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Full text of "Romanische Forschungen"

HANDBOUND 
AT THE 



UNIVERSITY OF 
TORONTO PRESS 



?^ 



ROMANISCHE FOKSCHÜNGEN 



ORGAN 



FÜR ROMMISCHE SPRACHEN UKD MITTELLATELX 



HERAUSGEGEBEN 



VON 



KARL YOLLMOLLER 



XIII. BAND. 



^iJr^W^%J>^ 




ERLANGEN 

Verlag von Fr. Junge 
1902. 



Pc 



K. b. Hof- u. Univ.-BuclKlruckenö von Fr. Junge (Junge & Solin), Erlangen. 



Inhaltsverzeichnis. 



Seite 

Valentin, Curt, Untersuchung über die Quellen der Couquestes de Cliar- 

leraaine , 1 

Baist, G., Spissia . . . 100 

— — , Melma 100 

Franc, Eugene, Revue des textes ecrits en langue d'Oc depuis ces der- 

nieres annees 101 

Vollmöller, Karl, Bibliograpliie der „Romanischen Forschungen", zu- 
gleich sechstes Verzeichnis der für den „Kritischen Jahresbericht 
über die Fortschritte der Romanischen Philologie" eingelieferten Re- 
zensionsexemplare (Fortsetzung von Bd. XI, Heft 2, S. G40) . . 152 u. 248 

Stadler, Hermann, Dioscorides Longobardus 161 

Vollmöller, Karl, Erstes Mitglieder-Verzeichnis der Gesellschaft für Ro- 
manische Litteratur (150) 244 

Ettmayer, Karl von, Lombardisch Ladinisches aus Südtirol. Ein Bei- 
trag zum oberitalienischeu Vokalismus •)21 

Vollmöller, Karl, Neue Abkürzungen für Zeitschriften, Sammelwerke 

U.8.W., welche im Romanischen Jahresbericht zur Anwendung kommen ii7o 
Havvickhorst, Heinrich, Über die Geographie bei Andrea de' Magnabotti u89 

Dreyer, Dr. Paul, Zur Clermonter Passion 785 

Looser, Wilhelm, Rätoromanische Studien 8()1 

Mari, Giovanni, Poetria magistri Johannis anglici de arte prosayca met- 

rica et rithmica 883 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de 
Charlemaine. 

(Dresdener Hs. Osi.) 

Von 

Curt Valentin. 



Das Ms. Osi der Dresdener Bibliothek, das ich im Folgenden D 
nennen werde, ist ein Folio von den Dimensionen 24 : 35 cm und ent- 
hält eine Geschichte Karls des Grossen in 297 Blättern und 180 Ka- 
piteln nebst einem Prolog; jede Seite zählt in 2 Spalten regelmässig 
je 29 Zeilen, die Buchstaben stehen zwischen den mit blassroter Tinte 
gezogenen Zeilen. Die Schrift ist durchgängig mit der grössten Sorg- 
falt und Sauberkeit ausgeführt, es ist das Muster einer schönen leicht 
lesbaren Handschrift. 

Die Kapitelüberschriften sind in rot geschrieben, der 1. Buchstabe 
eines Abschnitts meist mit Goldfarbe in roter und blauer Einfassung 
und Verzierung. (Über ähnliche Einfassungen s. Delisle „Cabinet des 
manuscrits" I 37 u. III 328—9.) Auf der 1. Seite ist der hier stehende 
Anfang der Widmung zugleich mit einem Bild, das die Überreichung 
der Handschrift des Verfassers an seinen Herrn in dessen Saal dar- 
stellt, — es ist leider etwas verwischt, von einem blaugoldroten Rahmen 
eingeschlossen; um diese Mittelfläche schmiegen sich sehr schön aus- 
geführte Blumengewinde, die durch Pfauen, Schmetterlinge und Vögel- 
chen belebt sind; blau, rot, grün, aber alle matt gehalten, herrschen 
hier vor. 

In den Blumenverzierungen, am breitern Unterrand steht das Wappen 
derer von Hörn; zerstreut im ganzen Werk beleben 31 Miniaturen, 
wunderbar sauber und geschickt in ihren Details trotz ihrer Klein- 
heit ausgeführt, die schriftliche Darstellung; 2 sind leider heraus- 
geschnitten. 

Auf einem 1. unbeschriebenen Pergamentblatt Seite 2 steht die 
Notiz: cest a mons. le conte de hörn 1555, tout a temps ^ de Mont- 
morency; andere Notizen sind verblasst. Auf dem letzten, un- 
beschriebenen Blatt einige Schreibübungen, Sprüchwörter: tout vien a 
point qui peut attendre und: qui ne peut quant il veut 

il ne pourra quant il voudra. 

Romanische Forschungen XIII. 1. 1 



2 Curt Valentin 

ferner: vinc montmorency de noble sang, und einige Buchstaben mir 
unbekannten Sinns, ungeföhr so : 

Fa ^ dei)3^' 

Anno 1598. 

Das auf dem 1. beschriebenen Blatt erwähnte Wappen ist das 
Wappen derer von Hörn und identisch mit dem der Montmorency; 
1485 verheiratete sich eine Montmorency mit einem Hörn, „und die 
Herrn v. Nivelle und Hörn, als älteste des Hauses Montmorency, trugen 
deren Vollwappen" (cfr. Duehesne, histoire de la maison de Mont- 
morency 249). Das Wappen in unserer Handschrift, die ich mit D be- 
zeichne (Dresden), ist ein Schild, durch ein rotes Kreuz gevierteilt, in 
jedem der 4 schmutzig-goldenen Felder 4 azurblaue ausgespannte Adler. 
(Vergl über das Äussere des Ms. auch Lichtenstein, die Jüngern Be- 
arbeitungen der Chanson „Girart de Viane" S. 1.) 

Wie das Wappen erkennen lässt, is D geschrieben für einen Herrn 
V. Hörn, und der Verfasser sagt es gleich in den ersten Worten, für 
Philipp V. Hörn, Herrn von Gasebecque, Beaucigny Houtscotte etc. 
Dieser Philipp v. Hörn ist der herzoglich burgundische Kammerherr 
und General, der 1488 starb (vgl. Ersch und Gruber, Encyklopädie). 
Der auf dem Umschlagblatt schon genannte P. Graf von Hörn, dem 
das Ms. 1555 gehörte, und der gleichzeitig P. von Montmorency ist, ist 
der Adoptivsohn des 1544 gestorbenen Johann v. Ilorn, der kinderlos 
die Söhne seiner zweiten Gemahlin aus ihrer ersten Ehe adoptierte — 
sie war an einen Montmorency verheiratet gewesen — , und ist der be- 
kannte Freund und Leidensgenosse Egmonts, mit dem er am 5. Juni 
1568 hingerichtet wurde. 

Der Verfasser unsrer Geschichte Karls d. Gr. nennt sich nicht; 
einige Anhaltspunkte bietet uns der Prolog (so nenne ich die I.Blätter, 
die keine Kapitelüberschrift tragen) ; das Werk ist nämlich eine Be- 
arbeitung in Auszugsform der auf Befehl eines Herrn von Crequi vom 
Hofe Philipps des Guten von David Aubert geschriebenen, und wie 
de Reiffenberg in der Einleitung seiner Ausgabe der Reimchronik Philipp 
Mouskets S. 265 vermutet, dem Herzog, auf dessen Befehl der 2. Band 
vollendet wurde, dedizierten „Conquestes de Charlemaine" (Ms. 9066 
Bibl. der Herzöge von Burgund in Brüssel). Aubert war, wie 0. Richter 
(Hallenser Dissertation 1882 S. 32 ff.) mitteilt, einer der Schönschreiber 
Philipps des Guten von Burgund: Paul Meyer in „Girard de Roussillon" 
röm. 159 ff. nennt ihn den 1. Kopisten Philipps und Karls des Kühnen, 
oder vielmehr den Chef des Ateliers der Kopisten, die für diese Fürsten 
arbeiteten. 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Cliarleraaine 3 

Die Abhängigkeit des Dresdener Textes von Auberts Werk, das 
im Folgenden B genannt ist, leuchtet auf den 1. Blick ein, wenn man 
die Kapitelüberschriften beider vergleicht (die von B finden sich im 
Anhang von de Reiffenberg „Philippe Mouskes-' Bd. I 474 f.). Wört- 
liche Übereinstimmung dieser Überschriften fast nirgends; die Ver- 
gleichung einiger Stellen des Textes, die ich für B der Liebenswürdig- 
keit des Herrn Van den Gheyn, Conservateur de la section des manu- 
scrits in Brüssel verdanke, ergeben dasselbe Resultat; dagegen inhaltlich 
stimmen sie überall überein, die Eigennamen sind dieselben, vielfach 
auch gleiche Substantiva, Verben und Wendungen : auch da wo D andre 
Überschriften als B zeigt, beziehen sie sich auf denselben Gegenstand, 
nur einen andern Punkt herausnehmend, und so die Übereinstimmung 
in den Details noch mehr erkennen lassend. 

Da B ungefähr 1000 Blätter fasst, D nur 297, kann letzteres nur 
eine verkürzte Wiedergabe von B sein. Der Vergleich der Über- 
schriften ergiebt, dass in D alle Hauptmomente von B auch enthalten 
sind; ausserdem aber wird D B formell zusammengezogen haben, denn 
nach L. Gautier „les Epopees fran^aises" HI 295 IS**, und G.Paris 
„Histoire poetique de Charlemagne" S. 97 muss B in einer langweiligen 
Breite geschrieben sein; ich habe dasselbe an D nicht finden können. 
Die Zahl der Kapitel in D und B ist 180 zu 81 4- 136 in 2 Bänden = 
217; in den letzten Teilen besonders hat D den Inhalt mehrerer Kapitel 
von B in eins zusammengefasst; D enthält im Anfang 11 Kapitel, 
denen in B nichts entspricht, die also eigne Zusätze von D sind. 

Dass B die Vorlage für D ist, bestätigt der Verfasser selbst, in- 
dem er im Prolog sagt, er habe für sein Werk „gefunden" in einem 
Buch, das unlängst für den Herrn Johann v. Crequi „que dien pardoinst-', 
verfasst sei, dieser Crequi ist nach Ersch und Gruber 1474 gestorben, 
und ist eben der Mann, auf dessen Befehl B 1458 geschrieben ist; 
D muss also nach 1474 und da nichts dafür spricht, dass das oben er- 
wähnte Wappen erst nachträglich eingetragen ist, die Horns aber seit 
1485 dies Wappen der Montraorencys führen, muss es nach 1485 ver- 
fasst sein ; andrerseits nicht nach 1488, da in diesem Jahr Philipp von 
Hörn gestorben ist. 

Wegen der vollendeten Schönheit der Schrift in D liegt die Ver- 
mutung nahe, dass Aubert auch sie geschrieben habe. Aber wie 
P. Meyer in „Romania" 16, 169 bemerkt, hatten, wie es ja leicht be- 
greiflich, die von ihm beschäftigten Kopisten sich dieselbe schöne 
Schrift wie er angeeignet, deshalb braucht also D nicht von Aubert 
herzurühren. Ferner hatte nach P. Meyer „Girart de Roussillon" 160 
Anmerk. Aubert die Gewohnheit, seine Manuskripte zu datieren: die 



4 Curt Valentin 

„Histoire de Charles Martel-' 1465 (cfr. P. M. a. a. 0.), ferner die Kopie 
Auberts der „Vie de Christ" 1461 (cfr. P. M., Romania 16, 169), die 
„Conquestes de Charlemaine" 1458 (cfr. de Reiifenberg „Philippe 
Mouskes" Einl. 265), wo überall Aubert seinen Namen und Datum ge- 
nau angiebt. 

In D nichts von dem. Wenn man ferner aus der von P. Meyer 
„Girart de Roussillon" 160 ausgesprochenen V^ermutung, dass Aubert 
in seiner Kopie vom „Leben Karl Martels-' den Namen des Autors zu 
Gunsten seines am Ende des 2. Bandes genannten Namens unterdrückt 
habe, herauslesen darf, dass Aubert sich sehr gern in seinen Arbeiten 
nannte, würde in D der fehlende Name des Autors noch mehr Wunder 
nehmen. Und würde der Verfasser, wenn er von seiner Vorlage spricht, 
„dem Buch, das unlängst für Herrn v. Crequi verfasst sei" — eben den 
Conquestes de Charleraagne — sich nicht als der Verfasser dieses 
Werks zu erkennen gegeben haben V 

Ausser den „Conquestes" hat der Verfasser wie er im Prolog sagt, 
noch das hinzugefügt, was er in einem alten kleinen Bande gefunden 
habe, der durch den Erzbischof von Rains, dem Zeitgenossen und Be- 
gleiter Karls, Turpin verfasst sei, und an diesen halte er sich mehr als 
an irgend einen anderen, der darüber gehandelt habe". Also, wenn 
der Verfasser sagt, mehr als an einen andern, muss er noch aus 
anderen geschöpft haben, in D müssen also ausser Aubert und Aus- 
zügen aus Turpin noch andere Zusätze enthalten sein. Die oben 
zitierten Worte klingen fast so, als ob das Buch Johanns v. Crequi 
und Turpins hinsichtlich der Benutzung gleichwertig nebeneinander 
stehen, indess beschränken sich die Zuthaten von D auf nur 11 Kapitel; 
unrichtig ist es, wenn D für diese als Hauptquelle Turpin angiebt, 
höchstens 2 lassen sich auf ihn zurückführen. Ob und was D in den 
Kapiteln, die nach der Überschrift zu urteilen in B eine Entsprechung 
haben, noch hinzugefügt hat, kann ich nicht feststellen, da ich den 
Text von B nicht kenne, was ich besonders deshalb auch lebhaft be- 
dauern muss, weil ich glaube, dass sich durch eine genaue Vergleichung 
beider Handschriften hinsichtlich ihres Stils und Sprache die Nicht- 
identität der Verfasser von B und D vielleicht genauer feststellen lässt. 

Aubert hat (cfr. auch G. Paris, bist. po6t. de Charleraagne 95—7), 
wie L. Gautier „les Epopees frangaises" HI 293 und 295 bemerkt, den 
„roman de Charlemagne" von Girard v, Amiens benutzt, von dem er 
ein vollständiges Exemplar oder einen Text derselben Familie vor 
Augen gehabt habe, und die Reihenfolge der einzelnen Abschnitte, die 
beide gemeinsam aufweisen, ist im Grossen dieselbe. Aubert muss 
dann die bei Girard fehlenden Abschnitte — meist alte Epen — ent- 



Untersuchung über die Quellen der Cuuquestes de Charlenicaine 5 

weder selbständig in Prosa aufgelöst oder frühere Prosafassungen be- 
nutzt haben. 

Über Girard v. Amiens cfr., G. Paris a.a.O. 94 und L. Gauticr 
a. a. 0. 30 Anm. 

Leider kenne ich dies Werk nur aus der Analyse, die G. Paris im 
Anhang IV seiner „hist. poet. de Charlem." giebt, die für die für uns 
in Betracht kommenden Teile sehr summarisch ist. (L. Gautiers Analyse 
des 1. Buches Girards in „Epop. fr." III, das die alte Chanson „Mainet" 
wiedergiebt, ist für uns ohne Belang.) Einen schwachen Ersatz für 
Girard bietet die Chronik von St. Denis, die Girard ausschrieb (Tome II 
der Ausgabe von P. Paris); für mich unentscheidbar aber bleibt die 
Frage, ob Aubert, der, wie wir nach einigen Kapiteln schliessen 
müssen, die Chroniken auch gekannt hat, — durch Girards Hinweis 
mag er leicht auf sie gekommen sein — für die Partieen, die Girard 
aus den Chroniken geschöpft hat, diese direkt oder nur in Girards 
Auszug benutzt hat. 

Wenn D bemerkt, dass seine Zusätze B gegenüber besonders aus 
Turpin stammen, so ist zu beachten, dass nicht Alles, was in D aus 
Turpin stammt, von D hineingebracht ist, sondern ein Teil schon durch 
Girard, der auch Turpin ausschrieb, hineingekommen ist. 

Die 180 Kapitel von D lassen sich nach ihrem Inhalt in 2 Gruppen 
teilen: 

1) Prolog bis Kap. 32, welcher Teil fast historisch genannt 
werden darf; 

2) von Kap. 33 bis Ende eine Aneinanderreihung von in Prosa auf- 
gelösten Chansons, die für den spanischen Krieg Karls mit Turpin d. h. 
den Pseudo- Turpin u. a. durchsetzt sind. 

D erzählt in der Einleitung, dass er kurz die Vorgänger Karls 
(im Folgenden mit „K." bezeichnet) durchgehen wolle und beginnt mit 
dem 1. christlichen König Chlodwig u. s. w. B kann den nun folgen- 
den karolingisch-merovingischen Stammbaum unmöglich enthalten, in 
B enthält der Prolog 2 fol., in D dagegen der kurze Prolog -[- Stamm- 
baum 5^4 Blätter. 

Einen ungefähren Wegweiser, woher der Stammbaum rührt, ergiebt 
seine Untersuchung selbst. Neben dem merovingischen Stammbaum 
läuft der der Karolinger, und mit jenem verknüpft durch eine Tochter 
Lothairs, des Sohnes Chlodwigs, Blotide in D. Der 1. Ahn K.s väter- 
licherseits ist hier Carloman, der z. Z. Lothairs in Haspegauwen in 
Brabant gelebt habe, und der Vater Pepins „von Landen" war, der 
der 1. Herzog von Brabant gewesen sei. Im Weiteren heisst dann 
dessen Enkel, Sohn seiner Tochter Begga und des hl. Arnolds von 



ß Curt Valentin 

Metz Sohn Angis, (der historische Adalgisel) Pepin „von Haerstel" 
(gewöhnlich Heristal), als der 3. Herzog von Brabant. Wie nun aber 
Bonnel „Anfänge des karolingischen Hauses" (Heft 1 der Jahrbücher 
zur Deutschen Geschichte) S. 59 — 70 nachweist, ist die Bezeichnung 
„von Landen" und „von Heristal" erst seit dem 13. — 14. Jahrhundert 
durch die brabantischen und flandrischen Reimchroniken aufgekommen, 
die damit gleichzeitig die Wiege der Pippiniden für Brabant in An- 
spruch nahmen, die nach Bonnel a. a. 0. in Wahrheit zwischen Rhein, 
Röhr, Maas und Mosel, im Herzen des Teils der fränkischen Monarchie 
stand, der seit dem 6. Jahrhundert besonders Austrasien genannt wird. 
Letzte Quelle für den Stammbaum in D dürfte also eine dieser im 
13. — 14. Jahrhundert entstandenen brabantischen oder flandrischen 
Chroniken sein; kein Wunder auch, dass der Verfasser dort nachsuchte, 
schrieb er doch für einen Hörn, in deren Besitz die Herrschaften 
Löwen und Heristal gewesen waren, die einst auch die Pippiniden be- 
sessen haben sollten, auf deren Haus also auch ein Schimmer des alten 
Ruhms der Karolinger durch Verknüpfung der Horns mit dem angeb- 
lichen Erbgut der Pippiniden fiel. 

Bonnel führt als Hauptvertreter dieser Chroniken Jak. v. Maerlant 
mit seinen „Miroir historial" aus Flandern, und Jan de Clerk aus 
Brabant an ; in einem Zitat bei Bonnel aus beiden finden wir auch 
den Ort Haspegouwen wieder (in D haspcgauwcn), wo Karleman, des 
1. Pipins Vater gesessen haben soll. 

Noch eine andre Fährte führt uns zu ihnen. Die Mutter K.s, in 
den Chansons Tochter des Ungarnkönigs Flore, tritt in D cap, 4, wo 
sich eine Anlehnung an die Chanson „Berte aus grans piez" findet, als 
Tochter des Ungarnkönigs Heraklitus auf. L. Gautier a. a. 0. HI S. 11 
Anm. macht darauf aufmerksam, dass Vincenz v. Beauvais sie (Specu- 
lum historiale XXIV 1(31) im Gegensatz zu allen andern als Tochter 
des Cäsars Heraklius anführt; nun, der oben genannte Maerlant fusst 
auf Vincenz, wie Bonnel bemerkt, und zwar nach Mono „Übersichten" 
S. 102 besonders für die ältere Zeit. Aus Vincenz hat unser Verfasser 
nicht geschöpft, dieser weiss vor Allem noch nichts von Pipin „von 
Landen" und „von Heristal", also wird unser Stammbaum aus Späteren 
stammen. Eine Probe dafür, dass sich Berta als Heraklius Tochter 
auch bei spätem brabantischen Chronisten zeigt, sei Dynter's „Chronik 
der Herzöge von Brabant" 1 155. 

Der Stammbaum selbst betrachtet ist im Grossen und Ganzen 
richtig; Chlodwigs 4 Söhne stimmen noch, wenn auch in andrer An- 
ordnung, die Söhne Clotaircs nicht mehr. Hier sieht es ganz so aus, 
als ob falsch abgeschrieben wäre. Unter Lotaires Söhnen steht auch 



Untersuchung über die Quellen der Couquestes de Cliarlemaine 7 

einer seines Bruders Dieric. Die Eeihenfolge von Vater zu Sohn in 
der Nachfolge stimmt mit den üblichen Angaben in den alten Chroniken, 
die in letzter Linie schliesslich alle auf die alten lateinischen Quellen, 
Gregor v, Tours, Fredegar resp. seine Fortsetzer^ „Gesta regum" u. s. w. 
gehen, überein. Unter Clotaires Kindern figuriert auch Blotide, fälsch- 
lich wie in der unbekannten Vorlage die Ahnfrau der Karolinger ge- 
nannt, als Gattin eines Anseibert, deren Sohn Arnold der Vater des 
hl. Arnold von Metz gewesen sei. Der sonst übliche Name für Blotide 
ist Blithild. Bonnel a. a. 0. S. 34 weist diese Ahnfrau der Karolinger 
als unecht nach; Gregor von Tours, der sicher glaubhaft ist, kennt 
keine Blithild unter Chlotars Kindern; erst ein nach Ludwigs des 
Frommen Tod entstandenes Gedicht beginnt seinen karolingischen 
Stammbaum von Ansbert und Blithild (cfr. Monumenta Germaniae I 309 
und 302); auch die ganz falsche, den Bedingungen der Zeit wider- 
sprechende Version, dass Blithild — in D hier Vlitelt, offenbar aus 
einer andern Quelle — eine Tochter Lothars II, Mutter Arnolds, des 
Vaters des hl. Arnolds von Metz gewesen sei, fügt D ein ; es hat hier- 
nach zu urteilen mehrere Quellen für seine Königsliste benützt, wozu 
stimmt, dass es, nachdem es bis K. d. Gr. gekommen ist, plötzlich 
zurückspringt, mit der naiven Bemerkung: ich will noch ein bischen 
von Karl Martel reden, seinen Tod und seine 3 Söhne nochmals auf- 
zählt, und zwar mit anderen Bemerkungen als das erste Mal. 

D sagt in der Vorrede, von einigen der Vorgänger K.s wolle er 
erwähnenswerte Thaten erzählen, und so flicht er bei mehreren Ereig- 
nisse aus ihrer Regierung ein. 

Bei Chlodwig erwähnt er natürlich seine Bekehrung durch Chlotilde, 
eine burgundische Königstochter, mit einem ergebenen Kompliment 
gegen das Haus Burgund, das ja auch sein Fürstenhaus ist. Ferner 
eine Episode, die zuerst Gregor von Tours 11 57 mitteilt: der König 
hat dem Bischof Martin von Tours ein kostbares Pferd geschenkt, will 
es aber mit 100 Goldstücken zurückkaufen, das Pferd geht aber nicht 
von der Stelle, und erst nach einer 2. Sendung von 100 Goldstücken 
lässt sich das kluge fromme Tier abführen, was Chlodwig lachend hört: 
,,sicher, der hl. Martin ist gut in seiner Hilfe, aber teuer in seinen 
Werken". 

D führt nicht das dazu Gehörende an, dass Chlodwig nämlich das 
Pferd mit andern Gescheuken dem Heiligen gegeben hat, dafür dass 
er ein günstiges Zeichen für den Krieg gegen den Westgoten Alarich 
erhalten hatte; wodurch Chlodwigs Antwort schwer verständlich wird. 

Unter Dagobert erwähnt D, dass er Utrecht, die Hauptstadt Bra- 
bants, erbaute, und sehr freigebig gegen St. Denis war. 



8 Curt Valentin 

Die Reihe der brabantischen Herzöge beginnt D mit Pepin von 
Landen (s. o.), der 2. ist sein Sohn Grimoald, der 3. dessen Sohn Pepin 
V. Haerstel (s. c), der 4. Karl Martel. 

Unter Pepin v. Haerstel ist die Entsendung Wilibrords mit 12 Be- 
gleitern zu den Friesen angeführt, wo sie den Märtyrertod gestorben 
seien; auch dass Pepin 2 Frauen hatte, und Karl Martel, sein Sohn, 
von der Alpiade stammt, wofür der hl. Lambert Pepin seine Sünde 
vorgehalten habe, dafür aber von Dodon, Alpiades Bruder, getötet 
wurde, eine Geschichte, die zuletzt auf das Chronicon Sigisberti 
anno 698 — 9 geht. Zum Verständnis der oben erwähnten Sünde Pepins 
sei hinzugefügt, dass Alpiade ein Kebsweib Pepins war. 

Auf wen in letzter Stelle die Bemerkung zu Karl Martel geht, dass 
er aufgefordert worden sei, sich zum König zu machen, es aber mit 
der Antwort abgelehnt habe, er wolle lieber Könige ein- und absetzen 
als es selbst sein, habe ich nicht finden können. Eine ähnliche Ge- 
schichte findet sich in Petry a Thymo „Historia Brabantiae" pars I 
tit. VHI cap. H Ende. 

Die Absetzung des letzten merovingischen Königs Childerich, die 
Gesandtschaft an Papst Zacharias und dessen Antwort, zeigt wieder 
Ähnlichkeit mit der betreffenden Stelle bei Thymo (pars I tit. X cap. 2), 
wo wie in D die Franken (also nicht Pepin) zum Papst senden, und 
Childerich ins Kloster des hl. Medardus zu Soissons gesteckt wird. 

Geschichtliches und Legendarisches vermischend erzählt uns D 
ganz ernsthaft, Pepin der Kleine habe von Hertha von Ungarn 2 Söhne 
gehabt, Karl und Karl d. Gr., doch vorher habe er schon mit einem 
Mädchen 2 Bastarde gezeugt, Heudri und Haunfroi, die ihrem Bruder 
Karl später viel Sorgen machten, und an einer spätem Stelle fügt D 
hinzu, denn Pepin, ein mächtiger und weiser Fürst, war keineswegs 
beständig und treu in der Ehe. 

Die oben als Zusatz aus einer 2. Quelle bezeichneten unvermittelt 
auf Karl Martel zurückspringenden Angaben enthalten neben noch- 
maliger Aufzählung der Söhne auch die Geschichte der Verdammung 
Karl Martels nach dem Tode, wie ihn Teufel in die Hölle getragen 
haben, weil er der Kirche den Zehnten geraubt habe, wie es Bischof 
Eleuthere von Orleans gesehen. Bei Thymo a. a. O. pars I tit. VHI 
cap. 4 und Philippe Mousket findet sich diese Episode auch; hier in 
D ist aber der Schluss, dass man beim Öffnen des Grabes eine schwarze 
feurige Schlange, nichts von seinem Körper gefunden habe, bis zum 
Begräbnis seines Sohnes, Pepins des Kleinen, verlegt, während die 
alten Geschichtswerke, die ich eingesehen, diesen Zug im Zusammen- 
hang mit Eleutheres Vision aufweisen. Den Namen „Eleuthere" habe 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaine 9 

ich ebenso bei Vincenz v. Beauvais gefunden, der unsre Episode aber 
nicht kennt, sonst immer Eustere, Eucherius. Letzte Quelle dieser 
Legende ist nach Reiffenberg a. a. 0. S. 79 Anm. ein Brief der Väter 
des Konzils von Quierzy 858 an Ludwig den Deutschen (cfr. Bouquet, 
„recueil des historiens des Gaules'' III 659—60). 

Die beiden ersten mit Überschriften versehenen Kapitel von D be- 
schäftigen sich noch mit Begebenheiten von Pepins des Kleinen Re- 
gierung. 

(Sämtliche Überschriften von D giebt nebst Prolog Stengel als 
Anhang zur Arbeit Lichtensteins über die Jüngern Bearbeitungen 
der Chanson „Girart von Viane".) 

Das 1. Kapitel erzählt eine Vision des Papstes Estienne (es ist 
Stephan IL), der vor Haistans (dies ist der Langobarde Haistulf) zu 
Pepin flieht, in Paris krank wird, in der Kirche des Champiaux vom 
hl. Denis unter Vermittelung der ebenfalls erscheinenden Apostel Paul 
und Petrus geheilt wird, und den Aposteln einen Altar weiht; die 
Leute spotten über seine Vision, halten ihn für „hors de sens"; dies 
sei am 28. Juli 753 gewesen. 

D. hat wie wir später sehen werden, eine „Vita Caroli Magni-', die 
auf Barbarossas Befehl kurz nach dem 29. Dez. 1165 (Kanonisation 
K.s d. Gr.) geschrieben ist (ed. G. Rauschen), und Ph. Mouskets Reim- 
chronik direkt oder indirekt nebeneinander für die Kapitel benutzt, die 
es nicht in B fand. Beide weisen die Vision auf, aber besonders das 
falsche Datum (historisch richtig ist 754) und der Zusatz, dass Stephan 
es Pepin „und Karl d. Gr." erzählt, zeigen, dass hier D der „Vita" 
folgt, z. T. wörtlich. Bei Mousket ist die Erzählung ja auch ebenso, 
aber ohne das Datum und den Zusatz. Der Verfasser von D scheint 
übrigens gute Bibelkenntnis besessen zu haben, da er eine Stelle, die 
Ermahnung des Engel an Tobias, die die Vorlage nur erwähnt, im 
Zusammenhang aus dem Buch Tobias cap. 9, 6 und 12, 8) wiedergiebt. 

Dies wie das folgende 2. Kapitel weist B nicht auf, das im An- 
schluss an die Vision noch einige Momente aus Pepins Regierung wieder- 
giebt: Nach Pepins Salbung durch Stephan zieht er mit diesem gegen den 
Kirchenfeind, aber nicht, wie wir in unserm Text lesen, gegen Desiderius 
muss es heissen, sondern gegen Haistulf, gegen den Stephan ihn ja 
nach dem vorhergehenden Kapitel zu Hilfe gerufen hat, und der Pepin 
versprechen muss, dem Papst das Patrimonium zurückzugeben, und 
der später den Krieg wieder beginnt — alles historisch richtig. Die 
falsche Angabe des Desiderius zeigt deutlich, dass D hier Mousket 
folgt, bei dem der Krieg gegen Desiderius auch gleich nach der Vision 
Stephans berichtet wird; ferner die ebenfalls falsche Angabe, dass auf 



10 Ciirt Valentin 

Stephan Hadrian folgt (in Wahrheit stirbt Stephan 757, Iladrian wird 
772 Papst), und die liurze Erwähnung des aquitanischen Krieges gegen 
Gayffer, den zu beenden Pepin der Tod hindert. Nicht aus Mousket 
ist der Satz, dass Pepin auch gegen Hunald gezogen sei, und das 
falsche Datum seines Todes, nach 18jähriger Regierung 771 (richtig 
768!). D muss also noch einer andern Vorlage folgen. 

Den Schluss des Kapitels bildet die oben erwähnte Verdammnis 
Karl Martels. Da er diese für den der Kirche geraubten Zehnten er- 
litten haben soll, benützt der Verfasser dies . zu einer Apostrophe an 
die Fürsten seiner Zeit, in der der Zehnte nicht nur, wie Karl es ge- 
than, gegen Ungläubige erhoben werde, sondern zum Kampf von 
Christen gegen Christen und zwar oft und gewaltsam. 

Mit Kapitel 3 wendet sich D zu Karl d, Gr., in 3 Kapiteln 
fol. 7*^—10'^ giebt er dessen Porträt, Leben, Gewohnheiten, Familie. 
In B entspricht nur 1 Kapitel; D zeigt uns zunächst den grossen Kaiser 
in dem Bild, das das cap. XX der Chronik des Turpin von ihm zeich- 
net, soweit es von K.s Person handelt, in z. T. wörtlich genauer Über- 
setzung. 

Mit wenigen Zeilen greift D dann nochmals auf Pepin und Bertha 
aux grans piez zurück und auf die 2 Bastarde (s. o.), die ihren legitimen 
Bruder verdrängen wollen — die Herkunft aus dem alten Gedicht 
„Berthe aux grans piez" ist deutlich; es ist in Kapitel 4 weiter be- 
nutzt in einer kurzen Angabe der Schicksale Herthas: Eraclitus von 
Ungarn hat Bertha den französischen Gesandten versprochen; unter- 
wegs giebt ihre Amme ihre eigne Tochter als die für Pepin bestimmte 
Königsbraut aus; lange hält Pepin diese für seine Gemahlin und von 
ihr stammen die Bastarde; endlich entdeckt er die richtige Bertha in 
dem Wald von Orleans, und vertreibt die Betrüger. 

Dass D dies kurze Resume aus Adenets Epos, direkt ausgezogen 
habe, ist nicht wahrscheinlich, da dieses Flore als Berthas Vater nennt. 
S. 0. über den Namen „Heraklius". 

Der grosse Rest von Kapitel 4 wie das folgende ist eine Wieder- 
gabe der „Vita Caroli" Einhards, cap. 18-19 u. 22 (2. Teil) bis 25; 
merkwürdig ist, dass D da, wo er in Einhard eintritt, ausdrücklich ver- 
sichert, und nochmals am Anfang des 5. Kapitels: „Erzbischof Turpin 
erzählt in seiner Chronik über K." u. s. w. In Turpin steht kein Wort 
davon, dagegen einzelne Stellen wörtlich nach Einhard ; dass er diesen 
aber direkt benutzt habe, glaube ich nicht: denn er giebt K.s Familie 
z. T. unrichtig wieder, die Söhne der einzelnen Frauen werden an 
falscher Stelle genannt, liildegart bekommt zu viel Söhne zugeteilt, 
einige Söhne treten doppelt auf u. s. w. 



UutcrsuchuDg über die Quellen der Conquestes de Cliarlemaiue H 

EinigG Zusätze gegenüber Einhard, sowie eine übereinstimmende 
Umformung der lateinischen Eigennamen lassen erkennen, dass D auch 
hier Mousket mitbenutzt hat. So kennt Einhard nicht den Zusatz in D, 
dass Drokon und Hugo, die Söhne von K.s 6. Gemahlin, sich der Re- 
ligion widmeten, Drokon Bischof von Metz, Hugo von Ronen wird; 
Altotrus in D und Mousket, sonst in alten Chroniken Adaltrud Adelrud, 
oder Ähnliches. D hat nach Mousket der Fastrade 3 Töchter zugeteilt, 
im Gegensatz zu Einhard u. s. w. Ebenso ist D und Mousket der 
Fehler gemeinsam, dass Alkuin und der Lehrer K.s für Rhetorik und 
Aa-tronomie als verschiedene Personen angeführt werden ; am deutlichsten 
ist wohl Folgendes: Einhard 23 schreibt: Stets trug K. ein Sehwert bei 
sich, zuweilen auch ein mit Edelsteinen besetztes, nämlich an hohen 
Pesten oder wenn fremde Gesandte gekommen waren; Mousket, der ja 
in letzter Stelle auch auf Einhard beruht, berichtet aber, und D folgt 
ihm, in falschem Verständnis dieser Stelle: K. trug stets ein Schwert, 
zuweilen aber auch zwei. 

Die Benutzung Einhards und Mousket durch D ist derart, dass 
Einhard die Hauptvorlage ist, Änderungen und Zusätze nach Mousket 
gegeben sind. Der Einwand, dass D nur Mousket, der ja auf Einhard 
fusst, benutzt hätte, hält nicht Stand ; es wäre wunderbar, wie er aus 
Mousket Text wenigstens ungefähr Einhard hätte herausschälen können. 

Nirgends erwähnt habe ich die Bemerkung in D gefunden, dass 
K. Augustins „Gottesstaat" und „die Geburt des Herrn" und „von der 
Stadt Jerusalem" selbst übersetzt habe, ferner nicht, dass er für den 
Tag de Tascencion eine Sequenz verfasst habe: „rex omnipotens die 
hodierna etc." und: „ave praeclare maris Stella". 

Ausser einigen Bemerkungen, die D später in eignen Kapiteln 
weiter ausführt, findet sich Ende von Kapitel 5 der Satz: „Die Wissen- 
schaft (estude), die früher von Athen nach Rom übergeführt wurde, 
liess er (K.) nach Paris kommen, wo sie mit Papst Leos Erlaubnis 
noch ist" (?). Christian von Troyes im Anfang seines „Kliges", spricht 
ebenfalls von dieser Wanderung der Wissenschaften. 

Kapitel 6 führt uns wieder in das Reich der Sage: 

Die 2 Bastarde verschwören sich nach Pepins Tod gegen Bertha 
und deren 2 Söhne Charles und Charlemaine. Der junge Charlemaine 
flieht zu Galafifre von Thoulette in Spanien, der ihn ehrenvoll aufnimmt 
und zum Ritter schlägt. König Braymant belagert Thoulette; Alles ist 
ratlos; der junge K. erhält Erlaubnis, gegen Braymant zu fechten. Der 
Kampf findet unter der Bedingung statt, dass dem Sieger des Be- 
siegten Land zufallen soll. Nach hartem Kam^jf unterliegt der Riese; 
GalafFre ist von den Feinden befreit, will K. immer bei sich behalten, 



12 Curt Valentin 

doch der gedenkt seiner eignen Verbannung-, seiner Mutter und des 
Bruders; und zieht nach Franken, gewinnt sein Land wieder, tötet die 
Bastardbrüder. Seine Mutter Bertha ist hoch erfreut über den glück- 
lichen Ausgang. 

Das Erzählte ist ein kurzer Abriss aus der Chanson „Mainet", die 
Girard von Amiens im 1. Buch seiner „Geschichte Karls" wiedergiebt, 
wo sie B entlehnt haben wird; auffallend ist ihre Verkürzung: Die 
Liebesepisode Karls und Galiennes ist ohne Erwähnung, K. als „Mainet" 
nicht genannt, Bertha, die bei Girard vergiftet ist, lebt in B wie D. 
Und so bleibt als Hauptraoment der Kampf Karls mit Braymant. (Dass 
in B ebenso, zeigt die Kapitelüberschrift). 

Die Verkürzung, die das alte Gedicht schliesslich in unsrer Prosa 
erfahren hat, ist vielleicht durch die historischen Kenntnisse des Ver- 
fassers veranlasst worden, der unter den vpeiter oben nach Einhard 
angeführten Frauen K.s keine Galienne kennt, hingegen nach Einhard 
wusste, dass Bertha noch die meisten Enkel von Karl her erlebte, also 
nicht in K.s Jugend vergiftet sein kann. 

Kapitel 7—9 fol. 13^if. enthalten den Krieg K.s gegen Hunaud 
von Aquitanien : Karl und Charleraaine regieren zusammen das Reich 
in Soissons resp. Lyon (soll heissen Laon). K. herrscht immer tugend- 
haft; sein Vater hat ihm die Beendigung mehrerer Kriege hinterlassen; 
er erkennt in Hunaud i^llunault) von Aquitanien seinen Feind, gegen 
den Pepin schon gekriegt hatte, und der den jungen K. vertreiben 
will. K. sendet einen Boten zu ihm, der' Unterwerfung fordert; 
Hunault entgegnet stolz, K. werde ihn in Aachen finden, aber zum 
Kampf. 

K. sammelt seine Grossen, sein Bruder Karl aber versagt die Hilfe, 
mit der Entschuldigung, die Seinen bedürften der Ruhe. K. ist darüber 
zornig. Zug nach Aquitanien. Grosse Schlacht, K. ist Sieger, Hunaut 
entkommt. K. erobert ganz Aquitanien, lässt Hunault suchen, der zum 
Herzog Lupe von Gaskogne geflohen war, seinem Verwandten, den er 
umsonst zum Kriege gegen K. zu bewegen sucht. K, erfährt Hunauts 
Aufenthalt in Bordeaux, er ist sehr böse. Sein Gesandter Garin fordert 
Hunauts Auslieferung, oder K. drohe mit Krieg und stehe schon an 
der Dourdonne. Lupe beräth: einige seiner Grossen sind für. Andre 
gegen die Auslieferung; Hunaut kommt von der Jagd, hört was ihm 
bevorsteht, spricht gegen seine Auslieferung. Dennoch verspricht Lupe 
dem Gesandten, ihn ausliefern zu wollen; er zieht zu K., am Schloss 
Fontenay vorbei, das K. baut an der Dourdonne, und liefert Hunault 
aus. Dieser und Lupe bitten um Gnade, und K. verzeiht Hunault, und 
giebt ihm sogar sein Land wieder. 



Uuteisucluing über die Quellen der Conquestes de Charlemaiae 13 

Da wir oben mit L. Gautier Girard v. Amiens als Vorlage von B 
angenommen haben, betrachten wir den aquitanischen Krieg als von 
diesem Dichter herrührend, der ihn nach G. Paris auf fol. 68 behandelt. 
Wenn er dort aber höchstens 1 Blatt einnimmt, also nicht viel länger 
als in Girards Vorlage, den Chroniken von St. Denis behandelt ist, 
nimmt er in unserm Text 7, in B 8 Blätter ein. 

Wir werden M. Ruelens recht geben, wenn er Aubert nach L. Gau- 
tier III 295 wie folgt zeichnet: „un homme qui se platt ä developper 
deux lignes d'histoire vraie ou fausse en deux feuilles d'amplification 
filandreuse", denn wir erkennen noch in ü die Weitschweifigkeit dieses 
Autors, die D hier im Anfang seines Werkes noch übernimmt, bis er 
sich, wie ein Vergleich der Zahlen der Blätter, die die einzelnen Ab- 
schnitte behandeln, ergiebt, immer mehr davon frei macht. 

In Ermangelung einer genauen Kenntnis Girards lege ich die 
Chroniken von St. Denis II S. 70 — 1 zu Grunde, und es zeigt sich, dass 
die Episoden in D von K.s Rat, die Entsendung des Gesandten, Hunauts 
stolze Antwort, die Beschreibung der Schlacht, die Suche Hunauts, die 
lange Beratung, die Hunaults Auslieferung vorhergeht u. s. w. wahr- 
scheinlich zu den Erweiterungen zu zählen sind, in denen Aubert nach 
Ruelens gross sein soll; alles ist unendlich breit erzählt, kurz wir er- 
kennen in D hier noch sehr die weitschweifige Vorlage B. 

Kapitel 10 hat in B keine Entsprechung: Während K., in Er- 
wartung Lupes und Hunaults, das Schloss Fontenay bauen lässt, geht 
er oft in das nahe Kloster; einmal kommt eine grosse Bärin bis ins 
Kloster; alles flieht, K. eilt in die Kapelle, in der die Messncrin Landre 
sich befindet; sie giebt ihm einen Querriegel zur Verteidigung, mit 
dem K. das Tier erschlägt. K.s Begleitung kommt nun heran, und 
staunt ob der kühnen That. Von jetzt an heisst Karl „der Grosse". — 
In dem Kloster ist auch die schöne Amalberghe Nonne; sie gefällt 
dem Kaiser und er bittet sie in der Kirche um ihre Liebe. Auf ihre 
Weigerung greift K. sie gewaltsam an, sie stösst ihn zurück, er bricht 
den Arm; auf das Gebet der Jungfrau heilt die heilige Maria ihn. Amal- 
berghe lässt sich von ihrem Bruder Rodigues vor K. in Sicherheit bringen. 

Bei Philipp Mousket v. 4090—4150 findet sich diese Legende von 
der hl. Amalberga fast genau so, sie ist auch nach einem aquitanischen 
Krieg K.s erzählt, allerdings gegen Gaifre und nicht Hunaut. So mag 
sie leicht von Mousket, den D kennt, nach D gekommen sein. Nach 
G. Paris „bist, poet." 376 u. 382 steht sie auch in einem der Supplement- 
kapitel einiger Texte des Pseudo-Turpin; da D nach seiner eignen An- 
gabe den Turpin benutzt, könnte er die Legende vielleicht auch bei 
Turpin gefunden haben. 



14 Gurt Valentin 

Kapitel 11: D fol. 21^ — 23^ D fol. 26 — 30. K.s Ruhm ist 
durch den Sieg über Hunault sehr gestiegen, ßertha tadelt ihren 
ältesten Sohn Karl, dass er K. nicht geholfen habe^ der entschuldigt 
sich, seine Räte seien daran schuld, er bittet, ihn mit seinem Bruder 
zu versöhnen. Die gute Königin reist nach Sens in Burgund zu K. und 
erreicht die Aussöhnung. Karl, ihr ältester Sohn, wird bald darauf in 
Lyon krank und stirbt. Er wird in St. Denis begraben. Der Herzog 
von Angiers und der von der Normandie melden K. d. Grossen seinen 
Tod. Dieser zieht nach Rains und wird dort gekrönt, da sein Bruder 
ohne Erben; man huldigt ihm, sogar Karonel von England und Thiery 
d'Ardanne u. a. Von Rains zieht K. nach Paris. 

Die Überschrift in B zeigt, dass auch hier die Königin Bertha 
noch lebt; folglich kann B hier nicht Girard gefolgt sein, bei dem sie 
schon lange tot ist, vergiftet von den 2 Bastarden. Dagegen weisen 
die Chroniken von St. Denis II, Charlemagne 1, 4 die Grundzüge unsres 
Kapitels auf, und B mag durch den Hinweis Girards von Amiens, dass 
er aus den Chroniken geschöpft habe, dazu gekommen sein, dort auch 
nachzusuchen. Die sich gerade hier aufdrängende Frage, ob B nur 
die Chroniken, Girard aber überhaupt nicht benutzt hat, würde ein 
Vergleich von B und dieser 2 Quellen ergeben; ich kann nur bedauern, 
Girard nicht genau zu kennen. 

Der Nnme der Stadt, wo Bertha K. zur Versöhnung mit dem Bruder 
bestimmt, in den Chroniken Salucie, (heut Seltz), hat sich in D nicht 
mehr erhalten, es müsste denn sein, dass das in den Chroniken gleich 
darauf genannte Sens irrtümlicherweise dafür genommen ist. 

Der ältere Bruder stirbt in den Chroniken in Samoncy bei Laon, 
in unserm Text in Laon selbst (in D immer Lyon dafür!); von K.s 
Krönung in Rains wissen die Chroniken nichts. Personen wie Caroncl 
und Thierry in D sind nicht ursprünglich, sie sind durch die Kenntnis 
der alten Epen vom Verfasser hierher versetzt und eingeflochten worden. 

Kapitel. 12 — 14 fol. 23»' — 28« (in B fol. 30—40): Der Lango- 
bardenkrieg Karls: Die Kirche in Rom wird durch Desiderius bedrängt, 
Papst Adrien bittet K. um Hilfe; K. beruft sein Heer nach Genf; 
Richard von der Normandie und Turpin versammeln sich auch dort. 
In 2 Haufen Zug über die Alpen, Prinz Bernard über den Montjeu 
(St. Bernard), K. über den Mons-Senis. In der Lombardei vereinigen 
sie sich wieder. Hunault dankt jetzt K. wenig für seine frühere Be- 
gnadigung, indem er zu Desiderius flieht und Heide wird Jedes der 
feindlichen Heere hat 3 Schlachtreihen; K. selbst mitten im Kampf; 
Desiderius und Hunault wollen ihn töten, die Lombarden stürzen ihn 
vom Pferde, doch kann keiner an ihn herankommen, (c. 13.) Naymea 



Untersuchung über die Quellen der Con(iuestes de Charleuicaine 15 

Turpin, Richard ahnen nichts von K.s Gefahr; endlich erspähen sie ihn, 
und hauen ihn heraus. Die Lombarden fliehen, Desiderius entkommt 
nach Pavia, Hunaut wird gefangen, und ihm sofort der Prozess ge- 
macht; von Pferden zerrissen wird er gehenkt, (c. 14.) K. belagert 
Pavia, mehrere Stürme scheitern an Pavias Festigkeit. Papst Adrian 
beruft inzwischen ein grosses geistliches Konzil nach Pom ; K. dazu 
eingeladen, lässt vor Pavia ein Belagerungskorps unter Karonel und 
Richard zurück und zieht nach Rom. 153 waren in der Versammlung 
anwesend, und hierbei proklamiert Hadrian K. zum Fürsten und Be- 
schützer Roms, mit dem Recht alle kirchlichen Beamten einzusetzen, 
und zwar ihn allein. K, empfängt des Papstes Segen, dann zieht er 
nach Pavia zurück, das endlich erstürmt wird. Desiderius und sein 
Sohn Adelgis flüchten durch ein Hinterpförtchen nach Saxoigne in 
Germanie, das denselben Götzen verehrt wie er. Den Herzog Henogans 
lässt K. hinrichten. Mit des Papstes Zustimmung macht K. seinen 
Sohn Pepin zum König von Italien und zieht nach Franken. Desiderius 
bekriegt Pepin von Sachsen aus, wird von K. gefangen. Er verspricht, 
Christ, zu werden, flieht aber wieder nach Sachsen zu Guiteclin, woraus 
ein Krieg von 33 Jahren Dauer entstand. 

Girard d'Amiens erzählt den Langobardenkrieg am Anfang seines 
2. Buches; G. Paris ist für diesen Teil (fol. 70—110) leider noch 
summarischer, als für das Vorhergehende: ,,il raconte ainsi, aussi 
longuement que fastidieuseraent, les guerres de Lombardie, de Saxe, 
de Hongrie, d'Espagne" etc. Entnehmen können wir aber daraus, dass 
wir die Breite der Erzählung, die ausmalenden Zusätze besonders in 
Schlachtenschilderungen, die sich in unserm Text gegenüber den 
Chroniken von St. Denis (als Ersatz für Girard) finden, nicht allein auf 
Auberts Konto zu setzen haben. Was die Chroniken H 4 bringen, 
haben wir auch in D vor uns, dagegen sind alle Einzelheiten, die sich 
in D finden, erst von Girard oder Aubert hinzugefügt, so die Schlacht, 
Hunalds Gefangennahme, (seine Hinrichtung ist ursprünglich), die Be- 
lagerung Pavias (St, Denis nur: il prit la cite qui moult estoit lasse 
et acquise pour le long siege). Und wenn G. Paris a. a. O. Girard 
charakterisiert: „il se contente de defigurer l'histoire", so werden wir 
nicht zögern, diese Geschichtsentstellung in D auf Girard zurückzuführen. 

Kapitel 15 — 17 fol. 28° ff".: Sachsenkrieg Karls, 1. Teil. Die 
Sachsen sind ein treuloses Volk; damals fielen sie in Franken ein und 
kamen bis zur Veste Jambme; bei dieser Stadt liegt eine Kapelle, die 
Bonifazius gegründet, der prophezeite, sie werde unverbrennbar sein. 
Die Sachsen versuchen sie anzuzünden, aber 2 weissgekleidete Engel 
wehren das Feuer ab. Die Sachsen fliehen, einen findet man verbrannt 



16 Curt Valentin 

am Thor der Kapelle. K. zieht mit 2 Heeren hin, das 2. führt Naymes, 
bei Harebourg an der sächsischen Grenze vereinigen sie sich, erobern 
die Stadt, zerstören sie und ziehen vor das feste Brunebier, in dem 
König Sigemor sitzt. König Helsis und Herzog Guiteclin ziehen gegen 
K. Lange Schlachtschilderung. Sigemor wird von Gerin d'Anjou ge- 
fangen genommen; die Sachsen fliehen, auf der Flucht wird u. a. De- 
siderius gefangen von Richard von der Normandie. K. heiratet später 
eine Tochter des in Paris Internierten, (c. 16.) Helsis versucht K. im 
Lager zu überfallen, es misslingt, die Sachsen werden geschlagen, 
ebenso wie eine andre Abteilung aus Brunebier. Helsis entkommt in 
die Stadt. Richard erstürmt sie nach 8 Tagen, (c. 17.) Helsis schliesst 
jetzt mit K. einen hinterlistigen Frieden; er verspricht jährlich 2000 By- 
zantiner zu zahlen, bis alle Sachsen sich hätten taufen lassen. K. giebt 
ihnen König Sagremor (soll heissen Sigemor) zurück, behält aber Hare- 
bourg und Sigebourg. Dann kehrt er mit grosser Beute nach Paris 
heim. Er erfährt Papst Hadrians Tod. 

D hat hier kolossal gekürzt; in B nimmt der ganze Sachsenkrieg 
in 9 Kapiteln, einschliesslich zwei eingeschobene, 54 Blätter (fol. 40—94), 
ein, D begnügt sich mit zwölf Kapiteln einschliesslich 5 eingeschobene — 
auf den Krieg selbst kommen 40 resp. 7^2 Blätter — auf fol. 28*^ — 40°. 
D hat offenbar das Lange und Langweilige in B empfunden, für daa 
Gestrichene aber Ersatz durch 3 neue Kapitel in die Erzählung zu 
bringen versucht. 

Bei Girard folgt der Sachsenkrieg ebenfalls auf den Krieg gegen 
Desiderius. 

In D sind die oben erzählten Ereignisse auf einen Zug zusammen- 
gedrängt, während sich in den Chroniken von St. Denis für den 1. Teil 
des Krieges 3 Züge unterscheiden lassen. Die Ereignisse selbst stimmen 
in beiden überein, die Eigennamen der Chroniken sehen wir in D gleich 
oder sehr ähnlich. Jambme (oder heisst es Jam burc?) in D entspricht 
einem Jabourg der Chroniken, die Person des Sigemor kennen die 
Chroniken noch nicht, wir dürfen sie aber wohl Girard zuschreiben, 
der nach G. Paris a. a. 0. die Erfindung feindlicher Führer liebte. 
Ebenso sind Naimes von Bayern, Gerin d'Anjou, Richard von der Nor- 
mandie nicht ursprüngliche Personen des Sachsenkrieges, sondern erst 
von Girard oder B aus den Epen in ihn verpflanzt worden. Woher 
die Gefangennahme des Desiderius in Sachsen stammt, welcher von 
den Autoren, die in der angeführten Reihenfolge in D vorliegen, diese 
Geschichtsverwirrung angerichtet hat, wer kann es genau sagen ? Die 
Chroniken nicht, also Girard, B oder D. Den Satz, ,,K. heiratet später 
eine Tochter des Desiderius, wie oben gesagt" schreibt D in Erinnerung 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Cliarlemaine 17 

an sein 4. Kapitel, wo er K.s Gattinnen aufzählt. Da in B diesem 
Kapitel nichts entspricht, dürfte die Stelle D eigentümlich sein. Da D 
oben die Tochter des Desiderius als die erste von K.s Frauen anführt, 
hält er ihn hier also noch für jung. 

Kapitel 18 und 19 fol. 31« — 34'' sind in B ohne Entsprechung. 

Kapitel 18: K. baut viele Kirchen und Klöster, besonders die 
Kirche von Notre-Dame zu Aix. D will nach Turpins Chronik eine 
Beschreibung von Aachen geben. 

K. hat auf einer Jagd die Begleitung verloren; umherirrend kommt 
er an einen Bach, sein Ross zieht den Fuss heftig zurück, K. findet 
das Wasser heiss; er findet auch die heisse Quelle, dicht daneben einen 
kalten Sprudel; in der Nähe ist ein zerfallener Palast, den der Römer 
Grannus, Agrippas Sohn, Bruder des Noiron erbaut hat. Auf sein 
Gebet gelangt K. zu seinen Gefährten ; zum Andenken baut er an der 
Stelle eine Kapelle nach der Gestalt des Pferdefusses. Papst Leo 
weiht sie ein, unter Beteiligung unendlich vieler Kardinäle, Bischöfe etc. 
K. sagt, weshalb er sie gebaut habe, und bestimmt Aachen zur Haupt- 
stadt von Franken, dort sollen die Könige gekrönt werden. Alle 
stimmen dem zu. Andere damals festgesetzte Privilegien wurden später 
nicht gehalten. 

Der Kaiser von Persien hatte K. einmal u. a. einen kostbaren 
Pavillon aus Seide, Stoffe in Seide und Gold, Balsam und Salben ge- 
schickt; ferner eine kunstreiche Uhr, die die 12 Stunden, Tag und 
Nacht angab; ein kleiner Wasserfall in ihr Hess eine Glocke tönen; 
und an den 12 Stunden treten Ritter aus einem Fenster, jeder zu 
seiner Stunde, jeder schliesst sein Fenster wieder. Und noch andere 
Zeichen befinden sich an der Uhr. Alle diese Geschenke schickt K, 
in die Kapelle zu Aachen. Bei deren Einweihung sind ausser Papst 
Leo 365 Erzbischöfe, Bischöfe etc. zugegen, dazu die weltlichen Grossen. 
Der Papst zelebriert die Messe, die Engel singen: gloria in excelsis deo. 
K. weilt oft in Aachen und ist dort auch begraben. 

Sowohl Mousket 2390—2601 als die „Vita Caroli", die kurz nach 
1165 entstanden ist, (s. o.) enthalten die Erzählung der Gründung der 
Kirche in Aachen in denselben Hauptzügen; in einigen Einzelheiten 
differieren sie, resp. berichten mehr als der andere Text. In D liegt 
sowohl das was die „Vita" mehr erzählt als Mousket, als auch wo es 
umgekehrt der Fall, vor. So will D eine Beschreibung der Umgebung 
Aachens geben, was ebenso bei Mousket der Fall ist (vor der eigent- 
lichen Auffindung der Quelle), nur dass D es in Wirklichkeit nicht 
ausführt; so ist die Auffindung der Quelle in den Einzelheiten, z. B. 
durch das Ross, und dass noch eine kalte Quelle da ist, Mousket 

Romanische Forsclmngon XIII. 1. 9 



j3 Gurt Valentin 

entnommen, während der „Vita" cap. XVI der Mousket unbekannte 
Satz entstammt, dass Aachen die Hauptstadt Frankreichs werden soll, 
und besonders deutlich die Übereinstimmung von D mit der „Vita" in 
der gleichen Angabe des Papstes Leo, während Mousket Hadrian dafür 
gesetzt hat. 

D hat also nach dem Vorstehenden die „Vita" und Mousket kon- 
taminiert; dass D angiebt, er erzähle nach Turpins Chronik, der die 
Geschichte aber nicht kennt, wundert uns nicht: bereits oben haben 
wir die ünzuverlässigkeit von D in seiner Quellenangabe konstatiert. 

Kapitel 19: K. ist ein Freund der Wissenschaften und begünstigt 
die clercs. Unter seiner Regierung kommen zwei gelehrte Mönche aus 
Schottland nach Franken; sie bieten sich als Lehrer an, wodurch sie 
Manchem verrückt erscheinen. K, aber stellt sie als Lehrer der Jugend 
an, den einen in Paris, Klemens, den andern schickt er in die Abtei 
St. Augustin bei Pavia, wo er eine Schule gründet. Noch andre Ge- 
lehrte folgten, der Bedeutendste ist ein Albin aus England, mit dem 
Beinamen alain (soll heissen: Alcuin), ein Schüler Bedas. K. weist 
ihm St. Martin de Tours als Wohnsitz an, um dort zu lehren. So 
kommt die Bildung (estude de science) nach Paris, die früher in Athen, 
dann in Rom gewesen war; in Paris ist sie die Quell« aller Wissen- 
schaft, besonders der Philosophie und Theologie. 

Dies Kapitel beruht auf den Chroniken von St. Denis II, Charle- 
maine III 3; da es in B nicht enthalten ist, mussten wir hier Kenntnis 
der Chroniken auch von D annehmen, unter Beibehaltung der an- 
genommenen Verschiedenheit der Autoren von B und D; da sich sonst 
die Benutzung der Chroniken durch D (im Gegensatz zu B) nirgends 
nachweisen lässt, wäre die Entnahme einer einzigen Stelle aus ihnen 
auffallend, doch ist es ja leicht möglich, dass D indirekt aus ihnen 
geschöpft hat. Dass die Quellen unsres Kapitels nicht höher hinaus- 
reichen als bis zu den Chroniken, also nicht etwa deren Vorlagen be- 
nutzt sind, zeigt dieselbe Verbindung Einhards (c. 25) aus dem der 
I.Satz stammt) und der „Vita Caroli" des Mönchs von St. Gallen, wie 
die Chroniken sie kennen. 

Kapitel 20 — 22: Sachsenkrieg, 2. Teil. D: fol. 34^ — 36% 
B: 63—76. Helsis und Sigemor brechen den Frieden, belagern Hare- 
bourg und Sigebourg; K. mit dem jungen Thierry d'Ardenne rückt 
heran. Ein Sturm der Sachsen glückt beinahe, aber zwei Engel mit 
flammendem Schild wehren ihnen; die Sachsen fliehen, vereinigen sich 
aber wieder vor Sigebourg, um K. zu erwarten, (c. 2): K. stellt 6, 
die Sachsen 8 Haufen zu 20000 auf; Bannerträger ist Thierry. Die 
Sachsen werden geschlagen, aber Ilelsis und Sigemor entkommen in 



Uuterguchiiug' über die Quellen der Conqucstes de Charlemaine 19 

die Gebirge, (c. 22): Da sie 500000 (!) Mann in 2 Schlachten ver- 
loren haben, versuchen sie's jetzt mit List. Sie lassen sich zum Schein 
taufen mit 20000, um, wenn K. abgezogen, zu ihren Götzen zurück- 
zukehren. Sie feiern K. in Brunebier hoch, zum Schein, übergeben 
ihm die Schlüssel von vielen Städten. K. vertraut ihnen, „aber er 
kannte nicht ihre Schlechtigkeit, und noch jetzt sind sie unzuverlässig". 

Die 3 Kapitel setzen den Sachsenkrieg fort, den wir als aus Girard 
von Amiens entlehnt ansehen; unser Ersatz für Girard, die Chroniken 
zeigen uns wieder, dass in D die Hauptzüge sich noch bewahrt haben: 
die Schlacht findet sich in ihnen noch nicht, die D im Verhältnis zu 
B mit dankenswerter Kürze — ^j^ folio — abfertigt. 

Kapitel 23 — 24. D: fol. 36^ — 38% B: 76—83: Nach Hadrian 
ist Leo Papst; die Römer überfallen ihn, als er nach der Kirche des 
Lateran geht, schlagen ihm die Augen aus, schneiden ihm die Zunge 
ab; er wird in die Kirche von St. Erasmus gebracht, Gott schenkt ihm 
seine Augen und Zunge wieder. Leo flieht zu K. in Sachsen, der so- 
fort mit 40000 nach Italien zieht. Die Römer liefern die Schuldigen 
aus, ebenso die Schlüssel der Stadt, dann huldigen sie ihm. Der Papst 
wird nach St. Peter geführt und mit dem päpstlichen Habit wieder be- 
kleidet, (c. 24): Die Schuldigen sollen hingerichtet werden, auf Leos 
Bitte werden sie nur verbannt. Zum Dank für seine Hilfe beschliesst 
Leo, K. zum römischen Kaiser zu machen. K. geht am Geburtstag 
des Herrn in die Kirche St. Peter, ohne von dem Beschluss etwas zu 
wissen; er kniet am Altar nieder. Nach der Messe setzt Leo K. die 
Kaiserkrone auf mit den Worten: „Diese Würde verleiht dir die 
apostolische Gewalt, damit du sie schützest". Darauf Gesang: veni 
Creator spiritus und „te deum laudamus" unter Orgel- und Glocken- 
klang. Das Volk ruft: „Ruhm und Ehre sei dem erhabenen grossen 
Kaiser". Bis zum März bleibt K. in Rom : dann reist er mit de& 
Papstes Segen nach Paris und heisst fortan „empereur auguste". 

Vielleicht hat Girard diese Ereignisse auch berichtet, eingeschoben 
in den Sachsenkrieg, so dass sie B ebenso von Girard übernommen 
haben könnte. Wenn nicht, hat B sie aus den Chroniken 11, Charle- 
magne I 11 (P. Paris II S. 118 u. 121) entnommen, wo sie sich am 
ähnlichsten wiederfinden. Auffallend ist die Ansprache Leos an K. bei 
der Krönung, die ich nirgends in den alten Quellen gefunden habe, 
und die mir einen sehr päpstlich-kirchlich gesinnten Verfasser zu ver- 
raten scheint. Ebenso kann ich die geistlichen Gesänge im Zusammen- 
hang mit der Krönung nicht belegen. Die Sage von Leos Blendung 
und K.s Hilfezug findet sich u. a. nach Suchier 
Türlin" S. 8-9 u. 18 auch bei Türlin. 

2" 



20 Curt Valentin 

Kapitel 25 ist ein Zusatzkapitel von D gegenüber B: K. be- 
fiehlt im ganzen Reich den Zehnten an die Kirche zu entrichten, den 
Fürsten und Herzögen, ein gerechtes Gericht zu halten, über Arme 
und Reiche gleich; er ernennt unbestechliche Richter; sein Lob ertönt 
im ganzen Land, er kann wie David sagen: „Domine dilexi decorem 
domus tuae" etc. Er fördert die Kirche, ist liebenswürdig gegen Stolze 
wie Demütige; beschützt die Armen. Bis nach Jerusalem ist sein Ruhm 
gedrungen, der Patriarch sendet ihm die Schlüssel vom Grabe des 
Herrn und mehrere Reliquien; reich beschenkt entlässt K. die Boten. 

Obiges ist eine Kontamination von Auszügen aus Mousket v. 3564 ff. 
und aus „Vita Caroli" (von 1165) I^ 5—6. Der Bibelspruch, der bei 
Mousket gar nicht, in der „Vita" an andrer Stelle (I 2 Ende) steht, 
ist dort ohne Quelle angegeben; dass D ihn als ein Wort Davids er- 
kennt, verrät Bibelkenntnis. 

Kapitel 26: Sachsenkrieg: Schluss; D: fol. 38d— 40«, B: 
fol. 83 — 94 (also 11 Blätter!). Die Sachsen sind wieder aufgestanden, 
trotz des Friedens und haben Haarburg und Sigebourg stark befestigt; 
sie fallen in Allemaigne ein, verüben Gräuel. Karl rückt bis zur 
Wisaire (Weser), wo Helsis und Sigemor ihn erwarten; in einer 
eroberten Stadt findet K. einen heidnischen Götzen, und lässt ihn zer- 
schlagen; die Trockenheit ist gross, nirgends Wasser, auf K.s Gebet 
zeigt Gott den Franken einen Bach unter einem Berge. Obige Stadt 
(die aber nicht genannt ist) wird zerstört. Jenseits der Weser kommts 
zur Schlacht, die Heiden sind doppelt so stark; sie kämpfen verzweifelt, 
werden aber besiegt. Sigemor fällt von K.s Hand; K. erliegt fast der 
Übermacht, Thierry rettet ihn; Holsis ebenfalls von K. getötet, nebst 
200000 Sachsen. K. erobert Sachsen, überall nur Ruinen zurücklassend. 
Zum Winter kehrt er nach Aachen zurück. Die Sachsen machen jetzt 
des Helsis Sohn zum König, und ziehen ihn im Hass gegen die Franken 
gross. 

Bei Girard d'Amiens entspricht den Ereignissen unsres Kapitels 
der 1. Zug K.s gegen Sachsen, doch da er mit dem Tod der sächsischen 
Führer endigt, wird D (nach B) ihn an das Ende genommen haben. 
Während Girard aber nichts von einer Schlacht erzählt (cfr. G. Paris, 
„bist, poet" S. 478, fol. 69 von Girard), ebensowenig wie die Chroniken 
von St. Denis II S. 73—74, und der Zug mit Auslieferung von Geiseln 
endigt, hat unsre Prosa das Bedürfnis, den Krieg mit einem glänzen- 
den Sieg der Franken und K.s Tapferkeit zu beschliessen. 

Kapitel 27. Ist in B nicht enthalten: K. beruft zur Hebung 
Kirche ein geistliches Konzil nach Aachen. Er lässt die Vorschriften 
iür die Geistlichen verlesen, jeder solle sich eines Lebens gemäss seiner 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaine 21 

„Regel" befleissigen. Die Ordensobersten sollen die Gerichtsbarkeit 
über ihre Geistlichen ohne Wissen der weltlichen Richter ausüben, da 
Christus sage: „ihr weltlichen Richter, rührt meine Christen nicht an". 
Das 2. Konzil ist in Magonce, das 3. in Rains, das 4. in Tours, das 
5. in Cbaalons, das 6. in Arie. Auf einem überträgt K. seine welt- 
lichen und geistlichen Rechte den Erzbischöfen von Treves, Couloigne, 
Magonce, Strasebourg, um die rebellischen Sachsen und Alemannen zu 
züchtigen. In andern Synoden ordnet K. den Kirchengesang; für die 
Klerks setzt er Disputierübungen an, die er selbst mitmachte. In Kon- 
stantinopel findet noch ein Konzil gegen die Häretiker statt, doch davon 
weiter unten. 

Der Hauptteil des Kapitels findet sich in der öfters genannten 
„Vita Caroli" 1, 8; das angebliche Konzil von Konstantinopel könnte 
auf falscher Kombination von cap. 11 und 13 beruhen. Die Geschichte 
der Übertragung der Rechte an die 4 Erzbistümer, die nach cap. 5 in 
D sogar von K. gegründet sein sollen, habe ich in den alten Quellen 
nicht gefunden. Der „Kirchengesang" wird an letzter Stelle aus Ein- 
hard „Vita Caroli" 26 Ende stammen: wie diese Notiz aber hierher 
gekommen ist? Disputierübungen habe ich auch nicht erwähnt ge- 
funden. 

Abel „K. der Gr." nennt unter 799 und 781 zwei ernsthafte Dispute 
zwischen Alkuin und dem Häretiker Felix, resp. Peter von Pisa und 
dem Juden Julius; diese Tliatsachen, von Späteren verallgemeinert, 
scheinen sich in unserm Text in falschem Gewände wiederzufinden. 

Kapitel 2 8 kennt B nicht: K. sorgt für gutes Gehalt der Lehrer; 
in Poitou baut er 23 Kirchen als Zeichen der 23 Buchstaben des 
Alphabets: St. Philebert, St. Flourent, St. Sauve (?) de Charzon, Conces, 
St. Mainsent, De Menace, De grant Heu, de Moysac, Saint Savin, 
Noenilly, St. Lieffroi, St. Pascent, Dorouse, Soligny, Ste. Marie de Pueil- 
lier, Ste. Aragonde, De Vere, Tolose, St. Agnyen, Salone, St. Laurens, 
Ste. Marie qu'on dist en Relune, Cannes. Alle stattet K. reich aus; 
an die Thür einer jeden lässt er einen Buchstaben des a-b-c aus 
Silber befestigen. Von Poitou geht K. nach Aachen. 

Unser Text hat Mousket 3624 ff. und die „Vita" (s. o.) I 15 kom- 
biniert. D hat mit Mousket von den 24 Klöstern der Vita — 24 trotz- 
dem die Überschrift nur 23 ankündigt — das Monasterium Valida ge- 
strichen. Ferner giebt D Poitou als Land an mit Mousket, die „Vita" 
Aquitanien; mit der Vita gegen Mousket hat D gemeinsam St. Savin 
(M: St. Fanin), und die Stellung von Tolose in der Reihenfolge nach 
De Vera resp. De Vere, während Mousket es zwischen Dorose und 
Soligny setzt. Dem Salone in D entsprachen ein „Galune" (Vita) und 



22 Curt Valentin 

Galonne (Mousket). Salone == Salona wird unter Karl d. Gr. als Kloster 
öfter genannt. 

Kapitel 29 ist ein Zusatzkapitel von D: K. ist stets demütig, 
eine Heilsbotschaft kommt ihm vom Herrn ; er entbietet alle Grossen 
nach Aachen, wo er seinen ältesten Sohn Ludwig krönen lasst, indem 
er ihm Liebe zu Gott und dessen Dienern einschärft. Nach dem Gebet 
ermahnt er ihn zur Liebe gegen seine jungen Brüder und seine Ver- 
wandten, die Priester zu ehren wie seinen Vater, sein Volk zu lieben 
wie seine Kinder, die Kirchen zu schützen, und nie die Geistlichen zu 
berauben, denn Ehre hisse sich nur schwer wiedergeben. K. war in 
Wahrheit eine Schutzmauer, der Helm der Tugend, der Panzer des 
Glaubens für die Kirche. In Aachen gründet er ein Hospital. Er war 
sehr mildthätig, wo er wusste, dass Christen in Not seien, in Jherusalem, 
Bgypte, Auffricque, Alexandrie. 

Die „Vita Caroli" von 1165 I 10 und 18 bildet die Quelle unsres 
Kapitels; der Schluss, K.s Mildthätigkeit, findet sich zwar überall in 
alten Chroniken, doch braucht nicht erst noch eine andere Quelle an- 
genommen zu werden. Scheinbar unwesentlich ist der Zusatz in D, 
dass K. seinen Sohn auch gegen Gottes Diener Liebe einschärft, 
während der lateinische Text nur „Gott zu lieben^' enthält. Ob dies 
wieder einen Priester als Autor verrät? Die Gründung des Aachener 
Hospitals enthält die „Vita" nicht. 

Den Schluss dieses leidlich historischen Teils von D bildet der 
Ungarnkrieg in Kapitel 30 — 32 fol. 43 ^-46^ (in ß fol. 83—104): 
Der Ungarnkönig Gargane ist in Alemaigne eingefallen, den Gesandten 
K.s Herrn von Klermont tötet er durch einen Messervvurf, die andern 
Gesandten jagt er fort. K. sammelt in Aachen sein Heer, u. a. ist der 
später berühmte Guerin de Monglenne dabei. Beim Anblick der ge- 
plünderten Gegenden erfasst K. tiefes Mitleid; (c. 31) jenseits der 
Dunoe fällt K. in Ungarn ein, in der Schlacht zeichnen sich K., Guerin 
und der Bannerträger Thierry d'Ardenne aus. 2 Söhne Gargans fallen, 
dieser tötet K.s Verwandten Bernard. Die Ungarn werden besiegt, 
100000 fallen. Bernard, den K. sehr geliebt, wird in Aix la chapelle 
begraben (c. 32): K. belagert die Stadt, in die Gargan sich geworfen 
hat, der die Hilfe der Könige von Koussie und Bocsme (Böhmen) er- 
wartet. K. stürmt mit Maschinen, die Belagerten, .sogar die Frauen, 
stürzen Steine, heisses Wasser und Öl, Feuer auf die Franken herab. 
Gargan sucht durch ein Hinterthor den Belagerern in den Rücken zu 
fallen ; K. schickt Naymon entgegen, dem er selbst später zu Hilfe eilt, 
und die Ungarn weichen vor seinen Hieben; der wütende Gargan fällt 
durch K. Die Ungarn, von Franken und Engländern (Anglois) ein- 



j:^oschlossen, werden alle getötet. K. zeigt den Ungarn in der Stadt 
Gargans Kopf, Guerin stürmt wieder, sie gehen über den Fluss, setzen 
Leitern an, Guerin ist der 1. in der Stadt; K. greift nun auch an und die 
Stadt wird erobert; die Franken machen reiche Beute. K. unterwirft 
ganz Ungarn, dann heim nach Paris. 

Bei Girard v. Amiens folgt dem Sachsenkrieg ebenfalls der gegen 
die Ungarn. 

In den Chroniken von St. Denis ist der Krieg, wie D ihn giebt, 
am wenigsten von den bisherigen Erzählungen erkennbar; nur die 
Grundzüge sind auf dem Wege, den die Erzählung dieses Krieges von 
St. Denis bis D hindurch gemacht hat, dieselben geblieben, so, dass 
K. Rache nehmen will, der Übergang über die Donau, die Besiegung 
der Ungarn. Doch muss sich ja Girard gerade für diesen Teil seiner 
Geschichte von G. Paris den Vorwurf der Geschichtsentsteliung gefallen 
lassen, kein Wunder also, dass uns in D, nachdem sie auch durch 
Auberts Hand gegangen, die Gestaltung des Ungarnkriegs in den 
Chroniken ausser in den gröbsten Zügen in verändertem Gewände ent- 
gegentritt. Gargan ist Verdrehung aus Cagan und zum Eigennamen 
gemacht (= Fürst); die Gesandtschaft K.s, — die ganz die Art der 
Gesandtschaften in den Ciiansons trägt — , die Schlacht in den vielen 
Einzelheiten, die Belagerung der Stadt, deren Namen Bude, den B 
noch aufweist, D nicht herübergenommen hat, die zweite Schlacht mit 
ihren Details müssen Girard oder Äubert zugeschrieben werden. Guerin, 
Naymes, Thierry sind natürlich erst wieder aus den alten Epen in 
diesen Ungarnkrieg hineinversetzt worden. 

Mit dem Folgenden tritt unser Werk in das Gebiet der Chansons 
de geste ein, die naturgemäss dem Kreise der geste Karls zumeist an- 
gehörend, in Prosa aufgelöst, in fast ununterbrochener Aneinander- 
reihung, den Hauptbestandteil von B wie von D bilden. 

Unter Zugrundelegung der benutzten Epen soll ihre Gestaltung in 
der Prosa besprochen werden. Die Prosa resp. deren Verfasser be- 
zeichne ich mit P. 



Doon de Mayence. 

Kapitel 33 — 34, fol. 46<i — 50-'^: Wir haben in unsrer Prosa nur 
den Teil der Chanson „Doon de Mayence" des 14. Jahrhunderts, der 
nach G. Paris „hist. poet." 314 der älteste ursprüngliche Teil des Ganzen 
ist, was er dadurch bestätigt findet, dass Aubert nur dieses Stück für 
seine Kompilation verwendet hat; es sind dies Vers 6039 — 7332, 
Seite 183—221 in Peys Ausgabe. 



24 Gurt Valentin 

Inhalt des Epos (resp. des benutzten Teiles): Doon kommt 
von einem siegreichen Turnier nach Paris, ohne K. zu begrüssen; K. 
schmäht auf ihn, schlägt seinen Ritter, ßichier von Mons. Doon schwört 
Rache an K., kehrt sofort um in K.s Palast, der mit den Seinen un- 
bewaffnet ist. K. zittert vor Furcht, Doon befiehlt, Niemand solle sich 
rühren, K. setzt sich vor Angst, Doon droht ihn zu durchbohren. 
K. antwortet demütig, er sei von Doons Gnade abhängig, wolle Genug- 
thuung geben; die Grafschaft Nevers weist Doon unter Drohungen zu- 
rück; Laon, K.s Nichte Hellissent und 60000 Mark sind dem Wütigen zu 
lumpig. K. bittet, Forderungen zu stellen, da er alles bewillige, Doon 
fordert: Vauclere im Sachsenland, das Aubigant gehört; dessen Tochter 
Flandrine, die der Dänenkönig für seinen Neffen im Kampf von Aubigant 
fordert. K. zittert, denn Sachsen gehört ihm nicht, bietet ihm sein 
ganzes Reich an, Doon besteht auf Vauclere oder er droht, K. zu töten; 
dieser ernannt sich endlich, ruft nach Waffen und bietet Doon den 
Kampf an; siege Doon, werde K. ihm helfen, Vauclere und Flandrine 
zu erobern. Vorbereitungen zum Kampf. K.s Schwert ist Durendal, 
das er von Bremant eroberte, als er von Heinfrey und Heudri ver- 
trieben, Galaffre diente. Auf einer Wiese an der Seine ist der Kampf- 
platz. Ein Versuch Roberts des Normannen, Doon zur Demütigung 
vor K. zu bewegen, schlägt fehl. Doon beichtet, bittet Gott um Bei- 
stand. Doon und K. sind im Kampf gleich tapfer, sie sind mit Guerin 
von Monglenne an einem Tage geboren. Doon tötet K.s Ross, doch 
bittet er Gott, K. nicht zu Schaden kommen zu lassen, und steckt sein 
Schwert ein. Dennoch verwundet ihn K., worauf der erzürnte Doon 
ihn ebenfalls verwundet, aber ihm sonst nichts thut. Er lässt sich auf 
die Knie, bittet K. um Vauclere und Flandrine, dieser ist unerbittlich. 
Der Kampf geht weiter, sie sind blutbedeckt und ermattet. In einer 
Pause bitten die Grossen für Doon, K. will Doon töten. Die erzürnten 
Grossen drohen ihm mit seinem eignen Tode. Sie hätten sich gegen- 
seitig getötet, Gott sendet einen Engel, der K. gebietet Doons Forderung 
zu erfüllen oder er komme in die Hölle. Und Doon bittet wieder zu 
K.s Füssen, da hebt er ihn auf und küsst ihn und verleiht ihm Vauclere 
und Flandrine. Doon nimmt das Kreuz, um gegen die heidnischen 
Sachsen zu kämpfen. 

Die Prosa: P giebt als Ort des Turniers Orleans an, da so Paris 
auf Doons Heimweg liegt, und der Grund für K.s Zorn über Doons 
Nichtbegrüssung ist, dass er vermutete, Doon wolle sich mit seinem 
Land von K. belehnen lassen, während Doon sich zur Huldigung K.s 
gerade deshalb nicht verpflichtet hält, weil er sein Land von K. nicht 
als Lehen empfangen hatte. Das Bild K.s, das die Prosa entwirft, ist 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaine 25 

aber ganz verschieden von dem des Gedichts. P weiss, dass ein Kaiser 
sich zu solchen Schmähungen nicht vergessen darf, und so bewahrt er 
seine ganze Würde dem Grafen v. Mons gegenüber, dem er gehörig 
die Wahrheit bezüglich seines Herrn sagt und befiehlt, sich schleunigst 
davonzumachen. Die Rolle, die K. im Saal Doon gegenüber spielt, ist 
im Epos derart kläglich, dass P diese Saalscene in seinem Werke, das 
K.s Heldenthaten preisen soll, unverändert nicht gebrauchen konnte. 
Doon stürmt zwar in derselben Raserei hinein, aber von K.s Haltung, 
von K. überhaupt dabei kein Wort in P; statt seiner weist Guerin von 
Monglenne Doon zurecht und will mit ihm kämpfen, wodurch P die 
Frage nach K.s Benehmen umgeht. Doon sieht ihn verächtlich an, 
K. möge sich von ihm (Doon) Genugthuung verschaffen, wenn er sich 
beleidigt fühle. Da K. nichts sagt, werden auch seine Versprechungen 
überflüssig. Um K.s Schweigen und Unthätigkeit zu rechtfertigen, lässt 
P ihn über Doons Kühnheit derraassen aufgeregt sein, dass er sprach- 
los zu nichts fähig ist, und er erst wieder zu sich kommt als Guerin 
den Doon zum Kampf fordert, dann aber sofort Doon zum Kamf am 
Kloster der hl. Katharina fordert. Der Versöhnungsversuch Roberts 
fehlt der Prosa. 

Den Kampf hat P auch vereinfachen müssen, wenn er der Tendenz 
seines Werkes gerecht werden wollte. K.s unerbittlichen an Grausam- 
keit streifenden Rachedurst dem um Gnade zu Füssen K.s bitten- 
den Doon gegenüber durfte er nicht beibehalten, ebenso waren die 
Drohungen der Grossen K.s dem Autor des 15. Jahrhunderts un- 
verständlich. 

Die Intervention des Engels mildert P in den einfachen Befehl an 
K., sich mit Doon zu versöhnen. Dass er der Versöhnung die Be- 
lohnung Doons durch K. mit seinen Landen hinzufügt, ist in seiner 
Angabe über die Entstehung des Konflikts begründet. 

Hier müsste nach G. Paris (a. a. O.) in B die Erzählung zu Ende 
sein, D erzählt noch weiter: Doon zieht nach Mayence, wo er von 
der Gattin und 12 Söhnen empfangen wird. Godefroy, der älteste, ist 
Doons Erbe, doch entsagt er, um nur das zu besitzen, was er sich 
durchs Schwert erkämpfe; er erobert Danemarche, heiratet die Erbin, 
beider Sohn ist Ogier. K. in Paris wird durch die Geburt Charlots 
erfreut. 

Vielleicht hat P den Zusatz als Bestandteil des von ihm benutzten 
Doon gekannt; die 12 Söhne Doons finden sich am Ende des Gedichts 
in seiner heutigen Gestalt. Godefroys Thaten, wie sie P berichtet, 
finden sich am Anfang und Ende (v. 10320 ff.) der Chanson „Gaufroy". 
Charlots Geburt berichtet P wohl nur als Pendant zu der Ogiers, mit 



26 Curt Valentin 

dem er im Laufe der weiteren Geschichte zusammen auftritt, und dem 
er ungefähr gleichaltrig erscheint. 

Doon de Mayence ist von Girard v. Amiens nicht benutzt, dagegen 
der folgende Abschnitt wieder: 

Karls Reise nach Jerusalem, 

in Kapitel 35 — 42, fol. 50^^-60^ B: fol. 120—158. 

Über die Benutzung Girards durch B cfr. L. Gautier „Ep. franc." 
III 293, 14» und 295, 18", und 277 Anmerkung. 

Unserer Prosa liegt die Gestaltung der Sage zu Grunde, die sie 
in der lateinischen Legende von K.s Zug erfahren hat, der sogenannten 
„Descriptio qualiter" etc. 

Inhalt der Descriptio: nach L Gautiers Analyse in den „Epo- 
pees fran^aises" : Die Christen des hl. Landes werden arg bedrückt. 
Der Patriarch flieht zum griechischen Kaiser Konstantin und seinem 
Sohn Leo. Konstantin ist zu schwach zur Hilfe, sendet zu Karl. 
2 Christen und 2 Hebräer sind Gesandte: Johannes, Bischof von Naples 
und Erzpriester David resp. Isaak und Samuel, mit Briefen des Pa- 
triarchen resp. Konstantins an K., deren Wortlaut gegeben ist. Der 
erstere beginnt: „Servus servorum Dei" etc. Konstantin erzählt in 
seinem Brief einen Traum: ein Engel ist ihm erschienen: wende dich 
an K. von Franken, und habe ihm einen gewappneten Ritter gezeigt: 
das wäre K., und er bitte ihn, der Christenheit zu helfen. Die Ge- 
sandten treffen K. nicht in Paris, er war in der Auvergne, sie warten 
in St. Denis, dann in Paris, wohin K. heimkehrt. Beim Lesen der 
Briefe weint er. Er wird ihnen helfen; wer sich weigert mitzuziehen, 
soll 4 Goldstücke als Strafe zahlen. Zug nach dem Orient; in einem 
grossen Wald ein Abenteuer: er ist voll wilder Tiere, die Franken 
verirren sich; K. liest Nachts den Psalm; bei den Worten: „deduc me, 
domine, in semita mandatorum tuorum" hört er plötzlich einen Vogel 
zweimal rufen: „France quid dicis?'' Noch nie hatte man solch einen 
Vogel gehört; er führt die Franken auf den rechten Weg zurück, und 
bald sind sie in Konstantiuoi)el; von dort mit dem griechischen Kaiser 
nach Jerusalem, Sieg über die Heiden, Eroberung der Stadt, Wieder- 
einsetzung des Patriarchen. Konstantin bietet K. für seine Hilfe kost- 
bare Steine, seltene Tiere und Stoffe an. K. weist alles zurück, auf 
Konstantins Drängen bittet K. um hl. Reliquien; jener weiss aber nicht, 
wo sie eigentlich sind, muss sie sich erst zeigen lassen. 3 Tage lang 
feierliches Pasten, K. beichtet, Psalmengesang und Litaneien. Als der 
Bischof von Naples den Schrein öffnet, in dem die hl. Krone liegt, 



Untersuchung über die Quellen der Couqucstes de Cbarlemaine 27 

dringt ein köstlicher Duft heraus. K. betet knieend; ein Thau fällt 
vom Himmel, die Dornen fangen an zu blühen; Tedeum wird gesungen; 
ein neues Wunder: das Holz der Dornenkronen wird grün. K. sammelt 
die wunderbaren Blüten in einen Handschuh, und giebt ihn dem Erz- 
bischof Ebroin; der achtet des nicht, doch der Handschuh bleibt in 
der Luft schwebend. Die Blüten verwandeln sich in Manna, das in 
St. Denis aufbewahrt wird. Jetzt dringt auch das Volk hinein ; 
301 Kranke werden durch den wunderbaren Duft geheilt, der sich in 
die ganze Stadt verbreitet. Zwei Wunder, besonders eins von einem 
blinden Taubstummen, sind ausführlich erzählt. K. führt folgende Re- 
liquien mit: Die Dornenkrone, einen hl. Nagel, ein Stück vom hl. Kreuz, 
das Schweisstuch, das Hemd der Maria, einen Gürtel Jesu, einen Arm des 
Greises Simeon. Immer neue Wunder geschehen, auf der Heimreise 
K.s wird in Ligmedon ThomaS; der Sohn des Bailiflfs Salathiel geheilt, 
der schon gestorben war, und viele andre Wunder an Aussätzigen, Be- 
sessnen, Lahmen, bis K. nach Aachen kommt. Dort baut er eine 
glänzende Kirche für die Reliquien, und ladet die Christenheit ein, die 
Schätze zu besuchen. Vor der Besichtigung ist erst Beichte. Darauf 
zeigt K. dem Volke die Reliquien. Dann wird das Indictum (Messe) 
für die Reliquien eingesetzt, das in der 2. Woche des Juni abgehalten 
werden soll. Es folgt Aufzählung der anwesenden Bischöfe. Einige 
Jahre darauf erklärt K. in Gegenwart vieler Geistlichen, in Aachen 
begraben sein zu wollen. 

Es folgen am Schluss für unsre Untersuchung belanglose Ereignisse 
aus der Geschichte der nächsten Nachfolger Karls d. Gr. 

Die Descriptio qualiter ist nach G. Paris 1070 geschrieben zur 
Verherrlichung Aachens und seiner Reliquien, die in dieser lateinischen 
Legende das Hauptinteresse beanspruchen. Sie ist also von kirch- 
lichem Standpunkt geschrieben, und obwohl in ihr als der eigentliche 
Grund des Unternehmens K.s die Befreiung der morgenländischen 
Christen von ihren Unterdrückern genannt ist, geht ihr Verfasser auf 
Kämpfe mit den Heiden nicht ein. Ganz anders P; seine Absicht ist, 
K. zu verherrlichen durch Aufzeichnung seiner Heldenthaten, und so 
konnte er die Descriptio, in der K. nicht an erster Stelle glänzt, nur 
mit für seinen Zweck passenden Änderungen gebrauchen, er formte 
seine Vorlage unter militärischen Gesichtspunkten um, der Krieg gegen 
die Heiden ist der Hauptinhalt seiner Erzählung. Ohne Zweifel hat P 
die Inkonsequenz der Descriptio empfunden, die in einer überaus langen 
Einleitung K.s Zug zur Befreiung Jerusalems vorbereitet, und dann in 
5 Zeilen den Befreiungszug von Konstantinopcl nach Jerusalem, ße- 
siegung der Heiden, Wiedereinsetzung des Patriarchen abthut. 



28 t!in"t Valentin 

Bis zur Ankunft in Konstantinopel deckt sich P im wesentlichen 
mit der lateinischen Legende. Der Bedrücker der Christen, dort namen- 
los, trägt in P den Namen Eskorfault von Nubien, wird im Übrigen 
in den Kämpfen nicht mehr als feindlicher Führer genannt. Das „quid 
dicis" des sprechenden Vogels hat P geändert in „sorge dich nicht, 
Gott hat dich erhört, ich werde dir den Weg zeigen". Den Brief 
Konstantins wiederzugeben, spart sich P, da er den gleichen Inhalt wie 
der des Patriarchen habe, nur den Traum des Kaisers berichtet er. 

Einige Entlehnungen aus Mousket finden sich auch hier: die 
griechischen Gesandten reisen heim, und melden Konstantin, K. werde 
zu Johanni des nächsten Jahres in Konstantinopel sein; die Descriptio 
kennt diese Zeitbestimmung ursprünglich nicht. Ebenso schildert D 
den Empfang K.s in Konstantinopel in einer der „Reimchronik" ähn- 
lichen Weise, der lateinische Text berichtet sie nur als Faktum; be- 
sonders aber, dass P mit Mousket die Stadt, wo K. bei Ankunft der 
raorgenländischen Gesandten weilt, Navarra nennt, für Arvernia der 
Descriptio. 

Dass P den Voyage nicht nur nach Mousket giebt, zeigt die Notiz 
(bezüglich der sprechenden Vögel), die Eingebornen hätten die Vögel 
später auf griechisch singen hören, die Einsetzung des Indiktums zu 
Aachen, seine spätere Verlegung nach St. Denis, was Mousket alles 
nicht kennt. 

Wir kommen zum Krieg K.s gegen die Bedrücker der Christen, 
der, wie wir oben gesehen, unbegreiflich kurz in der Descriptio be- 
handelt ist, der in P dagegen 5 ganze Kapitel einnimmt (37—41): 

Von Konstantinopel ziehen K. und der griechische Kaiser nach 
Syrien, K. hat den Oberbefehl. GOOOOO Heiden stehen in Syrien, unter 
dem Kalifen von Baudas, dem der Sultan von Babylon, und der 
du Kairo (B: du Quaire) Hilfe leisten auf dessen Befehl. (38): Kon- 
stantin führt die Arrieregarde, K. steht in der 1. Schlachtreihe. Der 
Patriarch segnet sie. Unter den Franken sind auch zwei Söhne Doons, 
Emond, später Herr v. Dourdonne und Beusves, später Herr v, Aigre- 
mont; für die Heiden ist es nachteilig, dass ihnen die Sonne ins Ge- 
sicht scheint. Edmund, Beusves, Thierry erlegen den König von Tur- 
quie, seinen Bruder, und den Neffen des Kalifen; K. den Sultan von 
Damaskus. Wind und Sonne tragen zur Flucht der Heiden bei, unter 
denen der Sultan von Babylon und der König von Damiette sich be- 
finden. (39): Es sind mehr Griechen als Franken gefallen. Zug gegen 
Jerusalem, wohin der Kalif geflohen ist. Vor den Mauern wieder 
Schlacht. Karonel von Angleterre tötet den König von Damiette. Die 
Bewohner sehen dem Kampf von den Mauern zu. K. mit einem Haufen 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charleraaiue 29 

schleicht sich auf die andre Seite der Stadt, mit Leitern erobert er sie. 
Guerin und Thierry bewachen sie, K. fällt durch ein Thor den Feinden 
draussen in den Rücken. Als die Heiden das fränkische Banner auf 
den Mauern von Jerusalem sehen, ist der Widerstand vorbei; von 
250000 Heiden entkommen nur 500. Darauf Einzug der Christen in 
die hl. Stadt. (40) : Mit entblössten Füssen ziehen die Kaiser und der 
Patriarch hinein, dann zum hl. Grab, was 9 Tage wiederholt wird. Der 
Kalif von Bagdad wird hingerichtet, da er nicht Christ werden will. 
K. ordnet den Kirchenstaat im gelobten Land; Syrien wird von den 
Sarazenen befreit, Konstantin legt Besatzungen in die eroberten Städte. 
(41): Nach einem letzten Besuch des hl. Grabes erfolgt Rückkehr nach 
Konstantinopel, wo sie mit Jubel empfangen werden, besonders aber 
der tapfere Karl. 

Vorstehende 5 Kapitel unseres Textes haben also keine Ent- 
sprechung in der Descriptio; Mousket (v. 10433 ff.) erwähnt allerdings 
einige dieser Ereignisse, doch könnten diese wegen ihrer Kürze aller- 
höchstens eine Anregung für P gewesen sein. Da nun B (Aubert), wie 
oben gesagt, nach M. Ruelens ein Autor ist, der das „developper" 
versteht und anwendet, so brauchen wir nicht zu zögern, diese 5 Ka- 
pitel, deren Ereignisse, meistens ja Kämpfe, ganz nach dem üblichen 
Schema der Chansons — Aufstellung der Heere in so und soviel Haufen, 
Fernkampf, Handgemenge, einzelne Heldenthaten, Flucht der Heiden — 
berichtet werden, auf das Konto von Aubert zu setzen, der damit eine 
auffallende Lücke der „Descriptio^' unter Entlehnung einzelner Per- 
sonen aus den ihm wohlbekannten Epen, teils mit erfundenen feind- 
lichen Führern, in einer für sein Werk passenden Weise ausfüllte. 

Mit K.s Heimkehr von Konstantinopel kehrt P wieder zur ,,De- 
scriptio" zurück. Wenn sich dort aber der einzige Inhalt des Folgen- 
den, die Reliquiengeschichte, in breitester Ausmalung, mit langen Reden, 
Gebeten, kirchlichen Zeremonien, detaillierten Wunderberichten findet, 
hat P alles in ein Kapitel zusammengedrängt, er erzählt nur die That- 
sachen und auch diese schränkt er ein. 

Die merkwürdige Thatsache, dass Konstantin von den hochwich- 
tigen Reliquien, die er besitzt, keine Ahnung hat, und erst sein Klerus 
sie ihm zeigt, ist P unwahrscheinlich, er erwähnt gar nichts, doch 
scheint die Kenntnis der Reliquien als selbstverständlich. 

Erzbischof Ebroin hat P in den bekanntern Turpin verwandelt. 
Die aufgezählten Wunder scheinen ihm allzureichlich gewesen zu sein, 
er berichtet nichts von dem wunderbaren Duft, und alle Einzelwunder 
an Menschen, die die Descriptio in Langem erzählt, hat er gestrichen; 
seine Erzählung vom Empfang der Reliquien an, unter denen der 



30 Gurt Valentin 

hl. Nagel und Arm Simeons fehlen, beschränkt sich auf die Mitteilung: 
301 Kranke werden geheilt, K. verabschiedet sich mit Dank von Kon- 
stantin, unterwegs auch noch Kranke geheilt, er deponiert die Reliquien 
in Aachen, wo sie noch verwahrt werden, setzt das Indiktum ein, das 
„heute in St. Denis abgehalten wird". 

Der letzte Satz entstammt dem letzten in der Analyse oben nicht 
mehr ausgeführten Teil der Descriptio, er berichtet ein Faktum aus 
Karls des Kahlen Regierung. 



Ogier. 

D. Kapitel 43 — 54 fol. 60-'^-81^ ß fol. 162 — 234. In unsrer 
Prosa ist nur die Jugendgeschichte Ogiers wiedergegeben, in der Haupt- 
sache nach der ersten Branche der Raimbert von Paris zugeschriebenen 
Chevalerie Ogier, den Enfances O. 

Inhalt des Epos: Ogier ist Geisel K.s von Gaufroy, Ogiers 
Vater; K. ist Ostern zu St. Omer, da kommen 4 Gesandte von Gau- 
froy schimpflich ganz kahl rasiert. K. will dafür an Ogier Rache 
nehmen. Um eine etwaige Flucht zu verhindern, giebt sein Wächter 
Guimer ihm seine Tochter; sie zeugen Baudoinet, den Kallos (Charlot) 
später tötet. K. sagt ihm, er müsse sterben. 0. (0. = Ogier) schiebt 
die Schuld auf seine Stiefmutter Belissent, auch sein Vater liebe ihn 
nicht. K. ist unerbittlich gegen die Bitten der Grossen und der Königin, 
da kommen Gesandte: „Hilfe für Rom gegen die Heiden!" O. ist 
augenblicklich frei, doch soll er nach Italien mitgenommen und dort 
gehängt werden. Zug nach Italien. Ein Hirsch führt das Heer durch 
die gefürchteten Engpässe des Monjeu. Unterwegs erhält 0. Straf- 
aufschub. Korsuble und sein Sohn Danemont sind die Feinde. In 
Sutre empfangen der Papst Simon und flüchtige Römer die Franken. 
K. zieht mit 30000 von Sutre auf Fourage aus; er überlässt 0. dem 
Herzog Naimes gegen des Versprechen, ihn streng zu bewachen. In 
Rom soll er gehängt werden. 0. dürstet nach Kampf. Danemont mit 
30000 Heiden kommt von Rom mit Gefangenen gezogen. Schlacht. 
Alori de Pouille trägt die Oriflambe, er ist ein Feigling, flieht, die 
Christen dadurch entmutigt kommen ins Gedränge, Naimon, Huon de 
Troies, Sanson u. a. werden gefangen ; K. selbst kommt in Gefahr, sein 
Ross getötet, er kämpft zu Fuss, wird aber glücklich wieder aufs Ross 
gebracht. O. sieht von Weiten Alori und seine Lombarden fliehen, er 
ist traurig; es hält ihn nicht länger, er eilt zu Alori, schlägt ihn nieder, 
legt dessen Waffen an, und mit Aloris Boss sprengt er die Oriflambe 
schwingend, in die Schlacht, wo K. um die Gefangenen Naimes etc. 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaine 31 

trauert. 0. imd seine jungen Gefährten befreien Naimes und die Andern. 
K. sieht ihn, hält ihn für Alori, der in den Kampf zurückgekehrt sei 
und den er mit Unrecht für feig gehalten habe — „Gott ich danke Dir, 
dass ich ihn nicht hängen Hess," kommt es dankbar aus seiner Brust, 
als er hört, dass O. sein tapfrer Bannerträger sei, und er schlägt ihn 
sofort zum Ritter. 

Ein vornehmer Sarrazene, Sadoine, stösst auf 0, Gespräch beider, 
Sadoine fragt und erfährt den Namen dessen, der mit dem Banner so 
viel Heiden erschlagen hat, und erzählt, er sei Gesandter Karheus, 
Bruders des Marsilles und Vetter Baligants, Verlobter der Gloriande, 
der Tochter Korsubles, Königs von Indien, der ungeheure Truppen aus 
dem Orient heranführe; er fordert 0. in dessen Namen. 0. berichtet 
es K. Die Franken ziehen nach Sutre zurück. Alori entschuldigt seine 
Feigheit mit augenblickliclier Angst, 0. rettet dessen Leben durch seine 
Fürsprache. 

Sadoine trifft Karaheu in Otrente, berichtet von der Niederlage 
Danemonts, und dass er O. in Karaheus Namen herausgefordert habe; 
dieser bricht sofort auf. 

Kallot, Karls Sohn, bringt frische Truppen nach Soutre aus Franken. 
K. erzählt O.s Heldenthat, Kallot prahlt, er hätte die Heiden auch 
besiegt. 

Ein Spion verrät dem Admiral Korsuble K.s Absicht, Rom wieder 
zu erobern. Gloriande, seine schöne Tochter, wird dem bevorstehen- 
dem Kampfe zuschauen. Karaheu stösst zu Korsuble, der ihm Franken 
nebst seiner Tochter verleiht; Karaheu will sie erst annehmen, wenn 
er 0. besiegt habe. 

K. lagert sein Heer am Tiber. In der Nacht zieht Kallot mit 
seinen Rittern auf Abenteuer aus. O.s Beistand weist er stolz zurück. 
Ein Spion meldet ihr Versteck, ein Gehölz vor Rom, dem Admiral. 
K. wird durch einen Traum geängstigt: sein Sohn ist in Gefahr, wird 
nur durch O. von drei Löwen befreit. Kallot ist in höchster Gefahr 
gegen die feindliche Übermacht. Karaheu späht und ruft nach 0. 

Ein Bote Kallots fordert Hilfe von K.; dessen erster Gedanke ist 
O., der sofort mit 700 Rittern fortsprengt; Kallot giebt sich verloren; 
da saust 0. mit dem Ruf „Montjoie" unter die Heiden. Sadoine zeigt 
dem Karaheu seinen Gegner O. 0. verfolgt den fliehenden Karaheu, 
sie verabreden, vor Rom solle ihr Zweikampf stattfinden, Karaheu bietet 
O., wenn er siege, seine Braut Gloriande an. 0. schätzt den vornehmen 
Heidenfürsten, sucht ihn zu bekehren, jener weist es stolz zurück. 

Im fränkischen Lager schlägt K. seinen leichtsinnigen Sohn bei- 
nahe mit dem Stock, dieser verspricht Besserung, Karaheu „der beste 



32 Curt Valentiu 

der Heiden" kommt als Gesandter, begrüs 
von Rom ablassen, oder es sei sein Verderben". Für sich selbst fordert 
er ü. zum Kampf. 0. bietet ihm seinen Handschuh, Kaliot nimmt 
ihn, beschimpft 0., er selbst werde mit Karaheu fechten. Der vor- 
nehme Karaheu dankt für den Kampf mit dem jungen vorwitzigen, 
schmähsüchtigen Prinzen, K. droht ihm mit Enterbung, da seine Grossen 
ihm selbst drohen. Karaheu bietet Kailot den König Sadoine als 
Gegner an; Kailot bittet 0. um Verzeihung, er werde ihn immer 
achten, Karaheu und die zwei Franken schwören, ohne Verrat den 
Kampf auszufechten. Der Heide nimmt ritterlichen Abschied, berichtet 
Korsuble seine erfolglose Botschaft und den verabredeten Doppelzwei- 
kampf. 

Er wappnet sich mit Corte, dem guten Schwert. Mit Korsubles 
Erlaubnis darf Gloriande seinem Kampf auf der Tiberinsel zusehen. 
Der boshafte Danemont legt ohne Wissen Karaheus einen Hinterhalt 
auf die Insel. Kailot erscheint mit K.s Schwert, Joyouse selbst. 
Ausser den vier Kämpen nur Gloriande auf der Insel als Kampfpreis. 
Karaheu preist ihre Schönheit, sie giebt Ogicr einen Zweig. Kampf 
der zwei Paare, das Schwert Courte, das 0. besitzen möchte, hilft 
Karaheu nichts, schon triumphiert 0,, „Glorianden gab mit Unrecht 
dir ihr Vater". Karaheu bietet sie ihm an, 0. will ihn als Gefangenen 
wegführen, auch Kallos ist Sadoine gegenüber im Vorteil, da bricht 
Danemonts Hinterhalt hervor. Kallos rettet sich auf Sadoines Ross 
durch den Fluss, 0. wird gefangen. Die Heiden fordern in Rom seinen 
Tod von Korsuble. Karl ist traurig, noch mehr der edle Karaheu, 
er schmäht auf Korsuble wegen des Verrats, vergebens, er erhält 0. 
nicht frei; fast empört er sich. 0. wird ins Gefängnis abgeführt, doch 
Gloriande erreicht, dass die Wächter ihn ihr zur Bewachung in ihrem 
Zimmer überlassen. Ein erneutes Bittgesuch Karaheus weist Korsuble 
zornig ab. Da reitet der hochherzige Heide direkt in fränkische Lager 
und bietet sich K. als Sühne für den verratenen 0. an. Im heid- 
nischen Lager wird dies bekannt, Korsuble schwört, 0. solle nun bald 
sterben. 

Karaheu rät den Franken, um 0. zu befreien, die Heiden zu über- 
fallen ; Kallos erlegt beinahe Danemont; die Heiden werden bis vor 
Rom verfolgt, Kallos erfährt von Gloriande auf der Mauer, dass O., 
den sie liebe, von ihr bewacht werde. Die Franken weichen vor einem 
neuen Heer der Heiden zurück. 

Korsuble erhält frische Truppen durch Brunamont, König der Insel 
Maiolgre; er besiegt Guimer und Andre, die mit Joiffroi von der Jagd 
kommen, die Rosse der Besiegten schenkt er Korsuble, der ihm Franken 



Untersuchung über die Quellen der Conquesta de Charlemaine 33 

und Glorianden, Karaheus Braut verspricht. Diese klagt es O. in 
ihrem Zimmer, der so gern für Karaheu gegen Brunamont kämpfen 
möchte. Gloriande geht in den Saal, Korsuble stellt sie ihrem jetzigen 
Verlobten vor, sie weist ihn ab, doch oben sitze Einer, der mit ihm 
kämpfen wolle, um Karaheu zu rächen. 0. wird hereingeführt, wirft 
Brunamont den Handschuh hin, da er Gloriande ihrem Verlobten ent- 
reissen wolle, und vrenn er, O., besiegt werde, schwöre er, K. werde 
von Rom abziehen. 

Auf der Tiberinsel soll der Kampf wieder stattfinden. Brunamont 
fordert einen Bürgen für 0., dieser sendet zu Karaheu, K. giebt ihm 
Urlaub, er schwört zurückzukommen, wenn 0, nicht freigelassen werde. 
In Rom schmähen ihn Danemont und Brunamont; er hilft 0. sich 
wappnen, giebt ihm sein Schwert Courte, das er sonst Keinem an- 
vertraut. K. lässt diesmal gegen einen ev. neuen Verrat einen Haufen 
sich bereit halten. Die Franken rufen 0. zu, er solle zu ihnen hinüber 
fliehen, der will um keinen Preis Karaheu im Stich lassen. Bruna- 
mont ist siegesgewiss, Ogier werde fallen, man solle Karaheu nicht 
entfliehen lassen. Gloriande, die ihn eben erst einen hinterlistigen 
Feigling genannt hat, wünscht ihm Sieg, dann werde sie ihm entgegen 
kommen und die Seine werden. 

Kampf O.s und Brunamonts. O. ist anfangs ängstlich, Courte hilft 
ihm. Brunamont will ihn überlisten, verspricht ihm Gloriande, wenn 
er ihm sein Schwert gebe, O. antwortet mit einem Hieb, der jenem 
Helm, Nase und Ohr zerschlägt. Brunamont wankt, die Seinen rufen 
ihm zu, er zerschmettert O.s Helm und Panzer, dass dieser fast sinkt. 
Karl zittert. Mit seiner ganzen Kraft haut 0. dem Heiden den linken 
Arm ab. Brunamont sinkt, O. ist Sieger. Auf des Papstes Gebet steht 
der Tiber bis zum Abend still. Sturm auf Rom; es wird nicht ver- 
teidigt, alle Heiden fliehen; Korsuble wird von Naimes getötet; 0. stillt 
seine Rache an Danemont; viele Heiden ertrinken im Meer. Karaheu, 
Sadoine u. a. bleiben im fränkischen Heere; Gloriande wird befreit 
aus dem Turme, in den sie geflüchtet war. 

K. ist wieder Herr von Rom; er will Karaheu bekehren, als er 
dies ablehnt, ehrt K. dies und lässt davon ab. Reich beschenkt segelt 
er mit Gloriande, Sadoine und den Seinen nach friedlichem Abschied 
von den Franken davon. K. übergiebt Rom wieder dem Papst, und 
kehrt heim nach Paris. 

Die Prosa: Girard von Amiens hat die Erzählung von Ogier auch 
gekannt, doch lassen sich bei ihm andere Züge erkennen, als das Epos 
sie bietet. Einige Einzelheiten in P werden wir, da mit Girard über- 
einstimmend, als aus ihm stammend ansehen müssen. 

Romanische Forschungen XHI. 1. 2 



34 Gurt Valentin 

Eaimbert erzählt uns O.s Geiselschaft nur als Thatsache, ohne den 
Grund anzugeben. P hat diesen Mangel gefühlt, und ergänzt aus 
anderen Epen was zum Verständnis nötig ist; in P sehen wir also, 
bevor wir in die Erzählung Raimberts eintreten, wie K. gegen Gode- 
froy von Dänemark, Sohn Doons von Mayence zieht, da dieser sein 
Land nicht als von K. belehnt ansehen will. Doch kommt eine Ver- 
mittelung zu Stande, Godefroy will jährlich K. in Paris huldigen, und 
Tribut und Geissein geben. Er hat aus zweiter Ehe einen Sohn Givon, 
den er an Ogiers Stelle, den er von Danemonde, Erbin Dänemarks 
hatte, zu seinem Erben machen möchte; deshalb giebt er O. als Geisel 
fort. K. hat den schönen Knaben gern, lässt ihn mit Charlot, seinem 
Sohn, und Bertram, Naymons Sohn aufziehen. Er erwartet Ostern in 
St. Omer Godefroy; als dieser sich nicht einstellt, will er O. töten 
lassen ; die Grossen bewegen ihn, erst noch vier Gesandte zu Godefroy 
zu senden. O. kommt ins Gefängnis von St. Omer, streng von Guimer 
bewacht. Die vier Gesandten kommen nach Beaufort in Dänemark, 
Godefroy lässt sie draussen warten, bis er fertig ist mit Essen, Wilhelm 
von Amiens ist darüber zornig. Godefroys zweite Frau hat ihren Ge- 
mahl hierzu bestimmt, damit 0. sterbe und ihr Sohn Erbe Dänemarks 
werde. Als die Gesandten vorgelassen werden, beklagt Wilhelm von 
Amiens sich, und warnt Godefroy vor K.s Zorn. Wütend lässt er 
ihnen Lippen und Ohren glatt abschneiden, dann jagt er sie fort. 

Vorstehende Erzählung findet sich in den Hauptmomenten sowohl 
in der Neubearbeitung der „Enfances Ogier" durch Adenet, im Anfang 
und im Ende der Chanson „Gaufroy-', die in einigen Einzelheiten von 
einander abweichen. In P finden sich Züge aus beiden. 

Den Grund von K.s Zug gegen Godefroy zeigen beide nicht auf, 
wir haben das Belehnungsmotiv bereits oben bei „Doon de Mayence" 
kennen gelernt. Die Vermittelung zwischen K. und Godefroy weist auf 
Adenet, wo Naymes beide nochmals versöhnt. Dass Godefroy jährlich 
nach Paris zur Huldigung kommen soll, bringt nur „Gaufroy". Givon 
ist vielleicht Anlehnung an Gibouc, wie der jüngste Sohn Godefroys 
aus zweiter Ehe bei Adcnet heisst. „Danemonde" habe ich nirgends 
gefunden. Die Preisgebung O.s ist aus beiden kontaminiert: Schuld 
ist in beiden das zweite Weib Godefroys. Im „Gaufroy" giebt der 
Däne ihren Aufreizungen Gehör, nicht zu K. zu ziehen, bei Adenet bo- 
schimpft sie, ohne Wissen und Schuld Godefroys, die Gesandten, damit 
0. sterbe. Seine Erziehung mit Charlot und Bertram zeigen weder 
Adenet noch „Gaufroy" auf, doch bringt P vielleicht 0. absichtlich 
durch diese Beziehung in Verbindung mit zwei Personen, wie sie ihm 
andere Branchen der Chevalerie 0. zeigten; erwähnt er doch den 



Untersuchuug über die Quelleu der Conqueste de Charleiuaiue 35 

Tod Bertrams durch O., den die dritte Branche der Chevalerie O. be- 
schreibt. 

Die Schilderung der Gesandtschaft in P zeigt mehr Ähnlichkeit 
mit „Gaufroy" als mit Adenets „Ogier" ; bei letzterem fällt auf, dass 
das Weib Godefroys die allein Schuldige ist, die in Abwesenheit ihres 
Mannes die Gesandten beschimpft; im „Gaufroy" wie P ist es der 
König selbst. Die Zahl der Gesandten stimmt mit Raimberts Gedicht 
überein; „Gaufroy" hat 13. Das Schloss Godefroys ist im „Gaiifroy" : 
„Manoy", der Führer der Gesandten: Pouquier, die Beschimpfung be- 
steht in Kahlrasieren und Zahnausziehen. Wegen der veränderten 
Namen besonders glaube ich, dass P nur aus dem Gedächtnis Re- 
miniscenzen aus ,.Gaufroy" seinem Werk einfügte. 

Dass in P K. die zurückkehrenden Gesandten in ihrer Entstellung 
zunächst nicht kennt, ist wohl nur Ausschmückung. 

Mit der Gesandten Ankunft treten wir in die Wiedergabe des 
Raimbertschen Gedichts durch P ein. 

Die Art wie der Wächter O.s diesen in sicherem Gewahrsam halten 
will, fand P offenbar zu bedenklich zur Aufnahme in sein Werk, um 
aber die Liebesgeschichte beizuhalten^ lässt er sie beide, O. und 
Belissent — so nennt P das Mädchen, vielleicht in Anlehnung an den 
Namen der in P anonym auftretenden Stiefmutter O.s, Belissent im 
Epos Raimberts — Schach spielen, bevor 0. sein Todesurteil von K. 
hört, wodurch freilich die Erwähnung des Sohnes beider nicht in 
rechtem Zusammenhang mit dem Vorhergehenden steht. 

P verlegt ferner die Scene der Befreiung O.s durch Naymon nach 
Paris; er empfand ganz richtig das ungereimte des Gedichts, dass 
K. immer 0. den Tod drohend davon redet, Rache an Godefroy zu 
nehmen, und dann als er nach Rom gerufen wird, nicht etwa 0. nun 
wirklich schnell hinrichten lässt, sondern befiehlt, O. soll mit dem Heere 
überall rumgeschleppt und dann in Rom hingerichtet werden; es ist 
natürlicher, dass Naymon die Begnadigung in Paris unter dem Ein- 
druck der Sarrazenengefahr erlangt. In der Erkennungsscene nach O.s 
Heldenthat in der Schlacht verzeiht dann K. in P. allerdings nochmals 
0. wie seinem Vater. 

Der wundersame Hirsch in den Alpen fehlt in P; durch einen FIuss 
hindurch lässt man sich solch einen Führer gefallen, aber durch ein 
grosses Gebirge ? P hat's nicht geglaubt. 

Aus Girard von Amiens scheint eine Abschiedsscene O.s und Be- 
lissents zu stammen ; sie gesteht ihm, dass sie sich Mutter fühle, worauf 
O. versichert, er lasse sie nicht im Stich, werde es ein Sohn oder 
Tochter. In G. Paris' Analyse ist ein Abschied und Schmerz der 



36 Curt Valentin 

schönen Wächterstochter erkennbar. Ferner findet sich eine erste 
Schlacht aus Girard entlehnt; dort wie in P sendet K, Naymon mit 
einem Heer voraus, das auf Danemont stösst, während im Epos K. 
selbst auf Danemont trifft. Um dann dem Epos gerecht zu werden, 
und dessen Erzählung fortzuführen, lässt P Naymon in die ärgste Not 
durch Danemont kommen, worauf K. in die Schlacht eingreift, die P 
nach dem Epos weitererzählt. (Bei Girard ist Naymes siegreich, wo- 
durch K.s Hilfe überflüssig wäre.) 

Die Anknüpfung in P erfolgt dadurch, dass K. die von den Heiden 
schon gefangenen Barone — 14 — Danemont abzujagen sucht. 

Ohne Entsprechung im Epos ist folgende Kampfscene: Danemont 
kämpft fürchterlich, er siehts auf K. ab, der schon arg bedrängt ist. 
Zum zweiten Mal treffen sie aufeinander, K.s Ross bricht unter 
Danemonts Lanzenstoss zusammen, K. ist in Todesgefahr — da er- 
scheint O., ohne zu sprechen hebt den feindlichen Fahnenträger aus 
dem Sattel, überrennt Danemont, der schleunigst flieht, ebenso die 
Heiden. 

Der Grund der Einschaltung dieser Scene wird sein, O.s Tapfer- 
keit noch mehr ins Licht zu setzen: vielleicht ist P durch Adenet 
darauf gekommen, der in 2 Versen (1200—1) von einem Zusammen- 
stoss O.s und Danemonts spricht. 

In den Gedichten erfährt K. während des Kampfes, wer der Retter 
in der Not gewesen sei. In P hält K., nachdem die Schlacht durch 0. 
schon entschieden, ihn immer noch für Alory, will ihm danken, was 0. 
bescheiden zu Gunsten seiner Kameraden ablehnt; auch das Erstaunen 
der 14 von Ogier befreiten, jetzt ins Lager zurückkehrenden Barone 
beschreibt P. 

O.s Eintreten für Alory fehlt in P. 

Da P erzählt, 0. habe die Schlacht gewonnen, diese also zu Ende 
ist, erscheint die Scene von O.s und Sadoines Zusammentreffen ebenso 
unpassend wie im Epos; ein Versuch zur Anknüpfung findet sich in 
P., indem 0., nachdem K. ihn zum Ritter gemacht, wieder zur Ver- 
folgung der fliehenden Heiden aufbricht, hierbei Sadoine fangen will 
als Geschenk für K. 

Die auffallende Thatsache, dass im Epos Sadoine an 0., den bis 
dahin unbekannten Gefangenen und Geisel K.s von Karaheu eine 
Forderung überbringt, der 0. schwerlich auch nur vom Hörensagen 
kennen kann, da dieser soeben erst seine erste Waffenthat vollendet, 
Karaheu aber der Schlacht nicht beigewohnt hat, hat P empfunden, 
er dreht das Verhältnis um: Sadoine erzählt, dass er Karaheus Bote 
sei zu Gloriande, O.s Verlangen nach ihr wird rege, und nachdem er 



UntersuchuDg- über die Quellen der Conquesta de Charlemaine 37 

eine Beschreibung Karaheus gehört hat, sendet er ihm eine Forderung. 
So ist ihr Zweikampf entschieden besser motiviert. 

In P überbringt Sadoine O.s Forderung Karaheu in Rom, nicht in 
Otrento; ob dies aus Adenet herrührt, wo Karaheu auch in Rom von 
Sadoine über 0. berichten hört, wo allerdings Sadoine nicht selbst mit 
0. zusammengetroffen ist? 

In der Kailotepisode hat P den Traum Ks weggelassen; wir haben 
die Skepsis P.s gegen derartig wundersame Dinge schon beim Hirsch- 
wunder kennen gelernt; in der Prosa trifft der an K. adressierte Bote 
zuerst auf 0., der sofort dem Bedrängten zu Hilfe eilt. 

Die Botschaft Karaheus an K. von Korsuble, den offiziellen Grund, 
weshalb er überhaupt ins fränkische Lager kommt, scheint P zunächst 
übersehen zu haben, wenigstens passiert es ihm, dass er vergisst, 
Karaheu sich seiner Botschaft entledigen zu lassen, so dass dieser, 
schon wieder unterwegs nach Rom, nochmals umkehren muss, um 
seinen Auftrag zu erfüllen, wie es das Epos vorschreibt. 

Während im Epos 0. sich zu Kallots Schmähen ganz passiv ver- 
hält, bedingt es der von Kailot in P gegen O.s Vater ausgestossene 
Schimpf (er nennt ihn einen meineidigen Lügner), dass O. ihm selbst 
erwidert, und zwar, dass seine Stiefmutter der schuldige Teil gewesen 
sei, die seinen Vater beschwatzt habe. 

Dass K. seinen naseweissen Sohn mit Enterbung droht, weil die 
Grossen sich gegen ihn selbst fast auflehnen, kann der Autor des 
15. Jahrhundert, der von kaiserlicher Majestät einen höheren Begriff 
hat, nicht glauben; dafür erhält der junge Prinz desto empfindlicher 
seinen Teil von Karaheu, der ihn einen schlecht erzogenen Ritter 
nennt, der ihm zu minderwertig zum Kampf sei. 

Da P den Kampf O.s mit Karaheu aus dem Wunsch O.s, Gloriande 
zu besitzen, hervorgehen lässt, darf er jetzt, wo er vor dem Kampfe 
sie zum ersten Mal sieht, den Eindruck auf 0. nicht übergehen, kurz, 
0. will sterben oder sie besitzen: die Scene des Epos, in der Gloriande 
0. einen Zweig reicht, ist nicht recht verständlich, P hat sie weg- 
gelassen. 

Der Kampf der zwei Paare unterscheidet sich in P vom Gedicht 
dadurch, dass Kallot vor dem Verrat seinem Gegner nicht auch über- 
legen ist, sondern von Sadoine bereits vom Pferd gestürzt ist; P kann 
es offenbar nicht vertragen, dass der junge Prahlhans einen gleichen 
Triumph wie 0. feiert, deshalb erwähnt er auch K.s Schwert, Joyouse 
nicht, da das ihn selbstverständlich zum Sieg führen müsste. 

In der Schilderung von Karaheus Benehmen während des Verrats 
liegt in P wieder ein Stückchen Adenet vor; bei Raimbert ist Karaheu 



38 Gurt Valentin 

dabei ganz passiv; in P wie bei Adenet entschuldigt er sich sofort bei 
0., er sei kein Verräter, und steht diesem gegen die Verräter bei; was 
P sogar soweit steigert, dass der edle Heide mehrere Landsleute zum 
Schutze seines Gegners tötet. 

In P ist es ferner sein Verdienst, dass 0. von Gloriande bewacht 
werden darf — dass Gloriande es im Epos selbst durch ihre Bitten 
erreicht, hat P ihr wahrscheinlich nicht als Uneigennützigkeit und Für- 
sorge für 0. ausgelegt, da sie, falls 0. gerettet wird, ihren Verlobten 
Karaheu verlieren und 0. zufallen müsste, wie vor dem Zweikampf 
festgesetzt ist. 

Die Dame spielt eben im Epos eine stellenweis sehr merkwürdige 
Rolle von Unbeständigkeit. (Cfr. Voretzch „Sage von Ogier dem 
Dänen" cap. VIII.) 

Karaheus Edelmut preist P noch dadurch, dass dieser droht, 
Gloriande nicht zu heiraten, wenn 0. nicht freigelassen werde, was 
freilich auf Korsuble nur die Wirkung hat, dass er bei Todesstrafe 
von 0. zu reden verbietet. Dagegen hat P den auf Karaheus Rat er- 
folgenden Überfall der Heiden gestrichen. Karaheu ist im Epos als 
der edelste Mensch gezeichnet, aber soweit darf er den Edelmut nicht 
treiben, dass er aus Zorn über einen Verrat selbst zum Verräter wird. 
P hat gefühlt, dass er die Sympathien des Lesers für den hochherzigen 
Heiden dadurch bedeutend verlieren würde. 

Das Ausgefallene ist durch einen beabsichtigten Flucht- und \)e- 
kehrungsversuch 0.8 ersetzt: Gloriande soll auf Karaheu verzichten, da 
dieser bei den Franken sei, sie klagte es 0.; der schlägt vor, mit ihm 
ins fränkische Lager zu fliehen, dort Christin zu werden und Karaheu 
zu heiraten; sie schlägt es ab, und 0. ist in grosser Angst, sie werde 
seinen Plan verraten. 

Brunamont wird in P zum König von Ägypten, und wie sich im 
Späteren noch öfters findet, scheint für P Ägypten das Land der Kiesen 
7Ai sein. 

Nicht recht ersichtlich ist der Grund zur Änderung in P, dass 
Gloriande bald nach Brunamonts Ankunft diesem von Korsuble zu- 
gesprochen wird. Dass er sie erst für seinen Sieg über Guimer erhält, 
ist verständlicher; Gloriandes Benehmen ist dabei durchaus durch ihre 
Treue an Karaheu bestimmt, während im Epos die Haltung des liebe- 
süchtigen Mädchens verschiedentlich nicht einwandfrei ist — eine Folge 
davon, dass die ganze Karaheuepisode dem Epos nicht ursprünglich 
angehörte (cfr. Voretzsch a. a. 0.). So wird sie von Korsuble vor 
Brunamont geschlagen, trotzdem beteuert sie ihre Treue für Karaheu; 
so muss sie sich Misshandlungen gefallen, sogar die Drohung, mit O. 



Untersuchung über die Quellen der Conquesta de Charlenaaine 39 

verbrannt zu werden, als Brunamont im Kampf mit Geffroy von Angiers 
erfahren hat, Karaheu sei Christ, und 0. habe mit Gioriande fliehen 
wollen; — eine Scene, die das Epos nicht kennt. Wie freilieh Jeffrey 
etwas von O.s Fluchtversuch wissen konnte, erklärt P nicht. 

P hat es Wunder genommen, dass Korsuble ohne Zögern dem 
bereits zum Tode verurteilten 0. die Möglichkeit zugesteht, seinen zu- 
künftigen Schwiegersohn zu besiegen, Gioriande fordert deshalb in der 
Prosa ausdrücklich, Brunamont solle mit einem Ritter, der ihrer Wahl 
überlassen sei, kämpfen, und als Korsuble es infolge Billigung durch 
die Grossen zugeben muss, da eilt sie zu 0. Wenn sie ihn nun bei 
seiner Liebe zu ihr — P hat seine Liebe in Früherem hervorgehoben — 
anfleht, so ist die Scene ersichtlich sehr wirkungsvoll. 

O.s kühnes Versprechen, betreffend den Abzug K.s von Rom, 
streicht P, da die Einlösung des Schwures ja gar nicht von O. abhängt. 

Da im Epos der Kampf zwischen 0. und Brunamont ohne Falsch 
beschworen wird (v. 2684—6), so erscheint K.s Befehl an die Seinen, 
sich heimlich zu wappen, nicht ehrlich, in P spricht 0. deshalb aus- 
drücklich die Bitte an Auquetin den Normannen aus, der am Flusse 
wacht, K. und das Heer solle dem Zweikampf zu schauen, worauf sie 
K. gegen einen wiederholten Verrat sich wappnen lässt. Zu K.s Ent- 
schuldigung sagt P wohl, dass die Franken nur auf fünf Fuss Ent- 
fernung an die Insel herankommen dürfen. Im Epos steht nichts davon, 
dass Korsuble für diesen Tag die Seinen die Waffen ablegen lässt, 
aber freilich braucht dies P, wie wir sehen werden, später sehr gut. 

Gloriandes zweideutiges Benehmen dem zum Kampf ausziehenden 
Brunamont gegenüber streicht P natürlich, 

Dass der Tiber bis zum Abend stillstehen bleibt, dies Wunder 
glaubt P wohl nicht mehr; doch erleichtert er sich seinerseits die Ein- 
nahme Roms 1) durch das oben angeführte Verbot Korsubles zu den 
Seinen, Wafi'en zu tragen, 2) durch Einfügung eines Kampfes in Rom 
selbst zwischen den Anhängern Karaheus und Brunamonts, so dass K. 
und die Franken, ohne dass die Heiden es merken, in Rom eindringen 
können. In dem folgenden Gemetzel tötet in P nicht K. den Korsuble 
sondern Naymes, wie dasselbe sich bei Adenet und Girard von Amiens 
findet. 

Wenn in P 0. nach Brunamonts Tod nach Rom zurückkehren 
will, um seinen Bürgen einzulösen, so wird damit nur eine Lücke aus- 
gefüllt, die Raimbert nicht beachtet hat. Vielleicht ist P durch Adenets 
Epos darauf gekommen, bei dem 0. nach dem Sieg ruhig Korsubles 
Befehl erwartet. Dass K. ihn nicht ziehen lässt, sondern sofort Rom 
stürmt, ist begreiflich. 



40 Gurt Valentin 

B spricht ausser von Gloriandes und Karaheus Befreiung auch von 
der Sadoines d'Olifernes und der der andern Geiseln (cfr. Kapitel- 
überschrift bei de Reiffenberg); was es mit den andern Geiseln für 
eine Bewandtnis hat, ist aus den Epen nicht zu ersehen. 

P erzählt von Karaheus späterm Leben : er lässt sich später taufen, 
wird ein frommer Mann, heisst dann Aquarie; desgleichen that Gloriande; 
ob dies wirklich in P.s Vorlage gestanden, da er ausdrücklich ver- 
sichert, „so erzählt die Geschichte", oder ob es nur ein weiteres Aus- 
spinnen der Adenetschen Version ist, die „es ungewiss lässt, ob die 
Leute Recht haben, die von ihrer Bekehrung reden'' ? Etwa in dem 
Bedürfnis, das edle Heidenpaar für das Christentum in Anspruch zu 
nehmen? 

Am Schluss unsres Abschnittes nennt P den Papst, für den K. 
kämpft, Klemens; bei Raimbert heisst er Milon, bei Adenet wird ein 
Dosier einmal erwähnt. 

P schliesst die Erzählung von O. im Kap. 54: K. zieht von Italien 
nach Paris (soweit geht Raimbert), beruft nach Aachen für nächste 
Pfingsten einen Hoftag; dort ist eine glänzende Versammlung; K. lässt 
durch Naymon Belohnungen an alle verdiente Männer auszahlen. 

Bei Adenet zieht K. auch von Paris nach Aachen, und lässt Be- 
lohnungen auszahlen, doch fehlt „Pfingsten" und Naymes als Verteiler, 
er ist vielmehr auch ein Empfänger. 

Wir können diese Angaben als Überleitung zum folgenden Ab- 
schnitt ansehen, der die Chanson „Asprcmont" wiedergicbt, in deren 
Anfang sich die Angaben auch finden, nur dass der Schatz an die 
Armen verteilt wird. 

Aspremont. 

D: Kapitel 55-75, f ol. 8P- 109^; B: fol. 234 - 356. Die 
Chanson d'Aspremont ist leider nicht als Ganzes herausgegeben. 

L. Gautiers Analyse „Epop. frang." KI 70 ff. giebt unter Her- 
vorhebung einzelner Episoden das Epos nur im Groben wieder, weshalb 
ich diese Analyse nicht zu Grunde lege; eine Anzahl von veröffentlichten 
Fragmenten gestatten eine ungefähre Untersuchung des Verhältnisses 
von Prosa zum Epos; mir zugänglich waren davon ausser den Analysen 
bei Gautier und der in der ,,Histoire littöraire de France" XXH 
S. 300ff.: 
J. Bekker „Die altfranzösischen Romane der St.-Markus-Bibliothek". 
Derselbe im „Fierabras". 

Derselbe „Der Roman von Aspremont" aus dem „Ms. Gall." 4" 48 
der K. Bibl. 



Untersuchung über die Quellen der Conquesta de Charlemaine 41 

Guessard. 

Langlois in „Romania" 12 S. 433 ff. 

Keller „Romvart" S. 1—11, 26, 158. 

P. Meyer „Romania" 19, 205—16. 

W. Meyer „Zeitschrift für roman. Philologie" X, 22 — 55; ferner 
ebenda IV 364. 
Durch alle diese sind die Hauptmomente des Epos greifbar, ein 
vollständiges Bild des Gedichts lässt sich aus alledem auch noch nicht 
gewinnen. Für die Untersuchung bleibt ein Übelstand, dass die Frag- 
mente aus verschiedenen Handschriften herrühren. Da mehrere Frag- 
mente teilweise dieselben Teile des Gedichts wiedergeben (J. ßekker 
aus Ms. der Marcus -Bibl. und K. Bibl., den Anfang des Gedichts, 
Bekker und Guessard, Bekker und Keller, W. Meyer und 
P. Meyer), beschränke ich mich auf eine Analyse der für meine 
Zwecke passendsten. 

Girard von Amiens hat Aspremont auch behandelt, der betreffende 
Teil am Ende des 2. Buchs fehlt aber; Aubert hat nach Gautier 
noch einen vollständigen Girard gekannt, eine Episode in unsrer Prosa 
lässt sich vielleicht auf ihn zurückführen. 

Die Prosa beginnt mit derselben Scene wie das Guessardsche 
Fragment, Karl hält in Aachen glänzenden Hof. Vorausschicken will 
ich jedoch einen Abschnitt, der sich in dem Bekk ersehen Fragment 
der venetianischen Handschriften findet, und der als Anfang des Ge- 
dichts einige vor der Scene in Aachen liegende Ereignisse ent- 
hält. Indem ich den Inhalt der dortigen zwei Codices kombiniere, 
sehen wir: 

Agolant hält Hof. Heumunt bittet ihn, ihm Waffen zu geben, da- 
mit er Franken und Karl Mahomet unterwerfen könne. Agolant freut 
sich seines mutigen Sohnes^ verspricht ihm Franken. Da Heumunt 
noch zu jung sei, raten die heidnischen Grossen, Franken erst 
genau auskundschaften zu lassen. Sobrin zieht als Spion aus, von 
Afrika durch Italien, an Girards Hof in Vienna, endlich zu K. nach 
Orleans, dann nach Paris, wo er Alles auskundschaftet. Zu diesem 
Zweck lässt er sich taufen. Er wohnt an K.s Hof einem Fest bei und 
lässt sich von K. selbst die einzelnen Grossen, weltliche wie geistliche, 
nennen; auch erfährt er, dass die Gäste, die abseits schlecht abgespeist 
werden, Gottesdiener sind. Nach einem Jahr kehrt Sobrin über Aspre- 
mont, Messina nach Afrika heim, berichtet, dass Agolant dem Franken- 
könige an Macht wie Heereszahl weit überlegen sei. Agolant voll 
Freude über die gute Nachricht krönt seinen Sohn, dieser sammelt ein 
ungeheures Heer. Die heidnische Flotte landet in Rise in Italien. 



42 Ciirt Valentin 

Agolant bolehnfc seinen Sohn mit Franken, Bayern, Alemannien u, A. 
und verkündet, er werde gegen Rom ziehen. Doch will er erst einen 
Gesandten zu K. senden, der Unterwerfung fordern soll; er wählt 
Ballant dazu aus (nach cod. IV meldet sich Ballant erst, nachdem nie- 
mand die Botschaft übernehmen will), dem er einen kostbaren Ring 
schenkt. Mit einem Brief eilt der Bote fort. 

K. ist in Asie (? wohl für Aix!), um sich zu krönen. Naimes rät 
ihm, seine Schätze zu verschenken, der Papst fordert ihn zum Kampf 
gegen die Heiden auf 

P kennt diese Ereignisse nicht, dürfte also nicht ein Glied der 
venetianischen Handschriftenfamilie benutzt haben. 

Ich gebe nun, indem ich obiges Fragment verlasse, das Epos nach 
Guessard: 

Naymes ist der beste Ratgeber K.s. Auf dessen Rat befiehlt K., 
um an seinen Unterthanen willige Krieger zu haben, seinen ganzen 
Schatz unter sie zu verteilen. Es ist Pfingsten und K. hält Hof. Turpin 
meint, sie, die Geistlichen sollten eigentlich ihre Schätze den Rittern, 
Kriegern geben, die für sie kämpften. K. verteilt seinen ganzen Schatz, 
Geld, Tiere, Kleider. Naymes preist K.s Macht und Freigebigkeit. 
Bevor man sich zum Essen setzt, kommt ein prächtig gekleideter heid- 
nischer Gesandter an: er biet K. seinen Handschuh dar: Agolant und 
Aumont seien zornig auf K. Wenn er sich unterwerfe, finde er Gnade, 
sonst verliere er sein Reich und Leben, denn Agolant sei mächtig in 
Asien und Afrika und Europa, Widerstand sei vergeblich. Er nennt 
seinen Namen und übergiebt Agolants Brief. Der Abbe Fromer soll 
ihn vorlesen, lässt ihn aber zitternd und weinend fallen. Turpin schilt 
ihn, da er wohl für seine gesammelten Schätze fürchte, er solle sich 
in seine Abtei scheren, die Messe singen, und den St. Omer lesen; 
doch dieser erwidert, sie gehörten alle beide, als Geistliche, nicht an 
K.s Hof, um in weltlichen Sachen Ratgeber zu sein. Turpin liest jetzt 
den Brief, in dem Agolant drohend die Unterwerfung fordert. Balan 
redet K. zu, sich zu unterwerfen, oder er verliere sein Leben, Da will 
ihn der wütende Kaiser schlagen, Naimes hält ihn zurück. K. befiehlt 
dem Gesandten, Agolant zu melden, er solle ihn in 4 Monaten bei 
Aspremont erwarten. Balan nimmt auf Naymes Einladung an dem 
Feste teil; er bewundert die vornehme Tafelrunde und muss sich ge- 
stehen, Mahomets Glaube sei nichts wert. Einen nachmaligen Rat 
Balans, sich dem mächtigen Agolant zu untervperfen, lehnt K. natürlich 
ab. Naimes beherbergt Balan in seinem Hause, in der Nacht unter- 
halten sie sich lange über ihren Glauben, Naimes spricht besonders 
viel vom Christentum. 



Untersuchung über die Quellen der Conqucsta de Charlemaine 43 

Am vierten Tage erreicht Balan Aapremont und Agolant; er kann 
nicht umhin, in seinem Bericht K. zu preisen. Triamodel nennt ihn 
von K. bestochen, doch Balan erwidert, wenn K. auch nur mit einem 
kleinen Heere komme, die Schlacht werde zeigen, ob er wahr von K. 
gesprochen. Als Balan weggeht, bezeichnen ihn die Zurückbleibenden 
als Verräter, der Admiral bezeichnet den Zurückkehrenden ebenso. 
Balan schwört, er habe von K. nichts genommen, er glaube an Maho- 
met. Salatiel beschuldigt ihn wieder, Balant bittet den Admiral, dem 
Blutdürstigen nicht zu glauben. Triamodel bittet Agolant, ihm Frauken, 
die Lombardei u. A. zur Eroberung zu überlassen, er selbst möge nach 
Afrika heimkehren; er (Triam.) werde sich in St. Peter krönen lassen 
und über Balan schwere Strafe verhängen. Dieser beruft sich auf seine 
treuen Dienste, und der kommende Kampf werde beweisen, dass er 
wahr von K. berichtet habe. Eaumons nimmt Balan gegen Triamodel 
in Schutz. Als Balant gegen seine Verleumder zu kämpfen verlangt, 
und ebenso sein Sohn Gorhanz, Geliebter der Königin, befiehlt Agolant 
Ruhe. 

Der Papst ermahnt K. und die Franken, gegen die Heiden zu 
kämpfen, K. verspricht den Seinen Geschenke für den Kampf gegen 
Agolant. K. sendet seine Boten aus, zu Cahoer von England, der so- 
fort Hilfe verspricht, ebenso Gondrebuef von Frise, König Burnos von 
Ungarn, Salemon von Bretaigne, Dreves König der Mansois, Anseis 
von Köln, Davi von Kornwaille, alle ziehen mit ihren Heeren nach 
Paris. Desier von Pavia verspricht, für Proviant bis Rom zu sorgen. 
Der Erzbischof Turpin muss als Gesandter zu Girars do Fraite gehen, 
dem Stolzesten der Grossen, um Hilfe für K. zu fordern. Turpin ist 
sich der gefährlichen Sendung bewusst. K. trägt ihm noch die Sorge 
für den jungen Rollandin, Haton, Estolt und Guion auf; Turpin befiehlt 
sie streng in Montloon zu bewachen. 

Turpin wird bei Girars zuerst gar nicht vorgelassen . .. .(Lücke) , 

„wenn Ihr die Hilfe versagt, seid Ihr ein schlechter Ritter" spricht Turpin 
zu Girars. Dieser wütend über K.s Forderung, wirft mit dem Dolch 
nach Turpin, ohne ihn zu treffen. K.s Forderung schlägt er unhöflich 
ab, er sei nicht sein Lehnsmann, sondern trage nur von Gott sein Land 
als Lehen. Turpin warnt ihn, da er sein V^erwandter ist, doch Girars 
rät diesem, sich sehr schnell von Vienne zu entfernen. 

Turpin findet in Paris schon ein grosses Heer versammelt. In 
Montloon ist auf K.s Befehl allgemeiner Sammelpunkt. Roland und 
seine drei Gefährten sehen die Truppen an dem Turm, in dem sie be- 
wacht v^erden, vorbeiziehen. Sie bitten ihren Wächter, sie gegen gute 
Belohnung mitziehen zu lassen. Dieser spottet ihrer jugendlichen 



44 Curt Valentin 

Kampfgelüste. Doch Roland weiss Rat, um die Flucht zu erzwingen. 
Sie bitten den Pförtner nochmals, sie würden nur zusehen, wie die 
Truppen abmarschierten. Er schlägts ab, da bearbeiten sie ihn mit 
Knütteln, die sie unter den Mänteln verborgen halten, dass er zu- 
sammenbricht. Um sich Rosse zu verschaffen, berauben sie fünf Bre- 
tonen, die zu Salemons Heer gehören; dieser lässt die Räuber ver- 
folgen, lacht aber herzlich, als er die thatendurstigen Knappen erkennt, 
und nimmt sie mit sich. 

K. erreicht Rom, der Papst empfängt ihn. 

Girars, wütend über K., befiehlt seinen Söhnen und Neffen Hernaus 
und Rainier, resp. Klaires und Bos, nie von K., dessen Vater ein Zwerg 
gewesen sei, ein Lehen anzunehmen, sein Geschlecht sei mächtiger als 
K.s, und er will Franken in K.s Abwesenheit erobern. Sein Weib Amelline 
verweist ihm seinen Hochmut, hält ihm seine vielen Sünden vor. Sie 
dringt in ihn, seine Sünden zu büssen, indem er K. gegen die Heiden 
unterstütze „denn du bist alt und wirst schwach" spricht sie zu ihm. 
Da wird er weich und giebt nach. Er sammelt sein Heer. Vor dem Auf- 
bruch macht er seine Söhne und Neffen zu Rittern und verteilt unter sie 
seine Lande. Nachdem er sein Weib um Verzeihung für seinen Zorn 
gebeten hat, bricht er mit 60 COO Mann in Eilmärschen nach Italien auf. 

K. zieht von Rom nach Aspremont: 7 Könige, 15 Herzöge, 30 Grafen 
sind mit ihm, ausserdem der Papst. In der Vorhut stehen viele von 
seinen Grossen. Bei Aspremont nimmt K. christliche Gefangene, die 
Agoiant entronnen sind, auf; jenseits stehen die Heiden Das Heer 
rastet 4 Tage. 

K. fordert im Rat einen Kundschafter gegen Agoiant; niemand er- 
bietet sich, endlich Ogier, doch K. wählt Richier, Sohn Berengiers, 
trotzdem Naymes, der Richiers Erzieher war, wiederspricht, weil er für 
sich Schande davon erwartet. Richier reitet ins Gebirge: ein grosser 
Geier, mit rotfunkelnden Augen, stürzt sich auf ihn, roisst ihn mit 
seinen Fängen vom Ross, hackt diesem die Leber und Eingeweide aus 
und fliegt davon. Richier ist traurig, beschämt. Auf dem Heimweg 
ertrinkt er fast in einem Fluss, mit Mühe rettet er sich vor einem 
Drachen. Naymes ist unglücklich über den Misserfolg seines Zöglings 
und wirft ihm Feigheit vor .... 

Die Prosa zeigt denselben Verlauf, wenn man von unwesentlichen 
Abstrichen gegenübei- dem Ei)Os absieht. Von dem Hoftag in Aachen 
erfahren wir nur, dass K. durch Naymon seinen Schatz verteilen lässt 
(s. o. am Schluss von „Ogier"). 

Ferner ist der Abbe Fromer hier namenlos und nicht K. will sich 
an dem Gesandten Balan vergreifen, sondern er hält umgekehrt die 



Untersuchung über die Quellen der Conquesta de Charlemaine 45 

fränkischen Grossen davon ab, ßalan zu töten. Die nebensächliche 
Person des Salatiel hat P gestrichen, ferner fehlt die Scene, in der 
Triamodel Franken erobern und Balan bestrafen will. 

Die Kriegsrüstungen K.s, die das Epos sehr weitschweifig, mit den- 
selben langweiligen Wiederholungen der Boten- und Briefsendung an 
die einzelnen Grossen, ihrer Antwort und ihrem Zug zu K. erzäht, be- 
gnügt sich P mit dem einfachen Satz wiederzugeben, K. sammelt sein 
Heer, und u. A. entbietet er auch Girard diesmal. Die Episode dieses 
stolzen Recken bringt er dagegen ganz. 

Stark gekürzt in ihren hübschen Einzelheiten ist leider auch die 
Fluchtepisode Rolands und seiner Genossen, unter denen übrigens statt 
des Guion ein Berengier figuriert. Wir erfahren nur, dass sie in ihrem 
.Jugendmut ihrem Hüter entschlüpfen, und von König Salemon mit 
seinem Heer mitgenommen werden. Die Scene der Beraubung der fünf 
Bretonen ist also unterdrückt. 

Ein kleines Mehr gegenüber dem Gedicht zeigt P durch Einfügung 
des Berichts Turpins über seine Botschaft an Girard, den man ja 
auch erwartet; und zwar lässt sich K. nichts merken, sondern erwidert 
ruhig, es werde auch ohne Girard gehen; aber im Herzen ist er doch 
sehr aufgebracht über den Stolzen. 

Für Namen hat unsere Prosa keine Neigung; die vielen Namen 
von Grossen in K.s Heer und die vielen als Führer der Vorhut von 
Rom nach Aspremont genannten Personen zählt sie nicht auf; ihre 
Zahl hat sie jedoch übernommen. Es fehlt ganz die Person und Ge- 
schichte Richiers, hier sendet K. nach Ablehnung Ogiers sofort Naymon 
als Kunschafter aus. 

Ich führe das Epos nach Bekker Ms. Gall. 4° 418 weiter, indem 
ich das von demselben im „Fierabras" gedruckte Stück (1338 Verse), 
sowie die im Anhang zum „Fierabras" mitgeteilten, inhaltlich, weil zu 
klein, meist belanglosen Proben aus ..Aspremont" an der richtigen 
Stelle einfüge. Ich setze jedoch erst da ein, wo Guessard versagt 
(Bekker Ms. Gall. 4" 48 beginnt mit der Scene, in der Balan vor 
Agoulant von Hiaumont und Gorhan in Schutz genommen wird). Das 
Gedicht fährt fort (cfr. Bekker im, „Fierabras"): 

Naymes mit seinem Ross Morel reitet auf Kundschaft ins Gebirge. 
Es friert und schneit, er muss durch einen Fluss schwimmen ; an einer 
Quelle besiegt er eine furchtbare Schlange. Der Geier fällt auch ihn 
an, Naymes haut ihm die Fänge ab; der Vogel häuft so viel Schnee 
um den Reiter auf, dass Morel strauchelt; Naymes findet Richards 
Ross. In der Nacht erfriert er fast; aus dem Haupt der Schlange hat 
er einen funkelnden Stein geschnitten, der in der Nacht helles Licht 



46 Curt Valentin 

verbreitet; er bemerkt dadurch eine riesige Bärin mit ihren Jungen 
ganz in seiner Nähe; er erlegt sie, und ferner noch zwei Bären und 
einen Leopard; vor einem Löwen reitet er davon. Von der andern 
Seite des Berges sieht er das unendliche Heer und die Flotte 
Agolants. 

Agolant sendet auch einen Kundschafter aus; den prahlerischen 
Salatiel verlacht Balan, da er K.s Macht kennt. Gorhan wird zum 
Kundschafter erwählt; Salatiel grollt deshalb auf Gorhan und den Ad- 
miral und schimpft, Balan schlägt ihn, Agolant verbietet streng weiteren 
Kampf. Nach einem Abschied von der Königin, die ihn liebt, bricht 
Gorhan auf. 

Gorhan und Naymes treffen sich im Gebirge; nach kurzem heftigem 
Gespräch kämpfen sie, bis sie vor Müdigkeit nicht mehr können. 
Schliesslich verspricht Gorhan, den Franken ins heidnische Lager zu 
führen, damit er dort seine Botschaft ausrichten könne. 

Im Lager staunt alles Volk den Franken an, den Gorhan nicht 
hat bezwingen können. Agolant will den Gesandten am nächsten Tage 
hängen lassen. Naymes sagt zum Admiral, er sei ein Mordbrenner in 
K.s Landen. Agolant fordert Unterwerfung und Annahme des heid- 
nischen Glaubens von K., dann finde er Gnade vor ihm. 

Balan hat den Gesandten erkannt, verspricht ihn zu schützen, 
da Naymes auch für ihn in Franken gesorgt habe. Naymes giebt dem 
Admiral seinen Handschuh als Bürgschaft dafür, dass K. im bevor- 
stehenden Kampf nicht fehlen werde. Ein König Sorbrin kennt K. 
und seine Grossen genau, rät Naymon zu töten, den K. am meisten 
liebe. Balan rettet ihn dadurch, dass er bestimmt erklärt, jener sei 
nicht Naymes, da er diesen genau kenne. Balan darf den Christen 
in seine Wohnung führen; er soll K. melden, in drei Tagen solle der 
Kampf bei Aspremont stattfinden. Balan bewirtet den Franken, er 
will, wenn der Kampf zu Ende ist, Christ werden. Die Königin wünscht 
den tapfern Christen zu sehen; sie fragt ihn, ob er verheiratet sei, 
und ob alle Christen so hübsch wie er seien. „Noch viel Schönere 
giebt es; verheiratet sei er nicht; sie freut sich dessen und giebt ihm 
einen Ring als Talisman. Sie wird immer an ihn als einen Geliebten 
denken. Sie weint beim Abschied. Balant geleitet Naymon, an einem 
Turm vorbei, in dem Hiaumont mit lOOOOO liegt, bis sie das fränkische 
Lager sehen. Christ werden will er noch nicht, um Agolant nicht zu 
verraten. Der Abschied ist sehr herzlich. 

K. umarmt seinen Getreuen, als dieser glücklich wieder im Lager 
anlangt. Naymes berichtet seine Erlebnisse; er erklärt, Aspremont sei 
unübersteiglich, ausser wenn man Hiaumonts Burg erobere. 



Untersuchung über die Quellen der Conciuesta de Charlemaine 47 

K. bricht gegen diese auf, ausser einer Vorhut sendet er nach 
rechts und links Streifkorps aus. Ringsum ist das Land verwüstet. 
In der Nacht ziehen 12 Grafen mit 30000 bis dicht vor die Burg, ohne 
bemerkt zu werden. Hiaumont, der Furchtbare, kehrt mit 100000 von 
Agolant zurück, beutebeladen, viele Christen sind ihm wieder zum 
Opfer gefallen; er führt seine 4 Götter mit sich. Die in einem Oliven- 
hain steckenden Franken hören sein Prahlen, doch sie sind kampfes- 
mutig. Hiaumont hält sie zuerst für Heiden; als er sie erkannt, lässt 
er sie zur Ergebung auffordern, da sie ja doch unterliegen würden. 
Sie denken nicht daran. In dem Kampf, der mehrere Einzelkämpfe 
aufweist, wütet besonders Durendart, Hiaumonts Schwert; die Not der 
Christen ist gross; doch als Richiers den feindlichen Bannerträger tötet 
und das Banner Mahomets erbeutet wird, weichen die Heiden und 
lassen ihre 4 Götter im Stich. Richiers verfolgt den fliehenden Hiau- 
mont bis zum Turm, kann aber nicht hineingelangen; ein letzter 
Lanzenwurf trifft Hiaumonts Ross. 

Die Franken ziehen mit ihrer Beute zu K., es thut ihnen leid, 
dass sie den Turm nicht haben nehmen können. K. verteilt die Götter 
unter die Sieger. Durch die den Heiden abgenommene Beute ist jetzt 
Überfluss an Lebensmitteln. 

Girard do Fraite will um jeden Preis vor K. in Aspremont sein. 
Er langt vor Hiaumonts Turm an; gegen den aus der Burg Heraus- 
ziehenden sendet Girard seine Söhne und Neffen, besonders Klaires 
und Boves zeichnen sich aus. Girard freut sich der jungen Helden; 
als aber Hiaumont, unter Schmähungen auf seine gefangenen Götter, 
die Christen zurückwirft, beschimpft er Klairon und schlägt ihn sogar. 
Girard selbst eilt in die Schlacht. Um den Turm vor K. zu erobern, 
dringt er zwischen Turm und dem heidnischen Heer hindurch, hinter 
Hiaumonts Rücken, und erzwingt sich den Eingang zur Burg. Als 
Hiaumont Girards Banner auf dem Turm sieht, verflucht er seine 
Götter, noch einmal wütet Durendart, aber die Seinen weichen. Girart 
kehrt mit Beute aus dem Turm zurück. Hiaumont sendet zum heid- 
nischen Hauptheer, lässt die Grossen um schleunige Hilfe bitten, aber 
Agolant solle davon nichts erfahren. Sechs Haufen unter Balan, 
Gorhan, Triamodel u. A. brechen zu Hiaumont auf, der mit ihnen 
Rache nehmen und seine Götter wiedererobern will. Girard sieht die 
ungeheure Übermacht der Heiden, doch er und seine Burgunder sind 
unverzagt. 

K, hat eine Vorhut unter Ogier und Naymon vorausgeschickt; als 
diese Girards Heer erblicken, halten sie es für Heiden. Der Erzbischof 
eilt zu K. um Hilfe, da mehrere Grossen dies zu thun ablehnen. Das 



48 Curt Valentin 

Hauptheer vereinigt sieh mit der Vorhut. K. sendet Naymon, Ogier, 
Flavent und Berengier zur Aufklärung vor: als Girard diese erblickt, 
schickt er seine Söhne und Neffen gegen sie. Die 4 Paare geraten in 
Kampf, da sie sich gegenseitig für Feinde halten; erst als die Einen 
„Monjoie la Charlon", die Andern „Monjoie Bourguegnon" rufen, werden 
sie stutzig, erkennen und umarmen sich. K. und Girart kommen nun 
auch hinzu, er und Girard küssen sich. Letzterer kniet vor K. nieder, 
was Turpin als Huldigung auffasst und sofort protokolliert. Girard meldet, 
dass er die Burg erobert habe; K. bittet ihn, ihm seine Hilfe nicht zu 
versagen. 

K. stellt sein Heer in 7 Haufen auf. Der Papst verspricht den 
Soldaten das Paradies, zeigt ihnen den Arm des hl. Georg. Die heid- 
nische Abteilung unter Balan beginnt den Kampf, der bald allgemein 
wird bei Aspremont. Am Abend trennen sich die streitenden Heere, 
die Lager sind ganz nahe an einander, weshalb beide Teile wachen. 
Die Heiden sind wegen der fränkischen Tapferkeit zaghaft geworden, 
weshalb Hiaumont sie hart anlässt. Balan freilich glaubt nicht an den 
Sieg der Sarrazenen. Am Morgen beginnt der Kampf wieder. Hiaumont 
und Ogier kämpfen mit Durendart und Cortain gegen einander; Ogier 
stürzt vom Ross, doch Auquetin hilft ihm wieder herauf. Die christ- 
lichen Verluste sind gross. Auf Ogiers Rat entbietet K. alle Reserven 
in den Kampf, er selbst stürzt sich in das Getümmel. Seine Grossen 
eilen zu seinem Schutz nach, er achtet ihrer Warnungen nicht; Hiau- 
mont tötet zu K.s Schmerz Auquetin den Normannen. 

Auch Roland und seine Genossen, die im Lager zurückbleiben 
mussten, eilen mit den Reserven in die Schlacht. 

Girard ist von ungestümer Tapferkeit, er will um jeden Preis das 
feindliche Banner erobern; seinen wiederholten heftigen Angriffen hält 
die Bedeckung des Banners nicht stand, die Burgunder erbeuten das 
zurückgelassene Zeichen Mahomets. Girard sendet es K. zum Geschenk. 
Triamodel tadelt Hiaumont, dass er ohne seinen Vater die Schlacht 
begonnen habe, er solle nach Rise um Hilfe schicken. Hiaumont 
schlägt's ab. Als er den Verlust seines Banners hört, kämpft er um so 
rasender, Ogier stürzt ihn vom Ross, schon glaubt er sich Sieger, aber 
Durendart hilft dem Heiden; er sucht Ogier zum Heidentum zu be- 
kehren. Naymes, Salemon u. A. kommen Ogier zu Hilfe, doch auch 
Moisant, Salatiel, Triamodes u. A. eilen zu Hiaumont: die Schlacht 
steht in ihrem Brennpunkt. Triamodes tötet den Herzog Milon, fällt 
aber durch dessen Bruder Berengier. Andre Einzelkämpfe folgen. 
Jetzt bläst Hiaumont den Olifant, die Heiden in Rise hören ihn und 
eilen in die Schlacht. Ogier erlegt Salatiel. K. verzweifelt fast bei 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaine 49 

der feindlichen Übermacht, doch da bringen ihm Roland und seine Ge- 
nossen^ die K. in Frankreich glaubt, Hilfe; sie stürmen mit der Re- 
serve vor, nehmen sich Waffen von Gefallenen. Die Heiden halten den 
Ansturm der Reserve nicht aus; Hiaumont wirft sich ihr entgegen, 
vergebens. Nur vier Begleiter sind noch bei ihm, K. selbst und seine 
Grossen verfolgen diese; Sinagon fällt durch Naymon, Gorhan durch 
Ogier, den aber Hiaumont verwundet. K. nimmt ßalan gefangen, dieser 
verlangt nach Naymon und erklärt, er wolle Christ werden. Einen 
Versuch Ogiers, Balan zu töten, vereitelt Naymes. 

K. verfolgt den fliehenden Hiaumont, Roland eilt hinter ihnen her; 
der Heide setzt sich an einer Quelle nieder, da er sich nicht mehr 
verfolgt glaubt, er legt die Waffen ab; da kommt K. an, fordert ihn 
zum Kampfe. Gegenseitige Bekehrungsversuche misslingen. Hiaumont 
ist froh, als er hört, dass jener K. sei, nun wird er seine Rache haben. 
K.s guter Helm, in dem ein wunderbarer Stein sitzt, trotzt Durendarts 
Schlägen, Joyouse dagegen verwundet jenen; wütend packt Hiaumont 

den Kaiser am Helm (eine offenbar grosse Lücke verbirgt das 

Folgende, die sich wohl schon in der Handschrift findet, da die ßlatt- 

nummer richtig weitergeht) K., Girart, der Papst und ßalan 

sehen ein Wunder: in einem Karfunkel erblicken sie das von Rise 
aufbrechende ungeheure Heer Agolants. Dennoch beschliesst K. die 
Schlacht. Girart rät K., alle Knappen zu Rittern zu machen. Die 
Kunde davon verbreitet sich durch das Heer. Roland und seine Ge- 
nossen sind im Zweifel, ob auch sie die Ritterwaffen erhalten werden, 
sie drohen, sonst das Heer zu verlassen. Auf Ogiers und Naymes 
Befürwortung verspricht K. auch ihnen Waffen zu verleihen; am 
nächsten Morgen sollen sie sich sauber bereit halten. Auch Girart 
macht ausser seinen Söhnen und Neffen 400 Knappen zu Rittern. 
Roland wird besonders zum Ritter geweiht. 

Agolant ist in Unkenntnis über Hiaumonts Schicksal, sendet Ulien 
und Galindre zu K., dieser stellt sein Heer in sechs Haufen auf, Ogier 
befiehlt er, über Roland zu wachen. Die zwei Gesandten fordern von 
K. Rückgabe der vier Götter und Unterwerfung, da Hiaumont König 
von Rom werden solle. „Hiaumont ist schon von Roland gekrönt 
worden", erwidert K. Girart rät ihm, Kopf und Arm statt des Ge- 
forderten an Agolant zu senden. K. lässt von der Leiche diese Körper- 
teile holen, ohne jedoch dem Toten Helm und Ring wegzunehmen. 
Die Gesandten sind erschüttert, als sie ihren toten Herrn erkennen. 
„Nehmt Kopf und rechten Arm statt einer Krone und Unterwerfung", 
spricht K. zu ihnen. Traurig ziehen sie heim. Mondaquin, der 
Führer der heidnischen Vorhut, hält es für selbstverständlich, dass K. 

Romanisclie Forschnugen XIII. 1. 4 



50 Curt Valentin 

K. Agolants Forderung erfülle; Galindre heisst ihn schmerzerfüllt 
schweigen 

Soweit das Bekkersche Fragment. 

In P fehlt unter Naymons Abenteuern das mit der Sehlange und 
der merkwürdige Stein in ihrem Haupt. Eine Anspielung an die oben 
erzählten vor K.s Hofhaltung in Aachen liegenden Ereignisse findet 
sich hier in P wie im Epos, in der Person des Spions Sorbrin, in P 
allerdings namenlos, der Agoulant zur Tötung Naymons zu reizen ver- 
sucht, da er K.s bester Freund sei. Es ist dies derselbe, der als Spion 
Agoulants früher bei K. in Paris gewesen ist, wie oben erzählt ist. 
Die Schmeichelei der Königin erwiedert in P Naymes mit dem Kom- 
pliment: „er habe schon sehr viel schöne Damen gesehen, aber noch 
nie eine schönre als sie", wovon das Gedicht nichts weiss. Aber natür- 
lich, ein fränkischer Ritter ist immer galant. 

Der erste Zusammenstoss mit den Heiden stellt sich uns in P, 
wenn auch in der Hauptsache wie im Gedicht, als ein strategisch 
interessanterer Kampf dar, der Sieg eines kleineren Heeres durch zwei 
geschickte glückliche Überfälle. Hier ziehen 12000 Mann (im Gedicht 
zwölf Grafen) auf aventure aus, stossen auf feindliche 30000, die 
von einem Plünderungszug heim in die Burg Heaulmonts ziehen, dieser 
selbst erwartet sie dort, führt sie also nicht. Die Christen senden ins 
Hauptheer um Hilfe, die sofort aufbricht, 5000 bleiben auf einem Berge 
als Reserve. Die sorglos einherziehenden Heiden werden überfallen 
und vollständig besiegt. Nun erscheint Hiaumont mit 15000, beunruhigt 
durch das lange Ausbleiben der 30000, aber jetzt brechen die 5000 Mann 
Reserve hervor, und entscheiden den fränkischen Sieg. 

Trotz dieser Ausspinnung der Schlacht in P nimmt die ganze 
Episode einen kleineren Raum ein als im Gedicht, da all die vielen 
Einzelkänipfe, das gegenseitige Erkennen und die Unterhandlung ge- 
strichen sind. 

Die Eroberung der Burg durch Girart zeichnet P als einen von 
vornherein auf Überrumpelung der Burg berechneten Plan des alten 
Recken, während im Epos Girart, nachdem der Kampf im Gange 
ist, nur eine günstige Gelegenheit wahrnimmt. 

In P hat nämlich Gerard Alles auskundschaften lassen, was bei K. 
vorgeht, und so erfahren, dass K. am nächsten Tage den Turm erobern 
will, da Richier (s. o.) ihm gemeldet hat, neben der Burg liege ein 
feindliches Heer. Gerard lässt nun dieses Heer durch seine Neffen 
Claires und Boos überfallen, um Heaulmont aus der Burg herauszu- 
locken; und als dieser auch wirklich dem bedrängten Heer zu Hilfe eilt, 
und die Angreifer sich langsam bis zu ihrem Hauptheer zurückziehen, 



Unterisiicluiug über die Quellea der Coiuiuestes de Charlemaine 51 

eilt Gerard auf Umwegen mit Hernaut von Beaulaude und Regnier von 
Jennes in die unbevirachte Burg und erobert sie ohne Kampf. 

Durch einen Angriff in Heaulraonts Rücken entscheidet er dann 
die Schlacht. Auf Einzelscenen im Kampf lässt P sich wieder nicht 
ein; übrigens bleibt hier Gerard nach der Schlacht in der eroberten 
Burg Happe. 

Nicht übernommen hat P den Zug, dass der besiegte Heaulmont 
sich hinter dem Rücken seines Vaters Hilfe senden lässt, hier beordert 
Agoulant selbst Balaain nebst zehn (ungenannten) Königen zu seinem Sohn. 

Von der Erkennungsscene zwischen K. und Girart hat P die Haupt- 
sache bewahrt. Der Kampf der auf Kundschaft vorgerittenen vier Paare 
verläuft ohne Folgen, da sie sich zeitig genug erkennen. Von dem 
albernen Protokoll Turpins über die anscheinende Huldigung Girarts 
vor K. ist keine Rede; K. und Gerard begrüssten sich mehr wie zwei 
Gleichstehende und wenn auch Gerard dem Kaiser „die schuldige Ehr- 
furcht" erweist, so ist K.s Freude über die Hilfe nicht weniger gross. 
Wenn hier Gerard dem Kaiser huldigen würde, würde er durch sein 
Verhalten am Ende des Krieges den Vorwurf der Wortbrüchigkeit 
verdienen. 

Eine Kürzung der nun folgenden ersten Hauptschlacht erreicht P 
dadurch, dass er sie auf einen Tag zusammenzieht, die Rede des 
Papstes fehlt, nebensächliche Scenen und Personen sind unterdrückt, 
vom Höhepunkt des Kampfes, dem Zweikampf Ogier-Hiaumont, ist 
fast nur die Thatsache gegeben. Das während der Schlacht eintreffende 
feindliche Korps fehlt. 

Von den jungen Knappen berichtet P, sie haben sich mit heid- 
nischen Waffen wie Heiden gerüstet, weshalb Balaain und Tyramodes 
sie dafür halten, bis Berengier letzteren niederhaut; die Tötung des 
Triamodes durch Berengier ist also an diese Stelle gezogen. 

Der Tod Hiaumonts ist leider durch eine Lücke im Text verdeckt, 
aus G a u t i e r s Analyse ist jedoch zu ersehen, dass P grosse Abweichungen 
nicht aufweist; er berichtet: K. und der Heide ringen mit- 
einander; Roland kommt auf der Kampfstelle an, entreisst Heaulmont 
sein Durendal, den er wegwirft, und zerschmettert dem Heiden den 
Kopf mit einem Lanzenstück. K, erkennt seinen Retter erst, als Naymes, 
Ogier, Balaain u. A. hinzukommen und mit Roland sprechen, da dankt 
er ihm. Rolands Beute ist Durendal, das elfenbeinerne Hörn und 
Viellantin, Heaulmonts Ross. Die Grossen tadeln den Kaiser, dass er 
sich allein in Gefahr begeben habe. 

Wohl auch noch in obige Lücke ist das in P Folgende zu setzen: 
Zwei heidnische Könige melden Agoulant die Niederlage, von Heaul- 



52 Cuit Valentin 

mont nichts. Agolant ist so wütend, dass er sie trotz der Bitten ihrer 
Verwandten und Freunde durch Zerreissen von Pferden hinrichten 
lässt, weil sie Mahomets Banner nicht gerettet haben. Als auch andere 
Flüchtlinge nicht von seinem Sohn berichten, bricht Agolant mit dem 
ganzen Heer auf. In Rise lässt er die Königin und die übrigen Damen 
zurück. 

Für Obiges habe ich keine Belege, ausser für das Zurücklassen 
der Damen in Rise durch das Fragment von P. Meyer „Romania" 
19, 205 ff., wo Girard sich rühmt, die heidnischen Damen in Rise ge- 
fangen zu haben. Eine Notiz von Balants Taufe, der nun Guiteclin 
heisst, ist wahrscheinlich auch noch durch obige Lücke verdeckt. 

Von dem merkwürdigen Karfunkelstein weiss P, dass Balant, dem 
er gehört, ausser Agolauts Heer, auf der andern Seite des Steines 
auch noch K.s und Gerards Heere wiederspiegelt, wodurch die feind- 
liche Übermacht recht hervortritt. 

Wenn nach Gautier der Ritterschlag Rolands in der erschrecken- 
den Zahl von fast 4000 Versen im Epos behandelt wird, so berichtet 
P nur die einfache Thatsache davon, Roland und seine Gefährten, 
Gerards Söhne Gerard und Milien sowie 300 andere Knappen werden 
zu Rittern geschlagen. 

Unbekannt dem Epos ist die Episode, die P in einem Kapitel 
fol. 300 einschiebt, und die einen Besuch Agolants bei K. schildert, 
so wie sie sich im Kap. 12— 13 des Pseudoturpin findet. Sie hat mit 
der Chanson „Aspremont" nur den Namen des Heidenfürsten Agolant 
gemein, und steht in P infolge Verquickung der beiden Agolants; im 
Turpin ist Agolant ein Heidenfürst im spanischen Kriege K.s. 

Auch Girard v. Amiens bringt sie, im Zusammenhang des 
spanischen Krieges, den er nach Turpin erzählt. Da er diesen hinter 
„Aspremont" wiedergiebt, kann Psie leicht von dort in seinen „Aspremont" 
hineingezogen haben; andernfalls hat er sie direkt aus Turpin entlehnt. 

Das lange religiöse Gespräch der beiden Gegner K. und Agolant 
hat P auf einige Fragen und Antworten reduziert, vom übrigen erzählt 
er nur, dass das Gespräch sehr lange dauerte. Die Episode ist auch 
gar nicht geschickt in ihre neue Umgebung eingefügt worden, wie die 
Weiterführung der Handlung in P zeigt. Agolant ist eben bei K. 
gewesen, hätte also ein ev. Anliegen selbst vorbringen können, und 
doch ist das Erste, was er zurückgekehrt thut, eine Gesandtschaft an 
K. zu schicken, der ihm die Götter zurücksenden soll, wit welcher 
Handlung P wieder zum Epos zurückkehrt. 

Die Gesandten Agolants sind namenlos in P, auch von ihrem 
Schmerz erfahren wir nichts weiter. Statt des Kopfes und nur des 



UiitcisuchuHg über die Quellen der Conquestes de Charleiuuine 53 

rechten Arms sendet hier K. ausser Kopf die vier Glieder Heaulmonts, — 
„das seien die vier geforderten Götter", vi^as noch grausamer ist als 
im Epos, freilich seenisch auch um so wirksamer. 

Für den letzten Entscheidungskampf konnte ich nur die Gautiersche 
Analyse nebst einer Anmerkung benutzen; diese zeigen aber, dass P 
weiter aus dem Epos geschöpft hat, natürlich mit bedeutenden Ab- 
strichen. Die längere Rede des Papstes an die Soldaten ist stark re- 
duziert, das Wunder des hl. Kreuzes während der Schlacht fehlt. Vom 
Kampfe selbst berichtet P nur den Einzelkampf Klaires und Agolant, 
er begnügt sich, Roland, Ogier, Naymes und Gerard als die Helden des 
Tages zu nennen. Während im Epos nun der Verräter Amustant flicht, 
weil er die Schlacht verloren giebt (so Gautier!), so ist in P Rache der 
Grund seiner Flucht; er gehört zur Sippe der zwei von Agolant hin- 
gerichteten Könige, und er und die übrigen Verwandten dieser fliehen, 
um jene zu rächen, unter dem Schein eines Angriffs auf die Christen 
nach Rise. Nachdem er die Stadt ausgeplündert, verbrennt er die 
Flotte Agolants im Meere. Da Amustant selbst die Stadt verlassen 
hat, die Einwohner fast alle getötet sind, kann so Gerard Rise ohne 
Kampf einnehmen, was nach Gautiers Angaben im Epos nicht der 
Fall zu sein scheint. 

Was nun folgt, die grosse Beute in Rise, die Befreiung der vor 
Amustant in einen Turm geflüchteten, fast verhungernden heidnischen 
Damen durch Gerard erzählt P wie das Gedicht, wie das Fragment 
P. Meyers in „Romania" 19, 205 ff. zeigt, wo Girard sich dieser Thaten 
rühmt. Schön ist es freilich nicht, dass der alte Recke den Hunger 
und Durst der Damen erst dann zu stillen verspricht, als sie einwilligen, 
Christen zu werden; naiv hinwieder, wenn P hinzusetzt, dass während 
des Essens, bei dem die Damen einen respektablen Appetit entwickeln, 
sich auch die gesunde Farbe der gebleichten Wangen der Schönen 
wiederfindet. 

Die Taufe der heidnischen Damen, die Verheiratung der Wittwe 
Agolants, Anselise, die jetzt Klarence heisst (in Meyers Fragment 
Klarethe), mit Flourent von Ungarn entsprechen dem Epos (cfr. 
P. Meyer a. a. 0.). 

Sodann berichtet P, Gerard lässt in Rise ein Kloster bauen zum 
Andenken an die Gefallenen, auch Agolant wird dort begraben. Als 
Erster bricht Flourent mit seinem jungen Weib, die erst 19 Jahre alt 
sein soll, in die Heimat auf. Dann Gerard, dessen trotziger Abschied 
mit dem Gedicht übereinstimmt, nach P. Meyer a. a. 0. und Gautier. 
Naymes beruhigt dann noch den zornigen K., Gerard werde ihm auch 
fernerhin helfen, er habe ihm diesmal nicht gesagt „ich bin hier, er 



54 Gurt Valentin 

ist gegangen, ohne dir Lebewohl zu sagen". K. kehrt nach Paris heim 
und entlässt seine Grossen, zu denen auch Guennelon gehört, ein 
junger schöner Ritter ,.der aber später sehr schlecht wurde". 

Girant von Viane. 

D: Kapitel 76 — 89, fol. 109^ — 135«; ß: fol. 356 — 446. 

L. Gautier a. a. 0. IV 173 — 175 Anra. konstatiert, dass Auberts 
Darstellung des Kampfes K.'s mit Girard eine stcllenweis genaue Kopie 
des Ms. 3351 der Arsenalbibliothek ist; indess hat Aubert (B), wie 
K. Lichten stein „die jüngeren Bearbeitungen der Chanson Girart 
de Viane" S. 13 Anm. 11 Ende genauer darlegt, neben Ms. 3351 noch 
andere Handschriften benutzt! 

P hat einen grossen Abschnitt am Anfang des Epos weggelassen, 
er setzt erst mit dem Ausbruch des Konflikts zwischen K. und Girard 
ein, wohl weil er so die beste Anknüpfung an ,.Aspremont" erreichte. 

Lichtenstein handelt im Teil II, 3 bereits über das Verhältnis 
der Jüngern Bearbeitungen, auch unsre Prosa eingeschlossen, zum alten 
Gedicht, und ist die Gestaltung unsrer Prosa dort im wesentlichen er- 
kennbar. Es kommen ausser den Anmerkungen im Teil I besonders II 
S. 46—53 in Betracht, doch wohlgemerkt gelten für P nur die Noten, 
die von zeitlich nach dem Kriegsausbruch liegenden Ereignissen reden. 
P hat ferner die Gestalt der Königin unterdrückt (cfr. Lieh tenstein). 

Fierabras. 

D: Kapitel 90—106 fol. 135«— 157°; B: Band II fol. 1 — 90. 

Gröber in den „Handschriftlichen Gestaltungen des Fierabras" 
S. 9ff., stellt fest, dass Auberts „Fierabras" auf einer heut verlorenen 
französischen Redaktion des Epos von „Fierabras" beruht, die durch dio 
erhaltne provenzalischc Übersetzung (ausser dem italienischen Gedicht) 
repräsentiert wird; die gleiche Abstammung führt Gröber auf das 
Vorhandensein der sogenannten „provenzalischen Passage" in beiden 
zurück, die in allen französischen Handschriften des „Fierabras" heut 
fehlt. Diese Passage stimmt inhaltlich im Grossen und Ganzen mit 
dem Schluss der Chanson „Destruction de Rome" überein. Da das 
provenzalische Gedicht also unsrer Prosa am nächsten kommt, lege ich 
es zu Grunde. 

Inhalt des provenzalischen Gedichts: K. hat sein Heer 
gesammelt; es marschiert ins Heidcnland; Roland und Olivier haben 
dio Vorhut. K. gelangt ins Thal von Morimonde; ein Heide meldet es 



Untersuchung- über die Quellen der ('onquostes de Cluirlcmaine 55 

Ferabras, der lässt zornig 100000 sich wappnen. Biustamont spornt 
ilin an durch den Hinweis auf die Plünderung von Konstantinopel; 
Ferabras will K.s, Rolands und Oliviers Kopf der schönen Floripar 
bringen; er wählt von seinen drei Schwertern Florensa aus, zwei 
Fläschchen mit Salbe, die er in Rom geraubt, hängt er um seinen 
Hals. Er legt sich in einen Hinterhalt. 

K. giebt Olivier auf sein Bitten die Vorhut mit 7000. Andrieu(!?) 
möchte gern mit, bittet Gott, bevor Olivier heimkehre, möge er zu 
thun bekommen, geht zornig zu seinen Genossen Othon und ßerengier. 
Ferabras hat 60000 Mann, legt andre 50000 in einen Wald. Olivier 
plündert die Stadt; die 60000 (!) fallen über ihn her; einem riesigen 
Heiden haut Olivier die rechte Schulter ab, er schwingt Autaclara 
fürchterlich. Die Heiden vperden besiegt, von 50000 (!) entkommen 
nur 20000. Olivier zieht zurück; Esklamatz d'Amiata greift jetzt 
Olivier mit 5U000 von Ferabras Leuten an von fünf Seiten, auch dieses 
feindliche Heer wird besiegt. Da fällt der Hinterhalt aus dem Wald 
über die Christen her; Olivier ermutigt die Seinen, doch weint er um 
ihren Untergang. Esklamatz mit geschwungenem Spiess in Schlangen- 
fell gekleidet stürmt auf sie los; er schlägt Olivier den Halsberg durch, 
der Gürtel hält den Schlag auf. Olivier erholt sich, tötet den Eskla- 
matz. Die Heiden dringen wütend auf die Christen ein, sie geraten 
in Not. Ein Bote eilt zu K., er trifft zuerst auf Roland, der sofort mit 
Naymon Turpin u. A. und 10 000 aufbricht. Er ist zornig, er hat ge- 
hört, dass sein Freund Olivier verwundet ist. Auf dem Kampfplatz 
sieht er den Verwundeten und tadelt ihn, dass er die Vorhut genommen. 
Olivier bittet ihn um Verzeihung. Die Franken sind jetzt siegreich, 
da kommen 20000 von Ferabras geschickt, und noch andre 50000 unter 
Brulan und Tenas. Wieder kommen die Christen in Not, da bringt 
K. selbst mit den „Alten" Hilfe und Sieg. 

K. ist über Oliviers Verwundung betrübt; Rennier v. Gennes holt 
fünf Arzte; Olivier wird sogar ohnmächtig; K. schmäht auf die jungen 
Ritter, die alten seien tüchtiger; Roland wird darüber sehr aufgebracht. 

Ferabras ist wütend, als er die Niederlage der Seinen erfährt, 
schwört Rache; er zieht über Morimonde, um die Franken zu finden. 
K. liegt bei Morimonde; beim Essen spricht er nochmals vom gestrigen 
Sieg und seiner Hilfe. (Bis hierher „die provenzalische Passage!) 

Ferabras d'Alichandre, der Rom zerstört, den Papst getötet, die 
hl. Reliquien geraubt hat, sieht von Weitem K.s Zelt mit dem Adler 
oben; er schreit hinüber, K. solle ihm Roland oder Olivier oder die 
zwölf Pairs zum Kampf schicken, oder drei bis vier Andre. K. wendet 
sich an Roland, der erinnert K. daran, wie er ihn gestern geschmäht, 



56 Curt Valentin 

die „Alten" aber gelobt habe. K. schlägt ihn mit dem Handschuh 
blutig im Gesicht. Roland erhebt das Schwert. Trotz K.s Befehl wagt 
ihn keiner zu binden. Der verwundete Olivier hört von dem Streit, er 
ist betrübt; sein Knappe Guari muss ihm trotz seiner Warnungen die 
Waffen bringen. Er reitet zu K.s Zelt. Roland würde jetzt gern 
kämpfen. K. weigert sieh, Olivier den Kampf zu erlauben, er sei noch 
zu schwach. Gaynelo und die Verräter sind für den Kampf, K. nennt 
sie Verräter. Rennier bittet auch, seinen Sohn nicht ziehen zu lassen. 
K, kanns nicht mehr ändern. 

Olivier reitet zum Hügel, wo Ferabras liegt; dieser lacht ihn aus. 
Auf Ferabras Frage nennt er sich, nachdem er K. und seine Pairs 
beschrieben, Guari von Peyraguers. Ferabras fragt, weshalb Roland 
oder Ogier nicht gekommen seien; er will mit dem niedrigen Ritter 
nicht kämpfen, doch will er sich zum Schein besiegen lassen. Als 
Olivier ablehnt, wird er zornig-, spricht, man solle ihm Roland oder Olivier 
oder drei bis vier Andre senden. Er fragt, was es mit Oliviers Wunde 
sei, der antwortet, er habe sein Ross zu sehr gespornt. Der Heide 
bietet ihm einen Trunk aus seinen Fläschchcn zur Stärkung an. Olivier 
nimmts jedoch nicht an. Er muss jenem Roland und Olivier beschreiben; 
Dann hilft er dem Heiden beim Wappnen, dessen Schwert ist mit 
Durcndal, Joyuse, Autaclara und vier andern von drei Brüdern verfertigt. 
Olivier will kämpfen, er nennt seinen wahren Namen, Ferabras will 
mit einem Verwundeten nicht kämpfen. Er bietet ihm nochmals zu 
trinken an, Olivier will die Fläschchen nur im Kampf erobern. Kampf. 
Olivier wird verwundet, er betet. Ferabras bietet ihm eine Ruhepause 
an, K. liebe ihn nicht, da er ihn habe ziehen lassen. Während K. 
schwört, die Priester zu verjagen, wenn Olivier falle, hadert Ferabras 
mit Bafom, weil er den Christen nicht mit dem ersten Streich habe 
tüten können. Langes Gebet Oliviers. Der^Kampf geht weiter, Ferabras 
wird verwundet, ein Trunk aus dem Flaschen heilt ihn und verdoppelt 
seine Kraft. Da schlägt ihm Olivier die Fläschchen ab, ein rascher 
Schluck stärkt ihn, dann wirft er sie ins Wasser. Das Pferd des Heiden 
tötet sonst jeden Menschen, Olivier aber nicht. K. hält die Franken 
vom Eingreifen in den Kampf ab. Ferabras steigt auch ab, als Oliviers 
Pferd tot ist. Ein Engel verheisst K. den Sieg Oliviers. Ferabras 
schlägt dem Gegner das Schwert aus der Hand, dieser schützt sich mit 
dem Schild, Ferabras sucht ihn zu bekehren, verspricht ihm seine 
Schwester Floripar; Olivier lehnt ab, sein Schwert aufzuheben. Er 
reisst dem Heiden, der noch zwei Schwerter besitzt, eins von der Seite, 
verteidigt sich damit, und hebt schnell das Seine vom Boden auf. 
Ferabras entblösst bei einem Hieb seine Flanke; Olivier verwundet ihn 



Untersuchung über die Quellen der Couquestes de Churlemaine 57 

schwer an der Seite. Ferabras verspricht Christ zu werden. Olivier 
legt den Verwundeten nieder, der bittet ihn wegzuführen; er verrät 
ihm zugleich, dass im nahen Walde 30000 Heiden liegen. Olivier 
nimmt ihn auf den Sattel, da brechen ßruUan, Sortibran u. A. mit den 
Heiden hervor. Doch auch die B'ranken nahen. Olivier will Ferabras 
nicht zurücklassen, doch schliesslich muss er ihn wieder niederlegen. 
Er wehrt sich tapfer, doch als sein Pferd tot ist^ wird er gebunden 
und weggeführt. Die Franken besiegen die Heiden, diese führen aber 
noch gefangen weg Berart de Monleudier, Sendis Sohn, Guilalmier, 
Anris den Bergonha und Jaufre l'Angevis. Roland und Ogier können 
sie ihnen nicht mehr abjagen. K. lässt den verwundeten Ferabras, der 
um Barmherzigkeit fleht und Christ werden will, ins Lager tragen; er 
wird gut gepflegt, dann getauft, heisst nun Florian; nach seinem Tode 
ist er der hl. Florian von Roya. 

Die Gefangenen werden nach Agremonia gebracht; der Admiral 
ist wütend über die Niederlage und Ferabras, er hört, ein gewisser 
Olivier habe ihn besiegt. Olivier und die Andern nennen vor Balan, 
dem Admiral, ihre wahren Namen nicht, Olivier nennt sich Girard, 
Sohn eines niedern Ritters. Balan will sie sofort töten lassen, auf 
Brullants Rat wird es verschoben, um sie ev. gegen Ferabras auszu- 
tauschen. Sie werden in einen finstern Turm am Meer gesteckt. 

Floripar klagt um ihren Bruder Ferabras; sie geht mit fünfzehn 
Gespielinnen zu den Gefangenen, um über Ferabras zu reden; als 
Brustamont es hindern will, schlägt sie ihn mit dem Stock nieder und 
wirft ihn ins Meer. Die Gefangenen müssen versprechen, ihren Willen 
zu thun. Floripar zieht sie aus dem Gefängnis und führt sie in ihr 
Zimmer. Die Dienerin Margarande erkennt die Gefangenen, und dass 
Olivier, der Besieger Ferabras, dabei ist, will es Balan verraten. Floripar 
und ihr Kämmerer werfen sie ins Meer. Floripar pflegt die Franken 
gut und gesteht ihnen, dass sie sich vor Rom in Gui de Bergonha 
verliebt habe, dem zu Liebe sie Christin werden würde. 

K. ist zornig auf Roland, dass er seine Barone verloren habe, be- 
fiehlt ihm mit Gui und Naymon zu Balan zu gehen und die Heraus- 
gabe der Gefangenen und seine Unterwerfung zu fordern. Balan sendet 
Moradas mit fünfzehn Mann zu K., um Ferebras und Unterwerfung zu 
fordern, über die Brücke von Martiple. Sie begegnen sich. Kampf. 
Ein Heide entkommt und berichtet dem wütenden Admiral. Naymes 
will umkehren, Roland nicht; jeder der sieben von ihnen solle zwei 
Köpfe der Heiden nehmen (jetzt auch Teri d'Ardena und Augier 
lo Daynes genannt). Die Brücke von Martiple über den Flagotfluss 
bewacht ein Riese mit einer Keule. Naymes sagt, sie seien Gesandte 



58 Gurt Valentin 

zu Balan, um ihm die Köpfe von fünfzehn Räubern zu bringen, den 
Zoll würden ihre nachkommenden Diener bezahlen. Roland kann sich 
nicht enthalten, einen Heiden in den Fluss zu werfen, worüber Naymes 
böse ist. 

In Ägreraonia zeigen sie die Köpfe der angeblichen Räuber; aber 
der einzig Entronnene erkennt sie. Balan will sie hängen lassen. Jeder 
der sieben (jetzt auch Richard von der Normandie und Basi de Gennes 
genannt), richtet K.s Botschaft aus, Balan solle Reliquien ausliefern etc. 
Dieser droht immer, sie zu töten, Floripar ist scheinbar auch dafür, doch 
solle Balan damit bis nach dem Essen warten, sie werde sie solange 
bewachen. Trotz Sortibrans Widerspruch führt sie die sieben auf ihr 
Zimmer. Grosse Freude, als sie dort die andern Franken treffen, be- 
sonders bei Roland und Olivier. Floripar lässt sich Richards und Rolands 
Namen nennen. Dann fordert sie Gui von Bergonha für sich, den sie 
liebe; Roland sagt: ,.er ist dicht bei euch". Gui will sie nur nehmen, 
wenn K. sie ihm als Weib giebt; doch als sie erklärt, dann würde sie 
die Gefangenen alle hängen lassen, willigt er ein. Sie küsst ihn nicht, 
da sie noch Heidin sei; dann zeigt sie die hl. Reliquien. Lucafer 
kommt, um den Besieger des Ferabras zu sehen. Floripar bittet Roland, 
sie von ihm zu befreien, da er sie zur Frau begehre. Lucafer zupft 
Naymon am Bart, der erschlägt ihn; sie werfen ihn ins Meer. Floripar 
rät, die Tafelgesollschaft unten im Saal zu überfallen. Sie dringen 
hinein, der Admiral entkommt durch ein Fenster. Die Franken schliessen 
Thor und Brücke. Balan befiehlt Malpi, ins Schloss zu dringen, und 
den Gürtel seiner Tochter zu rauben, da dann die Franken sich im 
Schloss nicht halten können. Sein Zauber öffnet ihm nachts jede Thür, 
er raubt der schlafenden Floripar den Gürtel, als er sich an ihr ver- 
greift, schreit sie, Gui tötet den Dieb. Dann werfen sie ihn mit dem 
Gürtel ins Meer, der damit unwiederbringlich verloren ist, zu Floripars 
Trauer. 

Die Lebensmittel werden knapp. Floripar zeigt ihnen in der 
Synagoge die heidnischen Götter. Ogier und Roland werfen sie zur 
Erde. Als sie sich nicht von selbst erheben, schwört Floripar ihnen 
ab. Die Franken machen einen Ausfall, Basi und Teri müssen das 
Thor bewachen; beim Rückzug erbeuten sie zwanzig Saumtiere mit 
Lebensmitteln, Basi fällt; Gui, der Klarien, den feindlichen Führer, 
töten will, wird gefangen. Floripar ist untröstlich darüber, will die 
Burg einfach übergeben. Roland verspricht ihr, Gui wiederzubringen. 

Gui muss vor Balan seinen Namen nennen ; der Admiral will ihn 
sofort hängen lassen. Sortibrant rät, es vor der Burg thun zu lassen, 
die drinnen würden ihn zu befreien suchen, dann könnten sie mit 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaiue 59 

einem Hinterhalt die Burg erobern. Roland sieht vom Fenster, wie 
dreissig Heiden Gui zum Galgen führen, er verspricht Floripar Hilfe. 
Roland befiehlt, sich eng aneinander zu halten. Gui hat schon den 
Strick um den Hals, als die Franken hervorbrechen und die dreissig 
besiegen, da kommt der Hinterhalt; Roland tötet Tornafer, befreit Gui 
und giebt ihm Waffen und Ross. Als noch 30000 Heiden kommen, 
ziehen sie sich zurück ; auf Floripars Zuruf von der Mauer bringen sie 
Lebensmittel mit. Am Thor finden sie Basi tot. 

Auf Sortibrans Rat lässt Balan stürmen; Mahom baut Maschinen. 
Die Jungfrauen sind in Angst, Floripar lässt sich von Gui küssen, be- 
vor sie stürben. Mahom wirft griechisches Feuer, Floripar löscht es 
mit Kameelamilch und Essig und Salz. Auf ihren Rat werfen die 
Barone ihres Vaters Schätze unter die Belagerer, diese streiten sich 
um sie, zornig bricht Balan den Sturm ab. 

Die Franken überfallen die Heiden, während sie essen; EspouUart 
wird gegen sie geschickt, Rolland fängt ihn; Floripar rät ihn zu töten, 
um ihren Vater zu ärgern, dessen Neffe er ist. Doch Naymes wider- 
spricht, um ihn für einen ev. Austausch zu behalten. Teri rät, zu K. 
einen Boten zu senden. Roland wird abgelehnt, Gui erlaubts Floripar 
nicht. Der alte Richard dazu erwählt. Grosser Abschied. Bei einem 
Ausfall kommt er durch die Heiden hindurch; Brullan bemerkt ihn, 
Klarion, Balans Neffe, reitet ihm nach. An einem Hügel stürzt Richards 
Pferd. Klarion erreicht ihn jetzt, Richard tötet ihn, und flieht auf 
dessen Ross weiter; sein eignes Ross lässt sich nicht fangen, erschlägt 
mehrere Heiden; es läuft nach Agremonia; Balan freut sich, dass sein 
Besitzer tot sei; die eingeschlossenen Barone sehen es auch, klagen 
um Richard, und lassen es ein. Da wird der tote Klarion gebracht, 
Floripar erkennt ihn, ihre Freude ist gross. 

Balan sendet den schnellen Orages, — schneller als vierzehn 
Dromedare, zu Guolafre, damit er niemand über die Brücke lasse. 
Dieser schlägt den Boten. Richard gelangt nach Martiple. 15000 Heiden 
erwarten ihn. Richard betet, den ersten, einen Neffen Balants, tötet 
er; ein Wunder geschieht, damit er über den Flagot gelange: ein 
weisser Hirsch zeigt ihm einen Weg durch den Fluss, keiner der Heiden 
wagt ihm zu folgen. Guolafre lässt ihn von Martiple aus verfolgen, 
umsonst. 

K. trauert um seine verlorenen Barone; Guennes rät zur Heim- 
kehr, sie seien ja doch tot, ebenso Alori, Macharis und Andrieu; Raynier 
von Gennes ist dagegen. Alori beschimpft ihn und seinen Vater Gari; 
Raynier schlägt ihn; Parteien bilden sich, K. droht, Jeden hängen zu 
lassen. Alori muss den Mantel ablegen und sich vor Raynier beugen 



60 Curt Valenüu 

Als Gaynes Vater, Jaufre d'Autafuelha, auch Heimkehr fordert, giebt 
K. den Befehl dazu. Die „Verräter" freuen sich. Als man von Mori- 
monde aufbricht, kommt Richard an, K. ist erfreut, zornig aber auf 
Gaynes. Sofort Umkehr. Richard berichtet von der gefährlichen 
Brücke von Martiple; doch wollen sie durch eine List, als verkleidete 
Kaufleute die Brücke nehmen. 

Richard und 500 Ritter, das Schwert unter dem Gewand, ziehen 
mit Saumtieren zur Brücke. K. ist in einem nnhen Versteck. Richard 
mit Hugo von Nantes, Razols von Mons und Raynier ziehen voraus; 
Richard ändert seine Stimme, spricht aragonisch zu Guolafre, der mit 
der Axt wartet; sie seien Kaufleute aus Auskario, und zögen zu Balant 
mit ihren Waarcn. Guolafre erklärt, er dürfe sie nur rüberlassen, 
wenn er sie untersucht habe, da von den sieben Rittern, die Balan 
gefangen halte, einer über den Fluss zurückgeschwommen sei. Er 
sieht eine verdächtige Bewegung und zieht plötzlich die Brücke hoch, 
so dass die vier abgeschnitten sind. Richard schlägt jenen, aber er 
ist unverwundbar, endlich schlägt ihn Raynier mit einem Balken nieder; 
er fällt mit Gebrüll. Richard lässt die Brücke nieder, die 500 Ritter 
kommen nach, ebenso Karl. Aus der Stadt kommen Heiden auf des 
Riesen Gebrüll. Gaynes war an dem Tage sehr tapfer. K. besiegt den 
Riesen Aufrizo, der mit einem eisernen Streithammer wütet. Sie dringen 
in Martiple ein, die Heiden schlicsscn hinter den Franken das Thor zu. 
Gaynes weist die Aufforderung Aloris, K. in der Stadt im Stich zu 
lassen, zurück. Ferabras treibt sie an, K. zu befreien, sie schlagen 
das Thor ein. Eine Riesin mit einer Sichel tötet Viele, Hugo von Nantes 
erlegt sie mit der Armbrust. Martiple wird erobert, alles getötet. Die 
Kinder der Riesin lässt K. taufen, nennt sie Roland und Olivier, sie 
sterben nach zwei Monaten. Razol und Hugo bleiben in der Stadt als 
Wache, dazu die Verwundeten. 

Balan zertrümmert bei der Nachricht vou Martiples Fall Bafom 
das Haupt. Den Baronen bleibt nur noch ein Gemach, doch Olivier 
will lieber sterben als sich ergeben. Floripar zeigt ihnen die Reliquien; 
einige stürmende Heiden fallen bei ihrem Anblick nieder. Balan droht 
seiner Tochter. Roland und Ogier werfen die heidnischen Götter Apoli, 
Tervagan, Margot, Bafom und Lupi hinab. Dadurch wird Balan wütend, 
der Sturm wird abgebrochen. 

Schon zwanzig Löcher sind im Turm, da sieht Naymes zuerst das 
Banner von St. Denis; Richard eilt den Franken voraus. Freude der 
Belagerten. K. lagert bei Agremonia. Wegen seiner Tapferkeit bei 
Martiple sendet er jetzt Gaynes zu Balan, um Unterwerfung, Heraus- 
gabe der Gefangenen und Reliquien zu fordern. Balan befiehlt ihn zu 



UntersucluiDg über die Quellen der Conquestes de Charlemaine ßl 

binden, Gaynes tötet Brullan, dann jagt er davon. Trotzdem er ver- 
folgt wird, entkommt er. Die V^erfolger berichten Balant die Grösse 
von K.s Heer. Kampf der beiden Heere. Mehrere Einzelkämpfe. 
Ferabras kämpft auch gegen die Heiden. Die Franken ermatten, da 
kommen die Barone aus der Burg an. K. kämpft gegen Balan; er 
verspricht ihm Verzeihung um Ferabras willen, wenn er Christ werden 
will. Balan wird gefangen. Er flucht auf Ferabras. Die Heiden fliehen. 

Am nächsten Morgen soll Balan getauft werden, er weigert sich, 
spuckt ins Wasser, nur Ferabras Fürsprache rettet ihn. Auf dessen 
Zureden will er sich taufen lassen, doch er spuckt wieder ins Wasser 
und vergreift sich am Bischof. Sein Sohn bittet wieder für ihn^ Floripar 
sagt dagegen, man solle den Teufel töten, wofür Ferabras sie tadelt. 
Balan schmäht auf Christus; Ferabras wird traurig. Ogier tötet Balan 
auf K.s Geheiss. 

Floripar fordert jetzt von Roland Einlösung des Versprechens be- 
treffs Gui. K. willigt in die Heirat ein. Sie wird getauft ohne Namens- 
änderung. Gui wird mit Balans Krone gekrönt, er und Ferabras teilen 
sich in dessen Reich. Hochzeit. 

K. erprobt die Reliquien ; die Dornenkrone bleibt in der Luft 
schweben, und ihr Duft ist schön. 

Durch einen Traum, den Naymes auslegt, erfährt K., dass er noch- 
mals in Spanien Krieg führen wird. Er kehrt heim, von Gui und Fera- 
bras bis Martiple begleitet, nach Paris und St. Denis. Die Reliquien 
werden verteilt. Das Fest de San Lis (Stadt Senlis) fo per aysso 
trobada. 

Die Prosa: In ihr finden wir das Epos in allen bedeutsameren 
Zügen wieder, die Änderungen sind nur nebensächlicher Art. 

Als Einleitung zu K.s Krieg gegen Balaan und Fierabras — so ist 
die Schreibart in P, wie die aller Eigennamen in P mit denen des alt- 
französischen Fierabras übereinstimmend, da P ja auch von einem 
französischen Fierabras abstammt — schickt P den Inhalt der letzten 
Verse der „Destruction de Rome" voraus, jenem kurzen Epos, das die dem 
„Fierabras" vorausliegenden Ereignisse erzählt; er giebt damit eine 
Motivierung des Krieges, deren das Epos in der That sehr bedarf: K. 
erhält Nachricht, dass die Türken Rom erobert, Tempel zerstört, Re- 
liquien geraubt, den Papst getötet haben, und Franken erobern wollen; 
der Gesandte bittet um Hilfe gegen Balaan von Agremoire und Fiera- 
bras von Alexandria. K. schwört, nicht zu ruhen, bis er Rache ge- 
nommen. 

Unbekannt dem Epos ist der Name la Garcie, ein Ort, bei dem 
der Heidenspion gelauert hat. 



62 Curt Valentin 

Die Hauptepisode der provenzalischen Passage, Oliviers Not, leidet 
durch die vielen Zahlenangaben auf heidnischer Seite an Unklarheit, 
die ein klares Bild des Kampfes unmöglich macht (cfr. Gröber S. 79 
und 72—75); in der Prosa, die mit den Zahlen weniger um sich wirft 
als das Epos, erhalten wir durch Kürzung ein gutes Bild: Olivier hat 
7000; Fierabras legt von 100000 in einen Hinterhalt 50000, mit den 
andern 50000 sucht er selbst Olivier. Dieser wird von 4000 Heiden 
angegriffen, besiegt sie, fällt nun in den Hinterhalt Esclamarts und 
wird durch Roland und K, gerettet. So wird die Situation auch glaub- 
würdiger, da im Epos die Pranken ja einfach erdrückt werden müssten 
von der Übermacht, 

Der Name des Anführers der 4000 Heiden, Corsault, ein Riese, 
ist dem Epos fremd, ebenso die Herkunft Esclamarts „d'Omarie", 

Rolands Versuch, sich an K. zu vergreifen, fehlt P; man kann 
diesen Zug ven Rolands Wildheit auch kaum schön nennen. 

Den in der That sehr ausgedehnten Zweikampf Oliviers und Fiera- 
bras hat P durch Streichung der Nebcnmomonte gekürzt, jedoch so, 
dass nichts Wesentliches fehlt. Olivier nennt sich in P zunächst Guerin 
v.in Lothringen (statt „Peyraguers"); da er sich später vor Balan als 
aus Lothringen gebürtig angiebt, lag die Änderung der Konsequenz 
wegen nahe. 

In P will K. Fierabras hinrichten lassen als Rache für seine ge- 
fangenen Barone, nur dessen Wunde hält ihn davon ab — dem Epos 
unbekannt. Den hl. Flourent von Roya macht P zum Heiligen von Rom. 

Die überflüssige Wiederholung der Botschaft K.s vor Balant redu- 
ziert P auf Naymon allein. 

Die kleine Episode: Roland wirft bei Martiple einen Heiden über 
die Brücke, fehlt unserer Prosa; man fragt sich auch, ob der Riese 
von Mautrible (sie in P) denn die fünf Gesandten nicht sofort bestraft, 
was im Epos merkwürdigerweise nicht geschieht. 

Das Eintreten Floripars (Floripas) für die zweite Gruppe der 
Gesandten stellt sich in P etwas verändert dar, man wird der Gestaltung 
hier aber den Vorzug vor dem Epos geben : Floripas hört nämlich, dass 
mit den sieben zuletzt gefangenen Franken auch die übrigen fünf ge- 
henkt werden sollen. Da sie letztere gegen ihres Vaters Willen aus 
dem Gefängnis in ihr Zimmer gebracht hat, würde jetzt ihr Betrug ans 
Licht kommen, den sie zu bemänteln natürlich allen Grund hat; und 
ihre Entdeckung wird verschoben, wenn sie sich scheinbar über die 
Hinrichtung freut und sagt, man solle die sieben bis nach dem Essen 
ins Gefängnis stecken, und nicht wie im Epos, ihrer Wache anvertrauen, 
was P berechtigterweise als ein Kisico für Balan empfand. Den Wunsch 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlcmaine 63 

Floripas nach P kann ihr Balan schon leicht erfüllen, und so kann 
Floripas weiter in P ein Mittel finden, um hinter ihres Vaters Rücken 
die sieben auch auf ihr Zimmer bringen zu lassen. Sortibrans Wider- 
spruch ist dadurch überflüssig für P. 

Etwas anders finden wir auch ihr Zusammentreffen mit Gui. Im 
Epos fällt es auf, dass sie von ihrer heissen Liebe zu Gui redet, ihn 
aber nicht (mehr) kennt, und Roland ihn ihr erst zeigen muss, ein 
Faktum, das man schwerlich durch die Wahrheit des Satzes ent- 
schuldigen kann, dass Liebe blind macht. In P dagegen spielt sie 
den Schalk, sie lässt sich Aller Namen nennen, nur Gui von Burgund 
lässt sie abseits stehen, was deutlich zeigt, dass sie den Geliebten von 
Person wohl kennt; und Ogiers Einwand, Gui sei ja unter ihnen, ist 
als nicht ernst aufzufassen. 

Die Episode des nächtlichen Einbruchs durch Malpi und der Gürtel 
fehlen in P, von dem Ausfall, der der Lebensmittel wegen unternommen 
wird, ist nur die Thatsache von Gui's Gefangennahme gegeben. 

Wenn statt Rolands Floripas selbst ihren Gui unter dem Galgen 
erblickt, so hat P dies wohl des Effekts wegen geändert. 

Mit Rücksicht darauf, dass der folgende Ausfall nur geschieht, um 
die heisse Angst des Mädchens um den Geliebten zu stillen, liefert in P 
Roland den Befreiten zunächst der glücklichen Floripas aus, die ihn 
erst später in den Kampf eingreifen lässt. Basin, dessen Person und 
Tod im Epos nicht klar ist (cfr. Gröber a. a. 0. S. 89 u.) fällt in diesem 
Kampf durch Tornefer. 

Die im Epos folgende Scene, ein Sturm mit griechischem Feuer, 
bei dem schon einmal die Schätze Balan s hinuntergeworfen werden, 
fehlt in P. 

Der Überfall Balants bei Tisch verläuft etwas anders in unserer 
Prosa; hier gelangen die Franken unbemerkt in den Saal, und Balan 
entgeht dem Tod nur dadurch, dass er vor Schreck unter den Tisch 
fällt; das Epos erklärt nämlich nicht, wie Balan weiss, dass die Franken 
nahen, und ihnen Espulart entgegenschicken kann; in P ist Appoulart, 
König von Nubien als Teilnehmer an der Tafel gedacht und dabei ge- 
fangen. 

Floripas Benehmen ihrem Vetter Espoulart gegenüber ist im Ge- 
dicht ein derartig unweibliches, dass P wohl thut, sie als das gerade 
Gegenteil zu zeichnen; sie freut sich über Espoularts (hier so!) Ge- 
fangennahme, da sie seine Kousine ist und bemüht sich ihn zum Christen- 
tum zu bekehren. 

Floripas ist im Epos eine nichts weniger als sympathische Figur, 
trotz ihres eifrigen Wunsches, Christin zu werden, hat sie nichts von 



64 Curt Valentin 

den christlichen Geboten der Nächsten- und besonders Elternliebe im 
Herzen; sie, die alles opfert, um des begehrten Geliebten habhaft 
werden zu können. P sucht sie nach Möglichkeit ins bessere Licht zu 
setzen. 

Von den „Verrätern", die zur Heimkehr drangen, kennt P nur 
Guennes und Alory. 

Die verkleideten Kaufleute lässt P aus Aragon kommen vom Markt, 
wohl weil Richard im Epos auf aragonisch spricht, und Auskario ihm 
unbekannt war. Bei der Einnahme der Stadt Mautrible hat P jede 
Erwähnung der Tapferkeit Guennes gestrichen; wie wir später noch 
sehen werden, konnte P offenbar ein Lob dieses „Verräters" nicht ver- 
tragen; es fehlt die mit Obigem zusammenhängende Not K.s in Mautrible 
und das Verhalten des Herabras dabei; ferner die Taufe der Kinder 
der Riesin. 

Da oben die Tapferkeit Ganelons übergangen ist, bedurfte die 
daraus folgende Scene auch einer Änderung, Ganelons Botschaft an 
Balan: nicht zum Lohn für Tapferkeit, sondern als Strafe, weil er K. 
früher zur Heimkehr geraten, muss er die Botschaft übernehmen, und 
da „er nicht zu widersprechen wagt", sehen wir, dass er es nur wider- 
willig thut, und P kann die Bemerkung nicht unterdrücken : denn er 
war treulos, er, seine ganze Sippe und sein Vater Griffen de Haulte- 
fueille. 

In dem Schlusskampf fehlen in P die Einzelkämpfe ausser K.s und 
Balans; auch kämpft Flurent (Fierabras) nicht gegen seine Landsleute. 

Die doppelte Taufscene hat P vereinfacht. 

Konsequenterweise hat P die Herzlosigkeit Floripas zu ihrem Vater 
ändern müssen; sie bittet zwar nicht wie ihr Bruder für Kalans Leben, 
aber „wenn sie nicht gewusst hätte, dass es bei ihres Vaters stolzen 
Sinn vergeblich sei, hätte sie es gethan". 

Wie die Reliquien im ganzen Abschnitt sehr stiefmütterlich be- 
handelt sind, so fehlt in P jede Erwähnung am Ende; vielleicht weil 
er von ihnen bereits in einem früheren Abschnitt, in „K.s Reise" ge- 
sprochen hat. 

K. gelangt sofort nach Paris, und verlegt den Markt von Aachen 
nach St. Denis. — 

Gröber a. a. 0. (cfr. besonders S. 27, Stammtafel der Ms. Ms.) 
nennt die dem provenzalischen „Fierabras" und Aubert (B) gemein- 
same Quelle: x; die der französischen Handschriften y, als eine Über- 
arbeitung von X, die sich abgesehen vom Fehlen der provenzalischen 
Passage durch inhaltlich übrigens nebensächliche Erweiterungen in 
grossem Masse unterschieden habe. 



Untersuchung über die Quellen der Conqucstes de Cliarlemaine 65 

In unsrer aus Aubert hervorgegangenen Prosa findet sich nun in 
den Details öfters Übereinstimmung mit dem heutigen französischen 
Pierabras im Gegensatz zu dem proveuzalischen, die, wenn Gröbers 
Quellentafel richtig ist, dadurch zu erklären ist, dass der provenzalische 
Übersetzer x in den betreffenden Details geändert hat, Aubert dagegen 
wie die Überarbeitung von x, d. h. y, nicht. 

Als Beitrag zum Handschriftenverhältnis des Fierabras gebe ich 
einige Stellen, in denen P mit dem französischen Fierabras gegen den 
proveuzalischen steht: 

Fierabras fordert bei seinem ersten Auftreten die Pairs oder 6 Andre 
heraus, im proveuzalischen 3—4. 

Die Zahl der im Versteck liegenden Heiden, die Fierabras nach 
seiner Niederlage Olivier angiebt, ist in P und französischem Gedicht 
50000 gegen 30000 des proveuzalischen. 

Die vier ausser Olivier gefangenen Barone zeigen auch, wie sich 
das Provenzalische von der schliesslich allen gemeinsamen Quelle ge- 
trennt hat; prov. hat: Berart von Monlendier, Sendis Sohn; Guilalmier; 
Anris der Burgunder; Jaufre l'Angevis; franz. Gedicht: Bernard 
von Montdidier; Sohn Tierrys von Ardenne ; Guillemer l'Escot; Aubri 
de Bourgogne; GeofFroy l'Angevin; P: Bernard von Montdidier, Sohn 
Thierrys; Aubry von Burgund; Guineler; Gottfried FAnguevim. 

Der heidnische Grosse, der Balan seines Sohns Gefangennahme 
meldet, ist in: franz. Ged. und P: Brulant; provenz. : Brustamont. 

Olivier nennt sich vor Balant im provenzal.: Girart (nur Girart!), 
im franz. Gedicht und P: Anguire aus Lothringen resp. Loys Angere 
aus Lothringen. 

Ein Gegensatz: franz. Gedicht — P gegen provenzal. Gedicht 
findet sich schliesslich noch in der Angabe der vier als Kaufleute ver- 
kleideten Ritter. Im provenz.: Richard, Hugo von Nantes, Razols 
von Mons und Raynier. P: Richard, Houel von Nantes, Raoul d'Amiens, 
Guyon de laval ; franz. Gedicht zunächst fünf: Richard, Raoul d'Amiens, 
Hoel von Nantes, Rennier von Gennes und Gui de la Vallee; später 
ist der letzte nicht mehr genannt. Das Vorkommen Gui's in P und 
franz. Ged., den das provenz. Gedicht nicht kennt, zeigt, wie das pro- 
venzalische Gedicht anders als Aubert aus der von Gröber x ge- 
nannten Quelle geschöpft hat. 

Les quatre lils Aymon. 

Kapitel 107-120 fol. 157°— 189«^; B: vol. II fol. 91-174. 
Die Überschrift sollte besser „Scenen aus den quatre fils Ay." 
heissen, da in P bei Weitem nicht das ganze Epos vorliegt. P hat 

Romanisclie Forschungen XIII. 1. f» 



6ß Cuit Valentin 

natürlich die Hauptscenen gewählt. Es ist ja auch begreiflich, dass 
Aubert nicht das alte ungefähr 20000 Verse (die Handschriften variieren 
sehr stark) zählende Gedicht ganz in seine Kompilation aufnahm, das 
Verhältnis der einzelnen Abschnitte des Werks hätte darunter gelitten. 

Eine Analyse des Gedichts ist wohl wegen seiner Länge und seiner 
nur teilweisen Benutzung durch P nicht nötig, wie auch durch die aus- 
führliche Inhaltsangabe, die H. Michelant seiner Ausgabe des Gedichts 
S. 458 — 502 angefügt hat, und die für unsern Zweck genügt, über- 
flüssig. Nur wo es nötig scheint, ziehe ich das Gedicht selbst heran. 

Die Scenen, die P ausgewählt hat, geben ein gutes Bild von K.s 
Kampf gegen die Haimonskinder. 

Die Prosa setzt (B wie D) mit dem Auftreten der vier Brüder an 
K.s Hof ein; es fehlt also die Erzählung von Beuves d'Aigremont, die 
nach G. Paris „bist, poet." 301 u. ein eignes Gedicht bildete. P mag 
also die Geschichte der vier Brüder ohne diese Einleitung gekannt haben. 

Unsere Prosa weist folgende Episoden auf: 

I. Die vier Brüder an K.s Hof (Kap. 107). 

Änderung in P ist, dass Renaut ßertboulet mit dem Schwert Flam- 
barge erschlägt, im Epos mit dem Schachbrett. Benfues wird Vetter 
von Renaut genannt, das Epos nennt ihn richtig Onkel. 

Ein Auftreten Rolands und Edmunds, des Vaters der vier Brüder 
fehlt dem Epos, wie es P erzählt: Roland hört den Tod seines Vetters 
Berthoulet, schilt über die vielen Ritter, die im Saal anwesend, Regnault 
haben entkommen lassen; Ogier hilft ihm, beinahe entsteht ein Kampf, 
bis K. eingreift. 

Edmund kehrt, als er sieht, wie schlimm die Sache seiner Söhne 
steht, heim nach Dourdonne; klagend empfängt ihn sein Weib. Edmund 
befiehlt. Niemand in seinem Reiche soll seinen Söhnen helfen. — Ed- 
mund hilft im spätem Verlauf des Epos K. gegen seine Söhne, P wird 
hier also nur vorweggenommen haben, was dem Sinn nach in der 
spätem Erzählung liegt. 

H. Die vier Brüder als Räuber, in Montessor, und bei den Eltern 
(Kap. 108 — 109 halb). 

In P ist die Reihenfolge hier anders als im Epos: dort erreichen 
die vier nach einem kurzen Aufenthalt bei ihrer Mutter Montessor; 
als K. gegen sie zieht, schlagen sie sich durch in die Wälder, und nun 
ergeben sie sich dem Räuberleben. 

In P flüchten sie in die Wälder, mit 800 Gesellen führen sie ein 
Raubritterleben, bauen ein altes Kastell aus an der Meuse, Montessor und 
unternehmen von dort aus ihre Plünderungszüge; nun zieht K. gegen sie. 



Untersuchung über die Quellen der Conqucstes de Cluirlcmaine 67 

Es sieht fast so aus, als ob P die ihm passenden Abschnitte heraus- 
3' gegriffen habe, ohne sieh viel um die Reihenfolge zu kümmern. Ed- 
mund erwähnt P nur als einen, der K. auch gegen die Räuber hilft; 
im Epos besteht er sogar einen Kampf gegen sie, und zwar, nachdem 
die vier aus Montessor entschlüpft sind, wobei ein Ritter Hermanfroy 
getötet wird. Dieser figuriert in P als Avantgardenführer K.s beim 
Zug gegen Montessor und wird gefangen genommen. Ebenso ist hier 
die kleine Scene: Regnault und Alart durch Bayart aus dem Gefecht 
getragen, aus dem Kampf gegen Edmund in den gegen K. verlegt. Dass 
Bayart aber auch noch Guichart, der von einem Bretonen vom Pferd 
gestossen wird, tragen muss, berichtet das Epos gar nicht; bei Ge- 
legenheit des Verrats Ions wird Guichart allerdings vom Pferd ge- 
stossen und verwundet, P scheint dies Moment also hierher deplaziert 
zu haben. 

III. Flucht zu Ion, Erbauung Montaubans. Kap. 109, 2. Hälfte. 
Was das Epos in breitem Fluss, mit vielen Einzelheiten erzählt, 

ist in D nur in den einfachsten Zügen wiedergegeben. 

IV. Der Verrat Ions; Kap. 110—112 Anfang. 

Er unterscheidet sich in P sehr von dem des Epos, wenn dort 
Ion auf das Drängen von drei Feiglingen — Verrätern aus Angst vor 
K. die vier Brüder ausliefern will, so findet hier der eigentliche Verrat 
auf Anstiften Ganelons und seiner Sippe statt. In P rät Hardre K. 
von Ion die Auslieferung fordern zu lassen, Ion selbst zu bestrafen; 
auf Guennes Vorschlag ist sein Neffe Berengier der Bote; heimlich 
trägt er ihm auf, die Auslieferung ja durchzusetzen; ihre Sippe habe 
wenig Einfluss bei K., desto mehr die Verwandten der vier Brüder. 
K. werde die Ausgelieferten sicher hinrichten, ihre Verwandten würden 
dann erzürnt den Hof verlassen, und sie selbst (Guennes etc.) würden 
Einfluss gewinnen. Berengier solle Ion sagen, er brauche nicht für 
die vier zu fürchten, ihre Verwandten würden für sie sorgen. Bei Ion 
richtet Berengier ausser K.s Botschaft auch heimlich die Ganelons aus 
und bringt ihn durch seine glatte Zunge zu dem gewünschten Ent- 

schluss Auf der Heimkehr betrügt Berengier auch K., vor 

der Ankunft spricht er heimlich mit Ganelon, die vier würden allein 
kommen, um sich K. zu ergeben; da beschliessen die „Verräter" sie 

zu töten; Alory ist der Anführer des Hinterhalts Nachdem 

dann der Verrat misslungen, wirft Berengier alle Schuld auf Ion, dass 
die Auslieferung nicht zu Stande gekommen sei, der den vier Maugis 
nachgesandt habe. Sie selbst hätten den Hinterhalt nur der Sicherheit 
wegen gelegt. 

5* 



68 Curt Valentin 

Man sieht, die Personen des Epos sind durch Angehörige der 
Verrätersippe ersetzt, hinter denen der Erzverräter Guennes steht. 

Schon im „Fierabras" haben wir gesehen, dass P den „Verrätern" 
nicht grün ist, und ihnen gern etwas am Zeuge flickt. Er hat viel- 
leicht gefühlt, dass die Auslieferung weder Ion, der sich sonst als 
Ehrenmann zeigt, noch K., der die vier dann durch Verrat erhalten 
würde, wenig Ehre machen würde. Wenn Ion auch nicht unschuldig 
in P ist, so ist er doch nur der durch die Verräter Irregeleitete. 

V. Belagerung Montaubans, Maugis Gefangenschaft. Kap. 112 
(ausser Anfang). 

Der Kampf, den P erzählt, ist demjenigen des Epos entsprechend, 
der sich nach Richards Befreiung vom Henkertod besonders durch 
Maugis, erhebt, und in dem Maugis gefangen wird. (Die Episode von 
Richards Gefangenschaft fehlt). 

P lässt den Kampf aus einem Ausfall der vier Brüder hervorgehen. 
Wieder einmal sehen wir in P ein Moment, das auf Herabwürdigung 
Ganelons hinausläuft: Als K. und die Grossen am Morgen den Schaden 
besehen, den der Zauberer Maugis ihnen angestiftet hat, ist Guennes 
am zornigsten; ihm hat Maugis vor seiner Flucht — den Bart ab- 
gesengt. Das Epos berichtet dies nicht; ebenso nicht, dass Regnault, 
um bei K. einen guten Eindruck zu erwecken, die durch Maugis ent- 
führten Schwerter zurücksendet. 

VI. Karls Entführung durch Maugis. 

Die in P der Entführung vorausgehende Erzählung von den Be- 
lagerungsmaschinen ist aus dem nach K.s Rückkehr von der Entführung 
liegenden Teil des Gedichts vorausgenommen, wenn dort aber Aymon 
nur wie die Andern auch drei Maschinen zu stellen hat, so hat er 
hier die Wache über alle Maschinen, „was er gut ausführt, aber nicht 
so, als er es gegen andre Leute gethan hätte", da auch Ogier und 
Naymes überlegen, wie sie ihren Freunden, den vier Brüdern, helfen 
könnten. 

Das Verhalten des Maugis stellt sich in P anders als im Gedicht 
dar: letzteres sagt, der Zauberer übergiebt den bezauberten K. an 
Regnault, und lässt sich versprechen, dem Kaiser kein Leid zu thun; 
in P dagegen soll Regnault mit K. machen, was er Lust habe — was 
Maugis kaum in gutem Sinn meint, und hier übernimmt Regnault die 
Fürsorge für K., so dass Maugis aufgebracht seinem Vetter nicht mehr 
dienen will. So ist es verständlich, dass er nach K.s Freilassung zornig 
ohne Abschied Montauban verlässt, während im Gedicht sein Ver- 
schwinden unklar erscheint. 



Untersuchunjj über die Quellen der Conqueates de Charlcmaine 09 

VII. Zug der vier Brüder von Montauban nach Tremoigne (Ka- 
pitel 115). 

Verändert liegt in P die Geschichte des Transports von Lebens- 
mitteln durch Maschinen in die Burg vor; möglich dass es P zu 
unwahrscheinlich erschien; bei ihm senden die Verwandten der vier — 
ihr Vater ist nicht besonders genannt — heimlich Lebensmittel in die 
Uurg, bis es K. merkt, und einen Ritter Hue von Montbendel mit 
vierzehn Lasttieren abfasst; er wird verbannt, zieht nach Acre, wird 
dort König; sein Sohn Richier beschützt später ßegnault, als dieser 
nach Acre kommt, um sein Gelübde zu erfüllen. 

Einen Herrn von Montbendel nennt das Epos an ganz andrer Stelle, 
er figuriert unter Ions Rittern, und ist für Auslieferung der vier Brüder 
(s. 0.). Die Erwähnung Acres ist Anspielung an das Ende von Regnaults 
Erlebnissen. 

Unwesentlich ist, dass K. in P gegen Tremoigne einen neuen Feld- 
zug von Frankreich unternimmt, während er im Gedicht gleich von 
i Montauban dorthin zieht. 

VIII. Karl gegen Tremoigne (Kap. 116). 

Unerwähnt im Epos ist die Angabe von P, dass Edmund während 
dieses Kriegazuges vor Kummer stirbt; ebenso nicht eine Scene K. — 
Ogier bei Gelegenheit der Vorstellungen, die die Grossen K, wegen des 
Krieges machen (Salomon von Bretaigne und Gerard von Roussillon 
in P auch genannt). 

Ogier ist hier ihr Wortführer, K. will von Milde gegen die vier 
Brüder nichts wissen, und als Ogier einwirft, er hasse zu sehr die Vor- 
wandten derer, die ihm treu dienen, fährt K. ihn barsch an: ,;Ogicr 
denke daran, dass Du mein Geisel bist, und deine Verwandten sind 
bei mir im Ansehen gestiegen, und dich habe ich über Verdienst be- 
lohnt." 

Dem Sinn nach ist diese Scene ganz im Ton des Epos, in dem 
K. jenen mehrmals wegen angeblichen Einverständnisses mit den vier 
tadelt. Die Erwähnung der Geiselschaft ist nur Reminiscenz an die 
Enfances „Ogier". 

IX. Rettung K.s durch Regnault, Ganelons Verrat (Kap. 116 Ende 
bis 118). 

Diese grosse Episode ist dem Epos fremd: 

Nachdem die Barone K. verlassen haben, ist nur Ganelons Sippe 
bei ihm, die ihn immer zum Krieg antreibt. K. jagt einmal vor Tre- 
moigne, von Guemes begleitet. Er kommt von seinem Gefolge ab, er 
legt sich unter einem Baum schlafen. 



70 Gurt Vtileutin 

(117): Regnault ist auch im Walde, sieht Guennes, Berengier u. A., 
ohne zu wissen, wenn sie suchen. Als Guennes K. findet, beschliesst 
er mit den Seinen, ihn im Schlaf zu töten, um selbst König von Franken 
zu werden; seinen Tod würde man den vier Brüdern zuschreiben, um 
sie zu verderben. — Alles hört Regnault aus seinem Versteck. Als 
Guennes K. töten will, springt Regnault gegen ihn, verwundet ihn, aber 
der Verräter entkommt; Regnault holt die Seinen, kann aber die Ver- 
räter nicht mehr fangen. Richard und Maugis verhindert Regnault dem 
Kaiser ein Leid anzuthun: als er erwacht, stürzt K. auf die Umstehen- 
den los, Maugis bezaubert ihn, K. ist unbeweglich. Regnault bittet ihn 
fussfällig um Gnade für sein früheres Vergehen, K. ist hart, glaubt 
nicht, dass jener ihn vor Guennes gerettet habe, er wolle diesen nur 
verdächtigen. Regnault begleitet K. bis aus dem Wald heraus ; Maugis 
Vorwurf, dass er K. habe ziehen lassen, weist er zurück, K. sei sein 
Herr. 

(118): K. wird schon gesucht, er erzählt sein Erlebnis und was 
Regnault über Guennes gesagt habe. Guennes liegt im Bett wegen 
seiner Wunde; Richard, Ogiers Bruder soll ihn holen, Guennes ent- 
schuldigt sich mit Gicht, K. möge zu ihm kommen, beschimpft Richard 
als Bastard. Um den Verrat zu verdecken, lässt Guennes Richard 
überfallen, dieser entkommt; K. befiehlt, Guennes zu ihm transportieren 
zu lassen. Dieser beschuldigt jetzt Richard, er habe ihn, Guennes, 
ermorden wollen, seine Leute, die ihn beschützten, habe jener getötet, 
von einem Befehl K.s habe er nichts gesagt. Richard beteuert die 
Wahrheit. Roland durchschaut seinen Stiefvater, fordert Richard auf, 
Guennes durch Faustschläge zur Wahrheit zu zwingen, er würde ihm 
beistehen. Richard bearbeitet ihn sofort kräftig. Doch K. schützt 
seinen Schwager; der erklärt, die Wahrheit sagen zu wollen, und er- 
zählt: Regnault habe den schlafenden K. töten wollen, er habe es aber 
verhindert, und sei dabei verwundet worden. K. glaubt ihm, da er 
Regnault hasst. 

K. träumt, ein nackter Mann naht seinem Bett, bietet ihm die 
hl. Krone, Nagel und andre Reliquien an, es ist Regnault, der Ver- 
hasste. K. fängt im Schlaf an zu schreien ; er erzählt aber den Traum 
nicht, sondern denkt darüber nach. 

Ob P ein Epos vor sich gehabt hat, in dem diese Episode ent- 
halten war? 

Begreiflich wäre es, wenn P bei seiner offenkundigen Missgunst 
gegen die „Verräter" (s. o.) dieser hätte die Zügel schicsscn lassen, 
und einen Verrat Ganelons konstruierte. K.s Verirrung im Walde, 
Auffindung durch den Gegner, Rettung durch ihn, sind ein Motiv, 



Untersuchung über die Quellen der Couquestcs de Charleuiaine 71 

dass P schon aus „Girart von Viane" (Schluss) kennt, so dass unsre 
Episode nur eine Nachbildung zu jener wäre. 

Übrigens ist P nicht konsequent geblieben; kurz vor obiger Episode 
berichtet er (nach dem Epos), seine Grossen hätten K. verlassen; in 
unsrer Episode figurieren Roland, Ogier, Nayraes, Olivier u. A., als ob 
P oben nichts gesagt hätte; von ihrer Rückkehr erwähnt er nichts, die 
im Epos erst stattfindet, als sie hören, dass K. ihren Friedensvermitt- 
lungen nachgeben will. 

X. Die Friedensverhandlungen (Kap. 119). 

P schreibt im Gegensatz zum Gedieht den Beginn der Unterhand- 
lungen Regnault zu, und er führt damit nur konsequent die Rolle durch, 
die dieser sonst im Epos spielt, die des um Frieden und Verzeihung 
Bittenden. Während im Gedicht K. Naymon zu Regnault sendet, und 
ihm Frieden anbietet, schickt hier Regnault, der sich nach Frieden 
sehnt, seinen treuen Baudry zu seinen Verwandten bei K. Olivier 
bittet in ihrem Namen für Regnault bei K., dieser wolle zur Sühne als 
Pilger übers Meer ziehen, nach Acre und Jerusalem, und K. die hl. Re- 
liquien heimbringen, die Danemond im Turm von Angorie bewache; 
diese Anerbietungen, wozu noch die Demütigung Regnaults kommt, 
entsprechen ungefähr den Forderungen K.s im Epos. 

Wenn K. in P misstrauisch gegen Regnaults Anerbieten, erst durch 
seinen Traum und die Bitten seiner Grossen zur Annahme des Friedens 
bewogen wird, so spiegelt sich hierin das Epos mit seiner Angabe der 
Friedenseinleitung ab, nach der K. durch die friedensfreundliche 
Stimmung der Grossen zum Frieden gedrängt wird. 

In P stellt nun K. seinerseits noch die Forderung, Maugis sollte 
vom Frieden ausgeschlossen sein, und Baiart solle an K. ausgeliefert 
werden (dies auch im Epos!); P kündigt aber sofort eine Abweichung 
von seiner Vorlage an, indem er schreibt: ..aber der Autor weiss nicht, 
wie es kam, dass die Auslieferung Baiarts zu fordern in dem Brief 
vergessen wurde, den Baudry als Antwort an Regnault erhielt-'. Bau- 
drys Person ist dem Epos ganz fremd. 

XI. Versöhnung K.s mit den vier Brüdern (Kap. 120, ausser dem 
Ende). 

Nochmals finden wir in P einen Verrat Ganelons, den das Gedicht 
nicht kennt; da Guennes den Frieden fürchtet, beschliesst er, Regnault 
und die Seinen zu ermorden, wenn sie zu K. kommen. Roland trifft 
Gegenmassregeln, worauf Guennes auf den Plan verzichtet. 

Ohne Zweifel ist der Verrat auch auf das Konto von P zu 
setzen. 



72 Cuit Valeutiu 

Den oben bei K.s Antwort an Regnault schon angedeutete Verlauf 
der Geschichte Baiarts spinnt P im Gegensatz zum Epos wie folgt aus: 
Als Regnault sich vor K. demütigen kommt, verlangt dieser Baiart. 
Regnault antwortet, das stehe nicht im Vertrage. Richtig! der Punkt 
fehlt im Briefe. K. besteht aber auf Baiart, und Regnault muss das 
Ross trotz alles Widerspruchs holen lassen, worauf K. ihm verzeiht. 

Der Versuch K.'s, das Tier zu töten, fehlt in P; hier reisst es sich 
einfach los am 2. Tage und läuft in die Ardennen (letzteres wie im 
Epos). Da K. dies verdächtig erscheint, muss Regnault schwören, es 
nie wieder zu besteigen. 

Dem Rest des Epos entspricht, nach der Versöhnung Regnaults 
mit K., nur der Rest von Kap. 120, der sehr summarisch ist, und das 
Epos folgendermassen gestaltet: 

Der Vertrag mit Regnault betreffs der Pilgerfahrt wird nochmals 
erneuert; K. verspricht, für sein Weib, seine Söhne Ivonnet und Emond, 
zu sorgen. Nach schwerem Abschied zieht der Pilger fort. Naymes 
regiert Regnaults Lande für dessen Söhne; sein Weib Klarice zieht zur 
Kaiserin. Regnault kommt nach Jerusalem, Angorie und andre Länder 
überm Meer, sendet K. die versprochenen Reliquien. Bei seiner Heim- 
kehr giebt K. ihm alle seine Länder zurück. 

Regnault zieht noch ein zweites Mal übers Meer, um seine Söhne 
zu Königen von Jerusalem resp. Angorie zu machen, die er beim ersten 
Zug erobert. 

Einen zweimaligen Zug Regnaults nach dem Orient kennt das 
Epos nicht. 

P fügt dem Abschnitt die ganz willkürliche Notiz hinzu, dass K., 
nach Aachen zurückgekehrt, von Roland gebeten wird, seine Hochzeit 
mit Aude auszurichten, was K. verspricht, wenn nichts Wichtiges vor- 
liege. 

Der spanische Krieg. 

D: Kap. 121 — 153, fol. 189-25:]-'^; B: vol. II 164—364. 
Dass der spanische Krieg Karls d. Gr. von den in alten Gedichten 
behandelten Ereignissen auch im 15. Jahrhundert Gegenstand des er- 
höhten Interesses war, sehen wir aus seiner Behandlung in unserer 
Prosa, in der er am breitesten wiedergegeben ist. Und da über ihn 
sowohl in Prosa wie Versen von alten Autoren mehr als über ein andres 
Ereignis geschrieben ist, hatte P Gelegenheit, reichlich für seine Kom- 
pilation zu schöpfen. Während wir also in den bisherigen Abschnitten 
im Grossen und Ganzen nur eine Vorlage konstatieren konnten, sehen 
wir hier, um mit Gautier zu reden, un etrange melange mehrerer 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charleiuaine 73 

Autoren, und zwar poetisch -sagenhafter wie geschichtlicher Werke, in 
einander verwoben. 

Wie in der alten Litteratur der Höhepunkt des Krieges, Roncesval, 
durch mehrere einleitende Stücke z. T. Epen vorbereitet wird, so sehen 
wir auch in P iu Benutzung dieser alten Stücke eine allmähliche Ent- 
wickelung bis Roncesval in einheitlicher Verschmelzung. 

In Kap. 121 — 132 (fol. 189 fF. in D) sehen wir die Einleitung 
zum Rolandslied, in Darstellung der Ereignisse K.s bis Roncesval. 

G. Paris „bist, poet." 261 sagt von B: 

Aubert, der sich für den Anfang des spanischen Krieges an Turpin 
hält, nimmt dann die Karlamagnussage auf. 

D zeigt in der That Anfang Kap. 121 die dem Pseudo- Turpin 
Kap. 1 entnommene Weisung des Engels Jakobus (St. Jaques), der K. 
im Traum erscheint, er solle nach Spanien ziehen, um seinen dort 
ruhenden Körper zu befreien. 

Hier bricht Turpin plötzlich ab, und wir nehmen nun mit G. Paris 
die Benutzung der Karlamagnussage an, die in ihrer ersten Branche 
eine Art Einleitung zum „Roland" sei, und die nach Gautier a. a. 0. 421 
6" Details enthält, die man anderswo umsonst sucht. Leider ist mir 
die nordische Sage in ihrem Urtext nicht verständlich. Aubert wird 
natürlich die französische Quelle dieser nordischen Karlssage benutzt 
haben. 

Dass der Anfang nicht auch schon aus dem nordischen Gedicht 
stammt, zeigt der Umstand, dass dort Gabriel erscheint, in P dagegen 
wie bei Turpin Jakobus. 

D fährt also fort: da K.s Beichtvater Isore meint, K. müsse dem 
Apostel gehorchen, lässt K. sofort sein Heer sammeln. Doch sagt er 
nur, sie sollen nach einem Jahr, aufs Beste gerüstet, wiederkommen, 
da sie fünf Jahre von Hause fort sein würden. 

Einwendungen seiner Barone weist K. zurück. Zwischen Lyon 
(= Laon) und Soissons sammelt sich das Heer. Roland wird zum 
Bannerträger ernannt; er zieht als Avantgarde zur Gironde voraus. An 
der Stelle, die seitdem „Francour" heisst, baut K. eine Brücke; Sturm 
und Hochwasser reissen sie weg, sieben Monate haben sie umsonst 
gearbeitet. 

Die Soldaten werden unruhig; auf K.s Gebet erscheint St. Jakobus: 
K. solle die Stadt Noles nehmen, den König Fourre lebend fangen. 

Als er am Morgen über die Verwüstungen des Sturms trauert, legt 
sich plötzlich der Wind; der Fluss sinkt auf seinen früheren Stand. 
Und nun sehen sie, wie ein Hirsch eine seichte Furt zweimal durch- 
durchwatet, sie erkennen das Wunder, das Heer zieht durch die Geronde. 



74 Curt Valentiu 

K.s Ereignisse an der Gironde dürften nach G. Paris sicher der 
französischen Quelle des isländischen Werkes entstammen. 

P springt hier plötzlich von der Karlamagnussage ab, und erzählt, 
was sich nach G. Paris 261 nicht in dieser findet, die zeitlich rich- 
tigerweise hier eingefügte Einnahme von Bordeaux durch Roland in 
wenigen Zeilen am Anfang von Kap. 123. 

Die Einnahme von Bordeaux, erwähnt in einem Vers von „Qui 
von Bourgogne" und im „Roland" wird nach G.Paris in der Chronik 
von Saintonge behandelt, aus der Paris den betreffenden Abschnitt 
wiedergiebt: da sie sich nach Gautier a. a. 0.421 4" ausser in diesem 
Geschichtswerk fast nirgends findet, wird P sie von dort entlehnt haben. 

Es folgt in P der Kriegszug gegen Fourre von Noles (Kap. 123, 
2. Hälfte bis 124, 1. Hälfte): 

Roland und Olivier werden gegen Noles gesandt, mit dem Befehl, 
Fourre ja nichts zu Leide zu thun. Guennes aber, um Roland mit K. 
zu entzweien, redet ihm zu, Fourre zu töten, K. gönne ihm nur nicht 
die Ehre des Sieges. Roland lässt sich vor der Stadt jenseits eines 
Grabens in einen Kampf mit einer heidnischen Übermacht ein, wird 
durch Olivier herausgehauen. Ein Neffe Fourres will mit Roland 
kämpfen, als er den Recken sieht, flieht er; aus Scham vor Fourre 
kehrt er wieder um, Roland erlegt ihn sofort. Bei dem folgenden 
Kampf dringen die Christen in Noles ein, Fourre, der Oliviers jüngsten 
Bruder Garin von Jennes tötet, fällt dafür durch Olivier. Roland tröstet 
Olivier^ dass er den Befehl K.s überschritten habe; Guennes werde K. 
schon beruhigen; der hetzt den Kaiser nur noch mehr auf, und K. 
nimmt Roland das Banner ab und verbannt ihn aus seiner Nähe. 

Die Karlamagnussage bietet uns auch die Einnahme von Noles und 
kommt nach Gautier Hl 419 1" und G. Paris S. 263 zuerst in Be- 
tracht. Paris bemerkt schon, dass B (wie D) Olivier, nicht Roland 
die Übertretung von K.s Befehl zuschreibt; in B, weil Fourre seinen 
Vater Gerier (!) getötet habe, der dort allein als solcher figuriert. 

Deshalb erfährt Roland in P wohl auch nicht den schweren Schimpf, 
dass K. ihn für seinen Ungehorsam blutig schlägt. Unverständlich 
bleibt freilich, dass P dennoch Roland die Strafe der Verbannung er- 
leiden lässt, während von einer Bestrafung Oliviers sich kein Wort 
findet. Doch braucht P die Bestrafung, um dessen Wegzug zu moti 
vieren : 

Roland kehrt um über den Hebro ; K, ernennt Guitcclin zum 
Bannerträger; diesen sendet er aus zur Eroberung Pamplonas; er 
kommt zu den „portz', wo ein schwieriger Übergang von 100000 Heiden 
bewacht wird. 



Untersuchung über die Quellen der Conquestes de Charlemaine 75 

K. rückt nach; sieben Wochen liegt das Heer dort, ohne durch 
die Pässe zu gelangen. Auf die Bitten der Barone wird Roland zu- 
rückgerufen: er erhält Verzeihung unter der Bedingung, dass er 
Gondeboeuf von Burgund herbeihole, der Pioniere mitbringen solle, um 
die Felsen zu durchbohren, Roland trifft Gondeboeuf in Avalen, der 
in seinem Heer besonders viel Handwerker und Arbeiter mitbringt; 
über Bordeaux, Noles gelangt er zu K., geht sofort an die Arbeit, durch 
die Felsen einen Weg zu brechen; abwechselnd arbeiten 20000, in nur 
vierzig Tagen sind die „portz-' gesprengt, die zwei Meilen dick waren. 
Das Heer zieht hindurch. Roland wird wieder Bannerträger. 

Woher diese Geschichte stammt, weiss ich nicht: für die Karlamagnus- 
sage habe ich keine Anhaltspunkte gefunden; die Gestalt des Guiteclin, 
dem wir noch öfter begegnen werden, ist nirgends erwähnt. Vielleicht 
ist Rolands Verbannung eine Anlehnung an das frankovenetianische 
Gedicht der „Entree en Espagne", in der auch nach Nobles Eroberung, 
die dort aber einen etwas andern Verlauf hat, Roland K.s Lager ver- 
lassen muss; dort aber zieht der Verbannte in den Orient. 

Kap. 125— 127 berichten die Einnahme von Pamplona durch Roland: 

K. sendet seine Bannerträger gegen Pamplona ; Roland reitet mal 
vor die Stadt, trifft jenseits des Grabens feindliche Wachen, er wird 
beschimpft, lässt sich in einen Kampf ein, Olivier muss ihn heraus- 
hauen (dasselbe Schema wie oben bei Noles!). In die Stadt dringen 
die Franken nicht ein, da K. befohlen hatte, auf ihn zu warten: als er 
ankommt, sendet er Guiteclin, der aus Pamplona gebürtig ist, in die 
Stadt: diese lehnt die Übergabe ab. Endlich wird sie erstürmt; die 
Einwohner versprechen Bekehrung, K. zieht deshalb wieder aus der 
Stadt; in der Nacht bauen sie die Mauern wieder aus, K. lassen sie 
am Morgen nicht ein. Dem Guiteclin erklären sie, K. möge sich an 
seine Geiseln halten, (weil er keine hatte). K. lässt wieder stürmen, 
umsonst; sieben Jahre liegen die Franklen vor Pamplona, K. lässt sein 
Lager zu einer Stadt umwandeln. Infolge einer Teuerung kommt ein 
grosses Sterben unter die Franken. Da K. nicht wieder stürmen lässt, 
zieht Roland missmutig fort, angeblich in die Heimat; unterwegs unter- 
nimmt er aber auf der K.s Lager entgegengesetzten Seite einen Angriff 
auf die Stadt; er gelingt, K. hört Rolands Hörn, greift von der anderen 
Seite an. Nur ein Turm hält sich noch; die Burgunder mühen sich ver- 
geblich ab, ihn zu untergraben. K betet, da neigt sich der Turm, er 
stürtzt zusammen. Auf dies Wunder hin lassen sich die Heiden taufen. 
Pamplona ist die erste eroberte Stadt in Spanien. 

Der Beginn der Belagerung von Pamplona wird in der Chanson 
„Entree en Espagne" behandelt; in P jedoch hat sie kaum mehr als 



76 Gurt Valentiu 

die Thatsache der Belagerung selbst mit obigem Gedicht gemein; das 
frankovenetianische Epos der „Prise de Pamplune" des Kikolaus von 
Verona ist leider am Anfang, der die Eroberung der Stadt berichten 
müsste, unvollständig. Aubert müsste also, wenn er aus Nikolaus 
von Verona geschöpft hat, noch ein vollständiges Epos gekannt haben. 

Die Karlamagnussage kennt die Geschichte auch nicht. Erwähnt 
findet sich eine zweimalige Eroberung Pamplonas in Turpin, aber 
nur kurz. 

Kap. 128 berichtet den Krieg gegen den König von Mongardin 
nach dem Kap. 16 des lateinischen Pseudo-Turpin. P hat den Namen 
des Königs geändert, der im lateinischen Text Fourre (von Monte Gar- 
zim), hier David heisst; da Fourre aber oben bereits als König von 
Noles figuriert, wollte P nicht wiederholen; um ihn aber in eine Be- 
ziehung zu Montgardin, seinem Epitheton bei Turpin, zu setzen, macht 
er David zu Fourres Bruder, den er rächen will. Ferner überlebt der 
Heidenkönig in P die Niederlage und wird Christ, bei Turpin fällt er. 

P schliesst das Kapitel, mit der Notiz, dass K. Guiteclin voraus- 
sendet mit Roland, dem ersterer Spanien zeigen soll; sie erobern erst 
Tortosa, dann noch 8—10 andre Städte. 

Wie oben gesagt, für Guiteclin weiss ich keine Herkunft. Möglich 
wäre, dass P den getaufton Guiteclin (früheren Heiden Balant) aus 
„Aspremont" (s. o.) in der hiesigen Rolle verwendet. Aus Turpin stammt 
er nicht, dem sich P sofort wieder zuwendet. 

Kap. 129 enthält den Kampf Rolands mit dem Riesen Ferragus 
(P: Fernagu) vor Nadres nach Turpin Kap. 17. Ein anderes Aussehen 
hat die Gestaltung in P dadurch erfahren, dass das lange Religions- 
gespräch des lateinischen Textes in P fast ganz fehlt. Wir erfahren 
nur, dass der Heide auch an einen Gott glaubt, der nicht gezeugt ist 
und nie zeugen wird, dass sie sich viel über ihren Glauben unterhalten 
und Roland schlagfertig wie ein Doktor der Theologie antwortet. 

P lässt den Riesen aus Ägypten stammen, das wie wir schon einige- 
male gesehen haben, für ihn das Land der Riesen ist. 

Ferner unternimmt in P Roland den Kampf heimlich ohne K.s 
Wissen, und erst während des Kampfes erfährt K. die W^ahrhcit. 

In Kap. 130 fährt P in der Wiedergabe des Turpin fort, indem 
er nach Kap. 18 des lateinischen Textes den Krieg gegen Ebrahim 
von Cordres (Corduba) erzählt. 

Wieder findet sich vorher ein Einschub, nach dem Guiteclin und 
Roland vorausziehen und Städte und Burgen erobern (S. o.). Deswegen 
stossen Ebrahim und der Admiral von Cordres (Turp. : Autumaior) zu- 
erst auf Roland, der schnell K. herbeiruft. Ein Admiral von Kordres 



Untersucliung über die Quellen der Conquestes de Charlcmaine 77 

findet sich bei Turpin nicht, sondern, Ebrahim und Antumaior erwarten 
dort bei Korduba den heranziehenden K. Die Namen der sieben Städte, 
die im Turpin als Bundesgenossen der zwei Könige genannt sind, giebt 
P als Städte an, die sich nach der Schlacht ergeben. Ihr etwas ver- 
ändertes Aussehen (Greande, Sathure, Demie, AbuUe, Hayes, Hubede, 
Seville) kann die Herkunft nicht verleugnen. 

Unbekannt dem lateinischen Text ist die Gestalt eines Königs 
Ortabrasia, der nach P in der Schlacht fällt. 

Mit der Bemerkung: „hier nennt der Autor alle Städte, die K. in 
Spanien eroberte, bis keine mehr übrig war" springt die Erzählung 
auf Kap. 3 des Turpin zurück. P spart sich aber die Unmenge der 
dort genannten Städte, sondern sagt einfach : Schliesslich sind alle 
erobert. Von den bei Turpin durch Wunder eroberten drei Städten 
führt er nur Luiserne an, jedoch ohne das Wunder dabei anzugeben. 
So erwähnt er auch nur, dass ausser K. noch andere fränkische Könige 
in Spanien gekämpft haben, ohne ihre Namen aus Turpin anzugeben. 

Der Schluss von Kap. 130 entstammt nicht Turpin: K. sei zweimal 
in Spanien gewesen. Nur Navarra und Sarragossa bleiben unerobert. 

Die Nichteroberung Sarragossas wäre durch den Einfluss des kurz 
darauf behandelten Rolandsliedes erklärlich; von einer Eroberung Na- 
varras habe ich nichts gefunden, die P im Kap. 131, 1. Hälfte erzählt: 

Die Franken sind kriegsüberdrüssig, da Navarra und Sarragossa 
uneinnehmbar seien. K. aber giebt Guennes Einflüsterungen Gehör, und 
bleibt in Spanien; er folgt Roland nach. Bei einer grossen Dürre 
steigen die Flüsse auf K.s Gebet. Navarra wird bei einem Streit in 
der Stadt eingenommen : die eine Partei • will sich durch das Thor 
retten, hierbei dringen die Franken hinein. 

K. beschliesst nun nach Franken heimzukehren, ohne sich um 
Sarragossa zu kümmern; von Marsilles, dessen Bruder Baligant Herr 
von Afrika ist, fürchtet er nichts, da er bisher neutral gewesen war. 

Nach der Eroberung Navarras und Morinde steigt K. auf eine hohe 
Düne, und wirft eine Lanze ins Meer; der Ort heisst Durestre, und 
soll heissen, K. habe alles in Spanien erobert bis ans Meer. Über 
Kompostella wollen die Franken heimziehen. 

Die Erwähnung Marsilles und Baligants in P bedeutet wohl nur 
die Nähe des Rolandsliedes; aus Turpin kann vielleicht das „Lanzen- 
werfen" stammen, wo es, aber ganz kurz nur, im zw^eiten Kapitel heisst: 
nach Pamplonas Fall, und nachdem er den Sarkophag des hl. Jakobus 
(in Kompostella) besucht hat, kommt er zu einem Felsen, und wirft 
eine Lanze ins Meer, Gott dankend dass er ihn so weit gebracht 
habe" 



78 Curt Valentin 

Den Öchluss von Kap. 131 bildet die Geschichte des heidnischen 
Götzens nach Turpin Kap. 4 

Das letzte Kapitel, bevor wir in den Bannkreis des Rolandsliedes 
treten, Kap. 132, stammt auch aus Turpin; es enthält 1) das Konzil 
von Kompostella nach Kap. XIX des lateinischen Autors; 2) ein ohne 
jeden Zusammenhang mit dem Vorhergehenden erzähltes Wunder der 
Bestrafung eines habsüchtigen Ritters, der das den Armen und Kranken 
hinterlassene Geld eines Gestorbenen verprasst, wie es Kap. VII bei 
Turpin berichtet. 

P verschweigt den Namen des Ritters Romarikus, sonst liegt der 
lateinische Text ohne wesentliche Änderung in P vor. 

Nach obigen Einleitungen treten wir in den Ilauptgegenstand des 
spanischen Krieges ein, wir kommen zu 



Ronceval. 

D: Kapitel 133—153, fol. 211=^-253^ B; fol. 232—364. 

Nach L. Gautier a. a. O. III 587 37" hat Aubert eins der 
Remaniements des „Rolandslicdes" benutzt, die man, ca. 2000 Verse 
grösser als jenes (ib. 502 8"), ,,Roncesvaux" zu nennen pflegt. Die 
Hauptcharakteristiken, die ,.Roncesvaux" vom Rolandslied unterscheiden, 
zeigt auch unsre Prosa (Gautier 570 u. 587); aus Turpin eingestreute 
Kapitel sowie einige anderen Ursprungs vervollständigen das Bild dieses 
bedeutsamsten Kampfes Karls. 

Ich lege das Rolandslied zu Grunde, und wir können nach unsrer 
Prosa ungefähr die Gestalt des „Roncesvaux" rekonstruieren, den 
Aubert benutzte. 

Das Rolandslied: K. hat ganz Spanien erobert, nur Sarragossa 
nicht; König Marsilies fürchtet K.; auf Blanchandrins Rat, K. durch 
eine scheinbare Unterwerfung zum Abzug von Spanien zu bewegen, 
sendet er diesen mit neun Andern zu K. nebst Geiseln und Geschenken 
nach Kordres, das K. belagert : Marsilies werde am nächsten St. Michel 
in Aachen Christ werden und sich unterwerfen. Bei ihrer Ankunft ist 
Kordres erobert. K. misstraut Marsilies, trotz der Geiseln; Roland will 
nichts von Frieden wissen. K. soll an seine zwei Gesandte Basin und 
ßasilies, die Marsilies bei früheren Unterhandlungen getötet habe, 
denken. Guennes widerspricht. Naymes Vorschlag, zu Marsilies einen 
Gesandten zu senden, wird angenommen. Die zwölf Pairs giebt K. 
dazu nicht her. Auf Rolands Vorschlag ist K. auch für Ganelon ; dieser 
sträubt sich gegen die gefährliche Sendung ; grollend fügt er sich, gross 



Untersucbuug über die Quellen der Conqueste de Charleuiaine 79 

ist sein Hass gegen Roland als den Urheber der Sendung, er schwört 
dem höhnisch Lachenden Rache. 

Mit Stab und Handschuh K.s reitet er auf Taschebrun ab, nach- 
dem er zärtlich in Gedanken von Weib und Sohn, die im fernen Franken 
weilen, Abschied genommen. Unterwegs ist Blanchandrin voll Be- 
wunderung für K. Ganelon nennt Roland als den, der immer zum 
Kriege treibe, er verdiene den Tod. In Sarragossa fordert Guennes 
Unterwerfung von Marsilies; dieser will ihn wütend mit einem Dolch 
schlagen, Guennes greift zum Schwert. K.s Brief erbittert Marsilies 
Sohn so, dass er Guennes töten will. Blanchandrin berichtet, dass er 
unterwegs Guennes gewonnen habe; sie besprechen den Verrat. Mar- 
silies fragt, ob K. denn noch nicht an Frieden denke, da er schon 
zweihundert Jahre alt sei? Guennes: „Solange Roland lebt, nicht, 
Widerstand gegen K. sei nutzlos; er solle K. zum Rückzug bewegen, 
Roland, der die Nachhut führe, töten, dann werde K. nicht mehr an 
Krieg denken j in den Engpässen von Sizre solle er Roland überfallen. 
Der Verrat wird beschworen. 

Guennes, beschenkt von Marsilies und der Königin Bramimonde, 
kehrt mit den Schlüsseln von Saragossa für K. zurück; in Valterre er- 
wartet ihn dieser. Guennes übergiebt auch zwanzig Geiseln, der Onkel 
Marsilies, der Kalif, sei nicht darunter, den K. für Basin und Basilies 
gefordert hatte; er sei auf der See im Sturm umgekommen; K.s andere 
Forderungen werde Marsilies erfüllen. K. erfreut, bricht auf nach 
Franken. Hinter ihm 400000 Heiden. K. träumt, er sei in den Eng- 
pässen von Sizre, Guennes entreisse und zerbreche ihm die Lanze; 
ferner, er sei in Aachen, ein Bär und ein Leopard bedrängten ihn, ein 
Ross befreie ihn von jenen. 

Roland erhält die Nachhut auf Guennes Betreiben; K. ist voll böser 
Ahnungen; Roland merkt Guennes böse Absicht, stolz erklärt er, er 
und die Seinen werden K.s Heer schützen. K. bietet ihm das halbe 
Heer an, er nimmt nur 20000, darunter die zwölf Pairs. 

Die Franken gelangen nach Gaskoigne, glücklich über die Heim- 
kehr. K. ist traurig, er vertraut Naymon seine Träume und Ahnungen 
an, ihm ist bange um seinen Roland, er weint um ihn. 

Marsilies und seine 400000 erblicken die Franken. Sein Neffe 
erhält die Erlaubnis, mit Roland zu kämpfen. Er und elf Andre — 
Gegenstück zu K. zwölf Pairs — ziehen mit 100000 aus gegen Roland. 

Die Franken hören die heidnischen Hörner, „man soll kein schlechtes 
Lied von uns singen" spricht Roland dazu. Olivier sieht von einem 
Berg die Heiden, klagt Ganelon des Verrats an ; Roland verbietet dies 
von seinem Stiefvater zu sagen. Olivier bittet den Freund, den Olifant 



80 Gurt Valeutin 

tönen zu lassen, dass K. ihn höre, und wiederholts in rührenden 
Freundschaftstönen. Der stolze Recke sieht es als Schmach an, um 
Hilfe zu rufen, er und Durendal werden der kleinen Schar helfen ; mit 
liebevollen Worten versöhnt er den Freund. Turpin segnet die Franken, 
ermahnt sie zur Tapferkeit, vergiebt ihnen die Sünden. Auch Roland 
zeiht jetzt Ganelon des Verrats. Er ermahnt auch die Seinen. Olivier 
ergiebt sich darin, ohne K. zu kämpfen. 

Der Kampf beginnt. Adelroth, Marsilies Meffe, schmäht, K. habe 
sie schimpflich verlassen, er fällt durch Roland, neun andre der sarra- 
zenischen Pairs durch Olivier Turpin u. a., nur Chernubles und Margaris 
sind noch übrig. Aufzählung der Heldenthaten Rolands und Oliviers, 
Chernuble fällt durch Roland. Doch auch die Franken schmelzen zu- 
sammen. K. erwartet sie sehnsüchtig. In Franken geht ein schweres 
Gewitter nieder, es ist finster, der Himmel berstet fast; das Ende der 
Welt scheint zu kommen: es ist des Himmels Schmerz um Rolands 
Tod. Als nur noch zwei Heiden übrig, kommt Marsilies mit dem Heer 
an. Roland merkt den Verrat Ganelons, sagt es auch Olivier, doch 
sollen noch viele Heiden fallen. Einzelkämpfe. Olivier besiegt Klimborin 
der Engebier von Gaskogne getötet hat; u. A. 

Valdabron tötet Sanson, fällt durch Roland. Malkuidanz erlegt 
Anseis, Turpin zahlts ihm heim u. s. w. Vor Roland hält Niemand stand, 
da führt Marsilies sein ganzes Heer gegen die Franken. Turpin tötet 
Abimes, einen besonderen Freund Marsilies. Beim fünften Sturm der 
Heiden sind nur noch 60 Franken übrig — da sieht Roland ein, er 
muss den Olifant blasen. Olivier sagt, seinetwegen brauche er's nicht 
zu thun, er habe ihn früher darum gebeten, jetzt sei es zu spät, und 
als Roland doch blasen will, wird Olivier zornig: es sei umsonst, vor 
Abend seien sie tot, Roland hätte ihm früher folgen sollen, er denkt 
seines schönen Schwesterleins in der fernen Heimat. Turpin schlichtet 
den Streit, Roland solle blasen, damit K. wenigstens ihre Leichen be- 
graben könne. Olivier sagt nichts mehr. Roland bläst, K. hört's, aber 
Guennes beschwichtigt ihn. Roland bläst wieder, Blut fliesst ihm aus 
dem Mund; Guennes meint, Roland blase zum Vergnügen; da bläst 
Roland mit aller Anstrengung, unter Schmerzen zum dritten Mal, seine 
Stirnader springt; K. hört den langen bangen Ton, jetzt hält ihn nichts 
mehr, er kehrt um, das Heer eilt, um Roland zu retten. K. iässt 
Ganelon verhaften, er wird übel behandelt. 

Roland weint um seine Toten, vor Olivier möchte er nicht sterben. 
Marsilies tötet Gerart von Rousillon, Roland haut ihm den rechten 
Arm ab und tötet seinen Sohn Jorfaleu — die Heiden fliehen. Marsilies 
Onkel, der Kalif, kommt mit .^OOO frischen Soldaten; Roland fühlt, 



Untersuchung- über die Quellen der Con(|Uesta de Charlemaine iS i 

dass ihm der Tod nahe, der Kalif jagt Olivier die Lanze in die Brust, 
mit der letzten Kraft schlägt Olivier ihn nieder. Noch einmal wütet 
Olivier unter den Heiden, dann muss er Roland zu sich rufen. Roland 
ist sehr traurig, Oliviers Augen sind schon getrübt_, er hält Roland für 
einen Heiden, und verwundet ihn, erst bei dessen zärtlicher Anrede 
erkennt er ihn und bittet um Verzeihung. Sie nehmen Abschied. Olivier 
bekennt seine Sünden, segnet K., die Franken und besonders Roland, 
dann stirbt er. Roland klagt, der starke Roland weint um seinen toten 
Freund. 

Nur der Erzbischof und Gualtier de THum, der vor der Schlacht 
einen Hügel besetzt hatte, und dessen Leute tot sind, sind ausser 
Roland noch am Leben. Zuerst fällt Gautier, dann stürzt der Erz- 
bischof vom Ross, kämpft zu Fuss (als K. kam, fand er 4C0 Heiden 
um ihn herum) Roland ermattet, geschwächt durch den Blutverlust 
beim Adersprung, bringt noch einen schwachen Ton auf dem Hörn 
heraus. K. antwortet. Rolands Ross Veillantif sinkt, ihn selbst fliehen 
die Heiden. Er steht dem schwerverwundeten Turpin bei, der fröhlich 
ist, da er als Sieger auf dem Platze bleibt. 

Roland trägt die toten Pairs zusammen, vor Schmerz wird er ohn- 
mächtig, Turpin sucht mit dem Olifant Wasser für ihn, bricht zusammen. 
Roland ist bei ihm, als er stirbt. 

Auch er fühlt sein Ende, er legt sich auf einen Hügel. Ein Heide, 
der sich tot gestellt hat, will den wunden Recken mit Durendal töten, 
Rolands Kraft reicht noch aus, um ihn mit Olifant zu zerschmettern. 

Roland versucht Durendal zu zerschmettern, damit er nicht in 
Feindeshand falle, die Steine zerspringen, Durendal bleibt unversehrt. 
Das thut dem Helden weh, er legt sich wieder nieder, das Gesicht 
nach Spanien, als Sieger; er beichtet, bietet Gott seinen rechten Hand- 
schuh, den St. Gabriel nimmt, noch einm.al weint er um Heimat und 
Lieben, dann stirbt er. Engel tragen die Seele ins Paradies. 

K. kommt auf dem Schlachtfeld an; er lässt eine Totenwache 
gegen wilde Tiere zurück. Auf sein Gebet bleibt die Sonne am Himmel 
stehen, so dass die Verfolgung weiter gehen kann, bis nach Saragossa; 
viele Heiden kommen im Ebro um; da hält K. inne, sofort geht die 
Sonne unter; nach Ronzesval kehrt er nicht zurück, da es zu spät ist. 
K. schläft gewappnet. Gabriel wacht für K., der zwei Träume hat; 
ein heftiges Gewitter geht auf sein Heer nieder, auf das sich Bären, 
Leoparden etc. stürzen, ein Löwe kämpft mit K. gegen sie. Dann, er 
sei in Aachen, man habe einen Bären gefesselt, 30 Bären kommen aus 
den Ardennen, verlangen Freilassung ihres Verwandten ; ein Ross 
kämpft mit ihnen. 

Romauische Foi-sclnmgen XIII. 1. Q 



82 Curt Valentin 

Marsilies in Saragossa wird von Brnmimondo mit Klagen em- 
pfangen, wird ohnmächtig durch den Blutverlust; er verwünscht die 
Götter. 

Er sendet zu Baligant, Admiral von Babylon, um Hilfe. Mit einer 
ungeheuren Flotte kommt dieser nach Spanien, die ganze Küste ist 
erleuchtet von den Laternen der Schiffe, sie landet bei Saragossa im 
Ebro. Bramimonde empfängt seine Gesandten mit Schmähungen auf 
die Götter, als sie von Baligants Hilfe reden, glaubt sie nicht, dass K. 
besiegbar sei, Marsilies giebt Baliganl ganz Spanien zu eigen, da sein 
Sohn tot sei, doch solle er gegen K. ziehen; er schickt ihm auch die 
Schlüssel von Saragossa, Baligant zieht bei der Nachricht von Mar- 
silies Niederlage und tötlicher Verwundung nach Saragossa, von Brami- 
monde mit Klagen empfangen. Marsilies tritt ihm Spanien ab; dann 
zieht er zur Verfolgung K.s aus, 

K. ist wieder aufs Schlachtfeld gelangt; er besteigt einen Berg; 
an dem Stein erkennt er Rolands Streiche, Dann sieht er seinen Neffen, 
nimmt ihn in seine Arme und klagt um ihn, er ist untröstlich. Schliess- 
lich lässt er die Toten begraben. Roland, Olivier, Turpin werden ein- 
balsamiert, ihre Herzen in Seide und Marmorsärgen aufbewahrt, die 
Körper in Hirschfellen mitgeführt. 

Zwei Boten Baligants fordern ihn zur Schlacht: sofort stellt er das 
Heer auf, die Hörner lönen, alle übertönt der Olifant, Baligant ist 
siegesgewiss, da Roland und die Pairs tot sind; sein Schwert ist 
Preciose — Analogie zu K,s Joiuse. Sein Sohn Malprimes erhält die 
Erlaubnis, gegen K. zu flechten. Der Admiral behält eine Reserve bei 
sich. Die Ebene hallt wieder von den Kriegsrufen „Monjoie" und 
„Preciose". Naymes tötet Malprimes, dessen Onkel Kanabeus spaltet 
ihm den Helm und haut ein Stück Fleisch ab, er fällt durch K. Baligant 
tötet Guineman und Richard von der Normandie; als er den Tod seines 
Sohnes und Bruders erfährt, lässt er sein ganzes Heer auf die Franken 
los. Ogier schlägt den heidnischen Bannerträger nieder. K. und Bali- 
gant kämpfen mit einander; Baligant zerhaut K.s Helm, verwundet 
ihn; Gabriel steht K. bei, er spaltet dem Heiden das Haupt. 

Die Heiden fliehen jetzt, die Franken verfolgen sie bis Saragossa; 
als Marsilies von Bramimonde die Niederlage Baligants hört, stirbt er 
vor Schmerz. Wer nicht Christ wird, wird getötet, die heidnischen 
Tempel werden zerstört. Bramimonde wird nach Franken geführt, da 
K. sie zum Christentum nicht zwingen will. 

K. kehrt heim über Narbonne, Bordeaux, wo er den Olifant auf 
den Altar der Kirche von St. Severin legt, über die Gironde nach 
Blaivc; dort werden Roland Olivier und Turpin bestattet. 



Untersuchung- über die Quellen der Concjuesta de Cliurlemaiue 80 

In Aachen beruTt K. ein Gericht über Ganelon. Am Tage der 
Rückkehr erfährt Aude ihres Verlobten Tod; K. verspricht, sie reich 
zu verheiraten, ihr seinen eignen Sohn Ludwig zu geben; der Schmerz 
ist zu gross, sie sinkt tot vor K. hin, der sie zunächst nur für ohn- 
mächtig hält. Sie wird neben Roland begraben. 

K. klagt Ganelon vor Gericht des Verrats an; Guennes bestreitet 
es, er habe sich nur an Roland gerächt. Der Führer seiner Sippe, von 
der dreissig anwesend sind, Pinabel will mit Jedem kämpfen, der für 
Ganelons Tod stimmt. Die Ritter von der Auvergne fordern Frei- 
lassung Ganelons, Thierry aber fordert den Tod für den Verräter. 
Pinabel fordert ihn nun zum Kampf. K. lässt zur Vorsicht die Sippe 
Ganelons bewachen. 

Der Zweikampf findet auf einer Wiese bei Aachen statt. Beide 
stürzen vom Pferd. Ein Versöhnungsvorschlag Pinabels ist vergebens, 
da Thierry auf Bestrafung Ganelons besteht. Thierry wird im Gesicht 
verwundet, spaltet aber Pinabel das Gehirn. 

K. lässt die dreissig Verwandten Ganelons hängen, Guennes wird 
von vier Pferden zerrissen. 

Bramimonde lässt sich taufen, erhält den Namen Juliane. 

Gabriel erscheint K. im Traum, fordert ihn auf, dem König Vivien 
zu Hilfe zu ziehen. K. klagt, dass sein Leben so ruhelos sei. 

Die Prosa: 

Eine auffallende Erweiterung zeigt P am Anfang dieses Abschnitts. 
Der „Roland" berichtet nur von einer einmaligen Sendung Ganelons 
zu Marsilies, hier ist der Erzählung, die mit Kap. 135 in das Rolands- 
lied eintritt, eine frühere Sendung vorgeschoben: 

(Kap. 133): K. kehrt nach Navarra und Morinde zurück, um nach 
Franken zu ziehen, Roland erinnert K. an Saragossa, dass Marsilies 
und Baligant noch nicht besiegt seien. Auf seinen Rat muss Guennes 
zu Marsilies als Gesandter gehen; seitdem hasst er Roland; in Sara- 
gossa fordert er Bekehrung und Huldigung in Pamplune. Marsilies 
wirft mit dem Messer nach ihm, die in ihn verliebte Königin rettet ihn. 
Sie unterhalten sich über K.s Streitkräfte; als Guennes von Roland 
gesprochen, der immer die Nachhut führe, zieht ihn Marsilies Neffe bei 
Seite, da er gesehen hat, wie Guennes bei Rolands Namen die Farbe 
wechselte, sicherlich hasse er diesen. Marsilies bewirtet nun Ganelon 
gut. Guennes klagt, dass er von K. für seine treuen Dienste keinen 
Lohn erhalte. Marsilies redet ihm ein, K. sei wider ihn, da er ihm 
den gefährlichen Auftrag befohlen habe, er solle K. verlassen, er, Mar- 
silies wolle ihn an Roland rächen. Guennes überlegt, der Heide ist 



84 Curt Valentin 

froh. Sie beide reiten auf einen Hügel am Meer, Marsilies zeigt iiim 
sein Heer, Gueunes wisse jetzt, ob Marsilies K. gewachsen sei. (134): 
Da verabreden Guennes, Graf von Champaigne und Marsilies den Ver- 
rat; auf Geld sieht Guennes nicht, er thut's aus Rache gegen Roland 
und K., um selbst König zu werden. Marsilies sagt, er werde Ge- 
sandte an K. senden, die ihm seine Taufe versprechen sollen. Guennes 
giebt an, wie Roland in der Nachhut zu überfallen sei, er beschreibt 
ihn genau. Guennes zieht mit dem Schlüssel von Saragossa, einem 
Sohn Marsilies als Geisel zurück. 

Ein Vergleich mit dem Verrat, der in P die folgenden zwei Ka- 
pitel einnimmt, und der dem Roland entstammt, zeigt, wie gross die 
Übereinstimmung ist. Wie kommt P dazu, ungefähr dasselbe zweimal 
hintereinander zu erzählen ? Entweder hat sein „Roncesvaux" bereits 
diese Erweiterung erhalten, was leicht möglich ist, da Guennes Ver- 
halten am Schluss der Roncesvaux eine grössere Berücksichtigung er- 
fährt (s. u.), oder P hat zwei Vorlagen, die sich etwas in Ganelons 
Sendung unterschieden, nebeneinander wiedergegeben. Wenn er z. B. 
ausser dem „Roncesvaux" auch den „Roland" gekannt hätt? 

In der zweiten Sendung Ganelons, die jetzt nach dem „Roland - 
erzählt ist, doch wohlgemerkt nach dem „Roland" als Bestandteil eines 
„Roncesvaux", waren einige Änderungen bedingt eben durch die erste 
Botschaft. 

Guennes sträubt sich zwar wieder gegen die Sendung, P nennt's 
aber Verstellung, da er gern nach Saragossa ging. Natürlich! Da er 
nun endgültig den Verrat besprechen kann. 

Nun kann Blanchandrin Guennes auch nicht unterwegs gewinnen, 
da Marsilies ihn selbst schon gewonnen hat. Guennes Gefahr bei der 
zweiten Sendung bespricht P nur allgemein, der Messerwurf fehlt, 
offenbar, um sich nicht schablonenmässig zu wiederholen, und Guennes 
wird durch Langalie, Marsilies Onkel, hinausgeführt, bis der Wütende 
sich beruhigt. 

Einige Namensänderungen sind: P. hat für Valterre, wo K. Guennes 
erwartet, Kordres; die Engpässe von „Sizre" sind zu „Aspro" geworden. 

Ohne Entsprechung im „Roland' ist folgende Sccne bei Beginn 
des Überfalls in P: 

Nach dem ersten Angriff auf die Franken kehrt Marsilies mit 
10000 um gegen Gautier de Termes, den Roland auf einem Hügel 
postiert hatte, als Vorposten gegen die heranziehenden Heiden; doch 
die 2000 Christen lassen sich nicht aufhalten, hauen sich durch, nur 
Gautier ist so verwundet, dass die Eingeweide herauscpiellcn, so eilt er 
in die Schlacht. 



Uiitei-.sucliuni,'' über die Quellen der Couijuesta de Charleinaine 85 

Der ..Roland'' berichtet gegen Ende des Kampfes von einem Gau- 
tier, der einen Berg besetzt gehalten habe, aber ohne obige Einzel- 
heiten, mit dem der in P wohl identisch ist. Auffallend ist die Be- 
zeichnung ,.de Termes", die sich ebenso auch im Turpin einmal und 
in dem Epos der ..Bataille d'Aliscans" findet; im Gegensatz zu ,,de 
IHum" des ,.Roland". 

Unerwähnt in P sind die Gestalten des Adelrot und der heidnischen 
l'airs, sowie die vielen ermüdenden Einzelkämpfe, von Rolands und 
der Andern Tapferkeit spricht er nur allgemein. 

Nur ein einziges Mal ist die Gestalt Turpins flüchtig erwähnt. Den 
ychlüssel dafür dürften einige Zeilen unsres Textes bieten, die sich an 
den Streit Rolands und Oliviers betreffs des Olifants anschliessen, in 
denen nicht Turpin. wie im Epos, sondern Olivier schliesslich Roland 
auffordert, das Hörn zu blasen : sur ce pas icy dist Tacteur que aucuns 
dient, que Turpin ne fut point en celle bataille et que il estoit adez 
avcc Charlemaine, et s'il y fut, sy ny mourrut il pas; aucuns dient, et 
meismement cette histoire, que il y fut et qu il fist sonner au Rolland 
son cor etc. 

Dies sind die eignen Worte von D, der „acteur-' ist der Autor der 
Vorlage B, die ersten „aucuns dient" ist der Pseudo- Turpin, der ja 
die Schlacht in der ersten Person beschreibt, die andern „aucuns", zu 
denen die ..histoire" gehört, sind das Epos „Roncesvaux". Um nun 
in diesem „Für" und „Wider" betreffs Turpins nicht fehl zu gehen, 
lässt D ihn ganz ausfallen (was B auch schon gethan haben kann!). 

Die Rolle Gautiers an der Stelle, wie der „Roland" ihn behandelt, 
fehlt in P; während umgekehrt die Tötung Blanchandins durch Roland 
dem Epos fremd ist. 

Marsilies Sohn heisst in der Prosa Griffaut, den zu rächen Marsilies 
gegen Roland stürmt, wobei er den Arm verliert, im „Roland" ist dies 
die Folge von Gerarts von Roussillon Tod, den Roland rächt, dessen 
Gestalt P nicht kennt. Der Hass Marsilies und Rolands bei ihrem 
Kampf giebt P Anlass, plötzlich eine Exkursion in eine andre Vorlage 
zu machen: Der Hass beider stammt aus der Zeit, als Regnault 
Jerusalem eroberte, und gegen Danemond von Angorie kämpfte, wobei 
Marsilies und Baligant auf Danemonds, Roland u. A. auf Regnaults 
Seite standen. 

Die Person Regnaults kennzeichnet diese Einfügung als aus „Renaud 
von Montauban" entlehnt (letzter Teil). Welcher Autor sie in unsrc 
Erzählung hineingebracht hat, ist nicht ersichtlich. 

Da Turpin ausgefallen ist, trägt Roland in P die Leichen der ge- 
fallenen Pairs um einen Erzbischof von Lengres zusammen. 



86 C'urt Valentin 

Rolands Tod erzählt P nicht nach dem Epos, sondern nach Tur- 
pins Chronik; schon kurz vorher hat er zwei Personen des Turpin cin- 
geführt, Baudouin und Thierry, die aus einem Versteck Rolands Fall 
beobachtet haben (cfr. Pseudo-Turp. Kap. 21 u. 22); jetzt als Roland 
dem Tod nahe, kommen sie zu ihm, und P folgt nun dem Kap, 23 des 
lateinischen Textes; nur dass Rolands Gebet ganz kurz wiedergegeben 
ist, und Baudouin den sterbenden Bruder nicht aus Angst verlässt — 
das ästhetische Gefühl P.s widerstrebte dem — sondern Roland selbst 
schickt ihn mit Hörn und Sehwert zu K., um ihn zur Eile anzutreiben. 

Die Baligantepisüde verläuft anfangs wie im ,,Roland" — für 
Bramimonde „Brisamonde". 

Aber während Baligant dort K. zum Kampf fordern lässt, sucht er 
in P ihn bei Rainchevaulx zu überrumpeln, indessen ein escuier aus 
Chartres, der 17 Jahre lang Baligants Gefangener gewesen ist, entspringt 
diesem und warnt K., der sich sofort zur Schlacht aufstellt. Über- 
flüssigerweise bietet Baligant ihm nun noch den Kampf an. 

Ohne Entsprechung im Epos ist folgende Episode: Vor dem Kampf 
mit Baligant betet K. zu Gott, dieser lässt die Leichen der Heiden bei 
Rainchevaulx zu Dornensträuchern werden, so dass die der Christen 
leicht kenntlich sind — „so erzählt die Geschichte" sagt P, wie immer, 
wenn er seine Hauptvorlage verlässt. Nach Baligants Niederlage, als 
K, die Leichen sammeln lässt, findet sie ihre Fortsetzung: „Die Christen 
sind erstaunt, dass jetzt so wenig Leichen da liegen, da die der Heiden 
zu Dornensträuchern geworden waren.'' 

Nach Gautier a. a. O. HI 19** findet sich eine ähnliche Episode 
bei Mousket 8618 — 21; dort jedoch sprossen aus den Körpern der 
Christon blühende Dornensträucher, aus denen der Heiden ein schwarzer 
Baum hervor. Gautier sagt: aus Turpin stammt die P^pisode nicht, 
sondern aus irgend einem andern lateinischen Text. Dagegen ist die 
Angabe über Rolands Alter, die er vorher anführt, 38 Jahre, Turpin 
entnommen, aus den dem Kap. XXV dieses Autors eingefügten Distichen. 

Preziose, Baligants Schwert, und Guinemans und Richards Tod 
erwähnt P nicht. 

Wieder mit einem „hier erzählt die Geschichte'' leitet P eine dem 
Epos unbekannte Episode ein, die sich direkt an die der Dornen- 
sträucher anschliesst; und er giebt in einem halben Kapitel aus dem 
Epos „Galion li rhetoro'' die Liebesgeschichte Oliviers und Jaquclincs 
(Einzelheiten davon bedenklich ausführlich!), die Geburt Galiens, der 
mannbar geworden seinen Vater zu suchen ausgesandt wird und ihn 
bei Rainchevaulx findet, gerade jetzt als Oliviers Leiche geborgen wird. 
(Die Angabe, dass von Oliviers Sohn Galien später Galien le restaurc 



Untersuchung über die Quollen der CoiK^uesta de Cliarleuiaiue 87 

entspross; beruht wohl nur auf falschem Verständnis seiner Vor- 
lage.) 

Die Beziehung dieser Episode zu dem Vorgehenden beruht in der 
Auffindung von Oliviers Leiche, der vor Wunden unkenntlich auch 
durch eine Menge von Sträuchern umlagert ist — lauter toten Heiden. 

E. Stengel „Galien li Restore^' 392 kommt zu keinem Resultat, 
welchem Ms. unter denen^ die von Galien handeln^ unsere Fassung 
entstammt; die nach Demaison „Aymeri de Narbonne" 277 erwartete 
Übereinstimmung mit Ms. .3351 des Arsenals sei nicht allgemein. 

P kehrt mit der Einbalsamierung der Pairs „zur Geschichte zurück" 
wie er selbst sagt, d. h. zu dem Gedicht; wenn er nun Bordeaux und 
Arles ihre Grabstätte nennt, stimmt es nicht mehr mit dem „Roland" 
überein, der wohl Bordeaux, aber für Arles Blaives nennt, dagegen 
bringt Turpin auch Arles. Da wir im folgenden zu den Teilen kommen, 
die P aus den dem „Roland" nicht mehr angehörigen Erweiterungen 
des „Roncesvaux" entlehnt hat, enthielt „Roncesvaux" vielleicht auch 
schon obige Angabe der Begräbnisstätten. 

Gautier III 502 8° und 570 konstatiert, dass die Erweiterungen, 
aus denen „Roncesvaux" gegenüber dem „Roland" besteht, sind: 1) Er- 
weiterungen bei Audes Tod, 2) Zufügung einer unendlichen Flucht 
Ganelons; und 587 37'' kennt Gautier auch einen Roncesvaux, in 
den die Episode der Einnahme von Narbonne eingedrungen ist. Alle 
drei Episoden finden sich auch in unsrer Prosa. 

Audes Tod in drei Kapiteln: 

K. in Blaives sendet zu Gerard von Vienne, er solle Audo nach 
Blaives bringen zur Hochzeit mit Roland. Den Boten befiehlt er 
Schweigen. Ebenso entbietet er Gille aus Mascom, Guennes Frau 
nach Blaives. Gerard mit Aude bricht sofort auf, alle sind fröhlich, 
nur ihr Herz ist schwer; bange Träume ängstigen sie; ihr Arzt Amaulgin 
erkennt aus den Sternen ihr Unglück, aber er giebt ihr eine glückliche 
Deutung. Gille und Aude kommen gleichzeitig in Blaives an ; damit 
sie nichts merken, befiehlt K., die ganze Stadt solle nur Freude, keine 
Trauer zeigen. K. zieht ihnen entgegen, sagt, Roland und Olivier 
wären im Zorn von ihm weggezogen, Roland, um die schöne Tochter 
des Floras zu erringen. K. verspricht Aude als Ersatz Richard von 
der Norraandie. 

Aude denkt an ihre Träume, verlangt volle Wahrheit. K. gesteht 
sie Gerard, er solle aber Aude nichts sagen. Seiner Schwester Gille 
berichtet K. sofort das Unglück, er legt auch ihr Schweigen auf; beim 
Einzug in die Stadt herrscht überall Jubel, Aude nur ist still, sie bittet K. 



88 Cmt Valentin 

nochmals um die Wahrheit, er erzählt ihr den Verrat und den Tod der 
Prinzen. Aude wird ohnmächtig. Auf ihre Bitte führt sie K. und 
Gerard in die Kirche, wo die zwei Bahren stehen. Ohne Furcht hebt 
sie die Leichentücher auf, sie ist ganz aufgelöst bei ihrer Klage. 

Auf ihre Bitte lässt K. sie mit den Toten allein zu einem Gebet. 
Sie schliesst alle Thüren, sie entkleidet die Toten und betet bei ihnen: 
Gott möge sie auch zu sich nehmen; eine Stimme vom Himmel ver- 
kündet ihr Gewährung, sie wird ruhig, bedeckt die Toten wieder und 
öffnet die Thüren. K. und die Andern trösten sie, K. werde sie hoch 
und reich verheiraten. Sie beichtet, spricht noch einmal zu Olivier, 
und Roland, dem sie jetzt ihr Wort einlösen komme, da er es nicht 
thue, und wird ohnmächtig. Noch einmal spricht sie: Adieu „Guibourc, 
die du mich so lange nährtest" dann stirbt sie. 

Ausser dem Hauptmoment, Audes Tod am gebrochenen Herzen, 
sehen wir also, dass der „Roncesvaux" erhebliche Erweiterungen gegen- 
über dem „Roland" bietet. Eine wesentliche Änderung ist die Ver- 
legung ihres Todes aus der Heimat nach Blaives. Die Schilderung in 
P ist einfach aber tief empfunden. 

Gautier hat nicht erwähnt, dass auch Gille in den Erweiterungen 
eineu Platz findet, doch darf man schliessen, dass auch ihre Rolle 
bereits einem Roncesvaux angehört. Die Tendenz des Verfassers, die 
Wirkung von Rolands Tod auf seine Hinterbliebenen recht ergreifend 
darzustellen, ist in der Schilderung von Audes Tod ersichtlich. Es 
wäre nur natürlich, wenn er auch Rolands Mutter zu ihres Sohnes 
Leiche geführt hätte. 

In dem folgenden Kapitel macht P wieder eine Anleihe bei Turpin, 
nach dessen Kap. 29 er die Bestattung der fränkischen Grossen er- 
zählt, Dass zuvor Aude in Blaives zwischen Bruder und Geliebten 
bestattet wird, ist kaum zu erwähnen nötig. Da Olivier bereits in 
Blaives beigesetzt ist, hat P die Notiz bei Turpin, der ihn unter den 
in Belin Bestatteten anführt, danach berichtigt. 

P erklärt dies Kapitel selbst für eingeschoben, indem er am Schluss 
angiebt, jetzt wolle er zu seinem Hauptgegenstand zurückkehren. 

Das Folgende mu?s danach im „Roncesvaux" enthalten sein, es 
ist in einem Kapitel die Eroberung von Narbonne durch Aymeri, ein 
Resume des gleichnamigen Epos. 

Nach L. Demaison ,, Aymeri de Narbonne" I röm. 277 liegt in 
Auberts Werk (B) eine einfache Reproduktion des ersten Teils der 
Version von Aymeri vor, die sich im Ms. 3351 des Arsenals findet, 
unter Auslassung von Aymeris Heirat und der zweiten Belagerung von 
Narbonne. 



Untersuchung ül)er die Quelleu der Conquestu de Cluirlemaine 89 

Den Schluss des Abschnittes bildet die Bestrafung Ganelous 
nach der dem Koncesvaux eigentümlichen Weise, die nach P in Lyon 
(= Laon) vor sich geht. Die Erweiterungen in Roncesvaux gegenüber 
dem „Roland" sind nach P folgende: 

Guennes (den K. nach der Sehlacht hatte verhaften lassen) ent- 
wischt ein erstes Mal bei K.s Zug nach Blaives seinem Wächter Othon. 
K. verbannt letzteren. Ein Pilger meldet, er habe einen Ritter schlafend 
getroffen, es ist Guennes, man fängt ihn wieder ein. Ogier bewacht 
ihn nun. 

In Laon hält K. Gericht über ihn. Als Guennes nicht dabei sein 
darf, fordert Othomer Graf von Boulogne, seine Gegenwart. Richard 
von der Normandie flüstert ihm eine gute Antwort zu, und Guennes, 
frech, sagt, er wolle mit seinem Ankläger kämpfen; Godefroy von Frise, 
Ogiers Vetter sagt aus, ein Kaiser (?), der lange sarrazenischer Ge- 
fangener gewesen sei, habe bei Saragossa gehört, dass ein fränkischer 
Ritter den Verrat bei Rainchevaulx begangen habe. 

Guennes wird bewacht, aber seine Freunde lassen ihn entwischen; 
Gondebeuf von Frise, eilt ihm mit seinem Ross Maltalent nach, bringt 
ihn nach einem Kampf gebunden heim ; ein Knappe meldet ihm von 
Pinabel von Frience, er solle nichts fürchten. 

Das nunmehrige zweite Gericht deckt sich (abgesehen davon, dass 
in P Thierry den Kampf mit Pinabel für sich in Anspruch nimmt, weil 
er bei Rolands Tod zugegen gewesen sei), ebenso wie der folgende 
Kampf im Wesentlichen mit dem „Roland". 

Die Hinrichtung Ganelons ist, wie Gautier III 570—571 9° er- 
kennen lässt, in P übereinstimmend mit der Fassung in dem erweiterten 
„Roland" und besteht darin,, dass K. nach Ganelons Geständnis durch 
seine Grossen die Todesart bestimmen lässt; Jeder ist für eine andre 
grausamere, bis Othon, — Zerreissen durch Pferde — , durchdringt. 

Mit Ganelons Tod endete vermutlich auch im Roncesvaux die Er- 
zählung. Die Taufe Bramimondes hat P früher schon erwähnt, die im 
„Roland"' noch folgt, und den merkwürdigen Schluss des ,.Roland-- — 
Gabriels Gebot — wird der Roncesvaux, den B benutzte, sicher nicht 
enthalten haben. 

Chanson des Saisnes. 

D: Kap. 154=178 fol. 253'-^-295b; B II 364-559. 

Aubert hat nach L. Gautier a. a. O. III 656 8° Jean Bodcls 
Gedicht benutzt. 

Inhalt des Epos: Chlodwig ist erster König von Franken, sein 
Sohn Floovant; dessen Tochter Aaliz wird Gattin des Sachsen Bruna- 



90 Curt Valentin 

mont; daraus erheben sich später Erbansprüche der Sachsen auf Franken, 
viele Kriege werden geführt. 

König Anseis besiegt den Sachsen Brohier im Zweikam])f, trotz der 
Verabredung halten die Sachsen nicht den Frieden. Anseis Sohn ist Pepin, 
der den Sachsen Justamont tötet, wofür Guiteclin dann an K. Hache nehmen 
will: er hat aus erster Ehe zwei Söhne, seine zweite Gattin ist Sebile. 

Guiteclin erfährt K s Unglück in Spanien; befiehlt einen Einfall in 
Franken. Sebile bleibt in Tremoigne, bittet Guiteclin, ihr von Köln 
die schöne Helissent mitzubringen. 

Guiteclin belagert Köln, Maschinen öffnen ihm die Mauern, alles 
wird getötet und geplündert, Herzog Miles durch Guiteclin, sein Weib 
und Kinder ermordet, nur Helissent wird geschont und der Königin 
Sebile gesandt, die sie gut behandelt. 

K. ist zu Pfingsten in Loon, der Papst bei ihm, empfängt die 
Unglücksbotschaft von Köln. Seine Grossen wollen ihm nicht beistehen, 
wenn er die Herupois nicht auch zum Heereszug heranziehe. Bueves 
Sans barbe und Gilemer TEscot sind die Führer der Opposition. Nayraes 
nimmt die Herupois in Schutz; auf seinen Rat sendet K. zu ihnen drei 
Gesandte, zuerst zu Huon de Maus: sie fordern von jedem Herupois 
vier Denare und Heercsfolge. Huon ist zornig, sie wollen darauf ab- 
reisen. Er versammelt die Grossen der Herupois; Salomon, Richard, 
Jofreiz li Angevins etc., alle sind gegen K.s Forderungen, einige wollen 
die Gesandten töten. Salomon sagt diesen beim Abschied, sie sollten 
K. nicht grüssen, er habe sich unter den Herupois viele Feinde ge- 
macht. Die Boten berichten K. dies in Soissons. 

Die zornigen Herupois beschliessen, gegen K. zu ziehen, seine 
schlechten Berater zu töten, und ihm vier eiserne Denare auf den 
Spitzen der Lanzen als den geforderten Tribut zu überreichen. Unter 
Plündern ziehen sie gegen Aachen. Bei Mainz Halt. Beratung: Huon, 
Salomon, Richard, der von Touraine, Auquetin, Sorbues und Gacelin 
sind anwesend ; Sorbues und Fourques von Drois gehen zu K., um ihm 
den Tribut der Herupois zu melden; K. verspricht angesichts der be- 
drohlichen Lage den Gesandten für die Herupois volle persönliche 
Freiheit. Die Herupois sind darüber erfreut. K. und seine Grossen, 
ebenso der Papst, ziehen den Herupois barfuss, in Hemden entgegen, 
diese demütigen sich bei diesem Anblick und K. versöhnt sich mit 
ihnen. Von den eisernen Denaren, die an den Lanzen der Herupois 
hängen, lässt K. einen Perron am Palast bauen, mit seinem und der 
Herupois Namen, zum Zeichen dass in Herupe niemals Tribut (chevage) 
gefordert werde. Die Urheber des schlechten Rats, Bueves und Gilemer. 
erhalten auf des Papstes Hitten 



Unterauchuny über die Quelkui der Cuuquesta de Chailemaine 91 

Kapelle in Aachen bis Valdone barfiiss zu gehen. Der Papst reist ab, 
alle Herupois wollen K. beistehen. 

Nach der Rüstung kommt u. A. Thierry l'Ardenois mit 20000 und 
seinem Sohn Berard, seine Mutter klagt um ihren Sohn, der Thierry 
vertreten soll, da dieser schon zu alt ist, K. macht ihn zum Ritter; 
verspricht, ihn der Mutter tot oder lebendig heimzubringen. Die Frauen 
der Grossen werden zu St. Lambert in St. Denis zurückgelassen. Das 
Heer kommt an die Rune, dort wird ein Lager aufgeschlagen. 

Guiteclin hält Rat mit Eskorfault, Daires, Korsuble u. a. Sein 
Heer ist sehr gross. K. kennt die Furt über die Rune nicht, wohl 
aber Guiteclin. Sebile und Helissent sind beim Heer, sehen das 
fränkische Herr jenseits des Flusses, sprechen u. a. von Baudouin, 
den Sebile sich zeigen lässt. Guiteclin hält Rat; Aufarz der Däne ist 
für Aushungerung der Franken, Adam d'Alenie für Angriff über die 
Rune. Sebile schlägt vor: Sie und ihre Damen werden sich den 
Franken zeigen am Fluss, damit jene sich in sie verlieben. 

Sebile, Helissent, Marsebille promenieren am Fluss, sprechen von 
Liebe. Baudouin am jenseitigen Ufer paradiert zu Ross, Sebile ver- 
liebt sich in ihn, Helissent ruft ihm zu, er solle über den Fluss 
kommen; Sebile schmückt sich aufs schönste, da reitet er durch den 
Fluss. Sebile empfängt ihn freundlichst, sie kosen. Adam d'Alenie 
naht, Baudouin besiegt ihn, und schlägt sich durch die Sachsen durch 
über die Rune. Die Franken erkennen ihn erst nicht. Baudouin er- 
zählt sein Abenteuer. K. verbietet ihm, es zu wiederholen. 

König Lohout von Frise erhält Nachricht von seiner Frau aus 
St. Herbert del Rin, wo die Damen zurückgelassen waren, er solle sie 
abholen, die andern Damen trieben zu viel Unzucht. K. bricht zornig 
sofort auf, findet St. Herbert verschanzt. Rissendine, Lohouts Frau, 
Schwester Berarts von Mondidier, sieht ihren Bruder, wagt nicht zu 
rufen. Auf K.s Gebet fallen die Mauern ein. Die ehebrecherischen 
Damen bereuen, die schuldigen Verführer werden ertränkt. 

An der Rune lässt K. eine Stadt bauen, zwei Jahre liegen die Franken 
ohne Erfolg am Fluss. 

Der junge Berard durchschwimmt den Fluss, als er von den Sachsen 
angegriffen wird, helfen ihm die Barone, fast unterliegt er Guiteclin. 
Als dieser verwundet wird, fliehen die Sachsen. Die Franken kehren 
durch den Fluss zurück. Die sächsischen Damen unterhalten sich über 
die tapferen Franken. 

Auf Aufforderung seiner Grossen, die über die Erfolglosigkeit des 
Unternehmens erzürnt sind, sendet K zu den Herupois; diese lassen 
baldige Hilfe zurückmelden. 



92 Ciirt Valentiu 

Scbilo lässt K. heimlich sagen, dass die Sachsen ihn in der Nacht 
überfallen wollen. K. legt drei Hinterhalte unter Berard, Lohout und 
ßaudouin. Bei Mondschein nahen die Sachsen ; Murgalant bemerkt K., 
wundert sich über seine Kühnheit. K. erwidert, die Franken litten 
keine Not, die Herupois würden den Krieg beenden. Mnrgalant erzählt 
von K.s Vorfahren. Guiteclin kämpft mit Berards Schar bei Mon- 
testier. Berard bleibt Sieger. K. und die übrigen Sachsen erfahren 
erst nach dem Sieg von dem Kampf. Baudouin, eifersüchtig auf 
Berards Erfolg, schwimmt über den Fiuss, da er keinen Kampf gehabt 
hat. Guiteclin schickt Baudamas gegen ihn, er fällt durch Baudouin. 
Sebile heuchelt Teilnahme für den Toten. K. tadelt Baudouin wegen 
seiner Kühnheit. 

Sebile und Helissent im Gespräch über ihre Liebe: erstere will, 
wenn K. siegreich, Christin werden. 

Die Herupois kommen an. K. weist ihnen als Lagerplatz die Zelte 
jenseits des Flusses an; die Herupois sind böse darüber, stolz erklären 
sie aber, sie würden sich den Platz erobern. Sie ziehen über den Fluss, 
besiegen die Sachsen unter Korsuble, Daires. Eskorfauz, auch Guite- 
clins Hilfe ist vergebens. Die Blüte der Sachsen ist gefallen. Die 
Herupois ziehen über den Pluss zu K., und melden stolz, sie hätten 
das ihnen zugewiesene Lager erobert. 

Nach einem Rat, an dem auch die Herupois teilnehmen, befiehlt 
K. den Bau einer Brücke, um mit dem Krieg zu Ende zu kommen. 

Berard hat Sehnsucht nach Helissent — die Geraubte ist seine 
Braut von Köln her — in Sebiles Zelt plaudern sie. Sebile giebt ihm 
einen Sperber für Baudouin. Berard muss mit Aufarz dem Dänen 
kämpfen, er tötet ihn, der Sperber fliegt ihm nach zu Sebiles Freude. 
Baudouin ist eifersüchtig auf Berards Erfolg, wirft ihm Prahlsucht vor, 
K. beendet den Streit, verbietet Allen, je wieder über den Fluss zu 
schwimmen. 

Baudouin, verliebt, reitet dennoch wieder hinüber zu Sebilen, trifft 
auf Guiteclin, der Sebilen eifersüchtig misstraut. Guiteclin sendet 
seinen Neffen Kaanins gegen ihn, der aber durch den Franken fällt. 
Baudouin nimmt Kaanins Rüstung und Pferd, und reitet zu Sebilen. 
Sie hält ihn für Kaanins, erst als er den Helm abnimmt, erkennt sie 
ihn. Sie kosen im Zelt. Guiteclin kommt, hält ihn für Kaanin, lobt 
seine Tapferkeit, bis ein Sachse meldet, Kaanin liege tot am Ufer. 
Die Sachsen fallen über Baudouin her; Sebile betet für ihn, er ent- 
kommt. 

K, hält Baudouin schon für verloren: Berard sieht Jemand aus 
dem Fluss steigen, 'hält ihn für einen Sachsen, Baudouin «ifrollt ihm 



Uiilersuchung- über die Quellen der Conquesta de Charlemaiue 93 

auch noch; sie kämpfen; ah Baudouins Helm abhiegt, erkennt ihn 
Berard, fragt, ob er abtrünnig sei; die Grossen kommen hinzu. K. 
spielt den Zornigen, da jener seinen Befehl missachtet habe; verbietet 
streng, dass sich noch mal Jemand hinüberwage. 

Sebile hält Baudouin für untreu, als er sie nicht mehr besucht. 
Helissent entschuldigt ihn, K. habe es vielleicht verboten. 

Beim Essen spottet K. einmal über Baudouins Abenteuer, es sei 
Prahlerei gewesen. Baudouin wirft ihm Thatenlosigkeit, Angst vor, 
weshalb gehe er nicht auch einmal über den FIuss? K. ist furchtbar 
zornig, sagt aber nichts, am nächsten Morgen aber schwimmt er allein 
hinüber, von sieben heidnischen Königen erlegt er fünf. Die Franken 
tadeln ihn, Berard sagt, er hätte Baudouins Worte nicht so ernst 
nehmen sollen. Doch K. ist noch böse auf Baudouin, will ihm nicht 
eher verzeihen als bis er allein die Rune durchschwömmen, Sebilen 
vor allen Sachsen geküsst und ihm einen Ring von Sebilen gebracht 
habe; widrigenfalls falle er in Ungnade, 

Baudouin macht sich bereit; K. thut seine Aufwallung leid, redet 
ihm gut zu, doch Baudouin wirft ihm Rachsucht vor und ohne Ab- 
schied eilt er fort. 

Ein sächsischer Spion hat K.s Befehl gehört, verrät ihn an Guitc- 
clin^ auch dass K. selbst die fünf Könige getötet habe. Guiteclin glaubt 
diese Kühnheit kaum. Justamont von Persien erhält die Erlaubnis, 
Baudouin zu bestehen. Er reitet zu den Damen, einen erbetenen Kuss 
wird Sebile ihm nach dem Sieg verabfolgen ; sie bittet ihn, den armen 
Kerl (d. h. Baudouin) nicht zu sehr zu quälen. Justamont fällt. Bau- 
douin macht sich durch dessen Rüstung unkenntlich. Ein Sachse fragt 
ihn nach Baudouin, da er „tiois" sprechen kann, fertigt er ihn auf 
„tiois" ab. 

Sebile hält ihn für Justamont, erst nach der Helraabnahme fällt 
sie ihm um den Hals. Als er den Ring für K. fordert, ist sie böse, 
dass er nicht ihretwegen komme, schmollt. Als Baudouin ernstlich 
böse wird, lacht sie ihn aus, und er erhält den Ring. 

Ein Sachse hat Baudouins Anwesenheit bei Sebile Guiteclin ver- 
raten. Er ist furchtbar eifersüchtig. Man findet Justamonts Leiche. 
Baudouins Ross, das er an Stelle von Justamonts zurückgelassen hat, 
lässt sich nicht fangen, schwimmt zurück. Baudouin hat sich schnell 
gewappnet, Kampf gegen die Übermacht wäre Thorheit. Guiteclin 
fordert ihn zum Kampf. Mit ihm allein will Baudouin kämpfen. 
Guiteclin zögert, bis die Seinen näher kämen. Baudouin merkt's, und 
flieht; als der verfolgende Guiteclin nahe an ihn heran kommt, wirft 
er ihn vom Ross. Baudouin findet jenseits sein eignes Ross. Man 



94 Curt Valcntiu 

glaubte ihn schon tot. K. selbst hat sich zu seiner Hilfe gerüstet. 
Baudouin steigt aus dem Wasser, K. hält ihn für einen Sachsen, während 
ßaudouin eine kleine Rache an K. nehmen will. Sie kämpfen, ohne 
Schaden zu nehmen. Endlich giebt sich Baudouin zu erkennen, er 
habe Sebilen geküsst, und giebt K. den Ring. K. verzeiht ihm. 

K. und die Grossen sehen mal einen Hirsch zweimal durch die 
Rune waten. K. erkennt das Wunder, befiehlt dort die Brücke zu 
bauen. Die Baiern, Alemannen, Lombarden, Burgunder sind über diese 
Arbeit unzufrieden, die Franken sollten es thun. Als K. diese nicht 
dazu heranziehen will, ziehen vier Stämme aus dem Lager nach Hause. 
K. schickt Naymon, Salomon u. A. ihnen nach, wenn sie nicht frei- 
willig zurückkehrten, schliesse er Frieden mit Guiteclin und werde sie 
zum Gehorsam zwingen. Da kehren sie um, K. verzeiht ihnen, auf 
ihre Bitten giebt er ihnen aber die Fläminge zum Brückenbau bei. 

Guiteclin erfährt den drohenden Brückenbau, er glaubts nicht, 
Murgalanz muss es ihm bestätigen; dieser greift die Brückenarbeiter 
an, sie streiken; Beuves beseitigt ihr Widerstreben, sie arbeiten weiter 
unter dem Hagel der feindlichen Geschosse. 

Guiteclin zieht selbst zum Fluss mit lOüOOO; er lässt Gräben 
ziehen und ein Kastell bauen, von dem aus der Sachsenführer Kalorrez 
die Franken beunruhigt. K. lässt auch ein Kastell und Boote zum 
Schutz bauen ; mit letzteren greift er das feindliche Kastell an, besiegt 
die Sachsen und brennt es nieder. 

Als die Brücke fertig ist, ziehen die Herupois zuerst, K. mit den 
Franken zuletzt hinüber. Feierliche Messe und Beichte: die grosse 
Schlacht steht bevor. Eine Meile ist die Front der Franken lang. 
Richard und Murgaifier stossen zuerst zusammen, letzterer fällt. Nun 
rückt Guiteclin heran. IJaudouin tötet den sächsischen Bannerträger 
und vernichtet Mahoms Zeichen. Garin d'Auscune fällt. Baudouin 
besonders wütet. Er meldet K. die Bedrängnis der Herupois. Einzel- 
kämpfe! Neue Hilfe kommt den Sachsen, ein seltsames Volk mit 
platten Schädeln, grossem Mund, spitzen Zähnen, die den Sachsen 
nicht unterthan sind. K. schickt die Herupois gegen sie. Gondebeuf 
fällt durch Guiteclin. K. verzweifelt fast, da immer neue feindliche 
Scharen heranstürmen. Guiteclin fordert K. zum Zweikampf, K. nimmt 
ihn an, um so die Schlacht zu entscheiden. K.s Helm, den er im 
Krieg gegen Fourre von Nobles erobert hat, thut gute Dienste; endlich 
fällt Guiteclin. Noch ein Ansturm der Sachsen, die Lombarden ent- 
scheiden den Kam])f, fünfzehn Meilen weit werden die Sachsen verfolgt. 

K. lässt Sebile und Ilclissent zu sich bringen. Sebilo bittet K. 
fussfällig um Gnade. K. beruhigt sie und ruft Baudouin, wenn sie 



, Uutcrsueliuug über die Quellen der Conquesta de Charlenutinc 05 

Christin werden wolle, solle dieser ihr König werden. Gern willigt sie 
ein, und bittet, Guiteclins Leiche vor den wilden Tieren zu schützen. 
K. lässt ihn ehrenvoll begraben. Auch Berard empfängt seine He- 
lissent. 

K. zieht gegen Tremoigne, die Stadt ergiebt sieh auf Sebiles Ver- 
mittelung. Sebile wird getauft, dann folgt ihre Hochzeit; Baudouin 
wird König von Sachsen. 

Ein Bote meldet Guiteclins Söhnen in Trape Guiteclins Tod; 

i Fierabras von Rossie treibt sie an, ihres Vaters Tod zu rächen. Fiera- 

I mor der ältere, und Dallas sammeln 100000 in 14 Tagen. 

I K. hat Baudouin verlassen, nachdem er ihm Verhaltungsmassregeln 

gegeben hat, besonders den Sachsen nicht zu vertrauen. Er verspricht 

ihm Hilfe, wenn er in Not gerate. K. zieht nach Köln. 

Baudouin bemerkt von einem Fenster die heranziehenden 100000 
Sachsen, ihm selbst hat K. nur 15000 zurückgelassen. Sebile ermutigt 
ihren Gemahl mit K.s Hilfe. Sie senden zu K., inzwischen werden sie 
kämpfen. Baudouin legt zwei Hinterhalte zu 1000 und 4000 Mann. 
! Der erste muss einer Übermacht weichen, diese fällt in den zweiten 
Hinterhalt und wird geschlagen. Nun rücken die zwei sächsischen 
Brüder vor. Weichen will Baudouin nicht, er tötet Fierabras, wirft 
Fieramor vom Pferd, aber die Übermacht ist zu gross, von den Franken 
sind nur noch 3000 übrig. Sie ziehen in die Stadt zurück, die die 
Sachsen belagern. 

K. bricht auf die Nachricht von Baudouins Not sofort von Köln auf. 

Baudouin und Sebile sehen K. in der Ferne heranziehen. Bau- 
douin befiehlt einen Ausfall, er nimmt Abschied von seinem Weibe. 
K. kämpft von der andern Seite gegen die Belagerer. K. und Baudouin 
treffen sich, letzterer klagt um sein Los. Baudouin und K. selbst sind 
immer im dichtesten Kampf, aber die Franken schmelzen zusammen. 
Berard fällt durch Fieramor, sein letzter Gedanke ist seine verlassene 
Helissent, sein Vater Milon und seine Mutter; mit der letzten Kraft 
tötet er noch mehrere Heiden. Er schleppt sich unter einen Lorbeer- 
baum, betet für K. und Helissent; sein Schwert zu zersplittern fehlt 
die Kraft, er stirbt. 

ßernard von Clermont meldet seinen Tod K. ; dieser wie Baudouin 
schwören, Berard zu rächen; die Franken sind nur noch 10000. In 
einem furchtbaren Zweikampf spaltet Baudouin dem Heiden Fieramor 
das Haupt, der Guiteclin und Sebiles Abfall rächen will. Doch auch 
> Baudouin ist verwundet, Sachsen, Lutis, Ungarn stürmen auf ihn ein, 
er kann nicht mehr hindurch; einen Augenblick hat er Ruhe, als die 
Feinde sich zu einem neuen Angriff sammeln; er betet für K., „leb 



96 Ciu-t Valentin 

wohl, Sebile, du hattest mich nicht lange" klingt's aus. Einen Heidon 
schlägt er noch nieder, dann stirbt er. 

K. ist sehr traurig, Roncesvaux hat ihm Roland genommen, die 
Sachsen jetzt Bandouin. Naymes hindert ihn, sich an der Leiche zu 
töten, sie müssen kämpfen. Die Übermacht ist zu gross. Die Franken 
müssen sich in die Stadt zurückziehen, um die Herupois zu erwarten; 
Baudouins und Berards Leichen werden mitgenommen. 

Sebile an Baudouins Leiche ist ein Bild der Verzweiflung; K. lässt 
Sebilen wegführen, da er den Jammer nicht mehr ansehen kann. 

K. wacht in der Nacht selbst. Der Sachsenkönig Dylas kommt 
ans Thor, fordert K. mit Schmähungen heraus. Ohne Jemand etwas 
zu sagen, reitet K. aus der Stadt. K. besiegt Jenen, tötet ihn aber 
nicht, sondern verspricht ihm Sachsen, wenn er Christ werde. Dylas 
ergiebt sich. Beide kehren nach Tremoigne zurück. 

K. lässt Baudouin und Berard einbalsamieren; denn er hatte ver- 
sprochen, letzteren seiner Mutter heimzubringen. Sebilen verspricht er 
einen andern Gatten. Sie erklärt, sie wolle ins Kloster gehen. 

K. träumt, er sei im Ardennerwald, ein wütiger Eber verwunde 
seine Begleiter, bis Naymes ihn erlegt. 

König Salorez fordert K. heraus; Naymes wacht, er sagt Jenem, 
K. schlafe, und bietet sich zum Kampfe an; der Heide will nur zum 
Schein mit ihm kämpfen, da Naymes ihm nicht ebenbürtig sei. Kampf. 
Naymes schont ihn anfangs. K. ist herbeigeeilt, Naymes kommt in 
Gefahr. Als er K. sieht, spaltet er dem Heiden das Haupt. K. tadelt 
Naymon, dass er sich allein in Gefahr begeben habe. 

K. sieht vom Fenster an der Furt von Mortiter die Herupois und 
andre Stämme nahen. Die Franken ziehen ihnen entgegen. 

Dylas wird K.s Bannerträger, kämpft auch gegen die Sachsen; als 
diese sehen, dass er Mahom abgeschworen, greifen sie ihn heftig an, 
er wehrt sich gut. Die Herupois entscheiden den Kampf; die Sachsen 
werden bis zu einem Arm der Rune verfolgt. 

K. erbaut auf dem Schlachtfeld eine Abtei St. Marie; Sebile wird 
in ihr das Andenken Baudouins pflegen. 

Dylas wird getauft, heisst nun Guiteclin li Convert, und erhält 
Sachsen als Reich. 

K. lässt Schwerter und Sporen der Gefallenen sammeln und 
baut davon einen Perron in Tremoigne, auf dem er seinen Sieg übei 
die Sachsen verzeichnen lässt. Dann zieht er heim, nach herz- 
lichem Abschied von Sebile, nach Aachen, wo Baudouin bestattet 
wird. Berards Leiche bringt er dessen Eltern. K. regiert nun ir 
Ruhe. 



Unteisuchuug über die Quellen der Cuuquesta de Cliiulemaiue 97 

Die Prosa: 

In P liegt das Gedicht von Anfang bis Ende vor^ trotz des aus- 
zugsartigen Charakters von D ist keine auch nur einigermassen be- 
deutende Begebenheit weggelassen. Ebenso sind die Änderungen von 
P ganz geringfügig. Die Thätigkeit des Verfassers unsrer Prosa D 
bestand nur darin, Nebensächliches auszuscheiden, und es bedürfte einer 
viel genaueren Analyse des Epos als der obigen, um erkennen zu 
lassen, wie viele der Nebenpersonen mit ihren unbedeutenden Uollcn, 
wie viele Namen, an denen gerade dies Epos reich ist, P gestrichen hat. 
Aber nichts Wesentliches fehlt, und in den Zügen obiger Analyse liegt 
das Epos ziemlich genau in P vor. 

Eloovants Tochter heisst in P Helouys (statt Aalis); Anseis ist zu 
Änstis geworden; Dylas zu Dyalas. 

Unter den Grossen der Herupois verzeichnet P auch einen Herzog 
von Orliens, einen Herrn von Poitou und von Chartres, die das Ge- 
dicht nicht anführt. 

Ein kleines Plus weist P insofern auf, als Beuves und Gilemer, 
die Hetzer gegen die Herupois, sich sofort nach Rückkehr der Ge- 
sandten von den Plerupois, von K.s Hof entfernen, da sie sich nicht 
mehr sicher fühlen. Zum Überfluss verbannt sie K. auch noch. Da- 
gegen fehlt ihre spätere Bestrafung. 

Da die Person des Sorbues in P ganz ausgefallen ist, übernimmt 
hier Graf Huon selbst die Botschaft zu K. 

In dem ersten Rat Guiteclins am Flusse hat in P Adam d'Alenie 
die Rolle des Dänen Aufarz übernommen, während Guiteclin selbst 
den heissblütigen Adam des Epos ersetzt. 

In der Episode der ehebrecherischen Frauen enthält uns unser 
Text den Namen der Gattin des Friesenkönigs vor, auch den Zug, 
dass diese ihren Bruder nicht anzurufen wagt. 

Der im Epos bei dem durch öebile den Franken verratenen Über- 
fall der Sachsen auftretende Murgalanz fehlt P. 

Durch die kleine Änderung, dass bei Baudouins zweiten Übergang 
über die Rune (Baudouin- Baudaraas) Sebile Baudouin zuerst bemerkt, 
\ und sie, nicht Guiteclin, den Baudamas auf ihn hetzt mit dem Befehl, 
I ihn für die Damen zu fangen, also ihr den Geliebten im Angesicht 
' ihres Gemahls durch dessen eigenen Unterthanen zuzuführen, erhält 
die Gestalt der Sachsenkönigin den Anstrich einer schalkhaften In- 
I trigantin in P. 

Die Scene Sebile- Helissent, in der erstere Baudouin für untreu 
' hält, fehlt P. 

Romanische Forschungen XIII. 1. 7 



98 Gurt Valentin 

Ferner stellt K. an Baudouin nicht die Forderung, Sebile vor allen 
Sachsen zu küssen, das wäre in der That zu viel verlangt, P weiss, 
dass man bei derartigen Unternehmungen die Öffentlichkeit auszu- 
schliessen hat. 

Der sächsische Spion in K.s Lager, sowie die Scene Sebile- 
Justamont vor dem Kampf des Letzteren mit Baudouin fehlt unserem 
Text; ferner Baudouins Sprachkenntnis im „tiois". 

An Stelle der unter den zum Brückenbau kommandierten Völkern 
genannten Baiern und Lombarden giebt die Prosa Lothringer und 
Friesen an. 

Die Scene der streikenden Brückenarbeiter ist ausgefallen. 

Die Hauptschlacht giebt P unter Weglassung alles dem Eingreifen 
Guiteclins Vorhergehenden im Epos, wieder; das Auftreten der Hunnen 
in ihr fehlt. 

Da der jüngere der sächsischen Königssöhne seit seiner ersten Er- 
wähnung in Trape erst am Schluss des Gedichts wieder auftritt, lässt 
P ihn absichtlich in der Heimat bleiben, um dort noch Truppen zu 
sammeln; hierbei ist ausser Russie und Honguerie das dem Gedicht 
unbekannte Poulane als Sammelplatz genannt. Dyalas kommt dann 
gerade auf dem Kriegsschauplatz an, um in die erste Schlacht nach 
K.s Rückkehr aus Franken zum Schaden der Franken einzugreifen. 

Von einem V'ersuch K.s, sich an Baudouins Leiche zu töten, be- 
richtet P nichts; umgekehrt weiss das Epos nichts von einem in P er- 
wähnten ersten Kampf zwischen K. und Dalyas (beim letzten Rückzug 
K.s auf Tremoigne), der erfolglos vorläuft. 

Schade, dass P uns die rührende Klage Sebilens an Baudouins 
Leiche nicht wiedergiebt (in der Analyse oben nicht ausführlich), es 
ist eben nur Prosa, wenn wir lesen, dass Sebile Alle im Klagen über- 
trifft und halbwahnsinnig vor Schmerz ist. 

Den Zweikampf K.s mit Dalyas, d. h. die Annahme der Forderung 
seitens K.s motiviert P mit dem Wunsche K.s, weiterem Blutvergiessen 
dadurch vorzubeugen ; deshalb sichern sie sich gegenseitig das Leben 
ihrer Leute zu, die alle dem Kampf zusehen, während im Gedicht K. 
dem Pförtner ausdrücklich Schweigen gebietet. 

K.s Traum gegen Ende des Gedichts fehlt der Prosa. 

Während im Gedicht K. sowohl nach dem schliesslichen Siege die 
Abtei wie den Bau aus den Schwertern und Sporen aufführen lässt, 
lässt K. in P den ersten Bau nur beginnen, und den zweiten baut 
Dalyas nach K.s Befehl. 

Michel, in seiner Ausgabe der „Chanson des Saisnes^', führt die 
Lesarten zweier anderer Handscliiiffrn an, aus denen ersichtlich ist, 



Untei-suchung über die Quellen der CuiiquesUi de Charlemuiue 99 

dass einige Abweichungen in P gegenüber dem von Michel gedruckten 
Epos dadurch zu erklären sind, dass B eine andre Handschrift als die 
von Michel gedruckte benutzt hat; so ist Helouys, Floovants Tochter 
(s. Anfang), durch die obigen Lesarten bezeugt, an Stelle von AaÜz. 

Ferner nennen die beiden andern Handschriften sofort St. Herbert 
als Aufenthaltsort der zurückgelassenen fränkischen Damen, wie P, 
während Ms. Lacabane (Druck) St. Lambert angiebt. Da übrigens 
nach L. Gautier a. a. 0. HI 650 diese zwei Manuskripte die Episode 
von Baudouins Tod nicht kennen, ist an ihre Benutzung nicht zu 
denken. Michel hat leider die Lesarten einer vierten Handschrift 
(Univ.-Bibl. Turin) nicht beifügen können, das, wie das Ms. Lacabane 
und P, Baudouins Tod enthält. 



In zwei Schlusskapiteln giebt uns P einen Bericht von Karls 
Tod nach Turpin Kap. o'>und 32. Von den sieben Künsten bemerkt 
er nur, dass auch ihre Bedeutung auf der Wand dos Palastes erklärt 
war; er zeigt damit, dass er Kap. 31 bei Turpin, das aus diesen 
Erklärungen besteht, für überflüssig hielt. Dagegen führt er unter den 
Gemälden, die K. herstellen lässt, auch Agoulants und Heaulmonts 
Porträts an, deren letzteren Turpin als eine Gestalt aus ,.Aspremont-' 
natürlich nicht kennt. 

Den Bericht Turpin s von der Wunderbotschaft von K.s Tod giebt 
P übrigens genau nach dem lateinischen Autor, d. h. in der ersten 
Person in Form eines Briefes, der von Turpin henülne. 



100 Spissia — Melraa 



Spissia. 



Seit Diez E. W. I Spesso irrtümlich ejKiis auf „altes" epois esjwis zurück- 
führte, statt auf fs^jgs, hat dieser Schcädling fortgelebt und in üblicherweise 
ein espeis hervorgebracht; so zuletzt bei Schwan-Behrens § 11, 1 als durch 
espeissier hervorgerufen. Das bei Gdf. Compl. Espes verzeichnete Ont 
si espois et si grant obsciirte Gaydon 10693 ist korrupt und evident kein 
Adjektiv; das Substant. por V espois de Vair aus ßruneto ib. Bd. III 
steht, ob nun espes oder espois die richtige Lesart ist, für espesse, espoisse. 
Das Nomen espeisse, espesse aber verhält sich zu espes, espeissier, espessier 
ebenso wie graisse, groisse zu gras, gros, engroissier: es sind auf gallischem 
Boden beimische Bildungen auf -ia, wie das Meyer-Lübke Gr. II, 451 
sehr wohl bemerkt, nur dass er Einfluss der germanischen Adjektiv- 
abstrakta auf -i des Typus „gross — Grösse" annimmt. Mir ist ger- 
manische Beteiligung an der Bildung derartiger Worte an sich nicht 
T,vahrscheinlich, um so weniger als eben im Germanischen die konkrete 
Wendung fehlt, welche die Bedeutung der franz. Worte sehr früh ge- 
nommen hat: die einschlägigen französischen Worte stehen in enger Be- 
ziehung zu den romanisch fortlebenden lateinischen Adjektivabstrakten : 
estrece, espoisse, laize zu angustia, und groisse, graisse zu maceries. 
Planhd — plague schliesst sich sehr gut an; aus der ßegriffsgruppe 
heraus tritt nur yprivatia'-^, das eben auch nicht existirt. Das alt- 
französische Wort lautet ^;?7Vo/se — privitia, mäht privaise. 

G. Baist. 



Italien., das Diez II* auf ahd. rndm zurückführt, ist aus der Liste der 
germ. Lehnworte zu streichen, kommt von dem griech.-lat. niigma, das, 
wie die Belege bei Ducange zeigen, die Bed. Mischfnttcr, Häcksel an- 
genommen hatte. So seltsam die ('bertragung scheinen mag, ist ein 
mit Pflanzenresten durchset/>ter Pfützonschlamm dem eingeweichten 
Futter ähnlich genug um sie zu erklären. Die Nebenform smegma bei 
Duc. zeigt das mlat. Wort in Italien besonders heimisch. 

G. Baist. 



Revue des textes ecrits en langue d'Oc 

depuis ces dernieres annees. 

Introdiictioii. 

Le centenaire de Jasmin. La mort de Roumanille et de Bigot. 

Questions de grammaire et de metrique. 

VON 

Eugene Franc. 



Au mois d'aoiit 1898 ,,les felibres des bovds du Rhone unissaient 
lenrs Ijomniages ä ceux des bords de la Garonne" pour feter le cen- 
tenaire de Jasmin, le precurseur du felibrige, le poete qui s'etait ecric 
daus un elan prophetique: 

nia lengO; tout me zou dit, 
Plantarey uno estelo a toun froun encrumit. 
(0 ma langue, tout me le dit, je planterai une etoile ä ton front obscurci.) 
En Souvenir des fetes d'Agen, on a public ä la librairie Roche „Las 
Papillotos'-^ , edition illustree du centenaire, avec un beau portrait de 
Jasmin. (Cette estampe est extraite des ,.Precurseurs du felibrige'-^ 
de Frederic Donnadieu. Apres une courte preface de Mistral et 
une notice biographique interessante, l'auteur indique le plan de 
ce rccueil. „Nous n'avons pu, dans ce volume, donner toutes les 
Oeuvres comprises dans les quatre voluraes in -8", publies du vivant 
de Jasmin, mais nous avons donnc ä peu pres en entier l'edition po- 
pulaire de Didot ... En compensation nous avons ajoute les plus 
helles pieces parues dans le quatrieme volume posterieur ä l'edition 
Didot . . . Nous n'avons pas cru devoir substituer l'orthographe feli- 
breenne a Celle de Jasmin . . . Appliquer a Jasmin toutes les regles 
de l'orthographe des felibres, c'est le rendre inintelligible ä nos com- 
patriotes." Un gascon lira tres difficilement, en effet, ces vers transcrits 
comme il suit par F. Donnadieu dans son bei ouvrage „Les Precur- 
senrs du felibrige". 



102 Eugene Franc 

Frangouneffo a dus Hs vious (bious) coimio diis lugrcts .... 

(Fraugoinette a deiix yeiix vifs comme deux eclairs) „ — L'ouvrage 

comprend en ontre iine etiide, un peii trop courte ä mon gre, sur la 
pronoiiciation gasconne, et un glossaire tres süffisant." Pour faire 
revivre de son mieux le Souvenir de Jasmin, l'auteur a essaye, ä l'aide 
de rillustration, de faire une edition dociimentaire. II me parait y 
avoir parfaitement reussi. 

Le 24 niai 1891 mourait Roumauille: ,^Villustre patriarcho de la 
famiho fellhrenco, lou poueto, lou countalre, lou galeja'lre poiipulari 
de nosto lengo proucenralo .... lou caponlie dou Felibrije, lou paire 
de nosto Reneissenco, lou hon e galoi Roumaniho . ." II etait ne le 8 
aout 1818 ä Saint Remy: il fit ses classes au College de Tarascon: il 
fut maitre d'etudes ä Avignon oü il fit la connaissance de Mistral et 
de Mathieu qui faisaient leurs etudes dans le mi'me etablissement. 
C'est lä qn'il publia son premicr livre de vers // Margarideto (1847). 
Sous son inspiratiou Aubanel, Brunet, Giera, Mathieu, Mistral et 
Tavan fonderent le 21 mai 1854 le Feiihrige et l^ Armana prouvencaou, 
son Organe officiel. En 186H, Roumanille avait epouse la felibresse 
Rose-Anais Gras, qu'il avait couronnee lui meme aux jeux floraux de 
S'^-Anne d'Apt (1862^, et qui est la sceur de Felix Gras aujourd'hni 
eapoulie du felibrige. 

Li Margarideto, li Nouve (Noels), // Sounjarello, la Part de Dieu, 
La campano mowifado, li Flour de säuvi (sauge) ont et6 publikes en 
diverses 6ditions et dans le rccueil Lis Ouhreto en vers (1860— 18C4). 
Ses ceuvres en i)rose: Un rouge euf un hlanc, li Cluhe, li Parleja'ire, 
li Capelan, lis Entarro-chin ont etö reunies en 1864 sous le titre 
lis Ouhreto en proso. Les contes et galejado (blagues) qu'il donnait 
depuis 37 ans dans V Armana ont etc reunis sous le titre Li conte prou- 
vemjau e li cascareleto de J. Roumanille : il y eut 2 ^ditions (1884—1889). 
Toutes ces ceuvres avaient i)aru sans traduction frangaise. Mais, 
gräce aux soins de niadame Roumanille, des 6ditions nouvelles, avec 
traduction fran^aise en regard, ont ])aru depuis la mort de son mari. 
En 1896 eile publiait une uouvelle edition de Lou siege de Gada- 
roussa, pouetno eroid- coumiquo de J. B. C. Favre eiri'un avans prepaus 
de J. Boumanille qui avait tire de l'oubli Tedition premiere, parue 
ä Montpellier en 1787. Ce petit livre comprend aussi le fameux 
Sermoun de moussa Sistre que tout le midi connait par coeur. 
La meme annöe mourait son coll^gue et ami Jan. Batisto Gaut, qui 
avait collabore au recueil li Prouvcnralo avec Roumanille. Comme 
lui, il avait fait ses premiercs armes dans lou Boui - ahaisso que 
Desanat faisait pnrattro vers 1841. II s'ötait adonne au drame: on a 



Rt'vue des textes ecrits en laiiguc d'Oc depuis ccs dcrnieres aiiiiees [0?) 

aiissi de liii 2 operas comiqiies dont le dernier, V Ämour emjabia, fiit 
Jone ä Sorgues en 1891. 

Le traductcur de PEneide, Louis Roumienx, est mort le 13 juin 
1893. Sa chaiison de „Lou Maset de Meste Roumieu" est tres po- 
pulaire et dans beaiicoup de reiiuions ftlibreeiines ou eutend chanter 
le retVain. 

Loa maset de meste Eoumieti 
Es im maset coume n'ia gaire ; 
De segur, dins tont lou terraire 
Se n^en vei ges coume Ion sieu. 

(Le maset [petite campag-ne] de maitre Roumienx — est uu maset 
comme il n'y en a g'ueres; pour sür, dans tout le pays — 11 ne s'eu 
voit aueun comme le sien.) 

Le 7 janvier 1897 mourait ä Nimes son ami A. Bigot, le plus 
graud poete du Languedoc depuis Jasmin. En 1898 paraissait la 
14 me cdition de ses Bourgadie/'ro^) et peu de jours apres ses oeuvres 
posthumes^). L'abbe Dufour, dans Uii La Fontaine languedocien, 
publie par l'Academie de Nimes en 1897, fait une etude interessante 
de notre poete: „Monsieur Bigot, qui appartient au culte reformc, 
et qui manque rarement d'affirmer ses convictions religieuses, a lajoie 
d'entendre ebaque annee, quelqu'une de ses fables debitee et vivemcnt 
applaudie dans les reunions catholiques." 

Si j'ai cite ces quelques lignes de l'abbe Dnfour, c'est pour prc- 
venir tout de suite une equivoque. On a, me semb!e-t-il, en Allemagne 
une tendance a voir dans le felibrige im mouvement rhodauien, 
catholiqiie et separatlate. La langue rhodanienne seule a paru digne 
a Koschwitz d'etre analysee dans son excellente gramniaire histo- 
rique de la langue des felibres. Et cependant Piat, dans son Dic- 
tionnaire fran^ais-occitauien^), a choisi de preferenee le langue- 
docien au provengal, ä cause de la plus grande variete de ses 
formes. D'autre part, au point de vue politique et religieux, le felibrige 
peut revendiquer des republicains comme Clovis Hugues et A. Bigot, 
et bien d'autres encore. Pour ce qui est du separatisme on trouvcra 
plus loin le discours que Felix Gras a prononce ä Carpentras lorsqu'on 
frtait dans cettc ville le centenaire de la reunion du comtat ä la 
France. On ne sauiait trop le repeter. Roumanille, Aubnnel et notre 
grand Mistral n'incarnent pas tonte la langue d'oc dans leur glorieuse 



1) Li Büurgadieiro 14me et deruiere editiou. Nimes. impr. Navatel. Prix 4 F. 

2) Les reves du foycr. Niincs iiup. A. Chastauier. Prix 3 F. oO. 

3) Dict. franc-üccit. 2 vol. Montpellier, Ilameliu, 



4^04 Eugene Franc 

triiiite. Du Laiiguedoc a, la Provence, de la Gascogne au Comtat 
il y a autant de diiference qu'entre Sparte et Athenes, ou qu'entre 
les Eolieus et les louiens, et Ton peut opposer Bigot k Aubanel comme 
l'austere SoIod aux chantres legers de Mytileue. 

L'cßuvre de Bigot est deja ancieune, niais je me vois obligö de 
m'y etendre assez louguement pour plusieurs raisons. D'abord parce 
qu'elle ue me parait pas avoir toujours ete appreciee a sa juste 
valeur: ensuite parce qu'elle me fournira des consideratious grammati- 
cales et metriques indispensables pour l'etude approfondie de la gram- 
maire historique de Koschwitz. Bigot est avant tout le liuguenot 
Dimois, le desceudant des Camisards. 11 y a en lui de l'apotre: il 
precbe la morale de l'Evangile: il fait rire le peuple, mais il le gour- 
mande et le force ä raisonner. Dans „Ion Siaounic de ma gran ^Y (le 
psautier de ma grand' mere) il nous depeint la vieillc femrae dans son 
costume modeste de plebeiennC; car alors on n'aimait pas le luxe 
comme aujourd'hui. 

En te vesen, viel siaoume, crhe 

Qu' Es assHado u moun cousta; 

Coumo lis aoutri ßs, la vese 

Sus nosto eireto tricouta ; 

Vhe soun juste de sayeto"^), 

Soun couUyoim coulou cafp\ 

Soun yeul viou daribs si lunHo. 

Soun er hon soufo soun couife*). 
(En te voyant, vieux psautier, je crois — qu'Elle est assisc ä mon 
Cütc; — comme les autres fois je la vois — sur notrc palicr tricoter; — 
je vois son corsage de drap grossier, — son jupon couleur cafe, — son 
oeil vif derriere ses lunettes, — son air bon sous sa coiffe.) 

Ero iganaoudo, per eshnple: 

En Vempourtan^ a inchö i)as, 

Chaquo dlmhiche anavo ou Ümple 

Quau lüouguesse coumo lou bras. 
(Elle ctait buguenote, par exemple — En t'emportant, ä petits 
pas, — cbaque dimancbe eile allait au temple — quand il pleuvrait 
(il aurait plu) comme le bras.) 



1) Li Bourgaflieiro 15—17. 

2) Corsage de drap dit escot. 

3) Parce que la couleur noire est devenue jaune avec le temps. 

4) Sorte de bonnet que portent les ferames (luand olles ont pris le dcuil, 
et qu'cllcs uc quittent plus. 



Kevue des textes ecrits en lani,'ue d'Oc depiiis ccs deruiercs .'uinees 105 

Le cbarme de cette piece est fait d'emotion sincere : nulle recherclie 
de style. C'est bien „l'idiome de nos travailleurs, avec sa rudesse et 
soll harmonie^)^'. Ce respect attendri du passe se moutre aussi dans 
,^lou Bowie de moun ouncle' Jaque'^y^ (le bonuet de mon oiicle Jacques). 
Cet oncle etait un vieux soldat de la republique, qui, pour gagner sa 
vie, faisait le raötier de cordonnier ,^caoussavo encaro tres pratiguo^^ (il 
cbaussait encore trois „clients" — mais, moins devot que sa mere „De 
fes manquavo lou sermoun — demouravo tan yim dou Thnple'^'' (des 
fois il manquait le sermon — il deineurait si loin du Temple). Tous 
les jours le vieux allait ä son jardin, son j^mazef-', car c'est ainsi que 
les Nimois appellent ces petites niaisons de campague bäties entre 
quatre murs de pierre secbe. L'oncle Jacques etait le type de ces 
faubouriens nimois „// bourgadie^^ que Bigot a mis en scene dans ses 
y^Bourgadieito'-^ . Mais c'est surtout comme fabuliste que Bigot est 
original. Des centaines d'ouvriers et de petits bourgeois savent par 
coeur plusieurs de ses fables. II n'est pas de bapteme ou de noce sans 
que le farceur de la societe ne recite Ji bestio malaoiito^' (les animaux 
malades de la peste) — [li] ,^granout/o que voloim un re'i'-^ (les grenouilles 
qui deinandent un roi) — „la tartugo et U dous cmiar^' (la tortue et 
les deux canards) ou „lou sinje et la lanterno majiquo'-^ (le singe et 
la lanterue magique). — C'est que Bigot a ete le poete populaire par 
excellence, et c'est lui qui aurait pu ecrire en toute verite ce vers de 
Mireille „car canfan que per vautre, o pastre e gent di mas" (car uous 
ne cbantons que pour vous, o bergers et ferraiers). Je ne crois pas 
qu'il y ait 10 bergers capables de reciter quatre vers de Mireille. 
Mais, je le repete, des centaines, d'ouvriers ou de paysans dont 
la moitie ne savent pas lire, vous rociteront des fables entieres 
de Bigot. C'est que cet bomme modeste parlait la langue des petits, 
Cette langue, il l'a notee, il l'a fixee, il l'a fait sienne, et le peuple 
le lui a bien rcndu car il eniaille sa couversation de proverbes qu'il 
lui emprunte ä son tour, de meme que Bigot avait puise, dans la 
sagesse iiopulaire, une foule de vieux dictons. La langue litteraire, 
dans tous les pays, a quelque chose d'artificiel, d'academique. Elle se 
plait ä ressusciter des arcbaismes oublies, ou bien eile s'efforce de 
forger des neologismes ingenieux. Or les mots qui meurent, dans une 
langue, avaient leurs raisons pour mourir. Ils ne servaient ä rien, et 
ne serviront davantage k rien. Quel dommage que notre grand Mistral 
babille ä nouveau tous ces squelettes! Nous ouvrons notre dictionnaire 



1) Li Bourgadieiro. Pieface. 

2) Li Bourgadieiro. 



106 Eti!;('ne Franc 

et saluons avec respect ces debris du passe: mais est-ce que la Pro- 
vence ne vit pas toiijours, poiirquoi cette langue inorte? La laugiie 
litteraire, dis-je, est pleine d'embüclies ponr le pliilologue et le grara- 
mairieu. Quelles etyraologies ridicules accumulerent, sous pretexte 
d'erudition, les pedauts du XVI'"'' siecle! Combien de niots savants 
Dous ont ils imposes qui jureut avec le geuie de la langue frangaise. 
Au contraire; je defie de trouver dans Bigot uu seul mot qu'un bomme 
du peuple ne puisse coraprendre et traduire subtilcment. B. ne se troublc 
jamais dans cette vaste synonymie des dialectes populaires: il en 
connait les moindrcs nuauccs, et ce u'est pas le moindre cbarme de sa 
poesie. 

II est regrettable que le Systeme d'ortbograpbe adopte par B. 
soit aussi defectueux, et s'eloigne autant de l'orthograpbe felibreenne. 
„Pour conserver l'idiome uimois — dit-il dans sa preface — j'ai 
eerit, autant que j'ai pu, eomme ou prononce, et donne ä chaque lettre 
la valeur qu'elle a dans la langue fran^aise. C'est en definitive par 
ccux qui parlent ou qui peuvent parier le fran^ais que je peux ctrc 
lu — ceux qui ne parlent et ne coniprennent que le patois ne sacliant 
pas lire." Malbeurcusement 11 n'est pas toujours exact que B. ait ecrit 
comme on prononce. Par exemple il a erapruntc au proven^al la dc- 
sinence feminine 0, bien qu'elle se prononce toujours A a Montpellier, 
et presque toujours A ä Nimcs. Or dans le provengal aneien la lettre 
et le son A caracterisaient precisement les desinences feminines arfna 
armas — terra terras: ce u'est qu'au XV™« siecle que s'opöre la trans- 
formation en o dans les docuraents ecrits. Le Ntmois ayant garde 
l'ancienne prononciation a, on peut s'etonner que Bigot, entraine par 
l'orthograpbe provengale ait ado])tc la lettre o^). D'ailleurs son ortho- 



1) Cf. hl pi6face de Rounianille au siege de Cadaiousse: „Kemarcares quo 
(Fahre) termino per un a li finalo feminino que generalanicn terniinau per un o. 
En effet, dins la Prouven^-o, la Guiano e la Gascougno, lou Beani, loa Limousiu 
e la plus grando part döu Lengadö. se dis emai s'escrieu: la tcrro, la tatdo, 
la poito, la riho. — Es un usage qu'an segui d'espereli, despiei lou siöcle sogen, 
quasi touti lis escrivan döu Miejour. Mai chascuii saup qu'aperavans dins lou 
beu töras di Troubadour, se disie e s'escriviö: la terra, la taula, la porta, la 
riba. Or i'a quauqui pai's ounte s'cs counservado aquelo prouounciacioun, Mount- 
peli^ per eseniple enie sis enviroun. Per quant is äutri forma que trouvares 
diverso emö li de Prouven^o, couino l's döu plurau [las saumas, lous pegots, au- 
lio de li saumo, li pegot); lou t döu participe passa e de la tresenco persouno 
döu preterit (maiijat, Jinit, venguH, amt, au-lio de manjn, Jini, venguc, anc) ; Vlh 
bagnado {Jilho, muralhn au-lio de ßho, muraio); li tcrminesoun al el ol (gcncinl, 
agncl, fol au-lio de generali, agneu, föu) e lou ch de fach, Ucch,fruch, niocli, etc. 



Revue des textea ecrits en liinguc d'Oc dcpuis ces deniieres annees 107 

graphe est capricieuse : il ecrit ton au lieu de tout, et tan au lieu de 
tanf, mais et au lieu de e qui est rorthographe elassique. Pour ne 
pas confondre lou (loup) avec lou (article) il ecrit lou loü, ce qui de- 
vrait changer la prononeiation. Examinons d'ailleurs avec ordre les 
principales differeuces qui separent la phonetique languedocienne de 
la phonetique rhodanieune. Je suivrai la grammaire historique de 
Koschwitz, en indiquant ä mesure les quelques eritiques de detail que 
je crois devoir faire. Tout d'abord, et je le r^pete, ce n'est pas la 
langue des felibres, mais seulement le dialecte rhodanien que l'auteur 
a etudie et a voulu etudier. II y a des felibres en Gascogne comme 
en Provence, uvrog l'ft]. Le Maitre ecrivait ä propos du centenaire 
de Jasmin: „Que vous dire de plus pour vous faire comprendre que 
les felibres des bords du Ehone uniront leurs bommages enthousiastes 
ä ceux des bords de la Garonne." Quoi qu'il en soit, la grammaire 
historique de K. comble un grand vide, et nous autres Proven^aux 
iious remercions l'auteur bien sincerement. L'accent toniquc porte en 
languedocien, comme en proven^al, sur la derniere syllabe des mots, 
cxcepte dans ceux qui sont termines par e, i, o sourds; (ajoutez a) ou 
par la desinence verbale ou = oiin en languedocien. — L'a prosthe- 
tique de agland est frequent; c'est une sorte d'augment appele adjectio 
dans „Zas flors del gay saber'-^. Comme le fait remarquer Mistral, dans 
ccrtains mots tels que agland, anose, apruno 11 vient du Souvenir de 
l'article : r agland = la gland ; F anose = la nose', V apruno = la pruno. — 
La diphthonge ai est tres souvent ecrite a'i chez Bigot, et ay chez 
Jasmin. Comme desinence verbale eile devient ey chez J. — H=hj 
chez J. gleiso = gleyso. — ou s'ecrit 6ou chez B. et J. Plön (il 
pleut) = plöou. Mais 11 se change souvent en ol:föii (fou) =^ fol-^ 
cöu (cou) = col'^ dön (deuil) = dal (J.). — au devient aou: quaii 
(qui) = quaou] savpre (savoir) =: saoupre. Comme finale il devient 
souvent al: ousfau (maison) = oustaou chez B, mais oustal chez J. ; 
mau (mal) = 7naou chez B et mal chez J. — eu devient tantot eou 
tantöt el: heu (beau) = beow^ greu (lourd) = greou; mais agneu = 
agnel. couteu = coutel; soidhi = sourcl — eu devient eou: beure 
(boire) = beoure; veuso (veuve) = veoitso. Le pronom ieu (je) est 
ecrit yiou par B. bien qu'il se prononce ä peu pres comme en Pro- 
vence. Je ne sais d'oü vient cctte orthographe. Peut etre B. a-t-il 
ecrit ainsi par imitation de J. qui ecrit jou^ mais en Gascon la pro- 



que näutre pronoungati noun fasen plus seuti-acu es lis entre-signe döu parla 

de Languedo En proun pais de Lengadö h se prounouncio v, e vice 

versa. „Uiouso encouiilrado ounte vivere es biberel'^ 



108 Eugene Franc 

nouciatioii de ce mot est la meme que celle du fran^ais joue — ine 
devient ieu (sans accent) ou yeu : nme (nuit) = gneu (B.) mais ney 
(J.). — L'emploi des nasales est a peii pres le meme en provengal et 
dans le dialecte uimois. Au contraire la clinte de la nasale est fre- 
qiiente chez J. qui ecrit: mafi ^= matin-, cami= camin -^ tabe = tamben\ 
hou = boun (bon); nou = noim (non). — L'n mouille s'ecrit c/n chez 
B. et J. Le plus simple serait d'adopter ii espagnole. Dans la pve- 
face de son dictionnaire francais-occitanien, Piat dit avec juste 
raison : „Avec son gn unProvengal ne sait commcnt prononcer: agnacioun, 
af/nus-cantus. magnat, gnoiisticisme, magnoidia dont le g et Vn doivent 
se faire entendre separement . . . c'est pourquoi nous ecrivons espmiol, 
campario, canard, vino ...." — En passant, je crois que Tetymologie 
du mot ansin (ainsi) est plutot in sie que: ceqiie sie, malgre l'aulorite 
de Diez^). De meme K. fait de bat un mot savant, du grec ßalXtiy. 
mais le vieiix proveuQal avait le verbe balar (danser) du latin popu- 
laire ballare qni a donnc en fran^ais baladin. — L muette devant ie 
ou io est remplacee chez B. par y, et chez J. par II espagnole: lie 
(lit) = ye (B.) = lliey (J.). La lettre l mouillee a pour ainsi dire 
disparu en provengal). — La lettre r est souvent pronon^!«^e connne r 
normale des parisiens. A l'Isle-sur-Sorgue, on peut presque dire qu'il 
n'y a, chez le peuple, que deux manieres de prononcer r: /'r grasseyee, 
Cr roulee ä l'italienne quand eile se trouve entre deux voyelles. A 
Mraes, au contraire Vr est genöralement prononce ä la fran^aise. 
TJr gasconne se rapproche de Vr espagnole dans le mot toros. 11 
arrive frequemment que Vr est muette dans la prononciatiou pojiu- 
laire: ou dit agueian = aguerian: de meme J. dit: aonyo pour auryo 
(= aurU). 

K. affirme que le ch se pronouce tz. Cela n'est vrai que pour le 
rhodanien raffinc. Comme le fait remarquer Piat^): „Le ch e.<pagnol 
est un son extremement varie, qui, selon les dialectes, passe du tch 
le plus pfiteux (auvergnat fchacun) au ts sifflant et cela sans egard a 
la Position gdographique. Chaucha (fouler) se prononce ä Nerac et ä 
Cannes: tchautcha-. k Avignon et ä Revel: tsautm. Nous l'appelons 
ch e.^pagnol, parce qu'il est le plus repandu sous la forme tch cor- 
respondant tout ä fait au ch de muchacho.'^ — Dans la prcface de 
„Las Papillotas" l'nuteur dit: „La prononciatiou du j et du ch est 
tres hcsitaute et varie d'un viliage k l'autre. „Cette prononciation 



3) Cf. Brächet in dict. (5tym, et Brächet in gr. hist. — et Hatzfeld, 
Darmesteter et Thomas in dict. gener. 
2) loco cit. 



Revue des textes ecrits en laiigue d'Oc depuis ces dernieres annees 109 

est eu effet tres variöe. Chez moi; ä 20 kil. d'Avignoü, le mot chin 
(chien) outre la prononciation tzin qui est la plus repandue, pourrait 
s'ecrire tscJän, tzch'm et meme tchin qui est la prononciation nimoise. — 
Meme diffieulte pour le g italien, ou le j ayant le son du y doux. 
Piat 1.5 propose le moyeu suivant: „C'est d'employer un seul signe ä 
travers tous les dialectes et d'ecrire : manja, arcanje, roujo, juja . , . 
saebant d'ailleurs que dans tel dialecte ce j se prononce de teile 
maniere. Un Marseillais lisant jouga, dit naturellement djouga (le 
iiimois aussi), taudis que l'Avig-nouais faifc entendre dzonga, et le Bear- 
nais iouga. 

C'est d'ailleurs l'ortbographe de Bigot qui ecrit sinje (singe), manja 
(manger), saje (sage). 

Fassons ä la morphologie. Le neutre latin singulier n'a donn6 
que deux feminins en francais: mare = la mer: jumentum = la ju- 
ment. En langue d'oc il faut ajouter sahitlum = la sablo. K. aurait 
du önumerer les raisons qui ont determine le choix des genres dans les 
mots de la langue d'oc et insister sur Celles -ci: 1°) L'influence d'une 
double forme etymologique: Serpent m. et f. en latin et en vieux 
francais est devenu m. eu frangais moderne, mais f. en proveugal: la 
ser on la serp; Rencontre, des 2 geures en latin et jusqu'au 17°'*' sieclc 
eu francais moderne, mais m. en langue d'oc: un mau rescontre] Lepus 
ordinairement m. en latin, mais f. dans Horace, a donne le lievre mais 
la lebro. 2») L'action troublante de la terminaison: Comme beaucoup 
de mots feminins sont termines par un e, o, a sourd repondant ä un 
a latin final de la l'*^ declinaison f., on a etö amene ä voir des feminins 
dans des mots primitivement raasculins. Ex.: uno j^astiho (\at pastillus. 
m.) esqueleto f. = squelette. uno platano (platane. m.) imo cigaro etc. 
Mais inversement la terminaison a feminine en latin est souveut 
masculine en langue d'oc. Les noms d'arbres acacia, camelia, hor- 
tensia^ magnolia . . . certains mots savants cholera, phyloxera (souvent 
ecrit philossera, filotsifa) ont suivi le meme genre que le frangais. 
Cependant opera est generalement du feminin. D'ailleurs en francais 
nous trouvons un phenomene analogue: les gens du peuple disent: de 
la helle ouvrage, cette acide est forte, c'est de la poison . . . Certains 
mots savants ont garde le genre primitif en langue d'oc. Le mot ongle 
autrefois feminin, fut considere a tort comme venant de unguis ; mais 
il venait de ungula: aussi le vieux fraugais et le provengal Font ils 
fait f. ounglo (f.). — Au point de vue de la flexion, le provengal et 
le nimois ne marqueut pas le pluriel des mots variables, chato signifie 
aussi bien fille que filles. Le languedocien se caracterise au contraire 
par la maniere sifflante dont il prononce s de pluriel. On dit en 



110 Eugene Franc 

plaisantant que dans tout le Sud-Oiief^t toutES LES lettrES sont faitES 
pour etre pronongeES. Ex. Se soun fachos faire de raiihos (elles se 
SüDt faitES faire des robes\ La oü le proveiigal et le uiraois diroutr 
li galino se fan poulido, le Montpellieraiu dira: las galinas se fan pon- 
lidas, et le langiiedocien : las galinos se fan poulidos (les poiiles se 
fönt belles). Le signe du pluriel est toujours visible: ou dit: Loas 
laires (les voleurs), lous reis (les rois), Ions animans (les aniniaux). 
Voici d'ailleurs une phrase que j'empruute au dictiounaire de Piat, et 
que l'auteur a traduite eu 17 dialectes differents: 

En Avignonnais: ,^Li jour liuen de nautri — vole dire quand lis 
animau avien lou doun de la paraulo — hon d'ouro lo'ouso; perque 
cadun avie uno hono fado que tont de cop lou tiravo d'affaire en de 
tnarrit pas, de talo sorto qvJacb nous pareis meravihous aro\ mai d'aquHi 
thns^ ho facile ä demoustra plus qv!en lou nostre.'-^ 

En Montpellie rain: „Lous jour s Hon de naoutres — vole dire 
quand lous animaus avien lou doun de la paraoula — eroun d'ouras 
urousas; perque cadun avie una bona masca que taut de cops lou tiravo 
d'afa'ire en de marrits passes, de tala sorta qu'acö nous pareis mera- 
vilhous ara; mes, d'aqueles temjis, era facile ä demoustra mai qu'en lou 
nostre.'-'- Supposous que Bigot ait eu ä traduire cette phrase mot a 
mot, il aurait ecrit : „L/ jour yun de naoutri — vole dire quan lis 
animau avien loa doun de la paraoido — houn d'ouro urouso; i^h de 
que cadun avie uno bono masco que tant d^ cd Ion tiravo d'affaire en 
de marri pas, de talo sorto '/u\(cd nous pareis meraviyous uro; mal 
d'aqueli thns, ero facile ä demoustra mal qti'en lou nostre.'-^ 

Bien entendu Bigot n'aurait jamais cerit cette phrase qui n'a pas 
le tour nimois, pas plus que Roumanille n'aurait 6crit la traduction 
avignonaise: mais il faut supposer une traduction naot k mot^). 

11 est rcgrettable que K. n'ait pas consacre aux noms propres un 
paragraphe dans son cliapitre sur le substantif. Je laisse de cote les 
prenoms bien que les diminutifs de certains d'entre eux soient in- 
teressants ä studier. Mais que sont devenus les anciens noms des 
familles proven^ales? Les uns ont etc adoptes par l'etat civil frangais: 
Brds (berceau), Bestouble = Chaume, Bigot (hoyau), ßartas (buisson), 
Doupoux ou Dupoux (du puits) . . . etc. D'autres fois ils ont pris 



1) (Les jours loin de nous autres — je veux dire quand les aniniaux 
avaient le don de la parole — c'ötaient des heures heureuscs, parccque chacun 
avait une bonne föe qui tant de fois le tirait d'affaire dans de mauvais pas, de 
teile Sorte que cela nous parait nicrveilleux inaintenant: niais dans cos tonips 
la c'^tait facile ä döinontrer plus que dans le notre.) 



Revue des textcs ecrits eu langue d'Oc depuis cos dernieres arnices 111 

ime termiiuiison frangaise Arnavon (d'arnaveu = epiue), Canonge (de 
canoimje = chanoine) .... Et, reciproquement, que deviennent en 
proveugal les noms propres francais? Ou bien ils regoivent une ter- 
minaison provengale, ou bien ils sont integralement tradiiits. Les ter- 
minaisons on deviennent oun. Cambon = Camboun. — Les terminaisons 
en im et in deviennent ~i et T: Brun = Brü, Boudin = BoudT — eau 
et el deviennent eu: Rousseau ou Roussel deviennent Rousseu — al 
devient äii en proven^al et reste generalement al en languedocien. 
Les noms propres issus de noms de metiers sont tres souvent traduits. 
Marechal = Manescäu on Marescau, Boulanger = Boulanjle. De 
meme pour ceux qui'sont issus de sohriqnet:^ Beaufils = Ben ßls: lese 
muets se prononcent e: Delafont = DHafount. Tour les noms qui se 
terminent par un e, i, o, y voient leurs accents se deplacer: Tourna- 
iory = Townaiovy. Certains noms propres issus de prenoms sont 
traduits en provengal : Gcofroy = Joufret. En somme la langue d'oc 
ne s'assimile pas facilement les noms propres. (Pour le peuple agenois 
Jasmin reste Jansemin): Elle agit de meme avec les mots d'origine 
savante (la seurfeure (le sulfure): un pluresi (une pleuresie) uno i)ere- 
monio (une pueumonie) ; Vestoquofiche (stock -fisch); et de meme que 
les frangais ont fait le mot choncroute du mot Sauerkraut en combinant 
l'idee de chou avec la consonnance generale du mot germain ; de meme 
un opticien m'a raconte que les paysans lui demandaient un donno- 
metre (au Heu de thermometre) parce qu'ils associaient l'idee de dormir 
(les mucs des vers ä soie) avec la consonnance vague du mot savant. 

A propos de la flexion du substantif, K cite certains substantifs 
latins en or ou tor, designant des noms de personne qui ont prefere ä 
l'accusatif la forme de l'ancien cas sujet ou vocatif : segne (senior-sire) 
a cote de segnour (seniorem-signeur). II faut ajouter homo (on, Ton) 
ä cote de hominem (liomme) : de meme latro a donne lalre, ladre et 
latronem a donne larron. — II est certain que certains adjectifs en 
aire fönt leur feminin en arello. Mais de meme que le feminin eresse 
a ete remplace souvent en frangais par la forme euse, de meme dans 
le langage courant arello est presque toujours remplace par uso. Les 
Felibres pour avoir des rimes riches avec la consonne d'appui abusent 
deplorablement de ces formes qu'il faudrait au contraire eviter ä la rime: 
nihil turpius que de faire rimer des adjectifs entre eux, et surtout en 
proven^al oü leur sonorite creuse fait inutilement un bruit de cym- 
bales. — 

Les particules et les locutions adverbiales sont tres incompletes 
dans la grammaire de K. Citons au hasard parmi Celles qui ne sont 
pas mentionnees darrie, per darrie ou dou per darrie (derri^re) : les 



1J2 Eugene Franc 

composes cVeila [eilavan, eilamount^ eilalin, de la man d'eild)-^ tout 
escas (tout de suite); alm-davans (en avaiit); enterin (cependaut); 
d'escomidun (ä la derobee) ; ä de reng (ä droit rang) ; d'aise (doucemeut) ; 
ä brand (en branle); ä boudre (ä volonte); entre-niitan (au milieu); 
d'ä ped (ä pied). La forme d^ä est tres frequente ißä (feinoui (ä genoux); 
d'ä floar (ä fleur); d'ä niue (cette nuit); Uogo qiie (au Heu de); en- 
j usqu\m bont (]w^Q[WQ diVi howi). La conjonction ?«^re (des que) s'euiploie 
aussi avec l'iufiuitif (entre ausi 11 troiunpeto = des qu'il eut eutendu 
les trompettes): mejan qiie (moyennant que): d'escambarloun (ä eali- 
fourchon); s'en cop ou se un cop (quand, si une fois) s'emploie avec 
l'indicatif se^n cop venh (quand vous vieudrez) . . . etc. Enfin un 
veproche que je ferai k K. c'est de ne pas avoir etudie les suffixes 
nominaux. Prenons les noms propres geographiques : les conteurs 
populaires aiment ä nous dire la patrie de leurs heros.: ce sont des 
villages en argue en ano . . etc., et le lecteur aimerait savoir que ano 
vient du latin ana: iS(7?«;m«o = Summana; «Sm/V/^iO = Simiana et que 
argue vient de anicm^ a, um: Meirargo = marianica .... etc. De 
meme on s'etonnera moins de voir des masculius latins en orem de- 
venus feminins, si Ton connait l'influence exercee par un autre suffixe 
feminin ura = uro en provengal . . . etc. 

Questlon de mHrique. Ou pretend göneralement que la langue 
d'oc a les memes regles de versification que le frangais: la seule 
differeuce, ajoute-t'on, c'est que la langue d'oc a plusieurs terminaisona 
feminines a, e, i, o tandis que le fran^ais n'a que IV muet. H6 bien, 
on n'a pas assez remarque que l'elision fran^aise est tout ii fait difte- 
rente de l'elision provengale, Souvenir de Telision latine. 

On sait qu'en frangais Ve muet s'elide devant une voyelle c'est k 
dire qu'il ne se prononce pas, et pourrait, au besoin, se remplacer par 
une apostrophe: „Je viens selon Vusag'' antiqu' et solemiel ..." — Les 
autres voyelles ne peuvent se suivre sans qu'il y ait hiatus. Cette 
regle absurde qu'ignorait l'heureuse Pleiade du XVI "^^ siecle a persist^ 
depuis Malherbe jusqu'ä nos jours. Or, le provengal ne connait pas 
riiiatus. Quand les voyelles se rencontrent, 3 cas peuvent se präsenter: 

1") L'ölision k la fran^aise: c'est ä dire la finale muette s'ölidant 
devant la voyelle qui commence le mot suivaut. 

Se fases banquarout' en couflan vosti pocho (B.). 

2") L'elision de la voyelle qui commence le second mot. Cette Elision 
presque continuelle chezBigot est plus rare chez Mistral qui ecritpourtant: 

. . . faudra' scoundre 

Qu\i rejoui l« ferro e Va 'scarrabihado 

Were di de douna^ no grand casxo ... (I^a Reiuo Jano.) 



Revue des textes Berits en langue d'Oc depuis ces derniferes ann^es 113 

3°) Eufin le provengal peiit ,^conJuguer'-^ les voyelles, les agglutiner, 
en faire des diphtongues et meme des triphtongues. „Nemo, dit 
Ciceron, qui tarn rusticus sit, ut vocales nolit conjuiigere." Les pofetes 
populaires qui ont le rhythme dans l'oreille, et ne sacrifieut pas ä 
l'ceil, ecrivent comrae on prononce. 

Vocales conjimgunt. Voici des exemples : 
(8 syll.): Per poudre ana dre ou Paradis . . . 
Scandez: Per poudr' ana dreou Paradis . . . 
Dans im vers de 12 syllabes nous retrouvons : 

Per intra ou Paradis, foou faire sus la terro. 

Scandez: Per inträou Paradis 

Dans les vers qui suivent on trouvera une succession d'elisions 
diverses: on remarquera une Elision sur le repos de rhemistiche et sur 
une syllabe accentuee: 

ancien tenur de libre, 

Leu mestre dou maze^6ro veouse et sans enfan. 
Avie^agu fantisie de se retira ou cban. 
Pour que le vers soit juste il faut faire une triphtongue de avie agii 
et une diphtonge de retiräou. Sans cela le 3« vers aurait 14 syllabes. 
L'bemistiche avie agu fantisie revient plusieurs fois dans l'ceuvre de Bigot. 
{lou caladoun de VOur, lou maou marida . . . ). On trouve de meme: 
Daries el et outour d'el de longo s'aeampavo. 

Scandez: Daries el eoutour d'el 

II est inutile de multiplier les exemples. Quelle est la raison de 
cette difference entre le francais et la langue d'oc? II semble que 
cette assimilation finale que recherebe Bigot et certaius poetes popu 
laires soit de tout point analogue jx celle qui se produisait cbez les 
Attiques, et qu'on retrouve dans les iuseriptions les plus anciennes. 
Ce n'est qu'assez tard, lorsque au IV ^ siecle l'ortbograpbe commence 
ä se fixer, qu'elle se rendit independante de la prouonciation: „Jusque 
lä il n'existait pas ä proprement parier d'biatus dans le discours, car 
deux voyelles en se rencontrant, se foudaient suivant des lois deter- 
minees. L'oreille ne percevait aucun bruit desagreable. Au contraire 
il semble que la fusion de deux voyelles, precipitant le cours du dis- 
cours, ait paru aux Attiques plus harmonieuse que cboquante. L'ancienne 
langue recbercbait ce qui est devenu l'hiatus pour la nouvelle . . . 
Les Attiques avaient juge inutile d'exprimer par l'ecriture une fusion 
de sons qui se faisait naturellement en parlant^)." C'est exactement 



1) Trait^ d'^pigraphie de Reinacli, 248. 

RoinaniscUe Forschungen XIII. l. 



Ii4 Eugene Franc 

le procede de Bigot. Dans ses ceuvres posthumes, surtout, il neglige 
tres souvent d'indiquer l'elision par une apostrophe, Aurait-il ecrit 
avie ""gu fantisie que le peiiple de Nimes n'en aurait pas nioins In 
aviS agil. Mais ponrqaoi le fran^ais moderne repousse-t-il l'biatus 
alors que Marot et Ronsard ne s'en indignaient point. Je crois que la 
raison doit en etre cherebee daus la dis[iarition des diphtongues fortes 
en fran^ais. Au contraire l'oreille provengale, habituee k ces diph- 
tongueS; ne percoit aucun son desagreable quand il s'en produit par 
biatus. Pour tont le reste, les regles de la versification sont les 
memes en frangais et en langue d'oe. Malbeureusement ä l'exception 
de quelques maitres, beaueoup de felibres paraissent ignorer le rytbme 
interieur du vers: le respect exagere de la cesure ä l'bemistiche doune 
facilement a la tirade proven^ale une monotonie desesperante. Au 
contraire le provengal convient ä raerveille aux petits poemes ä forme 
fixe, tels que le sonnet. On peut avoir ecrit des chefs - d'ceuvre en vers 
de six syllabeS; et eprouver au fond quelque fatigue du vers classique 
alexandrin. Nous verrons la reforme bardie et beureuse que Mistral 
a tentee dans le Poeme du RJwne. Mais tont d'abord etudious les 
poetes et les conteurs populaires: nous y sommes tout naturellement 
prcpares par cette introduction peut-etre un pen longue, mais qui m'a 
paru indispensable. 

Z/ß.s jjoefes et les conteurs populaires. — Si Ton veut connaitre 
vraiment la langue d'oc, teile que la parlent des milliers de paysans, 
d'ouvriers et de bourgeois dans le Midi de la France, il faut lire les 
urmana (almanacbs). Les contes en prose, qn'ils publient, ont leur 
goüt de terroir: c'est le vin du crü, sans melange, sans essenees 
venues de Paris ou d'Avignon: c'est la ^.ioio, soulas et passo-tfems de 
tout Ion pople doü Miejour", comme l'Armana prouvengau s'appelle lui- 
nienie. Nous avons vu comment et par qui il fut fonde le 21 mai 1854, 
depuis lors il ne cesse de paraitre comme organe officiel du fclibrige. 
8es principaux collaborateurs, outre les fondateurs, sont Autbcman de 
risle sur Sorgue, Bourrelly, Glaize, Astruc, Girard, la Sinso (Senes), 
F. Gras etc. etc. 

Le fascicule de 1892 contient le discours retentissant que le Ca- 
poulie da fclibrige, Felix Gras, prononga aux jeux Floraux de Car- 
pentras, alors que la capitale du Comtat celöbrait le centenaire de su 
röunion ä la France. Ceux qui accusent les proven(;aux d'etre separa- 
tistes pourront voir qu'on i)eut esperer une certaine dccentralisation, 
tout en restant franyais de coeur. 

E nantrl li Felibre Coiimfadin, Lengadoucia)i e Pro}ivenc^au sian 
vengu Uu-Uu^ galoi e libre, sian rengu touca l'aubado eme nosti tarn- 



11 



Revue des textes ecrits en langue d'Oc depuis ces dernit;res jinuees 115 

bourin, e prendre la paraulo per sarra Ion bon nous döu packe patriouti, 
ijue^ i'a chit an, fagueron nösti reire Coumtadin, e que II feien tendran 
taut que t'aura'n Ventour e tant qu'aiiren un degout de sang rouge dins 
// veno . . . 

(Et nous autres, les felibres comladiiis, languedociens et pro- 
vengaux, nous sommes venus bieii vite, joveux et libres, nous sorames 
venus donner une aubade avec uos tambourius et prendre la parole pour 
serrer le bon nceud du pacte patriotique, qu'il y a cent ans firent nos aieux 
du Comtat, et que les petits-fils tiendrout tant qu'il y aura un mont 
Ventoux, et tant que nous aurous une goutte de sang dans les veines . .) 

La gardaren, nosto ardhito, nosto amistadoiiso lengo prouvencalo, 
car elo es la sorre de la hello lango naciounalo — la lengo franceso — 
que n'en sara pas julouso: saup que sa sorre es bono e braveto, e que le 
prestara si riban e si beloio d'Arlatenco o de Coumtadino. (Nous la 
garderons, notre ardente, notre amicale langue provengale, car c'est 
eile qui est la sceur de la grande, de la belle langue nationale — la 
langue fran^aise — qui n'en sera pas jalouse: eile sait que sa sceur 
est bonne et gentille, et qu'elle lui pretera ses rubans et ses parures 
d'Arlesienne ou de comtadine.) 

Car eli sabon que, se demundan la decentralisacioun per lis obro 
de la pas, saren II proumiS, nautre, u demanda la centrallsacioun de 
foutl li forco, de töuti 11 voulounta per apara loii drapeu di tres cou- 
lour de la hello, de la grando, de la maire Patrio. (Car ils savent que 
si nous demandons la deeentralisation pour les ceuvres de la paix, 
nous serons les premiers, nous autres, ä demander la centralisation de 
toutes les forces, de toutes les volontes pour lever le drapeau aux 
trois Couleurs de la belle, de la grande, de la mere Patrie.) 

Ce meme nuniero (1892) contient une poesie interessante ,/Id/lo 
pacano'^ (l'Idylle paysanne). L'auteur (Bigot) admire les anciens, mais 
il y a longtemps qu'on ne parle plus grec ui latin en France^ et il 
revendique le droit de chanter dans la langue du peuple. 
Entre li mot e li paraulo 
N'i'a ges de naut ni ges de bas. 

(En fait de mots et de paroles, il n'y en a point d'eleves, et point 
de vulgaires.) Cela est bien vrai, et c'est quand Mistral parle la 
langue du peuple qu'il nous rappelle le plus Homere. Pourquoi 
s'obtine-t-il ä appeler Ventour le Venfoux? On dit la Seine et non la 
Sequane, et le Bhöne et non le Rhodane. „Cuyde-il pindariser'*, lui eüt 

dit Rabelais. 

Li fieu de la Grero o de Roumo 
A la taulo coume en nmour 

8* 



116 Eugene Franc 

En autre tems fasten tout connio 

N'autri fasen ä noste tour. 

Qiie laisse, Vidilo pacano^ 

Li noum, U gent que sonn pas piis. 

Lou coursetoun de Mariano 

Vau hkn lou velet de Venus! (Bigot.) 

(Les fils de la Gr6ce et de Rome, — ä la table comme en amour — 
en d'aiitres temps faisaient tout comme — nous faisons ä notre tonr. — 
Que l'idylle paysanne laisse — les noms, les gens qui ue sont plus. — 
Le corsage de Marianne — vaut bien le voile de Venus.) 

Je trouve aussi dans la collection de rarmana, entre autres pieccs 
charmantes, un sonnet d'Autheman tres reussi. 

Li Cese. Les Pois-chiche. 

Oh! que ihi ame de t^ausi, Oh! que moi j'aime de t'entendre, 

Gai cascaveu de la naturo, Joyeux grelot de la nature, 

Quand dintre ti gato madiiro Quand, dans tes cosses mures, 

Lou ventulet te fai brusi. Le vent 16ger te fait sonner. 

Oh! cese, lieume benes/\ Oh! pois-chiche! legume beni, 

Sano e roiibusto nourrituro, Saine et robuste nourriture, 

Fas gau en touto creaturo Tu fais la joie de toute creature 

Que sout Völi te vei lusL Qui sous Thuile te voit luire. 

La pas faiöu, favo o lentiho II n'y apas haricot, feve ou lentille 

Que te vagon ä la caviho, Qui t'aillent ä la cheville 

Ni pese ä negri couscoussoun ; Ni pois aux noirs courcoussons; 

Mai toun plus bdu titre de glöri Mais ton plus beau titre de gloire, 
Es d'ave briha dins Vistöri C'est d'avoir brille dans l'histoire 

Subre lou nas de Ciceroun. Sur le nez de Ciceron. 

A Carpentras, sous la directiou de l'abbe Imbert, parait lou Cacho-fid 
(le Cache-feu). Ce recueil coutient des poesies et des contes de l'abbe 
Imbert, et de M. M. Sauvan, Joubeau, Touraas, Marius, Reynard, 
Bounet-l'Einat, Autheman, lou felibre de la Viöuleto, la Bello de Niue, 
Berthier, Bourguignon, lou felibre de Pertout, lou Cascaveu, Bouvet, 
Peire Dibon, lou Pico mouto .... etc. — Le felibre de notre Dame 
(abbe Imbert) nous raconte la legende du Quiho-campagno (le dresseur 
de cloches). Le vicil abbe Frederi venait de mourir et son äme s'en- 
volait au paradis. Et vous arresponde d^uno que )i''avie uu de hagage 
aprds elo^ de colis, de malo^ de caisso que treviravon . . . fourmidable 
h'o lou cherebelin que s'entendie dins lis aire. (Et je vous promets 



II 



Revue des textes 6crits en langue cl'Oc depuis ces dcrnicres annees 117 

qu'il y avait iin famenx bagage apres eile, des colis, des malles, des 
calsses qui tournoyaient . . . formidable etait le timiulte qui s'eüten- 
dait dans les airs.) S*Pierre, le portier Celeste, qui daiis les legendes 
provengales joue le lole d'nn brave vieillard, im peu simple d'esprit, 
et toujours mefiant — S* Pierre s'imagine qne les Prussiens viennent 
attaqaer le ciel avec tonte leur artiilerie: „J?e beii, vai, pos te vanta de 
me n'ague baia^no hello de petarufo'^) ! ii'ai creigu Vannado diPrusslan! 
Que tramblamen soun touti aquelis artifaio que carrejes apres tu, e que 
fan im tau chafaref^)? — Acb ei slmplamen mi p/'chot merite. — (He 
bien! tu peux te vanter de m'avoir doune iine belle peur! Je t'ai cru 
(pris pour) l'armee des Prussiens! Quel tremblement est-ee donc que 
tous ces artifices que tu charries apres toi et qui fönt uu tel boucan. — 
^a, c'est tont simplement mes petits merites. [— Tes petits merites] re- 
pondS'Pierre, que serait-ce alors s'ils etaieut gros! Et,en portier conseien- 
cieiix, il s'apprete ä ouvrir toutes les caisses pour voir s'il n'y a rien 
de contrebande. II ne trouve que des cloches et n'y comprend rien: 
„De merite . . . de carihoun . . . de campano! . . Esplico te mies, car ie 
perde rnoun latin^ im pau que ie sieu jamai esta ben fort}^ (Des 
merites! Des carillons! Des cloches! Explique-toi mieux, car j'y perds 
mon latin, et d'ailleurs je n'y ai jamais ete bien fort.) — Le vieux 
eure lui explique que ce sont toutes les cloches qu'il a douuees aux 
eglises sur terre, et qu'il les a apportees en temoignage pour obtenir 
sa gräce. „^s agu imo ideio d'or^'' — ,^Ah nonn, es que de brounze'-^, 
repond le eure. (Tu as eu une idee d'or! — Ah non, eile n'est que 
de bronze.) 

Dans le menie Cacho-Fiö je signale un sonnet signe Marias. 

La Lesco. La tartine. 

Davans lou mas uno chatouno Devant la ferme une fillette 

Que vai ague cinq an ben leii, Qui va avoir cinq ans bientot 

D'un er agroumandi, poufouno D'un air gourmand embrasse (liehe) 

Sa lesco enviscado de meu. Sa tranche de pain enduite de miel. 



1) Petarufo (peto-rufo, petocho) de .Trc6i' peureux (?) d'apres Mistral, a 
plutöt une origine populaire (peta = p6ter-, rufa =: rechigner). 

2) Chafaret est un inot tres usite dont l'origine est incertaine. Peut- 
etre faut-il admettie l'explication de Mistral. Ce mot viendrait de riiebieu 
schophar, Instrument de musique usitß dans les synagogues. 11 est en effet ä 
remarquer que les provengaux aiuient ;i exprimer l'idee de vacarme par un mot 
empruntö aux religions ctrangeres, {ramadan, sahat, scnbdi, sinayogo). 



118 Eugene Franc 

Un drouloun passo, testo nuso, Un gargonuet passe, tete nue, 

Fkl-nus, braio estrassado au quihi^ Piedsnus, sacnlottedechiree aucul, 

Qii'en vesen lou meu rous que luso Qui, en voyant le miel roiix qui luit, 

Resto ä bada comme mi couquieu. Reste ä bailler comme une coquille. 

La chafo un moumen Parregardo^ La fiUe im moment le regarde, 

Piki parUjant sa lesco en dos Puis, partageant sa tartine en deiix, 

S'aproucho e dis „La qiinfe ^) S'approche et dit ,,La quelle veiix- 
vos?" tu?-' 

Lou droh urous, sens pvendre L'enfant heureux, saus prendre 

(jardo, gaide, 

Arrapo lou pms gros mouceu ; Attiape le plus gros morceau; 

La chato ris: ,.Ho, lou pouceu!'^ La fille rit: „Oh! le pourceau!" 

— Outre VArmana prouvengau et le Cacho-fiö, il faut citer VAiöli, 
r Armana marsühh et un nouvel almanach a 4 sous VArmana populäri 
qui parait ä Marseille, etc. 

Le drame populaire. La pastorale. — Pendant cette periode 
qui s'etend de la Noel ä la fete des Rois, diverses troupes d'acteurs 
provengaux parcourent les principaux villages des Pouches du Rhone, 
de Vaucluse et du Var, pour jouer des espiices de myst^res mi-pro- 
fanes, mi-religieux qu'on appclle des pasforales. Ces piöces ont pour 
but de celebrer la naissance du Christ et l'adoration des mages. La 
seone represeute un village provengal, et tous les personnages qui 
prennent part ;i l'action sont vetus comme les paysans d'aujourd'hui. 
Tantot le style se hausse jusqu'au pathos le plus solennel, jusqu'ä 
l'alexandrin frangais ; tantot les plus grosses plaisanteries, les pitreries 
les plus cocasses vienuent reveiller le bon pubhc que de trop longues 
tirades pourraient vite endormir. A ce propos M'^Maurel dit dans la 
preface de sa pastorale (dout la librairie Ruat ä Marseille vient de 
publier la 5*»* edition): ,,0n peut excuser certains anachronismes . . . 
lorsqu'ils sont evidemment commis dans un but de bonne foi et de 
couleur locale. Ainsi nous ne reprouvons pas l'hommage ott'ert ä Tauguste 
berccau de tous ces produits du crii, preraices de la generosite pro- 
vengale: nous admettons la ponipe marseillaise, la galette au beurre, 
le classique nougat, le vin cuit et Tinevitable niorue de Terre Neuve 
que les bons indigfenes des rives du Jourdain viennent tour ä tour 
deposer. Du moment qu'il est enteudu que le peuple est le principal 
auteur de la fete, les dons qui apparaissent sur le theätre ne peuvent 
etre que les dons du pays, de meme pour les costumes et le langage." 



I 



1) Pronom tr6s usitß, oublic par K. dans sa Gr. hist. 



IJevuc des textes eciits eu langtie d'Oc depuis ces dernieres aiinces 119 

La pastoral e Maure l a eil 45 annees de representations ä Mar- 
seille. L'auteur vient d'en donner uiie nouvelle editiou avec des change- 
ments assez nombreux poiir eviter que les acteuvs ne for^ent la note 
en tombant dans la grosse farce. Au debut de la pastorale les bergers 
sont reveilles par le chaiit des anges qui chantent la iiaissaiice du 
Sauveur. Ils se mettent en route pour Bethleem. Un aveugle arrive, 
tout courbe par Tage, et s'appuyant sur son fils Simoun. Le vieillard 
est inconsolable depuis que son jeuiie fils a disparu sans qu'on ait 
jamais pu retrouver sa trace. A peine nous a-t-il conte ses malheurs 
que nous voyons apparaitre le Bohemlen, sorte d'esprit du mal, de 
mephisto populaire: il est acconipague dun jeune gargon, Chicoule, 
qu'il a dresse a l'ecole du vice et qui se croit son fils: mais il nous 
faudrait une äme bien candide pour ne pas reconnaitre en lui l'enfaut 
vole jadis ä Taveugle. Ccpendaut la naissance miraculeuse s'est repan- 
due. Barnabeu le nieunier et deux jeunes valets Pistachie et Zige, per- 
sonnages de grosse farce, discutent avec le remouleur Pimpara, pour 
savoir si la nouvelle doit etre crue. Le Bohemien essaye de les de- 
tourner de la verite. 



Lou Böumian. 
Sauras la verita se venes 
nautre. 



Le Boberaien. 

Tu sauras la verite si tu vicns 

avec nous. 



Pimpara. 

lea coiipi^) conrt a tout, e coumo 

pas malin 
Va"^) creirai que (Vaqueu que pa- 

gara de vin. 

Zige. 

Voui, sa fe dependra döu nounibrc 

de boutiho. 



Pimpara. 
Moi, je coupe ä tout 9a, et comme 

(je ne suis) pas malin 
Je ne le croirai que de celui qui 

payera du vin. 

Zige. 
Oui, sa foi dependra du nombre 
des bouteilles. 



Lou Böumian. 
. . . Escouto, Pistachie, ti^) farem^) 

ges de mau, 

Mai fall veire avant taut se poudem 

faire paclio. 



1) rh. ■=. coupe. 

2) rh. = lou. 

3) rh. = te. 

4) rh. = faren. 



Le Bohemien, 
. . . Ecoute, Pistachie, nous ne te 

ferons pas de mal, 
Mais il faut voir avant tout si nous 
pouvons faire un pacte. 



120 



Eugene Franc 



Pimpara. 

Se lou pagas d^avanco es wio cavo ^) 
facho. 

Fistachie. 

Un moiimen^ saW^) pas go que me 

croumpara. 

Pimpara. 
Mai que doune d'argent sara co que 

voudra, 
Car si pöu figura que li^) farem. 

pjas credi. 

Pistachie. 
P^r vous faire uno vendo es pas (:o 

que poussedi 
Et coumpr^ni pa'nca fo que po- 

uarti*) sur ieu 
Que pousque v^^) agrada. 

Lou Büumian. 

Poues^) va faire, moun fieu^ 
Fau nii vendre toun oumbre. 



Pimpara. 
Si vous le payez d'avance, c'est 
une chose faite. 

Pistachie. 
Un moment! Je ne sais pas ce 
qu'il m'achetera. 

Pimpara. 
Pourvu qu'il donne de l'argent ce 

sera ce qu'il voudra, 
Car il peut se figurer que dous ne 

Uli ferons pas credit. 

Pistachie. 
Pour vous faire une veute ce n'est 

pas ce que je possede! 
Et je ne compreuds pas (de) ce 

que je porte sur moi 
Ce qui peut vous plaire. 

Le Bohemien. 
Tu peux le faire, mon fils, 
II faut me vendre ton ombre. 



Tandis que comme dans l'ancien vaudevillc Ic quatuor chante sur 
le meme air des paroles en rapport avec la Situation de cbaque per- 
sonnage, le pacte est conclu. Une bourse, aussitot reprise, est donuee 
par le Bohemien. Pistachie, qui s'eifraye de voir ce dernier lui marcher 
toutletemps sur les talons, essaye de s'enfuir, mais l'esprit mauvais l'en- 
leve sur ses epaules et l'emporte avec l'aide de Chicoulet. — Changement 
de tableau. — Les patres ont reveille denx vieillards liustido et Jordan 
qui se fönt un peu tirer l'oreille pour se lever et aller adorer le Messie. 
Le \\Q\rL Jourdan n'a pas pu trouver ses allumettes: il est alle tbmber 
tete premiere dans la vaisselle. II se decide ä reveiller sa femmc, une 
megere acariatre avec laqnelle il se dispute toute la journee depuis 
quarante ans. Apres avoir pas mal grogne, la vieille femme, aper- 



1) rh. = causo. 

2) rh. = sabe ou sa. 

3) rh. = c6. 

4) rh. = porte : or. ouar eu marseillais ; 

5) rh. = vous. 

6) rh. = pos. 



cor = couart ; fort = fouart etc. 



Revue des textes ecrits en langue d'Oc depuis ces dernicres aimees 121 



cevant une clarte au ciel, finit par etre convaincue et se decide ä aller 
ä Bethleem. Mais au dernier moraeiit tout est remis en question. Elle 
a laisse ouverte la porte de sa maison et aucun des deux epoux ne 
veut la fermer. 



Jordan. 
Vai-t-en harra la pouarto, 
herto. 



es du- 



Jordan. 
Va-t'en fermev la porte, eile est 
ouverte. 



Margarldo. 



Barro la tu se voues^). 



Moun bell, 



Marguerite. 



Ferme la, si tu veux. 



Mon beau. 



Jordan. 
Vous l'entendez encore, la 
charogne, 
Tout ä l'heure pour un rien eile me 
cherche encore querelle ; 
Va-t-en fermer, te dis-je. 



Jordan. 
Vauses mal, la carrello, 

Joutaro per un ren mi cerquo mal 

qaerello ; 
Vai-Ven barra, tl dien. 

Enfiü Jordan cede et tous trois se mettent en route. Au second 
acte, la scene represente la ferme de Beuvengii le maitre de Pisfachie 
et de Zige. Le premier qui a pu ecbapper au bohemien arrive epou- 
vante et se refugie dans la niche du chien : puis, un peu rassure, il 
fait un recit fantastique des daugers qu'il a eourus. — Arrivee Aq Jordan, 
Rnstido et Margarldo. Pendant que la vieille femme fatiguee de la 
route va se reposer, les deux vioillards, Pimpara, Benvengii., Barnabeu le 
meunier voisin se mettent ä table, et boivent du vin vieux. Au dessert 
ils se mettent ä chanter, et leurs refrains bachiques reveillent Mar- 
garido qui arrive comme une furie: Änes pas vous escoundre, o bando 
d'ibrougnas! (Vous n'allez pas vous cacher, bände d'ivrogues). Jordan, 
pour avoir la paix, raconte ä la societe quel est le but de son voyage, 
et au meme instant on entend la voix de Tange Gabriel annoncant le 
miracle. La vieille Marguerite, qui ne doute plus, conseille d'emporter 
des cadeaux: 



Fau faire im gros paquet defouesso 

boueni cavo^). 
De cese, de faibu, de pese\ mS de 

favo 



II faut faire un gros paquet debeau- 
coup de bonnes cboses. 

Des pois-chiche, des haricots, des 
pois avec des feves 



1) rh. =: voo. 

2) fouesso boueni cavo = for^o boni causo (rh.). 



122 Eugene Franc 

E piei de froumajoun, n^en ai que El puis des fromages, j'en ai de 

soun ben frh bien frais. 

Pren Vase^ Pistachie. Prends l'ane, Pistacbie. 

Oü araene Taue que Pistachie attache ä Tuu des poteaux du puits. 
Peudant que le jeuue valet puise de l'eau pour le faire boire, l'air de 
la raarche des rois resonne ä l'orcbestre, et le cortege des Mages se 
voit daos le fond. Epouvante, Pistachie se laisse tomber dans le puits 
d'oü on le retire tout mouille. Enfin Margarido moute t^ur l'äue dont 
les paniers sont garnis de legumes. Zige et Pistachie sout aussi cbarges 
de presents ainsi que les autres personuages. — Le Tbeatre represente 
maiiitenant l'etable de Betbleem, avee la creehe, l'äne; le boeuf, la vierge, 
S* Joseph et TEiifant Jesus. L'auteur dit express^ement que ,.pour la 
dignite du mystere, ee groupe doit etre represente en effigie"', autre- 
meut dit par des statues de plAtre colorie, comme on en voit dans les 
eglises de village. Nous assistons au defile des adorateurs, qui tous 
apportent des presents: IJ'Aveugle recouvre subitenient la vue en en- 
trant dans l'etable, et reconnait son fils dans Chicoulet: le Bohemien 
s'avoue vaincu et tombe ä genoux. Le 4""« acte (Herode et les Mages) 
est ecrit en vers frangais. 

II ne nous interesse donc pas, et d'ailleurs le ö*"® acte continue 
directement le 3™® par l'adoration, dite des peureiix {Pimpam, Pistachie^ 
Zige, Barimbeu). Au moment meme oü Pistachie jure devant la creehe 
de ne plus trembler au moindre bruit, on voit apparaitre l'etoile des 
Mages: tous les peureux seerient en cbceur: 

La pöu noHS repren mai ! La peur nous reprend encore! 

S'uvian nouesfai^) Si nous avions notre ane 

Courririan vite ä la bastido I Nous courrions vite ä la grangc ! 

Vestello qii'a lusi L'etoile qui a lui 

Nous doi/no de souci ! Nous donne du souei; 

Se si metian ä courre, Si nous nous niettions a courir 

Pourrian si roumjyre Ion mourre: Nous pourrions nous rompre Ic 

museau: 
Van mai que restcm eici. 11 vaut niieux que nous restions 

ici. 

Puis, sur la marche des rois, voici le cortege des mages, et l'apo- 

theose finale. — I\loins repaudue que la pastorale Maurel, mais jouee 

dans les scminaires et les coiigrcgations religieuses, la pastorale dite 

de Bernassoun, jouit d'iine certaine vogue. Elle a cte publice en 1895 



1) rh. = s'avian nost' asc. 



Revue des textes öcrits en langue d'Oc depuis ces dernieres annees 123 

ä la librairie Seguin (Avignon) avec iine charmante preface du pere 
„SaviS de Fourviero^' . L'auteur signe Jon felihre de Coumbo-Malo'^. 
Voici le sujet de la pastorale. Un paysan, Fabian^ a quitte Bethleem 
soll pays natal, en empruntant mille eciis ä son fiere Bernassoun pour 
aller chereher fortune ä Rouie, oü il devient fonctionnaire. Mais pour 
ne pas rendre Targent ä son frere, il lui fait conter faussement qu'il 
s'est noye en route. Bernassoun se ruine et s'adonne ä l'ivrognerie. 
Or, Fabian est envoye par l'empereur en Palestine pour le recensement : 
le remords le saisit et il elierclie ä retrouver son frere, sans se faire 
connaitre encore. Le memejour S' Joseph et la vierge Marie cherchent 
en vain une place ä l'hotellerie. Dans la meme auberge Barbassoun 
et son copain Matkieu viennent boire de Vaigo-urdent (de l'eau de vie), 
tout en jouant aux des. Fabian se cache dans une chambre voisine 
pour epier son frere. Cependant le garde, veritable caricature du 
sergent de ville provencal, arrive pour saisir Barbassoun condamne ä 
la prison pour dettes. Ce garde parle en mauvais latiu de cuisine, ä 
l'instar de nos gardes provencaux qui eeorchent le fran^ais avec 
solennite: 

Loh gardo. Le garde. 

In nomen legerum! ora de sor- Au nom des lois! c'est l'heure de 
tibus. sortir. 

Savie. Kavier. 

Parias coumo se deu: que venes Parlez comme il se doit. Que venez 
cantatifs! vous chanter! 

Loii gardo. Le garde. 

Ego parlatorem coume in capitalis. Moi Je parlerai comme ä la capi- 

tale. 
Mais Maitre Blase, le type du bon paysan, proteste contre ee 
eharabia ridicule : 

Vaqui mounte n'en sian: tout coume i capitalo! 

Ei plus ren lou vilage, e saup plus co que dis . . . 

Li gent, ä Pouro d'uei n^anton plus si pa'isf 

Preferon estroupia la lengo naciounalo! 

Lou parla de si pa'lre es^ pareis, trop groussie, 

E l'oti dirie qu'an pbu que i'asele lou gousief 
(Voilä oü uous en somraes : tout comme dans les capitales ! — Le 
village n'est plus rien, et il ne sait plus ce qu'il dit . . . — Les gens, 
aujourd'hui, n'aiment plus lenrs pays: — Ils aiment mieux estropier 
la langue nationale! — Le parier de leurs peres est, parait-il, trop 
grossier! — Et Ton dirait qu'ils ont peur qu'il leur ecorche le gosier.) 



124 Eugene Franc 

Le S""^ acte se passe devant la ferme de raaitre Blase, dont Zetw, 
le fils de Barbassoun, garde les troupeaiix. Degoute de son metier, il 
soDge ä se sauver, et aller chercher fortune dans les graudes villes 
corame son ami Milo qui parle si bien le fran^ais! Voiei un echan- 
tillon du beau langage de Milo: 

C'est qiie dedaus la ville on creisse comme un sene (ou croit 

comme un chfene). 
C'est pas comme-z-ici giie da longo on se zdne (oü continuelle- 

ment on est gene. 

Maitre Blase, qui entend la discussion de ces petits gamins, leur 
prodigue ses eonseils, et chante la poesie des chanips; bien entendu 
sa lecon est perdue pour les cbenapans qui se moquent de lui. Mais 
les anges apparaissent ä l'bonnete fermier, et aux patres d'alentour. 
Tous, en cho^ur, cliantent la naissance du Sauveur. Le 4^1 acte est 
intitule les transes cVHerode. L'auteur essaye de s'elever au style 
tragique. Voir le songe d'Atliulie! Hien n'y mauque, pas meme les 
„chiens devorants'" de Racine. Eutin le dernier acte se passe dans 
l'etable de Bethleem. Tout s'arrange pour le mieux. Tout le monde 
se reconnait, se pardonne, et devient sage comme une Image. A la 
fin du volume se trouve la musique des chanirs. Elle nc depasse pas 
la moyenne des cantiques pour pelerinage. 

Un romancier poptdaire. La librairic Dentu a public :i la fin de 
1894 une „ Vie d'enfant^^ de Baptiste Bonnet, traduction et prcsentation 
par Alphonse Daudet. Voici ce que l'auteur de Numa Roumestau dit 
de notre auteur: „Baptiste Bonnet, de souche paysanne, est ne, il y a 
quelque quarante cinq ans, entre Nimes et Beaucaire, dans les oliviers 
de Bellegarde, sur cette frontiere ideale qui separe la Provence et le 
Languedoc, le Midi des roseaux, et le Midi des pierres. Pour un 
ccrivain de langue romane, c'etait nne bonne fortune de voir le jour 
ä ce croisement de races oü l'idiome bifurque, se feline et s'affine sur 
la rive gauche du Rhone, empire comme disent nos mariniers — tandis 
que sur la droite, royaume, il devient rauque, scalabreux et dur, im- 
pressionue dejä par la jota aragonaise et sarrasine . . . quand on lit le 
proven^al de Bonnet, delicat et muscle, il est aise de voir combien il a 
beneficic de son Heu d'originc' Plus loin Alphonse Daudet avoue qu'il n'a 
Jamals cte satisfait de ses propres productions en proven^^al. „J'arrivais 
ä un amüsant ])laquage de mots, ä un travail de marquetterie, d'une 
analogie frappante avec les compositions latines <iue je fabriquais au 
lycee de Lyon .... La plupart des ecrivains provenraux contemporains 
en sont lä, il faut bien le dire .... Combien nous en connaissons de 
ces felibres (jui fönt des vers lalins sans le savoir Jamals 



Revue des textea ecrits en langue cl'Oc depuis ces dernieres aunöes 125 

ßaptiste Boniiet — cela je vous le jure — De nous donnera la siirprise 
d'un livre latin. 11 ne sait que le provengal, et, chose rare parmi les 
felibres, Ixense directement en provencal, alors que tant d^autres sont 
ohlkjf's de tradiiire leur pensee. Sans doute Mistral, Roiimanille, An- 
selrae Mathieu sout paysans, eux aussi, fils de paysans, berees par 
des chansons et des inaius paysanues, mais ils ont fait leurs classes, 
ou les a envoyes au College dans des villes . ." Au eontraire, Bonnet, 
etant berg-er, apprit ä lire cbez les patres du Luberon, tout en gardant 
ses moutons. Ce n'est que plus tard, pendant son service militaire, 
qu'il apprit ä ecrire. Le premier volume qu'il lut, ce fut Mireille, „et 
c'est ä Mistral qu'il doit d'avoir ose ecrire ses Souvenirs d'enfance et 
de jouvence dans la langue qu'il parlait, qu'il vivait, petit enfant et 
demi-homme, sa langue de pacan^y^. Eien de plus sain et de plus 
noble que cette vie d'enfant pauvre, passee tout entiere aux durs 
travaux des cbanips. Ils etaient 7 freres ou sceurs: le pere disait 
gaiment: „'»?r' nii quaranto sou, noun soidamen viven töutl, mais encaro 
pague nii deute, e de mai me fuu de rendo per Vaveni .... pagiie mi 
deute, en nourrissen moun paire e ma maire^ e me fau de rmdo per 
Vaveni, en abarisshit mi set enfant!^' (avec mes quarante sous (que je 
gagne par jour) non seulement nous vivons tous, mais encore je paye 
mes dettes, et je me fais des rentes pour l'avenir ... je paye mes 
dettes en nourrissant mon pere et ma mere, et je me fais des rentes 
pour l'avenir, en elevant mes sept enfants). Quel joli tableau que 
U Dounado (le droit de glaner) et que nous sommes loin de l'idylle ä 
houlette enrubanee, et des petits moutons frises an fer! ,,i/a maire 
ero talamen bono, talam,en dougo e vous sabi^ talamen bbn dire li causo, 
qu^amai rCaguessias pas envejo, erias öublija de faire go que vous coti- 
matidavo. Nous tenian ä somi entour coume iino clouchado de poulet: 
e zöu l'tm per Fautre, ä si coustat acampavian d'aqueli bdllis espigo 
daurado que, ren que de li vHre, vous fasien gau.'^ (Ma mere etait 
tellement bonne, tellement douce, et vous savait tellement bien dire 
les cboses, que encore que vous n'en eussiez pas envie, vous etiez 
oblige de faire ce qu'elle vous coramandait. Nous nous tenions ä son 
entour, comme une couvee depoulets: et zou! Tun apres l'autre, ä ses 
cotes, nous ramassions de ces beaux epis dores, qui, rien qu'ä les 
voir, vous faisaient joie). Et les ruses de la vaillante mere pour 
stimuler le zele de ses enfants que la cbaleur accablait et dont les 
petits reins se roidissaient! ,,Li perdigau! Li perdigau! Ma maire ... 
fasie semblan de ie courre apres; e naüfre i mot de perdigau! landavian 



.1) paysan, rustre, houime gvossier. 



126 Eugene Franc 

vers aquf'u rode eme d'iiie foro testo. Trepavian dins lis agavoun e lis 
auriolo; e tre qiiaii söu vezian iino fourmo d'auceu, nous V acoussavian 

siibre Tenes {disait la mere\ voules que lis arrapen ? Se lou 

voules aco sara pas long. Aves que de veni ä moun coustat^ de meis- 
souna, de ren dire; e veires que saran leu niai aqui. U'aqueu biais 
nous boutavian encaro ä glena. (Les perdreaux! Les perdreaux! Ma 
meie faisait semblant de leur courir apres: et nous auties au mot de 
perdreaux, nous nous elancions vers cet endroit avec les yeux hors de 
la tete. Nous courions dans les piquants et les centaurees epineuses; 
et des qu'ä terre nous voyions une forme d'oiseau, nous nous pre- 

cipitions dessus Tenez (disait la mere), voulez vous que nous 

les attrapions ? , . Si vous le voulez ce ne sera pas long. Vous n'avez 
qu'ii vous tenir ä mon cote, ü glaner, sans rien dire; et vous verrez 
qu'ils serout vite de nouveau ici. De cette facon nous nous mettions 
encore ä glaner.) — Enfant de la nature, habitue aux rüdes besognes 
des travaux chanipetres, il n'a aucune de nos repugnances de citadins. 
II trainait sa brouette sur les routes pour ramasser du erottin: ä ce 
Souvenir il s'ecrie avec sa belle iunocence de latin et de paysau: 
j^Aquelo öudour de bouso avie feni, d'ä cha pau, pdr mounta ä ml narro 
counie un especi de perfum ; asumave ä sonn entour senso desgoust; e 
souventi-fes, quand n'en vesieu de belli\ ben sarrado, II preniea dins mi 
det, II partejavo cn fres, eni^aco dcmourave aqui, planta coume un tochi, 
ä regarda boulega li pichot verme blanc que 7i'en sourfien e li gran de 
civado^), moufle e daura^ qu'avien passa per maio entre li ganacho 
di b^sii, e que li couquihado vdnon pita sus li camin. Alor metieu lou 
gran sur lou plat de la man: lou virave d'aqui, lou virave d'eilai, e, 
lou vesent redoun de pertout, me disieu; Coume vai qü'es pas escracha 
counie lis äutri, aqueu ? E piei m'enanave espandre d^aqui, coume un 
loco, ä la calo de la ribo d'un valat^ ounte, Vespret varaiaire, bevieu li 
rai dou souleu coume un lesert, darrie hio bart((Ssado.^^ (Cette odeur 
de furnier avait fini peu u peu par monter a raes uarines comme une 
espfece de parfum ; j'aspirais ä son entour sans degoüt ; et souvent 
quand je voyais de ces crottes, belies, bien serrees, je les prenais 
dans mes doigts, les partageais en morceaux, et puis je demeurais lä, 
plante comme une borne, ä regarder remuer les petits vers tout blancs 
qui en sortaient, et les grains d'avoine, mous et dores, qui avaient 
passe ])ar mailies entre les machoires des betes et que les alouettes 
huppees viennent picorer sur les cbemins. Alors je mettais le grain 



1) cibrarium: noiirriture du cheval, autrefois aussi bien orge qu'avoinp, 
signifie uniqnement avoiue, comme nourriture par excellence du cbeval. . 



Revue des textes ecrits en langue d'Oc depuis ces denüeres annees 127 

sur le plat de ma main, je le tournais d'ici, je le touruais de lä, et, 
le voyant rond de partout, je me disais: Comment se fait-il qu'il n'est 
pas ecrase conime les autres, celni-lä? Et puis je m'en allais nretendre 
la-bas. comme une limaee, sur le talus d'un fosse, oü l'esprit rodeur, 
je buvais les rayons du soleil, comme un lezard, derriere une touffe 
de buissous). Mais ou ue trouve pas toujours dans Bounet des 
tableaux aussi realistes. La nature le remue : Certes, il ne fait pas des 
aquarelles comme les Goncourt, ou des sympbonies comme Zola: il 
place les choses dans leur cadre et il les laisse suivre leur cours fatal. 
j^Partien au mie daquelo enchusclanto calamo que varaio dins II niuchecho 
d'esfieu, dins un mescladis de perfum defen toumba, de luserno coiipado, 
au mitan di ploKrun dl vestoiible e dl souspir que la niite barhelanto 
de caresso laisso escapa souto II poutoun renadieu doü join\ soun im- 
mourtau callgnalre ! (Ils partaieut au milieu de cette serenite enivrante 
qui rode dans les nuitees d'ete, dans un melang-e de parfums de 
foin fauche, de luzerne coupee, au milieu des pleurs du chaume et des 
soupirs que la uuit, haletante de caresses, laisse echapper sous les 
baisers renaissauts du jour, son iramortel amant calin). — Quoi de 
plus biblique que Jon pont de la Roublnetto'-'-. Le petit Bounet, äge 
de buit ans, accompagne son pere ä Arles. Ils marcbent ä pied comme 
les gens pauvres. Le pere est pensif, l'enfant n'ose pas parier. y^La 
testo courbado, Ils lue fise e dre dacans eii., nioun paire countunlavo sa 
pantalarie ; sa caro ero aselgado e coiime pencJio dhm rebat de bonar. 
Tout sounisent e lou cor coumoul de jolo^ m^aclinere ä soun endavatis, 
ma testo eti dessouto de la sleuno; enC amlracloiin Vesplnchere dins lis 
tue, e tanleu moun palre, coume quaucun que se derevlho: — Höuf me 
/ague, Brlsqulml, deque dlses? — Vous escoutave, palre. — Coume? 
m'escoutaves, e te dlsieu ren! Quand dlses reu, coume ades, tantben vous 
entende, paire ! (La tete courbee, les yeux fixes et droits devant lui, mon 
pere contiuuait sa reverie; sa cbair etait penetree et comme peiute 
d'un refiet de bonheur. Tout souriant et le coeur gonfle de joie, je 
m'inclinais devant lui, ma tete au dessous de la sienne: puis, avec ad- 
rairation je le regardais dans les yeux: aussitöt, mon pere, comme 
quelqu'un qui se reveille: Oh! me fit-il, Brisquimi, que dis-tu? — Je 
vous ecoutais, pere. — Comment, tu m'ecoutais, et je ne te disais 
rien! — Quand vous ne dites rien, comme tantot, je vous entends tout 
de meme, pere). — Le pere Bonnet etait emu parce qu'il approchait 
du pont oü il avait rencontre celle qui depuis devint sa femme, et 
voici le recit qu'il fait ä son fils: „Anavlan vlra lou recouide de la 
routo qu'es ellai, quand tout-d'un-tems veguerlan destrauca dl terro qiiatre 
belli chato, cargado cadtino d'un gros /als de manado que portavon subre 



128 Eugene Franc 

la thto : devien veni de liuen, pbr que li pauro sushson coume susavon . . 
Eh ben ! quau lou creirie ? mau-grat soun lassige, eaminavon ardidamen 
davans nautre, qu'aloungavian li cambo per lis arrapa, quand toiit-d^un- 
cop la que pareissie d'estre Veinado fagiie is autro: ,^Dequ^ dises, sorre? 

Se noiis repaitsavian iine passado au pont?'-^ Eh bhi . . . sabes 

quau eron aqueli quatre chato? Eh^ perdine^ aqui i'aviS ma poulldo Ber- 
teto, ta bono pasto de maire, eme si tres sorre .... Subran vese ta 
muire^ seguido de si sorre vlra lou pount e piei s'alesti per davala la 
ribo de la roubineto en se dounant la man pdr ana beure. — y,Arrestas, 
li chato! Esperas . . . Sias toiiti reUnto^ e voulS bhire d'aigo quand 
sian engourd, es a vouU prene lou mau de la Descarnado f-^ tont en 
disdnt^ fem galouiamen sauta la pateleto de moun sa e, dins un lamp, 
sieu i ped de ta maire tenent en man moun gros ftasco ^), plen 
d'aquki bon vin mouret de Grau; e coume, avans de partre d'Arle avieu 
bagna la garnituro de caphi^) que lou curbie, Vab^ure ero au fres, 
e lou fres d^abeiire fai tant gau^ quand lou soulku d'estieu dardaio 
e que la Vidio^} danso ä perdo de visto. Ta maire voulie e vouliS 
pas b^ure. La secaresso, en la rend^nt mourento, la rend/e counfuso; 
ausavo ni m'espincha^\ ni recebre de mi man lou refrescage que 
i'oufrissieu eme tout mon cor alanda . . ." (Nous allions virer le 
coude de la route qui est lä-bas, qiuind, tout d'un coup, nous vfmes 
sortir de terre, comme d'un trou, quatre belies filles cbargees cbaeune 
d'un gros faix de javelles qu'elles portaient sur la tete; elles devaient 
venir de loin pour que les pauvres fussent en sueur comme elles 
l'etaient. He bien, qui le croirait? Malgre leur lassitude, elles cbemi- 
naient hardiment devant nous qui allongions les jambes pour les at- 
traper, quand tout d'un coup Celle qui paraissait etre l'ainee fit aux 
autres: „Qu'en dites-vous, sceurs? Si nous nous reposions uu moment 
au pout?" ... He bien, tu sais qui etaient ces quatre filles? II y 
avait U ma jolie Bertette, ta bonne päte de mere avec ses trois soeurs . . . 
Soudain je vois ta mere suivie de ses soeurs, faire le tour du pont et 
se preparer k descendre la rive du petit canal en se donnant la main 
pour aller boire. „Arretez! les filles! Attendez! Vous etes tout en 
nage, et vouloir boire de Teau quand nous sommes suants, c'est 



1) gourde, bouteille proteg^e par ime garuiture de p.aille ou d'osier, cf. 
Flasche. 

2) garniture de chapeau (de paille). 

3) LaVieille (Ui Terre). En ^te, l'air surchauflf^ tremble, et la Terre a l'air 
de remuer, de danser. 

4) espincha = regarder k la derob^e, 6pier. 



Revue dos tcxtes, ecrits eu langue d'Oc depuis ces dcrniercs ann^ea 129 

vouloir preudre le mal de la Decbarnee (la Mort). „Tout en disaut 
je fais gaiement sauter la patte de raon sac, et d'un saut je suis aux 
pieds de ta mere, tenaiit eu main mon gros" flasjue (gourde) ,,plein 
de ee bou vin brunet de la Crau; et, comme avant de partir d'Arles, 
j'avais mouille la garniture de paille qui le couvrait, le boire etait au 
frais, et la fraicheur du boire fait tellement plaisir quaud le soleil 
d'ete darde, et que la „Vieille" ^) dause ä perte de vue. Ta mere 
voulait et ne voulait pas boire. La soif, en la rendant mourante, la 
rendait coufuse; eile n'osait ui me regarder en dessous, ni recevoir de 
mes mains le rafraiehissement que je lui offrais avec tout mon eoeur 
ouvert.) — Dans le cbapitre intitule ,,mo«w bo7i jour'-'' Bonnet raconte 
l'bistoire de sa premiere communiou: il faut lire ce petit reeit qui a 
toute la legerete et toute l'espieglerie d'Alpbonse Daudet: en jetant 
les yeux sur la traduetion frangaise^), je eroyais lire les ,xonfes de 
mo7i tnoulin''^, ou ,^1'histoire du pet/'t Chose": c'est que Bonnet est uu 
„2)etit Chose^^ provengal, un peu plus naif, un peu plus tendre, tout 
aussi timide, mais timide par humilite et non par myopie seulement 
et peur du ridicule. Mais il y a entre eux une parente, une sympatbie 
evidente, et Bonnet doit se feliciter d'avoir eu un parrain spirituel 
comme son compatriote Daudet. Bien que ne ä Nimes, l'auteur de 
Tartarin etait en eifet, au point de vue du felibrige, un provengal 
nourri de Mireille et de l'armana prouvengau. Je lui ai enteudu 
reciter ä la Brandade^), peu de temps avant sa mort, quelques vers 
qu'il avait ecrits en rhodauien, mais qu'il pronongait avec l'accent nimois 
le plus pur. Et ä ce propos on trouve ga et lä dans Bonnet quelques 
expressions nimoises qui lui ecbappent (pas pus = plus . , . etc.): 
d'ailleurs, ainsi que je Tai dejjx fait remarquer, son style est plus 
nerveux, plus rüde, plus apre que le rbodanien toujours un peu mievre, 
et ,^enfant gäte'-^. Mistral seul, l'Olympien, dedaigne ces affeteries. 
Nöanmoins, Bonnet a sur lui l'avantage de n'avoir jamais lu Bertrand 
de Born, et de parier la vraie langue des pacans. — Dans ,^lou C/iivnlet^^ 
nous voyons se derouler une sc6ne de carnaval : cette coutume n'a pas 
encore disparu de nos villages provengaux : malheureusement lou Chivalet 



1) La Vieille (la Terre). En et^, Fair surchauffd tremble, et la Terre a 
l'air de remuer, de danser. 

2) La traduetion fraugaise d'A. Daudet serre le texte d'assez prt;s, mais 
eile est un peutroplittdvaire ämon avis: eile manque de notes. Et puis Daudet 
n'etait pas assez^a^/sanpour traduire fidelement certaines expressions. II traduit 
„toumba un cabus'* par couper un provin alors que c'est l'acte meme de courber 
un sarment sous la terre pour faire un provin . . . etc. 

3) Society des Nimois habitant Paris. 

Romaniscbc Forschungen XIII. 1. 9 



130 Eugene Franc 

est trop souvent remplace par quelque Ailequiu bigarre ou quelque 
Pierrot eofariue! Tout d'abord qu'etait-ce que lou Chivalet? „Le 
jeune bomme qai fait le chevalet arrauge une tete de cheval ou d'äue 
qu'il plante au bout d'uue barre, puis avec une graude toile ou une 
couverture de mule, il attache, comme il faut, la tete k laqaelle il 
ajuste des pointes d'oreille; des grelots, des gourmettes, un licou, une 
queue de renard et des bouppes". II est accompagne d'un maquignou 
qui est cense vendre ranimal. Tous deux frappent ä la porte d'uue 
maison oü il y a une fille ä marier: on leur ouvre, et le maquiguon 
cberebe ä vendre son cbeval. „Boutas, moussu^ quand vous dise qu'es 
intelligent^ poudes lou creire; saiqj escrUure^ legi e ph counta digo-ie 
que v^ngon, mon bon^). Auen, mourret, quand sian de gent eici? guand 
ta de chato ä marida? Vos-ti la jouino, la cadefo, o Veinado? — E 
lou chivalet en cabessajant^) au brut di sout-barbo, countavo U gent, li 
chato ä marida, e, lou plus b^u, mancavo Jamal de dire aquelo que 
Vagradavo lou wai per femo\ tantia^) que lou mestre de Voustau en 
vesent un chivalet tant ben estru^ tant degaja, tant saiUaire e tant 
dansaire, se disie, ma fisto ,^Aurai aqui lou g^ndre que ^ercave'-^ (Allez, 
monsieur, quand je vous dis qu'il est intelligent, vous pouvez le croire; 
il sait ecrire, lire, et pour ce qui est de compter vous pouvez leur dire 
de venir (se coraparer ä lui). Allons brunet, combiende persounes sommes 
nous ici? Combien y a-t-il de fillcs a marier? Veux-tu la jeune, la 
cadette, ou Taince? — Et le cbevalet en remuant la tete, au bruit de 
la gourmette (sous-barbe) comptait les i)ersonnes, les filles a marier, 
et, ce qu'il y a de plus beau, il ue manquait jamais de dire celle qui 
lui plaisait le plus comme femme: tant il y a que le maitre de la 
maison, en voyant un chevalet si bien instruit, si degage, si bon sauteur 
et danseur, se disait: „ma foi j'aurai lä le gendre que je cbercbais". 
Et souvent le pacte se faisait, le mariage se decidait, la jeune fille 
aidait le chevalet ä se depetrer de son harnachement et le payait de 
quelques baisers, derriere le dos de 8a merc, pendant (pi'on servait le 
vin blanc, la carfageno*), et quelques biscuits. 

Je suis oblige de passer rapidement, mais il faut au moins que je 
Signale le chapitre intitule „L/ Vendemio'-^ les Vcndanges: la traduction 



1) Sorte de proverbe qui signifie : „Que ccux qui vculcnt lutter avec lui 
s'avancent". Quand les gens du Nord se moquent des mcridionaux, ils se 
servcnt souvent de cette expression pour railler la vantardise provcn^ale. 

2) cf, cspagnol cahessa. 

3) tantia loc. adv = si bleu que (tant i'a). 

4) la cartaghio que Daudet traduit ä tort Je Carthagene'' est une sorte de 
vin cuit sucrö et alcoolisö, rappelant le Äerc* ou le i'orfo infcriour du couimercc. 



Keviie dos textes eciits en langue d'üc depuis ces deiuieres anuees 131 

de Daudet est quelqiie peu insuffisante : peut-etre faut-il ctre du metier 
pour en bien sentir tout le charme. D'ailleurs le second volume des 
Oeuvres de Bonnet, Le Valet de ferme^), nous offrira l'occasion de 
revenir sur les travaux agricoles, dont le pauvie ,^(/narro-^ a su com- 
prendre toute la poesie, sans avoir, pour cela, jamais lu les Georgiques 
de Virgile. Et je me prends ä l'envier! — Donc le petit pätre 
grandit : il quitte la Jasse (bergerie) de Brouzet et est attache comme 
gnarro (petit valet de ferme) ä la Reyraugalade entre Fourques Belle- 
garde et St Gilles. 11 est aussi erau en prenant place ä la table des 
domestiques qu'Alpbonse Daudet iuvite pour la preraiere fois ä un 
bal: j^Quand rinirere dins la cousino e que ine veguere au mifan d'aquelo 
proucessioun d'oumenas'^) quepassavon delapielo döupotisao seco-man et ä la 
caisso dl panoun, moun Dieu, que me trouvere pichounet: Avieu bei ä 
pöiitira ma blodo novo per davans, avihi bei ä faire Ion gaugalastre en 
m'estirant de ped en cap, ere toujour comme un nanet^ (Quand je 
rentrai dans la cuisiue, et que je me vis au milieu de cette procession 
d'hommes forts qui passaient de l'auge du puits ä Tessuie-main, et de 
l'essuie-main ä la caisse au pain, mon DieU; que je me trouvai petiot. 
J'avais beau tirer ma blouse neuve par devaut, j'avais beau faire 
le coq gaillard en m'etirant de pied en cap, j'etais toujours comme 
un nain). — La peur lui coupe l'appetit. Aussi on ue tarde pas ä se 
moquer de lui: „Sa/ que vos tnanja de regardello^)^ pichot? me vm 
ansin un grand ftasco d'ome, que avie la barbo fouguejanto e que me 
fasU fäci. Se te despaches ptas de pesca, moun jouine töchi*), poudras 
te serra la courrejo^). Mol a la biasso, mol au travai!'^ (Peut-etre 
veux-tu manger avec les yeux, petit! me vient ainsi un grand diable 
d'homme, qui avait la barbe etincelante, et qui me faisait face. Si tu 
ne te depeches pas davantage de peeher (au plat), mon jeune nigaud 
(comme une borne), tu pourras serrer ta courroie. Mou ä la blasse, 
mou au travail). 

Leur journee terminöe, les valets de ferme vont passer la soiree 
au four ; Bonnet nous les montre causant politique, en paysans qui ont 
reflecbi : les uns, pour flatter les maitres, trouvent que tout va bien 



1) Le Valet de ferme a paru dans VAibli sous le titre Memoire d'un guaro. 
II vient de paraitie ä la lihrairie Bentu avec une trad. d'A. Daudet et une pre- 
face de son fils L^on Daudet. 

2) augmentatif d''ome (homme) = hommes granda 

3) manja de regardello (manger des regards). 

4) töchi =. borne. 

5) pourras serra la courrejo (c. a. d. comme ton ventre sera vide, tu auras 
Desoin de serrer la courroie de ta ceinture). 

9* 



132 Eugene Franc 

dans le meilleur des mondes. Mais Toni, un arlesieii; leur reproche 
leur lächete. „Low que fai soun traval coume se d^u, pago aqueu que 
lou coumando, e mMre e varlet, la joiirnado acabado^ se devon ren". 
(Celui qui fait son travail comme il faiit, paije celiti qiii le commande, 
et maitre et valets, la journee terminee, ne se doivent rien). Suit une 
diseussion violente eerite dans iiu style remarqiiablement ferme et colore. 
Ah, la belle langue du peiiple, saine et robuste!) — B. nous expliqiie 
ensuite comment couchent les valets de ferme, comment est fait leur 
lit, ce qu'ils gagnent par an (les salaires ont augmente depuis lors), 
et il afiirme qu'il n'a jamais trouve de pays oü les valets fussent si 
mal nourriS; si mal payes, et oü, de plus, ils travaillassent autant 
qu'en Provence et dans le bas Languedoe. Encore les domestiques 
ä l'aunee ont-ils entre quatre planches un lit de paille, mais les 
journaliers que Ton embauehe pour les moissons couchent pele-mele, 
bommes et femmes dans les greniers ä foin. Dans l'hiver voici com- 
ment couche le journalier. y^Dins Viver, Vorne arribo ä la feniero, fai 
soun Jas dins la paio, quito sa vksto, si braio, gardo soun tricot, si carsotm, 
si caiisseto, fai un nous ä-n''un bout de soun lengdu'^) que cargo coume 
dirian un bounet, se lou remando ä drecho e ä gaucho döu cors coume 
un mantbu en aguhit siuen de ben lou leissa davala Jusquo souto U p^d, 
piei se laisso ana de soun long, s'estiro dins soun trau, adus sa vhto e 
si braio sus si pkl^ sus si cambo, qu^acato encaro eme de paio \ pren sa 
jargo, o sa roupo^), sen'atapo lis espalo, em' acb s' endor'-^ . (Dans Thiver 
riiomme arrive au greuier ä foin, fait son gite dans la paille, quitte 
sa veste, ses pantalons, garde son tricot, ses cale^ons, ses chaussettes, 
fait un noeud ä un bout de son drap qu'il coiffe comme nous dirions 
un bonnet, se le rejette ä droite et k gaucho du corps comme un 
manteau, en ayant bien soin de le laisser descendre jusque sous les 
pieds, puls il se laisse tomber de son long, s'etire dans son trou, 
ramöne sa veste et ses pantalons sur ses pieds, sur ses jambes, qu'il 
Cache encore avec de la paille : il prend son manteau ou sa roupe, 
s'en couvre les cpaules, et puis s'endort.) — Le petit Brisquimi est 
employ6 ä l'etable des vaches. II a la passion de son mutier et lors- 
qu'il est nomme valet, il est aussi fier qu'un soldat qui a gagne son 
premier galon. „aqueu grado me fagttd courre un beu frejoulin dejoio 



1) draps de lit grossier, la scule couverture que les fermiers donnent aux 
hommes. Les journaliers doivent le fournir. Le plus souvent ils ont un houras 
en tolle d'emballage, ou des toiles ä sac cousues grossi6rement. 

2) grand naanteau sans manches: „Evd 'OSvaasifs xaxEkExx • im 8s xhüvav 

ßä'/.n- avrüi :Tvxvijv xa'i fi.eyü?.)jr. 



I 



Revue des textes ecrits en langue d'Oc depuis cos dcrniöres anuees 133 

au pure), et il se mele fieremeut ä ses pairs U rafi. Puis, lors qu'il est 
nomme gardian, conducteur des chevaux sauvages, avee quelle joie il 
s'elance vers la manade. Le voilä le gardien, le halle de 50 on 60 jolies 
betes: poulains, pouliches, chevaux, cavales, etalons marchent ä sa 
voix. 11 faut lire les 2 cliapitres intitules // lanco (le depiquage des 
bles) et li chabrian (les grosses guepes). Odysseus fuyant sous la colere 
de Poseidon n'est pas plus tragique, plus homerique que le pauvre 
Brisquimi courant apres sa charrue, et s'efforQant d'arreter ses quatre 
belles mules que les frelons ont rendues folles. Puis c'est tout un 
poeme d'araour. Bonnet est devenu amoureux fou de la tantoimo^) 
du mas, la belle Joulette. „Veici comne ramoitrme venguL- Venian de 
nous metre ä taulo. Lou proumie carretU parlavo eme sonn segomid 
quand uno voiies vounvoune ä moun auriho: ,.Escusas im pöu, joiwent'' . 
E sentiguere ei tant leu la joulno peitrino arredounido de la tantoimo, 
que, jjdr paiisa lou plat sus la taulo, s'apiejavo sus ieu. M'amoulomiere^) 
per ie faire plaro, quand piei, en se redreissunt, metegue sa maneto sus 
moun espalo . ." (Voici comment l'amour me vint: Nous venions de 
nous mettre ä table. Le premier charretier parlait avec son second, 
quand une voix bourdonna ä mon oreille: „Excusez un peu, jeune 
homme". Et je sentis aussitöt la jeune poitrine arrondie de la tantouno, 
qui pour poser le plat sur la table, s'appuyait sur moi. Jemetassai, 
pour lui faire place; ensuite, en se redressant, eile mit sa petite main 
sur mon epaule). Les deux jeunes gens se taquinent, se plaisantent, 
et l'amour s'empare d'eux. Un jour qu'il chantait ä son amie une 
chanson provengale, la voix severe de sa maitresse appelle Joulette: 
„Ei ben daumage, pas vrai, Brisquimi? Nous languissian pasV^ (c'est bien 
dommage, pas vrai, Brisquimi? On ne languissait pas ici). Et sur ce 
demi-aveu, la belle Joulette court ä la ferme. Puis, c'est une nuit 
toute entiere, au clair de lune, eufouis tous deux au pied d'une meule 
de foin. Kien n'est plus realiste et plus cbaste ä la fois que ces amours 
d'enfants. La pudeur virginale de la tantoune triomphe des assauts 
furieux du male! Mais quels assauts! Le francais ne saurait traduire 
Sans grivoiserie le langage du jeuue pätre! Helas! la pauvre Joulette 
est renvoyee du mas: eile se sauve toute honteuse, et sans avoir peche, 
ä S* Gilles, son pays natal. Et Brisquimi, qui veut aller la retrouver, 
a failli se noyer dans le Rhone. 



l)On appelle tanto dans unmaslafemmequiestchargeedelacuisiue: c'est gene- 
ralement la femme ou la meie du haue ou du fermier: on appelle tantouno la 
jeune fiUe qui aide la tante, et qui est tantot sa fille, tantöt sa jeune sceur, 
tantot une domestique. 

2) amoulouna = faire un tas. 



134 Eugene Franc 

Teile est l'analyse trop superficielle de ces deiix admirables volumes. 
La troisieme partie, Lou Pacan dins Paris, est encore sous presse. 

Depuis Mireille la langue proven^ale n'avait rien produit d'aussi 
beaii. Je ne crois pas que Mistral en soit jaloux, car si le petit berger 
n'avait pas lu les amours de Vincent, peut-etre n'aurait-il jamais ose 
ecrire les amours de Brisquimi. Comme le ciel l'avait elu poete, il eut 
pondu quelques mauvais vers francais, ä Tinstar du boulanger Reboul, 
son compatriote. Mistral ä ete sou bon aiige. C'est encore une gräce 
de plus que nous devons ä notre Maitre ä tous. 

3me partie. 
Les felibres. 

M*" l'abbe Spariat a public ä la librairie Ruat ä Marseille ,.,lou 
Sant Aloi^' (la S* Eloi), poeme tragi-comique en 7 chauts avcc la tra- 
duction en regard. L'ouvrage est precöde d'un avant propos de Mistral, 
legende popidaire en prose sur la conversion de /S* Eloi ^). Un beau jour, 
invitö par le eure de Bronssinet, pays imaginaire, mais haut perchc 
sur la montagne, l'auteur consent a aller voir la procession de S* Eloi. 
— Voici donc la procession que precede le tambour du village, un 
vieux de l'Empire, encore vert et fier coninie Artaban. Les dövotes 
defilent, marmottant des priercs, et le curd, qui ne peut pas les sentir, 
s'ecrie (dans un dialecte qui lieiit de Vaucluse et du Var). 
Vh, li devoto, tant que soun, Quand n'i' aurie ges, sensol 

Fiho e pas fiho, aurien besoim Acö's la pesto di curat 

Destre im pau messo d la resotml Que sabon pas se ri'en gara. 

(Voyez vous, les devotes, autant qu'il y en a, filles ou non-filles, 
elles auraient besoin d'ctre un peu raiscs ä la raison. Quand meme 
il n'y en aurait point, aussi bien nous ferions sans [elles]. C'est la 
peste des cur6s qui ne savent pas s'en garer.) 

Pendant que toutes les betes du Village, conduites ou nienees par 
leur proprietaire, defilent devant le eure qui bcnit le tout, les paysans 
implorent S^Eloi. 

De morvo, pici, de vertigo Gardo chivau, muou, boiirricot, 

De peremouni6, de coulico, Que soun tant nescite, pecaire, 

De taute malandro critico I paisan, diir rusticaire ! 
E de mascari diaboulico^ 



1) A dire la v6ritö cette pröface est co qu'il y a de plus reussi daus le 
volunie. Mais le poeme est interessant en ce qu'il depeint assez fidelenient les fetes 
de village en Provence. Trad. fran^. en regard. 



Revue des textes ecrits en languc d'Oc depiiis ccs deiniöres anaees 135 

(De la morve, piiis, et du vertigo, de la pneumonie, de la coliqiie, 
de toute maladie eritique, et de toutsortilege diabolique, protege chevaiix, 
miilets, änes, qui soiit si necessairep, les paiivres, aux paysans, durs 
travailleiirs des champs.) 

Dans le deuxieme chaiit, les gens du pays mettent une bride 
aux euclieres (e'est ä dire riionueur d'etre le chef de la fete suivante). 
Et comme ä Broussinet la commuDe est dlvisee en 2 bourgades (la 
colline, et la plaine), une noble emulation s'empare des paysans. 
Puis c'est le bouquet: pour paraitre plus distingues les chanteurs se 
croicnt obliges de ehanter „dans leur frangals" des romances de cafe 
concert qu'ils estropient atrocement: 

Ze regarde la Inno Revant zW la fourtuno 

Ce bei astre qui luit Sus U cou]) de minuit. 

— Et l'assistanee — qui parle aussi fran^ais comme dans le 
grand monde — repond: 

II a tres bien cante — ßevons ä sa chantel 
Dans le 3™^ chant, la fete bat son plein: ce sont des courses 
de chevaux, de nuilets et d'une. Sur le soir les tetes s'echauffent. Les 
gens de Broussinet-le-haut en viennent aux raains avec ceux de la 
plaine. Et, le lendemain, les blesses vont se faire soigner chez le 
rebouteur ou chez le sorcier. 

4="« chant. L'auteur est retourne chez lui, dans son presbytere 
perdu de Ja Rouviere'-^. Un beau jour du raois de mal, le eure de 
Broussinet vient encore trouver notre cure-felibre pour l'inviter 4 la 
S* Eloi, Sans lui cacher qu'il est en grand emoi, les deux partis etant 
toujours pres d'en venir aux raains. „A ta place, pour contenter la 
populace, je ferais deux S* Eloi, une la baut, et l'autre lä-bas!" Ce 
plan est adopte. La-dessus on cause felibrige. En voici la definition 
(plus poetique que precise) que donne notre eure: 

Sabes co qu'es lou Felibrigel Aprh II tron d'im sourne aurije^ 

Es Varc-de-sedo ä sei coulour I pople fraire döu Miejour 
Que dins lou ceu encaro lourd Amwungo enßn U nouveu jour. 

(Sais-tu ce qu'est le Felibrige ? — C'est l'arc en ciel aux 7 couleurs 
— qui dans le ciel encore lourd, — apres le tonnerre d'un orage — 
aux peuples-freres du Midi — annonce enfin les nouveaux jours). 

II y aura donc deux S*Eloi ä Broussinet. Les gens de la plaine vont 
chercher la statue de S* Eloi ä l'Eglise, la rapportent pendant lanuit, 
et rinstallent triomphalement dans la salle du banquet, oü il fait la 
grimace au buste de la Kepublique. 



136 Eugene Franc 

Les devotes de Broussiuet ne le pardonnerent pas ä leur eure: 
elles ecrivirent ä l'eveque. Foudres du prelat: mais tout fiuit bien. 
„Les änesses sont si nombreuses maintenant, que je u'aurais jamais 
pu les benir eu un seuljour", — dit Tinculpe pour sa defense. 

Bien que ne dans le Dauphiue, L. Diic a ecrit en proveugal classique 
uu poeme en 7 chants, Marineto. Dans la pretace il demande que le 
ihodanien de Mistral et de Roumanille devienne desormais la laugue 
litteraire de tous les felibres, comme la xoivii de tous les poetes de 
langue d'oc. J'espere bien que sou appel ne sera pas ^coute, que tous 
les dialectes locaux feront preuve de vitalite en nourrissant encore de 
valeureux poetes de terroir. Quoi qu'il en soit, le texte de Duc est 
aecompagne d'une version frangaise de Jean Monne. 

La jeune Marineto vit tranquille dans le petit village de Cotups. 
Tistet, un jeune gargon de son pays, est amourcux d'elle, et elle-meme 
a du penchant pour lui: mais advient un certain Largcntier qui a 
toutes les elegances de la ville., et decide la jeune fille ä fuir avec 
lui. Puis, comme ses parents ne veulent pas de ce mariage, il lui 
pose ce dilemme brutal: „Retourne dans ton pays ou consens ä etre 
ma maitresse". Indignee, la jeune Marineto, regague ä pied sa Pro- 
vence, mais la douleur l'a rendue foUe, et on la ramasse ä demi morte 
sur la route. Ses parents, et le pauvre Tistet, toujours fidöle, essayent 
en vain de l'arracher k la mort. La jeune fille succombe pen- 
dant que 

Lou vent siblo soiito U porto — En esvartun li fueio morto. 

Avant de mourir, eile a cependant la force de chanter un hymne 
ä la Provence, si bien que nous oublions compl6tement que L. Duc est 
du Dauphine. 

Un felibre qui n'a pas l'air d'ccouter les conseils de L. Duc, c'est 
Charles Eatier. Je ne crois pas, que, de longtemps, il ecrive en pro- 
vengal, car il est tres fier d'etre gascon, et enfaut d'Agen, comme 
Jasmin. Au debut de ,^Lou Riyo-rago agenea^'^) (La crecelle d'Agen) 
il s'ecrie des la premiere ligue: bei s^n lous Gascousl (Hola! Nous 
sommes les Gascous!). La seconde poesie du recueil s'appelle Ja 
bielho lengo'-' (la vieille langue). On a aujourd'hui la manic des vieux 
meubles, souvenir du passe qui nous rappellc le bon vieux temps. 
Mais bahuts, glaces, ou trumeaux ne parlent qu'aux yeux: pour que 
les siecles revivent, il faut parier la bielho lengo: 
Touts aqiies rcstos d'im autre afge 
Acd-s'^\ se boiiles, lou bisafge 

1) Agen: librairie Ferion frßres 1894. 

2) 11 vaudrait mieux ecrire aco'a ;= aco es (c'est). 



Revue des textea ecrits eu laiigiie cVOc depuis ccs deruieres iinuees 137 

Lou pus fresque, lou j^ks pouUt 

Qu'al grcm Jamal atclie ^) lusit 

Stil cor lou pus perfet de bierges . . . 

Et tri' aprochi . . . cVamour moun amo se reimido.. 

Ah, maladiciounl la helo filho es mudo\ 

(Tous ces restes d'un autre äge — c'est, si vous voulez, le visuge 
— le plus frais, le plus joli — qui, au grand jamais, ait lui — sur 
le Corps le plus parfait des vierges,... — et je m'approche . . d'amour 
mon äme est bouleversee — Ah malediction! La belle est muette!) 

Dans uue autre poesie, deux fees {las dios ensourcilhairos) se dis- 
putent entre elles. Chaeune d'elles veut etre la marraiue du premier 
poete qui naitra: 

aquelo es pastourelo aquesto es dounmiselo 

E parlo la lengo des cans\ E parlo la lengo des grans. 

(L'une est villageoise -- et parle la laiigue des cbamps; l'autre est 
demoiselle — et parle la langue des grands.) Mais cn traversant uu 
chemin pleiu de boue, la geiite demoiselle perd son soulier: la pay- 
sauue, gräce ä ses sabots, arrive la premiere au moment oü: 

Uti drolle que tiachio plourabo — M\q)artenes, amo nouhelo 

dit la fee villageoise. 
(Un enfaut qui uaissait pleurait — Tu m'appartiens, äme nouvclle). 

D'uu tout autre genre est la piece badine intitulee Treson, qui est 
ecrite en petites strophes de 2 vers masculins : 

TresoH la drollo d'un courde — Äünabo Frances Vcscude 
Thereson la fille d'un cordier — Aimait Frangois l'ecuyer. 

Sauno-gat est un petit conte de 250 vers environ tous termines par 
une rime en at (pronongez a^/): 

Dumpei que MouUero a parlat Depuis que Moliere a parle 

Des medecis, coume se sat, Des medecins, comme Ton sait. 

Ta pas, al mounde sage ou fat^ II n'y a pas, au monde, sage ou fat, 

Que, des succesous d''ipoucrat Qui, des successeurs d'Hippocrate 

Nonse siosque uwpauqiiettriifat ..etc. Ne se soit pas un peu moque... 

Enfin je citerai le sonnet AI Prat (au pre) qui est bien dans la maniere 
gasconue : 



1) rli. = ague. 

2) Sul = sus lou. 



138 Eugene Franc 

Adiu, la iioulido droidleto. Anen! pret de tu fai me plago^ 

Que dises d'aquel calimas? Te z'ou Juri sus moun amiou ; 

N'en disi, moussu, que VAnneto Quhin imutounet, auras ta grago. 
S'es pouUdo, bous connel pas. 

De len fei bisto, sus Perb^fo Se per oublida ma gnma(;o 

Que me faslos sinne del bras . . Bons countentas dumb un pontou. .. 

Bous troumpas, moussu, soui sajeto Batchin lou ca... j)rendra per jou. 
E bous fasioi quhin pan de nas. 

(Bonjour, la jolie fille, — que clis-tu de cette chaleiir? — J'en 
dis, monsieiir, qu'Annette — si eile est jolie, ne vous connait pas — 
De loin je t'ai vue, siir l'herbette — qui me faisais signe du bras . . — 
Vous vous tronipez, monsieur, je suis sage — Et je ne vous faisais 
qu'un pied de uez. — Allons, pres de toi fais moi place — Je te le 
jure sur mon houiieur — Rien qu'un seul baiser: tu auras tagräce! — 
Si pour oublier ma grimace, — Vous vous contentcz d'un baiser: — 
Voici le chat . . . 11 le prendra pour moi.) 

De meme que Ch. Ixatier veut marcher sur les traces de Jasmin, 
de meme J. Boillot imite son compatriote Bigot. II a public ä Nimes 
chez Catelan et chez Debroas-Duplan une serie de pocsies et de fables 
patoises, li Batarelo (les lavandiöres), li Mazetieiro, mi Lese (mes loisirs). 
Les fautes d'orthographe abondent: la Ve'i (la lei = la loi), s'en pas 
(sen pas = nous ne sommes pas), n'iavie (n'i'avie = il y en avait), 
L'ou d'ou cha'lne (Lou dou chauie = Celui du clicne) ce (se =si)... etc. 
•D'ailleurs il est bien imprudent de se mesurer ä Bigot: avec Mistral 
et Bonnct ce sont lestrois poetesvraiment originaux du Midi. Bigot sur- 
tout ne doit rien a personne: il est le seul fabuliste de langue d'oc, 
et il n'a pas plus imite La Fontaine, que celui-ci n'a plagie ifcsope. 
Mais il est loin d'avoir le charme et l'envergure de Mistral. 

Je ne parlerai pas de La reine Jeanne qui est deja bien anciennc, 
et que tout le monde a lu. Bernard Schneider^) en a fait une etude 
assez eteudue et assez exacte. Je me propose d'insister sur lou poucmo 
dou Rose^ Oiuvre de meillcure venue oii l'on retrouve tout entier le 
pere auguste de Mireille. 

Au lever du jour les bateliers du Rhone, conduits par le patron 
Appian, vont partir de Lyon. Ce sont des gas robustes clapu tau que 
de chaine (membrcs comme des ebenes). Leurs femmes sont leurs 
dignes compagncs. Pendant que leurs maris poussent la gaffe et 
l'aviron, elles vaquent aux travaux du mönagc ii Condrieu, la patrie 



1) Z. litter. Beweg, auf ncuprov, Spnicligebiete. 



Revue des textcs ecrits en hmgiic d'Oc depuis cos dernieres annees 139 

des mariniers. — Et Mistral s'attendrit au Souvenir du bon vieux temps 
üü les maisons n'avaient point de serrure. (Et nous nous attendririons 
nous aussi bien davantage si nous n'etions pas obliges de chercher 
dans le dictionnaire des mots rares, qui datent precisement de cette 
epoque, et dont nonsn'avons pas la clef. — Laissez les niorts ä leurs 
morts!) — Cependant le patron Apian vient de quitter Lyon sur son 
bäteau le Cahurle, qui traine d'autres bateaux ä la remorquc. II touche 
ä Vernaison oü un jeune bomme blond saute d'un air degage sur la 
barque. C'est Guilhen, le prince d'Orange, fils du roi de Hollande. 
Les medecins lui ont ordonne l'air pur de la Provence. 

Uno foulie d'amour s'es mes en tesio, II s'est mis en tete une folie d'amour, 

Farfantello de prince pantaiaire, Lubie de prince reveur! 

S'es mes en testo d'atrouva per orto II s'est mis en tete de trouver 

quelque part 
L'espel/'men de la Naiado antico L'6panouissement de la Naiade 

antique 
E la flour d'aigo espandido sus Et la fleur d'eau ouverte sur l'onde 

l'otmdo 
Ounte la Ninfo es amagado e nuso, Oü la Nympbe est blottie et nue, 
La Ninfo hello e puro e lindo e La Nymphe belle et pure, et claire, 

vaigo et vague 

Que l'esperit councieu e que desiro^ Que l'esprit concoit et qu'il desire, 
Qne Ion pinceu retrais, que Ion Que le pinceau retrace, que le 

poubto poete 

Dins si vesioun eternamen evoco. Dans ses visions eternellemeut 

evoque. 

Le jeune prince se melc familierement aux matelots dont il parle 
la laugue. On regarde avec surprise une fleur en email qui pend ä 
sa cbaine de montre: C'est, dit-il, une fleur de mystere: 
...per tont pa'is omife s'atrovo ...Daus tous les pays oü on la 

trouve 
Vorne res gai e la dono i'es hello. L'homme est gai, lafemme est belle. 

Tiens! s'^crient les bateliers! c'est la fleur du Rhone, la flour de 
Rose., Celle que cherche la belle fille qu'on appelle VAnglore^). Mais 
on arrive ä Givors et nous n'en apprenous pas plus loin. En realite 
le prince d'Orange avait voulu revoir le pays de ses ancetres. Un 
instant le regret des conquetes perdues lui etreint le cceur, mais: 



1) angloie = petit lezardgiis qui vit dans les ruiucs et les uiurs üon cn 



140 



Eugeuc Franc 



Mai en (ßie hon lou regret^ se di 
reire 
Pöu recoubra la terro souleiouso 
En V emhrassant de soun regard 

alabre ! 
Es ti besonn d'espaso gue fouguejon 
Per s^empara de co que l'uie nous 
mosfro? 
Cependant la barque arrive ä Co-iulrieu. 



- Mais ä quoi bon le regret, si des 

aieux 
II peut recouvrer laterre eusoleillee 
En rembrassant de son regard 

avide! 
Est-il besoin d'epees qui etincellent 
Pour s'emparer de ce qne loeil 
nous montre? 
Les femmes des matelots 



sont depuis tenips long sur le quai avec lenrs enfants: elles sont 
inipatieutes de revoir leurs mavis qu'elles vont charger de mille com- 
niissions. Car c'cst la foire de Beaucaire, Beaucaire le grand cara- 
vanserail, le Nijni Novogorod de TEurope occidentale, oii l'Italie, 
TAfrique, l'Hspagne vienuent eclianger Icurs produits avec ceux de la 
France. Tout ce monde jacasse ; les recommandations, les adieux, Ics 
quolibets se croisent des bateaux aux fenetres. 



Mion! Qu'est-ce que je 

vous apporte 
De la foire, Ho! — Apportez-nioi, 

Rivoire, 
Qael(iues anueaux de criu et aussi 

de verre, 
De ceux sur lesquels il y a uu 

gros rat rouge! 
— Oui - moi, apportcz-moipourla 

pctite 
Une poupce, de Celles qui se tor- 

dent (s'articulent). 

Bientüt on repart, et patron Appiau explique au jeune prince tous 
les dangers, et toute la poesie aussi de son rudc melier, Mais le 
jeune liomme ne l'ecoute que d'une oreille. II songe ä cette ,,Anglorc^^ 
dont les bateliers parlaient avec amour. 

La veirai hen, se dis entre hi, la Je la verrai bien, dit-il ä part 
divo Uli, la divine 



Goutoun ! Mioun ! De qii'es que Goton , 

vous adiise 
D^en ßero , hau? — Aduse-me^ 

Rihöri^ 
Quäuquis a7ieu de cren emai de 

vdire, 
D'aqueli que dessus i'a'n gärri 

rouge! 
— — im, aduse-me per la meinado 

Uno tiUi, d'aqueli que si gihlon. 



Que soun fachin o sa heuta ferouna 
Sembio farfantelo siis tout lou Böse! 

L'Angloro, aquelo chato incoimei- 

gudo 
Que tout acö n^enimrlo e n'en pantaio. 



Dont le charme ou la beaut^ sauvage 
8emble error commc un farfadet 

sur tout le Rhone! 
L'Anglore, cette fille inconnue 

Dont tout (.a parle et reve. 



I 



Revue des textcs ecrits en langue d'Oc depuis ces deruicres anues 141 



Et le prince interroge le batelier Jean Roche qiii parait amourenx 
de cette sirene mysterieuse: voici ee qu'il lui repond. 



N'a qn'un amoiir: es de rouda U 

mueio'^) 
Per se ie miroia toido soideto, 
ie cidi de-fes la ^our de 



En^a qii^uno obro, devmarias quinto ? 

De crevela li sahlo de V Ardecho 

Per arpaia {mesteiret de fournigo) 
Li beluguefo d^or qne pöu ie caupre. 

— Jabo! cride Ion segnouret alegre, 

Sian pas li Argounauto döu Cuburle ? 

Counqidstaren, d'abord qiie sian en 

courso, 
La toiiisoun d'Or emai Medeio — 



ogo 



Elle n'a qu'uu amoiir: roder par 

les mouiiles^) 
Pour s'y mirer toute seulette 
Ou y cueillir parfois la fleiir dn 

Rhone ; 
Etelleu'a qu'ime ccuvre, devineriez- 

vous laquelle? 
C'est de passer au crible les sables 

de l'Ardeche 
Pour orpailler (metier de fourmi) 
Les etincelles d'or qu'il peut s'y 

trouver. 
— A merveille ! cria le jeune seigneur 

allegre, 
Ne somniesnouspas les Argonautes 

du Caburle? 
Nous couquerrons, puisque nous 

sommes en course, 
La Toison d'or et aussi Medee .... 

Vogue ! 



A Valence montent des italiennes qui vont ä la foire de Beaucaire : 
leurs Instruments de musique sur le bras, elles rient, bavardent, s'em- 
petrent dans les cables et les cordages, tandis que de gros negociantS; 
l'oeil allume, s'empressent autour d'elles. On a fait croire ä un matelot 
que l'une d'elles est la duchesse de Berry. II questionne le prince, 
qui doit s'y connaitre. Et Guilhen lui repond en poete: 



Dise qn^en tau parage renni' estouno : 

Dins lou clarun d^aqiiesto van 

superho, 
Santo li tibaneii de vösti barco 
Besqu/harello au gai courrent de 

Voundo, 
Meth-ie de princesso, de papesso, 

D'emperairis o, se voules, de fado, 



Je dis que dans de tels parages 
rien ne m'etonne: 

Dans la clarte de cette vallee 
süperbe, 

Sous les tentes de vos barques 

Glissant au gai courant de Tonde, 

Mettez-y des princesses, des 

papesses, 
Des imperatrices, ou, si vous voulez 

des fees 



1) endroit caline oü les bateaux peuvent mouiller ä l'abii du courant. 



142 



Eufföue P'ranc 



En vestimeu d'azur^ d'or et de 

Tout ach heu ie trevo sus la visto, 
Autant vivent, autant verai et leime 
Coume nous-autre eici qiie Vaigo 
emporto . . . 



En vttemeut d'azur, d'or et de 

pourpre, 
Tout cela beau y flotte ä la vision, 
Aus.si vivaut, aussi frais et legitime 
Qiie uous autres quo Teau empörte. 



Eiifin la barqiie arrive a l'embonchure de l'Ardeche. Siir la rive 
on ai)er(:oit TAnglore: 



Ero que bnino ; 

Mai MIO hrimo claro^ o, ptr mies 

dire^ 
Lourehat döu souleu Vavie daurado; 
Em^ d'iiie de perdris^ qiCero de 

peno 
De aaupre se risien d^enfantoidiye 

d'rtlegresso folo, o hen per tnifo. 



Ce n'etait qu'une briine; 

Mais une briiiie claire, ou pour 

mieux dire, 
Le reflet du soleil l'avait doree; 
Avec des yeux comme ceux des 

perdrix: on etait en peine 
De savoir s'ils riaient par enfant- 

illage 
Oll d'allegresse folle, ou bien par 
moquerie. 



Le VIe Chant uous contc l'histoire du Drac, sorte de genie des 
caux qui habite les profoudeurs du Khune. La möre de TAnglore, 
pour faire peur aux enfants, leur depeiguait le soir, ä la veillee, ce 
monstre qui ravit les jeunes femmes, et les eutraiue dans ses palais 
Souterrains. Nous pourrions croire que c'est un conte de ma mcre 
rOie: mais Mistral, qui döja, dans Mireille; ne craignait pas le fan- 
tastique, fait apparaitre le Drac a l'Anglore un soir qu'elle se baignait 
au clair de lune: 

cclairee 

Par les rayons de la lune qui 

baisaient 
Sa line uuque, sa jeune chair 

ambree, 
Ses bras poupins, ses reins bien 

rablös, 
Et ses petits seins harmonieux et 

fermes, 
Qui se cachaient comme deux 

tourterelles 
Dans r^parpillemont de sa cbe- 
velure. 



alnsentido 

Per li rai de la Inno que leisavon 

Soun ßn coutet , sa joidno car 

amhrenco, 
Si bras pou2)in^ sis esquino rabloto 

E si pousseto armouniouse eferino 

Que s''amagavon coume dos tour- 

touro 
Dins resparpai de sa cabeladuro. 



Kevue des textes ecrits en laugue d'Oc depuis ces dernifjies aunces 143 

Loii mendre brut — un peis qiie Le moindre bruit — im poisson 

foro Vaigo, qui hors de Teau 

Per moHsqiieja^ faguesse uno es- Pour attraper uiie mouche, ferait 

coupeto ; im ricochet: 

Lou gourgoiii dun embut^ quand Legargouillenieutd'im tourbillou^) 

emboutiho^ 

Uno rato-penado"^) que qiälesse, Une chauve-souris qui crierait, 

Per un tavan nno fue/o batudo^ Par un insecte une feuille battue, 

le viravo soun cor coumo nno (tout eela) lui retournait le coeur 

toumo^). comme une tome^). 

Le Drac apparait donc ä l'Anglore, et, comme, preuve de l'appari- 
tion, eile garde uno flour roso d'espargneii (une fleur rose de Jone 
fleuri). — Quand le Caburle airive vis ä vis la demeure de TAnglore, 
le batelier Jean Roche va chercher la jeune fille dans un ,^nego-chhv^*). 
II etait eu train de lui faire, sur le pont du bateau, une declaration 
d'amour lorsque le prince Guilben sort de sa cabiue, et se presente 
subitement, tenant a la main la fleur favorite de l'Anglore, la fieur 
d'espargneu. „C'est lui! C'est lui!' s'ecrie la glaneuse d'or. Et la 
pauvrette, amoureuse et craintive reste la, fascinee comme une fauvette 
par une couleuvre. Desormais eile est persuadee qu'elle a pour galant 
le dieu du Rhone qui la conduira dans ses palais cnchantes. Eutin 
voici Beaucaire. Teudremeut enlaces les deux amourcux se melent 
ä la foule. 
E coiime dins lou dar dhino fönt Et comme dans la clarte d'une 

puro, source pure, 

Quand aves caud^ restieu^ fai bon Quand vous avez chaud, l'ete, il 

descendre^ fait bon descendre, 

Per tempouri sa ßbre languissouso, Pour apaiser sa fievrelanguissante, 
Eu descendie dins aquelo amo novo. Guilhen descendait dans cette äme 

neuve. 

Mais il faut partir. Le Caburle, et les 7 barques, vont remonter 
le Rhone. Quatre-vingt chevaux tirent les cables. Du haut du Tillac 
maitre Appian regarde avec orgueil sa flotte et ses equipages. En 



1) mot ä ruot: le gargoiülleiuent d'uii entonnoir quand ca eutre comme dans 
tine bouteille. 

2) mot ä mot rat empenne, qui a des plumes. 

3) petit fromage blanc que Ton met ä sedier et que l'ou retounie do temps 
en teuips. 

4) petite baique appelee nerjn-chin =z noie-chien. 



144 



Eugßne Franc 



route! L' Anglore, eu fille active et laborieuse, aide le mousse du 
bäteau ä faire la cuisiue: tout en eplnchant des pommes de terre eile 
raconte ses fiauQailles avec le prince; et siiiterrompt au milieii de son 
recit pour decoiivrir la marraite qui verse . . . Voici qu'on siguale 
l'embouchure de rArdeche. L'Anglore est toute joyeuse ä la peusee 
de revoir ses freres et soeurs ä qui eile rapporte des cadeaux (eile a 
bien vendu sa poudre d'or). Elle proniet ä Guilben de veuir le 
rejoindre au milieu de la nuit, ä la place oü il lui apparut jadis sous 
la forme du Drac (car le dieu du Rhone et le prince ne fönt qu'un 
dans sa peusee). Mais, belas, ä peine cette promesse etait-elle faite, 
que vomissant de la fumee par sa large cheminee, un bateau ä vapeur, 
le premier qui ait souille le Rhone, donne en sifflant ä Mattre Appian 
l'ordre de lui ceder le pas. Le vieux matelot, refuse de s'eearter de 
sa route: un choc ^pouvantable se produit. Les chevaux sont pr6- 
cipites dans le Rhone, et les barques emportees k la derive viennent 
se briser contre les arches de Pont-S*- Esprit. L'Anglore et le prince 
Guilhen tombeut dans les flots et disparaissent. „Le Drac empörte 
sa fiancee", disent les matelots sougeurs, et ils voicnt dans ce funestc 
bateau ä vapeur une invention diabolique du genie des eaux. Toute 
la flotte est pcrduc: ils sont ruinös: mais les marins ont le cceur 
solide. 



E^m' acö^), de l'espalo ä la centuro 
S'estent envertouia II tourtouiero 
E li restant d'arnes que ie soii- 

bravon, 
Uä ped sus lou doiigan touto la 

choiirmo 
llemoiinte vers Coundrihi^ senso 

mal dire. 



Et avec ga de l'cpaulc ä la ceinture 
Ayant enroule les grosses cordes 
Et le reste des harnais qu'il Icur 

restait, 
A pied, suivant la rive, toute la 

troupe 
Remonta vers Condrieu, sans dire 

davantage. 



Et sur ces vers se ferme ce poeme qui tient ä la fois du Heine 
de la „w?er du Nord^\ du Zola de „/« Terre'-\ et du Wagner ,/le Lohen- 
grin^, mais qui reflcte ITime meme de la Provence. 

Au point de vue metrique, le poeme du Rhone constitue une 
Innovation interessante. II semble que sur les bords de la Seine 
comme sur les bords du Rhone ou de la Durance, nos contemporains 
aient pris en grippe la soleunite des vers alexandrins qui vont deux 
par deux comme les boiufs. On sait que Verlaine reagit de tout son 
genie contre la monotonie de Thcxametre, et que d'autres pot^tes comme 
Moreas et Stephane Mallarm6 essaycrent ä tout prix de creer du nouveau, 



1) pour e em^ acb. 



Keviie des textes eerits en langiie d'Oc depuis ces dernieres anu^es 145 

ou du moins quelque chose qui eu eüt l'air. Le provengal est trop 
proche parent du frangais pour ne pas avoir subi le contre-coup de 
ces revolutions. Ä parier franchemeut, l'hexametre provencal, plus 
encore que Tbexametre frangais, avait une tendance marquee ä tomber 
dans Je ponclf, le pompier'-^. „Aligner des svllabes six par six, avec 
une cesure au beau milieu, courouuer le deruier pied d'une rime riebe 
avec la cousouue d'appui, cela suffisait ä la plupart des felibres, igno- 
rauts du rytbme Interieur du vers, et de cet art secret qui preside ä 
la formation des periodes. Dejä en 1892, partisan des reformes un 
peu specieuses et pueriles de Moreas, Marius Andre envoyait ä TArmana 
la poesie suivante dont je cite le debut : 

Estre oubliga de vous d/'re de hanäli causo (13) 

E de garda dins moun cor li paraido d'amotir (13) 

Que noim auso (3) 

Vous dire, e que heim vous teisara toujourf (12) 

Vous parla cowne a -n'- imo autro chatouno, (10) 

Estre per vous un estrangi^ que passo (12) 

E qu'arrescountras sus voste camin, (10) 

Chasque matin, (4) 

Älor que voudrieu curbi de mi poutomio (11) 

La placo (2) 

Ou7ite pausas voste ped divin! (9) 

On voit la hardiesse apparente de cette periode, hardiesse qui 

n'existe en realite que sur le papier: car notre oreille, troublee par 

ces rytbmes compliques, prend pour points de repere les rimes et 

surtout les cesures qu'elle risque de confondre avec le repos terminal 

du vers. Par exemple, apres : voste camin, si eile entend : chasque matin, 

eile per^oit parfaitement un vers de 4 syllabes, et eile admet cette 

versification libre. Au contraire si apres: mi xwutouno, eile entend: la 

plago, la rime mauquant de consonne d'appui, et les finales en o etant 

innombrables, notre oreille n'aura jamais Fidee d'un petit vers de deux 

syllabes, ä moins d'un artifice de diction, k moins de gestes de chef 

d'orcbestre. 

Mistral n'ecrit pas des vers pour l'ceil. II s'adresse ä l'oreille. 
„Mon poeme — disait-il lui-meme — sera compose de vers de la 
meme etendue, vers de 10 syllabes ä finale feminine, coupes par deux 
cesures, l'une ä la quatrieme, l'autre ä la sixieme comme les vers de 
la divine Comedie. La rime est donc remplacee, dans ma nouvelle 
maniere, par le rbytbme. De plus je me fais une loi d'eviter les 
assonances des fins de vers, et mes finales toutes dissonantes sur la 
gamme a e i o u produisent une melodie qui n'est pas sans agrement.' 

Romanische Forschungen XIII. 1. IQ 



146 Eugene Franc 

En somme Mistral a adopte, comme vers, ce que les anciens appelaient 
le vers commun. Pour quelle raison Mistral a-t-il banni le vers 
maseuliu? II eüt fait j'imagiDe im excellent repos ä la fin d'une 
periode. L'oreille l'y eüt facilement distingue: il eüt marque les points 
d'arret, et comme jalonne les episodes. — Maintenant, que veut dire 
Mistral par ces mots ,,je me fais une loi d'eviter les assouanees"? 
Mais il suffit de jeter un regard sur les citations que j'ai faites de son 
poeme pour voir des suites de 8 vers en o, et cela est fatal parce 
que c'est la plus repandue des finales feminines. — Quant au dialecte, 
c'est toujours la laugue de Mistral, ce melange d'expressions populaires 
et de termes savants, rares, archaiques dont les felibres raraassent 
les miettes pour faire leur cour au Maitre. Les Provengaux aiment 
ces mots composes comme cerco-dina (cherche ä diiier), manja-cabrit 
(mangeur de chevreaux), giiien de peii (cul de peau), galo^-bon-tems 
(joyeux-Bontemps), galo-luno (gobe - mouches, lunatique), ped-ferrous 
(pied terreux), ped-descaus (pieds-nus). Ils aiment a retrouver, chez 
un auteur, Vexjjressioji jtiste : [quicha Vanchoio (ecraser Tauchois) et non 
pas manja Vanchoio (manger l'anchois)]; ils aiment aussi a forger 
des verbes expressifs: grapaudejavo (eile „crapaudait", eile se de- 
battait comme un crapaud), dit Mistral en parlant de l'Anglore; aw- 
giiiela (,^anguille-^, souple comme une anguille), dit-il, en parlant du 
Drac. Mais des qu'ils rencoutrent des mots savants, ils perdent pied, 
sont incapables de lire une ligne de plus tant qu'ils n'auront pas 
trouve la signification de ce terme obscur, et ferment le livre, en se 
disant: Capoun de Dieu, que von dire! 

Un auteur qui sera facilement compris de tous les provengaux, 
c'est l'abbe Imbert dont nous avons dejii parle ä propos du Cacho-fiö, 
et qui signe habitueliement: le felihre. de Nosto Damo. II a publiö'^) 
une etude bumoristique sur la ville de Carpentras. 11 faut savoir que 
les Parisiens, lorsqu'ils veulcnt blaguer la province, s'attaquent presque 
toujours il Carpeutras qui n'en peut mais. L'auteur veut defendre sa 
patrie, et il le fait avec une verve cndiablce: Adounc aqiieli boufo- 
lesco^) de Parisien se fitron de naiäri, gent de Carpentras, ä bH-^ime*). 



1) Ou fait habitueliement veuir les mots gala, galo, galoi du grec yeXuoi 
qui pr6cis6ment n'a pas d'analogue en latin. II est plus probable que tous ces 
mots, comme le verbe galeja, viennent de gal coq. 

2) Carpentras, si deco e si raerveio, libraivie J. Seguin. Prix 1 fr. 30. 

3) =: Mange-tartines. 

4) eiine = a-stimum en bas latin; ä hei cime = ä vue d'oeil, en bloc, ä 
l)rofu8ion, sans comptcs. 



Revue des textes ecrits en laugue d'Oc depuis ces dernieres annees 147 

E perque? Per de parpello d'agasso^), de fouteso que vcdon j^ols Vencro 
per lis escrieure, ni Vescupagno per li dire. (Donc ces goinfres de 
Parisiens se moquent de nous autres, habitants de Carpentras, tant 
qu'ils veulent. Et pourqiioi? Pour des bagatelles, des foutaises qui 
ue valeut pas Teuere pour les ecrire, ni la salive pour les dire). 
D'ailleurs il ne faut pas juger les Meridiouaux comme les gens du 
Nord: „co que sarie^ per un pople, uno vilo döu Nord^ un fleii^ iino 
calamita, es per nautri ä peno un zounzoun de mousquihounet que s'en- 
tahino ä bounzina ä nosto auriho, e que sa pougniduro es pideu im ga- 
tihage qinoio doidour-^ (ce qui serait pour un peuple ou une ville du 
Nord un fleau, une calamite, n'est pour nous autres qu'ä peine un 
bourdonuement d'un petit moucheron qui s'obstine ä chanter ä notre 
oreille, et dont la piqüre est plutot une plaisanterie qu'une douleur). 
Et Tauteur passe en revue tous les reproches que l'ou fait aux Carpen- 
trassiens, et il s'amuse ä les refuter dans ,,^« lengö döu pa'is, enca pn 
puro qu^aquelo d'Arle, me disU Mistral, P a' w pareu d'an — " (dans la 
langue du pays encore plus pure que celle d'ArleS; me disait Mistral 
il y a une paire d'annees). Une fois qu'il a lave Carpentras de ses 
taches, de ses „deco^^"^), l'abbe Imbert en vaute les merveilles sur un 
ton ä demi badin. II excelle dans la galejado: on peut meine dire 
qu'il a cree le genre historico-humoristique en provengal, ainsi que l'a 
ramarque A.de Gagnaud(de Berluc Perussis). Rien n'est amüsant comme 
„^e chemin de fer de Carpentras qui ttest pas comme tous les autres'-\ 
comme „/e Pont fait sur 2)lace'\ comme „/es bancs pour s'assoir^, ou 
lou cat de moussu Saureu. — Le meme auteur a public une etude sur 
Madame de Sevigne^), {Roumavage d'un Felibre ä Grignan, a Vou- 
casiomi döu segound centenarl de sa mort). L'abbe Imbert va en pele- 
rinage au chäteau de Grignan, et s'indigne de ce que les habitants 
de Grignan n'aient pas fete dignement le centenaire de la marquise: 

yjAh! Vau la peno que vous enourgu/'gues tant d'elo tout aro la 

houtares en pastissoun . . . . se piei lou beu joiir de sa mort, .... 
degun n^en fai cas, res se lou remembro . ." (Ah! il vaut bien la peine 

d'en etre si fiers quelque beau jour vous ferez son portrait en 

pätisserie . . . . si ensuite, le jour de sa mort, personne n'en fait cas, 
personne ne se la rappeile). L'abbe Imbert, qui a bonne memoire, va 
deposer un bouquet sur la tombe de la marquise, et chemin faisant il 



1) des paupieres de pie, c. a. d, rien de seiieux. 

2) deco =: tare. 

3) Madame de Sevign6 Encü de Taiitour aumourni6 de Vauiias (Valiras- 
Vaucliise); en Avignoun encü de dono Kouuaaniho. 

10 * 



148 Eugene Franc 

nous parle avec esprit de bien des choses et meme de raadame de Se- 
vigne. — Le superieur du seminaire de S*"^ Garde, le chanoine E. Ber- 
nard a publie ä la librairie Anbanel a Avignon, un recueil de noels 
appele „ Vihado, nouve nouveu^ ilustracioim, mus/'co e lyaraulo'-^. Ces 
noels sollt habituellemcnt cliantes dans les pastorales que Ton joue au 
seminaire de S*« Garde qui a une graude reputation dans le Midi, et 
Oll Clovis Hugues, entre autres celebrites, fit jadis ses etudes. — En 
attendant que paraissent ses oeuvres completes, annoncees par la librairie 
Hamelin ä Montpellier^), A. Langlade a publie une petite broehure „Low 
cant dau Latin^^ ecrite dans le vieux dialecte Montpellierain : 

Es negre nioch"^): lou temps se C'est nuit noire: le temps se 

carga, Charge 

Lou soiirel s'es couchat bouchard^). Le soleil s'est eoucbe noir, 

E, dina l'escur, alin, s'alarga*) Etdansl'obscurite, la bas, s'elargit 

La vos d'animaiis leva-cars! La voix d'animaux earnassiers! 

Quand la sauvagina es per orta, Quand la (race) sauvage rode dans 

Lous taus^) fan round les cliamps, 

Banas en frount. Les taureaux forment le cercle 

Lou pastre an cast ^) gueita la ijorta Cornes au front. 

Enibe sous chins que Van rejoun. Le pätre, au bercail guette la porte 

Avec ses cliiens qui Tont rejoint. 

La pensee de Langladc n'est pas toujours tres facile ä saisir, car 
les nietaphores et les Images aboudent: la langue est tres interessante 
pour l'etude du vcritable dialecte montpellierain, tel qu'il se parlait 
au siecle dernier. 

Les fetes du Carnaval ä Montpellier ont donne Heu ä une comedie 
aristoplianesque „Xom jujamen dau Caramentran Gargantus P»"" par 
E. Delmas '^) : La sceina se passa ä VEsplanada de la vila de Mountpelie, 
repres^nta un trlbunal embe la jurada de jujamen. Caramentran es 
assetat, en faca, entre dous gendarmas a chivalot sus un ase. L'acte 
d'accusation du Carnaval est terrible: on lui met sur le dos tous les 



I 



1) Per 16u paieisse Las obras d'Aleissandre Lnnglada de Lansargues, doua 
voulumes m-12, dm(^ lou francös. 

2) rh. =: niue. 

3) qui a le museau noir (en parlant des animaux). 

4) alarcja signifie proprement faire sortir le troupeau du bercail. 

5) rh. = li hibu. 

6) cast^ camp, bercail, enclos forinö avec des baies. 

7) Montpellier. (^. Foruiin 1897. 



Revue des textes ecrits eu langiie d'Oc depuis ces deruieres annees 149 

fleaiix de la ville: les meres l'accusent de detourner les filles de leur 
(levoir: tout le monde lui en veut. „es el gu'es Vencaiisa qiie lou vi de 
[lassarUha ^) 'se vend e que lou bon jus de nostas vignas resta dins nostes 
foudres ..... a troumpat de filhas, a desbauchat de garcous e couifat 
(Voninies maridas de ce qiie se dis pas . . . ." (C'est Ini qui est la cause 
que le vin artifieiel fait avec des raisins sees trouve k se vendre, tan- 

dis que le bon jus de dos vignes reste (invendu) daiis nos foudres 

il a trompe des filles, debauche des gargons, et coiife les hommes 
marics d'une coiffure que je ne veux pas nomraer). Et les temoins 
defileot et vienneut accuser le pauvre Carnaval. C'est d'abord le vieux 
Pipeta: „Ow/, moussu lou Tribunal, ma fenna Di'a troumpat emV aquel 
espega de saucissot mau ensacat!'-'- (Oui, monsieur le Tribunal, ma femme 
m'a trompe avec cette espece de saucisson mal serrö). Puls c'est une 
nomraee Marioun, qui s'obstine ä parier frangais: ,,0/?, monsieur le Ziize 
iJuge), ze sais parier le franrais, allez! meine z'aurais pougut (pu) e 
z'aurais degiit {du) faire une mestresse d'ecole'-^ Malgre la plaidoirie de 
son avocat, Gargantua est coudamne ä etre brüle. Pour le Carnaval 
de Taunee suivaute, le meme auteur a publie ,.Lou prouces de dona 
Gargamella^^ 2). 

Une gente felibresse, qui signe Pbiladelphe de Gerde, ecrit en 
dialecte bearnais ses ,^Chansons d'Azur'-^ avec cette epigraphe : „D'une 
dame qui aime avec francbise, janiais les preux et les vaillants ne 
diront autre cbose que du bien (Comtesse de Die)''. Voici la poesie 
qui ouvre le recueil: 

Enta que^) hica toun noum A quoi bon mettre ton nom 

A r'entrado d'este übe? A l'entree de ce livre? 

Tou noum, du sei pas escribe Ton nom, je ne sais pas l'ecrire, 

E n'aimos pas ed renoiim. Et tu n'aimes pas la renommce. 

Que faperos . . . Quin fape- Tu t'appelles, comment t'appel- 

ros? les -tu? 

Coumo ed oute ou coumo ed u; Comme l'autre ou comrae Tun 

Mes you nas oros mes beros Mais moi dans les beures les plus 

belies 

Nou-t sei apera que: Tu! Je ne r^ais t'appeler que: toi! 

A Tu, dounc, aquestos cantos! A Toi donc, ces cbants! 



1) r.iisins secs venus de Grece et de Turquie, avec lesquels on fnbriqtic 
du vin artifieiel, ce qui nuit a l'agriculture mßridionale. 

2) Montpellier. Boehm. 

3) jBm«, Ent'a, Enta = vers, jusque, pour. 



150 Eugene Franc 

A Tu mouu Übe e moiin co, A toi mon livre et mon coeur; 

Mas pensados mes toucantos Mes pensees les plus touchantes 

E moun amour sus acöf Et mon amour sur cela. 

M"". J. Michelet fait une etude sur un poete gascon du XYII« siecle, 
Dominique Dugay^), dont il cite de nombreux extraits, On trouvera 
des notes assez interessantes sur ce qu'etaient les ,.jeux floraux^'' de 
Toulouse a cette epoque. Suivant lejugement de M«". Michelet lui meme, 
l'auteur „ne souffle, il est vrai, que sur des pipeaux bien legers". J'ajoute 
que ces pipeaux sont bien demodes aujourd'hui. 

M''. E. Planchud publie dans le dialecte de Forcalquier, ses ,,Conte 
Gavouof-^ 2) Dans l'avant propos il fait tout d'abord l'apologie du Conte 
qui laisse de cote tout ce qui est laid: 

E commo en aquei mounde ei lou laid que doHmino 

Lou conte, oti mens, 'nü ses casteu, 
Vous parmete de faire ou mounde un pan de mino 
Lou leissent fangueja dins Vouorre que lou mino, 
E de vieure eme ce qii'ei b^u. 

(Et comme en ce monde c'est le laid qui domine — le conte, au 
moins avec ses castels, — vous permet de faire au monde un picd de 
nez, — le laissant patauger dans le hideux qui le consume, et de vivre 
avec ce qui est beau). 

Dans Lou lUvenge de Moiissii Refjuineu (la Revanche de monsieur 
Reguineu de reguina, ruer, se rebiffer), nous voyons Thistoire d'un brave 
homme qui, ayant besoin d'obtenir un Service de la part du Chapitre, 
ctait alle trouver separement chaque chanoine „e toutei de li dire: 
,^Pouas coumta sur ieu! Pouden pas voui refusa' co'-^ (Et tous de lui 
dire „vous pouvez compter sur moi. Nous ne pouvons pas vous refuser 
9a). Le Dimanche suivant tous les chanoines sans cxccption rejettent 
sa demande. M"". Reguinöu medite une vengeance terrible. II invite 
ä dejeuner tous les chanoines. Tous les plats sc trouvent sur la table, 
depuis le potage jusqu'au dessert, au milieu une enorme terrine vide. 
Quand les convives sont assis, Reguineu jette tous les plats dans la 
terrine, et en fait un horrible melange {uno mescladuro dou tron de 
V^r). Tout le monde pousse des cris: Que döumagi! Que döumagH. 
„Äquelei fricot, messies, fe moussu Reguineu en se requinquihhit, un 
coumo les canounge dou Chapitre de Fourcouquie ; cadun ä despart ei 
mai que bouon, toutei reuni varon pa'n foutre'-^ (Ces mets, messieurs, 



1) Dugay (Dominique) par J. Michelet. Auch. G. Foiz 1898. 

2) Conte Gavouot, Fourcouquie, A. Crest. Trad. fran^, en regard. 



Revue dea textes ecrits cn langue cVOc depiiis ces deruieres anuees 151 

fit maitre Reguineu, en se redressant, sont corame les cbanoines du 
cliapitre de Forcalquier; cbacun^ pris k part, est mieiix que boD, et 
tous reunis, ils ne valent pas iin foutre". — Sons les Melezes (Soui lei 
Mele) est une bistoire d'amour assez attendrissante: {la Fado de V Aven 
(la fee de TAven), la Fouont dei libre {la source de livre'^) sont des 
contes qui peuvent amuser les enfants. La recette pour les Chanteurs 
est amüsante et dans le genre des Cascareleto: Antoine doit chauter 
;i la messe un solo de basse: „Et homo /actus est^^, Corame sa voix 
nianque de creux, il s'avance au milieu d'un ruisseau, culotte bas, 
cbemise retroussee „emS loii .... sahes .... acö qu'a gis d'amo, 
asseta su lou glas'-' (avee son . . . vous savez . . , . ce qui n'a pas 
d'ame, assis sur la glace). Ou lui demande ce qu'il fait lä. „Je 
m'enrhume ; qnand je chante les basses, il faut que je sois enrbume." 



Bibliographie der „Romanischen Forschungen", zugleich sechstes Ver- 
zeichnis der für den „Kritischen Jahresbericht über die Fortschritte der 
Romanischen Philologie" eingelieferten Rezensionsexemplare \i. 

Von 
Karl Volliuöller. 

(Fortsetzung von Bd. XI, Heft 2, S. 640.) 



Bottagisio, P. Tito, D. C. D. G., II 
limbo Dantesco. Studi filosoßci e 
letterari. Padova, Tip. e libreria edi- 
trice Antoniana, 1898. VII, 423 S. 
L. 3.— 1873. 

Bourciez, E., Prof. ä TUniv. de Bor- 
deaux, Pr6cis historique de phon6tique 
fran^aise. Nouv. Ed. complüteinent 
refondue. Paris, C. Klincksieck, 1900. 
XXXVII, 250 S. (NCC. III.) Geb. 
Fr. 3.50. 1874. 

Bourdaloue, Lectures spirituelles 
pour le temps de l'avent, disposöes 
par P. Goedert. E, ^I. Paris, Garnier 
fr6re8 [1900]. Mit Port. XLII, 514 S. 
(BLS. I.) Fr. 2.50. 1875. 

Lettre in6dite de Bourdaloue au Car- 
dinal, suivie de quatre lettres extraites 
des I'ensees avec un fac-8iuiil6 d'auto- 
graphe par le P. Henri Ch^rot, de 
la Compagnie de Jesus. (A propos 
de la disgrace du Cardinal de Bouillon.) 
Paris, Victor Retaux, 1899. 108 S. 
Fr. 2.- 1876. 

Lettre inedite de Bourdaloue ä 
P'ran^ois Bochart de Saron, Eveque 
de Clennont (5 Sept. 1701), publ. et 



annotee par le P. Henri Cherot, de 
la Compagnie de Jesus. Paris, Victor 
Retaux, 1899. 73 S. 1877. 

Bovet, E., Le Peuple de Rome vers 
1840 d'apres les Sonnets en Dialecte 
Tran8t6v6rin de Giuseppe -Gioachino 
Belli. Contribution ä 1" Histoire des 
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chätel, Attinger fröres, Rome, Loescher 
et Cie., 1898. VIII, 416 S. 1878. 

Bovy, Arthur, Prof. agrcge de philol. 
fran^aise, Docteur en phiios. et lettres, 
Adenet lo roi et son oeuvre. Etüde 
litt6raire et linguistique. Bruxelles, 
A. Vromant et Cie., 1896 — 1898. 
113 S. (Extr. des ASAB., t. XäXH. 
1896-1898.) 1879. 

— , — , Une conjecture sur la limite des 
mondcs gaulois et germanique avant 
la conqußte romaine. Extr. des 
ASAB., t. XII,2Miv., 1898. Bruxelles, 
A. Vromant et Cie. 1880. 

Braneuti, Giovanni ]\Iangaroni, Ber- 
nardino Pini commediografo cagliese 
del secolo XVI. Cagli, Balloni, 1897. 
31 S. (Nozze Giovanni Mochi-Con- 
tessina Angela Giannini.) 1881. 



1) Wegen der früheren Verzeichnisse siebe „Romanische Forschungen' 
IX, 602 ff.; X, 272 ff.; 687 ff. ; 733 ff.; XI, 628 ff. 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



153 



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2. verb. Aufl. München, Paris, Leipzig, 
Alb. Langen, 1898. Gr. 8°. 1006 S. 
Mk. 20.— 1882. 

Brandi, Karl, Die Renaissance in 
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Leipzig, Teubner, 1900. VIII, 258 S. 
Mk. 5.- 1883. 

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zösischen Liederhandschrift Pb'* (Bibl. 
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ständig erschienen ist.] 1884 

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Zur Lautschrift. Leipzig, Breitkopf & 
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zu Bd. L) Mk. —.75. 1885. 

Brenet, Michel, Claude Gondimel 
Essai bio-bibliographique, Besancon 
P. Jacquin, 1898. 46 S. 1886 

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Oudin et Cie., 1898. 396 S. (NBL.) 
Fr. 3.50. 1888. 

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154 



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Hgg. u. verlegt von Hans Lüsten - 
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1987, fasc. 1—6. 3«ann6e, 1898, fasc. 
1—4. Bruxellesl, rue duMusee. 1912. 

Bulletin des Parlers Normands, 
Publik 80US le patronage de la So- 
ci6te des Amis de l'Universitö de 
Normandie, honor6 des encourage- 
ments de l'Acad. des Sciences, Arts 
et BellesLettr. de Caen et de la Soc. 
des Antiquaires de Normandie. Pa- 
raiss. tous les deux mois. R6d. en 
chef: M. Ch. Guerlin de Guer. 
Abonn.: 3 Fr. par an. Caen, Jouan. 
2e Ann6e. Nouvelle Serie. No. 3. 
Jouin 1898. 4 et 5. Aout-Oct. 1898. 
6. Dec. 1898. 3^ Annee. Nouv. Serie. 
Nr. 1. F(3vr. 1899. 3. Juin 1899. 
4 et 5 Aoüt-Octobre 1900. 4e Annee. 
Nouv. S6rie No. 4—5. 1913. 

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R6 forme orthographique. Nu- 
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Correspodence de la Section Vaudoise. 
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Fr. 7.50. 1923. 

Gambias i, Pompeo, La Scala 1778 — 
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Quarta ediz., notevolemente accres- 
ciuta. Milano etc , G. Ricordi & C, 
0. J. [Vorw. Dec. 1888.] XVIII, 416 S. 
Geb. Fr. 8. — Dazu: Supplemento 
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Fr. 3.50. 1924i 

Camölat, Michel, Beline,poeme gascon. 
Avec la traduction en regard par 
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Lyricas deLuiz de Camoens com 
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de Jose Benoliel, S.S.G. L. Prefacia- 
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156 



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in Milano, Dizionario di Abbreviattne 
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riprodotte con oltre 13000 segni in- 
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brachigrafia medioevale, un pron- 
tuario di Sigle Epigrajiche, l'antiea 
numerazione romana ed arabica, i 
monogrammi, ed i segni indicaiiti 
monete, pesi, raisure. Milano, lloepli, 
1899. LXII, 433 S. (MH.) Geb. 
L. 7.50. 1930. 

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Colin et Cie., 1897. XVII, 393 S. 
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Trieste, G. Caprin (Casa libraria F. H. 
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Fl. 3.- = L. 7.50. 1932. 

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dans Lucrice. Universit6 de Paris. 
BFLPa, V. Paris, Alcan. 1898. 122 S. 
Fr. 4.- 1940. 

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domois, par M. d e T r 6 m a u 1 1 , Paris, 
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Enrico Sienkievicz, Lovere, L. Filippi, 
1900. 22 S. 8«. 1944. 

Castelli, Dott. Raffaele, prof. nel R. 
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Herr und Sklave. Berlin, A. Duncker, 
1899. 73 S. Mk. 2.- 1946. 

Le Castoiement d'un Pere ä son 
Fils. Traduct. en vers frangais de 
l'ouvrage de Pierre Alphon sc. 
Irepartie. Ed. Nouv. — bas6e sur 
le ms. Nr. 730 de Maihingen et con- 
feree avec l'6d. des Bibliophiles — 
p. p. Michael Roe sie. Beil. z. 7. Bd. 
d. kgl. Luitpoldkreis-R. in München 
Schulj. 1897/98. München, Hofbuchdr. 
Kastner & Lossen. 56 S. 1 Tafel. 
(Aus sep. ersch. Munich, Th. Acker- 
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University, Philadelphia, 1899. 120 S. 
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raanacco-reclame per l'anno 1894. 
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C au Serie Philologique. Faite ä 
la Soci6t6 Ramend par M. le docteur 
W. Fo erster, prof. de Philo), ro- 
mane ä l'Univ. de Rome, avec un 
appendice: L'P^tymologie du frangais 
„Cuistre". Estr. du BSR., annee 1898, 
p. 158. Bagneres-de-Bigorre, impr. 
Dominique Berot, 1898. 16 S. 1951. 

Cavalluzzi, C, La Popsia del Prati 
e dell'Aleardi nel secondo romanti- 
cismo. Cittä di Castelio, S. Lapi, 
1898. 104 S. L. 1.50. 1952. 

Censier du Pays de Foix ä la fin 
du XlVe siede. Assiette des im- 
pots directs etablie selon l'ordonnance 
de Gaston Phebus en 1385. C. Bar- 
riere-Flavy. Toulouse, E. Privat, 
1898. 69 S. 1953. 

Censier du Pays d'Albigeois et 
du Lautrecois dressc en vertu de 
l'ordonnance du comte Gaston III de 
Foixen 1385—1390 par C. Barriere- 
Flavy, Associe corresp. de la Soc. 
natioD. des antiquaires de France, 
Membre de la Soc. Archeolog. du Midi 
de la France. Albi, Nouguies, 1898. 
VI,40S. (Extr.delaRTa.,1898). 1954. 

Cent Pontes Lyriques, Precieux 
ouBourlesques du XVII e s i e c 1 e 
avec, en guise de preface, un Poeme 
de Jean Rieh ep in. Hgg. v. Paul 
1 i V i e r. Paris, G. Ha vard fils, 1898. 
XIX, 580 S. Fr. 4. 1955. 

Ceresole, Alfred, Lögendes des Alpes 
Vaudoises. Illustrations de Eugene 
Burnand. Lausanne, Arthur Imer. 
En vente ä la librairie F. Paget, 1885. 
380 S. 4°. Fr. 10.— 1956. 

Cerrati, Alfonso, La Letteratura Ita- 
liana ad uso delle Scuole Ginnasiali, 
2^ ed., riveduta ed accresciuta di 
precetti ed esempii, preceduta da una 



158 



Karl Vollmöller 



lettera di S. E. l'ex Ministro Prof. 
Ferdinaudo Martini. Ariane, Stab. 
Tip. Appulo-Irpino, 1898. 184 S. 
L. 2.- 1957. 

Cesareo, G. A.,Le Origini della Poesia 
lirica in Italia. Catania, N. Giannotta, 
1899. 110 S. L. 1.50. 1958. 

Cesareo, Placido, L'evohizione storica 
del carattere d'Ulisae, Kicerche cri- 
tiche, Messina, D'Ainico, 1899. Estr. 
dalla RSASA. AnnoIII-IV. 81 S. 
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nengo, Cavour. London, Macmillan 
and Co., 1898. VIII, 222 S. Geb. 
(FSt.) 1960. 

Cesarini-Sforza, L., II dialetto tren- 
tino confrontato col toscano e coli' 
italiano proprianiente detto. Rovereto, 
Tip. Roveretana, 1895. 104 S. 1961. 

— , — , II dialetto trentino e un libro di 
E. Zaniboni. (AT. XII.) 1962. 

— , — , Lo Statuto di Terlago del 1424. 
(Estr. dair AT. An. XIV Fase. I.) 
Trento, Scotoni e Vitti, 1898. 
32 S. 1963. 

Cessi, Camillo, La Data della nascita 
di Celio Rodigino. Rovigo, A. Minelli, 
1897. 20 S. 1964. 

Chabeuf, Henri, President de la com- 
mission des antiquites de la Cöted'or, 
laureatde TAcadömie Fran^aise, Dijon 
ä travers lea ages. Histoire et de- 
scription. Dijon, Dainidot freres, 1897. 
216 S. Fr. 4.80. 1965. 

C handler, Frank Wadleigh, Romances 
of Roguery. An Episode in the Hi- 
story of the Novel. In 2 Parts. 
Part I: The Picaresque Novel in 
Spain. New York, The Macnoillan 
Comp., 1899. IX, 483 S. Geb. 
Doli. 2.— 1966. 

La Chanson de l'Escalade en 
langage savoyard publ. avec d'autres 
documents sur cette entreprise i)ar 



Eugene Ritter, Prof. a la Fac. des 
Lettres. La Chanson de l'Escalade. 
Le memoire adresse ä Monseigneur 
Germonio. Le reeit de l'historien 
Matthieu. Une anecdote racontee par 
Mezeray. Epitre ä madame Hervart, 
par Saint-Evremond. Genöve, H. Kün- 
dig, 1900. 65 S. 1967. 

Chansons et Coraules Fribour- 
g e i s e s. Les cliauts du rond d'Esta- 
vayer. Mis en musique par B, E., 
illustres par J. V. Fribourg, Jo3u6 
Labastrou (Hubert Labastrou Succ), 
1894. XL, Nos. 4". Kart. Fr. 4. 1968. 

Chansons et dits art^siens du 
XIII e siöcle. Publies avec une In- 
troduction, un Index des noms pro- 
pres et un Glossaire par Alfred Jeau- 
roy, Prof. ä l'Univers. de Toulouse, 
et Henri Guy, Maitre de Conferences 
ä l'Univers. de Toulouse. Bordeaux, 
Feret et fils, 1898. 165 S. (BUM. 
Fase. II.) Fr. 10.— 1969. 

Chansons degeste. Roland. Aimeri 
de Narbonne. Le Couronnement de 
Lois. Traduction de Leon C16dat, 
Prof. ä l'Univers. de Lyon. Paris, 
Garnier freres, 1899. XVI, 446 S. 
(BMA.) Fr. 3.50. 1970. 

Chartier, Alain, Le Curial, texte l 
frangais du XV« siecle avec l'original 
latin, publiös d'aprcs les manuscrits 
par Ferd.Heuckenkamp, Privatdozeut 
ä l'universite de Halle. Halle s. S., 
Niemeyer 1899. XLV, 54S. Mk. 2.80. 
1971. 

Chateaubriand, G6nie du Christia- 
nisme. Tours, A. Cattier, 1888. VIII, 
358 S. Fr. 3.- 1972. 

— , Memoires d'outre-tombe. Nouv. 6d. 
avec une Introd., des Notes et des 
Appendices par Edmond Bir6. 5Bde. 
Paris, Garnier freres, o. J. LV, 484, 
608, 578, 520 n. 662 S. Jed. Bd. 
Fr. 3.50. 1973. 



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Chauvin, Victor, Prof. ä l'Univ. de 
Liege, Pacolet et les mille et une 
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i Janv.-Fevr. 1898. Li6ge, Admini- 

j stration de Walloma: 88, rueBonne- 

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! — , — , I-^e Reve du tresor sur le pont 
} (Extr. de le RTF.), Paris, Emile 

Lechevalier, 39, quai des Grands- 
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— , — , Bibliographie des Ouvrages 
Arabes ou relatifs aux Arabes publies 
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1885. I. Preface-Table de Schnurrer. 
Les Proverbes. Liege, H. Vaillant- 
Carmanne, 1892. CXVII, 71 S. - 
II. Kalilah. Ebd., Leipzig, Harras- 
sowitz i. Comm., 1897. 239 S. Fr. 7.50. 
— III. Louqmäne et les fabulistes. 
Barlaam. Antaret les romans de che- 
valerie. Ebd., 1898. 151 S. Fr. 4 50. — 
IV. Les Mille et une nuits. (1>"« partie.). 
Ebd., 1900. 228 S. Fr. 7.— 1976. 
— , — , Abou Nioute et Abou Nioutine. 
Extr. de W. 6. aonöe, Nr. 12, du 
13 Dec. 1898. Liege, Administration 
de W.: 88, rue Bonne - Nouvelle. 
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— , — , Homere et les Mille et Une Nuits. 
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Typ. de Ch. Peeters, 1899. 4 S. 1978. 
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Gothier, 1899. 3 S. 1979. 

— , — , Les sources des Palmblätter de 
Herder et Liebeskind. S.-A. aus 
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bera, 1898. 200 S. (Pa.) L. 2.— 1981. 
Cherot, Le P. H., de la Compagnie 
de Jesus, La Conversion d'Augustin 
Tbierry. A propos du centenaire de 
sa naissance c61ebre le 10 nov. 1895 
(10 mai 1795 — 10 mai 1895). Ex- 



trait des Etudes, 15 oct. et 15 nov. 
1895, augmente de pieces justificatives 
et pröcede d'une lettre de M?r Fer- 
ra ud, eveque d'Autun, Merabre de 
l'Academie Frangaise. Paris, Retaux, 
1895. 77 S. 1982. 

Ciierot, P. Henri, de la Compagnie 
de Jesus, Bourdaloue inconnn, Prödi- 
cation. Correspondance. Lettre in- 
edite au Grand Conde. Eloge funöbre 
de Henri II de Bourbon-Cond6. Orai- 
son fuuebre du Grand Condö. Extr. 
des Etudes revu et augmente de pie- 
ces justificatives, orne dhine Mlio- 
(jravure. Paris, Dumoulin et Cie., 5, 
rue des Grands - Augustins, 1898. 
164 S. Aufl. 150 Exx. 1983. 

— , — , Redacteur aux Etudes, Lettre ä 
M. Fr. Rabbe ä propos d'une soi- 
disant decouverte. Extr. des Etudes 
du 20 Nov. 1899. Paris, D. Dumoulin, 
1899. 19 S. 1984. 

Chevalier, Emile, ün poete Angevin : 
Charles Dovalle, sa vie, son reuvre. 
Angers, Germain et G. Grassin, 1896. 
45 S. 1985. 

Le Chevalier ä l'Epee. An Old ) 
French Poem ed. by Edward Cooke 
Armstrong. Diss. Johns Hopkins 
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John Murphy Comp. 1900. 72 S. 1986. 

Chiapelli, Alessandro, und Chiti, 
Alfredo, Andrea del Verrocchio in 
Pistoia. Estr. dal BSPist. Anno L 
Fase. 2. 9 S. 1987. 

Chiarini, Cino, Dalle novelle di Can- 
terbury di G. Chaucer. Saggio di 
una prima traduzione italiana. Bo- 
logna, N. Zanichelli, 1897. LIX, 345 S. 
L. 3.— 1988. 

Chistoni, Dolt. Paride, L'Etica Nico- 
machea nel Convivio di Dante. P. I. 
Pisa, Tipogr. Citi, 1897. 23 S. 
P. IL Sassari, G. Chiarella, 1898. 
53 S. 1989. 



160 



Karl Vollmöller 



Chiti, Dott. Alfredo, Tooimaso Bal- 
dinotti, poeta pistoiese. Notizie della 
vita e delle lime. Pistoia, Tip. Nic- 
colai, 1898. 179 S. L. 2.— 1990. 

— , — , Di un teutativo di congima con- 
tro Lorenzo il Magnifico. Appunti 
(con una lettere inedita). Per Nozze 
Nannucci- Chiti, 15 Settembre 1898. 
Pistoia, Tip.Niccolai, 1898. 26 S. 1991. 

Chrestomazia italiaua del priiai se- 
coli con prospetto delle flessioni gram- 
maticali e glossario per ErnestoMo- 
naci. Fascicolo secondo. Citta di 
Castelio, S. Lapi 1897. S. 185— 
520. 1992. 

Christian von Troyes sämtliche 
erhaltene Werke, nach allen bekann- 
ten Handschriften hgg. v. Weudelin 
Foerster. 4. Bd. Der Karrenritter 
(Lancelot) und das VVilhelnisleben 
(Guillaume d'Angleterre) Halle, Nie- 
meyer 1899. 2 Bl. u. CLXXXIV, 
499 S. Mk. 20. 1993. 

Christoph, Dr. Friedrich, k. Cym- 
nasialprof., Über den Einflnss Jean 
Paul Friedrich Richters auf Thomas 
De Quincey. Prgr. d. kgl. humanist. 
Gy. in Hof f. d. Schulj. 1898/99. Druck 
d. Mintzel'sclien Buchdr. (H.Hörmann) 
in Hof. 36 S. 1994. 

Cian, Vittorio, Prof. ord. di Letter. 
Ital. u. r. Univcrs. di Messina, Sülle 
Ürme del Veltro. Studio Dantesco. 
Messina, G. Principato, 1897. 136 S. 
L. 2.— 1995. 

— , — , Italia e Spagna nel secolo XVHI. 
Giovambattista Conti e alcune rela- 
zioni letterarie fra l'Italia e la Spagna 
nella seconda metä del Settecento. 



Studii e ricerche. Torino, S. Lattes & 
C, 1896. VHI, 360 S. L. 8.- 1996. 

Cibrario, Livio, H Sentimento della 
Vita Economica nelia Divina Com- 
media. Con pref. del Prof. S. Cog- 
netti de Martiis. Torino, Unione tip.- 
editr., 1898. VIII, 91 S. L. 2.— 1997. 

C i p 1 1 a, Prof. Antonio, R. Provveditore 
agli Studi, II Paradiso dantesco. Con- 
ferenza tenuta ai soci del Gabinetto 
di lettura cremonese ed alle alunne 
ed alunui delle r. r. Scuole Normali 
di Cremona e di Crema. Cremona, 
Tipo e Litogr. Fezzi, 1899. 62 S. 1998. 

Cipolla, Carlo, Per la storia d'Italia 
e de' puoi conquistatori nel Medio 
Evo piü antico. Ricerche varie. Bo- 
logna, Zanichelli, 1895. 691 S. 1999. 

— , — , Nuove considerazioni sopra un 
Contratto di mezzadria del sec. XV. 
(AAACV. LXVII, Ser. HI.) 2000. 

Cipolla, Dott. Costantino, lusegnante 
nel Ginnasio-Liceo di Montecassino, 
M. Purcio Catone Uticense, Custode 
del Purgatorio, Tip. di Montecassino, 
1900. 8 S. L. 0.50. 2001. 

— , — , — , LTmpero nella „Monarchia" 
di Dante Alighieri. Tip. di Monte- 
cassino, 1900. Confcrenza tenuta agli 
alunni delle scuole di Montecassino il 
di 3 maggio 1900. 23 S. L.I.— 2002. 

— , — , Insegnante di Storia e geografia 
nel Ginnasio-Liceo di Montecassino, 
L'azione letteraria di Niccolü V nel 
Rinascimento. Frosiuone, Claudio 
Stracca, 1900. 60 S. L. 1.80. 2003. 

— , — , — , II Papato nelle „opere" di 
Dante Alighieri. Cassino, L. Ciolfi, 
1900. 8 S. L. 0.50. 2004. 



(Fortsetzung folgt S. 248. 



Dioscorides Longobardus. 

(Cod. Lat. Moiiacensis 337.) 
Herausgegeben 

von 

Hcruiaun Stadler. 



Einleitung. 

Auch das 5. Buch des lateinischen Dioskorides ist in M. nur un- 
vollständig überliefert: Es sind nämlich zwischen fol. 155 und 156 zwei 
Blätter ausgefallen, welche die Fortsetzung von cap. VAJ' de sale mit 
den ersten Zeilen von cap. PMg' de spongüs enthielten. Sie sind hier 
wieder aus cod. Paris. 9332 ergänzt. Ferner ist in M. verloren die 
ganze Schlusspartie von cap. VBA' de lapide alabastrite an, also 
28 Kapitel. Hievon Messen sich 16 aus P. und der alphabetischen Be- 
arbeitung gewinnen, die übrigen 12 vermochte ich nirgends mehr auf- 
zufinden (8. die Note zu F3'ß' — POP). Für den Apparat habe ich 
ausser P. und den beiden Drucken auch noch zwei Handschriften der 
alphabetischen Bearbeitung benützt, nämlich cod. Bononiensis 620 
[II- A- 223] saec. XII. (b) und cod. Casanatensis 955 [A. IV. 6] 
saec. XIII. (c). Die nähere Beschreibung dieser und aller weiteren 
Handschriften sowie eine Untersuchung über deren Verhältnis zu 
einander, und was sonst noch nötig ist, gebe ich in der Einleitung zum 
ersten Buche, das demnächst mit Noten neu gedruckt wird. Dasselbe 
wird dann auch zur Epistola Dioschorides und den ersten dreissig 
Kapiteln den vollständigen Apparat aus 10— 12 Textesquellen bieten. 
Für die in M. verlorenen Partien des 5. Buches ist auch Ampi. fol. 41 (e) 
herangezogen. F'erner ist in cod. Vindobon. 2425 fol. 157 eine Dieta 
Theodori überliefert, in der sich Auszüge aus dem echten lateinischen 
Dioskorides in guter Erhaltung finden : Gedruckt ist dieses Werkchen 
in dem bekannten Sammelbande: Physica S. Hildegardis, Oribasii Me- 
dici de Simpl. libri V. etc Argentorati apud Joannem Schottum .... 
MDXXXIII. pg. 232—245; und zwar nach einer vollständigeren und 
vielleicht auch besseren Handschrift. Denn während die Wiener Hand- 
Romanische Forschungen XIII. 1. W 



162 



Hermann Stadler 



Schrift nur die Kapitel Q'—JH', und ^IP bietet, hat der Druck auch 
noch ]Q'—JK'. Die Wiener Handschrift ist flüchtig kopiert; der Druck 
natürlich humanistisch emendiert; immerhin haben wir hier eine bessere 
Textquelle als die alphabetische Redaktion; folglich gebe ich die 
Varianten der Handschrift mit VV, die des Druckes mit DTh. 



134 c] Quarto Hbro, 

carissime Arie, aromatum confectiones et oleorum et myrura et 
arborum natura et seminum earum et laerimum et animalium 
possiuilitate, mellis et lacto, fiumenti efficacia olerum et herbarum 

5 potestate et radicum sucu et seminum sagaci mente inquisita 
ratione conscripsimus. quinto uero libro uini et metalli et lajjidum 
ordinatarum specierura facimus mentionem. 



[\Ud]^ 



10 



15 



5 
Z 
H 
(■} 
1 



Incipit 

De uite commune. 
De uite agresti. 
De uba uiride nostra. 
De uba qui in panfinis 

et in doleis seruatur. 
De ubis in passo ser- 

uatis. 
De uba passa. 
De enantio. 
De onfacino. 
De uina uetera. 
De uino pituino. 
De aparacitu. 



Li 


b. V. 




20 


Bl 


De uino italo 




ir 


De uino albano. 




TJ 


De uino quibio. 




IE 


De uino sarrentino. 




r^ 


De uino adriano et ma- 
mertino. 


25 


TZ 


De uino pretuntiano. 




IH 


De uino stricio. 




10) 


De uino cio .et salutio 




K 


De uino lesuitano. 




K^ 


De uino asiano. 


30 


KB 


De uino coaco. 




Kr 


De uino egiptio. 



1 In P. nach dem Index 2 Ariae P. aroinatibus P. mirnm P. 

4 possibil. P. efficatia P. 5 suco P. mente P. 6 q. libro uero P. 

7 nach mentionem: expl. epst. IncTp. ca'pla de libro quinto, In. rap. lib. V. BAs. 

fol. Iv col. a e couimun.. 10. ..te agsti BAs. agreste P. 11 ...la niridi 

nr.a BAs. 12... i in paupinis et seruatur BAs. panp. seru. P. 13 ...sso 

s. BAs. 11 ....sa Bts io BAs. 15 acino BAs. In P. entsprechen 

die römischen Ziffern den griechischen von M.; BAs. hat hier überhaupt keine 
Numerierung. 17 ueterc P. ueti BAs. 18 petuino P. p»tuino BAs. 

i nur halb 19 aparacino P. ..racito BAs. 20 . . o italo LXVII. BAs. 

21 ....albano BAs. 22 c?ibio 23... urrentino BAs. 24 ...driano et ino 

(i€ BAs. 25 ...tanoBAs. 26 . . tricio BAs. 27 o et salutio BAs. 28 lestui- 

tano P bitano BAs. 29 ...asiano BAs. 30 coago P. ...:u'0 ]5As. 

31 yptio 15 As. aegyptio P. 



Dioscoridea Longobaidus 



163 





KJ 


De uino anfacino. 




3Jg 




KE 


De uino anfacino se- 




MZ 






cundo. 


25 


MH 




K^ 


De uino adinamo. 




MQ 




KZ 


De uino uitis agreste. 




N 


5 


KH 


De milititen. 




NA 




KQ 


De ynomellin. 




NB 




A 


De melicratu. 


30 


Nr 


[135a]^^ De apomelli. 




NA 




AB 


De aqua. 




NE 


10 


Ar 


De aqua maritima. 




ivg 




AJ 


De talassomelli. 




NZ 




AE 


De aceto. 


35 


NH 




■A^ 


De oximeli. 




NG 




AZ 


De oxalmi. 




^ 


15 


AH 


De timosalmi. A& 


[mh]^A 




AQ 


De aceto squilletico. De 




:bb 






bino squilletico. 


40 


Br 




M 


De uino cui miscetur 
aqua maritima. 




BJ 

BE 




MA 


De confectione bini. 




^^ 




MB 


De confectio alia uini. 




BZ 


20 


MF 


De melomeli. 


45 


BH 




MJ 


De ydromeli. 




BQ 




ME 


De uino piracio. 







De uino silique grece. 
De uino enantino. 
De uino malegranate. 
De uino rosacio. 
De uino myrtino. 
De uino myrsiten. 
De uino scinino. 
De uino palmacio. 
De uino cacocro. 
De uino moracio. 
De uino resinato. 
De uino strouilino. 
De uino cedrino. 
De uino cedriten. 
De uino picino. 
De uino auxentiten. 
De uino ysopito. 
De uino camedriten. 
De uino sticadi^e«. 
De uino aceto sticaditen. 
De uino tragpriganiten. 
De uino bono. 
De uino dictamiten. 
De uini confectione ad 
catarron. 



ci 

1 oüfano P. 



...acino BAs. 2 ...nano bo 3 ..adynamo BAs. 

4 ... uitis agstis De uin P. 5 uin? ..titen BAs. 6 ... omeli BAs. 

inomellin P. 7 .... icrato BAs. 8 ...omeli BAs. apomolli P. 9 ...la 
10 maritima BAs. fol. 306b P. 11 ...ssomeli BAs. 12 ..eto BAs. 

XXXVI. de oximeli P., ...ymelli BAs. XXXVI. De oxalmi P almi BAs. 

15 XXXVII. De tymosalmi P. ...osalmi BAs. 16 fol. 1^'b ..o scilletico BAs., 
XXXIX. De aceto squili. P. Das Folgende fehlt in PBAs. und i.st in M. 

neben der Spalte nachgetragen 17 ..no cui ..scetur aqua ma...tima BAs. 

XL. P. 18 confectiouibus PBAs. bi auf Rasur M. un, BAs. De con- 
fectionibus uini P., fehlt BAs. 21 De idrom. P. fehlt BAs. 22 piritio P. 

paracio BAs. 23 grece et simili teret P. siliquae gcae BAs. 23 ynan- 

tlno BAs. 25 male grate P. malae granatae BAs. 26 rosatio P. 27 myr- 
sino BAs. 30 uin palmatio P. palmicio BAs. 32 morixtio P. uiü, ebenso 

ci 

die nächsten 6 Nr. P. 34 strobilino PBts. uino P. 37 de absentiten Bts. 

i? 

38 isopito BAs. 41 stycad. BAs. de aceto styc. BAs. 44 bono P. 

DE UINO BONO BAs. 45 dictamniten BAs. 46 de uino conf. a. c. P. 

fehlt BAs. hier. 

11* 



164 



Hermann Stadler 



O De uino prasiten. 

OA De uino timmino. 

OB De uino timbriten. 

Or De uino origaniten. 

5 OJ De uino calamentiten. 

OE De uino conizetico. 

Og De uino aromatico. 

OZ De uino nectareo. 

OH De uino nardi syriaci. 

10 OG De uino de asaro. 

TT De uino nardi agrestis. 

nA De uino daucitino. 

HB De uino elelisfaco. 

nr De uino panaciten. 

15 TIzI De uino acoratico. 

il£ De uino selintiten. 

Tilg De uino maratrino. 

nz De uino alosancto. 

UH De uino aborto apto. 

20 IIQ De uino timelauten. 

Q De uino camelaiton. 

[135c]9^ De uino caraepytino. 

QB Deuinomandragoretico. 

(>/' De uino elleuoretico. 

25 QJ De uino scammonito. 

QE De cadmian, 

QZ De ponfolinga. 

QZ De antispodia. 



^iT De esustu. 
30 QQ De flore eusti. 

P De lepida. 

FA De scobe ferri duri. 

PB De erugine canipanc. 

FF De erugine uerraicloso. 
35 PJ De ferri erugine. 

PE De merda ferri. 

Pc, De lotura plumbi. 

FZ De scorea plumbi. 

PH De lapide molipditen. 
40 F0 De lapide stibio. 

PI De molibdena. 

PIA De scorea argenti. 

PJ5/ De litarguiru. 

Pir De cerussa, 
45 F/^ De crisocoUa. 

F/f De armenio. 

F/g De quiano. 

PIZ De indicu. 

F/// De ocra. 
50 F/0 De cinnabari. 

P/v De argento bibo. 
|lS5d]F7CiDe miltu. 

PKB De lemmia sfragida 

PKr De calcanto. 
55 FÄ^ De calciten. 

PKE De mysii. 



1 prasten BAs. 
*;i(l c.^tarron BAs. 
13 elelisCago P. 
16 uin silinito P. 
20 timelaiten BAs. 

ri 

23 mandroten P. 
(CADMIAN BAs. 
de flososusti BAs. 
34 uermiloso P. f. 
39 molib. BAs. 43 
cerussa BAs. 45 

oinniibari:>^ BAs. 
de lemnis fragitido 



5 de u. calamJMten BAs. 7 aromatiten, hierauf de conf. uini 
8 niü nectario P. 9 siriaci PBAs. 10 de uino asaro BAs. 

lelisfaco BAs. 14 panatiten BAs. 15 acorotico BAs. 

selinotino BAs. 18 alosanto BAs. 19 apto felilt BAs 
21 camelaiten P. 22 camepitico P. camepeiino BA.'*. 

raandragoritico BAs. 24 elleborito PBAs. 26 DE 

27 ponfolingie P. ponfolyga BAs., dann 1 v c. esiisto BAs., 
44 de flore esusti P. 33 campano P., campanu BAs. 

306 d. 35 de erugine ferri 36 m. ferre P. 38 scoria P. 
de lythargyroBAs. 44 de c. idest ipsimiciuP. de psimitio idest 
crysoc. BAs. 47 ciano BAs. 48 indico BAs. 49 Über 

tv 

51 uiuo PBAs. 52 milto BAs. 53 de lemmias frigidas P. 
s P>As. 56 de inisu P. mysi BAs. 



Dioscoridcs Loiii?ob:irtlus 



165 





PKc; De raelanteria. 




P.Yß 


De lapide ematite. 




PKZ De sori. 




PNr 


De lapide scistu. 




PKH De difrigus. 




PNJ 


De lapide gagaten. 




PKO De arsenico. 


30 


PNE 


De lapide tracio. 


5 


P^i De sandaraea. 




PAg 


De lapide magniten. 




P^^4 De steptirias. 




PNZ 


De lapide arauicon. 




P^iB De sulfure. 




PNH 


De lapide galactiten. 




P^r De pumice 




PN& 


De lapide raeletiten. 




P^J De sale. 


35 


PB 


De lapide moropton. 


10 


P^IE De alosagne. 




P^A 


De alabastrite lapide 




F^/g De alme. id est aqua 




P^ß 


De lapide uibo. 




Salsa. 




PBr 


De lapide iudaico. 




P^^Z De alosanctos. 




P^J 


De lapide amianton. 




P^IH De nitro. 


40 


p:=e 


De lapide sappirino. 




P^Q De spuma nitri. 




P^^ 


De lapide menfiten. 


15 


PM De feeesuini. 




P^Z 


De lapide seliniten. 




PM^ De asbesto. 




PEH 


De lapide iaspide. 




PMB De gipsu. 




PSG 


De lapide ofiten. 




PMF De cinere sarmenticio. 


45 


PO 


De lapidibus qui in 




P31J De alquionio. 






s])ongiis sunt. 


20 


PME De adarcen. 




POA De litocoUa. 




PMg De spongiis. 




POB 


De lapide ostragitcn. 




P3IZ De corallo. 




por 


De lapide smiriu. 




P3iif De antipates. 




POJ 


De arena maris. 




P31Q De lapide frigio. 


50 


POE 


De cuticula oleare. 


25 


PN De lapide pyiiten. 




POg 


De lapide geoden. 


\ma]PN^ De lapide asio. 




POZ 


De terra communis. 



2 psori BAs. 3 de frigiis BAs. 5 sandaraco P. 6 stiptirias P. 

tp 

stypt. BAs. 7 sulfure BAs. 9 sales PBAs. 10 de alosantos BAs. 

de alos..ntos BAs. 13 de nitro f. 306 e P. In BAs. fehlen hier infolge 

eines Locbes einzelne Buchstaben. 15 faece BAs. 16 asbe . . . idest 

calce BAs. 17 de gyps.. e? 18 cinere .... mentico BAs. sament. P. 

19 alcionio BAs. 21 de sl>ngns BAs. f. l^d. 24 frg..io BAs. 25 de I. 
pir. P, de piriten lap. BAs. von hier an ist stets lap geschrieben. 

27 ematiteu BAs. 28 scisto BAs. 32 arabicon BAs. 34 melititen BAs. 

35 raoroctos BAs. 36 de lap. alabastriten P. de lap. alabastrites BAs. 

37 uibn P. uiuo BAs. 3S iudai... BAs. 39 amian... BAs. 40 saphirino P. 
safirino BAs. 41 mefiten BAs. 42 Nach seliniten: pasca BAs. 45 spongis P. 

h 

sfongiis BAs. 46 lotocolla P. lifo colla BAs. 47 ostraciten P. oostra- 
citen B.As. 48 smirio BAs. 49 de a. mar. f. 306 f P. 50 oleari BAs. 

51 geuden P, geode BAs. 52 communi P. + de t. communi BAs, 



J^ßß Hermann Stadler 

POH De gessamias. PHE De terra inilesia. 

P0& De terra cia. P77g De terra in qua uineae 

[136b]PiT De terra selinusia. sunt. 

Pn^ De terra cimolia. 10 PITZ De atramento fornacis. 

5 PUB De terra pnigitis. PIIH De atramento smyrno- 

Pnr De teste. malan. 

PUJ De terra rufa fornacis. 



^De bite communi. Uitis communis folia et caprioli in cataplasma 
compositi dolorem capitis mitigat, pulente niixta tumorem sto- 
machi et cstigationem soluet. sola folia inposita uirtute frigida et 

15 stiptica operatur. sucus eins bibitus disintericis et emptoicis et 
estigationibus stomaci fert opem, desiderio pregnantum subuenit 
accepta. caprioli ipsi elixi id facere possunt. lacrimum uero 
eins similem uirtutem habet cummin; qui bibitus cauculos frangit 
inunctus || [136 c] sernas et lepras corpori limpidat, si ante loca 

20 nitro confricueris. cui oleo adsidue perunctus capillos toUit ; et 
uiridis uitis lacrimus conbuste id facere potest. hie potest et 
mirmicia inunctus tollere, qui lacrimus colligitur sie: mittis suf- 
fusiones uirides in foco, ita ut capita eorum non comburantur, 
et cum cej)crint in media parte igne sentire. quicquid ouomerit 

25 mundo uaso colligis, cinere uero sarmentorum siccium et uinacie 



1 de ges satnnias P. de gesamia BAs. 2 terracia BAs. 3 selenusia BAs. 
4 cymol. BAs. 5 pinigites P. 11 smirnomalan P. smyrnoniela. . BAs. 

expi. capitula incipit epist~. de libio quinto P. CLXXXVIII. liiii üb. quinti 

di., BAs. 12 Uitis communis 13 composita, ut ctplraa inposita b positi c 
dol. niitigant cap. pulenta P. polenta stoinaco -ci c 14 e.vstuat. (oxtuat) 
estuat. bc soluunt. fol. sola uirtutem frigidam, uir. stipt. et fr. auf 

Rasur b habent eorum, earum b 15 nach bibitus Rasur b desint. | 

f. 307 a P. dissint. emopt., disint. b et emopt. c. 16 cstuationi stö 

(stomacbo) estuationibus stomaci bc fret c purgantium desiderium 

pregnautinm b pregnancium P. subueniunt c 17 acceptus, -ta bc 

ipsi fehlt lacrimus, -um b 18 s. h. uir. cum aqua bibitus, -um <• cum 

inqui b. F. 19 inuentus, inunctus b -um c zcrnas lebras P. corporis 

sed ante, si ante bc loca ipsa 20 confricentur, confrigueris P. friccn- 

tur c cum olco assidue inunct. b -um c capiilus P. 21 combustus, 

-um c hie potest hie potest P. h' p. et verrucarum c 22 mirmitias, 

-ceas b inunctum bc collegitur P. mitte suffiones P. fustes 

23 ita fehlt c 24 eoep. P. ignem quidquid, P. (quicqu.) euomuerit, -int bc 
25 in mundo b uase collige collegis P. cinis siccorum uinacee c. 



Dioscorides Longobardus 1()7 

siccae collect! ani condilomata et tiimores ex aceto cataplasma 
inposita curat. Inxationibus et ruorsibus uenenosis inposita me- 
dicatur. ruta addita oleo roseo et oba accepta splenis tumores 
sparget. 
5 B' De bite agrestis. Uitis agrestis diie simtgenera: unum genus 
acinas habet inmatiuas, de quibus cum florire ceperint, enantium 
conficitur. altera uero acinas minutas habet et paulo maturas et 
nigras. uirtus est ei stiptica simile süprascripta. uirtus est foliis 
et capiiolis eius uiti communi. 

10 T'De uba biride nostra. Omnis uba raatura comesta ||[136d] 

uentris solutioneni facit et inflationem. suspensa uero potestate 

minuet possiuilitate süprascripta id. übe passe, uirtus est ei 

eustoniaca, fastidium stomachi tollit, egrotantibus utilis accepta. 

^'Deubaqui inpanfinis etindoleisserbantur. Eustomaca 

15 est, uentrem stringet. contrario tarnen sunt capiti et uessice, 

emptoicis accepte oj)itulatur. 

ii'De ubis in passo serbatis. Übe in passo seruate cacostomace 

sunt, conponuntiir uero übe et in aqua celesti, ita ut sicce 

aquae mitrantur, maxime quae iani uinum non habent. ex qua 

20 confectione febrientibus antiquis et estigantibus data prostat effec- 



1 coÜectus ctplinis, -ma bc 2 iiipositiis, -ta b medicatur, ad san, 

perd. bc uoxation., Inxat. bc iienenatis inpositus 3 et oleo roseo 

et ouo acccptus oua et aceto P. ouo splenis b acc. splenis c 

tumore P. Zusatz. qui lacrimus — uaso colligis fehlt im griecli. 

Texte. 5 Uitis agrestis duo ununi uero P. unum hab. ac. h'cst 

racemos h. e. rac. fehlt c 6 cum fiorem cep. flores cep. Rasur b 

florere c iiiathura. enantium b enaucium c 7 colligitur alteium 

uero genus parum, polo P. .Silli b et similis foliis et caprifoliis 

comunis uitis. c^priolis c et sim. f. ut caprioli uit. com. b SSe. P. 

9 uitae P. 10 De nuae uir. n. P. de uua (rot) c Uua uiridis nostiamat.com. 
11 potestatem m. et 12 possibil., P. supra id fehlt, [imna- 

tura autem ana subcalidn, est et c, uentrem stringit iinde dissintericis datur.] uue 
uuae P. uirt. eust. et stiptica uirt. est eustomä et st. b 13 stomachi 

tollit fehlt P. sto, stom bc acgrot. P. ntil. est acc. Darauf folgt der 

Inhalt von Kap. ?' de übe passe. 14 De uua que in paupinis seruantur et 

doleis P. Uua que in panpanis uel in dolus seruatur (paur^in.) in dole" b 

15 et uentr. contraria est capite P. uesice b uissice P. 

16 et emopr. et fehlt b aemopt P. accepta acceptae P. 

17 De nuis in passo seruatis P. Uue, Ubae P. in passe bc cacosto- 
maci P. eustomace b 18 uuae P. in a. cesti celesti c 19 in aquam 
mittantur, in aqua mitt. h uiiio P. 20 eustr.atibus, cstenuatis auf 
Rasur b, extuantibus c stagantibus P. 



jß8 Hermann Stadler 

tum. uinacia uero earum trita cum sale et inposita tumores et 
duritias mammarum soluet. elixatura eius bibita disintericis et 
uentri[s] soluto raedetur, fluxui matricis suppositus et fomento 
adibita prestolatur, conbustionibus prodest. nucleu earum uirtute 
5 stiptica frigida et eustomaca habet, farina uero eius ante tostatum 
cataplasma ad'bita || [lS7a] medicatur, stomaco resolute confirmat. 
^'Deube passe. Ubae passe uirtus est stiptica, maxime albe. carnes 
earum comeste aspredine arteriarum dislenit, tussientibus et neu- 
freticis subuenit, uessice et disintericis prodest, maxime cum 

10 nucleo suo comesta. pulente raixta aut polline cencri et obo 
frixe et accepta cum melle apofleumatismu stomaci facit; et sola 
comesta cum piper id facit. cataplasmis adibita cum polline fabe 
testium tumores sparget. cum uino addito maculas nigras emen- 
dat, clauos corporis tollet, uulnera humorosa siccat, uulnera 

15 nodis nata sanat, cancris fert auxilium sine nucleo trita et in- 
posita; podagricis medicatur, maxime cum apopanace inposita. 
conmotos ungues inposita tollit. 
Z' Deenantio. Enantioflos est uitis agrestis. que cum ccperit fiorire, 
colligendi sunt flores ipsi, siccandi et testo reponendi sunt, in syria 



1 Uinacia uuarum (neues Kapitel), uinacia uero uuaruni b uinatia 

uuaruni c. tunior nachgetr. b 2 durities, duricias P. duritias bc soluit, 
tollit b soluunt c elix. uero Pb. earum desiut. P. dissint. imposita 
et fom. adl). disint. et uentri soluto med. fl. ro. b 3 fluxum e sub- 

positus P imposita bc 4 adhib., P. maxim. pres. est, P. nuclio P. 

nuclei uirtutem b nuclei autcm uirtutem nueleus earum o 5 et frigidam 

habent ex quibus antea siccatis farina fit que cataplasmis 6 adhibita, P. 

m. stomacum resolutum et confirmat 7 Do uua passe P. Uuae passae PDTb. 
carnes — dislenit fehlt DTh. In der alpli. Bearbeit. unter: uua uiridis nostra 

(vgl. Kap. P.) carnes uue passe albe com. carn. ear. fehlt W. 8 aspritudines 
exteriores dis. et W. aspredines disleniunt nefr. subueniunt nefr. W. 
fehlt DTh. 9 uissice P. desint. subuenit et P. auxiliatur W. Tuss. subu. 
et uesic^. Dysent. subuenit maxime DTh. 10 comeste pulenta P. pulente — 
13 emendat fehlt DTliW. uel poline aut poll. b betri centri bc ouo, P. 
11 frixi b apoflegmatismum, -mo in: mü korr. b stom c, stomaticum b, 

faciunt bc et fehlt pipere 12 adh. pollines P. polline b 

poline faue c 13 tumorem spargit, P. cum fehlt clades W. 

15 tollit, P. aufert VV. umerosa P. humecta AV. uuln. nod. bW. uuln. in 
nodis uuln. item in nod. DTh. 15 ad salutem perd., ad sanit. perd. PbcDThW. 
Enucleata s. n. W. nucleis, nucleo bc 16 oppop. fardorem preterea Aicit et 
uentrem procurat]. ciJmotas ungulas toll. 18 Enanthium Enantium b 

enantio P. enancium MS. enantum c Enantium uel ynantium quod melius 
dicitur ut dya proprio cap. inquit fl. e. u. agr. que labrusca dicitur SJ. coeperitP. 

incep. SJ. florere, SJ. fecerit florem MS. 19 et desicc: et in testa rep. 

melius nascitur in desiccatur in t. et rep. c siria Pbe 



Dioscorides Longubardus J.69 

et cilicia melior || [137 b| nascitur et in fenicia. uirtus est ei stiptica; 
unde si bibita fuerit, eustomaca est et diuretica, uentrem stringet, san- 
guinem reicientibus subuenit. bibitus et inpositus stomaco fetorera 
oris emendat, digestionem stomaco celebrat. mixtus oleo et aceto 
5 dolorem capitis fomento toUit. sicca et uiridis in cataplasma adibitus 
uulnera recentia sine turaore seruat, egilopas in initio tollet, uul- 
neribus oris et gingibe utilis est, uulnera ueretri curat, melli ad- 
dito et oleo roseo et croeo et murra, necessariis pessariis adibetur^ 
fluxura matricis pessario stringit, reuma oculis suspendet cata- 

10 plasmis adibita; stomaci estigationem st^luet, maxime cum pulenta 

et uino mixta et inposita. conbustura uero carbonibus in testo 

colliriis bene miscetur. panaricia et terrigia oculis purgat. melli 

addito reuma gingiuarum et uulnera curat. 

H' De onfacino. Omfaciu sucus est ubarum albarum inmaturarum. 

15 quae übe ante dies caniculares colligende sunt, siccande et re- 
ponende, maxime || [137 c| in eramine melius siccantur, sed 
diligentia sit cum siccare ceperint, desuper quod fuerit, colligen- 
dum est. cura sit, ne nocte sub diio remaneat, nox enim sucis 
contraria est. eligendus est uero rufus et fragilis et stipticus, 

20 lingua submordens. multu uero sucum aeinarum expressum 
coUiguüt, siccant et reponunt. acceptus faucibus et gingibis 



1 cicilia, cilicia bc. et in fen. fehlt bibitus 2 eustoniacum et ucntiera stringit, 
eust.'est et diureticiis U. atringit bc. eustoraacum est et diureticum ti. stringit MS. 
3 bibitum etc., MS. -us b 4 mixtum, MS. -us bc 5 sicca — tollet fehlt 

beiden Drucken. siccum et uiride bc siccus et uiridis MS, ctplmibus MSc 
adhibitum bc -us MS. 6 egyl. c tollit Pbc, fehlt MS. 7 gingibae P. 

gingiuarum, MS. utile c ad san. perd., PbcMS. melle 8 rosanim MS. 
mirra, P pess. necessarie adhib. PMSe miscetur 9 pess. matricis, 

m. pess. bcMS. m. pissario P. facto str. cM8. suspendit, P. cplmati- 
bus MS. ctpima, -mati c 10 adhibita P., -um stigationem P. estig. b 
estuationes, egestionem MS. -es e soluit curat c et max. polenta 

11 mixtum etc. c. u. in testo carb. P. in testa uero comb, cum carb., 

c. u. in testa cum MS. ' 12 collyr. bene MS. bene fehlt, bene m. c 

panaria ocul', panaricia oculorum MS. pana Ritia oculis b Glosse: 

i. exituras. pterigia, pterigea MS. teniagia in terrigia korr. b terr. c 

melle, P. 13 reumam, rheuma MS. gingibarum P. purgat, curat PbMS. 
reuma g. curat c. 14 Orafacium Pc omfatium, omfacum b uuarum imm. 
15 q. uuae P. -arisP IC melius fehlt 17 dilig. addita nam cum siccari, -e Pc 
coep. P. ceperit e illud quod 18 nocte ibi rem. u in b korr. M. 

19 aelig. P. eligendum uero e. 20 liuguam multo P. multi uero, auf Kasur b 
sucus b sucum cum P. acinorum, -arum c 21 acceptum omfat. 

pmfacMm /. et. (j. auf Rasur b, gingiuis. 



170 Hermann Stadler 

opitulatur, iuposita cum nielle aut passo auriuni dolorem mitigat, 
si et p[l]us mittat, fistulis et uulneribus pascentibus inposita me- 
dicatur. disintericis et fluxum matricis utiliter adibetur. inunctus 
caligines oculis detergit, pluriginem palpebris tollit et empyicis 
5 prestolatur, rupte uene succurrit. quod medicamen liquidu utendu 
est minore non satis. 
Q' De bina betera. Uina uetera de nimietate uirtutis suae plus bibita 
nervis et sensu contra sunt, pro suauitate modice bibita bona 
sunt, unde egrotis dandum non est. mustu uero recens factu 

10 uentrem inflat, <'in>digestiuilis est. somnia nuga inducit. me- 
dium uero uinum inusti et ueteris. || [137 d] excedet uirtuteni, 
unde causis et usui nostro necessarius est. albu uero et lene 
eustomacu est et digestiuile , a sanguine citius digeritur. 
nigru uero et spissu indigistiuilis est, citius inebriat carnes ad- 

15 dens. rufum uero uinum medium est, cuius uirtus media est. 
sanitati egritudini utilis est. dulce uero uinu citius acescet, 

1 oppit. b op. et 8i reiima liabcnt impositum, rcumam e op. reuma 

luiessicat inp. P. sicca positinu ant ciun b dol. aur. c 2 Si ex 

eo plus iniseris, miserit b fistiit et iinliicra b fistulas et ulcera 

pascentia luedicatur '^ dissint. desint. 1'. et in fliixn, et fluxu b 

mat. e util. b adhib. inunctiun inhrtum b 4 oc. cal. b prur. p. t., 
2-)liir. toll. palp. auf Kasur b. toll, cnipiecis P. empicis (einpy.) b 5 rup- 
tae P. liquidum, -0 P. utendiim Plic mittendum est paruiu et non amplius, 
et non p-tm' b (ial. ad Pat. 7 De uina uetera V. Uinum uetus, 

uina uetera b si multum, -a b bibituui, -a b fuerit prae nim. uir. ner., 
pro n. b pro nimictatos c uinum uetus de nim. u. s. pl. bibitum n. et 

sensibus contrarium est DTh. si p. bibit~ Rasur W. 8 sensui b 

senso P. rcnibus W. contrarium est, contraria sunt b contrarie s. P. 
suau. mod. DTh. sui iiirtufe W. autem modicum mod. fehlt b 

bibitum bonum est DThW. 9 unde aegrotis PDThW. non fehlt, W. 

nou est DThc mustiun, DTh uero fehlt DTh., steht in W. fac- 

tum, DTh., fehlt in cVV. 10 digestibilis P. digestibile DThWc indigesti- 
bile nig b nugatia, DTh. nuga c nugacia VV. 11 et fehlt P. 

excidat P. exccdit DThW. precedit b precellit uirtute 12 eanssis DTh. 
causis W. necessarium. DThW. album, DThW. albo P. uinum et lenc 

13 eustomachum est DTh. uinum fehlt W. eustomacum, P. digestibili P- 
-lo ad sangiiinem ac satiguine DTh. fehlt W. et dig. cit, W. citius Pc 

14 nigro P. nigrum, ThW. uero fehlt b spisso indigestibilis, P. 
-Ic, DThW. inhfbriat P. addit et ardorem facit. ineb. et ard. 
addit. DTh. in. et uehementer ardet W. 15 Uinum uero ruffum, 
ruf. u. uin. D Ih. bVV. 16 et aegr. DTh. s. aegr. P. s. et cgr. ; 
eanitatis aegritudines ^V. utile, DTh. Dulce uero bDTh. dulci P. Das 
Kapitel fehlt c Vinum dnlco D. n. uinum PDThW. cicius P. cito W. 
acessit acescit DTIi.W. accessit P. accescit b am liande: ascendit. 



Dioscorides Longobardus 171 

stomacu inflat, intestinas et uentrem inflat, uelocius ebrium facit, 
uessice et renibus fert utilitatem. austerum uero id est forte 
urinam prouocat, citius ebrians, caput tenens. stipticum uero 
digestiuilem et citius escam coquendo uentrem stringit et omne 
5 reuma intestinarum. raolle uero uinu minus est neruis con- 
trarium, urinam mediocriter prouoeat. salsu uero uinu cacosto- 
macu est, sitim incitans, uentrem mollit, neruis contrarius est 
humores desiccans. multi uero ubas ipsas in uitibus seruant, ex 
quibus seruatis uinum exprimunt et uinum dulce faciunt, qui 

10 et creticus appellatur aut triptos aut protopos aut praranios aut 
melamsimitios. multi uero mustu cocunt et faciunt dulcore aut 
siperos. || [138 a] niger uero exiet et spissu. bonus ad usum 
sanitatis male habentibus necessarie datur. uirlus est illi stiptica 
incitans pulsum. uenenis quam maxime causticis cum oleo dan- 

15 dus est, uti acetetur. conio et meconio acceptum occurrit, lac 



1 stomaco P. -chum DThW. stom, b iutestinam P. int. et uen, 

similiter DTh. fehlt W. et intestina et u. uelotius inebriat et facit ad ues. 
utll. 2 et reniira uelocius ebr. facit ues. fortilitatem procurat DTh. 

uessice fert indignationem W. uissice P. uero uinum b autem W. 

3 prou. c. inebriat DTh. prouocans cicius aebr. P. cito ebrium facit se 

bibentis cap. petens W. times in tenens korr. b. 4 digestibilem est; 

cicius cP., digestibile est c. stipt. et d. W. escas W. 5 oem b 

reoma P. omnia reumata DThW. omnem reumam e intestinorum, 

hierauf in b die Gl.: aq inebrians ab eo uirilia infrigidata prosunt. 5 Uinum 

uero molle (2.), ra. u. uin. bDTh. m. sed enim. u. W. nimis, minus bDTh. 

6 procurat DTh. Uin. salsum (1.) salsum uin. bDTh. s. uero u. salso 
uero uinum cacostomacnm est P. fehlt DThW. [caput scofomat], DThW. 

sitem P. incitat mollitur P contrarium desiccat, W. desiccans DTh. 
In bc ist die Ordnung wie oben. Das Folgende steht in der alph. B. unter 

Uinum acetum factum (Gal. ad Pat.) 8 mulri uero uuas, PDTiiW. uitis, 

uitibus bcDTliW. seruantes W. et de hiis, bis bc ex quib. DThW. 

seruatis fehlt W. et inde, et uinum d. DTh. et d. u. W. et uino P. 

10 quod et Cieticnra app. DTh. quod creticum, W. hcreticus P. quod 

cripto uel protopos app. b triptic aut protopü e aut tripton, fehlt DThW. Die 
folg. N. nur noch in P., wo melamsimilius. 11 mustum coquunt, P. dulcorem 
-es DTh. aut sirupos, letzteres fehlt DThbc. et faciunt dulcorem et spissum 
et bonum W. 12 spisso P. nigium uero et spissum quod si nigrura exit DTh. 
fehlt W. bonum ad DThW, b. est 13 et m. DTh. nccessariae P. 

-io DTh. dat. etiam b est illi bc 14 et incit. P. incitat uenis, 

uene W. uenarum DTh. causis caust. c potionibus W. datum, 

dandum bcDThW. 15 ut ac. (darüber n und wieder ausrad.) W. iactat b 

fehlt sonst; in c aus ac ta korr. conium et mic. acceptum lac 

conio et mic. accepto occurrit DTh. c. et meconio hoc acetatum mox 

curat W. 



172 Hennann Stadler 

coagulatum sohlet, uessice et renum morsus et uulnerationes 

tollet, inflationes facit, cacostomacu est et reuma nentris proibet. 

album uero uentrern moUit sine lesione melius ab omnibus. 

gypso accepto uina neruis contraria sunt, caput grauat et omne 
5 corpus similiter grauat et calidus est, uessice inutilis, uenenis 

omnibus contrarius. 
/' De binu pytynu. üinu pytinu, quod resina pytina addita habet, 

calidus est, digestiuilis, uoraitibus et emptoicis contrarius est. 
AV De binu aparacitu. Uinu aparacytu qui dicitur, dulcore sibi 
10 mixtu habet, caput grauat et calefacit, similiter et omne corpus, 

citius hominem inebrians, inflationem prestat, cacostomacu est. 
BV De binu italu. || |lS8b] Uinu italu falernu dicitur utilior esse. 

maximc ueteris digestiuilis est^ pulsum incitans, uentrem abstinet, 

eustomacu est, uessice contrarius, caligine oculis inducit. niulti 
15 bibitu omne corpus ledere potest. 



1 coacol. P. soliiit, -et W. uissice P. nulnerationis PDTh. 

ulcerationes b mors. uul. DTh. morsum b 2 tollit ^ intlac. Pc 

uulnerationes aufeit. Sane infl. f. Nam eust. est et W. inflamat. a. R.: 

al. inflat. b cacostoiuacum, P et fehlt DTIi. proh., P. abstinet b 

3 Album autein W. ab fehlt 4 Uina gipsata accept.i, g'PS. uin. a. b 

gypso accaepto ninuiu DTh. Gypsatiun acceptura uinuinW. contrarium estDThVV. 
erstes grauat fehlt DTliW. c. grauant et totum c. similiter calida sunt et, 

sunt ues. b 5 calida et c et calidum est DTh. uissice P. uesicae D'Jh. 
inutiiia inuliie DThVV. est W. uenis DTh. 6 contrarium. DThVV. 

est VV. contraria sunt. 7 De uino pytyno; pituino W. Uino pe- 

tino quo P. Uinum pituinnm, DTh\V. resinam, DThW. petina P. 

pituinam, DTh. fehlt W. statt arldita: ad niodura, DTh. additam W. 

8 calidum et digestibile est, ral. est et bcDTh. cal. est. dig. W. 

digestibilis P. et fehlt W. haemopt. DTh. omopt., P. con- 

trarium est, DTliW. 9 De uino aparacito. Uino aparacito qui P. 

De u. paratico. U. parat icnm q. dica W. Uinum quod die. paraticnm, 

Uinum paracituin (i. d. DTh. paracyt. c dulcores ibi mixtu P. dul- 

corera sibi commistum DTh. 10 mixtum VV. dulcorom sicut mustum 

habere calef. et cap. gr. DTh. calf. VV. 11 et cit. cito VV. cicius Pc 

inebrians DTh. -at, ebrians P. inflacion. P. cacostomacum P. et cac. e. 
fehlt Dl'h. 12 De uino italo. Uino italo P. U. Nitalum F. d. u. 

esse DTh. De uino Nitalo VV. italura bc ytalicum quod falernum; 

f. dicunt VV. utilius est, VV. utile e. b 13 n)aximura P. sed maxime 

uentri VV. uetas, DTh. digestibile, DThW. digestibilis P. ab- 

stinens DTh. 14 eustomacum, P. eustomachum DThW. uissice P. con- 
trarium contrarius est P. caliginem, PDThW. -nes b multo bibito P, 
multum bibitum, DThW. 15 totum omne DThW. ledere pot. DTh. 
Glosse: somn. infcrt b led. facit, potest cW. 



Dioscorides LoDgobardus i73 

TP De binu albanu. Uinu albanu fortior est a falernu, gustii 
subdulci, uenfre et stomacu inflans, uentrem moUit, digestionibus 
utilis est, neruis omnibus contrarius, maxime capiti. quod cum 
ueteruerit, austerum ualde efficitur. 
5 '^'TJ' De binu quibiu. Uinu quibiu fortior est albano, sed carnes 
et colorem bonum prestat, digestioni contrarius est, caput grauat 
inflaudo. 
"TE' De binu surr entin u. Uinu surrentinu austeru est ualde. unde 
stomaci et intestinarum reumatismuni abstinot. caput non ualde 
10 tanget, quia satis leuis est. quod cum ueteruerit, suauis et eusto- 
raacus efficitur. 

*/g" De binu adria et raamertinu. Adrianu et mamertinu in 
sicilia uascitur. non ualde uirtu^e stiptica habet, citius uetere- 
scuut et boni fiunt, minus caput grauant. 
15 *TZ' De bino pretuntiano. Uinu pretuntianu et bis loco nasci- 
tur, ubi et adrianu; odoratu est || [138c] et ualde lene. quem 
multi eum bibentes non se dicunt uinum bibere pro lenitate ipsa. 
nimie tarnen bibitu ebrium facit. 



1 De iiino alb.ino. Uino albano forcier P. Uinum albanum fortius est fal. 
Gl.: albnm uel albiniuni b. album e et gustti subdulce, gustatu dulce, DTh. 
gustatuni ut dulce W. 2 uentrem stomaco P. stom., stomacbum, DThW. 
mollit uentr. P. iiiflat et inoll. W. dig. inutilis. P. d. inutile b. 

d. est utile, di. utile DThW. 3 et ueru. confrarium omn., et n. o. c bc 
n. o. c. est DTh. om. neru. W. et oiax., et fehlt DTb. maxi- 

nuim P. 4 ueterauerit, DThW. inueterauerit bc Kap. Li' — KA' fehlen 

in der alphab. Bearb. 5 De uino quibio. Uino quibio forcior P. De u. 

q. W. Uinum Quibium Albano fortius est et DTh. U. q. fort, est alb. W. 

sed carnem W. 6 praest. DTh. et dig. W. contrarium e. DThW. 

8 De uino sunentino P. De u. sorentino W. Uino surrentino austero P. 

Uinum Surrentiuum (Sore. W.) austerum DTliW. est fehlt W. 9 stomachi DThW. 
intestinorum DThW. 10 tangit PDThW. leue DThW. ueterauerit DThW. 
12 De uino adriano. Adriano et mamertino P. De u. adriano W. Uinum 

un 

Adrianuni et Mamertinura DThW. 13 nascuntur DTh. näselt* v. 2. Hd. W. 

n 

uirtutem stipticam habent DTh. ht W. cicius P. cito W. uete- 

rascunt DTh. uetesc. W. ueteriscunt P. 15 De uino pretunciano. Uino pre- 
tunciano P. De u. pretutiano W. Uinum praetnmtianum DTh. pretut. W. 
in bis locis DTh. et in W. 16 adriano P. Adriauum DTh. coriandru v. 
2. Hd. in adrianu verb. W. odoratus P. odoratura DThW. quod multi 

bib. DTh. cum bib. W. quem m. cum bib. P. 17 non se putant uel 

dicuDt bibere u. W. 18 nimiae P. bibitum DTh. uero bibitum multum 

efficit eb. W. 



174 Hermann Stadler 

*TH' De bino stricio. Uinu stricu simile est pretuntiano, sed hia 

bibitu diureticu est. 
*T&' De binu ein et salutiu. Uinu ciu et salutiu molliores sunt 
Omnibus suprascriptis et leuiores. carnes corpori addunt et cum 
5 suauitate sunt, non ualde ebrios faciunt reuma stomachi bibiti 
abstinent, utiles uero et in confectionibus colliriorum. 
*/C'De binu leusuitano. Uinu lesuitano citius sanguini miscetur, 
sed lenior acior, uentrem moilit. uirtus est illi similis supra- 
scripto quod maxime in efeso nascitur. 
10 KJ' De bino asiano. Uino asiano, quod c pytimo loco deponi- 
tuF; bibitum caput grauat, neruis contrarium est. 
*KR' De bino coacu. Uinu coacu et gladiomeniu aqua maritima 
mixta accipiunt. quae uina citius acescunt, uentrem inflat, neruis 
contraria sunt. 
15 "KT' De binu egipsiu. Uinu egiptiu aut liuicu aut mareoticu, 
omnia ista lenia sunt, multi ex bis stiptici sunt, aliqui et for- 
tiores inueniuntur, nam et odorati suaues sunt, carnes implent, || 
|i38dj urinam prouocant, quae se sanguini citius miscent, 
somnum inducent, lassis hominibus uires prestant, colore bonu 
20 faciunt. nimium uere bibitum omnibus uonenosis rebus occurrunt 
et morsibus uenenatis. stomacum uertunt, inflationibus medi- 
cantur. ypocondriacis tumoribus opitulantur, reumatismum ab- 
stinent, uentris nimio occurrunt sudori, maxime odoratu albu et 
uetere. ueteris uero et dulcis causas uessice et renum conponet^ 



1 De uino strico. Uino strico P. Uinum Strium DTli. Stircum W. Sim- 
plex est W. Praetumtiano DTh. sed hoc bibitum DTh. hoc fehlt W. 

uricis 

2 diureticum DThW. diureticu P. Die folgenden fehlen in W. 3 Titel fehlt 
Uino cio et salutio P. Uinum Chium et Salutium DTh. molliora DTh. 

4 leuiora DTh. et cum in DTh. 5 ebrius P. stomaci P. bibita DTh. 

6 utilis P. Utilia DTh. et fehlt DTh. collyr. DTh. 7 De uino 

lesuitano. Uino Lesbitano cicius sanguine P. aangiiis DTh. 8 lenior 

acior P. <;.'i cio> et lemoratius DTh.! acior kleiner geschr. M. 

uijtns — nascitur fehlt DTh. 9 maxime P. 10 De uino a. P. Uinum 

Asianum DTh. pytemo P. quod epithymi loco! DTh. 11 contrarius P. 

12 De uino coago. Uino coago et gladiomenio P. Uinum Choacum et 

Glandiomenium DTh. marina admixta DTh. 13 q; P. cicius P. 

inflaut DTh. lö Der Anfang von KP fehlt bei Sprengel; das Folgende ist 
dessen Kapitel XI. De uino aegiptio (das Kapitel steht nur noch in P.) 

Uino aegiptio 16 et stipt. s. aliqui fort. 17 suauis 18 cicius 

19 c. bono 20 n. iietore bib. 21 inflacion. 22 hipoc. 23 sudore inaximT' 
24 uissice. 



Dioscorides Longobardiis 175 

uulneribuK et tumoribus cum lanis sucidis necessarie inpouitur, 
morsibus uenenosis et fagedenica uulnera et reumatica fomento 
adibitus salubenime curat, talia uina et sanis bibentibus utilia 
sunt, inaxime sine aqua maritima, sed uina italica usui supra- 
5 Scripte meliora sunt sicut falernus et surrentinus, e quibus et 
presentinos et omnia canpana uina et pretuntianus ab adriano 
et uinu siculu et mamertinu: ista omnia meliora sunt a uino 
egiptiaco. greca uero uina meliora sunt omnibus suprascriptis. 
id est cios et lesuiu et figellites, qui in efesio nascitur. ex qui- 

10 bus si uinu nigru et spissu inuentus fuerit, cacostomacu est, 
uentrem inflat, carnes corpori addet. alba uina || [139 a| si in- 
uenta ibi fuerint, diuretica sunt et eustomaca et carnes non 
tantum addent; dolore capiti commobent, maxime albu et uetere, 
neruis contrarius est. sed mediu uinu etate et colore usui ne- 

15 cessarius est, maxime septe usque ad deccm annorum. et tempus 
eligendus est quod plurimum bibatur. etate egroti adtendenda 
est, cui dare debeant, quod uinus auster bibi non debet, quia 
neruis contrarius est, causas acutas commobet. interdum hoc 
utendum est, non semper, nam et post frigidum recte bibendus 

20 est, quia omne sensum hominis acuet. unde si quis ebriatus 

fuerit, aqua bibere debet. 

KA' De bino omfacino. Uinu omfacinu conficitur in lesuo ciui- 

tate. quas colligunt media nuituritate, quas ubas dimittunt in 

sernet ipsas maturescere post uindemias et sie calcant et ex- 

25 primunt et colligunt uinu ipsu et nouis uasis reponunt, id est 
fictilibus, et suspendunt et pouunt in sole diebus aliquod. uirtus 
est uino huic stiptiea et eustomaca, indigestionibus subuenit. 
solutione stomaci stringit. pregnanfibus desiderium tollit, tor- 



1 necessariae 3 adhibitus 4 ujaximr 6 presentinus caiupania 

7 uino sicnlo et maiuertino 8 aegipt. 9 lesuiiis 10 uino nigro et spisso 

inuento cacosloraacum 11 uentre alba uero 13 dolr capitis 

commou. uiaxiuie albo 15 maxime dece 16 aetate aogroti 17debiant. 
astir er auf Rasur iM. 18 commouet 19 bibendum 20 inebriatus est 

22 De uino omf. Uino omfacino P. Uiuum acetosam conf. (Rasur) in lesbo 

a. R.: al. onfacium b uinum onifacinura (omf.) U. acetosum ce lesbo 

leso c Selon e 23 qu. coli, fehlt in raedio b in media m. colligunt 

uuas et 24 ipsis uindimias P. et sie fehlt nur den Drucken. 25 depr. b 
uinum in uase nouo r. uino ipso P. uinum et in b nouo fehlt b 26 fictili ; 
et ropon. fehlt e reponunt in sole diebns aliquot 27 huic uino 

28 solutionem b solutio P. solutuua stom subm-nit P. torcion. Pc 

torminosis, a. R.: al. tortionibus b. 



176 Hermann Stadler 

tionibus medicatur, || [lS9b] omnibus moruis bibitiis occurrit. 
qua uina uetustate melioraotur. 
KE' Debino omfacino secundo. Uinu omfacinu secundu, quem 
multi potilou dicunt, conficitur sie. in uinacia suprascripti mittunt 
5 aquae urcios .XXX. et uinacie urcios nonaginta et calcatur et 
exprimitur sicut uinu et mittunt in uas et cocunt eum, quamdiu 
tertia pars remaneat. maxime mittendum est in singulos urceos 
aquae singulos sextarios salis et refundis in uasis tempore hiemis, 
et post annu utendum est, quia citius acescet. utile est uero 

10 egrotis, quibus uinum non expedit dari, et quisquis uinum post 

egritudinem non polest ferro, recte hunc aecipiant. 

Kc,' De bino adinamu. Uinu adinamu uirtute simile supraseripta 

habet, conficitur et iste sie. accipis mustu urceos .X., cui ad- 

misces et aquae urceos .X. et coces lento igni, quam diu aqua 

15 ipsa finiatur, et refundis in uasis picitis. multi uero sie con 
ficiunt. aquae maritime parte una et aquae celesti parte una, 
mellis et musti singulas partes, haec omnia in uno mixta uasis 
refundunt et dimittunt diebus .LXV. in sole, et post hoc || 
[139c) utuntur illu post annum. simile habet uirtute supra- 

20 scripta. 



1 morbis bibituni bibitur P. 2 quod uinum «ettate b 

raelioratur 3 De uino o. s. Uino omfacino secumio 1'. Uinum onif. 

olif. e (omf.) aliud, aliter bc 4 quod patilon, pot. c politinon o 

in uin. uini mitt. aquo urceos. In nonaginta urceis uinaceis, uinacii e, uini SS. mittunt 
urceos XXX. et calcant b 5 aquae c calcant et exprimunt urcios P. 

urceus P. G uino P. uinum cogunt P. coq. tamdiu donec, 

quamdiu b et coquunt quamdiu c 7 tercia Pc rem. mittentes in singulis 
urceis urceus P. 8 aque sextarius P. refundunt uas b yemis b 
9 anno P. hy. p. annum unum cicius aciscit P. acessit, acescit c a. R.: 

et 

al. ascendit b. 10 u. q. b uero est 11 propter eg. p' egr. c 

ferre n. pot. lioc accipit 12 De uino adinamo. Uino adinamo 

similiter u. P. Uinum odinamum (ad.) uirtutem habet supra similem, 13hab. 
SS. bc effic. sie c conf. sie, conf. et istud sie b accipe musti urceus P. 
X et aque tantum et coque lento igne aquata in aqua tanlum korr. b ad- 
miscis P. 14 urceus .X. tantum similiter P. 15 ipsa a. b refunde 

in uase picato 16 aque marine maritime b partem unam mittunt 

(übergeschr.) b et aque mittentes c celestis p. un. et c 17 mellis et 

musti sing, partes (übergeschr.) b hec omnia bc m. partem unam 

mellis et musti sing. p. et aque cel. p, unam mittentes aque Celeste P. 

hec P. in uino in unum bc in uase 18 fundunt demitt. P. 

19 illo, illum P. unum ann. unum in anum korr. c uirt. h. similem 

supra. 



Dioscorides Longobardus 177 

KZ' De bino bitis agresti. Uinu uitis agrestis nigru est et uir- 
tutem habet stiptica. utilis est ad reumatismum uentris et sto- 
maci, et omnibus causis, quibus stiptica et staltica medicamina 
necessaria sunt, utiliter adibentur. 
5 KW De binu milititen. Uinu raelliten febrientibus tempore 
tractis necessarie datur, lassu stomachu confirmat, uentrem moUit, 
urinam prouocat, purgat storaacu, storaaticis prestolatur, artericis 
et dolentibus caput maximum feret efFectum, raulieribus aqua 
bibentibus succurrit. odoratu est sane et cavnes corpori addet; 

10 melius hoc a uinomelli, quia ynomelli ex uino austero et uetere 
et paruo uino conficitur, melites uero in quinque urceos musti 
austeri unum urceum accipe mellis et salis quiatu. I. conficien- 
dus est autem in uaso maiori ita, ut habeat locum uuUiendi, sed 
sales minutos intardura addere debes cocture. hoc faciendum 

15 est quamdiu peruullierit, et cum infrigdauerit, uasis nobis refundes. 

[139 dj *Ä0' De ynomelli n. Ynomeli utile est, qui ex uino austero 
et ueteri et melli bono conficitur, quia minus inflationem 
prestat et citius digeritur, et si ueteruerit, carnes corpori ad- 
det. medius acceptus uentrem moUit; urinam prouocat, pleno 



1 De uino uitis agrestis (so auch W.) Uino P. Uinum, DThW. 

nigro P., nigium, DTh. et fehlt, PDTh. 2 habens P. utile, DThW. 

3 stipticam, DThW. ad reom. P. ad reumatiasitnum, ad reumatismum bc 
et reumatismo DTh. -um W. slomachi DTh. et slomachi sistit W. 

et omnib. 3 stipticis et stalticis medicaminibus ut. adhibetiir caussis DTh. 

causis W. adhibetur bDTh., sonst beide wie MP, utiliter fehlt W. 

5 De uino m. Uino m. P. Uinum mellacticem (meilict.) melliciten be 

ä s 

meinten mit übergeschr. ti e febr. protiactia feb. prostcti a. R.: al. pro- 

tractis b 6 necessariae P. datur medetur in datur korr. b 

lasso stomacho P. lassum stoiü. mouet 7 stomaco P. stomacicis P. 

f 
Btoni purg. arteriacis ac' 8 feit bc efect. b fert auxilium atque effectum 
aquam b. b bib. aquam 9 odoratum P. addit, P. 10 mel. est hoc 

uino in omelle m. est hoc a u inomelli (u ausradiert) b ino übergeschr. P. 
in omel inomeli b inomelli P. est a uino inomelli quia inomel c 

et uino et uino ueteri conf. et paruo. b ueteri et paruo melie conf. 11 melli. 
ticem confic. sie in Mellicitem uero conf. in b mellititem uero conf. sie. e 

urceis, urceus P. aust. oiittes mitte bc 12 uno urceo P. unum ur- 

ceum accepit P. fehlt sonst. qiiiato uno P. ciatum unum, ciatum .i. 

conficies hoc agendum b 13 est autem hoc agendum uase habenti 

locum e loco P. bulliendi, P. 14 salem minutum sales -os c 

int~dum P. iterura interdum c 15 qü. bull. quamdiu perbull^ 

cum bull, c infrigid, in in fehlt c nouis, P. uase nouo refund. b 

16 De ynomeli. Inomeli P. 18 cicius P. 19 meflus M. 

Romanische Forschungen XIII. 1. 2^2 



178 Hermann Stadler 

uentre acceptus ledet ; primo acceptus inflationem faoir^ sed 
fastidium toUit. conficitur et iste sie. duas partes uini et una 
parte mellis, raulti uero, quod citius maturescat, cum melle co- 
cunt et reponunt. alii iiero pro auaritia mustu mittunt de lacu 
5 sextaria ducenta in uno sextario mellis et sie cocunt et reponunt 
uasis suprascriptis et his ualde dulcorosu est. 
^' D e m e 1 1 i c r a t u. Melicraton uirtute simile ynomelli habet, 
utimur non coctu melicraton id est mulsa circa pulsu lassu et 
corpus defectu, tussientibus medetur data, confectu melicraton, 

10 quod maxime niulti ydromelli dieunt, medio tempore, id est nee 
recens nee antiquum aeeeptu, simile est uino deuterio. uires 
reuocat amissas lassitudines tumore enteraneorum melius i{ [140a] 
a uino deuterio. uetus melicraton inutilis est suprascriptis 
rebus, maxime istum stomaci dolore et reumatismum facit, fasti- 

15 dium tollit. conficitur uero sie. mittis una parte mellis et aque 
celestis partes duas mixtu et in sole diutius positu facit. multi 
uero aqua fontana mixto melle cocunt et reponunt. 
yl^' De apomelli. Apomeli dicitur, quod multi fabo aqua mit- 
tunt et lauant et reponunt. debet enim asperum, id est mellitu, 

20 fieri, non aquosu. multi et istu coctu reponunt. omnibus egrotanti- 
bus inutilis est, quia et cera mixta habet. 
ylB' De aqua. Aqua nota est omnibus interancis contraria esse. 



1 inflacion. P. 2j30Dficitiir uero et P. 3 cicius P. 4 auaricia musto P. 5 sesta- 
rius ducentos P. sext P. 6 dtilcorosiim P. 7 De melicraton. Meligraton P. Melli- 
cratum idest mulsa, letzteres in b a. K. nachgetr. ynomeli P. uirtutem habet 
similem inomelli b uirtute est simile e 8 utimur uero P utimur non cocto 
mellicrato .i. mulsa circa b habet — circa fehlt den Drucken und e pulso 
lasso P. pulsum lapsum et fehlt b 9 defectum datur et t. med. confectio 
raellicrati quam 10 ydrogmi dieunt dät medio t. datur confectum melli- 

cratum quod multi maxime dixerunt medio t. b P. wie M., doch : confectio 

meligraton; maximP und idrom. ydromel c idem 11 in acceptione, 

accepto P. deuterior 12 amissa bc lassitudines, P. in tu- 

nioribus yteran., (inter.) b est uino deuterior 13 mellicratum inutile 

14 istud doir P. dolorem reumatissimum facit sed 15 mitte 

unam partera 16 hec mixta ambas mixtas MS. diutius pone in sole 

ponas MS. ad solem b posito P. 17 aquam fontaneam fontanam bc 
mixtam cum melle, mixto melle b coquunt 18 Apomelli dicitur quando 

fauus mellis in aqua mittitur et lauatur et reponitur leuatur c (debet 

enim), bc debet et est asperum, bc (aspersum) .1. mellitum 20 aquosum, 
-so P. isto P. muhi uero istud coctum multi enim b uerum omnib.; 

in 

aegrot. P. 21 inutile, utile b quia ceram mixtam habet. Dierauf folgt 

in sämtlichen Exempl. der aiphabet. Bearbeitung das nächste Kapitel mit: quam 
<d. h. aquam> notum est omnibus contrarium esse interan. 



Dioscorides Longobardus 179 

raaxime eligenda est munda et dulcia et odore non habente 
fedu, nee terre mixturam habens, inodore, nee inflans ypocon- 
dria, urinam non turbans. haec omnia in aqua obseruanda sunt. 
AP De aqua maritima. Aqua maritima uirtute habet uiseida 
5 et termantica et cacostomaea, uentrem turbat, || [140b] flegma de- 
ponet. calefacta uero fomento adibita de alto apostemata ad- 
ducit et matureseit, duritias sparget omnes, diaforesin prestat. 
neruoru causas componit, pernionibus non uulneratis opitulatur, 
cataplasmatibus miscetur. malaematibus et medicaminibus nouilis 

10 additur, diaforeticis qua<m>maxime pendiginibus adibetur. 
tepida ad lotora tortionibus aceepta prestolatur. seauias, sernas 
et plurigines fomento adibita tollet, lendes capiti purgat. tumorem 
mammarura eonpescet fomento adibita, liuores corpori fomento 
adibita emendat. morsibus uenenatis occurrit, frigoribus opitu- 

15 latur, falangionum et scorpionum ictus uel aspidura uim non 

1 est eligendum mundum et dulce elig. est c et in od. habens 

2 fetu P. fetorem cere e mixtiir. et quod non inflat ypocundria, 

u 

ypocdrias b, hypocondria P. 3 non fehlt e nee turbat ur. omnia 

si sanus esse uolueris saniim c in c folgt aqua salsa recorporat etc. 

was in den Drucken am R. steht. 4 Aqua maritima DTb. (XIV) vorher ein 

ein Stück des fremden Kapitels: aquarum omnium natura (fol. 18b des Lyoner 
Druckes) marina uirtutem uiscidam, DTh. 5 therm. DTh. term., W. 

cacostomicam cacostomacham bW. cacostom' c et cacostomacha 

est DTh. est fehlt W. purgat et fl.W. fema in flegma korr. c deponit DThW. 

6 calida uero facta, calefacta uero DTh. calfactorio u. W. adhib., DThW. de alto 
apostema DTh., -mata W. apostema, aptemata b ap'temata c de alto 

7 educit, adducit DThW. duriciam DTh., -cias Pc spargit, PDThW. 
oms PM. Omnibus, omnem DTh. dyaf., diaf. bc diaphor. DTb. 
diaforesen P. 8 neruorum, P. causs. neriiorum DTh. conp. P. onais 
diaferesis neru, causas conp. W. permon, (pernion.) DThW. n iiberg. W. 

tnmoribus ani uulneratis tu 

permon. n uiolatis b opilatur P ctplmis b necessarie misc, 

-rlae P. adm. b 9 malagin. (malagm.) bDThW. maiaum. P. malac. c 

et fehlt b nobilibus DThW. 10 adhibetur DTh. additur, W. 

dyaf., diaf. bcW. diaph. DTh. inpetiginibus, DTh. adhib., DThW. 

11 lotura W , sonst = M. tepida ad loturam accaepta praestol. DTh. 
tepida aceepta laterum tortionib. prestol. tepida lat. torc. acc. bc scabias P. 
Scabies pernas DTb. cern. Scabies, zern. bc Scabies prurig. et serpigines 
fom. adh. aufert W. 12 pruriginem, -nes bDThc adhib., DTh. tollit, DTh. 
lendes fehlt DThW. capita p. DThW. capitis et tum. mam. W. tumores b 
13 compescit, DTh. comp. f. adh. W. amarum DTh. et similiter adhib. 
Hu. corporis em. liu. corporis fomento adh. em. DTh. 1. corporis era. W. 
fom. adib. fehlt P. 14 uenenosis W. opit. et scorp. ict. nel asp. uenena mitig'at. W. 
Spalangionis et -is b 15 Phalangionum DTh., spalangionum spallang. c 
scurp. hictiis P. aspid. uenenum curat DTb. aspid. non amittit b. 

12* 



180 Hermann Stadler 

admittit. in calda adibita corpus tenuatum reficit, lauacris utili- 
ter additur; quae lauacra ydropicis et cefalargicis et surdis opitu- 
latur. seruata aqua maritima bromum non coUigit. multi uero 
cocunt et reponunt ad purgationera dantes sola et cum posca et 
5 cum musto et cum oximelli, et post purgationem datur ius 
galline aut piscium, ut temperet uiscitudine eius. || 

[140c] Azt' De thalassoraelli. Talassomelli acceptum purgationem 
facit. conficitur uero sie. aquae maritime et celestis aequali 
mensura et mellis parte una misces et liquas et pones in sole 

10 et refundis in uas picitum et ponis in sole diebus canicularibus. 

multi uero duabus partibus aquae maritime decocunt et una parte 

mellis miscent et refundent in uasis. ista confcctio fleuma de- 

ponet. 

AE' De aceto. Acetu uirtute habet stiptica et eustomaca, fasti- 

15 dium tollit, omnem fluxum sanguinis abstinet. bibitu et inpositu 
reuma uentris abstinet; pulmentaris concoctus accipi debet. Om- 
nibus uulneribus recentibus inpositum cum spongia aut cum lanis 



1 incalda adhib. DThW. calida adh, atteniiat., DTh. adten. c 

efficit DTh. attenuat effiaciter ydr. W. lauacrum u. adiectum DTh. 

2 que P. quod lauacrum DTh. hydr. DThP. saplialargicis, 

(cephal.) bDThW. opitulantur, opitulatur DThW. 3 si seruata fuerit a. marina, 
si seru. a. ra. fu. b. seruata — colligit fehlt DTh. colligunt P. nou 

fehlt W. colliget 4 coquunt DTh. coquunt aquam marin, bc, m. u. 

aq. uia. coqu., a. m. fehlt DThW. et sie, PDThW. dantur in dantes 

korr. b solam, DThW. uel cum p., et cum DThb. pusca, PDThW. 

sola — datur in b a. R. nachgetr. 5 oxymelle DTh. oximelle W. 

oximeli P. uiscellum, ius DTh. iu ius W. 6 gallina P. galline DTh. 
ad purg. DTh. in purgatione W. ut temperent, uel tempere- 

ci 

tur DTh. ut W. uiscitudo W. uiscitudinem, uistudine P. 

uicissitudine DTh. eius fehlt P. in b ist von sp. Hd. zugesetzt: prodest 

co'sputa acro igni. In e folgt aquarum ouinium natura etc. im selben Kapitel. 
7 Thalsmum, Thlasmum b Thalasmuni ee de talassomeli. Talassomeli P. 

a. R.: .1. ydromel cum aqua salsa b melle acceptum b m. accepto, c. 

purgac. c 8 aque marine, c maritime b aquae cel. P. aque cel. equalem 
mensuram bc equale mensura, aeq. mensurae P. 9 partem unam misee et 
liqua et refunde ponis P. reponis P. 10 pictatum, picatum bc 

canicularum P. 11 duas partes a. marine, -nc e et unam partem mellis 

mixtis decoqu. et refundunt. b et unam meli descoquunt et refundunt, c 

in uase ista uero P. confeccio c flegraa deponit. 14 Aceto P. 

Acetum uirtutem -am eostomaca P. eustomaticam, eustomacham b 

f. tollens, Pc 15 uero toUens b omne fluxu P. abst. s. P. bibitum — 
abstinet fehlt den Drucken, bibitum nachgetr. b IG reumam c pul- 

mentariis, P. coctum 17 spongiis P. 



Dioscorides Lougobardus 181 

sucidis medicatur. uulnera tumescere nou sinit, ystera cadentem 
et ano propendenti fomento adibitus medicatur, gingiuis sangui- 
natis prestolatur. pascentia uulnera sanat, igne acrum et lepras 
conpescet, araneas et sernas et terrigia detergit. medicaminibus 
5 causis suprascripte necessarie miscetur. pascentia uulnera et 
fagedenica || [140 d| fomento adibita conpescet. mixtus sulfuri 
uiuo tepidus et fomento adibitus podagricis medicatur. melli 
addito et superinunctus liuores emendat, estigationes capitis cum 
oleo roseo mixtus et cum lanis sucidis positus aut cum spongiis 

10 opitulatur. *ydropicis et surdis fomento adibitus prestolatur, 
superfluos sonos auriura auribus infusus conpescit et uermes occidet. 
scauias et plurigines tepidus fomento adibitus proibet. morsibus 
uenenatis occurrit, acceptus sanguine et lacte coagulatu soluet, 
sanguisuga bibita acceptus occidet. tussim antiquam conpescit, 

15 recente tarnen tussi acceptus äuget, ortopnoicis calidus prodest, 

reuma gule gargarismo proibet^ sinauticis medetur, übe pendenti 

subuenit; dolore dentium tentum in ore mitigat. 

ytz^' De oximelli. Oximelli confieitur sie: acetu uiscidu cotilas 

.V. et salis maritimi minas .VII. et mellis miuas .X. et aquae 

20 cotilas .X., misces omnia in se et coces, quamdiu decies uuUierit, 
et cum infrigidauerit; refundis in uasis. || [141 aj cum acceptum 

1 succidis, sucidis b sinae c stericas cadentes istera P. 2 anum 

bi 

ppdntem addito b, adhibit" c adhibito sanguinolentis 3 u. et fagedenica 
ad san. perd., P. fom. ignem acruuj, agrum b 4 conpescit, P. zernas 

et terrigia detergit et mixtum sulfure uiuo et fomento adhibitum tepidum podagr. 
med. (uiedicamin. caus. — uulnera fehlt der alphab. Redaktion) terrigia d. 

mixt. e. detergit et terrigia mixto b 5 necessariae P. 6 conpescit P. 

sulpliure b 7 uiuo bc ^sulphori iuuo P. melle 8 additum e, 

adhibito b superinunctum, srriincto b estuationes, estuaeion. c 

stigationis P. 9 rosaceo c mixtum m. cum P. succidis, sucidis b 

inposituui, positum P. 10 opit. podagricis cum axungia yrcina impositum 

prestolatur. a. R. hat b noch: est quoque penetrator. ideo diuersis iuiigitur appo- 
sitiouibus. Alles Folgende fehlt der alphab. Redaktion, steht also nur noch in P. 

11 siiperfluus sonus auribus inpositus c. similiter et 12 scauies 

In 

pluriges probet 13 uenatis coacolato 14 sanguisugas bibitas 

15 receuti auguet 16 sinnancis uuae 18 Oximeli conf. ; Überschrift 

fehlt P. Das Kapitel fehlt als solches in cepipipa und im Druck von Colle, 
steht aber in b, und im Druck von Lyon Q.) ; ferner im Druck von Colle neben 
Opofici am Rande {k)\ Varianten: Oxirael hy.'/. aceti Yhx uiscido P. 

uiscidi b« 19 minas Pb;< VII. mellis y. Villi, mellis b aqua P. 

et fehlt b aque b, fehlt y 20 misce b^; sil' oia. y. o. in unura b 

et eoque b;< buUierit Pb bullierunt decies y 21 cum fehlt P, 

refunde }iy in uaso P. in uas My quod acc. 



182 Hermann Stadler 

spissitudinis fleumatis soluet et deponit_, sciadicis et epilenticis et 
artiticis medieatur, morsus ecidne acceptus mitigat, meconium 
bibentibus subuenit. sinanticis gargarlsmo adibitus prestolatur. 
AZ' De oxalmi. Oxalmi fomento adibita medetur putredine uul- 
5 uerum et morsus caninos curat, uenenatis morsibus occurrit. 
fluxum sanguinis abstinet, maxime cum cauculi secari ceperint, 
sane eadem hora tepidu infundendum est; anu propendente 
fomento reuocat. uulnera sordida intestinarura clisteri curat, 
maxime si lac primo quispiam clisteriatus fuerit. sanguisuga 

10 bibita gargarismo excludit. pytiras et acoras capitis fricatione tollit^ 

AH' De timoxalmi. Timopsalmi, quem antiqui utebantur pro 

laxitudine stomachi temperantes aquae calidae, cyatos .iiii. cum 

timopsalmi et dantes, artiticis et inflationes stomachi conpescit. 

acceptus uero humores spissos et nigros deponet. conficitur uero 

15 sie: tymu tritu et sale || [14lbJ oxifabos singulos pulentae rutae 



1 flegma dissoluit \yy.. Hier setzt auch /. ein, der vorher hatte: Oximel. conf. 

sie. quod recipit uiellis eminas X. aque cotilas totidem salis eminas VII. aceti 

uiecidi cotilas V. Conficitur sie. sal in accto et aqua soluatur et sie melle ad- 

hibito ad spissitudinem coquatuv cumque infrigidauerit in uase condatur et usui 

seruetur et cum opus fuerit sex aut VII. C cum aqua tepida propinetur. y. hat 

das unter oxalnium-, in b steht: Altera eius confectio: Rasur. Sal in aceto — 

propinetur am Schlüsse nach prestolatur; q. I^' mellis eminas — Conficitur sie 

aber unten am Rande. (quod acceptum — prestolatur fehlt cepi p«p») 

quod accept. flegma dissol. et dep. bx/. sciat \ix). epilempt. b 

epilept. /. arteticis \>y. arthet. /. artrit. P. 2 morsibus b/. morsus x 

enchinae b enchne /. cucithie x acceptum \ix). micon. \iy.l ad- 

hibitum \iy.i. 4 De oxsaluii. Oxsalmi P. Oxalnium, (oxalmuni) b oxila- 

mumc adhibitum putredines 5 et, P.: in M von späterer Hd. 

na 

ad san. perd., P. mors. uen. 6 maxime — ceperint fehlt. et eo 

maxime tempore cum cauli secari incoperit b coeperint P. 7 ora P. 

tepido P. tepidum et, tepidum inf. b tepide inf. «• anum -em 

8 intestinorum per clistere, clist. be 9 si prius quisquani lacte clisterizatus, 

qnisq. in b auf Ras. sanguisua P. sanguisiigam b sangissugam 

10 g. facta tollit g. excl. bc pitiras P. pi«7/as b auf Ras. piteras c 

fricationem tollit, (fricatione facta t.) b fricatione factas t. c 11 De timosalmi 
Timosalmi P. Thimosalmo timosalmo e timopro.salmo b quem fehlt 

miscentes II. cal. 

12 lassit. stomaci, (stomachi) temperantes aq. calide II b quiatus P. 

13 timosalon, timopsalmum b timosalmo c et dantes — conpescit fehlt, 
steht aber in b dantis P. artriticis Pb. inflacion. P. et ad infl. b 
BtoBiaci Pb. 14 acceptum nigr. et sp. b depon. arte- 
ticis autem proficit c deponit, P. Q. R'. bc wo conf. sie fehlt. 15 tri- 
tum thimum, timi triti bc tymmi P. et salem et, et salis ox. b in sale 
ox. c. polente rute pulegii, polente pigani gliconi c. 



Il 



Dioscorides Longobardus 183 

et pulei partes singulas modicas mittes et aquae cotilas sex 
et aeetu cotila dimidia. haec omnia misces in uno et liquas per 
quod linteolum et reponis et sie dabis utere. 
*^^0' De aceto squilletico. Acetu squilleticu conficitur sie; 
5 purgas squilla et concides minutatim, ut lino inseres, ut non se 
tangant, siccas in umbra diebus .XL., accipies exinde mina .1., 
mittes aceti sextaria .XII. et reponis in sole diebus .XL. aut 
.LX., infusu cooperies bene uas ipsum, et post hoc liquas eum 
et fundes ipsa squilla, et repones ipso aceto. multi uero in 

10 quinque sextarios acetu mittunt ipsa squilla non siccantes aequali 
pondere et dimittunt menses sex. ista confectio fortior est supra- 
scripta. suprascripta utilis est uero ad secanda fleuma, gin- 
giuas sanguine plenas ore tentus confirmat, et dentes agitantes 
solidat. fetorem oris tollet, gluttitu uero gula confirmat, uocem 

15 limpidat, perclara facit, stomacum confirmat. fastidia tollet, epi- 
lenticis et stomaticis medicatur, melancolicis prostat effectu. || 

[141 c] offocationes stericas soluet, tuniente splene siccat, sciadicis et 
lassis hominibus utiliter datur. colorem bonum reuocat, cali- 
gines oculorum detergit, surdis auribus infusus auditura restituet. 

20 omnes causas enteraneorum conponet, si non fuerint uulneraticie 

cause, suprascripte cotidie ieiuno dabis cocleariu .1.; multi uero 

accedenti tempore plus dant. 

^IQ' De binu squilleticu. Uinu squilleticu conficitur sie: ac- 

cipis squillam munda, concidis minuta et similiter suprascripta 

25 siccas in sole et exinde tundes mina .i. et cribellas et mittes in 
linteolo raro et ligas. quod linteolum musto nouo infundis, id est in 



omnium trium 

1 partes sing, modicas conficitur sie b a. R. : al modici 2 oinnium III 

parriculas singulas. Conficitur sie c. Dagegen haben die Drucke: partes sing, 
et aque cotillas VI et aceti cotilaiu dimidiam mitte in uinum et liqua per lin 
teolum et sie repone et utere. conficitur etiam sie: in aqua cotill. etc. (neues 
Rezept). Es ist also in d. Hdschr. bce von et aque cotil. auf in aqua cotil. ge- 
sprungen. Varianten von P: aqua 2 aceto demid. per linteolo et 
4 Aceto P. Ebenda: concidis 5 min. et 6 accipias mina 7 mittas 
aceto 8 coperis b. uaso ipso 9 et repones — 10 mitt. ipsa squilla fehlt. 
13 gingiuis 14 fetore gluttita 15 stomachum tollit 16 stomacis 
17 splenem 20 conponit 21 dabis ieiuno coct .i. 22 accedente 
23 De uino sqiiillitico. üino squilütico F. Uinum scilliticum accipe 
scillam mundam et concide 24 squilla P. minute, minutatim b 25 et 
sicca in sole (sim. SS. fehlt) tunde, fehlt e eminam unam, mina .i. P. 
criuell. P. cribella mittis P. mitte, mite b 26 (lintheolo) liga 
in musti noui, in b aus musto nouo korrig. m. n. sextariis .XX. 
per tres menses infundc et postea leuans exagita uinum et in aliud uas refunde 



184 Hermann Stadler 

sextarios .XX. et dimittis tribus mensibus, postea leuas et 
agitas uinu, et alio uaso refundis et ligas super, multi uero et 
sie. cruda squilla uino infundunt, et missa in uaso diraittunt 
diebus .XL.; quia haec confectio uetustate nielioratur. alii uero 
5 sie conficiunt et accipiunt mustu amphora italica, et mittunt 
squillae munde minas tres, et dimissa in sale diebus .V. aut sex 
liquant et ligat et reponet. utile est omne uinu squilleticu |1 

[141 dj digestioni et corruptioni escarum, uomitum conpeseit, spissos 
humores stomachi et uentris soluet. spleneticis et ictericis et 

10 cacecticis prestat eiffectura. ydropicis et disuriis prodest, in- 
flationibus paraliticis et scotomaticis prestolatur, frigores anti- 
quos et dolores lateris conpeseit, menstruis imperat. quod uinum 
si dulce fuerit acceptuni, neruis contrarius est, uetus uero supra- 
scriptis utiliter datur. sane et hoc uetandus est, ne febrientibus 

15 aut enteraneis uulneratis detur. 

M' De bino cui misce^<M;> aqua maritima. Uino cui mis- 
cetur aqua marina diuerse conficitur. multi uero expressas acinas 
in ipso uino miseunt aqua marina. alii uero ipsas ubas cum 
marcuerint, mittunt in doliolis, ubi est aqua marina, et dimittunt 

20 diebus paucis, et sie calcantes conficiunt. fit uero dulcis. adiuen- 
dum austeris febres incidet acceptus, si dolor interaneorum non 



1 infunde "S-S. .XX. et dimitte per trea menses et postea b leuans 2 agita b 
dimissis P. in aliud uas (alias) refunde longans, ligana bc desuper 

uero crudam scillam, sc. er. b et si crudas squillae P. et dimittunt in nase, 
4 in dieb. P. quia fehlt confeccio e 5 sie conf. et fehlt niusto P. 

musti amphoram italicam et mitte, mittunt bc 6 squille P. scillo 

munde c niinas .111. P. eniinas .III. dimittunt in sole, uase in 

sole korr. b 7 liquant et ligant liquant e reponit P. reponunt; 

uino squilletico P. uinum scilliticura stomaci P. 8t<">, stom bc 

spl. et yct., spl. et hict b spl. yct. c 10 cateticis, sciaticis c cauticis 
getilgt, sciat. übergeschr. b dissur. salutare presid. est, P. inflaccion. P. 

i 

11 stomaticis etom b frigora antiqua 12 doloris P. nienstrua pro- 

uocat 13 dulce bibatur, sumatur b acceptum fehlt contrarium est 

uetus fehlt A SS. fehlt 14 caucndum ne, c. est ne b iteraneis, int. bc 

a. K.: qui hiis solummodo obest b 16 De uino c. m. aqua marina P. Uinum 
17 maritima b diucrsae P. Die zwei folgenden Scätze sind in den 

Drucken vertauscht; der zweite alii uero — et dini. fehlt in bce acinis ex- 

pressis, bce aginas P. ISaquam marinam mittunt et dimittunt miscent et 

dim. bce alii uuam cum maturauerit m. i. dolio et ubi aqua marina est dimit- 
tunt etc. yJ. 20 dulce. febres ad bibendum P. ad bib. aust. fehlt 21 in- 
cidit, P. acceptum interan., P. interanearum b non fehlt, 

non est bc 



Dioscorides Lougobardus 185 

est, uentrem mollit, et si nimie constrictum uentrem quispiam 
habuerit, prostat ilii malaxationem. sed cacostomacum est et 
uentrem inflat. 
31^' De confectione bini. |] [14:2a] Omnium pomorum uina 
5 utilia sunt necessitatibus medicine et pro filiatris hoc scripsimus, 
quas confectiones et sei utiliter sumunt de quidonia. uinum 
quidoniten, quod multi melititen uocant, conficitur sie : mela qui- 
donia purgata ab intus partibus incidis in amfora .1. uini musti 
raittis minas .XII. et sinis diebus .XXX,, et postea liquas et 

10 reponis. 

MB' De confectione alia bini. Quidonia tusa et expresa et in 
sextariu raellis sucus eins sextarios .X. mittis, et motu reponis 
et seruas, uirtus est illi stiptica et eustomaca, uentrem stringit, 
dysintericis opitulatur, epaticis et neufreticis et disuriis medi- 

15 catur. 

MP De melomeli. Melomeli, quod et quidonomeli dicitur, con- 
ficitur sie: quidonia incisa et semen eins eiectu infundis in mel ita, 
ut cooperiantur melle et dimittes unu annu. uirtus est illi similis 
ynomelli, omnia suprascripta l'acere potest. 

20 *I\IJ' De ydromeli. Ydromeli conficitur sie: accipis mala ma- 
tiana et infundes in suprascripta confectione, in una amfora 



1 et si quisquam uentr. nimis constr. fnat mal. c. nirais quisquam constr. u. h., 
in b ist nimia auf Ras., quisq. unten nachgt tr. 2 malaxionem P. 4 De con- 
fectionibus uini P. Uina onin. p. 5 et fehlt filiateriis, filact. c 

<^^i/.ioTooovoil) 6 quas fehlt confocciones c confectionis F. conf. 

eorum si utiliter sumuntur, conf. horum sie util. sum. b cf. eorura et sie util. 
sinn, c de q. fehlt. uino q. P. 11 Neues Kapitel: Uinum citoniten 

ti 

mellititen, melliate b mala citonia ab intus purg. et partibus incisa minutis, mal. 
cidonia purg. abint. partibus ine. min. in amforam uini musti mitte minas .XII. b 
malorum citoniorum a. i. purg. nimiumque incisorum min. .XII. in amph. uini 
musti mitte et sine e in amphoram uini unam mitte musti et sine; sicce in sine 
korrig. b liqua et repone. Überschrift und Zitier fehlt P; dafür: est alia 

(est et a. b) confectio, ebenso die alphab. Bearbeitung, die noch que fit sie hat. 
(In b nachgetr.) Tusa quidonia P. tunsis cidoniis et expressis in 

12 sextatium melle unum suci sextaria sextario meir ,i. c cidon. ex- 
pressis et in melle sext. .i. suci b mitte et semotim repone, et ujOtu bc 

13 et serua illi fehlt b 14 desint. P., disint. b disB. nefret., a. F.: al. 
freneticis b disuris opitul. P. 16 Malomeli quod cidonomel quidono- 
melo P. 17 sie conf. cidonia incide eorum eice et in eice c 
infunde in melle ut bene coop. 18 dimittis P. dimitte ainno uno, 
uno anno P. uirt. ei sim. est uirt est sim. ei c inomelli, P. 
19 inomnibus, in omn. inom. c 20 De idromelli nur P. 21 infundis anfora 



186 Hermann Stadler 

aquae aut duas, in qua elixata est mala || [142 b] matiana, miscis et 
ponis in sole diebus canicularibus. uirtus est illi suprascripta. 
3IE' De bino piracio, Uinu piraciu conficitur sie sicut supra- 
scripta. quidonia teres et istu maxime in mustu eonficis eum, 
5 quae pire non ualde mature sint. 

Mg' De bino silique grece. Uinu de siliqua greca sie eonficis, 
similiter et mespile et hoc similem confectionem accipiunt 
suprascripta. omnia uero uina ista uirtute habent stiptica et 
eustomaca, reuina enteraneorum eonpescit. 

10 MZ' De bino enantino. Uinu enantinu sie conficitur: accipis 
enantinu uitis agrestis et siccas in sole et teres minas duas, et 
mittis in musti amfora .1., et faciant ibi diebus .XXX., et 
postea liquas et repones. accepta fastidium tollet, quiliacis et 
disintericis opitulatur. 

15 31 H' De bino male granate. Uinu male granate sie eonficis: 
accipis grana ipsa, tundes et exprimes et repones, aut si uolueris 
coces ita, ut ad tercias redeat. reuma enteraneis proibet, bibi- 
tus febribus dysintericis adibetur. || [I42c] eustoraacum est, stip- 
ticura, bentrem stringit. 



1 aquo miscis 2 iuponis 3 De uino piratio. Uino piratio P. 

Uinum piratimn, piracium be cf. eicnt citoniten, ut citoniten c sicut de 

cidoniis b 4 teres — quae fehlt. teris et isto P. maxime in musto P. 

5 que piri P. sed pira non u. uiatura sint. 6 De uino s. grecae. Uino P. 

Das Kapitel steht in der alpbab. Bearb. erst hinter dem folgenden; in c schiebt 
sich auch noch uinum rosaceum u. miritinum dazwisciien. Uinum de ciliqua, 

me 

siliqua bc 7 et mespila; nespila b similem habet confectionem supra, 

8 SSa. c sicut SSa. b omnia — ista fehlt. et uirtutem habet stipticam 

9 eustomaticam reumam c et reuma enteraiierum P. interan. 

10 De uino enantio. Uino enantino P. Uinum manchinum a. R. : al. enanthium 
(de uino florum uitisagr.) enanticum a. K.: .i.floris lambrusce b inantinum co 
conf. sie. accipe accipes enantino P. enantum b inantuni et sicca c 
inanthu sicca amph. P. et inde minas duas terens in amphoram unam 
m. mitte, unam fehlt c et tere min. .II. et mitte in musti amphoram .i. b 
dies P. ut ibi sit per dies, ibique per dies .XXX. sine et c ut sit ibi diebus b 

13 liquans repon P. -ne acceptura toll" P. tollit ciliacis 

14 diss. desint. P. 15 De uino roalo gr. Uino male g. P. Uinum 
malagranati, mah"gr. b punicum e conficitur sie 16 accipe malagranata 
et tunde et ^ tundis et exprimis P. repon P. 17 et coque ut; 
terciam e redeat b reuma, -am c enteraneorum P. interaneis 
bibitum 18 desint. P. et disint b utiliter adhib , P. disint. 
opitulatur et c stiptieum fehlt 19 uentrero, P. in b ist a. R. nach- 
getragen: et estuationem reprimit. 



Dioscorides Longobardus 187 

3IQ' De bino rosacio. Uinu rosaciu sie conficis: accipis rose 
sicce non ueteris mina .1., purgas, tundes et linteolo ligas, et 
mittis linteolum ipsum in musd sextarios, .XX. et cooperis et 
sinis menses tres sie esse, et postea liquas et repones. datur 
5 uero utiliter febrientibus, et stomachi dolorem conpescit. dige- 
stiones bibitus prestat, reuma uentris et dysinteria conpescit. fit 
uero confectio et de sucu, qua confectio rodonielli appellatur. 
aspredine arteriarum dislenit, febrientibus opitulatur. 

N' De bino rayrtino. Uinu murtinu conficitur sie. accipis murta 
10 nigra matura, tundes et exprimes coclio. multi uero sucu ipsu 
decocunt ad tertias. alii uero siccant murta ipsa in sole et 
tundent. uilibre .1., cui admiscunt cotilas aquae tres et uinu 
austeru cotilas tres, et dimittunt infusa dintius, et postea ex- 
primunt et reponunt. uirtus est ei stiptica et eustomaca, reuma 
15 uentris et stomachi || [U2d] abstinet et uulnera enteraneorum 
curat, capillos inficet. 

N^' De bino myrsitem. Uinu myrsinu conficitur sie: accipis 
murte nigre folia et cacumina et uacas ipsas, tundes et mittes 
in tres amforas musti minas .X. de massa et coques, quamdiu 



1 De uino rosatlo. Uino rosatio P. conficitur sie contice sie bc 

accipe 2 miniam x roae sicce minam .i. et non ueteris et purga tunde, 
et fehlt bc et in, P. linteolo b liga et mitte 3 linteolo ipso P. 

njusto sext~ P. sextariis c sextaiia coperis P. cooperiens sine sie esse, 
4 sine nachgetr. b sie esse sine e mensis P. tribus mensibus 

i 

liquans repoü P. dato p. 5 et fehlt stomaci P. stö, stom bc 

digestionem pr. et reoma P. prät reumam e desint. P. dissinteriain, 
disint. b sistit, compescit b 7 c. de suco, et de suco Pbc qui ro- 

domel 8 aspredinem 9 De uino mirtino. Uino murtino. P. In der 

alphab. Boaib. folgt erst NA', dann N' in einem Kapitel. Uinum mirtinum 

aliter conficitur sie b Aliter cf. sie. Accipe mirtum 10 nigram- am et 

tunde et exprime exprimis P. coclio fehlt succo ipso P. sucu — 

uero fehlt 11 tercias P. mirtam in 12 tundunt bilibera P. 

et inde libr .1. cotilis aque tribus luiscent, et üb. .i. inde c et inde lib. .i. 
cui admiscent aque cotilas .III. tres aque P. uinu austero P. uini 

austeri totidem et — totidem nachgetr. b infundi 14 ei fehlt, est ei c 
reumam c 15 stomaci, P. et fehlt interran., interan. al. intestinorum 

a. R. b 17 De uin mirsino. Uino roirsino P. Uinum mirtinum Accipe 

mirte 18 murtae P. myrte b bagas P. bachas et mitte, baccas 

et tunde bc mittis P. 19 anforas P. et deinde decem 7Hi7ias in 

musti anforas tres mitte et de massa et coque quamdiu amph. .ii. remancant b 
z.T. auf Rasur. indeque .X. minas in musti amph. .iii. mitte c in m. a. III. i 
quoques P. decoque 



188 Hermann Stadler 

duas amforas leraaneat, liquas et reponis. pytiras capitis et 
acoras et exantemata perunctus curat, fauces et gingiuas gar- 
garismo sanat. auribus saniosis prostat effectum. superfluos 
sudores proibet mirifice. 
5 NB' De bino scinino. Uinu scininu similiter ut suprascripta 
conficitur: similiter et tereuentinu. uirtus est Uli stiptica et 
eustomaca, omne reuma proibet stomachi, enteraneorum emor- 
roidas fomento conpescet. uulnera omnia reumatismo defendit. 
isterica et reuma ani conpescet fomento. 

10 iVr' De bino palmiciu. Uinu palmiciu conficis sie. accipis 
dactulos maturos non ])rimos et mittes in dolio, ut habeat in 
fundu pertusura, et lino offocas, et mittes in amforas. V. dactuli l 

[I43aj uilibres .X. et si uolueris ualde dulce facere, .V. uilibres mittis 
et dimittis diebus .XX. I. uero die tolles linteolu de cauernu 

15 ipso et dimittes, ut se liquct uinu spissu, et repones in uasis. 
uirtus est illi suauis. dolorem capitis commouet, reumatismis 
utile est. stipticu est, unde et stomaticis medicatur. quiliacis 
et emptoicis opitulatur. multi uero et secundu faciunt aqua 
miscentes et quoties uoluerint, similiter faciunt, sed citius 

20 acescet. 



1 due amphore remaneant, P. liqua et repone et post (vor liqua) 

a. R. b pitiras, P. pitirias bc 2 exant. c exanth. perunctiim ; 

garg. ad sanit. perdiieir, P. ad san. garg. perd. c 3 siip. doloris P. 

4 prohibet 5 De uino sc. Uino scinino P. Uinum sciuinnin conf. ut siipra, 
8. scripta e sie ut SS. b 6 terebintino P. tfrebentinum uirt. est st., 

est illi b 7 eostora. P. ciistomatica c omuem rouinam b sfomaci, P. 
et intcnan., interan. bc einoroid., eraorroid. bc 8 compcscit, P. 

reouiat. P. 9 stericas reumam bc ani fehlt c compescit. fomento 

fehlt. 10 De uino palmicio. Uino palmicio P. Uinum palmicum, palmicium ce 
palmacium b conficitur Accipe — uirtus est fehlt in bce, wo nur das 

zweite mit Carniinu niatmorum datti'. beginnende Rezept steht. Accipe dat- 

tilos mat. pus et mitte, mittis P. 1t in dolium quod in fundo, P. 12 pcr- 
tunsuram opila et mitte amphoras, P. .V. musti .vi. lib. et dattil' et si 
13 sat' dulcem .V. lib. mitte et dimitte .XX. et uno P. <X.; .XI.> 

postea uero tolle toliis linteoio P. linteolum caucruo, P. ipso fehlt 

15 et admitte uino spisso P. uinum spissum repone in uaee. 

uirtus est etc. — IG est ei b reoni. P. suauis et stiptica unde reumatis- 
mis util. est ßtoui bc 17 medicatur et quiliacis et cmopt. b emopt. et 
ciliac. medetur c sed sepius sumptnm dol. capit. commouet bc suauis et 
dol. cap. comm. reumat. uti ). est et stipticum stom. emopt. et ciliac. medetur. 
multi stipticum P. emopt. P. multi uero sec, multi et sec. b 
seeundo P. s'm misc. aquam 19 quotiens uol. fac., uol. sim. fac. b 
cicius aciscit P. aeessit, accesoit b. 



Dioscorides Longobardus 189 

*NJ' De bino cacocro. Uinu cacocru, quod multi syciten dicunt, 
conficitur sie maxime in cypro sicut palmicium. multi uero 
in<i>stu pro aqua expressione uinacie mittunt, aequali mensura 
mittunt caricas niueas et bonas et similiter infundunt disciplina 
5 suprascripta. confectio post decem dies liquatur et reponitur. 
multi uero et secundu conficiunt mitteutes aqua de uinacia, simi- 
liter liquant et sie illum reponunt. hoe quotiens uolueris facis, 
sed citius acescit; quod si uolueris, et pro aceto eum uteris. 
uentrem mollit, urinam prouocat, menstruis imperat, laete de- 

10 ponit, non || [143b] bonus sanguem crescere facit. inflat uentrem, 
caeostomacu est, fastidiura inferet. elefantiacos facit sicut zutus. 
multi uero in sex uasa decem sexrarios salis mittunt et aquae 
salme unu basu, quo possit uentre mollire. multi uero et Coronas 
faciunt tymi aut maratri et uasis supponunt, quamdiu odorem 

15 capiat. 

*NE' De bino moracio. Uinu moraeiu conficitur similiter ut 
suprascripta, sed citius aceseet, quia tanta inest illi uirtus, ut 
citius acescat, quia dulcore seruare non potest. 
*iVg' De bino rosinato. Uinu resinatu habundat in galatia, sed 

20 pro nimietate frigoris uino huic addunt resina peucina, et sie 
seruatur. tunditur ipsa resina et mittunt, et cum digesserit, 
ipsa resina liquant et separant resina ipsa. multi uero dimittunt 
aliquo tempore ipsa resina. quod uinum uetustate suauis effi- 
citur. dolorem capiti commouet, scotosin facit, digestionem 

25 prostat, urinam prouocat, tussientibus et reumatismis utiliter 

adibetur. quiliacis et disintericis prostat effectum, || |143c| ydro- 

picis medetur, fluxum sanguinis stringit, uiilneratis intestinis opitu- 

latur. uinu nigru hoc plus stipticum est ab albo. 

*iYZ' De bino strobilino. Uinu strouilinu conficitur sie. accipis 

30 pinos recentes et maritimes, et in mustu infundia et sie conficis. 
simili uirtute uel efficaeia habet resinato. multi uero et ipsos 



1 De uino cacocro. Uino cacocro nur P. ebenda: sielten 2 maxim? in cipro 
3 in stupro equali 4 bonas sira. 6 secundo 7 liquat 8 cicius 

acciseit uolueris pro 10 bouo 11 cacosiuacum infert 12 sext' 

aq; 13 uno uaso möllere 14 timi subpon. odore 

16 De uino moratio. Uino uooratio nur P. ebenda: conf. sie slrn. 17 cicius 
acescit 18 cicius 19 De uino res. Uino resinato nur P. ebenda: 

22 seperant 25 reomatismis 26 desinter. 27 singulare presidium est fl. 

28 uino nigru übergeschr. 29 De uino strouilino nur P. ebenda: 30 musto 
31 simile. 



190 Hermann Stadler 

piuos infundunt in dulcore, coctos reponunt, maxime tysicis niedi- 
cantur. 
*NH' De binu cedrino. Uinu cedrinu et quiparissinu et arceu- 
tinu, dafinu et pituinu et elatinu una cum omnia uina utuntur. 
5 sed tunc conficienda sunt uina, senien maturandum ceperit habere, 
quod semen et folia aut sole aut in ualneo siccanda sunt, unde 
in amfora .1. uini raittendum est mina .1., ut faciat illic menses 
duos, et post hoc liquas et reponis. sed debes ipsa uasa im- 
plere, ne acescant. haec confectio sania hominibus utilis est. 

10 uirtus est illi termantica et diuretica et oranibus suprascripta 
confectionibus, stiptica sunt, laurinum uero uinum plus ter- 
mauticu est. fit et de uaeis cedriae sie. || [143 d] raittis in una 
amfora musti dirnidia mina uacarum et dimittis diebus .XL. et 
postea liquas et refundis in uasu. similiter fit et de uacas ar- 

15 ceuti. 

NQ' De bino ccdriten. Uinu cedriten conficis sie: accipis cedria 
et lauas dulci aqua et liquas, et singulos quiatos cedrie supra- 
scripte mittis in uasis et solues et addes uasis mustu, quod in- 
pleatur. uirtus est illi termantica et leptintica. tussim ueteri 

20 tollet, non febrientibus datur, dolore lateris et toracis tollet, 
tortionibus et uulneribus intestinorum medicatur. similiter et 
uentris uulnera curat, empiicis et ydropicis prestolatur, offoca- 
tiones stericas et tortionibus succurrit. lumbrices occidet, morsi- 
sibus uenenatis occurret. dolore aurium infusus mitigat, 

25 H'Debinopicino. Uinu picinu conficitur sie : pice liquida lauas primo 
de aqua maritima et postea de aqua salina tam diu , quam diu alba 



1 coctus tisicis. 3 De uino cedrino. Uino cedrino nur P. ebenda: 

quiparissino et c. — elatino 5 conficiendi matiu\and que rperit 6 a. solo 
in balneo 7 amphora una miua una menses .ii. 9 acescat 

10 diuritica 11 termanticum 12 bacis 13 amphora musto dem mina 

bacar. 14 in uaso fit uino et de bagas 16 De uino c. P. Uinum 

cedr. bce cetriten conficitur accipe cedrian 17 laua dulce P. 

liqua quiatus P. ciatos cedriae P. SS. b supra, singulis 

ciatis SS. c 18 mitte in singula uasa et adde, in uasa sing, et solue b 

colues P. et addis b mustum ut impleantur 19 leptitica, leptintica bc 

ueterem tollit, uetere toll. P. 20 doloris P. lat. doloroni, dol. lat. bc thoracis, 
tor. e 21 torcion. Pc. et fehlt nach sim. 22 uentris fehlt b empicis, empi&cis 
et idr. P. empiicis b offocationibus stericis 23 torc. c lumbricis P. -cos, 
et mors. P. 24 occurrit, P. dolorem infusum b 25 De uino picino. 

Uino picino P. uinum -um picem liquidam laua m.arina, maritima b 

26 salina unde aal fit tam. b tamdiu — lauas fehlt c ei faciatur F. 

tam diu donec pix exeat alba. 



Dioscoridea Longobardus 191 

efficiatur pix ipsa, et aqua ipsa limpida cxeat. deinde aqua dulce 
lauas et in duas amforas musti mittis dimidia uncia picis, et in foco 
inpositu uuiliat || [I44a] et post modum liquas et reponis. uirtus 
est ei terraantica, pectica et raeotica et repurgatoria, utilis entera- 

5 neorum uulneribus. tussim sedat, digestionem temperat, infla- 

tionibus medicatiir, asmaticis prodest. luxationibus cum lanis 

sucidis et acetu additu prodest. 

(*)H^' De bino ausentiten. Uinu ausentiten nuilti diuerse con- 

ficiunt .XLVIIII. sextarios mittis in uas, quibus addes una libra 

10 ausentii pontici et cocunt, quamdiu remaneat ad tertias, et 
postea addunt mustu confectioni suprascripta sextarios nonaginta 
et ausenti silibra, et post quod resederit, liquant et uasis re- 
fundunt. multi uero in una mina ausentii una amfora musti 
mittunt et dimittunt infusu Iribus mensibus. multi uero unam 

15 mina ausentii ligantes linteolo raro in uas dimittunt duobus 
mensibus et refundunt in uas, ubi omnis confectio est, alii uero 
in ./-in, ausentii nardu syriacu et einnamomu et casia et calamu 
aromaticu et isquinuantos et palme J'll. mittunt in una amfora 
musti tusas species duobus mensibus dimittis et postea liquas || 

20 [I44b] et refundis in uasis et reponis. alii uero in una amfora 
uini ,^,X1V. nardu celticu mittunt et ausentiu .t.XL. alii uero 
in .XX. sestarios uini mittunt libra .1. ausentii et resine ../'IL 
et post dies decem liquant et reponunt. uirtus est illi eustomaca, 
epaticis et nefreticis et ictericis medicatur. alii uero in una 

25 amfora uini nardi olcas .XIV. mittunt et ausentii olcas .XL. 
digestionem temperat, fastidium tollet, dolorem stomachi com- 
pescet, tensura ypocondriu soluet, inflationibus stomachi opitu- 



1 limpidat deinde, limpida b dulci laua 2 anforas P. amphoras 

musto P. mitte dimidiam untiam, demidia P. 3 positum, impos. bc buUiat, P. 

et fehlt den Drucken. liquans lepone 4 term. et peptica term. pept, c 

o 
meptica b meoptica et purg. utile est inter, 5 infacion P. 

6 similiter prodest, 7 succidis sucidis c aceto addito medetur. a. R.: 

et aplicato b 8 Uinum absinthium conficitur in uase eneo stagnato uini optimi 
ueteris Ib, .XLVIII. et absinthii libiam unam mitte et lento igne ad tertias decoque 

deinde confectioni musti sextaria .LXXXX stark überarbeitet. Varianten 

in P. : De uino auxentiten. Uino auxentiten 9 quadraginta nouem 10 ausenti 
ad tercias reman. 11 musto 13 mina ausenti .i, anfora 14 .i. mina 

ausenti 15 in lint. 17 in <[III, auxenti siriaco et cinnamomo et cassia et 

. . , . squinoantes 18<CII in .i. amphora 19 speties 20 repoü anfora 
21 nardo celtico auxenti 22 sextar. auxenti <II 24 neufret. 

25 anfora auxeutio .XL. mittunt. 26 toll' stomaci conpescit 

ypocoudrio 27 inflacionis stomaci. 



192 Hermann Stadler 

latur, lumbrices rotundos occisos excludit, menstruis inperat. 
uenenis acceptis opitulatur bibitum et reiactatnm. 
(*)Hß' De bino ysopito. Uinu ysopitu, quod mixtu maxime ex 
ysopu cilicie fit, conficitur ut ausentiten. debet enim in sestarios 
5 .XLVIIII. musti libra .1. ysopi niittere disciplina suprascripta. 
sed debet in medio ipso linteolo, in quo ysopu est, lapide una 
minore niitti, quo possit merQ[i, in uas dimittendura est diebus .XL.; 
et postea liquare. facit uero ad torace et lateris causas, fleuraone 
et tussira antiquam conpescet, asmaticis || [I44cj et dysuriis et 

10 tortionibus prestolatur, frigora periodica proibet, menstruis im- 

perat. 

^P De bino camedriten, Uinu camedriten conficitur ut ysopitu. 

uirtus est ei terniantica et solutoria. dolore lateris et ictericis 

et inflationibus opitulatur, digestionem prestat, ydropicis in initio 

15 prestolatur, maxime uetus uinum. 

*!~J' De bino sticaditen, Uinu sticadite suprascripta accipit 
confectionem, ut in sex amforas musti mina una sticados mittun- 
tur. uirtus est ei resolutoria, pituitas incidens inflationibus et 
doloribus lateris et ncruorum proibet fricdore. cpilenticis utiliter 

20 datur cum pyretro aut sagapenu. 



1 lumbricis. — a. R. der Drucke steht noch : Viniim absinthii conficitur sie. 
in .XX. lib. uini mitte lib. unara absinthii et resine 9 II et p. d. .X. liqua et re- 
pone. uirtus est illi eustomaca etc. et icter. fehlt, in b ist v. sp. Hd. ycter. zugesetzt, 
alii — digestionem fehlt. tensuram, (tuns.) inflationem auf Rasur, war -ibus b 

u 

8toma(h)i ypocundriar. ypocondriorum c ypocdr. b (reiect.) Scbluss 
a. R. wiederholt b. 3 De uino isopito. Uino isopilu P. Uinum yeopatum 

cf. sie. in der alphab. Redaktion ganz verschieden-, aber in b und am Rande der 
Drucke: alias : mittitur in lib. .XLVIIII. ysopi lib. .i. sed dt^b. 5 musti ysopi b 
6 debes b 3 mixto P. 4 isopo ciliciae P. auxentiten P. sextar. P. 
5 isopi P. 6 in linteolo in ipso lint. fehlt P. isopum, isopo P. 

lap. .i. P. ligatum est lapis unus minor mitti ligatum lapis .i. minor Darüber, 
jedoeh ausgestrichen: lapidem album b 7 quod b raingi et sie uas, et sie in 
uas b immitt. est fehlt b 8 et fehlt postea uero liquatur et reponitur, 
reponatur facit ad toracis et ad lat. dol. b facit antem ad thor. dol. et pul- 

monis causas (im Text) pulmonum et tuss. b facit ad tor. et pulmonis caus. 9Tus8. 
a. comp. a. subuenit dol, lat. et dissur. aufert ce dissuriis, P. 10 torcion P. 
peridica P. prohibet. In b folgt mit uinum ysop. aliter der Text der Drucke 
und von c mit dem Schluss: f. ad tor. et pulm. caus. Tuss. a. expellit. 12 De 
uino c. . Uino c, P. isopito P. Uinum c. ut ysopatum conf., conf. ut ysopat. b 
13 salut. c dolori hicter. Pb ycter. 14 oppit. b inflacc. c 

hidrop P. ydropicos, ydropic" b 15 iuuat et max. bc uetus factum. 
16 De uino sticaditen. Uino sticaditen P. ebenda: 17 ampforas mina .i. 

18 inflacion. 19 frigdore 20 peretro aut sagapinu. 



Dioscorides Longobardus 193 

*2E' De [bino] aceto sticaditen. Acetu ysticaditen similiter 
ut bina suprascripta conßcis. infundes in aceto ipsa herba sicut 
dictum est. omnia suprascripta facere potest. conficitur uero 
et ex cestru frigidiore, sed herba ipsa plena semine infundenda 
5 est cum astis suis, in duas amforas musti una mina herbe in- 
fundis, et dimissa septe<m> menses liquas. omnium enterane- 
orum II [144d] causas conponet sicut et frutex eius. sed noueris 
omne uino citius in se rapere herbarum uirtute; propterea qui 
scierit uirtutes herbarum, poterit et uinum quäle uolueris con- 

10 ficere. memineris uero febrientibus uina suprascripta non dare. 

fit et acetu ex ipsis heruis simile suprascripta. 

Hg' De bino tragoriganitem. Uinu tragoriganiten conficis sie: 

tragoriganu ./•IUI, mittes in musti sextarios .IUI., ligas in 

linteolum et sinis ibi esse menses tres et post liquas et reponis. 

15 tortioni utiliter datur, conquassationibus et dolori lateris utilis, 
inflationibus medicatur. 
*HZ' De bino boniu. Uinu boniu conficitur sie. similiter supra- 
scripta mittes boniu ./"'II. tusas in linteolo et infundes in musti 
cotylas .IUI. disciplina suprascripta. stomaticis et lauores ferris 

20 et cauallacationibus opitulatur. 

BH' De bino dictamnitem. Uinu dictamnu conficis sie: dic- 
tamnu ./•IUI. mittis in oeto quiatos musti et obseruas in con- 
fectione disciplina suprascripta. fetore oris compescet et stomacis, 
menstruis imperat, secundas excludet. 

25 S@' De bini confectione ad cataron. || [145a] Conficitur uinu ad 



1 De aceto stic. Aceto P. ebenda: uina 2 infundens 4 cestro 

5 anforas .i. mina herbae 6 demissa septe interan. 8 cicius 

gani gani 

9 uoluerit 11 aceto herbis. 12 De uino tragoriten. Uino tragoriten P. 

Uinum tragoriganiten, u. dva.gongonite^ b a. R. 13 tragorigano <^ IUI P. 

tragoriganulos, tragorigani obulos b c iiat conf. ut ysopatum, das Rezept 

fehlt. mitte lib. IUI, -S-6- IUI b liga 14 linteolo, P. linteo b 

sine menses IUI Pb. mensibus tribus postea, F. lique repon P. 

15 Tortionibus c tortionibus conquasaationi lat. similiter. 16 in- 

flacion. P. inflation. c inflammation. In den Drucken folgt hier uinum anetinum. 
worüber unten Näheres. 17 De uino bonu. Uino conf. P. ebenda: 18 uonio <^III 
musto 19 cotilas P. sthomacis et lateris 21 De uino diptamniten P. 

p ß 

Uinum diiapniten, diptaniten c ditamite b conficitur, confice b dirapni, 

diptani be -muie diptamno P. 22 obolo .IUI. oboi b obolos .III. c 
ob .IV. e mitte in .VI. ciatis, .VII. ciati b Septem ciatis c 23 et 

fac ut superius, in b nachgetr. fetorem et stomaci comp. 24 excludit. 

25 De uini conf. ad cataron. Conf. uino P. In der aiphabet. Bearb. mit 

dem vorhergehenden Kapitel vereinigt, in b unter Vinum anetinum-, das uinum 

Romanische Forschungen XIII. 1. Iß 



194 Hermann Stadler 

catarron et ad tussim et ad inflationem sie, conpescens stomaci 
dolorem, muira ./"II., piper albu ./'IL, yreos .c.III., anetu 
.^.IIl., haec omnia tusa linteolo ligas et mittis in sestarios uini 
sex, et post triduum liquas et refundis in uas, et sie uteris post 
5 deambulatione quiatum L, et post hoc temperata dabis. 

0' De bino prasitem. Uinu prasiten conficitur sie: folia prassi 
recentia uilibres duas tusas mittes in musti amfora .1. et conficis 
disciplina suprascripta omnes causas toracis soluet simile uirtute 
confectio haec prasi. 
10 *0^' De bino tymino. Uinu tymminu conficis sie: tymu tusu 
et cribellatu .J- centum linteolo ligas et mittis in uas musti. 
facit indigestionem, fastidium tollet, neruorum causas conponet, 
ypocondris opitulatur, frigoribus contrarium est. 
*0B' De bino tymbritem. Uinu tymbriten conficitur similiter 
15 suprascripto. tanta inest illi uirtus quanta et timmino. 

*0r' De bino origanitera. Uinu origaniten, quod ex eracleoticu 

origanu fit, simile confec [145b|tione uino tymmino, uirtute 

simile habet. 

*0J' De bino calamititem. Uinu calametiten et gleconiten et 

20 abrotoniten similiter conficiuntur uino tymmino ipsa utentcs uir- 



anetinnm jener ist eine zweite etwas veränderte Redaktion desselben Textes-, in c 
sind uin. anetinum und uinum diptaniten umgestellt: letzteres schliesst mit ex- 
cludit. 1 uinum conficitur sie ad catarrum et tuss. infl. comp., et ad tuss. b 

2 mirre, myrrae b obolos .III. piper albo P. piperis albi ob. duos, in bist 
pip. alb. nachgetr. ireos P. aneto P. aneti 3 omnia hec, hec omn. b 
tunsa in 1. liga tunsa in puluerem redig~ et in 1. 1. b et mitte in lib. 

uini VI. sextar~ P. 4 triduo P liqua et refunde utere dando 5 am- 
bulationcm ciatum unura et postea temperatum da. in b steht hiefür: mitte 

in ?r^ III musti et post X (nachgetr.) dies repone et sie utere dando post am- 
bulationem 6 De uino presiten. Uino praesiten P. Uinum prassiten 

foliornm prassii recentis libr. III. in musti amphoram unam mitte, fot c 7 mitte 
fehlt e biiibres P. in musto amphora P. et confice, confice et e 

8 suprascripta bc supra thor., tor. bc soluit et simile est prassio uirtute, 
et sim. est in uirt. pr. herbe zugesetzt b e. uir. pr. c 10 De uino timmino. 
Uino timmino P ebenda: timmo tuso et criuell. 11 cento 12 indigestionibus 
toli 13 ypocondriis 14 uino tirabr. Uino timb. Mit similiter beginnt 

fol. Via der Göttinger Fragm. Die Wörter bis illi sind in der oberen Hälfte ab- 
geschnitten. 16 Kap. LXX. G. De uino GP. origaniten G. Uino P. 
erucleotico G. 17 origano P. similem confectionem G. timm. P. 

19 De uino GP. Uino calamititen et glegoniten GP. Kap. LXXI. (i. 

to 

20 abroiiitcii P. timmino P. 



Dioscorides Lougobardus 195 

tutem. stomaci indigestionem soluet, fastidium tollet, ictericis 
medicatur, diureticu est. 
*0E' De binu conizeticu. UJnu conizeticu conficitur disciplina 
suprascripta. omnibus uenenis acceptus occurrit. 
5 *0g' De bino aromatico. Uinu aromatiten conficitur sie. palma, 
asfaltu et calamu aromaticu et costu uilibres singulas tundes et 
teres et mixto dulcore massa facis, cui mittis musti austeri 
sestarios .XX., et coopertu sinis diebus .XL., et postea liquas 
et uaso reponis. alii uero sie conficiunt. calamu aromaticu 

10 C .VII., costu ./"II., nardu syriacu ^.I., amomu scrip. .III., 
cassia ^ .VIII., crocu ^.IIII., asaru ^.IIII., coDteres simul et 
in linteolo mittes et ligatu mittis in musti amfora I, et lento igne 
coces. facit autem ad omnes causas toracis et lateris, pleumoni 
et stranguirie medicatur, || [145c] menstruis imperat, tuta corpora 

15 uim caloris sui contra frigora seruat. omnes pituitas soluet, 

colore bonu uultibus reddet, somnium inducit, uessice et renibus 

prestolatur. 

*0Z' De bino nectareo. Uino nectareo conficitur sie de elenio 

quod multi mendicen uocant aut simfitum aut idean aut flommu 

20 aut orestion uocant, multi tamen nectarion uocant: eleniu siccu 

^.I. ligas et mittis in linteolo et mittis in sex urceos musti, et 

post tres menses liquas et reponis. stomachi dolorem conpescit, 

urinam prouocat, causas toracis medicando conponit. 

*0H^ De bino nardi syriaci. Nardu syriacu uinu conficitur sie: 

25 nardu celticu, malabatru, singularura specierum dimidias minas 
in duos urceos musti mittes et post duos menses liquas et re- 
pones et das unu quiatu neuffreticis cum aque quiatos tres. 



1 toUit GP. biet. GP. 2 dlureticum G. 3 Kap. LXXII. G. De uino 
conizetico Uino conizetico GP. 5 Kap. LXXQ. G. De uino aromatiten GP. 

confitur G. 6 idfaltu P. calamo GP. aromatico GP. uilibras GP. 

8 sextarius G. sest~ P. XXti GP. H fol. Via Schliiss: fol. VI b und c 
sind in G. abgeschnitten, so dasa nur einzelne Buchstaben am Anfang der Zeilen 
übrig blieben. coopertus in his dieb. P. 9 ali G. calamo aromatico P. 
10 nardü syriaco P. d amomo 11 cassiae P. c asaru P. 12 in; 
mittis P. et lig. mittis fehlt P. li musto amph. P. fo 13 fac 

sa fleomoni P. mo 14 strangurii P, tu tota P. ta 15 co 

omn P. 16 bono P. uul. ue. 18 LXX. G. De uino n. P. uin 

19 multi fehlt P. di sinf. P. ut flommo P. 20 or elenio sicco P. 
sie 21 Ol musto P. 22 repoii P. stomaci P e 23 di 24 De uino 
n. siriaci P. ci Nardo siriaco uino P. con 25 nardoceltico P, 

celti rumdi 26 rce uos reponis P. das .i. P, u q: 27 neufr. P. 
cu quiatus III P. ano? 

13* 



196 Hermann Stadler 

ictericis et epaticis similitsr dabis. disurias curat, colore malu 

limpidat, stomaticis similiter prodest. alii uero sie conficiunt: 

acoru ./'II., nardu celtcu ./'III. tunduntur et mittuntur in 

mustu et sie utuntur. [| 
5 [145dJ 00' De bino de asaro. Uinu asaru sie eonficis: asaru 

^ .X. et mustu cotilas .XII, miseunt et similiter conficiunt. 

ydropicis et ictericis medicatur, dysurie et sciadicis medicatur, 

epaticis prestat effectu. 
il' De bino nardi agrestis. üinu nardi agrestis conficitur sie: 
10 accipis nardu recente ./.IL tusu linteolo inligas et raittis in 

mustu urceu .1. et post duos menses liquas et reponis. epaticis 

et dysuriis prestolatur, stomaticis et inflationibus similiter prodest. 
11^' De bino daucitino, Uinu daucitinu conficitur sie: accipis 

dauci radices ./-VIL, tundes et similiter suprascripta facis et in 
15 musti uas mittis. epaticis medicatur, dysuriis et stomaticis et 

inflationibus singulare presidium est. 
TIB' De bino elilisfaco. Uinu lelisfacu eonficis sie: accipis lelis- 

faei ./•VlII. et mittis uaso musti disciplina suprascripta. dolore 

renum uessice et lateris conpeseet, sanguine reicientibus subuenit, 



1 at dissur. P. malo P. 2 stomacis P. 3 acoro P. oru nardo P. 
tun 4 nauato P. mus 5 De uino asaro. üino asaro P. aro asa Uinum 
assaratum, asaratum c asatum b confice sie, sie confice bc assari tunsi, 
asari bc asaro tuso P. asa G. 6 musti, musto P. cotillas XII, 

cotilas XV bc las G. misce confice fi G. 7 ycter., ict. c eis G. 
fol. VId medicatur disur, — sciad. halb abgeschn. G. dissuriae P. 

dissurlis, duasurlae b ciaticis c 8 epatis P. pr. eff.; mirabilem 

übergeschr. b 9 De uino n. a. Uino P. Uinum nardi agr., Uinum nar- 

dinum bc 10 Accipe nardi agrestis c.i. et tunsa in 1. liga tunsum b 

nardo GP. f. II. Pb. ligas P et ligas G. 11 musto GP. urceo 

uno GPb. et mitte in musti urceum unum liqua et repone 12 dissurlis, 

disuriis G. stomacis GP. et disuriis et G. inflaeion. Pc. similiter da- 
tur b singulare presidium est, sim. prod. c 13 De uino d. Uino dauci- 

tino GP. Vinum daucinum cf. sie. radicum dauci tritarum C."VII. a. R. : 

conliter ita ex rndice dauci supra discipl. dol etc., ex radicibus dauci Iritis b 
14 dauci radicis P. in urcenm musti unum mitte et post tes menses liqua 

et repone, in urceum .i. musti mitte c in urceo .i. musti b facis 

Kadicis et G. 15 musto GP. mens, duos v. sp. Hd. b liqua utere e 

liqua et utere b dolores laterum et renura tollit., dol. ren. et lat. b 

disur. GP. diss. inflac. P. 17 De uino lelisfaeo. Uino leiisfaco GP. Uinum 
elilifi'agum, elelifagum b elilifacium c confice accipe eliffagi, elilifaci c, 
saluiae b obolos 18 mitte in urceum, in uas b supra, SS. bc dolore — 
eonpescct fehlt hier 19 renium G. uissice P. Mit con | schliesst 

fol. VId der Gottinger Fragmente. conpescit P. sanguinem 



Dioscorides Longobardus 197 

tussim compescet et cowquassationibus et de alte cadentibus mcdi- 
catur, menstruis imperat. 
*iir' De bino panaoiten. Uinu panaciten conficitur sie: pa-|| 
[146a]nacis ./'X. mittis in uno urceo musti disciplina suprascripta. 
5 ortopnoieis et lateris dolore curat, conquassationibus opitulatur, 
pituitas tollet, spleneticis et torminosis et sciadicis utiliter datur. 
digestionem temperat. menstruis imperat, secundas excludit, 
abortum facit. ydropicis et morsibus uenenatis occurret. 
^rizJ' De bino acorotico. Uinu acoroticu et glicirizeticu simili 
10 disciplina conficis: accipis singularum specierum ,^. et mittis in 
iircia .VI. et tribus mensibus dimittis infusu et siccas et re- 
ponis. dolore lateris tollit, toracis causas componet, urinam pro- 
uocat. 
'^IIE' De bino selinitem. Uinu seliniten conficis sie: accipis 
15 semen api maturum tusu libras .Villi., linteolo inligas et in uas 
mittis. ruptationem prouocat, storaaticis et disuriis medicatur, 
somnium facit. 
*iTg' De bino maratrino. Uinu maratrinu et anetinu et anetinu 
et petroseleniticu simile confectione habet, omnibus suprascriptis 
20 medicatur. 

*nZ' De bino alosaneto. Uinu de flos salis conficitur sie: || 

[146 b] purgatior est ab aqua maritima, renibus et uessice et stomaci 

contrariura est, inutilis sanitati et egrotationi; abortum facit. 

HH' De bino aborto apto. Uinu tale conficis sie: cum uites 

25 plantare ceperint, ponunt elleuoru nigru aut cucumere amaru 

aut scammonia, quarum specierum uirtute habet in se uitis, et 



1 



1 tusse P. tussim et lateris dolorem compescit. et dol. lat. P. 

quassat., P. auch in M. ist con übergeschrieben. renum dolorem mitigat., 

compescit b 3 De uino panaciten nur P. ebenda: Uino pan. panicis 

4 in uino urc. musto 5 doloris 6 toli uenenosis 8 occurrit 

9 De uino acorotico. Uino acorotico et gliurizeticu nur P. ebenda: 10 infuso 

12 causis inponit 14 De uino sileniten. Uino sileniten nur P. ebenda: 15 apii 
maturo tuso 18 De u. m. Uino maratrino nur P. ebenda: et anetino et petro- 
silinotico 21 De uino al. Uino alosanto nur P. ebenda: 22 est übergeschr. 

uissice stomaco 23 abortum facit ist jedenfalls aus dem Titel des folg. 

Kapitels hereingekommen. 24 De uino aborto. Uino P. Uinum abortinum 

conficitur sie. a. R.: al. aluitoninum b Uinum catarticum conficitur sie; 

efficitur sie ce, diese haben das erste Rezept überhaupt nicüt. 25 puUuIare, 

plantare b coeperint P. ponitur elleborus niger, eleboro nigro P. cucumer 
amarus, cucumeres amari b cucumero amaro P. 26 scamonia P, scamonea b 

vel. scam. [sub radice uitis quousque uua maturescit ubi permanens], fehlt b ut 

uirtutem sp. habeat in uirt. sp. habet a. R. : cum fructificare ceperit b 



198 Hermann Stadler 

facet unu cartaticu, unde quiati .VIII. accepti et temperati abor- 
tum faciunt. 
*nQ' De bino timelaitem. Uinu tiraelaiten conficitur sie: ac- 
cipis hastas et folia timele olcas .XXXII., mittis in musti urceos 
5 tres et coces ad tertias, liquas et repones. splenem siccat, 
umorem deponet. 
Q' De bino camelaiton. Uinu camelaitu conficis sie: cum florire 
ceperit frutex ipsa, coUigis flores ipsos et folia, tundes et criuel- 
las ./"X.j et mittes in uno urceo uinu, et post duos menses 
10 refundes et liquas. ydropicis et epaticis medicatur, lauore[s] 
lassa Corpora reficit, generantes purgat. 
*^^' De bino camepitino. Uinu camepytinu conficitur || [146 c] si- 
militer ut suprascripta, sed omnia supraseripta facere potest, sane 
diureticum est. 
15 QB' De bino mandragoretico. Uinu mandragoreücu conficis sie: 
accipis corium radicis eins et inseres lino et mittis in musto 
amfora .1., ita ut tres menses ibi maneat, et postca liquas et 
reponis. addito dulcore dari debet. acceptus somnu caroticu 
facit, id est graue, et si una cotyla confectionis in una amfora 
20 uini mittas, omnibus bibentibus grauedinem somni inducitur. sed 
cousiderandum est, ne plus detur. pytuitas incidet. snppositus 
et bibitus haec omnia facit. 
*Qr' De bino elleboretico. Uinu elleuoreticu conficifur sie: in 
unu urcen mustu addis aqua maritima, commisces elleuori 



1 nam facit, et facit P. uino catartico P uinum catartieum de quo 

ciati Da3 folgende Rezept: Elleborus niger etc. hat b unter: Uinui» catarti- 

cum conficitur sie aliter etc. und fast ebenso c. 3 De uino timeliten. Uino 

timeliten nur P. ebenda: astas 4 olecas musto III. 5 cocis tercias 
reponis 6 humor. deponit. 7 De uino camelaiten. Uino camelaito. P. 

Uinum caraelatium, camelatiim b camelamun e confice florere 8 coepe- 

ritP. coliige floium et foliorum 9X. et tunde et cribra et mitte, scribella mitte c 

9 in uniim ordeolum, urceum b urcelum c mittis P. uini, uino P. 

10 funde et liqua medetur b lauoris P, fehlt in der alphab. Bearb. 

11 corp. 1, b 12 De uino c. Uiuo camepitino nur P. 1.3 diuriticum. 
15 De uino m. U. mandragoretico P. Uinum mandragoratura -eticura e Das 
Kapitel fehlt in c confice sie accipe 16 cor. radic" mandragore radic. eins b 
insere mitte musti 17 amphora P. amphora musti b unu; 
ita man. P. liqua et repone 18 acceptum somnum caroticum somno 
caroticum P. sompnum b 19 grauem unam coctillam, cotila P. in .i. 
amph. immittis b in . i . anfora uini mittis P. in una n. amph. 20 grauid. P. 
sorapni b inducit 21 petuit. P. pituitatem incidet pituitates inducit 
a. R.: incidit b et suppositum, subp. b 22 omn. hec 23 De uino elle- 
borito. Uinu elloborito nur P. ebenda: in .i. urceo musto 24 cllcbori 



Dloscorides Longobardus 199 

Digri C-XXI., bdelliu modicu, ligas in linteolu et mittes in arn- 
fora musti et post dies .X. liquas et repones. et sie das unu 
quiatu cum aqua post lauacra. alii uero sie conficiunt: elleuori 
suprascripti C-XX., isquini L ,XII., istaquios syriacu C.XIII,, 
5 haec omnia tusa et criuellata linteolo ligas et reponis et mittis 
in .XIIII. cotilas uini coaei et sinis diebus .XL., et postea debes 
dare ad tria eraina cotila musti || [146d] aquae maritime sesta- 
rios ,XII., elleuori C-VI., quem confectu sie uteris. alii uero 
sie conficiunt: elleuori .;,XII., afonitru .c. XIIII., musti coti- 

10 las .XII.; infusu diebus quindecira, et postea liquas et sie uteris. 
istu uero abortum facit. quae confecdo post menses sex utenda 
est. alii uero sie conficiunt. acinas nigras conponunt, mittis 
gipsu .^.XX. et dimittis duos dies et addes elleuoru .^.IIII. et 
squinu .^-XXX , calamu .C.XXX., arceutidos dimidia uilibre, 

15 murre .C.I., croci .t.I., mittis in linteolu et suspendis in ipso 

musto diebus .XXX., et postea liquas et reponis, et dabis cotilas 

duas uel tres. uentrem purgat et post partum mulierem abortum 

facit, stericas cäusas componet. 

'*QJ' De bino scammonito. üinu scammoniten conficis sie: 

20 accipis scammonie radicis C-XV, et mittis in musti amforu .1. 

in linteolo ligato, et post dies .XXX. liquas et reponis. fleuma 

et colera deponet. similiter prestat et desusu. 

QE' De cadmian. || [147a] Cadmian bona est quipria et uotrites, 

et quae spissa fuerit et grauis mediocriter, melior tamen, si leuior 

25 erit, habens partem superiorem sicut notru, deintus tamen, cum 
fracta fuerit, cinerosa est, deforis colore quianeu habens^ ex una 



1 XX ti bidelliu modico linteolo anphora musto -2 rcpon ; 

das .i. 3 quiato ellebori 4 hisquin. siriaco 6 postea dabis ad trea 
7 aq; sext" 8 elleb. confecto 9 elleb. affonitro 10 infaso 

11 isto que utendum 12 azinas conpon. sie mitt. gypso 

13 .II. dies addis elleb. 14 arciotitos deuiidia bilib~ 15 linteolo 

18 conponit. 19 De uino scamonito. Uino scamonito nur P, ebenda: 20 scani- 
moniae musto änfora 21 repon fleoma 22 deponit desuso 

23 De cainmian P. Cadinia (Cadmia) Catmia c cachimia e cathimia b 

eipria botrites P. botrides bc botrida e botiriades 24 spissa — 

tarnen si fehlt P. dafür: et que irci leuior erit. melior — erit fehlt der alphab. 
Bearb., dafür fit uel generatur in inetallo eris (Isidor 0. XVI 20, 12) uel parietibua 
ex argento autem fit leuior atque albior, albedior, b albid. c, et inferior uirtute. 
habet autem catinia, catimia b (immer) 25 botras, butro P. 26 si con- 

fracta, fractatn b autem cum fracta c colorem chianeum c. cianeum 
habens bc cineriticum MS. cinerosa habens colore lapidis onic. P. wo 

quianeu — colorem fehlt. et ex, et fehlt b 



200 Hermanu Stadler 

parte habet colorem lapidis onicitis. talis est uero cadmiau, qui 
ex uetere metallo foditur. est et alia cadmia, quae placote dicta 
est, quae quasi picturas habet sicut zonas, quam multi zonitem 
dicunt. dieitur alia ostracitis, tenuis et nigra, colore terre aut 
5 testi habet, iste omnes nuges sunt, etiam alba nuga est. utilis 
est uero uotritis confectionibus coliiriorum, quae et onicites diei- 
tur, relique uero ad medicamina et ad uulnera siccanda pro- 
ficiunt, cicatrices ducunt. quipria uero utilis est; ex macedonia 
uero et tracia et spania inutilis est. uirtus est omnibus cadmian 

10 stiptica et pletoriea, alta uulnera et sordida purgat, crementa 
carnis uulnerum comedendo conponit, cicatrices inducit. nascitur 
uero cadmian ex conbustione esusti, qui fumus ipse parietibus 
eret, qui fumus coUectus cadmian appel-[147b]latur. multi ponunt 
ferreas hastas et longas, in quibus fumus ipse coheret: et sie 

15 recte colligitur. alii uero conficiunt illum de monte, qui dictu 
est piturites, in quo sunt lapides, qui conburuntur, in quo monte 
inueniuntur multa metallica in diuersis locis, caiciten et missum, 
psori et melanteria et quianu et crisocoUa, calcantu et difrigus. 
et multis metallis lapidosis inueniuntur cadmia, sed haec falsa 

20 est sicut etrime lapidis qui inuenitur similis est cadmie. pro- 
batur uero lapis hie, qui leuis est cadmia, qui masticatus non 
habet aspredinem. cadmian trita et inposita in sole non mutat 
colorem, nam lapis teritus suprascriptus positus in sole mutat 
colorem; in foco missus facit sonum, quod cadmian non facit. 



1 col. habens onichitis, onictis b uero est q. est u. P. qui in ueteri 

2 qui est dicta 3 zonle P zoniten b zonicem 4 Est et alia que dr. 
obstract. Ms. terreum MS. 5 teste habens, P. nuge, nuges c 

nigre MS. Est et alia sed, alba sed bcMS. nugax utelis P. 

6 est fehlt uero est b botrites P. botridix, botridis b botricis c colleri- 
coruni, collir. bc que, P. et fehlt onicitis P. onichites, onoch. bMS. 

7 perficiunt 8 quia cic, dicunt F. cipria ex macedonia — iuut. est 
fehlt der alphab. Bearbeit. 9 autem omni cadinie, catmiae c 10 plect., 
piept, b scordida (sord.) increm, b 12 erisusti, heris u. b cuius 
fumus iste P. fum. par. inheret 13 hie fum. cathimia b multi uero 
14 ferias P. astas c cohereat __15 collcg. P. illam bc ipsam dictus, 
quae dictum P. 16 pictirites, pitrites b piterites c picterides MS. pictrites SJ. 
17 multe P. et in sicut cal. niiseos et niiseos bc 18 mipsori, 
psori bc, sicut est c. et. . . . et. MS.SJ. et mal. b quianum er. calcantum-, to P. 
defrigus, defrigis SJ.M8. Das folgende: Inuenitur preterea in metallis qui- 
dam lapis etc. ist in der alphab. Bearb. überarbeitet: Schluss aus Gal ad Fat. 
Varianten in P: 20 cadmian 21 quae leuis 22 aspredine 23 colore 
24 colore 



Dioscorides Longobardus 201 

conburitur cadraian sie: mittis inter carbones uibos cadraian, 
quamdiu colorem ponfolige facit, et post hoc uino ammineo 
stingis, et post quod ea stinxeris, iterum ea mittis in caceabo 
nouo et cocis; quamdiu colore pomicis faciat, et postea trita cum 
5 uino conburitur in caceabo, quamdiu puluer fiat, et utuntur pro 
spodiu et lauant in mortario ex aqua assidue, [147c] quamdiu 
aqua limpida inuenias, siccant in sole, reponunt et utuntur, 
^g' De ponfolinga. Ponfolis ab spodio melior est uirtute. cuius 
genera duo sunt: unum genus graue est et nigru et capillis et 

10 terra plenum, et certum pareat parietibus coliectum, quod genus 
spodium dicunt. alterum genus ponfolinga subaluidu est et pingue 
et subleue, ut tactu non pareat sicut aura. fit uero et altera 
ponfolis, quae alba est, quae fit sie : cum in metallis es ustu con- 
buri ceperit, operari faubrice conterunt cadmian et fornaci mittunt, 

15 ut contra istu fabri ferrari excutiunt et exinde ignis, qui ascendi- 
derit, ponfolinga colligit. disciplina uero colligendi ponfolinga et 
conburendi esustu haec est: fit locu uelut cubiculu dealbatu, in 
quo loco fenestrella fit breuis. fit etiam ingressu breue, rainute 
clausu, in quo loco fornaces uelut faubri ferrari constituuntur, 

20 ita ut folles foris a loco constituuntur, et misso esusto in forno 
omnis ignis et fauilla loco illo mundo considat. et per fenestra 
illa breui cadmian trita ut superius dixi aspargunt |) [147d] et 



1 mittes uibos fehlt 2 quando amineo 3 stinguis extinxeris 
4 colorem facit pimicis 6 spodio lauat 8 Ponfolix (-filix) et spodius 

in ustis nascitur fornacibns, spodium in Ms- (a. Rasur) dem n. b ex podius in 
isdem n c sed p. melior e. in uirt. et leuior et albidior et in uerticibus rec- 
torum, tector. a. Ras. b,c. inuenitur. Eius g. s. d. 9 est graue et nigrum, 

nigro P. 10 ut cerotum appareat de, pl. ce/otum ad pareat a. Ras. b ut 

c'tum pareat c esse coli., coli, esse b collecta P. quod etiam sp. 

11 altero P. ponfolix est subalbidum ponfol'ginis b subaluido P. 

ping. subl. b 12 pariat P. appareat, pareat b quasi 13 ponfolix; 

qua que alba — ascendit ponf. a. R. nachgetr. b que fit sie fehlt 

der alph. Bearb. hes ustum b sustu P. que coeperit P. nara tunc, 

nam nam b 14 fabri c. cathimiam mittunt c 15 qui deinde ascenderit 

ponfolix, qui inde ascendit b et comburendum es ustum. 16 colligitur hac 

disciplina colligcnda ponfolix est ad comburend. hes ustum b colligitur. At uero 
disciplina colligenda p. est. Ad conburendum es ustum fit locus c 17 exustu P. 
Fit enian locus, fit loc. b loco P. quasi b cobicolo dealbato P. 

18 fenestella P. ingresso P. ingressus breuis minutae P. 19 clauso, 

clausus in b nachgetr. fornax fabri P. fehlt d. alph. Bearb. ferrarii, P. 

constituitur 20 for. constituantur in loco et misso ere usto, usto fehlt bc 

missu esustu P. furno, P. 21 illo fehlt co«sedat b fenestram illam breuem 
22 catmian P. cathmia b cachimia aspergatur 



202 Hermann Stadler 

muniunt. hoc faciimt^ quam diu esustu conbustu fuerit, et cum 
frigueris, asperiunt ingressu illius loci et ingrediuntur nudi lim- 
pidi, et sie de parietibus ponfolinga colligunt. sed puiuis, qui 
grauedine sua non ualuit parieti coherere et pauiraento inuenitur, 
5 ipsu est spodiu. inde et inmundus est. raulti uero spodium sie 
dicunt confici: utilis est uero cypria ponfolix, qui ex aceto con- 
ficitur. eligenda est uero ponfolix colore eraminis habet, gustu 
cenoso quam si carbonibus igneis ponas, colore orecalci osten- 
dit. sed qui signa haec non habuerit, inutilis est. adiilteratur 

10 uero sie: taurocolla et pulmones agninos aut maritimes con- 
bustos et caproficu bustu admiscunt ei; et multis aliis rebus 
adulteratur. sed si disciplina suprascripta diligenter adtenderis, 
facile hoc inuenies. lauatur uero ponfolis sie : inligas ea linteolo 
diutissime, agitas. quamdiu, quicquid mundu est, per linteolum 

15 in aqua resideat, et omnem immunditiam in linteolo inuenias, et 
dimittis, ut residat, et liquas desuper et addis iterum aqua et 
lauas diu, ut aqua munda in|||148a]uenias, siccas et repones. 
alii uero sie lauant: mittunt ponfolinga in aqua et manibus suis 
agitant et tenso linteolo in alio uaso liquant, siccant et reponent. 

20 sed raelior lectione et usu lotura suprascripta, nam quis sie lila 
uolunt miscere, addito uino cio et non maritimo terunt, siccant 
et utuntur. addito uino stiptica fiet. uirtus est omni ponfolinge 
stiptica et frigida, plerotica et purgatoria et proplastica et leuiter 



1 muniatur, et munita c sie f. b t'ac. quidam quamdiii esiistum fiat et cum, 
quamdiu es ustum coaibustum fiat b conbusto P. 2 frigaiieris P. fri- 

guerint, -erit b ingressuro, -o P., in b a. R. nachgetr. ingredientes pedi- 

bii3 nudis sie ponfilix coli. 3 si e sed plenius, puiuis bce quod b 

que c 4 et in 5 ipse est spodius, ipso est spodio P. et ideo mundus, 

mund. est. b ueio esf, est fehlt b 6 cipria ponfolix que aceto 

in argento korr. b 7 uel ubi etc. Gal. ad Fat. El. uero est, est uero b 

colorem habens, P. 8 cerosa, cenosa bc Gal. ad Fat. quem F. 

ponis P. posueris colorem o a. Ras. M. irecalci F. auricalcbi 

9 quod si adulteratur, adhult. b autem bc adult. tauroc. 10 et 

pulmones — conbustos fehlt der alph. Ked. 11 caprifieo, caprofico F. con- 
busto, F. et aliis. sed faeile intelligitur. 13 ponfolix liga eam in lin- 
teolo, (lintb.) 14 et d. agita quidquid F. mundum resideat 
per lint, 15 imtuundicia F. omne immundum inueniatur bc inuenies P. 
16 dimitte, dimittas F. resedeat. a. R. : al. Iq et. b et aliqua et 
adde iterum, et liga iterum b et liqua c aquam 17 diu donec aquam 
-am et sie jsicca et repone 18 alii uero — 22 stiptica fiet fehlt der alph. 
Bearb. 19 rcponunt F. 20 qui P. 22 stiptico P. uirt. est ei omnis 
ponfolix, u. est omni ponfolingi b, ponfolix c 23 pleuretica F., pletorica et b 
plerotica et c prospastica, proplastica bc; in b mit Rasur vor 1; prosplastica F. 



Dioscorides Longobaidus 203 

siccatoria et scarotica. sed si spodium conburere uelis, mittis 
in aqua et teres et facis trociscos et teste nouo inponis et super- 
j)oni3 et superponis carbones igneos et adsidue mobes trociscos 
ipsos quamdiu sicci et ignei fiant. sed ex auro et argen^o et 
5 plumhi fit spodium, maxime cyprium, qui ex plumbo fiet. 

QZ De antispodia. Antispodia necesse est dicere quid pro ispodio 
mittatur, uirtute simile. accipis murta inmatura cum floribus et 
uacis inmaturis et mittes in caccabo crudo et cooperis pertuso 
coperclo et mittis fornaci caccauari et assas, quamdiu caccabus 

10 ipse percocatur, et iterum cac||[148b]cabo crudo refundis et 
similiter coces et eicies et lauas cinere ipsu simile disciplina. et 
de folia oliues facis spodium^ melius si de oleastro facias cum 
flore suo. multi uero et quidonia minutis partibus incisa semen 
ipsu proiectu similiter conficiunt sycamina. multi siccata in sole sie 

15 conficiunt, multi uero buxi folia et se«ticis et iscini et tereuenti et 

et enanti aut pseudocypro cum flore suo aut caprifici folia sicca 

in sole similiter conficiunt. alii uero taurocolla aut lanas sucidas 

tinctas in pico liquida aut melle conburunt disciplina suprascripta. 

QH' De esustu. Esustu bonu est rufu, quae cum fricueris, cin- 

20 nabari facit colore. niger autem inutilis est et plus conbustu est. 



1 uellis P. 2 in aquam mitte mitte in aquam b in aq. fehlt c 

et tere. fac, et fac c trociscua P. et in testa noua compone et superpone, 
in b am R. nachgetr. 3 carbonibus, P. igneis P, ignis b assidue moue, 
moues F. 4 igniti, ignei b fit autem spodius ex, spodius in -ium korrig. b 

arg. plumbo cipro., plumbi P. -to et plumbi in M. nachgetr. Oribas VI. 497- 
6 Antispodia dicitur eo quod pro spodio, P. 7 qnia similis est uirtutis et 

conficitur sie. Accipe mirtam -am 8 basis P. bachis, baccis bc mitte 

cacabo P. caccabo nouo crudo b cacabum nouum crudum coperis P. cooperi 
pertusum cooperculo 9 mitte in foruacem cacabalem, a. R.: al. caminalim, 

caccabalem b cacabarl P. et assa ettassas P. cacabus, P. cacc. b 

10 percogatur P. cacabo P.c, it. nouo caccabo b refunde 11 coque et 
eice quoque c eiecies P. laua cinerera disciplina spodii ipso P. 

similiter et de foliis o. spodium facere potes, poteris b tieri poterit c 

12 sed melius fit de oliastio 13 uero cidonia, -ian b partibus proiecto semine 
incisa, ine. sem. pr. c 14 ipso P. siccamina, P. sim. conf. Multi uero 

siceamina .i. fronde celsi siccata c: in den Drucken steht bei siccam. a. R. .i. folia 
celsi conf sie, b sie. conf. c 15 uero fehlt, alii uero c multi uero b 

exinticis P. en in M. auf Ras. <|leiitisci> et stinci et stini, a. R. : 

.i. pruni albi stinci et scini et pruni albi c stinaci b terebinti, P. 

terebentini c 16 pseudocipri, seudocipro P. foliis sicca b 17 collam 

tauro b taurocoüam succidas, sucid. bc 18 intinctas b supradicta d. 
dicta, SS. disc. c. 19 De esusto EsustoP. Aes ustum quod alii calcu cecauraenon 
uocant conficitur de acutis id est clauis [cupreis Gal. ad. Pat.] cyperis b 

clauibus c s. unten am Schlüsse. bono est rufo que P. 20 colori conbusto 



204 Heriaanu Stadler 

conficitur uero de acutis, id est de claiübus nauiuni; qiii acuti 
conponuntur in cacabo crudo, et spargunt illi sulfur uibu cum 
salibus eqnale mensura, et copertu caccabu bene munitur et 
mittitur in Camino, quamdiu caecabus ipse percocatur. multi 
5 uero pro sulfur stipterias mittun t. multi tarnen nee sulfur nee 
sale mittunt et sie cocunt diebus plurimis. alii autem [148 c] acutos 
ipsos istipteria et sulfur et accto perungunt et sie cocunt disciplina 
suprascripta. alii uero in uas eneo addito aceto cocunt non semel 
atque iterum, sed et tertio cocunt. utilior est tarnen qui con- 

10 buritur in memfi et in cypro. uirtus est ei stiptica et exerantica, 
leptintica et catastaltica, uulnera ducit ad se et purgat, clcatrices 
curat, caligines ociilis purgat, superflue carnes uulneribus increscere 
non admittit, pascentia uulnera abstinet. cum mulsa bibitus 
uomitum abstinet, aut cum melle ut electuarium id facit. lauatur 

15 uero sicut cadmias tamdiu, quamdiu munda aqua eiecerit et 

minutias eraminis, quas cum malliatus fuerit, dimittit longius. 

uirtute habet simile suprascripto, 

*QQ' De flore esusti. Flos esusti multi antiqui auctores psiraa 

dixerunt esse; utilis uero, qui in tritura frngilis est et rufus et 

20 Dolore bonu habet, grauis et mediocriter limpidus et qui limatura 
eraminis non habuerit, quia maxime ipsa limatura adulteratur. 
medendo dentibus intelligi potest coUigitur uero in metallis, 

1 nauium fehlt aciitis b 2 cum ponuntur comp, bc cacabo, 

cacc. b crudo noiio c inspargitur illis, P. illi c sulphur bc 

uiuiim, uiuo P. 3 equali cooperto, coperto cacabo P. et b. munito mitt. 
4 in caraminum cacabus, P. cacc. b percoqatur P. 5 pro sulfure, 

sulphure b m. uero sulfure et pro uino c sulphor P. stipteriam, -eam c 
mnlti tandem, tu c 6 sai coquunt, coquilur b quam plurimis bc 

alii autem — et sie coquunt ist in P. am untern Rande nacligetr. alii uero b 
7 stipteria, P. -ea c sulfure, sulphure b sulphor P. ungunt b 

perungut c coquunt, cogunt P. 8 supra, SS. bc in uase, in fehlt c 

et coq., cog. P. quoq. in coq. korr. c 9 et iter., adque it. P. sed 

tercio P., sed tertio b utilius tarnen est quod 10 memphy, mlo b et cipro, 

8 

et in cipro Pe cxicantica, exerantica et b exarant. MS. et cata- 

staltica b 11 ad sanitatem c et cicat., et fehlt bc. 12 oculorum ; 

supcrfluas carnis P. in uuln., in fehlt bc 13 pcrmittit, sinit c 

14 bibitum electuario P. idem Das Folgende fehlt der alph. Bearb., 

dafür fremder Zusatz. Dann Eingangssatz dieses Kapitels: Est autem aesustum 
bonum rull'um quod tVieaii., fricu. b cinnaberis, -bari b colorera 

nigriun autem, fehlt b inutile est et nimis combustum. 15 catmias P. 

abieceritP. IGminuciasP. 17 De Höre esusti. nur P. ebenda: 20 bono habens 
22 medendo auch P, lies aber: in edendo. 



Dioscorides Longobardns 205 

cum esiistu || [I48dj liquari ceperit. flos ipsu lateribus coheret 
iiasis. uirtus est illi stiptica, siipercrescere carnes uulueribus 
nou admittit, caligines oculis purgat, stipticu est. quattuor oboli 
aecepti fleuma deponet, naribus deintus superflua carne crescente 
5 depascit, condilomata ani soluendo curat, pustulas cum uino 
superunctu purgat. surdis reddet auditum per fistula sufflatus in 
aure, reuma faucibus et übe suspendit; id et melle addito facit. 
F De lepida. Lepida bona est^ qui ex acutis cyprinis fit, quae et 
pacia dicitur aut eiitis. nuga est, qui ex tenero eramine fit. haec 

10 medicine inutilis est. eligenda est solida et rufa, quam si acetu 
perfunderis, erugine fiat. uirtus est ei stiptica, uulnera pascentia 
abstinet, cicatricem ducit. bibita cum mulsa humorem uentri 
deponit, multi uero et in farina miscunt ea et pro catapotia 
dant. miscetur et confectionibus colliriorum, quia reuma abstinet 

1.5 et siccat. aspredine palpebrorum dislenit. lauatur uero sie: ac- 
cipis lepida sicca diraidia mina et teres in mortario cum aqua 
et II [149a] liquas. hoc facis frequenter, quamdiu aqua limpida 
eicerit; et postea mittis aquae celestis cotila una et manibus 
contra mortarium frigas, et cum spissare ceperit, paulatim illi 

20 addes aqua, et manu tua in latera resiccas illa, et postea teres 
fortius, et leuas in busside, et seruas, quia hoc dicunt flore lepide. 
uirtus est fortis ad confectiones eolliriorum. reliquum uero 
inutile est. et quoties uolueris lauas, quamdiu mucillaginem 
non habuerit, et postea cooperis mortarium ipsum, quamdiu re- 

25 sederit et liquas et reponis. multi uero sicut cadmian lauant. 



1 quaeperit. 2 basis 3 caliginis stipticus obolus 4 fleoma 

deponit 6 superuncto reddit fistula 7 aura uuae 8 Lepida, 

Gl. i. squamma heris b bona fehlt P. que ciprinis, -ni c 9 patia; 

nugax que ramine, eramine bc 10 mediciuae P. fit et medicine c 

medicina, mediciü b uero est, uero fehlt b ruffa et aceto, P. 11 per- 
fuderis P. perfundas quasi erugo fit. uirt. eius stipt. est c 12 abstinens P. 
uentris, P. 13 et fehlt farinam miscent eam catapodia P. cata- 

podiis b catapuciis c cataputiis 14 m. etiam, et b m. confecc. 

reumam 15 aspredinem palphebrarum lau. autem Accipe lepide sicce 

16 lepidae b dimidiam minam tere liqua 17 et hoc fac aquam 

-am eicias p. uero 18 mitte aque cotillam .1., cotilam c coci. ,i. 

am R. cotilam b 19 mortario P. frica pissare c 20 adde aquam; 

et vor manu fehlt b reseca illam tere fortiter 21 et leua et pone in 

pixide, buxide bc poxide P. et seruas — flore lepide fehlt P. multi 

dicunt, m. autem die. c florem 1. fortioris esse uiitutis 22 relicum c 

23 est et — et reponis fehlt der alphab. Bearb. quotiens P. mucellag. P. 

25 alii uero, alii autem b eam lau., lau. eam be sicut catmiam be, cathimiam. 



206 Hermann Stadler 

PA' De scobe ferri duri. Scobe ferri duri uirtute habet simile 
scobe eraminis. lauatur et reponitur similiter suprascripta, sed hoc 
uentrem non purgat. 
PB' De erugine carapane. Erugine campanu sie conficitur: 
5 mittis acetu uiscidu in uas aeneum et coperis alia ua3<e>aeneO; 
melius est, si concabu uas bene fuerit, sin minus equale; sie 
muniendus est, ne aliquo loeo spiramen admittat, et post dies .X. 
aperis et rades uas ipsum, et colligis erugine, quae in uas fuerit; 
nam si uolue' [I49b]ris, facis spata aerea, et in uas, ubi acetum 

10 est, mittis, ita iit acetum non tangat, et munis similiter supra- 
scripte, et postea aperis et colligis. id facit, quotiens uolueris, 
uinacia cum acescere ceperit, eramen submittis et post dies .X. 
eximis et colligis. fit et de limatura eraminis et de lepida; 
misso aceto agitas uel decies in die, et sie eximes et coUiges. 

15 diciiur, quia nascitur erugine in metallis cypriacis. unum genus 
est, quod super eramine inuenitur; alium genus est, quod in 
speluncis destillare dicitur. quod super eramen est, paruu est, 
sed bonum. qui destillauerit, album est, sed colore Uli bonus est. 
adulteratur plurima ei admiscendo, id <est> pumice aut marmur 



1 Scobes, Bcobs b uirtutem li. -am 2 scobi, scobe b rep. ut supra, 
ut SS. bc 4 Aeris erugo alia est rasicia etc. (Zusatz) Est et alia confectio 
que sie fit: mitte acetum uiscidum fortissimum MS. cauipano P. 5 aceto 

uiscido P. eneo P. in uase, in uas MS. et cop. — aeneo fehlt der alphab. 
Bearb. 6 sed melius est ut concauum concauo P. uas bene sit, 

ut uas c. b. s. b aequale P. et sie, P. 7 muni ut supra et post 

dies X rade alico P. admittit P. 8 aperiens rade b collige eruginem; 

qui P. uase 9 nam si uol. fehlt, dafür: Est et tertia confectio que in 

hunc modum fit MS.: fac laminam eream, eneam c uase 10 mitte muni 
ut superius et p. similiter collige, sim. fehlt MS. 11 collegis P. 

idem MS. id etiam facere poteris cum uinatia accessere ceperit, accrescere MS. 

12 acess. be ceperit, quaeperit P. submittens laminam uinaciis, iaminas 
uinacie MS., lamina b et post d. X coliiges 13 collegis F. fit etiam; 

uel lepide sie, lapide c 14 mittitur acetum et agitatur die in uase 

simul missa limatura et lepida, in uase fehlt c et sie exprimitur et coUigitur, 
collegis P. 15 die. etiam cipriacis P. Cypriacae c Cipriate eruginis 
uno P. unum est genus gen. est bc s in M. klein übergeschr. 16 quod 
in. super be eramen c Aliud quod alio genus P. in speloncis 

17 dist., P. paruum, P. est fehlt, paruum est c 18 bonum est sed 

paruum b bono P. distillauerit P. distillat alb. est et nigrum sed colore 
bonum est et bon col. b 19 autem plurimis admixtis, autem 

fehlt c, amiotis b .i. spumice c marmor tuso P. (marmore) bc 

merm. x 



Dioscoridea Longobardua 207 

tusu aiit calcantii. sed citiiis hoc agnosci potest tactis duobus 
digitis umorem confricant, et si marmur habuerit aut pumice, 
non se sohlet, aut si calcantu habuerit, nigrescit indigitos. et 
dentibus prouatur, quia habet inpostura, nam in teste igne si 
5 positum fuerit, ut probetur, si calcanto habuerit, tacto igne rufo 
colore facit et citius ardescet. 
PF' De erngine bermicloso. Erugine uermicloso genera sunt || 

[l49c]duo: unum genus, quod foditur, et alteru, quod couficitur. mittis 
in mortario aereo et pistillu aereu et acetu albu et uiscidu cotila 

10 dimidia et taradiu teres, quaradiu spisset, et postea mittes step- 
tiria rotunda .C.llll., et sales oriptos liiiipidos, sin minus sale 
maritimu mittis, sin minus nitro equali pondere mittes et teres 
diebus canicularibus, quamdiu spisset et colore eruginis faciant. 
et sie uermiclos facis similes rodiacis, et si uolueris illu limpidu 

15 exire et lucidu, mittis aceti parte .1. et lotei ueteris partes duas, 
et omnia suprascripta equaliter. multi uero accipiunt erugine 
rasiciu et mixto curamin faciunt uermiclos et uendunt. sed his 
inutilis est. fit etiam et de murtario aereo, quomodo usui suo 
faciunt. omnes iste confectiones eruginis uirtute habent esusti, 



1 tonso, tunso e tunso et mixto b (calcanto), Pe. calcerato, cal- 

cantho b cicius P. citius hoc b, hoc cit. tacto humore d. dig. 

confricatur 2 cum fr. MS. hum. confrigant P. marmor, merm. x 

album aut pumicem habuerit et si in m. b 3 soluit. si uero calcantum, 

calcanto P. in digitis. dentibus etiam 4 probatur, P. quia — igne 

fehlt P. q. imposturam habet nam et testa igni ignis positum c 

5 fuerit rufifum facit coiorem si calcantum hab. nigrius et citius ardescit, hab. 
etiam citius ard. b hab. cicius ard. c cicius ardescit P. 7 De erug. 

nerm. P. Aeruginis uermiculosae b Aerugini uermiciose c in den Drucken 

mit dem Vorigen vereint. gen. duo sunt P. gen. est, est fehlt c 

8 alterum uero quod, alterum quod b altero P. sie mitte 9 mortarium 

ereum, -o ereo Pb. pistilum ereum, pistellnm b, fehlt c pistillo aereo P. 

aceto albo etc. P. acetum etc. quasi cotillam, cotilara bc -am 10 tere 
inspissetur MS. spiscetur, spisset be spissit P. postea uero mitte mittis P. 
stipteria F. stipteree b stipteree c stipterie rotunde 11 sall'orimpti, 

salis oripti bc limpidi salis marini, m. optimi MS. raaritimo P. 12 mittia 
fehlt nitri equalis ponderis, nitro aequale pond. P. equale pondus MSc. 

nitrum eq. pondus b mittis P. mitte et tere 13 spiscetur, inspiss. MS. 

(spissetur) spisset be coiorem faciat 14 fac rodaicis, codiacis 

a. R. : al. rodaic. b rodiaces P. illo -o P. ut limpidum exeat, 

ut fehlt b 15 lucido P. mitte partem locii, lozei be et etolei P. 

ueteri e partis P. 16 ut supra, SS. bc aeq. P. eruginem rasiciam, 

letzt, in b a. R. nachgetr. 17gumi, cumino P. uermicul. sed inutilis bMS. 
18 s. inutile fit — omnes fehlt d. alph. Bearb. aetiam P. 19 faciant. 

lata confecc'. e uirtutem eris usti 



208 Hermann Stadler 

sed fortiore. sed omnibus melior ille, qui fossus fuerit. secundus 
est, qui raditur, tertius est, qui conficitur. primus uero plus 
stipticu est. qui secundum aurifices fit, similis est rasicio. omnes 
uero erugines uirtute habent stiptica et termantica, caligines 
5 oculis detergit, laerimum prouocat, cicatiices oculis te||[149d|nuat, 
pascentia uulnera abstinet et sine tumore seruat. melle et oleo 
addito et cera cicatrices inducit. melle addito et cocto uulnera 
sordida purgat. gutta ammoniaci mixta et facta sicut colliria 
fistulis medicatur, duras cicatrices mollit; gingiuis utilis est, pal- 

10 pebra tenuat melle mixto inunctus; post inunctura fomento calido 
conpescendus est. mixtus uero resine tereuentine et esusto et 
nitro leprosos curat, conburitur uero sie. mittis in sartagine 
minutas partes eruginis et ponis carbonibus igneis, quamdiu colore 
cineris faciat, et postea cum fricueris, uteris. multi uero in 

15 crudo caccabo mittunt et conburunt similiter suprascripta. con- 

bustus non semper unum colorem Habens. 

PJ' De ferri erugine. Erugine ferri aut scoue eius uirtute 

habet stiptica, fluxum mulieris abstinet, bibitus uero generare 

mulierem non sinit. accepto tritus et perunctus igne acru et 

20 pustulas curat, panaricia et terrigia superunctus curat, aspredine 
palpebris dislenit, condilomatis medicatur, || |150a] alopicias 
emendat. ferru feruens uinu aut aqua extinctu et bibitu quiliacis 



1 forciere P. fortiorem oni. autem, om. uero e est illa que 

foditur f. est b 2» 2 est fehlt que tercius P. 3» que primus — 
rasiciu fehlt primos F. 3 stipticus P. rasiciu P. omnes uero erugines, 
letzt, fehlt b 4 uirtutem habent slipticam therm, b 5 oculi, oculis be 

detergunt etc. stets Plural. iacrimam, -um c et seru. sine t. b 6 melle 

add. ol. et c. b 8 purgat b amon. P. amoniaco c collirium 9 fist. 

curantMS. gingibesP. utiies sunt palpebreP. lOinuncte, mi.xtae inunctae b 
post — est fehlt der alph. Bearb. postquam P. 11 mixte terebentine, P. 

amixto 

et nitro aptantur a. R.: opitulantur b eriusto et nitro lep. 12 librisus P. 

item fistulis — curant Zusatz. mitte sertaginem, sartaginem Pbc 13 erugines P. 
et pone in colorem 14 friguerit, P. utere 15 cacabo crudo P. 

cacabum crudum, crud. cac. e similiter — habens fehlt der alph. Bearb. 

17 De erug. ferri. P. Aerugo ferri scobe, P. uirtutem, P. 18 stipticam; 
abstinent, -net c bibita 19 muliere P. mulierem gen., muiicre« c 

mulier b accepto fehlt <]aceto> trita -cta ignem aerum i. a. ex- 
tinguit et p. c. c agrum P. 20 panaricia — curat fehlt nur x pana- 

ricias b pterigia, terrigia b cur. sup. c -em superunctus disl. P. superunctad. 

s rad. 

21 condilomatibus, condilomata b, -mata c allop. c 22 ferro P. ferrum 

f. uino Pb in nino in aqua c extincto P. -ctum bibito P. -um 



Dioscorides Longobardua 209 

et disintericis prestolatur, Bpleneticis et colericis et storaaticis 
medetur, solutu stomacu reficit. 
PE' De merda ferri. Scora ferri tantum potest, quantum et 
erugine eius, sed paulo minus, cum oximellin datur, aconitu 
5 bibentibus prodest. 

Fg" De lotura plumbi. Lotura plumbi: accipis murtariu plumbeu 
et pistillu et mittes aqua et teres, quamdiu aqua ipsa nigrescat, 
et post liquas in linteolo et refundis id. addia aqua, quo possit 
melius liquari. hoc facis, quamdiu sufficerit, et postea dimittes 

10 resedere plumbu ipsu in mortario et teres lauando sicut cadmian, 
quamdiu aqua ipsa limpida sit. alii uero combustu plumbu terunt 
et lauant. multi uero etj limatura plumbi terunt et lauant. hoc 
faciunt disciplina suprascripta. alii uero miscunt molibdena, 
putantes bene sit plumbu lauari. uirtus est ei frigida et stiptica 

15 et pare<m>pla8tica, malaptica et plerotica, alta uulnera replens, 
reuma oculis abstinet, superflue |1 [150 b] carnes crescentes uul- 
neribus detergit, fluxum sanguinis uulnerum stringit. ani uulnera 
et condilomatas cum oleo roseo acceptum medicatur. uulneribus 
cicatricem ducit. tanta habet efficacia, quanta et ispodiu, quia 

20 et scaroticu est. simplex uero plumbu tritu et superunctu ictus 
scorpionum maritimorum et draconum mitigat. comburitur uero 



ciliacis, colic" c 1 disint. et eil. b desint. P. splenetis P. 

2 Boluto stomaco P. med. solutum stomacum ref. b et 3ol. c et stom. 

sol. ref. 3 Scorie ferri tan | Zierschrift. P. in der alphab. Bearb. mit dem 

Vorhergehenden vereint, jedoch auch als eigenes Kapitel [*] Scoria ferri * et 
fehlt* et c* 4 erugo poUo P. oximelle cum oximelle — 

prodest fehlt b aber nicht b* datur, data* acouitum et fehlt * 

6 Lotura pl., blumbi b fit sie accipe mortarium plumbeum, mortario plumbeo P. 

7 pistillum -um pistillo P. mitte, mittis P. aquam tere nigrescitP. 

8 et postea Pb liqua per linteolum refunde et adde aquam 

9 liquare P. fac. q. s., fac et postea c facis aquam P. sufticiat, 
quam suf. b dimitte, demittis P. 10 residere plumbo -o P. tere 
cathimiam, catmiam bc cammian P. 11 ipsa fehlt limpeda P. com- 
bustum plumbum combusto plumbo P. 12 labant P. lau. discipl. SS. c 
SS. disc. b multi uero — faciunt fehlt den Drucken hoc faciunt fehlt bcMS. 
m. uero limaturam p. t. et 1. disc. SS. bc 13 alii uero — lauari fehlt der 
alphab. Bearb. 15 parempl. Pbc pareupl. et malact. b pletorica b 
16 reumam oculorum superfluae P. -fluas b recentes c 17 depascit, P. 
bene strlng. anis uulner raet et c. P. uuln. condilomata, uuln. et c. b 
condilomataque c accept. fehlt. rosato MS. includit, inducit bMS. 

19 tantam babit P. efficatiam quantam apodio P. spodium 

20 scarotico P. -ca, qu. scaroticha b plumbum, -o P. tritum istus P. 

21 scorpiorum m., ictum scorpionis maritimorum b combinr. P. 

Romanische Forschungen XIII. 1. 14 



210 Hermann Stadler 

aliter plumbu sie: accipis plumbu et tundis partibus minutis, 
mittes in oUa et inponis carbonibus uiuis, et cum soluere se 
ceperit, aspargis sulfur uibu tritu et agitas, quamdiu faoiat se ut 
cinere nigru, et post coperis uas ipsum diligenter, ne uim odoris 
5 sui noceat hominem. alii uero sie conburunt: limant plumbum 
et mittunt in uas nouu et superspargunt sulfur et eooperiunt, et 
in coperculo ipso faciunt foramen breue, ex qua anelet. alii 
uero pro sulfur cerussa trita mittunt, alii uero ordeu. multi uero 
lepidas ipsas plumbi eonponunt in uas, et mittunt in uas acetu, 

10 et sie conburunt, et agitant fortius ferro, quamdiu cinere nigru 
exeat. conbustio uero ista grauis est, et si plus cocatur, 

[I50c] quomodo spuraa argenti facit eolorem. nobis uero suprascripta 
confeetio placet. lauari tarnen debet sieut cadmian et reponere. 
uirtus est ei loti plumbi suprascripta, sed fortior est iste, 

15 VZ' De scorea plumbi. Scorea plumbi utilis est, que cerusse 
uisum habet, spissa et non fragilis, et nichil habet plumbi simile, 
male matiane colore habet et subuitreum. tantum potest, quan- 
tum et plumbum eonbustu, sed plus stipticu est. lauatur et haec 
in mortario addita aqua et teres et liquas, quamdiu se hora ipsa 

20 non pareat, et post hoc dimittunt, ut residant, et sie liquant, 
siccant et trociscos factos reponunt 
l^W De lapide molipditem. Lapis molibditen simile uirtute 
habet scori plumbi et lauatur similiter. 



1 autem sie. accipe plumbum plumbo P. tunde 2 et mitte, 

mittis P. ollam impone, et pone in b se soluere b 3 quaeperit P. 

asperge sulph. uiuum tritum, uiuu P. agita quousque se, exagita cousque c 
4 cinis uig' (nigri) nigra b, nigriira e postea cooperias, cooperi uas b 

uas fehlt d. Drucken. uis 5 suis P. homini. Lauatur uero ut cathimia 
et reponitur. Alles Folgende fehlt der alphab. Bearbeitung; dafür fremde Zu- 
sätze 11. a. Orib. VI 489. Varianten in P. : conburrunt 6 nouo sulphor 
et coop. et tutant et in 7 breuae 8 sulphor caerossa ordeo 
9 laepidas 10 nigro 12 colore 13 labare debit tarnen catmian 
15 Scoria p. bluuibi b queterussae P. ceruse 16 usum, uisum bc 
habens, P. nihil, nichil bc 17 pl. et colore subluteum 18 plumbum, P. -um 
atiptica, stiptico P. et haec fehlt. 19 murtario P. addita * a. c 
aqua extinguitur, et ext. b, et liqiiatiir quamdiu sordida non pareat, appar. be, 
que post hoc diiuittatur, diuiittitiir e, ut resideat et sie liquatur et aiccatur, et bc 
trociscis factis reponitur. teris P. se hora P. <;3corea> 20 poterat F. 
deinitt. P. resident P. 21 trocisquos factus P. 22 De lapidem mo- 
lepditen P. Lapis moliptides, mollipedes e molipides b molibdites c similem 
-em habens, uirt. li. sim. b 23 h' c scorie, scorio b blumbi c 
'abatur P. 



Dioscorides Longobardus 211 

FQ' De lapide stibio. Stibu forraonsu est lucidu et radiosu 
paret, cum fractu fuerit separationes habet sicut marmur, nihil 
habet terrosu aut sordidu, fragilis est. istu multi platioptalmon 
aut laruoson dixerunt. uirtus est ei stiptica et frigida et parim- 
5 plastica et istaltica. carnes crescentes || [150 d] ioposita depascit, 
cicatrices ducit, fluxum sanguinis meniuge abstinet. uirtute 
simile habet molibo cecaumeno. cum absungia recente con- 
bustionibus pustulas ebullire non admittit, cera et cerusse mixtus 
et inpositus cicatrices currere facit. assatur uero sie: absungia 

10 inlitus carbonibus ponitur, quamdiu absungia ipsa finiatur, et 
exemptus carbonibus extinguitur lacte mulieris masculu lactantis 
aut uina ueteri. et sine absungia si uolueris, coces illum, 
quamdiu ignescat, sed plus conbustus ut plumbu efficiatur. laba- 
tur sicut cadmian et esusti; alii uero sicut plumbum lauant. 

15 FT De molipdena. Molibdena utilior est, qui colore spume ar- 
genti habuerit, et lucida et rufa in tritura, in coctura in oleo 
coccinea facit. nascitur uero ex argento et auro. foditur et hl« 
seuastae et in coriw^o; et haec melior, qui signa superscripta 
habuerit. uirtus est ilUi spume argenti aut score plumbi. lotura et 






1 De lapidem st. Stibeo furmonso P. Stibus, stibeus b formosus est et 

lucidus, est lue. c lue. lapis b et qui radiosus apparet 2 parent P. 

fractus, fractos P. habens P. [et gustu salsus] et fragilis nichil, nil b 

3 habens cerrosum terros. bc terroso a. sordido P. et qui fragilis est b 
aut sordidum. hunc multi optalmou nominant. [Eius alias tiaditur femina .... 
Zusatz] plafiübtalmon aut lauroson nora. bc 4 est illi, est ei c, u. ei b 

fr. et St., St. et fr. b parempl. c perempl. 5 staitica iuipositus, -a b 

6 minge, mininge c miringe b abstinent uirtutes similae P. uirtutem 

similem 7 ca&caumeno P. molibdine uel caltucecumeni, molibdine uel cal- 

cucicaumen c mollibd. uel calcMcecaumenon b absugia P. axungia 8 postu- 
lasse buUire^P. pustull. x. ebulire, ebull. b ceruse, caerusse P. 9 curare, 
cicatricem crere b ausungia P. 10 illinitus, illitus bc carbonis b 

i mp. Imposit* in imponit' korr. b ipsa assungia b 11 extingitur Pbc 

masculumbc-oP. lact. m.c mulieria — lactant. fehlt den Drucken. 12uetereP. 
et fehlt. sinae ausungias P. ax. coquitur 13 quamdiu sed minus, 

nimis c conbusto sunt plumbo P. efficitur lauatur ut cathimia, catmia bc 

et — lauant fehlt. Gal. ad Pat. 15 De molebdenos. Mollibdena P. Molipdina, 
moUipi dia e molibdina c est quasi stercus . . . Gal. ad Pat. est 

autem ut. que colorem pume hargenti P. spumante arg. b 16 ruflfa 

n 

cum oleo, fehlt bc 17 coccinoeo P. coctineum f. colorem, coccii c, 

coccin. col. f. b et bis euaste et in corico P. 18 nto in M auf Ras. et 

in sebastia et in corintho, corinthio bc sed melior est que supra, SS. bc 
19 habuerit ei ut spumae P. scorie loturam — am 



212 Hermann Stadler 

conbiiatura similis suprascripta habet, miscetur uero emplastris 

pinguibus et sarcoticis et cicatricem ducentibus; purgatoris medi- 

cami II [151a]nibus non miscetur. 

PJ^' De score argenti. Score argenti, quam miilti elpis diennt, 

5 uirtute habet simile molibdene. miscetur medicaminibus parim- 

plasticis et cicatricem ducentem. uirtus est illi stiptica. 

PIB' De lithargiru. Lithargiu nascitur ex arena molibditen, quem 

conbustu liquescit et sie refunditur. multi et ex argento hanc 

faciunt et ex plumbo. melier est tarnen attica, secunda est 

10 spania, tertia sicula, quia ibi plumbu habundat productu et con- 
bustu. dicitur uero rufa et limpida crisitis ipsa est illis. fusca 
uero arguiritis dicitur, et <que> ex argento fit calautris nominatur. 
uirtus est ei stiptica et frigida, alta uulnera replens et staltica 
supcrflue carnis uulneribus crescere non adraittit, cicatricem ducit. 

15 conburitur uero sie : franges sicut nuces et pones super carbones 
igneos, quamdiu ignescat, et deponis et terges sorde ipsius et 
reponis. multi uero aceto aut uino extingunt et ter cocunt et 
reponunt. lauatur uero sicut cadmian. exaluatur uero sie : accipis 
arguiritidos que dicta est || |151b| aut sequente et franges sicut 

20 faba una uilibre attica, et mittes in caccabo nouo cum aqua et 
tridicu albu uilibre una, et ordeu unu punctu, ligas in linteolo 



1 similem suprascriptorura emplaustris 2 scaroticis purga- 

toiiis autem 4 Scovia arg. in P. fehlen von hier bis PKE' die Überschriften, 

elpis b clpifu 5 uiitutem h. -em mollidine P. molibdine, moWShdine 

a. R. ebenso das Folg. von perempl. an b molipdine e peremplastricis 

6 ducentibua. 7 Lithargiiuni b, litargirinu. Das Kapitel steht lungearb eitel 

in der alph. Bearb. auch unter Spiima argenti. raolopdinis, raolid. b molibd. ( 
que 8 liquiscit P. m. ex hoc 9 melius atticum, act. l 

adtica P. 10 spana P. secundum yspanum, isp. b spanuiu tercium < 

tertiura siculura plumbo abundet P. plumbum producto et combusto P 

fehlt der alph. liearb. rutfum uero et lirapidiim ciistis, crisitis bc crissitis P 

11 dicitur e.Kalpidum argiritis ipsa -uero fehlt 12 exalbidum autem b< 

argueritis P. quia ex calautrix nom. P. fehlt d. alph. Bearb. 13 Uirtus es 
extaltica et frig., est ei staltica c u. ei st. b frigidae stipt. P. .i. frig 
et st. bc et staltica fehlt hier 14 superfluae P. et superfluas carne 

15 n. consentiens sed e. ducens frange lit., frangis P. pone 16 igniscat I 
depone, P. et terges fehlt, et terge bc sordes 17 repone, I 

et uino, aut uino bc uinu stingunt P. coquunt 18 cathimia, catmian I 

catmia bc exalb. ex. autem sicut argir. b accipe 19 argir. lib. i. 

quae P. q. dict. e. aut seq. fehlt. et frange in modum fabe et miti 

20 cacabo 21 et tritici albi, et fehlt b tridico albo P. lib. 

ordio uno P. ordei. i. punctu fehlt, P. et liga legas P. (linth 



Dioscorides Longobardua 213 

et sie pendere facis in caccabo; tamdiu coces, quamdiu ordeu 
suprascripta se rumpat; et post hoc refundes in conca et liqiias 
ipsu tridicu separans spuma argenti, et missa aqua teres diligenter 
tota die et contra sero liquas et post addis calda, et dimittes 
5 tota nocte. hoc facis diebus sex. in una mina spume argenti 
mittis sales orictos olcas .V. et teres triduo liquando, quamdiu 
salsedinem dimittat, et sole igneo siccas et reponis. sin minus 
nolueris suprascripta facere, accipis litargiru argiriten et teres 
fortius et misces sales tritos orictos tres partes et mittes in 

10 caccabo nouo aqua, ut superfundat, et agitas mane et post 
prandiu diebus .XXX. frequenter, addes aqua et postea liquas. 
quem si non agitaueris, iusu ut lapis efficitur. et post hoc teres 
in mortario et mittis in uaso testeo addens aqua, terens manibus 
tuis, et liquas ipsa aqua, hoc facis, quamdiu careat salsedinem, 

[151c] et colligis ipsa spuma argenti et facis trociscos et reponis in 
doliolo plumbeo. multi uero sicut faba tundent ipsu litargiru et 
mittent in uentre porcino et cocunt in aqua, quamdiu percocatur 
ipse uenter, et post hoc terent cum equali pondere salis et 
faciunt omnia suprascripta. alii uero una libra litargiri tantundem 

20 salis terunt cum aqua in sole addentes aqua, quamdiu alba 
exeat. alii uero sie faciunt: accipis quantum uolueris spuma 
argenti et inuoluunt in lana alba et mittunt in caccabo nouo 
cum aqua et faba munda et noba ./'• I., sed salis manu plena, 
et tamdiu cocunt, quamdiu se faba soluat et lana nigra fiat, et 

25 post hoc colligis spuma argenti et secundo lana alba inuolues 



1 fac cacabo, P. nouo tamd. quamdiu ordeum se ermupat, tamdiu 

ut o. b cocis q. se ordius SS. rumpat P. 2 refundis P. -dens cnnca, 

conca bc (concha) liq. triticum b, trit. 1. c 3 ipso tridico P. spuuiam; 

a 

missa quateris P. tere 4 circa fehlt. cc c (in sp. arg.) liqua, 

liques P. et postea addas P. et post hoc adde calidam, caldam c 

dimitte, demittas P. 5 fac d. sex. Das Folgende steht nur unter Spuma 

argenti: hier folgt sogleich der Schlusssatz: (f. 151 d) ista uero confectio etc. 
in una m. fehlt, aber a. R. : alia .VII . deinde una osca alias urina, deinde in . i . olca c 
dein olca una spume «eriti olcas b spumae P. 6 salis sorictos, salis oricti c 
sale sarictus P. trid. tere donec c tere tridui P. 7 salsidinem P. 

sal se dimittat ignea P. sicca et repone repones P. Das Folgende fehlt 
der alph. Bearb. bis zum schon erwähnten Schlusssatz (f. 151 d). Varianten 

in P. : 8 argiliten teris 9 salis tritus orictus mittis 10 cacabo 

13 iussu taeris 14 salsidine 15 collegis 16 ipso litarguiro 

17 Porcina 18 ipsa uentre 19 litarguiro tanduradem 20 add. 

aquas albexeat uoluris 22 inuolbunt cacabo 25 collegis 

"'''! alba inuia 



214 Heiiuanu Stadler 

et mittes faba et sale more suprascripto et mittes aqua et coces. 
hoc ter facis, quamdiu lana ipsa nigrescat et in .^.XXX. spume 
argenti mitles sales orictos libra . I . et teres, et post hoc mittes 
nitrum album .C-XLVII.in aqua solutura, et iterum teres, quamdiu 
5 album efficiatur litargiru; post hoc mittis in conca addita aqua 
pluri II [151d]ma et teres manibus, et cum resederit, liquas. hoc 
frequenter facis, quamdiu aqua limpida et dulce exeat, et liquas 
ipsa spuma argenti in uas testeo, et sole igneo diebus .XL. 
siccas, repones et uteris. ista uero confectio spume argenti utilis 

10 est confectionibus colliriorum, cicatrices turpes eorrigit, rugas 

uultibus infricata tendit, liuores corpori mundat. 

PTF' De cerussa. Cerussa sie fit: mittis in uaso fictili aceto 

uiscido et coperis plumbo et mnnis, ut spiramen non admittat, 

quamdiu plumbu ipsu uim aceti liquescat, et eat in uas, et super 

15 quod natauerit aceto, liquas et fundis, et iusu quod resederit] 
uaso nouo refundis et siccas in sole et post teres et criuellas. 
hoc facis ter aut quater. primu uero quod exit per crib<r>um, 
uirtutibua colliriorum seruatur. secundus uero secunda uirtutej 
habet, et ordo ipse sequitur ordinera. alii uero mittunt acetu et| 

20 cooperiunt plumbum similiter et muniunt argille, post paucos 
dies aperiunt et si solutum fuerit, faciunt omnia suprascripta, et 



1 mittis et in fehlt. 3 mittis salis orictus una et teris mittis 

t 
4 nitro albo teris 5 albu litarguiro ligargiru v. 2. Hd. M. aqua quam 
6 resident 9 confecio 10 collunorum cicatricis turpis 11 infrigata. — Schluss- 
satz in der alpb. Beaib. unter litargirum = M., doch turpes fehlt bce corporis. 
Varianten unter spuma argenti: 10 coUericorum cic. torpentes c 11 unltuum, 
uultibus b infric. uultibus c et sordes corporis emundat späterer Zu- 

satz in c: util. adhibetur cerotis et emplaustris. 12 Cerusa mitte in uase; 
acetum, uehementer, fehlt bc acerriraum Gal. ad Pat. 13 et cooperi ipsum, 
cooperi cum plumpo c plumbo eutn b plumbo in tenuitatem deducto, 

tenutem: darüber ita nachgetr. b et muni argilla amittat, admittat c Ce- 

V 

rusa — admittat fehlt P. 14 plumbo ipso P, donec plumbo ipsum b 

in aceto, ui aceti c aceto in aceti rad. b quiescat et in uns eat, 

liquescat bMS. uase bc euanescat, MS. 15 postea uero quod desuper n. 
aceto et quod residerit subtus liqua et infunde et sie in uase nouo refunde, p. 
autem b 15 lica c liqua inf. b 16 sie uase bc sicca postea 

teris et cribela P. tere et cribella, scribella e et postea tere et postea 

cribella b 17 facies hoc, hoc autem b primo P. priraum quod, p. uero bc 
exiit b cribellum b cribru P. scribrura e 18 secundum secundum -em 
19 habit P. ipsi P. per ord. per fehlt c ipse seq. per fehlt b 

alii uero etc. fehlt — suprascripta. Dafür steht u. a. ein Stück aus Gal. ad Pat. 
aceto P. 20 coper, P. paucus diebus P. 



Dioscorides Longobardus 215 

si addito aceto uo || [152a]luennt trociscos facere et sole siccare, 
melius facis. hoc magis aestate melius fit, ut nibe <u> et lira- 
pidu exeat. multi et in ieme conficiunt simili modo suprascripta 
et ponunt super ualneura, ut calore ualnei siccetur. utilis est 
5 uero, qui in rodo conficitur et in corinto et in laodkia cibes, 
seeundatMr deearescum. assatur uero sie: pones testu raunda 
attieu et superspargis trita cerussa et mobes frequenter, quamdiu 
colore mutauerit, et postea siccas et uteris. alii uero in caceabo 
nouo mittunt et super foco ponunt et frequenter agitant de ferula, 

10 quamdiu colore rufu faciat. multi hunc dicunt sandicum esse. 
lauatur uero sicut cadmian. uirtus est illi malaptica et stiptica 
leptintica et pleurotica et leuiter catastaltica et catulotica, cerotis 
pinguibus miscetur et medicaminibus et trociscis. sola tarnen 
accepta homicidium penetrat, 

15 PIJ' De crisocolla. Crisocolla utilis est armenia || [152 bj et 
colore Habens frasini; secundatur macedonica et cypria. eligenda 
est uero munda, sine lapide et sine terra. lauanda est uero 
sie: mittis in mortario cum aqua et manibus confricas fortius, 
et cum resederit, liquas et iterum mittis aqua et hoc facis, 

20 quamdiu limpida et munda exeat et eicis, in sole siccat, reponis 



1 qui uero a. a. uoluerit iu sole in c fehlt: qui uero — siccare. 

2 facit, faciunt P. estate P. fit autera hoc melius in estate, nie), hoc c 

niuae et limpido P. niuea et limpida 3 iemae P. m. hyeme, in hy. b 

multi et in hieme c etiam in MS. ut supra, SS. c st.~ b sim. 

modo — conficitur in b a, R. nachgetr. 4 balneum, -eo P. cal. eius 

5 uero est, est uero bc que corintho, -to c laodicia e^ftcÄ in M. auf Rasur, 
fehlt der alph. Bearb. 6 ur auf Rasur M. et in letine daemonio secundo 

turdeareseu P. testo mundo P. pone testam nouam et m. et magis atticam, 
mund. et nou. bc in igneis carbonibus 7 superasperge, aticara ign. b 

suprasp. MS. superaspargis P. tritam cerusam moues P. uioue 

8 quamdiu colorem mutauerit fingens colorem sandaracis a. R. al. sandarace; 
mut. col. fugiens c sandarace bcMS. et postea — uteris fehlt, dafür: 

hoc secund. aliquos uocatur sandix. lauatur ut cathimia s. u. cacabo, cacabum 
-um c 9 focum de fehlt c 10 colorem ruffum ; rufum col. b et hoc m. ; 
sandic" c nach esse Gal. ad Pat. 12 leptit., leptint. bc lentintica MS. 

plerotica pleuretica P. catnlotica Pc catolotica b caulotica 13 sola 

autem c et med. misc. et troc. a. Rasur b 14 homicidio P. perpetrat. 

15 Crisocolla (-cocola) que pracinum, prassinum bc prassinm c, habet colorem 
i. uiridem, uiride c, ualde, fehlt c, in b nur ualde. melior est, est fehlt b 

armenica secunda mac. 16 ciprica P. cipria 17 uero est 18 mitte 

crisocolla, -am c confrica, frica c confrigas b fortiter 19 residerit, 

resed. bc reced. P. liqua mitte aquam, et tum mitte c confricans 

hoc facies, faciens b 20 eietis P. eiitiens sicca et utere. 



216 Hermann Stadler 

et uteris. quam si conburere uolueris, mittis trita in sartagine 
et carbonibus superinponis, et cocis disciplina suprascripta. 
uirtus est illi incisoria, reuma gingiuarum conpescit, uulnera 
purgat, carnes 8uperflue uulneribus crescere non sinit, stiptica 
5 et termantica est, septica, id <est> pulredinem facit, et mor- 
sicosa, uomitum prouocat. plus sola accepta homicidium facit. 
PIE' De armenio. Armeniu bonu est lene et colore quianeu 
habens, sine lapide et fragile, non graue sicut crisocoUa. uirtute 
crisocolle habet, palpebris capillos increscere facit. 

10 PT^' De quiano. Quianos nascitur in cypro in fabricas metallicas 

et in II |152c] speluncis litoreis, ipsa est utilior. eligendu colore 

limpido et ismaragdino. conburitur uero sicut calciten, lauatur 

sicut cadmian. uirtus est illi catastaltica, scarotica et stiptica. 

PIZ' De indicu. Indien duo sunt genera: unum, qui ex se nascitur, 

15 alium spuma est cannarum. infectores unum utuntur, et hoc 
flore est purpure, hoc et super eramen inuenitur, hunc artifices 
subducunt et siccant in sole. utile est uero, qui colore quianeu 
habet et lene. uirtus est illi leuiter frigida, inposita tumores et 
duritias spargit. 

20 PJH' De Gera. Ocra eligenda est melinu colore habens et sine 
lapide; est uero talis attica. conburitur et lauatur sicut cadmian. 
uirtus est ei stiptica, turaoribus et pustulis medicatur, alta uulnera 



1 mitte eam tritam sartaglnem c cartag. P. 2 suporpone, superim- 
pone c et super carb. impoiie b coqiie supra, SS. be 3 inscia. c 

et constrictiua etc. Zusatz. reuroam c et uuln., et fehlt bc 4 sparg. 

in spurg. korr. b superfluas stiptica et fehlt 5 t. est et eceptica, 

septica bc idest facicns, P. i. p. f. f(*lilt c Gal. ad Pat. 7 Ar- 

menio bonum P. Armenium optimum est leue et lene etc. aus Gal. ad Pat. Überarb. 
SauensP. 9 bab. uirtutem sicut crisocolla, uirtute sicut crisocoUae P. habens P. 
capillus P. cap. in p. crescere f. lOQuianus P., -os cypro in fabricis roetaliicis h 
Cipro in fabrica et in spei, c in cipro etiam in at'rica et in spelunchis litt. 

11 et ipsa eligendo P. -da, -dum b uero est 12 zmaragd. P. colorem 
lirap. et smaragdinum habens autem sicut bc calcitis 13 ut cathiraia, 

catmia c et scar. 14 Indico P. indicum species bab. II. sp. hab. II. 
indic. est a. R. b qui fehlt^ 15 aliud est uno inf., P. un e et hoc 

florem purpureum habet hb eti a. Kas. b 16 hoc fehlt et in eramine c 

in crara. i. ubi artifices purpuram tingunt. siccatur autem 17 in sole solae P. 
quiaue P. 18 lenae P. in der alph. Uearb. ist dieser Satz ganz iibcrarb. 

leniter frig. et stiptica; uberarb. 20 Gera ligenda P. mellinum 

colorem, mclin. bc 21 lap. fri cabi I is uero fehlt c actica c cathimia, 
catmia bc alta uero, uero fehlt c. 



Dioscorides Longobardus 217 

replet et superci-escentes carnes equat, cerotis maxirae addita 
duritias soluet. 
PW De cinnabari. Cinnabari multi putant miniu esse, sed 
falluntur, quia miniu || [152 d] in ispania conficitur ex lapide, qui 
5 miscetur arene arcyritidi. qui si tultus fuerit, tempore mutat 
colorem, sed odor ipsius in metallo offocat hominem. unde hi, 
qui in metallo conuersantur, uessicas sibi in facie ponunt, liberos 
oculos. hunc uero necessarie pictores utuntur. cinnauari uero 
in liuia nascitui-; unde non plurimum uenditur. color est illi 

10 sanguineus, quem multi sanguinem draconis putauerunt. uirtus 

est illi sirailis lapidi ematiten, utilis confectionibus coUiriorum, 

sed plus stipticu est, fluxum sanguinis abstinet, conbustionibus 

et pustulis opitulatur cerotis additus. 

PK' De argento bibo. Arg-entu uibu, quod ydrarguiros appellant, 

15 conficitur ex minio et cinnauarin et mittunt eum in caccabu 
testen et ferreu coperculum, muniunt argilla et ponent in foco 
et post duas horas aperis; quod coperculo ineserit, hoc est colii- 
gendum, quia hoc est argentu uibu. etiam in metallis inuenitur, 
cum colligitur argentu, idest cum ceperit coci argentum, ineret 

20 parieti. colligendum est in plumbeis aut in ui || fl53a]treis uasis, 



1 replens P. carnisP. 2 durities, -ias bc duricias P. soluit, P. SCinnabar 
-um c minium, minimo P. et alii sanguinem draconis Gal. ad Pat. 4 minium, 
minio P. hispania, ispania b spania P. 5 argiritidi Pc arguitidi, argilin- 

tidi b argratidi e _^tu!ciis c cultiis, tritus b tiitus e mutant (-at) bc 

6 colore P. odor suus in fehlt b illi qui, hi qui b bis q. c 7 sibi in 
f. uesicas p., uesic. s. in f. bc uef. c faciae P. liberus oculus P. 

ad liberandos oculos 8 hunc — utuntur fehlt der alph. Bearb. necessariae 
pictoris P. Cinnabar 9 libea P. libia unde Rasur pl. b uinditurP. 
et ideo a multis putatur esse sanguis dr. c a uulgo p. s, esse dr., a raultis 

unten nachgetr. s. p. esse dr. b 11 illi fehlt b si raellis lapide P. 

ematidi, emath. b ematistis c denique constringit uehementer et ideo 

sanguinis fluorem abstinet combust. ccrot. adhibitus, additus bc, utiliter enim, 
etiam b, conf. collir. miscetur (Überarb.) 14 Argento uiuo P. Argentum 

tiiuum hidrarg. P. ydranguos, ydrargiros b (ydrogaros) ydrogirü» c 

15 autem ex b cannauarian P. canna uaria sie, cinnabaria b, cinnabaro c 

et auf Ras. M. dimitt. P. mittitur cacabo testeo et ferreo P. 

cacabura -um 16 cooperculum P. cooperculo cooperitur munitur cooperitur 
fehlt bc ponitur 17 oras P. apperis P. aperitur et quod quoop. P. 

inheserit coliendo P. 18 hoc est argent. uiuum quod colligitur, hoc 

colligitur quia hoc est arg. u. bcMS. argento uiuo P. eciam P. in- 

uenitur etiam in m. 19 ubi coli., cum coli, bc colleg. P. argentum, -to P. 
idest — parieti fehlt der alph. Bearb. queperit P. argento P. inaerit P. 

20 colligendo P. pl. uasis a. u., pl. a. uitr. uas. c 



218 Hermann Stadler 

quia alia uasa comedet et perit, uirtus est illi homicidalis pon- 
dere suo et comedendo intestinas, tandem euadere possimt lac 
plurimum bibendo et reuomendo. similiter dabis et uinu addito 
ausentio aut semen apii aut [tjormino aut ysopo. 
5 PK^4' De miltu. Miltu sinopida bona est spissa et grauis et ealore 
integrum habens et sine lapide, humectosum in tritura. coUigitur 
uero in cappadocia in speluncis destillans, adfertur benalis in 
sinopa ciuitate, unde et nomen accepit. uirtus est illi stiptica 
et exerantica et exemplatica, unde emplastris miseetur, qui re- 

10 centibus uulneribus adibetur, trociscis miscetur siccatoris. uen- 

trem abstinet obo aceeptus et suppositus iusu. quem utuntur 

fabri, utilis est. nascitur in aegipto et in ealcedoni, qui et utiliores 

sunt et in<i>ueria et terra conbusta et colorem mutans. 

FKB' De lemranias fragida. Lemnias fragilis terra est ex 

15 clabaca sordida, ubi miscetur || [153b] sanguis caprinus. multi 
ista collecta faciunt trociscos et capra sigillo exprimunt et 
uendunt, quam dicunt sfragida. uirtus est contra uenena potens 
cum uino bibita, quae aceepta uenena ipsa uomitibus prouoeat. 
contra omnes uenenosas raaritimas incursiones occurret, autidotis 

20 miscetur. hanc utiliter portant incantatores. 



1 uasa fehlt b comedit, P. perimit, perit e aperit b 2 et 

non c. P. et fehlt intestina unde euadere poterit qui, hoc MSbc, 

biberit lac caprinum b et mouendo se similiter datiir et 

fehlt b uinum -no P. 4 absintliio uel synapi, aut ysopo. absintio e, ausencio P. 
sin. b aut sinapi c isopo P. 5 Miltus inopida P. Malta synopida, 

sinop. bc bona et sp. 6 integro P. colorem integrum h. sine 1. et humectosa 
umectose P. quod legit F. 7 capadoeia, P. capp. b distill., P. et 

affertur uenalis 8 ciuitateni P. synopidam -em, sopidam e, sinopida 

ciuitate b 9 exemplastica et rec. utiliter adiuuetur P. utilis est. 

Miscetur etiam trociscis succurrit siccat., succurit fehlt bc siccatores P. 

cum OHO aceepta et subp, emopt.succurrit seu ueneni potui uexatis, uenenisb, potuic 
11 iosso P. Mit quem beginnt Spr. c 112 nsnl TFXTonxii?. Die Urhandschr. 

muss eine Lücke gehabt haben. Die alph. Bearb. hat nur: Est etiani utilis fa- 
brillibus, fabrilib. bc, operibus. carcedoni F. 13 uaria P. 14 Lemneas 

fragis P. Leninia fragidos, Lenia (lenias) fragilis b lempnia fragidos c 

i 

15 clauica, cJaw/ca a. Ras. b claba. P. 16 istam c collectam et caput 
17 uindunt P. hec (leupina) rubrica dicitur item et r. d. e fragida P. 

nascitur etc. Zusatz, vgl. voriges Kapitel. uirtus est autem Icnine, lempnie bc 
contra nach potens neuer Zusatz, cum uino, cum fehlt b 18 quae 

fehlt ipsa fehlt 19 incursionis hocurrit P. occurrit <J)avaol^ioyr — 

dcdaooHor'^ contra — occ, und antid. misc. vertauscht b Nach incant- 

Zusatz. 



Dioscorides Longobardus 219 

PKF' De calcanto. Calcantu unum genus est, quia aqua est 
coagulata; sed species tres sunt: unum uero destillata aliquibus 
cloacis et spissatibus, unde et sactou dictum est, quae aqua ex 
metallicis fabricis destillat et ibi coUigitur. secunda species, quae 
5 afton dicta est, in speluncis inuenitur: coUectu in uasis refunditur 
et ibi coagulat, quem multi picton appellant. Tertia uero species, 
quae dicitur epfton, in spanias fiet. conficitur uero sie: quae 
sine colore et sine uirtute est, miscunt aqua et cocunt et re- 
fundunt in piscinis et diebus aliquibus coagulatur et sie se 

10 separant in partes maiores. aliquibus in locis ut uotrui pendunt 
sibi coherens. bonu est uero || [153 c] colore quianeo habet, 
grauis et spissus et mundus et limpidus, qualis est istacton et 
loncoton dixerunt. coctus uero ad infectura et nigrandum aliquid 
utilis est, sicut usus iudicauit. uirtus est ei stiptica et termantica 

15 et scarotica, lumbrices latos excludet. uenenum graue bibitum 

cum mulsa excludit, uomitum prouocat, micetis contrarium est 

bibitus cum aqua solutus, cum aqua in naribus missus caput 

purgat. comburitur uero sicut calciten. 

PKJ' De calciten. Calciten eligenda est colore habet eraniinis 

20 et fragilis, sine lapide et non uetere, uenas tenues et oblongas 
habet et lucidas. uirtus est ei stiptica et termantica et scarotica, 



1 Calcanti uni P. 2 species tres sunt una que, uua est q. be 

distillat ab aliq. 3 coaculata P. distillata P. clouacis et piscatibus P. 

et spissatiir sacta P. satan, (saeton) be et hec aqua 4 distillat, P. 

colleg. P. et coagulatur et sie coUigitur; in b ist et sie coli. — coagolatur 

a. R. nachgetr. quae — dicta est, fehlt der alph. Bearb. que ab- 

froton P. 5 spelunca P. coUecto P. quod collectura 6 coagulatur, 

coaculatur P. hoc multi piocon, (picton) c pictoris b Tercia, P. 

7 epton hispania fit, ispania c ispania nascitur b imbecillum et de- 

coloratum quod conf. sie. que P. 8 col. est et P. miscetur aque et 

coquitur et refunditur coacol. P. 9 sie se separat e et sie separat, P. 

(separatur) b 10 partis maioris P. botrui P. maior. butirosas, 

bütruosas bc, (botrosas) sibi connexum aliquibus — coberens fehlt der 

alph. Bearb. 11 cohercent b bona est bona est uero P. habens P. 

est ergo summum chianei coloris, cianei be 12 graue grauet e spissu P. 
spissum splendens -um quäle stacton, P. st Ras. acton b 13 longoton P. 

Das fehlt der alph. B. dafür: Gal. ad Pat. Coctum infecturam ad nigr. 

et inf. bc 14 utilis P. secut P. lud. ind. bc 15 iumbricis lotos P. 

lumbricos excludit, P. 16 mic. etiam, etiam fehlt bc 17 bibitum uel in, 
in Ras. aribus b missum 18 uero fehlt b Zusatz. 19 Calcitis 

gleba est — equaliter fragilis Gal. ad P. habens P. 20 fragilisine P. 

21 habens P. uirtus est ei scerot., scarot. bcMS. 



220 Hermann Stadler 

purgans palpebras et oculos submordax, igne acrura extinguit et 
herpitas curat, fluxum sanguinis matricis abstinet, micetis cum 
8UC0 marubii oecurrit, gingiuarum reuma et faucium inposita 
abstinet, pascentia uulnera sanat. coctu uero oculis medetur. 
5 trita melle addito et inuncta palpebra grossa et aspera conpescet. 
fistulis ut (I [153 d] coUiri more iniectus medicatur. conficitur ex 
ipso, quod dieitur pyoricon, duas partes calciten mittens et parte 
una cadmian, terunt simul cum aceto et uaso fictili mittunt et 
diebns canicularibus obruunt, conficientes diebus .XL. haec 

10 confectio uirtute caleiti habet et magis uiscidior. alii uero equales 
partes cum uino mittunt et terunt omnia suprascripta faciens. 
conburitur autem calciten sie; in testu mundii ponunt calciten 
et addunt carbones igneos, sed raensura conburendi seruanda 
est. quem si uolueris in ydrocolliriis miscere, conbures super 

15 conbures illu, quamdiu siccu inueniatur. reliquis confectionibus 

tamdiu coces, quamdiu colore rufu faciat ut lubrica, et sorde, 

qua circa se coHigit, mundas, et cum conburitur, assidue mo- 

uenda est. 

PKE De mysi. Mysu utile est cypriu, et cum fractu fuerit, deintus 

20 stellae aureae parent. uirtute et conbustura simile habet calciten. 



1 purgans, purgat MS. palpebra et oculis P. est et subiu. est etiam b 
sacruin MS. agrum P. 2 herpetas, erpet. be miscetis f 3 reumam bc 

fantium P. 4 ad sanit. perducit, P. cocto P. cocta, coctum MS. 5 Hita P. 
falfebra P. palpebris grossis, crossis b, et aspcris [sencallosis aptatur, quia 

rarescere eas facit.] conpescU P. 6 fist. collirii iuiecta medetur, 

medicatur bc 7 ex ipsa confectio, confecc. e, que dieitur pioricon, a. K. al. 

piorica, pioricum c prioricon P. Sp. 116 .-tfqI yojoixov partis P. 

parf. habens eaicitis et unam catimie, catmie c qui simul teruntur et in 

uasc f. repouuntur in b ist in uase f. (Gl. lutato) — uirtutem habet a. R. 

nachgetr. 9 obruuntur dieb. XL ut conficiantur 10 uirtutem habet 

caleiti P. eaicitis sed uiscosior est, uiscidior bc cqualis P. mitt. c. uino b 
12 aet P. supra, suprascripta c facientes 12 autem fehlt P. eaicitis; 
testa munda, testo mundo P. et noua imponitur prunis et comburitur sed> 

noua et munda ponitur c i3 pr. comburentur sed b carbonis ignios P. 

nam si uol. miscere eam conbuiris superconburres illo P. 15<^carbone8?> 
conbure eam, eam fehlt b sicca sicco P. rel. uero 16 coquo 

colorem ruflfum rubrica sordes quas 17 munda conburritur adaid, P. 

19 Miseos aliud est, est fehlt o, egyptiuro, egipcijim c, egiptum b et aliud cipri- 
nuui quod est aptum ocularibus mcdicaminibus. summum ac probabile iudicatur 
durum quod cum fractum fuerit fraclo P. 20 albe apparent. 

uirtutem et combusturara -ae P. similem calcantis, calcanti c 5 

caicithi b 



Dioscorides Longobardus 221 

et excepta confectione soiica. egiptiu uero utile est, quae et 
in confectiones colliriorum raiscetur, || [154a] sed plus ad reliquas 
confectiones utilis est, 
FKz' De melanteria. Melanteria colligitur ex speluncis stomida- 
5 rum, unde maxime et eramen inuenitur, quia super ipsu eraraea 
eoagulat. inuenitur et fusilis in cilicia et in multis aliis locis. 
bona est uero, quae inuenitur colore habens sulfuris uibi, lenis 
et equalis et munda, quae tacta digitis humorem nigrum eieiat. 
uirtute et conbustura simile mysui habet. 

10 FKZ De psori. Psori, quem multi putauerunt melanteria esse, 
sed falsum est, quia suum genus habet haec, et ille suum ; bromum 
psori plenum habet, nausiam prouocat. inuenitur in aegiptu et 
multis locis, sicut in liuia et in spania et quipro. utilior est 
uero aegiptius, quem si fregeris, niger est deintus, et multas 

15 habens pertusuras, et pinguior est. uirtus est illi stiptica, gustu 
et odori bromoso plenu est, contrarium stomaeo est. Est et al- 
terum genus, quod fructu sicut misu habet, colore istu inutile est. 
uirtute et conbus || [154b] tura simile misu habet, iniectus foramini 
dentis conpescet dolore, agitantes dentes confortat sciadicis medica- 

20 tur. si uinu mixtus clisteri adibeatur, maculas multibus toUit cum 



1 et fehlt P. excepta — sorica fehlt der alphab. Bearb. aegyptio P. 

Egiptium utile est in Eg. uero optim. est c que P. 2 confectiouibus: 

miscetur fehlt sed tarnen confectionis P. reliquis confectionibus, 

3 aptandum est, aptum est bc 4 jAIelanteria in sp. ubi et eramen inuenitur 
5 et super ipsuua ipso P. 6 coagulatur, cacolat P. fusilis auf Ras. b 

aliis fehlt. 7 bona uero est colorem sulphuris, sulfuris, sulphoris P. 

uiui, P. 8 et que est aequalis P. que, P. eicit. 9 uirtutem et com- 

busturam similem misei habet conbustu P. misui P. Oribas VI. 491. 

10 Psori, quam MS., multi put. melanteriam, P. quidem antiquitu multi 11 sui 
generis est etiam illa, quia suum genus habet hoc et iila MS. hec et 

illi P, brom. habet sed ita malum ut n. (nauseam) prouocet, habet psori 

plenum ut nauseam pr. MS. 12 aegypto P. egipto, egiptum e 13 libia, P. 
libya MS. yspania, hisp. MS. ispania c spania b et quipro P. 

et cypro MS. fehlt sonst. que utilor est 14 Egiptum uero cum fregeris, 

egiptium b egypcium c cum confregeris b Melior est egyptus MS. aegypt. P. 
quam cum fr. MS. nigrum, niger bMS. 15 habet bcP. et est MS. 

pinguis p. est b 16 odore plenum P. plenus est et contrarius 

alter x 17 fructo P. quod sie miscos habet colores, sicut miseos beMS. 

miau P. isto P. sed inutile est, 18 uirtutem MSb, et combusturam similem 
miaco habet miseo c -eos MS. -con b miso abit P. foramine den- 

tes P. 19 compescet MS. compescit, P. dolorem bcMS. dol. comp, 

agitatos, agitantes bc agitant. dolor, dentes c sciaticis, -cos MS. 20 uino 
per clistero, clistere bc clysteri MS. adhibeatur, adhibetur c 



222 Hermann Stadler 

aqua superunctus. capillos nigros facit, omnia ista metallica incocta 
uirtute habet maxima quam cocta sales et nitro et feces uini et 
calce et aliquibus ceteris, quibus uirtus additur in coctura. 
PKH' De difrigus, Friguus habet tres species: una uero species 
5 metallica est, quae in cypro nascitur et profundo laco ascendet, 
quia et terrosu est. et post hoc sole siccatur, et postea ponitur 
in medio et circuitur sarmento et sie conburitur, unde et dyfriges 
dictu est, quia et sole siccatur et sarmenta. altera uero species 
feces sunt eraminis, sicut suprascripte feces eraminis sie et hoc 

10 colligitur. gustu habet esusti simile. tertia uero species con- 
ficitur sie : lapis qui dicitur pyrites conligatur et in fornace com- 
ponitur et ut calee conburitur, quamdiu eolore sanguineu faeiat, 
et collectu reponunt. alii dicunt nasei || [154 c] ex metallo, ex 
quo et eramen nascitur, qui eiectus coeitur sie. utilis est uero, 

15 qui gustu stipticu est, esusti habens sapore. linguam fortius 
siccat, unde si conburatur, pro difriges uenditur. uirtus est 
difriges stiptica et xerantica, purgatoria et limpidatoria et cata- 
staltica, erescentes superflue carnes uulneribus equat, cicatricem 



1 metallicam 2 uirtutem habent, uirtute auf Ras. b metallica incoctura 
uirtutem habent MS. et maxime cMS. maxime accepto sale, aceto in coctura 
et nitro MS. coctae accepto sale sed nitro P. accepto sale incoctura fece; 

3 et calce bcMS. u. calce et ceteris quibus add. uirt. b coctione, 

coccione c 4 Frigius lapis habit P. tres h. sp., III sp. h. c 

III. sunt sp. b una est m. que, P. 5 cipro, cypro MS. et de pro- 

fundo lacu ascendit laquo ascindit P. 6 que et terrosa est, que est ter. MS. 

terroso P. et post sole b postea uero, uero fehlt SJ. 7 sie fehlt 

comburritur 1*. unde difriges dictus est quia in s. sicc. et sarmento MS. Das 
fehlt in der alphab. P>earb. fryges dicto P. 8 al b 9 fex est, 

est fex bSJ. est feces eximiuis MS. sicut — eraminis fehlt P. sicut et 

hec colligitur, sicut similiter feces eram. sie et hec collig. MS. ut iam dictum est 
et de eram. fece et hec collig. SJ. sicut supradictum est et de eraminis 

fece sie et h' coli, c sicut est SS."™ et de e. f. sie hoc coli, b 10 colleg. P. 
gustum habens eriusto siniilem, eris c tercia P. uero fehlt MS. 

spec. fehlt b. 11 pirites, piretes b piritides MS. colligitur, collegitur P. 

furnace P. pon. c 12 calx colorem sanguineum -neo P. sanguinis c 

13 et collectus reponitur, reponant P. alii uero P. die. ex P. alii — 

coeitur sie fehlt der alphab. Bearb. metallo nasci P. 14 uero est be 

15 stipticus, -CO P. esustu P. eris usti saporem et 16 siccans 

[uelud alumen Gal. ad Pat.] conburitur b difryges P. difinges, 

difriges cMS. difrigies b uirtus est ei stiptica MS. est ei frigida et stipt. b 
est difrigis e est diflfrigis difryg. P. exerant. P. serant. MS. exerant. bc 
exiserant. et catastaltica fehlt MS. [et in MSbe et per uiodum niuis re- 

frigeratoria, Gal. ad Pat.] 18 et er. et fehlt bc superfluae carnis P. 

superHuas, superflue bcMS. aeqnat P. 



Dioscorides Longobardus 223 

ducit, uulnera maligna et pascentia curat, apostemata sparget, 
cera et resina addita omnia siiprascripta facere potest. 
PKQ' De arsenico. Arsenicu nascitur in metalla, abi et san- 
daraca. eligendus est uero partes latas in breuitate et auri 
f) colore habet, uenas habet separabiles a se, ut posite super pare 
uideantur, mundiim, non habens alia sorditia. tales uero in 
ellesponto nascitur. sunt maxime genera duo: unum est, quäle 
suprascriptumj et aliu fuscu, in colore sandarace, qui ex ponto 
et cappadocia uenit. secundus uero iste assatur sie: pones super 

10 testu nobo et carbonibus igneis ponis et frequenter agitas, quamdiu 

igne II [154 d] fiat et mutet colorem, et cum fricuerit, reponis. 

uirtus est illi stiptica et scarotica cum uim ignea et staltica 

reumatismi. capillos tollet. 

P^l' De sandaraca. Sandaraca eligenda est colori rufo ualde, 

15 citius seterens, munda, colore cinnabari habens, odori sulfuris. 
uirtus est ei et coctura similis arsenico. resine mixta alopicias 
curat, cum pice ungues leproses excludit. oleo mixtus peduculos 
necat, pustulas cum adipe mixte mundat. oris uulnera et nasi 
curat, omnes pustulas corporis cum oleo purgat, condilomata ani 
compescit. empiicis cum melle et uino datur. fumigio tussim 



20 



1 perducit b fluores (flores) uulnenim cohibet, bcMS. pascencia P. 

apostema; -mata MS. spargit, P. 2 supradicta, -scripta c similiter MS. 

3 Arsenico P. arsenicum nascitur in metallis ubi, in bellesponto ubi MS., naso. 
ubi c 4 uerum optinum etc. Gal. ad Pat. unter auripigmentum et aureum 

colorem 5 uenas habet fehlt P. et uenas separabilis P. ut seperari uideatur 
6 aliqua sordicia P. m. sine sorditie tale, P. in exponto, ellesponto bc 
hell. MS. eiisp. P. 7 eins gen. s. d. equale supradicto MS., qualia SS. aliud b 
sicut SS. et ali c alio fusco P. et aliud fuscum sandaracae P. 

quodex, et ex MS. 9 capad., P. cappad. b Istud uero assatur sie: 10 testo 
nouo P. pone in testa noua superpone, pones P. agita 11 ignescat, 
ignescat mutat b frig,, P. frigerauerit b 12 illi a. R. nachgetr. b et 

cum P. cum ignea ui bei scarotic. Gl. .i. crustam faciens b 13 reu- 

matitismi, reumatismi b cap. toll, fehlt, dafür: Gal. ad Pat. 14 De san- 

a 

darica P. S. [in eisdem locis nasc. in quib. auripigm.] elig. quoque est que 

colore ruflfo est quoque c eligendum est c. rufo b ualde et faeile teri- 
bilis, tribilis bSJ. 15 et cripula SJ. crep. MS. colorem, cinaban, a. R. al. 
cioabrii cinnabari cMS.SJ. cinnabachns e odore P. et odorem sulphuris, 
sulphor. P. od. qr sul a. Ras. b 16 et coct. fehlt MS. que est . . . 

Oribas. VI. 501. resinae P. mixtum b alopit. 17 peduclos 

negat P. 18 mixta curat b naris 19 pust. cum ad. — naris curat 

fehlt c narium MS. corporis fehlt MS., wo diese vier Sätze verstellt sind. 

20 empicis, empiicis bc cum uiuo et melle utiliter adhibetur, c. ra. et uino 

utiliter datur MS. adhib. fehlt b 



224 Hermann Stadler 

prohibet, maxime resine mixtus infidubulo fumu ore accipiat, 
uocem limpidat cum melle acceptus iit electuarium. asmaticis 
medicatur cum resina sicut catapotia acceptum. 
FAA' De stipterias. Stypterias omnis in metallis egiptiacis in- 
5 ueniuntur. est uero stipteria scissa a terra ascendens sicut flore. 
nascitur in locis || [155 a| moUibus sicut melu, in macedonia et 
in syria et in liuia et in armenia et in multis aliis locis et in 
miletum, sunt uere species eius multe. apte usui medicine rotuiida 
uero stipteria, scista et liquida. eligenda est uero scista, et hoc 

10 recens et nibea ualde, quam aer ut aura rapiat, stiptica ualde 
est, sine lapide et separans se sicut capilli alui, pro quo dicta 
est tricitis, quae et in aegipto nascitur. inuenitur et lapis aliqui 
similis illi, quo facile adulteratur, sed gustu intellegitur, quia 
non est stiptica. est uero et rotunda, quam multi manibus con- 

15 ponunt. pro uona compositione facile cognoscitur. sed eligenda 
est; qui ex natura sua conposita est, ponfolingi similis est, et 
alba et stiptica ualde et paulo subuiridis et pinguis sine lapide 
et fragilis et ex egiptu. liquida uero stipteria eligenda est 



1 prohibent P. resina, resine MSb resine c mixta, mixtae P. in- 

fidubüo fumo P. in fidibulo, fehlt MS., fuiuus fuui. ore acceptus MS. 

infldibulo b, infidibulo c, ut fumus bc ore aeeipiatur, accipitur c 2 mel 

accepto P. accepta sicut, P. eleetuar. electario P. elact. bc 

asm. [sine uocibus obtusis, Glosse] asm. medic. sine u. optunsis b obtunsis c 
asm. med. siue uoci obtuse ut MS. 3 catapodia Pbc accepta medi- 
catur b medetur, fehlt MS. 4 Stipterias P. stiptera aber im Text stipteria, 
stipteria b, -ea cSJ. metallicis, metallis SJ. aegypt. P. egipt. 5 in- 

uenitur stipt. fehlt P. flos 6 in moll. loc. c; in b ist locis a. R. 

nachgctr., moll. a. Ras. sicut et in macedonia yerap., sicut in m. c 7g'rapoli e 
ierap. et c gempoli b (a. Ras.) SJ. sicut melo P. et in erapoli P. 

7 siria P. libia P. et in syria — armenia fehlt der alpliab. Bearb. 

et multis Pbc et in multis et in mil. fehlt der alphab. Bearb. 8 uero, P. 
multae aptae P. m. et apt., m. a. SJ. est enim r. st., est autem SJ. 

scisa P. est et liquida, est et scissa et liquida b est et scissa. est et liq. SJ. 
uero est c est uero SJ. 10 scissa recens et niuea ualde aer, 

u. quam aer bcSJ. aut, P. hec stipt. bSJ. 11 et sine et fehlt se a. R. b 
albi unde 12 tripticis e trichicis, trichitis bcSJ; in b ist tric a. Ras. 

que in b hec in SJ. aegypto P. egipto, egypto SJ. aliquis P., 

fehlt der alphab. Bearb. 14 stipticus, -ca SJ. stiptic' c et fehlt 15 sed 
pro, pro fehlt SJ. bona, P. eligenda uero est, el. est SJ. 16 quia P. que, 
sui SJ. ponfoligo, pon/olingö b a. Ras. ponfoligon c est fehlt 

17 paululum in den Drucken ist von et sine lapide bis et sine lap. ge- 

sprungen, somit et frag. — graue odore ausgefallen: nicht so in beeSJ. 18 et 
ex aegyptio P. fehlt der alphab. Bearb. uero stiptica. Elig. uero est b 



Dioscorides Longobaidus 225 

limpida et lactea et uno habens colore et mucta et sine lapide, 
graue odore et igneu habens. omne stipterie uirtute habent 
termantica et stiptica et purgatoria \\ [155 b] caligines ocnlis 
detergens, snpertiimentes uulneribus carnes depascens coequat. 
5 meliore uirtute scista quam rotunda. conburuntur et cocuntar 
sicut calciten. putredines uulnerum et fluxum sanguinis stringit, 
aceto aut melle mixtus motas gingiuas et dentes confirmat. 
pustulas melle addito curat, reuma aurium conpescit addito suco 
plantaginis. leprosis cum suco coliculi medicatur, melle coctus 

10 et superunctus plurigines tollet, ungues leproses excludit, terrigia 
detergit aqua addita et fomento adibitus, pernionibus medicatur, 
cum sale duplo accepta et inposita pytiras capitis purgat, cum 
araurga picis et superuncta conbustionibus medicatur, lendes et 
peduculos purgat cum aqua, haec omnia soluta superinuncta 

lö opitulatur. alarum putredine et femorum inuncta conpescet 
menstrua proibet, generare non sinit, ante coitum si matrici 
supponatur. gingiuis et übe et faucibus et ori prestolatur, abor- 
tum facit. uulnera oris melle mixte compescit. similiter prodest 
et uulneribus aurium et naturae. || 

[155c] P^IB' De sulfure^). Sulfur eligendu est uibu et colore ignis 
habens et limpidu et sine lapide et missus in focu uiride colore 



1) Die Schrift dieser und der folg. Seite ist sehr undeutlich u. vielfach verwischt. 

1 habet P. lact. unum habens colovem bc h. un. col. SJ. mucta P. 
mulcta c. mucta in multa Itorrig. a. R. al. inuncta b iuncta SJ. <^^al 8i6lov 

Xvkoidi}^ 2 grauem odorem et -eum h. igneo. b P. omnis 

stipteria, P. uirtutem -am 3 purgaturla P. caliginis P. 4 doterg bc 

carnis P. 5 melior est in scissa conburr. P. comburitur uero sicut 

calc. et coquitur sie: 6 putrid P. put. unln. et fehlt der alph. Bearb. 

7 mixta ginziuas e gingiuis P. contirmans P. 8 p. et aptas P, et naptas, 
reumam e r. capitis a. R. et aurium b add. s. pl. comp, c succo 

9 leprosoa caulic. cauli medetur e cocta -eta 10 prur. toUit, 

pterig. terig. b terr. c 11 adhibita, adibito spern. P. permon. 12 dupplo 
accepta et b duplo et aceto imp. ptiras, pitlras Pc pustulas a. R. al. 

ptiras b cum amurg. — peduculos fehlt den Drucken und b 13 amurca Pc 
picis et fehlt c, dafür : capiti s. medetur et c 14 pedictos c peduclos P. 
purgat fehlt c. hiis, bis e c. a. sol. et sup. his o. b omnibus s. et 

superuncta, peruncta c 15 opitulantur -dinem, P. femoribus c com- 

pescit, P. 16 matrice P. 17 uue P. et fauc. et u. b 18 raelli mixta, 

mixta melli c 19 pr. uuln. et üe, (necesse) nature bc Das Kapitel „aluminis" 
verwandten Inhaltes stammt teilweise aus Gal. ad Pat. 20 De sulphore. Sul- 

phul eligendo P. Sulphur, sulfur c est fehlt, el. est. cMS. uiuum, uiuo P. 
et fehlt 21 colorem habens limpidum bc et col. 1. MS. hab. et limpldo P. 
[et resplendens et perlucidum Gal. ad Pat.] et sine 1. quod missum in focum uiridem et 

Romanische Forschungen XIII. 1. \~) 



226 Hermaoü Stadler 

faciens et pinguiore. nascitur in meloscia et lipara. uirtus est 
illi termantica et diaforetica, tussira proibet, empiicis et asmaticis 
in obo acceptus medetur, fumigio suo abortum faeit. lepras et 
sernas purgat. resine mixtus ictus scorpionum mitigat et dra- 
5 conum maritimorum. pluriginem corporis proibet, nitro mixtus 
id fdcere potest, ictericis cocleariu unu in obo acceptus prodest. 
catarron et superfluum sudorem corpori aspersum tollit. cum nitro 
et aqua podagricis prostat effectum, fumigio surdis reddit auditum 
et letargicos curat, tritus cum uiuo et murra et superunctus 

10 quassationes aurium curat. 

F^F' De pumice. Pumex eligendus est leuis et abintus inanis, 
fragilis, albus et sine lapide. conburendus est uero sie. mittis 
illum carbonibus uiuis, quamdiu ignescat, quae postea stingis 
uino odorato, et secun || [155d]do id facis similiter, tertio caie- 

15 factu eicis de igne, teris et reponis. uirtus est ei stiptica et 
termantica et purgatoria, oculorum cicatrices limpidat, uulnera 
replens et cicatrices ducens, carnes uulneribus superflue crescere 
non sinit. dentes limpidat, capillos corporis tollit. Theoprastus 
uero dicet, quos si miscuerit cupe uullienti, ulterius euuUire non sinit. 

FvlJ' De sale. Sales uero utiles sunt oricti, qui fuerint limpidi et 
sine lapide constricti. unum colorem habentes. ammoniaci uero 



1 pinguem colorem facit, f. coi. b. uir. f. col. et p. MS. meloda e 

melosda, meloscia b melorca P. lipera P. lippara 2 (dyaf.) [et re- 
corperatiua et extenuatoria] prohibet empicis, -iicis b 3 ouo, P. 

acceptum 4 zern. resina P. ictos P. scurpione P. scorpionis, 

draconis maritimi, mariiii b 5 prur. prohibet, proibit P. sed nitro mixtum 

6 yct. biet Pb etiam coclcario in ouo accepto, etiam fehlt bc 
cocle .i, in o. cocl. uno c cocii .1. in ouo P. accepptu b -um e 

7 cataron Pb catarrum corporis corpori bc asparsum Pc 

in M steht zwischen den Zeilen : et n as ualde prouocat. 8 fumigeo 

sordis P. fehlt c 9 litarg., P. lith. b tritum mirra, murra c -um 

10 quassationeni b Zusatz. 11 Pumex leuis et fragilis, 1. fr. bcMS. 

12 cumburitur uero sie. (comb.) bc MS. comburrend. P. 13 illo P. 

mitte illum in in uiu. carb. b igniscat P. et postea extrahens extingue; 
uin. o, ext. MS. extingue a. K. nacligetr. b stinguis P. 14 et fehlt 

id fac simili modo et tercio P. t, autem calefacto P. -tum cale 

übcrgeschr. b 15 extrahe ab igne tere et repone teres P. 16 replet et 

nachgetr. b cicatrices b -eis P. -cem 17 superfluae P. 18 dentis P. 

o 

teopr. P. Teo frastus a. B. b Stprastr' dixit e 19 quod si miscetur 

cacabo buUienti cuppe b a. P. al. cacabo <.Tti9or> bulienti Pc 

bullire, P. 20 Sales utiles oricti .i. fossibiles a. Ras. b qui fiunt b 

21 constricti fehlt nur den Drucken uin? durch Korrekt, a. R. al. unum b 

vor unum Ras. M. oalorem c, colorem, P. admon. P. armoniaci c 



Dioscorides Longobardus 227 

sales tales sunt eligende: uenas directas habentes et fragiles, 
maritimi uero stricti eligendi sunt et albi, unum colorem habentes, 
qui in cittu et in salamina ciuitate cypri et in mecaris inueniuntur. 
secundi sunt siculi et liuiei. fortiores sunt qui natura sua nascun- 
5 tur, qualis est tabeon. uirtus est Omnibus stiptica et ismictica 
et catartica et dialectica et iscarotica. putredinem tollit, scauiis 
medicatur. || ^) 

Cod. Paris. 9322 fol. 319 a, Zeile 25, Cap. CXXXIV : 
miscetur uirtutibus oculorum terigiis necessarie et carnis oeulis 
purgat. uulneribus supercreuisse carnes fomento non patitur. 

10 cum oleo inunctus laborem itineris tollit. tumores idropicos et 
dolores calidi adiuiti solent, aceto et oleo mixti pluriginem 
tollunt. hoc faciendum est igni uicino, quamdiu sudant. lepras 
et sernas et scauias purgat, mel et aceto et oleo mixto superuncto 
sinancis medicatur. faucium et uuae et gingiuarura [319 b] et 

15 apstarum reuma cum melle prohibet, fagedenica uulnera con- 
buUenta et conbusti et inposita curant. cerasti scurpionum ictus 



1) Hier fehlen in M zwei Blätter: der Text springt von PAA' de sale auf 
PMg' de spongiis. 

1 eligendi Pc amoniaci sal tale eligendum est b armeniciis uero 

sal talis eligendus est in e fehlt ammoni. — fragiles. anectas a. Ras. b 

d. et frag, hab., al. directas habens et frag, b a. K. 2 maritimus uero eligen- 
dus est, maritimi uero eligendi sunt c Waritimum autem strictiim eligendum 
est b mar. uero stricti e albi coloris et unum colorem habens, et albi ec 
coloris fehlt c habentes e 3 cito P. qui in — est tabeon fehlt den Drucken, 
steht aber in den Handschr. quod in cittu, Lücke, in salania (in salaminia 
korrigiert) ciuitate cipri inuenitur b Qc incitu et in salaminia c. cip. inueniuntur c 
qui in cicia et in sal'mia cip. clu. inueniuntur c 4 libici bc liuidi e for- 
ciores e quod n. s. nascitur b 5 quäle Pbc tabens be tebeus c 
u. est ei o. P. u. omni sali, u. e. omni sali cc u. est omnibus salibus b sinictica, 
smictica c esmictica a. Ras. b cartart. P. caractica, catartica bce Statt 
dialectica hat die alph. Bearb. diaforelica. et diaf. in b a. R. nachgetr. 
dyaff. e et scarotica. scabiis 8 coliriis oc. 
pterigias, terrigiis b terigias e tenigias c carnes 9 supercresceie, super- 
crescens b 10 unctus, inunctus ee inunctum b internis e ydrop. 
in b ist tumores — prur. tollit a. R. nachgetr. 11 calidus adhibitus soluit, 
mixtus prurig. tollit 12 igne, igni e sudent igni uicino fehlt e 
13 zernas Scabies melle ac. ol. e mixtus et superunctus, mixtum et 
-um b mixtus superunctus e mixtis superunctus c 14 sinauticis uue 
et fehlt e 15 arteriarum fegedenica c fagedeneia e uuln. com- 
bustus et cum polenta impositus curat., uuln. cum polenta conbust. et iupositum b 
IG cerasti fehlt scorpiouis, -um be 

15* 



228 Hermann Stadler 

cum semine lini inposita mitigant. raorsu colubri cum origano 
et mel et isopi inpositi curant. cerasti puncto cum pice aut 
cedria aut melli inposita medicantur. scopendri ictus cum mel 
et aceto inpositi prestolantur. absungie uitulinae additi tumores 
5 capitis et uulnera curant, uba passa et absungia mixti tumores 
testium soluent. fermento et origano mixti ordeola curant. triti 
linteo ligati et aceto intincti et inpositi morsibus uenenatis oc- 
currunt, liuoris corporis tollunt cum mel inpositi- cum oximellino 
uiuiti micetas et meconio bibentibus occurrunt. luxationibus 

10 cum farina et mel necessariae debetur. cum oleo triti et in- 
positi pustulas ebullire conbustionibus non admittunt, podagricis 
prestolantur. cum aceto missi auribus dolorem conpescunt. cum 
aceto mixti et inpositi igne agrum extingunt et herpitas purgant. 
conburrendi sunt uero sie: in testo nouo mittis et ponis car- 

15 bonibus uiuis, et cooperiendum est, ne saliendo spargantur. 
sales oricti ausungia coperti et missi carbonibus tandiu cocunt, 
quamdiu absungia conburatur. sed debent omnes sales disciplina 
suprascripta conburrere, quamdiu non salliant. 



1 applicitus mitigat applicatus c morsum cum origano et ysopo 

et melle orig. ys. cc 2 inpositus curat, et isopo impositum b punctum, 
puncto b 3 melle aptatus medlcatur, impositum med. b scopendri — 

prestol. fehlt der alphab. Bearbeitung, nur b hat h tThos cum melle et aceto curat 
4 axungie uituline, aux«^. e additum b 5 curat uue passe et axungie 

mixtus aux'- e mixtum b soluit mixtus, -um b 6 ordeolas, 

ordiolas b ordiola ce curat tritus linteo et aceto infusus et impositus, 

7 lintheo ligatus et c lintheolo lig. et c tr. et in linteolo ligatum et aceto 
inuDCtum et imp. b occurit 8 liuores — bib. occur. a. R. nachgetragen b 

corp. et capitis, b toUit cum melle applicatus, applicitus ee aplicitum b 

oximelle 9 uiuit. — et mel fehlt den Drucken bibitura b bibitus ce 

micetas et miconium bib, occurrit b subuenit ec 10 et melle necessarie 
adhibetur bc nee. adhib. c. ol. fehlt e tritus et impositus, -um b 

11 admittit, amittit b in den Drucken fehlt pustulas — mixti et inpositi. 

12 prestolatur 13 mixtus cc -um b aurium d. compescit tritus et 
inpositus, -um b ignem acrum, sacrum e exstinguit, extinguit, bce 
et herpetas purgat, erp. c 14 conburitur uero sie. in testam nouam, in 
testa noua cc mittatur et carb. u. apponatur, mitte sal et impone carb. u. b 
15 et cooperiendus est cohop. e foras spergatur, et cooperi ne saliendo 
foras spargatur et combure quamdiu non saliat b 16 Sales /oricti b a. Ras. 

n 

Sal. aorictus, sal orictus e axung., aux. e coopertus et submissus, 

cooperi et submissi" b cohop. e tamdiu coquatur, carb. q tamdiu c, 

carb. tandiu anx. conburantur e 17 comburitur, conburatur b disciplinis 
suis, disciplina S.Sa bce 18 conburi saliant 



Dioscorides Longobardus 229 

*CXXXV. De alosagne. Alosagne flos est salis spumosa, lapidi- 
bus maritimis inuenitur. uirtus est illi similis suprascripta. 

(*)CXXXVI. De alme. Aqua salsa uirtute simile salis habit. stiptica 
smictica et leptintica est, dysentericis et sciadicis antiquis 
5 clisteri curat, fomeato utilis est suprascripta. si aqua maritima 
non fuerit. 

CXXXVII. De alosanctos, Alosanctos inuenitur super petras 
Nili fluminis et in stagnis ipsius. eligendos est uero colore 
croceo [319 c] et odori graui, colori uno et pinguis, gustu mor- 
10 daci. sed qui colori rubri habet aut glummeroso est, inutilis est. 
utilis qui est, missus in oleo statim se soluit; inutilis uero non 
facile soluitur. facit utiliter uulneribus fagedenicis et pascentibus 
uulneribus ueretri. pus aurium purgat, caliginis oculis et glau- 
comata et cicatricis detergit. emplastris et confectionibus oleorum 
15 miscetur, ut oleum roseum sudores commouit. uentrem purgat; 
cum uino et aqua cacostomaco est, acopis necessariae miscetur, 
capillus tenuat. maxime uirtus est ei uiscida et pirotica ut 
salis. 



iPAE' De alosagne. M. im Index. De alosantus. AlosanctusP. Das Kapitel Alo- 
sachne be alosathne, insidens quidquam, quiddam c, est etc. stammt grossenteils aus 
Gal.ad.Pat. (Halosachne). MS. (cap. 34 Alosantus) hat denselben Text unter ,Cassiiis 
Felix' wie vorher des Gal. ad Pat. Kapitel de alosardio Plinius zugeteilt ist. 
3 PAg' De alme idest aqua salsa M. im Index. In der alphab. Bearb. steht das 
noch im vorigen Kapitel nach einem Zusätze- uirtutem habet similem sali [et 
nitro] stipticam -am 4 est fehlt smicticam stipt. et 1. c lepticam c 

dissint. sciat. antiq. iuuat per clistere 5 per fehlt ce fomentnm 

est utile suprascriptiim c, SSo c si — fuerit fehlt. 7 PAZ' de alo- 

sanctos. M. Alosantos, alosanthos c alosantus MS. [iatini flos salis, .i. f. s. MS. 
siue latin b siue ut Iatini c] supra b petram, petras bee 8 stangnis, 
stagnis c ipsius fehlt [ueluti pinguamen etc. Gal. ad Pat.] eligendus, 

uero est c 9 croceus odore grauis unum habens colorem, uini hab. col. e 
et pinguem, et fehlt b pingue c 10 colorem rubeum, rub'm c rubrum e, 

in b a. R. uachgetr. glomerosus 11 ut. autem est, est autem e qui 

miss. resoluitur, se soluit ec «esoluit b "'Vtil. b qui non bc 

12 fagedon. b fadegen. c fraudulentis MS. pasc. uentris c 13 cali- 

gines, calig c caliginem b oculi MS, 14 et albedines cicalricum [uicera 

t s 

cicoetica purgat, cacoetica be, cacoce curat c,] fehlt in MS. confecc. c 

confciobus c oculorum 15 olor. e cum oleo roseo sudorem 

comouet c conmouet 16 cum aq. et u. potatus, c. u. et aq. p. beMS., 

u 

p. c. u. et aq. c sed stomacum uexat necie e necesse, necessario MS, 

17 capillos exten e est fehlt, est ei bcMS. frecorporatiua] 18 sali, 

sal MS. Zusatz, fehlt MS. 



230 Hermann Stadler 

CXXXVIII. De nitro. Nitro eligendo est leue et coloro rosco aut 

albo, pertusuras abit sicut spongia. talis uero exi et beuio. 
CXXXVIIIl. De spuma nitri. Spuma nitri eligenda est leuis et 
lata et fragilis et rufus et spumosus, talis uero, qui ex lapide 
5 fialidie uenit, aegyptia uero secunda est. nascitur in magnesia 
caricae. uirtus est ei similis sali et conbustio, plus haec facere 
post. cum commino et mulsa bibita tortionibus subuenit, in- 
flationis toUit. cum ruta aut aceto accepta ante accessione et 
peruncta frigora periodica non admittit. medicaminibus diafore- 

10 ticis et lebricis necessariae miscetur et epicpacticis. mixtus aque 
aut uino tinnitus et sonus aurium et pus tollit medicando. sordes 
aurium aceto purgat. absungiae porcinae mixta caninus morsus 
curat, risina terebentina mixta ordiola curat, cum caricis mixta 
idropicis opitulatur inposita. melle mixtus et inunctus caliginis 

15 oculis detergit, cum pusca bibitus uim micotarum excludit, bu- 
brestis punctum cum aqua aut feile taurino curat, silfi addito 



1 PAH' De nitro M. im Index. Nitrura Jene, leue be nibcum aut 

2 album rub'ni e percussurus, pertusuras bc percusu. e l)aben3 
Album uero etc. Zusatz, dann : tale autem ex india uenit. Zusatz. Orib. VI. 485. 

3 PAS' De spuma nitri. M. im Index. Nitri spuma im selben Kapitel; auch 
unter *afronitrum. lenis e 4 et rufifa et spumosa *Afronitum eligcndum 
est quod est louissimum etc. Gal. ad Pat 4 *rufum tale uero ex filadclfia 
uenit, filod b, filadef. e* 5 secunda est egiptia, egyptica b * secundum 
uero ex egipto que nasc., qne fehlt be magnasia be 6 caricae fehlt 
in der alpbab. Bearb. est oi e sali combusto, s. et comb, e, sali et 
combustio bc in hac plus f. p.b tarn. p). f. c tarnen plus hoc, * sed tarnen 
plus, sed plus tarnen b* 7 Nani cimino, *cum cimino bibita, bibitum b 
*l)ibitum tortion. inflacion. c et inflationes, *ct fehlt, bc 8 cum mirra, 
mirta cc cum ruta, b c. ruta et aceto e* aut ceto c acceptum c* 
accepta fehlt b per frig. c accessionem -es*c* et fehlt, *ct per., b 
et perunctum 9 amittit b u. b* uirtutös e dyaf., *diaf., b 
10 lepteriticis, leptinticis bc, leptincis e* necessarie, et Icpt. et episp. ne- 
cessariis c* et epispasticis. i. desiccatoriis b*e* mixta, -um* 
aqua be* 11 tin. aur. et sonitus b aut sonus c* sonus c sonos, c*c 
tin. .^■. 6'onos Glosse b* *tinit. et sonitus aurium et post. tollit e 
et plus c* 12 cum aceto,* auxe ec* axungie porciiic, -no* -na c -nae b* 

* mixtum caninos 13 resine tercbentine * mixtum ordeolas, *ordiolas 
ordiola b in c fehlt: ordeolas — mellis, ine: ordeol. — inuncia mixta et, 

* mixtum 14 ydrop. *impositum opitulatur imposita fehlt b mellis, 
*melli * mixtum etc. immer Neutr. caligines oculis, -nem oculorum b 
15 bibita *nuteriarum micotarum c* mic. uenenum, -na b cxcludet 
*uenenum -dit c* bubestris, pub. c pubstris c'^ bufa'stis c* 16 punc- 
tionum b i perunctum c* Silfio silphio c* 



Dioscorides Longobardus 231 

tortionibiis subnenit. opistotonicis uero cerotis additus et supcrunc- 
tus prestat effectiim, similiter et luxationibus prodest. paralisis 
in lingue pane mixtus proibit. conburritur uero et ipsa carbonibus 
uiuis sicut sal, quamdiu ignescat. 
5 CXL. De feces uino. [319d] Feces uini eligende sunt uini stiptici 
et ueteris, sin minus, de siraile uino. feces uero aceti uirtute 
fortiore habent. conburrendum est uero sicut alquionio, ante 
tarnen siccatum ponunt super carbones in teste, quamdiu igne- 
scat. alii uero carbonibus uiuis illum inponunt. signum est con- 

10 bustionibus eins, ut albus et uellut eramen exeat. lingiiae ad- 
plicitus ulcerat, similiter et feces aceti. uirtus est fecibus ipsis 
caustica ualde et ismictica, stiptica et exerantica et catastaltica. 
usui recens est aptus, uetustate enim perdit uirtutem <et si non 
munite fuerint a uento>. lauatur enim sicut ponfolix. non con- 

15 bustus pustulis prodest. cum murta adibitareumauentris et stomaci 
abstinet inpositum. fluxum sanguinis matricis similiter stringit 
super pectine inposita. tumorem lactis mammarum conpescit. 
conbusta uero et cum resina inposita ungues leprosus excludit. 
oleo scino mixta et capiti additus tota nocte unctionibus 
capillus rufus facit. Iota uero confectionibus colliriorum pro 



1 torcion. c Episto. ce addita, -um* etc. 2protexitc* peralisi 1. c* 
paialisin 1. 3 pani mixta prohibet, mixte c mixt~o* *coml)uritur 

u. in carb. Zusatz. Orib. VI 440. 5 PM.' De feces uini M. im Index. 

e 

Feces uini 6 uteris P. si c dissimiiis uino, dissimili b de simile 

uino c de simili modo e 7 fortiorem habent uirtutem comburende 

uero sunt f. uirt. h be ceteris altionum, (aicionium) bc alconum e 

nam ante siccate, nam an | a sice. b 8 ponnntur testa ignescant 

9 eas imp. et sie comburunt. sign, autem conbustionis eanim bonum est quando 
albe, an cum conbust. b 10 eorum c (uelut), c uelud be examcn c 

exeunt et lingue applicite, applicate be, -ta c 11 exulcerant et de aceti 

fece fit, face ac. bcc ipsis fehlt 12 est Ras. fecib. smigtica a. K. ist 

nachgetr. : et sinistica et exerant. b smictica c sinetica sinnit. e 

serantica c recentes usui apte sunt, usu c uetuste e perdunt; 

uirt. perdunt enim uetustate b 14 minute, munite b fuerunt, fuerint b 

o 

et si — uento fehlt P. lauantur uero, lau. g c Lauatur b fex non com- 

non 

busta fex uero conb. b 15 mirta adhib. reumam 16 abstinent e 

iraposita sang, abstinet, abstinent e, matrici, fl. sanguinis repri- 

mit b matricem b matrices e 17 pectinem, pecten o hnmorem, 

humores e 18 leprosos 19 siccionio, sicionio bce et adhibita cap. 

add. cap. be cap. addita c (unctione) uncc. c capillos rufios im Druck 
von Colle steht statt unctione: uenstrem unctionem b 20 frufos) b 

lauata in P ist Iota in nota verschrieben. confect. oculorum nobilibus b 



232 Hermaun Stadler 

spodio nobilis miscetur^ cicatrices limpidat et caliginis oculis de- 

tergit. 
CXLI. De asbestu idest calce. Calce conficitur sie: cericis ma- 

ritimi testa collecta mittis carbouibus uibis aut fornaci et sinis 
5 tota nocte: alia uero die eximis, si alba fuerit, sin minus, iterum 

reuocas igni, quamdiu nibea faciant, et stinguis aqua missa in 

caccabo nouo et coperia et dimittis una nocte et reponis usui 

seruans. fit uero ex lapidibus et ex marmore sordido, quia ipse 

utilior Omnibus, uirtus est omni lapidi pirotica et dictica et 
10 caustica et scarotica. miscetur uero absungiac aut oleo et fit 

peptica aut malaptica, cicatricis ducens, idest catulotica. eligenda 

est uero recens et non stincta. 
CXLII. De gypso. Gypso uirtute habet stiptica et parimplastica, 

idest parecolectica, fluxum sanguinis et sudorem abstincns, bibito 
15 offocat hominera. || 
[320a| *CXLIII. De cinere sarmenticio. Cinere sarmenticio uirtute 

habet caustica. mixtus oleo et absungia et inpositus quassationis 

lateris et neruorum collectionibus et artreticos soluit. aceto et 

nitro mixtus et inpositus morsibus caninis et uenenis occurrit, 
20 et scaroticis uirtutibus miscetur. bibito cinere ipso solo alto 

cadentibus medicatur. cum sale et aceto bibitus ui <m> mice- 

tarum temperat. 
CXLIIII. De alquionio. Alquioni spccics quinque sunt, una 

uero spissa est et grauis, spungiac habet facturam. secunda 



1 nobilibus caligines 3 PMA.' De asbesto M. im Iudex. Ca Ix sericis, 
cericis bcc 4 maritinus c testatn collcctam, tostaiii e, teste in testä 

korr. b mitte in uiuis aut in fornace et sine t. n. ibi esse 5 altera b 

eximc et si b si minus e 6 reuoca niiica fiat et extingue 

cacabü et cohoperiens dimitte, cooperiens c una die luanere una nocte 

o 

m. be sie una n. m. e et postea repoiie 8 rescruans b fit g b 

et ex lap. c solida, al. sordido Glosse b ipsa c 9 ut. est b est util., 

et stitica e 

ualidior e omni calci d[i]ectica, dieptica c 10 caustia b aux e 

axungie et fit fehlt 11 pect, c malact. cicatrices -em c .i. catu- 

lotica e catol. b nachgefahren. .i. in c nachgefahren 11 uero est; 

extincta. Zusatz. 12 PMB.' De gipsu M. iin Index. Gipsum genus est 

lapidis etc. Das Kapitel ist in der alph. Bearb. aus Gal. ad Pat. Oribas. VI 476 
u, a. erweitert. gipsum non coctum desiccatiuum est et stipticum et parem- 
plasticum, pate' plaustic ««, et paracollecticuni, fehlt c 14 abstinet bibitum. 
16 ri\ir.' De cinere sarmenticio: M. im Ind., Text nur in P. 23 PM.d.' De 

alquionio M. im Ind. P. hat von 2. Hd. die Glosse: .i. aloes Alquionii, 

alcionii bce sunt q. 24 uero fehlt spongie habens, hab P. fracturam be 



Dioscoridea Lorigobaidus 233 

uero bromo plena est et odore habet piseium, que et in litoribus 
maiitimis habundat. tercia est, que ut terigia oculorum inuenitur; 
sicut spongia laue est et inanis et fistulosa, colore habet pur- 
pureO; quam multi milesion dixerunt. quarta uero lanis suecidis 
5 similis est, inanis et leuis. quinta autem species miceto similis 
est sine od<or>e et aspera deintus ut pumis, deforis lenis et 
uiscida est. habundat maxime in ponto in isola nomine becnicon, 
qua eines alosagne dixerunt. prima species et secunda utilis 
sunt mixte mitromatibus mulierum, idest uulua. maculas nigras 

10 et sernas et lepras et lentigines tollit. tercia uero species diores 
uisice et renis utiliter adhibetur, neufreticis et speneticis et idro- 
picis medicatur. conbusta et uino trita alopicias emendat. quarta 
et quinta species dentes limpidat addito sale, et omne corpus 
limpidat, psilotris miscentur. conburrende sunt sie: mittis in 

15 caccabo nouo crudo et coperis et munis et in furnacc mittis, 

quamdiu caccabus ipse pereoquatur, et coctum reponis. lauatur 

sicut catmian. 

CXLV. De adarcen. Adarcen nascitur in galacia. sicut spungia 

super terram nascitur locis salsis et aquosis et cannetis, [320b] se 

20 applicans et feno. colore est illi similis lapidis asiani flori et 
alquioni, est uero moUis et inanis abintus. nascitur et in 



1 est plena odorem liabens, pl. est e bruiuo c broco pl. est b littor. 

2 (abuud.) habund. tertia 3 ut pongia (pterigia), a. R. pterigia, terigia b 

trigia e t'gia e leuis, lenis e sicut spongia maius inuenitur <a. R. est 

etiam inani8> et .leuis b et uenniculosa et fistulosa colorem habens c 
4 purpureum quem, quam b milcxion y. suecidis lanis, lan succ. cc, sucid. b 
q. uero, autem bce 6 sim. est et asp. c sim. est asp. e sim. est ut pum. a. d. b 
sine odore fehlt der aiph. Bearb. pumex, spumex e 7 in insula ponto 

bethanicon a. R. al. betiticon, in ponto ins. n. bethinie b in ponto insula 

b'thnio" c in ponto et in ins. bethanicon c 8 quam alosaginem dicunt, 

-gine dicunt bc utiles utilis est mixta bc 9 emicromatibus, emitromat. c 
et uulue .i. uulue c 10 et fehlt e cernas, zernas bce tollunt 

toH Fe Tercia ce tertia dissuriis, dissur. c dissurriis e 11 et arenis, 

harenis e nefr, splenct. a. R. nachgetr. b ydrop. 12 allop. e 

13 limpidant e corp. limpidant, limpidat be 14 conburende uero sunt 

fehlt b mitte 15 cababo cooperi et muni minui? c fornace mitte 
16 cacab. repone lau. autem 17 chatimia, cathimia c cadmia e 

PMEJ De ad. M. im Index. Adarce, adharcis uel adharce SJ. .i. caro marina 
Glosse spongia e galatia, galacia b spongia 19 nascitur fehlt 

1. saxosis et aq. canetis SJ. canuetis c in feno c Zusatz aus Gal. ad 

Fat. 20 color coloris est b illius SJ. lapidi uel flori 21 altioni (i) 
uel altionibus flori b alcionibus c alcionibus c altionio MS. alciouii SJ. 
inan. ambitus e nasc. etiam in stagnis be 



234 Hermann Stadler 

stangnis. ungues leprosus excludit, maculas et lentigines in- 
posita tollit. uirtus est illi uiscida et nietasicrytica; sciadicis 
inposita medicatur. 
CXLVI. De spongiis. Spongiae duo sunt genera, masculo et femina. 
5 masculos di- 1| 

Cod. Mon. 337 fol. 156 a. 

[156a|ctus est, qiii pertusuras minutas habet et spissas et albus; feniina 
uero rotunda cauerna et maiora habet, est et tertinm genus, 
quod et tragus dicitur. iste diirus est et lapides infra se habet 

10 et plurima cauerna. conburuntur uero sicut alquioniu. noua et 
non pinguis uulneribus et tumoribus inposita medicatur, re- 
centibus uulneribus paracollesin prostat, uulnera clusa aperiunt 
sicut linteola missa. ueteres spongia inutilis est. uulneribus 
reumaticis et antiquis sicca inposita abstinet cum posca. inposita 

15 fluxum sanguinis abstinet cum posca. conburuntur et miscuntur 
confectionibus siccis oculorum. conbuati uirtute habent stiptica 
et ismictica. quae Iota miscetur confectionibus coUiriorum. con- 
buruntur uero tincti in pico liquida et fluxum sanguinis stringunt. 
minores et molles spongie albatur sie tincte aquae maritime et 



1 stagnis c . nasc. in stagnis SJ. Zusatz. leprosoa cxciudet b 

2 toi P. toll. iinp. e tollet c metasincretica niethasia c'tica e 

sciat. imp. Gal. ad Pat. 4 /'.!/,-.' De sp. M. im Ind.; Spongie, -ia c 

sunt d. g. MS. raasculus 5 -ns dicitnr quod, qui bco percnssuras e 

7 aibas, et alba est b 8 uero fehlt b rotundas cauernas cau. mai. b 

maiores, maiore habitu P. tercium P. 9 quod tragon die. dmos lap.; 

intra b lapidls P. habens, P. 10 plurimas cauernas, F. comburitur; 
alquionio P. alcionium, calcionirie b noua uero spongia et non 

n. H. sp. eligenda est et uero p. uuln. imp. ui. e 12 uuln. medicatur et p. p., 

medic. et fehlt bc clausa aperit, uulneribus clausa b 13 in lintcolo, 

sicut iiiitcolum missa c linth. e uetere P. uetus 14 pusca P. 

s. i. abstinet humorem et cum pusca [ant iiino glutinat ea a. R. al. ita] etiam 
cruenta Orib. VI 504 hum, abst. e ea fehlt c cruenta; comburuntur et 

ammiscentur conf. siccis ocul. et corabuste c, hum c. pusca' et cum p. o, et uino, 
aut c, glut etiam et cruenta. Comburitur et miscetur, admiscentur c, etiam conf. 
oc. sicc. corabusta. b sicc. oc. et combuste e et conbusta uir- 

tutem habet, -ent c stipticam et siniticam, simict. b smict. c sinnicfo o 

qui P. 17 qui P. que late, que lacte cc que ita und lote übergeschr. b 

miscetur e colir. P. coller. e scorpionis ictus etc. Zusatz, fehlt bcc 

comburitur, comburuntur c 18 tincta, tincte c tinle o liquido b sfringit 
Orib. a. a. 0. 19 minoris et raollis spongiae P. dealbantnr tincta bc 

tinte c aque P. in aqua marina, maritima b 



Dioscoridea Longobardus 235 

sole candenti po<s^'>te, si pars, quae <sectcC> est, dciusu 
<^Jo;i->atur.|| 

[l56b]i^MZ' De corallo. Corallu, quem miilti litodend<r>um dicunf, 
arbor est in fundu maris, qui dum uelli ceperit, accepta aere 
5 grauescit. nascitur uero multum in promuntorio sicilie nomine 
catino. eligendu colore coccineo aut sandycino, uno habet colore 
et fragile, odori graui, fici habet odorem et cinnamomi; et qui 
hoc non habuerit, inutilis est. inuenitur uelut scauiosu et abintus 
inane, sed inutilis est. uirtus est ei frigida et stiptica. carnes super- 

10 flue crescentes depascit, cicatrices oculis curat, alta uulnera replct, 

reicientibus sanguine subuenit, dysuriis medicatur. cum aqua 

bibitus splenera siccat. 

*PMH' De antipates. Antipates ut colliria longa sie sunt: colore 

nigro, coralli habens factura, sicut arbor habens nodos multos. 

15 uirtute habet coralli. 

Pl\[&' De lapide frigio. Lapis tVigius, quem in frigia infec- 
tores utuntur, unde et nomen accepit, nascitur || [156c] in capi)a- 
docia. utile est colore uiride habens et mediocriter grauis et 
uarias uen;is habens albas sicut cadmian. conburitur uero sie: 

20 aflas illum uinu odoratu et caruonibus uibis mittis et flauellas 
illuc, quaradiu colore rufe faciat, et eicis illum et secundo per- 



1 in sole candente P. positae P. poüiintur sicqne siccate 

reponuntur. que P. secta P. de iosso P. in M. ist hier ein 

Ausriss 3 Coralius m. die. b lithodendron, -dro b 4 fundo 

quod MS. dura uellitur accepto c qniperit P. 5 grassiscit P. 

multo P. multum promnnturio P. prooiontorio b promunctorio ciliciae P. 

multum in aicilia MS. 6 eh'gendo est uero P. eligendua est cocineo P. 

coctineus. sandicinus, -no P.MS. unum habens colorem 7 fragilis 

odoris giauifici, gratifici MS. et quasi cinum, cinnam c et quod MS. 

8 hab. hoc b scauioso, scabrosus etiam uelud, etiam fehlt b in cMS. 

fehlt inuen. etiam — iinitile est 9 iuani P. et intus inanis, et fehlt b 

et hoc inutile est, et hie inutilis est b est ei c superfluas b 10 et 

etiam cicatr., et cicc. c et etiam fehlt b Statt reicient. — subuenit hat 

die alph. Bearb. emoptoicis mire subuenit. Jl reicienti P. disuris P. 

et dissuriis 12 spien Zusatz. 13 De antepates nur P. 14 habens 

fehlt P. habit P. 16 Lapis fiigius quo inf. in fr. c 17 unde nom. c 

nasc. in cap. fehlt d. alph. Bearb. 18 utilis, P. colorem hab. uiridem, 

col. uiv. hab. bc hab. P. 19 habet, P. et albas fehlt d. alph. 

Bearb. cathimia, catmian P. 20 aflas illum fehlt der alph. Bearb. 

dafür: refusum uino odorato, in uino c uino odorato P. in carb. 

uiuis, P. mitte flabella 21 illu P., fehlt sonst colorem ruffum f. 

et emitte et secundo, et emitte fehlt b illo P. perfunde 



236 Hermann Stadler 

fundis uino, et iterum carbonibus reuocas. hoc enira ter facere 
debes, obseruandum est uero, ne se frangat aut nigrescat. iiirtus 
est illli crudo et cocto stiptica et anacatartica et scarotica et 
septica. cum ceroto conbustionibus medetur. lauatur sicut 
5 cadmian. 

PN' De lapide pyriten. Lapide pyriten, ex quo eramen nascitur. 
eligendus est uero colore eraminis habet et confriciti sibi focum 
dimittentes. conburitur uero sie: melle unctus uibis carbonibus 
mittitur et flauellatur, quamdiu colore rufu faciat. alii uero in 

10 multis carbonibus igneis coctum secundo melli unctu reuocant 
igni, quamdiu se friet, quia multi colores falluntur in coctura, et 
postea eximunt illum et lauant sicut cadmian et reponunt. uirtus 
est illi cocto et crudo termantica et isli[156d]mictica. caligines 
oculis purgat, duritiis diaferesin et digestiowe facit. addita resiua 

15 carnes per equat. lapis ipse conbustus a multis difriges appellatur. 

*PNA' De lapide asio. Lapis asie eligendus est pumicis habet 

colorem, leuis et inanis deintus, fragilis, uenas habet deintM.s 

melinas. flore uero eius dicitur esse, quod est super ipsu lapide, 

sed uelut flos tenuis, colore habet subalbidu sicut puraex et sub- 

20 mettinu. linguae aplicitus morsicosus est. ambo uero, id est 
et flos et lapis, uirtute septica habet et diaforetica, pustulis 



1 iterum fehlt carb. uiuis P. reuoca enim fehlt 2 debis P. 

o. uero est 3 anatartica, anacartica bc 4 sectica, sect- auf Ras. b 

cer- auf Kas. b et lauatur 5 cathimia, catmia b Zusatz. (Varianten: 
pustule antique. a. R. al. aquatiles b.) Ganz anders lautet das Kap. bei MS., 
wolil aus Euax-Damigeron. 6 De lap. puriten P. Lapis pirrites, piri- 

tides MS., pirites bc erara. fit 7 est colorem liabens, P. qui missus 

in foco frangitiir; et confr. — dimitt. fehlt d. alpli. Bearb. 8 comburr. P. 

iu uiuis, P. 9 fiabellatur colore rufo — quamdiu se fehlt den Drucken, 

rufo P. colorem rufifum^c, rufumj) MS. 10 igneis fehlt c et sec. melle; 

uncto P. 11 se frang b se frig c se fregerit MS. quia multi col. fall, 

fehlt der alph. Bearb. u. MS., der ja nur diese benützte) 12 cathimiaui, 

catmian b 13 crudo et cocto et sinatica P.? asmictica MS., fehlt 

der alph. Bearb. caliginis P. 14 oculorum oculis MS. diaferre 

siuat dig. P. durities dyaforesim, duritiis diaforesin b duriciis c duricie- 
bus diaphoresini MS. digestionera 15 carnem, carnes bcMS. peraecjuat P. 
defrages, difriges bMS. defrigides c dicitur MS. IG Lapis asius, asia P. 
in alexandria etc. Gal. ad. Pat. Dagegen SJ.: Lapis asius in uero Dya. habens 
17 colore P. habens deintus meilinas 18 flores P. flos, ipso, P. 

19 tenue P. subalbido P. colorem habens aubalbidum pumicis P. 

submeiino P. submellinum 20 lingue applicitus mordicosus Das Folgende 
nur mehr in P. : et lapis et flos (in M. sind hier verschiedene Silben unleserlich). 



Dioscorides Longobardus 237 

cum resina et pice raixt«s^ sed plus uirtute habet flos ipse, unde 
siccus inpositus uulneribus ueteribus cicatrices ducit, carnes 
superflue crescentes aequat, accepto miceto occurrit, morsus uene- 
natos mitigat. sordida uulnera et alta purgat et replet cum melle, 
5 paseentia uulnera cerotis mixtus abstinet. in polline fabe podagri- 
cis medicatur. splenetieis cum aceto et calcem op</^w/a>tur. 
flos uero eius tisicis ut e\ect<jiariimC> datus prestolatur. fiunt 
<jnoHarius> \\ |157a] ex ipso lapide, quibus assidue podagricis 
utile est pedes mergere. tritus et in ualneo ut nitro asparsus 

10 carnes grossas tenuat. lauantur ambo ut cadmian. 

FNB' De lapide ematitem. Lapis ematitis utilis est fragiiis, 
durus, equalis colore rufo, non habet sorditia aut uenas uarias. 
uirtus est illi stiptica et leptintica et termantica et smictica. cica- 
trices et caligines oculis limpidat, traucomata melli addito tollet. 

15 cum lac mulieris mixtus et inunctus dolores oculorum et ruptiones 
curat, sanguinem oculis suspendit. cum uino bibitus disuriis et 
fluxum mulierum stringit, sanguinem reicentibus subuenit, maxime 
cum malagranata acceptus. colliriis cuticule fiunt ex ipso dolori- 
bus oculorum necessarie. conburitur uero sicut lapis frigius ad- 

20 ditu inos ignia coctura sie, ut leuis et colore ponfolingi reddant. 
adulteratur uero sie: accipiunt lapide scistin rotundu et mittunt 
in uaso fictili abente cinere calidu et dimittunt una hora et 
eximunt et confricant in cuticula || [157 b] uidentes, si colore 
rufu mutauerit, sin minus iterum reuocas, quousque ipsu colore 

25 reddat et sie uendunt. prouatur uero sie : lapis ipse^ qui acceptus 
est inpostura, uenas ipsas sequitur fractura. ematites uero omnia 
ista non habet, lapis suprascripto leuis est. ematites grauis est 
et colore cinnauari habet tritus. lapis talis inuenitur et in sino- 
pida, similis ematiten. lapis magniten diutius coctus disciplina 



2 inpos. ueterib. überkorrig. 5 faue 6 Ausriss in M. 7 tisicis fehlt hier 
olectario datus tisicis fiunt uero mortarins <.Tt'f;.ot> 8 adsiduae merg. ped. 

a 

util. est pod. 9 balneo ut fehlt adsperso 10 catmian 11 Lapis ematitis in 
quantum . . . Orib. VI 483 und ? De lap. ematiten. Lap. ematitis P. frag, et P. 
aequal. P. Gegen Schluss: emathitis utilis est fr. et similiter d. equali c. ruffo 
[uel ferugineo] habens sorditias habens sordida Pb. 13 leptica, leptintica b, 
et scaltica et einict., sw/f/matica b a. Ras. ismictica P. (alles Folgende nur in P. 
im alph. D. stimmen nur einzelne Stückchen, 14 draucom. teil. 16 disuris 
19 necessariae conburr. addito uino signia 20 cocturae 21 lapides cistin 
rotundo 22 uas babenti calido 23 confrigunt cuttila 24 rufo 

reuocat ipso 25 Mit reddat schliesst fol. 320d des Parisinus; das folgende 

Blatt iat diesem verloren gegangen. 



238 Hermann Stadler 

suprascripta fit colore eraatiten, lapis uero ematiten in metallis 
egiptiacis inuenitur. 
*jPiYr' De lapide seist u. Lapis scistus nuscitur in isperiiieria. 
eligendus est uero colore croceo et fragilis et citius se separans. 
5 uenas habet directas, quibus citius dirigitur^ uisu similis sali 
ammoniaci. uirtus est ei similis ematitis, sed plus ematitis 
uirtute habet, quia durus est, nam iste mollis est. lacti mixtus 
et suppositus ut <Cpessa->nnm causas matricis <.et reunia'>, 
percussura oculis, <C.stafilomatd> et aspredine <,imlpehro)'um 

10 ?Hef/<->cando Q,\xv<ß.t, confectioiübusy colVniüm Kmiscetur, alfa 
tmlnera repleC>. \\ 

[\hl(i\{*)PNJ' De lapide gagaten. Lapis gagaten eligendus est 
taliS; qui citius accenditur, odore asfalti habet, niger est in Om- 
nibus et durus et latus et non grauis ualde. uirtus est ei nia- 

15 laptica et diaforetica, fumigio epilcnticos prouat, causas ictericas 
cas conponet, fumigio uenena excludit, emplastris podagricis 
miscetur. in sicilia inuenitur in flumine aliquo, qui se miscet 
mari, sed ubi lapis ipse inuenitur, gagas appellatur, inde nomen 
accepit. 
'*PNE' De lapide tracio. Lapis tracius nascitur in isquintia in 

20 flumine pontus nomine, uirtus est ei similis gagaten. multi 

uiderunt de aqua conburi et oleo extingui sicut et «faltus. 

(')jPiVg' De lapide magniten. Lapis magniten eligendus est, qui 

citius ferrum rapit, colore quianeu habet, spissus et nou ualde 

<^ra>ui8. uirtute habet accep<^MS ^n'oÄ>ulo uno umores spi.s- 

25 <ßos edttciC> cum mulsa bibitus. <Jiunc miilti conJwr->entes 
pro lapi-<(^e ematite uendunC>. 
*PNZ' <iDe lapide ara>bicon. || [157 d] Lapis arauicus simile habet 
euori limpitudinem. tritus et cataplasma adibitus emorroidas 
stringit. conbustus autem confectioni dentifricii miscetur. 



3 Lapis schistus bei Gal. ad Pat. und MS.Euax; vgl. V. Rose Hermes IX 
S. 471 ff. Die kursiven Buchstaben sind von mir ergänzt; in M. ist die Ecke des 
Blattes abgerissen. 12 Lapis gagates inuenitur in licia . . . Gal, ad. Pat. auch 
hier stimmt nur Vereinzeltes. Hiezu zitiert MS. c. 421 den Euax (stets Enax geschr.) 
19 Lapis thracias (bei Gal. ad Pat.) est niger quasi caicuhis; nascitur in Scythia 
in amne quodam, qui Pontus dicitur. Vires easdem habet quas gagates; et dicitur 
accendi ab aqua et extingui ab oleo. Ganz ähnlich MS. in: Lapis trachius. Enax 
in proprio capitulo .... 21 »laltus M. 22 Lapis magnetes ganz fabel- 

haft; ebenso MS.; dann Enax in magicis. 



Dioscorldes Longobardus 239 

(*)PNH' De lapide galactiten. Lapis galactites dictus est pro 
colore laetis, sali similis est, gustu dulci. reuma oculorum inunc- 
tus suspendit. tritus cum aqua in pusside aerea reponendus est. 
uirtus est ei paracoUetica. 
5 *PNG' De lapide melititen. Lapis meletitis in omnibus similis 
est galactiti. 

(*)P^' De lapide morocto. Lapis moroctos, que multi galaxian 
aut leucografidu dixerunt, nascitur in egiptu. que linteones ad 
dealuanda linteamina utuutur, quia mollis est et citius se soluet. 
10 emptoicis et quiliacis 7>r^>-nmplasticus est. dolore uessice cum 
aqua acceptus conpescit. fluxum mulierum suppositus abstinet. 
confectionibus colliriorum miscetur. alta uulnera replet. oculis 
reuma suspendit. cerotis mixtus uulnera replet. 

FB^4' De lapide alab astrite. || (Schluss des cod. Mon. 337, 
15 dessen letzte Blätter verloren sind). Lapis alabastrides [uirtute 
est laxatiua.] emoUit denique durities et stomaci dolorem ceroto 
admixtus. 

*PBB' De lapide uibo. <^i'/ry,?>. 

*P^r' De lapide iudaico. 
20 *P^J' De lapide amianton. 

(*)P^ii'De lapide sappirino. 

*PHg' De lapide men fiten. 

*PSZ' De lapide seliniten. 

*PBH' De lapide iaspide. 
25 *PS'0' De lapide ofiten. 

^PO' De lapidibus qui in spongiis sunt. 

*POA' De litocolla. 

*POB' De lapide ostragiten. 

*POP De lapide smiriu. 
30 <F0^' De arena maris.> Arena maris, que in litore est, sole 
calefacta carnes humidas desiccat obruta preter caput. sicca 



1 Lapis galatides stimmt nur in einzelnem. 5 Lapis melitites (Gal. ad 

Pat.) per omnia priori similis etc. 7 Lapis morochtlius (Gal. ad Pat.) in 

Aegypto inuenitur et est pallidior etc. SJ. Lapis moroptos Dya. quam m. 

galaxia a. leocografidu uocant n. in egypto quo liutheones ad dealbandum lin- 
theamina u. quo citius siccentur. 14 Lapis alabastrides nur in der alpbab. 

Bearb. erhalten. Die Kapitel PIB' — POT' fehlen sowohl M. als P., der alphab. 
Bearbeitung, SJ. u. MS. Es scheint also, als wäre das Blatt mit diesen Kapiteln 
schon bei der Anfertigung der alphab. Bearbeitung verloren gewesen. 30 Arena 
maris. nur in der alphab. Redaktion erhalten. littore Drucke u. e 31 cai 

sole calefacta e obbrutas e sicca 



240 Hermann Stadler 

tosta in sacellis interaneorum tumores compescit pro nitro et aale 

adhibita. 
<,POE' De cuticula oleare.> Coticula olearis, que naxia dicitur, 

cum ferrum sumpserit tritura, ipsa superuncta alopicias emen- 
5 dat^ capillis crementa facit. didas uirginum crescere superuncta 

non admittit. bibita cum aceto spien siccat, epilenticis opitulatur. 
"POc;' Delapidegeoden. (Cod. Paris. 9332 f. 321a.) <Lapis 

geoden iiirtufe habeO> stiptica et exerantica inunct<«s>; ca/iginis 

oculorum purgat. cum aqua tritus inpositus didas tumentes et 
10 testes curat. 

CLXXVII. De terra commune. Terra communis si secundum 

medicina quaesita fuerit, uirtiite habit frigida et parimplastica. 

terra culta agrestis, que alba est et cinerosa. cinerosa autem 

utilis est et mollis. lauatur sicut cerussa. quam si conburrere 
15 uolueris, Iota sie facis: accipis in modum ciceris et mittis in 

caccabo nouo pertuso in gyro et copertum ponis carbonibus et 

coces, quamdiu puluer exeat minuto et colore albo faciat. uirtus 

est ei conbuste et lotae frigida et stiptica, alta uulnera replens, 

fluxo sanguinis uulncrum abstinet. 
20 CLXXVIII. De gc samia. Ge samias eligenda est alba ualde et 

leuis, linguae adherens et lenae et spargens se super carta et 



1 cocta sacellis be (interan.) b ytcran. y. tumor~ int. e tum. 

yteran. e 3 Coticula ollearis nur in d. alph, Bearb. erhalten. cotila c 

olearis bec C o nascia, (naxia) bt* nasciä dr," c 4 allop. e 5 bidas, 

didas bce uirginis b 6 inuncta non dimittit c inuncta non amittit b 

epilempt. bc 7 De lapide geoden. P. (oberste Zeile stark beschnitten, bei us 

Ausriss. 11 POZ' De terra communis M. im Ind. Terra omnis bce T. com- 
munis desiccatiuam habet uirlutem et frigidam et paremplasticam. Das Übrige 
ist aus Oribas. VI 473. terra culta — cinerosa fehlt der alphab. Bearb. Diese 
hat nur: 13 cirrosa autem terra, cinerosa b, Terra autem cir. c ciuerosa 

a. t. e 14 et mollis utilis est. Dann folgt ein Stück, das aus grossen Teilen 

des Kap. 170 Spr. .-reo« sgirotdSo; ;/7,- besteht; dieses Kapitel war also im Arche- 
typus — wie auch im Parisinus — mit dem Vorausgehenden verschmolzen. Da- 
gegen gehört das Kap. Gieritrias der alpb. Bearb. (fol. 57 b /.) aus sprachl. und 
sachlichen Gründen nicht unserer Übersetzung an. Der Schluss ist aus Gal. ad 
Fat. cerusa comburere 15 uolueris fehlt c lotam facies accipe 
mitte 16 cacabo pertusato in giro cum cooperculo clauso et, per- 

tus. — coop fehlt bce cohoperc. c pone in carb. uiuis et eoque, 

pone super carbones quamdiu ee 17 q. in puluerem conuertatur album. cc 

puluis exeat minutus et coloris albi. uirtus est lote et comb. 19 st. 

et fr. c 19 et fluxum abstinens. 20 POIP De gessamias M. im Index. 

Gisamia, Gasinia e 21 lenis be liugue adh. lenis, et lenis c fehlt MS. 
aspergens o cartam, cractorani e cratera c 



Dioscoridea Longobardus 241 

fragilis, qualis est, quem multi colirion dicunt. duo sunt genera: 
suprascriptuin et altero, qui dicitur aster placodes. iste spissus 
est sicut cutila. ambo uirtute habent et conbustione et lotura 
terrae erytriadi. sanguine reicientibus subuenit. fluxum mulieris 
5 stringit cum ualastia data, cum aqua trita et peruncta tumores 
didarum et testium conpescit, oleo roseo mixta sudores proibit, 
Omnibus uenenis accepta cum uino occurrit. inuenitur et in 
sacamia lapis, quem aurifices utuntur ad auru aelimpidando. 
eligendus est lucidus et grauis. uirtus est illi frigida et stiptica. 

10 stomacis acceptus medicatur, reuma oculis abstinet. uulneribus 

cum lacte infusa opitulatur. dicitur accepta mulieribus cicius 

generare facere, fetis filacteribus est. 

*CLXXV1III. <De terra cia>. Terra cia eligenda est alba et 

cinerosa_, similae terrae samiae, latas uenas teneras habens. uir- 

15 tute habet similae samiae, limpidans uultus et omne corpus, 
quam pro nitro in balneis multi utuntur. 
*CLXXX. De terra selinusia. Terra selinusia eligenda est 
alba [321b] et lucida, fragilis et cicius se soluens in sucu aqua 
accepta. uirtute simile habet suprascripta. 



1 est fehlt e quam colyrion MS. colerion (colirion) coilirion bc 

coll'ion e genera eins unum quod predictum, dictum MS., (preditum) alterum quod, 
g. e. u. q. predictum est xüacotes [a. R. v. späterer Hd.] alterum quod dr. histra- 
coplates b astraplacondes MS. 2 istracoplacotes c istractoplatotes c iste — 
cutila fehlt, dafür quod est laminosum ambe uero uirtutia sunt stiptice. comburun- 
tur autem, enim c, et lauantur sicut terra que dicitur eritias, stipt. sunt b 4 re- 
trias. a. R. al. eretrias b eretrias c eratr. MS. erec'tis c 

sanguinem reic. cum aqua bibite et magis ymbrili subueuiunt, et fehlt c, him- 
brili b inbrili e imbr. cMS. et uentriculosis et dis- 

sintericis et flux. mulierum stringunt cum balaustia date dissent. flux. 

mulieris c mulierum e 5 et cum aqua e trite et peruncte, trite et 

permixte e mammarum et testiculorum b tumores didimorum e tum. 

tibiarum MS. 6 compescunt, -cit b mixte rosarum MS. prohibent 

7 accepta fehlt, accepte e occurrunt, succurrunt c <Spr. Kap. 172> 

8 gessecanna est lapis quo MS. inuenitur et heris [a. Ras.] acalamia lapis b, 
et eris acamia 1. e et in samia c <Cßv rf] oafu'a yfj'^ quo aurum, 
(aurem) b elimpidandum, limp. b elimpind. e elig. uero, u. fehlt bMS. 9 est 
fehlt e uirtus calida et e 10 stomacho MS. stomaco 11 infusus 
dicitur — est fehlt der alphab. Bearb. Gichia gleba est etc. ist aus Gal. 
ad Pat. ebendaher: Terra selenusia, Gicimolia, Gimelia und Giampelitis mit 
anderweitigen Zusätzen, (Oribas. collect, med. 1. XIII. ?), so dass es den Anschein 
hat, es seien schon in der Vorlage der aiphabet. Bearbeitung diese letzten Blätter 
mit Ausnahme eines einzigen, das die Kapitel POA' — P06' (nach dem Index 
von M. gezählt) enthielt, verloren gewesen. 15 limpidat? Falte im Pergam. 

Romanisehe Forschungen XIII. 1. 1(3 



242 Hermann Stadler 

(*)CLXXXI. De terra cimolia. Terra cimolia eligenda est alba 
et pinguis et colore purpureo habens, tacta frigida, ista bona, 
ambae uero aceto trite perunctae parotidas conpescunt et reli- 
quas pnstulas et conbustionibus medicatur ita, ut pustulas ebuUire 
5 non permittat, tumores testium et duricias totius corporis spargit. 
igne agrum stinguit. omni causae necessariae adhibetur, si inter- 
fuerit diligentia. 

*CLXXXII. De terra pnigitis. Terra pnigitis colore habet 
eristriadis, sed glomerosa est et carnosa, tacto frigido, digitis 
10 aerens. uirtus est ei similis cimoliae, sed paulo minus, quam 
multi pro eristriada uindunt. 

*CLXXXIII. De testo. Testa uero assa et trita sicut pulner et 
cum aceto mixta et peruncta pustulas curat, podagricis medetur, 
cerotis addita scrofas spargit. 

15 *CLXXXIIII. De terra furnacis. Rufa simile uirtute habet cum 
testis. 

*CLXXXV. De terra milesia. Terra milesia colore simile ery- 
triadi et quomodo cinere est et aspera, trito digitis sonum facit, 
sicut pumicae. uirtus est illi stiptica, simile stipteria; linguae 
20 adhibitae stiptica est et statim siccat, et ut nitro in balneis 
adhibita omnem carnem limpidat, capillus tenuat, alfus et lepras 
purgat. utilis est et pictoribus diu tenendo colorem. omnem 
terra suprascripta eligenda est sine lapide recens et moUis et 
fragilis. humorem accepto cicius se soluit. 

25 (*)OLXXXVI. De terra in qua uineae sunt. 1321 c] Quam 
multi farmaciten dicunt, talis est, qualis in seleucia syrie nascitur, 
eligenda est uero nigra carbonibus simile et oblonga et lucida. 
non se cicius soluens inutilis est. uirtus est ei frigida et diaquetica, 
confectionibus serocolliriis miscetur, capillus infecit. ucrmis, que 

80 in uitibus nascuntur, inposita occidit. 

*CLXXXVII. De atramento fornacis, quem pictores 
utuntur. Fornacihus uitriariorura coUigitur, quia ipsi est utilis. 
uirtus est ei stiptica, cicatricis ducit, conbustionibus medicatur 
oleo roseo additus. 



31 Aus späterer Redaktion: Gi qua pictores utuntur sumitur ex uitrarioruni 
caminis siue fornacihus et est uirtutis acerime et cohercentis. admixta auteui 
ceroto ex oleo rosaceo unlnera inueterata temperat et obtunsa concicatri- 
zat etc. 



\ 



Dioacorides Longobardus 243 

(*)CLXXXVIII. De atramento. Myrnomelani conficitur sie: fumo 
tede collecto miscetur in libra una cum atramento y.lll. fit et 
de fumo resinae. fit et de atramento uitriariorum. accipis ex 
ipso atramento mna.i. et cum mel libra una semis et tauro- 
colla y.i.g. et ealcanto C-i. et murre ^.III. et uno triobulo. 
miscetur et confeetionibus septicis, coubustionibus cum aqua 
superunctus medetur. superunctura ipsa dimittis, quamdiu sicca 
ceciderit. 

Expt. amen deo gracias dioscorides über quintus feliciter. 



1 Das Kapitel atramentum sciiptorium erinnert nur gegen Scbluss entfernt 
an Obiges. M. hat im Index: smyrnomalan <^8mirnoaialan P.J> Am Schlüsse 
des Paris, folgen noch einige Rezepte: Ad luorbo regio: folia persicorura coUi- 
gis etc., von gleicher Hand, und: Ocrea ... | (. nardi von späterer). Ganz 

unten steht auf dem Kopfe: OSANOMESTU. fol. 321 d ist ganz leer. 



(Ein Index der Sachnaraen und der wichtigeren Wörter wird im 
nächsten Hefte folgen.) 



16^ 



I 



Erstes Mitglieder-Verzeichnis der Gesellschaft für romanische 
Litteratur 050). 



* = Vorstandsmitglied. 
** = Gründer. 



Da die Ausgabe des Prospektes Ende September erfolgt ist, so 
f<ällt durchschnittlich beinahe auf jeden Tag eine Anmeldung. Wie 
aus dem Verzeichnis hervorgeht, sind bis jetzt meistens Deutsche als 
Mitglieder eingetreten. Die systematische Werbung im Auslande kann 
nun erst beginnen. 

Nachdem bereits drei Fünftel der Mitglieder beisammen sind, so 
kann mau annehmen, dass etwa im Herbst d. J. die Zahl der nach §4 
der Statuten nötigen Mitglieder erreicht und die Gesellschaft dann 
konstituiert sein wird. — 

Eine Anfrage giebt Veranlassung zu folgender Erläuterung von 
§ 6 der Statuten: 
Natürlich können Bibliotheken und Museen keine Gründer werden, 
denn Gründer sind nur „Personen", die dafür die Publikationen „auf 
Lebenszeit umsonst" erhalten. 



Dresden, im März 1901. 



Karl VoUmöller. 



Hofbuchhändler Theodor Ackermann, Baltinoore: Library of Johns Hopkins 

München. üniversity. 

Prof. Dr. Hugo Andresen, Münster i/W. Basel: Universitäts-Bibliothek. 

Philipp Anselm, Redaktionssekretär Prof. J. Bauer, Heilbrunn, Ober- 

des Rom. Jahresberichtes, Dresden. bayern. 

Prof. Dr. Carl Appel, Breslau. Prof. Dr. D. Behrens, Giessen. 

Edward C. Armstrong, Johns Hop- Berlin: Königliche Bibliothek. 

kins Üniversity, Baltimore Md. pj-of Dr. Ed. Boehmer, Lichten- 

Joseph B a e r & Co., Antiquariat, Frank- thal. 

fürt a/M. Bonn: Romanisches Semin.ir (Uni- 

♦Prof. Dr. G. Baist, Freibnrg i/B. versität). 



I 



Erstes Mitglieder -Verzeichnis der Gesellschaft für romanische Litteratur 245 

Königl. Universitäts- 



Prof. Dr. A. T. W. Borsdorf, Aberyst- 
wyth. 

Lektor Eugen Braun, Moskau (Uni- 
versität). 

"^Konsul Otto Brauüfels in Frank- 
furt a/M. 

Dr. E.G.W. Braunholtz, Reader in 
Romance, Cambridge. 

Konstantin Brösel, Greiz. 

Gymn. - Oberlehrer Dr. K. Busch er- 
bruck, Bonn. 

Cambridge, Mass : Harvard üniversity 
Library. 

*Prof. Dr. F. A. Coelho, Lissabon. 

Prof. Dr. J. Cornu, Prag. 

P>au Cath. S. von Dechend, Bonn. 

Buchhändler Dr. Julius Determann, 
Heilbronn a./N. 

Dresden: König). öffentliche Bibliothek. 

Prof. Dr. A. Marshall Elliott, Balti- 
more, Md. 

Prof. Dr. A. Farinelli, Innsbruck. 

Oberlehrer Dr. Chr. Fass, Halberstadt. 

*Geb. Regierungs-Rat, Prof. Dr. Wen- 
delin Foerster, Bonn. 

L, Frankenstein, Basel. 

Frankfurt a/M.: Freiherrl. Carl von 
Rothschild'sche öffentliche Bibliothek. 

F r e i b u r g i/B. : Grossherzogl. Universi- 
täts-Bibliothek. 

Frei bürg i/Schweiz: Kantons- und 
Universitäts-Bibliothek. 

Prof. Dr. M. F r i e d w a g n e r , Czernowitz. 

Direktor Armin Fritze, Lodz. 

Prof. K. R. Gallas, Alkmaar. 

Prof. Dr. J. Geddes, Boston. 

Genf: Bibliotheque Publique de la ville 
de Genöve. 

Gi essen : Grossherzogl. Hessische 
Universitäts-Bibliothek. 

Göteborg: Göteborgs Stadsbibliothek. 

Göttingen: Romanisches Seminar. 
(Universität). 



Göttingen: 
Bibliothek. 

Dr. M. Goldschmidt, Wolfenbüttel. 

Dr. S. Gräfe nberg, Frankfurt a./M. 

Greifswald: Königl. Universitäts- 
Bibliothek. 

Prof. Engelbert Günthner, Rottweil. 

Oberrealschulprofessor Dr. J. Haas, 
Freiburg i/Br. 

Halle a/S.: Königl. Uni versitäts Biblio- 
thek. 

Hamburg: Hamburger Stadtbiblio- 
thek. 

Buchhändler Otto Harrassowitz, 
Leipzig. 

Privatdoz. Dr. Gottfried Hartmann, 
München. 

Heidelberg: Grossherzogl. Universi- 
täts-Bibliothek. 

Oberlehrer Dr. R. Heiligbrod t, Han- 
nover. 

Prof. Dr. Wilhelm von Her tz, München. 
Karl Hess, Antiquariat, München. 
Arthur L. Jellinek, Wien. 
Jena: Königl. Universitäts- Bibliothek. 
Marques de Jerez de los Caballeros, 
Sevilla. 

Innsbruck: K. K. Universitäts-Biblio- 
thek. 

Dr. Kenneth Mc Kenzie, New-Haven, 
Conn. 

Prof Dr. A. Kissner, Königsberg i/Pr. 
Dr. Otto Klob, Wien. 

Königsbergi/Pr.: Königl. Universitäts- 
Bibliothek. 

Prof. Dr. Ed. Koschwitz, Marburg. 

Dr. Friedrich S. Krauss, Wien. 

Prof. Dr. Henry R. Lang, New llaven 

Conn. 
R. Lange, Direktor der reform. Schule, 

St. Petersburg. 
Lausanne: Bibliotheque Cantonale et 

Universitaire. 



246 



Karl Vollmöller 



Leipzig: Königl. Universitäts-Biblio- 
thek. 

**Prof. Dr. E. Levy, Freiburg i/B. 

Biichliandlung u. Antiquariat R. L e vi, 
Stuttgart. 

Lissabon: Biblioteca Nacional. 

London: British Museum. 

Lyon: Bibliotheque de l'Universite. 

Marburg: Komanisches Seminar. 

Marburg: Königl. Üniversitäts-Biblio- 
thek. 

Prof. Alfons Mayer, München. 

*Prof. Dr. R. Menöndez Pidal, Ma- 
drid. Direktorder BibliotecaNacional. 

*Prof. Dr. M. Menöndez y Pelayo, 
Madrid. 

♦Prof. Dr. W. Meyer-Lübke, Wien» 

*Prau Dr. Carolina Michaelis de 
Vasconcellos, Porto. 

Hofrat Dr. A. Mirus, Leisnig. 

*Prof. Dr. E. Mo na ei, Rom. 

*Dr. A. Morel-Fatio, Directeur ad- 
Joint H l'Ecole des Ilautes Etudes, 
Paris. 

Prof. Dr. H. Morf, Zürich. 

Oberlehrer Dr. Theodor Müller, Naum- 
burg a/S. 

München: Königl. Hof- und Staats- 
Bibliothek. 

München: König!. Universitäts-Biblio- 
thek. 

Hofrat Prof. Dr. A. Mussafia, Wien. 

Gustav Nassauer, Exped.-Chef der 
Allgemeinen Zeitung, München. 

Neuchätel: Bibliothek der Akademie. 

Prof. Dr. Fr. Neu mann, Heidelberg. 

*Prof. Dr. Kr. Nyrop, Kopenhagen. 

Oldenburg: Grossherzogl. öffentliche 
Bibliothek. 

Oxford: Bodleian Library. 

Oxford: Taylorian Institution. 

Stud. phil. Giulio Pancon celli- Cal- 
zia, Cassel. 



•Prof. Dr. G. Paris, Mitglied der 
Französischen Akademie, Admini- 
strateur des College de France, Paris. 

Paris; Bibliotheque Nationale. 

Petersburg: Neuphilologische Gesell- 
schaft (Universität). 

Philadelphia: Universitäts Bibliothek. 

Prof. Dr. Jules Pirson, Erlangen. 

Prag: K. K. Universitäts-Bibliothek. 

Prof. Dr. Pio Rajna, Florenz. 

*Prof. Dr. A. Rennert, Philadelphia. 

Lektor Dr. G. Rolin, Prag. 

Rostock: Königl. Universitäts-Biblio- 
thek. 

Priv.-Doz. Dr. Gustaf Ry d b e r g , Upsala. 

*Prof. Dr. C. Salvioni, Pavia. 

Prof. Dr. August Sauer, Prag. 

**Dr. A. Schaeffer, Frankfurt a/M. 

Heinrich Schaeffer, Frankfurt a/M. 

Lektor Dr. Alb. Schenk, Kiel. 

Magistrat Woldemar Schi sc h mar ef, 
St. Petersburg. 

Prof. Dr. H. Schneegans, Würzburg. 

Prof. Dr. E. S. Sheldon, Cambridge, 
Mass. 

Prof. Dr. G. Sold an, Basel. 

Prof. Dr. E. Stengel, Greifswald. 

Strassburg i/E.: Kaiserl. Universitäts- 
und Landes- Bibliothek. 

Carlos Struntz, Dresden. 

Stuttgart: Königl. öflFentliche Biblio- 
thek. 

Prof. Dr. Herrn. Suchier, Halle a/S. 

Stiftsbibliothek des Priimonstratenser- 
Stiftes Tepl in Böhmen. 

Toulouse: Bibliothftque Universitaire. 

Redakteur .1. Trojan, Berlin. 

Eisenbahnsekretär Oskar Troitzsch, 
Elberfeld. 

Duque de T'Serclaes, Sevilla. 

Tübingen: Königl. Universitäts-Biblio- 
thek. 



Erstes Mitgliedur-Vcrzeiclmis der Geaellsuliaft für romanische Litteratur 247 



Tübingen: Seminar für neuere Philo- 
logie (Universität). 

Bibliothekar Dr. Hugues Vaganay, 
Lyon. 

Prof. Dr. Leite de Vasconcellos, 
Lissabon. 

E. R. Gongalves Vi an na, Lissabon. 

Prof. Dr. Johann Vising, Göteborg. 

^%Prof. Dr. K. Vollmöller, Dresden. 

**Frau Prof. Dora Vollmöller-Mi- 
rus, Dresden. 

Kommerzienrat Robert Vollmöller, 
Stuttgart. 

Prof. Dr. Karl Voretzsch, Tübingen. 

**Prof. Dr. C. VVahlund, Upsala. 



Privatdoz. Dr. Em. Walberg, Lund. 

Privatdoz. Dr. Ed. Wechssler, Halle 
a/S. 

Banquier Ludwig Weil, Hechingen. 

Verlagsbuchhändler H. Welter, Paris. 

*Prof. Dr. A. Wesselofsky, Mitglied 
der Kaiserl. Akademie der Wissen- 
schaften, St. Petersburg. 

Wien: K. K. Universitäts-Bibliothek. 

Wien: K. K. Hofbibliothek. 

Prof. Dr. Berthold Wiese, Halle a/S. 

Prof. Dr. R. Zenker, Rostock. 

Prof. Dr. W. von Zingerle, Innsbruck. 

Zürich: Kantons-(Universitäts- ) Biblio- 
thek. 



Bibliographie der „Romanischen Forschungen", zugleich sechstes Ver- 
zeichnis der für den „Kritischen Jahresbericht über die Fortschritte der 
Romanischen Philologie" eingelieferten Rezensionsexemplare^). 

Vou 
Karl Vollinöller. 

(Fortsetzung von S. 160.) 



Cipolla, Francesco, Dante e gli Sca- 
ligeri, Lettera al fratello prof. Carlo. 
Venezia, Tip. Ferrari, 1898. Estr. d. 
AJV. T. IX. S.VII. 1897-98. S. 665-7. 
8«. 2005. 

— , — , Accenni aiitobiogralici nella 
Divina Commedia. Lettere dirette al 
fratello prof. Carlo. Venezia, Tip. 
Ferrari, 1898. Estr. d. AJV. T. IX, 
S.VII. 1897-98. S. 701— 722. 8°. 2006. 

— , — , Tre lettere d'argomento dan- 
tesco, Venezia, Tip. Ferrari. 1898. 
Estr. d. AJV. T. IX, S. VII. 1897-98. 
17 S. 8». 2007. 

— , — , Francesca e Didone, Studio 
Dantesco, Venezia, Tip. Ferrari 1897. 
DagliAJV. T.VIII, S.VII. 1896—97. 
HS. 8». 2008. 

— , — , Risuonanze nella Divina Com- 
media, Studio. Adunanza dcl 28 otto- 
bre 1900. AJV. Anno accad. 1900— 
1901. T.LX. Parte seconda. S.31-42. 
8". 2009. 

Ciuffo, Giuseppe, La visione ultima 
della Vita Nuova (Genesi interna della 
Divina Commedia). Palermo, Stab. 
Tip. C. Lo Casto, Via Resuttana 18, 
1899. 72 S. L. 1.50. 2010. 



Jules C lar et ie (Bonnemain). (PCAC) 
Paris, Colin, 1897. XIV, 359 S. 
fr. 3.50. 2011. 

Cleroenti, Filippo, II Carnevale Ro- 
mano nelle cronache contemporanee. 
Con illustrazioni riprodotte da stampe 
e quadri dell'epoca. Roma, E.Loescher 
& Co., 1899. 587 S. Mk. 6- 2012. 

Clodd, Edward, Sometirae President 
of the Folk-Lore Society, Autlior of 
„The Childhood of the World«, „The 
Story ofCreation", „Pioneers of Evo- 
lution", etc. etc. Tora. Tit Tot. An 
Essay on Savage Philosopby in Folk- 
Tale. London, Duckworth & Co., 
1898. X, 249 S. Geb. 5 Sh. 2013. 

Clodius, Dr. Hermann, Die Funktion 
des Adjektivs in den neueren Sprachen, 
insbesondere im Französischen, zur 
Bildung zusammengesetzter Begriffe, 
I. Jahresber. üb. die Stadt, höh. 
Mädchenschule zu Rastenburg (Ostpr.) 
1899/1900. Rastenburg 1900. 2014. 

Clouzot, Henri, La poesie dramatique i 
en Poitou au di.\-septi6me siöcle. 
Fontenay-le-Comte, Revue du Bas- 
Foitoii, Niort, L. Clouzot, 1898. 
36 S. fr. 1.50. (Notes pour servir ä 



1) Wegen der früheren Verzeichnisse siehe „Romanische Forschungen* 
IX, 602 flf. ; X, 272 ff. ; 687 ff. ; 733 ff. ; XI, 628 ff. 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



249 



THistoire de l'ancien Theätre en Poi- 
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A. Morano & Figlio, 1899. 108 S. 
L. 1.50. 2016. 

Colagrosso, F. Gli uomiui di corte 
nella Divina Commedia. Napoli, Tip. 
Franc. Giannini & figli 1900. 36 S. 
(Estr. d. SLJ. II 23 sgg.) 2017. 

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latine, ann6e 1897—98. In AE.12. Jahrg. 
Nr. 3 (Juli 1898), S. 337-358. 2018. 

Colson, Lucien, Membre de l'Asso- 

ciation des Auteurs VVallons, Rimim- 

] brances. Rimais wallons so les gins, 

i les blosses et les hervais vöyous 

d'jonesse. Ornementation de M.Auguste 

Donnay. 48 unp. S. fr. 1.50. 2019. 

Combarieu, Jules, Doct. hs lettr., 
Etudes dephilolologie musicale. Theo- 
rie du rythme dans la composition 
moderne d'apres la doctrine antique 
suivie d'un essai sur l'archeologie 
musicale au XIX e siecle et le Pro- 
bleme de l'origine des neumes. Paris, 
A.Picard etfils, 1897. IV, 194 S. 2020. 

Comenius, J. - A., La Porte d'Or de 
la Langue Frangaise. Traduction en- 
tierement nouvelle accompagn6e d'une 
etude sur Comenius, d'un commen- 
taire et d'un index et suivie d'ex- 
traits de VOrbis Pictus par C.Vernier, 
officier de l'Instruction publique, Prof. 
de Rhetor, au College d'Autun. Se 
trouve chez l'auteur ä Autun (S.-et-L.), 
1898. XLVIII, 238 S. Fr. 4.- 2021. 

Commentationes PhilologaeJe- 
nenses ediderunt Seminarii Philo- 
logorum Jenenses Professores. Volu- 



minis sexti fasciculus posterior. Lipsiae, 
Teubner, 1899. 229 S. Mk. 6.— 2022. 

Comparetti, Domenico, Virgilio uel 
medio evo. 2^- ed. riveduta dall' au- 
tore. 2 Bde. Firenze, B. Seeber, 1896. 
XY, 316 S.; 327 S. Mk. 7.50. 2023. 

Comptes consulaires d' Albi 
(1359—1360) publies avec une intro- 
duction, un glossaire et des uotes par 
A. Vidal, Secretaire adjoint de la 
Societe des Sciences, Arts et Belles- 
Lettres du Tarn, Laureat de Tlnstitut, 
Correspondant du Ministere de l'In- 
struction publique, et une 6tude lin- 
guistique par A. Jeanroy, Prof. ä 
l'Univers. de Toulouse. Toulouse, 
E. Privat, 1900. CI, 270 S. (BMe. 
Ire Serie, t. V.). 2024. 

Conrady, Alexander, Geschichte der 
Clanverfassung in den schottischen 
Hochlanden. Leipzig, Duncker & 
Humblot, 1898. 79 S. (LSt. Bd. V, 
Heft 1.) Mk. 2.- 2025. 

Coustans, L., La Langue du Roman 
de Troie. (S.-A. a. RUM. T. IV ving- 
tieme annee Nr. 1. Janvier-Mars 1898. 
S. 33—82.) Bordeaux, Feret & fils. 2026. 

C n s t a n t , Benjamin, Adolphe. Roman, 
deutsch bearb. v. Josef Ettlinger. 
Halle, O.Hendel, o. J. [Einl. 25. Aug. 
1898.] 151 S. (BGL. 1197 — 1199. 
Mk. —.75. 2027. 

Personal Recollections of Joan of Are 
by the Sieur Louis de Conte (her 
page and secretary). Freely tranelat. 
out of the anc. French into modern 
English froni the original unpubl. ms. 
in the National Archives of France 
by Jean Frangois Alden. Edited 
by Mark Twain. Copyright ed. 
In 2 vol. Leipzig, Tauchnitz, 1896. 
279 u. 271 S. (TEd.) Mk. 3.20. 2028. 

Conti, Egidio, Yocabolario Metaurense. 
Cagli, Tip. Balloni, 1898. Dispensa 
la — 6a. XY, 88 S. 2029. 



250 



Karl Vollmöller 



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Storia, Cronaca aneddotica, Costumi 
(1799 — 1859). Con 142 illustrazioni. 
Firenze, R. Bemporad & Figlio, 1899. 
VIII, 702 S. L. 6.— 2030. 

Las Coplas del Peregrino de 
Puey Mongön. Viaje ä la Meca 
en el siglo XVI per D. Mariano de 
Pano y Ruata, Correspondiente de 
la R. Acad. de la Hist., con una in- 
troduccion de D. Eduardo de Saa- 
vedra, de la R. Acad. de la Hist. 
Zaragoza, Comas hermanos, 1897. 
XLVI,303S. (CEA. I.) Pes. 3.— 2031. 

Coppee, Frangois, Mitgl. d. franzöa. 
Academie, Rettendes Leiden (La 
bonne souft'rance). Autoris. Übers, 
aus d. Franz. v. Bernhard Meyer- 
Mainz, Fr. Kirchheim, 1899. XX, 248 S. 
Mk. 3.— 2032. 

Coquerellc, Dr., D616gue cantonal, 
Membre de la Societe acad6mique ä 
Hodenc-en-Bray (Oise), A la Memoire 
de Gui Patin. Conference faite le 
21 Novembre 1897. Beauvais, Impr. du 
Moniteur de l'Oise, 1898. 34 S. 2033. 

Corbellini, Dott. Alberto, Cino da 
Pistoia. Aniore ed esilio. Note del... 
Pavia, Tipografia del „Corriere Ti- 
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Cordier, Henri, Moliere juge par 
Stendhal. A Paria : chez tous les Li- 
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1898 par Ch. Herisseux, Evreux.] XLV, 
134 S. 2035. 

Corneille, Chefs-d'Ouvre. Pithiviers, 
A.Naraeless, o.J.IV,60S.(CPr.) 2036. 

Cornu, J., Zweihundert altspanische 
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13 S. 2C37. 

Cornut, Etienne, S. J., Les Maitres 
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1897. 331 S. 2038. 

Cottinet, Edmond, Poemes duTemps: 
La Grande Question, Lea Tragi- 



Comiques. Contes et Recits., Les 
lutermedes. Paris, Calmann Levy, 

1897. XV 284 S. 2039. 
Cozza-Luzi, Abb. Giuseppe, Del Ri- 

tratto di Francesco Petrarca nel Co- 
dice Vaticano 3198. Lettera aU'Ill.nio 
e Cb.wo M.r A. Bartolini, Custode 
Generale dell' Accademia di Arcadia. 
(Estr. dal GArc. Ser. 3, Nr. 1). 
Roma, Scuola Tipogr. Salesiana, 1898. 
15 S. 2040. 

Crawford, F. Marion, Casa Braccio. 
Leipzig, Tauchnitz, 1896. 2 vol. 
286 u. 280 S. (TEd. 3099-3100.) 
Mk. 3.20. 2041. 

Crescini, Prof. Vincenzo, Ignoto Ma- 
noscritto di uno de' Poerai Italiani 
sopra S. Margherita d' Antiochia, 
Padova, Randi, 1898. S.-A. aus 
AMAP. vol. XIV, Dispensa III, 

5. 189—203. 2042. 
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caccio. S. No. 560. 2 Ex. 2043. 

Cristo, Domenico de, fu Giovam- 
battista, Vocabolario Calabro-Italiano. 
Napoli, Michele d'Auria, 1895. 198 S. 
L. 2.- 2044. 

Croce, Benedetto, Kicerciie Ispano- 
Italiane. I. Appuuti sulla Letteratura 
Spagnuola in Italia alla fine del 
sec. XV e nella prima metä del 
sec. XVI. Memoria letta aU'Accad. 
Pontaniana nella tornata del 1 maggio 

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lanteria. 2. II peccadiglio di Spagna. 
3. GH Spagnuoli descritti dagli Ita- 
liani. 4. Lo Spagnuolo nelle com- 
medie italiane. 5. li tipo del Capitano 
in commedia e gli Spagnuoli in Italia. 

6. II tipo del Capitano spagnuolo. 
Noterelle lette alTAcc. Pont. n. torn. 
del 3 luglio 1898. 27 S. Napoli, 
Stab. Tip. della Regia Universitä 
1898, Estr. dal Vol. XXVIII degli 
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tipogr. della R. Universitä, 1900. 
32 S. 2046. 

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S. No. 564. 2 Ex. 2047. 

-, — , Francesco de Sanctis e i suoi 
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Accademia Pontaniana nella tornata 
del 3 Aprile 1898. Napoli, Stab, 
tipogr. della Regia Universitä, 1898. 
40 S. 2048. 

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e il Gusto Spagnuolo. Napoli, Pierro 
e Veraldi, 1899. 26 S. 2049. 

-, — , I Trattatisti Italiani del „Con- 
cettismo" e Baltasar Gracian. Me- 
moria letta all' Accademia Pontaniana 
nella tornata del 18 giugno 1899 dal 

socio residente Napoli, 

Stab, tipografico nella R. Universitä 
di A. Tessitore e Figlio, 1899. 32 S. 
4«. (Estr. dal Vol. XXIX dcgli 
AAP.) 2050. 

-, — , Pulcinella e il personaggio del 
Napoletano in commedia. Ricerche 
ed osservazioni. Roma, Loescher, 
1899. 105 S. L. 2.— 2051. 

-, — , Di alcuni principii di sintassi e 
stilistica psicologiche del Gröber. 
Nota letta all' Accademia Pontaniana 
nella tornata de 3 Dicembre 1899. 
Napoli, Stab. tip. nella R. Universitä 
di A. Tessitore e Figlio, 1899. 12 S. 
4°. (S.-A. aus AAP. XXIX.) 2052. 

-, — , Le categorie rettoriche e il prof. 
Gröber. S.-A. aus Fl. Vol. 11, fasc. 1, 
Aprile 1900. 6 S. 2053. 

Jron, Dr. J,, Oberlehrer am Bischöf- 
lichen Gymnasium. Anhang znr fran- 
zösischen Grammatik, enthaltend die 
neuen für den Schulunterricht iü 



Frankreich amtlich vorgeschriebenen 
Vereinfachungen vieler Regeln und 
den französischen Text der amtlichen 
Bestimmungen. 2. Aufl. vielf. erwei- 
tert. Strassburg i./E. Agentur B. 
Herder. 1901. 24 S. Mk. -.20. 2054. 

Gross, Wilbur L., Assistant Prof. of 
English in the Sheffield Scientific 
School of Yale Univers., The Develop- 
ment of the English Novel. New York, 
The Macmillan Company, 1899. XVII, 
329 S. Geb. 2055. 

Cuers, Prof, Dr. H., Bildung und Be- 
deutungswandel französischer Infini- 
tive beim Übergang aus dem La- 
teinischen. Wiss. Beil. z. d. Prgr. d. 
Lessing-Gy. in Frankfurt a. M. 1899. 
Leipzig, Rengersche Buchh. XXXXII S. 
4". 2056. 

A Epopea das Navegagöes Portuguezas. 
Estrophes por Xavier da Cunha, 
S. S. G. L. Com traducQües em Italiano, 
Hespanhol e Francez por Prospero 
P er a gallo, D.Jose Lamarque de 
Novoa e Jos6 Bönoliel, S.S.G.L. 
Lisboa, Imprensa Nacional, 1898. 
27 S. (Quarto Centenario do Desco- 
brimento da India. ContribuigHes da 
SGL.) 2057. 

Curto, Prof. Dott. G., II conte Ugolino 
di Dante, Conferenza tenuta il 2 mag- 
gio 1900 nella sala della Societä di 
Minerva di Trieste,Capodistria, Cobol- 
Priora, 1900. 37 S. 8". c. 60. 2058. 

— , — , Proposta d'un mezzo semplice, 
con cui si protrebbe togliere la con- 
fusione babelica che regna nella for- 
mazione del plurale dei sostantivi e 
degli aggettivi in io con l'i atona (senz' 
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Cushman, L. W. Prof. of the English 
Language and Lit. in the Nevada 
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252 



Karl Vollmöller 



meyer, 1900. VIII, 148 S. (SEPh.VI.) 
Mk. 5.— 2060. 

Oeuvres comiques, galantes et litteraires 
de Cyrano de Berge rac. Nou- 
velle edition, revue et publ. avec des 
notes par P.-L. Jacob, Bibliophile. 
Paris, Garnier freres, o. J. VIII, 
475 S. 2061. 

Czapla, Bruno, Gennadius als Litterar- 
historiker. Eine quellenkrit. Unter- 
suchung der Schrift des Gennadius 
von Marseille „De viris illustribus". 
Münster i. W., H. Schöningb, 1898. 
VI, 216 S. (KGS. IV. 1.) Mk. 4.80. 
(Subskr.-Pr. Mk. 3.60.) 2062. 

Czernowitz, k. k. Ober -Gymnasium, 
Schuij. 1896/7. I.Katalog d. Lehrer- 
bibliothek. A. Deutsche Sprache 
U.S.W. Prg. Selbatverl. d. Anst. 1897. 
99 S. 2063. 

Czernowitz, gr.-or. ORS. Schuij. 
1896/7. Katalog d. Lehrerbibliothek. 

I. Redig. V. Bibliothekar u. s. w. Prg. 
Verl. d. Anst. 1897. 79 S. 2064. 

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richten über die Städte Cecina, etc., 
Prg. Verl. d. Anst. 1898. 86 S. 2065. 

Dahlraann, Joseph, S. J., Das Alt- 
indische Volkstum und seine Be- 
deutung für die Gesellschaftskundc. 
Köln, J. P. Bachern i. Komm., 1899. 
134 S. Mk. 2.25. 2066. 

Dametz, Max, Dr. phil. (Wien), John 
Vanbrughs Leben u. Werke. Wien 
u. Leipzig, Braumüller, 1898. VII, 
199 S. (WBEPh.VII.) Mk. 5.— 2067. 

Daniel, Karl, Alfred de Vigny. InAZB. 

II. März 1898, Nr. 57. 2068. 
Dante Alighieri, Das neue Leben 

Übers, u. durch eine Studie über Bea- 
trice eingeleitet v. Dr. Karl Federn. 
Mit Dantes Bildnis. Halle a. S., Otto 
Hendel, o. J. [1897.] 140 S. (BGL. 
No. 1095-97.) Mk. —.75 2069. 



La Divina Commedia di Dante Ali- 
ghieri col commentodiPietroFrati- 
celli. Nuova edizione riveduta da un 
Letterato toscano. Cenni storici intorno 
al poeta col suo ritratto, nuova con- 
cordanza speciale in vece di rimario 
compilata da L. Polacco, indice dei 
nomi e delle cose, sommario del 
poema, tavole grafiche dei tre regni. 
Firenze, G. Barbera, 1898. 628, 
CXLIX S. L. 4— 2070. 

La Divina Commedia di Dante Ali- 
ghieri novamente annotata da G. L. 
P asser ini. 8 Bändchen: I. L' In- 
ferno. 1897. II. II Purgatorio. UI. 11 
Paradiso. 1898. Firenze, G. C. San- 
soni. [ümschl.: alle 3 Bde. 1897.] 
X, 373; 368 u. 878 S. 16". L. — .80, 
-.60 u. —.60. 2071. 

La Commedia di Dante Alighieri. 11 
testo Wittiano riveduto da Paget 
Toynbee. Londra, Methuen e Ci., 
1900. 554 S. Geb. 6 Sh. 2072. 

La Divina Commedia di Dante Ali- 
ghieri nuovamente riveduta ne! testo 
dal Dr. E. Moore, con indice dei 
nomi propri compilato da Paget 
Toynbee, M. A. Oxford, Stam- 
peria dell' Universitä [Londra, Enrico 
Frowde], 1900. 557 S. Geb. 2073. 

Dante and the art of poetry, in QR. 
No. 378. April 1899. London, John 
Murray, 1899. S. 289-312. 2074. 

Dantes Hölle, der göttlichen Komödie 
erster Theil. Übers, v. Alfred Bas- 
sermanu. München, R. Oldenbourg, 
o. J. [Vorw. 1891.] XVI, 324 S. 
Mk. 5.— 2075. 

A Provisional Translation of Dante's 
Political Letters, by Philip U. Wick- 
stee d. To which is added the Sec- 
tion of the Convito that concerns the 
Roman Empire. Hull, Elsom & Co., 
1898. 41 S. 7 d. 2076. 



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Dante' s ten Heavens. A Study of 
the Paradiso by Edmund G. Gard- 
ner, M. A., Gonville and Cains Coli., 
Cambridge. Westminster, A. Con- 
stable and Co., New York, Ch. Scrib- 
ner's Sons, 1900. XV, 351 S. Geb. 
12 d. 2077. 

Dante. The De Monarchia Book I. 
II. III. Translated into English and 
annotated [by P. H. Wicksteed]. 
Hüll, Elsom & Co., 1897, 1898 u. 1896. 
32, 37 u. 39 S. 1 s. 8 d. 2078. 

Lectura Dantis. II Canto X dell' In- 
ferno letto da Isidoro Del Lungo nella 
Sala di Dante in Orsanmichele. 47 S. — 

II Caufo XIX Alfonso 

Bertoldi 50 S. Firenze, 

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435, 514 S. 3 Bde. ä fr. 12.50. 
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La figurazione storica del medio evo 
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474 S. (BSL.) L. 5.- 2095. 

Del Lungo, Scherillo, Zuccante, 
Giacosa,Rocca,Negri, Novati, 
Rossi, Con Dante e per Dante. 
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del Comitato Milanese della Societä 
Dantesca Italiana 1898. Milano, Hoepli, 
o. J. [Einl. v. März 1898.] XXXIII, 
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G. Firmin e Montane, 1897. 19 S. 
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val Clapassie de 1898. Seguit de 
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Devaux, L'Abbö A., Prof. ä la Fac. 
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Bruyiant- Christophe & Cie., Succ. E. 
Bruylant 1898. 37 S. 2103. 

Didascaliae Apostolorum Frag- 
menta Ueronensia Latina. Accedunt 
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Diderot. Notice, Analyse, Extraits. 
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Leipzig, Teubner, 1898. XXIV, 326 S. 
(BA. 1.) Mk. 10.- 2109. 

Ditereferies (kalendari) skip per 
molin 1897 (Albanesischer Kalender 
für das Jahr 1897). Sofia, Druckerei 
„Mbrodesia", 1897. 48 S. kl. 8». 2110. 

Diterefenesi (kalendari) kombiar per 
molin 1898 (Nationaler Kalender für 
das Jahr 1898). Sofia, Druckerei 
„Mbrodesia", 1898. 80 S. 12«. 
50 Cent. 2111. 

Diterefenesi (kalendari) kombiar 
1899 (Nationaler Kalender 1899). 
Sofia, Druckerei „Mbrodesia" 1899. 
160 S. 12<*. 60 Cent. 2112. 

Dittl, Dr. Cajetan, Sprachlaute und 
Lautschrift. Reine und dialektische 
Aussprache. Latein. Reformalphabet. 
Physiolog. Lautschrift, Naturschrift. 
Volks- Phonopsychologie. Mit einer 



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Halle, Max Niemeyer, 1898. S.-A. 
aus JRPh. 22, 305 — 464. 52 S. 
Zweite Gattung: Erinnerungsnamen. 
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rato delP anno 1600. Con annot. 1893. 
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di Monferrato. Con annot. 1894. 46 S. 
IV— V. Passaggio per l'Alto Mon- 
ferrato e per Acqui dell' Imperatrice 
Margherita d' Austria nell' anno 1666 
(3—4 Settembre) e di Filippo V Re 
di Spagna neir anno 1702 (14—15 
Giugno). Con annot. 1894. 27 S. 

VI. Memorie di Camilla Faa Contes- 
sina di Bruno e Marchesa di Mom- 
baruzzo 1622. Con annot. 1895. 35 S. 

VII. Relaziono (seconda) esatta e 
sincera di ciö che e passato nella 
resa di Casale alle Armi imperiali 
nell'anno 1706 (di un contemporaneo 
anouimo). Con annot. 1895. 23 S. 
(I— VII Estr. d, RSA.). VIH. Cro- 
naca del Monferrato in ottava rima 
del Marchese Galeotto del Carretto 
del terziere di millesimo 1493 con 
uno studio storico sui Marchesi del 
Carretto di Casale e sul poeta Ga- 
leotto. Estr. d. Rivista di Storia 
della Prov. di Alessandria. 2. Tl. 
1897. 235 S. Lex. 8\ 2115. 

Döring, Prof. Dr. A., Gymn.-Dir.a.D. 
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Eimer, Herbert Charles, Studies in 
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The Use of Tenses in Subjiinctive 
Volitive Expressions. Part. II: The 
Use of Tenses in Expressions of Con- 
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VI.) Kart. # 1.50. 2142. 

Eloesser, Arthur, Das bürgerliche 
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1898. 218 S. Mk. 3.- 2142. 

Elze, Theodor, Venezianische Skizzen 
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Engel, Hermann, Oberlehrer, Chateau- 
briand und Pierre Loti. Wiss. Beil. 
z. JB. d. 12. R. zu Berlin. Ost. 1899. 
Berlin, K. Gaertner, 1899. 20 S. 4". 
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Engelmann, R., Pompeji. Leipzig, 
E. A. Seemann, 1898. H, 106 S. Mit 
141 Abb. (BK. 4.) Mk. 3.— 2145. 

E n g 1 a e n d e r , Dr. D., Lord Byrons Ma- 
zeppa. Eine Studie. Berlin, Meyer u. 
Müller, 1897. 96 S. Mk. 2.— 2146. 
17 



258 



Karl Vollmöller 



Epistolae Karolini Aevi. To- 
mus III. Ed. Societaa aperiendis fon- 
tibus rerum Germanicarum medii aevi. 
Inest tabula. Berolini, Weidmann, 
1898-99. 679 S. Gr. -Fol. (MGH. 
Epist. tom. V.) Mk. 23.— 2147. 

Ercilla y Züfiiga, D. Alonso de, 
L'Araucana, Poeme epique. Morceaux 
choisis, precedös d'une etude bio- 
graphique, bibliograpbique et litt6- 
raire, suivis de notes grammaticalea 
et de versification et de deux lexiques, 
par Jean Ducamin, Boursier d'etu- 
des. Paris, Garnier fröres, 1900. 4, 
XC, 343 S. Geb. (Coll.M.) 2148. 

Erdmann, Karl Otto, Die Bedeutung 
des Wortes. Leipzig, Avenarius, 
1900. 5 Bl. u. 218 S. Mk. 3.60. 2149. 

Erdmann, Oskar, f o. ö. Prof. a. d. 
Univ. Kiel, Grundzüge der deutseben 
Syntax nach ihrer geschichtlichen Ent- 
wickelung dargestellt. II. Abteil., Die 
Formationen des Nomeus (Genus, Nu- 
merus, Casus) von Otto Mensing, 
Dr. phil. Stuttgart, Cotta, 1898. XVI, 
276 S. Mk. 6.50. 2150. 

Erinnerungen an Jane Welsh- 
Carlyle. Eine Briefauswahl. Übers., 
mit Anmerk. u. verbindendem Text 
versehen v. Th. A, Fischer, Mitgl. 
d. „Carlyle- Society", London. Mit 
Porträt. Gotha, F. A. Perthes, 1888. 
VI, 350 S. [Auch als Bd. III von 
J. A. Froude, Das Leben Th. Carlyles. 
Übers, etc. v. Th. A. Fischer.] 2150. 

Ernault, Emile, Prof. ä la Facu!t6 des 
Lettres de Poitiers, Laureat de l'In- 
stitut, Petite Grammaire Bretonne, 
avec des notions sur l'histoire de 
la langue et sur la versification. 
Saint -Brieuc, R. Prud'homme, 1897. 
VIII, 69 S. Fr. 1. 2151. 

Ernst, Gustaf, licenciö es lettres, La 
flexion des substantifs, des adjectifs 
et des participes dans le Roland d'Ox- 



ford (Ms. Digby 23). [These de doc- 
torat, 1897.] Lund, Hjalmar Möller. 
IV, 134 S. 2152. 

Eschelbach, Hans, Über die poeti- 
schen Bearbeitungen der Sage vom 
ewigen Juden. Litterarhistorische 
Studie. Baden-Baden, Pet. Weber, 
1896. 24 S. 2153. 

Estudios deErudiciönEspanola 
con un Prölogo de D. Juan Va- 
lera. (Homenaje a Menendez y Pe- 
layo en el aüo vigesimo de su pro- 
fesorado.) 2 Bde. Madrid, Libreria 
general de Victoriano Suarez, 1899. 
XXXIV,869u.952S. 30 Pesetas. 2154. 

Evans, E. P., Beiträge zur amerika- 
nischen Litteratur- und Kulturge- 
schichte. Stuttgart, Cotta, 1898. X, 
424 S. Mk. 8.- 2155. 

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Judas Machabee von Gautier de Belle- 
perche. Diss. Halle, C. A. Kaemmerer 
& Co., 1897. 70 S. 2156. 

Istori e Öciperise prej N. H. F., Sofjc. 
Nde stypeskroiet scpte „Mbrothesia". 
1899. 45 S. 16». [Geschichte des , 
Schkipetarentums. Von N. H. F. j 
Sofia. Verlag der albanesischen „Ver- ' 
brüderung".] 2157. 

Fährmann, Ernst, Realscliuloberl., 
J. J. Rousseaus Naturanschauung. 
Leipziger Diss. Plauen i. V., Druck. 
Neupert, 1899. 60 S. 4«. 2158. 

Faggi, A., Prof. ord. nella R. Univer- 
sitä di Palermo, Lenau e Leopardi. 
Studio psicologico-estetico con un 
saggio di versioni poetiche dal 
Lenau. Palermo, Reber, 1898. 83 S. 
L. 2.— 2159. 

Falorsi, Guido, e Pippi, Averardo, 
Professori, Manuale di Lettere Italiane 
ad uso degli istituti tecnici e delle 
scuole secondarie, compilato sccondo 
gli Ultimi Programm! governativi. To- 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



259 



rino, etc., G. B. Paravia e Comp., 
Vol. I, 1893, V 364 S., L. 2.50; II, 
1894, V 371 S., L. 3.— ; III, 1894, 
VIII, 791 S., L. 4.50; IV, 1894, VIII, 
680 S., L. 4.—. (CLJE. 296, 303, 
304, 320.) 2160. 

Fanchiotti, G., 7 Mss. Italiani in 
Inghilterra descritti in forma popo- 
lare. Serie I. Londra. 11 Museo Bri- 
tannico. Vol.I. La Collezione Sloane. 
Vol. II. Le Collezioni Hargrave, Bur- 
ney, Arundel e Stowe. Unico De- 
posito : 55, Torrington Square, Londra, 
W. C. Entered at Stationer's Hall, 
March 18, bezw. June 15, 1899. 
163 + 100 S. Gr. 8". 5 8. (1. 6.-) 
bezw. 3 8. 3 d. (1. 4.—). 2161. 

Farinelli, Arturo, Guillaume de Hum- 
boldt et l'Espagne. Avec un append. 
sur Goethe et l'Espagne. Extr. de la 
RHisp., t.V. Paris, 1898. 253 S. 2162. 

Fass, Chr., Oberl. Dr., Über eine 
Sammlung spanischer Romanzen auf 
fliegenden Blättern in der Göttinger 
Universitäts- Bibliothek. (Wiss. Beil. 
z. JB. des RG. in Halberstadt. 1897' 98. 
11 S. 4». 2163. 

Fassano, Dr., in Rom, Viaggio a 
Roma. Sprachführer für Deutsche in 
Italien. Prakt. Handbuch d. Italien. 
Umgangssprache. 4. verb. u. verm. 
Aufl. Berlin, F. A. Herbig, 1895. 
VIII, 172 S. 16«. Mk. 1.40. 2164. 

Fedele, Prof. Dott. Pietro, di Achille, 
L'Eccerinis del Mussato (Studio sto- 
rico ed estetico). Avellino, Sandulli 
e Gimelli, 1897. 181 S. 2165. 

— , — , Niccolö Amenta e il Teatro Na- 
poletano (Saggio critico). Avellino, 
Sandulli e Gimelli, 1897. 40 S. 2166. 

Federn, Dr. Karl, Essays zur ameri- 
kanischen Litteratur. Halle a. S., 
0. J. [Vorw. Febr. 1899.] VI, 159 S. 
(BGL. Nr. 1246-1248.) Mk. -.75. 
2167. 



Federzoni, Giovanni, Note Dantesche. 
Celestino V e Rodolfo d'Absburgo. 
In: RoL. anno VI, no. 4. Roma, 
25 febbr. 1898. S.85— 89. 4". 2168. 

— , — , Diporti danteschi. La „Vita 
Nuova" e quando fu composta la 
„VitaNuova"? 2» edizione. Bologna. 
W. Zanicbelli, 1900. 73 S. L. 2.— 
(Pubblicato per le nozze di Donna 
Eleonora Codronchi con il cav. An- 
tonio Dell'Abbadessa, in 75 esem- 
plari; ora viene ristampato con no- 
vissime emendazioni.) 2169. 

— , — , Interpretazione nuova di due 
passi della Divina Comraedia. Note, 
la Su la „Pena dei Golosi", 2» Su 
la „Delfica Deitä". Bologna, Zamo- 
rani e Abbertazzi, 1900. 23 S. 2170. 

Felix, G., Palestrina et la musique 
sacr6e 1594—1894. [Lille,] Sociei6 de 
Saint-Augustin, Descl6e, de Brouwer 
et Cie., 1895. 236 S. 2171. 

Fest, Der Miles Gloriosus in der 
französ. Komödie von Beginn der Re- 
naissance bis zu Moliere. S. No. 1511. 
2 Exx. 2172. 

Festschrift, zur Begrüssung des fünf- 
ten allgemeinen Deutschen Neuphilo 
logentages zu Berlin, Pfingsten 1892, 
u. s. w. S. Nr. 593. 2 weitere 
Exx. 2173. 

Festschrift zum VIII. allgemeinen 
deutschen Neuphilologentage in Wien 
Pfingsten 1898. Verfasst von Mit- 
gliedern der österreichischen Univer- 
sitäten und des Wiener neuphilo- 
logischen Vereines. Hgg. von J. 
Schipper. Wien u. Leipzig, Brau- 
müller, 1898. VIII, 251S. Mk. 5.— . 
fl. 3.- 2174. 

Festschrift zudem 50 jähr. Jubiläum 
des Friedrichs-RGy. in Berlin 
Veröflf. v. d. Lehrer -Kollegium des 
Friedr.-RGy. Berlin, 1900. R. Gaert- 
ner. Inh.: 1. W. Haag, Ausonius 
17* 



260 



Karl Vollmöller 



und seine „Mosella", mit 1 Karte, 
S. 1 — 36. 2. H. Oschinsky, Der 
Ritter unterwegs und die Pflege der 
Gastfreundschaft im Alten Frankreich. 
Ein Beitrag zur französischen Kultur- 
geschichte des zwölften und drei- 
zehnten Jahrhunderts, S. 1 — 84. 

3. C. Freytag, Das Pferd im ger- 
manischen Volksglauben, S. 1 — 79. 

4. R. Eule, Germanische und fremde 
Personennamen als heutige (deutsche) 
Familiennamen. (Nach dem Berliner 
Adressbuch.) S. 1—80. 2175. 

Feustell, Wilhelm, aus Braunschweig, 
Beiträge zur Textkritik des „Gui de 
Bourgogne". Greifsw. Diss. Greifs- 
wald, Dr. V. C. Seil, 1898. 123 S. 2176. 

Filippini, Enrico, Folklore Fabrianese. 
Fabriano, Stab. Tip. Gentile, 1898. 
100 S. L. 1.25. 2176. 

— , — , SpigolatureFoikioriche. Fabriano, 
Stab. tip. Gentile, 1899. 85 S. Edi- 

zione di 100 eseiuplari. L. 1.25. 2177. 

Filon, Augustin, De Dunaas ä Rostand. 
Esquisse du mouvement dramatique 
contemporaiu. Paris, A. Colin & Cie., 
1898. XIII, 300 S. fr. 3.50. 2178. 

Finamore, Gennaro, Direttore del 
Ginnasio comunale pareggiato, L'Unitä 
italiana. Discorso letto la sera del 
4 marzo cinquantenario dello Statuto 
nella sala municipale di Lanciano. 
(Estr. d. RASLA. Fase. V-VI 1898.) 
2179. 

Fink, Franz Nikolaus, aus Krefeld, 
Über das Verhältnis des baltisch- 
slavischen nominalaccents zum ur- 
indogermanischen. Marburger Diss. 
Marburg, 1895. 60 S. 2180. 

Finocchiaro, Prof. Dottor Leonardo 
Patan(i, Appunti su Girolamo Preti 
con breve studio sull' origine dell' 
„Idillio" e la „Salmace'" commentata. 
Milano, Albrighi, Segati e C, 1898. 
X, 89 S. 2181. 



IFiorettidi SanctoFranciescho, 
secondo la lezione del codice fioren- 
tino scritto da Amaretto Manelli, ora 
per la prima volta edita, pubblicati 
di nuovo da Luigi M a n z o n i di Mor- 
dano. Roma, Ermanno Loescher e C. 
MDCCCC. XVI. [Ersch. in Lief.] 2182. 

Fischer, Andreas, Goethe und Na- 
poleon, eine Studie. Zweite, erwei- 
terte Aufl. mit e. Anhang: Weimar 
und Napoleon u. e. Facs. des Dank- 
schreibens Goethes an Lacepede, 
Grosskanzler d. Ehrenlegion. Frauen- 
feld, J. Huber 1900. VI, 220 S. 
Mk. 3.- 2183. 

Fischer, Dr. August, Die indirekte 
Rede im Altfranzösischen. Ein Bei- 
trag zur altfranzösischen Syntax. Ber- 
lin 1900, E. Ehering. VIII, 77 S. 2184. 

Fischer, Rudolf, Prof. a. d. Univers. 
Innsbruck, Zu den Kunstformen des 
mittelalterlichen Epos. Ilartnaanns 
„Iwein", das Nibelungenlied, Boccac- 
cios „Filostrato" undChaucers, „Troy- 
lus and Cryseyde". Wien u. Leipzig, 
W. Braumiiller, 1899. XVIII, 370 S. 
Mk. 8.- (WBEPb. IX.) 2185. 

F i s c h e r , Th. A., Verf. v. : „ Das Leben 
Thomas Carlyles", u. s. w., Leben 
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Mit Porträt. Gotha, F. A. Perthes, 
1899. IV, 290 S. Geb. 2186. 

Fitzmaurice-Kelly, James, C. de la 
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1898. IX, 423 S. (ShHLW. V.) 2187. 

Flachs, Adolf, Rumänische Hochzeits- 
und Totengebräuche. Berlin, G. Mi- 
nuth, 1899. 68 S. Mk. 1.50. 2188. 

F 1 a u b e r t , Gustave. [Hgg. v.] G. L a n - 
son. Paris, Colin, 1895. XXXVI, 
361 S. (PCGE.) 2189. 

Flechia, G., Atone finali, determinate 
dalla tonica, nel dialetto piveronese. 
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Forbes, Archibald, Memories and Stu- 
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Carlotti-Starabba di Rudini. Verona, 
G. Tranchini, 1895. 15 S. 2200. 

Fraknöi Vilmos, Jg. es K. Tagtöl, 
Karai Läszlö Budai Prepost, a kön- 
yonyomtatas meghonositöja Magya- 
rorszägban. (Olvastatott a Magyar 
Tud. Akademia II. osztälya 1898. 
äprilis 4iken (tortott ülescn). Buda- 
pest, kiadja a Magyar Tudomanyos 
Akadömia, 1898. 21 S. 30 kr. [Er- 
tekezesek a törtßneti tudomänyok 
köreböl. Kiadja a Magyar Tud. Aka- 
d6mia. A II. osztäly Rendeleteböl 
szerkeszti Pauer Irare, osztälytitkär. 
XVII. kötet. 7. Szäm.] 2201. 

Anatole France(G.Lan8on).(PCAC.) 
Paris, Colin & Calm. Levy, 1897. 
XXVn 344 S. fr. 3.50. 2202. 

La France Scolaire. Education, 
Instruction, art, littörature, sociologie. 
Revue mensuelle. 6^ annee, Dec.1899. 
Nr. 42. Numero special: Mme Made- 
leine Lepine. Directeur de ce numero : 
Henri Marsac. Direction et Admini- 
stration: 13, bould Montparnasse, 
Paris. S. 45-80. fr. 1.— 2203. 

Francesco Mantovano, Lautrecho, 
eine italienische Dichtung aus den 
Jahren 1521—23. Hgg. v. Hermann 
Varnhagen. Nebst e. Gesch. d. 
französ. Feldzuges gegen Mailand i.J. 
1522. Erlangen, Fr. Junge, 1896. 
CVni, 40 S. 4". M. 5.— 2204. 

Franz, Dr. P., Der sächsische Prinzen- 
raub im Drama des sechzehnten Jahr- 
hunderts. Beil. z. JB. des RG. u. der 
höh. Bürgersch. zu Essen 1891 — 92. 
Essen, Dr. v. G. D. Baedeker, 1892. 
36 S. 4». 2205. 

Franz, Dr. Rudolf, Gymnasialdirector 
zu Wandsbeck, Der Aufbau der 
Handlung in den klassischen Dramen. 
Hilfsbuch zur dramat. Leetüre. 2. Aufl. 



262 



Karl Vollmöller 



Bielefeld u. Leipzig, Velhagen & 

Klasing, 1898. IV, 446 S. Mk. 4.50. 

2206. 

Französische Volkslieder. 
Ausgew. u. erkl. v. Dr. Jakob Ul- 
rich, Prof. d. roman, Spr. a. d. 
Univers. Zürich. Leipzig, Renger, 
J899. XXXII, 176 S. Mk. 4.— 2207. 

Fray-Fournier, A., Balzac ä Li- 
moges. Limoges, V^ H. Ducourtieux, 
7, rue des Ar^nes, 1898. 19 S. 2208. 

Freudenberg er, Dr. M., Beiträge 
zur Naturgeschichte der Sprache. 
Leipzig, E. Avenarius, 1900. 2 Bl. 
u. 147 S. Mk. 2.— 2209. 

Fri ed er sdor ff, Gymnasialdirektor Dr. 
Franz, Quellenstudien zu Petrarkas 
Africa. In JB. d. Stadt-Gy. zu Halle 
a. S. 1898-99. Halle a. S., Dr. v. E. 
Karras, 1899. S. 21-41. 4«. Pr.- 
Nr. 247. 2210. 

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Petrarkas Africa. S.-A. aus ZRPh. 
XX 471—491, XXI 58-72, XXII 
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Friedrich, Johann, Dr. phil. (Wien). 
William Falconer: „The Shipwreck", 
a poem by a sailor. 1762. Wien u, 
Leipzig, Wilh. Braumüller 1901. 4 Bl. 
u.79S.(WBEPh.XIII.) Mk.2.- 2212. 

Friedwagner, M., Die Asburuham 
Handschrift des „Songe d'Enfer" von 
Raoul de Houdenc. S.-A. a. F. VIIL 
DN. Graz, Selbstverl. d. Verf., 1898. 
16 S. 2213. 

Friggeri, Prof. Enrico, La Vita, le 
Opere e i Tempi di Antonio Panizzi. 
Discorso. Belluno, Prem. Tipogr. 
Cavessago, 1897. 103 S. L. 1.— 2214. 

Frisoni, Gaetano, Professore di lingua 
Portoghese e Spagnuola nel Circolo 
Filologico e Stenografico di Genova, 
Grammatica ed esercizi pratici della 
lingua Portoghese -Brasiliana. Milano, 
Hoepli, 1898. XI, 276 S. (MH.) 2215. 



Pritsche, Prof. Dr. E. G. 0., Die 
französische Kriegslyrik des Jahres 
1870 in ihrem Verhältnis zur gleich- 
zeitigen deutschen. Beil. z. 31. JB. 
über d. RG. mit R.klassen zu Zwickau 
1898—99. Zwickau, Dr. v. R. Zückler, 
1899. 40 S. 4». Pr.-Nr. 588. 2216. 

Froment, Pierre, Emile de Saint- 
Auban. L'orateur et l'ecrivain. Gray, 
Gilbert Roux, 1895. 25 S. 2217. 

Fronde, J. A., Das Leben Thomas 
Carlyles. Aus dem Englischen. Übers., 
bearb. >i. mit Anmerk. versehen von 
Th. A. Fischer, Mitgl. d. Carlyle- 
u. Wordsworth-Society, Übersetzer d. 
„Sartor Resartus" etc. 2 Bde. Gotha, 
F. A. Perthes, 1887. VI, 370 u. XII, 
408 S. 2218. 

Fuchs, Paul Imm., Präzeptor a. d. 
Lateinschule zu Murrhardt i. W., 
Deutsches Wörterbuch auf etymo- 
logischer Grundlage mit Berücksich- 
tigung wichtigerer Mundart- und 
Fremd- Wörter, sowie vieler Eigen- 
namen. 3 Tausend. Stuttgart, Hob- 
bing & Büchle, 1898. XII, 360 S. 2219. 

Fürst, Dr. Rudolf, August Gottlieb 
Meissner, eine Darstellung seines 
Lebens und seiner Schriften mit 
Quellenuntersuchungen. 2. Aufl. Ber- 
lin 1900. B.Behr's Veri. XV, 356 S. 
Mk. 3.- 2220. 

Fugger, Raimund von, Geh. Kammer- 
herr Sr. Heiligkeit d. Papstes, Lady 
Georgiana Fullerton. Ihr Leben und 
ihre Werke. Nach d. J^'ranzös. frei 
bearb. Mainz, Fr. Kirchheim, 1898. 
VII, 536 S. Geb. Mk. 6.- 2221. 

Fumi, Luigi, II Diario di Ser Tommaso 
di Silvestro notaro. Fase. 1—4, col. 767. 
Orvieto, E. Cosini, 1891-4. 2222. 

Altfranzösische Funde. Ein Marien- 
lied des 14. Jahrhunderts und sieben 
Abendmahlsgebete, nach einer Hand- 
schrift der Fürstlichen Bibliothek zu 



Bibliographie der Romanischeu Forschungen 



263 



Wernigerode. Mitgeteilt vom Ober- 
lehrer Dr. H. Drees. 13 S. 2223. 

Gade, Heinrich, aus Kiel, Ursprung 
und Bedeutung der üblicheren Hand- 
werkzeugnamen im Französischen. 
Kiel. Diss. Kiel, Dr. v. Vollbehr & 
Kiepen, 1898. 76 S. 2224. 

Gabler, Dr. Hermann, Studien zu 
Montesquieus Persischen Briefen. 
(Beil. z. Jahresber. d. Kgl. Gy. zu 
Chemnitz, 1897/98. Chemnitz, J. C. 
F. Pickenhahn & Sohn, 1898.) 34 S. 
4«. Pr.-Nr. 557. 2225. 

Gagnaud, A. de, Lou „Signum". 
SouvenenQo du coulegi de Four- 
couquiö. Fourcouquie, Albert Crest, 
Esquichaire de l'Ateneu e du Felibrige 
des Aup, 1877. 14 S. 2226. 

Gallegos, Les „Coplas" de, [hgg. v.] 
A. Morel-Fatio. Paris, A. Fonte- 
moing, 1901. S. 17—34. (BHi, t. HI 
n« 1. Janvier-Mars 1901.) 2227. 

Galzigna, G. Ä., Fino a che punto i 
comiuediografi del Rinascimento ab- 
biano imitato Plauto e Terenzio. 
Estr. dai Programmi del Ginnasio 
Superiore di Capodistria anni 1898— 
1900. Capodistria, Tip. Cobol & 
Priora, 1900. 68 S. 2228. 

— , — , Ero bambino . . . Capodistria, 
Tip. Cobol-Priora, 1900. 24 S. (Ediz. 
di soli 100 exemplari, fuori di com- 
mercio.) 2229. 

Gambera,Pietro, [Prof. di matematica, 
Salerno], Sul significato scientifico 
di alcuni versi della Divina Com- 
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1899. 7 S. 2230. 

— , — , Due note dantesche. Torino, 
C.Clausen,1899. 8S. (S-A. aus AAST. 
vol. XXXV. Adunanza del lODicembre 
1899.) 2231. 

Ganser, Friedrieb, Beiträge zur Be- 
urteilung des Verhältnisses von Victor 



Hugo zu Chateaubriand. Hcidelb. 
Diss. Heidelberg, Dr. v. E. Geisen- 
dörfer 1900. 114 S. 2232. 

Gardner, Edmund G., M. A., Dante, 
London, J. M. Dent & Co., 1900. 
159 S. 16«. Geb. (TP.) 1 s. 2233. 

Gar nett, James M., The Latin and 
the Anglo-Saxon Juliana. S.-A. aus 
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Garnett, Richard, C. B., L. L. D. 
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don, Will. Heinemann, 1898. XII, 
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Gaste, Armand, Professeur ä la Fa- 
cult6 des Lettres de Caen, Bossuet. 
Deux lettres inedites, et documents 
nouveaux pour servir ä l'histoire de 
son episcopat ä Meaux (1682—1704). 
Caen, Henri Delesques, 1890. 60 S. 
(S.-A. aus AFLC, 6^ annee, n». 2.) 
2237. 

— , — , Le calice dit de Bossuet au 

Plessis-Grimoult. Note. Havre, Impr. 

du Commerce, 1895. 7 S. u. 1 Tafel. 

2238. 

— , — , Les confröries laiques et eccle- 
siastiques etablies, avant la Revo- 
lution, dans l'eglise Notre-Dame de 
Vire, et particuliereraent la confreric 
dite de VAngevine, d'apres les mss. 
de Daniel Poliniere, conserves ä la 
Bibliotheque de Vire. [Paris,] Impr. 
Nationale, P^evr. 1895. 16 S. (Extr. 
du BHPh., 1894.) 2239. 

— , — , Malherbe concessionnaire de 
terrains ä bätir sur le port de Toulon. 
Avec un appendice sur le portrait de 
Malherbe par Finsonius. Caen, Henri 
Delesques, 1896. 15 S. u. 1 Tafel. 
(Extr. des MAC, 1896). 2240. 



264 



Karl Vollmöller 



— , — , Le Portrait original de d'Alem- 
bert par de la Tour. Paris, Plön, 
Nourrit etCie., 1896. 8 S. u. 2 Tafeln. 
(Memoire lu ä la rßunion des Sociö- 
tös des Beaux-Arts des departements 
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Laureat de 1' Institut, Dictionnaire- 
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A Ilandbook for Graduate Students. 
Announcements of Advanced Courses 
of Instruction offered by 23 Colleges 
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with Valuable Additional Information 
Proceedings of the Annual Convention 
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nel secolo XIII. (Prima edizionc.) 

Trevi, Tip. Economica, 1899, 115 S. 

2301. 

Saggio di poesie e canti popolari reli- 
giös! di alcuni paesi umbri raccolti e 
illustrati da Oreste Grifoni. (Prima 
edizione.) Trevi, Tip. Economica, 1899. 
121 S. L. 1.— 2302, 

Nicholas Grimald's Christus Redivi- 
vus, By J. M. Hart. S.-A. aus 
PMLA. vol. XIV, 3, new series vol. 
VII, 3, 1899. 2303. 

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Berlin u. Stuttgart, W, Spemann, o. J, 
[Vorrede Frühj. 1899], Liefg. 1-40 
a Mk. 2.— Gr. Fol. 2304, 

Grisar, Hartmann S. J., Prof. a. d. 
Univ. Innsbruck, Geschichte Roms 
und der Päpste im Mittelalter. Mit 
bes. BerUcks. v. Cultur u. Kunst nach 
d. Quellen dargest. Mit viel, histor. 
Abbild, u. Plänen. Freiburg i. B., 
Herder. Liefg. I — X, 1898—1899. 
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dissertazioni, testi, monumenti dell' 



268 



Karl VoUmöIlcr 



arte rigiiardanti piincipahiiente la 
storia di Roma e dei Papi nel medio 
evo. Vol. I con una tavola cromo- 
litogralica, dodici tavole fototipiche 
e molte iucisioni. Roma, Libreria 
Cattolica internazionale, Desclee, Le- 
febvre e C'i editori, 1899, XXI 703 S. 
4". [Mit Grisars Storia di Roma e dei 
Papi nel Medio Evo, Rom 1899. 
Übers, a. d. Deutschen, dess. Ver- 
lages. Libreria Catt. Intern. Desclee, 
Lefebvre e C*. 3 Bde in gr. 8" zu- 
sammen L. 30.—] L. 15.— 2306. 

Gross, Prof. Dr. Hanns, Die Gauner- 
zinken der Freistädter Handschrift. 
(Mit 52 Taf.) In AK AK. Bd. II, 
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Grün wedel, Albert, Dr. phil., Mytho- 
logie des Buddhismus in Tibet und 
der Mongolei. Führer durch die La- 
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E. Uchtomsk)'. Mit einem einleiten- 
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tomskj' und 188 Abbildungen. Leip- 
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G r u p p , Dr. G., F. Bibliothekar, Öttingen- 
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I. Hälfte. Nördlingen, Th. Reischle, 
1887. VI, 36 S. Mk. 1.- 2309. 

Grzetic-Gaspicev, Dr. Nikola Vitez, 
Vjeri Starih Slovjena prema pra- 
vjeri Arijaca J Prasemita (Mythologia 
Comparativa Slavorum), na temelju 
Starih Hronista, Narodnih Obiraja, 
Starih Pjesama, Mjestnoga, Licnoga 
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Mostaru, Dion. TIskarni, 1900. XXIII, 
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Studien zu Salvian, Priester von Mas- 
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in Landshut 1892/93. Landshut, Dr. 
v. J. Thomann. 41 S. H. u.III.TI.: 
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Neuburg a. d. D., Griessmayersche 
Buchdr. 48 bzw. 55 S. 2325. 



Häpke, Gustav, aus Bremen, Kritische 
Beiträge zu Jacques Milet's Drama 
„La Destruction de Troye la Grant". 
Greifsw. Diss. Greifswald, Dr. v. 
F. W. Kuncke, 1897. 63 S. 2326. 

— , — , Dr. phil., Kritische Beiträge zu 
Jacques Milet's dramatischer Istoire 
de la Destruction de Troye la Grant. 
Im Anhang: J. Milet's unedierte 
Epistre adjacent et epillogative, hgg. 
v. E. Stengel. Marburg, N. G. Elwert, 
1899. 140 S. (A & A. XCVL) 
Mk. 3.60. 2327. 

Hagen, Adolf (Ps. für Adolf Harpf), 
Mein Spaziergang nach Paris. Wander- 
bilder aus Frankreich. S.-A. aus d. 



.Obersteir. Volks-Zeitunj 



Leoben, 



Dr. A. Harpf, 1898. 61 S. Mk. 1.— 
2328. 

Hagen, Albert Dr., Die sexuelle 
Osphresiologie, Die Beziehungen des 
Geruchsinnes und der Gerüche zur 
menschlichen Gescblechtsthätigkeit, 
Charlottenburg, H. Barsdorf, 1901. 
IV, 290 S. (SGMG. Ergänzungsband.) 
Geb. Mk. 8. 2329. 

Hahn, Ober!. Dr. Gustav, Lord Beacons- 
fields Roman Venetia, ein Denkmal 
Byrons und Shelleys. Beil. z. JB. 
der Annenschule (RG.) zu Dresden-A. 
1898. Dresden, Dr. v. B. G. Teubner, 
1898. 29 S. 4». Pr.-Nr. 577. 2330. 

Hallays, Andre, Racine poete lyrique, 
Conference prononcee au grand am- 
phith6ätre de l'Institut Catholique de 
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Hamel, Dr. A. G. van, Das Suchen 
nach „l'äme fran^aise" in der Litera- 
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gehaltenen Rektoratsrede, frei nach 



270 



Karl Vollmöller 



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en zijne Leerlingeu. Oud fransche 
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De Oedipus der Fransche. Klassieken. 
Paul Bourget, Tropbeen. Parijsche 
Devotie. Op den Sterfdag van Ernest 
Renan. Tweede Serie: Gesproken 
en geschreven Fransch. En vermake- 
lijk Heldendicht. Frankrijk's oudste 
Tooneeldichters. Moliere's „Don Juan". 
De „Misanthrope". Bourget's Italie. 
Dramatische Dictie. Bij „Drie Mee- 
sters". 2 Bde. Amsterdam, P. N. 
van Kampen & Zoon, o. J. [Vorr. 
Okt. 1898.] XI, 240 u. 246 S. 
Mk. 4.50. 2333. 

Handschriften en Boeken uit de 
Boekerij van Oranje Nassau ter konink- 
lijke Bibliotheek 1450 — 1702. [Um- 
schlag: De Oranje Nassau -Boekerij 
en de Oranje-Penningen in de Konink- 
lijke Bibliotheek en in het Koninklijk 
Penning- kabinet te 's Gravenhage. 
Domui Nassaviae - Arausiae Sacrura. 
1898.J 122 S., XIII Taf. 2334. 

Hanf, Georg, Über Guillaume de Ma- 
chants Voir Dit. S.A. aus ZRPh. 
XXII145— 196. [Hall. Diss. 1898.] 2335- 

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1897. 24 S. (S.-A. aus VDWVS. 
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G. Helfmann, 1898. 68 S. (S.-A. aus 
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Helfmann, 1900. 64 S. 2339. 

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Santiago de Chile, Imprenta Cervantes, 
1900. 12 S. (S.-A. aus AUCh.) 2340. 

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Santiago de Chile, Imprenta Cervan- 
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A. B r u n n e m a n n. München u. Leip- 
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rAture. Paris, Cb. Delagrave. 1899. 

XII. Bossuet. 88 + 124 + 28 + 18 + 
21 + 54 + 43 + 48 S. Kart. Fr. 1.75. 

XIII. Mme de Maintenon. Saint-Simon. 
1899. 126 S. Kart. Fr. 1.50. XV. Mon- 
tesquieu. 1900. 53 + 55 + 71 S. 
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Heritier, Louis, Gesch. der Französ. 
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Hgg. u. erweitert von W. Eichhoff 
u. Ed. B e r ns t ein. [Mit Illustrationen.] 
Lief. 1—10. Stuttgart, J. H. W. Dietz 
Nachf., o. J. [1897, 1898]. Komplet 
in ca. 25 Lieferungen ä 20 Pf. Ge- 
sammtpreis Mk. 5.— (Internat. Bibl. 
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1892, n» 2. Paris, E. Leroux, 1897. 
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XllleetXIV« siöcle. Lille, G. Dubar 
et Cie., 0. J. 61 S. 2373. 

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Plön, Nourrit et Cie., 1897. 28 S. 2375. 

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schweig, Fr. Vieweg u. Sohn, 1894. 
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A. Braudl.] 2381. 

Hock, Dr. Stefan, Die Vampyrsagen 
und ihre Verwertung in der deutschen 
Litteratur. Berlin, Alex. Duncker 1 900. 
IX, 133 S. (FNL. XVII.) Einzelpr. 
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XIII, 1—3. München, F. Bassermann, 

1899. 48 S. 4«. 2383. 
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H ö n e s , Chr., Dekan in Nürtingen, Dante. 
Hamburg, Verlagsanst. u. Druckerei 
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bühler, 1899. [Leipzig, Fock]. 42 S. 
2388. 

II offmann, Franz, Bej-e te miren pa 
hid - e ne del (Tluist du was gutes, 
wirfs ins Meer), ins Albanesische 
übers, v. Lumo Skendo, Sophia 
1900. 142 S. 80Cent. (4Piaster). 2389. 

Iloffmann, Karl, aus Lübben, Über 
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Diss. Halle a. S., Dr. v. E. Karras, 
1898. 64 S. 2390. 

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der Montgomerie. Diss. Breslau. 
Altenburg, Pierer 1894. 50, 2 unp. S. 
2391. 

Hofmann, Dr. Karl, Zur Geschichte 
eines Volksliedes (Reiters Morgen- 
gesang von Hauff). Beil. z. JB. 
1896/97 d. Grossh. R. Pforzheim. 
Pforzheim, Dr. v. H. Ruf, 1897. 19 S. 
4". Pr.-Nr. 651. 2392. 

Hob mann, Oberl. Dr. L., Studien zu 
Luis Velez de Guevara. Wiss. Beil. 
z. JB. d. OR. u. R. vor dem Holsten- 
thore zu Hamburg. Ost. 1899. Ham- 
burg, Dr. v. Lütcke & Wulff. 20 S. 
4«. Pr.-Nr. 781. 2393. 

Holder, Alfred, Alt- Celtischer Sprach- 
schatz. 10. Lief.: Livlus — Mediolanum. 
1898. 11. Lief.: Medio -länö-n — 
NörT-ci. 1899. 12. Lief.: NürT-ci — 
Poenius. 1900. (Siehe Nr. 213, 1091.) 
2394. 

Ho 11 weck, Dr. Joseph, Prof. des 
Kirchenrechts u. d. Kirchengeschichte 
am bischöfl. Lyceum in Eichstätt, Das 
kirchliche Bücherverbot. Ein Com- 
mentar zur Constitution Leo's XIII. 
„Officiorum ac munerum". Zweite 
verm. n. verb. Aufl. Mit bischöf- 
18 



274 



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Diss. Greifswald, Dr. v. F. W. Kiinike, 
1900. 55 S. 2396. 
Hommel, Fritz Dr., Prof. d. semit. Spr. 
a. d. Univ. München, Die Insel der 
Seiigen in Mythus und Sage der Vor- 
zeit, Vortr. geh. in der Geogr. Ges. 
zu Frankf. a. M. am 7. XII. 1898. Mit 
?> Abbild. München, H. Lukasehik, 
G. Franz'sche Hofbuchh. 1901. 1 Bl. 
H. 42 S. Mk. 1.50. 2397. 
Hoops, J., Keats' Jugend und Jugend- 
gediehte. S.-A. aus ES. XXT, 2. 1895. 
104 S. 2398. 
Hoppe, IL, De sermone TertuUianeo 
quaestiones selectae. Beil. z. Pr. d. 
Detmolder Gy. Ost. 1897. Detmold, 
Meyer'sche Hofbuchdr. (Quentin), 1897. 
[Leipzig, Teubuer.] 2399. 
Hörn, Dr. Paul, Priv.-Doz. a, d. Univ. 
Strassburg, Die deutsche Soldatcn- 
sprache. Giessen, J. Ricker, 1899. 
XII, 174 S. Mk. 2.50. 2400. 
Hörn, Dr. Wilhelm, Beiträge zur 
deutschen Lautlehre. Leipzig, Fock, 
1898. 37 S. 2401. 
Hoycr, Richard, Das Auftreten der 
Geste Garin de ^Monglane in den Chan- 
sons der anderen Gesten, Hall. Diss. 
Halle a. S. Buchdr. d. Waisenhauses, 
1900. 41 S. 4«. 2402. 
Hrkal, Eduard, Die Mundart von Clair- 
vaux. In: JB. d. mähr. Landes-OR. 
in Neutitschein. 1897/98. Neutitschein, 
Verl. d. Landes-OR., 1898. S. 1—26. 
2403. 
H U b 1 e r , Paul Dr., Friedrich der Grosse 
als Pädagog, zweite neubearb. Aufl., 
Göttingen, Vandenhoek & Ruprecht, 
1900. 114 S. Mk. 2.— 2404. 



Hügli, Emil Dr., Die romanischen 
Strophen in der Dichtung deutschei 
Romantiker. Zürich, Zürcher & Furrer, 
1900. Vn, 102 S. (AGDSZ VI.) 
Mk. 2.25. 2405. 

Hümmerich, Dr. Franz, Vasco da 
Gama und die Entdeckung des See- 
wegs nach Ostindien. Auf Grund 
neuer Quellen Untersuchungen dargest. 
Mit e. Photpgravüre u. 3 wissensch. 
Beil. München, Beck, 1898. XIV, 
203 S. Mk. 6.50. 2406. 

II User, Direktor Dr., Beiträge zur 
Volkskunde. IL Tl. Beil. z. JB. üb. 
d. Gy. zu Warburg Ost. 1898. War- 
bnrg, F. Quick. 40 S. 4«. Pr.- 
Nr. 382. 2407. 

Humbert, Prof. Dr. Claas, Zu Moli6res 
Leben und Werken und zu Shakspeares 
Hamlet. Wiss. Beil. z. JB. d. Gy. u. 
RG. zu Bielefeld. Ost. 1899. Biele- 
feld, Dr. V. Velhagen & Klasing, 1899. 
28 S. 4". Pr.-Nr. 366. 2408 

Ilume, Martin A. S., Editor of the 
Calendars of Spanish State Papers, 
Author of „The Year after the Ar- 
mada", „Philip 11", etc., Spain, its 
Greatness and Decay (1179—1788). 
With an Introduction by Edward 
Armstrong, Fellow of Queen's 
College, Oxford, Author of „Elizabeth 
Earnese", etc. Cambridge, University 
Press, 1898. X, 460 S. (CHS.) Geb. 
6 s. 5 d. 2409. 

Hummel, Franz, Direktor Dr., Zur 
Pflege der Aussprache im neusprach- 
liclien Unterrichte. Siebenter Jahres- 
bericht über die städt. Realsch. zu 
Magdeburg, 1897. Pr.-Nr. 282. Magde- 
burg, 1897, Dr. V. E. Baensch jun., 
1897. 18 S. 4". 2410. 

Iluth, Oberl. Georg, Jacques Dubois, 
Verfasser der ersten lateiu- französi- 
schen Grammatik (1531). Beil. z. Pr. 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



275 



d. kgl. Marienstifts - Gy. zu Stettin, 
Schulj. 1898/99. Stettin, Dr. v.Herrcke, 
& Lebeling, 1899. 24 S. 4». Pr.- 
Nr. 152. 2411. 

Hymans, Henri, Brügge und Ypern, 
[Umschlag: mit 115 Abbild.] Leipzig 
u. Berlin, Seemann, 1900. 2 BlI. u. 
116 S. (BK. Nr. 7) Mk. 3. 2412. 

Der Hymnus Jesu du Icis memoria 
in seinen lateinischen Handschriften 
und Nachahmungen, sowie deutschen 
Übersetzungen. Hrsgg. v. Dr. W. 
Bremme. Mainz, Fr. Kirchheim, 
1899. XVf, 432 S. Mk. 5.— 2413. 

Ili i Arbresvet (La Stella degüAl- 
banesi), Rivista Italo- Albanese di- 
retta da Antonio Argondizza. Co- 
rigliano Calabro, Stab. Tipo-Litograf. 
del Popolano. Anno L Nr. 1,2. 189f). 
3, 4. 1897. 2414. 

La Ilustraciön del Professorado 
Hispano-Americano Colonial. Director 
D. Sebastian Rodriguez y Martin; 
Administraciön Calle de la Luna, 34, 
principal, Madrid. Ano XI, Niim. 1°. 2 
Enero de 1899. 2415. 

Indische Märchen, übertragen von 
Friedrich von der Leyen. Mit 

e. Anh.: Die verschied. Darstellungen 
u. d. Geschichte der Märchen, Halle 
a. S., 0. Hendel, o. J. [Vorrede Juni 
1898.] 168 S. (BGL. 1188—1191.) 
Mk. 1.— 2416. 

Ines de Castro. Episode des Lu- 
siades. Traduction en vers hßbreux 
revue par Mr. le Grand - Rabbin L. 
Woguc. Presentee ä la 10 «™e session 
du Congres International des Orien- 
talistes par Joseph de M. Benoliel, 
M. S. G. L. Lisbonne, Imprim. Nationale, 
1892. XI, 24 S. (SGL.) 2417. 

Institute. Revista scientifica e 
litteraria. Coimbra, Imprensa da 
Universidade, 1899. Vol. 46". Nr. 12 



u. 12 bis, Dezeiiibro 1899. S. 1025— 
1152. 2418. 

Die römischen Inschriften und Bild- 
werke Württembergs. Im Auftr. 
d. wiirttemb, Geschichts- und Alter- 
tumsvereins bgg. V. Ferd. Hang, 
Geh. Hofrat, Gymnasiumsdirektor in 
Mannheim u. Dr. Gustav Sixt, Prof. 
a. Karlsgy. u. Vorst. d. k. Lapidariums, 
Stuttg. Stuttgart W. Kohlhammer 
1900. Mit227(bezw.244) Abbildungen 
und einer Fundkarte. XIX, 415 S. 
[L Teils. 128, 1898 erschienen.] 2419. 

Intermedes Espagnols (Entre 
meses) du XVIl^ siecle traduits, avec 
une Pröface et des Notes par Leo 
Rouanet. Paris, A.Charles, 8, rue 
Monsieur-le-Prince, 1897. 321 S. 2420. 

Ivaniö, Ivan, Istorijsko-etnografska 
rasprava: Bunjevci i Sokci (ser- 
bisch) rJohannIvanic: Historisch- 
-ethnographische Abhandlung über 
die Emigranten aus dem Bunagebiet 
und die (katholischen) Überläufer. 
Preisgekr. v. d, serbischen Matica. 
III. Auti. m. 30 Bildern. Belgrad 1899. 
D.Dimitrijevi6,235S. 2Kr. 2421. 

I v e , Anton, Die istrianischen Mundarten. 
Wien, Gerold's Sohn, 1893. 42S. 2422. 

Ive, Antonio, Prof. nell' I. R. Univ. di 
Graz, I Dialetti ladino - veneti dell' 
Istria. Studio. Con sovvenzioe dell' 
Imperiale Accademia delle scienze di 
Yienua. Strasburgo, Trübner, 1900. 
XXIII, 207 S. Mk. 5.50. 2423. 

Jäckel-Ballon, B., Wiesenthal bei 
Reichenberg, Böhmen. Was uns die 
alten geografischen Namen erzählen ! 
Autographierte Bogen S. 1—24. 2424. 

Jäger, Joseph, aus Mahlberg, Zur 
Kritik von Amyots Übersetzung der 
Moralia Plutarchs. Heidelberg. Diss. 
Bühl, Dr. d. A.-O. Konkordia, 1899. 
107 S. 2425 

18^ 



276 



Karl Vollmöller 



Jahrbuch der deutschen Shake- 
speare Gesellschaft, hgg. durch 
F. A. Leo, Weimar, in Komm, bei 
A. Huschke, XXXIII. 1897. XII, 416 S. 

XXXIV. 1898. 445 S. 2426. 
— , hgg. V. Alois Brandl u. Wolfg. 

Keller, Berlin, Langenscheidt'sche 
Verl.-Buchh. (Prof. G. Langenscheidt) 

XXXV, XXIV, 392 S. 1899. XXXVI, 
XLII 448 S. 1900. 2427. 

Jahrbuch der Gesellschaft für 
lothringische Geschichte und 
Altertumskunde. Metz, G. Scriba. 

VIII. Jahrg. (1. u. 2. Hälfte), 1896. 

IX. Jahrg., 1897. X. Jahrg., 1898. 
XI. Jahrg., 1899. 8. Nr. 652. 2428. 

Fünfter Jahresbericht des Instituts 
für Rumänische Sprache (Rumänisches 
Seminar) zu Leipzig, hgg. v. dem 
Leiter des Instituts Prof. Dr. Gustav 
Weigand. Leipzig, J. A. Barth, 
1898. IX, 370 S. Mk. 6.— 2429. 

Sechster etc. 1899. V, 398 S. Mk. 6.— 
2430. 

Siebenter etc. 1900. VII, 250 S. 2431. 

Sechsunddreissigster Jahres-Bericht 
der k. k. Staats Realschule im ersten 
Gemeinde -Bezirke Wiens, Schotten- 
bastei 7. 1896/97. Wien, Selbstverl. 
der Realschule 1897. 77 S. 2432. 

XIV. Jahres-Bericht der Landes- 
Oberrealschule in Mähr. - Ostrau. 
1896 — 1897. [Enth. u. a. Katal. d. 
Lehrerbibl.] Mähr.-Ostrau, Verl. der 
Direction, 1897. 42 S. 2433. 

Zweiter bis fünfter Jahresbericht 
über die Ottendorfersche freie Volks- 
Bibliothek in Zwittau für die Ver- 
waltungsjahre 1893 — 1897. Zwittau, 
Verlag der Anstalt, 1894—1897. 18, 
19, 19, 19 S. 4 Hefte. 2434. 

44. Jaliresbericht des k. k. Staats- 
gymnasiums in Pilsen für das Schulj. 
1897. 87 S. 2435. 



J ah r es -Bericht, 32., des n.-ö.Landes- 
Real- und Obergymnasiums und der 
damit in Verbind, stehenden gewerbl. 
Fortbildungssch. zu Stockerau 1896 — 

1897. Im Selbstverl. 79 S. 2436. 
Jahresverzeichnis der Schweize- 
rischen Universitätsschriften 1897 — 

1898. Cataiogue des Ecrits Acade- 
miques Suisses 1897 — 1898. Basel, 
Schweighauserische Buchdruck., 1898. 
IV, 63 S. 2437. 

Jarro, L'Origine della Maschera di 
Stenterello (Luigi Del Buono 1751 — 
1832). Studio aneddotico su docu- 
menti inediti. Firenze, R. Bemporad & 
Figlio, 1898. 126 S. L.1.50. 2438. 

Jespersen, Otto, Chaucers Liv og 
Digtning. Kiobenhavn, Kleins Forlag 
1893. 63 S. (SSO. Nr. 12.) 2439. 

— , — , Fonetik. En systematisk frem- 
stilling af Iferen om sproglyd. Forste 
Hefte: Fonetikkeus almindelige del. 
Andet Hefte: Den specielle dels be- 
gyndelse. Tredie Hefte: Den specielle 
dels slutuing. (üdgivet med under- 
stwttelse af Carlsbergfondet.) 3 Bde. 
K«benhavn, Det Schubotheske For- 
lag, 1897, 1898, 1899. 1. Bd.: S. 1-168, 
Kr. 4.— ; 2. Bd. :S. 169-328, Kr. 3.50; 
3. Bd.: S. 329-633. 2340. 

Job, Un drania engiadinais del XVI. Se- 
culum. Nouvamaiiig publiclio da Dr. 
J. Ulrich. S.-A. aus ASRR. Annada 
undecima. Cuiro 1896. S. 1-89. 2441. 

Jordan, Dr. Gustav, Tod und Winter 
bei Griechen und Germanen. Eine 
populär - wissenschaftliche Abhand- 
lung. 37 S Leipzig, 1900. Teubner. 
(BeVo.) 2442. 

Joret-Desclosieres, Gabriel, Se- 
cretaire g6n6ral de la Sociöte des 
etudes liistoriques, Un Ecrivain Na- 
tional au XV« siede. Alain Char- 
tier. 2« 6d. Paris, A. Fontemoing, 
1897. 177 S. 2443. 



Bibliographie der Komanischea Forschungen 



277 



Joscpli, Eugen, Das Heidenröslein. 
Berlin, Gebrüder Paetel. 1897. 132 S. 
Mk. 2.— 2444. 

La Satire de Jovellanos contre la 
mauvaise 6ducation de la Noblesse 
(1787) publice et annotöe par Alfred 
Morel-Fatio, Directeur adjoint ä 
l'Ecole pratique des Hautes Etudes. 
Bordeaux, Feret et fils, 1899. 48 S. 
(BUM. fasc. III, Suppl. au BHi. de 
1899.) 2445. 

Jovy, Ernest, Correspondaut du Mi- 
nistcre de Tlnstruction publique, Une 
oraison funebre inconnue de Bossuet. 
Conjmunication faite a la Societc des 
Sciences et Arts de Vitry-le-Frangois, 
le 6 Mai 1897. Vitry-le-Frangois, 
Ve Tavernier & Fils, 1897. 26 S. 
(Aus: „Petite Collection Vitryate".) 
Fr. 1.- 2446. 

Junker, Dr. Heinrich P., ord. Lehrer 
a. d. Realseh. zu Bockenheim bei 
Frankfurt a. M., Grundriss der Ge- 
schichte der französischen Litteratur 
von ihren Anfängen bis zur Gegen- 
wart. 3. verbess. und verm. Aufl. 
Münster i. W.,Schöningh, 1898. (SKSP. 
I. 2.) VIII, 468 S. Mk. 4.50. 2447. 

Justi, Carl, Michelangelo, Beiträge zur 
Erklärung derWerke und des Menschen. 
Mit 4 Abb. Leipzig, Breitkopf u. Här- 
tel,1900. Vin,43US. Mk.l2.- 2448. 

Justiniani Institutiones recensuit 
Paulus Krueger. Editio altera. 
Berolini, Weidmann, 1899. VI, 175 S. 
Mk. 1.60. 2449. 

K a i b e 1 , Georg, Wissenschaft und Unter- 
richt. Rede zur Feier des Geburts- 
tages Sr. Majestät des Kaisers und 
Königs am 27. Januar 1898 im Namen 
der Georg- August -Universität ge- 
halten. Göttirigen, Vandenhoeck & 
Ruprecht, 1899. 19 S. Mk. —.40. 
2450. 



Kaien dari Kombiarl90l mot'i pestro. 

Sofje ne slupe.skrognet. „Mbrothesia". 

Kristo P. Luarasi 1901. 192 S. 12". 

2451. 

Kalepky, Dr. Theodor, Lexiko- 
graphische Lesefrüchte. I. Teil: Be- 
richtigungen und Ergänzungen zu allen 
französ., bzw. franz. -deutsch. Wörterb., 
iusbes. zu Sachs-Villatte, nebst Suppl., 
Hatzfeld-Darmesteter-Thomas u. Littre. 
Wiss. Beil. z. JB. d. Falk-RG. zu 
Berlin. Ost. 1900. Berlin, R. Gaertner, 
1900. 26 S. 4«. Pr.-Nr. 99. 2452. 

Kaluza, Max, Eugen Kölbing. S.-A. 
aus ES. XXVIL 2, S. 1-34. Dazu: 
Jantzen, H., Chronologisches Ver- 
zeichnis der von Eugen Kölbing ver- 
öflfentl. Schriften (Bücher, Aufsätze, 
Miscellen, Anzeigen). Eb., S. 34-54. 
2453. 

Karadzic, Vulk Stefanovifi, List za 
srpski narodni zivot, obicaje i pre- 
danje izdaje i uregjuje Tih. K. Gjor- 
gjevie. Alexinatz, 1900. 11. N» 1. 
Ein Brief Dr. Krauss' aus Wien an 
den „Karadzic". 2454. 

Kataloge: 

Catalogue of the Dante Collec- 
tion presented by Willard Fiske. 
Corapiled by Theodore W. Koch. 
Vol.I. Part. I : Dante's Works. Ithaca, 
New York, Cornell University Library, 
1898. IV, 91 S. 4». Preface Intro- 
duction, etc. 2 Bl. XVIII u. 3 Bl. - 
Part. II: Works on Dante (A— G). 
2 Bl. S. 95-268. Vol. II Part. II: 
AVorks on Dante (H — Z) Supplement, 
Indexes, Appendix. 2 Bl. S. 269-606. 
Ithaka, New York, Cornell University 
Library, 1898—1900. 4". [A limited 
number of copies of the complete 
catalogue, in 2 vols, are for sale, 
Price Doli. 6.] 2455. 

Catalogue de la Grande CoUectiou 
exquise de Livres impriuies et Manu- 



278 



Karl Vollmöller 






scrits, Caitt'S, Purtraits et Estampes, 
prov. de M. W. J. Roijaaids van den 
Ham, Doct. en droit, Membre de la 
2e Chainbre des Et. Gen., etc. Ut- 
recht, J. L. Beijers. l'^p. : Sciences 
et Lettres, 1898. VIII, 124 S. 2ep.: 
Histoire et Geographie. Genealogie. 
Heraldique. Numismatique. 1899. 
VIII, 192 S. 2456. 

Catalogue des Publieations de 
rOffice et de l'Institut International 
de Bibliographie, Bruxelles, Rue du 
Musöe, 1. Juillet 1897. 2457. 

A Catalogue of the Doctors of Philo- 
sophy and of Science and of the 
Masters of Arts and of Science of 
Harward University who have received 
their degrees after examination 1873 — 
1898. Cambridge, publ. by the Uni- 
versity, 1898. IV, 101 S. 2458. 

Hechfellner, Prof. M., Katalog der 
Lehrerbibliothek des k. k. Staats- 
Gymnasiums zu Innsbruck (I. Theil). 
In Pgr. 49, 1897/8, S. 1-40. Inns- 
bruck, Dr. V. Wagner, 1898. 2459. 

Katalog der Lehrer -Bibliothek der 
k. k. 0. R. S. in Teschen. Geordnet 
vom Bibliothekar Professor Johann 
Krälik. Teschen, Karl Prochaska, 
1897. 82 S. 2460. 

Plolil, Professor F., Bibliothekar, Ka- 
talog der Lehrerbibiiotiiek an der 
k. k. Oberrealscb. in Görz. Görz, 
gedr. in der Hilarianischen Druckerei, 
1897. 53 S. 2461. 

Calälogo De la Real Bibliotcca. Manu- 
scritos. Crönicas Generales de Espafia 
descritas por Ramön Menendez 
Pidal, con Läminas hechas sobre 
fotografias del conde de Bernar. 
Tirada: 256 Ejemplares. Madrid, 1898. 
Peset. 15.— 2462. 

Katalog der Societe d'Edition Ar- 
tistique. Pavillon de Hanovre, 32— 34; 



Rue Louis-le-Grand, Paris, 124 Rue 
Neuve, Brüssel, 1899. 117 S. 2463. 

Antiquariats-Kataloge von : Bern- 
hard Quaritch, London; Catal. 
No.l75: Monuments of printing (ear- 
liest presses); No. 176: Manuscripts, 
raie Bibles, liturgies; — J.Scheible, 
Stuttgart; Nr. 102: Anzeiger für 
Bibliophilen : Literar. Seltenheilen, 
alte Holzschnitt- u. Kupferwerke etc. 
Raritäten für Bibliophilen. Kultur- 
geschichtliches; — Wilh. Scholz, 
Brauuschweig, Katal. Nr. 31, I, II: 
Bibliotheca ord. fratrum min.S. Fran- 
cisci strict. obs. Brunsvigae et Guel- 
pherbiti: Ältere Werke aus allen 
Wissenschaften, bes. aus dem Gebiete 
der kathol. u. prot. Theologie, o. J. 
[1898]; — ü. Hoepli, Milane, 1898, 
Catal. N. 114: Curiositä e raritä lette- 
rarie, facezie, magia, alchimia, usi, 
costumi, ecc. ; — K i r c h h o f f & 
Wigand, Leipzig, Nr. 1002: Literär- 
gesch., Schönwissenschaftl. Literatur 
der Culturvölker Europa's; 1896; — 
C. L.van Langenhuysen, Amster- 
dam, Bulletin 59, 1897: Livres an- 
cicns, rares et curieux; ouvrages 
modernes d'occasiou ; — S. Ken de, 
Wien, Der Wiener antiquarische 
Büchermarkt, 1897 Nr. 3, 4; 1898 
Nr. 5,6; — Bibliographie. Bibliotheks- 
wesen, Buchausstattung, Hand- 
schriftenkunde. (394. Lagerkatalog 
der Buchhandlung Joseph Baer und 
Comp., Frankfurt a.M., Rossmark 18. 
1898.) 98 S.; — Ein Katalog seltener 
Bücher und Manuskripte. Z. 500. 
Wiederkehr d. Geburtstages Johann 
Gutenbergs, am 24. Juni 1900, verausg. 
v. Breslauer & Meyer, Buchhändl. 
u. Antiquaren in Berlin W., Leip- 
zigerstr. 136. 152 S. 2464. 

Auktions- Kataloge: — Biblioteca 
Boncampagui, parte I»; Mano- 



ibliographie der Komanisclieu Forschuugen 



279 



scritti, Fac Simili, Edizioni del Sc- 
colo XV, Abbachi, Riviste, Roma, 
Palazzo Cenci; vendite dal 27 Gen- 
naio al 12 Febbraio 1898 ; G i 1 h o f e r & 
Ranscbburg, Wien. Antographen 
iiud histor. Documente; Versteig. 
21. — 23. Febr. 1898; — Katalog 
der bedeutenden und werthvollen 
Antographen- Sammlung 
Augelini-Rossi (Rom), II. Theil. 
Collection Anton Fuchs. Musik- 
Manuscripte und Briefe von Musikern, 
Versteigerung zu VYien: Montag, den 
11. März bis Samstag, den IG. März 
1901 durch das Antiquariat Gil- 
hofer & Ranscbburg in Wien. 
Wien 1901. XII, 109 S. 2465. 

Verlags - Kataloge von: Friedr. 
Brand stet t er, Leipzig, Neujahr 
1898; — Derselbe, Pädagogischer 
u. Schulbücher-Verl., Neuj. 1898; — 
E. Pierson, Dresden, I: Romane, 
Novellen, Erzählungen, 1898; — Sieg- 
fried Cronbach, 1862 — 97, Berlin, 
o. J. [1897]; — Benziger & Co. 
A. G., Einsiedeln, o. J. [Vorbemerkung 
Juni 1897]", — H. Hager up, K0ben- 
havn, 22. Juni 1852-1897, 1897; — 
Kengersche Buchh. (Gebhardt 
& Wi lisch), Leipzig, 1882-1897, 
Jan. 1898; — Hermann Costenoble 
in Jena, Februar 1898, 121 S. ; — 
Hoepli, BoHetino Bibliografico delle 
Edizioni . . .", Milano. (Supplemento 
al Catalogo Giiibilare, 1896.) Num. 1, 
Marzo; 2 Setteiubre 1897; — Cata- 
logo delle Edizioni Hoepli 
1872 — 1898. Milano, Hoepli, 1898. 
163 S.; — Wagner 'sehe Univer- 
sitäts - Buchh. , Innsbruck , Michaeli 
1881 ; nebst einer Gesch. der Firma 
1554 — 1881; — Dieselbe, Mich. 
1897: Forts, des zur Mich. -Messe hgg. 
Kataloges; — Skandinavische 
Buchhandlung-, A. Jiuiker, Ber- 



lin W., Potsdamer -Str. 20: Ilaand- 
katalog over svensk, norsk, dansk og 
islandsk Literatur, Musik, Kunst; — 
A. Hartleben, Wien, Katal. 1803 — 
1895; mit Nachtrag 1896/97; - Emilio 
Prass, Napoü, 50 — 60 Piazza dei 
Martiri, Pal. Partanna, Catalogo 23, 
Dialetto Napoletano, Poesia, prosa e 
teatro; — Karl W. Hiersem ann, 
Leipzig, Kat. 215: 300 künstler. Buch- 
einbände aus d. 14. bis 19. Jahrh. — 
Kat. 210: Die Malerei vom frühen 
Mittelalter bis zum Ausgang des 
18. Jahrh, 1898; — Brockhaus' 
Katalog ausgewählter Werke der 
ausländ. Litteratur, 20. Jahrg., 1899; — 
xMars. Nijhoff, Haag, Kat. 293: 
General Catalogue, 1899; — Alb. 
Raustein, Zürich, Kat. 199: Litt6- 
rature francaise; — Friedr, Cohen, 
Bonn, 1899, Kat. 96: Seltene u. wert- 
volle Bücher d. 15.— 18. Jahrh.; — 
Williams &Norgate, Edinburgh., 
Kat. 13: Cat. of Scarce Books, Rare 
Books and Choice Bindings ; — 
C.L. van Langenhuysen, Amster- 
dam, Bulletin No. 63 : Ouvrages an- 
ciens et modernes. Livres en tont 
genre. Quelques gravures, xylogra- 
phies et portraits, 1899; — G. Bar- 
be ra, Firenze, Catalogo delle opere 
di propria edizione o in esclusivo de- 
posito presso la Ditta ; — L i b r a i r i e 
Ve Moquet (J.-B, Brouillier), 
Bordeaux, Le Bibliophile de Guienne. 
Nouv. Serie. V. Catalogue special 
d'Incunables et d' Impressions du 
XVIes.Juilletl899; — W ei dm an u- 
sche Buchh., Berlin, V^eriags- 
Katalog, 1. Jan. 1900, XXXVIII, 
259 S., geb.; - J. C B. Mohr 
(Paul Siebeck) in Freiburg i.B., Leip- 
zig u. Tübingen u. der H. Laupp'scheu 
Buchh. in Tübingen. 1. Januar bis 
31. December 1897. Freiburg i. B., 



280 



Karl Vollmöller 



1898, 44 S.; — Catalogue An- 
nuel de la Librairie Fran^aise pour 
1897, red. par D. Jordell, donnant 
la iiomenclature de tous les livres 
fraugais parus en France et ä 
l'etranger pendant l'auiiee 1897. 
5e annee. Paris, Per Lamm, (Libr. 
Nilssoü), 338, rue Saint-Honore, 1898. 
308 S. 2466. 

Dablgren, E. W., Sveriges Offentliga 
Bibliothek. Stockhohn. Upsala. Lund. 
Göteborg. Accessions-Katalog.Tioars- 
Register 1886 — 1898. Stockholm, 
Norstodt & Söner, 1896 — 98. XII, 
732 S. 2467. 

Kaufmann, Alexander, Thomas von 
Chantimpre. Köln, 1899 J. P. Bachern. 
137 S. (GöG. Erste Vereinsschrift f. 
1899.) Mk. 1.80. 2468. 

Kcbrli, Dr. Heinrieb, Die Phaetonfabel 
im Ovide moralis^. Prgr. des städt. 
Gy.in Bern 1897. Bern, Stämpfli&Cie.. 
1897. 37 S. 4". 2469. 

Keiler, Emil, Die Sprache der Keim- 
predigt des Pietro da Bargesapö. 
Beil. z. Prgr. d. Thurgauischen Kan- 
tonsschule 1895 — 96. Frauenfeld, 
nuber & Co., 1896. 63 S. 2470. 

Keller, Dr.Ludw., Geh. Staatsarchivar 
u. Archiv-Rat in Berlin, Die römische 
Akademie und die altchristlichen 
Katakomben im Zeitalter der Re- 
naissance. Berlin, K. Gaertner's Verl., 

1899. 38 S. (VACG. VII, 3.) 2471. 
Keller, Ludwig, Neuere Waldenser- 

forschungen. Eine Abwehr u. eine 
Widerklage. S.-A. aus MhCG. VII, 
Heft 5 u. 6, 1898. 14 S. 2472. 

Mc Kenzie, Kenneth, Prof. of Ro- 
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Kötting, G. überl.. Etymologische 
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Buchdr. K. Voigtländer, 1899. 24 ö. 
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XIV. Jahrg. Nr. 3. 15. März 1891. 
Redigiert v. Dr. Joh. Roth in Thal- 
heim. — XXIII. Jahrg. Nr. 1. 15. Jan. 
1900. Redig. v. Dr. A. Seh ullerus 
in Hermannstadt. Hermannstadt, W. 
Krafft. 2506. 

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Kossmann, Robby, Dr. med. et phil., 
Grossh. Bad. a. o. Prof., Berlin, Lord 
Nelson und der Herzog Franz Carac- 
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Druckerei, A.-G., 1895. 44 S. 
(SGWV. 224.) Mk. —.80. 2508. 

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Soc. beige de librairie, 1896 u. 1898. 
588 u. 155 S. (S.-A. aus: MCAMAcB. 
XLVIir, 1896 u. 1898.) Fr. 6.— u. 
Fr. 3.--. 2526. 

Kuttner, Dr. Max, Ober!., Vauvenar- 
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zu Berlin. OsL 1900. Berlin, R. Gaert- 
ner, 1900. 27 S. 4». 2527. 



Lactantii Placidi qui dicitur com- 
Mientarios in Statu Thebaida et com- 
mentarium in Acbilleida recensuit 
Ricardus Jahnke, P. Papinius 



284 



Karl Voiluiöller 



.Statins vol. III. Lipsiae, Tcubner, 

1898. X, 522 S. (BSGRT.) Mk. 8.- 

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an der Charlottensch. Studien zur 
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J898. 2. Tl. Ostern 1899. Berlin, 
Gaertner. 40 u. 23 S. 4<*. 2529. 

The Lamentatyon of Mary Mag- 
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duction. Dias. Zürich. By Bertha 
M. Skeat. Cambridge, Fabb & Tyler, 
1897. 64 S. 2530. 

Lanop recht, Ferdinand, Die mund- 
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Erzählungen von A. Theuriet. Wiss. 
Beil, z. JB. d. Berlin. Gy. z. grauen 
Kloster. Ost. 1900. Berlin, E. Gaert- 
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Jahihuntert. Berlin, E. Felbor, 1899. 
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Largaiolli, Prof. Filippo, Bibiiografia 
del Trcntino. Trento, Giov. Zippel, 
1897. XI, 119 S. Prezzo: Soldi70 — 
Lire 1.80. 2533. 

Laroche, Charles, La Cröte ancienne 
et moderne. Ouvrage ornß de70illii- 
strations. Paris, L. -H. May, o. J. 
312 S. Fr. 3.50. 2534. 

Latour, Louis, Licencie es - Lettres, 
Professor of English and Spanish of 
tlie French University. (Aeademie de 
Paris.) Edinburgh School of Foreign 
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suetudinaiio delle cittä loujbarde con 
una Appendice di testi inediti. Mi- 



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L. 7.50. 2536. 

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del secolo XV appartenente alla 
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lombo pressü Rieti a cura di Corrado 
Zachetti. Oneglia, E. Ghilini, 1898. 
37 S. 2537. 

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cadente devant la Science Psychia- 
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et les Musiciens. Ouvrage oouronn6 
par rAcad6mie des Beaux-Arts, 
adopt6 dans les maisons d'6ducation 
de la Legion d'honneur. 5«' ed. revue 
et corrigö, avec 94 figures et 510exem- 
ples en musiqup. Paris, Ch. Delagrave, 
1898. X, 592 S. Fr. 5.- 2541. 

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passe deB6arn, Biblioth^que de l'Art 

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to the faculty of the graduate de- 
partment of Yale Univers., up. applic. 
for the degree of Doct. of Philos. 



286 



Karl Vollmöller 



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Elwert, 1899. 72 S. (A&A. XCVII.) 
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(S.-A. aus RF. XI, 1.) Erlangen, 
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nach e. in seinem Besitz befindl. alten 
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Bachelicr 6s sciences, Officier d'aca- 
dcmie, Professour au College d'Autun 
(Saone-et-Loire) Ex-professeur special 
de frangais pour les „Certificated 
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Luud, E. Malmström, 1896. IV, 60 S. 
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conimentate dal Prof. Salvatorc R o s s i. 

Ih'(jl Tov 2ii'jH0v — (^xaxu) Ilayy./Jcüro; 

(Sopra rOlivo sacro — Contro Pan- 

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1898. 112 S. 2 s. 2 d. 2578. 

Titi Li vi ab urbe condita Liber III. 
Recensione, note e cenni del Prof. 
P. di Lauro. (BSSL.) Torino, Pa- 
ravia, 1898. 166 S. 2579. 

Li livres du gouvernement des 
rois. A XIII t'> Century French Ver- 
sion of Egidio Colonna's Treatise De 
Regimine Principum, now Tust publi- 
shed from the Kcrr Ms. Togethcr 
with introd. and notes and full-page 
facsimile by Samuel Paul Mo lenaer, 
A. M., Ph. D., Instructor in the Univers, 
of Pennsylvania, sometime fellow of 



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Fr. 1.50. 2584. 

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1898. 1899. 1900. XV. 603 S. 1 Bi. 
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spagnuole del secolo XVII seonosciutc, 
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deaux vers 1647 et en 1656 avec des 
considerations nouvelles sur ses tins 
dernieres, ä Paris en 1673 . . . ou 
peut-etre en 1703. I. II. 2 vol. Paris, 
Libraires Associfes, 13 rue de Buci, 
1898. 640 u. 625 S. Fr. 25.- (Extr. 
des AASBLAB.) Aufl. 250 Exx. f. 
d. Handel. 2588. 

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1893. 236 S. (RB. 10.) 2589 

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XII, 437 S. fr. 3.50. 2594. 

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Histoire de la Litteratiire Frangaise, 
composee d'apres las meilleurs auteurs 
francais et adaptee ä l'usage des ecoles 
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sclie Buclih. XII, 143 S. 8". Mk.2.— 
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trag zum encj'clopädischen Wörter- 
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Steins Verlagsbuchh. 2 Bl. 108 S. 
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risiensis. Paris, Alb. Fontemoing 
MDCCCC. 170 S. 2608. 

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sur Saint Fran^ois de Sales prcdi- 
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apostolique de saintFran^ois de Sales. 
Le Saint Docteur considöre comme 
maitrc, comme modele et comme r6- 
formateur de l'eloquence sacree. An- 



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Die Umgebung des Balaton. Zusammen- 
gestellt von Dr. Johann Jan kö. Auf 
Kosten des Königl. Ung. Ministeriums 
für Cultus u. Unterricht. Hgg. durch 
d. ethnograph. Abtheilg, d. Ung. Na- 
tionalmuseums. Mit 24 Taf. (Ethno- 
graph. Sammlungen d. ung. National- 
™ museums II.) Budapest, kais. u. kgl. 
Hofbuchdr. Victor Hornyänszky, 1900. 
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Mantovani, Diuo, II Canto XVII 
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Seele & Co., 1900. XXXV, 439 S. 2624. 
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Illustrato da G, Previati. Milano, 
Hoepli. Fa8c.4— 36. S.Nr. 1171. 2625. 
— , — , Die Verlobten. Aus d. Ital. 
übers, v. Eduard v. B ü 1 o w. In 2 Bden. 
Neu hgg. u. eingel. V. Ludwig Fran- 
ke). Stuttgart, Cotta, o. J. 884 u. 
354 S. (CBW.) ä Mk. 1.— 2G26. 
Ma rohes an, Angelo, Della vita e delle 
opere di Lorenzo Da Ponte, con ja 
giunta della famosa Accademia Poe- 
tica per la quäle dovette esulare da 
Venezia e d'altri versi inediti. (Estr. 
d. CoL. dal dicembre 1898 al lugl. 
1900.) Treviso, Tip. Turazza 1900. 
XXVI, 511 S. (CSIRLST. IV.) L. 4.- 
2627. 
Marchese, Domenico Antonio, Merii 
(Tristezza). Versi. Corigliano Ca- 
labro, Stab. Tipo-litogr. del „Popo- 
lano", 1898. 17 S. 2628. 

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Morano, 1898. 11 S. 2629. 

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Tipografia Capobianco, 1899. 16 S. 
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Berlin, Alex. Duncker. 1900. Vlil, 
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Karl Vollmöller 



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Parte Prima: Italiano-Tedesco, 
Ißma edizione iutieramente rifatta ed 
aumentata. Xf, 878 S. Zweiter 
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für jüdische Volkskunde unter 
Mitwirkung hervorragender Gelehrter 
hrsgg. V, M. Grunwald. Hamburg, 
Selbstverl.d.Ges. Jahrg. 1899: 2. Heft 
[ümschl.: Heft IV. 1899]. 1900: I.Heft 
[Umschl.: Heft V.] 2688. 

Mitteilungen und Umfragen zur 
bayerischenVolkskunde. Hrsgg. 
im Auftrage des Vereins für bayerische 
Volkskunde und Mundartforschung. 
Für die Red. verantwortl. Prof. Dr. 
Brenner in Würzburg. Dr. u. Verl. 
d. Wirth'schen Buchdr. in Augsburg. 
IV. 1898, 1—4. V. 1899, 1-4. VI. 
1—4. 1900. 2689. 

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schichte der Cäsartragödien. Beil. z. 
Pr. d. kgl. Gy. zu Friedeberg Niu. 
1890. Friedeberg Nrn., Dr. v. E. Eiser- 
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im Französischen. Diss. Münster, Joh. 
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lui : lei, jegi puvod a vyvoj ve vul- 
gärnich närecich latinskych v ri.^i 
rimskö. — Le couple roman lui : Ici, 
ses origines et son histoire dans les 
diaicctes vulgaires de l'empire romain. 
(Publik avec rcsuuic en frangais.) Par 
le Dr. F. (ieorge Mohl. — V. Prazc, 
Näkladem Krälovskö Ceskc Spolec- 
nosti N;lnk. V kommissi u. Fr. Riv- 
näce, 1899. VI, 124 S. (Vestnik 
Kräl. C6sk6 Spolecnosti Nank. Frida 
lilosoficko - historicko - jazykozpytnä. 
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Monticolo, Prof., I Capitolari dellc 
Arti Vcneziane sottoposti alla Giu- 
stizia e poi alla Giustizia vecchia 
dalle origini al MCCCXXX. Vol. I. 
Roma, Forzani e C, 1896. LXXX, 
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Mouumenta Erphesfurtensia 
saec. XII. XIII. XIV. ed. Oswaldus 
Holder- Egger. Hanno verae et 
Lipsiae, ImpensisBibliopolii üahniani, 
1899. VIII, 919 S. (SRG.) Mk. 9.— 
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Denkmäler der Schreibkunst des 
Mittelalters. Erste Abteilung : Schrift- 
tafeln in lateiuisclier und deutscher 
Sprache. In Verbindung mit Dr. Hans 
Schnorr von Carolsfeld, Über- 
bibliothekar d. kgl. Univers. -Bibl. 
München, hgg. v. Dr. Anton Chroust, 
Prof. d. Gösch, a. d. kgl. Univers. 
Würzburg, München, Verlagsanslalt 



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Presid. of the Philolog. Soc. Hod- 
Horizontal (vol. V). April 1, 1899. 
S. 321 — 384. 2^'j s. Horizontality- 
Hywe (vol.V). July 1, 1899. S. 385— 
516. I-In (vol. V). Oct. 1, 1899. 
S. 1—128. Glass- Coach -Graded 
(vol. IV). January 1, 1900. By Henry 
Bradley. S. 205 — 332. In-Infer. 
(vo!. V). April 2, 1900. S. 129—256. 
Inferable-Inpushing. (vol. V). July 2, 

1900. S. 257— 396. Gradely-Greement. 
(vol. IV). July 2, 1900. S. 333—396. 
(vol. IV). January 1, 1901. S. 397— 532 
u. I-VIII (G.). (v. V.) January 1, 

1901. S. 449-576. April i, 1901. 
S. 1-64. L-Lap (vol. VI). 2734. 

Mussafia, Adolf, Zur Kritik und Inter- 
pretation romanischer Texte. Wien, 
Carl Gerold's Sohn. — Zweiter und 
Dritter Beitrag, 1897; Vierter Beitrag, 
1898. Fünfter Beitrag, 1901. (S.-A. 
aus SBAkWienphhKl. CXXXV, XIV ; 
CXXXVI, VII; CXXXVII, VI; 
CXLIII, XI.) 2735. 

— , — , Studien zu den mittelalterlichen 

Marienlegenden. V. Wien, i. Komm. 

bei C. Gerold's Sohn, 1898. 74 S. 

(SBAkWienphhkl.Bd.CXXXIX.VUI.) 

2736. 

— , — , Socio effettivo della Imp. Acca- 
demia delle scienze, Dei Codici Vati- 



caui latini 3195 e 3196 delle rime dol 
Petrarca. Studio. Wien, C. Gerold's 
Sohn in Comm., 1899. 30 S, in gr. Fol. 
(DAkWien. Bd. XLVI. VI.) 2737. 

— , — , — , Per la Bibliografia dei Can- 
cioneros Spagnuoli, Appunti, Wien, 
C. Gerold's Sohn in Comm., 1900, 
24 S. in gr. Fol. (DAkWien. 
Bd. XLVII. VI.) 2738. 

[Katalog des] Musee Grety Fonde en 
1882 par J.-Th. Radoux, Directeur 
du Conservatoire Royal de Musique. 
Novembre 1895. Liege, H. Vaillant- 
Carmanne, 1895. 30 S. 2739. 

Nabaillet, Caoucos Fablos de J. de 
La Fontaine en rimos bigourdanos 
(Patoues de Bagneros). Segoundo 
edition dal Caoucos Aoutos Pessos 
(proso e bers). Bagneres-de-Bigorre, 
Imprim. Coureau, Square des Vignaux, 
1899. X, 87 S. 2740. 

Nageldinger, Oberl,, Berührungs- 
punkte der griechischen und fran- 
zösischen Syntax. In JB. d. Gy. in 
Zabern. Nr. 28. Schulj. 1898/99. 
S.l— 20. 4". 1899. Pr.-Nr. 554. 2741. 

Nardo-Cibele, Angela, Bara Piero. 
Fiaba in dialetto di Burano. (ASTP. 
XIV 108-109). 2742. 

— , — , Canti ed Orazioni bellunesi. 
ASTP. X1V209— 217,345— 349. 2743. 

— , — , La Filata o la coltivazione dei 
canape nel Bellunese. ASTP. X 
33-44, 204—209. 2744. 

Nassen, J., Die deutsche Flotte und 
di« deutsche Dichtung. Berlin 1898, 
E. S. Mittler & S. S.-A. aus MR., 
4. u. 5. H. 1898. 2745. 

Nazari, Oreste, I Dialetti italici. Gram- 
matica, iscrizioue, versione, lessico. 
Milano, Hoepli, 1900. XVI, 364 S. 
Geb. (MH.) L. 3.- 2746. 

La Nazione Albanese. Organo 
unitario nazionale. Si pubblica due 



298 



Karl Vollmöller 



voUc al ruese. Direttore c Ainmini- 
stratoie: Anseltuo Lorecchio, Palla- 
gorio (Catanzaro) Italia. Anno IV. 
Num. 5—7, 11-20. 2747. 

Negri, Gaetano, Rumori Mondani, Mi- 
lano, Hoepli, 1894. XV, 410 S. 
L. 3.50. 2748. 

Neilson, William Allan, Harvard Uni- 
versity, The Original of tbe Complaynt 
of Scotlande. S.-A. aus JGPh. vol. I 
(1897), Nr. 4, S. 411—430. 2749. 

Neri, Achille, L'Algarotti e i „Versi 
sciolti di tre eceellenti autori" S. 68 — 
73. (Estr. d. RBLJt. IX 1901.) 2750. 

Neubauer, Dr. L., Die Sage vom 
ewigen Juden. 2., durch neue Mit- 
teilungen verm. Ausg. Leipzig, 
J. C. Hinrichs, 1893. VI, 132 u. 24 S. 
Mk. 3.— 2751. 

Neumann, Hubert, aus Rosenberg in 
Westpr. Die Kopulative und asyn- 
detische Verbindung von Worten und 
Sätzen im Rolandslied und in den 
ältesten Texten. Greifswald, F. W. 
Kunike 1900. 1 Bl. u. 42 S. 2752. 

Neu philologische Kundschau. 
Bibliographisch -kritisches Organ für 
german., roman., kelt. u. slav. Philo- 
logie, allg. u. vergleichende Sprach- 
wissenschaft, Litteraturgeschichte u. 
Volkskunde. iMit l^crücksichtigung 
des neusprachl. Unterrichts. Hgg. v. 
A. Hettler. Verlag von A. Ilettier 
in Leipzig. Zweiter Band, 1898, 
24 Nummern 12 Mark. — Nr. 1—4, 
Jan. u. Febr. 2753. 

Neuwirth, Joseph, Prag, [Umschlag: 
mit 119 Abbild.] Leipzig u. Berlin, 
Seemann, 1901. 3 Bl. u. 141 S. (BK. 
Nr. 8.) Kart. Mk. 4.— 2754. 

Newell, William Wells, King Arthur 
and thc Table Round. Tales chiefly 
after the Old French of Cresticn of 
Troyes with an Account of Arthiuiau 
Romance, and Notes. In twoVolumes. 



Boston and New York, Houghton, 
Mifflin and Co., The Riverside Press, 
Cambridge, 1898. LIII, 230 u. 268 S. 
Geb. 2755. 

Ni Castro, Prof. Philippe, Etüde sur 
la Conjugaison Frangaise. Ragusa, 
Tip. Gior. Destefano. 1899. 3 Bl. 
193 S. 4^ Frs. 6.— 2756. 

Niceforo, Alfredo, Criminali e De- 
generati dellTnferno Dantesco. Torino, 
Frat. Bocca, 1898. 142 S. 2757. 

Joannes Nicolai Secundus, Basia. Mit 
e. Ausw. aus d. Vorbildern u. Nach- 
ahmern hgg. v. Georg Ellin ger. 
Berlin, Weidmann, 1899. LH, 38 S. 
(LLD. 14.) Mk. 2.— 2758. 

Nielsen, Oluf, Evangeliesagn. Old- 
franske Legendedigte om Jomfru 
Marias og Kristi Liv. Kjiefbenhavn, 
Klein, 1895. 89 S. (SSO. Nr. 2L) 
Kr. 1.50. 2759. 

Nieu wen hoff, W. van, S, J,, Leben 
des heiligen Ignatius von Loyola, 
autorisierte deutsche Ausg. Mit kirchl. 
Druckgenehmigung. Regensburg, Dr. 
u. Verl. V. J. Habbel, 1901. I. Bd. 
VIII, G08 S., IL Bd. 914 S. 2 Bde. 
geb. Mk. 10.— 2760. 

Ninni, A. P., Materiali per un Voca- 
bolario della lingua rusticana del 
contado di Treviso, cou un' aggiunta 
sopra le superstizioni, le credenze ed 
i proverbi rusticali. Ser. 1» 2*, 3*. 
Venezia, Longhi e Montanari, 1891 — 

1892. 231 S. 2761. 
Ninni, Contessa Irene, Appendice ai 

Materiali ecc. di A. P. Ninni. Venezia, 

Longhi e Montanari, 1892. 114 S. 2762. 

— , — , L'Impiraressa. Nozze Apolloni- 

Ninni. Venezia, Longhi e Montanari, 

1893. 19 S. 2763. 
De Nino, Antonio, Usi e Costumi 

Abruzzesi, descritti da... Vol. sesto: 
Giuochi fanciulleschi. Firenze.Tipogr. 
(;. Barbera. VIII, 293 S. L. 3.- 2764. 



Bibliographie der Koraanischen Forschungen 



299 



Nuack, Fritz, aus Stettin, Der Strophen- 
ausgang in seinem Verhältnis zum Re- 
frain und Strophengrundstock in der 
refraitihaltigen altfranzösischen Lyrik. 
Diss., Greifswald, Dr. v. F.W. Kunike, 
1898. 60 S. 2765. 

— , — , Dr. phil.. Der Strophenausgang 
in seinem Verhältnis zum Refrain und 
Strophengrundstock in der refrain- 
haltigen altfranzösischen Lyrik. Nebst 
66 uuveröifentl. afr. Refrainliedern 
aus Pariser Hss., hgg. v. E. StCDgel. 
Marburg, N. G. Elwert, 1899. 163 S. 
(A. & A. XCVIII). Mk. 5.— 2766. 

Norden, Eduard, Die antike Kunst- 
prosa vom VI. Jahrb. v. Chr. bis in 
die Zeit der Renaissance. 2 Bde- 
Leipzig, Teubner, 1898. XVIII, 969 S. 
Mk. 28.— 2767. 

Noto, Michele de, Appunti di fonetica 
sul dialetto di Taranto (Vocalismo e 
Consonantismo). Trani, V. Vecchi, 
1897. 39 S. L. 1.- 2768. 

NonveauRecueil de Chansons, Chan- 
sonnettes, Romances, Monologues et 
Recits des Grands Concerts de Paris. 
16 e tirage. Paris, H. Pascal, o. J. 
63 S. Fr. 1.— 2769. 

Novati, Francesco, Tre Postille Dante- 
sche. Come Manfred! s'e salvato. La 
„squilla di lontano" 6 quella dell'^t-e 
Maria? La vipera che '1 melanese 
accainpa. Mit einem Appendice : La 
campana serale negli statuti delle 
cittä italiane. Milano, Hoepli, 1898. 
34 S. 2770. 

— , — , Indagini e Postille Dantesche, 
Serie prima. Se Dante abbla mai 
pubblicamente insegnato. Pascuapie- 
riis demum resonahant avenis. La 
suprema aspirazione di Dante. Come 
Manfredi s'e salvato. La „squilla di 
lontano" e quella ^oiV Ave Maria? 
„La vipera che '1 melaoese accampa." 
Appendice: A Lattes, La campana 



serale nei sccoli XIII c XIV secondo 
gli statuti delle cittcä italiane. Bo- 
logna, Nicola Zanichelli, 1899. 176 S. 
(BSCLD. 9-10.) L. 3.— 2771. 

— , — , L'influsso del pensiero latino 
sopra la civiltä italiana del raedio evo. 
2* ediz., rived., corr. cd ampliata. 
Milano, Hoepli, 1899. XIV, 268 S. 
S. No. 1597. L. 4- 2772. 

— , — , Due vetustissime testimonianze 
del!' esistenza del volgarc nelle Gallie 
ed in Italia, esamiuate e discusse. 
Nota. Milano, 1900. Tip. Bernardoni 
di C. Rebeschini e C. 23 S. (Estr. 
dai RJL. S. II. V. XXXIII 1900.) 
2773. 

Novati, F., e Sensi, F., Relazione sul 
tema I comunicato dalla Societä sto- 
rica lombarda. In Atti del VI Con- 
gresso storico italiano. 2774. 

Novatians Epistula de cibis iudaicis. 
Hrsgg. V. Gustav Landgraf u. Carl 
Weyman. Leipzig, Teubner, 1898. 
(S.- A. ausALLG. XI. Jahrg., 2. Heft, 
S. 221—249.) Mk. 1.20. 2775. 

Novell a di Lionora de'Bardi e 
Ippolito Buondelmonti, ripro- 
dotta conforme una stampa del se- 
colo XV, con una Bibliografia della 
Novella. Milano, Hoepli, [letzte Seite: 
maggio 1896]. Unp. 4". (Ed. di soli 
100 es. num. N«. 37.) 2776. 

Nutt, Alfred, Author of „The Voyage 
of Bran" (Essays on the Irish Vision 
of the Happy Otherworld and The 
Celtic Doctrine of Rebirth), Ossian 
and the Ossianic Litterature. 61 S. 6 d. 
(PSMKF. 3.) 2777. 

— , — . Author of „Stiidies on the Legend 
of the Holy Grail", Celtic and Me- 
diajval Romance. London, D. Nutt, 
1899. 36 S. 6 d. (PSMRF. 1.) 2778. 

Nyrop, Kr., Prof. ä l'üniv. de Copen- j 
haguc, Grammaire historique de la 
langue frangaise, Tome l^"". Copen- 



300 



Karl Vollmöller 



liagii.c, Det Nordiske Forlag (E. Boje- 
sen), 1899. XV, 488 S. Mk 8.— 2779. 

— , ~, Eufcmisme. Sjertryk af D., 

Bind VI. Kj0benhavn, Det Schubo- 

theske Forlag, 1899. S. 195—224. 

2780. 

— , - , St. Eligius. Soertryk af ANOH. 
1899. Kj0benhavn, Thiele Bogtrykkeri, 

1899. S. 155-166. 2781. 
— , — , Formation du pluriel en frangais. 

Los noms en -l. Extr. du BASLD. 

1900, S. 23 — 54. (Oversigt over det 
kgl. Danske Videnskabernes Selskabs 
ForhandÜDger, 1900. Nr. 1.) 2782. 

— , — , Observations sur quelques vers 
de la faree de Maitre Pierre Patelin. 
(Present6 a la seance du 19 Üctobre 
1900.) Extr. du BASLD. (Oversigt 
over det kgl. Danske Videnskabernes 
Selskabs Forhandlinger.) 1900. Nr. 5. 
S. 331-367. 2783. 

Oberländer, Hans, Die geistige Eut- 
wickeiung der deutschen Schauspiel- 
kunst im 18. Jahrkundert. Hamburg 
u. Leipzig, L.Voss, 1898. VIII, 216 S. 
(IT.XV.) Mk. 5.- 2781. 

Odonis Abbatis Chmiacensis Occupatio. 

Primum ed. Antonius S w o b o d a, 

Lipsiae, in aed. B. G. Tenbneri. MCM. 

XXVI, 173 S. (BSMAeT.) Mk. 4.— 

2785. 

e ch e 1 h ä u s e r, Wilhelm, Einführungen 
in Shakespeare's Bühnen-Dramen und 
Charakteristik sämmtlicher Rollen. 
3, umgearb. Aufl. Minden i/Westf., 
Bruns, 1898. X, 255 S. Geb. Mk.2.- 
2786. 

Oesterlen, Prof. P., Beiträge zur Ge- 
schichte der volkstümlichen Leibes- 
übungen. 20 S. Leipzig. 1900. Teub- 
ncr. (BeVo.) 2787. 

Ogden, Philip, A comparative study 
of the poem Guillaume d'Angleterre 
with a dialectic treatment of the 



inanuscripts. Johns Hopkins Univ. 
Diss. Baltimore, John Murphy Com- 
pany 1900. VII, 31 S. 2788. 

Ohle, Lic. theol. Dr., ord. Lehrer a. 
Joachimsthalschen Gy., Shakespeares 
Cymbeline und seine Romanischen 
Vorläufer. Eine krit. Untersuchung. 
Berlin, Mayer & Müller, 1890. IV, 92, 
2 unp. S. Mk. 2.— 2789. 

Ohlert, Arnold, Das Studium der 
Sprachen und die geistige Bildung. 
Berlin, Eeuther & Reichard, 1899. 
50 S. (SAPPsPh. Bd. II, Heft 7.) 
Mk. 1.20. 2790. 

1 c tt , George N., Studies in the Word 
Formation of the Latin luscriptions. 
Substantives and Adjectives. With 
special referenee to the Latin Sermo 
Vulgaris. Diss. Columbia Univers. 
Rorae. Sallustian Typography, 1898. 
[Uraschl.: Leipzig, G. Fock, 1898.] 
XXVI, 265 S. Mk. 4.— 2791. 

Oliver, Thomas Edward, (A.B., Har- 
vard Univers.), Salem, Mass., U.S.A., 
Jacques Milet's Drama, „La Destruc- 
tion deTroye la Grant;" Its Principal 
Source; — Its Dramatic Structure. 
Heidelberg. Diss. Heidelberg, Dr. v. 
E. Gcisendörfcr, 1899. IX, 257 S^ 
2792! 

Le Livre de Coniptes de Jacme Olivier, 
marchaud narbounais du XIV^ siecle. 
Publ. avec une iutrod., un glossaire, 
des notes et des tables par Aiphonse 
Blanc. Tome Second l^e partie. 
Paris, A. Picard et fds, 1899. VI, 672 
u. 3 S. 2793. 

Olnieda, Federigho, Prontuario de 
soifco en preguntas y respuestas ö 
sea la sola teoria del solfeo. Segunda 
ediciön. Burgos, Imp. de Anselmo 
Revilla, 1891. 111 S. 2794. 

~, — , Presbitero, Memoria de un viajo 
ä Santiago de Galicia ö exämen critico 
musical del cödice del papa CalistoII, 



Bibliographie der Romanisehen Forschungen 



301 



perteueciente al archivo de la cate- 
dral de Santiago de Compostela. 
Burgos, Imprenta y Estereotipia de 
Polo, 1895. 85 S. Pes. 1.50. 2795. 

— , — , Beneficiado Organista de la Me- 
tropolitana de Burgos, Academico 
correspondiente de la de San Fer- 
nando, socio de otras corporaciones 
cientificas y literarias etc., Discurso 
fiobre la orquesta religiosa. Presen- 
tado en el segundo Congreso Euca- 
ristico Nacional que se celebiö eu 
Lugo ä fines de Agosto de 1896 por 
. . . Burgos, Imp. del Diario de Bur- 
gos, 1896. 260 u. XII S. 2796. 

[Olincda, Federico], El nuevo partido 
catölico ö exposiciön de los pensa- 
mientos de un catölico espanol, hechos 
por el mismo en punto ä la Union 
de los Catülicos. Burgos, Imp. y lib. 
del Centro Catölico, 1899. 80 S. 
75 c6nt. 2797. 

The Open Court. A Monthley Maga- 
zine devoted to the Science of Re- 
ligion, the Religion of Science, and 
the Extension of the Religious Par- 
llament Idea. Editor: Dr. Paul Carus. 
Chicago, The Open Court Publishing 
Company. Vol. XIII. (No. 10.) Oc- 
tober, 1899. Nr. 521. 2798. 

Orano, Paolo, II precursore italiano 
di Carlo Marx. Saggi critici con pre- 
fazione di Giacomo Barzellotti. II 
precursore italiano di Carlo Marx. 
Pessimismo vecchio e pessimismo 
nuovo. Filosoöa della storia e filo- 
sofia della sociologia. Roma, E. 
Voghera, 1899. VIII, 214 S. L. 3.— 
2799. 

Q. Orazio Flacco, Odi ed Epodi tra- 
düte in zeneize da Nicolla Bagigalo 
con prefazion de Anton Giülio Bar- 
rili. Zena, A. Donath, 1899. VI, 
320 S. L. 3.- 2800. 



Origenes delJusticia de Aragon 
por el Doctor D. Julian Ribera Tar- 
rago, correspondiente de la R. Acad, 
de la Hist., catedrätico de Lengua 
Arabe en la Univers, de Zaragoza, 
con un prölogo de D. Francisco Co- 
dera, de la R. Acad. de la Hist., 
catedr. de Lengua Arabe en la Univers. 
Central. Zaragoza, Comas hermanos, 
1897. XIX,472S. (CEA.II.) Pes. 5.— 
2801. 

Ortner, Dr. Max, k. k. Scriptor, Das 
Problem einer wissenschaftl. Central- 
Bibliothek Oesterrelchs in Wien. Ein 
Beitrag zur Bibliothekspolitik des 
20. Jahrhunderts. Klagenfurt, Ferd. 
V. Kleinmayr, 1898. 23 S. 2802 

Ortolani, Tullio, Studio riassuntivo 
sullo Strambotto. Parte I. Lo Stram- 
botto popolare. Feltre, Lito - tip. 
P. Castaldi, 1898. 67 S. L. 2.— 2803. 

s b r n , Die Teufellitteratur des 

XVI. Jahrhunderts, S. Nr. 314. 2 Ex. 

2804. 

Oschinsky, Eugo, aus Berlin, Der 

Ritter unterwegs und die Pflege der 

Gastfreundschaft im alten Frankreich. 

Hall. Diss. Halle a. S. 1900. 84 S. 

2805. 

Ost, Franz, aus Magdeburg, Die alt- 
französische Übersetzung der Ge- 
schiclite der Kreuzzüge Wilhelms v. 
Tyrus. Hall. Diss. Halle a. S., Dr. 
V. Wischau & Wettengel, 1899. 73 S. 
2806. 

Ostermann, V., Prof., Villotte Friulane, 
Udine, Domenico Del Bianco, 1892. 
XVI, 400 S. L. 3.— 2807. 

— , — , La vita in Friuli. Usi, costumi, 
credenze, pregiudizi e superstizioni 
popolari. Udine, Domenico Del Bianco, 
1894. XV, 716 S. L. 5.- 2808. 

Osthoff, Dr. Hermann, o. ö. Prof. d. 
indogerra. Sprach wiss. u. d. Sanskrit, 



302 



Karl Vollmöller 



d. Z. Prorektor d. Grossh. Bad. Univ. 
Heidelberg, Vom Suppletivwesen der 
indogermanischen Sprachen. Akadera. 
Rede z. Feier d. Geburtsfestes d. 
höehstsel. Grossherzogs Karl Friedrich 
am 22. Nov. 1899 bei d. Vortrag d. 
Jahresb.u.d. Verkündigung d.akadem. 

Preise gehalten v [Umscbl. : 

Erweiterte akad. Rede v ]. 

Heidelberg, Üniv.-Buchdr. v. J. Hör- 
ning, 1899 [ümschl. : Heid., Alfr. Wolff 
in Komm., 1900]. 95 S. 4». 2809. 
Oswald, Eugene, M. A., Ph. D., Goethe 
in England and America. Bibliography. 
Reprinted from NS., Marburg. London, 

D. Nutt, 1899. IV, 50 S. (PEGS.Vni.) 

2810. 

Ott, Andre G., de Zürich, Etüde sur 

les couleurs en vieux frangais. Paris, 

E. Bouillon, 1899. XII, 186 S. Fr. 6.— 

2811. 

Otto, Gualterus, Nomina propria latina 

oriunda a participiis perfecti. S.-A. 

aus JbbPh. Suppl. Bd. XXIV 745-932. 

Lipsiae, B.G.Teubner, 1898. Mk. 5.60. 

2812. 
Otway, Thomas. Die Verschwörung 
gegen Venedig. Tragödie in 5 Akten. 
Ins Deutsche Übertrag, u. mit e. Einl. 
versehen v. Paul Hagen. Leipzig, 
Ed. Avenarius, 1898. V, 91 S. Mk. 2.- 

2813. 

P., A. D. de, Miembro del Instituto 
Historico y Geogräfico del Brasil, 
Apuntes para la historia de la Re- 
püblica Oriental del Uruguay desde 
el aüo de 1810 hasta el de 1852; 
basados en documentos autenticos 
püblicos e ineditos y en otros datos 
originales, extraidos de los archivos 
y bibliütecas nacionales y particulares 
de Europa y de la America de origen 
ibero, y robustecidos por la tradicion 
oral de testigos oculares d(; los hecho.s. 



Paris, Th. Diicessois, 55 Quai des 
Augustins, 1864 (Umschlag: 1865).— 
Tomo I, Aüos de N. S. J. C. de 1810 
H 1829. XH, 367 S. — Tomo II. 
Anos de N. S. J. C. de 1810 ä 1859. 
512 S. 2814. 

Pal au, Bartolome, La „farsa llamada 
Salamantina", publice et annotee par 
Alfred Morel -Fatio, Directeur ad- 
joint ä Töcole des Ilautes Etiules. 
Paris, A. Fontemoing 1900 [mit 1 Pho- 
totypie] 72 S. (Extr. du BHi d'Octobre- 
Decembre 1900.) 2815. 

Palladii Rntilii Tauri Aemiliani- viri 
inlustris opus Agriculturae ex re- 
censione J. C. Schmittii. Lipsiae, 
Teubuor, 1898. XIV, 270 S. (BSGRT.) 
Mk. 5.20. 2816. 

Fallen, Cond6 B., Ph. D., LL. D., 
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Pallioppi, Emil, Wörterbuch der ro- 
manischen Mundarten des Ober- und 
Unterengadins, des Münsterthaies, von 
Bergün und IMlisur, mit besond. Be- 
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A. Geering i. Comm. Samaden, Dr. 
V. S. Tanner. Liefg. 1—3. 1899—1900. 
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Panzacchi, Stecchetti, d'An- 

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Leipzig, Reissner, 1898. IV, 115 S. 

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Paoli, Cesare, Programma scolastico 
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1898. 158 S. S. No. 318. (BBP.) 
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Pappritz, Dr. Richard, Wanderungen 
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des Antiquaires de Normandie le 
lei- D6c. 1898. Paris, E. Bouillon, 

1899. 57 S. 2824. 
— , — . Les plus anciens mots d'empraut 

du frangais. Extr. du IS. — Mai et 
Juin 1900. Paris, Impr. Nat. 1900 
(E. Bouillon). 32 S. 4«. 2825. 

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[Vorw. 25 Mars 1900.] VIII, 268 S. 2826. 
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Villon, Paris, HAchette & Cie., 1901. 
190 S. (GEFran§.) Frs. 2.— 2827. 

Pariset, C, Vocabolario parmigiano- 

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Edition classique par M. l'abbö Mar- 
gival, Agrege de l'Univers., Anc. Maitre 
de Confer. ä l'Institut Cathol. de Paris. 
Paris, Ch. Poussielgue, 1898. 78 S. 
(AMEC.) Fr. -.75. 2829. 

Pascoli, Giovanni, Minerva Oscura. 
Prologomeni: La Costriizione Morale 



del Pocma di Dante. Livorno, Tip. 
di Raff. Giusti, 1898. VII, 216 S. 
L. 3.- 2830. 

Pascot, Prof. Giovanni, Prose e versi. 
III. Edizione corretta. Pordenone, 
A. Gatti, 1894. 70 S. 2831. 

— , — , Origine delle religioni. Pordenone, 
A. Gatti [Udine, Erat. Tosolini], 1896. 
81 S. 2832. 

— , — , Tragedie. Laoconte. Catilina. 
Seconda edizione corretta e accres- 
ciuta. Pordenone, A. Gatti, 1898. 
86 S. 2833. 

— , — , Origine del diritto. Udine, Erat. 
Tosolini, 1899. 107 S. L. 1.— 2834. 

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rarische Anstalt (Rütten & Loening), 
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Pastor, Ludwig, Zur Beurtheilung Sa- 
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Freiburg i. Br., Herder, 1898. 79 S. 
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Paul, Hermann, Die Bedeutung der 
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ötfentl. Sitzung d. k. b. Akad. d. Wiss. 
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Verl. d. k. b. Akademie (G. Franz 
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Seemann. 1898. VI, 158 S. Mit 

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Pavesi, P., La dirtribuzione dei pesci 
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Aprile del 1898.] Nozze Forstner 
de Billau De' Pazzi. 30. Aprile 1898. 
Firenze, Stab. tip. fiorentiiio 1898. 
23 S. 2840. 



304 



Karl Vollmöller 



Das altfranzösische Marüusleben des 
Pean Gatineau aus Tours. Nene 
nach der handschrift revidierte aus- 
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con proeuiio di Francesco d ' v i d i o. 
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Francesca da Kimini. Eufemio di 
Messina. Milano, Hoepli, 1898. 
XXXIV, 443 S. L. 1.- 2846. 

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Wiss. Beil. z. JB. der IV. städt. R.zu 
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1898. 28 S. 4». 2847. 

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vania, The War of the Theatres. 
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168 S. 2848. 

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dem 11. /12. Jahrhundert. Nach e. Hs. 
d. Brit. Mus. hrsg. v. Max Löweneck. 
Erlangen, Fr. Junge, 1896. VHI, 57 S, 
(Eß. XII.) Mk. 1.20. 2849. 

Perroni Grande, Ludovico, Note 
dantcsche. Messina, Vinc. Muglia, 

1897. 40 S. L. 1.— 2850. 
Port seh, Wilhelm, Drei Vorträge. 

Hrsgg. V. R. Ehwald. Mit Porträt. 
Gotha, F. A. Perthes, 1900. XII, 99 S. 
Mk. 2.— , 2851. 

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Braumüller, 1899. VI, 71 S. Mk. 2.- 
(WBEPh. X.) 2852. 

Peter, Dr. Arthur, Des Don Francisco 
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1898. Dresden, Dr. v. Lehmann, 1898. 
52 S. 4«, Pr.-Nr. 558. 2853. 

Peters, Prof. Dr. Emil, Die Vision 
des Tnugdalus. Ein Beitrag zur 
Kulturgeschichte des Mittelalters. 
Wiss. Beil. z. Jahresber. des Doro- 
theenstädt. RGy. zu Berlin. Ostern 
1895. Pr.Nr. 94. Berlin 1895, R. Gaert- 
ner. 30 S. 4°. 2854. 

Petersen, E., Vom alten Rom. Leip- 
zig, E. A. Seemann, 1898. VI, 142 S. 
gr. 8». (BK. 1.) Mk. 3- 2855. 

Francesco Petrarcas Triumphe die, 

im kritischen Texte hgg. von Carl 

Appel, Halle a. S. Niemeyer 1901. 

XLIV, 476 S. u. 6 Tafeln. Mk. 14.- 

2856. 

Petri, Julius, Der Agnes - Bernauer- 
Stoff im deutschen Drama; unter be- 
sonderer Berücksichtigung von Otto 
Ludwigs handschriftlichem Nachlass. 
Rostocker Diss. Berlin, üllstein's 
Buchdr. 0. J. 47 S. 2857. 



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XI 85, S. M. 2.40. 2859 

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1. Teil. Beil. z. JB. 1897/98 d. Grossh. 
R. zu Karlsruhe. Karlsruhe, Buchdr. 
von Maisch & Vogel, 1898. 31 S. 
40. Progr. Nr. 654. 2. Teil. Beil. etc. 
1899/1900. Ebd. 1900. Prgr. Nr. 669. 
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Handelssch. u. Privatdoz. a. d. Techn. 
Hochsch. in Stuttgart, Ein Problem 
der romanischen Wortforschung. I. 
Stuttgart, Greiner & Pfeiffer [Dez. 
1899]. 40 S. M. 1.20. 2862. 

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S. 41—60. Mk. 1.20. 2863. 

Pflänzel, Max, aus Saalfeld a. S., 
Über die Sonette des Joachim Du 
Bellay nebst e. Einleit. : Die Einführung 
des Sonetts in Frankreich. Diss. 
Leipzig. Saalfeld, Wiedemannsche 
Hofbuchdr. 1898. 87 S. 2864. 

Pfuhl, Dr. Heinrich, Oberlehrer, Bei- 
träge zur unterrichtlichen Behandlung 
der französischen Syntax. Progr. Nr. 
121 d. fünften städt. R. zu Berlin, 
Ostern 1901. Berlin, 1901, Gaertner. 
4«. 2865. 

Istoria di Phileto Veronese, per cura 
diG. Biadego. Livorno, Raff. Giusti, 
1899. XXVII, 156 S. L. 3.50 (RRSL. 
Vol. I.). 2866 

Philipp i, Adolf, Die Kunst der Nach- 
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Romaniache Forschungen XIII. 1. 



Erstes Buch: Italien im Zeitalter des 
Barock. Bernini. Die Caracci u. Guido 
Reni. Caravaggio u. Ribera. Poussin 
u. Claude Lorrain. ] Mit 152 Abbild. 
i.Text, E.A. Seemann, 1900. VIII+IV, 
140 S. M. 2.50. (KGED. Nr. 10, IV. 
Bd. 1. Liefg.) 2867, 

— , — , Die Blüte der Malerei in Belgien, 
Rubens und die Flamländer. [Umschl.: 
Rubens und die Flamländer.] Mit 
152 Abbild, im Text. Leipzig und 
Berlin, E. A. Seemann, 1900. IX + KI, 

■ 230 S. M. 4.50. (KGED. Nr. 12, V. 

: Bd.) 2868. 

Philippide, Alexandru, Gramaticä 

Elementarä a LimbiT Romine. JasT, 

Isr. Kuppermann, 1897. 384 S. 4. Lei. 

2869. 

— , — , in Jassy, Über den lateinischen 
und rumänischen Wortaccent. S.-A. 
aus der Festgabe für Suchier. S. 
28—44. 2870. 

Plana, Don Ernesto Prof., La Frances- 
ciade di Francesco Mauri da Spello. 
Memoria critica. Rovigo, G. Vianello, 

1898. 39 S. 2871. 
Piatt,Herman, Neuter ü in Old French. 

Strassburger Diss. Strassburg, Dr. v 
C. & J. Goebler, 1898. 84 S. 2872. 
Piccioni, Luigi, Studi e ricerche in- 
torno a Giuseppe Baretti con lettere 
e documenti inediti. Livorno, R. Giusti. 

1899. VI, 634 S. L. 5. 2873. 
Pieri, Paolino, La Storia di Merlino, 

edita ed illustrata dalreneo Sanesi, 
Bergamo, Istituto Italiano d'arti gra- 
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120 S. L. 7.- (BSLIt. IIL). 2874. 
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il 8U0 poema, preambolo ad un circolo 
di letture dantesche tenuto da valenti 
coUaboratori e coUaboratrici nella 
societä filarmonico — drammatica di 
Macerata, Marzo MCM. Ristampa. Ma- 
cerata, Mancini, 1900. 20 S. 8°. 2875- 
20 



306 



Karl Vollmöller 



Piesneludu slovensköho. Vy- 
däva Museälna slovenskä spolocnost. 
Sosit I. Piesne zo Spisa. Sosbieral 
Stefan Misik. Türe. Sv. Martin, 
riacon knihtlaciarsko-ücastinärskeho 
spolku, 1898. 143 S. [SlovakischeVolks- 
lieder hrg. von d. slovakischen Mu- 
sealgesellschaft. Heft I. Lieder aus 
Spis, gesammelt von Stefan Misik. 
Turocz. St, Marton, Druck d. Buch- 
druck- Act.-Ges. Beilage zum V. B, 
d. Ztschr, d. Slovak. Museaigesell- 
schaft 1898]. 2876. 

Pinvert, Lucien, Doct. 6s Lettr.i 

Jacques Gr6vin (1538—1570). Etüde 

biograph. et litt6r. Paris, A. Fonte- 

moing, 1899. 415 S. Gr. 8". Fr. 12 

2877. 

Pirson, Jules, Lecteur ä. l'Univers. 
de Munich, Le Style des Inscriptions 
Latines de la Gaule. Louvain, Ch. 
Peeters, 1898. 31 S. (S.-A. aus MuB. 
IL). 2878. 

— , — , Lecteur et Privat-Dozent ä 
rUniversite de Munich, La Langueet 
les Inscriptions Latines de la Gaule. 
Bruxelles, Office de la Publicitc. 
Soci6t6 Beige de Librairie. 1901. 
XVI. 328 S. Frs. 7.50. 2878. 

Pischl, Die Menächmen des Plautus 
und ihre Bearbeitung durch Regnard 
S. No. 1255. Noch 2 Exx. 2880. 

Pitr6, G.. Le tradizioni popolari nella 

Divina Commedia, Appunti. Palermo, 

tip. del Giorn. di Sicilia. 1901. 34 S. 

2881. 

Plainte de la Vierge en vieux v6- 
nitien. T%te critique, prec. d'une 
introduct. linguistique et litt^raire par 
Alfred Linder. Upsala Universitets 
Ärsskrift 1898. Filosofi, Spräkvetens- 
kap och Historiska vetenskaper. I. 
Upsala, Edv. Beding, 1898. 8.CXL1II, 
98 S. 2882. 



Fabii Planciadis Fulgentii V. C. 
Opera accedunt Fabii Claudii Gordi- 
ani Fulgentii V. C. de aetatibus 
mundi et hominis et S. Fulgentii epia- 
copi super Thebaiden recensuit Ru- 
dolfus Helm. Lipsiae, B. G, Teubner, 

1898. XVI, 215 S. M. 4. - (BSGRT.) 

2884. 

P 1 a u c h u t , Edmond, Autour de Nohant. 

Lettres de Barbes ä George Sand. 

Paris (L6vy, 1897. 315 S. Fr. 3.50. 

2883. 
Plebani, Generale, L'Arte della Me- 
moria. Sua storia e teoria (parte 
scientifica) , muemotecnia Anforme 
(parte pratica), con 13 illustrazioni 
intercalate nel testo. Milano, Hoepli, 

1899. XXX, 224 S. Geb.L. 2.50. (MH.) 

2885. 

Plion, Albert, prof. de rhötorique au 
collJige de Compi6gne, Un romancier 
populaire. Alexandre Dumas (1802— 
1870). Conference populaire faite k 
Noyon le 27 Jan vier 1900. Compi6gne, 
impr. Henry Lefebvre 1900. 69 S. 
2886. 

Plomp, Dr. H. P. B., De Middelneder- 
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van den VII Vroeden van binnen 
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door . . . Utrecht, J. L. Beijers, 1899. 
97 u. 59* S. [S. l*-59*: Les sept 
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Nat. Parijs.] 2887. 

Pochhammer, Paul, Durch Dante. 
Ein Führer durch die „Commedia" in 
100 Stanzen und 10 Skizzen. Zürich 
und Leipzig, Karl Henkell & Co., 
o. J. [Vorwort, 5. VIII. 1897.] 144 S. 
u. 1 Tafel. 2888. 

P o e w e , Julius, aus Magdeburg, Sprache 
und Verskunst der Myst^res inädits 
du XV. siecle (abgedruckt von A. 
Jubinal, Paris 1837). Hall. Diss. Halle 



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307 



a. S., Hofbuchdr. v. (A, Kaemraerer 
& Co., 1900. 93 S. 2889. 

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gure di Storia Patria, presidente della 
Sezione Ligure del Club Alpino] 
Genoati e Viturii [Saggio storico sugli 
antichi Liguri] Genova, tip. R. Isti- 
tuto Sordo-Muti MCM. XIII 407 S. 
(ASLig. XXX.). 2890. 

Polanski, Peter, Die Labialisatiou 
und Palatalisation im Neuslavischen. 
Berlin, S. Calvary & Co., 1898. VIII, 
81 S. 2891. 

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secolo XV, La Catinia, le Orazioni 
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Arnaldo Segarizzi. Bergamo, Isti- 
tuto italiano d'arti grafiche, 1899. 
LXIII, 153 S. L. 7.- (BSLIt. V.). 
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Polen tz, Emil, Die Funktionen des 
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Bernhard Seuffert, Prof. an der 
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Leopold Voss, 1900. VI, 247 S. M. 7.- 
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vereto. Estr. dagli AAA. Serie III, 
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Rovereto, Tip, G. Grigoletti, 1898. 
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Berlin, W. Weber, 1896. M. 12.- 
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Paris, C. Levy, 1898. 377 S. Fr. 3.50. 
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Programm des Tschech. Obergymn. zu 
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Enth. u. a.: Dr. M. Koväf Seznam 
Knikovny ucitelske. (Katalog der 
Lehrerbibliothek.) 

2903. 

Programm des k. k. Staats- Obergymn. 
in Prerau, Ostern 1897. Prerau, 
1897. 110 S. 2904. 

Preussner, Dr. Oskar, Oberlehrer, 

Etüde sur les Po6sies diverses de 

Jean Racine. Beil. z. d. JB. des Gy. 

zu Stolp f. d. Schulj. 1899-1900. 

20* 



308 



Karl Vollmöller 



Stolp i. Pom. F. W. Feiges Buchdr. 
1900. 55 S. Pr. 157. 2905. 

P r i e b 8 c h , Robert, Dr., Deutsche Hand- 
schriften in England. Zweiter Band : 
Das British Museum. Mit einem An- 
hang über die Guildhall- Bibliothek. 
Erlangen, Fr. Junge. 1901. VI, 349 S. 
M. 16.— cfr. Nr. 750. 2906. 

Procop, Dr. Wilhelm, k. Gymnasial- 
prof., Die Psalmen des Paulus Melissus 
in ihrem Verhältnisse zur französischen 
Psalmen-Übersetzung des Marot-Beza 
und zur Vulgata. E. sprachl. Unter- 
suchung. Progr. d. k. human. Gy. 
Rosenheim f. d. Schuljahr 1898;99. 
Rosenheim, Dr. v. M. Niedermayr, 
1899. 21 S, 2907. 

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Ernest Langlois. Extr. de la BECh., 
1899, t. LX. Paris, 1899. 33 S. 2909. 

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Pulle, Francesco Lorenzo, Testi an- 

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Milano, Fr. Vallardi, 1896. (Te. IV: 
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Pu^cariu, Sextil, aus Kronstadt in 
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minutivsuftixe. Leipz. Diss. Leipzig, 
J. A. Barth, 1899. 147 S. 2914. 



Quaglio, U. Dott., Appunti e note 

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1897 alla Societä Pedagogica di Fer- 

rara. Ferrara, G. Barbieri. 24 S. 

2915. 

— — , Bartolomeo Chiozzi e la sua 
leggenda. Analisi critica dell' Opus- 
colo „La Magia". (Extr. dal Vol. XI 
degli ADFSP.). Ferrara, Tip. Sociale 
G. Zuffi e C, 1900. 81 S. 2916. 

Quintana, Vidas de los Espafioles 
C61ebres. Morceaux choisis avec notes 
et questionnaires par Th. Alaux, Prof. 
d'Espagnol au Lyc6e de Bordeaux, 
et L. Sagardoy, Licencie es lettres 
de r Univ. de Madrid. Avec lettre- 
preface de M. de Tröverret, Prof. de 
Litt6r. 6trang. ä, 1' Univ. de Bordeaux. 
2e ed. Toulouse, E. Privat, 1898. 
XII, 208 S. Fr. 2.- (ClE.) 2917. 

Raab, Dr. Ernst, Oberl. am Nicolaigy. 
zu Leipzig, Sachliche, grammatische 
und metrische Erläuterungen zu den 
Canzonen Petrarcas. Wiss. Beil. zum 
JB. des Nicolaigy. zu Leipzig. Leipzig, 
Dürr 1898. 40 S. 4 ». M. 1.50. 2918. 

Raadt, J.-Th. de, La chevalerie s'est- 

elle servie du „Goedendag?" (Extr. 

des ASAB. t. X, 3^ et 4« liv. 1896). 

Bruxelles, A. Vromant et Cie. 12 S. 

2919. 

llabani Mauri de Institutione Cleri- 
corum libri tres. Textum recensuit 
adnotationibus criticis et exegeticis 
illustravit introductionem atque in- 
dicem addidit Dr. Aloisius Knoepfler 
SS. theologiae in universitate Mona- 
censi professor p. 0. Monachii 1900 
(Umschlag 1901) Sumptibus librariae 
Lentnerianae. XXXII, 300 S. M. 5.- 
(VKSM. V.) 2920. 

Rabelais, Pantagruel. The Fourth 
Book (1548). [2. Titelblatt:] The 
First Edition of the Fourth Book of. 
the Heroic Deeds and Sayings of the J 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



309 



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Smith, Feilow of St. John's College, 
Cambridge. London, privately prin- 
ted, 1899. 72 S. 3 8. 2921. 

Raccolta di Poesie Italiane del 
Secolo XIX dedicata alla gioventü. 
Answ. für Schule u, Haus, hgg. v. 
Dr. Richard Ackermann. Bamberg, 
C. C. Büchner (Rudolf Koch), 1898. 
XIII, 181 S. M. 1.20. 2922. 

Racconti popolari pistoiesi in 
vernacolo pistoiese raccolti e pub- 
blicati da Rodolfo Nerucci, Pistoia, 
tip. Niccolai, 1901. 163 S. 2923. 

Rad i imenik Matice Srpske go- 
dine 1898. S dodacima I. izvestaj 
upravnogodbora o svom radu god. 
radu 1897-98. 11. izvestaj knjizevnog 
odelenja i odbora o svom godisnjem 
radu 1897-98. M. Novom Sadu 1899. 
[Verzeichnis der Arbeiten und Namen 
der Serbischen Bienenkönigin des J. 
1898. Mit Beigaben I Bericht des 
Verwaltungsausschusses über seine 
Thätigkeit im J. 1897/8. II. Bericht 
der litterarischen Abteiluog und des 
Ausschusses über seine Thätigkeit im 
J. 1897/8.] S. 176 + 26 + 30. gr. 8°. 
(Neusatz 1899.) 2924. 

^ Rabn, Dr. J.-R. A travers Paris et la 
France. Recueil de gravures ä l'usage 
de la conversation franyaise destine 
aux 6coles sup6rieures et ä Tenseigne- 
ment personnel. 28 gravures degenre, 
choisies, gradu6es, expliquöes. 30 Bil. 
Appendice contenant une petite in- 
troduction aux sujets des gravures 
28 8. Bielefeld und Leipzig, Velhagen 
& Klasing, 1900. 4". M.1.60. Wörter- 
buch zum ßilderatlas für französische 
Conversation ä travers Paris laFrance, 
28 gravures de genre, choisies, gra- 
duees, expliquees, IV 68 S. M. 0,80. 
2925. 



Raleigh, Walter, Prof. of Modern 
Lit. at ünivers. Coli., Liverpool, etc., 
The English Novel, being a short 
Sketch of its History from the ear- 
liest Times to the Appearance of 
Waverley. 2^ Ed. London, J. Mur- 
ray, 1896. XII, 298 S. Geb. 3 s. 6 d. 
(UEM.) 2926. 

L. Rambaldi, A. M. Mucchi, E. 
Pinchia, J. Marchiandi, D.Orsi, 
L. Cibrario, F. Porro, E. Ram- 
baldi, G. Cena, L. Einaudi, 
G. Faldella: Le Arti, Le Scienze, 
La Storia, Le Lettere in Piemonte. 
Conferenze. Primo Cinquantenario 
dello Statuto Italiano. 1898: Circolo 
Filologico di Torino. Torino, R. 
Streglio, 1898. IV, 317 S. L. 5.— 
2927. 

Oscar Schultz-Gora. Le Epistole 
del Trovatore Rambaldo di Va- 
queiras al Marchese Bonifazio I di 
Monferrato. Traduzione di G. Del 
Noce con aggiunti e correzioni dell' 
Autore. Firenze, G. C. Sansoni, 1898. 
XVII, 210 S., 2 Taf. L. 2. - (BCLIt. 
23-24.) 2928. 

Ramorano, Feiice, Prof. nel R. Isti- 
tuto di Studi Superiori in Firenze, 
Cornelio Tacito nella Storia della 
Coltura. Discorso letto per la solenne 
Inaugurazione degli Studi nel R. Isti- 
tuto Superiore a Firenze, addi 18 No- 
vembre 1897. Seconda ediz. corretta. 
Milano, Hoepli, 1898. 111 S. L. 1.50. 
2929. 

Ramshorn, Moritz, Oberlehrer a. d. 
öffentl. Handelslehranstalt u. Lektor 
a. d. Handelshochschule zu Leipzig 
und Manuel del Pino, Professor am 
Instituto de San Isidro in Madrid, 
Handbuch der spanischen Umgangs- 
Sprache, Stuttgart. Paul Neflf, 1901. 
[Titel auch spanisch]. 4 Bll. 704 S. 
geb. M. 4.— 2930. 



310 



Karl Vollmöller 



Ranftl, Dr. Johann, Ludwig Tiecks 

Genoveva. Als romantische Dichtung 

betrachtet. Graz, „Styria" , 1899. 

XII, 258 S. M. 5.- (GSDPh. VI.) 

2931. 

Rasi, Luigi, ICoaici italiani.ra8c.26», 
1898. 27.28. v. 1617. 29—30-, Fi- 
renze, Fratelli Bocca, 1895 (S. 
845—908). 31-32, 1894. 36 — 38 
(S. 1-96). S. Nr. 756 und 1617. 
39-40 (S. 97-152). 41-42 (S. 
153-216). 2932. 

Raub er, Dr. A,, o. ö Prof. d. Ana- 
tomie a. d. Univers. Jurjeflf (Dorpat), 
Die Don Juan-Sage im Lichte bio- 
logischer Forschung. Mit 10 Textfig. 
Leipzig, A.Georgi, 1899. 95 S. M.2.- 
2933. 

Rautner, Dr. Hans, Georg Lillos The 
Christian Hero u. dessen Rival Plays, 
eine Studie zur vgl. Litteratur- 
geschichte. Kgl. Luitpold-RPr. für 
1899/1900. München 1900. Kastner & 
Lossen. 39 S. 2934. 

[Ravagli, Francesco], II Cortona 
(Domenico Cecchi). Nozze Furiosi- 
Fabbri. Settembre MDCCCLCVI. 
[Cittä di Castello, S. Lapi, 1896]. 
29 S. 4«. 2935. 

Real-Lexikon, Englisches (Mit Aus- 
schluss Amerikas). Unter Mitwirkung 
v. Becker- Eiber feld, Böddeker- 
Stettin. Krüger-Berlin, Leitritz- 
Stettin, Wershoven- Tarnowitz, 
hrsgg. V. Dr. Clemens Klöpper in 
Rostock. Leipzig, Renger. 2 Bde in 
4 Halbbänden. L Bd. A-Gone. 1897. 
S. 1—1280. IL Bd. Gonfanon-Zuleika. 
Mit e. Anh. : British Possessions, e. 
Quellenverzeichn. u. einer Inhalts- 
übersicht. 1898—99. S. 1281-2545. 
M. 60.—. Auch in Lief, ä M. 1.50 zu 
beziehen. 2936. 

Reallexikon, Französisches, hgg. v. 



C. Klöpper, Lief. 4-17. S. No. 
1279. 2937. 

R6cits Saintongeois. A travers 
Genets et Brugeres. Legendes, chroni- 
ques & r6cits de la Haute-Saintonge 
par l'abbe Theophile Mongis. Lyon, 
Paris, Delhomme et Briguet, 1894. 
II, 350 S. 2938. 

Recueil de Podsies Frangaises 
depuis le moyen-äge jusqu' au XIX e 
sifecle. Par un Professeur de Rhe- 
torique. Paris, Lyon, Delhomme et 
Briguet, 1998. 487 S. (M. Litt.) 
2939. 

Reden und Briefe italienischer 
Humanisten. Ein Beitr. z. Gesch. 
d. Pädagogik des Humanismus. Mit 
Unterstützung d. kais. Akad. d. 
VVissensch. in Wien, veröffentlicht v. 
Dr. Karl Müllner, k. k. Prof. Wien, 
A. Holder, 1899. X, 305 S. 2940. 

Reforgiato, Vincenzo, Le contra- 
dizioni di Giacomo Leopardi. [Um- 
schlag: Primo Centenario Leopardi- 
ano.j Catania, Galati, 1898. 95 S. 
L. 2.— 2941. 

La nouvelle r6forme de l'ortho- 
graphc et de la Syntaxe fran- 
^aises. Texte de l'arretö ministeriel 
avec avaut-propos et commentaire par 
Emile Rodhe, Docteur 6s lettres, 
maitre de confärences ä, la faculte 
de lettres de Lund (Sucde). Lund, 
Iljalmar Möller, 1900. 52 S. 2942. 

Register zu den Zeitschriften : Sammler 
für Geschichte und Statistik von Tirol, 
Archiv für Geschichte und Altertums- 
kunde Tirols, Zeitschrift desFerdinan- 
deums (bis incl. Bd. 40 der HI. Folge), 
hrsg. vom Verwaltungsausschusse des 
Ferdinandeums. Innsbruck, Wagner, 
1897. 58 S. 2943. 

Regnaud, Comment naissent les my- 
thes. S. No. 1619. 2. Ex. 2944. 



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311 



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XIII) publice et commentöe par 
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L. Fourniols, G. Peyr6 & Armand 
Weil, Maitre de Conferences et E16ves 
ä l'Ecole Normale Sup6rienre. Paris, 
Societ6 Nouvelle de Librairie & 
d'Edition. 1900. VII, 52 S. Fr. 2.50. 
2915. 

Rein holdsson, Olof, Licencie en 
Philosophie de l'universitß d'üpsala, 
Sur les pleonasmes Syntaxiques de 
l'ancien frangais, thöse pour le doc- 
torat, [Diss. von Upsala 1900] Stock- 
holm, P. Palmquists Aktiebolag, 1900. 
1 Bl. 65 S. 2946. 

Reinsch, Dr. Hugo, Ben Jonsons 
Poetik und seine Beziehungen zu 
Horaz. Erlangen und Leipzig, A. 
Deichert'sche Verlagsbuchhandl. (G. 
Böhme), 1899. X, 130 S. M. 3.- 
(MB. 16.) 2947. 

Reitterer, Theodor, Dr. phil. (Wien), 
Leben und Werke Peter Pindars 
(Dr. John Wolcot). Wien u. Leipzig, 
W. Braumüller, 1900. VIII, 150 S. 
M. 4.— (WBEPh. XL) 2948. 

Reling, H., Kgl. Präparandenanstalts- 
Vorsteher in Wandersieben und 
Bohnhorst, J., Lehrer am Gym- 
nasium in Halberstadt, Unsere Pflanzen 
nach ihren deutschen Volksnamen, 
ihrer Stellung in Mythologie und 
Volksglauben, in Sitte und Sage, in 
Geschichte und Litteratur. Beiträge 
zur Belebung des botanischen Unter- 
richts und zur Pflege sinniger Freude 
in und an der Natur für Schule und 
Haus ges. u. hgg. 3. verm. Aufl. 
Gotha, E. F. Thienemann, 1898. XVI 
u. 411 S. M. 4.60. 2949. 

Renier, Rodolfo.II „Gelindo". Dramraa 
sacro piemontese della Nativitä di 
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guistiche e letterarie. Torino, C. 
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Rennert, Hugo, Albert, Ph.D., Prof. 
in the Univers, of Pennsylvania, 
Macias „0 Namorado". A. Galician 
Trobador. Philadelphia , privately 
printed, 1900. 61 S. Gr. 4«. Geb. 
Nur 200 Exx., nicht im Handel. 2951. 

Rentsch, Dr. Johannes, Gymnasial- 
oberl., Lucianstudien. Wissenschaft!. 
Beil. z. Prgr. d. Kgl. Gy. zu Plauen 
i. V. Ostern 1895. Plauen i. V., Dr. 
V. M. Wieprecht, 1895. 44 S. 4». 
Pr. No. 555. 2952. 

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Pref. de Henri Stein. Paris, Per 
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1898. IX, 209 S. 2953. 

Ressejac, Maurice, [Pseudonym für 
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dichte des XI. bis XIII. Jahrh. Diss. 
Leipzig. Chemnitz, Gebr. Heyde, 
1895. 44 S. 2957. 

Revue encyclopedique La rousse 
Directeur: Georges Moreau, 7^ 
annee, 31. Juillet 1897, No. 204. Paris, 
Larousse, 1898. S. 645—668. —50. 
[Die No. enthält Neuprovenzaiisches.] 
2958. 



312 



Karl Vollmöller 



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4-12, 1893: X, 1—3, 7—9, 1894; 
XII, 7—12, 1896. S. JBRPh. Bd. I, 
Heft 6, Umschlag. 2959. 

Catalogue of the Rhaeto-Romanic 
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brary by Willard Fiske. Cornell 
Univeraity Library, Ithaka, N. Y., 
1894, 32 S. 2960. 

Reden, Prof. F., Etymologische Bei- 
träge zum italienischen Wörterbuch. 
Beil. z. XXm. JB. des fürstbischöfl. 
Privat-Gy. am Seminarium Vincen- 
tinum in Brixen, veröff. a. 21. Juli 
1898. Brixen, Fürstbischöfl. Vincen- 
tinum, 1898. 39 S. 2961. 

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nella rivoluzione italiana. Firenze, uff. 
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u. s. in Cittä di Castello, nella sala 
del Circolo Tifernate, per iniziativa 
deir Accademia di Liberi.) 16 S. 2962. 

Ricci, Prof. Vittore, Vocabolario Tren- 
tino-Italiano compilato da alcune 
signorine di Trento col consiglio e 
con la revisione del. . . . Trento, Giov. 
Zippel. Fase. I — V. o. J. Jede 
Lieferung 1 Kr. 2963. 

Richter, Helene, Thoraas Cbatterton. 
Wien u. Leipzig, W. Braumüller, 1900. 
X, 258 S. M. 6.— = 7 Kr. 20 h. 
(WBEPh. Xn.) 296L 

Richter, Dr. Kurt, Ferdinand Freilig- 
rath als Übersetzer. Berlin , A. 
Duucker, 1899. 106 S. M. 2.70. 
(FNL. XI.) 2965. 

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zu Hagen i/W., Eine neue wissen- 
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S.A. aus ZFSL XXII S. 273—281.) 
Berlin, Gronau. (1900.) 2966. 

Kiehl, Berthold, Die Kunst an der 



Brennerstrasse. Leipzig, Breitkopf & 

Härtel, 1898. IX, 244 S. Geb. M. 5.- 

2967. 

Riese, Otto, Guben, Untersuchungen 
über die Überlieferung der Enfances 
Viviien. Hall. Diss. Halle a. S., 
1900 [Dr. V. A. Koenig in Guben]. 
67 S. 2968. 

Rigutini, Giuseppe, u. Bulle, Oskar, 

Neues ital.- deutsches und deutsch- 

ital. Wörterbuch. Lfg. 14, 1898. 15- 

17, 1899. 18, 1900. (S. No. 359 u. 1295.) 

2969. 

Rinieri, Ilario, Della Vita e delle 
Opere di Silvio Pellico. Da Lettere e 
Documenti inediti. Vol. P. Torino, 
Renzo Streglio, 1898. XVI, 418 S. 
L. 5.— 2970. 

Ritter, Direktor d. Sophienstifts in 
Weimar, Hofrat, Professor Dr. B., Der 
deutsche Unterricht in der höheren i 
Mädchenschule. Lehrstoffe, Lehrgänge i 
und Lehrmethode. I Bd. A. Didaktik 
des deutschen Unterrichts. B. Lehr- 
stoflfe, Lehrgänge und Lehrbeispiele 
für das erste bis dritte Schuljahr. 
Leipz. u. Berl. B. G. Teubner. 1900. 
XII, 446 S. Geb. M. 6.— 2971. 

Ritter, Eugene, Prof. ä l'Univers. de 
Geneve, Notes sur Madame de Stael, 
ses ancctres et sa famille, sa vie et sa 
correspondance. Geneve, H. Georg, 
1899. 100 S. 2972. 

Ritter, Otto, aus Berlin, Quellen- 
studien zu Robert Bums für die 
Jahre 1773—1783. Hall. Diss. Halle 
a. S., Hofbuchdruckerei von C. A. 
Kaemmerer & Co., 1899. 50 S. 2973. 

Rittermaeren, zwei altdeutsche, 
Moriz von Craon, Peter von Staufen- 
berg, neu hgg. v. Edward Schröder, 
Berlin, Weidmann, 1894. LH und 
102 S. M. 3.— S. No. 767, zweit. Ex. 
2974. 



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2 Teile in 2 Bänden : 1 re partie : 
Des origines au XVIJe sißcle. 2.e p. : 
Du XVIIe siecle au milieu du XIXe 
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470 + 480 S. Zusammen Fr. 7.— 2975. 

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P6riode romantique, Paris, P. Dupont, 
1899. 458 S. Fr. 3.50. 2976. 

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Treves, 1898. XII, 222 S. L. 2.- 

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der Schottischen Presbyterial-Kirche 
in Venedig, Verf. v. „Paolo Sarpi" 
u. „TheBible of St. Marc". Deutsche 
genehmigte Übersetzung. Mit einem 
Einfiihrungsworte von Prof. D. W. 
Beyschlag. Halle a. S., J. Frickes 
Verl. (J. Nithack-Stahn) 1900. XXII. 
1 Bl. u. 168 S. M. 2.50. 2978. 

Rodhe, Emile, Docteur es lettres, 
maitre de confer. ä la fac. des lettres 
de Lund (Sufede). Essais de Philo- 
logie moderne. I. Les Grammairiens 
et le fran§ais parl6. Lund, Librairie 
Gleerup 1901. 183 S. 2979. 

Roedel, Alfred, aus Zittau, Studien 
zu den Elegien Clement Marots. Diss. 
Leipzig. Meiningen, Druck der 
Keyssnerschen Hofbuchdruck. 1898. 
106 S. 2980. 

I Roger, Docteur Jules, Chevalier de 
Saint- Gregoire - Le - Grand , M6decin 
des Petites-Soeurs etc., Madame de 
Sevigne malade. Etüde hlstorique et 
mödicale. Avec gravure. Paris, G. 
Steinheil, 1895. 168 S. Fr. 3.50. 2981. 

Rohn ström, 0., Etüde sur Jehan- 
Bodel. Th6se pour le doctorat. üpp- 



sala 1900. Impr. Almqvist & Wiksell. 
XVI, 207 S. 2982. 

R ö j a s , Fernando de, La Celestina, tragi- 
comedia de Calisto y Melibea, con- 
forme ä la ediciön de Valencia, de 
1514, reproducciöndelade Salamanca, 
de 1500, cotejada con el ejemplar 
de la Biblioteca Nacioual en Madrid. 
Con el estudio critico de la Celestina 
del exmo. Seüor D. Marcelino Me- 
n6ndez y Pelayo de ia Real Aca- 
demia Espanola y Director de la 
Biblioteca Nacional. Vigo, Eugenio 
Krapf, 2 Bde. I. 1899. LVI 1—237 S. 
Pesetas 15.— II. 1900. 238—470. 
Bibliografia XCIX, Pamphilus de 
Amore, comoedia, reimpresa, con una 
advertencia por M. Men6ndez y Pe- 
layo, 42 S. Pesetas 15.— 2983. 

Rolin, Prof. Dr. Gustav, Bericht des, 
über die Resultate seiner mit Unter- 
stützung der Gesellschaft behufs 
Dialectforschungen unternommenen 
Reisen in die Abrnzzen (März-April, 
August-September 1900). Prag, Verl. 
d. Ges. z. Ford, deutscher Wiss., Kunst 
u. Litt, in Böhmen, 1901. 40 S. (Mit- 
teilung Nr. XIV d. GFDWB.) 2984. 

Rolland, Eugene, Flore populaire ou 
Histoire naturelle des plantes dans 
leurs rapports avec la Linguistique 
et le Folklore. Tome II. Paris, Libr. 
Rolland, 1899. 267 S. Fr. 6.- S. No. 
1305. 2985. 

Richard Rolle of Hampole, au 
English Father of tbe Church and his 
Followers, ed. by C. Horstmann, Late 
Prof. in the Univ. of Berlin. London, 
Swan, Sonnenschein u. Co. Bd. I, 
1895, XIV, 442 S.; Bd. H, 1896, 
XLIII, 458 S. (LEEW. I. II. York- 
shire Writers). 2986. 

Roman i, Fedele, II Canto XXXIII 
deir Inferno, letto da, nella sala di 



314 



Karl Vollmöller 



Dante in Orsanmichele. 1901. 45 S. 
L. 1.— (Le D.). 2987. 

Roman ia Musicala. Kevista artisticä- 
literara. Director: CM. Cordonea- 
nuRedactor-Literar: Juiiü I. Ro§ca- 
Redac^la ?i Administra^ia 46, Strada 
OltenT, Bucure^tT. Preis: Rumänien 
jährl. 12 lel, Ausl. 14 leT. Anul X, 
1899. Num. 18—21. Anul XI, 1900. 
Num. 1—21. Anul XII, 1—13. 2988. 

Rime Volgari di Immanuele Romano, 
poeta del XIV secolo nuovamente 
riscontrate sui codici e fin qui note. 
Nozze Segr6-Modona III. Aprile 1898. 
Parma, R. Pellegrini, 1898. 42 S.2989. 

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de Ia durde par rapport aux verbes 
et aux substantifs verbaux en frangais 
moderne. Diss. Lund. Göteborg, W. 
Zacbrisson, 1899. 155 S. 2990. 

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Bibliothekar und I. Vorstand des 
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Hornik), 1898. VIII, 523 S. 2991. 

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Prof. all' Istituto Superiore di I^'irenze. 
Note ed Appunti. Estr. dal! Periodico 
di Milano SCSIt. Monza, Artigianelli- 
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vini, 1897. 26 S. 2993. 

Rosario, Dott. P., Cecco d'Ascoli 
(Francesco Stabile) e Ia sua Cittä 
natale. Nota preventiva del ... 



Ascoli Satriano, Tip. N. Coluccelli, 

1897. IV, 107 S. L. 2.— 2994. 
Röscher, W. H., im Verein mit Tb. 

Birt, 0. Crusius, F. Cumont, 
W. Deecke (f), F. Deneken, 
W. Drexler, R. Engelmann, 
A. Furtwängler, 0. Gruppe, 

0. Höfer, J. Ilberg, 0. Immisch, 
A. Jeremias, Max. Mayeri, 0. 
Meltzer, Ed. Meyer, R. Peter, 
A. Preuner, A. Rapp, B.Sauer, 
J. Schmidt, Ph. Schreiber, K. 
Seeliger,G.Steindorff,H. Steu- 
ding, e. W. Stoll(t), L. V. Sybel, 
E. Thrämer, K. Tümpel, P. 
Weizsäcker, L. Weniger, G. 
Wissowa, E. Wörneru. a.. Aus- 
führliches Lexikon der griechischen 
und römischen Mythologie. Mit zahlr. 
Abbild. Leipzig, Teubner. I. Bd., 

1. Abteil. Aba-Evan. 1884—1886. 
VIII S., Sp. 1, 1440. 2. Abteil. Euxi- 
strators-Hysiris. Vorlauf. Nachträge 
zu Bd. I. 1886-1890. Sp. 1441-3024 
M. 34.- IL Bd., 1. Abteil. lache- 
Kyzikos. 1890 — 1894, VI S., Sp. 
1 — 1776. 2. Abteil. Laas - Myton. 
1894—1897. Sp. 1777-3326. M. 38.— 
III. Bd. 37. Lief. Nabaiothes-Nemesis. 

1898. Sp. 1-160. 38. Lief. Nemesis- 
Nike. 1898. Sp. 161—320. 39. Lief. 
Nike-Numitor. 1899. Sp. 321-480- 
40. Lief. Numitor-Odysseus. 1899. Sp. 
481—640. 41. Lief. Odysseus - Oino- 
trophoi. 1899. Sp. 641—800. 42. Lief. 
Oinotros - Orestes. 1900. 43. Lief. 
Orestes - Orpheus. 1901. 44. Lief. 
Orphus Palas 1901. ä M. 2.— 2995. 

Rosenbusch, Bernhard, wissensch. 
Sprachlehrer, Über den Gebrauch der 
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grapb. Studie zur Ergänzung der 
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Th. Groos, 1898. VIII, 152 S. 2996. 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



315 



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Deuteronomium rabba Par. IX und 
XI, 2—10 über den Tod Moses ver- 
glichen mit der Assumptio Mosis, 
kritisch behandelt, übersetzt und er- 
klärt. Mit e. Anh. über den Tod 
Moses in d. hebräischen Poesie des 
Mittelalters. Berlin, Dr. v.H.Itzkowski, 
1899. 96 S. 2997. 

Rosiöres, Raonl, Recherches sur la 
poesie contemporaine. Paris, A. Lais- 
ney 6, rue de la Sorbonne, 1896. 
XIII, 406 S. Fr. 3.50. 2998. 

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centenario dalla sua nascita 24 marzo 
1897. Parte prima und parte seconda. 
Milano, Tip. Editrice L. F. Cogliati, 
Via Pantano 26, 1897. XII, 519, 412 S. 
[Der 2. Teil enthält am Schluss: Le 
Stresiane di Ruggero Bonghi annotate 
de Giuseppe Morando. 193 S. 2999. 

Rossetti, Roberto, Rosabella. Lo 

Scoglio Maledetto (Versi). Torino, 

R. Streglio, 1900. 177 S. L. 2.— 

3000. 

[Rossi, Vittorio], „I Suppositi" dell' 
Ariosto ridotti a scenario di commedia 
improvvisa. Nozze Flamini -Fanelli. 
Novembre 1895. 21 S. 3001. 

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nella storia della sua fonetica. Saggio 
glottologico. In : BSSPAA. VII. 3002. 

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glaube bei Moliere. Beil. z. JB. des 
kgl. Victoria-Gy. zu Burg 1897/98. 
Burg, Dr. v. A. Hopfer, 1898. 20 S. 
4«. Fr. No. 239. 3003. 

Rossmann, Pb., Ein Studienaufenthalt 
in Paris. Ein Führer für Studierende, 
Lehrer und Lehrerinnen. Zweite, um- 

, gearbeitete und bedeutend vermehrte 
Auflage, hgg. unter Mitarbeiterschaft 

. von A, Brunnemann. Marburg, 

Elwert. 1900. VIII, 126 S. M. 2.40. 

3004. 



Rostand, Edmond, Cyrano von Ber- 

gerac. Romantische Komödie in 5 Aufz. 

Deutsch V. Ludw. Fulda. 2. Aufl. 

Stuttgart, Cotta, 1898. 275 S.M. 3.— 

3005. 

Rousseaus ausgewählte Werke. Über- 
setzt von J. H. G.Heu Singer. Mit 
e. Einleit. v. Ph. Aug. Becker. 6 Bde. 
Stuttgart, Cotta 1898. 386, 379, 256, 
240, 238 S. (CBW.) 3006. 

Programma dell' I. R. Scuola Reale 
Superiore Elisabettina di Rovereto. 
1895-96. XXXVIII, 1896—97. Ro- 
vereto, V. Sottochiesa. 1896. 1897. 
80. 92 S. 3007. 

Rua, Giuseppe, Tra antiche fiabe e 

novelle. I. Le „Piacevoli Notti" di 

Messer Gian Francesco Straparola. 

Roma, Loescher, 1898. 140 S. L. 4.50. 

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Rudolph, Gustav, Oberl., Dr., La 
poesie pastorale dans le roman et sur 
la scene du XVII e siecle. Oster- 
Progr. des Hzgl. Ernst-Realgym. zu 
Altenburg. Pr.-Nr. 714. Altenburg, 
Pierer, 1897. 16 S. 3009. 

K ü c k 1 d t , Dr. Armin, Oberlehrer a. d. 
herzogl. Realschule in Sonneberg, 
Französische Schulredensarten für den 
Sprachunterricht, Leipzig, Rossberg 
1900. 50 S. M. —.60. 3010. 

Rüdiger, Adolf, Dante's Beatrice. 
Eine Laienstudie über ein theologi- 
sches Thema. S.A. aus d. Beil. d. 
„Augsb. Postzeitung" No. 60—66 v. 
5. Nov. bis 3. Dez. 1898. Augsburg, 
Dr. d. Lit. Inst. v. Haas & Grabherr, 
1898. 57 S. 3011. 

Rüdiger. Dr. Wilhelm, Marcellus 
Virgilius Adrianus aus Florenz. Ein 
Beitrag zur Kenntnias seines Lebens 
und seines Wirkens. Halle, Niemeyer, 
1898. VI, 65 S. (SHLIt. No. 3.) 
3012. 



316 



Karl Vollmöller 



Rüg er, Dr. Anton, Kgl. Gyranasiall., 
Studien zu Malalas. Präpositionen 
und Adverbien. Das 18. Buch. Die 
kon?tantinischen Excerpte. Die tus- 
kulanischen Fragmente. Beitr. zur 
histor. Syntax d. griech. Sprache u. 
zur Quellenkritik d. Malalas. Bad 
Kissingen, Fr. Weinberger, 1895. 
56 S. 3013. 

Rühl, Franz, Prof. d. Gesch. a. d. 
Univers. Königsberg, Chronologie des 
Mittelalters und der Neuzeit. Mit 
zahlr. Tabellen. Berlin, Reuther & 
Reichard, 1897. VIII, 312 S. M. 6.50. 
3014. 

Ruiz, Juan, Arcipreste de Hita, Libro 
de Buen Amor, Texte du XIV« siede, 
publik pour la premiere fois avec les 
le^ons des trois manuscrits connus 
par Jean Ducamin, agreg6 de 
l'universitö, professeur au coUöge de 
Castros. Toulouse, Edouard Privat, 
Paris, Alph. Picard, 1901. LVI, 343 S. 
Frs. 20.- (BMc. Ire s. VI.) 3015. 

[Russell, George W. E.], Collections 
and RecoUections by one who has 
kept a diary. In 2 vol. Leipzig, B. 
Tauchnitz, 1898. 294 + 286 S. M.3.20. 
(TEd. 3301. 3302.) 3016. 

Russo, Dr. V., La Divina Commedia 
esposta in tre quadri con una breve 
descrizione del mondo dantesco illu- 
strato da 10 figure in litografia, ad 
uso delle scuole secondarie. 2^ ediz. 
Catania, N. Giannotta 1901. 8 S. 
3017. 

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Upsala, Zur Geschichte des fran- 
zösischen a. IL 2. Übersicht der ge- 
schichtlichen Entwicklung des 9 in 
alt- u. neufranzösischer Zeit. Die vor- 
litterarische Entwicklung der frz. 
Monosyllaba. Upsala. Almqvist & 
Wiksells. 1898. S. 203-408. S. No. 
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AZB. Nr. 57. 9. März 1899. 3019. 

S. H. F., Abetare, Sofie (Sophia), 
Druckerei Mbr0i9fsia (Luarasi 
undTrebitska).1899. 16S. 20Cent. 
(1 Piaster.) 3020. 

Sabersky, Dr. Heinrich, Über einige 
Namen von Bergen, Thälern, Weilern, 
Weiden und Hütten in der Umgebung 
von Madonna di Campiglio. Mit e. 
Karte. Strassburg, Trübner, 1899. 
XI, 54 S. M. 1.— 3021. 

, Orthographische und syntaktische 

Eigentümlichkeiten bei Gabriele 
D'Annunzio. S.-A. aus NCBl. Dez. 
1899. 8 S. 3022. 

— — , Betonungswörterbuch der Italien. 
Sprache. Ein Hilfsbuch zur richtigen 
Betonung der italienischen Wörter 
einschliesslich der Zeitformen und 
Eigennamen, mit Angabe der Aus- 
sprache. Eine Ergänzung zu allen 
italienischen Wörterbüchern. Berlin, 
B. Behr's Verlag (E. Bock) Steglitzer 
Str. 4. 1900. XX, 173 S. Preis cart. 
M. 1.20. 3023. 

Saccä, Virgilio, Studicritici sulDuomo 

di Messina (Serie prima). S.-A. aus 

ARAP. XII. 1897-98. S. 351-402. 

3024. 

— , — , Intoruo ad alcune illustrazioni 
figurative della Divina Commedia. 
Messina, Tipi D'Amico 55 S. (Estr. 
dagli ARAP. XIV.) 3025. 

Sacchi, E., Dante e Stazio, Firenze, 
Olschki, 1900. 21 S. 4". (Estr. d. 
GDa. quaderno X— XI, anno VIII 
(Serie III, vol. II). 3026. 

Hans Sachs-Forschungen. Fest- 
schrift z. 400. Geburtsfeier d. Dichters. 
Im Auftrag der Stadt Nürnberg hgg. 
v. A. L. Stiefel. Nürnberg, Joh. 
Ph. Raw in Komm., 1894. VI, 471 S. 
3027. 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



317 



i 



Sagan om Rosen. Efter den af Prof. 
Gaston Paris i Paris den 24 November 
1893 tili Prof. Adolf Tobler's i 
Berlin Silfverbröllop utgifna forn- 
franska dikten Le conte de la Rose 
i originales versmätt öfversatt af 
Carl Wahl und, illustrerad af Carl 
Larsson. Till den 9 Augusti 1899. 
[Stockholm, Hofboktryckeriet Iduns 
Tryckeri Aktie-Bolag, 1899]. XLIII S. 
4 ". 3028. 

Sahlende r, Paul, Dr. phil.. Englische 
Jagd, Jagdkunde und Jagdlitteratur 
im 14., 15. und 16. Jahrhundert, Nebst 
e. Sach- u. Wortregister. Leipzig-R., 
Osw. Schmidt, 1895. London, bei 
Elliot Stock. (Jetzt Verl. v. Dr. Seele ^ 
Co., Leipzig.) VIII, 31 S. M.1.60. 3029. 

, Der Jagdtraktat Twici's des 

HoQägers bei Edward II. von Eng- 
land, und seine Überlieferung. Nebst 
einem Abriss der altengl. Jagd und 
Jagdlitteratur. Leipzig, Druck v. Osw. 
Schmidt, 1894. (Verl. v. Dr. Seele & 
Co.), 1896. 58 S. M. 1.20. 3030. 

Saint -Victor, Paul de, Die beiden 
Masken -Tragoedie - Komoedie. Ins 
Deutsche übertragen von Carmen 
Sylva. Dritter Bd. Zweiter Teil: Die 
Neueren. Shakespeare. Das französ. 
Theater von Anbeginn bis Beau- 
marchais. Berlin, AI. Duncker, 1900. 
IV, 600 S. 1 Bl. M. 6.- 3031. 

Saintsbury, George, M. A., Prof. 
of Rhetoric and Engl, Lit. in the 
ünivers. of Edinburgh, The Flouri- 
shing of Romance and the Rise of 
Allegory. Edinburgh and London, 
W. Blackwood and Sons, 1897. XVII, 
429 S. 5 8. (PEL. II.) 3032. 

Salomon, Michel, Etudes et portraits 
littöraires. — Taine, Barbey d'Aure- 
villy, Guy de Maupassant, Pierre 
Loti, E. et de Goncourt, E. Lintilhac, 
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Quinzaine, Journal de Marseille.) 3033. 

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ventinesi in -öngo, e d' altro ancora. 
Bellinzona, Stab. Tip. e Lit. El. Em. 
Colombi & C, 1899. 10 S. (S.-A. aus 
BSSIt. Vol. XXI, Anno 1899.) 3034. 

, Nuove postille italiane al voca- 

bolario latino-romanzo. Nota. S.-A. 
aus RIL. Ser. II, vol. XXIII, 1899. 
30 S. 3035. 

Salvioni-Borsa, Carlo, Nozze Avree, 
XXIV Luglio MDCCCL-XXIV Luglio 
MCM. Bellinzona, Stabilim" Tip. Lit. 
Carlo Salvioni. 1900. Bibliogr. dei 
Dialetti Ticinesi. 17 S. 3036. 

Salvo-Cozzo, G[iuseppe], Le „Rime 
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cani latini 3195 e 3196. Torino, 
Loescher, 1897. 45 S. (Estr. d, GSLIt. 
vol. XXX, p. 369). 3037. 

Salza, Abd-el-Kader, Delle Commedie 
di Lodovico Dolce. Melfi, A. Liccione, 
1899. 157 S. L. 2.— 3038. 

Sammlung ausgewählter Briefe 
an Michelagniolo Buonarroti. Nach 
d. Originalen des Archivio Buonar- 
roti hrsgg. V. Dr. Karl Frey, Prof. 
d. neueren Kunstgesch. a. d. Univers. 
Berlin. Berlin, K. Siegismund, 1899. 
VII, 425 S. M. 12.— 3039. 

Sänchez y R. H., Die vier Jahres- 
zeiten für die spanische Konver- 
sationsstunde nach Hölzeis Bilder- 
tafeln bearbeitet; Las cuatro Esta- 
ciones. Lecciones de conversaciön 
espanola segün los cuadros de Hölzel. 
1. Der Frühling (La Primavera), 1900. 
28 S. M. -40. 2. Der Sommer (El 
Verano). 1901. 23 S. M. —.40. Giessen, 
E. Roth, (KSBd. I. 1. 2.) 3040. 



318 



Karl Vollmöller 



De Sanctis, Francesco Scritti varü 

nediti o rari a cnra di B. Croce. 

2. Bde. NapoH, A. Morano & Figlio, 

1898. XXV, 378, 352 S. L. 8.— 

3041. 

Sandfeld Jensen, Kr., Rumsenske 
Studier. I. Infinitiv og udtrykkene 
derfor. I. Runosensk og Balkanspro- 
gene. En sammeniignende under- 
s0gelse af . . . K0benhavn, S. Michaei- 
sens Efterf0!ger (Einar Möller), 1900. 
135 S. 3042- 

San es i, Giuseppe, La vita e le opere 

di Donato (iiannotti. Vol. I. Pistoia, 

Frat. Bracali,1899. VIII, 160S. L.3.— 

3043. 

Sanfelice, Prof. Ettore, Svolgimento 
e missione de!!' arte dantesca, Dis- 
corso tenuto nel teatro V. E. di Noto 
nelia ricorrenza del VI centenario 
dantesco. Pubbl. a cura del Muni- 
cipio di Noto. Noto, fr. Zammit. 1900. 
75 S. 3044. 

Die Sangesweisen der Colmarer 
Handschrift und die Liederhandschrift 
Donaueschingen. Hrsgg. von Paul 
Runge. Leipzig, Breitkopf & Härtel, 

1896. XX, 199 S. Gr.-Fol. M. 20.- 

3045. 

S a n 1 n i , M., Canto in ottava rima della 
beata Battista da Varano de'Sig- 
nori di Camerino, Fondatrice del 
monastero delle Ciarisse in Patria. 
Camerino, Succ. Borgarelli 1897. 25 S. 
[Aufl. 200 Ex.] 3046. 

Sappa, Mercurino, Dell' amore ma- 
terno e figliale nella Divina Com- 
media. Conferenza letta nel Gabi- 
netto di Mondovi Piazza a benefizio 
del Ricreatorio Infantile la sera del 
16 Aprile 1897. Torino, V. Bona, 

1897. (Ediz.di 100 esemplari numerati, 
dei quali 50 soli vendibili. Esempl. 
N. 39.) 31 S. 3047- 



Saragat, Gian Martino, Ugo Foscolo 

e Q. Orazio Flacco. Studio critico con 

documenti storici tratti dalle fontl 

piü accertate intorno al poeta latino. 

Milano, Hoepli, 1896. 117 S. L. 1.50. 

3048. 

Satyre M6nipp6e, Le premier texte 

de la . . . . d'aprös deux „Copies ä la 

main" de la Bibliothöque Nationale. 

Par F. Giroux [Agreg6 des Lettres, 

Prof. an Lyc6e de Laon]. Laon, 

ler Octobre 1890. (Umschlag: Laon, 

Imprimerie de La Tribüne). 78 S. 

Ex. No. 52. 3049. 

Sau er st ein, Dr. Paul, Charles d'0rl6- 

ans und die englische Übersetzung 

seiner Dichtungen, Halle a. S. Dr. v. 

E. Karras, 1899. 68 S. 3050. 

Sawtelle, Alice Elizabeth, Ph. D. 

(Yale) , The Sources of Spenser's 

Classical Mythology. New-York-Bos- 

ton-Chicago, Silver, Burdett & Comp., 

1896. 128 S. Geb. 3051. 

Scartazzini, Prof. A., Manualetto 

della Letteratura italiana, con un 

sommario degli Autori e loro Opere 

dalle origini ai giorni nostri , com- 

presi i viventi. Davos, 1899; Genf 

Librairie Stapelmohr, 24 Corraterie, 

IV, 123 S. 3052. 

Scartazzini, Dr. G. A., Enciclopedia 

Dantesca. Vol. II (Parte seconda). 

S— Z. 1899. L. 6.25. S. No. 1633. 3053. 

— , — , La Divina Commedia di Dante 

Alighieri, riveduta nel teste e com- 

mentata, Volume p r imo. L' Inferno. 

Seconda edizione intieramente rifatta 

ed accresciuta di una concordanza 

della Divina Commedia, Leipzig, F. 

A. Brockhaus. 1900. M. 12.— 3054. 

Schärpe, L. Van de Dene tot Vondel. 

Lier, Jozef van In & Cie., [o. J.] 

(Abdr. a. LeB.) 3055. 

Schatz, Prof. Dr. Adelgott, Tirolensien- 



Bibliographie der Romanischen Forschungen 



319 



Bibliothek des Herrn Dr. Fr. Inner- 

hofer, zusammengestellt v S.-A. 

d. Prgr. V. k. k. Gy. in Meran. Schulj. 
1898—99. Meran, Selbstverl. d. Gy., 
1899. 44 S. 3056. 

Niederdeutsche Schauspiele älterer 
Zeit. Hgg. V. J. Bolte u. W. Seel- 
mann. Gedr. a. Kosten der Ger- 
manist. Sect. d. Ver. f. Kunst und 
Wissenschaft in Hamburg. Norden 
u. Leipzig, Soltau 1895. 164 S. M. 3. 
(DVNS. IV.) 3057. 

Scheiding, Oberl., 0., Bossuets 
Stellung zur Reformationsbewegung. 
Wiss. Beil. z. Ber. über d. Schulj. 
1898—99, R. in St. Pauli zu Ham- 
burg. Hamburg, Dr. v. Lütcke & 
Wulff, 1899. 30 S. 4 ». Fr. Nr. 785. 3058. 

Schenk, A., aus La Heutte (Schweiz), 
Etudes sur la rime dans „Cyrano de 
Bergerac" de M. Rostand, Kieler Diss., 
Kiel, Dr. v. Peters, 1900. 109 S. u. 
3 Bll. 3059. 

Scbenkl, Heinrich, Zur Kritik und 
Überlieferungsgeschichte des Grattius 
und anderer lateinischer Dichter. 
Bes. Abdr. aus d. 24. Suppl.-Bd. der 
Jbb.Ph. S. 387—480. Leipzig, B. G. 
Teubner, 1898. M. 3.60. 3060. 

Schiber, Adolf, Metz, Die Ortsnamen 
des Metzer Landes und ihre geschicht- 
liche und ethnographische Bedeutung. 

' Nach e. Vortrag, geh. am 12. Nov. 
1896. S.-A. ausJbGLG.Bd. IX 1897, 
S. 46—86. Metz, Druck d. Lothringer 
Zeitung, 1898. M. 1.25. 3061. 

Schiff, Mario, La premiere traduction 

espagnole de la Divine Com6die. 

Extr. del Homenaje ä Menendez y 

Pelayo. Madrid, V. Suärez, 1899. 39 S. 

3062. 

Schillers Dramatische Entwürfe und 
Fragmente. Aus dem Nachlass zu- 
sammengest. v. Gustav Kettner. 



Ergänzungsband zu Schillers Werken. 

Stuttgart, Cotta, 1899. 307 S. M. 2.- 

3063. 

Schläger, G. Über Musik u. Stropheu- 
bau der französischen Romanzen (mit 
e. musikal. Anhang.) S.-A. a. FRPh. 
Halle a. S., M. Niemeyer 1900. 46 u. 
XXVn. M. 2.40. 3064. 

Schienner, Dr. Robert, Oberlehrer, 
Beobachtungen über den Gebrauch 
des Artikels im Neufranzösischeu 
Prgr. No. 116. d. Luisenstädt OR zu 
Berlin, Ostern 1901, Berlin 1901. 
Gaertner. 4". 3065. 

Schlessi nger, Dr. Gustav, Die alt- 
französischen Wörter im Machsor 
Vitry nach der Ausgabe des Vereins 
„Mekize Nirdamim". Mainz, Johann 
Wirth'sche Hofbuchdr. A.-G., 1899. 
[Frankfurt a. M. , J. Kauffmann.] 
104 S. M. 2.- 3066. 

Schlösser, D. Rudolf, Privatdoz. a. 
d. Univ. Jena, Rameaus Neffe, Studien 
und Untersuchungen zur Einführung 
in Goethes Übersetzung des Diderot- 
seben Dialoges. Berlin, Alex. Duncker. 
1900. 3 unp.&292 S. Einzelpr.M. 7.20. 
Subscript. Pr. M. 6.— (FNLXV.) 3067. 

Sc hm erb ach, Max, aus Berlin, Das 
Verhältnis von Davenant's „TheMan's 
the Master" zu Scarron's „Jodelet, 
ou le maitre valet". Hall. Diss. Halle 
a. S., Hofbuchdr. v. (A. Kaemmerer 
& Co.), 1899. 53 S. 3068. 

Schmidt, Bernhard, Prof. a. d. Univ. 
Freiburg i. Br., Die Insel Zakynthos. 
Erlebtes und Erforschtes. Freiburg 
i. Br., Friedr. Fehsenfeid. 1899. XI, 
177 S. 3069. 

Schmidt, Erich, Charakteristiken, 
2te Reihe, Berlin, Weidmann 1901, 
4 Bl. 326 S. gr. 8. M. 6.— 3070. 

Schmidt, Gustav, Prof. ä l'Oberreal- 
schule de Heidelberg, Manuel de con- 
versation scolaire. Recueil de termea 



320 



Karl Vollmöller 



techniques pour l'enseignement du 
frangais. Berlin 1901 , Gaertner. 
VI, 67 S. M. 1.20. 3071. 

Schmidt, Dr. H., Oberl. in Altona- 
Ottensen. Schulgrammatik u. Schrift- 
steller, Syntaktische und stilistische 
Beiträge zum modernen französ. 
Sprachgebrauch. Dresden u. Leipzig 
C. A. Kochs Verl. 1901. VIII, 49 S. 
M. 1.40 (N. Abh. X.) 3072. 

Schmidt, Dr. Immanuel, Prof. a, D. 
in Gross-Lichterfelde. Miitons Jugend- 
jahre und Jugendwerke. Hamburg, 
Verlagsanst. u. Druckerei A.-G., 1896. 
36 S. M. -.80. (SGWV. 243.) 3073. 

Schmidt, Dr. Leopold, Zur Geschichte 
der Märchenoper. 2. Aufl. Halle, 
Hendel, 1896. 3 Bll. u. 93 S. 8". 
M, 3.- 3074. 

Schmidt, Dr. Oscar, Prof. an der 
Kantonssch. in Solothurn, Lukians 
Satiren gegen den Glauben seiner 
Zeit, Beil. z. JB. d. Kantonssch. Solo- 
thurn 1899/1900. Solothurn, Zepfel'sche 
Buchdr. 1900. 47 S. 3075. 

Schmitt, Dr. John, Über phonetische 
und graphische Erscheinungen im 
Vulgärgriechischen. Leipzig, Teubner, 
1898. 36 S. M. 1.- 3076. 

Schmitz, Michael, über das alt- 
spanische Foema de Josö, Nachtrag 
zum Poema de Jose (S. 315—411) 
(RF. XI. Bd. 2. Hft. Februar 1901. 
S. 315-421. 623-27.) 3077. 

Schneermann, Oberl., K., Zur Syn- 
tax des Garnier von Pont-Sainte- 
Maxence. Im Prgr. d. Katharineums 
zu Lübeck, Ost. 1900. Lübeck, Dr. v. 
Gebr. Borchers, 1900. S. 1-87. 4«. 
Prgr. Nr. 775. 3078. 

Schneider, Dr. Adam, Spaniens An- 
teil an der deutschen Litteratur des 
16. und 17. Jahrhunderts. Strassburg 
i. E., Schlesier & Schweikhardt, 1898. 
XII, 347 S. M. 9.— :'>079. 



Schneider, Alfred, Zur lautlichen 
Entwicklung der Mundart von Bayonne, 
Bresl. Diss., Breslau 1900. Dr. K. 
Galle's Buchdr. 53 S. 3080. 

Schneider, Bernhard, Zur litterarischen 
Bewegung auf neuprovenzalischem 
Sprachgebiete. S.-A. aus d. Festschr. 
z. 100 jähr. Jubelfeier d. kgl.Friedrich- 
Wilhelms-Gy. zu Berlin. Berlin, Dr. 
V. A.W.Hayns Erben, 1897. S. 32-47. 
4"». 3081. 

Schoembs, Jakob, Ariosts Orlando 
Furioso in der englischen Litteratur 
des Zeitalters der Elisabeth. Strass- 
burg. Diss. Soden a. T., Buchdr. v. 
P. J. Pusch, 1898. VIII, 107 S. 3082. 

Schönbach, Anton E., Über Hart- 
mann von Aue. Drei Bücher-Unter- 
suchungen. Graz, Leuschner & Lu- 
bensky, 1894. VIII, 502 S. 7 fl. 3083. 

— — , Die Anfänge des deutschen 
Minnesanges. Eine Studie. Graz, 
Leuschner & Lubensky, 1898. IX, 129 S. 
M. 3.- 3084. 

Schöningh, Dan., kgl. Oberl., Die 
Göttergenealogien des Boccaccio, Ein 
Beitr. z. Gesch. d. Wissenschaft). 
Forschung im XIV. Jahrhundert. 
Erster Teil. Posen 1900. Merzbachsche 
Buchdr. 42 S. 4». Pr. No. 174. 3085. 

Schöningh, Theodor, Dr. phil., Die 
Stellung des attributiven Adjektivs 
im Französischen. Paderborn , F. 
Schöningh, 1899. IV, 64 S. M. 1.60. 
(NSt. Heft VII.) 3086. 

Schoeps, Richard, Die Partikeln in 
altnormannischen Texten- Diss. Halle. 
Halle a. S., C. A. Kaemmerer & Comp., 
1896. 104 S. 3087. 

Schoettl, A., k. Reallehrer, Aus dem 

Haushalt einer Königin. Prgr. d. kgl. 

Ludwigs-Kreis-R. in München 1897/98. 

München, Dr. v. A. Fröhlich, 21 S. 3088. 

(Schluss folgt in XIII. 3.) 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol. 
rital 

von 
Karl von Ettmaycr. 



Einleitung. 

A' Ascoli betritt in seinen Saggi Ladini den südtiroler Boden mit 
den Worten ^) : „ . . . risaliremo, pei bacini ddV Alto Chiese e del 
Sarca, a nuove terre ladine, ancora perö tentando, liingo la via, se 
v^abbia qualche varietä che riesca intermedia, da mezzogiorno, fra il 
lombardo ed il ladino centrale, cosl a im di presso com'era del bormiese, 
dal lato di nordovest.'^ Diese Andeutung griff ich in den vorliegenden 
Untersuchungen auf und suchte dabei jenem Wege, der mir somit vor- 
gezeichnet war, zu folgen. Geographisch ist daher mein Arbeitsfeld 
wenig einheitlich. Es umfasst das Flussgebiet des Noce, des Sarca — 
bis zum Gardasee, — und jenes des Chiese bis zum Idrosee. Die 
Ergebnisse eines fünfmaligen, meist nur mehrvvöchentlichen Aufent- 
haltes in diesem — für die Arbeit eines Einzelnen etwas ausgedehnten 
Gebiete gestatten mir nicht, mehr als eine Uebersicht der zu be- 
sprechenden Mundarten zu liefern. Allerdings kam mir ein gewisser 
Grad von Vertrautheit mit dem Trientiner Stadtdialekte, den ich mir 
während meiner Volks- und Mittelschulzeit, durch zehn Jahre, angeeignet 
hatte, bei meinen südtiroler Wanderungen in mancher Beziehung zuhilfe. 

Wortschatz. Dennoch konnte ich, von der drängenden Zeit 
getrieben, nur selten auf den Wortschatz meines Untersuchungsgebietes 
eingehen: dies nur in Cles, Tione und im Ledrotbale. In Pejo, Rev6, 
Vezzano, Lardaro, Bagolino, um Riva und in Salö habe ich kleine 
Glossare angelegt, die zu erwähnen es sich kaum verlohnt. Etwas 
ausgiebiger war die Ausbeute aus den von Böhmer herausgegebenen 
Nonesade^). Vielfach bin ich aber gezwungen, zu Gewährsmännern 



1) Arch. Glott. I pag. 312. 2) Rom. Stud. III. Beim Zitieren bezeicime 
ich die einzelnen Nonesade (Neu.) die Reihe nach mit römischen Ziffern I bis XI. 
Die arabischen Zift'ern geben den Vers, resp. bei XI die Zeile an. 

Romanisehe Forschungen XIII. 2. 21 



322 K;irl von Ettmayer 

meine Zuflucht zu nehmen. Vor allem zu Schneller '), der das Sprach- 
gebiet des Chiese und Sarca leider etwas vernachlässigt. FürRovereto 
stand mir der Azzolini'^) zur Verfügung, für Trieut zwei handschrift- 
liche Glossare vom Anfange des vg. Jahrhunderts; Malfatti's Cnisca dt 
Trento (zitiert: Crusca) und Baron GiovanelUa (ältere) Wörtersammlung, 
beide im Trientiner Stadtarchive verwahrt. Aus neuerer Zeit kenne 
ich ausser einigen gelegentlichen Zeitungsauöschnitten der Gazetta di 
Trento nach Viktor von SlojJ^s: Die tri dentinische Mundart^ und zwei 
Beiträge von Cesarinl Sforza: Errata corrige und // dialetto trenUno 
confrontato cot toscano e colV italiano propriamente defto^). Für Pin- 
zolo habe ich: Gärtner, Die judicarische Mundart^), für Dimaro die 
Sulzberger Wörter'") vom selben Autor, als wahre Fundgruben und 
theoretische Wegweiser besonders hervorzuheben. Auch für Bresimo 
sind einige Kleinigkeiten in Ilodegher's Aufsatz über dieses Thal ent- 
halten^). Grosse Hilfe brachte mir die kleine Wörtersammlung Aj/ol- 
lonio's über Dialektausdrücke für Bodenformazioneu"). Über Ortsnamen 
stand mir Perini' s ,,Statistica di Trento'-'^ sowie die wichtige Serie von 
diesbezüglichen Arbeiten Schnelleres, Unterjorchers , Altons und das 
Büchlein von Sabershj zur Verfügung^). Über Personennamen wurde 
ich in ausgiebigster Weise durch Lorenzfs gewissenhafte: Cognomi 
tridentini ^) unterrichtet. 

Formeulelire. Material zur Formenlehre sammelte ich in etwas 
systematischerer Art nur in folgenden Ortschaften: Fucine, Cogolo, 



1) Chr. Schneller: Romanische Volksraundarten Südtirols (zitiert Schnell.) 

2) Äzzolini : Vocäbulario vernacolo italiano pei distretti roveretano e trentino. 

3) Ersteres hei Scotoni e Vitti (Trento 1892), letzteres im Annuario della Societä 
degli Alpini Tridentini XIX. Rand. Neuerdings von demselben Autor: 11 dialetto 
trentino e un lihro di E. Zamhoni. Archivio Trentino XII. Bd. 4) Sitzungs- 
bcriclit der k. k. Akad. der Wissenschaften in Wien, phil. hist. Cl. Bd. 100 
(1882). Zu beklagen ist die Titelgebung, welche, weil viel zu weit gegriffen, 
verwineud wirkt, ö) Sonderabdiuck aus dem Programm der k. k. Unterrcal- 
schule im V. Bezirk Wien. (Breitkopf N. H. 1883). 6) Kodegher: La Valle 
di Bresimo (Ann. della Societä d. Alpin. Trid. XIII. Bd. 7) Apollonio: I)e- 
Jinizioni di alcuni vocahuli alpiniusati nel trentino. Ann. d. Societä d. Alpin Tvi6. 
VIII. Bd. 8) Tirolische Namensforschungen von Christian Schneller (Inns- 
bruck 1890). Beiträge zur Ortsnamenkunde Tirols (Schneller, Innsbruck 189.3— 9(>, 
3 Hefte), Beiträge zur Ethnologie Ladiniens (Dr. Alton, Innsbruck); Romanische 
Nanieusreste (Unterforcher, Progr. Leitmeritz 1885). Rätoromanisches aus Tirol 
(Derselbe, Progr. Eger 1890, 1892, 1893). Über einige Namen von Bergen, etc., 
in der Umgegend von Madonna di Campiglio (Dr. Heinrich S.ibersky, Strass- 
burg 1899). 9) Sagcjio di commento ai cognomi tridentini {Trento, Scotoni e Vitti 
ohne Jahreszahl). 



Loiiibardisch-Ladinisches aus Südtirol 323 

Mezzana, Rabbi, Revö, CavarenO; Tres, Cles, Tione, Lardaro, Bagolino, 
Tiarno, Pieve di Ledro, Campo Maggiore, Limoue und Vezza. Ausser- 
dem bin ich natürlich in der glücklichen Lage, mich auf die ent- 
sprechenden Abschnitte in Gärtners Spezialarbeiten, in seiner Raeto- 
Romanischen Gramatik (zitiert R. R. Gr.), sowie auf die Ausführungen 
Slop's und Böhmers (s. v.) stützen zu können. 

Paradigmen. Im übrigen schloss ich mich so ziemlich der 
Methode des hochverdienten Dialektforschers Th. Gärtner an, und 
legte meinen Untersuchungen ein Paradigma von ungefähr 400 allgemein 
gebrauchten Worten zugrunde, welche mir geeignet schienen, die 
wichtigsten, lautlichen Vorgänge darzustellen. Dabei bemühte ich mich 
in auffallenden Fällen durch Einschub von Beispielen Lautgesetze fest- 
zustellen oder Unregelmässigkeiten zu konstatieren. Ausserdem notierte 
ich, was ich gelegentlich in Gesprächen oder auf der Strasse und im 
Wirtshause zu hören bekam, und steigerte so die Zahl auf durch- 
schnittlich 500, welche in folgenden Ortschaften gesammelt wurden: 
Sulzberg: *Vermiglio, Fucine, Cogolo, *Pejo, Mezzana, Dimaro, 

Rabbi, Male, Bozzana, Livo, Bresimo, Rumo. 
Nonsberg: Revo, Cloz, Castell Fondo, Tret, Cavareno, Corredo, 
Tres, Cagnö, Cles, Tassullo, *Nano, San Zeno, *Tajo, Vigo, 
Flavon, Denno, Fai, Andolo, Mezzo Lorabardo. 
Sarcathal: **Piuzolo, Strembo, Spiazza, **Pelugo, *Villa Rendeua, 
Tione, Ragoli, Stenico, ** Banale, **Molveno, Campo Maggiore 
und Vigo (in Lomaso), **Bleggio, Vezzano, Lasino, Cavedine, 
Drö, Pranzo, Campi, Nago. 
Gar das ee: **Torbole, Malcesine, Limone, **Gargnano, Salo. 
Ledrothai: Pr^, Pieve, Tiarno. 

Chiesethal: *Roncone, Lardaro, Prazo, **Ciiöego, Coudino, Storo, 

Darzo, und jenseits der österreichischen Grenze: Bagolino^). 

Über manche andere Ortschaft, die hier nicht Erwähnung fand, 

besitze ich ebenfalls, — wenn auch nur seTir spärlich, — Notizen. 

Endlich habe ich vergleichshalber einzelnen Punkten der Provinz 

Brescia dialektische Stichproben entnommen. Es sind dies: 

Anfo (Idrosee), Villa Nova (untere Val Sabbia), Monte-Chiaro sul 
Cbiese, Brescia selbst, Lumezzane und **Gardone in der Val Trompia, 
Breno, Capo di Ponte, Vezza und Ponte di Legno in der Val Camonica. 
Auch kleinere Aufnahmen, die ich im Trient, St. Ulrich (Greden) und 
Pedratsches (Abtey) vornahm, werden hin und wieder Verwendung finden. 
Über meine Untersuchungen im Bergamaskischen vgl. ILTheil 20g. not. 2. 



1) Ueber die Bedeutung der Sternehen s. pag. 104. 

2V 



324 Karl von Ettmayer 

Texte. Ergäuzt wurden diese Notizen durch einige Texte, welche 
mir in die betreffenden Mundarten ebenfalls Einsicht brachten. Ausser 
den schon erwähnten „Nonesade" und den Sprachproben bei Slop 
u. s. w. kommen für die Eendena einige Maitinade^) und eine von 
Lucchini bearbeitete Erzählung dieser Mundart im Aufsatze Gambillo's^) 
über dieses Thal in Betracht. Aus Darzo besitze ich eine handschrift- 
liche Dialektprobe einer dortigen Sage, fürs Fleimsthal benützte ich 
die von Schneller erwähnte handschriftliche Darstellung des betreffenden 
Dialekts^). Ausserdem sind in Sulzer: BelVorigene e della natura dei 
Dialetti chiamati rowanici {Trento, Permi 1855), im Papanti (Parlori 
in Certahlo) in Ces. Sform's: 11 dialetto trentino (siehe oben) einzelne 
Dialektproben enthalten. 

Art der Beobachtung. Wenn ich auch dem, der selbst Dialekte 
abhörte, kaum etwas neues sage, indem ich auf die Schwierigkeiten 
und Fehlerquellen meiner Aufnahme der Mundarten näher eingehe, so 
will ich es doch nicht versäumen, einleitend die Art meiner Beobachtung 
zu beleuchten. Ich hoffe dadurch jenen, welche das von mir gebrachte, 
thatsächliche Material an Ort und Stelle zu kontrolieren in die Lage 
kommen, eine Erleichterung in der Kritik und in der P^mendierung 
der von mir erkundeten und trotz allen Älühen sicher nicht völlig ein- 
wandfreien Dialektfornicn zu bieten. Bei der kurzen Zeit, die ich für 
die einzelnen Ortschaften zur Verfügung hatte, wird man diesen selbst- 
kritischen Hinweis hoffentlich verzeihen. Teilweise haben mir bereits 
manchmal die unberechenbaren, persönlichen Disposizionen Schwierig- 
keiten in den Weg gelegt: besonders will ich aber auf zwei Punkte 
hinweisen, die nur durch ungleich grösseren Aufwand von Zeit sichere 
Resultate zugelassen hätten. 

So wurde ich oft durch allerhand rarlamentieren und Warten an 
Ort und Stelle unnütz aufgehalten. Die kostbarsten Stunden verstrichen 
und die Aufzeichnungen konnten in der erwünschten Präzision und in 
normalem Umfange nic^it vorgenommen werden. Soweit mir solche 
Mängel bewusst wurden, bezeichnete ich die betreffenden Ortschaften 
auf pag. 103 mit einem Sternchen {*). Anderemale wurde ich in meinen 
Absichten überhaupt nicht verstanden, und dialektfremde oder gar 
schulitalienische Formen wurden mir mit heimischen in buntem Ge- 
mische geboten. Diese Ortschaften sind durch ein Doppelsternchen (**) 
bezeichnet *). 



1) Herausgegeben von Bolognini (Ann. d. Soc. d. Alp. Trid. VIII. Bd. 
2) Ann. d. Soc. d. Alp. Trid. \l Bd. 3) In der Ferdinandeumbibliotbck in 
Innsbruck. Band IV/64 d. 4) Besonders zu erwäbnen, dass iob im Brosciauiscben 
die Paradigmen nicbt mehr vollständig aufnehmen konnte. 



LoiDbaidlsch-Ladinisches aus Südtirol 325 

Be^^onders fallen diese akzideiiziellen Schwierigkeiten durch das 
Vorhandensein esseuzieller ins Gewicht^ — und ich möchte mit einigen 
Worten berühren, wie ich dieser Herr zu werden suchte. Da jeder 
viel mehr Laute spricht, als er zu hören vermag, und die Bewusstseins- 
schwelle, wie für jedes Ding, so auch für Lauterscheinungen von In- 
dividuum zu Individuum, — dann aber im Individuum selbst, fort- 
währenden Schwankungen unterworfen ist, so muss ein idealphone- 
tisches Transkribieren irgend eines Gesprochenen zur Unmöglichkeit 
werden. Der Dialektforscher konstruiert also eigentlich schon in 
seinen Aufzeichnungen ein Lautbild, das nur approximativen Wert gegen 
die Wirklichkeit besitzen kann. Ist er sehr gewissenhaft, so muss er 
dieselben Laute bei grösster Genauigkeit verschieden transkribieren? 
wenn er sie bei verschiedener Unterschiedsschwelle hört. Dergleichen 
wird aber nicht nur durch die Zeitunterschiede, sondern auch durch 
die wechselnde Aufmerksamkeit begünstigt. Wenn ich z. B. im Worte 
txantxajri die Aufmerksamkeit auf die Qualität des anlautenden fx 
richte, wird mir die Qualität des jri wahrscheinlich zunächst unsicher 
bleiben. 

Dies war der Grund, warum ich mir die verschiedenen Worte 
meist mehrmals vorsprechen lassen musste. Damit eröffnete ich aber 
einer zweiten Schwierigkeit die Thore. Da ich nach einiger Übung 
weit mehr Laute zu unterscheiden in der Lage war, als die ver- 
schiedenen Bauern und Kinder, welche mir vorsprachen: — diese aber 
natürlich bei jedem Worte die Laute nur soweit konsequent differen- 
zierten, als eben ihr Unterscheidungsvermögen reichte, — so ergab es 
sieh, dass ich von derselben Person dasselbe Wort drei- und viermal 
hintereinander in oft recht verschiedenen Lautungen zu hören bekam. 
Dies inbezug auf die Individualdialekte. 

Dieselben auch nur in einem Dorfe, selbst für die wenigen Para- 
digmen, in grosser Zahl zu notieren, konnte mir natürlich nicht bei- 
fallen. Auch für die Sprechweise einzelner Familien und Hofbewohner- 
schaften konnte ich nur in den seltensten Fällen kärgliche Andeutungen 
sammeln. Da ich trotzdem von Dialekten eines Dorfes rede, greife 
ich abermals zu einer — diesmal sogar gewagten Konstrukzion, indem 
ich wenige, oft eine einzige, konstruierte Individualsprache auf das 
hundertfache, ja tausendfache verallgemeinern muss. Indessen gelang 
es mir in den meisten Fällen von mehr als einer Person Auskunft zu 
erlangen. Die wichtigsten Unterschiede in der Sprachweise der Kinder, 
Erwachsenen und alten Leute konnte ich wenigstens in ibren Haupt- 
zügen für die meisten Tliäler feststellen. Oft hatte ich auch ein 
Dutzend Leute um mich versammelt, die mir in rascher Aufeinander- 



326 Kiiil vou Ettmayer 

folge auf meiue Frage hin irgendein Wort vorspracheo, sodass ich ziemlich 
leicht Individuelles ausscheiden konnte. Schliesslich ermöglichte es 
mir mein Verfahren, die einzelnen Beobachtungsstazionen möglichst 
nahe aneinander zu rücken, in vielen Fällen eine gewisse Kontrole von 
Dorf zu Dorf durchzuführen. 

Auf diese Weise hoffe ich die Härte dieser meiner „Konstrukzion" 
einigermassen gemildert zu haben, und überdies werden meine wichtigsten 
Beobachtungen, die sich auf individuelle Sprach weisen beziehen, den 
Paradigmen in Form von Noten beigefügt, damit auch das Leser- 
publikum seinerseits Kontrole üben könne. Die Worte sind durchwegs 
einzeln, in verschiedenem Tempo vorgesprochen, woneben ich sehr 
selten in die Lage kam, kurze Sätze oder Fragmente von Dialogen 
in meinen Notizen festzuhalten. In etwas systematischerer Art das 
Wort im Satze zu untersuchen vergönnten mir nur meine längeren, 
mehrmaligen Aufenthalte in Cles, Kevö und Tiarno. 

Historisch e Quellen. Wurde ich in der Aufzeichnung der 
lebenden Sprache von der Überfülle des Materials erdrückt, so dass 
es mitunter schwer wurde, das wirklich Bezeichnende herauszugreifen 
und dabei getreu darzustellen , so herrscht in den älteren Sprach- 
denkmälern meines Forschungsgebietes fast völlige Leere. Ich nuisste 
daher, um historische Stützpunkte zu gewinnen, neben älteren Namens- 
schreibungen von Orten und Personen den nächstliegenden, den Trien- 
tiner Dialekt berücksichtigen. Selbst bei diesem ist es aber mit älteren 
Schriftdenkmälern recht kärglich bestellt. Im Codex Wangianus, Ende 
des XI. bisXIII. Jahrhunderts') war die Ausbeute an latinisierten Dialekt- 
formen herzlich gering. Doch fand ich in ihm, und zwar in der Berg- 
werksordnung von 1208, die ältesten, unzweifelhaften Vulgärformen '^). 
Die Bergleute leisten dort die Angelobung auf ihre Statuten mit dem 
Rufe: sea, sea. Dem XHI. (oder XIV?) Jahrhundert entstammen die 
Lieder der Trientiner Geisslerbruderschaft^). Dieselben sind, gleich 
manchen ähnlichen z. B. jenen von Piece dl Cadore, unverkennbar 
mittelitalienischen Vorbildern nachgebildet und ihre dialektischen Ab- 
weichungen gehören vielleicht gar nicht der Trientiner Mundart an. 
Günstiger verhält es sich mit den Statuten und Privilegien derselben 
Körperschaft*). Auch hier lehrt aber eine Parallele mit den älteren 



1) Fontes rerum Austriacarum II. Abth. V. Band. 2) Abgesehen von 
Gentilnamen Suplainpunio aus dem Jahre 84.5. (Schneller, Tirol. Nauifschg. 
pag. 235). 3) Heransgegeben von Panizza. Archivio Trentino II. Band. 
4) Die Statuten (von Schnollor herausgegeben) Zeitschrift des Ferdinandeuins 
III Folge 25. lieft. Die Dokumente und Privilegien (herausgeg. Zainbra undKcich) 
Trienter GymnaBialprogramni 1881/82, vgl. Menapace, Not. stör. {Arch. Trent.X). 



I 



Lombaidisch-Ladiiiisches aus Südtirol 327 

Deukniälern des Polaudes, dass den Texten mehr die ziemlich ver- 
breitete „altlombardische Schriftsprache" als der lokale Dialekt 7a\- 
grunde liegt (vgl. pag. 113. f.) Ähnliches gilt von den älteren Statuten 
von Riva und Rovereto (1274). Auch in den deutschen Statuten von 
Trient (1275) sind zahlreiche, dialektisch gefärbte, italienische Aus- 
drücke interessant^). Einige Judikarien betreffende Urkunden boten 
wenig Wichtiges (1278—79), nur die 1407 abgefasste Statuten von 
Judikarien bringen einige Lokalausdrücke^). Fast ganz ergebnislos 
verlief auch die Lektüre der ziemlich umfangreichen Statuten von Ter- 
lago (von 1424, in einer Kopie aus dem XVIII. Jahrhundert erhalten^). 
Unverfälschter Trientiner Dialekt tritt erst 1424 in einem Briefe des 
Grafen Starkeuberg {conte de Storkenhery) an das Trientiner Munizi}) 
auf; nicht ganz so rein in einem zweiten Briefe eines Feldhauptmanns 
(1419) vor Vezzano*). Mit 1435 sind die Rime sulla sollevazione 
di Trenfo eines Anonymus datiert, der selbst wahrscheinlich Veroueser, 
sicher mehr diesen als den Trientiner Dialekt benützte'). Im Jahre 1480 
die Statuten von Storo. Dem XV^. Jahrhundert sollen auch die 
Sprüche entstammen, welche den Totentanzfresken einer Kirche des 
Rendenathales beigefügt sind^i. Die Akten der Hexenprozesse, die 
von 1501 bis 1505 im Fleimsthale geführt wurden, bieten in ihrem 
Gemische von Latein, Trientiner Stadtitalienisch und echtem Fiamazzo 
eine Fülle interessanter, sprachlicher Details"). In die handschriftlichen 
Akten eines nonsberger Hexenprozesses (um dieselbe Zeit herum) 
konnte ich nicht mit nöthiger Müsse Einblick nehmen. 1525 einige 
Dialektformen in den italienischen Dokumenten über den damaligen 
Bauernkrieg^). 1565 — 93 die Statuten von Ledro^). 1575 eine Serie 
trientiner Pestberichte i"). Von da ab bis zum Anfang unseres Jahr- 
hunderts herrscht wieder Leere, da das rein Toskanische in der Schrift 
die Herrschaft führt und selbst venezianische Formen selten sind. Eine 
trientiner Komödie, jeuer Zeit, die wohl dialektisches enthalten haben 
dürfte, ist verloren gegangen, und eine spätere Satire (von 1796) im 
trientiner Stadtarchive bietet gar kein Interesse, da der anonyme Ver- 
fasser aus der Ausdrucksweise des ceto civile nirgends herauskommt. '») 
Als Arbeit über dieses Gebiet ist noch Malfatti's Essay: Degli idioml 

1) Die beiden ersten sind handscliriftlich in der Ferdinandeumsbibliothek 
in Innsbruck erhältlieh, letztere sind im dortigen Statthaltarch. 2) Archivio 
Trentino Bd. VI-IX. 3) Im Arch. Trent. Bd. XIV. 4) Beide Briefe im Arch. 
Trent. Bd. XI, p. 113 ff. 5) Arch. Trent. VIII. Bd. 6) Anu. d. Soc. d. Alpin 
Trid. VIII. Bd. uud Arch. Trent. V. 7) Arch. Trent. Bd. VII-IX. 8) Arch. Trent. 
Bd. III— XI. 9) Handschriftl.in derFerdinandeurasbibl. Innsbruck (3. f. 31.) 10) Arch. 
Trent. VI. 11) Aehnlich die (alt.) Guerra delle Noci Bertelli {Arch. Trent. X). 



328 Karl von Ettmayer 

yarlati auticameiite nel Trent'mo^) zu nennen, sowie dessen Topono- 
masfica^) die im Verein mit den Arbeiten Schnellers u. s. w. (pag. 101. 
not. 8.) den Dialektforscher in ausserordentlicher Weise entlastet. 

S. Dialektbestimmung- und -Begrenzung. Auf diesem 
doppelten Wege: durch möglichst naturwahre Darstellung der ge- 
sprochenen Mundarten und durch gelegentliches Zurückgehen auf die 
älteren Sprachdenkmäler suchte ich meiner Aufgabe gerecht zu werden. 
Wie man aus den eingangs zitierten Worten Ascolis ersehen kann, 
beschränkt sich aber diese nicht bloss auf die Darstellung der Mund- 
arten. Es soll auch ihr Verhältnis zum Ladinischeu ^) und Lom- 
bardischen erwogen werden, denen sich als drittes das Venezianische, 
als angrenzende Mundart, naturgemäss anschliesst. 

Das hier untersuchte Gebiet ist sprachlich ein Grenzgebiet, seine 
Mundarten sind, wie man zu sagen pflegt, Mischdialekte. Einer Zu- 
weisung derselben in dieses oder jenes Sprachgebiet wird i otwendig 
die Frage vorausgehen müssen, ob Dialekte einer wissenschaftlichen 
Einteilung nach — wenn auch nicht allzu strengen, — geographischen 
Abgrenzungen fähig sind. 

Geographische Einteilung. Gegenüber Hornings Aus- 
führungen*), der letzten mir bekannten, gründlichen und bedeutenden 
Diskussion dieser Frage, stösst mir eine Schwierigkeit auf. Ich hatte 
Irüher, gelegentlich der Besprechung der Eigentümlichkeiten der „Tn- 
dividualsprache", erwähnt, dass ein und derselbe Mensch die Lautungen 
derselben Worte und Sätze variiert. Wenn ich nun die Gesamtheit der 
von ihm geäusserten sprachlichen Kundgebungen als „Individualsprache" 
charakterisierte, so schwebte mir nicht eine wissenschaftliche 
„Spracheinheit", sondern etwas Psychisches, die Einheit des In- 
dividuums vor. Ähnlich verhält es sich mit dem Dorfdialekte, wo ich 
wieder mit vollem Bewusstsein mehrere Individualsprachen, — also 
doch wieder etwas Psychisches, — zu einer (psychischen) Einheit 
höherer Ordnung zusammenfasste, von den Verschiedenheiten des In- 
haltes dieser Einheiten, den Sprachemozionen selbst, die ich doch ein- 
teilen will, aber absah. Es ist nun allerdings nicht einzusehen, 
warum ich nicht weiter ausgreifen dürfte und derart geo- 
graphische — recfe psychische — Einheiten schaffen sollte. In diesem 
Sinne werde ich auch weiterhin von einer lombardischen, venezianischen, 

1) Giornale di Filolo'^ia JRomanza Band I und Sondeiabdruek. 2) Die erste 
Serie Arch. Trent. Band III und IV, dann Annuar. d. Soc. d. Alp. Trid. B. XIX, 
3) Diesen Ausdruck, dessen sich Ascoli, der wissenscliaftliclie Entdecker, be- 
dient, werde ich in der vorliegenden Arbeit vorwenden. 4) Zeitschr. f. r. Ph. 
XVII. Horning: Über Dialektgrenzen im Konianischen. 



Lombartlisch-Ladinisches aus Siicltirol 329 

westladinischen Mundart u. s. w. sprechen können. Die wissen- 
schaftliche Brauchbarkeit derartiger „geographischer" Einheiten wird 
aber von Stufe zu Stufe verringert, je mehr Individualsprachen sie 
in sich schliessen. Denn selbst diese stellen bei einheitlicher Durch- 
führung der Lautwiedergabe im besten Falle die Resultierende mit 
Ignorierung der Varianten dar, (und die „Resultierende", das ist ja 
eben das praktische Ziel der oben erwähnten „Konstrukzion")*). 

Reingenetische Erklärung. Horning definiert aber: „(Ein 
Dialekt wäre) ein von allen Seiten durch Dialektgrenzen umschlossener 
und gleichsam isolierter Sprachkomplex", wobei die „Dialektgrenzen" 
natürlich geographisch gedacht sind. Sehen wir nun von diesem 
geographischen Momente ab und halten uns an den „isolierten Sprach- 
komplex", welche beiden Gedanken durchaus nicht so notwendig zu- 
sammengehören, als H. glauben macheu wilP). Was ich mir in 
diesem „Sprachkomplexe" vorstelle, hat Ascoli im A. G. II 387 mit 
den Worten ausgedrückt, das Wesen des Dialektes liege yvella shmd- 
tanea presenza c i)articolar combhmzione di quei (des Dialektes) ca- 
ratteri^^. Gegenüber jenen, welche die Mundarten, oder, da die Frage 



1) Ich hatte bei diesen Ausfühiungeu die Laute der Sprache iu den Vorder- 
grund gestellt. Es fällt nicht schwer, dieselben Prinzipien, welche für diese 
I gelten, auf Wortbildung, Formenlehre, Wortschatz, Satznielodie, Syntax u. s. w. 
1 auszudehnen. Von einer Konstanz der Elemente einer Individualsprache zu 

I reden, dürfte kaum jemanden beifallen. Der Mensch lernt und vergisst, bald 
j zeitweilig, bald auf Lebensdauer seine sprachlichen Ausdrücke und Ausdrucks- 
:| mittel. Er hat kein „Spraclibesitztum" das sein unabänderliches Eigentum 

bliebe, vom Kinde bis zum Greisenalter. Ist schon die Grundeinheit, die In- 
dividualsprache, nicht nur nach ihren Lautungen variabel, so wird auch die 
Dorfmundart, die Mundart eines Thaies, einer Provinz, ganzer Länder, dem 
Streben nach gleichzeitig sachlicher und geographischer Einteilung und Uuter- 
teilung selbst bei grösster Liberalität in Verwendung „ungefährer" Grenzen 
unerreichbare Ziele verfolgen. Über Beispiele individueller Verschiedenheiten 
ijl vgl. die Transkripzionen von Koschwitz und Passy, solche einer Dorfmundart 

II z. B, Schneegans Z. f. r. Ph. XVII 591. 2) Wenn auch die geographische Ko- 
t|| existenz, mit welcher H. die historische Sukzession verbindet, nichts audcrs als 
i< über Kaum und Zeit ausgedehnt denkbar ist, so kann man doch zwischen Ko- 
i| existenz und Sukzession in allgemeiner (formaler) Auffassung, und iu einer 
i! praktischen, nach Jahren und Kilometern eine Spracheinheit fixierenden, unter- 
1 scheiden. H. geht entgegen ersterer Auffassung, welche, — rein psychisch oder 
^\ besser erkenntuistheoreris>ch, — mit dem geographischen Momente nichts zu 
; thun hat, ein Kompromiss mit der zweiten Auffassung der praktisch geographi- 
» I scheu Einteilung ein, welche er erst — gelegentlich der Negierung mathe- 
H matisclier — Grenzen verurteilt, dann aber bei Postulierung ungefährer Grenzen 
i\ doch in Betracht zieht. 



330 Karl von Ettuiayer 

weiter reicht, die Sprache überhaupt als eine einfadie Anhäufung von 
Sprachthatsachen auffassen, resp. die Sprache gevvissermassen in ihre 
Atome zerfallen lassen, stellt Ascoli seinen Grundgedanken auf, das 
Wesentliche dessen, was man sonst unter „Mundart" resp. „Sprache" 
verstehe, liege nicht bloss an den einzelnen Teilen derselben, sondern 
auch an einer mit der Koexistenz und Sukzession der Einzelteile 
parallel gehenden Zusammenfassung derselben unsererseits*). Nur 
muss man nicht, nach „naiver' Art, vom Menschen, vom Individuum 
ausgehen, sondern von den Sprachthatsachen selbst aus ist eine der- 
artige Zusariimenfassung zu „isolierten Komplexen" denkbar, während 
die Menschen (und wie fie sich auf der Erde verteilen), nur als 
Träger der Sprache, sekundär in Betracht kämen ^i. 



1) Man wäre versucht, diese Idee mit einem Bilde aus der Psychologie 
zu erläutern: dem Gedanken der „Komplexion". Eine Reihe von Tonvor- 
stellungen wird von uns dann als „Melodie" bezeichnet, wenn wir die Einzel- 
vorstellnngen durch etwas (iemoinsames, Vermittelndes, (durch eine Kelazion) 
verbinden. Knüpfen wir den Gedanken einer bestimmten Melodie nicht an ganz 
bestimmte Tonvorstcllungen, sondern nur an das gegenseitige Ver hältnis der 
Töne zueinander, so haben wir die reine „Kelazion", welche Ascoli Jener ge- 
wissermassen materialistischen Sprachauffassung in der part/cular comhinazione 
hinzugefügt. Eine Keihe von Thatsachen, mehr einer solchen Relazion, bilden 
eben erst eine Komplexion. 2) Da die Individualsprache keine Einheit vom 
sachlichen Standpunkte aus bietet, wird es wohl erlaubt sein, im Interesse der 
Sprachwissenschaft mit der Einteilung alles Menschlichen nach Individuen zu 
brechen. Dieselbe krankt meiner Ansicht nach, vom Linguisten gehandhabt, 
an dem rein theoretischen Fehler, dass sie immer nur den Sprechenden oder 
den Hörenden, nie die Sprache als Gesammterscheinung ins Auge fasst. Als 
Verständigungsmittcl, als Mittel zu einer Art Übertragung psychischer That- 
sachen von einem Menschen auf den andern, ist gerade die Sprache etwas, 
wenn ich so sagen darf, Interindividuelles. Je ein Lautkomplex mit dem 
entsprechenden Komplexe psychischer Thatsachen des Sprechenden bildet mit 
einem Komplexe psychischer und physiologischer Thatsachen des Hörenden und 
den dazwischen liegenden Schallerscheinungen ein Ganzes. (Beim Lesen sind 
letztere durch andere physikalische Thatsachen ersetzt). Und auf dieser Sprach- 
einheit muss die Sprachwissenschaft basieren, wie die Physik auf dem Molekül, 
die Chemie auf dem Atom, die Psychologie auf der Einzelnpsyche. Man halte 
nicht entgegen, dass jemand auch „sprechen" könne, ohne gehört zu werden. 
Erstens hört sich der Monologisierende meist selbst, und ich glaube, dass das 
Charakteristikum des Selbstgespräches ebenso im „Selbstrodeu" als im „Sich 
selbst hören" liegt. Dann aber scheint es mir durchaus nicht ausgemacht, dass 
wir in jenen Fällen von der „Sprache" im normalen Sinne als Verständigungs- 
mittel reden dürfen, in denen ein Sprechender von niemandem, auch sich selbst 
nicht, gehört wird. (Keflexbewegung!) Wir werden ja auch zufällige Gerauscht 



i 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol 331 

Einteilung nach Lautgesetzen. Eine derartige sachliche 
Autfassung haben an Stelle der „naiven" jene entwickelt, welche von 
den Dialekten überhaupt nichts mehr wissen wollen, sondern lediglich 
die „Lautgesetze'' auf ihre geographische Verbreitung hin untersuchen 
und eine Art Lautgeographie bilden wollen. Auch diese „Laut- 
geographie" wird — ebenso wie jede andere Sprachgeographie, keine 
mathematischen Grenzen aufstellen können. Auch bei ihr kommt die 
geographische Einteilung als etwas sekundäres hinzu. Der Frage, 
wie weit man berechtigt ist, die Lautgesetze selbst als theoretische 
Grundlage der Spracheinheit (statt der Individualsprache) aufzufassen, 
resp. was man sich unter den Lautgesetzen zu denken hat, möchte ich 
nicht nahe kommen. Nur darauf sei hingewiesen, dass irgend ein 
allgemein giltiger Lautwandel (z. B. freies a zu e) notwendig, 
ebenso Konstrukzion ist, wie die Laute u und e gegenüber der Fülle 
variierender Laute, die unter diesen Symbolen zusammengefasst werden, 
konstruiert erscheinen. Wenn man von einer „Gesetzmässigkeit" sprechen 
will, wird man an die Tendenz des Lautwandels, nicht an diesen 
selbst denken müssen. 

Theoretisches Ziel dieser Arbeit. Damit kehre ich zu 
Ascolis oben zitierten Standpunkt zurück. Nicht die temporären Tat- 
sachen der Sprache, sondern das, was gewissermassen über ihnen 
schwebt, wodurch mehrere oder viele derselben zu einem theoretischen 
Ganzen verbunden werden, die particolar combinazione ist das sprach- 
wissenschaftliche Einteilungsprinzip. Es fragt sich nun, inwieweit 
wissenschaftlich eine derartige Kombinazion der einzelnen Sprach- 
veränderungen als notwendig zusammengehörig nachgewiesen 
werden kann. Um von „Dialekten" in wissenschaftlichem Sinne reden 
zu können, sollte dargethan werden, dass alle oder wenigstens der 
grössere Teil der Lautgesetze eines bestimmten Sprachkomplexes ein 
individuelles, theoretisch zusammenhängendes Ganzes bilden. Und der 
Zweck der vorliegenden Arbeit ist, auf empirischen Wege die Art der 
Verknüpfung jener Lautgesetze klarzulegen, die sich im Lombardisch- 
ladinischen Südtirols und seiner weiteren Umgebung wenigstens an 
den betonten Vokalen beobachten lassen. 

Es ist klar, dass z. B. die Lautgesetze an zu ä, en zu e, in zu / 
u. s. w. sich näher stehen, als an zu « und ki zu tsi. Darum ist mau 



z. B. das Kreischen einer Tliiire, — die infolge von Aehnlichkeiten mit Sprach- 
lauten in jemandem Sprachbilder erzeugeB, kaum als Sprache bezeichnen. 
Aehnliche Gedanken mehrmals schon in raul's „Prinzipien." Vgl. „üober 
Sprechen und Hören" in der Einleitung und c;ip. 1 mehrmals. Doch hält Paul 
(cap. II) an der Individualsprache fest. 



332 Karl von Ettinayer 

gewohnt, die drei erst genaunten Lautgesetze zu einem weiteren „Laut- 
gesetze höherer Ordnung" zusammenzufassen. Ascoli schwebt nun 
offenbar ein derartiges Lautgesetz „höchster" Ordnung aller einzelnen 
Lautveränderungen vor, wenn er von seiner parUcolar combinazione 
und der propria indipendenza istorica (A. G. IIL 61) spricht^) Wie 
nun das Lautgesetz, — und bei den Naturgesetzen ist es so ähnlich, 
— aus den mannigfachen kausalen Verknüpfungen realer Vorgänge 
einen bestimmten Kausalnexus herausgreift, der gewisse Laute oder 
Lautgruppen durch Jahrhunderte zu langen Entwickhingslinien ver- 
kettet, so bildet im Gedanken des Verfechters der wissenschaftlichen 
Dialekte die historische Entwicklung einer Mundart die Sukzession 
zu einer in ihrem gedanklichen Abschlüsse einheitlichen Kausalreihe. 

Ist ein derartiger gemeinsamer Kausnlnexus nachweisbar? Und 
wenn er vorbanden ist, bleibt er an gewisse Örtlichkeiten gebunden? 
Ist die Verbindung seiner Sprachformen eine lokale, abgegrenzte, oder 
eine zentrifugale V^). Erst hier wird die geographische Frage ein- 
greifen. Es muss somit die Frage nach Existenz eines Dialekts beant- 
wortet werden, ehe die Verbreitung, eventuell die Begrenzung desselben 
in Diskussion gezogen wird^). Nur wenn ein innerer Zusammenhang 
der einzelnen Lautgesetze untereinander genügend klar gelegt ist, wenn 
ein einheitlicher Entwicklungsprozess eines Sprachkomplexes wissen- 
schaftlich feststeht, entgeht man der Schwierigkeit, nach subjektivem 
Ermessen und aprioristischen Prinzipien einige dialektische Formen 
als massgebende Charakteristika herausgreifen zu müssen. 

Die Untersuchung, die sich allerdings nur auf den Vokalismus 
beschränkt, hat daher empirisch festzustellen: welche Lautgesetze 
haben — nachweislich, — bis heute in meinem Forschungsgebiete 
geherrscht; wie steht und stand jedes einzelne mit jeden der um- 
liegenden Sprachgebiete in Verbindung; in welchem Zusammenhange 
stehen die Lautgesetze somit untereinander. Man möge es darum für 
keine unnützen Disgressionen halten, wenn ich immer wieder, besonders 
bei der Besprechung der palatalen und velaren Vokale und ihrer 
Diphthonge resp. Pseudodiphthonge, das Augenmerk auf das gesammte 
Lombardische und Ladinische und weiterhin richte : stehe ich doch an 
der Grenze der drei grossen zispadanischen Dialektgruppen, sind meine 
Mundarten doch sogenannte Mi schdialekte. 

1) Ebenso Honiing: „Die wesentliche Eigenschaft, die dieser Komplex (der 
Dialekt) besitzen wird, ist relative, historische Selbständigkeit. (Zeitschr. f. r. 
Ph. XVII. Bd. pag. 178). 2) Gröber Grundriss I pag. 41(5. 3) Hingegen Hor- 
ning (wie oben): „Die Erforschung der Dialektgrenzen ist die Vorbedingung 
zur Beantwortung der Frage, — ob es Dialekte gibt". 



Lorabardisch-Ladinisches aus Südtirol 333 

C Misch dialekte. Die sogenannten „reinen", autochthonen 
Dialekte sind ungleich seltener, als man vor genauerer Kenntniss des 
lebendigen Sprechens annahm. Man braucht nur zu bedenken, dass 
in den entlegensten Alpenthälern die Bauern und Hirten mit Nicht- 
heimischen oft genug in Berührung kommen, dass weiter in den ver- 
hältnismässig langen Zeiträumen, mit denen die Sprachgeschichte 
rechnet, sieh die Bevölkerung eines Dorfes durch die kontiuuirliche, 
unkontrolierbare Wanderströmung in den einzelnen Ortschaften und 
Landstrichen nicht unerheblich ändert, — wobei die Einwanderer ihre 
heimische Mundart auch unter den Fremden eine Zeit lang bewahren. 
Besonders aber werden durch die Heiraten die autochthonen Mund- 
arten fortwährend in fremde Dialektgebiete verpflanzt und jene da- 
durch, — gewissermassen, — verfälscht, - da die Sprache der Mutter 
oft noch auf die Kinder tibergeht. Wenn wir also heute auf Schritt 
und Tritt „Mischdialekten" begegnen, ohne die dazwischen liegenden, 
autochthonen Mundarten finden zu können, so wird man it^olche nicht 
ohne weiteres annehmen müssen, wenn auch zuzugeben ist, dass in 
der älteren, verkehrsärmeren Zeit solche wahrscheinlich in grösserem 
Masse vorhanden waren als jetzt. 

Ladinisch und Lombardisch. Ich glaube daher in meiner 
Ansicht nicht fehlzugehen, dass die Mischung sogenannter ladinischer 
und lombardischer Elemente in meinem Forschungsgebiete nicht jüngsten 
I Datums ist, und ich müsste es für falsch halten, wollte man es ver- 
suchen, für eine dieser beiden Dialektgruppen zu irgend einer Zeit 
1 in Südtirol erhebliche Grenzverschiebungen anzunehmen. Nur Sulzberg 
j bekundet neuere lombardische Einflüsse. Vielleicht ist Molveno ehemals 
sprachlich dem Nonsberg näher gestanden, während es heute der Zone 
f des mittleren Sarcatliales angehört. Wenn ich trotzdem später auf 
I Erscheinungen hinweisen kann, welche es für das Ledrothai und Bago- 
1 lino (als die südlichsten Punkte) wenigstens denkbar erscheinen 
i lassen, dass seinerzeit das c vor a palatalisiert wurde, so scheint mir 
: das höchstens ein Fingerzeig zu sein, wie misslich es mitunter ist, 
einzelne Lauterscheinungeu als Charakteristika der geographischen 
i Dialekteinteilung herauszugreifen. 

Venezianisch. Ganz verschieden vom Lombardisch-ladinischeu 
tritt das Venezianische in den Kreis der südtiroler Sprachwelt. Aller- 
ii dings meine ich, dass das Lombardische bis ins XHL Jahrhundert in 
I Oberitalien als städtischer Jargon eine ähnliche Rolle spielte, wie 
1 später das Venezianische in der Terra ferma\ die älteren Sprachdenk- 
mäler scheinen mir darauf hinzudeuten. In Südtirol dürfte aber dieser 
Einfluss eines alten lombardischeu ce/o cm7e auf die Sprachentwicklung 



334 Karl von Ettmayer 

des Landes kaum anders als in der Lombardei selbst gewirkt haben, 
da die Masse der bäuerlichen Bevölkerung sieh sowieso lombardischer 
Mundarten bediente und auch das Ladinische der ältesten Zeit dem 
Lombardischen nicht erheblich ferne stand. Anders das Venezianische! 
Die venezianische lingua rustica lag von Südtirol ziemlich weit ab. 
Die Val Sugana, die sich dem reinen Venezianischen heute auf süd- 
tiroler Boden am meisten nähert, scheint bis im XV. und XVI. Jahr- 
hundert eine teils deutsche, teils so ziemlich ladinische Bevölkerung 
(vom Typus des Avisiotales) beherbergt zu haben. Auch die Au- 
gleichung des Stadtdialektes von Verona und Vicenza aus Venezianische 
dürfte nicht sehr alten Datums sein (Giacotnino). und die Beeinflussung 
der betreffenden Landdialekte durch das Venezianische kann mithin 
vor dem XIV. Jahrhundert einen bedeutenden Umfang nicht besessen haben. 

Danach hat es den Anschein, als wäre die venezianische Beein- 
flussung in Sudtirol ursprünglicii von einem ven. Stadtjargon aus- 
gegangen, der sich erst allmählich der Städte selbst, — dann, immer 
weiter ausgreifend, der Landschaft bemächtigte, so dass er heute, dank 
den Schulen und dem Klerus als PseudoSchriftsprache (statt des Tos- 
kanischen) in den entlegensten Dörfern verstanden und gelegentlich 
gesprochen wird '). 

Seine Stellung ist mithin eine völlig verschiedene von jener des 
Lombardischen und Ladinischen. In diesen beiden tritt, um ein Bild 
zu gebrauchen, der Bauer dem Bauer entgegen. Das eine gilt so gut 
als das andere, und nur Bequemlichkeit, Erinnerungsbilder, oder das 
einfachste Bestreben, sich besser verständlich zu machen, bringt beide 
Dialektgruppen zur Vermengung, zur ,,Au8gleichung". Das Vene- 
zianische hingegen ist etwas besseres und feineres für den Südtiroler. 
Wer es gebraucht, macht Anspruch auf Bildung und ist sich der Vor- 
züge einer Schriftsprache gegenüber den Mundarten bewusst. Wer 
aber venezianisch angesprochen wird, sucht, wenn er nur irgend kann, 
mit gleichen Sprachformen zu antworten. 

Art der Dialek t misch ung. Für die Art der Dialektmiscbug 
ergibt sich in Folge dessen eine Reihe von Verschiedenheiten. Die 



1) Ein interessantes Beispiel, dass gerade der ceto cittadinesco des Vene- 
zianischen zuerst in Südtirol (und im weiteren Oberitalien) Fuss fasste, ist 
das Kirchenwort timja (veraltet im Nonsbcrg und bei Azzolini, übrigens auch 
im Westlombardischen als tiogo (= vornehm) jenseits des Po belegt). Üefter 
hatte ich Gelegenheit zu beobachtan, wie Eltern den Kindern das lombardische 
lUu ausbesserten, und zo anempfahlen. Ein Fall für viele. Jünger ist der Anruf 
tso (neben t'öi toi), als tsö in Sagron bei Primiero heimisch (= tiö vgl. (lartner 
io und no in Venetien, Z. f, r. Pli. XVII, 170.) 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol 335 

lombardisclien resp. ladinischeu Einflüsse auf die Mundarten der Nach- 
barschaft sind fast immer unbevvusst. Fälle von analogischer Um- 
bildung der fremden Worte nach heimischen Formen und Gärtners 
„Überentäusserung" sind nicht konstatierbar. Im Lautwandel ver- 
mengen sie sich höchstens derart, dass sich verwandte Laute in 
Folge Jahrhunderte langen Verkehrs von Dorf zu Dorf allmählich 
assimilieren, so dass es meist unmöglich ist, zu entscheiden, ob die 
betreffenden Lautwandlungen einfach der heimischen Sprachentvvicklung 
entsprechen (autochthoue Lautgesetze), oder in fremder Beeinflussung 
ihren Ursprung hat (siehe „Ausgleichsformen" l. Teil 8 d. note.) 

Venezianische Einflüsse sind hingegen — wenigstens von einer 
gewissen Periode an — bewusst. Den Analogien wird hiebei ein weiter 
Spielraum gelassen, die Fremdworte werden oft ziemlich entstellt über- 
nommen, die lautlichen Übergänge sind meist sprunghaft und mehr 
eine Lautvertauschung als ein Lautwandel. Wenn z. B. der Nons- 
berger spfglo (statt spdjel) in seinen Stadtjargon mengt, so hat er zu 
seinem heimischen Plural: ^p?gli einen halbvenezianischen Singular 
gebildet. Eine falsche Analogie nach der 3. Pers. Plur. liegt anderer- 
seits vor, wenn z. B. der judikarische Arbeiter elj song im Singular 
gebraucht. Derartige „Ausgleiche" sind ganz anderer Natur, als die 
oben angedeuteten Ausgleichsformen. 

Die gesprochene Schriftsprache. Zu dieser ungefähren 
Charakterisierung der drei Dialektgruppen muss ich noch einiges nach- 
holen. Das Venezianische mag allerdings zur Zeit, als es ausschliess- 
lich die Sprache der Städter war, also etwa im XVL und XVII. Jahr- 
hundert, in diesem schroft'en, einseitigen Gegensatze zum Ladinisch- 
Lombardischen Südtirols gestanden haben. Heute müssen feinere 
Unterscheidungen gemacht werden. Einmal weicht das Roveretanische, 
Rivanesische, besonders das Trientinische von Venetischen des Tief- 
landes ziemlich stark ab, und zumal das Trientinische lässt sich nicht 
ohne weiteres dem Venetischen beizählen. Dann wurde aber der 
Stadtjargon mittlerweile in weiten Kreisen der Landbevölkerung, das 
Lombardisch -ladinische schrittweise verdrängend, eingebürgert und 
wirkt nun dort überdies „ausgleichend" wie eine autochthone Mundart. 
Endlich ist dieses südtiroler Venetisclie nicht die einzige Mundart, die 
der Bauer von Städtern zu hören bekommt. Der Einfluss Brescias 
reicht weit in die Val Bona hinauf (während Bagolino, Anfo, natür- 
lich ganz dieser Einflusssphäre angehört). Dann üben die in 
grossem Stile betriebenen Arbeiterwanderungen auf die Sprache (vor- 
nehmlich der männlichen Bevölkerung) gewisser Thäler einen be- 
stimmenden Einfluss aus. Besonders im oberen Sulzberg bürgerten 



336 Karl von Ettmayer 

die Hunderte von Erntearbeitern, die jährlich ins Poland hiuabziehen, 
einen wesentlich vyestlombardiseheu Arbeiterjargon ein (wie er auch 
z. B. in der oberen Camouica gesprochen wird), der dem Toskanischen 
bei weitem nähersteht als z. B. das Stadttrientinische. Solchen Arbeiter- 
Strömungen ist auch wohl die an sich auffallende Thatsache zuzu- 
schreiben, dass gerade die ärmsten Gemeinden entlegener Hochthäler 
ihre alte Mundarten oft weniger zu erhalten wussten, als grundbesitz- 
reiche Ortschaften an den Hauptverkehrsadern, deren Bewohner keinen 
Anlass zur Wanderung besitzen. In Fucine ist dieser Arbeiterjargon 
geradezu zur Herrschaft gelangt. 

Rein toskanische Einflüsse äussern sich hauptsächlich im Wort-, 
weniger im Formenschatz, lautlich sind dieselben verschwindend und 
datieren aus jüngster Zeit. 

Übersicht. Wenn ich nun ganz allgemein den Charakter der 
hier behandelten Mundarten hervorheben will, ohne dabei an bestimmte 
lautliche oder sonstige Eigentümlichkeiten zu denken, so kann ich 
dieselben in drei grosse Gruppen zusammenfassen. 

1. ein ostlombardischer Typus, der die Val Bona, Tione. und 
das Ledrothai umfasst, und an das Brescianische (mit Malcesine und 
Castelletto) anschliesst. 

n. ein ladinischcr Typus in Sidzherg und Noiisberg (bis Andolo. 
Fai und Mezzo Lombardo), den man nach seinen einzelnen Eigenheiten 
in zahlreiche Unterabteihmgen gliedern könnte. 

ni. Der Dialekt des Rendenathales, lombardisch, doch vom Ost- 
lombardischen wesentlich verschieden. Auf seine Sonderstellung spielt 
Ascoli in den eingangs zitierten Worten an. 

IV. jene ursprünglich vorzugsweise lombardischen Mundarten, die 
dem Venezianischen Einflüsse stärker ausgesetzt waren: das mittlere 
(west-östliche) und untere (nord-südliche) Sarcathal mit Moloeno und 
dem Plateau von Vezzauo^ das in die Mundarten des Mschthales (und 
Loppiothales gegen den Gardasee) überleitet. Hier deuten einige Laut- 
formen vom Nordhange des mittleren Sarcathales (Banale und 
Molveno) darauf hin, dass der Dialekt des Rendenathales sich ehedem 
weiter östlich erstreckte, während am Stidufer Vigo di Lomaso auf 
den Ostlombardischen Typus hinweist: ebenso Campi bei Riva. Die 
nicht bäuerliche Bevölkerung der grösseren Märkte, wie San Michek^ 
Stenico, Cles, Male und Tiono bedient sich halbstädtischer Mundarten, 
welche, je nach der sozialen Zugehörigkeit ihrer Träger, sich bald 
mehr dem eigentlichen Stadtjargon, bald mehr dem autochthoncn 
Dialekte nähern. Ähnliches gilt natürlich auch gelegentlich von den 
Übrigen Ortschaften. 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol 



337 



D. T r a n s k r i p z i n. Über die von mir angewandte Transkripzion 
werde ich mit wenig Worten hinweg gehen können, da ich bei der 
Besprechung der hier wichtigsten Laute, der Vokale, im Verlaufe der 
Untersuchung, dieselben auch nach ihrer phonetischen Seite hin kurz 
charakterisieren werde. 

Betonen will ich nur, dass ich für jeden Laut, den ich von anderen 
klar und deutlich unterscheiden konnte, ein bestimmtes Symbol ver- 
wende. Diejenigen Nuancen, auf welche aber einzugehen die pag. 325 
und 326 angeführten Thatsachen es unrätlich erscheinen lassen, charak- 
terisiere ich durch eine zweite Gruppe von Symbolen, welche ich mir 
als „grenzwertige Lautbezeichnungen" (vgl. I. Th. 1 g) zurecht legte. 



Phonetische Lautzeichen 


G 


renzwertige Lautzeichen 


A. a velar 


? 


zwischen a und a 


a palatal 


a 


a „ ä 


» vgl. L Teil 1 e 


ä 


n f:< » ? 


ß nasal (velar) 


a 


c „ q 


« unbetontes a (zwischen « u. e) 


a" 


„ a „ « 


B. b. toskanisch 






ß bilabial 






C. (vgl. Note) 






D. d toskanisch 


ä zwischen d und d 


E. e offen 


£ 


« » ? 


e mitteltonig (näher e als e) 


e 


e » ? 


^ geschlossen 


9 


« » f "• ^ 


e nasal (palatal, geschlossen) 


e 


^ r « 


e nasal (velar, offen) 


e 


,, « » ^ 


e velares mitteltoniges e 






9 Vgl. IL T. 17 b. 






e unbetontes velares e (frz. e 






muet) 






F. / labiodental 






ip bilabial 






G. g toskanisch 






Y sehr erweicht (gutt.Reibelaut) 






H. h wie deutsches h 


h zwischen h und (7? (guttural) 


I. i geschlossen 


/ 


» ^• „ ü 


i offen 







i, i wie t, e' 
J. j stimmhaftes, deutsches j 
K. h nicht aspiriert 
L. / toskanisch 

Romanische Foräcbnngen XIII. 2. 



l alveolar und zwischen / und i 
22 



338 Karl von 


Ettmayer 


i velarisiert 




M.W toskanisch 




N. n „ 




11 guttural 




ii palatal 




0. offen 


zwischen o und o 


mitteltonig (vgl. e) 


ö „ „ ö 


geschlossen 


^ V 9 « 9 


ö off'en 




ö geschlossen 




unbetont (vgl. IV. Teil 1) 




ö o" velar, geschlossen, sonst 




wie e^ e" 




o" velar, offen 




P. 2^ toskauisch 




Q. wie W. X. Y. nur in er- 




schloss. Formen u. Zitaten 




R. r Zungen-r, gerollt 


;■ zwischen r und ./ 


./ Zungen-r. (selten Zäpfchen-r) 




nicht gerollt 




S. s toskanisch (stimmlos) 


.<• zwischen s und ^ 


s palatalisiert, mit Lippenrund- 


dental) 


ung (ital. sei) 




s palatisiert, ohne Lippenrund- 




ung (dtsch. -seh) 




T. t toskanisch 




U. u geschlossen (toskanisch) 


u zwischen u und ü 


u off'en (offener als dtsch. u) 


le „ n und ö 


n stark velares ü 




ü stark palatales (lorab.) ü 




V unbetontes u (vgl. IV. T. 1) 




V. V labiodental 




V bilabial 




Z. z stimmhaftes s 


& zwischen z und d 


z 


dental) 


? « •? 




J. d stimmhaftes engl. fJi (weich) 




inter-, seltener postdental 




0. & stimmloses engl, th (hart) 




inter-, seltener postdental 




X. X palatales eh. 





(meist post- 



(meist post- 



Lombardisoh-Liidinisclies aus Sücltirol o59 

Note: Der Ausdruck von Quantität und Akzent musste aus technischen 
Gründen auf das allernotweudigste beschränkt werden, obwohl ich sonst der An- 
sieht bin, dass eine gute Transkripzion auch diese beiden Punkte nie beiseite 
lassen sollte. Aus den nämlicheu Ursachen, und um die an sich ziemlich 
komplizierte Schreibweise nicht durch neue Zeichen zu vermehren, mussten die 
Palatalen Konsonanten, die mit einer Implosiva beginnen, in phonetisch niciit 
ganz zuverlässiger Weise in ihre ungefähren Bestandteile zerlegt werden: Kj, 
tx, (J3-, dj, tß/_, dSj] ts, dz, ts, dz, ts, dz, td, dS, ein Vorgang, dem ich ohne 
zwingende Gründe meine Zustimmung nicht erteilt hätte. 

Kleingeschriebene Laute (a, d, e, etc.) bedeuten gelegentliche Gleichlaute, 
ö Vokallänge, o Vokalkürze, / musikalischer Akzent. 

Zusatz: In der Gruppierung der einzelnen Ortschaften in den Paradigmen 
unter gewisse Schlagwörter (Sulzberger Mundart, Nonsberg, Rendena, Vorder- 
judikarien, V. Bona, etc.) habe ich mir, dem Charakter der Mundarten folgend, 
gewisse geographische Eigenmächtigkeiten erlaubt, die ich hiemit aufkläre. So 
wird Livo, Bresirao, Rurao zum Nonsberg gezählt und man lässt sonst den 
Sulzberg erst mit den 7 Capelle (Bozzana) beginnen. Der Thalkessel von Tione 
mit Breguzzo gehört dem Sarcathale, nicht der V. Bona an, die erst hinter der 
Höhe von Bondo beginnt. Molveno wird meist dem Nonsberg, nicht den Judi- 
karien beigezählt. Vorderjudikarien {Giudic. esteriori) umfasst Stenico, Banale, 
Bleggio und Lomaso, welch letztere beide ich mit guten Gründen trennte und 
als mittleres Sarcathal bezeichnete, hiezu rechne ich noch Fiave, Ballin, Cumauo. 
Bagolino gehört bereits der Prov. Brescia an, ebenso Limone, Gargnauo, Salö. 
Auf österreichischem Boden hatte ich leider nicht Gelegenheit, in die Mundart 
der V. Vestino, südlich vom Ledrothale gegen den Gardasee sich öffnend, Ein- 
sicht nehmen zu können. Ranzo (zwischen Banale und Vezzauo) und Pietra 
Murata im Sarcathale habe ich auf meinen Wanderungen nicht berührt. Auch 
einen zweiten Besuch, den ich vor Abschluss des Manuskriptes namentlich der 
unteren Rendena und Cimego abstatten wollte, musste ich ungünstiger Umstände 
halber vor Erreichung des Zieles aufgeben. 



I. Teil. 

Betontes a, 

1. a. Phonetische Beschreibung. Das betonte a vv^ird in 
Stidtirol im allgemeinen nicht nach toskanischer Art ausgesprochen. 
Gleichwie in den angrenzenden Alpenprovinzen Veneziens macht sich 
vielmehr im Etschthale, mehr noch im Nonsberg, im ganzen Strom- 
gebiete des Sarca und grösstenteils in jenem des Chiese eine auf- 
fallende Velare Färbung des Vokals geltend. Dieselbe lässt mich auch 
im Südtiroler Stadtdialekte das a z. B. in manto mit jenem des deutch- 
österreichischen Mantl (in der legeren Sprachweise des immerhin 
„dialektfreien" Gebildeten) als gleich beurteilen. Dieses velargefärbte 
Grund-«, das ich hiemit für meine Untersuchungen ansetze, ist natür- 

22^ 



340 Karl von Ettmayer 

lieb vom bajuvarischen a bis o der ländlichen deutschen Mundarten 
noch sehr merklich verschieden. 

b. Unter dem Einflüsse von Nasalen steigert sich die Velarität 
zu a und o ; ebenso entspricht der Nasalvokal ^7 eigentlich einem nasalen^, 
das ich nur der Einfachheit der Transkripzionen zuliebe vermied. 

c. vor l (und A, i) + Konson. behält endlich a seine stark velare 
Färbung selbst dort, wo sonst das palatale a herrscht. Dieses, vor- 
nehmlich im Brescianischen verbreitet, möchte ich als das ostlom- 
bardische Grund-« bezeichnen. Ich hörte es am Westufer des Garda- 
sees, in der Val Sabbia, Val Trompia, unteren Hälfte der Val Camo- 
nica (bis inklusive Edolo) in Brescia selbst und dem Tieflande ^). In 
der oberen Camonica und angrenzend im Sulzberg klingt das betonte a 
dem toskanischeu meines Erachtens ziemlich gleich, d. h. es ist weder 
merklich velar noch palatal schattiert 2). 

c^.In Südtirol sind sonst die Abweichungen vom oben beschriebenen 
Grund-a auch nach der palatalen Seite hin nicht selten. Besonders 
ist zu erwähnen das hellere ä, das durch Entnasalierung aus ä hervor- 
ging; weniger auftallend neigt das ät = lat.* acf. zum ostlombardi- 
schen Typus. Ihm schliessen sich dann die Pluralformen man sta 
etc. (Paradigm. 16. 47 und 42) an; endlich verzeichnete ich öfter ein 
palatales a vor r, ohne aber irgendwo eine Regelmässigkeit dieser 
Erscheinung nachweisen zu können. 

e. Beschreibung d e s L a u t e s w. Eine auffallende Abweichung 
vom sUdtiroler, wie vom ostlombardischen Grund-r/ fand ich in Caffaro 
und Bagolino, die ich als indivuduelle Eigentümlichkeit schon in Con- 
dino und Darzo beobachtet hatte, und die mir in der Val Trompia 
(Lumezzane) wieder begegnete. Auch inbcrgamaskischem Munde glaubte 
ich sie gelegentlich zu hören. Klanglich scheint mir dieser Laut dem 
n 1 bis »2 des Sweet {low-hach-narrotv und loiv-back-w/'de) zu entsprechen. 
Im Affekte und unter bestimmten historischen Bedingungen wird es 
gedehnt, wobei es palataler gefärbt erscheint und sich dem Sweetschen 
a'^ {loiv-mixed-tvtde) nähern dürfte. Zur Transkription bediene ich mich 
einfach des Symbols n. Bemerken muss ich hiezu, dass ich mich in 
dieser Vokalbestimmung nur auf mein Gehör und auf Versuche an mir 
selbst verlassen konnte. Dr. Zanetti, der so liebenswürdig war, mich 
im Studium des Dialekts von Bagolino wesentlich zu unterstützen 
charakterisierte seinerzeit den Laut mit den Worten: ,Jjd con accento^ 

1) Die östliche Grenze sclieint hier zwischen dem Chiese und Mincio zu 
liegen. Peschiera hat das veroneser (und sUdtiroler) a, Desenzano und Mon- 
techiaro n resp. q. 2) Das Sulzberger q sclieint ursprünglich dem Arbeitor- 
jargon (Einl. pag. ^'6h) anzugehören. 



Lombardisch Ladiiiisches aus Südtirol 



341 



acuto va prommciato ristretta e smozzata, in modo che sente delVe.'-^ 
(Papanti Pari. it. in Gert. pag. 143). 

f. Tonloses a scheint mir hauptsächlich durch die Art der Lippen- 
bildung abgestuft zu sein und zwar halte ich unbetontes a für eine 
Zwischenstufe zwischen e (ähnlich süddeutschem «Je, /a^e') nicht fran- 
zösisch e muet) und unbetontem o o. 

(j. Endlich zu den Symbolen a und a. Sie bezeichnen eine ge- 
schlossenere (Velare) oder offenere (palatale) Färbung des a, jedoch 
in der Art, dass sie keinen bestimmten Punkt in der Vokalreihe wieder- 
geben, sondern dass dem einen individuellen Lautungen von a bis a, 
dem anderen von a bis q zugrunde liegen. Durchschnittlich kann 
man daher a als toskanisches a bezeichnen. Ich hoffe durch derartige 
Bezeichnungen nach Grenzwerten den Schwierigkeiten Rechnung zu 
tragen, welche einer feineren, aber rein auf dem Gehör beruhenden 
Bestimmung von Vokalschattierungen entgegenstehen. 

2. Paradigmen. 

a in freier Silbe. 
I. pratu 2. portatu 3. ambitatu 
Sulzberg. ^Fuciue pra portq na') 



/Fuciue 


pra 


portq 


Wermiglio 


n 


portq 


\Cogolo 


jj 


purtq^] 


(Pejo 


Tl 


» 


/Mezzana 


n 


portq"^] 


IDimaro 


V 


V 


/Rabbi 


pra 


2)urfa^ 


kale 
Bozzana 


V 


porta 


.') 


porta 



4. asinu 


5 .quäle. 


qzen 


kuql ' ) 


75 


hiqP) 


» 


kuql 


qzan 


kiiql 


qzen 


kuql 


« 


kual 



1) hochdeutsch : aber, Vater. 

Noten zu den Paradigmen, (ant. antiquiert. Fw. Fremdwort. Fl. 
fremde Lautung, ind. als individuelle Lautung festgestellt (oder von mir ver- 
mutet, falls eine Feststellung nicht möglich war). K. mit Kinderorgau Fr. von 
Frauenorgan, G von alten Leuten (beider Geschlechter) gesprochen. Lg langsam 
vorgesprochen, S. im Satze gesprochen.) 

1. pratu, 1) Im oberen Sulzberg von G. öfter auch a (Verschiedene Re- 
sonanz durch Zahnlosigkeit?) a und q allenthalben, aber wohl Fl. 2) x)rn [S). 

2. portatu. 1) Vortoniges o dürfte schriftsprachlicher (oder hier west- 
lombardischer?) Einfluss sein. Aeltere Leute verwenden dafür lieber u und u 
letzteres hörte ich auch bei K. Dasselbe gilt so ziemlich vom ganzen Sulz- 
und Nonsberg. 2) und 3) vgl. Parad. 1 not. 1. 

3. ambitatu. 1) auch ndq (Fl. aus der V. Camonica?) 

4. asinu. 1) e wechselt (allgemein!) mit e wenn Lg. 

5. quäle. 1) und 2) Das a oft velar, / gelegentlich im ganzen Sulzberg 
(lomb. Einfluss). 



342 



Karl von Ettinayer 







. pratu 


2. portatu 3, 


ambitatu 


4. asinu £ 


>. quäle 


Sulzberg jLivo 


pra 


2)orta 


na 


azen 


kql 


(Bresimo 


V 


11 


11 


11 


hiaP) 




Rumo 


.') 


11 


,i') 


11 


kql 




Revö 


V 


n 


11 


azn 


11 




Cloz 


pra 


portq 


na 


11 


kal 




Cast.Fondo „ 


\') 


11 


azen^) 


11 




Tret 


r 


11 


11 


n 


11 




Cavareno 


pra 


porta 


7ia 


11 


11 




Corredo 


11 


11 


11 


azen 


n 




Tres 


11 


11 


11 


11 


11 




Cagnö 


11 


porta 


ii') 


azn 


kql 




Cles 


11 


portal) 


11 


azen^) 


ii') 




Tassulio 


pra 


porta 


na 


azen 


T! 




Nano 


r 


porta 


r 


V 


kal 




S. Zeno 


pra 


porta 


1t a 


azen 


11 




Tajo 


pra 


porta 


na 


11 


n 




Vigo 


n 


p)(>rta 


,/) 


11 


kuql 




Flavon 


11 


11 


n 


azen 


kql 




Denno 


,, 


11 


11 


11 


11 




Fai 


pra 


porta 


na 


11 


kuql 




Andolo 


1' 


pnrta 


11 


11 


11 


^MezzoLomb. „ 


porta 


11 


n 


kql 


Reodeiia Pinzolo 


pra 


puHa^) 


11 


azan 


kual 




Strembo 


n 


V 


11 


11 


11 


■ 


Spiazza 


,■') 


pm-ta 


,i') 


azen *) 


11') 




Pelugo 


11 


11 


11 


azen 


kuql 


Villa 


n 


porta 


11 


11 


11 



1. pratu. 3) prä pro. 4) p.to (ind. vgl. I. T. 14g). 

2. portatu. 4) purtä (S. vgl. Parad. 1 not. 3 u. 4). 5) Das Q (bis o) 
soll Einfluss der Aussprache des Latein sein, wie man mir erklärte. Immerhin 
mag jene Tendenz, die in Kirchen- und gelehrte» Worten offene Vokale bevor- 
zugte, heute noch im Volke fortwirken, und so könnte, wenn man Schuleinfluss 
annimmt, etwas Wahres an dieser Laiendeutung sein. 6) pieMa, (G.) 

3. ambitatu. 2) öfter nä, truvä (vgl. Parad. 1 not. 3). 3) nado (Fw.). 
4) nä, wie prä (P.aradig. 1 not. 3). 5) ne (Fl. welche Ortschaft? vgl. L T. 8 h). 

4. asinu. 2) azn (6). 3) e deutlich, weil das Tempo des Sprechens hier 
bedeutend langsamer ist, als dies im allgemeinen in Rev6 und im Sulzberg der 
Fall ist. 4) In der unteren Kendena wiegt e, in der oberen a vor; doch ist ein 
fortwährendes Schwanken der beiden unbetonten Vokalarten zu konstatieren. 

5. quäle. 3) kval und ktial jenachdem, ob unter Neben- oder Hauptton 
des Satzes, (auch weiterhin!). 4) Wo kua zu ka wurde, meist helles a, doch 
auch q, besonders im unteren Nonsberg. 5) a und q, l und ^. wechseln. 



Lombardisch-Ladinisches aus Siidtirol 



343 



Vord. Jud. /Ragoli 


. pratu 2 

pm 


portatu 3. 

porta 


ambitatu 

na 


4. asinu 

azen 


5. quäle 

kual 


\stenico 


;; 


n 


ii') 


ii') 


kual 


\Banale 


» 


,i') 


11 


azen 


11 


(Mol veno 


.') 


11 


11 


11 ') 


11 


V. Bona {l">'" 

iRoncone 


J5 


n 
puHa 


11 
n 


n 

azn 


11 
11 


^Lardaro 


?5 


poHa *) 


n 


aze" n 


;, 


(Praso 


.') 


puHa 


r') 


azen 


knaX 


jCimego 
^Condino 




porta 

n 


11 

11 


azen 
11 


kual 

11 


iStoro 


/) 


puHa 


11 


azccn 


11 


(Darzo 


r, 


pujta 


11 


11 


n 


Bagolino 


pro 


pu.itn 


nv^) 


v:?en^) 


kuai^) 


V. diLcdroJTiarno 


pra^) 


puftq^) 


na 


azen 


kual 


^Pieve 


»") 


porta 


n 


azm 


11 


(Prö 


;? 


piiftfi 


n 


azen 


kual 


V. d. Sarca (C. Magg. 


pra 


jmHa 


na 


azcW 


kual 


jßleggio 


.") 


porta 


11 


azen 


11 


jVigo(Lom 


.) „ 


lo-v 

11 } 


11 


11 


11 


'Vezzano 


pra 


porta 


11 


11 


kual 


jLasino 


p-a 


porta 


na 


azen 


11 


jCavedine 


pHi ^*) 


porta 


11 


azm'') 


11 


(Drö 


» 


11 


11 


azem 


ii') 


(Pranzo 


p'ra 


porta ") 


na 


11 


11 


/Campi 


11 


11 


11 


n 


kual 


iNago 


11 


ii'-') 


11 


azem 


kual 



1. pratu. 5) Die Kinder sprechen hier und, wie es mir schien, auch sonst 
im Sarcathale das a meist heller. (Schuleinfluss?) 6) Manchmal glaube icli 
prä (6) gehört zu haben. 7) u. 8) prv t&v In (ind.) 9) u. 10) Ira Ledrothale 
die Längung sehr deutlich, vgl. Parad. 8 not 5. Lg: fraa. 11) Im Sarcathale 
der Velare Klang meist deutlich, in Bl. Fl: irra (Volksschüler). 12) In Lasiuo 
die Länguug deutlich, in Caved. eher ant. 

2) portatu. 7) In den grösseren Ortschaften der Rendena o und u wie 
not. 1. In Vord. Jud. hörte ich nur q. 8) tis 12) o und w, u wie not. 1. In der 
Transkrip, suchte ich ein Mittel zu ziehen. 12) -atii auch = a vgl. übrigens 
hier das n in Parad. 5, 36, 37, u. w. 

3. ambitatu. 6) «acZo wie not. 3. 7) «e, Z>ü(<?, ^-epü^e wie not. 5. 8) »a (vgl.le). 

4. asinu. 5) u. 6) vgl. not. 1. 7) Das e sehr deutlich, bei K gegen i 
neigend, mitunter quantitativ gelängt, auch aze, (ind?) 8) fl^cn. 9) ö/em (ind..?) 
Ich hatte nur einen Gewährsmann. 10) äzet]. 

5. quäle. 6) Vgl. not. 5. 7) lioöl. 



344 



Karl von Ettmayer 



L. d. Garda 


1. 
(Torbole 
(Maleesine 


pratu 2. portatu 3. ambitatu 

]jra imHa,^^) na 


4. asinu 
asm 
q?en 


5. quäle 

kual 
kuaX 




^Limone 

/Gargnano 

(Salö 


pfrt^*) purta nrt 

r >J « 
11 / » r> 


{i?en 


n 
kuqi 


Prov. Bresc. 


jAnfo 
(villa Nova 


„ ptutrr^') „ 
pmt puHrd „ 


17 






/Breseia 
jMontechiaro 


„") n ndf!, 
prqt piiHqt ndq 


azeii 


hiqX 

n 




(Liimezzane pro imMo'^) nn 
(Gardone V. Tr. ^>/r/^") puHnt ndrd ") 


vden 


kuqi^) 
hiujX 




(Breno 

ICapo diPonte 
jVezza 
IPontediLegnc 


„ purtr/t ndff 
„ „ ndrrt 
piri puHrt ndq 

' 11 J n 51 

a in Position. 


C/?ccn 

17 

qzan 
qzen 


kuqi^) 

n 
kuql 

n 



Sulzberg. (Fiicine 
IVermig 
jCogolo 
VPejo 



6. factu 7. lacte 8. catti 9. pasculu 10. aqua 

fqt Iqt Oqi^) pq^kol akua 

„ „ „ 2K'^f^U^ 11 

11 n 11 n ) 11 



1. pratu. 13) a und q, ziemlich gleichinässig (bei etwa 8 Personen) ind?; 

14) a, a wird von der Bevölkerung als Fl. (Riva) empfunden; mauclimal langes (j. 

15) Oxytone, nicht perispomene Akzentuierung, daher kurzes a vorherrschend. 

16) bis 18) Formen mit und ohne t wechselnd. 17) Auch v hörte ich, es soll in 
der oberen V. Trompia autochthon sein. 18) Von Vezza an wieder gelegentlich 
a oder n. 

2. portatu. 13) wie not. 8. 14) u. 15) wie Parad. 1 not. 1(5. 

3. ambitatu. 9) wie Parad. 1 not. 16. 

5. quäle. 8) u. 9) Z bis i wechselt individuell und kann im S, besonders 
bei raschem Sprechtempo ganz verstummen. Am Iseosce (Pisogne) tn^t 

8. catti. 1) gqti (heimisch oder Schuleinfluss?) 

9. pasculu. 1) Nachtoniges u wechselt ähnlich wie das vortonige, mit o 
(Vgl. Parad. 2 not. 1). 



i 



Lombardisch-Ladinisches aus Siidtirol 



345 



Sulzberj 



Nonsberg 





6. factu 


7. lacte 


8. catti 9. pasculu 


10. aqua 


/Mezzana 


fqt 


Igt 


fjat'') 


paskol 


akiiq^) 


\Dimaro 


V 


77 


77 


?: 


77 


<Rabbi 


tat 


fat 


djat^) 


[paH')J 


akiio 


(Male 


n 


7,0 


gjati 


paskol 


akim 


ßozzana 


,/) 


77 


djati 


[past 


75 


JLivo 


75 


77 


djat 


pgst 


aka^) 


\Bi-esimo 


„ 


75 


gjati 


7? 


akoa 


(ßumo 


.') 


75 


djati 


77 


ako 


Revö 


V 


75 


dzati*) 


75 


aka^) 


CIoz 


fat 


Igt 


djgf') 


77 


akg 


Gast Fondo 


» 


77 


djati 


7,') 


,5^) 


Tret 


n 


n 


75 


77 


75 


Cavareno 


fat 


lat 


djati 


past *) 


aka 


Corredo 


V 


ri 


dzati 6) 


77 


77 


Tres 


75 


77 


77 


77 


77 


jCagnö 


71 


77 


77 


77 


77 


/Cles 


■ .') 


75 


djati'^) 


pgst 


7? 


iTassullo 


77 


7,^) 


d^jati 


75 


77 



6. factu, 1) bis 3) a assoniert meist mit jenem in Parad. 1. 2. 3. doch 
ist es im oberen Nonsberg vielfach quantitativ kürzer, im unteren stets mittel- 
lang, manchmal gedehnt. 

7. lacte. 1) u. 2) vgl. Parad. (5 not. 1. 

8. catti. 2) kurzes a. 3) jat (S). 4) dj u. dz, ti und ts wechseln vor 
a fast im ganzen betreffenden Dialektgebiete (vor e und e, vgl. not. 8 
und 18. Par. 12 not. 2. 3. 4. Par. 16 not. 13. Parad. 17. not. 8. Par. 34 
not. 6 7. 8. u. 9. u. s. w.) Die älteren Leute sprechen, ausser in Vigo, Audolo 
und Fai — durchwegs ti, die jungen Leute hingegen bevorzugen dort, wo ich 
iSy dz transkribierte diese Lautung, ty, dj uud kj, e/j, anderseits ■/, j, (im Aus- 
laut und intervokalisch), wechseln wieder teils individuell, teils in der Sprache 
desselben Individuums, ja mitunter im selben Worte. Nur wo ich kj, gj trans- 
kribiere, herrscht diese Lautung unbedingt vor und ty und dj sind entweder 
ortsfremd (Mezzo Lomb.) oder doch selten (Male). Aehnliche Vermengung ver- 
wandter Laute {&, s u. s) vgl. Parad. 35 not. 2. 5) ob djati im oberen Nons- 
berg von Trient her eindrang und älteres djat zu verdrängen im Begriffe steht, 
oder nicht vielmehr dieses aus dem Lombardischen über den Sulzberg erst ein- 
geführt wurde, und somit djati als alt anzusehen ist, kann ich nicht entscheiden. 
Für letzteres spricht noi, trei, arjTcuei, ausserdem sind die i losen Plurale ent- 
schieden seltener. 6) u. 7) wie not. 4. 

9. pasculu. 2)iJrt*ischeiutälter,2)««^'onmportierfzusein, jja7i(G). 3) u.4)oft«. 

10, aqua. 1) Das ausl.-o ist in der lebendigen Rede durchaus nicht streng 
durchgeführt; es scheint von a gegenwärtig stark verdrängt zu werden. 2) vgl. 
Parad. 36 not. 4. 3) in aTca im ganzen Nonsherg oft ein sehr helles a. 
4) Manchmal glaubte ich auslautend ^, (nie -o) zu hören. 



346 



K.iil von Ettuiayer 





6 


. factu 


7. lacte 


8. catti 9 


. pasculu 10. aqua 


N oiisberg 


NaDO 


fat 


lat 


dzati 


past 


aka 


' 


's. Zeno 


Tl 


» 


djati 


pasfj 


57 


1 


Tajo 


T) 


V 


dzati 


paskol 


57 




Vigo 


ßjt 


lat 


dzqti 


pask\{l 


akua 




Flavon 


r 


?5 


djati 


[past] 


aka^) 




Denno 


fat 


lat 


djati 


paskol 


57 




Fai 


» 


ji 


dzati 


57 


akua 




Andolo 


» 


n 


57 


pasknl 


57 




MezzoLomb. 


57 


?7 


(jjati 


paskol 


aka^) 


Rendena 


/Piüzolo 


M 


lat 


9<its^) 


pqshd 


akua 




istrembo 


n 


r 


5? 


57 


57 




^^Spiazza 
rPelugo 


/) 


j? 


5,') 


5,^) 


n 




)? 


)? 


„'«) 


pashd 


55 




Villa 


55 


r 


57 


paskul 


57 


Vord. .lud. 


/Ragoli 


fat 


lat 


yat 


paskol 


akua 




Vsteuico 


.') 


.') 


57^') 


57 


.') 




jBanale 


r 


» 


57 


„«) 


57 




(MoIvcdo 


r 


V 


(jati 


55 


57 


V. BüDa 


/Tione 
iRoucone 


fät 


lät 


gUts 


paskol 


akua 




.') 


r 


n 


paskul 


akua 




iLardaro 
fpraso 


.') 


55 


» 


5? 


« 




:i 


55 


UN 
57 '' 


5,') 


57 



G. factu. 4) Die Längiuig zu a bedingt im Rendenatlialc vielfach an 
sich eine palatalere Aussprache. Doch liörte ich vielfach, und auch in factus 
ziemlich dumpfes rpiit. 5) kurzes a (Einfluss der Schriftsprache.) 6) wie not. 5. 
7) fät, empäta (pactu). 

7. 1 a c t e. 3) kurzes a vgl. Parad. G not. 5, 

8. catti. 8) Gärtner transkr. in Pinzolo c + c, i mit tx (entspr. gi 
mit dy). Ich hörte nur ts, dz-, bei alten Leuten aber im Kcndenathale (not. 10) 
und auch sonst (so in Praso, Storo, Campi u. a. 0.) hörte ich vielfach t/, das 
mir aber mehr phonetisch al9 lautgeschichtlich interressant erscheint, da ich 
dieses tx, dj ausschliesslich der schlechten Zahnbildung, wie sie eben alten 
Leuten eigentümlich ist, zuschreibe. 9) gäts (ind.). 10) gätx <t, (siehe not. 8), 
11) Die Längung (in der Kendena zu ä) hier bereits undeutlich, besonders Er- 
wachsene lassen sie nicht mehr hören. 12) Die Längung auffallend. 

9. pasculu. ö) paskul (ind.). (>) vgl. Paiad. 2 not. 7. 7) 2)askul von 
einem, nach Aussage der Ortseinwohner über hundertjährigen (Jreise, der eigens 
berufen wurde, damit ich ihn reden höre. Auch sonst hörte ich von diesem 
öfter s für s (= lat. s.) 

15, aq u a. b)nkaVx. 6) auslautend a. V 7) Oft hier und den Sarca abwärts aloa. 



Lombaidisch-LadiniscLes aus SUdtirol 



347 





6. factu. 


7. lacte. 


8. catti. 


9. pasculu. 


0. aqua. 


V. BoDii jCimego 
(Condiuo 


fät^) 


lät 


gats 


paskul 


akue 


j: 


7? 


13>, 
77 ) 


77«)" 


77 


(Storo 


J7 


77 


77 


paskul 


akua 


(Darzo 


V 


77 


77 '' 


77 


77 


Bagolino 


fnt 


Ivt^) 


güts 


[past 


akiie^) 


V. d. Ledro iTiarno 


fän 


im 5) 


gäts 


past 


akiuP) 


(Pieve 


>5 


77 


77 


„] 


akua 


(Pre 


„ 


77 


15\ 
77 '' 


poskol 


akua 


V. d. Sarca jCampoMagg. 


fat 


lat 


gat 


77 


akua 


/Bleggio 


j; 


77 


77 


77 


V 


jVigo (Lom.) 


r 


77 


77 


77 


77 


/Vezzano 


77 


77 


gati 


paskoP 


) 7, 


jLasino 


77 


77 


77 


77 


77 


jCavedine 


77 ) 


77 


16\ 
77 1 


paskul ' 


") 77 


(Orö 


77 


77 


11 


77 


37 


jPranzo 


77 


77 


77 


2)askol 


75 


(Campi 


77 


77 


37 


77 


77 


(Nago 


77 


77 


77 


77 


37 


1 L. d. Garda jTorbole 


77 


77 


77 


paskol 


37 


^Malcesine 


f(ft 


lat 


gffts 


paskul 


akua 


jLimone 


77 


77 


« 


paskul 


77 


/Gargnano 


77 


77 


77 


77 


akua 


Isalö 


77 


77 


77 


75 


77 


1 Prov.BresciajAn^o 

1 Villa Nova 


„ 


k!i 


J7 


''1 


eiva 


77 


lat 


77 


paskol 


aiva 


i Brescia 
1 'Montechiaro 


77 


77 


77 


i (/■^l'l'J 


akua 


fat 


lat 


gat 


pask'ß 


qigua 



6. factu. 8) Vgl. Panul. 1 not. 7. 9) fant (lg) vgl. Parad. 1 not. 9. Der 
Anlaut des qa deutlich velaicr als der Auslaut. 10) öfter fp, ebenso in der 
ßendena, vgl. cfät not. 4. 

7. lacte. 4) Ivt. 5) Wie Parad. 6 not 9. 

8. catti. 13) Die Längnng auffallend. 14) Vgl. Parad. 1 not. 7. 15) Wie 
not. 12. 16) auch gat? 

9. pasculu. 8) päsJculo (Fl). 9) u. 10) wie not. 3. 11) In der oberen 
Val Sabbia soll h für s gesprocben werden. 

10. aqua. 8) auch 3!Ve-, heimisch oder ostlorabard. Import.? 9) Im Ledro- 
thale ist auslautendes ä besonders lg herrschend, und kann in Fix bis zu o 
vorrücken ; dieses klingt aber z. B. in lono stets weniger velar als das 
betonte o. 



348 



Karl vou Ettmayer 



Prov.Brescia 



factu 7. lacte 8. catti 9. pasculu 10. aqua 





Liimezzane 


fnt 


Int gvth 


[pv/d] 


nive ") 


GardoneVTr. 


fyt 


Xnt gr/ts 


pr/skuV') 


(liva 


/Breno 


77 


'. mtV') 


n 


ff ha ") 


ICapo di Ponte 


,; 


9(!¥') 


n 


77 


jVezza 


fQt 


Iqt gqts 


pq9kqX 


qhia 


(Ponte diLegno ,, 


77 77 


pq9knX 


77 






-ariiis. 






II. ferr-arju 12 


salicarju 13. pont-arja M 


.glarja I5.semit-aeru 


Öulzberg [Fiicine 

,Vermiglio 


ferqr 


^(dgqr ppntqra^) 


dzera') 


senter 


7,\) 


77 77 


dzqra 


7? 


iCogolo 


ferql 


kdgqi pmtqra 


77 


77 


'Pejo 


J) 


77*) 


77 


77 






(IS.bnuc-arja) 






Mezzana 


f>V^ 


iiQgaJo') 


dzero^) 


77 




Dimaro 


/rar 


salgrrr nogqro 


glqrq 


senter 




Rabbi 


77 


kddjqr nudjnro 


glqrq 2) 


77 




Male 


,7^) 


salgjqr^) nogjqra 


glqra 


77 




Bozzana 


ferar 


saldjar nqdjqra 


') „ 


77 




Livo 


ferar 


„ nodjara 


glara 


77 


(Bresimo 
(Ramo 


frar 


salgjar nqgjara 


77^) 


shiter 


ferar 


saldjar nqdjarq 


glarq 


senter 



8. catti. 17) 11. 18) Die Längung im Gebirge auffallend, in der Ebene 
weniger prägnant, im ccto civile verschwindend, im Capo d. P. gätx von einem 
jungen Manne (ind. v). 

9. pasculu. 12) pohkul hörte ich im (lasthausc, doch wurde es mir als 
bergam. bezeichnet. 

10. aqua. 10) Vgl. not. 8. 11) In der unteren Val Camonica hörte ich 
(in Pisogne, Lovere, Darfo) auf meiner flüchtigen Durchreise auslaut. -a teils 
näher an «, teils an o (in Pisogne sogar q: ka.iöho). In Breno, bes. in Capo 
di Ponte wurde h vorherrschend, reines -a hörte ich nie. 

11. ferrarju. 1) fcrer (Fw.) 2) frai auch in Castello. 3) ob -ar 
oder -qr im mittleren Sulzberg häufiger ist, kann ich nicht entscheiden. 

12. salicarju. 1) salgqi. 2) gj und dj vgl. Parad 8 not. 4. 

13. a. p ont a rj a (vgl. I. T. 7. 1. not. 2.) 1) Häufiger rata (das herrschende 
Wort im Bresc. = rapida Arch. Glott. XV. Nigra). 13.b. nuc-arja. 

1) qja und aja scheinen zu wechseln. 2) äanehen ant.nodjnja. 

14. glarja. 1) wohl lomb. Lehnwort. 2)2)1. le giere (auch Flurname 
im oberen Kabbithaie). 3) pl. U glari. 

15. scmit-acrM. lieber die c Nuancen wirdbesscrim IIL Teil gesprochen 



Lorabardiscli-Ladinisches aus Südtirol 



349 





II 


ferr-arju 


12. salicarju 


13. pont-arja 


4.glarjal 


5.semit-aeru 


Nonsberg 


Revo 


frar 


salgjar ^) 


nodzara 


(jlara 


sentjer 




Cloz 


Mi') 


saldjqi 


nodJQJa 


glQrq 


sentier 




Gast. Pondo „ 


11 


"J)' 


n 


senthr 




Tret 


jrar 


sqldjar 


11 


glarq 


sentier 




Cavareno 


ferar 


' /) 


nojara 


glara 


11 




Corredo 


Tl 


Saldzar 


nodzara 


11 


11 




Tres 


ferar 


saldzqr 


11 


n 


sentier 


^Caguö 


ferar 


saldzar 


nodzara 


11 


senter 




Cles 


11 


saldjar^) 


nojara *) 


glqra 


senter 




Tassullo 


ferar 


sakUjar^) 


11 


glara 


11 




Nano 


11 


saldzar 


nodzara 


11 


11 




S. Zeno 


ferar 


saldjar 


nojara 


11 


11 


^Tajo 


ferar 


saldzar 


nodzara 


glqra 


11 


jVigo 


11 


11 


nodzara 


11 


11 


/Flavon 


11 


saldjar 


nodjqra 


11 


11 


|Denno 


11 


11 


11 


11 


11 



werden. Ob senter neben zahlreichen anderen Ausdrücken für Pfad, Fusssteig, 
als echtes Dialektwort zu betrachten ist? 

11. ferrarju. 4) Aber tyalamär, hekar etc. 
12. salicarju. 3) u. 4) cjj und dj vgl. Parad. 8 not. 4. ö) und 6) Aus 
Tassullo bringt Ascoli A.G. I pag, 326 eine eigenartige Transkription für 
c -\- a und vor o (vgl. im IV. T. 5. b. note 1). Als ich den Ort eigens deshalb 
von Bozen aus nochmals besuchte, da ich bei meiner ersten Aufnahme nur ge- 
wöhnliches ty_, dj hören konnte, unterschied ich bei 3 Leuten allerdings eine 
kleine Abweichung vom gewöhnlichen Palatallaute, — aber nur in der Formel 
ha, ga^ die ich mit tOy^ dSj transkribiere. Ich hörte nämlich neben dem x einen 
^-artigen Laut gleichsam mitschwingen. Hervorgerufen wird das tOy, wenn 
man das Ende der starkgewölbten Zunge, welches bei normalem y au die unteren 
Zähne gelegt wird, etwas hebt und dadurch hinter die leicht geöffneten Zahn- 
ränder bringt (ohne dieselben zu berühren). Es entsteht dadurch ausser dem 
;f-Laut, der mit dem Zungenrücken gebildet wird, ein postdeutales 0, das sich 
mit dem / vermengt. Mir schien diese Lautbildung ausserordentlich wichtig, 
weshalb ich sie in der Transkripzion für Tassullo festhalte. Sie bildet nämlich 
eine Zwischenstufe eines vielfach noch beanstandeten, direkten Lautwandels 
von ty zu td, ts, was einerseits geeignet ist, das ital. dialektische ß für ts zu 
erklären, anderseits seinen Rückhalt darin besitzt, dass in der unmittelbaren 
Nachbarschaft von Tassullo, im unteren Nonsberg, auch sekundäres ty aus kl 
zu ts wird {vefso, vütso, mastso, tsolt, tsäma, zlära), das mithin durchaus nicht 
auf oberital. ts zurückgehen muss. 

13. nucarja. 3) jünger nodjära. 4) dj und j wechselnd. 



350 



Karl von Ettmayer 





II. ferr-arju,l2. salic-arju 


13. pont-arja 14. glarja 15. semit-aeru 


Nonsberg 


[Fai 


ferar 


') saldzar 


nqdzara ^) 


dzara 


s enter 




/Andolo 


/) 


33 


nudzara 


dzara 


11 




JMezzüLomb 


35 


salgjar 


nogjara 


zlara *) 


Sinter 


Reudena 


Pinzolo 


fre.i 


salge.i 


jxunle.ia 


dze.ia 


sinteu 




(Strembo 
/Spiazza 


r 


33 


n 


;7 


11 




fre.i 


salge.1 


punteua 


dze.ia 


11 




JPelugo 
'viUa 


V 


33 


punte.ta 


dzeua 


sinteu 




frex 


salge.i 


pgnfeua 


y: 


11 


Vord. Jiul. 


/Ragoli 


T) 


33 


ponteua 


dzeua 


senteu 




ptenico 


» 


37 


pontera 


dzera 


11 




"^Banale 


frei- 


salgei' 


11 


dzera 


senter 




(Molveuo 


J7 


33 


pontara"^ 


) . 


11 


V. Boua 


/Tione 


ffe.i 


salge.JL 


putexa 


dzeua 


senteu 




IRoncone 


fre.i 


salge.i 


pöteua 


dzeua 


senteu 




iLardaro 
fPraso 


V 


33 


11 


?3 


11 




35 


33 


pHteucc 


7.' 


11 




jCimego 


fi-e.i 


mlge.i 


piVe.ie 


d:^eue 


senteu 




(Condiiio 


33 


11 


33 


11 


senteu 




(Storo 


fre.c 


salge.i 


p/lteda 


d^e.ia 


santeu 




(Darzo 


33 


11 


33 


ze.ia 


11 




Bagoliiio 


freu 


salgeu 


jj/lteue 


^eue 


sinteu 


V. d. Ledro (Tianio 


33 


salge.i 


pnteua 


dzeua 


seteu 




\Pieve 


33 


11 


ptqnteMi 


dze.ia 


seteu 




(Pre 


33 


11 


puntedä 


dseuä 


sfnteu 


V. d. Sarca 


(Camp. Magg. frer 


.salger 


pontera 


dzeua 


senfeP 




/Bleggio 


33 


33 


11 


}} 


11 




jVigo (Lom. 


) 3, 


33 


ptontef-a 


1} 


1) 




/Vezzano 


ferar 


') .^algar 


pontara 


dzara 


sentei' 




\Lasino 


33 


salger 


}7 


dzera 


.senter 




SCavedine 


ßHr 


salgei- 


puntera 


V 


sentei- 




(Drö 


ß'ö- 


salger 


puntera 


dzera 


.sentef- 




jPranzo 


33 


1) 


„ 


11 


11 




/Carnpi 


33 


V 


}} 


7? 


11 




JNago 


33 


}> 


7} 


V 


11 



11. ferrarju, .5) u. 6) ferer Ftv (Aibeiterjargon), 7) In Vezzano durch- 
wegs -ar, in Lasino -ar und -er. Pietra murata im Sarcathale soll auch -er haben. 
13.b. uucarj a. 5) nozära'? IB. a.pontarja. 2) JP/r. (auch sonst in Südtirol ?^ 
14. glarja. 4) Daneben ihara (.auch Trient. dzara, zara). 



Lonibardisch-Ladinisches aus Südtiiol 



35i 



II. ferr-arju f2.saiic-arju 13. pont-arja 14. glarja I5.semit-aeru 

■ienter 



L. di Garda (Torbole 


ß-rr 


salgei' 


puntpya 


dzera 


(Malcesioe 


frej.. 


mlgejj 


— 


clzera 


jLimone 


/>>•' 


saXge.i 


— 


dze^a 


(Gargnano 


n 


1) 


— 


55 


(Salö 


fHA 


saXgeu 


— 


dzeuu 


Prov. Brescia Anfo 

Ivilla Nova 


ffej, 


saXgej 


— 


dze.icc 


fn^ 


satgej, 


— 


>) 


i Brescia 
♦MonteChiaro 


ffe.i 


saXge.1 


— 


dze.ia 


ß-ef 


saXger 


— 


dzei'ä 


^Lumezzane 


fre 


hatgs 


— 


dze.ie 


(GardoneV.Tr 


■ rn 


haige 


— 


dzeua 


^Breno 


1") 


haXge 


— 


dzcMi 


JCapo di Ponte fre.i 


^aXge.i 


— 


55 


jYezza 
\Ponte diLegiK 


fHr 


salge'r 


— 


dzera 


> » 


saXgei- 


- 


55 



Sulzberg 



Rumo 



a vor nachtonigem i und j 

16. prati 17. ambitati IS.adsatis I9.da-illi 20. aliu. 



'Fiieine 


prqde 


m^de ^) 


ase 


dqe 


qe 


|Vermiglio 


prffdi') 


nqdl 


,5'^) 


dcd 


fli 


iCog-olo 


55 


55 


asq 


55 


}) 


Pejo 


.') 


55 


55 


5» 


55 


Mezzana 


pra 


nqdi 


55 


dqi 


qi 


Dimaro 


55 


75 


55 


— 


55 


Rabbi 


pradi 


nadi 


am 


— 


ai 


Male 


pr(^di 


nqdi 


asq 


dqi 


qi 


Bozzana 


>5 


>5 


55 


— 


)} 


Livo 


pni 


nadi'') 


asa 


— 


ai 


Bresimo 


pra 


>} 


asq 2) 


— 


,/) 



pradi 



asa — 



2'! 

J7 J 



16. prati. 1) u. 2) -e und -j wechseln; manchmal 2ira vgl. gat Parad. 8not.5. 

17. ambitati, 1) nn, rua etc. Fl.? 2) und -i vgl. Parad. 16 not. 1. 

18. ad-satis. 1) u. 2) Die e Formen dem Bresc. entlehnt, n in asa fast 
durchwegs hell, (im Nousberg normal-«). 

20. aliu. 1) u. 2) Daneben vielfach ae. 



352 



Karl von Ettmayer 







16. prati. 


17. ambitati 


18. adsatis 


I9.da-illi 


20. aliu 


Nonsberg 


Revo 


prqdi^) 


nrjdi 


asa 


dai 


ai 




Cloz 


pradi 


nadi 


77 


— 


ai 




Gast Fondo 


.V 


?> 


1} 


— 


55 




Tret 


V 


j; 


?> 


dai 


55 


' 


Cavareno 


!} 


M 


77 


— 


ai 




Corredo 


liradi 


nadi 


asa 


dai 


5» 




Tres 


;; 


51 


77 


j; 


;> 




Cag-nö 


pradi 


nadi 


asa 


7> 


„') 




Cles 


}> 


V 


„') 


>5 


55 




Tassullo 


V 


V 


» 


— 


55 




Nano 


}> 


V 


» 


— 


55 




S. ZCDO 


}} 


V 


7> 


— 


55 




Tajo 


}y 


}} 


55 


— 


55 




Vigo 


imaV 


nadi 


f/sr/ 


dm 


n 




FlavÖD 


7} 


17 


>7 


— 


55 




Denno 


V 


}} 


7) 


dai 


77 




Fai 


pradi 


nadi 


asa 


— 


ai. 




Andolo 


,/) 


15 


>5 


— 


55 




Mezzo Lomb 


pradi 


nadi 


7f 


dai 


ai 


Rendena 


Pinzolo 


pi'e 


ne 


am 


dei 


55 




iStrembo 


)) 


V 


7f 


»> 


55 




/Spiazza 


pre 


ne 


7> 


V 


55 




iPelugo 


» 


}) 


77') 


7? 


55 




Willa 


pre 


ne 


71 


— 


55 


Vorder Jud. 


rRagoli 


pre 


V 


5? 


dei 


55 




jStenico 


pradi 


nadi 3) 


77 


?) 


55 


< 


iBanale 


pra 


na 


?J 


— 


»5 




Molveno 


„') 


>> 


„=) 


— 


75 



16. prati. 3) Ob a oder a das Normale ist, bin ich mir nicht klar. 
Meist aber scheint zwischen dem a des Singulars nnd Plurals im Nonsberg kein 
Unterschied zu bestehen. 4) Wie not. 1. pra selten. 5) pradi. 

17. ambitati. 3) Ragoli und Stenico häufiger nr/, na. Ein we in Banale, 
von dem man mir in Molveno erzählte, wurde mir dort nicht bestätigt. 

18. ad-satis. 3) Wie not. 1 11. 2. 4) asne {lg). 5) ase Fl. 

19. da- i IIa. (Leider fehlen hier an vielen Orten die Belege). 

20. iiliu. 3) Wie not. 1 n. 2). 



Lorabardisch-Ladinisches aus Südtirol 



353 



16. prati 17. ambitati 18. adsatis 19. da-illi 20. aiiu 



I 



V. Bona /Tione 

*RoDcone 


pre 
p're 


ne 
ne 


asa 
ase 


dei 
dei 


ai 

•,i 


iLardaro 
(Praso 




7lf 


7J 

ase 


dei 


11 
1? 


jCimego 
(Condiuo 
(Storo 


pfe 

pre 


ne 

ne.i 

ne 


ctse 

>! 

ase 


dei 


11 
11 


(Darzo 
Bagolino 


pre^) 


ne 


ase 


>5 

dei 


11 
i)i 


V. d. Ledro jTiarno 


prei 


nei 


asei 


dqi 


ui 


/Pieve 


pre 


ne 


ase 


>; 


,, 


|Pre 


pre 


ne 


asei 


dai 


11 


V. d. Sarca /Campo M. 
iBleggio 
(Vigo (Lom.) 




nadl 
na 


(jsa 


11 

51 


1' 
11 


/Vezzano 
\Lasino 


pradi 


nadi^) 


asa 


5? 


11 
11 


^Ca7edine 
(Dr6 


prad i 


na 


}7 


)) 


11 


prai 


nai 


„ 


11 


11 


/Pranzo 


i> 


M 


n 


11 


11 


/Campi 

(Nago 


präi 
p'ral ^"^ 


näi 
) nai 


;) 




11 
11 


L. d. GardaiTorbole 


» 


)) 


asa 


V 


11 


(Malcesine 


pri 


nai 


asa 


— 


ai 


jLimone 


pfe'') 


ne 


ase 


— 


1 


/Gargnano 
(Salö 


pmts 


naU ') 





— 


. 1 


Prov.Brescia |Aufo 


pH 


ne 


ase 


— 


1 


|villa Nova 
iBrescia 


prr/ts 


[madtsatsj „ 
nr/ts ase 


— 


> 
1 


(Montechiaro 


2)rats ") nrjts 


— 


— 


g 



16. prati. 6) Nach Art der Städter (Brescianer) auch 2))nts, prvts. 
7) bis 9) Im Plural hörte ich deutlich ein helleres a als im Singular. 
10) pradi. 11) wie not. 10. 12) prnt. 

17. ambitati. 4) u. 5) und uaäi 0) Echte Foruiv 7) Im beuaclibarten 
Gardone am Gardasee noch ne. 

Romanische Forschungen XIII. 2. 03 



354 



Karl von Ettmayer 



16. prati 17. ambitati 18. adsatis 19. da-illi 20. aliu 



Piov, Brescia 


jLumezzane 


proth 


ne 


ahe 


— 


ni 


^GardoiieVTr. 


phtts 


nck/ts 


ahe 


— 


ai 


/Breuo 


V 


)> 


V 


— 


ff 


jCapo di Ponte 


„'') 


nats ^) 


asei 


— 


11 


jVezza 


2))rj 


ndq 


ase 


— 


Q^ 


(PontediLegno 


1^ 


nq^) 


•)i 


— 


71 




a vor 


r, alacer g ravis. 




21. 


ambitare 


22. carne 


23. largu 


24. alegru 


25. grev( 


Sulzberg /Fncine 


nrp'^) 


krtren 


Iqrk 


alegru 


grej 


jVeimiglio 


f> 


1} 


)) 


)} 


ff 


iCogolo 
(Pejo 


» 


V 


)f 


)> 


>i 


1} 


kqrcin 


» 


alidgru 


grijf 


Mezzaiia 


51 


kqren 


ff 


alegru 


(jrej 


iDimaro 


.') 


V 


„') 


ff 


V 


/Rabbi 
iMale 
ßozzaua 


nar 


txqrn 


k'>'x 


aledjer 


!f 


V 


kjqrn 


iv'h 


aleejjer 


;> 


?) 


txarn 


larX 


aledjer 


» 


(Livo 


5i 


>• 


lartx 


f> 


9>'fo 


^ßresimo 


)) 


kjarn 


}) 


alegjer 


gref 




Rumo 


»; 


txorn 


!) 


aledjer 


greu 


Nousberg 


Revö 


>J 


tsarn 


larx^) 


cdiedjer 


grieu 




Cloz 


V 


txarn'') 


lartx 


aliedjer 


grien 




Gast. Foudo 


„') 


•1 


>> 


alifdjer 


grim 




Tret 


}) 


V 


7J 


aliedjer 


grien 




Cavareuo 


V 


)t 


)f 


ff 


11 




Corredo 


Wir 


Uqrn 


larx 


nliedjer 


grieo 




Tres 


nar 


>} 


;> 


aliedjer 


grieu 


.Caguö 


V 


isarn 


?5 


aledjer 


greu 




Cles 


,/) 


txarn 


„') 


aledjer 


greo 




Tassullo 


nar 


tOxarn^) 


lartx 


alcddjer 


1» 




Nano 


V 


tsarn 


larts 


aledzer 


)> 




S. Zeuo 


nar 


txarn 


larx 


aledjer 


greu 


^Tajo 


nnr 


tsurn'^) 


hrx 


aledzer 


greu 



16. prati. 13) 2n-(ftx, vgl. Parad. 8 not. 18. 

17. ambitati. 8) endräx Parad. 16 not. 18. 9) 7idn. 

21. ambitare. 1) u. 2) ri schien mir im Sulzberg vor r vorzuwiegen; 
lomb. j, ind, doch nicht selten. 3) u. 4) Daneben nadjar, najar als Infinitiv- 
forra (Kontaminazion mit vagare). 

22. carne. 1) yarn und Tcjnren. 2) Aber t/arostia (im ganzen Nousberg). 
3) td/^ar Nominativf. 



I 



Lombardiscli-Ladmisches ans Südtirol 



355 



21. ambitare 22. carne 23. iargu 24. alegru 25. greve 



Nonsberg 


Vigo 


nur 


tse/rn 


lorx 


eiledzer 


9>V.! 




Flavön 


jj 


txarn 


n 


aleeljer 


11 




Denno 


;> 


Y) 


M 


eilegav 


11 




Fai 


nar 


tsarn 


leerte 


aleßzer 


.J 




Andolo 


n') 


n 


-V 


11 


'1 




MezzoLomb. 


?> 


kjeirn 


leirkx 


alejer 


11 


Rendena 


Pinzolo 


neu 


keun 


lul-k 


alegru 


9''^(f 




Strembo 


?? 


;; 


V 


alege.1 


11 




Spiazza 


,/) 


keeini^) 


n 


edeg'ru 


r 




Peliigo 


neu 


keun 


•5 


>f 


V 




Villa 


V 


11 


n 


eilege.i 


» 


Vord. Jiid. 


Ragoli 


na.i 


hjrn 


11 


11 


fM 




Istenico 


'.') 


n 


51 


alege.i 


11 




iBanale 


netr 


j» 


leirk 


alegei' 


gi-ecp 




Molveno 


V 


M 


}i 


j} 


ghf 


V. Bona 


[Tione 


nax 


ka.tn 


Ja'rk 


edege.i 


gi-eT 




(Roncone 


neu 


}} 


len-k 


eileg.i 


1) 




jLardaro 


i) 


>> 


11 


11 


>i 




[Praso 


>> 


keuen^] 


11 


alege.i 


)> 




jCimego 
<Condino 


V 


keLine 


7J 


V 


V 




}7 


keuen 


,/) 


V 


Ji 




(Storo 


nei 


kejuccn 


5) 


ttlega.i 


11 




^Darzo 


;> 


}) 


„') 


)} 


;> 




Bagoliuo 


nt)^) 


kn.ien 


Ivjk 


elegex 


gi'euq 


V. d. Ledro 


jTiarno 


na.i 


hu-) 


Inrk 


alege.i 


9>vf 




Tieve 


}) 


)) 


leirk 


edege.i 


gi-ef 




IPre 


« 


,/) 


11 


}} 


<jref 


V. d. Sarca 


(Campo M. 


nur 


keii-n 


» 


alegei' 


11 




Bleggio 


» 


•)■> 


V 


}} 


}) 




[Vigo (Lora.) 


7> 


u 


}) 


V 


11 



21. ambitare. 5) Deutliches när (S). 6) lg das .i (bisweilen als y) 
deutlich hörbar, im S. meist verstummt, 7) nqre (Schuleiufluss; K.) 8) nn.i (lg). 

22. carne. 5) Heimisch scheint kaj, zu sein. 6) Tcarerj. 7) wie not. 3. 
8) hqay {lg). 

23. Iargu. 4) u. 5) Imk {ind.) 1) larJc/_ Fl. 2) ki.ts. 3) Fem. larja u. 
lardja. 

2a* 



356 



Karl vou Ettraayei 



21. ambitare 22. carne 23. largu 24. aiegru 25. greve 



V. d. Sarca /Vezzauo 


nar 


larn 


lark 


alegro 


greve 


ILasino 


>> 


11 


V 


•<•) 


greo 


ICavedine 
(diö 


na'r 


kahl 


lai'k^) 


aleger 


grecf 


„ 


kahle 


71 


aleger 


ji 


[PraDzo 


>> 


karn 


jj 


11 


9»-tf 


/Campi 


n 


j,' 


ii 


n 


» 


JNago 


.') 


r 


V 


» 


)> 


L. d. Garda (Torbole 
hlalcesiue 


V 


kahle 


11 


» 


11 


nn.i 


kahl 


lark 


aleger 


» 


/Limone 


n(u 


ka.ni 


lark 


alegau 


}} 


/Gargnaiio 


)> 


75 


}) 


11 


i> 


(Salö 


7ia 


kauen 


V 


v 


1} 


iAnfo 
Prov.ßrepcia 'Villa Nova 


?i 


ij 


Xauk 


aXegau 


}) 


'? 


kau^) 


lark 


,, 


}i 


1 Brescia 


nda.i'') 


kauen 


5' 


alegeu 


V 


'Moutechiaro 


» 


kauen^") 


lark 


alegeu 


>1 


iLumezzane 
^Gardone VTr. 


nn 


kouen 


Xmk 


aXegu 


gre(f 


iidff 


kauan 


lai-k 


aXegeu 


ji 


/Broiio 


„ 


„ 


57 


aXegar 


gr^-f 



iCapod.Poute ndau 
iVezza ndar 

IPontediLcgDO „ 
a vor 



kq'ren Xa'rk 



Velarlautcn. 



aXege'r 



Sulzbcrg 



Fucine 

Vermiglio 

iCogolo 



26. claudu 27. pausare 28. pavor 29. capu 30. fagu 
t^q polsar [[taiira ko fq 



Pejo 



pqusgr^) paüra 
„ paüra 



kaf 



21. ambitare. 9) r und .< oder schwach gerolltes r. 10) Häufig auch nv.t. 

22. carne. 9) Wie not. 3. 10) Icnren. 

23. largu. 6) Ein palataleres n vor r konnte ich nicht entdecken, ich 
hörte vielmehr normales a, q im ganzen Sarcathale, trotz des Flussnamens serka 
(vgl.pag.391,12.b.) 

24. alacer u. 25. gravis, vgl. wegen der e-Nuancen Parad. 15. 

27. pa usere. 1) Leider konnte ich die betonte Form pausa ins Parad. nicht 
aufnehmen, da diese nur im Nonsberg ; pousa pouza, Rendena: p?//.w pofsa und 
Bagolino {polse) sich erhalten hat. Wo der Diphthong resp. das o in pausa, 
pausat von jenem in pausare wegen der Vortoviigkeit des letzteren difl'ericrt, 
assoniert er mit jenem in Parad. 35. 

29. capn. 1) lco\ im Hulzberg lomb. Import. 



t 



Lombardisch-Ladinische.s aus SücUirol 



357 



Siilzber'^ 



Nonsbcri 



Me/zana 



Jiniaro 



26. clauflu 27. pausare 28. pavor 29. capu 30. fagu 

tsodo poUqr pailro^ kaf fq 



ILibbi 

Male 

Bozzana 

Livo 

^Bresimo 
(Rnmo 

Kevö 

Cloz 

Gast. Fonclo 

Tret 

Gavareno 

Corredo 

Tres 

Cagnö 

Gl es 

Tassullo 

Nano 

S. Zeno 

Tajo 

Vigo 

Flavön 

Dciino 

Fai 

Andolo 



klont ^) 
tsqdo 

n 

kläti 2) 
klqü'^) 
klont 
klout 



pou^ar 
pqusar 
[lolsar 

ppiisar 
pqusar'^) 
pöiisar^) 
pqusar 



klayt^) pausar 
5^ 



pousar 



klont 



kl mit 

') 
klont 
klaut 

klqi(t^) 

fsqlt 

klout 



paüro 
paüra 

paüra 

paüro 
pama 
paiirj 

panra 



pqusar „ 
2)oiimr ., 
pousar „ 

polsar*) paüra 
pousar ., 



kjaf 

txuQ 

txau 
tsau 
tjau 



tsaq 
tsau 



pqusar 

polsar 

pösor^) 

polsar 

pousar 

polsar 



tsaq'') 

t^Xaq 

tsaq 

txau 

„ tsau 

paüra* tsaq 

pjüra txaq 



?7 ) 

paura 



Mezzo Lonib. tsolt 



piaura 



paurc 



tsaq 
t&aq 
kjaq ^) 



fo 



p)0 



toq 



fo') 



26. claudu. 1) ant. heute meist tso. 2) klou. 3) Das unbetoDto u zu 
velarem ü (Asc. schreibt clocüd) vgl. IV. Th. 1. b. 4) u. 5) Der Diphthong qu 
geht im oberen Teile des Nonsberger Beckens teils in au teils in qii (bosonders 
bei älteren Leuten) über. Letzteres (s. Rumo) ist durch ein sehr offenes, doch 
stark velares ö, das dem 8, näher steht als dem ö oder o charakterisiert. 
Es dürfte eine Etappe auf dem Wege ^u-*eu (s, das' Westladinische, Gärtner 
R. R. Gr. § 200) darstellen. 6) ant. heute meist tsodo. 

27. pausare. 2) s. Parad. 26 not. 3. Z) pousar. ^) pousar ant. b)poiiar. 

28. pavor. 1) vgl. Parad. 10 not. 1. 2) Das vortonige a in 2J«Mra manch- 
mal zu päura pqura. 3) paüra. 

29. capu. 2)? steht eigentlich der Mundart von Tassullo nahe; wird wohl 
ind. sein. 3) = Fadenende, Stück Faden. In der Bedeutung Kopf wird hier, 

Etsch- und Sarcathale ausschliesslich testa gebraucht. 



J58 



Karl von Ettniayer 





26 


. claudu 27. pausare 


28. pavor 29 


capu 30. fagu 


Kendena 


Piiizolo 


tsq') 


p\i(psrni 


pqja 


kq 


f9 




Strembo 


}y 


V 


V 


}) 


}) 




Spiazza 


» 


pO(psq.i 


') „ 


11 


fo 




Pelugo 


11 


jm<f>sau 


>} 


V 


n 




Villa 


)} 


pocfisa.i 


>; 


V 


?) 


Vord. Jud. 


Kagoli 


}■) 


pplsgj, 


pqua 


kaf 


f9. 




Stenico 


}> 


}■) 


[paura] 


„') 


V 


i 


Banale 


V 


po(f>sar 


') i^om 


kaxp 


focp-") 




Molveno 


tsqdo 


polsar 


[paura 


kaf 


fof 


V. Bona / 


Tione 


tsq 


polsau 


pqua 


kq 


h 




Roncone 


j' 


polsru 


pqjtt 


j, 


}) 


( 


Lardaro 


n^) 


}i 


)} 


.") 


}) 


Praso 


n 


7> 


)7 


}} 


» 




Cimego 


tso 


polsoj 


2)que*) 


kg 


fo 




Condino 


tso 9 j 


}) 


.') 


V 


V 




Storo 


J7 


imlsq 


pq.la 


)) 


h 


Darzo 


» 


» 


V 


}■> 


fo 




Bagolino 


tsof 


puist) 


poue 


1> 


foise^ 


V. d. Ledio 


Tiarno 


tsqin 


polSd.l 


pq.ia ^) 


kgu 


fo^) 


' 


Pieve 


tsöo 


"„■«) 


pq.iff 


kgu 


>■> 


1 


Pre 


tsq 


j? 


pq.ia 


}} 


» 


V. d. Sarca 


Campo M. 


tsqdo 


polsar 


pq'ra 


kaf 


fo 


< 


Bleggio 


tsq 


}} 


V 


„') 


fo 


1 


Vigo (Lom) 


V 


)) 


}) 


7f 


fo 


( 


Vezzano 


tsqdo 


polsar 


jpaüra 


kao ') 


f2 




Lasino 


tsqldo 


;> 


nO 


kaf') 


» 


i 


Cavedine 


tsoU 


polsar 


paura *) 


katp 


j) 


Drö 


tsodo 


V 


paura 


}) 


>) 



26. claudu. 7) Dies soll eine jüngere Form sein; die ältere, welche von 
alten Leuten noch gebraucht werde, konnte ich niclit erfahren, sie dürfte etwa 
*kluqt, *tsuq4 gelautet haben. 8) Oft tso. 0) t/^o (S). 10) tso häufig aber importiert. 

27. pausare. 6) ptihsd, ind. 7) ant. 8) poly_ä.i (G.) s zu x vgl. Parad. 8. 
note 8. 

28. pavor. 4) u. 5) o in poAc lang, i]) puqua {lg). "7) paura. ^) paira K. 

29. capu. 4) Tcavo (halb schriftsprachlich). 5) ho vgl. Parad. 2(5 not. 8. 
6) Icacp. 7) Wie not. 3. 8) haf = testa, kao wie not. 3. 

30. fagu. 1) Auch foo im pl. /o/wie ao pl. af, kjüo, pl. kjaf. 2) Daneben 
fo vordringend. 3) Einem toskan. *faggia entsprechend, daneben fai, vgl. 
pag. 399 n. 1. 



Lombardisch-Ladinisches aus Siidtirol 



359 



26 


. claudu 


27. pausare 28, pavor 


29. capu 


30. fagu 


V. (1. Sarca jPranzü 


tsgäo 


polsai- 


paüra 


kaß) 


/■^ 


<Campi 


fso'') 


75 


)> 


ji 


}) 


(Nago 


tspdo 


>} 


paüra 


)t 


V 


L. d. Garda jTorbole 
'Malcesine 


tsodo 


'pplsar 


jmüra^) 


>7 


)) 


f^of 


-') 


paüra] 


kp 


-*) 


(Limone 


tsp 


— 


ppria 


•)•> 


— 


(Garg-nano 


„ 


— 


>} 


)) 


— 


(Salü 


7? 


— 


;i 


>■) 


— 


Prov. BresciaiAnfo 

( Villa Nova 


}7 


— 


,. 


V 


— 


-n 


— 


po.tan 


)i 


— 


jBrescia 


tsp 


— 


2)p.ia 


}> 


— 


^Montechiaro 


tsp 


— 


pprä 


91 


— 


i Lumezzane 
♦GardoneVTr. 


_n) 


— 


ppAe 


kou 


, — 


— 


— 


pp.ia 


kp 


— 


^BrcDO 


tspt 


— 


-") 


}) 


— 


jCapodiPonte 


V 


— 


— 


n 


— 


jVezza 

(Ponte diLcgnc 


tsöt 


— 


— 


n 


/^ 


tso 


— 


— 


_i") 


V 






al kons. 








Jl. aitu 


32. altru 33. cal(i)du 34. faice 35. tliscalti 


Sulzberg jFucinc 

'Vermiglio 


(dt 


aXtru 


kalt') 


faofs 


deshiXs 


.,^) 


aotru 


kaot 


}} 


desk'jX. 



26. claudu. 11) txQ, txo (G). 12) Fehlt die Beobachtung. 

27. pausare. 9) fehlt die Beobachtung. 

28. pavor. 9) imura (Fl. Rovereto). 10) o, o und o je einmal in meinen 
Notizen. 11) Fehlt die Beobachtung. 

29. capu. 9) Wie not. 3. Doch auch ant. = Kopf. 10) /c/v/^^a üblicher. 

30. fagu. 4) Fehlt die Beobachtung. 

31. altu. 1) u. 2). Bei der unendlichen Variabilitcät der Z-Laute ist es 
sehr schwer, den Unterschied des bresc. (ostlombardischen) und des südtiroler 
(venezianischen) l zu beschreiben. Wcährend letzteres ziemlich genau unserem 
süddeutsch -schriftsprachlichen, meist am Gaumen gebildete Z entspricht, ist 
ersteres bedeutend heller, und die Zungenspitze bei starker Wölbung an die 
oberen Alveolen oder die Rückenwand der Oberzähue gelegt, so dass auch der 
vorderste, schmälste Teil des Zungenrückeus an der Verschlussbildung teil 
nimmt. Dieses alveolare l, das ich als A transkribiere, hat in der Regel keinen 
Velaren Klang, nur nach o, u und bisweilen nach a wird bei der Z-Artikulatiou 
auch die mittlere Partie der Zunge gehoben, wodurch velares, alveolares i 
entsteht, eventuell dem i ein Gleitclaut u vorhergeht. 

33. cal(i)du. 1) kaot ant. 



360 



Karl von Ettmayer 



Sulzberg 



Nonsberg 





31. aitu 


32. altru 33. cal(i)du 34. faice 35. discaltiu 


iCogolo 
U^ejo 


ait 


(juter^) 


hjit 


fquts 


d'eskqis 


miit 3) 


qutar 


hjuW^) 


,/) 


cUskqud- 


Mezzana 


<jot 


(joter 


kqot 


f'JOtS 


deskqod- 


Dimaro 


(int 


(Hiter 2) 


hmt 


fants 


deskqia 


Rabbi 


« 


j> 


tyifiut 


'.') 


deskös 


Male 


,/) 


5' 


hjntit 


j) 


deskqid 


ßozzaiia 


.') 


(luter 


tyjiut 


}i 


deskol» 


Livo 


)) 


unter 


)> 


}} 


dmaii& 


Bresimo 


(lOt 


qoter 


kjqot 


ffjots 


deskqüs') 


Rumo 


iJVt 


qnter'^) 


H'JVi 


fqnts 


deskÖHs 


Revö 


M 


>5 


tS'/Ut 


' \h 


deskous 


Cloz 


mit') 


äuter*') 


txcmt^) 


fäuts') 


deskiud- 


Gast. FoDdo 


,.'') 


r') 


;> 


M 


}t 


Tret 


out 


(juf'er 


tx'jnf 


fquts 


;> 


Cavareno! 


.j 


j) 


}} 


fqilS 


deskquiy 


Corrodo 


),• 


(tut er 


tsfjut 


fqUS 


>> 


Tres 


v') 


V 


.'? 


fqud- 


'> 


Cagno 


nnt 


(nit'er 


tsqnt 


fqntS 


jj 


Cles 


not^) 


nofer 


txqut^) 


fqOts 


deskqui^ 


Tassullo 


)} 


V 


tOx'iot^ 


) ßjod- 


deskoud- 



31. nltu. 3) ant. heute a/.t. 4) u. b) aot. 6) xi.l) äut und nut v,echse\n. 
8) out {ind.?) 9) aot deutlich von qut am anderen Noccufer geschieden. 

32. altru. 1) autni, a/.tru, 2) aoter (S.). 3) bis 5) rrwi klingt hier wesentlich 
anders als klöut, vergleiche hingegen Cloz, Gast. Fondo und Vigo und Parad. 
31 not. 6. Parad. 26 not. 4 und 5. 

33. cal(i)du. 2) kaU. 3) Vgl. Parad. 32 not. 3— G. 4) Herr Vialli, der 
trotz der Last seiner Jahre in der liebenswürdigsten Weise mich im 
Clesianer Dialekt unterrichtete, sprach bald t/äot bald t^ütit, versicherte mich 
aber, in älterer Zeit hätte man nur txout gesagt, während tzaut erst aus der 
Nachbarschaft nach Cles gebracht worden wäre. 5) Auch hier glaube ich das 
q in tiJxnot dumpfer gehört zu haben als in aot fqo{> etc. 

34. falce. \) fauty (G). 2) fquty, (G.) ähnlich Castello. .3) u. i) fants. 
In der A^ertretung von ts, ts, s, dz, dz, z, hat das Venezianische resp. Trien- 
tinische das ts, dz, s, z, bevorzugt, und dadurch im Nonsberg, wo von Hause 
aus ein ts- und ein ts- {tö-) Gebiet sich berühren, starke Verwirrung an- 
gerichtet. Hier ist ts, s, t{>, & u. s. w. (vgl. Parad. 35 not 2) nanientlicli 
im unteren Nonsberg autochthon (vgl. Parad. 12 not. .ö) und reicht am linken 
Noceufer bis Cavareno, am rechten nur bis zur Teresenga-Schlucht. Unter dem 
Deckmantel des ceto civile dringt es aber auch nach Cles, Kcvo, Fondo, Ma!6 
vor, während umgekehrt der (westlouib.) Arbeiterjargon und neuerdings die 
Volksschule das ts im ts Gebiete verbreiten. 

35. discaltiu. 1) Vgl. Parad. 26 not. 3. 



I 



Lombardisch-Ladinisches aus Siidtirol 



361 







31. aitu 


32. altru 33 


cal(i)du 


34. faice 


35. discaltiu 


Nonsberg 


jNano 


oot'') 


(toter 


tsuot 


f'/otP) 


desküud- 


( 


S. Zeno 


(jiit 


miter 


tj^(IHt 


f(/uts 


deskäu9 ') 




Tajo 


V 


V 


ts(iut 


f'Uld- 


j» 




Vigo 


mit 


unter ^) 


tmut^) 


fäll» 


desköd 




Flavon 


mit 


(juter 


txout 


ßmd- 


des kons 




Denno 


(JOt 


it 


txaot 


/(JOS 


deskös 




Fai 


nut 


» 


ts(mt 


/(jtits 


fi 




Andolo 


V 


„ 


V 


/(JUS 


v') 




Mezzo Lonib 


. aW) 


alfer 


kjalt 


/alts 


[blgtj 


Rendena 


Pinzolo 


(ifft 


(j(ftrii 


k(jfpt') 


/(J(f)tS 


diskii(p&*) 




Strembo 


jj 


>i 


V 


>) 


diskprpd- 




Spiazza 


1) 


5) 


}i 


?> 


'-') 




Pelugo 


-V 


r') 


ji 


,/) 


— 




Villa 


i1 


(j(fteu 


V 


>' 


deskgld- 


Vord. Jud. 


^Ragoli 


alt "-) 


alte.i 


kalt 


/alts 


i> 




|Stenico 


>> 


alte.i 


„') 


)) 


deshds 




Bauale 
Molveno 


a(ft 


(ilter^) 


ka(ft 


/a.(f>ts 


deskgld- 




alt'') 


ij 


hat 


/(J(ftS 


deskgld 



31. altu. 10) Zweimal au statt ao. 11) In Mezzo Tedesco auch aut. Da 
dieses erst im 19. Jahrhundert, vom Nonsberg her, italienisiert wurde, könnte 
es sich hier um einen Import aus dem Nonsberg handeln. 12) a'/t unbekannt. 
13) ant. atpt 

32. altru. 6) Wie not. 3 bis .5. 7) acp kons und al kons wechseln allent- 
halben, die autochthone Form ist besonders in Spiazza und Pinzolo ziemlich 
stark in Schwinden begriffen. 8) ant. ar/tej. 

33. cal(i)du. 6) Vgl. Parad. 32 not. 3— G. 7) siehe Parad. 32 not. 7. 
8) Im Stenico vermochte ich von aq^ + kons -Formen keine Spur mehr zu 
entdecken. 

34. faIce. 5) faod. 6) fa(ptx (G). ähnlich nach Gärtner in Pinzolo. 

35. discaltiu. 2) deskouO : d, s und s wechseln im ganzen Nonsberg, 
(nnd nicht blos hier, sondern fast in meinem ganzen Forschungsgebiete) und 
zwar so, dass in dem Masse, als die Ursprünglichkeit der dialektischen Formen 
den ausgleichenden Kultureinflüssen unterliegt, auch d- in s verwandelt wird, 
s aber gewissermassen eine Übergangsstufe darstellt. Die ältere Generazion, 
und wieder kleinere Kinder bevorzugen durchwegs 0. Im jüngeren Geschlechte 
gelangt s und reines s zur Herrschaft. t&, db hörte ich in Rumo und im unteren 
Nonsberg, vgl. nun Parad. 12 not. 5) 3) Sogar deskoO. 4) Nach Gärtner. 5) In 
der Rendena V. Bona und im brcsc-ostlombardischeu tritt dafür penüt, empenüt 
= pede nudo oder besser '^nildito (vgl. nudUs: * nüditius, das in Südtirol das 
Simplex völlig verdrängt hat) ein; in Mezzo Lomb. blot. 



362 



Karl von Ettinayer 







31. aitu 32. altru 33 


cal(i)du 


34. faice 


35. discaltiu 


V. 


Bona /Tione 


alt 


alte.i 


kalt 


[segü.i] 


deskoU^) 




JRoncone 


s> 


altd 


57 


— 


deskold- 




jLardaro 


alt 


älU^) 


kalt 


VH^] 


77 




(Praso 


V 


(iltej, 


75 




[peniH]-^) 




|Cimego 


75 


)) 


75 


— 


disköls 




^Condino 


Ji 


7> 


J5 


[ranze] 


deskbls 




jStoro 
IDai'zo 


.") 


cdta.i 


75 


— 


deskqls 




n 


V 


?) 


[randa] 


77 




Bagolino 


auW') 


äte.i'') 


kauft 


[hlam] 


[jjeniH] 


V. 


d. Ledro JTiaiiio 


((W) 


älte.i ") 


kalt 


frdtP) 


deskoU^) 




{Pieve 


>' 


älte.i 


75 


77 


7) 




(Pre 


V 


i; 


75 


7» 


7) 


V. 


d. öarca |Campo M. 


alt 


alter 


kalt 


fals 


deskbls 




/Bleggio 


}} 


jy 


fj 


falls 


deskols 




|Vigo (Lom 


•) . 


?? 


>7 


fals 


deskgls 




^Vezzano 


}> 


altro 


» 


falts 


75 




JLasino 


alt") 


rdtro '') 


kalt 


fälts 


17 




jCavedine 


V 


(dter 


V 


77 


deskols 




(Orö 


alt 


alter 


kalt 


falls 


deskold- 




fPranzo 


>} 


n 


>■) 


75 


deskbls 




/Caiiipi 


V 


» 


77 


V 


deskols- 




(Nago 


1) 


,.n 


77 


77«) 


deskols 


L. 


d. Garda iTorbolc 
'Malcesine 


V 


}i 


57 


falts 


deskbl»^) 




(dt 


aXte.i 


kalt 


[mesoraj 


deskaX» 



31. altu. 14) Allmähliger, individueller Übergang des l in /. und i. 
15) Dr. Zanetti sprach ait bis a/.t, 2 Fr. aber atiH bis fast ant. 16) oält If). 
17) Die Läugung nicht so stark wie im Ledrothale. 

32, altru. 9) Daneben für no« aZ^n: Lardaro: 7?o<rc, Con d i n o: nj-itre, 
Storo: nodtre, Bagolino: nuätcj, Tiarno: nnäntri, Sarcathal: noültn, 
noälter, nualtri. 10) (?-ie.<, wie mir schien mit gelispeltem l. 11) äUcr. 12) Und 
alter. 13) qltro. 

34. falcc. 7) fq/.ts; hier und in Vezzano fand ich iiid. das Bresciaii. ?.. 

8) falx. 

35. discaltiu. 6) In Zuclo bei Tione deskolt, wie diiJcer, duka, Duklo 
selbst, manda, (vgl. randa in der V. Bona); der bekannte Wandel des S in d, 
der sich von den venezianischen Alpendialekten, das Gebirge entlang, bis ins 
Brescianische (ich konstatierte ihn noch am Idrosee) und weiterhin ins 
Bergamaskische erstreckt. 7) dcskoU soll ortsfremd sein. 8) Und dcskaU Fl? 

9) deskah, deskols. 



I 



Lombardisch-Ladinisclies aus Südtirol 



363 



L. d. Gardll jLimoue 


alt 


ötccd 


halt 


^Gargnano 


ait 


V 


hiU 


(Salö 


V 


aita.i 


11 


Pr.d.Bresciaj^"^^ 

)Villa Nova 


11 


btaJ, 


)} 


18) 


V 


V 


(Brescia 


aU 


öted 


kalt 


(Montechiaro 


J7 


qXte.i 


j: 


iLumezzane 
'GardoneVTr. 


öH 


ÖU 


köit 


ii 


öte.i 


1! 


/Breno 


oft 


öta.i 


köU 


ICapodiPonte 


ntn 


i) 


km 


iVezza 


(dt 


(dtro 


kalt 


vPontediLegno 




oter 


!• 



31. aitu 32. altru 33. cal(i)du 34. faice 35. discaltiu 

— deskrrU 



— 2)enüt 
ranza — 



randa 



Sulzberg 



a vor m und n 
36. clama(t) 37. ramu 38. castanja 39. aranja 40. calcanju 



Fucine 


t^rnnn^) 


rqm 


kasf^ua 


rr/n 


kalkqn 


Vermiglio 


'; 


)■) 


1} 


57 


V 


Cogolo 


)} 


>} 


kastana^) 


>5 


V 


Pejo 


,.') 


)i 


75 


77 


75 


Mezzana 


tsamo 


ram 


kastmo 


rqni 


kalkqjfj 


Dimaro 


V 


1? 


kasteno 


nuv 


) 77 


Rabbi 


klamo ^) 


>; 


txastdilo 


75 


txaltxairi^) 


Male 


tkima 


V 


? 


77 


kJalkjaJT] 


Bozzana 


7J 


]) 


[txcisfenedl 


^)77 


txaltx'ijn 



31. altu. 18) In der oberen Val Sabbia o\t. 19) a\t und o\t wechselnd. 
36. clama(t). 1) Im ganzen a Gebiete vor m auch a bis q. 2) klama 
{(xnt^ 3) Oft tsama, tsaniQ. 

38. castanja. 1) a Formen sind natürlich Fl., besonders hier, wo gar 
keine Kastanien mehr wachsen. Im Sarcathale vgl. zu den a Formen not. 9. 
2) Ebenso onedi, Bresimo. vgl. pag. 400 n. 2. 

39. aranja. 1) Das im Auslaute schwer zu artikulierende n wird vielfach 
individuell in -ajt], ait] aufgelöst. Es wird daher einer genaueren Nachprüfung 
bedürfen, um die Richtigkeit der Verteilung der drei Lautungen, die ich nach 
meinem hierin lückenhaften Material feststellte, eventuell zu korrigieren. 

40. calcanju. 1) txitxah] (Fr.) 



364 



Karl von Ettniayer 



Sulzberj 



Nonsberg 



Keiulcn; 



36 


clania(t) 37 


. ramu 


38. castanja 39. aranja 


40. calcanju 


(Livo 


Mama 


ram 


txastena ^) 


rair} 


txaltxair, 


(Bresirao 


Idanio *) 


}) 


kjastena 


fj 


kjalkjait] 


(Rumo 


M 


V 


txasteno 


}> 


txaltxaii] 


Kevö 


klama 


>J 


ts'isteüa 


ran ^j 


tsaltsaiV) 


Cloz 


v') 


„') 


txasteria 


1) 


txautxan 


Gast. Fondo 


Jd'jm'j 


ram 


V 


;} 


txaltxan 


Tret 


M 


55 


V 


M 


V 


Cavarcuo 


l'lumu 


}} 


txastena 


}1 


>} 


Corredo 


») 


>} 


ts'jstena^) 


raJTj 


ts'/ltsajrj 


Tres 


j) 


M 


V 


55 


f) 


Cagno 


klama 


ram 


)} 


ran 


tsuutsan 


Clcs 


)> 


*? 


txastana 


rajrj 


^;^«M//f/yj^ 


TassuUo 


klama 


r/m 


t!>xastena 


„ tOxa^itf^xaJn 


Na 110 


n 


55 


tsastena 


55 


tsaltsaJT] 


S. Zeiu) 


>? 


'5 


txaHena 


55 


txaitr'jn 


Tajo 


7.' 


}} 


tsastena 


J1 


tsaltsajti 


Vigo 


kloma 


rom'^ 


) tsastena 


>J 


tsaiitsajri 


Flavon 


kloma 


ram 


txastana 


5) 


txanlixajri 


Deiiiio 


tsama 


.'5 


txastena 


,j 


>•) 


Fai 


tsoma 


ram 


tsastena 


V 


tsaltsajti 


Aiidolo 


ts(jma •') 


>} 


,, 


}t 


., 


'SU'7//A)]A)U\h 


tsama 


ram 


kjastana 


ran 


kalk Jan 


IMiizolo 


Uama ') 


ram 


— 


raiiH 


kalkari 


8trombo 


„ 


ij 


— 




» 


Spiazza 


,.,«) 


„') 


— 


55 


5» 


Pehigo 


}> 


V 


kaslenu^) 


„M 


V 


Villa 


)i 


» 


kasteno 


rann 


51 



36. claina(t). 4) In Brcsiino wird auslautciulcs a nur in flcr 3 P. Sing, 
zu n, in Substantiven u. s. \v. iiingegcn stota -«. :')) Icläniä Jdäma. Ci) klama 
ant. 7) tyama (Gärtner). 8) txamc (ind). 

37. ramu. 1) räm vgl. Parad. 36 not. ö. 2) Daneben auchra»», wie tsajtj, 
-ajij (Gärtner t^o^t, i;. IJ. Gr. § 200 canis, note). 3) Uisweilcn in der Rendena 
und Val Bona auch anlautend ungerolltes .(, ind?). 

38. castanja. 3) Die p-Varianten wieder für den III. Teil vorbehalten. 
4) tyastena. 5) kastcüu und koiteüa, letzteres lombardischcs Fw? 

30. aranja. 2) Jv und n. 3) ranls (Fl?). 

40. manu. 2) tsautian; Formen mit erhaltenem vortonigen al-kons sind 
in den älteren Nonesaden seltener als heute. Handelt es sich um Kückl)ildung, 
oder fremde Einflüsse? 



Lombaidisch-Ladinisches aus Südtirol 



565 



36. clama(t) 37. ramu 38. castanja 39. aranja 40. calcanju 



Vf 


rd 


Jiid. 


/Ragoli 


tsama 


ram 


kasteno ^) 


rants 


kalkari 








jstenico 


V 


j; 


kastejif) 


7> 


kalkc/jrj ^) 








jBanale 


.') 


7? 


V 


77 


77 








V Mol veno 


,r) 


>? 


kastani 


rayin *) 


kaikann 


V. 


B( 


311 a 


/Tione 
moncone 


tsania 


ram 


kastena 


rajn') 


kalkajt} 








tsama 


}} 


kastena 


rchlol 


ii 








iLardaro 
(Praso 


ij 


,, 


"7 


77 


71 








75 


77 


77 


ranul 


77 








jCimego 
'Condino 


käme 


ram 


kastsyue 


)7 


kalkoyrj 








•ti 


I'äm 


':,') 


rano 


kalkayt]*) 








jStoro 


tsäma^^) 


M 


kastena 


raji] 


kalkajri 








1 Dar ZG 


)7 


7? 


77 


V 


n 








Bagolino 


Icnme '*) 


rvm 


kasteiie 


rojY) 


kalkvj)] 


V. 


d. 


Ledro 


jTiavno 

/Pieve 

jPre 


krmä") 


hnn 


kastena 


gmnol 


kalkajri 








hjma'') 


7» 


kastena 


granöl 


77 








kömb") 


rorn^) 


kasteiia 


ränol 


7» 


V. 


d. 


Sarca 


(Campo M. 
1 Bleggio 
(Vigo (Lom 


tsama 


ram 

77 


kastajr, 

77 
75 


rajn 

77 
77 


kalkajri 

77 
77 








/Vezzano 


}} 


71 


kastan 


ran 


kalkail 








jLasino 


tsama 


ram 


-•) 


77 


77 








iCavediue 
(Drö 


}} 


V 


— 


rajn 


kalkajri 








V 


77 


- 


raiij 


kalkair} 








[Pranzo 


tsäma 


räm 


kastana 


n 


V 








/Campi 


tsama 


77 


77 


77 


77 








(Nago 


" 


77 


kastena 


77 


77 






36. clama(t). 9) Jcama oitsheimisch? 10) kjaum Fl. 11) txama {G). 
12) allgemein. 13) ant. 14) tsama wiegt vor, Jcama oft als Imperativ. 
15) tsümä häufiger. 

37. ramu. 4) rmn regelmässig, nie ram, ausser Fl. 

38. castanja. 6) u. 7) Formen mit und ohne Auslautsvokal wechseln. 
^) Und kasteüe vgl. not. ö. 9) Dafür marmn. 

39. aranja. 4) Statt zu erwartendem rani wie hani, tcastatii. 5) ratits. 
G) rvi)]. 

40. calcanju. 3) Und l-alkan, sugar kaikam (Übereutäusserung uacli 
Gärtner?) 4) kalkaj?/ Fl. 



366 



Karl von Ettmayer 



36. c 


lama(t). 37. 


ramu 


38. castanja 39 


1. aranja 


40. calcanju 


L. d. Garda iTorbole 
'Malcesiue 


tsama 


räm 


[kastaup}'] 


rairj 


kalkairj 


tsmna 


rfim 


hastcpia 


i'Q'V 


kalkairj 


|Limone 


tsfma 


vfim 


kastena 


rm 


kaXkajY) 


/Gargnano 


?j 


51 


)} 


V 


jy 


(Salü 


j? 


M 


}) 


H 


)f 


Prov.Brescia(Anfo 


r 


iJ 


kasidiia 


1-ajri 


» 


) Villa Nova 


?7 


J1 


kastena 


f> 


V 


jßrescia 


tscma 


}} 


kastena 


rgn 


kaXkan 


jMontechiaro 


tkpna^^) 


renn 


kastfua 


75 


}} 


/Lumezzane 


thmne 


Tum 


kahtsiie 


)--mV) 


katküH 


(GardoneYTr 


tsama 


fam 


kahtena 


rr/H 


kaXkQu 


/Breno 


Ufimä 


ty 


ktthtena 


V 


V 


jCapodi Ponte 


ij 


ti 


kastena 


rm 


kaXkajij 


Wezza 


tsama 


iam 


kad-tdua 


fqjri 


kaUqjfi 


(Poutedi Legi] 


10 „ 


}> 


kastpua 


V 


j} 



Sulzberg 



a vor freiem n 
41. manu 42. mani 43. plani 44. pane 45. cani 



'Fucine 


man ■) 


man 


jiirpi \) 


imn 


kqtl*) 


(V'ermiglio 


n 


;? 


V 


V 


57 


jCogolo 


n 


)} 


77 


77 


>7 


[Pejo 


n 


)j 


pIqnP) 


71 


77 


Älezzana 


'» 


)) 


piqni 


57 


hfv 


|Dimaro 


V 


V 


plqni 


5' 


77 


'Rabbi 

1 


man 


man 


plani 


2)an 


fxm 


(Male 


V 


„') 


V 


77 


kjajri 


Bozzana 


y 


7) 


77 


75 


hajn 



36. clama'(t). 16) tyamh. 

39. aranj a. 7) rm»;. 

40. calcanj u. 5) Vortonig wiegt in der Gruppe al-kons im Breac. /. vor, 
a\ hörte ich seltener, o^-kons dürfte, wo es vorkommt, analogisch nach betontem 
0+ kons gebildet worden sein. 

41. manu. 1) a hat vor n (wie vor m und l kons) oft einen velareren 
Klang, so dass im a Gebiete vielfach a, in der a-Zone auch q, sogar h zu hören ist, 

42. man i. 1) mani (S). 

43. plani. 1) i-lose Plurale im mittleren Sulzberg selten. 2) gilt als ant. 
45. cani. 1) Plur. und Sing, gleichl.iutend, ausser in Lardaro, Praso und 

Bagolino (Sing, kä, kä, kv). 



Louibardisch-Ladinisches ans Südtirol 



367 







41. manu 


42. mani 


43. plani 


44. pane 


45. cani 


Siilzberg JLivo 


man 


man 


plan 


pan 


txairi 


(Bresinio 


15 


V 


plani 


77 


kjait] 


(Rumo 


71 


77 


plan 


7? 


f/aii} 


Noiisberg- 


Revö 


It 


rnrni 2) 


plani 


57 


tsan 




Cloz 


man 


man 


l>Uni 


pqn 


txaü 




Gast. Füiido „ 


77 


77 


77 


75 




Tret 


V 


,, 


plan 


77 


17 




Cavareno 


man 


man 


plani 


pan 


'1 




Corredo 


man 


man 


plani 


pqn 


tsqjri 




Tres 
Cagnö 


79 


57 


77 


7? 


17 




man 


man 


2)1 an i 


pan 


tmn 




Cles 


>7 


75 


77 


55 


txajri 




Tassiillo 


T) 


77 


77^) 


77 


tdxm 




Nano 


man 


man 


plan 


pqn 


tsajri 




S. Zeno 


man 


man 


ylani 


pan 


hm 




Tajo 


man 


man 


plani 


pqn 


tsajT] 




Vigo 


mon^) 


mon 


plqni 


pon 


„') 




Flavön 


man 


man 


plani 


pan 


Hm 




Denno 


man 


man 


plani 


pan 


77 




Fai 


man 


man 


plqni 


pqn 


Üqjri 




Andolo 


)j 


77 


77 


77 


7 


Rendena 


MezzoLomb 


man ^) 


man 


piani 


p>an 


hjan 




Finzolo 


mari 


mati 


pk'n 


P<P1 


hjri 




Stiembo 


./) 


77 


1» 


yt 


77 




Spiazza 


7> 


57 


piqri 


77 


)i 




Felugo 


;? 


75 


}• 


77 


77 




Villa 


77 


77 


77 


11 


55 


Vord. Jud. /Ragoli 


mar} 


mal] 


pidri 


Pdl] 


käij 


jStenico 


77 


„') 


7? 


55 


n 


jBanale 


77 


77 


17 


77 


55 


(Molveno 


mann 


mann 


piani ^) 


77 


Ä:««« 3) 



41. manu. 2) Das o verteilt sich im unteren Nonsberg auf Vigo, Deuno, 
Spor {ä bis o) scheint in Cunevo zu fehlen. 3) mam. (Fl.) 4) Vereinzelt auch 
in der unteren Rendena mä, pä etc. 

42. man i. 2) Manchmal auch anderwärts man, vgl. aber Parad. 16 not. 3. 
3) ma7n, 2)am Fl. 

43. plani. 2)) plani. (S.) 4) und j)mnn. 

45. cani. 2) Nach Gärtner t/oTh 3) Und Jcani (Sing, und Plur.) 



368 






Karl von Ettmayei 












4 


. manu 


42. mani 43 


. plani 44. 


pane 45. cani 


V. Bona 


/Tione 




mct 


mä 


jjiä 


pä 


kä 




moncone 




inä 


mä 


piä 


pä 


ka 




jLardaro 




.') 


">< 


» 


n 


ke*) 




(Praso 




mä ®) 


mä 


piä^) 


pd 


.') 




Cimego 
Coudino 




mo"^) 


mo" 


vH') 


Pf 


koji] 






mq 


mq 5) 


piq 


n 


kqyn') 




iStoro 
(Darzo 




it 


V 


}f 


f> 


« 






n 


M 


f} 


V 


V 




Bagolino 




mn ^) 


me 


jyle 


pv 


ke 


V. d. LedroJTiai-QO 




mä^) 


mä 


plä 


pä 


kä 




(Pieve 




51 


7> 


piä 


>y 


5? 




(Pre 




mo~ 


mo" 


pl(f 


Pf 


ko- 


V. d. Sarca 


(Campo M. 




man 


mqn^) 


inqn 


pqn 


kajfi 




/ßleggio 




}■> 


man 


T) 


n 


)• 




(Vigo (Lom.) 


mä 


mä 


piä 


pa 


') 



^Vezzano 
|Lasiiio 
\Cavedine 
[Dro 

iPranzo 
Canipi 
Nago 

L. d. Garda (Toibole 
'Malcesine 

iLimone 
Gargnano 
Salo 



man mmv) 
man man 

mäm mäm 



ma nui 

mäm mäm 



mq ") 
ma 



mq 
ma 



piam 
plan 



piam 

piä ') 
piäm 

piä 

piq 
p>i(f 



pan 
pqn 

päm 

pä 
päm 



p>a 

pq 
PQ 



kau 

ff 

kajtj 
kait] 



käi^) 
kairj 



kä 

kq 
kfi 



41. manu, b) Auch noch mä. 6) Ein Greis (Parad. 9 not. 7) sprach 
regelmässig wa»/, pa»/, Icai]. 7) moytj ant. 8) nie nasaliert. 9) stets ö, nie ä 
oder ä. 10) Selten nas. n. Von hier ab hörte ich keinen Nasalvokal mehr. 

42. mani. 5) wy^»; bis wm^r?/ im Sinne: die beiden Hände. G) Vgl. not. 2. 
7) Oestlich von Vezzano, gegen Trient, teils wan pan etc., teils mam, pam. 

43. plani. 5) Siehe Parad. 41 not. 6. 6) ployf^ ant. 7) piäi. 

45. cani. 4) kt. .5) keii vgl. Parad. 41 not. G. G) und äy(. 7) Sing, kairi. 



Lonibardisch-Ladinisches aua Südtirol 



369 



41. manu 


42. mani 


43. plani 


44. pane 


45. cani 


.Brescia^Aufo mri 
IVilla Nova 


ma 


pk! 


PQ 


ki 


}> 


1) 


}) 


,, 


(ßrescia „ 


jy 


}) 


)> 


7? 


(Montechiaro „ 


ty 


V 


,, 


„ 


(Lumezzane mu 


lim 


plü 


pD 


kü 


^ Gardon eVTr. mri 


mri 


pkf 


PQ 


In 


■ /Breno „ 


V 


V 


n 


n 


jCapodiPonte „ 


)■) 


}7 


V 


V 


iVezza „ 


}} 


» 


5' 


V 


(PontediLegno „ 


J? 


f> 


V 


!) 



a vor na und gedecktem Nasal. 
46. lana 47. blancu 48. plangere 49. tantu 50. campu 



^ulzberg / 


Fuciue 


1(1 na 


biarjJi 


piandser 


tqnt^) 


kqnip ') 


jVermiglio 


V 


blirjk') 


plf/ndzer 


77 


77 


jCogolo 


V 


biarik 


7> 


77 


'J 


(Pejo 


}J 


bldtik 


plandzar 


77 


77 




Mezzana 


lg HO 


>> 


plqndzer 


77 


,7^) 




Diraaro 


}t 


>; 


J7 


77 


„ 




Rabbi 


Irnio 


blanx 


plandzer 


tant 


t/amp 




Male 


lana 


blantx 


77 


77 


kjamp 




Bozzana 


V 


17 


.') 


77 


t'/amp 


/Livo 


77 


7> 


„ 


77 


V 


/Bresirao 


„ 


blatjkx 


)» 


)7 


kjamp 


(Rumo 


lano 


blanx 


77 


77 


t/amp 


Nonsberg 


Revo 


lana 


blantx 


plandzer"^ 


) 77 


tsamp 




Cloz 


l<ni<i ^ 


) blantx 


plandzer 


tqnt 


t/amp 




Gast. Fondo 


>} 


)i 


plqndzer 


77 


)7 




Tret 


77 


?7 


plqndzer 


77 


V 




Cavareno 


lana 


blantx 


planzer 


tant 


t/amp 




Corredo 


lana 


blantx 


plqndzer 


tqnt 


tstjmp 




Tres 


}■) 


blants 


plqnder 


77 


77 



46. 1 a n a. 1) Das dumpfere a macht sich in Paroxytonen nicht so be- 
merkbar als jeues im Oxytonon oder vor n-kons. 

47. blancu. 1) Der Plural in Fucine und Verraiglio gleichlautend. 

48. plangere. 1) jpZa«i«(Lombardism ?) 2) i^Za/i^e;- vgl. Parad. 34 not. 3 u.4. 

49. tantu. 1) tant (Fl.) Plurar im Nonsb. Sulzb. nur tanti, nie tant. 

50. campu. 1) Plur. Tcamp und kampi. 2) Von hier ab stets kampi. 

Romanische Forschuugeu XIII. 2. 24 



370 



Karl von Ettmayer 







46. lana 


47. blancu 48. plangere 


49. tantu 


50. campu 


NoDsberg 


Cagno 


lana 


blanx 


plandzer 


tant 


tatnp 




Cles 


}f 


)f 


plandser 


'j 


txamp 




Tassullo 


}} 


blayitx'') 


>i 


t^xamp 




Nano 


lana 


blants 


plandzer 


tant 


tsamp 




S. Zeuo 


lana 


hlanx 


plandzer 


tant 


txamp 




Tajo 


lana 


blanx 


planz'er 


tant 


tsamp 




Vigo 


läna 2) 


blqnt 


plqnder 


tont 


tsqmp 




Flavon 


lana 


blantx 


planz'er 


tant 


t/amp 




Denno 


lana 


blqntx 


plonzer 


tont 


txqmp 




Fai 


lana 


blant 


plandzer 


tant 


tsamp 




Andolo 


>■> 


n 


plandzer 


)i 


,'j 




MezzoLomb 


. lana 


biarikx 


planzer 


15 


hjamp 


Rendena 


Pinzolo 


lana 


blafjk ' 


plandjau 3 


frlnt^) 


kamp^) 




Strembo 


j) 


.') 


planfs 


n 


kamp 




Spiazza 


11 


biafjk 


pläts 


>i 


1) 




Peliigo 


» 


» 


■n 


v') 


71 




Villa 


}} 


'? 


plänts^) 


11 


» 


Vord. Jiul. 


'Ragoli 


lana 


>7 


piandze.1 


tant 


11 




|Stenico 


V 


„*) 


piandzej 


}) 


11 




|Banale 


}> 


}) 


piants 


}) 


1) 




Molveno 


}> 


n 


piandzef- 


,/) 


11 


Val Bona 


jTione 


lana 


.') 


piandze.i 


„V 


kamp 




|Roncone 


lana 


11 


pläts 


tat 


kgp 


< 


Lardaro 
Praso 


}> 


11 


« 


yy 


)i 




» 


n*) 


1} 


}i 


yi 



40. lana. 2) lana bis lh.nq, nur einmal lona. 

47. blancu. 2) auch Zy/a«<i'> tnrf. 3) Plur feZa/yi und &M/* iu Spiazza tm»/^-. 
4) Flur. biant/J. 5) Von hier ab der Plural dein Singular gleichlautend, im 
Brescianischen auch hiäU. G) hläk ant. 

48. plangere. 3) Nach Gärtner. 4) piants. 

49. tantu. 2) Die Länguug im Kendenathale scheint nicht ganz regel- 
mässig zu sein; man sprach auch tant. 3) Plur. tänts täts. 4) In Vorder Judic. 
Plural: tant, in Stenico auch tanti, in Molveno hörte ich tännt. h) Plurale: 
tänts (Tione), tCäs (Lardaro bis Coudino), taints {Vx&^o ant.\ dann Storo, Darzo) 
tvts (Bagolino), täts (Ledro und am Gardasee), täts (Malces), täits (Linione), 
tant und täts (Montechiaro) letzteres in Brescia, Val Sabbia (und taint.f), \n der 
V. Camonica: täts taints. tqintx, tqinkj; quanti assoniert mit tanti, aber nicht 
in Storo: kuäts, Limone: kuats. 

f)0. campi. 3) In der Kendeua, Val Bona, Bagolino und Ledro (und im 
Brescianischen) Plural kamj), im Sarcathale kampi. 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol 



371 



V. 


Bona jCiniego 
'Condino 


46. lana 47. blancu 48. plangere 

lau e biqrik pla ' nts ^) 
„ biarik plants 


49. tantu 

tat 

1? 


50. campu 

H'L' 

V 




iStoro 
'Darzo 
Bagoliüo 


lana 
Ivne 3) 


biarjk 
blvic"') 


jnrtnts 
plend:^i^) 


tnt 


77 

kvp 


V. 


d. Ledro (Tiarno 
/Pieve 
(Pre 


Ifjna 
lana 
Iqnä 


blak») 
bia-k 
bloTjk 


plandzeA, 
plqndze.i 


trit 

'5 


kap 

V 


V. 


d. Sarea jCampo M 
/Bleggio 
|vigo(Lom.) 


lana 

7f 


biatjk 

>5 


piandzer 


tant 

n 


kamp 

11 




/Vezzano 
*Lasino 
iCavedine 
(Drö 


In na 
lana 




piandzer 
piandzer 
piandzer 
pianö'e 


ri 
tant 

V 

tant 


krimp 

77 

kamp 




iPranzo 
■:Campi 
fNago 


lana 
lana 


ii 


pirmd'e 
pianzer 


tant 
tant 


kamp 

71 


L. 


d. Garda (Torbole 
^Malcesine 


lana 


bicjrik 


pian:^er 
piqn:^ej 


ta" nt 


n 
kamp 




jLimone 

/Gargnano 

(Salü 


Irma 

1) 


„ pzQnd^au 
bia'nk') „ 
bjdk „ 


tat 


krip 

» 


Prov.Brescia <Anfo 

iVilla Nova 


Xana 
Irina 


bjrf rik 


planzis '') 
jrians 


}> 


?7 
75 




iBrescia 
'Montechiaro 


Irina 
Irma 


birn^k 


pirins 


tant^) 


kamp*) 



46. lana. 3) In Bagolino wird nicht velares l von einem grossen Teile 
der Bevölkerung, — soviel ich hörte, — alveolar gesprochen. 

47. blancu. 7) Vor Konsonanten und im Satzauslaut oft hlv. 8) ant. 
9) Hier und weiterhin (nicht mehr in der oberen Camonica) wechselt arik, arik,äk. 

48. plangere. 5) pjant^. &) plan^i. 7) = sich beklagen, für „weinen" 

49. tantu. 6) Seltener tat (brese. ceto civ.) 

50. campu. 4) Nie käp. 

24* 



372 K^i"^ von Ettmayer 

46. lana 47. blancu 48. plangere 49. tantu 50. campu 



10 V. Brescia jLumezzane 

(GardoneVTr. 


Xa7ie 


blüh 


phmh *) 


tvt 


kvp 


Xfina 


biatjk 


pianh 


tfd 


kap^) 


/Breno 


Xfinä 


bia' t^k 


J) 


Ji 


11 


iCapod.Ponte 


?7 


bidk 


pians 


11 


V 


\Vezza 


Xqna 


bi(jr\k 


piqndef- 


it 


11 


(Ponte d.Legno 


11 


11 


pigndzer 


1} 


krimp 



3. Spontaner Lautwandel des a. Von spontanen Wand- 
lungen des a ist jener zu r> der einzige in meinem Untersuchungs- 
gebiete. Er erstreckt sich, wie schon bemerkt auf Bagolino (mit Ricco- 
massimo und Caffaro), sowie auf die Lumezzane. 

b. Weitere Beispiele:, .sto (masc. und fem.) die Adverbien t^ü ju, 
lo (im Affekt p (via) Id) ve, vet^ n {vado etc.) t'rocp und tro^iff bi-ocp 
und bft)U(p, mditinüde^ konep, pantegmie, nvts (inantea) i^nts (j^tufti 
santi'-^) nf'bo.i, ndvjen, ^knje, plur: gvi^ plmle {*planja kleine Stufe an 
einem Wiesenhang); hingegen in Bagolino: glas, kadenqs, dq^e kqvue 
und kquvre, imrjk^ fläme (und ßume), blam (Sense) '), strqmhe (linker 
Hand), die Konjunktive: qbe (und nbe)^ abiet, abe, naget, nage etc. 
Vor l, taf, eriguai, gai, wie aiiit etc. 

c. In den Lumezzane hörte ich auch vor palataler Posizion: 
d:^Dh (glacies), kadenvh. 

d. Diese scheinbar vereinzelte Erscheinung im Ostlombardischen 
dürfte, wie ich vermute, in den bergamaskisclien Gebirgsdialekten ihre 
Fortsetzung finden, wenn diese so wichtige Sprachprovinz einmal 
besser bekannt sein wird. Bis jetzt müssen wir uns mit der kümmer- 
lichen Andeutung Tiraboschis, im oberen Teile der V. Seriana spreche 
man Pä, Domä, behelfen^). Vereinzeltes w hörte ich in Parre. 



48. plangere. 8) plmiti ant. 9} pians. 

50. campu. 5) In der oberen V. Trompia und Camonica dafür t^oh tsos, 
thph (clausu). 

1) Bergani. hlannl, hramil, das Etyiuou? 2) Wenn Lorck (Altberg. Sprachd. 
pug. 6) altbergam. sem (examen) mit diesem ü der V. Seriana (unter Berufung 
auf die Brianza und Busto d'Arsizio) in Verbindung bringt, so kann ich ihm 
nicht recht geben. Auch Nonsberg hat sem und obeng. sem selbst (das Lorck 
ebenfalls anführt) scheint dort einer lautlichen Begründung zu entbehren. 
Entweder liegt hier ein franz. Lehnwort (wie loza p. 3%) vor, oder man 
muss an eine Einwirkung von *i>emare (Kört. 73ü7) d. i. eine „Teilung", „Ver- 
ringerung" des Bienenvolkes durch das Ausschwärmen, denken. fll* 



Lombardiach-Ladinisches aus Südtirol 373 

a vor Pal atalen. 

4. a. Romanisches ai. a vor i war dem Frühromanischen 
in lateinischen Worten nicht bekannt. Es sei denn, dass die Bejahungs- 
formel ai, wirklich mit aio in Verbindung stehen sollte, deren Er- 
gebnisse in meinem Gebiete ai bis ei siud: Nonsberg und Sulzberg: 
di und at, Rendena: ei, Cavedine: ei, Ledro: ei^ V. Bona und Bago 
lino: ei. 

b. Sekundäres, altes ai liegt vor in magida (*ma(j)ida): Ledro 
mezia, V. Bona: mezcc. Im Nonsberg konnte ich das Wort nicht ent- 
decken '), 

c. Auch für magis ist in den Hxpr. die Form mei belegt, bei 
Azzolini dem^ mit Substituzion von magis für modo (vgl. Buchenst.: 
deme, Colle: dcmai Gärtner Raet. R. Gramm, p. 35). 

5. a. Älteres germ. ai. Sind auch derart die romanischen 
Fälle von a + i in älterer Zeit zu spärlich, als dass man einen sicheren 
Scliluss ziehen könnte, so stehen uns dafür einige germanische Worte 
mit ai aus früherer Zeit zur Verfügung. 

b. braida lebt allerdings in den heutigen Mundarten nicht mehr 
fort, wohl aber langob. gaida: Noceth.: gaidq, gjaida, dsaide; aber 
Pinzolo geda, Tione und V. Bona geda (das Ledrothai kennt das Wort 
nicht) wieder bei Azzolini gaja. Hierher noch die Eigennamen Ghediw\ 
Ghedina. 

c. Azzolini bringt das Wort ghefa = Ziege, und ich fand im 
unteren Sarcathale und in der V. d. Ledro dasselbe geta (Anruf der 
Ziege). Ich glaube es mit Recht mit germ. * gait zusammenzubringen, 
umsomehr als im Comaskischen die ahd. Form (nach der Lautver- 
schiebung) cais bekannt ist. Mit gajo, resp. ^aä? verbinde ich rivanesisch 
zgea aufgeputzt, veraltet auch im Ledrothale, wozu noch bresc. ghee 
„gute Manieren" und das allerdings lautlich schwierige piem. ghedo 
zu stellen ist 2). 

1) Dieses schon von Schneller (Rom. Volksm. p. 156) aufgestellte Etymon, 
nicht mensa, (Gärtner Raet. K. Gramm pag. 61), ist vorauszusetzen, da es von 
tosk. madia nicht getrennt werden kann. Es bedeutete auch gar nicht den 
Tisch, sondern eine Truhe, wie man sie im vorigen Jahrhundert bei Bauern fand 
und hie und da jetzt noch unter altem Gerumpel am Dachboden zu sehen be- 
kommt. Auf dieser lag erst die Tischplatte, Ledro: (hsk (diskus), auf welcher 
gegessen wurde, worauf in der meziq die Brod- und Polentareste für die nächste 
Sahlzeit aufbewahrt wurden. Mit dem Gegenstande hat sich auch das Wort 
fast überall verloren. Im Westlad. hat sich allerdings, nach Gärtners Formen 
zu schliessen mensa eingemengt. 

2) In jüngster Zeit hat sich W^. Brückner in einem allgemein hervorgehobenem 
Artikel über germ ai in Oberitalien (Die Diphthonge germanischer Lehnwörter 



374 Karl von Ettmayer 

Ich komme daher zum Schluss das a + im älterer Zeit im 
Rendenathale zu e, ebenso im Sareathale, im Ledrothale zu e, in der 
Val Bona und Bagolino zu e monophthongiert wurde, während es im 
Nonsberg, wie djdide bezeugt, auf der Stufe ai blieb. 

6. -ai aus -ats. Zu diesem älteren ai rechne ich noch eine Reihe 
von Fällen, in denen heute e statt a erscheint: in adsatis {*assats *assat), 
-arh(s, und den sogenannten inneren Pluralen der Formeln -ati- und 
-anl^). Eine hübsche Illustraziou der Lautentwicklung bietet das 
Rendena- und Sarcathal, wo nicht das zu erwartende ase-ase sondern 
asä auffällt; d. h. *assafs wurde später zu *assai, {* assai vgl. 2L b.), 
als, — wie wir später sehen werden, prati zu *pral. Resp. als der 
intervokale Dental ausfiel und ai zu e wurde, war auslt. -i nicht 
gleichwertig mit auslt. -ts, -s. 

7. a. -arius. Nach der Serie von Monographien über das Suffix 
arius^ unter denen namentlich jene Staqfs klärend wirkte, sowie endlich 
nacli den Ausführungen Meyer-Lübkes imKrit. Jahresbericht Vollmöllers 
(IV. B. p. 102^, dürften auch in dieser schwierigen Frage bis zu einem 
Grade einer einheitlicheren Auffassung der Boden bereitet sein. Ins- 
besondere muss ich von meinen Standpunkte aus Meyer-L. für die 



im Italienischen Z. f. rom. Ph. XXIV. B.) ausgcsprocheu, und gerade an gatda, 
fcm?V7rt Schwierigkeiten gefunden. In dem allgemein aufgestellten (Jesetze: germ. ai 
wird ital. zu a, hat er niimlich meines Erachtens übersehen, dass gerade nördlich 
des Po mehrere Beispiele dafür vorhanden sind, dass ai zu e wird. Abgesehen 
von diesen beiden Worten, die im cremon. crem, viant. herg. bresc. niail. com. 
e führen und luagida als rom. Wort, (venez. lomb.: meza, piac: mesa, com. 
sogar misa (*maidia *meizia dann asc I. T. Nr. 6 ff.) und den unter c. von mir 
gebrachten Formen, ist noch vielleicht got. plaihvan venez. piezo, piezar (ebenso 
Südtirol) trotz Mackel zu erwähnen, obwohl Brückner in seiner vorsichtigen Art 
es beiseite lässt. Von den entgegenstehenden Worten fällt der Import von cais, 
paisa in eine spätere Zeit (nach der Lautverschiebung im ahd.)\ bergam. hlac, 
das Br. pag. 72 anführt geht nicht auf hlaich zurück und ist daher nicht mit 
tosk. biacca zusammenzubringen, sondern ist die ganz lautgesetzliche Form 
von blancu. Sehen wir von vortonigen Formen wie itambecco, guadagn ab, 
da vortonige Diphthonge in Oberitalien vielfach unregelmässige Behandlung 
aufweisen, so bliebe nur das unsichere geili (ei statt ai), an dem gerade in 
Oberitalien festzuhalten, die nordwestlombardisclien Formen des Stammes gal 
gar (vgl. pag. 393 note 1) sehr hinderlich sind. mail. guaa, zum Gelb- nicht zum 
Blaufärben verwendet, gibt (als Ergänzung!) germ. uau nicht tvaid wieder. 
Ich glaube somit, Br. Vorschlag, gheda als emilianisch anzusehen, was bei einem 
long. Worte schon historisch unwahrscheinlich ist, überflüssig zu machen. Die 
Lautungen von braida, gaida decken sich vielmehr mit jenen von rom. ai (vgl. 
Meyev-Lübke Ital. Gr. p. 58 nr. 103). 

1) Über ai aus *Jiabeoego, facis etc., -atis (2 P. Plur) u. s. w. vgl. 10 c. 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol 375 

gründliche Widerlegung der Zimmermann'schen -ari(s Theorie dankbar 
sein, da gerade in meinem I^orschungsgebiete -ar, -ara, die Z. von 
arius trennt, neben -aj\ -aja steht und mir ein umständlicher Beweis, 
dass auch -ar auf -arius zurückgeht, erspart wird. Ehe ich auf diese 
Formen näher eingehe, sei vorausgeschickt, dass ich jene Formen die 
mit senutaeru und dem toskan. -iero^ -ieri in Zusammenhang stehen, 
vorläufig ausscheide. 

b. -arius wurde also, — da ich mich soweit bereits für diese 
Theorie ausgesprochen habe, — zu jenem *-ar'u,, das bereits 
Thomson und Schuchardt in seiner Diskussion mit Foerster, 
(dann auch ßianchi A. G. IX. 381 not. 3), neuerdings wieder Mever-L. 
in seiner oben zitierten Besprechung als Grundlage dient. Phonetisch 
lässt sich eine solche ri- Redukzion zu r' mit dem Wandel von -arhis 
zu *-arJu begründen, der mit jenem von glarea zu * glarja^ caseu zu 
*kasju etc. Hand in Hand ging. Dieses *ar'M konnte nun verschiedene 
Entwicklungen durchmachen, was von der Art der gerollten Zungen 
-r Artikulazion und dem Grade der phonetischen Schwierig- 
keit der Gruppe ar' abhing. Selten ist die Parallele rj zu J wie 
Ij zu /; doch findet sie sich, wie im Süden des Oberitalienischen 
-er Gebietes, hier im Norden interessanter Weise wieder. Dass 
keine, an sich schon unwahrscheinliche, toskanisch - schriftsprach- 
liche Einflussnahme vorliegt, beweisen die alten Urkunden, welche dem 
-aj, -aja für vergangene Zeiten sogar einen etwas grösseren Ver- 
breitungskreis sichern. Im Sulzberg von 1211 bis 1250 Salgajo, 1251 
CUiaj de Pellio, 1209 Imajo (hiemarium heute Dmaro)\ um die- 
selbe Zeit im Nonsb. Lovesfat/o^ Solgajo, 1306 Ai/on dell Stabil und 
heute noch die Berguaraen Beniaja (vernaria) Sesdraja (vielleicht 
*ciceraria)i). Für diese Verdrängungserscheinung einer altheimischen 
Form ist auch der Umstand bezeichnend, dass die jüngere Gene 
razion durchwegs -ar, -ara vorzieht und in einigen Ortschaften 
-aj sich auf ganz bestimmte Worte beschränkt, meist Baumnamen oder 
.Handwerkerbezeichnungen, die sicher von der toskan. Schriftsprache 
nicht übermittelt wurden'^). Die grosse Verwandschaft dieses Laut- 



1) Wenn gleichzeitig in deutschen Urkunden (1350 u. 1360) z. B. Melär 
'bei Fondo zu lesen ist, so darf man darum nicht älteres er ansetzen, da deutsche 
ISchreiber vielfach ä und sogar e zur Bezeichnung des rom. a (im Gegensatz 

zum bajuw. ä) benützten. Noch südlicher ist le publegaie als Flurname in den 
Stat. d. Terlago belegt. 

2) Auch in jenen Ladinischen Idiomen, welche längst im deutschen Sprach- 
gebiete untergegangen sind, dürfte sich dieses -aj fortgesetzt haben ; allerdings 



376 Karl von Ettmayer 

wandeis mit dem Toskanischen zeigt sich auch in der relativen Zeit 
der j Bildung aus ry, Ij. Wie im Florentinischen noch Ij bleibt, ob- 



nicht in lokalem Zusammenhange. Durch das reichliche Material, welches be- 
sonders Schneller aus diesen Gegenden, die in den Orts- und Flurnamen kost- 
bare Reste der alten Ladinität bewahrten, zusammentrug, bin ich in der glück- 
lichen Lage, das so häufige Suffix mit einiger Sicherheit verfolgen zu können. 
Im Vintschgau und Oberinnthal ist seit dem XIV. Jahrh. -air gesichert. Im 
Oberinnthal mit seinen Nebenthälern (bis zum Brenner): 1439. Grafayr, 1500. 
Melaer, aber 1581. A-malair, 1582, Parair, Ärtzlayr, 1582, wieder Grafair, 
heute noch -air, und Gleirsch Airsch (^glarjas * arjas). Im Vintschgau: 1350, 
1360. Malayr, 1394. Mülaira, 1326. Zalgair, um 1396. Tschusinayra, Nogair 
Granayr, Vallasair, Mivaira, 1400. Eudigayr, 1416. Zalgair, Centnair 1454. 
Baschair {* pascuarium s. u.) A-plajaira (plaga, sandige Stelle auf Wiesen- 
oder Waldboden) 1571. Silgair, Farmair, heute noch: Vallassair, Pramassair, 
Schengelair, Vallair etc. Auch bei Bozen noch Gschlair, (neben Gschlier, das 
erste "^ castell-ariu, das zweite mit Ascolis *casteU-aeru gebildet^. Im Etsch- 
thale, von Bozen abwärts, haben wir -ar: Lintidar (1225, * lenticulariu) später 
Intidar (1287), Etiglar (1381), Entider (1411), Entedär {\i62^), heute ein Englar 
und ein Entiklar am Eppaner Plateau, obwohl schon der Name dieses ge- 
segneten Landstriches beweist, dass rom. ai zu e werden konnte : Jat. Appiamwi, 
im XI. und XII. Jahrh. die Comites de Piano ('Hess d'Epiano =: * Aipiamt) 
heute epan. Auch glarca, das sonst im Etschthale sich als glara (s. Schöpf) 
in die Deutschtiroler Mundarten hinilbergerettet hat, heisst am Eppaner Plateau 
glern, ähnlich schon 1362 ein Flurname glern im Sarcathale, — (wie in den 
7 Gemeinden Ider). Es ist daher fraglich, ob in Entider bloss die deutsche 
Schreibung e für a zu erkennen ist, oder ob nicht vielleicht wirklich zum 
Teile -er bestanden hat, das — vor der Gernianisierung — durch ar verdrängt 
wurde, resp. in deutschem Munde wieder zu -ar reduziert wurde. Jenseits dieses 
unsicheren Grenzgebietes beginnt aber a?/: im Eisacktale. Hier belegt Schneller: 
Milay (1291) Pomay (1265) Peray (1289), dasselbe als Prag (1288), im selben 
Jahre Casay, dann wieder Pomay (1397), Pray (1312), Piray, (1314), Cur- 
vay (1312) Glayim (*glarj-one, 1336), Pray (1420), Cerisay (1460), Mollai 
(1400), Curvay, Eontschaglay Gassai {1A60), Graf ay, Gschafray (casa ferrarii 1589), 
heute Malai, Nugai, Gsai, Grafai etc. Nur einmal Glars (1420), als „Plural- 
form" abweichend? Auch das grednerischc -e, -ea, (Gärtner, Gred. Mund, pag. 40) 
wird urkundlich -ay geschrieben: 14U0 Fabay, Zulayö, Faturnay, heute fare, 
Ciuk', valtornca. Wichtig ist besonders der Ilofname Eustlea, deutsch PuscMoi 
(1315, 1343 Busklay, 1460 RinJday). Dieses deutsche oi beweist, dass z. Zeit 
als die Deutscheu mit dem betreffenden Hofe in Berührung kamen, derselbe bei 
den Ladinern rusklei oder ruskleü gelautet haben muss, da hajuiv oi, auf älteres 
eu zurückgeht. Noch deutlicher spricht hier (im Eisackthale) Mutschedai 
Mtctidiedey, (1555), aber schon 1360 und wieder 1589 Mürtsdiedcw, heute 
Mutschedoi. Ähnlich zu den Formen: Pascuaria (1164), Paskuay (1304), Pas- 
kway (1412), Poscay (1302), heute Piscoi (also auch im Vintschg. ohne r, nur 



Lombardisch-Ladinisches aus Südtirol 377 

wohl rj längst zu j geworden ist, so schrieb jener Notar vom Jahre 
1251 zwar Ciliaj aber Pellio (heute Pejo). 

c. Neben diesem -aj steht nun teils -ar, teils -er bis -er. Letzteres 
wurde meist mit *-airu aus '^arju erklärt, und sein Gleichklang mit 
dem e, e, e aus älterem, nachgewiesenem ai, lässt auch hier diese 
Deutung vollständig befriedigend erscheinen. Es handelt sich um die 
vielverwendete Prosthese des i, die in den galloromanischen Mundarten 
dadurch zu Stande kam, dass die Zunge beim Übergang vom tonischen 
Vokal zu einem nachtonigen i (oder w), die betreffende Stellung für 
diesen Vokal schon einnahm, ehe der dazwischen zu artikulierende 
Konsonant noch gebildet worden war. 

d. für -ar, -ara sind lautlich mehrere Lösungen möglich. Entweder 
hat auch *airii bestanden, woselbst das r aus r' restituiert worden 
war (man vgl. m zu irj in den Paradigmen, kailu aus *kalju etc.), 
worauf *air zu (ir monophthongiert wurde. Oder aber hat nur ar'«, 
höchstens ah-'n bestanden, das dann auslaut. r' zu r rückbildete, resp. 
den /-Gleitelaut unterdrückte (vgl. asai l. T. 21 b). 

Und dies scheint mir im Nonsberg wahrscheinlicher zu sein. 
Einmal weil dort älteres und jüngeres ai (mit Ausnahme von * -as, 
-*ats, vgl. L T. 6 u. 10c.) unverändert bleibt, und dann, weil -orius, -oria 
dort ebenfalls -qr, -ora ergibt, und in diesem Suffixe weder der Schwund 
des i gerechtfertigt erscheinen könnte, noch man sich auf Staaf's Gesetz 
berufen könnte, dass nach palatalen Vokalen (und auch a könnte ja 
mundartlich (vgl. Jca zu t/a) zu diesen gehören) «V zu einfachem r 
rückgebildet wird. 

Dieser Deutung widerspricht höchstens aus einem anderen ar-, -ara 
Gebiete, aus dem Ennebergischen die alte Schreibung Sirsaira (1300), 
die aber aucli für Sirsair'a stehen kann. 

e. *aju im Lomb.- Ladini sehen. Bevor ich nun zur zweiten 
Gruppe von -arius Formen schreite, welche dem * -aeruni Ascolis 



1454 BascJiair, s. ob.) ; Rudegay (1369), später Bagay (zu ragar * radicare) Leute 
Eayoi (daneben mit ;•: Eudigayr (1400) und Eaggoin); im XIV. Jh. Eumpaier 
und Eumpener (wohl Eumpeuer zu lesen!) 1420 Eumppoier als Gentiluame zum 
heutigen Eumpoi; endlich Eurs {* arjas, entgegen Schnellers Ansicht), 1283 und 
später A{e)urs. Im Oberinnthale Gluirsch {* glarjas). (Im IV. Th. werden wir 
wieder solche oi (im Oberinnthale ui)- Formen finden, die aus lat. ö entstanden 
sind). Obwohl daher weder die Schreibungen mit „oy" noch mit „ey" (granayr, 
grancyr etc.) uns sagen können, ob air oder eir, ai oder -ei gesprochen wurde, 
80 kann doch festgestellt werden, dass wenigstens in einigen Fällen, wo heute 
deutsches oi, ui das Ergebnis ist, ein ladinisches ?t vorgelegen haben dürfte. 



378 Karl von Ettniayer 

eutsprechen, möchte ich nur kurz hinweisen; dass sich das * aju^ aja 
des Nonsbergs, das ich auch in Greden voraussetzte und im aus- 
gestorbenen Eisackladinischen nachwies, gelegentlich auch im West- 
ladinischen wiederfindet, wo Ascoli im A. G. I, einige hieher gehörige 
Formen anführt: cahei {Tttmliasca pag. 120)^) welches A. mit einem 
sie begleitet, dann vielleicht auch die ob waldischen -es Plurale 
(pag. 243), bei denen die Annahme des sec. r Schwundes vor s von 
diesem Standpunkte aus überflüssig wird, (obwohl ja >■ vor s dort 
schwindet, und es mir ferne liegt, meinem Standpunkte mehr als blosse 
Möglichkeit zuzuschreiben). In derVal Leventina (pag. 261) ergibt 
aritis, -ei, -aria^ *-eira, und obwohl A. das Maskul. ei aus e entstanden 
sein lässt, während das Fem. aus ah-a hervorging, möchte ich doch 
gerade weil *assats sich dort als assei,2)ratia]s 2)rei erhält, glauben, dass 
*arr'u im Maskul zu -aj, -ej vorschritt, während sieh im Feminin vor 
dem auslautenden a das r' halten und zu r rückbilden konnte ^j. Aus 
dem Nordlombardischen bringen Monti und Tirabosciii: olsaja, ajal 
(area) und sogar j>a/, pa(d)rc'^ vgl. Salvioni Kend. d. Ist. Lomb- XXX. 
1502 n). Doch auch im Fleimsthal tritt das -aj des Nonsb. als -ae 
wieder hervor. Endlich sei erwähnt, dass vielleicht bei Bescape der 
Plural arii als aj zu lesen ist. Ari reimt Vers 335 (nach Salvioni 
Z. f. r. Ph XV.) mit ati, Vers 274 auch mit atae, aber mit atus 1956, 
mit are Vers 1290, so dass mir der Vokal a gesichert erscheint, da 
B. sieh ja oft mit der Assonanz begnügt 3). 

/. Sufßx *aeni *aera. Dem leidigen -ieri, -iere, -iero Toskanas 
entspricht in meinem Gebiete ie (u. ie) am linken Noceufer im Nons- 
berg, sonst regelrecht e (daraus e) d. h. es wird wie lat. e behandelt. 
Einige Fälle von derartigen Formen in älteren Dokumenten seien er- 
wähnt: lavorer (1208