Ordnung: 1) Besichti* 
; 2) Palpatien; 3) Mensuration; 4) Percussion; 5) Auscul« 
IV. Fragen über die Krankheit Pathologische Ordnung; 
Die 2. Abtheilung , Yon der Diagnostik und Semiotik insbe* 
, beginnt mit der Untersuchoog der Organe des Kreislau- 
(L Ca^l). In jedem Abschnitte befolgt der \t dieselbe 
so dass er zuerst die Resultate der physikalischen Ua- 
nach der eben erwähnten Reihenfolge aufzählt, und 
eine spedelle nnd vergleichende Diagnostik der Krankhei- 
\ des Organs, welchem der Abschnitt gewidmet ist, folgen lAsst. 

K fiese Weise behandelt er in 7 Abschnitten die Untersnchnng 
Herzens, der Aorta, der Arterien vom mittlerem Kaliber 
(Ni), der Venen, Capiilargefilsse,. Lymphgefiisse und Drusen und 






140 Miftdioin itii< Ghimrgie« . 

^08 Blates; im 2« Capitel r ünterstidiiii^ii der Respiratioosor^ 
die der Nasenhöhlen, des Kehlkopfes und der Laftrohren,j 
Bronchien, der Lunge nnd der. Plenra, stets mit Berucksiditii 
und krit. Prufang der von anderen (firanxdsisohen) Aersten g^nM 
Beobachtungen. Die sehr Tonrngliche Uebersetznng hat dd 
noch an Wertb gewonnen , dass Dr. Kmpp, der selbst ii 
ris war nnd Piorrj's Umgängen beiwohnte , den Text out I 
interessanten Noten bereidiert hat, und namentlich an tie- 
deckongen deutscher Aerste ergänsend erinnert (z. B. in 
Abschnitte Ton der Untersnchnng des Blutes). -^ DIetypogrl 
sehe Ausstattung ist schön nnd der Preis Terhältoismii 
bflUg. i 

[1815] Aoalekteii aber Kindei^rankheiten^ oderSiij 
long auserwahlter Abhandlungen über die Krankheiten ^^^ 
chen Alters, zusammengestellt zum Gebrauche für praktische itf 

11. XU 12. Heft. Stuttgart^ Broilhag'sche Bacbh. 18S 
37. 176, VI u. 479 S. gr. 8. (2 Thlr. 12 Gr.) ^ 

[Vgl. Repertor. Bd. XI. No. 225.] j 

1) lieber physische Er«iehnng yon Dr. Barlow zu Bs^ 
der Cjdopädia of pract« medicine T. L (ohne besondereall 
2) Beschreibung dner bösartigen Scharlachepidemie zu Dri 
▼om Prof. Dr. r. Ammön» ans Clarus nnd Radius wocheoll. B 
"^gen u. s« w. B. IIL 3) BeitrSge zur Naturgeschichte der 
gen GehimhöhlenwsuBsersncht der Kinder Ton Dr. Jahn (dessei 
suche fiir die prakL Heilkunde. Heft 1.). 4) Die^ Moi 
(Stomacace) von Dr. Kopp, aus dem 3. Bande Ton desseal 
Würdigkeiten ia der ärztlichen Praxis, 1836. 5) Das Aneyk 
«am, oder die Verwachsung der Zunge. Yon Dr. ^Desoii 
(Dict. de M6dedne). 6) Die Frdschleingeschwulst (Ranola)^ 
Dr. Maijolin in Paris (eben daher). 7) Bemerkungen ob«f 
fütgeborene Krankheit der Zunge, vom Prof. Dubois in Farial 
mMicale, 1833. Fröschleingeschwnlst an der Zungenf 
8) Bemerkungen über die Frösdileingeschwulst der Nengebop 
▼OD Dr. Stoltz in Strasburg (ebendaher), als Erklärung zb J 
«tehendem Aufsatze. 9) Praktische MisceUen. — Das 12.^ 
4mdiält: 1) Deber das KrankenexameB bei Neugeborenen, Tott 
Talleix (Jonr. hebdomad. des progres des sciences vMs 18| 

2) Fragmente zur Benrtheiluag von acuten KinderkraaklNi 
Tom Pro! Neumann in Bonn (medic Conser^ationsblatt, IBl 

3) Zur Lehre Ton den Krankkeiten der Säuglinge , von Dr. ] 
lenroth in Bromberg (ans der medic Vereinszeitung f. P'^^ 
1836). — Paraijsis eanalis cibarii, Cholera ühnlidi. 4) DI 
Yaeeination, ron Dr. Gregory, Arzt am Pod&enhospital *^lf^ 
(Cjrdopaedia ofpnctmed. Vol. IV. — Für DeutsdM nichts Nei 



Medioin and Chirargie« 141 



() ü«b«r dit MtnbdieiapoekeB, ton daasdfaB, AmUktr. 6) 
Dm ScbarlaiMdiMr, Toa Dr. MfmÜ in Bmhw. Aumg mm 
ieeseii „Kinderkranklieitni^S Berlb, 1835). 7) Die SchAlkaM* 
ehm (Strophnliu), tob Dn Rajer in Paris (Dictiottk de aM« OMh 
Meiestter'e Bearbeiten^). 8) Die Rbaehitie, Toa Dr. Neaauaa in 
AsLchen (aee dessen Weriie ven den Krankheiten der Menschen» 
Bd« 2.>- d) Ueher Eiofeweidewnfmer , von Dr. Cmreilliier in 
PariB C^nemg ans den Dietionn. de vML et cliir. prat)« iO) 
A.mdiBJIis spinalis der Kinder, Ton Dr. Bonyrden in Blinden (Med* 
Zeit des Vereins far Heilknnde in Prensseo, 1837)« 11) Die an«; 
f«6orene Wassersoeht des Radc§;rates, tob Dr. Olliri^r in Paris) 
ans dessen Trait^ ds la moelle ^iniire ete. Par. 1827). 12) 
DntersttdinBjfen tber die Meniogitis taberenlosa der Kinder, Ten 
Dr. Green in Paris (Rnst's Magasin , 1836. Wichtiger Beitrag 
zur patliobg. Anatomie). 13) Ueber die Eeclanipsie der Kinder» 
Ten Gaersent nnd Blache (Dict de mMec.). 14) Ueber Tris-^ 
uns neonatomm, Originalabhandtnag des Heransgebers. 15) Der 
dffoniacke Wasserkopf, Ton Prof. Bresehet in Paris (Dldioon. de 
mdd.). 16) Die cmsta lactea and serpiginosa, vmd 17)derKopf- 
grad, Tom Blasias in Halle (Rosfs Handboeh der Ohimrgie Bd. 
Y. B. XVI. 18) Das Wandsein der Kbder, Ton Prof. Bemdt in 
Greifewald (ans dessen Lehre Ton den BntzündtangeB, Bd. 1.). 
19) Die S^pUUs infimtum, Ten Dr. B. Maanaell in Dnblin. 10) 
Idemn neonatornni,. t^bi Prrf. Gardien in Paris (Dict de scienoes 
■dd.)* 21) Bornes in Glasgnw, Ueher einige Entsindongskrank^ 
keilen hei Kindern (Bd. 22.), aas dessen Handbndie derGehnrts-* 
hiife« 22) Pfnktisohe Miseeües. — Mit diessm 12. Hefie, dem 
Titel nnd Register beigegeben sind, ist das Werk, weiches der 
Heransgeber als ein TollstiiBdiges Repertorinm f&r den genannten 
Zwdg der praktisdien Heilkunde anf^seken wissen will, geschlos* 
ten, doch Torspricbt er für spätere ^Zeiten Supplenenthande. 

[1816] Analekten der spedeBen Pathologie und The- 
fapie. Eine SamoilaBg aaserlesener AhhandlongeB, Preisschrif- 
tei^ Dissertationen nnd Monographieen des In- nnd Aaslande$ 
iber innere Krankheiten. Heransgegeben Ton Dr. ff. BreSS^ 
hr «ad Dr. /« Jacöb$ony praktisdien Aenlensn Berlin, nnd 
nt einer Vorrede Tsrsehen Ton Dr. JF. Wolffy ansserei^tl. 
P^fcflsor, dingir. Arzte<in dem Charbd-KrankenhanBe in Ber- 
Im n.8.w. 1. Bd. 1. u. 2. Heft. Berlin, Plabn'scke 
BncUb 1837. IV n. 164, 156 S. gr. 8. (ä 18 Gr.) 

Sckon die «weite Naehahmnng des so eben erwAhnlenUn- 
temeknietts, welcber, TorhandenentAnkdndigangen snfblge, noch 
fliefcrem in Kortem folgen werden („Analekten der Cbimrgie^'* 
Tom BSaains nnd Meser, nnd ^yAnalekten iber ehroidache Iürank<« 
heiten'O* ^^ Heransgeber sdkdnen sich mehr anf ansUln 






142 AfiediGÜDi' und Chirargie# 

^che Literafor.liesiBhrftnkeB an wollen, nnil^ liefen ans CnM 
idsisclien nnd engUechen neaen Jonrnälennod-eelbstfitidigeD IM 
ken,' im 1. Hefte: ,1) Eine ZnsammensteUong.nnd ffearbeitiing« 
den QaeNen über den Morbus Brigthii; 2) eine Abhandlongl 
locale. Hysterie^ Ton Sir Benjamin Bjrodie; 3) aber Eadocürl 
von Cazenenve; über Laennec's Emphjsema Tesicolare, tob 
Btokee. Im. 2. Hefte mehrere Capitel ans Piorrj'e neaestem W 
über Semiotik nnd Diagnostik , . als specielle und Yergleickl 
Diagnostik der Herskrankheiten, der Krankheiten des Darmkai 
der Leberkrankheiten;, über Exploration der Leber nnd der( 
lenblase; Honrmann nnd Dechambre's Abhandlang, aber die I 
genentzündang. der Greise (Ansxag ans deren. RedierchesGÜsk 
aar les mäladies des vieillards etc.); Beobachtungen über 6 
sncht, Sirnctnr nnd Lage tob. bösartigen Gewachsen ia der 
jier ^on Dr. Biight nnd einen Anfsatz über Pericarditis toi 
Hnghes. . . 

[1817] Die Nacbtheile nnzeitiger und fibmiäesfl^ 
Anwendung des Aderlasses nnd anderar BlatentziebangM 
Von iDr, Z. Wetzlar ^ prakt Arzte za Aachen. Awl 
Mayer. 1837, XV! u. 194 S. 8. (18 Gr.) \ 

. Ein in gaie^ Absicht nnd. anscheinend ans Localrfidieil 
gesdüriebenes Buch, von welchem wir weiter ipdits sagen kU 
äs dass es rn dem angegebenen kleinen Ränm« zuerst ein^ 
schichte der Blotentziehnngen als Hellmittel liefeit, dann sich 
die Wichtigkeit des Blntes , die wehlthritigen nnd nächthei 
Wirkungen' der Blatentziehungen ^ die Indicationen zn desM 
die Störke und Wiederholnqg des Aderliisses nnd der örltl 
Blotentziehnngen, nnd die bei manchen 'Krankheitszustfindjü 
beobachtenden Cantelen rerbreitet. Das Werk Ton Marshaft* 
scheint 4er Yf» nicht gekannt nnd genutzt za haben, auch i 
geht er. die gebarlshulflichen ^ftlle und psjchisbhen Krankh 
die Blatentziehungen verlangen odet TCrbieten, farst ganz mit 
schweigen. 11 

[1818] De talipede varo et caryatnris manns 
manus dictis« Dissertatio chirnrg. - medica. Edidit Df f 
Lohde^ Cum tab. aenea. Berolini^ Förstner. 1 
(VI u.) 30 S. gr. 4. (12 Gr.) 

Der Yf. hat als 1. Capitel seiner Dissertatioit einen 6^ 
stand gewühlt, welcher schon hftnfig bearbeitet worden ist, 1 
d«n aber es allerdings yerdietfte, anderweit in einer Schrift.i 
handelt zu werden , welche «ine knrze und doch anfassende ; 
sieht von demselben darbietet* Es ist dieser Gegenstand der Elo| 



MedioiA and C^irirgie. 143 

An, desfloi BttlsAg neiierlidi duch Zenekneiduig 4«r Adält»- 
ite w kiiofif gdiagt , und es dfiffie diese Selirift wdil diije- 
lipm, vddie dieses Debel lebst seiner HeUang sa kfirtesleA 
mi M aseb deaüich genog dafstellt Die snhäiigeade Kupfer^ 
fM idgt eisige Masehmen , welche hierbei in Anwendung kern- 
lln. — Das 2. Cap. der Dissertation handelt über einige dea 
nupime Shnliche Kxnfflmnttgen der Band (Talipomanns lleza 
mk otaa), nnd ist ebenso wie das 1* Cap« dentlich nnd nber^ 
bearbeitet. 108. 



fI8I9] Ueber Fnctmraii, tm Dr. M. Jäger ^ Prot der 
hi|if in Briangen. (Ans Walther, Jäger und Radins Hand* 
Virtiibad der Chimrgie nnd Angenheilknnde. IlL Bd* besonders 
ligednckt) Leipzigs Weygand'sche YerlagsbacUu 1837« 
il« S. gr. & (16 Gr.) 

El ist diese Abhandlung Ton den Knoehenbriichen ans dem 
agdibten Haadworterbneho als einer Ton den aasfithrlicher be- 
»Glitten Aftikdn heraosgenonunen nnd besooderB abgedmokt 
""•v^ Weges ihrer Wohlfeilheit nnd doch hinreichend ansfuhr* 
üAbi BekajiAuig dieses chirurgischen Capitels ist diese Schrift 
M as^eUes, ebschon sie den Richter'Bchen Werken (Handbuch 
' LekMk) aber Brüche nnd Verrenkungen an Uebersiditlich*» 



Entschldemng des biaherigen Correrfabreiis bei 
Hjptisdiea AngeneDtzondong^ von Krugtr^Ranien. 
I, Opitz n. Frege. 1830. Till u. 128 S. gr. 8« 

MGr.) 

J'^^^tische oder contagiosa Aagenentzündnngy welche so yiele 

unter den Augen der Militairs grosser Armeen anrieh- 

^iitivar schon sehr aurfuhriich und systematisdi in grösseren 

bearbeitet worden, aber man hat noch nicht sn einer heiU 

len Behandlung derselben gelangen können. Der Yf.i 

iber dieses Uebel yieljährige und begründete Brfahrungen 

will, hat es sich daher in dieser Sdrift Torgesetst , alle 

IJcdt angewendeten BehandlnngsmeUioden anfiinfiihren und xn 

Mteo, was er för höchst nothwendig hfilt, da einige derselben 

fc Seborgane naehtheiliger wirkten, als die BAzündnng selbst. 

^cb liidt er die schnlgerechte blutdürstige Allopathie für 

' t^vere Geissei der davon Ergriffenen und glaubt, dass diese 

reise nur durch Oeffentlichkeit gebessert werden 

dLDs den Terschiedenen , ja sich oft gerade entgegenge- 

Hälsngsarten wird man ersehen , wie wenig sicher die 

dieser AngenentsiinAing ist, and dass diejenigen Kranken 



IM Medicin mid Ghirargie« 

gemAe goiise», irtUk» nu den Aenton fimnbeilbtreiUirt« 
den wArai) md bei wvlcheii alle BekaadlCng miterbfieb, wäUj 
viele Tjmeend Behaadehe jetfei Miiid amkefgeken. 



- 1 

Brannensclirifien: J 

(1821] Die Heilquellen DeatecUands und derScM 
Bin Taischenbach inr Bnumeii- un^ Badereisende von Dr«)! 
Cht. Hilley Arzte am k. JEErankenstifte zn Dresd en vuM 
I« TU. 1« Hefi. Leipzig, Broddums. 1837. GXXl 
SL & (n« 12 Gr.) J 

Aach nnt. d. Üt: Die Heilqaellen in allgemein wi^ 
eehaftlicher Beziehang und deren zweckmteige Benntznog. 1 
Bronnen- und Badereisende n. 8.w.i '3 

Die Yerlagshandhing wdnsdkte «he nene Ansgabe to m 
erscbienenea SMtift to« Meeeh tu Tsranstalten, nnd wes'^^^ 
desBbalb an Hm. Dr. Hille. * Dieser, aieht abgeneigt jenm W« 
sdie sn eafspredien, hielt es Jedodi fiSr besser^ anstatt taj 
Bach dem jetzigen Stande der Babeegraphie luigemessenzaM 
beiten, etwas Neues and Bigenibumiiehes an liefern. W» ^ 
der jetzt beantaten Heilquellen DentsoUands und der Scbwt 
sehr gross, und der Umfang des Boches hätte , wenn seil i 
dem Titel hatte entsprechen sollen, nm dasYieriache g^g^ 
tetmArt werden mossea. Da man aber dem Corgaste, w< 
aaoh eineni bestimmten Bade reist, mcht somutfaeo kann, di 
sogleich die Beschreibang rider anderer Bronnen oad B 
welche ihn nicht interessiren, kaofe, so entfernte sieh der H4 
geber von dem Plane des früheren Taschenbaches darin, dii 
die Heilqoelleu nicht i» alphabetischer (hrdnnng , sondern * 
ihrer geograplu Lage besdirieb , nnd mit Zostimmnng der 
lagshandfaiag diese Beschreibang in 8 bis 10 Heften demU 
an fibergeb^ beschlos», die noch rinzeln verkaallich sind, 
der 1, AnJB. beigegebenen inKnpfer gestoch« Ansichten von i 
orten ond merkwürdigen Geb&oden sind zweckmässig mit 1 
eben fertaoscbt, mit^t welcher man sich in der Umgegeai^ 
Badeorte orientiren kann. Endlich hat der Herattsgeb. the* '' 
in wissenschaftlicher Hinsicht über die Mineralqnelien als 
und als Heilnufltel , theiis hinsichtlidi ihrer formellen oad W 
dischen Anwendong Ton Seiten des sie Gebranchenden 
werden mosste , in diesem 1. Hefte Toraasgesdiickt , wodi 
der Folge das lästige Wiederholen einer oad derselben Sachq 
der Besehreibong jeder einzelnen Heilquelle yennieden ^^i*^* 1 
gcechididiche Binleitong schildert deft Wertb , den man seif 1 
Altesten Zeiten auf die Bäder in diätetiseher Hinsieht gel«tl 



. HßiMin nHAi dtinufgib. * MS 



sBihtmkMj me .iilif der AhuMkmfiittgmmam^WiBmdMibr 
MIß. JakOui diQ BmmiMmg der -Miacndir&BBer saiilJBadeBi nd 
TnnkeB ridi gdwhtm ikibt. Dar \t geht sodMn n ««:£%«* 
fkumlidikcitan derHeilqiidleii^ ärer Eiilstelniiiip, Bferthrihug, A»- 
wenhüg und Wirknag, »owie gnr Beschreihuiiy ' der C ai b W» , 
DMehea und Miaerakchlaiiimbilder twi, uid tkeUt Ueriber auui- 
clie i^itzbare Benerkimg mit -ri Die 2. AbdialiiB|c naidit den 
Leser loit den Huifemittelii bekanni , w^be die Wiiiniiig der 
HaiqoeUen anterstiiUen, handelt. Ton der VorfiereitOBfacor lind den 
jirteo der eig^otlidien Car , gibt aHgeneine diAtetische iUgfh, 
vad beseadere-VorMiriflen sowohl bei Trink« and Hadtearea, 
benickeiditigt endlich andi dieNaiAcnrnnddie oogenaantiBnTer- 
haoQBgsfor. lUnter letzterer versteht der Yf. die BeaeitigBng der 
KrttUieitsanlagea, sie mögen non nenerworbene, oder die Reste 
ciser Toraasgegangenen Krankheit, sein. — Das 2. Heft dieser 
Sdmft fiihrt ausser dem angefahrten allgemeinen Titel Mg^mden 
•pidelleniL 

. [1822] Die Bäder und Heilquellen. de9 iKSnigreicjhe 

fifanen und der «Markgrafsohaft Mähren« FirBninaen- 

«I Badereidende bearbeitet Ton Dr. Carl Ckr. Büli^^ li/s. w« 

Mitl Kärfthen u. dem Plane joitKarlsbafd.'Etieii^. 

•lir S. 8. (n. 20 GrO , ' / ' "' , . " .'t^ l-ioi • • 

Den Anfang macht Karlsbad, wo die-Loeafitätetfi^M^iOHs, 

tejae Geschichte, die versdiiedenen warmen Heilqo«Ueir;'die phy- 

BMvh erkennbaren nnd phjsikaL fiigensdiailen detfrtihieil>,- ihre 

themisch ermittelten Bestandtheiie, ilwe Anwendbäg^ issr Trfak-^Md 

Badecosen, die AnuineniirsCe , . allealai . ihn fiadegnst: iülire^dijrende 

tKotiaen^z. B. Wohnnogen, Unteorhältopg , die nftbei^en^Mid ent- 

-iifiiteren Spasiergäage genannt and 'itorgfidtig besekriebeA' w^r- 

^n, nnd endlich die. das Bad botreibnde Literatop' beigebracht 

ist Dieselbe Anordunng der MalMen- 'findet bei Jillen' folgenden 

hedeatendem Hl^^nellen Böhmens statt. Giesshiibel. Afiiri^nbad, 

Kaaigswardi. Hier hat es 'den Ansehein, al» ob :der-Be^tierder 

Berischaft die in Vorschlag gebrachte Anlegimg eininr Badeanstalt' 

dämm nicht ansgeffihrt habe, nni jede RiTalitftr mit Nion hienach- 

buton Gnrörtem an ^rmeidea. Die -Ton dem firiHli* Metleniidi- 

Kben Gerichtsphjsikns, Dr. Fosohmann in KönigyirarA^ itnd Dr. 

Kühler in Karlsbad Tersproohene Monographie- ist labeli iMit er- 

adnenett. Eraniensbad. St Wettael»/Bad:.su IMbiiohirit». r Der 

'sMuiitser Gesittdbiiiuien. . Dio'baidsGiäter MÜMVftlqaeile. * Die 

^dKttsrwaaser. .Seit:tit626 ii« hei delmiplÜbaex(;Q«9«Urannenbeine 

•IWae i&tdeanatait enicbtefc.fwnrdia^ ^aoi/fdem LeifetwuebDr/SH- 

'Üdea in:B|tf3ft <diefl>o«le RedkensdiaMmi: gebcwiivlltandeiisein 

'wd. Ben^Via^iiiidieiii;, daa»iitiafldd«UbhiieMMlin< mö^ - Die 



( 

140 Medi«iii inid Ckirnirgle. 

JtilflKT Üifi6ndqfi«ileii, Tapiite. Die tefililier Tlieiw% mikütt^ 
fitein Tcii^Kdien , Terdiraen daan des Vomig , wo die Kcanklnl 
- aitf einer Yerindening der Fonn und Misckimiip befallt. Buidi 
die Vereehtedenheh des WAmiegradcB der Qaelien aber niid der 
dafen bereiteten Bfider wird Teplits eia sehr versduedeaartigcs 
fieümiitd. Wenn die laaen BUer diee^ Mmenilwaeeers beia- 
Ingead and herabetimmeBd wirken, die warmen den Korper bdt- 
ben , anregen nnd kräftigen , heisse aber mächtig aufregen ud 
anstimmen , so sind diese gewiss eben so yersehiedenarcige als 
kfäfilge 'Wifknngen. Beim Dorfe Looseh, '/t Stunde von Dax, 
liegen die 3 warmen nnd 4 kalten, gegen die Gicht aasaehaiead 
holfreiGhen MineralqaeUen des Biesenbades » weMie weder physi- 
. kalisdi noch chemisch nntersncht, noch sonst beschrieben worden 
aind. Das St. Josephsbad an Tetschen, Das Bad an iohaanis* 
darf oder Libach. Das Mineralbad zn Steraberg beiSchlan. Das 
Mineralbad %a Msseno. Liebwerda* Eine pehijflhrige BrfiduiiBg 
in der Nähe der Qaellen hat dem Vf. die Trinkqaelle als ein;so 
mOdthätiges Heilwasser bei Leiden der Schleimhäute , besonders 
der Aihmungswerkseage nnd des Darmkanak, wie ein sanft Blär» 
kend^a.und belebendes beiSciiwädie und daron abhängigen krunk- 
hafieif Zuständen bewiesen , dass selbst die reiabaralea PersaMi 
sie sehr gut Tertragea. Das Johannesbad liegt mit dem IMb 
glefches Namens auf der Allodialherrsdiaft Wildscbiiti. Dimer 
Badeort verdiente, da seit Amoldi's 1795 bekannt gemachter XTa« 
tennehung keine lienere unternommen worden ist, um so mehr 
eine neue Untersuchung und gute Monographie, ials er noch innaur 
zahhrridi besadit wird, und die hier zu Tage kommenden QimI« 
len die einzigen wärmen am ganzen sudliehen Abhänge des BS»- 
aengebirges sind. Das Knknsbad , bisweilen auch das GradUtan 
genannt, liefert em Beisfriel eines der in die Mode gekonuneMi 
Bäder, ifMü nichi die Heilkräfte ihrer Mineralquellen einen Uni* 
banden oder doch Ton Zeit an Zeit wiederkehrenden Werth st- 
ehem. Die Onelle, welcheden bedentungsrollen Namen derfjot 
denen QneUSb J&hrt , ist mit.dem bei dem Marktflecken Graäüa 
Torkommenden Salzbrunnen nicht zu .rerwechseln. Unter dao 8 
188 ff« noch kurz\ erwähnten 'Badeorten des königgvätzer Kreisei 
kommt aadi das ibadodorCer Bad auf der Herrschaft Senftenbttrj 
▼or, dessen ■QoeUei im d€|jähr. Kriege veraohittet, in der ncaiaaa« 
Zeit wieder aa%eg^aben und imit einem Baidehanse versehen vfurd« 
A'eiaaf fiikt jder lYf. noch einige böhmischd Badeorte an, '' d«r« 
M ineralqaellan säitf imtKch wedac ehem. nntersndit, neck sonst yriaatm 
eehafilieh gewärd^i siad. -rr.Das nUersdaifer Bad, dasSdurefisl 
bad ZB Qfaaals.^ ^er anAnredoifer oder stemberger SanerbnuMm 
.das. Bad. zn Luhe tachöwitz und mehreM'>Ueino u Mähren gfife 
i ganaMinenilqnellli» maehem deniBesdikam Idieäea Si^Heftea. •^Bn 
S. winT die£bilq)aaHekLaUiWins udAwAm^ 
Kärtchen cBihaltetf , daa 4. aber nil dmi Qab>nnd Bfoid o eet i a r VMr. 



MediciB ttttd Ckicvrgte. 147 



tUk hrnMügm » od 3 Kbidboi n Brimt AmtiMnaf kak«. 
tUL tUd ÜB» BndMiMBg ait YBrlmgiji #Blgeg«n. 

Dr. Kikn ses« 

[1823] Die Mineralqueilen toh Baden im Caaton 
ittgpMU Ib Aottiedh-phTrikalMdker Beaehmog begohriilMi ?m 
ümrl LSwig^ Dr. d. Med. n. Flu]., Pnü dar Oiemie an der 
Hbt. «. ob. ladosirieddiiJe in ZfirieL Zürich^ Scholtlieaa« 
im. XU Q. & 13—227 ff. 8. (lu 1 TUr. 4 Gr.) 
Andnud^Tit.: lieber die Beetaadtkeae and BoMekoi« der 
UaendfiaUeB. Eine natanriageaachaflliche Ahhandlnag yan a. a. lu 
Der Yl kai in eralen Theile dieser Sdirift in diaBuadepkjr- 
ttbdiadber Hinsidit alles Das msaaiBengesleUl , was dem Arzte 
ia dieser BeneliBag Ten Widi%keit ist, bei dem sweilea dagegen 
ein gebiUelea iPnbiieam dberhanpl beriidk8iclrt«t — Im J. 1835 
bal ixt Vt mii dem hadener Thermalwasser an Ort nnd Stelle 
meki e ie IJnleESodiangen Tergeaemmen, nameatlich mit der klei- 
nen QnsDe im Staa^t Ans der Yeigieicbaag dieser Venaehe 
mii dmi Tea Scheodmer» Morell and Baaliof adt der Yeveaa^le 
TefgesesoMaai geht herrer, dass die Bertandtbeile der liadener 
. fidfoalieB ansser Brom, Jod ondLithion weder eine Yerme|inmg 
• aedi Yenainderang erlitten haben« Es wird der Leiditsinn ge- 
fädelt, «ondt oft bei der qnantitati?en Bestimmnng des Broms 
far&kren wird« In der dfirrenberger Soole will H. Scharf bei- 
Bshe-i^sofiel Biom als Chlor gefunden haben, woran dieUnterso' 
^■BgaBMthode Schnld gewesen ist. Der Yf. wuosdit, dass Prof. 
diestti Fehler in seinem Jenmale Terbessem mßge. — - 
I Waaaer sn Baden wird irrigerweise m den sdiweielfaalligen 
Rechnet man aber den Kalk za den Alkalien^ so er- 
diese Qodle als eiae alkali^dk*salinische; zfthlt man ihn 
aa den Brden, so erfc&lt sie ihre Stelle bfi den erdig^saliaischeo. 
lEt 7 bekannlBn Mineialwasaem wvd das badener rueksichtiieh 
aemer Bostandthmle vergikdM«, Im §. 32. wird die Fn^ aaf- 
gewofÜHi, oh die Bestandtheiie , weldie .der Chemiker dnrek die 
Anaijse eAoli^ wirldick als solche im Wasser Torhanden seien,' 
«ad kei Beantwoitoag derselben sind tkeils die Yerwandlsdiaftsgres- 
wn der KSrper nnter einander , theiis das Wesen der Anfldsaag in 
Betradilang gesogen« Die Anaijsen ron Mineralwassern gehiren 
' ' j zu densckwierigeren anorganischen Untersncknngen« Da-* 
inekt allein die Ton Torsckied« Chemiken anteraoaMiette Un<- 
desselben Mineralwassers , sondern aack eine za yer- 
.Zeiten aagestellte AnaIjse desselben Chemikers ganz 
Basnltate geliefert kat Bei dieser Gelegenheit etwas 
4ber fio knnstlidie DarsteUnng naturiidier Mineralwassinr nnd 
fibcr die Banatsang des badefier Wassers zoNachbildnagaaderfr« 
Dar Yt iai 4er Meinung, daea nickt snbekanpten sei, eia kuast- 

10 * - 



.148 Medtcin and GlilrQrgije« 

Vliches MiiieralwAsder köniie ein natürliches , d» man sadibiMn 

^ ffül , in «einem inneren Chemismas niar unTöUkommen erreictem 
und in seinen Wirkungen ersetzen. ' Auch liber die Beschaffen*' 
heit der aus dem badener Wasiser aufsteigenden Luftblasen, sowie 
iuber die Menge derselben stellte der Yf. Versuche an und es 
werden diese zu Dampfbädern benutzt. Die Gase steigen nlUnficfc 
in den Dampfkasten durch die in ihm angebrachten Löcher, wtt- 
rend das Wasser durch Nebenröhren in den Badekasten gelekei 
wird» Der Dampfkas^en, welcher Mannshöhe hat und durch eiae 
mit einem Fenster versehene Thür Terschlossen werden katiB," 

• befindet sich in einem Zimmer, dessen Temperatur 26 — 2d^ C« 

• gleich ist. Im Innern ist eine Bank angebracht, auf welcher ^er 
Kranke nach Gntbefinden des Arztes längere oder kürzere Zeil 
▼erweilt. Der Vf. untersuchte die im Dampfbäde befindliche Lnfi, 
nachdem der Kasten, in welchem er sich befand, ^j* Stunden lesl 
▼erschlossen gewesen war, und fand , dass 100 Volnmtheile der- 
selben aus 54,20 .atmosphärischer Luft , aus 13,76 kiohlensanrem 
Gas und aas 32,04 Stickstoffgas bestünden. — Ueber die Tem- 
peratur der Quellen sind die ▼on Derer , Zwingti , Hess , Bauhof 
und Pflnger angestellten Beobal:htungen , sowie die des Vüb. an- 
geführt , und diese mit der Temperatar anderer Thermen ▼eiglH 
chen. Auch die in Baden ▼orkommeitden kalten Quellen niui i h^ . 
einer chemischen Analyse unterworfen, üeber die grössere Wii^ 
mecapadtilt des ThermaWassers sind Versnche beigebracht , wo- 
bei der zwischen Kastner nnd Gmelin hierüber entstandene Slnsü 
weitläufig erwähnt wurde. Der Vf. spricht sodann über die im 

. Thermalwasser ▼orkommeiide organische Materie , welche theüs 
chemisch, theils mikroskopisch untersucht nnd deren Wirkung md 
den thieriscben Organismus 'bestimmt wurde, lüid schliesst di^Sftm, 
1. Abschnitt mit einer üntersuchang der Bestandtheile. des Sintera 

. aus dem badener Mineralwasser. ~ Der 2* Theil hat auf die 
Mineralquellen in' Baden keinen besonderen Bezug , und konnte 
mit jeder anderen Schrift über Mineralwasser ▼ereinigt werden« 
Es wird ^on der Bildung der Mineralquellen im Allgemeinen ge- 
sprochen^ sodann untersucht, woher sie ihr Wasser erhalten, und 
woher ,die Heilquellen ihre sowohl festen als gasförmigen Beetaad«* 
Ihefle nehmen , und endlich von der Art nnd Weise gehandelt, 
wie die Thermalwasser erwärmt werden. — Druckfehler , wie 
Prjstlej, Cavendi u« dgl. sollten nicht ▼orkommen. 

Dr. Kübft sen« 

[1824] Die Heilquellen in Griecbenland. Beschreibniq; 

der Heilquellen Ton Patradzik, Aidipso nnd den Thermöpjlen. Yba 

Dr. Landerer y Hofapotheker Sr.Maj. des Kön. jOito zu Atlran. 

Bamberg, Liter, ar&t InstitaL 1837. IV n« 33 S. & 

.(6 6r.) 



Medicia niad Chirurgie. 149 

Auf Veraiüassiiiig dea Minister-PWIaid. ▼• RudluHrt aendete 
der Vf. die Toriieg. Abhüadloog nacb MancheD, damit sie in Deutedi- 
had, das so lebhafteii AntheU an den Minendwaasern nimmt,. be« 
iBuat werde. Von den drei beschriebenen Heilquellen ist die erste 
die Schwefelquelle bei Patradsik. Ihre Lage ist eine der anmo- 
lh%8len wegen der Lebhaftigkeit der Vegetation, des sehattenrei- 
iMi PJatanenhains, aas dessen Mitte die siedendheisse Schwefel- 
qMÜe herrorsprodelt, und der Nähe der an steilen Felsenwllnden 
nnantisch gel«*genen Stadt Patradzik. Das Wasser ergiesst sieh 
in da racheniomiges Becken, das als Cisteme and Badeplats be- 
natzt wird» Der Vf. rermathet, daas schon früher hier ein Bad ge- 
wesen sei. Die Wfirme des Wassers rariirt , je nachdem es am 
Bande oder in der Mitte der Quelle geschöpii wird; der Wärme- 
messer zeigt im ersteren Falle 23^ B., im letztern 38—40*" R. 
Die näheren Bestandtheile waren in 10 Unzen Wassers salzsaure 
Soda 48,000, salzs. Kalk 3,540, schwefeis. Talkerde 12,800, 
kohleiis. Kalkerde 5,200, schwefeis. Kalkerdo 2,430, hjdrojods. 
imd liydrobroms. Verbindungen 1,900, Kieselerde 2,000, Bxtrae- 
^KTEtoff, Tkeiodiermine , kohlens. Gas 14 Kubikz., Schwefelwas- 
ssrsloffgas 2 t Kubikz. Diesen Bestandtheilen zaibige gehdrt diese 
Therme sowohl zu den Säuerlingen, als zu den kräftigsten Schwe- 
felwasseni. Was hierauf von den Heilkräften dieses Wassers 
gesagt wird , beruht keineswegs auf eigener Erfahrung , sondern 
die Ton andern ähnlichen Heilquellen erprobten Wirkungen wer- 
den dieser Schwefelquelle zugesehrieben. In dem Becken, welches 
die Quelle umgibt, sammelt sich in reichlicher Menge eine Schlamm« 
Bttsse , deren nähere Bestandtheile kohlens. und schwefeis. Kalk, 
Siai, Thonerde, Kieselerde , hjdrothions. Schwefel , Spuren von 
fisenox jd , Extractivstoff, kohlens. und Schwefelwasserstoffgas 
Ai. — Den 2. Platz nehmen die Heilquellen Ton Aidipso auf 
Eoboa ein. Eine Stande von dem schön gelegenen Orte Lipso 
erhebt sich ungefähr 100 Fuss über die Oberfläche des' Meeres 
eb Högel , welcher das Laboratorium des Mineralwassers ein* 
schliefst. Auf dem Gipfel desselben , wo wahrscheinlich in den 
ältesten Zeiten die Badevorrichtungen angebracht waren, sieht man 
noch die Deberreste alter Mauern. Etwas tiefer bestanden in spä- 
teren Zeiten Bäder in einer Grotte , die zu einem Dampfschwitz- 
bade benutzt wird. Unfern dieser gelangt mäa zu den wasser« 
reichen Quellen, die eine grosse Menge des heissesten, mit 
Schwefelwasserstoffgas stark gesättigten Wassers, einem Spring- 
brunnen gleich, ausströmt, und die Luft mit heissen Wasserdun- 
sten schwängert, die besonders ftir Brustkranke vom wohlthätig- 
slen Einflüsse sinü. Das Wasser zeigt eine Temperatur von 80^ 
R. und besitzt eine speciflsclie Schwere Ton 1,016. Als näliere 
Bestandtheile ergaben sich in IG Unzen Wassers; salzs. Soda 
68,500, sahs. Talkerdo 3,50, salzs. Kalkerde 2,00, kohlens. 



150 Glassiselie AllertkmiiBk'Biide« 

KalkArde 4,432, kolileim. Soda 4,200, Schwefels« Talkerde 11,24& t 

Schwefels; Ealkevde 3,00, Jod- und Bromsalze, BstmetiTSloi^t:- i; 

Kieselerde, Sparen tob Bisenoxyd 1,500, kohlens. Gas SKabSkn, ^ i 

Sfdiwefelwasserstoffgas syt Kabikz, In dem Badeschlamme eiad '• i 

Kieselerde, Thoa, Kalk und KalkTerbindimgeD, kohlenstofihaliigor^J^ 

BxtractiTstoff , BiseBozjd und Sparen von Mangan. •— BndKdri;^ i 

liefert der Yt eine Beschreibung der heissen QueHen der Thep^M \\ 

mopyleo. In der Nahe dieses Bngpnsses finden sich Sparen vmi^\' i 

Ueberbleibsel eines^ Walles und Tharmes , welcher nach HerodaC - i 

ym den Phokiem znm SdioU gegen die lünfifile der Thessalien« . j 

erbant wnrde. Ton dem Ursprünge der Qaellen bis zom Am»^- h 

flösse derselben ins Meer, ist der Boden mit kalk- nnd kieselhaltigem n 

Inkmstafionen reichlich bedeckt An der Stelle , wo das Wassa» i 

henrorspmdek , ist ein nngetthr 6 Fnss tiefes Becken, welcheiv u 

Ton' den die-^Qaelh» gewöhnlich im Angnst Besuchenden als He- 

serroir benatzt wird. Die Temperatnr des Wassers ist 52® R^ 

das specifische Gewicht 1,014; seine Bestandtheile sind schwefele. 

Bittererde, schwefeis. Soda, sdiwefels. Kalkerde, kohlens. Kalk» 

erde, salss. Talkerde, salzs* Soda, Kieselerde, BxtractifstoS^ keh« 

lens. Gas, SiAwefelwasserstoffgas. Wenn man dieses Mineral« 

wasser mit dem zn Aidipso nnd Hjpate befindlichen yergleie^ ae 

steht jenes' diesem, nm Vidcis nadi* Dessennngeaditet . wird ee 

Ton den Bewohnern der nahe gdegenen Ortschafien mit gnteik 

Brfelge gebrandit. — Man glaube jedoch nicht, dass diese 3* 

Minerah|aellen die einzigen in Griedtenland wftren. Paasanias 

erwähnt deren noch mehrere^ und es ist za wünsdien, dass^anch 

diese genauer beschrieben nnd ihre HeiikrAfie ansgemittelt wer-^ 

den mögem Dr. Kühn seo. 

Classische Alterthiimskiinde. 

[1825] Cor. Erid. Hermanm^ proC Marburg., qoae* 
stiooam Oedipodeamm capita tria« Marborgi^ G^ho* 
1837. Vin ju 133 S. 4, (1 Thlr.) 

Wie sehofn froher bei einer fihnlidien Yerankssung , so er« 
kernten wir auch hier diyikbar die Vereinigung einzelner , doch 
dem Gegenstande nach verwandter Gelegenheitsschrifiten des ge- 
ehrten Yfe. ZU' einem bldbenden Ganzen« L „Dispntatio de di»« 
ff crimine artis ac temporis , quo Sophocles atque Baripides Oedipi 
regis febnlam tractasse tidentur; scripta indicendis lectt. aestiris 
a. 1834/* (S. 1--34). Die Fragmente des Baripideisdien Oe- 
dipns .sind zn onbedeatend , als dass man daraus den ganzen 
Gang des Stucks reconstruiren könnte; ausser der Hanpttendeni, 
dass er bloss das geheime Verbrechen endlich an den Tag kam* 



tilftMiMke Al*MthBflitkind#» ISl 



«M AigegeB bei Sophokles (bei dem te Grandge- 

ist , dtM gq^ die göttlidiea Aosepriidie aieht ngmtnA 

werden kami) nor Motiv ist , erkoDot auui nr eintelao 

^ 'wie die Blesdoiig des Oedipns dorcb die Diener desLqns, 

Deppelheil der Action in der Bebandlong der Yerbreden des 

vod der Joeaste tau A« Hit nicht geringer Wahrschein-. 

wild des Sopbokes Oedipns Oljmp. 87, 3. 429 t. Chr. 

wonraf die Beschreibang der Pest nnd der in nichsten 

erfolgt« Tod des Perikles, welcher in der Person des Oe- 

djtfgestollt sein soll, hinfuhrt , wogt^en der 0« des B., 

|vw sclM»n nns den Metris ÜA folgern Iftsst, weit jinger ist. 

^IL JDJfiptttatio' de aelate et cansis Oedipi Colonei , scripta indi- 

^cenfis lectt. hiberais a. 1836'' (S. 35—62). Nach Prufdng der 

feisehiedenen Ansichten ron Reisig nnd Laphmann , welche ia 

I diesem StiidLO eine Rechtfertigong den Perikles an erkennen 

'ghnblea, nndesdesohalb OL 87,1 — 3. anaetaten, nndvonSuTem 

«id Boeckh, welche sich für den Anfang der 89. n. 90» OL er- 

Uftrten, entscheidet sieh der Yf. für die UeberUefemng , wekho 

£e Bntstehnag desselben in das höchste Alter des 8. , welcher 

OL 93, a staib, hinaassdüebt (bei dieser Gelegeahtö wird dar 

vielksprochene Proeess xwisdien S. nnd Jophon , wobei der Br- 

slsr» Ein^es aas dem Oed, CoL redtirt haben soD , nochmals 

durchgesprochen) nnd es erst den jüngeren Sophokles anr Auf» 

fittrang bringen Iftsst, was etwa OL 94, 3. geschehen sein mag; 

dm politisdi Anstossige, wie das den Thebaaem gespendete Lob 

n. kf wird dadurch beseitigt , dass es anf Rechnong des j. 8. 

foMeben wird« Zum Grunde aber liegt die Bmenemag des 

^■feikrnB an die Sacra des Kolonos. III. ,,Disputatio de sacris 

CMoni et religionibas cum Oedipi fabnia conjunctis, scripta indi- 

ceadb natalitiis angustissinii electoris a. 1837** (8. 63 — 133), , 

deren Zweck ist, zu zeigen; „Coloni sacra, qnotquot ad deomm 

nnaiina pertioebant, non modo fojrtuita loci communione, sed 

ardiore numinuro affinitate conjnncta foisse/* Wir danken Hrm 

H, fir die rielfache Belehmiig, welche wir auch aus diesen hddst 

iddUzbaren Abhandlungen gewonnen haben, ^md können den 

Wunsch nicht unterdrücken, dass es ihm gefaUen möge, recht bald - 

auch seiae übrigen gdegentlich entsUndenen kleinem Schriften 

in einer ToUständigen Sanunlung zu Toreinigen, 2. 

[1826] SophoUea Elektnu Griechisch, mit tentschsnA)^ 
metknagen Ton €Ui^ Carl IVüh. Schneider^ Dr. d. Phil. 
■. Prof. am Gjmn. au Weimar. 2.9ningeari)«^v^.««neUiEidk 
.AidL Leipzig, Böhme, 1837. 270S.8. (18 Gr.) 



■i*T.-fc 



lS2x GlasBitoli« Alterthanftkiadn« 

Aach iB^iL Tit : OojbMeB TnigMfieB« ÖrieciUscIil v. s. n^£ i 
1« Bd. filektm. . / . '/ 

i,1)a8 Schicksal,^ so beisst es in dem kansen Terworfe dest ' 
Verlegers, .«^wollte es nicht, dass der Vf. dieser Ausgabe sie dcte 
Pablicam selbst übergeben sollte. ' Es katte ihin nnr gestatte«» 
den Commentar anfe Nene ToQstftndig xa bearbeiten; die Durch*- 
sieht des Textes , um denselben mit den etmu^l^i^ Aenderongea^ 
die der selige ädiaeider in 'dem Commentar bestimmt bezeichnet 
hatte, in. Einklang zn bringen^ mnsste einem Gelehrten, demHnu'' 
Dr.'.S. F. W. 'Hoffmann hier, abergeben werden, Ton dem anch 
einige Bemerkungen im Commentar, durch [] bezeichnet, herrfil^ 
ren.^* Ref. hat, wie er auch schon in frfiheiren Anzeigen der 
Schneider'schen* Ausgaben zu erkennen gegeben hat', den bestea 
Willen, der Thätigkeit fukä dem' redlichen Streben des Entscbli(- 
fenen alle Gerechtigkeit .widerfSUiren zu lassen , und findet jetzig 
wenn auch nicht für £e Torzuglichkeit, doch far die BrauchlMir- 
keit seiner Bearbeitungen des Sophokles einen neuen Beleg darin, 
däsfif fBr die der Blektra in. nicht gar langer. Zeit eine 2. Anfluge 
nöthi'g geworden ist. .Uieber ächneider'a eigene Arbeit glaiibte 
wir uns hier um so kurzer fassen zu dürfen, da sie in der Haupt« 
sachp h'tngst schon der Oeffentlichkeit angehört, uns auch die ^f- 
ste Auflage im A^genblicko. nicht torliegt, so dass wir über Zit- 
sätze und Vei^besserungen nicht zu urtheilen Termögen. Daher 
hier ilur ein Wort über die Zusätze des Hrn. Dr. H., welche wir 
in elnkr Bbziehung wenigstens für verfehlt erklären müssen. Der 
Yt derselbep* setzt sich nämlich mehrmals in ein förmliches Op- 
positionsVerhRltniss zu dem Herausgeber und widerspricht ihuf 
geradezu, wie gleich zu V. 1., wo Sdin. bemerkt, derselbe sri 
nur um der Zuschauer willen da, ebenso Y. 4. Hr. H. verkennt 
seitoe ^{ellung; erstlich ist er nicht Recensent des Heransgebers, 
eben do~ wenig ist er filr denselben Terantwortlich; dann aber 
hätte^ er bedenken sollen , dass die Ausgabe ftlr den Schuler be* 
stimmt' is«t, in einer solchen 'aber dergleichen Zurechtweisongen 
nicht m ihrer Stelle, ja' ärgerlich sind und das Ansehen des Leh- 
rers noth Wendig untergraben. So viel über das Princip. Aber 
auch Aq Yerbesserungen selbdt können wir nicht durchgängig als 
soidie gelten lassen. So erklärt Sehn. Y. 4. ro nakaiov ^AQyog 
für das Land, Hr. H. für die Stadt, eine Ansicht , welche er in 
einei' besonderen Beilage S. 267 ff. nach Passow*s Yorgang za 
begründen sucht. Wenn er daselbst unter Anderm sagt: „nicht 
der* 'geringste Grund lässt ßidi auffinden, durch den man bewogen 
werben .könnte, Argta.für die Landschaft zu iiehmen*^ so ist dieser 
kein ^^'iBFtliniient % die Yertreter der entgegengesetzten Ansicht. 
h»ti weicher sich den letzteren anschliesst, gesteht seinerseits kei- 
nen Grund einzusehen, warum' man Argos hier als Stadt nehmen 



ClMsfeeli« ' AltertlrttfaiBkiiiide. 1&3 

m'SäMi. f^ma ridi% benerk^ AppwitiMi m dem yorhergehe»- 
te si — ^^ffoc — riäi, ^^«^ )«id>t bof^flichen Grtedeadlirf 
Bn aiobi sii bo. BL T6i€ Xfjg oiaxfonXijfog iu b. w. terbindeii, 
Nn wber liegt anf * der fland , dam eher «in {«andstridr aloro^ 
(iddit ^HeiÜeJÜMi^S lEfbiideni ron Schv. richtig ^^geweihlev Boden'« 
fMbt) geataut weidcD könne, ab eine Stjidt. Alle übrigen ge- 
fM diene Anncht angefiihrten Grunde beweinen nur so vieli daen 
Siffcekles eben so paeaend wie ec hier *daa Land nennt , auch 
die Stadt habe nennen können. 2« 



[1827]. Formeolebre des ionisehen Dialektes iiif Hemer« 
Veh^ditlidi dargestellt von Pr« Earl ' Wüh^lm Lucm$^ 
Obeilehrer am königl. Gjmtaas. zn Bonn. Botm^ Weben 1837« 
Xn n. 79 S. 8., (m 8 Gr.) 

Weder die Grammatik Ton Thiersch neeh die to» Bnttmann 
tat «ecigBel, dem Schuler eine fassKehe Uebersicht der Homeii* 
ndke» Dialriitfenn nn.Terschafien, weil jene za sehr in das'.Sp»^ 
cieDe eingeht, m dieser hingegen die sam Homeit Spmohstndinm 
gehofllgen R^eln in die allgemeine Sprachlehre mit yerwebt nnd 
nufhni sehr sentrent sin^.. Hr. Lr wollte daher gana tob prak« 
tisdben Standpnncte anS' dem Jungfegf M der Lectiire des ueoter 
eine Anleitung in die fiänd'e geben, in der zwar die Unt^rsnehnn« 
gen der Neneren, besonders P. A. Wolfs, Passe w's nnd der bei- 
den Torher genannten Gelehrten nicht unberücksichtigt geblieben 
end, doch so, dass alles Problematische oder weniger Begründete 
asflgeMhlossea wurde. Der Yf. hat dabei folgende Anordnung 
getr^en. Die I. Abthl. gibt <S. l'-~28) §: 1—19. eine Ueber- 
Mi der allgemeinen Etgenthümllchkeiten des Homer. DialekteS| 
die 2. AbtbL (S. 29-^79) §. 20—50. die in den einzelnen Re- 
detheilen Torkommenden Eigenthuinlidikfiten desselben, das Sab- 
stantimm, AdjeetiTum, Pronomen, Verbum nnd die Partäeln. Die 
eiaidnen PüHo sind nun jedesmar dnrch Beispiele noch eriädtert^ 
was die Brauchbarkeit ^eses SchriAchens noch f ermehrt. Druck 
ud Papier sind schön. 61. 

[1828] M« Accü Plauti comoediae qnae anpi^rsant« 
id meliomm codienm fidem recensuit, veisns ordinavit, difBcilipra 
hterpretatns est Car^ Herrn. TVeise. . Toinus L Insoat; 
Afflphitmo, Asinaria, Anbiarin, Bacchides, CapteiTei, Casina, Ci* 
6teHj|na, Cnrcnlio, Bpidicos, Menaeehmi, Mercator. Qoedlin«» 
knrgi, Basse. 1837. XXXI n. 445 S. gr. 8. (1 TUn 
UGr., Velinpap. 2,TLlrf 8 Gr.) 

Es wiire zu wünschen gewesen, da$$ Hr. W. die beiden Bo- 



IM Claaaisolre' AltertJli«tt«inBde. 

fgm der Vorrede bMMr bennlEi.ldUte, ale es wiffcBck geechehü 
ist Wskrend er sirii BAmKeli kier asf stemlidi «espieisleWeüir' 
ittid lA pesiphafleft Aasdnieken über seiae litorarMieli Arbeilasj^^ 
ober die Pffiebten ebee Herausgebers im Aflgeaieiaea , ' abd diiij 
naerbörlea Vorsage seiaer Bearbeituag des PbUilos iasbeseadflüSi 
verbreitet (eia Pröbobea daTsa* 8» XEtz „de rebas eanuaqaeea^ 
pUeatioae eertas saai , me paeae iaaamera reoliaa iaterpretsiiak- 
esse, qoaai aatebao a plerisqae fiieriat explieila et iatelleda^; |%; 
er eatblödet eieb aidit, abeadas. za Tersicdiera, ^^celeraia ea IsK^ 
aetate boaoram operom philologiooram boaoraaiqae ia hoc gesarihi 
ecriptorom est peaaria, at Plaatos bic aoster taaqaam geauaa «^J 
vlägiot debejit exspleadesoere , quem aoa foaiaai ex falgon, 004J 
ex fiuao laeem dataraal. esse cerig coafido^) ^ sagt er aicbt fa| 
Wort aber Das, was doch bei eiaer aeaea Bearbeitaag der PIssyü 
"daischea Komödiea bekäaatenaaassea die Hanptsache ist, iikff^ 
die Haadsdiriften, ihrea Werth oad ihr gegeaseitiges V^rhdtua;^ 
'la emaader« So toAt^ TorarbeiteB wir darober aach besitMi 
dass es eia Leichtes gewesen wAre , etwas Geaagaades ia di«fr. 
Besiebaag sa leistea^ so sehr würde Hr» W. doch irre«, wesacb 
bei seiaea LeseM eiae geaaae Beiaiaalsehaft auit diesem, sdiviiv« 
rigea aad Torwiekeltea Gegeastaada voraassetsen wollte. Koatr- 
er hal es TersAamti aas. aaf den Staadpaact xa versetiea, m, 
wekliem aas die kritische Seile seiaer fieaiMtaag aa beasibh 
loa ist Dasselbe gilt Toa eiam sweitea aicht miader widitig^i 
Foaete, dem aietrischeB. Da sich aameatlich aaf diesea Hr. ^ 
80 viel aa Gate tbat, oad aiii eiaem gewissea Totaehaiai HidaÄ^ 
aaf die armea Scbilcber, seiae Yoigiager, hersbbUckI, so hMb| 
laaa hier mit Tollem Recbte erwartea sollea, dass derselbe seiaii 
Leser darobei ia exteaso aafklitrea, wea^steaa seiae aietrisdbf^ 
prosodischea Graadgesetie im Zasaaimeahaage aoibtellea wocii^i 
Statt dessen stellt er aber aar EEiaiges foctieeb ohne weitere Bi^; 
graadaag hia , oad bricht ia Aosdracke der Bewaaderoag ike* 
die Toa so Vielen Terkaaatea Rmze der Pkatia. Metrik til' 
Bhjtbaiik aas. Waram also hat Hr. W. » was ihm 4iei seistfl» 
Biadringea ia dea Gegeastaad aicht schwer fallen konnte , oidl^ 
aicht der verdieastliobea Arbeit onteraogea , eia vollständiges Sfti 
atem aofxastelleaT Die jedem Stucke aagehftagte Uebersicbt daN 
Metra weaigdteas reicht nicht aas, eben so weaig was der Y£ifti 
seiaer Schrift: ,,FIaotas aad seiae aeaestea Diorthotea^* (s. R«^ 
portor. Bd. VUI. No. 1010.) darüber Torgetragen hat TidMd« 
also wird er diesea Maagel ia der Yonrede zam 2# Baado , wd^ 
ehe aach eine Biographie des Plaatos von Raake enthalten soll, 
stt ergJiazea suchea. Im sddimmsten Falle moasen wir bis SQU 
Brscbeiaea der verheisseaea gi^össerea Aasg. warten , von der «1 
S. 3QEXI heisst: „nberiora majori etiam editioBi reservamas, qaaal 
post haae samas mispkatari, et in qaa eaada anwoa cemplexad^ 



Gl88fli«oli0 AI tertlavnsk Blinde« l&S 

ptifam äi Plaslun rare illosiraBdmB piofioM esse po8M ailii- 
iJiJMir^ qnm ncettdiNra tarn astiqlrfoni onmino omia.^ Des« 
jumgmAMi iit es aidito weniger^ als «nirare Absicht , Üie Ysiw 
IhIs SS TerkcBon, wiMie sidi Hr. W. m Piantos enrorbea 
te; MM VertrattOeit mit dsm Diditer hat iha aa vielea Stellai 
im Wahre eilcnuieii laesen. Oaas so bSIigea ist es , dass der 
Tu wiht nit Aamerkimgeii überiitoft ist , weao anch das ^dif- 
UBem iBterpretatoB est^'aaf dem Titel, nicht imner riehtig ein- 
gMln ist; deaa der Conmeatar ealhült maaches TriTfade, wflh« 
i lari er «nf der aaderea Seite nicht alle Schwierigkeiten erlAatert 
«ri'die in Texle^ TOfgenenuaenea Aenderangen nicht immerhin- 
leafeead, suweilen gar nicht motiiirt, Aach hier wtederom sind 
; A alcB ganigten Mangel fühlbar, es fehlt der Sdilfissel tn den 
iBUrisdieB and kritischen Geheimnissen des Heran^ebers. Bin« 
idbaa m /w&digett müssen wir Anderen überlassen. Die äussere 
imslaftiing ist ehne TadeL 2. 

[18291 C JaHi Ceencb GomoMoterii de beDo civili.^ 
-BMwtefU ex sjptaais Iib.Mss.ae breri annotaHoM erilica iastnodl 
lomm. Afätmu BeroBni^ CF^Plahiu 1837. XXTlIii« 
200 & & (12 GrO 

Aof dieselbe mganügende WdM, wie das BeOam QaBiimm 

(q^ Bapertor. Bd. XIIL No. 1385.X ^^ Hr. A. hier dasBeUom 

; Gde das Caeaar liearimtet. 8. YU--XU wird über die Ursprung- 

\Vm Beadbaffeaheit der Commenlarien nnd die Zeit der Abfassnng 

^ iwaifcm nach Voss , Oodendorp n. A. Einiges beigebracht. & 

I IHh-XVI ateben iodicia Teteram de C. J. Caesaris dioendi ge* 

\ mm. & XVn— XXVn Franc; Petrarchae Yitae Caesaris deseri- 

\ fü^ Wermut eine breris notitia Codicam folgt« ebenfalls ans On« 

j dmdeqi^ Alle diese rohen Zngaben , die fiir den übrigen Za« 

i aAaitt dieser Aasgabe gar nicht ]iassen wollea, beweisen, dasa 

[ der Ehraasg. entweder nicht Zeit oder nicht Lost hatte , etwas 

I ZwedkmSssigereB nnd Selbsigearbeiteteres la geben, oder dass er 

^awf eigenen Füssen an stehen nicht im Stande ist. Anf gleidie 

[ireiae Terhalt es sich mit der Aanotatio critica (S. 125— 202). 

[■in wahres krifisdi-exegetisches Ragout; Anmerkungen Ton Oa* 

[dmriorpy DAhne ii.s.w. dorchkreuen sich| nnd fragt man nach 

dar eigenen Ansicht des Heransgebers, so nmss man sidi mit ei- 

Mm fjmtitf^ oder „eorraple^ in der Regel begnügen. Aach wir 

adbKe aoea mit eiiiem Male! Drock and Prpier sind schön. 61* 

[1830] Titi Um Fatanni historiarom libcr XXI et 
^EXIL Mit Anmerknngen von Dr. £mst Wilh. Fahrig 
VfeA am K. B. Gymn. sa Nüinbei^. NSnberg, Schräg« 
18»7« XL a. 2&0 & p. %. (1 TUr« 12 Gr.) 



1^ ^ GlA&siscIie AltertliaiiJslcaiide« 

Der Herausgebc^r bemerkt in der Vorrede gims riebtig, diit»,ti 
iU'rdfifc oeaeren^Zeit, wahrend die Kritik des Liriiia dardi «». W 
lOAiK^e verdiensdiche Befflubang gefordert ward, die InterpretAtM»^^ 
dipoes SchriftsteUers namentlich för das Bedurfoiss der Schale «ijMiJ 
zuriid^eblieben ist , and somit kündigt sich das TorJieg. Diifi|«f e 
nahmen , wenn es aach nar einen geringen Theil des gross^ 
. Geschichtswerkjes betriffi , als ganz zweck- and zeitgemüfis ^y[ 
Hr. F. hat bei dieser, anf den Bedarf der Schale gerichteten B^'ii 
arbßitang ganz denselben Maassstab wie bei seiner nicht ol#^& 
B^ifiaU aafgenammenen Aasgabe des Sallastins angelegt; aachlMiii, 
ist der Sprache die yorzuglichste Aafmerksamkeit zogewenMfa. 
ii^id laeist Livios aus sich selbst erklärt, wobei der GrandsuMiii 
festgehalten worden ist, der eigenen Thfiitigkeit des Lesers niditS^ 
durch aosführliche Erörterungen über die Gründe des Sprachpt^ki 
brauchs yorzagreifen , sondern sich ^af Andentang derselben, ^tfii^i 
beschranken, so dass oft eine blosse 4^hrang von Stellen hin^ 
reichend geschienen hat Mit diesem Grandsatze kann sich Bxt] 
iMhl einverstanden erkiftren , nicht ganz aber mit der Art obI j 
Weise, auf welche Hr. F. denselben zar Aosführang gebra^Athit 
Qs ist gewiss höchst /schwierig and erfordert einen eigenen fdnfi 
Tact and lange Uebang, die snbtile Grenze anzadeoten, wo^A | 
eigene ThCitigkeit des Schulers anihört and die nachhelfende ta ' 
Lehrers einschreiten mqss. Natürlich^ verstehen wir hier wdit I 
einen Schüler, der aller Strebsamkeit ermangelt , sondern eiiiV'( 
solchen, bei dem die; Capacität dem guten Willen einigel'maasBeil''-^ 
entspricht, nnd das ist gewiss auch die Ansicht' deis Herausgebttt- 
geWesen, Ob derselbe aber jenen Grandsatz auf eine dieser Af ] 
sieht in jedem Bezug entsprechende Weise aasgeführt habe, ^, 
lauben wir ans zn bezweifeln. Es ist in dieser Ausgabe in vi 
und zu wentj^ erklärt; zu viel, weil oft Dinge erlllatert werden, 
welche sich auch ein ■ mittelmassiger Schüler selbst sagen kasB, 
wie z. B. gleich cap. 1., dass unter „bis ipsis" Niemand ändert 
als die Römer und Karthaginienser za verstehen seien; zawenilfi' 
weil 2. B. zuweilen Aasdrucke als in diesem oder jenem Sini^ 
„oft* vorkommend angegel>en werden, ohne dass dieses „oft'^afrr 
ders, als durch eine Anzahl von Stellen belegt wird , ans denet^* 
aber dvr Schüler unmöglich Das .erkennen kann, worauf es ddi^ 
namentlich ankommt, nämlich warum das Wort gerade hier dieSt"^ 
Bedentang habe, und wodurch es sich von anderen verwandttrf; 
unterscheide; so cap. 1. plerique, bei Liv. öfters in der Bede^i'. 
tnng „sehr Viele'', wo, wenn einmal etwas erklärt werden sollte ; 
eine Hinweisung auf multi , plnrimi u. a. nöthig war. Hr. F«' 
. sucht diess zwar durch Hinweisung auf die gangbaren Gramma:^. 
tiken auszugleichen, hebt aber dadurch das Missverständniss zfrf«; 
sehen dem Zuviel und dem Zuwenig keinesweges auf. Zn doli 
letzteren rechnen wir aucli die Behandlang des kritischen The0l> 



Ciasaische AltertkuMsknnde* 187 

ItemeB wir nach dem Hennug, einen gerandeii Shm and Tad 
hfl der Wabl und BrklAitiiig der Lesart nieht abepreehen,'e(rTer- 
ÜBeB wir dodi nogem eine genaue Angabe des jedeemaUgeki 
kidsdtaiftlicfaen Bestandes. Es heisst kier in der Regel nur ,^ein 
Cedex^ oder „einige Codioes'S und dock i«t die Texteskritik ides 
Lirias noch lange nicht so besekaffen, daso es gteichgnltig Irflre, 
in veicker Handschrift sich eine Lesart * Torfadet Sem 84;hnler 
itüBüi bilft der Name der Omdsckrift ni^ls^ aber eine genanere 
inprim biUte dem Heransg. selbst snr Reditfertignng gedient nnd 
die Beurtkeilang erleichlert; Ref. wenigstens der nicht im Besitte 
des kritischen Apparats znm Livins ist , vermag so nicht in be- 
stinimen , welchen Werth der Torlieg.. Text an sidi hat. Atte 
diese Ansntelinngen sollen nnd können jedoch Hm. F. daaVeV- 
dienst nicht Terkunimem, welches er sich um die hterpreiatioii 
des LiTins dnrck diese Bearbeitung erworben hat, an welcher tta- 
■entlidi die Sorgfalt, mit welcher der Sprachgebranch des L. 
Mmnddt ist, rahmliehst henrorgehoben zu werden Terdient. Am 
Sdilnase ist ein Register über die Anmerkungen nnd ein Verzeiloll- 
nans der in diesen beiden Buchern vorkommenden geographisdien 
Bigennamen asgekAngt. Die äussere Ausstattung ist sehr an- 

(1831] P« Virgitii Maronis Opera ad optimorum libro- 
inm*fidem edidit, perpetoa et aliorum et sua atinotalione ilhistra- 
vii, commentationem de vita carminibusque Virgifii et indices ne- 
tcBurios adiecit Alb. Farbiger. Pars II. Aeneidos Hb. 
1-4Y. Lipsiae^ Hinricbs'sGhe Bnchh. 1837. 438 S. 
gr. 8. (I Thlr. 8 Gr.) 

[Vgl. Repertor. Bd. FX. No. 1816.] . 

Ancb bei der Erklärung der Aeneis sind von dem Hrn. Her • 
ansgeber ganz dieselben Grundsätze befolgt worden , ni^ch denen 
der L Theil, welcher die Bucolica und Georgica euthrdt, bearbei^ 
leC wurde, und schon damals haben wir in diesen Bl.lttern Vlie 
Steile n&her bezeichnet , welche die vorlieg. Ausgabe überhaupt 
eisninnnt Als Einleitung hat jetzt Hr. F. (S. 1—22) Heyne's 
Abhandlung „de carmine epico Virgiliano** wieder abdrucken las- 
sen. Gewiss wurde hier, da ja nur das Branchbare und Zweck- 
dieaUdie aus den zahlreichen Interpreten* der alteren und neuesten 
Zeit geliefert werden soll , ein AnszOg aus jener Commentatio 
nder eine Ueberarbeitnng derselben mehr genilgt haben. Derselbe 
Wansch lAsst sich auch bei einem grossen Theile der Anmerknn- 
gen nicht unterdrücken. So werden gleich zu Anfang r. 8. bei 
tn tielbestrittenen Worten „quo numine laeso" die grundfalschen 
Ubrungsrersuche von Burmann n. A. fortgepflanzt, während der 
SiiK derselben sehr einikch sich auffassen Usst , wie wir bei der 




ClAB J MorgeAlaidiscIie Spr<tekett. 

Altteige der Bfnjeifidnii Augdie «der 3 erateD BSAer ißt A0^ 
aeis (Bd. X. No« 2164.) dugttliaii m imkea ghuibeii. AmÜ^, 
imissie mehr auf den didileritdieii SpradigeimMli lud den 4ni 
Yiqfiliaiiischeii Zeitalten inabMOBdere Bocksicht geaoiknnii 
den, .damit nidit nackt hingestellte Bemerknngen, wie v« 20. ^ 
iereft pro eTerteret** nun MisaTeretfndniss Anlaisa geben. 
Simplex nnd GtfoipoBitam können nrspritnglieh nie identiscii 
Dofsh wo)len wir-dadarch keineewegs dem rnnksamen ^Fleia« 
Hnu Heransg. an nahe treten; im Gegentheile glauben wir, «W|iL 
«eine Arbeit, weiche die Mitte biUt zwisehen der grossen Uejm/^i 
Wagner'echen Ausgabe nnd der kleineren Ton Wonderlieh , ^Nl^^ 
•bmbsicbtigten Zweck nicht TOrfidden wird. Schliesslich noch ^m 
Bitte, dass: Hr. F« die ffir den 3. nnd letiten Band Trrnpmrhmwjji 
'Entgegnung anf Wagner^s Inyectif e in der Hall. Literatorretli^~ 
für einen anderen und passenderen rlatz aufbewahren möge, 
mit dei^leichen Auseinandersetsungen an dieser Stelle dem nj 
iSugenen Leser nidit. gedient sein kann« — • Orack und Pa 
sind gut* 61* 



Morgenländische Sprachen* 

[1832] Iba Challikani litae illostriam Tirorom» B|i»-| 
ribns codd, mss. inter se coUatis mmc primum arab, ed., vlMfW\ 
lectt« indicibasque locuplett. instr. Ferd. Wüstenfeld ^ 2VL ' 
Dr. etc. Fase. I — Vf. Gottingae, DeaerKcL 1835 — r3(|,v 
Vm 0. 152, IV u. 160, VI u. 150, IV n. 137 4k' 
4. Ql n« 1 Thlr« 16 Gr.) 

[1833] Additafflentomm et Tariarnm lectionnm GoUecti» 
I et IL Acc. tabula Palaestinae. £bendas. 1837. If^^ 
II. 136^ IV 140 S. 4. (ä m 1 TUr. 16 Gr.) . 

(Titel and Vorred« gedrnokt, alles Uebrige litbograplurt.) 
Dem durch Tydemann's Conspeclus operis Ihn Challikani nodi 
stärker als früher angeregten Bedürfnisse einer Ausgabe diaM»: 
Schriftstellers hat Hr. Dr« Wustenfeld in vorliegendem Werke Ge»» 
nüge^za leisten unternommen« Seine Queliea sind: eine Absfthtlft: 
des ganaen Ihn Challikan, welche Lorsbj|ch ans einem früher flU 
A. Schaltens, später van der Palni angehörigen Codex genomflMli 
hat und die nach seinem. Tode tou der gdttinger Bibliothek .wm*. 
gekauft worden ist (Cod.A.), ein fast die ganse erste Hälfte 4(^9 
Weriies enthaltendes gothaisches Ms., No. 268«, das Alteale "^pir 
bisher bekannten Exemplare, nur 12 J. nach des Sehrifistellers T^sit^ 
gesdirieben (Cod. Jk\ ein berL Bis. vom hA^lL 1083» di^s S« 



M^rgeftläniifolie SpTtelitoD. 160 



W«k0BChaiieiMly aber oft i*g«Unl (Cod«a), «b 
im^ mmm seiir MoerZeit, ait sUürfcenZuilcai, t«>a dem aber der 
4b Bd. feUt (Cod. DOi em gotludedm Mb. Ten J. d. fl. 1201, No. 414 
—4164 woMms jedoeb aar aocb bo eiaigen Lebeasbesdireibaii- 
fpoi das-l. Helles TOfgliebea weidea koaale (Ced. B.),- aaeoer- 
4mi amiga Ten J. B. KtiÜer aas twei fftrieer Ms. geDonaene 
kmulBge in der gdttiager BibiioChek. Die bis jeUt ersohieaeBen 
41rfte des Werlces eathallea 432 KonaMni bis lom Bade des 
c^ Ton deaea aber 26 aar die^ aas Tydeaiaaa's Coa- 

vbei^trageaen Namea geiiea , iadem die dasa gebSdgott 

JUebonabescbreibaagea sich ia. keiaeai der vorliegendea Ms^ Tor- 

JttdcB , aad aus Lejdea waiirscheinlicb aidits sa eriai^ea war. 

2Bm 2. Hefte ediielt der Heniasgeber tob Dr. WotffAassfigaaas 

TersckiedeaeB pariser Mss., weldie er aiit dem CoUectifaaaien 

Qsd. F. bezeidiasC Zam 3. Hefte bekam er aocb aaaserdem 

den Cod. B. Tom Prof. FlSgel zogesdiickt , der sich desselbea 

zur Beaibotoag des Hadschi-Chalfii bedient hatte« Gegen das 

Bade am 4.Hrfles werde er Toa dem alt^tea aad bestea seiaer 

Vnhr«r, dem Cod. B., Torlassea , iadem dieser mit No. 390^ ab- ' 

liriefct. Blasen Ersatz dafitr gewahrte der mit No. 397. begfa- 

umdB, fiel besser aad geaaner als der 1« geschriebene 2. Bd« 

des CM. D. Auch f&agt Cod. C. aaa an, weniger abgekfint an 

, aam, and hat sogar hier nnd da lungere Zosäue. * Ueberiiaapt 

aber afthem sidi die Mos. gegen das Bnde eiaaader iauner mehr 

aal aiehr, wodarch anch die grossere ZoTerUssigkeit des daraas 

"ijsaauienen Textes verbürgt zu werdea scheiat In der 1. Samm-* 

Imf der Additam. et var. lectt. siad die ZasiUse nnd Randbe- 

Skrinuigeii eines jeden Ms. einzeln angeführt; in der zweiten 

aber, arddke mit 4em Bochstaben^T^ anftagt nnd mit dem J0 

oder dem Ende des 3. Heftes schliesst , schreitea sie , aas aHen 
Mss. ZBsammeagestelit , gleichmfissig mit dem Texte fort. Die 
Varianten sind ^eidi von Tora herein nach di^er bequemem Me- 
Ihsde aafgesflUt. Die der ersten Sammlnag aagehftagte Karle 
f so Paifistiaa ist ziemlich leer, sie eathalt bloss die beJouintesten 
Hamen in aiab. Schrift. Gewiss Terdieat Hr. W. den Wärmsten 
Daak für seinen nnermädlichen Pleiss als Heransgeber nnd Li- 
Ikograpfa, Gelehrter and Kfinstler in einer Person; aber, Was er 
tUk allerdiags selbst nicht zn TSrhehien scheint^ der Kritik ist in 
seiner Ansgabe aach ein weiter Spielraum gelassen. Binerseits 
«Ikat er sa wenig, indem er mit Uebersebang des Richtigen 'eat- 
adMen Fehleriiafles ia den Text setat; anderseits zn Tiel, iadem 
ar nadi lidtig gegebenem Texte nnbranchbaren Maanscriptenwast 
ia die Yariaataa aafiiinual. Aas eiaem Werke Ton solcher Aaa- 
'afilile dach alles ISr Kritik nad lalerpretatian gradoan 



jtOO ,Morg««48;ii4boii^ Sp?a$ii^ji.. 

Qmäty^ ^ncji. ebenso gradettk attsg^votfen wetde». Die Grtaieft .; 
81114 U^ nicbi dien.a^wer zttaiehen, .und .weno irir uaa |«k ^ 
bei ehier Sprtiek^, wie die.Arabiache für und npeh immei) i8t|.eurigev 

dock PiBg^i wele^e ^Öb dwiü:!! idle InsUinxeii kindarch so>jo fl iM i; i 

• biir- als Uosse NaGiil&isigkekssiiiid^^ AtiMbv^ber 4h:w<vhIm 

^dftsa sie i^iieb demgernftse bebandek werdeu .müssen^ Wer dMM 

mit Mi^ beecliäßigt, gelangt, *wenii der Spracbe aur eioigemMufi- ; 

sen gewft^cbsen , bald so dfeser Ueberzeu^img , upd so sagt aiidi 

Hr. W. in deir Vorrede des 4. Heftes, die 2. Sammlang der Zii- 

sAlfliO'vnd yanatiten entliake' Ton ' den letzteren nar die id irgMI 

äiofer Hinäftebt bHedt^deh, mit W^glassihig de» gr^sstenTbeiles 

•d^ Schreibfehler. Aber auch hier findet knan noch riel-üa wji^ 

nig" Sicherheit. Einige Beispiele m5gefa dieäs belegen. Im' 3« Heile 

§•3 Z.5 steht im Tex*e XA/^Wilf ^jüy^Jf; warum jiicht 
statt dieses Barbaristnas gleich mit E. («^^^Wül? Es be- 
durfte. d<|i;i^. nicht eiiinajt der indirecteii Uoterstutsong durch 4m 
(j>A)Ct<liyi3l in B. ^17 .^IsnV^^ einzig möglich ; ^ndj^ 
ist ans A. und C. jV^biX^ angemerkt. &5 Z.12 l^JCjs^fli», 
metrisch richtig nnd djBr dichterischen Sprache angemessen, 'm* 
gegen die ans D« luigege&ene Auflösung in C^f \,Ju^jm:^ ebeiMt^ 
onmetrisch als matt prosaisch ist. Ausserdem ist das in de0i^ll|j(l^ 

ben Verse stehende nnarabische (j^**mA3 in dev Variantea «Uli» 

> o ^ y» *. 

.▼erbessert geblieben; es mnss (jJuLii^^X^ heisren. Z-,lß.^ 

<,^i^V^ zwar metrisch richtig, aber die ganze Haltung des SaUts ' 
T^rian^ ein^ Tor dem Worte; anstatt also ans D. das faltete 
CXX^^ anzuführen, hätte Hr. W. da's sich daraus erg^fbenb 
riehiig)» O^J^ in den. Text und das Ütift^^ der Uebrigea 
boclistens, als erklärende Glosse in die Varianten setzen ooJlun. 
*ä«J21 (jwft^v^f/ nach dem Metrom allein richtig; 'die aiia D« 
)i|id tP» i^igefuhrte Variante ^AJt ist unmetriecKiwd erkIärt;nifiMB» 
In Äet^selben ZeUe stehlt üUv^^ falsc)i für Ot^^. 'ä.^G 

.4.fi^..: ^.2 .ü<^.,.z,i8. ji'UMr,..-& 4>u|;^f. 



Meiga^liodlmlb Stirmeliem. 101 

wwttMHA <i6ta tkeBii dhnrdi da» IMron; (Wlsdnk «mSfam, 
ÜmUs dnrch bUde sogleiek bastittigtai Lastttts aock die Scfcrtib- 

feUer OülJ^ UOV, jiXö^Jf , ÖM-Öf , woyoa der yor- 

klite oidit eianal ein arab. W«rt isif 2L 20 ftingtigea ist das 

in des Text aii%enomiiieBe ^/jft^ un^, diie ans E« angelolurte 

(ji^ sinlos; dAs allein Richtige iat'dasan B. nnd C. uter 

die Tariiniea gssetate (j^^ Uekngens .Terweistc der SckriiU 

Bleiler selbst Üiksidiflicli dieser Verse anf die Hamas«, wo Hr. W. 
8. 419 der Freytagfscheii Aasgabe den nditigen Text finden kennte. 

Das oben berichtigte qaXmaAJ erinnert nns an ein beim snfiU- 

Egen An&ehlagen des 1. Heftes 8. 136 Z. 10 gefundenes sinn- 

iMes caAx)^^ wofür mit anderer Veriheilnng der drei ersten 

fiakritischen Puncto Ü^Vaj^ (tou JUj oder J^U^*) stehen 

nus. So etwas ist,' wie schon, an^rswo bemerkt worden, nichts 
ib ein Rec^tlese«^ ;4es.nadiU^if Ge^chciftf>enen, und ein solches 
wenigstens kann ^ ;*4(umal wi^n der Sinn 89 Uar ist, wie in, den 
asgefikßfen beiden P^len , Top, jpdem tier^osgeber , billigerweise 
nbrdert. werden. Indem wir;aI^,SQrn«i W^ Jon gansem Hersen 
KnA und Ai|sdanfx s^irPortseUnnfl: nn^ Ye^en^ong seines ruKiii^ 
bhw Kiiteriiekmens wünschen , rioiten wir sngleich die Bitte an 
Ouij'bei Feststf lloJDg*, c(es Textes nndj^fchtimg des kntischen Ap- 
psrntes die iW.ss : Gebote stehpndfjDijigW^ und t^sseni jSiUfs« 
mttd etwas mehr äfls .his)ier aii bfniitoen^ . ] , ', ^p'^leischer» 

[1834^ I^eucpn ^ypa^m (^ Kirspliiaiiaa 

teao editae aecommodatnm a OeOm Juenr. Bernstein^ theol., 
pUos. tt liilTholn. Drl^ EL. 00. Prsf. d. i. w. Rmc' K Lipmae, 
GuMociu 1836.;. .YDI «. 3^8 $. gr. & 

Auch n. d. Tit.: Geo. Ouä. Kvr$ekU Chrestomathia sj- 
nica cmi^loxicp« .I>QnQi9^ edidit, jEreiiu B/em:. SßTn$^m\^^ Pars 
pesterior« Lexicon penitns noTatnm. (Pasc. L) 

[1. Tbl. Ebeodaf. 1882. Preis f. beid« Thells n. 8,Thlr.] 

Der erste Tbeil dieser neuen Ausgabe der Kirsch'scben Chre- 
elematbie', den berMkigtennnd- vermehrten T.ext enthaheUd!; er- 
Mhi^i/in demselben Yerlage 1832. Die liangsamkeit der Foft- 
se^g^t ihren %rrnnd in'der SorgfiM, ^i^ welcher der Htef* 
iBQgebfK :^: bhein^e fUc Stelle, eini^r jGopcqrdanjB Tcrtrelende 
Wsftnrbnch ansarbeiiet, and so können sich die K&nfer Jenen 

nqMrt. 4. «<•. imua, IM. XIV. f. 11 



192 .lforgeti)81aliMlo Apraf^iiB^ 

Dtbdftnid wM ge&Ilai Imobb. Mm MmuH kfer nicht Am 
Kinch'adie WcKTtTMiehmsa in «euer ClfsUik^ «minrwr ein datva 
durchaus iioabhiiiig]ges^ mlbstfimdiges Werk, welches sogleich eine 
Probe Ton deiti versprbchenen^gröss^rensyr.tVWterbnchedes Vfs« 
ütigelien seil. DieBedeatiäiBfn diad nach ihrem nalfirlichen EnU 
wickelongs^ge geor^nel na4 nit Stellen sowohl aas der Chre- 
stomathie als aos andern Dradcwerken beifcfgt, aochBar-AIPs und 
Pal^-P^hlarß ^rUjWiMMI^il hei seltnem vnd ai;hwierigefiis W5r* 
tern aogefuhrt ; 'ferner ist der Ursprong und die Zasammensetznng 
der Wörter, Keöonders der Partikeln, nachgewiesen and die i^ahre 
sjf. BteohtsdkFeihaw.hinwhtliGh^es Knsflhpi nndjElachoch gfinta^ 
wiedeitgMpNQ« Plaehtrftgljqh sjn^ aach noch einige Textesfeblcr ^ 
der Chrestomathie in den betreff^ndeii Artikeln berichtigt. iKe 

▼orliegen4t erste Lieferong reioht bis snm Wprte ^f* ^ enthsll 

also mdir ^als ien dritten Theil des Ganzen. Etwas an aaafiihrT 
lieh ist der Vf. yielleicht in der Angabe ' identischer Dialekt Wörter. 
Wenigstens s^en wir nic^t ahi woin dio Wiederholung daron, 

das« hehr.tUAfltMd» »i^, «TÄ|kf.;;v^.; ebenso wie ^yr. ^ Vntec 

bedeateti n. dgL; anf nnseredk lefxigen StniidpatHHe nodi niesen 
kann. Soll jedqch so etwas ier TöUst&ndigk^t) der Conse^jiMni 
oder den AnfRogem sn Liebei ' di^rchans angeführt 'werden, wieei 
In. unseren Specialw9rter(^8diertf''Siite geworden- sn sein adhetüL 
' 80 genügt iodionileiUs ein einfaches : it chald". ahib. n. s. W. • Bet 
Fleiss des.ylb. in Zerglie4^raiig der Partikefai, flOirt wohl nickt 
immer tfl sichem oder anhehmbareii ResnltHten; fadess ist di«» 
theils der Naiur der Sache* nsch nnmSgUdi, theHs wird seihat 4ev 
dadaMh ((e^efekte WidersprncV znm Vordieilö der Wissensdiaft 
ansschlagen. Ebenso ist nnfidie Richtigkeit mancher etjmoI<|gi- 
scheh An$)chten d^ Tfb. $\rafel|jiaft j ja Von ^InfgeA glaahen «ir 

^ie beo^yiiDf Ipngfltn i» k5piif9,c:x.B. da?pn^ dasi^ T^^ ttMki 

Haphel von ^V/ sondern PaieT von ^äooi sej, dasft ^cn^ub 

• ' \-x'"j^ :\ \ . ) : ' . "^ 

in dem^^Tliema; «ui!^ ^dr^ nod seiA« BUdentang nk r^kf 

m^ ac soUidtfidine affectns est, xnsammenhänge; dasn |fO| 
(nach SiMMs) eiffentUdi de» BrhiOtor de« Aadenkena nn4 4nlicic 
den ForfpfVwir dea ^tainfo^^ dafi.^tonfichie Geschöpf, /tl^ic^j^» 
ooneepit,, ifnfi^wuf foik , nrs]grffli|^ eorni|fln, tttiila inft,- 



> 



1 l.'r 



PhiUiöpliie. 103 

io\ m 2] reereatoa est ex somniis» etaln eöameolegf e. nler- 



jMfio fiberaiae est, daker dann ersl sanatoe es(| eouTalait bedeolt, 
km io?o» xAx ^anA^ oA, j^JJb^ «ad *«^W «it i»3^, 
Vj^ anaamiieiilftftage^ fCuxiAjJcn ans d^Qiiv^g Kvmp vardorbeii, 
PuAlbo MI8 ebem priratiTen ^ \^J *^ ^^ xosaii^ 

Bo^eaeUt, M&m agut Saioc «ad booia^ nt^<(/<of verwaadt 

oder darada eatstaaden sei xl a. w. Veberbunpt adiefait uia, der 
Tt trete auf dem dchUpfrigea Boden der vergleichenden Etrmo- 
hgie nieht immer Torsichtig genog aaf, nehme sa leicht darch 
CoBsonanteaftbergäage termittelte niirzelTerwan<iftschafiien an, wo 
die unnfiehe Gmndbedentnng- gans Terschieden ist, tind erMbe 
fiifib am Verkennong dieser leiateren zuweilen Umstellnngen in 
der Entwickelalig der Bedentaagen , welche mit gewissen aJIge* 
mriaea Spmchgrnndsftlzen im Widerspräche stehen« Doch diese 
AaastflAongen, von denen ja selbst nsBeiebt manohe nnranblBetiT 
madf Tarmindem weder den reellen WerCh des Werkes, noch na- 
sert dankbare Aaerkenflong der Verilensie des würdigen Yfs., 
den wir um baldige Fortsetzung seiner Arbeit dringend bitten. 
* Fleischer. 

• Philosophie« 

[1835] Friedrich ScUegePs pLilosop^iedie Y^e- 
Bangen ans den Jahren 1804kT-1806» Nebst Fragmente^ 
Tersigßidk pldlesophis^-tkeeiagieshen Inhalts. Aas dem Nachlass 
des tetewigten keraosgegeben tob C» /• H. Windisch ^ 
mmm. 2. Bd, 2. Abthl. Bonn^ Weber/ 1837. X n« 
S. 257—547. gr. 8. {h Q. 2. AhOl. n. 2 TUn 
8 6r.) 

[Vgl. Eepcrtor. Bd. XIL No. 64S.] 

BCf dieser Abdieihiag scheinen die Mittbeünngen ans Fr. 
8eklegers Nachlasse voriilafig geseUossea aest za sollen« Sie 
endillC 1) die Foftsetsnng nad VoDendnag der in der 1. Abthl. 
b^onaeaett systematiadieii DarsteHnngen der Philosophie , und 
swar Blleksl einer Kritik der Moralprindpien (SJBach), kn9— 12« 
tmAm die Monidi das Nalor^ nnd Staatsrecht, die Politik nnddao 
tlikMfecftt; tem ifattgs Antedikangea daaHetankgolieii vlslZn^ 



164 Philosopliie. 

säUe ans den Papieren des Yfisi. Sodann folgen 2) Fragmenle 
über Logik , Kant , Fichte , 'mit dem sich Schlegel vortagsweisd 
besdbftfUgte , kurze Bntwärfe sa.depEi Yorlesungen in Paris (1800 
— 18(03) f endlich Fragmente vermischten Inhalts ans den Jahren 
1805—1818^ JMese Fragmente sind fast mehr üb di$ systema- 
tischen Darstellongen, die in einem sehr lockeren Znsammenhange 
stehen und denen gerade systematiische Anordnung und YoUstHn- 
digkeit oeinahe gana abgeht , .geeignet^ aber den Entwickelungs- 
gan]^ Schleeel's, über die yerschiedenen Perioden seines inneren 
Lebens y.'^^ Anfj^ehen seiner Philosophie in Theologie und den 
dadurch mitbeditigtenUebertritt zum Katholicismus Anfschlnss za 
geben/ Den SbMuss (8. 524^-^47) macht eine Nachschrift des 
Herausgebers » die Fr. Sdilegel's inneres Leben im YerhiÜtnisse 
zu seiner Zeit schildert und ilas Y^rhaltniss der Epochen seiner 
philbsopÜischen Lehrjahre , wie . Schlegel selbst sich ausdrückte, 
feststellt. -7- Bin komischer Druckfehler findet sich S,533| Darid 
Homer ^ David Bume. 

(1836] Die Idee der Freiheit und der Begriff des 
£iedankens. Von Dr. Karl Bdiyer^ Närnherg, Bauer 
m Ri»iie. 18ä7..yi Q. 224 8. gr. 8. (1 Thlr. 8 Gr.) 

' Di^ Frage nach der Freiheit, ist ein Problem , welches ^in 
i^ebr Tefschiedepartigen Yerbindnngen und Vo^ sehr verstchiedevea 
Standpuiict^if aus aufgefasst, in früheren Reiten sehr mühsame 
Untersuchungen, und bisweilen heftige Streitigkeiten hervorgebracht 
hat« Kant behauptete die transcf^ndentale Freiheit in Beziehung 
auf den Menschen als mtelligibles Wesen, um sich aus einer un- 
ndthigen Yerlegenheit zu ziehen ; Fichte machte sie zum Wes<^ 
des Ich selbst ; noch spliter gewöhnte man sich, von der Freiheit 
ganz im Allgemeinen, ohne alle Bezifehuuf^ und Schränken zu ^re* 
eben« So auch der Vf., dessen rasch durch die Unendlichkeit 
hinfliegenden Oeilankenlstttrm Ref. schon Im vor. Jahre aus einer 
Broschüre au «Fichte's Gedaditniss kennen gelernt hat (vgl. T^ 
pertor. BdJYHK No« 800)» Seine Sehrift b^nt.,^ wie folgt: 
,iDer Gedanke der Freiheit ist ein nrspninglicher, und beziehnngs^ 
loser, noth wendig und durch' sich selbst gewiss, ' unendlich frucht- 
bar und umfassend, der selbständige, nnbesclirftnkte , nnendlidie, 
sich selbst genügsame Gedanke/^ Hat man das gelesen, ao wun- 
dert man eich, warum hier und da in dem Boche noch von einem 
Probleme' der Freiheit die Rede ist ; denn das UrsprüngGche, 
Notbwendige , durch sich selbsl Gewisse ist nicht problematiscli« 
Durch weldie Kategotieen nun;. am mit dem Y£ au sprechen, er 
die Sphäre der Freiheit ujidiihk^fSIomentebfstimnil, magiolgende 
UdbirsicM lehreii;^ .„Freiheit ist . die sich in. siehdius sich ver-* 
halteUe GeiMgkeit; Geistigkfii i»t Yerhfiltniss aeiaier in sich ^ 



^ 



ffiokeit 6ft8ttgkei( als VerUOteid» ta «idi aus ftlehv '. i-ldie 
Idee dejr Freiheit a) als ajis sW der Begriff: der FreÜMÜ 
als ürspraoglidikeit, als ^geistiger Lfbendigkeit; .b) als dar eh 
sich =s Begr. d* Fr. al^ Geseta ihrer selbst^ als inöeirer m^iar 
phjsisdier Nodurendigkeif; c) als, aa^ sich =s Begr.. 9. Tr. als 
Grund ihrer selbst, als sittliche' SelbstbestimimiBg; 'd) ^Is ftlr 
aielk == Begr. d..'Fn als Zweek ihrer selbst,, als Terainftfier 
Zweck; e) als aas sich = Begr. d. Fr. als Act, als Gedanke, 
als denkende Vernanfi. Hierdareh wird die Freifteil Geistigkeit 
ans sich Bu sich in sich,' S^lbs%iedttgsamkeit des Geistes, wid 
zwar a) als in isich sich rerhaltSsd' es Unendüdikeit des Gei- 
stes; l»)-als an sich sich Terhahend' ss Binftchheit des Geistes; 
c) als in si<fh sieb *v«rhaltend s^k Seigkeit des Geistes^* d) als 
bei sich sidi verhaltend =s ISelbstfltidigkeit de» G^sles; e) ah 
in sich sich Vei>haltend (soll vielleicht, da das:' „iit si'-^h sieh, 
und in sieh <sich verhaltend** sAon da gewesen ist, heissen in 
nidi sich verhaltend) = SeAstgi^nigsaBikeit des Geistes «. s.W/* 
Es scheint d^ R^. gAmlich gleichgütig. durch •weM» fffip^^ 
sitioneii und dareh welchen Weichsel des A^cenles, der bald anf 
das sich , hM a^die P^äpesitionv bald 'äof beider gelegt wird, 
diese oder jene „Kategerie*' Aosgediruekt wird ; deh< V£* d%hnt lue 
den hamdosüM WSrtehed' „an sich*; fftr sich , IM vmd'^ sieh^ 
von Heget 'ertfaeihe Bhre/ der Atlas* sa seu, der' deb Himniel'des 
absehitsn WissMiS trügt, ^ aadif atrf das aus sidi, anrieh, bei sich, 
dttfch sich tittSi spaiero 'Denker werden diese BhreHellefchl a«dl 
noch allen 'übrigen Fräftositionen Tindtcirea, naii' 4aim' steht eine 
Philosophie ta hoflhii, weiche dieMtt'-eder jen^li B^ff, s« B; 
Geist, Kraft, Wesen, CnendKcfckeit j SMn, Weidea, Nichts eider 
alle ansammen mir dnreh die ndMgen Prftpofl^ti^tteki'Vaifirt^ tkn«! 
«o^ ani die einfachste Weise aus irich durch siehzn sieh an nnd- 
Ar steh o. s. w. iHehf ^bsol?irt Leider wird die Exposition sdlcber 
„Kategorie€Mk^"Adch' *ttodi anSlMr Worte sidi Sü bedieaeagettö** 
thigt sein/' wIre'esr'MiMi mir, itmdio,'Welohe'an titid fnr sich dalrin 
niehts SHMli,^ftte dlD#'1etffe und»öde, aller- wahrefi Uniersnchnng 
Mhi^heMh» Wortspieferef, die* j^yhendliohe BedeMrflig^ derselben 
ahui^n sa lassen; imitier «ber' Wlisl ^sk^,'Him noch «in Paarhöcln 
tSbende Wo^tte aas de» Sehtess' derTortede sa benntzi>^, die 
airf %oMie Wehe 'in tStnaOe keiMlK^de Wissenschaft ;,in freiester 
eMb«ltändii^kett,^ihrtt selbst rfs'«nendlic1iefa Si^lb^zweckes , ib- 
oniMkfter Selbsi^ewissbeit', tind ^uncindTicben Selbstgenidlses^' er* 
freiMn« 'Sie in dieser nnendlieheb'^SMhstgewisshrit, in diesem tm-- 
endUdien Selbs%efHiyse stören aa woflSir, ' wärdle batii'e Thorheit 
seitir \deeni «sf^ ihftibl^gKch; jeddff Verbqch eiAer Stdrttng wörde 
von eioeir endlioheii 'Kraft aosgeben- Mli^n ^ und alles HadIMe 
vMiJili' sidk Mte -AMIidlidi«! witf*Nl«kt9 an KtwAs. ' TSi 



[I8S7] Die Plifloso^ d« BiH)htB aadi gesehibhäi-- 
ehfir Anrieht tod Fnedr. JuL Stmkl^ Dr. d. Rechte u. 
öti. Prot aa d, Vbit. zu Brlängen. 2. Bd« Cliristlicbe StMts- 
wa RecMslfjhre, 2. AbthU H^id^wg, Mobr. ,1837t XVI 
.9, 431 a gr.8. (2 TUrO . 

. tt. lu t, B^ i. AbtU. Bbendu. 1890 «. 1888. 8 TUr. a Cr.] 

Di» Autockaandceit, ^dA^ iMes^s W^iri; M aiäiem^vstaipi 
Siacheuiw th^ilB diu^ die. iiK.dea meiateo FfiiM49A grjudlinii« 
und. ttefefde Kritik über die bieiierigen Vei^dü derRecbtsiriki^ 
loe0pbi^ 4ie dda 1» Baad deas^beii bildiift, Aeil» «k R^fraaen- 
taut der umgebildeteB Sdk«iUng'8<4l9B J^bre^ die flidi Tomigf^ 
weise. di0 ff^bi^dieke uffiHitf erregt bai, abejdb^t dle^e SlaMw 
mn. «Q m^U) d^r :Vei^fliQb^iig, eine. eHBlSbfUebe Derlegang dw 
Inb^Uee: m .g^on, ab seibet die 1. Abdü. de« 2. 3«l)deai di# 
di% Pai^teUmig der Prindj^ie» esdilik» der Seit nMi aoeeeHMitt» 
ibier 6veami, liegt. Die TorKilg. 2« AbIbL, über ^^elvhe biernar, 
Wn 4«r Ptfebt der VolkUlBdigkeii m genüge», einige Worte Fiats 
finden eoQeny jabrt in der Qntwiekeloag 4er eigenüicben Lebe« 
ve«i &i(a»te. for^.' {iaebdeA nlii»li<A dei; npc^ in der jU AbtU« 
■Mtgetbeiftf.l» Abschnitt die QttHeinde, di9 Stünde nn4 di^QeitM' 
eeMAaftlik ale die Elemente den Staates «afgetfeUt Jii^te^ mOr 
wiAeb .d«ir a. die ^Grmdbegriffe und 6nind)ebren Tem :Staate<% 
vwanf der 3* nad 4. ven dinr Varfaasatig und Yerwaltvng des 
Staate« im. ISias^lnen. bändelt» Bei einer Kritik d^ Werkes, di# 
Ibn^Y 8(1»,/^ 4efn..Ref».bek»Mti8t,> eeiner ^rfleblapbjUaeepbiaehe« 
Twidep^ 'Aa9lii.ri»ocb nicht geweideiB ist, wu4rde ee bnaptsiieUicIi 
tminf 4#)HMDiPfai, in wieferpi 4^r Vf. eein Geb^Me wirkliek ubciv 
4fff|eidgfA philo^pbischea Gcnndiagen MTukrti. ^^ welebf eaidi . 
^eiMr Ö^b<iapl«H)g alleiii ewe RecKia- nnd.ßta^itsiejir«^ baeii^ wei> 
cka kann, ^Dje^^. Gmndi^igei^ sied dupchltn« tbeote^'seber nnd 
leUgiQnepbiiesfpkiscber Katar, und wenn^Mm^ den J^ kal es^ 
je genauer, er h». Bnob atndirt Mt} sebeinen jlolkP, |ib eb diew 
ßi;iind|agen ii|.:dcir J)in;QMubnwg. d^a E^uelaen se sehr ia d^ 
Diaiergruild. i^nM^^-eteVi >Mfl^ m f^^t alß.reattielijrUcb. erscb^inw^ 
ilPl4 nnr i|anq geltend g^f?a^> \Ker4ee,- we^i ^i^e . wieeensqhafijJÄ^ 
die 8(?bwiepgjkeit dnr«^ Be|Nrfipg,.aiif depi .Wilka Gottes n|^C 
grijost , eoii4ej9i. pntsebiedw wecden. sollt . t 94i: erk^euu sieb nm 
voller üebeaengnng mit . dm .Vd ia Stelen. e^r jeniacheid<in4fin 
PfHi^n fiin,vpn|tM»deni .er.4lWl|^,dkeee.Werk]>9Be9, die <;« imi^ 
li^9bt kennen „ ^ ^jn t^H^r^lBipbee GegemniMel gegen jeae^ wi^ 
se«i^aft|ifi|l|.*^iMilt»a^e Ha^ pr,|J(|i8cb gei;}b#$bieiFiieibe»t«Üi<Bem 
empfehlen am. kennen, ,dia.;iH»snPrr4«ikr#ieh.M»r«)^ den ehnrOodig» 
KanI nach Dea)Acbki|A ir^wflilD4^,« de9^ '«kegffi- .«Natnirecbte mne 
fiilscbe , es fast von allen friedlichen Beruhrnngeponcten mit der 



PkilM^pkU.* 197 



WfMaiknUhmam9mä% BwbHu« gi g ^i ü lAtf er feMiiclMt m 
Mht «b das eiaag«, U#r ab e» stkr #«MMliclMi UeMr- 
limgigKad sW' Torbereitaog eiatr b ea w r * ! aaigruadlMfttrmiria- 
pmehaaiicben (Scftabw« im Uiof^ Ttm Stuatt; $hw ^ M Im 
j49 Acktam; wr. dein 6eif le nii4 der rohi^en Botoaaealieit d«t 
m €bfa 9a fiberaengV daaserpaa, was lo dem tinclia Gutea, ja 
toitreflSckes enUialteii ist und was sich liier oft liür 4b vnmit* 
tdkai» Urtheil aber öffeotliche ZastAnde uad YerhüAüiisse gelteat 
Mik) am andern Prindpiea , ih den aeiischlidieB G^ste m- 
fit^Utmt «ini^ als die von deot Vf. aofgealdlieo) nM gstaerar 
«MasdudOic^ Btslüuadieit «rtSchftrfii ktasa ableiten laasta. 
Wie dem amIi m , B0L wumcKI ifmm Henea, tes der Y£ dia 
V iümd ai i g amte .Weriies, aa #ekhatti er, wsKiaacbiaiteriia». 
■AUtigem WaaheetseiMr AassetMLage, aaaMhr adMs 
Un aiMtel, akhl gar ao Jaag» aMhi twaAgam sfgt • 



[1838] Hegd'a Lekre toiü Steftt nad adw PUbao- 
wn dar Gesekschte * ia ihra Bbttptrasidtatoiu ' B0iliii| 

Kttbte. 1837. W S. »• 8. (12 Or.) 

' ..I f 

,,Ba reiaadi'*, wie der aaaagraie Tf. aeUiit aigt, ,«die Spra* 
cbe dar 6Mer (d« L HegaTs) ia ^ der ibtHflgigea Meaaehea 
sa as iseto ea,** Der Yevsaeh ersireekt sich jadedi^ aar iber H»* 
gi^s HeAlaphikaaphia aad die t» ebea eraeUea^ae PUleaepkie 
der fiaseUalrte , «ad liefert , am ia dar Spraebe dar ibcrttgigea 
ÜMdiea mmA dealUcber sa spseebeai eigaariiaheia simples Ex«* 
caflaeabaideaSebriflea. Der BpilaaHrtar dissl sieh dabm gaaa 
bn in BasiMiaBg aaf die Reehlspbiioaepiiie, aad oih Ton ä6— 
dOtüL Baaaeasebriltoa bis an der Stelle, wo die WellgeacUdita 
W Begtl de» Staat sammt dem iaaema aad ftasseraa StaatsredU 
fmcbKagt; daaa wird daa Bxanrpt aas dea Toriesa ag s u iber die 
Pia«Mpbi0 der Sesdiidite wekllUiiger, eia Verfabmi , das gaaa 
mblig dMaaf reebael , daaa die letstera aeüh wediger gelaaea 
«irdsa iai, als dia eisteiw. Die Srhrift hat viel Aabaliehkeil adl 
oaer kindiab (Bd. XU. No. 103».) tob aaa aagaaeigtea tob 
Ibjer, ia w«kher die Hagel'sdM Philosophie ffirDamea expoairt 
1^ Wii' ompfchlaa beide allea Deqeaigea ^ die aidi mit dea 
Sddagwörtera aad soastigem Apparate der Hegebcbea Philosophie 
sam baliebigeB GebranAe beksBat BMchea wollsa; Tielleicht merkt 
daaa aach Dieser aad Jeaer, dass es aicht so gar schwer ist» die 
SprackederGMeraaddiederabertägigeaMeascIieaTor- aadrfiek-- 
aiits, eia^ ia dfe aadere sa Abertragea. 

[183t] Die hochwidhtige Lebma&Bj^: Sind die Aeasse- 
mgea der höherea geistigea ThAligheil beim Measchea bloss 
WakaagsB adaer ToHkommBerea OrgaBiaatioa, oder eiaes mit die- 



168 Natar.wi«66]iscliafteii. 

0ör iii' inoiger*yerbnidBi% iebevion Wesens yob 
geistig «n äch hökerer Mahtrlanf dem • einng sicheni Wege 
Natarfmdumg eTiÜeDt beantwoiM. Mit erläatenideii and er 
terndeii' iriäsensdiafUidi widkägeii Znsftls^ veiif Dr. Heü 



Messersehnifdty Stadl- ii: pom-'l^sMis ib'^aombQi'g su\A 
Saal«;. '%\^,j Schiefefdleck'^^f. tS^f. HCVl a. 15S ^ 

gt." ö, (ii::!Br.);. ;: .;:..'.. . ' ;."...../•. ; ':\ ^, 

. Uräpi^usglieh sa etnein Vorirage fiir^eiiie ^r iöffendidmi Bm 
tzimgen :-d^ im Jalire 1836l> äit Jena Tersaimiielt^» Natucfoifsobm 
besömmtyabbt. wegen ibreto' Liiiige nidit dasa geeignet,. ersish^fiif 
die rorliegj Abbandinng aininiebr ab Dnidkscbrift, wahrscbisinfi^i 
nm Diej tut welcke sie anlan(|s . beslimnit, war ,- &tc .das NicM^sl» 
börthaben sa enischiidigeB. Bsf« kann darin kaiu»«twaaAiidM«% 
als das Prsdnct' eines swac redlieben', aber.in'.seine'^sabjeolKfWiC 
Einfidle seltsam verliebten Eifers für einen an sieb wicbtigen Ge- 
geascanä eribsnnen. Die EinUiUmg (S. X-^42):etiUiäl^'iKeMetft* 
pbjTfliH^ des.Y&», eine Art loriq^istiechdn^l^ililB^», 4er tiA 
iriedlicb in den Strom der Uenlitätspbiloso^ie ;^liert. Na^lkMf 
kommt der Tu auf die Aeorfsernngen der Tbier- und MensclMn- 
Seelen, . and ^e Frage des rTücla wird bejabt; IMe TliieraiMri» 
bestebt n&miick ans einer Menge sweckmftssig . teitnndener wtahiäm 
lebendiger Wesen, die Mensdienseelen sind aber. besQttders^iil&idbl 
selbständige Wesen böberev Natnr« Das meist« Gewieht legt 4i! 
Vt auf die Entdeckung, dass die die Tbieraeelen conatitni reaJifc 
Wesen die sind, weldie das Licht bilden. • Es gibt derendGliMlt 
sen, die das rodie, gelbe ond blaue Licht Tfenursacben; itib fiMn 
gen Lichti^rten.stelleQi „ein Gemisch'^ ans jen.ea dar« Wie M 
Vt-seme Hjpothese gegen die Undolationstheori^^verditidigt, all 
tnit der Newton'schen Bmanatioiisth^rie nicht; f«rwecbsek wisM 
will, nndendliefamit Bltiktridtftt, Magnetismus und Galvanisnraai»' 
Verbutdnng setat, möge man in der Schrift selbst , namentUdk nl 
Nachtrage unter No. 8. (8. 129 ff.) nacUesen. Die übrigen AbscbmUt 
dieses Nachtrages (No. 1 — 7.) r^feriren über Beobachtangea mi 
Versudie anderer Physiker aber ElektridtAt ,. GaWanismns mml 
llagnelismns, die der Vf. als Erl&utemng seiner Theorie beimak«^ 
tet wissen will. Schweriieh wird sich Jemand dia Muhe BeluM% 
den Yt sa wideriegen. 



Naturwissenschaften. 

[1840] Genera plantaran secapdnhi ordines OAtaral^ 
disposita^ Andore Stephane Endlicher. Ne« I-^HL 



iWk»y Befck'Bdie Uii?.^neUi. 1836^ 37. Tl.«. 8.1*- 
240- gt. 4. (Prän^Preig k 1 TUr.) 

[1841] PiaBtanun Tascnlaram gaaera «oramqae dii^*: 
•t dSbiteteftteknlis dkgnostiaa.espMite el seeudan^il- 
\ diie« BAtorales digeüft: aactor« C jF. Mekmerj BLD.uiaaiT, 
BmL P. P. 0. Acesdit Conmentarins exkibtiis "praeter adoeU- 
%tMB atqae explicaüese» Tarias generan aTBOOTaia et »dicatio«- 
aea Kbroram ib qnibtts »descriptiones fuaioree icoDesqne aec aea 
l iJ wJcmui ooramm diaghosefl ete. iiiTettioiitiir. 'Fasc* I*-^IIL 
upriae^ Weidjnann'sche Bachb. 1837. Praemon, lY. fib 
Tab. S. 1—104^ Commeat S. 1-^72» gr, fol« (ä tr. 
1 TUr. 8 GrO 

Sa frnditbar die neaeste Zeit aa allgeaieiBea Anor^aii^fea 

dea PawiaeBradbe war.« wie eie die Schriftea tob Reicheakachi 

Bartfini^ lAadlej und MartiBs gaben , so sehr fehlte Joch an ei-^ 

Msa Weriie, welehea die aeit Karieni fast lahUes iB lwk4ßF^ 

Bad aber haadert Werken bdkaant geiaaehteB Gattaogeo , aad^ 

ihtm iMactirea KeaaeeidieB, ^tematiech «asammeastelha,. in-* 

iam teä S pr e Bg e T e 9. Aaegabe der' LiDa^'achen Genera plantar 

rBB^ weUe, obgleich eret 1830 erechi^Bea, doch echon 1827 sa 

hea r bei icB aBgefattgea wonie aad. nanchea Wonech anerfSUt. laa« 

CM »aaste, nichts Derartiges bekaant gedacht werden ist. Diese 

Ukke der botanisdwBilftteratar rersprechen die beiden ^heß ga*^ 

anataa Werke arf ehe .aasgezeichnete W«se anssofiillen ^ nml 

si dm Behpsachtigstea Wnaschea vieler eürigei' Pflanceuibrsdier 

ca%egeBaBkoBiBieB. Obgleich der Plaa zu beiden Werken w^hl 

MBilich ginchzeitig and ohne Terabredang der Vff. entslaa^ ,. ^Q 

kB die Anlage beider doch so TerschiedcB, dass keines dem andern 

naf it^caA eine Weise' ia. den Weg trilti vielmehr beide ^ich 

wechaelBeitig ergänzen aad: ia die Hände arbeiten. Hr. E«, desr 

Ge&era eine fast Tolistandige AnfiAhlang alles* Bekannten ftrc 

legt ein BMt Hm. Unger genteinschaftlich bearbeitete^ 

aaf aaatoBuechea Kennzeichen bemhendes , hier aber aoch 

Bichl aasfahrlich dai^elegtes System in aufsteigender Ordnung sa 

Granda. Dagegen Hr. M. nnr die Gefissy flanzen der böhei<ea 

Gewichsa zu b^rbeiteB sich Tomahm, die Charaktere iibersifbi- 

VA in TaibelleB zasaaBeaatellt and dem Caadolle'schen Sjsteme 

sewie den GmadsSizea dieses Botaaikers folgend , Ton dem Toll- 

knuaeBstea aasgeht and das Pflanzenreich in absteigender Linie 

, belzaditet Beabsiditigt aad erreicht demnach das ^dlicher'sche 

Werk, dessen Vf. darch die gestattete Benntsnng einer fast lü- 

eknfoaeB Kbliothek aad höchst bedeatender Sammlangen, anter* 

stttit isti eiBOB sehr hohea Giad der Yolktftndigkeit , iadem es 



t7t NatlirirUMMciiraftiaii. 

sogar. tfeSI^rft A^yopMt In min Bsmifc tioU^ lüid-gibt 9$ii 

grosser Bequemlichkeit dfr Kesfr /tfi« riffcbliidtig^ Utpr^tor • s»f 

gleich nach den Charakteren, so bietet dagegen Hrn. M.'6 Arbei^ 

-. & ihrem bescbrUnkter^n Gi:«ttBen , ' doch cMe «tiit kichtere Beut« 

limg dar'^ ton w<»loh«r nicht hbom der'Uii^btere, oondera mfl 

flditteUeren. AnChbta aocl|. der Faehgelehrle gern Gebranch mH 

eben wird; wann andi die ^perhftUoissmassig' geringeco LkeitU«) 

dödi wiedernm mit buwoImb erlftnleraden^B^iaerkiingen auag»sl^ 

tot) T«n den Chäraktttren, der taböHanscben Anordanag .te(M 

fpetreinf, nnd.^ ein^p* be^nderen Commentar Terwiesen veitNi^ 

npnsste.: Im AiJgeiaeiM verfolgt, Hr. B,.BeinenL Weg selbsUUrfir 

ger, da er einer ejgantnuiplicben Anordndng folgL. Hr/M. m 

gegen bewegt aieli; öbgleith; wi^ einige eigeifthumITche VerKttdi^ 

rangen der Ansdehnang der Familien nnd der Stellung der 6al^ 

tnngen beweisen, nicht sklafisch, in den Grenzen der sogenaonM 

neueren fraqxösisehiM'äclirie, und 'legt ein Sj«leni an QpavAtf 

wekhes biereits to» l4elen Seiten die yerdiente Anerkennng pi>^ 

ftudto hat. Bs ergibt sieh ans dem Gesagten, dass jedes dtmi 

Werke sdne Vorsffge besitxl^ nnd beido machen, wie* fte( übffti 

sengt ist, ihrer Wibsettsehaft und ilnren Vorfassem Bhre, näd pß^ 

wiss wird ihr wofcUliiitigei« Binflnss anf die* Behandloog de»s«' 

liinztikDmnienden StolTea bald dentNek genug erkannt- werden H^t» 

Ben. Wir begnügen an»^ hier nnr noeh> den wesentlichen lohtT 

der Torlieg. Abtheilaag^n knra ansadenten nnd einig« 

gen über ihre Oeketaomie nnd Bebandlnngaweise beitnbri 

No. I. der Bndlicher'scken genera enthalt eine sehr schftlteitsif«^ 

ihe Zttsammensftelltftig der' Kiyptogaraen. Man mna« bewarf« 

wie der Yf. , ohne sich speciell ab Forseher in diesem scbwie 

gen Gebiete gezcTgt xa haben , eine so yollstiindige nnd glädß' 

che ZasammensteUoBg liefern konnte , nnd es sind an v^ 

Orten eigene Üntersnchnngen , oder doch ein geübter Bück \fM\ 

m verkennen. Dass die Pilse köher als Algen nnd Flechtea §•*; 

stellt werden, kann Re£ nicht billigen; doch ist er ansserStsä^, 

am gegenwärtigen' Orte seine Gegengriinde näher daffznlegtiK, 

Bass die Diafbmaeeen ron den Alge» hinweg zn den IUiiseiM| 

gestellt werden müssen, daron wird sich der Yt, dni«h die neiN 

ren Bhrenberg^aeken Arbeiten, nun wohl auch ühiersengtt' haNM 

'Sonst ist in dieser OHnnng Agardh,' n»t wohl>stt T0rtraneasw»M! 

md doch dicht gana Tollsandiger (S. Linnaea VIIL) B«i^*^ 

der KiEtzing'schen Arbeiten gefolgt wordeiu In Pledtan und P9' 

ieen ist Pries Torsngbweise benntst «ad hiermU hat der Vf. ^ 

Besten unserer Zeil genng gethan« diese 3^ Classev bilden difj 

Regio I. des Systemes^ Thallophgrta , indem Algen und Flecbud^ 

die Section der Protoph]rta, die Pilse die Hjsterophjla ansmacheA : 

Die folgenden Glassen gehören der Regio ü. , den Coi*me|rii;t^ 

an. Die Lebermoose sind so siemüch nach Neos geerdaet' uad 



Nalirwuseiioliaftei. 171 



ii LftdwooM im Weaodicheii wmk BriM. la to Gruppe 4m 
lim zeigt «kh Hr. SL mehr ab BklakUker uid bat bieweileot 
«e bei Aefestiebum, stark insammengaamgep , dagegen a. B« Jji; 
■eMaia, NefArodiam aagefiommes. Hypodiwatinm. iet ▼erfeeeeo* 
Der ncktige Taet , mk welebem bier scbe« mehrere der SfkMr 
wkea Gattottgea «aterdriickt worden « verdieal alle JLumfkwnamg^ 
fiass dW famUea Fermea befiiekeichtigl eiod ud j. B« eiae ei» 
Sene Oidnug der Lepidodendieae gebildet wurde , ma0a aoage* 
zttdbet werden. Durch letztere Ordaang-geht der VL.z« aeiner 
10. und 11. Clasae, Zamiae tiad Rbtianibeae, besemlers gruadh 
SA iearbeitet, über. Hepatieae bia Hhisaatbeae bilden die Acin^. 
b^A (Seet III.); Hepatieae nad Moaci die Ceberle der Anepby« 
ta; Bqoisela bie Zaiäiae die Protopbjta; Rhiiaotbeae wiedenmi 
fe Hjsteropbjta dieser Seetion« Die. IV» Seetion Amphibrja wer* 
ta mit den Gräeern in No. L begonnen, in No, U«. fortgeaetat 
ud ecUieseen xvgkieb 'die Cjperaeeae in mA* Hier folgt die 
Cheae der EaaatioUaslae in der Ton Martins gegebenen Umgren* 
m^, DDd die Helobiae des Yfii. (AlisaueeaenndBntomaeeae)» die 
CMiuriae^ von den Jaacaeeen bis ämilaeeen reichend, and die hIeint 
CIttee der ArterUiaa EadL (Dioseereae nad Taeeareae). Die 
Bttanie werden mit den Hjdrecharideen begonnen , nm aiek in 
^VL bis zw den BronMÜaeeen. frrtaoaetaon« Sonst #nibäll 
&n Abtbeiinng noch die Gjnandrae (= Orchideae mit ihren 
aUreichen Gattosgen , die man mit Vergnügen hier in 7 nalür* 
Uie Subordines zasammengestellt findet, nnd Apostasieae Ar.)* 
Aa die Gjaandrae schliessen eich die Soitamineae mit ihren . 3 
MuuiBten Ordnottgen , Zingiberaceae , Cannaceae and Mn^aceae. 
Hier folgen die woM zn hoch gesteHten , aber freilich ai#gehde 
^ aagemeasen Platz findenden Flayiales (Ni^adeae nnd JUem- 
i^wae). De» Beechlass der in dieser neuesten Uelemag ant- 
Utneo Gewüohse machen die Spadiciflorae , nnd awar die Aroi'^ 
^« Mit Bedanern bemerkt Re£». dass die Fortsetzung des in 
No. IL angefangenen Conspectns diagnosticits der höheren Cläs-*- 
äicationsstufen bi» zur Gattung herab, nnd das Register derGat- 
<iiHS«Q hier ausgeblieben sind. Druck und Papier der Endlicher* 
^ genera sind yorauglicb und der Druckfehler imr sehr w#r 
Kge. -^ Die genera plant. ?aac^ ^aa Meisner eotbailen im U 
'iseikel nack einer leeenswerthen Yoperinnerong und Erl&utening 
^ Bkht an zahlreichen und deck für ein- Werk dieser Art sehr 
vUtigen Abkürzungen, die Tabellen der Ranunculaoeaa bia Bdtt«^ 
MnHeae, letztere in eigenthuailicher Umgrenzung, demnach 26 
vrdsaagen, nnd werden durch, den Commentar bis zu den Ster* 
«G^ccea erlfintert. . Ref« kaan hier nicht unbemerkt laeeett , wie 
^ Vi bei Anordnung der Cruciferen mit gläekücbem Brfo^^e 
^ gearbeiiet hat, die Tribus, auch in Ermangelung ▼oUkem- 
t|p räbr Fruchte eines vorliegenden Exemplare^ doch ahne Muhe 



172 2fa<«iiiwi»seB8ehalt>eii. 

luii siielier aoffiadenitt köofneD. Der II. Fkse« enthftlt vosi 
Porfsetxim^ der BfittneriaGeen an die' Eibiilien bis zai<^ ert 
Hfilfte derCelastrineeo <61) nebsl dem hier bis sirderselbend 
nnxtg iiachkommendeD Commentar. Die Jassien'sclien Meliftoj 
nennt -d^r Yf. Melioideen,* indem er die Adr. Jnssien'sohen Cei 
r laceen als erste UnlerordAung derselben aufnimmt. Fasa*| 
gibt' die iweite Hftlfle der Celastftneae and nacb dieser die « 
neäe (62) bis^ in^en 381 Gattangen umfassenden Legtumoll 
und 4eti noch nicht gaüx vollendeten Rosaceen (71). Der (H 
nentar geht bis zu derselben Familie. Die Terebinthaoeeii i^ 
dne eigenthnmliche Anorinong nnd- Umgrenzung. Hr. M.i 
bisweilMiy in tier Art ivie ^es von Bartling in seiner Ordio^ pl. 1 
geschehen, mehrere» Familien unter dem Namen einer CIhssH 
samraeii. SoUhe sind z»*B. die Malpighinae , Geram'oideae, I 
laceae, zum Theil Familien im Sinne der friiberen Botaiik 
Sie Bennlsnng der BCschen und anderer schweiaerischeo Bill 
theken and Sammlungen Iftsst neben eigenem , besonders « 
Wallicb's, Wigbts nnd'ArnotfsMittheilungen, bedentenden Malq 
mir wenig ans der allemeuesten Literatur Topmissen. I^r^ 
dieses Werkes, welcher correct nnd nbersiehllich ist, schreitetll 
Unterbwchung.Torwftrts, so dass man hoifeli darf, dieses Hd 
braudibare Werk bald in den Händen der meisten BataniliiiJHl 
endet an finden. 

[1842] N&tnrgeschiohte des Pflanzenreichs^ oder 
düng und Beschreibung der wicbtigsten in- und aaslH' 
Pflanz^^ nach den besten Quellen bearbeitet und nach L^ 
oidnetiTon Dr. A. B. Reichenbach^ Lehrer d. Natnn 
an d. Realsth. zu Leipzig u. s. w, 3« Heft n« 1* ^» ^'l 
der Efadeitong. Jedes mit 4 color. Taf. Leipzig? S 
ke'sche Verlagsexped. (1837.) S. 37—60. u. I-''* 
gr. 4* (Schwarz k n» 6 Gr., color. k n. 12 Gr.) 

[.Vgl. Repertor. Bd. XII. No. 887.] Jv' 

Mit Vergnögen bemerkt Ret, wie Zeichnung, Stich ««Jg 
Inmination der Tafeln immer mehr sieli bei diesem p^^?|! 
Tervolikommnen, so dass es bei dem wirklieh sehr billigt ^^ 
neiiiem Zwecke in weiterer Ausdehnung tit entsprechen^^ 
Das seit onserer letzten Anteige ersehienMe 3. Heft ^^^^t^j^ 
Pflanxen der Pentandria, nnd es ist hie# besoaders •^«"^TJ 
gen Doldenge wüchsen ein grösserer Raum gewidmet. Anfl» 
kann man in Hinsicht der Auswahl mit dem Vf. fibereinstimineflvi 
»wei Hefte der Einleitung geben eine Brlftaternns ^^"1*^ 
theile, der gebräncblichen Knnstansdrucke nnd ^'.*^'^ V^ 
gen der wichtigsten Elementartheile, meist ^^^^^^^^ f^u^ -a 
Die Oekonomie des Raumes nöthfgte leider, einigt iiio^^i« 



Nattr«i8sm8CkiiftAii« I7t 

p m btnirkCTkler TolMiüidiger D^itlidikiil ftn«i«tMrt UM 
hsdien BoUen , nur in natiirlidier €röiteite g«bea , wito «üt 
KUecbteorguie nnd ebige Coroikiu Die INsTmuMlogM ist ia 
; gevöknlichen Weise Torgetragen , and. 4er Yf. leigt ticli Mt 
imckmiig der KansUmsdrficke nicht abgesagt. Ref. bftlte fir 
I aAberen Zweck d^ Ws« , welcher doch wohl der BhmenlAtf« 
Imidit isty gewünscht, dase einmal Tersadit worden «Arey di# 
^OMoIogie m der möglichsten Sunplicittt snriekanflhrew^ 
tiidlnger gewohaiich nidite mehr abschreckt, als eben d^a 
iilehag, wie die Pflansen nach det vorhandenen Nomendate 
i-dner so grossen Meng» ton Organen bestanden, das'seiadaa 
ifchtniss ubermAssig belasteten. . Vüx leidit hält nbrigenn MU 
) Barstdlnng anf die^e Weise , wie nberhanpt jeden popnlilxei 
Arrortrag dorchaas nicht. 

t Jp843] ChiStavi Kunze^ Dr. et Prof. Botan. etc. i^nav 
^a pteridographica^ sea descriptU et illastratio fiBcanr anl 
amm, ani mmas cognitanim. A cce4n nt tnh« aeri iBclane 
~" lipsiae, Voss. 1837. VHI n. 50 S. gr. foL 
(jfc 8 TUrO 

Ihr DflterEeichnete . wurde loerst.darch den Aduraf ron 8^ 
M Kaolfass geieichneten Tafeln, ans dem Nachlasse dieses imt^. 
ßiiJUktü Farrakenners, px der Hemnsgabef eines Knpferwerkes 

^AH Teranksst. Das eifrig fertgesetate Stndinim der Pian- 
iie, die Heraoegate einiger Abhandinngen über sud- 
lÜiflniiiLiche und kapische Farm, besonders aber' die- Darek- 
All kf genfer nad pariser Herbarien , sowie Ton yielen Sei-» 
'~^nkltene reichliche JUittheilangen setzten ihn in den Stande 
AU der hier an^rst abgebildeten Arten bis an dem Um« 
von dreissig Tafeln an . Yennehren , nnd nur ? on swci 
. . Mf den Kanlfass'sehen Tafeb abgebildeten Speciea waren 
[knris^n Darstellnngen bekannt gemacht worden , die jedoch, 
^ er glaubt, die hier .gegebenen nicht iiberflussig nuiditett, Cas-« 
m pianata in t. Martini grossem.' Werke, nnd Bl^nnü t o- 
le in dem , ebenfalls !kostbaren botanischen Adas an Dnper^ 
Eme; Die Tafeln , welche theila von Schnorr in Dresden, 
i anch die Kanlfnes'^en , theils ron Enner in Weimar nnd 
er ia Leippg gestochen sind und wohl bil%en- Anfordetnn« 
entsprechen, wurden, mit Ansnahmn diY TonKanlfass hinteiw 
von dem akadeioiecken Zeiehnenmeist^r Schenk in Jena 
Aii&icht des Y6. nnd die Anaijsen gfossendieib • von . Jhm 
$t iü den Jahren 1833 und 1935 geieichnet. Der Text ent- 
68 Arten. Hier sind.nlünlich noch die..B.eedineibnng||iii ef* 
neuen wichtigeren .AiMnan^ini^minen, m wricken Ak; 
hNBi der. wmal fesfg^tsten Safcl der Xafeb nieht ge^ 



ITt Ii«t«4r%iMefi«oh^l6M^. 



'imd LiebiiiJb#r*'bMhlimt ward« , weä« 'ttur die Figmä, 
^«•^ es Alt gemgen iteeaaliiiii« itt FaR> iay natargetrcfa afis&k»^ 
l6D. Ber ' T^xt ' etigdittiiit i^lKg- angemesBen- kotrM dem Zwtdoi 
ab de» Stasidpiuicte' der Widsensehaft iia45h/ ' 

[1845] ' MoDograpUa ;gener,aiq Alpes et Mesembryaftj 
tiiemu ^Aactoje Jpsep^o .IP^n^yß jh l^alm^Itßiffß^ 
ßckeÜU-JDjfch* Fast..nL • Düsseldoi^ii^ Arnx n. Covfi 
(189170 AloAe '«2 fil. Tcact n. 22 theüwei» color. Steü^ 
tafeln.^ Mesembryällflreitfä 36 BI. fe:^t. o. 3« tfaeÜwä|i 
iwlon SteintaL fei. . (Sübscrl-Pr; p/ 6 » 

IvgU-jBiepciftpn jM. yia »0..J022.] / - ' *; 

# la |i;«iiix gleiaher beiMl^vriiidiger Wa'se , wie Ref. a. a* fl| 

«». atig^ebea^ werleB hier- die beUen Galtmigea der PettplAfw 
Weiler for^fesetet. > Bie -Zakl-der K^t «nervt ^abgebilde.t6n Artfll|, 
BOiieittliiiliToii AI0&, wolHii''tigl4icli Hawerthia gesogen lüi^j 
ist Didit'jobeträditUcfa. Aaek sind einige Abarten anfgMoansaii, 
bei Ahle Mwobl als bev Meeembryantheteini. In letsterer 6«^ 
taug QKseheint- xagkidi eine ans Sam^n des Kaffemlaades-v 

I beirlinep Glirten ^erseg^ne neue Art ded hotten -Yfe^ M. amoMi 

'(§•;. 27« 6g4 24) i • Toii .deta -ferwatidtem Mi eohspiciiuni besewi 

I dnidi wabige^ dretkantif^, Mnapfe, fast kenlfilrmige^ Blättir^ 

I schiedeD« ' Mag dieses •aGhlUBenawert&e''Ufttertt^men bald mM 

VottendiiiJg:entg^nMtfen/- > • „.;;>; 5^'^^ 

[1846] Uebei; die' Secretions^Öpgäne der FflavÄ; 
Biiae yojn der Jkönii;!. fio^'etftt dei^ Wies. .^a^Gjittingen iml^^eii^ 
1836 gekrönte Preisaojirift Ton -F. /. -F.. MeyeHy Jttr. il*^ 
0. Prot'bei d. konl FriedroWiih..pniT. jMit 9.Klfl)f»taW' 
Ber% Mom. 1837, ly^ 99 S. ,gr. ♦• (3 thk.) *; 

.':.':hBer}firei8wiidige)?f.vM kann» er wohl gekannt werde » ,^ 1 
in^t/^nr ;d^ Torlieg« SicMft» .«^i|dera ^iph die. »^jUier S^ V^ 
sten FoiliBchritte dte Anatomie nnd Physiologie' der . GewM^seT; 
Ten der Tejler'sehen Gesellschaft zn Haarfein ldä5 mit dem Prei^ 
gekrönt werden ist, gibt hiet eine ZosammedStellong der MeiDf*" 
gen^ welfihe mani fi&ef Pflanzenseoretion^ bisher gehabt hat, dk^ 
ohne, scbarfe Kritik, beseodeas der Trenimaas'schen nnd B«<^^ 
deile'ilchen Axbeiten, u(d eine genaue B^rstellang , beBchreibeD|ft 
mül WHlache, der dieser Fanction bestianrt^n Orgttlie, vonwelcm 
et^ridk.dnrok iiahMehei eigene mikroskopische Untersndmaj;^ 
genau in Kenntniss geselKt.liat. Gewiss mt die Arbeit «i"*^^|[ 
danken^wedhe, wenn Md| UA und- wieder Von dem Beobachfet^ 
eine, andecif BrUfirnngswäsef' gegeben wenden kann« Beson««^ 
ifltider V&. bemfihi^ m. iteigai^ daas diese Fnnetion der Gevacus« 



Nat«rwi98eB8ehafteii« 177 

iarA im ZeHfeweb« wtmgfttkti wird. In Binakit 

f\mS 4m Secrei wird suerst foa den Orguien gehaodell, welche 
LiftMeerowcB, eedasaveii deiie«, weldieSeUe», Gummi, Oete, 
Bdnm luid Hane im lauem des Zellgewebes abeeadeni aad 
•aftewahrea« Die DrOeea i bei welchea Gnettard's Tea DC. we- 
mg gealchtele AbhaadhuigeA wieder so Ehren gebracht werden, 
«Mert der YH besondere noch Link , und folgt eeiner bis jetit 
knm berfickeichtigten Claseification, indem er sie in Aneeere nad 
mm Aeilt. Jene sind entweder einfache^ oder snsammengeselste« 
JW kUteren werden mehrere , noch jetit TomachlAssigte Formen 
Ufer dem Namen der scheibenförmigen (bei Hopfen and schwär* 
zer Jobannisbeere), der keulenförmigen (bei Galieen), der perlftr- 
flugen (n. B. bei Cetropia , Piper a. s. w.) genaner nnterschieden« 
Imnende Haare hat Hr. VL bis jetit aar bei den Loaseen , wo 
«gtr Safistr5mnngen darin wahrgenommen wurden, bei den Arten 
vea Urtica nad Jatropha angetroffen« Die Haare Ton Malpighia 
mens sand nicht eigentlich brennend. Die Untersndiong der Haare 
aaf dem Friiehten Ton Stiaolobiam. rermisst maa ungern. Bei 
den «mammeaseseteten Drusea beCraAtet der Yl sagleich db» 
Neotariea nad ist mit Karr'a Ansichten groeoentheils emrerstan- 
den. Sedaaa wird], aadi der Beleuchtaag der ianeren Drdsen, 
mbw He Secretion' besonderer Stoffe dnrdi einielno Zellen des 
nitnMngewebee , später ?on den Lebenssafigeftssen , oder den 
Ukhgefilssen der Adteren gesprochen. Letsteres Oapild ist weit- 
Uaig und natfirlich durch Trcfiranns neueren Widerspmdi polo- 
misch aa^^allen« Die Schlassbemerkuagen berühren Torsvglich 
im Bdileim, das GumaN , weldio Substansen die GewSchse um- 
gdMa, oder oft pldtslidi Ausserlich ersoheiaen. Der Yf« hAlt sie 
fir ih- nad Aussonderungen und nimmt MohPs laterceUdarsub- 
nidit an. AnflhHend ist es Ref. , dass BUe's Lehre tou 
Haaren , welche doch audi Aber Pflansenhaare und Drusen 
erstreckt, Tom Yf. nicht berddksichtigt worden ist Eine Br- 
der rehilieh gearbeiteten Kupfertafelaschliesst die Schrift, 
Arm Aoumeree anstAadig ist Die nicht su sparmmen Druck- 
Hder, a. B. Tsiliaa, Pilietier siad nkht aageaeigt. 54. 

[1847] Die Famifieii der Mattwespen and HoLEweapeii 
hat dner allgemeinen Bialeitung iur Naturgeschichte der Hjme- 
aopteren Ton Ih* T^od. Hart^y Prof. der Forstwissen/ich. 
aa d« Uninsu Berlia u. s. w. Mit 8 lithogr. Tafeln. Ber- 
fin, Hände n. Spenefache. Ondib* 1837. XI? n. 416 S. 
gr. & (S Tkirw) 

Auch n. d.Tit: Die Aderflagier Deutschlands mit besonde- 
fcr Berudcnchtiga^^ihres LarfeniusUndeo und ihres Wirkens in 
JUpcrt. d. §ml aMm»." LU. XIV. f. 12 



178 Natur witi86B8c]iaf teil» 

*W4Udeni tmd GBrtfn, fir Batomokgen, Wdd-r aad Giirteiibente« 
1. Bd. ^ N 

Wie uvolbiiadig die Sjstematik, und »eck melir dieNatv* 
gfiicliiohte der InsekteaerdiiiaiigeB , seÜMt in Besag a«f eiaUai- 
ecke Arten« mit Ausnabme der Sdimetterlinge und ztm Theilte 
Kfifer bearbeitet ist, daron sind Alle^ die eich specieller mit £•• 
aem Zweige der Zoologie besehülltigen, nnterrichtet. UmsodMt* 
barer wird jeder Beitrag in diesen Fftcbem aafjgenomiBen , vi 
das feriieg. Werk, die Frocbt langjähriger, eigener Untersodiar 
gen, anter sehr günstigen .YeHiMltnieeea angestdlt, nnd darchBeh 
trftge von Klag y Brickson , Saxesen , Wiegmann und Bameister 
wesentltek geftrdert, mnss ebenso dem Entomologen als dem Foept* 
manne bietet wiUkemmen sein« Der Yf. gibt kier tkeils «•• 
mftgliehsi fellstandige UebersickI sAmmtUcher in DeatscUml 
Torkommenden Aderitigiery tkeils naeh eigenen nnd fremden Beib* 
acktnngen anck die Matorgesckickte tieler Arten in den friiheim 
Stftnden. Er steUl anerst eine aof Larfenanstand und Nabnuigs- 
Stoffe gegrändete natärlieke Anordnung auf (Hjmenoptera phylb- 
lilaga, Blattwespen; xjlofdiagay Hebwespen; paraeitica, ScUopt 
Wespen; rapienliiay Ranbwespca; aatkopkila, Blomenwespen), m- 
dann eine kiinstlicke Bintkeihng, aof die einfachen oder sweigKe- 
deri^ Sekenkehringe , die Yerwaeksnng des Httlerleibes mit i» 
Brost, die ein- oder aweidornigen Yotrdereckienen nnd die tM 
des ersten Fossgüedes der Hinterbeine gegnindel. Ans der It- 
füeksiaktignng dieser Kennseichen entsteken 5 flbuipIgrappeB: 
Blatt-, Hol»*, Schlapf- (mit Binseklnss der Gallr), Basb« nl 
Blomenwespen. Die in diesem Bande gegebene erste HaoptA» 
tktthug entUUt die Wespen mil sweigliederigen Sckenkelriäm 
Hjmenopteffa ditreeka, Blatt* und Hobwespen« Die Familien all 
anaffikrlick erUolert. Sie aeifaUen in Genera, oft aock in Bäh 
genera, Seetionen und Tribas. , Yoransgescbickt ist die litenltt 
in chronologischer Folge. Dann gibt der Yf. ^on jeder 6attti| 
den wesentlichen Charakter, naeh Wespe^ Popp^» Lar?e nnd Emü^ 
sodann eine aasfnkrlickere Bescdireibnng dieser EntwickeiangMMh 
fen , kieranf die distinctiTen Kennzeichen 4er UnlerabtheilnDg«^ 
bis spedes und sabspecies, nebst den Yarietäten. Soviel Be£ 
ki# j^tst Gelegenheit bnd, die Hivlig'seke Schrii]^ mit derJNM 
SU TOigleicken, kann er die Arbeit nur grandlick und aogencsMl 
nennen« Der Band enlUUt die 1. Familie Teothredonidae (liM' 
ger wokl Tentkredinidae) , 13' Gattungen mit 381 Arten , TM 
weicken 96 frfiker unbesckrieben sind^ und die ^ Familie Uiee»- 
redae oder Siricides, 5 Gattungen mit 20 Arten , unter denen 1 
ab neu ersckeinen. Zur ErlAutemng des Inkalts sind 8 in dw 
vorznglichaten Weise auf ^tein g^seichnete Tafdo beigefügt» Sil 
stellen Yergrdssemngen der Mun^theile und anderer YneserenOr 
gane des ToUkommenen InsekliDs, sowie eine 'nickt unbetrS^ffick^ 



Natnirwisseiisehaften. 170, 

ämoM ymthinwj %nm TM tnA 4i« Art Amt VarMadIvig 
dar. Mit Ytrgangea wird Re& bald die PoHwtittg dkMer nlU- 
iichcB Sckrift in diesen BUUfem anseigen. 54. 

[1848] DisB^rtiitio iiiai^giualis 2oo}opca de Psdapliis 
funaePragenflie^ aimanatom]ACIaTiger],qQiunete.ianniT.Pragenli 
inMcae er«ditonim d}et|ni«. eobmilüt Herrm» Büax. Schmidtm 
m 2 Uthogr. Taf. Pragae^ Haa8(iS5hne. 1836. Yla« 
MS. 8. (8 Gr.) 

Senderbareriveise hat eich die 3eadiUuig der Bntonielogen 

aftere Torzngeweise ^ner Gattong angewendet, wihread andere 

niMadB genauer erörtert worden eind» Jenes ist s» B. ndt den 

ftHefdingn dnreh Ban «nd nürbnng gefallenden nnd dnrch geringe 

C r i ipe xnr gennneren Untersnehnng anrrisenden ?eeli|iMdMi der 

Fätt gew ens n , Ton denen naeh Rachenbadi'e erster nnd echUtiene* 

«er&er Menegsaphie Tsn 1817 nnch. nech dnrch Lendl, Denny, 

AnM hpenoniem Arbeitea, wd neneiüeh dnrah Victer Metchenlakjr 

nMn «nhedsmende Beilrflge bekannt- genmcbl wnrden. Hier et^ 

htiim wir eiae Besehreibnng der iui PMg • veikoaMsenden sahl- 

leUen (22) Arten, denen noch 3 siciÜRhe , ?en Helfer entdeeki, 

hdjge e e ilt werden. Die dem Gmfen Stembeig Bxoh gewidmete 

KsMfffatien gibt, ebgleish der Titel in. iatein« Speaidie is< , ieeh 

din Inhalt dental, was die ansiindinehen 'Bntomofegen sn newen 

Ihigen Teranlassen wird nnd der Yerkreitnng der fleissig gear> 

hritelai Schrift gewiss nicht fortheilhaa ist. In der «inleitnng 

nmhMi eimge gnte, obgleich nicht neue Methoden anm Fange der 

Mij^ier gegäben. Von Clanger wird nnr eine Art, als C. fo- 

I «rtislne Mllr. anfgefilhii, in einem Anhange derSehrift aheraneh 

äägß 4ankenswerdie anatemisohe Beobachtnngep des, merkwürdig 

gm IftSdkteB miigstbeilt, an wekftem -derVH Angenpunele (Stem* 

asAi), ein, aber rlliig eingesenktes Schadehen, und sonst im Bane 

dm Mondtheile, Fdhler mnl Ffisse Manchen anders fimd als MM« 

kr, so dans eine Tersdriedenheit. der bthmikhen Art* <C. lesta- 

eins iMt.) von der MäUer-sdien doch nicht nnwabi«cheia)icK 

wM. Sonst sind noch hier die Aogen, Tracheen nnd. der V^i^ 

dsmmigsapiMrsI an einem fijrthinns nntsrsnoht mid ebeviUls dar^ 

gestellt. Blatt der Stigmata oi|id hier LAngnspallen f orhnnden. 

Ten Bnplectmi i«hU der Yf. 3 bokanate Arien anf ; Batnsns Mb 

der G^end, iMbt aber Trindnm brericorhe.: Bbi Tychns kommt 

SS der «lehanaien Art. noch eine nono skslisdiet T.^ichoms Sebm. 

Ton B}4Mnos 11 AJrten, damnior pnneticoilis'Dennjr nnd Chevro- 

hti Awb«, «id awei nonoi nnsgeieichnelifrf: B. Sithibmgl nnd 

tegalarm tScian.|iNsido abgebildete VtHn^ieu 7 Arlin TonBrf. 

miebd 2 eküistho mibeichrieboa : B. Opnntiao nnd BMlbri 

' ^12* ' ■ 



180 Geschichte^ . . 

sind el^tii&lis ibugeßtellt; Yw Pseliipbii».«eliiei. -kommt au F. 
Heiaei bei Prag^ Tor. 54« 



I' 



Cr e schichte: 



[i840] Helleii]ka(.) GriechenlaiidQ Im Neuen das 
Alte(.) Ton Pet. Wilh. Forchhammer. l. Bd. Mit 
1 Knpfertaf. n* 1 Karte von Böotien. Berlin, IKicobi- 
Bche Bnchh. 1837. 373 8. gr. 8. (2 Thir.) 

Der.Vifl, jetst anaaerordentlicher Professor der Philologie an 
der üniveraitfit an Kiel, ist bekanadicli riner von Denen, welokea' 
eadartsh lifteride Unterstutsnag der dänischen Regiening möglick 
gemadit werden ist, eine wisdenschaftiicbe Rmse za ihrer ferne»» 
Ansbildoi^ au nnlemehmen. Eine von den Fruchlen, welche d« 
Vfti Anfendialt in Griechenland herrmriiiracbte , ist dieses Bodk 
Hr. F.: hat den griechisdien Boden aosserordentlich liebgevoDnei» 
Zeagnisse dafnr liefert iaat jede Seite dieser Schrift. Er hat «h 
liea <i|EMien^ lebendigpn Sinn in das ferne Land mitgebracht to' 
die Eindrucke / die es anf ihn machte, sind hier so Teranschtt" 
lieht^ 4as8 auch der Lesvr das lebhafteste Interesse sehr baUfii 
Das.. gewinnt, was er beschrieben findet« Natärlich könnte dieas 
nicht derFaJI sein, wenn. nicht einer blühenden, eindringliches 
Sprache .'liie Oarstellnng aidi .erfrente. Ausserdem wird man äh«t* 
rwdil Yen -einer Menge interessanter Notben, gelehrter BemerkBa-» 
gen/ zahlreichen Beweisen yielfachen Wissens. Als solches, was 
Jedennitttn befriedigen wird , hebt Re£ herror die Beschreiboa^ 
des'Sfiercheiesthales (S. 6'ff»)^ Athens» und yonogs weise dn 
iBrechtheion (S. 31 £}, des kopaisdien. Sees und seiner nnteiie* 
tischen Abzug^anAle (S. 159 fL). Hier wird man eine hödist 
ansiehende Beschreibung der yerschiedenen Localitfiten finden. 
Der ZWedc des* Budes ist der, einselne mjthologische Pwrtieea 
an erlSutem und in ihrer ursprunglichen Bedeutung darnulegen« 
Ais'Hattptgmndsats gilt dem Y£ Das, was S. 5 geaagl ist: „Die 
Mjfthelfl^ie ist Darstelhing . der Natur . als Geschichte^ Jedem 
wahren tMjtheat liegt also eiae phjsisdie Thatsache aum Grunde, 
und es isft daher nicht andera möglich, als dftss^ wer die. Natur 
des.gtiech. Landes in ihrer geeanunlen Ersdieinung schildert, la* 
gieieh, sei es abeichtUch 4>der anabsichtlich , bewusst . oder uabe». 
wusst, die Grundlage dengesammten griedu Mythologie odBrenbare» 
rnr n«^ dieses Terh&llaiss awiecben Land und Mythen^ zwisdien 
Matiriinnd. Religibny welohee bewieten werdei» aoH , gewinni eine 
Danteilioig der Natur der einadtfen physisch begrenzten: Gebiete 
Griechenlands einen um so grösseren Anspruch auf Bedeutsam- 



GesQkiclite« 181 

kmi^ als är dersetb« scImb ao ridi g^ebArt Ja, ohae dktelbe is< 
CS iorchaiu mundglich , sos wafcrea tSasidift ia die MyflNilagif 
2« gelaog»." Daher der Titel dey Buches. Wie Griedieidaad 
heute nach seiAer physischen Beschaffenheit ist, gibt es den besten 
Ao&iAliiss ober Satstehang and Bedeatang der Mjthen« Was 
gewinnt aber der tf; fut Resultate 1 Alles wiirf sn Nebela, Dia«» 
sttn, fenAter oad titMikener LoA, rieselnden Quellen, raasdiendeHi 
Bsgen , stfirzenden , ' fiber die Ufer sich ergiessenden StrSnen; 
Efike, Wanne, Thaä , Reif, Alles, was die Lnft sder der Baden 
Fendites ader Trockenes, Schlamariges oder Batwtssertes hat, 
ist dar<A die griM; Mythe bessichaet. Herakles wird san Vnl- 
kaa, Adnilens'ztini nferlosen Pldsüei Odysseas ein Winterheld; 
Hadb und Odjrssee ' gewinnen demnach ihre Bedentong. Athene 
ist Üe heitere Lnft, Apeilon Gott der EntwJtosemng, Ares Gott der 
ffitsa n. 9. w« FreiKch wird Manches aalengbar sein ^ aber eine 
ehtdringende , des VfSb Btjmiologir sereedende Kritik wird Vieles 
anders denten« Bs kaan nicht fehlen-, 'dass dieses ttit tieiem Gei- 
ste geschnebene Bach, wdches in solcher Conseqnens den «Ijraio- 
logischen Weg bei der Erklärung der MjthlMi eingeschlagen -hat 
«nd Ton sokhen PrinciiMen- aosgehl, wird tielfach gelobt «ad ge* 
ladeJt, wfflkomnien g^eissen nud bestritten werden. Um so mehr 
Jcaan sich Ref. nitreinJhcher Aafsfthlang des reichen Inhaltes be- 
gnogen. Einleitang. Das Spe^eheioSChal ( Natorbesdireibang. 
Der OeCtisdie Heraklee. Achillens «id seins Ahnen). Alben, 
Aftika (das Breehtheionw Die Ebene, oder das Thal des Kcphis- 
sas, mit Riirksickt auf ili<i Religion der Athener. Reb'gionslehre 
ifr Athener n« s. w. Kekrops der Aegjpter. Poseidon. Athene, 
Bridilhonios. Die drei Thanschwesterft n. s, w.). Böofien (Athene 
Jbnia. Kallirrhoe aad ihre Freier). ' Orehomenos (die Kopais. 
Mythen Ton Orehomenos). Nipch AufaAhlang ond BrlAtttemng 
aUreicheT Mjthen folgt S. 363 eine kurze Erklärung der ein- 
letnea Theile des auf Tafel I. geseichaeten Erechtheion, 8. 364 
der Karte tob BSotien auf Tafel IL, die mehrere aaf*Aatopsie 
gegründete topographisrhe Berichtignngen der bisherigen Karten 
enthält Zttletst ein mjfhologisches WortTenteiehniss« — Die äus- 
sere Ausstattung des Buches ist wahrhaft splendid« 

[1850] Codex dipIomaticoB et epistolaris Morame. 
Sladio et opern Ant. Boczek, Soc Scientt. Prag, c;^ all. npem- 
bri, nee non prof« pabl. Tomu I. ab annin 396 — 1190. 
Olomadi. (Briinn^ Seidel u. Gomy.) 1836. XXIV n. 
355 S. ff. 4. (b. 4 TUr.) 

[1851] GescUohte tod Bohmeik GritotentheilanachUr- 
konden and Bandsehriften. Von Franz Pmtachjf. \. Bd. 



182 Ge^^oliobte. 

Die fFqfesdiielite und. die Zeit der Heraege b Baimieii bie sU 
I. iltfr. Frag. (Kronb^ger Ui. Weber») 1836* XV w, 
495 S. gr.8. (1 Tblr. 12 Gr.) 

Wir fereinii^eii die Asceige der beidim Mhe Terwandtee 
Werke n«iib düino»,. wei) df^Vereiesgeheri;. I^^e. «eborene NA" 
re«,in^^^M kfiiifig anfeiiandei: (mieke»«' Hr* B^iwk (lies 
Betockek) gM loerel dae ArehiT» imentoebiede», eb er)selb9i (wie 
er wehl; for AUen kdimiB «ad tollte) ed^r eiii;Atid^rerdiu:aQie«M 
Geechiel^e BUUirens bearbeite; umgekehrt ecbV^t He. PeMcj 
(FalaUkj) die Geecbicbte BebmeM roraii«; .«4:i|iU da« 4^Imt 
9acbUele#Q/ Beide Fevedier werdea Tom Lainie unten^Uili^t, ihre 
Wedke auf fremde Koatep gedraekt, wd beide endige» dDni.lhll< 
]«it dm 12» Jahfiimdert. -^ New 1860, i^tSr. ßi;e. de^o. 1 1 
obf^tea Kiwler di» Srhlaitdei 6raf»i| Jttiürewekj, dedici^^«!^ 
bitibier der aUätaige MSeea^des Werbest jr^n JMbn.Tf^eSbt d«|R 
Bepa«egeber die Incouee^eAa, dase er^ iieMPt.Piplomatar laii^iaw 
LegeadepCragmente eröSpel, dec Bekehmag der markonaaaidctoi 
KOmgia Fritigil darcb eiaea 1ta|ienischea Geisdichen nad ibm 
Beis^ «aeh flSailaad m 8t: Ambrosins« 8^i( Ne. Sw begiooan 4i# 
eigeatlicbea DiploaM» Te» Kavl d* Gr. aa, aad werden ik.4:ß9nfi 
dea bie 1306, we die Premjalidea erli»9idkeA» geUefert, veidffl^ 
Uai dea BaididMuii difseer Samialaog za sobät^iea » genug« ^^ 
BeüerbuBg , dai« Ddbaeit 1799 nicbt mebr ale hundert Siplooie^ 
Hü. a aas dersdbea Periode 2200 liefert.. Boffieattick wir/dder 
tktiige Herausgeber dareh raichkaltige ladices, wie sie dap(^cj4^ 
scba Diplomatar Ten Uagam hat (vielleicht npch mit lUasrfidriM 
der Nonu prepria), eejaer SaounlBog'die Tol|e Braachbark^it g^ 
bea«^ 9Idge er aar aadi dem versehollenea Ardxiv der ntfliilfi^ 
trebuaer Abtei sammt Fitialea auf die Spar kommea ! — JioAdiU 
ist eeb|Ni die Fraebt der Yen Palackj nad ?on Boezek gemackt^ 
Saaimlfiagfia; also QeechJNAtscbreifoaog aef GeeckichtfprsvdMitf 
gebaat^Avoa eiaem aad depselbea Meister, Der Vf. sagt in i^ 
Vorredley . daes „die yga vielea Seiten miusdimeichelhafier V9g^ 
dukl erwartete Erscheianag dieses i; Bandes'^ [Toa ihm niQgKebsl 
beschleunigt worden sei« Aehaliche Aeoßeeraagea TorwalteadeD 
GefiShls kommea 'in der Vorrede und im Werke selbst hftofigvr 
Yoc, als eiaem historisehea Referenten oder Richter frommen mag. 
Auch dem ,,Emste der Porsehung'^ aof den sich Hr. P. hernflf 
hat es meKr als einmal geschadel. Um na^ den Glanipnnct die- 
. ses Bandes, auf den der Yf. ^Ibst die Kenaer aufmerksam madit, 
M befahren, so ist mfia^mlt JUchi erstaunt/' hier das ron De* 
browskj im 27. Bande der Wiener Jalirbb. JbjalftagUdi widisrl^ 
Itfacbwerk, {das sogenannte Gericht der Libossa, unter den Haupt- ' 
quelfe» SH finden! Wie ntosn der aooh lebende Falaariae über 
aolehen ,|Gni8l der Fexadiaag^^ in seine Faust lachea! War- 



tttt 8olll# er 9*kh« Ftrtcher Bidii «mdi fctale odw ttorg« B«h 
BÜ mett MMTBchiM« des andtea Lediea CsMh| oder ten Hock* 
aeülMe AIIUa's, oder dm GeoetadMidbe KtaigSoao's kq^lidkea:! 
Oder wenn «s ikiH «nfiolt, ooino PalodimtMmrei odbol m de-, 
naeireiit Im hloreoM der WAihmi rnnm mw wiaackea » dan^ 
stvie der s« frok Teretorb. LeroKow aber die eboirilioekeB Kiiaol* 
iheiAfiiMr fai NeB.43trelitB ein m^glidiil TolleUtiidigei Zeageo- 
toter begonaea hatte [aber divtiber starb], aaa auch Aber die Bat- 
dtchageD ia der bdhaiscbeii Litemtnr« Toa der ktoigiabsfer HaaA» 
mM^ [1817] aat bis la» Fiagateat des Job. Braagelii, aaek 
las Saieaiaatscke GlossarinBi aiobt aasgeaemaieB , weria aar 36 
fibMaea im der XeOe, die ibr^gea 1500 tbeite aber, tbeils aa» 
If r der Zeile angebracht siad , nad desshalb aagleickea Alters, 
Tideichi aadi nenerea Ursprai^es seui köaaea, so laage die 
Zeq;ea aock lebea , baldigst eia geaaaes Yerfcdr TO^aoauaea 
werdea mftge. Vor der BatsekeidaBg dieses Yerhars .kaaa aad 
Seite di^er die wirklicke Kritik voa allea diesea Batdeekaagea 
ktsaea so aasgcdehafea Gebmacb aiaehea. — Was -dea erwikatea 
SSn^ Same betriffl (dea selbst der Bfikaie Dokrawskj dea K** 
laataam liadieirt , deaea alleia er aack dea ^llea gdiM), 
so besdreibt Hr. P. S« 79 eioe ,,eBlsekeideade, MMeriseke drei-» 
fBgjge ScUaekt*^ awisckea ikm aad dea Fraakea^ Toa der die ei»* 
ageQaeBe, Fredegar, so vie) ids an^kts weiss! Das ,^«astraB Wo- 
gMtMbarg, dae dis Aastrasier drei Tage klag Uokirteai bisikief 
bei dea Aasfililea der Bekgertea aiekiar» enaeiÜBl wardea aad 
der Rest mit Hiaterknaoag des Lagen daroaAel^, kabea Aaderd 
liaiiliai stejrisebea Yeitsberg aachgewiesea. IMeso Bxpeditioa 
derFimkea gegea Karaataniea -fliit drei Ariaeea, ist eia voU^ 
baanwr PeadiiBt sa der spAterea (818—823) gegea dea paa» 
maMkea Lftadewit. Also weg mit den Baoio aoa der bökaii« 
tAm Gesdiiekte , die okneden nur am so reiaer ikre aijtkiacke 
Zdt toUeadet. Ebea so uaricklig werdea die Awarea aber die 
Karpalea biaaas aaeh Böknea eioqaartirt, bloss aai das Ustori- 
«ke TacaoBi der Alterea Gesckickte Böhaieas aiassalSHea. War- 
SOI aic^ lieber offea gestekeoc das slawische Bokaiea wird ersi 
Nit Karl d. Gr. kistoriscbl Völlig unbegruadet istferaer (S. 116) 
die aiil zwei aageUickea Qaeileabeweisea aaterstiitite AaBahaiB 
Ms shwisckea Gottesdienstes oator dea balgaidschoa Slawea ?sr 
KjriN (870) seboB in 7. Jabirk (Ohne die Riralitftt der Deotschea 
lad Gi ic dK» ia Pumoniea wArea selbst die letaterea aidit eiaaial 
aaf die eatseheideade Ressoaree der • slawisehea Lüargio Terfal-. 
.ka, daich welche sie die Deatsckea bei dea Skwea leickt ans-^ 
*ekca ! Dass sie damit erst 870 den Aa£Mf auMikteii , hatte 
tdM Dobrowskj eiageatliea and bebaaptet.) Da die pArtew 
Mka (die offenbar tob P. mcbl, wokl aber vom Ref. nackge« 
■cbkeea worden) fiess weder arftlelbar aock nnmitlalbar enlhal-» 



18* Gesoltiohte. 

tot« 80 wird OBS wo mdit die Treoe , doch j^enfidb der BasI 
TOB Palaokj'e Pbrachiiiig yerdAciitig. Und sollte er diese AnttaloM 
wie so manche andere (ae, B. die Eijmologiwn von Anten-AiMen, 
Äsen (Gotter, Helden), nogültig, weil im Dentschen ans, nichl aal 
die Wnrscl, und das s hier radical , nicht dialektisch für t eteh^f 
Bedrici Ar Qhotriien , BiaimcBewi für Praedeaeeeates, Batari Or 
Rhedarier.B4.8LW.; tob Schaffarik .entlehnt haben; 80 wurden wk 
awei so warme Forseker controUiren mnsseD« . Indem wir uns mil 
dksea nillfigeBldis leicht so, yenehnfachenden „emsdichen** Ab* 
dentangea iiher Pws. entferatere Quellen begnogan , und TielOiehr 
heffeBt. er' werde die streng böhmischen, xnm Theil TonihmBelbsl 
BOB er§fliieten Qaellen künftig um so gewissenhaftcrüand nach mlilger 
Fräfoag benntsen , wollen wir nor noch eiaige Worte .(her s^int 
CSeschidiUchreiUiiBg sagen. Wir wissen wohl, dassics sdiwer 
ist, wie schon ':Plinins bemerkt,, obscnris lacepi, debiia fidem, om? 
liibaa naturam., et natora sua omniA dare. Aber .wir hesorgas 
sehr , dasB Hr. P« einen Theil dieser Schwierigkeite« noch anf 
seinem Gewisse» hä^e, weil .eraidit ernstlich genog geforecbl 
hat, nad daramMom Theil nur vagea Bericht erstattet* Seinse- 
geaaBaten böhmischer Slandpaact hat. ihn xwar nicht r-* naa er 
ohne Noth besoi^te •— „ungerecbl gegen die 3öhmea'S abari'was 
wichtiger ist, gegen die wahce Geschichte gemacht*^ Nach den 
FnMaer Aanalea beiPerta ist es a«B. gewiss, dass aucb ein Theil 
PaBBoaieaa im J: 900 au Mährea gehörte; Hr. P« ubei^ht fs 
BBB. So hiaaehten die böhmischen Prätendenten nur Geld mit»t 
briagen,. bIb.'t^ 4eB deotsehea Kaieem Alles su erhalten (doch 
muso ar..P. adbst S. 463 gestehen, dass diess bei K. Friodt 
rieh I. Bicfai .wirkte) , während man ili den böhmischen Revolutioiie^g 
wie Hr. Pi sie ersählt , oft gar ktfia Motiv sieht. Der MuIIecr 
JBBge und »niidiherige Günstling, Graf Wacek, ist dem Yf. bald 
ein Master von. Tugend, bald (was er wahrscheinlicher war> ma 
gewöhnlichep feiler Höfling, der vor Allem und bei Allem nar $b$ 
sieh denkt j S. 368 verhandeln Heinrich Y. und dieser Graf Wa«* 
eakgemeinsohaitUeh dea böhnusoheB Throa; dem Kaiser ninunl 
diess deo gsnilhte Hr. P. sehr übel, dem böhmischen Grafen mickfp 
8o TerwirA m Quellen), die ihm im. Wege sind, selbst die An« 
gaben von MänBera, wie Egiahard U.A., wäihreadet dafür seine 
EiaftUe hervoiMbt, die autB (S. 227) nicht mit „Generalsfaba- 
karten'^ in der Haad contrelliien misse. (Hatte Hr. P. statt dcn^ 
een von Schaffarik doch lieber die Stelle des Bjsantiners entiehnt; 
,fdas8 die: Grosscroaten OUo d, Gr^' gehorchten'^ Ale Böhmei 
thaten me diess nicklich. Denn w»bu Qgiahards ViU Careli M 
nar ein Pa d a gj ' jiiM s ist, wefär soltoa wir Palackj*s Behandlami 
der Heiligen Wensel und Adalberft aas^Aen t) . Dea Quelleuscbrift^ 
steller, Mönch Wittikind > .schik Hr. P. , wo er ihm suwider int 
einen Sdiöttgeist« Wir besorgen^ dass Hm. P. lümlichei vielleieh 



Gesohiclite. 181 

. MrteFeTerwfiriSafreieiikdiiiiteii» Soists.&Miii soginuint Uilieil* 

(«U» Deulftdi, wie Wittikiod'a LAleiBy nicht reia ▼on Spracfcfeklem. 
Mas Mgt nicht: einta «iM« Schaden , IlBbll, Yerrath o. 4ffk 
oilgeUeii (£ Tergeltea) ; nicht: die Entsagung der Gewalt o« d^ 
.Deä 4a8 sind Kteinigkeiteni im Vergleiche, an den weeenllicheai 
Kugel aa Orientining) an feeten GmodaAtzen die der Leser, ^er- 
■iast, Mängel y deren Beseitigung wir Hrn. P. far die iblgendei 
Bteie schon jetzig fSr den ersten «her bei der nilchsten , kaum 
n heiweiiielnden 2* AnflsgCj frefindUcIi ans Hen .gelegt haben 
vollen. Und da er auf den. deatschen ^deokeiidsten Geschieht* 
' sehreiber'^ Luden nicht mit Unrecht TJel hAit, sa können wir ihpi 
1 «r Brieidilemng der Gewissenserforschung gerade dessen Beicht* 
•fiegel (in der Vorrede sua 4. Bande) empfehlen. Doch yerstelit 
; SS sich TOB selbst» daas» wenn der grossmuthige Deutsche (Luden) 
slawiscbea Wortbrach entschuldigt, diese Grosempth nicht tou nas 
(Slawen), als ein Recht geltend gemacht werden darf, wie es Hr. 
, P* S. 276 und sonst fast äl^erall thot* So meinte esder deat-* 
sehe Laden nicht! ->- Femer wird Hr. 1^. wohhhun , in, Ruck«» 
akht dslerrdcUscher FlUle Dolliner's firlantemng zu Pütter (Wien, 
1794 C 4 fide.) su befragen^ iUUte er dieses schon gethai^, so 
häUe er x. B. gegen Heinrich Jochsanimergott gerechter sein-ke»7 
neu. Cosmas Luden. .| 

...:•■• • -t .-.1 

[1852] Memoiren^ Correspondene und Manjiscripto dea 

Generals Lafoyette^ herausg^'geben Ton seinem Familit». 'AM 

im Französischen Ton Di*« £• Br%nckme$erm ' 1« w». 2i 

I TU. Mit Lafajettes Portrait. Brannschweir, G.C.E« 

Äfcycr. 1837. X u. 466, 462 S. 8.. (4 TUr.). ./ 

. [1853] DenkTvurdigkeitißii, BriefWechsel und hluterfaeH- 
leiie Papiere des Geneiral Lafayette. Heransgf^gebendurcli 
seine Familie. Aus dem Fraasös* überseUt von Dr. A. Neu^ 
rokr. l. Bd. 1. Heft Freibnrg^ W^gner'scbe fiiicUi. 
1837. S* 1—80. 8. (6 Gr.) 

Es mufis befremden , dass Lafajette nicht noch am ^hefki 
seiner Tage, als die Grande längst schon keine Beachtung m^r 
Terdienten, wekhe seiner ausdrücklichen Erkl&rung zufolge ihn 
ifuher davon abhielten, sich entschloss , eigentliche Denkwürdig* 
keilen über sein thatenreiches und fielbewegtes Leben auszuarbei- 
ten. Denn nicht als solche, sondern als blosse, zum Theil schätz- 
'^m^ Materialien dazu, sind die tou seinem Sohne Georg Wash« 
Ls&jette heransgeg. hinter)assenen Papiere zu betrachten , deren 
citte HaiAe in 3 Bdn^ nnt., d. Tit. : ,,M^moires , correspondaace 
et Banuscrits du g^n^ral I^yette*', Tor einigen Monaten in Pa- 



18t Geschiclite« ' 

ris ersehieii and die dr«i Reisen Lafiiyelte> nadi Amerika 17T7 
—84, eeine beMennätliige Thellnabme an dem UnabhaiigiglEeits^ 
kriege; seine diplomatischen Bemohnngen nttrend nnd naä die^, 
eer Zeit, das Werk der aus wabrkaft wnndetirollen Kiimpfen sieg^^ 
reich herrorgegangenen Freiheit Ton Aussen va sichern nnd daneni^i 
zn befestigen , seine einftnssreidie nnd TethangnissroHe ThSlif-^ 
keit in Franlcreicb bis mv Eröfiinng der Gene^stände nnd eii-^ 
lieh die fransös. Retohilion bis Angnst 1792 nmfasst .Bloss oM' 
einzelne wichtige Penödeii seiner öffentlichen Wirksamkeit hat du 
Mann, der so merkwflrdi<r war wie seine Zeit , die ihn abwech- 
eelnd bald ho^ erhob, bald tief herabsetzte, bald eine Weile sei* 
ner kaam mehr zn gedenken schien , in Aui^fttzen iQr seine F«*! 
milie lüid seine Frennde Erinnerungen nnd Ansichten niedeiigc- 
legt; diese, sammt dem nmfangreiehen Byiefwedisel und Ades''^ 
ntjcken, mit einzelnen Anmerkungen vonLafajette selb^ nBddMJ 
Heran^geber, bilden das in Rede stehende Werk. Die Haaptbei)j 
Btandtheile desselben sind an dem Faden der Zeitfolge aufgereik^ ^ 
Lucken häufig; über mamhe wichtige Zustände nnd Begebeubet' ^ 
ten ist bloss in au^serwescntliehen Einzelheiten etwas Neues ff^ 
geben; über andere auch dieas nicht einmal. Der Herausgeber &l| 
tfm Lftngen und Wiederholnngen zu Termeiden^ Manches unle^ 
druckt; doch ist an beiden theil weise noch Ueberflnss, da er oftt- 
bar mit zn grosser Pietät Terfnhr. Ein Ueb'ersetzer, wie er m ^ 
soll, def nichi von Zeile .M Zeile, ^on Seite zu Seite nur solis^^ 
anbeitet., soq^er« ^ieh vor allen Dingen erat mit dem Oiigin^ji 
likUipgiich Ter|r/Mii. mcht, wurde \wt Interesse des PoblicmB^^'; 
auf Melwes seine Arbeit Vornehmlich' beredmet ist, noch gär Mao* ^ 
ches weggelassen ha)>en. So hätte z. B. gleich Anmerk. 4, S>^ 
16 ü nach beiden Verdeatschnngen, getrost wegfallen können flii^j 
mig^affe Uebersetzerfct^er wären vermieden worden. — Ott ^ .! 
gina seiner öffentlichen Thätigkeit, seine Theilnahme an der j 
iimeriK. Revolution, vsi die Glanzepoche in Lafajette*^ Lebeo,^ 
Welche Blutben einer schönen jugendlichen Begeisterung nnd Frddit^ j 
WU imin sie nvr i^n dem reiferen Alter erwartet, zngleidisditti^i 
cken. Wir untersöchen nicht , weteher. Anfheil an d^ EHMg^ < 
des jungen Mannes, der noch nidit 20 Jahre alt, sich gewaltsatt i 
ans den angenelunsten Verhältnissen reissend, dem Ruf der Frei- 
Iteit in einen andern Welttheil folgt , seinem Muth , seiner Tbft- 
tigkeh, seinem Talent ,> seiner gewinnenden PersiSnIichkett, eder i 
dem Zusammentreffen gunstiger Umstände, dem Gluck fiberiiaoft 
gebühre; als bedeutsam muss aber hervorgehoben werden, diiss 
diese Erfolge auf sein ganzes Wesen entschieden eingewirkt, sei- 
nen Charakter in gewisser. Hinsicht abgeschlossen nnd die ^^^ 
ftnderlichkeit seiner Denkweise bestimmt haben. Die vorliege »^ 
moiren lernen uns im 1. Abschnitt: ,J>ie Revolution Amerikas 
(in Brintkmeier's üebertragdng bis W. «. S. 212) Lafayette in dieser 



Um, xm8aiB«rBevCkeikBgw w Icktigen lad iloclt bUür mM 

■diteleft ab bekanoien Periode ^ nach BrBcks(uek«n aus aeiM 

■kvirdigkeilMi «ai $m aeiaeia Brieiwechsel, ia »eiaer ganti 

goobimlkyieil kcnaea. Biae lir seine Freaade abgtfan 

akftckrift, die fast nichto aker eeiae frukereJagead» iealo mel 

V aeiae i'fsle Reiat aack Amerika aad dea AafeatkaU dasdH 

h 1780 bericklet (S. 15^85) aad 6 fiagaieateriackt AaftÜJ 

Ibflr ieakwantige UttelAade aad Begebeakeitea aaa dieser Pf rio< 

86 — 101> lettea dea AbackaiU eia; ia ckroaaleg; Ordatai 

i Yea «ngesdaltotea UeaMifaafragnieateB , Taraeknlicb ib< 

Zeü aeiaes Aafeatbalta ia Fraakreidi aadSpaaiea 1779— ( 

irachea, folgea die aaUreicbea Briefe. Diese siad, aas» 

siftiidiea aa seiae GemakUa and dea Terlraalieben aa Seia« 

iegerTaler, dea Henog ^ea Ajea., aa die firaaafie.. Miaial 

ipas aad Yergean^ aa den Prisideatea Lavreas, an Frankli 

jsbeaa aad mekrere amerikanitcke, eagliscke aad fruaxM 

Generale aad Gesckaftsmänaer geriekleU Ab sakIreickeU 

md ia jeder Hiosickt die wickligslea siad die aii( Waakiliirtt 

^eckae&tca. Eb greeaarTkeil der Aa dieaea ferickteteaBrie 

■I aai^ W/e Tede «oa dem Ei^ea Xafayolte anrtickgeetelh wei 

iea, die W,*9 an LeUterea aber sind groaseatkeils der aal. 

ViL „tke wridags af G«o. WaskiagUa'' Yoa h Sfuirke veraj 

iritecea Saaunlaag eadifkea. Ais naek hJu dritter Riickkekr m 

iMf&a die sieialick goardaelea Yerkfiltaisse der Verir-StaAli 

BAafinerkaamkeit aiinder in Aasprocb nakmen ,. reiste tt i 
er 1785 aadi Oeatacklaad. Hooksi iateressaai iM der Brie 
tteai er Waskiagtoa aber seia Verweilea aa deai berL ai 
[«iwrHsIe aad bei dem Prinsea Heinrich ia Rheiasbeiic^ aber Frie< 
^A^ ikrr eine ren diesen ia Sdiksiaa akgekalleae Ueereebao tu 
phar die Manoeofrea bei pQlsdam aad Magdeburg» denen. «r be 
Mibnis, kericktet aad das preass., österreiek. aad fnuuöiL Oäet mi 
'^ dcTTergleiek (}l,il2L). Naek seiner Biickkekr aas Dealsol 
sekea wir Lafajette dea AagelegeiAeitea seiaes YHlerlaadi 
graseere Tkeilaabaie jaweadea aad so aaf .uabeilfsl 
dea Aasbrack jeaer gewalligaa En^ignisse besdltaaige 
i Fraakreicb and oaek aad nach die Welt ersckuUeilea. Dl 
die Yersamrolangea der NoUblea and der Provia»kiislilnf 
r Aa?ergae (U, 142 f.) IKGtgetkeilte leitet , sammt den BrMi 
» W. (11,167 f.), stt dem Mgendea Abscknitt: »^Fiaasos. He?< 
iss*' (II, 213 f.) über. Die Uebertragaag , aa die \iir aas i 
' a kabea, amfasst den Zeitraam Tom 5. Mai 1789 bis 1 
179Q. Lafayette tritt aaer^t als Yerkunder der Measchej 
Bfirgerrei^te aaf aad aaki sidi , als Mitglied der caastitu 
ea Yersanunlaag uad Commaadaat der Natioaalgarda , de 
Staiik seines Anaebens, seiaas Einflusses und seiner Mackt« i 
lü dk bekannteste Perioda eeinss Lebens , weil ü» wichtigst 



^ 188 ^Gieschichte. 

nickt aber die sdiönsle. ' Dii^r Briefwechsel mit Vf. fehlt 
les Jahr laDg, die Briefe a» Ladwig XYI., die Minister Mi 
nad Boirilte sind, wie die sonst npdi mitgetheilten Denksdiii 
und anderen Actenstficke, bereits bekannt; bloss die BrzftUoi 
Ton den Ereignissen am 5« n. 6. Oct. 1789 bieten in des 
taQs einiges Nene« — * Zm den diese Anzeige veranlassendes' 
bertragnngen uns wendend, so thnt es uns leid, erklären zai 
6(Bn, dass dieselben viel 2a fluchtig und unordentlich gean 
sind, um' selbst den billigsten Anforderungen bu genägeo. 
Nearohr'sche, die uns im-Allgemeinen die bessere lu sein sdf 
wird nicht fortgesetzte Hr. Brinckmeier hat amSchlussdes«! 
Bandes M«ss 3 Druckfehler verseichnet; es durften 100 k 
ausreichen) hier nur einige : S. 38 : hmBBi Lafajette's Adji 
Gnnat st. Gimat; 8.44: ^die Generale Agnow und Stash, f.i| 
und Nash, das. JolaWskt t Pulawski ; S* 46 : bewahrte f. bei "^ 
8.49? Steffen f. Stephen; S. 104 wird Lneignem wohl Li 
heissen müssen; S. 109 steht bald Trtooille, Tr^moolle f. 
mouille; S. 377 ist von Langeurs die Rede, st. Longnears o. 
Aber weit schlimmer ak die Druckfehler sind die YerseheB, 
reu sich Hr. Br. durdh Weglassen ganzer Säitze und Steiles 
dig macht. So fehlt z. B. S. 29, Z. 16 nach dem Wort PI 
phia der Satz, welcher enthfllt: ),Lafa7efte^s Schiff sei bei* 
lestown gescheitert^^ Nichtsdestoweniger übersetzt er S. " 
auf diese übersehene Stelle in den Memoiren sidi beziA« 
merknng. S.46, Z. 13 fehlt nach „rerloren** — auf 5000 
die der L^ebeusmittel ermangelten, zurückgebracht. S. 62j^ 
T. u/ ist nach „begab'* wieder ein Satz, schwerlich aus ' 
weggelassen worden.' S. 78 ist am Bnde deir Seite eine 
wohl aus politischen Gründen weggeblieben ,• eine ändere 
Z. '3 T."u;'richer bloss aus Versehen. Wir mttssten BogB} 
Reporter, i« Anspruch nehmen , wollten wir alles Fehlende 
tragen oder die groben Unriditigkeiten der ■ Ueborsetzusgei < 
aafllhreit. Yoa letzterii Moss einige, cum Theil spasshafte ti 
eben. In- der bereits «rwtthnten Anmerkung 4 übersetzt Hn ^ 
„Nlichst dieser Nachricht interessirte mich besonders die Ten^ 
Festnahme des Besitzers der Waldungen des Lata*'; Hr« 
„rührt mich sehr der Fang, den der .Herr des Gehölzes tob 
gemacht hat". Ebendas. Br.: „kleine 5000 Thaler Lirres 
ten"; N. mit elwas jüdischem Accent: „5000 Livrechen Re>l 
Femer Br.: „Wie es heisst, hat Hr. von Brigges die Baiw 
von Mercoeur''; N,: „die Baronie"* Letzterer übersetzt fefll 
„Vorgestern speiste ich bei — , der mit — Bekanntscbaß zol 
eben tmchU Br hat uns gesagt, er würde yielleicht eine Min 
in lauter Höflichkeiten verlieren"; Br.: — „welcher mit — i 
einem sehr ceremoniellenFnsse steht. Er hat uns gesagti ^ 
er vielleicht eine Million in Bons verlöre". Nach der SÄb 



Gesoliiölite. IW 

Bnurfjwiie gibt Br. den Terlost der Ammkaner «nf IQOO 
1200, den der EngUnder a«f 15^000 an'' (S.39); so Blark 
über ikre Armee. S* 69 Br<: „Die Colonnen waren yor- 
(^\ N. (S. 65) bat: „die Obersten". S. 71 soll Bstaing 
le Sommen geboten haben, sich die Sperrkette in öffnen'^; 
N. (S. 64): „die englisehe Flotte einsuholen^* n.T.A. An 
Stellen, %. B. S. 78, 80, 318, ist quartier g^^ral mit 
Iqaartier'' Ton Br. wiedergegeben. Ohne bei den lahllo- 
Hissgriffen und Unbeholftnheiten im deutschen Ausdruck, die 
Vcrsliindniss oft erschweren oder gani unmöglich machen, une 
ten, werde noch, der Gebraudi yon nnnöthigen Fremdwdr« 
tadelnd bemerkt Gleich die drei Hauptworte im Titel der 
fsetznng yon Brinckmeier waren yollkeramen genügend so 
ItfdeutBchen , wie yon Nenrohr geschehen ist Eine Menge, 
ans reiner Narrheit in die deutsche Sprache eingeführteri 
längst wieder daraus yerbannter ausiftndischer Worte scheint 
'• Br. wieder einbürgern xn wollen, so z« B. emaniren, enga- 
n, inhi^ren, interpretiren , Aggregation, Compositiott,'Dem- 
Mion, Tndtement u. s. w. Wir wollen noch den Gasse -Tite der* 
Bnronen (S.M), Labjette's Collier nnd Wort (S.60), man nn- 
feriiaadche geserens (S. 62), den Feind retardiren (8. 69), die 
Vif j tationen des öffentlichen Lebens (II, S. 71), selbst die Ayan- 
lem (I^ Si{ 127), dnr beilftnfig erwähnen , aber uns die Frage er- 
Imbea, ob (I, S. 62) : „Der Coup bei Saratoga entschied die mi-' 
■htrieBe Commotion^S wirklich als Uebersetsung gelten, ob man 
biUl eben so passend fehlerhaft mit deutschen Buchstaben ab- 
jyhk benes Franiosisch nennen kanni — Schliesslidk noch 
'vBawrknsg, dass, wenn Hr. Br. keine andern nnd bessern 
Sfaibe nnd Brianterungen geben kann, als Anmerkungen wie die 
IMLIL S. 334 , er diess überhaupt nnterlasseo nnd allen Fleiss 
'n^ auf die einfache Debertragnng wenden möge. 31. 

[1854] Die Kaiser-Chronik, Endialtead die Schlachten, 

ite, KAmpfe und Waffenthaten der französ. Heere unter Na- 

Nach Bourienne, Fain, Gonrgaud, Hazlitt u. s. w., yon 

[üi. Sporschil. Mit 90 histor. Bildern nach den Gemälden 

GaUerie zu. Yersailles n. and. berühmter Meister. In Stahl 

yon Reyeil in Paris. (1 — 18. Lief.) Leipzig, 

feber. 1837. Ym iu 352 S. 8. (n. 3 TUr.) 

[1855] Napoleon, dargestellt nach den besten Quellen yon 
ff. l. Bd. (1—11. Lief.) Bfit22 StaUstichen. Leip- 
KoDmami. 1837. X n. 533 S. gr. 8. (jk n. 8 Gr.) 

U856] Widitige Tage am dem Leben Napoleomi und 




der ^GMcUcllto nosemr Z^ mt gemmer Rfidkmht mf dl 
Menioiren der handeliid^n flaoptpvrsonen tmd die ftditen DicM 
dea Kaisers dargestellt Ton Th. Hemr. Ebner. 2 THi 
Stattgart, Bieger u. Comp. 1837. IV iu 360^ VI j) 
404 S,,gr. «. (2 TUr. 6 Gr.) 

[18S7] Bas Leben Napoleons, IDiisers der FraiuMMi 
Nach den vorzjiglidisten Qaellm nea bearbeitet yon Lothar^ 
In 4 Idefemngen» 1 n« 2« Lie!^ Stuttgart , Mebdäü 
adie Bnchk. 1837. S. 1---288. gr. 8. {k 12 Gn) 

[1858] Napolera im' Jakre 1812, i^der hbtoris^-i 
Darstdlimg des Feldznges in Russiand« Yon Graf 
ß^ltyk. Ans dem .FraniSs. übersetzt a. mit hislor. u« kriiia 
Anmerkungen y ersehen von Ludw, Bischoff^ Prof. Mä^ 
Operationskarte. Wesel, Klönne. 1837. IV n. 394 ' 
gr. 8* (1 Thlr^ 16 Gr.) 

Das jerste B^oh macht keinen Anspnith darauf/ ein snaa 
mmihSngeades Ganzes tu sein^ «ine strenge fortlaufende Gc^MÜd 
des Kaisers in einer genauen Verhindang an geben« Dtc Ift 
nimmt die Bilder der Minisiery welche einzelne Zige aus de 
ben dec Jbifaers dargestelU haben, und knüpft hieran die 
lung T«n den widitigslen Lebensmomenten des Mannes des 
hunderl^ Diese Erzählungen sind, wie man es von dem ac 
reo Spoinehil nicht anders erwarten darf, gnt^ fliessend, 
geschriebem — Das Werk Na. 1855. gibt eine voUstftndig«^ 
■ammanhaageinde Gesdiichte) welche im 1. Bande erst bin 
Rfistang und ang^rohten Landung in England Iftirft. Stil» ] 
nier, Ansichten des Yfs. sind durch seine früheren Leis 
sattsam bekannt Das alte enrepftische Staatsleben erscheint 
als etwas Morsches und Torfaulles, wek^hes durch den Kt^ 
eine immer wohUhuende Erschütterung erfahren hat , ebwol4'J 
selbst der Mann nicht war , welcher ' der Welt Genüge 
konnte. Im Ganzen ist die Erzählung wahr, treu, fliessend. 
Werk No. 1856. handelt nur zum Theil yon dem Kaiser. 
Tf., wAhrscheinliGfa noch jung , druckt seine Gedanken über Mj 
Lauf der Welthegebenheiten in einem Gedkdite aus ^ welches 
Stelle einer Vorrede ersetzt. Er bekennt sich hier als einen 
rfgen Pkennd der Freiheit. Die Menschheit schleicht noch 
UÜmton Passes einher ^ ein Rest der SkfaiTenketten hangt 
an deiisalbeii. Der Vf..gib| «Herst die . Geschichte der & 
Reyolution. Sie ist yon einem unermessliche^ Werthe. 
Bewususek^ das flediahtniss eians Mnnialsttsiandfls ist 




ßenobiokU« 101 





■ Jen msmUMc« Gesdkdile Mt%cfrliAl winte. b 

Ht die GMchidite sdbst gelMdteD. Die extremste Paitit 

dem Vf. die liebste , deiea Thetea er s« hHcköwigm y derea 

er iB den Hintergniftd so stellen sackt. Die. Jeeobiaet 

ihm keine determisirte Merdbsade, sendem obwehl extrene^ 

Ml reine Pstrioten. Selbst dem Falie des Jakebinefklnbs JMndel 

ir eioen Senfser nscb. Er wer (I. 8. 322) der Heerd des Pn^ 

iMianis and der meralisebe Lenker der Rerelnlies* Dar sk- 

fmt Liberalisrnns bat eine anTerkennbare FrenadssbnA fdr den 

JUer^ se weit aoeb beider Graadefttse nadAasicbiea rea einnn- 

kr abweichen mögen. Der erstere seheint in dem lelitersa 

ioA den Zerstörer des alterthamlichen SlaatsweaMis in ehren« 

a Ten diesen Gefühlen scheint and nnser Vf. geleiiee weiw 

sein. Die Geschichte des Kaisers ist mehr enriUilend aln 

irend« Seine Bestrebongen nnd seine Thatea finden swar 

Leb, einen Tadel finden sie aber eben&Us ncht. Dahst 

;iitdas Gänse anterkennbar malt ansgefallen, wie denn dan 

.gcssrnsAte Werk einen wissenschaftlidien Werth nich« hat.' Aw* 

gehingl ist eins kane UebersiiAt der neaestea Ereignisse , Iher 

veldie sich der Vf. mit grösserer Vorsicht ansgedr^t hat, als 

es die erste HftlAe seines Werkes erwjurtsa liess. — Das Wsrk 

Sp^ 1857. wird eine leicht , iaselich aad anmntbig geschriebena 

jSssdUcbte des Kaisers bringen. Der VC scheint, so wek sisk 

ins dem Erschienenen nrtheüen Iftsit, ein Mann der Art sa seia^ 

|Jm Paiteiaasichtett nicht von der Bahn des Bedtes abbringen 

nmiden. — Das snietzt genannte Werk, an sich selbst eines der 

l'^lwlm, welches über die denkwürdige Heerfahrt in 'lUissland er« 

^rihsen isl, hat hiermit eine sehr gelongene Oehersetsnng erfahr 

ip^aelcken der Uebersetser dnrdi mehrere, gpesdichtliehe Beila- 

Jpi; deren Stoff er ans anderen Werken über denselhsa Gegea^ 

ilmd sehofile, einen noA grosseren Werth gegeben hat. 91« 

[1850] Geschichte Spaniens nnd Portngnls anr Zeit 

Herraehaft der AlmoraTiden and Almohadea, toe Dr. 

ÄMckbrnchy Prof. ia FrankiaH a. M. 2. TU. Die Ge- 

der Almehadea aad der ehristl. Pentarehie anf der pjre- 

Hidhinsel. Frankfort a. M., Sftaeriander. 1837. 

16 8. gr. 8. (1 Thlr. 18 Gr.) 

[1. Tbl Ebendsf. 1839. 2 Tblr. i;^ Gr.] 

Entbehren die Schriften dieses V6.» nnd namenllich das Tor« 

Werk , den Reis einer höheren knnst¥ollen Darstellnng, 

die ganse Manier desselben nicht selten aa die Ddrre Her 

s y so ist andererseits doch in gestehen , dass das 

ciaer fleissigea and treaep Anffimsnag aad eiaer 

khwen Cmsidit ihm aidkt abge^omlien werden kamu 



192 eesoliielite. 

B«r wlieg. Band,'weldi€r die GesehiehM der Ahnobaden midder 
OimCeii in SpAuen , die zar Zeit derselben waren , bebandek, 
beM niit dem Tode AknsD'eYLj 'deefinieerä von Spanien, an, da 
dialTJieilan^Caatilieiis in die Reiche Castilien und Leon ei^ 
folgie, und damit anf der Halbinsel eine Pentarchie gebildet wiarif 
Castilien, Leon, Portugal, Navarra, Aragonieä. Die ewigen Krie» 
ge, die kleinliche Bifersacht, welche zwischen diesen Staaten ii^' 
schwficht nicht allein die Kraft für den Kampf gegen die Feiale 
des Glanbens, sotodern sie hilft anch den mftchtigen Adelsfamili» 
empör, alsol dass die Könige beinahe aufhören, der IMittelponoC im 
Grewah zn sein , und dieser in die Hände der Aristokraten obe^ 
geht. Die Bntstehong der geistlichen Ritterorden yon Caiatrafa| 
Alcantara, ComposteUa und Avis, welche der Y£ sehr genaa siAÜhd 
dort , dient nicht allein gegen die Moslemen , sondern andi 
Aristokratie zn stfirken* Die Macht der grossen GesehletrT 
ininal in Castilien , zeigt sieh am aaffaUendsten nach den '~ 
Sancho HI. yon Castilien im J. 1158, als die mäditigen Hfto 
der. Castro' und Lara sich im Namen des jungen Alonso des BdMK 
wiM befehdeten. In diese Angelegenheiten' gri^n die Köilige fitf 
Leon, Portugal, Nararra und Aragonien vielfach ein. Im Al)g»> 
meinen ward der Kampf gegen lUe Moslemen fortgesetzt. Abi^ 
wenn einer der Fürsten etwas über sie gewann, ward der Atk^ 
liehe Nachbar bedenklich , and bundete sich zuweilen selbst all 
den Feinden des Glaubens. Hierdurch gelingt es dem almohafi^ 
achen Kali|dien ron Marocco, Abdelmuman, die Herrschaft über 
die spanischen Moslemen immer weiter auszudehnen und la be* 
iaatigen« Indess wogte der Krieg hin und her, und erst dessn. 
Enkel, Abu Jacob Joseff , yermoohte in der Sdilacht^ bei AJarflüf. 
llOö dem Könige Alonso- III. yon 'Castilien, welchen die chria#t 
Mitherrscher yerlassen hatten, einen, wie es schien, entseheiMir 
den Schlag' beizubringen; Die Almobaden kommen bis vor 'T#^^ 
ledo , und gerade diese Zeit benutzten Leon und Nayarra » Wlft 
Krieg -nach Castrlten zu tragen. Wfire Jacnb nicht geslaif 
bin und das fteich in Afrika nicht durch innere Sturme zerrattil 
worden, so machte es den Christen böse eigangen sein. Sa»^ 
che yiL, König yon Nayarra, ging selbe! nach Marocco , za Bü^ 
hammed, dem Sohne. Jacnbs, um einen Bund mit den Unglänlilj 
gen zu schliesseU]^ yon dem er hoffte, dass er die Macht Nayunmf 
nber ganz Spanien erhöhen sollte. Er kehrte im Jahre 1201 
seine Staaten zurück, als er seine grossen, auf die Moslemeo ] 
setzten Hoffnungen doch getäuscht sah. Mohammed , der AJi 
hade, rüstete sich zu. einem: neuen grossen Angriffe auf 1 
und endlich gelang es dent Papste hnocenz HI., einmal Eintratdl 
nater allen diristlichen ( Königen der Halbinsel heryortnbriiig^ 
Dag' Kreuz ward in. Europa gepredigt, wie in Afrika der heii||^ 
Krieg gegen die Christen* Doch diese waren es, die bei NjKvai 

i 



Biograpliie« 103 

k TokGA im J. 1212 i%n glomieheB ud Uatigea Sieg gewas-. 
ML Seitdem terfiel die Macht der Almohadeii. In Spaoiea wa- 
HB die Moslemen lAiigst aBiofriedea mit dieser Herrschaft; ia 
Aünka war atete BmpöniDgewiilh , selbst die Almpraviden regten 
ach, oad die Mitglieder der Kaliphenfamiiie befehdeten aich nnler 
Maader selbst. Die Reiche Ton Castilien and Leon aber yerei« 
i^e Ferdinand IQ. im J. 1230 aof immer. Dieser nnd Jacob 
ks Eroberer, König yon Aragonien, schlagen, wahrend das Reich 
ier Afanobaden in immer grössere Verwirrung kam und endlich 
ia J. 1269 dorch die Merinen gans nntenpag , die Machl der 
Medemen sosammen , wlso dass nnr Mohammed Alamar , der 
^ Fint Yon Granada , sich zn retteo yennochte , indem er Vasall 
I na Castilien ward and dem castilischen Könige die Heeresfolge 
I 'fBgen solche Stüdte der Moslemen leistete nnd sie demselben 
«äen half, welche sa seinem nnmittclbaren Furstenthnme nicht 
nhlileB. Se mnsste er z. B. die Hand bieten snr Eroberong 
im mndiligen Seyilla« Alonso IIL Ton Portagal hatte nnterdess 
dSe UngUiäigea ans Algarbien getrieben nnd seinem Reiche den 
Umfang g^hea, welchen es' bis auf diesen Tag behalten hat. 
Die beiden leliten Capitel . enthalten Einiges über die inneni 
Za s tia de sowohl des almohadischen Ka]i|ihat8 als auch der ehrist- 
üdbea Stsafea, nnd einige , jedoch wenig bedentende Urkunden 
sud dem Wecke beigegeben. 91, 



Biographiee 



[1800] EriimeniiigeD ans meinem Znaammeiilebeii mit 

; Geeig Bertbold Kiebahr, dem Geschiditschreiber Roms. Von 

Franz Idebery Prof. der Gesch. n. s. w. an Colambia. Aas 

I doa Engl, übersetzt ron Dn K($rl Thibaut. Heidelbergs 

jMlnter. 1837. 251 S. 8. (1 Tbln 4 Gn) 

i p 

\ Hr. Lieber ward im J. 1822, als er aas Griechenland innick- 
bhrend sich ii Rom in einer höchst bedrängten Lage befand, 
im Niebobr, der damals preussischer Gesandter in Rom war nnd 
m den er sich wendete, auf das Liebreichste aafgenoqunen. Er 
lirUite ein ganzes Jahr in Micbuhr's Hause und hatte sich aac)i 

>i|&ter noch des Wohlwollens desselben zu erfreuen. Vieles yon 
Vtm, was Niebuhr gesprächsweise äusserte, zeichnete er sich auf, 
mi diese Aufzeichnungen bilden den Haaptbestandtheil des Bu- 
Ais Ton S. 82 — 238. Es sind einzelne aphoristische Bemerkung- 
fim^ ober Zeitgenossen nnd Sioitbegebenheiten^ über Politik, Ge- 
iiUchte, Literatur und Sprachen, die, wenn auch aicht alle Ton 
if'ttclMr Wichtigkeit, doch zosamqiengenommen einen sehr schiiu- 

^tepcrf. i, fct. demtMch. UU XIV. 2. 13 



194 Biographie« 

baren Beilrag za ^em B9de des nnvergleichlidieD Mamies abge^ 
ben; die omfassende Gelehrsamkeit Niebnhr's, sein tiefer SckiuCi 
blick ebenso wie seine kemhaft - sittliche Tüchtigkeit treten oaf; 
auch aas ihnen auf das herrlichste entgegen. Von S. 238 an folgl 
die Cebersetzung einer kleinen Ton Niebuhr italienisch gesdirie* 
benen Abhandlang aber die Allegorie in dem ersten Gesänge, di^ 
Dante. Vorausgeschickt ist eine „biographische Skizze", und m 
S. 17 eine Binleitnng , in der Hr. Lieber die Geschichte seiMi 
Zasammentreffens nnd seiner ferneren Yerbindang mit Nielm 
(noch 1827 erhielt er in Boston einen, aam Theil abgedrackld| 
Jangen Brief von ihm) nnd manches Interessante Ton seinen p4 
sönlichen Eigenthämlichkeiten erzählt, Gans abgesehen tod iB$ 
Interesse, welches das Bach darch seinen Stoff hat, macht es ai 
darch den Geist wahrer Pietiif, darch die treoe, dankbare Gt 
nnng, die sich sowohl in jener Einleitung als in den eignen 
inerkungen ausspricht, die Hr. L, zu den Aussprüchen Niebi 
aber sorgföltig von ihnen geschieden, hinzngefügt hat, einen ei 
liehen Eindruck. Die Uebersetzung ist, soviel wir ohne Yc 
chung des Originals sehen können, gut; doch kfttte Hr. Tl 
wohl statt der dürftigen Biographie eine etwas reichhaltigere 
aasführlichere, wie er es in Deutschland leicht Yormochte , giM 
können. Gewiss aber brauchte er nicht so Ängstlich sich an 4i> 
Original zu halten, dass er (S. 15) die Nachricht von demU^ 
tigen Erscheinen des 3. Bandes der römischen Geschichte h** ^ 
hielt. Ob es aus derselben allzu gewissenhaften und treuen 
nauigkeit herrührt, dass wir statt „Barthold Georg Niebuhr^ 
dem Titel „Georg Berthold'' lesen, wissen wir nicht Za ' 
'der Biographie sind die Vornamen richtig gestellt, aber E 
stott Barthold steht auch da. 61 

[1861] Dietrich August König, furstlLippischerC« 
in seinem Leben und Wirken dargestellt Ton •/• C7« AI 
Canziejrathe. Rinteln, Osterwald. 1836. 64 S. 
(n. 12 Gr.) 

Die Biographie eines redlichen Staatsmannes in einem 
kleinsten deutschen Lander, der schon 1810 gestorben, 'heg 
und — rergessen ist, was soll sie jetzt f Nun eben bewe 
dass er noch nicht von Allen vergessen wurde. Und wahrlich,- 1 
verdiente es auch nicht. Aber leider wird die Zeit kommen,' 
trotz dieser Schrift und ihrer trefflichen Abfassung, die Ye 
senheit ihn bedecken wird. Es wird die Zeit kommen , wo 
ganze Schlag von Männern, zu denen König gehörte und. deren all 
Ref. mehrere in seiner Jngend gekannt hat^ vergessen sein wl 
Das laufende Jahrhundert hat keine geboren. Umgebungen m 
Einrichtungen um uns sind oder scheinen besser , das GesdiM 



Biographie« 105 

M gcfwaiidler und fertiger geirordeoi die gediegenen Charaktere 
■serer T&ter suchen wir fmchtlos. Wer ee nichl glanben will, 
lae £öfl%s Biographie, schaae um sich und denke nach. 99* 

[1862] Selbstbiographie des K. Freiu8.0LGPräside]itea 
Dr. Friedr'. Wilh. r. Rappardj Ritter des roth. Adler- 
«deas 2. Cl. mit Eichenlaub. Mit Anmerkk. and einer ergfiaienden 
FwMzang der Lebensgesdiichte. Heransgeg. ron dessen Sehne 
Aug. r. Rappardj K. Pr. Oberförster a. Lieat. a. D. HamiDj 
SekohiBche Bnehh. 1837. 120 S. gr. 8. (n. 12 Gr.) 

Der OLGPrftsident Ton R. hat diese Biographie in seinem 
fO. Jahre für seine Nachkommen abgefasst , und sein Sohn sie 
ib anziehendes Bild yeröffentlicht. Sie verdient es wegen des 
itia Sinnes nnd rahigen Bewosstseins» das ans ihr herTorleuch« 
M, wenn sie gleich mitunter reflectirender sei» möchte, nm den 
fnmden Leser za fesseln. Die Anmedknngen sind ein Zengniss 
loadVichei Liebe , frommer Gesinnung; die Fertsetsung der Bio- 
gta^hie ist fast ra weitläufig. Bin solches Lebensl^ld Terliert, 
in KU weiter Feme gesehen, nothwendig yon seinem wohlthuendea 
Wesen, nod kann nur für nahe Kreise recht wirksam sein. 97. 

[1863] Johannes Schenkel , Pfarrer von Unterhallau. Ein 
Sesknal auf den Grabhügel eines Verborgenen vor der Welt, yon 
■JUwiel Schenlely Cand. des Predigtamtes in Schaffhansen. 
Ht ibem Yorworte Tom Consistorialrath Dr. Lücke. Hamburg, 
& Perthes. 1837. VI n. 190 S. gr. 8. (18 Gr.) 

Der gelehrte Vorredner hat es dem Schreiber der Anzeige 
fefrBiograi^ie leicht gemacht; denn den wohlthuenden Eindruck, 
tFihhen die Leetüre dieser' Schrift auf ihn machte, kknn er, da 
^iriach dem ihm yerstatteten Räume knrs sein muss, nicht tref- 
lader beaeichnen, als wenn er mit dem Vorredner sagt:. ,»Der , 
Leser macht hier nähere und angenehme Bekanntschaft mit einem 
Verein Schweizermanne, der als ein stiller, anspruchsloser Arbei* 
fir im Weinberge des Herrn eben nur in seiner Gemeinde und 
h Semem Canton bekannt vnd geliebt- war , dessen ausgezeichnet 
^Des Wesen aber auch in weiteren Kreisen bekannt zn werden 
^Brdient. Mit reicbbegabtem Gemüthe weiset ihn die Natur selbst 
«if geistige Beschäitigungen und namentlich auf den geistlichen 
iwiif hin ; aber Gott setzt ihn anfangs in ungünstige Verirftltnisse ; 
ittsll, dem Vater nachtretend, ein: B&cker werden; aber bei der 
^to^ezwungenen fremdartigen BesehAftigung , die er treu verrich- 
My wird er seiner innerii Welt nicht nntreu; bei aller Inresa des 
Imdwerks bleibt er poeliseh «gestimmt, unter den leichtsinnigen 
<n»i, unter den Weltlichen ^eistUck gesinnt. Die Frömmigkeit 

13 



196 Biograpliie« 

ist die innente Wund Beines Lebens; die Poesie nur eine lorii 
i\f^ Faser darin; Freiheit, Frische, Heiterkeit des Geistes di 
Element, worin er lebt. Später, aber desto gereifier, tritt er | 
den endlich ermngeaen, heiligen Beruf; nun hat er yielVersain 
tes nachzaholen; doch nnermüdet fleissig besteht er die Lehrjdhi 
anf der Schule nnd gelangt endlich xar UniTorsiiät; aber B 
bietet dem eilig Fortschreitenden wenig Hülfe; er moss sich m 
lehren; endiidb erreicht er sein Ziel. Zuerst Terwaltet er 
Schnlamt; dann tritt er, so noch mehr Yorbereitet, ins Predig 
'Ein treuer Diener des göttlichen Wortes, ein milder, ernster 
sorger gewinnt er, wo er wirkt, sehr bald die Liebe und 
▼olle Vertrauen seiner Gemeinde ; der kleine Kreis , in wei 
er lebt, hindert ihn nicht, aufmerksam zu beobachten, was in 
weiteren Kreisen der Kirche und des Staates sich begibt, 
fpuriger Patriot, ein lebendig bewegter Theolog, nimmt er an 
.Fortschritten der Zeit lebhaften Antheil ; aber die Uebei 
die UeberspannuBgen , die Erschlaffungen und Verderbnisse 
Zeit ericennend., weiss er mit kluger Weisheit sich und die 
nij^en davor zu bewahren. In solcher Wirksamkeit b( 
er sein Leben auf Erden , für Alle , die ihm angehören , yrUH fi 
früh.** Der Sohn ist hier als Biograph des Vaters au%etrelii^ 
Liebe hat seine Feder geführt; allein man darf nicht fpidill^ 
dass etwa unwillkfiriiche Selbsttliusdiung eines Terklürenden 
denkens yoriierrsche, Tielmehr Schilderung der Wirklickkttt^ 
er den Abgeschiedenen ans frommen Liedern , warmen Bi _ 
des Tagebuchs, grösseren Abhandlungen nnd fluchtig hingen 
fenen Gedanken selbst hat sprechen lassen. Die Ton dem 
graphen eingestreuten Reflexionen yerkünden einen jungen 
der, nach den Worten des Vorredners, einen grossen Ref 
▼on Bluthen des Geistes zu gesunden Fruchten anzusetaoa 
Begriffe ist; auch hat er sich schon durch zwei Abi 
in den theologischen Studien nnd Kritiken Ton l^Jir Toriht 
bekannt gemacht. Noch sei bemerkt, dass Johannes 6cl 
den 4« Febr. 1783 zu Schaffhausen geboren war, und als P: 
TOB Unterhatlaa am 9. Februar 1828 starb. 8^ 

[1864] Mittheilangen ans dem Leben den evang 
Pfarrers F. A« A. Gonthier« Nach dem Franzfisisc 
Frankfort a. M.^ Schmerber. 1837. lY n. 173 S« 
(6 Gr.) 

Wenn gut geschriebene Biographieen , weldke das beka 
Tereazische: „inspicere tanquam in speenlmaa in Titas atqaWj 
aliis sumeiB exemplnm sibi^ Termitleln, auch ohne eigentliche|j 
cetische Verhrimnngen erbanen: wie Tiel mehr wird diesä 
Fall «ein, wenn einfache, anepmehslose Darstellung das seMm 



Biographie. 197 

, WH raes 6eifldidiea w^ dinSaefo fibr^ weldier bei iw gewi«« 

maihsAemiea Aaireiidaig der ikn Terliekieiieii Gaben dea Geistes 

nd H^n«B0 and bei der süuidbaftesten Eiiragnng barler Prufan« 

gm uk der Sdinle dee Lebens bis auf dea letzten Augenblick 

4esadb«a in seiaeni Berufe tUUig sa sein sieb beeiferte« Ein 

sricker war Fr. Asg* Alfih. Gontbier, geb. za Tyerdon in der 

Bikweis den 21. Deebr. 1773, gest sa Njon d. 26. Mai 1835. 

An mAreren Orten — in Nimes» Ballaigaes, Cergnes, Rolle and 

Ifyen — ab Geistlicber angestellt wirkte er mit Begeisterong and 

segeaffrmbem Eifalge, war in seinen Umgebnngen als gern ge- 

lemer Sehrifisteller tbiUig und ertrag die enpfiodlichsten SeblAge, 

die lim in seinem hiaslicben nnd TerwandtscbaftUcbea Kreise 

Infena, s« wie eigene körperliebe Leiden mit einer so standhaften 

Sdbetrerkagnang nnd aasdauemden Geduld, dass man in ihm 

einea Mann dl|ben lernt , an welchem sieb das Evaogeliam Jesn 

als eine Kfhi Gottes selig sa machen , recht nnverkennbar be- 

wUirto. Joageren Geistliehen besonders ist die Lectore dieser 

HitAMilangen ra empfehlen , da sie in ihnen sehr branchbare 

^take sar Befirdemng einer gesegneten Fübning ihrer Aemtar 

finden werdei ; ond möchten doch recht Viele hier so hrftfUgen 

Am nU mti vmd nadibaltige Aafregnng ifinden , dass ihnen besengi 

werden kf«ate, was dem ehrwürdigen Goathier das Coasisloriom ^ 

an NisMe, bei seiner daselbst gssochten Entlassang, in den Wor- 

'len atteslirte: ^Nenn Jahre lang haben Sie dorch Ihre Anfopfe« 

tnag, Aofklilmng, Frömmigkeit nnd Tugend dieser Gemeinde ge* 

' 9mi nnd Ar Ehre gemacht. Sie werden in derselben ein ewige« 

' Aniedceii an die Wohlthatea Ihrer AmUCuhrong hinterlassen.'^ 

[1865] J. F. Bottger, Erfinder des Sichsisclien Pw- 
ildlnna« Biographie ans aathentischen Quellen, yon Carl Aufm 
^Smgelhardty Kriegs- Blinisterial-Secretair nnd Archirar o. s. w. . 
ISaA dem Tode des Vis. ydMendet nnd heraosgeg. von Dn Aug. 
Mar. Engelhardty Mitgiiede des kdnigl. sftchs. Alterthams- 
Tercins. Nebst einer karzen Darstellang der StaatsgefAngnisse 
t nd merkwürdigen Staatsgefangenen in Sachsen seit dem 16. Jahrb. 
Leipzig, Barth. 1837. X n. 659 S. 8. (2 TUr.) 

Bis jetzt haben wir noch keine gründliche, erschöpfende, aas 

kalem Qnetlen entnommene Biographie des abepteaerlicben Per* 

leUanerfinders Böttger gehabt , der an seiner Zeit mit den ersten 

'-ftluUsminnera Sachsens in Verbindung stand, um welchen sich 

^tnei der ersten Forsten stritten , um welchen Sachsen yon den 

'giissten Fürsten Eoropa's beneidet werde. Was man yon ihm 

ns, war ans Yolkssagen od^r anverbärgten Nacbiicbten entnom- 

M^ wekhen sidi aoä einaeltte kleine Notizeji anschlössen^ die 



198 Biographie. 

bier nnd da handscihnfUieh niedergelegt 'waren. Die beste, aber; 
aach sehr mangelhafte, Kunde hattif doch der veretorti^ne 'Biigrt- ' 
hardt in seiner „Erdbeschreibung fon Sachsen'^, in seinen „Deat^i 
wardigkeiten der sächs. Geschichte^' nnd in der „Zeit, f, die eteü ^ 
gante Welt", aber auch nor so gegeben, urie er sie gel*ftd«üf ' 
früherer Zeit^yorliegen hatte, als er daran arbeitete, ob ste ^ 
gleich durch grössere Richtigkeit auszeichnete. AllmRlig fs^htfß ^ 
er zur Benutzung alier über Böttger in Dresden und Meisses \i^^> 
itndüchen Acten, zu mehreren beriiner und andern Papieren, mir.'; 
wer des Verstorbenen Leistungen kennt, wird auch die Ueben«*»ji 
gnng haben, wie sorgföltig er Alles zusammengetragen und hmf^\ 
beitet hat. Der Tod überraschte ihn Tor der Vollendnng , alNT; 
die schätzbare Darstellung ging darum nicht rerloren und iff 
einer der wichtigsten Beiträge zur Kenntniss der Zeit im Aüfiuigl'i 
des 18. Jahrb., wie der namhaftesten Personen aniipner Periiilj 
in Sachsen, da Engelhärdt Alle, welche mit B. inVeruhrnng Vt^l 
men , meist in sehr ausfuhrliehen Noten vor nnserm Blicke T•^| | 
flbergehen Insst. Et schildert 1) B. als Apothekeriebrling' M | 
Geselle in Berlin Ton 1697 — 1701, wo aber doch noch ni|^ ' 
kleine Puncto, z. B. über die Art, wie B. zur Alchjmie ^^'S^l 
bekam (S. 6) im Dunkel bleiben , dagegen die Windbentelei^ m ^ 
Verschmitztheit desselben sdton offen an den Tag treten. BMli 
damals stand der Glaube bei Beinen Umgebungen fest, dawlt, 
Gold machen könne und mache. Er selbst scheint fest gegMI/ 
zu haben, den Process hierzu zu entdecken (S. 26). S« 28 1^.; 
2) B.'s Flucht aus Berlin nach Wittenberg , 1701 , über wM! 
der König von Preussen so zornig wurde, dass er Init den Füs- 
sen stampfte , 1000 Thir. Belohnung auf sein Wiedereinbrü^ 
eetzle, nnd sonst so streng rechtlich , List und Gewalt i^Hin > 
machte, ihn wieder in seine Hände zit bekommen. Die wici%' . 
eten diplomatischen Verhandlungen begannen desshatb zvvis^. 
den H^en von Dresden nnd Berlin, da am srichsischen HofetHiTi 
Goldmacher damals die willkommenste Erscheinung sein Äassl%. 
und es fehlte wenig, dass der entlaufene Apethekergeselle eiBt|| i 
Krieg enUündet faättto (S. 62), denn Friedrich 1. woHte Infasto^. 
und Reiterei nadi Wittenberg marsehiren lassen« Ganz im St»ij 
len, mit grösster Vorsicht, brachte man ihn nach Dresden, wa IV| 
seine alchjmistischen ersten Arbeiten , immer ah Arrestant , ••• 
temahm, womit sich der 3. Abschnitt beschäftigt. Die Instradi« i 
über seine Behandlung ging von K. Augustes eigner Hand ^| 
Warschau ein und machte den mit der Ausführung Beauftragt^ j 
nicht wenig zu schaffen. Ueberhanpt schrieb der König, ^^^i 
in grösster Geldverlegenheit, an B. oft, und zwar in einem »»•; 
tenden, schmeichelnden, zärtlichen Tone, wie man sich ihn, ^oe* 
„Berliner Kerl** gegenüber — so nannte ihn Friedridi I. oti ^ 
kaum vorstellen kann. Den Namen B.*8 wagte man f^ ">^ 



Biographie. ' 100 

\ iea ihm b«trdfeadi» Aiiordniuig«n aosiDsprsdieB, and die Frei-' 

t digeredmeti bekimdelte man ihn wie «inen Mann Tom Stande, 

ngvberdi^ nnd wild er sich anch oft benahm , ja oft tellisl 

1 Statthalter, E^oo Ton Fürstcnber;^ , nicht sehr schonte. Der 

»Absduntt enthalt in dieser HinsiGlit die merkwürdigsten Cu- 

bis S, 140. Im 4. Abschnitt wird die Flncht B.'s nach 

j «eine Wiedererlangong nnd Yeraetxung nach dem Königstein 

[(1783 hif Ende Septbr. 1706) erxAhlt , and sein Aufenthalt hier 

"iBide Septbr. 1707 maeht den 5. Abschnitt ans. Auch hier 

ter ohne Namen » streng bewacht, jedoch trefUich nnd sorg- 

bewirthet. Ueber den Grosskanzler Gr. von Beichlingen, 

leipi. Bargermeister Romanas, Patkal a. a. Mitp^efangeno 

jL's «ifti hier sehr anziehende Noten beigefügt. Nach Abzug dor 

kwedeii kam er wieder nach Dresden und blieb hier bis^ zum 

Jan. 1710 , in welche Zeit seine Ertiodung des Porzollanes 

Alles hierüber findet sich im 6. Abschnitt , wo namentlich 

fie Frage Mich erörtert nnd yerneint ist, obTscfairnhaass 

dattiUie trfonden habe, weicher neben B. hier sehr häufig er- 

fichnat. Bnpfohlen aber hat er B.'n, auf die Fertigang desseU 

hn XB deaken nnd den König, welcher über den Windbeutel end- 

hAiod dit Gedald yerlor , nachdem schon im Sommer 1704 

^t 40,000 Thir. Terwendet waren , wenigstens auf solche Art 

a Tftsöhien. Der Zufall gab dem Leichtsinnigen, was Tschirn- 

kaas Biit aller Muhe nicht erringen konnte. Ueber die Art und 

fa Tag, wo B. den Fand that, hat B. nichts Sicheres ermitteln 

i^iiKo (S.254). Die erste Probe duTon fiUIt in den Octbr. oder 

^Mhr. 1707. Bald nachher, aufs änsserste Tom König gedrängt, - 

JUek 600,000 Daeatenza schaffen (S.293), gestand er endlich 

(%De€br. 1709), dass er zum Goldmacher nntangUeh sei, and 

^ Freikeit and Leben an. Die Antwort des Königs hierauf ist 

w*r unbekannt (S. 297). Die Porzellanfabrik scheint ihn ver- 

••htn haben. Sie wurde am 23. Jan. 1710 gegründet nnd ver- 

^nch goldene Berge. Wie wenig diese realisirt wurden, zeigt der 7. 

^^«dtaitt, der bis za B.*s Tode fuhrt. Die grftnzenlosen Betrüge- 

^ Tom ersten Beamten bis zumletzten Arbeiter herab, nnd die 

mrirraagen im Rechnungswesen lassen sich nicht denken und 

«irea nagUoblicb, wenn sie Engelhardt nicht actenkundig darge- 

k|t kjUte. Eben so merkwürdig sind die Vorkehrungen , das 

Tttaeiiite „Areannm^* zu bewachen. Die Albrechtsburg in Meis- 

^ gÜA mehr einem Geflbigniss, als einer Fabrik, denn das erste ^ 

^ranne Geschirr ward fast dem Golde gleichgeschfttzt und ganz 

«>r«|»a beneidete Sachsen am diese Erfindung. B/s Tbd und 

Ckarikter bildet den 8* Abschnitt Schon yon 1714, wo er seine 

^eit endlich erhielt^ war er hauptsächlich in Folge des Tmn- 

■^ ^ ge&hrlich krank and starb endUch am 13. Mftrz 1719, 

«ins ober 34 I. alt, mit 31,137 Thinu Schulden für sich and 



200 Biographie« 

die Fabrik. Durch wirkliebe Kenntnisse and yiele Versdilagm- 
beit ^ar cfS ihm gelangen, selbst Hellersebende wa tftnsdieo« li 
den Freiherrnstand ist er nie erhoben worden ; die Beweise fiadet 
sich hier von S. 489 vor, aber als solcher behandelt wnrdeer 
oft von Snbaltemen and Solchen, die etwas bei ihm sachten« EIm 
so wenig war er Bergrath and dgi. lieber seine FamiKe gibtlcr 
9. Abschnitt Kande. Der 10., erzählt die Schicksale der Fam 
bis jetzt , welche erst in der neaesten Zeit die von ihr geh^glM 
Erwartungen einigermaasseh erfüllte* Es schliessen sich hier^ 
im 11. Abschnitt dieGründang aasisindischer Fabriken, zamTraj 
in Folge von B.'s Verrath. Viele Yersache B.'» , noch andeit 
Fabriken, von Tabakspfeifen, Schmelztiegeln, Borax, M^l^o' ^' ^^^ 
za gründen, werden im 12. Abschnitt erzählt. Sic ^^^^^j^ 
ein schlechtes Ende. Von S. 587 erhalt der Leser eine, bäM 
darch die Gensar g^ehioderte and aach jetzt noch öfters za ko*^ 
Darstellang der sächsischen SUatsgef&ngnisse auf der P**'^*^; 
barg, Rochlitz, Hohenstein, Stolpen, Königstein a. s. w., nebst JW» 
lizen aber die vornehmsten Gefangenen da. Die angenehme Weii^ 
wie Engelhardt selbst trockenetMaterien zasammenzastellen ^^^ 
erzählen wasste, ist aach in dieser Arbeit nicht zu verkennen, Jjj 
vom Herausgeber sehr glücklich, wo die Arbeit nicht vollei*» 
war, nachgeahmt worden, das ganze Bach selbst aber für ^WJ^ 
terländische Geschichte, wie schon bemerkt, ein wichtiger Bdli4» 

f § 

[1866] Madame Malibran. Biographische Skizze. NiA 
dem Englischen von Ä. r. Treskow. Qaedlinbärg^ Bam 
1837. 130 S. 12. (16 Gr.) 

Wo alle Nachrichten fehlen» wird aach Weniges im* W* 
aafgenommen; wenig aber ist es, was aus der Üebersetzer«» 
dem Englischen, d. h. nach englischen Journal- und ^eitoi^J^ 
richten, über die berühmte Sängerin mitOieilt. Am '^^'^"r^ 
ist die Seite ihres Lebens weggekommen, die ihr den enropäidcW 
Ruf verschaffte, die künstlerische; kaum findet man hier n»» 
als eine dürftige Aufzälilung der Gesangspartteen, iii ^^^\^ 
geglänzt; auch war das wohl nicht die Stärke ihrer englw«w» 
Beurlheiler; mit desto grösserem Vergnügen aber lernt man 
liebenswürdigen Eigenschaften der Flraa kennen, dife sich "**^ 
seltener Vereinigung mit dem eminentesten Talent vorfanden* , 
mit Recht hat der üebersetzer jedeh kleineu Zug des witf^ 
liebevollen Gematbs, der ihm bekannt wtrde, mit in *®*?S«^I5l 
derung aufgenommen. Desshalb mag das Sch.rifldien, hwBiit^ 
nur der Vorläufer einer bessern, immer seine L^ser fiaden. ^ 

[1867] Memoiren des Chevidier too Eon. Aus deswi 



Biographie. 201 

Faaifiaips^erea lud nach äattentisckeB Q«elkli, welche in i9n 
ArcUren des MinisterioiBS der aaswftrtigeii Angelegcfftheilea nie- 
ifrgtlegi eiod, xam erstemnale bearbeitel «ad keranegegebea t«a 
Frederic Oaillardety Yf. tob „La Um de Nesle^^ Frei 
aaifc dem Franzos. Ton Dr. E, Brincimete r, 2 Bde» 
Bnunscliweig^ 6. C. E. Meier. 1837. XXII n. 321, 
Tma. 264 S. 8. (3 TUr.) 

In der iweiten Hälfte des Tor. Jahrb. machte sich 40 Jahre 
iug ein Mann als Rechtsi^eiehrter, DiplMDSt und Soldat gehend, 
m dann plötsiich als Weib anfzolreten. Erst der Geliebte Ton 
Fantinnen wnrde er nan die Geliebte des berühmten Beaamarehaisw 
Bass er in jeder Hinsieht Mann war, hatte sich namentlich darch 
£e Section nadi seinem Tode heraasgestelit. Wib er aber sn 
dem Rnfe kam, ein Weib zn sein, nnd was ihn bestimmte, in der 
ReOe des letztem an£rotreten, alsesLndwigXVL fsrlangte, blieb 
ein BftthseL Diese Memoiren lösen dasselbe so siemlich, wir 
werden wgtM gans, wenn sie nicht, statt einer einfachen, acten* 
händigen nod durch die Briefe des ChcTalier oder andere Pariere 
heghMb^te Darstellung öfters nur den Stempel des anf UnlerhaU 
katg hereehaeten Brzahlongstones trägen , der nicht selten auch 
m däS FriTole öbergeht. Die Familienpapiere und Aetenstticke 
ans dem Archive des Ministeriums der auswärtigen Angelegenheit 
ten sind allerdings, aber so weit sie sich Torfiinden, sam Grunde 
gdegt, und. das Resultat hierron ist ungefähr folgendes: D*Bon 
mrie am ö. Octbr. 1728 suTonnerre als Knabe geboren, ge- 
tnft nnd erzogen und in der Schule oft genug gezüchtigt , um 
ibals Knaben erkennen zu lassen, besass aber, zur Reife ge« 
diehen, schon zum Doctor der Rechte promorirt, die überraschende 
Fertigkeit , sieh als Frauenzimmer zn kleiden und zu benehmen, 
■ad war bientn Ton der Natur durch zarte Formen begiinstigl« 
Wie es mit Stimme und Bart beschaffen gewesen ist, finden wir 
migends angedeutet Eine in jener frivolen pariser Zeit ttngS- 
wohttKehe Zurdckhaltung erweckte frühzeitig Verdacht gegen seine 
Himiiidikeit* Indem er bei einem MaAekballe als Mäd^ren Ter- 
kleidet, des alten Lndwig's XV* Sinne reizte, hatte die letstem 
tidFende Beschämung zur Folge, dass der Kän^ beseUoss, ihn 
als Hädehen mit einer Tertrauliehen Bröffiiung nach Petersburg 
zn Saiden, mit welehem aller diplomatische Verkehr abgebrochen 
war, dessen man bei dem bCTorstehenden Kriege gegen Prens«* 
sen (1756) nothwendig bedurfte, besonders da er schon mit Bug« 
kai ahg«Bdilossen hatte. Also sehen 



28 Jahre alt rtiste er ab 
Ffiduin Bon tou Beaumont über Meekienburg dahin und wird 
«knell Vertrauter der Elisabeth , welcher das Oeheimniss nicht 
iMp entging. Als Verkserin spielte er seine Rolle bei Tag und 
NaAt, indem ef auch das Ben eines ihrer Befrärieins, einer 



202 ^ Biographie. 

veiir«aten Frenndtn SopUe Cbarlottens Ton Mfeckleaborg, gew«- 

neu halte, die ihm einea Brief an dieselbe mitgab. Mit demAi- 

Uanztractat war seine Sendung beendet ; er kelule bald nach Piuw 

apriick, 9m bald nachher als Bruder des Fräoieias Toa BeaamMt 

die RoUe in Petersburg zu spielen. Mehrere Reisen Ewischn 

beiden Hanptstfidten fähren das Jahr 1760 herbei , wo er iM 

Heer des Marschalls v. Broglie eintritt und hier tapfer kAmpft, Vi 

Sophie Charlotte Königin von England wird. Der Krieg hA 

Frankrdch aufs Aeusserste gebracht. Ludwig XY. erinnert sich d« 

yertranlichen Yerhftltnisses zwischen dem Frfiulein Beilumont nai 

Sophi^ii Charlotten am Hofe in Mecklenburg. Er sendet denRi^ 

ler nach London, mit der jungen Königin zu unterhandehi ; te 

Friede ist die Folge dayon« Er bleibt als Minister in Lonte 

nnd mit Ludwig XY. in den geheimsten Yerbindungen, auf das 

Sdieitelpanete des Glucks. Bald aber stürzen ihn Cabaleoi t^ 

Ton der Pompadour ausgdien; man verlangte seine Auslieferongi 

welche Sophie Charlotte yerweigert; man erkiftrt ihn als M«)^ 

stätsrerbrecher und stellt ihm durch Meuchelmörder nach« Gegli 

15< Jahre lebt er in London in steter Angst. Das GeheimnissMl" 

ner Sendung in der Jugend hatte nicht so geheim bewahrt «fi* 

den können .y dass es jetzt nicht dazu gedient hätte , ihn in fß 

Iftcheriiches , zweideutiges Licht zu setzen« Yon Georg UL t^ 

Sophien Charlotten in der Naeht betroffen, wo er eine Arznei Jt^ 

todtkranken Prinzen yon Wales gdben soll, muss die Yersicheimii 

dass er ein Frauenzimmer sei, Beide schätzen, und Georg schreit 

salbst desshalb an Ludwig XY«, welcher Beweise sendet, dass.tf 

als Yorleserin bei Elisabedi fnngirt habe, folglich Weib 8^ 

Die Sache machte in London immer grossem Edatl Ludwig X««» 

sein Wort behauptend , unterhandelte mit ihm , dass er sich ii^ 

W«b geriren soUe. Unter dieser Bedingung wolle man ibB# 

Rückkehr gestatten. Er starb, und Ludwig XYI. beharrte hieiM 

aus Gewissensscmpel und Abscheu yor Scandal. Der Mangel (urfSi 

Charlotte konnte 9in dagegen nicht schützen f) saheint ihn bestirnt 

zuhaben, als Beaumarchais desshalb nach London kam, indieRuae? 

kehr naph Frankreiieh einzuwilligen, ob man schon nicht begreif 

warum er, im Besitze wkhtiger Papiere, die man ihm sngieioh ab-i 

handelte, sich nicht blas» auf die Auslieferung dieser beschriUiUli 

Am 4. Noybr. 1775 kam die Transaction zu Stande, aber 1777 «nl 

erschien er in Paris, immer Yersuche machend, der Yerpflichla^ 

quitt zu werden, die alle rergeblidi waren. Die GeÜebte.tfl 

Petersburg komm! unerwartet mit dem Sohne , den er mit ilV 

erzeugt hatte, in dieser Lage au Paris an, nachdem sie Jahre lsa| 

in Sibirien, ein Opfer der eifersüchtigen Elisabeth , geschmadM 

hatte. 1783 ging er mit ihr nach London; die Reyolntion W^ 

ihm jedenfiEills ^erlaubt, nun wieder als Mann sich zu 

aber er behielt sie (die weiblidie Kleidung) freiwillig, 



zu kleidd 
;,ondet«l 



Sohn]- QU ErstelmngBweseo« 203 

kicr 1810 am 21. Mai, an der Seile der Geliebtes, die damals 
80 Jakre aAhlte. Sephie Chariotte nnterstfitate eie. — So fiel 
rom Inballe dieser Memoiren^ die za viel Doramente gebea, tti»- 
«elben sa bezweifeln nnd dock noch nt wenig, um alle Zweifel 
w lösen. Uebersetenng nnd Amssere Ansslattimg sind gut. In 
nie weit die freie Bearbeitong rom Original abweicht, könnejs 
nir ans Mangel desselben nickt bestimmen. 107. 

[1868] Meine Gefangeqschaft von StMo Pellico. Ans 
den Italienischen übersetzt von Heinr. Kurz. «Mit dem Bilde 
toY6. St. Gallen^ Martmann n. SclieitKn. 1837. 
263 S. 8. (1 Tbln 16 Gn) 

Die Uebersetznng ist im Ganzen recht gut, jedoch minder 

fiessend^ als die ?on * r, Leipzig 1833, dnrcb welche man soerst 

auf Silrio Pellico aufmerksam, wurde; selbst AJolph . Wagner, 

weldier 1834 die „Opere compiu^e di Silvio Pellico , Lipsia B. 

FVmehex*^ herausgab, wusste damals noch nidits von ihm. Bei 

dieser nenen Uebersetonng hfttten nnr ein neueres Werk von F. 

MaroM^f: „Vita di Silvio Peliico'' nnd Um „Addizioni'' deasel- 

6cD, weiche last so wichtig sind, wie das Haaptwerk selbst, he- 

niüt werden sollen. Die Arbeit ist dem unglücklichen Dr. Bi^ 

seamann zugeeignet, der gleiches Schicksal mit Silvio Pellico 

hst md auf der Festung Passen sich befindet. 107. 

Schul- IL JErziehongswesen. 

[1860] Udber die nenesten Angriffe anf die deutschen 
Dniversitätea von Dr. Friedr. TMersch. Zugleich als 
vierte Beilage aum dritten Bande des Werkes ilber die gelehrten 
Sdmlen. Stuttgart, Cotta'sche Bocbh. 1837. XU lu 148 
S. gr. 8. (18 Gr.) 

Eine Yertheidigung der üaiversiiriten und ihrer gegenwärti- 
gen Yerfassnng gegen die Angriffe, welche suv5rderst Diesterweg, 
dann die wiener Jahrbücher der Literatur, endlich ein in den so 
Leipzig erschienenen Deutschen Jahrbüchern mitgetheilter Mini- 
itenalberieht auf dieselben. gerichtet. Es ist immer verdienstlich, 
tes auch der Yf. seinen berühmten Namen sn Gunsten derlJni- 
nrsitaten in die Wagschaale gelegt hat. Seine Manier ist be« 
baut. Im Ganzen hatten wir einige Yerdammnngsurtheile , nnd 
aanendidi das oftnbar Feindselige und Gehässige des Tones gegen 
Kaiterweg weggewfinschl. Leo war auch bitter, zn bitter; aber 
» hielt eich immer mir an • den Schrüisteller und die Schrift. 



204i Schal- n* Erzi^hnngswesent 

Thi^rsoh zlAt gegen die g^inze Lebensstellan^ za Felde nid 
spricht sicli als grosser UniTersitätsphilolog gegen den Semiuar- 
diiector and. , 99. 

[1870] GfQoddatee dw Erziehiuig^ des Unterriclito ni( 
üirer Geschichte nach Niemejer and Rahkopf heransgegeben fk 
Prof. Dr. Christ. Koch in Marbni^. Mit einem YorwotH 
Ton Dr. K. jF. Chr. Wagner^ Prof der rom. u. grieck 
Literatur. 2. Ansg. Marbarg^ Elwert. ISSV. XIV a. . 
235 S. gr. 8. (20 Gr.) " 

[1871] Paedagogik^ oder Ersiehnngs* nnd Unterrichto-Leki;^ 
nach den Anforderongen der Gegenwart ron Auff. AruoH] 
Köjugsberg in d. Neamark , Windolff a. Striese. 1837« ] 
X JU 275 S. 8. (n. 1 TUr. 6 Gr.) 

Das zuerst genannte Bach, ging ursprünglich ans der Ak- i 
nicht herror, die Resvltate der durch eine nicht geringe AazaU 
pädagogischer Sehrifica ansgebildeten neueren Erzi^hnngslekfi 
karz zasammensastellen , und die desshalb oft aphoristisch g«ltft* 
teno Darstellunjg durch Verweisung auf ^ die Yorzdglichsten VM^ 
ZQ ergfinsen« Demnächst ist der Stoff in vier Bäoliergetheilt, vt* j 
. Ton 1) Yon der Erziehungsmethode. im jengercn l^mne ; 2) jle^IlAtr I 
terrichtskunst (mit EinschÜass der Didaktik and Katechetik) ; 3)v^.i 
den Lehranstalten handelt, das 4. endlich einen kurzen Abrisste \ 
Geschichte der Erziehung enthalt. Das Erscheinen einer 2. Aiif»| 
läge beweist, dass die Art, wie der Yf. seinen Plan ausgcfibt* 
hat, Beifall gefunden hat ; was aber die 2. Auflage anlangt, weldbi 
mit der ersten zu vergleichen Ref. keine Gelegenheit hat, so scklW 
sie nur wenig oder nicht verändert zu sein« Die Verweisungen b^ 
nehr&nken sich auch jetzt noch meist auf Niemeyer's und-Rflk« 
köpf s bekannte Werke ; was in neuerer Zeit über einzelne wicbtijl 
Puncto (dio Bedeatung der Bärgerschalen, die neu cntstehenta 
Real- und Gewerbschalen, die Grenzen des GjmnasiaIunterricbtS| 
die Stellung der Universitäten und andere tief in das Ganze des 
Brzidiungswesens eingreifende Fragen) von so vielen Seiten h« 
angeregt and verhandelt, ebenso für die Geschichte derBrziehi^ 
von Schwarz und Gramer geleistet worden ist, findet sich so gut wil 
gar Bidit benutzt und berücksichtigt , und Ref. bfth nicht dafiir» 
dass das Buch in der Gestalt, wie es vorliegt, geei^et sei , «b 
ein Repertorium und als eine brauchbare Uebersicht fiber den g^ 
genwftrtigen Stand der Dinge und der Anachtea betnKhtet sf 
werden. Dagegen hätte manches Einzelne, z. B. der v^ Banbft 
für die neugriechische hAere Lehranstall» die (wom wir nkit 
irren) , unter Capodistrias auf der Insel Chios gestüteC wurd^ 



k 



Schal- IL Ersielmiigswoseii, 205 

cntworfeiie Ldirplan, der S. 196 — 204 aasffiliAlh wtgeMh 
wirB, obie Yerlost, ja sogar mit Gewinn iilr die Uebemdit de« 
Canzen und die YerhAltnissniässigkeit der einzelnen Tkeile veg-» 
bieibeii können. — Der Yf. des sweiten Werkes kat ebenfalls 
niebt die Absieht, „ein Tollständiges Sjstem der Pfidagogik dog- 
ttafisoh an&offibren , sondern aar darch Herrorbebnng der widk- 
tigsten Momente denkende Leser anzuregen^'. Die Binleitang be- 
tndileC den Brzieher als Kfinstler, nnd bestimmt die Pnncte, anf 
vdcke die Erziekmigslehre als Konstlekre sa achten bat (die 
KtCor des Stoffes , das Ideal , nach welchem er gebildet werden 
soll, den Zwedc, die Äussere Bediogang nnd die Gesetee dieser 
BildoDg). Sodann folgt im 1. Theile die Lehre Ton der Brzie- 
kang, im 2. die vom Untenrichte, Der Yi bat Inhalt nnd An« 
Qidnnag in den Grundzugen mit Ähnlichen Büchern gemeb; die 
versdiiedenen Anlagen und Seelenvermögen, ihre Richtongea, die 
HQttel sie za bilden, die Anordnung des Unterrichts, die Befaaad* 
lang der einzelnen Lehrgegenstände n. s.w. sind die Hanptponote, 
ant weldke sich die Betrachtangen des Yfs. beziehen« Br ist von 
tti&iiem Bfer fiir die Brziehnng beseelt, er setzt ihr andere, höher 
liegende Zwecke, als aof welche dertJtilitarianismas der Zeit sein Ziel 
geni hesekrfinken möchte ; aber es lAsst sich nicht bekaapten, 
dass er für das BrziehangsgeschAftw^sentiiehneae Principien and 
Methoden aa£stelh. Daher wird man dieses Boch zwar neben an- 
deren mit Nutzen lesen können; wenn aber der Yf. S. Yü sagt: 
„da wir keiner Partei , keiner Secte nnd Binseitigkeit hnldigen, 
Si atiissen wir darauf gefasst sein, Ton allen Seiten her ange« 
pXen oder vornehm ignorirt zu werden'^ , so hat er nach des 
BuC DafSrhahen weder das Eine noch das Andere zu furchten; 
n jener Beziehang ist sein Buch nicht bedentend genug; daher 
audi für das etwanige Ignoriren nicht gerade «ine gewisse Yor- 
admithuerei nothwendig das Motir sein masste, sondern ganz 
entftch der Umstand daran Schuld sein könnte, dass es schon Tiele 
gute Bacher aber Pädagogik gibL 80. 

[1872] Aphorismen aas dem Gebiete des Gymnasial- 
lebens« Ein Beitrag zur YerstAndigung nber das Yerhaltniss der 
Gjnuiasien zu Leben und WissenschafiL Yon Oustm Eduard 
Köhler j Conr. u. Biblioth. za Zwickau. Leipzigs Hartknoch. 
1837. IX n. U9 S. gr. 8. (15 Gr.) 

Als den Zweck seiner Schrillt bezeichnet der Y£ gleich za 
Anfange des Yorberichts „die Nothwendigkeit und Möglichkeit ei^ 
aer YereinfS^hong des Gjmnasialplanes durch Begrenzung des 
Lehrmaterials , Reduction der Lectionenzahl und Aufhebung des 
^eUherigen Prufinngzwanges zu Beförderung eines selbständig 
gera xaA folglich gedeihUchem Priyatstadinms darzathun*'. Dem- 



206 Schal- n. Ejziehnngswefieii« 

genftsfi bespilKc er, naehdem er toi| dem Begriff und der Besdfli- 
mnDg des Gjmnasiams gehandelt, den Lectionsplan im Allgemew 
Ben, und sodann, mehr oder minder ansifibrlicb, die einzelnen Lelir« 
gegenstände, die aas den Lectionsplänen aufgeführt zn werdea 
pflegen, indem er namentlich nntersucht, welche von ihnen nod 
in welcher Aosdehnnng und Weise; sie auf den Gymnasien lo 
treiben seien« Hierauf geht er zu den Mataritätsprufungen, der^ 
Abstellung er wunscbenswerth findet, über, and schliesst nit 
Bemerkungen über „Lehrercolleginm und Director^S ^i® 0^^» ^^^ 
destens für den nädisten Zweck der Schrift, ziemlich überflussig 
sn sein scheinen. Darauf seine Ansichten theoretisch tief begrim- ' 
det zu haben , leistet er selbst Yerzicht ; er betrachtet die Sache 
als Praktiker, wie er denn auch namentlich die saebsischen Scha- 
len im Auge hat« Wenn er audi der humanistischen Ansicht xa- 
gethan ist, so verkennt er doch die Notbwendigkeit nicht ^ aad 
den sogen« Realien auf den Gjmnasien seitgemässe Berücksichtig 
gung angedeihen zu lassen« Die Schrift empfiehlt sich dorchdaa 
Ton besonnener Massigung, der, wie überhaupt, so namentlich is 
der letzterwähnten Hinsicht in ihr haltet , und man wird in ihr 
auch manche nutzbare praktische Benierkung finden; freilich auch 
Manches, wogegen sich wohlgegrundete Einwendungen erhebe« 
lassen. "Didiin rechnen wir den Vorschlag (S. 49) , lateiniack* 
Sprachübungen schon in Tertia beginnen zn lassen ; die Beschiia- 
kang des Gnrsu^ für den Unterricht in der Geographie auf «a 
Jahr (S. 90), den Vorschlag, zur Uebung in der deutscheo Spra* 
che in den vier oberen Classcn nur vier Aufgaben jährlich A 
geben, die hödistens in Prima ausreichen würden, und manchtf 
Andere« Aber auch eine Verringerung der Zahl der Lehrstoodett 
dürfte sich, falls siajuberhaupt nöthig wäre, auf dem vom Vf«b»* 
seichneten Wege kaAm erreichen lassen , denn die vorgeschlagfi^ 
Gestattung günzlicber Dispensation vom Unterrichte im Fraoaliii' 
sdien, ist, wie die Sachen dermalen stehen, nnpraktiseh; dieDis* 
pensation gehörig fester Primaner von den Geschichtslectioaeiii 
und eben solcher Tertianer Ton den geographischen LectioneD» 
dürfte leicht Vergessen des Erlernten bei den Dispensirten herbei' 
fuhren , und immer würden doch nur einzelne Schüler auf diest 
Weise weniger Stunden haben ; so bleiben Tornehmlich nur die eiaa 
oder zwei Stunden übrig, die der Vf. dadurch, dass er den Unter* 
rieht in der Mathematik auf zwei Stunden reducirt, gewinnt« Wtf 
glauben aber, dass weder diese Beschränkung, noch überhaupt 
das S. 94 über Mathematik Gesagte Beüall finden werde. 63. 

[1873] Handbnch der alten Geographie für SchnleB« 
Von Dr. Sam. Chr. SchirlitZy Prof. u. Oberiehrer am 
Gjmnas. zn Wetzlar o. s« w. Nebst vier Zeittafeln zur Geschidt^ 



Schal- iu ErziehniigswefleD. 207 

kr aUen GeegrapUe lurf iwei B^Artdieiu \2.j verbett» Q« 
Term. AuiL HaDe, Gnmert. 1837. XVII «/546 S. 
gr. 8. (1 TUr. 20 Gr.) 

Zahlreiche YeränderttDgeii , Verbessemiigeii ond ZasftlM 
leifhuen diese neue Ausgabe Tor der ersten schon bei einem 
fliebtigen Anblicke aus, und wenn auch im Ganzen die alte Ge- 
stalt geblieben ist, so ist das Buch doch jetzt seiner früheren 
Todenz, nach welcher es ein Handbuch für reifere Schüler 
OBd alle Die sein sollte, die sich in der alten Geographie fortbil- 
den wollen, um ein Bedeutendes näher gebracht worden. Binen 
Yofzug erkennen wir namentlich darin, dass das rein Geosgraphi- 
sehe im AUgemeinen mehr herausgehoben und im Einzelnen dem 
dten Deutschland eine grössere Aufmerksamkeit gewidmet worden 
ist Jedenfalls gebührt dem Vf. das Lob, dase er die Tielen Un- 
ttrsnchnni^en der neueren und neuesten Zeit, die oft in kleinen 
Abhandinngen und seltenen Monographieen niedergelegt sind, 
fleiaBig sammelte und selhstprüfend benutzte, um seber Arbeit Jio 
beslmoglidiste Vollständigkeit und Vollkommenheit zu geben. Die 
ganze Masse des Stoffes ist in zwei Haupttheile getrennt. Der 
erste bescbilfligt si^h, nachdem in einer Einleitung fiber Begriff, 
EittAez/nng, umfang, Nutzen und Literatur der alten Geographie 
das TVesendichste Torausgoschickt worden ist (S. 1^136), mit 
der mathematischen, physischen und historischen Geographie. 
Letztere zerfallt wieder nach den bekannten ^ier Perioden in die 
mjthische, historische, systematische und geometrische. Der 2. 
ei« besondere Theil (S. 137 — 510) Buropa, Asia, Afrika oder 
lAj», mit den gewöhnlichen Unterabtheilungen. In einem An« 
httge (S. 511 ff.) wird die Frage , ob Amerika den Alten be- 
kamit gewesen sei, dahin beantwortet , dass es sowohl möglidi . 
ab wahrscheinlich sei. S. 513 — 539 folgt ein Tollständiges Re- 
gister der Eigennamen. S. 540 — 544 Verbessemngen nnd Zn- 
sitze, die meist in literarischen Nachträgen bestehen, und hier 
eme Entscholdigang darin finden, dass die Umarbeitung des Gan- 
zen in eine frühere Zeit fällt. S. 545 ff. ist eine Erklärung der 
Kopfertafel beigegeben , welche die Hesiodische Vl^eltansicht nach 
J. H. Voss nnd die Irren der lo nach Aeschjlos darstellt. Noch 
erwähnen wir den Schulatlas der alten Geographie von 6. Graff, 
den Hr. S. zum Gebrauch seines Lehrbuches eigens hat anferti- 
gen lassen und den wir aus Erfahrung als vorzuglich brauchbar 
empfehlen können. Die Ausstattung' ist gut 61« 

[1874] Gruttdriss der Geographie nnd Gescliichte der 
altai, ndtflem nnd nenern Zeit^ für die oberen Classen ei- 
MS Gjmnasiams yon Wüh* Putz^ Lehrer am Gjmn. zu Du* 



208 Schal- vu Eriiehangswesen« 

ren. 2. Bd. Das Mittelalten KiShy Renard n. PBbyeQ« 
1837. n lu 208 SL gr. 8. (14 Gr.) 

Auch n. d« Tit.: Grandriss der Geographie und Gesdilchlt 
des Mittelalters für die oberen Klassen eines Gjnmas. a. a. Wm 

£1875] Grandriss der Geographie nnd Gescliichte deir" 
alten, mittleren und nenen Zeit^ für die mitdern Klassen der 
Gymnasien n. für höhere • Burg^crschulen, Von Wilh. JPutx^ 
Lehrer u.s.w. 2. AbthL Daa Mittelalter. Köln, Reaasi 
n. Döbyen. 1837. Vffl n. 102 S. gr. 8. (8 Gr.) -'^ 

Andh o« d. Tit,: Gron4riss der Geographie und Gescfaidita \ 
des Mittelalters für die mittleren Klassen von Gymnasien a. s, w« : 
Nebst einer Zeitlat'cl. 

So nachdrucklich man sich auch dagegen erklären miisal^ 
wenn der Geographie überhaupt eine so nntergeordnete Stelle beiip 
Jngendanterrichte angewiesen werden sollte, dass sie nur als Tift» 
gerin der Geschichte erschiene, kurz, wenn ihr nicht ah eineik^ 
selbstfindigen Unterrichtszweige eben so gut wie der Geschicbfa' 
ihre besondere Zeit gewidmet würde; so ist es doch gewiss nar 
höchst angemessen zu nennen, wenn mit dem Unterrichte in 4ta-' 
Geschichte die historische Geographie, wenn wir sie so nennen dttd|e|u 
sogleich mit verbanden wird. Es ist bekanot, welches Verdien^ 
Bredow durch diese Verbindung sich um die Behandlung der alten Ghfr^ . 
sdhichte auf Schulen nnd UiiiversitiUen^erworben hat. Die Schwi^' ; 
ligkeiten, mit welchen man indess bei der G^graphie des MiflaC^ ; 
alters bisher zn kl^npfen hatte, waren wohl ein Hauptgrund {hm^: 
Vemachlässignng l^emi historischen Unterrichte. Sowie man fibai>» 
hanpt abter anter dem Drucke der Fremdherrschaft in Deatadt-» 
land erst angefangen hat , sich mit grösserer Liebe dem StadldMa 
des Mittelalters zozawenden, so ist auch der Geographie desselb^in 
in dessen Folge erst neuerdings mehr Aufmerksamkeit geschenKft 
worden« Spraner's Atlas, über dessen erste Lieferung wir denH;-. : 
nächst Bericht erstatten werden, ist sprechendes Zeugniss dafBie.« 
Dass anch die Schule diesen Bestrebangen nacheile , dafür w^K 
Hr. Pütz an s. Theile Sorge irnQen. Jeder erfahrene Schulmaftin 
wird es ihm Dank wissen, dass er fiir den historischen Unterri^^iit 
einen Unterbau yeri^ucht hat, auf welchen jener nun mit Sicher-^ 
hcit sich stützen wird. Nar billigt Ref. nicht ganz, dass ea f^af 
dem Titel heisst: Grandriss der Geographie und Geschichte u. s. wr«^ 
da die letstere doch hier die Hauptsache ist und bleibt, wri j^u^i 
nur dieser wegen mit aufgenommen ist , was aueh der Y£ in^ 
Buche selbst nicht ausser Aagen gelassen hat. Auswahl, AncM-il^ 
nuDg nnd Behandlung des Stoffes bat uns gleichmässig befriedigte 



Schnl- 0« ErciehongswesBii. 200 

Im^fKeh ist die Anoidaiiiig kidit lilienrididieh uiil tiäUk. In 
ki Kaleitiiiig wird L Dantsdiiänd Tor ^ler YMkenr«iideroD|^, und 
2. die Tolkerwai^dcraiig seiftet dargestelk; Die Geechicble dee Mit- 
lelelten ist in 4 Zeiträame eingethei^.- 1. Zeüraam. Yen der 
AilösiiDC^ des weströBu Reiches bis* sar .Throiibesteigmig der 
laroliBger and Abbassiden ; 2« Zeitr. bis zum Zeitadler der Kreai-^» 
ajp; 3. Zeitr« die Kreuuage; 4. Zeitr. bis lar Batdeckmig 
t« Anerika. In jedem Zeitranme folg| die Geschichte des Abend-* 
kihs, Morgenlandes and des Nordosten Bnropas, mid endfidi 
d» SdiSderong, des jedesmaligen Cnltnnnstandes auf einander« 
BeUe Grundrisse haben diese Eintheilang gemeinsam, sowie auch 
fiele gleicUantende Stellen. Ffinf Stammtafeln far die Ka« 
leGnger, die Weifen und Hohenstanfen, die normannischen Konige 
k B^and, das Ehos Yalois in Frankreidi and die Hftaser Laa- 
Osler and York sind eingedmdcty dodi fehlt die letzte im Grandrisse 
lir die mittleren Classen. Dieser hat dagegen eine Zeittafel aiif 
4 Seiten, wdehe dem für die oberen Classen fehlt. Sie gibt das 
Rediigste kmrs nnd in zweckmAssiger Aaswahl. Ausserdem nn- 
teredbndet sich der Grandriss für die oberen Classen, wie natfir* 
lieh, dord grossere Yollst/lndigkeit , Tornfhmlich in der Darstel- 
long der taseren Yerhftitnisse, darrh- kurze Angabe der wichtig- 
sten Läenilar für die einzelnen Abschnitte , fiberhanpt dnrek eine 
mdr wissenschafUiche Haitang, and 'aach finsserlich dorch latei- 
nisdhe Lettern* Ref. hat nirgends die Beachfcog der nenesten 
Vstersodimgen Termisst. Da das rheinische ProTiaziaNS^ul- 
GoDigiam in einer, Circolarf erfSgang yom 24. Oct. 1834 an die . 
Yearidong einer za sabjectiren Farbe bei der Darstellong kirch- 
SA» Yei^tnisse gemahnt hat , so scheint es nicht fiberflnssig, 
u kmeriken, dass der Yf* sich föllig parteilos za halten gewnsst 
kif so dass sein Bach sowohl in protestantischen, als in*katholi- 
sAen Sdmlanstalten ohne alles Bedenken eingeführt werden kann. 
SAfienslich noch die literarische Notiz ^ dass im Jahre 1833 die 
MIe Abtheilang des Grandrisses der Geographie and Geschichte 
ier Staaten des Alterthams fSr die oberen Classen eines Gjmna- 
rfnms Tom Yl erschienen ist , welchem 1834 die dritte (Gesch. 
ier Bomer) and 1836 die zweite Abtheilang (Geschichte der 
I Orieckea nnd Macedonier) fo^e« Die erste, die ganze Geschichte 
der Staaten des Alterthams amfisuisende Abtheilang des anderen 
Orandrisses for die mittleren Classen erschien 1834 nnd hat in 
diesem Jahre (1837) eine neae Aaflage eriebt. 121. 

[1876] Lebrbach der Geographie Yon Dr. Wilhelm 
Friedr, Volger^ Kector am Johanneom za Lüneburg. 3. 
CoFsns. 2*9 verb. n. stark term. Aufl. Hannorer^ Hahn- 
«die Hofbochh. 1837. VI u. 451 S. gr. 8. (1 Thlr.) 

A^erf. d. ^: dwfok. Ht. XIV. 2. 14 



210 Schill- lu Ersiehangswesen» 

Aodb n« d« Tit: Yergleiehenile Dantdlung^ deraltoB, mitt- 
leren und neuen Geo^phie, ein Lehrbaeh ffir die obersten Gjm- 
naeialklassen a.B.w, 

Da yoranetneetten ist , dass dieses Schulbdcli den moisten ' 
SclHilniftuieTn von der ersten Ausgabe her bekannt sein wird, st 
begnngt sich Ref* damit, Das zu bezeichnen , was diese Auflage - 
irpu jener untersdieidet. Die Aniiige ii9t dieselbe geblieben. IKt 
grSsste YerAnderuog ist mit der alten Geographie TorgenoannMu 
worden» Sie hat einen besonderen Bearbeiter in Herrn Subrect«^ 
Cmsins in Hannorer erhalten, der diesen Theil des Buches vä»' 
% unabhftngig von Hm. Yolger umschuf. Ref. kann das Be^^ 
denken nicht zurückhalten, dass für ein Lehrbuch des Stoffes weUi 
auTiel hier angehäuft sein möchte. Da das Buch indesaen auch 3 
sam Nachschlagen gebraucht werden soll, worauf das reichhaltag%f 
63 Seiten füllende Register hinweist , so musste' allerdings nMi. 
sber gewissen Yollstftndigkeit gestrebt werden. Am geralhenst« ; 
scheint es, den Schülern Anleitung zu geben, sich selbst, ober* 
siditliche Auszüge zu machen, damit sie sich in diesem JLabjiia- 
Ihe von Nammi nicht Terirren und über dem Einzelnen nidiC dea 
Gesaiiimtuberblidc rerlieren. Dass Hr. Yolger in der neaans 
Geographie die YerJIndenmgen , weleho die Zeit mit sieh hwmgt, 
4un gehörigen Orte angebracht hat, bedarf kaum der ErwjÜiMn|^ 
da der gewissenhafie Fleiss desselben hinlänglich bekannt ist 
Wir erkennen fortwährend den Haaptwerth seiner Arbeit 4mn^ 
^ass er der Geographie des Mittelalters , die bisher so Temurii^ ^ 
läasigt worden ist, Eingang in die Schulen Terschafft hat. Schwier s 
rig bleibt aber, nach unserm Bedenken, die Aufgabe, auf dem tob ; 
ihm Torgeaeichneten Wege den Unterricht in der neueren Geogia- i 
phie mit der des Alterthnms und der des Mittelalters zu Yerbindasw ! 
Sb adiMt uns viel angemessener, die alte Geographie im Z%nnm 
menhaage mit der alten Gesdiichte, sowie die miulere nit dar 
Geschidite dcQ Mittelalters darzustellen , wobei dem Lehrer ja : 
jmmer naohgelassen bleibt , bei dem selbständigen Unterrickt ia 
der neuere Geographie auf den firuheren Bestand hinzuweisen i 
und so eine Yergteichniig zu vermitteln^ die allerdings Tun 
Nutzen sein wird« 12JU 



[1877] Praktischer deutsclier Sprachlejbrer, oder 
dische Anleitung zu geistbildenden Sprach^ und Denkübongem» 
Nach bewährten Grundsätzen für deutsche Elementar- und YoUcs- 
schulen Terfasst ron Chr. OottL ScAolZy Oberlehrer am k. 
OTang. Schullehrer-Seminar zu Breslau. 1* Till« HaDe^ Ajoh 
toD. 1837. XX 0. 408 S. 8. (18 Gr.) 

Hr. Seh., welcher bereits in mehreren Schriften sein Benfi«* 



Sclinl« ii# Ertiebuugswesen. Sil 

b«B, des Spiacliiiiilarricki tu widulNift gtistbiUemieB Oeakiibn»- 
gen n erheben, auf eiM mit Beifidl «aerlüuiiite Weise kimd fe- 
tten iMt, liefere Uer eine auf deaaelbea Zweek berechnele , b^ 
iebreade Schrift , für YoUcsscboBebrer eder iiberhaapt BlemeBtffw 
Mirer, md «uUer dieses Tornebmlieb fir LebfanOager , Stniaa- 
liilen, Prdparaaden » eawie für filtere , nil Bildaac der Seniiaa- 
riblea xmi Prüparaiideo «ich beeehiAigeBde Lebfcr bestimmt. 
Was Ansichten über- Spracbuitenricht hat der VC achoa i» dem 
T^worte s« seinem ^Wert« nad Gedatikeostil^ , aawie in aei- 
Mr i^ethodik zam Mntterspracbojiterrichte^^ dargelegt , als Er* , 
griMiiaM.aeiasa tfacdUediens, terboadiea mit dem Sladiaai ,der ' 
Hi a rs ltfp Spracbwerke Ton Becker a» m, a* bekamen Yei^wseia 
waget sraeliieneBer Spraehlehrea. Der Torlieg. 1. TheU iim£ust 
oNi ganz6D ersteil Lehrgang des Sprachschtüers lor Begrujviiui|^ 
nad weiteren Aoafiibnuig dieses für Schftler (doch wohl insUnen 
falg«fM«ii Theiiea?) bestimmten Baches« Der V£ rechifertigt sich 
aidit wm der ihm' bei frnherenSehrilien amg Last geiegtin Beaita 
«agva« aoadem anch darüber , dass er den Spraeblehninfang mit 
tm äatae mscbe« An dam Salss soll der Schuler die WMof 
als Satitkeile edcennea » and diese wieder ia Sjlben nad Lantt 
WgiiedenL Da^ denn aoeh diase Sahnfii naah der .Tovaaage- 
gfogm^n lEinleitaiKr ^ ia die AbsebnUta: Ten den SprattUanten, 
Bsdiftabea nnd Süribea; Wörierelassaiii^ WorthiJdnng nadZammi* 
i W^sel rong aerftUt* Aach Baf. hHU den fon dem V£ euweaaUaf^ 
mnea Weg fiir. einen aam Ziele fahrenden, wenn aoeh .niehA iür 
ajls einaiy wahraa* Ob mit den neagesehaffeaen Wörtern G^ 
kaidker (S« iy).and Bemeeagehuigen (& XU) nasar* Sprache 
witiicJi bereichert wetdan aei, Useft &et nnentsdieden« Papier 
M Prnck sind gnt. 94. 

[1878] Der fixaminatpr in d«r dentBchea SpradM. 
Ein Yoibereitangs- a|id Wiederholnng8bfic|iiein beim Unisrrichta 
in lier deatschcn Sprache , Tanageweise als Aahang anr thaere* 
Mbr praktischen Scholgnaamatik von Dr., Jfoh. Chr. Ang. Heyne, 
fir Lehrar and Sdriiler bearbeitet ven Ouit. ßamföur^ evaag. 
Pmd. a. Rect. Nebst einem Vorworte tom Prof. -R*- Msielt. 
Breshn, Hentze. 1838« XU ti. 112 H. gu 8. (0 Gr.) 

Das gaase Bach besteht aaa einer Reihe von Fragen über 
denlsche Grammatik» die nach fisjse's Graaumtik angeordnet and 
statt der Antwort Ton einer VerweisaDg «anf die Stellnng dieser 
Grammatik, wo die Antwort zu finden ist, begleitet siad. Die 
Manier ist gleichmfissig folgende: „Welche Wörter heissen Ne- 
beswörtert'' H. Gr. S. 220 n. 221. „Was fär ein Wort ist 
ttiihia das Nebenwort seiner nrsprunglkhen Bedentong nach V'^ 
B. Gr. 221 n. s. f. Dass der Yf. gerade anf Hejse's Gramma- 

14* 



212 Schill- m ErsiehangBwesen« 

tik verweist, wird dadurdi gerechtfertigt, daes diese 1837 die 
11, Aflüage erlebt hat und in sehr Tielen Schalen eingeführt iat 
Andk weilen wir den pfidagogischen Nntxen dieser Fragensann- 
fatng nicht ableugnen ; denn immer gewinnt der Sdiuler, wean er 
sich «elbat, oder wenn ihn der Lehrer richtig fragen lernt. We- 
n^stens Tersichert Hr. Prof. Nösselt, dass er, auf diese IRfrise 
nnterriehtendf die Fronde gehabt, dass selbst Kinder von 10—12 
Jahren die Hanptrogeln der Sprache nioht nnr begriffen , soaden 
sieh aneh auf die Sprachslande gana besonders gefreut haben« 

[1870] GeschiohÜichM Lottpspiel zum Notsen und Ver- 
gnügen der lernbegierigen Jogend, insammengestellt Ton Herm^ 
König9dörffer. Leipzig, Andrä. (1837.) XXIT T«L 
vu 10 S. 8. (n. 1 TUrO 

Das miter dem «passenderen Namen „Yollspiel^^ allgemein be- 
kante Gesellscbafisspiel wird hier als Mittel inr Binpriigang dei 
Wichtigsten ans der enropilischen und' Torangsweise deotocket 
Gesdiichte seit Christi Gebart gebrancht. Der Dirigent ruft nim* 
liA statt der gesogenen Nnmmem im Yollspiel einselne BreigBiast^ 
Namen n. s. w. ans, und die Mitspielenden Sachen anf den Tafeh 
die dasn gehörigen Orte nnd Jahreszahlen anf. Es ist nicht « 
lengnen, dass dieses Brleiditemngsmittel alle Anfinerksamkeitter- 
dient. Es kann sa einer frnditbaren Wiederhofaing nnd Enret* 
temng des Geschichlsanterrichtes fuhren, wenn der Dir^es^ 
ohne dem Spiele sein Recht an nehmen, BrkUmngen und Erdb* 
lungef einwebt, bei wiederholtem Gebranch die Fragen ftndtf^ 
nnd durch allerlei gesetsliche Bestimmungen die SelbsithäligM 
der Ifitspiolenden nach Maas^iabe ihrer FortiNdiritte steigend ii 
Ansprach nimmt. Ja, es kann selbst, ohne den Charakter im 
Spieles gana an&nheben , eine kurse fortlaufende BrtUlong im 
Clesdichte mittelst der beigegebenea chronologisehen Uebmicbt 
daran geknfiptit werden. Freilieh fordert das Amt des Dirigealea 
einen gewandten Lehrer, und wir bedauern, dass Hr. IL »cht 
mehr YorseUfige nnd Winke sur gesdüekten Handhabung seiasr 
Erfindung beigefügt hat; es wurde diese allerdings der sdiwi^ 
ste, aber aneh der dankenswerthoste Theil seiner. Arbeit geworden 
sein. — Allen Familien? Atem nnd Lehrern, welche eben so we- 
nig das Lernen an die Sehnlstnbe als die Rnthe ihren Kinden 
auf den Rucken binden, empfehlen wir dieses Lotto bestens. 



Dettsclio Sprache ■• sckSae Lit« 21S 



Deutsche Sprache und schone 
Ldteratnr. 

[1880] Altdeotselie Blätter^ henmggegebep vm JRfo* 
m Hofupt joA Skinr. Hoffmann. 2« Bd. 1« Heft 
Ldpzig^'Brockhaiu» 1837* S. 1— 120« gr« 8« (mlOGr.) 

[YgL Reportor. Bd. XI. N«. 469.] 

DiMes Heft eadiAK & 1 1 eisen Sagea am ilem 12« JakL« 
MS emer TielleiGhC gleidueitigeii HAüdsckrift der kon. Bibliotkek 
n HuMTer Ton Hm. Prot Wilh. Grimm mitgeteilt. S. 2 IL 
daen Aoftiits «her Seifried Helbliag, Toa Hrn. Tb. 6. res Ka- 
nJMi in Wien. Seifried HelbliDg, Ten ritterliekem Stude, be- 
golert m der Nähe TÖn Nneedorf bei Wien^ lebte gegen das Ende 
des 13. ]akrbaiidert8. Seine Gedichte sind, wie ee eebeint, nnr 
in einer rimigen epAten Hs. der wiener Hofbibliotbdk nnftehnlten, 
leider niflbtTelistindig, doch saeammen gegen nenntbalbtaneend 
Tene. Ibre geediicbtlidie , beeondere sittei^peediiGbtliGb'e Wieb- 
t^cit gebt ans dem Torlieg. Anftatse berrer , der Ten der toll- 
stfadigen, mit sergflUtigett BrlAatemngen teisebenen Ausgabe, 
£e Hr. ren Karajan Yerspricbt, das Beste erwarten Iftsst. S. 18 fU 
Cftfe/Sittengedicbt von 580 Zeilen , ans der bekannten melker 
Hk Ten Beffinaan beransg^ben» S. 32 IL Predigtbrncbstacke, 
am der wiener nad der kkstemenbnrger Bibliethek TonHoftnann 
m^e&eiil.^ Das xweil« Bmehstjiek entbftH einen Tbeii einer Ans^ 
Iqjiiag des Yatemaser. S. 41 ff. Legenden Ton S. Ursnla, in nie* 
derrbeittiseberMnadarC Die erste (395 Vene) ans einer beriiner 
Hb. den 14. Jabrb. yon Hrn. Dr. FrieiSander mitgetheilt, diesweite» 
Bit der ersten Tielfaeb obereinstimmende, ans einem keker Dmek 
▼em J. 1511 Ton Heffmana. # S. 67 ff. Inbaltsferseiebniss einer 
Tia der aneb sonst Torkommenden Sebreiberin Glam HAtslerin 
von Angaburg snsammengetragenen Bm: des bobmiscbenMnsenms 
a Prag. Die Hs. ist vom J. 1471 , der Inbalt ans TorscUede- 
aea Zeilen, in groesem Tbeil nach in andern Hss. entbalten nnd 
ToOstfindiges Abdruckes scbwerlicb wertb. S. 74 ff. Lateinisebe 
Braabhmgen, ton Hrn. Wüliam h Tboms in London ans einer 
ilua gärigen Hs. des 13. Jabrb. mitgetheilt. Fir Mjtbolegie 
des Hittelalters nnd iiir Sagenknade siad sie Ton Wertb. 8. 82 C 
Teneidmiss altdeatscber, yon Hoffmann in Torsebiedenen BiUie- 
^en gefundener Hss., meist geistliebes Inbaltes, mit Amner- 
luagen. S.971L Tbeologiscbe Abbandlnng, Bnadistiick ans dem 
14. Jabrb., in Hoffmann'jB Besiti. S. 99 ff« AltengUscker Bestia- 
nm^ geisdidM Deutung i|er Bigenscbaftmi deeLftwen» des Adlers, 



'der Schlange, der Ameise, des Hirscbes, ded Fnckses, der Spinne^ 
des Walfisclies, der Sirene, des Elefanten, der Tniteltanbe^ des 
Pantfaersi Jer Tailbe. Aelmlicfaer Auslegung der BigetncliafteB • 
wirklicker und erdichteter Thiere gibt es mehrere (s. Hoffmanii*s 
Fnndgmben 1, 16 f«); ^i^^ englisefae ist darch Alter nnd Form < 
sehr merkwürdig. Hr, Thomas Wright in London hat sie ans 
ans einer fisi des boginnoiidea 13« Jahrh« mitgetheilt ,. das Ge- 
dicht selbst,. 802 xnm.TJheil allitterirende ^ zom Theil gereinMe 
Zeilen^ . scheint älter. S. 120 eine Stelle ans Bmder Bertholdi 
Predigten/ Zur baldigen Fortsetzung der altd. BIfttter liegt man- 
nichfacher Stoff bereit nnd dankenswerthe Mittheilnngen sind uns 
▼ersprochen^ M. Haupt. 

[1881].JLlthochdeateche. dem Anfange des 11« Jakrfa« 
angehörig^ Uebersetzang und Eriftntetang der Toir Boethtue 
Teiirasstett 6 Biditr de consolatione philosophiae. . Znm ereten 
Skale herausgegeben Ton J?» O. Braff. Berlin^ Nieobii- 
sche Bnchh. 1837. VI u. 292 S. gr. 8. (1 TMr.) 

[1882] AltiiochdenlsdieB Lesebach enthalteBd die altkeeb- 
' dentsehe Ueb^inetinng der consolatio philosophiae des Boethivs. 
2na 8ehal^4ind UniTersiffttsgebraueh heransgeg. und mit spraek- 
erlintemden Anmerkungen versehen Ton £• G^ Graff. Ber* 
Hn, ITicolai'sclie BncliL 1837. TI o. 150 S. gr. 8. 
(16 Gr.) 

0a die Yollendong dos Bpmchscliatzes die Zeit des Yla« 
sdion so sehr in Anspruch nimmt, ist das Yerdienst, welches er 
sich nm die dekanntmachnng dieser alten wichtigen üebersetnug 
erwirbt, von der wir bis jetst nnr Bmchstiicke hatten, nmee gi le 
ser. Hr. Graff , der ffir deren , wie der Uebersetanng des Mnr- 
tiasne Capeila Uiheber, den m St Gallen im J. 1022 Tcrstorbe- 
nen gelehrten Benedictiner Notker Labeo hält, liefert hier efaMm 
treaen Abdruck aas der Handschr. 825 der StlftsbibHothek »a 
St» Gallen , in dem er eich mit Beibehaltung der Accentn md 
QaanitlllsbeMiehttungen nur die Yerbessemng der Schreibfehler 
der Handsehr. erlaubt hat, die unter dem Texte angegeben simi. 
Zur Erleichterung 4es Verstfindnisses dieses althochd. Spraehdenk-^ 
mde iet der lalein. Originaltext danknter gesetst worden, den der 
Herausgeber theils nach der erwühnten HandsdMft, theils nach 
der Ausgabe yon Sitzmann (Haneme 1607. 8.) oonstituirt hat. 
Die BrlUrt e nmgen des Uebersetxers sind durch [] Ton dem Texte 
abgesMidert* In dem Lesebudie ist nur die Uebersetmuig des 
latein. T«itteli der coasolatio gegeben , die Vorrede aber und die 
Bikttttemngen des Ueberdetaers sind weggelassen werden» I>er 
Freund altdimtsdier Stndita, der weder das TsHstlndigere^^VWk, 



DeBtseke Sprache «• «ckoae Lit« 215 

»et dl« in diMen LelurbodM e&AaUoBettAMBi^rinBgM desHar- 
aagAtm cmtbehrtD mddito^ ist mbU Bom Aiduuife bddar Werice 
pswagvu Nath mwerem Daforlidteii wurd« dvrdi HiaiBfigug 
4es ^FeUenden der Unfang ud Preis geg«0wirtigeii Bache aor 
«1 eia Geria^ee erhöht und dem Beaitter deeeelben ein groaeer > 
Gcfidle gvOum worden sein. Daea es bisher aa euMia althoch- 
deiCsdbcn I«eflehadie gefehlt habe nod daas gerade diese Ueber« 
seteBg zur Batwickelang der althoehdenlacben Laut- , Fleidoas- 
mä Saislehre iir Lehrer aad Schaler sich besonders eigne , ist 
woU ni«dit in Zweifel m steUen. Wenn jedoch der Heraasgeber 
beaerkt, daas das Stadiaa dieses Werks die stodirende Jogead 
a^ileick mt phibaophischem Denken anregen nnd torbereiten nnd 
ikr dea vahren Werth der Guter nnd des Lebens belehren könne 
s.S. w«y aa Bidchte in diesem Falle das lateinische Original doch 
gerignster «nd allein sn empfehlen sein. Die anter dem Texte 
t ts h end em ErkUürnngea schwieriger Wörter emtrecken sich nnr 
insoweit , als diese in dem bis jetzt noch nnToUendeten Spradi- 
sdutaenidrtTorkommen; sonst ist aaf diesen nnd andere Schriften 
dmHanlBflBthirs, »,die althochdentschen PrApesitionen'' nnd , »Theo- 
rie dersebiRsdienDedination*^ Terwiesen* Für Manchen werden 
diese Ytnreisangen snm Theil nnauts sein, da der Spvaehschats 
wigOB aeines hohen Preises nor in Weniger HAndea sein durfte; 
Terweisnngen auf Grimm's Graaunatik wörde man lieber sehen. 
Wird schon in dieser Besiehong der Werth seiner Anmerkungen 
▼erringert, so kommt noch dasa, dass ein groeser Theil dersel- 
bm seibat Inr digdLnfiUiger nnbraachbar ist; Anmerkungen s.B., 
«Waraesian, ersetsen an ersesset, sdr, sauer au sürte, 
Aitrihaa, aastreiben, depellere snüitiibe, tragan, tra* 
f es a« traget nad dem Aehniiches werden schon als ans den 
Aflfimgsgrwnden der Grammatik bekaant toiansgesetst. Druck 
od Papier ist got. 127. 

[1883] Halle der YöJken Sammlung TorsGglicher Volks- , 
iieder der bekaantesten Nationen , grösstentbeils snm ersten Male 
aetrisch in das Deulsdie utortragen Ton Dr. 0# X. B4 Wolff. 
2 Bde. Frankfort a. M., Saneiiänder. 1837. XI a. 
276, Vm n. 308 S. 8. (2 TMr. 8 Gr.) 

Ten diesen im Gegensatze au Herder's „Stimmen der Ydlker" 
woniger passend genannten «iHalien derVölkei^* umCasst das erste 
BBaUen 1) altenglisdie and schottische Volkslieder, meist aoa 
deaSmnmlnngen von Scott, Smith, Motherwell a.A. entnommen; 

2) aiederllndisehe aus Hoflteann, le Jenne nnd üiegenden Blfttlern; 

3) TotkalMder ans Frankreich, Belgien nnd der frans. Schweia, 
vM Toinahadich alte SammluBgojp, wie „la ileor des chaasons'^ ans 
im Aniaage des 16. Jahrb. , ^a fleor des chaaaoaa noaveUos''. 



216 Dentsohe Sprache n. schone Lit« 

Lyon 1586, benatxt wardem Das zwrite Bflndchen gibi Volks» 
lieder 1) ans Spanieii and Portugal, erstere aos BöU de Faber*s 
„floresta d«s rimas antignas Castellanaa^S letztere aas einer band*. 
schriftl. Sammlong in des Heransgebers Besitz ; 2) aas Italiem 
nach MiiUer's Egeria und fliegenden Blattern;, 3) ans Dänenuurk^ 
Schweden and Norwegen, nach den Sammlongen von Geijer uai 
Afzelins; 4) Volkslieder yerschiedener Völker > ein ehinesisches, 
indisches, türkisches; arabische, slawische, ungarische, serbisite 
nnd litthauische y grösstentheils nach englischen und fransöa. Uo-* 
bertragongen bearbeitet* In einem Anhange werden 35 Liiedcf i 
ans dem Itzgronde nnA darauf „12 deutsdie Lieder ans den 2ki^\ 
ten> der Meistersänger ond zum Theil Ton solchen verfasst^^, ntt-'i 
getheilt. Zu jedem Bande finden sich am Ende die Nadiwentia*! 
gen der Lieder und zuweilen einige kurze BrlftutemngeD. Ikr 
Herausgeber ist als gewandter Uebersetzer bekannt, ond ein Uten^ 
geres und for%esetztes Studium der Volkspoesie hat ihn in dsn- 
Stand gesetzt, den Ton des Volkslieder in den misten dieser | 
Uebertragnngen zu treffen. Eine gewisse schon anderwArte h 
den Werken des Vfs. gerügte Flüchtigkeit jedodi Ussl sich ««k. 
« hier hin und wieder nicht yerkennen« Ref. hatte nur GelegenlMi^ 
die liebersetzungen aus dem Holländischen mit den Originalen j« 
Y<irgleiGhen, und obgleich hier der Uebersetzer wegen der dicilwei- 
sen Debereinstimmung beider Sprachen leiditere Arbeit hatte, 80 
sind doch viele Stellen zu frei, einige falsdi, andere gar zn wn«! 
poetisch wiedergegeben worden« Nur ein Beispiel letzterer AAi 
In dem Liede: „Verholen liefde'' (I, 125) iMen die WoiM; 
„Ach geeft er den arme Lazarus wat, Doet werk Tan caritafen* 
an sich schon erbArmlich, übersetzt noch viel jammerlicher: ^Aek- 
gebt einem armenLazarus was von wegen der Mildlhfttig^ 
keit*^ Eine gewöhnlichere Art ton Flüchtigkeit ist, dass gjkxA 
in dem ersten französ. Liede auf die Gefangeanehmnng Franz]» 
in der Schlacht bei Paria der dritte Vers der 7* Strophe: „Par; 
toute reoompenlBe ils ont leurs jours fines^S untibersetzt geblieben 
ist, ohne dass darüber Rechensdiaft gegeben wird. Die 35 JLie-: 
der aus dem Itzgrande , eine Auswahl aus etwa 200^, die hani-» 
sehrifUich in die H&nde des Herausgebers gelangten , entfanllen 
zwar wenige zur Zeit unbekannte, geben aber einige Jn Tolistiin-^; 
diger, andere in abweichender Abfassung, Als eine werdiTidk' 
Zugabe nennen wir die 5 Meistergesänge und 7 Volkslieder mn 
dem Ende des XV. Jahrh. und dem Anfange des XVLJahrfc., tm 
denen freilich das ei^te: „Albertus Magnns^^, bei Gorres S. 195, 
zwei andere „Von der Vertreibung der Juden zu Rotenburg a. d. 
Tauber«^ und auf den Bauernkrieg bei Soltan S. 246 nnd 307 
in ursprünglicher Gestalt, ein Tiertes „Von einer K&nigin r^m 
Mon'' erneuert in Vnlpius Curiositftten II, 463, ein fünftes eai- 
lieh „Von einer Königin ia Fri|nkreich^^ beariieitet nnd verkunt 



DeiiUolie Sprache iu schone Lit« 217 

■i Wondeihora D, 237 abgwirackt sud; wm MehsawtiMa Hr. 

. W«Ur f e i giMBca liaben nuig« Leider sind auch diese Abdnicket 

wie «m ee Toa dem Herausgeber sdioa gewohnt ist, durch maa- 

che Dradif^er eBtsteUt. *- Druck und Papier siad Tortrefflich. 

127. 

[1884] Lieder in obderemie'scher YelkBmuidart Von 
Btamz Stelx hamer. Vfiea, Rohrmann m Sehweigerd« 
1837. XVI JBu 183 S. 8. (20 Gn) 

yyBe ist Bieiae liamiloseste Poesie'S beaierkl der yf.dber diese 
Lieder in der Vorrede; ,,8ie wilt nichts Torstellea^nad bittet aar 
na eia üreaadHches Gesicht, damit sie lachen aad ihre Schalks* 
«priebe maehea könae^^ Yoraasgesetit, dassLieder, die nichts 
TtrateiicB wollen, doch etwas Torstellea mussea, soUte diess andi 
aar etwas leichter Art sein, am nicht in die Kategorie des Nicht s- 
wfiffigen gebracht sa werden; sugegeben femer, dass poetische 
Brasegsisse ia Folge eiaes recht freundlichen Gesichts des Le- 
sers „LadMB aad Schalksspriinge'^ madien köanen , so mSdite 
dtch aHUcher Leser, der nicht ima^r gerade eia freandliches 
GetiAi xar Disposition bat, Torlaagen , dass die Lieder ihre lu« 
ntiga Sprfinge nierst machten , um darnach absuuehmen , ob sie 
asä eines iS^aadlichea Gesichts werth sind. Und ia Wahriieit 
hskes diese Lieder, die meist erotischer uad darum andi heite- 
mr Natur siad und deren tiele den schödsten silddentschen Volks- 
liiera gteiduitehea, die Probe aus; aad weaa der Vf. ia eiaem 
. KäUiagaliede dea Ton so stimmt: 

'• Bacberi tingt wieda 
Sein wiecbpeMs GMOg: 

Ka 10 wird ieboi dert d'Wtil 
Af da Reit a5t m lang. 

Dam '■ umadan ballt 

Biogan d^Drdsoberl in Wald 

Uad da Gugatsa acbreit, 

Weti'n *■ Schrein k lo freut n. •. w. 
wird maa ia ihm auch dea gemfithlichea , nicht bloss heitern, 
icherahafken Dichter erkennen, — Am Ende des Bündchens fin- 
det der Leser ein kleines Idiotikon , welches aber für den Aas- 
kader niiAt ausreicbeBd ist. — Die tassere Ansstattnag ist toll- 
aagemessea. 127. 



[1885] Kriegsbilder ans dem Jahre 1812« Nach hi- 
•Msehca Begebeaheit»i ersfihlt f on Freimund Ohnetargen. 
1. Bd. Berfia, Morb. 1837. 286 S. 8. (n. 1 Thhr. 
12 Gr.) 



218 Deutsche Sprache q» schone Lit* . 

[1886] Bflder ans dem Knegdeben von 1813 ^ 1814i 
n* 1815. Nach historischen Begebenheiten erzählt Ton Fre^ 
mund Ohnesorgen. 3. u. 4. TU. Berlin^ Bechtodt 
n. Har<je. 1836. 298 n. 339 S.'8. (ä n. 1 Thlr»; 
12 Gr.) . * 

[VgL Repertor. Bd. IV. No. BSL] 

[1887] KampagnebOder aus den Jahrra 1813 n. I81t 
Yon Gast. Sprengel. Mannheim^ Hoff. 1837. (XU vu] 
228 S. 8. (1 ThlrO . 

[1888] Kriegsbilder. In Rahmen gefasst nnd in 5 Ti 
bleaw aofgestellt von £• Ernau. l. Bdchn. Gotha^ W( 
nige. 1837. YI n. 201 S. 8. (20 Gr.) 

Wenn man jetzt alle nar denkbaren BncheisBngen des 
bens in das Gebiet des Romans nnd der NoTeOe hereinsieht, i\ 
Alles auf frappante, pikante, oder sentimentale Weise , oder «tt^ 
weiss noch wie f beschreibt, ausmalt, zosammenphantasiH; soktf^d 
es darchans nickt anffallen , hier sn gleicher Zeit eine M i^^ 
Kriegsbilder nisammengestdlt zn finden , snmal ans den W#'j 
1812'— 1815, denen unsere Zeilgenossen so nahe stehen, ^^ 
auf eiae grössere Theilaahme bei der Lesewut in t^^^^j^ 
Zadem gewChrt auch jene vielbewegte Zeit «in Theater, aot «w 
chepn sidir die sonderbarsten Begebenheiten gmppiren lassen. Km 
der historische Roman , d<$r Liebling unserer Tage , kM» b**^^ 
besser thun als an jene Epoche sich anznlehnen, in welcher aev' 
▼iele angenehme nnd unangenehme, wenigstens immer interessiinl 
Erinnerungen wurzeln. Ohne auf das Einzelne einzugehen,^ 
gnügt sich Ref. fiür Liebhaber Ton Kriegsgesdichten ^^'^'.^ 
allgemeine Charakteristik der vorL Romane zu geben« Na* 1^ i 
und 1886. stellt den Krieger und sein Tielbewegtes Leben m «^ 
Vordergrund und erzfthlt die Ereignisse seiner Feldzüge, ^'"'^ 
welcher er mit Personen inBeinhrnng kam, die sdneTheiln«» 
in Anspruch nahmen , denen er dann in den yersdiied^DS^^ ^ 
genden des Kriegstheaters wieder begegnet und dadardi ^^ »^ 
Retter aas Gefahren wurde; oder die Person des ^^^^^J^^ 
ist die Hauptperson , welche neben den Strapatsen des ^^T^ 
tragische und komische Schicksale erlebte, die sich nun im ^^.i^ 
des Friedens unterhaltend anhören« Naturlich fehlen bei ^^^^^ 
der Mann mit riem kleinen Hute, wie Hr. Ohnesoigen N^oi^; 
gern nennt, und seine Marschälle und Generäle nicht; j^, ^yi 
der Yf. Nichts gewaltsam herbei und die Gabe derErzShlin« ^.| 
ihm im reichen Maasse gewonlen* Die Schriften ***-• -Lma 
Tcrdienen daher Lob, sie entsprechen ihrem Zwecke« *^ ' 



Detttsclie Sprache n. schone LM« 210 

utendmlet msk No. 1667., dem Priumi WilhdM tob Pmmea 
pwidaeC, Bamendich dadordi , das« das Sobject der aii%MteUten 
lUer der Yf., der im J. 1813 als Freiwilliger dieate, selbst ist 
Er sdtildert seiae ErlebBisse tob der Sehladit bei Leipsig an 
kis «nr Biaaahme tob Paris, dn Soldat, welcher Sr Bichts a|s 
die BiilitairisekeB OperatioBeB Sias hat; da sieh aber ia dem Vf. 
eil SoMat tob fiehtem dentschea Siaae Bad zagkich tob Bildaag 
Mgt, 90 lassen diese Campagaebilder aar dea Waasch abrig, dass 
•r Bodk mehr aas seiaem kanea Soldatealebea mödite sa enflh- 
kn habea. <^ Der Yi ym No. 1888. hat sidi's, wie er selbst 
9Bgtf wr Haaplaafgabe gemacht, eia m&gliohst getreaes Bild dea 
KricgslebeaB in seiaea Biaaelheitea , sei es ia oder aaeser dem 
Kampfe, treffe es dea Krieger oder dea rahigea Bfii^fer, sa lie» 
ftni, aal meint ia Radmicht aaf die letstea Kriegsb^beaheiten 
in Deatsehlaad theils dea damals Lebeadea eiae aageaehmeRodc«« 
erimienmg, theils späteren Geaeratioaea, welche das Kriegsleben . 
BMh Bidit an» Brfahraag keaaea leratea, eiae Yeraasduialichaag 
der aeaeroB Kriegsseit aa gewShrea« Dabei spricht er ffir seiBe 
BnttluageB S» geschiehtlirhe Treae aa, aageachtet er hier aad 
da ansgeschmfidct aad fibiges geliadert hat; aad ieagael eadlidi 
acht, dass nn Stil aad Biakleidaag ia diesea schKditea Brsäh* 
higea Haadies sa wilaschea abrig sei. Ref. hat sie jedodi 
ckafrtls mit YergaügOB gelesea. Die erste Braahlang: „Drm 
Tage ia den Laafgrtiliea for Schweidaiti*^ ist die eiasige, welche 
neht der aeoestea Zeit aagehört — Hiermit Terbiadea wir aoch 
die Aaseige ¥Mi: 

[1880] BeUona« Norellea, Bnaiangea, Berichte aad ScUl- 
denmgea aas dem KriegerlebeB« Gesammelt tob Cm Schnei^ 
der. 1. BdchB. Beilia, Hayn. 1837. 318 S. 8. 
(1 Thk. 12 Gr.) 

Es fiadea sich hier 29 BrxXhlaageB aas verschiedeaea, je- 
d<idi immer aeaeren Zeitea aad Kriegea. Aach die Napoleea- 
tehea Kriege tiefem einige Bilder. Der Brsiihier ersdieiat als 
gvtnüthiger, för dea Krieg lebeader Soldat, der aidit vor «aem 
d^n Bürger abschreckeadea AabKcke xaruekb^t , aber doch aoch 
«ia iuklendes Hers im Basea trftgt, der daaebca seiaem traarigea 
Berafe eiae frohKcbe Seite absagewiaaea yersteht aad ia der Mitte 
»Iter Kriegscameradea ia eiafacher Sprache Tortrigt, was er eiast 
nkbt. -. Papier graa. Drack gat. ' 128. 

[1890] Jaqaes von George Sand. Aas dem Fraasös. 
übersetzt yoa /• L. K. 2 TUe. Lcipasig» KoUmaBB. 
1837. 341, 350 S. 8. (2 TUr. 18 Gr.) 



220 Deutsche Sprache iu schöne Lit» 

Dieselben SchwAchen und Yonüge, welche die firuhereiiW«[| 
6. Sand's eharakterisiren, kehren auch, in diesem wieder ani'f 
ben den Beweis , dass die Yfin« einestheils Yon ihren sAm 
GrandsftUen allzusehr darchdrungen ist, andemdieils in eiii^r( 
wissen Manier sich schon allzotief eingearbeitet hat, endlich t^ 
anch durch die lanten Acdamationen ihrer an Zahl nicht , 
gen Verehrer schon zn sehr verwöhnt ist, nm achtsam 
Wink und Wamnng einer mehr rathenden, als ank&mpfendeal 
tik zn sein. Yortretenlassen der eigenen Person , Niehü 
der Familienbande, Drftngen nach Franenemancipationi bl< ^ 
aber einseitige Raisonnements über die sociale Gesittung der 4 
blühender, origineller, gl&nzender Stil, kühne Wendungen 1^ 
scheinende Frische, bizarre Charaktere nicht ohne Origiwi 
sind die Elemente, welche anch hier vorherrschen. Weniger^ 
rect als in der Indiana, treten jedoch hier ihre Yeracfatong d«^ 
milienlebens, und namentlich ihre mehr raisonnirenden als be 
senden AuefiLlle gegen die Ehe hervor , wie denn auch di» 
kastische Bitterkeit und Misanthropie, welche in den früheren m 
stets durchleuchtet, in diesem mehr in den Hintergrund tritt 
ein durch sociale Institutionen und bittere Erfahrungen zerr 
Gemuth ausserhalb des Familienkreises, den ihminneriialH 
ben versagten Genuas sucht, ist- leicht verzeihlich, ^ ^ 
das Streben, die allgemeinen GrundsäCse über diesen 6e 
unterhöhlen und eine universelle Revolution gegen Sitte 
lichkeit herbeizufiihren. Der Hauptcharakter dieses R~ 
der auf dem Titel genannte Jaques , ein mfinnlicher 
mit allen negativen , keiner einzigen positiven Tugend , 
jugendliches, reines 'weibliches Wesen, mit dem er dunsh 
Btmde verknüpft ist, durch Starrheit der Grundsätze, < 
Stolz auf Charakterfestigkeit und Pr^ference und liebhiB^ 
schlossenheit dem ihnereft Untergange zufnhrC ^^S^^^ 1 
Folie dieses Jaques, in weldMjn sich die Yiin. den ide*^"* 
pr&sentanten des gesammten^pUinergesehlechts gebildet 
scheint, ist Octave, eine sänne und kraft?olle, weiberhaii^ 
keltagsnatur, den Jaques seiner Frau als Liebhaber lufihr 
in ihren früheren, so stellt sich auch in diesem Romane 
selbst, und zwar in der Person der Sjhia dar, einem w< 
CharaJcter, der, ohne dass man weiss warum , jeder 2«^' 
liehen Empfindung unzugänglich geworden ist und ^ 
in diesem Mangel sucht , den Mann im Empfinden und 
Goqnettirend. Der liebenswürdigste Charakter im ^^^^ 
denfidls Fernande, ein klares , bis in das Innerste ^*^][^i 
Weib, durch und durch Liebe und Frauenberuf. ^^^^^^^p\ 
weit entfernt, dem Plane der Yfin. gemüss, für sich ^^ " 
teresse zu sicdiem, in seiner Starrheit, Abgeschlossenheit 
motivirten Resignation mehl^ ein dumpfes Getübl des rfwß 



Deitscfce Spraefce n. Bchone Lit« 221 

# 

»I aimmi die liebKcba Fern^nit^ wAbrsAeiiiKdi gcgoi die 

der Yfiiu» jede Regangp des Heraens iiir sich in An- 

— Die Uebmetian^ ist im Giinien nicht üM, doch lei- 

t o« an Mhlreichen Hfirten und mannidifachen unpassenden 

ken, 1, B. Jodes statt Spass n. s. w. Dem Corrector fal- 

iaUlreide nnd sinnentstellende Drodcfehler cor Last« 138. 

(1001] RomerlierTBcliaft in Britannien. Historisdie No- 

^ Ji iwei Abdieilnngen aas der I^taten Hftifta des ersten Jahr- 

(der ürgesdiiclite Englands entlehnt), Toa J7« Wilke. 

. Brannschweig^ Leibroek. 1837t 234 n« 290 S. 

(2 TUn 8 Gr.) 

Aach V. d. Tit. : NoTellen Ton B. Wüke. 8. n. 9. Bd, 
[¥gL Rapertor. Bd. TL No. 2791.] 

IKe frndktbare Yiin. hat diessmal das Gebiet des Mittelalters, 

nekbem ridi der grösste Theil ihrer früheren historisdien 

ecgdO, Tcrlassen, nm in eine Gegend eiaxadringen, weU 

lom achten Nebel graner Voneit bededct ist An» den Zei- 

h^ te ersCea Eindringens der Römer in Britannien hat sie die« 

* %ci Seesen gegriffen , dnrdb welche die spAtere DnterjoohoDg 

Lutfes am meisten Torbereitet wurde, den Stnn der bndden- 

aaf der Insel Anglesea nnd dieYemichtnng des Reichs 

^Iceder. In beide welthistorische Ereignisse hat sie mit der 

keit nnd dem Glani der Sprache, welcher anch ihre fru- 

^J^eistongen nber di^r gewöhnlichen Prodactionen dieser Art 

^ I, die partienlaren Schicksale einiger Charaktere yerwebt, 

ilitt dino Interesse sind. Der Römerfeldherr Suetonins Fan- 

ii die Wittwe des loenierkönigs Protntagns, Boadioen, ttNt 

briden Töchtern , der Silarenhenog Ladran , Prini . Bd wj, 

|Ffiesterin Elgiva, der wilde Frodo n« A., nehmen die Theil- 

des Lesers mehr oder weniger in Ansprach , nnd Tersöh- 

Theil mit der allgemeinen nngeheuern Eatasirophe, durch 

em bfifitgos freies Volk der Willkär einer entarloton Er- 

nnterworfen wird. 138. 



1892] Dw letsEte Cäsar. Novelle tob Ferd, Aug. 
rg. 2. Bde. Maikus, Knpferberg. 1837. 340 
|332 S. 8. (2. Thlr. 16 Gr.) 

Der Untergang des Letaten der Palitologen , der Sinn des 
k Kiüserdirons in seinen Vorbereitungen nnd seiner Ka- 
die ungeheuren aber erfolglosen Anstrengungen eines 
Herrschers, der Yerrath, die Feilheit undSchw&che seiner 
das feigherzige Schwanken und die erbärmliche Prah- 
Ünterthanen bildmi das Sajet des Torliegenden ErBt- 



222 .Dentsclie Sprach« q«; «cbSte Lit. 

lingaprodaoCafi eiA«i lalentvollen Vis. Wm^m fntben 
gegeiiftber steht das farbenreiche Bild des ehrgeisigeii, diu 
stigen , energiflclieii mid favaiischen Mohaoied und die B« 
Glavbenswiith und inlde Tapferkeit seiner Saraaeaen, 
swischea Md^ Contrasten der edle Genneser Jastioiani, derl 
Yertheidiger des sinkeadea KaiserreicbSy im Schmnoke f oUfrjj 
(elalterUcher Ritterlichkeit^ Tersöhnend in der Mitte steht. 
der Yf« bei seinen Schilderungen in das Specielle jener Zi 
eingeht, ist er sogleich bemüht gewesen , in einer blflhend 
erhabenen Spradia überall, wo die nackte Wahrheit derf 
ermüden könnte, derselbe^ das bnnte schinimemde Gewaitll 
Romantik ttberznhängen. Das Werk trügt anlengbar dasZeol 
eines gründlichen Yorstpdiams damaliger Sitten 9 Zustande | 
Yerhftltnisse in sich, obwohl es nicht frei' von ' MäiTgeln istJ ^ 
mentUch sind die eingeführten romantisdien Charaktere nid 
Gomseqoent dnrchgefiUirt , als sieh wohl im ,Eiagange der f 
inng erwarten liess; einige daron erheben sich iü dar ""' 
wenig über die gewobnlidien RomanJGgnren, wie a^B. der( 
Nicepher^ der Qrossd^a NotairAa mit seiner Tochter 
seiner Nichte Tbeodtimu. Ssfar der Täi^e SeUm, die 
Caijsta. .und Pjros and. die kaiserliohe EndolEia apiedhen i ' 
an« ajy^ eie es ihrer Steflaag naeh soIUea. Dooh liegt dm 4 
, diiTPn wohl haaptsftchlich darin, dass die Hanplchaiakteref-j 
liamed» Constantin imd Jastiniaa], das meiste. Interesse firj' 
Ansprach nehmen und- der Grossartigkeit der. Ereigaisae ditl 
raktere nicht leicht die Wage halten koaaten. i .1 • it 

h . ■ ' ' .1 ■ . . 

,[1893] Anna Lapnkhin. Historisoher Reiiian von 
Ue ScAappey geb. Weise. 2 Bde.- Leipzig, Vi 
1837. XJI n. 2110, 277 S. 8. (3 TMr.) 

.lieber. die Bigenthömliehkeit oder sdirifistelleiische Fe 
litU der Y£n. brauchen wir niehts 2a sagen, da sie sattsim I 
ist«. .Was aber der Leser^ oder Tielmebr die I^eseria (i 
che stfllt sich die Yfin. nur vor) hier in erwarttti Jiat, 
gibt sie selbst in dem Yorworte folgenden Bericht: „Es 
eriadbt, avf einen früheren Roman aus meiner Feder hinzevl 
der gleidisam die Einleitong su dem verfiegendei^ I^Qdel»] 
heisst: „twan, oder die Reyolntion in St. Petersburg^', midj 
sidi einiger Gonst bei seinem Erscheinen zn erfreuen, 
irdhefe Zeitereigniss, das hier nur angedeutet werden kossti 
darin entwickelt. Desshalb dürfte der Iwan Tielleickt wm ' 
lerease für solche Leserinnen finden, die, ausser auf den 
des Ronaas, aoeh auf das Geschichtliche darin aehen« hj 
den Werken ist dieses nach den besten Qaellen getreu ~ 
tet und wiedeigegeben worden^' — was wir der Yfin* 



Ausland. Spiraehen a* Literatur« 223 

— « y,8owrit dieas BilnlididerRdniB nur irgend erlaiibte*^ 
maue Ret aodi, das» sieh diese y,ADoa Lap/* mit 
80 groesem Interesse, wie frülier der „Iwan*', lesen Ifisst. 
und Dreck sind Tortrefflich. 128. 

[1804] Der Spielmann ans Schmagerow and Das Ei-*^ 
»d bei Pokliow* Zwei Novellen von Carl ßforden. 
[CUis, Headess. 1837. 272 S. 8. (1 Thlr.) 

Zwei YariatiiMieii nber das yielfach benaUte Tkema der Liebe« 
Scbanphls ist inPomnenr; die erste, „das Kbind bei Pol- 
0«'* ans den Zeiten der letxten Krennz jige, hat sich, ihren Bad* 
genAss, die Aufgabe gestellt, zu xeigen, „dass Liebe und 
dM aueh im fielgepriesenen Mittelalter sdion mit den Ein« 
sfien der Niedertrftektigkeit nnd den Ränken der Bosheit sa 
pfcn hattn.^' Die zweite, „der Spielmann ans Schmagerow'S 
Zo^äd ans der Epo^e Friedridi Wilhelm's I«, seigt im 6e< 
_ üäieile, wie treue Liebe, troti ftnsserer nnd innerer Aofechtan- 
Iga, ihr Glick in der Vereinigung mit dem geliebten Gegenstände 
.indet. Die erste isjt trugjacher, die andere heiterer Natur; beide 
r .eilülei, TOB Gesiehtspnncte der Unterkaltnng ans betrachte^, i^re« 
iJZwecL Die letztere hat yor der ersteren.noch den Vorang, dass 
^me frisebo-, gemuthlicher und jugendlicher ist, während die er- 

F dagegen mehr Handlung hat. Das Aenssere ist wenig em~ 
Dswerih. 138. 

bAisländische Sprachen und Lite- 
r ratuTo 

[1805] u4$S$x6y rfjg iXlriyixfjg yXdaaijg tgbtofMv^ 
^ a, HaykaL) 1835—37. »15, 931 a. 532 S. 4. 

Da das in den Jahr, n 1809 f. und 1816 in drei Bänden trsehie- 

%^i^ifp iil^ixit^', welches Yon mehreren Grieehea in- Wisa, 

derAn&ieht yon Anthimos Gasis , besonders nach Schneider 

arbeitet worden war, im Buchhandel fehlte, unternahmen die 

Griechen KoDst. Garpolas nnd Christodulos Katakidis im 

> 1834 die Besorgung einer yermehrten nnd yerbesserten Aus- 

desselben. Sie abertrugen die Ausarbeitung ?ier gelehrten 

lien, D. Alexandridis, G. Russiadis , G. Buris und K« Argy- 

iis, welche dabei , ausser dem Lexikon des Henr. Stephanns 

1 Anderer, nanleadich das yon Passow benntsten, und hiernadi 

irahere Ausgabe nicht nur mit der Angabe der Quantität der 



224 Ai^släBd« Sprachen a. Literatart 

Sjlbea imd der EtTmologie , eondern Yonugliek mit ungefib^J 
24,000 aepen Wörtern (die mit einem Stecschen bezeichnet 
bereicherten. Das vorliegende , jn einem reineren Nengrie 
▼er£B88te Lexikon ist das Werk dieser Bearbeitong. Es ist ^ 
Könige Toli Griechenland gewidmet, der anch unter den Su 
benten mit handert Exemplaren für die Schulen des Landes 
geführt ist. Die Zahl der übrigen Sabscribenten , die als 
in Griechenland, theils aasserhalb desselben sich aufhaltend, 
mentlich yerzeichnet sind, reicht fast bis 2000, was Ref., in» 
er darin ein erfreuliches Zrichen besonderer Theilnahme der 
tion für Verbreitung der Eenntniss des Altgriediischen lu 
cken glaabt, hier nicht unerwähnt lassen wollte. -*- An 
dritten Bande befindet sich als Anhang: ^e^ixhv r&v a^x 
KVQbav 6vofiaT(üw tfjg fiv&okoytag, taroflag xal ffafyf 
(Ebendas. 1837), 329 S. 4., aus dem Deutsdiea abersetzt | 
Znsfttsen. 

[1806] A complete practical Grammar of ifae 
man langaage by Charles Benj. Schade. 5. £d 
thoroagUy altered and improYed in etBy part of 
hy many additions. Leipzig, EEJnrichs'sche Baehb« 1| 
VI u^ 509 S. gr. 8. (1 Thlr. 8 Gr.) 

Diese ld05 xuerst erschienene Sprachlehre hat swarini 
stec Zeit an Bemays, Noehden, Schdler, Greiss, Wend 
n. s.w. nicht zu übersehende Nebenbuhler gefunden, dennoch J 
haaptet sie aber im Auslande den rohrflichen Platz in der * 
ratur, den sie. wegen ihrer Vollstftndigkoit und Klarheit ve 
Allerdings hat man oft das philosophische Princip in ihr te 
sen wollen; das bloss praktische Lehriinch für Aosl&nder^ 
aber ganz anders angelegt werden , als ein theoretisches 
bftnde fiir den Eingeborenen, und dielirfahrung hat £^ese%t|} 
ein Schade blieb, wahrend Dutzende von Reformatoren zuf^ 
gingen. — Da das Buch hinlilngliich bekannt ist, auch in der n^ 
•ten Auflage keine wesentlichen VerftndemDgen er&hren hat > i 
beadirAnken wir uns darauf, zu bemerken, «dass Papier nnd D# 
wAl Ton den früheren. Ausgaben sehr Toitheilhaft auszeic 



Koeihef F^ Aug.f Aber die Kircheneiotgong ItZ 

Köhler^ Q. Kam-, Aphorismen aw d. G«bieio des G>raiMsiailebei» S05 

Koxjtiyof^ *Ef4fAay., Jox(f4toy ntql tv^ *Pmfidixfis J^exadiliov . 1S4 

Käni^d&rffert Berm^ geschichüicbes Lottospiel ... . tl2 
Kritger-Battsent Bntsclueiening des Cvr^erfabreos etc« . .143 

£ttfue, Outt., Analecta pteridographica 173 

tsfffayeUe's DeakwürdIgkwCan etc. Ana d. Franiöt. fiberi. von A, 

Newokr. 1. Bd. 1. Hea 185 

Memoiren etc. Ans dem Pranidt. von E, Brinclmeier, 

1. n. 2. Tbl • , . 185 

LaMdertr, die Heilquellen In Griechenland 148 

At^ixhv f% ilXfvixfii ylaiffafjs foftofiop . . ' . . , 223 
ideher^ Frz,, Biinnernngen an G. 0. Niebahr. Ans d.Bnf]. üben. 

▼on £. Tfnbimi 193 

IMi, TiH, historiamm lib. XXI. et XXII. ed. E. W. FaM . 155 

Lohdey If., de talipede yaro dissertatio 142 

Lotkario, das Leben Napoleons. 1. n. 2. Lief, .... 190 

Löwig^ Cari, die Mineralqnellea Ton Baden im Aargan 147 

iMCfts, K. WUK Formenlehre des ionischen Dialektes im Homer . 153 

MeitneTj C, F., Geoera plantamm vascnlamm. Fase. I^IH. • 169 

Hemergdnmdtf Bekir,^ die hochwichtige Lebensfrage etc. . 167 

Meven^ F. J. F.» über die Secretions-Organe der Pflanzen . 176 

Mittheilnnge'n ans dem Lehen F. A. A. Gonthier*s. N.d.Frani. 196 

Napoleon, dargestellt von *r. 1. Bd. (1—11. Lief.) . . 189 
iVcmnumn, C. Qeo., von den Krankheiten des Menschen. Specieller 

Tbl. 2. Bd. Chronische Krankheiten. 2. Aufl. . . 137 

Xiemmmj fidn., Predigten 123 

fforden, C, der Spielmann auf Schmagerow etc 2:^3 

Noiker'9 altbochdeuUche Uebersetzung der consolatio philos. des 

BoelAtiwj 1. Bo€tidu8. \: 
Öhnemrgen, Fretm,^ Bilder ans dem Kriegsleben von 1813—1815. 

8. u. 4. TU 218 

Kriegsbilder aus dem J. 1812. 1. Bd 217 

Ofdenhwrg, Ferd. Aug., der letzte Cäsar. 2Bde 221 

Pmlachß, Fr*.y Geschichte yon Böhmen. 1. Bd 181 

P^teoy SOv., meine Gefangenschaft A. d. Ical. yon B. Kurz • 203 
Peli, Ludw., der Kampf aus dem Glauben etc .119 
Pwrry, P. A^ Diagnostik und Semiotik. Aus d. Franz. übers, von 

Gast. Knjpp. 1. Bd 138 

PlauH, M. Acciij comoedlae ed. Cor, Barm, Weise, Tom. I. . 153 
Predigt-Skizzen über die Brangelien, herausgeg. yon £rf»t 

Siange^ UMnurnn n. A. 4—6. Heft .... 129 
Puchta^ Wolfg, Beinr. , »über die rechtliche Natur der bäuerlichen 

Gutsabtretung 134 

Piif;5, ITtlA., Grundriss def Geographie und Geschichte etc. f. die 

oberen Klassen. 2. Bd. Das Mittelalter ... 207 

Derselbe f. die miUlem Klassen. (2. Abthl ) ... 20» 

Rnmiour, Gugt.^ der Examinator in der deuUchen Sprache .211 

Happaris^ Fr. WilK , Selbstbiographie. Herausgeg. yon Aug. v. 

HappatA 195 

Beichenbackt A. B., Naturgeschichte des Pflanzenreichs. 3. Heft . 172 

— " Einleitung in dieselbe. 1. u. 2. Heft • • • • 172 
Boihensee, der Primat des Papstes etc. Herausgeg. yon Bau and 

Weis. 2. Bd 117 

Saffenrettler^ Oeo. Jos, Predigten. 2 Thle 127 

8a!m'Beifferscheid'Dyck, Jos. Princ de, Monographia genemm 

Aloes et Mesembryanthemi. Fase. II 176 

Sbd, Ow., Jaques. A. d. Franz. von J. L. K. 2 Thle. . . 21ü 



Sehade, du Benj^ « pract. ger»an prammar. 5. Edit. . -v • ^ 
SchenkeU Dan., Job. Schenkel. £ia Denkmal . ' ' ' Za 

SchirUtz, $am. CÄr., Handbuch der alten Geographie. «• Aal . m 
ScKUffeTs, 1^., philowphiBcbe Voriesmigeii aua den J. 1804-1806. 

Herauigeg. Yon C. J. H. Winduchmaun. f. Bd. 2.AbÜiU 1« 
SehmidU Uerrm. Maa., Diasertatio de pwlaphis etc. . • • Jg 
Schneider^ C^ Bellona, 1. Bdchn. • • ^. ! '.,;«.•• SJ 

Scholz, Chr. QottU praktiicher deuUcher Sprachlehrer. 1. Thl . |M 
Sdiowe. Am.. Anna Lapukhin. 2 Bde. . • , • ^ • 1, ' 
|^?|T Graf Äom., Napoleon im J. 181«. km dem Frani. über.. 

yon Ludw. Bischoff . . • ' ^ ^:. ^- / ^* 
Sophokles Tragoedien* Mit Anmerk. van G. C. W. Schneider, h 

^ Bd. Elektra. 2. Anfl " i2 

j^>or#cÄa, JoÄ,dieKaJ«si^Chromk . . . • • • J» 

Sprengel, Guei., Kampapnebilder ani den J. 181Ä h. «14 . . 1« 
ÄloAir*V. M-, ^»« Philosophie des Rechts. «. Bd. 2. Abthl. . 1» 
Stange, Bnut, Predigt^kizxen, s. Pf «^»6*-®"''",*°: .,y 

St^hl^mer, Frz., Lieder in obde«^nns>cher Volksmundart . . 2^ 
Thiersch, Fr., über die neaesteik Angriffe auf die d. UniveraitÄtea m 
Treekow] A. »., Mad. Malibran. Biogr. Ski«xe n. d. Engl. . . » 
rem, JoK Eman., HomUienkrafw. 5 Bd. . ,V " * ' Ic 
nrgilH Mar,, F., opera ed JI6- Former. Par. IL . . ^ JJ 
roLr, WUh. Fr., Lehrbuch der Geographie 8. Curs, 2. Aufl. . » 
Wetzlar, L., die Nachthwle unzeiüger etc. Aderlässe et^ . . l» 
WUke, Ä., NoveUen. 8. u. 9. Bd. Romerherrschaft in BnUnmea. 

2 Thle 12 

Wolff, O. h. B., HaUe der Völker. 2 Bde. . - ' ^^ 

WüstenfeU, Ferd., Additamento et var. iectionea Vitamm etc. IM 

ChallikanL CoUecÜo 1. et II. • • ^ • • ' t« 
Zenker, Jon. Carl, Flora von Thüringen, 7—11. Heft • *'" 

^Literarische MisceUen. ^ 

TodesflUa . « 

Bel5rdeniiifen u. Ehreabezeugungeo I 

UidverdtAtinaehrichten 



AUgemelM Bibliographie für Deutschland No. 44 a. .45. 
BibHognphischer Anzsiger No. 44 n. 45. 



DfiMk fSB F. A. Dcockhaas Ib Ul»*^- 



M xxn. 
BEPmTOBniM 

der 

igesammten deatschen Literatur 

für das jr»lir 1839. 



Herapagegeben 
im Vereine mit mehreren Gelehrten 



TOB 



Dr. ^* €. iß>mSfad^ 

ObarUbliothdur as der UoiTvnitSt m Leipd«. 



Tierzehnter Band. 3. HefL 

Bogen 15 — 21. laterarische MiscdleB 3. 
BUwgo^ No.46ii.#7. Anzeiger No. 4«n.47. 



Leipzig: 
F. A, BrookhnnB« 



{kutgefiAtu m 30. Norembcr 1837.) 



Register. 

Sita 

Abdruck eines dogm. Gatacbtens über die ersten 16 Sätze etc. 2$i 
Aniiedeiungen in den Urwäldern von Canada. Ans d. £ngL 

*Ä von F. Ä. Wiese. 2 Bde 

Armmy C, 0, L, v.y Süchtige Bemerkungen etc. 3. Heft 
Autelj A. H, tT, Predigten über die säinmtl. Evangelien 
Bärmanfiy Oeo, Nie, kurzgefasste spanische Grammatik 
Bartling, F, G,, der botan. Garten zu Göttingen im J. 1837 
Beiträge zur Länder- und Völkerkunde. Herausgeg. von Tief. ^ 

Jacohi. 3. Bd. Skinner's Abenteuer etc. 8. Bd. . . *» 
B^emerkungen eines Flucbtig-Reisenden, s. v. Arnim, 
B'eurtheilung^ theol.^ der Sätze, welche den Geistlichen derD. 

Köln etc. . , . • • - • • • • 

Blume^ Wilh. Bcrm.^ Anleitung zum Uebersctzen etc. . 
Böddinghaus, K, Th,, der evangelische Geistliche 
Bronner, Joh, Ph., der Weinbau in Süd-Deutschland. 3. n. 4.Heft. 
Bürger, Joh,, system. Klassifikazion der Traubenarten etc. . 
Busch, Dr. W, Ä., die geburtsh. Klinik der F. W. Univ. 1. Bericht 
Citrus, a Gusf,, Lehrbuch der Gynäkologie. 2 Thle. 3. Aufl. • 
Chrysostomus, der beil., Homilien. A. d. G riech, übers, von Ifitt. 

AmoldL ö. Bd . ' / S 

Cooper, B. B., cbimrg. Versuche über Knochenbrüclie. A. d. Engl *j 
Dehes, Ans., Aufsätze aus dem Gebiete des bayer. Rechtes '. • ^' 
Dewees, Will. P., die Krankheiten des Weibes. A. d. Engl. üben. 

von A, Moser, mit Zusätzen von Dr. W. Fi. Busch . ** 
Dittrich, Joh. Geo,, systcmat. Handbuch der Obstkunde. 2. Bd. . " 
Erichson, Wilh, Ferd., die Käfer der M. Brandenburg. Uß^- - 

U Abthl . • • 2 

Frielel, Car,, Fragmenta satyrographorum graecorum etc. . • ^ 
Fuchs, Aug., Lehrbuch der spanischen Sprache . . . . j 
Füisting, Wilh*, Syntaxis convenientiae jler lat. Sprache'^ . • «' 
Geacbichtsforscher, der^ u. Bewabrer der Alterthüroer am 

Niederrbein. 1. Heft. , Die Merkwürdigkeiten Xanten'» 

von J. P. Spcnrath ! . . .. . 

'Glöckner, Joh., umfassende Lehre der engl. Aussprache 
Godoy, Don Manuel, Memoiren. Deutach von A. Biezmann, 4. Bd. 
Gott, Vorsehung und Unsterblichkeit, von F. G. iV. . 

Gräfe, H., Atalanta. 3 Bde. ^ • 

Gspnn, PeU Er,, Abhandlung über die gesetzmässige Befriedigung 

conc. Gläubiger etc. 1. Bd.* . . •. * ' 

Hag^, Mich,, die Wunden, und Risse, Quetschungen etc.' 2 Thle. 
Hahnemarm, Sam., die chronischen Krankheiten. 5. Tbl. 2. Aufl. 
Hand-Bibliothek, chirurgische. 16. Bd., s. Cooper, 
Ueherling, Th, Jos,, vergleichende Darstellung des Protestantismus 



Theologie. 

I Vit * beMichneten fiehriften haben KmOioUkem n VerfuMn.) 

11807] Brevis in NoTom Testamentom CommeDtariiw 
^n «lecfis pneslaiitissimoram theologornm senteiitiis, Part. L 
I Sailbaevm anctore M. Frtd. Aug. Ado. Naehe^ 
«|Hri RegioLapideose«. Lipsiae^ Schamanii. 1837* 
& gr. 8. (1 Thir. 3 Gr.) 

Jkm laVonisclie Torwort dieses Commentars lautet : „Qaom 

lins libeili indolo inacriptioneqae satis patere Tideatar^ 

▼olnerimas: abstineamns Terborum aiDbagibas/* Das 

eines ins Korze zasammeDgezogeDen Commentars des 

Didit in Abrede za stellen, und es wurde neben dem 

TeUe der vorliegende nm so mehr besteben können , da 

och abgefasst ist; auch yerkennt Ref. keineswegs den 

i"' welchen der von ihm geschätzte "Vf., der als Uebersetier 

» T. in das Lateinische bereits bekannt ist, auf seine Ar- 

ffnreadet hat, und die Muhe , welche es ihn gekostet haben 

die selectas^praestantissimomm theologornm sententias zu-« 

I in suchen; allein die ganze Anlage des Commentars 

ihm rerfehlt zu sein , indem dieser vorzugsweise , wenn 

I »cht ansschliesslich , eine Sammlung der manniehfaitigsten 

"^tuigen der einzelnen Verse und Wörter enthalt , zur belie- 

^ Auswahl für den Leser , wahrend Hr. N. nur selten die 

p Erklärung aus dem Zusammenhange entwickelt und mit 

f^'^igen Gründen nnterstüto«^ hat. Unsers Bedunkens kann 

überhaupt den Nam%n eines Commentars nicht fuhren, 

sollte nngefilhr den Titel haben: „CoUectio rariamm sen • 

de singuUs locis N. T., quibus snas passim obsenratio- 

^rsit<^ etc. Wer sehen will, wie viel Widerspreehendas 

^ <«. «moc*. MAU XIV. 5. 15 



226 Theologie. 

QBd snm Theil Verkehrtes ton denAasIegem über eioselfleSl^ 
len gesagt worden' sei, nor Dem kann mit diesem Bache gedil 
sein, Niemandem aber, der an der Hand eines CommentoreJ 
N. Test, lesen will; denn dessen Geduld moss auf den efüj 
Seiten ermüdet werden , wenn er fortwährend lesen soll : AI 
(womit der Commentar sogar beginot) — Alii — Alü (Ätai 
Kjpk., Loesn. , Konoel., Schott.) , wenn er nnr hin and fSfl 
ein Recte! oder Perperam! ein Frag- oder Aasrnfkeichen , i 
eine sonstige Terhältnissmiissig selbst ausführlichere Würdig 
fremder Ansichten oder Andeutung der eigenen Meinaog des ^ 
findet, wenn er überhaupt Alles in so lockerer und aphoristi« 
«Weise neben einander gestellt sieht, dass die Einsicht in deai 
sammenhang und ein richtigpes und lebendiges Yerständniss I 
diesen Commentar auf keine Weise erreicht werden kann, h 
ist Ref. dem Vf. schuldig , sein Verfahren den Lesern an ei 
Beispiele cn yeranschaulichen , für den Fall, dass sie nekr' 
schmadc an seiner Behandlungsweise finden sollten ; wobei H 
meriit, dasH Alles, was hier durch Striche gesondert ist, imM 
besondere Absätze bildet, oo dass bei giosser RaumTersdM 
dnng auch das Fragmentarische selbst noch mehr in die 9ti 
fidit. Mth. 26, 37. ist bloss das Wort a%iorerv erklfirt, i 
hier heisst es denn: ts. 37. adtjfiovify] De hae Christi sMN 
uia, quam jam Celsus ludibrio habnit , variüs oontrariasfM (M 
heissen: variae et contrariae) inter (heologos obtinent epilHf 
— Primnm alii (Goldhorn. in L Tzschirner. Magaz. toI. |«j 
Dsteri in Comment. cri(.) svnopticam; alii (Bretschneid. Pn' 
p. 33 sqq. et Theilius in nineri et Bogelhardti Jonm. ^^ 
2* p. 359 sqq,) Johannis hac de re r^ationem; alii (I 
▼ol« 2. p« 472) utramqna in dnbium vocarunt. — Deisde 
modo explicuernnt. — Alii (Anseimus) Jesnm sensisse _ 
cmciatosque Orci, ut ab iisdem nos in perpetuum liberaiel 
Alii (Cahinns) gravissimos omninm peccatorum generis M 
sensisse dolores. ^— Alii (Olshaus.) divinam ejus natarail 
manam aliquamdiu quasi destituisse« — Alii (Lessioff dl 
Religionsunter, vol. X. p. 200 sqq.) expertum enm esse vi* 
tanae, qni nnmine permittente eum tentarerit. — Alü (BieM 
mua ad h.1.; Yossius in härm, erang. ad h.l.) moerore aa$ 
et axXii^xafSla popnli Judaici et trisd amicoram saornm m| 
nato. -^ Alii (Paulus ad h. 1.) de ririum corporis animique deft 
-^ Alii (qni Jesum suam ipsius resurrectionem praedixisse 
gant, utanctor fragment. Guelpherbjt., Eckermannns) ad Soul 
de feKd renun snamm successu desperationem referont — 
(Thiosios in Comm.) hos Christi doloiea, quippe qaos nemo 
portns siiy omnino explicari non posse opinantnr. — Alii ' 
Miebaelis in I. Dogmat. ed. 2. p. 468 sqq., Hessins Leben 
ToL 2* p.342m Knnoel. ad h. 1.^ Greilingiua Leben X, '^ ' 



I Theologie. 227 

im, «Ir* Mond. toU 1. §. 132 aCe.) pt/tkologice 4e pmemigi« 

■Mlwcraddissiinaa ac ignoniiiiioaisaiaaa et i|iiaa aan aatecaaaa« 

MI ealanitiitwn^^ — Der y£ eeUl Unsa: „Caeiemm qnae- 

caaqna Ji. 1. de somma Christi (riatitia, de diacipolia, qoonim 

pntee atia aMBMm engere capil, de precibaa , quibiia numen pe- 

ei ai^ientieeimnoi adit, ot, ei fi^ri poesiC, mortein 

kaac aoimi anxielateoi) ayerlerety de animo (Üiriati, qui ata- 

eeBsiKis dir. aeae subaüttil, IjBgimtQr, a( legüioa natnrae et 

Ckrieli ica conrefliont, nt in clari^aima loce caecQliat se- 

aiCj qni ejusmodi locnm sporiom eeae opinätar/' Und ae 

wir denn immer nidbl, wie der Vf. das udtjfjLO^iTv n^e&aet 

wolle. , In solcher Weise geht es im AUgemeiDan den gan- 

Cömmenlar hindurch, indem die eignen ErkUlrnngen dee* Vik 

die|lf asse der mitgelheilten fremden kaum in Betracht koni- 

können. Ref. wilnschte, dass der wissenschafdich be&higta 

die viele 2ieit, welche .ihm dieee Arbeit gekostet hat, ur ße* 

ei|iea selbstiMigeren Werkes angewendet kätie, bei 

weMiem Gdahraamkeit and Urtheilskraft mehr hätte an den Tag 

gekgt werden können. Das Latein verdient im Ganzen das Lob 

^ dec Richtigkeit^ selbst der Eleganz, wenn man von klnnen Flecken, 

L wie lioi jfir loci, aaeptna für aaepe, noUihi, obtinere ia i|ttransi- 

u-tirnftfiane «.a.w. absieht. Aber wanrn nchreib^ er Knnoelius, 

^«ttlüdiaa, BDaßamrilema? 57. 

[IS98] ^Hopdll^n de4 heil. Jobp Cbry808toinii9 über 

Bdefe des beil. Panlva« A«a dem Grieche uberaeUt roa 

Amöidiy Domoapitdar in Trier. 5. Bd«^ entballend 

ilrief an dieGalaler und den an die Bpheser. Trier^- Tro« 

^^ 1837. 452 S. 8. (1 Tbk. 4 GrO 

AaaXob, welches dem Ueberaefzten päd üebersefzer bei 

Anzeige dea 4. Bandoi. (Repertor. Bd. YL M^» 2528.) er- 

werdfltt kannte , findet auch ani d«^ yorli^genden , das 

am ein Bedenteodea fordernden Tbeil yoUe Anwendung. 

Knnst des ChcjaäsloauiSy die heil. 3chrift ans a^ich selbst zn 

ond aire AMspcaijjhe anf das ^n/snuc^lic^e Sterz nnd Le- 

-- das erste gewaltig tr^Sßßit daa aw^ita. lebendig malend 

anutwanden, feiert hier ob walnra Triomphey und man mag 

' iinemm, daaa Paa^ was in dc^Aage) 4»a|ir. aar denTheok^en 

FaidM» angiUigUok Mar, danch 4^ UeJiersetzers verdienstliche 

Hahl MA Lasen aageiraiMlet.wird, welche sich für 

genancfloa TerstOndniia /dar oft ^ schwer im yi^rstehenden 

' bicherjdes N. Taafeam^^ uUeresairen# üebrigena. gleichen 

die HaiHiieft daa Qifjrafstiunaa bekanntlich darin/ dass za* 

idat WMsian eines Absiftni|tes.erklfti)l| diwP anf Vera^ilas- 

«land Zanak dar (eim^aUian «paiM »Afwscirnngen Rücksicht 



228 Tbeologie. 

genommeii und darau» laletzt befioadereAnwendang aaf die Be-. 
durfoisse und YerhftUflisse d^ Zäherer gemacht- nvird. So aadi ia 
den hier mitgetheihen Hom. ; nnd durch die ßenaUung dieses wirk* 
lieh praktischen Commentars mögen and können Viele «acbtrag^ 
lieh ihren Antheil an dem Segen nehmen, weichen einst des reick^ 
begabten nnd begeisierten Goldmnndes Bede nm so sicherer über' 
die dichtgeschaarten Reihen seiner Zöglinge ergoss , je mehr er 
nicht fiar eine bestimmte Form , sondern für den Geist des Bfiuh 
geliams kiimpfle; --^ Die Ausstattung in Papier nnd Druck m- 
dient Lob. 8. '! 

[1809] '^'YergieicheDde Darstella Dg des Protestantisrao^l 
insbesondere des Lutheriscben mit sich selbst, oder: Wii^ 
hat sich det Protestantismus aus seinem Principe eotwickeU in' 
bis auf heute gestaltet? Auch als ein Beitrag zur .Irenik ubM 
den durch den Glanben getrennten Christen. Von TA» J^^ 
He^erlingy Gooperator an der Dömkirghe gn Freibnrg i m Brw < 
gau, Katechet u. s. w. Mainz, Kapferberg. 1837. Villi. 
219 S. gr. 8* (20 Gr.) 

Es ist ein den Proteetanten Ton Seiten der Katholiken küs^ 
gemachter Vorwurf, dass sie im Laufe der Zeit ihren Lehrbitiri'f 
immer anders und anders wieder gestaltet haben , welcher iä ^ 
, vorlieg. Schrift wieder aufgenommen und nur in so fern nea)^ 
handelt wird, als bei den einzelnen Lehren die verschiedeneB A«*^ 
sichten mit den eigenen Worten ihrer Urheber nnd mit g^BaMlj 
Verweisung aaf die diessfallsigenSchrifIten aneinander gereiht w«^ 
den. In der Hauptsache ist es ausreichend, hinsicbtiidi des.Priih 
cips des Protestantismus gegen den Vf. xn bem(u*kea , dass jeN 
der Geist des Protestantismus keinesweges ander» aufgefasst if^ 
als von den Reformatoren selbst, indem gerade durah das sMp: 
Festhalten an ihren Grundsatsen die Abweichungen von ihittti 
Lehrbegriffe, die eine fortgeschrittene Zeit herbeigeführt hat, gv^ 
rechtfertigt werden, so dassdas Wesen der protestantischen -Kifck^! 
festgehalten wird, wenn auch die Form sich ftndert Man sagl 
Dasselbe, wenn' man den Protestantismus seiner Natur nach Ar, 
verwandt mit der Wissenschaft erklärt, ohne ihn für einteMj 
Bxcentrische, was adgetanöht ist, verantwortlich aomadken. 4VW 
begründeter ist doch der Vorwurf, der auf dem modernen- KatbH 
lidsmus sitzen bleibt , dass er bei -der Idealisimng seiner kireb% 
liehen Lehrsätze diesen einen neuen, frtiher nicht redpirten SM 
unterschiebt, mithin ein altes Kleid nur sur Ausstattung eis^ 
durchaus .Teränderlen Wesens benutzt, dergestalt, dass die i^ 
sehr gerühmte Einheit der kathoL.Kirahe im Grund« doch aatlii 
nur eine vorgebliche ist. Was vorliegend« Schrift selbst anl«kiglf ! 
so beginnt der Vf. flut' der Gnuidnng der^protestaotiocliea Kird^ 



Theologie. 229 

Akrkkiemiri die eratf» Bildaagsperiode ihrer Degnalik ud gekt 
teil ««f die tron ikm sogciuiDiito ratioiiAle oderdogmatiseheAnf- 
fiMan^periode yoni Jafar« 1760 bis auf die aeoesto Zeil ober, 
KbiMert xuiiachst die Zeretörang des Canons der biblischen Bo- 
Aer A. u. N* Test ood gibt dann einen Abriss der neuen bi« 
Viscbeii Dogmatik unter Beifügung der Literatur* Zuletit gehl er 
for Darstellung der „aus dem Principe des Proteslantisnias nn- 
hannoniseh erkannten Glaubenslehren'^ über. Belesenheit ist dea 
T£ allerdings nicht abzusprechen; doch fehlt theils Ydlstftndig^ 
keit, theils Genauigkeit, was sich, wenn es sonst hier der Rann 
gestattete 9 durch xahireiehe Beispiele nachweisen liesse. Binlei- 
tug und Schlusswort sind nicht frei Ton sahlreichen IntrectiTeB 
legen die Protestanten. 8. 

[1900] Agende und Union vor dem Richterstnhle der 
häL Schrift und der Gescliichte. Mit besonderer Rücksicht 
auf die seit dem, Jahre 1830 in Schlesien entstandenen kirchlichen 
Bewegungen betitachtel Ton /oA. Chr. Benf\ Peter ^en^ 
«Tang. R (in Schwenlea) im Grossh. Posen. Berlin > Enslln- 
sehe BttcU. 1837« Till n. 309 S. gr. 8. (1 TUr. 
« Gt.) 

Nachdem die neue preuss. Agende, bei ihrem Eintritte in 

\ die Oeffeatlichkeil in einer Fluth yon Flugschriften yentiiirt, kaum 

\ M einiger Rohto gekommen war , so wird sie seit dem Hervor- 

I Men. der scUesischen Dissenters, welche sie als die yermeintliche 

|- Cfisdlage der unirten Kirche entschieden bezeiehnen, anfs lieue 

[. in fa Kreis theologischer Untersuchungen und populärer Verstiln^ 

" 'igeBgen gezogen. Diese mag auch um so erwünschter erschei« 

m, jemehr es sich im Laufe der Zeit herausgestellt hat, dass- 

jeae antionionistischen Bewegungen nicht mehr als Lehrstreitigkeil 

\ der Theologen angesehen werden können, sondern durch ihre Fort- 

^planzang in andere Provinsen für die Kirche selbst bedenkliche 

Folgen theils schon gehabt haben, theils noch ftussern können. 

Ih die Reihe der Schriften nun , welche eich die Berichtigung 

des Urtheils über diese Zeitfrage cur Aufgabe gestellt haben, ge- 

hirt auch die vorliegende , nach der Brklarnng ihres Vfs« nicht 

& Gelehrte, sondern fürs Yolk bestimmt , doch auch Amtsgenos- 

sen gieidisam als ein Handbuch angeboten , in welchem sie su- 

eaniniengestellt finden, was sie nach dem Worte Gottes und nach 

der Gesäichte der Kirche Denen sur Beruhigung sagon können, 

«eidie aiek don^ die beseichneten Bewegungen beonrnhigt fühlen» 

Kadi einer knrzeit, die anftngliehe Bek&mpfong und allmilhlige« 

Eüfahrung der prenssieehen Agtaide besprechenden Einleitung 

wd die Unionsfrage geseUchllich voigenommen , von der BnU 

«iEkehing den Streits m der erangoL Kirche seil der Reforma- 



%iO , Theologie. 

tidtt'y tm^r AirfeutUDf; der aus derSpalioag entsUmdeneii FoIgMf^ 
bis zu dett tteit^rf^ and neaesteii Verftoekeii %nt ADfhebuig 4«^ 
Tl*eiinatif and ihf ett Erfolgen, itiit näherer BeseidiDia« des Ver-j 
bflltnisses der ndfieii Agende am den Bekenntni^scbriftin beidli 
Sfclhwesterkirehen« Alsdann werden die in Schlesien fiber AgeM 
ttnd Union, entstandenen Bewegnagea gescfaildert^ mit BezeiehAifl|^ 
des grösseren oder geringeren Antbeils^ welchen Scbeibllr 
Kellner, Webrhabn, Kayel o« A. daran hatten; was ' 
Reetor Bhrenström in Meserits und der Pfarrer Lasins 
Prittisch sich zu Schulden koiümen Hessen^ wird nicht übergftD| 
anch auf anderwärtSj z. B. in Halle, ausgebrochene Separatist. Y< 
biadnngen Riieksicht genommea» Alsdann geht der Vf. ztirB( 
tdeilang der Grande der Gegner Aer Agende and Union ii 
strebt hier möglichste Vaiistandigkeit an nnd lasst sich selbst 
die Bekämpfang and Widerlegong von Ansstellongen ein, die 
Keim der Nichtigkeit offenbar schon fn sich selbst tragen, 
wenn der Vf. in dieser Abtheilang seiner Schrift hin nnd wi( 
vielleicht zu ängstlich nnd wortreich sollte za Werke gegfls|i| 
sein, am gar nichts an übergehen , so kann , er doch mit ssisl'* 
guten Absicht entschaldigt werden , die darauf gerichtet ist, Dil', 
l^^nigen , welche sich der bekämpfen separatistischen Riekti^l 
noch nicht angeschlossen haben , auf den Standpanct za sewv^ 
dorch die Fragen über Agende und Union sich nicht mehr hm^ 
ruhigen , geschweige denn gar zu yerkehrten Schritten TerMw 
in lassen. So weit aber diese Schrift die Geschichte der t\ 
ifffbeügnk palftointherischen Zerwürfnisse enthält, darf sie riel 
selbst das in dieser Beziehang anerkennangswertheste Streben 
res Yfs. -^rausgesetzt, noch nicht ganz auf historische Treaeii|^ 
sprach machen; denn es wird erst der unbefangenen Nack^. 
tergbnnt sein, Manches , was jetzt absichdich in Dunkel gtUV \ 
ward, aufanklären nnd zu berichtigen* ^ •. 

[1001] Ein evangelisch- protestantisches Wort zarVei^* 
stäodigttng, odert Beantwortung der Behauptungen, mit welchci 
die lutherischen G^;ner der Union ihren Austritt aus der aniit^ 
Kirche zu rechtfertigen gedenken. Für Theologen «od Nichtthcri 
tagen. Von Ou$t. Ad. Kämpf e^ Pred. an der St Blricksf ^ 
kirche zu Magdeburg. Magdebar^, Hdnrichshöfeir. 1837« 
Vm n. 192 S. gr. 8- (18 Gr.) 

Unter den zahlreichen Schriften, welche es sich zmn 6e*; 
sdi&ft machen, die neueren lutherolatrischen Separatisten za t^j 
kämpfen und die Missyerstftndnisse zu beseitigen, wdchedieA«^; 
geschiedenen zn yiiem bedenklichen Schritte veimilasst ^^^ 
zeichnet sich die vorliegende aufs Yortheilhaffeeste auf. Znaft^ 
reraaiasst dorch separatistisdi-ladierisclie Bewegungen in derG^ 



Tbeologie« 231 

das Tft»t bwtrebt rieb derselbe, die bieriier febö'iwdeB 
itpaocle Toüstaiidig aofkuilbleA and s« bebandelii oad ,,Ter- 
' — wie sieb der Biscbof Drfiseke in eioem itier diest 
xar Öeffendicbkeit gebnuAtea Worte ««sdrickt -^ ,^ 
so Tiel ümsiebt ab GroadliobkeM, gibl seiae UiAeile ksis, 
klar, freimfilbig , aber bescbeiden ab , bebaopCel sebea der 
Sitte, welche man allen polemiscbes Scbriflen wanschea 
die schlichteste Geradheit und geht an rielen Steinen des 
nül einer Weisheit und Sachkando tornber, die ihres 
es nnrnSglich TerMlen nnd ohne gesegnete Wirknng 
bleiben können.^ Bei der Torherrschenden praktischen Ten- 
Schrift kat der Vf. nach einer karten in aediaa reai 
len Einleitiing die Intheriscben Streitsfttxe aut sogleich fid- 
Beantwortungen dergestalt anfgestellt, dass er aaeh eiaaa» 
Behaoptnngea in Betreff symbolischer Bisher, der anirtea 
le nnd der neuen erangel« Agende dnrehnimmt Ob es nna 
i bei diesem Verfahren, an bisweiiigen Wiederholnngen nicht 
) welche bei rein wissenschaftlicher Anordnung sich wiirden 
verrnttden lassen, so wird diess snnidist den Laien, wolcho 
Schrift lesen, nicht im mindesten ein Anstoss sein, almr 
gewiss asch mcht den in ihren Aemlom oft tielseitig beschlfiig* 
teu GeMicfcen, denen eine solche Tollständige Sammlung und 
Beaatwofiung aller hier in Frage kommenden StreitsAlse furmög« 
Kche Falle, dass anch in ihren Gemeinden separatistisch • lulke- 
fliehe Bewegwngen sich seigen sollten, sehr willkommen sein fnnss^ 
Bi ist zu wünschen , dass diese Sehrift rechi sahkeidie Leser 
isimmoge, obschon, wie der Vf. selbst bemerkt, wenig Hoffnung 
; ll ht , dann Diejenigen , welche den Weg des separaiistischen 
Ukrthums betreten und diesem sa Gunsten die unirte erangel. 
KMe Terlassen haben , auf den rechtea Weg snnickaniiihrett 
•eh möchten, da ein Weg, derohno hinreichende Grunde betro* 
tm ist, in der Regel selbst nidit um der einlenehtondoten Grunde 
mUca Torlnnsen wird. 8. 

[1902] ^Abdrack eines dogmatischen Gntaditenn über 
& ersten 16 Sätase^ welche in der Brzdiöoese Cöb dem Kle- 
las zur Unterschrift Torgelegt werden« Nebst einem Nachtrage. * 
GottiBgeB^ Yandenhoeck n. Roprecht 1837. 48 S. & 
(6 Gr.) 

[1903] ^Responsom de sedecim prioribns earnm thesiom^ 
^sae sub titolo : „Theses neoapprobandis et aliis presbjteris Ar- 
thüisecesis Colonieasis ad snbseribendnm propositae^^ innotuerunt, 
18 serm. lat. couTOrsum edendum cnrarit F. Q. Darmstadiij^ 
Leskc. 1837. 54 S. 12. (6 Gr.) 



1 

I 



L 



232 Theologie» 

[1004] ^Theologbche BenrtheilaDg der Sätze, wel 
den Geistlichen der Erzdiöcese ^öln tur Dntersclirift Torgd^ 
werden« Von einem kathol. Geistlichen. Frankfurt a« 
Osterrieth. (Köln, DnMont-Schaaberg.) 1837. 76 
8. (n. 8 Gr.) 

[Vgl.- Rcpertor. Bd. XIV. No. 1689.] 

Die öffentlichen Bllitter haben kürzlich ein ans XYIIIi 
bestehendes Glanbensbfkenntniss mitgetheilt, velrJies die 
Mo. 1902, angegebene Ueberschrift hat« Diese Thesen eotl 
im Einzelnen manches Unrichtige nnd Verfängliche, worauf danj 
dieise 3 Schriftchen aufmerksam gemacht werden soll. Diebeidi 
ersten haben einen ofSciellen Charakter , denn sie enthalten i' 
dogmat. Gutachten , welche einigen Theologen von der ente 
Curie zu Köln über diese Propositionen abgefordert worden sti 
In No. 1902. licsi man am Schlüsse des Gutachtens die Nai 
Nitter nndBaltzer; die lat. Uebersctznng nnter No. 1903. 
einem andern Gutachten abgeiasst, jedoch bloss N. N. unter 
»et. No. 1904. ist eine private, specieHe Beurtheiinng , wel 
sich lediglich anf dem tkeol. Standpuncte b&lt und die jaridisilt 
Seite gänslich unberücksichtigt Iftsst. Das gemeinsame aus dti* 
sen Benrthälnngen sich ergebende Resultat ist folgendes: Di* 
Thesen stimiiien in sehr wichtigen PuQcten nicht mit der raMB; 
kathol. Lehre tiberein , einige sind doppelsinnig, wodurch der. ii- 
tendirte Zweck gftnzlich verfehlt wird, andere enthalten privaH 
Meinangen oder entstellte Behauptungen, und wollen sich süsit? 
lieh ganz widerrechtlich als eine professio fidei geltend maete 
Mo. 1902. S.42. „Der Herr Erzbischof steht in seinem disciplitfr« 
Verfahpen gegen die aufstrebende Wissenschafit mit demVerbki^ 
der allgem. Concilien in Collision ; er hat sich überhaupt bei f «* 
tem mehr erlaubt , als jemals bei kirchlichen Streitigkeiten, so- 
wohl von den Concilien, als auch vom röm. Stuhle geschehen iA\ 
denn fast die Hftlße der Thesen haben in der Hermes. Sireil- 
aache gar keine positive Veranlassung und erscheinen als Werkf 
der Willkür''. S. 48. „Er muthet daher, weil die anfgestelto 
Thesen ganz die Form einer professio iidei haben , seinem K1^ 
rus eipe vom tridcnt. Concii und dem röm. Stuhle mit Strafei 
belegte Glaubensnnterschrift zn. Daraus möge Jeder seinen SchliM 
ziehen." In allen 3 Schriften tritt uns der Geist der MässigoOl 
und klaren Besonnenheit entgegen, was sie besonders werthTol 
macht. 116. 

[1005] Repertorium fiber Pastorallehre und Casulsiil 
in alphabetischer Ordnung für protestantische' Geistliche. V« 
Dr. /• A. Ofi\ Ilojfmann, ausserord. Prof. d. TheoL a 



Theologie« 233 

der Unir. su Jena. 1« Bd. 2« Abthl. Jena^ Groker'sclie 
Ba^hh. 1837. 330 S« gr. 8. (n. 1 TUr.) 

Diese zweite, die Baehetaben B bis J incL nmfaseende Lie- 
femof^ eines Werkes, welches nacli seiner allgemeinen Bigenthiim- 
lichkeit bereits im XU. Bde. des Repertor. No. 862. geschildert 
worden ist , lässt die Vollendung des Ganten in etwa fiberhanpt 
5— -6 Abtheiluogen bereits übersehen^ Auch in ihr werden zahl- 
reiche Artikel, je nach der ihnen zukommenden Wichtigkeit, theils 
iB möglichster Vollständigkeit , theils mehr andeutungsweise be- 
jfiprochen and so unleugbar durch treue Benutzung Dessen, was 
in den einzelnen Fächern als Norm sich geltend zu madien ge- 
vossi hat, in Ansichten und Rathschlägen yiel Probehaltiges auf- • 
festellt wird, so fehlt es doch auch nicht an Einzelnem, wo man 
anderer Meinung wird sein können und müssen, als der Vf. Bei 
ilem fortgesetzten Gebrauche, welchen Ref. in seiner Praxis ron 
diesem Repertorium bisher gemacht hat, findet er besonders zweierlei - 
zu bemerken. Zunächst ist die eigenthumliche kirchliche Gesetz- 
gebung der einzelnen Staaten Deutschlands zu wenig hervorgeho- 
ben, was allerdings bei der Ausarbeitung eines so umfangreichen 
Werkes sehr milbsame Vorstudien erfordert haben wurde. Unstrei- 
tig Li'te aber der VÜ seinem Werke einen wesentliche^ Vorzug 
dadurch gegeben, wenn er nur wenigstens das in den Königreichen 
Prensflen und Sachten dermalen geltende Redit in Kirchen- und 
Schal-Sachen bestimmter und wo möglich mit ausdrücklicher • Be- 
nchnuag der betreffenden Gesetze nachgewiesen halte,- statt dass 
Vu sahireichen unbestimmteren Aensserungen Manehes bis zum 
lUentlich werden yerschwimmt. Sodann ist der literarische Theil 
6ws Repenoriums unstreitig der schwächste und wird ohne alle 
Conseqnen« durchgeführt. Bs ist augenscheinlich und namentlich 
bei den in die Homiletik einschlagenden Artikeln unverkennbar, 
lass der Yl bei seinen literarischen Angaben nicht sowohl den 
Bestand des in dem jedesmaligen Zweige überhaupt Vorhandenen 
berücksichtigt, sondern vielmehr das ihm wahrscheinlich gerade 
Zo^ingige ohne weitere Auswahl mittheilt Man kann oA nicht 
eiDsehen, aus welchem Grande diese oder jene Predij^ und Rede 
nt der Bhre kommt, dass ihre Disposition ausfuhrlich mitgetheilt 
nird , während ungleich Werth volleres mit Stillsohweigen über- 
gasgen wird. An der Stelle eines solchen ungleichartigen Bin- 
gehens in das Spedelle der Literatur würde es jedenfalls zweck- 
mässiger sein, an den betreffenden Orten anf die grösseren , der 
Literatur ausschliesslich dienenden Werke eines Erscb, Fuhrmann, 
Winer n. A. kurzlich zu verweisen. Datu kommt, dass der Vf. 
auch in Angabe der Namen und Jahrzahlen nicht genau genug 
ist, und wenn es hier der Raum verstattete , wurde Ref. seinen 
Tadel mit eiaer langen Reihe der Corrigendornm belegen können. 



234 Theologie. 

Mk der VoIktAndigkeil ehe« solchen encjklopädiscliea Werk«, 
wie das Torliegeade, stellt es bei dem. Fortschreiten der Wissen* 
Schaft immer misslich; da es inzwischen bei der iDneren Ver- 
wandtschaft so vieler Artikel an Verweisungen ans einem Bodi- 
staben in den anderen nicht fehlen kann, so muss ein Urtheil 
über den Yolistfindigkeitsppnct noch sospendirt werden. 8. 

[1906] Der evangelische Geistliche in seiner Yorbe* 
reitnog nnd Amtsrdhrnng^ oder: der Theologie Stodierende in 
der Blementarsohalei auf dem Gjmnasio und der Universitftt, der 
Kandidat des Predigtamts und der Pfarrer bei allen seinen Amis- 
TorricMmgen nnd amtlidhen Verhältnissen. Von •£• Jneoi» 
Boeddinghmus ytiMgel Pfarrer zn Ronsdorf. Elberfdd, 
Schonian'sche Bnchh. 1837. V n. 2ft2 S. 8. (16 Gr.) 

Der Vf. will diese Schrift , namentlich wo sie sich aof die 
eigentliche Fuhmng des Pfarramts bezieht , als Mittheilong der 
Brfahmngen betrautet wissen, welche er in einer 49jähiigeB Amte* 
fohmng gesammelt habe und dnrch welche er hoffen dürfe, jas* 
gen Pforrem nutzlich werden xu können. Wie sollte man dock 
die gnte Absicht nicht ehren nnd dem BochOi das ohne alle soo» 
stigjpn Ansprüche und Ostentation auftritt , neben so vielen fikou* 
oben sein bescheidenes Plätzchen gönnen, wenn es aach iader 
That nor das Bekannte wiederholt nnd in der Behandlnng ^ 
seiner Abschnitte den Leser an die Redseligkeit des höhere^ ^ 
ters mahnt. Dem eigentlichen Zwecke der Schrift unbeschadet U^ 
ten die beiden ersten Abschnitte, welche von der ElemenUurbildoBK 
bis auf die Candidatenjahre gehen, wegbleiben können. Sie sim 
gar zu oberflächlich gehalten und fast etwas komisch nimmt vm 
der Theologie Stndirende in der Elementarschule aus, da Alb^ 
was hier gesagi wird , auf die Vorbereitung für jede andere B^ 
mfsart eben so gut ^asst. Mit der Bildung des Wortes StJ: 
lographifD im Sinne eines gewandten schriftlichen Gedankca« 
ausdruckes ist der Vf. nicht glucklich gewesen. Die rigoroser^ 
Grundsätze über die Fährung der Candidaten , wie sie S. bS ^ 
aufgestellt werden, haben ganz den^Beiiall des tiet; wo sie nickt 
einigermaassen geltend gemacht werden, kommen die, möchte D|A 
sagen, weltlichen Geistlichen zum Vorschein, welche dem kirchli* 
chen Wesen so empfindlich geschadet haben und ^o€k schadez*. 
Der 3. Abschnitt verbreiiet sich über die ganze Amtsführong des 
Pfarrers und führt ihn als Kanzelredner, Katechet, Liturg, ^ 
Verrichinng der Taufe, Confirmation und Trauung, bei Aosspet* 
dttttg des h. Abendmahls, hm Kranken«- und Sterbebette, als Lof 
rhenredner u.s«w. vor, betrachtet ihn als Geschäftsmann uad m 
seinen Verhältnissen zu Amtsgenossen, zur Obrigkeit u. s.w. Deber 
Beichte nnd Beichtruden spricht der Vf* gar nicht; |iach befrem- 



r 



Theologie. 231 

Bender ist es, das« er. da« Tsrbiltaiss dee Geitdichsn nt teifetii 
Seholmeister jueht bssondem in Betniehl mh(| da es dodi fiel 
^iufiger torkonuDty als das stt eiaen geisdidiea Amtsgeiiesseii» 
Bei einzelnen GegensULaden , s. B. in Beiiehnng auf den Confir* 
■andemiiiteRiAft md die UnMriialtangen am Krankenbette «• s. w., 
werden reckt gnte Ratbsdilige erdieiit; namentlich wird die beil« 
Schrift fleissig and wirksam angesegen« Aufgefallen ist den Ret 
la den kter vnd da eingeflockteoen Unterredungen der Torberr« 
eckende Gebrauck des modernen Sie und Urnen, — g^en die 
redpirte Ortbegrapli^ immer sie und ihnen geschrieben — ( 
wabrkaft widerwärtig nehmen sich die hiernach mediiicirten Bi» 
bebpräche ans und unwillkCrlidi ward Ref. an den Menaroke» 
ciianert, der seinen Kammerdiener baodgreillicb sureckt gewiesen 
laben soll, als er beim Vorlesen des Abendsegens ans Condesee»* 
dens gegen seinen Tomebmen Zuhörer gelesen hatte: „Der Herr 
segne Sie^ u. s. w. Die Redseligkeit des Yfs« seigt sieb an tie* 
kn SteUen; n. B. S. 76 ff., wo Ton den Besncken die Rede ist, 
die der Pfbrrer bald nach seinem Amtsantritte in den Hänssn 
«tmer PariKhianen machen solle; da wird in extenso angebracbti 
wie er xn den Bhegatten nnd Eltern, xu grösseren nod kleineren 
Ktndera, sa Alten und Scbwachen, Herrsdiaften und Dienstboten 
sagen aofle, und snletst heisst ecr: „Beim Abscbiede ton der Fa« 
mffie kann er sagen; sobald es mir möglich ist, besuche ich 
Sie wieder nnd dann yieileicht auf eine Iftngere Zeit" u« s« w. 
Bs leblt nichts, als dass der Vf. nun aocb noch htaxufugte , was 
db Leut« gesagt hfttteo , als der Hr. Pfarrer wieder fort war, 
fAm: unser neuer Herr Pastor ist doch ein recht gemeeoer (ge» 
Mimr) Mann u* s. w. Auch siad nidit alle Ansichten des Vfs. 
riektig» ViTenn er 8.49 sagt: „alle Ersitbluigen tou fremden (?) 
fiesdiichCen taugen auf der Kanzel nicbC' — so hat er Alle gei- 
gen sicb^ welche auch für die Kansel den Gebrauch der Profan* 
geschidife, freilich com grano salis, empfeUeo. VITenn er bei der 
Biertemiig aber die Strafpredigten S.101 sagt: „Jemand öffentlich 
TOB der Kansel ins Aagesicbt su bestrafea, bessert nicht^* •— so 
Msst diess die Auslegung au, als dürfe es der Prediger, da es 
doch allenthalben (s. B. in Sachsen durch die General - Artikdl 
rem Jahre 1580) Terboten ist Trots dieser und anderer Aus*- 
stellnngen kann diese Schrift dock recht riel Gutes wecken, was 
nir mifriditig wünschen. 8. 

[1907] Predigten über die sammiliclieii sonn- und 
festtagliefaen Evangelien des Kircbenjabres nebst einer Samm* 
lang Ton Kasualreden ans dem bomiietiscben Nachlasse Ton 
^ H* d^Autel^ K. Wurt. Oberheffred.^ Ordenspridat, Obej> 
Osamt.-Radi und Feldprobst u« s* w. Mit einem .Vorworte ▼on 
Dr. C K fikOi^ Frftkil, Studieuratbs-Oireotor n. OGRath in 



236 Theologie« 

Stuttgart Sammt einer kurzen Biographie und CharaktersdUl^ 
4eniBg des Yfs. RentlingeD, Macken jan. 1837» XXJUI 
u. 702 S, gr. 8. (2 Thlr. 4 Gr.) 

Gewiss wird den Freunden ond YenThrem des seL d'Aotely 
eines Mannes, der sich Torzuglich um das Schulwesen seines Va- 
terlandes die bedeutendsten Verdienste erwarb, aber auch als Pre- 
diger , namentlich in einer gewissen Periode , gern gehört wnrde^ 
diese Sammlung yon Predigten willkommen sein. Sie scblies- 
neu sich an diejenigen an, welche er selbst JL814 und 1821 hei^ 
ausgegeben hatte , und auch wir sind mit dem Urtheile des Bio- 
graphen, des Hrn. Or« Lösch in Nürnberg, cinyerstanden , dem:^ 
Dr. Flatt im Vorworte das Zeagniss gibt, dass er den Toranstfk. 
henden Abriss Tom Leben und der Persönlichkeit des Vfs. nal. 
Wahrheit, Liebe und Gemuthlichkeit gezeichnet habe. In Besag 
auf die Form seiner Predigten heisst es $.XI: „Strenge Abfolge 
der Gedanken, Fasslichkeit und Klarheit in der Darstellung, Coiw 
rectheit und sorgsame Wahl der Diction tretev-^als charakteriati- 
eohe Merkmale seiner Vorträge herTor/^ Was den Inhalt ders^ 
ben betrifft, so werde man, bemerkt der Biograph, nur dana ge- 
recht und unparteiisch sie würdigen, wenn man mehrere Periodaa 
in seiner Predigtweise unterscheide* Namentlich erinnern die Pro* 
digten der ersten Zeit seiner Wirksamkeit mehr an die theolo- 
giscbe Richtung, welche damals die herrschende und auch die 
der Mehrzahl seiner Lehrer in Jena war. D'Autel behandeh 
in dieser Zeit^mit Vorliebe die praktischen Wahrheiten des Byas» t 
geliums, in Beziehung auf das' Leben im Verhalten des Chrislea» 
Wir vermissen jede tiefere Begründung der Antriebe zur Sittlich* 
keit und Willensheiligung, sowie die allseitige Beleuchtung dieser 
Lebenszuslande aus der Mitte des christl. Lehrbegriffs henos» 
Allein das reiche, Tielgestaltige Leben der letzten Jahrzehenle, 
der gewaltige Umschwung der/ christl. - theolog. Sinnesweise he*» 
rührten auch d*A. mit ihrem mächtigen Einflüsse« In den homi- 
letischen Arbeiten des 2. Abschnitts seines Lebens nimmt maft 
daher ein tieferes Eingehen in die Heilswahrheiten des Evange* 
liums wahr, sowie ein immer lebendigeres Streben, Zuhörer aas 
den Vorhöfen in das Heiligthum der göttl. Wahrheit selbst eis» 
zuführen« — Der Text verbfilt sich zur Predigt nicht als Motte, 
sondern diese fliesst ans jenem heraus. Die Haupt- und Grau^ 
lehren dfr Schrift werden mehr zur Sprache gebracht, und di« 
oratorische Kunst macht der Rhetorik des Herzens Platz. Nacb 
der Schilderung, welche Hr. Dr. Lösch Yon der Biederkeit, Üb-* 
eigeanutzigkeit, Bernfstrene und Gewissenhaftigkeit des Verstorbe- 
nen macht, haben wir ihn liebgewinnen müssen, indessen käna 
.uns das nicht hindern, zu sagen, dass wir uns durch seine Fn~ 
lügten eben wegen des angedeuteten Mangels an evangeL Geiste 



Theologie. 237 

ad Leben weniger attge9]irocfcen gefÜhU fcnben; eie eind, anrh 
fie epfttern nicht ausgenommen, im Gänsen tn trocken nnd näcb* 
fem , nnd erheben sich seiton ta einem gewissen Schwnnge der 
Begeistemng, sind mehr belehrend, als erweckend nnd erbanend| 
ud sellMl in der Form kennen wir sie nicht für Muster gelten 
lassen«' Die Binleitnngen siad höchst monoton nnd die Themata 
seist sehr allgemein; sie enthalten oft zugleich die Angabe der 
Ksposition, bestehen- damtn manchmal ans mehreren SAtsen, nnd 
eraangeln also in mehrfacher Besiehnng der richtigen Form, wie 
z. B. am Reformationsfeste: „Waram nennt nnsere Kirche eich 
die eTangel« Kirche, nnd weldM hohe Yerpllicbiongen legt dieser 
Name nnd seine Bedentnng ihren Bekennem RutV* Des Textes, 
Kl. 1, 27. 28«, wird hier nnr am Schlüsse ^Brwfthnnng gethan, 
Dehrigens gibt die Sammlang 60 Sonn- nnd Festtagspredigten, 
lai' 26 Casnalpredigten nnd Reden , welche jedenfalls dareh die 
TorUle am wurtt Hofe, auf welche sie sieh grdsstentheils bezie- 
hen, ein höheres Interesse «gewinnen« 58» ' 

{^1908] Predigten anf alle Sonn- nnd Festtage den 
Kirchenjaikies von BL Chr. Olo. Kem^ Prof. nnd P£ m 
DerrmeBz-Muhladcer. Nach dem Tode des Vfs. herausgegeben 
Ton WUk. Hoffmttnny Diac. zn Winnenden and Liudw. 
Volter j PfarrTcrweser daselbsL Stattgart, Metzler'sche 
BttcbL 1837. 560 S. gr. 8. (1 Tblr. 8 Gr.) 

Die ersten 16 Seiten dieser Predigtsammlnng enthalten nebst 
nmn knnen Yorworte der Heransgebe'r die Lebeosbeschreibnng 
iei verewigten Yfe., welche^ mit rührender AnhAnglichkeit an ihn 
gwtiehnet, das Bild eines Mannes snrtickspiegelt, dessen Religio- 
nlätt alle Lebensbeziehnngen, in denen er stand, heiligend dorch- 

' dfSBg. Eine religiöse Indi?idoalität nnd ein Glanbe , der Her- 
mssachft war, sprechen auch in Uebereinstimmang mit dem ge- 

, sdchneten Bilde aus den Torlieg. Predigten. In so fem nannten 
die Vorredner sie mit Recht: „Prdchte eines in Gott ruhenden 
Lehens toU Glaubens, toII Liebe nnd himmlischen Snaes^'. Auch 
gknbt Ref. sie im Allgeroeiaen Ton ihrer erbaulichen^ Seite em- 
ffeUen ra konneu, ebjjleich er wohl fühlt, dass fiele nicht min- 
iir liefe religifise Gemuther ton einem aodern theolog. Stand« 
fvaete ans doch noch andere Anspräche an eine snm Drucke be* 
ftrderte Predigtsammlnng machen werden. Denn was snnüchsl 
i,die ewige Wahi4ieit^*, die sie enthalten sollen , „klar ans der 
Sf^rift geschöpft, mit den eigenen Worten der Schrift wiederge- 
fehen^, anlangt , so ist dieser biblische Slandpunct ein für Viele 
l A efije digender und an sich unbestimmter , in so fem er sich 
ttC die Erkiftruog der in der heil. Schrift itfedergelegten religift-^ 
MB WahrUt meist gans passir TcrhAlt; nnd in Beziehung 



238 Tlie<ilogS6. 

«of die imYonvoH« lieraasgehobeBe ,,Ver8diiiiftlialigaIk8 Desaoi« 
wtm dem bloeeen Schmacke der Rede dient*', so durfte sie in des 
onEähligea Stellen , in denen die Sdiönheit , Klarheit und selbst 
die Correctheit.der Darstelloiif darnnier gelitten bat, nidit alstin 
Vorzag anzupreisen kein, yieLmelir worden diese Predigten dnidi 
das rechte Maass der Kunst an objeeti? em Werthe gewonnen im- 
ben. Obgleich BtL tiioht sn Denen gehört, weldie alles Heil dsr 
Kanzelbei^Uamkeit allein in einer regelrechten Disposition oa- 
eben, so kann er doch das fast znm Grundsatz gewordeno Vor- 
sohmfihen derselben und offenbare Verstösse gegen Denkrichligkeit 
nur für eine Veiirrnng und, im allerbesten Falle, für eine Schat- 
tenseite der Predigtweise ansdieni Diess ist aber offenbar der 
Fall bei Dispositionen , die der gleichen , welche der Predigt am 
Pfingstmontage nntergelegt ist: S. 317, Thema: „Wanun es «o 
nöthig sei, den alten Menschen abzulegen? i) Wie diese gesdbche, 
2) was für selige MensiAen es seien, weMe den neuen Mon- 
odien angezogen haben'^ (!) Eben so- wenig snchen wir dasJBefl 
der Predigt in der Beobacfatang der j^ogen. orHtoris.cben Sjmmelrw, 
nach welcher eine rerhRltnissinftssige Aiisfiibrnng der Thetle ge- 
fiDordert wird. Wo man aber, wie .z. B« bei der Prodigt am Sonnt. 
Laetare 8. 195 £ zur Aasfilhrnng der zwei ersten' Theilo 4, des . 
driften eine und des Tierten Y» ^ie 7er«v>indet findet , da i 
das GedankenTerhältniss entweder in der Anaijse .oder in 
Aasfühmng fehrerhaft sein, und in solchem Falle gestehe 
doch ja ein, dass „die Kinder - EtnfalC^ nnd die* „YerschmShong 
der Menschenknnst'* entweder NaeUfissigkeit nnd Verwöhnnng ödes 
Veriming ist. Zu den Mängeln , welche die wahro Knnst t«rw 
meiden lehrt, rechnen wir andk die eintönige ond in vielen Flllon 
ganz aweckwidrigo Sitte, n$A Ankvodignng des Themas nnd dar 
Theilo ein Seiten langes Gebet zn.sprMiken, welches dio TUh 
md ihre Ansfnhrong anseinanderreiBflt, fn Welen Fällen äheiftiis» 
sig ist nnd in andern weit swedkmAssiger seine Stelle ^mtweder 
sn Anfang oder hinfiger noch zo Ende der Predigt finden wirde» 
Aach die Darstelinng, welcher die oraloriache Sehöalieit, nodi ne 
weit sie mit der fiSnfachheit recht wohl vertriiglidb ist, dntohvc« 
abgeht, leidit noch an mandien andern 43ebrechen« Sn ist t. IL 
die Mahnung S. 100: „im Gebete nicht nachsulasoen, sondom an* 
■nhalten, bis der Morgenstern aofgeht nndimHersen stillo otdtf^ 




6. 100 „WM. hätte es nie genntat** sogar ineerrect. 84, 

[1909] Secbszehn in Altena gehaltene Yacan2-P^«- 
digten« Nebet bwj^ Beilagen über die Kirche ond das S^bMU 
wesen daseUist. Von G. W. C. E. Möller^ A^j. Min« in 



Theologie. 230 

AltofM und Nadunitfagsprel ioOtteosee. Altena. (Hammerich.) 
1837. VI II. 253 S. gr. 8. (1 Thlr. 18 Gr.) 

Der Yf. sagt über den Umstand^ dase io dieser Sdirift awei 
sehr ▼erscbiedenartige Stoffe znsammeogekommeii sind, in den 
Torworte: „Sflhe ich die folgenden Blätter nicbt als Localsdirift 
aa, s# mosste icb mtcb wohl nmstfüidlicher darüber reditfertigen, 
iMs io derselben beterogene Elemente in Einer Sc)irtft yereinigt 
wurden.^ Nach dieser ErkiAmng dürfen wir ihm nnn wohl nicht 
Sehnld geben, dass er diese verschiedenen Stoffe sosammengethan, 
um nor eh» Bach in die Welt zo senden , da üür die locaJe nnd 
temporelle Bestimmung der Schrift anch der Umstand spridit, dass 
er mit ihr den nen antretenden Kirchenprobst und Hanptpasfor 
Paalsen begrtisste. Dem Gesichtskreise desReC liegen nun frei- 
Ech die Predigten des Vfs. n&her , als sein« Beilagen über alto- 
aaer Kirchen- nnd Scbnlwesen, nnd darum hAlt er sich anch nor 
über diese ein UrtheO abzugeben , für corapetent. Da mnss er 
denn aber effni gestehen, dass er sich durch dieselben wenig er- 
baut und befriedigt gefühlt hat. Ref. will nicht ihre ungewöbn- 
Ikhe Kärxe in Anspruch nehmen, — 16 Predigten füllen 160 
Seitefl weilen Dmekes, — obgleich auch sie schon Folgerungen 
xaHesse, weiche der ganzen Predigtweise des Vfs. ein ungünstiges 
Urtheil sprftchen; er will zunächst anf die Behandlung, des Stof- 
fes eingeben, lieber diese aber muss er den harten Tadel ans- 
ipechen. Alles vermisst zuhaben, was einer Predigt böhernWerth 
1^: reiche nnd gluckliche Textbenntzung, Strenge der Dtsposi- 
tm oder der den Redner leitenden Gesicbtspuncte , so wio eine 
|viidliche und erschöpfende Ausführung. So steiit der Vf. s. B. 
&32 de0 Hauptsatz auf: „Der hohe Einfluss der Lehre Jesu auf 
Berahignn{^ beim Verluste derUnsrigen*' und zeigt 1) unter wel- 
chen Bedingungen wir jenen Trost erwarten dürfen und 2) we- 
ihrch derselbe se tief heiligend wirke. Beide Momente liegen 
aiAtindem Thema; die Theile geben beide nichts als Bedingun- 
gen an, der erste die, unter welchen wir ihn erwarten sollen, der 
andere die , durch welche er wirksam wird. Noch auffallender 
™d gegen alle gesunde und natfirliche Logik ist diesa Missver- 
hdtniss Kwisdien Thema und Theilen in folgenden Haupts&tzen, 
8. 92: „V(^ie werthroll ein pmnkloses , selbst still Terbergenes 
Virken im Geiste des Christenthnms genannt werden müsse*', 
Der Tu erw&gt nun 1) wie dieses Wirken sein solle, 2) waren 
wir es werthtoH nennen müssen, 3) ob es Allen möglich und 
Pflicht sei? So fragt er S. 103: „VVann geniessen wir das Abend- 
nahl würdig*' 1 und antwortet; „wenn wir es gemessen l)als6e- 
iMitnifismahl, 2) als Mahl des öffentlichen Bekenntnisses, 3) als 
^Mermahl, 4) da Bundf sinahl". Was soll der Tierte TheH, dessen 
issfiSbrOBg nothwendig in dem erelen nnd zweiten liegt 1 Andere 



240 Theologie« 

Dispositionell sind gunz nnerschöpfend , z« B. S. 114 nnd Öfter. 
ProduGte dieser Art hält Ref. noch nicht für reif, nm gedruckt 
SU werden, and sei es auch in einer Localschriflu Von der Ver- 
lAgshandlang ist das Bach gat «osgestattet. 13. ' 

[1910] ^Kürze Erbaanngsreden far stndirtode JSog-^ 
liDge. Gehalten in der Stodienkircho za Biliogen, Ton Lour. 
Siempße , Prof. d. Theol. das. Aagsbarg ^ KoUnianB* 
sehe Bachh. 1837. Xu n. 162 S. gr. 8. (12 Gr.) 

Dem Zwecke -dieser Reden (S. VI): „dem Bindringen des^ 
Unglanbens in das Gemiith der studirenden Jagend nach KiifteB 
Torzobeagen und Geist und Herz derselben mit den Segnonn^ei^ 
des Evangeliams za ^ bereichem'S mnss gewiss ein angetheiller/ 
Beifall geschenkt werden, and eben so wenig lasst sich leagno^ 
dass int^ Allgemeinen der Vf. . diesen Zweck aaf eine würdige ^ 
Weise za erreichen" sachte. Nar mochte da, wo er ihn wisscih 
schafllich and nicht aaf das allgemeine religiöse BedürOuss 
stutzen sacht, eine zu grosse , wissenschaftlich nan einmal wM^ 
mehr za rettende Altglftubigkeit seinem Zwecke nicht wahrkak 
forderlich sein. Der Vf. iheilt 16 Reden mit , in einer Ordooiig^ 
in welcher sie. zwar nicht gehalten warden , in welcher aber äf 
ihnen za Grande liegende Absicht am so mehr Jn die AageifilUi 
Sie behandeln folgende Haoptsiitze: 1) die Weissagnngen tob dir 
Gebart Jesa; 2) die Weissagangen ton den Leiden, dem Todej 
nnd der Aaferstehang Jesa; 3) Je^a Herrlichkeit voll Gnade oid| 
Wahrheit; 4) die Macht and Liebe J. bei VermehrangderBrodi^j 
5) Jesas nimmt die Sünder auf; 6) der Hingang Jesa za seiBOtj 
Vater, ein Segen für die Seinen; 7) das Zeogniss for J. (^i. 
gegeben von dem heil. Geiste and den Jungem J. am PfingslWj 
8) das BiUen in Jesa Namen; 9) Herr, dein. Wort ist nnmuiM* 
bar; 10) unsere Bestimmung; 11) die christl. Gerechtigkeit; ipi 
der Christ in der Natur; 13) der* Segei^ des göttl. Wortes ftj 
studirende Jünglinge; 14) der Knabe Jesus als Vorbild für stndireodiii 
Junglinge; 15) firmahnungs werte desAp. Petras, angewendet anß 
stadirende Junglinge; 16) die Bedingungen der Bildung für 8tadi*| 
rende Jünglinge. Ref. deutete schon an, dass ihm die wisses- 
fichaftliche Stütze des in diesen Reden Vorgetragenen zum Th^i 
sehr wankend scheine. Die 1. and 2. Rede beschäftigt sich vSi 
alttestamentlichen Weissagangen und ihrer Erfüllung im N. Bond^; 
Bei dieser Gelegenheit tritt die ganze alttestamenU. Tjpologie ii| 
ihrer grassesten Form hervor. )Ss wird gleich in den AnmerkB0|| 
gen zur 1. Rede das ganze Register der unbezwcifelten Prophe- 
zeiungen in einem Umfange mitgetheilt, der in dem Zeitalter U»^ 
storisch • grammatischer Interpretation von einem Prof. der TheoL 
unbegreiflich ist. Sieh gegen die Ergebnisse selbst der ernste- 



Theologie^ 241 



ita od redKekBteii WisMuscbaft sMii|)eiiy das, dfiakt ob8| 
Hdireoden JnngliiigeB deft Kampf nur exschweren , da daa Licht 
duial naTermeidlich ihr Aage berühren wird. Am nnangeoehm- 
itea nnd widerlichsten tritt dieses Bestreben in der 7. Rede 
krror, wo S.72 im 1. Theile „das Zengniss des heil« Geistes 
fe Jesns^^^ angeführt nnd der Geist anf eine sehr nngeistige Weise 
icr sionlichen Anschannng Preis gegeben wird. Die Darstellung 
ies Tb. ist einfach, ohne her?orstechende Fehler nndVondge, 
b äussere Ansstattaag aber bis auf das graue Papier gnt. 84. 

[1911] Analytiseli - synthetische Predigtentwiirfe über 
da fieijAhrigen Cjdns der in den GrosshersogUoh Weimarischen 
luden fibKchen Perikopen von Heimr. Aug. Löwe^ ttr. xu 
U^ SU Stadt Bdrgel. 1* Ldef«, enthaltend die yier Advents- 
sumtsge. Eisenberg ^ Schöne« 1836« Xu n« 116 S« 
p. 8. (8 GrO 

"Wenn Arbeiten wie die Torliegende nun einmal gednickt 
sein seilen, obschon es problematisch bleibt, ob sie mehr Schaden 
oder Mutzen bringen, so Terdient der Vf. Lob, dass er durch aU* 
seitige Beootsuig der Texte Vorträge andeutete , welche anf die 
mprasg/icshe Weise sn predigen surückfiihren, anf Schriftausl»- 
gnng 10 der Homilie. Da nun über jeden Text nnr drei Ent- 
wwfe gegeben sind, so war es nicht nöthig, Nebengedanken, auf 
vdcbe die Texte nur »aru Siaroiav geführt haben würden, auf- 
;mgitifen; denn das Charakteristische der Predigtmethode, welche 
tu Titel mit dem Knnstnamen auffuhrt , beseichnet der Vf. so, 
whmsie den gansen Text benutze nnd zwar in einer Anfein« 
ariarfclge seiner Sfttse, die sie unter einer HauptForstelluog zu« 
OMenfasae , weldie entweder im Texte liege , oder doch leicht 
nft ihm Terschmolzen werden kSnne/^ Die fier Jabrgftnge, über 
whk im Weimarisdien gepi^igt wird , bestehen aus dreien, 
iMi Texte Röhr bekanntlich zusammengestellt hat, nnd dem vier- 
Im der alten Perikopen. Die hier behandelten Texte sind dem« 
mch folgende: Job. 1, 14—18., Act« 3, 22—26., Col. 1, 12— 
201, Job. 14, 6—10. — Mth. 3, 1—10., Jes. 11, 1-8., 1 Petr. 
Ä 6-10., Luc. 21, 25—36. — Luc. 3, 10—18., Jerem, 31, 31 
-34., 1 Job. 3, 1—8., Mth, 11, 2—10. — Marc. 6, 17—29., 
H«br. 1, 1—3., Hehr. 3, 1—14., Job. 1, 19—28. Man darf 
mr diese Stellen der häl. Schrift anfechlagen und Tergleichen, 
«n im Voraus die Uebersengung zu gewinnen , dass Diejenigen, 
iMe solcher Vorarbeiten , wie sie in diesen Entwürfen geboten 
Verden , bedürfen , reichen Stoff für Adventspredigten susammen- 
linden werden* 8. 



1191^] Cliristns nnd die Sünderin am Jakobsbrnnnen^ 
Jtifcrf. i gm. «MiM*. LU. XIV. B. 16 



242 Tbeologie. 

o4er der Weg tar Mettdigen Qaelle« BelrAektailigen ' onA 6t 
sfinge von Dr. KF»V%, Huhemanny eraiigel. Pf. q* Sd«l 
Inspeetor za Elsej, Leipzig, Kohlen 1837« XIV t 
426 S. ^r. 8. (1 Thir. 16 Gr.) j 

In einfr aach &u88erlieh sehr aa8]ir€i^nden.6es(ab tritt lifl 
ein nach .Geist und Form einpfehiniigswerthes chriatliches AndAeWi 
bnchanf) dessen Vf. schon dnrch „Die Geschichte der Aafenredaii| 
des Laaaras'' (ygL Reperlor. Bd. VI. Mo. 2835.) als- moa gl 
schickten asketischen Schrifisteller sich beurkundet h^ Zor Bft 
zeichnnng des Sinnes, aus welchem das >rorstehende Boich herfo^ 
gegangen ist, lassen vir den Vf. reden, dar das Vorwort mit A 
Worten beginnt: y^LebeBdiger Glaube aa Chdstoin ist Wind 
Bliithe und Krone des höhern Lebens , das sich weithin in k 
Ewigkeit ausbreitet und die von Gott verordnete^ irdische Va^ 
bältnisse fnr den Himmel weiht. Durch die tiefere' Betradtoi 
des göttlichen Wortes entfaltet sich dieser Glaube, besoodefsaM 
in dem Gebiote desselben , worin Christus , der eingebene Sah 
Gattes 9 selbst redet und handelt und tief grfallene Sander m 
Ghiade, aam Leben und tnvfi Frieden fuhrC Wenn wir vf^^ 
Christum in seiner Weisheit und Liebe und das Menseheiihen ii 
seinem Verderben sohauto ^ so ist es Ueo Wir finden M ^ 
ihn in de^ Kraft der Wahrheit und werden unwillkürlich m im 
teöhen geführt y auf denen wir die Stuimo uod Grftber d^M 
weit unter uns und den Himmel mit alten seinen Soaaea l|j 
Sternm um uns her erblicken. Darum wurdo mir die UaMI 
dang Ohr» mit der Sama^terin am Jakobsbrunnea so^thea6r,M(l 
um ward es mein Bestreben , in dem Verhalten Christi die M 
ren der göttl. Macht , Weisheit und Liebe und der rein BMwdl 
VoUendnag und in Allem die Ausführung des ewigen BathscUiMN 
Gottes durch, ihn sur Erlösung des gefUlenenMenaohengesdkM 
aufzusuchen and nachzuweisen, jm wie im Leben der SnaMi 
auf den Entwickelnngsgang des bonern Lebens , den alle IM 
sehen auf dem Wege aar Seligkeit in sich erfiEihren miissea, Jiil 
zudeuten, damit Der, welcher mit mir den Herrn aufaBberksaai M 
nimmt und nach wtdirem Leben durstet , auch i» ihm die leM 
dige Quelle finden möge.'* Es werden nun 32 Betracbtongea ti| 
eben so viele nach verschiedenen Kirchenlieder-Melodieen |i 
dichtete Gesäuge geboten, weldie sich an ^h. 4, 1^^^' Jj 
sckliessen.v In den Betrachtungen wird nicht Uosa der Text m 
seitig und grundlich entwickelt, «ondem es werden nach , wie | 
Predigten, allgemeinere «us dem Texte at^ettete Sfltae , asA 
Tick in etwaa freierer Weise, aber mit tiefer Sinsidü in dieevail 
Heiiswahrheit , mit der Wftrme und Lebendigkieit eines entsd^ 
denen Glaubens, mit Kenntniss des menschl. Herzens und LeM 
«nd ita einer edlen, oft ttUliaiden Spraehe ausfuhrt»-'. Andt M 



Theologie. 241 

Sesäi^feii kstt sich nldifil im goiea FImm dtr T^m Kraft der 
kitmkfm und Imrigkeit der Brnpfindoligeft im Allg«iii«iiMB nickt 
fapreckea , wie der erste and letite Vers des Liedes Back der 
Tdodie „Eine feste Burg*« ii.s.w. lekreii wird, welekes der 16. 
htiacktaag angefiigt ist: 

Ihr Streiter Gottes, eaffliaeit euch 

Für enret Jeta Bhre« 

Bedreht mit Maekt wird jelxt Min Reieh { 

Komnt rüstet euch sar Wehre. 

Ergfeift des GeUtea Schwerdt. 

Der Preis ist Kampfes wertb. 

O bückt sua Herrn empor, 

Br gebt den fieineo Tor> 

Deckt sneb mit t^ettes Sebilde. 

SoUieMt siie fest dem Herrn taeh an, 

Ihr H»tm Hawptea Glieder; 

Laset fahren, was eoch trennen kann; 

Vereinigt euch, ihr Brüder. 

Bekennet kühn und frei, 

Haas er der Heiland sM. 

Usst löschten ener Licht 

la GlaobensKUTorsieht. 

fleht anf die Zeogenwolks. 

68. 

[191S} Goity YoniehtiDg und Unsterblichkeit in drei 

Abkandhmgen fär denkende Christen^ welcbe fiber die Grand- 

I tAm ibres Glaubens mit sich selbst ins Reine 2a kommen wfin- 

«kn, Ton Dr. F. O. jY. QaedBnborg^ Emsf sehe Bncbb« 

^m. IV o. Ott $• 8. (8 Gr.) 

Kaehdem #9r Tf. hk dem Yorworle sowoki die änssere als 
db kmere VeranlaksaDg zn dieser Scbnfi , jene nJUnlidi in der 
ioftrdemti^ des Verlegern, diese in der dorch den pidtzliekem 
Yed flsines MAenden Knaben Temnlassten Stimmimg nnd Leere' 
■Migewiesen hat, erklärt er Aber Das, was der Leser la erwar^ 
Im bat, sich also : „^as geboten wird , sind nicht neue Resnl* 
trie eigentbomlidier Persobtegen für gelehrte Denker oder spe- 
iriatiTe Kopfe, sondern Tielmebr die dem Theologen sowohl als 
imi PUksophen bekannten Materien über die drei Tomnhmsten 
fihiäkeqnsAts» des .Christen Aonm, fnsslich and kurz dargestellt 
Ifr den geswd^ M/mscftepTerstimd/* Der Vf. stellte sich also 
keine na holie Aofgabe und es bleibt nur die Frage , wie er sie 
tttte. Der Inhalt seines Schriftchens zerfilllt in drei einzelne Ab- 
kttAiogStt, Ton denen jede eine der angegebenen Hanptlehren 
imtelit, die letzte ober die ansÜhrlichste nnd grindlichste ist 
kma Art, den G^eastand in einer einnigen Abhandlnng darzn- 
MIen, hat dem Ret uieht zweckmitssig geschienen. Denn jede 
taerLebtmi enOiIi» in skdi wieder einzelne Haiqptgesifliitspnncte« 

16* 



244 Theologie. 

welche als Theile imd zugleich ab Rnheponete des Gatuen lU 
ten "abgesondert werden sollen; so in der LAbhMidlaDg über 6ti 
die Beweise für Gottes Dasein von denen für die Einheit aeia« 
Wesens und von der Bigenschaftslehre; in der 3. über die Di^ 
Sterblichkeit die Beweise für die Fortdauer der Seek Ton k 
Gründen für den Glauben am Wiedersehen oderVergelrnng. Aul 
hat es Re£ Wander genommen, wardm der Vf., da er doch oll(M| 
bar einen praktischen Zweck vor Aogen hatte, wenigstens in M 
swei ersten Abhandlangen, das Praktische viel za sehr hinler M 
Didaktische zaruckgestellt hat. Im Einzelnen hat Ref. Folg« 
tadelnswerth gefanden : In der 1. AbhandK geht der Vf. aaf I 
ein , die nnr für Gelehrte , welche er do<£ nach «einer eig 
Erklftrang und nach der EUltang des Ganzen nicht im Angel 
geeignet sind, z. B« wenn er S. 8 von einem „Antolheismos i 
geFs'' spricht oder S. 9 übertreibend den Gelehrten Sehdd j 
dass sie „den ersten Menschen lieber ans einer grossen An 
die vom Meere ausgeworfen worden, hervorgehen Hessen, alsü 
sie das Wort Gott und Schöpfi^r auch nur in den Sfoud nef 
möchten". Wenn er ferner S. 23 Sdiiller's Worte anfuhrt: 
Und ob Alle* im ewigen Wechsel kreist, 
Bs beharret im Wechsel ein ruhiger Geist 

und sogleich fortfiUirt : „dieser Geist ist Gott , von welches it^ 
Christentbnm sagt (Job. 4» 24.): Gott ist ein Geist o.s.v.^'» 
allegorisirt oder missdeutet er Schiller'« Worte; wenn er S. 9 
die nothwendige Einheit des gottl. Wesens daraus erweist, „^' 
viel Köpfe selten eines Sinnes sind und es nie für immer * 
ben", so ist dieser Beweis doch gar zu sehr xar av9-q(anoy^ 
gesehen davon , dass er gar nichts beweist , daiern man sich 
jene mehrere göttliche Wesen als absolute YoJIkommenheiteD dückM 
Am vollkommensten ist die 3. Abhandlung , obgleich der AlMf 
derselben dem Re£ ziemlich matt erschien. Besonders rriA ^ 
dieser Abschnitt an treffenden und gewählten PiiraUelen. Diett^ 
sere Ausstattung ist kaum gewöhnlich. 13« ' 

[1914] Tempel der Unsterblidikeit oder neve Aadi^MJ 
gie der wichtigsten Aussprfichi^ besonders neuerer. Weisen äjj 
Fortdauer und Wiedersehen. Ein Buch f«r Zweifelnde und TM 
ernde. Heranegegcben von Dr* /. JP, Th. WoUf^^, 
Blankenhain^ Anholt 1837. 256 S. gr. 8. (1 Tk^ 
* Gr.) 

Ref. hat durchaus nicht verManden, dem voriiegenden Bn 
eine* Seite abzugewinnen , tou welcher ihm die He»i|usgabe^ 
nelbea nölhig und verdienstlieh ersiftienen wAre. Cmderglsie 
Schriften in die Welt zu sdüeken, braucht es niehts ^^'^{'JS 
•inigi^ absichtlidie Leoture und jene unermJidltdiejSchrribseiigM 



I 



Jariflpmdens. 245 

Mkhe , um da Badi gedruckt sa sehen , nicbi onr sam eignen 
naibitaigen Sekreiben, sondern auch snm Abschreiben nnd Zn- 
«Bmenst^ten ihre Znflncht nimmt. Aaf diesem Wege Ifisst sich 
jaier Monat mit einer herkalisehen Schriftstellerthat stigmatisiren, 
vesB die Verlor gleichennaassen schlagfertig sind« Denn nidit 
«mal das Verdienst einer Zdsammenstelhing , in der auch nnr 
inger Plan wftre, nnd vftre es selbst nnr ein alphabetischer, 
kl sich der Yf. dabei erwerben wollen« Vielmehr sind Poetisches 
mi Prosaisches, Stacke ans Philosophen nnd ans Rednern, bant 
dnch einander geworfen worden, wie sie sich bei der Lecture 
dm Herausgeber mögen angeboten haben , ja nicht einmal die 
ftnchiedenea Ansiiige ans den Schriften eines nnd desselben Vfe« 
id neben einander gestellt worden. Fragt man aber; far wen 
m soldie Znsaumenstellnng gemacht sei , so weiss man auch 
Ineniif nicht ohne Verlegenheit sn antworten. Zwar steht anf 
Ihb Titd: ,J[är Zweifelnde nnd Tranemde*'; aber den ersteren 
weiigalcns wird dieses bnnte Gemisch Ton poetischen nnd pro- 
saischen, nmTheil ans dem Zusammenhange gerissenen Stucken 
ii\ir« Zweifel nicht lösen; denn nnr zusammenhängende Belehrung, 
aber Biekt diese chrestomathieenartige Gallerie von Aussprüchen 
^ P^V^ Cebersenguiig zu geben und zu befestigen. Selbst 
das YorwoH ist ein Beleg, wie der Vf. es Tcrstehf, einen Gegen- 
itand in das Unendliche auszudehnen, nnd es berührt diess um so 
feoaiigeiielimer gleich bei dem Eintritte in „seinen Tempel der 
QttterUichkeit'', da er diese prokrastisdie Ansreckung mit einem 
Vfc ToqMmmt. -— Die Buchhandlung hat bei der Ausstattung 
^m dem Nöthigen nicht fehlen lassen. 84» 



Jarispradienz. 



[1015] Gresaimnelte rechtswissenschafUiche Abhandlnn« 
,ges fon Dr. /oA. Ädo. Seuffertj Appellations- Ger.« Rath 
nAoBbach. Erlangen , Palm n. Enke. 1837» IV n« 
180 & 8. (15 Gr.) 

Diese Abhandlungen, frfiher zum grösseren Theile (5) als 
Programme, 3 in Zeitschrifien erschienen, sind hier wegen mehr- 
btlier Nachfrage nnTcrändert wieder abgedruckt worden. No« L 
titk&jt Vorschllge zu einer verbesserten Gesetzgebung über die 
, I^ie Ton dem Weiderechte , denen der Vf. in -der Vorrede (S. 
Hl) jetzt selbst nicht mehr das günstige Prognostiken stellt , als 
"t Zeit der Abfessung des Aufsatzes, 1822. Die beiden folgen- 
^ Anbfttze entscheiden sich für die Zulftssigkeit des Executiv- 
Y^^fm^ aus einer UrkandOi welche einer Bestimmung uberZah- 



249 Juriaprade&s« 

Inogsteraiiiie edibekrt, nnd für eine niisnalimsweisa YorJAliibarkeiil 
der Einreden in denFHllen, wenn deren begründendes FacUinnndh 
zum Grund« einer Klage dienlick gewesen wäre. Mo« lY« n* V. 
beschäftigen sieh mit fr. 8. §• 3« si serr, vind« und mii fin 
12. de statu bom. Der Yf« erkkri sieb biosiditlicb des letztere« 
für die von Tbibaut bestrittene Fortdauer der Reclit8Tei*niiithn|i|| 
der Legitimität im Falle der völligen Reife djes Kindes. In Nf« 
YL erklärt sich der Yf. gegen die Ansicht, die Seenndanten M 
Tödlongen und Yerwnadnngen im Duelle als Gehülfen^ub^^ad^ 
ten I unter besonderer Bezugnahme anf die , aeaerlioh geftnderim 
Jurisprudenco des französischen Cassationshofes über: diesen Ge^cM 
stand. Ein kurzer Aufbatz (YU.) verbreitet sich über einige Zweip 
fei an der Glaubwürdigkeit von Zeugen, and No. yUI. beaniwoiiji 
tet verneinend die Frage, ob es wünsdienswerth sei, dass din 
Yoiclesnngen über Rechtswissenschaft, insbesondere über römisölMI 
Recht, in lateinischer Spisache gehaliea werdei^. -~: Das kmm 
sere ist beifallswerth. 22m 

[1916] Geschichte der Quellen des katholischen Kic* 
ohenrechts der ProvinnenPrenssen nnd Posen^ mit Urkmi* 
den und , Regesten , von Dr/jBfemr. Friedr. Jacoim^ 
ord. Prof. der Rechte zn Königsberg u. s. w. KSnigsbei^gy 
Oebr. Boriiträger. 1837, XXYI n. 242 S.^ Urknnden; 
320 & gr. 8, (n. 2 Thk. 16 Gr.) 

Auch n« d. Tit.: Geschichte der Quellen des Savehenreditf 
des Prenssischen Staats mit Urkunden und Regesten, von n.«. w« 
1. Tbk Die Provinzen Preussen nnd Posen. 1. Bd. Das'kalho* 
iische Kirchenrecht. 

Der Yfl beahsichtigt die Ausarbeitung eines Systems des 
prenssischen Earchenrechts, welches eben sowohl den Forderungen 
der Wissenschaft, als den Bedürfbissem der Anwendui^ cnispre- 
chen solL Für dieselbe bedurfte er eher sicheren Grairfiagt^ 
einer omiassenden Darstellung der in den einzelnen Provinzen 
fliessenden Reclitsqaellen um so dringender,, je mehr ihm die Ue- 
berzeugung geworden, dass die vorhandenen Bearbeitungen, oder 
vielmehr Sjstematisirungen des bezeichneten Stofies, ia £e^r, 
wie in so mandMr anderen Beziehung der wissenschaftlichen Halt- 
pnncte entbehren, nnd dass ebendesshalb er vor Allem das Pu- 
dement des aniznfiehtenden Geb&ndee selbst zu ieges habe. Wie 
schwierig ein solches Unternehmen sei» üegt, bei der eigeniliämr* 
.Bchen Natur der Kirchenrechtsqnellen, offen zn Tage» Yieles in 
den Archiven und Gesetzsammlungen Zerstreute istmildner Miibs 
zusammenzngncten) kntisdi in sichten nnd zn ordnen» mtwelGlifer 
gar oit die eisidten Resnllate. In] dem ungünstigsten Yeriiibniaee 



Jarispradenz. 347 • 

ikl«. Aber MHist WMa di«» gwcfceken, bWkt dos BearMter 
ii idnrieriMi« Angabe , das gegenseitige VeitalUiis» der Ter- 
lüdcaeii, tarn Tbeil nm tofgedecklea Quellen naduaweisen, 
«JdndBdidetAaeckauBBg de« Lesers das Bild des vielgesialleleB 
1ML Reebtslebens m ent&Keii. In beiden Bexiehangen hrt der 
m in gmoM and preussische Kirdienrecbt TieUach verdienle 
«(wir eiümem an eeine trefflicben IdrcbenrechÜ. Versuche, seine 
Maidfaing Aber die Metropolitenrerblndniig Rigas imt den Bi»- 
Umrn Preusens in lllgen's Zeilschrift ßr die historische ThejK 
ligie, ^e Dissert. de fontibus jaris ecclesiastici Borassin), 
Mut Aufgabe glücklich gelöst, und wir genfigen ledighch einer 
liriemg der Gerechtigkeit, wenn wir fersichem, dass er «nen 
» pmm Reichthnn bisher nnbekmnter Materiahen «nsanimen- 

ÖnidU ud denselben mit so tüchtigem kritischen Sinne und so 
EfKcmtniss des MrehMchen Rechts waibeitet habe, dass seine 
WMwg «la eine fiberaas erfreuliche Bereicherung njdil nur 
Üer UntaBCditBcken , sondern «uoh dct gesdiichtlichen V*^]^ 
baekbtt werden kann. Dass er «nnlidist mit der Geschieht« deft , 
Imdti«*« Rechts der PioTinzen Prenssen und Posen begonnen, 
■«f in *r natürlichen Vorliebe für das heimiithliche Recht seinen 
«md Uei; dann aber auch in der Erwägung, dass 5«««.™' 
«ewPetie, einselne schfttzenswertho Vorarbeiten, i.B. dieVoigt- 
«liei, ibgeredinet, bisher nur Geringe«, oder doch nur Verwniel- 
togd«Blet worden ist, und dass eben ans diesem Grunde an 
te Bearbeitung dieses Theiles am ersten die Grundidee des ban- 
»feieigt, und das Ton uns so eben freudig anerkannte Bern- 
l*in des Bearbeiters bewttrt werden konnte. Ein 2. Band win» 
*i eraBgelische KinÄenrecht der östlichen Provinzen enthalt», 
•Öwd SdiTeSien im 2. Tbeile seine Stelle finden wird. — «e 
AMi^oBg des Stoffes Ist eine «weifheiligo nach den lUchtnngen, 
w deaen das Redit fDr die KIrehe hervorgeht. Bs wird also 
würferet Ton den ans Idrchlicher Quelle geflossenen Rechtsnor- 
»«, den gemeinen kanonischen Rechte und dem Concil Ton 
Trfent (deren Anwendbarkeit in einer, «üA für die praktische 
AswwduBg sehr fruchtbaren Weise bestimmt wird) ilid den ein- 
*«imi8dien Provincial- und Diöcesansynoden gehtodcll, und hieran 
«Ifiessen sich im 2. Thefle die auf dem Boden des Staats er- 
»achseaen Bestimmungen, die Gesetze des deutschen Ordens, die 
«imeklagenden Th'eile der stÄdUschen Willküren und die lange 
Äeike der für die katholische Kirche ift der preussischeB Monar- 
4ie in Allgemeinen, und für die Provinzen Preussetfapd Kosen 
h Besonderen ergangenen Gesetie der StAalsbehBrden. Den ^- 
Vag bildet ein« reicSe Samnilang mit <li?l*n>«*>?«\*r,.^^2!r4ri 
ledraekler Urknnden, deren MittheiltojrÄafich die ^^'^^r' 
tetlsten Staatsbehörden und der Verstet« der ««*•>« h*™"*«» 
"id bitdiöflidieii Klltohen ton Gaesen-fosei», Cnhn nndHnneiana 



248 Jarispradens«. 

T^rmUtdt worden^lst Sie gpewfthren einen tiefen Blick In 
Bntwickelan^ der kirchlichen Rechtsrerhähnisoe, und werden 
desshalb von dem Geschichteforscher dankbaren EJmpfan^ipes eifrenan 
dürfen. Indem wir unsererseits nicht verfehlen, auf die hier aidi 
erschliessende Quelle hinzudenteui sprechen wir noch den Woandk 
aus , dass es dem Yf« nicht an der Untersetzung fehlen mOg», 
deren er sor Vollendung des schwierigen , geistige und mate ri e il tt 
Kräfte in gleichem Grade in Anspruch nehmenden Werkes bedni^ 
eines Werkes, welches gefördert zu haben, so vielen fladien Br«^ 
scheinnngen im Gebiete der Literatur gegenüber, unserer Zeit einal j 
wahrhaft znr Ehre gereichen wird, . ] 

[1917] Handbach des im Königreich Sachsen mÜ ' 
Einschlass der Oberlausitz geltenden Kirchen-^ Ehe^ nai \ 
Sjphalrechts für Staats-, Kirchen- nnd Schulbeamte, von Jhm \ 
Ludw. Jul. Neubert. 3 Thie. Leipzigs Serig^scht i 
Bacldi. 1837. XII n. 300^ YH a« 422, XII iu 3W 
S. gr. 8. (4 Thlr.) 

Die Literatur des protestantischen Kirchenrechts bietet eine 
Ansicht dar, welche eben so eigenlhömlich als trostlos ist, eineFJnlk 
raisonnirender Schriften über Kirchengewalt, Sjnoden, Presbjle<- 
rien, Consistorien u. s. w., zumeist von dem neuerdings Ton Vielen 
und auch in diesen Blättern abgewiesenen Standpuncte dessogca». 
naturlichen Kirchenrechts; aber fast nirgends eine ruhige Bat^ ! 
Wickelung des Rechts der einzelnen protestantischen Landeskirvlieft, | 
aus den allgemeinen und besonderen Quellen , welche Tor alleiL i 
Dingen gefordert werden muss , bevor üjl)erhaupt an ein Sjsteoi 
des protestantischen Earchenrechts gedacht werden kann. Cndge- ; 
gen diese Bemerkung wird auch der Einwurf nicht erhoben wer* : 
den können, dass ja die meisten protestant, Länder Bearbeitungen^ 
ihres besonderen Rechts aufzeigen können, wie denn 2. B, Prenn^^i 
sen seinen Bielitz, Sachsen seinen Weber, Kurhessen seinen Le^ 
derhose, Baden seinen Roman, Hannover seinen Schlegel habe) 
denn in Wahrheit stehen die meisten dieser Werke, mit Ans* j 
nähme des Weber'schen , auf einem Standpuncte , der mit dea \ 
oben von nns bezeichneten nichts gemein hat; auf einem Stand- : 
puncto, dem wir eine Ehre anthun, wenn wir ihn als den gemeinem ' 
praktischen bezeichnen« Aus diesem Grunde nimmt jede neM 
Erscheinung im Gebiete des Protestant. Kirchenrechts unsere volle 
Aufmerksamkeit nm so mehr in Anspruch, je reger das Verlangen 
nach acht wissenschaftlicher Behandlung dieses zu sehr vemadk» 
lässigten,' nnd eben dadurch spröde gewordenen Stoffes in alleft 
Denen ist, welche an der protestant. Kirche nnd ihrem Rechte ein 
mehr al3 yoriiberj^ehendes Interesse nehmen« Für Sachsen ins- 
besondere steigert flieh diese Bemerkung in bedeutendem Grade, 



Jarlspra jeflf» 249 

ik kkr eh Yotgßni^ m überwinden isl , desfeea LtiBtang ia 
k- nd Analaade mit Recht in hohen Ehren gehalten viid: wir 
Aenea die sjetemalifiche Daretellong den hochverdienten PrJUi- 
denteA ron Weber^ eines Gelehrten, der» wie wenig andere, tiefe 
fideknamkeil nnd praktische Erfahrnng in sich f ereinigt. — In 
viefeni non das Torlieg. Werk den Anforderungen entspreche, 
wdche an eine Bearbeitang des s&chs* Kirchenrechts gestellt wer- 
i da Bussen, ergibt sich im Allgemeinen schon daraus , dass der 
I T£ mit einer Zasammenstellnng der verschiedenen in das Kirchen- 
; TCcbt einschlagenden Gesetse, nnd den Ton seinen Yorgilngem ge- 
I sammelten Prftjadiden sich begnügt haL Wir Ifiognen nicht, 
\ dass eine solche , wenn sie samal so fleissig ferfertigt ist , wie 
; Se Torliegende, dem Praktiker Ton erheblichem Nation sein kon- 
fte; dagegen beklagen wir anfrichtig , dass dorch dieselbe nun- 
mÄr eine Bearbeitung des sAchs. Kirchenrechts, wie wirsiownn* 
sdien ad fordern, namentlich eine sweite, dem Stande der neue- 
Yen Geaetagebnng entsprechende Ausgabe des Weber'schen Buches, 
&x eine Umge Zeit ton dem literarischen Markte Tordrängt worden 
int» Hieizu tritt noch ein anderes Moment, auf welches hlnsnden- 
ten wir fir Pflicht halten: die Gewissheit, dass das Erscheinen 
des NenAerfschen Werkes auch als vorzeitig betrachtet werden 
mass« So weit dasselbe das Iltere Recht betrifft , mag es als 
lirancU»arer Rathgeber betrachtet werden kOnnen, da ihm sehr su-» 
P TSfflfissige Vorarbeiten, die Weber'schen, zum Grunde liegen. In 
! den Partieen aber , welche die neuesten Gestaltungen im Gebiete 
f im Kirehengesetigebnng betreffen, ruht es lediglich auf Gesetzen, 
i dam Einfährnng zum grössten Theil jetzt erst erfolgt, wie diess 
: wk dem noch immer in der Bildung begriffenen Rechte der Volks- 
seMen der ^all ist« In allen diesen Theilen also hat es nur 
des untergeordnete Verdienst, dass die im Gesetz- und Verord- 
aangsblatt enthaltenen Normen hier ausammengefasst sind , wäh- 
lend ihm das grössere, die Gestaltung des neuen Rechts im Le- 
ben nachgewiesen zu haben, mit Nothwendigkeit hat entgehen 
mSssen. Endlich erwarten wir von der nächsten Zeit eine Anzahl 
lehr wichtiger Gesetze, durch welche ganze Theile des bisherigen 
Rcdts eine Töllig neue Gestalt gewinnen werden, so dass also 
auch in dieser Beziehung unser Vorwurfsich als begnindet.d^rs.tellt. 
Der VI hat sich, wie er redlich eingesteht, den letzteren selbst 
schoben; doch glaubt er ihn mit der Bemerkung zurückweisen zu 
kinaen, dass hoffentlich nie eine Zeit völligen Stillstandes eintre- 
ten, nnd dass ebendesshalb auch nie derZeitpunct eintreten werde, 
I «wo eine systematisdie Bearbeitung des Kirchenrechts, ohne Be- 
bchtnng eintretender Veränderungen, räthlich erschiene". Diess 
iit jedoch nicht Töllig wahr; Ref. hat sogar die Hoffh^g, dass 
dm Ende der gegenwärtigen Entwickelungsperiode nicht mehr 
fcm sei, die Zeit, welche die Frage lösen wird, wie vielfiUtiges 



250 Jarispradens. 

Korn unflere Aassaat gebracht habe. — Wk gkiaben mit dl«M 
Anzeige dem Zwecke des Repert. genng gethan za haben, iiidM 
wir uns auf die Beseichmuig der Stelle beschrftnkten, welche itm 
ToHieg. Werke gebührt. • Eine Kritik des Einzelnen moss ^m 
FachzeHschriflen billig überlassen bleiben. Die Yerlagshaadhal 
hat sich dnrdi die äossere * Ansstattang Ansprach anf Leb ^ 
'worben* 

' [1918] Ueber die Ehescheidang unter den EvMgdL- 
schen^ yon Kttrl Wilh, Wiedettfeld^ ])r. d. Theol. % 
Philos., evang. Pf. zu Grüfr^üi. . L^ipzig^ C. Tattctnitz, .1837 
m Q. 42 S. gr. 8. (8 Ör.) 

. Zu den Schrirtstellern , denen die Kothwendigkeit einer Bit 
form des eyangel. Bherechts, insbesondere einer BescfarftnkiM 
der Ehescheidnngsgninde znin Bewusstisein gekommen, gebort Mfl 
der Vf. der vorliegenden , ton hohem Ernste nnd diristlicher Ä- 
sinnnng dorchdrnngenen Schrift. Br tiefitiirt die Ehe als 4ia 
T5^ Gott selbst gestiftete , anf der innigsten rom Creisfe CM- 
6ti geheiligten Wechselliebe bernhende Verbindung eines Wei- 
hes und eines Mannes , nnd fordert, indem er soIdiergestalt'M 
Ehe ihre Stelinng unter den christlichen Institutionen Anweist, 
dass dieselbe audi rncksicfatKch der Schetdnngsfrage nur wmIi 
dem Erangelinm benrflieilt werdel Nach diesem ist aber die Ehi- 
Scheidung nur zul&ssig , wenn der eine Ehegatte durch Unxi4| 
oder durch Verlassung seines christlichen Gemahls eich TerscMll 
digte^ möge damit nun eine stillschweigende, aber dfingc4l 
Gefahr zum Abfiille, oder ausdrückliche Nöthigung zur Terltt|j^ 
npng. christlidien Glaubens nnd Lebens rerbnnden sein, eineANH 
tung der controTCrsen Haoptstelle Matth; XIX, 3 ff., weldie ni^ 
neu ist, ^di aber in ihrer Einfachheit zur BinfHhrung ia dJl 
Kreis unseres Bherechtes Toki selbst embfieitit. Dass der Vü tiä 
die Nöthiguttg zum Wechsel der christlichen-Confession alsScfta 
dungsgruttd betrachtet, erscheint für die Wissenschaft wiefBr lil 
Leben bedenklich. — Die Frage nach dem Porom der Ehesaelf^ 
beantwortet der Vf. dahin, dass, wie diess auch zur Zeit der HJ 
formatoren schon gefordert wurde, nm der gleiehmXssig einschUJ 
genden kirrhlichen und 'bürgeriichen Interessen willen, einer ^jgji 
mischten^' Behörde die Ehegerichtsbarlieit übertragen werden mudi| 
nnd diese Forderung erscheint billig, wenn eine andere, dass ni 
sere Geistlicheh sich . zuvörderst den jetzt so yielen mangelnM 
Fonds kirdienrechtlicher Kenntnisse aneignen seilen, vorerst ii 
friedigt sein wird. So lange dieses Letztere nicht derFall, will 
freilich die Zuziehung der Geistlichen zu den Verhandlnngea ik 
Ehegerichte kaum den gewünschten Erfolg haben können. •* 
Zuletzt hat der Vf. audi dem in Bhesaclien anzuwendenden Ytt 



Jftritprmdeax» 251 

ttm aeae AuCn^swiikeit rogewaadi; dodb oflSnibttri Mk im 
mm YoneUü^eii mAr der ernste Wille, aich tob dieser Seite 
Ar Steaer des Unheils beisiilrnfeB , ab die erferderiiche tuuuAr 
B» des GesehAftsganges der Geridite. Bbeaaa will es aas hedäa- 
fcn, ab sei der Yorsclilag, die kircUidie Binsegaang der ? od eiaer 
Ol ikier Schaid wiOjea geschiedenea, Person einngelieBdea Bhe 
ate.deButliigenden AnsscicliaaBgea an Tottaehen, mit den For- 
üasagea der ckristlicben Milde nicht Töllig rereinbar« . 33. 

[1910] Aofsatae aas dem Gebiete dea bayeriachea 
Ui^ficheD^ peinlH^hen und öffentlichen Rechtes. Voa 
Ant. Debesy Dr. d. Rechte. Wfinjbarg, EtUoger'sche 
BichL 1837* 135 »• gr. 8. (14 Gr.) 

Yen diesen 16 Aafsttien beziehen sidb die dr<^ ersten aaf 
Fncmadisehe yfitreitfrageai die beiden foigeaden behsi. jeln Oriau^ 
mik&niikn a»d alle übrigen ron No. TL an betreien Thesen, 
iieai^ odir weniger dem Staatsreehte eigenthamltcb sind« . Den 
^ctatereiM^«« der Vf. aaoh den meisten Fleiss angewandt so ha* 
^ Wir beseiehaen ab besonders bemerkenswerth No. YL über 
^V^fugsrecht, No. XU« über Initiatife aar GesetJigebang, 
XOl über das Commonicationsverfahren zwischen den beiden Kam* 
>>M der bajerischen Stä&detersammhiDg. Mehrere Anisätze be- 
«•ba sidi aaf stAadbehe YYahUUiigkeit; daroater ealh&lt Na^DL 
l ^ ftaa deig Bemerknagea aber die Ton der Kammer der Abge- 
ia der SiUnng Tom 23« Febr. d. J. für aichtig erklArte 



Mlder gemeinschafdiehen Abgeordneten ans der Ciasse der 
mk lad Märkte' im Untermainkroise. Ans den Städten Lohr 
*d Heidingsfel j , in denen' auf jene 2, auf diese 1 Wahhnann 
hiat, and aneh aar eben diese Zahl Wahli&higer vorhanden war, 
^^ die Regierang von jener aar eben, aas dieser kebea an^ 
f»^ Db Kammer rerlangte eine nene YfTahl mit ZoEiehnng 
ki beidea aasgeschlosseaea Wahlmänner ; der Y£* TOrtheidigt db 
^^ der Regieraag, w^ den YYAhlenden eine freb Wahl in 
MAm Fäiien.abht gegeben sei. Ret bi der entgegengesetzten 
wmiagi er hält das Wiihbn bloss far db Modalitat der Aas- 
^^«ng des den Staatob&lgeni aosiehenden Rechts, nicht •-- worauf 
J^ YIb. Manang hiaanskammt — für einen Bestandtheü dieses 
A«Ates %elb6t. Dehn ebe freie YYahl ia Sbno des Yfe. kann 
^^seibst bei mehreren Snbjecten nicht gegeben sein, wenn knnes 
mA\mi dem Yertrttnen der Wähler eotsprichu Gleichwohl gibt 
* adbst an, dass aas dea 2 Wahlmännem einer anit Recht go- 
^ sei. Die Nothwendigkeit aber Coacnrrena ergibt sich 
«ä nicht ans den angefiUiHaa Stdba der Verfassangsarkaade, 
^^UBgeads siidi dnrdber Jilar iansaprechen , and eben so gat 
^ ^ wider dea Tf.. getetel werden lidaatai. (Mbabar nariob- 



252 Jniispradenz« 

üg enclieiiit aber die Annahme des Tfs. (S. SS) , .dass xn ivei- 
Wahlmfinnern stets vier Wahlfähige Toihanden sein masstee«-, 
Denn auch nn Geiste seber Ansicht fiinde schon eine hinreichend»^ 
Concarrenz anter drei Wahlfiihigen statt. Selbst bei einer 
cessiven Wahl nnd der Voranssetxung einer bestimmten Theilv 
würde der anerst Ansgeschloseene für den zweiten nodi.wl" 
sein« Sehr wahr und beherzigongswerth findet Ref. dagegen dii^ 
in X« nnd XI. über die Stellang der Abgeordneten zum Ve" 
nnter Bezug aaf Stahls Rechtsphilosophie gemachten Bemerka 
gen, nnd besonders die Wirferlegang einiger in der Schrift: ^^ 
ständische Yerfassang nnd die deutschen Conslitntionen'f (Leif 
1834), gegen die letzteren aasgesprochenen Missbilligangen. 
Vf. hebt daher dieBedentong des Volks-, nicht StandesTertreti 
nnd den Öffentlichen Charakter der neueren' Standschaft herr^ 
No. XIV« spricht sich Ton dem Gesichtspuocte der Staatsknnst üb 
das bajer. reridirte Ansässigmachongs- und Yerehelichnngsg 
Ton 1834 ans, nnd No. XY. über das Recht der SländeTersammli 
ein Zwangsgesetz znr Ablösang grnndherrlicber Rechte zu b«^' 
tragen. — Aaffallend ist die grosse Zahl .too Drackfehlem aal 
die irrthümllehe Paginirang des 6. Bogens von 83 statt 81 an. 

[1920] Abhandlang fiber die gesetzmässige BefirMi» 
gang concarrirender Gläubiger ausser und bei der Coa- 
eors^Yerhandlong« Yoa Pet^ JErasmus. Ospan^ Ba 
protocollisten des k. k. Steiermark. Landrechtes. 1* Bd. 
den Yorbereitongen znr gesetzmässigen Befriedigang conc 
Gläubiger überhaupt nnd ausser dem Concurse« GrutZy 
u. Sorge. 1837. VI a. 142 S. gr. 8. (1 Thlr.) 

Der Yf. beabsichtigt in dieser Sehrift angehenden Praktike 
^nen Leitfaden sa geben, was nm so Terdienstlicher ist, als 
Theil der Jarisprodens , den sie behandelt , wie in den 
Staaten, auch im Oesterreichisdien, nur theil weise durch , 
Gesetze genan normirtjst, in sehr vielen Pancten aber Controyer 
ein weites Feld darbietet* J)er vorlieg. 1. Bd. verbreitet sich 
über die Yorkehrongen znr Befriedigang der Gliiabiger ,. und 
Yf. nahm in denselben, die Differenzen der Praxis nnd die ~~ 
gelhaftigkeit der Theorie hierüber berücksichtigend, selbst m 
Privatentscheidangen anf ^ die mit der eigentliehen Yermdgensvc 
theilnng in engem Znsammenhange stehen. Er verbreitet g* 
über Erwerbung nnd Wirksamkeit des Pfandrechts, Yornahme { 
richtlicher Schfttzungen , Feilbietuog und Yerfahreii über de 
sige Gesnche in drei Hanptstücken , nachdem er vorher ~ 
über die Natnr der Fordernngen überhaupt bemerkt hatte. 
Darstellang ist sehr klar nnd in Paragraphe ubersiditiich vjBi 
Auch das Aenssera.des Baches Usst keinen Tadel zn^. . ' 22. 




HediciB ond Cliirorgia« 25t 

Jüedicln und Chimr^e. 

[1921] PFUUam P. DetteeSj Prot der Gebnrtsli. im der 
Orir. xa Philadelphia a. 8, w. Die Krankbeiten des Weibes« 
Aas dem Engl, übers, tob Dr. A. Mosery praLL Ante lu s. w. 
ai Borlia. Mit Zasätxen und Inmerkoagen yerseben tos Dr« 
Jüetr. Wilh. H. Busck, K. Piinae. Med.-Rathe, ord. Prot 
a. 8. w. Berfin^ Rficker n. Püchler« XIIiu 691 S. gt.9. 
l3 Thir. 12 Gr.) 

Die auf dem Titel gemnuten Henren beaibeiteten Toriieg. Werk 

Aa m aeinem Vaterlande als Gebnrtabelfer und Arst kochgeach- 

Ma Dr. D., ond fogten demselben nodi eiasebe Abhandlangen 

^klselben Tis., sowie hier ond da geeignete Znefttze nnd Anmer« 

I Ingen bei. Ref. findet ihre Arbeit banptslchlich desahalb yer* 

'£ei^di, weil sie dentsdien Aerzten einen Ueberbliek der An- 

mhten und Carmetboden ihrer amerikanischen Collegea in Besog 

aif Weiboknuikbeiten und Gebnrtsltalfe darbietet und manch« 

intsressaate Krankengeschichte mittheilt Man gewinnt den Y^ 

lieb dareb den ansprachslosen Ton, in welchem er seine Tieljflli- 

i%ea JBrfiübnngen Torträgt, und weil er sich fast dorchgftn* 

M '^ eisen umsichtigen Beobachter der Natnr ond Tor- 

^pickügen Praktiker bewfibn. Dagegen fehlt ihm die dem Leser 

"^Altbaende , gediegene Kurie des Aasdrncks; er ermüdet oft 

llld lange Citate englischer und französischer, meist alterer 

MolsteUer, und durch nmstilndliehe 'Widerlegnog ihrer Ansichten ; 

sn^e Erüahningen sind ihm b&nfig fremd. Dabei maogelt nAchst 

^ ToOständigkeit durchgängig logische Anordnung, und die Vor« 

Mbnng des Prof. B., dass das Werk aoa eiozeben, zu versdiie- 

Amb Zeilen geschriebenen Abhandlongen zusammengesetzt sei, 

*bi dadurdi fast zur Gewissheit. Deutschland kann um so stoU 

ser aaf seinen Bosch, Carus, Kilian, Jftrg, ▼• Siebold u. A. bli« 

^^ — Wir wenden uns zum Werke selbst, und begegnen zu- 

^M einer Icurzen und dürftigen Einleitung „von den Eigenthüm- 

Hkciten des Weibes^ I. AbthL Yen den Krankheiten der ftns- 

teta Genitalien und der Motterscheide. II. Abthl. Von derMes» 

fltnufion. • WeitlAufUge Betrachtung dieser Function im norma- 

ka Zustande; StSmngen derselben. Bei Retenlio und Suppressio 

«iipiehli der Yf. Decoct Rubiae tinct, Tb. Gniajaci und Caotba- 

lüsm bis si 50 Tropfen pr. d. — Djsmenorrhoe mit einer ei- 

Pitbimlichen BiUnng hAutiger Massen ist in Nordamerika hftu- 

%; sack hier bewies sichliittchtige Guiajac^inctnr nützlich. Ge- 

r »s Meaonkagie: Plonbnm acetiGum 2—3 Gr. pr. d. — Hr. D. 

*^*i an , dass iiir jedes Orgnu ein eigenthfiailiches Arsnei- 



25f « M^ediein und Ghirnrgi6# 

mittel existiren müsse, gezweifelt die Richtigkeit der ESnfkd- 
long der Blatflusse U active und passive, imd betrachtet 
diese stetß als acfive« HL AbthL Hysterie, Sie bat nach^D» 
ihren Sitz im Gehirne; die Wirkungen fiassem sldinacli Maasa- 

Sabe der grösseren oder geringeren Sympathie', in der ein Thaf 
es Körpers zom tiehime steht. Des Gangliensjstemes , ^owli^ 
mehrerer Formen der Hjsterie, geschieht keine Erwäbnnng. Ä 
Käst fast in jedem heftigen Anfalle Blat , nnd gibt dann OjpiA 
in voller Dose. lY« Abthl. Von der Sdiwangerschaß. Zu, de» 
^sicheren Zeichen derselben zählt der Vf. das Ausspeien eines sdc; 
weissen Schleimes, der auf dem Fnssboden eine rn^de Poriij 
nimmt („die Frau speiet englische Schillinge" — Yolksansdracl^ 
— ^ Aetrachtoog der Einwirkung gewisser Heiimittel und der gä 
wohnlichsten Krankheiten der Schwangeren (fieberhaHter. ZostM^ 
Erbrechen, Sodbrennen, Speichelfluss, Leberschmerz, SchlidlM^f»' 
keit^ Obstmctios, Hämorrhoiden, Herzklopfen, Gonvnlsionon , wj 
cken; das letztere fand der Yi. meist durch Aphthen an M 
Schamlippen und in der Scheide begründet, und heilte es sdaiS 
durch Boraxanil§sang), Y« Abthl. Dislocationen des Utsrws ot 
der Yagina. Prolapsus; Retroversio. — Bei der Eeposition dndl 
die Scheide stets vorher ein Aderlass bis zur Ohamadit faivsr» 
BIS. Y4I. Abthl. Leucorrhoea. Nach watl&ufiger BerirUwifcaBg 
der Ansichton^von Collen, Astmc und Hunler gibt der YC^ 4m 
eeinige^ welche audi die. Hm. Ueberaetzer für einseitig und ungSi» 
nfigead zu erklären sich bewogen fühlten« «^ Tinct.Cantliarid,ia; 
ersten Stadium, vorzugsweise drtUdie Behandkm^. Die ResulttH 
der Untersuchungen mittelst des Speeuium raginae seheinen ^mf 
Yf. nicht bekannt zu seib. YIL AbthL CMorosis. YUI. AMftj 
Krankheiten ier Bierstftdce, der Fallopisdwa Trompeten und 4m 
Uterus» Die orsteren fertigt D. kurz als unheilbar ab , und veau 
tröstet auf die Zeit , wo auch für dieses Organ ein Specificaiä, 
aufgefunden worden sei; Krankheiten des Uternirr CarcnHd|! 
Polfpen und blumenkohlartige Tuberkeln aind in NordamcMM 
sehr -selten,' so dass sie der Yf. kaum einige Male selbst IvedM 
aehtete«^ 8r beschreibe sie daher naeh. Levret, Clafkemtd Sniaii 
mttn. — Hydatiden. ^ Erethismus. — Blutiüsse wührend d«i 
Schwangerschaft behandelt D., wenn sie bedeutend und bedenkikfl 
silid, mit Aderlässen, Tampon mit Bleizuricer und Opium (Klyslfl 
von 80 Gr. mit 3J Lsudanum). Bei Placenta praevia: Tmi] 
In Behandlung der Bliitnngen vor Ansstosenng der Nach] 
zeigt sich D. im schönsten Lichte als rationeller 
er sah stets den glAeUidisten BrMgvon der Anwendnng'li 
Ter Reiue und Frictlonen. ' la dsspeimten Fidlen gab er den 
andter zu 10 6r. pf.d.^ lAid hüiteilier eins voUe Dosis 0^ 
Yerwachsungen.d^r Placenta aind in Amsitta^ sehr seitens tillümi 
Y&tfeobaehtete sis in 38 Jdtren bioss 2-^3 mal. BeiAlotfiedM 




Medioin Qta Ghirstgie« 255 

ab Nelsen das MoUerkoni. — lljiäfirilis« Wut findea blos» dit 
,hfaiiindmig des tJteniB im Wochenbette, als eine Art des Paerpe- 
fltlSebers, erwähnt, welche sich nach D/ ton dem eigentlicheii 
ftaeqieralfieber (Peritonitis) Torziiglich dadurch nnterscheidet| 
lits bei ihm dit Milchsecf«tion nicht nnterdrfickt ist. Die 
Ichndlimg beginnt mit starke Blntentziehnngen , dann Abfuhr- 
Bittd bis an Stade . (Cabmel, Glaubersab). Febris pMrpendis 
mAneiikn selten epidefluseh« Auch hier aeitiger and profiiser 
iMas8| , md nach demselben starke Abföhrmittd von Calomel 
mi Jalappe (prophylaktisch nach jedar Ontbindong » wenn Piier> 
herT6clien)| noch OJenm CrotoWi welches derYt ohnn 
Kindern Ton 2^^ Jahren an 4~5 Tropfcn gegebtA 
(!)• Torp^ntindl weigiB nie einen gnten Erfolg« X« AbthL 
den Mikhflihscessen« D^ bezweifeli die Bxistena des SBIdir 
kkfrs ab Folge der eintretenden Mileh , nnd gibt nwedunfissig« 
[ Idiitnng nur BehiM^long der entzündeten nnd mtemden BrasU 
ilüaen» XI. AbthL Phlegmasia alba M&ns. O. läast die Frage 
Ibei das ¥f eeen der Krankheit nnentschieden, nnd behandelte sie ida 
eunMüdmU^bel mit Aderlässeni Abfnhrmitleln nnd localen Dampf« 
Wmu Opiam im 1. Stadium war stets nachtheilig« 20. 

[1922] LeMbütk der Gynäkologie ^ oder systematische 
Darstellaoi^ der Lehren von Erkenntniss nnd Behandlung eigen- 
ftlMludier gesunder und krankhafter Znsjände , sowohl der nicht 
[•iiraogem, schwängern nnd gebührenden Frauen , als der 
r'^Httnerinnen und neugeborenen Kinder. Zur Grundlage akad« 
^Wumgen, und sum Gebrauche für prakt. Aerzte, Wundärzte 
1 W Cebnrtdieirer, ausgearbeitet to» Carl Ouit. Cflrus, Dr, 
ftlÜL, Med. u« Chir«f Hof- xu Med.-Rat]i, Leibarzt a. s« w. sn 
Ibiiea. 2», dorcbgäffg. ?erb. m ]nit Tielea Znsätnen Ten»» 
3 Thk« MitSKnpfertai^ 2 TabeUen d. 1 Sebwan« 
gatwiaft Aalende r^ Lapzi^, E. Fletschen 1837^ 38; XTI 
y«2, XVm XL 562 S. gr: 8. (5 Thlr. 16 Gr,) 

Bei eineQL Werko Ten so grosser Yerbreiinng nnd so anerkanntem 

VtrtM, wie das yod. ist, genüge ^ einfache Anzeige einer 3* Anil«, 

Md die doreh die Anafilhmng gereohtfertigte Aeussemng des hochgn* 

lAtelen Yfn., dass ersieh bemüht habe^ alles Wichtige, was in den 

HUm» die seit der 2. Jknagabe Terflossen sind , entdeckt nnd 

Mannt gewordeA ist, in so weit es in Bezug aul sein Lehrbnch 

Ijlwd, demndben einstt? eikiben , ebne ^dae Eigenihfimlichkeit der 

^Men Aiüage sn Vknrisehen** nnd dea Umfang des Werkes na 

Mb antnechweltou — Druck nnd Papier mnd ganz vorzigUcb. 

11923] Die gebtttriiiiUiid^ Kliiiik an der K. Fr. 



2&0^ Mediein usd Chirargia» 

yrOk. Umv. "^Kii Berlin^ von Dr. IHeU'. W. H. Busel 

K. Pr. Med.*RaÜie, ord. Prof. der Med. a. Director des klin." 
fititato für Gebartshulfe zu Berlin, 1* Bericht Den Zeil 
▼om Herbste 1829 bis zum Schlosse des Jahres 1835 lunfasst 
(Besonderer Abdruck ans dem 1. n. 2. Hefte des Y. ßandes^ 
neuen Zeitschrift für 6ebtti*tsknnde.) Berlin, Racket O. Poi 
ler« 1837. (H n.) 236 S. gr. 8. (lu 16 Gn) 

Vorliegende Uebersicht gibt keineswegs nnr ein trockenes Y« 
neiobniss der im genannten Zeiträume beobachteten Geburts- i 
KrankheitsfUle , sondern bei ihrer Reichhaltigkeit und aasfühi 
chen Behandlung ein interessantes nnd lehrreiches Bild de8 i 
berliner Gebärhause gebräuchlichen Verfahrens am Geburts- i 
Krankenbette. Prof. B. fibernahm die Direction dieser Anstalt i 
Steboid d. S. im Jahre 1829 , in welchem tod diesem der bl 
Bericht über dieselbe erschienen war. Theib der 'Wunsch,^ 
nun erfolgte gänzliche Umgestaltung der Localität erst abxa« 
ten, theils die Ueberzeugnng, durch Zusammenstellung mehiji 
gor firfehrungen etwas Vollkommeneres liefern zu können, M 
den Vf. mit einer öffentlichen Rechnungsableguug seiner biM 
gen Verwaltung ey« Jahre lang anstehen. Passend erofMll 
dieselbe mit einer Beschreibung des neuen , sweckmässig o^M 
richteten Locals und der Einrichtung des klinisehen VüUsM 
der theils die in der klinischen Entbindungsanstalt TorkomiMi 
Geborten, theils die in der Poliklinik Torkommenden Gebartsfi 
theils Krankheiten der weiblichen Genitalien und der Kinder zaml 
genstande hat. Lobenswerth sind das festgestellte Yerbält 
des Directorä und Secundärarztes zu den Assistenten und Pra 
kanten in Bezog auf ihre ThRtigkeit bei schweren Gebartaft 
in und ausser der Anstalt, die Aufmerksamkeit, welche des A 
diirfibuagen gewidmet wird, und die Berücksichtigung des SM 
gefühtes der Schwangeren, von denen jedesmal nur eine biee> 
Gegenwart des Lehrers hint^ einem. Schirme untersucht wird. > 
oben genaniiten Zeiträume wurden im klin. nnd poUklin. Uaä^ 
überhaupt 205B Geburten beobachtet, 1454 in dem ersteren, GO! 
dem letzteren. Unter diesen : 21 Zwillingsgebnrten , 32 oK 
Früdite und Abortus. Zwei Mütter wurden als Leichen eall 
den, 38 starben im Wochenbette — im Allgemeinen in der 
nik nngefUir die 58., in der Poliklinik die 46. VondenKmd 
wurde im Ganzen das 163. todigeboren, und zwar in derBnl 
dungsanstalt nur das 30., in der Poliklinik das 6. Sie sUi 
eich in folgenden Lagen zur Geburt: regelmäesige Kopflage 19 
Gesiohtslage 18, Stirnlage 5, Steisslage 4, Knielage 2, Fasel 
28, in absolut regelwidrigen Lagen 54. 1711 Geburten veriil 
ohne Knnsthülfei bei 178 wurde die Zange angewendet, bei) 
die Extraction; 4 FäUo VYendung auf den Steins, 57 aal « 



Medicin nnd Oliiriirgie. 157 

If Fisie^ 5 mal Accaacbement forc^, kiiiwdidie Fijibgebirrt 3 
«il, Perforation 6 mal» Enbryofomie 2. nai, KaisartchBiU 3 mt\ 
ifM Smal an^T.odten, 47,niitktüi8dickerL68aDgderPlaoaBta« — 
Ict Terweist, was das Detail anlangt, auf das Werk, und begniigt 
Moll folgenden knraen, die Handlongsweise des Yfs. ckarakterisi*- 
Mdei Afldeatnngen« Die Wirksamkeit des Matterkoms bei Wn- 
kschwftcbe bestätigte sich ihm anfs Nene in 175 Gebnrlsfidlen; 
m 177 Kindern starben bloss 10 während der Gebnrt, und anch 

K diesen nnr 1 shne nachweisbare, anderweitige Todesmrsache« 
keins der lebenden Kinder war die Anwendang des Mittels 
imRaditkeil. Nach der Wendnng anf die Fösse nnd Extrac- 
Im pflegt JB. stets so schnell wie mSglieh den Kopf mit der 
mnp zu entwickeln, nnd evreichte durch dieses Verfahren, dass Ton 
fil nf diese Weise geborenen Kindern kanm 1 starb, — Dentlicb 
[MabaB. einen vagitas nterinns bei einer Schalterlage. — Die 
khg^ort wird ohne Bedenken nnd Nachlheil fiir die Entbnnde- 
[Mi 6, 10 ja 36 Standen im Uteras zarnckgelassen und nnr in 
i»«;esAea Fftlien- künstlich entfernt — Wendnng anf einen Fnss 
Kiste ucb is allen Fidlen , wo keine schleunige Entbindung an- 
gezeigt ud Wehenkraft , Torhanden war, sehr nntiltch. Stets 
wQfde der ssdi dem Kreuzbein der Matter gelegene Schenkel 
i^Tf^rgnogen ^ wodurch das Kind genöthigt war, sidi in seiner 
Uognaze m drehen , und der Tersieckte Schenkel dann nach 
^Uun in liegen kam« Die Einführung der Hand des GebuHs- 
Ufen bei Satenlage der Frau in Fällen , wo die Füsse hoch 
l^ir des Schambeinen stehen , erwies sich dem Yf. (wie auch 
mBef.) sehr yortheilhaft und bequemer fSr Beide , als in der 
.l||lauf Knie und Bllnbogen* Die S. 156 gegebene Anweisung 
'^UkuT Manipulation ist etwas undeutlich. Binkeihingen des 
Kfkim Beckeneingange bei rhachitiscben Becken Tcrlangten stets 
& inwendung der grossen Zange , die nicht abglitt , nnd deren 
W^dunftssig constroirte Griffe , ohne das Leben des Kindes sehr 
fefe&hrden, einen stafken Zug gestatteten. ^ DatT YerhAltniso 
^ gestorbenen Wödinerinnen in der berliner Anstah su denen 
||ttderen Städten (z. B. Wien) gestaltet sich nach B. wegen des 
i ihn emgefihrten Zimmerwechsels so günstig. — Die Phleg- 
Ma a. d; (5 Fälle) ist eine Modification des Puerperalfiebers, 
ivUndich Zdlgewebeentzundung, selten Entzündung der Venen 
ü Ljmphgefiisse , zuweilen aber ganz entschieden der Nerven, 
lAr sdimerzhaft und langwierig, als lebensgefiOirlich. — Febr. 
MrpenKs (30 Fälle, meist entzündlich) rerlangte Blntentziehun- 
^ Cabmel und Brechrwsinstein. Unter den 7 Gestorbenen zeigte 
M Phlebitis uterina. 

f [1924] Qnaestiones emmenologicae. Tiro exjierientissIiM 
^ Fr. Niewumm, 11 D. etc. Doctoralis laureae decem abhine 
ä^vt 4. «M. ^wffoa. JUi, XIV. S. 17 



2^ ])|.«dilctui nni GJiiiMirgie« 

Instris acoep«ae soleniiibaB dk XXV. nu Sept a. i637 piA obtoUli 
X Frid» JSjriißg^ Med. et Chir. Dr. apad Martisbnrir* frML 
tipsiae. (Merseburgs Holandt) 30 S. gr. 4. (m 8 Gtr^ 

Der Y£ beginiU jnit der Bebaoptmig, daas das Meaatniatioiiarj 

blot naii ia der Sdileimliavt d^r Sobeide , gleicbsam als ffriwi 

einea krankbaftea Allgemekleidens, nie aber im Uten» sec^ran 

ilrerdew.. Wenn er 8. 2 uid 3 sagt: „Porro crebra non desuk 

«xempla mensiun propter alresiam yagioae retentodrmn ^ miilti 

TerOy qnantiun scimasi exatitit, propter atresiam uteri^S 8d ~ 

ibm. eii| ansgezeicb^etet PaU voa Atresia orittiGii ateri ia ta 

beadem Werke des Pjre& Bascb (S.221>, wo aaeb Brdffiiiiiig^ 

ver^chlosseneii Btatternraiides eine groaee Qoantit&t« äieerarif 

Blutes mit angeiiblicklicber firleicbtomag der Kranken aasgd 

wurde» eines Ajidem bdebren«' Dan eigendiümlioben Gemi^j 

Menstmalsecretion fladel der Vi in der dem Blute beigemi 

Flüssigkeit begründet ^ die die Drusen der Scbeidenhant za 

Zeit absondern. Ibm.wobnt eine eigentbOmiiche, contagilisa] 

bei, in Weibspersone», die an Unterdrückung der Catamefuenlifii 

den, dieselbe wieder hervorzurufen. Schon Fr.Hoffmana (Cfaak^ 

Scbroederiana, Hai. 168)t. Sk 662X enipfiehk au diesem Zwesha 

Brod , welches eine Menstrairte eine Zeit lang- unter ihras MltU 

d^ri^ getragen, oder. Menatcualhlut einer T^rwaAdten einsonehBC% 

,aiM^ ein indnsiui^ reeenti m^nBtrtto alterius adbne eons 

anzuziehen. Der \L wiederboUe diese Versuche , und zwar, 

das Brod anbelangt, okneErfoJg; von enlscbiedenem Nutzem c 

sich dagegen in mehrerei|, Fällen das Zusammenaehlafem 

menatruirten Weibsperson. 9iit ^ner, die an Unterdruckuiig; 

piMiction Utt; anch seiden ein Terwandtechaftliches Vedri 

beider yon Einfluss zu ses^n. Biamal gab deir Vf* mit don.! 

Befolge Menstrualblut (3 Drachme^), mit rothem Weine 

innerlidi. Durch die Aebnliehkeit. des. Gerndis des Cbe^ 

olidam (s^ Tuharii^ mit i»m der Va^nalseorete , auf die 

thung .eines gewißsen. Zo^ammenhanges hinsidbtlich apei 

Wirkung des einen anf die anderen geleitet , ateUte der Vi. 

jnelireFen Freunden Versuche an, bei welchem er die Tincter 

dem. frisch ansgepregste» Safitf des Krautes als Emmea 

benq^te. Wfihrend desseibein ^uhr er, daes in Kagjaml 

Pflanze '^ Volksmittel bei Multerbeschwerdeii sei. hi dem 

;C^rten Pällen bewAhrte sich das IMülel (30 Tropfen der:. 

Sjdutia. Chanepodii a^weistdndlifib m wjirmem. JBiere genmn 

wiaarohl es «kh aucbweim^ ui^wiflcsam erwies. Der Leaer*^ 

was er zu suchen hat, wird aber ausser ^mn! .Angefiihrttat 

manche interessante Citate und Cniiosa aus Srzdicheu Schi 

d^llSIl^ren Jahrhiuidiilf 1 £ndmb 'r. . ii^^- 




Medicia und Gkifnr^ie« 250 

[1925} Gotacbdiclie Aenssemng fibar oBige Gegm« 
Üiide der preussischen MedizindveifaMimg tön IM 
Woiserfukry Geneial-AnCe rom Armee-Corps 8. K. EL des 
Ifl»pnii2eD. Stettin, Nicoliu'sclie Buchh. 1837. 134 S. 
(^ 8. (20. GrO 

Ber T£. (adelt mit FreinrafhigkeH und ecliaifer Feder, lia- 
ift Bezog auf den Geh. O.Hed. BaA Dr/ Rast,* die ge- 
ivftrtig in Preaseen bestefceDden gesetzKchen Eiarißlitaftgea 
örtlich der Classification des firztlldien Personals , beleachtet 
Bädblkeiligen Folgen, welche die UeberfüUang der StAdte mit 
L n. 2. Cbsse anf Publieun und hessdre Aente 
hat, und sacht im Gaiften za heweisen , dass die 
Leitung des prenss, Of edicinalwesens sidits weniger ais 
nraslerhaft sei. Die Periode Tom Brsehcinen des 
des J« 1725 bis znr neuesten Classifcatien des 
Penonals tob 1825 beseichnet er als die der krlAim 
Bafenkkelnng ind des ernsten Fortschreitens auf wisseosdaididker 
Basis nach eiiem otjectiTen Ziel; die neueste Periode als des 
Rddtfchritts auf gehaltloser, empirischer Basis nach einrai sub- 
fittitet ZiA — Es iann nicht fehlen , dass die angegriffen 
mä BeUrden hM und emsdieh verAeidi^ werden. Mvss 
iem Tt aueli in yider Hinsicirt, n. B, was die UnniegKdi'- 
einer Trennung der Chirurgie Toa sogen« innerer Medidn an^ 
die Bildung Ton Routiniers ,r das Schwankende In. den Be- 
etk über die Befugnisse der einzeben Claasen u. s» w* 
fWUi geben, so ist doch ai^ der anderen Seite nur zu begründet^ 
«bniclit AU - - . -. 



Alles, was in der Theorie löblich erscheint, ibderPr»- 
it ausführbar ieft, nnd sidhf gewisse, unremeülidie^ gusetslick 
" gesogene Grenaiiniea in der letzteren ohne Hae hth ei l ' fira 
' 16 bei klugem Benehmen der MtdicinalbuhMta' in all«' 
,„. Uebergunge Terwandeln. Wenn jedoch der Yf. gegen 
Be3>ehaltni}g der lateinischen Spraehe bei Mlnisehen Ümgftn- 
und Prfifongen, als einer dem praktischeu Stadium hinderü- 
Sitte eifert, dieselbe für unzidänglich erklärt und behauptet, 
"MHen sich selten gute klinisdie Lehrer finden, did^- auch fei^ 
Latein zu sprechen Torstfinden, noch wenigei* SCudireude, die 
IS dieser Sprache mündlich und echrifllich (feitrandt auszu:^ 
Tenu9chte% da man ja am Bude dieses Tonihheif zu Terlan- 
ifiäit berechtigt sei (S.30), so kdmtte ihm R^. nüft Beweisen 
Gegeutheil auf einer und derselben UniTersitSt dWta , an 
MST bift jetzt noch nie Mangel aki beiden gewesetr isfc Dass 
übrigens Kraid£enberichteu;a. tiel kürzlBr u^d' bnndfgM latei*- 
iÜftik'ids deutsch geben lass^, und doch eben so Tentändlicii sind, 
lel so bekannt und ausgemadit, wie dass Tide Aerzte ihre Eran* 



260 Medicin nnd Chirurgie. 

kenjournale 'ans diesem Grunde lateinisch fijiliren« — S« 127 
tmp j riscb, der einzige fatale Drackfehler des schdn aasgestatteCei 
Schrifichens. 20. 

[1926] Die cbroniscken Krankheitco^ ihre eigenthfiiii- 
liche Natur und homöopathische Heilung. Yon Dr. 8mm» 
JBahnemannm 3. TU. Antipsorisohe Arzneien« 2«, iM 
verm. n. yerb« AnfiL Düsseldorf^ Schaub. 1837. XI m 
404 S« gr. 8. (2 Tfalr« 4 Gn) 

[Vgl. Reperter. Bd, VI. No. 2875.] 

Ausser einem kurzen Vorworte „über das Technische in im 
HQm5opatbik'% worin der Y£ eine abgeänderte SchottelmeÜMAI 
der Araheiddnnongen anempfiehlt, enthält dieser Bd.. nur noeh fia 
Arzneiprtifuogen von Carbo animalis, €arbo Tegetabilis, Canstioeü^ 
Clematis ereeta, Colocjnthus, Goninm maculatum, Cnpmm , I%t- 
(ali§ pui)>nrea,] Dnlcamara, Eüphorbiumi Graphites, Gnajacanij Hcfflr 
sulphnris calcaceumy Jodium* 46. 

Id27] Chirurgische Tersnch^ fiber KnochenhrSohe, 
Gelenkkrankheiten und Tenraikiingen,; opd über BamdiwnB- 
den; als Resultate der klinischen Beobachtnitg im Guj*6-Hos^ 
tale, Ybn B» B..Cooper^ F. R. S., Wundarzt am Gn}^ 
Hospital, Prof. der Anatomie u. s. w. Aus dem Bagl. Wfll 
•mw^ Lttndes-Indnstrie-Gomptoir. 1837. YIII n. 311$^ 
•gr. 8,;(1 Thlr. 15 Gr-) 

. . ..v; Audi unt. d. Tit.: Chirurgische Hand- Bibliothek. Bat 
mUtedeseneuSamolnng der .besten . neueren ehirurgischen 8dun( 
ten diSfAnahuides. 16. Bd. 

Der yC.,; ein Neife de^ berühmten Asdf j Cooper, nberfii 
fert in dem vorjpeg. Worke eine voUstftndige.SiinuliInng eigwi 
am Krankenbette- gemachter. Beobachtungen über die auf d<| 
Titel genannten chirurgischen Krankheitsformen , denen er ihnI 
ein Capiteli, über Wunden qnd Verletzungen des Unterleibes aa 
hängt. Alle, diese sehr priiktischen Bemerkiup^n sind nebesb^ 
noch durch anatomische and physiologische Brörtemngen erlftq 
tert und auch die £r^lan^ Tpn, Kr^nkengesdächtea stellt jel 
jejtnzelne, Krankheitsform .69 Tollkon^nen deutlich hin, dass dieat 
Werk unzweifelhaft ein iur.deq Praktiker sehr branchbarts wii 
belehrendes ist^ Der Inhalt desselben ist in folgende Ordiun^ 
^ebiiiGht : Physiologie des Wacksthnma . and der Heilnnf; ^ 



MediciA and Ghirargie. 201 

KmoAmt; Knodieiibrado im'AllgemeiDen und Blttielneo; Krank- 
Utan der Gelenke Qu welphem Capitel Yorker die Tersdiiedeneii 
Gnrebe des Gelenkes, als: Knorpel, Sjnorialkftate nnd BAih 
der genauer beiracktel werden); Yerrenknngen; Wunden ond 
Teilelxiingen des Dnlerleibes. 

[1029] Die Wunden und Risse ^ Quetscliiuigeii und 
bsehfitteniBgen^ besebrieben ond durch Beispiele erlftutertyon 
Wehael Hager ^ Dr. d. M. u. Cbir., ^. k. Rathe n« Stabs- 
feldarzt, o. 5. Prof. u. s. w. 2 TUe. Wen. (Geiold.) 
1837. XYI o. 644^ 480 S. p. 8. (n. 4 TUr.) 

\ - 1. TU* auch n.d.Tit.: Die Wunden, besebrieben u. dnrsb 
^Mspiele erlftntert Ton u. s. w« 

2« TU. audi u. d. Tit.: Die Risse, Quetscbungen u. Er- 

Bditttterongen, beschrieben und durch Beispiele erläutert Ton 

V. 8« w. 

Die Z4U der Sehriflen über die Lehre Ton den Wunden ist 
jetxt so bedoitend, dass es schon wahrhaft Muhe' kostet, sidi 
wii allen, ja selbst nur mit den besseren, bekannt su machen 
vad aus ihnen das Brauchbare zusammensustellen. Diese Muhe 
enjiart uns der Vf., indem er aus den Erfahrungen früherer und 
neuerer Chirurgen die wichtigen und allgemein gebilligten Lehr« 
r sfilxe sammelte und dieselben ausserdem dorch angehängte Kran- 
k küigesdiichten der Praxis mehr anpasste. Allerdings ist auch 
i mn einem Krankheitsfälle hftufig mehr als aus fielen, weit aus- 
I * güfonnenen Theorieen zu lernen und jeder Berufene wird sich 
am den Beispielen Ipicht die Lehre selbst entnehmen kflnnen. 
; Gewiss sehr lobenswerth hat der Yf., weil er Allgemeingültiges auf* 
etdlen wollte, weniger eigene Erfahrungen nild Beobachtungen 
▼on Krankheitslkllen, die den einen oder den andern Lehrsata ^ 
beweisen, angefahrt, sondern die in vielen bekannten chirur- 
gischen Werken en&hlten citirt. Die Bisse und Erschütterungen, 
deren Bearbeitungen bis jetst nur sehr oberflädilidi und serstreut 
I» 'hemmliegen, hat Yf. nach den einzelnen Körpertheilen geordnet 
und ebenifalls mit Beispielen yersorgt; vorziiglicb sind die Kopf- 
ferletzungen einer praktischen Bereitung unterworfen worden« 

108. 

[1030] Abhandlnng der chirurgischen Anatomie ^ oder 

Anatomie der Gegenden des menschlichen Körpers, in Bezug auf 

die Chirurgie betrachtet. Yen A^f. A. L. M. Velpeau. 

3. Abthl« Die Nachträge zur 1« Aufl. und die Zusätze über 

der Bruche und des Perinänms, nach A. Thomson, 






262 M^dicin näi Chirargie# 

endudlend. Ans demFraiisSs. Weimar^ Landes -Iiidi 
Comptoir. 1837. Vm vu 514 S. gr. 8. (2 TUr. 12 < 

[1. Q. 9. Bd. Bbeada«. 1826-«. 6 Thlr. U Gr.] 

Die dunurg^scho Anatomie, deren Aufgabe es isl, Termil 
der Anatomie die Tielen EimBellieiteii und BligentliümKclikc 
ans der Pathologie, Chirargie und Operationslekre in erli 
welche in dem daratellbaren Znstande der Organe begriijiiiel 
ist eine iast noch gau nene Wissenschaft , welche bis jetxt I 
ran der gewöhnlichen Anatomie getrennt wurde nnd nnr 
Bearbeiter gefanden hat. Und dock gibt es ohne chinu _ 
Anatomie keinen Chimgen; denn die gewöhnliche Anatomie , 
mag beschreibettd oder allgemein qein, kann die Stelle der € 
rargischen nicht vertreten I da sie weder anf den Yerlanf, die Fe 
find den Ausgang der krankhafien Yerftadernngen, welche 
oder das andere der Gewebe sum Sitze haben, noch aodi 
^ie Natur der Hulünttittel, welche man diesen Krankheiten 
gegensetseo muss , Rudksicht nehmen, kann« Und dennoch 
diese gerade die Punkte, die fftr den Praktiker wichtig sind, üm^ 
irgend eine Operation aaszufuhren, ist es nicht genug, 4ie Na- 
men der Organe zu kennen, welche man Torletzen darf, noch 
derjenigen , welche geschont werden müssen , sondern man mnss 
-auch ihre Tiefe, ihre YerbinduDgen mit andern Theilea, die 
Festigkeit und Dicke der Schichten, weiche dieselben yeretmgen 
oder trennen, und ^iele andere Dinge kennen , welche Mos durch 
die chirurgische Anatomie mitgetheitt werden können. Die ge« 
« wohnliche Anatomie ist so weit entfernt, in dieser Beziehnng idh 
wänschenswerthen Angaben zu liefern , dass selbst der geschidE- 
teste Chirurg^ nur sehen im Stande sein würde, alle unter sei- 
nem Tinger nnd Messer liegenden Theile genau anzugeben« 
Ans Allem diesen geht hervor, wie durchaus erforderlich «&& 
praktisch ein Tollstftndiges und gutgeordneles Werk über diese 
Lehre, wie das Torliegende ist, sein muss. Der Yt, welcher 
aus allen nur möglichen Quellen schöpfte, überlieferte uns sdioa 
früher 2 Abtheilungen dieses Werkes, die von den einzelnes 
Gegenden des Körpers handelten ; in dieser 3. AbthL betradit«! 
er die allgemeinen organischen Systeme , gibt Zusätze zur topo- 
graphischen Anatomie der frühem Abtheilungen und macht neue 
Bemerkungen , welche sich auf die Erklärung eines der sdiwer« 
sten chirurgischen Capitel^ auf die Banchbruche, beziehen« Za 
diesem Zwecke beschreibt er die Unterleibswandungen , das Bek- 
ken mit seiner Höhle nn4 die Bruchhüllen bei den rersdue« 
dmen Brüchen; am Schlüsse theilt er noch seine Ansiditen mü 
über die Umwandlung des sehmgen Gewebes in Muskelgewebe, 
und umgekehrt. 108w 



•J 



JMedieia and Ckirnrgie« 298 

f IftSl] Ldirimeh dar marmazie ud ilmr iltifswuH 
msdiafteB ram Gebrancli iur Aer2te, Apotheker und Stadirende 
der Mediziii. Yob O* W. 8ch4$rlaUp der Med. iL CUr. Dr. 
kPrensa. tpprdb, Apotheker 1. CK 1« Bd. eDthahend: AUge- 
«eiae Pbanaazie, Botaoik, Zoologie and Orjktognosie: Mit 17 
üAogr. ZeicbtongeD. 2« Bd« OBthalteid: Phyukf Chende und 
flßdüometrie. Mit 4 lithogr. Tafeb. Leipzigs Bartiu 1837« 
Xn H. 377, XIV n. 536 S. gr. 8. (4 TUr.) 

Dieses Buch soll den angehendeD Apothekera und Medidneni 
«k Leitiadea bei ikren Studien dienen, und es wird diesem Zwecke 
fiwiss entsprechen, da es nnr das Wichtigste und den AnAnger 
'I Kas e fo werthe in einem devtlichcw Vortrage enthidt, und das Yer-- 
.akete, wie das nberhonpt Unbraacfahare weggelassen worden ist. 
Gegenwärtig, wo die Natorwissenschallen fiist tfigBeh mit nenen, 
wiegen Bntdeckongen bereichert werden, wo namentUdi Chemie 
ipiA Phjsik einen so bedenteaden Emünss anf die Pharmacie ftns* 
acni, mnm ein Buch , das dem Stande der Wissenschaft gemfiss, 
mit hinreideBder Kenntoiss und Yerlrautbeit des Gegenstandes, 
Bowie der Torkenntnisse und Bednrfhisso der »Sdialer bearbeitet 
werden ist, eine willkommene Erscheinang sein. Der Hauptinhalt 
mt ft^ender. Der 1. Band ist in 4 AbAeilvngen geschieden. 
AblU. 1. enthült t>e8onders die Beschreibungen d^ pharmacenti- 
sdien Geräthschaften, Operationen und Arsneiformen (kars , jedoch 
gut, auch manches Praktische nnd Neue enthaltend). Anf Taf. 
1— ly. Abbildungen von Gerathschäften. AbthL 2. Grnndriss der 
BNanik, mit besonderer Beriicksichtignng des natürlichen Sjrstems. 
£ier werden aach die Charaktere der Gewftcbsfamiiien , welche 
oSönelle Pilansen enthalten, in latein. nnd in deatscher Sprache 
gegeben, was den meisten Anfilngern gewiss nutslich sein wird, 
unter jeder Familiencharakteristik sind die Namen der wichtigsten 
•f&cineilen Gewächse angegeben. Den Beschluss dieser AbtheUong 
nacht eine Anfzählong den Arzneikörper des Pflanxenreichs, mU Be- 
stimmung der Stammpflanzen, nach nlatnrK Familien geordnet. Dem- 
nadi ist hier keine eigentlich pharmaceoti Botanik, d. h. keine Be« 
Schreibung pharmaceut. Gewächse gegeben worden , nnd es fehlt 
auch die sich am leichtesten dart^n knütifende Lehre Ton den 
Kennzeidien der ArzneikSrper des Pflanzenreichs (Pharmacogno- 
sie}. Auf Taf. V. incl. XIII. sind einzelne Theile der Gewüchse 
und Zergliederungen derselben gegeben, nnrom dadurch die Kennt- 
siss der Famiiieiicharaktere zu erleichtem. AbthK 3. Zoologie. 
Anf die Einleitung nnd Sjstetokunde folgt hier eine sperielle 
pkarm. Zoologie nnd Pharmakologie. Die Thiere , Ton denen 
issa Anneikörper erhult , sind ziemlich tolUtSVidig und jeder- 
leit wenigstens zareickmd hesdiriebeta. In der Biideitung snm 



264 .Medicin and Ghiriirgie« 

.Thierreic^e ist jedoch der Vf. hinsiAhtlich der anatomisdieii Ter« 
hältnisse, and Damentlich des Skelets des Menschen behufs der 
Erklarangdes Skelets der anderen Wirbelthiere offenbar zu an»* 
führlich gewesen, und bat dagegen die niederen Thierclassen ztt 
dürftig abgehandelt. Auch die Darstellungen auf Taf. XIV« bis i&cL 
XYII. beziehen sich nnr auf die Wirbelthiere. Abthl. 4. Orjk* - 
logDosie. Der Beschreibung der einzelnen für die Pharmakilfu 
wichtigen IVIineralien geht ein kurzer Abriss dei^ Systeme der Mi« 
neralogie und Krjstallographie Torans. Die Abbildungen der 
wichtigsten Krjstallfohnen sind an der bezuglichen Stelle in dea 
Text gedruckt. — Der 2. Bd. enthält in 3 Abtheilungen die Pbj* i 
sik, pharmac. Chemie und St6chiometrie. Die Phjsik , obwoUL> 
im Ganzen kurz abgehandelt, denn sie füllt nur 135 Seiten, eit^ . 
hält jedoch Alles, was der Pharmazeut zu wissen nöthig hai, uad*^ 
was ihn iähig machen kann, nni,fa8seDdere und wissenschaftliGliere 
Werke mil Nutzen zu lesen. Die Chemie, die den grössten Thdl 
dieses Bandes füllt, ist in der Einleitung etwas zu kurz behandek 
worden, was dem leichteren Yerstilndpiss Eintrag .thun dücfie» 
Der nur 20 Seiten umfassenden, nicht eben. leicht verständlich ab- 
gehandelten Stöchiometrie folgt auf 20 Seiten eine Aufzählung der 
wichtigsten ehem. Yerbinditngen, ihres Atomgewichts , ihrer Zei* 
eben und ihrer Zusammensetzungen. Den Schluss machi eine 
Erklärung der filteren 'pharmaceut. Zeichen und Abkürzungen. - — 
Zu bedauern ist es, dass besonders im 1. Theile so Tiele störende 
und kaum Ferzeibliche Druckfehler sich befinden. 1. 

Brunne^ Schriften. 

[1032] Geographische Tabellen der Mineralwässer ud- 
Bäder in den Deutschen Staaten, in Ungarn, Frankreich, Schwell, 
Italien und Grossbritannien, mit einer Hjdracologie begleitet von 
/. X. Zarich, Schnlthess. 1^36. 48 S. n. 1 TabeUe. 
gr. 8. (12 Gt.) 

* Der unbekannte Yf. hat durch Herausgabe dieser Schri£t 
eine undapkbare Arbeit übernommen; denn was der Titel yer- 
aprach, ist nicht gehalten worden. Wie viele Mineralwasser gibt 
•s in den angeführten Ländern, welche diese Tabellen nicht er*- 
wähnen! Selbst in der Schweiz,* wo der Vf. mehr zu Hause seia 
sollte, führt Osann mehrere auf, die man in diesen Tabellen ver« 
geblich sucht. — Die Hjdrakologie gibt kurz die Wirkungen der 
Eisenwässer und Stahlsauerbrunnen, der Schwefel wässer, der al- 
kalischen oder Laugenwässer, der Glanbersalzwässer , der Koch- 
aals Wässer, des Meerwassers (wo naturlich auch yoii den Seebä- 
dern die Rede und zu verwundem ist , dass bloss den Anstalten 
n Doberan Groasartigkeit beigelegt und der in Nordemej nnd 



M^dicin nnd Chirargie* 265 

Meremngeo gar nicht gedaclil w«fden istX der BittormbwAsser, 
, Saneriinge (Klar Sanarbraimeii , vonuiler ^r Vf. MinerAlwAuer 
libe starke Salzbaaen mitTieler freie» KoUenaftnre versteht, der 
1 Ntphthaqvellen, endlich der Eiaenvitriel-, sowie der Alaonwftsser« 
lieraiif fogt er dbch die einfachen Quell- nnd Sässwassercnrea 
\vd Bäder hinxn, wo anch die Tielfaehe ehimrgische Anwendong* 
4m kalten Wassers nnd der Gebrauch der Biapiilen in der Che- 
Im znr Sprache kommt Die Wirkong der Schlanunbftder be- 
«chliesst diesen Abschnitt. Nun geht der Vf. auf die 54 Gmnd- 
^üsIb über, welche jn den Mineralwftsaem Torkommen, und aeig^ 
«ddke therapentische Resnllate sie in ihrer Isolirnng, in a» 
wit solche möglich , nngeföhr liefern wurden« Hieranf werden 
ie drei Reihen der bekannten Grundstoffe der Schöpfang dnri^ 
ftgaagen , nnd es wird , welchek* dieser Grundstoffe in di^ ^^^' 
seUedenen Theile des Thierkorpers und der Pflaoxen eingehen, 
gneigt. Dann folgt eine Anaijse des Moores xu Franaensbad bei 
£scr (von weml) -, und endlich ein Veraeichniss der neuesten 
Analysen der wichtigsten deutschen Heilquellen« Schon ans dieser 
kunen Aoxeige wird man erkennen , dass der Vf. keinen festen 
Plan rieh Toigezeichnet hat. Dr. Kühn sen. 

[1933] Die heissen Quellen . nnd Bäder zu Pöst^ny 
(Pieatjan) in Ungarn. Von Dn F. B. Scherer. Wien« 
<VPaIli8hait8serO 1837. 220 S. gn 8. (m 1 Thb; 12 Gr.) 

Die in dem an Naturschönheiten so reichen Waagthale, am 

'Tqw der Karpathen, auf einer Insel der Waag zu Tage kom- 

■cafai heissen Schwefelquellen sind seit dem 16. Jahrh. bekannt 

*id tftufig beschrieben worden. Anch den Anfaog der Toriieg. 

Sefcrift macht die Geschichte und Literatur dieser Qaellen; dann 

eine Beschreibung der Bauptquelle nnd der Trinkquelle. 

Hohe der Wassers&ole in der ersteren ist in der Regel iwi- 

4 bis 5^ über dem Niveau der Waag; die Gasentwickeinng 

besonders bei nahenden Gewittern, sehr stark, und es 

ieigen ununterbrochen mit hjdrothionsaurem Gas geschwäogerte 

kunpfwolken in die Höhe. Im Bronnen sieht das Wasser milch- 

riihe aus, was, wenn man den Brunnen in ein Glas geschöpft 

at, nicht wahrzunehmen ist. Für die Benutzung der TrinJc- 

seHe und die Bequemlichkeit der in den Morgen- nnd Abend- 

landen sie besuchenden Brnnnengaste ist kaum nothdurftig ge- 

Mgt. Das alte Badehaus enthält in seinem Innern 4 Yoll- 

ider : das Gehbad, das Schlammbad, das gemeine Bad nnd das 

ndeabad. Sie werden genao beschrieben und das Mangelhafte 

Sikrer Binrichtong bemerkt, damit es künftig abgeändert werde. 
_ai nene Badehans, ein längliches Viereck, mit einer Reihe Sän- 
Flcn umgeben, die einen bedeckten Gang bilden , hat das Unbe- 



2M MediGiB und Gkirnrgie. 

queme, dass die Badekummeni, welche nidit geheizt werden kl»- 
neo, meist eehr kählil||leibeB. Das in dieeem Gebftade befinflite 
Spi^ftad ist dort das biK^j iiBd mit einem Thermomeler vatk 
Spiegel versehen ; cn^eidk lias einaige, weldies nnter der umni^i 
•lelbareB Controle des li^tisfehafilioben Badearztes, Pallmaim, stA^i 
«nd aossdiliesslich defll^Tomelimeren Theile der Bade^Me, HeiiMi! 
und Damen, Torbehalten bleibt. — Die gewdhnKcAe Tempenlir: 
des Hassers beider QneHen ist :s= 48^ R. an der Oberflftohilj 
anf dem Grande steigt dieselbe nm i bis 3 ^. Im Scblai 
'Steigt der Wärmemesser tob 29 bis 35 ^ R. Im gemeiaen 1 
wei^eU die Temperatnr von 277t bis 33 °R., im Jadenbad« 
28 bis 32*^® R., im Spiegelbade wird der Wärmegrad Teepefanüi 
dnrdi Zngies9en von abgekuhlteni Wasser aof 28y2 bis 29 ^i 
gestellt. Man sollte aber dfri^ei die Bmpfindlidriceit des Binndi _ 
nicht ausser Acht lassen. — Der Angabe der pbjsikaUscIimi M^ 
genschafien des pöst^ajer Mineralwassers folgen die che^'-'*'^ 
eowdhl des Wassers als des Schlammes. Nar sind die 
der Versuche in die am Ende des Buches befindlichen. 
Icungen verwiesen, was sehr unbequem ist. — Der BetrucÜM^^ 
über die mineralische Wärme der p&st^ojer Qoellen nud Biim 
geht eine Eintheilang der Bilder überhaupt nach den Wärmegi»- 
den voraus. So wichtig die hohe Temperatur dieser Quellen Sa. 
dm innerlichen Gebrauch ist, so üidlen doch mehrere der ihnen in- 
wohnenden Heilkräfte weg j wenn sie ftusserlich in Form eiM^ 
wenn auch heinsen Wannenbades gebraucht werden. Allgemeii 
ist man darüber einverstanden, dass diese Warme eine eigentliimi^ 
liehe sei ; aber desshalb einen eigenen Bnuinengeist, oder ein tM 
animalischen analoges Leben der Mioeralquellen anzunehmen ^ Ji 
nicht nöthig. — Was der Vf. über die Wirkungen der Bader !■ 
Allgemeinen auf die Haut und das Leben der übrigen Oif^ami 
äussert, ist lediglich der Schrift: „Die wichtigsten Bflder Enr oya ni 
^erl. 1820) entnommen. Bei Aogabe der allgemeinen Wirkm 
gen der warmen und heissen Bäder werden sowohl dielndic 
als Contraindicantia beigebracht, und vor der allzu ofien Wie 
holnog derselben und vor langem Verweilen in ihnen gewa 
' Das durch chemische Analyse nachgewiesene kohlensaure .Na 
als Hauptbestandtbeil dieser Quellen macht den innerlickea 
brauch bei Säurebildung, bei Krankheiten, welche anf UnthlUi^ 
des Kreislaufes in den venösen und Ijmphatischen Geftsseia 
in den Drüsen beruhen, bei tonischen Krämpfen und Lfihmi 
endlich bei Störungen der Verdauung wegen fehlerhafter AM 
derung der Verdauungssäfte u. s. w. räthlich. Der Vf. 
dann über den Schwefelgehalt dieses Mineralwassers,' sucht 
•Annahme, dass Eisen, was nach Prochaska zwar im Badeschvra 
reichlich, im Mineralwasser aber gar nidit vorkommt, auf _ 
Weise zu begründen, die schwerlich überzeugend sein durft^ ^ 




M«licin nni Ckirkrgie. M7 

* 

Mireibt, mf diese Anialnio Un^edibet beeendere KrifteiemM»^ 

MnlvMMr JE«« Aiidb die Verbiadugen der Kalk-» «ad Tbe»- 

«de, der Aatteil rwk freier KoUenellere in diesem Wasser, weiu 

dea rfidmehdidi ihrer Wirkoogea «af dea Aierischett Kdiper im 

\ leliaAtDB; geiogea« Ueber das Yerbaltea der CargAste Tor, 

i «ikread aad aacb deai Bade, werdeasehrgate YorsebriAeaaritgsi- 

; iaik, vaXSA eiaiges iber die dertige Lebeasweise aad das aOgea^iae 

I lUaMea, sowie fiber die Naebwirkaag beigebiadit — Doreh 

I fcrblBiimgkeit des Correeters siad Dispepsie , Maleraztea , Djra- 

kAese, Cealrelle n. ai. a. sieben geUiebea« Aach keaaeBwirdas 

g is trehea des Yfs, aadi eiaem MameareicbeB Seile aicbt billigea« 

|flr«r BMig in eiaeai wiaseasiAidftKebea Werke Steliea wie felgeade 

^■ydhiiuma: „Zar Seile des altea Badebaases, tsb dea Welieii 

•Jlt Waag hfiaiig Aersp&lt, grftbt eiae biakeade Alte aaenaMet 

iHia Griiy wähl aber eiae Wiege für eiaea Abköamdiag» der Tag 

iM Naehl ait deai Kecben ihrer glaheadea Lebeasesseas b»- 

aAlfliglia Hanpiqaelle« Dersdbe danfifeBde Geist der Matter, 

dieselbe WSxaie, derselbe Gesehaiadc, aar im remeren ideaUschs- 

-f«a Qewaad«) erfreal die Siaae dea Triakers, dessen Lippe dem 

geeegaetea Lieblinge der Natar roll sdienen Veriaageas enige- 

geadfirslel.^ Dagegen rdbrnen wir das freirnnthige Hinweisen des 

fk» Mal die tielftltigea Mangel dieser Badeanstalt, and wunsdken, 

dsss es bei den Behörden gehörigen Aakhuig finden möge. 

Dr. Kilhn sen« 

[1934] Fnred's Mineralquellen nnd der Plattensee iar 
nnd Badegäste nach den Tsrhandenea HuUsmitteln und ei- 
Untersnchnogen dargestellt von Dr. C. Ludw. 8^^ 
'kmid/ Pesib^ Hardebem 1837. XIII o. 112 S. gr.8^ 
Jl8 Gr.) 

Der Mai^el einer roUstftndigen Besehreibnng dieses in neuerer 

sehr inAnfhahme gekommenen aagar.Cnrorts, bestimmte den 

neb einer solchen tn nntentehen. Br wurde dabei Ton melh- 

Seitea dnrch Beitrftge anterstntst, nnd hat am Ende der 

die Literatar Aber Fared nnd den Plattensee angeführt, 

awar sahireich, aber ihrem Inhalte naeh nnbedeatead ist. Selbst 

▼oa den ehemaligen Bninnenänten, Wnrm nnd Petroyitsch, 

Abhandlungen leisten Das nicht, was man Ton ihnen 

artet Die erste Nachricht yon Fiireds Heilquellen lieferte Tiel* 

ZeOler 1632. Die Abtei Tjban , weldie im Besitee dieser 

jueOe war, ertheiUe derselben den Namen: aqnae Tjha* 

; erst 1770 werde die Benennung furedener Quellen amt^ 

aad ausschliesslich eingeführt. Der Bischof Aug. L^cs legte , 

^40 den ersten Grund zur GnltiTirung dieser^uellen, indem er 

Va^ong derselbett reiaigeB, eine derselben fassen , d. b. in 

I 



268 Clapurische Alterthamskande« 

■«inen koUen Baam eioscUiessen, ond iitclit weit tob ihr emM- 
Menm Gebäade nufnchteD liass. Von dieser ü^eii an wurde FM 
fwf vielfache Weise yerbesaert » fdr iäs Unlerkommen der Gisli 
gesorgt , die Bestandtheile der Qaellen und des Plattensees ebi^ 
BiiSch nntersuebt, und hierdurch die Frequenz des Corortes 1$ 
gesteigert, daas 1836 die ZaU der denselbea Besnchenden nakeii 
Tausend betrog. — Im 2. Abschnitte werden kane topograpifr 
•aehe Notixen über Füred, das von dem gleichnamigen Dorfe w* 
schieden ist, hnd dem Plattensee mitgetheilt, nad die 3 Sfiaad- 
quellen, welche einige Schritte weit Ton einander, nad nicht viel aki 
J200 Schritte vom See entfernt za Tage kommen, besdirieben. Dl 
Hanptqnelle dient zum Trinken, eine andere wirdzom Baden gebraedK 
Die BAder sind theils kalte im Plattensee, theils warme, weldij^ll 
awei Badehänsem bereitet werden, wo das Wasser durch eiii| 
Dampfapparat erwArmt wird. Die Zimmer-,. Bade-, ond. SpM 
laxen sind insgesammt sehr hoch. Die geognostische und oijll 
togttostische Beschreibung der Umgegend ist sehr genau, waiiB 
Yerzeidiniss seltener Pianzen in dieser Gegend ist nicht kU^ 
«^ Der 3. Abschnitt beschreibt die Eigenschafien des tereder« 
des Plattenseewassers. Im Physikal. bleiben alle drei Qoeb 
eich zu jeder Tages- und Jahreszeit , bei atmospliftrischoi >■ 
tellnrischsn Ereignissen gleich; nur der Geschmack des W^s^ 
erseheint in heissen Sommertagen früh und Abends pikanter, ate 
chender als gewöhnlich. — Die Temperatur des Sees ist an^ 
echiedenen Stellen Torschieden; im J. 1831 behauptete der ^'' 
einige Male eine höhere Temperatur , als die Atmospblire bi 
Die erst<» chemisciie Anaijse wurde 1772 und 1773 yon Cn 
die neueste 1836 vom Prof. Schuster angestellL Nach allen { 
hören die füreder Heilquellen zu den alkalisch-aaliniscbez Jh. 
wassern. Ausser der Abwesenheit des schwefelsauren bH^ 
darakterisirt dieselben der Reichthum an freier Kohlensäeie« *^ 
Im 4. Abschnitte werden die Kräfte dieses Mineralwassers und Ml 
Gebrauchsweise angegeben, und dann die Anzeigen undGegedl 
neigen der Quellen und Bftder mitgetheilL *— Der 5. Abscbnittl 
Bchreibt die in Fiired zu beobachtende Diät ; der 6* Cnterhaltn 
und Yergnugungsorte uu s. w. Der 7. beschäftigt sich mit i 
Reiserouten naiä F. und von da nach Terschiedenen Richtnz^ 
hin. Dn Kühn sei^ 



Classische Alterthiimskimdevj 

[1035] Yersncli die Urform der Hesiodeisclien Hij 
goiii6 nachzuweisen. Yon Ado. Soetbeer. Berlin^ I 
eoIai'scbeBachb« 1837. Vm n. 80 S. gr.8« (10 



CUflsiecbe AlterthamsknDde. 260 

Nach einem kurzen Abri^s der Geschielile der Kritik der 

Icriodischen Theogonie (Gaiet, RdiiikeDy Hejne, Wolf, Heiu 

■um) handelt Hr. 8. xaeret iber die Bntstebiuig nad BeeÜB- 

■mg der tbeogonischen Poesie, und erkennt darin eine knne 

BarsteDug des Wesentlichen der Gotteriehre, gerichtet auf itm 

Wiuen und bestimmt dem Gedftchtniss eingeprägt an worden; 

tcaif er poetisdie Schöpfiing als geschickte Zosammenfhssiing de« 

Ddieriieferten. Hierauf geht er nber sa den Interpolationea, 

velehe in die Th. des H« eingesdifrftnt sind, und lerlegt dieso 

ia3 Gattungen: 1) grosse zosammenhAngende Gedichte: Y.l^^ 

«5, 616-880, 662 — 1022; 2) Stellen, weiche ohne innefo 

IMwendigheit and ohne ein angemessenes Verhftltniss zum Glm- 

M «a eioselne Namen der Theogonie eine weitere AosAhnuig 

«ttilien:?. 389-403, 410—452, 690—612: wozu 4i* 

l|KoaenT.154 — 190^ 459— 506 nnd 521— 589 als nofk- 

Vttdige Bestandtheile zn betrachten sind , die letzte als das Tor- 

UtiuM iwischen Göttern nnd Menschen bestimmend, dio ersten 

hoAea ah iJleiii den Uebergang der-yerschiedenen Götlergonora- 

üoaea leinittfljid; 3) einzelne Verse, welche unnölhig und zn« 

seilen 8dkf störend sich an nnzilhligen Stellen pnitten in dio 

naauaeabageiide Darstellung eingeschlichen haben , wie . Y« 

142, 234 £, 323 f. {Homerisch), 325 t^ 38& coli. 383, 40& 

ttJI.407, 497-501, 522—533, 571, coli. 589,. 890 IE, 

905« coli 218 1 927 u. a. m. Die Urform der Theogonie unm 

uA Ablösang dieser Interpolationen aufzusuchen und zn normi». 

M foulte sich Hr. S. teranlasst durch eine Mittheilang des geisl» 

^i*te Yer&ssers der „Ariadne**, dass Zahlenreriiältnisse die 

filMsition dieser Dichtung bedingt hAtten« Es ergab sieh, dass 

ii^Fiafsahl als Norm gegolten und sonach dem Gedichte «ino 

finetrische Anordnung nach Abschnitten Ton je fünf eng vor- 

madeaea Yersen zum Grunde gelegen habe. Diese Urform wird 

Mk^gefohrt auf 72 Strophen von jedesmal 5 Versen , welel» 

^Vrtext S. 32 ff. hingesteUt sind, worauf Si 47 f. die Redil-' 

g desselben folgt (am Sehlusa ein Verzeichnisa der anC 

Theoronie beziglichen Stellen des Plato), So edangt. dor* 

eile entBchiedeno Einheit und Abgeschlossenheit dieser in ib^ 

gq^enwArtigen Gestalt aus höchst ungleichartigta Theilen bo- 

■lek^nien Diditung. Er nennt diese eigenthumliche Form der 

^oesie die hieratischo, woför es zwar ausser der wahrscbeinlicib 

Mb aller Quelle geflossenen Angabe des Menänder d. encom. L. 

7* P» 150. ed. Walz., weldier avfifitvQ^a rmf n^ufffac^taw als 

XSMdiinnlichkrit der genealogischen Dichtungen bezrichnet, kein 

pdrikkliches Zeugniss gibt, wohl aber eine Analogie in den 

WuiliBchen Gediditen (s. Theoer. 1, 70—145, 2, 17—135, 

iTt* Ed. 8, 17—61. 64 — 109.); Auch ist die Sache an sieb 

^«mtaawahrsAeinKdi, da in dem gesammten fiusseren Gottes^ 



27Q ClasBischt AltertIiiim8kiiB4«# 

diflnsl» eine gewisse Bbeimiftseigkeil enieli i^nrde« Dies» di^ 
Baoptpancte der zwar knni, ab>r mit Sorgfalt und BesonnettWII 
und oline alle Osteniation gefakrten Untersachuiig* Ref. gfstekt, 
dasa die gaaseldee für ihn etwas sekr AiispreGhendes hat; alleia 
sie ist SU nea ud zugleich zu tief in das innerste Wesen der , 
ftltesten Poesie eingreifend, als dass er sich sogleich nad anbe- 
dingt dafür erklären soUle. Die schwächste Seile der Beweis» 
fährong ist wohl die dritte der anfgestellten Gattongen Ton In- 
terpolafionen, insofern al» es dafür eigentlich gar keinen siche^ 
ren Maassstab gibt wid man leicht Tersncht wird, jener fÜnfCheH 
ligen Synaietrie an Liebe diesen oder jenen Vers sa opfem, ge- 
gen welchen ohne dieselbe nidit das leiseste JUisstranen entste- 
hen wfirde« Es wird daher am gerathensten sein , die Torheisae* 
mm tiefer gehenden Untersnchongen über die hieratische Poesie 
alviawarten, bevor man diese neue Ansicht entschieden billigt 
odkr Torwiiil ; jedenfalls aber rerdient sie die sorgfiiltigste PnU 
luig nnd gehört nebst den yerwandten Untersachimgen vonLehrs 
üfcei die O^era (vgL Bepeit« Bd. XUI» No. 1381.) za den wick; 
tigsten BeitFfige& zor Kritik des Hesiod* 2« 

. [1936] Graeoonim Batyrographomm fragmenta exoeptia iis 
qnae snnt Aeschyli, Sophodis, Bnripidis« CoUegit et illostravit COTm 
JMeöeL Post mortem auctoris edi corayit Dr* JPm Larsöttm 
Fraemissa est expositio de dramatis satjrici origine atqne natnra 
€i sobjanctae snnt emendationes in anctores graecos et latinos. 
B^roM^ Dümmler. 1837. IV n. 155 S. gt. 8. (16 Gr.) 

(* : l^achdMn in der kurzen , ziemlich planlos nnd wie ansoefe« 
gmllieh gesammelten Notizen zusammengearbeiteten Binleitai^ 
ühw die Zeit der Bntsidinng (Thespis, Pratinas, Phrjmhna) 
Aetahjfais), der Erfinder (nicht Thespis, vielleioht Pratinas)^ 
Aia. Wesen nnd den Stoff der satjrisehen Dramen gehandelt is^ 
werden S. 20 tL folgende Dichter nebst ihren Stücken und de- 
atft Fragmente aufgeführt: Achaeus (Ai&iay, jiXH/doucay^ TSifat" 
enro^>/7ipc^., Ahog^ Motqwy 'OfupttXfj), Aristias PhUasins .(£^~ 
^ig^. JSmXi^, ^O^d^f Avraiog, Avak&yTfj), AstjrdamantjB«^ 
Vater und. Sohn (des iberen ^Effi^jg, des jiingeren. ^Hocuci,fjg}, 
Ghaesemon (HXtpiei/Som, Hx^^^Sf OeganoHrivog , Jiowa^g, 
thioTiiQf ^I(o, Kiyravf^^^ Mirvat, ''Oivacwg, Olv^g, T^av-- 
fmziogf Anderes inoerti loci), Jophon, LyoophiDn Chakidieoa 
(J^ivUfffiog), Pratinas Phliasius, ijühon (Ayjv) , Srntb^nn {ji^^ 
Xfii^ag ij Jaqivig); daran schliessen sich die minomm gentium) 
Bion, DemetrinS) Xeinocles. Auch von diesem Abschnitte- gilt 
zum. Theil das über die Vorrede Gesagte; man erkennt dentlich 
die blosse Materialiensammlung , welche nach einem bestimmten 
Plana geordnet nnd tfamlweise auch weiter aü^gearbmtet ist, g0- 



ClassiseJie Alter thmiiBLiiBde. 271 

WM Aer nicht is der torliegeodtE Gasteli voa ihrem T^rfimer 
um Drnck bestinunt war, so dass Hr. L., der ein Philoleg yoni 
Fach ZB sein soheiiit, sieh durch sorgftltige VenurbeituBg des 
Sbterials aa einem abgeschlossenen Ganaen ein grösseres. Yer« 
dieasi erworben haben wurde, als dadurch , dass er die Bamako 
Iimg; seines Terewigtan Freundes in der Torgefondene» Foia^ 
and noeh das^ widerlich incorrect , ja selbst^ ttut den SchreiUek-« 
leva, die beim ersten Entwarf sich eioansdkleichen/ yiegej^ (a* 
I. B. p. 7 Anmerk« 8), abdrucken Uess« Das Brauchbare, das 
nefc in dieser Znsammeosteilung findet, wird der gehörigen Ba- 
adktung und Benntaung nicht entgehen« Namentlich machen wir 
ia dieser Beaiehung noch mfmerksam auf die SL 131 ff. aoge« 
hfingten exerdtationes criticae , in welchen n&chst «inigen anf 
die Satjrdramen besüglichen Pnncten eine aiemlich. bedenlendo 
Anaahl Stellen griechischer und lateinischer Schriftsteller, kritisch 
kora besprochen .und emendirt werden« Sa Hr« L. darüber, kain 
Terzeiehniss gegeben hat, so nnteraiehen wir uns hier, dieser 
ondankb&ren Mühe, an Nnta und Frommtn unserer Le^er» JSß 
und folgende: jkeachyli QewQoiy TolioTiSeg, ^Oar^lSytu, Kur- 
^cc^oty ^i;xot)^o$^»^uid. 8. "%. Jfingai^QajoQ^ Blirip« Ele«tri693 
sqq*, Fhot. lex. a. T. ^Oxjwnay, voßoM^UCjuVj Bnphoiioji beiGf^ 
. lenas , Hesjch» s. r. iraQoqioQog, ätanHpQoi^ffj^, Dif4ilna hei 
Athen« IV. p. 157. A«, Aeacfayl. ibid. XI. p. 469^ F. n. tt^pn. 
bi. 52. 207. 214/Plat symp. IX. 1,^ Callistr. stat; 14, Dia 
Cas8.;a.III. 51, SchoL Aristid« <?)., fidioL Rurip. y«L Bhea. 
508, Arist. equ. 1235, Thncjd. n. 36i YL35^ HoaaC Od.I.a^ 
18. II. 13, 1« lU. 4, 9« TibulL ü. 3, 61. IV. 1, 4. Cic de 
dir« I. 9, Yen« Calerc I. 4. 6. 9. 12« 16. 17^ 1& U. 1. 2« & 
7. 13. 15. 16. 19. 21. 22. 25. 27, 28« 29. 30* 31. 33« 3*. 
35« 36. 37. 39« 40. M. 46. 47» 48. 49« 50. 52. 58ii . 504 60^ 
fö. 63. 6ö. 66. 67. 68. 74. 81. 82. 83. 87. 91. lO*. 109. 
lia.lll. 114. 116L 117« 118- 119. IJit 124. 125. 126. ,427. 
1294 130. 131, Hjgin. fiib. 4. 97. .991 1^6. 1^.: 161. .201» 
242, Ejnsd. poet. attr. prooem. IL U O^rdä«. 14« iä. M..i7^ lA. 
20« 25. 28. 42. . , 2. 

[1937] Akademische VorIesu|i^ii über gneclusche 
Grammatik gehalten und h«nraq$g{Bgfben. Von £• JE* C!4r# 
Schnetd^y Prof« zu Breslau. Erste Reihe» Ursprung und 
Bedeutung der Redetheile und ihrer Beugungen. Breslau^ Oo^ 
sohorsky. 1837. 247 S. gr. 8; (1 Thlr.) 

Bine B^ihe von 28. Tortillgtt, die ton Bhl S. sdkon voa 

i& Jahren gehallen werden sind und gegenwärtig tar geringe 

A)ifipiderangen arbhre» habenu Dan Zapeck derselben. hesäaunl 

[ der TL daSbia, die Bntalehung und 'l^edanlung Iftr TernahiedeBen 



iiX GlafiBisch^ Alterthamskande« 

Redelheile ond ihrer BengaUgra, wie sie eich lo der gntA^ 
Sprache finden, zu erkiftren* „Also nicht," föhrt er fort, „den 
Aasseim Ursprung der griechischen Wörter eiymologisch, sondern 
das Werden der griechischen Wortarten und den Innern Grand 
jener mannichfaltigen Abwandelangen , welche die Grammatiic 
haoptsächlich unter dem Namen der Dedination und Conjngation 
begreift, wollen wir kennen lernen." Den Faden dieser Vorle- 
sungen zu Tfrfolgen, ist nicht ganz leicht, doch ?ersachen wir, 
den einfachen Inhalt derselben hier mituitheilen« I. (S. l'^l^ 
über den Ursprung der Wörter und Töne überhaupt, wobei die 
Aniäiditen Herder^s „über den Ursprung der Sprache" zu Grande 
liegen. > IL (S. 11-*- 22) Bintheilung in Gegenstands- and Bi- 
genschallswörter. Bildung des Artikels. Bezeichnung der Zahl, 
Dnafis. III. (S. 22 — 31') Weitere Betrachtung der Eigenschafts- 
wltrter, des Verbnms und Adjectivs, insofern jenes das vom Ge- 
genstand ausgehende, dieses das in ihm beharrliche Merkmal 
nusdrückt IV. (S. 32—39) Grundform des? Verbnms. Impera- 
tiv. V. (S; 40-»^ 60) Entstehung der drei Personen In der Con- 
jugatien und des Futaruras.- VI. (S. 50— ^9) VerhältniflS des 
Adj^ctivs »um Verbtfm. VIL (S. fta— 67)rUabv das Pronomen. 
NHh (S.« 68—76) Zahlwörter. IX. (S. 76— 85) Wiederhe- 
lungr jmer Untersuchungen und X. (S. 85— 92) Aofz&hlung de» 
dadnf^h. gewonnenen Resultate. XI. (S. 93 — 98) WiderleganK 
der Ansicht, dass das Präsens im Griechischen wie im LateioH 
flehen die Gmndfcrm des Verbums sei. XIL (S. 98 — 104) «iJ^ 
SU beweisen gesucht, dass auch das Futurum im Griechiseb^ 
gleiü&seitig wie der Aoristus mit dem Praesens und nicht na« 
und aus lern letzteren entstanden sei. XIH. (S. 104-^11^/. 
Subjefct^ Pradieat und Copula. XIV. (S. 114—123) Vewchi«- 
denheit der Verba und Ursprung der . Gasnsfortn. AccusatiT- 
XV; (3. 124—134) Vom Genitiv. XVI. (S. 134 — 143) V^«« 
Datt?, XVn. (S. 143—152) Casus obliqui uheshaupt. XVÜI. 
(8. 152 — 161) Ueber dön Nominativ. . XIX. (S. 161 — V 
Adverbiiite,. Infinitiv ,.Braepoäiiion, Comparativ,. Superlativ, ^^ 
minutiv, Medium und Passivum. XX. (S. 171 — 180) a»^*^ 
liong des Infinitiv. XXI, (S. 180^189) Urs^irung der Praepo^ 
8itionen^'(nach dem V£ Vorsjlben von Verbis). XXII. (S. 190^ 
i99> Das Deminutiv. XXIU. (199—207) Das Passivjim. 
JiatlVw (S. 208—216) Bäs Medium in reflexiver und causativer 
Bedeutung. XXV. (S. 217 — 225) Wesen der Conjunctionen. 
XXVL (225 — 232) Ueber die Veränderung,, welche. das Verbam 
in Folge des zusammengesetzten Satzes erfahren hat. ' ^^^^^ 
rung der Modi. Conjunctiv und Optativ. XXVIL (233— 24ü; 
Bedeutung! des Optativ und Conjunctiv im einfachen Satze. 1»^ 
gelhaftigkeit des Futurums in Jlnsehung der Modi. Abhftopp' 
keit. geiBtser Modi von gewissen Conjunctionen. Temp^'' 



C(a9fii8clie Altertlmiiiskaiide^« . 273 

j^perfeefttttt , Perfecdtm , Phtsqnamperfectam und ' VuU UL od, 
exAcdim. XXVUL (S. 240—247) lieber das Imperfeclam, Per- 
feetam npd Plusqoaiilperfectaiii inisbemädere« Vieles wird und 
II1IS8 dem Leser in dieser Aufeinanderfolge dunkel und räthsel- 
kaft ersehefaen, da nur der gaiia eigeathumliche Weg, den de^ Yf. 
bei der Behandlung der einzelnen Geg^nstSnde eingescblageil bat, 
den Zusanunenbang erkennen illsst. * ScbArfe des Urtbeils und 
üelbellbidige Forscbung sind gans entscbiedeno Glänzpuncte die- 
ser Schrift, mit deren Form wir jedoch uns schon dessbalb aioht Tor- 
eiDigen können, weil die yielen Wiederholungen , die beim miind« 
lieben. Vortrage gans an der rechten Stelle waren, jetzt auf den 
Leser nur störend einwirken. 61* 

[1938] Sehulgnunmatik der grieoliisGhen Sprache ton 
RapA. Kähnety Dr. d. Phil. u. Konrektor an demLjceum lu 
Hannover. HfltuuoTer, Hahn'sclie Hofbnchh» 1836« X ju 
422 S. gr. 8. (1 TUr. 6 Gr.) 

Bei der Ausarbeitung dieser Schulgrammatik bat Eb*. Dr. K« 
diu Material swar grösstenthetls aus seiner aasfohrficben Gram- 
matik (Hannor. 1^34 und 1835. 2 Bde., Tgl. RepeHor. Bd. II<L, 
No. 1472. *Bd. V. No. 2477), herubergenommen, dasselbe aber' 
nach einemdem Zwecke ^d der Bestimmung der Schule ange- 
messenen Plane T5liig umgestaltet. Deshalb finden wir alles Das 
entfernt ,'wa)i der wissenschaftlichen Forschung und tieferen Be- 
griindang der Spraehgesetze angehört oder was sich auf gani 
specielle Spradierscheinungen bezieht; mit einem Worte, das 
PraktisiAo ist hiei^ mehr in den Vordergrund getreten. Schon die 
Anordnung- bietet manches Bigenthfimliche dar, das wir durch 
Angabe des Inhaltes am soh&rfsten anszuzeichnen glauben. Der 
1. Tbeil,- die Etymologie, zerfiült in die Haoptabschnitte : I.Fnn- 
tenentallehr«. Cap. 1. (S. 1 — 6) tou den SpwichlautOn und 
Buchstaben. ' 2. (S: 6— 20) Wandel der Sprachlaute. 3. (S. 
20—31) von den.Sylben. Bf. Formenlehre. 1. (S. 31 — 136) 
Verbnm. 2. (136 — 168) Substantiv. 3. (S. 169— 185) Ad- 
J«etiv und Plarticip.e 4. (S. 186 - 192) Pronomen. 6; (S. 192— 
196) ZAlwörler. 6* (8- 196 — 197) Adverbium. 7.(8.197— 
198) PraepoteitHonen. ID. Wortbildungslehre (8. 198-^205). 
Der 2. Theii, die Sjntaxe, umfasst nach einer Eiiileitung (S, 
207—219) I. Die S/ntaxe des einfachen Satzes.' (^ap. 1. (S. 
219—250) HauprtbestaHdtheile des einfachen Satzes. 2. (S. 
251 — 261) attribüttre Satzterhftitnisse. 3. (S. 261-^343) ob- 
i«etiye Satzterhftltnisse. IL Die STutaxe des insammengesetz- 
ta Satzes. 4. (lä. 343^357) Beiordnung. 5. (S. 357-^^400) 
Ihierortnung: Snbstantit«, Adjoctiv^, AdterWal^ »und Frage- 
>»■•, Perm der obUqMi Rede. Ö; (S/4DO-^46i2) Beoondero 
A^crc. <.««•. gffrtMft. LU. XIV. 8. 18 



274 €|a88i»ebe Alt^rthiiniikaiije. 

Sprueheig^oAiiliilichkiiteB »i der W«rt - ui Saltfugvi^ 7t^ 
402 ^ 404) Wort- nnd SaUstdlnng ^itt Topik, Fdr dai bü 
i%T9 Aoffioden d^s Einseliiw ist eiii Begieter der Sueheo viid 4 
gmebiiches Wortregister beigefügt. Der Knabe soU sim, n 
m$sk aas dieser Vertheiliuig dee Stoffes ersieht, gleiri ladi ta 
JSrleiaen der Bndistebeii und LeseieidieB tum Terbnoi' pßk 
werde^^ md erst dmm , «acbden die um bfia6gsteii verkoulll 
den Fontten des ActiYa eiogeöbt norden sind, snr IMisiii 
fiE>rt8ehreiteii, nm es baldigst dabin sa bringen, einen eisfiMM 
griechisfBben Satz ine Dentecbe nnd nmgekebi« an obeneM 
Obechon wir es mit de» Brn. \t ebeafiiUs fiSr erapriesslid M 
ten, wenn gleich die ersten Versnobe mü Ueinen Sitsen bcs* 
nen , 'so erscheint es doch ein Gewaltstreich , desshalb dem T<| 
bnm im ersten Pinto cmnrtinmea. Denn soll d^ Sehflsrj 
YOrlfinfig rinige Formen desselben sieh einprägen, so kaos^ 
nor snm bewnsstlosen Auffassen nnd späier ctir Yerwirnng I 
ren; soll er dagegen mit der Tollstftndigen ConjogäüoD tori 
andern den Anfiing machen, so streitet dieses YeHhhren oft 
gegen das natnrgemAsse Anfeteigen vom Leichteren anm 8d*^ 
rervn, was in dem seither beobachteten Gange aller griseMsdM 
Grammatiken als.gan« sweekmAssig eich hemnasti^U« BH^I 
lindern Spradien ^Drsachei^ vorhanden sein, die das Voiaiiif4^ 
des Verbnms nothwendig machen, wie namentlich i« der hArii 
sehen die Etymologie, in der griechisdien i^ diese nickt k 
Fall. Anf einfacherem Wege wvd jener Zweek erreicht vcM 
wenn der Lel)rer das Hnlfsseitwort tifii sofort nach den D<^ 

^ tionen a«f wendig lernen Idsst, ohne dass dasselbe fos te J 
wdhnlidien Stelle in der Grammatik gerilcikt ai^ werden b«Mi| 
sollten aber einige Formen des Active gleich j^Fffargr ii^ 
w»dang kommen, so m$gen dem Sdifiler diese. yomLsliiri 
trost mitgetheilt werden, die Analogie der btsinisehsn f. 
wird im Uebijeen Yoiechnh leisten. Was den 2.Th(ul, diäS 
taze,. anlangt, m ist diese mit einer Klarheit und. Uebu 
keit behandelt wordeii, wie wir anderwArts mdiwerUch 
Der Vf. geht von der Bildnng des Satxes ans soid hst dalMi 1 
gntem Brfolg die Methode snm Gmnde gelegt, die Dekker ia 4. 
dettsch^n Qnunmiitik sn^rst in diesem Vmfunge .unegebÜdit M 
Nor in der Lehre yen Optatir sdeint siek der VC an stressj 
die Bestimmong en der dentsden Spraehlehre aogescblesseq ^ 
so^ S(;kwierigkeiten ohne Noth herrorgemftn an kaheq« Bfli< 
der^ Srwilbsiüg verdient, dass hier snm eaeleii Male dieFN 

pesitipnen me gründliche .nnd Mr den Sebnlmioriisbt gennM 

BwUUwe srfehmi haben. Du «brigwi die ,.iM»fihrfii 
Grammatik '^ dem Lcjirer «sd gereifteren SohQJket ^ekheasti 
Comamtv dieMs.MDf ,sisd 4e» einstba» Pnragmvhüi I 

SebfdfMiBiftfli.die «nsfiihflichen in. IPknmthsM; Mess^ ^ 



Cla08i8olia AltertliniiiBknBda« 275 

lii. «— Dnidc ud Papier tind gut, doch wfiaadea wir aus 
Iddl begrafliciieA Gruadeii bei einer 2. Ant. die laleinieehen 
tdteni mit deoteeben Terlaoach^ ta sehen. 6L 

[1989] Elementargrammatik der griedusclien Sprache^ 
idat eingereihten üebongeanfgaben inai UeberseUen ans dem 
Ahch. ins Dentsdie nnd aas dem Dentschen ins Griech« Toa 
ßk» Raph% Kuhner j Konrektor am Lyoenm sa HannoTer, 
ftuoYer, Babn'sdie Hofbaohlu 1837# XII «« 204 & 
^ 8. (16 Gr.) 

Diesen Blementarbndi soll den Bedfirflilssen der nnteni 
Chmen entspredien and mit der y^SchnigrammatUc** nnd n<^n»» 
MäAstk Sprachlehre** desselben Y6. ein Games bilden, indem 
Jns für fie mittleren nnd oberen Classea, letstere für die Ldi- 
:nr nnd fir das liefere l^tndinm der griecUschon Sprach« Gber- 
lanfl benlinmit ist Der ganae Stoff der Fomenlehro ist in 3 
Chrans oder Halbjahre Tertheilt, nümlich 1« Cnrsns. Cap. 1« 
|i 1^8. BpracUattte nnd Bnchstaben. 2. §. 9 — 1& Sylben. 
3# §. 19. lügen ans der Lehre Tom Verbnm. 4. §. 20—52« 
SnhtutiV nnd Adjecti?. ö« §.53— ö4w Adrerbinm. 6.§.55-^ 
M. IVnnoaien. 7. §.65— 69. Zahlworte. 2. Cursns. §.70— 
II2B; Yerbnm. nnd swar die Yorba pnra nnd impnra, itoata nnd 
Jniis. 3. Otfsns. §. 127—144. Yerba anf jui. Damit nnn 
m Griemte gleich wieder in Anwendnng gebracht w6rde , ist 
t Wa Unllngliäe Ansahl TOn UebnngsbeispieTen snm Uebersetiea 
I M.iMi Giiieddscben ins Dentsche nnd ans diesem ins Griechi- 
I A littsngefiigf worden, wobei der Yf. die Anordnnng getroffen 
Itf^ dass das Gänse in einer fortwährenden YViederholoag der 
Fonnen oder Regeln sidi bewegt. Anch ist Hr. Dr. K» 
a frfiheren GmndsAtsen darin mit Recht abgewichen, 
er dem Yerbnm fetal nicht mehr die erste Stelle anweist^ 
den heikömmndien Gang beibehält nnd §• 19. nur die , 
did^slen Formen des Indicatiri Actiyi nebst einigen For- 
den Hdüoeitwortes tlfä anlBhrt , damit der Anftnger fruh- 
ein&die Sfttse sa bilden im Stande sei. Bme höchst 
je Methode , nnd dn^gilngigea Strebim nach Klar- 
wnd Gfiiadlichheit sind gana nnverkennbar. tSleiches Lob 
andi die Behandlung der Sjntaxe, die Hr. Dr. K. nach 
nothwendigea Yorerinnemngen §• 145 — 152 wie in der 
" rammatik anf die Lehre ton jenl einiatchen nnd ansam- 
letsten Satae auf folgende "Weise anrflckgelnllrt hat: 
itaxe d€s einbehea SaUes. Cäp. 1. §. 153—157. Hanpt- 
den eiafaohen Satxss (Snbject, Prftdica( n. s. w. 
Bemedcnagen ttie^ das' HodiladVerbinm Sy). 2^ §. 158* 
AUafiten Sauteihalaitss (A^^ssdr, Ap^sitioa a. s; w.). 3. §. 

18* 



276 GlasBische Alterthamdkanide« 

, 159. ObjedWes Satzrerh&ltniss. L Lehre ▼OBdenCasibosaadfiHI. 
der Coostitatiön der Yerbaladjection. §. 160 — 167^ IL Lehre ton <*^ * 
JPräpositioneD. §* 168 — 173. IIL Lehre yon dem loiioitiv ohne 
mit dem Artikel. §. 174 — 177; IV. Lehre von dem Par^ 
als Gr^^ftazuDg' eines Yerbalbegriffes , als AnsdniGk des Zeiit 
hidtnisses u. s« w. §• 178 — 180« Y. AdverbialobjectiT. §• 
B) Sjntaxe des zasammeogesetzten Satzes. Cap. 4. §« 182^ Be 
himg. Cap. 5. §• 183. ünterordnang, und zwar: I. Sabstantivs 
§. 184 — 165.. IL AdjectivsRtze. §. 186. HL Adverbiale 
§. 187 — 191. Endlich §. 192. Ton den Fragsätzen, und §« 
Ton der Form der olliliqaen oder indirecten Eede. Ans r« 
Interesse für das grandliche Brlemen der griechischen Spi 
auf einem eijifacheren nnd kürzeren Wege^ wünschen wir 
vorliegenden Elementarbache, das, wie wir hQren, iBchon 
einigen Gymnasien eingeführt iat^ vor allen andern eine 
allgemeine Yerbreitnng. ^ ^^1 

[1940] Deatsch-Griecbisches Worterbadh von Dr. Vüf^^ 
Chr. Fr. Most» 5. rechtmässige, dnrdbaiis anigearbdbelk ) 
Ausg. GöttiDgen, Vand^oeck n. Raprecht» 183T* 
IV u. 942 S. Lex. «. (3 Thlr. « Gr.) 

In^j wiefern diese Auflage als eine dnrchana 'amgearbeiM|^ 
Bezeichnet werden könne ^ ist nns, nachdem wir dieselbe ih ^ wj 
weise .mit der vorhergehenden verglichen haben, nicht 4eii|i^V| 
wordbn. Im Gegentheil glauben wir versichern zu köBBen^ 4riji' 
sie weder an innerem Gehalt noch an ansserom Umfang, «k 
ipeinen an YoUständigkeit, bedeutend gewonnen habe. Neck 
mer sind die mannichfachen and oft gerügten Miingel nicht .Sc 
tigt, die wir hier in folgende Hanptponcte zusammenfasset i 
lea: 1) Die Anordnung der einzelnen Artikel ermangelt hilnfig^ 
loj^schen ßintheilungsgrnndes und es ist besonders auf. die 
ll^entlichen und uneigentlichen oder bildlichen Bedentangiun ' 
wenig Rücksicht genommen, wie anter „Anfmanterii, Anfiric* * 
n. s. w. 2) Aeasserst selten findet sjch bjeji dem. griecli] 
AusdrucH eine Auctorit&t angegeben, die wir imi biO mehr 
wünscht, hfitien,' da Hr. R. Manches aas der spftteren GrI 
aus den Scholiästen, Lexico- and Glossographen aafgenoi 
hat. 3) . Der poetische Ausdruck, ist von dem prosaischem 
nirgends geschieden. So findet sich gileich von J|nfiuig[ fa« 
unter „^as'.VflrcJ^^a^ und miter ^,^AblU^zen^' rrf^ad-m arimy 
nnr , bei Dichtern, ersteri^ bei Homer, letztens Üei Th 
4) Maiigelhaflte Anfahrung^^er selbst gewöÜnly^sten^Const] 
der Zeitwörter, wozu jede. Spalte, den B^^^^^ 'ö) Die 

ehjmik v'ist, soweit ' jus, xi^meT u smbj^ W5rtai»i|L| 

dieses FeH bwUtei^t hi^-/«m airf «»»kU 




Glaffiaoha Alterthamftkniide* 277 

Welse; andi fehli bier bleweflen dte nSthige Schftrfe ' and Be« 
Üfaimtheit. 6) Mangel an' Conseqioeni. So ist dasStichwbi) bei 
ilerer Wiederholung im Artikel bald abgekürzt, bald ansge- 
'iArieben, wie unter ,^bart%' auch die Bezeichnang fSr den 
Hngriediiadieii Aoedmck aicht dieselbe geblieben«, Vgl« ^Feld- 
ibnchall, Feldwebel. 7) Unnütze Bxplicationen» wie, unter 
^Mendr^tbe'^ Dae Verzeichniaa der Eigennamen S. 871-^942 
Jtfrt allerdings im ersten Bnchstaben raanehen Skiwachs eiiiMten, 
ßSä konnte dnn^hends gerade hier grössere TollstADdigkeit 
id Genauigkeit erreicht werden , da das grieekisck'* deutsche 
'diterbnch toq Cmsios eine so znTerlfissige Unterstützung bot. 
finden wir ab^r noch .immer unter „Aegae'* 'Afyai im 
^inen. Bekanntlick gab es drei yenehiedene Namen die» 
:'StiEidt, Ton denen die in Cflicien bei den Crriechen Alykitu 
ttä Strafte, oder Atyiai nach Dio Cassins, hiess. 'r—, Üarch 
Ifaie Bemerkongen woUten wir die Aufmerksamkeit , die wir die- 
ihr neuen Au^be geschenkt haben, an den Tag l^gen, und 
riud weh entfernt, den Werth dieses nelTerbreiteteti and bis 
Jetzt äodi mmbertreffenen Wörterbuches hierdurch herabsetzen 
zu wden* 

' f 1941 J Aideitinig sfim Uebersetzen ans dem Dentsclien 
ifc das Gntechische Ton Wtlh. Üerm. Blt^me^Jir. der 
f |$mL u« s. w^ Direot. der hj^id^mi» m Braudenbuis** Iieip- 
\i%^ Wat%wl6a7. ¥1 ji..afta;S. gr« 8. (16 Gm.) 

Die TOB dim'^. im' h 1820^ .erschienenen 'Ueb'angen hn 
Ben ' äud däih'Diutbchea fip Bab Griechische war Jeln gleich 

. . „, und ita mehreren 'd4rai^'fd%ekiden Aitflaicen n^it Vielem 

i JfcfiiH aufgenommen .'Naelt ^er^fferer Brfahrn^g '^rt^aqnte je- 
yMABr. Dr; ß: die mehrfliciie;!' Mailgel jener. Jagendarbeit und 
.laMifoss sräk^idaherV eine nj^üe'übd den jetzigen Atfspruchen 
''^''^ entsprecbe])de Anleitung'^ an' derei Stelle za ' fifetzeii« Diese 
Ik ito ihrer jei^gen €lestäU'';U iWd Carsüs; ' W il^VH 
dem S. 1 — 3'Bei8pide'fiSr'mef;tidi^ige Stelfüng des" Accen- 
li 8« 3 — 5 for die Yerftuderung- ildr 'CdndoAäWtii^ und S. 6 
K; die CoBlf»^tieii':Torrtysg^4i9ge)i> und; .:<Qn; «il b{s(:»;lC42 




8.. w. umgArucklfi^Ukäe. .)]lei!'2.'Carsim' gibt zusiitti^- 
[ ätthfingende Brzti^^flk%eg ] }dvB s^liohJ^iiMbl ihnen- Inhalt ! ida 
: mkIi dnrcK die darin beobachtete StnfipnJblge aich empfehlen, und 
! ^ß. 145— ?i86*l(eWschte'Erz«hliUr^eiiys.;W den 

' Z^ des Xerzes ge^n BMla^ tf. '4/V: Dib rdchh'idllgr l^hra- 



278 GlftBstffoIie Altertliniiivkan^e^ 

seolori» Qvler dem Teste wird im Schaler Aer die Akfif^ ii 
WeU des Aii9dnick8 nie in Yeriegesheit eetiee; (beidiees Min 
aof die SchilgrAmmAtilieii von Bottneim, • Kuboer und Boet |^ j« 
höriges Ortes Terwiesen wordeo* i> 

[1042] Lehre vom dnfacben Satee jer CiriecbiMdMB -jj 

und Lateiiusehen Sprache in reif^eichender UebemdLt tk ^ 

' Sdnlen von 0. Ju fF, Heidelberg^ Cenreeter am PM^.:ii 

gymaas« ta Noideo. Bremen^ Kaisen 1837« XD «. 15Cf i 

Sk gr. 8. (16 Gr.) j 

7$r den reiferen SchSler^ der bereits epne S^mme qratak%i ^ 
scher Regdn der griechischen und lateinischen Sprache ^'l^*^ ^ 
hut, ist eine nihere YeigleichflBg der Uebeireinstinimaaf oMfo | 
Verschiedenheit beider Sprachen 'gewiss Ten gfrossem Gmrisl^^ ^ 
Er winld^nn ebensowohl die frie^schen Bestoodtheile im ioi.^ 
römischen SchnftsteUem leichter, sn finden nnd su benrdNi«! \ 
wissen als das. Buuelne sicherer nnd fester ins GedAchtoiaa enS> •, 
nehmen« . per anapmdislose Vf. sneht in ohieur Schrift einwAiiP | 
leitong dazu sii geben und behandelt das Ganze in drei Ahürihri^ 
ten« Im 1. wird S. l«-23 Yom Satse nach seinen BeslandtkeS» J 
len mid wesenllfidm Eigeaachaftas» im 2. $12)^^110 vpa dar J 
grammatischen Ferm oder Bezetdiiiong der .^tsglied<;r in ihi^ f 
VerbinchiniB^, fm 3* 8. 111-1^146 Ton der Wabdelbarkeit d#f 
«yntahtisdien €hfttong einsMikel'ftitsgneder jj«qirechea. BttM-y 
Teiheasick^8> l«8-*-|öO'nMKim Zasfttse nai Veiiesaeimiiglp-.! 
Die lichtTpQe Anordanii« d^ Q^msen , die DeiMMchheit nnd Gntaik ;^ 
Qchkeit in der Pärstellong d^r einj^dnen Pmicta, beweisen^ dMI ''.^ 
Hr. Hf sorgfiOtig über seinen Gegenstand nai^aehte w«i m[ ^ 
VermeidoDg alles oberiUchlidien Schimmers die . nraktisdke ^-'^^^' ^ 
fiberall henroriiaheben wnsste« Per materielle lahjd| ist 
ans den neneren Grammatiken, entlehnt ^^ die. ^ft napneniBcb 
geführt werden; die ans den, alten SchriflsteQem entnomti.»»iw ^ 
Stellen aber sind gewöhalich ^hne- weitere Anfiabe des VftL wriLg 
Baches ji^eblieben^ wtt» wir in ^eaem Falle meht misshillig^n^r^r 
0ie Ansstattang ist Toiiiefflieh« ^ öL . j ' 

[1043] Bietorbch» UebmMit des StatBum der 1»^ 
trausehen Graqlmatä ^tderlffieSeriie^dlnng ierM^ulir 
aenediaft^iij nebsl einer Sialeitfing. «her das allgemmne WenM|i 
der Spxaidie, Bin grammatischer. Verandi ron Coimw JmcJke^ 
tM, Candidai Hamb«^, PerAtg ^ Basegr. fi> Mamlmidf 
1837. Vi iu 188 S. giv 8. (12 Gn)' 

iHe Zahl der latebisdmn ^Grammatiken hat sidi in damt 
letslenl^inKibmidso vermehrt nnd es weidieii..die »ewe f c i i Weritw 




e%U§tfikeht kUttihnmtkunie. 27« 



i«Mrit>Mi 4«i Itütw M «elf iib, 4m 
SMndiiMi in, liüinitcttn firnmaitf Mf für ooMf« 
^'0iß4f§fi mölkmmügß Ai&ibe Mnifditet w«rd«ii.BiM(i. Zur 
iersribcB yUI der Jbewieideiit VC «twaa Mlrag«B. Ss 
ika smiidkst darftaf an, dne nadb allea Seilen liui gelieiide 
' \i der vaiteUedeMii grtouuitiacheA SjateB# sa gebe», 
iMrf IMblliidigkeil tt litemfledMi ud biograpUedifii M^ 
h der BhMlasff «Mtl er 8.1—17 
ladptMt iiiaatieiiH , t ea welehea aaa eiae lelcke 
, «Mgea artete. Ar handelt daria aber fi|ire^hea 
Daalm fkeriampC, Mer Ydiiam and Neaieb, Ober die 
ftrea Femea^ Bieraaf gibt er 8. ISbieBlide 
IMofiacta Oebeieickl dea Stadiana der lateiaieekeB Graia- 
aait den Wiederaafleben der Wieeeaachdleii. ' ffler iverdea 
dicjeaiji^ Mtnaer berra ^ ge b eben , irrfcke den ktelaieebea 
ehia eigeatbthnliebe tUchtaag gabea eder iai AU^ 
I tatechMeae« SiAaMr Aaf taeelba liattea, aa- 
Laar. Yella 8« Id^ X C« SeaBg^r aad Banaael Alfa- 
T«a Sk!20-«33;, fVaae. SaMtia« 8;24^ HaratiaB TnreeUiBaa aad 
AMMudb flia^elMai 8^ 30. Omp. Seieppiae 8. 38« GeriLJelk 
iMate &*ii,^ tt^DMaae 8.45.. Jae^Peniealae 8*48^ lea^ 
Itägß/ BMder v. a. w. 8. M., TMtoa» Radttiiaaaaa 8. 67., 
Ihl Bedea 8. <KV (huM beaeidem tirdient ia dieaer 2Wt aaa^ 
iiatfdevdle i,Neilfdleai6dMde pew ai^ddre liet- 
Im laagad Latfaae'V eder Mraer'veiet var Meira Melha^ 
' 66. Ueaee Werk (Haem Pki«e 1«4^ 
m geirieeea Trigvf aageedifiebea 
BfuMer werden dagegen Laaeelet , At^ 
mM aarii^ f Wai l e* ak TC gaMani Von dea OraaitMatikmi dee 
laiabTh. gedeakt Hr. M. Tenraga^elie Bedker^a, Herfiag'e 
aal Sduaitthenner'a, der Baglfinder Pianeck, Will. Cebbett, 
Mm Femrm nad Herne Toeke, der Ddaen Hadfig und Fred. 
Lnga^ S.47~«0a Weitellwti;pbt>der Vi & 101^X15 aaf 
'die An w eifJaa g and AnsbOdtog" Äfi^ c e mparatf irett GrAaunatik 
aber» naf VJtz.. Bepp and Wilb^von Hnn^boUl. fiei^ JBe^cUaes 
üia&eft 9. fi^ ff. die Uemfifcben'^Wai&llidtliiifr; webei beeon« 
iBffa den BeetreUing«B Aag, lBhit«fettd% VoHe Aa^keannag sn 
SaHil wird^ ebenaa BOlrdtVä, faabCiiin. dieecr aMb' ^gUt lAa |0^ 
«r tt.div pbiioeeiiKiMb« SpmabNtraflfctaag «ich amUieaet 
Br. KL katia*die«Br ^rigeaa.'gai ^atibeirtea AnseiafHideisetaaag 
Fkiaa, Klariieit,' Beeonneuieit and stets ein nnabhiCngiges Ur- 
fbril an den Tag^gelegtt^i' '^^t^f <Hr, die Hauptaiomente 
tUbtiif aveaninditl^i' iiM 'TeMf^nt UiMkaA Ainnaatenniff niid 
iMiqfMdMi^, MBiua it'tfka"illim Mi ftiä noA tmg «d- 

. _ . -. o.».; ...:■..' )-4 ;i 



•4M» frOMr «».« M i di 
WOTB aJinieBnaapa'Ten j 



> 



280 MorgeiüSq^isobe SprAobefii; 

[1044] Syntax» GranaiaeBtiiie to iitfeiiiuchm JSi 

Bine philoeopliiBch-^praktiselie Abhandlomr ^o^ Wühw 
^*^^y Ä«tt O^imiaö. SU Mi&istiftfp Mfinster, 
Bachh, 1837. X ii. 60 S; .^. 8: (6;:,Oh)' 

Der Yt^. flehen . bekannt .daidi^MeMi^C^nmiide 
Geraiidiv^ 9t.69iimd]i signifioatione^S k^teiditi^ 
Grampnatik > < weMie mit .ei«6ir ümiogliqkst: YQÜepdettei 
BraoohlMirkeii cin^ fiSr die Jugend« (ia8fi#nA^ ud ivaluiiaft 
dernd« Wi«8an8€liaflliclikeirf0rb«iiden.-.s«ill^ m,eiMiebieB H< 
er0f;liemßn.9a lassen, and gibt.liier2dQ|i4to&ttSi*^I^ ^^^ 
4^.^riilindliMig des €anMi.. In dw ieilgendei^fiefteniwikd 
die.^jqUxi»:ir^#ni9. nn^ die Leim. über die'Denpei^ vAil 
al]^«liandek werden,; dia.#9gepfiiii|te: Sjutaifl^^nMl» aber 
jßinQ^Abha|i<UaQg über das tWeei^jond de9il6etiiir}»icib der 
Jien (Udeth^la .eiBeUen. Die l^jntintiA Q^v#n{an|iae ni 
fUlt nuDk tfei;^ Tf« in di^, dcal^. A^nplabtdWUe. von der. 
lion S< lr-^35, Ton det^ jQ^noi^tiln 3^ 35-^43', .im.def 
«itioa S» 43*-^ö9« Str^n^ «ftfominei soUte..^ (Soncretioa 
jHnsg^ea^ flann. dieApp««itioii|«^ji endlich 4iiel'Cef«l^ti«a ^' 
j^iu, pr9klifiche Bjiek^i^ten fiefhen deaiYC^ j||U,.derCop 
.4. i. .mit^^eia. S^txe, znbeg»n»enMd.autderA|KpoeitiHl die. 
mehr:!«^ dj^MT^ Md M j^^luiMieigt,,^ ad»tte8i^n*w: Akj 
liea. voll der ,Fi;age, ^ ..einetaekhe Zertheitawg.dt» Slifi»« 
JSrlemeii,4er lal^inisphfvi ,$im(h8 weee^ndMli.f rkMCefe ' 
^chl die. hfivebiadiU) Aliardnwis beirZii«pt,smid(A«dei«i 
45raii9na^kerA Aec :«mL Zi^ f«M^ mAlMuvmr ibfii ;fi 
dAB Streben dMi Grundljclikeit «d TolleAtndiRU*»; M* 
einfachen und iasslich^ Dan^t^u^. 4fr/6#ii8ifc0l/j 
,~ Dmck aiid.£a{der gnt in j^ia,:.»;* 

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[104äi;Oe8cMchte der T(^^ 
ans der Chronik dee Dijaijb^kriinrabi?^ iuM>,d«iM9C^^ 
Otta ^. Phtm^ Secondelieiil. lA d. Kani gi; .Freo stv«^ 
Mgerabtheilnng. Berlio^ Reimsr; 1837v XXÜ iu32S 
arab. 1^ pcrs., 24 & 4i;o(86ht gr. 8. (ä. i*; 6fn) ' ;p^ 

, Dd^ ruhmlidie Beispiel .des, hochgestelUen prsn^s^^ P'^ 

^ siers, . von dessen Kritik der;Yormnhapinedani8chen arah. 6esdii# 

wir nlUfhstens Jßencht m firstaUen gedenken, .«ehebtJNadMduiii^ 

onter; seinen Waffenbrndem n 4a4oa*i lil&gf T^urLMgender Bfj^ 

. davon nicht der leUte sein! Ist die kierai^tretauleSprachkeBat 




MargeilSnliBclie SptacliaB« 2^1 

mät bmIi »aagfUüll, so wditilor OriasteHit Toa Fach 
i$A ams^ eigcntr Briahiiuig, wie ackiMi;. die Erjasgug: wur ei* 
jker Sieberlieit aof diesem FeMe ial^ und Ireiift sieh, seiQ« Sto- 
isB mter einem Stande angebani sa eelien. dessen Fleiss siA 

EAnliiA gaaa aadern Gegenständen tawealet — Die Cfare- 
des IMjarbekri, Ten weldier <leni Heraasgebar das ^otbaische 
Bplar No. 279 n. 280. bei Möller, Torlsg, ist eine aosfiihrli- 
^'G^Mtkü M lAaaimeds , an weli»e sich , -imiAer kflrter und 
|imr, die Gesdiiditett dar spätem Pursten nnd Dynastien ibia 
' Snltan Bf orad III. hemnler (reg. 1574 — 95)' anschliessend 
ir letate Umstand, in Terbindnng mit der Erwfthnuig einer 
ift des Snjnthi (gest. 1505) nnter den Quellen unseres OSi- 
cers, neigt, dass- derselbe im 16* Jahrb. lebte, was in Herbe» 
natar Diaibeknl aadmtfagen ist* Das* biet mitgetMlte iNUk 
wie das gsnxe Werk , ein Mosaik ans verschiedenen älf^ren^ 
fft widerspreehoideB Berichten. Wenn *es^ noch eines Beweises 
Maile, irie wenig 4>e£ iitoiyentendtsehc n -Cle sH i i d ito chrettfto^ anf 
tut Zttfeiliasigkeit der Details sn rechnen isi, wie mannichfaltig 
diMribsn im eegmitteile Yew der Sa^pe gestahe^ «n^ ansgtisrfiilfdekt 
warien^ so kflanle (diese naive Synopsis eiaen Beleg dhsu Wi^eW. 
ft'iit tmvig fftr den g«irissenhaflen f>»rMbef, 'daes' aefM« di^ 
^ simi KnWkeinnngen in der Geeobiehte dieeesSdiidttaf hüben 
"^ dieMnniUnntwir'linbedeiiklMi den ebeniMetf -OiAtt); 
m nalBdSdiV dass ihte UngeiNMHdbkelt die Aabll- 
reist, sie von dem festen Boden des FaetiiM;heH)||i 'Hie 
^ ^^ -.jBBie des Ideals M entrftken.* -^ Ab 'Zugabe folgt 
lllmedenim in lbmdieiii*'abweiidiende BtittMatt^ des Beiami, des 

ÄipilbiBlstsesiTan (Tabarfs grosseAr'VasdrfdieBwerke^, Vdche 
di^ ^ar Bagenlnisht snrcrehte, noieh Tor dJMDBnde Abbtidil. 
ieA fvn üasem Sdnilkstdler hrtutstader Hefäns^eNr i|»ne jlfolb. 
fkMbdffift, dieselbe, welche Kosegarten in der Vorrede lum 1. ßde. 
^Toais^abafi «. iO f. besdireibt. ' lt\» ara(».< Text Isf U^KbB 
mmlis,m4 Aiiek 4ia dxd Btelkn» «siehe. nadb .dar: Yotredetaif 
J^ m iffu rtjBaa.Bath .Y«riii|derl .P«rden»8iu^^.M^^».«ny»W»*^* f^fJ^* 




^. 



Mi solibl. &»Vi^( S;i LZ. istdäsAMnTon Übl5 un'il'W* 

iddtti^lfidiie Aii Ur* 'iiJJ /iiSttiitk dleKniisi) ans dem Aeus- 

min' des Meaachen ihn betreffende geheime und* zükun^ige 
"'B{e sa bestimmen; daher das Wort ^^T^ischeb dui^d» eiiyen 
lergimg, wie er sieb auch in dem sinnverwandten Worte Phj* 
iMwem b«! ^pns findet^ daa Aen^eere Jas jneasdilich^n.Kerpers 
Mist bedeutet. (Der Sinn , welchen das Kitab el taarifat bei 

Viä% ^ (JSS liiid tebnsi sa Abnlfeili^'a Aii|uilw1N.n. 



2S2 Mo'ffeiiUilii'stilit'SprAelliMi. 

Ci; ISa«-^ dte "^rt» beiiegeii, btrftM meT etner «pec^ M 
xtehB^; 4er «Bgeneiner» aeigt «idi^ bci'Anil«dnli ed/Bbkg« 
,8.16 Z.4 «nd b«l fiädsdii<Quimi ed. Flfl^l Bd. L. 9. 34 Z.ll|| 

«• aiwr j^^ )^\^ oQfcnHiidUck mit ^^Be*l«gi* mbU; 

nm** iibersetet Ist; ja «ns aef> eb«a ilng«(!ihr(eti Sterie MdÜII 

itC$ dekt naa, dass das Tstbau (JÜI in diwea Siuw Ml 

sittT CiegeBsttiidii alMser den Mmse&ien/lresdgeB wird.) M 

^y;?yJI fsrdaan itt lesen ^^ayJl al8lf.'A«t,'stott »^5 »oA« 

•'/•••■ ■ Äfi ■ ■; 

&«^ (<daa a aMM'dua Bad« vo« «:< «ft ImMm. «w-IMhmI^ 
, - • • • • ' *'■' . •' • • : -i 

*<J^ ■'• ..>>^. ^fr? r^9 ■*•♦?' 

dang *«» ^)aM|jHiC^^«aal &.2 Z.t j4£,(y40f:.AIiHt 

Oauur adoea »aad rf w g ea a M i a a iatta . nad die Kkatk ganda 
.awd«»» idaf tlin tiai-£taia ia ili« 8«ta atid adtag ikniWi|. 
Ba mi; aber dMelbst.abi Alaab vMdaaBeatt Lsbebi «HM 
Stanna dM' Aadtfar/ welahier «atei duNtetdadMuh bekaart «4 
4a«a er aaeb da» Awaeh«« wabm^ ,tiad ia BadaobeS (JhN 
afaw^ WmutLAMit am aagte^ aabdiOtoar blatif 4«^ 
fNH vardM ««fr,. : ,■ . . ;, ■•■■,'■ •■'•* 

•• :.. 'OFIi«t4«railabrg«ivMrln^,4aM •;.' •'. . V* 
:;.. . DieM 4a;a*:.i9tat«'WeUbM iMii — . ..• .-=7J 

pieae^ed» bWs* sMiekiai Anbiadbäi iwi «hlsylM^ M 
bisdiflTarasdIeü; .. Vad «baa ia dieser BdbpaesiaepfkltM 
aa^idk jsM Wahfai|«dkaBaS^^jiftty aaa» dagagte tisiWt 

^jel oder da«B\^rUi|S aid^aa^fiigiie^ H. Das (oi^ 
8.6 vail. Z. war «aat ddNig, Mstt hÜMOtr» ik ÜMntMIJ 
Ipnphia «» c^ als Elif ttaqssra aadi ia d^ Afitle dei< lN| 
bdbeUUt^ tu S»ej'a qiaqtBi. 2. Aa^. 1. ^ Mg. 70», lH 

<i>!/**^ •■"»'* ?• ip .1. Z. bed^otet ajedeff^schbi^^ ^^ 
trältt.. So «lUArt MeidaBi ed. Scbaltens 8^258 JoiTV^. H 
pUXÄ^ j,U03^r? Boäitotlai': liÜigrfj^lrfciÄj,^^-^ 
die 1001 R teafg i^AxH j*«^> *i«W II. Ä. 3WW*| 

Dass die addea Suader aadi aasgesdiiafeaeai Baasdie aidi* 
geseUagea saai Slattbaber lioauaea aad beatitoft sa ifV^-^ 
lange», id aacb pbTsisd nad ps^diologisdi vid wabiiwIeiBBcIttf 



4i Am th ««• ta Zultai» <Ikv 0«r NmH krtguttak^ 
fnnknlMit «Mkaa iMb« Mlitaib JHiMg9 Tw to i — g w 4*g*« 

ga «ins gvwMea 8.8 Z.6 JU «U J^^ Z. 8 o^^f ■<» 

^, 8. 14 Z. 10 <^y-K-J» at. ci^-JU^f 8. ,8» L Z, 

^ (^(j^.KädnH «t (^Vj^LiLinlf. Y«b des UhAaA ▼•odlMti»- 

!«Bkweidu)«a«ifraoAMgcad» alt £e nMtdgitni |L2 ZilO 

UfMj L Ot»MU> «M OeArii^ kna itr w uehtgleiaktkn, 

* » ... 

I *. .^ •> ^>x . 

&7 Z.7 rr^ 1> ^/^ ('m PMriTvm irlri ja der g«f«ka- 

Bdkci BnlUoBg m» fabnmckt, w«aa dM Ageas daaebea atekt), 



* 
«.»£.12 Jfj^ L fjjij^, 8. 19 Z. 13 giaJj L gi^^: 

w' «r, Andkatai, kAaapM diwa «Ndclddidu faiPflM.8.28 
£13 & 8. aO 1. Z. i^jh I. K^J^t 8. 90 Z. M «ad 

&31 TwL Z. (jjMJlli L (^AAJL^, & 82 Z. ö Si' 1. 
^* Baa ia diaUdienetiBaf dbargagaagaae bhA» Sdkreiiwri 
at&8Zl3«,&29 Z.« rW^^t ui ■ <'i ■ ab t^> t ^ 
^ j^tidMm 4«r I^aydefi-Kaab, .«i|tZ«ilgMi«8«a2MUu|iik- 



füit, a» gMMaal wag» ariaar Sttrin .Ia Sagta «ad UabarK*. 

t^rngm^ 8.1001 K» TD. ai71 vaiL Z. Sahar aaakdarNaaia 
BiUUngabacMa Cidb A AUbar bai HeriMlat aater Cab. 
' aadi ajauw B«ri4itiniucan dar am MWrtaa -nA 



.^ ajanga B«ri4itifvigan dar am maialaa Tarfakltaa Stel- 
«: 8. 9 Z. 11., und keia Zweifel ist, dasa aidrt Saab (aai^dera 
«M dudi iha) das 'Wort gesprodien hat 8. 10 Z. 2 o. 3. 
ntiadr aalst« er ciaea Regianngsratb Toa aedw Miaaeni oa, 
VML: aadhia die Regferaag n eber Beradniag aater Seelisaa. 



&i3 driUL Z. bedeatet ^ÜaJf ^^^ JU^'^f des Eiftr ia 

«1« Weriiaa, uML im Lat^Am »f' tei fiAharnua, aladieh 
mm Gatt 8, 15 Z. la Wean du «s thoeat, — aaa aa bist 
7 em mit Gewalt bekleideter Grebiaa , d. h. ana aa seigBi da, 
«wd« «.1.111, «diri M», dt bml «ia I 



■.«,«., d.hi aas, 



28f ' MoTgeftlSn^iVcfae' Sp'raclieii. 

• 

dMBidit SU Terwimdmiiy da ds ii/8.w. S/17 Z. 6^8. Zaen 
wurde Seid bestiittet, dum Omm Koltlmm. Diesen äebra« 
(nftn^l,^ dei| mit der Matter Eoglcjch geatorhepen Sohn vor ihr i 
begraben) .'machte danii das TraAitionsgeseti znr Regel; so d« 

von «jenen beiden Personen X^^'^'^ '- W^)^ '^ äatioagi 
ansgegang^ sind (niünlifph ' eii^e fibe^ die . Erbfolge , ^ Vk 
her , nnd die andere iiber die Ordnung der Bestattung in dh 
eem l^alle); S. 21 Z. 9:' Mndscliakid-isf'dlfi' JSigennanie 
berühmten Koranlesers und Erklärers (s. Wustenfeld Libec 
eium S.14 No. 18)» 4e|i Beidhawi oft Aicb.al0 ZMditiottsgd^i 
ten citirt. S. 23 Z. 18. Das Capital der Gl&nbigen ist dieA 
kehmng, d« b. mr ganzes Heil bemht^ darauf« "S. 24 Z. t 

.^ ;! -iil- «I :»:i.v iiiiwii'V! • ' •".3 *^ ' "^ 
\^,WQjo dich rem spricht, d.h. von der Schuld befreit nnd« 

macht Eben so S. 26 Z. 4, — & 26 Z. 10 ist (^ 

die ^ips«| Toa kJ'^:^^ erkiftreni * i^t | Äofopllrung 

Täters möchte ich Den losjaiufen, welcher u« s. w., eineRedei 
ilE(*:.'A«Rref als mein.'^Katbr'sist mir D^y;irelcher«.'«.w.' «ft ' 
Z. 12. Die Menge aber blickte auf Omar, und siehe! er war 1 
wmiUes geworden, uod.^ltbje.for^ Meinen schwerem Tag'i 
di^en. S. 26 Z. 7. Bin andern Schriftsteller erxdilt diel 

Yprfnll Xfiit Abkürzungen, im wSrllichenJkusar^^ (WSre 

^xAXSf eiuBudititeL somusste \S statt O stehen.) S.26L| 

Im VerhRltnisse su welchem (niUnl. Du als Herr gegen iki|^ 
Diener) 9«; keine &rafe.!40nttwettdtn V^t^li* d0a'iusiä.IiiR(> 

Alfs bubdert Spräi^t^ tni^ d. W; Ofr^« ''S. 27 Z. 3. 

wtfDen ihk ioh«e Abwtisdian^: und •Iveicheertndl' be^benV ^' 
J^ als MArtjrer gesärben^ • • Die ' MäiljN^r werden nfimlkft ^ 
einenl Attsepmehe Hnliainiheds ohne diese Zbthid<>ii begraben, 
ihr Bliil die Stdle demlbiv fortritt , s. H^rndfea^ d'Okssen'l 
Beet,'Th/l.'-.S-404i --vJ» ..:::•., x^\-> ►- -Flfeisch^r.; 



i- 



J[1946] Die .ifoejJlsGV jUf^^ W 



unmittelbar BS^cb ^Mohammed» :]^iiie historisch -rkrit. Skij 
von Dir, ÜWU lrW?f MvatdoVi ori(inl'Spr;i^^ 
Heidelberg. Stuttgart'^ G6tt&'^() 'Bftiibli; 1837, 
ü. 92 S. 8. (12 Öi-.Y 

•Bef. «indit <kr. Cai««itittt Hiüddberf -^dk' «o^ BHf«' 



MargßnlfijftdiioliP! Sprachen« 28ft 

eiaet Maiuiefl ^ detsea fM(Mi 4#Ai9tep luich telatr Rick-» 
Jk^ au Aegjptea X«« Rupert BdLQ:« S..6Ö — 67) binlAagJich 
!|9^e, .ij^as die (gründliche BebandliiDg det Arabisdieo Toa ihm 
jf erwarten hatiie.. .liVid da^ Yprwort dieses Schrifkebeae belieb- 
tet, wnide ihm sor Erlangung des Rechte«, Yorlesongen xu ba^ 
(^1 di« Beantwortmig der Frage aufgegeben: „ Wie war die arab« 
fiifesie Tor Mohammed beschaffen , und welchen Einflnss' ii|l>te der 
ftepbet auf sief ** Die noch an demselben Tage darfiber gehal* 
liaeProbeTorlesinig in ansfnhriicberer Bearbeitung ist e8,'-wasnas 
Ihr Terliegt ' Ohne Ansprach auf Brüebdpfang derTbemae wollte 
itr Yl nur den Charakter der Tor- uüd arichisiamischen Poesie 
ii bestiDuiiten üiui^sen seiebnen und die wahren Grunde' ihrer 
.■übe 8o wie ihres Yeffalies angeben; Die dnrcb geschicbtlicbe 
fclege «od Beispiele in UebersetionM wttterstatslen HaoptgedaiH 
Im eiad folgende: Die altarab. DMbtktanst halte drei Hanptge- 
'IpMtäwie — Tapfef&eil, Edefanntb' and Liebe. Eigenthumlieh 
gefärbt erscbeint sie durch das stark hervortretende deseriptiYO 
ibd gnomologiscbe E!lement. Dnrdi viele sasammenwirliende Um- 
olinAe gdho^ eie sH hober Batwickeinng nnd nfttieneller Wich- 
ti|^t. Weder darcb die der Binfohmng des Jblanr folgeadett 
Krieg«, m$A doreh Serabeetsong der Dichter and der iNebtknnat 
M seloher, non^ dvtcb Y^derbang de^ Geschmackes Yermittebt 
r des Kanissy als >de» höchsten Bfnsters der Poesie, sondern dardi 

!#e Brridttaag einer piÄitisehen nnd religiösen Despotie, wirkte 
|Uanuae4 nacbtbeilig atf den dicbteri«N;ben Geist seines Yolkes 
\ dlii ( AeKgion»-, Hof- und Scbnlpoesie ward« vorherrschend, nnd 
i «Hb die bessern Brafengnisse erreichten die Trefflichkeit der frii- 
[ lai ueht^ -^ Wir fernem Hm. Dr. W. anf, ' seineim am Schiasse 
gigämvn -balbett YersprecAiea snfolge y ^en weitem Gang . der 
: iaä.'Paeeie^ bitf-aatf niiMre Zeiten berd»' noch besonders in be- 
bmlebi; hotknMA wird er daant Getegenbeit linden, dem Ideen- 
iMüian« nnd ker {^WMigesctoeid];;keit mancher nenern DiA-^ 
^•W'Cere cfc t ig kei» iAiitAftit go lassen. 'Wandern mfissen wir 

^ daM die Eiepe"(f^jJt) nnd 'die Satjre (^loet^^f) sa 

jmm mH - StiUscfcweigen iibe^^gen sind , da besonders in der 
Mtefvn der-ebea^eo slolse als kaasb'sch^ Geist der Araber ^^a 
kseiaeim Elemenle ist* and UnabertrefHiehes' geleistet bat Wir 
iMaaeop lachte^ ZeiiDalmenderes als • die drei Yerse der Hamasa 
It 121 'ud iiSejAsrt ToniTebrisi angefSbrte Naehbildong Aba^ 
^ , weicbet ieatäeb etwa so laaten wordei 



Dieb in satyiisiren, bt de!a Raf sa klein, - 
Und Lob^ da weiset et, iel für ^ch so groee. 
8o geh' deaa; daako ddoen Ruf d«n Heil; 
Bf echütit dich deine eigno UnbedenteadheÜ. 

MUwlidb erwähnen wir noch Einiges» wo wir anstiessen. S. 7 



Büflkl 



2M Horgenlindiseke Spraolieii« 

Z. 13 itirf 14 «treltel <l^ mA im Mteoira de ricaltaiä i 
gebene Debenetnuig des enten Hemistidis mH dett Tette, 
er eidi iiberatistiiiifliend Emtam. & 252 Z. 6 m 8» 
Addifam. an*. Text &64 Z.7 und AbdL aaUnsL 8. 138 

Z. findet, S. 10 I. Z. Ot-^A ^T^ ,>iigeniafter 

gibt eine kier unpassende und aocb mit der rom, Yt edkit 
gefulirten Erklärang des Kaaras nidt W44il in Tereiaigesde ^ 
stellang. Besser : Kopfloser ScbwftcUiag* Dagegen stinusa 
dem. Vi unbedingt in der Aufiassnag der Stelle S. 12 gegts 
Sacj nnd Fresael bei. — Dnreeht geseUeht S.26 Net. 16 ' 
kier wenigstens nickt falscli «bersetiaiiden Mickaelis; em 
den Commentar des Tebriid, Hamas. 6.53, nnd die Vi 
mit dem TorletUen Yerse aof derselben Seite, wdrdedcnTl 
aeogt babeai dass in der Ten ikm getadeilea Ueberselsuf 

eben das in fX^ li^ende Bild (gldebsam ein Stompfiai 

nicbt aim(«dr^i »^ I>tiss nack & 44 nioki i 
Kor^ iwd den Islam uberbanpt , sondem eebon dnndi dif 
mokonmedamscken Pilgerfakrten nack Mecea der ki 
Dialect znr allgemeinen Yoiks- und Didbtei^radie gewsfi«» 
möcbtesick sckwer beweisen lassen. Wenn wir anck 
tersdiied der altarab. Dialecte^ Ton dam liimaritiscken 
Bock so gering ansehlagen, sie existirten jedenüUb neck ia ^ 
fssfe des Islam , was sckoa der Diwan der fladeOilsn ui 
Bliffge der Ton den Philologen anfbewakrten Dialeet-Wk 
Bedeatangen und Formen beweist, Ton«eUienletsteneii^|e^ 
den und jenen Koranlector sogar in das keiligt Bnsk T ' 
Ingen wurdeut wiefieidkawi kier und da bemerke S. 
wenigstens nickt der Sage gemftssi dass derStaamfator MJ 
lan, Ad, Sokn des Ca oder Pdk (ß. AknU anteiol. &178)«i 
über dieses Yolk regiert kabe, aVi der Prspkei Bnd 
gesendet wntde. Aack kommt ii^ Koran, wo dsTon die Redt) 
Ad wie Tkemnd immer nur als Yol^aame Ter. In des 
laouseken Bmeagnissen Lebid's kakea wir Ton du 
tigen Gei^ T^elcken derYt SL64 daranrikml, nickUii 
Tielleicht ist es nur ein Missgriff im Ansdrsteke. 
Slaae ia der Yorrede anm Oiwaa d'Amrdkais XYDIC be« 
dass der poetiscko Wettstreit gegen und fir MUkadmied^ 
nack Hm. Weil S.M swiseken Amsolkaas «id LeUd sti 
den kaben soll, nageschichtlick ist. Flli«eker«| 



i 




HatiririiMMdbarc^a« tt7 



NatorwisseiisoIiafteiL 

[IM?} Das TUenreich in Beima Hanptfonaea sjite- 
lütisdi besehrieben roh Dr. /• /• ^^P* Mit &35 io 
llaTexl eijigedindcteoAbbildoogeii youH Becker uni CL SehO-* 
r» niiter MitwifkaBg von ITiZi i^arr. 3 Bde. 2. Bd. 1. 
. NatugmUchte der VdgeL Mit 163 AUnId. ~ 2. TliL Ni^. 
der Anphibieib Mil 30 AbbiUt -- 3. Bd« 1. l*JiL Ib- 
der Fisehe. 111148 Abbild. — 2. TU. Naturgetdi. dtr 
MH 116 AbbUd. DanMtadi» iKebL 1830^ 
Xn B. 392, 100, Xn ««120, 102 & «r^ 8. 
TUr. • Gr.) 

[Vgl Reperior. Bd. TIl No. 221.] 

Bmto A. a. Ol bat lUL seine MeiMiag aber ?ofli^g«iideft 
IVadk Mb gnUUi, im Jkm eigeadiiber. Piam isslgeballni ad, 
^ aaHs^ nmk daao lieHilidk aaffideiidea , nd wie es acbeiBl 
VM% ailidiobea S/atom aid aicbl anr Grudlage eisea Blaman^ 
jmrfa» aekifdKe, dage^ea die Aasfifiknuig der AbbOda^gen im 
"*' tUtI aBea Lab fardieae. Die« bier aasasaigaada letata 
daa Warkia aebebt.diaaa Anaicbi iauaer mebr an beattti-» 
JKe Attordaang dar Vdgd iae baat geaag. Dia Sälen. «ad 
Ifir «ad wak yw daaader aad dea iibngen Baabtlgda , a»* 
^inca aai^aacb cia Baaipltr agel, 4ar 8aeretair, alabt, getfinal 
Miw Gtjrar ft^t Draala and der Merkwürdig» AptoTX. Wia 
NPMl gbaibl der T£, daaa eins Ordaaag die aadere wiedeibalti 
P dMa danwaob andb die Yfigal die ran ibai angeneauaenea 
ff i iSft ea dar Büyttiefa repraaeatirea. . Daraaa ealatabt aaa 
* adfls Sebeaas L Staaiia. 1. Orda. Papageiaa. 2.0rda. 
IterrSgaL 3. Ordn. Hihaar. — IL Staaua. 1. Orda. 
iUa. 2. Ovda. Sekwalbea. 3. Orda. SiagTdgeL -^ 
LftaMä. 1. Oida. Geyer. 2. OrdOb Drdnten. 3* Oida. 
^rifliglar« ~ lY. Staaun. 1. Orda. Baab? &gaL 1. 
dii Beeilieger. 3. Orda. Alkaa. ~* Tw Staarni. 1.0rda. 

lleUtdgaL .2. Oidtt. Pellkaae. 3. Ordn. Bnlaa. 

' ^«fH^en aiad Affea, die Hahner Wied<irUaer, die Gejer 
^Mdbiere, die Dtfanle wird mil den fii^aabeMiiere aad Apte- 
Mk Bdhidaa TeiglidbaB, die Fettgtaae wiederbehn die Edia. 
«, die Baabftgel die RanbtUer», «a M»faa die Seehnade^ 
I Alkea die DelpUae, die Stsaaaaa die Fadiyderaiaa a. a. w. 
kaaa dar gefibia Faiaabar mi innm Hjpadieaaasiaeia 
. aa&qgBB. Was aell ae aber dato Arflingar» lir wcfaakea 
^ «eU Yam«a«iae daa BaA aeaflni« K. baadant iail Fdr 



286' Natariri»6eii8okdf«en. 

diesen mSgen inaiiGheebgestrenfeGeBcIiicbtclieDgaiispaaBeiidMn* 
Wunderliches lAoft aber, auch Uer milimter. Dem. Raben vbl 
es gleichsam. %um yptwfaff genaoiit , das« fr b|i dem AasCrend 
im Winter auf Hochgerichten selbst menschliche Leichname akfl 
ver^henl (S.49^>.:.0k.d^;Kuka]^ ^i|^.Biietwiridichi|i\S!c^ 
bei in fremde Nester trägt , möchte wf^bl vpch nicht fo «n» 
maclit, 'sein , als «s 'der Yf. gläaBt. — ' Unter, einer Menge (pn 
Darstellungen finden sidi docb auch mehrere y^llig nnbrandkafl 
Dahin rechnet Ref. *den Cdndort, oder'Cttndnr^ trie der Yf. sdurdk 
den Pirpa, den Kamichl, besonders aber die Mandelkrfthe. . An 
über ^e Nomenclatnr, \rfire Manches zu 9a^n; So heisst A 
rosbnftrbige Hirtenrogel, ivie er im Boche genannt wird^ gldehwi 

. niefc^' Vastor rosens,^ 84Mid^hi noch Graenla; aber cbensa wi 
CUanna chaTaria noch .tIirtflnTi>gel g^JMutnt. Ungmi liest m 
Bombjcilla garmlns! — « Hit der 13, Lief. sind. die V^gel hm 
digt, nnd die 14. gibt nnr nf>ch Binleitnng nnd Register, bigM 
aber die Amphibien* Diese werden anch atif die eigenthunnl' 
Weise des Vfs4 angeordnet s L Stomni. 1^'^Oi^n. KaUtet(s9.l 
Pkdi;fglossi). '3. Ordn. Ckamäleone. 3« Ordn. MegaloHr 
riaiv .^ IL Stamm. 1. Oidn. Geekone» 2. Ordn. Flnffff*^ 
echneü. 3«'0rdn* Eidechsen. — BL Stamm. 1. Ori ' 
iSTokii'dfle. 2. Ordn. Heereidecks^iu 3. Ordn. Sekili 
krötlen. -<- lY. Stamm. 1; Ordn. Wiimne. «2. Oidm a»p9< 
3. Ordd. Schlangen* — Y. Siamm. 1. Ordn. Fr5sefce. 
Ordn.;>Sa]am«ndjer. .3: O^dn. CAcilieii;!. —« Die Kr' 
steikn« Affen vor; OhamAleone Nager; Megidosamier die W 
kiatr;: Gedconea die Aeffer (nebenbei anck die Bnlea); Flog ' 
seit die. Fledeimftnse; die Eidechsen, Torlänfig die Ueinea 
tenfeesiibr;' Krokodile werden mit den Geiern Teilchen 

. aben 'WaUi- obgleich sie Aas fretseni den Ranbdiieren paraM 
ken)T; idie Meereidechsen .werden den Sehnabeltlneren v^fl^i^ 
die 'SehüdkriUen (Grnndljrpns dec Amphibien!) den Gnrtd ^ 
Selloppenthieren; Waranen sind Ranbthiere; Seps» sind 1 
bildnngin wie l^hoken; Schlangen gleich Delphinen.' Der 
Statnm grenziian die «Fische. Die Abbildungen sind hier 
sparsaaror y< aber dteh. aneist natni^mllss.^ Die widitigsten 
len Forjhen: Bind hiaft* nidit Temachiassigt. . Das 15. Heft bi 
die Amphibien .snm Sdilnsse nnd beginnt der 1. Theil das 
Bandes die Fisi^y keeiidigt im 16. Hefte. Melnskeni (so eckrt 
der.Yil):fiilgen, lind die »Gliedertbiffe bilden den 2. Theil des 
BandtsL *i;Die Fische. anlangend, so wagt der Y£ kein 
Urtheillnber die EintkeilnAgen Ton Cnvier nnd Agassis, ^^ 
sieht .in.neinec Sfilde nnri.Torans , dass »sie. sidi inl Ganxen/nMl 
halinn koanem. ' Bir prognostioirt indean seiner Einlheflnngy^ ^ 
die Gimdpiincipieft fabdi ^aind^daaselbd fidiicksal.u Diese aiflf 
sich f^kendennaassenanat L Staaun. 1. Oidh AräehseM 



NatnTwi99eiiscliaft6ii« 289 

Z Orda. L]ppfi8ch0. 3. Orda. Karpfen. -^ DL Stamm. 

1. Ordji. Sciänoiden* 2. Ordo. Meerschwalb^n. 3. Orda« 
Barschem -*- ^I. Stamai. 1. Ordn. Ganaiden (Agassiz)» 2. 
Ordo. Böschelkiemer (Cut.). 3* Ordo. Schildfische 
(PleelognaAi Caw.). — IV. SUmm. 1. Orda. Raabfiache* 

2. Orda. Halbaale. 3. Orda. Aale. -^ V. Stamm. l.Orda. 
St5re (Cay.). 2. Ordo. Selacier (Plagiostomi Ca?.). 3. 
Oidfl. Saag^er (Cjdoatomata Cqt.). •— la etoer Aamerkoog 
gibt der Vf. em Schema der Zoologie , das beaser dem gaaien 
Werke Toraosgegaagea- wäre. 3 Cjdi: A. Sftogathiere, Vögel, 
Amphibien, Fische, Molloaken. B. Spionen, Iniiekten, Krebse, 
Riogelwurmer , Borstenfüsser. C. Infasorien, Qoallen, Stachel* 
hfioter, Würmer, Poljpen. Mehr oder weniger Classen als 15 
gibt es nicht! — Die Fische sind, in soweit diess ohne Farben 
Bdglieh war, dentlich ganng abgebildet, nnd wegen der Aaswahl 
wollen wir hier mit dem Vf. nicht weiter rechten.. -«• Die Möllns« 
ken sind nicht besonders ansfihriieb abgehandelt - Die Ranken-^ 
fussler trennt der Vf. von den Cayier'schen Classen, damit nnr fünf 
bleiben , und stellt -die Acqihaien nod Branchiopoden aas Ende. 
Anch die letkten Kreise der Thiere' mossten wegen des Reich- 
thnms an StoiF Terhältnissmftssig kora abgehandelt werden. Sie 
sind in fegender Ordnung anfgefuhrt: B. Spionen,. Infekten (11 
Ordnungen mit Binächlnss der Mjriapoden), Krebse, Wurmer, Ran-4 
kenfusser. •— < C* 2ioophjlen, Infasorien, Quallen, StachelhRnter, 
Bmgeweidewnrmer , Poljpen. Binselne Darstellnngmi' sind hier 
Toraiiglidi gerathen, wie der Latemeniriger , die Sohmetterlinge, 
einige grössere Kftfer; dagegen manche der letzteren (x.B. Mor- 
moljce, Staphjlinns hirtns) auch wenig kenntlich sind. Das ganae 
Uateraehmen, dessen ftnssere Ansfuhrnng in Bezug auf Xjlogra- 
phie , Di'uck nnd Papier de«' Verlagshandluag alle £hre macht, 
wird gewiss Absatz finden, da die Darstellungen gut und ungef 
wfthnlich billig sind. Mit dem Plane des Werkes und der Ab->. 
fassuag des Textes kann aber Ref., wie öfter gedacht, sieh nicht 
einverstanden erklftren. 129. 

[194S] Sie Käfer der Mark BraBdeibiirg^ besdmeben 
TOB Wo*. Ferd. Erichwn^ Dr. d. Med. u; Phil., approb. 
Arzte n. lä. w. ' 1. Bd. 1. AbtU. Berlin^ Morin. 1837. 
Tin ii.;3i»' S. ff. 8. (2 Thlr.) 

Seit*der Bliger'schen Ausgabe^ der Kftfer, Ppenssens TonKu« 
I gdan, ist kein so TorzugUdMs Buch im Felde der. deutschen In« 
> sektenfiiiina. mA; des« Ref. Uoberzeugung erschianen, als das vor- 
I Regend«; 'Mail kannl mit Rec^t sagen, dasa die dnrdi Hellwig, 
! den GoÜen Hoffmannsegg und Ili^er geschaffene Methode and 
^ UKger'a 43«^ nni Scharfsinn hier Ton neneman^elebt^sei. Sehr 

Btpni. iL fw. itmUA. UL XIV. 8. 19 



290 Natarwis^easckaften. 

bedeotendos Materklj welches BerBu darbietet, die pBtenttlxu 
der Herren' Kli^ und Schnppel daselbst, die Vergleiebofig der Fi 
bricias'scben Samnlii]!^ in Kiel, and der von diesem-EnloiDidogt 
bcslimmteb Luiid-Sebestädt'sclien/ sowie der königl. Sttanlm 
sn Kopenbagen, nachten es. dem dorcb mehrere 4ächtig;e ArbdK 
alb talentvollen' Entomologen bereits bekannten Vi moglicb,«! 
Menge der wichtigste^ Anfkiärongen und Berichtiguag^ ^^ 
nonymie beiznbringen , so dass die Kritik ditsea Werkes 4 
höchst ausgeztichnete genannt werden mass. Auf Catalognal 
lind in Briefen cärsirOnde Beneniiungen ist äberall keineRü'^ 
genommen , ^ waa wir in Bezug auf* EUumersparniss aar UUi^ 
kMnen» Dabei peichnen sidi die Kennzeichen derCattaifeaii 
Arten durch G^nanigkert nad Stchäne, bei zweekniMser fM 
vor vielen der-neiiei^ Zeit auf dasTertheilhafteeteiaos;. hl 
iiähme ' der GatCongeh ist der \L mcht isparaatt , 4iber «e i«i 
fe|figt sie dnrcbCharaktere) wobei besenders aack' dife MuiAlli 
beruckäichtigt sind, und stellt sie hieiil ohne Hinsidit auf an4M^<^ 
dieser Fauna fremde Arien hiä, deren reiche Kenntaiss flu* 1 
9nne Anstellung bei den InsektensdiAtBen des beiliaer iMk| 
Sfnsenms Terschaffite. Die Anerdnnag nähert sich der Lzttdft 
sehen ;.' doch ist natirlicherweise auf die FussgliedersaU I^i 
Kii^ksicht mehr genommen. ReL führt die in der AMheilBii;* 
haltenen Familien hier auf, und macht dabei auf das wkMii 
Nene anfmerksam. 1. Familie Caraben, in Cioiadelea ui 
gendidre Caraben > und diese wieder in UO . Grappeo f< 
Acupalpas fuüthorax;, plaetdns uni ooilaris sind als Bind; 
Erichs, gesondert«, und durch einen scharfea Zahn in der 
randnng des. Kinnfes ansgezeichuet. ■ Unter Aachoiaennfl 
der Yf. zugleich Platjnus und Ag#nnm. « — 2* FamiK 9/tiiM 
sind im Ganzen« der Monographie ded^Vfe. entsprechend loMi 
und reirii an Arten. Pelobias schwimmt, wie Haliplos mA Od 
midotus, mit abwechselnd bewegten Hinterbeinftai, mid eirtf^'^ 
tftm pleifendts ' Ton durch Reibfen. des Hinterleibes gea^'l 
Flugeidecken. Bei Haliplus fand Ref. eine ia den .TraaffClj 
the entomol. soc. befindJicbe Abhandlung von C. C. Babiii 
nicht bienutzt. .;l.^FMa.. üjrnaH^l- 4;>tFattL Hjd»#|ihil^a. .' P 
ßind völlig neu bearbeitet, ser^alb»/J9 4^Gnifp^, .JQf^lttal 
Hplopl|oriw(,;Jp[7drop.hiliQi und 8pbaeri|liinji and :enthaiteq[ als 1 
oder doch besser 'bpgrüodele GaMui^en: Limnebiua. JJ^cK.» Ij 
cobius Erichs., Bjdroph. minotus^lflli^. , * wo afte/lfttff.'deil 
gewinqierfei ffintersdiienen ^gite^ided Yf. bedbaehlet^'liiTAei 
Leach«aiitt6' schwer: zu unteiwehädeadeal Arten, ^CjlUhm Ed^ 
(^dre^hrsemunlunr BajJc) , iCycUmetam Oe^. (i^ndr.. «bk^ 
F.), Spha^ridium ,' wa 8. .marginatani und Upadtuialim v<a i 
Mbaeoides apeaie galveant aindv uUiCenTaa.luäMifc; r &; A 
Silben. Ktlr Kearopkonis mit iack £ aeiMi Hdtitefli. ka 9m 



i 



JfaturwiflieBsokaften. 291 

UiCitojpfl tait 16 und Col#n HbaL (Myl^edkw UirO tnit 13 Ar- 
BL Hieriier sttlh der Yf, auch ScjrdmMiiiis» Faii|« Q« aW £e, 
tidapheo, die gaDX passend eich an die 'Scjdmaenen wieder an- 
ddmen. Die 7. nnd hier letete Familie ist die der Staphjli- 
h; mk lieaendeMa.PIf'iBae ersdieint die enta Gnippe, die Ale* 
riburini kearbeiCet «• 22 Galtoagen , andi dnreh «int aehenMitiedie 
ibifeidkt eriaotort .Nene Gattoagpen sind: Mjrmedonia (Aleodi. 
Binüie dr. ete»), Aenlea , gans nnheachriehen, awiaohen BoUie« 
m ud Caiodera, 3 Arten; TachToan, ßnene Arten,.Phloepafa 
i. reptane nnd carticalis;, Hygroaema (AI. dimidiala), Homalota 
•ÜB. emead« , weiter genommen , Placnaa (AL pnaiiia 67IL), 
ujasa, 1 neue Avf^ Silnaa nnd Pranemaaa abenao, und cndU^ 
fBaena (AL' nuMta 6r. n. 2 n. sp»). -^ Di» Diagnaaen des 
Mne sind laieinisdi, allea Andere dentsch, was RaL des Aus- 
wegen hedanert* Der Dradt Tavdient ab corrtet gerühmt 
Dan Papier inl weiss, aber ohna.Qalt; der Pras 

64, 



llMtt] Chrraologkeher Ravp^nkakttder edar Nainig«- 
^drtl Atr enfopaiaahen RaopeDi wie dienelban de^Zek kneh 
M gwAMi Menaten in der Natnr samVanchein fcommem Nebst 
mdn» • Vorbericht aber das .AaJbnehon nad'aweckmas- 
Snidben der Ranpen, Anffiaden nad. Ueberwintera der Pnp- 
Batmgea und Aufbewahren dm Schmetterlinge' n...8« w. 
Tott CAr. Fr. Vogel. 2-^-6. a* ietates Heft« 
32 color. Taf. Berlin^ Bade, 1837. XTI w. S. 
i-I94, gr. 8. (i n. 16 GrO 

^ [Vgl, Repcrtor. Bd. VII. Noi M.]. 

Hit Beiiehung auf seine Anseiga des l.Hefies bciaerktRiDfi, 
das» die hier geKeferten Abbildangen nicht Toraiglieher als 
tocren , aber doch grossentheils hennlKch sind , <- und dass 
SB wemg* Geld isaun Besseres verlangt werden darf« Die 
E acigt den prahtisohen Lepidopterologen. Bin genaues 
ir wird • £e- Benutsang des Bllehfeins eileiohteni , das den 
■Öisgem wähl empfohlen sn werden ?erdient 64. 

J1950] Synopsis florae Germanicae et Hehreticae^ ex- 
icia stirpes phanerogamas rite cognitas , quae in Germania, 
dretia, Bonissia ei Istria sponte crescnnt atqa6 in hominom 
na' copiosius colantar, sec. sjst« CandoUean. digestas, praemissa 
^erom dispositiöne sec classös et ordin, srsU Linnaeani con« 
B^te^ctarf ph 0ü(l. Dan. Jos. Koch ^ Consil. aal.» 
•A ei Bat P* KÖ. Hort. f. bot Brl. Dir. etc. Secjtio al- 



292 Natarwiasenscliafteii. 

tera« FranGefiiTti ad M^n.^ YHlmai». (18370 U 
n. S. 353—844.. gr. 8^ (2 Thir: 8 Gr.) ' 

[Vgl. Repcrlor. Bd. VIU. No. 948] ' 'J 

Ueber die Grandsätze. welche den Yf.hu AnsarbeiioBg 4| 
868 aosgezeiehneten Wofoa leiteten, ist bereits a. a..O. dieU 
f^wesen, and es braacht daher hier nur bemerkt la wci 
dass dieselben auch in dieser letzten Abtheilang f^elgiehAlteii« 
den sind«. Nor in sofern iist eine kleine Aendemng' eingetrel 
als auch noich die preassisciMn Pflanzen, be^tiders berficbidi 
und beieidinet werden. Diese Abtbeiinng setzt znnA^M dieO 
poshae fort, und es kann hier wie uberhaopt die eifrigste «mI^ 
wissenhafieste Beobachtung des hochgesch&tsten 'Vis. aidit't 
kahnl werden. Die Cinerarien werden auf 9^ sichere Aitn 
dncirt, unter denen jedoch 4ic C. sibirica (hier LigolansC« 
Dicht begriffen ist, einePfiABse, die ubrifens aoch in SeUei 
. bei Hirsehberg gefunden worden ist* Unter Cirsium , 31;i4i 
• treten mehrere neue auf. In Bezug auf Kritik wichtig sioMtf 
die Gattung Ceittaurea (18 Arten), die (Bruppen derLjMÖliMM 
nad Choodrilleae, ferner Crepis (17 A.) und Hiemciam (4& I 
Ueber einig» andere Familien,- deren Zahl nicht, AnbeträcKliid! 
über Gattnbgen und AribB' mögen nur. noch wenige Bemerld^ 
Platz finden« Unter den Pjrolen wird rosea mit miaer) i 
Smithfs eigenem Vorgänge y wieder vereinigt; .P. media ist.i 
.eineta grossen /]?heil deac Gebietes zerstreut^- . Neu bei DeatscU 
Flora ist Cuscnta pliiniflora Teuere^ beiBotzcn aofCoIatnaai 
gefunden. Als JSritrichium Hacquetü tritt äie Mjosot.teriglon 
Hacq. nana Wulf, nee Yiil. hier, durch glattifandigeNussdüs 
sondert, auf. Von Scopolina atropoides kommen in Krtv 
Yiellieichi'specifisch au sondernde Formen vor, ^ie jedoli 1 
nichl erwilhnt werden. Die Zahl der aufgenommenen VfAN 
wo der Vf. hybride Arten statuirt, beträgt 22^ nnd.es ertM 
hier sogar einige neu benannte. Die (ättung Veronica sttl^ 
'Arten. Unter den 21 Orobanchearten sind 0. IneorumABr.i 
Salviae Schultz anfgenommen und genau charakterisirt. RU 
thus angustifolius.und alpinus werden besM*, als bishfr der 
war, auseinandergesetzt. Unter den Labiaten, wo der Tu Bf 
ham's Arbeiten stets berücksichtigt und oft bestätig«, am weoi|i 
in Bezug auf die Gattungsb'estimmung , tritt Mentha mit 9 ij 
auf, unter diesen M. nepetoides Lej. (hirta W. Bn.) als be| 
dere Art. Dass Melittis grandiflora von M. Melissophjllom i 
verschieden sei, davon kann Ref. sich nicht überzeugen. Dag? 
hiüt dcir Yf. gegen BenOiam Galeopsis bi^fla ' z,weifelfaaft , G. 
bescens Bi^ss^r aber mit Sicherheit für gute, btoonders durch f 
bung und Gestalte der 'Kroae, sowie Behaarung versidiiedeaej 
ten^ und man kann nicht lAngneUi dassBendiam hier in dar l«| 



Natarwisienaciafiteii. 293 

citt]g«ji9 wbU la writgvgaigtii igt', * — Pisgideiik gnodiflora 

Lam. ttod iMig^liii Rtn. werden gwaoer als bisker auseiaaii- 

dei|[€«etot»: YoB'UtrieidariR nimmt derYL aneh die beiden ncneren 

ift»n|/nfglac(a Lelun. '«pd iitennedia fiajne an* Bei Slatiee, 

Ablkeilopg Armeria, trennt der Yf. wiederom die in der greeseren 

Fieni J>eat8cUaads.mii Slatioe Anneria Tereinigle S. porpurea eibi. 

Ceitpermnm Marscbalüi Ste?. ist eine intereseanle Bntdeekaag für die 

EWaDedlechlandff. . Unter Id Arten Ton Romex rerdient R.SCeinii 

Braker fl. t. Francf« anegexeicbnet in weiden , twieeben conglo- 

aenittis und aemerosns stehend; aber Tersobieden. . R. ariiolius 

kömmt ancb anf dem Üiüringer Walde ten Za Bapkorbia stricta 

L. wird B. dubia Dierb« «fl«. Heidelb. gesogen nnd dieselbe genauer 

ebaraklerisirt. E. procera wAcbst im sudUcben und 5stl. Deutsdi^ 

(and , and es weiden B. »Tübsa » pilesa n* a. daau geBogen. 

Qttcrcns snber kann der ¥£ Ton Uex nur durch die Korkrinde 

unterscheiden, and es wAre demnach wohl ein iUinliches Verhalt- 

Dies- wie bei der Korkrüster sa yermothen. " Die Weiden sind des 

Ws.' fiaberer sekfttsbaren Arbeit gemftss behandeil, und.jmrdarch 

die neneren Nachridilen über schwedisehe Arten sind einige Aen-- 

dernngea reranlasst wstden* Unter den Coniferen. wird-iJunipe* 

nis macrocarpa Sibtb. yon Finme angegeben. Pinos Bfaghus 

lacq« wird für P. sjlrestris selbst erklUrt. P« rotandaln IM. und 

nncinata Ram. sind dem Vf. noch nicht binreiehend bekanfat tind 

iesshalb übergangen. «*-. Onter den Hjdroeharideen wird' Sei^ii^ 

cttla Terticiliata R$8tk..lHr. Qdsra oi^ddentalis erkl&rt; lithn^Miica 

B«88. aber, noch niebt in Deatschland gefandenv für Terschieden. 

Ditf indische Serpicula verticillat^ . su sehen, fand der Vifl noch. 

aicbt Gelegenheit. Totamogeton trichoides Cham. n. SchK nimint' 

Hr. Koch als eigene Art' an nnd auf; ebenso' Zostera nana Roth. 

(Noitei Hörn, uninervis RcUh). .Unter I>mna arrhiaa, noch nicht 

i> Deutschland gefunden , Termathetider.Vf. ;aiwei Ter^hiedene • 

Alten. Unter den OnAideen. sind neua .Ow .Spjlxelii Saater jilnd ' 

0.. Trannnsteineri Saater (angasAübCa Rdib. and baematodes RdiJj.). 

Piatanthera' chlonanthlb^ Cast^ wird aoifli als. eigenthümliob; andi- • 

kaant Ond Tirescena Zellik. dami geiögepi Migritella >firagraau 

tnM als saafeolens Koch :(Orohi^VilL)auL.i! Von Gladieldsaiiiimlt 

fcf-Vf. 5 Arten anz-G. Boücheaaaä.SchIachl.^i:aMnmndi8-idj4.,<^ilf 

Ijricns Koch n. sp. aas dte LittoFale, imbrinaltas L« Jbmltdmgd« . 

tun Gawl. (LndoTicae Jan.). Sterobergia lutea »tum RotigiiolH: tlA,* ■ . 

Bam carniolicum Bemh. hat der Vf. nan genauer beobachtet und 

▼SU L.. chaicedoniimm geaendertj Nekiäiif^Bnommead /^s^fidUljsn 

riad: 4* neglectna ^olt. Tsm Jklont^ inaggio/ce oimI A^.tib^i4ciiif.,v 

Dater Allium treten als wMe Arten iiif{,.£p FW.aoC: JuAVt^^ 

jDon. (angolosom majus Trer/), A. saxatila A)(B. Vom^Mpntespä^: 

Icato und A. moschatum tou Finme. B^r Joiictis w^rdfcn*y/ dir-' 

hsuu Hopp« und pbniedatiislilHttppei »iuü .eigenlbunrii«^ eidtkirt, 



204 NatRrwU'aeBsohaften« 

aveh HMtii Tavsdi. und nigtMmB Ihm. (foljwj^ws HmL 
sowie tenais Yf. «sSgeiummm. Beides ßjf mm p m ^'uA KiuA 
Werk Meh mberickmbtigt gebÜciiem Obievi Uen . Rifldgi«aB 
Teriitaen Ten neueren Aiten . inir 0. Bkiuuafjkakaämmm Weih 
Gaodinkiiia Gadmidc, aterrina Hoppe i^ SKiiibniiiaeta .Ho|ipe (i| 
proximataAlLnec W»), JongileliaHeeft.; (amlareuiflo^), nigiM( 
Taaeeh (pkaeestachja Sai., leianica fichk noa SeUL, 8ab8pl# 
cea WDriiisk.), daTaefonkiit Hoppe, kiefigata .Sa. nad-^tih 
HarUiL • (KocUana SckiM» tu Mert«) aosgezeiofaiiei an weiiil 
C. H^a Good« iel eaxatilia auct M9t h. Unter den Giiia| 
wird Calana^rostis aof S AileA redoortl ilfena^ CaTtoii^ 
Kaeh isl A. LoefBingianaOar. Gljwiaieätn^forOHbBthK.^ 
aa gin e a mcta. Festaea epeotaMio Jan.. rom d. Scftlehtm WiH 
tzes. Ob Breaias confertw^er Fiora die Biebecsteinisck« li 
sei, möchte Ref. htaweifebu WakrKäbeinlfeb fsehört So^i^ 
Fi«8l aar dtaUriien Pflanaei. B. brteiijftlacbjsi Hom. W^m 
dem Y£ ab' eine gate.Art LeKiMi Botichehmiii imAikl/Mf 
men. Sonst flekbt 4ie Bearbeitang der Grilate* im WomMM 
. der firiiliereiu Wie raöhballii^ diese Sjviopoia sei nnd wiegAt 
lieb bejä-beitot, wird sicli aas . Vorstekendem sUgofthr «ViN 
Dnmfcaad -Papier sind ebne TadeL 5L 

[jlOSlJ; Car.Linnaei ajstem^^ generalsßpedes 
rottl «HD IfolniDiM ate^ In nsmn loUnicomm praotieoa 
dll, ftMilfi^ae-adnolMi^if« «^eaTit Eepfik.'Eberk^ 
Med! Drl ^t, Ftec. yU—lK. lipsl^ie, O. Yti^ 
1.83(1 S. 449— 688, Sctmal gr- *• («• 3 ThlrJ 

: W Rq?Vt«r. Bd. XI. Nol WJ ./ / 

..Alk» dieser^ genan den frfihoren gleiekenden. liebimKi ^ 
cke von Becaadri« penfogjtiia bis INadelphia dacandna g«K j 
heHt» dasa es nicht WoM m6|[flidi sein wiid, das Werk nulij 
10. Hdke in voUaaden^ ^ek* drnse» dock) atf^Ümfiuif wobibiH 
tendee aoslailen mnss, als diefrakereni- Vebat« den 'FUi»^) J 
diesas Werk ansisilriinet , die lobantwofthbOOolcMMHiie wi % 
roelbek ddsiDmckea hal nick B^& frab^r taMgeoppoehea , « 
nrasSentir-dan Wwnscil kiniof%en , ' drnti d)e: ^r Oalenehi 
gebiMhtOD Opfcr Amk: bedeMenden Atlsal» ik«e EotecbAdü 
nndiBelokifiang limlen. .. i 

|l(Mi^} Flova vm Bielefeld^ kaglekbdie fitetadarto 
seltterWi^flaas^ M «brfg%n' WestfU^ eiitbaltettd, Wä' £ 
/ti%aW^ .jBieldkild, Hetenoli, 18S7: XXEV it. 35< 

. Kesed isisdig genrbeitele.Sddhient ia> gMclwebleili«!^ 



NatsrwissamcharteB« 395 

m0 m HoiMe dtrMlkea gibt) olB'Bttvstew nrPflanxaigMgrä«^ 
I fkia snd «ia Handlmeli für ilwPlaMMiftfeni* dar hesehriebeoen 
ro^^d. Iq diesein Kreise mag ancb rorliegeode Flora , ohne 
* MfidMMe Brweilerwig der Bouuiik mi ferscbaffen, nCtziich 
Sie .«DlUm Bsr £e PhaDeregan«;«; die KryptogHiOfii 
.BMi Naditrägeii im einer sweiten AktbeiloDg t ersprocbep. 

ö4.. 

(10d3] Der botawcli« Gartei zq Gotängen im Jahre 
7. (Üdue Ton JP, Q. Bartldngy Pkil Dr., ord. Prof. 
Direet d. bot. 6artene sn Göttingeii o. s. w. (Mit 1 Plane 
Gartens in Kopferst. gr« foL) GStttngen^ Dietericln 
[|Ae BacUi. 1837. 1 Bog. gr, 4. (o. 12 Gn) 

^ 1>M Jahr 1837 ia( iron einmal für die ehrbare Georgia Ab* 

wetnehi mhmwärdigos J^br, wo eiob Allee regi,< was aa der 

7f eihmtang des Glaoses dieser Hochschule aach nach Aussen beK- 

)ni|«A kann. So gibt denn hier der nenerwähhe Nachfolger Scbra- 

4e^9l in Trofessar nnd Gartetfdirectiou , nachdem seit 1793 nifchts 

tttr die Antseren VerhlÜUiiese dieses, gleiobwoU anter Schmdinr'a 

Lejtang «ad Fiscber's Hülfe ebes Torsugliehen Rufes geniessen«' 

4an ineCilels mr öffentlieben Kunde gelangt war,, auf wenigen 

L&itaB eine angemessene Besdureibnng des neoerlich noch sehr 

nFiigroseertea Areals, welches über 17 Calenb. Morgen betrftg^, 

Ife Wokn- nnd Glashftoaer nnd der übrigen Culturen. Er hat 

||lB||ei<A 4i^ kräftigste Ünterstütiang Von Seiten seiner Regierung 

HMdMir an rühmen; die Uaiyersitätsbibliathek bietet die wun- 

[ sAamwertbeste literarische Aoshiilfe, nnd das ?oa dem verstorbe«- 

MH GarteninSpector Fiseber hinteriasaene reiche , nnd besimdeni 

fir die Fflanaen des Gartens wichtige Herbarium ist angekauft 

«urdem« Dagegen findet auch die liberalste Benutzung, der Au- 

Ncslt, sowohl ffir die Zwecke der Studirenden-, ale des grosseren 

IfiUieiMM Statt. Die Aniahl d«ir jahrlich in. dem gttttinger Gar^- 

^ cnltitvrten Pfiamenarten wird auf ll^'OCOiangeschlagen , die 

W rhs tei i Gattungen, die Otiesten' BsGemplaviy'^niM die fiir Torzäg-» 

Beb sulf«a gebakeaen Arten werden namehtCch aofglsführC Ddss 

der gOttlnger Garten aaf £e Fortschritte dct iPAfiniankande.in 

i&euMMand Binfluss geAntoert hat ^ kann mit^^ Grnnä MvinplM 

'%erdeii, wnd besonders ist die richtige Bestimrahng der^Pianzen, 

deoes die Bfblittthek BÜfsmittel bietet, allgemeia anerkannti 

ohne grosse Blegana gearbeitete Pkn,: welchef auf sehr leicht 

ende» Papier g^dmckt ist, gibt äbeirdie nfihere Be'scUf-* 

der Anlage die gewtinickte Auskunft« Eine defr^Gewächs» 

T ha« 154 Pnss La«gw iitid 36 Vasn-Tiafew Bin paark#4 

le Drttdifefal«r sind t gesehfttxtd Lager und offidelie GewM»' 

Mag der durcfer «eine Oi<diaea plaaiarum watnraks hoch Verdienl* 




200 NaturwissensehafteD« 

Vf. BUS bald mit grosseren Arbeiteo, sa denen ihm. «eiie fäiBtip 
Stellung Gelegenheit und Masse darbieten wird, erfireaen. 54. 

[1054] Forstbotanik Yon Dr. Joh. Ada. JUum^ 

Prof. in Tharand n. s. w. 3.^ sehr yerb#Q. Term. AidL 

Dresden^ Arnold'sche BacUi. 1837. Ym iu 448 & 
gr. 8. (2 Thlr, Gn) 

Durch die 2ah]r6ichen Schuler des Yfe. hat dieses Handback 
eine grosse Verbreitung erlangt , die es als praktisch tach Teo* 
djent. Diese Ausgabe ist namentlich in dem pbjsiologisoMli 
Theile nicht wenig verändert , und des Vfs. Meinongen sind be» 
kannt. Im beschreibenden Theile sind bei den meisten Namei 
noch immer keine Autoritäten aufgenommen. Druck- oder Schreib- 
fehler wie parex yesicatoria, Sphagnamcospitatnm, sind siebt « 
häufig. Das Aenssere dieser Auflage ist Torzuglidi und der Ml 
angemessen. 5i 

[1055] Ußber die Entstebäng^ 'Bildung und das We- 
sen des Torfes^ eine von der königl Akad. der WissenadLi^ 
Berlin des Preises für 1833 würdig erkannte Preisschrifi, mW 
einem Anhange über die Entstehung, Bildung und das Wefleste 
Baseneisetisteine und des erdigen Eisenblaa , von Dr* Ä» M», 
fFiegnumn sen., Prof. in Brannschweig. BrauBSchWK 
Vieweg n. Sohn. 1837- Vffl u. 00 S. gr.8. (12 CM 

Diese fleissig gearbeitete kleine Schrift, einen intereesasNi 
Gegenstand betreffend, zerfällt in 2 Abtheilungen und eodüiit fff ^ 
^rst eine historiseheiUebersicht der Meinungen über die fM^. 
hung des Torfs. In der Bildungsweise . schenkt der Vf. GbV^ 
Ansichten Beifall, dagegen er seine.,, auf Hypothesen beiikril 
Brklärungs weise verwirf t und die Einhof sehe als den AaeicU«» 
ihrer Zeit gemäss >zu rühmen hat. Schon Tor Sprenget' s B|^ 
deckuog der HnmussAure und ihrer Verbindungen , war ^to 
der Meinung n»d.. sprach dieselbe: gegen die roarbniger G« 
Schaft ans, dass Einhof s Torfsnbstana Ulmin, als)» Hamw 
sei. Hierauf gibt der Vf. mit Sorgfalt die Pflanien an, aae ' 
eben sich die TChrsi^hiedenea, aber nicht. .sdiarf su trennende 
auch durch chemische Analjae nicht^ zu chatakterisirenden Tm 
Sorten bilden. Besonders schnell «nesigen Gewächse «Ttirfj ^ 
ehe wenig Kali , Talk- md Kaikerde. zurücklassen , . wie ^'^ 
vnd Binsen. Hierauf werden einige, .Analysen von Filajucn wM 
getheilt, die rorzugs weise zur Toi&ildung beitragen, Carexeeij 
«pitosa^ Eriophonun raginatum, Sphagaam palnstreli# nndErilfl 
fiilgaris; hierauf .die TOn 2 TorfMrten: :St#Gh- ondifoniM^ 
Hiwanf folgen die mt Bildung künstlichen iT4)c6.aag«l«^^ 



I^attder* and Volkerl(att4i^» 297 

fenodie nad «uie Yergleidiiuiir dtsToiii mit Brami- oder Moor« 
iMiü DBd bitoffliBösem Holte« Die 2. Abthl. bapdelt über Bot- 
ileknig d69' RaseneiseasteiBS und des erdigen Bisepbkiii. Beide 
CBtkdleo ebenfalls HamoBsAore nod PhosphorsAure in Yerschied^^^ 
IM VerbAltnisseii. lieber die Bntstehaogsarten dieser sich aoeh 
iurlbildenden Fossüien und der Raseneisensteine überbaopt, wer- 
den schätzbare Beobachtungen mitgetheilt. Der Druck dieser em« 
ffehlfugswerthen Schrift ist elegant; aber der stehen gebliebenen 
Feiler sind eine Menge« 54. 



Länder- und Völkerkimde. 

[1950] E. ffon Spruner^s historiBch^geograpliisclier 
ftad^Atias. 1. Lief, yon 8 illonu Karten. Gotha, 
}. Perthes. 1837. Fol: (n. 2 TUr.) 

Se^ttim Dect 1834 erschien eine Ankündigung* dieses Un- 
^eluMs fi»a Seiten des Yft. und Verlegers» wfsiche die 1. Lie- 
lenn; TW 5 Karten für das J. 1835 in Aussicht stellte. Die 
«»lr«tteiltea Grandxuge und die Uebersicht der ÖO Karten, aus 
tees dtir Adas bestehen sollte, berechtigten lu der HoiShung, 
^ etwas Ausgeseichnetes geleistet und ein Hiilfsmittel für das 
^i><wifidie Stadii»ni geboten werden, sollte, welches diesem ^ine 
9» udere. Gestalt geben pusste. Penn sowie Niemand, beim 
^9» der ZeitgeschiiAte Karten und die darauf gestützte 
^ and Länderkunde missen kann und darf, so musste auch 
^tt» Qischicbfe früherer Jahrbipderte dasselbe Bedurfoiss sich 
f^hr piachen, welche ohne diese Grundlage gewissermaassen 
*t Schweben, hing. Die angeregte HoflEnung schien indess ge- 
^bsdi^ werden su aollen ^ da weder 1835 und 1836 wieder eU 
^TOB dem Jreudig hegru^sten Unternehmen verlautete. Um 
i* angcimhver fiberraspl^ die Erscheinung 4er 1. Lief, im 
Lifb. dieses. Jahres, sumal ^da die Ausführung der. Karten hillige 
^^^^l«««RV wai^ ihertr^f. , Dac^ . was hier geleistet wird , Iftsst 
>Kh eben so wesig .mit dan> früheren Arbeiten Ton LeSage (Las 
Cimb) «li.^on K^ttsOy Ofch mit dem neueste^ Versuche Ton 
M. Loweaberg, das Chronologische mit dem Topischen lu Ter- 
^•dea^. sasaninMBslellen. Denn der Vt machte sich lur Auf- 
P^y wie. der. wahre ISesohichtsforscher nach^Jioh. von Mullers 
Vwbild and wie der Geograph im hohem Stile nach Bitters Mn- 
gr»,uherall nach den Quellen selbst lu arbejjten und zwar Das 
Pi<ji>damistellen, wa& d^se enShlen. Bs sollten nicht Mos 
^länkiäwh merkwürdisflniOr^ mit den fiiyBserea Lfinderumrisr 
"^NidMi^er bi^stimmten. Geyehichtsper^oda gewidmete Kar« 



298 2rfift4er- vn4 Volkerkisde« 

tenbtid ebigelmgeii werfen , soodeftt lillePordemiigiMi ^ 90 neit 
tti^glicli •<>- befriedig werden, weiche wir an gvtie geeg^apbi- 
)icbe Karten der gegenwärtigen Zeit stellen. Dem ZeKamfiage 
nädi soll der Atlas dotch einige Uebersicbtskarteii die alte Geo- 
graphie beriSeksichtigen, die ronüglichsten Perioden des Mittel- 
alters darstellen, hanptsäehlieh aber die Cestahnng^ der einieloea 
Länder Ton der Völkerwanderung bis anf die neueste Zeit herab 
tersfinnlicktn. Br wird sich sonach der m demselben Verlage 
YOtt' Heeren nnd Ukert herausgegebenen ^reschichte der europHi« 
sehen Staaten erläuternd anschliessend Der weitverbreitete geo- 
graphische Hand -Atlas Ton Stieler dient der äusseren Ansstat- 
tuDg zur Nenn* nnd so wird durch beider Uebertiostimqinng die 
Verknüpfung, der Gegenwart mit der Vergangenheit vermittelt 
Damm Ehre und Dapk dem würdigen Verleger, welcher auf 
diese Weise dnrCh Zasammenhang und gegenseitige iEi^nzoog 
seiner Dnte»neliliuiigen:clie tVissendiaft ftrderi, ein Vdrhild aller 
seiner Genossen! — Die Vodi^end.e erste, .anr;ai\s 9 Blättem 
bestehende Lieferung des historisch - geographischen Atlas gibt 
Zttr Attsthaoung : ' L Die VfTelt der Aken. Eine Haupfkarfe und 
twei Nebenkarten (Erdansitcht dcfs Eratosthenes und Sfrabo und 
der Brdkreis nach Ptolemäus). AusMr den Namen' der griedu- 
sehen und römischen Geographen, sind Auch die der Orientalea 
Kufgenommen worden ^ wodurch der bisher nicht genug beachtete 
Zusammenhang der alten Geographie mit 4er des Mittelalters 
herTorgehoben und eine Grundlage für die Dülrstiilking der V5l- 
kerwanderung gewonnen worden isti ' 2. Das n^fische ReiA 
irad' die nördlichen Barbaren im IV. Jahrh. Es tritt hier das 
Rdmerreidi nAch Constantin's Eintheilung intPräfiecturen, DiSee^ 
sen nnd Provinzen herTor. DfoÖrfe^ welche durcli die' Klmpfe 
der letzten Kaiser gegen die Barbaren merkwürdig geworden 
sind f findet man sorgißihiff angegeben^ Kogl«ch dient M Blatt 
zur Anschauung der Ansgan^puaicte der grossetf Vdlkerwande- 
rtiog, deren Schloss auf No. 3 gegeben' i$t; 4edtt' mit Reeht 
hat der Vf; einef Darstellung d«t- Bewegung üei* VlHkier SeIH 
sich enthalten. ' Die Wahl der BchMfl' wad BehahdJifn)f üei' Far- 
ben smd hier, «o Wid anf den Algenden Bllütern, VMiüffIkh » 
beachten. Bin' Oarton gibt die-'^mteten Donmifändei* nach der 
firiibemng durch die Hunnem ' ' 3. Buropa ki Anfailge^ des VL 
Jahrhunderts. 'lEfter sehen wir die awf dAs ge^rtlte weström. 
Reich gebauten geritianischen Reiche, die naehrOcketiden slawi- 
schen und türkischen StäflMue. Es darf nicht Tersdi wiegen wer- 
den, dass diese Blätter Ton Bnrepa dndtfrch noch besonders sich em- 
pfehlen , dass sie hoch genug gesiellt toind , um Alle Theila des 
Mittelmeeres uhd di4 KislenTftiidelr desselben, und breit genig, 
um den grössten Theil des ka^pis^het Sees mit -anfinthehniev« 
4. Italien^ utiter den Langobardenf iMst den Besitswniitt der 



LaBder^ iii4 Yolker knnde^ SM 

Kjiiseiv Der Yt hkt mAi Mieii *a;ibftuig; g^ 
weil er lrier^> wo «s a«dk so' tehr «n YerMbiilte fAUe, 
wo mehr ak irgend sonst Torwickelle Y^ABlinmm mkig$g9m^ 
»9 MM nadhdrttcUidwten «eigen konnte, wAs er an leisten 
Stnniie sei. Es mOehten indessen woM andi »edi BMnelie 
Grfittde diese Wahl Tollkonunen recMertigen. Neben der 
▼en No* 4 befinden sieb noob 7 Cartone , welcb^ 
loogebardisdien FArslenthamer Unteritaliens, Oapaas Unige* 
die Umgegend iRin Beni für' die Allere Gesdiicbte der 
^9 die Gegend Ten Monte Casino, die grieeUsebea Fnr« 
ithimer Neapel; Serrent ond Amalfi, die AnOnge des 8taa^ 
Venedig nnd das inngebardisdie Hersegthnni Tarent seigen. 
kiMen aUer iden skdbsiscben nnd frftnkiseben Kaisem bis sn 
HebenstaalMi. Man konnte sieb fingen^ wnmin die Zeiten 
Carolinger übergegangen sind; eine Note anf der Charta gibi , 
Ansknnfi. Darnach werden No. 12 — 15 sonfiebst diese 
dann die eiaadnen Abschnitts • des : anf Ne^. 6 .dargestellten 
übersichtlich enthalten. Ein Caiton seigt die wichtig- 
sten Punde Roma im Mittelalter. . 6. Ober- nnd Mittelitalien 
nater den Hohensiai^en. Hier finden sich, die Stadtgebiete, die 
Qebkte der ^mz^hen lienrofnigeifdea Panrilieif nebM* den Orten, 
we/cie k den Terwiekelten nnd einer EdciKmag^ ddrob gn^ 
piiwcbe Darstellung so sehr bedürftigen KAmpfen der Stftdte nn- 
I ter sich nnd gegen die Kaiser wichtig inewoirden sind« Das be* 
.jMMidere im Carton beigegebene Bild Yom' mailftnder Stadtgebiete 
, ,nebs( den angrenzenden Gebieten soll das Verfolgen der mailAn- 
taikm Kriege mk Friedrich L erleiditem. 7. Italien von 1270— 
i4M. Der Raam ist hier spArsam zn Cartons benoM worden» 
Jhm dawn geben die grieebisdMn Besitznngen der Yettetianer 
seit dem XIIL Jahih. mit Binseblwss des KftMgreidbs Ojftatn^ 
ipilisn ond Sieilien nnter den Nemsaaoeo nnd HohenatanfiBii nnd 
.die Inselir Geiiies ond Carshis im 6o ton Cabes^. w^che snr. 
an^osndieii Herrschaft in SiciBen gefcMen v 2- andere dib ScblafAi* 
ftUer von Denerent nnd Scnreela (oder Taglineoczto) nnd* die 3 
nhngeii -die Stadtpitee von MaihwA^ Floretts tmü Neajrid. & Ua«^ 
liea von 14dO*^l792. Hier etedsen wir wieder anf 7 Cartons. 
: Anf ihnen seigen sidi nns 1. Italien, wie ee ton 1703^1810' 
cingetheih war, 2. die FvrstsnlliiinMff am' ontcni P^; 3. die La« 
gvnen Venedigs nnd seiner Nebenktisten, 4. Yehedig selbst, 
5. Genna mit ssinea Umgebungen, 6. das Schlachtfeld tm Fa« 
>a<1525).nnd endlich 7. la Valette anf Malta. ^ Bn war 
aniUigljdi ^ie Abeidit des Heransgebers, sn Jedem Blatte die 
nübigen firlAatevnngen in Beilagen m geben. In den „Voibe- 
Mtlpn«eninnr I. Uil.<«, welche «ose begleilen, ntachl er nnn 
z«tar duL'dan Wlcbtigste anbratenden CioersHov Iml abee, nn4 
mä Recht, neiniinefsten PJmi llnUa TerftndertyiHadiiiUendigaiy 



soft I/andef». niiid.Yolkerkiäide; 

iw Adas' .dn.. darauf. Jta .*|praiMlAdi»9' Haadbiidi der 
4^8 MittoMtära aaehaaliefeiii« Möge er xar ▼allst&ndigenAtt 
führaog^aeiaea' Werkee der talbteii Kraft: aal Gesandheit 
erfreuen dürfen, mdge iha. die Anerkeaaaag des Pablicnma 
mnntem nad: iifögen etwanige Einwurfe gegen das Binidiie i 
der Aoktang jor dem unermndetea Fleisse und uuf erkeanb 
Seharfrinae des Yfs. anagesprochen werden ,. welche er ferdi« 
Die Fortoetsnng isl nieht &c eine beslioimte.Zeit. ter^pr 
worden*' Die näGhatfolgendeui. Blätter werden wahrscheiDÜch 
GermanieA and die Snd-Poaaalftnder um die Kitte des T.Jaf 
die. Periode Tom Ende der Yilkerwanderaag bis an Bade 
XII. Jahrb.). JDentaciilands kirchL Einlkeilakig, Biaropa xur 
Karls de» Grössen, .die TheÜoBi^n des Reidies Karls des Gros 
das heiL •romiaehe Reich nate# Konrad II. und Dentlchland ii 
Zeit derHohenstanfen bis anf KarllY« enthalten. 12L| 

[1957] 'Abenteuer auf einer Reise ntek Indien ^ 
Aegjpten, das heiUge Land' und Sjrien. Vom'Major SiM 
im 31. Regiment. Ans dem EhgL von Dr.- Victor Ja 
3. Bd. Leipzig, Fischen f837. 295 S. 8. (3 
12 Gr. L 3 Bde.) 

Aach u* d. Tii.: Beilrto zur Länder • und Volke 
Heransgeg« Ton Dr. V. Jacoii. 3. Tbl. 

[Vgl. Rcpertor. Bd. XII. No. 1125.] 

üebar.dia Art der Auffassung und Darstelfaing gilt gaox 
bai der.Anieige der eisten 2. Bände Gesagte; höchstens bietet^i 
Reise durch die Wüste Von Damaskus nach Bagdad etwas ^ 
rakteristisohferea dar, wenn überhaupt töu Charakter der "" 
Billig in. einem.tSo. fluchtig .hittgeworfiraen.Bnohcvihei' dem B 
an Alleai!, waa innerhalb den* Grenxen wahrer. Knast liegt, 
Rede aeiii kann. Ref. ^wagfä' bei dar rorigen ^Anseige nidkt 
Gesammtutthi^ii uheedasWeik zu fiiUen, weil ea noch nidit | 
Toriag uad er/ eine günstige Atnderaag Dessen^ 'was' sich bei 
ala AnsuAi darüber festgestellt hatte, ans der Portsetaung dessel-^ 
ben.su eatnehmen hoAe: er. «hdlke .wenigstens einen Zng daria^ 
an flnden, der den^ Uebarsetaer oder Verleger .h&tte Teranlasaea 
kfonen, das Bach, als einen Beitrag zur Länder^ und Yolkerkaada 
au beseichliett, und was noch mehr sagen will, an die Spitse ei« 
ner Reihe soMier Beiträge an alellen: ..Jena Hoffhnng hat sich 
aidit bestätigt Daa Buch -idt aar Unteriialtungdebinre recht woU. 
geeignet, aber eiaen wisaenschaitUcheB Werth, am meisten ^aea 
Gehalt, der dem Werke bei dem jeUigea Stande der ethnograjihi- 
sehen Fomchnagen Geltung Toradiaffen könnte, hat oa nicht» Da 
wir dam Elntomehmen des Ueberaetseia, das ?on Sailan der Ttr- 



Länder«- and Volker knnde« 301* 

JiphaDAiiiig üü MtM^ertkenSaiBr MteratfUI wird, dtnbMlen 
färigMig noDsckeii, sa köonen wir die Anffordenuif jb MrgiU- 
6l^ Auswahl, imd besonderer. Rücksicht auf die nennleii Bjch« 
^Ingen der Wisseüschafi uicht uatcrdrüciceB* '122* 

. 11958] AiuMf langen in .den Urwäldern, v«». Canada. 

Es Wegweiser für Auswanderer aaeh. Amerika tob einer Bmi* 

mntin. Aus d. Engl, Ton Dn F. A. ffiese. Mit vielen 

^iUild^. 2 Bde. Leipzigs Banmgartiiei'e Bnchh« 1837* 

300 S. 8. (1 Thlr. 8 Gr.) 

Diese Tfin. beabslehtigt den HauBfranen, die sich im Lande 
ttäedeln, die Routine ihres Wirkungskreises ansässigen, indem 
Irfs stibst die. Gesebiehte ihrer Auswanderung und Niederlassung 
dsielbst mit allem DelaU eriähit. Das Budi ist instnietiV und 
wlerhaltettd sugleieh; es hat zwar die FarbtosigketI und Niob» 
iHmbcit mit den meisten SdiiidemngeD aaerikaaisdier Znstfinde ge» 
mein, aber man iluss es der Yfin. lassen^- dass sie wM' dem gtinsefe 
fAncn Taste eiaes weiblichen Hercetis jedes nur etwkispoelisebo 
"Btemcnt wei^ens xn einer TorubergdMnden Anregung* des 6e- 
•Ab oA anwUlkuiikA benutzt hat. Besondsrs hi|t sie ihren Sinn 
*#»- IValnigeschiiefete des Landes mit fielem Fleisse ' sngewandC, 
and «nteriJiset auch nicht , in der fiSnleitnng hierauf als auf eine 
^urfle Tidfaehen' Gennbses bei den widerstrebenden neuen Ver- 
ItitnisseB und der Trennung Yon socialen Verbindungen aufinerk- 
iMM sn machen. * Treue und Wahrheil yersiehert sie stete in 
tkm Seftilderongen ins Auge gefa'sst au haben; man erkennt 
dkstt ancb , selbst ohne das Leben Tergleichen su können , an 
Ikm siehrer gezeichneten , klaren Detail und an der Offenheit, mit 
d» sie nidi iber Dfissstinde mannichlich ausspricht. Kurz , ^as 
Indb «rird auch mancher heimlithaliebenden Buropäerin , der es 
na belekxende Unterhaltuna zu tbun ist, eine interessante Lectnre 
Irin; Dem, der fthnlicrhe Werke schon kennt, kann es freilidi 
|mr in sofern Gleiches gewAhren, als ihm die Abspiegdung ame^- 
Iftsaischen Lebens in einem weiblichen Herzen neu und inter- 
Imant ist — Die Vebersetzung ist, soweit Ref. ohne Vergleichnng 
Mt de» Originato hat bemerken kdimen, sorgMtig nnd iliessend, 
11 dnreh Anmerkungen rerdentlicht ; auch Druck und Papier sind 
bt Za welchem Zwecke aber die 20 Bilder beigtfigt * sind, 
m dem ReH nicht klar geworden , denn in der Regel siebt man 
las auf ihnen nicht, woraus ihr Beifügen nodi eiaigermttwsen 
ihh erklärea liesee. Welches Interesse kann e^ gewähren, grfine 
iMedM (8. 185)^ den blauen Yegel (S. 243), das rothe «di- 
hkachea (S. 295) and Aehnliches in einer nocolorirten Abbildung 
ü sdwa? Manchmal kSmite man sogar , wie bei St 247, dar- 
*er «dthyr wmm, Ton iteleber Seite man das Bild aalHiiMen 



302 Länder- und VolkeTkirntfv. 

bat/ivfan nkht £• ÜBtemkrfft 4eB Ma»^ d^ GitiadlttMi 
ersetieii ntet& 122^ 

• •»• . , • . , . ' * 

£1^59j| Sittengemälde pnd I^desaijusichteii ftiu j|ea 

Yereiiiigten Staaten, oadi der Natvr und Originaleo gezeich-^ 

. net Tbn ». Jl 8treckfus9. Zeita^ '^WbtiK 18S7i i IV 

n. 156 S. «• (12 eir.) 

^' Aach a.;d. Tit: 0er Auswanderer oäeh AmenkA, odei^ trifte 
*ScIiHdeniDg 'dier Schicicsaler , weleb« midf auf ttteiner Waiidertf«^ 
nach Amerika, wahrend meines derligen Aufenthalt iind*anf iim- 
ner Ruckreise trafen, von. o. s* w, 2. Tli|. i 

:' " *' ' rVgl. Reperton.ftd. XI. No. 1701' ., 

. : It^ Awt ejuB&ch^ Spraohc) und mit dftia GeprVge 4er U^r 
parteiliehkeit gibt der Y£ Skizaen Yaracbiedeaarliger Leb^AaFir- 
.hftitnisae an» den Yer^ip. Su^t^n, oft eiwa^ttnni nehan einMdur 
««altfiM;; Bin GmndtQQ 4ea .Mi^wntba Iteat. sieb freilich ^ilTnitdbt 
iTerkeiii#ny.iiad bei des Yja. Sdiicksalea wohl i?iil9Qhaidig«|u ' Dun 
Buch hat,- trotz mancher nicht zu Termeidepden eiffaeiligen An4M- 
anng, den Voraog yotr SMinch^ra, aonal weit Jiöherateheadeniiiaae»- 
acbalUiehen Werke aber denselben 6egeiH»t^.4, daaa der Yf. dem 
Volke oAher «Und, und ane dem Yelksleben, .eae,iiM»(telbaratfr Anm 
cchaunng AUee acböpfte. ßie eingelegte ,,tramatlentia(die .Sngn^ 
<S. 73^112) ist mitaater in breit. erifiUt.^ nn4 an ^ieh mda an 
aebc hedentaam* Am* Schlüsse hat der YA eiae.. Uebei^aioht. 4er 
Natormerkwuidigkeiten ene Goderich Geographioal tiow . ef Ihe 
* witad >Statea (der Y£ schreibt wiederholt Stantea) .bepgeli||^ 123. 

[1060] J^Iiichtig^ Bemerkungen eines Flach'tigrfieuwor 
den. a; HefiU .Mit 1 AbbikL Berlin, NicdaYsche BncUb. 
18S7t 100 S. 8. (»• 1* Or.) • 

{Vgl. Rcpfertor. Bd. XIII. No. Xt93.] ; ;* 

mit dieeofn Befte, nvt welchem sich sngleich der Vf. nemrt 
<a iO.!l«..v».Arnim)^ btschliesst der flnchtig-Reisende seine An«j^ 
(lee B^se^nod die Benierkangen über dinBelbe* Sie nchildtmi 
den Aufenthalt in. Konstantinopel.nnd irerbreitenaich dabei »her ^«i 
dortige. Leben und dortige Sitten, sowie über die Stadt selbst qfid 
ihre Cmgehnngeii , ohne übrigens besonders nene AafiBcblüsse- a« 
gewähtekk : Yen Konstantinopel madite er sodann die RuekreiB« 
nbea.Gnlalsl nnd Jasaj (bei weleher Gelegenbeü er sieh aneh (S» 
110 f.) über den ge^^wArtigen Zastand der. Moldan im.Aliet* 
OMioen und fiinzelnen T0rkreitet>, aber Caernowita in der J3n>^ 
wina, weiter durch Galiaie*^ fichlesitan n. su w. nadi Berlin«. Fnr 
mdkr . als einen Ffichtig^Reiaenden können wir den Y& ider nnn 
yoUendeeui Anmeifcnngen mit ihm .seihat. nkht erUiren; aber die 
Lectore derselben wird Vielen angenehm sein« 6ö. 



Lander« -nnä YSlkerkniide» SOS 

t 

[18AI] Itatiea. BdüMer«ng«B fir Fit^vB^ Aer Natar'tnid 
i Eottst Von Christ. Kappy Dr. ii. Prof. d. Philos; xa Brlatigen; 
iBer% Rdmer. 1837. X a. 774 S. gr. 8. (3 TUr; 
in Gr.) 

CrsprfiDgltch Yorlesangeo, oder einielne h Z«il8ciirHtett ab-» 

{edrackte AuJTsfttse, nun tu einem GanEen g^BanmeU oad geord-^ 

|iet ^ Das Bneii eignet sich in der vorliegenden CleeulC besenfders 

^ emem toitereitenden Stadiam für eine Reise Mavh Italien, na^ 

^ttendich was die über die NaCnr des Lande« , fiber da» Volk 

faid die Torbandetien Knnstgegenslände darin gegebenen- Anf- 

seUiiise anlangt Besonders in dieser letzten Benekang ist es 

j dl genaaer nnd ansfubrlkher Lebrer ind BeridiCerslatter , ivis 

Inn anclrder Vf., nack S. YIII des Vorworts'i Italien gerade roa 

ßakn. seiner allgemeinen KnnstgescMcbt« , der ftherea nnd iet 

jeneren, hat ins Ange fassen wollen. Di4^68 ergibi sich ans dem 

Uahe d«s Bncbes ii|i Einzelnen, indem n«r die Tier ersten Ab« 

tdmttte (9. 1—116) mit der Natur -des Landes and seiner CkkU 

tnr, nnl dem Charakter des Volkes , aneh in kistorisch-intelleeto«^ 

efter ffiasiekt, sich beschanigen , ^gegea die acht übrigen (ton 

& 117—^5) die Reste aher Knnst in Italien , die BaUkwnsr, 

Jfosiky Halerei nnd Scnlptnr hi der mittleren «nd nenerea 2Ml 

Gegenstande haben, nnd namontlich der 8— 11. (S. 395--? 

aar mit der florentintscken Schde, «it Rapkael, dessen nnd 

' Angelo^ Schnlem, Correggio und den Meistern der irene- 

Sclmle, femer den Plastikern nach M« Angela nad den 

M- bolognesiscken Sdinle sich besonders bescb^lftigea. *Ib 

Bxcnrsea Terbreitet eoch der Vf. Ober naheliegende €^ 

fiauiads nnsfabriicber , wie in einem solchen zur fSnilen Yorfe- 

aag (S, 221 f.), über den Ursprung des rOmisrhen Volks nnd des^ 

^im eigenthilmliche Knnstriehtnbg. Von 9. 667 bis 730 folgen 

krläateran^n, nnd Yon da an bis zoai Ende ein Namen- und 

ihdiTeReiäiaiss, das allerdings den Gebrauch des Buches selbst 

Ifckt wenig erleichtert und zugftngltch macht, 65. * 

^[1902] Rweii in Sehotdandy Eagkaid^ Frankraioli 
ii DeataellaAd Yon Em$l Isensee^ Br^ d. Med., prakt.* 
rzte iß Berlin u. s. w'» Be^B^ Kraaaf# 1837« X o« 
57 S. 8. (1 TUr. 18 Gr.) 

kmA «» 4. Tit: Norf^Wee^Baropimho Briefe. Skisten 

■0 daaiXsbsB, der Natur, KwMt iid Wwm^bhaft fan.n«(|i wk 

I iBKii BßA rpUi Sindiea aad Notizen, dem dabei eine gefiWiga 

pirBtelioiig sehr zu Statten kommt. An jede sieh dacbietei^ bo- 

{PMeadere Brscheinang in dem weiten Gebiete der NatürWiteen- 

Isr Vfi Botrachtaagenaa, dk-^ ahgesehea yoa 




304 Länder« and Yolkerkonite» 

ttper oft sa o^toitatiTai Pieläl gegen seine Vorgänger in 4ieMi, 

Forschnngen , meist interessant nnd gewandt gesehrieben 

Ihren wiesenschaAliclien Werth zu wardigeny muss Ref, ~~ 

Ton Fach uberrassen. Bei der grossen Reichhaltigkeit dl^r 

le'rialien, die sich dem Vf. zu statistischen, politischen nnd 

ren Bemi^rkottgen darbot nnd die er höchst sorgfiUtig henaUt ! 

wnre es freilidh wunschenswerth , n^ocfaes Bekannte ans Piei 

BnejUopftdie oder Raomer^s Briefen hier nicht wieder abgadn 

zn finden. Der reiin» Eindruck und ruhige Gennss des Bn 

wird durch diese Fülle Ton Citaten nnd Anmerkungen oft 

kümmert. Tritt hierbei die SubjectivilAt des Vfs« nur zu sebrj 

den J^intergrand , so ist andererseits wohl die Brwihnaog 

pei^önlichen Beziehungen, in denen er zu yielen, mehr 

weniger gekannten Mftnnem steht, in einer Schrift nicht ämr 

tenPintze, die nicht als ein Monnmeni Ton Pietät dem 

Frenndeskreiae, sondern als Resultat von Beobachtupgeo Jkrü 

fendichkeit bestimmt ist — Die Reise selbst geht Ton "^ 

nsit' dnm Dampfschiffe nach Holl , nnd yon da direct nach! ,^ 

hürg, das mit London nnd Paris die Hauptgegenstiinde der,%, 

trnehtung im Torlieg, Bande bildet* Die Bilder wediseb 

zn.hlinfig und sind ofjt sehr fluchtig gezeichnet; bei der 1 

d^e^ Aufenthate in den beiden leutgenannten Studien; — 

ganz drei Wochen in (iondon , etwas über eine Woche ia P^ 

-^ und bei dem Streben nach vielseitiger Anschaunog,, Ussti' 

diess allerdings :erk]ftren. DieApho^smen über Parjbiaaa, wel 

12 Seiten fallen, sind fast durchgängig nichts als ziemlidi li 

Bfnmpts über die pariser Oertlichkeiten, und bei ErwfihnaiV^ 

Ganc^ de France gibt der Vf. eine fast 4 Seiten lange i 

knpg über die gesammten europäischen Zeitungen, aus deial 

knnii'schen ConTersationslexikon und Büchner's liter« ZeitMf < 

lehnt! Solcher Fällsteine bedurfte es nicht, um das Badi) 

seiner Kürze, zu dieser Bogenzahl zu bringen. Um aberi 

um den Leser vor Ueberladnng mit solchem Allerlei zn sid 

kat er den einzelnen Noten Etiqaetten gegeben, so d^. vm\ 

ter Noten (or Juristen, Noten für Physiker, Noten für TheiM 

ftrende u. a. die Auswahl hat. — Hält sich der Vf. ,vo& m 

echauffirenden Vu'Ueitigkeit femer frei, so können wir dec F« 

setzunr des Buches mit Vergnügen entgegensehen. Die Avsstt 

tnng desselben ist sehr gut, aber äer Preis etwas hoch« 

[1963] Wanderleben in Bayern, Ober- und Unti 
mcb)» Ungarn, Mabren nnd Böhmen, von Friedr.Mo, 
l. Bd. Nfiinberg, Bauer n. Raspe. 1837. 360 S. 
(1 Thlr. 12 Gr.) ^ 

Von swei gvu tersohiedenan Seiftn ist diese Sdkrift an I 



! Länder« and Volkerknnde. 305 

I lmdit4»i, die fleichwohl eid'er sübjectiTen Einlieit im Sfandponcte 
I des y&. nicht enlbehren« Ale ReisescliildeniDg hat eie einen ft- 
\ nntUicheOy man möchte faet sagen, nnecholdigen Charakter , der 
'\ edtea Ton einer, nicht geschickt genng Terborgenen Leidenschaft 
oder Antipathie gestört wird. Einfache Begegnisse bilden sich wie 
vnter den Händen des Lesers xn sarten Liebesgeschichten, gans 
gewöhnliche Mensehen bekommen einen naiv-poetischen Anstrich, 
■id das Herz weiss oft Tor Fülle der vorgeführten Empfindongen 
mchti welcher es zueist nachhAngen soll» Stünde die Sache bloss 
so, so würden sich wenigstens weidbe nnd Terliebte Leser andern 
Bnche herzlieh erfreuen. Aber das Buch musste keifte Nachah* 
linng der „Reisebilder*' sein , es musste nicht einer zur Manier 
gewoidenen Betrachtungsweise angehören, wenn nicht unreife Welt-i 
▼erbesserangsgedanken , unzeitiger Liberalismus , vor Allem aber 
halbwahre Witzeleien und eine Fülle falscher Bilder durch die 
Lacken jener unschnldsvollen Darstellungen durchleuchteten. Sinkt 
sonack der grösste Theil des Buches in das Gebiet des Gehalt- 
losen binab , so kann es hier höchstens noch darauf ankommen, 
die SteUuttg, welche der Vf. in literarischer Beziehung einnimmt, 
zu berudcsit^tigen« Am meisten gibt uns hierzu die Einleitung 
Teraniassnng, wo er „Proben seiner kritischen Wirksamkeit" bie- 
tet £r Terbreitet sidi hier zuerst über einige der neuesten Rei- 
sebeschrdbungen , rühmt dabei Lewald's Tjrol, besonders die 
Wahl der lateinischen Lettern, nnd schliesst mit einer sehr schlech- 
ten Kritik des Romans Ton Neu, „Bettj die GlAubige". Hier, 
wie am^ anderwürts im Buche selbst, zeigt er sich als einen war- 
men Yertheidiger der Interessen der jüngsten literarischen Schule; 
und gegen solche Angriffe wurde man diess, selbst wenn man den 
Gcsichtspunct des Yfs. nicht theilte, nur billigen müssen« Aber er 
Tergibt sich sein gutes Recht gegen wohlmeinende Andersgläubige, ' 
^ wenn er ganz unnöthig Hegeln als einen philosophischen Homöo« 
pathen (S. 12) bezeichnet, nnd, um Heinen auch nicht ein Blfitt- 
dien ans seinem Dichterkranze nehmen zu lassen, nach den mat- 
ten Stellen an Schiller's und Goethe's Kronen mit dem Vergrös- 
sernngsglase spürt (S* 41); er Tergibt sich den Beifall seiner Glau- 
keosgenossen , wo nicht nodi mehr auch bei Anderen, wenn er 
sicli zum Yertheidiger des Menzerschen literarischen Tones (S. 
145), oder zum Lobredner (S. 124) u.s.w. aofwirft; er Tergibt 
' sieh endlidi die Achtung aller Gebildeter , wenn er, selbst gegen 
Theodor Hell, die Antikritik (S.51) mit mehr als aristophAnisdier 
Lioenz übt. -— Das Aeussere des Buches ist gut, wem man aber 
Fehler , wie „Corryphiie , ancienne regime , Minkwitzsch'^ u« a. 
Schuld geben soll, bleibt zweifelhaft. 122. 

[1064] Geog^phiBch-statistiscIie Nacbrichteii yon den 
r nwisolieii Häfeii am scbwarzen Meere« Nach Graf L.Ser- 
Mefvu d. CM. itMt99k. IM. xnr. 8« 20 



306 Länder- und Völkerkande. 

ristoriy B. Taikbont de Marignj n. A. bearbeitet Ton Or* Al- 
fred Reumont. Stattgart ^ Gotta'sche Baclih. 1830. 
VI n. S, 7—40. gr, 8- (16 Gr.) 

Wenn Ref. nickt irrt, hat er diese Nadiriehten dbe^ die ras- 
disehen Häfen am schwarzen Meere schon im „Aaslande" a^e- 
drackt gefanden. Der besondere Wiederabdruck derselben bftdirf 
keiner Rechtfertigung. Die Kunde, weiche wir bis jetzt von dii- 
sen Handelspuncten hatten , war sehr maogeUiaft; die AagabeB, 
gestützt auf oberflächliche Beohachtungen Reisender, entbekrtn 
der SU ihrer Annehmbarkeil nöthigen Uebereinstimmung, nnddoci 
ist der Gegenstanfl gerade jetxt von hohem Interesse. Der W. 
benutzte nicht bloss die leicht sngängJichen Schriften von Haawl, 
Schnitzler , Schabart und Tnitbout de Marignj. {Portalan de li 
Mer Noire et de la Mer d'Azow. Odessa 1830. Mit einem Adis 
von 35 Blättern), sondern rorzuglich auch 2 Schriftchen desbia. 
russ; Obersten im Generalstabe, Grafen Serristori (Notes 4f&^' 
ques 6«tr la littoral de la Mer Noire , reladres k ^, Geographien 
a lä Population, ä la nayigation et au commerde. Vienne, 1832. 
und : Recenti Notizie snl commercio dei porti de! Mar nero, d'lMT 
e de! ^anubio in den Atti deli' J. e R. Accademia econonue«- 
agraria dei Georgofili di Firenze 1834. Vol. Xll. p. 244 sqq. 
abgedruckt) und mehrere handschriftliche Notizen desselben. Di* 
Hnfen werden in folgender Ordnung durchgenommen: L Dom- 
häfen: Ismail, Reni. II. Odessa. III. Limar des Dniepr: Niko- 
lajew (sollte doch Nikolajeff gesehrieben werden), Kherson. H« 
Häfen der Krim: Eupatoria, Sevastopol, Feodosia. V. Maereog» 
Ton Kertsch : Kertsch , welches sich jetzt auf dem Rain voi 
Ta^anrog rorztiglidi hebt, Jenikaleh. VL Azow'sehes (rkbUfi«'' 
asofsches) Meer: Berdiansk, Mariupol, Tagnnrog. VlltOstköstc 
des schwarzen Meeres. , Den Schluss machen allgemeine Uebei-» 
sichten zur Statisrik der Schifffahrt and des Handels im schwane« 
und asofs^hen Meere. Die gate äussere Ausstattung rechtfertq;! 
nicht den hohen Preis des Bächleins. 121. 

[1065] Das Moselthal zwischen Ziell and Konn^ wA 
Städten, Ortschaften, Ritterburgen. Historisch, topographisch, via 
Christ, fy. Siramberg. Coblenz^ Hölscher. 1837. IV 
n. 514 S. gr. 8. (2 TUr. 8 Gr.) 

Der' Wieg von Zell bis fiomt beträgt \ü gerader^ Linie 7-^8 
dentärhe Meilen. Indem aber der Vf. den KrümmtingvA derMt* 
sei folgt und die einmundendeli GewAsser ^berficjksiehtigt , wird if 
natürlich doppelt so lang; indess wdrde die Besebreibnng dieses 
Flussthciles* aöc^' 'iat)\i so Voluminös ansgefallen s^^Ui trenit' hiebt 
alte Lf^nd^jfr und di^ 'GesehiMte ^eied Derfesy j^der Ptti^j j^ 



I^änder-- and Vdlkerkande. 307 

: 6f9eUedit6S| A$b auf ikr kauste , Ms aaf Se Mihtsit 2tii bin- 

Ao^ioliri, wenn inclit endlich sö manche Biographie and Mit- 

tkeihiDg anfi^ommen worden vAre , wddie man hier idfflmer 

•odieA ind noch weniger billigen wird. Nicht setten sieht man 

och ans dem Hoselthale nach Sachsen, Tjrol, der Scfawriz nnd 

Mist wohin Terseftzt, oder mit einer Declamation fiberdieMönchs- 

«deD, gegen das französische Directorinm n. dgL bestürmt« Der 

iflamDlerileiss des YCb. ist nicht zn yerkenteen, und man mnss es 

;im nachnihmen , dass er y,yon den kleinen Orten eine Menge 

^lotiieB hatte , die nnr Wenigen zng&ngiieh'* waren , die ei' hier 

Mpsftfflfflentrog, „nm sie vor dem Untergänge zn bewahfen*^ AI- 

jrhin zu bedaaem ist nnr, dass diese kleinen Orte zn wenig äH* 

kneines loterease bieten, dass daher seine Mühe nm so weniger 

l'famiB der Mosel nnd des Rheines Anklang finden hann , da z. 

^ Tnrbach mit 125Q Einwohnern nnd seine Umgegend einen 

B«imTon76 Seiten (S. 70—146) einnimmt, während dagegen 

Trier bis Konz sich attf die Seiten von 475—514 beschrfinkt, 

weü der Vf. bei. der Beschreibung «dieser Hauptstadt auf andere 

^«n QMUen yerweist. Für Reisende würde diese Beschreib 

bu« ^fs Moselthals , wie sie Klem 1830 bis Zell lieferte und 

m sie au hier fortgesetzt ersi^beint, am wenigsten passen. Da- 

t wird der Statistiker nnd Geograph, sowie ,dar fieschichts- 

I manches gute Goldkorn dann finden. Unter den Dingen, 

> UM hier am wenigsten sacben solltej steht S. 361 and 362 

) Aaefcdete , welche den Mord der üranzltoisehen. Gesandten in 

1799 aaf einmal ins Klare br&ebte, .wenn sie wahr wAre. 

^ fielen als Opfer firanzösiseher Husaren , die ein Wachmeister 

ba« Strasburg dazu beredete, welcher erzürnt war, dass „die Ra- 

Mmba, die Federfechter*' der Republik den Frieden unmöglich 

ffouidit hatten« Die Angabe beruht aber allein auf den Zeug- 

'Me eines emzelnen Greises , der als Husar daran Antheil ge- 

r**UBen haben will , indem er sie in Coblenz mehrmals erzählte, 

M widerspricht allen ermittelten Umstanden Ton jener grausen 

«gebeaheit. 107. 

[1966] Handbudi für Reiaefide im Grossberzc^hnm 
iraen^ mit besonderer Berücksichtigung der interessantesten 
we, mit Reiserouten und Meilenzeiger. . Von Am •/• Vm üeU" 
^hy und einem Anhanges von Aloys Schreiber. Mit 2 
;ML) Karten und 94 (äusserst säubern) Ansichten (in Holz- 

riw). Statte Seheible. 1837. 204^ XLYI d. 46 
gr. 8. {n. 2 Thir. 6 Gr.) 

^ Die ersten 246 Seiten dieses Äusserst fleissig gearbeiteten 
^eikes werden dem. Reisenden nicht zusagen, wenn er nicht das 
*^ Baden stafistiseh , geognostlsch , politisch , ethnographisch^ 

20* 



308 GeBchichte. 

kan ivisseilschafilich kennen lernen will, denn nnr in dieser Hin- 
gichC streng aufgefasst, stellt es sich ihm dar. Zahlreiche, molh 
sam ausgearbeitete Tabellen über Einnahme, Ausgabe, Be?ölke-, 
rang, Landescnltor n. s. f. machen stets den Beschloss der ei»* 
xelnen Abschnitte. Auf den folgenden XL VI Seiten erhalt d^ 
Leser die Postregnlative and Reiserouten, und dann in den let|0i 
46 Seiten eine specielle Schilderung der 94 in den Text pf 
drnckten Holzschnitte yon A. Schreiber« Letztere in einem be^] 
sonderen Abdrucke mit dem ebenfalls dazu gegebenen Texte, 
dann noch einmal beigefügt unter dem Titel: Das Grosshei 
thum Baden, dargestellt in 94 Ansichten der interessantesten 
und Gegenden« firinnernngsblatter für Einheimische und Frei 
Mit Text vom Hofr. Alois Schreiber.^' (Le grand-duch^ de ' 
en 94 vues pittoresques etc.), und diese Beilage, welche TemQ|l 
lieh allein auch an den Käufer abgelassen wird, scheint aoni * 
für den gewöhnlichei^ Reisenden bestimmt , der Genuss and 
heiterung in diesen herrlichen Thälem und Bergen sacht. 



Geschichte. 

[1067] Handbuch der Geschiclite des Mittelalters T< 
Dr. Frtedr. Rehm. 4. Bd. 1. Abthl, Geschichte der 
sdien und italien. Staaten bis Ende des Mittelalters. Mit 1 i Sl 
tai Kassel, Krieger'sche Verlagsh. 1837. 440 S. 
4% Bog. TabeUep. (2 Thlr, 18 Gr.) 

Aueh u. d. Tit. Geschichte des Mittelalters 6eit denK^w'^j 

xugen Ton u. s. w. 2. Tbl« 1. Abthl, 4 

[l-^S. Bd. Bbendai. 18^-31. 10 Thlr.] j 

DerYf. schreibt zuweilen sehr unschön. Gleich amAnfiBC 
des Werkes begegnet dem Leser dieser Satz : „die Gcfschiclite dM 
Päpste bildet in einem gewissen Sinne fortwährend den MittO' 
punct der europäischen, bis die Tergeblich nach durch Refefl 
herzustellender Einheit strebende Kirche sich durch Streit uM 
die ojiersten Grundsätze spaltet." Welche Barbarei 1 Das 1. Ca| 
behandelt die Geschichte des Papstthums und aller unniittellMV 
in das Gebiet der Kirche gehörigen Erscheinungen von der Te» 
legnng'des apostolischen Stahles nach Avignon bis zum Anfai 
der Reformation. Ref. muss behaupten, dass dieses Caj 
schwach ausgefallen ist. Es ist die Wichtigkeit; welche 
Spaltung des Papstthums für die damalige Welt hatte, nicht 
Torgehoben, ja nicht einmal bemerkbar gemacht. ReC hält 
HSr eine unabweisbare Nottwendigkeit, dass hier, wenn 



Geschichte. 300 

I Sachlai^ teratandeii werden soll , gesagt werde , in welche Form 
I der Glaabe an das Chrietenthum onter der Majorität der Men- 
jiden damab gekommen war. Die Kirche selbst , die gelehrte- 
jSfeflllitttner der Zeit, welche Anh&oger der Hierarchie waren, and 
I Midie waren wieder die Majorität der Gelehrten, hatten gearbeitet, 
ixssea so kommen mosste. Die Kirche, das Christentham und das 
|Poitifioat, sie waren so Tolistilndig identificirt worden, daaa die 
YorslelfuDg der Menschen sie nicht mehr trennen konnte und 
m als eine absolut nothwendige Einheit gedacht worden. Dass 
so war, geben selbst Die noch zu erkennen, welche wie 
4er80a nnd Petms Alliaco, nachdem das Schisma ansgebrocl^en 
«ar, sich genöthigt sahen die absolote Einheit des Pontificats, 
jte^lfche und des Christenthnms gewissermaassen lu bekftm- 
i'ffcs.^Srst wenn man dieses weiss, lässt sich der nDgehearo 
f Jammer der Welt, die • nngehenre Bewegung, in welche sie 
lojrch das Schisma ftllt, begreifen« Der Vf. hat diese Dinge 
auch mcbt in ihrem ganien Umfange geschildert, obwohl sie eine 
der wiehtigaten Erscheinungen der letiten Jahrhanderte des Mit- 
telalters sind, wie es scheint, nm nicht genöthigt zn se;n, tiefer 
anf die Sache einsogehen« Ferner hat der Yf; , indem er die 
Beformadone-Sjnoden dieser Zeit bespricht, anch dem Geist 
der flierardien gewiss nngewiirdigt gelassen. Er meint, dass 
UoeiDigkeit der Nationen an Kostnilz (S. 33) die Reformen 
hätte. Dem war nicht so. Die Bischöfe, die Aebte, 
grosste Theil der Gelehrten, sie Tcrstanden sich trefflich 
iaa Päpsten, dass im Gmnde genommen nichts reformirt 
ku sollte. Sie trieben Tor den Laien ein gemeinsames 
1'^, welches sie entschlossen waren, so lange sn treiben, bis 
'v Welt des Redens nnd des Sehnens nach einer Reformation 
'Vvde mäde geworden sein nnd die Sache selbst würde fallen 
liKeD. Die Reformationssjnode' von Siena ist ein recht klarer 
Itweis Ton der zuweilen eigenthumlichen Taktik der Hierarcheu« 
^ Papst schreibt die Sjnode aus, aber die Bischöfe kommen 
iidiilidi in so geringer Zahl, dastf der Papst Gelegenheit fin* 
B kann , die Reformation wieder auf sieben Jahre zu vertagen, 
wodor von Siena, mehrere andere Schriftsteller der Zeit 
ften auch dieses Einverständniss mit aller Klarkeik erkennen. 
it frenes sich die Hrn. Prälaten nicht schon, wie sie 
m der Reformationssynode zu Pisa nach Hanse gehen, gluck- 
ik, das« diesesmal ans der gefurditeten Reformation nichts ge* 
Uden. Noch in den Vätern der Sjnode von Basel wohnt ge- 
i derselbe Geist. , Was der Vf. von den Vorgängern der Re- 
lation, Widiffe nnd Huss sagt, hat Ref. ebenfalls nicht ge- 
gefonden. Das Schwankende in dem Sjsteme des Letz- 
nnd die halbe Katholidtät desselben hätte doch wohl hervor- 
werden iolleo, schon damit es klarwerde, wanim seine 



wn nnc 
fBbhen 



310 Geschichte« 

bdluB^isdaiea Freunde Mch seinem Tode in die Ta)»orilen uU 0» 
Utraqoisten auseinandergegangen. Zwiscben diesevi Tkile to 
Werkes and einem zweiten, weldies di^ Uebersclirift y^Gesdiiditi 
des römiscii-deatscben Reicbes^^ tr^t^ darunter aneh die Aiig^ 
legenbeiten yen ganz Italien mit abgehandelt w^den Ton te 
Zeit Kaiser Bndolf des Habfiborgers bis auf Maximilian L, bemril 
kein nebliges Verbältniss, indem naeb dem Maasse der Kom^ 
mit der der Erstere behandelt ^ dieser als viel zu weit pbsA 
ersrJieint. Doch findet Ref« an diesem TJieile weniger 4iiu»-' 
stellen als an dem erstem, welches freilidi aach darin mit an*. 
nag Grund haben mag, dass er sich mehr auf dam Gebiet%te 
Hosseron That bewegt« Der VC ersAhlt die Begebenheiten ^^ 
fach «nd so, wie sie oftmals eeaäblt worden aind^ selteiyitof 
nie «erhebt er. sich in das Gebiet der Reflexion 4bs GesebeleMil 
Doch vermisst man diese ungern &st immar* Wenn s/B. iv^ 
Vf. nach dem Tone und dem' Inhalte der Uiiraiideii yon der Of 
tbfitigkeit des bohmisdien und df^ntscbea Königs Wennel i«M 
die (S. 240) auch seine Absetanng bi»rbetfubrte, so t^ 
man doch eine BBrtwidkelong der Griiiide, welche wahrUNi 
nicht Wensel allein, der uberhiiopt sp geringhaltig und wMf^ 
tend nicht war als der Vf. ibn ereeheinan Iftssti an dieser (h* 
tbatigkeit brachten, fis ist ein klares Bild Ten dem Zefllanil.; 
des Reiches^ welches nicht gegeben wird. Dieses fisdurAA 
kann ohne Unbilligkeit über dia Werk gefiUll werden, '^^,4 
weder im ^til , noch in der Anordnung , nooh in den Uelieisi^ 
ten und Resultaten eine aasgeseichante jUistang i^t. 9M^i 

[1968] Jahrbücher des YereiJis für mecklaabinginkf 
Geschichte und Alterlhamskniide ans den Arbeiten du Tfl^* 
eins heraasgegeben toä Ö. C. jF, Ldschy grosshen. meddA, 
ArchiTar u. s. w. ^ 2. Jahrg. Mit 1 Steintaf. Schwöij 
(Rostock, StiUefsche HofbachhO 1837« 296 S. gr< ^ 

[1969] Jahresbericht des Yerens flhr meoUeiibn 
Geschichte und Alterthumsknnde aus denVerhandloDgeB < 
Vereins herausgegeben von JL Bartsch^ Prediger a« d.gn 
berzogL Irrenanstalt Saebsenberg bei Schwerin. 2« Jahrg. 
2 lithogr. Tat Ebendas. 1837- 167 & gr. 8. (i 
beide rasammep n. 1 TUr. 16 Gr.) 

[Vgl. Repertor. Bd. XI. No. «72^ ^«J 

Diese meckkaburg. Jahrbiidier, deren Seele, der thätige < 
als tüchtiger Gesehichtaforscher bewahrte Archivar lisch ist, ■ 
ben aneh in diesem Jahre den erfreulidisten Beweis von den Fi 
schreiten der GeaeUaehaft anf der eingeadibigeiien Bahn» Wl 



Geseliiclite« 311 

m Dai y WM ^ieso Gesellsckift mr BrforadMMg der TAterttod. 

GeMkieble ud Ahertkfimer, bereits geleietel und nock in Za- 

ksaft a^o Meten Terepridit , lo AnsokUi; briogea , ee mieseii wir 

«D recht kni^ee and gleidi wirkeanee Fertbestehen derselben 

aofrirbti^' wönfldben. -« Der Inhalt der Jabrbfieber besteht ans 

Folj^ndem: 1) „Die Abtei Altdoberan en Althof nnd Woizlava^^ 

(Sediiiblia kßniga Pribislmr) ton Lisch (1— v%), weldie Abhand« 

faw«' durch die bekiuinte alte doberansche Inschrift , die in der 

1 heif egebeneo Lithographie dargestellt ist, Teranlasst wurde. Be^ 

fcanntiidi ist die Erklürang derselben vonMehrem Tersneht wor« 

dtn; die gegenwärtige möchte leidit die scharfsinnigste und beste, 

faüeiwegs aber Tollkommen genogende sein. 2) ^^Deber Bilder 

nmiklenb. Firsten in der Kirdae sn Doberan, so wie im Schlosse 

'jnKeostadt nnd im Archive von Sdiwerin*', von dems. als Fort- 

'; sefthng der Naehriditen im 1. Bde. S. ISl <~ 40). 3) Marie 

^>«Aer Marienne, erste Gemahlin Barnim'r IL, keine' Toehter AI* 

bndifs L Ten Sachsen , sondern Termuthtieh eSwe Toehter des 

P&tsgrafen Heinrich von Saebsen", ron Div <• Duve ( — 50). 

4) ,,Znr> Gesehiehle der lohannit^reomthnrei Mirow^S von Liedi 

(— 106), ^0 die lAltere Geschichte derselben bis snn 14. Jahrb. 

mil efnem inbange über das Land Turne i>nd die übrigen Gane 

tfis SffdMi. Meklenbnrgs gegeben Ist. ö)',iUeber die wedsRi 

} BUtnie aof dem flaehen Lande in Meoklenbnfg^Schwerin^S vom 

HPtelor Mnssäiis en Bansdiorf (-^ 140) und 4))' ^,Der Bauer im 

Httrstenthune Ratzeborg^* , ?om Reotor Mateh in 8ehönberg*(— 

riK) , swei selir ansieiiende Abhandtniigen , «»woatt Mancher Ab^ 

i Waagen wünschen mödile. 7) „Bandsehriften miCtelhochd. Ge« 

I .ickte'*, Ton Liseb (— 172). Im grosshera. Archive zu Schwerin 

I Midet sieb eine bisher unbekannte Pergamentkandsebrift, 'Wabru 

sibeinlirh uns dem Ende des 13. Jahrb. Sie enthalt 1. eine Lei^ 

'^Mgescbirbte Jesn, im Anfange iiiFTotiständfg, ton 4092 Versen; 

[i* eine PaMphrtoe des Valernnsers in 4886 Versen, von M<*ister 

^ ich ^0a Crolewiz (wir iiilten diesen Ort für das Dorf CrölU 

[^wStaa.d; Saarte unweit Merseburg) a«s Meissnerland v. i2ö2 — 55 

litet, enfhait Nor das letztere Gedicht wnrde nach einer 

aent- (nicht Pafrfer-) ^ ftandsetirift tn Gotha Ton Jen G«bn 

i beniitaC; znr Berausgabe beider, tob #eiieü> hier vor der - 

od Proben gegeben sind,' wird Hoffnung gemaeiit. ' 8) 'Miscel-- 

nnd Nachtrage (— 146). • 1^) Briefsamml. uns dem 16. und 

y.Jährh. ( — 210). 10) Urkunden anf Mirow nnd andere Orte 

[hfpSgB* J9»^.,|^r-«>>»>ih|*^;(— :i?9Ö.)i:^ ! /;• j 

Der aogehnti^te starke Jabresb^xiciU .^bt.über^.« 

innern ^erji^ltnisse di's* yerelps.j. i|be;?.d^e Mitgli^r/ Vei-r 

ftisa^ nii^ Verwahuog; .ühi»' .'Satniblw^^ Schriftwerken 

M ihei^timeMir J^eder aA ifnrf^üb^r' die Rei^tröbong^n ein^elnVi* 

Mitglieder ansfuhrliche Nachricht. Besonderer Anfmerksamkeii 



312 GesGhiohte/ 

Verdi rind die Berichte 6ber die zaUrrick in Meddeibiirg oulir« 
nommenen Ansgrabnngeii und eine hierauf und auf die S«mo^ 
Jnng TorchrisUicher AUerthumer za Lndwiplost gestntzte, xwar 
karze, aber an Resultaten reiche Abhandlnog Ton Lisdi, Den« 
nach fand man in Mecklenburg drei Arten yorchrisll. Grabdenkiii! 
ler» 1) Ur- oder sogenannte Hüaeogräber, umstellt mit'unbditii» 
nen Granitsäulea, die ein Oblongum von 120—160 Foss bilte 
und am Osteude mit grossen Steinplatten bedeckt sind. Der bß 
halt dieser grossartigsten aller GrAbeir zeigte UmenscheriH», St* 
rippe Ton Mensehen und Pferdeschädely- geschlagene und i^esdiiib 
fene Instrumente von Feuerstein. 2) Kegelgräber, ^ssnf! 
oder kleinere^ über dem Urboden aufgeschüttete runde oder OTaUW 
Bige Hügel, öfters a^nr Bezeichnung mit Feldsteinen umlegt fil^ 
w$lbe im Innern tou Feldsfteinen oder Stisinkisten ron pM 
Steinen erbaut enthalten theiis Urnen mit verbrannten KzmIü 
nnd Asdie und einer gepflasterten Brandst&tte , theiis gewdjll 
Bichensärge mit Gerippen« Die in diesen Gräbern gtbaiktß 
Gegenstinde bestehen fast ohne Ausnahme aus Bronze, die pff^ 
een scheint, manchmal aus Gold. Es sind Frameen, kune,nA 
Stoss; yon oben eingerichtete Schwerter und Dolche, spiralfti^t 
gewundener Draht u. s. f., alles Gegenstände , die nach des Vk 
Ansieht den mit den Römern bekannten Germanen ansvgekinl 
scheinen. 3) Slawengräber, Tom Volke hin nnd wieder Wei^l 
den- oder Heidenkirehhofe genannt, sind auf naturlichen, meist s' 
digen Gesammterh^ongen des Bodens angelegt und die Un 
die den' Gebrauch der Töpferscheibe Termuthen lassen, dickt i 
ter der Erdoberfläche neben und übereinander in grossr H« 
▼ergraben. Der Inhalt der Urnen besteht aus Knochen nnd As 
nnd die dabei befindlichen Geräthsehaften sind fast ducckfiw 
▼on Bisen nnd zeigen im Vergleich mit den obigen eine «0^ 
nere Form; einige derselben erinnern sogar an diristi. Cnta^ 
— CJebrigens beabsichtigt diese Abhandlung auf das näcksM 
im Buchhandel zu erscheinende Friderico-Francisceum aufiDSflaaA 
zu machen, welches eine Sammlung von Abbildungen der ^^^ 
wigslnst aufbewahrten Alterthümer nebst Beschreibung tob ^^^ 
enäalten wird. — Von den zwei hier heigegebenen Litk<»l^ 
phieen stellt die erste Gegenstände aus einem WendengFftke M 
Malchin und eines Römergrabes bei Bibow, die andere emtjkm 
len Gfabstein ans dem XIV. Jahrb. dar. 127- ' 

[1970] Mitiheüangen aus dem GeUete der GesdixÜ^ 
LiY^-y Ehst- und Korland's^ herausgeg. tou dar GeseUscM 
für Gesciichte und Alterthumskunde der russ. Ostseeprofütf^ 
1. Bd. 1. m 2. Heft Mit 1 SteindrpcktaL Jb^ 



Gesohlchie; « 313' 

iKnBteeii^ BveUu 1837. S. 1— 338/gr. 8. (1 TUrw 
18 Gr.) 

I Eine Geschtclite der im Jkhre 1834 geelifieleii Geaensdudk 

; ■]( Darkgoog ihrer Zwecke und Statuten eröffnet diese Mitthei-> 

kagen; an das YeReicfaniss der Mitglieder und der in der 6e- 

«Dschaft gehaltenen wissenschaftlichen Yortrftge sehliesst sich eia 

Htkrolog einiger seitdem terstorbenen Mitglieder* JeUt folgt eine 

jcdit fleissige und Terdienstliche Abhandlung von Dr. Napierskj» 

^ikr die Quellen und Hnlfsmittel der livlftndisehen Geschichte*^ 

^1—89) nnd dann „Probe einer Uebersetsung der Denkwürdige 

ieiles des Fürsten Andrei Michailowitsch Kurbskj*^ ¥on H« t. 

[ Bnckel, woraus der Uebersetzer passend einen Abschnitt über den 

MUid. Krieg ron 15M — 1560 gewählt hat. Diese russisch ge- 

fckriebeoea Denkwürdigkeiten , die durch einfache kräftige Dar* 

•iteHiiiig aaiiehen , sind in so fem wichtig , als sie Ton einem 

Mttie hemihreB , der den Begebenheiten gleichseitig lebte und 

selbst hasdelnd in sie eingriiF (-^ 127). Hierauf werden PriTi- 

kfieii kr im 17. Jahrb. verstörten Stadt Kokenhusen und am 

ScUüSw 2 Urkunden des 13. Jahrb. und ein Urlaubsbrief des 

jirlW. Heisters tou 1547 mitgetbeilt (~ 173)* Nidit mmder 

ialenmnt ist der Inhalt deff 2. Heftes. 1) ,,Ueber die Butstehungt 

I da Zweck und den endlidien Untergang der Ritterschiösser im 

I «Iteo Lifland'S Ton A. t. Löwis (179—314) , worin auch aber 

I die Ikeüweise noch erhaltenen rohen aber gressartigen Befestigunr- 

^ |i> der heidnischen Befölkerung jenes Landes Nachricht gege- 

i m wird. 2) „Ueber nordische und insbesondere ÜTländ. Alter- 

^httr aus der Torcbristl. Zeit'% Yon G. tou Rennenkampff (— i 

^, woraus wir ersehen, dass LiWand eben so wie Dänemark, 

Mdenbnrg u. a., Steingrftber besitzt, die aber noch nicht untere 

fMkt wurden. Mit. einem kurzen Vorträge des Dr. Poekhaa 

I if^ im Gewinn und Genuas » welchen das Studium der Tater- 

i kifeden Geschichte Torspricht , endigt dad Heft (— 338). — 

KMte es der Gesellschaft gefallen, einen Theil ihrer Thätigkeit 

}ttdi der innem Geschichte jener Völker, wie sie sich in Sitten 

^ Gebräuchen, in Sagen und Liedern u. s« w. ausspridit, inson- 

to«it aber ihrer Spraäe zuzuwendep , was ja Alles mehr noch 

dl Bacher und Urkunden, der Veränderung and Vernichtung un- 

*»worfin ist 127. 

[1971] Beiträge zu einer lustoriscli^topograpliiflclieii 
B«dtteibung des Kreises Eupm^ nebst einem Anhange: 
)^ ehemaL Herrschaft Mesch. Aus dem Aachner Wochenblatt 
^*>«ders abgedruckt und mit 35 Urkunden versehen Ton ChTm 



3U »Gesökiekte/ 

^uii^: ObirlAfet tuA SteMiblioilii^kiir e. W w. A^idMn. 
(Mayen) 1837. lY n. 238, 60 S. 8. (n. 1 Tkb.) 

Dfer Tf. bdMhrl vas in dem 11 Zeilen langem V<irwor(e, dass 
s^tn Bick meiat aob „cbronola^^hen Aufzügen mekrer wh^otr 
FolioWnde in eiaev akerlhumliciieiB Schreibart angefertigt*' eit- 
nUnden ae), die er im nacheoer WoeheobiMe abdrucken «ad dt- 
¥011 gegenwärtigen Wiederabdruck beaergen Jiesa. ,^ie gebtti 
,nAr^ WAS die Lebenbäebfr, Ufkundeb J9mi ai^dere Archii^al^Noti- 
zefL enthalten. Mögen ;$ie einer geetshicklea Feder , der mehr 
Material gdioteii jet, dienen, eine teUatandigere Geackichte dieses 
Kreises an schreiben.^ Von wem tmn diese sckwehen FoiiobiMs 
angelegt irmrA^n, wji» ^ sick befinden, «berhaopt über ibregaue 
Beschaffenkeit , /tou .deff itan deck etwas Gewiaseirea wiesen will 
und mufia, iAsat nUs der VC i» Dqnkeln; ikm genigt» m sag», 
nie seien in einer „altettkümliehen Bckreibart yerfertigt^S worauf 
lur entgegnen, dato aneh ia der neuesten-Zeit pine alterthänliche 
Sokreibart mö^id» i^U — Sa viel wir iiiui kaken ^bnekmen kHaiea, 
beatekt daa Werik alis.iltern and neueren » okne aonderfake ßriaiB»% 
ttiid .VeilHiidan0 ailaammeng^MelttejB Naekriebtea über ä» aua 
K|i«HM fiupen grtidrigen Fteekon, SektSaaer and Darfier, die vom 
^;röaaiaa Tkeil jenen Folianten entnommen ul aeinackeinen aad 
diirek NackriekCen aus gedruckten luptf aagedriHekten Werkes oid 
llakUnden vermehrt sind. Ohne dem 'Werke geradezn allen Werik 
akiHiäprechen, knanen wir dach nicht umhin au Erklären, dass im 
kaam eio^ ufiordantUehere , alle ßäcksiekten auf das Pablioin 
versftottende Arbeit, eine wil-klick nngesdiicktere Feder« die M 
in jeder längeren Perie>de ein* über das anderemal stolpert nod au 
fier Gonstruction fäUt , bisher nicht vorgekommen ist. Für das 
Beste am gansen Bache halten wir die aas OrigiAalen oder slM 
Absekrifien abgedrucklan 35 Urknndea , die vom .11. bis inf 
Anfange dea 18. iahrh. berabgeh^. 0rack ood Papier sin^ ^ 
das Bodi aock ia$t »a gnt« i^* 

[1972] . OescbipHtsforsdier «u^ Bewabriex der Altcr- 
Uämer am Nij^d.eri:keuu Bine Zeitsckrift für Freonde Tater- 
l&idiseker Geeidiiekte, in zwaaglaaen Heften herattsgegjBbetf "^^ 
TersckiedeBen GeseMcktsfrennden. U I)eft. Altertkumhebe Merk- 
würdigkeiten der Stadt Xanten und ihrer Umgebung von «^'Jl! 
Spenrath. Grefeld^ Funcke'sche Bochh. 1837. ^ 
ti. 128 S. gr. 8. (12 Gr.) 

, Auch u. d. Tit: Alterthffmlfche Merkwürdigkeiten der Siad» 
Xanten und ifcrer ürögebung. Alis autheniischen Quellen zas«üO' 
hiengelragen durch weil. J. P. Spenrath ^ ehemal. l-^ctor der 
Abtei Branweiler u. s. w., heransgeg. durch J. Mooren, ^^'^^ 



Gesekiekte. 315 

I WacMealonk. U ThI., «sttaltend liii«hiidrttm iber Se rftm. 
Jlerdrainer y m Xanton. 

Der Tarsttrimie ¥£ kam in des Beeifti der ImifterlMseDeii 
^ere des Pfiirrers Tack in Ytssen , der in der lölilea Hälfte 
Torjgen JahrlMsderto die damab bei Ansgrabnngen an Nie- 
Brrhein genaehien Entdeckoogen rön. Alterthäoier sorgtiMg ver- 
eieknet hatte. Spenralh antemahM, kierdarch nnterslutat , eine 
»eitttBg der xantenscken Merkwürdigkeiten, starb aber 'darüber 
J. 1828« Die Bearbeitung der sam Drucke nicht geeigaetea 
rift übernahm Hr. Mooren, ohne jedoch an Inhalte, wenn aoch 
il^ichl ioinier damit einverstanden, etwas %m ändern; nor einige 
erlanbte er sieh znansetzen. Anch nber die kirehfiehen 
Alttrdiänier Xantens bat der yerstorbene Vf. iverthipoile Brach- 
Stöcke hinterlaseea , die der Heransgeber auf gleiche Weise sa 
besrbeitea ond dem Pnblienm vorsalegen gedenkt. -«— Der Vf* 
bestreitet fie bisherige Annahme, dass Xanthen an 69r Stelle der 
Ccdonia Trajana stehe, die castra vetera aber bei dem 4- Staade 
etwa daf oa aufwärts gelegenen Dorfe Birten (im Mittelalter Bier-* 
ana) sn stehen seien. Ref. kann nicht. umbin, hinaicbtUeh der 
ersteren Bestimmung der Ansieht des Vis» beizutreten ^ und indel 
sehen in dem im Mittelalter gebrauchlichen Mamen Xantens, Troja 
jMUTi, eine Art Ton Beweis; ohne Zweifel hat. hier der Name 
Traja mit seiner früh verbreiteten Sage von der Franken Ab- 
knaft ans Troja, dem Trajana seiae Entstehung za danken. Die 
Uslerauchaag ist genau und grundlich geführt , hAtte aber etwas 
kner gefasst werden können. 127. 

[1973] Robespierre. Mit Beziehung auf die neueste Zeit ^ 
dargestellt von einem Wahrheitsfreunde. Leipzigs Brockkaus. 
1837. XVI u, 212 S. gr. 8. (1 Thlr.) 

Robespierr« wird als der Mann der Unbesteehliehkeit derfranz« 
Bevolntion diarakterisirt. Wenn damit gemeint ist, dass Rdibespierre 
sich/rei hielt von der gemeinen Leidensebaft nach Geld, ' der sieh an- 
dere Mftnner der Revolution ergaben, so geben wir dem Y£ Recht. 
Dnbesledilichkeit war für Rabespierre andi das erste Gebot, in- 
dem er nach höheren Dingen trachtete, als aach dem Besitze von 
Geld uad Gut, um derentwillen Andere die Bande, der geseU- 
Bchaftliohen Ordnung auflösten. Ref. muss es ftr einen Mangt&l 
diesee sonst wohlgearbeiteten Werkehens erklären , dass aiif die 
PUine und Bntwvrfe RobMpierre's, die sweifelsohne sehen am 
Anfange der Sitzungen des Convents vorhanden waten , wenig 
gtaehtet ist. Der V£ erwJfiint swar die AnklagenRiboequiV und 
BacbarouiL's (8. 48)^ aber nicht die weit gehaltvollere Anklage 
Lsorret de Convreys, dessen voUsIftadige Rede gegen Robespierre 
in dan^emairen desselben in inden ist Lonvet de Covmjr 



316 Geschichte. * 

'heschuUIgt Robespierre offeh des Strebens nadi der Dietetar, onl 
die Dinge, welche er zur Begrandnag dieser Anklage aniSkr^ 
und andere Umstftnde setzen es fast ausser Zweifel, dass Robes- 
pierre schon damals an die IHctatar gedacht und f&r dieselbe n 
arbeiten begonnen* Einen Theil dieser Dictatnr empfitingt Re- 
bespierre indem er Mitglied des Wohlfahrtsanssdiasses wiii 
Dem Refl scheint, als sei von dem Yf« das Betragen Robei« 
pierres im Wohlfahrtsaosschasse nicht genagsam und recht ga» 
wärdiget. Scheint es doch, als suche derselbe (S. 88) das EihiB- 
ben Robespierre's gegen die Faction der Atheisten wirklich xa 
einer starken Abneigung, welche er gegen die geistigen Ubsm- 
berkeiten gehabt. So hoch möchte Ref. Robespierre nicht stel- 
len. Es galt, die andern Häupter der Jacobiner zu Ternicbleo. 
Dieses war ein dem ganzen Wohlfahrtsausschüsse gemeinsamer 
Plan. Darum fielen Danton, Camille-Desmoulins, Hebert, Cfcas- 
nette nnd Andere. Die meisten Mitglieder des Wohlfahrtsaos- 
echnsses waren selbst dedarirte Atheisten. Aber sie braacah/aa 
ein Wort, einen Laut, um andere Jacobiner, die ihnen nnbefwn 
geworden , zu vernichten. Darum redeten sie von der Facäoi 
der Atheisten. Der Wohlfabrtsausschnss wplite sich der VEAr 
berrschaft des Convents allmftlig entledigen. Er hätte die Mit* 
glieder des Convents noch all» durch das Revolntienstribimal 
abschlachten lassen, den einen nnter diesem, den andern unter je- 
nem Verwände. Da erhebt sieh Robespierro mit dem Sjstem dm 
Tugend (S. 129) gegen seine Genossen im Wohlfahrtsansschnsse, 
Billand-Yarennes, Collot d'Herbois und Barcere, zugleich and 
gegen die angesehensten Jacobiner in den andern Aussck&seft 
nnd gegen einige Jacobiner des Conrents. Eiiien grossen Feh- 
ler hat Robespierre begangen: er hätte warten sollen, bis dtt 
Convent yon dem Wohlfahrtsausschusse vernichtet worden; i«^ 
hatte er, Mitglied des Wohlfahrtsausschusses selbst, sich g€g^ 
diesen erheben sollen. So wäre es vielleicht mdgUeh' geweseo, 
die alleinige Dictatnr zu gewinnen. Da er es nicht thnt, da er 
der Feinde zu viele auf einmal fassen will, findet er am 9l€n 
l'hermidor den Untergang. Diesen Gang der Geschichte k^ 
auch unser Yf. gezeichnet, ohne jedoch Stellung und Gesianoog 
dfir sich befehdenden Parteien mit gehöriger Scharfe zu treiio^* ! 
Die rechte Klarheit mangelt dem Werke, indem der Vf. an de^ 
Planen Robespierre's auf die Oberherrschaft (S. 186) iweifelt 
und nicht glauben will an eine anflbigliche, innerliche Verwor- 
fenheit des Mannes, sondern nur an eine, die durch die Maa|| 
der Zeit nnd der Verhältnisse geworden, die zu den entsetuicb- 
sten Mitteln zu greifen , durch giinzliche Unfilhigkeit gehnm 
worden sei. Robespierre war nicht wahnsinnig; nur ein ^^^T 
smniger könnte im Ernste meinen, dass durch Schrecken nnd To« 
Laster in Tugend umgeprägt werden könnte. AtheismiiBi T>V^ 



. 'Geschicbte. 317 

nd Laster wai«ii für Robeapierre TallkommeD gleidiguhigf Dio- 
; ge; aber er braachte Namen und Lanle für das Revolotioiistriba- 
I mü, welches aeine Gegner zam Tode Terdammen sollte. 91. 

[1074] Historiscli-politiaclier SchlBsael zur Welt- nod 
Staatenkiuide« Inbegriff der nothwendigsten Keantaiaee ron der 
Lage, Grosse nnd den Bestandtkeflen aller wichtigen Lftnder des 
Erdballs, ihrer BeTölkerung, Verfassung, Land- and Seemacht 
nnd ihrer bedeutendsten SlAdle n« s. w« Heraosgeg. ron XtHrl 
Zachariä. Leipzig^ Hartleben's Verlags -Expedition» 
1837. 211 S. 8. (18 Gr.) 

Ein Bidilein , welches alles Mögliche leistet Wir haben 
den ttberaas langen Titel , welcher einer Inhaltsanzeige gleicht, 
lidit ganz abschreiben wollen, da uns doch einmal obliegt, -anse- 
ien Lesen mitsntheilen , was ihnen hier dargeboten wird* Den 
.^ÜMig macht eine üebersicht der wichtigsten Lftnder und Staa- 
ten der Brde in alphabetischer Ordnung, Grösse,' Bewohner nach 
ZaU, AbsUamnnng und Religion, naturliche Beschaffenheit, Pro- 
dncte, Betnehsamkeit der Einwohner, Städte nnd andere statisti- 
sche Notizea werdea bei jedem Lande nach Befinden der Umst|ndo 
Vmem angefahrt. Dann folgt ein Verzeichniss der Besitzungen der 
eor»ptisdien Milchte in fremden Brdtheilen , eine chronologische 
Dcbersidit wichtiger geographischer Entdeckungen nnd merkwür- 
diger Reisen der neuem Zeit (Ton 861 — 1836 n, Chr.) , eine 
üebersicht der höchsten Puncto in den Gebirgen des Brdballs, 
Asphe der Lage einiger Ortschaflen (26) über dem Meeresspio- 
gei, Debersicht der Liage bedeutender Ströme auf der Erde, der 
Meotenilsien Kanfile nnd d^r bedeutendsten, Bisenbahnen , ein 
SMh der Zeitfolge geordnetes Yerzeichniss cinflnssreieher Erfia- 
iiugen im GeUete der Gewerbe, Künste \l s. w., ein Verzeichniss 
: fcr jetzt lebenden europäisden Regenten, eine chronologischo 
Debersicht der wichtigsten Begebenheiten ans der allg. Geschichte 
, ble 1833 und endlich eine gedrftngte Beschreibung der 5 Brdtheile. 
: Was will man mehr haben auf 211 Seiten für massigen Preis 1 
I Wir wollen nicht über das Zusammenwürfeln so mannichfaltiger 
I Gegenstände rechten. Es wird doch Manchem diess Haadbuehlein 
I willkommen sein, anmal da das Einzelne recht lleissig zusammen- 
I getragen ist. 121. 

[1975] Memoiren des Friedensfnrsten Don Manne! 
^'odoy^ Herzogs Ton Alcndia, Fürsten you Bassano u. s. w. Un- 
^ den Augen des Fürsten nach dem spanischen Mannscript ins 
Pnuttösische uhersstat von /• &• dEsmenard, Obrist-Lieut. 



318 Gesohicbte. 

im/ Generalsfabe* Aas dem Franz. von Dt, A, Diexmmm, 
4. Bd. Leipzig, KoUmann. 1837. Xl n. 389 S. 8. 
(1 Thlr. 16 Gr.) 

[Vgl. Repcttor, Bd. Xia No. 1S06.] 

I 

Welcher Geist in diesimi Werk« liemeht, wi« derPrieta^ 
fursi dabei vorBehmlick beabsicbtigte, sieh geges die lahRoses Ik- 
sebiildigaDd^ spanischer und franxos, Schrifistclter za Terdie^- 
d^;en , haben wir bei der Anzeige der ersten Bünde hinreicheiMl 
angedeatet In diesem Bande hat eir es vornehmlich mit fiaett- 
qaiz und Toreno za.thnn, und sucht si^h namentUch gegMi ik 
Anklage der Habsucht, der Yerantreaung öffenÜiGher Gelder, der 
BvMdeiiligen Handlongsweise nnd P^itik f^eg^ia Frankreidi — 
uns dnnkt mit Gluck -**- vbl rechtfertigen. Da u« die Zeit, W€4* 
che er hier Torführt, Tiel n&her gerüekt ist, als die in den Mh 
hern Bftnden berührte, se wird man raindesiend «He hier Terkom- 
menden Begebenheiten mit noch nngleieh grösserem Interesse ^0- 
«en, ond wir bemerkeo daher, dass der darin geschilderte ZeH* 
lanm die Jahre 1804 bis 1807 umfassU Die Palastintrignen) dit 
Stellung Godoj*8 snm Prinzen von Astnrien, dietreiidoseiiAngnft 
Englaniis gegen die spanischen Fregatten imOeteber 1804 teiltai 
im Frieden, die Operationen der spanisch « fninzösischeB FI^Nta 
1805, die schreckliche Schlacht von Trafalgar, die, Ferderuogw 
Napoleons, die Differenzen mit demselben wegen Neapel, s« 
Karl's IV. Bruder entthront wnrde, iKe Verhandhingett mit dM 
fraosesischen Gesandten zu Madrid , die berfiditigte PreekmafiM 
des Friedensfursten vom 6. Oct. 1806, wo er ptotzlich der Cos- 
tiaentalpolitik beizutreten Miene machte , die Yersache der Bog- 
kader gegen das apanische Amerika bilden in poiilisdierSisstdM 
eben so viele lesenswerthe Abschnitte. Auf der andern S^ 
wird mm mit grossem Vergnügen finden , was über die insers 
Lage Spaniens in Betreff der zerrüteten Pinaosen , der Pnije^ 
des Friedensfursten gegen Maroces mittelst dee bekannten abe^ 
teueriiehen Reisenden Don Badia, (Ab Bei), die Bentwhnngsn de§ 
firsftern, Kunsl^* Literatur, Ackerbau und Fabriken z« heben, g^' 
sagt ist.. . Vergleicht man Spaniens bedrängte Lage mit der jettf^ 
gen gisiilith acrrntteten , so erscheint sie allerdings imm^r b^^ 
glänzend genug , um dem Friedensflirstlin mkidestens zugesteh^it 
zu müssen, dass er, mitten unter allen Intriguen, doch dasGaase 
in ehrenvollerer Art zusammenhielt, als es seit 1814 der Fall 



Schal- u» Erziekangswescn* 319 



Schnl- n. £rziehiiiigsweseiL ^ 

[ 1 076] Atdanta. Afililieihmgeii aas df m Gebiete der Wakr^ 
lieit üBd Dichtaag zar 'belebrendeii Unterkuhaiig der Jogead ^en 
Dr. jH. Gräfe. 3 Bde. Berlii, Anidang. (1837.) 
Vm n. 412, IV u. 38a, IV u. 380 S. 8- (4 Thlr.) 

Die YerlagiBhaadlaag eeheiDt Hm. Gr&fe aam BraattaiaBi» 
Wümoens berafen sa kaben, aad diese erste Spende eröffnet d« 
lerdinga die Aaseieht, dass er das Verkabeii Wümsens, aUe Tier 
WAnde einer kleinen Kinderstube mit seinen Sckriftea zu bevöt» 
keriL» glvcklioli sa Stande bringen «erde« Oass er die sckwere 
Esiiist seines Meisters, den Fadea recht lang zu .apittaea, sekeft 
ji^ T^ilkomsieD ferstehen solle, werden Bii ligdenkende ntehtTei^ 
Jangen ; die Gewandtheit , mit der er diese, noch fehlende Hanpi*. 
b^dili^iig zji ersetzen weiss^ berechtigt za 4ien besten Erwarton« 
gen. fir ist nämlich so glacklich gewesen, sammtlieke 103 M omm 
mein 4}er Yeriteg. 3 Bände dareh folgende Hanf tuberschriften an. 
eiAer Biakeit an Terbiaden: ,yMorgenländische:Erz&hliuigen, Merk** 
v&rdigkfnlen ans ^er Natur, gewehnliche Emählnngen, Märchen, 
Sag^n, Gemälde ^us der Länder- sad Velkerknnde, Lebensbilder, 
geBcItiGktlicher Bildersaal, Merkwnrdigkeiien menschlicher Knast, 
Eebeabenteuer" ; was anch in dieses Facbwetk vodi nicht passte, 
nimmt als „bnntes- Alierlei^^ den 4. Theil jedes Bdes. ein» Bei 
dem l^esen dieser Bände ist. uns aber Manches angefallen. I>er 
Yf. sagt, er kabe seine Artikel aMerditigs ans Zeitungen und 
Buekem genoBmien,.aber sie äbenirbeilft, verändert, nea ersähk 
n. s.w. Dieses „n. s, w.'^ störte uns überall. Ueber seine Be- 
deutung kSnneil Cup* Mai^r^ral imd'tseto' Bebersetzer fi. Ro- 
berts einige Aashuittlb..fcben. Ferner, sagt' der y&, es gebe 
luv wellige, gute iUat^j^flA'ifieB '(weI(ij|e:Jiqpietät gegen seinea 
Meister!), ihr 3<oiF sei' nicht zweckmässig ausgewählt und ^ 
Bedurfnisse, Ne*igtingen und Wunsehe der Ja^ud daj:in nicht be- 
rücksichtigt. Leider, widerstreben aber die TTeigungen den Be- 
durfnisseii nur au oft ^ und d^-.Vf. iMffi^astiift <^nl|ar ^e ersle- 
r^n,.,und thut tarnen (Ijck uqrecht, wenn ^r das Christenthum gafnz 
bei äei]e Jiegen lässt. WoKtlhätigkeil'UDd Dankbarkeit sind seine 
Frömmigkeit', und das Beten kommt iwht bezeichnend ftidt nur 
in d^ AtäKhej^ and Sagei»*vor. • Diese ' Mfirotten sollten lieber 
Gespenstergeschichten genannt worden sein, kein einziges erinnert 
sni die Wahrheit und kindliche £mAllf der Voi^ den Gebi": I9rinkm 
«^»SWten,' Hdrkth^bchi^htetf üttd däS 43 S. lang^ TÄthseörnfte 
l»^n GiA)fi^^ BMilsir^ Iv^MMoi^Gh in der ge^i^ahnlichen Yorans-^ 
Setzung seiner hohen Gebart^ können wir auch nicht zweckmässig 



320 Schul- XU Erziehangswes^a« 

nennoD, . Wenn aber der Vf. sagt , „es sei Alles fem gehalten 
worden, was auch nur entfernt för dad sittliche Gefolil anstö6si|^ 
sein, oder gewisse Triebe und Wunsche in der Jagend anregni 
nnd n&hren könne'*, so halten wir ans für verpflichtet, eine Stelle 
aas der „Taofe unter der Linie'* hierher zu setzen. Auf eiaer 
Fregatte befinden sich unter mdireren Nealingen swei junge MM> 
chen, die sich die abenteoerlichsteii Vorstellongen Ton der Line 
und der Gefahr des Ueberganges über dieselbe machen. BsweN 
den die Vorbereitungen zu den gewöhnlichen Spfissen getroffen, 
ein Altar wird errichtet, nnd die Matrosen Terkleiden sich , einer 
als Vater Linie. Von diesem erbitte^ sich der Commaadant iir 
die Nenlinge „eine sattsame Taufe tat den Leib snm -Heil ilutt 
Seelen". Bin Reisender nach dem andern wird in eine mit See« 
Wasser gefällte Kofe geworfen und Eimer Wasser über üu« 
Kopf geschüttet. Die Reihe kommt mietet an die jungen Mü^ 
chen , die sich lange strauben , aber endlich durch den Obenrtt 
dazu Termocht werden , sich wenigstens mit einem Fingerhnl Tefl 
Wasser, den er in der Hand hält, benetzen zu lassen. „Ke bei- 
den jungen Mädchen Hessen sich endlich mit den Hfinden liodi 
an den Besanmast befestigen; ein Trichter in dieAermel gesiedet, 
diente, die kleine verheissene Benetzung einzuflössen, als der Et* 
. dett hinter dem Mäste Terborgeh , sich des Eimers bemiiditigl« 
und ihn ganz in die Aermel der beiden Opfer goss , deren 6e- 
Bchrei in dem allgemeinen Freadenausbrudi unterging, wehk« 
dieser Spass unter der Mannschaft hervorbrachte^' u. s. w. Bir« 
IBL wird sich wahi«chelnlich damit entschuhligen , dass er üet* 
Nummer yon einem seiner Gehüifen habe ahsdireiben lassen, vkie 
sie selbst zu überlesen; aber dann durfte der Name eines erftk- 
renen Schulmannes nicht als Köder auf den Titel gesetzt werfe** 

[1977] Die beiden kleinen Seiltänzer oder Wnodeib«e 
Schicksale zweier Kinder. Bin belehrendes und unterbaheD<l0S 
Lesebuch für die Jugend Ton Am. Schaj^e geb. W^^ 
Mit iUnnu AbbUd. Bfagdebnrg^ Rnbach. (o. X) 214». 
8. (1 TUr* 8 Gr.) 

[1078] Hondert kleine Geschichten. Das allerfieMe 
Buch für gute kleine Kinder. Von Am. 8choppe geb. ff^ß^^ 
Mit 50 illam. Abbüdd. (anf 8 Taf.) BerKn, Amelaiig. 
(o. J.) Vffl m 255 S. gr. 12. (1 Thlr. 18 Gr.) 

[1979] Madame Neander im Kreise ihrer Z6^ 
Eine Sammlung yon Mfthrchen, moral. Bröhlungen nnd I^B^j|!!r 
Inngen für die Jugend yon /• Sotßri^ (Neumann). ^ 



Sohnl«* lu EreiehvDgBweseD» 321 

(4) KvpfefB* Leipzigi FuckeriirFiidm» (o^ J.) 254 S. 
8. (1 TUr. 6 Gr.) 

[1980] Kommt her, mone Kinder^ ich will Euch Etwa» 
enalUeiU Bnühlongen ond nattliche UDterhaidnigeii ftr di« rei» 
fere Jogend beiderlei Geschlechts von /• Satori {Neumänn)^ 
MSt (3) Knpf« licipzig, Fischer n^ Facha« (o. h) 
162 S. 8« (21 Gr.) . ' 

[1981] Lohn des FleisseSo Eine Sammlaog von Miihrcherf 
njid Enfthlaogen moralischeQ Inhalts. Für die Jugend beiderlei 
Geschlechtes von 10 bis 14 Jahren. Von /• Satori (Neufi^nn). 
Mit (4) KxifL Leipadg^ Hinrichs'scho BochJu 1837« 
262 S. 8. (1 Thlr. 6 Gr.) 

[1982] Gott lebt nodi^ oder die gat^' imd jGramme Tech.' 
(er. Eine mdral. Braihlang für: die reilere Jugend Ton Zw S0» 
tort (Jimmann). Mit (3) fflnm. Kopf. . Lripmg, Fi« 
edier tu jPqrdis, 1837. 124 S, 8. (18 Gr.) 

Wir haben hier .die beide« frochtbArtfen fichriieteiljminea 
inr Kinder neben einander gestelUi obsdion Mdme. Scboppe dnroh 
forrecle !iiiiid.rgewandte Diction und eine diehi gewMaiiche Gabe^ 
-mit Kindern' faneettd in redcn^idleMdme.Satori. bei- wehem fib«^ 
trifi. Diese giit Yonoglioh Ten den kleinen Gebuchten , welche 
fie edbeiiiliar nnbedeatenden. Ereignisse des Kinderlebens behan^ 
dib, wobm ima.nar'an viel Meral. gepredigt ia werden sdieint. 
b len biäate SMlCftnem.leMt :es »cht an thtotr^Hseheii Soenen* 
Der Enake* spnehi wie ein lerliebter RomaAheid ^ als man ihn 
Inf die 9nJU -stellt) ob er sieb iroo seiner Sdlwe^er'iwerd^itreii«» 
am lassin -*^ ;,beide so rfihrend, 'dassdemCnifenim^ 'deriGrOfio 
die Thrta€«'iit die Aogeti treiSA^« i Die Qeodkiclite>i Jst vieL.ab 
sehr ansgcdebat/ niid obgleich .i|ie 'dnmme» Streiche des: in der 
Wildmsv aii%swiidiBenett iEnahei ,) der die AlistendMgela nicfac 
wsiss «nd'die um* Tom PiMigler. erhaltenen «'Beickmntf^en übdr 
Sedbt «iid Doredit an Allem, was > er . sieht , i sehen Agsles «ftwe». 
det, sekr efgOtslich smd, so g^nbeii wfar dechVditecs'BiidL nicht 
enpfriiMi 2ii./dfiifen« Solche iaassergewShnliche -Breignisse «eia«- 
sen das Kind aas seinem nätirlichen IdsadfcrolS'^fsäUl onafen die 
Alies Tssderbeide Xenwntk henmr. ~ ^MdM;i6atoK machl les 
ans sdVsl'zor Pflicht, all^ GalantMe sa eKtM^cD, twenn sie b^ 
markt: „Es kommt Jädar aar. gär an oft iTSV) däss'MAnnev vnd 
Fraoen ganz nnpassende Büchei) für die Jagend tsahimben, ohne 
an den Zmeck derselben au gedenke9i(i) SdHr viel^BöseiJ kaab 
Bcpot. d. ff», daatek Ut. XIV. 3. 21 



322 Solml^ 0. ErEiebtngsweftbn»- 

a«f ioldie Wwe e^tlfiot werlta» iib4 es iM «nbegifilichi im 
nicht hflnfi^r ehrenvoll gekannte Manner die SohädKehkeit iml 
ünzweckmAssigkeit der meisten Jngendschriften jetziger Ze'it öBtet- 
lidi enthüllen«^* 8i« erzfthlt, dass aie ont^f andern widrigen Sehiek- 
aalen, a^cli ^»bereits 52 Bände ihrer Arbeit ^er.Leseifelt «Im* 
liefert fcfibe^f ^ Ihren Zöglingen pflegt sie die NÄh-. imd Strick- 
stunden durch allerlei ErzAhliingen xp y^r^üasen, und dieser ^ 
urohnheit Terdanken wir die Bntstehdng der ui^t^r |fov 1979— 1^2, 
bezeichneten Werke« Wir erhalten darin ein T^rflstitttdiges 9U 
jon diesen Yprachiilen dea g;eselUg^i hf^m^ §fiJf^'^I^Jim' 
der (fpbt dfeae Stqc^stnnde Ton^hr^mi Eintritte bi^ za ihrem 'Wdl" 
gapge mit Allein, was si^ selbst nnd ihre Schülerinnen sprediei^ 
giilti:ea|ich wieder.* ^'yiTeir sie dieWrurme lieht, ist ihr IStnhl sdm 
an den Ofen gerdclct und ein Pnssbftnkchen wird sogltich ge* 
bracht. Nun wird nm eine Ei^fililnng gebeten ^nd diese m 
nach dem abgelegten Verspreche der Riihj9.nn4,A|ifmejk8j|94^eit 
gewährt Bass ine am lieWen elne-lUliiber- oder Getpenaiteigv- 
sdhichie^hftren ' milchten, wii^n- die M^dcbea. anr.lhalblani m ei»« 
avd^r^m äidkn. .; •Slii&.teeidig[ft9 Si»lhlair^4afi.f«sdim, W 
will, denn pufl^ wi^^ ^ie jin 4ei| ^fo^getrSäPffen mM^m IH 
entwickelt; lüan kann sich denken, welches unnütze Strickstoooes- 
geschwlts iahet an Papier geftrdert'wbrden ist.. Wird das Getos 
in.:arg, sei brauobtlfad. Ni Antta drohen ■ <UDd das IfesdiiiM 
^ehr oft), sMDai^ ^eder etwai erzfthlto an wdlcn^ .nhddasgaiM 
Anditoriitii ist ätill. Der Sioff 'ist aus der GiM^hle nnd dtt 
gewöhnlichen' Ltkea genomme»^ amh aegen. Märdbjen nnl SUgd 
oisiihlt sie, liefari'aber aufa ne^e^dettBMreis, wiasQhvflrSiiüiA 
mehreren an8g)eznichnelenyearbjl4erii bei) Uärdien an mSsnießwd 
gnl Sil eraKhleuu Die nadi emem ing^. Ori^näi craldilttnawe^ 
Mindiiimisefa^scIiMi AhaiMteJaer aiM imhodisten Ocadn^abgisckSUuU 
«nd oime alle :pee(Mie Wahrheit.«: Sine bast^nmteiSlMifrMBa^ 
■uin in 4Kelien fidiriften Tergeb^fas^ nnd ihr grpsster , JMfer iil 
der, dasa 'sie ikkMs nfitsen kömmü i iT^ofn CfeistentlHMK id s» 
ein aerrisseaftr morafiadkev Lalppei'6br% geblieben» iAf^Stfß^i 
iwo die Kinder Mlhwendig anf den^chJrisdiehen Slandpnnflt «^ 
ben .werden itonsaten, a. B; bei- d^riGeichkhte der SäAo,. >yii9 «* 
aribsldes eiakaMbiStahl in iha /Qera nfoktt^t^ uväri aar * 
Urichtige Moral an|*kkelt, der PAeht selbst das nd^Mrite Opfa 
liraigen an missen^ Aber wammt Bas SpmAwnrt lieififlt k« 
ihr: ,^Der Mcasefc diHik(,:daa flekioksni lenkt''. .Jdtiki»^ 
«olikin. Zn wdibr Lehre .irir: Ans diessefts bekannt, habiii 
^Unaeh wind er fntib &ageik'^ ^ w fiie. aahreifal: ^vBthihm (» 
dnimer), seli^y» ins /Paradies .heprommspaaieren , der W^ghistf 
dem (fit. im dem) Hanse bis amn Markt, Ceodynk woa (fd.^^) 
.Dankbarkeit, die JMmmeiiii« bricht heran, mit «eUfanten AiM 



fiehilr Oiw JSp«iß]|iiBgflir»««»f SSI 

9, *iiL Mvi* um Am DiappmtifuieBr Jd» wi|I pndk toh 
im BMm^ arattieq. Bist, ntm ÜBß Wort Mentel, w/^ m 
Mh» «üd ^e. 9i» geUeidel mai , 4mii fri^r «Ue« Utbrifo^ W« 
■ir Tan.ihBeB bpluMint ist^^^ /W^? ^<)1 ^eaes jiei, beiengt d«r 
ScUuss : »iSagt selbst, Kinder , sind solche MensclieQ . demi m- 
den al« itf lielie'tiehl^' Sät^e, ^ie j^Bssiingen, ^\n Sttfltcliett 
laäcbwabeii {elefen, aacli nicht weit Von dem Badeort CaAnstaifk 
ond ToÜends gana na]^e am Neekarstronie'* körnten wir hier ebef 
so wenif; wiedergebffi'i als die falscbgebanten un^ oft ganz sinn- 
losen Siiixe. -*-' Die soieUt |;enaiin je Schrift ist ein' yälstA^äigeir 
Einderromaa. ' pie Tochter eines Gntsherm autf der rpsslschen 
jGrenae rettet im L 1812 änf Antrieb ihrer Erzieherin einen |r^- 
iMseiieB General, def sich ihrem Täter ergaben liatti^,' niid f^t 
den dieser ansliefßfn woUle. Um diese za bewerlcstellij^en/ miMi^ 
der^Schlfissel zn .d€|m Gemach ^ in welchem der Gehefai' einge- 
schlossen war^ ypm Bett des Vaters genommen werdenj '' piis 
teldchen mid die' Erzieherin sprechen mit einander: .,])o'ch' meip 
Yater, adi wie wird, er so böse e6in, wie irird er schelten^ wt^ 
w&ihen« — r Nnn ^en Kopf mnsa er nns doch anf dem ttnnfpfe 
tili^ lassen. Ünä gegen eine ini^ligd Pl^rtion Schelte ']iiusse|i 
wfr nns schon mit dem Gedanken wappnen, dass wir doch Jeden- 
Ub etwas Gntes than, wssshalb nns der liebe Gott schon bei 
. anserem Yofhaben nnterstützen wird. — Wenn aber unser Plan 
n^Älg|1 rr^fianf ,iMMt d« «e^/in^ bim }nfn\'^^^^ 
weisst ja, der Vater ist sehr gntmothig nnd kann deinem schmei- 
delnden Tone sein Herz mdd verschliessen." (Dennoch heisst es 
Mht lange Torher: Er hatte nnr einen Fehler , dass er , einmal 
ftt Heinnng gnüMist^' ^afoir nicht; -nbglng»' Er konntet In solcjhem 
Alft s^gwr ffWPHlifra .l»|t sW:,.>Bo»r:k«ne Bitten s^ff^ fdi^ 
.flTO.T/tfjhVvfen^ yon jsjf^ f «PWU«^^ 

s^ps^e abzobnngen«) Dann wieder kurz XAt ^er Aqsrahrni^;;: 
„Ach idi bebe T4>r Angst an allen Gliedern. — Unf^^icn bfetlD 
i«|iiMdffd^0^ .Vf^^ni«^:» 9m ß^ 8**fi ipk rtic^;«:fitou- 
4f|eii| fsd^das tfafs dp jg|^idi%lls^ indem ich dj^pke, den |[^s 
kaan'nnd wird's nicnt kosten.^^ Doch' W Tater schlftQ'jfesrnijd 
hm Wagstnck gelingt. Später Terarmt der Gatsbesiiz6r| hberllflis 

MMiiff^. sw'mpt *w prwf l'm m ,^er M^ßri« wd.lW«t «i- 

Pffl. ßfJif^^ ^n4rein! der Geiie|4 ani^t sie Tri^dec'.|ifi(,..n^d 

|;i96ß1 Die Stadih nnA I^anlbdiirie. ^ineSamihjliin^ «1- 
1er Scbtdwissendchäften ffir Lehrer nnd Schiller n. s. if. TOn do^r 
CleseUschaft deutscher Lehrer 1^td ' Erzieher' nnterRed^ctfon der 
tKakonen Jj. fFilrkert \u Wi Häßn. 8.' B£ lieipdg^ 
0. Wigani 1837. 388 S. g^. 8. (1* TUr. 1 Gr.) ^ 

2i* 



3ill Anslfind« Sprachen n. Intiif^tftar. 

.<*'7 Aoeh n. d. Tit: Bie nieiiscMidi« Chs^ellsehaiL^ Bin &»<• 
> fiiden 'zam Unterrichte für Lehrende ^ond Leniende,' Schole toi 
Haiü^'Jögeiidzeh und spatere- Lebensjabir«. Inhalt: YöUieckiiirfe* 
' » • [Vgl. Rc^crtor>Bd, Xfl. Ko;/^90«.3 * 

,, y,l .ylj^ ühfir das Unternehmen im Allgfimeuien] schon frfiJier jof 
MrßJl^^chli^migetlk^ worden ist, können wir uns bei Aiueigi 
^A^es 8^ ]^des kors fassen« In ansprechender Weise . iwerd^a 
hier'.die. *y.olker> der 5 Srdtheile geschildert.'"' Die Anordniin{f isi 
bjer Europa. nach Staaten gc^trpffen. Wovon aber/ wie natüdid, 
be^^denjiJi^gen Erdteilen mehr oder i?eniger .ab^e^ichea inri 
lp^.^djie Eigenthumliolikeit der Volker auch durch Lage, Bbdeobe- 
fijcE^ilkA^eit .'und KUma.dfr, Länder bedingt wfrd , so '.ist. abeniD 
^fiK^ze äof diese hiBgewiesen worden« Am Schlüsse jedes S!ri- 
(heils b^fio^et sich itbrige^s n^oh eine ubersickliche Tabelle/wel^ 
ch« denj^ikcbeniolhalt und (die EihwohnerxaJ^t^^er'emzeloenLts- 
d^ir^^niid 'Staaten in rqindeQ fahlen angibt. Ein ..^a popalilr g»- 
^lidteoiefli Bach» weldies nicht /»ilein belehrt, j8jQ»ndern'aach ab^ 
^ejjKih :unterhalt, . wie ijas.Torliegende, wird sich'ge.wiss Viele Itofc 
^erwj^rbep. Das beifegebeaci Registejf^.wird d^ AJl)i|^hmeni wiQ« 
'koHuaen' sein« ' \. :' '"'" ..'•' i''' i;, .. ',• . .i?l*'/ 

Anfäländisehe Spraclieii' nnd Ute* I 

r,- . : ■ . . -■ratur. .■.,_-.,:.. :.'.^: 

. {1084} Kor^gefaaste spanisclie Oraittnatik naftfi«^ 
möh und Sdbrino v^rti Dr* -Ö^O. NiUi^. Biirma$M.:^^^^ 

[1985] Lefarbaeh der spanisefaeiif Stäche ^^ ^^ 
Fuchs. Leipzig, Serig^sfche Buchh. 1837. XVIic^W 
S. gr* 8t (16 Gn) ^ . 

* 'Wer eine neae SpracMehre schreibt, will wWedei' .** *•" 
sidtat eines tief in den Geist der' Sprach« eing^^ndenStad]^ 
xnk Nützen Derer, welche diese Sprache grfindlidi kenn» l*j** 
wollen, darlegen, nnd durch lichtvolle Anordnung des sch^i^**^ 
handenen und des hioiogefl^gten Stoffes .denaeBbea den ^^'^^ 
Weg, den er selbst gegangen ist, erleichtern; oder er aal v^ 
Neues zu bringen, nnd wffl nur dem praktisdien Zwecke de« 1^ 
nenden tfuvch eine gedrängte Uebersicht der «rammati^^^ ^ 
geln and ihrer Anwiindnng auf Beispiele forderliäi Bein« ^ 



Ausländ« jSpraclieii lu LiteVatnr« 325 

gjkidi es ein imtergeordneles Yerdienst ist,- was sich der Letsl^re 
cnrirbt, so ist doch nicht in Abrede xa stellen , dass dorch eine 
solche praktische Spradilehre, wenn sie zweekmflesi; geordnet nnd 
nichts Wesentlichee fibergangen ist, besonders bei AnfiUigem nnd 
Solehen , welche die Sprache aliein za praktischen Zwecken er- 
lenien, ohne in ein grundliches Studium derselben sich einlassen 
la wollen und zn können, häufig mehr Nutzen gestiftet wird als 

1 dorch die ansiubriichsten philologischen Sprachentwickelungen, die 
fiir die Letzteren unnütz sind. Von diesem Gesichtspuncte ging 
offenbar der Vf. von No. 1984. aus. Es war nicht seine Absicht, 

: neue, eigene Forschungen über die spanische Sprache hier dar- 
ndegen, Tielmehr nur das Beste des Vorhandenen iichtvoirzu ei- 
sern praktischen, schnellfordemden Zwecke xusammenzustellen. 
Die Regeln sind klar und deutlich, und auch Dem durchaus Tor- 
Btftndlidi f der mit der Kenntnis* seiner Muttersprache und einer 
oder mehrM'er der Töchtersprachen der lateinischen ausgerüstet, 
es nntemimmt, ohne Hülfe eines Lehrers die spanische. Sprache 
zu erlernen. Der Vf. von No/1985. hat sich dagegen '^en oben 
zuerst angedeuteten Zweck vorgesetzt, durch eine gründliche Ent- 
Wickelung die Kenntniss der spanischen Sprache zu fordern. Er 
ist desshalb ausführlicher, und hai näu^eiitlich auch ' die Etymolo- 
gie der Sprache iin'd ihren Geist mehr berücksichtigt, als diess 

; Hr. B. getbas. Er gibt stets Hinweisungen auf die Entsiehung 
'Uid die Botwickdnnf ^er .Sp/racbformen , da hierdjirch , wie er 
sehr richtig im Vorworte bemerkt, dem Schuler das Erlernen ei- 
ner fremden Sprache erleichtert wird , nnd der Sprachunterricht 
^el Ton dem Trockenen yerliert , worüber so häufig Klage ge- 
ßkrt wird, wenn dabei stets auf das schon aus andern Sprachen 
Bekannte hingewiesen wird, nnd der Schüler in den einzelnen 
Formen der ihm neuen Sprache eine alte bekannte nur im verftüder- 
len Kleide wiedererkennt. Das Lesebndi des Hm. F. ist das 
tttlktiindi^te der bi^her^ erschienenen, denn die vor 1813 in 

' Deutschland gescbriebeiien spanischen Sprachlehren (in welchem 
Jahre erst die „Ortografia de la Lengoa Castellana , per la R. 
Academia.Espaitola** r. J.1815, in Deutschland bekannt zn werden 

; anfing) , sind wegen der alten. Orthographie für den AniKnger 

I mibrauehbar, nnddiespHtei'n von Franceson nnd Fromm sind 

I zwar ausführlich, übergehen aber dessenungeachtet manches We^ 

1 «entliehe, auch lehrt die letztere niehr die Sprache des gemeinen 
Mannes nnd die Mundart des Andalusiers, als die des gebildeten 

' Castiliers. Auch die im Anhange enthaltene Lehre Tom Versbaue 
hann Ref. gelungen nennen. Und so möge die sorgiältige und 
gründliche Arbeit des Vis. dieser Schrift ein grösseres Publicum 
gewinnen, nnd die Verbreitung der Kenntniss einer so herrlichen, 
in Deutschland noch sehr Tornachlftssigten Sprache, wie die spa- 

I u*sehe es ist, durch sie gefördert werden. 139» 



ä^ Ausländ. iSpIrablieii Ai tiiteifatitt. 

[1086] FraDzosi&cliö Schiilgrammatik« Ton M. h 
Stafschedel in Pdris« Iserlohn^ Laogiewiesdie. 1837* 
258 S. 8i (13 Gr.) 

Dar Tu liat 8ich bewogeh ^efandea , In Paris Das , was er 
in seinem Uebeii deatschen Vaterlände ans f^aUgaiti nnd S^pj 
gelernt batte , nocb einmal znsammenznsteilish , mit einer AnzaU 
bekalinter, ans französ. Gr^mmatikem entlehnter Beispiele zu ter- 
s^ben und ans als überrbeiniscAe Gabe, dnrcb den Verleger «ot 
dem tlinscblage bestens empfoblen, ztuüs^ndeii« Wamm er diess 
getban,.6agi uns weder der \t selbst & einem Toirworte, nodi 
k5nn'<6n wir es aiis dem Biiöblein ärräthien. Das Aenssere isitt- 
spröclieüd., docb fehlt es nicKl an Drncktebteirn hnd Nacbllssig' 
keiten^anderep Art, z. )3. S.'l t^ statt t& S. 7 secretaire st 
secrl^taire. — Jamais tine offense qoeleohqne doit neos por- 
t^ st. He doit nons porter h, lä rengeance. S. 1^7 La sAu ^ 
sente. Si 189 II se condaite st. il ise cdtt^ait S. 200 U ftr 
est än'onss^e st. ^möns^^. Ebendaselbst: Lbs Gt4cs (Staient peN 
soäd^s, qne, wo das Koinma falsch ist. S. 162 ii.237 reSenol 
n. resbndre st. r^&exiod tu i^sö^dre. Der Umschlag enAftIf afis- 
ser dem Namen noch fötgend^b PrSdicat: ,.y^ir&S8er ehiesllaiiilel 
de la cöttv^rSätiott etd. mä adAerei^ W^rkr^ 92. 

[1987] Urnfsuisiindfi £dirt delr M^hm AmpAl 

nlld ji^eststeliahg des Accentes zur bessern VerstitndlichoiV 
nnd i^Ugemeinea Nutzanwendung ^er Wörterbücher tob Hilpe^ 
Flfigel.n. 8. w.y und W den GrnndpfeQem des Walker erbaB<» 
znm äelbstnnterridite , znm Gebraacfae für Le)>rer nnd ascl ab 
NachscUagebneh zu yerwenden, Ton JoA. IStockner^ WJ*> 
ß^hrmami m. Sohwelgetd. 1837« 160 iS. p,8. (21 Gr.) 

Die Aussprache des Englischen ist," sieStdfek Walker ^ 
nenes Sjstieüi derselben aufgestellt hat , hftofig Gege&staod dtf 
Unteimi'c^\iidK\ iiir Engländer biid Deutsche {gewesen , nnd Yl«^ 
haben siph mit Erfolg Be&uhi, ^ifndlich^ iind ausreichende Kr 
getn fSr, dieselbe auszufih^eü. ' Ubineir ^ehb wiiU es ^^^^ 
wie a'dclh der Tf, in der Vorrede bemerikt^ dass Umhang <u^ 
nicht ausreicht, die «nglische Aussprache zu erlernen, söodan 
•dass man sich ein Sjstem der Ausspracht aneignen müsse, ^ 
in allen FfiUeh sicher iü sein. Diesen Zweck, «in Sjstem m 
englischen Aussprache aufzustellen , hht Bi • 6. mit Fleiss oad 
Umsicht durchgeführt, sß dass Ref« ybrslchehi inaSs, diese Sein» 
sei die umfassendste und geordnetste, welche er nber ^^^^^^ 
genstand kennt. 139. 

[1988] Torandot^ Princess of China; a tragi-eosücdi«- 



Amsltnd* SpraeKea «• Literatur« 327 

na. In fiye acte. Fron tiieG^rmn otßchfUeri wiOi cotfridep. 
able «IteraiioDs and Ühh iiitrodadioii of oew charaiHers; with (h% Tiew 
4>f its adaptation to die English Stage, b; Archer T%omp$on 
Oumey. Frankfurt a« M. (Fr. Wilmans.) 1836. 114 
S« gr. 8. (n. 18 Gr.) 

l)er üeberseber l»der beArbeifeir dieses Stfieks kaf ftidi nek- 
rer^ 'Attordnnngen erlaubt, aaminflick indem er die ZakI der 
handelnden Personen Termebrie, und den Lehrer der Tnralidot, 
den er Sinarbns nannte, binzafugte. Es ist wahr, dass der Cha^ 
rakter der Taranddt im SckiHer'schen Stücke etwas HonstrOses 
kal, was der Dichter anch darfch die sehSasten Reden nnd selbst 
dnrdi deto Schlnss des Stückes nicht hat yertilgen können. Hr. 
0« Hlset desshalb Turandots Handlnngsweise anf einen Bid be* 
gründet sein, welchen sie früher ihrem Lehrer geleistet hat Am 
Schlosse erscheint nun dieser Dinarbns plötzlich nad ehtbin- 
det die Tnrandot von jenem Eide. Ref. ist nidit abgeneigt, tta 
glaiiben, dass das Stuck durch diese Aendemng gewonnen hat. 
Allere ieaderongea, a. B. dass aus der Fraa dto Hassan eine 
jamehne Dame und Zeh'ma aus ihrer Tochter ihre -Schwester 
geworden ist, sowie auch die Hinznfdgung der BEftdehen, wel- 
che nm die iingerichtetefl Printen trauern , sind unhedeutead nnd 
▼oa keiaem Wesendichen Binflasse. Die Debersetznng ist flies- 
send geschrieben, das Original mit Geist nnd Geschmack anfgif- 
best und wiedergegeben, das Hinsngefugte durchaus mit dem Ueb- 
Tigen gleidiftrttiig, tso dasS ilieSto Bearbeitung, da auch der Vers- 
tat gelimgea , die Sprache edel ist , das besta Lob verdient. 

. 139. 

[1069] Origiflal Poenur. Translations of Demetrfus, part 
of the Bride of MesstAa , .and three scenes from Faust. Bj 
Charlei Haages. Mfinchen^ Weber'sche ßncUu 1836. 
240 S. 8. (n. 1 Thlr.) . 

ftt den Debersetsangen dwi flnu H. ist der Wortsum des 
Originale ftst ü der Regel' tren Medergegeben, aber die Spradie 
ist nicht Immer gtöch gewanttj man stöast oft anf Hltrten, wah- 
rend andere Stellen sidi Wieder recht gut lesen; Allein der be- 
detoteadste Mangel und ein wesentlicher dieser Uthersetiniq^ bei- 
steht darin, dass der Uebersetserdte Originale mlrt liiit fpoetisobem 
Geiste anf^efasst, tielmehr alhrdfiel toU' seiner eigeaea Prosa 
hiniehigetragen %tjiv Prent man sieh rinmal .über eine gelnngetfe 
SteDe der CebeMMliong, so^ komast'^sohoa im nadistea ^Satae Et- 
was, was de» BädMdc wilberfoidhrlit^.eia^aiiharmonisckea Wort, 
^ hd|mider Y^ oder «her .>rMriis«ie Aaffiwm# das paeti- 



328 .Ausländ« SpracHeiL u. Lltetätnt« 

sehen Gedankens. Meist gelangen ist dieUebersetsongderChtre 
aas der Braat'von Messina and die letzte Soene aas. Faost, aber 
.mit Bezog aaf das oben Gesagte. — Bedächte doch Hr. H^ 
dass man, am einen Dichter za übersetzen, nothwendig selbst einige 
Poesie in sich haben müsse, nm bei der Debertragang nicht bloss 
das äussere Kleid, sondern den innern Gehalt des Originals yfk» 
dergeben za können. Master goter Uebersetzangen fehlen besoi- 
ders pns Deutschen nicht, and wir dürfen nnr die Schlegel-Tieck* 
sehe üebersetzang des Shakspeare anführen; deren Stadiom Hhl 
H. als Engländer so nahe liegt; allein aach die Engländer ba- 
ben bei weitem bessere Uebersetzangen als sie Hr. B. hier bietef. 
Was nan die „Original Poems" hetrifllt, so stehen sie noch weit 
.unter den Uebersetzangen. Gewiss Mancher hat Augenblicke ia 
seinc^n Leben, wo er tich poetisch gestimmt and gedrangen fnUt, 
seine. jGredanken in gebundener Rede zu Papier za bringen. No^ 
das mag er immerhin , wenn er sie aber im Drack dem Urüiefl 
desPublicums vorlegt, so kann man billig verlangen ^ dass sie 
.auci^. Druck und Papier werth sind. Diese ^Original 'Poene^ 
welche 36 S. einnehmen, enthalten zwar Verse, aber,, so sehrsidi 
.auch Ref. bemüht hat, sie heranszufindeni — keine Spur Tea 
Poesie. So arm ist doch die englische Literatur« — obgleich |l 
der lyrischen Poesie in neuester Zeit wenig geleistet worden &t 
— noch nicht, um diese höchst trivialen und prosais(;|ien „Origi- 
nal Poems^' aar Poesie rechnen au können. 139« 

[lÖdÖ] The Bnglish Novjßlist. A Colle^on nf Taleskj 
ths most celehrated Bnglish Writers. 1837/ Leipzigs En- 
gelmann» IV n« 400 S. gn 8. (1 Thlr. 12 Gr.) 

Der vorlieg. Band, der 2« J<\brgang einer Sammlung eigE- 
scher Novellen, bietet eine sehr passende Leetüre für junge Leote, 
welche die grössten Schwierigkeifen in Erlernung der englisd^ 
Sprache überwunden halben. ' Die Auswahl ist wohl geeignet, In- 
teressie für diese Literatur za erregen, und esrist dabei beson- 
ders . xü lobfiii, d^s : nur kuisQ Stileke gewiihU : sindi weil der An- 
fkng6r:an:JaBft^n,<IUHianen:«od £r>ablaagen ww sn' leicht e^ 
mudet-cAliBsiec; einigen Gedjkht^n findet si^h auch ein DraniA • 
„Woiten'sFoitb'^Jn diesfUDi Bande, w:elcbes zwar nicht bedeotena 
ist, aber einelfitelle finden dnrAe,, da der Mangel an P^^^^ 
englischen BraOBen so gro«» ist«; Fur'einen spätem Jabrg. m&^f 
Ref.: ,jThe*ßtar»#f SorilW* der*!Misln Butler vorschlagea, em 
Stade, dasfreiUoh.anchr-keiiloiTollkemmeneTrfigAdie ist, ab^Q<^ 
sohöneodStellen wegen» velohernrnntbAi^ woMrM^enti in DeaM*^ 
iandf gaftaaer bek^nBt:%VL.\irM9U.^'flBl^kltimi^Ri:^^^ 
spenfftuu §nnk^Skle'^&4il.£yi.«ehitfidolt:,4iy k^km^ ^^ 



Land«- und Haii8wirtli«c]iaft# -620 

harn Sliakspeate ia der erstes Zeit seines Aüfenthalies ia Len- 

don seiAen UntierbaU damit yerdient labe, den Personen, welcbd 

ins Theater ritten, die Pferde zu halten , aof eine recht gt iniale 

Weise. Anch ist Ton Chateaubriand im „Essai snr la litt^^iüinre 

anglnise'^ nnd And. dieses M&rchen als volle Wahrheit angcmoni« 

nen worden. Allein Collier, in den „New Faits regardiijg the 

! life of Shakspeare^^ hat schon früher ans Docnmenten bew iesen, 

\ daas Sh. bereits zwei Jahre nach seiner Ankunft in London . einer 

1 der Hanpttheibehmer am Blackfriarstheater war, wozu doch kein 

so ganz geringes Vermögen gehörte (sein Antheil an demtselben 

' wird in einem spätem, yon Collier aufgefundenen Oocnmeaite za 

1433 Ib.. nach jetzigem Geldwerthe 71651b., angeschlagen), als 

Aaas er dasselbe in so kurzer Zeit nnd durch jene Dienstl eislung 

sollte erworben haben. -^ Ref. wünscht dieser reichhaltig en und 

zweckmfissigen Sammlung recht Tiele Leser. Die Anssitattnng 

ist gnt nnd der Preis hülig« 139« 

l«and- und HanswirthschaiL 

[1991] SystematiBch geordnetes Handbach der Pomo« 
hpe, mit Inbegriff der in der kön« bajer. Central - Ob stbamn-- 
schule nn Wejhenstephan bei Preising aufgestellten nnd cnltivir- 

^ ten Kern- «nnd Steinobstsorten, nnd besond. Berücksichtiglang so- 
wohl des Bodens nnd Klimas, als der Anwendung nnd Hntzbar- 
keit ders. , nebst einer Einleitung über Behandlung nnd Pflege 
der Obstbäume. Auf allerhöchsten Befehl bearbeitet Ton . F» f^l 
Hinkerty Vorstand der Central-Ohstbaümschule zu Weylienste-* 
pkaa, and Hofgärtner zu München* 3« Bd. Steinobst L Atit 

\ emem Anhange, die Quitten, Mispeln, Comelkirsdien vind das 
fiämmtliche Schalen- 'und Beerenob^ behandelnd. Miinclien^ 
Weber'sche Bnchh; 1836. 200 S. gr. 8. (Snbscr »-Preis 
1 Thlr.) 

[Vgl Repertor. fid. XI. No. 20ß.) 

In diesem Bandto sind 90 Kirsehwsorten nach des Freiherrn 
t. Tmchsess Hanpteintheilnng, hinsichtlich 4 Species Ton Kirscle 

] bäunea (indem bekanntlich unter der Sanerkirsdie 3 Speeies ent- 
halten sein soH»), .anderweit nach der Besrhaffeaheit drs Saftes 
und Fleisches cbssifioirti und sodann 50 Pflaumen-, 30 P&r-* 

; sehen*, 12 Aprikosensorten, «eiche zu Wejhenstephan gezogen 
Verden, anfgefuhct nnd besrhrieben« Um nber den Obstliebhabem 
eine ToUstftndigere Uebersicfat . «ftmndiefaer Obstarten in geben, 

I BS sind in einem Anhange nock 3 Sorten Quitten, 3 Sorten lülis- 



33(1 'tiand-^ Qitfl Hanswirilifteltafh 

p^bjj die Ktftttelkir^ebe, -^ Tom SchaaleBobste: 7 Sorten Hbä- 
,i£iü^. Trotten Wall- ni^d lO Sorten Haselnüsse, — Tom Bae» 
reno We: 22 S. Weiit, 4 S. Johannisbeeren, 23 S. Stachelbeerei 
und 8 S. Bimbeeren ini%rfiilrrt. Einer jeden Obstart geht tine 
Binlttitnng vörans, welche ^fiber Erziehting und Pflege der betirf- 
teh&i Vi Qbstbänmef nnd liber Benutzung der Obsiart, eine goto od 
anf ^ vielfache Brfabmng gegründete Belehrang gibt Diese Bir 
lettani^en geben dem Werke einen nicht geringen Wertb, besot- 
derd ntr Landieute, i^iche Obstgarten anlegen oder yerbesseit 
troneitt.' Löbedswi^rith ist es, dass die Anzahl der anfgenoaae- 
kien bstsorten nicht zu gross ist, nnd nnr wirklich zu empiefalend^ 
nnUbi'kre Sorten aufgeführt sind, die beim Klima Deutschlands reich- 
lichen Ertrag tersichem. Bs dorfte dem Tf. leicht gewesen seiiy 
tfofip^rc Stt Viele Weinsotten nnd mehr anfzndihren; allein er be- 
gnügte^ sieh , nur 22 solche . an Spalieren zu ziehende Arten xn 
nenner t , die selbst in Jahren , wo die Witterung nicht besoid«» 
günstig ; ist , bei guter Lage des Spaliers , reife Trauben bieieo 
werdem. Die Besdireibungen der Fruchte sind kurz, doch genta 
und ^cdlständig, so dassmai^ leicht nach ihnen den Namen nod 
unbesti mmter Arten eru^itteln kann. Die häufig beigefügten Nnck' 
-richten über den Baum, seine t'rnchtbarkeit , PAege nnd die son- 
etigen Erfordernisse m seinem Gedeihen geben dem ObsfaEucktor 
hinreiclbend« Aasknaft, welche Sorte er fdr gewisse Zwecke « 
wfthlen babe. 

[19*92] Systematisclies Handbach der^Obstkunde ndKt 
Anleitung inr Obstbaumzucht und zweckmftssiger Benutzung ^ 
Obstes«. Von Joh» Oeo. Dittrichy Küchenmeister bei Jk& 
läoh. dter yerw. Frau Herz, tu Gotha und Altenbuig n. s* i^« 
2. Bd.. Steinobstfrfichte. Mit 6 Kupfertaf. Jena^Maok^« 
1837* LIV u. 615 S. gr, 8. (2 Thlr. 12 Gr.) 

[Vgl Repertor. ißd. XIU. No. 1521.] 

Iii diesem 2. Bande sind zuerst 266 Kirschen, nftmijeli Ü^ 
Süs»- und 116 Sauerkirschen nach der Cbrisf sehen ClassificalioBf 
nnd 36, die noch keine bestimmte SteHe im Systeme haben, F" 
nau und nach einer bestinnntea in der Binleitung erklärtet Ter- 
minologie beschrieben, nnd hierbei nicht tfur die wichtigsitt i^ 
sehen «nd fransös. Sjnonjmen , seodem ancb die Werke asg^ 
gyeben, wo man Nachrichte» und AbbiMoftgen findet. B'^'f^ 
-die Beschreibung von 107 Pfianmensorfen nach der DiePsd^ 
(des Sohnes) Classification nnd Ton 30 noch nicht ebssifiorleB 
Sorten; femer von 62 Pfirschen- und 22 Afrikosensortep. Vre" 
daran gelegen ist, ein mdglidist irollstindiges Werk über i^ ^ 
kannten , wenn cum Theil aücH' iusserst seilen ansalreftnae* 



tUi^ uhA Hft««wlft]i»41i*fl. SSI 

dlkslsofften ES besitseiif wird Beinen Wiiisdi <lwdk ii^gm^(Mign 
Werk realisiren können. Der Tf. hat mit UmaidM lai KnSk4aa it 
Weiicen und Zeitschriften zerstreate Gute gesammelt and eigen« 
Brfialmingen beigefdgt. S* 388 "— 936 Mt in 78 §§« unter dem 
fttel ,^amsdiale'* eine sehr gttte nild imt BrAAning g«grin^ 
Aele Anwebtmg gegeben^ wie ein« OMtbaünlsdivte ancdlegeni ft 
behandeln , nnd was in dersetb^n fal Being a«f Veifedtlong der 
gtflmme ond hinsicfttlieli der Portt ders«lbeni»fiir gewisse Zweek» 
n tiran ist tÜe ^gtfäMnie>^ die auf den 6 beigegebenen' Ta^ 
Irin dargestellt sind, beriehen sidl gi^sslenthefls anf dieses Capi^ 
fei. Namentlich dfirfte Vielen di« Anletinng, wie man KeiH-tind 
Steindbstblüiiie za Topforängeri« zn ersiehen nnd za bebandeln habei 
«Ar «rwftiseht sein. Das Capifel aber Benntsung des Obstes 
Wfirde ^^^ ii^eiguet sein, die Obstcaltor irnttel* weiter zn Terbreiten, 
wenn tk, erwarten wfire , dass dieses fiiMh itf die Hftnde TieMr 
Landleette kftme« Denii nur zu hftnflg erlUirt tnäa, will man den - 
Bauer Teraolassen » eine nnbennizt« odetf' nnr Schle(At benntste 
Ftoeh« Landes mit Obstbftnmen zn bepflanzen, die Widerrede: 
^Was seUle idi mit allem Obste anihngen? Im Garten habe ieh 
genog Üt mieh , nnd nadi der Siadt ist der Weg an wifit , als 
das» Arbeits^ nnd Fahrlohn heraHskRme/^ Und dabei trinkeii 
diese aniiett LtiM kantai Sonntags ein Maass sehleohten Bieres, 
wShiend sie bei besseri^r Obstcoltur tügtich giften Obstwein wür- 
den genil»s8i»n kSnnen. Ret kennt nedi keine Anweisung snr 
ObetbenntitfUg , die bei zweckmftssiger Kdrze umfassender wfire, 
nl die Yo^rtheil« bürgerlicher Hausbalinngen so berflcksi^ligte, 
wie dl« irolüegende* In einem Anhange gibt der Vf. eine Sammh 
bog Ton YorsehriftM znr Bereitang verschiedener Arten Ten 
Baamwadis, ftaninkitt n. dgl. » ftmer Mittel znr Yertilgnng oder 
Albahnng ächüdlich^r fiasekten tfnd andere^ Thfere, Anweisongen 
uid Mittel, KrabkheN^n der Obstbäume yorsnbeogen , ihre Fort^ 
eehritte zn hemmen <^der zu heilen. Die yom Vf. selbst geprüf- 
ten nnd nb gm erkannten Mittel sind i*it einem P. (probatnm) 
bezeielmeti Den fickluss macht ein ansftihrliches Inbnltst^mteich- 
niss, wdrin einige dem Yf. nach dem-D^ek« bekannt ge^rdene* 
Gegmst Jüide^ noch angenommen sind^ nnd ein ftegitfter. Papier 
nnd Dmdc sind gnt. 1. 

[1003] Systematische Klaesifikazion und Besclu^eibong 
der in den österreicL WeiDgärten torkommenden Tran- 
benarten^ dlit den eharakteristisdien Merknahlen der Gattungen 
nnd Artdi, ihren wissenschaftlichen und ortsüblichen B^neniiangen,. 
nnd deta be^nd^rn Bigenschafteki d«r Trtiuben und des ate ihnen 
gekelterten Weines. Yon /oAw Bmrger, i» Heilk Dr., k. k. 



S32 liand« tm!d..H&QBwirtli96bait» 

Ooti^ialfadie «.s.w. Wien, Gerold. 1837. Ym n. 140 

S. gr. 8- (16 Gr.) 

Mit Reeht behauptet der Yf., dass die Wahl der Traabenart 
der wichtigste Gegenstand, sei, der bei Anlegang eines neuen Wein- 
gartens berackaichtigt werden müsse, und dass diese richtige WaU 
auch zur Verbesserung einer Weinanlage nothwendig sei. IIb 
«ber gute Weinanlagen zu begründen und andere zu yerhessen, . 
inuss man wissen, welche Traubenaiten für die klimatbchen ood 
örtlichen Yerhalliisse die passendsten eind y welche Arten in ge- 
wöhnUchen Jahren Tollkommen reifen, und dann," welche Traabea 
ed^ weldies Gemisch yon Traubenarten jenen Wein liefern,, der 
dem Geschmacke am meisten zusagt oder im Handel am bestes 
bezahlt wird , alsp wodurch der grösste Geldertrag auf einer für 
den /Weinbau geeigneten .Fläche erlangt werde. Bis. jetzt ist «9 
jedoch nach des Yfs« Ueberzeugnng, noch nicht hinreichend eiiii<- 
lelt, 'Welche Traubensorten zur Erreichung solches Zweckes am 
geeignetsten sind, und dieQaupthindemisse, die dieser Ermittelang 
imW^gp stehen, sind in der mangelhaften Kenntniss der Trauben 
«elbst und in der verechiqdenartigen Benennung derselben ra Sa- 
chen, da namentlich das letzte Hinderniss zu keinem allgemeiasa 
Resultate gelangen lässt. — Desshalb hat der Vf. diejenige 
Traubensorten und Rebenarten genau beschrieben und dassificirt, 
die uach seinen mehrjährigen, in yerschiedenen Gegenden Oesier- 
reichs gemachten, firfahrbngen und Beobachtungen dort gezo^ 
werden , und so den Winzern und WeingftrtDeni es mSgUcb s^ 
macht, ihre Trauben zu bestimmen und darnach anzngebea, wel- 
che ihnen dem besten Ertrag gewähren. Dairum sind aoch nekes 
den in wissenschaftlicher Weise gegebenen lateinischen Nhm 
die ortsüblichen oder sogen« Pfovinzialnamen angeführt Nackb»- 
henswer<hcr und genauer Angabe der über die Österreich. Traob^i 
und Rebensorten erschienenen Schriften folgen die Beschreiboagti 
▼on 39 Arten nach dem System , welches Prot t. Yest in ^a 
„Yersnch einer sjstemat. Zusammenstellung der in Steierinark 
cuUirirten Weinreben'' n» s. <w. Grätz 1826 aufgestellt hat. Nach 
dem systematischen Jatein. und deutschen Namen jeder Traabea« 
ar|. folgt eine grundliche Auseinandersetzung der örtlichen Beoea« 
nungen, die als sehr zweckmässig Lob Terdient; dann eine g^ 
nauo Beschreibung des Wejnstocks, der Tranben und ihrer be^ 
sonderen Eigenschaften, sowie des aus ihnen zu erhaltenden Weins. 

[1994] Der Weinbau [in Siid-Dentschland vollstäodi^ 
daigestellt von Joh. Ph, Brenner^ Apotheker u. Weingut 
besitzer in Wieslodi u. o. w. 3» n. 4« Heft 3. Heft d^ 



Xaard-* imlJBaatirirtliscliaft« S33 

WmMhmt iuLBhühstm, tob HM^eim in» CMmh Mit 21idio. 
frjipfc. Tafelm -^ 4 Hefe. Der Weinbaa im KöBi^nreich Wirtem-> 
^gi 1. Ab(bL M i^ 5 ntbdgr. Tafelo. Heidelbergs Winter« 
1836, 37. n vu 182, lY m 304 S. gr. 8. (i n. 
16 Gr.) 

I . Eiwtm ToUettiidigeree und Gediegneres über den WeinbMi 
in JSuddealschlaiid beaiUt die Literaior.bis jetzt nicht. . In jedem 
Hefte wird ein bestimmter District menqigraphjsch bearbeite! and 
4a9 fiigentbümlicbe desselben besonders heryorgehoben. Das 1. Heft 
^ebendos. 1833) enth&h die Bescfareibttn^ des Weinbaues ate Bäardt« 
gebirge Ton LalidEaa bis Worms; das^!2. (1834)*RheiAbesseds,des 
Ndie-c und Moa^Itlials. * Die ^einzelnen' D«r(a hat der Vf«'Ton sachTer* 
dSadlgen «d orfabreii&n Männern, «T^altangsbeamteil^ii.A.'etit^ 
lehnt. Im TorU€i(;8.SJieft«) Weisses den Bbtfngan entUUti^.isl 
ein trcaes Bild des Bestehenden gegeben, nnd das fnr andere 
Weingegenden Belehrende Tondglieb benrorgehoben, weil, wie der 
VI mit Toltem Reehttv sagt , hier dSo flodischale des Wciabänea 
lind der. Weinbefdtnng ist nnd :hi«ir am' meisten gelernt wenden 
kann. De? Iidmlt dieses Heftee besteh« Töirnetelieb in Volgnu* 
dem: Debet' dae KHmiitisdbe nnd .Gv^^neetia^he des. R Mü n gan* 
im Affgemeinißn. Ueber besondeire OrlhehnfliBn: Heddbeim,! BIl^ 
4Mi; Mendorf , . BjMienthal , der .fli«IMerg, der SteiniPCffA 
firbacb, Marcobrnnnen^ Hattenheim,'* Oestiicfa , Viiikel , der Jo* 
haanisbeig, Get s snh^im ^ Rudesheint',^ Assmannshansen* 'Da die 
Brdehnteg des .Weinbtocks im ganxen Rhef^^ane^i^rieU.Mt'fleich 
«t. nnd desAalb rwMLgewihnlidi ^leiTheinganefc'HitieMn^ fjm 
naoat mird^ üse^stiSte im AHgeiaeiaenxabgehaa^ebiiinisnar -das 
%«niiiamliche .nnd Speciellere bei.BNfrfd^ Johaniiisliefg nud Hö^ 
deshäm lierroigehoben worden. ' . Anehi die* Lebel «nd»das»JBee8sen 
werdeftinnr generell abgehaadelti^ EW Anhang Terbteildi^icii^ber 
den Unterrheia« '^•Das. 4. Heft^ dMenLt. Abflil.i'niit.demWMnk 
kan im iümigrcichetiWurttdmberg mehrteschftfligi, «gibt Ulle{S<MI- 
-doniig des . W^ttane^: im iNeckar-i^,' Wehisbeiiifer^ nndBfenMhalej 
webei einige Pnncte, wie Mosbach, Wimpfen nnd Heinsiieim, ein* 
^geschaltet sbd, die nicht an Württemberg, aber mm Neckarthah 
griioren» Alles, was der erfahrene VC« auf seinen ReiMk 'Leben»- 
ud Tadelnswerlkes beobachtete, hat er bier Iren« mügetkeilt, nnd 
Ssitii anch Ueiidnrch hemiht, daiss sein.. Back aUseilig . nfitiUA 
wevde. Die betgefSgten Tafeh entibaltteiAbbildilogsv tönlnstm.- 
SMatea nad>6eHlthachafien für den Reb^nban nni die Wejnberei«- 
tnng, sowie DarlNtellangen derEigMihdi|rlidikeiten bei'Uehaniagen 
in Bexiig aof-Sehnilt, Anheftong n. s. i^. Wenn gleich jedem ein- 
«rfnen Distnete- eine. selbständige Abbandinng gewidmet i-ist, die 
besonders Terkanft wird, so darf dodi Keiner, der das ganze 



8Si La»A<^ iioi fianswErtlisoltaii« 

Wevk kauft, IM^eAflioliiftgi» fibdle«, indan^der T£ üsimmMA, 
nodi ket dem Gewdhafioiiereii tmd Bekauitea dorck die. Mi^lM|^ 
l«ttg Ton ßtkniiBi Big^nthäAiluAmi pii4 D^ntf^ Sekwmtffa dail f^ 
i^efse re^e ^ crkfütf^j ; 

£1905] Yollständiges Handbuch der deatsdien Wrai« 
ewV päd lYemaiisbildaiig yoiyi Samen dft Weinbeere an W% 
^w Bs^TjB^säarebildung d«6 Wernes. Gedfdii^ %fm SelbstoiiM^ 
rlc&t^^^di* angehende Rebpflanzer; wie' atich fi[hr pr^ktiscbB Weil|* ; 
hü^fv^ üVeinjianforscher iip4 Weiperzieljejig y^n B. JKöi^efL \ 
]p[erx/N'{ißB« Med. Aseeasoji* ^fB.w*t Qn^besiizeir pi Rii(l^]bLßjiiii ^i jj 
lUieifig^ii, . 1. ßd* BjBii Wieiftbaa.. praiifiirt f^ %y J^ ] 
ilwOffcbo . BacUu 1«37.. XXIT nu ftas ; & gir« ä 



- Vorlitg. Bncli lekfaiei sich btiondeca dacdi eine 
WAtecbweilgkeit nnd Schwiilstigkait , liaardk eine oft iwdMdiflbe 
Mit aegftr; fehlerliafia fidweibait ud dn^ tdas Beibehalteii .«m 
lnw^^ffnfffii^ aas^ jfie^lAigbtalBlsDldbt'eriauint imd.beniiitigt'saU 
4niiMuU..BeC will urn^er Knae äur das HaapilsJleUicbste d^ 
lakalißiangiAkaii, und' «iad:iabEei ßtlegeniiailJiabim^. äazdan ai- 
JBBUtfBdilethkfte i^aaiidflttteil. i.Abdebn. Belrai^migeii mi^ifla^ 
fliehteni äMf idea Wabbaa'ini Aligemeine^ und über dea NmlMii 
ile8salben.i'»Dia hkv gagten.deii Weinbau ^.keaaaders. aber gogik 
iaaäfipj¥irUttkaag imif Bbeaen, i^e mdi mdir an anderweiter dfcit? 
eaipiiidNb'BenBliang eignen, cucbobeaen lUagenilinikl derT£ t«r- 
febenei aleifinb^nndel s« eHdi&ren, indem: er. izegibt^ daan 4at 
Weidban nur in aoicbeb Gegßaden vortbeilhaft za^Mtnük^mpd^ 
m idieriMiBl nnd Holzsilcht nicbt. ergiebig gelufg «ein .nfaadeÄ. 
Hpitilnigibt er segna die Yeilninderong ^ear. Wemfei^er nnler Mm 
MUMn ni^.dan.:Wdnhaa.vi•dbr^ heben. .a.AbsGka. TaKsohlagn ! 
de« Miltel itl|4 Wege, «m den WeinbaC im AJIgapNnen wisMr j 
jM liehen nndi «L Mähen.'.. B^ weiden Tergeaehlägen, dieBiMeHf ' 
nnei<|gi8dberi Yeieine, Weihr^bacfailen,. Meatejrnohnlen tarn Umlen- ' 
fichle der Wninbanär niid Aer Büttner^ Vehnindemng der Weinr* 
ftUer, lAUeenngi der» Natnnjilabgabett nnd Gcondl^len; EniciMiiqg 
Ten LeihkiUMani^ .We&ihnairkle, .BestimaMing an Tranhene 
f oliaeiiicha *Värlugnngen|i HandiUreiheii. .Die BMieten Ifittel 
also niehi m^ den Weinbainärn^ sondern von >4ad Regiei _ 
abhAngig. ä Abschn« Y^kennbiisae anr ratinneUen OenolegieT f. 
36-^% Chealiadiennd .phyaikalisd^e Lehinn. ;§d 60~86. €to#. 
iegiaehes und Geogneetisi^ee unter der Anisduift: ^Fdsen- onl 
Gebirgsatten» Boden nnd Bedenarien^^ §. h9S9. Kali-, JBb* 
teon^9 BieemTerinndmgen und ihre Wiiirongmi anf die T^gelatmiv 



^ lfiO<^lD2. BfMttflieiii, Kupfer, fikhiref^ §. Id3'-129. 1 'v«- 
0IBB der GaUhmiieu bn Allgiw. Weiagliiinuif, Von dea ^i -sa^ 
Aeg 4er Br8duwiii«ea bei der Noilgiüiniiig. §. 129— t 7|« 
Diagff nad IMuigerartea. §. 172« Aphgep tpd WeSarefceclia lea« 
Fer^pfaoiDtigeiDeliiodeii, (Wer soliCe eich aiphi über yeretebeode 
laerdttiHig renvander»?) 4« Abecba, ^,6eecbJchle dee Weiiiha aee 
Te« Noeb bis «af iiaeere Zeit" Dieee Gee^icUe begioit mit 
b» Wedea.; „Ee ist keinem Zweifel naterwarfeai dfie» die We^iai* 
ieteada adkoa ror der MAdlnibliebea Periodß als, Tegetabiliscbie« 
ICtwAqba.O) ekiatirt babe, iadem jue seast aiebt auf anseire Z>eii 
Ibäie nbergebea käanea'' a.a..ar« 6. JUtM^a. §. 174-2ß4.Na^ 
I inrgesdiicbte aad Pbjsielogie der Weiaateadei. tlier bebt d^rVft 
S. 225 in (elgender Weise IU>: ,,Die WeiaeUiade (?). weJcbeypCl- 
bevBira aoagebiJdet, aacb Eebstock» Weiaaftopki Traabe^ft^ak 
(vitis viaifera Liao.)« geaanal wird , iat eia prffsaMcbfiir Kerpai', 
welcher aas laebrerea.feracbiedaaailig.giebildetoa Werk«eagea ra<- 
gehaaarig sasaiDBieai^flUt M, wekhe..eieb bei «iUea Yarie^laa 
dess^Ma im nsMurliehea aad gesaadeai JHußtßmiß gfeidigefianl 
B^«ea.^v Das iai dadb eiae Djetoitioa » . di^i iadie Farm eia^ 
Ftaga Hebraoht, eia aaaaflösUebea KiUbael g^ irMfl« Aipf 4f^ 
fe^eadea fiWle isi ig ekier :AaiA«rk«ag. dit./orgaaiscb? Köqhv 
te gaaa. mil deaselbea WpiAea eiUArf ^ ;irAs iQiadeslaaf ia dw 
Baü|ilsaelie liduig ieU & i227 b^ifls^ e|i::..HQie Aepabar)^ fa«^ 
sich bei/ allen Gawftßbflte,. auf aicki ia igMcbew Corade; aia bM 
abm jKto itt ZeUgaareba, nad dia Maskta» isii^ wabwbeiiOicii 
ibe Leiher.t^ Raf. gcstebl, dass.er dia bmd^nJeialeaSAtia mM 
"wkAL &2i(7J8idiaiIUde daeeltel Tpm.^Fivchlkaalea, nud der 
TX Mgl.: ,^er fisaueb,! weaa Hiebt a^ba^dea Rnicbikaptoa pa eia 
SMeakom yerwandelt wird, liegt in demselben nad bAngt darch 
die Nabelacbaar mit ihm znsammen. Er ist innerhalb mit einer 
Usrea Flüssigkeit angefüllt, in der man nichts wahrnimmt ; wenn 

tPmditknoten aber in ein Samenkem yerwandelt wini , sa 
gt die Nabelscbnnr mit dem. Fmcbtknalen snsammen aiad ist 
' siers aaaserordentlicb kurz. Die innere Beschaffenheit einos sol- 
chen Frachtknotens ist eben wie beim Samen, der im Prnclhtkno- 
; toi enthalten ist'' — Wesshalb die §§. 226 — 232. den Titel 
; jJPflanzenebemie'' fahren, ist nicht abzusehen, da in denselben ron 
[äiigen Gegenstftnden der Phjtotomie, Ton dem Zellgewebe and 
lea6efitosen die Rede ist. S. 286: „Die Wurzel hat keine an- 
\ kn sichtbare Oeffnnngen, als die Porositlit, gleidiwie alle Pflan- 
senmaterien/' — Unglaublich mag es scheinen , dass in einem« 
1837 erscheiaenden Lärbnche folgende S&tze sich finden aollea, 
eher man lese S. 288 , wo von der zum Leben der Ge'Wfidise 
adthigen (atmasphftriscben) Luft Einiges gesagt wird« „Der 
Wciastoek afbmet yid Luft ein, welche aacb in seinem Innern 



^ S9Q-^ Land- n. Haaswirthscliaft« 

^ine ' grosS9 Rolle spielt Br batr hoUe le<^ RSlireii / die Am 
Zmrml sich mitLoft fSIIeiiy welche Yon inii'eti mitwirkt, denEnb- 
iaof'imd die Zabereitniig ^r Siifte za befördeni. Ans semei 
SfiAen steigt die Luft (der Vf. meint offenbar ^ atmeephAfisck« 
LnBt) bald in Blasen auf, ilnd entwickelt sich darch die^äkmig 
in (io grosser Menge,. mit solcher Gewalt^ dass der gährende Be- 
ben saft die -stärksten Gefiüse zersprengt^ indem man ihn darif gni 
ciiL'insperren yersndit/* — 6. Abschn. §. 265 — 308. Traaben- 
b'öfanik. Es sind hier nnr die nützlichsten Tranbensorten he- 
«dofi^ben ond nber Sjnenjmiey Yerbreitang,' Cahür il8.w. wird 
immches Gate beigebracht - Üeberhaiipt ist dieser Abschnitt lo- 
bcmswertli. — Vom *7*— 11. Abschn. witd- eine gute Zusamnei- 
^tellnng der wichtigsten- ond besteti Yerfahrangsarten hiasidtlidi 
der Brziehiing and Cllhiir des Weinsiocks gegeben.' Der 12. 
jKbekihilt hütadeii vM den iCrankkeitett des WeinstiDckB nnd dm 
Mütt^b'särTerhfitnng öder Heiloagi dereeibon, und ist sehr voll- 
Ätftnfig. \Im 13. Absehn, i^ vDndeii Mimatischen und mefesN^ 
lö^schen* (1 meteorischen) Binwirkangen auf den Weinslock tt 
R^ä, ond 'es ist darin* Vieles Unklare^ nnd offehbar Palsehe süt* 
halten. ^ Im 14^ «nd lebten Abschnitte wird von denWUstrankti 
tfmd \teinbeer«n, yonf Herbste und der iVanbenlese mand^ei 
Zweekmfis^ige nnd BrUnchbare mitgetheilt ' Das torlieg. Btck 
' MritA jdeib^aeh bei seinM Poblicnm wenig Glnck machen, da hei 
eider^ gaAfe- nntzltfsea nnd ermudendeui Breite zwar im pMiktiMei 
Theiie desselben ein&blnes Branchbare enthalten ist, iemViiber, 
Wie^ dt^ mitjgethiilten > imd'* zahlreiche andere Stellen ^erf h»* 
merlftiA machen , es an hinlinglicher Kenntnisn allec« BSlbwie' 
belisehaftett sn faUea "edheint. DMdcnad. Papier einBgat ^« 



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Sifmeid^r, ff^ ^^ f^^r., Vurlc-uiigeii üb, gtmh. GraauBttilu Li 

Schoppc, .*Hi. Hundert klei0^ llcMKichteo . . • • 



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Si-/fmim/, t\ l.i»iiiP, J^^i-ccU ijlincr.u. 
SAtwwer, Abenteuer ««f enier Ecue n 

ÄpCtlfitlft, -'. P-f •^' 

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8. Dd. hi^ - 

SHmnhtrif^ Christ* »'-. 
$f^cafuj$Jt> «. 1% <i<^f 

Tiibcileo, geügf., der IV'S 
rdpritti« A* A, h^ M*, ^^ 
3, hhlhl Am *J 
|%i'l, €hr, #>*, ^' 

lAterarisc/w Miscelien. 



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Licit ^It *ind h 

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Tart«fäUe 

Beförderung«!! n. Kltf«ib«fUUWifüi 

öchulnAdificbttn . . - . 






jr tHaUcblftod N'> -M^ 



Druck VQft ?* A* Uj 



jBSon. 



der 

esammten deutschen Literatur 

rar das Jabr 1S3V. 



Heransgegeben 
im Vereine mit mehreren Gelehrten 



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I ■ Ton 



Dr. <lt* ^. ^nSftfOtf, 

OberbibliothekAf ao der Uaivenit&t cn Leipzig. 



Vierzehnter Band. 4. Heft 

Bogen 22 — 28. Literarische Miscellen 4. 
Biblii^plite No. 48 — 50. Anzeiger No. 48 — 50. 



Leipzig: 
F. A. B r k b a n 8. 

1TF7. 



\ 



-£:— 



\ (Aasgegeben am 15. Deeember 1837.) 



Register. 



Seifti 

A brise, kurzer, aoi der deutschen Munzgeschichte • . . 4tC 

Arendt^ J. J. F., Scholia Osoabrugeosia in Chloridem Hanoveraoam 5'-^ 

Artteth, Jos,, Synopsis Dumorum graecorum etc 40i 

Bauriegel^ Handbuch des Wissen würdigsten aus der Geographie • 415 
Bericht über die Verhandlungen der naturforscfa. Cksettscbaft 

zu Basel, II. . . • 9M 

Beverley, R. Jf., Briefe über den gegen wärt Zustand der Kirche 

Christi. Aus d. Engl, übersetzt . . . . • 546 

Blesington, Gräfin, v., die Opfer der Gesollschaft;. A.d.Bogl. SBde. 4S7 

Bley^ hadw. frz»^ die Zuckerbereitung aus Runkelrüben. 2. Aufl. 4-i6 
BJom, Pr J.y Abhandlung über die Auscultation. Aus d. Holland. 

übersetzt von J. W> Schröder . , . • . . S74 
Bluff, Math. J09., die Leistungen und Portschritte der Medizin iik 

Deutschland im J. 1836. (5. Bd.) 371 

Mlumauer, K , der Hase hat gelegt! 425 

Tulpen. Bunte Erzählungen etc. 4^ 

Blutrosen. Nach d. Franz. des E. Sue^ Dumas, Balzac u. A. 

2 Thle 43$ 

BouiUaud, neue Untersuchungen über den acuten RhenmatismuB der 

Gelenke. Aus d. Franz. von JSsrsien 57^ 

Boz^ die Pickwickier. A. d. Engl, von H. Roherts. l.u. 2.Bdchn. 430 

Brinckmann, ^., Betrachtungen über die sieben Worte etc. . . 35S 

Brinkmeier, E.^ Novellen und Erzählungen 43S 

Brummer, J. A., Recensio graecorum vet. numorum etc. . . 409 

Buch^ ein, für kleinere Kinder. A. d. Franz. von Cora v, Mosch 419 

Büchlein, das, junger Lieder (1815—1836) .... 430 

BujacJi, J, O,, Naturgeschichte des Elchwildes . . . . 394 

XaßiaQaSi *J(oa.y ^JaroQfa i7j<; nalnias ^ElXndog • . . 39s 

CieeroniSf Q.f de petitione consulatus über etc* ed. Hoffa . • B89 

Clemens, A., Vorträge vermischten Inhaltes 4?8 

Demosthenis oratio de corona ed. Ludo, Dissenius . . . • S85 

IHesterweg, F. il. |f^.^ Streitfragen aus dem Gebiete der Pädagogik. I. 412 

Euripidis Iphigenia in Aulide. Rec. J. A. Hartungus • . • 333 

— — tragoediae ed. Aug, MaUhiae. Tom. X. ... S82 

Fahne, A.^ die Oosseldorfer Maler-Schule 444 

Ficker, Frz., geschichtlicher Uebersiclit der ges. schonen Kunst . 440 

Fidicin^ E,, Beitrage zur Geschichte der Stadt Berlin. 3 Thle. . 406 
Friedrich, Prinz von Sachsen, die Pflanzen Marienbads. s. Pflan- 
zen. 
Frommen, Mor. Th., Sachsen-Altenburgische Landeskunde. l.ThU 

Geschichte 409 

Fürstenihal, J, A. Z/., Preuss. Kirchen-Ordnung^ s. Kirhen-Ord- 

nuDg, 
— ^- Repertortum über die, das Kirchen- und Schul wesen Preus- 

sens betreffenden Gesetze etc. 970 

Gaudy, Frz. Freih., Novellettcn 439 

Ga^Oirardin, Em., der Marquis y. Portanges. Aus d. Franz. übers. 

von F. Tamow. 2 Thle 435 

Genizel, A, (?.; Federzeichnungen. 2 Bde 433 

Giese, Alb., über den Aeolischen Dialekt S?9 



Theologie. 

(pl0 Bit « b«ui«luiet6B SdirifUa Ubeo KMoWm ^ Vcrfkum.) 

[IWO] Beiträge zur Einleitiuig ins Alte Testament» 
ITon Enut Wtlh. Hengstenbergy Dr. d. Phil. a. ThtoK, 
fc htiittm ^. Prof. 2a Berlin. 2. B^.^ enthaltend Unteran« 
1 iber die An thentie des Pentateaehs. Berfin^ Oehinigke» 
liXXXIV n. 502 S. gr. 8. (2 TUr. 6 Gr.) 

Auch 0. d. Tit. : Die Aathentie des Pentateodkes. Erwiesen 
\B. W. Hengitenberg a. s. w. 1. Bd. 

(1. Bd. Bbend. 1831. 1 Thlr. 18 Gr.] 

Kt je schftrferen wissenschaftlichen Gründen in der neueren 
onige Gelehrte die Aechtheit einseiner bibl. Bdcher ange- 
I haben, nm so eifriger mnssten andere mit gleichen Waffen 
Anthentie m TerAeidigen sich bemühen. Dieser Arbeit haben 
Tor Anderen Hengstenberg und Hävemick nntenogen , nnd 
ht bekannt, mit welchem Aofwand von Scharfsuin nnd Gelehrr- 
leit Beide, abgesehen von minder Bedentendem, die Aechtheit 
Daniel , der Brstere die des 2. Theiles des Jesaias und des 
larias sn retten yersncht haben, obsdion wenigstens, was Jes. 
Daniel betriffit, dnrch das Misslingen dieses Tersnches die 
isdie Ansicht nnr noch mehr befestigt worden ist. Beide 
hierauf nemUek gleichseitig den Mosaischen Ursprong des 
mches sn beweisen unternommen, der Bine ausführlicher in 
eben ansuzeigenden, aber noch nnroUendeten Werke, der An- 
kürzer, aber ToUstftndig, in seiner Einleitung in das Alte T. 
L AhthL 2. Was nun. jenes, hier allein zu berudksichtigende 
' aalaagt, so ist nnkugbar, dass es eben so, wie H.'8 firfihere 
TOB amfassender Gelehrsamkeit, Ton tief eindringandem 
M und treflikker CombmatioBSgabe stngt; dass es Tide 



338 Theologie« 

neue und richtige, tarn Tbeil sehr feine historisclie und spnttlh 
licheBemerkangen enthält, wfthrend oft und gerade bei Haoptsadm 
(wie bei der Frage über die Gottesnamen im Pent.), soldie Kfinsto- 
leien und Wiilkfirlicbkeiten sich finden, dass onrndglich das auf den 
«weiten Titel gegebene Versprechen als , yollkommen erfüllt bf 
trachtet werden kann. — In den Prolegg« witt der Vf., indem ff 
auf Hartmann yerweist, nicht eine Tollst&ndige Geschickte der Us- 
herigen Kritik des Pent. liefern, sondern die Ursachen der Off^ 
sition gegen den Pent. anfsuchen. Als solche bezeichnet er M- 
ligiöse Oberfl&chlichkeit bei der Anslegnng desselben, als dem 
Repräsentanten Spencer, Clericns, J. D.Michaelis aufgeführt naJi 
historischen Skepticismns ; Scheu Tor dem Uebernatüriicben, «f^ 
che ihren Gipfelpnnct in der Hegerechen Philosophie erreidtki* 
be, und swar hinsiehtlich ihrer Anwendung auf die alttest G^, 
schichte und den Pent. insbesondere in Vatke; Widerwille gegt* 
die Idee ron Sunde .and Heiligkeit im Pent. , indem maa Seide 
bloss für unyermeidliche Negation des Guten halte; Widenrille 

gegen die Hauptcharaktere des Pent. ; Unfthigkeit , sick ii ^' 
eist des Pent, und der ganien heiligen GeschichtschireilKiBg ü 
finden; Nachdem nun die yerschiedenen Ansichten über die AecU- 
heit und den historisdien Charakter des Pent. - da^sificirt eilt 
«agt der Vf. mi Recht, »an soHCe bei den Ontereuehu^ i^l 
dieses biblische Btich sieh vber. gewisse Gmndsfttse Ttreia^ 
di; ausserhalb des Parteiinteresses liegen , und die nur too dn 
Parteigenossen anericannten Beweise Ton denjenigen sonden,^' 
Yon allgemeiner Geltung seien; ein Verfahren, welches^efselM» 
der Art einzuschlagen yerspricht , dass er nur ankangsweiee eitf 
bloss fiar seine Partei beredinele Argumentation tu geben eickTtr- 
behält. Dem Vertheidiger der Aechthei« stellt er üktigf^ ^ 
grosse Aufgabe, an beweisen, dass der Inhalt des Pent. iW*^ 
Töllig giaubwnrdig , sondeni atdb .iiber Alles , was der IbW" 
durch eigene Verniinft erreichen k&me, so erhaben sei , disB dif 
Gesetsgeber selbst iUs das grösste Wvnder dastehe. In der^ 
fuhrung ist , oltgleich ein wohlgeordneter Plaa entwoffea «u^ 
doch derselbe nicht befolgt , sondern der Vf« behandelt ^^^^ 
Partieen anerst, auf weiehe ihuNeigm^nndilnssereVeraBlaMI 
anerst hinführten; hauptsächlich weil er die Untereuehnag^ 
ihrem ganien Umfiinge mindestens eist in einigen Jahren i«vift 
enden im Stande ist. — Der Inhalt ist folgender: (L) ,fi9$^ 
maritanisdie Exemplar und das Vorhandensein des Pent inBä' 
che Israel'% eine weitere Bntwiekelang Dessen, was der %^ 
Theinck's litt Ans. 1833. Na. 38 — 4a hierfiber gtsagl >» 
Das Tan dem Vorhandensein des Pent bei den Samarttaneni^ 
desfltn BiJstettB tot der Trennung der hdden Reidia tatUHM 
Argnmentt wehslea dann biAt bis tum Brwma ^er EntsfiM 
im Moaaiaeiian.gBitaHarf ansgadshn irerdü kanty iat 



i 



Theologit. 330 

weU 4ie SfUMiiteaer keineswegs die NftdikemmeB 4er ahea (mit 

im asejriedieB CeloBisten yermiediteD) Israeliten , sondeni gaas 

9kt ÜBi aHsecUiessHch der ans den assyr. Bliche eingewander* 

tm Heidea sind, die sidi allnifililig dem jfidischea Caltas accoBK 

Bodirt und für die Nachkommett der Israeliten ausgegeben , and 

vfk^ den Pent. erst einige Zeit nack dem babjlon. Bxil tod 

toi Jaden erkalten kaben* (Diese Bebaoptang ist, Binselheiten 

ibgerechnet, sekr gnt bewiesen.) Dass aber der Pent, d6ck wirk- 

M «ckon im Zeknstämme-Reicb gesetalickes Anseben gekabt, 

steht Hr. EL ans yielen Stellen der im Reiche Israel thfttigen 

Pfopbeten Hosea (der selbst Israelit gewesen) and Arnos sn sei- 

gea; derselbe Beweis wird sodann ans den Büchern der Kftnige, 

kest^ers ans dem Yerhflitnisse einiger dort ersAhlten Thatsaekien 

n Gesckiehten ond Gesetsen des PenL gefilkrt. (II.) ,,Die Got- 

tesiamen im Pent/* Kane Geschickte der bisherigen Versuche, 

ihren abseknittweise eintretenden Wedisel in der Genesis and sa 

Anfang des Bxodns za erklAren; grfiadliche Untersachang über 

das Btymon yon !iHn\ dessen rein hebr* Abstammung behauptet 

^wM; tter die Aassprache des Namens (mit Recht entscheidet sieh H. 

.fiur hin?) ; aber seine Grundbedeutung (tkeils naefc anderen Stellen, 

tletboiril voraDgliok nack Bxod. 3, 13-*16., der unreriUiderlick 

; ^Scfeide, das absolute Sein); über Ableitung, Form, Urbedeutung Ton 

1 t^^t^l (: das in. üfirchtende, in Terehrende Wesen); spedeller 

^^Ccrsehied beider Namen nach dem Sprackgebrauche: JehoTa 

r'^bimknet €rott nack seineip innersten Wesen, aJs den persönlidhen 

1 i^ydier aller metapkjsiscken und moralischen Yollkomftenkeiten, 

ulkend darck Blohim nur der allgemeinste Gettesbegriff, derBe- 

grtf einer fiberwelllteken Maokt aosgedrdckt wi(d. Die PrioritAt 

ümB Niteens Ter Jekora wird mit Hülfe einer contorten Er--. 

ttiUDg f on fix. 6, 2 ff. (wobei auck eine sehr aosfiikrlidie Un- 

I tendchnag' aber den bibl. Bmiff des Namens) gelftngnet. In 

' 'Ikng wä das YerbAltniss der Gottesnamen im Pent. ist das Urtheil 

des Vis. folgendes: Der Pent ersähle eine stnfenweis „fortsckrei- 

: tmle (MreBbarong Gottes, bis er endlick in der Theokratie gleichsam 

'Ikisck und Blut annehme.'^ Die Tortkeokrat Periode, als die Zeit 

^-^fiflser rilasAkligen Oftnbaning und der dadurck bedingten allmilk- 

l^'^ea Fortbildung des mensehiicken Gottesbewnsstseias trage daher 

L einen gemiscbten Charakter; ,je nackdem man auf das fkuhero 

i Unvollkommnere, oder auf das spätere Vollkommnere seke, ge* 

Halte mdk die Betruchtungsweise Gottes andef«. Nach. der einen 

^4hite emekeine der religiöse Zustand diee^ Periode dem der spft^ 

-toen Heidenwelt yerwandt*' (die nor den allgemeinen Gottesbe- 

.friff katte), ,^ck der anderen erblicke man in ikr schon diesel- 

km Blemente., wdeko spMer in der Theokratie yerbonden an4 

«•MüMri Torkoihmen«^ Bei dem engen Verkflltnisse nun awi- 

«hm Kam» Mi Saekt ki der Bibol «ino dieser gemisckioCfca- 

22^ 



340 Theologie. 

rakler meh ^emiscbten Gebrauch der Naiftei Jeho?a und E\M$ 
hervorbriDj^en, von welcher dieser oder jener geseUt werden wSm 
je nacbdem die Analogie mit der Heidenweh oder mit der üh^ 
kratie Torwiege. Daher denn zu Anfang (Gen. 1, 1 — II, 3,) Eh* 
him; 11/ 4 — 111., wo Gott sich snerst als den Liebenden und Hei- 
ligen zeigt, Jebova, doch, um seine Identität mit dem Weltesg«! 
gegen particalaristisehe Trennung beider bemerklich zu maekel, 
Jehora Eiohim^ in Kain*s Geschichte c. IV., wo er als der Ge- 
rechte erscheint, Jehova« C. VI — IX. wechseln beide Namdli 
Warum ? „Der V£ wollte zeigen , wie Elohim stufenweise m Je* 
hova wurde. Die erste Stufe ist bereits erstiegen, und schoaU 
er die zweite im Auge. An die Geschichte der Sändfluth scUieifl 
sich ziemlich unmittelbar die Geschichte Abrahams, „und for ta 
Eintritte dieser neuen grossen Epoche sollte durch den Weckael 
der Namen darauf aufmerksam gemacht werden, „dass der sdtfi 
zu Jehova Gewordene doch beziehungsweise noch Elohim sei, if» 
also peuc, herrlichere Offenbarungen Gpttes bevorständen". 0^ 
her auch zu Ende der Genesis und zu Anfang des Exodus H»a- 
,fung von Elohim, um darauf hinzudeuten, „dass eine nene Bpoi^ 
der Entfaltung des göttl. Wesens im Anbruche sei" (nftmUelibod' 
111, 13 £), Exod. 111. zu Auf: Abwechselung, weil Elohim ii 
Uebergange zu Jehoya stehe u. s. w. (Wie hat doch H. boA^i 
können, durch eine solche Lösung des Problems zu befriedipijj 
Die Einwürfe gegen die Urkundenhypothese treffen diese zum TMi; 
.nur in ihrer rohesten Gestalt, auch sind die sonstigen BigenlU»' 
lichkeitee der sogen, elohistischen und jehovistischen Fragn^ 
gar nicht beräcksichtigt« Die Abhandlung, die ubrigeoe buwI 
feine Bemerkungen über den Gebranch der Gottesnameo vxm^ 
.schlieBst mit der Untersuchung über deren Setinng in deD «^ 
Büchern des Pent. — (III.) „Die Aechtheit des Pent. im ^^' 
niss zur Geschichte der Schreibkunst*', ein (auf Grund d« ^^ 
tersucbungen des Vfs. in Tholuck's litt Anz, 1833. No. 32; W| 
mit grosser Kenntniss des Alterthums geschriebener, höchst ib^' 
essanter Aufsatz, in welchem mit Argumenten, die alle BeacutoiK 
yerdienen., der Beweis versncht wird, dass den gebild«^f® **** 
bräern im mosaischen Zeitalter die Schreibknnst geläufig 9^*^ 
und passende Materialien m der Art vorhanden gewesen, "i^i 
grössere Werke abzulassen. ***• 

[1997] *ifWa. Windüchrnrnmiy Presbyteri, SS. T^ 
ac Philos. Doctoris, Vinficiae Petrinae. Ratisbonae, W* 
stet 1836. Vffl u. 135 S/gn 8. (16 Gr.) 

lu der vorlieg. Schrift behandelt ihr Vt in 2 Abthöl«g 
die vielbeaprpchei^en. Ceutroversen über di^ AuthentiedeÄ 2**^ 
fea jPetri^ imd «her 4ie AU^angaseit beidari wobei er sQP^ 



Theolegie« 341 

mfilirlioft 11 die üatersaehang fiber des Petras Anwesenlirit in 
Ron elDgAU Die ofichete Yerankseiiiig la diesen Forschungen 
kt ihm Majerhoffs (der Yf. schreibt stets Meyertiofl) y,Binlei- 
lug in die petrin. SefariAen^ (HamiK 1835) gegeben, gegen des* 
96» Behnoptnngen nach das Bach fast anssehliesseiid gerichtet 
jist; nur beiläufig wird in der 1. Abth). aacb Oishansen's Ab- 
laadlong ,,de integritate et anthentia posterioris Petri ep/' (opascc. p. 
1—86), etwas öfter in der 2. Baur's „Untersuchong aber den Anfent- 
kab des Petms in Rom" (Tub. Zeitschr. 1831. St. 4.) berüeksichtigt. 
Bb ist ttOB einerseits nich^ sn leugnen , dass das Sohrifichen Ton 
msensdiafUichem Strebati zeugt, dass es ziemlich selbständig 
aad nicht ohne Scharfsinn abgefasst ist; allein anderseits er- 
Nhnnt der Vf. durch seinen kirchliehen Standpnnct befangen, in 
seiner Polemik an heftig und theilweise selbst fanatisch (so be- 
Mttders in der Vorrede , wo er gegen die Freunde der höheren 
Kritik flberhanpt sn Felde zieht, deren Bestrebungen er von Wahr- 
heitshass, Ton eitler Ruhmbegierde, ja sogar Ton Gewinnsucht 
shhdtet)-, das Latein, im Ganzen Jieesend, ist doch .Ton öerma- 
msiaen, selbst Ton grammatischen Fehlern nicht frei. — Die 
Abhandlung über die Aechtheit des 2« Briefes enthalt zwar so man- 
ches TrelTende, besonders in Bezug auf das aus der Verschieden- 
heit der Sprache beider Petrioen entlehnte Argument; allein mehr 
oder weniger ungenügend ist, was gegen die übrigen Beweise für 
dieUttäehtheit Torgebracht wird ; die schwächste Partie ist diejenige, 
weiehe Toa den äusseren Gründen pro und contra handelt; wäh« 
lend hier die Nichterwähnung des Briefes bei den Kirchenschrift- 
«teHem vor Clemens Ton Alexandrien leichthin daraus erklärt 
wU , dass die ältesten Väter die Epistel , die sie woU gekannt 
Uen möehten, „Tel fortuito ob magnam ejus brcTitatem non lau- 
^arait , Tel ejus testimonia ideo evitarunt , quod historia ejus et 
fttOM in ecdesiam receptio paulo obscurior fuerit, seu quod eam 
i^pecrypham böno sensu, h. e. a Tulgi imperiti auribns arcendam 
jnjicarinl^^ (S. 2); so wird die Anerkennung durch Clemens, Ori- 
ftties, Torzüglich die durch Firmilian stark zu Gunsten der Aeefat- 
Mt herTorgeheben, und hierauf den späteren Zweifeln ties Euse- 
Uns und Hieronjrmus die Aufnahme Ton Seiten der Kirche ge- 
{eiuibergestelU: „eeclesia divino instinctn suo judieio eam appro« 
bsvit, quae si a falsario S. Petri nomen mentiente decij^ posset, 
ipsam fidei fnndamentum Tacillaret." -^ Bei weitem bessergelun- 
gen ist der in der 2. Abhandlung geführte Beweis für die An* 
Wesenheit des Petrus in Rom. Der Vf. geht hier die einzelnen 
palristischen Zeugnisse bis zu Tertullian nnd Cajus durch und 
widerlegt meist mit guten Granden die Ton Majerhoff nnd Baur 
8^a ihre Glaubwürdigkeit erhobenen Zweifel, wobei er zugleich 
ttf die Inconseqüenz der Gegner anfmerksam macht , dass sie 
«kiaeUien Zengen- glauben, Paulus sei zu Rom gestorben^ denen 



342 Theologie* 

^e dasselbe UlmiekiUcIi des Petras ludit gUiabrt «elleii. K# 
erste Ankunft des Apostels in Bern wird nach einer sehr ans- 
fahrlicheii," jedoeh immer nooh höchst tweifdhnfien dironolog.)lB« 
(ersnchnng aber die Data der in der Apeelrilieatii« bis i»m Apth 
etelconTent (c. XT.) eraählten Begebenbeiteai gans irrig iwi&dei 
das. Petras Ge&ngensohaft 20 Jerasalem (J.44.) luid das Ayo8|ei- 
eondl (J. 51«) Terlegt; bieranf eine 2. Anwesenheit nadi dem l< 63 
angenommen^ wAhrend welcher er mit Panlns sagleicb (destn 
Tod in seine 2. röm, Gefangenschaft, J. 67, gesetst wird), okt 
wenigstens um dieselbe Zeit, den, Krenzestod erlitten habe. D« 
1. Brief läset der Vf. om das J. 64 sn B;om (denn nnter to 
awtxXix:ri] jlv BaflvXävt 1 Petr. 5» 13.|Tersteht er die romiacke 
Kirche), den 2«^ ebendaselbst nms J. 66» «nd awar beide, ^^aifr 
stens Torzogsweise, an Jndenchristen geschrieben sein. IIL 

[1098] «Gescbichte der Religioil Jesa Christi, ton 
Friedr. Le^. Grafen 2u HtoJherg ^ for^^esetst nui 
Friedr. r« Kwx. 30.^ «• der Forteetz. 17« Bd. Main» 
KircUieim^ Schott u. TUelmann. 1837. ISNTSL ib 470 
S. gr. 8. (n. 1 Tür. 4 Gr.) 

[Vgl Repertor. Bd. XIL No. 927.1 

Inhalt, Geist nnd Form dieses Werkes sind sehen hinttssU 
bekannt, daher wir uns anf die blosse Angabe der in diesem Bai^ 
behandelten Gegenstände beschiilnken. Er enthält des IL ^ 
Isafs 25. Zeitraum , Ton dem ßegiemngsantritt Otto des Gr. ^ 
bis zur Erhebung des eapeting. Hauses auf den Thron TonFüm* 
reich, 987. Vom 1. bis mit 4. Abschn. (S. 1—180) wird *- 
nächst die im 15. Bande abgebrochene Geschichte dM M(r|^ 
Reiches wieder aufgenommen, dabei gelegentliA gegen die M^ 
und kucchl. Einrichtungen des Orients polemisirt, und in delit^ 
lieh eingestreuten Anmerkungen immer eme Application awj^ 
Gegenwart, namentlich auf das jetiige constimtionelie Sttft^^ 
nnd dessen Yerirrungen gewonnen. Diese ParceDe der ^^^^ 
Geschichte behandelt den Zeitraum Von Leo VL bis mit ^» 
aus IL 889—963. Mit dem ö. Abschn. beginnt die i^^ 
Geschichte unter Otto L; der 6. Abschn. hitf zum ^^f^j|^ 
dessen beide erste Unternehmungen gegen und in Italien , do^ 
welche die rSm. Kaiserkrone mit der deutschen Kaiserwurde y 
^origt wurde; im 7. Abschn. wird von dem 3. Heeresinge y«» 
imch Italien gehandelt, und Ton dem ruhmvollen Frieden m» ^ 
griech. K. Zdmisoes. Ber 8. und 9. Abschn. »^^^f£ 
wieder genau an den 5. an und enthalten Deutschlsuds G^^^Tl 
wäj^rtnd der Heeresinge Otte's nach Italien, ingleichea ««JT 
lets^ glncUiehe Regiemngsseit, Darstellung seiner gross^ ^J^ 
diei^, eine ParalUo awischen Karl d. «r. und Otto d. er. ■>- 



Tlieologiie. S4S 

Qt<MM(i|«g;4^ .Lebtmi gegtn j§midtiene t^b aontHti EWirift- 
fitenern ihm gemachte Vorwurfe , die freilich we^er MharfBiiHiig, 
Boeh geloBgen zu nennen sein dürfte/ Der 10. 'Abschn/nmfasst 
die EegiernngigeechiGhte Otto's IL, an tosen Sehhuse auch. eine 
kane Charakleriatik diesea lieheiiswordigen jnngen' Manardic» 
ladet, ohne dasa damit ein bealimmtet Urtheil über dessen Per-« 
sialidbkeil und Leistongen gegeben irorden vilre. Ueberhanpt 
hat Hr. t. Ken für alle Fürsten ein weites nnd nachsichtSTollea 
Hen , wenn sie nur etwas an Ehren des apostol. Igtdila gethan 
heben, und diesen findet er allein in Rom. 11& 

[1090] ^Bas romiacbe PoniifikaL Ans dem Latein, mit 
ttchftolog. BiAlritnngen and litnrg. Bemerlcnngen Yon ßi€Hrlm$ 
Ad. Niciely geistL Rathe n. Regens des bisohSfl. Seminars 
in Mainz. 2. ThL Mainz, Kirchheim, Schott n. Thiel« 
mamu 1837. Y vl. 360 S. gr. 8. (1 Thlr. 4 Gf.) 

[Vgl. Repertor. Bd. XII. No. 688] 

Kenntnisn nnd Achtung der Lehren nnd BinriehtaUgen der 
Va&oL Kiiche sowohl bei ihren Kindern , ab bei den getrennten 
Ghabes^pmosaen an befördern , ist der Zweek «nd die Absidrt 
fieies Werke«. In allen Geremonieen dieser Kirche drfickt sich 
Uir die Spraehe einer hei). S/mboUk aus , und alle Gebete mid 
Aoredea athmen hohen ^Sian nnd Liebesgloth , — damU «ollen 
& S^ftobigea Herzen yertrant werden , Gott snr Yerherrlichnng 
od ihnen suA ewigen Heile. •— Dieser 2. Tfacilendiftlt felgendo 
^Teiliaagett und Segnungen: des Grundsteins einer nea sn er- 
^Miden Kirche, Eänweänngea einer Kirehe, Segnung der Altar- 
^Mhtt, Gefitene und Ornate bei und ausser der Kirchweihe , ftr« 
Mr eiaes Altars , an oder in dem das Grab der ReUi|aien sidi 
küadet, Weihnag eines tragbaren Altars, Einsegnung eines Kirch- 
^ iagleidien einer Kirche und Kirchhofs, die entweiht worden, 
Weibe der Patene uad des Keldis , der priesterliehen Kleider, 
te Altarschmnckes, der Corporalien, eines nenen nnd des bisohttS« 
Bnutkrenaes , Segnung der Bilder der Maria und anderer HeiE-» 
P^ der heO. Gefisse, eines Tabernakels, der Reliquienkfistehen, 
^ Giecken^ de« Kreuaes fiir Pilger, die den Ghiuben Tertheidw 
fi^ eler lur Wiedereroberoag des heü Landes abreisen , Segv 
^jK^ der Waffen, des Schwertes und einer Krie^sfafaneJ Beeon^ 
w aassuzeichnen sbd die Binlebnagen und Baekhficke, die der 
wBtiihuig jeder einaeben Geremonie beig^;dben. säd. Wir 
^rerveisen auch in dieser Beaehang anf Das , was wir dber den 
^ Tbea berichtet habend 116. 

[2000] Das Christeiiiluim in Enmkreich innerjialb q&4 
^>>«nbdb der Kiithe. Vdb Dr.. JEfefW. JR^mcMm, 



4: 



SM Thealogie« 

Mit 3 TabeUem Hambvg^ Fr« Perfkes. 1837. YI b. 
464 S. gr. 8. (2 TUr. 8 Gr.) 

Dieser Sdirift ist das fos Sen religiösen Zustand Frankreichs 
eebr passende Motto gegeben: „Wo nnn das Salz dnmm ist, wo* 
mit soll man salzen 1'^ Der Yf. gibt ans ein Biid des sittlidiea 
und religiösen. Lebens, wie es ihm durch eigene Anschaomg 
während seines Aufenthaltes anter der frantös, Nation geworden 
ist« ' Zwar ist anf die Staffage dieses Gemäldes weit mehr Soig^ 
falt iierwendet worden , als anf die Hauptfiguren , indess hat es 
dadurch an Lebendigkeit und erquicklicher Frische «gewonnen. 
Er ist dabei Ton dem gani richtigen Grundsätze ausgegangen, 
dass der französ. Nation zuerst die materiellen Interessen, dann 
die politischen, dann etwa die religiösen kommen. Wenn Ptau 
ans im vorigen Jahre mit einem diplomatisch genauen und stati- 
stischen Bericht „über das relig. nnd kirchl. Leben in Frankreich^ 
erfreute (vgl. Repertor« Bd. X. N6. 2131.) t so bietet uns Dr. B. 
neben den statistischen Nachrichten eine detaillirte Darstellung al* 
1er Zustände, die mit Religion and Kirche in Beziehung st^en. 
Der Geist beider Werke ist nns fast durchgängig als ein and der* 
selbe erschienen; sie stehen aber in keiner wechselseitigen Beuo* 
knng, da Dr. R. des Werkes Ton Pflanz nor beiläufig, einoial 
Erwähnung gethan hat. Das Ganze aerfiült nach dem Titel in 2 
Banpttheile. Im ersteren, der das Christenthum ausserhalb der 
Kirche zum Gegenstande hat , gibt uns der Vf. einen griindichen 
and unparteiisehen Bericht über die Industrie nnd deren Binfloss 
anf religiöses Leben , über die auf die arbeitenden Ciassen wir- 
kituden Vereine und die auf Vergnögungssudit^peculirende Wohl - 
Ihätigkeit, aber das nationale Ehrgefühl, die Apotheosen Napoleons, 
über Kunst und Literatur nach ihrem Einflüsse anf Religiofl und 
' Sittlichkeit Besonders anziehend ist nun zu lesen, was sieh die 
Franzosen Ton Luther für Vorstellungen machen , dem eigentlidL 
noch gar kein gründliches Studium gewidmet worden ist; hat man 
dodt auf der grossen Bibliothek in Paris nicht einmal eine voUstä»* 
dige Ausgabe seiner Werke. Man kennt daselbst diesen grosseA 
deutschen Charakter höchstens yom Reichstage zn Worms , ödev 
aus seinen Tischreden nnd nennt ihn bald einen Hitzk<^f tob 
Reformator, bald den Vater der Skepsis. Ein Journalist hat ihm 
sogar einmal den „Wartenbergischen JMonch'' genannt 
<was wird die schale französ. Ignoranz nicht noch fiir Absarfit&- 
len zu Tage fördern 1), der (S.49) „Tom sicheren Hafen derdeot- 
sehen Klöster nnd Kneipen ans im Namen der Vernonft Miss- 
tranen gegen den Katholidsmns Torbreitet hat". Seit Mejeri»eex^s 
Hn|$enotten ist man durch das Theater etwas näher mit Luther 
bekamt woHen. ffieranf bespricht' der Vf. das Theate«, die Fing- 
sehrifien nnd Ibtttnale ober Buligion, die Sonntagsfeielt «ad Fest- 



TleoUgle«! US 



l$tej Xe Eh«» BUlAmier ood die ibarBelbslniord' < 
Aniehieiu Am ScUnsse schildert er den tieMlich miselichen Zm^ 
■taad der Schnlen, des Veücsimteniehls üddet BniehMg; Za 
dieseiii erste» Theile gehören aach 3 am Knie des Baches be^ 
fiadliche Statist TabeUen: 1) über die ab- vad soaebmeHde.JQahl 
der FiadeMnser Yon 1824-^33; 2) aber die öffendichen Aw* 
gaben fiur den Dienst der Kirchen Ten 1822—32; 3) über die 
Stiftongen snm Besten der Schulen« Die folgenden 3 Viertheik 
des Boches yon S. 119 an behandeln das Christenthum innerhalb 
der Kifc-che. Dieser 2. Hanpttheil serfAllt in i Abschnitte : 1) 
EathoL, 2) Protest. Kirche. — Bei Schilderang der kathol. Kirch« ' 
ist der Vf. Ton ihrer Gründang and Tom Gallicaaismas «osgegan- 
gen, erwähnt, wie die Hof- and Nationalkirche dorch den Janse- 
aismos ins Gedrflage gekommen sei (freifidi hatten wir hier nadh 
der Ce^rschrifk: „Jansepist. Streitigkeiten^' eiHe tiefem Anffas- 
sosg Termathet), gibt den Haaptinhalt , des Coacordats von 1801 
nnd 1802 an, das nocÜ jetzt die Grandlage des Rechtssostandes 
der Kirdie ist , schildert den höheren Kleras , dessen Seminare, 
den Cölihst, die Betraue (d. i. die alljährliche Binberafnn^ des 
Slerns bthafs einer geistlichen Masternng) , die Seelsorge , die 
kiidükhen Feste, Musiken, Predigt and kirchliche Literatac« 
JXsdMem er das sdi wankende Yerhältniss.dev jetzigen Regierna^ 
znr kathoL Kirche bezeichnet nnd ober die kirchl. Finanzen nnd 
Schenkungen berichtet hat, gedenkt er noch aller Congregatioaen 
ia and ausser Frankreich. Besonders dankenswerth sind die daran 
lieh acUi^senden Nachrichten aber die neueren kirchl. Bewegun« 
Sm, die durch Bautin, den Arenir, De la Mennais, Laeordaire) 
Gtthel, Chatel und Anzou erregt worden sind. Man traut eeinen 
Algen kaum, wenn man das flache , geistlose , in sidi selbst aur* 
mmmeastirzende Glaubensbekenntniss der neuen franzosi. kathoL 
Kirche Ton Chatel liest nad erfahren muss, dass Ton ihm das 
Chnstenthum die schmachTollste Entstelliing erleidet, indem er 
die Urkunden desselben mit modernen, aus allen m§glidien beUe>^ 
tristisden Phraseologieen entlehnten^ Floskeln zersetzt u^ tst- 
nuscht, ja Tölh'g neue BTaogelien Tcrfertigt. Durch diese Falsch- 
mnazerei lernt man das Brangelium bloss in einer ContreÜMon 
kennen« — Im 2« Abschn., der die Protestant. Kirche tum 6e^ 
geostande hat, werden zuerst deren Yerhältnisse zur kathol. Kir- 
che und sodann die beiden Confessionen in ihrem dermaligen Zo- 
stsnde dargestellt , dann folgt ein ausfährlicher Bericht nber die 
Thätigkeit nnd Leistungen beider evangel. Kindien, durch Vereine 
Pfankreieh zur evangel. Lehre an bekehren« • Yielleieht, däss 
darch diese Gesdlschafien ein neuer Frühling über Frankreich 
sabiieht, 'an Wintersturmen hat etf ja nicht gefehlt« Aus dss Yfik 
ScUusswort mögen noch folgende Worte stehen« 8« 463 f. „Be 
Kegt ein so reidier,^wenn auch jetzt Tielleicht- grossentheils Ter* 



340 The^Ugie^ 

iM^pmlnr. Sehnte t«ft .rt>ai «o iftrl«r, dft.bttieef ^tottrlMdl* 
ziog. dikffjßla das CluridteifAttiii ftbigur JSonwiiit&t in ' der frauai. 
NAtioo, diiat..fii« «Da:£BpCui|;fla withur MiUbeilung eigaidiioh 
Uehex Geisteegabeft ebta dO yÜ lUichdiainy ah BednrAigkeitni 
Smiföilglichkeii yerborgt.«^ ~. ^Es? ist dem bis jetiA nocb M 
waitam nationaleni. Kaibolidsums imd dem - ProtestaatisMS eh 
gcesse« Feld ior den ebrettToUstea Wettkaapf eroffaetmid da 
scböDste. Gel^nbeity einander zu nnteratatsen imd in der Eiakdt 
des Werkes sich zu Teraobnoi/' Möge diess dnePn^betieseiB, 
deren Eriullang gewiss ober Frankreidi j^ieben. Segen bringie 
wird*. . , 11& 

. [2001] Briefe über den gegenwärtigen Zustand der 
«icbtbaren Kirche Ckriflti^ gerichtet an Jakn Angd Jaboi, 
npedigar in Binningbüm, won iZ» JH. Beeerley. - Au den 
Engl. fiberseCit. Leijnsig^ Kirckner ü. Schwetsdike. 1837* 
X n. 237 S, gr. 8. (22 Gr.) 

. Das Resoltai, an wdcbem der VC naob JBesprednag 1er 
Biannicbfabigsten Gegenstände gelangV ist nnstrekig das ä 215: 
^Die Kircbe ist gegeawärtig ibrem ersten, nrspninglicben Ho* 
«nffaUend nnlMiob. Tadel nnd Sdunacb, Arnuith, Kodi ui 
Geifobren. waren in. den Tagen der Apostel mit dem BekauiUn» 
de« S?angelia«is yerbnnden. Gedoid tbat ibnen damab NiA; 
denn, die Geduld, Aller wnrde anf das Höcbste geprollU h\ti9^ 
ist da« Eyangeliam nnr au nft ein Zugang an £bre, Reicbdian, 
JUbi«. UJBid Bequemlifdikeit; die Kircbe ist eine weltlicbe Riistaig; 
•i« ist Black durch .wellliebe Macht; si« steht Jinf der heifti^ 
Höhe, nicht des Glaubens nnd Bnidens, sondern fleisdilieber fi- 
0h€^heit.f and obgleich wir einrAnmen miissen, dass dieie ib^ 
Bfftcbeinuqg in Gala anm Theil den .Tagen des Friedeie w 
der tfreniidliGheii 9es(^utttuig eines christL Landes ananscbcihtt 
' isV ^ BMssen wk doch auob den Umstand in Betracht flei>f*) 
di^ disttGlAnbigen jiSk der Welt an aocommodiren [bemiibt bM 
nnd den Widerstand «n ysrmeiden snchan, ider ihnen keinen g»* 
iang?n Antfieil an P.tüinn|$en nnd Lriden.aiziehen wnrde, wem 
fiio wirklieh ihre Lenden anm Streite gnrten wollten.'^ Dase ibf 
bei dif^m Urlheile anntldist der Znstasd der bisch«fl«K!fcbei(^ 
wf^ yaterUftdes vorgesdiwebt habe, ist tinverkennbar, so«ifldeti 
nberhanpt die sichtbare Kirche Christi , Ton welcher er fifm 
yorzngs weise die Kirdie in England ist. Der Yf. nähert sidt'i^ 
bei am meisten unter, allen ku'chlicben .P^teien deii QoAkeft; 
denn wenn er andi Manches an ihnen, nainenttich in ihrer frik^ 
irsn Gestalt, anaansetxmi findet, an gibt er ihnen docih vor vm 
andern Dissestera den Yorsng, sagt, dass es adiwor sein dW 
an beweisen^ dass aioh iigend eine andern ßeete niehr der V^ 



Theologie. S41 

«ittflkert liab« 1U«. w. (TgL 8. IM), Diibei kMigC 
orsich d» «heil .warme» Frewid de« Hnrn «od des iaviam 
BffiTigdirtiPB an, «nd seino Rede ist lebendif und k«iiii([^ obwall 
irir. 8tis BÜI Tielen seiner Anmchten nicht einverstanden .erkIfinB 
köBaen nnd Manches anf die Spitze getrieben finden« D^n ge- 
Krt die Polemik gegen das Priesterthnm , welche in den ersten 
ier 26 Briefe, die ans torliegen, enthalten, nnd nicht bloss gegen 
die Priester im Sinne der hathol. Kitche, sondern gegen, das ^ist» 
liehe Amt nnd die Geistlichen selbst gerichtet ist (S. 9): „Die 
Ckiisten des 1. Jahrb. glaubten nie, dass ein Priester im wcJiren 
Ueaste Gottes übrig geblieben sei, ansser ihm, der in den heili« 
gea Ort i angegangen itar nnd dadnrch ewige Erlösung Ht sie 
enrerben habe» Sie. gkobten nie, dass iie Prediger nnd Lehrer 
fa Brangelinms Priester , oder eine CFangelisdie Binminenknsfte 
eciea, die an. die Stelle der Leviten getreten wAren; dass..einige 
teer Priester Ehrwürdige, andere Hoehehrwfitdige, noeh- nndeva 
Hichnirdige seien (vgl. S. 32); sie liessen sich nis triinmen» 
dan die Masse, der GlftnUgen in swei Classen >— fieistUchkeil 
wbA LiicA -* gedieilt werden müsse^ dass die Geistlichkeit . msi 
den Laiea verehrt nnd besoldet werden, nnd ans Lenten vioniBiv 
lithmr bestehen müsse, eine abge s e nd sr tc ^Kiaste ans ebrwnrügen 
Ifftm ia schwanen Kleidern bestehend , und die ihnen snBonli- 
urtca Laien mit Gnade nnd Yergebiing fBttemd. lUess , sagt 
i^ wild nii^ends. im.N. T. angedeutet; andi nidit eian Sylbe 
hua in der Schrift nachgewiesen werden, wodurch die Lehre von 
te GeistlicULcit nnd den Laien bewiesen werden konnte; denn 
4ii Apostelgeschichte nnd die Briefe wissen nnr von Lehrern nnd 
IMigem, die rom Volke erwählt wurden, wahrend aUe Christen, 
Männer nnd Weiber, in der heiL Schrift als die auserwihlte Bnl^ 
denehaft, die königliche Priesterschaft, gekrönt nnd gesalbt nnter 
Qiistns, ihrem gemeinsdiaftlichen Haniite,^ angesehen werden.'* 
So ist im 3. Briefe von der Ketzerei mos menschKchen Priester- 
«BleB bei einigen protestantischen Secten die Rede , nnd im 4« 
Briefe wird Bowphl gegenden Unterschied zwischen Geistlicheil nnd 
Uien , als anclT gegen die Ordination der Geistlichen , als «einen 
ifcri^bischen Gebranch geeifert Anf die Spilse treibt der V£ 
ferner seine Polemik gegen die gelehrte Geisdkhkeit, und be- 
streitet theils die Nothwendigkeit , theils die ZweekmfissigkeU der 
gelehrten BAdung, welche sie erhält; da, wo er von den Uebeki 
Bfvioht, welche durdi Gelehnramkeit in die Biklärung des Wortes 
Gottes eingefiibrf sind, heissi es t. B. S. 68: ,,Wir können niehi' 
Iftognen, dass die deutsche Sohde.ein Geschlecht literarischer Riesen 
VBd lateUeemeller, Anaks hervorgebracht hat; viele derselben sind 
i^dech auch Goliathe , welche den Heeren .des lebendigen Gel- 
I« Trots bieten; und obgteidi Einige, unter dem pdrahlenden 
Bnfcn awe Abaichten in der Yerideidnng vun Ckrislen m vor- 



348 Theolagie». 

kerg€»lwflii«&en, ,B0' wissen wir doch» dass IhrGsMhSft Tiebi^ 
dJiriii besteht, feurige Pfeile för den Goitlosenzn fiibrieiren, -tüs 
die gotea Soldaten Jesu Ckristi siit Schildea des Glaubens an 
yerseben/^. 56» 

[2002] Die evangelisch-reformirte Kirche^ i^ndf ilure 
Fortbildung im XIS^. Jahrhandert, besonders im Ka&ton 
Bern. Von Ferd. Friedr. ZyrOy ord. Prof. der TheoL 
inBerA. Bem^ Jenni^ Sohn« 1837. XXä.202S. gr.8. 
(20 Gr,) 

Fär eine tiefer gehende Kenntniss der Bigenthomlichkeif der 
reformirten Kirche ist sät den neaerlichst angeri^en Yerband* 
langen über die Union bei weitem mehr ^ge6dlehen, als fniherhin 
wtiirend eines Zeitranns von hondert Jahren, nnd aneh die. Tor^ 
liegende I Sehrift liefert nicht nnr snr Fördemog jener Kenntnisse 
nondern aach zn den Untersuehungen ,. Fragen uad YorscUigen 
iiber > zwiecic - nnd . seitg^emässe fteformeu des Jitrchliehen We» 
nens einen sehr schätsbaren Beitrag« * Sie gibt nftmlich ^ nadi 
einer kuvziihi Einleitünfp allgemeineren Inhalts, <eine gedrängte 
Sdiildemng des jetit Torhandenen Znstandes der Kirche, nament- 
lich im Kanton Bern, nach den beiden tHauptgesichtsponcten des 
KirchcMi^astes . nnd Kirchenregimente«r ; Unter der Anfechrift: 
was haben wir zu wünschen ? werden alsdann die reformatorinchen 
Yorschlftge in BeziehnDg anf KircheiiverfesnDg — (gesetzgeben- 
de , >berathende , yerwalteade , beaufsichtigende und richtende Be- 
bflrden) -*^ Gottesdienst — (Lehrbegriff, Predigerordnnng, Fest« 
tage,' Sönnlagsfeier, Litnigie, Kirchengesangbach, Kirchengesan^, 
Amtskleidang, , Gotteshaas , Kirchengemeinden) — Kirchendiener 
— ' (des GeisUichen Name and Stand, Heranbildang and Fertbii' 
dnng, 'Leben nnd Erscheinen ausserhalb des Amtes ; FortbildaBg 
der Candidaten;^ Siellang des Yicar^; Berafang d^d Pfarrers, 
Amtspflichten, Besoldongssjstem) «^ nnd öffentliche Sitte — (Ln- 
xos, Massigkeit y Arbeit, Zncht, Wahrhaftigkeit, Wohllhfiiigkot 
u«s.w.) — ^ ansführiicher besprochen. Zuletzt wird noch bemerkt^ 
dass jetzt die rechte Zeit kirchliche Reformen vorzunehmen einge- 
treten sei, theils weil Bewegung vorhanden and es viel leichter sei 
etwa» Neues zu schaffen, wo. die Masse bereits in Gährung sich 
befinde, theils weil Viele in einen traurigen Tod versanken seien, 
was eben für die Nothweodigkeit der H&lfe spreche , nnd als der 
nirturliohste Weg die Reformen durchzuführen , wird vorgeschla- 
gen, was gut und klug scheine , von den Geistlichen durch Bitt- 
schrifien an den grossen Rath zu bringen, weldier sie entwediar 
an das Erziehnngsdepartement oder an eine eigene Commission 
zur Unteffsudinng und^ Begutachtung abzugeben, h&tte, nm defiai- 
tivo Beschlüsse vnnnbereiten. — . Ob nun gleich der grossem Theii 



. Theologie. MO 

«Mr Sckrift siek spacieU «of »die kinUidieii VeiliAlteMM im 
KjuitOBs und der Stadt Bern besMt) eo beh&k sie dech, bei 
nuuicheai Bigenthumlichen und Dispaleblen, wae ibr Yt sor 
Sprache bringt, Tiel&cbe Anwendbarbeit aof andere' Gegenden nnd 
Kirchen , nnd verdient besonders in die Hfinde aoleber Laien n« 
kommen, ^welche sieh fnr das Religiöse nnd dessen teitgemisse 
Fassnng interessiren. — Um die Leser dieser Anieige ni^t dma 
eine Anregung yon Seiten des Yfs« selbst in lassen\ theilt Bei 
sine Stelle mit, welche viele Geistliche an peinliche Yerlegenbeiten 
in ihrem Amtsleben erinnern wird« „Jedermann weiss", ~ beissi 
es ä, 183 — 9,wie viel Aergemiss die Kirchenstnhieigenthomeret 
schon Teranlasst bat. Was sollen diese stehenden Besitinngen 
an dem Orte, der Allen gemeinsam ist, wo alle nnd jede Unter- 
scheidung Ton Person nnd Eigenthnm wegfallen soll, wie im Gra- 
be? Wie Tide böchst Ärgerliche Anfiritte, namentlicb in den 
Franenbftnben , finden nicht beinabe jeden Festtag statt! Es ist 
tbatsSidilicb gewiss, dass schon Leute ans der Kirche vertrieben 
worden sind , weil sie sich nicht in ihrer Andacht stören lassen 
wellten. Will man von dem Sjslemei, die Pi&tze 2a verkaufen^ 
nicht abkonmen, so sollten die Pl&tze wenigstens nicht anf lAngere 
Zeil vej)|eben werden, als anf ein Jahr; ausserdem aber sollte 
immer eine gewisse Ansahl PUtse frei bleiben mit eigenen Zei« 
chen, damit auch der Fremde eine SteUe finde ; jedenfalls müssen 
die Stnble, welcbe vergeben sind, den Namiin des seitigen Bigen- 
Ihimen tragfn , so dass ein Jeder wissen kann , wessen er sieb 
m versehen habe , wenn er einen Plats einnimmt." — Gewiss 
Mg man dem so willkürlich gehandhabten Kirchenstnblweaen eine 
gmetalicbe Feststellung nach allgemeinen Grundsfttsen wünschen« 

& 

[2003] Epistelpredigten ffir das christliclie Volk. 
Bin Tollst^iadiger Jahqi^ang, besonders snm Yorlesen in Landkir« 
eben eittgericbtet. Yon Rudolf Stier y Pfr. in Fran kleben bei 
Hersebnrg. Halle^ Schwetschke tu Solin. 1837« VJLU ii# 
1038 S« gr. 4. (n. 2 TUrO 

So TeratAndig und einsiditsvoll sieb der Yf. in der Yorrede 
aber die Bednr^sse des christL Yolkes nnd über die Eigenschaf- 
ten ausspricht, wddie Predigten, die diesen Bedurfnissen ent- 
sprecben sollen , bjaben müssen , so bescbeiden und anspruchslos 
übergibt er seine Epistelpredigten den Lesern, und bittet in mebr- 
lacber Besiebung, ibn und seine Arbeiten nacb Kenniniss der 
Leute, denen er predige, zu beurtbeilen* Bea^tenswerlb ist da- 
her, was er S. YI der Yorrede sagt, und von einem Manne, der 
neb seine Au%abe so besttnpmt vorieiobnete, sieb dnrcb.eine l&n« 
«m Beibe Ton Jahren Uadnrch mit Dem, was seiufu ZuUNrem . 



3S0 .Theologie. 

Notli' ikltAf go emsdidi bebutnt mAehte , iud sogbidi wk mUir 
Erkeimteiss des göttlichen Wortes aaM^eioslet^ in solchem GUnta 
an. daoselbo gegründet and mit eo reickea.Ktftfien des Gast« 
nnsgestatteft war, wie der Vf., li^ss mit «rwarten, dass er Tädh 
liges leisten wurde. Wir können niclK damit angehen,. einiclM 
Predigten hsraonaheben and ai^ ihnen die Art nnd Weise im 
Tfe« den Lesern naher Torsafuhren, aber ans Toller Uebenesguif 
b^seidinen wir sie als solche , die sich im hohen Grade sowoU 
aan Voilesen vor christl. Landgemeinden, worauf sie zan&ckstto- 
reiAaet sind, als noch aar Privaterbaanng, selbst gebildeter Cbii- 
eten eignen. Denn die rechte Popnlaritjit , die nicht ins Gemeisi 
«ttd iNiedrige ftllt, wohl aber mit einfachen , koreen , kldrea od 
krftßigen Worten dem Gäste and Hersen das Wort Gottes nak 
bringt, wird immer ihres Eindrnekes aach auf die Gemddier De 
»SP nicht verfehlen, die aof einer höheren Stnfe der Biidnsg sIr 
ken. Bs darf nnr den Predigten nicht an dem Leben maiipiB, 
weldies allein Leben wecken kann. An diesem Leben g«lnflM 
OS aber den voriiegenden nicht, die vielmehr in dem Ziele kii- 
streben , das Wort der Schrift in den Seelen lebendig zu mfl<ki 
and den Text reclTt ansinlegen , dass nidits anverstanden bleibt. 
„erfindliche Belebrang, Ansiegang des Textes ffir das YerBttai* 
idss war die erste, anerlfissliche Forderang, denn das bedarfm' 
▼erlangt der gemeine Mann , dem vor allen Dingen dentlich am- 
legen so viel als got predigen heissf' (S. IV) „Das tod(e Wut 
ist i^n Leoten wohl bekannt von Jugend aof, aber ehe es is ib* ] 
neu lebendig .werden kann, moss man sorgen, dass sie es ten^ 
Imüi. Dieses Verstandniss in saldier Form darzoreidien, dass ds* 
nrit nicht bloss an den Verstand , sondern zogleidi an das Boi 
geredet wird, die Aoslegong selbst schon zur lebendigen K^ 
nong za gestalten, ist freilich die grosse Aofgabe, die ich ein «^ 
sig gelöst an haben wünsche/' Wir können nicht anders 9ig«Bi 
als dass ans die Anslegnngsweise des Vfs. befriedigend erstAieoc» 
ist; an einfache Hauptsätze, in welchen er den 6esammtiahftk4ct 
Bpistdn zosammenfasst, /eiht er die Ansiegong^ derselb«i ^ 
and zwar auf ungezwungene, natarlidke Weise, verknüpft die sia- 
zelnen Gedanken des Textes oft mit wenigen Worten finsserst 
glftchlkh und zweckmässig, und nimmt dabei immer auf das Lebe» 
nnd die Verhältnisse seiner Zuhörer die mö^icbste Rndcsidilj 
nnd das Alles in einer von hoher B«de entfernten, aber dochsor 
wfirdigeii Sprache. Von der Umsidit, mit der er zu Werke gr 
gangen ist, kann «nter andern aadi dar Umstand sengen, ^ 
er die Predigten nicht so gibt, wie er sie geboten , sonders Tt» 
▲oshssnng oder Verändeiang Dessen , was wohl im Monde d« 
GeistKchen, nidit aber im Mnnde des vbriesenden Sdboimo^ 
nehicUidi ist Jo grösser aber in der That der Mangel ann«- 
digton ist, dio sich nun Vorlese in den LmidhkribMi ' ^ 



Thealogit. S5| 



im hM der lokak, Md die Form m Ckbimdio n 
Zw«ck0 Underlieh ist, und je rickigma Tad dejr Vf. bewikil» 
jt TonagUclierefl «r geleiatet hat, desto mekr boffen «nd wiatcbai 
«Sr, dass sein Predi|;tbaeh an recht ?ielen Orten als KircfaenbnA 
gehrantht werde, woranf es aneh dnreh sdih-Format ' und gwsse 
Leitern eingerichtet ist«.. Nodi sei bemerkt/ Sfcss sich «in ihm aoA 
Predigten an den Marienfesten, dem Jfohannis-, Refomiatiens-| fimte*, 
Michaelis-, Kirehweih- and Todteafesle finden. 68« 

[2004] Predigten^ in Grflnberg bei Diesden nnd Glandum 
ha Schonbnrgisdien gehalten nnd heransgeg. von Dr* J» Gm 
Schetbel. Leipzigs C. Tanchnite. 1837. Xu n. 100 
S. gr. 8- (16 Gr.) 

Em Hegt in der Nfiinr ttnd in dem Gehalte dieses kleinen 
Predtgt&scikeb , dass wir etwas ausfiHiriidier , als sein Umfang 
es sn ferdom scheint, nns über dasselbe <^klären mnssen. Ans«» 
ser Inich den Inhalt, nfithigt ans der Y£ dasa aadi noch beson- 
ders dnrcb die politische Dedication, in welcher er Redrts an- 
sprioht nnl fnr Rechte dankt, welche er, nach der in seinen Pro» 
d%ten ofen dargeJ^en Gesinnnng Anderen zn gewAhnfn , andi 
Midi iie geringste Neignng rerriltb, nftnilich die Rechte der Dnl* 
dng. Die Sammlnng, welche 6 inGraaberg nnd 4 inGianchnn 
gihatlene Predigten yeröffentKcht , ist „den Tersammelten Stünden 
im Königreichs Sachsen^' dedicirt, denen er öflentlich ein gnten 
Geirisnen sn benrknnden for Pflicht hält, indem er ihnen roriegtf 
TO and wie er lehre. Auf welchem Standpnncte der theelog« 
BUamg der Vf. sieb befindet, ist au^ seinen Schriften wie ans 
sehen, Schicksalen .fast aar allgemeinen Kenntniss gekommeo. 
Debcr diesen Standpnnct mit ihm za rechten ^ dtinkt' uns nm se 
iberflOnsiger, als wir redliche Ueberaengang bei ihm TOranssetsen, 
aaeh seinen Standpnnct an yerdammen ans nicfal berafen fohlen. 
Aber gegen die in diesen Predigten Torliegende Art nnd Weise^ 
ihn sn behaupten , mtssen wir ans nnamwonden erklAren ^ weil 
sie einmal gegen alle Lehrweisheit yerstösst, nnd dann eine lei- 
dcnsehafiHdie Intolerans an den Tag legt, die des Christen in jV 
don Falle, nnd dasn noch besonders des Yfs. nnwnrdig ist, dMi 
Staate gegennber, dessen wissenschafUiehe Humanität er srfbst 
erfahren sn haben laut rahmt Auf diese beiden Pancte mnssen 
wir näher eingehen. Wir rerlieren kein Wort über die äusserst 
mangelhafie Anordnung nnd aber die augefiülige Darstellung «— 
Mä^jpd , welche der Yf. selbst in der Voirede eingesteht ~ ob« 
gWch auch diese gegen die Lehrweisheit rerstasst , weil dadnrdi 
der Bindnuk der Predigt geschwädit wii4. AbernHerLArweis^ 
hsü snwider mnasan wir es haltsn , wenn der geistKdio Redner 
■dmns dar OnnknphiM neinsr Znhifer §ann feilieil, Dinffe er-* 



362 .Theologie. 

rwXlmiy Ton denen rie den Begriff, oft BOgarniditeiiiiiMldaaWvt 
iDfiiuieii, vnd sie in religiSse Fragen nnd StreitigkeiteB luneiniekl, 
4» denen sie ale Laien nnr einen fanatiscken und teblisdes, 
«nf die Aaoteritftt des Redners blind gegründeten Andieil lan^ 
men fidiig sind, tt^^ Aber ist bis znm Ueberdrass in dieM 
Predigten gesdiebeC So heisst es S. 89: „Aber die enli 
Rohe macbte erkalten; die erste Liebe erstarb; die Lehre wm4 
fodter Glanbe, nnd. selbst Spener's praktischer Wille und ZiozM- 
dorfs Aufregung erstorbener Liebe anJesa warmitznTielSchwi- 
.ckte U.S.W. yerbunden." Doeh bei dieser Kritik anf dem GebieU 
theologischer Literatoif^eschichte bleibt der Yf, nicht stehoi, ir ' 
Ifisst sich Tor dem glanchanischen Kirchenpnblicam aach asf Ce 
griechische ein. S. 98 heisst es Yon dem Logos: ,,&Ue Dinge 
sind dorch dasselbige gemacht; ja; wohl wissend, wiekDhnc9i,ab- 
leii länt aller Literatnrgesdiidite nnd täglicher, nüchterner Meosdiei- 
beobachtnag als natiiriichen Menschen (1 Cor, 2, 14.) sianlifleB 
Sehriftgelehrten and ihrer die GegensAtze liebenden PlatonischcslM' 
tore ein einziger Satz zu wenig dinkt, fügt der Plato des N«.Tat.t 
4er nnondlich geistroller geschrieben hat , als der wegen mer 
^leschwfttzigkeit oft kaum zn tragende Grieche , hinzn*' n. s. v. 
Dieser Satz kann logleick als eine Stilprobe angesehen werden. 
So legt er S. 67 die griechische Mythologie aas , fand ifisst 8. 
94 den Celsns nnd des Origenes Schrift adversas Celsnm — «- 
«er Attspielnng im Texte gegenaber — wenigstens in einer An- 
jnerkong floriren. — Abek* noch nnTerzeihlicäer sind die leiden- 
^ehafilidben Yernnglimpfongen kirchlicher Ereignisse , sowie der 
.theoiog. Wissenschaft und ihrer Repräsentanten, nnd sie können, 
theils weil sie oft künstlich Tcrsteckt liegen , theils weil sie ikrer 
JNatnr nach einem Kirchenpnblicam unbekannt bleiben tu»t9t 
anf keine Weise gebilligt werden. Wie unwürdig spielend ist 
ß. B. S. 87 die Stelle: „Bileams Yerfuhrnng des Volkes znr Dl»«» 
mit den Moabilem^^, deren Sinn für Keinen Tersteckt bleibt, der 
.damit etwa S. 90, 91 vergleichen will. Oder wenn es S. 90 
Ton unserer Zeit heisst: „So ist eingetreten das Zeitalfer der 
SchrifCgelehrsamkeit , wie einst in Judäa das Zeitalter eatarteter, 
lalsch berühmter Kunst"; oder wenn S. 96 gesagt wird: J^ 
hannes will alle Irrlehrer seiner Zeit widerlegen , die der hen^ 
gen, reformirten Theologie gleichen" n. s. w. (S. 89). JAi *"^ 
ganz persönliche Angriffe gegen Theologen , zu deren loüM^ 
ger Besishreibnng nichts als der Name fehlte , finden sidi S. 9^ 
91, 63, 67. In der That, eine dankenswerthe Gabe ist einesoH 
che PredigtsammluBg für Sachsens Stünde, Ton denen er die Te* 
leranz fordert, welche er Anderen vorenthält. Doch ist es ihni, 
80 nnss es nach den mitgetbeilten Auszügen scheinen, vm^^ 
der Dedkation gepriesene wissensdiaftliche Humanitftt Sache^ 
nnr so weit^ als er sie selbst genossen hat, ein Emsti denn ^ 



^ Theolagie« 359 

91 erinnert ar seiir luuUrnckUch daran , daaa lant dem sAi^lis. 
Kiccli«iiredi(e jeder LAni ißthüHherinA^a Cenftaiien Teif^i^- 
•M lat, j^e eatgegeaatohefide Irrlekre aauueigeii« Wurde er auch 
na Falle ^iaer adehen Aaaeige ea gnl heiasea, weaa die SMade 
dm etwa DemicirleB» wie ibo, ^ewAkrea lieaM«? Nach dieeen 
AtaaaamageA dacfie ee aieht eise adieineo. 84. . 

[2005] * Betrachtangen fiber die aieben Worte dea 
fiterbenden Edosers am Kreozß^ gebalten und heranagegeben 
TOB iL JBrMcimOMfl^ Propat an der St. fledniga-Kirche in 
Beriin a. Domcapitokr. CoUou^ Boladier^^ 1837. Tu ik 
79 S. gr. 8. (12 Gr.) 

Dieee Betraehtoagen sind an den Freiüigen der Faatooxeit 
iia J« 1836 im Deme.zn Trier gehalten worden^ nnd bilden dea 
SeUn^ dea mehrjährigen . Wirkfna des Yfs. im Predigtamte da- 
eelbet' Sie eellea im Dnicke ein kleines Aadefiken sein für seine 
Frean^e oad Bekannte » namendich ein Denkmal der hoheii Yer- 
ehmag, mit welcher er Ton dem Bisehof von Qommer schied, als 
er nadi Berlin rersetst wnrde» 7- Der \L klagt über Mangel an 
Zeit hei Ausarbeitung dieser. Tpnrfige , nnd bedaaert^ nicht im 
Slaade gewesen au sein, sie noch einmal recht scharf durchzn- 
sekea nad Iheilweise fien an bearbeiten; allein Bedd^urf versichern, 
jtm diese ArbeU<9i aihea jsoh^c^affen sind, dass./sie fast ia 
jeder Hineiehfanagezeichaet geaannt zu wer^^ yeyrdienen« Heil 
4er kathol. Kirche , dasa jetzt solche Müo^fv a« heiliger Stäile 
fidcke Stimmen hären lassen], ^eil'der Gemeinde.^« Berlin, in 
ktfM, Mitte dieser würdige Mann jetzt wirkt; die Qewah seiner 
▼oa der .Kraft acht christticher Wahrheit begeist^ten Bede muss 
& Herzen üSr das RiriQh Qottf« aaf Erden gewiaM^a» und in ihr 
OB Leben in Qott bi^grändiff |uid erhalten'! Fern .yen der starre99, 
frostigen, ^mbolischen Dogmatik, welche der Kraft des reinen 
BTSDg. seit mkn JahihHaderten eiserne F^eela^alegtse^ bew^en 
msk dea Ylts* Reden im warmea Elemente der Jiiblischen Theolo- 
ge, auJB den lieiligen Urkunden, mit Bulfe einer ziemifch unbefan- 
genen Aoalq^g' ge8ChÖ(ift; frei; Yon allem FKUei^oide d^r hßr 
; geaden und 4er s^ehfndeo^All^erie, steÜenr'sib' damals glftnzende 
' W«rke eines festfi^rui}detan GUub^ und einer fiepten , wohl- 
I geerdneffn^ ([eb^iafnigpiig, wifk^n^gn Beredtaanike^; .losgebunden 
' YOQi dem,a^rile%;^qhcmat^nMi^,4f'.. steifen Homiletik, erschei^ie^ 
dim BetiüiJUffnmtn als freie Q^gii^ssun^en des Her;9pns, ansstrocr 
n«^ isk^^fiaJme^ i^.^9gv4e^.tim^* angelfniipft an dent^f^ 
fa» Sinn' i^^, l^t^^i/iiM^p^e^.l^^ Worte idey 

«texbead^ SrÜ^^ray und l^iqgaleilet. in. dae/AU^igslebf^n def Mej^ 
«d(^r W diesea w veredelf^J. No,; jl...^er |-nc^ 23, 34. ist hp 
nuMaftig^ die.. 'feziMwor^^jvc^en selbst lapiS'hw^ 
Afst. a. s«. teSfeft. LU. XlV. 4. '23 



S54 Thtfd^Ugie. 

und es'iKrM l)'die Lage' ges«Utdert, ' iroritt sjcib der Bfitfr Waid, 

tteD Vater neiint-tited uenneii Inaiiite; 3) was et iMln' dMa Vater 
VMlABgCe^ 4) Wie er bei dem Vial^ ttill yergelbtii^'idt li^ Süi- 
VTfsr atakflhen keHAte ; db dodi eijfetttUch er deir -MMligfte nt\ 
5) ob die YergebiiDg^ MgHiSh War btitee BedieMMg^t -^'iTorMf 
>r^seuie Bi^e sitkzie, «od. zam Sehlu.ss das G^jiiue necb «u^ 
recapituliiri and abgewendet.^ In derselben Poria ißt If &', '2. iber 
Wti Werte Lnc.' 23/' 43. V^rftiftst, itm« der ffaüptfeeiJanke fat: ,iwi« 
ibrf Dorr. etttslDatt Kreine nidit *«aa6rt9, «ie «Siitdtr ^t iaclMi, | 

la beseligen , wofern sie nicnt selbst /freiwiUi^ ' o#er .jiiartn&cki^ { 
seiner Gnade widerstrebten/' Mit grösser Vofsicht ist' (ier die 
ttt'^HM|:%e3^1fikw<(Hiii]^aaf der Kanee» 8() BCb#1<fii)ge PfUj^ b^ 
ffihrft' ti(>^IH R%bb-atif<detft 'Sleff%ebVtt«^- etwas b«lfe Mtü^ 
Vif. 3. öber'lMi."!i9; 26/ ,,Dail' f eüte- VtermHcKiiiteä^, ^ * *r- 
'tvglielri»td ilikt^ Ühi^ 7 ButrtfbMah^/ ^äb^end N<y. 4^. dett M 
Titoi wenig^teh )B:4fäflen baf, tv^tt ibm' di^ D^iatatag def WMfiMift. 
'S7, 46. mn ^lieiii' Zustande, in^il^elchlBAi Cbristike Kll^ fSaMe» 
f^rffstilbg b«i^aabl-tind -gäntKiÜi Tort ^U TeHlk«6eli sieb Mldca 
^,>oiU^, dilMlattJi nidit ricb% ^cRMnt. Nd. 5. tib^ir M. 19> 
-^e. »f«Mt das Dtfrstcn JesQ ahi Krötite -afiKSi als etwa» 2tt ^r 
tAbsidrtricbeiK^iiiiff^i^'da ^sf dbdh'g^ivM iittf l^'|;iAttä iMICIilkli« 
^ lied^rÄiiäs wIK'> Ncf. 6. beatitWOrt^t' di«D<>iip«tff)W^f iftifWeMci 
' ferfühlen sp^W« 'd<*^'Herr niid iWfttte Maria da«»»Wertr„ftiW 
'i^üibraebt'S ' W' «tlfir^ hoöbst- anblehende und ^tidctiscbe WAi 
No,'?:' über Lttc.''29; 46i isl idebr'itr^der airebglN^'PMig^ 
l^bühcn; betiriidijbt «Aiserb SterlMitiM^-inl^Licbte' Um todel dt« 
Herrn, ntid**<*-#tt^t^ W?i iitts dlesW^- HPbd-dle tliibei tfSPfwt^ 
ttttd siHge Fliöü«^* tdWftbte, di^rÄi'Wi/ bedörfen; uÄd dietir«»«* 
iKfgend9 fin<lttil..^*'Dis' StMu^^f M^'VöHltißUclf. ''• ^''23^ 

•' [200^;«»)« Die lefeteB Worte 4m aferiiMiiei Efüf" 
jWi Kr«Jb|8;''^feHeB^ra^jtlirfedi!tf"to4"'' ^<#.', •'>!&*^, -r- 

-' - Aucfi ««W Rlffi«ii'; -in' tf^ -elft^i^tt- PHfl^oHll' V«AM<, 
»ift-A'enon As: tbb ;• wehShfs'^adr Vf; -sd»» .'Sm «4 4pS«««*«« 

M^ njbht "bll>99 .^yii^^ Mi-'tlhmt in dacr-tt^H) WMM^ 
cSKsUi ft«iig^,--'^<IH^M<Gb'^^s« l«f^i',<«dh1M'ciilfe^^ 
MW- Ol «rffltffi4l«IIMA(fo' Mt Vt^gÜMS ; nHilil - ftloi»' ack IMMf 



fllie#ltfgie. 35S 

trieü^ aiM4 Mke ^((iKliicIltehe Mtliuig^ au« BtlMSiilieil bä «^ticil. 
Scbift, sowie in ii4ll!Sif«lMiMiMi'iid4PM^ sid^ 

bloss seinon Sdiarfbiick in das gew6hnlidie Treiben der M^ 
Miion; nek* seine GbwkaMhilU^ besMMiil' lilid t^redeM JMif feeine 
Znhöret einatinrkhi. Desstanngiaöktel IsSUn Re£ niokl ?er- 
.ioKyr<9gen, 4asih difolOispojijtimen niebl imn)^. 4en Anforibirimgen 
der I^ogik ^OBttg«n, dass w viel einfetheil^, worden ist^wodarrh 
der Hauptgedanke allzusehr serrissen, und das Behal^k der Rede 
erschwert wird , dass die Belesenheit d^d Vfs. ihn* hiei< nfid do'rt 
.jtt.weit geführt« SU. Allzu. Tieka Cit^tMi^vofiUiliSfll, pn^^ diM|nrch 
laweilen s^e R,e4e in die Breite gettiej^en hat« Die 1. t^ede 
l^ebandkjlt tiMi Lttc.'23/'34. das 11i%m'a:' Was tbrdm nfis zur 
Feind^Kpbe auf — und^ka steht der Üebudg dieser Pflidit ent- 
gegen ? Dieses Themi 'ist darum %ü tadefii^ ^eil es ^thoHk die 
beiden Haupttheile i^r (lede atfg^ridif, tÄd sie nicht ^nter einen 
einzig«» -OtNirsatz'i^eWdn^ hat. Theff I. gibt nun naelr einer 
•etwas aa nackt «Mlf^stoUten. Descri)ptibn der Frindesiiebe die Auf- 
foidemngen zur Cebung dieser Pflicht, ^^;jnnd {ndel ^ ii) in 
denk ansdridklichen Befehle Jesu; 2), in dem Beispiele des Herrn; 
•3) in der Lehre ,'* dass wir oline sie 'keine Kinder Cloftes sein 
ienneB;' 4) )n dem^dri^hendett Wort« ^e* Herrn, welehes Jedifn 
tm e^Mesreiche Attbschliesst, der sicti ^sem Ges^^tse nieht nater-' 
-irirft; 5) ih den Au«bpi€ttheki derliril.' Vmeffi Wer ^M^ii^frt, 
'Ms diese 'Subpaftes ^k\ anders gefaxt" ttüd aufgeS^tetft werden 
ÜüisMenl Der 2;; l^heil tieschAftigt cfi^b' mit der Frage: Wfcs 
steht der Uebnsg ^e)< Pflieht entgegen'? a) Vor Allem teHMe- 
U üe Feindesliefoe nach ilem leiste der Lehre Jesu und desf^en 
Mtm ViDrbilde jede' Raehe; b) nkht tittrMdfe #irkirdfe Rwdre, 
sosderw "auch die Unterhaltung feindseliger ' Oesinntingen ' ^(^«h^ 
Beleidiger i^t der 'Peiadesliebe entgegen;* e) endlich ferbi^tet ^ 
Feittdesliebe sogar jlicf Bntziehnng der Wohlthaten und Hfiifff^« 
-Wer steht nicht, dAA^ü dieser Theii ürieht wi^ man nach der An- 
h€adigte||^ desselben -Erwarten sollte, roa den Hintl^railgs- Vknd 
Brsch^ermigsgTflndett'^r Ausübung' diesel* Pflicht handelt, son^ 
dern- negativ das We^en derselben beschreibt , was posifi? in der 
Torange^lten Descriptfou' kurz geschehen ist? No. 7. „Was of- 
fenbart der Tod Jesu; ^ was wird tifas^Tod oflenbaren?** 
'ist'sowokl in der AnTage, Ms in der Ausfnhrring dem' Ref. am 
i^ehknl^ensten ersehüenen. Htnsichtlith der Belesenheit des Yfs. 
Khren. Uvir an , dasS ^r ausser Tielefa fiteUen der hefK Schrift, 
Tauhr, Augusiin,'JttsU4ian, Bpictet, 'Cimoto,- Coriolan, Chrjsosto- 
Btts*,' SokHites den tieiden , Weiler-, Seneca tenutzt und redend 
' ^elHiH hat , oft recht passend und praktisch , aber auch oft 
iberflfitKstg und daduitk tur Breite Terfülbrt. Der Stil ist meist 
«trreet «tut nicht oiine irhetorisdten Si^hnMrik, und so kennen im 

23* 



356 Theologie. 

AUgeji^^ii diese R«d^ .auf dem GebEeto d«r UmMk müt 
«ec K:ifelie ab noaterbaft beieidiiiel. voriea^» ; . SSn 

[2007] Die Oeschieliie Jesa nadb der BnftUiugderTiir 
BTangelisten for die Gebildeten des weiblkben GeaAleehtt w 
FrieOr. NösseU^ Vtothi Bresfam. Büi' 6 Stabbtiehei. 
Leipzig. Yolcktoar. 1838. Vm u. 242^. gr. & 
(b. 1 Thlr; 16 Gr.) 

[20(to] Die evangfilisehe GesehijDfct« ' oder das Iteboi 
Jesa« Eine ToIlsÜbiiige und nacb der Zeitfolge geordnete Yer 
einigong der yier fivangelien nacb XaAers ' UeberseUuiig* Wt i 
einer ffinleitnng , Ä^merkangen nnd einem Anbang über i^s Le- 
ben qnd Wirken der Apostel vu s. w«, für den Gebrauch in Sdo- 
len und' Familien bearbeitet Ton M* L. Martsc^ Pfr-M^* 
tiirkbeim bei Staitgart Stiittgart^ Steiükopi 183?« TIi. 
330 S. gr. 8. (16 Gn) 

Di9 in neuerer Zeil nicht eelten nntemommene BearboliDK 
der Geschiebto Jlesa sn erbaolichen Zwecken adieiat,eine bb)^ 
. Binsidit in die Nator des Lebens Jlesa ^ oder, eine meiiscUidi« 
Ansicbt 4e8selben sa T€|rraflieB, als wenn die Erxfthlnng ^^^^ 
seinen in sich beendigen Menschenlebens geliefert wMen a#> 
Jesus fingt , sein Leben in dem Gesetz n]i4 den Prophet« ^ 
nnd die Apostel tragen seinen Abdraek an sieh, sie, suf^jQick^ 
Reflex , reflectiren ihn jeder auf besondere Weise zu eineBi f*- 
meinacbafilichen nnd ganzen Bilde. Der Christ fordert stitf ^ 
Geschichte Jesu die biblische Geschichte de^ N. T. , iOJ^ ^ ^ 
ohne Gesetz das B?angeliam nicht versteht« und ohne Fiop^ 
nicht Christum, so kann er die biblische Gesdiichte des^*"* 
nicht entbehren, er mns» die ganze Bibel habmi* Daher ^^^'^ 
auch ganze biblische Geschichtsauszüge ,, zweckmässig im Sdmr 
gebraudf, (ar unnöthig und fast schadlidkjgehalten werden fu^ 
sen, wenn sie den Erwachsenen, die auch nach dem natoriici^ 
Veistande fähig sind vom Brunnen des lebendigen Wassers «^^ 
zu trinken, ^sselbe in abgemessenen Portionen und in £ol^^ 
zuführen, welche im schlimmsten Falle selbst voller Schmnti o^ 
Unrath sind. Und diesen schlimmsten Fall haben [wirr^or mta^ 
dem Buche No. 2007* Der Yf. hat, wie etwi^ eine Geograf^ 
oder eine, Geschichte, die Geschidite Jesu für eine besondere «i* 
ganz neue Classe von Christen , „für die Gebildeten des weilg^ 
eben Geschlechts'' zugerichtet; die hinter dem Titel stehende ^ 
gante Frontispieeinschrift ; ,^esus Christus , dargestellt ^^^ 
Nösselt", klingt &st'wie Spott und Lftsterung; aber er batBeiK 
so zu schreiben I denn kein Evang^t hat Jesum so daigesteu* 



i 



TkieoIogleV 36(7 

«i^ mryjhi «r 'Hii^fcvliir im%1bin. In <der Vorred« ierkUrt clor 
T£^ „«r gekdre köiMT'ftarlei ni, vader iter itreiigOB Sapftmattt* 
nlißlB% , Boöh der eBtochiedeneii RatiolHiiieteii'S Tersioiiert aber 
im Lcoer ^n ^^seinär fanigoa Hooluiditiuig fiOr Jens Clristos'^ 
INi dM. Bacb^ f&r Barnen; iel, so ist die Lntker^sidM UebersetziiDg 
ui dea sartea , gemaiklidieA und laagweiiigea Tos aneirs Jlabr- . 
binderte Terbeeeert werden , und ndt ier Pfcraeeelegie aneh alle 
SentimentaliCAt oad Parbioeif^eit anckrisllicbei Brbaaongeschrifien 
darin xa findea«. Wir leeen nicbt mebr von Weibern, aondein 
Ton Frauen; iebannee der Tftnfer ist ,,ein hoffirangevoller Kna- 
be'^ ud gleich nacUm „ein edler Jüngling'*« Eine Probe Ten 
der gebildeten Salbaderei de» Yfs. (8i» 12): „Maria scheiot ihrem 
Verlobten Tor ihrer Reise zor Blisabeth von der Brecheinnng des 
Bngek und ihrer Schwangerschaft nMts gesagt sn haben, eine 
Zariehhahnng, die aeh» nälnriidi w«r, Aeils weüiihr ZartgeffihI 
ihr verbieten mochte davon zn sprechen , theils weil sie besorgen 
nuttste, dass Joseph die nnwahrscheinliclie , dnrch -nichts beglan- 
bagle Brtthlong bezweifeln würde. Aneh nach ihrer Ruckkehr 
e^adi m darüber nieht'; #« ihre: Bekwangersdiafi konnte nn» 
nicht ttnger verborgen bleiben , nnd efiP war wohl naturlich , dasf 
Joseph, so hohiBS Vertranen er aa<di zn ihrer ^Sittlichkeit haben 
modkle, darüber bedenklich wurde. Wenn er anf der einen Seitoc 
ifar keinen Fehltritt., keine üntrene zntraaen konnte , .^ sprach 
doch auf der anderen ihr Znstand zu stark gegen sie.'* MH vie- 
ler Geeehicklichkeit findet der Vf. die Gelegenheiten , seine war- 
men, nassen Bmpfindaagen los. zu weiden. HanptsteHea'sihd: 
der Kindermord, ^e Auferwecknng des Lazarus , die Leidensge- 
ftiUehte* Die meisten^ Wunder lässt ei- unangetastet, weniiesnur 
niebt'gar zu arg[^wird, wie er sich denn von der Versuchnngsge- 
sdiiehte und den Be^eds^nen gänzlich lossagt (Jesus j^steüt sich 
nur", ab glaube er )sn Dämonen und als treibe er sie aus). In 
einem Athm macht et den Teich Betkesda zn einem Cbetnnd- 
brmmea nnd ebfihlt« er die wunderbare Heilung ..des 36jähi3gen' 
Kranken. Was'der Vf. unter der GdttHehkeit Jesu verstehe, von 
welcher, nach der VonMe,'sein Bnch überzeuget soll, erfiihrt 
nun S. 50 dilrdi die Worte:' ,^Nienrand kennt dieses überirdische 
Reich, al» Der, welcher vom Himmel herabgekoramen ist; nUm- 
lieh ick ,, der ick mit meinen Gedanken imd' Neigungm diesem 
ffimmel ganz ängtehore.'' . Der Zweck der 'Sendung Christi'^'War^ 
^ein Reich der Tugend , .Fränmigkeit und Sitienreinlieit^, eine 
GeaiemsduA der Besten aus ihllen Völkern zu stifteii" (ß^^G)*^ 
Dem Vf. kommeh mahcbeiLeUren Jesu (ir das gebiMdlei.weib'U* 
die Geschknht ddeh> zo^ Jiarl wM gransauk Tor,' nnd- er -ttösiel 
dnrch eigendramlicbe Anslignhgfsn'^xwie in der iBergprc^gi (S* 
M): „Ihr sollt ench ohne.dridgender SbHhTnidittudieiikftii^^on- eu^ 
r<»a Weihe'% niU „sollto.deitt.'Ange dich' zum Bise» reisen^ so 



B$S: Tlieologi«c 

wflre wdiiHekhons^r, im itAreei Vini\^ MftNtldihe JLM tuav* 
— 30 wftr» dir;besMry dailiiitlesf.JkelBe/HaiÄii^^ Aadi das,, alte, 
abgelebto Valeranaet bmi^t. ßr 8. «frifoifeiMQaaatiindigeTe. Fant. 
Su 31- wird «rnstlieh rarsidberl^ JeaogiiMl »ieiei;mid0t gfaKisen^. 
ab«r S. 54 ist >er ea doch. MU dcr^MhrflViilo^si^eiilAiiiDidiBQdfl 
isl es.QidU aelur.geaM g«mmmeii»:z«. Bw.^e AbficliiiU# IT ilod 
^ 18 floUlen ^Ittcb aack 13 fo%«o;,. .Mit «inam Worte; daBtBnek 
lat ein Sodojaaapfet^ denn leider ia^idaäi'AenaaaDe «erfdiiferiBdi 
g€aag. Die Slfthlstiche.aiad alt. «^ ' Nä fi008..nttaGrickt6l ifi' 
der Gialeitang üb^ .V«rfHS8er,-AUai^nn9, 42fcafalcter n. s^ rf^ i» 
Evangelien.; ein tradoiet. Adszng jeder . dwwM^ BinleiMug ia it»\ 
N. T.y iat keiaesMreges praktiisdi» tiad daher fiiriein aaichea Back 
unpassend;, darav^iiseikliesdt.taich . ein kurlaer.y. zneckMtoij^er 
Abws der } habitiaeltr jidisahen Gtsohklrte,; anri ackwaakail 
xwiachen weldtchec.odd »Ü^KaeheffAnÜMsuiffi .! Dia Texte: Ad 
£^t geardntity-fteut beiteighnende^ Anfschrifikn^ getren naek«te 
Ltitor*^en Gebera^teiyi^i ÜB« nit . karaen Varbal-r . nnd Beal- 
eriklSt^ttngen fM tturekUUii TaRaehani;l:.dief Schüler* edbidl ^as 
^araltodbias ifaa deni..JUallaH*;vüberkM4)t aibigtlMkle .tandFakuK^ 
in. jybrQQl Aodiirfiilifsen gana- T<fraobi^dMu iDen Anhang bildet m 
kamer Absang' und .F1iitail2qt19.de»> ApoBlrig^sohichte mit tkokh 
giaatett.Ueb^rflaaae. -.'! r ' /.- •.- -^"n- »'itit* " >> Ü* 

cbm nad bä^8Jik^li ^^ff^dia. . . D^rmtadt^ Xiesk«« 1837« 

• Aachen. ^, Tit/r Die^l^efiensgescliieh^^.^^^rl.Ap^tel ,P^ 
nnd' PaUras. Znm kircU. iiii4 hnosl. Gebraocl^e ' her^os^^« , VW 
/. ttessefj ftr^ »u iWungt^r Vm Stejni (i^.Bdih^,), ^^ 

: ^ ' . ..iv«i^>*pfrto|^;94, w^^ . 

.: :Daf Yf. bestimmte seia^ Aabtft f^te besoifdera samToiiest» 
beii..fkrtl/ aonatiiglich^n!NachmittagBbeta6iodenii. .ohae ' den i:Zff«iB 
einer bAnsHchen Brbanttbgf darckiUieselbe . d^sskalb ans den iogcA 
lu'laMeii / aniisnchte^rsid , dies» Abskbft (femüas.. atnziiTidile» 
Sa.daa yon. ibaif besfibriebeiie Lehen dea ApoMela besaadeis n* 
Yorittsen an den Sonntagen awiachen MiGbaelis^'und Oatera »' 
Anaschliiaa der Fastenaeit (man micble «olil amdk wOnscbeB, iu' 
^LQaacUosH der Adraitaaeit) diaAen: Ballte ,. a4!'tfaeilte er dfliadhi 
intiJ23,Gapitel etav'^nbd::8iiebta iea.iHiidi .Anseh die für AUe ve^ 
«(2ndU0he Darstelinng für den beabsicbtigten 'Zvredk eiaMfiekiei» 
\ISr glaaKken, dass. ar seine AbaiisUl k «tncoi seltoM» Gi«'^^ ^ 
veiahl habe. Was znerst dan üarfnl; dbsifitdfrii aahUgli so m 
an loben^ 4^^m sich der Vf. /streng (in den dnedi die nantestamoali« 
Miltb«iking4ngecogtnett;'6nB8an hUl, nbd .aar an Bade^ 
mh^paokfliididm JTod .daa..AiiasteIa. vita^itNero beripblet Bboa 



M Hl akrBiiiriflilfiiiig» darAsdikkücke Be<rais)i|oifee;i d«» Gang ' 
tier Emftlikii^.'aHi: imterbred}8ii nnd die Anwen/foiig y^ 4eia Ger 
MgteQ dem U9Hr 9« tügf^j^n^ ^vi^ lohep^ amnal da dieae ein* 
«docUeDtal Betradit«|igeit seweU dem I«baH9». Als den Lhng^ 
od SieUa«9 nadi, fiiat duroliyreg:«!} bUJiilf;^o ^ind. Waa endlich 
die Sprache anlangt» so. machte eich der Vf. ea aor Au%abe nach 
8. X: ,,die dem Uageiehrlen fasatkh(?i^ B^men^lich. dem Landmanti^ 
geliafige Sprache der iother. BibeKiberseUnag'' obae GewalUhA'^ 
tigkeiten gegen das heaiige Sprachidiom nachzuahmen; Diese 
Aifgabe hat er ebenfalls fast dnrckgAiigig auf eine hßchatbefri^ 
di^eade Weist gelöst. Nnr hier and da möchte es raihsam ger- 
vcsen sein, etwas Teraltele, ode/ jetzt, mehrdeutige Redeweisen zp 
Termeideo, so a.B.S.176: »»aber es log ihm deich viel an (statt 
dana), dass a.s.w«, S. 1712 „wie sicbs hielte (?prhiel(e) mit 
ikaea. Und so können wir nach nneerer U.ebereengufig dieses Buch 
für d«n Zweck , welchen er erreichen will , bestens empfehlen, 

84. 

[2010} Die heüigiBteii Standen im Leben des Christen. 
Bb Ceffifflsainnbuch fEr AUe« welche sich einee gö|llicben Erl&- 
9m Mdr% fühlen. Von JF. W. Lomler^ Qr. derTheol, 
Sriperiat n. Hafprediger in Saalfeld. Neastadt a. d. Orla, 
Mfagner. Xn u. 314 S. gr. 12. (n* 1 Thlr.) } 

h grösser die Kltiih ascetischer Schriften, sowie die Zahl 
^ ist , .welche sieh für beftbigt halten , tagiftglicfa dieselbe 
>tA sn vcrmdiren, desto ernster glaubt es Re£ mit der Anzeige 
>^r Geistespnodncte nehmen zu müssen. Denn ^ird durch immer 
leoe Brzengnisss dieser Art kein wahres Bedörfniss nach Elrbaunng 
befriedig«, wekhes sich bei der.Uinauihl der vorhimdenen doch nur 
^s ein Verlangen nach guten ftnSseni kann, so stört d nd yermindert 
^8 Verbreitung derselben «nter dem Volke nur mehr und mehr 
^ froiune Gewohnheit der hütmliehen AndiU^ht« Dass raai» aber 
ABS ihrem- Verfalle dieser frommen Sitte nich^ sowohl 4arch den 
fivhalt, als durch die Menge rdn Erbanungsschriiflen' aufzuhelfen 
pswht. haiy iat em» Thataadhe, «eiche nicht allein durch die Un- 
>fU , smidem audh durch das schnello i)nd gUn^^iciie Vergessen 
vieler derselben bestütigt wird. . Auch der T4Dlieg. %farift dQ^fte 
em ttanehirlei Gründen eiii l^üges Dasein ni^hi geweissiigt fzer- 
te kaaneik Es gibt eine doppelle MögüqbkM^., Schriften dieser 
Artfir etoe Idngere Zeit branubbar zu mad^en^ indem man eie 
>^ lahalt und Ton ganz entschieden entweder auf. die ißildang 
pwisser SUinde beredlinet, /oder .sie in jener 'edeln PopnlaritiU zu 
wen weiss , dfe eines aUgnmeinen Anklanfes fiibig ist. Unser 
H hat auf einem eigenen Wegs BeMes tsiAvIAbq m^ollen ^^ ohne 
^>^ eeiner Geistearicilung, irie.er anrfnt, »elbM Atten Mlee sein 



360 Theologie« 

sn kftnnen , hat er seSn Badi fSr ABe gmiessbär madiea wolki 
dnrdi fremde Zugaben, welche Ton S.233 anhehen. Schon dieser 
Plan eines Brbannngsbnches scheint dem Ref* tadelnswerth, den 
er macht es dadurch nur stackweise fdr die eheii oder di6aDd^ 
ren seiner Leser genieiMibar , u^d nraihet ihnen' doch zn, die ai- 
dere ungeniessbare Häiflle mit zu kaufen. Die erwähnte Zogaki 
ist im Die berechnet (S.Y)^ „die yieileicht den Ausdruck heiligv 
Gefühle in grösserer Einfachheit Heben, als mir (dem Yf.) jemdi 
gelingen wfirde**; und dennoch hat er den bei weitem grSwem 
Theil des Buche«, welcher das Eigene enthftit, für die hSherfie- 
-bildeten bestimmt Für diesen Theil seines Bu^^es ist der TL 
zunilchst Terantwortlich, da er 3. IV „ein ausschliesslidies Bigo- 
thum seines Geistes*' ist , und „er will und muss in ihn ADm 
allein vertreten'*, da er „keinen Gedanken darin von irgendein« 
Menschen geborgt hat''. Fast sollte man nacb dieser Bioldlns 
lauter Originalideen erwarten, die doch auf dem Gebiefeder 
Ascetik am wenigsten su Tage gefördert werden diirfken. Vi» 
einzelnen Betrachtungen ?ertheilt der V£ unter die 3 Rnbrikei: 
Wessen Gedftchtniss feiere ich 1 Wie will der Erj6ser, seihet am 
Gedfichtniss gefeiert wissen 1 Welches sind die Tomehmsten Seg- 
nungen der Abendmahlsfeier? Auch diese. Anordnung Tindidrt 
sich der Vf. in der Yorrede ganz allein, ohne dass wir das Oii- 
ginelle und ihm ansschliesslidi Angehörende desselben daran w 
znfinden verstehen. Was die Gedanken anlangt, so ist uns alfr 
dings mancherlei Ton dem Gewöhnlichen Abweichendes aBfgei>l|^ 
das wir jedoch gerade am wenigsten zu loben finden. So hM 
es S. 1: „Hfttte ich jetzt doch Engels^edanken und Enpia^ 
Könnte ich dodi jetzt eine himmlische Sprache reden, «ea^pM 
das Schönste, den höchsten Wohllaut, das Edelste aus alte^^ 
schensprachen, und Tor Allem ans meiner Muttersprache vA'*^ 
Mag der Erbauung wegen doch ja kein Leser eine Anwai^N? 
bekommen, diesen originellen Wnnsdi tu zergliedern! Oderir^ 
er S. 25 bei den Wirkungen der Sunde die Bemerkm« >^^ 
„dass die Wissenschaften bei weitem nicht die Höhe erstifC^B kr 
ben, die sie könnten und sollten" ; oder S. 29 „den LetkeetfiA 
durch ein christl. Communionbnch fliessen" litost, oder S. 33 M 
Gleichniss Christi Mth. 18, 23 ff. nachreichnet, dass „der Kiu»» 
seinem Herrn 12 bis 18 Millionen Thaler schuldete". Bine iomN 
Yersimdichnng der 10,000 Pfand, die dabei noch eine Dif<«^ 
" Ton etwa 6 Millionen lAsst , ist , abgesehen T<m ihrer DaridAT 
keit, gegen alle geistige Aidfass^Dig eines Gleichnisses ym^ 8*" 
schmacklos. Dazu vergleiche man die in gleidiem Geiste i** 
dem Yf. gewiihlten Beispiele 8. 113, 116. So Usst er S. 219 
„Paulus, Petrus und nach ihnen alle die anageieichnetett VS^ 
in der christL Bjrche fiber den gewöhnlichen Menschen ehes «^ 
iMch stehen» als den Mensdien über eiBett(m) Wunp(e)t ''^ 



ftnfeDnBg «es Tis. esdlUi ist gesdiratiU na eluie MMUidie 
JSektehcii; s» x.B. S» 4: „Tersnohen, in BMiwdilidkeii Laatatt 
tili dM «Mdichen in lall«ti<'. Oas „fnr Endi«' la im fin- 
mtamgakfciim teil 8. 106 „in« «Ia Doimnr-voai Bergetfiiaifi 
ftrf «BS eindria^ii «ad «u iiiedennisdHMtterii drohes*, od«r ^ik 
«n BKti das Iniiere dnrthiBckea^^ VFie nümbiäiBa m diäaen Uc^ 
beiBchwti^liddkeitan PbraBen, wia die 8.19: ,,i€h willanehabar 
Uer »cht aof GMieiiiplätseB hematraiieB**? — Dagegen aat- 
Ut der AiduiBg Tid Beaaerea, beaandara tob Lokflumn, Wei»*- 
fjui, Demme, Zollikafer: 84. 

[2011] Daa Christenthiini Bach dem Kutechiaaias Dr» 
Lathers^ in knner Brl&ntenuig desselben nnd der Beweisstellen 
ans der heil. Sdiirift in einer neuen Aoswahl. Ein Relij^ioBsbach 
zam^lbstonterricbt and inr Briiaunng tob Cm JEf. Om Meyer^ 
E. B. Di8trids-Schnl-Ittsp.9 Capitels-Senior^ b. erstem Pf. tn Weis- 
esMUlt HoC (Giao.) 1837. 183 S. gr. 8. (m 12 Gr.) 

BerYl Ibd^ für Seldie, denen daran liegt, eine UebenSUit 
des diisfl« Lehrgebiüdea Inr ihr ganies Leben an behalten , ei- 
aeä tui karsen EiUnterBogeB der anfi^estalheB Glanbena- nnd 
-SMssIäbre . des ChriatenthaBis^ hanptsAcUieh aber anoh.niit.fasa- 
Edifr Oarstelhiag des Inhalte der Bibelsprjicfae yersdienen Kate- 
diigaias tum Sdbstnnterrichte nnd gleichzeitig sür Brbaonqg api 
tweekmAssigsten, nnd am passendsten dasa Lnther's Katedbisnins, 
'^ er aUe BrfMdemisae einea kursen Ansaagea ans derB^ligion 
*i Christeadinms erfiüla, weil bis jetst in der pratest^-IntbeA. 
Kken Kirche nach keiner als fallendeteriaaedkanBt sii, weil der 

. p996te Th»eil der Glieder dieser Kin^ ihn eilemt habe,, nad 
veil iberhanpt die nftmHdien Grande an. seiner. Beibebakaag im 

/^tfeniiiches ReligiensBBlei^Mite gelten^ die den iortgesetstan Ba- 
hravcb der BibeMbersetenng iM>n Lather ralhaam machen. Dea>* 
'iNich soU & TorHeg. Bearbeitang fnr Jnng nnd AK , beaoBda^i 
«BS dem Staade der Birger nnd Laadleate, ein Hnlfrboch mor 
bitsesetsten.WiederhalBBgihass Christanthtuns sein« . Die Beweis- 
BteHen äad fast darchgingig nadb der Auswahl. in. dem, in den 
pYotest Schalen dea Köaigr« Bayern eiagefohrten Lntb. Kateehia- 
ins angsaogen; . aar Yermeidong dea AnfiMhIagens der SprfiAe 
in der Bibel selbst, sind die Zahlen Tor die eikliirten Schrift- 
stellea geaetst, welche auch im Kateehismvs aagdiracht sind; die 
Eiktorai^ seibat sind knrs Bnd fasslich, nnd die ans dea biU. 
C^sdnchte aagezagenev Baiapiele dar Tagend and Frömaugkeit, 
<o«ie die an» dem bajreriachen Gesangbaohe bemerklich geauioh- 
te LMer ftrdenl auf avwiiisahte Weiaa den aa^eieh erstrebten 
Kaack der Bibannng;': JSa ist demnach an: wiiaadien, dasa diese 
B^^iMlaBg dea KatmAiainaB redit Tiele B^atser finde^ adeaidi 



M}2 Jfifi9f»]fi46ja:. 

iHattAm in irf.f«6dakiht liM, woAnl JUi jedoeh ifir^jiDltf Mi^ . 
trtU ite «feBlroiiiiig iat , dftw die .Mi^l^» ^ üoMU M 4&».8<Mlj 
^mhamitL ikabes, '^ie Uekol^ urrfiridejBlitBbB.d^nrBiifiKiwIirdn^' 
Uita'ienltrUn «oiwflder güiiB «olerlaaMi,. ödi^r sie doA iiiiru^ 
«Im Alihöi;eii Üeifi affimOMkeii.fii^oiisierttii^e ^ «rf . das ^IM 
lidEten eiabelnesviAiMidiiiiUe dec h..Schffift und den Gebmtt te^ 
iliiMA geredet a^iGeijoteeteheodea ßrbmmsgsbdeher besolirftiikak 
Wie aber* diese ScbHftf'hferkenotlicbgtfthiiät worden. is^ sovriil 
«ie)tiich GebdicJiea bei deo ibüen --'eliiiegeiidm KirchcAkaltdBMr 
tioseo sebr erifänschte Dienste leisten . Miuieti ^ w podk groiaem^ 
Scbnllehrern , die eine bundige und populäre Bibelerkiärnng ail| 
ihnen tenien kfinnenw • . & 



f. 1 12D12] Imperatoriim . Basffii; (.ConAmMi et^hm 
IPjjfiCJäwu ,Cfaddi Äfe9. ope n^nc prifia» e^j^ii^ pijole»««»^ 
^nnptationibAset indleibue iattraxaf Ct K ZachßruW9 h^* 
Heidelbei^lfessis* s Aöci fMünmenMio deUbliothecaBodliiaa« «j»* 
^ne oodd.^ad Joe €lra^i^^RoiBiiiianrif|^lMitii)«6. HeidelberM 
Wfehr. ,1837. €€30! o, 3«a! fe; gr- 6. (3 m 

irisn) ._•;.;;"'":' . ' ;•;;/:;" .' ^ ■ ,:;. ■•' . . 

Zu. den eelebrtea JLrbetten, mü weidien in diesen Jakre A 

ÜMiitdwiesettfl^aA) bereichert wovde» i^l^iigriiort Tjcsugsiieise ^ 

genanate Wedi, .«eldiev^im Gegenaatiriii^ viestes aotereiSefav" 

{lea VfAl Viel viMeisaeiDden Titeln bei Meilem tnebb ttethtfi ^^^ 

;dier Titel besagt. Ref. ninfti sieh jedecb^hiec nur nil ^^^JV 

kattaanxeige- begnügen* i In . den Prdhganeaift gektt der Vf» *^ 

-einer karxfen Ericl&rtwg über dinJCnatehnng «ndVerankeMF^ 

f^rfteb. Reditobünberift .Gealalt derBneMridteü Jberhaapt üif *^ 

')|mblit;a auotoritaie <yitatanidemi enchiridift Cber, ondfiUirtab^ 

«bennf (6. XIV^) t ::1): die edoga.lLiMÜs IsUniri eft Qhx^ 

OepvönjatT.i. 17399 2) «dan Proebin»)t fiMllir, Ganetaetiai« 

Leottis aus dl i^ 870 «th- 1876; 3) Efnänagk^gel^Basilii , Le^^ 

Alexiuidri auad* J»i^70-^a6& Ifehtti dieaeo, aber ihnen aa»' 

gebildet nnd. in. Ansaugen . ans den gnaeeen» Reehtaaammiaaf^ 

naq^ beliebiger ^dnong bestehend, «Btstandiui 4««h Priraf^ 

.isonen ausipimkiischem fiedinfnlsae HaMdbiaeheip in ü^'*^^^'^ 

, «4 nbweiciieMcr Gestalt» Yon w«le^ii««reilen aebrara aa^ 

Band Ton Stadirekiden Aes Redita inaiammengeaehnebeii («e^?| 

X?), andern leanlufeten gebtUigly tum öSentliehen ^^^^'"^^Z^ 

' TetBchiadenen Exemplaren Terbrbitei worden». Yeli letat^n^ ^l^ 

ine Vf. 2 aaaaeli aAc a) /sokka, welck* mit tden'^pahiiäa '^tt^ 



JnrispnideaiL 30t 

\äm gtfiDrtigleB Höriluciani mcM» gOMdn ithei (dit a^rMgnfe 

jSiaUteonw, di» Schrift dcor MicKaeL Ataii^te, Pnlh», > HaNMadpiri^ 

^ b) dte.nAdi.dir Oidniag d«r pnUieA •ii€JI«riftale foA^gtm 

[BiBdUlclier eiflgeriobtet and dfth«r oft mit dioMs wlbslTahieehMll 

iwrdett sind. Ea liegt diestti in der Rngcd m eMhiridiaii sb GmoKfmf 

[tiMl sie onterscheideA. «ioh tmi dicMii doMb ZssütM^ V^vMidenibii 

ifea, Weglaaaiiiigen, banpIsAcUick. der Varr«dea, diwck YktwttiiUK 

iea von Titelo umä {Ubrikea , dnd AaUftogMi nü ^efwÜiedeMa 

ixccrpten. Za ditser Claasa reehaet der« Vf. 7 BadiM^ieB» 

:i) Eeioga prifiifa aiis dem 9^10. Jaiirb. ; &) Bpaaai^geo XIII 

fAali aas d. B. des '9« Jahrb«; 3) BpaiMgoge eum acbeliis gageo 

900; 4) EiMuiagogeaamprodlirs coMMsita' gegen OOO; 6) Bpa»« 

agoge Aucla ans d. la Jabrb.; 6) Beloga ad Pin>|;Mreo>«Datata 

«u dem 11. Jabrh.; 7) Prochiron aaetom ge^en 1200.'' DerVf« 

1^ sodann »n den publica aacteriCaieTerfeiliffien'vncdfiridiistibev 

nd zwar im 2. Cap. (§»&») iuiedirt}'fi!elogaX.eo«i8 et Constan^ 

tiai in 18 Titeln. Deren Vorrede (in weidMr NiiMtas «nd Mii^ 

liaas als Glieder der mit der Redaclion beatfftmgle^'CoBittissioii 

nai^ent&h anfgefuhrt werden), 1. tu 18i Titel, ferner die HnbrU 

ken der ibiigen 16' Titel ün giiedk T^td mit lateiih {/«ber^ 

a^teiMV »^ nnter Beradteiditigttng der(:ver^iedendblliind8din& 

iMJBi^etMh sind<S^XXai~XL); §. 6>erbiii)lef sidi über 

dic^ diesen Recbtscqinpe»dini|i in den* Handsduu belgeleglmi ynt^ 

Miedcnan Namen, über üb 'Ktf^tien , wefehe die eebna f eiftr«^ 

• %eA Uessen, nftmUcb L<^ Isanrvaf^ imd^ Constantinoa €e{>ronfm«s 

(ra9-74i), nicW Le» nnd Constantittiib (?76^r80>> wia atui. 

eh Bandscbijften angeben, über die VeranlaiBsnttg^ dw WerW, 

& Ten den Jnstinianiscben RsdUebucbcm abWelobende Ontnimg, 

^isaen Mangelbafligkeit (die Lebeen 4e< acq. rer: dbmiai'e flttd des 

Servitalen fehlen), aber die Captteleiatbsikng der «Titel, flber die 

kälteten Qaeljen , die Jastinianisiolien Geset2bfi^h'«r ^ nat !{# 

Geselle Leo's und Gonstanlin's-^ die Jedoeb in deit'^fincerple» 

m bearbeitet sind^ dass ihre ursprtingiiebe Gestalt niebt' erkenw- 

; kr nnd das Veraltete ansgescUeden Ist* So lange * &(if itt An^ 

lAen stand, wurde sie Ton Jnristen mii Zasiltsett'Terse&«»| and 

;€e wuide noch .die scleiga von Privatmftaaem so* bearbritsl, 'dass 

eie tane ganz yerftnderle Gestalt eibiekl >• In ^eser^ aeihitsie >der 

U (§, 7. S. XLVIII^LI) edoga prirala , und is<Ast'isi« in die 

|£eitaadi demPrecbiron dfs Basilios^ Constantians ttnd Lee,' wel^ 

icbes darin berfioksicbligt worden ist, also in das Bnde'des 6^ ed^r 

Aafang des 10. Jiahrk Im IH. Ca|i. ^Ikehandelt der iVr.-ilas« aiadb 

^Aen Ton Witte im 3. Bde. des rheia^Miis. geimee^ tAä' iiiaMt 

gtidieben war, dargestelUe Ite^birea BacfiKi, Coneti^ni ef'Leo^ 

m. Gegen dasBi^e des 9lJabffhanderte- galten als^ jus scriptilm 

4er«6rieiiuvi4ie edoga, die g«ieob{sche»CebersetMig«tt' dir' /n^ 

«fini^idk«» Reditsb&^r «M «IgvMtKdi nnr disss'atMii^' «• «b 



'TlKittfd iitsrtiäa «t^tirfl atiA t^ä 4t^ ^h¥\feu^^i^\tiAyb tM 
•k«ll'J»f%^ilMflt werden (|lä.>ä87 ft> ' IM«sr«pi«Mi<i eotUeiti 
«lipniDi^Mi öd • Ti(t. ; die f^)MfdM werd^ ütt^ d^v Wien^l 
-«pgfIfAct; 'IkW Abfifts^mig^ ftllt ih dftd'^^^^/nlir def Regimr 

-^ ftohOd dies« Iiihfl]»ai)0f«k$liV- wird di^ 1ft^ieii4ig1ceh i»d M 
-Mtft^t diüecf» Werkes ^tHjj^nd darlholi. Das selbst nadi) 
Her^shiBtl WMe^s Heissi^elül^iyseheB^eii'iloMi iinmW oaktatel 
•^liselHg^ YediAlttiss di^«i^ ^I^ed^bfieh^l^^ $^ lä^lbtl ^otlkoiir^ 
T^rdealHdil nifd laiidset mhmen is^diti^ «tee f«ifii«tf Ufcbeti 
#»i^ däiiW'^tiisehlal^endett'HaidsfChhftitt M^e Es ist di^ 

'^et^^eilie BVoebl deM»ti^^^g¥oäs«M Kofi^evatfwaAd terbi 
ftifa Atets^n A^SrHfD. Dn Z. «tid seines -mit • ^it^ner iod( 
-tilfbyd^li P4eissesr fM3^« Mf der ykiü füm Von neMm 
treieii««! Refs«'düiie4i ItirtlbrOf^^eblniid lind das ^ü^kiseheRd 
^Ü 'Attlilil«hiAJi^ Ahef , besstiders griedk. Reelitsi|iieHeii, dl^ivM ^ 
d«lfcMftie'i#^en«(lieiieif'£iref belohiieii , und sein Mn^ ^^ 
^n G^AAit«K'Mteriie$<$ii;"#el«he jetsstiü nMArih«tei< binÜiAt ^ 
»diÄÄlÄtÄ'IJfeeÄ'h^^ *•' ^"•' '■' 59»' 

I, »{3013.} Hw «ltciWl0::iui4 Jwtinian^iaobe Anir&idu«i^ 
forift ibei Lej^ten« ttwd dte ;i»idttc{(HkA^xfi -Be^tiftittiiDe^ ^ 
l!«t 'i\fl\^ ■ el fapia. Eftie ReV^sibn dieöei- lehr^ii ^on Ör, iW! 
Ätb. Sahhiiider. Berlin, Natqrff ü. jCcütotf. 183lr. V 
¥-^^!i Sh'" gr. 8. (1 ;TiiIr. .1« ■Gri;V . ,;.- / 

Om itectt'e^enzreäif' (st ohne All«Fra)2^ ^Hk dcff scbtri^f^ 
iA«ii tttid"'dMiM auch; #4» !sibh ^rsratten 'M»sf , d^ tesiritM^ 
•SlatÄJteif>d(W'€Wilf0ehtsJ"' Denn weder' ist ^d^r-Grond «oH» 
Bed^nftalfJ^fde^ 'Säler d^S^Iten'ftechts ans'd^Quelten le«^^ 
tenifMi^^^nd- ¥Vb ^n Ch^ilisten' aufsein«- üb«^e1fistimnendeWt|^ 
«tt%<Mfiit, mMi sdh^Snt iM^^ilnbliAian's Netferttn^, da ^^ ^ 
«ng nn iTas (Mihen^R^^lM^ i^Uli«^t äH« »ür Küsr dieewtt^i** 
üg »erl^fiiiSbt ?*erte» Icää*, 'einen sJiAerii Ailtpnil« -darzttbwW 
-«> ist detttt «1«<?lrt erklärttefi , ' ^Ämltt aaf' 6it eSnen Seile «* 
dSe«e L**^ 4Ä«a§^ neo«rn flWit ' def'B*ii**bt«iftr mehrere ^ft»* 
liat; -la l^rÄtacke, RAnmeister/ Rfcdorff, May^k^i Ri>Ji9fciirln.A.,-*" 
ärf d«r«Än«enr Seitö AW VInrtfh diese fl^issigvA Beindb^B»«* 
4]ne gifä^sere Hartn^ie d^ Bfeinnngen keinesir^ erreicht «|^ 
-den isf, YMmehr di^r ZiAe^j^nAi hnt noch'su^enommen hat ^ 
Blich Mf die Compiftndifete; »fr eich« iniin als die IVägef d« W* 
seilende^' WfssenschaftKelien Aik^khten et» bMradileit {diegt, ^ 
die tetEterteBemerkiHig VcflIkditiAieii «sstÄligett. ÜÜferdiest»^ 
ständen Hing ^s dem Yf/d^f" ¥8diegenden SchriCf, w^<^ ^ 
sekon diirek sdlüe MottogrUpUs fiber die sabMiibrta Kb^ ^ 



hmak gmartil kut, ftieht V^dacbt yrttitn ^ wMm «r tioMi* Thcil 
4tr w^itkfm Lekre f<öii «Meili'bMrlieiteli liAt^ Dm Mifük 
Mid^f iick ah eine Rvvfeiob d«r8*II»eii'aiii , tmi Ret wül iridüt 
Iirg«tt,da6s^r sto «b«ii dCMebalb mit #iMr gewifleen Bangigkeh 
n di«''BteA« flahift« DmB la dei»/ «ri^ähnlen frMeren sSkM 
tMle der Vf. cdcb als eiiea Odehrtea gtxeigt, irehber zar'^Avt 
'ttelltiDg nener Ansiclileii tind «iiin Aigiiff ^efeo «öerkaiMite S«e» 
IriiifB gemAgi^r sobkn^ als'iDaD 9S ]Bi''HttiMiok avf die Arga^ 
aaMe, Mf weich« er feeele^ in vielen Fidle» Air rftthlicli Mtm 
hnoAei Bei dem ebe» beteicütieteil Zustanii der fraglidiea Lebte 
Mflseabe^ Ref. ein eolchee raseb irieder^etiieeiidei und airfbfi««** 
'iift Ver&birett ale a» *ivtNrig«leQ WonecbeMweiok b«tfaebtli(pei»l 
nkige ond^ besonnene Kritik wird bi^r eioberKeb> well fbrderiidber 
eebi^. :5j«iie Bangigkeitr iMirdenber noeb TeHUeIrt', als Reft'^le 
Tc#fed«rlii9; naeb dieser bait denVf; nrHeraeMfabe dieser Sehrifl» 
iefeft3nbalt> brspriingKdi^nivr zn einen» •nkadeinisebeii Vertrage 
beetiiimt-geir^eeA war, ^;eist die bedenkKcbe'Mlene einiger-naai^ 
bailif vTäHsteu' seiner iAidisien Umgebong''' (der V£ Ist jetst» M^- 
Tatdecent in R^lrDn), ^^'die iaoa jenem Yarlra);e rafUljger Weise 
eMge Noiiä genommen bälten*^) bewogen* • DieSM eestftnQnise 
^ieii dem Ref. nftmJM' auf' eine beäet»lebde1)iT^gena awKchen 
der biiilei^i»'Lehre nnd «der des Vis/ kiaiadenlen^ Md" eine 
ftübem 'ttekamnlscbaft nffi d^m Bacbe bai diese yermotbnng' «ieht 
widerlegt Miedocb mnesRef.tsegteicb biwtidlfigen, dase ibv diese- 
mid die AvI, wie der Vf. seinen Stoff bebMf^eÜt, im AIlgmein«n 
Heil mebr befriedigt bat als frtiber. Deim nleratl , wo er- tfe 
teiAten Anderer angreift ^' geitebiebf dies» ibit' mebr Versiebt^ 
ttitiiner bessern BegriyidaD(^ der eigenetf Neinong, mit grdsse- 
mpRnbe und mit inebi^jwiss«nechaft)icli«m Anstand; auch üst die 
b«rBleiliittg;> il^eniger geswungen nnd Meif« ' iBn wflrde deftRef. 
iffesbaf hier in weit fulf«n, woHte er -ancb nnr eine eigenlhAoH 
Käe Meiiittng des Vfc. anr genaueren Beiraobtimg bervorheben; 
tr htffi&gt sieb daberj'-mn doch so vif} als m^giicb %ar Gbnrak« 
tWvüb des ''Baches beisntmgen , folgende^ allgemeine Uebersiebt 
IM Inbalie aä geben. « Derselbet:ist in eine 'fi)i«feit«ng iind'9 •§§; 
iwrAetk;'' Di««r6tei« (43^1^5) besckuftigt sieb mit der newestvp 
Uteratar de« Accrescensrecbts , "Und Rief. Miin diesem Abscbnitie 
das Lob' einer ^ gerecbteti nnd treffenden Kritik mit roUer Üeb^i^ 
teugMgerfbeilen. §. !;• entwidielt ('S.5-^&) die formelle Gvnn^ 
lagH des Aoe. R. bei Legaten im alten Reift«« tftad diefledeniwig 
dmeHien. D^r Vf. erkinH dob gegep did^btsber^ ^eTsttchten^^Be^ 
ipteiMgett^ beide eifeäei Ansicht bembt darauf: ^,class beim* le^ 
^jMoM'^Tti^ Mmnatienem lind sidendi medo' '^i& Wirknng des Le^ 
Httk iiaoh^deJ» Zeh seiiiei' firiMitang ermMsen wird nnd werden 
oAu»v Mitti'"I«glitnm^ ^er' tindiobtionem aber oacb der Zeit ides 
«^UMidU &fw«rike8t4W'gewdHrten Redils'^mt*' die Legatare«*'' 



IM JnriBpradenaB« 

^iVlm §«2#* (S,,i36-57) ist ein« Ertittrasg dfNr nafteritllM 
iCvilBiHage eBOmUen. Sie ist kA^tsfieUidi gegen Jbj«^ Bt- 
döiff «Bd Resshirt gerichtet, und gibt das Residtat^ d«ss a«r 4ie 
jli^uibt von Ff4Qcke aad Holtias , nadi welclM^r das Acc B. to 
I^e^lare aidit.aaf der WUlkqr deä Bij^lassera, sondem auf n« 
Her^fiMotliweAdtgkeitbeniht, die allein richtige sei« — Dieat'j 
ndoanLehrsätae vem Aec R; werden im. §.3. <S.57--90) inik*^ 
rer Abhängigkeit vom Gmndprinoipe nachgewiesen; das ItSUtoU'] 
drSckt der Yi fie. ans: ^Was den Legataren acoreseeado xqkem^^ 
das erkalten sie schon in Folge der Honerirnng, durch die C'^ 
übefhaapt zu dem Legate berufen sind^ * denn änen ist eatw« 
0titre|int;(separatim), ader im Gegensaixe hierTon^ abferMno-j 
einhfii^> (re et yerbis eonjanctl), diü9. gan^ nämliche Legat log»^ 
iriailitn) und. nicbli Mose die Theile, wdkhe durch das ZassDUIlH 
^ei^kietfen entstehen wurden.'^. Hieraiuswird u« a« dednciit:iiit{ 
die' blossen yerbis ^onjuneti kern Aec . EL l^ahen , dass M \ 
JGiHwmrrena der re et Yerbis und .der blossen re conj* die e 
iw de^ Viorzilg habi9D> lalls ein t^ et Teibis conj. wegföllt^>*i^' 
Der §..4. behandelt das Recht der Lex Julia et Papia (S.91- 
197).: Bd beginnt mit Klagen über die Yernachlässigung ^ 
00 .mächtigen Lex als eines innig zusammienhftnciendiui Gaoz^^ 
4#|ii Neoeren» sucht die Begriffe: cadnca» Ereptitiea nnd.TMn&lj 
Ijänauer, als es {gewöhnlich geschieht ». sui. bestimmen,. (i)i'** 
8«hr...^tlänftigenM&rltrterung eHkUirt sich der Yf. n* a« S« 
aui^ gegen di0 JMleaiiing Blume's, dasa der Fiscus nur sl 
^oiegKter Occupanti» idcht als Erbe in. die Taieantia eiotrefefl 
jhAtte eich diese Widerlegung ersparen können, dalsie s^^j^^ 
nngend Ton t* Schröter nnd Schmidt auagefiifart worden Mr^i 
tiomnit dann auf die yoa der Lex eingeführte P«eiheM|«>^ 
.der, caducomm vindicatio. Diese Untersnchung fuhrt 4^ ''^^ 
dm Unierschied zwischen Capacität und Testamentifatti») *^^ 
wel<^hen er zum TheU ron den Ansichten der Neueren akvWHj 
nnd auf die Fragjei ob CamcalU. das jus antiqutiai ider pa^j 
nnl^ehoben habe, bei. welcher er keine der bisherigeii Meifliut^^ 
^iVigt, sondern dnreh Bmendation..Tien. Dlp. XYIL 2*. ^iI^a r"^ 
n^iu» Ansicht gehiAgt., Im & 5 werden dioi AnwacbsoC 
iMiAh der Zeit des Papisdien Gesetzes besprochen (S* 197-" 
and der Yersuch gemacht, den Umfang,. welchen derYf-deni 
R* g<g^ die AnsicM vieler Netteren auch noch nach. jenc^ ' 
«f^ze geben zu müasen glaubt, genau za bestimmen. Hi^ 
w4Kd':im §. 6» ^ Jnslin» pigesteürecht erörtert (8i 235— äj™ 
And gegen Maj?T durchzufahren versuch^ d^ssdasfi^i^^^J^ 
niclit bis zur L. un. C«. de cod. toll, als . praktiseheSi Q^( ^ 
jbe^nden habe, 6(pidem man schon tieiiAbfassung dsT 0* ^^^^j 
sieht gehabt habe» die Caducitüt au&uheben« Zu der k o^ j| 
cit selbst wendei.fiich §.7. (S* .240—262) i in wekk^»^^^ 



\ 



Jnrispradenz* 360 

TOB diMem Gesetze eise den Ansiehteii der meisten Theoretiker 
viderstreiteode, aber nach seiner Yersichemog in der Praxis fest- 
jekaitene Meinung zn begründen sucht. Der §.8. endlich (S. 
^283~-309) behandelt noch speciell die Anwachsung beim Legat 
dw Usnsfmctns , so dass dieselbe nicht als eine eigene Art des 
Ace. tLj sondern als beherrscht von denselben Grundsätzen, welche 
kei.der Anwachsung der Legate überhaupt gelten, dargestellt wird ; 
hb eigenthumlidien Erscheinungen , welche die Anwacbsung hier 
luhietety werden nur als Modificationen jener Grundsätze in der 
Anwendung in Folge der besonderen Natur des Ususfructus be- 
beiGhtet — Das Aenssere ist anständig» 25. 

: [2014] Untersuchung der Frage: Ob nach JastiDianeischem 
Riecht die Professoren der Jarisprndenz ein Honorar zu fordern 
Mbmhtigt gewesen? Zur Erläuterung des Fr. 1. §.7. D. de 
\mt. cogn. (L. 13) und der C. 6. c. de Profess. (X, 52). Von 
^.Ferd. Kämmerer. Güstrow^ Opitz. 1837. 33 S. 
gF.8. (6^Gr.) 

Diese Abhandlung, der Universität zu Göttingen zu ihrem 

lubeUeste gewidmet , beantwortet die interessante Frage: Ob der 

TOS Dlpiaa in der L. 1. §. 5. (nicht 7, wie es auf dem Titel 

imst) D. de extr. cogn. angegebene Grundsatz, dass die Profes- 

Mren des Rechte zwar ein Honorar nehmen , dass«{be aber nicht 

jgferichtlich einklagen dürfen (,,quaedam enim tametei honeste ac- 

wuutnr, inhoneste tarnen petuntnr^') noch im Justin. Recht prak- 

wk sei, Temeinend. Der Yf. gründet diese Entscheidung auf die 

ta Ceser Beziehung bisher fast ganz übersehene L. 6. C. de pro- 

' Im^ nach welcher unter anderen auch den ,,doctores legum*' die 

jiSereedetf et salaria" gegeben werden sollen. Die kleine Schrift 

^ ist in der bekannten Weise des Yfs«, d.Ji. mit grosser Belesen* 

\hA und mit Berücksichtigung der kleinsten Nebenumstände ver- 

iMst; die Beweisführung ist überzeugend. 25^ 

[2Q15J Allgemeine Prenssische Civil- und Militair- 
xhen-Ordnang. Ein Handbuch für Civil- und Militeir-Geibt- 
\ beider Confessionen, Consistorial-, Episkopal-, Kirchen-Poli- 
und Justiz-Behörden, Kirchen-Collegia und Patronate in den 
preuss. Staaten. Herausgeg. von Joh. Aug. Ludw. 
Würstenthmly K. Ober-Landes*Gericbto-Rath. Neisse^ Hen- 
^gs. 1837. XXVIII n. 392 S. gr. 8. (1 Thlr. 
[12 Gr.) 

Den Kern dieses Buches bilden Tollständige Abdrucke des 
XL Titels 2. This. des Allgem. Landrechts, derMUitair-Kirchen- 
i Oidmmg yom 12. Febn 1832, nnd der die Errichtung der Erz« 
' &pwf. 4. i«. ikufMA. uu XIV. 4. 24 




370 Jarisprnden^» 

und BistliaAer in den k5o. prenss. Staaten betreffenden p&psdick 
Bnlie de salote animaram vom 16. Jnu. 1821; dn^sclidtettii 
nach besonders fortlaufenden Nanunem and durch kleineren Da 
bemerklich gemacht , bei den betreffenden Paragraphen , alle ( 
auf das allgem. Landrecht bezügliche Altere und neuere Kirthi 
gesetze und Rescripte, stfwie die in anderen Disciplioen enthal 
nen, das Kirchenrecht berührenden gesetzlichen Beslimmoagen 
Tollstilndigen Aaszuge. Es bildet mithin diese Schrift gewiss 
maassen ein corpus juris ecctesiastici universalis für die prea 
Staaten, und i^ird den auf dem Titel angeführten Personen l 
Bejiörden lum nächsten Handgebrauche willkommen und nfidl 
sein, besonders wenn sich das dreifache — Inhalts-, chrooologii 
and alphabetische — Register als zuverlässig ausweisen so 
Absolute Vollständigkeit in Anluhrung der Nachträge nnd See 
rationen znm allgem. Landrechte bat der Herausgeber, so gm 

• Anerkennung auch seinem Sammlerfleisse gebührt, dodi nicM ( 
reicht. Ref. Termisste z. B. das Ministerialreseript Tom^Jf 
1823 , nach welchem die Consistoria bei der Auswahl di ' 
Geistlichen, welche sie za Superintendenten Torschlagen, wA 
deren Fähigkeit, den Predigern und Schullehrern ihrer "' 
Anleitung and wo es erforderlich ist. Nachhülfe in Hinsiebt 
den Schulunterricht und die Scfanlaufsicht zu ertheilen, 
Rücksicht zu nehmen haben; das Ministerialreseript Yoni4.Fi 
1836, nach« welchem die Vereidigung der evangel. GeisfLV 
welcher der Laudesagende gemäss der Ordination nachfolgt, 
desmal in den Plenarsitzungen der kön. Regierangen TorgeDoi 
werden sollen; die Kabinetsordre Tom 24* Dec. 1836, M 

/ die Dienstentlassung der dem Laster der Trankenheit eif( 
mittelbaren und onmittelbaren Beamten ohne Pension im VV^ 
der Disciplinaruntersuchung n. dgl. m. Ba wird demmM^ ^^ 
etwaige zweite Auflage,* oder was den Besitzern dieser S^n^*^ 
kommener sein musste, ein ergänzenderand fortführender Nack^ 
das Ueberseliene nachzuholen haben« — In naher VerbiJi'<^ 
mit dieser Schrift steht desselben Verfassers: ' 

[2016] Repertorium über sämmtliche, durch die Cesct 
Sammlung und die Amtsblatter der Königl. Regierungen seilüiil 
Begründunjg bis 1836 publicirten, das Kirchen- und Schol-Vt 
fassungs- , Verwaltun^s^ und Polizei-Wesen betreffenden Ter^ 
nungen. Bin Handbuch |ur die Geistlichkeit beider ConfeH'*^ 
Kreis-, Stadt« und Land^oIizenBehöiylen , Kirchen* und 
patrone, Deputationen und Vorstände in den Kön. Preuss. 
Ton JoÄ. A. Lm FürstenthaL Neiase^ Hennings» 1 
XVI «. 344 S. gr. 8. (Sabaer^-Pr. a. lTUr.l2 
Es sind hier gegen 2800 in das auf dem Titel auj 



Medicia und Cbiriirgie« S71 

Ressort einschlageiide TerordDBngeB «im liar GeMissammliuig viid 
den Amfsblätlem von 22 koiiigi. RegierangeB Aeils wörtlich ftb- 
gedrackt , tbeils ihrem wesetttlieben InliAite jiaeh Tolhtäodig ex- 
cerpirt, and Zweck aod Tendenz dieser Scbrift gehen dakis, 
nicht nnr den Geisüicken beider GonfesaioneB ToDslAndige Pfarr» 
und Sehnlregistranden xn gewfthrea, sondern auek Polizei^ und 
Commnnalbehörden , welche mit dem Kirchen- nnd Schnlwesen 
▼iellfiltig za (hon haben, ihre Geschftfte in erleicktem. Nack ei- 
ner den Ref. so eben zogekenden Benackricktignng , ist der Yf» 
entscklossen , dieses Reperlorinm tn ein nmfassenderes Werk n 
Terarbeiten nnd in monatlichen Heften ein Handbnck sftnmtlicker 
durch die Gesetzsammlnng, die t. Kampfz'scken Annalen nnd die 
Amtsblätter aller königl. Regiemngen seit ihrer Begründung bis 
Ende 1838 pnblicirten Kircken- nnd Scknlrerordnnngen in iJpha« 
betischer Ordnung heranszngeben , nnd zwar entweder in wörtli- 
ehem Abdrucke, oder doch in ToIlstAndigem Excerpte, niemals aber 
nn blossen Allegate, so dass die gebrauchten 9i>^l'^i^9 deren ge- 
naueste und getreue Allegirung stets erfolgt ist, niemals znr Hand 
genommen zu werden brauchen. Für die Besitzer des Reperto« 
;rinms soll ein ermlissigter Subscriptionspreis angesetzt werden, 
|0o dass sie den für das Repertor. gezahlten Betrag mehr als toR-v 
stAndig- wieder erhalten , und durch dessen Anschaffung durch- 
aus in keinen Nachtheil versetzt we|jett. Es Iftsst sich erwar- 
ten, dass durch dieses literariscke Untemekmen Tkeorie und 
Praxis des preuss. Kirchen- und Schulredits eine nicht unerheb- 
liche Bereicherung 'erkalten werden* 8« 



Medidn und Chirurgie. 

[2017] Die Ldstnngeii und Fortschritte der Median 
in DeotscUand im Jahre 1830. Ton Matkias Jos. 
Bluff y der Med. n. Chir. Dr.» prakt. Arzte u. s. w. Leipzigs 
Eogelmaim. 1837. Xiyn.403S. gr. 8. (n« 2 TUr.) 

Auck u. d. Tit.: Die Leistungen und Fortsrklitte der Me- 
dizin in Deutschland. Von Dr. Bl%ff. Band Y. 5. Jahrg. 1836- 
BoYorwortet Ton Joh^ Jak, Sachs ^ Dr. d. Med., Chir. n.s.w. 
[VgL Repertor. Bd. X.No. 9S4^] 

Dr. Bhff, der Begründer dieses verdienstlichen Untemekmens, 
etarb am 5. Jun. 1837, 32 Jabre alt, am Nerveiifieber, nachdem 
er den yorliegenden 5. Bd. yollendet dem Drucke übergeben katte. 
Der auf dem Titel genannte Yorredner desselben wird im Auf- 
trage und nack dem Wuitscke der Hinterlassenen nnd des Yer- 
legen das Werk ab ,|Jakrbnck der fiberskkdichen Leistungen 

24* 



372 Medicin und Chirnrgie« 

der gdsammteii Mediein aller Lander*^ lind zwar in 2 Bänden liir 
jedes Jahr fortsetzen , die wissenschaftlichen llebersichten in 12 
Segmente Yertheilen, nnd die Mittheilnngen in alphabetischer Ord< 
nung auffuhren, zu welchem Zwecke sich mehrere, in der Yor- 
rede genannte Aerzte mit ihm Terbnnden haben. Vom Dr. Sadjs 
rührt auch ein kurzer Abriss des Lebens ond Wirkens sei- 
nes yerstorbenen Freundes her. Nach der gewöhnlichen B» 
richtnng des Werks folgt als Eingang eine grossere Abhandlui: 
.über einen das Interesse der Aerzte besonders in Absprach ndh 
' menden Gegenstand, diessmal: ,J)ie Wassersucht der Eierstock« 
nach den neuesten Thatsachen*^, dann die Uebersicht der Uten- 
tur des Jahres 1836« Es erschienen 8 neue Journale, über Her 
diein im Allgem. 47 Werke, für Anatomie 17,. Physiologie 22, 
allgem. Pathologie und Therapie 4, specielle Pathologie, Therapie 
und Klinilc 60, Chirurgie 25, Augenkrankheiten 8, Gehörkrank- 
heiten 2, Geburtshülfe 9, Frauenzimmer-- und Kinderkrankheit 
8, Psjchologie 14, Materia mediea 11, Toxikologie 3, BalBe*< 
graphie 21, Formulare 8, populftre Mediein 79, Hom5opaÜiie25, 
Staatsarzneikunde 15. Mit 41 Journalen im Ganzen 424 Werke 
(5424 Bogen, 493 Tafeln mit Abbildungen), 60 mehr wie 1835. 
In 12 einzelnen Abtheilnngen werden wie früher die inJoursaieo 
und grossem Werken niedergelegten Beobachtungen, nach den bc- 
sondem Doctrinen zusammengestellt. Auch diessmal hat der Her-' 
ansgeber, so vielRef» beurtheilen kann, Vollständigkeit mitKune 
nnd Deutlichkeit verbunden. Die Homöopathie lieferte wenig Er- 
hebliches; nach I^ wird da9 Häuflein der Anhänger Ha]ul^i 
mann's immer kleiner und beschrankt sich allmahlig auf Nidit' 
ärzte. 

[2018] Arznmnvttellehre mit besonderer Berucksicbdgiuig 
der österreichischen Pharmakopoe vom J. 1836 itnd Recepfirbmde 
zum Behnfe der Vorlesungen von Carl Damian Sehrofj 
der Heilkunde Dn nnd Prof. der theor. Med. für VfundSn^ ^ 
der k. k. üniv. zu Wien. 2,, verm. u. verb. Aafl. W«* 
Gerold. 1837. XIV n. 633 S. 8. (iThlr. SGr.) 

Audi u. d. Tit.: Taschenbuch der Arzneimittellebre an' 
Receptirkunde nach dem neuesten Standpunkte dieser Wissen* 
Schäften entworfen o. s. w. 

Durch den im Jahre 1834 erweiterten Studienplan für Ae 
Schüler der Wundarzneiknnde auf der üniv. Wien sowohl , "• 
durch die in den J. 1834 und 36 eingetretenen Verfindernng^ 
in der österr. Pharmakopoe, sah sich der V£ veranlasst, eio0^' 
Auflage seines im J. 1833 Jiach dem Sjsleme der Fharfflakod;- 
namik des- Prof. Hartmann bearbeiteten Taschenbuchs xa r^r^ 
stalten, Ret kann demselben das Lob nicht versagen , i^^ * 



Medicin und Chirargie« 373 

^i gro9set Geschickticbkeit seinen Yortrag^ dem Grade der Bil- 
'hng und Fassnngsgabe angepastt hat, den man bei sogen« Sta« 
|preaden der Cbirorgie yorausseUen muss. Niebts destoweniger 
" iiet sieh das Bach auch zam allgemeinen Handgebraacbe. — 
in Inhalt anbelangend, so folgt anf die 50 S. lange allgemeine 
leimitteliebre die besondere, and zwar stehen in der L Classe 
leimittel , welche förzngsweise anf das bildende Leben, wir- 
I. Ordn. AM., weldhe das bildende Leben massigen (aas- 
ende, anflösende Mittel). IL Qrdo. Das bildende Leben er- 
kende AS/L (plastische nnd stärkende). IL Classe. AM«, wel- 
Yorzogsweise anf das thierische Leben einwirken.. L Ordn. 
lende $tittel (ftSchtige und fixe Reizmittel)« II. Ordn. Besfinf- 
&de Mktel (betänbende, entzündnngswidrige , kühlend tonische 
lel). Die Receptirknude behandelt dio MUtel nach ihrer Form 
de, weiche nnd flussige) in 3 Capiteln» 112. 

[2019] Zur Genesis nnd Therapeutik der epideminchen 

kCliöleTa imd über deren Yerhftltniss zum morbus miliaris, nach 

eignen, in Eger und München gesammelten Erfabrnngen Ton 

.Auff. Sieierty Med. Dr. Bambergs Dresch. 1837» X 

u. 164 S. gr. 8. (20 Gr.) 

[ ObgleidiRef« diese neue Choleraschrift mit einigem Bedenken 

^ die Kand nahm, so wurde er doch bald anf das Angenehmste 

^^httiuscht , indem ihm schon anf den ersten Seiten die nnzwei« 

JMitigsten Beweise von der scharfen Beobachtungsgabe nnd dem 

vissenscbafUiehen Geiste des Yfs. Tor Augen kamen. Als Ein- 

leitaBg liefert er eine Beleuchtung der jeut herrschenden Krank- 

kitsconstitution, die wir kürzlich rhenmatischo mit Tendenz zu 

Friesel- und Schleimfieberbildung nennen wollen, und bestrebt sich, 

%B Kind des neuen Genius, die Frieselkrankheit, als eine selbst- 

jlMaadig gewordene Krankheitsform darzustelleo , indem er das 

[^ptomatische Vorkommen derselben gänzKch in Abrede stellt. 

Ein zweiter Abschnitt giebt ein Bild des Schleimfiebers mit Fri^ 

'leltendenz. Das Frieselgift (Rheuma), welches beiden zu Grunde 

^Kegt, ftussert sidi Tcrschieden, je nadi dem Organe, welches zur 

^Xeimstelle dient; am deutlichsten erfolgt seine Entwickelung auf 

der äussern Haut oder der Darmschleimhaut. Es ir^t flüchtig und 

iTernrsacht die auffallendsten Metaschematrsmen , teranlasst eine 

^krankhafte Umänderung des Bluts , des Schweisses , des Urins, 

fler Sttthlexcretionen (sandige Concremente im Darmschleime), un- 

^^terdrnckt die Gallenabsonderung nnd bringt eih Fortschreiten der 

"Krankheit in gewissen Stadien zuwege. Dem Stad. prodro- 

"matnm folgt nach starkem Schuttelfroste das Stad. rheumaticnm 

(4—6 l*age) , diesem das Stad. pituitosiim oder miliarium. Am 

11. Tage beginnen ScUeimfieberkcisen , oder es entwickelt sieb 



374 Medicin und Chirurgie« 

dann erst Frieeel oder die Kranken Terfallen in das Stadium 
Tosnm. Bei pitnitöser RicUtang ist -da» Fieber eretliisdi- reiaii^ 
tirend, bisweika iotermittirend , bei exandiemaÜBcluer stursnisckj 
waii regellos sjnoohaL Das Sensoriom bleibt frei , dageg^ I 
gleiten die rhenmatischen Schmerzen baofig parüelle NerTenleii 
der Bewegnngsnerven der untern Extremitäten. Ref. bittet s< 
Leser, das Original nachzulesen; er war überraseht von 
trenen Darstellang einer Krankheitsform , die er im Xanfe dii 
und des vorigen Jahres mehrmals selbst /beobachtet hat, und 
steht dankbar, manchen Aüfschlnss über r&thselhafte Bnscheinui 
durch den Yl erhalten zu haben« Gleich ihm fand er bei Lei 
.Kon Kranken, die während oder naeh dem Ausbruch des ^riesele Tcd 
sterben waren, rasche Verwesung, Gasent4ivicke}iing Im^igewe^^ 
braunes , dünnflüssig^ Blni , ein missfarbenes , murbi^s , mit i 
Fingern zerdrückbares Hers. Ais Atom dieser durch Prieselj 
erzeugten, .pituitösen Krankheiten, über welche, was Behandli 
u. s« w. anb^rifik, ReC «eh nickt weiter y^rbreittn fcM>s «(< 
Dr. Siebert nun die Cholera an. Sie ist nach ihm unrch einspi! 
Krankheitsstoff, das Rheuma in der höchsten Potenz, tedia^ der] 
das Rückaimark beitollt und es in einen, defti neurophlogi«CU| 
sehen oder nenroparafytischen Bntzündungsprocesse rergleidhb^ 
reu Zustand versetzt Von hier ans ertönt Affedion des DaiM 
eanalS) Lähmung der übrigen Secretionsoiigaae ^ durch letztem 
(rorzoglich nur Leber und Lungen; die eigenthumliche Um« 
derung des Bluts ; zeigt sich der Darmcanal mit günstigem 1^1 
folge thätig, so werden das Ruckenmark und die vegetativen SM»'! 
ven entlastet, die Secretionsorgane neu belebt, so dass sie ikii 
Thätigkeit überschwenglich üben; durch unvollkommene Ans* 
Scheidung der krankhaften Stoffe von Seiten dea Dacn^canals Ul- 
den sich Nachkrankheiten (Tjphoid, Priesel); das Sensoriui 
bleibt frei, bis es oonsensuell vom Rückenmarke her oder duidii 
die Folgeübel mitbefallen wird. — Es schlagt aber die Krantj! 
heit nicht alle diese Richtungen in einem Individuum ein, sondeml 
«erfolgt meist eine ausschliesslich ; die Affection der Bewegung^ 
und vegetativen Nerven, die Lähmung, erklärt den Mangel dtt] 
Fiebers •; die Besdmffenheit des Blutes und der SecretionsprodacJl 
ist verändert. ImlJrin und Stahl findet man dieselben aan^gS 
Concremente und Scbleimhautdesquamationen, wie bei dem Schlei»^ 
fneselfieber. — Wir übergehen den Abschnitt als eines, selbst du 
kürzesten Auszugs nicht fähig, in welchem der V£ durch die BJ^j 
gebnisse anatomischer Untersuchungen, seine Ansieht von htd 
Wesen der Cholera, namentlich von dem ursprünglichen Runken^ 
marksleiden zu vertheidigen sacht, um einige Worte über die ijift' 
VI vorgeschlagene Heilmethode noch hinzuBgen zu kännai^' 
. Allgemeine Grundsätze : 1) Man muss die Ausseheidmigeo Ät^ 
Oaracanals nnterstutien , 2) die Seoretion der Lebec und den 



Medioin und Chirmigie« 375 

\ GaüeittiuilaBS beAftägen , 3) die Stagnation der Venen heben, 
4) die (achwerbefallenen Centralneirengebilde (Rückenmark) ent« 
Jttsten, 5) die kritische exanthematische nnd enanthematisehe Ten- 
fienz durch einen anhaltenden , peripherischen Hautreiz unter« 
[••titzen, und 6) die chemische Beschaffenheit des Bluts und der 
teile, namentlich in den spätem Stadien, zu verbessern suchen. 

ealh in den eigentlichen Cholerastadien: Brechmittel (Ipeca- 
a) , Aderlasse zur Wiederhersteüung des Kreislaufs in den 
en, Calomel, Rhenm, Moxa (eine auf jeder Seite der cauda 
Myiina), beisse Langenwaschuogen. — Zum Beschluss : Behand- 
müg der NachkranMieiten und ein Anhang von 24 instructiven 
ilbinkheits- und Sectionsberichten« 20.' 

I < [2020] Nene Untersachangen fiber den acuten Rhen- 
äbatü^iis der Gelenke im Allgemeinen ^ und Ober das Ge- 
bnetz der Coincidenz der Pericarditis und Endocarditis mit dem* 
'nelben im Besondern so wie auch über die Wirksamkeit der rasch 
auf einander folgenden BIntentziehungen bei dessen Behandlung 
nom VtoL Dr. BomHaudm Aus dem Französ. Ton Dr» 
Kersten. Magdeborg, Bnhler. 1837. XII n. S. 13 — 
12«. gr. 8. (n. 14 Gr.) 

Wir lassen auf y4>rstehende Anzeige die eines Werks fol- 
^m\ das dem Gegenstande nach jener Arbeit verwandt , in der 
Ansffihmng aber von derselben so yerschieden ist, als es die me- 
• üduschen Ansichten der Völker sind , denen die beiden Yff. an- 
ffAoren. Bekanntlich stellte ProL B. in seinem Werke über die 
' Amikheiten des Henens (vgl. Rupert. Bd. X. N^ 2194 and Bd. 
XIL Nr. 1023) den Satz auf, dass die Pericarditis nnd die von 
ibn entdeckte Endocarditis etwa bei der H&lfte der Kranken vor- 
; kommen , die an heftigem acuten Rheumatismus der Gelenke lei- 
i den. Es konnte nicht fehlen , das9 eine solche Behauptung Wi- 
' ierspmdi fand ; es traten Zweifler unter des Yfs. eignen Lands- 
; lentea auf und veranlassten diesen zu femerweiten Beobachtungen 
(md MWLT Herausgabe dieser Schrift, in welcher, wie schon das 
Motto des Titeis lehrt , nicht eben auf die humanste Weise De- 
rer gedacht wird, die nicht unbedingt in verba magistri schwö- 
ren. Er geht noch weiter und stellt als festen Satz auf, dass 
i in der Regel acuter Rheumatismus der Gelenke mit genannten 
I Herzkrankheiten,. Rheumatismen des serös - fibrösen Herzgewebes, 
[*. eomplicirt , und die „Nicht - Coincidenz'^ nur Ausnahme, hnufiges 
ind starkes „formulirtes'' BlnUassen aber das einzige Mittel zur 
I .Beeeitigiing der Krankheit sei. Ref., der nicht zu Denen gehört, 
'. & vor jedem neuen Götzen , den französische Aerzte aufstellen, 
[ nabedingt das Knie beugt,, muss so lange an der Wahrheit dieser 
' Behauptung nweifeln , bis er auch von andern Seiten und aus 



376 Bf edioin and Chirargie. 

eigener Erfahrung Bestätigung derselben erjifilt, zumal da der aii^] 
maassende; Ton, in dem das Werk geschrieben ist, die DedamaH 
tionen , die oberfl&chlichen Beseitigangen aller Einwurfe nnd dii 
Folgerongen i^os den mit rorgefasster Meinung angestellten Am« 
cnltationeuy nicht geschaffen sind, grosses Vertrauen zu erwedce^ 
So erkUrt der Yf. S. 64 die Fortdauer des Fiebers nach Besd 
tigung der Gelenkschmerzen mit folgenden Worten : »»Wir sin 
so glücklich gewesen , die befriedigendste Erkl&rnog dieses rhe» 
matischen Fiebers aufzufinden, das man essentialisiren wollte 
Eine rheumatische Entzündung des Herzens , der GeflBtese , de 
Pleura u. s. w. , das ist die wahre Ursache , und beiläufig ge- 
sagt, diese Entzündungen sind fast gänzlich schmerzlos (und die- 
eer Umstand lies» sie his jetzt so häufig Terkennen), ein Bewei^ 
dass der Schmerz nicht stetig nnd wesentlich bei der Entzündiu| 
ist , nnd eben so , dass die rheumatische Entzündung der serös« 
und serösfibrösen Gewebe ihrer Natur nach nicht so leicht dm 
Ort Teranderty als man es mit so vieler Gefälligkeit nadibete^l 
da sie in den Ton uns bezeichneten Fällen so fix ^nd eingewur- 
zelt ist, dass sie ein Fieber mehrere Wochen lang nnteihilt!^ 
S. 77 bedauert- der Y£ SloU, dass er so Terblendet gewesen, der 
Polycholie und dem gastnscheu Zustande eben Antheil am Bfaei- 
matismus so wie an Plenresie, Pneumonie und anderen hitzigflj 
Krankheiten zuzuschreiben, und nennt die Annahme einer eige»^ 
thümlichen, rheumatischen Schärfe eine der willkührlichsten fi/-| 
pothcsen. Es wäre doch gut , wenn er auch läse , was Awbi i 
nach Stell geschrieben habeft. 20. 

[2021] Abhandlung fiber die Anscnitation oder den Ge- 
hrauch des Laennec*schen Stethoskops , angewandt auf £9 6e- 
burtshülfe, mit Beobachtungen Ton Pm Jm Blom^ Med.ChiT.TU 
act. obstet. Dr., prakt. Arzte zu Utrecht. Aus dem fioliänd. übera. 
durch /• W^. Schröder y Me d., Chir. u. act.obstDr. Em- 
den^ Rakebrand« 1837. VID n. 104 S. gr.8. (14 Gr.) 

Der Uebersetzer dieser, auf Veranlassung der medic Gesdi' 
schaut zu Utrecht herausgegebenen Schrift hielt dieselbe der wich* 
tigen Beobachtungen über Existenz der Schwangerschaft, das Le- 
ben der Frucht und den Sitz der Placenta, so wie der Tiden aft* 
dem interessanten Bemerkungen wegen, die sie enthält ^ daff 
Uebertragung ins Deutsche für werth, und Ref., der oft in dies« 
Blättern. die Wahrheit ähnlicher Versicherungen zu bestreiten g«* 
aöthigt gewesen ist, muss diessmal Hrn. Dr. Schröder toIUcojD' 
men beistimmen , da die tou ihm eingeführte Schrift nicht eifl* 
blosse Zusammenstellung Dessen enthält, was Andere schon g^ 
ben haben , sondern eigene Erfahrungen des Vfs« mit denen be 
währter Forscher Tergleicfat und dabei namentlich Ansichten zflf- 



Medioin und Ghirargie« 377 



^ 



Bteflly welche toh denen des Prof« HoU abweicheod eracheineii« 
Der 1. Absdmiti giebft eine liistorisclie Uebersiclit der Auscolta- 
tion bei Schwängern nnd GebArenden, der 2. eine Tergleichenda 
Uebersicht der Folgerungen Kergeradec's , mit den angestellten 
Beobachtungen; der 3. behandelt die Erfordernisse der Anscnl« 
tation und die Schwierigkeiten, weldie sich derselben entgegen-* 
stellen; der 4. spricht Ton dem Nutzen derselben in derGeburts- 
hülfe« Der ansfuhrlichen Beobachtungen sind 9 an der Zahl. 

[2022] Sammlung aaserlesener Abhandlongen fiher 
Kinderkrankheiten» Aus den besten med.-chinirgischen Zeit- 
sehriflen nnd andern Werken der neuesten Zeit zusammengestellt 
Ton Frz. J09. von Mezler j der Med. u. Chir. Dr. , Re- 
gimentsarzte im k. k« 1. Artill« Reg. u. S. w. 6» Bdchn« 
Prag, Haase Söhne* 1837. 14» S. gr. 8. (16 Gr.) 

[Vgl. Rapertor. Bd. XII. No. 704] 

I. Tödtliche Znf&lle der Neugeborenen in den ersten 14 Ta- 
gen des Lebens , Ton Hufeland , aus dessen Bemerkuogen über 
die aatoriichen Blattern etc. 3. Aufl. Berl. 1798. — II. Die 
KopAlutgeschwulst der Neugebomeh yon Dnbois, aus dem Dictionn. 
de Mddecine etc. Paris 1834. Bd. 7. — III. Von der blutigen 
Kopfgeschwulst der Neugebornen (Thrombus cephalicus , Cephal- 
haemaloma rec. natorum) von Dr. Karl Unger in Königsbergi 
ms dessen Beitrügen zur Klinik der Chirurgie 1. Th. Leipz. 

1833. — IV. Beiträge zur PAdiaterie Ton Dr. Tott, aus t. Siebold's 
Jrarn. für Gebnrtshülfe etc. 1833. Bd. 1^. St 2. — T. Einige 
FSlle Ton nervösen (Nerren«) Fiebern bei Kindern , von demsel- 
ben ; aus T. Siebold's Journ. X. Bd. 3. St. 1831. und XIII. Bd. 
2. St. 1833. — VI. üeber Pneumonie der Kinder von Dr. Suc- 
cow, aus Hufeland's Journ. 1835. St. XI. — VU. Welchen Werth 
hat die bis zur Sttinde als allgemein richtig anerkannte Sjmpto-. 
matologie des Croups und weldien dessen Behandlung, von Dr. 
Schmiit Nebst einer Nachschrift Ton Hufeland, ans dessen Journ. 

1834. St. 1. — Vm. Einiges über die chronische Psorophthal- 
mie der Kinder Ton Dr. Basedow; aus Grftfe's und Walther's 
Journal etc. 1825. Hß. 4. — IX. Ueber das hanfige Vorkommen 
des Hydrops Tentriculorum cerebri bei Kindern nnd dessen grosse 
Todtlichkeit, Ton Dr. Nasse: aus der medicin. Zeitung des Ver- 
eins