(navigation image)
Home American Libraries | Canadian Libraries | Universal Library | Community Texts | Project Gutenberg | Children's Library | Biodiversity Heritage Library | Additional Collections
Search: Advanced Search
Anonymous User (login or join us)
Upload
See other formats

Full text of "Statistische Monatschrift"

Google 



This is a digital copy of a book tliat was preserved for generations on library shelves before it was carefully scanned by Google as pari of a project 
to make the world's books discoverable online. 

It has survived long enough for llie Copyright to expire and the book to enter the public doinain. A public domain book is one thal was never subject 
to Copyright or whose legal Copyright lerm has expired. Whether a book is in the public domain may vaiy country to counti^y. Public domain books 
are our gateways to the past, representing a wealth of history, culture and knowledge that's often difficult to discover. 

Marks, notalions and olher marginalia present in the original volume will appear in this file - a reminder of this book's long journey from the 
publisher to a library and finally to you. 

Usage guidelines 

Google is proud lo partner with libraries to digitize public domain materials and make them widely accessible. Public domain books belong to the 
public and we are merely Iheir cuslodians. Neveitheless. this work is expensive, so in order to keep providing this resource, we have taken steps to 
prevent abuse by commercial pailies, inchiding placing technical restrictions on aulomated quen'ing. 

We also ask that you: 

+ Make non-commercial tise ofihe files We designed Google Book Search for use by individuals, and we request that you use Ihese files for 
personal, non-coininercial purposes. 

+ Refrain from oulomated queiyiiig Do not send automated queries of any sort lo Google's System: If you are conducling research on machine 
translation, optical character recognilion or other areas where accessio a large amount of texl is helpful, please conlacl iis. We encourage the 
use of public domain materials for these purposes and may be able to help. 

+ Maiiitaiii attiibiition The Google "watermark" you see on each file is essential for informing people about this project and helping them find 
additional materials Ihrough Google Book Search. Please do not remove it. 

+ Keep it legal Whatever your use. remember that you are responsible for ensuring that what you are doing is legal. Do not assume thal just 
because we believe a book is in Ihe public domain for users in the United States, that Ihe work is also in the public domain for users in other 
countries. Whether a book is still in Copyright varies from country to country, and we can't offer guidance on whelher any specific use of 
any specific book is allowed. Please do noi assume that a book's appearance in Google Book Search means il can be used in any manner 
anywhere in the world. Copyright infringement liability can be quile severe. 

About Google Book Search 

Google's mission is to organize Ihe world's Information and lo make il universally accessible and useful. Google Book Search helps readers 
discover Ihe world's books while helping authors and publishers reach new audiences. You can search through the füll text of this bookon the web 



al l http : //books .google . com/ 



Google 



über dieses Buch 

Dies ist ein digitales Exemplar eines Buches, das seit Generationen in den Regalen der Bibliotheken aiifTiewahrt wurde, bevor es von Google im 
Rahmen eines Projekts, mit dem die Bücher dieser Welt online verfügbar gemacht werden sollen, sorgfaltig gescannt wurde. 

Das Buch hat das Urheberrecht überdauert und kann nun öffentlich zugänglich gejnacht werden. Ein öffentlich zugangliches Buch ist ein Buch, 
das niemals Urheberrechten unterlag oder bei dem die Schutzfrist des Urheberrechts abgelaufen ist. Ob ein Buch öffentlich zugänglich ist, kann 
von Land zu Land unterschiedlich sein. Offenll ich zugängliche Bücher sind unser Tor zur Vergangenheit und stellen ein geschichtliches, kulturelles 
und wissenschaftliches Vermögen dar, das häufig nur schwierig zu entdecken ist. 

Gebrauchsspuren. Anmerkungen und andere Randbemerkungen, die im Originalband enthalten sind, finden sich auch in dieser Datei — eine Erin- 
nerung an die lange Reise, die das Buch vom Verleger zu einer Bibliothek und weiter zu Ihnen hinter sich gebracht hat. 

Nutzungsrichtlinien 

Google ist stolz, mit Bibliotheken in partnerschaftlicher Zusammenarbeit öffentlich zugängliches Material zu digitalisieren und einer breiten Masse 
zugänglich zu machen. Öffentlich zugängliche Bücher gehören der Öffentlichkeit, und wir sind nur ihre Hüter. Nichtsdestotrolz ist diese 
Arbeit kostspielig. Um diese Ressource weiterhin zur Verfügung steilen zu können, haben wir Schritte unternommen, um den Missbrauch durch 
kommerzielle Parteien zu verhindern. Dazu gehören technische Einschränkungen für automatisierte Abfragen. 

Wir bitten Sie um Einhaltung folgender Richllinien: 

+ Nutzung der Dateien zu nichtkommerziellen Zwecken Wir haben Google Buchsuche für Endanwender konzipiert und möchten, dass Sie diese 
Dateien nur für persönliche, nichtkommerzielle Zwecke verwenden. 

+ Keine aulomalisienen Abflügen Senden Sie keine automatisierten Abfragen irgendwelcher Art an das Google-System. Wenn Sie Recherchen 
über maschinelle Übersetzung, optische Zeichenerkennung oder andere Bereiche durchführen, in denen der Zugang zu Text in großen Mengen 
nützlich ist, wenden Sie sich bitte an uns. Wir fördern die Nutzung des öffentlich zugänglichen Materials für diese Zwecke und können Ihnen 
unter Umständen helfen. 

+ Beibehaltung von Google-Markenelementen Das "Wasserzeichen" von Google, das Sie in jeder Datei finden, ist wichtig zur Information über 
dieses Projekt und hilft den Anwendern weiteres Material über Google Buchsuche zu finden. Bitte entfernen Sie das Wasserzeichen nicht. 

+ Bewegen Sie sich innerhalb der Legalität Unabhängig von Ihrem Verwendungszweck müssen Sie sich Ihrer Verantwortung hewusst sein, 
sicherzustellen, dass Ihre Nutzung legal ist. Gehen Sie nicht davon aus, dass ein Buch, das nach unserem Dafürhalten für Nutzer in den USA 
öffentlich zugänglich ist, auch für Nutzer in anderen Ländern öffentlich zugänglich ist. Ob ein Buch noch dem Urheberrecht unterliegt, ist 
von Land zu Land verschieden. Wir können keine Beratung leisten, ob eine bestimmte Nützungeines bestiinjnten Buches gesetzlich zulässig 
ist. Gehen Sie nicht davon aus. dass das Erscheinen eines Buchs in Google Buchsuche bedeutet, dass es in jeder Form und überall auf der 
Welt verwendet werden kann. Eine UrhebeiTechts Verletzung kann schwerwiegende Folgen haben. 

Über Google Buchsuche 

Das Ziel von Google besteht darin, die weltweiten Informationen zu organisieren und allgemein nutzbar und zugänglich zu machen. Google 
Buchsuche hilft Lesern dabei, die Bücher dieser Welt zu entdecken, und unterstützt Autoren und Verleger dabei, neue Zielgruppen zu erreichen. 



Den gesamten Buchtext können Sie iin Internet unter ht:t:p : //books . google . com durchsuchen. 






^. 






i 



STATISTISCHE 

MONATSCHRIFT, 



HERAUSGEGEBEN 



TON DER 



K. K. Statistischen Central- Commissiün. 



XL JAHRGANG. 




WIEN, 18B5. 

ALFRED HOLDER, 

K. K-Hor- UND ONITBKSITÄTS-BnCHHlMDLKR, 



' . ' < 



^. 



Alle Beohte Torbehtlten. 



Abhandlungen. 



Die EhelösuDgen in Oesterreich 

in den Jahren IB82 und 1883. 

Von Or. Karl Huffelmuin, 

Die Frage der durch einen Kechtsact gesetzten EbeltSsang gehört za den 
venig ODtersnchten Problemen der Bevölkerangs-Statiatik. Es gilt dies fUr jene 
linder, welche die Trennung des Bandes der Ehe als allgemeinea Rechtainstitat 
kennen, nnd mehr noch für jene, welche die l'rennnng des Ebebandee entweder 
gar nicht oder, wie t. B, Oesterreich, nnr fSr die in der HinoritSt befindlichen 
CoDfessionen gestatten. Die Ssterreiohisohe Statistik hat sich daher bis nun daranf 
beschrlnkt, ans den Geecbäftsansweisen der Gerichte die Zahl der „ Ehestreitig- 
keiten* zn erheben, die .Ehetrenntuigen" selbst blieben gleich den „Eheschei- 
dungen" unberücksichtigt. Seit den letzten Jahren hat sich aber die statistische 
Forschung, offenbar beeinflnsst dnrch die auf die Trennbarkeit der Ehe abzielenden 
Bestrebungen der Zeit (Antrag Naqoet in Frankreich), der Frage der Ehe- 
trennnngen und Ehesobeidnngen (dtvorcea nnd s^mrcUhns) eingehender zugewendet 
nnd als eine Fmcbt dieser Tcränderten wissenschaftlichen Forschungstendeoz 
haben wir auch ßlr Oesterreich eine Erweiterung der amtlichen Erhebungen Über 
die Ehestatistik zu Terzeichnen. 

Auf eine Ton der Btatistiaohen Central-Commission gegebene Anregung 
erging der Erlaas dee Jsstizministeriums vom 22. Juli 1881, Z. 10213, an 
sftmmtliche Oberlandeageriohte, welcher die jährliche Znaammenstellnng der Daten 
über Ehescheidungen, Ehetrennangen und Eheungiltigkeits- Erklärungen nach einem 
von dem Jostizminiaterinm verfassten Formulare und die Vorlage dieser Zosammen- 
stellnngen an das Justizministerium anordnete. >) Die Answeiee für die Jahre 1882 
und 1883 sind nach dieser Mono geliefert und der statistischen Central-Commiasion 
von dem Jnslizministerinm zur Yerfligang gestellt worden; wir wollen daher im 
Folgenden den Versuch machen, die Hauptergebnisse dieser Erhebungen darzulegen. 

L Soheidungs- nnd TrennnngBfreqnenz. 

A. Scheidungen von Tlsoh nnd Bett 

Id den beiden in Bede stehenden Jahren (1882 und 1883) ergab sieh 
die nachstehende Zahl von ScfaeiduDgeßillen : 



') Vergl. Easerer, Handbach der AsterreiuliiaGlien JiiRtisTerwaltniig, Bd. II, S. 381. 
Staüitiaelie Utmatieliilft. isss. 1 



Dr. Karl HaK^luftan; 



xm tm 

B«! rOminok-kktholbcluo Elin 584 M9 

, piDchiMb'kKifaaUacbai Sbra .... 9 ^ 

p KTiMkiBch-oricntftUaclieK Biim .... 1 

, aTmaceliachtii Ehen 10 fi 

, bnwilUsckaii Ebsa VA 20 

a Ehen uHl^rsr Couftoioa 2 1 

„ eoodMBioiula»«! Bh» , , 1 3 

, gcabcfatca EIud . ,_^_^ 31 a5_ 

ZnumMMi . . 661 616 

In Gruppen mMHUDen^lkeAt b&lten wir: 

B«i den katboliadiea Clien buider H&oiiCriteti Kammnen &9fl und &f>2 
ScbeidnngtfUUe ; bei den nich^ka.tboli*abea Kheo in«g«Mnmt 27 vai 39 

ScbadungsQÜle ; bei dfto gemischten Eben endlich 31 ood 35 

äcbaidan^EÜle. 

Die Geaamtntx&bl der 8obeidutig«ii hat «ich demnaoh von 1882 anf 18811 
etwas Termiadcrt, sie iel oSialiofa von 6bl auf tilti gcfikilei); diese HchwaDkang 
iot aber nicht in allen Ebrkategurien bemerkbar, in jeoea mit des genogeren 
FreqneDzziffera (Dicfat-katboliscbe ond gemiaditD Eben) zeigt sich rielmehr aogar 
eine g«nnge Zinabm«. Lmbmi wir die g«iDi>icht«R Ehen vorläufig anaMr Betracht, 
M erhalten wir nachstehende relative FrojacoKziiTem. Bei den KAthoIikea ent- 
flllt im ÄDgemeinen l Scheidung aaf 34,110, betw. 36.613; bei den Nicfat- 
Eftlholikan in>g««aniiDt 1 Soheidnng anf 71.000, betw. 66.103 Menacheo. Da« 
BevbtaLnatitat der Ebeecheidnng wird somit von den Nicbt^KatboUkcn weniffcr 
beatlttt aiB von den Ratboliken, ufl'enbar bsb dem Grunde, weil ihnen ausser der 
Ebbnohridang noch ein rodioalerea B«ohtt)mi1teJ, nBulich jenes der EhetreiniiD}^, 
m Gebnta atvhl. Wir werden, diesen Reofalagrondlagen entsprechend, des Weiteren 
die äcboidungen katboliwber Ehett von jenen nicbt-kathoÜKher Ehen streng ge- 
•oodeit bebandeln. 



a) Soheidaogen kalhoUsober Ehao. 



Die Scheidungoa der Kktholiktn gliodera «tob soniobat n«h den 
beiden HanplrlteD^ wie folgt. 

Anf die Katholiken des lateinischen Bitno eotCaUen im Ganten 564. 
beew. 649 Scheidangen, d. i, 1 aof 30.297, bezw. 32.236 Confw^ionsgoooaeen, 
auf die Katholiken de« griechUchen Rttna tm Ganun nmr 9, bexw. 3 Scheidangen, 
d. i. I auf 2äl.4HO, bexw. S44.U0 ConfeauoncgenosMit. 

Der im Jahre 1682 zu beobachtende Oegensatx der beiden Kiten hat 
eiob also im Jabre 2883 uoob wesentlich verschärft. Di« SobeidnogitfrMiuonz der 
griechischen Katholiken ist trotz der f^roaven Differenzen von 18^2 xn 1883 als 
eine gani minimale zn betrachten. Die Hcheidongafreqoeas der rtSmlachen Knlliolikcn 
•teilt in beiden Jahren zwischen jener Frankreieha und Daliena in der Miiie and 
zwar der geringeren lntenflitSta»lafc (Italien) nKher. *) 

Waa die geographische Vertheilong der katfaoHMhen Scheidnogen anbe- 
langt, 50 wiederboll BJcb die Rnohcinang locater KuMmmendrÜngang in beiden Jahren. 

Es entfielen |,beide leiten combinieri) anf die einzelnen Oberlandesgericbt- 
SprcDgel naobstehende Tbeile der Qesammttiffer : 




*) TcteI. nber dioMQ nad anders Pankia hier «inaehU^Kei ' uUniatiooaler Ter- 
hdtiiins lies VerfasHrs Abhaodluag ,1)1« Kbetreannii^a In kalhelinbea Undan" in de« 
Hetle 8 n. 9 dsi Jahrgaucei 1883 der aiallit. HoBalwehrift. 



Di« EbkltaiUfta im Omumlck. 



IMl IMS 

WIM ^24 odwr bia PcKflDt» 29& od«r ft^-fi Peicubi 

■ 0»* . «3 , 10-6 „ 61 „ U-l . 

™ TrlMt aa . 37 „ 20 . 3-6 , 

SM» -,- , 3.0-R , 

laMltfsck ]0 , 17 , II p 2 , 

•••■'« Öl -. IVa » M , 17 . 

BfüBft 58 , 9-8 . 4S . 7-8 

Kr«kM a , ü-3 , 8 . ri , 

u»b«fg «t , 3-9 , n . Sl . 

titf die Tier Spmgel von Wien, Gnm Prag nnd BrDnn eouiniiien al«o über 
90 Peroeotc im Jahr« 1882, nfthezu 90 E'eroenla im John 186ä, uf die fünf 
»preng«! voa THmI, /^ar«, Ii)ii:*bniek. Krakaa and L<mb«r|; lofsrnmco tutom 
10 rerceote im ersUo, irenis <ib«r ID Paropiilii im ivdten Jahre. 

Uta G«eunmtTflrliillst»i etimul lomit ia beidea Jahnrn ntheza Ubcniii; 
die wichti^h- Verechitbitiig im Cioxelntin rDbrt daJier. dus im .labre 1883 anoh 
'/mt* eiaige EbeaeheidutigtD aafzawcisen nnd d«M sich der Untonduol twücbcit 
Krmkao und Leober^ vwmn^t bat. 

Saoli dao 8preagela der ÜericbUhtifo 1. Inaunz gliedert aick du Br> 
j^bliM katboliMAer EbeMheidung«ii rolgentlttrmuaen. 

Von iea 61 GcriobUhufo-SpreatT'^lii Tehlcn fünf in beiden Jatim Tolt' 
Atündig in der FreqnenzliAte der kathohicfaen Ebedcheidanjjea, c« Bifid die« drei 
dalmatiuMtfae Sprengel (Zar», Spatalo, tiaguHa) und zwei weatgatiziuthe (TaroDw, 
BzMMw), zw Sir wettere fehlen in dem einen oder in dem aaäcten Jaliic, es 
sind die« die Sprsngrl von Laibft«li. RailoUswertli, GOrz, Eorigno, Catum, I^nk, 
Tabor, KSniggräU, Wftdowioc, Kobmca, StaaijiUa. Tatnopol, also wieder mcbnre 
BQdläidUch« nad galixiflcbe und ui»terdem nur noch drei bSiuniaebe SprengeL 
Im Jahrs 1882 finden sich daher katholische Eheacbddasgfln In 54, 18611 aar 
in £i3 Geri^ti-Sprvnf^ln vor. 

Bei einer gleiobinJleelgen Vertheilung der katboÜKheo Scfaeidangeo naf 
die bAtheiligten Cienchtggebiete nttnten asf jedes der letsteren im Jahr« 1882 
aowie im Jahre 1863 über 10 Sebeidangefällc kommtn. Dieter [>nrchachnilt wird 
aber im «mten Jahre Dur in 10, im zweiten in 11 Sprongtla erreioht, der Gnd 
der loaüen Zufammeadrängnng iat «omit wohl ohne Weiteres cofon klar. 

Die Sprengel, welche eich in beiden Jabren aber den DaruhMcbnitt «r- 
boben. Bind jene der lAndesgeriebU Wien, Graz, Prag, Triest, Brllnn and jeiM 
der Diederi'iiU'rreicbiAchen Kreiegeriobta, mit eiaiiger AsanaliBie tod Ktvbu (aooli 
Ertma kommt flbrigena im Jalir« 1883 an drn DarehaehniU nah« herto); za 
dieien acht Gebieten kommen im Jahre 1882 noch die Sprengei von EJagenfnrt 
and Troppan, im Jahre 1883 dnä nordbSbmiaiäia Sprengel (Leitmeritc, Reiches- 
berg, Leipa), das Geliet bedtulcnder Scheid nagaFrBqOieiu bU-iht also im Gani:eD 
Rcognplutch «ng begreoit. Anr Wien allein ealfallen in beiden Jahrun nakcza 
40 Pcrcente aller VatboliMhen Scbeidtinj.'rn, unf ganz NiHvr-Oeiterreicb ülw 49, 
bezw. 47, anf Niedui-Oesterreicb neb«t den Centralgebieten ron Steiarsark, 
Btthmen, Kaetenland und Uäbran (d, i. da« Territoriam von nur 9 GeriektKepr«ng«ln) 
■abom 88, beaw. Gi Perceole. Alle diene Ziffern etimnieo in beiden Jahren ta 
bBCsiebnender Wriag «herein. *) 

*) Jan« OeriiIita*prin««l, weicht üb Jakre 188S kein« Sdicidsasui kanalea aad 
!■ Jahn 1883 lolckc aalaaweiaaa Laben, briogeo ra ancb i«bt nur in mJalaulcn Ziffern; 
LaRiacb, waltbc« am «eitutco koaual, at«!«! über vier nickt lat B«l tloa In beides Jahren 
artiiao OiUotca iat die Baihnni; eJD« ObarraKliead Uallchi ; dl« hMtnlndaU TiintUabflag 
dftrfl« hkr das IlerrunTetca ilcr drei DordUknlackan QeUct« nnd daa KorftcklrtlBa *oa 
Kieoa hIu. Vien liatte In dru zwei Jahrea £18, boa*. 217 Scheid aaci^Ue kalhotlMker 
Bben, Korumliarc 20. buv. 14. ÜL Poltra U. I<cs«. 13. Kraoii 10. basw. 4. Vt■'Selut»^h H. 
w. 14. liiaa M, beaw. U, fnc 30. betw. 20. Tricat 21. beaw. 1», Bntim ;^. beav. 1&. 



4 I>r. Kftvl Hngelm&nii: 

Wir wollen nanmehr die ScheidnngeD der EnthoIikeD nach ihren jurigtischen 
Kategorien in'a Ange ßisaen. 

Ee standen sieb gegen&ber im Jahre 

1882 . . 322 usserprocMBnale nnd 271 im Processirege oTStritteDe Scheidangen, 
1883. .329 „ « 223 „ 

Die TenniDdemng der katholisches Ehescheidnngen hat sich also ledig- 
lich auf Kosten einer Scheidnngekategorie vollzogen, and zwar gerade anf Kosten 
jener, welclie für den Sieg der Lösungstendenz der Eben die weniger belang- 
reiche ist, nämlich dnrch die Verminderung der procesaualen Scheidungen. Die 
ohne SoheidangBproceas einTerstäadUch erfolgten Ehescheidnngen haben sogar eine 
kleine Yermehmng aufzuweisen, so dass ein Schlnss auf die Bewegung der Läsungs- 
tendenz im Allgemeinen aus den Ziffern der in Frage stehenden Jahre nicht ge- 
zogen werden kann. Uebereinstimmend ist nur in beiden Jahren das Uebergewicht 
der ansserprocessnalen über die proceseualen Ehescheidungen, and zwar tritt das- 
selbe, wie sich dies ans dem Gesagten ergibt, 1883 noch schärfer hervor als 1682. 
Es verhielten sich nämlich die ausserprocesaualen Scheidungen za den processaalen 
im Jahre 1882 wie 119 : 100 und im Jahre 1883 wie 148 : 100. 

Das uebergewicht der ausaerprocessnalen Scbeidnngen ist indese nicht 
überall vorhanden. Es standen sieh gegenöber im Jahre 

1S8S 1883 









EbescheJdnnrFii 


pAo«^.re Pro-»-li 




Ebesctieiaiiuxeii 


im Oberlandesgerichts-Sprangel Wien . . 


207 117 


200 95 


n 9 


B 


Graz . . 


36 27 


45 16 


B n 


ff 


Triest . 


4 18 


4 16 


ff V 


ff 


Zara . . 


— — 


3 — 


ff ff 


ff 


Innsbruck 


3 7 


5 6 


n ff 


n 


Prag . . 


42 49 


48 46 


n ff 


ff 


Brflon . 


21 37 


16 27 


■ s 


n 


Erakan . 


2 - 


4 4 


■ ■ 


n 


Lemberg 


7 16 


4 13 



Lassen wir die Sprengel von Zara nnd Krakan mit ihren minimalen 
Ziffern ansser Reobnmig, po ergeben sich folgende G-rnppen von selbst. In dem 
Sprengel von Prag stehen sich beide Scheidungskategorien nahezu gleich, nämlich 
in dem einen Jahre 'mit einem schwachen Plus nach der processnalen, in dem 
anderen nach der ansserprocessnalen Seite j in den Sprengein von Triest, Inns- 
bruck, Brunn nnd Lemberg liegt das Uebergewicht auf Seite der processnalen 
Scheidungen, nämlich mit zusammen 78, bezw. 62 Fällen gegen 35, bezw, 29 
ansserprooeBSuale Scheidungen, und in den Grebieten der Appetiböfe von Wien 
nnd Graz endlich ebenso entschieden auf der anderen Seite, nämlich mit zn- 
eammen 243, bezw. 245 ansserprocessnalen Scheidungsfällen gegen 14 4, bezw. 
111 Fälle prooessoaler Scheidungen. 

Die Erscheinung wird zu einer noch drastischeren, wenn wir in den Ober- 
gerichts*Sprengeln von Wien und Graz die einzelnen Grerichtshofsprengel aaseinander 
halten. Das Uebergewicht der ansserprocessnalen Scheidungen findet sich dann auch 
hierconstant nur in der Hälfte der Sprengel, nämlich bei fast allen Gerichten Nieder- 
Oesterreichs und in Steyr, Salzburg, Graz, I<eoben. Wir köntfen also bei der Be- 
ständigkeit des Phänomens in beiden Jahren dasselbe dahin formulieren, dass in 
jenen Gebieten, in welchen wir eine grosse Frequenz von Scheidungen Uberhaapt 
finden, auch stets die ansserprocessnalen Scheidungen am stärksten vertreten sind. 

In dem von uns eng umschriebenen Territorinm hat dos Rech tsinsti tat 
der Ehescheidung sichtlich bei der katholischen Bevölkerung schon tiefe Wurzeln 
geschlagen; es tritt hier in den Ehescheidnngen nicht mehr in erster Linie der 



Die BheIftnuig«D in OMterrelofa. 5 

von Einzelnen g«gta die Fe^sslo der Ghs gdfahrta Eanpf herror, sandern die 
von dem Geiste der Fftmilien selbst nater^tiitzte, oier wenigstens nicht behinderte 
Löinng des Familienverhältaisaea. Die Keaction des öffeDtlichen Bewasataeiiis er- 
lahmt Angesiobt« der täglich sich erneaernden Scheidangsversuche nnd hiemit 
erwächst sofort vermöge der WechseleiowirkuDg socialer Thatsaohen ein neues 
Moveaa für die Scheid nngtfreqaeoz selbst. *) 

Die locale ZaBammeDdräogung der Ehesoheitiong^n hat aber nicht nar 
eine cnltnretatistische Bedeatang, sondern sie ist aach von Belang für den Graag 
der B«chtspfiege auf diesem Gebiete der Jnstizrerwalmng. Dass die Mehrzahl 
der Qsteireiohischen Gericht« eine stetig ßiesse&de, auch nur einigermassen reiche 
Praxis in Ehescheidangssachen gar nicht kennen kann, wird schon ans den Daten 
Aber die geographische Yertheilung der Ehescheidungen klar geworden sein; wir 
hoffen es aber durch ein Eingehen auf die auaserprocdssaalen Scheidangen im 
BesoDderen zar vollen Evidenz bringen zu können. 

Bei den ausserprocessualen Scheidungen oonoarrieren bekanntlich die Ge- 
richtshöfe nnd die Bezirksgerichte. Die grosse Majorität der Scheidangen dieser 
Kategorie entfiel begreiflicher Weise in beiden io Bede stehenden Jahren auf die 
in den Verkehrscentreu gelegenen Gerichtshöfe, and zwar war dies im Jahre 1882 
bei 205 von 322, im Jahre 1883 bei 212 von .^29 Scheidangen der Fall. Es 
erabrigten somit fUr sämmtlicbe Bezirksgerichte im Jahre 1882 sowie im 
Jahre 1883 nur je 117 Scheidungen, so das^ die sporadische Natur der bezirks- 
geriohtltchen Judicatur in Scheidungssachen ^unverkennbar in die Augen springt,') 

Die 205 FfiUe des Jahres 1882, welche bei Gerichtshöfen vorkamen, 
concentrieren sich auf deren 19, die 212 Fälle des Jahres 1883 auf 18 und auch 
da findet sich die Masse wieder auf einige wenige Gerichte zusammengedrängt, 
nämlich auf das 

Landesgericbt Wien mit 140, bezw. 1S8 Fällen, 

Graz „ 21, „ 26 „ 

Pr*K , 10, „ 14 , 

YoQ einer constanten Praxis in Sieben der ausserprocessualea katholische n 
Scheidungen kann daher auch bei der überwältigenden Mehrheit der österreichischen 
Gerichtshöfe keine Bede sein, ja man kann vielleicht sagen, dass diese Seite der 
Justizpraxis bei einem einzigen Gerichtshofe, n'imlicb bei dem Wiener Landes - 
gerichte, eine nennenswerthe Rolle behauptet. 

b) Scheidungen gemischter Ehen. 

Die Gesammtziffer der geschiedenen Mischehen betrug, wie Eingangs 
festgestellt wurde, 

im Jahre 1882 31 

» . 1883 35 

Es zeigt sich also im Widerspruch mit den Erscheinongeu bei den kathotisohen 
Ehen eine Zunahme der Frequenz. 

Die tocale Zusammendrängnog ist bei den Scheidungen der Mischehen 
natnrgemäss noch stärker als bei jeoeu der katholischen , es entfielen nämlich 
von ihnen im Jahre 

*) Aoffälllg ist der GeKensrnt)! von Krmkan imd Lemberg. Ziehan wir die ZüTern 
beider Jihie insimmen, so finden wir in Erakao 6 aDBeerprocesanale and 4 processnale, 
in Lemberg II aasserprocessaaie and 29 proceaanale Scheidungen, also dort Uebergewicht 
der aDBserproceasnaleD Scheidungen and hier noch weit stärker die entgegengesetite Er- 
scheiDung. Bei der Kleinheit der ZiiTern moBs indeas eine weitere Beobachtung vorbe- 
halten bleibeo. 

') Im Jahre 1882 waren Si, im Jahre 1883 79 Bezirksgerichte mit Ehescheidungen 
dieser Kategorie befasst. 



IBW IMS 

*«f den Ob(irlftBi9M|[cric)il«-S|>ninK<l Vi«a ' ■ > 16 23 

. , ™ - Pro« 2 7 

. » , - Brtuu :-t — 

- . - -Sit* ^ ? 

. . p „ liMnberg 3 1 

Duglelehen i^it Hie Bl^l!l«)i)^nf^ iler «inMinen OcricbUhofeprctigel an dee 
SchBidnngtijadicatQr bei MiRfhchcn »nn Docb sproogliaftere sin l>ei den katholiiKhcn 
£hen. Von den 13 Oeric1itebof«pnngeIn , in dan«n gMcbicdme Hfioofaeben im 
J&bre 1882 Torgekommea und, Huid 1883 nar xwei betbeiügt , nämtidi Wi«n 
uDd tiras; an di« Stell« *Ut 10 w«ggt/s]lesen sind 7 guiz uidero getr«t6o. 

Wtu fiohliewikh du VerhstlniBi! der «-inzelnen SoheidongtarteD m einander 
Mibolangt, BD klia^D ancb bier die b^ den katboliaabcin Eben beobicbtet«a 
J)iuotAiimi , MT in Bcbrillereu Tone, bwrvor. Im Jalire 188? standen siob 
Bimlioh gegenüber 23 aasaerprocenflnnle und Ö (troceesaale Sobrndongon toq 
lOMbahen, im Jahn 1883 ^1 aat>»erproce«(uale und 14 prooeianaU Soheidaagen 
von UiKbahen. Di« Seiden Eali:};orien verbii-lten Hidi nUu bier wir 286 : 10(>, 
bftxiebn&giiweiw wie 160 : 1(K>, »o ilau da» Ui^ berge wicbt der aaueTprofeumalen 
ScheiditDgeii hier trols des jiben AbfiülcH im eweiten Jahre do^ immer grösaer ist kU 
du gteiobxeitig geetiegene bei deo ttatb«li»eh«D ijcheidungea (198^ = IV-) i 100, 
1883 = 148 : lOO). Aognaiclitd dinser drastiitcbea Belstivziffern iat trott der 
Kleinheit d«r abtuluten Zahlen der äcblae» «in zwingender, d&M bei den f;emi8cbtea 
Ehen die Uumentv, vtelohe die LGsang IwgBnHtigeu, vuo \'0rQehereiii für beide 
Tliäle reicUiub vorhanden sind. 



e) Sofaaidnngen nicht- katholiaober Kban. 

T<ni oiobtkatboliaobeD Eben vrurdeti gevufaieden im Jabre 1889 21 , im 
Jahn 188S 29, und swar in Jahre 



lan 



IMX 



bei den er. Qrleelien 
^ „ ProlantiBUa 



1 

10 
1» 



5 
80 



bei dsB Aac«h6ri(ea 
sndMr«r ConraarionM H 

iMiilenOenfouioiulaaea 1 



oder, nach OberlandeHgeriditsaprangeln, im Jahre 



in Wien . . 
, Gras . . 

, Triaal . . 
, Sara . . 
- latubruck 



lim 

"T7 
1 

l 



IM» 

1 



in Pmc . - 
, Bräoa . . 
, Kiakan . 
g LeolierK ■ 



T 

6 
3 



itei 

1 

3 



IMS 

T 

i 



In der Danptsach« ttimoien aonit die ÜilTerii der beiden Jahre in AberraadiendeT 
Wüse Db«rein. Die Seaammtsuiumo iat nabetu die gleiehv geblieben (27 , 29), 
in beiden Jabron cntnilt die Haioritat (13, 20) der Hcbeidnngafülle aul eine« der 
ventchiedenen nioht-kMtfaoliachen Bukenntniit*«, nümlteh aaf das ianeliliMhe, des- 
gloidien in beiden (mit genau 17 Fallen) anf einen ObergrrichtMpren^ei, nünilirb 
jenen Ton Wien. 

ÜiünJcrt hat eich nnr da» Vorhiltniiu der beiden Scheid unKxkategoi-ien, 
ea atehen aicb nämlich im Jabr« 1883 13 auMerprooeMoale iijdiciduDgim and 
16 prooeaaoale gegenüber, wXhrend im Voriabi« dieentteren mit lägegen 11 Fülle 
daa Uebergewicht batteo, Uiemaoh würe <tua Vurvriegeu der auBaerprooeHcaalca 
äcbüdongen, velobe« vir bei den katholikchun Khrn m l>ßid«a Jahren be«i)aoht«t 
haben, bei den Kieht-Katbolikon kein beständig««, und dia» OberrBsoht unwomehr, 



IHa Bielfliuis«! tu ßatfemliih. 



ah die Fnqvoit Ati ScbeidangBO im A.llg«in«inea liisr nidit, ini bei (I«a 
E«tbolikcn eioo Abnahoio crf«Iiren hkt. 

Znm Vorstiio<iaiii9 iler KncbdaanK tat es daber oSthig, weiter sa gAt 
Dod die Niebt-Katholiken in ihre oonfavionellen Klemeat« ta sarlagen. £« ur^\ 
ücb dann folceodee Bild : 

Jahr itee J a k r tUl 



^ JltM 

''IhvtMtaaicB 

Orteotaliidw QifecliMi . . . 
Antabariffe aiiiUnr Coofue. 
CoBtaaloatloM 



Abhw- 

6 

7 
1 
1 

1 



PrOMMoale 

8«b«UaagMi 

7 

3 




FrooMmals 
8«It«lda&c«B 

12 
3 



oder ftr bcids Jahre xnaammeo in yrCea erm Orappen : 

IsneiÜea : 14 au«earproc«MuJe, 19 prooeoaaale Sahetdnngan, 

Andere Nicht-Eatbolikeo: Lö an«aer[)roC8a8oal«, 8 prooMkuaJ« SohrndoDgen. 
Die ZilTefn Iiesage« loiiiit trotz ibrer abaolvteo Eleiaheit Fol^ndee mit 

nanilieher SiohoHicit, 

Bm Jen laneliten leigt deh daa Cebergcwiobt der ausaerprooeHDaleo 
Sebeidmigeo, welebea wir bei den Kathidikeo kennen ^leral baben, darohau 
oicbt, weder iu Gänsen, noob In den «ioxeloeo Jabran. Bier, wo daa Ebeieobt 
die L&nsg dea Ehebtndea Reibet auf Smoil wecbaelaeitigen FinrnrntHndninnt 
gestattet, ichreiteD die Efae^tteo offenbar nach tat extremsten LSe ang, wenn daa 
E^TantSsdnis» aar Anflifbiiai^ d«r ebelicbea Gemeioacbaft einmal rot^anden iat. 

Aodara bei den übrtgeo Niobt-KatboUkea. Hier ist daa Üabergewiobt 
der anuerprocaaenaleB Sebeidongeit nicht nor vorhaDdea, ■ondem im Gänsen aagu 
BtJIrker aU bei den Katbatiken , denn h markirt »ich in dein üeummtrerbSItniaB 
▼on 187 : 100. Hier benot daa Eherecbt alterdiDge ilie Ebetreonang, aber die«« 
liBBO aocb im Falle beidorMitig behanptcter DnBberfrinüIiobor Abnei^Dg nie aofurt, 
Modero ent nach einer voraDge^angenea provitM>n«ohen ricbeidong bewillig werden. 
Di« reebllicbe ZalHuigkeit der Ebetrennunf reicht daber bier wobi bdr, in beiden 
F.b^alteo die Beben Tor der offenknndi^en Anfliebonfr der ebeliobea Gomeiiwcliaft 
XU mindern, ee iit aber im Falle dienea tli&TenUndDiaaiM bier nicht »ofort mtlgliob, 
die LBeangstendens io einer Weise tu befriedigen, welche Bb«r die Saheidsiig von 
TiMb nnd Bett oorh binaaagebt. 

B. BhetrftTinnngftTt. 

Toa riimmtliehen Confewtonen , bei welohen die EhetnonBOg teohtlieh 
müglieb ist, d. i. von allen Nioh^KBtbolilcefl, liegen 
nr das Jahr 1683 97 und 
für dan Jabr 1883 81 Ebotrean nagen vor. 

Die ChetrennitBgen haben tiiob aomit rermindert, während di« Ehe- 
«cbeidungoD der besUglioben Confnisiuaeo , wie wir geMheo, stationSr geblieben, 
w«nn oiobt sogar gewaebMo »iad; es mnsa daher weiterer Beobachtung vorbehalten 
bleiben, welehe Ziffer wir ein den Aiudmek der normalen TreDnnngstendeiu be- 
tn«btea kSonco. So viel int aber anoh jetit Mchon klar, daas die EbetrenDungen 
der Nicht- Katholiken die Bchvidangea an Zahl aletig und tun ein Bviritcbtlichee 
Hberwii^ea wardoo, denn <e standen elcb IXH2 97 Trenaangea und :i7 Boheidungen 
uad 1883 81 Treonongen und 39 Scbeidon^en gegenüber. 

Nicht bei all«» Gruppen in Kicht-Katholikea Ut die« jedocfa iu gleicjioB 
Maiae der Fall. ImBeModereo verbalten licb die Treanongen lo den Scheidungen, 
wie folgt : 



Dr. E*rl Ha|c«lM*aB- 



ProtoaUnteu «. U : 10 

OmouUsdi« üri«cli«o ... '^ 3:1 

Jod«i» ^ 79 : 13 

AngthÜric» aadsTBi Con(«w. . — i^ S 



JfthC IBM 


INI« -<- IHM 


b: 6 


16:15 


fi: 


y: 1 


67:20 


146:33 


1; 1 


3; 3 


l; 3 


l: 41 



Du entsohiedeng Deber^ewtclii der Trennungen findat sich »omtt nor M 
den oriMtiLÜ^ehQD GriMheo ond b«i •iuo Israeliten; bei den FratestoDtsn und den 
ibaeo verwandten .^kRtholiken hallen iioli Trennongen nad Sobeidnngen nahezu 
das G leidig« wioht gnd bei den CoDfoaaioDelMen üt sogar das Gef^cntbcil der Fall. 

Uittie Verhillnine aiod ane der VoTBchiedcnbeit den BberMbtea nint 
grossen Thetle erktürUcb. 

Die gteebiedeiM« confeBaiünflloien Khea sind oUttnhar solefae, bei denan 
snr Zeit der Elbeeshliesaang einer oder beide der (xatten Icatbaliscb waren , bei 
deoen also nne Ehetrvnnung rcchtlieb nnmttgliob ist {^. 111 a. b. 0. B.). Bei den 
gelftataa JadcDefaen biiLgegen kfintinn wir an einen «olcben Fall am wenigsten 
denken , bier wares die Ebco »icberlicb schon aar Zeit der EbeMcUieaiiuut; 
jftdtscban Oharakteni und ea gcnUgt daher xor LSaong dei Ehebande« der diirob 
den Seheidebrief de« HaoBee boeiogoitu gegeoaeitig« Conaens. Eh bedarf bier aicht 
der Angabe eine« TreannngagnindeB, ea Ut nicht nnrnngünj^lich olSthlg, daaa eine 
prOTiaoriMhe ScheiJung der Treaoaag voraogebci die rreDnum^lantigcD steaero 
daher hier ohne SoLun and Aofenthalt direot aaf da« Trenfloaguiel lo-^. Die 
nicbtkathoUschen Christen mHiueii einen Trennoogigrund gellend machea, niiil ael 
OS auch aur Jen der uattberwindlieheo Abneigosg, sie mdaaea das Pegefener der 
prorisoriacbeD Kcheidnag durcbach reiten, bier gibt e« als» freiwillige uml unfrei« 
willig« Schndongsatadion, beroi* man die ErlSsang ron iJea ehelichen Feiselo erreicht. 
Die Kmobainongen bei den Judeu einerH«iu, bei den ProLestantün und ihren 
Confeuio&iTerwaodtea andererseits erklSrcil sieh dadurch vollständig, geradeto wie 
das frtther rUekaiohtlicb dartelben anai^Rirta Verhliiltaisa der ausserproceasualen und 
pruoaaeaalen Sebeidangeo. UoerklSrt bleibt nur da« in beiden Jahren beobaebtet« 
grosse Debergewioht der Trännungea bei den orientaliaohen Griechen , da diean 
d(Kth demiielbeD ctaatlichon Khereclite untertvoifen »nd , wie die Proleitanten ; 
der Ns«hweia der Unaebea mnss hier der Baoboobtang wMterer Jahre vorbe- 
halten bleiben. 

Mit dem Gesagten ist aoeh der Uoteraebied in der TreonangarretjacnK 
der einnelneo Cvafes«ioDen zun grosMa Th«iU rerstXndlieh. Ba e&tflel I Trennuag 
im Jahre 

IBril IB«i 

bei den Pr«tt«tiitten . _ . . . unt citca iV64U() UeoselieB aaf eirc« >>•.!>)'> UnuMhan 
, „ orlenUli8ch«o Orie«h«u , , IM.OUO „ , . tÜ.ölX) 

. . Jid-a , , 12.700 „ . . 15.Ü(M 

mii Aaanahme der abnormalen Ersah einangen bei den orieaialiachea Gri«ebeo in 
Jabre 1882 künnen wir nsa alte einiach aaf die oben gegebene ErkUrang berufe«. 
Ziehen wir zani Scbluase noch di« geographii'ihe Vertbatlnng iler Ehe- 
trcDnnogSQ in Betradit, ao finden wir, dm Antiedlang^yerbüUni'tHen der Niobt- 
Kathotiken entsptBebend, die ZneaanandrtDguirg a&f nnselna Gebtete. 



') Anaaerdosu Yandso *ick bn Uiacbohnn 16^ S 1Veanaic«B «ad jt t^r^aidaBRan 
aad 1883 1 Trraaaai; aad 3& Scbeiduacoi. Diot« Ziffern aidiRtea abvr hior aoaser 
BcUvcht bUiboa. 



Di* mHanitiinin in Oa«t*Tr*ieh 
Ute Efaetnnnsngen Terthetll«n nich im Jcbre 

Vit 4«! ObwUadMgcrickU - Spnng«] Wim mit . . . 

. , Gtm , . . ■ 

, , . Triwi , . . - 

• • ■ 3t»» . ■ • ■ 

■ • * iBBsbrock .... 

, Pt»s .... 

Bftt-o , . . . 

EnJERB .... 

LdalMTf ,, - . . 



law 

&3 Fftlltn 

2 » 



10 
4 
h 

23 



42 FiDf» 



1 
l 
S 

11 
•I 

7 

13 



F»U 
FftilKii 



ea cotfieleo aouit Buf Jio vier Obtr£ehubL->a))r«ii$«l tüd Wim, Pr»S, KrftkAo Diiil 
l..enb«rg zuBammeD im Jalire 188'2 ^4 udiI im Jiitire D^^S Ul Pereente «änrnt- 
Itcber Ebetnumaogei). 

Und BDcb iviwrlulb dar einulnn Obärfi^ricbMiprangel wiederbott «ich din 
locale CoBccntntioii. 

In Jttkro 18)^2 «iRiI Eho) rvBnangea nar ron 19, ist .Uhr« lä^^t «og^i* 
aar von IG GerioliUhötMi ci*ter ImtanxaDfgMprochen wonien. An dicMr JiidicBtar 
bthtv üeh 10 Geriefatsbfife (Wita, TrtMt, Frig, Braun. Knkta, Tinov, Lemberg, 
Przcnysl. Ttrnopol, Czemowitz) in beiden Jalirai betheiligt, 15 hiti^fgea treMu 
onr «ttinni a&f (9 im Jahre 1B8'2, <ö im Jahre 18t^3> Zinlt man Jtib«i noch iti 
b«traoht, diEi bei allen beiheiligten Gerichtahfiren , mit einiigur .Auttnabma d«r 
Landeagcmtite Wi«B, Prag ood CxeniQwits, jihrlifh nur je 1 — 3 Bhetrt;nnnu|;on 
tur EntMbei'lDDg kaneo, bo i«t ea klar, dau flir die Jndtcatur in Treonmiga- 
aaehen nur die Praxii ganz weniger Gerichte belaagnich encheiol. Bei itm 
Laad«sg«riebte Wien karnrn in den fra^ücbn Jahren 62, betiebnngixreiae -1 2, bei 
dem Laitde»gericbte Ping 4, beziebniigeweifle 9, bei dem I^ndogüncbtc CtcrQowtU 
12, bfitiehoogaweiM 6 Eb«treDnvng«n vor. AoT dJec« dr«4 Gorichütb^fe luiammen 
konmeo somit in Widen .Tabren genao 70 Parcenie der Trennnitgsjadicate aümmt» 
lieber S4 GsritihtahSf« und os wtri: nnrncrcb nübcrar Untersitcbung werlh, weshalb 
Wien ao «ehr vor den auderen Sprcngeln beirorttichl, die ebenralla eine lahlreicbe 
nicbt-kathoUscbo DeT&lkeraDg kennen.^) 



C. VerhältDiss der LöaanfsfreqaoDZ b^ KatbollkeD and Nlcht-KabtaoUken. 

Bis» Vergleithaog dtr L&suagtrreqnmw katholitcker mad oickt^katboliiohar 
Eken Ut mit roiler Exactbeit gar nicht dnrchzafskren. Der ge»mniglt<^ Wb- 
acbtete Vorgang , die Sebafdangen and TrcnaBoguD der Bicht-kalhaliftchan Eben 
ei&ravh «u addieren and die Samn» derselben mit dm SebeidtugeB der kalbollsohao 
Eben ED Torglticben, iat (ür aicb allein nicht atatlbaft; denn die Sobeidangea 
begreifen bei den Nicht- Katholiken ancb dt« zeicliohen Seheidungea, waloka HjilLter 
vitiUul) in Tn^nnagea Übermgehtn |)A«gen , hd einer aoMien Operation «erd'Ui 
also viel« Khen zweifach ia Anrechnnng gebracht. Deagleioheo gebt e< ninht an, 
di» Sdbeidnngen oder TrcDnangro der nichts katholiacheii Ehen allein zur Vor- 
gUicbnogabuit in machen, denn in Jedem dicaer Fille bleibt eine Beihe gelSit«i 
Ehen anaaer Betracht; dott jene (Jodanahea), bsi denen ea nicht lur Scheidung 

*] Di« Uraaebe bbw stclm anaiftet b«l dva Jndai {eaacht w«rd<D. A«<Mr Wtan 
kic*f)i''i> wir «llinliag« B«di ia d«r kleiaca jädi*rb«a 0«Mqio<I« von Trie«! «ioar 
rükUv b«liili:btlich«n Zahl v«n Bb«tr«uaacea, die Klcnünit d«r abtulaioa Zifero vcrbistet 
abar kiar du« *eiUr« Analj^M. Wir «CMta alw die Jad«aichafl roa Viva ua^ GaUsiea 
vwgleiebM. am dJa Dnacha dar rarBckiadBaui ZifferarMalUto xa flalea, and dann tiect die 
Tamalbiuif aak«, daM Um Tertckledcnkeli aar eia* Bcbotalian Int Tn Galidaa werden ebea 
wk viel* jQiliicfaB RbeedllMsaacea , »a avvh «isle jidlicbe Kbetucnaaicca ear aioht siir 
Kanatalaa d«t Slaataiwh6rJM golaacau. 



m 



Dr. Kul Rnt*1»>aii: 



knuiBt, mil Mfort nr Trcttnung ^ohritten wird, biet jene, bei welofaes ier 
Tod «b» eine «ndtn irrmcle den lifisnngtprooMa nicht bis in dem Treanangs- 
zjffle gelangen iHeet. I)u Kicbtife wJLro bUo ooMrc* Eracfatetis die parallele, 
ueb «wtrolirende Anweadnag Ter«ohiedener Methoden. Die wiederliolt erwlUiiita 
Dürftigkeit des Hatcritli rerbindert ouh aber . dieHO nmstAndticbe Opentioo hier 
im volles UmfaDge darchsafUbrea. Wir Uaa«n Tielmehr die JodeDebcn gtnx tasser 
Betraobt sod wollen nar tw«i Yergleioh« ziehen , n&mlioh aineraeita xwisoben 
BtfffliMih-KatlioltBcUen und Frateetaotea , aBderarantJi zwiaehon katbolisobeo und 
Orient aliHbi-iD Grieohen. Wirgewinoenauf dieaeAVeioe geognpbiacb und geiiobichllich 
aiDigermauen zonumenbäDgende BerSlkenuigfgrBppen utd kKaoen ingieiob die 
Rechuba«iH der EbaUSeangen »oharf aiiwioADdwJialtaD. 

Wie vir oben Daebgewieseiit entfiel 

bei den B4>mlaek-Kathotiielwa 1 Soludilnng . 

bei den ProtestoateJi 1 Seheldnng . , . , . 

lud 1 Trenonng 



im Jahn 1888 auf oiroi 30.300 Veuehei 
, , 1683 , , 32.200 

Im Jahn 1882 auf circa 40.000 MHuebea 
„ , 1883 . , ÖO.OW) , 

im Jahre lS$i auf circa 36.400 Meoachgik 
, , 1883 . . 80.000 . 

FuH» wir da« Jahr 1882 filr Hieb allein ins Ange, so iit die Hünfig- 
k«it der katbolisohen Soheidnngen b«deat«ader al« jene der proteetantiecbciii 
Scheidangen und ebenao als jene der protestantiecben Trennnogeo fttr aieh allela. 
Aber auch daa», veun wir in Asscbleg briDgei], Aus ein Tbeil der proteetantitcbea 
Bcbeidungen aioh als definitive Uassregel daratellt , die Zahl der degnitivon Khe- 
ISeuogeo aiob alw »m diese (Inote erb(5bt, eo übertridV die relatire LSiongsoffer 
der Protestanten nnr wenig jene der Katholiken. *) Diese andällige Kraobeionag 
verachärft Hieb nar uooh im Jahre 1B83; in diesem ist die relative U^eatigaxiffer 
bei den Protestanten naeh jedei KeehnuDg^methodegeringer aU Jena der Katholiken, 
ja aelbst dann, wenn wir von der gane nnwabracheinlicben TorauMuUang am- 
goben, daes sämmtliobc prot«etaBtii»ehe ächeidnngen in di^em Jahre eine de&nttive 
ifauregel waren, und wenn wir dcmenfolge Scheidungen und Trennungen (& + 5) 
ausaiameDwerfon, £b Uefct daher eis böchat iBtoressantea Problem ror, velohea 
der L^NDog dnrch die Beobachtung in weiiareo Jahren bam. n'eno da« aufflllig« 
Itceultat in den nädtuton Jabrea wiederkebren aollte, eo wiisston wir ea nnr ala 
eine jener gllnitigen Kritcbeinangen aafüiifaww«, welche bei eonfeaeionellen UisoritÜten 
xa Tilge treten. 

Ga&E anden iat daa VeriAltoita swischeo den katholischen oad oriea- 
taJiscbeo Grieobon. 



Bei den kathollHbu GriMheo «ifab eich 

1 Soheidang 

bei den orfeataUBChm Oriechw ergab sich 

1 Sehe! düng 

nnd I TniiaaBK 



I im Jahr« 1882 M%*r eirea ÜSl^SOO Keneehtn 
I , , 1883 , , 8«.U00 , , 
f Im Jakie 1882 nnter circa d92.1O0 Meaacheo 
I , . 1883 , , -■ 
in Jahre 1883 vnMr circa I6t,000 Ueaechea 
. . 1883 , , 88.000 



Den eiaen ganz taoliert rorliegeodeii tichijidangslall bei den orierit&tiaobea 
Grieohan (im Jahre 1882 inDalmatieo) können wir fUglich auiser Betracht laaseo. Aber 
aneb dann, wenn wir die Trennangcn alleiu in Kecbnung Biehon, iet die LBianga- 
fr(M|uenz bei den orieDtaJiacbeD Griechen' eine weil bedenteodere ab bei den Griechen 



Wir haben mit II TreanunD oad 10 ScbeidaaEea zu rechnen. Hahmta irit 
xa, daaa roa dea laUtleron 5 Bpkl«r in TruaniioBen aiwrciAea und b im SobeidaBKSitadiaiD 
verharren, «o hätten wir 16 pcotralaatlaobedeAnitivv Ebelbina^n iider 1 anf SS.OOOUeUDhna, 



Die Eh«lAafliif»ti ia Ocslenfrf'h. 



II 



der kidboliMben Kirrbc. Dbb PItu schwankt zvu von 1SB2 »nf 18d8 so be- 

d«at«Bd (vom ZwtirAcbtB bu sub Ztbnfuibeti), du« wir Über dM Mus deanlboo 

I Hill Doob kein Urtbeil erUnbeo. die Tbatiivtho «bcr, dau die Eh« bei dea oricn- 

LtaliMbra GrieclHB beweglicher ist , tU hei den ihnen varwuidien KalhDÜken, 

[dArfta knd) AngMubta der woBi^n zun Vergleich roili^eBdcn Fülle eoEweifel' 

luft MO. 

Der VTidenpraob mit dem, wb.« beide J^hre über du VerbültoisB der 
kathcdieoben anü iirvteetBaltvchta KbelöäaD^o «rgeben Iftbee, würde sich dabei 
g«iis hiebt «rkl&reu. Die orient&lisctiea GnMhm eind cb«n nirgeadi eine locale 
UitioritXl nach Art litr Froteetantfn, «ond«r& bnberncken vielmebr ein botimmtae 
TerriloriiiDi (Bukuwin» nn>i SüddalniKtioo) als eine goechloeeeDe Msjoriiät, hier 
wird also die oonfauionelt an-l »laatUoh gegebeae LkeoB ucbt durob widerD sociale 
Uoaisate nnwirkaom gemacht. 

I n. Stand«$T«rhAltiilase. 

I Di« EhelüNungB-Staltniik gliedert die Scbeidungen ond TreBBOBgeB uoti 

dem Bernfe des Uannes in 10 Kategorien. Eiae geoaue Verglcicliuiig dteaer ZiOem 

mit jenen, welche bei der leiiten VolksxShlaog Vir die Venbeilnng der B«t9I- 

kemng tudi dem Berafo erhobea wardcp, i>t allording« aathoßlich, weil die dort 
rnad hier BBgeoorameBe Eiotbeilung vielfaeh nicht ziieamm<>ntri0t; die Daten dar 

Efaestatiatik sind aber so «precbender Natnr, da» aja anob ohne die exacie be- 

T&lksrnnguutistiMbe Baals Ueberseugnogskraft becitun. 

Es springt Tor Allem in die Aagen, daM, wibrend Ȋinimtliohfl Berafe- 

gmppea Seheidnpgen and Trennang«n aafzoweiaea habea, die eving^Uitekea, 
[^eduscben und jajischen Gei«tliL'hen weder an den Scheidnngao, nooh an dea 
[ Traanaagen bctbeiligt einJ. Aach bei jeaca Confesiiooeo, welche die Licenx der 

EhelOsBiig gewÄbren, Meht bekaantUcb der kirchliche (jeisc der Aefhebang der 
[ ehelicbvn Gemcinpobaft abwehrend gegeeBber und hiermit im Eiaklange ist kein 

Fall der EhettisBog eeileas der olfieiellen Tertreter der kireblichen Ördnang xn 

vereeicbnen gewaseo. 

Ueber die Belbeiligung der Ibrigea BeraEsgnipiwn mSgeo di« Relatir- 
■uhlea ABfschlngfl geben. 

Die Sebeidangeo iiuüch^l rerthailtea sich aof die anxelnen Berafs- 

grappea peicentaell wie folgt: jaitr ns» J*to .«. 

Pscoeats 

I. UadlmU , $0 15-3 

U. Arbtit*r, OmsOw . . . . * 19« H"! 

m. DioaM- 71 55 

IV. Katifltvle. IvdailritU«. GwcrUlnU 295 ^B 

V. Reoti»r» ii 4"* 

Tl. Btanl*, Aavälta. Uknr, Aerst«. tielokrle ........ 14-6 126 

VII. Joiinalisua. Scbri/laullor. Ückaosfidvler. KSasUer 1-7 1-9 

Till. HiliUri (mit AuttJiIa» iu Baeerve nnd Uadwehr) 2 l-fi 

IX. SwutifD ßerof» 3'2 4-2*) 

Kb entfielen aUo in den in Bade Hteheoden Jahren 

•of di« Oiitppe I— ni atwamnieB (d. i. die br«il« Hau« der B«- 

vdlkervDc) ^'6, bsBv. 4125 PercMita, 

aaf die Oiuppe IV aad V aiuamm» (d. s. dU rea den Bernl- 

latim materiellar l'riMlactioB rticliUdier lebauleo CUssea) 319, ,37 
aaf dieQrnppe VI— I.X Ill^uBal«a (d s. di« ScvfllkeraBcsschichl«ii 

kokenr Blldnac nnd mittkran Binkommeaa) £15. 205 . 

T DU ahMlqua 7,»ht*B w*»n in J*J.r. 18S2: 130. 127. 46. 192, 16, «. 11, 
U. Sli in Jahr. 1883; Si 124. 34. 2Ü;f. ^. 79. U, 9. itß. 



aaä 



1i Sv. EkI Hk(*Ib"b: 

Tnti dar SahwBoJcBUiB ioi I'^'^'m^i^tb rtiimit" das fjimMiiiiIiiliT io bodoB 

Du Kiwritflt itt SäuÜBigta. viri twb. dar ICoontiLt dar BerSlbrnnf 
gBtngaa, and mr, wofls sidtt gräda t«b deo obenn Zohntuuend, aa dodi 
gewin Toa den hSbaxvn Sriiiehtei dsr BevfUkarasg. Je bilur du BUduagnioBLsat 
iB B«ra£s dnrehiwfawttlich vbägt, je iadiniHaligiartar oad freier die Bw«£»art 
wird, d«rto bemfUdier Bahritn die ehatidtan YerldltBÜHe n wwden, desto 
■efcr tnten die objeetiTeiif die Seiteidnag hwnmmidm Konente ia ddn HiatBr^raBd. '") 

Dieae Enefaeiaaaf wird aaek deatliehw, wma wir die Scheidongea ia 
die befcaaatea nrei Kst^orieB »rlegen. 

Vea dea aaMerMoeaa^nlM Sebatdaana '^*f^'^ aof die beancfaaetea 
Berafi^rappaa fl — IX) 

iB Jekn laSi . . - . 15'/., 14, ff/,, a^/., i aft *•/,. 3'/,. 4', P«r«ata"). 
. , lfl83 . . . . a 21. «, 33, 6, 14, 3'/., IV.. 4 

TMi den pToece w al e a hiagegaa 

iM Jahn 1888 ... .86, »V.. T/., 29, ■/,. 8, '/, ' „ IV, P-ceoto-«). 
, , 1883 .... M, av„ 5. S, I'/., 10"/» -. IV,. * 

»der ia der ZaaaaaaasAsiig in di« obea aafpfteUtea drei Saiaaelgrappea 

TM in MHMrprMMMMlaB gfkeidaana . . 38V,. 33'.',, 30. hmw. 38, 39, ^ PwoBt«, 
, , proeMitalea , «K «V„ 10'/,. . 48V„ 34V„ 17 , 

Ja der enten SaBsidgnppe, aimliffh ia den EreiMB der Laadviitk- 
aebaft, dar geverbliebea HiUHrfadter ud der Diener, tretea aomit ia beiden 
Jabieo die aaaeeriSTWeaaBales SehaidBagen weit zoraek, ia der Grappe der Kaaf- 
laate aad Öewerfwialiaber stebea aieh beide Kategoriea dereb beide Jahre gleieb, 
ta allen Ibrigen aber Bberwiegen die aaaaerproeaaaatlen Seheidaagen entadüedan, 
snd zwar iet hier das üebergewidt, wenigateaa im Jahre 1863, ein nodi lUrkarca 
ala daa gegeatbeilige ia den Kraiacn der [Jrprodaetioa aad Gewerb«. Je hSher 
die Geaeltaebaftaaebidit« ist, weider die göehiedene Ehe aagehSrt, deato eher 
iit alao die beidaneitige CeberehutiflUBsag xnr Aofhebong der ehelichen GeaMin- 
adtaft za erwarten, deato aebwXeher iat die Macht der FuaiUenbaade selbst. 

Koeh aohlrfer ala bei den Seheidaagen treten bei dea Trennangen 
die ünteraehiade der BMiifigmppca herror. 

Von 100 Trensangea oitfielea in daai hier erörtrrtan ffieaainm aaf die, 

LeadleaU «te. 51, bes«. 6, 1 Besatai ate 9-3. b«iv. 13-5, 

Arbeiter «tc 31, , 5, ' Sctoiftrtener «te. . . . S-1, . — 

Wean 2-1, „ 25, | KiUtte 1, , 15. 

KaaieaU «te 711, „ 60-5, Gefatlidiea — , , — 

Boati«» — , , 3-5, ' aoasUgaa Berefe ... 6-2, , 7-S'*), 

aaf die Gnppea I— HI zaiaBsaa aoBit 10-3, baiv. 13-5, 
, lTa.T . , 711. . 64. 

. ; ; VI-IX , . 1&6. „ 22^ 

War ea aehon »berraadiend, daea bei den Ebeeeheidaagen nahem ein 
Drittel aXmmtlit^er Scbeidnngffille einer einzigen Bem&gmppe, nämlich jener 
der Kaaflente, znr Laat fiel, ao iat ea auf den eratea Anblick fast TerblSffend, 

<*) Tir haben m dubio die ,Knuticen* Benfe den bSheren xogescUagfln, denn 
aar b«i den letaler«« fladet licb m«Ifteu die weitcehende ImdiridiuIiaieninK de« Berafes 
aad dea Wlderatreben Keceo du ZMammcBfaaaaa nnter einen Gntinneebegriff. 

») Die nb«olnt«o Zahlen «area im Jahre 1882: fö, SO, 24, 107. 15, 72, 9, 12, 
17; i« Jahre 1883: 41, 77, 21. 119. 22, 52, 12, 5. 14. „„„ ^ „,,„,„, , 

>*) Dia abMinUn Zahlsn waren in Jahre 1882: 75, 77, 22, 85, 1. 23, 2. 1, 4; 

Im Jahre 1883: 53, 57, 13. 83, 4. 27. 0, 4. 12. , . „ ^ ^ „ , <= • tu 

**) Dl« abiolatni ZaUaa waren im Jahre 1882: 5, 3, 2, 69, 9, 2, 1, 6 : im Jahre 

1883: 5, 4, 2, 49, 3. 11, I, 6. 



Die BhiiatitaKm In OetMmkh. 



13 



dufl dieHlbe &rappe in dem «ioea Jahre naiMxu, in dem «ndorn 50g«r mehr ftl« 
iw«i I>riitel «Xmmilicher FUtetrennnngMi fOr »ch is AnipTDcli nimmt. Ans diewer 
Verxcltiebiitig muM nslilrlicb anrh jene dar Übiigen Gruppui [a%»B, sj« goaobieht 
Hber «iedsr nur in einseitiger Weise. Die TreoDongen trelee bei der SunmeJ- 
gmppo I (Landlente, Arbeiter, 1>ioi]Br) «llerdin^* hinter den Scheid ongoD vrvH 
mrllck, sie bleiben »bar in der Semmel^rappe 111 den Soheidan^n im Unreli- 
enlmtlt gleiob. 

Ein Rinäiue der Bera&art auf du Vorwiegen der Seheidanga- oder 
Tr«DDnng>fr«ijuenz \imt äeh vis den vorliegenden Daten natUrlicb nicht mil 
Sidierheit er«cblie<Men; (Hr die IVeannogca kommen eben nnr jese Berarsgrappen 
in Betracht, in welchen und ioHofeme in ihn«n Nioht-Kalbolilten vertreten nirnl. 
Die EhttreDnangsdelen aiad aber, «ena wir nmi aa( die Analyae dar gfüsaeren 
Zahlen betcbiiakeii, weBif^tens oia Beltg dtlUrt wi« aebr die n»rcanCilea ind 
iDÜOBthclIco Kreiae von jener Confesston baaetat nnJ, wdobe die Bbetrannnng 
■0 leiebteüten mOglieh macht, 4. t. von den jSdUcben Behenotaia». 

HZ. AUsrsTarhtlt&iii» uni Daaor i«r gelüsten Shes. 
ti^ AltsT dor Satten. 

Die Erfaebang sondert di« Gattao ii«r gelSsten Bbea naeb dem Alter in 
folgaoda Orai>pen: 31&niiar bis xom zaruckgelegten 30., vom 30. bi« xam hO. 
and Über den 50. Lebenajabre, Fraaen hi« cum xorUckge legten 30., vom '20. bia 
xon 40., vom 40. bis tarn 60. and Ober dem 60. Lebenaj^hra. Die Altera- 
gliederang ist eonit bei MKnnom tmd Frauen oine unfcleioho, sie xerniU dort in 
drei, hier in vier Kategorien, lieber diesen Mangel kann man hinvegkommen 
durch Contraclion der obersten (trappen bei den fraaco, « atehen sioli nämlich 
dun gegenüber die Al>»ehnitte bU zum 30. nnd 20., 50 und 40., nach dem 60. 
nnd 40. Lebensjahre. Der UcbclitaDd, welcher aber die Vcrgleichong weit mehr 
erachweri, ist die uo^ymmetrisohe Abgrennsg der AllermbiKihaittc bei den iwat 
GesuUlrchtein. Dem 30. and 50. LBbesajahre der Itianer entapricht das 20. nnd 
40, der Frauen UDMrea Eraobteoa niobt; als die eornepondierende AlterȊtiife 
wir« Veit riobli^r das 34. oder 25. und dax 44. oder 45. LübeuBJahr anzn- 
nehmen gewetKo. Wir künnen daher nor mit groaser Voratcht an die UaloraBchiiag 
der Alteniverli&ltnisse herantretea. 

AU die bevSIkemngastatiattMle Gmsdlogc bei dieser Untertneliflo^ 
kann ein Zweifaebe» gelten, dif Vertheilting der Verheirateten oder die Ver- 
ihcilvng der KheKhlieuwendcn auf die cintelnen Altcregrnppen. Ziehen wir dem- 
naeh den Alteraanfban der Bcviflkernng nach der Volkaxihlaag von ISäü and 
die EhwchlieHungiiiffem von 1863 zom Tergleiobe bsrbei, so stehen skfa 
folgende ^iffcmrcihon grganflber. 

Von lOU bt!t heil igten Uüncem 





«-•KB 
Vthalrml»t 


Mklona 
■Ina Klia 


■chl<d*a 

ts<a 
146 
685 

16-9 


dar RhB 
1. Jahr« 


bia entB 3ti- Jahre . 
««■ 3i,l— 50 Jsfan 
alitr de« W. Jshr>< 


rli.m IM« 

65 
32^5 


i.j*ur«iac> 
65 
^9 5 
55 


13 
7i> 
17 


Ton 100 hetbritigt«» Frauen 










bia Ksn 20. J»hrr . . . 
vom W. — 10 Jthrr . 
«Ur dem 40 J'liTc .... 


13 

513 

. . 47 4 


1»6 
74 
7-4 


S'2 
69-7 
88-1 


68 



*■) Die ab*ola(*n Zahlte f&r dia TarlbaUnng iler Rfctiicheldiuieea nach Altera» 
Krappe» Btad im Jibro li^. t)6. 446, UO, bnaw. 14. 4AJ, 183; ia Ja^ 1603: 81, 13Srj 
lOÜ. bex«. 16, 430, ISa 



14 



Dr. Kfiri BKcelmsiiB: 



Aiu du'ser GcgentiberfitellnDg ergibt »ick Fulgeado GeuerftlMsrnng. 

Bei den Uännero ist der Peroentantheil der GcMbieduDDii Ton Aat».ng 
an Mb zum 50. Jabr« etärksr als jen^r der VQrheirBt«t«ii, erst von di u tritt 
Au Ümgebchrl« «cliarf hd Tage. Bat den MKnneni üt ferner die Zeil bis sutn 
80. LübeoKJkhre d*« weit vorwiegende lIeirAt«alter, di« Scheidang^t«it deraelb«n 
beginnt aber «rst mit dteaer Atterf»tnfe und die UKnner bleiben von da iin biH 
zaiu I/cbonKado sur EfacBclieidaDg gencigt«T als stir £hL-«cblieBftaiig. Die Keiguag 
xor VeränilertiDg nimmt mit dem eunehmenden Alter ab and wenn eine sololie 
sobon daroliauH erfulgcn soll, »o kunn eii elier die eine 8iloation abacliU««aead« 
aU die eine flotebe neu aobaffende nein; dien subeint ans der (rugensatE der Efae* 
■chliemiBg»- and EhewlieidungazifTem bei den UHnnern zu bcaagca. 

Hie Grecheinnngen rUok»icbtlieb de» Alters dar getcbiedenea t'rnueo 
«uaea fiai durcbwega Analoge» anf ; die bedentenddte Abtroicbung iai das Ulcich- 
naa> des ConUngente, welches da« Mittelalter der Frauen zo den Kbeschliestiungen 
und Elieiicheidiülgen liefert. Wir glaaben aber, dua ancb diese Abweichung nur 
eine Hcbainbaio ieI. Ware das Iklittclollcr der Fraaen, wi« wir eben bemerkt«*, 
mit dem 25. — 45. statt mit dem SO. — 40. Jahre Dormiert, so würde büoliat 
vabntobeiulicib auch bier da^ 3obuidung»canlingent in der mittUren Lebensporiode 
ein weil beltäclitlichiires sein als jene? der EheBclilii-ssungen. 

Die Uniernvbiedi; der beiden äcbeidiingaxrten sind, wa» das Alter der 
G-atIcn boliilTt, weniger r«n Balang, wto die naehstcliande |)er««DtaelIe Verthailiiug 
der Sclieidusgamie auf die drei Atti^ritgruppeu (f, IT, 111) dentlirb zeigt. 







(fe4slit«d«n« 


Mian«r 




OtlB« f*ro(-IM 


Pr»l»B 




«bti« Proowa 


Im CrorWBiiriiipi 


Im rrCMMWtca 


r. , . 

li. . . 
lU. . . 


ISST 

13 
69 
18 


ISSl 

las 

72 
155 


IS«I 
16-5 
68 
15-5 


ttst 
14 
öS 
18 


ism IW« 

i-7 3 

72-5 «>Ä 

35-7 27-5 


t>a? lUS 
2^5 2-4 

66it5 66 

il 3I-6'») 



Eine Tendenz der MXRner, je nach dem Alter diceo oder jene Bclieidanga- 
form za w&blen, ist «otait in beiden Jahren nieht in dbereiDstimmender Weise 
au erkennen. Wollte man nach den Ergcbnisaen du ersten Jahres finden, daas 
mit dem suncbmeadcn Alter die friedUcbea Fonaen der £he«cbeidDng gesncbt 
werden, in jungen Jahren bingegen die Ehelösnng hünfiger den Ctiarakter deo 
Kampfee an sieb trage, eo stehen hiermit die Daten dM zweiten Jabro« nieht 
im Einklang«. Hier ist weitere Beobachtung von NSthea, um au einem .lioherea 
Sohlnsae tu gelangen. 

Anders bei den Frauen. 

Auch hier ii>l der Unteraoliied der zwei Scheid ungaarten zwar kein be- 
dentcnder, es *Us\it aber doch ftr beide Jahre fest, dwn die bSohatu Altersstufe 
bei den proceasnalen ScbeMongen stSrker vertreten ist aU bei den auBRerprocoa» 
eutlen, nömliclt bei erateren mit 31 — 3S, bei letzteren nur mit S6— 38 Porcenten, 
und dies beasgt, dasa di« Frauen in jüngeren Jahren zur iShesoheidong geneigter 
»tad all in vorgerUclitcren Lcbcniipcrioden. 

Weil deutlicher als auf die Kheaobeidungen macht sieb der Einflnsa des 
Alters auf die EhetreonuRgcii bemerkbar. 

Wenn wir die Perc«ntziffein der Ehetrennnngeo naeh AlterBgrappcn deal 
analogen der Ehescheidungen gcgcnUbcratcUen, ho ergibt »ich nach der bekannten 
Groppeagliederung folgende« Bild: 



") Pi« abMinten Zaklen sind b«i d»n Uiaaen In Jahre 1882- 47, 249. 6^ 
b«t». 48, 197, ii; bei den PraBcn in Jnbrs ISOIÜ: 6. 262, 93. U%w. g. 192, 90; IhI 'Ira 
Bänacra im Jahro 1893: 45, i6ii, 56, bea«, 36. 171, 4«, bei den Kranen im Jahre 1883: 
10, fibZ. 100, bcaw. 6, lä7, SO. 



Ma ETirtlWBjya in Q*«Urr«teh. 



16 



^"*lBh«twiuiiiB««« =»7 +64 + 9. „ - - - . - 



i«e3 



Kk*Mli«lAaBg« ~ 13 +70 + 17 , 



5 +88+ S, 

. , 8'/. + 68 + 29'/, , , 

ICkttnoungea =17 +68 +16 ■ . , , 7", + 80 +12';, , , 

Bei den UiDnam Qiiil bei den Fntaen trSgt aomit die jUogere Ebo- 
j^cratioD iscbr sa den Trenoun^n hti als m d«D S«heidaagen. Hier, w« di« 
EbelHsung dio Docr^scbest« i»t nnii die Mtigliclikeit der Wiedervereh^Jicbung 
•dufft, i»t die Betheil igang der jüngenm Jahrgäns« die »tiirkstc: tiuo ^cift 
htlifegeo zn diMeu ndicalen Hiltel Mltener, wean dia Datflrli<:beD BedingaDgen 
nr AuDHIiang dr.r Wicdcrrerehelicli nugn- Frei bei 1 mit dein WudiBcii der Joltre 
Mhvrindea. Mit uideien Wortes, daa llotiv der Wiuderverehuliobong sebUgt bei 
den EbetreoBUDgcn aichtlicfa dorob. 

Angeflkbta die«er Tendenz der Ebeirecnnn^n iat e« doppelt inler«8«*Btj'^ 
dun du Uebergevicht der jüngeren Jnhrg&nge b«i den Trenaangen SeiteB» beider 
Geeoblecbler u«lil in gUicbem iUu«v vorbnndcn iel. Die EbetreonuBg«!) der 
FrEoea vur und oacb dem 40. Lebensjahre verbntien nicb zn einander im Jahre 
läSa wie 94 : Q and im Jabrc läSS wie 8B : 12, jene der AIKimer vor und 
luefa dem bO. Leki?aii.jalire in deaielben Jalin>n wie 91:9 ond S5:lä; in dieser 
Gnippirong fftbrea diu Ziffern also wohl cion beredt« Sfirachc. Wenn die Fraaen 
nach dem -10. Lebeiujahre bei den KhetreDnoagen seltener vorkommen ai« die 
Winner Reibet oaob dem 50. Jahre, dann mn« man wohl annuhmen , tUta die 
Ebetrcanim^eB von dea mehr aU 40ji1uigen Franko allertings nicht mehr gesucht 
werden, iondem sich g«gea ihren Willen vollziebrn , dzü» aber in den fraberen 
LebcABftbaoboiiten der Fräsen die entscheidende Uraaebe der Sbetrenonngca 
sumeist aaHzarhallt de« Will«» der llKoner li^t. 

b) Allersdiffereni. 

Es gilt ala notonache Ibataacbe, da«a für die EhelQaiiDgan nicht eo 
•ehr daa abaolnl« alA da« roIatiTe Alter der Ganen in Betracht komiul. Die 
JÜbebnng bat daher diesen Punkt aafgegnffen ond cnniehat in Frage gezogen, 
welcher Gatte der ältere ist. Der enlvbeidcode Punkt dar Untenuchung i«t da* 
Anltersein der Fraa, denn voo diMMi Unutud prisnioiert die laadliufige Uei&ang, 
daw er die Lönong der Lhe begttnitige; wir werden daher im Folgenden die 
Frage in dieser Richtung formnlieren und au beantworlan «neben. 

Uio Fräsen waren Slter alz ihre Uinner 



bei den nanerprocvnaaleQ äcbaldttitfen . . 



im Ja&re 1882 In 72 von 361 FUlea 
. , 1883 , 80 , 368 , 

bei d«n pne««.U.a S<Mi«U..g«. ( • - li? ", g ," 2^ ," 

WdenTr-nnng« ( J T 1^ ; 15 I 8*? I 

oder bei 20, 2ä, 16'5 Perennten der einielBen LCsungurtes im Jihr* 1882 und 
bei 23. 26, lö Perrontca demiben im Jahre 1888. In beiden Jahren liefern «omit 
die älteren Fräsen das grOsMe Cuotingent so den im Prooauwegv enilritteuen 
Sebeidongcn ond das gerinKale za den Ehetrenn sagen. Wie erkl&rt sich nan diese 
Enebeinang? In diesen Füllen, solU« man glauben, sind die Bedingongea rar 
Lüenng dee einen und zttr Anknüpfung einee zweiten Ehebande« auf Seite des Manoe» 
«tn ehesten gegebim und trotzdem sind gerade hier die £fa«tr»nnuQgf>n am «elteuten. 
Der Widerspruch behebt üob zb<rr sehr leicbt. Die Ehetrennong ist aas diesem Grande 
nur denkbar anf Grund weohseUeitigen EiurerstSiidaiasee (uDUkerwiodliober Ab> 
neignng) nnd der Cousea» der Fran wird hier um so aobwerer za erlangen wio, 
je weniger bei ihr die tiedingaßgen aar Wtedorrerehelichnng gegeben eial. l>a« 
Gleiche oder Aehnllcbea gilt auch von den Sehaidongen. Hag da« bei Ehelrea* 
nuDgen treibende Hotir hier znm grOsaten Tbeite (aSmlidi bei den katboii«oheo 
äcbeidungeo) immerhin nioht oOen wirkea hSnneD, »o fcui e» doch alz nntautere, 



t6 



Dr, Karl Onc'l***»' 



Utanld Harbt niehl tRnurien wvnleii. (<■ int hicnnil gtnt Terriolwr. Auh wm ie il«m 
«i»n Kalla dvr KgAunini , ra in dem anättt» «in etbUcb^T Fwtor wirkt, iäM »is 
detn A«IU-r»oii] lUa wciLlicliPii Tlieilea die ITebarl^enli^ii liet gtringerea Leiden- 
«eh«fUI«lihelt ^geWi bt un<l il'ie weibliche Tagoad der Beai^Dmtion and ä«a 
I)nl(l«miutlira ibre «'«Uo Mioht «aLwIokRla kiian. Der All^meine Satz kann , wie 
gmrimt tito GTllniln «ucb MiiiD, nur dabin tnaUii, dus d«a Ucberwicgun du Aitci» 
dar Kraa ibr W iilcratr^beit gtgtn dia Aufhebung der ebelioben Gemeieuhaft befSrdert 

Wir wUrdfin diiis« Pra^ mit Toller Sicherheit bt«ntworteo kSnoen, wenn 
di« BoTfllkerunfciiKtaliNlik du» ÄlieraTerhlltnHfl bei den Eheeoliliesanngen ganz 
«ii«t »r SacbweituDg brOcbte. Die Bevlitkeningwitati»tik unter (choidet die 
Nof>tBrient«n nber nnr nunb Ait«riigrn[>peB , lo dose wir nr F«tat«llii ng, wie 
rioie Ebrn mit Ultcnn Kranen einsegaofon werden, auf eine Schätzung ange- 
wiaiisn «ioO. Wir Ollrilcn iod«w oiebt Hfar irren , wenn wir dioiv ^Qotc mit 
nilndotan« 20 Wreenten besilTeni, und dann wäre wenigitena da* Eine be«tütigt, 
daus dio illtaren Fraueu bei den EbelStungto nicht zablreichcr Tcrtralea sind ali* 
tiei dvn Kbi<li>«unf;m im Allgemeinen.**) 

Wir wollen auf Grund der kunen Üeobublaogadaaer der BhelHeongen 
und der g«rinf;an /.ilTcrunterMhii-dn gewiai noch niobt die Bebauptnng wagen, da» 
ilo« HcbcTge winkt dea Alters der Frau alt ein die Eheli^Anng hemmenlcr ITnntand 
»rwieiion ««i , dii« Kise iat aber »ieher, dau die rouim»nl» 0]>inü>, welolio in dem 
Usbsrwiugcn d» Altera der Frau ein dio EbelSaung bKr<»rdemtteit Uoinenl erblickt, 
iu den vorlifgenden ^^itrarn kein« BeMlfttisnng erfilhrt 

Hin Krbebong bat auob dns Mona der Alleradifferens erhoben. Be ergab 
■ieb darnacb in binden Jnhreo, da^i der AlCertiiinieracbifld in der giosaea JfebrxabI 
der Kille wrniger als lU Jahre betrog, nümliob mit geringen Modificationen bei 
dm moBnlnen Ltfaeagaarten in 70 — 7ö Peroenten der Fälle, ßioe eingehendere Analyse 
ilieaer Datrn verbietet aiub aber nua liem Grunde, weil bei den Detail- Sacb weise 
iter Allendiffeieni nicht mltgnlb^U Ist, ob da« liebere Alter nidi auf dur minn- 
liehen oder weibKoheti Saite findst. Wir wenden ans daher aofort einem anderen 
funkio to. 

f) DftBar il«r gelSaten £bas. 

Tan 100 aufgeliSaica Elien batt^n giMlanert 











(.—1 
Jafcr^ 


Jahre^ 


8-10 

Jalm 


lO-tt 


tkar 1 


bei du aniaarprecaMBttlü a 
Sebaldaacaa 


1 iBi Jahra 18^ . 
1 . , 1883 . 


. . 10 
8 


32 
29 


30 


30 
31 


4 

t 


bai daa |»Toc*aaaaUa 
8ch«ldBec«a 




* 
a 


18« , 
18B3 . 


. . 4 
& 


33 

X6 


30 

Ü7 


30 
38 


3 

4 


bat iltfi 
Itannancon 




• 
■ 


isas . 

1888 . 


9 

. . 9 


39 


27 
3X 


2S 
35 


1« 



") In <lt<B Jalirve 18^1 «ml 1982 vard(t) dnrclifchallUlck 3S Percaau der Brtnta 
ala nll ilvm Hnaiixaro E'*'('b"''rii; (d i. in dnr ^loicben Alierastaf« nahend). 12*|, als 
fiadoulaail (d. t. nn dn« 5 Jahr«) aliar und A&'.', ala beJ^nten^l jiiacfir raciatrlerl. Bx Ist 
nan «okl avtlMloi. dam ticli daa Uotiercnwiohl des hhen der Fran hkadftir bei gttittpir 
ala b«i freaaat AliaradilTaniai lta<l>t. uDil m dOrfla daher kaine Urberacfaatsonc Rtn. wenn 
wtr *an dna anyvIiUch .flMfhaiiri^n' Kiaa ala Vlerttl (d. I 8' , daa Oaaaen) far Eb»a 
flitl a|ii>r«a Kiaaan in Antjimi'fc arhrnrn. Wir ahalUD dann iia itanatB Ibar XO Parcrat« 
von Kktu mit Utaran Fraaoa. Ver^l dia Ultibfilinatan Dl>er die Rnsrgnnc dar Bartlkiraac 
la daa Jabtüincea 1888 and 1883 der „Statlttiaebaii Hanaachnft^. 

"1 Dt« abaelataa Xlfleru atad: 

AaaMrptvmaeal* SebeidM«« [jgg.,. „ ^^^ ,oe. m, 7 

i_ 1 «,k ^» — . IlSe«: 15, Bä. M. 86.10 

p™««.al. Öcheidaag« - ■ [igM 13. 66. 68» 96, 11 

_^ 11S8*; », 38. «. W. - 

1Waanc«a ■ . \ygg^. 7, «, 3& W. J 




IT 



odar, w«Bn wir di» Gruppen nBamunneli«B , 

Diese Dntan scboB be1«ncbt«D ü« L&san^TerhSItntBH in niebt miaanTersteheBder 
Wei!>e; es fehlt ihnen aUr inr TSlIigea ExacÜieit tioob die Glnlotim&Mlgkeit dar 
Zeitniuine. Wir vollen dfth«r «in« Kfldaetion <)» LOamigBßJI« anS die «dwIb« 
Jahre der Ehe Tarttai^Bii. Bei einer nivi<tion der oben aagegebeoen Perc«ntziffeni 
durob die Zahl der Jakre jeder Omppc ergebi-n sich die aacbst^eiidHi PereonUiffenu 

In j« itMB dir Dajthr« 





lai Jahn 1882 . . 
. . 1683 . . 


ft— U JabM 


&h«r M Jahn 


StttUaagim 


66 
G7 


34 

88 


M dea prOMaaoalaa Sekeidniij^ 




18BX . . 
18SJ . . 


67 
68 


33 
4» 


kel lies TraiBiinK<a 


1: : 


isas . . 

1883 . - 


7B 

73 


26 



bei d. aauarpr. f tm Jahn 1882 . 
8chridiuic«a | , . 1883 . 

bei den preccaF, f , . 186S . 

ScheidtuiKeD ( , , IBSä . 

bti den Tr«a- I „ . 18S2 . 

■MgM l , , 1883 . 



baBb«- 
JahrsI 

10 
8 

4 

B 
9 
9 



ll-T 

8 
7^ 

8^ 
6-5 

»75 
9 



6 
» 

&-4 

6-4 



II-XIV 

a 

2 

2fi 
1-7 
1-7 



äbar XZf 
» 
? 
? 
f 



Das Erst«, wae aus aW«a dieMO Zi&ni in die Augen «pringt, ist dl« 
ThaUacJie, da«> voo jenen Kheo. bei weleben die QaUen die Lflsan; darob den 
Tod nicht crwartra kfinnea, zwei Prittol vthrtad da» eratan DcoenniiUDs cor 
Aafbebiui|{ der ebelicbea UemeiDBobait gelangen. Dieses ReaolUt widerspriebt dar 
ftlltXglioben Bcobachiaag nicht * im Gegentbeile, die Ziffer ial geringer, ab naa 
erwarten nSebt«, and e« kaoa nar befremdea, dau ein Drittel der EbelOsoagen 
noch oach mehr oU uliDJiUiriger Daaer der Ebs erfolgt, ja da» aioli Öi^ 
iCaangaB, nena «neb sporadJAob, naoli der nlberaeo Houbzeit noch tändea. 

Daa Zneamaendtingen der EbelOKUif^n auf da» ente De««niuDu findet 
■idt bei allen Lösuagaarten, nur nicht in gleicher Starke, tlei den Ebetrenaongen 
erfolgt die IJitaDg frUber nie bei den Scbeidangsn ; die« tritt suntc^ berror, 
oi&gea wir kleinere oder grSsaere Zeitabsobnitt« ia's Aogo faasQS. Von den Eho- 
trenaongen iAt tut die Hitfte (41 — 48 Pere«iit«) icbon im ernten Uninqeenniam 
erfolgt, wlbrand die EboBcheidiingen (beider Eatccoiien stuanuneo) es nicht gans 
auf 40 Percente bringen; das erftte Deceonion eieht tob den Ehetrennaogen 
nabezD drei Viertel, von den EbeecbeiduBgen nicht ganz iwei Drittel Butb voll* 
neben. Die EbetrenDangen «lud somit mehr alc die tlbri^en KbelAsangen dea 
Keaultac achon mit der Ebeechlieasang g^ebenisx Fsaoren, sie !«taiDii)en au« 
«o«igt»«ben, rioUeiobt anob von der Leideaacbaft erfttlJteD, jedenftlla aber rasch 
dem Ziele zasteaemdea EotachlllMeo. E« handelt sich darum, die Högliobkeit der 
Wiedcrverebclitibnng su gewiBoen, and daher kommt oa daraaf an, die Zeit dee aoob 
vorbandeofn bei ratsfab igen Altera ohne SHameii so ntltieo. '*) Der von den 
Treannngen reracbiedese GeMunintefaarahter der Sobeidongen iet hiermit implied 
schoa dargeatellt. Zwiaefaeo den swei SobeidnogwrteB valtel aber anoh ein 
UotcrMibied ob, die im ProoCMwege entrittcneo Scheidoogeo kummcn nSmlicb 
■piter enm Ahsohlo» alt die aDewrproeeMoaUn. £• zeigt aich die« Tomehmlicb 
in den Reanltaten dea cralen Ehejahrea (dort aar 4 — 5. hier 8->lO Peroente), 

Inreh dieae beeinSuaet aber nach weiter bi« Ober dat erat« DeeeBoiam hinatH. 

)ieatf Sachverhalt ist latofat efklKrlioh. Aoeh dort, wo die Scbeidaagtnrsache 

"} Auch U«r In sa «riaatni, da«a der Oeceiwals voo Treonaagra sad Scbtidnesea 
peeb eekirfer ee T&s« ln?t«g m»!!«, vaaa man nater den Sckaidaagea dl« pr«ti*Miiek 
■Tfelgeadta ftiu»«s Atlit Imkd k^aale, 

auUeWeiha MeBBaihllft iM». % 



1B Dr. Kvl Hnicslnaiv: ^^^^H 

aar ein«!!! Thcile empdodliob, die Scheidung also nar im IntmMS etnea TbeiUs 
gele^D »t. weiden von dieaer Seite gvwiu xunüclist die Uiltcl der Uebor- 
rKdting (dm pHyehologiscben Zwugaa?) verstioht, nia cn dem EinrerstlndDintt cti 
gelaD|r«ii, nnd erst treoD dieae» 2iel niclit ta «rreicbeo ist, findet die SobeidangB- 
kltge «(«tt. Und ebenso «Jcber Jet es wobi , du» dt-r Gntte , wukhcr tre bin zur 
Sebeidsngakla^ von der Gegcoaeite koamen IKmit, die KccbUiniltel da» ProMiuos 
enwbOpft, Niclil diß grringe Zabl von S^liffi^acgiiarthciltru wibrtind der erxten 
Zeit der Kbe k&on dabrr UlvrnuobeD. sondeni nur der L'rastnnd, dau 8chciduag»> 
nitheile Uberhati[>t erfolgen, bevor der Tag der Trennng aieb jKbrt. 

Ton den Ziffern der einzelnen Jabre lat die betluutmmRte das aof du erate 
Ehojabr regelmässig cntfa]leDd«3Jaxiniuni und die d&nu ««fort eintretende, faat nog«- 
BtÖrte AbnaboDv. Die»»-.!! Unberwiegen der LOMogmfTern dei er^ieii Eliejabre» geaUttet 
heinea Zweifel , daui die Tendenx der EbrlCaiuig «ofort nncb Eingebnag der 
Ehe tun «ttrkaten itt. Du Ulnua bei den [jrooes«aaJen Sobeidungen widtMprit'Ut 
diettor ÄnDahmo oicbt. Die LSauageteodcns ist hier einseitig gewim ebenfiüla Hifgrt 
vorhanden, nur kann nie begreifltcber Weine im ernten Jabre viDifaob noob niabt 
tarn Siege gelangen. Bei einer groaien Zobl der Ehca &hli.'n uiTcobar d)o B»> 
diogangen der CoSxiBlent von Anfang an cnd die vor Kingehoog der Kbe BeUt 
nnbekanntcD trennenden MumnntD ntacben aUJi nneb Vollziehung derselben sofort 
mit aller Uacbt tikt einen oder beide Xbeile gellend. Es bandelt siob dann nar 
am die Sttrk» de« WideratandM, welcher von inoen oder sD«aen dem Lfisnags- 
etreben eotg^enwirkt. Wie lange die LCeungepioceaec im Inn«» der Familien 
davem, waBB die Ictiten der von Anfang an zerrieaenen Kben auch tat fonnellan 
Lösung gelangen, die« liient airb aas den HiatiHtiBohen Ualvn frcüiob nicht erkennen. 
Gewip« trelen vielfach ScheidangaDrsaGbon ent im Vetlaufe der £be auf und die 
erat nach Q,ainq«enDion und DconiDien erfolgeodeD Scheidungen haben ibra Ur- 
Bube «obl xnmeitt in Vorkommniuen apCieren Datnma. ÄUein alii: diesu nach- 
trSglick aioh entwioVelndca Keime der Zeraeizung Üben, aelbitt wenn man all« 
LftfiiDgsarten oombiniert, jene zarBtßrend« Maobt nicht melir, wclebe den nrnprUag- 
lioh gegebenen Differenzen bi< zum Ablanf des enten Uniiiqiienainiaa inocwo|||g| 

IT. ProgQnitnr dar geUstan Bhen. 

Die Ethebnng bat (He Progenitar der gelBaten Eben insoweit in Betraoi 
gOBOgvn, als zn contlaticrsa isl, ob im Uumcnl« der BbelÖHosg «beliebe Kinderl 
vorhanden waren oder niobt. Die Antwort aaf dies« Frage int in nachBiebendeol 
ZÜTem gegeben. 

Im Uomente der Ehelftenng waren «beliebe Kinder vorbanden 

IB Jabre 188S bei 173 aosaarprocaai. Scbaidnagan, IM proceu. Scbviünnsen. SSTrcaaii 
, , 1883 . 167 „ , 132 » . « 

niobt vorbanden 

in Jabre 1862 bei 168 «oHerproce««. Soh«i4iaj;*B. ISSproeaaa. Sdii>ldDD«en. M Tresnatife^ 

, . 1883 , 196 , , IUI , - 47 

•te fehlten bIm 

im Jabie 1888 b<d 6Ä Pere. der a. pr. Stb. 43 Peic. der pro*««». S<Ji. 67P«rc. der TwanoBg. 
, . 1883 , M » . . . 48 , . , , W . , 

Dl« Kinderloaen bilden somit entweder geradeca die llajorillt der von der Kb« 
Golöaton, wio bei den Trennungen und aaaaerprooeMnslen Sobeidnngen . oder sj« 
komniBn der llalfie ganz nah«, wie bei den in FrooeeBwago rr^lrittonen Scbei- 
dorgen. Ee ist dies ein VerbÜtniaf von »0 draatiaeber Art. dasajesle rombination, 
wie viel eobwäehBr wohl die Kinderloaen in den stehendtn Eben vwtrclon »ein 
mUgen, von vorneberein ala ÜberflllMig craebeine; der Kindarsegan Ut «i: 



Die EhelSmngeii in Ooitemlch. 19 

Hemmnisa ftbr jsde Art Ton EbelSsoiig, dies üt angesichts der Torliegeoden Zahlen 
unbestreitbar. 

Der Unterschied twiscfaen den Ziffern der beiden Scbeidongakategorien 
stimmt hiermit nnr tiberein. Dort, vo Kinder fehlen, ist, wie man sieht, das Ein- 
TerstfiodnisB der Scheidang leicht hergestellt ; vo Kinder vorhanden sind, ist, wenn 
nicht ein nenea Band der Ehe, so doch ein Streitobject geschaffen, welches die 
eioTerstÜnd liehe LSaong nnd damit die Löanng der Ehe flberhanpt hemmt. 

Diese ErklSmng reicht nur nicht ans , nm das grosse Uebergewioht 
der Kinderlosen bei den Ehetrennongen Tollsländig zn erklären ; hier siheint nns 
noch ein weiteres UomeDt mitinwirken. Wamm werden die Trennnngen noch 
häufiger als die einTeratändlichen Scheidnngen, nSmlich in ^/j der Fälle, von Kinder- 
losen vollzogen , weshalb widerstreben die Eltern von Kindern der Trecnnog 
noch mehr als der Scheidnng? Die Gefahr, sich von den Kindern trennen zb mBasen, 
ist hier wie dort vorbanden ; soll die Beeorgoisa vor dem möglichen Ei&ffnss der 
Stiefmutter nm so viel wirksamer sein als die Aussicht, die Kinder in den Händen 
einer fremden Pflegemutter zu wissen ? Uns scheint hier in der That die Kinder- 
losigkeit mehr zn sein ala das Fehlen einer Schranke gegen das Lösnngsstreben ; 
ans den anffälligen Ziffern drängt eich die Annahme auf, die Kinderlosigkeit sei 
hier vielfach geradezu das den Entschlues zur Ehetrennang erzeugende Moment. 
Fdr viele der Trennungswerber hat offenbar die liberorutn quaerundarum causa 
eingegangene eheliche Verbindung ihren Zweck nicht erfüllt, sie l5sen daher die 
Fessel , um , daioh den einen Uiseertolg nicht eatmuthigt , das ersehnte Ziel in 
einer neuen Yerbindnog za erreichen, 

7. TernrBaohnng der ZheUsung. 

Die statistische Erhebung unterscheidet erstens die formelle und 
zweitens die materielle Yernrsachnog der Ebel&sung. Die erstere besteht in 
dem von dem Uanne, der Frau oder beiden Theilen gestellten Lösangsbegehren, die 
letztere in den von dem Gesetze anerkannten Grrttnden eines solchen Begebrens. 

Was die formelle YerurBachung anbelangt, so sind die ziffonnässigen 
Ergebnisse zunächst zwischen Scheidung und Trennung sehr verschieden. 

Bei den ansaerprocessnalen Scheidungen geht das lÄsnugsbegebren nach 
der Katur der Sache immer von beiden Theilen' aus, bei den procesanalen faat 
ebenso anssohliesslich von einer Seite. Werfen wir beide Scheidnngskategorien 
snsammen, so ist die Summe der Scheidnngen, welche auf einverständliches Gesuch 
beider Gatten durch Bewilligung oder auf beiderseitige Klage durch Erkenntniaa 
des Bichters erfolgen, allerdings die grossere Hälfte, denn es gehörten hierher im 
Jahre 1882 368 von 651 oder 56^/s Peroente, im Jahre 1883 366 von 616 
Fällen oder 59 Peroente. 

Dieses Uebergewicht ist aber ein weit geringeres als bei den Trennnngen, 
denn hier ging die Initiative in 86, beziehungsweise 80 Fercenten der Fälle 
(82 von 97 und 65 von 81) von bilden Seiten ans. Dort also, wo die Ver- 
ehelichnngs&eibeit mit der Ehelösnog gewonnen wird, ist die Bereitwilligkeit auf 
beides Seiten weitaus grösser, die Initiative zur Ehelösung zu ergreifen. 

Wo aber das Lösungsbegehren wirklich nur einseitig gestellt wird , dort 
ist es gemeiniglich die Frau, welche als Petentin in den Vordergrund tritt. Die 
einseitigen Lösangsbegehren der Fraaen und Männer stehen sich gegenflber: 
acbeidTiiig»n Trenonngwi 

Jahr 1882 = 219 ; 64 | Jahr 1882 = 11 : 4 

„ 1883 = 188 : 62 } „ 1883 = 8:8 

Nai einmal (bei den Trennungen des Jahres 1883 mit minimalen abso- 
luten Ziffern) hallen sich die Lösungsbegehrea der Frauen und Männer das Gleich- 

2- 



20 



Df. K>r1 HaEelnaDii: 



a 



gewiclit, «ODst steigt du Plna d«r Fr&a«>n bia za d«in Drsitochea ao. TTnd bringen 
wir vollMiiiii die beidemiti^n IiÜ>«ungMbegebren mit ia Anublag, iBolieren wir 
jeao FÜte, io wolcfacn di« InitutiTe von d«in lUano Klletn Migoht, daiiti sind 
Qiiter den Kli«l9Hiiiig«[i nur verachvrindend nesige voihandun, boi Wfllch«n dio 
Frauen an der forrndten Gialeitang' gtat unWUnrilLgt sind (Vei d«D 8cheilaogeii 
10, li«i den Trenniitigen 1, Imiw. 10 Feroeat«). Was wir Too andoren Gtclclit»' 
pcnktcn aan zo DrkeoD«a glaubten . niinUioh, du« dB» ffHr die EhelVsosgen ent- 
Mheideade WUIensmoinent b«i den Fran«n in mi^n m, daa bStto demnach hier 
ejna Deiierliclii> BekrSftignag erfabren. 

Die Lttetutig dar Kbe eelbet erfolgt b«i den aaaHrprooeMoalni Scheidangen 
and bei d«r Mehreabi der Trennungen ael Ut?enUndtiflb immer nach beidentcitigem 
EinTerstündnis«, aber aceb bei ci&tm Theilo der dorcli Klage angtregten Scbei* 
diingeo und Trennangeii gelingt en der ricbterlichen Bemlibung in der BegeL 
•oblieaeliob doob, eine oiaTcretindliche Urning an anäalen. LcUteics goaebab 

im Jakf« I88S ><«■ U8 Sebeldaagen nnd — Traumasea 
, . 1883 , 9« . .3 . 

Die LOanng errolgl« aoinit Bchliasiilich bei 479 Ton 651, beew. 4bb von 
61Ö Scbeidnngeo (d. i. 73',, \>nw. 74 Percenten) and bei HO von 97, beaw. 
68 von 81 Trennnngen (d. i. 83, bexw. 84 Pereenten) ohne ein Hehierlioh«« 
Urtlieil; nor bei oineni Tiertel der Scheidongen and gar nor einem Secbntel der 
Trennon^en ergab eich die Nothwendigkcil, die £he doreb Urtbeil tu iSten. 

Di««er 0oter*obie<l der ächeiduage- und TrennungeiiHFero erklärt aicb 
Eom Tkoilo gewiss schon daraus, dan die TrennaiigcQ cum grtJeBten Thailo aas 
Jndeneben berrorgehen; daa «pcciÜBch jOdisebe EberMht [Sobeidebrief) tlut hier 
den Urlbeil von vurnulK-Teio wenig Bann. Ob aber aiobi noob tiefer litgeDde 
Drsaeken mitwirken, mSge dafaingeBteltt bleiben. 

Wo ea znm Urlbeil kommt , wird auch da« Vcracboldeo der iWleioo 
featgcciteUt. 

Ein bridom«i4igce Verschulden wnnle in nnaerem Bivnninm enurt btä 
30, bexw. 32 Scb^dongen und 11, besw. 6 TrennuDgcn, ein VentebnUen dM 
Uannee bei ll9, bviw. l05 Scheidungen nnd 3, besw, S Trennongea, ein Ver- 
•ohalden der Fran bei 31}, b««w. 24 Scheidungen und 3 , beaw, b Trenonngen. 

Von den Scbeidangaarthetlen nebm«n samit 69 , betw. 66 Feroeate 
ledigltob uiD VcTAchalden des Mannes na nnd bei 17 , besw. 20 Peroentcn soll 
awmardDm ein V^nichDliipa des Hannen mil jenem der Frau ooneorriren ; die Wag« 
Mhalc der Kcbnld ist oomit bei den Sdieidungen nm mehr ala daa Doppelte an 
Dn^nnaten der Uinner beleatet. 

Ganx ander« lauten die TrennungterkennlniBse. Hier atcbt die Wagiohale 
dw VarMbnldens im Jabre IHÜ fUr beide Tbeile gleich and geht im Jahre ltl83 
sogar aof Seite der Frauen nieder. Ea Int dies ein Gegeniatx der aufAUigatea 
Art; die Kleinheit d«r absointon Zitfera laut ee aber genthen eraobeinen, den 
F.rkUrDng»varauc]i vorlliaflg ta vertagen. 

Wichtiger noob als dio foimella Einleitnag iat die materielle Vet^ 
oreaebang der EhelOflongen. Ans welcJian ärlimlen wurden die Ehen geacbieden 
und gelrount? Uieee Kruge dringt rieh von aelbst auf, 80 oft von F.belö»ttngea 
die Rede ist. Leider kann diene Frage auf Gmnd der rorliegenden Daten aber 
nnr rnok)>ichllirh der i^hetrennnngen beantwortet werden. Hinaiobtlinb der Soboi- 
dnngiün bat die Unklarheit des ErhebangB-Formnlara die Gerichte lu einer ver- 
arhiedenen t'ootiorungFiuelbndp reraolaui . wekfae die Verarbeitung des Matrnala 
anmSglich mnoht. In den Answeifen dar Uehitahl der Gerichte stimmt uauliob 
die Zahl d(rr SrhridnnirsurRacben mit jcn^r dvr Scbeidongabegehreo Uberein, bei 
einigen Geliebten ist aber die Zahl der ScbeidaDgHUraacbeii grÜHsar uli> jtuta der 
Scheidungen oder Schal dnogabegebren. Dort warde ala« immer die von dea 



IHt BbelOnsgin 1b OMiemioti. 



SJ 



lP«riobtMi bI« tBasR|^b«nd Iwtnehlata ScbeidaDgtursMbe coati«rt, hier aber j««]ar 
doo Parteien aagofdbrte Kliggraal, fol^lidi für einon HcheidaogafsJI daon 
'nelinM Unuaheo, trenn die B«;«hr«o der P&rieien »ich «nf veraoiiie<l«oit ärllsde 
Btlltxtoa. Will BiAa niefat mit einem rSlItg iiii;l«cIi>ru;«D Halorial uperiorco , «o 
bleibt d«niiiMh nichts äbrig, als «U die Analrae d«r 8abeiJuagH rauhen xu rftriiehteo. 
Bei den £betrenauDfen tritt dieser prinuipinllo ÜeWUun'l niobl tn Tnge; 
die Ziffeni Btimmen bU naf tinige nnbedent«iide Pankt«, welehe »ioh Juroh Enter- 
poUtion bweit)g«n luien. 

Di« TnanoDg nnk hiwnuh b«;elirt 

In JkJiT* UM Int Jftlire iBn 



ta 



äPUln 
- 3 , 



:6^ 



m9gta E)Mlir««hM in — PftUca 

, TtrbraohM a" ■ 

p botthttAw T«rlu«ur ■ B ■ 

p llMb(t«Uiiiitca näd Ulnliutd- 

Inwte« T , 

, niintMinriadlicher Al>a«igBBC . . « 62 i, 

DicM Ziffeni genttgen wohl oh» FcroutbendiOBOf . Hu ideltt lu nicht 

gann^m Eretaoaen, dneH die ndienle Uünng der Ehe nur btfobst Mlten dorcfa 

di« Bchwereten, iä» Buid der Ehe am ti«fst«a erschmtornden LSanngagrUDÜe, wie 

Ebebrach ood Verbrwhen, motiviert lein soll, und diu DeierüoD, Inaidieo nnd 

BSrilteo iaegesAionit gegen den «inen Grand il«r unSbanrioDioben Abneigung weit 

zurBektretoD. Der ETklllningij>rnnd ist offenbar nicht in den Thitiietitn , sondern 

in der Cooatraction des GThoban^-ForainlnrB in radien. Fdr die obarakteriititichB 

Form der Trenaug von Jodenehen, aSmlish fir die Trenanng dar«h Scheide- 

brtef, fohtt eine eigene Bubrik. In den Fdllen de« einverRtändliob ge;;cbenen onJ 

geaooiBwnen Scboidobriefe« entzieht Mich aber die Uretcbo der Trenanog der Cog- 

nitioQ de« Kiditert, anil il« neeb dem Erhebnnge-Pormalikr eine TrenRnngssmobe 

doeh regietiiert wecdea nusete, eo h»X sweifelsofane die Eintntgiing diceor FUle La 

die liubrik der .aDUberwindlidieB Ahneigong* der l^he;KtIeIl -tutt^fnndea. £■ 

moai daher nncb dieaer Hcfaflidan^egnuid aiURer Keclinang get&^seD werdtn. Wm 

die weoigea Fülle betriEFt, die d«on nooh erllbri^en (1883 wie 1884 je 1&), IXut 

sich nor der Wideriptuch c«nalatier«n, der xwiuben den Deteo der beiden Jahr« 

rorliagt. Während in dem er«t«n Ebebnioh ond Verbrechen «U Tren^nnj^iigrilBd« 

nicht vorkommen, entfillan in dem iweitea 11 von 1!^ Fällen auf dieae beiden 

Knbrikea; wa> speciell d<s Ebebrncli betritft, sj mIIoo im Jahre 1383 niobt 

weniger aU 8 £hebrneh*mie vorliefea (1 leiten* :lei Mannet, 7 Mitena der Frauen ). 

Es mau spXterea Jafarco vorbobaltan bleiben, dig normal« Erechnano^ zor tialtmig 

2Q hringea. 

71 nullltätBerkUrnngeii. 

Heber die DngUtigkwUerkUnin^n von Ehen kttooui wir luu gant 

koTS fiuHIU 

Im Jahre 18»t3 wurden 11, im Jahre 1?<83 8 Ehen oiehtig erklKrt, 
nnd swar im erflt«n Jahre 6, tu eweilen b an» ISdeBtlicIien KUokaicfaten. t> selangt« 
aleo in beiden Jahrea nur die Uinoritlt der annalürrten Khen anf Anancben der 
Parteien zur I>&Bung ^6, becw. 8). Welcher Confeaiiion die nicktigen Eben aoge- 
bCrtcfti ist iiicbt nachgewiesen, ee liaet aich daher nicht benrIheileB , ob die aof 
Anaoohcn d«r Parteien erfolgten Aenullierongeo die Anflehe h4tten , die sonat 
nnmSgliche Trenoang xa ersotuo. Aber a«ob dann, wenn du? in FtAge stehenden 
flUe ■Kmistlicii der katbelisobeo BeTfilkerang eotitummm aallten, lo wir« diu 
im Weg« der Trennung nicht erreiobhare Ziel im Wege der AnnoUieraag nor 
TarMliwiBdeod ««Iten ecreieht worden. 



Mittbeilungen nnd Miscellen. 

Aus den Sitzongen der k. k. statistiBOhen Central-Commlssloii. 

AnBzng ans dem Protokolle der 195. Sitzung am 29. November 1884. (Jnt«r 
dem TorsitzG des k. k. Hofratbes and Präsidenten Dr. von Inama-Starnegg. 

Der Präsident legt der Tersammlang die in den leisten Tagen erschienenea Hefte 
(Band VI, 4. Heft nod Band Vil, 2. Heft) dar „OesterreichiRclieQ Statinik", enthaltend die 
StrafanBtaiten and Gerichtflgefangniase 1^2 tmd die Waareneinfuhr 1883, vor nnd bemerkt, 
daas daa Textheft znr Hinde las tatist ik 1383 (Kaad VII, 1. Heft) und die SparcaBsenatatistik 
1882 (Band VIII, 1. Heft) demnächst erscheinen werden. 

Das k. k. Ünterrichtsministeriam hat AnfkläroageD ftber die von der Central- 
OommisBion in Betreff der Beschaffnag der amaricaniBchsa Pablicationen nnternommenea 
Schritte verlangt, welche auch bereits gegeben worden. Dasi k. k. JaBtizministeriam hat die 
Uebermittlnng eiaea im Drncke befindlichen VerEoichniBies der Notare in Anasicht gestellt, 
dessen Heraoagabe mit Beginn des nächsten Jahres erfolgen boII. Dasselbe HioiBterium 
hat die von der Central -Commission angeregte Varlängerang des Vorlageterminas fär die 
Answeise ftber den Tab alar verkehr genehmigt nnd nensriich vorgesorgt, daas hiebei mit 
der grössten Qenaaigkeit vorgegangen werde aad dass namentlich Simaltaneinlagen nicht 
mehr als einmal in die Anaweise aufgenommen werden; ein weiteres Ginvemehmen mit 
der Central-Commiflsion wird in dieser Angelegenheit im mttadlichen Wege erfolgen. 

Das k. k. Finanzminiüteriam hat, ein^m Ansuchen der Central-CommiBsion ent- 
sprechend, die Operate der Gvidenzhaltung der Slaaerbezicke Feldsberg und Histelbach 
fflr den Zweck einer probeweisen statistiscben Bearbeitnng znr Verfügnog gestellt. Ffir 
das k. k. Handelaminiateriam warden die g^wänachten Nachweisnngen über die Vieli-, 
Wildpret- nnd Batteransfuhr im Handelskammerbezirke Roveredo fftr 1881 — 1883 sn- 
samm engest eilt. Anlässlich einer Revision der Vereins nach Weisungen aas Dalmalien wurde 
die erfrenliche Thatsacha der Vollständigkeit and Verlas alichkeit dieser AuBweise conatatiert. 

Das k, k. Ministerinm des Innern wurde ersncht, eine Ueberprüfang der anf 
älteren Erhebungen bernhenden Daten aber die Lauge der schiffbaren Was s erst rassen zn 
veranlassen und za verfägeu, dass eventuelle Aenlerungen in der Länge der schiffbaren 
Wasserstrassen künftig in den jährlichen Answeiseu aber die Lands trassen aamerknngsweiae 
anher mitgetheilt werden. Dem Landea-Ansschnss i in Schlesien wnrde die gewünschte Nach- 
weianng über den dortigen Hypothekarlasten-Stand mit SchUaa 1883 übersendet. 

Diroctor Bodio in Rom konnte dem hierortigen Ersnchen nm Bekanntgabe der 
in italienischen Seehäfen eingeschifften österreichischen Aaiwanderer nicht entsprechen, 
weil in den dortigen ofßciellen Anfscbrei bangen die fremden Answanderer nicht nach deren 
Heimatländern verzeichnet werden ; es wnrden daher die k. k. Statthaltersien in Triest and 
Innshmck nm die Angabe jener italienischen Häfen erflocht, in welchen die Auswanderer 
ans dem Küstenlande und Tirol sich einzuschiffen pflegen, damit die Ermittelung der Zahl 
dieser Auswanderer und ihres AnswanderuDg« Zieles durch die bezüglichen Österreichiach- 
nngarischen Consulate angestrebt werden könne. 

Der Pi^ideat theilt hierauf mit, dass das gleiche Specialcomit^ , welches sich 
mit der Berathaug der bezüglich der Forma tare über die Ehe-Scheidnngen und -Treneangen 
nüthigen Erläuterungen beschäftigte, worüber R^gierangsratb Ritter von ßossiwall be- 
richten wird, anch in Erwägung zog, ob nicht eine neuerliche allgemeine Erhebung des 
Hypothek arlasten -Stand es anzuregen wäre. Daa Comit6 gelangte zu der Ueberzengung, dass 
ffir eine solche Anregung der Zeitpinkt erst dann zu wählen wäre, wenn die Neuanlage 
der Grundbücher abgeschlossen s>jin wird; zunächst könne nnr eine weitere bezügliche 
Beratbnng in der Richtung eingeleitet werden, ob nicht einstweilen für mehrere Bezirke 
verschiedener Länder eine Probe-Arbeit behufs Constatierung der Kosten einer allgemeinen 
Erhebnng dea Hypothekarlaaten-Stande ) vorzunehmen sei. Der Vorsitzende bemerkt noch 
hierzu, daas nach einer in letzter Zeit erschienenes Pubtication des Vorstandes des nngarisch* 



MltthtÜiu^M nnd HlMeUui. 



£3 



liiiiht4PUlr»l1i Dr. K»Utl, (l«rt b*reUi «nf GrauU«ss «iiior 

Mld«m sniR^lirt«]! Prvli.sArbait di« E->tt(a t'.avr Brhsliin; Jm arp^l^vItkrU^lea-auadw 
Ar 0B£4ni b«i der AnitkEiis« von 4'5 Killioara P^tea tlgrOcisIbnohseiaUgaa 4nf 100 (KM) 
Omld« WvcbiMt wnrdva, wuMk s.kb dt« EuiUa dinar Er^^bnng fBr dfa In Baleliaratbi 
TvIrvtoHea K&iiiKreidie ud Lindor. wo di« Z»hi dsr OraadlutobKinEtcm »It ruu d 10 Uil- 
U«Baa TvniuaUast wnlcD kSaii", J^dfohlto Bahr book lieUafa varJea. 

Dir Priiidiiat Iniut »dann dsa Barlobi dca B?gIanuitiruhM RliHr von Roaai 
wall »11 dar UitUietliae eio. <lu* di« Naetivetitiagea tber dlf Btis-3cU«litu;4a sad 
-Tnaainic«n Ar die Jahn 19^ nai) 1833 vahl ksarbailet. mbat wegen tlnr dab^l ^fan- 
itata DagleickartiKkfiloii Docfa nlcbt io Drack ictect vunlro; dia««r Uiastul liot aacli 
die TemilaaaaaK nr lunKrlitlitra trttaas H«r beiajclichcn Fornnlaro. 

Bexieronruath Riitef voa Ela«>iw«ll berichHI, dua ui d«D TetbuiillBBKMi 
•Im xnrUeWfprtifnag iler imJaliralBSI TorxeuichaatHi Fonnalar« dl]«r die Rb»>SGlieidajiK«Q 
nad •Trannoacio hacafruitn 9p«ct*]<«Bllta aotar Vi>niU dw PrüaidvolcD UintcUnatrath 
Dr. Kill«r tan I.oiitna, Hofraüi Dr. Ritlvr van San laaa a-Spallar I, SaeÜoiuratk 
Dr. Katar nr, UofiecivUt Dr. Win kloi. Vica««cr«Ur Dr. Hn^alnaoo ttad ditr B*rieliU 
traUtter ilch betbaillclan onl b» der IIsbcrMupinr plaaflan. üam Ihii dar Taracbiadan* 
aitigaa AalTUiaag Bber dia Btd«iiuuig dar aioaalnan Robrikta vna Seit* dar alt dar 
AiufUlB&i; diaaer Fornalafa balrantaa Or^aaa alaa KrUnUnuif; dicsnr SnbrikanliOpCk aoth- 
veadif mL Hlarbel ward« Jedoeli eeuUtkrt. daat dlaa« tCriäntaranK«» aetfaUea, e(«laba«iti; 
aber den aar Atufftllnac dar (raptieliaD Pomalari» ^«rplliehtotaa Urgansa tint waaanHlaha 
ArbuUaaÜut«B£ gMek&lF'aii verdno könnt«, veaa daJ k. k. J uUiatnUUriiiai di« kvt' 
latsaag der uball&riaebea Kicli»«lraa$ a>>«r Rbe-Seh«ltlDu;'^D nad -Trenannsea und ui 
St«U« d«n»elb»a dl« insflllanf voa ZiblliIsU«ni TärJAdaa qiQ««losa P*|l etaar Bbe-3«liai dvag, 
•Truonaog oad -Uo^illi^'^Tiitt-BrlilKraui; ^^ntlimic^D «olllr. Duna «ihrcad i^«p>amAHij^ v«n 
d«e B*sifk«-, KrcU- ual LiaJu'icvriutilvD jiLrlicb >ir«i An^voiw) Hn d:e E!^«'äckeidqa«»a 
nad -TnaoBneea den Ob4r)aod«i>ic«rlcbiun rorstl^ta find, an* ir«tEh«a b»i d«» MzUraa 
dia &DsaaiBi«aKtdIoBKta «on diel Aoa^aliea fär Ihraa Spreacol vorfaaoamga oad aa das 
k. k. JaatixniaisUriBBi ««laitet wenlaa. irtHea aich Biafdbraa« der ZilitbliUer die beallf- 
Udiaa ZflBamBcnstdliiasftn der Obarfandatsarklite gtoxHeh eotTallfa nad kitte aa Stalls 
der TOB dea anlerateheaidM B««Jrka-, Erji«- «ad Laadstgvrkkiea J>ut vdraal«gaodaa 4r*l 
JakiMiBiwnlae dia BUsaidnnc der im L*ara de» Jahre» bei J«dMai*liesr Brlsdlrao; alBea 
Acta lMxb£lick einer Bbe-Sdteldang. -Tnonan^ oder -ünftlligkeltsorklAnng anasefilMien 
Zlk1blill«r xa ireten. 

Der Berkburautter crortoi la «lagetteader Veite, daas duiüh die BlaAlkriuit 
dar ZkhlblälUr flr die Jn lUde s(.*beale Brbeb«iic die ArUlt <1bu mit derselbe« batmten 
OrK«Den anbediap erldckten wurde aad data klerdorck Qi'fat nur ein verluiUclLe* nad 
gteidianiges Material, loadem anch aeae Di'en svr Bnerih^iliiDK der elaaahlafl|:«a Tar- 
biltlilaB» gewoaaaa werden kOanlea. Derselbe beintra^t Nani-BE itt Spe<iateoaiitAa, dl« 
Ceatral-Coainktloti walte den k. k JastiunJniHierian din Einfnbmag der /.thiblaiter fBr 
die Nackwalmag derBhe-Sobeidnanan, -TreaaBtifea ood -dafiltJgkeitMrkJtra&fes, ereBtasll 
aber die Hlaaetgst^ der von dim CeaiiU feraaliarten ErlAateronfea aa d4B bi«bv far 
diesen Zweek beitimnt«« Forranltre enpfeklta. Der Bsricbtoritatur legt a«eb ao<;h vi«r 
Entwürfe r«r di* aar Blafdhraag b*A«tra|;ten SUklblittar rar an] biatrkl, daaj dU Ja 
denselbea astbalteaca Fra^ponkte «if das «uftta Uaai beiehriakt s«i«a aad «vaatUoU 
aook Bocb iatt^ «iaaelo« Fracea ergiaxi wanlcn könet«». - 

Die Veraaualang ninnl oacb eiaar liaaptsi«hli«h daa tnball d*r Tarir«lo<ln« 
lÜtlercatvflrfv bekanlcJadea Drbsite die AallftRv de* SpeoiBlooait^« eüwUMnls aa 
baacblieaat, das* das PiiWdinni die tjcfalBsaredacli«n der wrRolftftea Bstvnrr« dar 
bültar etneoi SaboenlU üb«ttref;e. 

Der weiten an/der Tecteordnaac *(cheado Barichl «[aas Spaclalcffnilis. walchw 
^elchfUta natei Toraits das PrasidcDlen aai ualar Vilwirknac dn HlBistetiiüraibeB 
Dr. Bitter voo JireCek, des Ulniatvrial-TulksaokBtrefereatea Sorratbcs Dr. Ritter *an 
Ulrlcb. dar BeeiemBiTitb« Dr. Blodic aad Scbimaer über die fflr •las Jahr 1885 
In AüMlcht ^caomiBetie Volkaacbalea-Oonarripiliiu beratbea bat, wird moi RccfornncHralhv 
äehlBmer entallet. Derielb« becrtlBilM die Anairkt dea Spcdalconltia, dua eine ein* 
lekande Grkebanc Bb»r die TertaiiBinae der Volk»- and BllirK«radinleB — wlo ia den 
Jahian 1&7I Ti. Iä7& and ISSO — sieb ttt das Jabr ISSfi Blebi «npfehle. waU dia in 
Volf' des 0«»«laes «eei 3- Msi 1K83 >lch eben triritzl eben den AraJeniagiMi In der Orsaut- 
aalioB (liaear ScbaleB kein nBUr|irM^baadM Ulld dur Scbuliustaade rar dai Jahr 1866 gt- 
wlaiwB tauMB worden, und Mipllebil dia fi-Ieeoileu fllnf AutrB)^ des SpaelnJeaaiildB aalat 
antTtkrliehei UotlTiernag deraelban «ir Aniinhme: 

]. Dani k. k. UnterriehUgilBlfteriotB ael ranascblateti, daia dtf IVUlteoBKflpduB 
dar ValksscbBlea tm Jakr« lüQb nalerltSBen, dagecen vledor Im Jslire 139Ü forge- 
nomnen werda. 



k^Ubl 



24 



UiltbctluieM nsd in>«eTt«i. 



S. IKa BiTÜiaa d«r bwrti^obea BclwbitBgtr»liMl4r* bUtb« tUem gMiiciMtaa 
«^t«ru) Zsitpttskto rorWhUtea, 

3. Diu die Contlnititit d«r bUbcr i%dot fAnfl« J»br r«rftff«BtliobUD «»^«beDdaa 
DwitaUmig dor Vallutckal«!! t&f 1'^ wfrecbtsaarWtiia . solle fär diaic« J^hr rinv 
DuaUUnng d«r TolkuchnUll auli Scbalbosirk-in iu dar ,Oi:St4ni:ictii»:lioa guiJElib" 
gogftlMa wvrdon; d^liar ani du k. k niitiin'icblftaiaJat«rliui za omnütto, die bciUEliclMii 
Vvisaitgeti ml die Iiaiid«uctiiilb«liOidsa, «dloho ta Ihna JabrMliericht«D nnr lindorirebi* 
Vebmiclitiii briigcon, n Brlaueo. 

4. Bi Mi wmtw dam ^nBnbl«o Hiiütcriam die VernctnE n smpfdka, du« 
in des JabiMbtricbtui der LftadearAalbibOrdeB aberlifta]il and ftr 188& «ooh in ätm 
tabelUriicbeo BosirkeflberBicbteD dir äcbttduDc der Scliiilaii, ittan der schul pfttcliti gen 
and •eboibwiiebcnd«« Kiador ntch OoKClilvohteni darehgefdbrt werde. 

i. Volle du k. )t. ünirrrirbUBiiuiiurlQB auf dj« liftcbt» uod DnBleicbnilUai];- 
kelten, T«kbs in den »bnn beceicfcoEtea Jabrenberiditen battiglicb itx Knchweiinsc dar 
Sobnl «inrieb lanKra and SobnlTnralainiiiaw TOTkommeii, aafinerkwi gemacht asd km daraa 
Bebeboits gebeten werden. 

ÜlninerUlnth l>r. RiUnr von Jire^ek empfleblt Doch die Tontebeaden AntrtiE* 
tat UBTeitndorten Annahme mil der MoüvIeraiE. du« diemlben in KinTentiDdnime mit 
dem VolkiMbnlreferenteD den l'DietrkhtiBiDifteriDiDt nti SUude gdtommra Mti*D. waraaf 
der PriUldeat diem intr&p oloEelB ist AbMJmnans bringt iiad dioMlben mit Stinun»«- 
■inballl^elt nun BeacbiD«» aihobcn werdan. 



Bewegung (l«r B«viikeniiig In eraUa Hftliijihr« 1884. 



4 



Hnoh don weois gänatijpHD EonlUtvo, mit wglcbeit die TrAttoogea, G<hart«B ttnd 
StariMfUle doi Solu'jabrM 1S33 a'^KeeshloMeD kaSen. litMt«ch daJi erste tlUbJakr 1984 wieder 
mngloiek exCrtnlioker aa. Djdq c« etcab«a aiob ia VarftltichanK zo d«a glsloliea Zeit« 
abnhnittflD der Tor&ugeb«iidea fünf /abre 

In ereten üalbjabr« 



TnnonseB I. (turtal 



ItlD 

. 54-733 
. ä2.dGB 



47.M5 
36.897 



61.792 
33.888 



IBBS 

aaisd 






Zuanmen. . 87.168 84.S42 Sfi.OnO 95.651 



36.041 
90.704 9S.fi94 



a3»l.l(f6 213.060 ÄJO.:«(" 243.781 SSTÜS! 
216.786 £12.433 ]R;t.540 217.100 ^6.898 



Geboren« I. Quin«! 251.844 

„ H ai6459 



Zoüjunmoa . . 44&30:) 4&3.^l 426.601 4ä3.bT0 ibOMl 461.99S 



TodeefÜlu L QaarUl 
U. 



. iiiö.yiö 



IS3.630 
16&440 



ZwaBBen . . Ü6.9T6 361.970 



avM.l47 
178^« 
3S2.399 



1S61U3 206919 181.06: 
180.361 181.Ö49 178.ufti 



3B&.454 387.668 369.UM 



Den arvteo Seaeater dei i-eransKebonden JabrM 1883 g«gpaflb«r alnd somit dl« 
Trantiniten ib 4-810 oder 6'3 Percentu, die Gebiu-leii nb 11.114 oder I! 6 F«n«nte g^stiegea, 
dagegren die SterheWle du iQ.H'i oder 7'3 ['«rcenU xnrdek^gaageD. DI« Trauungea 
sUben mit die«4r Kiffer dem gtutiipten Halbjahro irlhrend des vor*tl»g«b»ud«n QaiB> 
qnantiinmt, jenea von 188if, tvtt vättig gtel«h, die Gtbarten «rrAk'hen in keinem Abecbaitte 
di«ttcr Periode ein« to hob* ZiBtr vi« |SM und b«t>nleri bedcalccd üt dnr Abfall der 
äterbefalle, ««'Icho allprlinn im orxtua Halbjahre 1681 bi« 1883 abnorm bock standen. 

Nach ilaaitoleu Mlg«a besouden die Tmaangen im aivten Vlerlaljakre einen 
SroMen Aafichvung, g«gen daa gleiche des Voijabres am nahetu 10.00l>, va« thuil* dadnreli 
bewirkt wurde, daw lich die Verfahl loiaae Im Atlgemeinea benürtaa tinil damit die Lust 
Knm Abschlon von Ehen stieg, theila v«b der langen Daner d«« Faachiag«, der 1884 er«t 
mit dem 26. Februar in Ende ging, daher £ait *a manchen EheacblüHMa bet, die *«Mt 
nul eine *ptt«re JahroRMii binaugeMheben werden. 0l«se Gelegcnbeii wnrde aaek ao 
nnigieUg benOOtt, dan rar du iwelto Qnnrtal weniger Tnanngtn übrig blitbeo, nie in 
den awei Vorjahren. I>ie Qeburtea «ind In beides Quartalen 1881 gogea da* Vorjahr ge- 
■liegen, die SterbtlUle dagegen abgefallen und letattre» ist naBcntliclt im «raten Quartale 
U inteaaiv der Fall go«e««D, dane baupts4ehltok bierdnrch du giutigere BrgebaJu dn^ 
enleo Jabnabklfte 1831 bervurging. 

Werden die qnartalweiMD ZaUen in ihrer Anfelnasderfolge dnicfa einige ZaH 
betmehtnt, ao ergeben tiiA 



UitthtilnitKMi ud Miwtllm. 



26 



i. ]. Quuul 188» i^M•3 Q0.330 186.103 

,2- 3aia4 221610 leas&i 

.3 3I.4S5 217fi94 1&9.6S8 

»4. . . 5S.302 226.009 160809 

.1. . im 49.785 23a7dl 20S.919 

, £ , . 40.ditd 217.100 IAI.649 

.3. . , 32.346 2IB.103 141.977 

.4. . . 52.884 2l3.ti70 148.092 

.1. . 1884 &9.!HS 235.097 18I.0B3 

,2. „ . 36 M6 2»>.898 178.004 

Die TnoBicn atahm i^oBanfflicIt im nniita QoarUls «n titcliatto nnd D«iia«B 
MCh etnnii Btcl(E«B|C in ima zvri toltmit'i mt in lntBtmi Quarlal'; cisaa nsa«ii 
AB&durtDs. Eina ao erhRblicbo i'.nnahran tri* in 1. Qbu-UIb 1881 itt aber xcit LäaEereta 
nickt verE^onaMi md htcrdarcb dia DoftiBiif t^g^M, dum bbcIi du ttntM Jabr gflo- 
ftlc«r bIb Min« VorUvfsr BbBchtiaafaa wird. Noch mckr itt diM boftgliob drr arbDrlen 
tnd äbfflwaih dar fUI. Dia «nlBtTB babas acb 1864 fftr bdda QflulBl«> dorob BstaeMadejM 
Zmaimt Kagan 1882 Biid iwcb nvlir ffftB 18S3, bMoadan iai KWBitaa Qoarlal«, Bb, 
«Unad dj* StBriMAIla alt «nit etriafaras Zablao SBltnlea n&d BBoaBtUcb dB« crate 
QniUl am uban 25.000 Torlonnu» gBg»B daa ctnaha« Za*tabacbaiU 1883 BKrtdiblelbl. 
Da daa «nts QvBrUI ta dar B^cal. waita eiebt apidamiach Baftratoad* Krultheim di* 
Ocdamg ■Uran, wigan dar itmiK«i Wiatantait df* rraait« 2b&I dar ToJetnitl« Barwaiiat, 
n lavas dt« wrri*dif(a«dfia RaanlUt« iUmm ZalUbadutittaa aaeb tir di* TaitaiiWa dei 
CBBMB JaliTM «iaa cdastig« Proipioaa sUUta. 

Aach ia daa eiaialBaB Ltadeni wfad«rbalBD tieb faat ohse AainabaM dl«M wc 
frtallckni Er^bniBM- Dasa ea votdaa in araten Balbjabr« lecdtiicrt : 

TraBODK^a Oabnrtaa St«rl>«>ntia 

tus iH»i tan IHM UM lut 

In KiadarOailatnleh . . 10.216 11.197 45.514 4573] 39.471 37.772 

. ObasOaatamdok . . a?^ 2-913 12-345 12470 11.749 10 777 

. SBlBbSTK 541 705 2 511 2-615 2-477 2.360 

, Stelemstfc .... j.554 6-U^ 19.686 20-502 18.543 16.9U 

, KArnUa 1.038 M27 5.880 6.159 5.762 4.920 

, Kr»iii 2.025 2J28 9J227 9550 8.035 7:024 

, TriMt aad U«bi«t . . 574 643 2.682 2.659 2^14 2.224 

. 0&n.er»dJMa ... ^{8 967 3-825 4.306 3.201 3.WJS 

. latriaa. ...... MOl 1.216 &.570 5.998 4.500 4.190 

. Tirol 2.S34 3 2^5 11.641 11.637 11921 10.593 

. Tor&rJlierc 436 448 1630 1.679 1643 1-454 

, BUuMi 22.6dt 24.283 111.622 113.275 SS 892 69.364 

. VUina a397 8806 43.413 42.872 37.602 34.193 

, 8cUisi«B 1.936 2.105 11.261 11.225 9.917 8548 

. Oallsi*« - 25356 24.760 141.175 145411 123.707 109.051 

. d>r B«kii«iBB 3.349 3.324 14.498 16.317 11314 9.942 

„ DalmtJaR . ... 2192 2-326 &40I 9.587 5.611 6787 

Oio TrauBBiceii babco in SBBoitlichBa LAndtni «anar QbIUIbd ntd dct BakowiBB 
»«C«nomaea, and ancb is dic8«ii aar «Um BfickCBaj; too fiSC nad 24 crfabrvB, ar wird 
bIki nar üi Galiiien mit 2~35 Psrorntra von eisljteiB ßtlanf. Bai dpa Gebnrtaa koanaan 
voU ia Tiar Lindem AbaBboMO vor, docb aind dieaa bei Triaet, Tirol nnd Scbitn«B aar 
8cJi«Bakea|i«a an eioZDlna PaUa. kqiI nur Hlbrea ireisot an 541 oder 1*^5 P«rc«ata 
waalfcer Ovbufco» «nf. Dt» St«rbef^Ile aadliob aUhan ia Trtsst nin ll> nnd id T>i1aiBti«B 
Kn I-l^ä bitber Bis in onua Balbjahre 1883. Kar isi laixtgeaaiinten Lande wird daber 
dio Zuubne ais W07 Prirvatc von virfcliohar D«deaianit. Di»Ma ibbk XKToiaxcIUn 
OBCttDsUpa Vorkam BnlMea «tcban II>bn<c<a d«r TranuaKMi ia äalzbnrs um ilü'U. in 
GOra-erBdlaea am 15 :59. in Ttn>l am 14*22 nnd in daa BnaKbianabBadam Landarn Xiadar- 
ÜMtarreicIl «n 958, B«hm>n nm 735 nnd Kibns nai 4'86 r«rc«Bta «Dtgosan. B«xlEtieb 
der OabonilBn «ncbalnea dl« crti«bli«haua ZanabmBo In Iitriua mit 7^3, Gin-OradUea 
Bit 12*61. Bakoviaa mit 125^ aui D.ttaiallBn mit l*^3'> Parcaatoa nad dürft« btsAgliek 
4m latxtana Laadea dU Veratebrung dar Tranuafan, Gabariaa und äurbafilla waU ann 
TbBila BBoh in dir tKBdhmendea OeaBalgk«it («lagMo aaia, «reich« di« NBebwBbnagan 
diasea Laadaa dar^ fortgeseUt« aorgfiÜtlBa Prafoag der Tarlapa aUrnUig gaviBoen. 

Oi«M raokt gOaaUg«! BainlteU daa «rtUn Halbjaliraa 1684 kebran aneb Ui faat 
aUaa nkkuia DMbUb dtt£«waguigder B*TSlkar«sgvicd«r. So tbeU» alek die Tratinogw ü 



JL 



s« 



lfittb«ilBnc*n an 4 MUwsIUn. 



K b 



iviMbeD l.t41g«ii 



I. Hitbjabr 1882 
I. . 1883 
1. , 188i 



73.x 19 
69.^16 
73.722 



76-5 
78-4 
77-1 



u)«r«lok«aVer«itvat« 
AntbiU tiBhn«n 



Zfttü 
«3432 



l'erMDta 
23d 
236 
22^ 



In beiden EaUKoriaa si;ixt «ich ntdi daa aacilailiKOT«!! Si^t^niswn d« Ji'ir«^ 
1883 «itder viR« Ilo:»Rraiir. Aanh steigt He Zabl der Bhan iviMhm Ladlg«a n«-^ Qlii' 
dlfl Stf«r 4m ersiM TlalbJBbm 1832. wäbr«Dil Jon dor TM», An welc^ao ysrwlive 
Antboll nabowa. d«r Ziffor d^o nr)clt>n Halb.itliret 1^3 nmlm Uelbt. E^ Wben dther df 
Bbtn iwiacban ticdicoa oin« unKl^iob rit4ibitr<t JCunabne erratiran, was ani:b la dtroii VI 
fatt edn rollaa Porcvnt gritnvraai Aatbvil« an dar OuHniintEihl aiun Anidracko konntT 

Au« den EinBolnparlias der Gcbarteiitafitl loitcaaloli Mr dos enta Utlbjahi 1884 
■ad drn slcich'^a Abschnitt dn Vorjaliraa folceude ScblnaarcaalUla tat das B«i«li tn 
OanzM all. &• wnrd«n xMitUU 



im 



liM 



abalfcb« Leb«iidc»bonBa 
nnabalicba p 

«hatiok* Todtf^borsna . . . 
Bnahalfeh» „ . . . 

Bbalicli« in Ganipe . , . 
Diatatlicba in Gaawn . . 
LabaadKohorea* im Gooaen 
T<idtc«bor«B* „ . 



Zahl 


PsnooU 


Zahl 


P«l«COU 


■ 373.064 


82-75 


391.848 


8«*66 


. 6$.39B 


I4'b0 


67.365 


1458 


■ 9.670 


SU 


9.664 


S-14 


■ s-ns 


0*61 


2.868 


oez 


3827&4 


84-99 


391.762 


84-80 


■ (f8.lü7 


1511 


71>Ä43 


1520 


. 438.iS3 


97-25 


4*9.273 


97-25 


. 12.396 


275 


2.722 


2-75 



Trat! dar erbebliffban St«iK«rao£ der Oabuftaii In Allf^'nainait bat aicb 
RelalJTTArliittnlas zwtscban Lebend- nnl Todtg^lioranen gar nlfM ani aa«h j«a«a KWlMb 
abniich tiiiiJ nnahetiob Sebor«a«n aar whr w«Dig, aber sii UngaBStaa dar aratnraa gatada 
wun noch uohr durch (IIa Vnrglnichang 4ttr üBtraSend«» ZabUn (ar bal<ta Z«tuba«bBitt« 
aam Anulrack« kommt: doao t« habfn sick di* ebolicb a«bor«n«a nm 8,M98 «(«r S'S^ 
Pcreaat«, dio «&«lielick Uebor4a«ii um 1^.116 oder 3 10 Fercaata vorvcbrt, dl« tMiMraa 
baban alao raMh«r al» die vnt«r#n BDieaommta. In d«a alnxelncD Laadam «ncibt »kb di« 
Za- adif Abnabm« dar Ueborcaaa im aratea Halbjahre 1884 eegun dia «ktcba 1663 p«rc«nUuJ 



bei dra 



Ifl Kied*r.Oaat«<rr«i«h 

, Obar-U««i«rr«ic)i , 

, Salsbnrf: . . . . 

, 8t«i«niiark . ■ . 

. K&ralaa . . 

„ Krai« . . 

. I^iad 

K n^n-GradiK« 

. iBtrian 



abe- 
Üehn 



naat» 
Uohaa 



+ 
+ 

+ 

+ 
+ 



0-3 
0'6 
4-2 
3-3 
8-3 
3-5 
Ol 



mit 



+ 12-7 
-I- 77 



+ 

4- 

+ 

+ 
+ 

+ 



0-9 
2-8 
3« 
6-6 
7-5 
3-8 
4-8 
101 
87 



bei dan 



in Tirol . . 

„ Vorarlberg 

„ 8fihm«a . 

„ Hibnn . 

H Scklaciea 

B Qaliaion . 

K dnr Bakowi 

- Dalmatius . 



«bt- 

Hcbao 



RnsU*' 
Ii«k«a 



+ 



+ 



04 
3-2 
1*3 

li 

0-8 
3-1 



mit 



+ U-3 
+ 142 



Obwohl daber die LinJei bei SonderuDK der «belieb oad UMibelicb Utb«r«n«] 
vanifhiedeniLrtixt ReKattkte beabsÜcb dar BeweKuoR d«r Oebnrtaa aafweia«B, aa wi«derfaa~ 
oicb dach ancb bc4 dar Habrsabl tleraelbea and damater bat dea gTOBaeraa, mmaaigalHnid) 

iNiader-Ofaiemlcb, Stelanaark, BlUmaa and Ifabren) die Eredeinnng, daaa die nnabnii« 
Sebotcaea rosohar ata die alielldun xanebmea. Ja bei ScbleftleB, sowie beaoBden aobai 
ti«I Tirol kommt aocar var, daaa die ebellcbea uinea ItUckgaBf:. die B&elitlicben dacaici 
eint! iMitacbipdvQB VermeluiiBg babea. Die cerlagere Zabl dar TraDUDgeo. welrhe IT' 
KegM 168'^ wibread dea {BBZea Solarjabrea, baanadera aber im erxteu Quartal Torgekomn 
iJt. darfto wohl aof dl« attrkere Zanahm« dar naelielidi Oeborenea Im enten Halbja 
1684 nacbwirkea. 

R'i dur !^lt'rt>IU'lik«it dm tnA-u Halbjahroi thcilt aicb ia dea jliagateB drei Ji 
Jana dar Eiad«r aad SrwM^haeucD wie foJst; 



XtUbeUucm ud lli<KaUw. 



27 



im 



IM! 



it*« 



Kiador bii »m 5. Jftbi« 


I'yHiV'J 


m.466 


li7'j''. 


PcTMBCB über 6 Jahn . . 


. Iäi4tji 


Sil 102 


191.73-1 


UDAcL In Femnten 








Kiiiar bla mm 5. Jahre 


525 


458 


46-6 


Panoneo tther 5 Jkltn . 


475 


54 2 


53-4 



Is eraUui Seiiesbif du ti^hr i^atuitie tuiJ aonnd leriauhudrD lalirtii 1S32 CDtiltl 
die eaacluedsa graisen AunU dor VerUorbenea auf iIm KimlMaUar. Wfit ilaisdUa alleat- 
lulbwi und hoch In dm saoltfr basUtebaadeo Jalireu tob efnw Mlir loblian«ii Sti^rMIcbkait 
belMsenchl vitl Die Mark «e«Mg«rta lI»rU)lUt dw Jahrai tS&S kehrt« iliesai Ter- 
hillJit» ia'i mUelüeiJene Orfceocbail am. Ind«« von des «pfdcniiHli aanr«t»atlea Krank- 
bflitOB weit aahr Rr<>ttli««&e ala Kinder iMtroffea tiud Uiif«rairt «nrduv. Dieis kiiMier- 
{«•«baliehe KncbslouDl lat anek im ersi«ii UilbjaHre 1684 aoeb lürhi vm\t tUtTwanim, 
lud sl«bt dteSlerUichkeil der Kr>acliMn«i mich iHaiKr cntscfaivileB Ober j«n«r dir Riadir; 
duck hat daa VarbAltuias acboD «ia« Jtarlca Abmitdarini; «rfa'krM. tmd ila OMtvirtlc^b aiielt 
Id d«r awtlten Jabrachtirie tob dva nah4lai1ic})«B Oait«. der bBao»d«n in dan Hafia- 
>tAdl«a des HiltelaiMirM m TerliMran't haaite, ilaeklleh rreifbliebaa iat nad aach MUial 
Bkbla voD rahlbar anftrcteodeci »pldanlaehMi Krankheiten T«rlaal*t hat. u dtrft« «ahl 
■vck die aweilc JakrMbälft* KöititJirc ErG«l>8isK dtr Hurtalilat «ad damit aadi gt^ttn 
Auinb«rnt)s an dio Doratalea ErxilivinaBgefi briajpn. Sah. 



Die buirsttnUilse Bevälkertins und die inchlosMae* Ehen In ita Jahren IS7S-I883. 

Das Aprilhett dts X Jahrguis»t I.\iv4 ili^r M'^nniscfanfi hrachi« alnpn Arllkol, 
Wslchtf'rdiB GdtarifBfu 0«3t«rr»ick nit ilETf;«birfithi^fn weihlichoo BivAlkoranj^ «urfllcb and 
lat&wiea, daiia dwch dieaea Verfahren, biuianlt^r« dnnh dnn Varglcich d'r jatiArOhl^a 
eethtlialMea B««aik«nu^ tn d«o (^)l«licIl c«b»r«Bua &iml«rn, f'ic^ ear.e aniera Reanllate 
«rgeb»), alfl durch dia biw»* Oegflnfeberitelfaiis d^r 0#bart«a aar B«t6Ik«riia|{. Eb«a*« 
«Tfibt dj« bloMfl G>revalt>*rateUaas du ciHivblctis^nvn Bh*a aar OvasvalWrülkorani; kela 
richClK«« bilJ, dcRB ao*ia aar Bmittluui; d«r c«o»ii«a Oabiirleafr«^i*oi die i;nbBrfäbic«a 
PraSM in Betracht sa a{«hen alad, bildet inr QevrtheUstiic der H>)ratifr*i)acns ciaea 
Landaa die heirattiftkiKa miBnlicb« aad weibliclie Bevülkeraos den ticbtiK«» Factor. Dia 
OaaaaMtbevftlkernBK eiaei Laadt« wixt sich an» siadtrjihris«!! PinoaeB. aliD noch klebt 
halratrihhisaa, aas borait» verliqirateteu nad um klninatea Theile auB ■IrkUdi in hcirata- 
Ahigra Altar stebeadeB l«dig«o. veraitwctttn oder ««trranlea Pcirauncn ensammen. 

Erat die tetite VolkaOhlani; blel^^i die UPlec^nbeil diese drei Gmppen mit «In' 
a*dcr n vancleichec. nad die helraLiflliic" Bevälkerang mil den geachlonanea Bbea ia ciaa 
2n*aiBiMUt«lli]D|e zn t>rln|:va. Leider liaJ diexe Hornent« aar fQr ein Jahr erhohco, aad 
liclianalllck ichTaakea dl« ZlSam dieaiir dmi Hrvppen der Bevülkaranj;. wie ea ia anderes 
LAadern Ihitattthllck conataliert varde oad auch ana den diaser Arbeit i« Grunde gei*Kb*% 
Diin^htrhititt« der iEeMbl«aMB9a Bbe« ana imIi* Jahren arbelti, xlemlicb batracbtlirh Riniee 
Jahr« mit einer h&heren Kahl ToaTraBangns Tarmiadem badeataad die hetrat>^iiip> Bcritl- 
herang, «rthrend glelchMdtlg dorch dieie Bhaa and die grfttMre Aasabi dir Gabnrtea aoa 
daDaalbao die lieht heiratanhl^ Be«4IkaraBf Tirmehrt irird. Xoaiaiea an« Jabr* mit aiaar 
klaiaarvo Traaanindfier, ao braoeht dieaelbe nicht aaf «iser f-arinferwB Hüiratsfreiiaeax aa 
htnlwn. aoaden kann «aob ihreo Batirliebea ErklkraBgagnad in der nrinsernn Kahl roa 
h«initarAhiit*n Pareonee ßndfa. Aach dmIi andir« Urtttkan wirken anf dJM* Ziffern , M 
dfa vHimito Rti)di'r<to)b]ichkeil «iner R«iht v»a Jahrea , Bad doreb diM«lb* die UeiBcr« 
Zahl dvr ine heiralefabis* Alter ttel«iid*a Peraonen aae dtea«r Pnriod«. f*rntf die Vaa- 
dernax, liceouden der leJt|c«n BevAlkrruDic u'«. . doch gibt dt» TerKlnicbnDK dur Kbee aa* 
einer Iteih« voa Jahres mit der in Jahre 1090 coaatatifrtau beiraurähiltea BcTÖtkeraas 
jedenfalb «in ri«htif«rt> Bild, ala wie ihr b(«a>a Vargleidi mit dar Gf>aammtbe*ölkcniDK. 

Im NachfolgeadeB aali nan derselbe nlher BDS^fthrt Verden, jrdoeh cnpBehJt 
fs alch, zaerat die heirateftUica' BevelkervaK aad die Trmaaac«B Eb Oeiterraich ui<I den 
cinaalaen [.inderD etwa« iiäbpi %v Bnteraaehen. Xach dea fistarreichiacheB Uesntaca tritt 
dae ArlbatlNvlianaaneir' i>:h des Abachlu^sM nioiir Sbe tHr beide Geerblcchter mit 

don 24. Jahre, alN dem -- - der eirelchlco UaJarrnnttAI. eia. Riniler bbJ PBmSndice 

Ina 14 Jahm alnd nnfahic aar Soblirrseuaic aincr Eb«, wahrend bei llind«rJabriKaa tob 
14 Jahren aa diu ScatimmaiiB der RItera oder dn« Vormnadc« kub Rincckea eiaer Ehe 
arfordertlch iat Solche FiH" lind ia (lexlerralch aebr Itäntli aad m en)|>l)ehlt sich daher, 
dia AKcmranu der hmralsrakiKeu lte*All«niBK beim männlichen OoacUachte mit 18, 
balm walhUchae mit 15 Jahren aaauaehmca. da in dieeem Alter echon eiiu Deaaaojnrartba 
Zahl TOn Twrkairataten Parsonen bei dar Volkuiblan^ coBatatiart woide. ') Eine OreBxa 



■} Verb«ifa(ete naUT diaaan Altar hat die VolUiAfalaaK nur jcaBB varvintalt ercebeo 
•ad *w*T Mlnner lia Altet ydo K Jehrea l, nlt IS Jalitrn 11, lait 1< Jahren V and mit IT ^alirwa 
aa, wUiranii *aa waiMleliaD fenanan asaoa I Im Alter vea II Bad IS im AMat TM tt jabna tm> 
hattuat wann. 



28 



MIHbaOiacea und Xtii»n«a. 



im liokflii AJter n mUm, ul aaBit{Uch, da. Titla km"B vorkomnaa. dun nock SQjofajic« 
nd Ütora F«noDN nr SoklteBaBii; el«er Bh« Bckreltoa; J«daeli tii dU Zahl dar iinv«r- 
h«lnMtan B«vdlk«riiiig im bohea Alter «Im sohr g«riu^ gdgriBOtier dw iOttxunit, w dm 
>i« dieBumluu »kr wtnlg bAeinlutan, b»Miid«n bei der iiplur«D Zu juiina Biullug dar 
Bhu mit der gloicbiüteriera BsvSIkcnuig. 

KMk d»r TolkszUilon« im Jahr« 1830 wnrdea coaitatiert : 



StAnDiJchc Bcv'jlknrnni;. 



I 



LI nd ar 



OwiBimt- 
b»v»lkaug 



i M imn<r in 

Alt«r voo 

6-1«, 

tnam v«a 

0— li Jahrvn) 



Im boiriunkigaa AlMr von is, rwp- 
11, ki« ab»r 10* Jikr« 



8«ttBintuIil'Taf«lt(r«t«, Tartttr»t«ta 
I 0«tr»DDtO 



K i eder-OoUrraio b 
Obcr-OeilerTaick . . 
Salsbanc ..... 
Sleisrmuk . . . . 
Kkrnua . . 

Kraia 

Trint nod QvUat . 
0«n-OradiKa . . . 
iMrita ...... 

tinl 

Voftrlberi; .... 
BSkmM ..... 

MUna 

SoUcifta ..... 

GalMta 

Bukowina . , , , , 

l>IÜll»t(CB 

Samms 



1.16)111 

374.226 
80.78-3 
599.748 
170.136 
S29 616 
70.668 
106.696 
IB 1.536 
397.429 

2.677.933 

UI86.44!> 

»68.171 

2,934.095 

«86.34Ü 
M).G31 



381-889 

119.883 
2fiS27 

200-637 
5a487 
e9.356 
22.639 
39.793 
&Ö.366 

134.546 

17.888 

1.018.364 

411.235 

113.379 
1.248^55 

112.813 
91.391 



769.222 
254.343 

55.553 

399.111 

111.649 

140.460 

48.229 

66.903 

96.170 

262883 

34.410 

1.839.6&9 

617.210 

154.792 

1,686.140 

173.529 

143.240 



387.558 

128663 
34^68 

22a4e5 
72.640 
67.862 
23.376 
29.412 
43.fifii> 

165.637 
19563 

614-317 

226.595 
$7.617 

593.266 
&4.9e6 
64.lt>4 



331.664 

125.680 
21.280 

17&64« 
39-009 
72.598 
24.653 
37.491 
62.614 

107-246 

U.847 

1,015-351 

390.61B 

97176 

1,062.832 

108.443 

84.076 



,10319-737 ; 4.171 üaS 6o4^5l2 |.2,Ä)3.Ö37 3,844.575 
W«iblfeka SavOlkoraa^. 



Ni«d«)r-0«itMtelcik 
Obar-Oeelarrelch . 
Salabarg . . . . 
StHarnark . . . 
KlraiBB . . . . . 

XnlB 

Triest Bnd Oebht 
O0rx.OndlaL'a . . 

liUien 

Tirol 

Torarlter; . . . 

BAknra 

MUru 

Seia«Bl«B .... 
eaUcifi .... 
Bakoirina .... 
DftlmatieD .... 



1.179.510 

3d5.394 

62.790 

613.849 

178.594 

2f. 1.427 

73 976 

10(368 

NO 470 

407.747 

.15.09« 

2.882Ä87 

1.124-962 

297 J04 

a0S4.312 

285.339 

236.470 



32ä.307 

102.468 
ÜI.:i79 

169.937 
44391 
75.021 
ia603 
32.460 

45,m 

112.984 

14.957 

903-172 

355.413 

9&t57 

1.074.2W 

0.V918 

7i7ag 



856.303 

282.926 

61.411 

443.912 

I3a203 

176.406 

SS.373 

71.928 

95.245 

294.7(53 

40.14) 

1.979.715 

769A49 

201.147 

1.950.109 

189.411 

l«a.6^ 



474.583 
»7.423 

40.17S 

265.103 

91.219 

99.857 

3a994 

38.892 

41.244 

183.194 

25.299 

958.99» 

376.121 

103.829 

853.9S7 

81335 

77.418 



361.780 

126.603 
21Ji36 

178.809 
38.984 
76.549 
24.379 
38.036 
M.O0I 

111-569 

14.812 

1.02a716 

393.428 

97318 

1.006.142 

106.076 
86-262 



Snann« . , 11,324.507 . 3.5Ö2-26& j 7,762.222 | 3,894.652 | 3,867-570 I 

Schon di« absolaten Zaklan a«lg«n bei des einuln«a L&Ddera b*(lrint«nd« tTuter- 
ariilede fn d*r KnaammeiMBtzaDg d«r BeTälkeraog. So babm diu Lindor Krain, Oörx, 
latdai aad Dalaialion, feraar di« aordalavitcbea Llndar Bohmaa , Mniiron itocl dl« Boko. 
vüu oad iniibteooditr» GalitJta and SchlasieafiDB grüsaera ZM an HindcrjäkrigaB . wab- 
raad bat dan AlpenlindtTS die im bciraUfihigen Alter ilehoBdon Panonea grdKaan Co»- 
tiagente dar BdrAIkarnag aagmacbea, aad bierdnnh wediMlt dar Ein flu« naceiaeia, velchen 
dl« ZnsaaDmADaatxvDg der BevAlheraog aoT die E**cUoaMDaa Eben ansflb«n ■«««. Bei deo 
L»dlf;«D und Vnrheiratf^B aeJgea sich aber nocb grellere Gegeasktae, wie dieaackfol 
BelatiTtafel ava»«i«t. 



)Dl*^1iUf*B OB^ Xiiottlan. 



29 



a & D n i i t^ b 



Ast lOU 

■iDwoboar 



1. 1 a d e r 



Altar atalindCB 



W e t b 1 ie b 



^ 



MiD^fr- 



Ver 



Auf IBM 
Elsvoborr 



Mlcdvr- 



!■ 



. I Lwlit«, 

rraBl« I 



Kiedcr' Oortemkb 


131 "6 


663-24 603-84 


496-16 


274-02 Tit5-98 


Ober-Oosurratcli . 


*J035 


«79-85 506-86 


4»4'14 


2M-88 734- la 


Balsburg .... 


»U-29 


ÖS7 71 6I6-8J 


3S3-I5 i58M 741-77 


BUtwnarfc 


?t«54 


*«5-46 652-39 


447-«l , a76«4 i 7Ä3-W 


BA»t«n . 


^:v7T 


ti.W23. Ö60'6l 


341*39 1 870-96 ; TSS-W 


ftnin . . 


; ■.^; ^; ] 


'■'fl9; 483U 


sif;-"^- 


•iCA-^ü Tili-Ki» 


^TiiMt nnl (iflilct 




1 i* ! 48i-«9 


61^ 


' , ■ 


fiOn-GtsdUea . . 


-,.;■., 


-. Cl* 439-62 


St'. ■ 


>" ^ - ' 


HiffllB 


■tti&'JI) 


6;14-G4 1 45Ü-91 
06140 59a-<jtf 


54T 

4i>'- 


.;- 7."2-91 


^M ,..,.. 


iBSM 


HBBb*M 


MI 7-1 


6S8-25 ' 668&3 


43! 






391-45 


«)H-55 37698 


tii/. ■ ■ . 




■rifcnn . 


l'*9^86 


WO-U 3Ü7I3 


63Ä6? 


■ .L«? 


SchlnJnt . 


t»79 


577-Sl . 37a22 


627-78 


, . ,-.;-:>7 


Oftllsteii . 


■ '■ 


57457 351-04 


646141 


35519, 6-H8i 


Bnkovina 


. ' , ■- 


&f6"2 374-50 


625-50 


336 17 1 6Ö3 83 


Dftln»i'-n 


.isi .-tb 


•-ISW 43:; -4 


f.t>?!*i 


;i.i7ft2 <;'.'-2[S 



Ant iMM Im 

maMB 



554-23 
656'4t 
6S4ai> 
697-:i0 
700-59 

559-73 
47119 
433-03 
62149 

•>3a«5 

484-41 
46875 

516 i8 
437-ai 

47i:M 



44577 

443-59 
345-80 
402 gü 
29»-41 
433 94 
440a7 

56693 
37851 
369 75 
MS'59 
511-25 
4dJ-8^ 
56a<iU 

:.7ü-59 

527 ('2 



Senn« . ,1 .Itü W fcl4 4y 1 Ul'il IrlÜU»! 1314-öt, <iSi5-44 501-74 4^VZÜ 



Brim« Annlicke n G^chltclit« xrigtn iir IJind«r Skltbvrg und b«Mii]«n Kkratcn 
eis ttu-ke* UalnrvivxeQ «Ict wiritiKfa kctrau/nbi rod BcTÖlkai nag KCfBiiBber 4» ia h'^irstc 
fUtfcra Alter ttebtadvo bemt« Trih«ir&tcttD Per£«ii«m- Amch dio 6brix<it Aipcnlimdcr Tirol, 
Tarerltierg UBtl SuUrm&rk blcibea nkcbt wsit snrUck. Sietl«r- und Obvr-Owtcircick Keigcs 
sfeinllcbB GleicbheU in 4*ii AoUieilDa beider, während di* »ftuatlicbeii ■■dareB Linder 
fchoa fla Dah>nrie|>i-n der Vfrh«irateie* hrsilxen , welches bcttond«» i» den »firdlicben 
LiBdam Bdinui nnd Usbrrn aod in* br-Mi ödere in GnlitieD ;lark mn Ansdncke konBt. 
Kiinlna bftiiut nnior 1000 nbrr 18 Jahn allen Pirtooeo 65061 Lcdico, Tirvitwete nnd 
ßtCr^noiB, «kbrend (inlixieti nnr bein&be die Silfta, nialicli 351-S4, »nfweist. 

Avcli boim vribtj chrn OficUockte lUbl KinUn mit der gr&stlen AniAhl Wligcr 
»ü d«r SpitM, diocm foUl Sklibaric, Tirol and VvnrltMrg nntl die nbri(;-n AI|irnUndFf. 
8chla>b»1and Tri«at lUlten »i(.b «twu bwMr, während aoub bi«r die BAdalavischeti Land«r 
Gin. blricn und [>aJiDiti«n ■cImo ein DcbenrivseD im Vctbeirkltton builx-n. Bi>ba«n. 
Uiht«n, Oalixirn akd insb«Mad*r« die Bokovina fa>b«a nber cioa groa»*n ÜetteruliiiM na 
beniu Vorbei rstcUn. 

Du Lund KILrnton beaitxt 700-59, die Bukowina 4ä9*41 Itdtf« , T«rwit««la nnd 
Btttnant« P*iwii«ii nnUr 1000 d«r hsirautüd;» B«rt>lk«niDK. 

Di« Zablea d«s welMIchen OtsctüechlM itekSB oatarilch kdher «U beim nftii»- 
Itchea, dl die Jahre 15 — 18 JKbr« diecen noch tngcraditiet >iad, daher «in •Igentllober 
Vef|l«lcb Bit dm Zahlen der uanDlIcben BeTfilkemog nicht lalfcaslK Ui, Jedech lelc^ii in 
Allicainela«ii die nordilavlMhca Liindei einen gtOmereu PerceDUntiieil von lediecr weib- 
licher Bevaikerniii; gfRenSlMr den Aipenlindern. wibiend to den Ludera G»n und Dkl* 
natlen die ■inallche B«T$lkenuig gMsaera Eatalen, du Lud Ulrlei sofnr ein enuchladeiHa 
Dabcr«{e{ea ders^Wn aiuwelat. 

Ebenso Eresw Coiilrute, w1« der Famillenatand der BevSllerBKjt, bietet der AJlar«- 
nnfhin der belrataf&hlgen fkv&lkorug. WUtrend uuter lOOil dar mianlidifia Riawohaer in 
Gnliaiitn 614 Indiridaen im Alter ron 18 — 24 Jafarrn Mekte, Kchoreii di>:iicr Aiterstlan« in 
Hnlabtuc nur 2l2 au. Alle a<inl»la*lschai Ltodei bealtxen tnabi alt die Ilalfle der KldrhcL-itig 
Lebendau in diswr Katcf orii-. wkbfecd die ■udiUritebeo Linder Ort, Iitncs uail Iialnutieu 
uboa ontvc der ilä:[l», 'l'e eaaimtHcheu AlpenUnder aber ner 300—400 Indirldnen aafWeiaea. 
Beim «cibikhen UcMhlvrlile int dauellie Verh&ltaiss. 15— 2Clj*briie fiauoa hal tuter 1000 
HrintanhigRB (Hllaii>u 415, Sakbnrg nnr 203, also nicht einmal di« HÜfta. Alle tUTlachen 
LAndar habe« tber Ht). «ibKOd ontKr den AlpenUfldern Erain mit 258 den hOchUan PIaIz 
•iMfnmt. Das |c»n'le UFgeBth«!! tritt naISrIiofc b»i den Uietui Penonea ein. Am betten 
Ulnatriart die««« Verhältnis di« nachfolgende Tabelle, vilcb« dl« lielrauAUee BtTOIkanng 



30 



Hlttbelbuigen und Uiscellea. 



nur in zwei Altenkategories Busammenfasst , and awar in die Altersciaaas bis 30 Jahre, 
difjenige der Btttrhaioa HeiratBfreqnens, und in die Aber SOjäbrigen, ans velchen die sp&ter 
geachloasenen Bhen hervorgehen. 

Heiratsfähige BevOlkernng. 



li 1 □ d e r 


MHnnlicb 


Länder 


Weiblicb 




bis 
N Jithre 


Aber 
so Jabr' 


bis 1 aber . 
130 Jabre'so J^ire 




Tirol 


459-38 
473 96 
486-.'.9 
5n4-21 
522-30 
528-08 
560-46 
629-8(1 
64^-23 
648-6rS 
659-24 
694-9.H 
707-55 
726-30 
7:^8■69 
742-04 
782-34 


540-6-2 
5-<!6-04 
513-41 
4W5-79 
477-70 
471-92 
439 54 
37020 
357-77 
351-32 
340-76 
305 07 
292 45 
27.1-70 
261-31 
257-96 
217 66 


Tirol 

Ober- Oesterre ich .... 


1 

1 445-55 

1445-96 

■ 487-05 

500 70 

1 50a-20 

l5ii6-03 

i 5'i9-97 

1 541 78 

571-64 

1 57157 

575-00 

5''2-49 

i 584- 12 

1587 79 

! 587-95 

635-66 

636 89 


' ■ 

55445 

55404 
512-95 
499-30 
■196-80 
493 97 
49M-03 
458-22 
428-36 
428-43 
42S-00 
417-51 
41588 
4)2-21 
41205 
364-34 
463-11 




Ober-Oesterraich .... 

Trieet nnd Gebiet .... 
Nie der-Oeaterr eich . . . 




TriHst nnd Gebiet .... 




Nieder-Oeaterreich , . . 




Samme , | 


66ti-t>5 


33335 


änmme . 


1574-701 425-30 





Das einzige Nieder-Oeaterreich tritt etwas aus der Reihe der Alpeoländer bei beiden 
Geacfalechtem. Eier ist aber die Stadt Wien massgebend, welche bekanntlich einen grossen 
ZofiniB von im beiratcfählgen Alter bis 30 Jahre siebenden Personen erfährt (Dienstbotan, 
Handwerker, Arbeiter etc.). Beim weihlichen Geschlechte finden ebenfalls gegenüber dem 
miinti liehen, Verschiebungen statt, jedoch sind die Percentnnterachiede innerhalb der Länder- 
gmppen sehr wenig Terachiedeo, so dass im Allgemeinen doch dieselben charakteristischen 
Eracheinnngen in den Hanptgmppen der Länder hervortreten. 

Nachstehend folgt die genaue Zasaminensetzaag der BeTÖlkemng nach den Alten' 
clftssen, wie sie später znm Vergleiche mit den geschlossenen Ehen henStst wnrde. 



Heiratsfähige Berfilkernng (Ledige, Verwitwete, Getrennte). 
Uänolich 18 bis Aber 100 Jahre. 



& 1 t « F Nieder- 


Ober- 
Oeatcrr. 


Salz- Steier- 
bnrg mark 


Kirnten 


Erain 


Triest- 
Gebiet 


eSrz' 
Qradtaea 


latrlen 


18—24 1 
! 24—30 ' 
30—40 
40-50 ' 
50—60 
fiber 60 Jahre 


161.525 
89.878 
61.571 
25.926 
18.251 
30.407 


42.422 
25.522 
21.595 
11.584 
9.855 
17.685 


9.316 72.405 
6.426 42.745 
6769 4U.163 
3.965 23.812 
3.186 17.615 
4,606 23825 


21.817 

12.611 

13.716 

9.187 

7.100 

8.209 


25.932 
12.102 
9.643 
5.647 
5.008 
9.530 


10.164 
4.849 
3.439 
L849 
1.374 
1.701 


12.965 
5.559 
3.378 
1.774 
1.764 
3.972 


21.462 
7.252 
4.771 
2-738 
2.324 
5.009 



Alter 



Tirol 



Vorarl- 

beif 



B ahmen 



Ulbren 



Schle- 
sien 



OsIiziBD 



Buko- 
wina 



Dal- 
matien 



StaaU- 
gebiet 



18-24 
24-30 
30—40 
40-51» 
60-60 
über CO Jahre 



47.596 
28.135 
26.904 
15.720 
14.557 
22.725 



5.945 
3.919 
3.521 
1.931 
1.662 
2.585 



310.488 
124.169 
59 344 
27.909 
26.814 
65.593 



119.489 

45,088 

21.137 

9.788 

9.456 

21.6371 



31.569 363.955 
11.185 100.175 
5.301 1 43.3U9 
2.630, 23.668 
2.3231 22.794 
4.6091 39.-357 



35.520 
12.485 
6023; 
3.580 
2.958 
4.420 



31.125 
13.464 
6.357 
3.452 
3,225 
6.641 



1,323.695] 
545.5f 
336.! 
175.160' 
150.1661 
272411 






^^^^^^m tatthmOamtm tmA MImmIIml ^H 




^^ Vtlhlieh 15 falf tUr lOO Jahn. 


. ■ 






U»Ub 


R*kI> Tri««'-, OftTI- I.i^.n 


1 


IS-SO lSl-973 


1 1 
38X167 R162I 64^1 l8.5Bn 


25.728, 7.6-Ä ii i^.. U.l» 




30-84 177.887 


80850 4 63». 35.7.^1 10.686 UMM'. 4 MU! fi.435 1 6.263 






94—30 (73^?"' ■'■■ ' " ' '•" " ■■" " "■ "139 4.1f5ü 'AMU'2 a.KJ 


^^1 




30-40 ) 56-3' b'iT 3.!.«i4 ».4üi , ä.lfiO) ^H 




40-40 'f 38.3t'. ...:.'. --^ .-.vi., w.,v i'OJTO .\oai| a,-H8 8.C8i 


^^H 




IllMffWJdir« 106.904! 44.9571 IS ÜOr e4.73'J :f4664 -27.629. 7.214 9.2M ia76l 


1 


A.lv«r 


Tlwl 1 '^^.«''■'wb—iMttr«.! ^^J* |g.U.^»j 5är 


OMtiHI 


KU«t- 

K«t.fH 


II ''11 
I*-aO ,'41-eo.. . '' i-^TlMm ^5iOTi »5.519 1,833.710 




SO— S4 |23Jtl!fl .> 1I.I40| 676:t77 






S*— 30 MSIOI J:,. i 7.571 «8J«4 


^^1 




ao— 40 li46^e; 3.607 i".:» i e.i30i 377^13 


^^H 




40-W 


ia0t3l ^70l 73.01' . .; ii.5»>l 340-353 


^^H 




afctf 50 /«kr« 


iläUBl 6.4i£2,244.345| ihl^M|l<5.UI>4]lti7.501i 15.547> lta452 1 938.2U5 ^^ 


^H Alf 1000 dar ksfrattUbiK«» B«Tdlk«ritBK koBnci; ^H 


r 


UAQiiUok. 


. ■ 






TtWmt- 1 Q*ra- i i,,,un 


■ 


!l 1 ■ 1 ' '■ ^ 1 
18—24 416-78 3*912 i!7lf-- ■ I 


■ 




fi4-:tt) siHi-tt) iiw-:«; tK7-,v: , , ^H 




1 aO-W hlSS87 


Ih- : 1-Ulu 14712 lUbä ÜM^i ^M 




40-W 66-90 


'-":■ ... 8(i-21 79-10 iVi^a 6296 ^M 




«0~«0 ' 4709 


76 W 'MVi 7y4J, U7 74 73-80 1 68 78 


5<)-9!> { 5d'36 ^H 




*b,reOJ*fc»J 7840 


13745 iai-41 lüSWitra-Ol 1404ä 7277 


U5 05 ! 11500 


1 


*l..r 1 


TIM |V-;' »k-«|«U«n. ^^.^ ,«.U.i«.j t'lif 1 ^So 1 '^ 


tl ' ' 1 
le-« 805-82 : W5-42 527-32 1 517-91 613-48 546-67 


485-('9 ' 47208 




24-30 I180-: --^«13 iset«: 194-13 


168 66 IM 12 


20984 


1&4-,'.7 


^^1 




w— u ii7a&» ih' '- m-m, 93x8l 92-00 


73-OÜ Sli&i 


9!*07 


120^17 


^^1 




40-fiO ,101-01 9e;i ibli 43:11); 45-6& 


39-90 55-09 53-t!0 


6^47 


^^P 




50-60 93-53 64-i^; 43 (i5 4173 


4032 


36-42 4552 5026 


5.15« 


^^1 




•btrOOJabr« 14ti-i)l lä!f 14 lMi>77 ».V49 


19-99 


66-34 Ö8-02 10194 9715 


1 


WMblkh. 


A 1 > . . il SI»J«^ 1 Ob«r- 




Kftnttea 


«^-t^Ä^Ki. 


äftn- 
Gn4lMa 


bukn 


15-SO 


1 1 1 ' 
85680 24174 ^0:116 2427820.3^9 257-6'i 24fi|l 


3-28-69 342-50 




30-24 


I63-4S.132 4S iir>47 I347B 117 H , 133-33 l5g-48 


160-3« , 151-66 


^^H 




S4-30 


154-7-i U- ' 112 4! , 12513, 114-55, 137-19 


05-07 9344 


^^1 




aO-40 hUSM 1-.:, .'^ 1X789 152-931 11643 ]a7-90 Tl-49 7659 


^^1 




40-60 8Ü9I 80-20 114^5 i07y4 I*P-73 ' 100-85 97-57 71-34 74*70 


^^1 




Aber 50 Jfcbw 2^526 2fS-5H 2flS 72 24*-«» 270 3? , Z76-69 v:« 75 273fl5 W>fl8 


1 




AM.r ^ti«. \^;>*uu>..;y.hr«^«^''i;- a*u«*.i «-Itii^^ «-«r 


16-20 227-10 233-41 :«6-42 31' - 115-04 39746 329-F9 316-76 




ao— V4 1272.^ 13ü7:f Ub-M I.VS . i 14442 14343 11189' L4797 


^^H 




S4— 80 ilUi-'l< t34i57 li>4'96 lOUbÜ. Ubtil T743| 94-77 97-79' Iij9'97 i 


^^H 




ao— «0 i IJMüO 1W«2 Älia («-57 1 8ß'2Ä T?'»* 83-16 7918 tf7i)l ! 
40— SO 06-71 lOH-84: 7614 1 Si-19 1 Svg« 6989; 9003 85V7 i 87-39 
tfcirU)Jftlira!^»e-64i253-&l 204 79 , 2&4-60. 241 4U. 196-14 , 19W5 SU'IS , 240-90 


^^1 


^^m 


^^H 


1 


^ 



83 



MiMdlBiicm nad KiMxIl««. 




B« wsids trthtr raniUtiBrt, dus di« crfinat* Aanhl toh h«irfttBAhli:er B*TSh 
kerinK In den j^tpenl&aileni, die ««rinckU AuaU »Wr ii dea nordaUvisckeii Uiaiiru a« 
fliidOD M. Bai d«r TerÜieUiuig b&ck 4«b AIUtscUbmb »ber ttttt germd» das umcrkalirM 
Terb&ltBin «In. Trolz4ei>i die Alpenlkuder dm niimttii Ootnrschnss aa lieiriktafahienr Bv- 
vOlkerang haben, veisea <ie doch die i:tiia^U Zahl tob PcrMoeo ita Allri der starkatea 
BetratsfreqHnx bU 30 Jtiin tut, «iliruid die ODEOBiU^teD tlavtecbeQ Linder in dicMT 
Betlebnug di« grtttitan Kabl«o eitfftlun. So boispielivoivo buiUMD : 

CftUr 1000 l« b«lr«tfi&hl(«B T«b iom tndivi4«aB d*r 

Aller atalieBdcB PeraoBeo «lad aabenaMtMudni KiUfOfle sUbM 

l/»ait«, V«rwHyiwe.Owrwu>M I» &tt*i- b f *> J«liTe 

■änniieti WelUhib HUiulivb WelÜlcb 

KkTBlsa liMtil 70OS8 47396 d45'9S 

Tirol 49200 6Ä1-49 <88^ 487« 

Kleder-Uuleneidi . 5u3d4 U4-^ 848-68 blb-OO 

latrlea 45i(i}| 433-OS G59-S4 587-79 

Uobmei 37«-96 4&I-41 707'&$ S87-9S 

GBlIslan 3&1'S4 437-91 78>-3i 636*89 

Bei den Alt*iscluaes ib«r 40 Jkbre der belrattfilhic» BeTÖlkornox apielt all 
crteaeree Honenl nocb die ickoa bedcnttnd «erdende Ziffer der Vvrvitweitn oiit, da. die- 
lelbe bei der Bereclmiuif in die hntrBtenhijt« BeTOlkvnug slnbnofvn Terdui noaste. K« 
wird aber bei dem KenuaUO Aller doch der AbieUnn «inar abinoBliceB Bbe iramtr 
BPliener. Die Tcrwiivata d«r AlUnclMmo aber 50. jadcBhlla aber b« deaen äbw 60 Jabr« 
darft^n aber *io grüeaarM ÜOBtit^ent an den Ehai^ietaeitdeii stellOB, als die gluictialtartc 
Lodlrea, da bakanntlick TerwItvcUi ancli in bJ>hnr«n Jahren e1i«r «ine Stae ooctamaia ein- 
gehen, aia die Utawu ledigeo Pennitea aa einer ersten Verheirstang tiieh enlHhlieofes. 

Noch tat so «rwUtnen, daaw die AltarüclatteeB über 5UJklir«, bImo dlejanlgan, wo 
verbUtni*MnUaiG aar mehmalge Khan euttftade», bei itwi weihliehen GieeblaebU nB(Ieieh 
ettrker verttetea «ind, all beim n&Dnllclen. Wikread ioi tieaasaml-Uejitcrreieb anf 1000 
der hrirelefabisen Uevölkerang 151 mäanllcbe Perm Ben die*ei Altcit«lauc kounnea, beuigt 
dieeu Zulil beim welbllckea 0«Mh)eebte Ifil iBdivlUnes, aad aach hier iit die Verthallu&j 
in den einzclava Ländern eine enfar Terecbiodca«. So bBiiiitn bDi»j>iclew«Ue die Lfcader: 

iib*r Hl Jabi* 

UUuneti Weibllcn 

Klwtw 210^5 X7038 

Ttrtl ÄU954 zn-ö* 

Hleder-OKUirreicb . . . 115^ 225 26 

lairieo Ib836 26093 

BöhBinn ... 15042 2M-79 

GallKlno 10476 1%'34 



Bier Bind nat&riieli a«ch 41» Btevlieb» Liader im AJI|;MBein«D mit Ualnnt 
Antheilen ▼«rtreten alu die Alpenläoder. 

bieTranuutcnirrerini Verhiltnlniar Bevälkening nahm in den Jabrea 1872 — 1£ 
folgenden Verlauf Aal lOOO Eanwoboer kanea TraauuKen: 



lB> Jahf» 1872 9-a4 



1873 
1874 . 
I8T5 . 
UfT6 . 
1877 . 



9-40 
9-11 

8-C3 
S-3S 
7-i7 



!■ Jabre 1878 T 

, . 1879 ... . 

, n 1880 ... . 

, , 1881 

, . 1888 8J 

, . 1883 Ti 



£» Gel deber vod 1872 hlt 1877 die Trannagsslfer heBtsadig nnd Mtgt« in d| 
rolgeaden Jahivo bis ISfO aitnUche «Utchheit, die Jahre 1681 nnd 1882 haltea wieder «ti 
hditte ZilTera, «ÜbrrBd im Jahn 1863 die Ziffer abermals linkt. PQr oatereBerKbnvat 
«arden aber aer die Q Jahre 187&— 1663 aom VeiEleich* lieraB|C4X0E«a, da der Slanilt 
md Altcreanfban dor DtTälkornaK nar ftr iu Ende des Jahres 1860 bekannt let nnd dia 
Jabte dietto Zeilpnnkt gerade in der Slilt« liegend haben. Eaapteili: blieb lat ea ntr dl 
Alter der Bbeaeblieaaeaden, wetth» für unsere weiteren FolgcninKua aa nntersBohBll ll 

Kacbfolg^de Tabelle gibt des Darchacbnllt der geechloaaaaeB Bboa wkhrcnd dieasr" 
6 Jabrn Dach ilf^a eiawlnea [Andern and AlteradaaMn, and awar doppelt geEÄhli für beide 
ebeadtUeat enden Tbefle; aad femer wie sich 1.000 abpacbtoaaMB Bhen atf die otoaetai 
AltBrakatasorian bei beiden OeacbleGbUcn rertheilea. 



; 


^^H Traaniigeii 


lliUk*iI«of«B «04 

JB DBrahaohDltta 
BrAnlif&Bc 


UtMMlU«. 

Aor J«brc 


1878—1883. 


a» ^^B 


1 


Altar 

Ua Vit 24 JfckTM 

24-30 Jtkn . . 

ao-Ho . . .1 

40-60 . 
50-60 . . 
Owr 60 jBhre . . 


1.259 

4.296 
6.863 
4.117 
1.188 
339 


Ocat. 1 b*rg out i 




Enia 


Tj. 

IL ' 


■ 1 


Uttlan 


^^^^H 
^^^H 


303 47; S45 

1.133 175 1.789 

1.789 300 2.573 

1.390 268 2.013 

507 112 761 

156 28 £11 


l 
130! 379 
372. 932 
5.32j 1.081 
4»t, 667 
172i 180 

33: -W 


136 
346 
341 

312 

69 
19 


leil 
5m 

507 

187 

54 

14 


411 

770 

611 

283 

95 

28 


Samine . 


18.U64 


5.27a 9*) '-Wi 


1 lis SXlU 


1-lä 


1.512 

] 


2.198 


f *»»" , 


1 

298 26 b£3l 2.199: 

l.ijez 138 15.525 5.(>29 

1.632 U5S 1413Ö 5.476 

1,190 191 5928 2-380 

331 M isea »10 

65 9 ä62 2ä£) 


Sdllt- { 0^ 
•ien ilBo 

e^8 Hat; 

I 432 14.621 

1322 9.345 

435 5.801 

236' 2£50 

70 874 


Buk» 


Dal 

BBibm 


ffnau- 


■ 


K» Bit 24 H\jtv 
24-30 J»kr^ . 

ao-40 , 

-«-50 , 
50-60 , . . 
tW GO Jtki« . . 


1-971 

1.791 

1-120 

552 

264 

8& 


573 
1.194 
1.388 

618 

Iftft 

6.) 


.=12.023 
r. 1.814 

9.792 
2.981 




änniBft . 


4.5SfS 


bTT i.l761 iG-Si'i 


4 **:* W'.tiys 


fy,7tti 


4.üa4 


172Ö16 


^H 


1 


t 




&l&ut<:> . 










^1 


1 


AltBI 


- .t 

7524 
5.752 
l.->3.^ 

710 
320 


Ob«T. ' ^alT- rtmuT 

4'i6 W BSOj 
1.858 2701 2.Ti« 
I.8Ö6 365, 2.733 

ö4d, 150, i.oesi 

302 6i\ 44S 
138' 23 177 


Kkf li. 

157 51U 
538 1.282 
641 t.O03 

263 306 
101 12» 

331 42 


7'r(»«t 

174 
468 

313 

105 

44 

18 


371 

116 

93 

15 


liUlra 


H 




Wi alt 20 Jähret 
S0-»4J«ir. 
M-» , 
80-40 , 
40-M . . . 
«htr 50 J»kT9 . . ' 


48» 
9$3 
510 
167 
68 
21 




1 


Ssame . ' 


laoMj 

1 


5,278 930 7.99i 


J.733: HiflZ 


l.lZd 


IM2 


2.19& 


H 


Altar 


i 
TLnl 


Vvnri Wb 
borg , ai«& 


KUrw 


s^kl«- 


am 


Rntn 

wiaA 


Oal- 
BUltn 


Siaau- 
S«M«t 


^^^^H 

^^^H 
^^^H 


bto «jt 90 Iftlirei 
ÜO-HXar« . . 
«4-» . . . 
»-•0 . . . 
40-50 . . . 
tb«r SO Jthn . 


401 

UI9 

L728 

»43 

224 

S3 


: 

838^ Sae: 

279; a4(,^ 

89 2.640 

25 1.467 

8 761 


1 ri-lt 
1 

(iOl 
343 


1 
*r- 'fT*38 

..:■-. -,.^9 
299, 4,260 
196 2.IS«'> 
Ifil 811 


1.899 

2.336 
838 
424 
207 


1.014 

1.609 

917 

318 

124 

48 


36.062 

73.355 
37.342 
14.124 

3.024 


Iitvr 1.000 Trfti 


4.696 


IfTTi 43.76)1 ll>.t«JH 
Ilrltitl{UB< 


4.34^ 5u.6d8 

1 . 


.^1,786 
• ■AI 


4.0S4 


17S.B16 
tagsricii 


^^^^H 

^^H 

^^1 




Aller 


S'iUtr ', 

OmI. I 

6577 


Ob*r- Kta- 1 Stein- 
OmI. ' \tvg \ aaik 


'^ -t«!. 


iTitMt 


iGün a. 
' Qr«il 


lairiM 


■ 


i 


lii« mit H JftbrtT 
?4 — VI ithn . 

i<\ . 
in - äO . . 

,50-eo , 

W atBURiarlui Umal 


,",7-41 50-54 

-;H-,-,7 icsi: 

,1 >■• ''' 

Z'>'4 .lii =.- - 
9if-0(i 11^43 
Ä9-55 30-11 


8071 
26 40 


76^32 


1 15'83 

1 '55öi 
1008 


l2Cr32 

6149 
1694 


']06'48 

45-71 
■ 9iW 


186-99 

:i,V3a 

■ s 

43 2S 
1274 

S 


1 



M 



intl)i«fhiiij[en nnil Mhndlpii. 



Biänli^aiBür 



A.ltmr 



Tir.j! 



Vnnirl 






VUhmn 



ScbJ»- 
■Jea 









astUn 



bia mit S4Jabroii 
124-30 J&krc . . 
,;W-40 . . . 
,40-50 , . . 
MM» , . . 
Ober 60 3äav . . 



64-8l! ilä-4ll I28ti7i 13038 14921 339--I0 34Ü6&1 14:V'40 

»It.^.i f.... . -■■ -- -■■ ..j -a uUO--4<l SAOKJ 'ttUi-Ji 



3M-91 

7199 
MM 



in* 1.1 1 ..j T 



197b 
i:iw 



4.tOt* 

!&i:i 



.11 '1 
n-n! 



3 
10 

5<-31 
16-12! 



!Ö»3'J 309 54 

194 33 19357 

114 42 »540 

5t;-22 4V63 

17-24 15-ül 



344^ 

IS3 53 

46-72 

um 



leö- 

l&&8d 
6Ö( 
17- 



Brille: 



Altar 



OeeL 



rjb«r- 

OWL. 



SAlt- 

barx 



STirt«r 
BBrk 



bb mit SÖJabrni 
iO~H JahTv . . 
84-30 . 
30-40 . 
40-EO . 
flUr 50 JsbR . 



101 M a8-2& 62-37 10260 

433 li 3SÄ03 290-32 341-84 

MSii 3S3 54 30,M* 34l-*»7 

ili>4r' 122 77 liil-21* 135-« 

31^31 57« 68-81! &!)-05 

17-711 2^15 24r3l Zi-15 



Kira- 
tos 



Kiaia 



' Trl«M 
in. (Hb. 



G6r« n 



Uttlea 



90-60 155 87 IS&Oe 19f44 2284* 

310-44 391S0 4l71ll45172 43»-« 

369i® ,WÖö4 2?S-97:S4S3;, »3201 

1517b 9352 9358' 7ll72! 75-9f 

58ii8 3a43; ä9-:i2 VlUS] Vnm 

19-04; i£84 Iß-Mi 9-921 <)-&3 



A I r ■ r 

Ui mrt 'iO Jkfirc^ 
!«)-S4 J.kw 
«4-30 , 
90— W . 
40-W . . . 
abvr RO Jahn . . 



Tlrii 



Vot«ri. ' 



Rüb- 

" I ri :i 



iMAtrxn 



4b-72, 
18-05, 



35105 471-4X 



412 11. 

13146 
34«3' 
11-82 



Wim 
(K>-33' 
33-68] 
17-39 



1. r.>4 

35-71 1 
äO-361 



i<cfal*- 

■-i».D 



i3 

l'j'J''« 

4613 
S3'£6 



aal). 



2Ö4ti3 

406-'"in 

156 7y 

6403 

42-53 

I6-()0 



Hak» 






3iS-21 SÖI-'Ji' 
4(W-7:i' 3ttt'-y5 
1I4-Ö3| 227-1-8 
73 28 77-53, 



35-79 
1417 



30-82 
11-93 






2W3e 

424-47 

216-fl( 

8171 

39» 

17« 



Die llntmchtMlB in Altnr ilar BboMChliussoBdon m-1 in den eiatclnon t.ünilit 
d«r Hon&rthir rnonn giinvc: Der rnilffn AllenliiiUcvrie der bis 24 Jahrn i«ltrn ftiunUc^t 
vrltbr Kinn Khr. RinRinGm. Kchi^rlcn Ton l.CiVt IndiTiilooD in fitBlütinrc nnr 51 nn, wabrrn 
ia ilcr ßnhoviiia litinahR ni^lienrnnl .10 riel, Mtmlicb 341, abtn d«r drilinTbeil sainuiilicb 
neirsitnileii ana di«tor AlundajiNe manrntL Und andi Ualixitiii liaitK n'tae abnliche 2ab 
nimlicb 339. mUintnd unter allen AlpenUiuIttrn KraJn mit 116 iHa Ii6chsta, VorarllMiK ni 
38 df« iKrinsKlti Zahl bMtixt. Df« 8Dd«L(JLlliid«r SäbmcD, UMbrao nad Scfaleaitn batun j; 
131 nnd 149 aiwa« icriiup.r« KaUcn, ala dt« iBdAlarUcbeB Lftoder Dalnaticn and IiUri« 
Bfim WAibllnben ßoeblecbta kanaa aar 1.000 nntar SO Jabraa In den AIpaaBndern, o. 
Im bÖGbitbatbülliBtm Luidii Erain 156, In Slelarmark 103 SHinto, iräbrciid Vorariberg m 
3*t anfvelat. Di« Sadtlsnliiidar Bobman, Mibrenvod SchleRian ball»» 231, Unlieb dis aBi 
ti«vlaelita LAadar, ««hroad Gallafon 295, «Irr BakoirUa 328, dfa bjtcbilea ZabUn ani 
«iBBtllchea Liadrra di«ur Aharakateeorie an^bbrteu. Aaeb ImI dtn nachfolgendtn Alte: 
oIaas«ii vall:^4— 30Jahr«n£«lgt (icfa Boch die ibnllcbeReJbt'afalj;«, die Alpen läailcr mit <l« 
g«riig*ten Zablon, di« slaviaeben nit böbcran, )«doch Bind Jetxt Uallaien nnd die Bakowla 
hlaler 41« andere« LKoder gatMtan, da Jetxt dl« SadetcBlbidftr doniDl«r«ii. Erat ia ii 
dritlan Atteri>kal«Korir, 30- 40 Jahre, fillt Aar Maxinmai der £h«iab<ie»frn<]<-B «nt dl 
AI{"uluLDder, 'loch itiüeii ancli die slavitcben LAaJer Dtit Aumiahniv Galisiene und da 
BukvMtD» äbiilicbe Zahlen. Bei dea 40— 50}JibTi|;«ii aber kati«» cnlii-bieden die Alpealioda 
Ja« Oebvr£«wi<bt, cbeoBo b«t ilen l«U[tuni Al(«niK^PP*u. ßcim weiblicben üvaublecki 
habta abenfalltf diu ilarincben linder, benondorii diu SadelrDliinder. die lificbHiBn Ziffer 
ia d«r Altemkat«Borie 20—24. wkliread da» Uebergewldit der Zablen in iJen AI|ivDlknden 
achon ia der nichatea. aimfrüberalnbeiio minnlicbaaSucktecble. mit deiu 24. Jalife ciatriu 

Am dantliobulnn brian^ diatta BracbrionngeD aaelifel^doila TabolU aar Anacluiaiitii 
welcbe die «inmiliobtD EbMcbliMatnd«! nnr in 2 AllenlEat«g«ri«n, und svar bis 30 l»hi 
nad abor 30 Jabre. tnaammviiraMt. 



Uittlieiliuig«n and Miacellen. 



35 



DDUf 1.004 BrftntifUDHi ond Br&iit«ii befanden titii In nKcbrolgeudeii AlterMlusan 


Linder 


,j Briutlfune 


Linder 


Brtnto 


bia so üHer M 
Jahre 1 Jahre 

i 


bU 30 aber so 
Jabre Jahre 




1 1 

65019, 349 81 

627-791 372-21 

537-311462-69 

496-03 603-97 

i 483-44 516-66 

47884 621-06 

■465-11 6W-89 

< 43912 860-88 

'428-70[ 671-30 

400-67' 599-33 

3OT-62 692-48 

304-56' 695-44 

300 13j 699-87 

289-68! 710-32 

272-08: 727-92 

242-25; 767-75 

238-711 761-29 




891-53 108-47 
888-76 111-24 
888-07 11192 
885-26 114-74 
879-72 120-Ü8 
876-77 12323 
862-76 137-24 
857-44 142.56 
854-21 145-79 
852-58 147-42 
851-lti 148-84 
819-79 180-21 
793-86 206-14 
793-39 206-61 
786-4t 213-59 
770 97] 229 03 
745-16! 254 84 


!fikhren 






Nieder -Oeaterreich .... 
Triest nad Gebiet .... 

Tirol 


Niede r-Oeaterreicb .... 


Kirnhm 




Znsammea . 


485-12 514-88 


Zasiunmen . 


860-91 13909 



An* dieser Tabelle liut sieb aboebmeD, dass in den slaTlncbeu Ländern, besondera 
in der Bukowina nud in Galizien, eine groate Anzahl der Ehen zq früh, dagegen in den 
Alpenländern sa spät gescUosiei^ wird. Beide Tarkommniaae sind nngfinstig sa neonen, 
da nnr die in der Vollkraft der beiden Geacblechter and in der richtigen Altera- 
coBbinatiAn g:esclUosBen«n Eben ganatige Erscheinungen der Volksbewegung bilden. Nacb- 
folgende Tabelle briagt für die ip dieser Beaiebaag markantest berrortretenden Länder der 
Monarchie die Ergebnisse auf je 100.000 Tr«nungea in jedem Lande rednciert: 



BrintigBme im Alter von 



mit Brüat«D io dem AJter von 



bis ( DO bis { U bis 30 bia ' «0 bis über | 
Jahrei!4Jabrei30Jahre!46Jahre SnJahre mJohrei 



Znsammen 



ä ■ 1 K b n r g. 



unter 24 Jahre 

24 bis 30 „ 

30 „ 40 „ 

40 „ 60 „ 

Oft , 60 

aber 60 Jatre 

SntBme 



2.012 


1.797| 


75 !■ 


188 


6.237. 


9.366 


8.366' 


3.497 


874 


89.0321 


12.660 


11.310, 


4.727: 


1.181 


39.247' 


5.203 


4.648, 


1.942 


48'"' 


16.129 


2.221 


I.983i 


828' 


207 


6.882 


797 


713' 


298 


75 


2.473 



5.054i 18.8171 3SJ.258: 28.187 lü043^ 3.011' lOO.OO-t 



Tirol. 



nntai 24 Jahre 

24 bis 30 

m „ 4>* , ...... 

40 „ 50 „ 

60 « 60 . 

über 60 Jahre 

Summe 



565 
2.141 
2.436 
906 
316 
117 



2.052 

7.^74 
8.b44 
3.291 
1.146 
426 



37J96r 

11-7261 

13.339 

4963 

1.729 

641 



2Ji57 
8.650, 
9.727' 
3.619 
1.261! 
466: 



628" 

2378 

2.705 

1.007' 

351' 

130 



'123 
467 
531 
198 
69 
26 



a72I[ 

33.036; 

37.582; 

13.984, 

4.872' 

I.8O5! 



6.48i 2:i5H2 35.494 25.88VI 7.199 1.414 100.000 



Nieder-Oesterreich. 



2.4ÖT,^:5iO, 

10.300 16.460. 

7.573' 12.101, 

2.150; 3.436 

935 1.494! 

421' 673. 



nnter Z4 J»i.re 704 

24 bis 30 „ 3.019 

30 „ 40 , 2.219| 

40 „ 50 ■ 631] 

50 „ 60 „ 274' 

aber 60 Jahre . ' 123 

Summe . || 6.370| 23.782 38.004; 22.790 



9.872 

7.257 

2.0)8 

896 

404 



M>4I 
2.819 
2.094! 

595| 

258 
U7i 



I89| 
813 
698' 

i7o; 

74: 

33: 



6.577' 1877' 



10.103 

43.314 

31.812 

9.040 

3.931 

1.771 



100.000 



36 



HiMliMloncoii anil HfaKWlIei. 



BiÜotiCKU« im Alter v^m 



Uli BitvtoB In dea Attar von 



kl« I «l^la » bu I m bU 1 to biB «txr !v-_-,. 



8Sh nun. 



tuic»r~^ J»,m 



U bb 30 , 
30 . -«O „ 
40 . 60 , 
60 . 60 . 

tIbM- 60 Jakr* 




Summe . 



100 ooo 



iRtricn. 



Ui ind. 24 Jiikre~ 
94 t>ii 30 
30 « 40 , 
40 . W „ 
60 . 60 . 
tW 60 Jftkre . . 



8.109 

4.337 

1.421 

493 

179 
SnmiB» . • 16 K»» 



IVISS, 
8.12g 
2.6(i2 

flü4 

3;i5 



ß.450 
2.11V 



5.5S2 

2.968 

978 

340 

12.^ 



L874 

l.OOT, 
328 
114 
41 




35,032; «,19Bi 1X875 ^.32■.i 1274 100.<.MJ 



ai bis 30 

30 , 40 , 

40 , 50 , 

60 . 60 

ttbcr 60 Jahn . . 



G H 1 i B 1 e o. 

iciÄO H.4fl8| 
'13.780 11.708 



6.322 

ä.852, 

1443, 

5-W' 



4.5XS 

12« 
4«6' 



ä.431 
7.484 

IM9 

995 



Jt.ä7l< 

4.6461 

1.794' 

961' 

487' 

ISS! 



fiuiDine . .«.»4U -^saift ia4;« 1144:; .vöäa 




Oesl«rr«ioli in Oansop. 



U* ImI. 34 Jalii« 

£4 bU 30 

M , 40 . 

40 , 50 

60 . eo , 

OImt «tO Jfthr« . . 



8d»iii« . 



4.083 

7.SSä 

4.004 

1.614 

789 

324 



ß.«o: 

(5479 
2.4501 

5^ 



id.iO£; 

6.160 

2.3311 

1.137' 

49ö: 



S«fif~I5lff 

6.6ld 2.4Cä 
3.368 

ÖSI 
27V 



n 18.&30: 29.Se2; 28.511 lfi.5t»6 6.666 



i 



Ein Blick wt di«M Tsbelh Roattgt, ta dls btdoiiteMd«! DntMScUcdo ia dan 
»Iura LirnJin wftknnuobmtm. TUmnd beliiplabmiM nstsr 100-OOOB1mid nu 315 Iloin' 
swiach« bia SJjihriKua MlBiiani uad Ua !i!^fthris«B Pnneii ta dalxbtiif Tork«iaiiicn , 
Oaliu«« nina 10.000, KiMlaivOMtonvlcli unr 704, tMaua mUi 28S9. 

Aach bei der Alteraansainineiuetiimg der blt 24jahrlKeD Iffcnnar alt 20- Ma 
24JAbHgen Eir<Dt«o hat Si.lsbiirf; our 1174, Galiilen Q.4SS. Sttiet-Otvitrnich 3-40! 
B6hn«n ab«r 7.9iM. Nimmt man aU die ridiii£«t«a Atttrojabre zttr Sehii^mng «iner 
bitin niBaliclMa Goscbleclit» das AlUr tod '4i bin 50, Uim «uihlicheB UvKbtFtht« j 
von 20 bia 40 Jabr*D an, m rrbaJUa wir t&r die emäbotoD Lünder fotgeode Znhltn. 
trudaii in tli«MD Atlor^ahnn Eh«o «««vbl»**«!! von 100-000 



9ü»b»Tf , 67.435 

Tirol ... 71.833 

Hiedef^OofUmidi 7t.S07 

BÖUiaao . 58-860 



in lalrfeB 56. 1 

„ fialisira 37.E 

- Oaitttraioh Im ßanwii 53.J 



l)fo günntUetMi Zahlen bcaitMea ilabsr die Alp«alAndor. die an^nsUgaten 
■UTindi«» Ijaadernnd bMooden Galiclen, wclchur Estagorle kanm etwa* in«br kla '/> Al 
SImii BBgetidn vAbrasd dio cnterea Ob«r ','„ aoficelsen. Die Alpenläader lubes unter 
rnrtlicbeo Ghtn tikiipuachticb spu |[«ichloB>Mi«. sowob) bei den mSnnllek» all votbllel 
OtotcUMliie, vJihrrDd bcii dm sUvUcbaa Lftndcni wiedar frtib KMehlamMe Ehen das Ha^i^^ 
eMUnKinf dnr hi*r fohlmiUn ßbra Mnnebon. 



MiltksiliutEBt unJ Mkcellen. 



37 



M&a luuB aitfw. iIum Aie ZntAOiatMetMaas titr S«rölkenutg aaeli itcm Altar iiBd 
SUbiI iliEi« Ene:h«ia>oc Iwvtrkl, mlHu »bia^o läwtt licb Jtnwt SaU a«li amkakr«», nail 
kuin di« Alt il«r ScbliMtnot >l«r B1i«b tU Vntch» für dlm Ztuu»iiM«»«Uani ttar ßr^öS- 
Iwnnf bttncklM- «erden. JMl«B(aIte bäiK«n dlwM Krach eitmngvB «owolü mit dar Ronp ■!■ 
Mdi Mit J«r [rab*r«a oder ipilenn Beih der EhewliIiMnBiln , den l.(beaili«dliiKnnc«D 
und den ti«fcrtiieki)a und «och nli d» Beltfli>a*b«1c«&Dlalw8D der «iiiz«ln«o VfilkartUan« 
Unif mkK«aa. 

In der Utsteo Tabelle «üwl «iiltl du Eken uacli d«o «ijnelBea Alienkaiesori«ii 
ffHchiaden, die Höh» der atgeatliehes Heir»ufimiuBt oder llolratiwtkracbciBlIebkeit In 
dcoMlIiMi Umi «ick kktr er«l ans iaa Vergleieh mit der BtTSlkanutg eneb«o, utd Evar 
darcli di« ZaauaiMulellaog dn RkaHltHemMulaa au etneM tMitImBiea Alt*r tnli der 
sl*i«liall«ns«B hviratifikigfB Bcvölkerang. XSmi e^*eo luvt (ich darcli dt* Ttibiodiini 
diovcr b«iJTD Factorra. der Eben »it der KeinUifäliiEfB aiDnlitlien und v«lklicli*n Ber4l> 
kerUBK, avf diu IbUbmIäi der Heiialen Ib den eiDstlnen LändcrD BoUictMen. NubBtelitado 
TaMlt Ribt mvoIiI <iii> se»okloaiea«u Ebaa sor OM»Buallf«T<)tk«niac, bU Bvck Jie oiBMlma 
«kcnUleaeoDdni Thnte aowokl aar »albea, aoirie aac^ aar B«TölkeniBx ia Alur voa IB. 
retpectire 15J«bina hl» aL<er lOOJakre, nnd ebt büratafkkiKra B^alicbes aail «BibUdieB 
BevölkcroBg JitiiteH AlLrre, daH hebet bb d«a UadiceB, TervitveUB bikI OttrcBBtcn. 

E* kamtBU Ekea, Brantl^nw nad Braute aoT Ja l.<kM der B«7Atk«rKa| : 



KbeB 

Mt/dl« 
G*- 

Ber&l- 
kernn« 



XAraUa .... 

Tirol 

Salaborg . . . 
VoivlbiirK . . 
SwUmait . . 

KraiB 

Obsi ÜMlcmfcli 
ßjln GtadiM» . 
latilui . . . . 
SoklesiMi . . . 
Wcdn-OMUrT. . 
Trl«Binoda«biBt 
Mthna . . . . 
B*k«MI . . . . 
DalMBtieii . . . 
Oalilien . . . 
Bakowine . . . 



■es; 

6-31 

6-i& 
ö-eo 

6% 
716 
7-53 
7*6 
7-75 
7-75 
7-81 
7-87 
8-45 
851 

lo-ii; 



äOlBBM . 



7äi 



OriutlCBuiR 



Getr.) 



' aar dl« 
otoalidx 

ttairaU- 
Ahle« B«- 
vAJfewting 



jBhr« 



JO-19 

11 57 
IUI 

12 95 
1333 
14-24 
H-10 
1417 
I-tftl 
16 21» 
15-69 
15-03 
l»r36 
16-34 
16-7y 
ITiS 



16-W 

17-49 
1671 
1Ö-67 
2003 
23 W 

z348 

27ä7 

■^ ih 
SO (7 
33.^ 



23-86 
2»-54 
«714 

34-61 
86-25 

ll'Xi 

514t 
:*"46 
7538 
Wöl 
48«! 
74 27 
71:^4 
tttli 
85-16 
8ytJ3 



15V7 



^9» 



t>l-63 



11 r » ti ( 



auf die O«- 
MmmUBU 

der Treib- 



weiUlelM 

BevWi;*- 
ntag Vi») 
W 



«0 

U-28 
U-23 

ISifO 
13-02 
1301 
137t« 
14-48 
1565 
1464 
15-32 
lä-17 
14% 
1518 
1637 
1678 
20-^8 



13*31 
15-60 
1514 
16-87 
18-00 
1855 
16'6d 
21 ■öi 
23i)P 
Itl'U 
Bl'IO 
SO» 
Xl-67 
Sil 
24-59 
Si6-00 
30^55 



Mf «• 
«rfUlebe 

keIrBt» 



19-00 

?S 10 
83- 15 

a6'7ö 

30-16 

32-77 

441^1 
!.3-a9 
4183 
3&06 
36-20 
44 74 
J't i..i 
5! 98 

5y;i7 

7114 



15-Ü6 



22-26 



44-37 



Die «nie Coloan* gibt den c««fihoIicbea Haaeslah »er Beartheilaag der latevaitll 
<let TraBBOgJbwioenx ia den etBaclBea Uadcrs, aad zwar die TrsuaDgao lor 1.000 Kia- 
mbaar Aberbaspt, die Utider aatereinaadcr geordoet aacb der Hübe d icMr P«r««atM(M. 
Die iweitB nnd ftaito Colotuto gibt dtaMlb« CMÜriaatfam bbt KM«adfrt für dl« bridea 
aeschieobter and bs aiad daher die PemBlsUzs, 4* 41« ABaahl der jctscbloueBea Ehe« 
fftr baUo Tfaeile GeltaoK haboB. M aleHiIich AoppM aa groBs. Ea varüsica dir»« Uffera 
Ifl dCB dueloBB LiDdern in dersellien Art. als die etnaelaen tiDSchIccbtei (äriaalJUtJ ia 
der BevAlkerOBi Trrtret«B slad. So wMhaaln jetit bf<iai mAnnlicbeo Gucblecfate ilin Lkader 
flalatraig iiad Tirol die Plaiec, iIbi l.aiid Erun Irin liiolrr ObcT-Oealerreick, 06r* naii 
BAhnen Mhiebcn eich nach SchleeJen zwitcbcn Tiitn nrnt MAhrco cia. Beiai «eiblickcn 
OeKklMbte tritt äalibarg in die '2. älelt«. obsain wMhselo Krain naJ SiaierMark die 
ruic«. Nlidet-Oaatemich reibt ilch «nl als 13. Land eüi and ümA ihoi Iturlea, vkhread 
dl« SudcienUader BAbnea. lUhrea nnd SchleeieB atbt>r ffananimiBi rangierta. 

DU iiftohBUaColMotn ü und gaben das T«rhUtiiias dar Rhea an der «amBtlicbca 
keiralBikUgBii B«TAIkeniii( Im Alter voa 18 tMin akaaliefaea aad 15 JakrvB beim velbUalMB 
Q«MU«cbla bis aber 100 Jabr«. Hier wardan di« VatBcUabttncaa aebu bedasuadcr, ud 
aheaan di« Perc^BtuDtcrafhiHle awlaehen den «iawtaen LkadarB büher. Mit dea kleiaalaB 



Sfi 



MiillicjIiiticM unil HI)MlIait. 



Anlhoilon emchcinm dfi ileo Minnnra »ämattllcbe iieohi AtitenUnjer. ihn«n r«ft«n >tck ilt* 
(Jrci Kd*l«ii)iDi)er an a«lMl Kiain. tlanu Talpi }IiMtefO«>it«m-ich and mit Ii«deat«v4 
prlMMKn l*»rr«n tan t bauen tostinen oon die 8tiilci*ilAij<lpr and UalmtUnB, dio |JUid«r 
ttaittleu and dl« bnkoviua ^cbliMMD ille Kalli« mU il^n ktOwImi 7^hlen, Bein w«l)iUchm 
Ue«i!lil«chte lind ebenfaltii »ttDimlltrhe AlpeDUndvr. Krain inh^rriir^n , an ob«T*iu- ^mtl«, 
iiml dnrcti den ftfinKcrPii Anihptl d«s w^lblifhea l3«aohIecktM an dar Gfcuanlbeviilluraiii 
raDglMvn Jelil dir amtflavuchtn LBader Isirien noil Dalnatien himtr ilaa Sitd*l«iitU9(l»ni. 
Calinan nnd ilje BiiknwiDa ba)»>ii anoh hi«T di» bAckitm PnMBtutt» 

Drc I^Tstwi ColoiiDan 4 uikI 7 g^Htta abar dan simiilinh«ii HaasaUb tat Baar* 
Ibeiinnj; dar R«iratafra<inoac, nnd n'ar di« Eh«a nur wirklich hHtranflbiKafi l«di|t»a. var^ 
witvMan nnJ irBlrmiairti lUvnlltHrno^. J»nt hat i>ich inch Xi'dnr-Oiottirr'icli dxo A)p*n- 
UndoTD a^j^i^Mthr, und dioaalliirti MldiiB «in" iteiictiloBaitBa (Irappa , in «»Idxr dt» Pnr*'«*!- 
aHtza Tnn ^3'8t) *vf 1.0<X> l'^nonrn tda -lä-4>| »leintm. WikivD«! bei dam rawMi nlicbaa 
allgettiftinrn P(rl^f^laDlJt■I «ar OeiiDt>nilh*vAllc«mnK da« Minini<iB 4'!'7. dai Maxintm 7*7'* 
Trannoppu iir, ha) jntil Kie<l*r 0**tA'r«ii.h beiiab« Jappolt m» viele Traiiiu>e<Mi al* KArattn. 
Em folcra dann f»mrr «icdvr in eirrr Gn;p)>c allo '■idtUvitdi-ilallubiachan l>*u>l*!r bi'I 
ti'OOP*rc^i>l«a (Triual). bi« t}Ü-7l (Ualnialivfi). Illrr »ind div ColtTiCbitd« Doch led«iit< 
da nach dem Ktwvkn liehen Haan« datckMhnJulicb 7 bia 8 TrnuuiiK«a in dienen Ln 
aiif l.UOO Bewoliner k> miucin. Die Lander liijhiucn , Miliren und ^cblesiaa boHiUccu 
über <0 Ehen auf 1.IJ03 HciirnWähiitv, «-«lircnil <ialiairn 85. Bukowina losar 9'> Yni 
auBwelaea. Es folgl äabct , daaii In der Rnkoirina Tiitrmul eo Tiele TrotiuDKen altEoiidlilutviB J 
wurden ata in Kürnten , wkbreuil nach dm Krwoholitlira Unaiaiabit aicfa nur üuiijieli an I 
viele «ikcBiieii UhKU, da in d«r Bukowina einn kiriue AaaabI «ua bevnbiUiiKen I'n 
voriinnden jat. jcdutli jUirltch uiie iumn Anaalil Eben gesdüoaaea werdeii. AeknliL! 
ülrsn Vcrhaitoisae in allea Landtrn, woliai aicb vier (IrapptB aat«racbeiden laasKn, lai 
«otcka Aiv Hohe d» ]*i<it:L-iilniiinr»cliled«ii oder der Intnnailiii der UciiaUfreqiCDX charak 
tariaUacli wird. 



AI* aolch« erKcl)"* >)cli 



L Grapp« 



|. Einten . . 

n. Salsbare . . 

3. TIMI .... 

1. Vararlh«ri; . 

6. 8'«lennArk . 
Ö. Ober-Oestarr. ,,j 

7. N(«d.-Oa«terr. ^'« 



II. Utaiipf 



lU. Gruppe 



IV. Oitipp« 



8. Triert . . 

9. Krats . . 

10. Istriea . 

11. Oirt . , 

12. Dalnintlon 



|i- 

I 



BOkmeo . 
Hkkren 

S«hle«leB 



Oallslco 
Bnkoarlna 



Ire 



(3 



Beim wi^ibUi'ben Omirblcflbt* iat ilirMlbeGrappnneiiitfacilune. Di« IcMnaivu Pen.-Kat' 
•kÜM bealUeo die Alt>*<iläuder IO<XI bin liS'OÖ; dl« gHIaalea Oaliaic« a.ii 59.17 iirnl du 
Bvkovina nft 7 IM. üi* Giupiro der 8ndeUalinder mit aber 'l'! Perrenie aud abt-r hiei 
TOD der Gnipp« der attdalatlscbrn Lkndir dur«li»DlBl, da il'tte lurck da« Uebnrceajchi ilei 
Dilnulicken Boviliemnf Über die weibliche im Allgaaelaen iiuck biihere Pcrcviiluue 
bcaitBim; iasbcaoDilcro Isirir^i und DalBatlen. Auch lo doi: Holte der AnlktUa is d«l 
eiaselMa Landcni sind «bciiao Kowalti^ Cnitrschicde, «io bal üvd Ulaaero. 

]>i« rixnntliche Befratswabnchnitilichkrtl, daa koisat. wie liuh dl* geachlDisetiH 
Bliiia in dtn ninr^tDr-n .Vltor«K(iipp<n an dvr xletrhiciliK Icbeadeo unvcrkelratetsn Bev&lkvrwf 
in dansclben AliarajaJiran TerhaltaD. I&sit oacluUkMda Tabelle fUr dl« cinulnen lAatar 
efMban. 



4 



Auf 1.000 glnichaUaiiKn der bairstaflbigen BavAlkarntg konnana 
in DnebteheBden AI tersk atetcorien: 



Kv'iii'fj^aaa 



I Alter 

IB-M Jnbr« 
[84-30 „ 
30-^ , . 
40-50 , . 
50-W( „ . 
.flba* 60 Jnkf* 



cm 



779, 

47»0l 

ll|-.SOi 

l»«-8ll| 

1M4| 



7-14 

44-89 

82-9^ 

U»-'IO 

5145 

äJW 



506 
27-2i 

*i7-r.y 

35 IS 

K-oe 



8-91 
4I-8&I 

84-ä4| 

4V45 

8»i' 



2fta0 
H8-79 
M77 



CralB 

i4 6:jj 

77X11 1 

1 IX-W, 

118121 

34t»j 



I TcIm 

in.i.< 



13-28 
71:41! 

y9l6 

114 tu» 

511-aa 
U-17 



U42 

15^100 
1'»', 11 

•Vi'-I 



!<■(>■ If 

lU8-< 
l<VH-3< 
4ü8(iJ 



llialHiil»AS«& BBi UiMwlha, 



ad 









BrfcntigKBe 










„ 


- ■ ■ r ■ .' 


IB-14' 1 


S-b}». 


nali 


Btikn. rtal 


SUata 


All': 


«in 


«IC 

4-37 


-Im 


47-2a 


i^iiiu laaitcB 


nUat 


lä— 24Jal>ri. ., 


BV49! 1^41 


2419 


24-30 . . .' 


38 18 


36-21 


lÜSOV K 


1 


t ir, m 


1-f^ tr,' ^0-6« 


'«-97 


30-^0 . . . 


OCiflti 


73-M 25? 1 






2 IS 34 


146-^3 


■IO-.W . 


75 70 


9Ö-9I 


^lü-. 






■ !7ft03 


15V77 


W-BO . 


2274 


32-4» 


70-30 8m 17 


M-ä-i 


liöi>3 


röZd 58-29 


«5 21 


Bbfr &) Jahre . 


Jft* 


a-48 


10*9 I3-3t/ 


I5I9 


i2-ai 


19^1 »63 

1 


10^4 


BräaU 




AI t«r 




Ob*r . 


Salt- ;st«Ui^j 
tan 1 tpafk J 


Kira- 
tm 




1 TriMt 0*ti a. 
in. ß*b.; Orad. 


l(u.«a 




1 


1 ; 




1 


1 




IS— 20J>kn. . 


Ui)6i 


Mt^i 


711 1274 


»46 


' ]9-^ 


22-81 26 3y 


3J4I2 


20-24 . . . ; 


lOfrWl 


WII 


6*20 76 4(i 


Mir. 


i»-9;i 


95^h 12571 


15:; 17 


u-xt . . .! 


T^ 


' -'i 


71-5S 77-8ti, 


r>6 16 


6788 


73-61 115 1-1 


132 .W 


30-10 , . .1 


2- 


■] 


26-39 29-6ÖI 


1885 


2ß-52 


2649 47S9 


52-87 


4n-S0 „ . . 


Jö« 


ZlTä 


|3'!(4' IS «6: 


8-47 


12-81 


1455 13-65 


18S3 


aber bü Jtbn . 


S-99 


3-07 


192: 2-7^. 

i f 


1-34 


152 


2&0 1-62 

i 


1-W 


Altar i 


nn.| 




B^- ato-l 


Sokte- 
•laa 


ei«« 


Boko- 1 Ml- 
wl^ |ttMta& 


Staat» 


1&— ÜOJikn. . 


9-64 


1 
644 


F 

nm 31-75 




1 


1 
' 3970 


30-ee 


IW-24 , . - 


65-16 


71-97 


m 12 136-37 


i 




U4 44 


IS7-29 


24 30 .' - . 


71-08 


8075 


6346 73-26 


UVi 


l:w2; 


10072 121 12 


8719 


30—« . . . 


261« 


W-3Ö 


:i3-W 317« 


33 39 


W-72 


üim 51>90 


37 38 


W-60 , - . 


uaa 


9^25 


ÄHW 19 6H 


13'l!(l 


28-oa 


28271 18 »3 


2ÜÜ4 


ttbar 60 Jaim . 


162 


12&; 


311 3« 

1 


4 03 


4-84 


5-27 2 33 


3-22 



Dm MtiktU HsintsfraqMBX bal du nuiiliiiha Gracktrcht in QuuiDUaielH !■ 
das 6 Altan}akr«B vos 24 — 30 und dlrft« 4i«Ml^ tvrli in ikn lolgaail«! 10 Ahenjabr« 
nwflilinilrr Pariodta bis 50 Jahr« wähl iit«tig abDi>b«eiiJ, alMr doeh stMillok •besso hoch 
•aia; *oa hi«r aa lu«l di« InUniüui li«<I«Qt*iid •ckacllfi aarh bii in liia hSfaertu AlWrt- 
jahra. Sbvaio ad«r socb rapidar diirfl« dja Abiahn« d«r IntmiiUit itr HeiratawalirMbetBlioh- 
k«Jt ta AlUr nalar 24 Jakrw mm. 

la iloa «iatdaas Lftudarn Sudan j«dock bcdcoUada Cnlaraclu«!!« alalt; nbabtii 
dia AlpantJtudar dl« ^r^il? lAteoutit der Heirstea is dou Jahno fibar und vor 40 «ad 
li«Mad«ii anka«]) nimnt dlcnlk« la d«D JkaKcran Jahrtn aV. Dia 6ad->lavis«h«a Liadti 
kakea dtfl b6iüafUa Zahlm in AIut vob 24 Ua 30 und aftkern «leb dem Dnrckacknllte ttB 
Kaickcs MB malatco. lu den Ündcivaliiiden aind diu ganstif^tco Jakia die AUat«k«tc(oriao 
30—40: es habeo al»T d)t.*e Lkadar aack noch ;roaM Anthril« in üea jttagona AlUnctwaa. 
Qntfariaa aad die Bakovina uicknsn aiA banptaK^ck dnrcli dia g ia w tnUnaillt dir 
EeirauaabracheiullcfakiiJt Mvohl bcaoaders iltr jtagann, «Is uck dar haken Altera- 
kate|ori«n ana. 

Beim «eiblJckfB Gaaclilectitt hatwn dfa hOchelt HciraUwakrackwalicbkeit di« 
Altarajahrc 30—^, ia den hbbetau AUeisJakrtn oimat dJsMlb« bvdanteod rapkltr ab als 
bei daa Hiaoera, teiBpieliwcts« betiact dl«M-lka ta dan Alterajaiuvn von 40-~50 aar caahr 
circa des 8. Th«il deraelben, wftbread di« jnager«n Jakn 19. 18, 17 Doab nana bMlsnUiula 
KaUaa bariäuB durfua. 

tiDidcr fiad fDr fenaniiiii b4«fifllthi> Polgcniofca und VarKlaith«, oioicka taMertl 
i8t«r«Maat «trvn, dl« Katerialiea Dickt anankbend. Ks und die AltersliaitBOTittt. Baek 
w«lch»a dia BhKuekloaBvBan Eh^a grtpfttn w*rd«ii, »|l«kk in ilrr 7j*hl von Jahrva, 
e* «lad anck <ii««a 6 — lOjährix«» (Jru)>]>ait na gtwa owl aaaskrdcat rar b«i<l« ti«aelil«obUr 
BBsltidi, nd«ai di« Gbar fiOJÜkr« alini UriatiEavc nd dia obtr 50 JaLia alten Artnu di« 
bMhaten (irnj^pia bildvu. 

Ebanao tnterwinuil int der V«rgleich der «ioatlnva Alltfrtfirapiwa ta ilan l.taderu 
aatDrclnaadar, So veiaeo die AI|MnUuid«r la der 1. Alt«T«K*uppa voa 18 bi» 24 Jaki« aar 
h bli 9 BrftuUcaiac aal l0^lO keiraisllkiKa dersdbea Aluiaclaaas «na, wkbrcad die a«d- 
nla«i«c)i>a 12 bii 19. dw Sudcloalüdcr )6 bi» 20. Qalislaa 47 nad dl« Unka'ian oirar 



40 



Hluboiinaxtii iwil HiKill*«. 



&& bwilU«B. Auch in dar i. Mt*nkai»^Tim lut b«i«pi«li«*iie 9t«l«raurk 42. Bahnn 
j*dadi Mkui 125. Gtlizira 146BrtBtifUU. Hil in dar S-tirapp« derBriUlguiB vum 'MVm 
40Jft^«a haCnmiei, Gbrx nad GndfJW* IfiO. B*hB«i2S8. (tU«n bcinab» Jeder *J«n« ^«Itk- 
ftlbirl|t« hnfratot dort) . und >iieh ia den liolien nrnppan dnd die Dnl«reclii«d« guz b»deat»Bi. 
A4linUcli tlad die T^rhlltni«*« nacl bti den Hrftaton und h g«iitgt nnr da Blick mat dU 
Tab«ll«, in die gt#IU1«a D»|;*iLiiiu ia J«a ciBEelDea l.Uders Ki («uuUerei EltaM 
tJatMwbUde Unwa «idi oor au den Ki|;t&th6iullchkeit«B der B«OMt tUtJ ItDlijloDnaUr- 
Kkied«, dea I.«b«n>f«*Dbiili«itco und doai Ündo Je* WoMiiUBclea dvrTSlkeraUniiiB «rklirrt 
No<k w4r« tu «fwUlmva, da« IwopUichlieb diMe Irtxtn TaUelle, gaicbiaalen U 
die Kb«ii, irelcb« roa ledicva, «ad iu »okbc, welcbe ««& venritwvUn P«naa«o eiac«s»ac«a 
wurden, nocb »vlii ioilxacliv« Kiobllrke Eewähres irfiTdc. Diese ZwanBMMUlla&c Biit4«a 
hciratolikiKen Mltea, aar]f,rtn>r.iu> »it dir verwtiveten Bertikerasg k&BB Jedocb aar Ar 
die eiasttiMii Linder nbnr Dniencbied An Alters gemiacht irerdea. Bt wSrcl» aljcr dia 
Aea Raluru dioaer Ar^eit «eit Bbenleiseii and uuss dalief eiaer kaoadenB DoterMiiili: 
votlwlultcB bleibea. T. Ki 



ort AMWMd«raa| Onttmldii ta lihrt 1883. 



1 



?Mm T«rl*txt«M Xal« iai die auÜsÜsciw Koaalecli/lft In d<r Ltg«, die MiUbeilevf 
aber <lie AuwaadenUK Oeflertrichi ia der mvebaten F«nB sa xebeo luid «ird rar da* 
Jabr 1884 mit d*r»elbäa abtckliesieii, da da« HiRJauriaia du laaem, wie iai SitzaBct 
berlcW der aUdsÜHlita Ceolrml-Comaiaaloa vom i. Jaü L8&4 ugofftkrt varde '). dem Ab- 
inf e dieser CoMalMlm Pol^r recrbea end aaKeardnrt bat, dan Jvm Bcffaac dea J*bn)? 
IftSS an die blakaripB HactiveisBBKcii der pelltiscbea Befafirdea tber die Bin- nad Aa»- 
wanderaDK aafnlaaaaa nad ditrcli driailliertc neue Aber die Aat^akaieii in nnd dio BaV- 
laiiHar'n bbb dem Staatsvrrbande erscut vn^eo »oUsm. 

FtT du Jobr 18S3 >iad 7.36ti Failr roa Amvuidemaf »achicBajaeeB erorden. 
aJio Kwu wraigitr als 1882(7.759X woM ator du bameifcaatvanbe Torkoaianttee auSUb 
daaa die Ton den poUtindirB BsIiArdwi ervieRen AnswaadamafeB obne BewiUicaaE «rbeb- 
Itoh aasteigra. »e UltnfvmiJUffJ pgwa M39 im Jahre I8SS ud treUa mit d«- fit^tmm 
tiM ta Salisiea auf, ia «-«iekeai LaBtle eiek fctsber Ibvrbenpt bat |mr kein« Wanderlpi^ 
koserftliar gamadt hat IM« iBaaraaderar vertbeilaa itieh ouh TjAadera - 



tau 



xaki 



i«t 



Kic4eM>««t«*Tei«b . iU 

Oti«r-OaBt«rr«icb 36 

SaUng U 

StMemuh .... 17 

SAiataa — 

Krala ...... 8 

Etatalaad .... 244 



XabI 
86 



damnt. 
o. B»* 

i 

40 



4 

1 
148 



Xnbl 



&ai 



Tüol n. Vorwibers 73» 706 

BSkmto &K6 3.M7 

mkna «97 765 

ScUasieB .... 8d IM 

edBiiui 438 1474 

BafcaviBB S ti 

Datmaticn .... ö 7 



Wfcknad taait ia dea LAndere, velcbi? ia der Becel die crfteatea Zahl«« 
AaavBBdBTcr baltea, ia BAakaa aa4 Tirol, diau FtUe ia Jakra 1883 eaUahledea aar 
gefc an and anch im K fielen taade aar eiaaa alasicoa AnfwbwaaK »^k*». M die A«B«a»* 
denac ia O^isleo auf da« Dialfiuli« das mnmsf^^uifaut Jabm tMtatfMi, vob da« den 
Part(*a«K*'*" beben alter Bbar riar Pflaftal (81*3 PereeDt«) die Baimei okn« BewltUfnf 
nriaana. 

Dack aeitea tMi. wie ia dea Tnrjmkrwi. nur ataaetaa £«adalrlclw na baaamdmr 
Waadvlatt ersrlffea. Im EttMaeJaad« eiad aas der Beairke-Haapf aiaaAaft Sfidlaom alMa 
3ai Nfftteaac*"- >> l^'*' "* $**•> *^ THeat 2M. Rtmrato 113. Borpi 70. aad mJillaia 
aiA die dank ReWlale «ad RtABU( der Seidecaaefcl hart betrelkaaa Bewokaar iKaaar 
w«alg «tcleUgea Qekinnetiadw «tetfteh d«m Sir«ma der «btv-fuUtalaekcB AncwandaraaB 
aa, w«Mw «bar llall««lMlw Htfea xameiat iit«h Hitial- aadSU-Amvfka gebt. U Böhmta 
Wmb wM«r die K^B« Ad*r vatwiegaBd *&b tVebea bew«katca friken« Kreiec die «tkefc- 
HdMlM ZrttoB. m Culaa &88. Takor &69. PUm» iU. Bidwedi 461. riaek 36J. Ckradim 
SIS BJod aock lUkrti teigt die belebe Brwkeinnac mit 202 ■> der Bewirk«- HaaptmaaaKlufl 
Kenitadtl, 71 ia Trebttack uid &S la W«U«cki*Gk'llGeeritMb Ia OaUiica rellnJa ll«i 
sid dieaea elriekweiae AaAretva der Waaderlnet ealecbicden be«Wek>«a > im Jakra I8B8 
«aid« ia LaadaatkaU awiKkai der WiaWka a ad dem Sa« daraa MUlaa aad 



LJabfc. «.M». 



XlHhcilnucu >wl MlMalUiL 



it 



4tr fiwirk*-UMp4«ititns«bKn Gf.Tli*ir 103. Ja-ntUii 455, Knund -.jol, Uifl«r 4W, Pilu« iü 
P«r(uocu rmi. Aotfortlea IwUu uur noch äkjrpaiKh 79 AtuwAuiltKr unJ nr«itiii* li) B*iirku 
fsai TiMionUl« FlU», vthrcix] In QU Se^lccti (nr iKsin« Au*waB4«riiaf:t)i inrliiunui. 

Die N«ehirei»iD(en luaoti nodi kbaahiiwa, Jiot aic)i Hie Aiuwui<i«(er in -t.OiU 
ManNr und 3.314 Franeti. luk den Alter alMt Id 1.337 Kinder bis »It 7 Jklir«ti. 1.437 
PnMiieD ran 7 bli ait 14, 3^43 von 17 bb alt 40, 8£7 tm 40 bta alt &tp tsil ^W uU 
nebr all &0 Jabmt ÜMüca. 

FBr di«M US dm NordlimieniÜttihtridduFurtwatiiletBiliiii fvhtn hhb die Kkck- 
ininngto dar KafutiKtar vod flasbais niul Brcmea. wo lUs Gros dJewr Aat'uderer ahili 
•insahKt. tdnea c«l«o AnliaUirpaakt inr L'onuolc illaMr Hackvebioni;. NbüIi die*ea Lifte* *) 
sind Ib Jahr* 1883 ia üanborc S.683, la Bnoaea QJdÜß tMxtnithimih^ AnRwuidenr «n Bart 
pifaD|«B, maanBon 18.8&1, >(>a aabr ala doppelt lo rlcl, al> diu lttliiudlBth«a BaliOrden naoV 
tawmna vcnnA^a, we»«bea aoeb arwtbot «ÜA«B oiaf, dau aucfa am Lininin (n HanihDrc 
1M7S, i« Bnnaa 'A.i6\, anaumea 14.^9 Aaswandcnr «lagcwhtirt «irij«!. Dtin llaa- 
bamr TabalUa lint «itb aoeb CBtn«biii*a, dass der ^^rOosU Tliell iltMar Aaavandvrer 
(&.4^ OMtamtebw und 11,44^ Ongaro) nach d«n VortdalKtsB StaaUn roa Nord- Amerika 
(laC; b«i 3]^ (i«iterrdcban ]«t Braailian ala ZM aBg«c^«. 41« Ohrifen atiebUn ru- 
«tB««U widtr«» KrdtlieiUia {llj AocUaUeo. 31 BriÜMh Jford-Aniarlkt «tc) xq. 

Eia« bOcbat (ToatilickB Arbeit, v«kbe auf Grundlac« dar kntlUh«a VnrofFant- 
Ikhutceu Kord>AM«rik«'* aber di« Hiowanderani; daj#elW vor Cdm«« ervch ieoeu i»l '), giM 
■bor aocb «iao voitvro Uandba1>e aar VerglcicLao]; aitl den haiin isL-b^t: Kicba-fMiingtB. 
FAr dli le<£l«B 10 ialir« ileben sieb dteve Aafaabnea fi)1s«ader4rl E^KwauWr: 

1874 . 5.87.^ 7.88S 1679 &.9S9 fi-ißl 

ldT&. . 10012 6882 1880. 1I).I4S 1S.904 

1876 '1259 5-646 1881 .. . ■ 13341 21.109 

1877 - . 5.877 5.023 1882 7.759 i;i.6l9 

lara 5 395 4..'i04 1683 7.3Ö6 10.923 

So atkr di««« ZiSera t«ii «inander abwateJioa, bo adgt sich doeb taiofefca «in 
SBKS «avtAeDD)>artr ZaMMUBabaoc ala ia «biüicber Ait, wi« dio Ü«bt der ia dtr Uclmst 
aachsawJMMiCD Anavaadanr itaist »dar flUt, aacb jeaa dar interroicliuGhui Kiniraadocer 
ia Nord-ABtrika, mit oiaai(ar Aanukai« de* Jsbres 1875. an- od«r afaainuat. Ja b»cIi ein 
WaitcrcB lamt eldi }miaukm. BiaBs bo kUinea Brnchtheil die OtalemiclMr ia dam Uten 
dar aarapUBobaa^AiunraBdanr aa«k den VerciaEcten Staatca auch Vildea (die»« Biaadaa 
wAknnd 4«* abcetaafaani Jikrulieati IB77 mit 130.()00 Bin tiebten. «iiDc<n ab«r 1881 
aaf 720.000. 1682 vtt 789.000 aa). ao «irJ der Znaog aui OeBt«fr«icb doch lu Miaer Ib- 
taoailat voo dar glaicliaB dar Qoiaaimt-KiovBacInrDBc r«tnli«TL D«r Racktaac dtr alln- 
mMnan ZnwinderniiK oacb daa Vorvinistfla .itaaien, «ralch^r nacb der WEiiliaclLa[tikt1f« 
da* Jabrca 1^73 elotrat. nicbta errt tai Jahm Ibl^ Vtritr «laar eatKclüedBiiaB Zasahme 
Plala und kcdbu daualb« wiedarholt licb ancb bai den aai OaMarrBidi forte« «aS'IflrteD 
nad den in den SiaataitbaBda eiafBvaadenaa OMtarrdehera. Eis Glctehea seigt ilcb ail 
dem Abfalle der AitBrreieblwbea Au«aadtnui{ ia dta swel JUcMan Jahren and dem 
cUlekea der KlBwandarans Baeb Aaerlka, «>« LiAgaard ala Solft der iidüoclitCB Brala 
1681 Ib dea Frelstaaloa und der hterdsrcb barTursetnftBaa KiaaebriakaBf du Verbrancba« 
BB Haaufaklnr-Arttkaln daselbn erklart, «rkkread aleb die eBrepiiacheB StaataD gteiBkieltig 
geaegaeter Ernte a erftvatea. 

Ven Jahre 1S67 aa, Ua aa weldieB anrdck der Artikel di« Eiavaaderaag ta 
Nard-Aattlha verfelft, dad danlbK Ot>»t«rreleh«r aaKehoniDeo . 

1867-1870 6.813 1876-1860 33.«ie 

1871-1875 29601 1681-1683 45.651 

lai Gaaacn babea alto loaerhalh dieecr 17 Jahre 11&.473 Oesterrefckir Ut KbbU 
der BordanicrlcBaiichea Freletaatea ab Aoavaader^r hetreua. Von dietea ainm aber dodi 
GIB ea<«i TLnll den Fiui «eiter s*Mtxt haben, wieder beingekuhn oder dem e<^ '•>bnlichen 
Menaicbriilooae Tertalten »elB, ladeB nicht wenige den fremden Verhtliubiien nicht aa 
«identcbca gowuhaen, ToiaeitiK aoGtiuide ge^ngea «ein nOgea; daan die Salti der 1867 
lila I6M riainrudactea OMerrelchor lieirus alleia 69.82;i. der Ceaaas dea leUten Jaluea 
faad aber in dm Fralataaten aar d4.23<J cahorcae Oeftarrcichcr <fm. .^fcA. 



•] TaheUartaelM DabMaicbMu des SaaiharfUehea lUadei« I<b iahr« ISI*, ÜaotVnn ttM, 
Talel I«. ». T. — Jahitroea llit Bremtaalia atatWtt. Jahrg- tu», n Heft. S. iit. 

^A.LicK«ardi immlfO»» ^m Blolf tfni*. Jaornal der aietMUehen Oetalleeban 1« 
ra/ia, }aal laai Detenaut auali ta Jowaai derCMlMiaBl ihioMy voa Loa*». ^eateabertiBft inm 



b 




■OSlZUiTZl;^ 










--^^S.- «3 JHE r '^S.4faBl'Ili >T 



T" ^ ' 'JT *uL "'^ !H7T~ Z?flta. 

z.'fz.'^ 'ZI, nef^iciec: 




-r*-n:ir?r=r:rri? 
















X-- ■ ■■■ ;^ IL— p-sifi r:..aer» 

- z» ^ .3-C --r i* ■■; ~ -u~« "'™"' ■"■Ig BKS Ar 

-^ ,~ I -1i~ ■ "■CT—TT;- ^ 'C-kKSl 



■J-. ' 




LltamitaHifHrlitc. 



4» 



TB Aet V*Mtr In iiB«tnf;«T WotH vorkoniBiiii. }>i«htiHjf«lo««nkKar ipl ^irt f«Urk<* Wai; *o 
•obver SU Wtttdüa*, wie dicit laiiBBiBfaebo B«ti]iiclt trllirt aiu t^jieni-vr ■»'I tfnbftfll« 
KU iitigtn vcriBÜrktnD, T4>n A In truii täten, wie wir nie bei Atai), AiliiB Ukllar ele, 
Kadan, caaa «fagMebaii. äehr leirht «ricn <lin eAnir.hlen Aftklvfian >■ la«na Bjiiwltnlan 
Kiui. dt« j«il«i «IwenKbkftJIchra Vertlii-A hw niaill 

Dis raHiegtndit Sdirfl OetclnAii;! »rh mit Att Ynfir ulnt die Bailtllitiis «an 
Darwin anr KAtioinJ-OekoBomie. F4t dln Urncilfnc«. rh Darvioa ÜDMla ilvf Evolatiaa 
aaf du wlitfatcb^flUchF Leben atiKewrndcl venlio kann, bl Scbrnucr dleia ia d«r dack- 
liehen Lftgr. txaeo dAAii>cb«n Y.mfen auBiifulmu , nkmltch OBfnrLtt selbst I>an»elb« hat 
■ici ilbar die» FracF In rlnirm ob mlcb fterltbleifn Scbmibiiu *) iceiutaert. K« Ml (tntaitct, 
den biiranf Bua^ babtiid«D Pmns wbrilich niixuiuhrcn. Kr laniet: 

^OnforWa^ijtriji I hare verer ttudi'd potihral aeonomf. and it Au* uitmgt §tnnt'l 
In «M a ttrjf ähttmä« »ubjvft. Sfvtrtktttat. 1 tnnnot douftf Aat il tvutd ti« tfy iH'irrttiny, 
li ili«eM»wii UNcfer tht U}hi itf thr. ftriwpte fi «njfulimi. -Vp. flafekot htm partxatlg ti> Cim' 
tidmd pdWirat tftmirmjf, or- mnr« ilriftly tpriU-inf. pi^ltiici. »n rtlalium '• [i'i/iiifi« raeri 
ttf wi'm, «t MAy *P «#«« ia A<# ,Wif*»ai«iiJ PsülW", n rolHme nj Ihf liütrnaiiaaal trri**' 

IVir urhi'ii liiprkBs. datn «ia» Aawendaoc Darwin'*>-U«r frlnciflea anf Kruntt- 
onn(>n M>elati-n *'harakt>rit im 8raM d^iSciiAitfandisstr l^rinripim villkoianaa Maubafl ttl. 

li\' vorlltfpiiMl« Brorhnm bat dia Turdtcnot, ilaa Pfiiirlp dei Kaaiprci an'« Uaaein 
md dar Ss(*«tioB In miät*' Il*iinbnjft|^ aaf dii^ m*nAchti'-bt ((«««lU^kafi «a atliftnnekfa — 
waratt diu In d«m tsgca Kaiman ftta»r 'ifü S«il*a cairaiM*ad«ii Arbeit n4j;lleb (xt — and 
blatbci aaairntli<^h j^acr dnifitica Anffanaonf; i>BtKBK'^"t^''*"'< tr«lehe In d«B iociaI<a 
Latxn eine «mfach«, natkte WiiyJorbolQSfr diucr Friociplca erblicki, <rahr«ad die Krwii«!- 
iniQK«a dcMcllMii dock aatirr d«m Ktnfioase dn tvcial-crbUciieD l£lTiacal<« eia« k^ds «is«B- 
tliDmlirk<? drstali iev«ioa«n. Oi«a b«tont bd baben ia di*««r lieit. «o *o vl<J« Dar<b den 
bilÜKtu Bahm trachtea, QbvraU Analoniea %n eatraibra, i»t ein Vcrdivtst, dai wir d#vi 
VeiEMwr der ScbriA aueccprocbca baben iro||«a. i'Hder. 



'^•s Jabrbnck 

VI i*<'hni»ebuB 



Dt* SuttÜtvefliidiiiau 4m k. Ba< k. Hecrt« ia Jahn 1879. HiW 
inr diH Jabr 1^7!*. It Tbntl. Roarbortat find b«ran«Kfg*a«n von dfrlH 
nad wImitiUirativea Militar-Comit'«^ 

Haler dUaaa Tit«[ i*i i»>*b«a dir ■•ii««tf>, amfangrakka 6ai4 da« taillur- 
'•-■■' 1 labrba-boN an^liiMifti . «»Irhf* *>eh uater dm fattkachriflaa Uviieker An 

I " - WDklvcrdipiilvn Acxrhnae «rfm*. Ia dea TociJagandmi Baada «ardaa die 

SmiiiAtivrriialiBiair dra h. k. H<-«rc< im Jabn lS7ä in aiajtaliaadaUr V4ia> babxnJcIl nad 
»ir geban aiurkitcbcad au der Pülle der bSdiat intniinfiiatin uad ia«lractiv«n Datas, 
vthhe «oa dar Ertaatea ficdtnlaiii; aiad aad aacb Ia w«itaTaB Rrciata B«acbiaa| rerdicnvD. 
dl« •ritkticstva l£n;«baiate. 

ba dnrcbachatttlf'be Vttfitlajgaet^oi das k. k. Daarva im Jahr« 1879 bclnx 
281.799 M«iiB bT<l doien im Kfeaantrii JahfR 418.939 BTkraakaaiCD vorimmno, <J. h, 
aninr ja UfOO Uaaa 1.4S7 ErkraukaacH» Ul« Zahl d-r Srbmakaasan icrminJertf tUb 
dab«r. vran maa da« Jahr \$7^ mit dca vorbaiTcbi-n'tpn Jalirca verctnichl (im Jakr« 1S7H 
1.62iJ, Im Jabn^ 1677 l.ft(tl nul im Jahn? t87ii IaH Brkrankantan anf je 1.0i>Ü Maaa) 
Mehr irtaesllicli. wobai jfdock aicht a&asar Acbt n laaaen tat, daaa dia aaffaltvDdi! HorbldllAlf 
tiffer de« Jabres 1@78 aam rrosaaa Tbeiia anf die Occapitioa van BahIe» uad der Her- 
BBgawlna suriirkzariiliran iai. 

Die MiliiAfTprrilorisl'Baiirka Uniiii aivh nacb dam >toi1iiilU4t«-Var- 
hAltnlaw dca Jabno IB79 in drei Grappan ttailaa. DI« erat« Grappe aüi den niadaaten 
Eritranknnges nmfaMt f raff (1.118 Brtranbanc«* aar ja IJJ DJ Uana). BrAna. Krakaa, Inni- 
bmck and Wien, mtir cwaiun 6r«]>i>B mit iltn m*t(t*n Rrkranhonfen ;«büren JCara (1 95*4 
BrkrmBkliafmi anf J* l.iKKl Maaa:, Apram, !(a.raj«vo. Trifwt, Kaacbau, Tcmeavar. Die HUitv- 
Tarrllorial-Beslrk« Uarnaaaataiit , LeobMc, Pntaabari:. Undaf-ut nnd Gras bilden ein« 
MIttalBnippB. 

I>er Zell nach trat«« d:n aauialea Rfknu)kmi;aa ntdit jUrlif-h Im glelrhan 
Uaaala anf; d«an »nbread im Jahre i^l'i dir lluaaU Juli (1J> aar > ].0(Kl Haan) gad 
Jfinavr (134 kuf je i.iUXt Manu> di« ki^iiIv '£tbl van Krkraakaiijt«Q aafvt-iava . baaieD ia 
don Jabinu IfiiB und Iblti die m«ti|t<ii KrkntakunirnB un Munatc Srplcmb^r bsd Im Jabre* 
ld77 im U^inat« Jaai vcr. VcibällaiaasifcsaiE di« wcaigMteii ErkraaJiuBgea b.«tl« Im ivtiies 
Jaknt d<rr Monat ij«|)t<iaib>i: (LOlS anf}« I.W)OJUaa>, vibread tu den Jabr<ru m78 uad 1^77 
der Uonat Febrau aad im Jabrr 1^6 der Huaat Decembor der gwakad««1a Uonal aar. 

Was die Erbrankanteu aacli dca Waffeagai In Dsan aabclaaxt, 90 batt« daa 
PiounlHT-BeKlmanl iri«d<!r in Jab» 1^9 mebr Rrkranknae<ni. ala die abrfana Wiffan- 
(aiinagfn iiLViii aof |t- |,i»ii Maaui. Dfn ■aaii^ten ßrkntnkaaean kamen antb im Jahre 
1879. wi« aeiEiahita. tMti 'Icr fiADtUU-Truppo <I.O:id auf > l.OuOHauDj «id beim MllltAr- 



*) DaHalk» iBt .Itewa Sadi-abam. K«Bt, May k. tna-" daüm. 



44 



LilvntariitriciliU. 



Pn]inreMS-L'oipB (L.Ofil auf je l.OÜO Ha«B> vor. loa Tergleicb« Regva dM Vorjalir fc«W» 
ille BrkrankitageD bei »Ilei WafcagaUDugMi, mtt Ansi&hKc der Cavalleric, dsr S«ai1iik^ 
Traiipe qb^ des HIliur-PflIirwMen-Corps, etna Abaaliine eifshnoL 

Die Abgabe der Erkrtnkten ad die Hall«ii»tslien war in Jahr« 1879 
l^ringer kIi Im Jahro ]6i78. Jedoch fa&oflger sl« In d«n Jahren 1877 and 1676 -. dena ni* 
berr«R im Jahre 1879 4&5. Im ^ahr« 1878493, Im Jahre 1877 '«•«^ dbiI tn Jakr« lS7ti 4M 
•af j« I.OOO UaDS. 

Am bftnBgiUa »rar im Jahm 1879 dIeAbcabe •■ HeilaiutaltM Ixi der CuIbdc» 
Artillerie (S18 auf > 1.000 Meiia) and Iwt d«'Gcuie-Trapi)«(&l3 uf ^ 1.000 Uaen), äman b>i 
d«rSanltfti»-Trappe(ipO& aof Ja{1.000 Maui) and beiai Pioimler-Reginetit (503 aur>> l.OÜO Uuu) 
Bet lelxterein itl dl« AozabI der au Hllliir Sauitiu-AatiUlleB Abg(gebCDi>n Mit dem Jährt 
1876 fon Jabr au Jahr g«iili(^o. Von den iBfaiilorle.EEegineoter« aelgt^s dl« in üccspftltou. 
Bayea (im Milllar-Ten4toflaI-BMirke Zara, Asrnm aad Sara,^VD) beflndliek^a RecIneaUf 
die taeisUm, die innerhalb der heiKuUlchev Ek-airlce diBlociert«a K^gimeDt«r lüa wetUg«l«o 
Krk rank HD gen. fiel der CaTallerie batt»n di« TIhlaBen-ßeginieiit«r7«a>t nähr Brkr.-inknugoi 
11.383 aar je tCOOMani), aia die Drigoner-<9Il auf je 1 000 Haan) nmi Haiuren-RcgimeiiUi 
(1-144 wf j* 1.00O Ka») 

Nicht «BveHeollich ist der Biaflnaa der Natioaalitlkt avf dl« ErkraakaMx»^ 
ilonn «8 (^rgah aiob b^i 36 £rKuiiiiiugifBeairk*n, ia d«aen die BeWilkemag ao «revig getaiafhl 
i«l, duj aie ala eiuur Naliun^liUt aogeliürig betrachtet werden darf, daas die Brkra&kBB(a 
am geriagatan «arvs bei den Boloa (1^7 auf je I.OOO Haan), an gi^aalan bei den CmatH 
(LS;-!! auf je 1.0(X) Ubbb) und hei dea Biimknea (1.71-t auf jt> lOOU Maaa). Dt« Oeut.sch(W 
arkraeklen Bboataila s«hr kinig <1.7&8 aaf je LDOOUann), äfiur ala die BenlaeD , worden 
jedocb bedentoad aelUner an HellaBftUltea abgegeben. laibtssoDiIeie waide* die Ramaon 
vom Vodüelfleber, die Croatea rem Ifecluclflebcr mid acntcm Broncbialkatarrh, die Dwilachea 
vnm DarmtypbaB, Mandel -ÜBtailndBBg ind acutem UageDkatnrrh weil Blkrkrr betroffen, ata 
die Abilgm Hatlonali taten. Venerie und Syphilif kam am bUallgsUa bei den Bnmftiiea nad 
Blallara bei doo Buminen und Kathenen vor. 

Nach der Charge belanditn aich iioier l.OOQ Etanktn 1^ Stabi- and Ob«roniciiu«, 
104 DnUroftder« and S81 MHittiKe Mannschaft. Ks wiederholt xicli MmiL die a«it Jahna 
ooaatatirrtn Eraubainug , daaa die Ober- nnl ÜDinrafScier« aanbaft »«Itaaer, die sleit 
chariioitan Soldaten dsge^n hAnflger erkr&nkan, ala dem VerlitllBiaa« im VenpflegsManda 
»QüijirKhpD uhrde. 

In Folge von Krkrtakailgea wareu im Jahr* 1870 dam Uieadtf' eatxogeti bU 
der Trappe (in Keaeraen and eigenen Wohnangen) 1.473 1>46 Tage, in den Uiliikr-Sanllit«- 
Anataltpn 4.11H5S T^ge, zTisaranen also &.!I8&.096 Ta^. Bs entJlelon aonit im Jahre 1879 
auf JAiI^u Maau dri durch neb uilUlch es Verpflegulaede« i'^8 Krankentago, geg*n ^0, W 
cieliiiagswouMi 18*2 und 187 in den Jehi«n 1878, 1877 nod 1876. 

Ven den 3.518 Todesfällen im Jahre 1879 «ntflelea die a>oiiitea »af den 
Uonat Jtaner (äiJti Uaun), die «rcnigateo aaf den Uonal Korembcr (lf>*) Ifaon). Stin einaterT 
Tag war ohne Tod^efiiU «i venteicJuiea ; |e «in Todeefall ward* am ^7. Jnni, '^9. Aujcail 
nad lä. äcptenbei l>encbtcti die grSaste Zahl ao einem Tag« (i4 tUna) kam swainul 
an 6. aad 10. JAnoer. 

Von den den Beer4i verband« aegehiSrig«» Kranken v«rbli«b*n am Ende 

Jahr«! 1878 in dtm Uilitir-BeilaiwUlten in Bahandlang - 12539 Ua 

hienp kamen im Jahre 1879 an KrtnkM 1&2.511 

welche* eine Cvaainm (-Summe gibt vob . 166.U&U 

Von dieeon eiud getiMco %,.... 1B3957 

■ • B angeheilt sor Tcippa «[ngeitckt . . 1.733 
« , ward» ktwUheibbalber benrlanbt . . . 91797 

. H „ snperaibitriert 6.38S 

g ■ sind geourben 3.331 

, „ haben «ich aai den Deitanalalleo gcB ftchtct g9 155:^08" 

HllUn verblieben noch in B*hand)ang Ende 1879 . 9.8i8 Unoa, 

Aftf^dsil dieser Kranken «ntllelca dBri:hschiiilUich ZÖö Bebandlun gaiai 
Segen :JS Tage im Vorjahre. Die Behandlnnga-Erfolge gertalletea Mick lonach. 
die Zahl der GeneMnen . d. b. die llerslellnng der rollen KripE^tanglirlikeit beiridi, etwaä" 
ungflDstiger, als in dea Vorjahren, ein Um»t«nd, welcher vorwiegend dem Riolluise da* 
JabrM 1878 angeachrieben werden mun, da dasselbe in vielen Milliki-Territorlal-Beürkea 
(Wleu, Gras, Trieet, BrUnii, Bodapest, Pressborg nad Kaachan) eine aolfailige Stoigemag 
der nicht Geneseti>?a. in manchen (Graa, TriesL Xara nad Agramj auch eine ErbOhnag 
der Moftititlhl mit eich bracblA, Das Hililftr-Oommandn Hnrmannitadt hatte in allan virr 
Jahren | ltt76 hü 1879) varfaUUmmAsaig mehr Genesene, als die abrigen Xilitfti-.Terri- 
tOTial-lltairko- 



Lluralnttertdit« 



•Ifi 



Du nrlfegwDiIe Vcrk Matri nht i>liig«h«iil in sullrKiebea Tafeli 
b*k*aJ*lt*ii Kn«k«Q and di« «org«koiBm«n» Td^mAII» iia«li 22 Krinkhsi 
■nd fBr 34 KrankbcltsforMeit nr l>u«t«irax£. Wir «»llea von d 
«KliliE«l«a «rtrihncD. E* «olßel«n oiinlicb Roliaad^lt»: 

6.5.393 
36.-87 



saf llaatkrsi)ib«itan 

. Wocfawtflabtr 

»fDlvD BniBclUIkatanh . . 
MaffoikaUrrti . . 

DarnkatArrb 34-1^ 

, nAIlici VfirldtSDnnn . . . -JB-lVt 

, VMiaria und Syphill« Z2.94S 

. Aigcnkrankhaiten 19.4*)Ö 

antlan Rkfomatiiniu IMIKI 

, Knoch«aknnkliett«a . . . lOiSlä 

, S«ofbiit 4.374 

Vbb dl«Mn WhaBdcHui Enukaii 
hlci (Mtorbcfl : 

kB Dwd-Ttpbu . 1.070 JLruko 

„ LanscMBDclit . fi4& •• 

_ LDDiwBcnuAodniix ... ftt>i^ 
^ Nerv*nkrmiikh«itea iflö 

, ÜKDlkraflkhchaii lOt 

, BnutfvlbtiUBiuliiaK . - 66 . 
. BcnUrn Darm-Kalarrk ... 25 



auf Dtnnlypbna . 

„ OhnaknnktiwMa 
Ntni gaoan Ud ■ d ong 
N«r V« ti k raakli •! In 

. LnDj:vn]ta«kl 

Q rtu tf ni I n nu äad BD IT 

. .'atroph ein 

, ärllist«itnrttaiin'.liiiif!<a 

. 8■lb*UMrdT«ml^He 
okse iMMtimaiU piagaaae . 



I di« Zahl d«r 
ts-Grapp*a 

iMtii nnr die 

3.819 

1.955 
1.549 

ijsae 

511 

ä5 

lo'oe 



■Urb DRr dnt KürinK« Kahl : d«aB m »ind 



Ml Kiiacbca krank bei Üb 
„ MrUtlgao VerlHaanpiea 

v'' ' ' )j»)fiekcr 
„ sciojihdn . . - - 
, VffMrie a. SyphlHa , 
aliM licatlmiBter ülaenosü 



24 Kranke 



H 
U 



Die nicht dlKf;no9tici«r1fti FtlU nil9pr«cl:t*n 34 p«r Mill> altnr verft«koaiB«a»>i 
ErkrinkttORoD, gewn W per Millw im Vorjahr«-, '4'^ p*r Mill« ira Jafctr 1877 uo.l 32 v-r 
UUI« iin Jahrd itfjfi. Dkulbea sind dtmaachmt 1876 in Eivmticb nu<:hnr Abonhait Wsnffe«. 

Vun d«B in ika KaMroen ad d(tB«ii WohBUKcn Bt^Modtltan liad 18V. r»« 
dm ta den HeUBBstaltn DsktnädtoB 3.331, in Sauait 3.ÖI8 d«m k. k. Oeerc asfrthori-iidf) 
PertsaeB ia Folga tob Krankhelwn iKtneibcn. Cntiir dca VcntvrlMBoo bc(aad«& ajcb 
116 8ul>t- aad Obcrortcitrr. 323 ünteroffkiort aad 3.079 »ulJse SoMatca, zaMomiii 
s«nit 3.513 Uau. 

ABKaerdeoB lind vernnfUcki nll tädllichea AuKaDKc 123 Uana ttod dnrcb 
Selbitraerd «ndet» /^Z Penonn. und iwar von Jetzicm durch ErKtiie^nn iM, durtb 
BrlUB(«e 32. dnrtk ErlTank«a II. dorrh Gift 7, ducli S<boln nnil Stieb 3. dank Stim 
tai der Hftka 5 nud durch tJ«b«rfahrea 1 Mana. Voa d(«««B «sren 24 Onct<n, 83 Uator- 
offldtre und |r«0 Soldaien. Es k>iD«a nilUa «at j« IXiOO Haan I-Ü4 Svlbftiaordo ram 0*07 
hAb#r als im Voijihr»). Dia moison S^nMUnord« batt» das Ulllur-CoainaDda Kasehaa. di^ 
m«i«taa SelbwUnordTprsnrhii das Miliiar-CoaBianda Preaabary aad di« »fblüa S'llxitrtr- 
i>UlniiBliia(«n du Uilit&rroBimaodn Wiaa. Taa d«B VaMWafaitaagca balU di« Cavalluie 
▼•rkUtaimlMif dt* latUlae Svlbslaorda aad StlbitrarataiaBlnnps, dis 8taitiU-Trsp(i« 
di« »«iatsa SalbitBordTartaeha u vtrsaichaa. 

Otlitaakraabbeilta wnrd«n ia (rO FHUsn eoantatinTi, und «war bei H 091- 
ricTM, II lIat«raCSci*r«n and 4fi Seldalan. UIa Cna^lid dnr (iilal*sitdniDK kAnatc aar ia 
30 Fallva «rhokaa w«rd«ai al« lolch« warde aiblitlic Aala(i« lli taal, GvUrakraakhvIt 
6 Bial, llt*ibtaach voa Alkohol-Ue'räakiB txaii Sypbilii 'i nal aii|;ac*lHB. 

Wct«a itilltchar l&Taliditüt osd xor Erbolani dnr Gcaandkail imrdaB lai 
Jalira 1879 10.709 XaaB btarlaobl «d«r 38 voa je l.OO'J Uaaii d'> der<:4»ehaltilictiasT(t- 
pAfpotaadai f^v 35 pn Milts ia d«a Jahres 1878 aad 1877 and 34 pvr Hllla ia Jalir« 
]tfK, and tvar BB<0<lea aar ilk 



labaUrJc 
Cavaltori« . 
Jlga^Trapp«> 
Ooaia-Trapp« 
Fard-ATtillari* 



5.664 VuiB FpBtDiiir!-4nill«rio 454 Blana 

LVf3 . M il lUU-FBhnrswa-CiWfM . . . 1<& „ 

I-IOe . Pioaniw-ftepinHnt . 101 , 

757 „ SaniuuTrappa 95 „ 

71^ « RftuatigeB Qe«rM-AtK*h4rif«a . . 170 . 



DBrcbachaittlkh haUa dl« Onio-Trapp« di« mttntea. aäaili<b 101 an/ Je \jQCXi 
Uasa. aad ilaa Hilft kr-FabrwrMB-Oonu di« vtniKtfca. nlailicb :f0 xaf Je I.<JUO Haaa 
Bauria tibiuqt»n. 

IJalar den kraakh«it(halb»r Beurlaabtaa befanden «ich 177 OHklar«. 899 Haler- 
affider« und 9-643 Soldaten, auammoB I0.7U9 Haan. Mtgaeaeia« KArpenchwtche, WecliKl. 
flebar and ebmalKhcr BieaehiBl-Kalarrb nna ■eitaaii am hftallgateB die Teiubusaac 
aa dieten Beurlanbaaitna. 

WeK*« Kftaallcbar IiTatldltll vnrdea 11,206 Mann in Jabre 1879 atM 
de« BeetearertMiade eailavea, l>eaiekaBgivelee Maaioalen oder In die laTilldanTonorgnag 
fiWraammea, d. 1. 14 roa }• J.COO Haan den ünadbacbeuadc« (gaKea 19 In Jafcre 1878 aad 15 
in daa Jahrta IGTH aad 187(i). Haeh WaffensatlinKen betrat dieaer Abcaag: 



46 Lftaratorberlchte. 

bei der Iiif«nterie 7-374 Hun { bei der Genie-Trappe 262 Uum, 

„ , C«vallerie 1.185 „ ] „ „ Festnogs-ArtiUerie ... 286 » 

Jilger-Trappe .... 733 , „ „ Sanität H-Trnppe .... 167 



, Ftld-irtlllerie .... 656 
dem MiJitär-Fnhrw.-Corp« . 379 



dem Pionnier-RegitDent . . 99 
sonstig. Heeres-Anj^höriKen 127 



Dieselben bestanden ans 452 OBicieren, 734 üatefoffi eieren und 10.022 Soldaten. 
Dia Gebrechen, welche die K&nzliuhe Invalidität bedingten, waren Vornehmlich allgemeine 
Ebrperscliwftche, Longeoancht, Gelenk-Steifheit, chronischer Bronchial -Katarrh und freie 
Eingeweide- Torlagernng. 

Der Gesammt-Verlnit des k.fc. Heerea sowohl im Verpflegs- als imUrlaDber- 
nnd Reaerve-Stande war folgender,- ig?» ib78 ig;? ist« 

Zar Heratellnng der Oesnndheit warea banrlanbt . . 10.709 11.202 9.187 8.713 
Wegen nnbehebbarer lavallditat wnrden entlassen . 11.208 15.S)62 13.013 13.344 
In Folge Ton Krankheit sind gestorben 8.203 & 130 7.42 2 8.424 

Gesammt-Verlnst . . 30.120 35:294 29.622 30-481 
Der natürliche Abgang de* k. k. Heeres — d. h. ohne die ürlaaber — war also 
kleiner als in allen drei Vorjahren and hat, wenn voo dem in vielen Beziehnhgen abnormen 
Jahre 1878 abgesehen wird, seit den Jahre 1876 stetig, jedoch allerdings nur in geringem 
Hasse abgenommen. Dun höchsten natttrliuhen Abgang hatte im Jahre 1879 die Genie- 
Truppe, den gar.iagstea die Feld-Artillerie ; den gräasten Abgang hatten die Deatschen, den 
geringsteci die Cechen. Beurlaubungen sind bei den Deatschen fait dreimal so bänflg, wie 
bei den Cechen nnd Croaten nothwendig geworden. 

Chirurgische Operatio Den kamen im Jahre 1879 in den Uilitir-Heil- 
anslalten 553 vor, pathologisch -anatomische Operationen 1.661; gerichtliche Obdnctionen 
wnrden in 140 Fällen vorgenommen. Von den 558 cbimrgiach Operierten wnrden 501 
geheilt, ii gebessert, 10 nicht gebeilt und sind 19 gestorben ; in 4 FÜlen fehlt die Angabe 
d<'S Ausganges. 

Schliepslich bemerken wir noch, dass zahlreiche Tabellen, 2 im Text befindliche 
Diagramme und 8 graphische Tafeln dieses instroctiven nnd nmfangreichen Werkes uns die 
Orientiemog über die Sa niiäts- Verhältnisse des k. k. Heeres im Jahre 1879 erleichtern, 
so dass diese vortreffliche Arbeit mit ihrem reichlichen Ziffemmaterial sich die Anerkennung 
aller Fachkreise erwerben wird. Brotautvit. 

F. AnIciBey: L'E^pta anciann» ai moäarne »i aoa darniar /lacmatment. Alexaudrie, Typo- 
lüographie V. Penation 1884. ProprUti de t'ÄMe^r. S. Sätf p. 

Der Verfasser dea voriiagenden Buches, ein Pionnier der Verwaltnngsstatistik in 
einem Lande der ffalbcultur, war während der kurzen Lebensdaner des egyptischen statisti- 
aetien Bnreans (1878 — 1883), welches er auch orgünisiert hatte, dessen Leiter nnd einaiga 
Bchöpferiiche Kraft. Er veröffentlichte die egyptischea Handelslisten und die Ausweise über 
die Schifffahit im Snez-Canal und führte die ernte, modernen Anforderungen wenicsteus der 
Anlage nach entsprachende Volkszählung durch. (Zählung^geeets 5. December IBSLi Zäh* 
Inogstag 4. Uai 188^.) Die desolate floanzielle Lage des Landes, welche zur Auflösang des 
statistischen Amtes Überhaupt führte , verhinJert» auch die Publlcation der detaillierten 
Ergebnisse der Zählung, sowie sie die VolksiählnngBarbeiten , soweit sie im bestandenen 
Bnrean dnrchgefuhrt werden sollten, anf sehr wenig Momente (Zahl der bewohnten und 
unbewohnten HilDser, Familien, maanlicben nnd weiblichen Bevälkernng) nach dem Detail 
der Diatricte beschränkte. Eine Beihe der werthvollsten gelegentlich der Zählang gemachten AnJ- 
nahmen, wie z. B. die Anfertignng eines Orts-Bepertoriums, ist unerledigt geblieben; andere, 
wie die Nationalitäten-, resp. Bacen- und Bernfs-Statistik, weiden in einem, ans anderen Ver- 
waltungszw eigen entnommeneD Beamten zasammeu gesetzten Zählnngabnrean zu Ende geführt. 
Die Hauptergebnisse der Zählnng sind nach Amici Bey für das ganze Land Egypten folgende : 

Area 1,02 1.354 Q Km. j Gosammt-Bevflikernng . . 6790-198 

Ohne Wüstenstrecken . . 33.2tö „ \ Darunter Nomaden etc. ... 250.900 

Ortechaften 12.876 '■ Häuser bewohnte 950866 

Daranter: I „ unbewohnte 139.968 

mit ober 10.000 Einwohnern . , 32 I Einw. auf ein beWohntes Hans 7*1 

mit Einwohnern 1,099.070 I Familien 1,209.768 

mit über 5.000— lOOOOEinw. . f>8 ' Personen anf 1 Familie ... 66 

mitElnwohnem 466.555 1 Bevölkerung männliche . . 3,389.453 

unter 5-000 Einwohnern . . . 12!776 I „ weibliche . . 3,400.755 

mit Einwohnern 6,234.673 Sexaal- Verb iltniss 1000:1003 

Mittlere Bewofannngsciffer dieser j Mittlere Dichte pro IQKm. im 

kleinsten Orte in Ganzen 6 

Ober-Egypten 512 , Für die 33.228 Km 204(1?) 'J 

Unter-Egypten 381 ; 

') Dichte In Belgien (is.us DKm. 6*a MiU. Kinw.) 187. 



LiUrMurb«rfekl«. 



47 



■ ]>»> rarlifc«!«!* Bück vatbAll i«i VUI. C«(iil«I dt« fiMM Gwnli *Ur iUlilBOK, 

^taJ il«r dtucb MiD«^ EalhsbaDs Tom Ucoenl-Uiroct«nt« Jor ccjpttaclioa Ütktisllk ^ttnnbrnt 
>orl«tat<r Autvr tallültl in wi!)l)c<;li«ii<l>tcr Weine, in wie iQ^abticIl iMchtfcrU'cer Weis» 
'lontilige dt« Eiwtlieit Jork in liüclialeiB Mawe henwforicrmlc Diase in Ej^pteo bvtriclieii 
unrJen. AsBasTileiD atiur v«rleibca ilio UitlbeiloiiKvii ditNrr nuA anderrr Gr)^bnii<ae, 
Nclu^e Verf. nacli tviaen ADfteicliuunern anH^bliexsl, iIpid kasmii Werkv <incn (lUitischcB 
CbKnklar, der m vorthcilbaft von itun biihengra llF«!in)ib«Der» 'la* Landes abhebt, bor 
lakall Im ■a^cotelu r«kbballig nod >l«r Autor iluicb tiioen 30jabnr*a Anfocihalt. p«jn« 
xtblrelckeii ßritisoBKCB der PtOTiaieo und ■viue frabm anllkbe fitrllnnc f'tic der Mana, 
«och OUabvOrdi^kuii >n iciOleeco. Beitgltcb dm Tünii»K«ii«ndrt«n bi'furiicLm ThtÜM 
■taut alcb d«r Terfuier wdbl TollkoiD^«o auf b«a|(b«aila Aut«rilit«a . HasrEra Iwiiaol 
■•In« CanpeUBx «olon b«l der BeschreibDug de« g;«g«aw&itlK«B ZtuiAnüc* il«« I.nndr*. al« 
der Bodeiit«fU)Un|E, dea Klliaa*. der >lrib»chafiliobBa and etbnüsrapIliKcliAa V^^tällatMta. 
G«radexil vonas)(«l> jedoch stnd die Cipliel IX til^ mm KcbloM«. «ekbe dl<> Dctallb- u:bni> 
banf der eiaielaea ProvIiiKea ealbalUB. Siv beMcbreibei die Vcrvaltan^ aN dai GeriehU- 
weaen, die Bj^teae, Teteruj* and (t*^*o>A>'>o-Pol>s<*i, daoD da« Scbalv^sca. Sbesso 
rerbrefun sie «ich ttber die BewAuvnmfaaBlageB , des Vlebbe«taDCl, die A^ar-Indtvlrie, 
Handeb- and YrrkebraverbAltiiiBM nod iie Viaaasremltiiag (der Volkavtrtk fladet hier 
die alte VeraAfeanieaer tu der Bwleaersar ilnr DatteL^ »itn* nach der Stiiokaabl viider), aadlich 
tber die bitUoriMbea Basdeaknuüe luner JBdi>n Gegend ßfoadenb [«bhad und ftnelnd lit 
dann die S< bilderang der arabiMbea Mtif-r. der Sittea and G*w«bnbeitea im (.«Ddi; ned der 
raraehnlichiteB Oaeea aiil ihren eprijollrn VriblUaieua, Dorob gruus« Vertraatlteil ml d^n 
BedOrrBturen dts Volk» «iball die «luudig* Brrück»icbti|c<i"r drr ^'•■hui dt, frupvluli^n*" 
{hrcD Worib. rowic überhaupt ein varmra tisliihl für 'la» Land il'o Gmadt'ia de.f caszea Bauliea 
hildet. Lh ist Biibfilreitbar das lachKen^eiostc beeuh reibende Werk ilber Ee.ip'en, und vir 
xweiraln nar aicht, dau der ^I'rtmir-t Edii-Du", «elcbee Wort d?r Veffvsci auf den Tilrl 
Miate, bald itcht aar wsittre AuBicco, eondcia antb Dtberevliiuigea ift asdcie Spraebea folfca 
«erdea; ea «Irdc daaa aber den Werth dcaele«ant auafealatieten Weikta l»ed»4it<ad erUheo. 
wviu ftiaiKe Kafleo beiteseben «ätdca. Änch des von Antor aa^kODdiglcii 8cbri/t«& iber 
di« Terraltaac Bcrptena wird m itawisi nicht an BatceKeakonmen (ahtea. Dr. JßedUer. 

^^ Werke, 

^^^ «elek« der Biblivtbek dar k. k. slatiatiechen Oentral-Cammieiion 
^^1 bis Ende 18&1 anccwaDbeen aind. 

^^^^^^ !■ StaUtUlL 

^^^^B AllseaieiBaa. 

PreiuckrifUn, gehraiit nad beratugeg. «on der ftrMll<;b JabIon«vrtki'jebeB GhoÜ- 
•ebaJt ta Leipai^. Nr. XVI der bi«t«nMh-tiati<-Ba)dkoauai>tdieaS*cliuiir füblmnon R. Die 
OebenMkemng d*r aattken Groi^siadl« in Zosaameahaase mit der Ueeaamteatvlrklang 
et&<lt)»cber CtvilitaUou dargeelellt. Lri)ipiig 1384. 

Scbriflca des Vtreias fut äucialpolitik. XXVII. RöitzeBStein, F.. Prkr. r. nad 
Kas»« B.: A$rarlackt SUiiiade In Vnokrdcb und Sni^d. Leipsif IBM. 

B. Oeaterreicb 

Hudbvch, elatisüscles. der lt. IIa.BpUtadt Pra« oiit WjSabrai mi der Vervrle 
Holeäowiü'Babu. Ksrolisfnüiat, t*nilcfai)w , Könlt;!. VoiBberxe nod Zilkov Ar das Jabr 
1882. Uuranecec. von il«[ nUlblUcheii CvmntisiioD der ktt. Haapteladt Trat «aoiiBl Vnrnrten 
tmief tUdNulioB dea Dimctun des aUidt. aUllitiichea Dareaii« Joe. Erben. Hene FoIec. 
Zareiler JatirsanK- Deal*che nnd ticktchucho Aaigabe, Vrmg \&S4. 

<*. ADd«r<^ Slaateii. 

Jahreabcrlcbt rar 1883 aber die anf SelbstbiUe iED(T«odeteD d'Utavboi Rrweriia- 
BBd WIrihKhBntseaoasrntcbaften. Von F. Scfaennk. LeipaiK 1894. 

Beitnige aar LandestnDde Bajena. ZitttniBeiifeaUllt Ton der Sabeuianiiuifrn IBr 
«laMOmbafÜiche LaBdMknade Bajeraa der ge*(rapkiicb«o Sceelleckaft in UfiaeheB. 
MSnehaa 16dJ. 

Slevats W„ Dr.: (Jeher die Abhanfigkeil der jetaisen Canri^»fnii<iHertbftilanK ia 
Sfil«e)iM)e«taefclud vea den frahereti TerritoriaJgrensM. Hit riatr Ka.[te. ciäuiUBc» It?84. 

JanoE) Jtit' tmluttfi* t Jrl <unmer4i« 1X114. (ilinititto Ai ^gncoitirm , rndfitlfia 
eeOMMtm'w. l/i»i»ivni ii^H^rie t ttimrrei.J Atli JW cwti^lM -Ulf r,^oimerä4 f lUU' inäHilHn. 
JSfrivmt »trooriimiria ifo.' /ffHS. ßveiu I«^V. 

Amtali di aftri^lnra tS'^. (MintMtta dt »frieoü^ro. intUulrim t eoMavera». 
iNraainiu fmrrmtr dtU' mjp^oltnr».i Atti Jella cwaiaMMieN« toiaaMr» f«r t» ///eeerra. 
Semlome dal H mt ifn»i» m4. ««bm IM«. 



48 Llteratnrberichte. 

AwnUi di ttatiatica. Serie 3a, Vol. 9, tl. (Minittsro di agricoUura, htduttria e 
eovimereio, Direüone generaie della ttatiitiea.) Borna 1884. 

Atti della eommr*»ione reale d' inüiietta tulle apere pie d^Begno daüa «uo t*(t- 
iuäime awermta eol r. deereto 3 Oingno 1880 ßno al 25 Oetmajo 1884, Borna 1884. 

BMeUino d^e privative (ndurtnali del Befno d'Jlalia. 2a Serie. Volume 13, 14. 
Anno 1883. TWno 1883, 1884. 

BelaaUmi itatittieamilelegrafi delBegnod'Jlalianeiranno 1881,1882. Borna 1882, J883. 

Belazione ml urvino poHale in Iialia. 1881, 188S. Borna 1883, 1883. 

Lu edonie» franpiitu cn 1883 (Minitlire de la marine et de» eoloniee.J Pari» 1883. 

Situation finanäire des eomnifne» en 1865 et en 1876. {Eelrait du tome XV du 
Bulletin de la Committion centrale de ttatittigue.} Bruxeltei 1883. 

Statütique du mouvement de i'Üat civil et de la populi^ion du Boyaume pendanl 
lei onnn^ 1867 ä 1881. fExtrait du tome XV du Bulletin de la Committion eenlrale de 
ttatiitique.) Bnixellet 1883. 

Statittiqut du mouvemenl de CStat cieil et de la population du Boj/attme pendafil 
l'ann^e 1883. (Boyaume de Beigigue. Mintstire de l'ini^rieure et de l'trutruetion publique. 
Adminittrtüion de la etatiitique ginirale.) BrvxeUe» 1884. 

Tableau du mouvement commereiale de la Betgigue avee les pay itrangert. (31\ni- 
ttire detfinancei.) 1883. AwU-Dicembre 1883. (Bruxellei 1883, 1884. Annexe au Moniteur belge.J 

Slatittiek van den toop der Bevolking van Kederland over 1888. (SUtiatik der 
BeTÖlkernDgabewegoDg der Niederlftnde im Jnhre 1883.) Hetiiaiigeg. tod dem Departement fttr 
die binnenlftndlachen ADgelegaDheiten. Im Haag 1884. 

Veralagen aan den Körting betrekkelijk den dienet der Potlerijen, der Bijktpoet- 
§paarbanl en der Telegrafen in Nederland. 1883. III. Telegrafen. (Bericht an den KOaig, 
betreffend den Dienit der Post, der BeicfaspoBtsparbank nnd der Telegraphen in den Nieder- 
landen. 1883. in. Telegraphen.) Im Haag 1884. 

Betnm. Emigrant» (British Ship»}. Board of TraAe. 17. July 1883. Ordered by Ae 
Uoiue of Commont, to be prirüed, 17. July 1883. lioadon. S. a, 

Ergebniaae der baltisclien Tolkszfihliing vom 29. December 1881. Thell I. Ergeb- 
niue der livländischen Volks sab long. Band III, L^. 1. Bearbeitet nnd heraosgeg. anf Ver- 
anstaltung des livl&Ddiachan Landrathe-Colleginma von V. v. Jang-Stilling nnd V. Anders. 
Riga 1884. 

Materialien znr Keantniss des eTangslisch-lntberiichen LandrolkuchBlwessni in 
Livland. Veröffentlicht von dem liTländischen Landraths-Colleginm. Biga 1884. 

Keich, das rnsBiBche. Eine Studie. Berlin 1884. 

VesB^loviky Ä. ■. Annuaire de» ßnancei rueie». OnzAme annie. St. Pitertbourg 1883. 

Operation», Ihe, of tke tariff aet of Marek 3, 1883, far Ike tix mont?u ended De- 
cember 31, 1883. A. »tatement »ubmitted to Ihe »eeretary of tke Iteamry by tke ehief of tke 
bureau o/ »tati»tiei. April 21, 1884. Wa»hington 1884. 

Beport guarterly, of tke ektef of tke Bureau of itati*tiet. , of »howing import» and 
exportt of tke U. St. 1883183. Watkingtoit 1883. 

II. Afldere FSoher. 

Beer A. D. : AUgemeiae Qeschichte des Welthandels. lU. Abtk. 2. H&lfte. 1. nnd 
2. Tbeil. Wien 1884. 

Circulariofinformationof tke bureau o/ediieation. 1884. 2fr. 4, S, Wathington 1884. 

Dehn P. : Dentschland nnd Orient in ihren wirthschaftspalitischen BetiehnugsD. 
Tbeit I, II. Uttncben 1884. 

Dorn A.: KriegsmariDe nnd Volkavirthscbaft in Oesterreich-ÜDgam. Wien 1885. 

H^ndbach der dentachen Verfassn^en. Die Verfassnngsgeietee des dentschan 
Reiches nnd seiner Bandeistaaten nach dem gegenwärtigen Sesetzesstande bearbeitet nnd 
heraosgeg. von Dr. F. Stoerk. Leipzig 1884. 

Jahrbuch der Erflndnngen. Heransgsgeben von H. Oratachel nnd Ct. Bomemann. 
20. Jahrgang. Leipzig 1884. 

Jahrbücher der k. k, Centralanstalt fSr Meteorologie nnd Erdmagnetismus. OKcielle 
PubliCBtion. Jahrgang 1882. N. F. XIX. Band. Wien 1884. 

Kaserer J.. Dr.: Handbuch der Österreich ischen Jnstia Verwaltung. Vit Benfltznng 
amUicher Qnellen. IV. (Schluss-) Band. Wien 1885. 

Kremer A., t. : Die Nationalitätsidee nnd der SUat. Wien 1885. 

Hanz'sche Gesetz-Ansgabe. XII. Band. (Gebühr enge setz.) 9. Auflage. Wien 1684. 

Stanber F. X.: HistoriHche Ephemeriden Über die Wirksamkeit der Stände von 
Oesterreich ob der Enns. Herausgeg. vom oberöiterreichischen Landeaansschnsse. Linz 1884. 

Stein L. v., Dr.: Die Verwaltungslehre. Das Bitdungswesen. 3. Theil. 1. Heft. 
Stuttgart 1884. 




Abhandlungen. 



Die Stelliing der amtlichen und der privaten Statistik 

zn einander. 

Ton Dr. Richoid Hucke, ordentL ProfesBor an dar Dniverait&t Doipat. 

Ist et wahr, dsas es den Theoretikern in der Statistik seit jener Zeit, 
To dieselbe in den Kreia der Wissenscbaften Aoäiahine £uid , bis aaf diesra Tag 
venig gelangen ist, einen präcisen Ansdmck für das zn finden, waa man nnter 
Statistik versteht, so gilt das im Speciellen anch für die Bezeichnnng : amtliche 
und private Statistik. Bei dem Gebrauche dieser Aasdröcke kann es sich selbat- 
verständlich nicht nm die Statistik als WisaeDsobaft handeln , insoferne es keine 
private WisseDBchaft gegenüber einer amtlichen geben kann ; vir haben es hier 
vielmehr nnr mit der Statistik als Tbätigkeit zn thnn. Allerdings vird, anch 
wenn wir die Statistik als Tbätigkeit betrachten, im grossen Ganzen das gemein- 
same Ziel immer die Wissensehaft sein mUssen , da ja alle Wissanscliait Arbeit, 
d. b. bewneste Tbätigkeit am die Erkenntniss der Wahrheit ist. 

Da Dan die Grundidee oder das Prinoip der Statistik als Wissenschaft, 
wodurch dieselbe erst einen wesentlichen, selbständigen und ganzen Charakter erhält, 
nichts anderes ist als der Zostand der Thataachen im geselischoFtUchen Cnltur- 
leben^), so bandelt es sich hier bei der Statistik als Tbätigkeit am die Feststellung 



*} Diese Orondidee ist fBr mich als nothwendigsr Bestutdtheil alles Lebens an 
nnd rar sich existent und wQrdig genug, als selbständiger Wisaenssweig erfasst zn werden. 
Du geaelischaftliche Cnltarleben mit seinen verschiedenen Zwecken , deren Weiterbildnng 
nns obliegt, bedarf ansser seiner philotophischen ideellen Erronchnng anch der empirischen ; 
denn nnr auf der Orandlage des historisch Oewordenen ist eine Erkenntniss und Weitar- 
bildnng der sittlichen Cnltnrideen Bberhanpt denkbar. D» der Begriff des Zostandes nicht 
bezieh nngslos, sondern identisch ist mit dem Begriff des Werdeas , aus dem er hervorgebt, 
so ist die Znstands Wissenschaft im weitesten Sinne historisch', sie ist aber gleichwohl von 
der Qeachichtswiraenachaft verschieden, da diese das Werden an sich darstellt nod Znstand 
nnd Werden unterschieden sind. Wie Identität nnd Unterschied sich nicht nnr nicht wider- 
sprechen , sondern sich immer anf- nnd gegeneinander beziehen , so sind anch Werden nod 
Znstand insofern identisch, als dieselben nrsacblicheo Kräfte, welche das Werden bewirkten, 
anch den Zustand herbeiführten , sie sind aber verschieden , insofern das Werden seinem 
Wesen nich den Zastacd sosschliesst. Hat die Geschichtswissenschaft den Entwickelnngsgang 
darzulegen, welchen eine Thatstche nnter den Einflössen der geaammten Cnitur durchlaufen 
hat, so fällt der Statistik die Aufgabe zu, den thataäclilicheD Znstand in seineo Haapt- 
momenten festzustellen nnd zn kennzeichnen. Theoretisch betrachtet, also zn Zwecken der 
Systematis iernng ist die Statistik meines Erachtens eine selbständige Wissenschaft , ans 
praktischen Bäcksichten aber wird lie ans der Geschichte ebenso Anlehen machen dfirfen, 
wie aus der politischen Arithmetik nnd den ttbiigen Wissenschaften , deren innere Einheit 
trots der Verschiedenheit Niemand heatzotage leugnen wird. Wenn die „Forschnng" sich 

SUtistische UonatschiUt. I8SS. A 






50 ^r. Richard Macke: 

(licBer cnltnrelleii ThatBachen, und zwar um alle, ancli für die nächste Fortent- 
wickelung bedestsamen Momente des tbatsäcblichen Zustandes. Dabei ist zn erinnern 
dass zwar in dem WeEen des Zustandes als Holcben weder ein q^uantitatives noci 
ein qualitatives Moment Hegt, das* aber die Begriffe von gleich nod TerBchieden, 
weil sie in dem Wesen von Cnitnr und Gesellacbaft begriiodet sind, ihren Einöui 
anf das zuatändlicbe Leben äussern, so da.sH in der Darstellung der That>acbBE 
eine Form notbwendig wird, welche das Individuelle vurechwindes läast ond Gleich- 
artiges zu.-5aiiiinenfaGRt, Gleicbgiltig ist dabei, in welcher Form man jene Thatsaehn 
constatieri; gleichgiltig ferner, ob man die Thatsacben für die Gegenwart, für eiit 
vergangene J^eit oder für eine lange Zeitreibc feBtstellt, indem Ja das Kacfaeiaaadci 
die gleiche Kilckaicht wie daa Nebeneinander verdient ; gleicbgiltig endlich anc^ 
welche Methode der Thatsachenfcetiitellung man wählt. Denn da eise eioz^Dt 
Wissenschaft nicht durch die Metbode, sondern durch das Prinoip beBtimnit onj 
begrenzt wird und da der Weg zur Wahrheit nicht blos einer nnd auch Bifht 
immer ein gerader und directer itst: so ist ancfa meines Erachteos nicht die Ad- 
Wendung einer einzigen Methode für den Umfang der Statistik als Wiasenechafr 
entscheidend. Wohl kann die Methode zu einer gewissen Zeit für eine WisBcaschifl 
herrscbend werden, aber wenn diese Methode durch eine andere nnd hensere eraetzt 
wird, 80 kann wohl dadurch das Prinoip der Wissenschaft klarer gestellt, aber 
doch nicht alteriert werden. 

Wenn man als das gemeioBauie Ziel der privaten und amtlichen Statistik 
die Wiäsimgcbaft anerkennt, so ist damit schon ausgesprochen, dass die amtlich« 
Central stellen ebensogut der WissenMcbaft zu dienen haben wie die PrivatHtatistiktr 
lind dass man Unrecht thnt, nur die letzteren als ^wi^Henscbaftlicbe'* Statistiker 
zu bezeichnen. Die Ansicht, als ob in den amtlichen Bureaux keine Wisaengchtft 
getrieben würde, ist ieider noch immer nicht aus , den Kreisen einzelner FriTit- 

nichl mit rein statistiscben UnterBtichnngeu beschäftigt, so verstebe ich dies voUkommei : 
aber raan dmf nur nicht behan|)ten wnllen. man treilic Statistik, treoD man ans von anders 
Seite fest;; es teilten Thatsaclira Folgerungen fiir anderü Wisseas zweige ziebt, Dass die Fixiernii 
gewisser Zustände ans glatt vorlit(;enilcm Material, wie vielfach iu der Bevölkcrnngsstatiitik. 
nicht gerade der Anfgabe eines Gelehrten würdig ist, und da.ss er in diesem Falle dea leii^ 
gefnudeuen Thatxachen eine andere, wisaeDsebail liehe Venrorthuae geben wird, begreife ick. 
aber alüdann gcriert sich der Gelehrte nicht als Statistiker. Die Thatsache, das» die Sratinil 
ans dem fest be grenzten Rühmen ihrer Anfga>>:? neuerdings, fast mochte ich sagen, gewaltaan 
herausgerisien worden ist, verschuldet meines tirachtens namentlich die Privatstatistik. Dem 
seitdem die amtlichen CentraUtellen bei den grossen Massenerhebangeo die schwierigst« 
Aufgaben znr Lüsnng socialer Probleme, wie die Frag'-.'itelliing o. dgl. allein in ihre HaoJ 
genommen, war die private Thätigkeit nach dieser Hichtnng hin nnnäthig geworden. Statt 
sich aber anderem Material, z. K der historiüch vcrgleicheuden Statistik znznirendea, dem 
Aufban allein schon einen grossen Apparat von Gelehrsamkeit erfordert, begab sie sieh is 
AnknQpfnng besonders an Ü"etelet's Schriften auf jen^-n unglücklichen Abweg, weldw 
die Statistik schon einmal irre gelahrt hatte; nie erhob das Mittel zum Zweck nnd Ter 
wechselte die Methode mit dorn Princip. Eine Wissenscbaft kann aber anf die Daner tiic<<t 
ohne Grnudidee und System existieren. Uuetelet selbst bat die Wisneaschaft der Statistik 
nie anders als Znstandshmide anfgefasst wis.^eu wollen; I.a tliili»li-jue tjinerale -ne nou 
pri-ieiite qii'nn lal'leau plus oh mnii.' jitlile du enjix xt,fiid a im iii'iaiit de aon exittttict. 
DaFs ihm die Socintpbyi^ik, dio er ailurd'iogs auf Statistik aiitbaute, eine besondere Wiaiea- 
Schaft war, ist fast ül)er8(ij^sig, iioi.h hervorzuheben; ^l'ciiiemhic ih ci'.i lois, qui exiatent n 
di'kor.' dt tcnii/s , en d-hori dts c ■/•ricti de» AiiHiiiim, lurtue. iine Hci ctir.e h pari, i 
iii-/iicile i'ni cra potievir do.mcr Iu iinm de jdii/aiijur ^i^'d-de." Will man der poIitlBcben 
Arithmetik, deren Bcdoutang liir die Slatlsdik Niemand in Abrede stellen wird , oder eiatr 
audereu noch unbcDaiiulen Wissenschaft d<.% Namen Statistik ebenfalls grben , so msg mu 
CS Ihun, da die Nameiigebiiug an sicli erlaubt ist; "igeutiiümlich aber and nnatatlbaft ist 
CS, dicj'.'nige Distiplin als iniwiüK'-uschafiÜch 211 maikiiTeu . welche den Kamen fräher lo 
lange Zeit hiudurch geführt hat. Sollte diese Maxime weiter nm sich greifen, so fiele dca 
znkünfli^-en Generalionen das Hecht kii, alle nnsere Untersuchungen ebenfalls als nnwisMB- 
stbattli<.b ia lezcicLoen. Aber — wu liiaauu soll ias führenV! 



Die Stellung der «mtliclien nnd der privaten Statistik zd eiaander. 51 

gtatistiker, weil sie oftmals nie anf einem Bareaa gearbeitet nnd gelernt haben, 
rerschwanden , weshalb sich denn z. B. anch noch immer hier und da die Ab- 
neigung zeigt, anf den akademiscbeQ Lehrstahl nnserer Wissenschaft einen „Bttrean- 
Statistiker", nnd sei er noch so tüchtig und lehrbegabt, so berufen. Anch der 
amtliche Statistiker, der seinen Aufgaben gewachsen ist, ist kein blosser Calcnlator ; 
denn auch für die speciellen Zwecke der Staateverwaltang ist eine geistige Durch- 
dringung nnd BehsTTscbang des statistischen Materiales nothwendig. „ Wer die 
Zahlen znm Sprechen bringen will, mass selbst ihre Sprache verstehen ; wie aber 
die Sprache der abgeklärteste Ansdrnck der Ideen ist , welche in einem Volke 
• leben, ao ist die Sprache der Zahlen des Volkslebens nnr dem möglich, der dieses 
Volksleben selbst versteht" (I n a m a). Im Gegentheil hätten die amtlichen Sta- 
tistiker oft leichten Grund, anf die Arbeiten mancher Privatstatiatiker von Oben 
herabzusehen, wenn sie bemerken mässen, wie kritiklos sie das amtliche Material 
ftir ihre privaten Zwecke verwerthen, and wenn jene schweigend zusehen, so 
erkläre ich mir dies nur daraus, dass die amtlichen Statistiker durch ihre Ein- 
rede sich wegen ihres SchuldbewnsstseiDs selbst in ihrem Ansehen schädigen würden. 
Die Stellang der amtlichen and privaten Statistik za einander iet meines 
Wissens noch nie zum Gegenstände einer besonderen üntersnchung gemacht worden, 
und wenn ich es unternehme, diese beiden Thätigkeiten einander gegenüberzustellen, 
80 kann es sich selbstverständlich nur um einen schvrachen Versuch handeln, um 
die eine oder andere Frage zur Discusaion zu bringen. Mur weit die Unterscheidung 
von amtlicher and privater Statistik so allgemein angenommen ist, schien es mir 
geboten, einmal den Uerkmalen nnd dem Werth ihrer etwaigen Eigenthfimlichkeiten 
DacbzaforBchen. 

Wie schon aus dem Namen hervorgeht, liisst sich als amtliche Statistik 
die von amtewegen , nls private Statistik die aas freier Initiative veranstaltete 
Forschung deuten. Jene ist also die Pflichtthätigkeit einer Behörde, sei sie dem 
Staate unterthan oder von der Gemeinde eingesetzt , oder habe sie (wie bei der 
internationalen statistischen Commiasion) eine gemeinsame Gescbüftsthätigkeit von 
Behörden verschiedener Staaten zar Grundlage. Das Amt arbeitet mit ötfentlichen 
Mitteln und mit gesetzlichen oder von der allgemeinen Verwaltung gebotenen 
Rechten anf Verabfolgong statistischen lUaterials, Die Privatatatistik ist auf die 
Kräfte des einzelnen Mannes oder eines Vereine« and auf den guten Willen der 
Befragten angewiesen. Hieraus ergeben sich denn nun von selbst aus den beiderlei 
Thätigkeiten gewisse Eigenthfimlichkeiten, die, wenn sie auch nicht scharfe Unter- 
scheid angsmerkmale sind und wegen der gemeinsamen Ziele auch nicht sein 
kSonen, doch einmal hervorgehoben zu werden verdienen. 

Was zunächst das Material betrifft, welchem sich die statistische ThStigkeit 
x&zuwenden hat, so springt es in die Augen, dass die private Statistik wegen der 
Beschränktheit ihrer Mittel von der Erforschung manches Objectes wird Abstand 
nehmen mUssen, dem sich die amtliche Statistik mit Leichtigkeit zuwenden kann. 
In dieiter Hinsicht hat Adolph Wagner -) in seinem bekannten Artikel .Statistik" 
diesen Gesichtepunkt schon hinreichend in's Auge gefasst, wenn er sagt: „Der 
Einzelne kann zwar anf vielen Gebieten die erforderlichen systematischen Massen- 
beobachtungen machen , aber genUgend meistens nur da , wo es auf Constatierung 
der zeitlichen Unterschiede ankommt. Wo räumliche und zeitliche Beobachtung, 
wie in der Kegel (?), genau combiniert werden muss, ist eine Vereinigung vieler 
Beobachter unumgänglich bedingt, meistens muss ein streng in einander greifendes 
Beobachtungssfstem künstlich organisiert werden. Dies kann zwar bei den einfachen 
Phänomenen, ähnlich wie in den reinen Naturwissenschafteo, durch freie Privatthätigkeit 
geschehen, namentlich, so lange die ränmliche nnd zeitliche Continuation der Beob- 



') Bluntichli and Brater's Staats wörterb och, 1866, S.473. 

4* 



A2 



Dr. Bicbu^ )l«ck«: 



itdilBDgtin iil«bt dir ollentrengst« Syrtetsktik and die Kllorklaioste Tboiloag « 
Keit «Dd SAom erfonlert and dM stutütisclia Object niebt »elbat die Beobscbtof 
hindert 7m äei 0ebem-indti»g der Scliwi<!rigki.'it«n hei der ilamliolisn Ausdohnna 
Belb*t aatanlatistUclicr Bcoboobtuiigoa reictit aber oft Mboa iit freie Org»oia»aB 
der PrivKtkrüft« ohne StaaUunten lUtzung nicht na» (i. li. 1>m den Wittarrnnfl 
boobochtungea], ood iwoi am so weniger, je mehr KanSolint rein wiii«eii:fchaftlUI| 
niobt antnittelbu piektiMbe InleresMn die Beobachter zar AoetalluBj; mttbnMi 
Beobaobtu&gen bewegeo miiasteD (AnsDahmen alw z. B. die äaeotrSmonf;«- aal 
Wiidkartan). Man bedarf daher hier ecbon oft be»onderer amtlicber (»tautlicher 
BeobaditiiRgKaDiilallea. Für iaeai>chheileatati«l.iMclifl ßeobjtcblnngea gnoQgt ynfu 
dar gtoaeea tüumlicbcn and seitlichen Aucdebnang, deren e« bedarf, und wagen 
dee Mangetü der erforderlichen AntoritU gegenllber dem Beot>aebtuogMb)eat ak« 
troUeodi weder dor oinxeloo Priratbeobaditer aoeh ein Verein von soleben.' W« 
ea sich alüo daram bandelt, den Zoatand von Eraohninungeo an vrfimcboa , dil 
wegen der UaaecDbafligkeit ihr« Aaftr«tcn<t and der Schwierigkeit, über eie Kvait 
so erhatteo , besser der Beobacb:uo^fihigkfiit eine« amtlicbea Bureau« anbeia 
gegeben werden, muM aiob die IVivatttatistik bescheidcD. Aber dia alatiatüeb 
Tfaätigkeit bbstebt niobt bloe in der Beobaubtang gewiaaer Ersvlieinungen, Bonden 
itie gliedert aich , wie der eben genanuto älatiKtiker uu demaelben Orte (S. 4flBj 
faerTorgchob«n bat, in einer gaotten Reihe eineeiner Ao^tbon, lUren Auf- oi« 
Kacbctthlang wir an diäter Sttdle füglich ilbergelien kQnnen. Da du« Bt:tti8tiHbi 
Bortan, wenn anob nicht allein, m doch in erster Linie fär di« anmitt«lbam 
AoT^aben der ätaitaverwaltang zn arbeiten bat, ao kann ca nicht in der Abaifilu 
der aniltieh«n Statistik liegen, en dim groBMOi «mfangrcicbon llatenal alle JfU 
Manipulationen Torsunabmen, welche dasaelbe gMlatlet. Und aiu dteeem Gruaie 
kann daa auf amtlichem Wege gewonnene Ustnial leicht za einer Fnodgrab« 
die private Statiatik werden. 

Allerding» war die Möglichkeit daxn nicht immer gegeben, und dte 
liageo niobt alltufeme, wo die amtlicbea tilutlatlker and boaonders dl« mit 
Leitung der Landee«tatistik betraaten Fermnen i-ogb«rcig genug vermeinten « 
ibr«n Gebtete ein geiatigee Monopol in beKttzen. So verminderte nodi Jol 
Guttfrieil Ruffmann, einer der v<jrzKglk-h4tun StüatK- uml Volkavirthe 
Seiten , die atatiattsohen Aufnabmeo in Frensaen bia auf ein eo geringoa Ui 
daaa kaum eine Spar innerer Controle flhrig blieb, und verüffentliehte noch wenig«; 
weil er Überhaupt nur den oberen fjtaatabcamten die Fübigkeit sutraste, von ds 
ZahUnergebniHsen elneo dem Qeraeinwoliia ilienlichen Sßbraaeh tu maeben. SniOiB 
Bnthe lÄ'opold Krng, der bednulirad mehr für die Kenntniss der SuauktUla 
goleietet bat, grollte er wegen deAsen Vielacb reiheret. Aofih K. Fr. Wilbels 
Oieterioi, der aich docb mit geringen Hilfitmitteln mllieb bcmtlhte, die Verwallcof 
dee Staate« und den Terbraueb der Bervlkcrung in da» rechte Licht zu aetjci, 
eoliwang sich gteit-tiwohl nicht au einer Theiinng dnr Arbeil mit freiwillige 
Helfern auf und vcnrcigcrte aelbet einem so nainbaften Gelehrten, wie Otto m 
Reden, die Lit^fernng irgend welcher Notixen. Heutintige iat man riolleinlü 
herettor, privaten Forschern einen Stuhl einiurXumcn ; aber ongedrunkte Matariatici 
werden noch gegenwärtig iielten olTen gelegt, nnd eine LiberaliUl, wie ^ie Eng«! 
in Burlin in Uittbeilung ganzer Bogen von Auskünften an znblroiobe, Kolebrtt! anä 
nogelahrt« Privatlenle entfaltete, steht geradezo «intig da. Uegel bleibt d«r BfA' 
weia auf Druckeachen, die bei der oder jener Buclibandlnng itu babm seien 

Dabei ist allerdings zu beachten, dase durch die Hioansgab« von Schrift 
■tiioken, auch wron die Arbettskoaten dafür ersetxt werden, in den amiliL'faao 
Bnreaux eine Störung eintritt, welche umeo unliebRamBr wird, je angeilnldiga 
der Petent auf Antwort wartet. Zuweilen will auch die Bebiirde nicht eingwteben, 
daa» ihr unverSttentlichtea Materia] an be'lenklicheo Hangeln krankt aa4l_jH|k 



Dl« St«UaB$ tiar UKiJieba aiil iltr fHr»ltn Statiittk ao eiMnitt. 



h?i 



H^ofi^r mmg adlut dort, wo die Sbalftre^ertme; keio Varbot dar Abgabe Holobct 
Brkiuideii ej]«»wn bat, der Vuntuiil eiBrn Müubntutfa, d. b. die Verwerthunf- dfla 
^toffea (Ur die Oppoidüon b«fUrcltte)) . Da» Qberdiu einxelae Ltdter tdd itatistiiobBa 
Bareaox «in« penijnlidbe Abncigntip vor der Presso b»gen, will icli nur nebenb« 
bciitbren. AU« diese Uin«t£ntl>! Terwriwa ilaber die Prirata1ati«tlk bei der Be> 
EFOtxang de« aaf amtli'-hem Weg* g««0Bii«nrtt lUt«riile« Tast alleiß anf <iiis 
Gedruckt«, deasrn inteniircr und cxteaHiver loball ohne ihr Zotban futgwt«Ut iirt. 
Aber eb«a di«M gAmtia^om« Bemitxaiig eines und deanlben Materials 
fflhrt miob la «Idmd eriteo uterscbeidendeD Uerkmal der aiollichcD uad privaten 
(i'latialik , aSmlich in Bezog auf di« Teadeox. Bcbanpte iob aoch siebt, daw 
«ioi' PrivalMtntiMlik andenkbar sei ohne die Abriebt, eine beadamte VcTiodantng 
dtm Znalind» einer geaelltchafllicbeo (iemeisacbaft bcrbeisnnibrGn (so berübnita 
Werke wie Xaver TOn Neninann-äpaUart'.B „Uebenicfaten über den Welt- 
Itaadel" oder wie Hcnnann Wagner'a gUelMTsicblaa ttber die BeTflIkening der 
Erde'' bewei»n da« Gegenthail}; eo «oll dwb meines Eracblena dia amüiebe 
Staltatik frei von aolcber Tendern «in, unbr^ebadet Ibrer Aufgabe, die Beadtigvog 
roo Sobüden dnreb die Gewalt drr Tbat&aeben antabahnen , onbescbadet aacü 
der penKDÜcben Wlrkaamkeit den einen oder anderen amliicbcn Statistikers auf 
nicbt m«br aeatraleai Bodao, wodurch er TorSbergebuid io die Heibe der I*HTat- 
■utistiker tritt. 

Denn ans dem Bsgriffe der amtlicben Statistik aU der Tblttigkeit einea 
Amt«! folgt, daaa alte sabjectiven Aeoasenuigea — falle ue der Boamte ali 
soldie tD erkennen Termag , mitbin seiner Anfgab« gnwacliaeti tat — der Ver- 
Itfentliebnng fem an kalten sind. Der amtliche Statistiker fsnetioniert eben ala 
ttfreotliebea Organ ond bllrl in Beeng auf «eine Tbütigkoil ala Statiatiker asf, 
llosae FriTatperaoo x« B*i», die aar ihre rein pereönlicben Zwecke rerblgt tJaJ 
da daa Amt , welches er bekleidet , xicb n dem Staate (oder der Gemeinde) als 
orgUiNliciD Onnzcn geoan so verhält, wie das einselne Glied zb dem gnuammtsn 
EBiper, eo findet aneh die AueUbnag seiner Fnactionen Zweek und Begreninag 
in d^m Ziele nnd Umfang des ataatlicliRn (betiehnngaweia« gemeindlichen) Ganacn. 
iJamtl kann alier nicht gesagt sein, dafs die Freiheit des amtlichen Slatistikera 
in seiner Bewegnog erlahmen mllase; im Geg(?ntbeil , seine Functionen tragen 
deoMlben geistigen (.liarakier in sidi, wie die eines jeden anderen Beamten. In 
dem einxelnen Amte ist ebenao Leben nnd Bewegnag, wie in dem geumniten 
ttantlieben Organismns, welcher tv Grunde geben mBaeto, wenn die einxelaen 
Beamten lu m^hanischen Werkzengen berabgewUrdigt wurden. Jenes geistig 
bewegende Element, wetchea Joleni Aiute iunewolml, miiea den amtlieben Statistiker 
doreh nnd durch beseelen und Lief iltircLiiruigt-n und wenn er aneh uiebt im 
Stande sein dürfte, eeic« individaelle Ueinang darin YollstXndtg an nnterd rücken, 
so wird er eich doch immer *sgea miiasen, dass nicht das Amt aeinetwrgvn 
ge«d»freR ist, sondern dik^a er bcrofen iüt, daa Amt im Geiste seiner Bestimmung 
n verwalten. Die eigene Willen «bestimninn^ de* amtlichen tjtaltsttkers ist .■>onit 
wegen dar dorcb da.« Amt gebotenen rt'UtJTen Tlnierordnang eine beschränkte. 
Aber diese BesobrSnkuig »einer individuellen Freibeil ist tarn groasen Tbeile 
seine StSrke , Indem sie ihm seine eigenthllmliclie Wtirde nnd Aniorität verleibt. 
I>er Frivatiitatiatiker hingcgeo, welcher darch wae Ueberteugung von 
d«r Wabrfafil, Sotbvendigkelt oder Zweckmitaaigkeit einer Huadittng ta seiner 
Arbeit bcwoKea wurde, if>t nicht allein darofa AmdtpÜichten an ilte Vertretung des 
aliganeiaen Staats- oderstidltiseben Intereaaea, doroh Part^iloxigkMt nicbt gebunden, 
«onderD nürde geradeso gegen seine erste llannee[iäicht bandeln, wenn er der 
eigeuo (labjectiTtn) UebäRevgnng eicht Worte liehe. Geht die AMcht ninweg 
auf Üelchning dea Publikums aber Gegenslinde einer be«timmren Wlasen»ohaft 
die slaliatiicbcr Daten bedarf, x. B. Über AKaI und Einwuhncrahlcn , so bleibt 



54 ^r- Bichard Uncke: 

die Ueberzeugung, dass aus den ErgebnisBen diese oder jene Uassregel ca folgui 
sei, lateut. Geht »ie aber auf Besserung der Moralität des Volkes, anf die Vet 
theidigung eines Zustande» oder Gesetzes , auf die Abscliaffiing gesetzlicher Acti 
hinaus, so mass die Uebemengung ausgesprochen werdeo. Je sicherer begründet 
je objectiver also die Folgerongeo sind , desto besser ; die Subjectivität , am 
welcher die Arbeit ihren Urspruug nahm, steigert sich alsdann bis zur Verklüruf 
in Objectivität. 

Während ich also dem amtlichen Statistiker die SefagDiss abäpreohe, ii 
seinen YeröfiTentlichungen ausdrücklich Partei za ergreifen oder eine solche Am 
wähl oder Daten zu treffen, welche an sich des Zwecken einer Partei dient, halb 
ich es f&r ein natürliches und in den meisten Fällen auch gewahrtes Kecht dt 
Privatstatistiker» , aus dem von ihm beigebrachten Material diejenigen Moment« 
hervorzuheben , welche seiner Ueberzeugung entsprechen , hingegen diejenigen n 
unterdrücken , welche derselben Ueberzeugung zuwiderlaufen. 

Wie? — wird man fragen — wo bleibt aber denn die erste Pflicht de! 
Forschers, rückhaltlos der Wahrheit zu dienen? Sobald Jemand daran geht, seist 
Meinung mit Hilfe der Statistik zu erhärten , setzt er sich der Möglichkeit au, 
von dieser Unrecht zu bekommen und steht dann vor der Alternative, jene ent> 
weder anfzageben oder dem sie verwerfenden Ausspruche zum Trotze beizabehalten 
Entscheidend kann in solchen Fällen nur das Gewicht der Gründe sein , wobs 
zu berücksichtigen ist, dass der Zahlen-Beweis vor allen anderen Beweififormei 
nichts voraus hat. Widerstreitet ein solcher gewissen Schlüssen aus philoaophischei 
Grundgedanken, so braucht man darum die Ergebnisse eines langen und u- 
strengenden Denkproceeses noch nicht aufzugeben; lautet er meinen persÖDlicheo 
Wahrnehmungen oder der in mir aufgespeicherten Summe von Erfahrungen Anderer 
eatgegec , so kann ich die einen wie die anderen doch ferner noch fllr richtig 
halten. Der allzu oft vernommene, die Discussion schliessen sollende Ausspruch: 
„Zahlen beweisen", ist unwahr; ich hege vor der Zahl und selbst vor Berges vn 
Zahlen keinen grösseren Respect, als vor dem Worte oder einem Schwall v« 
Worten. Die Zahl ist doch nichts Anderes, aU der beipeme Ausdruck einer Viel- 
heit oder eines Verhältnisses. Dnd kann die Vielheit nicht nnricbtif; ermittelt, 
nur unter besonderen Umständen einmal vorhanden gewesen sein? Kann ein Ver- 
hältnias nicht von zufälligen, von einmal oder auch wiederholt, jedoch niohl 
immer richtigen, von neben und nicht mit einander stehenden absoluten Zahlu 
abgeleitet sein ? Der Vergleichungsmassstab wird in der Statistik oft talsd 
gewählt und dann sind schlechterdings alle Ableitungen ohne Beweiskrafti 
Statistische Gesetze mfigen in ihrer Fassung von den Gesetzen irgend ein« 
anderen Wissenschaft abweichen ; in Bezug auf Logik wie auf Grundgedanke! 
unterliegen sie den allgemeinen Bedingungen jeder Erkenntniss, sie kennen lai 
müssen auf ihre Kirhtigkcit und auf den Umfang ihrer Anwendbarkeit geprBf 
werden. Folglich ist dem Privatstatistiker, dessen Denken immer logisch sein eoUti 
freie Hand in der Verwerthung der einen Stotfgattung , des Zahlenmateriala s 
lassen. Macht er sich einer Sünde wider den Geist der Wahrheit, macht er aid 
des Sophismus oder des falschen Denkens schuldig, so wird er trotz angenblick 
liehen Erfolges seiner Strafe so wenig entgehen, wie irgend ein SchriflsteUer an 
anderen Wissensgebieten, Inzwischen sind auch bei der Jagend der Statistik der 
artige Fehlgriffe lange nicht so gefährlich, als wenn man in den Wiasensschat) 
der Völker wirre und fehlerhafte Gross- und Durchschnittszahlen aufnimmt, w» 
sie von populären amtlichen Statistikern emphatisch aufgestellt worden sind. 

Wie haben nun die Privatstatistiker «elbst ihre Stellung aufgefant' 
Begreiflicherweise gibt es nicht einen Einzigen, der seinen Folgerungen dei 
Stempel der Unglaubwürdigkeit aufdrücken möchte ; mit grösserem oder geriogerei 
Geschick wird jeder seine Unparteilichkeit bezeugen. Handelt es sich einfuoh ■■ 



Die Stollimg dvr amtlichsn niid <]er privaten Statistik zd einander. 55 

Land und Lente, wie in geographiBchen HandbttcherD, ao wird eine Färbaog fast 
immer aaegescbloaBen sein ; aber eagar auf diesem Gebieta ist eine Art wiaeen- 
schaftlichen Eigensinne denkbar, der eine einmal bebanptete Einwohnerzabi dea 
dankalen Eidtheilea oder dergleichen festhalten will. Die Kegel ist io solchen and 
anderen Fällen , anf welche menschliche Thätigkeit in absehbarer Zeit nicht ein- 
wirken kann, ich nenne etwa die Statistik des Luftdmckes and der darch seine 
Schwankungen herTorgernfenen Schäden für die Uenschheit, eine absolnte Unpar- 
teilichkeit. Ja, der Privatstatistiker kann sogar in hochpolitischen Angelegenheiten 
berufen sein, das eigene Urtheil ganz and gar zarüekzuhalteD. Ein Beispiel dafür 
ist Otto HUboer's nnbeeinflnsste DarstellnDg der österreichischen Finanzen im 
„Statistischen Ceatral-Archiv" , deren wohlgeordnete nackte Zahlen unter seiner 
Autorität einen giltigeren Beweis filr die Berechtigong eines besseren Cnraes der 
Staatspapiere liefern sollten nnd konnten, als wenn dieselbe Arbeit vom öster- 
reichiBcheo Finanzministerium ausgegangen wäre. Umgekehrt steckt ein ausdracklich 
fdr den altgemeinen praktischen Gebranch bestimmtes Handbuch der vergleichenden 
Statistik, das von 6, Friedrich Eolb herausgegebene, voll tendenziöser Bemer- 
kungen. Absiohtlich führe ich eioe solche deshalb au , weil ihre Unrichtigkeit 
auf der Hand liegt ; im Capitel Frankreich sagt K o 1 b in allen mir zu Gesicht 
gekommenen Anfiagea: n^io nnbediagte Theilbarkeit des Grundeigenthums bat 
zur Yerbesseriing der Agriculturverhältnisse mächtig beigetragen; gerade diejenigen 
Gegenden , wie die Seine-, Bbein- und Norddepartements , in denen die GUter- 
theilbarkeit am meisten durchgeführt ist, sind die bestangebaaten im ganzen Lande." 
Der Heraosgeber ist eben ein ansgesprocheaer Parteimann nnd sieht bei all' seiner 
Ehrenhaftigkeit die Dinge im Lichte der Partei ; trotidem und obgleich sein Werk 
durch Verminderung der Baisonnements und Vermehrung der Daten gewinnen 
würde, lasse ich da^elbe als ein nützliches gelten, 

Man braucht aber dnrchaus nicht so weit zu gehen und kann dennoch 
eine bestimmte Tendenz verfolgen. Nehmen wir an, der Staat lasse die Grösse 
nnd den Bmstnmfang seiner Soldaten untersuchen und für jede in dieser Beziehung 
gebildete Kategorie die Krankheiten, deren Dauer und Folgen verzeichnen, so ist 
die amtliche Statistik als solche unparteiisch. Der Arzt jedoch, welcher daraus 
die Folgerung ableitet, die eine oder andere Kategorie sei vom Militärdienste 
frei zn lassen , verfolgt gewiss eine bestimmte Tendenz, in Bezng auf deren 
Richtigkeit es gleicbgiltig ist, ob sie erst durch Lesung dea amtlichen Berichtes 
entstand oder vorherige Ueberzeugang war ; anzunehmen ist allerdings , dass 
gerade eine solche Oeberzengung die private Durchforschung veranlasst und 
ihren Gang geleitet hat. Irgend ein Militär, der eine günstige Meinung tod der 
Brauchbarkeit der gedachten Kategorie hat, mag dann beweisen, der Arzt habe 
die Empfindlichkeit derselben übertrieben beurtheilt; er ist ebenso Parteimann wie 
Jener. Das Gewicht der beigebrachten Gründe wird den Streit entscheiden und 
den Nutzen von der gewonnenen Einsicht hat der Staat, während die amtlichen 
Tabellen ohne vorgefasate Meinung eines Lesers und ohne die Absicht , Ver- 
besäerungeo herbeizaführen, ebenso bedeutungslos wären, wie Hunderte von Heften 
der amtlichen Statistik. Veröffentlicht die amtliche Statistik bereits tendenziSs 
verarbeitetes Material , so ist dem privaten Statistiker von vorneherein jede 
Möglichkeit genommen , auf Grand des gefärbten Materials weiter zu forschen. 
Leider ist der Aberglaube an die Unfehlbarkeit der amtlichen Statistik anter den 
Gelehrten noch sehr gross ; aber wie Aberglaube und Unglaube immer gleichzeitig 
sich ausbreiten , so hat denn anch der letztere bei einer nicht geringen Zahl von 
Forschem dahin geführt, das amtliche Material einfach anzuzweifeln. Hier erwächst 
dem Privatstatistiker die hochwichtige Aufgabe der Bichtigstellung des amtlichen 
Materials , eine Aufgabe , für welche vielfach noch das richtige Verständnbs zn 
fehlen scheint. Heutzutage, wo es in allen Völkern gährt, wo zwischen starrem 



m 



Dr. Kiotianl lltiDke: 



FesÜi&Jten niul gawitltMmem CTmAtnrt ä'te It«füniib«i(tTabiingca mUberoU ihm V^M 
SU wan<l«)u U&beti, Ist die Sanialiuig nrlitcr beweiainitlel auf ii«ia i^aozeu wni^| 
Gebiete der GMslUchafuwiiuieiiMiliaft ein« Uberau* vrictiüge Aufgab«, uml, w^| 
ich otwn in kbsolnta Boweiskran der 'AaU aagorochteii hat«, so lürchta idi m^| 
miMvsntAnd«) n sein. Dan die Bewciviaiitel kbor ali«<]ann kritftig niiil t^| 
icen^edd gobuidh»bt vrerdut, irt Hteha der Tentenz, 'ler clttliobon. Hieb lior L<^| 
unterworfenilrn Keformabaieht , welche vor il^^r (j It^iobf^iltigkeit gegen <Jie ScU^H 
der Gegenwart und i^ukiiDfl da« n-io mcnschliclic PiiDcip dna rdicn Woblwol^H 
Tonni hat, gleichviel, ob m nieb ((er cooserrativen oder nach der |iiinj.i iiiiiM 
Seite »ich hinueigt. ^ 

Di i«h b«mU wiederholt von der Zahl geeprochen habo, so nat e« m^ | 
leiehl a])j;i;ietgt, ihre Bedeoluug tdr die Statistik »chon an dieser Stelle v 
obwohl üründc genn^ dafür ^pronben, di« apüter zu bobandelnden Ge-i- 
niebt vorweg za nehmen. Wie ich mich gegenüber der Zahl in der Slaiislik Ub^rbasF: 1 
verhalto, dürfte ecboo bdb tooinor AofiaAGtiiig der Statistik Im AUgcmeinoo erra^bn 
worden »ein ; denn daiie ich die Zahl aus meiner Begriffne rklilrung aoagalaam. 
liest ericennen, ilaae ich ne nicht als ein wesentliches Uerkmal der HUliatik 
ontebe, daas dieulbe aber 20 ünetn bedeaUaiaen Factor in der Statiiciik *r«ri4*al 
kann, wird lientintuge kuum Jemand noth lea^ftiei). Die LViiitaticnuig einea Zii*taa4fl 
erlangt Genauigkeit und L'iioieioii oft nur mit Uilfe numcriMber BcBtiminang O^ 
gewian) Znatiiide würden geradezu nnfeittatellbar aein ohnu Anwendnog der Calculalien 
Schon weil der StatUtiktr nicht immer iu der gliloklioben Lag« i^t, durah diredtl 
Erliebnngen üiiiMlne Sviteii dtw VolksUibuiisxuKtäDdtichaulM>(>ltmiuen, wird ihm Hie Zth* | 
wi einem unentbobrliclion Hilfemittel. Der iliiHtand ist in der begel lüii Produ- 

mauoigrachur Factoren, ein RcMultat der verschifidcoarligsleii Ur«aohea. AUt:i ^. , 

bt efi nach meiner AnfTawiang darohaos nicJit die Aofgabe de« Statistikern , aick | 
den UrtMchen eines bcroitn fixierten Zuslandos tn foraeheD — die« UberlftM *] 
den Forschern anderer WifLserügebiete — ; ich müne Tielmelir, dasa der Statittikir I 
tungckelirt oft die Aufgabe hat, aus Ursachen, die er ia ihren WirkiugM m\ 
messen im Stande ist, den Znstnnd gewisser Krsobeinnngen ea gewianen, rfaM • I 
Uin X. B., um die Getnsideoonsumtion statiatiiKb fcBlzustcIlca, in Ermanglai^ dar 
hier gani unmUgliofaen direclen Erbebun(|>en obliugt, nach den Ursachen xit Ut 
iwliUD , welche den CoDaumtionsetand bo wirke» , also in dieaem Falli auch da 
na^ih Alter und Geeableoht gegliederten Bevlilkerong, naeh ihrer Ccwaumlioneflli^ 
keil nitd •UGglicbkeit und aach e^ner Reibe anderer ihm bekannter Uraacbtn. 
Aber indem er auf dieae Weise aus ihm bekannten Cnaohen auf den iboi iMth 
unbekannten Zustand lossteuert, mnss «r sich der Zahl bedienen, mit deren HUfs 
er dnreh die CaloalatioD das erreicht, was ihm auf direotou Woge reraagt war. 
Ganz in denselben Weise cnobt der Statistiker die Lebenidaaer oder Genoiv^auebt 
einer BeviJlkening, diu Liobo zar Heimat, den Ginflnss oinor ätcncrautbcbaDg vitt 
de« Agios auf den Ansseobandel nnd dergleichen festroHtellen , immor mit HUft 
der Zahl , di« 1^ den Statistiker allerdtags etwas weseatlioh anderes ttt, m\» ttt 
den politiselien Arilhmetiker; denn wübrend dieser den Mo-Jua der Calcnlation fe«t- 
Meltt, beniltst der Statistiker diesen Uodun zur annilbernden Beraohonitg cioea E>* 
atandas. Gerade die Feststellung von Xbatsacheo dieser Art, wie sie taab^ 
sondere anf dem weiten , aber wenig bebauten Gebiete der Wirihsohaftaalatittik 
erlitges, ecbeint mir eine nicht nur achfrierigere, sondern auch die geistige Kr«& 
b«deDtend mehr in Anspruch nehmende Beacbsftigung xu sein , als beiKpieUwn« 
dua nogliiekjoli^o Uatcbon nach Krvfscn Dnrcbaehmtten nnd noch Gceotzoa, die ao' 
Verisderungen dieses allgemeinen Dnr€h.-iohnittest baaierea. Nur wer von den Scllwi^ 
rigkeitcn der Statiernng derartiger Thatsochen keine Ecnstnies besitst, wirl in iJetva 
Featatellung blOH eine „tadle Materinliammloag^ erblicken, seiner kindli^h-oairea 
Freude dagegen bei jeder UegelmüiMtgkoii der Eraabeinungen Ausdruck Tarleiheo, 



DIo titrllune d«r atndk'beu »mI iltf private» SlatfatUk in «[naiuhir. 



r»7 



Wtgt ji« qnADliUtire Hauenbeobscfaluiig nat^ aoeb so wbiMfatM SliUeriiU ^eli«' 
tttl haben. 

Hierb«! zdgl web nnn ein weiter«» nnterwhMilend«« Uvrkmal swucbea 
atntlichBr ood |iriT«tar Statistik. Erstlicb wird die priTate Sulittik, wttgea der 
BMehrSnkiheit ia K^iog »sf ihr Blat«rial «ich vunifbnili«!) L'oltnDi^biiDj^n cn- 
wenden, welche in der ubon bezeichocteo Ridirnng mit il«r iiolitiichea Aiilhmetilt 
oder tttit uitl«r«n WieaeoM' lüften, wie NationaivkifDOiuie n, dgl,, in r«gttt:r Verbis- 
Jaiig Mlthen. Eben weil der private StatiHCikor in Itezag aaf die groBMrn aat- 
liclicD ErliebuDgen beeclieidea i«t&cktret«D noi», tra^a seino Arbeiten aeltes den 
Cbankter rinvr Statintik, ^ie laiiiil melir ein Gsmieob verechiedener WisseReobiAe- 
sweige; der aintlicbe Ststietikcr hingegen bewegt eicb als aotcber atreng in lUbi&fla 
der Dtritellnog tbataitcblieber Znslinde. Tbnt er aber du, «o ergibt »ioh Am» 
Andere, nttntich, dass ur bia aof eeltiMie Aoanebaicn aar quantitativ, der PriTat- 
atatistikar dag^en zugleiefa oft i|nalitaliv arbeiler. Betrachte ieb eise Landacbait 
mit ntinlicbca und wobi erballeorin nüaieni neben einer anderen mit acboitittigeo 
und TerftUeoden nnd nntereaebe die l'rHeben einer ao BoSülligea Veracbiedeaheit, 
■I) bedarf icb lor Beatimmang der Biollilaae in der Begel keinfr Zahl ; die That- 
aacbea reilen ««Ibat, und tbeile icb aie nit , ao aleht ea mir ala rrivnt»t«ti»tiker 
wobl ao, die Gtjgner meiner Folgerang^a zqr Hetichiigan^ eioialedt^n. IHe amt> 
liebe Btatintik hiDgef-en bceitxt daza kein Organ; anf dem Wage roa ciaeo Bareaa 
tum anderen lanfen aolche Beobaobtnngea irre, eait allgemeinen Anaebanangco i*t 
ilort oiobls getbaa, »ie mUtacn dnrcb gana bc«tiBmte Antworten auf gleichmluig 
sa venrteboade Fragen «r«elxt werden, and ea tleltt noeb dabin, ob Fr«ge and 
Antwort richtig fonnuliert werden. In dieaer Bczirbnog bat der Privat* latiaiikcr 
einen Vorzug vor dem amtliobeo ; er sieht mit eigenen Angen nnd nrtfacilt in eigener 
Iilaenverbindang, oliae dieaelbe vorher regleme&ttervn zn mtlaaen ; (]&«■ sein Unheil 
bint&Bglicb objeetiT aaaflllt, wird doruh «eine Bildung TcttBigt, — von unwi«- 
senden oder veraehrobenen Legten, wekbe in daa WiaMosfacb hln«inpf«sdi«n , ist 
hier natarltdi keine Kede. 

Sfaben dem Worta Dod der Zahl ala Oarstellnngamittel bat aieb allgmaaeb, 
nicht ohne Wideretand bervorragendor Statiatiker, die bildliche Daratelloag 
Ktaliatlaeber Rennltate (duruh Diagramme and Kaitogramme) in die Praxis der V«r- 
üiTeotlicfanng eingebtlrgert. Die täglichen Wetterberichte der deutarbea Seewarle 
«inil oin Mosterbeiapiäl derselben; an» ihaeo eraiobt der Kündige aof einen Bliek 
die CoDflteUatioaea dea Loftmeerea Über Karapa, aber allerdings nnr der Kundige, 
wäbrend da« BiJd den Sian deMoa verwirrt, der c« znm erateö 31«Jo scbaul. Nuob 
aabSoBT war dt» phuiiseba Danrielinng des Berliner Bodena in GlaarOhrea aof dnr 
leliSaa HygieDe-Aaaatellung ta Berlin. 

Für niancbfl UalersacfauDgan i«t diu Parallelit£t oder Uiverrenf der 
BraeheinoDgen auf beqaemste Weise dnreh OrdinateDliaioa su erfssaen. Will icb 
X. B. featstellen, ob eiaa beslimmts Weiutii[aalitat anii eine bestimmt« Weizenmebl- 
iinalität, aogenanate Staedsrdwaarc , in einer Ungercn Perlode ein nnd daaielbe 
PniarerbUtBiaa gegen einander halten, ob al#o unter Anderem der Müller dnrcb 
rinn ZoUvartsdentng weder Voribeil noch Kachiheil erlitt , lo markiere icb aaf 
der Abaetaie di« Termin« der rreithtsiimmusg. (ragd nach ein«m KuMtabe auf 
den Ordioaten die betreffenden Preise mittelst eines Panktes ün nnd verbinde 
dann diu i'nakte fUr daa Getreide aod das Siebt za zwei gebrodieoea Linien j 
sind dieae parallel , so ist die Frage bejaht — freilich nor unter sonst glüoben 
U iiintünden, d. b. betapieJaweiae aicbt, wenn inawiachen dem Malier eine grSaaera 
üewerbeeteaer anferlegt ward«. Das ao arbaltene Bild i^t bei Waiten anscbtn- 
linber, al^ eine Differenzeaspalte der Tabelle, und daa Brgehoiss lencfatet den «in- 
faoban Uenscbanventande , dar bei der Zahlenvergleieknng einen nnutitn'lliuhen 
Deakproceaa don^zumacben bat, viel acbDolIer ein. Deshalb eignen «ich Zeioh- 



58 Br. Richard Hacke: 



I 



nungeu &nch ganz besonders fiir Agitationen, die sich der PrivatstatiBtik bedienoB 
wollen. Wenn die bniailischen Kfttfeebaronb ein Itechteck Über die Kaffeeprodaotioi 
der Welt mit liclitbraimer and den Äntheil iJrdoiiienH daran mit; dnakelbraaDei 
Farbe anpinseln lassen , so enthüllen sie dem Beachaaer auf AaBstellaagen oder 
in Läden sehr drastisch die Thatsuche, dasa der meiste genossene KafTee bra^ilüeker 
Herkunft ist, und dacta Kaafleute an ihrem Harkte die gröbste Wahracheinlichkait 
fQr günstige Chancen tinden. Eine alte V^ersicherungsgesellscbaft mit hoben Re- 
serven kann uuf solche Weise mit ihrer Solidität prunken , ein Eisenbahopioject, 
die Gunst der Bürsenicute erwerben u, b. w. 

Wenn in den zuletzt angeführten Fällen ein industriü«er Zweck bestint- 
niend war, so ist bei atutiHttechen Zeichnungen bisher in der Regel doch ein wisaen- 
scbaftlioher verfolgt worden. Am meisten tritft da-i hinaichtiich der kartographi- 
schen Darstellungen zu, welche über die Verwaltung eine« Landes, aber die Ver- 
breitung der Völkerschaften, über Schulbildung, Gesittung u, s. w. mit Hilfe von 
Coloratnren, Hchattiernngen und Zeichen aller Art ein Licht aufstecken wollen. 
Wir besitzen schon ganze Atlanten derartiger Blätter; aber — wie ich hiniaxn- 
setzen nicht ermangle — selten begegnet man einem die Wahrheit wirklich tref- 
fenden Bilde. Nehmen wir beispielsweise eine ethnographische Karte, in ' welober 
die Dichtigkeit der Bevölkerung nubeacbtet blieb, so sehen wir die Nomadeuvölker 
der Wüste weite Flachen, das eivilisierte Volk der Städte verschwindend kleine 
Flächen bedecken, — und wie fem steht solch ein Bild der Wirklichkeit ! 

£iue Zeichnung auf Gmnd gegebener Zahlen richtig und zweckmässig zn 
entwerfen, erfordert eben wieder ein be.-ionderes , dem Statistiker nicht üfter als 
anderen Personen verliehenes Talent, und da neben der unmittelbaren and nachhal- 
tigen Wirkung fehlerhafter Bilder auf Irreführung des Publicuma eia Uissbraaoh hier 
stärker zu bciilrcbten int als bei der Z&hlenstatiütik, ao sollte — anbeachadet ihrer 
Anwendung zur Propaganda — in rein wissenschaftlichen Werken ein sehr vorsich- 
tiger Gebrauch von dieser Pnblicationsform gemacht werden. Feinere TJntereofaiede, 
Gliederungen des Mannigfaltigen, verwickelte Compilationen entziehen sich ohnekia 
der Auftragung auf die Karte oder machen dieselbe undeutlich. Je wiesensohift- 
licher also ein statistisches Werk sein will, desto weniger angebracht aind die 
Bilder, und da dies allermeistens bei den amtlichen Veröffentlichungen zutrifft, so 
erblicke ich in der ganz vorwiegenden Beschränkung der letzteren auf die Zahl 
einen wenigstens relativen Unterschied gegen die privatütatistischen VeröffeotlichungeD. 

Kennzeichnender ist das dritte Merkmal, die Allgemeinheit der 
statistischen Erhebung bei der amtlichen gegenüber der isolierten Aaf- 
nahme der Privatstalistik. Veranstaltet die Kegiening eine Enquete, so muss sie 
umfassend «ein. Um die charakteristischen Differenzen der Landestbeile , auf 
welche ihre Fürsorge sich gleichermassen erstreckt, voll zu erfassen, darf die 
Regierung keinen Tbeil bevorzugen; sie mnss dieselben Daten, wo irgead mSglicb, 
sogar auf dieselbe Weise erleben , sonst setzt sie sich dem Vorwurfe ans , dass 
die Daten unter einander nicht vergleichbar seien — und in der Vergleiohung im 
vorhergehenden Satze liegt doch die letzte Aufgabe jeder abstracten Statistik. Die 
Schwierigkeiten einer .-solchen Forderung verkenne ich nicht; unmöglich vermag i. B. 
die russische Regierung auf Baschkiren ilnsrelbe Erbebungssystem anzuwenden, das 
für die Ostseeprovinzen vorzüglich geeignet ist. Wir sehen aber auch die Folgen : 
entbehrt nicht das russische Reich bis auf wenige Feststellungen noch beute einer 
allgemeinen StatistikV Ist nicht die Pruvinzial-Statistik, deren Resultate ja nach- 
träglich vereinigt werden können, hier geradezu unvermeidlich? In anderen Staaten 
empfangen die Provinztalbehörden das statistische Material von der Centralstalle, 
hier mUssen sie umgekehrt das Meiste der Regierung liefern. Damit nnn wenigsteoe 
innerhalb polchev Gouvernements, welche in der Hauptsache — dem Bildnngi- 
grade der Bevölkerung — übereinstimmen, der Termin, Umfang nnd Hodua der 



Die ßtellang der wntlicheD nnd der privaten Statistik in ainaDder. 59 

Erbebang des Bohmsteri&iB gleicbartig geregelt werden, erscheint es wilnscliens- 
wertb, entweder selbshtändige Btatistiscbe Bnre&nx oder Delegationen des allge- 
meioeD Beichs-BDreana ßr derartige Grnppea von Provinzea zn errichten. 

Die Privatstatistik, werde sie von einem einzelnen Hanne oder von der 
dazn bestimmten Commission eines Vereines nntentommen , kann selbstständige 
Erhebungen niemals mit demAntprnche snf Vollsländigkeit ansfübren. Dazn fehlen 
ihr die Geldmittel und, falle diese ja ausnahmsweise reichlich genng Siesaen, der 
Gehorsam ibier Organe. Es gibt allgemein-etatiBtiBChe Gesellschaften , welche 
zaweileD aus eigener Kraft eine Enq^aete Teranstalten ; die Ausdebanng derselben 
za einem grosseir ^tatiatiBchen Vereine, dessen Glieder allerorten nach einem 
gemeinsamen Flane arbeiten, ist noch allemal gescheitert ', denn selbst der beste 
dieser Art — der niederländische — hat meines Wissens keine einzige allgemeine 
Aafnabme durchgesetzt. Besser bewähren sich Facbgesellscbaften und Fachvereine, 
wie die der Aerzte, der Dampfkesselbesitzer, der Versicherer u. s. w. ; aber wie 
hoher Anerkennung wertb auch ihre Leistungen sind, so haben Bie doch keinen 
EinSuBs auf die draussen bleibenden Fachgenoesen. Sie können von allgemeiner 
Giltigkeit der ßesnltate ihrer Erhebungen nur reden, falls sich etwa die Cortgraenz 
eines Besultates in den verschiedensten Fällen heraasstellt. Aber mit der öfteren 
Wiederholung solcher etatiatiscben Aufnahmen pflegen sie den Kreis der Mit- 
arbeiter zu erweitem , die Lücken immer enger einzascblteasen , und die Keich- 
haltigkeit der Ergebnisse wird den Ueberleitungen des wirklich Erforschten aaf 
Territorien, die van der Erhebung ausgeschloasen blieben, einen am so stärkeren 
Anspruch anf Giltigkeit gewähren, je Borgsamer die Vergleichungspunkte gewählt 
und behandelt werden. 

Denn was der amtlichen Statistik abgeht, besitzen die gedachten Vereine : 
ein geübtes, von der Wichtigkeit des Zweckes durchdrungenes und zur Lieferung 
eines vollkommen branchbaren Stoffes durchaus bereites Erhebnngapersonal. 
Hiermit komme ich auf das vierte Unterscheidungamerkmal. Während ich mit 
dem Vordersatze bereits die persönlichen Gaben der Erfahrungaorgane von Fach- 
vereinen charakterisierte, welche sich bei dem auf eigene Kraft angewiesenen 
FrivatfoFBcher natürbch gleichfalls vorfinden, habe ich bei der amtlichen Statistik 
drei Hanptformen der Erhebung zn unterscheiden. 

Daa älteste und noch am meisten angewandte System ist die Einziehung 
der Nachrichten von den allgemeinen Lande^bebÖrden oder , wenn ein bestimmter 
Zweig der Verwaltung competent ist, von den Behörden dieses Zweiges, so bei 
der Verbrecher-Statistik von den Gerichten oder Staatsanwälten , bei der Statistik 
des Güterverkehrs von den Eisenbahn- und Schitfahrts BehSrdeo, bei der Statistik 
der öffentlichen Abgaben von den Steuerbehörden n. s. w. Schmiegen sich die 
Formulare, auf welche die gewünachten Thatsachen einzutragen sind, eng an die 
ohnehin zur Aufrechthaltang eines ordentlichen Geschäftsganges regelmässig ge- 
führten Register an, so handelt ea aicb meistens um blosse Additionen der Einzel- 
falle, nnd andere als Additionsfehler sind alsdann kaum zu berürchten. Insofern 
jedoch auch Additionsfebler zu Unrichtigkeiten führen , ist ein Controlapparat 
erwünscht, welcher die Unterbehörden belästigt. Bei Weitem stärker lästig wird 
die statistische Vorarbeit, aobald das TJrmaterial für diesen Zweck erst gesammelt 
werden masB, z. B. wenn Folizeibeamte von Hans zu HaB<i geben , in die Ställe 
kriechen und den Viehsfand verzeichnen sollen , der an einem bestimmten Tage 
sich am Orte befindet. Der Aufsichtsbeamte wird dann zum BuchfUhrer; statt 
einfach zu befehlen, bat er diesmal von Amtswegen höflich zn sein , den Lenten 
auBeioanderzusetzen, nm was es sich handelt; er bewegt sich in einem fremden 
und nnbeqnemen Fahrwasser nnd beeilt sich, wieder in das gewohnte zu kommen. 
Dem Vorstände dea Amtes fehlt es nicht an Mitgefühl und noch weniger an 
eigener Mühewaltung, da er zuletzt lUr Aufrechnnug der Einzellisten zu sorgen 



60 



Dr. [Ucliuil Unck«! 



Uat, and so wird e« erklürlicii, daw einerseiU nele AnfoilmivbebBrden ttbor Um 
Statistik in Allgemuncit «mpllrt niod unil darin tia<aa ihnr Srgatea Feinde irbltckoi, 
und da«s nnderseit« ili« sol^crmasf«!) i-nUtaDdeneti UebtrsicJites fiU LUgcnlmlwIkt 
^brandmarlit wurden. Die bier und da pswSbrlen Gratiflcationen bei t>oaond«i 
■oliwienj;cn UmotSndoD «nteprfcben nkfat oDlfernt <l«r wirkliohto HObp , favUll 
dongemli«« dem Pflicbtcifer »olcher Reamten nkbt auf, denen der Uute Zwsok im 
gkUKD Vur&ibren* uo verstund lieh bleibt. M 

In Aaerkflsnang dieser Uebelstände , and zogleicb nm da« DrmstcriiV 
uannigfach c«ubi&tereti zu kfiaBeii, wendet aich dio eUtikUicb« C«BtTaJttelle nikiwbir 
Ländur anmiitelbar an ilie von eioer Uiaufnabiae betroffenim Uiiividuca, uUo s. B. 
bei der CewerbeLiblnng an die Gewcrbi-trtitienileo, bei der Viabcäblunfi; an d» 
Vlebb«0ilz«r , ^ei der Volksiibluiig an diit Uaosverwalter oder Uauabkltitag». 
Vcffvteher, gibt denselben ein FortuuUr Deb«t YerordDiiog znr AnaiUilung desaelba 
JB die Iland nud behelligt die Behfirden Bit m^gliebst wenigen SobreibarbeitM. 
Wo dio BcTÖlkcrnng hinISnglich gebildet und patnotiscii ist , werden mit Rrfoij 
i''reiwillige aofgebottn , die d».« iittthüit der Vertheilung, <1er Wieder<AmailiU|c 
ond Cootrote und der Einiragnng dea rohen lianpUtoflV» in ZSb1erli«(en betreibea; 
eine Z&bluiig)<:vinuiiKioa vereinigt in äbulicber Weiae djeee Fnnctionen tÜr di« 
ganze Gemeinde und wobtverwabit und bcieiobnel Unit am Ende die gewaltigi 
Maitae aoageniUlar Foroanlare bei der [.ande^ctelle snmmmen. Vom etbiachsn Stw»4- 
pankte aiiR titt diema Verhbrm, welches znent «eiteno der Stadt Berlin nsd 
dor&af lllr den preBMiaoben Staat in grossarti^er Weise darchgeföbrt wnrds» gna 
vorEUglidb, der allgeneinen Öffentlichen Wabl vergleichbar; dem geaamratcn Volk«, 
bia hinab xur iinnlicbaten BOtte wird :lia Mitwirkung an einer Hnndluof ika 
Sla&tea ala Ebrcnpäicbt angeninlbet, und falU di« Leiatnsg einfach genug iM, 9m 
ron dem gemeinen Manne aoagfllllut in werden , bebt sie den Kann in seinen 
eigenen Angen nnd macbl ihn stoli, einem Statte antogebUten, der die Büigt* 
mitverwalien ISsbI. Koaleo auch die b'ormalare mehr, ala beim alten Verfabrea, 
Bo >ind die baaren Aiugaben doch ohne Belang. Aber vrelche Samme von onbo- 
taUter Arbeit sltckt in einem solchen Anfnabrnsmodua ! n'ia viele (xeduld md 
Ueberwindang persSnlicher Brscbwerde haben die 7>Xbtong«agentBn auf siob n 
nehiBen ! Welche ileng« cüntrurerur Fragen thfiriot eiob li«i adioinbar «iofacbe«, 
gaaohwuge bei verwickciteroa Erhcbongen anfl UirperaOfllicfa haben niubt wenig« 
ZSliInngfAgtnten rer«icbert , «ie worden niemala «me Ubnliche Plag« aui' Biak 
nehmen, and in weiten Strecken des dantficlieo Staates der Zählkarten soll bereiLi 
praktiauh die eraterwübnte Uetbode mit der £r»«bwerang, welch» die gröflasn 
Menge der Formulare mit stob bringt, wieder Fiats gegriffen bähen. GleiobwoU 
halte ich die Bctbeiligung dcb Volkes aa der Aufiiabne — JreiUoh unter 6»- 
ctatlang |;enisser Uodilicationen — fUr dan beate Aufbahmoverrahren ; nur mUBKt* 
BBob die (.'oDseqoenz gezogen werden, daas deraelbe Staat, der aein« bür({cr a 
beeonderen Lefsivngen anfroft, den ZabUgeoten aeinu Anerkennang aasdiUnkt, inden 
er jedem die bauptaScbUubRton Ergobniite ftlr den t)rt, den Kreis, die Proviu 
und da» ganiui Land miltheill, Leistung und Gegcnleiktong wUrden dann obi 
allea grosse Konten cinigermasseD in's Gleichgewicht gebracht worden. 

I)ur«haiis verwhle^Ien von den beiden bither betraehtet«a Methoden 
die dritte, miltelat bezahlter Agenten betriebenen , welche namentlich in Uelj^ 
dam britiiicben Heiche nnd den Ter«ii>igt«u Staaten bedeutende B«saltat« faurl 
geflihrt bat, allerdings unt«r Aufwendung recht bulrüditlieher Geldmittel. Zu dl 
beeondereo Zwecke einer vreitgchonden Beschreibung deä Volke», seiner Üeecbl 
lignngen, «einer Production n. 9. w. wenleu von Zeit m Zuit Ijun^erta von Coi 
miaa&ran nnd SnperintmdcnteQ in Päicht genommen und nach Massgabe ibr«r* 
Arbeit «ehr ansttndig honoriert; mnn erwartet von ihrer llildnng ein vollkomnuua 
VentJndniai der Inatniolioncn naü eine richtige F&Mstellnng der Tbaioaohea aaf 



Di« iJtctliiaB ävr saUIcIua uiiI der prlvaUo 9l«l.u4ik n »iiusditr. 



61 



■bnaalare, mit ileren Utnfsn^ die sa PalizeibebSrdBn oder g^r aa HkBahKltiiDg«n 

ftnth«ilt«n «ich nieht omho k&asen. Aof diete W«iM erhllt die lAndestiieUe 

^pe Annb i in lidi ivrügKt Bilder, welche aie freilich rontnttiercn, in der Eluipt- 

Bobe aber dvoh oor durcb Additioa der Einaelulilen mm Gunmint bilde de« 

Buides Tnwbmebwii wlt. U» Unuaterial eclbat. die Vorerbeiten <l«r A^ent«», 

Ml £iiueliiea dnrclinMbeii nntl nocli weiteren (_'ombinatioo«i u nntcrwcrfen, ist 

d«B HtetieUMh« Bunnti wohl sehwerlioh im Stande. Ob du GMammtbiid melic 

odor fniader wdirbeiisgetreu seiD wird, hSagt also WBoeDtlicb von der Znrer- 

lUsigkeit der Ag«niea 4b. Int nnn di« letztere nntt^r eilen UmsUliideii verbürgt? 

KoDDica nicht politische oder penSnlicbe EiaflUsm bei der Auw^hl der Agenten 

im 8pial ^weiee sein, konole d«r Agent niobt Uinliche KinStlsse anf licb virken 

luBcn? Boi der bogrenzten Daaer der Arbeit, bei dem TorilbergeheoileQ loteroM« 

daran, mag manober Agcal mehr Werlb ani die Hpe««n als aof die Arbeit gelegt 

haben. Ich wUriJe deshalb die Bestallang fmter Agecleo ta regelmkaigcr B«icht< 

entattung bald Über den «ioco , bald über <lea anderen Punkt der Getammt- 

boiclirwbang vürziehen und lieber die (ileicliieitigfceit d^r Daten opfern; denn 

durch xweokinSwige luterpolalion ll«at sich der Maagel an Gleichzeitigkeit eraettea, 

Zwar fcJlme eine niMige Boaoldung 8tändig«r Beamten ihenerer Eoitebea, alt die 

einmalige Honarierang tlea allgemeinen Aotea; defdr ahn* gewinne der Staat die 

ÄiurilllaDg eines langen ZeilranniM, in welchem er ahne die einsehligigen Kaeh- 

ricbten bleibt, durch rine regelmAHsige Reibe ron XaohweLtungeo , welche aehr 

woht !■ orgauBcbeo ZuMmmeDhaDg mit einaiider gebiaefat werden kSoMo. 

ÜDVoUkummen werden, wie ich geteigt lu haben glanbe, alle £Thebtin£a- 
niethoJee der amtlichen Statitlik dnr«h dio UDxeJttQgliabheit d«« AnrnabmepcrMDalo«, 
und der beaonalerc Vonag der »mtliehen Tbätigkeit — die allgemeine gleichartige 
B«gi«tri«niBg — Tor den epoiadiaobtn Arbeiten dar FriTalataüctik , bleibt nidit 
in seiner FbIId be^lehon. Wie irrig int »omit dio viel vwbreitele nnJ >. B. aach von 
Hanahof er*) aDsgenprorheue Anwirbt: „Zahlen, welche dorohoaitlichc KrhebaDgen 
gewonnen werden, aassen natfirlicb ()} »in« grS.aere ZuTerlluigkeit haben, alt 
aulcbe , die bloa don-h PriTatfleiM geMramelf werden." Ausdrücklich nehme icli 
«ohlgeleitete Knndfiagfn bei FaebbehSrden oder aach t'aohvereinen aa>> , die mit 
der titantaregierong regelmlacig« Bexiehnogen unterhalten nnd, «i» die landwirtb- 
»ohaRlicben VereiBAiwiM, in ihrer Gesamatheit atet« b<rreitwillig«T gegen die fia- 
gierong nU gt^en Privatperriooen uin werden. 

Ui« Uänge) dea AurnahnepenoDala fttr allgeneine Erbobangeo babeo xnr 
Dotbwendigen Folge, picher allerdinge nnr bei den eraterwSbnten beiden Methoden, 
ein mangolbaflca Formular »'eien, und bier herllhre leh da« ttltihv L'nler- 
■DbeidiuigNmerknal amtlichtfr und iiri%'at«r 8lHtii«tik. Wenn aof einer Anulil von 
Gcmeindcvorsl ehern oder Gatsbedtxem, z.B. in Prensacn Übet 50.04X), die eigeol- 
liehe Verantworiung für die itiobtigkeit der EinuSge haftet, ohne dans irgend 
welche ander» bürgtobale ihrer Bofibigung, als der ßciiiz der aimpeUten Elementar- 
kenutaiese gtgebeii i»t, »!> mäSB<D nicht allein die Formolar«, mndcm noch di« 
Vurechrifien lu deren AusfülluDg Kusa^rsl einfach nnd verständlich f<via. Wie 
»naeerordeatUch ecbwsr tu eifllltcn Ucee Bedingung über ist, begreift man aoTort, 
wean man den hliofigea Wechsel im Aoadraek und in der Anonlnnng der hinaus- 
glgebcnuQ Urfoimulare and Ittttmotionen betraefatet; ea ISaat eich darin ein du- 
Rioherei Hin- und Heriappt^n erkennen, desMn Cnaehen aog der hScbst lobena- 
werthen und jedem Slatihtikcr anentbehrlichen VerSfreotliehnitg der Gutachten Über 
die Volk«-, V iebitiblungen elc, in ['rrU8s<Hi deutlich werden. Fragen, die Hieb an 
die breite Slaasc des Tulkes wenden , aind in dieser Bcxiehung freilich noch om 
eine Ntaoc« Mhlimmer daran. Wo der Zimmerherr odec Cbanbregamist tvfhfirt 



^ Ukf omI HaDdliucb der autUtIk, £. Aul. S. 44. 



02 '^'- Richard Hucke: 

UDil nach der einen ßichtang znm Sablafburachea, nach der anderen znm ansreifd- 
haft Belbatiindigen Han»)baltiingHVorBteber wird, ist für den gebildetsten Mann rä 
Gegenstand ernsthaften Studiums und soll dennoch vom Schulzen oder ZMhlnnp- 
ageuten, der plötzlioh auf dieses Dilemma stüast, entsobiedeu werden. tJnd ist m 
nicht schon zweifelhaft, was unter einem Wobnplatze, einem Hanse etc. Terata.iida 
werden süU V Hunderttaueende von Kückfragen wären nothwendig, nm innerhalb 
eines GrosKStaates alle Zweifel zu iBsen, welche dem Eintragenden entgegenatarm, 
ond es bedUokt mich, da.'>s die oberste Inatanz nicht einmal bestimmt in jeden 
Falle zu sagen vcr.i.üdite, was zu thun ist. Um die peiDÜche Correspondenz Sber 
solche Zweifel möglichst zu vermeiden, werden Instrnctionen erlassen. Dieselbes 
miissten, um recht verständlich zu sein, einen grossen Umfang haben, und es liesst 
sich ja wohl erreichen , jeden Punkt zugleich in populärer , mithin nothwendig 
breiter Sprache klarzustellen. Aber nun lese man in den Gutachten der BehSrden 
die immer wiederkehrende Klage über die Liinge der ohnehin allzu kurzen Inetroc- 
tionenl Xun denke man daran, dass der Kalender, den der Landmann im Decembei 
kauft, noch im Februar oit nicht ausgelesen ist, und verlange dann, Über eist 
trockene, in den meisten Fällen von jedem Leser fUr nnnöthig erachteten Yoraobrift 
soll sieb der Bauer den Kopf zerbrechen ! Ein Illuster von Furmalar und Änordnnng, 
wie man es nicht machen soll , sind die bei der Berufsstatistik des dentBcbcn 
Ueiches flut^getheilten ; im geraden tiegensalze dazu steht die unmittelbare Ein- 
ftiichung der Originale von Anmeldungen tür den deutschen Handelsverkehr aeitei» 
der Zollämter, — dort Zweifel über Zweifel, hier fast apodictische Gewisabeit. 

Wie fiich in dieser Beziehung der Privatstatistiker verhält, geht einfach 
daraus hervor, dass der allein Arbeitende auf die zu erforschende Materie losgeht 
und sie unleriiucht, ohne vorher eine Instruction für sich formulieren zu mtlsaeni 
seinen Zweck hat er im Eopf und Herzen , braucht sich mit Niemanden darttber 
zurecht zu setzen, und wenn so ausgezeichnete Monographien wie die Scfanap per'» 
über einige Dürfer bei Frankfurt am Main äusserst selten geschrieben werden, m 
liegt die Ursache davon weit weniger in dem Mangel an Befähigung, als io den 
Hangel an wolilsituieiten Lenten, die zn gleicher Hingabe an ihren Gegenstand 
bereit sind. Minder leicht siud die durch Vereine veranstalteten Aufnahmen, inso- 
fern ein« von allen Theiinebmern an der Arbeit gleichmüssig zu beachtende Methode 
festgestellt werden muss; aber schon die Berathnngen darüber fördern eine Beifaa 
von GesicbtspanktCD zu Tage, welche dem Einzelarbeiter wie dem Leiter einer 
amtlichen Erhebung entgehen können, and ist die Methode einmal featgeatellt, u 
kann der Fragebogen beliebig umfangreich sein, ohne Miasverständaiaee hervorzamfen. 
Ich erblicke hierin einen bedeutsamen Vorzug privater Enqueten. 

Betrachten wir sechstens die Verarbeitung des Urmateriale, welche 
in allen Fällen , auch wenn die Veröffentlichung ausnahmsweise in fortlaufender 
Rede erfolgt, tabellarisch zu geschehen hat, so nimmt wiederum die sachverstSndige, 
alles verwendbare Detail ausnutzende Privatstatistik einen im Allgemeinen höheres 
Hang ein. Hat mui die Mühe einer selbständigen Erhebung, nm einen beetimmtea 
Zweck zu erreichen, einmal auf sich genommen, so wird man die geringe rech- 
nerische Muhe nicht scheuen, seinen Gegenstand vielmehr von allen Seiten b^ 
leuchten und ihm zuletzt die Punkte abgewinnen , an denen die Praxia — sei es 
der Hygiene, sei es der Landwirtbschaft oder irgend eines anderen FacheB — ihre 
Mittel zweckmässiger Fordernng ersetzen kann. 

Ganz ähnlich, durch Vollständigkeit des Materials für ihren engeren Bereich 
sogar noch gümtiger, sind die statistischen Bureaux der Städte gestellt. Hier wird 
der wissenscbaftliclte Leiter nicht von Mae^^enhaftigkeit des Stoffes erdrückt, darf 
als Einheiten von Anfang an gewisse Bezirke ihm bekannten eigenthümlichen Charakters 
— bis auf einzelne Hänsergnippen herab aussuchen und ihre Abweichungen von 
anderen ergründen, kann Nebendinge das eine Mal unbeachtet lassen and das aDdere 



Die Stellmig der amtlichen and der priTaten Statistik ed einander. 63 

Mal, wo es angezeigt ist, bis auf kleinete Ponkte berücksicbtigen, und eo ziemliob 
jede CombinatioQ — z. B. der AltersclasseD mit der GonfessioD , des Bemfee mit 
dem Geburtsorte — darcbftthren. Aa Geldmittela wird es selten feblen , da eine 
Gemeinde Fchon dnrcb die Tbat der Errichtang des Bnrean's beweist, welchen Wertfa 
sie auf staÜBtische Erfassang aller auf der Tagesordnung stehenden oder anf sie 
künftig gelangenden Verhällnisse legt. Ist die Stadt so umfangreich, dass der 
Yorsteber des ßnrean's oicbt selber die Änstäbler genttgend controlieren kaon, so 
wird ihm die Stadtverwaltung zu passender Zeit geschalte Beamte ans ihrem Personal 
zar Seite stellen, nnd für die wissenschaftliche Verurbeitang der Ergebnisse bieten 
sieb ihm freiwillige Hitarbeiter aas allen Fächern an oder sind doch za gewinnen. 
Asf diese Weise warden die statistischen Berichte mancher Städte — ich nenne 
Dor die von Richard Böckh in Berlin, Ernst Hasse in Leipzig und von ESrÖsi 
in Bndapest, dürfte aber noch manche Andere anführen — za Fandgrahen eines 
fflr die eigene Stadt wohl grossentheils verwertheten , aber für die übrige Welt 
bischer allza wenig benntzlen Wissens, und eine gate Staatsregierung sollte deshalb 
im eigenen Interesse solchen Bureanx nach Möglichkeit Torschnb leisten. 

Die Landesanstalten kleiner Staaten sind theilweise in derselben Lage 
wie die städtischen Bareanx.- Zwar ermangelt deren Vorsteher der persönlichen 
Kenntniss des ganzen Territoritims and der persönlichen Berührang mit den Be- 
hörden der meisten Ortschaften; in den Hauptstädten befindet er sich aber, sobald 
er will, im unmittelbaren Verkehr mit auderen Staatsoeamten , kann von den 
intelligenteeten jedes Faches Aneknnft und Anregung empfangen nnd wird gewöhnlich 
freie Hand über die Ausdehnung der Ermittelangea und die Zeit ihrer Vornahme 
haben. Mir sind leider wenige dieser Statistiker bekannt; doch habe ich sehr werth- 
volle Pablicatiouen gesehen, z. B. von Fabricins in Darmstadt, Paal Kollmann 
in Oldenburg. 

Wie aber stellt sich die Sache in Staaten mit Millionen und aber Millionen 
an Bevölkerong? Hier ist ein beträchtliches Personal noUiwendig, indem schon eine 
verhältnisemässig so einfache Sache wie die Zusammenstellung der Marktpreise die 
halbe Arbeitskraft eines Mannes in Ansprach nehmen mag, — und wie viele 
Zweige sind immerfort gleichzeitig im G-ange, wie viele Arbeiten werden durch 
das Bedürfnis» einmal des einen, dann des anderen Ministeriama erfordert! Gasse, 
Eanzlei, Registratur, Bibliothek, Plankammer und Üalculatur sind von eigenen 
Beamten beBetzt. Eine amtliche oder private Anfrage drängt die andere , und 
während der Director von Besuchern geplagt wird, administrative Anordnungen zu 
treffen, Unterschriften in Hülle und Fülle zu ertbeilen , mUndlirhe Berichte za 
erstatten und schriftliche durchzusehen hat, möchte er doch gern einen wissen- 
schaftlichen Buf behaupten oder erlangen. Wie schwer das letztere anter solchen 
Umsländen , bei solcher Verzettelung der Zeit unter hundert kleine Geschäfte, 
angeht, lässt sich denken ; wir haben betrübende Beispiele der Incongmenz solcher 
Tbfitigkeiten erlebt, weshalb ich zu der Ueberzeugüng gekommen bin, dass der 
Director eines grossen Burean's wohl sein Auge über allen Arbeiten desselben 
haben , nicht aber seine Hand in selbständige grosse Arbeiten stecken sollte. 
Eins oder das Andere: er verliert den Zusammenhang des zu Leistenden aus dem 
Aage und verpasst das Ineinandergreiftn der gesaromten Statistik des Staates, 
die äehr bedeutende Aufgabe eiues begabten Mannes, oder er etümpert in wissen- 
schaftlichen Arbeiten umher. 

Allenfalls sind die beiden eben erwähnten Tbätigkeiten noch zu vereioigen, 
wenn nur fertige Tabelleu von einigen hundert oder auch tausend Bezirken ein- 
laufen , deren Bicbtigkeit theils an ihren eigenen Zahlen , theils an älteren zu 
prüfen und durch Correspoudenz herzustellen ist und welche dann der Addition 
unterworfen werden. Der Calculator rechnet die Summe für die Provinzen und 
fUr deu ganzen Staat zusammen, — und endlich sind die grossen Zahlen da, mit 



64 



Dr. RKbkrd Kncktt 



ilcneo di» grooMn ^hlen voa unilereR SU(it«ii nnd ans früheren Jtthr«ii verglidwi 
werden ; mau hst »«ine Geaer&ldarcliHcliDiU«, man weiss, wie nlt der DnrchaolmitM* 
DKDsch iet, wie Un^ eT noeli za leben hat, ond luao ut g]U«klieb, dam pnbU 
deren n ItQnnen ! S«ll«n, viel tu Hellen werdet) die Ergebnisse fllr die Bexii^| 
grnppenwci«) lUD&tDincngufviHt, bo du» Tior, fünf oder mclir StuTra ruiu MuüibhP 
bis tum Minimum eines V'erbiUmsses unf einander Tolgen und die Uudin^iiD^ 
der Htofcnftilgc untcrnnclit wunlea künnen, wie dus in der Begtil bei den bayeri- 
Mhei) Statistiken U&org v. Mkyr's geworden war. Frnolitbare Verbin dangcm der 
einen Frcgoreilie mit einer «nderen sind dnmh die Fasäiing de« Pormolars rtm 
yomli^rein nicbl gegeben nnd wurden dann anch nach der Lftspey rea'eehM 
Uetbodu de« KawmmeDfiasens in gewla^e Aehnlic1ikeitsgrup[ien nicht reraiu&t. 
M8D beaitxt In der Regel eine gewaltig« Zohlvomatee, eine Tielleidit reiche Adir 
von £rz, die jedoch des AnfwiblDMe« harrt. 

Mnn »bcr fUhrt der Staat die SclhstsÜblong ein, nod reo den nr Auf- 
bereitung in breite Tabellen unfähigen GemeindebebSrden ISnit dos M&tarial a 
Millionen von Liston uder ZShIkarteo beim statiflltscfaeo Hnrenii sasammeo , da« 
vorher die Instructionen wie daa Sehema entworfen und das bedruckte !'a|)ier ta 
die Behörden iu dio Frovinten geaohtoki hatte. Wer eull dio Zettel auscinaiwler 
nehmoB, ihr« Äosabl mit der in den Controllisten Vergleiches, naeluehea, ob oll* 
Fragen beantwortet wurden und ob das nicht unsinnig geschah? Wer soll dW 
Karten nach UawgaU der AostUllong jeder einx&luen Frage Burtieren, stUileo, die 
Zahl eintragen, wiedi-r burtieren um^ wieder eintragen ? Das gewöhnliche fiesnitai- 
]ieriional reicht dazu ntobt naa, ci werden UilTsarheiter EU Dnteendcn oder Elan* 
derteo eingestellt und die arbeitenden und die beaufHichtigouden Beamten v«no3feii 
Reibst nur einen g&ni kleinen Tbcü der Lsistungon derjenigen HilFsarbeiter m 
eontrolieren, welche die Revisoren ihrer Collegen aind. MatOrlicb sind fSr dieao 
Arbeiten wieder besondere Potninlarc und Instraclionen eitheilt, und war db 
Ictxtcren nach dem BeriMonAbefnnde lu achleeht gemacht hat, ao das« de De« 
aoEDfenigen sind, empfUngt keine Zahlung und wird entlaMen. Eine demrUgii 
allgemeine Kahlnog besitzt also den Charakter einer amfwgraichen, in «ich aetbat- 
stündigen Tb&ligkeit nnd erfordert, nn mit befriedtgeuder ßenanigkeit und nr 
Erlangung ntitzliclirr A uffüh lU^iso duiehgelUhrt so werden, einen beiondercn, von 
allen anderen Arlii>ilen freiun Mucn von wiesenwbaftlichar Bildong, einen ordent 
lieben Slaltatiker. Unter dem äorünscbe den AurHchlagenn von Kiitton, der Wieilef- 
Zerlegung der Züblkarten und zsrecht gestomener Paket« — and wer nicht irenig- 
ateas die er«ten Uonate seinen F'latz bei den Aufbercitern nimmt, kann die Arbrit 
nicht beberruhen — leitet diewr Beamte alle Eincolhöiti'n der Anfbereitttn^ mit 
einem amHXndigeo ond wohl xaletxt nuob ungenügend ge^hnlten Perüonal , uad 
wenn er endlicb die VcrSiTeutlichting in die Hand nimmt, tiodct ei beim Dircctor 
wubrMohein lieber Hemmungen , alt Forderung. Ilie'lnrcb nur kann ich mir dea 
Uangel un Cgmbinationen in aotcheu Werken erklüren, die doch gerade die innige 
Verbindung der Frageoreihen unter einander dureh die Kartenform des ürmateriab 
und durch die Verarbeitung an der Centralstelle gew Ali Heimlet wird, der wisstia- 
Mbaftiiühe HaiiptvoTzag Ac« Vurf^hn-ns ohne diese Dnrehdrin^ng also verloren 
gebt. Wie Bedeutende« bei ofntralisterter Arbeit auf Grundlage von Originalanj^aben 
geleistet werden kaao, bat A. Freih. t. Fireks. Hitglied de«i ktfnigl. preueäecben 
8latiHti«oben Bnreau't, bewiesen, dem das in der amtlioben 9tati><tik aelteoe Glosk 
zu Tbcit wurde, vitlc Jahro biotor cioimder die Bewegung der Bevülksnuig dea 
preufisischen StaateH mit gro!<Rer Selbstindigheit beKchreiben in dllrfen. Ule vo« 
diesem Htaliatikcr au» dun absoluten Zahlen entwickelten Vorglciohungon lasaaa 
sich, da in der langen Keihe deraalben aelten nnd immer nur spaltenhafl rina 
Tendenz hervortritt, als Uuster fBr die Vcrworihung »eitentt der amtlichen 6t«- 
tistik beoeicliii^. Leider sind , wie aas den obigen Bemeiknagen ersichtücli Ut* 



Dr. Bichard Macke: 65 

SchSpfongen von äliiiUclier Branclibarkeit AaBnahmea geblieben, während es an 
einzelnen Borean's Regel geworden zu sein scheint, dass die Schlnssleislnng der 
anuerordentlichen Anspannung von Krüften bei BeschaffoDg des BohBtoffea bei 
Weitem nicht entspricht. Das wissenschaftliche Element war gewöhnlich entweder 
bei der Abfassang der Anfbereitangafermnlare oder doch bei der Auswahl des in 
die Oeffentlichkeit gelangenden Tabellen werkea nicht genügend gewahrt, so 
dasB die Ansicht nicht ganz angereofatfertigt sein dürfte , der Statistiker sei dem 
Obercalcalator gewichen. 

An diese Betrachtangen knüpft sich der Schloss meiner Abhandlaog. 
Habe ich nämlich bisher die Th&dgkeit der Frivatstatistiker vorwiegend von dem 
Standpunkte der eigenen Beobachtnng ans angesehen, eo ist die nicht minder beden- 
tende Ananntznng der offioiellen Schriften, die ich zwar oben schon berührte, hier 
noch besonders zn belenchten. 

Erinnern wir uns, dass alle Statistik erst branchbar wird durch Ter- 
gleichung , dass die absolste Zahl in ihrer Nacktheit nichts bedeutet , so bleibt 
der gesammelten Hasse von Zahlen gegentiber noch eine an Schwierigkeiten reiche 
Arbeit za vollbringen. Die amtlichen Boreanx pflegen ihre YerSffentlichnogen wohl 
mit historischen Betrachtungen zn versehen, welche die Eutwickelung der einander 
folgenden Thatsachen auf einem und demselben Gebiete mit grösserem oder gerin- 
gerem Geschick in's Klare zn stellen snchen ; anch wird das Kebeneinander in 
gewissen Gruppen des eigenen Staatsgebietes durch Relativzahlen veranschaulicht. 
Aber selbst bei vollkommener Kenntniss der jeweils massgebenden Umstände hat 
der amtliche Statistiker Bäcksichten zu nehmen, nicht blos auf die politischen An- 
schaunngen seiner eigenen Regiemng, Bondern auch auf Tornrtheile und Empfind- 
lichkeiten des Volkes ; es ist auf die Dauer undenkbar, dass Jener die treffende 
Wahrheit immer öffentlich verkünde, sogar wenn er sie, um mit Goethe zs spre- 
chen, „immer dem Fürsten geheim" sagen sollte. Was nun die Amtsperson niobt 
thun wird, schickt sich daher besser für den Privaten; der Parteimann, der Phi- 
losoph, der Fachgelehrte sucht mit Vergnügen, sei es Aufklärung iür sich selbst 
sei es Beweismittel Pir seine Anschanungen und Absichten , und in amtlichen 
Fnblicationen , deren Richtigkeit durch die Behörde hinlänglich gewährleistet ist, 
findet er sie. Auf diese kann er sich stützen und braucbt dazu häufig nur eben die 
amtlichen Werke des einen Landes, welche so ihre nothwendige Ergänzung finden. 

Fruchtbarer pflegt indessen die Nebeneinanderstellung von Th^tsaohen aus 
einer Uehrzahl von Staaten zu sein, deren Lebensbedingungen verschieden sind 
nnd deren Entwickelnng abweichende Wege dnrchtanfen hat. Diese Arbeit ist auf 
ziemlich vielen Gebieten durch dankenswertbe Zusammenfassungen seitens einzelner 
statistischer Bareanx erleichtert worden, eine vom internationalen statistischen Con- 
gresse eingeleitete Uassregel, die jedoch die Prüfung der Gewinnung^methoden in 
den Kinzelnstaaten nicht entbehrlich macht, auch ongenUgend ist, sobald man über 
die grossen Durchschnitte fUr ganze Staaten hinausgehen will. Die eigene For- 
schung in den Landeestatistiken wird also bei umfassenden Studien niemals zu 
umgehen sein, nind mit solchen können sich die amtlichen Bureaux gewiss sehr 
selten befassen. Es zieht also der Privatstatistikdr das letzte Besultat', das denn 
auch in den Vorträgen der Universitätslehrer eine wichtigere Bolle spielt, als die 
an umfassenden Ableitungen ärmere amtliche Statistik. Werke, wie Christoph Ber- 
n u 1 1 i's „Populationistik", die ^allgemeine Bevölkerungsstatistik " von Johann 
Eduard Wappäus und die ihrer noch lebenden Nachfolger auf demselben Gebiete 
trettn daher als abgeleitete (Quellen an Stelle der Originalquellen, nnd es thut 
ihnen wahrlich keinen Eintrag, dass sie eine ausgesprochene Tendenz verfolgen. 

Niemand wiid glauben, ich hätte durch das Vorstehende die Privatstati- 
stiker auf Kosten der amtlichen herausstreichen wollen; ich verweise in dieser 
EÜQsichl auf das oben Gesagte , dasa ich die Letzteren keineswegs gleichsam als 

SUtistiflclie Uoiiatecbrift. lisa. ^ 



66 Dfe Steltnng der amtlichen and privaten Statistik zu einaader. 

die Calcnlatoren der erateren hingeBtellt wisBen will, wie es allerdings dnrcli die 
„moderDen" Statistiker vielfach geschieht. Lag mir daran, die eich beim Mangel 
einer wisBenaobaftlichen Kritik nicht roll entfaltende amtliche Statistik auf die 
G-efahr einer Yerkennang ihres Wesens aufoierksam zu machen , so bestreite ich 
den amtlichen Statistikern als Personen dnrchana nicht das Becht, alle EigenthUm- 
liohkeiteu der Frivatetatistik für Arbeiten privater Natur mit Vortbeil zu ver- 
wenden. Die populär gehaltenes, halbamtlichen Zeitschriften geben dazu Raum, so 
lange sie als solche bestehen, und insbesondere halte ich das z. B. in Oesterreich 
tlbliche Verfahren, jedem einzelnen Bearbeiter mit der Ehre auch die Yerantwort- 
Uohkeit der Nameneanterzeichnnng zuzutheilen , für vorzQglich geeignet , die amt- 
liche Statistik mit reichem Gehalt zu versehen. Da die Privatetatistik schon immer 
einer ausgiebigen Kritik nnterliegt, so ist hier keine Gefahr des Uebermuthes zu 
besorgen. Mir scheint sie im Gegentheil noch der Kräftigung dringend zu bedürfen 
nnd ich rede nicht blos pro domo, wenn ich den Wunsch auespreche, dass die 
Herausgeber vom Staate bezahlter Werke ohne Bücksicht auf betahlteu Absatz in 
Stand gesetzt werden , dieselben nicht allein zahlreichen Behörden , sondern auch 
ernsthi^n Forschern des betreffenden Faches — ob mit oder ohne Ruf — unent- 
geltlich zu gewähren, wie es die Privatstiftung der Smithsonian Institution groas- 
herxig thut. Die hohen Haufen statistischer Werke, welche jetzt kaum Beachtung 
finden, werden erst dann ihrem inneren Werthe gemäss voll gewUrdigt werden. 
Die amtliche nnd private Statistik, ein gemeiaschaftliches Ziel verfolgend, 
mUasen Hand in Hand gehen; sie sind einander nicht entgegen gesetzt. Aus diesem 
Grunde konnte die vorstehende Abhandlung beide Thätigkeiten nicht einander 
schroff gegenüberstellen wollen , um Merkmale herauszufinden , die eine »charfe 
Trennung von amtlicher und privater Statistik kennzeichnen. Ich wollte nur auf 
das Eine oder Andere die Au&uerksamkeit gelenkt haben und hier und da anre- 
gend wirken. 



Zar neueren rassischen Statistik. 

Von Prof. Dr. WÜtaelm Stieda. 

Du Jafarbacb des statistischen Central-Comit^: Die Bewegnng der BeTÜIkeniiiK. — Sta- 
tistik der gewaltsamen Todesfälle. — Statistik der Feneracliideii 1860 — 1874. — Statistik 
der Fenerachlden in der Sfadt Uoskaa 1870—1879. — Die Tolkssäfalnng in St. Petersburg 
am 15. December 1881- — Der Wochenbericht des statistiscbeD Bnreana fBr St. Petersbtirg. 
— Daa statistische Blatt. — Das OonTernement Charkow. — Die statistische AbtheilnDg 
der Uosksner Gon verneinen ts- Landschaft in Jahre 1883- — Die Protokotle der statistischen 
AbtheiloDg der juristischen Gesellschaft in Moskau. — Die Statistik der Strafnchtspflege. — 
Die Ereiahescbreibnngen der Gouvemetnenta TscherniKOir nnd Tambow. 

In den beiden letzten Jahren hat das alatütiecbe Central-Comit^ Ö Bände ver* 
Offentlicht, Bd. 18 — 22, von denen 4 die Bewegnngder fievölkerang behandeln. 
Der letzte Band bringt erat die Zahlen für das Jahr 1876 und selbBt dieae nioht 
einmal vollständig , da in den Gouvernements Bessarabien , Taarien und Cherasoa 
die dortigen statistischen Comitä'B die Angaben einzascbiokeD Tersäamten. Daher 
sind für die genannten Provinzen die Naohrichten Uber Gestorbene, Geborene nnd 
Heiratende ans den Berichten der Gonverneare an den Kaiser entlehnt. Die äossere 
Anordnung der Tabellen bat sich niebt geändert. Die haapte&chliohsteD Zahlen fttr 
die letzten vier Jahre sind die folgenden : 

UTS lOTS 1874 187S 

Geborene 3,312993 3,494.862 3,487.863 3,6431157 

Gestorbene 2,731.429 2.441.220 2,386.749 2,384.494 

Eheschliessongen .... 690.232 647.945 665.070 669.799 

Anf 1.000 Einwohner kamen: 

Geborene 491 518 51 3 51-2 

Gestorbene 40-5 36'3 35-3 34-5 

EheschliesBDngen .... 1&2 96 9'? 97 

Die jährliche Zuwachsrate der Bevölkerung war im Jahre 1872 0*9 '), 
im Jahre 1873 1-5, im Jahre 1874 1-6, im Jahre 1875 1*7 Fercente. Die Zahl 
der Geborenen hat in dem betreffenden Zeitraame verbältolBsmäesig nicht so atark 
ZQgenommen, als die Todesfälle sich vermindert haben. Interessant ist, daas aaob 
in Hasaland die Eheschliessnngen absolut und relativ abgenommen haben. 

Band 19 des Jahrbuches enthält eine Statistik der gewaltsamen Todes- 
fälle, deren Zahlen aus den Berichten der Gonv^raeare an den Kaiser eDt&ommen 
sind. Sie umfasst die Jahre 1870 — 74 und ist in Rnssland zum ersten Male 
versnobt worden, weshalb sie, wie die Einleitung selbst hervorbebt, nioht in allen 
Einzelheiten aaf Gensatgkeit Anspruch erheben kann. Den nach Gonvernemente 
mit Unterscheidung von Stadt und Land gruppiertäu absoluten Zahlen folgen aos- 
fOhrliche, vom Redacteur Swerinsky veranlasste EUlativberechnungen. Im ganzen 
Jahrfünft kamen im enropäiscben Buaslaml (mit Ausnahme der polniBchen Pro- 
vinzen) 164.436 gewaltsame TodesßUe und t^dtliche TernnglUokungen vor , von 



■) Die im Bande 2i für das Jahr 1871 mit 09 nnd fär das Jahr 1872 mit 1*5 an- 
gegebenen Zuwachsraten widersprechen den in den vor hergebenden Bänden mitgetheilten Zahlen 
nnd beniben wohl auf einem Versehen. 

5* 



68 Prof- Dr- Wilhelm Stiedk : 

denen 129.328 auf das mäDnliohe und 35.108 auf das weibliche Geschlecht ent- 
fielen, 80 dass unter 100 Todten Je 79 männliche und 21 weibliche Individuen 
waren. Bei der städtischen BevSlkernng Terschiebt sich dieses Yerbältnies etwas 
zu Gunsten der letzteren: 20*9 Fercente aller Todeafiille betreffen Frauenzimmer; 
bei der ländlichen BeTölkerang erscheint das gleiche Yerbältniss wie im Reich. 
Biobtiger wäre hier ohne Zweifel der Vergleich der auf gewaltsame Weise nm's 
Leben gekommenen Personen männlichen und weiblichen Geschlechts mit der 
Gesammtbevillkerung des betreffenden Geschlechtes. Doch bat der Verfasser ihn unter- 
lassen, wohl in Rücksicht darauf, dass die Zahlen über die Berölkerang, bezw. 
deren Zusammensetzung nach dem Geachlachte, nur geschätzte sind. Auf 100 
natürliche Slerberälle kommen jährlich durchschnittlich 1*2 gewaltsame. Die Männer 
Bind hierbei eohlimmer daran , als die Franen, denn bei erateren miissen auf 100 
natürliche Sterbefälle 19, bei lettteren nur 05 gerechnet werden.^) Innerhalb 
der städtischen Bevölkerung steigt die Quote bei den Männern auf 2'8 , bei den 
Franen auf 0-9 ; anf dem Lande dagegen sinkt sie bei ersteren auf 1 -8 und bleibt 
bei den letzteren gleich. Hinsichtlich der Ursachen entfallen 1. 46'9 Percente aller 
Fälle auf Verunglückangen, wie Erfrieren, Ertrinken, von wilden Thieren zerrissen. 
Verbrennen, Blitz n. b. m. ; 2, 40-7 Percente auf plStzlichen Tod iu Folge von 
Krankheit; 3. 7*1 Percente auf Mord und Todt^chlag; 4. ö"3 Percente auf Selbst- 
mord. Auf dem Lande kommen von der ersten Kategorie 49*3 Percente und von 
der dritten 7 '4 Percente vor; die beiden anderen Todesursachen sind dort seltener. 
Dagegen ibt bei der städtischen Bevölkerung die zweite Kategorie mit 5 11 Per- 
cente und der Selbstmord mit 7-3 Percente vertreten, während die beiden anderen 
Ursachen relativ zariick weichen. 

Die Statistik der Feuerschäden schliesst an eine frühere Veröffentlichung 
Über denselben Gegenstand in Band 5 des Jahrbuches, soirie an eine im Jahre 
1865 erschienene aelbststSndige Untersnchnng Wilson's über dieses Thema an, 
wobei indess die Tabellen mehrfache Erweiternngsn erfahren haben , besonders in 
Bezug auf die Feuerschaden in den Städten. Auf diese Weise ist daa Material 
zu einer Darstellung der Fenerschäden während eines 15jährigen Zeitraumes 
zusammengebracht. Leider zeigt die Zahl derselben von Jahr za Jahr eine starke 
Zunahme. Wenn aus den 15 Jahren, 1860 — 1874, drei fdofjährige Perioden 
gebildet werden, so zeigt sieb folgendes erschreckendes Gemälde : 

1 860— IM i 1SC5— laCJ ISTO -1874 

Zahl der Fenerachlden 58.202 81.038 111.110 

Zahl der abgebrannten Gebäude . . . 294.732 367-090 471.853 

Werth derselben in Rubel 127,896.910 138,87L367 214,144.870 

In der zweiten Periode belief sich der Schaden auf 10,974.457 Rubel 
mehr als in der ersten, d- h. war 8-6 Percente grösaerj in der Periode 1870 — 1874 
betrug die Grösse jedoch 75,273.003 Rubel mehr als in der vorhergehenden, 
d. h. 54'2 Percente mehr. So sehr ist diese Calamität in Russland verbreitet, 
daes im Zeiträume von 15 Jahren unter 49 Gouvernements nur ein einziges — das 
Gouvernement Wologda — eine allmülige Abnahme, noch dazu in sehr achwachem 
MaKse, der Feuerschäden aufweist. In allen übrigen zeigt sich eine starke Zunahme. 
Der wirthscbaftliche Schaden dabei ist ein sehr beträcbtlisher , schon wenn nur 
der Werth der Immobilien in Betracht gezogen wird. Derselbe belief sich durch- 
schnittlich auf 378 Rubel pro Gebäude in der Periode 1865—1869, auf 454, 
d. h. 20 Percente mehr, in der nächsten. Auf den Kopf der mäanlichcn Ein- 
wohner mu»s während der 15 Jahre durchschnittlich ein jährlicher Verlust von 



-) Ich denke wenigstens die Zahlen hier richtig aufzufassen oder sollten sie 
bedenten, dass auf lOQ Sterhefalle ohne Unteracheidnng dea Qeachlechls 19 gewalt.iamc 
TodeafiiUe von Männern und 0*5 von Frauen kommen, eine Berecbnnng, die alterdingit 
wenig Sinn bütte? 



Znr neueren rassischen Statistik. 09 

1 Bnbfl and 6 Kopeken gerechnet wenlen, eine Snmme, die von JahrrUnft zu 
Jahrfünft im Wachsen begrifffn gewesen ist. In den Jahren 1860 — 1864 betrug 
der BQs den FeaeriichSden erwachsende Verlust per Kujif der mSunlichen BevÖl- 
kening jährlich 88 Kopeken, in dem darautTolgenden Jahrrdnft 9*2 Kopeken und 
in den Jahren 1870 — 1874 bereits 1 Rubel und 38 Kopeken. Bedanerlicber- 
veise ist ein antiehnticher Theil der Fenerachäden anf Brandstiftung zurückzuführen, 
welche in Znnabme begritfen zu sein srheint, wenn nicht die Vermehraog dieser 
Fäll« vielleicht durch die sorgfältigeren TJnterenchnngcn der letzten Zeit begründet 
Bind. Im Jahre 1860 waren nämlich nachweislich 501 Feaerschäden angelegt, 
d. h. 4-8 Percente aller Brände, im Jahre 1874 dagegen 3.601, d. h. 14*1 Per- 
cente aller BrSnde. Aue Unvorsichtigkeit sind im Durchschnitte der 5 Jahre 
1870 — 1874 28'5 Percente aller Brände, ans mangelhafter Beschaffenheit von 
ScbomsteineD und Üefen 11'3, durch den Blitz 3'8, durch Brandstiftung 12-5 Per- 
cente entstanden. Bei dem grüssten Theile, nämlich 43*6 Percenten aller Brände, 
hat die Ursache nicht ausfindig gemacht werden können. Anf die interessante 
Betrachtung der FruerscbSdfn , nach Stadt und Land gefondert, die einen werth- 
rollen Abschnitt des Werkes bildet, einzugehen, müssen wir uns vertagen. 

Eine willkommene Ergänzung zu dem genannten Werke bildtt die sehr ein- 
gehende Arbeit Über die FenerschiLden in Moskau, 1870 — 1879, welche der 
Director des dortigen stadtiscben Btatistischen Bureaus, HerrSeahlin, veröäeotlicht 
hat. ') Den Tabellen geht eine sehr tleifsige und Bcharf-iinniga Ausnutzung des Zahlen- 
materials (S. 1 — 138) voran; mehrere kartographiiwhe Tafeln veranschaulichen 
die Brandziffer, auf 1.000 Gebäude und anf 10.000 Einwohner ausgedrückt, den 
Schaden pro Einwohner und pro Brandfall anf circa 1000 Rnhet des Werthea 
der Immobilien berechnet, den Verlust an Mobilien pro Einwohner. Das Material 
entnahm der TerfasRer aus den von der Polizei monntlich dem statistischen Bureau 
«ingereichten Nachweisungen, welche über jeden FenetEcbaden mittheilen: 1. die 
Zahl der betroffenen Han.'«beaitzer, 2. die Zeit des Ereignisses, 'A. die Oertlichkeit, 
4. welche Gebäude oder Holzlager verbrannten und wem gehürig, 5. welche 
GebKnde versichert waren, 6. für welche Summe die abgebrannten Banlichkeiten 
veraichert waren, 7. wo dieselben versichert waren, 8. Weith des dnrch den 
Brand vernrsachten Schadens au Immobilien sowie an den Mobilien, 9. etwa ver- 
brannte Henachen oder Haustbiere, 10. Ursache des Feuers. Für jeden Fall 
wurde nf dem statistischen Bureau ein Zühlbliittchen ansgesehriebeu und aus 
deren Zusammenstellnng ergaben sich ffir jedes der 10 Jahre 14 Tabellen mit 
folgandem Inhalt: 1. Feuerschäden nach Stadttheilen, 2. nach Stadttheilen in den 
einzelnen Monaten mit Bezeiihnnng der Ursachen, 3. verbrannte Baulichkeiten 
in den einzelnen Monaten und Stadttheilen, 4. Grijsee dea Schadens, 5. Feuer- 
schäden nach Tageszeiten in den einzelnen IMonaten , 6. die mit Verlust verbun- 
denen Fenerachäden nach Tagerzeiten in den einzelnen Monaten, 7. die bei Beginn 
gelBscbten FeuerBchäden nach Tageszeiteu in den einzelnen Monaten, 8. Angabe dea 
jeweiligen Schadens mit Unterschfidnug der Tageszeit in den einzelnen Monaten, 
9. Feuerschäden nach Umfang des Verlustes, den sie verursacht haben, in den 
einxelnrn Stadttheilen, 10. dasselbe mit Unterscheidung der Monate, 11. Stund 
der Hausbesitzer, bei deren Baulichkeilen das Feuer aunbracb, 12. mit Verludst 
Terbnndene Fenerschuden in Fabriken und gewerblichen Etablissements, 13. Feuer- 
■cfalden ohne A'erlnst in Fabriken und gewerblichen Etablissements, 14. (irnnd- 
■tiloke in den einzelnen Stadttheilen, welche vom Feuer betrotl'en wurden, mit 
Unterecbeidnng der Monate. Diese kurze Inhaltsangabe zeigt, welche originelle 
nnd eindringende Bearbeitung erstrebt ist, und in der That dürfte allen Statistikern, 



I) Ctbthcthxb DOHcflpoBTi Bi> Mrii'Kot 83 1870 — ISTä nsAanic MocsoBCROIt ropo^CKolt 
Hjwik. HocKU 1882, pag. 441. 



70 



Prof. l>r. Wilbeln Stiedk: 



die BbnHcfaen JkafgaWn gegenütwnlflion, dtw« BebsniUan^wnie« ila Mnaterl 
ctuffuliIeD weiden. SoUlv ea möglicli «ciii , (licsolbo tacli eifiat auf ein« Slttintili 
d«t Feurintchäileii im gini«n rsisisrti«» Heicba uiiuneDilen, so wür« der G^wiLii. 
Ün bettlchl lieber. 

Eine nicht tnindar acbXtxeixiwerthe Arbeit liegt in dem eralen Bandi 
d» Bcricbtca über di« «m Ib. Dccumber 1861 in Hl. P«tervburg vollaugerte.^ 
Volkszählung Tor. ') EmlSgige VulkBeAlitnngbD Bttid in Pt-terebnig Diobtti Neues. 
Bio worden id de» Jabreii 1462, ISGS und 1^64, ilrri Jahr« naob der Heibfl,^ 
dann znm lelzten Mal« in Jabro 1869 au*gvf^bH. Die jBngeiu hatte daher d« 
Vor^ng, sioh die Krfithruiigen der frtllieren in Nniie mtcfaen zu kSnuen und ia 
wobl Aitcb in Folge d(«8«n bceser ((«Intigen. Sie war canx nach den tnodernea 
PriDcipiea angeordoet; die ortsanwcModc Bcvülkerung wurde der Zsblung xa 
Grunde gelegt ; ein« Zjibiang der HtiaKir, üruudsttuk« und WohnangeD ging ain_ 
1. December der PernonaiaufDvbiae voran. Die Leitung hatte die atatiHtiHcl 
Äbtbeilang der Htadlvciwallung, dor ProfeMiur J a b a » on vunteht , dem t4 
dicuem Zwecke ü4,426 Bubel 'J5 Kupekun b«willigt wurden. Wem die^P Sumnie 
koch erwheiaeB sollte, äuii nicht Uberwhcn , daa« in ihr Honorar« flir den 
verantwortliobtn Leiter, die Vorslinde der 17 Zühlbi-zirk«, in wc-lehe die Stadt 
getbcilt war, und für die Zähler, im Ganzen die Samme von 20,&76 Unbel, bis 
com 30. Angviit 1883 mit einbegriffen waren. 

Diu Zahlung Hclbnt eriitreckie aiob bei den Perionen auf FcatHtellung to^ 
Kamen nad Vornamen, Geschleoht, tjtellntig im Hanübolt , Verwandtschaft m 
|tau»hRllDRg«vursUnd, .^ller, Familienstand , GlBubenabekennlnifts. Bland, Beruf,^ 
Uulteiapracho, Kenntnieit des I^^eD» , Sohulbeauch oder b&uslicLer Uoterridit, 
körperliche oder geistige MKogel, ob in Peterabaig geboren oder nicht, vorüber- 
geheodo oder dauorado Anwesenheit; hei den Wobnangen auf EtmilteluDg fol- 
geader Pookte: ob in rineia bditemen oder ateinentun Gebünde befindlich, in 
welohcm Stockwerk, Zahl der Zimmer, drr Feiiüler, der Ürfen (mit genaner 
Unterweheiilang der l^unKlrnction), ('orriiltire, H<Mzang«wetao, vijn uiaer oder m<Areren 
Familien bewohnt, dient neben dem Wohnungabel Ui^niiutB auch anderen Zwecken, 
Miitbe, Hobiliarver^icberang, V'rrticherungiiprlimie, Wa&Mrleitung, BaJeeinrieblang, 
Waterclueet, {jaaleitUDg. Bei den Ürundaiückeo wardo erfragt ; Lage (Stadttbeil 
und ÜlrAsse), Namen, ätand, Bernf, Vaterland des Besitzei-ri; von den eiotelaea 
Gebludeo, die »ich auf demselben befinden, da« Batimatertal , die Daohderku Dg, 
Zahl der Stockwerk«, MauaarJen- «od Keller- Wohn ougen, Zalil der Treppt-u und 
Material derwiben, Beatimmuiig ile« Gebindes, Zahl der P(erdeii19l]e, Ki^keller, 
Scheuem u. e. w., die eich olwn antor der Wobnnug bcBnden; WasserlcituDg, 
Heizaysteme (Ofen-, Waaner-, Uampf-IIeixODg) und Heizmaterial, Giabibne; g<ig«n 
Fuuor verBiohert nnd für welche Humme, bei wie grotuteriKbrlicber Prümio; l'flaate- 
rang dea Hufes; X'läche de§ Ptlastera vor dem Hunse, ftlr da« d^m GruoJätUok- 
beaitzer die Sorge obliegt; LXnge de» Trottoiro; Zahl der Müllgraben, Abtritte, 
Wataroloseta, Uadaeinrichtungen , Waechkammem; Zahlung flir Abfuhr des Ab- 
Ealtes u. •. w. aas dem Hofe siid den llDllgrub«i; Garleo und der Btseuplsts, 
GrCaM und Lage derselben ; Flüche dca GemfiBegarten« \ unbebaute Fläche nnd 
etwaig« Beachaffeobmt denelben; Zahl der soni Hasse gshUrigen Pferde, Sähe 
und Hund«. 

Bei dieser auBseroideiitlicb eingehenden Befragung , die meines Wissaaa 
nirgends noch in solcher A usflBbrlichkeit vorgBOommon wurde, wundert mnn nob 
nicht lu lesen , daaa in den Antworten manobe Lücken vorhanden sind. Mabrers 
Fragen sind nugenau oder gar nicht beantwonet wurden, so die naob der Ver- 



*) C. netepC^prie no nepenMcu 16 AeKaltpJi 1S8I ro^a. Tomii I Baciuene. 
nerep^yprcKuh rupoxcKull vnpast. im PTa-nicTjnecittt »TAbAeBiw. C.-nrtepöjiir». )8M. 




Zw neuren rossisclieii Statistik. 71 

uchtrnngSRuiiinir, der Primie und der VerBicherDDgsgeBellschaft, nacb dem Pflaater, 
nach der Lange des Trotloirs, aach der Tergtltan; fUr die Abfahr und BeinigaDg 
der MiiDgraben, nach dem Flächeninhalte der Gärten nnd GemitaegäTten. Als ganz 
beaondeie Fallstricke haben sich die Fragen nach der Zahl der Abtritte, Water- 
closete, Badt einrieb tungen, den unter der Wohnung befindlichen Pferdeställen nnd 
Eiakellern, den Ueizsystemen erwiesen. Man hat i. 6. wohl die Zahl der Oefen 
angegeben, aber das System derselben ist den Besitzern oft selbst nicht bekannt. 
Uir mit Aogeainhts dieses reichhaltigen Fragenprogrammes ein, was Mohl in 
seiner Geschichte und Literatur der Bevölkernngslehre (III, S. 431) bezüglich der 
Volk^zäbliiDgtn bemerkt: „Im Uebrigen ist es wohl an der Zeit, daranf aufmerksam 
zn machen, dass der Staat in seinen Xachfragen über die Privatverhältnisie seiner 
Bürger nicht allzuweit gehen darf." „Die statistischen Bureaux dürfen nicht rer- 
geaaen , dasa sie keine Siaatsinquisitionen sind." Vollständig und genau ist die 
Zäfalang dagegen in allen den Punkten gewesen, welche sich auf die Individnal- 
angabtn bezogen, bei denen mso vom Herkömmlichen nicht abgewichen ist. Nur 
die Auskunft über die Berufe int nicht ganz nach Wunsch ausgefallen; das aber 
kann bt-i den Erfahrungen, die allerorten auf diesem Gebiet gemacht werden nnd das 
in Deutschland zn einer eigener Berufszählung veranlasst hat, nicht befremden. 

Die Verarbeitung des Haterials geschah mit Zählblättchen , bei deren 
AnsEcbreiben — für je eine Person, jede Wohnung, Jedes Grundstück — 70 Par- 
FOoeu, (44 Herren und 26 Frauen), beschäftigt waren. Den letzteren stellt Professor 
Jshnaon das Zeugniss aus, dsss sie mit grösserer Ausdauer und Sorgfalt als 
ihre mSnnlirhen Cullegen gearbeitet hätten. 

Der vorliegende erste Band der Zählnngsergebnisee nmfaast die BevSlke- 
rnng räch Geschlecht, Alter, Familienstand, Stand, Glaubensbekenntnixs, Bildung 
nnd kSrperlicbtn Getrechcn. Ein Tbeil dieser Zahlen wurde schon ]882 als Bei- 
lage zu Nr. 1 des Wochenbericbtes de-s i^tädtigchen ttatistiacben Bureaus rerUffentlicbt 
nnd ein Vergleich mit d»n Besaitaten von 186!) im Jahrbuch des genannten Bureaus 
gezogen, worauf in dtn frilheTcn Berichten schon hingewiesen wurde. Der gegen- 
wärtige Band enthält nur Tabellen und gsr keine Verarbeitung derselben im Texte. 
Mehrere Kartogramme über die Dicbtigkeit der Bevölkerung, Über das Wachsthnm seit 
der letzten Zählang, über die ausserhalb Petersburg Geborenen, die Altersverhält- 
nisse u, m. a. sind eine durchaus werthe Zugabe. Man darf den weiteren Bänden, 
welche wohl die Gebäude- und GrunistUck-Statisttk bringen werden, mit Spannung 
entgegensehen. 

Gezählt wurden in St. Petersburg 861.303 Personen, nämlich 473.229 
männlichen und 388.074 weiblichen Geschlechts. Der jährliche Zuwachs auf 100 
Einwohner »eit dem letzten Zahlungstermine beträgt 2*4, die ganze Zunahme von 
1869 bis 1881 28-2 Perccntc.^) 

In dem Wochen her i cht des Peteisburger .städtischen statistischen Bnreaos 
unter Leitung des ProtV-i^ors Jahn^on, der mit gleicher Begelmässigkeit und 
Pünktlichkeit aasgegeben wird , ist insofern eine Aenderung wahrzunehmen , als 
nunmehr auch über das Vorkommen vun Infectionskrankheiten in den einzelnen 
Stadttbeilen von Woche zu Woche berichtet wird, während es bisher nur aus- 
nahmsweise geschah. 

Das von Professor Ssokalsky in Charkow redigierte „Statistische 
Blatt" hat in seinem zweiten Jahrgange — 1883 — seine Phy.siognomie nicht 
geändert. Ks bringt wisi^L-ni^chsfrlichc .\rtikel von allgemeinem Werthe, unter welchen 
dieses Mal besonders eine belehrende Auseinandersetzung Über Leistungen rosstscher 
statistischer Centralstellen gecannt zu werden verdient, Literatarberichte nnd eine 

^) Anaführlichere UittbFiluii{;en siehe io meinem Aufsätze : ,Fetersbnrg sonst nnd 
JBtst" in „Nordische Rundschau". 18f'4. November-Heft. 



rs 



Pnt. Dr. Villietm Sli*il>: 



Menge ron AofBütten pri.ktiMlicT Nainr, dio Rieh groni^enlbdils auf <Im GonvereemBnt 
CliKiküW mler die Stadt Charkow Iczidicii. Dun äicM beiden ihrer Grtttwe oicb 
die«« AnfiDorkMinkeit wohl TRrdi«aeii, geht na« den Tcr*chi«(leii«« Mitlheilanireii 
inT Gi>nnge hervor. In let7.t«r«T wurden in den drei JBlir«Q 1860 — 1882 jo 
4374, 4S2ä «nd 1416 Eimter gebor«n und alikrbea jo 3873, 3!>28 nnd 4350 
Kinwohner. Es werdi^ti alüO in itiff««r eioeD muitBcfaen Slailt etwa so viele Kinder 
geboren wie im FUr.qteatbtiin«- RruHä j. L. (im J&hro 1682: 1237), odrr in Lippo 
(1B89: 44&1) bei einer allerdingo DnTerglcicliUrh Btürkoren Sterblichkeit wie in 
den genunnten Staaten (gretorbcn in Kcopb j. L. 1883: 2850, in Lippe S653). 
Von der Bcdeaton/ di^ GonvememenU nt^lbsi kann man «ioh eine Vorstellung 
«Dtwerfrn, wrnn man siuh den UicftiTif; der drei hnnpt^-aclilir^liRtcn ProdncitiaDBZweigc, 
Über welche das , Blatt" In verücbiedeneii Koicmcrn At»kunft gibt, vergegenwärtigt. 
Mit drm TabakIwQ bFubüfiig^iI »kh in uobeo EreiMn 2964. l'lanUgcn, die tu- 
einiincD 6C0Vt Dewjltinea nahtsen und aaf denen cirv» t^O.OOO Päd TaHlt 
geenitel worden. Die.««r Vurralh gratigle indeM di-n 13 Tabakfalrikeo nicht, die 
im Jaliri! 1883 sueainincn 171.910 Pud duU einige Pfuud verarb«itrt«n , wofür 
die llttgii-ioug niebt weniger alü 466 397 Hubel an Steuern crliiolt. Gleii-hneitig 
wurden auf ßS Rpiritnsorcnncrdcn 1,131.73.1 Wcdro Hpiritufl ei'brsDOt bis Roggen, 
KariofTeis und KUben. Mit Kiinkelrnben nbor ward«*» bettalU 23.9aiVt I>eMJSiin(!n, 
anf doncn 2,116. 19S-6 Brrkowcit KUIl-d gefmtct worden (63'46 fierkowrt pro 
Oe^jaiine). Jedofk nor I.SIÜ BOT-'.t lierbowex wunlen dnnn in 22 Fabriken ver- 
arlicitcr, die darau« I,«'il5.74*i I'ml Kuhiuckcr berstcttlcn und der Regicrong dafilr 
die 8amm« tob 773100 Knb<<l an Aeoi^e und 7.776 Hubcl HD Patentstearr entriclt- 
teien. Da ISsst »ich in d«r Tbat nicht leugnen , daas die«e!> eine Gouvernement 
mit Beinen 64.403 Quadr«lmetern FUcheuinbalt uo<l Heiovn 3 MUlioneo Einwohnern 
einen Staat i\\r »ich re{krlHentiert. 

GroeB«n Eifer bat unch im Jalire 1883 die statJMisdib Ablbcilong dn 
Moekanur Gosvernenientit-I.andHühafta-Amts unirr Lritnng Urlow'ii an 
den Tag gclr^gt, wie der dru LaodschafUamt unterbreitete Bericht über die Arbeitso 
deraelben uigt.*) Au«a«r den Ubltrhen tu orl«digend«ii Arbeiten sind mehrere nene 
theits ODgefungrn, tbeiN bcreitn vollendet nnd gedm{'kt worden. Zu den enteren 
grbiSrt eine statistische HeF(.'br«ibmig allt^r IjchntoHtalten de» M»<ikaneT Gonver- 
aementa, die in büi-h«t gcnaa«r Weise die Gescbicbte , Beziehungen der äobiile 
lor ßevMkemog, EinßoMi der Schnle auf die Sitten d*r»«]beü, die Schüler solla», 
ihre weitere Fortbildung und dergleichen mehr, fUr jede oinielne Anstalt, von den 
EronwhnIrD bia herab tu den hüufliicfarn nnd nirht ofGcietlen Klementamchnlea 
fealstelle» will. Daa nrofongreiohe Material ward« (heil« donrh Keamte der Mali- 
atincbeo Abtheilung ßcsaiiiDicIt, welche dn^i Moimtt? hindunvh, Februar — April, die 
lietrcITeiiden Ge^nden ber<>i6ten, alle Schulen »Mbitt in Augensehein nohnieD, und 
nllc Pcriunen. die Anekunft librr ilioBelbcn geben konnten, befragten, Uioile durch 
die Lehrer, welche auf ihnen Torg<^legte Kragen AuNkunft gaben. Gleiohieitig ist 
in Angriff genommen ein V'trxrichniHtt Biiainillicbcr Bnuernbflfe In allen Kreisen 
des Uoskaner Gonverncmetls, welchem mit Hilfe der Wolo>t-Verwaltungen , die 
Fregehogea erhalten hatien, aufgesti-llt wird; ein« StKtisiik der Bewegung der 
Grundbeftttz%-erliüllniM(> in den letsttn 17 Jahren und niehreres Andere, 'in den 
bereits abges.chloiiKßnen Arbeiten geliGrt eine stalistiiwhe I>ar«tellung der Ergvlntwe 
der gegctiiteiligon Vereicfacmng von GebSuden gegen Feaer«gefahr und eine Unter« 
Ruohung Aber die Landninhüi^haft aiiT dun PrivalgUtern. 

Bemerkcnawei th >iod die Mittel , Über welohe dic»e8 ProrinziBtbnreaa 
verftigt. EU bat eisen Etat von 9000 Rubel , von denen 7260 Rubel an Gehalt 



: 



: 



oTA^ntdK n. ltW3 r«^, Moikaa ISSi. pog. 3b. 




Zar nsMm rMdwtwi ffutisttk. 



7S 



nr <]m UiiKtor mid vier Mitglieder tun] der Rnt fUr daa Drnck d«r Arbeiun, 
die Bibliolbeb , £uizlet nnj Kcüao der Uitj;liulcr bcslitnuL siod. Annerdtm 
wtnira £u den B{h:-ditlnnt»rsw!faDDgen Über ihn Stand dea b^ebrikveaeBH, die oodi 
fortgoRtxt werdeo, in veifiosseion Jahre 3000 Rubfl — 500 Hnbel wto-ger 
im 3mhie ISü'i — liewilligt. Vit ^ulcbeo Sütleln, die im d^nUcbea Beicb« liSiifi( 
Bicbt tinsul die stottstitcben Cetil niUtel Im einzelner Stwilea bsben, bueii alcb 
fmlieb wiche groMArtign Erbibsugen, wie die Huaksaer slAÜstüeb« Abtb*il«ng *)•_ 
liefert, «ocb gut noBnilireo. 

KiB T^ges lulore^ce fUr itatibtiecbe ÜebendJerj; Dktionelfik^noBmbcr' 
r/oUeBie brktmdcD die Protokolle der etaliRtieeben Abibeilnng der Uoeksner 
Jari^liecbea Gewiliiiohett. *} UnpiiiiigÜch im Febni&r 188^ «bi ,i1iti*tiBpbo 
Cuton'Jtion* bei der gen«)Ul(eii GesellKcliaft in'x Lebe» getreten, \uX sie eicb nuh 
eUigeboltei miniaterieller Beatfitipmg lu September 1882 eis äo aelbsUtKndigar 
Tlifll denelben so beMoilerer Pflege der SUtielik oonatilaiert. Eine Teroinigeng 
ib«ils von Mlnnem der WisMosehaft , irie dean die Hoaksacr CsiverBilite* 
ProfeitMireii Crolzew, Janscbal, Kablakov, Eovalofsk;, Tsebnpro« 
n ikr gcbSreo, tbeils ron USnnern der Pruüi, w die Direvtoreo «oi Hitglieder 
der verscbiedoneo ktatistiwbeB Bueene : Oriow, SaibÜD, Bocoljtpow, 
Cburinoiseiiov, Werner n. A., reriaiiiiiieU mtin «icb alle 14 Tage, hiürt 
den \bnng einte der üeKlUcbafUmilgliedur und iliMolirrl über duDaeibei*. ktao 
vnrl'iilgt dabei mthrfre Zwecke. Man will der I'raxis der Sutietik in HiU 
kommen, indem die Frtgebogen in ge^bcnoo FüIIcb dorcfagesprocbea und Ge*iobts-'^ 
|iiukte fflr die TerarbeitROfT des einlsafeaden Maieri«la anrgeeteUt werden. So 
itiirde V. A. TOD Prof. Gfilicw der BetTifT der Faljiikcn in d«r roseifecben und 
KuaUndiicben UiHeit^tiatg lirCrtert, von Werne r ein E'rogianim «ir ICiDüamm- 
Imi; vun Nkcbricbtcn fibor die i'nbriku'.a'tii'Dilo Diltgolbeill, von Kablnkuw 
Urgastsatioo der Krotv-^tatHtik geecbildert, von T a « b n f r o « angeregt, ie weldieol 
Grenim du erver bstb lüge Aller der lindlioiien Bevtflkerang seitena der atfttüti- 
ttben Ablbeilongen der rerEekitdeaen I-andtcbafleti bei ibren Unterfloohvngen an- 
tuoibaen nei u. dgi. m. Andf-rerveifai werdtn Atittiiriliingea Cber neo erBcbiBDpae 
Wrrip B*-maobt, da tcibat dCncn, welche bcrnfHinlUsig in ita BlutUlik der Nutio&al-^ 
t^kononie urbetlen, n nicht iromer mijgticb ist, alle die vielen Qudlcn werke aelbel 
einMacbc». Dieeer An waren die Bcferate des Voraitaen-lcii der Abtlicilutit;, 
Hrot TBobnprow, Über die im Jahre 188^ aiiag«gebeiien stati^titcben Arbeiten 
der Heta^lwo'a, vuo Snablindbcr die Sutiatik der FeaeraobSden in Uoekao, tod 
Hagi>lj«pow über die ^ewerblicbe Xb&tigkeit in den EretcaUdten da« Moabane 
Gwaref neine&tji, von 3 ^ u d e i k i n libcr lüe miaiicben Creditinatitute n. a. m. Endlic 
wv-leo oacb Vortroge snr Uoterrachang beätimtnter Fragen gebalten , ao von 
Ckariefr meno w über die Hedeatang der IUn«ind aatri« ala einer Form der 
GnaaiadttaLrie and ihren £ioilius auf die Landwiitbaohaft , roo Oriow Ql>er 
einig« (imodbeaitzfonnen in den OoavemeRisnta Haoaara and Kurak. Ueber den 
inläDiiiachfo VeibXltniHeti werden die atiswlrtigca nicht vergcucD, wie die Vor* 
trije Tun Ku w al ef a k^ Über die Landfiolitei der Vereini^a HUatea von Nord* 
Anerioa und von Fortnnatow über die Und wirtbacbai Hiebe Arbeit in dco Vci~ 
einigten Stuten unaweiaeD. fiinigen dieeer Vortrilge, die mittlerweile gedmokt 
■iad, wetden wir im Laufe dcsea Bericbte« an aodeier Stelle wieder begegnen. 
Etwu Ter»pitet arscbeint die „SamuUug der Xacbricbten über die 
Slmffllla dea Jahr«« 1876" "J, die rDuiuth«, vom Jnatiuninialerinm aaagegeb 



''J Upotokojl B«iHiA*Bill «TatneTii'KscKah KaiiMHcrilk UacKoaciMr» t»piiAa<«e<MMn> 
•Kuf««:?*«. Mr.5Liii !Sy;t fa«. SD. ll[i<FTuicii^ti. ««cfc^iuil craratTiPiecKO» KaMMmiUI SJoe- 
mo»cMU-<' TBA 8A 1^3—1683 ri^Ai^ Ak'skai) IK'^.'i, png- ä3. 

1K7S r(>Af '^ i:j-,;^(iöuui-k ji^t'»t;^emiaxtt /^^mcnjte>mmx-^ Ka ixsaMWia ^maon. 
S*^Pel«f»b. I»M. 



74 Prof. Dr. Wilhelm Stieda: 

Criminalstatietib. Dieselbe er^oheiDt jährlicb seit 1873 io fast UDveräDderter 
Gestalt, »ofein es sich um Inhalt und die Grnppieraag der Daten handelt. Nar 
kleine Verbesserungen machen sich in den Tabellen geltend , welche aber die 
Vergleichnng derselben mit denen frSherer Jahre nicht beeinträchtigen. Der 
gelammt« Stoff ist in drei Tbeilen dargestellt , von denen der erste in sahlreicben 
üeberdichten den Gang der Verband langen bei jeder einzelnen Instanz , als da 
sind die Unteranchnngsriobter, die Staatsanwaltschaft, die Gerich tapalaten als An- 
klagekanimern nnd als gerichtliche Inatanz, die Bezirksgerichte und das Criminal- 
CaBsationB -Departement des dirigirenden Senats zur Anschauung bringt. Der 
zweite Theil enlhalt die Daten Über die in den allgemeinen Gerichten angeklagten 
und vernTtheilten Personen nach Älter, Familienstand, Beraf, Religion, Nationalität 
nnd Bildnngsstand geordnet. Der dritte Theil behandelt die engeklagten and yer- 
nrtheilten Personen, welche der friedenericbterlichen Competenz unterlagen. 

Das Gebiet, Über welches sich die Thätigkeit der am 20. K^orember 
1864 organisierten CriminalKericbte erstreckt, umfasst moch nicht das ganze Reich. 
Im Jahie 1878 waren 47,876.714 Einwohner deneelben nnterworfen. Aus dieser 
Bevölkerung waren 39.574 Personen angeklagt und wurden 25.403 verurtbeilt, 
10 dasB ein Angeklagte^ auf 1.210 und ein Verurtbeilter auf 1.885 Einwohner 
kam. Vor 5 Jahren, im Jahre 1874, kam ein Angeklagter auf 1.218, ein Ter- 
nrtheilter auf 1.769 Einwobner. Die Zahl der Freigeaprochenen steigt von Jahr 
2U Jahr. Im Jahre 1874 wurden 10.161 Personen freigesprochen, d. b. 31*43 Per- 
cente aller Angeklsgten, im Jahre 1878 dagegen 14.171, d. h. 35*81 Percente 
aller Angeklagten. Dass gegenwärtig unbegründete oder private Klagen häufiger 
als früher anhängig gemacht wurden, ist wenig wahrscheinlich. Vielmehr drängt 
sich, da in anderen Staaten, z. B. Oesterreich eich die Zahl der Freigesprochenen 
jährlich verringert und in Preussen and Sachsen z. B. die Zahl der Freisprechungen 
wenig über 10 Percente der Anklagen hinaaegeht, die Ueberzeugung auf , dass die 
Praxis der Strafrechtspöege eine mildere geworden ist. Auffallender Weise 
erfolgfu da, wo Ge&chworene hinzagezogen waren, mehr Freiepreohungen als da, 
wo diea nicht geschieht. Gharakterietisch ist es, bei welchen Verbrechen nament- 
lich in RuBsland Freisprechungen vorkommen. Sie eind am häufigsten bei Ver- 
brechen gegen die Organe der Verwaltung (69*43 Percente aller Angeklagten 
freigesprochen), bei Dienstverbrechen (51'Ö9 Percente) nnd bei Eigentbumsver- 
bredien (51"54 Percente). Aach die Verbrecher an weiblicher Ehre werden nicht 
selten freigesprochen (4979 Percente aller Angeklagten), Dagegen werden streng 
bestraft das Vagabundieren (0'38 Percente aller Angeklagten freigesprochen) nnd 
Kirohend iebstähle (22'68 Percente freigesprochen). Die Geschwornengerichte ape- 
ciell zeichneten sich durch Nachsichtigkeit aus bei Verbrechen gegen die Organe 
der Verwaltung (7956 Percente freigesprochen), bei Dieastverbrechen (72-12 Per- 
cente), bei Sittlichkeitsverbrechen (51'58 Percente), bei Verbrechen an weiblicher 
Ehre (49'87 Perrente). Strenger benrtheilten sie Religioasverbrechen (25*67 Percente 
der Angeklagten wurden freigesprochen.) 

Statiatieche Werke von gröester Genauigkeit sind die Kreisbeschrei- 
bnngen, welche die Landecbaits-Aemter der GouTemementaTBchernigow und Tambow 
durch ilire statistischen Bureaux herateilen lassen. In ersterem wurde schon im Jahre 
1877 mit derartigen UnterBBcbnngen begonnen und unter dem Titel „Arbeiten 
der statiatischen Abtbeilung beim Landscbafts-Amt des Gouvernenients Tsehernigow" 
ein Band veröffentlicht , welcher die Beschreibung dreier verschiedener Woloste 
enthielt. Die Herren Tsoherwinsky, Warser undKoaaow hallen Jeder die 
Erforschung eines kleinen Gebietes auf sich genommen, diese aber in erschöpfender 
mnstergiltiger Weise durchgeführt. Gleichzeitig war von dem ersteren der genannten 
Statistiker ein Programm zur statistisch- ökonomischen Erforschung des Goaverne- 
mebta Tsehernigow aufgestellt, da*< von der Landachafrs- Versammlung im Janner 



Zur neaeren rns'isclieD Statistik. 7ö 

1877 genehmig warde. '] Gemäss deoiEelben warde eine Bearbeitung von vier 
KieiBflD in Äogriß' genommen, aber ehe noch die Resnitate aller vier Untersncfauni^en 
gedrackt worden waren, hatte das statiMische Bureaa, da» sie ansgefäbrt hatte, 
velcbea erst 1676 gegründet wurde, im Jänner 1878 za existieren anfgehört. Im 
Jahre 1877 wurden nnr die Beschreibangen der Kreise Täcbernigow und Borsensk- 
veröffent licht. Daranf folgten im Jahre 1860 jene der Kreise Xoebinsk und KowosUk- 
kowflk, welche ja schon im Jahre 1877 vorbereitet waren. Diese Arbeiten erregten 
so altgemeinen Beifall, dass eine Fortsetzung derselben dorebaas wUnecbenawerth 
schien, and so entschloss sich die Landüchafte-Versammlung vom 20. Janner 1881 
inr Wiedereröffnung der statistiscbrn Abtheilung , der nie einen Jahrchelat von 
8000 Babel bewilligte. Von Neuem wurde Herr TBcberwinaky an die Spitze 
derselben gestellt und dieser hat nun mit rilstigem Eifer die Fortsetzung der Ar- 
beiten geleitet. Bereits im Jahre 1883 wurden zwei Kreisbesebrei bungeo, die der 
Kreise Eoseletzk, und Konotoj» geliefert, im Jahre 1883 wurden drei ansgegeben, 
die der Kreise Ostjoz, Sstarodob und SsOTssh, im Jahre idSi die des Kreises 
SIglinsk, so dass nunmehr der grössere Theil des Goavernements bereits beschrieben 
ist. Ton den noch ausstehenden fttnf Kreisen winl die Darstellung des einen achun 
gedruckt, die der anderen vorbereitet. 

Die Schilderungen kommeo in der Weise zu Stande, dass die Mitglieder 
des Bureaus sich sn die betreffen<ien Orte selbst hinbegeben uml jedes Dorf einzeln 
für sich aofnehmeii. Im Herbst oder Winter wird dann dieses auf den Sommer- 
fahrten gesammelte Material zu den Publicationen zusammengestellt. Das Haupt- 
gewicht ist dabei anf die landwirthschaftlii^hen Vcrbültniise gelegt j ei sind nicht 
allgemeine Kreisbeschreibungen, sondern . Materiulien zur Abscbätzang der Län- 
dereien", wie sie das praktische Bedürtniss der Landschalt zunächst fordert. Von 
einer wissenacbaftlichen Verarbeitung des Materials wird abgesehen, weil es 
gegenwärtig vor allen Dingen wichtig iat, die Grundlage fdr die gesetzgeberi-chen 
Reformen zn beschaffen. Die Auskunft, die ertheilt -.vird, erstreckt sich auf : I.Raum 
nnd Bevölkerung, i. Ackerfläche, 3. Heuschlag, 4. WulJ, 5. Weide, 6. Pacht- 
TerhSltnisse. Durch die in dier^en Ab!»:hnitlen gebotenen Daten ist man in die 
Lage versetzt, für jeden Kreist die Vertheilung des Grundbesitzes, die Zahl der 
Niederlassungen, die Art des Feldbaues nnd die Fruchtbarkeit, die Charakteristik 
der HeuBch läge, die Formen des Weideganges n. dgl. m. genau za bestioiniu:!. Tbeils 
in Tabellesforai , theil.-< in fortlaufendem Text werden alle Angaben gemacht und 
mit Karten und Plänen der betrelVenlen Diatricie unterstützt. Bei drei Kreisen ist 
man über dieses Mass hinausgegangen nnJ hat „Htifeverzeichnis«:" g'^liefei't, d. b. 
Schildernngen der einzelnen Niederlassungen in Bezug auf die Zahl der Höfe, 
die Grösse der Bevölkerung nach Geschlecht. Ständen und Arbeitskräften, die Zahl 
der geschalten Personen, die Art des Landbesitzes, als Acker, Ileuschlag n. a., 
Gruppierung der Höfe und Lündereicn in Grössenkategorien, nach der Menge des 
Arbeitsviehes , der Bearbeitungsweise des Bodens , die Zahl der BienenstScke, 
HUblen und Dreachtennen. Mit der Zeit werden diese Verzeichnisse wohl auch für 
die anderen Kreise angefertigt werden. 

In ähnlicher Weise, jedoch mit erweitertem Programm lässt die Land- 
schafts-Verssmmlung des Goaverm-menls Tambow dessen I2 Kreise beschreiben. 
Die Erweiterung besteht namentlich in ausführlicher Darstellung der ausserland- 
wirth Schaft liehen Beschäftigung der Bauern — ürtlicbe wie Wandergewerbe werden 
eingehend geschildert. Der Hauptnachdruck liegt aber auch hier auf Charakteri- 
sierang der land w i rth sc hafll ich- bäuerlichen Verhältnisse, die in H Abschnitten als 
1. Gnindhesitz, 2. Grundbesitz und Viehzucht, 3. täuerlinhe Pachten, Verpachtung 



*] üporpavxM A.\H eT.TTiii.'tnKii-9KOHaxu4(;eKSr(i iiayit^uin >ii.'|iitiiroBciiOB rvoepHi». 
HepBMroBii 1877. 



76 Fn)f- Dr. Wilhelm Stieda: Znr neneren rnsaisclieD SUtisÜk. 

ihrer Landantbeile dnrch die BaoerD , Yerdingen bSaeriicher Arbeitskräfte bei 
Grandbesifzern behandelt werden. Materialien snr Schätzung des Werthee nnd der 
Eintrfiglichbeit der Ländereien sind in einem Anhange gegeben. GegenBber den 
Arbeiten des statiatiachen Bnreaas in Tachernigow zeichnen eich dieae dadurch 
ao8, daes sie nicbt nar RohmBterialitn, eondem ein volIständigeB Bild der bäner- 
lichei) Wirthsohaft jedea Kreises bieten , welche die Eigenthttmlichkeiten nnd Ab- 
weiohnngen des einen Bezirkes gegenüber den anderen Bezirken klar hervorhebt. 
Der Plan za diesen Untersuchangen wurde eobon im December 1879 gefasst and 
dem verdienten Leiter der statibtiecheii Abtheilung des Moskauer GouTemements- 
Landachafts-Amtes, Herrn Orlow, übertragen. Dieser, durch seine dieostlicbe 
Stellung in Moskau in Anspruch genommen , konnte nur die Arbeiten in Gang 
bringen und dafür Sorge tragtn, dass ein Band im Jahre 1880 pabliciert wnrde 
— die Beschreibung des Kreises Boriasoglebsk. Für die Folge mnsate er t)ie 
Fortsetzung des Werkes ablehnen und an seine Stelle wurde Herr Romanow 
aus WjStka berufen. Seit der üebernahme des statietisoben Bureaus durch den 
genannten Herrn ist dann in jedem Jabre die Beschreibung mindestens eines 
Kreises, im Jahre 1683 sogar die zweier Teiüffentlicht worden. Im Jahre 1881 
erfolgte die Publikation über den Kreie Koslow, im Jahre 1882 Ober den Kreis 
Morschaosh, im Jahre 1883 über die Kreise Temnikow nnd Spassk, im Jahre 1884 
über den Kreis Schatzk , bo dass onnmebr die Hälfte der Arbeit gethan ist , da 
das Gonvernement Tambow 13 Kreise zählt. Die gerne Sammlung wird unter 
dem gemeinsamen Titel .Sammelwerk atatiatischer Nachrichten über das GouTemement 
Tambow" *") ansgegeben. Leider würde es den verfügbaren Raum weit überschreiten 
wenn von der sorgßiltigen uud eingehenden Bearbeituogsweise durch einige Aus- 
züge Daten geliefert werden sollten. 



***) C6opHHKb cTaTHCTH^ecKHx'^ csiA^HiK ao TamöobckoS rySepsiü. Bd. 1— Q.Tb»6vbi. 
1880—1864. 



Mittbeilnngen and Miscellen. 

Stiilpateiiitiftungen In Oeiterrelch ■■ den Jahren 1876 bis Ind. 1883. 

Es dürfte kaom ein anderer Zweig der inneren Verwaltang ed finden sein, der 
trots seiner eminenten administrativen nnd naticmalökonoini scheu Wichtigkeit einer wissen- 
■cbaftlichen Bearbeitang nnd Wardignng so sehr entbehren wurde, wie es bei dem 
SUftnoeswesen der Fall ist. Diese bekltgenswerlhe Erscheinnof findet ihren Qrund enm 
groBsen Theil in dem Hange) einer Statistik des Stiftungswesens nnd es wäre daher zn wBoschen, 
dsn sich die Statistik auch mit diesem Zweige der inneren Verwaltung eingehend be< 
schifügen nnd anf Grundlage der Stiftnugsurknuden die Yertheilnng der Stiftungen in den 
ÜBialnen Kronlindern mit voller Oenmigkeit darstellen möchte. Das auf diese Weise ge- 
rammelte und gesichtete Uateriat würde für die weitere wissenschaftliche Bearbeitung nicht 
blos grossen biatorischen Wertb haben, sondern es wSrde sich auch trots der groesen Ver- 
schiedenheit der Stiftungea zeigen, welche gleicbmässige Grundsätie bei ihnen durchgreifen, 
nach welchen Bichtungen die Stifter in den verschiedenen Epochen ihren gerne inu ätzigen 
Sinn bethftligt nnd damit die grossen Aufgaben der Verwaltung unterstätxt haben. 

tm Allgemeinen lassen sich die Stiftnagen ffir das Cultns-, Hilfs- und Armenwesen 
als die wichtigsten Gebiete des ganzen Stiftungswesens bezeichnen. 

DieS tu den ten Stiftungen, mit denen sich die vorliegende Mittheilnng Kuofcchst 
befktst, bilden einen Theil des Hilfswesens, indem dieselben Nichtbemittelten die wissen- 
schaftlich« Laufbahn und hiedurch indirect das Steigen in eine höhere Gesellschaftsc lasse 
oder dio Behanptoug in derselben ermöglichen sollen. 

Eine genaue Statistik der St n dienten Stiftungen existiert in Oesterreich ebensowenig, 
als tber die bbrigen Gattungen der Stiftungen. In der Statistik der Dnterrichtsanatalten 
In don im Beichsratbe vertretenen Königreiche 1 nnd Ländern werden nnr bei den Boch- 
nnd Mittelschnien zwei Babriken geführt, in welchen die Zahl der Stipendisien' nnd die des 
j&hrlicben Betrages der Stipendien eiugestellt sind. 

Allein bei dem umstände, als diese Nachweiüung nicht die anderen Allen von Lehi^ 
anstalten nmfasat und keine näheren Angaben ijber die Zeit der Errichtung der Stiftung, 
den Charakter des Stifters, der Beschränkung des Anspracbes auf die einzelneu Stiptndien 
nach der Arrt der Stadien, nach dem He im a tsrechte, der Nationalität, der Confession nnd 
anderen pesöntichen Zustanden des BezQgHberecbtigten enthält, Uast sich daraus ein Bild 
ftbei die Stndeutenatiflnngen doch nicht entwerfen. 

Diese zur richtigen Beurtheilnng der Sindenlenstiftnugen nöthigen Daten können 
nnr von Seite der poliiiriheu Landesbehürden, die al» Stiflungsoberbfhörden fungieren und 
bei welchen die Bvidenzhaltnng iiher säuimtlicbe im Landn bestehenden Sliflungen geführt 
wird, geliefert werden. Um den dernialigeu Stand der gc^sammten Studentenstiftnngen za 
kennen, wäre allerdings ein vollständiger Auszug ans den Stlftnngskatasteni notfawendig. 

Für die Darstetliing der jülirlichen Hewegnng im St iftiings vermögen genügt jene 
Eisrichtong, durch welche mit dem Erlasne des k. k. Minislerinnts für Cultns uml Unter- 
richt vom 12. Febrnar lS7<i, Z •JUi'A, sammtliche Länderstelleo ati);tivicst.>n wurden, vom 
Beginne des Jahres 1876 an all« ntn gegründeten Stndentenslirtungen nnd Widmungen zu 
Dntorrlchts zwecken, sobald dirüelben als perfect anznxehcn sind, von Fall zu Fall dem 
Dtttcrrichtsmini Sterin m mit Angabe de.t Namens und Charakters de» Stifters, der Bestimmung 



32 


26 


27 


17 


23 


26 


31 


65 


52 


61 


27 


79 


48 


58 



78 H i Ufa ei In n Ken und Hiscellen. 

der Stiftang und des D&tams des Stiftsbriefea anenzeigen, welche flodann dnrcli du Ver- 
ordnuDgBbUtt dieses' MiaiBterinaia bekannt gegeben werden. 

Die AbaicUt ditikes ErUsBes geht dahin, diesen Stiftnngen eine weitgehende 
Pablicität za versebaffen nnd es werden dieselben dementsprechend fortlanfend In dem 
k. k. Hiiiiateml-Verordnnngsblatte bekannt gegeben. Ans dieser Qnelte ist auch das Material 
nkr die folgende Arbeit entnommen, welche hoffentlich sn weiterer Btatistischar Bearbeitung 
nnseres Stiflnngswesens fahren wird. 

In den Jahren 1876 bis inclnsive 1883 worden in Oesterreich 211 Stadenten- 
atiftnsgen errichtet. Von diesen eracheinen 203 ätiftnngen mit Ensammen 434 Stipendien, 
es kommen somit im DnrchBchnitte mehr als 2 Stipendien aaf eine Stndentenatiftang. Bei 
8 Stiftnngen iit die Zahl der dadurch prrichteten Stipendien nicht angegeben; unter An- 
wendung des obigen Darchschnittes wäideo also die 211 St ndentenstif taugen 450 Stipendien 
enthalten nnd wärde sich sodann die VerlheJlung der Studenteostiftnogen nnd der Stipendien 
nach den elnaelnen Jafargäagen folgen der massen ergeben : 

1876 1S77 1878 1870 1880 1881 IBSä IflSS 

Zahl der StiftuDgen 29 

:, „ Stipendien 60 

Nach dieser ZusammeDstellnng weist das Jahr 1877 naheza das Doppelte der im 
Jahre 1860 errichteten Stndentenstiftnngen auf. In Besag auf die Zahl der Stipendien steht 
das Jahr ISsl an der Spitse, das Jahr 1860 ist das äimate an Stipendien wie an Stiftnngen. 

Um ein richtiges Bild sowohl aber die Stiftangen als auch über die Stipendien 
za erlangen, empfiehlt es sich, dieselben mit dem ihnen gemeinschaftlichen Uassstabe — 
ihrem Geldbetrage — an messen. 

Das gesammte Stiftnngacapital der 211 Studentenstittungen beträgt . . 1,627.03625 fl.') 
der jihrticne Betrag der Stipendien 76.860-29 fl.') 

An diesen Summen participieren die einzelnen Jahrg&nge is Oalden Ost. Währ, 
folgend ermessen : 

1876 tSIT 1878 1ST9 IB80 

Capitalsbetrag der Stiftangen . . 183.916-71 237.227-91 162.764-48 233.99641 70.718-46 
Jahresbetrag der Stipendien . . 8.98009 11.62636 7.66263 11.649-80 3.455-96 

1S81 1848 1883 Zneammen 

CapiUlflbetrag der Stiftungen . . 377.702-28 162.217-58 198.492-42 1,627.036-25 
Jahresbetrag der Stipendien . . 16.935-96 7.443-37 9.10612 76.860-29 

Es wurde demnach das grSsste Capital im Jahre 1881, das geringste im Jahre 
1880 zur Errichtong der Stndentenstiftnngen gewidmet. Vergleichen wir nun die Zahl der 
Stiftangen mit dem gestifteten Capitale, so erhalten wir fdr die in den eineelnen Jahren 
gegründeten Stiftungen folgende Durchscbnittabeträge in Onlden Ost. Wihr.: 

lüTB tSlJ 1878 1879 18Si> 

Do rch schnittliche Hfifae einer Studenten- 

stiftang 6.34195 7.413-37 6.26017 8.66653 4.159-91 

Durchschnittliche Hohe eines Stipendiums 14966 178*60 147-36 19098 127-96 

18BI 1S81 1S83 I8T8— 1S83 



Durchschnittliche Höhe einer Studenten- 
Stiftung 16.421-83 6.239-13 6.40298 7.711-07 

Durchschnittliche Höhe eines Stipendiums 21438 15507 15734 17060 

Der grösBte Durchschnitt sowohl bei den Stiftungen als anch bei den Stipendien 
fällt in das Jahr 1881, der geringste in das Jahr 1880. 

Ueber dem Durchschnitte der Stift an (scapitslien stellen dis Jahr I8SI nnd 1879, 
aber dam Dnrchscbnitte der Stipendienbeträge die Jahre 1881, 1879 and 1877. Es worden 
sonach im Jahre I88L die grö'sten Stiftungen mit den gröseten Stipendien errichtet. 



'j Hlezu kommt noch der Capitalawerth des Zinsertrag aiBse^ zweier Trie^ter Uäuser, 
welche zu demselben Zwecke legLfrt wnrdao. 

*) Darantür Ist das Zinserträgniss beutater iwal Häuser nicht entbalten. 



HitthMlnnKen nnd Uiscellfii. 
Nkch dem Domicile der fftifter ergibt sich die nachstehende Uebersicht: 



79 



7i>hl dor Cai-itslBbetrag , , . 
/.BDI aer . JiLresb* 



Domicll der Stittw 



Stade ntsn nliftangen 



der 
Stip^adlen 



I 



Gnldeo öiteireichiicher Wlhmng 



Nieder-Oest erreich . 
Ober-Oesterreich . , 

Sklxborg 

Steiermark .... 

Känit«ii 

Knis 

Küstenland .... 
Tirol nod Vorarlberg 

BöhmeD 

Hlbren 

SchleBieii 

Oalixien 

Bakowina 

Dalmatien 

Aailaod 



U 



13 
3 

7 
18 
18 

ao 

3 

5!) 

2 



577.53000 ;i6.9Ö400 



75.7200« 

33.00n-U0 
127.99200 
173.23K-33 

52^97-80 
1 11.67100 

80.053-55 

1.600-00 

378.7 -■ 5-57 

9.150-00 

4.60000 



3 726-00 

l.ttöuOO 

Ö.400-60 

8.206-31 

2.59388 

5.2^3-50 

3.97U22 

9000 

18 37.S-23 

457-50 

23000 



Summe 



211 



l,b27.Udb 25 7b 8ü0-a9 



Ad8 der vorstebeuden Tabelle «ebt hervor, dass die gröbste Zabl der Stiftnogen 
aiu Galiiien ntammt. In den Ländern Ober-Oenteireicfa, Salsburfc nnd Dalmatien wardeo 
in dem Zeitiaame vom Jabre 1876 — 1883 keine St ndentmutif langen errichtet. Nach der Gr5s*e 
deg gestifteten CapitaUs rangieren die Stirter der ohi]^n Linder wie folgt: 



Stifter ana 



Nieder-OeBterreicb 
Qnlizien .... 
KBstenland . . . 

Krain 

Böhmen 

Mibnn 



In Percenten 

d>H geBammteD 
StinntifBcapI- 

355 
23-3 
106 

7-9 

6-9 

5-0 



surier an* 



Steiermark 

Tirol nnd Vorarlberg . 

Kärnten 

Bukowina 

Schlesien 

Ausland 



In Peronten 

i's (Eenammten 

Stift angscapi- 

tals 

4-6 
3-2 

20 

06 
0-1 
0-3 



Anf eine Stiftung entfallen dnrcbschnittlicb fdr die Stifter in 



Krun 18.284-57 Onlden 

Nieder-Osflterreicb . . . 16.90970 

Kirnten 11.00000 ^ . 

KftBtenland 9.62368 

ealizien 6.420215 „ 

Staiennuk 5.H24'61 



Bakowina 4.575*0] Golden 

Mähren , 403267 „ 

Böhmen 3.489'7i! „ 

Tirol nnd Vorarlberg . . 2.93S00 „ 

Schlesien 600-00 „ 

Ausland 2.30000 



Wie bereite oben erwähnt wurde, beträgt da^ Capiial sämmilicher in den Jahren 
1876 big incl. 18.SJ errichteten 211 Stodentenstiftnngen 1,627,036-25 fi. Bei 8 Stiftnugen 
nit einem Capit aisbetrage von 171.545-21 fl. nnd einem .T^hreaertrage per 8.ö772d fl. 
iat die Zahl der Stiiiendien nicht b<'kannt. Zieht man nnn die^e Suinmeo von den obigen 
ab, 10 erhält man das Stiftancscapital der bekannten 434 Stipendien. Ei entfallt sohln 
anf die 434 Stipendien ein Sttfinn?scapit>4l per 1,455491-04 6. nnd ein Jahresertrag per 
68.ä63'03 fl. Auf ein Stipendinm würde daher dnrch.'chnittlich cn Stift an gs<;apital per 
3.353'66 fl. entfallen und wurde bei gleichem Verbiltniss.^ d.is Slifinng.tcapjtil der --^ Stif- 
tnugen, bei denen die Kahl der Stipendien nicht angegclien crschcitit. etwa 51 Siipifudien 
repriaentieren. 

Von dem CapitaUbutra;;e dieser 8 SlndentenatifinnRen entf^illt anf die Stifter in: 



Hieder-Oesterreich 
Steiennark . . . 
EiMenland . . 



26.000 Gulden 
8.000 
40.000 



Böhmen 11.300 Galden 

Galizien 86.24521 



WBrde man nun auch bei diesen 6 Stodentenstiftungen den Durchschnitt per 
3.353- 66 fl- als Stiflung?ca]jital eines Stip-ndiiinis .innphm-n, so wTrle das Capital der Stifter 



80 



Hittheilangen nud UiBcellon. 



in Nieder-Oesterreicb nngeriibr 8 Stipendien, 



Steiermark 
Kttitanland 
Böhmen 
Galizien 



2 
12 

3 
26 



repriUentieren. 

Schlaf man nnn die auf dtese Art ermittelten 51 Stipendien zu den äbrigen 
bekannten 434 zn, bo erhält man im G«nzen 485 Stipendien. Hiervon entfallen 

anf die Stifter In 



Zahl der 
Stipendien 


auf die aUfter in 


Zahl der 
Stipendifla 


115 


BQhmen . . 
Mähren . . 




43 
39 


22 
6 


Schlesien . . 
Galisien . . 
Bnkowina 




3 

124 
4 


45 
58 


Dalmatien 

Äosland . . . 




2 


24 


Zusammen . 


485 



Nieder-Oeaterreich 

Ober-Oesterreich 

Salzborg 

Steiermark 

Kärnten 

Erain 

Küstenland 

Tirol nnd Vorarlberg . . . 

Vergleicht man nnn die Zahl der Stipendien mit dem jährlichen Betrage der- 
selben, so ergibt steh, daas dorchschnittllcb auf ein Stipendinm der Betrag von 15847 fi. 
entfallen wQrJe. Für die Stifter der eioEelaen Länder stellt sich die Grösse der Stipendien 
in folgenden Dnrchschnitten heraas ; 



Kirnten 275-00 fl- 

Nieder-0 esterreich .... 23395 „ 

Steiermark 16936 , 

Galizien 14821 „ 

Küstenland . 14148 „ 

Böhmen 122 18 „ 



5. W. 



Es stehen demnach nur Kärnten, 
allgemeinen Dnrchicbnitte. 

Von den 211 Stndentenstiftnngen 
nach gestiftet 



Krain 12000 fl. ü. W. 

Analand U500 „ „ 

Bnkowina 114-35 , „ 

Tirol 108-08 „ , 

Mähren 101 80 „ „ 

Schlesien 3000 „ „ 

Nieder- Oesterreich nod Steiermark über dem 
worden dem Charakter des Stifters 



Zabl der 
Stirtangen 



Charakter des Stifters 



Gestiftetes 
Capital 



Jabresbetrag 
der Stipendien 



in Oalden ölt WShr. 



2 

1 

2 

8 

7 

34 

23 

2 

10 

5 

17 

20 

72 

7 

1 



ÜU 



Se. Majestät der Kaiser 

SUat 

Länder 

Gemeinden 

Corporationen 

Geistliche 

Beamte, Ofiiciere nnd and. Staatsdieaer . . 

Ädvocaten 

Höhere SaaitStspersonen . . 

Lehrer 

Gotabesitzer 

Handelslente, Industrielle nnd Qewerbslente 

Hans- nnd Reatenbesitser 

Verschiedene Beiträge , 

Deberscbnss einer bestehenden Stiftnng . . 



270.000-00 

13.440-00 

10.007-66 

12.175 60 

35.80000 

111.580-25 

164.6 1959 

12.20000 

51.lK)0-00 

11.537-79 

228 777-95 

138.81000 

548.06247 

U.024-95 

8,000-00 



13.500-00 

672-00 

600-38 

608 78 

1.64000 

5.385 12 

7.613-48 

480-00 

2.55000 

576 89 

11-379-55 

6.655-50 

24.34736 

551-23 

40'J-OO 



Zasammen . . .j l,627.a^6-35 76.860-29 | 
Wie ans der vorstehenden Tabelle ersichtlich ist, nehmen die Hans- nnd Renten- 
besitzer den grössten Antheil sowohl an der Zahl der Stiftnngeo, als anch an dum gestif- 
teten Capilale. Der Grösse des Stiftangscapitales nach steht ihnen zunächst Se. Majestät 
der Kaiser, sodann die Gatsbesitzor, Beamte, Handelslente, Geistlicbe, bohere Sanitätx- 
personen, Corporationen. der Staat, Advocaten, Gemeinden, Lehrer, die darch Beiträge ent- 
standenen Stiftnngen, Länder nnd culetat der Ueberschnss einer bereits bestehenden Stiftnng. 
Was die durchschnittliche Grösse der einzelnen Stndentenetiftnngnn anbelangt, 
so ergibt sich ans der obigen Znaam men stell an g folgende ßangsordnang: 



Hittbwlnngen und HiscAllan. 



81 



Stiftar 



auf 1 Stif- 
tnng io ü. 



So. Hajutftt der Kaiier .... 135.000 

d«r Staat 13.4^0 

Gnt»be>itMr 13.457-52 

Ucbenchiua einer StiftnoE . . . 8.000 

Bnu- und Bentenbesitzer . . . 7.6ir98 

Beamte 7.157-37 

Hudelilente 6.94050 



Stifter 



mf 1 Stif- 
tnnc [d fl. 



Advocaten 6.100-00 

Corporationen S-lU'ÄS 

Sanilätsperaonen 5.100-00 

Länder 5.003-83 

Geistliche 3.281-77 

Beitrlige 1.57500 

Qemeiöden 1.521-97 



Die Höhe der 8 Stittangen, bei denen die Zabl der Stipendien nicht angegeben 
M, beträgt 121.545-31 fl. dst. W. mit einem Jahresbetrage per 8-57726 fl. 
Diese Tertheilen aich dem Charakter der Stifter nach, wie folgt: 

CapitalabatraK Jahreabetiag 
der der 



G&tabeiitsflr 

Hase- and fientenbeiitxer 

Corporationen 

Beantea 

Sanitilipersonen .... 
Bandelaleiit« 



Zabl der Stlf- 
tongeD 

2 
2 
1 
1 
1 
1 



Stift nn gen 

86.245-21 
45.30000 

6-000 
10.000 
16.000 

8.000 



Stipendien 

3.892-26 
2.265-00 
300-00 
50000 
80000 
400-00 



8 171.545-21 8.157-26 

In derselben Weise, wie bei der Ermittlnng der Onrchschnitte nach dem Domicil 
det Stiften, entfallen anf ein Stipendium nach dem Charakter des Stifters folgende Dnrchachnitt« : 

HHbe eines Höhe eines 

Charakter des Stiflem ,S''?"?4!°^ | Charakter des StitUn ä''ä!*5Bt°W 



Ijtipe: 

in tl. 881. W. 



Sb. HiOntkt der Kaiser . 

Staat 

Linder 

Gemeinden 

Corporationen 

Geiitiiche 

Beamte 

Advoeaten 



300-00') Lehrer 

lt>8'00 ODtsbeaiUer 

11)6-79 ' Handelalente 

76*09 Haas- nnd Rentenbesitzer . , 

148*89 Verschiedene Beiträge . . . 

10990 üeberachnsB einer bestehenden' 

158-07 Stiftnng 

96-00 Höhere Sanitätspersonen . . 



96-15 
287-97 
139-12 
131-38 

68-90 

40000 
145-83 



Demnach erscheinen ats die grössten Stipendien das am den üeberachSssen der 
LStrenbnrg'schen Stiftnng nea entstandene Stipendium zn 400 fl-, Bodann die von Seiner 
Majestät dem Kaiser errichteten 45 Stipendien sn 300 fl- in Gold, ferner die von Ontsbesitzern 
cegrBndeten Stipendien in durchschnittlicher Höhe per 287-97 Ö. : die Darchachnitte 
dw von den flbrigen Bemfsclassen errichteten Stipendien stehen dorcbgebeuds nnler 200 fi. 
All die kleinitea darnnter erscheinen die durch Beiträge entstandenen Stipendien (6890 fl). 

Nicht minder interessant ist die näcbststebende Tabelle, ans welcher die Bescbiütn- 
knng dci Änsproches anf die einzelnen Stipendien nach der Art der Studien der Bezngaberech- 
tigten an entnehmen ist. Es worden nämlich für die einzelnen Arten dei Lebranetalteo gestiftet : 



BeachrinkaDg des Anspruches nach der Art der Stadien 



Stift imgs- 
Dapttal in fl. 
öflierr. Wahr. 



Or tlnivoriiUten 330.61250 ■ 

„ technische Hochscliulen 147.412-68 

„ Hocbschnlen Überhaupt 13.44000 1 

„ absolvierlB Hochscbüler 28.742'35 I 

, dniversi täten nnd technische Hochscbaieii 43.513-00 

g die Akademie der bildenden Künste 73.600-001 

„ Kittel- nnd Hochschalen 165-099 33: 

„ die Hittelschulen tlberbaapt tiO.376-33 

, Gjrainasien 155.081-78 

„ Realschalen 23.05000 > 

B Lehrer- and Lehrerinnen-Bildanesaastnlten 24.500 00! 

„ Bürger- nnd Volksschulen 2Z'4&-i 42 

a Speciatschnlen 82.58907 

„ Reiseatipenilien . . 7.iOÖ;o6 

Znsammen . . 1,178.479-46 

■( In Gold. 
Statistliebe Honafmlirift. laü.i. 



Stipend ien- 
batrag 1d fl. 
Qeterr. Währ. 



16.267-24 
7.204-32 
672-00 
1.48711 
2.175-65 
2-77500 
7.7-.J5-09 
2.815-56 
7 395-44 
I- 102-50 
1.190-uO 
1.163-12 
3.573-24 
300-00 



55.846-27 



8S 



UiUheilnngen tind HiBcellen. 



Von den 8 Stiftnnf^n mit nnbekannter Stipendiensaht entfallen »af die einzelnen 
Lehranataltes : 

.ArtderStndien «» dJ^Ä^« 

Universitäten 3.600 fl. 180 fi. 

ünivergit&ten nnd technische Hochschulen , . 36.000 „ 1.600 „ 

Mittel- nnd Hochschnlen 10.000 „ 500 „ 

Gymnasien 28.400 , 1.400 , 

Lehrerbildnngsanatalten 5 .3 00 „ 265 „ 

83.300 fl. 4.145 fl. 

Nach AbEug dieser Snmmen vertheilen sich die Stiftnngen (olgendennas^en : 



Beflchrinfanng des Ansprunbes nach der Art der 
Stadien 


eahl der 
Stipendien 


Stiftangs. 
oapltal 


Stipendien - 

betrag 


in aalden öatsrr. Währ. 




62 

26 

4 

9 

3 

7 

40 

33 

69 

18 

16 

13 

17 

1 


327.012-50 
147.412-68 

13.44000 

28.742-35 

7.51300 

73.600-00 

155.099-33 
60.376-33 

126.681-78 
23,05000 
19.200-00 
23.26-i-42 
82.589-07 
7.20000 


16.087-24 
7.204-32 

672-00 
1.48711 

375-65 
2.775 00 
7.225-09 
2.81556 
5.995-44 
1.1 02-50 ' 

925-00 1 
1.163-12 
3.573-24 

30000 








„ Universitäten und techniHche Hochschnlen 
„ die Akademie der bildenden EüDste . . . 








„ Lehrer- nnd Lehrerinnen-BildnngsanstalteQ 




„ Beise Stipendien 


Nach dieser ZaBammeustellnog stellt 
dinms bei den einzelnen Lehranstalten in nac 

Art der Studien d"4infrw. 


317 |l,u95.179-46 | 51.70127 
sich die durchschnittliche Höhe eines Stipen 
listehender Reihenfolge heraaa: 

»^ j B.. j- al' ' Stipen- 
Art der Studien ainm in ü. Ö. W 


fnr die Akademie der bilden- 
den KäDste 396-43 

„ Relaesüpendien 30000 

„ technische Hocbscholen 277-08 

„ Mittel- nnd Hochschnlen . 18062 
„ Hochschnlen fiberhaupt . 168-00 
„ absolvierte Hochachflier . 16523 


für Universitäten n. technische 

„ Bärger- n. Volksschulen . 89-47 

„ Gymnasien 86'89 

„ Uittelschnlen 8532 

„• Lehrer- nnd Lehrerinnen- 
Bild nngsan stalten .... 6166 



Es ist ganz natürlich, dass sowohl in Bezng anf die Höhe des Stiftangscapitals, 
ola anch in Bezag auf die Höhe der einzelnen Stipendien die hQchsten Zahlen bei den 
Hochschulen figurieren. Diese Leiiranstalten befinden sich in den oieistbe Völker ten Städten 
der Monarchie, wo die Nahmngs- und Wob nungs Verhältnisse bedeutend schwieriger 
sind, ab in kleineren Städten am flachen Lande; auch eibeben die Studien selbst an 
diesen Anstalten bei weitem die grösaleo Ansprüche an die Stndierendeu. Für die 
höhere wissenHchaftliche Änsbildnng wnrde ein Stiftongscapital per 728.819-86 fl. mit einem 
Jahresertrage per 35.53076 fl. gestiftet, was nahezu 45 Percenten des Gesamrat-Sliftnngs- 
capitals gleichkommt. Für Universitäten allein 330.612*50 fl. mit einem JahresertraRe per 
16.26724 fl. Vergleicht man nnn das Stiftangscapital, welches itnGdrflcklich far die höhere 
wissenschaftliche Ansbildung gestiftet wnrde, mit der Snmme jener Stiftangscapitalten, 
welche, mit ElDscblnss des kaiserlichen, von Geistlichen, Beamten, Advocaten, höheren 
Sanitätspersonen, Lehrein nnd Gntsbesitzern, also lon Personen, welche ihrer socialen 
Siellnng nach eine ähnliche wissenschaftliche Ansbildung genossen haben dSrften, so zeigt 
es sich, dass die beiden Snmmen eine verhättniasmäasig geringe Differenz aufweisen. 

Von dem Oesammtcapital wurden ausachlieaslich 201 Percente für Univerailftten, 
9-1 Percente für technische Hochschulen, 9'5 Percente für Mittel- und Hochschulen, für 
Mittelschulen überhaupt 37 Percente, fiir Gymnasien TS Percente, (dr Realschnlea 14 



Mittlieilaiige& und Miscellen. 



83 



PerceDle, gestiftet. Ohne Bezieh ränknn^ des Anspraclies tuch der Art der Stadien wnrde 
«in StiAangicapital von 448.556*79 d. . tHno ^7'5 Perceate des sesammtea Stiftangs- 
capilala inr Emchtung von Stadeulenstiftangen gewidmet. 

Eine weitere Beschi^kong des Aaspraches auf bestimmte Stipendien, n&mlich 
die nach dem Heimatsrechte der Bezugsberechtigten, bringt nachstehende Tabelle zur 
ADSchanang ; 



Heimat der BeznKvberecbtigten 



Zahl df r 
Stipendien 



atiftnnsB- 
capitBl 



Jahresertrag 
[ der Sltftnng 



in Onlden iiaterr. Wllir. 



, Wieder- Oesterreich 10 31.40000 . 1.47500 

ObBr-Oeaterreich 2 20.00000 '■ 60000 

' Salibnrg — — — 

Steiermark ■. 15 54.52000 2.696-00 

; Kärnten 1 1.00000 5000 

Krain 44 lH6.99a-00 5.820-60 

KOstenland 3« 157.11500 7.400-75 

Tirol nnd Vorarlberg 18 29.257-80 1.482-88 

Böhmen 37 117.46000 5.723-00 

Mibren 44 81.07572 3.991-64 

■ SchleafeD 3 2.300-00 11500 

Galixien 95 39Ö.632-57 18.737-32 

Bukowina — — — 

Datmatien — — — 

Oniarn . ■ 1 8.0i»0Q 40000*) 

Znsammen. . 309 1,035.75309 4y.4y2l9 

Vergleicht man nun die Zahl der Stipendien, bei welchen der ADspmch anf eine 
beatimmte Heimat beschränkt ist und die Hohe des fär dieselben gewidmeten Stiftnogs- 
capitalB mit der Zahl der in den betrcdenden Ländern gestifteten Stipendien überhaupt nnd 
der Höbe deg Stiftnogucapitats derselben miteinander, so ergibt sich folgende Zasammenstellnag : 



Zahl der üiipendien 



Stiftnoescapital der 



Land 



ülierbaopt 



für eine 

bestimmte 

Heimat 



in einem Lande ^i^P*h°i''S ""' 
Stipendien "'^^^^"t, 
in Gulden ü*terr. WUir. 



Nieder- est erre 1 ch 
Ober- Oest erreich . , 

Salsbarg 

Steiermark 

Kfimten 

Krain 

Küstenland 

Tirol nnd Vorarlberg 

Böhmen 

Mähren 

Schlesien 

Galiaien 

Bukowina 

Dalnutieo 

Ansland 



115 



22 

Ö 
45 
bS 
21 
43 
39 

1^4 
4 

2 



10 
2 

15 

1 
44 
311 
18 
37 
44 

3 
9.1 



577.53000 



75.720-OÜ 

3.1.0000" 
127992-00 
17^.826 31 

52.8H7-?0 
111.67100 

60.65355 

1.800 «0 

378.79.i-57 

!*. 1501.10 

4.6i:'0-00 



31.400-ÖO 
20.0I0-00 

54.520-00 

1.000-UO 

136.992-00 

157.11500 

29-a5i-80 

117.46000 

Si. 075-72 

2.300C0 

396.632-57 



8.CO0-00 



SnmiDc 



4S5 



3oy 



1.W7.036-25 1.035.75309 



Ohne Beachrunknng des Anspruches nach der Heimat der Bezngsberechtigten 
rmrdeD 176 Stipendien mit ein^m Capitaisbetrage per 591.28316 ft. iist W. errichtet. 

In Percenten aQsgedrn.-kl st'.-IIt sich da^ Vcrhültniss des fiir ein bestimmtes 
Land gestifteten Capital.« zu d<'m in dem betreffenden Lando nur Errichtung der Slndenten- 
■tiltangen gewidmeten Capitaie Ii'T.i-h. wie tblgt- 



*( GrBHich I.üwenbnrri'dclie :^tiitnng. 



84 



XittlieilnBKrn nml Mlitellcii. 





Dm aatli dar Hpinnt 




Dm 


«■ch der H«lDwt 




bwtohrbkt* C^tllAl In 




bcNoliplnkta Caiiiul iD 


LtLMH 


Prtceutesdiea e««>iiini> 


b* B 4 


r»i 


:eaU]ldMcMUDia- 




tan Stirtiificacapitali 




tur 


Si iftunipieap llal> 

d(U t.BDdM 




BAlimea 




Nfad«r-Qe«Utrr»Icti 


5 


. . 


106 2 


Stei«rBftrh 


73 


Hfthr«!! . . . , . 


, _ 


KlO-5 


Kirnleii . . 


3 


ScUeslsB . . . i 


^ _ 


1X7-7 




lOT 




_ , 


10« -7 


K&sicnUnil . . , 


90 




_ _ 


l7$-9 




&S 









Ea Mflxt dtv YvraDcbiiiiic nnhe. hiRniftcli dca weitncn oder raceren Pslrioliinos 
der Stifter d«ir rioEcIofB Llii(l«r sn beBrtliiiilui. In 0«c(ie aaf iliin ■reitefen. die (iefiinnt- 
li«lt der JD dem Baklwratbe vertretcDeu KOuip^eicl» anJ Lflnder aafa8iieode& P«trii)liuiiaB 
«irde dviüBKcfa B<ikoirin& an der S[)iUf zd etohen kommvD. ii wtlrhsB Land* gm k«lnc> 
Stlfinnc«!! nJl Rotcher BsiokrtlBkaiiK V(iikgtniu«D; diewio saaAcliHl MaDd4 KinUD and 
Ilitder-Oosl«rreic)i. Dis aaf E»ia, BfllmHii, Mfc1ir«ii, Si'blesiea und Galiziea bfscbrftnkten 
StirtnngscapitalJen wfiaeii Über 1(10 Pereent« d«s im Lande g«»tin«l(ia Capitab aaf. 

Diajis EncbeisviK Usst eich dadnrch erklireti, dus« die Stifur ia dea Läüdera 
mit i;«rlDger*ni Pjtetnie d«o Anspruch aof doo Oeoasii der von iha«n «rricktct«» 9l)|iandlon 
»af das ßeimaUreckt in eintm bMtiuDaUn anderen Land« bMchntilit haben. Dias ist tot- 
iKglich der Pall bei Krain und Nibder-Owlemitli. B«i dem «rgtg«aaDD(«a l^anda itibt ileu 
AoMcblai; die 4>rftfljck Auirsperg'sdie Stade aUmtiftnug. Die in Nieder-Oealarrvicli «r- 
ricbttteii idtodeattoati/tODgea «rurdeii bla aaf «iuo Kafi|ge Zahl ia Wies, der Baapt- and 
lUsldeDEstadt dei Bctcb«>, errfdital. 

Dia ßeTfilkaniDg Wiens Ixotelit eben nicht blos aaa Personen, die In Hleder- 
Ooturrelcb helnialaberMhtigt «luil, auaileni Aatii uia AnfehSrIccn dnr ltbriK«n RrODl&uder. 
Jn vielen PAtIsu liUst die assdredüiche BMchrtokunf; des Anspracbcf aaf otnti liesUniutR 
andere Heimat dos BciUEsberecbtiEteu von Seite de^ in Nieder-OL-stemieb Ansa»ie«a ätirierH 
vemnthon, daas derselbe bei Erricblunc der fSliflung von dem Gefühle der Pietät za lelner 
umpfBogltchen Helm&l gnluitet «mtde. AawtcnJita aber wlnl der fflr KiedeT-Oesierrwicli eat- 
ralleude BetraK darrb diu iüls«iDcin«u SUftan^o St. Majaatlt erbfibt. 

Unter den In den i>bi|<a Tabellen aur AnKuhanonK gebrachtMi Baackriokangen 
irind naebitefaeDdo Beaehrlnkaagna dM AnprarJiiw ovth der Zngeh&rigkeil de« BetajH- 
b*r*r.btigtaD in eine becttatmto Gendade, einan baatiaimliMi FfuTsjo-'^tt^R!, R-xirk uor) ejutt 
DiÖMÄB inlmgrlffeo. 



SMOhrftukong in Auprn«bM auf bMtingmt« 



lOaplUifbMrAt Jahretbatrag 
Zahl der dar SUrtans der 8Upen41aa 
@Ü|>«ndl«n 



8«BelDdeo . 
Pfarraprengel 
Bezirke . - 
DiOcesGii . . 



95 
13 
SA 

6 



in Onldea ilaterr. Wlhr. 



30.936 84 
82.70000 
iO.OOOOO 



1.M6-I 

3-1381 

8401 



In RexiehaBE auf die Zngeb&rl^kelt der Bein sab« rech tfitton xa einer ren ättl 
•inxelnca äurt*ru auulrltcklich beitinunteo Nattonalltäi stelli ^Ich diu VeHhsHang folgen- 
deraasMB dar: 



für Dentsclie . . . 

, klaren fitierbanpt 

, Cechen . . , , 

, PqI«» 

, Kathues . , . 

„ Slovanaii . , . 

„ Magyaren . . . 



Zahl der 
Supasdlaa 

38 

8 

S 
IS 

r> 
1 



Stirianta- 
rapttal In fl. 

l21i.8W00 

mowoo 

a7.!)0o00 
83,249-24 

9-;»61Xl 
2100000 

8(i00-0l> 



JabreAetrait 

dar Siliwndiao 

5.wa-üo 

840-00 
I.19.VflO 
3-574-21 

4&5-Sb 
l.OMVOO 

400 OO 



Auiilritklich obne Ituebniatning du Ansprncites des Bfxag'berechtigien auf «ia« 
bratimmtc Nattennliläl warditn im Gan8i*n 3 .Stipondien mit einem Sliimng'i'-'apitale imr 
IG'^üO 1. mit Piaem JahrMirtrac« Ton SiS H j;fistirt«t. Das t:r>>M>te Ca|iiUl wnrd« in diiirer] 
ttlrktaag filr dla A(ii;e)ii)ri|;«e d»r dRat«ch*n and dnr jxiltiiaehin NalionkÜUI , «in Capll*l 
ptr 161.94^ 6- für alle Anschöiigou dt» «laTiacliea VolkavtaoinHit, Kenlifl«!. 1« Dnrck-.J 



Uittbeilnngen und Uiscellen. g5 

■chnitt« kommt bei den für die Angehörigen der deatschen Nationalität anBScblieaslich 
errichteten Stipendien anf ein Stipendinm ein Stiftnngscapital per 3.231'57fl., fär die dem 
sUviHcfaen Stamme Angebörigen ein lolcfaes ron 4.04862 ü. Der grösste Durchschnitt ent> 
mit jedoch anf das fQr die Angehörigen der nngariachen Nationalität mit einem Stiftnngs- 
capitale per 8.000 0. errichtete Löwenbnrg'Bche Stipendinm, Bodaan anf Ü» fär die Ange- 
hörigen der polnischen Nationalititt errichteten Stiftungen mit 5.549'9ä S. Diese anffallande 
Höbe des Darchschnittei bei den aaadrücklich filr die Angehörigen der polnischen Nationa- 
titit errichteten Stiftungen itsst iich damit erküren, daaa die Uehrsahl dieser Stipendien 
vom polnischen Adel mit der weiteren aas drücklichen Beachränkung anf die adelige 
Abkauft errichtet wurde , in der Eweifellosen Absicht, den Angehörigen des rerarmten 
polnischen Adel die Bedingungen zur höheren Bildung an schaffen, hierdurch indirect 
dessen materielle Lage zu verbessern nnd seinen Einflnsa aaf das öfibnt liehe Leben m heben. 
Mit der aasdrück lieben Beschränkang des Anspruches anf die Angehörigen einer 
bntfmmteD Confession worden in dem Zeiträume vom Jahre 1876 bis incl. 1863 46 Sti- 
pendien mit einem Jahresbetrage von 7. 534'5ä fi. nnd einem Stiftongscapitale von 161.652'25 fl. 
([estiftet. Diese Snmmen vertheilen sich anf die einzelnen Confessionen fotgendermaasen : 



Zahl der Sttftnngs- ^j''BuJlSS3i£i 

Stipendien eapital la fl. in fiT^ 



fOr die römisch-katholische Confession . . 24 81.765-75 3.540*21 

s „ griechisch-katholische Confession . 4 8.629'91 431*49 

, , evangelische Confession I lO.OOO'OO 500*00 

, „ christliche Confession überhaupt . 9 39.120.00 1.966-00 

„ „ mosaische Confession 6 22.136-59 1.106*82 

Bei 9 Stipendien mit einem Jahresbetrage von 2.097*50 fl. and einem Stiftnngs- 
cipitale per 41-950 fl. wnrde von d«n Stiftern die ausdrückliche Anordnung getroffen, 
dasa dieselben ohne Unterschied anf das Beligionsbekenntniss der Bezagsberechtigten zn 
verleihen sind. 

Als eine weitere Beschränkung des Ansproches auf ein Stipendium kommt hier 
die Abkunft der fiezngsberecbtigten in Betracht 

Es wurden nSmlicb iu dieser Hinsicht gestiftet: 

zahl der Stiftnnga- dM^SUpendSi 

Stipendien eapital In fl. j^^, 

(Or anucbliesslicb Adelige ? 108.625*00 6.431*26 

. „ Beamtensöhne 13 38.574*63 1.848*68 

» „ Börgerssühne f 17.850*00 89250 

Fär Waisen wurden blos 3 Stipendien mit einem Jahresbetrage von 156 fl. nnd 
einem Stiftungscapitale von 3.120 fl. errichtet. 

Ausschliesslich für die Verwandtschaft des Stifters wnrden im Ganzen nor 
9 Stipendien mit einem Jahresbetrage von 1.472 fl. nnd einem Stiftnngscapitale von 
30.862 fi. gestiftet. Vorzugsweise Tdr Studierende aus der Verwandtschaft des Stifters 
wnrde ein Stiftnngscapital von 113.068*76 fl- mit einem Stipendien betrage von 5.370*22 fl. 
gestiftet. Die Zahl der Stipendien bei dieser Art von Studentenstiftnngen liess sich aus den 
Angaben über die Stiftungserricbtung mit Genauigkeit nicht entnehmen. 

Schliesslich wäre noch zu bemerken, dass in dem gesammten Stiftnngscapitale 
dieses Zeitraumes die Stiftungen, welche anf Todesfall errichtet wurden, mit einem Stiftungs- 
capitnle per 668.586*22 fl. enthalten sind. Das Stiftangs eapital der unter Lebenden errich- 
teten Studentenstiftnugen betrigt 958.45003 fl- Captk. 



VorIXufige Stidie über die „kleinen Einlflger" bei den SpircaBHii in Jihre 1883. 
(Uit besonderer Berücksichtigung der Postsparoassen.) 

Die österreichische Sparcassen Statistik wnrde heute ihrer Anfgabe nicht vollkommen 
gerecht werden, wenn sie nnterliesse, bei Cntersnchnng des Einlegerstandes unserer Privat- 
oporcassen die Verhältnisse der seit dfm 12. Jannar 1883 in Function stehenden Poatspar- 
caason an verfolgen. Wir haben sie als einen wichtigen Theil des staatlichen Hilfscsssen- 
veaena anzusehen, und wohl nicht Viele werden den Unth haben , ihnen im Principe die 
Bedeutung abzusprechen. Wie sich das Institat in Oesterreich bewahrt (wo das seit 1661 
bei den englischen post-§tningi-bankt mit Erfeig angewandte (fws-£iitr;-jS'yt(e«i eingefahrt 
iit), mag die Erfahrung zeigen. 



86 



UilthniluDcca val MiscoUoB, 



Die Sutiitik der PrivatiparcuMn vini bCcIi, «ia itleK avlioti fni Jkbre 188:! roa 
«iiHOi ir1»btrai>a Aclor laT ilivivra Gvliirto in Auatlcltt sanomBien wnnle '), geaan Über 
ilta Erfol]:" dvi' ['<uit»]isrcaiim<ii 311 infDnTii«r«n liabea. B«i eiBgulieniler BehaRdliuig d«r 
•iDxvl&oo Tbeiltr der Axivmleliiiwhaa ^pareuMiutUttelik wird ithcT iliirauf snrackziikoBiinen 
1*10. VorUuliK DR^ t> Tieltidcht einig«! IntOfttse halmn , iiv Benr.gutig dvr „klein«» Ein- 
log^f KU beulucblcD, «oweit diu RMuIlatu vorliegsn. 

I>ilil«r Unat du Hat«rlal noeli katuu enchOpfond« Bekaadlang zu. Einig« AnalalUn 
bkbun > ntohl elminl Jetxl, ISad* lElM, die Daten ht 18S3 «ingMaadtt & an» dMbalb 
lietoDi «crilfto, d>f( Bock nickt all« Zahl«a io den folB«>den Tabellen fagtatekeode ainil, 
in Galiaitn nidil einmal die äcUauxiff« der ElnI«g(T. Doch dBrltot die Daten dem vor- 
liegtndtn Zwecke genllcut. 

In den folceiid«D Tiib«lleii i»t die D«««ci)iijr im Stand« d«r ae^aanatoa , kleinen 
Kioiegir" li»r«D8S'Erlß'i>n, wie ja ascb tiahar «jlion di« S|>.-trcus»«Dstali6tik die •iRootlicken 
tfpdicr mit ScUdbk <l«f äreoiea nntof üOO S. und tod öOU bU 1000 fi Eialage betender« Cast> 
inKtrIlun sucku. L'u divMv Tornvbmlich Itatulelt a nicli. wenn der Kinflnaa inT l'oaUpartaa a i i n 
auf die EalwkklünK der rtivnUptircaMnn nnlennirJit werden n«lli denn in erater Lini« mui 
die PoetaparcaaM iraiaer ia Dienate eben dienei kldinoa Iicnte nahen. 

Die BerrerhebanE dimer flnippe vun Hpurcrn ciiit aber nugleicb oiDifEvn AnCMhlam 
kber dfc Frage, ab du kütlae Onpital, dna sie reprä«e»lienu , anch dio Ziucnrodnctifla 
nilBast, weldie doa grime Caplul et»ii]^ nnd «rUasu Die SpsrcaMen, wrlchn cinnn nach 
iu. Blnlftg«(üi4he dlffcrendeiten PaioivcinaAiaii feathallcD, baben eelbat damit «cb«n d«ai 
Gedukoi Auadrock gegnben , dana ein bJoa «loantüaiirer Uottiachitd »aEicich eine tjefo 
VGnctii«>dct)beit in der Art iMtKraadea kann. Ee wird dirnn besondcn wichtix. »u uIiob, 
wie «icb An ZinaftutdilTerena der PoHaparcataen uod der PrlvaUparcWMO R<q;enill>nr itrraile 
daa klaias Capital verbklt; iaabernndcie, ob aich beim Stand« der .klrim.-n Kiulvset" der 
PriTatapucagiten eine DenoetuweTthe VerAndemnc «Igt. welche dnrcb das fuitMiMrcanun- 
w«ian «neust sein kannte. DJ« zn vertolgen dimt Tabelle I.*> 

Diu faat ge^MamasBlga Ceaatana in der Venhellacg der beiden Kinleg«rdaiuteu 

Segvnabcr dn GseammUBtil bat tkb auch In Jabr« 1883 bcwILkrt. Von dar G««antHUakl 
«r Kinleier ateb«n im Ganxen faat genaa drej Viertel in d«r Ornppe der garingaiDn Ein- 
lagen , nnd igt an«h io Jakre 1683 nnr eine kleine Abnahm« Iknr Pcrc^ntxahl (nn 28] 
nad eine noch klviaer« V^rdi^iubsnE (0-O4 Pertwat«) an Gcnvleu der awiitm UiaiM (guO bis 
1000) ta b<M*rk«B, ae daaa dunuii weder ein £iafln(it der P<v»ts{iaroa«t«o anf dln ganxe 
r:ni])po nlxirkaupt, ou<li etwa schou eine Anregung sn urdnavt^t Firqaens der Privat- 
iJI)aiviplag«n s««iter Gruppe darok di« klelniteo Fosteiitlvst-r K'^'^Ie"'^ wer<l«B kann. 

Die (Jrüsao der liBW-f^iiig rrfikreii wir nxu der Tabellv II. 

Vo eine kleiau AbDubaia dcK Bialegcralandee gegenäbeT dtm Voijabre crachunt 
(EAitenland, Galinien), dftrfto die» uurdie anrullttiadiEen Daten aanlckzankren aoia. Hier 
uod d« scigl eich dae Abuabinc itn <{u wache purcenlu) docb achaint onn dicaolbt an 
ninianal nnd ist wieder andeierteita dnrcb eiu SiciEcn ä&t Znwach ipnrcen toa in 
nanckfn Lindem so aebr abgcacli*&chl, daas wir ancli darans nock kriaco Cinflam der 
PoaiHparcBsncu an folgern waneu. Bcirägl doch in der (•nnmie dia Abnahme dea lelativta 
Znwachtce laut Tabelle IIb nichl einmal ein Pereentl lö'Sl Pctcente). 

Hoch klarer eraohetnen die Ueialtaie xiir VerEl«lcknn« in dem xweitoa Thetl« 
der Tabelle II 0»), der die EioolandsErnppea duefellt. wie ale in den »taiiaü*cliea Publica* 
ti«neB dea PwiaparvaaBenamtB XDaainniaagelum aiad.'; Es er«c>bl (iub daran» nnr bei dar 
Qrnppe OnltueuDukovina eine AbnnlitB« ( — OXfl Percente), in allrn aadrren tikndern ein 
WaebMD dea Einlegerstandes, allerding« Id manebnt Lkndem ein« Abnnbma der Inleoeiiät 
dl«Mi Wavbaena; dafUr in eiaigen wieder ein bedeoteadet Steigen der iBteuiiAt. 

Hadideni wir alao bei d«n kleinen Kialagen noch keinen wtwenüifbuB Einlawi 
eonntnlieran k5nnei], wird earon Inifrenee sein, die gwamml« Einleger- nad OapitolKbewagnag, 
waa das Znstrflmen von Sparern nnd t>iMr»inlagen aalangt, bei den PrivatapareaMMn z« 
1>esbnehle«, am [Br die Frage *inn Baala na gewinaim. ob Sbnrbaapt ein FJndnu der 
pMt»i»icaR»e wakmebinbiT iat, Diee erfabreu wir naa Tabelle HI. 

Wir dürfen wubl aar Veii^leiciiDiig glei'-'h die IV. Tutidle über dl* b«l dem 
k. k. raitaparcaueaaail« eingileglen Capiialien anrilgeu. Tab* Verlbfilaag dtc aafT««hl«ii 
Conti beaDRÜcb der £inl«g«tiaiU anob Kroalftadem iat leider aiu den B«richt«n nicht s« 
cuDBlraiervii. wohl aber die etnaelnea Qutkabnn Ende 1883. Ana dleaeu wird maa ßglicb 
auf die Temperatur der BctbeiUgpng fkr die einzelnen EcoalAndur schlietatn kdaaen, wenn 
man die in dieatr Talelle eingeaielltn Intensitktareibe der Kn>ol4iider ftwUiilL 



■) Vgl. ,Oeet«ireteln SnarcaueB Im Jabr« ino* von Balarieb Rb renbergar- Statut. 
UosatMbrift, lahnc, Vllt, 3. »«. 

*) Die Uattn far die fräberen Jabte «Ind tbr die I. Tabelle ena dem nafnBMndan Woft* 
Uwr die teien. 3paroa«sea, beatbellet von H. Ghrenberxer. catbalren Im Vltl. Bande der ran 
der k. k. etatiat. C*nlral*C«mmlafeloo Uena*g«gotii>n*n „OeMorr. Statiitlk* gonoiBBUB. 

', Varel, die ClrnüarTerordiianRnbillter dea k. k. Fo«i »pareaMe n amiee TOC 18U u. liae. 



Mittheilniigeii und Uiscellen. 



87 



I. T« belle fiber die ADzahl der Ende 1883 bei den üsterrei ch ig ch en Privat- 
sparcasaen anfrechten Conti der „kleinen Einleger." 



1 Land 


e r 


;!fehil ier Hldlegfr'j 


In Per.'enlen 

itt 
Ge-Batumlz^bl 

bei we- bei 300 
DlgArala ^il! 
Smä. lotio rl. 

72-59 13-82 
73o6 13-71 
7393 13-54 


VerB-uliielit 
Tor 


□g diäter 
legQa das 

b«! £h^ii 
lOTOd. 

- o-ll 
" 017 


Vc cum Int- 
el D leger. 


mit 
treiiizer alu 


mit .Wi Üb 

\oati H. 

23.730 
24.666 
25.531 


weniger 

+ 0-97 
+ 0-37 


■atil des 
Laoides 


Nieder- 
Saterreich 


(1881 

1882 

II8S3 


124-628 
132.314 
139.366 


) 171.692 
') 179.868 
') 158.501 


Oher- 
Österreich 


(1831 

1882 

ll883 


97.408 
101.059 
103.954 


17.811 
18.260 
19.054 


73-31 
73-44 
7307 


1340 
13-27 
13-39 


+ 0-13 
— 0-37 


— 0-13 
+ 0-12 


132.868 
137.613 
142.271 


SalibarK 


11881 

1682 

Il883 


16.635 
17.666 
18.267 


3.152 
3.289 
3.541 


77 17 

77-45 
7664 


14-62 
14-42 
14-86 


+ 0-28 
- 81 


— 020 
+ 0-44 


21.554 
22.809 
23.635 


Stnermark 


(1881 

1882 

11883 


150.412 

15^.070 
162 6.34 


19.627 
20.161 

21.894 


7924 
7915 
79-22 


10-34 
10-29 
10-67 


— 0-09 

- 007 


— 0-05 

+ 0.33 


183.354 , 
195.928 * 
205.290 '■■ 


1 Kirnten 


(1881 

1882 

US83 


28.190 
29.846 

32.085 


4.308 
4.544 
4.914 


76-42 
76-34 
76-39 


1168 

11-62 

U-70 


— 008 
+ 0-05 


— 0-06 
+ 008 


36.886 ■ 
39.099 ; 
41.999; 


Knin 


(1881 

1882 

Il883 


26.276 
27.554 
29217 


3.848 
4.05!t 
4.»77 


77-58 
77-40 
77-27 


11-36 
11-4U 
11-58 


- 0-18 
— 013 


+ 0-04 
+ 018 


33.870 ' 

35.599 

37.809 


Küstenland 


fl881 

18^2 

1 18S3 


8.711 
9.31)5 
9 233 


1.407 
1.713 
1.912 


75-95 

75-87 
7-^-99 


12-18 
13-97 

15-12 


— 0-03 

— 2-83 


+ 1-79 
4- 1-15 


11.549 
13.264 
12.649 


Tirol nnd 
Vorarlberg 


1881 
1832 
1S83 


62.324 
66.676 

75.002 


9.496 
11055 
12.667 


7814 
76-46 

76-06 


11-91 
12-63 
12-84 


— 1-68 

- 0-40 


+ 0-77 
+ 0-16 


79.759 
87.205 
98.598 


Bobinen 


(1831 

1832 

11833 


309. M8 

319.671 

") 331,272 


.55.721 
58-769 

60.5Ü2 


71-81 
71-70 
7118 


12-94 
13-13 
1300 


- 11 

— U-52 


+ 0-24 
— 013 


430.532 
445.844 
465.361 


Mtbren 


1881 

1882 
1883 


68.761 
75.128 
77.2U3 


11.191 
11.647 
12.650 


74-29 
75-12 
75-3» 


12-09 

11-65 
12-17 


+ 0-83 
+ 0-26 


- 0-44 
+ 52 


■) 92.557 

99.999 

104.281 


Scblesien 


(18S1 

1882 

(1883 


29.886 
31.314 
32.122 


4.106 
4.578 
5.069 


80-50 
79-35 
7S-34 


11-06 
li-60 
12:i6 


- 1-15 

— 101 


+ 54 
+ Ü'76 


37.125 
39.462 
4i.001 


Galizien 


[1891 

1882 

11883 


60.'t9^ 

72.336 

■■■) 76.511 


8.1>^- 
9.151 

■) y.109 


78-86 
80-32 

80-7U 


10-74 

10-16 

9-60 


+ 1-46 
+ 0-38 


— 0-58 

— 0-56 


*) 76.207 
90.061 ■ 
") 94.803 


Balcowina 


1881 
1882 

1S83 


4029 
4.355 

4.808 


t>50 
636 
721 


72-35 
72-33 

7211 


11-67 

11-39 
10-31 


— 0-02 

— 0-22 


— 0-28 

— 0-58 


5569 
6.021 
6.667 


Dalmatien 


(1881 
{l882 
ll883 


"■) 157 
"1 163 
'■■) (74,374 


23 
25 

"•) iS) 96 


80- U 

8i>7ü 
71-02 


1173 

12-.38 
1818 


-f 0-59 

— 9-68 


+ 0-65 

+ 5 80 


'0 196 

") 202 

528 


Snmme 


f 18S1 

18S2 

llS83 


986.713 
1,1.142.4.57 
1 092.049 


163.258 

172.603 
182.U67 


74-74 
74-89 
74 61 


12-37 

12-4U 
12-44 


+ 0-15 

— 0-28 


+ 003 
+ 004 


1.320.218 
1,391.974 
1,463.593 



*) Um dleTahflle iiii:lit ucnijthiit zu nberrüllen, ist vod einer Kinnteltnuf!: der Ziffern für 
die gröfserMi BiaUe^r, butIi bei äen ]'oriftnts»-zen. Umgang ftPnommpn worden. 
•) Ohon flto ers'e fisterr. :^i<iircB#«e in Wien mit 3l6.-Sä Einifgern. 
•l Hlerliel sind B'ihm.-Lei|.a Bnd Tsplitz nach dem Perrentsatze des VoijBhree constrniert. 

1) Qha» Mihl-iäflb-TrÄbatl. 

•) ijtane Tamow. . ,, .. 

■) Oh&e die ErKebnifss des erst non RefTründeten InittituteB in TrembowlA : fiir * lelicxku 
wudes die Ztlfera caoh dem Percentiatze des Vorjabre^ con^lmicrt. 
<■) übne Zata. 



88 



Hitthei langen nnd Hiacellen. 



Das ZnströiDes von CapiUl nnd nicht der Capitalstand am Ende des Jahres bei 
den Privat BparcasRen scheint nns gerade das zn sein, woranf es hier ankommt. Denn die 
wieder entDommenen Gelder haben wohl ihren Einflnss anf die Postsparcasse innlchst ver- 
loren. Dieser Zoflosa von Capital ist non bei allen L&nderproppen mit Ansnahme von 
Ober-OeeterreiGh-Salzborg nnd Galixien-Bnkowina im J. 1883 gestiegen, sogar imZnwachs- 
percen te. 

Bfibmen, Tirol-Kfisten land nnd Dalmatieo weisen eine enorme Steige- 
rang des Znwachspercentes auf. Deonoch steht auch in der Inten sitätereihe der Postspar- 
caisen-Betbeilignug Böhmen an aweiter, Tirol etc. noch an vierter stelle I Die ZnflEiaBe 
strömten also nnheirrt, wie ea scheint, nach beiden Bicblnngen. Nieder-Oesterreich, 
Hfthren nnd Schlesien, die in Folge ihrer regen Betbeilignng am Po^tsparcassen- 
Institate einen B&ckgang des Capitalenflnsses bei den PrivatsparcasseD vermnthen lassen 
sollten, weisen im Gegeniheil beträchtliche EihÖhangen des Zn wachaper ce ntes aaf. 
Da bei allen diesen L&ndem anch die Anzahl der Einleger bedentend Engenommen hat, 
darf man sogar schlieHsen, dass es sich grÖBstentheila nm die nns vor Allem intereaaierenden 
kleinen Einlagen und Nachlagen handelt. 

IL Tabelle Aber Znwachs andAbnahme in den einzelnen Einlegerclasaen: 

al Kach einzelnen L&ndem. 



L ft D d e 


r 


1 Znwachs -f- oder At>- 

nähme ~ des 

BialegerBtandts 


VerBoblebnnic 
Im ZawaohBpetccnte 


Zn- oder Abnahme 
des ZnwachiperoBDt* 


gegenüber dem Vor 


a ta r e 


bei den 

BlnleK'ra 

.unter bOO fl. 


bei den 
Binleicem 

von 
soft— 1000 fl. 


nnter600fl.„^{'S„a 


bei den 

Ein legem 

unter m)0 fl. 


bei den 

Binlfgem 

von 

JOO— lOnn fl. 


Nieder- 
Oesterreich 


1882'+ 7.686 
1883+ 7.052 


+ 936 
+ 865 


+■ 6-17 
+ 5-33 


+ 3-95 
+ 3-51 


— 084 


- 044 


Ober-Oesterreich {fg + 3-651 


+ 449 
+ 794 


+ 3-74 
+ 2-86 


+ 2-52 
+ 435 


- 0-88 


+ 1-83 


Salzburg 


1682 
1883 


+ 1.031 
+ 601 


+ 137 
+ 252 


+ 6-30 
+ 3-41 


+ 4-34 
+ 7^6 


- Ü-89 


+ 3-32 


Steiermark 


1882 
1883 


+ 4-628 
+ 7.564 


+ 534 
+ 1.733 


+ 308 

+ 4-88 


+ 2-72 
+ 8-59 


+ 1-80 


+ 5-87 


Samten 


1882 
1883 


+ 1.656 
+ 2.239 


+ 236 
+ 370 


+ 5-88 
+ 7-47 


+ 5-48 
+ 8- 14 


+ 1-59 


+ 2-66 


Krain 


11882 
11883 


+ 1.278 
+ 1.663 


+ 211 
+ 318 


+ 4-86 
+ 6-03 


+ 6-48 
+ 7-83 


+ 117 


+ 2-35 


Küstenland 


1882 
1883 


+ 691 

— 72 


+ 306 
+ 199 


+ 6-81 
- 0-77 


+21-75 
+1I-Ö1 


- 7-58 


-10-14 


Tirol nnd 
Vorarlberg 


1882 

1883 


+ 4.352 
+ 8.326 


+ 1.559 
+ 1.612 


+ 6-98 
+12-49 


+ 1641 
+1458 


+ 5-51 


— 183 1 


Böhmen 


1882 
1883 


+ 10.503 
+ 11.601 


+ 3.048 
+ 1.733 


+ 3-39 
+ 3-63 


+ 5-47 
+ 295 


+ 024 


! 

— 2-52 


Mähren 


1682 
1863 


+ 6.367 
+ 2.075 


+ 456 
+ 1.033 


+ 9-26 
+ 276 


+ 4'07 

+ 8'87 


- 6-50 


+ 4-80 


Schleaien 


1882 
1883 


+ 1.428 
+ 808 


+ 472 
+ 491 


+ 4-78 
+ 2-06 


+1149 
+1072 


— 2-72 - 0-77 


Galizien *■) 


11382 
11883 


+ 12.238 
+ 4.175 


+ 963 
- 42 


+20-36 
+ 5-77 


+11-76 
— 0-45 


-14 59 


—12-21 


Bakowina 


1882 
1863 


+ 326 
+ 453 


+ 36 
+ 35 


+ 809 

+10-40 


+ 5-53 
+ 5-10 


+ 2-31 : 


- 0-43 


Dalmatien '*) 
Summe 


1882 
188;i 


+ 6 
+ 11 


+ 2 
+ 3 


+ 1-02 
+ 6-75 


+ S'69 
+1200 


+ 5-73 + 3-31 1 


1882 
188^ 


+ 55.744 
+ 49-592 


+ 9.345 
+ 9.464 


+ 5-65 
+ 4-76 


+ 5-72 
+ 5-48 


1 

— 0-89 


— 024 



") Bei diesen Daten ist nlobt zn fiberaeheii, dois die Oifferens minder grell wira, wenn 
das Haterial TollBtftadir vorliegen wOrde. 

") Zor VerEleloboDg ohne Zara gerechnet. 



Hlttbeilnngen und Sli Beeilen. 



89 



6J NBch den fikr die Anaveiae des k. ii, Postsparckiisen -Amtes anfgestellteD Lftndergruppen. 



ZUWBCUS 4- 

□iler Abnabme 

— d«a Kin- 

legrrBtindei 



VerachlebuDK 

Im Znwuch«- 

percent 



L K B d e r 



EaKenübsr dem VorjK 



Zu- oder Ab- 
nahme dee 

Z'JWftOllB- 

r urgen te« 
h r • 



Summe für «Uli 

Einleger 

not er lOOO fl. 



Iiel den bei den 
Ein- ] Ein- 

lecera |e|ei a 
nntsr 'v.tmbia 
SCW a. ! loou H. 



Salxbnrg 
BdhmeB 



Nieder- (1882 
Oeaterreich 11883 
Ob.-Oeaterr. 11882 
11883 

risäs 

11883 

Uihna aeSii 
SchlMien U883 

Oalinen /1882 

finkowiD* 11883 

Tirol, EQBten-)1882 

IsDd, Dilta. 11883 

StQiermuk, [1882 

Kirnt, Erun{ie83 



+ 7.686 
+ 7.052 
+ 4.682 
+ 3.496 
-f 10. 503 
+ 11.601 
+ 7.795 
+ 2.833 
+12.564 
+ 4.628 

+ 4.952 
+ 8265 

+ 7.562 
+11466 



+ 93^ 
+ 865 
+ 586 
+ 1.046 
+3.048 
+1.733 
+ 928 
+1.524 
+ 999 
- 7 
+ 1.867 
+ 1.814 
+ 931 
+2.421 



bei den 

fia- 
leg'rn 
nnter 
500 11. 



bei den 
Kin- 

T.5U0biB 
lOunH. 



6-17 
5-33 
411 
a-95 
3-39 
3-63 
7-90 
+ 2-71 

+19-59 
+ 603 

+ 6-95 
+ 10-85 
+ 3.69 
+ 5-39 



+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 



+ 3-95 
+ 3-51 

+ 2-80 
+ 4-85 

+ 517 
+ 2-95 

+ 606 
+ 939 
+11'30 
— 0-07 
+17 0» 
+1418 
+ 3-53 
+ 841 



S&flune 



JlSSü 
11883 



+55.744 
+49.592 



+9.345 
+9.4'>4| 



565 
4-70 



+ bU 
+ 5 49 



bei dsn 
Ein 

IsKern 
nLter 
üOO H. 



hei den 

Eia- 

l^Eern 

v.SO'bU 

louo d. 



Zu- 
vai'ba 

oder 
Abhll 



Zn- 
«ach«- 
percent 



Bewe- 

gonit im 

Zn- 

wacbB- 
percente 



- - + 8.622 

- 084 — 0-44+ 7 917 

- - + 5.268 

— 116+ 205'+ 4.542 

- — +1.3.551 
+ 0-24— 252+13.334 

_ _ + 8.723 

-5-19+ 3-33+ 4.407 

- - +13.563 
— 13 56— U-37+ 4.621 

- - + b.819 
+ 3-90- 2-91 +10.079 

— + 8.543 
+ l'7u+ 4-88+1:1887 



0-19! 



+ 5-81 

+ 504— 077 

+ 3'90 - i 
+ 323 — 0-67: 

+ 371 
+ 3-52 — 

+ 7-01 — I 
+ 3-60- 3-44 

+18-58 - ' 
+ 5 34 —1324 

+ 8-31 — 
+11-33+ 3-03 
+ 3-67 — 
+ 576 + Ü09 



- 089 



— +65.<iya 
024 -1-59.056 



+ 5-b7 — I 
+ 4-Sti — 0-8l! 



Ober-Oeaterreich - Salzburg nnil G alizi en-U nko wi na zeigen eine 
Abnahme dea Znflaesea an Capital. Man könnte denken, da^B sich dieser vielteicbt nach 
der PoBtaparcaaae gewendet babe, znmal die gleichzeitige Abnahme der Einlegerzahl bei 
letzterer Grnppe verrnnthen liease, dass die Veränderung nicht etwa nnr dnrch Entfallen 
grOBaer Einiahlnngen bewirkt wurde, sondern dass die Betheilignng an Spareinlagen 
fiberhanpt gesauken sei. Beide Gruppen jedoch weisen wir in der Intensitätsreihe (Tabelle IV) 
hla die letzten nacb. Allerdings könnte man für Ober - Oesterrei ch - Salzb arg 
neben anderen anch den Schlnss ziehen, es sei die Abnahme im CapitsUznflass bei gleich- 
zeitiger Vermehrung der Einlegerzabi dadarch entstanden , dass ewar mehr Einleger, diese 
aber in kleineren Beträgen ala snust ein- und nacbgelegt haben. Diese eigen'lichen kleinen 
Einleger sind anch in der That der Postsparcassc fern geblieben, so dass Ober-Oester- 
reich-Salzbnrg bei dieeer an letzter Stelle rangiert. 

Da dieser Schloas möglich ist, sei er hier verzeichnet. Gleichzeitig mochten wir 
jedoch zur Vorsicht mahnen, indem wir, und zwar ganz beaoudera für diese beiden Kron- 
Iftnder, nt die Schwankungen in frtiheren Jahren verweisen, wo von den Poalsparcassen 
noch keine Spur war. 

So wollen wir auf die detaillierte Verwertbnng kleiner Beanltate, die hier als 
Anfang einer längeren Beihe van BeobachtuQg<^n hergestellt Bein mögen, verzichten. Wir 
kUnnen coostatieren, dass — einen etwaigen Einttiisa angenommen — derselbe ein minimaler 
irkn, wie es z. B. die Abnahme im Zuwacha der aufrechten Conti bei den „kleinen 
Einlegern" um 6.033 oder 081 Percentc gegenüber einer Anzahl von 353.U33 '*) Ende 18^3 
bei der Postsparcasse verbliebenen Einlegern zeigt. 

Wenn wir femer bedenken , dass der durchschnittliche Betrag einer Posteinlage 
4'4d fl. betrug, dass durchschnittlich 4'4 Einlagen auf einen Einleger kamen, und das 
dnrchachnittliche Guthaben eines Eiuiegeri) , welches Ende Februar 1883 7-57 fl. betrug, 
■ich ffir SchluBS des Jahres nnr auf 14'81 fl. gesteigert hatte , dass ferner der darch- 
■chnittliche Betrag einer Bsckzahlang, was bei dem Hin- und Herwerfen grosser, blos 
deponierter Summen anch nicht möglich wäre, nur 16-34 fl. betrog: dann werden wir in 
all' dem eine Bestätigung finden , dass wir es bei den 353.053 Posteinlegern Ende 1883 
grösztentheils mit „kleinen Lenlen" zu tbnn haben.") 



"1 Bei dieser SparcaeM d«s Keichs sind somit nahezu !<<> viele ECiniaten verblieben, ala 
wUirend des Jahrea bei aßsn Mü i>j>arcB98en ÜeeterreiclH neu begründet worden S67.8ni). 

"1 Dan dirs nach EiniülinmK des Clieckvrrkebrfl niit N'ovember iSa3 vlelleictit anders 
wurde, darf hier, wo der ganxe CLei:k:)atdo nur iii.oBä B. betrügt, fägUcb aueser Betracht bleiben. 



90 



Mittheilnogen und HiBcellen. 



in. Tftbelle über die Eioxahlaagen (nene Einlagen nii d Nachlagen) bei 
den PrivataparcaBsen 1880-1883. 



L & n d e r 



Samme dar 

Kin- 
imhiuilKeD 
lio Posten) 



Niedur-Oesl erreich 



Ober-Oesteireich- 
Salabnrg 



Böhmen 



Hähren-Scblesim 



UalisieD-Üakowioa 



Tirol, Kiialenland, 
lialmatien 



Steiermark, 
Kärnten, Eraiu 



fl88C| 
|l881 
11882 
Il88:i 

(1880 
|1881 
|188i 
U883 

(1880 

i8si; 

18821 

Ii8e3 
(led 

|l88l' 

188^1 

(1883: 

/1880| 

!l88ll 

1882 

ll883' 

(IS80 

I188I1 

188l< 

18831 



374.638 
413,127 
419.085 
410.714 

86.515 

92.654 

'91.842 

94.743 

309.354 
321.837 
368 652 
394.991 

105.798 
116.929 
128.640 
136.198 

72.586 
77.734 
85.165 
83.410 - 
66.783 
75.758 + 
82.684 + 



Zn wachs -f- oder 
Abfall — EeKen- 
ftber d. Vorjahre 



I 



absoint relativ 



Summe der 

Kin- 

zablnnna 

(In Gnlden) 



+ 
+ 
+ 

+ 
+ 

+ 

+ 
+ 

+ 
+ 
+ 

+ 
+ 



92.898 

145929 
147.482 
161.818 
172.222 



39-489 +10-27 
6.558|+ 158 

21.0291+ 501 



6.139 
812 

2.901 



+ 7-09: 
— 087; 
+ 3' 16 



12.483+ 403 
46.815 +14-54' 



26.339 

10131 

12 711 

7.558 



5.148 
7.431 
1.755 

8.975 

6.926 

10.214 

1.553 
14.366 
10 374 



+ 714 

+ 9'58' 
+ 10-97; 
+ 5-83 1 

+ 7-09! 
+ 9-56' 

- 2-06) 

I 

+ 13-44! 
+ 9-14 
+12-35 

+ 1-06 
+ 9-74 

+ 6-40 : 



64,346 
64,085 
59,300 
59,844 
16,975 
17.515 
16,395 
15.791 
71,691 
74,130 
72.679 
80,711 

17,986 
19,003 
19,336 

19.805 



ZawaehB + oder Ab- 
fall — aegenüber dem 
Voriahrs 



abaolat 



1 elativ 



.471 

.680- 

'.417!- 
3751+ 

■.2011 
.901 + 
.124- 
.423 — 

.601! 
0931 + 
.084- 
.909+ 

.308 



.297 
769 

682 
939 
735 

220 



10.419.1 
11,99.3.' 
14,244.: 
13,581.497 — 



+ 
+ 

+ 



14,760 
16,001 
17,462. 
19,485, 
34,302 
33,256 
33,729 
35,921 



264; 
,055 + 
,270 + 

,787|+ 
,364; 
766- 
,560 + 
616 + 



260.791 - 40 

4,785.263- 7 31 

539.958 + 0-91 

510.700+ 3-19 

1,120.777'— 6-4o: 

603.70li- 3-69 

2,438.492+ 3-4o! 
1,451.009— 1-95: 
8,032.ö25 +11-05 

1,016.989+ 5-66 
333.472;+ 1-75 
468.913 + 2-42 

__ 1 

1,573.796+15 IL 

2,250.485 '+18-78 
662.723 — 4-65i 

I 

1,240.791 + e-41. 
1.461.215 + 9 13 

2,023.5171+1159 

1 

1,045.598 — 3-05 

472 794+ 142 

2.192,056!+ 6-49 



Samme 



(18801 
1881 
1882i 

ll883| 



l,I61.>iu3^ 
1.244,521!+ 
1,338.516 + 
1,425.226] + 



8-^.918 
93.995 
86.710 



+ 7-14 
+ 7-56 
+ 6 48 



;!30.482 
£i35.986 
233,147, 
247,111 



.1481 
,527,1+ 
,444j — 
,843! + 



5,504.379+ 2-39 

2,839.0831— 1-20 

13,964.399 + 5-99. 



IV. Tabelle Über die Betheiligon g der EroDländer am PoBtuparcasaeii- 

Insti tnte. 



Länder 



Nieder-Oesteireicb . . . . 
Ober-Oeeterreich Salzburg 

Böhmen 

Mäbren-ScbleHiea . . . . 
Oalizien-BakowiDa . . . . 
Tirol, KüBtenlaDd, Dalmat. 
Steierm., Kärnten, Krain . 



Äutrecbta 


Saldi ici 


a.Ö!t.W. F,ndei8«i 


fl. Ost. W, 1 percont 


1,428.908 


27 


271.758 5 


1,273997 24 


747,6511 14 


354.633 


7 1 



Beibenfolga der Kroaläuiler bezögllcb der 
Capltalsbew egung 



707.736 
446.155! 



14 
9 



I. 

U. 

III. 

IV. 

V. 

VI. 

VII. 



S i e der- Oesterreich 

Böhmen 

U Ähren -Schlesien 

Tirol, EüstenlBod, Dalmatien 

Steiermark, Kärnten, Krain 

Gaüzien-Bnkowina 

Ober-Oeaterreich-Salzbnrg 



Summe . . ij 5,2W.83S| lüU | | 

Wir können daher nach allen Ervägnngen behaupten, daes das von diesen kluJnen 
Einlegern Ende 1883 bei der PostKparcaase erliegeude Gathaben von 5,230.836 fl. sich 
nicht etwa ans dem den PrivateparcaBseu jährlich EnfliessendeD Ein lagen ströme bestreitet, 
sondern dasB es uns fast dnrchans eine gesteigerte Sparkraft des österreichi- 
schen Volkes darstellt. 



"} Hierbei tat Viellczka wie in Tabelle I coostrnlert, Trembovla aber ganz weggelassen 



Mitth^ilnngeii nod Miscellen. 91 

AIlerdiDgs beträgt itieser durch 4-03 & SanimelsleUen an den Tenchiedenaten 
Punkten der Monarchie i^ingesaininelte nud tot der in der Kleinheit der Beträge liegenden 
Gefahr des Unterganges bewährte Sparpfennig „nnr* 5 Millionen Onlden. Aber wer rer- 
müchte diesan Erfolg gering eu scbatctiD, wenn er bedci>kt, dass gerade diese belächelten 
Pfennige 8s aind, an denen der Svhwriss nnd die Thränen kleben , and dase wir et hier 
mit den Keimen der Capitalbitdang einei Theiles der (jesellschafi zu thnn haben , welchem 
die Uittet zu anfsteigenden ClasaenbewegaDg heute noch vielfach fehlen ! 

Dr. Moriz Eril. 

Die gewerblichen Schotzmarlten im Jahre 1883. 

Im Jahre 1833 warde eine gleich rege Betb'-ilignng von gewerblichen Unter- 
nehmungen an der Registrierong von Schutzmarken beobachtet, wie im Vorjahre, indem 
die Aniabl der registrierenden Finnen dieses Jahres aich anf 295 stellte (I8S~ — i^i und 
1661 — ^53 Finnen), somit eine Zanahme von | Percent derselben gegen das Vorjahr aufwies. 

Eine nicht unbedeutende Ahnahme zeigen dagegen die Waarenzeichen , deren im 
letalen Jahre im Ganzen 504 regiatriert wurden, gegen 567 Marken im Jahre Ib^i und bVi im 
Jibre 1881. was einem Anufalle von mehr als 11 Percentea gegen das Vorjahr gleichkommt. 

innerhalb der einzelnen Waarungrnppen , wenn man die letzten drei Jahte mit 
einander vergleicht, ergibt sich folgende Bewegung : 

IT- Firmen Marken 
y a K r en k r n p p ■ d - 

"^ ' ISHI IBBS 18(i:l IHül 188» 1813 

■etall-Indostrie 43 45 55 97 t59 85 

Textil-Indnatrie 45 47 43 la^ 121 73 

Cbemiache £rzeugniflfe 4$ 74 ÜO $5 Vdh 87 

Fettwaaren 14 8 8 16 16 14 

Lebensmittel nnd Getränke . . 55 69 65 148 136 \M 

die übrigen Waaren , . . . . . 46 4tl 64 70 90 125 

Summe . . . Z53 SÜä 295 olä 567 504 

Eine Znnabme dt-r Firmen ist nur in der Metall-Industrie und bei den nicht naher speci- 
Scierlen WaarengmppeD zu beubachten, wahrend die Firmen in der Waarengrnppe „chemischen 
Erzengniue" , welche im Vorjahre in Folge regen ßegistriercns von äeite der Apotheker 
alle übrigen Waarengruppeu nberflügelten, Im Jahre 1883 einen bedeutenden Ausfall haben. 
Anders gestaltet sich dieses Bild in Bezng anf die Registrierung der Marken; auch hier 
überwiegt wohl, wie bei den Finnen , die Anzahl der registrierten Marken in der Meiali- 
Industrie und für die übrigen Waaren, jene der Vorjahre, dagegen weisen sämmtliche 
Anderen Waarengruppen einen bedeutenden Augfall nach; so sank jene der TextiMndnstri« um 
mehr als 39 Percente gegen das Vorjahr, jene der chemischen Erzeugnisse um 35 Percent e 
nnd jene der Lebensmittel nm beinahe 12 Percente. 

Vergleicht mau die Anzahl der Firmen mit jener der Marken, so entfallen im 
im Jahre 1883 171 Marken, im Jahre 1S83 194 Marken und im Jahre 1881 iVi> Marken 
auf je eine Firma. Aach ans diesen /.ilfern ersieht man, dass die von je einer Firma 
rcgiitrierten Waarenzeichen wieder im Durchschnitte abnahmen und mit der Firmensiffer 
nicht gleichen Scbritt hielten. 

In relativen Zahlen dargestellt, entfallen von allen registrierten Firmen nnd 
Marken im Jahre 1883: 

anf die Uelall-InduRtrie 1864 Percente Firmen 1687 Percente Marken 

„ , Textil-Iudnaiiie ... . 14-58 „ , 14-4S 

„ chemische Erzeugnisse .... W'ii , „ 17'Ü6 ^ „ 

, die Fettwaaren 2 71 „ „ 2-78 „ „ 

, Lebensmittel und Getränke . 2^04 „ „ 23-81 „ „ 

, die übrigen Waaren .... 217u „ , 24-80 „ „ 

Die einzelnen Wanrengruppen antur uinander verglichen nimmt den ersten Platz 
die Ornppe der Lebensmittel nnd Getränke-Erzeugung ein. während die UeUlt-Industrie den 
chemischen Erzeugnissen den Vortritt gestatten muss. Interessant ist das Gleichgewicht 
fwischen der Registrierung der Firmen und Marken b^i der Textil-Iodustrie , wahrend letztere 
bei der MetalMndnstrie und den cbemischen Erzeugnissen um 2—3 Percente nachstehen. 
Daia in der Grappe „der übrigen Waaren" die Anzabl der Marken jene der Firmen soweit 
fiberateigt, findet seinen Grund vorzüglich in der Rinregiatrierung der Firmen der Papier- 
bfanche, in welcher eine Firma oft eine gro:<»e Zahl von Marken in einem Jahre registrieren 
Ifaat; ao wurden z. B. im letzten Jabre von zwei Wiener Papier-Finnen altein fdr Cigaretten- 
Papier nicht weniger als 57 Marken geschützt. 

Das Ausland bat sich im Jahre 1883 nicht in so ausgiebiger Weise betheiligt als 
Im Vorjahre ; es sind von denselben nur 97 Marken von 57 Pinnen oder 1324 Percente 
Harken und 15*62 Percente Finnen der Gesammtsnmme aller in diesem Jahre registrierten 



92 



Hitlheiliingeii und Hiscellen. 



Firmen nnd Harken Terzeichnet worden, während im Torjfthre 175 Harken von 74 Firmen 
xnr Beghtriening eingesendet warden. Was die einzelnen aDswfirtigen Staaten, deren 
Firmen Harken Bukützen Hessen, betrifft, so finden wir; 







Vetall- 


Teitn- 


Cliemiecbe 
Erseng- 


Ffltt- 


Italien a- 
miCCel nnd 


VorBctiied. 


Stuhiu^ 


~ 




Länder 


IndnatrSe 


iDdH 


Btne 

a 


nlBiie 


waarflD 


Oetrünke 


Uaares 








d 


ti 


a 


E3 


d 


D 


n 


fj 


B 


c 


□ 




a 








s 


« 


V V 




^ 




eD 




Ol 




s 




o 








g 

s 




a 1 -s 

E i gg 


B 




I 


s 


1 




a 
S 


je 

Li 

B 


g 

£ 








Belgien . , , 






\ 

1 


i 


1 






s 


9 






3 


10 






Dentaclilaiid 


■A 


h 


1 1 1 


4 


4 


1 


» 


fi 


li 


5 


s 


19 


2H, 




Frankrei'Cb , . 


1 


1 


2- 


4 


4 


5 


2 


a 


7 


1« 


9 


12 


?5 


43 




Groaabritannien 


■ 3 


6 


3 


6 


1 


4 


1 


1 


1 


3 







9 


an 




Ter. Staaten v. 














( 












1 




America . . 


_ 1 _ 


^ 1 — 


— 


— 


— 1 — 


— 1 — 


1 


1 


1 


1 






Summe . . 


7 1 IS 


6 , U 


10 


14 


4 


(i 


15 36 


15 


IR 


■57 97 




1882. . 


7 


11 


14 64 


as 


Ä9 


4 


a 


14 41 


12 


15 


74 175' 




leai. . 


4 


9 


7 


2B 


1^ 


Ül 


1 


1 


9 


18 


6 


2g 


40 


94 





An der Spitze aller aaawärligen Staaten steht Frankreich mit 43'86 Percenten für 
Firmen nnd 44*33 Percenten der registrirten Marken, seine Waaren zeichen sind vonfiglich 
geschützt in der 'Waareagnippe für chemische ErEengnisse , dann In der Textil-Indnstrie 
nnd für die Weinfabrikation; diesem Lande znnächst kommt Deutschland mit 33'33 Per- 
centen fttr Firmen nnd 23*71 Percenten der registrierten Marken, welches Land mit Ausnahme 
derTextil- nnd Fettwaaren-Indostrie ziemlich gl ei chmässig alle Waarengrnppen occnpiert. Als 
dritter Staat folgt GrossbHIannieo mit 15 '80 Percenten der Firmen nnd 20 62 Percenten der 
registrierten Marken; seine Schatzmarken sind Torsgglich für die Hetall- nnd Textil-Indostrie 
bestimmt. Hit einer geringen Zahl von Firmen nnd Harken finden sich im Jahre 1883 noch 
Belgien mit 5*26 Percenten der Firmen nnd 10'3I Percenten der registrierten Harken nnd die Ver- 
einigten Staaten von America mit 1*75 Percenten der Firmen nnd l'OSPercenten der registrierten 
Harken verzeichnet. Keinen Harkenschntz snchten in diesem Jahre an die LiLnder Italien 
nnd Bnsslaud, welche in den früheren Jahren vertreten waren. 

Ton keinem Belange sind die Umschreibungen, d. i. der TTebergang der Marken 
von einem Gewerbe zn einem andern , veranlasst dnrch den Wechsel in der Person des 
Unternehmers, denn es fanden im Jahre 1883 nur bei der Handelskammer von Linz 
4 Umschreibnngen statt. 

Bedentender war schon die Zahl der Löschnngen, d. i. das vollständige Verschwinden 
der Harke ans den Begistern. Im Jahre 1883 wurden Firmen nnd Harken gelöscht : 









ChemirtcUe 


l,abflus 






Baudelekacamer-Beiflrke 


HetnU- 
Indnitrli- 


Toitil- 
IndDstrie 


KiTjeug- 


luittsl nnd 
GetTSuke 


die iibrjg, 
Waaren 


äumme 


s 


a 


9 






a 


S ' 3 


a 


a 


<3 5 




a 


ja 
a 








■a 


1 




1 


a 


a 






30 


95 


3 

1 


1 
1 


4 
1 


6 
1 


~3 


5 


2 


2 


9 
4 

1 

30 


15 
6 
1 

03 










— 


— 


1 


1 


- — 


— 


— 





— 


— 


1 


I 


Prag 


— 


— 


3 


5 


4 


6 


10 


10 


2 


2 


19 


23 




— 


— 


1 


1 


— 


i — 


— 


,_ 


— 


— 


1 


1 


Olroütz 


^" 


— 


— 


— 


— 


— 


1 


1 


— 


— 


1 


1 


Bndapeet 


— , — 


— 


- 


— 


— 


— 


— 


1 


1 


l 


1 


: Summe . . 


■ü) 


95 


9 


15 


9 


13 


14 


16 


5 


5 


67 


144 



Die Waarenzeicben der Metall- Indnstrie stehen hier an der Spitze mit 6597 Per- 
centen aller in diesem Jahre gelaschten Harken, während jene der Waarengmppe der 
chemischeo Erzengnisse, der Textil-Indnstrie nnd der Gruppe der Lebensmittel nnd Getränke 
auf fast gleicher Höhe stehen (9*02. 10*41 und ll'll Fercente aller gelöschten Marken); 
in der Gruppe der Fettwaaren wnrde keine Löschung vorgenommen. 



HittheilniiKen and Misoellen. 



93 



Wie 4io VertheilQDg der Eicschreibitn^D ■nsländi sehen Finnen bei der Wiener 
Hkiidelskunmer, sowie der anderen usterrelcfaiSDlien nnd nngariscben Firmen bei ihren 
•Dtiprechenden Hände lilummem erfolgte, zeigt die folgende Tabelle. 

Von bisher nicht vertreten gewesenen Handelskammern finden wir Klagenfait 
und Feldhircb Tun den öaterreichiichen nnd TemesTÜr nnd Kronstadt von den aagariscben 
Handalskammem, während die Handelskammern von Boxen , Bodweis , Krakao , Lemberg, 
Znra nnd Finme im Jahi« 1883 keine Scbntzmnrke an registrieren hatten. 



Handelakammer- 
Beiirke 



Mfltall- 
lednitrie 






Bei den Österr. 
Handelskam- 
mern registr. : 

Wien vom Ans- 
lüde registr. 

Wien {Inland)T. 

Linz 

Saltbnrg . . . 

Gru 

Leoben . . . 
Elag«nfnrt . 
Iiubuh . . . 
Innabrnck . . 
Feldkirch . . 
Gfin .... 
Triest .... 

Pf»g 

Beichenbeig . 

Sger 

PilHB .... 
Brian .... 
Olmats .... 
Troppau . . . 
Brgdy . . ._^ 

Summe . . 

Bei den nogar. 

Haodelskammem ' 
rvgistriert : 

Bsdapest . . . 

Kuchan . . . 

Fressbarg . . 

Oadenbnrg . . 

Debrecsin . . 
' TemesvÄr . . 
i Kronstadt . . 



7 

18' 
U 

2 
11 

2 



12 

23 
18 

3 

23 

3 



47 7U 



Summe . 1 



Textil 
Industrie 



i • 



6 11 
18 '33 

1 1 



1 I 1 



15 
1 

1 

•i 



Che Uli sehe 
Erxeng- 

Diüiie 



10 14 

21 36 

I : 1 

3 . 6 



Fett- 
uaaren 






2 i 4 
1 1 



1 1 



3a 57 



70 



2 


■z 


1 


1 


a 





, 





1 


1 


1 


1 


— 


_ 


1 


1 



Lebens- 
mittel QDll 
Getränke 



i: * 



dis öbrlg. 
Waaren 



I t 



6 15 36 15 18 57 97 



Srnnme 



() 



3 6 \ Tt Z 



14 33 
2 3 



40 6t) 



9 17 



1 1 



10 1» 



•ZA 81 
1 1 



2 2 



3 4 
2 2 
1 1 



1 1 
1 1 



3ö »3 

10 10 

1 1 



14 U 



97 212 
17 22 



2; 
16 



11 23: 

5 8; 



3 
1 

3 

V 

2 

13 



3 
1 
4 
1 
2 
14 



16 26 



203 362 



24 
2 
5 
1 
1 
1 
1 



32 
2 
ö 
1 
1 
3 
1 



35 45 



Zieht man ancb hier die Ke ativzahleo in Betracht, so entfallen in Percenten 

IHNl 1S81 ItMl 



«Df die 5iterr. Handelskammern 
„ n nngar. 
_ fremde Uarken, rt^gistr. in Wien 



Kiriueii 

03-82 

11 -8»; 

l'.IHÜ 



Marken 
71'81 

8-!ti 
19 25 



Fjnunn 

64-73 

9-93 

25-34 



Ziehen wir noch zum Schlnssi: di«; Ge^nmmtzahl der 



Marken Kirni>a Murkeu 
6a-9r) 72-28 71-46 

617 1210 10-29 

3037 156"^ 1825 

durch Marken geschütztt^n 



Finnen nnd die im Umlanf betlndlidieii Marken mit l'^nde de« Jahrex \9^.S io Betraclitaog, 
■o betief eich seit der Einführang di^s Markt!Dschatzgei>etzea nnd auch Ahrecfannng der 
bisher gelüschten Marken die Zahl d>^r lU^iutri erringen in der Waareii^riiiiii>f : 



der Mets II -Industrie ... 
„ Textil -Indnatrie . . . . 
, chemischen Erxengnisse 
- Fettw&arfln 



FirDii>n Mirknn Finnen 

967 1.6öS JtT Lotien:<mittel nnd Ge- 

369 1.1^6 trinke 493 

4yij 1.17U der übrigen W.iaren . , , 458 

10' 163 Summe 



Marken 

1.136 
755 



3.89Ö 6.038 



04 



HliUifiluiiKAD and Uiaoallea. 



Den PernoiUstkall, welcher in j/eütr WiareDinipjie sovohl nf die Plmm >l 
MsrkBn von der GRMinintaamni' »lUr bithet m{ialit«rteD KiraKm nnil Mkikeil mlfUJt, 
dui) du VerimiuU. wie viel« im hnata atl' dieier Jabr« ne\»tiirn«a Harken auf olae 
PlrsiK enUlelen, enigl dia (algeail* DsnUlInnKr 

Par«aDt-Aath<U d. l>«riNia) -Aiith*lt i. . . , «_,, 

WaiTonfToppa Firweo an 4ar Markao an ün -„«.Kv J^en 

- ! ■ G<=.aEi.a . UuiBiwi 0«miBELt*iu<iin« •"'"»"='' «»WM 

lIet»ll-Indo«rin 3346 l'croeaie 2746 Pereeutc 1-71 

T«xtil.Iinla.trio Un „ 19-U „ 3-U 

CbeBi»cli* Rn^goiNHa 1717 . 19'33 „ 2-M 

FBHwMn.li 3-70 „ S-70 , 1'62 

Lebnunaitlel und fietnnke .... 17*00 . IB'SL „ 2-90 

VAtif* Wauoi 15-64 , 1251 , ll35 

Di« MeUll-Itiilnslric W «in bnd«iiUDda« tT*l>«rK««iclit anil iiiant daa driU«^ 
Tbell 8&aimU{ch«r TiTtata und mehr s>> dtn vierUa Thoil siiUMtlickai Waarea fBr eich U 
An>pniob. D«D GexcnaaU liildtl dla Fcttwaarva-Encngiuig, auf welcVi blna ;t-70 Percente 
d«r Firaen nnd S-70 Percent« derUaikcn aoiraUea. B«i deu audereii W4artajETnpp?n Boist 
alcli Ii«M|;lltli doT rceiatrierleiu Piri&eji uiao Aeholichkelt In den Gruppen .rbgraUcbr Br- 
Majcaisie" «ad „LoWiiBinittel und Gekiakt", nnd wono wir die letsU VaarenKm pi»e oinbe- 
zieben woIIrb, m akburt ^cb ancb disRa, w4Jbr<ad aiob bflZitKlich d«r Slnrken wirdar diq 
WurviiKrupp«]! der „TeillModuBirit" and der „cbsBitcliaii Bi-uucnUse' die Waa^" hnlt«! 
Dwu ÜDRl'icbntftMiskrii wird dadnrth herTorstrafea, dun die Anulil dar auf «inr Firmj 
entfalivndBU Uark«u »irh ta den einzvlnna Alilh(!ltiing«n v«racbi«dao baraiw«t«i|lt. Is diticvr 
BaaioliDBi; waiMt niluUv am ni4>iiitpn llaikeii die Wa&r>uiKfa[ipe der Taxtil ladartr» aaf^ 
ocd (»laile die aliaolui siirkile Grnpjie der SleUII-Indnitri« begnOgt sidi mit dar klatai 
ZilTor von 1'7I Harken auf eine Firma, 

Die n''"berafobt«u der fewerblidien Marken', wl« aie wn BaodFlvmtaiiterini 
hefnaRgegebei weHan. kaben im l.anfe di?8 Talires 1883 , vu HaKbbait den Emclieiaa 
«ad Kaie)i1ialti|tk#it der Markenhililor belrifft , wamdglkb RMdi du Varjabr ai>f rira€ea, di>«l 
vcrmiaMn wir l«id«i in dieser Hiraiiaeiba du; >eineit«rwai«ePtra6D> and Nach« -lili>Knref[iitl(il 
w*kh4a imjakra 18S^ so BorgnUig auKK^rabri war nnd vodnrch dteUubtnkhÜtobkeft dl 
ganxen WerkoH Jedermann uo^nain erleichtert werde. Ümta^tmc, 

Varifililit« ErflcbnUie tfer iitsorlptionen in dHi UniveriitSten, lecbniscbcn Hschsoholen 
und I hfl) logischen TaDultäten OesterrdoliB im Wintersemester 1884 1885. 



DnlveraltlMii 



T«»viu>J-ll 



i-|M*(4ll 






UadlflilMx 



i£ illl 



('hi)o(ii>|<b-<v f^uiaiu« drr 









kr- 



P iP: |! 



Wien 

Graa 

lanibruck 

Pimg (deuKcbc) . . 
, (b«bmlMbe) . 

Srakan 

IicnbeTj - . . . . 
CwniOirJts . . . . 



196 »5 
49 3S 

197 53 

•im 1 



H 

73 



Sann». . :i|.|BT lU 



I 



1.70! a7S 

4fi3 49 

äl9 2i 

468 127 

3Ö11 7 

48i 24 

119' Ib 



47r.7. .^30 



277; 30 
378' 37 



ÄS7, 



11 
18 



'AMWi tTi 



009' 24Ö 

65 109 

&8 4i 

83' 7» 

lea W( 



66 
91 1 
151 



4t> 
411 



4.699| 
8S4, 

61'.; 

1.649 
9U| 



7Ä2 

ttzs 

iw 

7a 



i-utifll ")»4|iiüoy i,t.s^ 



itC 



12>i4H 



(Iri1enll'''bc ll'irRi itrr IV^liicbateu 



TtxbniaciHt 
KoütiMbnlein 



25 e 



Wien 29 

Pnic (IcalaihsJ . . I — 

, ;Li6li mische) . 1 — 

Brena 14 

Graa 12 

btmben ' — 

Samne . . ,1 && 



I- 

a 



Ti 

129 

48 

78 



7lf? 




8:i 


-'Si 


11 


W) 


43 


111 


— 


34 


— 


50 


16 


sa 



Literatarberichte. 



Hoctuchole fftr 


Hüier 
Land" 

168 


der Facfan 

Komi- ~ 
wirlba 

184 


cbntea 


Sumiue dpr 

ordentl. aasaerurd. 
Hrirer Hörer 

265 59 


tiesammt 


Bodfliicnltor 


Cnltur- 
Techoiker 

22 


aumme 




324 ; 





TbeoloEiache Facoltäten 


Tbeologen 




_ord«.t»ohe o/dShe 
B S r e r 

'j5 — 
246 — 


GMUnmt- 
■umme 




65 
246 




tjamme . . 


311 — 


311 



Li teratnrberi eilte. 

Eriwbungei Ober die Farbe der Augen, der Haare und der Haut bei den ScIluUindeni 

OMterreiflhe, bearbeitet von G. A. Scbi mmcr. Sappleiucnt 1 iler Mitthuilangen der anthio- 

polDgiacfaen Gesellschaft in Wien. Wien 1884. XXIV n. 42 S. mit 2 Karten. 

Der berübnte Gelehrte It. Virchow spr&cb bekanntlich anf der General- 
Tenaniinlnng der denttchen anthropologischen Gesellschaft 2d Wiesba den 1873 den Wunsch 
«tu, die statistische Massen erhelmaK, wie sie in den Zäh!an;;en und Tielfachen sonstigen 
Erhebnngen Eocialer Zastäade längst reiclie Müieriali^n für die Volksbeschreibnng liefert, 
aach für die Zwecke der jangen, über mächtig aufstrebenden Wissenschaft der Anthropologie 
dienstbar za machen. Sein Vorschlag, die Schulkinder nach der Farbe der Angen, der 
Haare und der Haut an couscribieren, fand ancli guten Boden, es wurden dieae Erbebangen 
in DeatBchlsnd 1874—1870, in der Schweiz 1878, in Belgien i878— 187fi durchgefahrt und 
1880 trat auch Oesterreich mit einer gleichen Kn'iui'te bei. Wenn erwogen wird, dass 
aolcberart der anthropologisch« n Forschung ein Material für einen im Herzen Europas 
gelegenen Baj'on Tun 911.300 Unadrat-Eilometern mit 75'8S Millionen Einwohnern bereit 
gelegt wurde, die Erhebung selbst aber lO'l Millionen Schulkinder umfasat , so wird zu- 
angeben sein, dass der glückliche Gedanke V i r c h o w's von gleich glücklichem Erfolge 
gekrfint war. 

Diese Beaultate schliesülich zu verwertheu, die Schichtang, Lageraog und Mischung 
der Baasen nach ihren somatologischeu Eigentbümlichkeiteu zu deuten und geschichtlich 
an erkl&ren, wird Sache der Anthropologen und Geschichtsforscher nein. Ehe es aber dazu 
kommen kann, war eine Zwischenstufe nötbig. Denn so gross die Zahl hochbegabter Forscher 
auf beiden Feldern ist, Bechner sind keine darnnlerj hier aber galt es zunächst, das massen- 
haft durch die somatologischeu Erhebungen bereit gelegte Material za sichten, nach be- 
ttlmmten Gesichtspunkten zu ordnen und die Besnitate greifbar an weiterer Verwerthung 
bereit zn legeo. Solche uuerlüsEliche. nicht immer dankbare Arbeit der Verwerthung um- 
fangreichen Ziffemmaierials vermögen nur Statistiker tu bewältigen und zu beherrschen. 
Und 10 ist das, was bis jetzt über die pomatologiifchen Erbebungen zur VeröiTentlicbung 
gekommen ist, fast ausschliesslich von Stati.stibern autige^augen. Allen voran die ausge- 
leichnete Arbeit Dr. Mayr's über Bnyern, welcher bald eine gleiche in den württem- 
bergiflchen Jahrbüchern für Statitiiik fnlgir. eine Spi-eiat-Erhehnng in Steiermark wnrde von 
Dr. Goehlert bearbeitet und was für (iesammt-Deutschland l>is jetzt vorliegt, nämlich 
das Tabellen. Slaterial, zn dem die angekündigte Bearbeitung auK der Feder Virchow's 
noch aussteht, ist Verilienitt des bienc'nfleisi^i^'en Uecerui-nti'n im preassischen statistischen 
Bnrean, Dr. A. Gnttstadt. der mich die glficbfn Vnrarbeiten fiir die Schweiz aus- 
luhrte, deren Besnltate dann Dr. K o 1 1 m a n n grünlllicb^t erläuterte. 

In Oesterreich ist die Wechsel uirknug noch viel inniger gewesen, Xiir der stati- 
stischen Cvntral-Commis^ion ipt's zu ilaiiken. dass eine i^nmatclugist.'he Erhebung der Schul- 
kinder überhaupt zu Stande kam, ilip Kesiillate dt-rfeiben wurden Im Bureau selbst der 
ersten Zusammenstellung nnterz'ijien, dann aber der abthropulut'isclien Ce.sellHchnft in Wien 
Qberlafsen. weiche den .Statistiker <i. A. Schimmer mit iler schiies^tlichen B<-aTbei- 
tnng betraute. 

Haben aber nuhheriirt bis jelzl nnr Statistiker auf diesem FeMe gewirkt, so 
k«B «in einheillichiT, streng wi^seuschurtlichcr Vorgang doch erst in die Sache, als der 



96 



Lllerntvlwiidit«. 



öelahrt». von ivm Atr Codwik« ftiisxegBiigeD vtr. ancli die leitenil» Onniaitza fflr <JiB i 
veliore Beftrbaitaiii; ■Dfc«*t«Ul liktto. U a y r , ijiq «arltembereix'lin Arbdl und (iDehlorl 
b«BDili{<!n tiicli (tamit, JKles der trbobcn«)! Mom«tit«. Pftrlxi Her Anetüi, Haat« vnd Ihat, 
far ikb %a betrirhUn. Vircho» daet-e)>n st«ltt« far dieZa»mnicii«teIluDg ilu 4««ttaehon. 
>i;litr«iirri9cti»D und b«ilti>cli<^3 Mat«riiles dsi ItegaUtiv aaf, iIa» tlie rdn«d Typen, n&nlicii 
dnr blond« nod branop. hatiptfficblicb hfivorfaltob»B and dünn «nil die elDidiHii Moment« 
und Miachfomian PiörlfTt wrrdno sollen. Auch S c h i m m « r M dieiar RichUio; KSfolet 
am) gliedert duiacb Min« Arbeit. J 

Schon beim blondon Typns (bliee Angcp, bloodo Hun, welwe HkhI) Mclit der^ 
VerfuefT »nf di« viehiSgD ThnUarh» des Zn*u)raeii)i4iig«i d*r MnaloIoRischeo Grnpp« 
mit Jonen An Nnlionnlität nofmorhiun nnd bringt im x^fitaB Verluif« ti^nluer Aib«ll euts 
nen« RAwetee bterTir bei. Uit der SfirtichirKiuM KwiBcfcen {>*st*ehea nad Ö«cbeii, Pelsfl Bkd 
ItTillinnnn, DeutechAn nnd Itnlidnern flllt fuX vhllig ftncli «tue merkuite Scheidung der 
Itcgreaennf! <l*e blondro und bikaocD Trpa« ssiianBien. In Böhmen folgt die«ti stärkere 
AnRreicn dtr fllondnn eaf denteckcr i^itn all«n Windaagen der t!pr»okgieDZ« den AbhAn|<TB 
in Huhn cnrel des, des Krc- nnd Itie>enK«birf^e bte z% den tfadutrn in ä<;lileaien ««tlMtg, 
and kehct nadi bei iin cr{>eiictcn dcatMben i;prachlBStln im LeadninuTD, in Gesenke, 
am Ifclaii <uitl in tädliclien Z^k" bei Kaplitx, Znnin und Sikoblinni wieder. Oaini dt*f*k- 
teriitiacb difkk«n xirk diMc BaeatBct^oDtliäiBlickkpilDa in drn Bezirken *ma; «a enUnllen 
Auf den liinndcn T; png 

In den duntiftben Sclinlbeurken BAlUDean _ 27-0 Peicent«, 

. „ „ Scbsle« der gnoiliehtea beKirki^ Bdbnie»H . ... H'^t , 

„ , CwMicheD , , „ , e ■ . 192 , 

„ „ B ScbnlbesirkeB BaimeoB ......... . . IS3 « 

, „ deaiKbeti , lUkreni , . • i^i ^ 

„ , pmUckten , „ . . WH 

, , ^echfMhen „ , . UD . 

DieZeklen desbrnunvo Tv|iiis (braune Auc*ii. bnun« nnd scliwarxe Haare) bildna 
den ers^Daeudeu OegeneaU an den Voraiueebendna and daher tritt diesnT Tv{ii)a nicht 
allein ianerlialb den t^ircbiw^ken SprncbgebietH enlfckiedcD stkrker aaf. londern es wird 
auvli die GrMheluiiiiK betnnl, ilannnnilllrlbar an der Spractmclielde cimiuüemtneDkimgende 
Grnppe von Bvxlrken aiit köhcrer Intennitlt de* tilondon Typus auf dnitnubtr und dea 
braunen Tjrpnti auf Cecbl)«k«r SeilK «ich KugentlHinLcliI, en dan ^va «cheiMtn ni6diie. dau 
daa AnfelDaadcrprallen, die BaibunK dur xwei RjinditlAiBHie auch eine Vrrdhrkonc Jene« 
RaBBODüleiDentB nll ali^ briug«, welclieK für jnloD derfelbon t^knmltlRrtuliich 1*1". 

Der Verfanüer gebt aber In aeinen Krürtctuagen nodi i-niler and flodet aadk rSr 
die dJalektlich aick anwehtiideodea Qmppea der griteernn Spruch tttämme, betonderB in 
Galtziea aod dam aagreuxenden Westen, cbarakterUtiMüie aonutolagiiche Sonder lieiUt. 
8« tritt bei den Krakaaen andUasitren der blonde Tj^na beeefidera atarlc anf, durch hraane 
Haare in Verbiadnng mit granen Augon Eelchnee sieh die Walncheo Ifähren« nnd die 
WaaMrpalaken Sehletiena au, nnd in Daten Üaliaieai, w« In dtn Witdaisaen der Hoch- 
Itnrpatk«« die HnaxaleD liana»n, berrtckt der dvnkle Tjpna eotachieilda vor, «io eltanao bai 
dän Ruioiucn d■^^ ünküwioa, 

I>aneb<a feklt es nickt an fta/Oos mit betroodaren soaiatologitichen BreclMtinungen, 
w«kk» durcb die alo b«wobcicndea Sprach Btümm« nicht erklärt weideu kOani.-ii. tlierhwr 
gckOrt jeoce froaee llasaiv inlamlr brauner BovOlkeruiig. wQickea Vorarlberg, Sddtirol, mit 
Ecrincci Alurhv&chitos ancb Nordtirol, Salsburs. die «oaüiche Hälfte voa Ob«r-OMt«rtcicb, 
fast ganz Rkrnlen, Kraln and das EöaleDlaad begreift nnd ]n dcMen dankeUngIger, dookel- 
baariger BevAlkenng sick ebeuw wta In der OsMchwda die KnobwirknDg rkUis«lien Blntea 
rrkeuuoB J&aei. 

Eine besondere, «icblige Rolle spielen die grauen Aagen, wekbe glelcbfatli miti 
den TorMkiedanaten Graden der IntensiUt aoftreiea. aber atck duch (Ar einMina Landos- j 
Ibritt gaua cbarakleilatiach ergeben. Die iMinerkenaoertbeate Gruppe dieser Art bildet der. 
grlkiKic Tbcil Salzburg« nK deu aD|E;ren»nden Buslrken von Tirol. Nord-K&rutcn aad Ob«r< 
Oofterreicb. wn »ich KWlHoheu den Inu, den Tanem. der Dacbatelaimppe und den üflllan- 
gitbirge ein anbarfabgugrenatea tieblel ergibl. anr dem «nw Aiigeu mit dankina Ilnnrtn ' 
vtirfavmchen. Fast verwiinderll«b. dua di'r Itcarbviter dabei nicbt der fioiulam T«uri«ci 
yoi iii.li: .ViiTtrt dM Pliniufi gedenkt, vi*«obl er dsa nrnit« Culinrrolk ererahnt, deemrn 
Werke im Oerz^n jene« aomatologiaehen Gebiita ans dem Giftberfelde ImI Haltaladt an'* Uebt 
gezogen wrirdon. 

1)<<T YerfiBser zieht anek die Rr^bntaM dar donlecken nnd ankarniaeriaeken Auf- 
nahmtn in Uelracht und «eist aaeb, vie die Ilesnllnlo OenRlenvir-ha mohrfacb nnr eine 
ForlselzuDg der V«r1>re>l«nK beider Tvptn in Kitl'MIoroiio. derrti'llen, von velehun der 
bloü'Ie in SiblefoieUulKtviii. Wetttpbaien and Pommern am tlUrksten naflrltt nnd von dt 
R«Koa Soden eine sleligu Verdännung erflkrt, der branac aber nnisekehrt la der 8di««is, . 



Lftintsttiiifrtt«. 



97 



ia Sirl-BarsB v»d Im Eluu ftm iat«Mlval«i vorkomml und gegan Nonleo ctutlinidR na 

Suihe shsInnL So hxrmnaiach ilicr, wie dar Uel>«r]f*iie bcldsr T/iibb In «iauulcr In 

UcotechlucI vor «tck g«fal, I&nt flicb dJM i« Orttarrciek Bidit bmcrkatL DMtaeklud lit 

,t,..-v < ij Ksf dai ndliobeo Gnnzstnif» ond klcfna Pare*U*B in Innuni tos aia aad dc*i^ 

IWUmM« Wvobat titi<l w«sa accli dl» Al>*utn!iiuti|| von Tcnekiadeiua 2««ig«a 

_^ : '1 >I«s0«lb«n in nraltft Z^it, eavi« dl« Xacliirtrknng anrgeaiv|;«&6i frflkcnr Be- 

■H|ir r Zuugr iiii<l Abatamianog bei ilon aoaatoloi^ckeii Encketnan^ii %ith geltaad 

^Hctj .lucit jotb der (ermaniachB Ouraktci in caaxea L>ic«miK dtr ntnaloli^- 

cUtlKH EraciieiBaae«ft <Ub StariB|ici anf. [n Ucal«rreicii dijc^^ccn <rct<ii die Ei^iiÜiäHlkli- 

k^tlcd d«r ««nchiedencD «eaig foiaisclilcji and thoilirewo $kh teh*rt »ciictJcodeit Spnck- 

i-UnBB und ÜTtt Abzwel^aDK«!! ancli bai dos M]Bkt«lDsiadicB EnduttaueeD att vollen 

}JBibilnick hervor uad )a«a«n die Bildcx dea Uoadca nad Itraaatn Typ», «ia die Vcikaf- 

kan* aalhsl. bnclcr otid »tlirintiar weaierr rtcdnalanK KcaUllct erachei&ta. 

Uae aucli alt Tctvorlbnax der i)*I«micbtaclira Aibvit Yen atreac luitbropole- 
(i«b>in Sutadpiinkie Wlderla^aag ein aad der aadfnm l^olstmiBK biioKoa. velcfae der Ter* 
famrt anfst«llt. to kaiiL doch der üiaanad mit Bofiicdisnnc crmliDl wirrdea. dus Oc«ler- 
nk^ nit ilfr Lotnag elotr Anlgah». welcfca tob in atnafta Wlanmactaft icMtallt ward«, 
mitbi aurOLkblieb, ja damit ao ackull an Stand» kan, ala oa aadi dtn f*(ab«o«a VarUlt' 
at>Ma B)6glirh nr. 

e. V. leriinana: Zar Geechlchle ifer Eafwldcetvaii deilMAer, ^ilteliflr Hi juiHHikir 
Bevalkcmi Ia der Proviai Posen Tsbinpia 1S93. 
Dam aia Bntb 'ie das rorliaptoda gii*ckrieb«a vorde. ial Uicbl erk)4rllch, denaj 
rufl daa atalisiüohea SentBaran Tanckiadea« QodiachalfB wenlea wohlKBitchalUi, begabt*] 
Arballer tn «teta Tutuender Zahl anf da« Feld dar Sutiaük und loabvaotidvn) d«r Popa-J 
lalioBiitik ant»Dd«L Da^ lieh aber dafflr ein Veilac«t fand. In sckvar la bvcreifea. ^'SU 
■tu Bicli cilit sich als I. Baad «lasr SarJe, velcha Fr. J. Naanasn oatar tl«m Titafi 
.Beilrtc« tqr GeKkicht» der BavOlkaran; ia Dtiucblaad s«it dam \almag% diaaM JftkM 
haaleni' pUnt. and «s bebiBdelt «In« aiazalaa Previoz PnrasMBS. SnllcD dbd die Bbriceal 
l'rovtBKin dm» K4nl(r«i«hM ia glafclitTArt popaUiioniatiach fllasirixrt «unleR, ao ^ba da* 
l'i Batkdf. ««BD AWr g^iBC ti^aucblajid, ao raickea SO Binde kaan. . 

Wir liLloR iitv voraiuig«>t*]lt, weil wir «iaa eatackladta« Aboaigroii; ff^ aelelin 
Ia's Unrndlich^ hio^pUnt* l'Bt»Dehm'aBK*ti hahea. Sie miMliegaa fut 6kae Aubjüiib«,! 
vardra xamotet fu aiclil fertig uder alekea sich doch ao laosa Uu. dwu di« em«b Li«- 
fer«kciii, wcDD die letattFii kooiaiea, v^lig Bberboll ood reialut aind, Beicnana'* Arl)«tt 
k4t aavli nthlis, obwohl neit weit ntkr al« «tBem Jahr« erschienca, bla Jetat ktiDBU Nach-l 
fnlc«r c«faadca tiod ea Jit gar Dickt aawahrBcfaeialiub, dasa ai« dia ainalg« Nnauu«i decl 
tJatcmetincne bleibts wird oder doch ala Ueaachanalter varjcakan «Hrd, eka die tferle m 
eiaiiicr TolUtaudiKknl celaaet. 

Am d^flt Baciie »elbet ab«r kaao nan aeine kelle Scrx«njfreadc habea. Dai iit 

aia Witk eckt deaUvben Tltitat». eckt deotacber ßrQaillicbkrit. Anffiebant aaf dem rclckea 

Uiicrial <]ei hixiif^lich itreaaiiachen «tatlitiicken Baruut, aajcetakft nlt voller KenataUi 

und Bnhtmihan; Jf>f (aaau «loacktfi^s^a Lileratnr — aacta die Pabllkatiaaen der &>ter> 

raicbiii'kta SiatiiUk. unal die AiHkal der Uoaatachrifl lisd TleUacb beugea — etiUollt 

du Bt)(b «in ao nltHtadlga« BUd de« GeatalteDa nad SaloB alter aodalea and vlnbickaft- 

'Uebao VotkUtaiBe der Proviaa Posen, dasa vir. «Ivb Dr. KollmBDD's atiitrieseae Arbeil 

[Umt Otd aab arK*) aitfgeaoiDmfD. kann oine «leiob etngeheude, «TMkAitfeade ataüatiaeha 

nuatallaag fkr einen anderea Theil de« deotacbea Baicbei n ownea wtaetaa. Allerdlasa 

iti Püwn » racbt «Id UaaUHaad fftr eine derlei Bearb'iiaBg, Totwiefead von Fol« be- 

wnhat. Beben weloken Bber Deataeha nad deataeb-polniick Bedeada in 8«Ieher Zahl anf- 

|<(r«M>, dan beide aaaaainen Beaerar Zelt »choB eioe ItnapiM Hisi^ritnt erraieken, der Tab- 

»a narJi an awei Drillela vea Katko)ilc«n «ad »taen Drillel too Et-aageltachaa baiedelt, 

''»eaebeB daa ■■callieebs EUment nach »« »tark e'ugeaprenet i«t, daoa ea 3*8 P«roeate dar 

'C«aanaiil>nt.^!L't:iiir ^!!,-i,-:i: «iiid ia dieatr Pravini alte Pa«l«rcn E*<t*tMii, dia ckarih* 

t«n*Uj>ri>-:: wekli« gick In den faazen VuikvaiaiaisaeB d«a WacW 

IklBM ilfi ... :iiauu£9S, Qebiutea and SinibtfilJii;, der VandcrbewcsBliC 

ftr die v>-rFTh)tdvui;n KauuoejtUtea nnd fieligioacn, wl« nai:!) Sladl onü Land erfeWa, 

la'a volle Lklil ao acuiin. Dod da bia anf klein« Biäclitbeile die Kraneelisokea Pmco* nit 

dun DünUcbea. dir Railioliku nii den Polta Boaannea&llaa, ae Uatd alchaack daa Kita»* 

tbinlicbi^ eoJ die WecbaelvlrkaDi: «üb Raaac und Ooafeailon gcaan TerfoI{cii. 

Da> Hoch iat seinen canxcn Oegejulaade und deaaeB AnafllhraBg aach ein »«acat' 
Beb beviUkefoncaiUllatiichea. dock wird dabei allenthalben aoch ein nlcbaa Material lOr 
die wlrltuckaftlidwa Zaitftnde beicebiacht ond — «aa geradezB ala bahnbraohand banrar- 
irehaben werden nnae — darfelei;!, wie aidi diese nach Kaaacs und ReligioiMB TaraekMaa 

llnaBB < Da« IlenoaUinat (Hdenbarg In «alMe RntvUkelBax wlhreal der 
teaaMBM.i.^. oorr ma- 7etxL Anäiic« in ierauttaUaskanMoBatadirin. r Jahn. aiM. 

8a t fct^<*e lliwiate<toilt. u». 7 



98 



UUntsrlMricfaU. 



{«stallcB. Tm nur ein eiBiftlofls B«in>ial ktniiMnibubcii, ««isot <lrr Vr-rfvaar dkIi, dsM 
jsn« ETeis«, welcfai? ■■■ HBUhni Iiandbffsftxanimi von anUr M Honm ITnifuiic Kitbdteo, 
vorwIeKvntl dentacfa sind, «Ibrriiil d4, vo Guter ron Ober 60Ü HnrKdi m4 ^rrontia Bein- 
•rtrti^tn rorlirrnchaii, haaptaAchlicb Polon m flndni rinil. .nioniacli — fahrt de«- Vcr- 
Ausar kim — iai Im d«Q Polaa wcaijccr als b«i d«o DmUchnn dnr BmIU am] ■utbr «U 
bei di<s«n d«r ArbeiUnrtand rvrUcUa. Di«Mr teichnat nick iwitr durch Aib«iUccKlikk* 
Uckk#It DDd kfii^rtjeli« ZAbicfetil. ilsrcb fja« gtwiKM Arb«it>iriltiKkAit aoil iD*))««aii(trre 
dnrdi pmM QvoititRKinkait, aber tndvranU ancb dnrcb beklagni*w«rtb»n Mansrl in Vor- 
sickt und VüTVorg« ttt di» Znkantl, dnrch tlnrtoUgkatl, ladnlana iiad well vorbraiiaie 
V«i{iiiif; zniR Tmnke nu«, wetbolb ■.ncU an WohlhabRnh*it dar Vota biotar dem Ditntacbaa 
in ADirnaiainaii Eordckauht. Hlamtlt Im Zatammaobaiiga *t»ht die ^etiaetto Schal bildOBK, 
soirto diu aiilrran nicinilljckni ZuUnda inaarlialli dar palnUtehe« Bavölkarang." 

.Da« Alle«, vi« daaH Angeklaf^e nnd Knn ZnehtbaiM Varvrthailt* ralati? nnlT 
dftB Polen hlnil^tt ala tiater dtc Deatachüti vorkomman, dui dta AnalpliabeUa noUr dm 
arataro weit ilükar aia don teuum verlrcten aind, vird in BQ«ke durch *iD|tPhTB<I* 
ZaUaBbolega aiebgewJeMii. la leutarar Ilesielinng wird aber b<M>ad«r( «ine Anfftabmat; 
dM Vwfksaer« iataraatant, weil «io ein Licht aaf eioe äbuticbe EncbciDvac m ürsterraich 
wirft lad dicae erklärt. Nacb in einar vor Kura^in eraehioaetieB Arbeit ') warde ron 
Retereatcn die Asdcbt anafM proeben, du» die Jadeo OalisioDa nad der Bskoviaa von 
den aiit der Sdiitle cobote&en BildeeptiiiUt«! weil eifriger Gebraach an raacken iclieineD, 
ala die fibrifo nevälkenins ili«i(rr öeterreicbiacfaeu L&adei. BarcmaaB weitet aber für 
Foaen naoli, dann aater der jUdixcben BtTJtlkernai; diean Provias tdcb weit mtkr Atal- 
phabctoa al« naiar dea DenUi-liea Aaden, and aiklkrt diea aas dur Marken Aakatifiioi; der ' 
jttdiaclieD [litrmeDte fa den kleinereu Sl&Jten der Provine. Ist's denn nicht eioe pbot»- 
graphiacbe Scbtldereng der Juitaiishetua Galliiens, ««an der Aatvr diu Kontiindr der 
Uetasa jDdiaoheo Hsndalalante In Posen bosckreibi, ,die mehr and mehr verarawa, je 
waniger Ihr Raatierbaadd tdafat. dla ilcb alwr nicht za eiDeat anderu Letiemdaiif mit- 
■ditleafea kOanan und b«l denen, wenn aocb Krankbcit so dein Hansel ead Elenil in deu 
nberTlÜllan äelteagaum klaxatritt. wo ort mehrere Pamilieit ela klein«* Ximoivr liewohnen, 
sldi Bilder dar hSchiten msDichlicbeD V<>rkomnienlteit bieien.* Solche Leaia, flbei^lio vca 
ihren Rabbinern in fcbnrfer ortbodoter Znchl Ketaallen, schicken ihre Kinder aiebt ia die 
Soknls, odcrdoch nar in dieTalmad-Thora-Scbnle, wo sie Gebete plippem. s«Dtl oielits lernen. 
Wsandahar dorEifer der Jndea, ihre KJ&dar voa dan tott den offsat liehen L'nterHchtaa&etaltan 
gebotenea Bildnn^nltieln profitieren ni laaaen, ani deDFrei;aaB»-Au2wei)ien der Mittel- nnd 
HMhaehvIan Oetierreicba g&ns naiBer Prag« steht, aa kann daran* m venig ein Schlami 
inf die gtDS »reanpft« JadenbeTdlkeranf der gatlafBcbcfi Klelasudta ^«fotRart wedrdea, 
wio e« in Paeaa der Fall ist. 

Unsomthr aatnerhennea — wieWohl bei dam gewiM^nhaftaa Stoliiltker, der 
aus aeiacQ Zableacvloaa«» nichl« aaderee folgern darf, als aicli ane deren Anatyec orRibt, 
ala selbetToraUadlioh VDrawiaeetseii — iel, das* der Antor ia allen weiteren AanrühninK*» 
dnrtt we sich dla popalaUani «tischen Srgebntaae Kr die Jaden gfinstlKer atell««, dlvA vall 
berrorkebl.' So watsei ar a. B. bei dea KsthalikeB ein? Heiratsfrot) ntni voa Uti ble 10.? aaf 
lOOOO KOpfo, bei den BvaagalfKhea von 90-99, bei den Jaden von 71—7-1 nach. „Die 
slaviBGha LeiohÜabIgkett md Sori^loslgkelt elnamila, dl« winhiehaftticke Yonilcki der Juden 
aDdcrereeite. xulscbea wolclien duf calcQUereudo Deotaehe nlluni Inno flieht.'' geben den 
Erklamneternnd. neben weirlutm allerdinsa noch nehrrache ssclale Pacloron einwirkeD. 

Und DB noch ein weiten« Beiaplel hcrausin beben, onler dea Geborenou dir 
Ptovina Paaeii Baden sich bei den BTangrllHrheo (t>out«thcD) 5*97. bei den Saihollken 
(Polan) 5'80. bei d^n Joden V'tiS Percente Uarheliche. VAbraad daher Deatsche und Polen 
fast tAIÜk Kl"icb)aelieii. errekht der Antbeil der nneihehrh Geborcnan bei dan Jndea sieht 
die Hnlftn jeaar dar ctirimHr.hon Confauinnen. llierzeiKt «ich nTin wiedur «in sanx eclataniar 
GegeDsnta cwischtu den RrKelmioen PotwDii und d«ir an^ranianden (nterrvltihicrbRn Praviosen. 
In dlaaan komiaeo bei den Juden felstiv weit mehr ounbalicb Geboraoa als bei den ehrixt- 
Itehnn OonramioBan vor asd aa nDiarliugt kainem Zvaifd, da*« dies viin diia rein rita»II 
abgaa<hIoRiianaa, vor den GoMisa uugiUiKe.n Khea berrfibrt, deran Progeultor in den aat- 
Kcban Liaien als Diiebeliche «(agetragen uird. Ein tTflareceD, dem atao dos stmnnie prns- 
Btscba Keglne Ke*^n«n xo haben ichcint, bierdarch aber d(a tbsuHcblii-hea VurfeonmnlsM 
m riektlgeraiD Erftebaltse gelangea laset, als t» bei bbi bin aar Stnndn Doch i»u);ll(h li*. 

Wtr ni&aaea Tarrloblen, nocli weitere iJticbprob«B aas den -ttigehnlitea roa Berg- 
raann's Bvolie an geben, obwohl jede« (jiapitel, aameDtlKh noch («oea der Veracbiedet- 
beiten der :jlerMiokk«it nnd snnwl der Rindersterl-Ikhkeit bei den DeatatlieB, Polen ond 
Jaden stark dasa r«tiaokt. Bin« Scbl»**fulcer«af; d<-H Auton mnM aber dvch Borb erwähnt 
wardea Indem er die «harakterislisuheo VoraohiedeuheileQ der Raoeea uad Conffwioneo 
dnrch Jalirsahate verfolgt, komnt er an dem Retnltat«, daas im Yertanl'v der Zeit ein« nicht 



: 



*l Sohliamar: Gab*T dla Farbe der AUm». tier llaara und der Rani bei den Scfaol- 
Uadan Oattamtchs. Wien 1864. 8. XXIV, 



UMninrbericht«. 



99 



»vManilicIiv AttmiheiabK xwJKbeii tlta Ver^ngnt luuliklb der ckrntJielLek »4 JodiM&en 
noTAlkrnnc Poicoa auitgifiindm hat. Wl« sich In d«r pnoniselwii Biwiiptovins mIumi Mit 
de« ilpjtinri des UoTiiail«!! Jaliilitindnt»« ciD» rtel pimn HmnonJe Kwbcfcm d«D aaf B«v«l- 
h>niiig»'Ciii»jcI«lEujgb«ftQstkhanEnelieiaitiif«BMJ«d«n aDdChrlsifnuift. eoorfibt sfohani^ 
(■rPiMCD dmli Pioe oarwfciiitihftr« !UlDd«niBg dietM GegensaiMs. I>u xd ervaiaui, isl Dicht 
ilu iKrl»ff«t», jft wtr i&iaD dtg fiAeit» VerduBSt d«t BuchM tob BargUBBiL Ba wird 
librdaich an Mnem iwadhiiiaa d*r linnkaitu, d« Obw «IIa csf h«rw]t«D Sehnnhra dirSpraebta 
und UckmutniNif hlnau dui rna* EYinfoliuai Art iMasiAlicbsii ('<illiir-Kntaick*liiajpr*dif;t. 
W«an »tr lUlixr Eingang« ontor«» Zweifel aus-prach»n. üb dar gr«SM Plaa daa litratinnit- 
««ikea aa v*rnirklichen c«i, >« cchl)«>i*»ii »ir mit de» WuBich*, dai" dits j* goathskan 
mtf:«, jedo t'rovioa aber Jaboi «inett a« beiulanea Boarbaitar find«, wi« Po««» in £. tm 
BerfBianB. tkkimmtr. 

Dr. Paal K» M K a ■ : Die CanHUmlbelastMi in SroasliBriBfilHUD Chtaitari, Aar aUUatiKhar 
Ontkdlas« darsertellt. (Äs* den „CiauurchiT* T.e.8chBas, I, Jalu^an«, £.II«ft, \S6i.) 

Dia vQTlJafande AbhandlanE hat aich dia Anrfab* f«atellt , die coEaBHinmla Ba- 
laataKi; in Oldtnlmtf in Rahnaii d«r a]l|;eiB<iiDen «irth««baftliches Lage , wie dar Inaa- 
zidloa der äalbetvnrwalttuicskftrpar » a«kildeni. Dar VcrTaaMr war sich ib«! dia 
Scbvivheküll diaanr Aorgaka, dU t)aBi«atlI«h in d«ai Haas«! «Inhaltlicher PakrCbf daa 
Hansliait*-* dnrch aic Organa drr Selb«(v«rwa)tiiag . dann ia dor »cbBvr la «neicbetidfla 
VnlUiuuihekclt nud ZnrnilJUtiKhait d«« Uaterialea bMtehl, — leUUn voruabatich d«[ Cb- 
fhhlgkalt d-r leaiataD k!«iD«n CuunanaktTbabde weeea, ihn EeufcaaBcaii bbctnahUkli 
and oorraet so rahran — timi Yorahereiii kUti tleichwabl Maaa xi)<«itoad«s warden, daaa er 
dl» der Ahbaodlaa< c^'UI« AalkaU la roUkonBiea befriedlKeular Walaa eaUM. hat. 

In klarer tind tlbaraJditlichar Wai» arSrtert er nach einer, du aUtiMtacba 
HaUtial fal>«r CoamuiuUlinatmo In daa deatadian Staataa niad ei>M[all Ia Oldenhars boIiaB- 
d^tadcB EitiicilituK sanlchst in drei Abechaftlm: Dia dtreiiea Staateat aa orn. die 
CoiBDonaal vnrf *«8ii BE. dia all^enaloe aolk iw ir thschaftl ichc Lace, die 
aoB VmtindaiRi dea ciKooiti^'h floanutatiailnchao Thtilaa dtr AbhaadluBC ndlhiKrii V«r- 
bUlnla*« d«e Landes. Wir nDtairhiDDO deair^U'u tolgeade Aofabra: Die OonnDunalm- 
£aaaanx lai Ia dati drai Uehiattithfilvb daa ÜToaBheisOftlmtu — HarxoUhBai Oldaohnrir. 
FbiBleatliiui Lbbcck and KufslenibniB Biikenfeld — eine verKhiedena. ■»■ sie lof dem 
«iclitirAien OcMste, dam dar polilüchaB Geaaladra. ilaiDlicIi ilalcharll« iat. Ei baatalint 
nr BrfuUiuix der uonwaaaJaa Aufxahati nehrer« VarbAnd« ; diaae aind : bttrgaFlkba nnd 
kirctillcha. erstara «iadar |iolitiauha (QeMaladeD In eogerea Siona) OrtJiarsiBiirarbkDdB, 
SchDlnrbUide (Schalachlan). iMSOodat« Ortaverbkode, Aaatarerblad« sod «Bdllch Waaaav- 
bancavttfcsehafiaa v«rachi*J>nar Art fsr das dciobpflichtige Land (DakbvorbAade snr 
Sldianng der badakblMi Lkadi>T«irn nad 8lelafh(ea (nr E&tväa«aniB( danalbaii dnreh 
•aptsanDie „Sfutn-); luUterwviir ': -lic Dodkatholnieha PlarrKameiDdcn. Dia [taliUaelian 

BanaiBdeB habeo Jariatit^.hn ' ii, äialhstvcrvalinni; ikrar .VcfteltfieD kälten, ale 

sind n allen L<iitlDnf;<i> ■'»'' r-iiir,< ittnogcs sar Crreivh^ag dtr conanaaleD Z««ck«i 
rarbanifa i>A<rcll i!if Kinkiinft« an» dvm V«ra<>]t*a — du« in Busoi; aof' den äunuBl 
navcmindert erhali«a wrdtn «all — wie di< asa gawiMea »flaotlicbcD Tltatn (ätraf-^ 
ir*ld«r, Ab^l»«n, Uoniirtit'-tiri) nicht aa^roichan, kftliBva t}«iBBlada)<iati>ar«ii ia ronn 
von i^uaaro, wie roo p«raUAltthen oad SalarslIcirtanKfu) fiofordert wardcai mwait daa 
Uaaats odar Staat »rcrtrife nicht taif;c(eul«hiio . dlirfaa auch iadincto Stanein erbobefi 
wanlaoi die VrrlrihnaR der dirrclca Coismiuialaleuara erfolsl in F«ra dar Zoaohlije u 
dan :;laatA9li'ntrD ; anturr su Staaero ktanm dia StvntrpAichliceci nodi ao, Cbfigana nndi 
Abachiiziu]!: atiU<Rt<areo, Hand- aad Spanndicpilcn hcrnuccsocrn wcrdaa. Die Ortacanoeaan- 
achafi hai diu ^tiilinivervallDiig dnt önltchca. die ganw (icai^iode als aulcba nicht lartli- 
rtndrn Ai)^lc£>-iiiii-iteu im Anfi. dii- Amlsvaibuda allKomviiiF and icmviullBEiia fSriai^ 
l-ri'tniiiTin. UatentuUiiuE btdfirlligtr UannM^haitft). filraorxnftir Uvi>l«tkranhe. TaabnnmniB, 
BtiMitt, din gchDla.-btcn. div llDieihallDD^ dox Vulknnthulwciuixl Im KürslvnÜiam Lnbrch 
erlDlci dm VnlkeiluBK dar (iemaiedMlrcivta ledi^ich nmh d«m VerbilUlwe dna Ein- 
kaianirOR. «obel jrijiKh bei Elnkummen acn ütandbcaiis ßcltnJdeu nnbcihckaichliKt blribra, 
aiKh vin kijhprir Steauitata aUtilii ; Amiia- und :j<:bui[<fleKe lit hier ebenfalhi dao poli- 
liarhen Gfoicindea abaitrst^fa , wkhrtod au .Stall« der AintsTciMnda Landann«aiT«rbaada 
Irvtea AukaardeDi bnir'bea ueth liit^r S«lbktTer»altfl[i^»hiir])ar In den OnrbchaflM Bad 
W*g«frm» laden. Im VniKtanihniLt! I(ifkvr>r»ld lal in Ueiecilicbes die glaioha COTiMianala 
Verraasung *le lai HTncgilinme; nsr iptHaB >ll» Geneinde-Läaderaicn , die liier aMh zan 
TirnbcrfebMideii tituofa, wie lan dtacndea Kic^nihnra v«rlkcilt wetdaa ktaHB, aiaa 
ftitmrr \lol\e; Sienein wndfa ia Fotv von 2D»clilag«a T«iihcUt SchnlwaaaB iat 8a«ha 
dar Gnaiatndr.n, wählend (tr di» Atmcaaeatn OrtaaMDenTUTblLndo «ad dar I.aBdarmaOTar- 
kaad bfaithcBi 6l>erdirk j(il>l ts hier nach Biirgcr>iei>t>r(i«a, die anebrnra OeBalndea mm- 
Mhli^M^a, die Cnlenifiianni; dtr Faniliim ucberv(ca«r SoldaEcn asd aadara ganainBiltaige 
AaataltaB (alau khnltcU d«a ABil«(ctliäBdcn im UcnvGlhaniol aum Zwack« bab««. _ 

7* I 



100 Literatnrbericlit«. 

Die allgemeine TOlkawirtlucfasftliche Lage des Landes mag ans den nacbfolgenden 
Daten einigermassen erBicbtlich werden : Die Bevölkeroog, die 1860 337 .47S betrug, ist eine 
wenig dichte im Verhältnies sn anderen dentschen Staaten ; Im ganzen GrosBlienogtbome 53 auf 
1 Qoadrat-Eilometer, im Hersogtbam gar nnr 49, während sie in dem freiticb sehr kleinen 
Birkenfeld 77 beträgt. Die Be Völkern ngBznnalime (7'91 Perceate in 9 Jabren) ist ancb relativ 
gering gegenüber den 1106 Percenten des deutücbea Reicbes, überdies haaptsächlich dnrch 
Answandemng verringert. Dem Berufe nach gehören 51 Percente dem Acberban , 28 Per- 
cente dem Gewerbe, 10 Percente dem Handel, 11 Percenle anderen Benifsarten an. Es bat 
somit daa Land ein Überwiegend agrarisches Gepräge. Irgend bedentsam ist die Industrie 
nnr in Birkenfeld (insbesondere Stein Schleiferei), nnr 2 Percente aller Gewerbsbetriebe 
hatten (nach der Gewerbezihlnng von 1875) mehr als 6 Gehilfen in Verwendung. Und 
ancb der Baden weist einen sehr bedeutenden Percentaatz nncnltivierten Landes auf (35 Per- 
cente), der sich durch die ausgedehnten Moor- und Heidestrecken erklärt. Auch der 
Tiehstand und Tiehbeeitz ist sehr verbreitet, ttber 15 Percente der Bevölkemng sind 
Tiehbesitzer. 

Aus der Betrachtung der Einkommens verlheilong , wonach die Zahl der Steuer- 
zahler 97.565, die Snmme ihres Einkommens 74,073.188 Uark beträgt, somit das mittlere 
Einkommen eines Steuerzahlers circa 769 Mark, das eines Einwohners nnr 219 Hark 
beilegt, ergibt sich der Eindruck, dass sieb das Land im AllgemeiDen keiner Wohlhaben- 
heit erfreue, der Verfasser erklärt diese niedrigen Ziffern darcb die za wenig scharfe Ein- 
Bcbätznng. Andererseits bestehen nach den Angaben der Abbandlnog keine grossen Ver- 
mögen snnterscbiede, weder grosse Reichthlimer , noch ansgebreitete Dürftigkeit liegt vor: 
958 Einwohner hatten (1880) ein Einkommen von mehr als 6.000 Mark, nnr 60 ein solcbea 
von mehr als 18.000 Mark. Der Verfasser zieht ans der Darlegung der allgemeinen volks- 
wirthscbaftlichen Verhältnisse den Scbluss, dass der ökonomische Charakter des 
Landes im Allgemeinen der sei, dass mit bescheidenen ziemlich gleich- 
m&ssig vertbeilten Mitteln bescheidene Erträge erzielt werden, dass 
somit das volkswirtbscbaftliche Leben ein zwar einfaches, aber in seinen Graudiagen 
gesnndes Gepräge habe. Man kann hier wohl im Wesentlichen zustimmen, wird aber den 
Eindmck doch nicht verwehren können, dass diese bescheidenen volkswirthschaftlichen 
Verhältnisse anch nnr eine geringe Steuerkraft der Bevölkernng and somit geringe 
Leistungen der Verwaltung überhaupt, wie der Commnnen insbesondere ermöglichen können. 

Die weiteren Abschnitte der Abhandlung befassen sich nun mit dem eigentlich 
finanzstatistischen Theile. Zunächst wird dieHöbe der Commnnalbelast nng erürtert. 
Die Daten beziehen sich anf 955 communale Verbände der verschiedensten Art, darunter 
anf 249 politische und Armengemeinden, anf 423 Schul gemeinden (Schnlachten). Die Com- 
lutmallasten betrugen im Jahresmittel fär das ganze Grossherzogtbum : 

1873—1876 1877—1880 1878— 1 880 

' X a r li 

bei den welUichan Verbänden 1,996.509 2,401-646 2,199.078 

„ „ kircblicben . 227.774 246-092 236.933 

Znsammen . . 2,224.283 2,647.738 2,436.011 

Die hierin enthaltenen Natnralleistangen (Hand- nnd Spanndienst) haben eine 
relativ geringe Bedeutung. Sie betrugen 

1873—1876 1877- ; ;-1880 1878—1880 

Percente 

bei den politischen Gemeinden 2'13 I'IS 155 

„ „ OrtsgenoaBenschaften 789 6-&6 6'62 

„ „ evangelischen SchuLuhten .... — — — 

„ „ Pfarrgemeinden . . 0-04 0-03 003 

„ „ katholischen Pfiirrgem Binden . . ■ 647 04 362 

überhaupt. . 091 ä54 071 ~ 

Von den Wasserbaagenossenschaften wurden erhoben: 

1873—1876 1877—1880 1873—1880 



482.569 477.876 480222 

Es kommt anf den Hektar der Fläche des betheiligten Grundbesitzes: 

1873—1876 1877-18*0 1873- 1880 

H a r h 
412 408 4-10 

Die Vertheilnng der Co mmun all asten anf die Bevölkerung stellt sich folgender- 
Uassen dar; es entfallen im gesammten Grossherzogthnma auf den Kopf der Bevölkerung 



an A D f 1 a g 


Liter&tnrbericlite. 

9D der 18;3-1«8 


IB7T— 1880 


187!t— ISlW 


politliclien GemeiDdenl . 
Armeng'enieiDd«)! - . 




616 


Mark 

701 

073 
010 

7-8i 


e-60 


Sc hol gern ein den ) . 






Kirchen gemeinden . . . 
HnndeBtener 


Znäammen . , 


0-71 
010 
697 


0-U 
0-IÜ 
7-42 



101 



Verschieden gcf'taltet sich diese Ziffer in den tiuzelnen Gebiet st heilen des Gross- 
herzogthnms ; relativ am anEehnlitbsten im FürateDthnm Lübeck (1873 — 1660] 9'70, lanächst 
folft dann dasHeizogtham init^7'41, snletst fiirkenfeld mit ö'40Mark; im Herzogtham selbst 
wieder sehr schwankend; in der Maisch 10'24. in der OldenbarRer Geest 7fil, endlich im 
HünsterUnde nnr 378 Mark. Der Znsammenbang swi«chen der Höhe der Communallasteu and 
der allgemeinen winhscbaftlirhen Lage der ei steinen Landest heil« zeigt sich, wenn man 
mit den genannten DDrcbachnittaziffera der BeJastnng die Einkorn mens Ziffern fBr die Periode 
1873— 1S80 Tergleicht; es entfallt nämlich anf einen Stenerzahler in der Marsch ein Ein< 
kommen von 60547 Mark, in der Oldenbnrger Geest von 827'73 lohne Stadt Oldenburg nar 
698*6), im Hünsterlande von ü97'3d, im Fürstentham Lübeck von 676'15, im Fttrstenthnm 
Birkenfeld von 757-36 Mark. 

Dabei schtrankt die Belastung in den einselnen Gemeinden nngemeia ; sie beträgt 
im Haapttheile (44 Ferctote slltr Gemeindeo) 3—6 Mark per Kopf, sinkt aber theilweise 
(9 Percente) nnter 3 Mark hinab, währeniJ sie von 6 bis \2 Mark (SO Percente). ja 17 Mark 
Steigt. Im ÄllgemeiDen lind die Gemeinden nnter 1.000 and über 5.000 Einwohner am dchwersten 
belastet (6'07 and 8'39Maik per Kopf), während die mittleren zwischen &'89 nnd 7 '85 schwanken. 

Die nnn folgende Vergleicbang der Co mmuna Hatten in Oldenbarg mit denen der 
aoderen dentacben Staaten mästen wir — so interessant sie ist — leider fibergehen; sie 
ergibt das Resoltat, daas die Bela.<itniig in Oldenburg zwar keine besonders höbe ist, mit 
Rftckaicht aber anf die daselbst fehlenden grüsaeren Städte immerhin als eine nicht nnbe- 
deutende angesehen werden mnss. 

Der nächste Abschnitt bietet onn eine Darstellung der Commn nallasten im 
Rahmen der gesammten finanziellen Verhältnisse der Commnnal verbfinde. 
Wir entnehmen dieser Darstcllnng folgende Daten: 

Kb betrog Im tanze n Grosshertogthnm^ 
■ ^"' Aufwand für ' la-s-Wi 1B77— ia?Q 137J-168o" 

politische Zwecke 1.296.072 1,652.740 1,474.407 

Armenwesen 748.123 870.478 S09.a01 

Schulwesen 1,208.436 1.327.582 1,268.009 

Kirchenwesen _^ . 370.927_ 422-266 396.596 

ZnsammeiiT. ^ 3,623.558" " 4,a73.0ti6 " 3.948.313 
Diese Ziffern, verglichen mit denen der Belastung, zeigen, dass der überwiegende 

Tbeil des Aufwandes durch Steuern gedeckt werden muss. Der Antheii ^rselben an den 

Ziffern aller Einnahmen wird durch folgende Uebersicht klar: 
Es betrugen iu Percenten der gesammten Einnahmen 

1B7 3— 1>76 IS77— 1S80 1973— ItW 

die Einnahmen ans eigenem Vermögen . . 1460 11'7U 1319 

, „ „ Umlagen wm 64-23 6207 

„ „ „ sonstigen Uuetlen . . UiZl 2^-93 24 14 

Die weitere Betrachtong der Abhandlung gilt den Communallas ten nach 
dem TJmlagefnss nnd in ihrem Verhiilltiisse zn den Staatsst eu e rn. Von 
der Gesammtheit der Lasten belra;:en (1873—18^01 in Percenten 



e^i- C3 = >: =1- 
- o - ^=?= ga 

in 1=1 zi 



_: -n ■=* 



B h fi 

« V K 

■soah 



bei den weltliehen Verbänden . . IHil 12-7Ö 160 0-61 1243 ÖOÖS 262 
, „ kirchlichen „ .^ 1778 Ui'y-Hi ÖM 001 914 4^00 J117 

überhaupt." IfrWS lT()8 '"1^49 U-55 "l:i 11 498l^ i:'95 

Die Stsatsstenern sind uiiu raiiZ anders verth>;ilt; der Antheii der einzelnrn am 
nnannten Ergebniese b^irägt bei il>-r Grunduieuer 4'1'58 Percente, bei der Gebäudesleuer 
101, b«i der Einkommensteuer 4ä'41. 



100 



LitoratDibflfjclite. 



VergUidil »ftn die Bttrage iler illreet«« $1aAt«t«ueni oad dor O>iBBiai>al8t0U«n_ 
(oliu 2itiicl)lii|i;r), »o «rKikt neb, da«8 dis CommiBBlirleiifni (1673 — 1860} i)e1ro|L«ii) a) ü 
Miob d«r «latiUicb«!) GrnnJ- nnd GgbiBdfttciifr iinif;«lflf;t«n van il«riirlli«n i-QW Pnrr«n(«j 
ii dia Back ilu »Uatliulirii Kinkeiinieiit teuer ani^tlrKltii lui dcndlicu l&Sd'Td ftroeaU^ 
r) die smmuiuUd CoamuDKl>t«iuni LIS'6Ü P«tcoiitn d*r SUMutvaen. 

D«r letzte Atw<lin)(t weiaL du V erb Itlulss der Steuers san Steaer- 
Otpltftl aucb, Ra werdco kkr aanlkkRt lüa d>r BcHtenainiiK Bulerlisf ead«n StaaercapIlBle 
Ui bililou EMavlit, nnd kvat etachic^lii dies durch SabttlKmng der BrlntRsruhlKbell iIm Gmod- 
oid Bodxn- (GebBa<Ic)-B«tiit»)s, dkcn durch EiMichaiKoag In die äe^B htXnSouieu Ein- 
koancabalriCOB «DUprcckenilini SteacrtUneu. 

t%:a~-\$W t»17~l|iH0 1«?»— IMD 



Bf betriiK d4R Grud- und Gebätde- 

ebaor-Capiul UJiOä.'OCi 

nievon butfHSfn die Blvapm mit Rlu- 

achliiii deiKalataUtcuern. uad snar: 

Commaiatttnaen ft-S6 Cero. 

SlaaiutuierD •_*_• ''^ ■ 

b«id« sniiftniKvn . , Ü'^t P«rv. 



14,716.602 U,'159.653 



6-aä Perc. 
710 , 



6-4fi Pert." 
7-83 , 



HU3 Pm. ]3-?8 Pera 



AllerdlDf^ *ind die Pcrceotufelw. dia wir hier Bir Hr dtw pin» Lud uifQbreii? 
in den «JuelD»!! GHbttlKlbeil» fut rerauliiedea liudi , wu «icb jwldcb su den Orillck 
voncbiedenea Erforderotnea usd iaKbaiend«re aus Our verxcbitdeeutifeii Steterotgnni- 
BUion eibUrt. 

Beiechoet ma nacb de» Im Dorebichnltt ge«»aii«ii«ti V«rhUfBf*M zwlacken 
8u««rcapiU] und f;eithU»in Preise de« Wetth dM iieDerpäicMiKi'n UmudeigeatlianB, so 
ergibt sich (18^0) drr Werth mit &86,K79.973 Mark, der Srtraj; (mit 3Vi P»eent be- 
ra«li»t} anf £0633.79^ Uarfc; die darauf raberdcs LaiUn b«trac«a: ConmnniUtewrn 
3"75 Pare«lHe, SlaaUttvDeni 4'40 PaicoDte, bviila 8)5 Percenic iliea«* »o frrnilteIt«D Erlra^M. 

Analog ilieaor Bcietbnuag «erdeo nncuebr aatb Eid k o nuue de tsuer- Capital ud 
di« dainaf geJegtcu AI>g«tfeD aoiuwtuMigMtellt. £* betrag da» Ecaaniiut« Eiaktfinaeii 



imt^urto 



i«n-i*te 



laj»— i»«o 



07.827.068 ^ 72.9t)3.y38 ^ 
IMe d«r«fltsetect«B SUtwrn. und cwar: 
CommunaMratra .... IM Percente 



70.145.063 



St«ktB>t«ueni 

beide snnmiMo 



a-13 Percant« 
142 , 



201 PereeBt« 
142 . 



H8 _. 

33Ö Peroenla 365"P*rc8ai« 346 Pen»nU 



Du VerUltoiu aftmatlicliu StenubBteD um gtechllztrn EiiikoaUHB dot Slam 
Mbler endlieb aelgt: 

iw— t»T* um— tun iwa— iMc 

Connannalatoatm .... 3'3t PTrcviitc 363 t'orc«n1e 3'48 Peraa(a 

SlMUiteuurn 301 , 8fi6 ■ g-93 , 

beide KOHanmaa . H'i'i Paneata 6'48 Paroeata 6il Perceata 

DmbU Bcklieaat die jcdeufalts cslir intcrcwanU Arbeit, voldie Mire Aufgabe, 
erapricaaUokKter Woiiie gelCat bat. Wann hicrbri etwa« za vUnacbm iibrig blielie, m wI 
ea, gcnaoei« Datoo aber StaicecBnc oder Aboabnio der FtdaitBaK in deu eiaaelneB 8teuer- 
art«a und oacb den doxalnen connanaatan VorbaocIrD, und xmr fnr jade» Jahr, tu erfabrcn; 
jedoob lind aiicb dip«e Ualen nindnulen« aum Thcil und im Uiltd dreier Jahre angefDlirt. 
xadatn behalt »ich der VerfaHcr eine nmtawcndere, quell eamtuige Bearbeituog üee geaaiunteo 
Commuaal-Fiuanaweiciu vor, der man mit loUrMaa tDtgvgeatebea kaan. l)r. ^aucAdc. 



B. fOott-J BtHutsi: Manuala di gtcgrafia . steria e italfatfea dtt Literala osüa Mta 
cMfta prineipttea di ßofttia » Gni</iaea, Mlla cittä immtfliata di Trnstv » d^l Marf/rayiato 

d'tttria. Pola, tipogr^ßa tdiiri^t L. Bimttmpo, Jb96 (pp. XIX n. 3)J9). 

Da» teterreiobitcli-llljrlKCba Bititenlaad gekCil sn den in iilerarüchor BeaiDhitag 
vebr bavorxngleii Üaliieten. Ka gaoftgi. snm Ueweue darur aar die Dberana roickbahiga 
(1664 an ÜB|i«diatria enebleneie) Jiiblioifrai^ia Itiriana, fetner auf dla BBhrl^it 
hinina'eUeD, welche Mit deno Abachliuaa des ebra ^vaauBlen Werke* ata nm die ttodactioa 
dea Arfhto^rufo Triniino aick grapplereader Kreis von SohriftstallerD ia Aatehnac 
dtr ätadt Triati u&d llirea (iettietas, dann «ioa nickt ninder eitrige Uahrhatt Tim QaackicbU' 



IiHwatitrk«richl«. 



108 



Tgrecbera. uatcr welcbiro nacti immpr Twlo Da PrKnoftschi bATTomfi. in BrtrelTlstri«!!« 
aa dea Tag Jegt, RDillich. wut Qfin nift Oradtica anhelMit. an du in Wahrheit mniin- 
la«nlal» Wrrk d« Pr«ibfim) Catt von Csornic elMr ilt«Bcs Lud vai] dan in dvint«ll'«a 
ahenilmcktc Tercdi:buijii d^r bmüUi'D Drorktcfariften la «rinnvro. 

TmUiIfin [ehlte eti bi» jetil an Finom <lla Gr^boisM. »»leint ia j»nw Ti^txratqT 
■•«(I*rt*l<fi «fad. xiiasun«afa»H«ni)i)a an I daroh ntnaTii. stiti« t i tnb n NaeV 
'Ticklaii erglink«nd«a Bacb«. Eis «olohe« hol nun d«T oWn Kroannt* YrrfxniT, 
i*«Ieb«f Mlnsn Kof *U Muu der WiaensRrhaft achoa darcli laiii in Jabr* 188.^ x«m Ah- 
■ehloM gelugln Werk ,L' huia ünv ad .UffHUo" befTBlnI«!«, mit dar vrrrll»{^ndBii ^rhfil 
'(•Uefart. Denclbe IwbnBdelt Aa die in Tttal sn>f^drfechtrii Gaü^nsUBÖa mit eiit>r tJ<l>*r- 
Iffektlldiluil , welche Damestlirb in Etwsvf aaf dt* Qeieb ieh (• ain ata vt trfi*»*T«» 
'Vardfeaat lat, je nebr ScbwieHnkclteB d*r bakaantlkb «"kr irerwarrena Htitf b*T»il*t, tohald 
M ikh in Ihm iniecblsDäadtn gilt. Abrf «ocb d*r f:eographi«rh» Thnil i*t imit *in«r 
wricbfn PrkcJRJoni^awhriebdD tinil Bberbnapt o klar febalteo, da'sdfa dtrin Koc-hildert««) Ter* 
^hlltBl«ae and Tkauach#n Qb«r«BB d*nllir)i b«fYi>rtr*lon wa> ■•lax-rdto dnreU Hi* briee- 
rc»lM»« Kan« g«f?>rdert vird, an w«kliet aar HtrUanf*! achArfertr Conturtn dft< FeFtlasd«« 
[«nd d*r laacln Heni H»-rr f;(f*niib<r «»«»stvllcn t»t. AlIrrdiuK* würde der YnTasacT daroh 
HtB« GaMbicklivbkeit »ad ««ineo Fleias ailrin dea efinstieon Bindrock. w»kb«ii »in« 
Darvltllucf; s>a«lit, niebl erstell kab«B, Dan KfhftTtQ anch tine »o »pteadid« AsnlAltnaK 
'dfsBetLra, vie tio d«n»e]b«n letteai drr VrrUcsbnfbkaalluiir so TheÜ geworden. Man darf 
»kb vüblith freaea, daM di«*n bei iultonigth Kroch rirfaeara Blübcm frnilicli niclit s«1t«a« 
PapieianfwaBd da ainm bs Kuten Zweck dirnt, vaa bekknallfch nirbt intner der Fall 1*1. 
Von dfD draiTbellMi. in wrlcbn das Buch K-rftllt. Irt der driit« dnrStatiitik 
u4 Topoerap liio cevIdiiMl. Bio Aahaac aDlbiill 14 gialiitinchr Tifaln. [lem xwejten, 
liatoriach FO, Tbpilesind i^tannblata« aod »ine tab^llariu'br Urberiicbt dm- («rriioriaUa 
TiiflBdaninEva bricofairt. Nnr der «nie, k« »Eraiihifcb *. Theil im ttt dinxnr niaulcbl 
^itrttif bvdarhi. Die rinK>Bn ihn anccfvlbt« T>r<-1 tribl eta« UoIiL-ntcbl d*r tti Tola. TriiwL and 
fiAn fa dan Jabi^n 1672 b>B }(i8\ aoKeMLclltna aivtaoraloitiaebea BooboKhlqtietin Off'Ohar 
•on die arbon vr«>bote Kartt dafür rDUohtilif:«n. Dwr .Otatialikar flrntct lo dem Raeba 
(S. 147— U§1 »inm Abriaa der TfrfaMaDg der au «inrn» Vflr»«ltnnc>g'hiete vamlaigteB 
dtvl Uaüer, (S. 14S— 1501 «iae SkUae der Varwalitinj, (S. 150- 1511) KarhriohMn th^ dia 
fAepWkwuBg. (S. 154 — 166) «okbe Ob«r ila» tlal^rrichUw««*!) (wohai der Verfaaaer nicht 
riBUirlliiit den Anfvaad von 459()0O Gniden harvenabebeB, welebeB d!e KtadI TrfeAl tir 
Sckalvn tn Jabra 1881 neHacht bat nad wcleber mlnen Aii«*|<mrh ,u/j>una frrvrinnm 
tf>«Ttd* }-«r Cutrttsimu fiblie« relalioamtnle laiU« ^nnfo 7W».I«» rBcbiferliKt) , ftttttr 
^S. 157—159» Kaekricht*« nUr den Un^ban, (S. 159-101) über die Vlehxocht, (S. 160 
^U >*. Itill Bbar die Pi«eh»r«i Sifran eoblinuan »kh knriM Aacebra aber di« Bprewsrke 
■ad äialzf^n, dtirn anirahr)f«h«re Obirr di« lUndetsnurin« , äbvr dm lUndwerkxbptriali 
snd die Ibdartri«. über Sc-hifTfabrl «ad Hand«! (8. 160-170). fibur die Bieenbabna«. 
Duu*en. Pwtea nnd T«bKr«pboata(Ultea. V<m ScUofs nacht {S. I73> nioa in der TcbT- 
cbrifi d-rs lHtr*ff«Dden ParampLas gar nicht sDiewieie Helia fih«r di<! Aclieo-Gc-^ll- 
'■■s K.ä«tenlaada>, Den Rast des Test« {S. 174— 187i nabnieo die topoicrapbitcken 
n ein. l'Dtar des Tafeln, welche dea Anbane bildea . verdieaeB nfana Zveifal 
[<ii? a.r\-tr BeacblsoR diejenlKon, wrkfae die VerbÜtnisM daT*iah«fBiIieli«D Bbednrei and 
Verfall de» Schiffbaa«! anf den Werfte« -rnn Li»tia])Fi;t:obi . snvie der Mark- 
aftcbttt IstHcn abethaupt brlrarltt«o (Tafel IX Ua XII). Nacbdem dl* Zahl der 
Icblfr«, weUbe Elcentbnm isirjnniscber Bheder waren, tkb vom Jahre I8.V2 bla 1870 
>^im 103 (mll 33.1^ Tnnncnf «nf 151 (mit 09 5:tl Tonnen) verwefan halt», eank ale vnn 
da BD IIa IflSft aar ^ inil 4dOil Tnonen) berab nnd ^la der .^ cbiftea ntbei ta 
(rantr^) vokhaT Etheder. «etch« in der *ratren»nnlen Peiiada vnn 272 (noit Ü.&Od Tonaan) 
a«/ 77.T (mii 14-4^ Trtnnen) FMties«a war. reriainderte «iph in der aweit- 
(aainaten biflanfb^O Inlt 13 IS3 Tonn>n1. 0er atlrbiie RlMkea&g aeJBt sldi 
b*i Ltiieinpipfolö «deaaem Bbader zatatzt nnr mtlir 74 Schiffe mit 39 7 W Ti>nnen gecea 
1 10 Scbilfon mit 51 4M Tomwd lai Jahra 1870 bawi"*»D), dtan bei fbnrao >BUtxt 10 (khiffe 
" lit H.H2'i Tnanea f»f«B IQ Srbiffe nll 5.U35 Tnnaea) , Laeria^andn. VoIimc«. Rovjfaa, 
rartMine and LannBa. Nicht minder hat dar Sehiffbaa an I.<iMis|il coole ab|[e- 
I mal na. Wühnml nneb in ParchifbofUe d*r Jabre 1378 l>ia 1860 Jlbriiefa dMrt mwMt 
thitte «rhaat vnrdaB wanni. aaak dieii>r DarchsebBitl in den folKeaden 3 Jibraa anf 
IIa Utirta harnh nnd saigU Hieb eine raMhe Abn»hmB tod Jahr an Jahr (U, t>. 4). 
aiai«tllebaa Pr ivat- Warft ea dte toteireicbiMh-ill.ihKboB E.äat«alaad«i wnrdea im 
Ubm 1883 aar mebr M ReKelarbifre [mit 3^ Tonnen) vtbatit , daeegea im Jahre 
79 {Mtl llS^-j Tonnim). Hia-ieder bat freilich dur Dan d«r Danpfor dort 
»ht BaeeBamman. I&abeeendare, »•• Zahl der SchifTa anbetaaet, »«it 138S alch Babevn 
i4fa4ht, ia AaMbang d«a TonneBKahAlUB ab«r tur «tvaa «lahr all ««rdappalt Naofa 
bin- der Tuilen. aacb fär die SUtlnik wlclliKca . oaUnrceacblchtHcbaa Be- 
»erhaaceo Ked^ht, »ckh« in dem Torliegaaden Bache eatbalt«a tioU, eowle den rickilcea 



104 Iiitoratnrbericlita. 

Blickes, mit welchem der Verfasser namentlich auch ethnographische TorkommuJBse 
banrtheilt. Seine tjnbafangenheit verleiht , obechon die Torarbeiten Anderer ihr gewisse 
Schranken zogen, dem Bache äberhanpt einen ganz besonderen Werth, welchen Jeder za 
schätzen wiasen wird, der da weiss, welche Entstellungen durch du Gegentbeil gerade die 
Geschichte and Ethnographie jenes Terwaltnogsgebietes in nenerer nad nenester Zeit erlitten 
habaa. Dass der Verfasser Qaellen-Citate darchaas nnterliess , erklärt sieb ans der Anf- 
gabe, welche er siEh mit dem Boche steckte, that aber dem Werthe desselben nnr inso- 
fsrne keinen Eintrag, als er sich dnrch seine vor ausgegangen en antiquarisch cd Unter- 
auchnngea als ein gewissenhafter, daher auch vertrauen swfirdiger Forscher bewfihrt hat. 

Prof. Dt, Herrn. Ign. Bidermann. 



Werke, 

welche der Bibliothek der k. k. statistischen Central-Commiasion 
bis Hitte Jänner 1885 zagewachsen sind. 

I. Statistik. 

4^ Allgemeines. 

Chefsaon E. : La quettion de la populcUion en france el ä l'Etranger. &Uraii de» 
Annalea d'hyqi^ne. Paria 1885. 

Costes H. ; Note* et tableaux pour lervir a l'etude de la quettion motiäaire. Nou- 
velle idiiion. Paris 1884. 

Lehr S., Dr.: Beiträge anr Statistik der Preise, insbesondere des Geldes und des 
Holzes. Frankfart a. H. 1885. 

Lukas F. C. : Ceber Sterblicbkeits Verhältnisse. Eine vorläufige Studie. Separat- 
Aüdmck ans der „Bundschau dar Versieh erun gen", Jahrg 34. 

B) Oesterreich. 

Benuasi B., Dr.: Manuale di geografia, itoria e »talütiea del Litoraie. Pols 1885. 

Pick E., Dr.: Beiträge zur Statistik der öffentlichen Mittelschulen der im öster- 
reichischen Beicbarathe vertretenen Königreiche und Länder am Schlüsse des Schuljahres 
1883—1884. Salebnrg 1885. 

Singer J., Dr.: Ontersnchangen über die socialen Za stände in dan Fabrihbezirken 
des nordöstlichen Böhmen. Ein Beitrag zar Methodik socialgtatistischer Beobachtnng. 
Leipzig 18S5. 

Statistik der Industrie Hähreoa. Eeransgeg. von dem gemeinsamen statistiBcheo 
Barean der Hsoduls- und Gewerhekammern firüm und Olmütz. I, Band. Brunn 1882. 

C) Ungarn. 

Seleti E., Dr.: Zwei Studien. (Ungarn im Weltverkehr, Zar Statistik der Hypo- 
thekar-Schulden in Ungarn.) Badapest 1885. 

D) Andere Staaten. 

Amici Bey F. : L'Bgyple ancUnne et moderne et »on dtrnier recememenl. 
Ahxandrie 1884. 

Sosa G. : Slaiittica Uorica della provineta die Breteia. Bretäa 1884. 

II. AniVTt FSoher. 

Lukas F. C. : lieber die Berechnnng nnd Verbnchnng der Conto-Corrente-Zinsen. 
Separat -Abdruck aas der , Bandschan der Versicherungen", Jahrg. 35. 

Engler J. Fr.: Allgemeine Theorie der Bucbfahrong and ihre Anwendung im 
Waaren- nnd Bankgeschäfte. Wien 1875. 

Katalog der Bibliothek des k. k. technischen nnd administrativen Militär-Comit^. 
Wien 1884. 

Kusy B., Dr. : Die Gesetze nnd Verordnungen tlber die San itäts Organisation in 
in Mähren. Brann 1885. 

Lecher Br. , Dr.; Das Verfachbuch in Tirol nnd Vorarlberg nebst allen aaf das- 
selbe Uezögtichen Gesetzen und Verordnungen. Mit Beaötzung amtlicher Quellen. Inns- 
bruck 1835. 

Pigeonnean H. : Ilittoire du eomoierce de la France. T- partie. Paria 1885. 

Sprachen rechte, die, in den Staaten gemischter Nationalität. Nach den von 
Dr. Adolf Fischhof gesammelten Daten nnd gemachten Andeutingen zusammengestellt. 
Wien 1885. 

Vodnafik E. : Die Land es Vertretung der Harkgrafschaft Mähren vom Insleben- 
treten der Verfassnng vom 26. Februar 1861 bis zum Jahre 1884. Bränn 1884. 

Wirth H.: Das Geld. Qeachichte der Cmlanfsmittel von der ältesten Zeit bis in 
die Gegenwart. Leipzig — Prag 1885. 

Druck Tau GstüMt OilUl A Ctinp., Wlsu, L, All(uUlumiUH II. 



Abhandlungen. 



:j 



OesterreichB ßank- und CrediMnstitate 

In dm Jahren 1872—1883. 

Ton Dr. Heinrieb Raachber;. 

L EinleitoDg. 

Au ein oharakteriBtischer Zag der modernen EDtwiokelaag des Staati* und 
O aaeüiohfcftalebeiM stellt aioh die Forderong nach Oeffentlichkeit in Gesetzgebung 
oad Verwaltmig dir. Zwei Motive liegen denelbea zn Gnmde, entlicli der in 
den BtaBtebOrgeilichen Bewnsatsein eines jeden Einxeloen begründete Wonsoh, 
inBglickBt genaoe KenntnisB der Staatszostände za erlangen, der Drang nach jenem 
fMHM rmyiti&äcam , velohea schon den Alten als Yoraossetinng sowohl der Er- 
ffilnng der BBrgerpfliohten , als auch der Ansttbnng der Sttrgerrechte galt, nnd 
dua das Beatrebflo , jederseit die Uebereinstimmnog der gesetzlich angeordneten 
Zultnde mit den wirklich herrschenden controtieren zn können, eine Tendenz, die 
■m so natHrlicher erscheint, als fast in allen oontinentalen Staaten die lebendige 
Erinnoiug an jene Zeiten sich wach erhalten hat, io welchen nicht nur anf dem 
Gabiete der Snseeren Angelegenheiten , sondern aaoh auf jenem der inneren Ter- 
wsltasg das GeheimniBs als Bfirgaohoft des Erfolges galt ond nnr zn oft als Deok- 
■aatel des Uiaserfolges diente. 

Von ganz besonderer Bedeutung und Wichtigkeit ist das Postulat nach 
PnttlieiHlt auf jenem Gebiete der Selbstrerwaltung , deasen Aufgabe die Ordnung 
md Organisation dea Sffentliohen Creditwesens ist. Denn der Credit, dieses mKcb- 
tige Agens, welches bei einer vorwiegend atomistischen Gestaltung des wirth- 
■(Äaftliehen Lebens die Identitit der IcteTeaaeD aller £incelwirthscbaften herstellt, 
indem es ihnen ihre weohselseitige Abhängigkeit stets zum Bewusatsein bringt, 
bvnht doch in letzter Linie auf dem aubjectiven Uomente des Vertrauens, mag 
miB aneh seine spedfisohe Eigenthttmlichkeit in der zeitlichen Verschiedenheit von 
LMitnng und Gegenleistnng erblicken. Yorsnasetzung des Yertranena aber ist die 
gauAne Kenntaias der Skonomischen Lage des Creditsochenden. Dies gi]t nicht 
Biadar von dar Yolkswirtfaschaft als einheitlichem Ganzen als wie von den Einzel- 
wirthadiaftea. Es erscheint daher als eine unabweisliche Fordernng einer gesunden 
I Ibmatssduin 1S86. 8 



106 



Dr. Bfliwieh BaiEhbarc: 



Wirth0obaft«p«litik, iIm« üie BldIioo und CndiUnsUtatc , j«ne Ori;&De, volebu 
beiufeo sintl , swisofaen Creditgel-ern and Creditnehniern xn vermittelti , indein sie 
die CapiialBÜberaoblUae der Kinon, welche diMulbtn zrilweilig nicbl pruilnctiv v«r* 
veadn kOnato, ilno CtpitalsbedUrfDism der Anderen in der Forni von Geld mr 
VerfUgaog B(ellBn, Hieb Bnt«T die Cuntrole der Oeffent lieh kcit iMgeben und itd 
dieser eine we«enUicfae Gftranlie für dttn Erfolg ihrer Thätigkeit irblickcn. lat e^ 
doch die erste VoraDfaetzang dereelben , Aua ibr Credit allg:ei&ein als fest und 
irohlbegrUndet noerliAnBt Mi. 

Daa vielfiicb baliebta Sjrateo der verwKltiiDgsjioliteiliGlien Controls der 
eineälaea U&nk- und Creditinatitut« ober vwmag die l'ublicttJit der Ke«bniuiga- 
kgung in keiner Wüihi xa exaelzen. Ohne dieselbe ist ea vielmehr geeignet, dem 
Pallikum, d. b. den an der Vervaltung de« Cr«ililwaitenii irgcDilwie iaterMaiertea| 
KreitioD, die üeb«rzcugang von der Koth wendig keil anfmerkuimer and sflbstftadfger" 
Beobachtong derselben xu beaebmen , biu^'gen die ohnedie« nur allsu leicbt auf- 
treteniie Tendeoa sn bpfürdorn, die ätaat#v«rwaltung fdr die Uiwnrrol^c roa Unter- 
uebinati{rcn vcrantwortÜrh zu uiacbeD, anf deren Entwickolang dtesdbe keinen, oder 
doch nnr geringen Kinflo*»! hat. E* irird oin# wiehtig« Anfgabe der künftigen 
Enlwickclnng tke VerwaltnngsiechtA (.ein, atif diesem Ocbictc ilia Grenze swiacheo 
der Domäne der «taatliehen WirthMbaftspoIlzei nnd jener iw fireiea gexellaebaft- 
tichen SeltMtTerwaltiuig tu Eieben. E« tat jedocU vtelleichl gestattet, an diesem 
Orte karx auf die hübe BedoBlung binzaweiden, welubo dk PublicitXt fUr die«e 
taizbtr« auch im Einzelnen Hat. 

ZnoScbüt läHol dieOrgantiation der Banken als AdtieagBaellaobaftaii 
die SITentliche Controle in dreifacher Ricblsag als waiiAchanDw-ertb er>Rlieini>n. 

Kratcns sind «in Grnss«apifal«nlcbte, und es gilt dabor Ton ibncn Allea,^ 
vaa man überhaupt über die Notbvnndigkeil von (larantian gegen den gSMlIacbaita* 
geflÜtrlicben Ui>sbtttDoh der Capilalomarlit, ilen rapitalisrnua , Tortnbringen pÜngU 
mitbin aneb das Fo*tutat der öIFcntUi^heD Controle, 

Diese groase Capitalamacht enlstebt aber, xwciteofl, darch die Vereiuigang 
vieler kUiner Einielcnpitalicn. Deren £igenlbdmer werden xwar tladnrob juristisob 
tu Ui feigen iblimum deü BaakunternebtuenB, fadisch aber nahmen sie die 8t«llaag 
von QUubigerg de« Uoternchmeos «in , an d«wen Leitung ihnen kein Antbeil 
«iagerlnnt ist. Die eioiige Gmrühr fVr diu gewtsiwibafte Wahrung ihrer latenw-^en, 
den milchtigstvn Schute gegen die Än«<hfrutang durch di« Bankleilang oder durch] 
mao mit derselben einver»tatit|e&« Cli<iue von Actiontren finden «ie in der Ptlicht^ 
zur Ktchnnngalegiiog, ohn« welch« die persönliche Haftung der Bankfunctionltra 
fUr ibre ticachäft^fubraug gant bedentung«!«* erechcint. 

DritienH ixt der durch die Actic reprüatnlierte EigenthomK-Anth«il Gegen- 
stand de« allgemeinen Verkehrs gcwonleo. £« ist daher geboten, da« je<tem Ein- 
zelnen, der sein dicponible« Capital in Acttun AUEalegeu wllnscht, die MSglicbkciC, 
gegeben werdu, sich auf Grund eiageberder und wahrheit«getrener Daten, wie Sil 
eben die von uns geforderte Becknongslcgang enthulT^n soll, ein Helbstündigea 
und den nirklicheu ZBi>t£n*len eotspreoheades ürtbeil tlber den Stand dcd Untcr- 
nehmetu en bilden, an welchem er eich botheiIig«n will, und damit auch Ober den 
Preis, welch«! er fUr detun Actien bezahlen daif. Nnr so kann verhindert 
Werden, dass da« anf den BOrran betriebene Differenzenspiel nnd die in letater 
Linie auf die SchSdigang der dem BBrncngetricbo fi-mor stehenden Erei>^ bereob- 
aetc Agicitago ittru verderbliehtn Wirkungen in weiterem L'mfange gvitmd raacha. 
Andereraeila ist die genaue, bis iu'^ Einzelne reichende iinil wahrheil^gctrcns 
BeehnungHlcgUDg eine unungajigli&he Voreuasetzung für di« SchntTung einer Sta- 
tiatik dea Bankwesens. Indem dies» ata Aufgabe der amtlichen Thätigkeit 
batraohtet und sodann zur Gmndlage der ktaatticliei) VerwaltuDgamasiregelB attf 
deoi Gebiete der Verwaltung des Credit wefen» gem&dit wird, erseheint si« ala 



OMUmloks Bcok- and Cndit-Initiiit« in den Jihna 1673—18:^3. 



107 



tiB wüüiügtit Zfreie 4er admitiLstntiTen Ststietilt, Zag:l«icti ftb«r bieten di« B«eal- 
'titt denallwi dtr tlieoreii«clien Xtiioniitnkonoinie ein »icbei 8«ühachtQngiiiniit«rial 
«od duait «vtb die Ufi^licbkcil wisBmaobaAlicher ti»ln«tioB dar, tlcrca BerMbUguag 
■ad Kotbwradigkeit geraile auf dieaeoi Gsbiet« bentzaln^ wohl aichl mehr als 
caatimrera betncfatct wenloa daif. 

Wnn wir noi ntnt frA.^ii, dorch welcbe NonneA in OeHterreteb die 
Offesüicbo KechDongalrgiiiie ood stontUcbe Coatrole 6tT Biuik* and CreJit-lDutilute 
gareigelt wird, so Inben wir üanSchst den H&ng^l einer einbeitliehea osd durcb- 
grtlftsdoti NormieniDif t» ociDHUtieren. — Der §. 22 des VereinagwefaEej rum 
S6. NoTember 18Ö3, Nr. 353 K. G, B. , epricht nur guiz ftllgemela Am Prinzip 
dar ttaeüichen CfflieiwMchnnjf, erenluell der Contjo}« darcb eioeii tos der bienui 
bvraft&eo Btborda su beslinunoDdcn tsadesHirstlicben Cotiinie«Hr kob. — Die 
Bwünnaiigea At» Hand«t«gMel2bnGbec (Art. 209, Nr. 11, Art. 239, u. g. 36 de» 
Eint-Qw.) eind dorcbaos anbestinint und noj^nElgcD'l, Es bleibt dtbttr die <:siiaucrD 
BetbauDan^ der in den lUchenscbB/taberichteo n vertlSeiitlichviiden Datoa der lUr 
jede» Inatitot Tenfcfaindcnen ikegoliuig dorcb dio BvilutAtaLsD vurb«balten. Dar 
EritM des k. k. Mimstehnm« d« Inaem vdib 13. JKaser 1879, Z. 9731, Ter- 
pflichtet allerdiog« di« GeteltNcb«fteD aat^ahriich ein Exemplur ihrer Rettohlft«»^ 
bsricbt«, BilanuD und «ventnelien Aasxll|>fl ans den GoneralvereuniDlangs-I'TOtokollaa 
innerhalb eine» Uonstea auch ab^haltoxr ordenlliober GeneralTcmnmtoog dircc 
an die b, k. •tatt*ti««b« CeDtml-Commiuioo iu Wies «inzaxoden " Damit iit jedMih' 
dia autlicbe Statüiük in ibrem Uat«rtale auf da« beaebrinkt, waa die Directioaeo 
der cinselscD Istlitate tbren Aotionllrcn mitzntbeilea fUi gut befinden, and »iebl 
strfa ancb darcb die Verscbiedenbeit in der Gmppierang der ZiSera der einzclnea 
HecIiaaDgdat'Mhlil^He in ihren Zss«mmeiifa«snngen and in der Vtr^lviobuBp der 
ErgeI>BiiiRe miinniBi gekinüpit. — Es wird sieb im tvmterea Verlaofe der Ünter- 
aadmog Gelescdbeit ergeben, bei der Kritik ud Vcrg1eii})iang der einseloen siffer- 
mäSKigra B«s«ltale auf dieM maegelhafte und uagleifhm&aei^ Beeolaffeabeit des 
Uatehales bintuweiMn. 

I>ie Torliogecde Arbeit bat ee eich xar AaCgaba gemacht, auf Gmad des 
amllicbeo Ziffer iimat^riale«, deaaen BeachaffeRbeil oben aodeatungi weine cfaarakteriiiiert 
wurde, die Eatwickelong d«r &ttcrrciebi>cbcn Bank- and. C'redit-lssUtutc nach der 
grasMn Krii« vom Jahre 1873 zur Darmellang zn bringen, ^e kallprt anmittelbar 
aa die in den Jabrgingen 1877 — t8S0 der staliitutcbon Monataacbiift publtcicrlsB 
Abhandlaogen den ho«hr«rdieatea Bearbeiters der GsterrüebiEoben Bankslatiatiki 
ViflOwereUr fifarenberger aa.') Der Costand, daai dicae btos kdrsere ZeitrXBt 
laflipfn , und der weitere Cmetand , dasM die Entwiekelung der iJsterrcidiiaefasB 
Bank- nd ('redtt-lnatitate wBhreed der letelen & Jahre — abgeaebcn Tftn den 
aanlichen, anf die blooaen Ziffern b««ebrliBktrn Püblicaliosea') — biaher tlbarbaiipt 
DOch keine atatiMiMbc DareteUnng gefonden hat, wird die grGaaere AoadehavDg 
dee Tortiegenden Verouebi reohtfertigea. Anf die Bespreebnng d«r Vsrh&JtnUe« der 
SaterreiehiHib-niigansoben Bank wurde au dieser Stelle aar imofeme eiugiü^ngt^n. 
ala die DantelluBg der geaammten Tbiltigkeit aller Banken als ein einheitlicher 
Organismaa es erforderte. 



*) B. EkraBbsrtar: QeBtemiob« Bank- and Cndil-InxUtnIa la ilim Jatinn 
lfni>— 1874 ((Bit knrur ir«li«rnrht i]«r Torii«r(«cux«nea KuiwiehelnDit). ätatirt. MdbaI- 
wrkriti 1877, ä. 141 IL Omurraicbfl Bank- a. Credii-lMiiioU in Jalira )g77. SUtiiü«cb<^ 
Maaauebrin 1878- S. 97 ff. — 0^Bt«rr«icb4 Baak- nad Crtdlt-Ineiitnu im Jakr« 1676. 
SUtM. MOBaucbn» 1880, 8. 97 IT 

*) SljUlatl*ch>!s JafafbiirJ), VIII. Heft, k'fansgnecl)«» tob d>r k. k. ■Uiitittiiti'lifn 
Ceatral-CeomlMtoa, iahrstuse 1Ö7V— Ibäl, and ^tarreiehbch«i atatialüieli** Uandbnch, 
JakffUt« 1882 aad 16^ 



to» 



Dr. Hainrlek Bknchberg: 



tt Zahl uä TertheUung der 6Ank- and Crsdit-Iostltiite. 

TftbflUe I )ii«t«t zoniicltHt pine aUg«müae Uobonicbt aber ileo Stud ile^ 
BetemicKiscbea Bank- und Credit-lDAtitnt« in den Jahr«) 1872 bis 1883. 

TbImIIo I. 



J ■ li r 



ZsU im 

Bank- aBd 

Cndlt- 

luUlou 



187S 
1673 
1S74 
1S7S 
1676 
1877 
1878 
1879 
IBSO 
1881 
1882 
1883 



131 
102 

75 
71 

W 
5$ 
63 
54 

55 
fi6 
S6 



I«salUte« 



Pwttlvk 



RlwinTiiMn 



Awigalwn 



7«rl0Bt{— > 



MIlUaiUB Onldao Ontamicliiaclier VibninK 



&oe^3 

480-84 
829-72 
321-58 
269-34 
238-74 
3J36-27 
JÖ9-89 
&6S'81 
310 40 

aix-oö 

31B-21 



1.9(JS-34 
1.757-78 
1.47836 
1.383 5S 
1.34080 
1.29117 
U 19-56 
I.4Ü0O8 
1486-3U 

i.tuide 

I.S&054 

1.641 -Ja 



13326 
101^5 
70-83 
58-00 
55-01 
bZ-4Z 
53-71 
564i2 
5817 
65-98 

eas» 

681$ 



44-38 
140-46 
61-96 
46-04 
46-03 
35-12 
B4-66 
3611 
35-93 
38-20 
37-56 
37-87 



+ 88-88 j 


-39-11 


+ 1888 


+ ii-ys 


+ 8-98 


+ 17-30 


+ l»i)5 


+ 22-51 


+ 22-24 


+ WV8 


+ 26 33 


+ 24-78 



Eine cin^cbeDdc Analyse diciwr lÜfTem wird «lerea Bedeutung io's nchte 
Liebt rlloknQ, HUck«cliltlii.s« anf die «llgeraeine Tendetij dos KntwiolcelnDgagHtig««, 
vod Tidiciübt luoti «int- Kritik derbiBbsTf^Bbltn Baakpnuus oDdBsDkpalitiJigottatleD. 

Im Jabre IHüS b«aUnden in Oesterreicb tu (hmtxa 68 Bank- and Credit- 
Institnlo, woTon 48 i^ cticn-Banken. E« int bekannt, das« die«c Kiffer sich oioh' 
bIk ein Glied ciier in gUiuhndUBrngor Bewegung begriffenen EntwJekelting danteU* 
wnJern da«s Twlmehr iü ihr onJ in ihrem VcrhSltniBso la den Ziffern der Vor 
jabr« die oatai^tmäiiM und noth'wendi^ Keaotion geg«& die Wiithschaft^poUtik 
dsr Epoche vor ier KriM von 1873 xdui Ausdrncke {^eUngt. Diene llUst Hieb 
kurz dabin cbarakterisiercn , da«8 nicht lo sehr <lae BedOrfniM eine« g««t«lgerteo 
wirthwbarüiohen Vvrkebr*, «Is wie vielmehr dio AcMieht auf den darcb geHohiokta 
Agiotage n erzielenden Uevinn oh daa treibende Ageoa bei vielen UrUndungea 
nnd TranisctioneB enicbeint. E« int klar, (lau lostitnt», welche ihre E^xl^tenz solohan 
Motiven rerdanken, Ton nnr geringer Lnkenakraft sein konnten. 

TreSlieher ala Worte i^arskteriaieran Übrigens die Ziß'em diese Periolen. 
l^belle n bietet ein« Uebeniobt Über die Entalebung «od den Untergang der 
Heterreiohiiohen Actien-Banken. >) Die Wiener Institute worden — den Ter- 
HobteilenbeiteD der VerbSltuis» eatapre<:bend — iiinScbst getrennt von den Frovina- 
Banken tnr Dtrstelioag gebracht. 

Wir entnehmen ans dieser üebersioht, daan die Tor dem Jahre 1868 
gegründeten Inatitnto, welche ihra Eutelobung and Erbaltuag dem lebendigen Be- 
dUrhiiiwe des wirthachartlicheH I/ebea« zu danken hatten, den Stürmen der Eriae 
Ton 187S nideraUndcn, dasa die i^hSpfangeo der Jahre 1868^1873 hingegen 
so geringe Lebenskraft erwienen, im von 70 während j<iner Periode in Wien, 
nnd von 66 in den Frovinzco eDlatamleDen iDslitiitifn Endo 1888 nur noch 8, 
r««peclive 21 am Leben waren. Zngleioh erhellt daraos die vergleich! weiae 
gröesere Solid ilXt der rrovinx-Banlcen. Wtbrend Terncr in Wien die 14 Banken^ 
welche die Brise von 1673 lurUakgelae««« hatte, den BodUrroleseo der Tolka- 
wirthtchaft vollkommen geaUgten, weiet die {irtliche Organiaation dea CreditM 



n 



*) Varel. Kbrenbercer'a AnfsKtz in der sUtietiicbon Monalitcbriit. Jahrg. 1877, 
8.443, 444. 



Owtorreicili Bank* nnd Crsdit-lDititnte in den Jahres 1872—1883. 109 

Tabelle II.«) 



Anxahl der 


Davon worden aafgelöat 




^^ 


«ja 




errichteten 


• .S» -3-* 


-3<» 


s '■■ s 


|-':ihi. 


o 
ans; 

^^^ ; 


' In den Jahres 


Acties- 
Bankes 


e a a 


^5 

a 


»r. dl- 

■^ 2 "^ 2 


4 1^ 7 1 

3 '52 


2 


■11 




in Vien 






1 


1816-1863 .... 4 


i i _ 




' 1 ^ J 


4 ■ 


1384 .. . 








2 


^~ 


— 


- — 1 — — — 1 — 


2 


1868 . 












4 


1 


1 


2 ; - -1-3 


1 


1869 . 












13 


7 2 


— 


1 


1 1 - 1 - 12 


1 1 


1870 . 












2 


— 


— 


- - 1-1 


1 


1871 . 












12 


- 2 i 5 


— 


2 ■ - - 1 - ! 9 


3 


1872 . 












29 


- 18 8 


1 


- 1 - ! - : 28 


1 


1873 . 












10 


- 5-1 


— 


' 2 1 — 1 - ■: 9 


1 


1874-1683 








1 1 


— ■ — 1 — 


— 


■ - ■ - _ ! - ,1 _ 


1 




! 77 


7 27 ; 14 


3 


7 1 3 : 1 ' - i; 62 


15 


is des Provinzen i 


18S»-1863 . . . . ' 3 








■ 


; 


3 , 


1864 


2 


— 


— — 


— 


1 . - 


- j — 1 


1 : 


1867 


3 


— 


— — 


— 


— ■ — 




3 ' 


1868 


4 


1 


— — 




— ' — 


- ; — 1 


3 1 


1869 


12 1 


— 


4 , 1 




—'211!— 8 


4 ! 


1870 


5 


— 


1 — 


— 


- - 1 - 1 - 1 


4 : 


1871 


7 


— 


1 4 


— 


- 1 ! - _ 6 


1 


1878 


31 < 


-'9,9 


2 


2 2 ; 1 - ,25 


6 


1873 

1874 

1875 


6 


- : 3 ! — 


— 


— — 


- : - 3 


3 ; 


1 


1 i 


^^ 




j — — 


1 ! 


1876 2 


— — 1 — 


— 


1 


1 . 


2 


1877-1883 .... 


: 2 


— — . _ 


— 


— ! — 


_ ■ — _ 


2 




i 78 


1 18 14 


2 


3 ; 5 1 2 - ji 45 . 


33 




znaammes 








1816-1863 .... 7 




_ 


_ 


- ^'-M- 


7 ' 


1864 .. . 








; 4 


— — - — 


— . 


1 


, — — . 


-h 1 


3 i 


1867 . 












i 3 


— — — 


i^ 


— 


— — 






3 ! 


1868 . 












8 


1 


— — 


1 


2 


— . — 


— 


4 


4 ; 


1869 . 












1 25 


7 


6 1 


1 


1 3 1 


— 


20 


5 1 


1870 . 












7 


— 


1 — 


— 


— — 1 


— 


2 


5 


1871 . 












19 


— 


3 9 


— 


2 1- 


— 


15 


4 ; 


1872 . 












60 


— 


27 17 


a 


2 :{ 1 


— 


53 


7 ; 


1873 . 












16 


— 


Ö 1 


— 


2 l - 


— 


12 


4 


1874 . 












1 — 


— — -^ 


— 


— — ^- 


— 


— 


— 


1875 . 












1 


— — ^^ 


— 


_ — — 


— 


— 


1 


1876 . 












2 


— — — 


— 


— — — , — 


2 


Iffn- 1883 








3 


— — — 


— 


— — — — ■ — 


3 




155 


8 


45 


28 


5 


10 


8 


3 


1 


107 1 


48 , 



*) Die Abveichnngen van des in den atatietiecheD Jalirbüchern 1867 — 1877 ent- 
kftltesen Ziffern erklären sich darana, daes die Dalmatiner Volksbanken, eovia die Banea 
Popatart di TretUo daaelbat siebt berück üicbtigt, aondein vielmehr den Genoaaenachkften 
ugolhlt worden. Erat im atatistischen Jabrbncli fOf 1878 wurden dieselben anter die 
Auiken elngeieÜit. 



110 



Dr. Hoinrloh B&nohfaerg: 



in den ProTinzen nanohe Lücken auf, zn deren AusMlnng innerhalb des Zeit- 
ranmeB von 1875 — 1883 die Gründung von 5 Institnten erfolgte. 

Wesentlioli andere Yerbältniese zeigt die Entviokelnng jener Institute, 
welche nicht auf dem Aotien-Prinoipe bemhen. Ende 1883 bestanden 10 solche 
Institut«, sämmtlioh für den Hypotbekar-Credit , und zwar: 7 auf dem Principe 
der 8olidarbaftni]g beruhende Institate, von welchen 5 dnrch die Haftung des 
Landesfondes nnterstOtzt werden, auf die Gewährung von Darlehen auf Grand- 
Btfloke, welche im betreffenden Eronlande liegen, statutenmäBsig beschränkt sind, 
und unter der unmittelbaren Ingerenz und Controle der besüglichen Landtage 
stehen ") und 3 Ffandbrief-Institute von Sparoassen '), fUr deren Pfandbriefe die 



Tsbelle m. 



Jahr 



BunkeD 



^aM ä,er 



Do 



£ä 



1^ 

HS 



"=3 

CO 



Jahi 



Buiheo 



Zftbl ditt 


15 


a 

M 

ä 


'■o 


< 


^1 


1° 




3 




1 




1 


14 


1 


15 


33 


8 


41 


48 


9 


57 


1 


— 


1 


i;-i 


I 


U 


äi 


7 


3S 


ib 


6 


53 


1 


^_ 


1 


13 


l 


14 


31 


7 


38 


4ö 1 8 


53 


1 


__ 


1 


U 


1 


15 


31 


7 


38 


40 


8 


54 


1 





1 


14 


1 


Iß 


31 


8 


39 


41} 


9 


55 


1 


- \ 1 


14 


1 1 15 


32 


8 


40 


47 


9 


56 


1 





1 


14 


1 


15 


33 


9 


42 


48 


10 


58 



1868 



1872 



Hai 
1873 



Ende 
1873 



1874 



1675 



1876 



0«Ht.-nng. Bank . . 
BAnken jo Wj«« . . 
Binien i, depproT. 

Summa . 

OMt-nnf. Bank . . 
Bsckea in Witio . . 
BaDke-n i. den ProT. 
Snwiqe . 

Oest.-QUg. Dank . . 

Eaatait in Wien . . 

Bankon i. d. Prov. . 

Sniniaa . 

Out-ncg. Bank . , 

Btttkftö in WifeLi , . 
BajikfiD i, den PrOT. 

Somnie . 

Oest,.-nng. Rank . . 
Baiakea ia Wien . . 
Banken i. den Prov. 

Oest.-ung. Bank . . 
Banken in Wien 
Banken i. den Pnv. 

Summe , 

Oest.-ati^. Buk . , 
Banken ia Wie» , . 
Banken i. dtn ProT. 
Smame . 



1 - 

9 - 
IS 3 



22 

1 
SS 
66 



12ft 

1 
68 
72 



141 

1 
41 
54 



96 

1 

27 
40 



1 

24 
39 



t>4l 6 

1 
17 

38 



56 9 



1 

9 
15 
2b 

1 
69 

71 

131 

J 

S9 

Jl 

w 



59 



102 

1 

26 
45 

74 

1 
25 
44 

70 

1 
18 
46 

6Ö 



1877 



1878 



1S79 



1880 



1881 



ies2 



I Gent .-an g. Bank . . 

Baataet] in Wien . . 

Euiki» i. denProv, 

Samme . 

Oeet.-aug, Bank . . 
Bsaken in Wiau . . 
Banken i. denProv. 
Summa , 

Oefit.-nng. Bank , . 
Banken in Vien . . 
Banken i. den Prov. 

Samme . 

OBst--nng. Bank . . 

Banken in Wien , , 

BdBkoD. i. denProT. 

Snmras . 

Oest-nDR. Bank . . 

Banken in Wica . . 

Banken i, den Prov. 

Smnlbe . 

Oeat.-nng. Bank . . 
Banken in Wien . . 
BEUiken i. den Prov. 

Summe . 



1863 



Qeat.-ntE^. Bank , . 

Baaken in Wien , , 

Banken i. denPiar. 

Summe . 



') Die Hypothekenbanken des Eönigreicbes Böhmen, der HarkKra&cfaaft Mähren, 
die Landesbsnk des Königreiches Galizien nnd Lodomeriea sammt dem OroBsherze^hnme 
Erakan, die Boden -Credit- Anstalt ftlr die Harkgrafschaft Istrien und die Öetem-scblesiscbe 
Boden-Credit-Anstalt. — Ohne Haftong des Landes: Der gaüzische Boden- Credit- Verein in 
Lamberg und die k. k. priv. galiaiscbe Bostical-Credit-Anstalt. 

*) Die Pfandbrief-Anstalten der ersten CsterreichlBchan Sparcaus, des steier- 
*'*n Sfaroaee- Vereines und der Czarnowitier Sparoaue. 



Oesterreiclis B«iik- und Credit- Inst itnta in den Jahren 1872—1883. Hl 

becttgliohen Hntter-Inatitnte die Garantie ttbemommen haben. Der Bestand von 
10 Institoten igt das Besnltat einer nnnnterbrochenen aufsteigenden Entwickelang.') 
DieConstanjE in dem Beatunde der vorwiegend anf dem Principe der Gegen. 
• eitigkeit bembenden In.stitate, sowie das Schwanken der Zahl der Actien- 
BankOD reranschanlicht Tabelle III, welche die Z&bl der in den einzelnen Jahren 
in Wien nnd in den Provinzen thätig gewesenen Äctien-Banken und anderen 
Bank- und Credit-Institote gesondert eothäU. 

Die Ziffern der Tabelle III bilden eine nicht anintoressante Ergänzung zu 
den ia der vorhergehenden gebotenen. Noch im Jahre 1868 genügten im Ganzen 
26 Institute dem CreditbedUrfnisse der Volk»wirtbüchaft. Im Mai 1873 fnnc- 
tionierten hierfür 147 Banken. Die Mehrzahl von diesen verschwand noch rascher 
als sie entstanden waren. Das Ende des Jahres 1873 wies bereits 103, das Jahr 
1876 nur noch 65 Banken auf. Der tiefste Stand nach der Krise wurde in den 
Jahren 1878 und 1879 erreicht, in denen nur 53 Institute bestanden. ÜUit dem 
Jahre 1880 be^nnt sodann die schon frilber besprochene Neugrdndung der Provinz- 
Banken, sowie die Thätigkeit der einzigen seit dem Abschlüsse der Grttndungs- 
periodel870 — 1873gegrtindeten grossen Wiener Bank, nämlich der Länderbank. Schon 
der ümatand, dass im Grossen und Ganzen bis jetzt die von der Krise von 1673 
in unser Bankensyetem gerissenen Lücken nicht ausgerüllt worden sind, während 
doch sonst Ende 1S83 das wirthschaftliche Leben im Allgemeinen nicht unter 
dem Anfang der siebziger Jahre erreichten Niveau stand, beweist, dass die ver- 
•ehwnndenen Inetitnte nicht wahren Bedürfnissen entsprachen, dass sie daher dem 
nnvermeidlichen Untergange geweiht waren, der durch den Ausbrach der Krise 
von 1873 nnr beschleunigt wurde. 

Die vorstehenden Tabellen (II nnd III) haben nns die zeitlicbe Ent- 
wiokelnng der Banken gezeigt. Aufgabe der nachfolgenden Tabelle IV ist es die 
örtliche Ausbreitung des Bankennetzes, wie es im Jahre 1883 bestand, zur Dar- 
■tellong KU bringen. Es genügt in dieser Hichtnng die Darstellung der Verhältnisse 
eines Jabres, weil die letzten Tünf Jahre eine nur ganz Inngäam aufsteigende 
Entwickelnng aufweisen, und die Verhältnisse eines Jahres zugleich auch die der 
anderen charakterisieren. 

Die Gliederung des Bankensystems scbliesst sich — wie die Tabelle 17 
zeigt — im Allgemeinen an die örtliche Ausbildung des industriell cu Lebens und 
dea Handelsverkehrs an. Die Lücken im Bestände selbststündiger Banken werden 
zum Theil durch ein Netz von Filialen ausgefüllt. Ob die gegenwärtige Vertheilung 
den Bedürfnissen der VoIkswirthRcbaft entspricht, kann aus diesen Ziffern allein 
nicht entschieden werden , sondern nur auf Gmnd genauer Kenotniss der localen 
Verhältnisse. Doch wird die Betrachtung dtr Gebahrungsresultate einige Anhalts- 
punkte dafdr bieten. Ist doch dii- Rentabilität einer Unternebmiuig — bei solider 
und vernünftiger Geschäftsgehiirung — stets eine Gewähr ihrer volkwirthschaftliehen 
Notb wendigkeit, während sieb im Misserfolge die Ueberäüasigkeit ihrer Thätigkeit 
ausdrückt, nnd die wirthschut'tlicbe UnproductivitatzuränaoziellenUnrentabilität wird. 
Es erübrigt noch , die Zahl von 58 Banken , welche das Jahr 1883 
aufweist, je nach deren Ökonomischen Functionen in Gruppen zu zerlegen. Inwie- 
fern diese Classifieiemng gerechtfrrtigt und durchführbar ist, mag aui- den im 
weiteren Verlaufe der Untersuchung gebotenen Tabellen entnommen werden. Es 
ist jedoch nothwendig — den späteren Ergebnissen der Arbeit vorgreifend — 
dieae Gruppierung mit wenigen Worten ^hon Jetzt anzudeuten, weil dieselbe der 



') Der im Jahre 1878 eiuKetrptcDe BückEang ist nar ein scheinbarer, indem die 
allsamaine Agricaltnr-Credit- Anstalt für Galizien und Bukowina seit 30' Jänner 1878 als 
CenotMUSchaft mit nnbescbtänkterllBftuug registriert erscbeint. Statist. Jahrb. f. 1877. S. 30. 



n» 



Dr. Hslnrldi Bkudiberg: 
Tabelle tV. 






I. 1 n d B r 



actus- 

Buk«» 









lasi WMabud« fuikIm 



dcf 

fiat.' 

nnt«r. 

Bkok 



3>ä BMkM 



^~. ) 0*ten.-vng*T. Buik . . . 

*"" 1 And«» Bkmkui 

Nio<l*r-O«ct«n«lah 

Obf^O«st«fT«icb , 

Sftls^nrs . 

SMcnsuk 

KftratvB 

Eiais 

KfiKt«iil«iiil 

Tirol nad Vonriberg ...... 

Böbmeo . . . . . 

U^nn , . 

SebUaiMt . . . > . • . , ^ . 
OtllKteB 

BukDwlBK 4 

DilBatlai 

y«a \ Aadore Buken in Wien . 

18B3 iBukra lo den PrevinMo 

ZuBamen . . 



1 
14 

r 

8 



1 
s 
I 

u 
i 
I 

4 
1 
4 



i 

14 

33 



48 



10 



1 

15 

l 



1 

3 
1 

13 
3 
2 
7 
£ 
4 



1 
15 

ii 



1 
1 
1 
1 
1 
I 
i 
6 

3 
1 
1 

')a3 



2 — 

1 



10 
1 



8 
I 
1 
1 
1 
3 
l 
18 
6 
3 
8 

l 



u 



')17 I — 



es 



•>aä I tl |*)W I 61 



Eintheilnng and ZnaBmra&nraunng des ZifTcnunftterUIed ipltei fifter lu Orande 
gelegt wcnlen wird. 

Von den ö6 fisterr«iefai»efaeii BanL* und Cr«dit-IiietttDten disDH, abge- 
0«1ien von der Gaterreiobionli-anftarieolien Bank alt Notenbank, 39 Aoctaltea dem 
industriellen and kaitmiiimiHcben, eowie dem landwirthschoftlicb&n UobUi&r-Oedite. 
Ein Ver>>ucb, dkie Gruppe in zwei Thcilc weiter za zeilagso, ergibt 16 Tnalttnte, 
welche sieh entweder grunfttüulich oder <locli vorwiegend anf da« regolire, da« 
^laufende Bankgescbuft" beschrftaken, welche also Esoompte-, Depoaiten<,6iro- 
tutd Lombard-Banken «nd'"), n&hrMid 13 Ingtitnte besondere das ümimione- 
geachäft, GrdDdnngen, ['inajisimagea von Anlefaen, etc. cultiviaren und damit dem 
UoiBcate der Specalatiou grä^seren Rpielranm gewibrea, wenngleich auch m» das 
laufande Geaobift in gr&aserem oitr gerlogerem Umfange pfieg«n. ") Wir aeonea 

*) Aiu»*rd«a 12 Buk-N«1)«BaaiitaiieD. 
*) Axtea*vA<im 47 Bratrkacaa«B d«r lt. k, j^riv. eaJisitcbcn Btutical-CrMlit-AnMalt 
io Qalixieo aod in d«r Bnkovina. 

") Kledcr-Oesien. StcompU-fleaeUwbaft , Wienar Oiro- und CaHiinn- Vtrreio , Baok 
tut Obai^Oestcmicli nad Salabari, StaieralUklKke B8ci)upt«-BaKk , Ü«rburjcor BMoiDtiia< 
Bank, EnlnJacho Bscompte-GeMlUctiaft, Triester Commerciai-ßank, Oeorsswaldir Spar- nad 
TarscbaK-ActteD-Bank . Credit-Toracbnas-AuHtatl fa K6id|(cr41a, BOWiiKbe EacoBpte-BaDk, 
ReddieDberesr Baak, Credit» and Hypotbekeo-Vcnln Ar die dudt Sau and iltn potitlwiken 
Antabealtk, Uabriichc KsL-&ii|ite-BaBk. Baidels- nad Gewcrbebank in Olmuic Binliu-IUUiiat 
Baadalx- and GewTbcbaak. Oalidache Crodlt-Baak, also aar 2 Wluaer nnd 14 Provln-J 
«ial-Iastiiato. 

"I All|[eineiiie 0«poa1tenbank , Aiislo-Otatorrtlebbche Bank, k. k. priv. flaurf/ 
CiedltAniult fur H&ndel nnd Gewerbe, k. k. priv. fialerr. Lauderbank, UoiaaUnk. Wiener 
BankgeEelltcbalt , Wi«B*r Baok-Terela, Wiener Lombard- uad £icompte-B«nk. CMdit-Baak 
In Kolln, B&bmlacba Dnlonbank, Gewerbebaak für Bahuen and Hifaren, LuidwirtktpfaBftltcbe 
Creditbank far B«bn«a, OalltiBehe Bank fOr Uaadoi aad ladiiftri«, alio B Wiener nad 
( Provinaial-Bankea. 



OaM«miehi B»ak- oad Ctvdit-InttitiiU In dra Jahrtn 18^—18^. 



113 



ileae Inatitute, an tia kon ta be«eiehn«o, mit dem ^agtitrea Anwlrack CridiU 
MofriIi<C-S»BkeB, womit i»k<uiiitlich nidit eio Gegeimix tan Oidit-mmobiHtr 
uilei Realcndit, M)ii<lern lu den voierwihntfn Arten von «i)^Dttiohea Butle- 
p:«eliifi«o »iU|(«diüokt wird. Wenn »nrii iuge(«boii werden masa, dau dl« Grenz« 
iwiwluB dicMU beidcai tiroppcn eine fliwamds lal and daxa die Kinreilinnff dna 
«Don oder dai ■adcntn InetimtcA in lUe erste oder in dis twctlo Gruppe vieUeicbt 
•Dgcfochien werden kKnnt«, «o snheisea doch di« lirsppen aelbit in ihren wirth- 
ictnftlicfaen Fiiiictioncn and in d<^m Wfiter unten danaHtellendöu zifTermSsaigeo 
Aoiidniek« ilorwlbcn charaktenitiuh genn^ , am eine solebe Trenanng zu roolil* 
fertigen. Fur die CUssificivrong der einzelnen Inatitote al>er boten weder dw BiL 
CoDta socb da« Gewinn- aed Verltut-Conto gendgeode Anhaltspnnkt«, Es mna 
mitf dia rtatateotnlUaig in Ansatcltt genummenMi Ge«obi«ft« larUckgegriffea, ond ao- 
dABn die IsdividulJUt «nea jeden loBtitotea. wia eio aicb der eäDgchendcn und 
aorgfkltlgen Beübacblung ^iner Thati^kdl nXhrend «iner ganzen Eeihe von Jabren 
dftntellt«, aar Grandlags der KatAcbeiduug gcmscbt werden. Uta Anmerkangea 
10 — 16 bieten die nStbigen ADb&lts|iunkle zof lieuitlieilniig der Eintbeilang im 
EiB2eIa«o. Dem Hjpotbekär-Credite dienen 17 Anstalten, woran 7 uf detn Prin- 
cipQ deir Soliduhaftoog b«raben '^), 7 aU AcüengeselUehaR«« w^Mtiiiert siod ^*\ 
irihreod 3 Inttitute mitSparcaaiflo vcrbondenc ITandbriefanritalten itind.*') (> Volka- 
buüten 1*) und ö Pfandleibanatalten *") vervolUtÄndigen du Baakeaiiy«l«n. 7.a 
HirSfaneu wXrs no«h die eigentbtlmliobe Vetbindnng von Eaoonpteb*nken mit 
•ag«n4Bnt«a Craditreroinen von Credittababero, f^ deren von dor B«sk MoompHerte 
WeebRel der Creditverein als ftolvher haflwt. Derajtigen CreditTereiiMO begegnen 
vir in 16 Fällen, 

m. Das Aotiec-CapiUl. 

Den Dicbaten G»g«aatud saeorer Bctrucbtnng bildet die CapitaUmaebt, 
wdebe des Bajikea behub IhirclifUhning ihrer Anfgaben znr YerfUgnug atand. 
Ttbelle y bietet eine Uebvrvicbt der diosbeattgltubun £atwKke]ung in den letalen 
IS Jtiireii. 

Hit dem Jnbie 1678 war der tiebite CapiUlMtsnd nach dem Aiubruclie 
dar Krise ron 1673 erreiobt. Im Jabre 1879 beginnt neaerileh eine unfaleigende 
Bewegung. Dicaelbe toigt einen andorea t'harakrer in Wien , einen ander«! 
in den Provinsen. In Wien vermcbrt im Jahre 1679 die allgvmeine Depo- 
aitenbank ihr Cagiitül um .1 Millionen Golden. Tm Jabrf^ 1680 bcRioat die 
Landerbank ihre Tkiitigkeit, ond zwar ranücbtt mit einem Cnpitale Ton 20 Kiüiunen 
Oalden in Gold , und an Stelle der Realcredittnnk, welche über ein Actieocapital 



") B«d«a-0te4it-A«Btah nr die Maikgrafiikatt Utri«ii, BypoüiekM*Baa1i daa 
K*nipT«ic)i«B Bflhnra , Brpotli«k«ii-B«ak der Hu-kgrafuFban lilJilirvB, Ü<«torr.-*ekWi«ebe 
Kodec-Ciedit-i&iUlt, Oalitisckbr BodMi-Credit-V«r«ii in Lnubni;. k k. ptiv, KaliiiMli« 
Xutical-Crvdlt-Aattalt, Landeebaiik dta Kiai|T<^iok«e Usliaftn noJ LodoBicricB ■•uni tlnn 
Orveeltenogllia»* Knkaii, B&a&illche in i]«a Provink««. 

") K. k. pfiT. aJUan. öiterr. BMlen-Crtidit-ABiitdt. k k priT. äeterr. Bjpolkeken- 
Bank. Oestan-. Ccsual-Bodta-Cnidil-Bjiok, BakntMbii Bodeti'r'riidit-GcKlUcba.ft, OaliaiMb« 
BodntriMllt'GaBclbcbkfl, k. k priv. eiüIalftcUe Acüea-Hypoihckca-Bank, fiokowUiMT Bodea- 
OredfvAanuIt, fn Oanxea 3 Wiener and 4 Prov j nst al ■! aiiti l«ie. 

'*) Pfandbrief- Anal alten der Emnn d«ten. dpucasae, d» NtelenulrUiden Spar- 
caaaea-Vcrelitei and der Oaeraovitzer Spart-asM, 

"} Banea l'afK-ian lU Trittit, limicn fVpirfani di Tra»tA. Btmea l'Ofoftrt Spataiüitt, 
I\mi» Bmmai l'opolarv Dtilmala, Ilanm di fian Oiooammi trräno, JSnnta I\>potart Tairina. 

'*) K. k. prIv. ait««ro. V(:fk«hriliauk. rfuuHalh-AnaUlt In St. Pellea. Pfaadraik- 
Autalt In Sudt 8te7r. PibD«r Actien-Ptmudlelh-Oratfllacban, EM« Prac«r Pfand] eUi-GeMllKhaTt ; 
1 Wtaaer ond 6 Proviaa-Banken. 



114 



Or. Ilaiaricb Rsnobbargi 



Tabelle T.") 



n 



Jahr 



W 1 • n 



bnda I 
AcUaD-1 



I!iD(;p''KliltH* 



Bi<l« 


mi. 


^, 


« 


1Ö70. 


21 


II 


1871 . 


31 


m 


1872. 


' .59 


Mni 


IS73. 


69 


GuO« 


1S73. 


42 


V 


1674. 


28 


A 


1S7&. 


25 


■ 


1876. 


16 


« 


1877. 


15 


■ 


1678 . 


14 


B 


187». 


14 


V 


1880. 


15 


IT 


1881. 


15 


■ 


1882. 


15 


• 


1883. 


15 



218.700 
258910 
417.191 
519.290 
410.660 
28a680 
»77.572 
SS8.500 
204.3S8 
203.768 
206.788 
«)S31.S88 
^9.7« 
279.725 
279.725 



CrovlDian 



Actloa- 
Kuk*D 

24 

2» 
■66 

n 

54 

4A 

S9 
38 
33 
31 
31 
31 
31 
32 
33 



ElnS«ub1tM 
Actl«»i-(^plcal In 
TaiMUHl«!) CIaMmi 



22.663 
23.589 
28.7^.'> 
91. «7 
99.800 
70.180 
49.0M 
44.009 
4 t. 137 
34i47 
JK4Ö5 
33.099 
31.217 
30.678 
32359 
33.480 



ZriH*iDiD»n 



DeBkan 



A«tUn-4'aplUl in 



47 

50 

67 

l£& 

u\ 

96 
68 
64 
56 
46 
45 
45 
4K 
46 
47 
48 



I 



231.84& 
242^89 
287.885 
608.631 

619.090 
460840 
3S9.7i(4 
321.581 
:;tt9,837 
Z3a735 
236,273 
239.887 
•) 262.805 
3L0.403 
312.084 
»13.205 



voo 1,300.000 Gald«D verftlgi lia(te, Iret die Wiener BiDkgeeellicbAft mit ein«iii 
Capitale von 6 tlillioneQ (inlden ßtt. WSbr. — Noch ^rO«Mr war der Aafwhwang 
im Jahre 1881. Die LSndcrlwok verfOitte hairiU Über ihr voIIbb C4i]iit«J ron 
40 Uilliunen Gulden Gold, wt* Ende 1881 eineiii Betrage von 46,825.000 Gulden 
6«t. Wfihr. entsprach, die DupOsilenbank erbSbt« ihr Cafütai neiiörliob dm 3 HillioDeD 
bis aur 8 Miltiooen , die OeeterreiclitBche Central-BodcnCreditgeaellMtiaft Bteigert« 
ilir Capiul von 2,686.400 GMta auf 4.000.000 Gulden Ost WShr., aJw nm 
1,311.600 Golden, and der Wiea«r Bankverein tof&e um 17 Millionen, aiiailich 
von 8 Millionen auf 35 Millionen Golden Ott. Währ. Der ^«anmt» (,'ajiitalzuwacbii 
der Wiener Bankun im Jahre 1881 beiro^ daher 48,136,600 Galdoa oder 2078 
Percenle da« CBpiUlstande« tod 1880. Gegen den Stand vom Jalire 1879, «Im 
inn-rbalb awßier Jahru, halte akh aleo das Actioncapitol der Wiener Banken um 
32'27 Heroente vermehrt. Uer Änlau dazu tag theila in den gUoiiigen Gesebäftii- 
reenltaten der Vorjahre, ibeile in dem Ueberfinrae an Capital, velvliee eine Anlage 
«neble, ibfliU in dem festen Vertrauen aof die Fortdauer eines nenerllcben irirtb- 
aobaftlieben AufMhwunge«, wofdr mau gewiMM Garantien zn haben renndnte. 
Man beeilte «ich, BedUrfniesen tn enfprechen, die der Verkehr nodi nicht hatte, 
deren Entstehung man aber erwartele. Der gTo»t€ Aviscbvunif blieb aber an», 
und die nlcbet« Datürlicbe Folg« einer eolchtn l.'apit&levermebnini; b«i eher 
abnehniendem ■■■ tonehnendem Uedaife darnach war die abnehmende BentabilitU 
•iiniinÜicber itanksnltmcLnangen, und inttt^aondern jrner, welche ihr Capilal allxu 
rurailig vermehrt hatten, i*) l3ie fieaclion konnte siebt au«bk>iben. In den Jahren 
IHH 1—1 88^1 fanden keine writeiun UapilaUTermehrnii^en der Wiener Bank« 
eUU. Mehrere leiitotesde Inatilulu aber liaben C4|)italiivcRnindiTDiigen in Äntaidit 
^enom inen. 

Ganz andere geataltete eich die BewDgnng In den ProvioKen. Dieüelben 
crachieneo den groaaen ioternaiionslL-n Geldmiichtcn, denen der ÄafHchwnng in 



") VwkI Oetlerraich« Bulc- aad Credlt-losUtnla vea H. Bbrenbergtr fn 
der SUtict. HonaUclirifi, Jahrg. 1880, S, 03. 

") EieraaUr «Jas im Jahre 1880 «ingesalilt« iicti*D-C*piUl der k. k, priv. OeUrr. 
Länderbank in Bclrnge vuu 20.000iOCiO Oddes in Gold; ia d»u folgtadta Jahnn wird 
diH Gdldacio nJl in ReohnanK s^xellt. 

") Vorgl. Tabelle XXXni— XXXV. 



OMtemichB Buk- und Cndit-Isstitate in den Jaiinti 1872—1883. 



U5 



Witm in den Jibren 1880 und 1881 baaptaSohlicIi znznBchreibwi ist, nicht ala 
geeignetes Temin ihrer Betfaätigong. £e war daher fUr die Capital abevegaDg 
einiig und allein das locale SedÖrfniss and die sirgnläre Situation der einzelnen 
Institute massgebend. Daher zeigt sich , nachdem die Folgen der grossen Krise 
eismal ttborwonden waren, was im Grossen and Ganzen im Jahre 1877 der Fall 
war, keine dentliche Tendenz in der Bewegnng. Ea sei jedoch daraof hingewiesen, 
dass gerade fUr die locale Organisation des Credites das Genossenscbafts- nnd 
Sparkmssenweeen, sowie aach die Tfaätigkeit vieler VersichernDgegeeellschaftea von 
beaooderer Bedentnng sind, dass diese, no es der Verkehr erforderte, die LScken 
dee Banken- nnd Bankfllialea-Netzes «nsfUllten, nhd daher der mit der allgemeinen 
Beasemng der wirthschaftlicben Lage eingetretene grössere Crediiverkefar der 
Provinzen baaptsächlich in den Answeisen dieser Institute seinen ziffermüssigen 
Ansdrnck findet. — 

Ueber die locale Vertheilnng des gesammten Bank-Capitales gibt 
Tabelle VI An&chlnss. 

Tabelle YI. 



m 


Kronländar 


AniAbl 
der 
! ActirD- 
, Btukea 


Aotlen-Ckritsl 

IB83 




iD 

TanafodsD 
von Gulden 

ö. W. 


in 
Ferren ttn 




1 

1 

; 14 


90.000 • 2873 
189.725 1 6058 




1 

2 
2 

i 1 

; 2 
1 

12 
2 
l 
4 
1 
4 


40 
510 , 

2.500 

150 

2.725 1 

50 ' 

18.303 

2.209 

500 

5.689 














Kinten 


102 . 










Kftstenland 






Tirol 


0-89 i 












fi'Tl 






Dil 








600 1 =="^ 
204 0-06 












Sämmtltclie Proviazen . 
Zasammen 


33 


33.480 ! 10.69 






48 


313.20a ; 


100.00 





Wir sehen, dass sich die Capitslskräfte in Wien conoeDtrieren. An den 
Österreichischen Bank-CapitalieD participiert Wien mit 89'3 1 Percenten ; blos 
10*69 Percente entfallen auf die Provinzen. Doch muss bedacht werden, dass ein 
Theil dieser Capitalien vermöge des Filialen- und CorrespoDdenten Netzes der 
Wiener Banken auch dem Bedarfe der Provinzen znr Verfdgang gestellt wird, 
und dass die ÖHterreichisob -ungarische Bank , welche mit 2d'73 Percenten am 
gesammten Ssterreichiscben Bank-Capitale participiert, einen bedeutenden Theil der 
ibr znr Verfügung stehenden Capitalien znr Dotierung der Direclion ihrer llaopt- 
anstalt in Budapest zu verwenden bat.^^} 



***) „Der Direction der HanpUnstalt in Budapest wird fBr das Escompte- nnd 
Dailelien^eschift der nDgarisuhen Bankplätze ein Betrag von fänfsig Uillionen Gnideo 
ngewiesen, welcher anf den österreichischen Plätsttn nicht verwendet werden darf." Diese 
Dotation kann nach Bedarf zeitireilif; erhöht werden. (Artikel I des U ehe reinkom mens 
twischen dem k. k. und dem k. nngar. Finanzminist-ir einerseits und der privilegirten öster- 
reichlichaD Nationalbank anderseits. Ges. v. Si7. Jani 1878, Nr. tif> R. G. B.) 



11« 



Cr Helulob Rmvkbcrf: 



Dnter den Provinzen balMii die ladDatrielinder B<ihs9eD, Uifaren und 
'Sclleoien natilrlich den gr9Htm Antheil am Bank-CApita.!«. Sie nebmen tnaamineii 
li'71 Percenl« d?« (;eeamnifCQ oJer 63-76 Peroento doa satouitliciiea IVoviaefrn lur 
Verfd^ang KtebcBden BanK-f.'ti|>itKle8 in An*pruob. Daran sohliesiiea niob Galizien 
mit 301 Percent«« des ^««aminteD Ssterreicliisaben Baok-Capilalw , wäbreod ««f 
Lnnvr-OMterreich blos 1*02 l*«rc«nte entfallen. Ka mag wohl mit Fag and Uccbt 
bexwnifdt worden, ob dieso Vertbeilnng des Bank-Capitalea , nSmlicb die Coooea- 
trttion desselban in der Haoptttadt, die EntblttauaD; der Provinzen und dea Aaeheo 
Lande« den Ikdärfniraeo dw VoDuirtrtliacbaft angemwaen int, ßisoante Dntei^ 
nebmongfs einerseiti und Cieditnoth anderieita mUaaen deren Folgen sein. Di«a 
im Eineelnen anoKofUbren ginge Über den Rahmen der vorliegenden DDtersochang 
binau». E« wird eich jedoob im Verlaufe deraelb«D noeh Gelegenbeil tiodes, 
weni^RienH da« ertte Moment in's rechte Licht zo aetzen. 

Im Anaobloxan daran wird eine Darstellnng der VertbeüoDg dt» Baoh- 
Capitalea unter die einzelnen oben au^geatellten Kategorien von Banken nicht 
ohne Iiiterntst eetn. Tabelle Vll bietet eise solche. 

Tabalte TU. 



Katecerlen i-on Banken 



Onterr«iiibiicli-3n£ari>cliD Buk 

BtconipL«-, DcjiDsilea- und Lombard- Bank od . , 

{MJä-mx^f/iVr-BankQD 

Üfpothekar-CredillnMitat« 

Volkabaiikeii . 

PfandleltfAMtaJlea 

Znsannen 



Aaiatl 


AcÜea-CapUal 
iiat 


dar 

ArtlH- 

SULkOD 


la 
VAU OaMm 

&. V. 


Pwoint«B 


l 

16 

13 

7 

6 

S 


90.000 

22.073 

172.127 

21.687 

479 

6SßÖ 


as-Ts 

783 
64-96 
6-93 
016 
1-90 


•18 


3i3;aoB 


100-00 

1 



Wir e neben aas der obigen Tabelle, welch' hervorragende Stelltug die 
Qelerreirhiicli'nDgnriacbc Bank unter den S^iterreicfaisoheD Banken einnimmt Wir 
•riiehen daranii aber auch , dass mehr alH die HKlfte aller Bank- Capital ien jenen 
loalitaten sar VerfUgan^; nicht, deren HaoptihlKgkeit mehr aof Spacslations- 
Untfmehffiiingen ab auf die Pflege de« laufendeo Baokgvichftfto« g^ricbtei iit. 
Aach ist jener Capi (alebetrag, welcher im Durchscbnittc auf eine Specnlatiomibank 
eolf^lll, «in bedentend gr&ssortr, a1« jvnffr i^int-r B&nk mit Torwiegeod landendem 
Geacbülte ; fongierl doch dai eigene Capital der eritercn huaptaüoblich aU eigeollichor 
OoecbSftsfoDda, der letzteren hingegen vorwiegend aU Garantivfundif, — 16 B«nk«D 
lelBterer Kategorie verfugen in Ganzen über ein Actien-Capttal von :J2,di3.630 
Gnldeoi an( ein« Bank eatfllllt daher ein Darchsobnitt von l,-13&.84ö Golden 
8(1. Wtthr.^i'i, während 13 Speoalationebanken Mch in ein CapiuL von 173,126.840 
Gulrli'n tboileii, der DurcbMbnitt daher 13,240.&26 Golden Sst, WShr. betrJLgt.'*) 
Da« DurehscbnitlsL-apiial einer Aolien-Hypothekenbanb aber betrügt 8,0:38. 671 Gulden 
öet. WKhr — Gelegenheit zu eingehender Deaprccbung dieser VerbältnisHc wird 
sieh bei der Betncbtnng der GeMBnttpa»«iT«n der einzelnen Bankkategorien ergeben. 



") 2 Banken In Wien mit 10.000.000 Oolden Capttal. Darthaobniltflnpitat 
5.000.000 Gnldan. 14 Bniikfu in dea I-rovinieo aiil 18,972.0:20 Gulden Capllal, Darchactiaftt«- 
»pital 926.608 Ouldun. 

*>) S Banken in Wj>b mit 160,0^.000 Onlden Caplul. IhirclisdinUlscapiu] 
l!0,003.tSö Gnldea, 5 Bsnk«D in im Provinzen mit 12,101.840 Onldco Capital, DarcliicliBitU- 
capltal 2,4ä0.3l>8 Gniden. 



OMUmioIu BMik- Bod Credit-Ioatitat« in <1m Jukno 1872—1883. 



117 



■ IT. K« BiUBa«n. F&sslTeii. 

PSr die ErktoatiiiM dv ii&tioD«l>SkoiiaDiiubeii FsnotiofMm und dsr iHnsien 
Atnelnr des Buikw«8«ae einM Lftode« bi«t«s sieb dorn ßUtiitiker svei wicbt^t« 
QiMllea dar, alnlich «rslCM die Uebcmcht de« VermOgenMtandea , dar AcUtco 
and Pumntai, der Baakan , und dton iweileiu die ZiuamsenfuMuig und 7er- 
gleiebnog von deren EinnubBen und Aiug4bea. Die entere zeigt, kiu waldien 
Q aollen Jena Hjttsl fliesMu, weldie die Banken dem CreditbalHTfniMa d«a 
wirÜMGliKrütGbeo L«bena znr VvMgang «tetlen, and in «elehar Wai»e dienlbea 
TOD der Vulkewirtbadi&ft absorbiert werden, die zircito deckt uns die Forniea 
<iaf, in welchen die bienu «rforderlicbee Cre<litga»chUte roUngeo werden nnd 
fBllt mgleiob die Lücken de« bereiti gewonnenen Bildes nnm. Die Vergleidionic 
dar einselnes mit einander corr«:»]>tiDdiercndcD Arten der FuMVeo und Aeliren, 
Mwie der niteintnder in speci firrliMii ZaRDisinL'obinga stuKeadeu Activ- and Pubit- 
geaeUda aber bicleL ^ati^niJ« Aabattvpuiikt« sur KjrtUk der tod d«n Banken 
baobaebteten WirttmobaiUpuliiik. 

Von diesen tiesichtepunktco anegefaend bringen wir in Tabelle Yll zno&cbst die 
BawegDBg im l'aMivMaode «kntmtlicfaw Bnoken wihrand doa Zeittanniai von J^abra 
1673 bis tun Jabre 1S83 zur rarstellnDg. nnd iwar doafaolb mit dun Jabre 1672 
begino^BÜ, weil di»un Bilanzen ilen Hiibeimnkt dur Eniwickaluag der Banklbitigkelt 
markieren und w zugleich zum Au^^asgKpanklc dncr rUvkliutigca Bewegung worden, 
welche bi> xtm Jahre 1877 reicht, woraof dann wieder eine langsase Steigernsg 
flUti lindel. Die Sondemog der ZifTem für die Üsterreicliivch-nngariacbe Bank , die 
Wiener und die PruTinz-Banken lindet ia den weiootlieb difieronten Verhültniseen 
dioaer Groppen ihre ß^itlndoug. ßexOglicb der entereo man noch beaonden 
bcMarkt werdea, dau ia denaelbcn aocb dio Ergoboiasa des n&gariMkoa üeecfaäfle« 
atlbaltcn sind, welefae leider niebt getrennt wenlen konnten. 

Der Gcaammt-PosaiTsland aller Banken ebne die iJaterreicbiscb-angariscbe 
Bank Mnk demnach von dem UOchaLitamle von 1.46fi'83 Hillionen Unldea Bat 
WKbr. im Jabre 187:1 anf 763-81 Hilliooen im Jabre 1877, womit der tiefte 
Stand «rrciRbt war. An diasör Bewegung hatten die Wiener Banken weit itiirk«r*D 
Antieil als rüe ProvtozbaokeD. Der Paaiivatand der i-THtereD batto sich von 1873 
bta 1677 DIU 63'B6 Percenic, der Pasaivetaad der letzteren nar um UO'4 6 l'ereeute 
ramtindert . wKbread der Kttckgang Olr alle Banken überhaupt (jedoch obnc die 
BtterreicbiKh-unKariDcbe Bank) 44'öO Perceote batmg, Die Heicbsbaupletadt war 
«ban ROeh daa Ceolnim der Ueberxpecalation. Die Bewegung im PaA«iTiiUn<ie der 
Saten'dcblicb-angarier.bcn Bank weicht von der der anücrto Bankea völlig ab. 
Vor dt*r Kri^e hatte di« aKtörreicbificb-nngariMbe Bank weiie Zurtlokkoltang beob- 
achtet, während derselben zor UilTMction berufen , bewirkte die Ansdebnung dea 
Moteonmlaufei auch eise bedeutende Vernebmng der Patsiven im Jahre 1673. 
Im Jahre 1677 trifft sie in der UestrlctioD ihrer Paaaiveo mit den amleren Banken 
suaaamen, — Mit dem Jabre 1678 beginnt — paiallel mit der allgemeiiuD Be- 
lebung der GeachÜt'uihStigkeit — auch «iiie Vermehmag dea PiuuiivatanJt;». Wahrend 
dicao Bewegung bei der iSaterTeichiBcb-ungnriMbtB Bank ond bei den Provintbankao 
aieh bin Ende l683, womit andere Bctrachtong ihren zeitlichen Abtchluee findet, 
fortsctxt, findet dieselbe bei den Wiener Banken «ebon mit dem Ende de« Jahrce 
1661 ihr Ziel. Besonder« bemerkrnswerth aber ut der Umfitasd, dasa ia den 
Jahren 1679 — 188.3 die Faesiren der fiaterreichiaoh-angariachea Bank in weit 
geringerem Maate zonahmen, aU die der «nderen Wiener Banken, worin deutlich 
die Tendenz der von noaercr Notenbank vertretenen weii^en Politik erkennbar ist, 
bai Zeiten drohender Dcbenpeoalatioo diaacr den HemmKchnb anznlagen. G&r bald 
gkl>eu ihr die £rpigni»se Recht. ZonSchit die kntiaohe Lage de« intrmatioaialcii 
Credit«, dje Knwen in Frankreich uul in Nordaawrika, dua aber auch bedeitkÜek« 



118 



Dr. Heinrich Banchberg: 



Symptome im Inlaade bewirkten wäbi^nd der letzten zwei Jahre eine Rednotioa 
des FaBsivBtandes um 56'93 Hilliooen, d. i. um 0'76Percente des Standes von 1881. 
Indem wir innmehr in die Analyse der EndtifFern und damit aaoh in 
die Betrachtnng der Bewegung in den einseinen Posten eingeben, wollen wir 
Torerat in Tabelle Till den Peroentantheil derselben an den jeweiligen Summen 
der Passiven während der Zeit von 1670 bis 1883 darthnn. 

Tabelle Tll. 



F B ■ ■ i T a 



187i 



1873 



1874 



18711 



1B7S 



HtUloarn enlden Oaterr. Wlbr. 



1877 



Banknoten-Umlanf der Oest.-nngaT. 
Bank 



Actien- 
Capital 



Pfand- 
briefe 



Caise- 
icbeine n. 

Geld- 
einlagen 

Accepte n. 

Ad- 
weienngen 



Creditoren 



Reserve- 
fonds 



Oewinn- 

DDd 

Verlnst- 
Conto 



Diverse 
Passiven 



Sniome d. 
Passiva 



Oest.nuK. Bank 
Wiener Bsoken 
Provinz- 



Samme 

Oest.-nng. Baok . . . 
Wiener Banken . . . 
Provinz- „ ... 
Snmme 

' Oest.-nng. Bank . . . 
Wiener Banken . . . 
Provinz- _ ... 



Snmme 



Oeet.-nng. Bank 
Wiener Banken 
Provinz- 



Snnime 



Oest.-nnf. Bank 
Wiener Banken 
Provfnz- 



Samme 



Oe8t.-Qng. Bank 
Wiener Banken 
Provinz- 



Summe 



Oeat.-nog. Bank 
Wiener Banken 
Provinz- 



Snmme 



OeHt,-nng. Bank 
Wiener Banken 
Provinz- 



Samme 



Oesi-nng. Bank . . 
Wiener Banken . . 
Provinz- „ . . 

Snmme mit Oest.-ungar 
Bank 

Snmme ohne Oest.-nDgar. 
Bank 



318-37 



90-00 

239-89 

67-38 



397-27 

58-71 

160-73 

74-99 



294-43 



358-94 



293-76 



9000 

293-58 

_68M)5 

451-63 

73-11 

178-05 

88-89 



34005 



90-80 
51-87 

142-67 108-74 109-51 



7-48 

87-66 

5'23 



100-37 



463-69 
93-62 



557-51 

16-52 

11-76 

2-41 



30-69 

5-57 
67-04 
10-38 



82-99 

5-86 
19-83 
1835 

44-04 



75-86 
3288 



9000 

190-68 

49-44 



33012 

87-50 
180-36 
102-32 



370-1Ö 



67 65 
4186 



28624 



9000 

180-57 

4a-59 



313-16 

96-23 
173-64 
116-76 



386-63 

55-13 
3911 



3-58 

91-72 

3-41 



93-71 

23730 
42-45 



279-76 

1800 

31-56 

2-98 



52-54 

5-65 

9-49 

_2-10 

17-34 

6-35 
21-74 
22-09 



5 21 
66-42 

2Jifi 
74-29 

17625 
24-46 



200-71 

1801 

28-55 

2-90 



49-46 

483 

12-58 

2-67 

20-08 

5-34 
13-63 
1128 



5018, 30-25 



50251 

1.141-60 

324-23 



1.968-34 
11.466-83 



555-63 
939-30 
262-85 



1.757-78 
1J802-15 



504-65 
736-12 
237-59 



1.478-36 
973-71 



295-91 



9000 

138-50 

41-79 



270-29 

100-66 
174-51 
129-85 



405-02 



4802 
36-79 



94-24 

6'2l 

52-51 

3.61 



62-33 



127-16 
23-66 



150-82 

18-02 

25-67 

3-41 



47-10 

3-99 
6-62 
2-77 



12'38 

7-47 
10-67 
12-51 



30-65 



84-81 

1-30 

61-10 

4-75 



6715 

125-46 
22'39 

17-81 
7-33 
3-89 



2903 

3-68 
2-98 
2-86 
9-52 

7-64 
10-42 
13-16 



31-22 



282-27 



90-00 
114-39 

348Ü 



239-19 

103-35 
176-46 
139-80 



41961 

46-40 
38-01 



84-41 

1-65 

59-60 

3-59 



64-84 



103-46 
19-93 



123-39 

18-10 
8-84 
4-55 



31-49 

4-03 
6-75 

a-92 



13-70 

7-96 

10-14 

14-17 

"32-27 



508-16 

63097 

_244;42 

1 383-55 
876-39 



51700 
568-32 
255-48 



1.34080 
82380 



507-36 
526-04 
257-71 

1.291-17 
783-81 



Oesterr^ichB Bank- nnd Cradit-Institnte in den Jahren 1872—1883. 



119 



Wma Dan znnSchst das Actien -Capital anbelangit, so ist die durch 
die ftbeoloten Ziffarn (Tabelle VII) ansgedrilakte Bewegung von jener der relativen 
Ziffern (Tabelle VIII) ganz verschiedeo. Und doch stehen beide im engsten 
eaosalen Zosammenhange. Bis zum Jahre 1872 vennoohte die dnrch die HShe 
der Gesanimt passiven aoFgedrtlckte — irenngleich nnnattirliche — Yermehraiig 
der GesohfiftsthKtigkeit mit dem raschen Anwachsen des Actien-Capitales gleichen 

Tabelle TU. 



18T8 



1B79 



F a ■ ■ i T a 



1S80 



1B81 



tssa 



1SB3 



MUUonen Gulden Ssterr. Wfthr. 



Banknoten-nmlanf der Oesl-nngar. 
Baok 



( Oeat.-ong. Bank 
Actien* j Wiener Banken 
Capitel I Provins- „ 



Summe 



Pfaii>l- 
briefe 



CasM- 

acheine a. 

Oetd- 

einlagen 

Accepte a. 

Ab- 
Weisungen 



Creditoren 



Reserre- 

fonds 



Oest.-aD^. Bank 
Wiener Banken 
Piovins- . 



Summe 



Oesi-ang. Bank 
Wiener Banken 
ProTini- 



Snmme 



Oeit.-nng. Bank 
Wiener Banken 
ProTinx- _ 



Summe 



Oeet.-unr. Bank . . . 
Wiener Banken , . . 
ProTina* , ... 

Summe 

Oest.-nng. Bank , . . 
Wiener Banken . . . 
Provina- „ ... 

Summe 



Qewina- f Oest.-nng. Bank 

nad 
Verlnrt- 
Conto t Summe 



J Wiener Banken 
Provinz- 



Divene 
PaasiTsn 



Sunme d. 
Paaiiva 



Oest.-nng. Bank 
Wiener Banken 
ProTini- 



Snmme 



Oest.-nn^. Bank . . 
Wiener Banken . . 
ProTiM- „ . , 

Somme mit Oeet.-ungar 
Bank 

Snmme ohne Oeat.-nngar 
Bank 



288-80 316-76. 32862 354-21 36863' 380-46 



9000 
113-7H 

33 15 
236-94| 

105-26' 
18:1-43 
15106 

43975 



44 05 
40-81 



9000' 

U6-79 

33-11 : 

239 90 

107-76; 
181-58: 
164-2 9 

4Ö8-63. 



45-68! 
47-91 



9000 
12159 

31-22 
24281 

10207 
201-56 
183-50 
Ä7-13 

4926 
4918 



9000 
189-7H. 

_ 32-36 

310-40 312-09 



90-00 

189-72 

3068 



9000 

18973 

33-49 

31 3-« 



97-89 
192-77 
197-26 
487-92" 

50-96; 
53-41 



88 00 85-60 
17367 16500 
21190: 22001 
473-57" 47061 



46-66 
50-22 



84-86 93-59 U844 104-37, 96-ä8 



53-95 
48-84 



3-52 4-121 
35-66 52-25 

1-38 2-99: 

60 56 59-36 



118-24 
17-98 



138-32' 
2065 



136-2^ 15887. 



18-10 
6-01 
505 

■2916 

3-45; 

9-05' 

2-62 

15-12 

8-17 
12-41 
_7-57 
Z815' 



1816 
6-65 

30-49." 

2-85' 

1308 

2-84 

■18'77,' 

9071 

11-48: 

816, 



10-30 

5041 

3^9 

64-aö 

157-00 
_24;49 

181-49 

1805 
8-26 

5-87 



1-47: 

52-68' 

2-59 



66-74; 

201-22 
32 5^ 

233-81 

1805 

19-67 

6-40 



2 70 
6278 

245 
67-93 



102-79 

2-44 

67-80 

5-25 



75-49 



187-80 155-74 

36;30 37-88 

224-lU 193-62 



18-03, 

21-61 

7-11 



18-06 

22-51 

7-73 



32-18 44-12 46-75' 48'30 



3-05 
13-50 

3-17 
19-72i 

9-37, 
11-50 
10-84 



3-31 
18-23 

3;34 
24-88 

9-32 
13-75 
12-34 



28'71 31-71 3541 



3-77 

16-19 

3-09 . 

23-05 

10-04' 
12-33 
15- 17 
37-54 



3-76 

14-49 

_J;23 

21-48 

997 
13-86 

n-^ 

35-75 



517-30 548-72 561-46 57425 58117 590-29 
542-64 565-83 61308 73900 710-77 68308 
2Ö9-62 28553 311-76 1 338- til 358-60 36835 

ijl.319-56 1.400^)8 1.486-30 1.651-86 1.650-54:1.641-72 
1 802-26 851-36 924-84'l.077-6l'l.069-37'l.051-43 



ISO 



Dr. Heinrich Biockbarg: 
Tkbelle VHI. 



Jk b r a 



VosD iiesAnmi-FuiiviUud« nUtr Suk- und CreillMUBUloU otin* 
dt« bBteR«lcUBCli ■ncartaob« B&nk oaUUlon »of 



4u 

Capttkl 



piaad- 



OuHia- 
Mbtia« 



- Eio- 
lacwi 



Ctpiuli 



dl« Ae- 

MplV 

Anwat' 

a. dH 
Oiw 



dl« 
Crftdi- 
Uren 



Am G«- 

•srv». I Vct- 

Fwd* I iMt- 

Cmtl 



dann 

■IVAB 



1870 
U71 
187i 

1873 
1874 
1S76 
18TI> 
1877 

isn 

187» 
1880 
1881 
188« 

1883 



20^ 

so-oe 

aOS6 

30-ce 

24-Öti 
i£5-49 
21-fi7 
1904 
)832 
17-61 
16-M 
90-46 
80-77 
X1'S3 



£4-43 


11-09 


e r e 
5-46 


tat 
30-80 


• 
1-23 


3-58 ! 


Xl-38 


12-54 


6-47 


31-til 


1-40 


393 


16-08 


973 1 


6'M 


38-03 


0-97 


5-28 


W:il 


905 


7-91 


23ü7 


287 


o-w 


29^03 1 llTiS 


709 


afrfil 


324 


1-56 


3ül7 1077 


6-41 


17-23 


3-32 


0^6 


36-98 1042 


6-08 


17-86 


1-38 


0-7S 


40-35 10-77 


8-06 


lB-74 


L-71 


1-23 


41 69 . 10-58 


7-12 


16-98 


1-38 


1-45 


40- 65 ' 10-9« 


6'49 


18-66 


I4& 


1-87 


41-&4 , lO-W 


6-^ 


19-63 


1-63 


1-80 


36-19 : 969 


6-13 


21-70 


2-41 


S-00 


36-OS 1 906 


6-10 


2096 


«•«9 


1-80 


3t) GÜ 


' 9^ 


6-9& 


18-41 


287 


1-89 



267 
249 
2fil 
■166 
26») 
2-6« 
2-88 
3-10 
2-48 
230 
2-41 
2-42 
2 57 
2'4& 



SotD^&flO 



lOfrOO 
lOOflO 
100-ÜO 
100-00 
10000 
lOO-OO 
100-00 
10000 

loo-oo 

HXI-00 
lOOt» 
100«) 
100«! 
lOOOO 



Sehritt 
pauiTen 






EU halten , dihtr iit Coo«t&nz seines Perccotaathetia u den Gm: 
bin 1872. Im Jkhre 187.^ findet bereit« eine «tarke Beetrietion 
Irtttvrui stiitt, dKgc^co weiaen die Bilaosoa noch eine botr&cbtlicbe Yormclinuig 
de« Aetieo Ca^tale« aof. dflM«n PeroetitMts dalier auf 30'08 Pereente stwgt. Vom 
.Tahre 1874 >o atier nJcanil da« AcLicncapital noch raaohor ab aU die QfisanBtpfeastTan, 
daber Biete Verninderang des Peri»r;Ua1ieik , welnbe dadurch om ao anffltlligvr 
wird, als im Jahr«: 1H7H die Üer&ntmt-PasHiPun bcroiu zu «arbeca be^Boei. 
Vom Jahre 1879 nb beginnt eneb die neneriiehe Znnabnie der Capitalekräfts, 
welche }«looh mit der Steigerung dett Geacliifttmufangea nicht Sohriti au hallen 
vermag, daher im Jahr« I8S0 mit 16-62 Fenwatea der tiefF.te Stand derCapitab- 
qnot» rrr«ioht wird, welche jedoch bereits im fol^^eoden Jahre durch die bedeutwdcn 
Capitalivormeb rangen eine etarlte Slcifceruntc arrährl. Die weitere Stei^eriug de« 
Percentantheiles des Oapitalee bei gleißh bleibenden aUoIuten JCifl'em während d' 
Jahre 1882 nnd 1883 erliliiTt eich aiui der Abnahme der GcGammt-Paadivoa, 

Die Bewegang des ITandbrief-UmlaDfeii wUrde man nach seinem Per* 
centontheile an den GeAammt-Paeuiven ganz fslech bsurtbeilen. Die froBtH:n Schwan- 
kongeo deaselben erklären sich einiig und alleio aus den VariatioDeu in dieses 
letit«ren. Die Organisation nnd Katar der Hypothekar-Ctwlit-lDstitule iät aber 
T«n der aller anderen Banken derart verschieden, d&sa da» Verhälttiiaa des Pfand- 
brief- Umlaufea ZD den Geummt-Poseiven , deren Stand haopteScbüch dnrdi- die 
Lage der «.»( karafri«tigei) i'redit bcreehocteD Inatitvt« bedüi^ ist, wanig Lclir- 
reichea bieten acd keine XQV<rU»igen Folgemngen geeUttes kann. Wir und 
dnUor auf die abttuluten Ziffern aDgcwieaan. Diosclbcn teigen während de« Zeit- 
ranmvfi von 1872 bis 1880 eine cuostante Termahnutg, welche in den Jahran 
naeb der Krise nacliar, dann langsamer erfolgt, bad twar deshalb, weil sieb ünar^ 
seit» gross» CapilalameDgtn ron dorn Bfimenspiele ab, nnd neberen Anlagoarten 
lawendeten, und andereraeitH eablrfliohe Untern ehoinngen die Eiabaaso an BetrMba- 
eapital, welch« die Kriü« vfmr»<»clit hatte, durch di« AaTnahme von Hypothekar- 
darleben in erMlicn trachteten. Wenn in den Jahren 1S81 nnd 1882 ein Rflck» 
gang de« PfiandbrieMJapitate« zn conatatiereD iat, iO kttanen -wir dios« Eisohei- 



^ 



OuUrrtielu Baftk- snd Ciedtt-IiMtint« ib ia .rtbren 1872—1883. 



121 




naog Bor dnteb dl« ifflmflr bSofl^er werdende diracte Bolebaaitg dee Gnindet nsd 
BedeBB ohne Intervention einvr Pfindbrief-Anetalt erkliren.») 

IHa nKdtBtfolseoJeo drei KobrikeD nneerer beiden Tabelleo wüten jene 
Betrlge «nf, w«1ob« die Volk» wir) h(«hftft in karxfriitigen CreditformaB den Bankes 
so prodoctiver Verwendung ca UbcrlAMcn pfl^t, nÜmliDh ge^en (.'assenaebeine 
oder £iitIe^bSeber, gegen Aecepte nnd Anw^eangen, «>der eiwliieh )t«gnD bloeia 
Bneh VA r recbna ng ((' red i t oren). In den beiden enten Pottan iat . «o b^ 
deetcnd aocb die Scliwftiikniijt>n der nbaoLalcn ii^iSem eeie m^gen, keine erheblirbo 
nnd ein« bestimmte Entwiek^flnngeteaduDs Bitfweieende Bewegung in itea Peroent- 
oaUieitaa zu bemerken; dieselbe sebLieeHt «idi Tielnabr der fiewqping der Cresamint- 
F^eaiven an nnd zeigt dednrcli, dus die la dlema Formen erfolgte SeldAafflahme 
«leoi jt!W«ilicea Stande dor allgeaeiaen wirtbachtftlicb«« Lai;e cnupranb. Anden 
die Kulirik „l.'rtdiiuren". Unter diesem Sehlagwort« werten nieht nur die atu 
den regelmiliMigEn 6eMhBfl«betri«be reatütieieadEn und anderweitig nicht beeendare 
iq>eeifteiet1ea Terbiadtieh keilen sneknmengefaeat , eondera inabeeandere ucb all« 
jesp. welche dnrob CoDsortielbilduagim and andere Coalilionen entstanden lind. 
Der B^grifT sCroditor* bat eben einen eo weiten Umfong, dtA- jede Verbind- 
liclikeit ituTnnt^r tubiamierl, aod die Haftung an» den bedeaklich«l«o OeaehtltoB 
damit aiaekiert werden kann. 

In der Tlut xeigt «leb aecb, dui) die Ziffern dieser Enbrik in dem 
HasAe abnebmen , als die virthnobaftliebeo Knatinde aidi consolidioren, und aicbt 
aahr die ä|>eimlation abi die BefViedjgnng reeJIer BedOrfniene fttr den Gang 
Oeeebiftatblitigkeit mneB^bcnd i^t. Hw Onlhaben der (Jrcditoren iet von dem 
HCobtUtande von 667-51 Millionen im Jahre 1873 anf ]33'39 MillioDan im Jahn 
1B77, d. i. um 77'87 Peroeate doa vorerwlhnten fietragea, ge«aoken; Mio Antbeil 
an den tinauimt-pMeiven betrag 1872 38-03, 1877 nnr aocb 1&-74 Forcente. 
Von 1877 bis luBl xeigt «cb sowohl la dea abaoUtea, ala nach in den relativen 
Zahlen eiae ncaerliche Zunahme. Uer SülUtaad in den groesea internationalen Fiiuuu* 
Tranaaelioovn, welcher »ril dem Jahr« 1881 auf dein Geldnuikta herrschte, wirkte 
raturgemlen gerade anf dieee Babhk beeonders r«daciereiid ein, ao dane der Peroeat- 
aatheil derselben vuo'il'lOPeroenten im Jahre 1881 anf 18'41 Percente im Jofare 1883 
etnkl. — Sehr charakterifitiscb fSr die Beniibtilang der SoliditKt der genamateo 
Rebahmog iat die Ralatioa zwiüoJien dem eigenen 4'apitaJe der Banken, dem 
Actien-Capitalc nnd den gegen Anagabfi von (^aaaenf chainen , Accepteo oder bloe»eo 
Bo^eredit beeehafftaa fr«mden Capitatien. Von den im Wege der l'fiuidbrief- 
Bmiaaion berangetogcnen Capttalien kann an dieeer Stelle abgeaehen werden , da 
Ja die Verwendang diener letttereo eine ganz apediteobe nnd von der aller anderen 
CapitaJien versehiedene t«t ; wir wertlen flbrigeni im weiteren Verlaufe dieaer Ab- 
handlung noch aitf die dieabäaHglichea Verblltsiaae nepreobeii kommen. — AbgpeaaheB 
hiervon baimgen die vorerwähnten ftenden Capttalian 1672 301-52, 1877 aurwwh 
I14-1Ö Peroenie Je« etgnoen CapiUlr», 1881 wieder 127-23 ool 1883 118*73 Per- 
eante. Von 12 Wiener Banken, deren Verbindliekkeiten an Crediloren im Jahre 187i 
iaa Verhtltntas von cirtm löO Percenten ihres mganen üapilalcfl Ubentieg, beatobt 
Jerxeit nnr noch eine einsige.**) 

Die niia dem UissverbSltalssQ swbdieo dem Actienrnpitalc nail den auf 
dea Wege korzfriatigeo Credit«« beaobafften fremdca l'apitalien cattteheadoD grosHn 
Gdkluwi fUr die Lage der gwammtco Tolkawirtbacbaft weiaen der Legialati ve 
diaPfliefat xa, je nach derbaDkleohniecbea Vereohtedoaheit dar 
• iai einen Bankeoarten Korman ftlr dieBeaohrKnkangjvoerVer- 
bindliehketteD auf ein gewiaaee Verb Kita iaa zd dem Aotten* 



") Terfl. S. 1J7. Tabelle XVTn. 

•*) Tarrl. Sbreabarger, SUtiau Moaauebrift, lU. Jaktg. (1877), S. K5 

Btadaliibe Meaelwbrlft. vm. 9 



122 



Dr. Heinrich BanobberK: 



etpitale in stfttniereD, wenn ai» durch die A nigabe Ton cir- 
o&latioDsfSliigen Pftpisren, wie etvaCassflnscbeiiia sind, erfolgt. 

Der BaBervefond weist in den JahieD vor der Krise ein sehr 
ongttnatigeB VerhUltniaa m den Geeammt-PuaiTen aaf. Denn die damals fast 
all^mein herraohendsTeDdent, mfigliohat hohe Dividenden sa besahlen, verhinderte 
die Btteklegang von irgendwie bedeatenden Quoten des Reingewinnea behnfs 
SehafFnog eines kräftigen Beservefonds. Nach dem Ausbruch der Krise, namenttich 
in den Jahren 1874 nnd 1876, bewirkte das Bedfifnisa, in sahlreitjien Special- 
Keaeiven Torsorge gegen die Terlnste m uhaffen, welche von der tiefen Zer- 
rüttung der geMunmtcn wirthaohaftliohen Verfaüllnisae drohten, eine bedeutende 
Teimehrnng sowohl der Summe der Beeerveo, ala auch ihres Aniheiles am Gesammt- 
Fussivstandr. £lne normale, sowohl in den abf olatan, als anoh in den relativen Ziffern 
steigende Bewfgnag beginnt erst mit dem Jahre 1878 nnd erreicht ihren vor- 
Itufigen Höhepunkt mit dem Jahre 1683 , in welchem die H6he der Gesamnt- 
Reserven den Betrag von 48'30 Millionen, ihr Anlhül 2'87 Fereente erreichte. 
Ten 68 im Jahre 1883 bestehenden Bank- nnd Credit-lnatituten becasKn nur 
6 keine Reserven, nämlich die 3 Pfandbrief-Anstalten von Sparcassen, 2 erst vor 
Kortem gegrOndete Institute, deren Geseh&ftslhStigkeit nodi nioht tiel^enheit 
lUT Anlegung eines Reservefonds geboten hatte, nnd eine kleine Pfandleihanstalt. 
Von dam Geeammtbetiage per 48'30 Hillionen Gulden entfielen 36*46 Millionen 
auf die allgemeinen Reserven, ausserdem hatten 13 Institute SpeoialreeerTen im 
Betrage von 11-36 Millionen *% wShrend 0470 Hillionen anf die mit 12 Insti- 
tntao Terhundanea 16 Vereine von Credittheilnehmem entfielen. Dieser Stand der 
BeeeiTtfonde darf wohl ein beledigender genannt werden. 

Dia Rubrik .Gewinn- und Verlnst-Conto' dient lediglich snr Bilsndenug 
iwisebeu den Activen nnd Pawiven, und werden die hierin berahrten Momente 
bei der Bespreehnng des Reingewinnea, map. yerlaatoa, ihre gebOhreoda Wflrdignng 



Tab«^ 



Kat«forien 

dar 

Baak- oad Credit - InMitata 



BM>k- I icti«D- ' Pfcnd- 
?P^? Capital : bnafe 



■cbiiB» n. 

GaM- 
1 riBliK^i 



M i 1 1 t ae ■ 



Oe>t«Teiehis<^nBcarisc&e Baak 38(^46 9(KI0 ] B&Sd ■ — 



BROMpte-, Depo-jiH Win . . . . 

■itca- aaä jöi da« iVovwMn 

IiMibard-Baakealim GanaaB . . . 



Cr^^mMUer^i^ ""^ 



10-00 ; 

2ÄOT I 



Baakaa 



Im 



« de» iVoeüa«« 
Oanaea . . . 



— 16^03 ' 

— li-IO . 

— 172-13 ] 



! 
2J-20 ! 

25.01 : 

4&81 I 

t 

iS-90 ' 
40-86 



lAeHet-Bfpedt^n-BmMken . . 
HypoUekar- llmätitmte mit geyenteü. B^ftmmg 
Credit - lastitatc il^'mmdhr.-AtUt^dU» r.^rcat»em 



'im Oaaaea 



Talkabaak« . 
ntedleibaastalt« 



— itM i Jir«o 7-3S • 

— 0-49 • 16S-iO 0-77 , 

— _ «17 — 

— 21« 385-01 8-10 



0-49 ' — 
5-94 I — 



0-49 
463 



a«müidM Baak- aad CMH-IaMitat« . . . 380-46 , 314^ ; 47040 , lODt TS 



*^ Duuter die k. k. priT. fetarr. Liadariiaak mit £-&& MiUioMi aai der Wieacr 
Baakvercia wt $ 17 XiUiMca Oaldea. 



Ocstsmicki Buk- and Cndit-IoBtitato in dsn Jahno 1872 — 1883. 



123 



erfthres. üster die Babrik „ÄDdere Passiven* wftreo wir aber bei der grossen 
Yenehiedenartigkeit in der Aufstellang der Bilanzen allzu heterogeoe Momente 
ra Kitbaiunieren gen&tbigt, sie dass deren selbatKndige Betracbtang irgend welche 
Sdtlassfolgerangen mliesse. 

Aufgabe der vorangegangenen Unterenchnngen war ea, die Entwickelnng 
am PasfiTltandea der üaterreichisohen Bank- nnd Credit-Iastitnte zur Darstel- 
long tD bringen. Einer eindringenden Analyse der Sohlossziffern des Jahres 
1883 wird es vielleicht gelingen, nene Momente znr Erkenntniss ihrer fikonomischen 
Fanetionen za bieten. Za diesem Ende zerlegen wir die Gesammtsnmme von 58 
Inatitnteii je nach dem Charakter ihrer GesehSftsthätigkeit in einzelnen Grnppen, 
vobei wir ans bezüglich der Befirtlndung und Rechtfertigung dieses Vorganges anf 
da« in der Einleitnug Bemerkte berufen '^, und bieten in Tabelle IX zanKohst die 
«bsolnten Ziffern fUr die einzelnen Skonomisch-charakteriBtischen Gruppen, wobei 
bemerkt sei, dass die Ziffern fUr die ^sterreichiBch-nngariache Bank nnnmehr in 
die Darstellung einbezogen, und dass einzelne in den vorhergegangenen Tabellea 
unter die Rubrik .andere Passiven" zusammengefssste Posten von dieser loagelSst 
ud selbstSndig nachgewiesen worden. Im Anschlüsse daran zeigt Tabelle X den 
PeiDentantbeil der einzelnen Paasiven an den Gesammt'Passiven der einzelnen 
BABk-Kntegorien, und Tabelle XI die Vertheilnng der Sununen der einzelnen 
Peniven anter die Bankkategorien. 

Die VerbKltDisszahlen der Tabelle X zeigen nns, dass sieb in den Endziffern 
Air die Beschaffenheit der Passiven aämmtlicher Bank- nnd Creditinatitote grosse 
nnd charakteristisohe Verschied enheiten der VerhSltniese der einzelnen 
Gruppen verbergen. Wie lehrreich ist nicht z. B. das Verhältniss zwischen 
den Actiencapital und den Geaammt-P&ssiven einerseits und zwischen den durch 
Amgabs von Caesenecbeinen, Accepten oder durch blossen Bnchcredit (Greditoren) 
beschafften fremden Capitalien anderseits bei den einzehien Kategorien ! Den geringsten 



Aeenita, 
Aawdiui- Cndl- 

M» nnd toren 
OfnhCont«; 



Ilaurvo- Sicher- '■ 
Fond "Mllll.- 



Tll- 



Fond 



P«n- 
fllona- 
Fond 



iiepoalten, 
, CantlODsn, 
' >:ffMtra In 

CommiM. 



Uewltm- 




änmme 


nnd 


Andere 


der 


Verlnst- 


Pudva 


Puaira 


Uonto 




1883 



Gnlden a«tarr«iohlaohar 



2-44 : — ; 1806 - 



lS-83 

498 

18-81 

ssoo 

0-13 
53 13 

0-06 



(K)5 
0^ 



7'85 
ITBl' 
25-46 



1-40 
•J06 
3-45 



j28-4fi' iT-ae 

10»]' ir,u 

139-39 19-15 



1-78 

111 

2-89 

033 
0-41 
0-74 



W i h 


T n n ( 


3-51 


— 


0-72 
017 
0-89 




r77 

1-77 j 

■ 1 



— 3-77 6-46 



2719 
0-90 



28-09 7-34 



41ii j 0-30 
a-jfi : — 

1-10 

1-30 



0-42 
0:i6 



006 
023 



— 0-10 ■ 

— 0-20 i . — 

— 0-30 I — 

1 I 

2-97 1 0-04 I 0-02 

_ , _ 0-05 

ris — (rOl 

4 13 004 0-08 



0-01 



0-73 
1-24 

1-97 

1137 

0-97 

12-34 



0-45 
0-24 

0-69 

0-0» 
0-33 
0-32 



2-09 8-03 

0-20 3-94 

— 0-S4 

2-89 12-51 



tK)3 
0-49 



0-04 
0-07 



590-29 

Sf73 

66»8 

127-71 

396-86 

41-50 

436-36 

265-50 
177-81 
27-9a 

471-23 

1-62 

12-61 



76-50 .193-62; 48!i9 4-93 413, 474 | 1-86 | 2149 2009 



l.ti41-72 



") Vergl. Seite 113 diesir Alihandinng. 



IM 



Bkccktcrp 



AiA«a M (kB Gi!fammz-Pmiii>m hat im A tttna f i bU. tat EjpvtkckftF- 

Crvditiastita:«, Btüaüdi 4*40 Pireeste; <L«seib«a öeniAdii e^äen a^ ibik 
Ikäi auf JOB Aeties^riiidi^ lai aaek boi «in ala A^tieBfJ^cselldckaitKii vaanpcest 



Yah^llä 



4h- 
aal Cndit 






T-)K tat 









I a * ■ t 



0«UR«teUMit-<lazaru«fie Buk 



6«-lä 






CrUH-mMSKr. 



JE 



«!«■ .AwMOMi 



(ia 6aBS«a 



EBrartikhft Bm^ aa^ Ond&jaMitato . . 



irar 
IT« 

»TT 
3M6 

TM 

0-aa 



I-tiO — 






36« 



23-13 1 i»oe 仫7 



6« 



TaMk 



Kat*c*iL«B 
Saab aa< CndIt-IaMitxU 




Ofiilfitiit-ngLriaete Buk 

KaG0apte-.Acpo-|M Wie» 

iftaa- «ad {m d«i J'rHMM« 

LaHftari-Baakenlia Gaasea 

*waÄ-i»«.«-/*" f'" ^- •. - 

U^L i« d*» iVpwuen 

^"" fiai Saaien 

Jitoiew-^pgtAfttCTt-i fawiM i • • 

<kBdit - iDKitat« \f/aridfjr.-AiutaiXenv,Spmiautm 
'in Gänsen . 

Ti 

aiHBtlicb« Buk- nsd Credit-Ia«tfni« . 



lOKiO 



»73 

7-33 

srö9 

1^ 



lS-19 



ss-r? 

*■» 

81-81 



arsr 

0-7* 
7-68 

0-ia 

4-41 



lOtM» lOM» lOOflO 100-00 



F 


OMtwnlrha Bank, nd Cr«ilit-Ia«tltuUi in iloii Jahren U<77£— 1883. :^ |2S ^H 


1 
i 

a 

• 


nelituufl trigt ilnti ei^n« Ctpital rorwicgeod dea Churmhier einea Gsrantie* ^^| 
oiidi. Bei den Bftuken mit IftafeDduni GoscbXfte beträft du Aktion- ^^| 
ftpitol 17*99 f oroeat« der G«uiiuBt- FiMivan ; di« fremden CajHtalien balanfm sjob ^^| 


■W ei Ol 


ducw- *"ß*- 


der BMk- VbA Cndit-Initi 


tut* «DtStttn hi /. tM« 4tif 

u;. ■ .=11- D. ;P« 

Den. I.JO 1. iBtiMt- ^**r'" 


SotnaM 
Furira. 


1 


L 


»•11 q im« 
6Ir« • Conto 


d«n das 
Siawr* 1 TIU 
■taUM^- raatß- 

PMd 1 F«Bd 


1 Fond 


■ 


P • r e 


» n t e 




0-42 


— 


306 


— 


— 


059 


— 


0-63 


110 


100-00 






»■SP 
19-94 


3-M 
8-70 


»26 


~ 


M7 

(TS« 
0-70 


1-38 


t88 
l-«4 


0-87 
O-M 


100-00 

too-oo 
IOOOO 


1 




was 

»Ml 
J2-12 


»■S7 

31-60 


d-« 
J-A? 
4-37 


0-17 




&47 
0-07 


■^ 


9-81 


0-0» 
O-A« 
0O8 


wo- 00 
IOOOO 
100-00 


V 




OOl 


/O-M 
ff-SI 

6-96 


r57 
1-7« 

1-56 


0-28 


rnr 

088 


OOl 


o-oi 
OflS 


rot 
on 

061 


3oa 
r»3 


IOOOO 
100-00 
IOOOO 
IOOOO 


1 




fi-74 

7« 


SS-94 
2-03 


3-31 

1-87 


— 


— 


— 


ÖflB 


ft<ta 

3-93 


St«9 
Ofl2 


IOOOO 

ioo-oo 


1 




4-58 


U-79 a-W 0-30 026 0-89 


OIS 


1-31 j 123 


IOOOO 


j 


XI. 




H 


Kau««»« 
dn A<w«pt-. 

MB ••dl*» 

WO-CDIKO 


B dar Baak- ttnil Cr«dtt>Ia>titnt« «otflilni vo J. iüu tdi 




^1 




SUlwr 

roDd , 


Tll- 

TDad 


dmn diu D«paiil> 
1*60- t«D, Cmttlo 

•iiwH- ne«, EltMt. 

Fond InCanmlMi. 


da« Br 

trlno- n. 

Vcrlut- 

Coobi 


d» 
tadtnii 
Pu>l tu 


dm 

SaHSHo 

dar 

ruBino 


1 




P«r«*Bt« 




3«! 


— 


37-39 


— 


— 


n-9i 


— 


IT*1 


38-16 


3&96 






4-00 
13-18 


291 
424 
715 


&&48 


-V- 


Kit 

3-M 

18-66 


94-90 


»4A 
9-19 


r33 

i.it 
3-43 


s-r6 

40» 
7-78 


■ 




to-ta 

ittr 

70-36 


71-99 


S-29 
39-60 


8-37 
ISIO 


.^_ 


StlO 

4a 


"• 


03-M 

d-» 

6746 


0-d£ 
J-fJ 
1-57 


aas 

2S3 
26-66 


1 


HH 0*07 
^1 (KTT 




16-Sl 


d'I7 
»6-42 


7i-77 

38-9J 
lOO-OO 


too 
iöo 


, 0-41 

4-53 


n-45 

o-ss 

13-40 


39-9S 

68-91 


109d 

t-71 
8873 


1 




0-12 

1-30 


0821 011 
0-13 (^48 

t 


— 


— 


— 


frW 


016 
2«) 


0-21 
032 


0-11 

078 


J 


IOOOO 


100-00 IOOOO 10000 |I0O00 IOOOO 1 IOOOO 


IOOOO ioooo 


IOOOO 



126 



Dr. HtrUrfch RanclibtrK: 






auf 72*89 Peroaat« derselben und aar 40ä-33 Perocnte iw AdieDcuiHUles, vol 
besonder* iler relativ holieADtbeit dar CaHsenaohein-f'ircnlatioii, verglichen mit de 
Staude de« ünthnbens der t'rcditorcn (38'12 IVcento der licsainint-PMsiTeB ptifcn 
19*44) bemerkenswerth ersobeinl. B«i den 6V*?rf»( -moAi/i «r . Inat i t u te a 
BtuB Datiirlielicr Wc<ise ila« eigene Capital einen bedeutende»!) Anteil an den 
QemiBmt-Pa««iT6D haben. Es nimmt 3D'2t> Poroente dereclbeti in An^prnnb, die 
fremdni Cspitalien blo« 53*24 Percoote, waNJedocb ninhl weniger alal3&'&8 
Peietat« d«8 eigeDon CaptUi« «aanatht. Ein f[«wL«« fiicht nnbedenlt liehee Ver- 
büttoiw, wcDB man aieb vor An^n bitlt, dasa die fremden Capitallen znm Tb«>il 
in derForm k nrzfri stirer oder doob auf knrie Friat kündbarer Cit-dite bt-f&n- 
geiogeo werden, wogegen deren Vetwendang ea mit aiob brin^, daaa iia nicfat 
jederzeit mit Leichli^keit BUiMtg-geniobt werdeokSimeti. AUerdinga pfieg«Be£amtlicbc 
von ans unter d«n Scblagwurtu „Oridil-mobiUer-Bnnhfin* suaamnengvIiaSBtea InatitQte 
anoli da« regelmlaetge BankgeaobÜft, wolcbeü nur kurxffittige ActiTgeaohXfle macht. 
Abvr welube Garuniie babvn wir dafUr, dnxs der Utafang der Spe«alation»geBflhfift« 
avS daa eigene Capiial der bctrcffeadeo Aoslalten beacbrlnkt bleibe, nnd nicht 
aucb di« fremd» Capitaüen in detuelben investiert werden? Und trotzdem fllhren 
aowohl die ErgebninK der theoretioohen Unt«r»aelmDgen Über das Bankwesen als 
ascb alle praktiocbeo Erfabning«u xsr Aufatelluug de» Pottnlatt eiu«r derartig« 
BeacbrSaknng. 

E» enlapricbt Ubrigena dieser Saoblage, wenn der BeMrvefoad dieaor 
Ktttnta der ralattv hOob»te iai und 4*37 Percaote betrügt, wi^egen dia Banken mit 
laufeodetB Geackifte bloa 2'70, die Hypotbohar-Crodtlinatitnt« nor l'&6 P«rcent« 
ibrea PaaaiTatand«« der Reterre tavietwn. Kndliob sei en geatattet, aaf die ekarak- 
teriatiachcTeTsrbtedenlieit in den VorhXltoteacn in Wiener und der Pruriubanken 
iiiniaweiun. 

* Tabelle XI bietet nos in ikren VerbSUniaasabten die Uaratellnng dar 

ditToli di« Gr&sse der vorfUgbarea Capitalien gegabenen relatiren wirthaobaftUoheti 
Hacb t V e rbi Itaiaae der »inzelnen Bankkategoritin. Am tmposantaaten atellca 
aieb die Mittel d«r CrMü-moMitra dar. Sie abecwbiaren 64-95 Perceute de« geeamntvn 
Bankcapitales nad aiod maaagebend Ttir deaaan Concentration in d«r Keiebabanpt- 
Btadt. Sie nabmen nabeau zwei Dritttbeile dee geiiaiDialon durch Aeoeple oderBocb- 
credit b«acbafiten Capital* in AD^proch. Und wenn die Circulaiio« dar von ibnen 
OB^tgeWien Casscnacbcino auch nur 39*75 Perccnto gegen 47'4H Pcroente alt den 
Anäieil der Banken mit rorwiegeaü laofendam GeeohKfle betrHgt, ao i^t aaeb diea«a 
YerblUtnias im Hinblioke aaf die obigen dieabea&gUcben AoBfübrungtin sehr bedsutend 
an nennen. Noch bedenküober ist t», daas die Hypothekar - Cr«ditinatitnle 
mit 7*85 Percenlen an der geaainmtea CaAMnacbein- Circa lation participieren. 
Wenngleich dieeeibaa nur 1'7'i Peroent« ihrer Geaammt-Pasnven ansmaoheo , ho 
nias dodi berUckaicbtigt werden, daai es nur gaax wenige InFtiiuti* *ind, dnrofa 
dtfea Emiaaionen disMa TerhSttniae bewirkt wird, daa Vcrbältnim fiir diese sicli 
also ganx andere ■talll.*') Wetehe wirtbacbafllioha Gefahren aber dia ImmohiU- 
siemag dnmh karzfriatige Crcdite boaokaffter üapitaticn mit aiob bringt — 
nnd dia Wabracbeinlichkeil einer IramobilisJemng Jat bai Bodenoredil-Antttolian sehr 
naka — liegt auf der Hand. WdteteGesiobtspunkte wird die Vergieicbung anaorer 
TabeÜen mit den oorreapondierenden Tabellen fUr den Activ-üiland biet«a. 

T. Sie BUAssen. Aetiven. 

Hatte nsa die ÜDteraaobQng der Paieiven der Bankbilanzen die Quallen auf- 
gedeckt, aoa waleban die Banken ihre Uittal achUpfett, »o wird «ine aaalogt Anal/ae 



") 8o betrag nini Befapiel dar CaaaeaaclMiiiimUar der Mboii»cb«D Bodaoc^•di^ 
0«a«|l«cbaR im Jahn 1633 Sl'Si PerMaU ihrar Omaaiint-l'uaiVHQ. i , 



OMUnvicb« B4Bk- auf Crtdlt-liMUinU io im SArn 1872—1883. 



I»7 






HK Aetiven-TaMIrn die Art anH Wette dar VarweO'lDtig der m> gewonan«!) Oajii- 
WM lur ZcH Act j«irDiIigeii RechBtinKssbwlilAHe zeigtD. Tabelle XII bringt 
jlcBmadi die Betregon^ im Activctande BÜntntliQber AilerreichUclier 
bank- nail Crediti[»tttate «ehrend der Jabre 1872— 1S8S einrraeiu nacb Anlage* 
arlflo, aadererMits awh den Kategorien : „BttemtchiBflh-nngariRthft Basic, Wiener 
BaaVn, Prcvint-Banken'* g(>^}iedert, zer Dantlelluog. Im AcKbluaa daiut bietet 
Tabelle XUI «ine Uober»iebt d«« jewcitigtn Peroaat- A Dt beilea der ein- 
aelaei Anlagearten an den Geeammt-ActiTen. 

Uotcr des Arten der AotirgMoliiine, deren Ergebniaae id diMan Tabellen 
tun Auadraek gebradit werdeo, «tiid ee nor xwei, deren F^twlckelaog dem Einflttue 
tl«r BVneoapeculatioD, drrco Gang von den BedtirrniMen drr Volkswirtbecbsft in 
du Regel ganz anabbllngig ist, einigenDSMen cutrflckt and der jeweiligen allge- 
neinea wirthschartlrehea I^ag« adHqaat er»dbBiDt, aS»lich das Eiouiopte- und dae 
Bfpotbeltar- Pftrlehengeeohili^. Dieae bsideo wtiam daher rergleiduweiw die 
geriogaten SobwankitageD in den Ziffero ibrcr Ergebabae auf. 

Da« Weebeel- Portefeuille linkt von dem B«tng« TOD 336-99 
Uillionen Gnlden im Jahre lä73 dnrob 6 Jalue kindsrch allrailig bia n dam 
HinimalalAnde vor 258*61 Millionen; die Differeat bttrtf^ '23'H6 Peroenle dee 
StanrJN vom Jahre IÖ73. Von Ende 1878 ab beginnt eine raiutaste ZoDahme, 
«retohe bit cum Uaxinialstanile von 337'9& HUliooea Gvlden im Jabre 1883 f^hrt, 
oad demnach 3Ö'6tl rerc«Dt« dea vorerw&liateo AJinimaltlandca ananacht. Üa« 
nt>tegcaubZft bat aloo seinen Um&ng »ogar über die im Jahr« 1873 erreichten 
ftauo binans trweilert. Ana d«r ralativen Conalant der Zilfeni dea Weckael- 
ibca den brdeBtenden Hck wank sogen der Gesammtactiven gcgenDber folgt, 
da«« der Perctsnlanlbeil der enteren znr Zeit der tiefitcn Df prewion der lelcterea 
an grüeeten ^ia mUstte, er lctrigtlU'41 fcrcenle im Jabre 1877, nur noch 14'Sd 
im Jabre 1B81, 1883 aber vi*d«r I6'04 Peroent« de» gentmattn Aetiveoatandea. 
l>ifl Brwi^nog im Ü^rpo t bekar ■ Darlebe d a t and e nutspricht im 
Groeiea und Gunsvn «(rirobl in dea atwolnten aU auch in den reiativon ZilTero 
jener der l^fimdbrief-CircnUlion; ea »U jedoch bei der dem weiteren Verlaufe der 
l'ntemioknng vorbebalteneo VcrgJeicbitng der einsalnen Aeliren mll den damit 
rarruponilierendea Paaeivan auf bemurkenewertfav Abwnchungen im Einselo^n auf- 
nerksam gemacht werden. 

In noch büheren ttmm ala Qnter d«a Paaatveo die Rabrik „Cnii- 
torea' dient unter deo Activen die Bnbrik „Dehitoren** dain , neben 
gasx »lidin und gerechtfertigten Creditgewlbratigen anch GeachUte riskant« 
Saivr, laagfnKtige Crcditgevibrangen, ÜntemehmaDgen, von welcbeo deh eine 
lank ateta ferne halten soUle, der KeantBinoabmc and CootroU der 
Letionira and der zur Ueberwachnng der GMchlftegebamng berafenen Faotoreo 
enUiehen, and dadsieb ia nanofaea FUlta viclloicbt den FvrtLwtand dea 
llgeaMiaen Vertnaen« aa arücblelohea , welobea bei der Pabliatät einer der- 
artigen Gebarung aofoit wlre entzogan wordeo. Und in der Tbal weift die 
.Debitnren" «uwobl in den abaoluten ola aock in den relatives Zahlen 
gritoaten Hcbnankangen unter allen Arten der Acttven auf. Von 627'25 
IHUoaia Gnidan in Jahre 1872 fallen die Verbind! iebkeJten der Debitoren 
tat den Uinimalatand von 356-fi7 Hiliionen im Jabre 1877, welcher nnr nocb 
V2-3H Peroente der vurerw&hnten Somme betrflgt. I>ie neuerliche Belebung der 
BCnenapccolatJOD am Anfange de» jettigen Deeenniam« komm! auch iaderZanahme 
der AtUMsatinde bei den Debitoren mm Aiadnek, ««lebe 1882 nieder aa( 
I3'13 Millionen ateigen. Doch acboa daa Jahr 1883 bringt die Beection dagegen, 
lern « dirvtlbeo um 36*98 Millionen berabtnhidert. Es nci noch bemerkt, daw 
der Ott erreidUaob'SDgari Beben Boak nur die gemeinsame 60 kliUioaenichDld 
yDeUtorea' figuriert Noch eharakleriatiachcr nie die Bew^^nog der abaoluteo 



i: 



Dr. HeJnrich RanekliarK: 



Zahlen ist <Iie der rsUtiveD. üthi als dia llSIfte, Q&mlioh 51 Pcroenbi 
SMaritäten wtirdeB im Jahre 1872 dorch die , Debitoren* reprÜBentiert. Naohdetn 
(fifl Conwlidiening der virttecLuftlichca VerbSltniHsc n&oli der Krise sich roU* 
zo^es hatte, betrugen diBsetben darch Itliic«re Xeit hindaruh nur nocli Jen fUnften 

Tabelle 




A e t I T« 



isit I 1813 I U74 I len IRIS I an 
Hiia^aw QvMn Mmt. VIhr. 



MMtlMInts BBd Is KeWi Hblhan 
VMhMl d*r 0*it«rr.-asg. Buk_^ 

I 0««t.-iuiK. Bank . 

banahaft j Proviiu^ ^ 

I Sanna 

(0«iit.-nne. Buk . . . 
Wieoer Banken . . . 
ronath I Prarin»- . ... 

Somaia 

OHt.-un|[. Bank .... 
Wieaar Baakan . . . 
ProviOB- „ .... 

SnnUBS . 

Oaat.-aBf. Baak . 
VlitautT Banken . 
PmirlBa- 



EffaeUn, 
Daviwn n. . 
TalDUB I 



Debitoren 




Sanna . | 8S7'S7 



BypoUa- 
kar 

Oail«hnn 



Otst. na«, Bank . . . 
Wünor Banken . . . 
l»iOTia»- „ ... 

Sanime 






und Bau 
grtnda 



Vor- 

aobttaao a, 

EfTiictaB 

n, Waaren 



Provinz 



SuDiiaa 



Owt.-ua(. Bank . . . 
Wiener Banken . . , 
Prariaa- , ... 

Snane 



Conto ^^•'^^ m ■ • ^ 
I Snanan 



DlTtTtC 

Aotiveu 



( OMt-nss. Baak 
I WiouDr Banken 
l'roviua- n 



Soama d. 
Aotivea 



Sanme . 

OeM.-nng. Bank . . . . 
Wiener Basken , . . . 
Proviaa- , . . . . 

äanima . 

Samne ebne 0«(t.-naf. 

Baak 



118-»0 



80-00 

6«g-40 

U8-17 



6052' 
167-78 

301-85 

2^75 
6-69 
1-39 

28-62 
119-!V8 

I6ß'S2 



181-78 

116O0 

3870 

3ä6-48 

578 
7148 

2117 

98-37 

80'00 
4L8-S0 

&58-»9 

73-81 
18^-57 

e9;02 
345-40 

2577 

3-2i 

31-75 

55-57 
34-67 
11-16 




31911 



117-16 

119-93 

4i;02 

a7311 



147-75 Ufi-77i 



1^' 

13-211 is-a 

4-7g |_ 4 

19-63] i^'l4 

13Ö-59 113 

103-65 110- 

42JÖ,^J^ 

381-70 265 *£ 



4-40 7'O0; 

54-75 42-17 

J5-ai' 13-50, 

74-aö 62-76 



80-00 

248-68 

37-34 

366-22 



B6-49 
189-74 

mi 

318-64 



4-96 
3819 
14-311 

57^46 



S-d2 

3889 

lltHi 
63 41 




101-401 

43-14 

»16 
52-32 



fi-6S 
11-87 
_a3;99 
46'51 57-49 



6-60 
2760 
23-09 



502-51 
I.HIGO' 



655-63 
930 3»^ 



87-37'| 9616 

182^4 173-97 

10151 , 1145? 

371-821 384 70 

tm 3-ao 

25-90' 17-26 

8-3öi 3-22i 

37-12i 23-681 

35-48: 38-is' 

31-351 28-91 

6 91 . 7-46^ 



80-40; 87-74 

I8fr70 133-51 

40-83 34 

301'33 2S5'S! 

100 52 1031 

174 54 177 

12715 138 

4Ü2-2lj 41 

3^ 

17-or 

425; 

24-55J' 

29-01 ' 281N 

21-41 24 
4-92 439 




73-74 


68-52 


5534 


57 3U 


1036 
2-38 


10-31 

1-43 

11-74 


4-93 
1-85 


"fr4a 

OOfl 


1X-Ö8 


6-78 


0«« 


6-77 
29-90 
14-97 


17-96 
23-59 
15-29 

66-84 


13-78 
14-68 
15-59 


1796 
10D7 
1806 


51-64 


44-05 


46 10 



504-65 
73612 



508-16| 
630-97' 
244 42' 

id r.383-55 



|ll.4tiö biil.-'^Ö-lBJ 973711 876-39 



517-00 507-361 
5ÖS32' Ö26-« 
25548 25771 

1-340^11.29 1-J^ 
82380] 783«l| 



OiBtsTTaichs Bank- nod Credit-Iastilnte in den Jkhren 1872—1883. 



129 



Thsüder Gesammt-ActiTen. Erst im Jahre 1882 erheben sie sich anf Sl'lO Percenta, 
um 1883 wieder um 2 Percente m falleD. 

Aehnliobes, vie das Ub«r die Post „Debitoren" Geaa^, gilt tach fUr 
die' RabrilceD „Effecten , Devisen and Y al ateo" und „VorBchaese auf 

xn. 



A c t i T ft 



1%3« 



187» 



i»vsa 



181J 



itai 



MUIiaDon Gulden äiterr. Vita. 



MataUichaU nnd in Metall xaMban 
Weehs«] der OeiiterT.-iing. Bank . 

IOest.-niif;. Bank .... 
Wianer Banken .... 
ProTJax- , .... 
Snmme . 



f Oeat.-nns. .Baak 
"Wechsel- I Wiener Baiiktn 
Torntb ProviDK- ^ 



165-41 18i-5<! 187 52 20138 193-84 200-94, 



Suama . 



EffectsD, 

Devbea n. 

Talnt^n 



Debitarea 



Hj-pvth«- 
k»T- 

Darlahon 



B«aliUt«n 
> «d Ban- 

grftnde 

I 

Vor- 
schösse a. 
! Effecten 
'n. Waaran 

Oewian- 
n. Verlost- , 

CODiO 



DlTsrae 
Active D 



. Summe d. 
I ActiTon 



Oeat.-nnE. Bank 
Wiener Banken 
Proviiw- 



Snmme 



Oest.-nni;. Bank 
Wiener Banken 
Prolin a- - 



Snmme 



Oeit.-nng. Bank 
Wi«n«r Bank-en 
Provinz- - 



Sanme 



Oest.*ong. Bank 
Wiener Banken 
Prorins- _ 



Samme 



OMt.-nnf. Bank . . , 
Wiener Banken . . . 
Provina- , ... 

Summe 

Oest.-nngar. Bank . . 
Wiener Banken . , . 
Provina- „ ... 

Somme 

Oest.-nnf;. Bank . . . 
Wiener Banken . . . 
Provinz- „ ... 

Snmme 



l-ÖO 

19-05 

5-20 

2585 

109-18 

107-59 

41-84 

S5S-S1 

4-S3 
32-36 

10-87 

48-06 

79 75 

14402 

_3!!-96 

25t)-73 

106-01 
180-30 
148;94 

^435-25 

290 

16-31 

4-10 

'23-32 

32-02 

28-14 

4-49 

(54-65 

0-44 
01J7 

u"öl 

15-60 
14-42 
1115 

■ 41-17 



1-81 

18-09 
7-45 

27-35 

117-53 

lO-i-Ol 

45- 10 

2Ö8-67 

8 77' 
ä3-&4 
ll-6ti 
44 S 7 

79-75 
14887 

35-99 
"2e4-61 

106'96 
17915 
lbl-56 
447-67 ■ 

2-91' 
17-38 

4-56 
24-85 

2408 

59 00 

_5-79 

89-77 



_011 
0-11 

22-32 
12-56 
13 31 
4819 



4-92 
2373 

4-96 
33-61 

139-11 

108-34 

45;öl 

293-06 

5-57' 
25S3 
1318 

4428 

79-75 
10516 

_ 39-79 

2S17Ö. 

97-86 

187-00 
179-^ 

461-08 

2-91 
17-96 

634 
27-21 

20-92 

70-53 

6-21, 

97-66. 



0j56 
■ 0-66 

22-90 
14-8;i 
15-89 

53-62 



1-86 

29-U5 

_6;44 

36-35 

155-55 

107 25 

^7-21 

31101. 

fi-59' 

35-45 

_ 14(i8 

55-82 

79-75 

239-:iü 

^3-72 

362-80 

95 31 
175-62 
191-63 



46255 

2-91 

18-55 

_6-ll 

27-87 

2199 

108-62 

frlO 

138-71 



0-02 
O-02 

8-81 
24-83 
2171 

5535 



4-07 

24-67 

5;12 

163-67; 

111-45 

47 04 

321-16 

7-151 

ai26; 

13-35: 
54-761 

79-60 
282-52 

50 00! 

"41212 

90 12 

171-59 

_2ö3-0a, 

464-71 

2-91 

20 oo: 

987, 
' 32-78 " 

32-54 
49-00; 
_7^ 
89-19' 



2-44 

24-21 

5-99; 

32-64 ■ 

I 
169-15 

52-55 
337-95 

411 
3347 

J009 
47-Ö7 

7945 

260-36 
45-33 [ 

385-14 

86-99! 

164-70 

Jil2-38 

464-07' 

2-91! 
2033, 

8-46 

31-70 

3004 
47-10 

__iq;9i; 

88-05 



— 0-09 

- Ü-09J 

8-27 14-06 
17-28 16-86 
22-57 2255 

4812 53-47: 



Oest.-nnit. Bank . . . 
Wieaer Banken . . . 
Provini- „ ... 

Snmme 
Samme ohne OcRt-an^. 
0»"^ . 8U2-26 



517-30 54872 561-46 5:4-2.-. 59117 590-291 

54264 565-83 61308 739-00 710-77 683-08' 

2.19-62 285-53 311-76 338-61 35:i-60 368-35; 

l.:il9-56 1.4000S 1.4^6-30 1.65l'8ti 1.650-54 1.641-72 



851-36 924-84 1.077 61 1.069-37 1.051-43; 



130 



Dr, Heinrich Rkncliberg: 



Effecten and Waaren". An ersterer habea — wie die Detailnachweisnagen 
dar einzelnen Banken, woraof hier näher eintn^lien der mangelnde Baam ver- 
bietet, xeigen — die Effecten den Haoptantheil. Dieselben dienen, abgesehen toq 
jenen Beständen, welche sich ane der Finanziemng öffentliober Anleihen CTgaben, 
nur znm geringsten Tfaeile zur Dotierung der mit manchen Banken Terbandenen 
Wechselstahen oder znr zinstragenden Anlage zeitweiliger EassenäbersobtlBBe, 
sondern sind vielmehr entweder Indicien dafttr, dass die Bank DiSFereozspiel treib*^, 
oder sie stellen sich als das Hedinm dar, vermöge dessen sie sich an anderen 

Tabelle Xlli. 



Tom Gea&nunt-ActlvsUude aller Bank- and Crodit-Ioilitute 
ohne die CBtarrelchlBCb-iingariBche Bank entflaUn anf 



Im Jahr* 



dl« 
Casaen- 
,■ baar- 
Mhaft 



j„ I die Bf- 
w£?>. feoten, 



dia 
Debi- 
torau 



die 
Hypo- 
thekar- 

Dar- 
lebeo 



die 

Rrali- 

tsten 

nod 

Ban- 

g runde 



die Vor- 
schüBse 
anfEr- 
fecteu 
and . 
WaaMD! 



die 

ande- 

ren Ac- 

tiven 



1870 
1871 
187^ 
1873 
187-1 
1875 
1876 
1877 
1878 
1879 
1860 
1881 

isas 

1883 



2-88 
2-80 
2-48 
219 
2-68 
3-38 
218 
2-50 
3-02 
3-00 
3-10 
320 
278 
287 



19-44 I 
19-49 
11-58 1 
12-87 1 
18-17 I 
18-50 
17-93 I 
i 19-41 I 
I 18-6^ 
17-75 
16-65 
14-33 
14-82 
16-04 



4-95 
3-75 
6-05 
7-70 
719 
6-36 
6-37 
6-44 
5-39 
4-17 
4-18 
465 
4-45 
4-14 



36-93 
38-89 
51-00 
39-85 
29-39 
26-52 
26-94 
21-42 
22-06 
21-71 
22-16 
26-27 
3110 
2908 



124-52 

: 21 10 

; 16-46 

: 22-59 

29-21 

32-96 

I 36-62 

140-30 

14104 

I 40-02 

I 39&» 

I 34-08 

35-03 

I 35-86 



0-76 
0-61 
0-55 
2-41 
3-52 
2-34 
2-38 
2-56 
2-55 
2-58 
263 
2-32 
2-79 
2-74 



7-32 
9-74 
943 
3-81 
3-93 
416 
319 
371 
4-07 
7-72 
8-30 
10-83 
5-30 
552 



3-20 
362 
2-45 
858 
591 
578 
439 
3-66 
3-24 
3-05 
3-38 
4-32 
373 
3-75 



SniDiQe 



100-00 

lotyoo 

HXMX) 

ioo\)0 

lüO-OO 
100-00 
lOOW 
100-00 
lOOflO 
10000 
10000 
lOOOO 
lOOW 

lOiHn 



Ontemehmangen , müstens an ludastriebetrieben bethmligt, wodurch sie ihr Capital 
immobilisiert and die Gestaltung ihres Geschickes von der Benlabilität der 
patronisierten ITnteinehmnngen abhängig macht. Dass es sich da um wirkliefae 
Immobilisierungen handelt, dasi* es im entscheidenden Aagenblicke in der That 
unmöglich ist, diesen Actieobceiti ohne enormen Verlost abnutossen, hat viel- 
fiUtige Erfahrung gezeigt. Auch in diesem Punkte wäre eine oblig»torische, klare 
Rechnungslegung dringend geboten. 

Was aber den Stand der .Vorschfisse auf Effecten und Waaren* anbe- 
langt, so bedarf die mit der leichtfertigen Lombardierung von Effecten zweifelhaften 
Werthee verbundene Gebhr keiner weiteren Erörterung. Dazu kommt noch der 
Unstattd , dass die Ergebnisse des Beportgeschäftea zumeist ebenMIa 
untu der fiohrik gEffeetenlombard* aasgewiesen erscheinen, wodorcb diesem 
Geeehäftsx wfüge ein mehr aleatorischer Charakter verliehen wird , als 
in seinem mnstigen Wesen begründet wäre. Die Bewegong der absoliIeD 
Ziffern in den bwden besi»t)cbenea Rubriken während des Zeitraames von I8T3 
bis 1883 Bchliesst sieb liemlich genau an die jeweilige Ausd^uiuBg der Bürwa- 
specolation an. Dar Maximal^taod wird im Jahre 1872 erreicht, s&lanu f<^ eine 
tiafd Depression, welche im Effeeten^tande bi« in die Jahre 1879 and 1880 an- 
danrt «nd 61-69 Percenta beträgt, bei den VorachSssen aof Effecten uti Waam 
■war Too kttnwterDdaer ist, dafdr aber schon im Jahre 1876 aaf 6683 Pneeate 
im Staades von dem Jahre 1872 sich beliaft. D<u Jihr ld8I bringt v^nXeoem 
aise bedeaklkhe äteigoraag im EffdcCeibesitM der Buiken aal in des L'Msbar- 
^•caapao mit sLefa, uieoa ti diedelb.-a aif 63'8i, n^pe-jtir^ 13'* 71 M Uüooen 



Oesterreichs Bank- and Credit-Inotitate in den JahreD 1872—1883. 131 

hebt. Digegen werdeo Bie in des Jahren 1882 and I8ä3 stark rednoiert; Ende 
1883 betr&gt der Effectenstand 4767, die Summe der Vorechfisse nur noch 88*05 
Villionen Golden. Der Percentantbeil der Effecten aa den Gesammt-Actirec nimmt 
im Allgemeinen vom Jahre 1873 an constant ab und beträgt 1883 4*14 Percente 
gegen 7*70 im Jahre 1873; jener der VorachUsse hingegen zeigt eine ziemlich 
naregelmäBtige Bewegung; nachdem er im Jabre 1876 aaf 3*19 Percente, gegen 
9*43 im Jahre 1872 gesunken var, steigt er 1881 auf 1083 Percente, nm so- 
dann in den Jahren 1882 und 1883 aufy'30, respective 5'52 Percent zo bleiben. 
Indem vir die Beeprechang der durch die Ziffern des Gewinn- und 
Terliut-Contoa bezeiobneten VerhältniBSe dem weiteren Verlaufe dieser Arbeit 
TOrbebalten, haben wir von den Sbrigen Posten der Activeii -Tabellen an dieser 
Stella nnr noch die Bewegung im Kealitätenatande herrorzaheben. Es drückt sich 
hier in dem Sprunge tou 10-83 Millionen Gulden im Jahre 1873 anf 3175 
Millionen im Jahre 1873 nnd auf 37'12 Millionen im Jahre 1874 der Umfang 
der Execntionen und der uothgedruDgenermaBgen vollzogenen Annahme von Beali- 
tSten an Zahlnngsstatt ans. Ein grosser Theil dieser Compleie wurde während 
der Jahre der wirth schaftlichen Consolidiemng allmälig abgestossen. Die vom 
Jahre 1879 ab neuerlich aufsteigende Bewegung deutet anf eine Zunahme der 
BealitSten-Specnlationen seitens der Banken hin. Kur in den absoluten, nicht auch 
in den relativen Ziffern gelangen die besprochenen Verhältnisse zu dentlichem 
Ausdruck, Das Maximum fillt zwar auch hier, ebenso wie das der absoluten 
Zahlen in das Jahr 1874 und beträgt 3'52 Percente der Ge»ammt-Activen ; 
während der anderen Jahre aber schwankt der Antheil zwiiichen 2' , und 3 Fercentea. 
In gleicher Weise wie froher bei der Betrachtung der PaHsiren bringt 
Tabelle XIV die Gliederung der Activen bei den einzelnen Kategorien der 
Bank- nnd Credit-Institnte zunächst in absoluten Zahlen zur Darstellung, worauf 
Tabelle XV die percentuelle Vertheilang der Gesammt-Activen anf die einzelnen 
Activen-Arten innerhalb dieser Kategorien und Tabelle XVI den Percentantheil 
dieaer letzteren an den Summen der Activen-Arten im J. Iä83 veranschau- 
lichen sollen. 

Aus den ErgebnisRen der Tabelle XV sei zunächst die für die Cbarak- 
terislik der einzelnen Bank - Kategorien ausserordentlich wichtige Thats&cbe 
herrorgehoben, dass das Wechsel-Portefemlle der Banken mit vorwiegend regulärem 
GeBchäft« 62'68 , deien Guthaben bei den Debitoren aber nur 18*42 Percente 
ihrer gesammten Activen ansmachen, bei den Credit-mobiUer-Biiiken hingegen dieses 
57*38, jenee aber nur 17'6& Percente der Gesammt-Activen beträgt. Anch sei 
darauf hingewiesen , dass die Banken mit laufendem Geschäft einen relativ viel 
bSheren Caesenbaarstand zu halten pflegen als wie die Credü-mobiliers, und dasa 
bei arsteren der Effectenetand nur 1*95, bei letzteren hingegen 7*14 Percente der 
Gsaammt-Activen repräsentiert ; das letztere , sowie das weitere Moment , dass 
die Specnlationsbanken 65*63 Percente sänimtlicher überhaupt im Eigenthnm von 
Baüken stehender Effecten in ihren Cassen vereinigen , ein Beweis ^r die 
Richtigkeit des früher über die Post „Effecten" gerällten Urtheiles. Wenn 
•D den Activen der Volksbanken die Forderungen an die Debitoren mit 30*45 
Frrcenten participieren and nächst dem Wechselvorrathe die bedeutendste Post 
des Activstandes sind, so erklärt eich dies daraus, dass dieselben ihren Actionären 
aaofa reinen Personalcredit, für welchen jedoch mitunter auch die Bürgschaft eiues 
oder zweier Mitactionäre gefordert wird, gewähren. In diesem, sowie in manchen 
aDderen Stücken nähern sich die Volksbanken üehr den Genossenschaften , von 
welchen sie sich eigentlich nur in der Annahme des Actien-Principes als Grund- 
lage der primären Capitalebeschaffung nnterscheiden. Bei den Pfandleihanstalten 
wire endlich so bemerken, dass der charakteristische Unterschied der von ihnen 
gewährten Vorschüsse gegenüber den Lombardierungen der anderen B&ak-Kat^orien 



133 



Di. Heinrieh Bincliberg; 



dano beatebt, dasa diese nebiit den Effecten und Edelmetall nar Eanfmannsgater 
mit coreniäesig aiiBgebildetem HarktpreiBe mr Grundlage ibrsr CreditgewähniDgen 
macben, während jene dieselben sncb anf Guter, welche bereite in den peraönlicfaea 
Gebrauch übergegangen sind, ausdehnen. 

TabeUe 



SU 



Katetori an 

der 

Bank- und Credit - Initltat« 



U«tall- 

^obAtsn-ln 

Metall 

nblb&n 

W«a)>Ml 



CUM- 

buir- 
Bohan 



CUMH- 

■cheliie, 

Spanlnlag. 

a. An- 



Wwh- 

■el- 

Vorrath 



M 1 lllon e B 



Oesterreichiicli-iingsriBche Banlc 

EMompt«- , De- ( in Wien 

po8it«a- n. Lom-t in d«n Prooinxen 

bard-fiankan [ im Oanxen . 

Cr6dit.mobUier.i^^ f^rT : 

Banken i !" ^ iVonwen 

Vin) Ganzen 

( Aetien- Hypotheken- Banken . , . 

Hypothekar- I Institute mit ge'genteU. Haftung 

Credit - Institntei PfandbT.-ÄmttUlen v. Spareauen 

[im Gansea 

Yolkabanken 

Pfandleibanatalteo 

Sinimtlicho Bank- nnd Credit-Institnte . . 



200-94 



200-94 



2-44 

B-32 
3-af 
8-49 

14-66 

0-79 

15-35 

4-10 
1-44 
0-40 
5-94 

0-04 
0-38 



0-n 

0-84 
l-Ol 

6-44 

4-78 

1-46 

1268 



169-34 

44-10 
35-94 
8004 

97-44 
10-81 
78-25 

9-11 
01 

9-12 

0-56 
0-63 



32-64 I 13-69 



, 337-94 
TabeUe 



Eategorlan 

der 

fiank- nnd Credit - Inatltote 




Von den Qetammt-Actlven 



dleCaisen- 

Bohelne, 
Spateinla«. 

n. An- 
walmuigen 



den 

WMh- 

sel- 
Vorrath 



ante 



Oesterreichigch-nngariache fiank 

KsGompte- , De- ( m Wien 

poBiten- n. Lom-< in den Provinzen 

batd-Banken ( im Oanzen 

OrtdÜ-mobüier-l^!' Y^"*!»' ' 

Banken ?" 1"* ^^'"»^ 

lim Ganzen 

iActien-Hypotheken-Banken , , . 
Inftilule mit gegeneeit. Haftung 
Pfandbr.- Antialten o. Spareateen 
im Ganzen 

Volkflbanken 

Pfandlei hanstalten 



Sämmtlicbe Bank- nnd Credit-Instilnte 



34-04 



12-24 



0-41 

10-07 
3-44 
6-65 

3-67 
1-90 
3-50 

1-54 
0-81 
1-42 
1-26 

2-56 
3-07 



0-04 
2-02 
0-23 

3- 45 
2-69 
5-23 
2-69 



0-83 



28-69 

71-43 
54-48 
62-68 

16-99 
26-06 
17-85 

3-43 
0-01 

1-94! 

33-87 
4-99 



20-58 



Oesterrefclis Buik- jtai Credit-InBtitnIe in den Jahren 1972—1683. 



133 



In den einzelnen Rnbriken der Activen- Tabellen finden die Resultate 
tpecifiBcli verschiedener Gescliifte ihren Aasdrack. Fast ein jedes von ihnen 
erfordert eine besondere banktechnische Organisation des Institutes, welches das- 
■elbe in rationeller Weise betreiben will. Darana folgt fUr die einzelnen Institnte 

XIT. 



Dertaan 

nnd 
TalDttn 



und 
Kbwe- 
liaide 
ZinMn 



Debi- 
toren 



WMreit 



tbelUr 
Dar- 
leben 



Sealltä' 
[ ton n. 
Ban- 
; Kfönde 



Vor- QründRa.- 
™JJ"-"'; hosten Dive«« 
. Effecteo and ; Actlva 

nnd invenUr ; 



Snmtne 

der 
Activa 

IB81 



vld 


an B 


■ t e r p 


1 D li i 


scher 


W l h 


r n n g 
3003 


_ 


13 92 




1 
411 


0-15 


79 46 


— 


8699 


2-91 


59023 


0-38 
1-52 
2-50 


0-02 
002 


OÖl 
33-01 
23-52 


— 


(r08 
008 


1-62 
1-60 
3-22 


7-4i; '■ 

0-87 

833 


003 
007 
OJO 


0-81 

o-ao 
1-41 


61-73 

65-98 

127-71 


29-JS : 

2-14 

31-29 . 


0-17 
0-02 
019 


241-67 

9Ä-5 

25152 


_ 

8-17 

817 


0-23 
0-23 


1108 

4-S8 

15-96 


•2ysi 

3 9-J 

33-23 


015 
0-04 
0-19 


-2-94 
0-04 
2-98 


3!ffi-87 

41-iiO 

438-37 


5-50 
S-73 

»123 

1 


0-01 
5-69 
0-18 
3-78 


2C-48 
1-53 
O-04 

28-Oä 


— 


196-08 

161211 

13-30 

376-67 


OUJ 


8-ä7 
034 
007 
8-98 


005 
05 

010 


■2-20 
0-13 
611 
8-44 


265-50 

177-8I 

37U2 

471-23 


0O4 
0-49 . 


0-22 


0-50 
2-12 


— 


009 
002 


137 


0-25 
7-;i3 


003 


0-14 
002 


162 
12-51 


47.66 1 


4-36 


385-16 , 


817 


■16408 


.=11 -70 


e8'ü5 


0-42 


Ü691 


1.641-72 



XV. 



da atnielnsn Kateicorlen der Bank- nnd Credit-Inatliut« entflel>n im J. tBB3 aaf 



die UTec-, 
tan. De- 

TlMnimd 
Talntan 



dia Con- 
pon« n. 
Hb we- 
benden 
SUnsen 



die 
Debi- 
toren 



die 
4ie Bypo- 
Waareni tbokar- 
! Dar- 
'■ leben 



i die die Vor. di^ Grün- 

Real itä- arbiiaee dnngs- 
ten Q. aoT Effec- kästen u. Diveita 
Buii- tan a. - ant das . 

tcrände Wearen Inventar 



ännime 

der 
Activa 



0-70 ; 002 13-46 — | 14-74 0*49 



158 ' 
2-29 
1-95 ; 

7-35 , 
S-14 



004 
0-02 



0-83 
34-87 
18-42 



OIH 
006 

0-04 60-89 0-Oß 

O06 23-72 lp-70 — 



-J-f!3 
2-4J 

a-52 

-J-7U 
11-75 



t e 

5-09 

J2-0» 

1-32 

6-52 

7-39 
!r45 



- 2-36 



7-14 I 004 57-30 187 0C5 3-t54 7-58 



»■07 ' 


0-01 


9-97 


2-10 : 


2-02 


Of6 


— 


0-67 


O-l'l 



73-85 
•in 71 

6li-t(i 



■iC2 
0-52 
1-27 



3-23 
0-1 tt 
'i,'5 



1-96 . 080 5-95 



— 79-93 l-;5 191 



2-94 
4-00 



0-26 
1-65 



30-45 
16-99 



5 57 
016 



11-02 



14-tiI 
57-79 



0-05 
iriO 
007 

004 
0-10 
OOi 

Oti-J 
O-ifi 

0-0^ 

Ü-44 
0-23 



1-32 

1-11 

(rT4 
010 
068 

O-ft.'; 

(r07 

■2Vt-H 

1-79 

9 30 
010 



100-00 : 

lOOOli 
10000 
10000 

100-00 
100-00 ; 

100-00 

10000 ■ 
HiirnO 
10000 
lOOOO 

10000 i 
10000 ' 



3-90 I 0-30 83-45 050 ii8'27 193 5-36 



U02 



164 



100-00 



1S4 



Dr. Heinrlcli Banchberg: 



Tabelle 



Kategorien 

der 

Bank' aDd Credit • Iiulitnte 



Auf die einielnen 



iem MetiJl- 

ich&tt n. d. 

in UettOl 

zaMb&ren 

Waohaeln 



d«r 

Csnen- 

b>fti^ 

BOh&ft 



den Cosaea- 
■olialiien, 
Sparalnlag. 

a. An- 
welBoiiicaa 



dem 
Wefili- 

eel- 
Vomtb 



Peroente 



OeBterreicbiscb-aBgorigcbe Bank 



10000 



Escompte-, De- [in Wien , . . . 

positen- n. Lom-j tn den Provinzen 

bard-Banken im Gänsen , . . 



CrAiit • mobilier'l . , ,, ' .' " ' 
^"•""^ 1 Im Ganzeu . . . 



{AetitnSypotheien- Banken . . . 
Inttitute mit gegenieit. Haftung 
Pf andbr.'Antt alten v.Sparcatten ' 
im Ganzen i 



YoIksbankaD . . . 
Pfandieibanatalten 



Sämmtliche Bank- und Credit-Institate . . 



7-48 

19-05 

6-95 

2600 

44-61 

3-43 

47-03 

ia-56 
4-41 
121 

1818 

013 
1-18 



1-3$ 
614 
7-40 

47-06 
34-87 
1067 
92-60 



5011 

13-05 
10-63 
23-68 

19-96 

3-20 

23-16 

2-70 



2-70 

016 
019 



lOOOO 10000 10000 10000 i 

! 

das Postulat der BesobrSnknng auf den Betrieb von banktechnisch uompatibeln 
Geschäften. Dies ist die Form, in welcher auf unserem Gebiete das Princip der 
' A rbeitstheilun g sich geltend macht. Aus Tabelle XVI nnn kann entnommen 
werden, inwiefeme die österreichischen Bank- aod Gredit-Institnte diesem national- 
SkonomiEcheo Gebote sich occommodieren, and in weichem Masse die Banken Ter- 
Bchiedenen Charaktera in einem and demselben Geachäftszweige concarrieren. Ein 
Blich auf die Tabelle zeigt, dass eine strenge Specialisiernng der Geschäfte nicht 
stattgefunden hat, daes — von der Pfandbrief- und Banknoten-Emission abgesehen — 
fast alle Banken alle Arten von Geschäften betreiben, and dass die IndiyidnalitSt 
der einzelnen Kategorien derselben nur in der yerschiedenheit der Antheilean den 
den einzelnen Geschäftszweigen entapreofaenden Anlagearten zom Ausdruck gelangt. 

Mehr als die Hälfte aller escomptierten Weohselbeträge entfällt aof die in 
dem Portefeuille der SsterreichiGch-un garischen Bank verwahrten Wechsel, ein 
Yerhältnies, welches der Stellang der Notenbank als Centralpunkt der Organisation 
dee Creditea Tollkommen entspricht ; ist doch hauptsäohlioh der Weohselescompte 
das Mediam, vennSge dessen sie ihrer Function als Begulator der gesammten 
Geldcirculation, inaoferne diese den jeweiligen Fluctuationen im Zahlungsprooease 
sich anschmiegen muse, gerecht zn werden vermag. Die Banken mit vorwiegend 
laufendem Geschäfte nnd die Speculations- Banken concarrieren in fast gleichem 
Masse, nämlich mit ca. 23 bis 24 Percenten, an dem gesammten Wecbsel-Escompte ; 
aber derselbe dient diesen hauptsächlich nur zur Verwerthung zeitweilig ver- 
Algbarer fiaarbestände, während er für jene Hauptgescbäftezweig ist. — Auch 
die Hypothekenbanken pflegen CasBenUberachüsse im Escompte fruchtbringend zu 
verwerthen. 

Sowohl vom Effecten stände , als aach von den Anssenständen bei den 
Debitoren entiallt natürlich der Hauptantheil auf die Cridil-mobiUersBt,n\ieD, nUmliah 
65'63 Percente von ersteren und 65-30 von letzteren. Der relativ hohe Antheil 



Owterrelchs Buk- nnd Credit-Iniititnt e Id Am Jtüina 1872—1873. 



135 



XVI. 



Kationen det Buli- und Urealt-luitltate entfleisii üo J. IS'^B von" 

deo den deo Tor- den (irnn- 

dea I Bj^' Bealitl-, ubüsMO '■ dnoRB- 
! Wuien ■ ' 



'denElTM- 



.TlMBnnd 
: Vslttton 



denCon-l deo den 

poiu a. d«n jQQ I Hvpo- Bealitl- 

Khwe- 1 Debl- i Wuien ' tbekar- ti^n a. inf KtTec- koiUnn. 

bendeti ' toren 1 i Dar- ' Bau- ' t«ii n. dem i 

Zlaaeiif 1 leben friluden Wuren Inventar 



I 



den 

Diver- 

•en 



d»n Ge- 
■ammt- 
Aeliven 



1 

8-63 


3-37 


20-63 - 


18-74 


918 


34-11 




5171 


35-96 


2-05 
3-17 
5-22 


0-52 
0-52 


0-13 ] — 
5-98 \ — 

6-11 , — 

1 


003 

002 


5-1-2 

503 

10-15 


8-47 
940 


."■;■; 
1538 
2250 


■ 5-03 

2-23 

! 5-26 

1 


3-Tti 
4-02 ■ 
7-78 


eriö 

4-48 

65-63 


3-55 
0-32 
4-35 


1 

n-j-T5 ~ 

65-30 lOOÜO 


0-OS 
005 


34-96 
10-38 
50-34 


55-2» 

4-45 

37-74 


31) 89 

y27 

4616 


! 10-92 

0-ir, 
1107 


•2413 

■2-53 

26-66 


11-54 

7-83 

1937 


&-2IS 
83-39 

4-27 
86-92 


1188 — 
0-3U 

0-01 — 
7-28 - 


34-TI! 
4-lli 

81-17 


21-95 
3-91 
112 

25-98 


9-74 

0-30 

irOS 

10-21 


11-81 

10-8-i 

22 

2285 


8-16 

0-49 

22-70 

31-35 


IG-18 
10-84-, 

1-71 
2873 


0-10 
1-05 


010 
4-74 


0-13 — 1 
0-65. — 1 


002 


4-35 


0-27 
8-21 


1-67 
682 


0-56 
0-05 


0-11 
0-76 


10(H>0 


100-00 


100 00 . 100-00 


10000 


10000 


lOO-OO 


10000 


, lOOOO 


10000 



der Hypotliekar-Creditanstalten am gesammten ElfecteiiBtaade , sowie die Höhe 
ihm Ein&ahme sn Bchwebenden Zinsen (86'92 Percente des GeiiBinmtbetrages 
danelban) erklärt Bich aus dem Besitze dieser Anstalten an eigenen Pfandbriefen, 
derm Zineen daher ihnen selbst za 6nte kommen. £9 muss jedoch der Antheil 
der Banken mit regalärem Geschäfte an der Debitorenrabrik mit 6-11 Perceoten 
und jeoer der Hypothekar-Credit-Institate mit 7*28 Percent«n Eoit Bückaicht anf die 
spacffiacfaen Fanctiooen dieser Anstalten als ein bedenklich hoher beieichnet werden. 

VL Belation swischen den mit einander correspondierenden Activen- und 

Passivan-EategOTien. 

Ka. hdem wir sowohl die Actiren als auch die Passiven der Bank- 
bilioMD analysiert haben, erübrigt nns noch , bevor wir uns der Betrachtung 
der Kionahmen und Aasgaben der Banken, wie sie nns durch die Ziffern des 
Gewiim- und Verlost-Contos erschlossen werden, zuwenden, die in den Bilanzen 
aUffedrSckten Ergebnisse der einzelnen Kategorien der ActirgesohSfte mit denen 
da correapoDdierenden Passivgeschäfta zn vergleichen, um darnach zo benrtheilen, 
ob zwischen beiden Gruppen jene Harmonie herrscht, welche die erste Bedingung 
flüiar regelmässigen Bankthätigkeit ist. Tabelle XVII bietet hierfür das nöthige 
Material bezüglich des Jahres 1883. 

Da die Summen der Activen mit jenen der Passiven in den absoluten 
Ziffern natttriioh übereinstimmen, erhaltea wir in den Percent-Äntheilen der ein- 
lelneD Activen- und Passiven- Kategorien Daten , welche anch gegenseitig voll - 
konmen vergleichbar sind. 

Wu nun zunächst da« Verhältniss der kurzfristigen Passtv- 
Credite zn den kurzfristigen Activ-Crediten anbelangt, so steht das- 
lelbe im Allgemeinen wie 16-73:30-82, nnd auch in den einzelnen Banken- 
gmppnk überwiegen durchwegs die Activ-Credite, ein Zn.<ttand, der den Principien 
einer geannden Bankpolitik entspricht, indem er es den Banken eimöglicht, dnroh 



136 



Omterreichs Bank- und Credit-InsUtate in den Jahren 1872 — 1883. 



TabeUe XVII. 



Kategorien 

der 

Bank- und Credit-Inttltble 



i^t 



Hfe; 





%>fi ' 




n 


f4 


^^ 


f{a 


^> 1 


HO 


"1 




ä^ft- 



Paaslvan 



EBCompte- 
Depositen- 
II. Lombard- 
Banken 

Credit- 

mobil ier- 

Banken 



in Wiai . . . 
in den. Prftvinten 
im Ganzen . . 



19-67 \ 
33-231 



Im men U7-ß2: 

.in ihn Prarinsen . . ■'■'l^'j' 34' 

\iw CaniQ«D . r . . ;46'44 



Credit- 'if;™/^^'-/''/'- 
Fldbr.-Jrul. r. Spare. ' 

im Gan««ii , . . . ; 



iDBtitnt? 



\ 

ö9 98 30-36 

4i!-3ß ja-oo 

52-95 24 Sa 

I9'SS, 3S-60 

36-36 S8-30 

21-44 Hai2 



10-57t73-lG -i-TS 14-49 

2-IS]94-e5: 43 2'7J 

— mi>3 — ,^)10C7 

7-6581-70, 1-73 8-9S 



Volkabanken . - - ^ [SS SSl — 3592 28-53 

Pfandleilianst alten 5:-J-30l — 44'07 263 



Sämmtliuhe Baali- und Credii-) tie.7Q oxi.Kohß.^ql 
Inntitnte obn« üeterr-ung. Bankl '^ '»/"' Ci*]lö 'a| 



som 



o'S, 






«'S 






AotlTen 



5-9') 0-I3^>Ö-a4 3SOT 
y24 00S6S-222148 



5SJ5 
9-05 

4-lS 
l■3^ 
2-ff9 
3-03 

3- 00 
14 32 



Q'06,S4-4aGS-<Ja 
— j^-sg -jJi'yG 

0-05' 36-70' 65-20 

I 

'73-851, a-10. 12-87 
90-7J 4-SL 3 03 
eS-IOi fl6'iT05 

79'93| 7-34' 9-70 

5-57 48-74 42 69 
0- 1(3 64-43 21.09 



5-84!3a-äl|30-82|31-I3 



■2 -f 






WO-00 
100-00 
lOOOO 

10000 

ujifoo 
10000 

100-00 
100-00 

mo-00 
lOO-OO 

10000 
100-00 



10000 



Kündigung dieser Credite, respsotive durob deren Niohternetierang nach errolgtem 
Ablanf grössere IJarbeträge in ihre CasBen einKnberafen , als ihnen anf gleichem 
Wege entzogen werden htlnnten. Daza kommt noch, dass der grSaste Theil der 
Äotivgeechäfte in der Form des Weobsel-E^oomptea contrahiert wird, und dass 
nnter allen Creditpapieren der Wechsel vennSge seine« siagalSren Sechtssystemes 
dasjenige ist, welches den Verkauf, „die Realisiernng" der dadurch besoheinigteD 
Forderung am leichtesten und sichersten mBgÜch macht. 

Das obige VerhÜltois« für sämmtüche Bank- nnd Credit-Institute ist — 
ebenso wie die übrigen — die ßesnltante, der Durchschnitt, wesentlich differentar 
Terhältnisse der einzelnen Bankengruppen. Diese Yeraohiedenhett zeigt sich in 
zweifacher Sichtung; erstens in dem Äntheile, mit welchen die in kurzfristigen 
Formen contrahierten Verbindlichkeiten , respective Forderungen am geeammten 
Vermögensstande der einzelnen Crruppen überhaupt partioipieren, und dann zweitens 
in dem Ueberschusse der karzfristigen Forderungen über die kurzfristigen Ver> 
bindlichkeiten. Beide VerbSltnisee stehen in einem deutlichen Zusammenhange mit 
einander. Abgesehen von den Hypothekar-Credit-Institaten, bei welchen kurzfristige 
Aotivgeschäfte nur zur Verwerthung zeitweiliger BaarilberBchtlBBe , kurzfristige 
Passivgeschäfte aber gar nie vorkommen sollten , nnd bei welchen — trotz der 
Sunden einzelner Institute — das factieche Verhältniss dieser zn jenen wie 1'73 : l-'ü 
diesem Postutate im Grossen und Ganzen auch entspricht, weisen die Banken 



des 



'") Die Posten : Actien -Capital, Reservefonds, Tilgungsfonds und den Activ-Saldo 
Üewinn- nnd Verlnst-Conlos nrnfasaend. 

") Darnnter werden inbegriffen: die Cas«enscbeine nnd Geldeinlagen, dieAccepte, 
Anweisungen nnd das Giro-Conto. 

'"') Nämlich: Caasenbaarscbaft , WaarenroTrilthe , Realitäten nnd BangrSnde, 
Orttndnngskosten nnd luveutar. 

") Bestehend ans: Cassensch einen, Spareinlagen nnd Anweisungen; Wechsel Vorrat fa, 
Conpons nnd schwebenden Zinsen, Voracbässen auf Effecten nnd Waaren. 

") Daran participieren die Tilgnags- nnd Sicherstellnags-Fonde mit S'll Perconten 
der Oesammt-Passiven. 



OMUrr«l<'k* Buk- Uli Crc<lU-IiwUUU m «lau J»lir«B 187£— IgS}- 



137 



I 



mit niTwiegaid laafeadem Graohüft« dea rdaUv gifJestca, die OridithmobSiers 
d«g«g«B dftn TelaLiv geriagctea Umfang du- kontfristigea Cnditg«i«blft« auf; eb«DM 
Ut bei «TBlvren die D'tSrreiiz in Otnutan der ÄctWgesdiiifle gutr betrüAhtlioli, 
U6 betraf Rünlich 16'27 P«rc«at« d«r G«Mmmt-AotiV«i , bei leUtcnta gering, 
Bimlicb nar 4"26 Peroeate. 

Umkehrt ist du Verb&lt&ut zmaoban dea Eobrikta „Creditoren 
nnd diveraePKBsiveD" eii»n«it« uad „Debitoren, Effeolen nod diveritt 
Actirea" aadercr»eit«, voo velcbon — wie beroita trtlbar bemtrkt — die 
enteren haeptgächlieh die Credit« uia den Consortielgenobllftea, di« letiteren bin- 
gisfxn die Forderaogen aus den groaeca t'inaox- and t^pccalaüoDsinlenwhBiungeD, 
Orfadcmgen, Kmisnonen etc. amfagat, also GifKbllfw, deren AbwicielugedaMr Tun 
Toraebarcin nngewisii ist. Bei j«n«n Uruppen, bei welcbea hier die Acürgasohftft« 
über di« PuiiirgeBob&ft« iiborwiegea , wird daa Actiencapital in dioiM Geacbäften 
hireatiart nad fancbGoiett daher baai'tMcblicli als Bei riebaoapi tal , bei dea 
Uderan Ollt ihn ucbr die Holle einer Ken er ve *ar Atugletcbniig eitiM xeitweili^ 
aietlrigeren StandM der knrsfrietigen Forderungen den korafriHtigea Verbindliob- 
keiien gegmfiber so. Kr«teree itt bei den 0reäiu-moi»ti4r3t leizleres bei den anderen 
Bankeagmppen der Fall, auch bei den Volksbanken, bei milebea sieb der relativ 
bebe 8und der „Debitoren**, nämlieb &3-09 Peroante, am dem Uautnnde erkUll, 
■Um dieHlbsn, wie frttber «rwXhnt, aaob IMrIehen aof GrnndUg« dM PersuaJ- 
creditee gewAhreo, welche noter diner Rnbrik verzciebnct erxoheinea. 

Indem wir aaa nuiuaehr der Betruhtaag dea Pfiadbrief-lTnilaiifes 
ood den U^patbekar-DarlebeDsLandeB zoweoden, ktlnnen wir not hierbei 
ao/ die eigentlieben Hypothek ar-(.-reditiaalitiita beschrSnken, dean Imi alloo oadert« 
Bnnkvagrappen epifrit dae Hypothekanlarivhen nur »ine ganx unbedeutande il^lle, 
«ad wo ce Turkonoat, etellt es sich boi geaaaerer Betracbtang gewühalitb nur ala 
etee bypothekariatba Sicberslellung fdr gt>wdbrt« Acceptutiooi- uder Baehcredit«, 
fUr die Eacumpliening van Wecbselo von iweirelhafter Bonität ok. otc. bemiu, 

Tabelle XVII leigt one nun, dass — abg«Mb«n Ton der Phadbrief- 
oBiiKlt der OeterreichiHch-nngAriM-iiea Bank — bei den tJeterreir^bitclieii Hypalhekar- 
CreilttiDHtitoten du Verbültoiee der Prandbrief-Circnlatiua za dem Ef^pothekor- 
Darleheasataado iioh wie üllQ zu T9-d3 stellt "), da» aliw Pfandbriefe lo grOaeerea 
Betrügvo cirenlieren, als dorch Hjpotbekon dar lastitnto, welcbe dtoaelben aua- 
gaben, Überhaupt Bicbergestellt aind. UieBsr Umstand dttnkt uns wichtig genag, 
•m ein Zoriii^kgebea aaf die abwUten Ziffern und doreo Bewegung wUumil oineci 
tlBgaren ZeitmitmM za reehf fertigen, wesb&lb wir in der nadtfolgeoden TabeUeXVIU 
ein« hetügludie üeberaiobt fOr die Jahn 1B72— 1883 bieten. 

n'ie wir aiu dieser TsbeUe' ersahen, Überwiegt Ins tum Jahre 187& 
der Htaod der von de« Banken elooierten tlypolbekardarleben Über den Pfsod' 
briafubilsiir, Ton ld7& sa hingegen der letxtcrv über den erateroo. Die Erklirimg 
^cser RrHcheiDuiig liegt «uf der Hand. Üureh die traurigen Erfahrungen de« 
Jabrce 1m73 j^cwitzigt, sachte daa ('»pital der Pri\-atca, sobald die Vcrhültnisee sich 
lu coDftulidieren IwgKnnea, jene Anlage, welche die denlibar oicherMe sokien, die hypo- 
tbckarinchi:, Die biMiucatle Form hiena ist offenbar der {YandbriBf. Die Leichtigkeit, 
Bit w«Icber die Prandbriefe verkasft werden konnten , T<?rleitAle nunmehr viele 
Isatitute daxn , nntidpündo auf oiet HpKler su gewihrendc llypotbekardarleben 
]'- ■'„ intxtigebfn. Üie tClooieniBg disaer DarMiea aber stieas anf Hindomi^se. 

trat den Banken hier die mSditige Coooarrent der Eiauleapil allsten 
ttgegen , aoderer^oJls acigte der Grund nsd Bodon von Jshr >o Jalir gehngan 
ligkeit, Doaa Läaten aulxoDebmeo. Es blieb daber nicbtH Anderes Übrig, als 
Iberaohaaiigen Capiutieo in udcrer Woise fruchtbringend antiUegenr tbexla 



■*) Bai der teterr.-aafsr. Buk Ist dleaea Verfcallalss wie llMj an U-74. 
■fttsUseha Henaissluin. ISM. 10 



138 Dr.H.Raachberg:Oe8teiTeich8Baiik<D.Gredit-Io8titatei.d.Jfthren 1872—1863. 



Tabelle XVin. 



Jahr 



SUnd der 

HjpottaekBT- 

Darlehen der 

Banken 



Stand dM 
Ffandbrlef- 
ümlanfea 



nobenehnu d. 

Hypotheken- 

BtandM fitMr 
den Phndbrlof- 

Umlanf t+) 
oder DUTerant 

dagegsn (~) 



SUnd dM 
TilgongBfonda 



Killlonen Qnlden Oitarr. Wibrn&g 



1872 
1873 
1874 
1875 
1876 
1877 
1878 
1879 
1880 
1881 
188Ü 
18S3 



301-85 
345-40 
371-82 
384-70 
402-21 
419-00 
435-25 
447-67 
464-08 
462-55 
464-71 
464-07 



294-43 
340-05 
37018 
386-63 
405-02 
419-61 
439-75 
453-63 
48713 
487-92 
473-57 
47061 



+ 
+ 



7-42 
5-35 
1-64 
1-93 
2-81 
0-61 
4-60 
5-96 
23-05 
25-37 
9-86 
4-54 



3-71 
5-77 
0-30 
0-38 
0-37 
0-61 
079 
1-39 
3-79 
5-18 
7-82 
412 



im Escompte- nnd LombardgeHohfift , theila dnroh Ankanf von Effecten, woza die 
meisten loatitate statutenrnSasig bereclitigt siod.^*) Daza konunea noch einige 
andere Momente, welche die Differenz des HypothekarlaHtenstandea erklären, 
nämlich die vor der Zeit der Verloanng eingebenden Tilgongsraten , freiwillige 
CapitalerUcktahlangen etc. Aas diesen Betragen bilden die meisten Hypothekar- 
Creditinstitnte eigene Tilgungsfonds, während einige andere die Terwendnng der- 
selbeD in den gleichen Rubriken nachweisen, wie ihre sonstigen Activeo. So sehen 
wir denn anoh in Tabelle XVIII, dass die Bewegnng im Stande des Tilgangg- 
fonds sich im Allgemeinen an jene der oben beeprocheaen Differenz ansohliesst, 
ohne dieselbe jedoch in ihrer Höhe gana an erreichen. Gewiss ist ein solcher 
Zostand , in welchem die Pfandbriefe anstatt der hypothekarischen Deckung eine 
tfaeilweise bankmässige haben , ganz anormal ; wer P&ndbriefe kauft , der will 
sein Capital eben hypothekarisch sichergestellt wissen, denn pupillaraichere Effecten 
könnte er auch selbst kaufen, dazu bedarf er nicht der Vermittlung der Hypo- 
thekenbank. Es ist Qbrigeua seit dem Ende des Jahres 1881 eine Besserung in 
diesen Verhältnissen eingetreten; denn die omioSae Differenz, welche 1880 23*05 
und 1881 25-37 Millionen Grulden erreicht hatte, nimmt stetig ab, und der Tilgongs- 
fond pasät sich derselben immer mehr an. 



") Das OeseU vom 24. April 1874, Kr. 48 R.-0.-B., bestimmt bezfiglick diesar 
letzteren , dass die Bankleitung nnr mit ZnstimmnDg des BegienrnKi-Oonmisadra darüber 
verfüges darf, nnd dass dieselben anr vorzagsweisen Befriedigung der Pfand gl Habiger au 
dienen, nnd daher im Falle des Concnraes eine Specialmasae au deren Onnsten zn bilden haben. 

[Fortaetznng nnd Schluis folgen in dem nächsten Hefte.) 



Ueberaiobt filier den Stand des landwirtliscliaftlichen 
fortbildiiQgs-Unternclitea in Oesterreicb 

zu Ende Februar 1884. 

SoMMMBiMtsllt In k. k. AckerbuHinUUrlia. 

Dnt«r Berafimg lof di« in Februu'befU) 1884 der stetistiMhra Konats- 
Mihrift (and im betreiTeodea Sepwrat-Abdncke) eDthallenea Uitthei Innren xar 
CliftraJcUriaioraag iIpm UndwirlbfichafllirheD FortbiMungs-Untcrriditw — wird nen- 
Bwbr dftB ReaalUl der Erhoban^on Über dea Stand der UndwirÜiHiliftflliiiben Fort- 
bilduigMebDlvs xn EndeFebroar 1884 TerBfastüeht. AUinchvoTwandt «ind Angtbeii 
Über die BenfHinni^ der vom Ackerbaa-UiDi»t«riDD vertheilteo landwirtiMcbafti' 
Udien Bibliotboken für du Jtbr 1683 nnd eis Aung ut »inen Bericbto Bbtr 
den ä&nd der Sebalfirtcn im KOstenluide ta Ende des Jkliraa 1864 b«ig«ni^. 

Wm die Eotwicklong des UoJoirUnohBftliofaeo Fortbildung- Cnterriolites 
Ki)b«UD5l, ao bt DMb der auf Seite 142 folpeDdoB Tabelle ancb prv 1884 wibder 
eine Stai^mng der Zobl itr betreffendti] Sebalim voo &43 im Jabro 1883 auf 
668 im JahrQ 1864 und dem entsprechend anch eine Zonahme der SchBlertshl 
TOB 18.186 a«r 14.311 xn oonatatieren. 

Wenn «ich auch in einigen Lündcm eine gerini^ Abnahme dar eigent* 
UdieD FortbUdangescbtileD ergibt, welche znineist der VürMtxniiff oder fCrfcranktng 
der früher betheiligten Lehrer zumucbn-iben ist, so cr|[ibt sich doch dorch den 
bedaoteaden Zuwath« an Mlcbea äohnlen im EUateDlando (von 108 im Vorjahre 
^vtt 1&& im Jahre 1684), in TUo) (von 16 auf 47), endlich in Nieder-Oeal«Tr«cb 
and in der ßakoTina «ine Erb^haog der Ge«unm(iahl. 

Waa dieBenlltssng derlandwirlbacbaftliQbflnBihliDheken 
betrifft, fo Kegea non die b«treff«Dd»a Daten fBr das Jahr 1883 vor. Hictnach befindoo 
fiiA von den pro 1883 aosgewieaenen 837 landwirtbaohaftlichen Bibliotheboi 
(Kit ober rnod 54 .000 Binden) niebt weniger als 640 bei ToIkiMhalea onri lanilwirth< 
■cHaftlidisn Fo rtbildangasdinlen. Iichreieeiiünarien nndlandwlrtaebaftlichcn Hchnleo. 
fite üode December 1884 aiml Über die Biblioth«k»-BeaUtinß^ im Jahre 
1888 663 Beriohia eingelangt, nach welchen Über 29.000 Bünde — bImo eiroa 
(gegen 66 im Jahre 1882) per Bibliulbok — amigeliebon wurden. 

Bei der Wichtigkeit der ScbulgXrten Rlr den laadwirthscbafttiohea 
Fortbildinga- Uaterriftbt wird von Seile das Aokerbaa-MiniHtmamii, sowie der 

Jfl' 



140 



Tl«banlelil fi1i«r dsn Sund dex UadvtrilndiKAIldim 



Ljinili<»sohnl)x>]iSr(len, dsr UadwirtlisGlMLftlifihen nad anderer Verein« in d«r Ivtxtw 
Zeit iler ScIialKÜrlcD frage beeonder« AufDierkttAnikeit tuituwendet und t«t aucti k«iu 
kleiner Tfac-il der vom Ackerlws-Minislnriuin (ür lauüwirtbMliaftlioheti Fortbildoegs • 
Unlerricbt «lljKbrlinh beirtlli|;teJi SaWenlionen der Anta^n oder Krbsltiuiff toü 
Ijebalgürtcn, b«zichiiD|r«w«iM AiuobatFoBfr dor nSlhigen I^Imiho nod tierfitbe g«- 
iridiaGt wordon. 

Ucbcr den ZuülKod der Bobnlgurl«n im K.U^t«Dlande liegt ein ein- 
gehender ßeriobt vor , welcher in Anftrtgs der k. k. SutUwltenti in TrieHt darcb 
den landwtrtb^ohafUiDliCD Wuiderlehrer E. Krämer kürzlich coratumsngefltelJt 
wsrde. Darnach befinden iiclt b«i den 316 Volks- und BtiTg«reßhulen*)deM KiUten- 
tandett — ron welchrn in Jahre lüSi l&ä mit landwirtbuchafUicfactn Fortbilduogs- 
tJotürricbt verbnoiien warun — 86 SchnIgSrtcn, iied zvar: 

1. Im Seholbezirk«: Territorinm von Tricat 8, weldie «iob in 
Hobr giteiD, eisige Mtgar in vorzB^lichem itoitande befln<len. 

In Jahre 188.'^ wiirian aa* dlcwo GirUm fttö. im Jakre I8M ä33 Obstbiana 
und 962 b» «uradi e Bobba an >ll<! landwiriliBdiafÜloh« B«riUk«ruDg nnaotgsltlicta «iifff^kea. 
In diesen Girlen befindeD aicli veitns BACk 686 Jrai bU ^ietjßiaig« Baninctira , »«1011« In 
dun xwei B4chstonJihr«n mr Vertheiloef («Ungee. AoasardMi sind in donJabren ISSif— 84 
dagelhtit im Guuen l.MJO Sialinge rer«d»it vordcn, wodni«h fur dm «piUHn Grs&ta 
geuügend vnrgeeorgt ist. In allta di«MS ikhalf^rUn bMUbto aaeh I!«b«clia]«u ; in ««oh« 
OarUn wird Bi4<n*uBochl und in e«ei*n GamliMbtu b«tr>eb*a, wcleb» la d«a aadwen 
OlilUn irog«a Wu««ruiaag«l aidit durchfalirbar Ui- 

IUoDienan«til wird ia •ll*n QarUn m«hr oder «r«nig*r kbban c«tri«b«B; io d«n 
ädialB&rten sn Ouardiolla, Proatcco uuil 0)»ciDa worden h«ger auub Anbanrcn^cli« »fl 
rendiMdeDOB i^lIu«r«i•a v«rK«aoinm«a. ' 

S. Im Kebolbeuik« Uugebnng von G6rx b«stoben 35 SchalgirtoD, 
wovon 23 aU eigentlich« Schalgärte» anzusehen Hind, wllirend der Garten in 
ScbSnpafls Kigcnlhum dee dortigen Lehrora ist und jener in Oornberg vom dorli};co 
Ob«t- und WeinbauTereioe benUlst wird. 

Ton den 23 eiKentUclittn 8cliolKar(«a und H Blgeathaii der butniltauideiv- 
Schnlen. dJe anderen amueUt auf gopacbipteii Oriind und Boden. Vod oliicen 23 Girian, 
wovon 6 ertit tm Jahre ISS3 aogflleiit «nideo, ti«ä]id»a sJch eirea |0 In eineia ^atea Zn- 
Stande (uiil wurden suh dfes»n in Jahre ISSS Ii30, Im Juhre I8S4 407 Bkuiiidlfen an die 
I a Uli KJrtlixcbaft liebe Bevölkerung abgAgebeu; die Obrlgan 7 Irarleii sind nelir .oder «ealger 
veruafhiaesigt 

In aJl«« (Hrtan lieÜLilefi sick varderfaaad aatamiiiHn nodi I.1I2 drdi- und , Vier- 
jährig* Bttnmcbca, wornn die ni«l«hin aal die antrat erwahoien lO Gkrten «ntfiillm und 
circa Lbtö ver*d«lie Sämlinge; lU Gkitan beritwn Rebecbnlen und in ILGanfeA .wit4 
ÜMBbKebAn bciriehea. .', y 

3. Der Sdialbexirk GradUoB heiltet 14 Sohalgjtrten, die riich ntmriU ' 

in vernachläaaigtDm Zuelando bcGuden. 

ft« -wurden daeettiet wedor im Jahr» 1881) noch in Jahr« 1884 Sämlinge veredelt ;| 
aar in den lotaten xwgi Jaknn waidva aaa dem S^bnlgarien so CorTignano 5ü Bium ^< 
di« Inndwirlbvcliafdiclie IIovölkenaK abgegeben. £cbachaleu buWien oichl, 6emiisi4ian wird , 
nar iu licerheiJciitir Aumlabnnng Kttlrleben. 

4. Im Soholbezirk« Xfrlmein befinden eicb 11 Scbnlgärten, von dunea 
jene zu Rarfreit, flitMh, Tolmein, St-^Luvia, Wolüwhach und Kreda eehr .^t 
b«wirtlu)C!U!tflet sind, 

Aas deaeelbea worden im Jnbre 1983 tir«* ^40 ued im JaJir« 1&^ über 442, 
SHttnehen abcegebeu und i«t noch oia Vorralb von eirca 'd.&l'i dr«I' and vitrjilingoa-j 
BanmcKea in J*Qidb*ii verlionden. An»tttrd«iu wnrdeo iu den ivlaton xwci Jabrnn iai Gtat^u 
2.I:fO SaniÜnice vernlelt und int dttmit für KvoüfitQilen Krttta ttworKi. 

Woitvrc drei SdialRarlen, and swar xa Kitchhvim, Utalvib tuid ilr- ' 
Butateben bc^iffcn; die Oiirtcii au ÜKKinj und iiedlo «iad mehr miudir vci 



*) AoHerdem befanden sieh lß34 (n EOBteulaude noch 80 Koilttcbnlen. 



Fortbildnngs^üntBiricbtes in Oeaterreich zu Kode Februar 1884. 141 

5. Im Scholbezirke Sesaaa besitzen 7 Schulen Gärten; von diesen lie^ 
jener xa Zgonik brach and jener sa Comen wird erst im nächsten Jahre her;erioht«t 

werden. 

Ans den übrigen 5 Gärti-D wnrdeu im Jabre 1E83 406, im Jkbre 1884 circa 180 
BimnebeD an die landwirthscbaftlicbe BevOtkeraDg abgegeben and verbleiben in denselben 
noch 660 Binmcben. In den letzten zwei Jabren wurden daseibat ancb 44t Simlinge veredelt. 

6. Im Schnlbezirke Capo d'Istri* bestehen 11 ^hulgärten. Davon 
worden 4 erst seit knrzer Zeit, 7 in den Jahren 1883 — 84 angelegt es war 
daher eine Abgabe von Bäumohen bisher nicht' inSglich.' 

- Nor im Garten von KJaoec befinden sieb bereits 264 St&ck vierJKbrige Bänmcben 
die im kommenden Jahre tbeilweise eot Abgabe gelangen. Im Jabre 1884 wurden 1200 
Simlinge veredelt, wovon 750 anf den Scbnigarten an Dolina entfallen. 

' 7. Im Schalbezirke Tolosca findet sich nor zn Iklateria ein eigentlicher 

Schulgarten; za Bergnd wird im kommenden Jahre ein solcher errichtet, wozu 

dar erforderliche Grand bereits erworben warde. 

Avsieidem dienen die zwei vom Staate subventionierten Obstbanmacfaolen in 
Castabinovo and. Clana als Schulgarten nnd entsprecben diesem Zwecke vollkommen. 

6. Im Schulbezirke Mitterbarg besteht nur ein Schulgarten (und zwar 
laGimino, der jedoch erst im Jahre 1684 angelegt wurde) und die subventionirte 
Obat- nnd Haalbeerbaamschnle zn Uitterbnrg. 

'9. Der Schalbezirk Farenzo besitzt noch keinen Schulgarten. 

10. Im Schulbezirke Pola sind 3 Schulgärten, von welchen jener zn 
Jnnic besonders hervorgehoben werden moss. 

Derselbe ist nicht nur gut erbalten, sondern es wnrden ans demselben auch seit 
dam Jabre 1878 Aber 1.000 Stttck Bänmcben gratis an die landwiitbscbaftliche Bevöl- 
kerung abgegeben. ' 

11, Im Schnlbezirke Lussin gibt es nur Einen Schulgarten und zwar 
xn Lnsain grande, welcher aber gegenwärtig ausser Cultnr steht. 

E!b bestehen somit im ganzen Etistenlaude Schulgärten, und zwar : 



1. 


äehulbezirfc von Triest . . . 


... 8 


6. 


Schnibexirk 


2. 


, Umgebnng GOrz . 


.25 

•1-* 57 
.11 " 

. 7 


7. 


n 


3. 


„ Gradisca .... 


8. 


n 


4. 


„ Tolmein .... 


9. 


n 


5. 




la 


n 








11. 


n 



Capo d'lstria ... II 

ToloBca 4 

Hitterbarg . . . . Ü 

Pareoao — 

Pola 3 

Lussin 1 



21 



Znaammen . , 86 
Biertn sind 77 eigentliche Scbalgirten, 

5 PrivatgiLTten von Lebiem, aber den Schulzwecken gewidmet, 
4 anderweitige als Schulgarten ben&tzte Banmachnlea. 

Ausser im KUstenlande sind bisher auch in Nieder-Oesterreich und 
Steiermark besondere Erhebungen über die Scbnlgfirten eingeleitet worden. Dadurch 
■oll nicht bloA der gegenwärtige Stand dieser Schulgärten fentgesteltt, sondern auch 
die MSgliohkeit gegeben werden, auf zu Tage tretende Uiasstände abhelfend eia> 
nwirken, eine richtige Entwicklung der betreffenden Gärten anzubahnen und einen 
fttr den Undwiithachaftlicheu Fortbildungs-Ünterricht sehr wichtigen Lehrbehelf 
m aohaffen. 



148 



üebcraioht Aber deit Stand des laoi) wirthschifllicheB 



£ I o n I a D d 






Kiflder-OestQmich 

Ober-OeBterrflich . 
Salibnrg .... 

Steiermark . . . 
Ettriit«n 



EruD ..... 



Tirol 



Vo»rlii«rg . . , 



EttstHnliinil . . 



DalmalfflD . . . 



Anuhl 

id«i 

luidwirtb.- 

UcbeaFart 
blldonK"' 
Htialen 



a^mint- 

XKhl 



i7') 



74 



49 •) 



39 



97») 



47 *> 



13 



155') 



Lehrer 



Tan dlMU 

hftLten BQ 

eln«m Isod- 

wLnbKbtrfU. 

Lebre.roDl'ie 
tbeil- 



ßchblsr 



Oawöhn- 
ö*- , üttio 

Miönit-, Alter». 

"*•" KtafoD 



DKOer de* Cohm 



f «rtbllda Qf^eli «Ibb 



77 



H 



19 



62 



48 



101 



48 



S7 



18 



25 



10 



il 



24 



33 



29 



18 



186 ' 52 



IJ870 



U6 



1.458 



SS3 



3.093 



1.421 



276 



2.Ü&8 



1 



10-24 



804 14—98 



9 du ^uue Talir 
37 im Wiater 
1 in Sommor 

14 d48 gfcBia J*V 
GO im WiJittt 



14-BO 



10-25 



10-14 



11-40 



9-50 



6 im Wiot«i 

3 im Wiiit«r 

Frflhjahr 



and 



13—40 



9-15 



10 12-16 



17 du gojite Jahr 
24 im Winter 

2 im SomiBBr 

1 V. J»lirB 

& AngabeQ fehlen 

14 d&s sutzfl -Tiltr 
& in Winter 
1 im Wjat» ud 

FrübJAh-r 
1 im Frai^iJir und 

Sammar 
g; im Frtlbj., Sam- 

mor q, Horbat 
5 im Sommer 

13 du gani« J«]ir 
83 in Winter 

1 im Sammer 

2 du Kanne Jnhc 
23 im Winter 

17 im Winter nad 

FrQhJBhr 
1 im FrQbjaltr 
1 im Winter, Frah^ 

Jahr a. So-mnier 
1 im Sommar 
1 im Sommer und 

HerliBt 

1 im Herbit, Win- 
ter n. Frähjilif 

9 in Winter 
i in Wiatvr n&4 
Frübjfthr 

3 im Herbst nad 
Winter 

86 das ^anse Jalir 
Ö9 im Winter 
10 im Winter und 
Frfthjnhr 

2 du ganxe Jnhr 



FvnbildnngS'Dnterriuhles in Oesterreich sn Ende Febinar I8&4. 



143 



'Zahl der Unterrichla- 
stnndao 



vfielMBt- 
Ueh 



per Caxt 



Anmerknng 



1-6 I 36-186 



1-7 



la-279 



1—2'/. ' 15-60 



1-4 



') Dktod sind 14 selbstständig, ond zwar jene xn: Trusmaaer, 
Draistetten, St. Andri a. d. Tr., SteinabrücU, Fiscban, Stoll- - 
bof, BavelBbkcb, Wolfsbach, Waidmannsfeld, Ziendorf, Haien- ; 
dorf, Zillingdorf, Gmtnd und Loesdorf. 



<) An 13 Schalen wurde der landvirthscbafttiche Unterricht im 
weiteren Umfange ertheilt; an den übrigen Sehnten wurde 
3-^ 172 banptsächlich der Obstbau berBcksichtigt. 



1-3 



■/.- 



85-140 



') SelbetsUtndig sind die Schalen xn St. Peter (im Schalbexirke I 
Adelsberg), Locice, Stuija, Zoll, Gnrkfeld und St. Feter (im 
Schulbesirke BadDl&werth). | 



I *} Selbstständig sind die Schalen zu luziog, Wattens, 
Vigolo Yattaro. 



Eitibühel, 



10-115 



': '') An sehr vielen dieser Fortbtldaogischnlea, welchd zugleich 
obligate Wiederhotnagsschnlen sind, wird nach dem ffir das 
KBsteulaod bestehenden Lehrplane wöchentlich 2 Standen Land - 
irirthscbaft und je 1 Stande Rechnen und Aufsatz gelehrt. 



1V,-10 ai~16l! 



') Ei waren dies, wie in den Vorjahren, die beiden landwirth- 
scbaftlichen Fortliildnngsschulen zn Tran nod Sebenico, aa 
welchen (in Verbindung mit der vierclassigen Volksschule, be- 
ziehungsweise sieben class igen BBrgerachnle) der landwirth- 
scfaaftliche Dnterricht in grösserer Ansdehnung ertheilt wird, 
als dies sonst au I and wirthschaftli oben Fortbildungsschulen 
der Fall ist. 

Ausserdem wurde noch an 13 Volkseohnlen, und zwar zu 
Itanjevci, Kufisce, Viganj, Zrnora, Lagosta, Oklaj, Uitkropolj^, 
Bruije, Piere, Vrbanje, Fort Opus, Bettna n, Uljane praktischer 
laudwirthschaftlicher Unterricht von 13 Lehrern den Schiitern 
der letzten Abtheilaog im Alter von 8 — 13 Jahren ertheilt. 



1—5 18-98 



8-6 



48-180 



24-36 



lU 



Üflbanioht Aber dea SUnd des iBndn'irthachBrilicheii 





- 




Annhl 


L^luer 


äahäler 




9 






Vaa ditaan. 














d^r 




banea an 






Daosr du CnnM 










lanilwirtfa- 




elDfrm liin4- 




GewShn- 








E z D n I 


and 


lohaft* 


Ob- 


nlrtiiictaaft- 


Q«- 


Uob« 


Ln 










.Hoben Tan- 
bUdangs- 


aaoiBt- 
tabl 


ÜchsD 
LebrarcnNB 


lammt- 

EBhl 


sCnrsD 


Fd rtbUd 11 igaschal'en 










M.h.n)eB 
















BUmen . 


. , , . 


ISO 


26 


14 


802 


18—40 


11 du eaaze Jahr 
7 im Winter 






MAhraii . 


- , . . 


86») 


46 


36 


807 


12-80 


L2 daa j^anaa Jabr 
12 im Winter 
2 im Winter und 
Frlüijabr 






ScbJesieu 


. . , . 


S") 


i 


2 


103 


11-16 


1 im Wintier 
1 im Sommer 






GtliEien , 


• 1 . j 


7'*) 


7 


1 


306 


lO-BO 


7 im Sommer nnd 
Berbxt (davon 
1 viermonatlicb, 
6 iiUchsiiionäUicb) 






Bukowina 




13") 

1 


13 


12 

1 


525 


8-30 


1 das sanze Jahr 

3 im Wint«r 

1 im Winter nnd 

Frabjitir 
7 ohne gaaaaa An- 

gi»b8 
I AngAbe fehlt 






Sninme im 


J. 1884 


see 


r&4 


42"/„ 


I4.i^ll 




lai das ganze Jahr, 


' 




71 n 


„ 18B3 


543 


704 


43% 


13.186 




329 im Winter, 1 im 
Frttbjahr, 12 im Som- 






n n 


« 1888 


472 


&3ä 


43"/„ 


13.313 




mer, 2 im Herbst n. 
Winter, 3S im Wiater 






n n 


» 1881 


4¥2 


536 


SSV, 


11.363 




nnd Frühjahr, 1 im 

FriÜijfthr u, Söminer, 






n fr 


, 1880 


416 


Öä4 


4QX 


11.020 




8 im Sommer obd 
Herbst, 1 im Winter, 






11 1 


n 1S79 


379 


5I& 


41% 


10.78t» 




Fräbjabr n. Sommer, 


















|2 im Frabjabr, Som- 






it n 


„ 1878 


300 


4!2 


48*/, 


8-910 


,mer und Herbat. 1 im 
Iflerbst, Winter und 






B n 


„ 1876 


174 


«afi 


56'/o 


B.537 


iFrühjahr, 1 "U Jalire, 
'7 Angaben eind nn- 






B n 


„ 1875 


182 


186 


57»/« 


6.219 


ijenan, fOr 6 Schnlsn 
ifefaIeD die Angaben 






fi n 


» 1874 


188 


225 


? 


6.058 




gänEÜch. 





FortbildaBKi-ITBtMTicIitu in OeBt«rreich >d Ende Febrnu 1884. 



145 



bU d«r UntanioIiU- 
■taitdaB 



*6j*«t- per Com 



ADBierknikK 



2-6 



1_S . 40-200 



8—3 40-60 



8-4 52—104 



1—9 I 12—225 



63 — 276 ') E> Bind dies die FoTtbildnagaHchalen in : VlkSim, BigchofteiDiU, 
Hochpetach, Schwets, NiederlanseDmii, Bexdäkan, Dlaacbkowits, 
Nexdaäoir, Chlnmec, Po£atek, Darrmanl, Deatacb-GieBahäbel, 
Hocbtann, WiDterberg-Klöaterle, PfutiU, HFedl, Eaklava, Tepl. 

*) Toa diesen aind eelbsl stand ige Scbnien an: Sitagraa, Chndwetn, > 
Ueedl , Zftnchtl, Oross-Wisternits nnd Stadt Liebaa. 

Ausserdem vird io vielen Schulen, DAmuntlich in den ! 
Schnlbeiirken Gaya and Weisikirchen , landwirthschaft lieber 
Dnterricbt in AUgemeinen ond Unterricht im Obst- und Gemaae- 
ban, dann in der Bienen- und Seidenancht ertheilt. , 

*) Es sind dies die Schulen sn: Cameral-Elgolh und Trxynieti. | 

<°) Es sind dies die Schulen in Jagielnica. Wisznicnowy, Dawino- ' 
' giöd, Boborodckaey alare, Swiwako, Zabierxöw, OIejöw. \ 

"} Es sind dies die Schalen in den Vontidten Bosch, UuiMty- 
roaka nod Klokncxka (Schnlbeilrk Caernovitx Stadt), Dobronontz 
(Scbnlbexirk Csernowita Land), Bnkschoja. Simpolnng, Fando- 
moldovi nnd Eiaenan (dea Schnlbea. Kimpolnng), Dorosaontx 
(dea Schnlb». Sotzmann), Bilkan nnd MiUeacbootz (des Schnlbez. 
BadaaU), Illischeatie (II. Schnlaprengel) nnd Strojestie (des 
Schnlbei. Sncsawa). ' 

Anaserdem wird an allen Volksscbnlen dea Schulbeairkea - 
Csernowitz (Land), an 4 Volkiachnlen dea Schnibexirkee Kim- 
poliiDg, ao 9 Volkaschnlen dea Scbnlbeiirkea Kotzmano, an 
8 Volkaschalen des Schnlbecirkes Slorozynets, an 7 Volksscbalen 
desScbnlbezirkea Snciawa, an 14 Volksscbnlen des Schnlb^zirkes 
Sereth nnd an allen Scbnlen des Scbnlbeiirkea Wisnitz theila , 
wihrend des gewöhnlichen Volksachnl-Unterrichtea, tbeila im 
Anachliisae an denselben Land wir thschaft, Obat- nnd GemBse- 
bmn, dann Bienenzncbt gelehrt. 



MittLeilunKen und MißceUen. 

PcrtoiBlNotiz. 

8*. k. ■. k. Uftjealäl hahtm mit A. h. BntacUieuang von 8- Ptttitaw I68S 
S«<ihniuiKsnlbe il«r k. k. eUllBtiwhsii Coslrat-Ooniiiiigloi Jo*«f I'IxBkU In Deiwriicbi 
AneikoBBsc adaer vonltellebea Dicouleiatnof taxfr«i am Tii«l nid CliuakUr liai 
OberrcdtniiBssntkeit kUerziutilii^t »s rerleitten ^ernfat. 



All« den ShzUftB» ihr k. k. «tatistiackti Ctnlnl-Conmlnlan. 

Aaasag ita dea ProtokoUn der lUS, äilanof; ku 31- Jinaar 18S}. UnUr 
d«n VonltM d« k. k. Hofratkaa lad PritidunUa Dr. v. Inamt.- Slam egg. 

Dfr Piftsidtnt legt dw Venaauiüaiifr di» Bböa in Dmek« vallendeMs Berte 1 4m 
Tll. nnd 1 deaVTII. B»dM der nOaitemisbiMlitBätatülik" vor, von w^leh^n du er»t«i 
die HupUrgebsiHQ dea »uorikrtlges Jl^ntlal« iai JÄn LS93 b»liaiiiiilt «ad di« Hindeli 
BMvelaa diwa« JftkrM abackliewt, wfthraii) d» l<tst«rg Ettl di« äUtiitit der Sparcut< 
ftf 188S entkilt, die siun enten Male mit vlaen Texte «na der F«dor (loa Viocjokroi&t^ 
Shreiberger bereichert oraobeint, wdcber dto OriantleruiJE über die «jterr«icblacb«* 
Spu«uaeiiw«MD tkeilvelse Vi* caoi GrOndnigiJiikr« dtr tntta Biton-tlcbbckMi 8pa»Mve 
anrück eraiS^dit, 

Zu der UiUheflnRK. daaa dto vom k. k. Ackorbaa-Hioiiiterium elneelell«t« Bavi- 
elen der ErseboinaR der leUtca ViebUklatiK (1680) dcrck di« LaadvirbbsokaftS' Qaüeil 
•■cbKftei) b«eadet aei ued diu beslglick* Pablicatioa in der ^OeiteireJckUcliea Stttlütik' 
«rfelgea »alle, baaierkt yiaiilerialrath Df. Ritter v. LoreBi, daaa da* k. k. AckerbaaJ 
Minixterioai dliater Art der VerOlTentlichaDK zmastimmen |[«iiei^ «ei, ttad aar ooek di« 
Kosteoftage an erledtgiea koauue. 

Die Tflm k. k. AGkerban'UlBittKHnai orbetrae Daberaieht der Flicbea de« Sc:iili. 
oad FeadebeaiUea varda bekofa Aufnabaa in da* „StaÜMUcke Ukudlmcb* aur VerfaKuug 
gvBlelli oad iat dleee Uakcraiebt Ba«k der BrkUraai dea UiniBUriktratbea ür. Bitter 
V. Loraaa einer durch dieaea MlnlaterluB veraalaailea aad ilemDUibBt eraclielDeaden 
Uonograpble der Staate- aad Stiftaa^fan'lB. I^arite nnd -Dnaiaes entoonimea. 

Dax k. k. Uiahtterlaa dea Innern bat ytrt&gt, Aaaa dl« aber Anre^oat der 
Oanlral-OoauBieate« elagenkrten ZAklbartcn aar Ne<!bve[aaag der la dea diterrfticbiaolieB 
Slaatererinad Anfgeaeaaenen oder aan decisdtbeii Untlaiaenen darch di« k. k. Bsairka- 
hauptnaniiHliafteD «(i)«afUII«ii and «n die iiulitiacben Lendeastvllea ainxafleaHeQ Biod. 
Eise Anfrage deosclbeu UiDiKleriana ilb«r dee Breirbqiucn d^r bin jetxt noch aasataDdi^n 
6|iecial-OrUrep«rtoriea wunle mit <]viu B«ri«bt« livantirortet . daaa die VercegoroD); der 
Beraoegabe in den viel/ach iiiuicelliBtt<.'ii VorleK"'* »ad in der nuhtraglich Kiif;(«^Tdii«ten 
neki^nacbigan Anlage fdr die Uoder mit aatirerau IiaDdeaepracbea begräadat eei ; ubrlKeae 
aei 4aa arnfkoKrelokät« denelbea, jenea von Bftkaea, eben sor Heranasaln fortii; («»tollt 
nod aoUa die TerOffeDÜlcknas der Übrige« im Laob dlesea Jakree ia Aaaeicbt ta acbnea. 
RId« BeacUeottlgaag der Drackleenog di«a«r PubIkatEonea klonte darck die UfurianauK 
t|)rackkaodleer Corredoren enilelt «erden, in micber Ricbtanc MiaiMerialiatb Riiter 
V. Spann aeiae OaleratDtsuug suricbert. In I^olg« der an da* k. k. Uleieteritini dt« 
Innern mltcetkeilteo beiundera anifällizen Ukniol , velcbe in den KacbveisuneeD eiaB«lner 
BeairksliaapillUUlBiobariea aber ilie Dcbtkuiii: rirr ll-^vxiltening Turkumoien, werde von einer 
BeKlrkihanptmaaneohatt Ui Galitien eine Wii]erl«c<iDf: der blerorUKea Aaeib^n venacht, 
deren TToaiilingtlchkelt In «ineoi «Igeaea Bvricble an dai genanale Minjaterlani nach{«> 



IßlUiBitaascti nd HisullM. 



147 



«taMB -nrde. Aieb (b I«UIm Zeit wwrit wieder In Ata Kacfavolsungeo Ton Tier BaUsi> 
fclMB B«sfrbik&n)>toiuuiKliftft«n dna iirÜiAmUcke AvIIIumbi; dar UiaBlichtn Vonchtift«! 
«ottcUtitft lud dl« nitiprMb«ad« BaMmuf UBanigec«b«a. 

Dm die NMhmiaoHBMi flbtr die MtonltlilMlie Au«Mideni»s niAgUelurt roD- 
lOBdis n gMUllw, vnidui die OatemiobUek-iiDKirtMlMa Ceunlate in fieatia nnd Mar- 
bhII«, «<t »ieh MUmh^lMhs Aitwudenr ia grOwii c r ZaU liuKliiffeD, am die ZaU dieier 
Aas«BBd«r«f itd daran Kalniltl erancht : ton Oramlat« la HaMallle ist dl« baaftsUok« 
Aulnaft b«rehB daUn abgacabea worden, iam dort mwr dla «iterrafadüKli-iuicafiaebM 
AMvaadarer roBnlatiT vonedckaet werdee, iim aber vemieht wafdci wird, !■ der Eaktmft 
■im b«aoad«re Hadiwcleimi d«r in Muaeilla eta^eaetilAea SaiemiekiacJÜn Aaawandarar 
U «rlkngen. 

Der Pfteideol hiiagi die Z«Mhrift einer b&kniiohea SpiroMie ead die bieranf 
•rfolite AnOltovac aa di«aelb« aar Verlewaag , «oi wvlcbe* Sofarifistflekeu di« Sefavierig- 
fciilaa etkeUm. w«khe d«i ZanmaeMMUu« der (Sr die Eeaataiai d«i rollt* wiribediafi- 
ttc&ea TerbUtaiue m vkbUK«ii 8p«nueea-Statii4ik be(«saea, nad ernähat, dua d»s 
k. k. Ual«rrictiU-lflau>tcriiia ein« eDtapraofaeode AaMclmBokasg dea Sitxaacalocalei der 
Ceatnl-Connaiaeiap Id den oeaen AalalocaliULtea deiaetteB ceaÄnJgt kaL 

Der Dvoav-Veraia id Wien bat i«a Wanach anagaiprMkea , daaa wi«d«r aianal 
•la« Daaaa-äutiitik, ikolich der !■ 13. Jakrsaace der .Uitlkeüucea ans den OelileU 
im Statistik' ancklneMB, ia Anpilf (uuMiuBeo werde and dan dteaer Verein den bsxlf- 
licfcaa TorbenUraBges ufeiocca werdöi wallen d«(aIhiiiaa<YerelBe ward« die Bereiiwillis^ 
kall, aaiBeB WnmdM Reekaaas la traKea, aoeceapriacbaii, and wird dt« weiura Br&rlerun« 
diaatr Aocalafankeil einem Speciakonitt Bagawleena werden, an welcber tktilaanehinni 
d«B DoaaB-Tereiae Oilaseabcll (ebotca >cio «irJ. Der k. k. geagrapUteheu UeeelliKlian 
wiHe in Sblielier Weiu ein karaer Berlobt aber die Wirkiaikeit der Ceatrat-Conaiiaeioa 
im akgelaaffnni J«life 18S4 aar VArflcnng geataUi Voo lUUsUaebeB Centralborean in 
Ltnabvn iei i^inM Seri« von 27 etAllstiaokea, theilweiie Uteran and mit aeböa«* Eartaa 
anwgeatatteua Werken «iaeelanft, w«f>r di« CeBtral>(^aBili9laa dem Leiter dieeei Boraaa, 
ElTir« de Brito, *a beeendereai Daake verfiU^tet iM. 

ll«r bleberig« Oirecter de« ttatilU^ea BnreMi in Alt«aa, Dr. E ICIage, seJCt 
«•ine ErsaBnnnii! Ban Mit^liede doe kOatgL prenuiecben «teliitiMbea Bertta m- 

Dit VemninlaDK «atecbcidet eodaan aub d«a Aatnjc« dei Präfidiatea tbsc 
Bin Aneadkeu ««««b (JabcifacneK v^a DrackvcbriTicn der Ooatiil-Ojaauiiaii, «oraaf der- 
aelke nittbellti de» aufolgo einer VentAnlisiiae durcb du k. k. Uaterrlcbla-Vintslirina 
Londfiaer ,StBtistical tiacicty" die Vmrel^r der n«aUicken Rtatlstieckes Boninr ela- 
kabe, Blck nn ikrvr ia Joni dei Uafaaden Jabre« statifladanloa Grttadaai^reicr 
den bei dlMer Celegaabeit bcaaglicb PQtdeniiiK dir iatoroatioaaleD SuUstIk beab* 
ridligtan BeratfannCBB an betheiligea. Dar Voraitieada gjaafat, dita sieh die VamaiBiBBg 
aagaalckti der WicbtiKkeit der dabei ia Aaaatcbt gaataÜlan fieratkaBgagageaatinde fDr «lae 
ÜMbatliipauc der Ontnl-CvoiniHion aaaapnK^o aoU«. Hofntb Dr. Ritter v. XennaaB- 
Spallarl taaeert atch ia ähnlicker Waiaa nnd bemerkt, dan glaiokaeitig aacb die Pariaer 
■UÜaÜwibe Geaelbakaft ihr ^äjibrigee Beetehan feiera werde, aal, wi« ihn tod dan aea 
aafadaaUt warda, wabrecbeialick aiiH ge«BeiaechafÜioka Feier di«««r ivei Ogevllicharua 
atäulad«B waede. Di« Varaaaalang iliBinit dar Ansicht det PrksideBtea zo, dan die Eat- 
«aadnog eisaa Vertreters der CeBiralConnitiion aaefa tiondon b4«Itst wknaebenaweitb aai 
lad daher dis becd^icfaen Eial«itnngM getroSka werden lollas. 

Der l^rteident doetet nack anf dei in Jabra 1686 aaaBnBisa treten den Coagreaa 
Ar Danagrapbi* bin, Tix wakken er die Miaafoa ein Hitglitd der Vorb«r«itnagi-ConBii«iiaa 
Ba^anaaaia babc. K« sei ia Aouiebt an nakB«n, da« tchoa bai den dieejibrigca B^ra- 
UuBcan ia Lendoo ih*t die PftoK« dar intersBtioaalen StAtiallk jticit ein Biavi^mtandaias 
verde eniclen laMeo, dti daan b«reiU bei d«B CoBgresaa d«« aicb^Ua Jahre« aa prak- 
tiackea Xrffligea läkran könne. 

BesieiWBgaratb Ritter v. Bmeiwall berUibtet «odana ilber die VarbaadlaBgen 
mam Spacialeomibfa , welcbee aDt«r Voraita dea Priaidenlea and HitirirkaBg dea Ober- 
ftaaimjratbfa Dr. Scbnollei, dea MiaiBt«iial«ccr«tära Dr. QUinaBn bIi Sleil Vertreter 
d«B Saaititarefaraotea in k. k. lila igt« rinn des Innere, desRecbnaaipratbea BrataaaeTlt 
«ad de« Bericbtavtatters tber dt« voa den geaaBatani Miaiaterian anjCKordast« yarCaaaang 
aiB«r lastraction fbr die ToHage van Sanitita-WodieBbericbten der t^ndet-lIaiiptatAdte and 
ätidU, bcsidwngaveii« Orte Toa 15.000 nnd Bekr Sawobnem beratbea bat. 

Das k. k. Hiataterinm de« tniMini bat sich nhnlloh tlier die tos der Centml- 
OeaiinlnioB bbIot dum 6. /taner 1884 rorgeiccte ABregnng inr BInfdbnuig dftaer Sanitftta- 
WadMHbBricbu and aber die anter dem 6. Navenbec 1861 ia diaaar Angelngaabeii Aber 
Aalbrdenag daaBalbaa MlaiaterlOna ervtattel« Aanisernng bereitgefandaa , dem Aatrage 
dar Onmi^Comnüatlas aauprecbend, die FArdeFBOg der Saaitlta- Wochenberichte in Ans- 
sUÄt n atatlan, «ad hat gleiekseUlg die OeBtraJ>CkMBBlaainn aargefordert, dea Balwnrr 
etMt iBamcUaa ttr dta Yarfh«tng dterir Wocheaberieht t eorzelegen, wobei die fcanpi- 



aeiBe n 

1^ 



^ 



148 MHOcObi«« od IGiMllflL 

ndükhMca GnudMlxc ba«kks«t w«nlcH. «etefac bei ümw EmtwaA 
wttitM miltm. 

Der Bcric&unt&tttf briact ä»m Ikkalt da bezfslicken *?"*■""'■' ^'«■"■" 
TcmMMhng xar KeaiDUM »mi Dict ara*ck dca tom Spetältamiii iiifMiiiB . 
emt««zf vor. wtiAn ia drei TkeQ* ssfillt: 1. eiae EiBkimg; velefce die lli liiiii^ dar 
Stahito-Toch^bwiette fir die Oboste nmd Laadca-Sudtittmirallxag. »vie f&r dn b»- 
»*C'**^— dtidu-, bfsiekCKgsveiM Onigf «nde» mUm kUntellt nd Mackwent, dui 
duut keü« Xebnibeit dca lctxtM«s anfetlect Tcrdea mÜ: 2- die BeniMHM^eK ISr die 
TeiiuBSBs ■■({ EöueedaBg der SaahäU-Wocb^berickl« md 3. lihtiwIiiwiiliniM. ««h^ 
neb tat äit An der ZassHBciuteUnBg esd PnUiatiaB dieser Vo^nberi^te boiehem. 
acd deaen ein ToUitiadic ftarpffillus VoraoUR eines SaaiüiB'WecbeKbeiiekua »>(«- 
■dbloasea iii, mam veleben die «eusst lätnabead« An der AuftHiug 'Ümm Feiaalara 
SB CBtaebMea ist. Du SpceiftlemHte eMpCebli dieaca Bstvaii. «^<ler d^ na k. k. Xisi- 
•tariui de« !■>«■ gtgeheai« Directina roUtow wee eat^richt. sor * — ^ — aad BEUl(t 
veiur T«r. dan die C»ti«l-Cuau«i<n die KoMea fir die ZusaaeKstcLBB^ wl T«r- 
SVeulicboa; («clcbe wöcbenilich ia dea einselaea betbcOigt« CoKMUca itwn^täamiim 
BOtura, Moaaüicb «ber ia der sUcniacheB lfo»u»cbrift crfalges aeO) fbecaKÄKe. . 

Söck Uasvcr Dd»tte. aa wekber neb lliu<t«ti»lntb Dr. Bitter t. Sevmaaa- 
Spallart. Sectionnatk Dr. Kaiercr. Bcfierwigsrath Dr. Blodig mad der Bericbt- 
«ntaitv betbeüicoi Bad aack eiacr darcb dea Präaüeatea E »g* b ta ^ AaftBraay beadÜeMi 
die Temaalaac. aacb d^ Annage dea Sperialcoaitte die Yoriagc dai iiilin,iailia 
lanractiaaseatvatfe« u daa k. k. Hiaiatcfiav des laana. vobei aber der E i a i g aa e des- 
Jelbea aabeJM^eneOt wvdea aoU«, ob aicbt a«ch nae Krgäagaag: besiebaagntaiie Srwwi- 
teraac des far die Saaiiita-Voebembericfcte beatiaBtea ForHalarca, Tdcbw acc^iiicb sit 
den Forvnlue Ar Tabelle A xmm Jabns-Saaitäuberi^te äberdnaOH«. ciatiMca kteatai 

üeber eiae Anfrage des Toiiiti^tdea erUirt aocb der aaveaeade rmiiMiaa des 
Tcrtreten des k. aad k. BeJcba- triegrwin iwerini , Obemlieaieaaat Siraiser. da« m 
Falle der EiaHbraag der Saaitita-Wecbeaberiefctc fir die g iömt n m Cowmaaem kMa Ilraiir 
aia bestebea dirfie. wlcbe Wocfceaberiebte »eb aber die Steibefille der lüSAz-a^Ua 
ia di eaea CMuaaaea za erlaaEca. Hiennf folgt S^om d« Stmac- 



«c AmAAt OntonüMlaffWM nefc im VarcWftta Staslai vh AMrtca 

VoB Seite dea GeKcnl-Coasalates der Verstoigt^ Staaiea tm AMeritm ia Wies 
vird alljäbrijcb eia Aasveis pabBdert. aoi veldoi der Vettb der beim GcBcratOiKaalak 
ia Wiea, daaa bei dea Coaaalatea ia BadapesL Pfag «ad Triest aar Erlaagaag ra Ci^raaaa- 
iiatiMia aageBddeta . zaa Expart aacb dea Tereiaigtea Staates benüaaoea Waaiaa 
öMencicbiKb-aacariKfccr Prorwaax la «radua i«. Der b etieüche Aaawiw flr 18M 
bcvertbet dea gewtea Expen dieses Jakrca mit 7.19J.S9S DoUan gcgca S.(2179( Wilhii 
im Jabi* 1883. Es trat deHaacb eia Eacfcgaag dieses Bzpwu bm l.MZ.9at fiabn «Ah 
aa aaboa 18 Pencate aa. 

Weaa bu die Werthbenige der fir die Jabn 13ES ud 1884 ■■■iiliib a«f- 
gefUrtca Wsarea aacb; 1. HOfmafta fir die ladaabrie oad Laadwirtbsdbaik . L 
aittela. 3. ' "■■![■'— der TextU-Iadastzie aad 4. direnea aadcrca Fa bri ca lf 
at gewiaat aaa felgsda Ccbosiebt: ^^^^j^^ -^ ^^^^^^ 



HilfMolle 924311 6I9.820 301491 3»94 

Gtaa^üttel 2.MT.8ä8 l.ä&lMO §63:2^ 3^97 

Textiliea ljOTI.223 hiSL'/il 3715* 3-47 

DiToae Fabricate U^i-'iGä 3.S0£241 29«.527 714 

Nicbt aaaeatlieb aaf^tObrtc Waara S&^ST, d».TS ^301 »^ 

Hioaad ist ia aDea TOratebeada Grappea eia Bldcgaac da Aufabr Ocatmäeb- 
ÜBgaias aad dea Tcieiaigtca Staalea rom Aaerics eiagenvtea. Aa giaia^n^ aar deiaalba 
ia der Grappe der Tertilica, velcbe «k^ar eiae Posttioa ait eibeblicber VettJuteigcraag 
aafveisL Diese Grappe aetxt aeb näalicb aas folgeaica Taarea aasaaaea : 

Tenbc n DoUan Düft w ea 

iMB UM atwtlBU ia ftia^u^ 

Tacb- aad VaDwaarca z^U45 375.5» -^ SC^U -rJ476 

Haafnaica nad Taae Iü-z36 4J13 — &.ä23 — &3-te 

■^ Banwallvaaim . . 527.711 42^990 — IOülTSI — 1»0S 

airta as.äü6 U.972 — 14j636 — SSiW 

«ad Saaat ■ 2^.543 21L557 — 13.386 — 6« 

Dm Aaedafcr aa Tac^ mml Wollvaai«. wticka saaaist an Sriaa aad Bss^aa 
ba< UanA aiaa cffceUida ataagaaa g «a&biaa , jeac ds.aadaaa vatga- 



■itthaDiiBgaii ud ]IIm>I1«b. 



149 



Wuna ]A jvdoch mpflkdUek EarflckfcMitbcfi Di* Alinftlmie in Eiport an Sk»«!«, 
Seid« Uli äunmt trifft Torvlcfend den VTl^acr Flau, jtnt ab BiisiwqU- und L«fn«avuT«a 
BrtnB, null trodlicb Jans aa EbuhruieB niul T*a«n TrinL 

Der Export aa l'^briraten («xelnctve der Ttxtllisn) hat ftl«i<!bra)l« nia» KimtdirüskuRg, 
uw] zwar um 714 Pn^mite, «rtkbr». Hicrao liod nanmatlicli tMlhmincbe (>!iuvtAr«li, fTiuier 
l^«^ niiij BaahvAaKä nad die n'iecer KsrevaortB-PabricatioD betUiili^ Di« vicbticstea 
Anlkfl lÜMuiT Gnpp« aJad iit folgendoii: 

Worih dar Atufnlur In IMla» 

t« Jahw Dtlhi MM 

uas iMM ahaMnU in PanmUn 

K«jf" i.iÄassa 1.1*4.393 + atiw -f- 80ä 

Cb«mJkali<fi aaJ Drfiswn , . 171071 157234 - 33.787 -1976 

■•dawaarea nad Juwcl-n , iö7,Ü70 i'Tt.OQl — 60.6&9 — IßäO 

FUbar 107.S38 111.ÜOT + 8^9 + 3-60 

Mibeln 7fU«6 J07.604 + 31Xm +40-H5 

Gla«*wtn« 1.236.100 l.lüOäSK - 135.S»!> - lO^fi 

HudMhuba 6a.0S(i &5.960 — l-ias — 666 

L.^r- vai RMvhnMwa . . . 2S7jOQ2 ü^tMi — 6&.U7 ~ 19^4 

Hiuik-Ifljtnmrais 34Jä2 ÜO.:93 - 13.729 — 3»TI 

P«U<.looicAii*r (letre) 't . . . aÄ.-iae 163.00 — 42.4(16 —»»66 

PoruUan- nod Toi»fBt«aar«a . 1904^5 191.399 -f 9(U + 047 

Buiekn4iiUiu<a . . .... liUk-k 100.473 — 20.8&1 — 1719 

Bimt aaiiiPDBverli« Kcuakint* trat bitroocb nnr la Export der HObeln an TafC. 
8a Bind die Fatirint« der Pinna Thoant, volcfae allsrort«i] mehr und mehr aa Tvirain 
CtwlDAAB. Sa lMdan«rlich die Abnahm d«r Aosfahr in maochen kelniEctieQ £n(»B(- 
nlnan, wie ti* in diaaan Zifftm t-or Angn tritt, Tat die tietreifiKndeD ladunrfoiiratgc 
sneb aain na(. pn litgraiflJch irt diMalbo, da nater d«a Sebati« ansnifbender Z£lU 
t» dt« TeraialBtM Staaton «inn iodiBlrla groai Bvaoi;«n wardo, »alaha dja £aiaiieipatiaD 
vom d*ft Batigaa l>aBdliladiteh«r EraengDiRta araa^liebL Ra ist d«iiiDaeh Hiebt onirahr- 
KfcaiaUeb, dawt dif Aa>fabr der Uosareliie aanb Nordaoenea in don folgfadeii Jakre« 
wattan ftaekaabiiU« Bacbea irifd, AU Ttfnl Icaaa.wolil kier angerilkrt v^rdva , dsw die 
Ildnatrin dM Beti^N an dssi Riport dabin per 7.1^)^895 DolUra mil nur 4.S32.79Ü D«lUn 
^eiob 12 Milliunra Qaldna belianligt iai Bei eiaeei jlhrlicbea Pabricaten-Esport tob 400 
ltfllloa«o GQl<l*n, vi« ika Oottamich-Dagarn anfVMtt, iit ein B«tr«g von 18 Millioaen 
(taldea alclit ■» auMklaMefiaad , au In Fall« d«f |^rälii>fc«& Vadulaa d«a bctreffmdan 
Markte« Be<vr)[niu« wachurvi'cn. An eiiMa ginaliakfu Variail iat abvr an ao «enlc«r ko 
iltakm, elf ccriaa» 8p?<:!ali taten anch In der Zoksnft eUbBA Absatt auf den DOrdauwrin- 
aMDken lUiktaa füidua werden, omd as simabt rva dar Rakri«keii der beu^Anden Inda- 
atilall«! abhtaii:«!! wird . eine Erwellernnp Uires AbMiigebietei dort wia la aodmn Blwr» 
nelackefi LAadeni durdutoaebtca. 

Die rr»wte Abaafaai« trat ia der Omppe der (iennaamitul ein. Unter dicaan nvt 
ttüncknetea Obst mit dorn btahatca Wertbt>eUaKe itad dein liedentendstea Kflcfct*»C» 4*** 
«elben lierrur. Ea handelt drk an itMrDcimot« Pflatnaea, waldi« mnalat vm Trieat aaa 
na«b AiDdica rancbiin werdf^n. Draaxlidi dtr audecto 0«niiaeiBht«l lat xa bamarkem, daaa 
dl« .^eafntir aa Oelcn. MinvrnlwBMnr. Bifr, Sardinen. LLasen nitd Bohnoo glelcUklla ab- 
oad nnr J«ae an Wein and I.iijncnrwe ii*nnuaiw«rtJi an^eBoniMen baL Ea betrag a&Blldi 
du- Wuüt der Auriibr ia DoJfara: 

la> Jabta Ptgya aa 

IMS i«H abanlau in F>«»HnUu 

Ob.t, «etr««ka«t 2.173 81S 1,383.997 -BlflÄäÄ - 39-..a 

Liaan IM« B«ba*a It.l,:il7 13M8& — 30.092 - 18G0 

Miamlwa-^r Ü6.985 83.966 — 13.019 - 13 tat 

Oeh . . „ . 17.045 2.693 - H.36S - MÜO 

Buüaui ■ 18.140 5.961 - 10.879 - 63-63 

Jliar ... .1 . 40.(Ky 37.814 — 2Ä45 - 6-60 

hflti» aad Ucttnn . i '. . . 4:i.00:i 7B.984 + 35.981 + 83-67 

Was Bcblleeslich die tin^pt ütt IHlfietoOe fAr dta Indaalrie nad I..«ad<iirtliackBft 
(wtrlffl, deren Weribbatnig einea Anilail am rand 33 P(r«ent« aafwelM, »n aiad hieraatar 
Bakras Anlktl ntbalteo. wvl'.-)ie nicht belniicben Unprangi Bind, wie x. 8, Benurtate, 
MtUHbWB, Oanmaa, der«a Aaafukrrtickeanf; aamit leJiglieh den Zwiackeuhandel iMrAhrt, 
daiia nidta, , dnea Abaau von dar kemchenilea Mode abbla^ig fat, wie Jlcoaekenhaara, 



'f IM aiaericaalaebe Batoomaar«. 



150 



kliuliailiint;ea nnd IIisc«ll«B. 



UDiI »IchB, is wclobsa i\t in Jtkn 168^1 effMUii«rten PratmendniiiBM nicht so glBcklloli 

awBcJsn , nm tioe nitiipTcclieBän Portaeuns; diesH ISiporUa in TolceDde« Jalin nitwftn 

«nchainen xa laaoen, vm c B. tou rohen Brdvubi (Oaokertt) xilt. 

DI* wicltticslita i*o«t«ii ilinar Onppe (lud [olgvBd«: 

Wertke Id Dollu« DlflbnoB 

1B8) l«M KbKlnM ta l>K«Dt«1l 

Wainuiii, rsb 342.445 296978 —46.467 — U-28 

W«Ut 79.17:; 2.»43 —76.389 — 96*41 

Oninn SSSJßO IM-Üt» - 96.552 - 38-99 

B*nitt«ii 4a.&7S a5.(W7 -17.646 - *1'36' 

IfMmkun bVi&i «410« - :t7.ÜS7 - &S^j 

BMtAsJara 44.»7» I3^hi - 30.9V4 — Mittl 

UanKlutbun i'Vm li}^16 - ail8 

Hi>pr«i iU.'m 19.«S7 - 8.699 - 1SD»1 

Bnlwulia (Oa»li«ritJ 17.611! 7.818 - 9.694 — 56'! 

Hkdani iai7u 8.WJ7 - 2.103 - 

SInenleo 83.1)67 3Ü.0I6 + 8.949 + 

ScbwttBiDa 6.38S llMb + 8.470 + 26-38 

AnicMickta dor rcnce fahrten ZESbrn kann volil ,yoi dIii«» RBokgus vtt dtr 
KuiBca liiDJ«' ceaprocb«!! venl«a. Via ini QeranintwvrUic, m> Ut dia Abaaluna mask Im du 
ron Jon ninsnlaen ConaoUica au[r««J(>*Ben Esporlea eine h«tl«tilaada. Ba aMtfkUu 
oloUth von dea Verlhuimnaa der Jakra 1883 nnd 18?4 aof 

hfl. Bftt«a Bwdap««! | hb|. Urtpfcnhwf ^''***. 

ia Jabnt 1£83 3,670l477 647.535 l,835'oOl' 8.b7>'784 

. ■ lftf4 a,197.388 364.578 1,733.»51 1.879.982 

abioluu . . . 4V3.0B1 188.969 96.050 79080» 

li ParoeaiBB . Iv88 33 41 5-83 89^61 

Anthill liif«fc»Qt»« 

BD dem 1 1883 . . «-OT fr^ JTÖä 30-64 

Aooral>rw<^ribe| t8&4 . . 44-5« &08 £4'2£ 2618 

BD der ituuüiaie .... 30^ U86 623 Sltü 

Von dar Abnahffla der bu Oeftarrcfcb-Dagmra OBcb den VarafaicUo Sttatoa von 
AoHrlkB »rfolgicD Aufalir, wekha In Jahn 1884 alntrat, «dUbIIm BBcfc vantakandaa 
ZUTorD aber 9Ü PerMDte uif daa bwInTriaBtarCoBnilBt BBpmatdetaa Kzport. NaMaoUlcli 
wnrden von doK BDR gartngara Hennen aa getrockBeteai Ohn (E:>flBaMan), Obbimb. Lader 
■ad Uiotoo, UuBBii «Kd BohBBB, Od, lUdem, f>Bidliuo, WalnsUiB imd tober MMtwvO» 
aaob NordaatfikA exportiert. Sar In üngmm, CfceailkBUaB, Sabwttmman nnd StaanlM 
ergibt aick «In mUefg«! PIbb. Ba ist aoMit der TriaatlMr ^edittoiuduuid«! , »tJehor aa 
aMiton dorch diuen Aesrnbr- Rückgang betreff»» Würde. Wann dieacr Kxpert varviagaBd 
dueb S«ft«l*cbiff« Tcrmilult vorde, ■« Uga ein BrkUrangagrmBd (n der AboaluB* im Kfai- 
nnd AntUDfa dioeer Fabrxeng« in Trietter Bafso. So aind beitplelsireiM ioa Har*B tob 
TriMt in Jahre 1880 twcb bä SegolubieTe, in Jabre 1681 aber aar «ebr 66 Segler aaa 
den VnroiBtglen Siaaten niageluBteD, Di« KaU der düiin aasgelaikfeBeD SecelacUA T«r> 
niadarU eich gleicbseitig *os 69 auf 17. Vob letstena 17 varea nar 9 S<«br beladea. 
woRocen iBi Jabr« IttSÜ noch 80 Bad 18S2 37 baladeae Segler aua Trieit nacb das Vor- 
eiaigUn Staitoo abglBgoB. ]>ea gegeoiiber bbsb Jedeok canftatiert werden, daia dio 2aU 
der vnrkebieaden Dampfer eti» betrücbtlicbe StalgBruc erfabrea bat Sie betrog: 
im Jebre 1» KlaUn* ia AiMlBuf 

1880 . 1 mit 1.084 Tonnen 7 mH 7.214 Tod 

1881 — ■ - . 6 . 6.801 

leea i _ i.476 , ( , 6.399 

1888 I ! 1.063 . 20 ,25.249 

1884 8 , 11.737 . 23 . 33.786 

Der äteigeroDK de« UaMpreTTerkebn ■u« die Abnabae loi Yorkehr der Sesel* 
■ eh i rfa MilgegeB gehaliea werden. An »eichen alad in Hafen von Trlest var* 
aejehnat worden : 

ImJalira Im KüUanf im Analnof 

1880 85 Bit r>&.306 T^aaen 59 alt 41350 TonaenJ 

1881 ... - W> „ 67.681 , 43 , 58.796 

1888 87 , 56.393 « 37 , 31.889 

1883 . . 64 , 3&.153 „ 21 . 18*45 

1884 ... 56 , 39.30!) „ 17 , 15.696 



MitthflfliuigeD nnd ICiscellen. 



151 



Hicnni ergibt rieh Kr die einseinen Jahre folgendes Snmmariniii : 

Einlaar in Triestar Hafen AniUnf BtiideiiiTrleBter Rkfen 
!■ Jahn uu den Teralnifften Stuten nach den VereinlBieB Stu ten 

Schiffe Tonnen ScbilTe Tannen 

1880 86 56.390 66 49.073 

1881 96 67.621 49 44.997 

•1888 ■ 88 57.869 42 38.228 

1883 . . , 55 36.206 41 44.094 

1884 64 5L.039 40 49.382 

Nach diesen Ziffera kann von einem Aufschwang des Schiffsverkehrs zwischen 
Trieit nnd den Vereinigten Staaten kanm die Bede sein, nnd bleibt es ansser Frage , dass 
■otor den obwaltenden VerhUtaissen , welche diesen Export von Zofalligkeiten abhängig 
■achen, an ein« gesands Entwickelnng desselben nicht an denken ist. 

In Folge des Abganges regelmässiger Scbifhhrts VerbindQngen weist aacb der 
Handel Triests mit den Vereinigten Staaten, wie ans den folgenden Angaben ersichtlich 
wird, gana erhebliche Schwaoknngen anf: 

Einfuhr Ansfnhr 

•n» nacb Mrlirwerlh 

tnt Jahre — r ~ — r~.~ — z — : — ' Zasammen ^ Klnfnhr 

den Verelnisten Stutea 

Werts In Tanienden von liald«n 

1864 674 4^ U37 211 

1865 690 871 1.567 (- 175) 

1866 890 1.670 2.560 {— 780) 

1867 1.385 1.257 2.642 132 

1868 3.712 1.991 5.703 1.721 

186» 3.176 1.717 4.893 1.459 

1870 6.924 1.491 8.415 5.433 

1871 7.187 2.019 9.206 5.168 

1Ö7X 7.902 1.746 9.648 6.166 

1873 a073 888 8.9S1 7-185 

1874 8.222 1.842 10.064 6.380 

1875 7.B97 1.351 9.248 6.546 

I87B 4.509 1708 6.217 2.801 

1877 7.176 399 7 575 6.777 

1878 8.U76 554 8630 7.522 

1879 10604 78« 11.392 9.8Iö 

1880 9.032 2.771 11803 6261 

1881 10.751 1.977 12.72S a774 

188 J 8Ä0 1.873 10.7:i3 6.977 

1883 5.503 3 976 9.479 1.527 

per Jahr 

1864—68 1.471 1.250 2.721 221 

1869-73 6.652 1-572 8.224 5.080 

1874-78 7.176 1.171 a347 6.005 

1879-83 8.948 2 277 11.25!5 6.671 

Deber den Werth des awischen Triest snd den Vereinigten Staaten Temittelten 
Waarea-Vcrkehra liegen f&r 1884 noch keine Aegaben vor. 

Ans vorstehenden Daten ist an ersehen, dass der Import Triest's ans den Ver- 
«falgten Staaten seit 1868 regelmässig weit bedentender war, als die von vielen ZnflUIig- 
kalten abhängige Ansfnhr dabin, dann dass die letztere im Jahre 1883 ansnahmsweiee hoch 
war, was anch von der beim Consniat in Triest angemeldeten Ansfahr gilt. 

Dieser Werth betmg nämlich in Dollars: 

1B78 18» 188t IMa l(t83_ _1M4 

1,522.264 2.202.968 1,9.'19.656 2,1.13 848 2,670784 1.879.982 

— + 680.704 — 263.312 + 194.192 + »36.936 — 690.802 

Hach einem Anfschwnng folgt zumeist ein BQckgang. jener von 1S84 ist jedoch 
■ihr «eitgreifeader Hatnr. 

Nach Triest raogirt in der Hube der Ansfnhr- Abnahme Wien nnd BrQnn mit 
473.091 Gnlden Ausfall. Es sind die wichtigsten Indnstrieiweige beider Stidte, welche 
darch diesen BHckgang betroffen wurden. Eine Aoxnahme machen onr Wollwaaren (Brttnn), 
Plcher (Tien) nnd Hubel ans gebogenem Holze (Brflnn nnJ Wien). 



ms 



Mttthellnagen and Hlaevllan. 



Von den beim Gsneral-CoasnUte in Wlon BUgemaldetoa' Export entfielen: 

bn Jtbit pUhreu . 

auf Dacbbennnnte Wuiea |g^ ' jgg^ , 

' ■ ' • ' Dol i .r. ' ''''"""'*' P««^tea 

Modewaaren und Jnwelen 342.502 282.872 — 59.630 — 17-41 

Leder nnd HSote 194.886 128.705 - 66181 — 33-98 

BanmwoU- nnd Leiaenwwren . . . 525.464 404.321 —121.143 — 23-06 

Mnaik-Inotrnmente 30.568 ia757 — 11.811 — 38-63 

Shawls 26.608 11-972 — 14.636 — 65-00 

Seide und Sammt 198.430 138.689 — 59.741 — 30-10 

Ranchreqnieiten 121.324 100.473 - 20.851 - 17-19 

Tnch- nnd Wollwaaren . . - . 246808 301.748 + 54.940 + 2226 

Fächer 101.852 111.097 + 9.245 + 9-07 

Möbel 72.880 97.814 + 24.934 + 34-21 

Ändere Waaren 1,809.155 1,600.938 —208.217 — 11-51 

Rel&tiv bedeutend (33'4I Percent) ist ancb der AubNU in dem beim Oonsnlat« in 
Budapest angemeldeten Export. Er nmfuat nar wenige Waaren and die Abnahme trifft 
die Artikel: getrocknetes Obat (Pflanmen), Linsen. Bohnen nnd Mineralwaeser, wogegen 
beim Wein ein Pias zum Vorschein kommt. Ancb worde ein grosser Export an Leder nnd 
Häuten effectniert, was in Jahre 1883 nicht der Fall war. Wir lassen die diesbezügUcbeQ 
Ziffern hier folgen; 

1883 188« Dlfferen« 

Dollar. abeolnte p Jj^^Mi 

Obat, getrocknetes 324864 146.425 — 178.439 — 54-92 

Linaen nnd Bohnen 96.094 52.578 — 43.516 — 45-28 

Mineralwasser 81.477 73.933 - 7.544 - 9*26 

Wein 27.457 49.430 + 21.973 + 80K)3 

Leder und Hänte — 27.273 + 27.273 — 

Am geringsten war die Abnahme des in Prag and Reichenberg angemeld«taa 
Esporta (96,050 Gnlden oder 5'23 Percente). Da diesalbe jedoch von 24 namentlich aufge- 
führten Waaren 16 trifft nnd unter diesen letsteren Qlaawaarea, Porcellan und Thonwaaren, 
Spielwanren, Musik-Ina tmmente, Handacbuhe, Modewaareo nnd Jnwelen, Fächer, Chemikalien, 
Hopfen und Bier, also dnrchwega Brzengniase Böhmens, welche einen Weltrnf geniessen, 
inbegriffen sind, so gewinnt diese Abnahme sehr au Bedeutung und fordert zu einep 
grösseren Eingehen in das Detail heraus. 

Hierbei seigt aicfa, daas die sehr erheblichen Abnahmen bei mehreren der genannten 
Artikel durch Sttigernngen des Exports iif anderen Waaren theilweise compensiert worden. 

Von grÖHserem Belaug ist die von Prag nnd Beichenberg ans erfolgt« Ausfuhr 
nach den Vereinigten Staaten in folgenden Waaren: 

im Jahre Diffeien« 

18SB 1SB4 1q 

• 5Vnm ' ■"'"''"* Pereonteu 

Beltfedem 44.836 10.687 — 34.149 — 76.16 

Bier 37.952 34.136 - 3.816 — 1005 

Chemikalien 11.642 9.103 - 2.539 — 21-81 

Modewaaran und Jnwelen 24.380 23.309 — 1.071 — 4-39 

Fächer 6.385 — - 5.385 — 100-00 

Glaawaaren 1,216.730 1,075.219 -141.511 - 11-63 

Handschuhe 23.564 22.133 — i.431 — 6*07 

Menscbenhaare 31.650 13.916 — 7.734 — 35-72 

Hopfen 22.326 19.627 — 2.699 — 12-09 

Leder nnd Hänte 57.345 18.341 — 39.004 — 68-01 

Mineralwaaaer 15.509 9.881 .— 5.628 — 36-29 

Musik -Inätrnmente 3.954 2.036 — 1.918 — 48-51 

PoreeUan- und Töp^rwaaren .... 158.469 148.011 — 10.458 — 660 

Spielwaaren 18.138 15248 - 2.890 - 15-93 

Knöpfe 83.646 116.489 + 32.843 + 39-26 

Tuoh.und Wollwaaren 34.190 77.092 + 42.902 + 125-48 

Möbeln .- 3.626 9.790 + 6.164 + 170O0 

Leinen- nud Ba am wo II waaren . . . ' 2.247 22.669 + 20.422 + 90885 

Saide nnd Sammt S7.113 72.868 + 46.755 + 168-76 



WttlieniiBKtn an«! lCf«»tl«B. 



163 



Uitmit winn dia ir|ckii|:«(«Q DiAnoin, vdcUt der Export 0«<ilamich-üor«ni> 
■tftcli dea Verciniiiteii Stuten in Jkki« 1884 kck«i> du uaBtttolIwr« Vatjtkr nrgibi, dar- 
(«>tcl n»d eit crtbrlfitnar aocb ciana itöckbliclE *af dia Knliwickcl bdi^ dIssM Bsporl^a 
si wsr(«u. E» Btttliri) na« m dioiaiu Zwedio dir D«t«D ttr die Ffaealjalin 1R77 — 78 nnd 
1S78— 79. aawM dicjeniKni fir die Soiirajatire 1879— S4 la Q«bou. Nicb dvniiellwii 
«miohlB dlner Terkolir in den Jkhrcn 1332 and 1883 die bfichatn Wsilk- 
noMnu nibl erfmte sicli hin incliiBivc 18^3 rieor ooiui«at«ii StKijc«raa|;. Diai gut von 
dar BttnptatitiiiiiD. Vu ilac«s«i diu rim ilea «Idi«!!!«!) Coonliim soscnrieiMi«! B«trl|c 
Iwtrim, so erclbt dai Juhr 1883 wohl flr Wieo. Trint nud BtKUpett d» tAelistM Betn«« 
ud «Ine Ua daUo onr wnnig uDt«ibrocb«ne ät«JKcrB>>C. ntofet «o jadonb fBr Pra<, mitm 
dtr Kipon adj Dfibman (munentttcJi jeacr in Gluiraami) [s iIbu Jahran IISSI nod ISSä 
benlu inDtaBETvieber war, al> la Jahn 1883. D«r Worili dn-Autalir tmicbim in Taaua- 
da« roB Dollan; 

1» Jalra i» Q.««, dar.« ai.,a»al4a».btf« CPwa Uta h. 

1877—78") 3.700 i:.4b8't 'j ? 6Öö 762 

I87S-7?!') . 4.071 8.041 166 743 l.litl 

lan . 4.897 SjSOft 3iS as& 1.68S 

1880. 7.10e S.988 149 1.769 £.203 

1681. 7.602 3.067 416 8.070 1.940 

lass. .... e.7oe aeie tu 2.4S4 £.134 

1SB3. .... 6.7S4 3.670 6«8 L836 1^671 

18M 7.181 3.197 365 L739 1^80 

1884 f:ic«a 1877—78 . . + 3.481 + L.U4 + 1J39 + 1.118 

£«iiabiB« In ParcaataD . . O4-O 461 »47-8 168$ 

Von d«s Anfickwimi;«, wdflisa dicaar Verkthr aait dMD PUealJahi« 1877 — 76 
g ime im mm», ntfallaa aar Wi«ii, Bräna und Undapast naamaM tt«ioiBM*n 38-3 Parceat«, 
aar Prac inclnaiva R«irliatili«r« 3&-& P«r««ata and anf Triaal 33-1 Prircat*. F.« fra^ «ich 
nkiUBAkr, in waicktn Waai^aga Hauen Hat «ük dar Rsport nacb dco Vfr«iai);l(n Slaatan 
im li«Utditlick*r Weite («lioben ? Wli aiOjaon di*>b«Rn|;licb tintn VnrKlctch aviMbaa 1879 
aad 1884 ansullea, da lutH Ui^ V«rKl«i<:hai)it von itoDnen- na-l Pbcaljalina aidlt paMond 
cncktiat aail xud«« das Detail Kt dos Piscaljahr 1877~7S oictil Torliegl. 

B> twtrag die in Rade atebiuide Anafnlir dato Wcrthe oacli: 

iBGanaan Znaahn* 
, . , " ^ 

O » 1 farä rerwalaa 

aUanar>a 599.580 1.100836 9«1.299 83-60 

Töch- nnd WoU-aarwi 173 4'H 37aS8 W>6.434 lia-47 

Baaia»»ll-jiijid Leioenwaano . . . a77.503 426.980 149.487 63-87 

KnApfa 1,071.907 1.16Ä383 W.476 8*4« 

Modawaaraa aad Jawalm . . 175.078 307.001 13l.»23 75-35 

Haida and gaant ld.:i8S 211.537 192.172 991-34 

Obat, aabmltalaa 1,09U.M>0 U'^S97 233.091 !il-37 

Parcallaa- nsd TlKwwaarui .... 1^.393 191.399 173JX)6 940-61 

Ananr dleaen Artlktln alad »ha aocb elal|:a sufcewacluKis, waldie Im Jahre 1S79 
kciDea GcgeaaUod d«> ExpoMa bildaloa odar tn wniman Qnantil&Un aadi Amerika rer- 
aaadel wurden, wie «. B. Wein tuul Uqnrar«. Hopf««, robar WaUxtaiii. MObaln a. a. v. 
Dagefca k«miDt «nob liH ejoijmi Wiann ela RdckKaait anaa Voracheia. and awar ImI 
UaBdacbabra von ig:e.lti8 auf 56.900 Dollar*, bei Ckanikalie« von S21.233 aoT 137.284 
Oallan. hat Mnaik.IaiirDisaataB voi 65.648 anf 20.793 DoUara, bei Quubmi tob MI7.988 
aar lS4.aoe DolUra etc. 

Wir aehlia«a*B diata Aaafllkraai[>«n mit dan Wnnecka, dam der enpaadlfcba 
JUckfans dleaaa HandoU in Jabr« 1B84 vaninult blaiban ond aa der ratarlkadfarben 1b- 
dsatris gelincaa BSft«^ anf d«D kanfkrAfligiMi Mkrkten der Tareiiiigtan Staalaa voa Asarie* 
sekr and nakr aa Terrain an |^winn*n nnd das« die erst« aad «Wela Vorbediagaas 
Uaraa, dla SebaAug r«{;elBüa*ig«r Danpferreibiadaagaa. baldigst aar Thataaehe ««rd*. 



'I Daa Ftacaljabt hPcLiutL nUt u October und endet »m 90. flaptainber. 

'1 Der Rxport van B iiJ apwK laC m d*i Wartkaamme von Wi«B inbeKrlflna. 



atattatiacba Moaaiaelifift. 



u 



IM 



OesteiTcIcfas Sparcauei In Jihrc I88S. 



A: I n terflBie fflteo- und P » rtei cn hn w«cn 


n «. 




B 


hhmi »t 


Aseabl der 
Spart M»*n 
Ka4a ina 


£*U der SiMr(*iMblinb«- ClkUrMwstoa, 




n ABhac 

d*i Jahn« tu 

DBlur 


Im Lufe iM JfthrM 


Am JrttW 


MUncafeM 


Bttllit 


Nivdor-OotoiTfräb 


65 

4 

47 

7 

8 

£ 

16 

91 

44 

16 

1 
2 


') 477.4C5 

137-613 

•) 88.699 

196.988 

39X)g9 

3S.G99 

18.864 

67.S05 

445.844 

99.999 

39.462 

90O61 

e.Oifl 

571 


94.682 

28.617 

54)90 

45.RR3 

9.S06 

7.572 

3.671 

26.825 

8afiS6 

ao.839 

6.897 

3i.404 

8.804 

76 


77.381 

17.959 

3953 

3A./>äl 

s.6oe 

5.36S 

3.886 
15.438 
69.379 
16.057 

5.3S8 
27.668 

8.158 
11« 


494.766 
148.271 

ü3.e3& 

9M.8» 
41.900 
37Ä» 
18449 
96.B9S 
465^1 
104.281 




Tfral aad Vorvlberg , . . 










41.001 

94.80.1 

e.697 

588 




SaniiiM JOB 1883 ■ 


352 


') 1.689:589 


367.76» ! 287.733 


1.769.858 


IWW. 
1881. 


ä45 
»35 


'j 1,616.9« 
') 1.660.084 


342.941 


283.34S 
274.455 


1.090.54(1 

1.6ia570 



Ii Ib 4 « r 



HIsdarOn>t«iTdcb .... 
OUfOutcrreicli .... 

Salsbnri 

SMinlUTk 

KUsta 

KniB 

KtrtanUnd 

Tirol nad TarulUrs . . 

BOtew 

■Uns 

BeUntw 

6illxi«D 

Biik«irioa 

DKlgaalÜB 

^iiBiuo von 1 683 

1887 
188L 



ZonahMs (4.) oder 
thaalnui) (— ) ftgeü 
tUi Vorjahr 



Mnt«n 



ftnnt* 



17-Wl 
4.6.^8 
1.137 
y.362 
8.900 
8.810 
385 
11.3»3 
19.517 
4- 4,888 
[+ 1.539 
[i 4.742 
i+ W6 
4a 



+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
r4- 



+ 80.0Z9 + 4-74 



'+ 3fi2 
+ 3-3!^ 
+ 501 
+ 4^8 
+ 7-42 
+ 6 21 
+ 3- 14 
+13-06 
+ 4'38 
+ 4-28 
+ .H-90 
4- 6-87 
4-10-7a 
— 7ö3 



+ 7Ä.893'+ 4&I 
+ 66.85814- 4-SI 



AuKordtiB hu Laaf« 
dM Jabrea «rfol(t« 



Tltall.KlB 



346.032 

57.715 

9.3il 

85759 

11.091 

18.411 

16.857 

46.968 

306.095 

79.975 

88.487 

50,624 

7JfrH> 

117 



TliaU- 

KOet- 

taUna«« 



874J£04 

58.409 

9.441 

10ä.ti68 

14.917 

17J271 

8.297 

36.609 

28&516 

58Jn5 

t&33S 

50.GIO 

5,768 

34 



l.iVj7.t«Hi! 9433<ji8 



IW 1.564 
901.680 



K74.;J51 
839.781 



SuBBvdarliiiliiiüt 
4«a JahMH «rfftlfUBl 



nliltuif«-' nUnuKi' 



P ■ t a n 



440.714 
80-3381 
14.4111 

131.648! 
80^97' 
19.983! 
19.9881 
78.7771 

394.991 

100.814 
36-)84 
83.068 
10.050 

iy:i 



3&1J»B 

76JaBi 
13.194 

139.18» 
81583 
S8.63a 
11431 
58041 

367895 

74.768 

88.69% 

78312 

7 920 

153 



närSiSTüöTöüi 



1.338.516 IMYW. 
1.844.521 1.114.176 



t tfagm «iovr AMdaranc W Patdabc» «■ 
'I Wajcm «Inar Annale roDi; bei Vvoniarlic nn 
') AbniU durdi RliihtlE^taltntiKoii efe«iiüber 
*t AMal) dnroh KicbUrttellanna t«E«*>&ber 
*) Abtall dueli IU«tiUsit«U(iDKaa eoK«nnbar 



III 



__ . alatUr BodabuU d< 
»nnr »In dar KnilBtaiid 4 



d«r VorlatLiBitiTer ni- 

dar VoTJahnsllTM- i.n*. 

der TorfabmilTBr 7H. 




inttluffiiBKai Bad Rtolhii. 



t» 



Bt KiBlBK«»A««Mriiiic und Stsnd. 



Lki 4tr 



OitliKlitii d»r Blnlcgsx 



Stsnd fn An- 



Katncfa« SB 
Capital 



AMkUlfiU.«.tu 
btniütaZIiLin^ 



In Luft Am Jikna un 



caFiLtlirfvu 
n. ftiial>«nUU 



SaldtKCittrr. Wtbrnig 



I Wi^gO— to wreh 

! OW-0«ft«ntidi ..... 
[fiymbntT ■ .... 
^aWtfBBTk 

tUntan 

KniB 

K<M«alM<l 

Tftttl nad TMulbcrs • • • 

BSkwD 

lUlm 

SflUMi« 

SbIMm ......... 

Bikvwiaa 

DdnMlra . ■ 

Sura» r«B 1883 - 

liST 
18S1. 



233.023.684 
65,896.042 

8,940.-;!S8 

86^220.348 

I5,S71185 

16.036.628 

4,871.117 

*} 4^127.028 

264,747.701 

&2,H1343 

[a.48Q.9&6 

32,059.030 

2,919.722 

886.385 



59.84 J .375 

2,689.262 

28,2(n.0fi3 

4.18U.LI5 

3,626.478 

1.683.156 

17.760.109 

80.711.909 

16,066.010 

3,717.642 

13.581.497 

1.959,554 

42.522 



58,991.422 

13,966.468 

2,613.811 

39,93a738 

3,619.309 

3.325.990 

1,609.643 

13,681.759 

79,040.889 

14,579,863 

3.153.045 

13.112.928 

1,6^6.481 

80,368 



'}R2e.3.t4.S&7 



792,148.5581 
744.654.457 



aCMi.VA.i 23H.e55,)14 



2a;(.Ui-444 
22&.9S6.&27 



fcJl,fttt.46l 
220,333.002 



M.hß^mi 



i2.930.tl5 
31.84La76 



I 



0,024.669 
2,925X69 

ä59.5T7 

3.507.«« 
l>23JK>4 
649.284 
180.182 

1.681.704 
11,091.148 

2.287.607 
5744>56 

1,447.060 

HS.1BS 

13.880 





6Btbib«n 4er Elnlvfsr 

L . 


Lladvr 


JteBit m Ead* 
1« J4hr«kn« 


Zooftba* (4-) 
nihan (— ) (b 


oAna Ab- 


DtmkMh■It^ 
UtbM OaUalMaij 

imA KbO« tan' 




«nUvafcW. 


(MUm 


POMOSt« 


nate^OMlmeh* .... 


fl8,o:«.7e7 

9;W5.276 

88.004^69 

16.766.196 

16.885.300 

.5.124-812 

45,884.083 

277.5 iaS23 

55.937.327 

14,329.508 

^3,974-679 

3,404-977 

262.369 


+ 9.877.Mä' 
+ S.14a72& 
+ 335.048 
+ 1.783.941 
+ 1.193.010 
+ 648.772 
-f 253.696 
-f 5,757 J)S4 
^ 12.762.762 
+ 3,796.784' 
4- 839.552; 
+ 1,915.649' 
+ 485Ä5 
— 24 016 


+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 

+ 
+ 
+ 
+ 


4.43 
i-lft 
375 
2-05 
7-66 
5-29 
521 

M35 
4-82 
7'28 
622 
6-9S 

16-62 
8-39 


470-73 
478-23 
.S89-14' 
428-68 
3991M 


»«i» , , 


446 59 


tlr*l nad Vonu-Ibers . . . 

BilBlM 


409-16 
46536 
596-33 


OaUilu 

Bikwta» 


349-49 
38fr37 , 
BW?« ' 
496-91 


Samta* vaa 1883 . 


868.299.33Ü 


[+ 41,9li4.77:-I, 


+ 


507 


490-60 


1883. 
1681. 


8«).3:j4Je&6 
79S,14ä568 


+ 47,494.101 


+ 
+ 


4 32 
6-38 


48880 
489^1 ' 



S Wmm «U«r AKkdmaa tnl SslilaBdan ob Mi hSbar tU dxF KwaiUai AM Vaijkla«!. 



156 UttfcBllugw nad Uwollsn. 

0) IntereisenteDgrappaa nach der BialAgenkOh e. 



L 1 n d«T 



Zahl dor BüüoKer mit einem Gathaben tob 



nutet in loo-AOO too— 1.000 1.001—1.000 1 IMO— s.000 



G^ulden Sitcrr. WfttLrnnc 



Nieder-Oeateireicli .... 
Ober-Oesterreicli .... 

Salabnrg 

Steiermark 

Karaten 

Erain 

Kastenland 

Tirol n&d Vorarlberg . . 

Böhmen») 

Mähren 

Schlesien 

GaUaien 

Bnkowina 

Dalmatien ■ 

aamme von 1883 

1882 
1881 



76.766 
51.518 

7.134 
89.467 
15.046 
13.540 

3.562 
31.3S9 
171.745 
41.670 
1&066 
49.327 

2.652 
102 



62.600 
52.436 
11.133 
73.167 
17.039 
15.677 

5.671 
43.613 
159.527 
35.533 
14.056 
27.123 

£.156 
273 



25.531 

19.054 

3.541 

21.894 

4.914 

4.377 

1.912 

12.667 

60.502 

12.680 

5.069 

9.149 

721 

96 



16-407 

12.960 
1.526 

12.366 
3.310 
2.660 
1.267 
6.785 

40.690 

a647 

2.437 

6.013 

638 

44 



571.984 I 520.004 ■ ISü.lO? I 115.750 



545.088 
511.673 



497.369 
474900 



172.603 
163.258 



110.739 
105.285 



3.970 
3.490 

249 
3.949 
1448 

719 

135 

1.931 

15.3S5 

2.792 

805 
2.254 

253 
9 



37.359 



33.912 
32.666 



L k n d e r 


Zahl der Klnlecer mit einem Onthaban von 




S.ODO— <J»0 


UWO— fi.000 jLOOO -10.000 


&ber 10.000 


der Einleger 
mit Ende iSU 


Onli 


len ÖBterr. Wähl 


ung 






1.412 

1.301 

95 

1.594 

129 

311 

47 

830 

7.487 

1.198 

318 

390 

232 

3 


769 
603 

55 
834 

47 
181 

33 
502 
3.213 
710 
136 
195 
9 


794 

722 

76 

U21 

53 

290 

]8 

638 

4.775 

793 

103 

268 

6 


252 

187 
27 

698 

13 

54 

4 

243 
2.067 

258 
11 
84 

1 


•) 18a501 

142.871 

23.835 

206.290 

41.999 

37.809 

12.649 

9&598 

465.361 

104.281 

41.001 

94.803 

6.667 

528 


Etletenluid 

Tirol nnd Vorarlberg . . . 






Snmme von 1883 . 


15.347 


7.287 


9.85b 


3.8*jg 


') 1,463.593 


IflR?. . 
1881 . 


13.149 
12.842 


6.523 
6.819 


9.13i 
9.068 


3.459 
3.505 


'")1,391.974 
")l,320.2i8 



*) Wobei Böhm laoh-Let Da nnd Te plitz naob dem Percentaatie dei Torjatarea bareehnet eind. 
*J Ohne die erste Öaterr. Sparooaaj in Wien mit SÖe.iBS Einlegern . 
") Hier feblen die Angaben voa 8 Anatalt^n mit 898.568 Einlagen. 
>>j Fehlen die Angaben von i Anstalten mit 198.061 Einlegern. 



HhUcOnngsB ud tCiMeUuL 

DJ ActiTK and Fftiiiva der Bilknien. 



157 



Linder 



OutlubeD 

der 

ItttereaHntea 



Besarva- 
Fondi 



SoiutiKe 
Pusiva 



Summa 

der 
Puiir» 



Onlden Beter r. Wälirnnc 



HiederOetteireich 232.901.226 

ObeM>estemich 68,038.767 

SdBbnrg 9,275.276 

Steiermwk ■•■ 88,004.289 

Kirnten 10,766.195 

ZnSn ■■ 16,885.300 

EBMenltund 5,124.812 

Tirol und Vorulbers ....'■. 45,884082 

BShmta ■ 277,510.52.=) 

lUbren 55,937.327 

SchlMiai ' 14.3i».508 

Oftlixiea ; 33,974.679 

Bukowina 3,404.977 

DftlButfeB ■ ■ i' 262.369 

Im OuuD 1883 . : 868.299.330 

1882 . S 826,334.256 
1831 . ' 792,148.558 



12,487.193 


5.806-357 


6.872.822 


457.348 


608.226 


113.928 


8,900-231 


286.793 


1,692.238 


47.456 


1,832.917 


180-241 


413.659 


16.207 


3,432.510 


257.640 


22,255.039 


3,127.687 


3,765.669 


689.786 


1,205.847 


68.956 


2,928.196 


1.235.836 


280.001 


115.423 


17.962 


5:i.018 



251,194.776 

75.368.937 

9,997.430 

97,191.313 

18.505.888 

18,898.458 

5.554.678 

49,574.232 

302.893.249 

60,392.782 

15,604.311 

38.138-711 

3,800.401 

332.349 



'") 59,666.296 
")S7, 136.079 



13,1.15-258 
19,068-780 



899,035.810 
868,353.417 



")66,692.510 12,455.675 ■ 947,447.515 



L t n d e r 



Niedar-Oeaterreich 
OborOeaterreicfa 
Salsbnrs . . . 
Steiermark . . 
^bnten .... 

KraJB 

Kflttealaad 

Tirol Bod Vorarlberg 

BStunen . 

MUioa . 

Sebleden 

ealixteD - 

BKkowfna 

Dalnatien 



Im Ganzen )883 



188 
1881 



Hypothek Kr> 
Darleben 



Wecheel 




ToiBchfiHe 



Qnlden Seterr. WKhronf 



151.352.255 

43,335.274 

8.387.787 

58,555.093 

10,603.478 

9.869J382 

2,401.575 

29,521.526 

185,309.776 

42.220.259 

11,209.289 

19,271.838 

1.22a05ö 



24,055.964 

474-806 

175.385 

1,894.963 

423.865 

498-521 

137.696 

1,006.895 

7.960.403 

3,296.312 

108.213 

6,952.875 

299.206 

1.399 



T" 



6,845.211 
675.237 
152.828 
504.461 
21.558 
168.156 
977.211 
361.102 

3,424.170 
425.290 
114.945 

3.990.336 
271.011 
229.641 



19,631.059 

25,573.409 

580.477 

27,248.558 

6,281.781 

6,411.818 

764.690 

13,160.044 

72,971.430 

9,706.655 

3,031.574 

4.058.382 

1.720.437 

36.154 



57.<,a65.48-< . 47.286.50:1 ' 18,161.157 i 191,066.468 



630,636.142 
501,829.653 



47.788 795 
57,489443 



19.364.695 
17,710086 



177.702.982 
171,675.882 



") Woranter n.0fll.0i8 Oalden Specislreaerre für Caaredifferenten, 
**) Weranter b;au.iu Onlden SpeclBlremrve tut C inndlffereni en, 
■*) Wornnter e.i4S.4*e Gnldea 8peai&lr«»er7e far Conriidlffar^at en. 



158 



l.thMil»fciHih*t 



Df A«Urm *»d rsas-irs dar BiliiaoB. 




Sledv-Owteniok 9.93&3ia »Jtl6JM S;9KU3S t^SiUX 



' 



3ui«rnj»rk . . 

IRAnUa - 

Kraia 

RtatsuUad . . 
Tirol md Vonribvc 



IXUna . 
|a«listM 
DatoaUM 



UBl 



2.«M.a4l l.a>4.S0H 
:■■'■■■ TT- 13«.aSi 

4SB.3U 

» i r ' "" 



986349 874.966 

ISS.7U 8aOI79 

«^l&eSS 2,411.fi0fr 

143^12 30e.l&» 

K2.939 97.972 



aujMTn 

7638aS37 
9,997.480 

S7.19L3U 

UjB8e4C8 

^7<>474 I.245.<Xä ftU93T 49J94J3t 

ivT'.-J- d««.T&fi eeofiM eosas.» 

' . ^ - : : : ' 30Bjäi 10B.700 \h0iUM 

4>':'-< i i-.:--; .'i<< TOSJetI 7aQJM' s^isaTU 
&t.l^ 40^£iü UaTW 56.9U JLfiOOrfOt 

wiTOoi a >.«5i i7J8ä| iiii ata# 
,47gu)»4tsuuia&täi«ouy)Uiiil4AilU} WUSEüö 




19^8094» 13M8.1» 



8BS,3SU17 



Utentnrbfrletate. 



Br. «.Mm: 
0«ht*Mh TM fltr 4m 



nr 4« 

L ti«IL Tm 4« Ci^n^ 4w StuiMä U« 
(^M»l«l«l (1S3S). SbMnrt. Tcdic na Pwl Ibk« 1884. S*. XT i. 3r7S& 

Mit 4m Mifi««4« BmW kMWt 4« T«cfi 

4^ «b >!■»■■ ^ Bftohr ibv 4fa niiiKiJI ^ SbHia «■ ralUli. 
Kslva. Jcmafc, «»kl «la. «Ur WU riU MmiBm niAi ■■hiiwl. WM aMt alJKtn 

tot 4w Ta 

*m 
Sahala n4«MaiiD 4i« hMiwiaaMhiii Ti 




tM 



«rpbea aant«; via wiaianm <Uaw Ltk» Hfoit ikMa BlUkaapaakl «rrftiokl», xahircick« 
AÜklagar b Ul*a, uieh la de« hAelwUn EkImd «rwuti a>d Aauheii flu- ilob nitd Uin 
HftBptvertnl« xrfiHt «robert*. Abtruui lickrt Meb ed. d«M di««e]>ii«lp1tii «■ivJckflBng«' 
ufÜlg MiB uQnU, il»nii •!« nvoWBl ünr ^ «in BTK«biiin d«« AofeiiblitkKbpdä/falMes, 
•!■ »is Dwchca&frvUdinia ttt «Inifa «ad«« Wira«BMti«ftoa, ein IhpMtloriaa, tber dtsKO 
lakklt ■«■ itr«)!*!! hofl&te, dMsea IihaJt M^a rfncbivlen koordaen and «erscliieden ror- 
briasM kftoBt«, üu abef iiickts Aaderae ku werden vttr»odtte. 

9«u aadm U der swdleii Ahtbelloug. Biet hat der Atlvr m wohl klar sa 
bkIub ▼tntoadia, wie alefa nfi den 8rw»tu>n der «ipertBaDteU» H«taT«ttt«B>cb«n«a 
das lataruM aacb data StndJiiM der fieT&lkeraag la dleier esparimantlanadea Fora zd< 
«aadte, vte einen Qranal luid Petty da Staanllcfa foleeo «oaite. aber daat alcli 
daa 8t»dlBa m lan^e auf äie äierbeufdii bfachrknkte. diese n eg bohrr fiedevlnac eiap«r- 
acknnbte, ivntr ia -rclcbcm inDeren. notfavendlgea ZnaanmeDliBag SüBsiailch mit den 
«BClücltD KatI«ial-OfilE»nDiDrn nud den belcticb-fraiiBaiUcliaa Mathematiken flabt, daa 
4annala0eB KeÜaft dav Anior «-eBif:er gut. Er veri^iait, die Bedaatanc ood dieEatvtcke- 
l«a|; dee Toatiaamyateata tn 17. Jebrliiuidert io'a rechte Licht xa alellvD nod u gelingt 
ihm Bitbt, dJa faieüfa AtBoaphlre n Kade des 18. Jihrhimdvns so iq MbildMn, daäi 
maa dea H«ran*irirli(«a fände dienr fra^ickea Bldthen als KothereDdifkeit arkeiuit. E* 
ia( abas nicht aa Pletu gavaraa, daaa dar Verfkiaer bloi eiazelBa H&naar Jeaer Periode 
baapricfat, dace nicht der EisjtelBa, Boodam der Bndeei, aaf dem a naarepf iaaeatckaft kelaite, 
iat n aekfidant. 

Mas flieht den groeaea ZDBaia«i«iitaaDj{: SteeBÜeb ala der ante STrteaiatlkar 
hearteital die BcvftIkeriDfa-Stttlatjk, Ualthne re^ den UeberfaDg aar Wirthaabaft»- 
SuUMtfc aa and Qaitelet fcr«at daa SjbIvh ailt der Moral- sndSodal-SUlialik — aber 
daa deeut der Terfaaaer aaoh nickt an, das an» man heranaanokaa. Freilich hat dicae 
KH«hlieh*r« B«arb«ilniif dee ersten Abachailtcs k"U Qrfind«. Die hier bcaprockta« Periode 
»t in lieh atgttckloaMB, wurde Kb«n tttttt behandelt aad liegt nAam der Zeit nach waiter 
aerick, aa daea eine •bgenndeter«, dnrvbaichtlEe DanteUna; lekkUs M^llch Ist la dar 
Pariade dea awoitea AbackaitUa rt^so wir noch Mittaa iana aid 4mu hat gewlas dar 
Abbrach, welchen die DaratcDuig darch die leptrate VtiOffentlldiVBg 4*6 ernten Bauden 
erlitt, nicht Terthoilhnft Rowirkt, bq dass man die oifader votlkoBmue Ahnndaiig der 
tttstaian Partie nicht nlLan sircnse henrÜi«ilcD darf. 

Ia det Oaratdl ante form hat sich der Terfnasor mit Becht nicht blue anf die 
Utaiariacba Fradncte der äutliük beaduAnkt. »ondera, wo es ntOtUch war, nncb rinn 
LebsBibaickralbBai der SlaUatiker gecebeo und dercA Onaaiuitarlikaii an «Btema Angeu 
vvrkbaf^haB fnana. Wir bitten aar geirtuclit, daat diaw Iiah«aab«M)hreU)iui{en nicht 
bald enr, bald nach der Beaprecbaaf der Arbeiten dee bctrafkadan Gelehnen, bald unter, 
bald ab«T dtin Strich eorfebraokt vtrden. denn das arsckwert das Kacbackla^B aad dann 
Int «a dnan iulen{buni VoTtkeil, die LeAcJMsnhildaroBK ala SincuiS m (ebea, weil da- 
dareh oR Vieles In den wlntaawliaftllohea Auehanaacaa eiae« Salsbitaii baeniUeher wird. 
Siad wir tbrigena alt der Knappheit und deai Zielbewasgtaeia dtenr bfecrapUsohenKottBeB 
•«hl inaer «invarstaadeii, aa naben wir kinsicbtllek der Ontersadiiui£ der litenrtteben 
Pradnct* doch Manehea einnwendeo. Httnflg vernisst n»s eine faate, aicktr« Kritik, w&kread 
dl* bei (^netelet x. It. attader streng nein kOnaie, Indem alcA apedell der Videreprach 
iwlachta eeiaeoe phTaifcalisoben nnd ii»oial«n 6»«eU* doch l>e«b anden erkULreD Ueese ; aa- 
dererMite Ubcrruckt oft «Ine gar an genau« Aolt)iattB( •« andere Foescker s. 8. Knapp, 
•o daea naa l'icht rerleitet werden kthiote sn slanbea, der Aiitcr habe aidk weniKei dlr««l 
nie tndkiect mit den besprocheuea Oesenitand b«»chUti(t Aach dtrfte der Kiätkenaer 
oft in VerJtxvnhcit koaunea, wesn er enteciielicn sollt«, was noch dio Mclnnag des be- 
ajirachnnca Drsktn, was Jena doa YerfaMers ist, da dies« baidan fcial; BaBarkllch 
taalnander BberftlceMii. bellen hlBgeftea kotnoit ta vor, daaa aihn weitachwellce Discnjae 
slB(edo«^tBa wardoo. wie diri den Literv-HiaUriken ao hAndj^ taachieht nad wie aaob 
•a>«r Aotor a. B, in nicht gana nweckmlnEcer Wela« die BnldeckancBrahiten nach dan 
tiaallas fBr Kaltejr'i Sterbrtafeta aiurilikrtich echfidort od«r fBlagcntlich der Schlldcruac 
Toa Malthoi Vorläufern bei den Hominatixen nad Boaliatea, Descartes and Locke 
aetora Aa(fafl(8|iaBkt almait (S. 2T4— 70- Im BiBselnan liassa sich flbrifeas achoa hie 
aad da ein Msbr odar Weniger Terlniit«n, ab«r Im QnM(«n nad Oanaea nnaa sngeataadtn 
werden, dasa sich der Antar bei der Dantnlinng der LaMnagen der einaetnen Hkaaer and 
ikrer Hrtleatnai fkr dta Wlasaisebaft nicht ««rgrilKn hat nad es nnn aaaikaiiat wcrdaa, 
dws daraalb« gut richtig dla Tardiacsta SackendorfTs aad Coariaf's am dl« Ba- 
(rUdaaf der deataebea üaimvitAM-dtaitiNlik, Oraants and Pettjr's m Jena der poli- 
tseeben ArlUUBetik kerrorkebi, denn dadnreh «ewinol man «r«t das wahre Verstiadalaa 
(Kr da« Anftretap SOssniUk'a sowohl ala Acheawairi. Man darf nlao immerbta dlecM 
Tersndi «i««r OaMdU«hU dar 8t«tiatlk ala getaagen beaelahBen nad aaf dia WeitavfBbrug 
aad VoUeadeag deseelhon mit Bechl gafpaant sein. /W/. Dr. J^r«ni «, JurMtiitk. 



160 



1!itt«nnii4>erf<iM«; 



Karl Freiherr v. Cvoernia- Of« kMph VStkcr Qb«r-Italleiis, l(iülk«r (Uabrer). Rtet4- 
Elruiker, Rtelo-UdlMr, Vewter, Kelt«-R«fliaMB. Wi«D, A. Hfildor, 1S8S. 

Die 1Lit«ntijThisionk«r fahren in d«r BlographU 0««tii«'a jtern« aom, «rU j««!«« 
wiBfr DiohUro'ik« «Ikea KftcLklwig tob inrklioh Erlebtem duidcllc. bcviuji»» ktxr sein 
RutlorblkWr .Ptast' ein $pi«g«ll>iI4 des gkaz«» Star»aKaag«t ««inor xvixtijcuD tintirickalBaK 
biet», diihnr ancb ^«r mi« Theil in il«r Stnns- nnd Dnacperiodc de« jaasen OlcblMi 
«ntsUnileB ist. <l*r «weite aber cnt im boheu OielstaaJUr ilewellieD, un Vorkbead» itlaM 
82. C«btiilMa£«s SU VolleoiIuiK eo<li«l>. Eine gft» kkoliok« Oetcblchl« kännU flb«r Ha 
£DUt«httBK du Uetorbchun Wurku enilili wcrdes, T«leli«i dar AltmeiaUr toUimichischer 
SUttsUk. K. Pralharr v. Csotralg, vor Kanen in «tnoai Attnr, du Wenieea Bbedinnpt 
ud dihJi weil Wcntfvren in foluk' goialfger Bftitlgkdt so «rrelehei fSgORit int, dnt 
Ofiffoalliclikolt Dliergebeo hkt. Schon In fel&tiv bnlmn LebeanJtvr at berorss^r unt- 
lloher StolloD;; in UaiUnil rerwendet Bnd dSMlhat Ibei eta JnhnMhaut verweilend, besnan 
er idIdc Stadien Ulior dfe histoliidi-fithnOfmpIliKbea Kontinde der Lontbnrdia nnd nn- 
vall« bierabtr raicfaei Haterlal. Sp&ter za bsbaier Vlrkstnikell nncb Wien berafe», «■ 
die 8piti« in BUttsiiich^D DnrMoa f;eit«Ut. und darben sn nndem «lehügen Vvrml- 
tdDirtMmleni *«r«endel . T«ilar er doch Jene «lueBachnftUche UebUngiailfcnbc nl« uu 
dem Aajce. le der von ihm Keficbaffenen, leider onToUeadet (fbllabenee EtbDo^rKphi« nind 
ditM PorBchnn^n nnr lon reHnttsten Theile rerverthet worden, nnd ftacb bei der etbne- 
yr^kisckan Karte honntea aie nicht »r Oeiinng gelangen, weil dleie die heute getpro- 
chene ^ni^e danteilt, also daa gRoze frUer OMerraJohlBcli« Italim mit gleichförmiger 
Ttrbe bedeckt, rtm wwloker deb nur die Pnrlaaer In iasiecft«a Oetm mit geringer Naaa- 
darong abheben. 

^Wird aber die»« Oberfl&eb« glsicb einer leichten Decke abgehoben, eo geimbrt naa 
daronter mit volier I>«ntli<ibkeit die Nacbhommea der TorachitdeneD TSUterachaneD, welche 
in bi»terlMh«t Ztit daa Land b«»eUl hieJlea." Diesen Nanbwoi» sn «rbringeu und hiernut 
ein« I'ficke BoaxufatlaD, welche in der etbnogmpbiachoB Literatur angeachtet sablceicber 
trafUcber Einnelnarboiten noch immer verblieb, echwebte dun Verfaseer sUta vor; »eine 
Jigiictleiatuig «bar Oln kau cleiehsan nla die letzto Voratnfe dexa betrachtet werden, 
nnd nn, nnäidnm «r nein elguBca reicbai Uat«rial mit der goaclktchtUcbsn nnd Uogiiiiti- 
ecben Literatur dcrKenselt In Einklang gebracht bat, bringt er eain Werk xnm AbacUnn 
und alellt damii daa Werden der heutigen Dcvolkerong OberltaUens, die Aafelnanderfblca 
der In dieee Landuricbe bald rablg ei o lieben deQ|, bald verwaatemd TOrbrech enden Völker* 
■Umue. Ihre lUnobnig utd gegcnaeltige Aufonngaog, sowie die Sporen, welche dlesetbea 
in Sprache , klirperiidhen Babftns nnd charaktarlitlachen ElgenthQBiUcbkeiten bla noi dh 
bentlge Seit hinterlaaeen haben. In Tollea Licht. 

Zwei hocbbedeatende Hllfimiitel windet der Autor hiem ao, Slndiain der claaai- 
acben wie der neocren Liieramr nnd das Uaterial, welche« Ihm dnrcfa eigene, norgaiUse 
Beoluchinng aar Hand war; nnd so bimnelweil Referent entfernt Ut, jenen SCadlnn an 
DLUirachitxen, mOcbta tr doch dt« Kfgabnisae der panAallclMO Vatamchnngen tn On 
nnd Sielie, nunBolliok ilta Baobaebtongen and Erfabmagm ttber die lingotttlacben Sonder 
heiten der eiaaelaea Landatriebe, fast no«h hftlier anaeblageB. Sollte diese Ansicht Bedenken 
erregen, bo m6ge hingedeutet werden, dan ancb dar gelahrte Virobow den tcnatologl- 
Mben Charakter der benttgen BevOlkenng b&her nb die snf uns gekomBanea Hachriebtea 
der Alttn itellt. •) 

Der Antivr bat Min Terrain eeibit abgagangea, mit fein filhUn dem Ohr« die DiS' 
lanl« dar einselnon Provinaen, die Bigentbömlichk^iton der Laet- und Worlbildnng verfolgt 
aad 'wdba daher aaob dort, wo geechicbtlicbo Zmgaifeo im Stieb Umsu oder nnr sweifel- 
bafte» Maimtrlichl Robea , ans dem Spnnbeabaa und den Soudorboltan der llondarten so 
baBtinOHD, weai ÜraprangM die» oder Jene Qrnppc der boat« Torfladlidten BavAlkeraag 
ist, wie bI« aieh in Verlaufe der Zelten hcraasEebildot , wie rid ihr vom UratajDRio tber- 
gebUeben, vir viel von spftler Ankommourlon aafgepfropft ist. Daher gtrbörea aaob die 
PertieD, welche von deo oberilnllsohcn Sprarhrn «nd Siaircten haadtln , wie ttber die 
Sprache der Prianler oder BhAto-Ladlner (S. 57— G9). den rosctiaaiwben Dialect {S. 82 
Un 90). die kelia>roa»n liehen Dinlecte von UailsiMi, Como, Bergamo, Br<ada, OranoBS, 
Msntst (S. 189-193) die Sparen, w«lche Dmbro-Btrmker <S. 304—305) In dar braUgm 
ValkHprscbe bintarlasaen haben, anbwtjitten so den intaieasaateiten nnd lehrreidutea 
dea Baehee. 



i 



*) .Mo WaUoaen, die KfalUer, die Ladlaer nnd [taUeaer, Ae Sloreneo nnd Caohen, 
■U» lelMD aleb alt emlDent braneite attninu. Vor dlneer Ttutaaebe verachwlmlet J*de andan 
Btldidlebu Man mac aoob ao viel enf da« ZeopiiM der -lairirrhim SohrU>ftoU«r hüiwtjseu. iäm 
nacb die Oallier llond geweaen m>1«o. daw N<lt»<i dl« 8laveB nnr durah carinKe eTiii:i:*lln Üntni^ 
BoUede von den GennaMB vererUeden vatcn ; ilot brSnett« Tjrpna der IralloBen nnd I!l?^^*ch«n 
wüd dadnrek niaht berUirt* Vsitrar la d*z<ie«aniatsltsiiBgde>pc«BB8Uekea Akaeepia ~ 
«olaartoa In BerllQ an », JKaoer leW- 



Utfi ituilwilclit. 



161 



m 



Da.« ilar Verfiu» b«i nlxtm Wtrk« mf Ftsk»!) Bdta. (ib«r w«lok« dl« Golelirleit 
nock ketBM«»^» >inig Bind, Ui »tklulicb cnd tr itbt dMiMlbin dnchans nitlit atu dem 
Wege, lonilMn filbt leiae «robIcnreKaDf HviDaas all. So dAift» flini umoiUIe]! la der 
fnt* über die Heiknnfl der PiUnler, wekbe biübcr ODlencbudlteb von den Etraikem. 
Kelten, lUlrikcni vier gir Sliv«ii abfckilet wurden, vohl das hlzie Wort bleiben, ir^Idt«» 
^^ip «ntBcbetdet, das« Bbftto-RoBBStn, nclcba »ettcm in »«tir frokvr Z«it dos KQdlicbe 
HMUsvflknlen , allm«ll{ Ubnr die WuMnwhoide xor ■adlicban Abduhaac dar Alp» bis 
^^■b fut B«tiM)ieDl««Tf a 8*it«BtbiIer (r«Ian(i:ten , va tit noch beaie In in Tbaltro von 
Bvpnuo, Socli«niit«m cnd I*riitör «lob erbalttn fcaWn. Au den EtiriithaU ncd d*n bni- 
Itrta Tbklcrn der lüdlicbtn Lnsdocaltia , J«nt3i ;;tomcb vklatnkknpTtcn Vi'lfctrw*]!« »9» 
O «muten nach Itftlwn, dnrcb die nnehfückendoa DenliclieD mtkt and u^lu' rgidrÄngt, 
cogcn di« Tuiluitx io die Bato«cbeB]c«na OcKcaden du* nvrdlicben FrUul eio ud v«r- 
miachten aick ait der rpAHicken wm ^fuutea va kcltivckeB BcTuLkerqog. ^Z* fcncfaik diti 
oickt dnrcb VfiUtcrveracbicbnnjc, Miid«ni dnrtli ein« nilmiliK« Kiiiw»ad«rais eiszslatr 
ppra nuJ Gcna*Mii*cJinft«a. vmbalb di* 0««cliicht« von dioapi lelillricmn]; der Rkito- 
Dftnrn ktiso KddiIc ciil." W<ni diteo Aseickt tiolItJckt pcwi^ viacli<:iiicii nücbtc, der 
tri rrincrrt, dus der Oaten d(T UoDarckle ein Tiel gionenrliKerrM Biriiitiirl sulik' allmäUcrr 
null fncdliciitt BwctxaDK aiae« Landen hlttet, tos d«r kuiue f^clihfl Knudt gibt. Stil 
T« n nie beb'», RAsuler's nnd Bnn'alTv'a Arboitnn ist die all« Bj'poÜiMe dKrAanSnoo 
ad«rWalJaTbcD Eu SietieDltOrsra nnd im Oslm üieama als Itaclikfliiiina romanleieriftr I>ak«r 
und rBBlscker I'iaiiniJalea anceacbtol der tbcilwrlMn Einvpmrhe Jnng't ei»deiIÜE abg» 
(kaa und sieht deren Berkonft als tomaBiEiertc Thraker, »cicho tnppwaise ud aUndiUg 
übtt di« tlonan imil die nebaDMUvisckrn OrcDXjrcbiree zJcbcDd, dir fast pait nnbewofaotcn 
Landstrlcbr TOm sccbjten JabibsDdrrle an als Birlcn mckr und mcbr lirMttleJtea, ansaer 
7.«eifel. .So tenasnen aoch die EJBwaDdtrrr ta Frianl. dnrrb dia kHiticha Venniirkno^ 
Kvkt^iin: nad dnrcli Klima nnd Ftodiibarkeit des Bodcna beKdniiJEt. risa imaar crtisare 
Aaitiabnan^ bis to den ^iidui di« lAnde*. «a Sic di« rabvrTeatu der ronaalidliaa 8«t41- 
kenng Ja «ick anfnafafnea." 

Wo «in (o fvMsneler I.andtmeb. wie di« PthEbena Oltar-Italfent , nkoa in 
(idtr Zeit VCiker anf Vülktr anlAckU, daTnn fletila tu erprelfen. «urflbvr din («schrie- 
en llncUea nur «(irlicbe Kande c«b«ii, da wird es begreldiek, daxii bei ditr pirbiehl- 
bsB ^kliimii;^ niancber dieaer TorkoBniniB« die UatBiiBgen noch Immer weit aat«inand«r 
Sc d&rflfi Back CEoerniK Ihr eise and dl« andere Prag« aack nickt die Utat« 
gebracht, diu Conireverae nickt enUdüeden haben. Daaa ar ab<r dock J4Mle dar- 
Bäckti); gctöidcrt, der LOauig «kker gtflikn and kM«ader« dorcb ackarfsianic« 
idang der RtMkirbUickcs mit dea linKoistiackaa BewelamUtala klarer gealalh ka(, 
iSB nabedinnit inKcKebcn «erdu b. 

Einen oeitfron Vorseg des Backes bat barfita rin hockbemfener Bcatthailer, Dr. 
£ atl von Sckoracr, *a andtrrr Stell«') mit roUgn Naclidracke bcrvursekobes ^ nEiae 
anaackendeSpiaode in Caoamig'i Work bildet jen«r Absckaitt, irekkwr die beides Perioden der 
ckcn Yerwaltang da IrflkerDn lombacdiach-Taacaludacben KOslfzaickea kekaadell 
dar gewlssennaaseu als eine Art Ehrmrctia&K jene« Bcfinws anjn>>k«n werdm mat. 
ans jeder Zolle laackttt di« Absicht des Vcifa«f*rH herins, di« landliaflga nnsAliitJca 
■fRlUlg ttbar die Sitcrrnchistbe Ver*altanB xu corrisivrcn nnd ciaer Kereektaran Bonillksi- 
lug la BDtcrtieken. Ond in der Tkat «ntcboint kicnn Niunantl beraf«a«r als Csoenis, 
der cinxiK« unter den Ifitlabvaden, «elcbcr ein Keitccnome und UitkandolBder lo jentr 
iVenrsIiDDc nar Dsa Bild, velebea dnAoior von iler xvelten Periode der Sslerreickiscbeo 
'«iwaltsDi: (181<i— l£5d) mtviift. aelgt, wie redlick die BeglarvsE sieb btuaUhte. nickt 
r VineuKkan ond Ennat, aoBden Uker alle Oeblete Benscbllcker TbäUiksit die 
Ikrer Sor^ait and fttgi aumbielleB. NameotUck wurde In Besug auf die Hebanjc 
dwfrtkicbaft, auf die AnsfDkning OllklltUeker Bauten, sowie au/ die UeralellBaf noner 
rkekrawep: mit eiaem Aurvande ^rosaaitl^r Uiltcl ganz Aasserordeatlickei ta Stands 
ibrachl iiud dadarcb ilrr WoUstaad weenitllck Keftirdert. In koinem der verseUMlenan 
sdenihflle. weiche ^oKenwirüg dns KoDigraicb Italien anamachen. sieben soiatigB Cultnr, 
«■tltaag nail miteiiFlItfa WohlkcBnden der Bewobner auf einer so koken Slnfe. wla In den 
Protinwn itn lambardiseh-veiieziaDiscbra Känirreickaa.* Und dsss der gelekrle 
itflar nüt dleuu AnsspruL-k« kelorawoga allainetekt, mtg •ackstaheade Stollu au 
einem SckreHMa des Pnf. E.SnetKaa dan.VeriiHaar WweiMo: nWeaa Ikr Back aieku asl- 
kallsn wBrde , als di« Geadkickta der tombardUekan BewtMemnf, so wAra an ainas der 
lekrreiebstdB. nnd wenn ee atebta aBlkaheB wird«, ala dfa RakabflitiemsK dar 6sterT«icki- 
•cken VinratlnDg, so wira e« *inca der kerslick wlUkommtuun Baebtr, die dnrdt «eine 
Kaad {«gangea sind." 

Bat lomit in all«a Partien des Dock«« dcrgaaane Eenaerdes Landes, der Geaäiiekt*- 
f encker und Etknofrafik {««prockcB, so nimmt la Alnan latnten Eapltcln, besonders la der Seblnss- 



*) BeUsKB lor AUcemeiBea ZeltUll Ua5 Sr. ««. 
StaHatlsetas IbBBtsebrift. 



12 



Litvnlif berieht«. 

tnlnciiliug du 8Uil«nuiui du V«rt. l>«r AbBuknili k&aa U«r slobt *ö\U$ wkdufcpliea 
wtrdoD, vobl ünr aftgs dar latato Aiklaag ümssIUb ugrfnhrt «erlui : .Dar BsdtJC der 
IiOCDlnnlls tud VaostlvBB ridisrU dor aaUcralcliUahca OacMdub dJ« SapnaalM tlber Iuli«B, 
aai in du hommUo Zait gdangM dks KAnignlcb lullsa tnrt mit d«B BMits d«T Lnabardl« 
nd Ve&edica sar nehton GesUlUin«. Cnd so vlrd dlea«r BmiOi, Jd wslchva sick das (mclit- 
bknt«, ua bMt«ii u^baat« Land nit der uhlraldttMü Btr^lkoruc, io dar sieh die «iceu- 
artifatei nttttrlkkia Anl«(«ii , Etwrcic. titfsa Vantfcndataa nod wlMoie BUdnoK die Hand 
bl«tea, auch kfta/tig das eatsckaidend« Wort aboc die Oactaltuiic doa mmn KilaigieiclLe« 
auiqinclMiD.* 

Caoarnig:'« Bach bvdarf wahittcli kelatr Aopteiiaof. Woan dalier fi*r tUfaraai 
von aalBcm dan«llig«ii Cbef nie einsa willkomHaii«nin AtiUtg kiall, als j«a«ii, in diaaar 
FaBhaaitackrift von derr JäajiiUa Laiilnng ilei AltasisUra Jlittlielliui^ sa nudiaa, u> iLaa 
dloi dahor, well er nül grOftCer Frouds den Aalau «rgrein, «elaeoi enlea Cliaf Im aUtiat)' 
■ehui Bur«an. der iba bo vlal lahrte. Um so mSeliU; HirdertB, aaaerdiiiKB daa UaCUü «n* 
VBBdeltwrer Varehrnns ülTeBUkk «uauapfutkaa. O. A. Sekin 



Cireufara of iatormttthn of tiv Burüun of Edmathn. Wankiostoa 1631 — 18S4. 

Uit dlMea B«it 1881 e»cli«ioend«n Berh>lit«a bat das üntMTiehts-Baraas im 
Departcmaat int Innara der Tar«iaigirD Staaten eli» avisenrilenlliali iaHniotiro Samm- 
lung von KacbrichUn uticr dia Sutiad» do* (Jnt»rriehu«»a«B« in d*ii Froieiaat«» g»- 
*cliäir«n. Di« lUikoarolf« üt aeltr tmat, dena tau apeciella Cot«rflichBBS«n, »io Hbar daa 
Vorfcommo« «-oa Taabbnt nod GcIitrastSnuifea bei dea ScbnlkindorB , fiber tiQUirrkht U 
der SUduigiaptii«. über die ZuUiadt und Erfotga dar Scäiilea tat die farbige itervlkerant, 
b«>ood«rt die Indiaüor, ttb«r BauapllaBJnagaa ia Sckalgiitea, wtoli*eln mit ^Amnlansea 
dar aaf das VatarriolitaveMa besfl^lehea fiuaUe, mit Uarichtea der Saperinteodeatal- 
TaraammJaniren , woloke dia Aaf|[Bba kaken. aaf das UaUnielitsveieD b««äclicbe Oeaela- 
eatvütfe an den Coaxreia varsabenltea , mic Ür.Tifbtea aber da« Scbalvreseo framdar 
StaatdD, über I<ehrerbildBa£s-Aaatalten , Lohraintspiufiinceo n, dgl. uabr. Bboa biedardi 
biatan aia aber dem Srbutiaanne «ie dem Statietiker eine aDsaerardsnÜIdt raicho and 
BiaanlefalUfe Aaibeate, na<l oa «kre eehr %a «unnchea. dasa dlaaa Clrcnlaro In- und 
•&u«rlu)b dea Staatenbundes voll« Baacbiitnc ßndeu mücbun. am an mobr. «Is diet Jarch 
eine sehr lilMrala Vcnbellaog denelbcn vom Dutorrichu-Uursau la ftrdom gasnckt «ird. 

K» wärde irbwnr imd hier vnllcnijR kaam an Platze aain, diese schon za statt- 
licher ZabI auKevachiieiies Bericht* Namnar Tär Nummer vorauflbrea , und «ir ercifen 
daher nar ElazeloM heraaa. la d*n Barloktcn dar Sa|>eriDisudenlal-VersaBDlaDK f*Ul der 
FretBBlh aar, mit welchem die Sehnlautfcada nalor allen Umetudfa ajkcb dem virklicbea 
Befunde getchUdert nod aach dort, wo ale weniger Eknitle K«tellt aiad, nach tf«r vollca 
Vjthlhelt dargeatallt worden. So wird TonceRlhrt, daas ucb dem Ceasaa 1890 in den Süd- 
auatea 4 8, in allen bbrigen nur 1'4 UllUonaB Klsder nalor 10 Jakren ohne Schalunter- 
riebt vorkommen, und der praktischs Amerikaner aleht sofort di« Natunwendang dnraoa, 
dus die Prcdnction dwaer Geaaruioaen. wvaii dleen vx Ariieiieni herBOgowaehien aeln 
werdaa, durch doa 3[ans«l an Schnlbildong jubrlich nm 3S'7 MiltiODm Dollar naier dem 
VerUie Terbteiben mliM*, welcher bei entaprediend ^nonwum üntorrichta erieieht werden 
kAnat«, abgaseben duroa, da«) din ohne Uatarricht Auf^ewaebieaen nach den aaUisUirb 
da* Ceasax 1870 Mnstatlertea Voikommairaea draiatigmal Biehr der üfTsntltcbeo WoUthl- 
tigkeit aar Laat Vordende nod K«ksmal laahr dann Strafs«*itl» VcrfoUeade jiteUen, ala 41« 
GtncTationea, welch« Calcrricht g«oo««an hiben. ^Vielo UiUionen werden aafgewandet, die 
inneri--!] ZustÄii-le itn verbosecri); aber nirgeade lat et aothwendiger, aas Arm. National- 
K'batBe fteisobigor Sn Bpvadun, als aar Vorbeaaerung. wviche ans d»rana «rvxbeea wird, 
d«M wir tias vi>a fOiiC Millionen nicht unt4rii«bleter Eiadur bffreua. and der Nntsaa 
wird grdaser Hciu, als der Baa ntler ätaatsslnsaUB, Cankle nad Eisonbabaua, ata alle B«- 
gelaag der FlBsse und ^fen." 

Cia Etablick ia dai Heft, daa roa den Prlfnagea Hachnoht gibt, welches alch 
die Tolkaschallehrer In den ventcfaiedeoen 8taat«n aa auteraialion haben, am das Zengoisa 
als tieanttd uarAert au «rlaugea. würdea die Lebramta-Candidaton maacbe* cnropkiaiibon 
SUatcN, welche Über sa groue an lie gealellle ADfordemnEca klaten, wohl ventlsmmSB 
machen. Sdbst In dem T«iritoriaro von Alsaca, wo es mit den SchalaBStAaden nvoh schUmm 
ba»t«llt iel, darch gewalüge AnHlrengnugen der Begieroag wio der BcTttlkernag erst Schul- 
gebknde «rrichtet, Schnlein hebt sagen belgeschaAt werden mtaaen, haben aich din Li;hraiat>> 
Caodidaten einer PrUfong %n uutertlelwn. für walcke im Ganzen eine Oaner von 3;^ i<(unden, 
nad xwar vua 1—3 Stonden für die oliiMlBaa OacoBstiad« featgesetst ist, und omfajai 
dieM PrbfnDg Losen nnd Onhogr^ibie, «ngüHhe Grammatik, Zeichnen, (laographin . Pby- 
xiologi«, Eiitumologi« , Oeologta, Arithmetik, BucUialtongakaade, Algebra, Oeachicbtc nnd 
Ooaetilaliüo der Tarsinlftan Staal^B, Botanik, Physik, Dldaotik, allgemeis« Oeschichte, 



4 





LfUntubtrkUt. 



163 



Gwmetiiii. Volk^virtluckaTUlehn, ClieiBle nni LaUin. Dio cUltel gaste]Jt«fl Vn^a wllfdu 
Tallaadi bei gu nsAuktfo luservr CaadliUtao, d#r dck wohlgeuttalt kUt, Gr^tuii «rrefvii, 
«te c B. SU dtr Geognphi» : BatvHf« die phyttkAliMbo GoaUltug Hord-AmerikM nariiuah 
dar pow> Smo, ■ndiich dMadb« «bbb lliislssl^pi and von diovoci aon 9i»-GniLd9; ani 
d«r I^jnflolftgit ^ Z«ichn« «iaa* Darcbai:kalU it Ba«t, b«ii«iuie nnd bcwehniba ^e Tb«il* 
Kid erUir« dl« Fanctioaao d«re*lb«Q; 4M in <}««cUcht«: Wie aaUnKliieil slok <j* Civi- 
UmMoo ^«9 «atik«D Or>«cli«iilkii'li» von jaiur P«rBiaaa. 

Dar rMtcb« AalschwoiiK, ««lottva dM aüwikAiilMhe V»lkSMka]«M*n in d«r jöa- 
pna Ztit ganaooMti Iwt, ttvart» di« BiCrUruas oklieleirra , ob du Priacip itr wmmv» 
»ekoat, in «aichsr SMnaiudULftllclior Untarriclit Cur Kufa«B und lUdckaa •rthdit wird, 
mmdk w«iur Msabakaluu odar d*ait ea brtclian s«l. Hulidam sich du tlntttiricblaatat 
Bericht« Aller die •it»cUij:ig>» Zuatindc einer Reih« enropUicher äimaien TDrschsSl h»tt4i, 
vud«. vin la kbalickaiD Zwecks aelirfM:!!, ein PrHKN«=li emk tut dio ScIinlbelUlnlea iIm 
«EaBelaea 8ta«t«B HfccsnbnL Du Er^ibsinit «u. wie Ma erwanoa. In dost Üefte hd«« 
■ich hitcii:r Vcrtboidicirr neben »benio OBtechicdeaen GeKncrn dei SimallBD-nntcrricbtt, nad 
die Anlwurtco iriml tnitanter recbt erheiurad. Ea feblt neben ConMrvnUTon, die a belin 
SMBiinMtnen ttnurriclit beliuen voUen, woilMvinmnl soB)ii(«Rilii1 iit, uadf?l>«nnin«n, welcbe 
dicMAtt deerutcrricliU als d»« wolüfeilH« finden, nicbl nn Vnataca. wvlcin die Bibel ano 
Bnrtfn eiüaran — „wir Wtnd KMcbalTen «1k Uiaaer nnd Weiber, uUr Thiliglteit der Nninr 
zf«tt naf ZeiaauMolaben nb, sn diesem Zwecke mjlweu wir entogea werden' — eodlldi 
Pkdagoeea, «elehe nu dem äinalUn-UntiuTlebi ItaU«D Vit iMide OMKbleehier nbleiten: 
,Bt Tcrfelnen die Konben nnd gibt den MldeheB SelbAvertninen; du £rsebnln fit eine 
■ebr kuneniacke Entwlokelanc beider GcrcUecfatM-, die Einflumtalinta ^dae der GeeoUeebUr 
nnf du andere ist beljaun*. Ouabea feUt •• natarlleb nloht na eotüUedaiuai VertreteiB 
dar ffefentheülcen Auichl, tat den vcraeliiedeitstaii Oiftndcn, von welcboi nU CnriemB nnr di« 
jteüiiiBg ans TielDbalirg berrorfalioben venUa mII , daai dl* Sdwldug dar easeblecbtor 
flr dia waiana Kindar aakr «rvanaobt aai , Ar die fartigea kOmw «• ImmaAtn baia 
ti«iinaaiiiiii Gaterricht verbleibaa. 

Wie emet der mit diesim BcricbUa T«ifal|E^ Z»a«k arfaast wird , Uaaea Jen* 
iUtit ontben, welcbe ticfa mit Vorfollea im Aoalaade beaekifttgen, aobn* nie aar 
irxendvia mm OnUrriGhtaweMB in Beiiebung eUliaB. do jene«, welebea ftber defl inter- 
nationaien Coagreu der OeAagDiubeamtan in B«ai 1881t apauell 6ti«c die BencUBaH Sbei 
Catenidil in d«a Ocftaiatwoa beriobut, eia nader« Uer die CahirioktMiHUltaB Italien* 
BBd Briackwinndi. ein veitena ib«r die naf UnUnicbt bezäsUcken Objecto bei den inter- 
■aUaaakn AaaatallDDxva. 

Dieae Beispiele dtrften vakl goottcu, auf die Masaa wlflbUgea nnd Idurelchea 
Stoffaa anfnarkana na macbon, die in dloäen Baricktea daa naerikaniachan Dalenicbts- 
Boreaiia arlieict. Ga mOce daher nur noch ffin wattares ucatUrt wudea, dia Abhandlnof 
¥00 Ck. Warreni Aber di« BevOlkarnac der Teninictas SUatcn. welch« M den Zth- 
liiBieD 1870 und 1880 ohne ScbnlnaUrrickt Torgefnnden wnida. Xioa Rdke kluor nati- 
nüachar Cabeninhua, »wie aUerdlnse aievlidi rob ancalactar KarteosUxiea lit diesem 
Heftfl betpcebeo, du weit makr ealhUi, abi Min Titel beaact, denn ea twiact eine ain- 
cebnade TergUicbnng der Brgebnlua betdar Zkhlangan nach VoUcnaU , «inkalnlacbar nnd 
PreaMlar Bewoboarackan nud. waa beaandan iauraatut, der Wanderuif nwlachan den 
ElnielsstnaUn der Unioa. Wu der Aolor Ober di« ADthaila der weiuan and forUgan 
Berolkerang, welube keinen Scbalantentdit ganoaaeu hat, nach Altenclusaa bringt, iit 
*0D allet^eeteis Lbiereaan, dabei afaw a« veitgehend , düa eine Ansleae doch nnr WMiif 
Micke« Stackwerk bUeb« ud nnf di« Arbeit aellMt verwlaaan warden au*. Sek. 



■Werke, 

reiche der Blbltoikak der k. k, statiet itcben Centr«l*Coamlaaion 
bis Ultte Pebroar LS^^a nugewachaen afad. 

I. StslisUk. 
dj A llgaBeinea. 
Cool B. B., Dr.: /i^onee m>6wt iifto roatinen cüntijSao «w fiirgpa, jtrtfmtada al 
da Goütnu de la proWitnii dt llnrno»-Airt!». (Bericht ttl>«r einn wisMmaekaftUcbe 
Im fa Bnni[ia, enrtsttet an du UlDlsteriiun der Verwallnng der Proviax Bnanoa- 
k) Baeaoe'Airas 1684. 

Gwmala driia rtaim mtfitih kmiiana d'iyUnt. Anmo l'J. ISfU. MUtma 1984- 
Jetirnal o/ Iht Ma l U l itAl toMly. Vel. XE.TII. 18&4. L<iBdoa. 9. a, 
Oakanemiei, d«r Oatavreickincbe. 17. Jahrgang. Wi«n 18&1. 

lUrae. angariacbi.', Hil Unterst Qtcnng der nngarlacketi Akadeaüe dar Viaaea- 

karaiugeg. von P. llnaralTv aad G. HeiDrich. 1884. Lelpaig ud Berlin. Wien 1881 

Saaunlng gam c in penUnd lieber wiaMnaebaftltcher Vorträge. Öentugeg. ron 



Vinliow BBd Fr. v. noittenderif. XIX, Serfa. Berlin )88&. 



12< 



164 



LtteritniWrlchM. 



W 0«iterrelctL ^^M 

B1&tl«r des VoniiiM IBr Laadeakuide von XlvdM^ettwrckli. Bedlglatt^^P 
Bt. A- Mayer. Wi>n 188-1. 

Czoernii: C. Fraikarr too. Jnn.: Di« eüuwlogltdten YerialuUmt dt» «■teireleh. 
Kllat«iilud««, Bacli dm ricbligpisteUt«!! Ersebnisss der TotkuahlnDg roin 31. DeoemlMf 
ISSa Trlait 1S»&. 

Geni>r&1 Ilu-kfD-Vel>«rsicbt fta das Jabr IS&I. Wien IS85. 

IlJttbfilnDgoB At-M >utiMii«b*B D*p«n«iD*nU dn» Vtoner Ma^telraUs : Pia Amea- 

Sfleg^ im VUner AnBcnbuiTk« in den Jnbrrn Ift^H — 1^^. Uit W^Anderer Rtthnicbt «nf 
ie in .Anrt^ni; xtbrncbton ]E«formeii iia AnnravMtn bcarbnitut vab Dr. Sl. liidlitcwk, 
Wion 1&&1. — aionfttjbeflebt« ffir du Jabr 1^84- BeaibeiKI von Dr, V. l,«»;. — Wvohea- 
berichte riir iu Jabr 1684. 

V>:i»)ieIiaiKK J«r Adwcateu nii<I k. k. KoUre io d«n I» BvtcbmtHe Terlrvtaua 
K9BtKrtich(n and LäoiJarn lUc ü<<<?rr,-ui'£3iT. UnDkrckie. i8<^>. Kit atatiatiacbDa Dobcnjcbtes. 
Uexaasf:«!:. v»b k. b. Jaitismisüikridin, II. JakrKaaK. Wian tÖÖ5- 

VcleiipiT-Bfiickl frir dao Jabr 1883. Hacb aBÜitb«ii. über AoR»« du k. k 
UlBietcrioDin dt« Inncra T«rlaaKlea BericbUo bcarb«ilKt tod Dr. M. P. B4U. Wies 18C»| 

C\ Aadare Staatnn. 

Il«erberC., Dr.; PooltqMtmiMO und LoealeptroaBatn in Devtadilasd. DmdialS6S. 

Moaatabefle zor StAti*iik daa dniteeba Ktitk* flr daa Jabr 18S4. Hframgef, 
vfl« kai*. «IftiiRt. Asit. BotUn 1884. 

Il«rtcbl bber die Er^nbniase de« Betrlebfü der fSr Recbntnii; du prauslBtüi« 
StifttM Terwaltei«n E[i«DhahBea im B«trleh*jabr« 1883~&1. BArltn. S, a. 

V*r$iTentllcbDnii«n de« stallBtlK^bei Aula d*r Sudt Berlin. Jahr|;ug I8S4. 
Bariin 1681. 

Beilile« snr Stalielik de« OroMfatnoEibsmi HcMm. H«ra»BeB. no ätrgniA. 
Centialet«)]« ffir die Uadee-8tati»tik. '4-i. Ba&d, I>aruatadt 188-1. 

JelirbDcii, stalistiscbea, lür das QroaaktneEthuin Baden. IS. JalirEaoK- 198}. 
Karlsroli« 1864. 

Jabrenberiebt tlbtr die EiMiibahiicii und die DarapfacbllTabrt Im Croasl;et20KUiiiBc 
Baden Ar das Jabr 1883. Im Aaftn«; das froaeb. HlafMerlnins der PinaozeB berauaef^. 
TüJi der GflDenl'tKrectioD der badiscboa SiaatssIaenbabncD. Eurlsnlie 18S4. 

BeM-breibnn;, Htatiilisclie. des ErKbistliiiins MiliicbaD-Preisiiif. Au amlJIdiro 
Qaatleii xn b^arbeticnniilmoaiDeB voD A. Slayer. Fortj^eaetzt nnd loUeadet nw 6;. Vetter« 
Bayar: DI. Band. ßte«tiit)iirR I6S4. 

MittkeilaDKon des atatiirtiacbcn Bcrcxaa der StadtHanoboB. If. Baei). Httnuban IS95. 

l'vbeisicbt dei GpbBrU-nnd Sterblichkeit»- Verblitalgaa der Sladl UDncben vUÜaDd 
dw Jalirt« 1884. (Statieiisrbe* Bnmn dflr Stadt UqdcIiod.) S. 1. el a. 

Sacba J. ; L'Uoli«, um finmett «I ton iHMi^ip$vi4ni fttmami^e lUptiü /'mh^««- 
(WM «In Ra^Mim«. IBi»—lil34. Paria 1865. 

BtiUttlino di Ugitianotie t tbiliaiiea Jofanalt e ee^nmereiala. fÜtHttltro dMt 
jCnona«. JJintitni* g*ntraie delU gaMle.) Roma SSS4, 

Baltdiino di nohaiV iful trtdilo e la prtmdMtua. (ÄlinUlero di a^rieoltura, iadu* 
ifria t temmertio. Divimone inittiti di ertdil« e dt prteiJtrua.J AntoJl. JUm. fioma IttHS. 

Si^ütita dti eonmenio tpteitxU di ia^ortaiione e di ttjurrtatione. tUSS. fJitfffö 
^It^ia. iliiiittero delle fipantt. DiraiMtt generoU dtlU g«ltiU^ Roma J8if3. ISSS. 

^fetmnli r^tating to TVade and A'afigation of Ike Vniied Singdtin, for taeh noHiA 
dxtrinf Ott ytoF ISSi. Ordtrtd. % >Ae Hcvtr ef Cimiitovt, to ht prinled. I.ondon. 8. a. 

(Siatiiti<a tun R^mama.) Mitr^rea pnpnUuianii dia Ronanirt in wru/ 1889. (Bp- 
iraKBo« der BeTdlkeruuK Biun&oieiui w&krend d«a J'abiM 1882.) [Statütttcb«s Centnl- 
Bbtui.) BukaMct 1884- ~ 

I). Ander! Fä«h«r. 

llateni 3., Dr.: Liebt in der Brodfra«« ud der atditra We|$ ssr lAnug it 
Mlbea. Wien 1885. 

UitibeUuDEeD, afcbkologbck'apigraplilacbc. aoe Oertemich-DDgam, Henaacaf,' 
TOB 0. Benndorr aad 0. HIrachMd. & JabTK. Wien 1884. 

Beglenurga- Blatt fitr das OToeabenostbDin Uecklcnbarc^Scbveiin. JalirpUfK IC 
Scliwerlii 1684. 

Belcba-OeaetihUu. lE&l. Berlin 1884. 

Schlflla A. E. Ft., Dr. : Die Aonichuloaickeit der Sociai-Draokratla. Drei Briefe 
kB eiBCD SlMtmam sar ErEbamnt der .QnfBleaaenx de* Sodalitaua". Tflbingen 1666. 

Skene A. Jun.: Ein BeilUK ■" DenrtkeiliiBK der atterrelGbiacheB Asrarfrase. 
2. Anflsge. Wim 1885. 

Zeitnng, Wiener UndwirthscbanUcb«. 34. Jahrgaite. Wien 1884. 



n* «tUA lUMil a Om*. *u«. t, .latwlu 



Abhandlungen. 
Oesterreichs Bank- und Credit-Institnte 

in den Jahren 1872—1883. 

Von Dr. Heinrich Rauchberg. 
(FortBetzang n. Sctalntw.) 

7n. Die Hinnahmen. 

Xndein wir uns nnninebr der Darstellnng der £iiiiiabmen der fister- 
mctiifleben Bank- nnd CrediMnstitute Eoweiiden, welcher im Bächsten Abschnitte 
die BfltracbtuDg der Ausgaben derselben folgen soll, wollen wir zonäcbat behnfa 
beaaerer Orientierung and Erleichterung der Uebersicht Über den Entwickelnngs- 
gang während des in Betracht gezogenen Zeitraumes in folgender Tabelle XIX die Ein- 
nahmen nnd Ausgaben während der Jahre 1872 bis 1883 einander gegenHberstellen. 

Wir sehen, dass wahrend der Jahre 1872 bis 1674 eine ganz enorme 
AbDahme der Einnahmen stattfand , welche sich , wenn ancfa in geringerem 
HaMfl , bei den Wiener Banken (von der österreicbiscb-angariacben Bank 
abgeieben) bia zum Jahre 1877, bei den Provins-Basken nnr bis znm Jahre 
1876 fortaettte, während die Bewegung in den Einnahmen der Ssterreichisoh- 
nngarlBchen Bank") eine wesentlich verschiedene ,- ja jener der anderan 
Buiken geradezu entgegengesetzte ist. Dies erscheint auch ganz natürlich, wenn 
man bedenkt , dass nneere Xotenhank als Centrale der gesammten Organisation 
des Credites dort supplierend einzugreifen hat, wo die einzelnen Glieder dieses 
Orgsniimne — Trie znr Zeit nach der Krise — den Dienst versagen, dase sie 
hingegen beiseiten den Umfang ihrer Geschäfte restringieren mass , sobald die 
UntenehmnngsluBt der Geschäftswelt groatier Liberalität in der CreditgewShrnng 
Mitens der anderen Banken begegnet. Und wenn wir nun sehen, dasa die Wiener 
Banken ihre Eincabroen während der Jahre 1878 bis 1S61 von 24'S8 Millionen 
naf 36'06 Millionen Gulden , d. i. um beiläufig 46 Percente, steigerten, während 
jene der Caterreichisch-ungariBchen Bank nicht nur keine Zunahme, sondern sogar 
eine Yermindernng aufweisen , so muss man zugeben , dass die Österreichisch- 
nngarilche Bank dieser ihrer Aufgabe vollkommen gerecht geworden ist. Die 
Wianer Banken erreichen das zweite Maximam ihrer Einnahmen im Jahre 1881 
■nd erbbren von da ab wieder eine ziemlich constanie Verminderung derselben. 
Die Einnahmen der Provinz - Banken hingegen nehmen vom Jahre 187r> an 
eonatant and in ziemlich gleichmässiger Weise zn , eine neue Erhärtung des 
aebon frtther aufgestellten Satzes, dass diese vorwiegend den stets wachsenden 
AnfDidnningen des örtlichen Creditbedürfnist^es , jene aber mehr dem Granga der 



*-} Daranter sdcIi die Rrgeboiaae ües ongariBchen Geschäft«». 
SUtlcUsch« UonatMbtin. iS6i>. !3 



166 



Dr. HeiDrick Banohberg: 



Tabelle XIX. 













Die Einnabrnsu 




' 




Zn- oder Ab- 




Za- oder Ab- 


betmien 

mebr (+) oder 

weniger (— ) 

als dia 

Anacaben 


Assgaban 

Pereenten { 

der { 

jB DiLeii neu 


1 

Im J&hre 


Einnshmen 


nabme denel- 

beo geKSD tUs 

Vorjahr 


Ämigabeii 


aabme dertal- 

bell Kauend as 

Voqabr 




in KUUonen Qolden Satan. Wihmng 






Wiener Bonkea (ohoe Ssterreichifoh-nngariiob« Bank] 




1872 .. . 


' 96-37 


+ 48-68 


28-48 


+ 11-42 


+ 67-89 


29-34 




1873 . 




67-87 


-28-50 


110-95 


+ 82-47 


— 43 OS 


163-49 




1874 . 




39-15 


— 28 72 


3309 


— 77-86 


+ 6-06 


84-53 




1875 . 




3001 


- 9-14 


28-03 


— 5-06 


+ 1-98 


93-40 




1876 . 




, 26-91 


- 3-10 


27-08 


— 0-95 


- 0-17 


10062 




1877 . 




23-83 


- 3-08 


16-74 


- 10-34 


+ 7-09 


70-22 




1878 . 




■: 24-88 


+ 105 


15-49 


— 1-25 


+ 9-39 


62-27 




1879 . 




28-80 


+ 3-92 


15-10 


— 0-39 


+ 13-70 


52-32 




1880 . 




29-15 


4- 0-35 


1546 


+ 0-36 


+ 13-69 


53-02 




1881 . 




36-06 


+ 6-91 


17-68 


+ 2-22 


+ 18-38 


49-03 




1882 . 




: 33-02 


— 3-04 


16-71 


— 0-97 


+ 16-31 


50-58 




1883 . 




^ 30-43 


— 259 


15-75 


— 0-96 


+ 14-68 


51-75 






P 


rovinz-Bank 


ea 


+ 10-71 


4909 




1872 . . . 


2102 


+ 10-52 


1031 


+ 4-02 




1873 . 




16-40 


— 4-62 


2328 


+ 12-97 


- 6-88 


142-01 




1874 . 




15-53 


- 0-87 


1180 


-11-48 


+ 3-73 


75-79 




1875 . 




13-21 


— 2-32 


10-74 


— 106 


+ 2-47 


81-31 




1876 . 


. 


13-39 


+ 0-18 


11-26 


+ 0-52 


+ 213 


84-07 




1877 . 




13-63 


+ 0-24 


10-56 


- 070 


+ 3-07 


77-50 




1878 . 




13-96 


+ 0-33 


■ 11-17 


+ 0-61 


+ 2-79 


79-97 




1879 . 




14-48 


+ 0-52 


11-53 


+ 036 


+ 2-95 


79-45 


1880 . 




15-52 


+ 104 


12-72 


+ 119 


+ 2-80 


75-54 


1881 . 




16-62 


+ 110 


13-08 


+ 0-36 


+ 3-54 


78-70 ! 


1882 . 




17-43 


+ 081 


1403 


+ 0-95 


+ 3-40 


80-52 i 


1883 . . . 


18-36 


+ 093 


14-89 


+ 0-86 


+ 347 


8110 




sammUi 


ebe Banken (io 


d. äaterreio 


ilRob-nopirlaab 


9 Bank) 




1872 .. . If 133-26 


+ 60-50 


44-38 


+ 15-63 


+ 88-88 


33-30 




1873 . 


101-H5 


— 31-91 


140-46 


+ 96-08 


— 39-11 


138-59 




1874 . 


70-83 


— 3Ü'52 


51-9^ 


— 8851 


+ 18-88 


73-35 




1875 . 


. ; 58'00 


— 12-83 


46-04 


— 591 


+ 11-96 


79-38 




1876 . 


. 5501 


— 2-99 


46-04 


— 000 


+ 8-97 


83-68 




1877 . 


52-42 


— 2-59 


35-12 


- 10 92 


+ 17-30 


66-99 




1878 . 


. i 53-71 


+ 1-29 


34-67 


- 0-45 


+ 1904 


64-54 




1879 . 


. ' 58-62 


+ 4-91 


36-11 


+ 1-44 


+ 22-51 


61-60 




1880 . 


. ■: 58-17 


— 0-45 


35-93 


— 0-18 


+ 22-24 


' 61-76 




1881 . 


. 1 65-98 


+ 7-81 


38-20 


+ 2-27 


+ 27-78 


57-89 




1882 . 


. i 63-89 


— 2-09 


37-56 


— 064 


+ 26-33 


58-79 




1883 . 




1 62-13 

1 


— 1-76 


37-37 


— 0-19 


+ 21-76 


61-44 





grossen SpBculation in ihrer Tb&tigkeit sieb anBchliesBen. Es sei noch daranf 
hingewiesen , dase sowohl bei den Wiener als auch bei den Provinz-Banken die 
Bewegung in den Einnahmen mit jener im Stande der Activen nnd Passiven, 
wie ihn uns die Tabellen VII (Seite 118 h. 119) und- XII (Seite 128 n. 129) 
darlegten, vollkommen parallel gebt, während sie hei der österreichisch-nngarischen 
Bank davon erbeblich abweicht, indem hier wahrend der Jahre 1880—1883 
constant steigenden Passiven eher ab- als zanehmende Einnahmen gegenttborstehen. 
In den Ziffemreihen, welche nna die Bewegnng in den Aasgaheo 
darlegen, fällt znnucbst die Ziffer Hlr das Jahr 1873 anf. 140-46 Millionen Gulden 
betragen damals die Ausgaben eämmtlioher Bank- und Credit-Institnte und die 



Onttmicbi Bkiik- ni Cr«dit-lBMitDt« io itn Jt.'ktwi IS7!t— 1683. 



167 



rWlootr Basltsn partidpierlen dana mit 11(^95 Müliooen. Wie schon der Vergleiob 
mit dem Vorjahre darihat, dwano Ausgaben niu 96'08 Millioaea (iiild«i) g«ringtr 
Warna, als die dea JahrM 1673, haben Üt grouKn Veriasie zsrolge der Kriaa 
daran den Uanptambei). OiaMlbfoi apielen anch in den Jahron 1874 — 1876 nfteb 
eine groue Kollo, und anl ron Jalire lrt77 an wird die Somme der Ausgaben 
dnrcb den Domulea GoMbiUtigug bestimmt, u>d zeigt daher «ine dar 8amm» 
der EuuiahmcD im AUgemiDai oitnprecbende Rewegong. Die letzte Colonne der 
Tabelle JUX biiogt <lic(es Verhiltnta» in gans basoodcrB cmpfiadlietMa Penwot- 
sUhrD tu deatikhem Ausdruck. 

Bevor wir i» Talielle XX auf die Belrachtong der eiaieluün EinnabmeD- 

Eati>gori«n ein^i^ben, wrlobe aus den Gewinn- and Verlnet-Cantos sämmtücher 

Oatemurhiscber Bank- and Credit- Institute reaaltieren, mSasen wir mit Bedauern 

oonetaHeru, dtws den Paten dieser Tabelle nicht jener Grad T«n Hxaot> 

beit und Verl 8m1 ich keit eigen iat, welchen wir al* wQn^Kbeiwiwertb beieicbneD 

mtuaaa nnd in anii«r<«ii anderes Tabclleri erreicht » habea clanben. Uer ürond 

liegt darin, daas die einuJBen Anstalten eine veiscbimlene Praxis in der Aof- 

«tellung Ihrer Gewian- und Vcriust-Conti befolgen ; die einen laMcn eine grttwere, 

die anderen eine geringere Hpeoificierang ihrer Kinnabmen aod Ausgaben eintreltn ; 

die (üiKO, nnd zwar die Mebrsahl, fuhren unter den Einnahmen die Brat!»« 

ertrigniaae der einzelnen Geaebftftaiweige aof, während andere biw die Netto- 

Ergebnias« aoaweisen; bei ertterm findet xieb daher unter den Aasgaben die 

eormtpOBdierende Gegenpoit, bei dea anderen TermiMen wir diMetbs. Besondere 

iSrcnd macht eich ilie«e difl'erenle Praxis bei den Posten ^Brlrignisae Tom 

rpothekar-Geschifte*, respectire iPfandbriefzinsen' geltend, fttr welche wir 

mach Bpiter besondere Nachweiiungen tn tiefem haben werden. Auch gewinnen 

Bt dieser Sachlage die wenig «haiakterieüeebes Babrikcn «DiTurse Ziagen' nnd 

tiTerae Einnahmrji* in ihren Ziffern eine H6he, wetübu wir gerne rednciert 

ebeo bitten. All' dienen HisaelKaden , oiiter denen nicht nur der Slatiatikor, 

idera aniüi der Praktiker n leiden hat, welohar dueh Vergleiobang aller 

oadiaftsbcricht« au waa immer für eJoem Grands zn einem siclieren und 

hlbe^ftadeten Urtbeile Über die Gebahrang snd allgemeine Lage d«r cinseluea 

Banken gelangen will, wäre lacht ahKuhelfeo, wenn nicht nnr wie bisher in den 

Htattttender AD6talt«n die iJffentlicheUeclinungalegang imTriaeipe soraiiert 

warde, Mndtm aacb die Art nnd Weise derselben eine eingebende nnd 

Dt allelnstitate gleiabralesigc Kegel oag erfUhre. Es aind jedoch 

Pifferanten keioeewegs derartige , da« wir anf die TerOffenlliclinng der 

iproehcnen Tabelle rerzichten mDinten ; insbeaemlers wird — da die Ufittiode 

Keehnongslrgung bei den cinaelieo Instituten im AllgemeiDm «nstaBt 

blieben ist — die Vcrgleichnog der Ergebnisse der TenchledeDeo Jahre dot 

•nig dtdsrch beeintriobligt. 

Von den Eiträgnisnen aus den IIypotliekar>Gewhlfta ahgesebaa, welehee 
ja faet ailMicbliee»Iicb voo einer gaoü bceoaderen nod weni^tens im Principe auf 
dauelbo btwohränkten Grupiin YonIn.«tiluteD betrieben wird, fciliendie Ertrdgniitse 
aa« dem W ech sei- Kd comp t« nach der Krise rom Jahn 1673 die horror- 
t«gead«Ie UDlar allen £iQnBbme*Babnken, und zwar niebt nnr nach der HtJba, 
Mmdcra anch nach der Tolküwirihschaftlichen Bedcntong ihrer Ziffern. Denn in 

Kform das Wechsel -E>u.-oiB[)teii ernilen die Banken ihr» »kcnomiädt« Function, 
Volkswirthschaft die für die jrwwlig fillllg werdenden Zahlungen ent- 
henden Mittel tur Verfflgiing zu Ktellen , nnd in dem Poatnlat«, dass die 
en den Schwnrpnakt ihrer ThSiigkeit hierein verlegen mUmen, Wgtjgnan eioandi^r 
hl die «rsten AilviltSten der Theorie, ala auch die claasitclie eagUsohc 
Praxi«. Die Oewliirtuig dieses .Zabinngscreditec" erfolgt nun auf xwcifaebe Weiss, 
Hjtwtder dgndi ABBxahlnng der Valata nach Abzug des DtetontOB in Bask- 

13* i 





168 



Dr. HriotiA Baaelibart: 



notra oder dnieh Gntiehrift dieses Betrages anf dem Cwilo des betref- 
fenden Bankkondeo, der sodann je nach Bedarf durch Checke darSbar TerAgeo 
kann, deren Begleiohong, da die Empßnger znmeist ebenfalls dem Kruse der 
Bankkonden angeboren, entweder doroh wnfaobe ümschreibnng oder doroh das 



TabsUe 



ElBDsbDiaa 



Vom Wechael- 
BaconpUi 



Von 



Wie aar BAOkea . 
VroTin»- _ 



Summe 



Oeat^-uo^. Banlt . 



f Oei 
Torfclilissen auf j Wiener Banken 



BITcGtea nnd 
WursD 



Effectaa-ZiufKii 



Vom 

Conto -Corr an t- 

ßauhäfte 



Diverte Siofian 



Pr«vinx- 



Snmma 



OHt.-iuif;. Bank . . - 
Wiener Banken . . . 
ProviBs- „ ■ - ^L_ 
gnuufl 

OmI.-qq^, Bank . . - 
Wiener Banken . . . 
ProvioE- „ . . _,_ 
\ äsams 

IOest.-nng. Bank . , , 
Wianer Banken . . . 
Provinz- „ ■ . • 
Smnma 



Oi'st.oPK. Bank 
Vom Hypothekar- | Wiener Banken 
Qesuhftfte ] pMvinB- n 



änmme 



Tom Bankcom- 
mlHsioDa-, Coli' 
tOTtial- Q. Emia- 
■iont-Geaehafla 



CnrHj;ewinne 



Diverai 
Einnahmen 



Summa Har 
ELnaahmoB 



Oaat.-ung, Bank 
Wiener Banken 
Pro vi OB- * 



Sarame 



OeBt.>niiE. Bank 
Wiener Bandes 
i'rovinB' . 



Ssmme 



Oait.-sng. Bank 
Wjenitr Banken 
Pröviöz- 



Smnme 



Oept-ung. Bank 
Wioimr Banken 
Provina- , 
Suinn« mit Oest 

Bank ... 
Snnme ohne Oeal.-nngar 

Bank . . 



■Ungar 



1X71 



I 1S7S I 1BT4 1 1876 i Iffie I 18T7 



sl 

ffank«n 



iO 

Baiik«D 



31 I BI i 68 L 5; I 
BaDkenlB&akeD BankMilBankca' 



Hitlion» äniddi] iSatarr. WUir. 



7-84' 

5-78 

3-79 



J7-41 

8-09 
7-27 
0-82 



10-181 

1-02 
3-78 

fi-31 



8-10 

9-83 

O'IO 
8-68 
3-30 



8'61 

4-94 

_3;76 

1731 

2-78 
4-49 
0-71 
7-98 

0-W 
3 90 
0-27 



5-07 



10-18 
2&5 



12-08 

4-08 
7-79 
2-84 



14-71 



34-42 
_4-34 
38-76 

0-26 

17-65 

2-34 



SO-SS 

0-47 
2-90 
I'36 



4-73 



15-86 
9e-37 

ms 

133-26 
117 40 



12-73 

0-09 
6-78 
S24 



9-U 

4-12 
9-04 
3-12 



16-28 



16-78 
1-10 



17-88 

0-11 
6-26 
0-27 



S-64 

0-48 

3-50 

_2;3I7 

6-35 



(V54 
5-05 I 
3-43 1 



5-50 
5 17 

3-30 



5-32 

4-07 
3-98 



1&-03! 

2« 
160 

0-30 



434 

0-94 
168 

0-17 



2-79 

4-32 
1-87 

"5"69 

006 
4-32 
J^-32 

S-70 

5-S4 
8-46 
4-68 



18-27 



6-44 
143 



7-87 

0-20 
B-47 
IM 
7-2a 

0-73 
i-82 
1;48 

403 



13-97 18-37 

1-97 1-71 

1-60 1-39 

Qgfl 30 

ä-8e 



0-86 
214 
0-27 

3-271 

2-83' 

3*88 

0-O5 

2-62 

_0;90 

3-67" 

5-65 

7-67 
_5a7 

18-49 



3-40 

ri5 

2-69 
0-15 



4-53 

0-70 



5-23 

0-10 
2-37 

0-76 



1709 
67-87 
16-39 



101-35 

84-26 



1615 
3Ö-15 
15-53 



3-23 

065 
1-28 
0-57 



2-50 



4-19 

1-34 
103 

8-47 

0-05 
1-39 
1-16 



8-59 

5-86 
7-43 
5-76 



19-05 



4-00 
0-Sä 



B-13 

3-52 
315 



1180 

1-78 
1-30 

0-27 



3-3S 
110 

^17 
3-87 



1-20 

0-98 



208 

0-(Ä 
1-27 
O-M 

8-1 ä 

6-30 
7-53 

6-44 
"20-27 



4-21 

0-96 



4-85 

OOÖ 
3-55 
0-S4 



4-25 

0-56 
0-85 
0-43 



1-84 



5-17 

0-08 

1-86 

_0-3S 

2'29 

0-52 
0-34 
0-48 
1-34 



14-78 
3001 
13-21 



7083 
5468 



14-71 
26*91 
13-39 



58 00 S&-01 
43-22 , 40-30 



14-96 
23-83 
13-63 



52-42 
37-46 



Owtwr«icbi Buk- und Cr«lit-IaBUtnt« io den Jahren 1872— I8B3. 



169 



CIoaringTflrfabren erfolgt. Je Daohdem nun der eine oder der andere Modus beob- 
aohtst wird, wird entweder die Notenemission der ÖBterreiofaiech-ongftrtBoliea Bank 
in Anspmoh genommen oder von der BeniltEung von CircoLitionB mitte In im 
engeren Sinne dee Wortee gänzlich »bgesehen werden. Bei dem derzeitigen Stande 



El DDmbman 



l«Ig 



U7S 



1«8S 



1«8S 



AS K 31 I te SS SB 

Buken Binkflu Banken | Bsokeb Bknken Banken 



UlUionen Onldsa 6cMtT. WUir, 



Vom Wechsel 
Escumpte 



Ton 

VenchSueo aof 

Effect ea attd 

Wuren 



Effecte D -Zins au 



Vom 

CoDto-Coirraiit- 

OoKblftu 



Diferee Züumo 



Tom H;^potbekar- 
0««!h&ne 



Vaa Buikcam- 
■iuians-, Con- 
•ertitl- n. Emiii- 
aiatts-Oetebifte 



Cnngewiniie 



Diverse 

EiBD ihnen 



Somme der 
Kinnahnen 



0«Ht.-aDg, Bank 
Wiener Bsaken 
Pro V ins- 



Snmnie 



Oest.-Dng. Bank . 
Wiener Banken . 
Provinz- „ 

Summe 

Oäet.-nng. Bank . . . 
Wi«A«T BtnkAn . . . 
Provinz- „ ■ ■ ■_ 
Snnme 

0«Bt-Dng. Daak . . . 
Wiener üankea . . . 
ProTiBZ- , ... 

Summe 

Oeit.-cuiK. Bank . . . 
Wiener Banken . . . 
Prorina- - ... 




Snicme 



Oeiil.*DaK. Bank 
Wiener Bitakeii 
Provinz- 



Summe 



Oeat.-unf;. Bank 
Wiener Sinken 
Provinz- » 



Summe 



r Oest.-DDg. Bank 
I Wiener Banken 
Provinz- 



Samme 



IOest.-nng. Bank 
Wiener Banken 
Provinz- 



Sname 



Oest.-ang. Bank . . 
Wiener Banken . . 
Provinz- „ . . 

Samme mit Oest.-nngar 
Bank 

Snmme ohne Oest.-nngar 
Bank 



1-00 1-11 
2-201 1-S6 
0-20 1 0-21 



3-40' 2-98 i 



0-89 
I'30 
0-28 
2-47 



»■Öl' O'S? 0-73 
1-65 ; a-iJS 271 
t>3fii 0-45 0-37 



2-94 



1-43 
1-08 
2-51' 



1-291 lää 

_1;00' J03 
a-29 2-91 



368 3-81 



286 3-36' 3-39 
0-94 ! 104 l'&7 

3-80 ; "4*40 



005 - 003 

1-17 1'7. 

079 1-55 1 

3-Oi "3-J& I 



0-frl 
1-35 
1-75 



au 



0041 

1-89 

J79i 

3-72 I' 



0-04 

1-62. 

201 : 

i'Ql '■ 3-22 



6-50 7-70 6-30 5 

7-83 7-57 7-60; 7' 

6-94 _7jOJ^I_7-79 : _8 

21-27 22-28 21-6&: 21 



■48 4'87 I 
■70 I 7'83 i 
■45 I 888 I 

"63" 21-58 



5-07 7-19 7-ltl 
082 0-93 1 _ 0-94 
S^89"' Q-Ui >10 



0-36 024 1 

1-58 3-37 1 

0-49 0-27 

2-43" 388 



0-24 
0-35 
0-2 2 

0-81 



0-40 
0-31 
0-34 



010 
308 
0-29 



3-47 1 

0-42: 

0-45 

0-38 



1-05 1 1-25 



0-10 
2-86 
J)-3I 
3-is7'! 

03"! 
1-201 
Ojii 

'ins: 



1-94 

0-34 
0-61 
040 
1-35 



24-87 28-80 
13-96: 14-48 



jl 5371 58-02) 58-17 65-98, 63-89 
•: 38-83 i 43 28 4467 52-68; 50-46 



4-46 

003 
1-44 
1-75 



474 
712 
993 



2179 

004 
tJ31 
1-36 



0-04 
8-15 
1-03 

9-221 7 71 

0-13 1 05 
1-57 ■ 1-29 
24 : 0-16 

"1-50" 



0-36 
0-58 
0;45 
1-38 



14-88' 15-34 : 13-50 , 1330 j 13-44; 13-33 



2915: 3606' 3302 30-43 
15-52 16-621 17-43! 18-37 



6213 ! 

I 

4880! 



170 



Dr. Heinrloli ftaiabbars: 



der EntwichelnDg ilea räterreiciiifcben CreciiN and RuiliwoNrD« Überwiegt der entere 
UoAa»; haL ntis Aoch Tabcllr XYl (SoiLe ISl n. 135) ^cKoigi, da»» mehr aU 
die H&lfls alkr von Qsterraiohitchea Banken eHCoiiipUerUm WeehselbetrigH dardi 
die im BealUce der Ssterreichiscb-iiagsriscbeo Bank bofindUchon Weob«el rajiräiantiert 
w«rd«a, nnd da die meifltm vaa den Privatfctn^niere ateomptierten Wec^e«! iin 
WefB des Reoicoioptca in die Portcfeuillcu der Banken g«lw)geo, IcSonen wir 
wohl fDglieh Mgen, d&M diet an&b der i^eate Tfaeil a.ller übeThatipt eacomplicrlrn 
Weobnl betrage sei. Wenn wir nun die Bewegong in d«n Einnalimen sKnuatliiiher 
üatwreichiscben Baalten votu WechHl-E«oompte (TabelUXX, Seite 168 a. 169) nod 
in llirem WechseUPortefeui I le (Tabelle Xll, Seite 128 n. 129) eintfrsaib) und in 
dem Notenniulufe der äst^rreicbisch-ooicahtclien Bank andererseits (Tabelle Vll, 
Seile 118 n. 119) vi^rgUicben , so finden wir in den betrefTenden Colonncn mit 
weniKin Auflnahmen den rnrallelinmusder roa Jahr snJahr erfolgten 
VerSn dsrnngen xo deutlichem Ansdrooke gebracht. Uer beaaeron Ueber«tehl 
halber biacn wir diete Dahm in der Ra<th>t«bBndeD kidncn Tabelle xanammm, 
welobfl — wie ffir gluben — eiDon nteht nointerecsanten Einblick in dio 
catualni Beziehungen swiscbfn dem ZablaDg?>[iroceMe und der BetbXtigang der 
den) Dienste des Cr«dit«8 gewidneten Organe gewahrt. 

TalieUe XXl. 



4 



GftummM&uaabtBe toib Weahisl-Eaeompt« 

GManint«« W»«Kul-Part«f«iUlle 

HatwUalMf der «st.-aps. B«>ik . . 

OfliaiuU-EbBaba* rva Weclitel-Eseoiipte 
Hot«B*OBÜan( der Oat-ang. Bank .... 


im iKi 1 IST« im 


tm { lan . 


HI11U»«B UutJva t*l«rT«i«hiiKkBr Wlbranc 


17.il 17-31 15-02 13-97 1 12-37 
Sa6'98 338-48 31911 27Ö'1I a8|-;i> 
HI8-37 j358*4 09376 »«■■^^ 295-91 


ueo 

265-81 

28S-S7 


itn 187« 


iSM 1 tau I leM 1 iMa 


UllUoneii Onldeo Mlarriliihl*ckar Wlhntnf I 


1209 1117 
Ü58-61 B6&67 
iÄ8-80| 316-76 


1113 13-0öl UI9 
Ä93t)6 31101 »21-16 
328 62 364-21 'MR-63 


I4-S5 
337'8S 
38046 



Wir sehen, dasa am Anfangs- und am Endpaokte den nnteraacfaten ZeU- 
rnamea da« Wecbset-Portefeuille sümmtlirher ÜMtftrreichiaeher Banken fast die 
gleiche fiShe hatte, wShrend die Geaamint-Ktunahme vom WcGhiiel-EBcitmpt« ga- 
ßillen, die Koten -Ciicolali ob der ÖBturrcicliiich-oagariwtheu Bank aber RCütiegBo 
i«t. I)aa crstere Moment stellt skh alii eine Folge der Deprewion «le« I)i«conto- 
■atxe» dar. da« ktrtere als die Reaoltierende aoa zirei Componenten, nnmÜcli deni 
Antheilo der Outen-, -ungar. Bank an der gesammteii Bankthütigkeil nnd der dar^n 
unabhängigen Politik der Kotenbank rBcköiclitlich der Hake ihrei Metalleclai»», 
l>a nun eine eingehende PrUfnng der eint«lnen Knbriken der Taballe XU «rgibl, 
daae der Antheil der Usterr. ungar. Bank an den ümuSteon aller Batcircichischen 
Banken in den einwlnen ihnen gümeinBamt-n GeaehSftaxweigen wlhr<inj der Jabi« 
1873 bis 1883 im Allgomeinon r.iemlich conslitnt geblieben ist. tio rnOHS ange- 
nomneB werden , duBs die Termehning der KotenoiroaJation daroh «ine von der 
sonatigen GeaehirtothSligkeil noabhängige Stirkung des MeulUehatEea b«wirkt 
wurde. Pie« Bewegnng findet jedoch nnr encoesBive etalt und vermag d e n E i d- 
tlaoa deBEHOomiite-Qeachaftei anfdieNoten-Cironlation, weleher 
in deren Sehwanknngen ron Jahr za Jahr eich äosaert. nicht sn vcrdeoken. 

üebar die Hnhe nnd Bewegung jener ßMomplirrWn Beträge, welche nicht 
In fiankooten tat AoasahluDg gelangten, sondern den Bankkunden liehulH epäterer 
Diapoeition darttber im Cbeck-Terketar anf ihrem Cont« gntgefohnebea wurden, 



I 



Oaaterreiclu Bank- und Credit -laut] täte in deo Jahren 1672—1883. 171 

n&mliefa d«r „BnchdepOHiten", konnten wir leider nicht Aof^tchliias erlangen, weil 
unsere Banken dieselben nicht gesondert, i>ODdern theiU in den Knbrikei) „Accepte, 
ADweiaungen nnd Giro-Conto", theila unter „Oeditoren", theils wohl &uch unter 
, Diverse PaSBiven" answeisen. Es wäre zu wünschen, daas unsere Banken auch 
hierin sich der engÜBchen Praxis anscfalösBen, welche diese Bucbdepositen correct 
unter die Rubrik Deponiten aubsumiert , wobei allerdings die Trennang der Aus- 
weise Bber die Buchdepositen von jenen über die Baardei>oäiten angezeigt wäre. 

Wenn wir nach dieser kleinen Abschweifung nunmehr die Bewegung in 
den gesaminteD Einnahmen vom Wechsel- Escompte in's Auge fa^jsen, so liiiden 
wir, dass der schon früher anlässlich der Betrachtung der Bewegung im Wechsel* 
Vorrathe aufgestellte Satz , dass nämlich die Schwankungen im Umfange des 
Eocompte-Geschäftes geringer seien nnd mit den Bedürfnissen und der allgemeinen 
Lage der gesammten Volkswirthscbaft in innigerem Zusammenhange stehen , als 
wie bei den anderen Geschäftszweigen , auch beztlglicb der KentabilitSt de:i 
Eacomptfl-Geechäftes gilt. Vom Jabre 1873 bis zum Jahre 1880 fallen — und 
xwar EanXchst rascher, dann langsamer — die Einnahmen vom Escumpte. Bis 
ztim Jahre 1678 nimmt auch das Wechsel-Portefeuille ab, von da ab jedoch zn, so 
dass in dieser Gegenbewegang die Depression im Disconto-Satze zum Ausdrucke gelangt. 
Tom Jahre 1881 an steigen hinwiederuni die Einnahmen vom Wechsel-Escompte in 
stärkerem Hssae als der Wechsel- Vorrat b, welche Bewegung im Jahre 1883 einen 
Stillstand erführt. Die Gründe dieser Erscheinung liegen auf der Hand. Bis zum 
Jahre 1880 drängte sich das jeder riscanteu Anlage feiDdlicfae Capital um die relativ 
siehera Venrerthung im Escompte. Der im Jabre 1 880 neu erwachte Unternehmungsgeist 
Dahm bald grbasere Capitalien in Ansprach, verminderte mithin das Angebot an 
flottantem Capital und versteifte so den Discunto-Satz. Im Jahre 1883 begegnen 
einander zwei entgegengesetzte Tendenzen. Einerseits zieht sich das mobile Capital 
Ton der Speculation zurück and ist daher zur Tbeilnahme am Escompte geneigt, 
andererseits fügt allmälig aufkeimendes Misatrauen gegen den soliden Bestand der 
wirthschaftlichen Zustände das Moment der Versicherungsprämie zu jenen 
Factoren hinzu, welche die Höhe des Discontos auf dem Geldmärkte beistimmen. 
Im Jahre 1883 Überwiegt noch die erstere Tendenz; die ZitTern für das Jahr 
1864 dürften den definitiver. Sieg der letzteren bezeugen. 

Was den Percent an t heil anbelangt , mit welchem die Kinnahmen vom 
Wecbsel-Escompte an den Gesammt-Einnahmen participierten , so zeigt ttich ein 
gewaltiger Unterschied zwischen der Zeit vor und der Zeit nach der Krise vom 
Jahre 1873. Wenn wir iHmlicb von der ÖBterreichisch-iingarischen Bank ab- 
strahieren, welche das constantc Element in dem wechselnden Entwickelungagange 
darstellt, so finden wir, dass die Einnahmen vom Wechsel -Escompte 1872 nur 
8*16 und 1873 nur 10*33 i'ercente der GeMammt-Einnabmen repräsentieren j so 
vemacltliissigt war damals, bei relativ hohem Discontosatze, das wichtigste aller 
Bankgeechlfte. Nach der Krise bewirkte zunächst die rasche Abnahme der Gesammt- 
Einnahmen und die relative Constanz der Einnahmen vom Wechsel- Escompte, dass 
der Percentantheil dieses letzteren bereits im Jahre 1875 auf nahezu 30 Percente 
stieg, anf welcher Höhe er sich bis zum Jahre 1878 erhielt j von da ab sank 
er, weniger in Folge dee Rückganges der Einnahmen vom Escompte, als in Eolge 
der Vermehrung der anderen Einnahmen, bis auf 14'69 Percent? im Jabre 1880 
and nahm von da an wieder constant zu; er betrug in den Jahren IdUl, 1882 
ond 1883 je 14*78, 1643 und 17*39 Percente der Gesamml-Kinnabmen. 

Die Bewegung sowohl der absoluten, als auch der relativen Ziffern in 
den Bnbriken „Einnahmen von ^'o^Bchü.sseD auf Effecten und 
Waaren*" und .Effecten-Zinsen' ist jener in den srhon früher anlSaslich der 
Analyse der Activen t,Tabelle XII und XIII, H. 128 tf.) besprochenen Rubriken „Vor- 
sehfiase auf Effecten nnd Waaren** und „Effecten, Devisen und Valuten" voll- 



178 



Dr. Heiarieb R«athb«rr: 



kontneo soalog, und IcKimen vir unt bezUglioli dtrCbarahleriatik tÜMer Kianahns- 
RVftige «af du Snite ISO diMflr ArbMt QoMgte bcrurvn. — K« «ui liior aar 
karz bemerkt, duui der Anlheil de« BrtrX^iMea rom I^tobBrdiceaoUilfU an den 
GM«iuiDl-&noabineo aller B«nk«n mit AasnAktne der Oetterr.-aDgnr. Bank tm 
Jakre 1872 6'90 Percente betrng, codinn stetif Htak, in den Jahren ISTä bia 
1878 awUcfaeo 4 nod 4','] I'ercent« ««bwanktr, ron 1879 an vieder tnBabm 
und im Jabrn 16Ü1 nein aeserliobes Maximain mit 6'67 ['eroenteti errelohte. Von 
da ab ging er wieder turlick, und betrag^ in den Jahren 1882 uad 1883 b'lü, 
r«Hpeetive d'98 Percente. Ui« Bewegung in den Einnahmen an EffwtanZinteD 
aller bietet una dosballi weni; Li:<brr«ickee, veil dieoelbea aus zwei lormall xwar 
gleiehan, im Wesea aber ^anz verHchiedeiwa Q.nalleD äieaaea, nämlich urslen« aus 
jenen EfTedeDbealinden, welche das Resuhat von FifTecten-Specalationen oder dae 
Jlediom diT Bethoiligunf* iia anderes ÜHtenielmiun^uii «iiid, und dann aweiteiw 
aaa jenen Effecten, in welchen die Reaervc-, Hicberntellan^-, PenfliouB- uad anJerca 
Foode angeleft eind. Dieae bilden daa oon«taat« , jene da« T&riable Uomvat. 
Da dai erUere überwiegt "), *o liitd die Schwankungen rnlativ gering, der An- 
tlieil der ElTcct^nZioMD an den Ge«aiumt-I^iDUahuicn der Banken ohne Ocsterr.- 
nngar. Bank tchwaiikl in den Jahren ii&oh der KrtHe bis com Jahr« IStiU iwimUibb 
S^i und 4V] L'erccQlen und erfUirt ron da ab, woiil iu Fol^e d«r KrÜftigiuii 
der Kasorvefonda (vergl. Tabelle VU nnJ VlII) eine nicht nnbeträrhtliobe 8l«i 
gening, indem er sich im Jahre 1883 an aar 5*&8, 1883 Mgar auf 6*33 Psrooote li«h 

Die Einnahmen vom Conlo-Correntge sc hafte nahmen ehenfalli 
vom Jahre 1874 an bis zam Jahre 18713, und zwar zanüchiit in raficherem, dann 
in langsamenu Fall« ab nnd «anken von 12*73 Millionen Giilden im Jabro 1873 
auf den Wnünalatand von 9*18 UillioDon im Jahre Ir^TT. Von da an nrfulgt 
ein« neaerlicbe Zanabmo, welche lfj83 bis eom Betrage von 4'4ö llillioaeo [fUut 
An den Gesainrnt-t^nnahmen partioipierteD aie, nachdem Rie 1K73 lO'HA 1*oreeD 
dereelbtin in Anspruch genommen hatten, im Jahre 1878 mit dem geringsten Ä 
theile von 5*30 Peruenteo, der in den folgenden Jaliren conütant anwnelis, am im 
Jahr« 1882 rf'TS und itu Jahre 1883 aogar 9-13 t'erocnto an erreichen. 

Unter allen Ein&ahme-Bnbriken tritt seit dem Jahre 1874 die Pi 
„Ertr figniaee vom Hypothek argeHchüfle" vermiigv der H5he ihri 
Betrage besonders hervor. Da jedoch — wie bereit^ IrUber bemerkt — dieaelben 
gritoiantheilK Bnitlu - KrtrftgniBite sind, mitKxen wir, au zam Seilo-Ertragr m 
langen, vorerst die Ffandbriefzineon in Abxag bringeu, iiittofem dio« nicbl di 
einzelnea Anstalten bereits telbst gethan haben, d. h. inKofern wir Brutto-ZilTem 
vor ans haben. — Die dicabotttg liehen Daten bietet die TabcJln XXM. 

Wenn wir diese Ziffern mit denen der Tabelle WIM 8. 138 vergleicht), 
■o bemerken wir, Amte oiniTscita der fjtaml dor llyputhokar-DarluheR und der Pfand- 
brier-Umtiiaf und andt^rerstjiu die Bnittot^ionahniun nud -Ausgaben av* Hy{h>lht>kar- 
Credit-QeMohiftea nicb während der Jahre 1872- -1883 fast verdoppelt haben, 
w&hrend das Kelto-Erlrägni^B vergleichsweise nur unerbebliuh »genonmeD bat. 
Die groeae Concnrreus des Privaicapitals, wekbea sich io den Jahren nach der 
£ris« um hypotbekaritch «ichere Anlagen dringend bewarb, icwang nämlieh 
Hypothekar- Ccedil'lnstitnte, naaientlieh vom Jahre ItSTtf ab, da die Keoeptionaftht 
k«it dea Bodese bereits orlabmt war, den Kinafnaa der van ihnen elocicrtcn »d 
tu «lofiiareadea Darlehen zn ermfittdigen "), witfarend die Keduction iu den Pfan 
briefnnsan, vriewobl dudi hicrtu ein Ansatz eich zeigt, nicht in gaos paralleler 



der 

i 



^f 8« iiallGn sick die ceaaamilcn Sinnahnen der Oentcrr.-unxar. Batk an Effect 
Sinsta ledi^licb aL« Ertregni» da BeaerrafondB dar. 

■') Di« ?on BaiDiut)l<hen Baakea eloclcrten Hypothekar- Uarlebsa venluten a 
im Jahre ld78 an 4'89. 1883 nur auch tu 4*69 Perceaten. 



Oistarreichs Buk- ddiI Credit- Instilnte in den Jahren 1872—1883- iTd 

TaAivllt XXII. 



i8:d ih7i . iBii ]s;:t K't ix'i ih;i'> 
UiUioufn Gulden ästerr. Währ. 



ZiBMB Ton Hypothekar-DirleheD 'i2-67|12ij8 14-7l'l6-28 1827 I8-49.1906! 

P/»ndbrief-Zia««n ■ ■ . lOQl'lQ 48 12-05113 18 14-9G:15-6»,1650 . 

' daher Srtng des Hfiioth.-Darlehens-UesctiBfteB 2 66 >f'20 266 310 3 31 2-&9, 2 65' 



I8T7 IBTS 1879 18H0 IStI] im ■ 1<-S3 



MiUlODPn Golden üaterr. WttLr. | 

ZiBu» von Hypothekar- Darlehön 20-27'21-27 22-28 21-69 21-63 21-58 2179' 

PfMdbrief-ZiMen ■ ■ ■ 1740 18ÜOia77.19-12 19U 18-78 18-8i ; 

\ daher Ertiag des Hypolh.-DarlehenH-Geitchäfie.s 287 307 kbl Ä'ö? 2-49, gSOJ 2-98, 

Weise erfolgen konnte ; erstens weil an dem Zinsfuas der bereite emittiertea 
Fhndbriefe UberLanpt nichts geändert werden dnrfte, nnd zweilcDS weil nor durch 
die Beibobaltang, reep. Gewiihmiig einer relativ hohen Yerzinsung daa Publicum, 
in welchem eine starke Tendenz zurdirecten Belehnung von Immobilien herrscht, 
überhanpt znm Ankanf» von Pfandbriefen bewogen werden konnte. 

Die gröSBteo Schwankungen weisen die beiden Rubriken „Einnahmen 
von Bank-, CommisBions- und E m issionsgeachäf te" unl „Cure- 
gewinne" auf; denn die riskanten, über znr Zeit des allgemeinen Blireenscbwindelt« 
angenein lucrativen Unternehmungen, welche nnter diesem Titel subHummiert wurden, 
waren es insbesondere, welohe gewissen Instituten die Mittel zur Auazahlnog jener 
blendend hohen Dividenden boten, welche das mächtigate Ktiz- and Agitationa- 
nittal der Agiotage waren. Den aus diesen Geschäften entstammenden Terbiad- 
Hchkeiten waren denn auch die enormen Yerlusle zazaschreiben, welche die meisten 
TOB den Banken trafen und nur von den wenigsten ertragen werden konnten, — 
38*76 Millionen Gulden betrug im Jahre 1872 der Keinertrag der ersterwähnten 
Art Ton SpecnlationM-Unterntrhrnungen. Schon im nächsten Jahre war er um mehr 
als die Hälfte gesunken und nahm auch weiterhin bis zum Jahre 1876 stetig 
ab, in welchem Jabre die tiefbte Depression mit 4'85 Millionen Gniden oder 
12*52 Ferceuten des vorerwähnten Betrages erreicht wurde. AVäbrend dieses Zeit- 
raumes war ihr Percentantheil an den Gesammt -Einnahmen von 'i'd'i)! Percenten 
im Jahre 1872 auf 12'Ü4 Percenten im Jahre 1876 gefallen. Vom Jahre 1878 
bis 1881 findet ein neuerlicher, allerdings im Vergleiche zu den Ziffern von 1873 
unbedeutender Aufschwung »tatt, der sich in den Uclativ-Zahlen besanders deutlich 
seigt, welche zu Folge der reducierten Ge^ammt-Einnahmen empfindlicher geworden 
sind als frttber. Schon im Jahre 1879 repräsentieren die Einnahmen aus dem 
Bank-, Commissions-, Cun^ortial- und Kmi«sion«»eEchüfte 18*75 Percente und 1881 
•ogar 20-76 Percente der Gesamnit-Einmihmin : die iu den letzten beiden Jahren 
hiergegen eingetretene Keaclion reduciert*.- :^ie aber bis auf 1 5*72 Percente im Jahre 1683. 
Der vorstehend skizzierten Bewegung ähnlich ist die in den ('urs- 
gewinnen, jener Einnabmen-Püst, welche zumeist die Resultate des im Grossen 
betriebenen Börsenspieles enthält. Auch diei-e sinkt, und zwar im Jahre 1877 
anf 11-31 Percente der im Jahre 1872 erreichten Zirt'er, und ihr Percentantheil 
an der Einnahme Gämnitlicher Banken mit Ausnahme der OeHterr.-ungar. Bank 
sank wtihrend dieses Zeitraumes von 17-03 bis auf 5'90 Percente. Auch hier 
sägt sich dann ein neuerlicher Anfi>cliwun{;, der aber schon mit dem Jahre 1879 
aeia Ende findet, worauf die L'arügewinne neuerdings und zwar sogar tief unter 
daa im Jahre 1877 erreichte Niveau zurückgehen, indem t-ie von 3'88 Uillionen 



174 



Dr. II«Uricli RkncliUers: 



Giild«n im Jah» 1879 anf 1'50 MüIIodm im Jabr« 1S93 ftleksn iiii4 tbr Porccnt* 
tntheil wätirfnd itieser Jahr» vua 842 bis auf 3-9«f Perceoto ftllt. 

Wvnn emllidi die Rnbrikon ^Dif-eite Zintes ddiI Provisionaa*' 
and „Diverse Einnahmen" ähnliche BUDkgUngo aofwelfKrn, wie die bialier 
in'fl Asg« gefugten, HO erkl&rl «ich die« entei» dannii, du» die Banken sieh 
dar Zeit nacli der Krise Uberbaapt weniger in auHsergDWöhnlirbe Cnterncbmangi 
eiolieMen and ilie«« ticb weniger iuoratiT geatall«ten, nod r.weileDs dArsiu, daö« 
Hpeoi£ci«ruiig io der B«c]iniiiig>legllBg v'migt Furtitchritts gemacht hat^ daher 
epäter«n.tabr«ii Einnahmeii, welche früher Doter dieeenBabriken »utansiiiiiert wurden, 
gSBondert iioUr den b«zaj;li(.-ben Titeln tarn Aniveite g«Iaiigteu. 

Aach die Tortheilvng der EinaabiDen bietet una — ebenno wie 
die der AcliTen nnd PwRivan — einea villkonuneneD Beitrug aur Erkenntniett des 
UkonoDi lachen Cbarkkters der früher elatuicrten Banken-G nippen**). Indrm wir 
in Tabelle XXiJI die Kinnaliraen jeder eiiuelnen dieter Grappes in abiolaton Znhtm 

Tab«!!« XMII. 



uer 

1 



KatDC*rl«i 
Itr 

Bank iiud Cndit - laiUtute 



KlnndiiiMn im Jilir* loa 



ZtBHQliiDd Pntvlalos«n 



l 







I n 



it 






TS 



b 

* 
a 



_ lum oaaB naUMt aattrr. yii r. 



Oesteneickiach-sagariscb« Bank |6*U 



Bec.-, [>•^•f im HWn 

■. Loab. I ••1 iJen l'rvtinaen . 
Bankan I ia Ganaca .... 



129 



fm 



- oos 



Banken 



•N Wien .... 
in den Pivvinsen 
im Ouaro . . . 



I ISS O-W) — — ] 0-99 

tl8 OOS 0-03' &it (r?8 

|3-76a31 0Ü3 ÜüllSa 

1 3-7ffl J- »aj »-7« 3-07, 0-«? 
0-4S-~ ■■ O-it] <»IÄi f)T# 
4-24! 1-23: 2-81 3 26 134 



f iet.'BgptiMc.- Haukfn O'Sa 
Hypolh.- I Intf. m. jejwnu. /fiyit. ! — 
Cred-Iosl.] lyainlb.-Antt.u.apare.l — 
y iB GasMn 0-39 

TolkRbaaken Ofl8 

PraodlflihanitiaJtaa O-Oä 



0-0" 



0-OT 



0-J» 
0S& 



n-e4\ OH 7-90 

tri» (foi »63 



4'7-l 



0-13 

oia 



0-04 



fH» 



008, — 
085017 



0-01 — 
0-8» — 



0-40 
IM} 



(XS 006 - 
«113 0O4 — 



0-30 

033 (nt^.(.rk-^ 



03£ 
001 



a-OT 

101 

6-03 

1-28 
0-M 



Bamint). Bank- q. Credtt-Intülnu . j 1«-M 3'Tl| 1 8114-41) Azt: !H)j7-7l 



ti9\ 0-3S 
1^2 39 
ffOi' ois 

— 10^0« 

— j (XOi 
W» 0-39 



— 0-03 



I 501 1 38 



iaä3, 




tö ]3> 



darBt«Uen, naebeii wir diese Daten xttr Grundlage anserer weiteren Untor- 
■noiinng und xeigun in Tabelle XXH'' die VarlhcUnng der GessDimt-Einnahnen 
einei jeden üaiiken'GrDppe unter die eintelnen Einnabnieigaelleo and in Tabelle 
XXV den PercL-Dtantb«il, mit welcbem jede einsolne Bankengmppc an der Sanite 
der Eianahmen aus \t>\^m dur scpumt unc^ewieaenen GeMjiKftazweige pwlicipiert. 
Eh lieftt in der Natur der Sache, da>a die EJBoahineii aas des »ouloen 
ActivgcadiUfton mit den aus denselben reanltierenden and in den Bilaoten ant- 
gawieMaeo AottTbeeUlndett der Banken conesponiliereD, daae dabor ««wohl die 



■^ rerd. Seite 123 ff. and S«iu IUI C 



OflsUrraichs Bank- and Credit- InatitnU in dan Jahren 1872—1883. 



175 



TabalU X:SIV. 



Ton d«n 6«nmmt-UiiBBbnMn d«r «bucelnan KateKorira 
dor Bkok- nnd Credit-Inrtitate eatilalen im Jalm ibbs mi( 



i 

I dar 

- Bank- nnd Credit -Iniütnle 



Zinsaa und FroTiiiiiDen 




Ertmi 







sS 


> 


> . 





II =3 









■^ 5 



B 



I 



'i3 






B 



pureent« 



~B j I ■ -■ . j : 

lOMbuniekiiGh-onsuischa Bank . ''45 8» 9-63 5-43J — ■ 0:86'35-55' 0-30l 0-36 2-65 

<EK.-,D«p.-( in inen &6 01 917 ~ \ ~ 27-64 

j n. Loaib.- j m den Proeimen . . äT-64 1-25 OTS B 68 20-85 

j Buikra I im Ganun 5650 4t)8 O«' 3-22 23-79 

1 ■ . t . 

.Cräd-mabi"* '^'*'' ^°'^' tt-8ri50a\l7-07' n-19 

Buikiri '" ***" Provinzen . . 18-07 — ; 4-19\ «Ti»«W 

i "■»«" I ia Onnsen 2055 599 13-62 15-73 6-52, 

I I I 

! t Aet.-^pothek.-Banken 3-62 OSS, ft-60: SSI 1S2 
! Hjpotk.- I ln»l. m. gegnt. Bafl. 0-01 0-04\ 2-11 r40' 0-29 
Cr*d.<Int| Pfandb.-Antt.v. Spare. — — | — \l630' 0-03 
' im euioB 1-93 033 1-21 415 0-84 

I 
Tolkibankcn 199» mt\ 1-9317 44 ,4813 

PfadlBikaBstalten 290 i^J-M' — 12 42! 3 68 

a«mtLBank-n.Crrfit-Inrtilnt«. 23-41 5'97 613. 7i7| 618; 36-08! 12-41 2-42, 2-23 
_^__^_^ TnbellB XXV. 



— I ß-69 
3-2S\ 3-51: 

' 1-84 4-89| 

— \27-a^ 

— 38ia\ 

— 29-27J 

I 

7316 11-89 

95-2« 0-03' 

ISOOtf — I 

8315 6-3li 

I 



raa 
129 

7-m! 
1-T8> 

6-44 

0-32 
0-04\ 

0-19 



— ~ ' 019: 

- 2-44 — ! 



1-49 
4-Tt> 

3-36 

1-86 
206 
168 

269 
083 
361 
1-89 

1-50 
3-03 



lOOOO, 

10(r(jO^ 
100-00 

lOOW 

I 

100-00, 
lOono 
lOO-OOj 

100-00 
lOO-OO 
lOO-OOi 

100-00 : 

100-00' 
100-00' 



10000 



Anf die eluxelnen EateKorien dar Bank- n. Credit-Inat. 
enttlslen im Jftbre i883 von 



den ZfneeD nnd Provisionen 



Knteforl en 

der 

Buk- nnd Credit - Inatitnte 



S B« 






e. ■*>a 




« 




B 1" 

g -SB« 


s 


g 




e a 


h 


m 


ll 


t*g? gS 




m 


V 

o 


1^ " 


f-? 




fc 


> m 









ll. KrttHg 




a 


- 'i^l 






^ C , -2 


11 2 

oft 




3 a|- 




5 



1- 

S .0 



«i 



Percente 



; Ocftvrreichiscb-nngnriscbe Bank . '4201 3460 1900 — 1 02 2176! OSl' 321 



KK.-,I>ep.-[ in IFien .... 

n. liOBb.- I in den Provinztii 

Buken [ im Gassen . . 



10-87 T'io — 
14-U6 1-27 tr74 
i!5-82 8-37 74 



— ■J4-70 — 
4-81 -24 44 0-56 
4-81 49 14 0'56 



249 — 

1-72 

4-21 



25-54 



3-09 



a-72 13-0r> 
5-72|l614 



: Ortd.-mtA.\ 
■-; Baskea I 

I / 

I Hnoth.- I 
I Cr»d.-Inrt.^ 



in Wien . . . 
in den Proi-inzen 
im Ganzen . . 

A et .-Hgpolhel .-Bau ken ■ 
litt. m. gegen*. Haß 
Pfandb.-Atut. f. Spare. '■ 
im Ganzen . . . . , 



•^-'t-Sä 33- -J7 70-82 ii8-83IT-8-2 — \m-OT 8529 24-11 
:i-3l — ->m 40i'2404 — : 13-21 3-16 3-'J8 

2!ll3 33-27 73-76 72-8d'41-86 — 7828 88-45 2809 

I 

2 35. 2105 



2-6X 1-7-2 1-43 14-32 445 3626 16-64 

O-Ol 0-10 502 2-84 0-82 3'J-5U (coü 0-26 

— — — 183 — '■ rs.-i — — 

2-69 1-82 6 45 18-98' 5-27 77-68 1666 261 



Tolkabuken 

Ptndlnbaiutnlten 

SlBmll.Buk- o. CredEt-Inatitnte 



014 0-29 005 
212165 — 



0-39 
297 



1-50 - 

i-2i; - 



— 0-01 
0-34, - 



5-44 

1-30 

27-79 

011 
2-33 



21-46 

463 

6-07 

10-70 

28-91 
4-29 

33-20 
I 

17-39 

14-58 
0-80 

3277 

0-16 
1-71 



m-M m-M^ m-aa m-w iito-o«, m-w m-n jm-h iii-h| im-ii 



176 



Dr. Hmarieh Rtnckbirg: 



6ti«d«riiii$ tlrr&eib«ii tonvrhtlb der cimeliiGti BaiikDngru|)pon, ala auch ibrer V«r- 
tfaeiluu); aster iliewiben im GrOBS«n und Ouizen unalo)^ VerbliltaiBiiR tufwelwii 
müe*en. Ka ertiSut Mtrnt Tabdle XXIV die frfthor io TaWIo XV (Saite 1S2 
u. 13:i) und Tiibvll» XXr dU in Tabelle XTI (Seite 134 n. 135) gngebenen 
DarBicllaaseii ; ilit einen »tigea uda <lie GlivderuDg der L'niBatuunuaen, die 
aurloKii eoihalt«ii ilen Ati«ilruck der Kentabililttt derselben. 

Was nan xaoächat die Erg«bni8(6 der Tabelle XX[V anbeUngt. «o 
vtirent xu b«i»erkeD, da» di« Ptrccot-VerliJiUnia»« dur Oeätorr.-tiosft 
Bank denen der antleron BaDkon, welcbe kurxfrijljgen Cndit gewähr«». ^, 
über dadureb «iiM VerscbielxiDg crfubrt'G haben, das» ~ im ADHcbliUM an 
Becbnungnlegung der fiank — der iterecbning des P«rc«ntaiith«ilea dea Ei 
nisse« vom IIy(K)tbtikar-ti«scb&f(e dcMcn Bru 1 1 o- Ergebnia h zu tirandu gei 
wimJe, w&brcDii vrir edin allen andürenGeaehSfltaweigeD miiNetto-Krgebtii«!«, 
zu thao babe». Set&an wir auch b«im Hjrpocbekargncbitfte daa N e 1 1 o - K 
tragnise por 0-87 Hillionen Gulden ein, lo ergibt >icb deaBUi PflfMBtanthef 
an dan dadurch anf 9-46 JUilUonen Gulden feduriertea Geaammt-Einnabnea der 
Notenbank mit 9-17 l'«r<«Dt«n, wahr«nd die bMtüglii:lic.n Antheile der Zinaon von 
Wecbttel-Esooiopte und vom Lombardgeschlfte jo 64-59 vod I3'£i6 Pereent« betragen. 

I>ie Vorgleiobnng der TerbKltniaBe der Banken mit iaaf«Dilem Ga- 
Huhüdi; mit denen der Credil • moöilier-BAnkea reratSrkt den Eindruck, 
welchen wir bei der Betrachtung der Tabelle XV erhielten. Die bedentcndate a .^j 
Einkorn menazweige der er&t^ren betteben in d«>a pZtnsen vom EtHomptegcaebtf|^^| 



und in ^diversen ZioBcn und ProvisioDeo " , welche &6'50, re(i{)«iliYe 33*79 



uer 

i 



c«nt« ihre« GetammteinItonimenB Tepr8Hntierp.D. Die leuteren hingegen alehen nur 
20*fiö Percentn ihre» Ki&komntena ans den Eacoraptt^cschUft ; es Bberwii^en die 
Einnahmen nne den eigentlichen Speculation^-Unternehmange» mit 29*37 Pareanleti, 
welchen wir ani-h jene? ErtrignikHe von ConfOrtialgeschäfteD , welche unter der 
Unbrik „KiDi^CD vom (.'«iito-Corrcxit'* T«rrechn«t werden, und die Cursgew 
mit je I&'73 vnd 6-i4 Pereenleo tuzuiiblen haben. 

(Jntar den II y po thekar-Crcdtt-la» t i ta t en «ind es jni«^ 
auf dem Principe ditr wecbiteliteitigen HaAnng beruhen, welche ihrer Aii^abe 
conHeqnenteHtca oblagen ; bei ihnen bildet das ErtrigniKa ihren specifiadben QwwfaXftn* 
eweigP'a 'Jb-'J6 Pereente ihrer Kinnabroen, bei litn Pfandbrief-Anstalten von 8pkr- 
caaHcn nur ^006 Prrcent«, während die «.-itweitigen Caaetnabcrschllsae im Conii>- 
Corrant -Verkehre mit der Unlteranstalt nnl)briiig«na verwercbet worden aed 
16-SO Percente dea ganzen 'Eingänge« lieferten. Der Umetand , daaa die Aclien- 
Hypolheken-Banken znnächat auf die aelbeUndige Verwerthung dieaer Baatändc 
angewie«en waren und dann oft bedeutender« Gewinne damit erzielten , ala ilaa 
Hypotbekargeachfifl ahzuwerfcn pflegte, mochte wohl den er»teii A&ftc«« lur leb- 
höneren Pflege diesar GeMhSfte gegeben haben, deren Botrieb eine vielleicht allto 
liberale Praxia in der ConceMioniurung der Statuten ihnen ge«ta(tet latt«. So 
kommt es, dass bei ihnen im Durobscbnilie nur 73-16 Perceet« de« ErtrSgniaMa 
vom UyiKilhckmrgeecliäfte bcrrilbren und der Heat sich auf fast alle anderoo 
GeBchSftACweige vertheilt. Gana beaundera ftllt hierunter der onter de'r Rnbrik 
„Zinsen und Proviaicnen vom CoDto-Corrent" verrechnete relativ hohe Antfaoil d 
— »umeiet speculativen — C«n«ortial-Unternohmungen anf, welcher 5*91 Pereea' 
de« Geaanintt-Einkummuns beträgt. Dien ist der Uurch»obnilt lUr aätantlicb 
Hypotheken- Bau ken. Im Kinulnen stellt iicb das VerfaSitniaa bei manchen A 
atalten naiUrltch noch weaenilich nogOOBtiger.*') 



**) Bei itt BAhmiMli» Boden -C red iuuuialt beUux in Jabre 1883 das Rrat«i|J| 
Ai:t im Caalo-Comat v?rr««bBet«a Tranaaetlunen xustslich der Ergebnliee daa WacliMl- 
Kaoemiiti' 3129 Pereeate der OMaBnl-Eionahmen. 



On*ten-«iclM Bank- tuii] rmllt-IoMlUle in du JaliTBa 1872— 188<). 



177 



ladvin wir nnsnebr ivr Analyw Aer heniltata der TBbetle XXV über- 
|[«bea, liftt>cD wir in cuoBtalieivD, dua dio VcrlilÜtniiuublen die««r TiHeile uit 
ileBen dtr corre^pocdiennden Kufcriken i)«r Talellu XTI in kügtmv'men natür- 
lich Bbercinsümtiioo osd damit ein« BckrSflisiiog der aoboD frBher ua d«o Daiea 
dieser letxtc^ren geio^men C«DHqiteBBen bietea, Aaaa wh aber In Einx4<lnen 
Abwcichongen ti^igta, au.-) vctdira gefol|^ert wcrdrn mtiM, da« ein niiil dieMibc 
GMttbttftabr&noli», von Banken rerMhieJoner Kat't*oncn betrieb««, a»eh tob »«■ 
Mbwdaoer Rnilabililiil inr. HetUglicIi <i«it rratrreii Momente«, iikmlieb der Analogie 
■■ des PerD«ntanlli<il4n nstl dvr aoa denmlbos za mbuden ('•fi*e4[naRKen iIürfM 
wir »ohi auf unsere rrtllierea Aiuifllbriiogen (Seite 134 ff.) Terweiaea. WaH 
«bcr die Uivorjceni dor U^oU-n in Euiz«tDen anWaa^ , e« aei m gcMtattet, 
einige twionders tjrpi*cbe Uoraeote faervortabeben. WSbread die üaterr.-angmr. 
Bank 1B63 «in Wr r h.- cl -I'urirfenil le bcaua, irtdchea aUrker war, «Ia die 
vcreioiglen Wecbeetvorrätbe aller anderen ilflterr«ichticbea Banken, eotlielua nnr 
42 Ferceatt^ alter Eianaliincn von Eaouui|)te aif »naera ibttslbank: bei d«u 
Bankern nil vorwiegend Uarendeiii üerabSft« and bti den CV^Amobt^c- Ranken 
hingegen «nr ilcr P<rceulanl)ieil au dem GcKaaimt-ETtrSgiiiue de« Wnimcl-EAcompte» 
uu 3'14 , tc«i{.iHivo &'97 IVreent« fa^lior nU der an dem KCMimmtcn Wecbwl- 
Tomtbe. I'ataDB folgt uDDiittetbar, da» die Bankrsie daaend nnd bedeutend 
BHdriger gewesen iit, alt di« Uatktr«te , was wobl Iiinwied<-nim darauf zurfick- 
nfblireB ist, data Imi der giOaaeren Kif;on>8iUt , mit welcher die (iterr.-nngmr. 
Bank bei ibtca Eaconplicningea Tonugelica fflegl, daa lloment der Verairbrrung«- 
prini« ia tlifm Disconlusatie stärker »THcklriU aU wi« in dem der rriTulbankciD. 

AoH der Ycrgleicbung der Zilfem flir ila> H jr p ot bekargeNcliäf t 
etglbt nch, dasB disHfpotbeken-Ablheilnag der »Hterr.-angar. Bank in Jabr« 1K83 
»H frMneretD Erfolge operierte, ala wie die dem loimobiliar-Credite prineipi^l 
aiUKibli*»elioh gewidmeten Institatei die ertteit) balte onr IS'Ti , die IrCxterer 
61*1? rnrriful« »üuiuitlirber von Banken gi;wSbrtt:ii Darleben elociart; ibr O^winti- 
»nlbeil nUr betrug 31'76 l'eroente ge^cn 77'6tj Perc«ate als dar Uiot« für die 
letiiervrn. 

Bemerkenswertb icbeint nna noi^ die relativ gms MaMrordeaÜiubo 
Keatabiliiät jcnea Mobtliar-Pfanduredilea , welcher von dett Pfand- 
1 eibaoAtal ten gewlbrt wird. Rr natcracbeidct sieb toid sopsti^n Lombard in 
(dttFakteriatiaoher W«i«« dadnntb, daaa er die daroh du Pfandohject reprü»«Diiprten 
Wenb dam Bchnldner niclit — wie jener — als Capitalahüfe zur Uatentiiltcaug 
MittT prodaetina Betbätigung, aoadem vicdnebr ata letalen Zebrpfennig nr Fort- 
frtatttog aeinea Leben» cuÄlbrl, dass di« im Wege de« Lombards beacbafften Belrftg« 
nimottt piodflctiv, die im Wege de» oVemtzaml«!»" bewbaffleo, aWr m der £«g«l u 
unproduGtlver Consnmtion Terwendct werden. Wenn nnn die von den ITaodleib- 
«sütjdlt:a gewübrten VoreebDase nur Sil Fcrocnte BiamtlicbDr von Banken über- 
haopt im Wege des UobiliarOredile« gewibrtVB V'or«cbBMie repräieatiereo , hin- 
gegen nicbt weniger ali 3l-Gö Perccntr de« biersDi reanltiertindaD ErträgniieeR 
Ulf die erwihnle Ealegorie von Crodu-Institaten tntfitlit, in kSanen wir ans 
dleaeD V'erbkllnittiisablcn dcdnrioreo, daki die von den Pfandlribao »lullen gefordert« 
Tartinaang ihrrr VorscbtUte eine weil hfibere üt, ila riio KUck>»ichisaabn)o auf 
dia VeriicberBnKiprainie reclitfenigeo wUrde. **} K« zeigt aich auf die«« Wet*e 
wieder, wie berechtigt d&a Kintreten der »rfentl toben, besondara der 
eDBnnnalen Verwalinag IHr diese AuTgabe iiL 



") ß«aflich d»r vao den pruiineibaailallaa bwakllea Dtvid«aii«n »ergttltfce 
T»li. XXXIX uiKt XLHI 




17$ 



Dr. Iluf i ifc S«Bekbet(: 



VIEL Eä Asag&te:. 

ladcB wir su wiMfcr Atr Dmcrilwg äer Bcwcgssf i> «•■ 
AEB^abcH icr aKsmekiKkn Bok- laii CntüE-lHtrciA wikre^ icr Jakn 
1873 bü 1^3 nvtaJcs, bamkm wir na r^rtgfeh Aa Bewvgog m 4a 
Hupai^tem aaf jm wTfaiHrii der AmI;«* £« TabeUe XIX. Satt Ut i^tr 
Ar&«£ Gtmgt^ mmi kSnn da^ im XaUOe XXTI a^teick £a Tativiac^cca 
a (Ma rmi-hOT AwgaWTifcribw m Dmatähag b^agm. 

Die eifiBlfickeB Ter waltsag<ko>tea. «tle&e m itm. GimS^m mmi 
K«BEB*zalioMB 4fr Baastea od Kens; des Ümiahma. «ai 4m 



Tste£k 





uw M^ a« -ja :*:» srr 


AKIfA^«! 


4 « t: i^ st u 
teikia. Bax^fs. *iit--nr ftajTn IK»«^ ^-•■t 




*^"^^™'^' €ül^ iManwääcbar Wlte^Bc 



«. Buk 



1-15 



1» 
743 

li^JS 






lö 

4-44 
1>I 



y'» T-ftj 



I« 1-42 
4-äft }« 

TIS •»■Sl 



Ci fc i k na 



Ziaaoi 4er Pfin4- 
brirfe 



«ialafH 



AbMÄnAsmf Toa 
de» Grix JaacakoaUB 






biTcn« AiigiTif 



0<aL 



Baafc 



Pnriix- 



ä«M 



WÜMT B 



Otn.-«v. BaJtk 
Wica« Baak«a 



Oeat-vig. Baak 
Ticaer Baakca 
PtaTÜB- 



OfM.-of . Buk 
TioMr B*a>«» 
Pnviaa- , 

S 



Ocat-aag. Buk 
Wicaer Basken 
Pnrima- 



1-23 

6-41 



4^ 

2^37 



2-IÖ 



1-15 



1-S& 1-36 
r3ä rix 
C-Sl •>« 



•>S& l-öl 



i-1& 5-7% 4-ä& 3« ±«4 £-33 



*« 3-a> 
ö*> 710 
JrTO ** 



1^1» 315 



44? 



410 
Ä-S9 

_*? 

14-yä' 



3-7= 



4-91 511 
6-51 6^1 
5->j5 5-tf 



4-4» 

441 

15* iii-äit 17-« 



£-« m 196 

I-SJ **7 i-37 



t-iS 711 ä^^ 4-31 4-4e 4S 



•>*> C'47 CrtS VÄ frI3 &3ü 

'VI; 'i'Ä c--*:' (--li i>\i6 aoi 



ö-t vTi •>46 Cr34 Qil i>44 

täö ?;75 1** U 19 1*» 3-Z7 

■rih \i^ z-lä 155 1-54 Oi>7 

3 4i 1-117 15V.> 1^74 1443 3fl4~ 



■:'»:■ 

C'44 

0-71 

145 



frS7 C*^ 
1-tid 1-S7 



tnK OtM 



vriS 035 



dcrAci^bca 



0«K.-acfar. Buk . öäö 6-^3 7-05 7-jf7 7-7Ö 7-fii 

«lea«r Bukea . . JS+S Hirt* 33 -Ä ^Tld i7\6 16-74 

P»"u- , . ^ Mr3a xi-iS n-» :Cr74 ll-iS 10-56 

ma«. Buk . . . 44 3£ 14*:>46 öl^5 46-<:4 46-03 351£ 
äBMH« «ka« ägL- 

aac. Buk . . . S&^j li4z3 44S 3^-77 38-33.2730 



OeiteireiciiB Bank' nnd Cndit-Institate in dui Jahren 1872—1883. 



179 



Bt^eaaalagen beeteben, bilden — der ConstanE der BankenorgaDiaation entsprechend 
— natnrgeniiBB einen ziemlich invariablen PoRten in dem Budget einer Jeden 
Aiutslt, veloher wenig Eignung zeigt, eich den Schwankungen des allgemeinea 
GatohSftflgftnges aninpaiaen. Die abxolnte Höhe der Verwaltnngskoiten zeigt sich 
daher nicht durch den Betrag der Geeammt-Anagaben, sondern Torzüglioh dnrch 
die Zahl der in jedem einzelnen Jahre beetandeneu Institate bedingt. 

WaH den Percentantheil anbelangt, mit welchem die Terwaltnngskoaten 
an den GeaammtanBlsgen partioipieren, ao wird derselbe, da die ersteren vergleicha- 
weise das constante, die letzteren das variable Moment darstellen , .dnrch die 



XXTI. 



tB7S 



1S7B 



ISBU 



I 1BB1 



1S83 



AnsgAben 



63 54 . M i M I SS 5B . 

BKühen^BuikaD BAnkttii;BaiikeD,Bukkaii Bankea 



MillioD«!! Guldan öitemichlKhar WBbronc 



Tarwaltn ngakoaten 



Stenem, Stempel and 
Oebfthren 



Zinsen der Pfand- 
briefe 



Zinsen der Oeld- 
elnUgen 



Abschreibangen von 

den firlkndn&gBkosten 

and vom Inventar 



Verluste nnd 
Dubiosen 



Diverse Ausgaben 



Oesl-nog. Bank . 
Wiener Banken . 
Provinz- „ 

Summe 

Oeet.-nng. Bank . 
Wiener Banken . 
PrOTiux- f 

Summe . 

Oeat.-nng. Bank . . 
Wiener Banken . 
Provins- „ 

Somme . 

Oest.-ang. Bank . . 
Wiener Banken . . 
ProviDE- _ . , 

Summe . 

Oeit.-nng. Bank . . 

Wiener Banken . . 

Provinz- „ . . 

Summe . 

Oest.-anic- Bank . . 

Wiener Banken . , 

Provinz- „ . . 

Summe . 

Oest.-Dng. Bank*') . 

Wiener Banken . , 

Provinz- „ , , 

Summe , 



1-49 
377 
1-45 
6-71 



1-70 
3-94 
l-49_ 
7-13 



1-58 
4-23 
1-61 
7-42 



1-64 
4-93 
1 -69 

826 



1-62 
507 
1-77 



1-70 
, 516 
I 1-66 



8-46 



8-72 
090 



0-96 , 0-82 0-79 i OSl ' 0-89 

0-82 1-23 1-42 2-24 . 270 ' 2-32 

0-52 0-60 0-51 i 046 j 049 0-53 



2-30 2 65 X-72 i 351 4-08 , 3-75 



528 6-67 

691 6-64 

601 6 -46 

18-20 .19-77 



512 
6-76 
7-24 



4-58 
6-59 
797 



19-12 19-14 



! 3-88 

I 6-39 

8-51 

18-78 



2-06 
2-15 



1-90 
2-42 



451 i 4-32 



1-77 

_2;36_ 

4-13 



1-92 

2-41 

4 33 i 4-45 



1-75 
2-70 



3-88 

590 

9-03 

18-81 



1-78 
2-87 



0-08 ■ 0-24 006 
;; 004 : 0-04 ! 0-03 



020 I Oll 
0-04 ! 0-03 



4-65 



i' 0-12 0-28 i 0-09 ! 024 

_ I _ j _ 

1-07 ! ri5 ■ 1-74 

0-52 0-97 0-48 



1-77 
'i 2-43 



1-59 2-12 : 2-22 



008 
0-07 

0-14 0-15 



— I 
0-66 ; 
0-51 



0-44 ! 
0-49 '■ 



1-17 



,1 029 0-29 ! 0-26 I 0-41 043 

■ 0-07 0-08 , 007 : 0-06 ■ &03 

' ^'^^ _~_ "" i 0D3 mjä 

■"0-'39 u-37 '' 0-33 i OW ~Otöl 



0-93 

0-25 

0-07 

_a04_ 

0-3Ö 



Oeit.-nng. Bank . . i 802 1 948 | 7 75 1 7-44 6-82 l 6 73 
I Wiener Banken . . ! 15-48 1 1510 \ 15-4ti 1 17-68 1671 1 15-75 



Provinz- „ . . . 1116 11-53 ! 12-72 
Somme der Ausgaben l Summe mit Üsterr -!: 

nng. Bank . . .'l3466 
Somme ofane Öat.- ' 
ong. Bank . . . y6-64 26-63 28-18 



36-11 I 33-93 



1308 1403 14-89 
38-20 1 37-56 j 37-37 
30-76 ' 30-74 1 3064 



*■) Kosten der Banknoten-Fabrikation. 



ISO 



Dr. Hciaiiok B««oliberE: 



liEig 



Bewvj^ang in den Äntg«b«n hesiinmit. Hierbei, Mvia im FolgeoiIeD vird dt« 
Oaterreicliisolt-uiifi:a[i£chu Bsuk uicht in AnediUg gcbncht, veil dio CoastMik iliKf 
yi:rhiillai«§e dm cliarakteristiiicbßii Wechsel jmer der anderen llanken Dar 
verdecken vnrdc, WShrcnd un Jahn 1972 dt« VvwttltunKokoeten 3ö'36 E'erccate 
d«r 6«Banm(aoü£at>eR in AiiKpniob geitommeo hallen, bewirkte die za Folg« der 
KriR« KTitetaLndcna VmaohrnoK dicttor letzteren im nüolintvD Jahro aincu IlUck- 
gan)( diesem VerbUltniHS«« suf aar 7*18 Perrente. Wäbrwid der Jahn 1874 bia 
1R76 arhwaiikt iJai^^lW sodann am 1& Perceote, nni 18T7 boreiu 18'S4 Percaote 
in erreiche» eod fortab oonst&nl bin zu S2*9'i Peroentea im Jabre 18tt3 xq steigen. 

Von gaox beHOtulereni IntercMe :«tnd die Daten der Unbrik „Steaer 
Stempel ond Ueb&brea". Dean nur in wenigen FÄlleo gelingt es soiutd 
}IaLionali>koQomen, eine, llber diefonualen Maniente binRimreicbende Kennlnins duü 
eieh XU xeraotihttta , velcbe Uaot« von dem Einkotuueu eiavr Uutoniabitiu: 
der Slaat in der Fnna der Steuer fUr eich wirklich in Anipmch niirnnr. Di« 
Kcde Htchcndc Hubrik bietet nns ann einen aolcbta EinMick. Alkrdin^ werd 
hierbei Unternt>hmungK> nnd Verkehr&Kleuera , sowie die eigentliofaen tiebubrea 
anMunmeagefuist ; die loutt^rvn ]iarlic>iiiercn jedoch joilcnfnlls nur mil cinein achr 
gerin^B Antbeile an dem Geeammibt-truge, welcher daher im Allgemsinea der ricbtige 
Auadruck der tactiHcben BtearHci-Htunj; im. Von den beiden Klcnjeoten, welche die 
B«wc^ng (kr io's An|;e gcfft«stfn 2Ciirernr«ihe regeln , confonnicil eicli nur du 
«n«, DiLinlieh die jn der Fon« der „Kinkoramenftteuer" eingehobene Untfirnebmange- 
Steuer mit ihrva dreijthrigtn Bem««»on^perioden eini ^ri»«^i>«n der Lacrativi 
dp« Gesebüftnganges, während da« andere, die Verkehntateuer mil ihrer Fii*!) 
d&ei jeder eiuEclne Verkebmact cineu nvllnlÜEiiiig eu b<:-ptcucmdeB Ertrag licle 
ateh DSttIrlioh mehr der fltlfae dtr L'msälxv als der d:-^ liewinceä aniuachli 
remag «od durch die vergleiebsweie« giCJtiM?re CiMtaa^ diwer crstereo diiTi 
bewahrt wird, in ihrem Ertrage von dfn Schwaoknngen des tetiteren nnmittcl 
beilinft zu w'm. Data kommt noch, dna* nueb ilie „Eiakommen»teDet'' daruh ibre Ve: 
qoiitkung mit der tjewei^stener, welche denCbarakler einer Klaaeeneteaer IrS^, fti 
ihrer AnpavMung an die wirklichen Verhii]tnlH<<e nach unten bin gar bald eine Ör«aae 
findet. Die Steaerleiatnng der Buken, welche in J*hrel873 mit Ö'lSJdiliwneiiGaldea 
ihr Maxirnnm eneicht halte, nahm von da an bis <am Jabre 1878, ond iw 
sucnt in otürkerem, donn in geringerem Ausmaue, unonterbrochcn ab und erreich 
1878 mit 3'30 Millionen ihr Uiniuium, von w«lebea sie sieb neii'^rlich bis 
4'OS Uilliontn tiuldcn iiD Jahre 186:^ erbob, wogegen daeJubrläHS wieder ein 
nieht nnbttrfiubIlioheB KUckgang x«igl. ßedentender aU daü mehr fUenli-vche Interee 
BD den absolalea, acheinl nna dsH nationultlkonomischB an den relativen Zid'ttrn 
aein. Wir alelien daher in der narhfitehend<>a Tabelle XXVII du Verbkiloiu d< 
„Bteuem, Stt-mpel und Gfbubren" su >1l^d Geifanifflt-Auslagen , den Ge»aiumt-El 
nahmtn und — den weiteren Krgebaisstu der Arbeit etwaa vorgreirend — aa< 
zu d9m Heingewinne der OfilctrcichiKcfaen Banken mit AnKsoblnsa der Ötti^rreiohiMi 
sngariachen Hsnk dar, wobei betirerkt wird, daas bei der Dereohimng dieser V 
liüllnissKahlcii — t!em bei der Stenei rureehreibnng beobachteten Vorgang« gem. 
^~ der 8teoerbetrag vom Reingewinne nicbt in Abkng gebracht worden isl. 

Die ParoentverhiiltQtBHu iler tti-iden eroleo Rubriken weii^en ziemlich gleicJi- 
mHesige Scbwanbungon nne. Voa ihnen, sowohl in der Richtang als anob in d' 
Energie der Bewegang, gSnzlieh versrhitden üt hingegen die ilrilto, di« wichtig« 
ZilTenircibu. Sic zeigt ans, dau das jetzt angewandte Bystcm der Staner- 
vor^obreibqng dem rkicben Wechsel de» KciDcitrages «ich siebt aaiapastteii 
vermag, woraus ein bedeutender Wechsel der fBalisohen Steucr- 
(|note r«sultietl, welcher daroh den UtnAtaud, dasa in den Verkebreeteaem 
ein vom wirfclioben Keinerlrag« de facto enabbüngigotj JllomHit gi'gebeii i^t, n 
noob gcsleigerl wird. Im GroA^en nnd Ganzen aber kSnnen wir a«s den Kiflt 




OMUrrelchs Bank- nnd Creiiil-InMitntp in ilen Talimn 1872—13^3. IS] 

Tabelle XXVII. 



Percent-V^rhültnies der Stenern 

{ohne 6*t.-nD|c. Bfttiki 

ImJabre 



1872. 
1873. 
1874. 
1875. 
1876. 
1877. 
1878. 
1879. 
1880. 

isai. 

1882 

1883. 



ZQ den 


zn den 


za den 


Gnamiut- 


tieiamrat- 


Rein- 


^nslucfn 


Kinnahmen 


ertr5EniHBnJ*> 


1871 


618 


8-52 


33i 


5-28 


— 


ti-66 


6-21 


1784 


707 


6-48 


20-63 


418 


3-96 


20-87 


484 


3-53 


U-45 


503 


3-37 


9-37 


6-86 


4-22 


9-85 


84 


4-32 


1021 


877 


512 


10-93 


IÜ-38 


e-53 


13-91 


933 


5-84 


13-50 



der Jahre 1878 bis I8Ö3 entnehmen, dass zu einer Zeit steigender Lqcratmtät 
dw Betriebes die gesammte Steserlast der Banken — etva mit der dea Immobiliar- 
betitzea rerglichen — eine relativ geringe istj zur Zeit rUckgehendeT Frosperifät 
hingegen zu ansehnlicher Höhe anwächst. Der Wechsel in dem PercentyerhSltniese 
der Steuern zu den Gesammt-Auslagen einerseits und zn den Ge.sammt- (Einnahmen 
ftoderereeits aber zeigt uns, dass die Steuerboträge zur Zeit reducierter Geschäfts- 
thStigkeit nnd Lncrativität einen geringeren , zur Zeit erweiterten Verkehrs hin- 
gegen einen fcrösseren Antheil an dem gesamuiten Betrage der Einnahmen sowie 
der Ansgaben haben, während — wie oben ansgeführt — das Verbältniss zum 
Beinertrage gerade umgekehrt ist. Der Grund dieser für den ersten Blick anfialligen 
£raclieinnng liegt darin, dags der Wechsel desi Keingewinnes nicht so sehr ans der 
Bewegong der Einnahmen und Ausgaben in gleicher Richtung, &U vielmehr 
KU der Differenz derselben entsteht, welche ganz bedeutend werden kann, 
ohne dose die absoluten Ziffern einer jeden der beiden Componenten eine ebenso 
wesentliche Veränderung erfahren. Der Stenerbetrag aber folgt — and zwar ver- 
■jAtet — den bedeutenderen Schwankungen der Gewinnzid'er , und ist daher in 
Miner Bewegung energischer als die Einnahmen und Ausgaben, ans deren Differenz 
dieee eatstanden ist. 

Die Pfandbrief Zinsen haben schonfrüher, aulässlich der Besprechung 
det ErtrSgoisses des Hypothekargeschäftes ibre Be^prechong gefunden. Es wird 
daher an dieser Stelle genügen daraufhinzuweisen, dass couform mit der Zunahme 
dei Pfandbrief-Umlaufes auch die Bedeutung der Pfandbriefzinsen unter den Aas- 
gaben der Banken stetig gestiegen ist, und zwar sowohl in den absolutea als auch 
in den relativen Ziffern. An Pfandbrief-Zinsen bezahlten sämmtliche Institute ohne 
dje Oeeterr.-nngar. Bank im Jahre 1872 nur 910 Millionen Gulden, 1883 aber 
14'93 Blilltonen Gulden ; diese repräsentierten 48'73, jene beitäu&g '27 Percente 
der GeaammtaaslageB. 

Die Zinsen der Geldeinlagen, welche vor der Krise beil&afig 
7 HiUioaen Golden betragen hatten, sanken nach derselben nicht unbeträchtlich 
nnd betrugen im Jahre 1875 nur noch 4*31 Millionen. Seither halten sich die- 
■elbea auf dem Stande von beiläußg 4> ., Millionen GuMen. Der Umstand, dass 
wKhrend der seit dem Jahre 1878 eingetretenen neuerliehen Belebung der Bank- 
thXtigkeit diese Art der Pdssivzinsen fast unverändert geblieben Ut, z^igt, dass 
jene Schichten der Bevölkerung, deren beiicheidene Capitalbildung vorzUglicIi durch 

^*> Vergleiche Tabellan Nr. XIX und XXX 11 auf Seite 16ti, resp. 185. 
ateUiUaohe Monataduift. i88i. W 



182 



Dr. H«joriek Banchttsrc 



die KBokleguDg yon Spu(>lftnDi^a erfolg, noch iiatiior Bedcokea tng«o, diMAll 
den Buikea «niBTeiirauen. Die BemUhangen derBelbeti mit den SpATcasiea in Coi 
OUEOU va treten, sioii daher «emlicb erfolglos geblieben. 

Der Betrag il«r Abachraibangen von denGrllndBBgakoatek 
und rom Inventur inuestc ebcnno wie der Foruentsntheil dcMelben ui ilem 
GetiuctmtBDigang« mit dem liogeren BMtBnde der Btteken nitOrlicb coutaat sb- 
nebmen, zamal die NengrttDdaDgca hierlisi oioht «chwer in's Geirioht G«lan. 

Sebr thuftktehatisch fUr die jeweilige Lage der wirthecbkftlioheii VeriiElt- 
oiiee ist die Rubrik „Verluate and Dobiusen'^. Ilie moderne, vorwiegend 
aof dem Credit« beruhende Org«nifation des Verkchra- und ZoblnagBWesens bringt 
ea mit sieb, das» ersten« jode Absattkrise zur Zahlnngakrise werden moBfl, dem 
Folgen aicb nalUrlicb !□ den Contrcn der Organisation des UredJtes, den Banken, 
am deuUiehKten ofTenb^ran nnd zweiteaa, daee innere St&mngea in der Fnnolion 
der Banken die gesammte Volkewirtbschiift tier schSdigen nnd dann inletit wieder, 
nnd xwar in Hiesem KruaUafe stetig an Umfang nnd Macht wadiBCDd, anf <li« 
Banken lurück wirken. L'm diesen Sau durch die Erbhningen der auf die Kriw 
g«f»lgten Jahre ea illastrieren, tei e« gestattet, die absolat«Q Hetrig« der Vor- 
lutc nnd den Peicenlaatheil derselben an den Gesammt-Auiigal>«n (ohne jene dei, 
Sftlerr.Hini^. Bank) Im Folgendon gesondert snr Darstellung au bringen. 

TabeD* ZXnU. 



■ 


Die VarlniiM uad Dntitasen 


I» J*hta 


Dia Ttriuitit 
iMtn 

3flUieM«a 


uad DnblsMn 




ll(lli'>n#D 

tiDldUl 


rerceatfl 

dar Gtaamnt' 

Anackboa 


Perevnts 
d« (iottmwt- 




iSTs . . . a-ie 

1873 10M7 

1874 ... - lä-yO 

1875 . . 1^-74 

1876 .. .y 14-43 

1877 ... . 394 


8-91 

74-37 
W4Ü 

37-64 
1446 


1878 ... . 
187Ü , 

1880 ... 

1881 ... . 

lesa . . . . 

1883 ... . 


S-43 
1-59 
SU 

i^ 

117 
0-93 


9-13 
6-94 
7 53 
7 -23 
361 
3-63 



Wir aeben also, dass :iie Nachwirkungen der Rriae bis um Jahr» 187 
reiehteo, nnd daas erst ran lU ab die Verloste anfbilren, unter den Auegaboo der 
Banken eine bervomgende PoHition zo bilien. 

Die nachfolgenden Taboilon jccigen ans die Gliolorang der Atuglbfln bei 
den einEslnen Bankun-Kategorien. Tabelle XXIX enthSlt die abaolaten Ziffern, 
Tabelle XJCX den Peroentantheil der einulnen Aosgahe-Artea an den Oeanmmt- 
Ausgabra einer jeden Bank-Kati^gone nnd Tabelle XXXI die Vertheilnng der 
Summen der einielnen ADsgaben-Cotono<.-n anf die einaelnfn ß*Dk*Eategorien. 

Gleich anf den cr«t«n B!ir.k seigt es «ich, daes sowohl die abaolnte aU 
Hunh die relative Höbe der Passirzinsen bei den einielnen Bank-Ew 
eine »ehr rer«chiedcsc ist, und dau dioao« Moment CHr dio Percentbeb'Kga in i 
anderen Amgaba-Kubriken maaagebend ist. Die öHterreiobiw^-nngariMbe Bank, di 
Banken mit verwiegend leufeudem Got-liuftc und die Volkcbanken verwenden nchi 
ala !iO, die ßypothebar-CrcdilinNtitute im Durchschnitte eogar i^A Fereente ihrer 
Gosammt'A abgaben nur Hntiiohtung von PaasivzineeD. Bei den Wii-ner Crcdä- 
mofirV/cr- Banken hiDg4>gea epielvn dieeulben eine nnr geringe Holla, daher die anderes 
Posten enlapreclirnd hSber erscheinen, Ba folgt daraus, dasa die ZifTem der 
Tabelle XXX zwar einen Einblick in die innere 8tnictar des Aaagabe-Proeeeaea 
der Banken gewähren, eine Vergleicbniig d(<r Relaliviahlen fUr Tersehledene 
Grappan aber nnr mit Vprsichl vorgenommen werden darf. Tabelle XXXI hio- 
grgtn bietet uns — ebenso wie die anderen nach dem gleichen Gesicfatspnnk 
Ugelegten Tabellen — eine Dantellnog der GrOucnrerhältnisse dea Botri« 




OssterraichB Bank- und Credit-Iastitote io den Jahren 1872—18^. 



183 



Tabfille XXIX. 



A n n K a II 
Zinaen 



Kat«corieii 

der 

Bank- ond Credit-IaBtitnte 



d 
5 

O 
1. 
R 


P 

c 

II 






'S 


T.S 




|€2^^|a 


> 


33 


•3 


1 ■ V = ,CiS O 

2 pQ S^ 
■ g : o ^ "-3 



1 s » .t 



l| i 



I 



09 



MilUoDen tinldpn Ü*terr. Wühr. 



Oeatamichisch-niifariBche Bank 

EacomptB-, ftn TTieii .... 
Dapoaften- V.j in den Prorinzeti 
Lonbard-'B. lim Ganxen . . . 



Cttiit- 

■obilier- 

Banken 



in Wien SGH l-GÜ 

in d'.ii Provinzen .... 0'34 <i*I5 
im Ganzen 400 1(8 



170 OSO 3-87 — — — , 0-aö 6-73 

■ I 

3-27 

4-211 

6-58' 
t-66 
8-24! 



0-73 
0--.2 
1-25 



0-3:; 

0-24 

0Ö7 



001 



0-8,': 
2-24 



003 — I 

ö'>i oos 

004 003 



105 
O-ftf 



ureait. j pf^j^abr.-Aml. v. f<parc. . — 
lim Ganaea 1'48 



0-34 
0-04 



076 0-05 
103 001 
1-79 0-06 



InsÜtate 



ß-J8 

8-2J 007 

— 0-44 — 

0-38 14-93 0-41 



034 — 



OOö 



OiJö 



043 
O- 13 
0-5t) 

014 
irl3 
002 
029 



0-02 
002 

0-05 

0-Ob 



8-12 
8-<J6 
0-48 
0-02 17-56 



0-02 



Tolkabanken 

Pfaadleih-AoBUIteB 

Sinmtlicke Bank- nnd Credit -Inatitate 



002 

u-27 



I 
001 — 0-03 
Oll — ' 018 



- - 0-06! 

- 001 0-57! 



8-72 3-7.T 18-81 
Tabelle XXX. 



4-65 015 0-93. 0-36,37-37: 




Von dem geaBiccnten Aa8raLea~äer riöirlneD Kate>. 
iKOrieii der Bank- u. Credit-Inatitttta entflelea anf ' 



Zioaen 






a 
I r. 



go S 



=- a 



Hl, 



b^5 ^ 



- s = 
ja« 



s 



;3 



B 

a 
in 



Pereente 



OfliteiTeichiflch-iuiBariBche Bank 

Bicompte', | in Wien .... 
Dapoeiten-, ! in den Protiuzen 
Lombard-B. I im Oanzen . . . 



'25-24 13-38 5759 — — — ; 3-79 100-00 



•2520 17 74 — :,70€ — 
22-82 WM 0-4.: 61-27 (rTO' 
29-S2 13-52 0-24 53-16 097 



— — 100-00 
a-rir. 0-71 10000 
1-91 0-38 100-00 



CrAdit- 

mobilier- 

Bankea 



(n TTien , , , 
in den Provinzen 
im Qansen , . . 



Credit- 

Institnte 



■ Aelien-I/y/mtk.- lianl.eH 
Aiul. nt. geytnii. Jlanu 

IPj'andbr.-Antl. r. Spure. 
im Ganzen 



■ Hypothekar- f , , , ■ .... 

I nr^Ait } Aiul. ni. geytwi. Jlanuwj ■• !• 

V3U 



53-JG 24-74 
•J0->)4 n-20 
48-54 21-62 

IT 54 



. 11-40 O-T:-^ ti-4!l 096 10000 
fi-J-23 i>3ii 7'i7 — lOirOit 
■il-iu U70 670 077 10000 



4-17 77-30 417 0-<ii; 

ir4i} l'lijO 0-Sii um 

007<Jl-7:i — — 

8-45 2 17 84-98 'dU 028 



]-7'- — , 100-üii 

144 0-04 100-00 

434 3-47 lOirO'ß 

1 67 0-11; 100-00 



Tolkabanken 3365 9 16 — 

' Pfandlelh-ADalalten 46-Ü5 19 59 — 

i Slamtliche Bank- 



54-12 
.32-:;5 



U-59 
057 



0-76 
002 



1-69: 100-00 
0-92 100 00 



u. Credit-lnetitute . 23-34, 1003 5Ud3 1^44 U-41 2-48, 097; 100-Üüi 

14* 



Ji^ "^ BreErwä R*Tii't\* r t; 



TÜttM TTTl 






5 *Hl 



=£ -- 



3iKü- T3it ■Tr^t-'-lMcas* 



! i I ? iil i=- i I I 






? -^ T 1 ♦ 3. t ♦ 



•>Me«f7 -Ti^v. itai .... Is'*:- i*-; ! ä?-» _ _ _ 7>*:if. iSw^i 

K*;«*?"- » f;™ ^t-. • *:? - ;^j: -j:r - - r^rK 

^ ^^'■'- 31 **aa«i ... 14 K .i-lT XS trlC if:\t? *?: *** ii^S 

':.-*ijj::- % T,!» .... irr: *i-f' — r-Ti^ UTi tH:c "Sf .-r^:: 

2^a£*« M i>nx«i . . . tSS:- 47-5; — StS .*■*;■ *;>■» II"» 3**;4 

-„, - -i.^. jT-«v--^;jri-;'-».--i-on.i. -'-'^■V >•;'* '-?"*■ ."-*-. Jri-: ;: « — ±7 7* 

T^n" ■ -■' '■'* -.*"*'- ;- ■^»'wr- ■■'^■■!i — ^ -■■* — — i"*-' *■<? 7"*^ 

*^-^- '-ja. ^^va^ . : . - Z-.-'.'z ■■■>:-? 75^> =■?] Jrll S:-!*;. yjä 46*? 

t^amjmj« ... its 'i'ii — I-"- ■:"=& :"i5 -ys^ ■C'It 

Pi»£i*äa4j5*:--M. ■ - . ^\-t z-y: — ?^^-jg. ?■^ ■:"■:■] i« 1-5= 

-^•ärt B*a.K- tili -rr»>:;';* 



XML :ijt'/.':nri tiu)ti»e A:;fn:<c-Eac«i£tz ■:« triaiit'^i.-tst K^äi^itttiL ä«KUto- 

ui«ai Cvix äsra i-Lt-Kl^«!. '^Ii'^tcc Iii-iT^irtTi: sie £>iü«x uiz rirrit.ctaii luufvioB 

Ai^ Haaft»niT-C«-«£üA£zvtir> kezaHvc^ saiixu »izi. £? <«i B«f& 4uaat 

«a» aadh ä« V«rüislxxc sr- TcTi^«» sie £«7 .^T-««fx Axi^iaita'^ 

•B 4ieHB icRT.ei'm crtiLül »tä iin^'^* ^iifLtÄ itr^-z«. äu* ^m 



OeBteireicha Bank- und Ciedit-Institat« id den Jahren 1872—1883. 185 

EMtcn der BaDknoten-Fabrication unter diesem Titel aufgeführt werden. In der 
Gliederung der Verwaltangakosten drückt eicli endlich die Grüsse des Betriebs- 
apparates, in der der Stenern aber sowohl die Hübe des Umschwanges, als aach 
der Gevinnatfl der A'orjahre — allerdings stark yerscbwommen — aus. 

IZ. Reingewinn nnd Terlnat. 

Schon in Tabelle XIX gelangten wir durch Gegen ilberstellung der £iD- 
nahmen nnd der Aasgaben der österreichischen Bank* und Crcdit-lnstitute zur 
Darstellung der Gewinn-, beziehnngsweise V'erluätziffem für die Jahre 1872 bis 
1883. Die nachfolgende Tabelle zeigt, in welcher Weise das endliche Ergebniss 
aaa den Ziffern fUr die einzelnen Hanptgruppen : österreichisch - angarische Bank, 
Wiener- osd Pro7in« -Banken, resultiert. 

Tabelle XXXII. 



I Dl Jahre 



ÜeviDD (+) oder Verluet (— ) in Millionen Golden 

der öBterr.- der Wiener : der Provinz- Bammtlicber 
nngar. Bank Banh'n _ B<nke n iinter r. Banken 



1870 -I- 8-25 -f2207 + 302 ■ +3334 

1871 + 918 +3Ub3 + 4-:aO +4401 

1872 +10-28 +67-89 | +10 71 '. +88-88 

1873 +10-86 —43-08 ■ — 6-8S ■ —3911 

1874 +9-09 + 6-06 , + 373 +1888 

1875 + 7-51 + 1-98 ; + 2-47 + 11-96 

1876 + 7 01 — 017 I + 213 + 897 

+ 17-30 



1877 + 7-14 +709 i + 307 

1878 +6-86 + 9-39 ; + 280 

1879 + 5 85 +13 70 + 296 

1880 + 5-75 , +13-69 + 280 

1881 II + 5-86 ■ + 18-38 + 3-54 

1882 1 + 6-62 +16-31 + 3-4U 



+ 1905 
+ 22-51 
+ 22-24 
+ 27-78 
+ 26-33 
+ 24-76 



1883 ■ + 6 61 + 14 68 + 3-47 

Gleich auf den ersten Blick zeigt sich, das die Bewegnng in den 
Gewinnaten der österreichisch ungarischen Bank von der aller anderen Bank- 
and Credit -Institute wesentlich Terachiedeu ist. Auch hier linden wir die schun 
büfaer gemachte Erfahrung bestätigt, dass die Nütenbank das constante Element 
ist, welches dem gesammten österreichischen Bankwesen eine gewisse Stabilität 
verleiht. Ziemlich parallel mit einander, und zwar innerhalb ausserordentlich 
weiter Grenzen, schwanken hingegen die Gewion-, reapective VerlustzilTem der 
anderen Credit-Institute, wobei jedoch naturgemüss die Wiener Banken die 
ProTinz-Bankeii sowohl an absolnter Höhe der ZiH'ern, alx auch an Energie der 
Bewegnng um ein Bedeutendes UbertrelTen. Aber auch die Ziffern der Tabelle XXXII 
sind Durchschnitte , respective Diderenzen aus Einzel verhältniisen , deren Klar- 
legnng der Interesses nicht entbehren dUrfte, Anderer Natur als die Yerhältnisse . 
der Actienbanken sind nämlich die der Anstalten, welche ohne 
A ctienea pital arbeiten nnd ihren Charakter als gemeinnutzige Organe der 
Selbstverwaltung des Creditwesens btärker accentuiren als wie den blosser Erwerbs- 
geaellBchaften. Und die Endziffern für die Actienbanken (ohne österreicbisch- 
ongarische Bank) sind DifTerenzen aut den positiven und den negativen 
Gebahrnngs-Besultaten der einzelnen Institote. Es müssen daher die Ergebnisse 
der Pfandbrief-Institute, die nirht auf dem Actienprincipe bernhen^ vorerst aas- 
geachieden, und sohin die der Actien-Banken (ohne österreichisch -ungarische Bank) 
je nach dem actiren oder pasr^iven Charakter der einzelnen Jahresbilanzen gesondert 
betnuihtet werden. Tabelle XXXIII bietet eine derartige Zusammenfassung nnd 
atrilt ragleioh das Verhältniss de^ erzielten Gewinnes oder eingetretenen Verlustes 
n dem Actiencapitale der Gesummtheit der betreuenden Anstalten dar. Seine 



186 



Dr. Heinriek Banelibarg; 



Ergünznng findet da6 dadorcb entetandene Bild aodann in der Tabelle XXXIT, 
welche zu den Geummt-Ergebniasen der AetienbankeD aneh die der Bankea ohne 
ActiencapiUl hiazaf&gt. 



Aetien-Buikfla, dia Gewinn n»«kwiflsan 



!a Wian lohn« at-ang. Baafc) 



ImJ»htt AattW, 5^1 
i,?f™ C«pltal in 
tonk«i Stauen«» 



Erxieltar G«wlnB 



in in Pareont. 
HillioDen t. Actien- 
ijnldcn C upi Ul 



1870- 
1871 . 
1872. 
1873. 
1874. 
1875. 
1870. 
1877. 
1878. 
1879. 
1880. 
IBSl . 
1882. 
1883. 



14 
18 
36 
14 
22 
16 
14 
14 
13 
13 
14 
14 
14 
14 



110-30 
138-70 
230-85 
137-30 
169-68 
13310 
127-30 
114-39 
11379 
116-79 
141-59 
189-73 
189-73 
189-73 



2254 

30-63 

67-89 

9-77 

13-« 

6-68 

3-24 

7-00 

9-32 

13-66 

13-70 

18-45 

16-41 

14-69 



20-43 

22-09 

28-31 

7-12 

7-80 

5-02 

2-54 

6-12 

.818 

11-70 

9-67 

9-74 

8-65 

7-74 



AnimU 

dar 
Aetien- 
Bankea 



In dan ProTlnH« 



Enclattcr Gvwins 



AcUaii 

CapiUl in in in PcreaBt.' 

VPlWrTn I MlilioDan v. Aetian 

Etüden ' OnldtB i CaptUl 



21 

26 
48 
21 
32 
32 
29 
25 
30 
30 
30 
31 
32 
33 



27-49 
26-19 
66-65 
32-30 
44 23 
39-54 
36-46 
31-89 
32-40 
31-90 
3002 
30-68 
32-76 
33-48 



2-88 
4-01 
10-38 
2-29 
4-07 
2-69 
2-59 
2-66 
241 
2-71 
2-81 
3-24 
3-17 
3-34 



10-48 
15-30 
15-57 

7-oe 

9181 
6-81 
7-lÄ 
S-34 
7-42 
8-50 
9-38 

10-55 
9-69 

1(H» 









Ai-tien- 


Sanken, die Verlost naebwieaan 










in Wien 




1d den Prarinasn 


Im Jahn 


) Anzahl 
der 
AcUen- 
Banken 


Eingtai. 

AetteD- 
Capital in 
XUlioneD 


Eingetrete 

in 
llillionea 


arr Verlnat 


Anuhl 

Aetian- 
Banken 


Einnz- 

Acfien- 

Capitni in 

HillioaBn 


Einicetret« 

in 
HiUionen 


DarVartaat 




in Percent 
T. Aetlea- 


in Pveent 
▼. Aetian- 




Oaldan 


Golden 


CapiUl 


ßaldan 


Gnldsn 


1 Ca^pltBl 


1870. 


2 


3-60 


0-47 


12-94 


_ 








1871. 


— 


— 


— 


— 





— 




— 


1872. 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


1873. 


20 


15630 


52-86 


33-32 


19 


34-66 


9-44 


27-24 


1874. 


5 


2100 


724 


34-49 


4 


4-59 


072 


15-71 


ilOTö. 


7 


47-47 


4-78 


lO-Oö 


1 


2-40 


0-60 


25-29 


,1876. 


i 


11-20 


3-45 


30-79 


4 


4-53 


0-86 


18-9« 


'1677 . 


— 


— 


— 


— 


3 


2t>8 


0^ 


8-45 


11878. 


— 


— 


— 


— 


1 


OflS 


Ofll 


13-01 


1879. 


— 


— 


— 


— 


1 


1-20 


004 


3-46 


1880. 


— 


— 


— 


— 


1 


1-20 


0-47 


39% 


iin-iis 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 


— 



Die Kiffern dieser Tabellen führen eine so beredte Sprache, daaa wir naa 
in ODBcren Erläutemngen knrz fassen kCnneo. Is der Zeit vor dem Anabmohe 
, der Krise waren die Gescbäfts^Ergebnisae der Wiener Banken weit glintend«r 
ale die der Provinz- Banken. Die Heiaction noaste die ersteren weit bSrter treflbn 
als die letzteren. Ton den Provinz-Banken bilaneierten 1873 nnr 47>/„ vi« den 
Wiener-Banken hingegen fast 59 Percente mit Verliut. Der Gewinnsatz der Wienei^ 
und der Provinx-Bankes, welche im Jahre 1873 Überhaupt Activbilaozen mobu- 
stellen in der Lage waren, hielt sich zwar anf ziemlich gleieher Höhe ; aber för 
diese bedeutete er beiläufig die Bälfte, fSr jene nur den vierten Theü des frfiher 
erzielten Percentaatzes, bei diesen sank er bis nun Jahre 1876 bia anf 2-54 
FWoentfl , wihread er sich bei jenen etwas besserte. Anch nahmen in 
Wtea die Terlnste einen weit hSheren Percentssts des Actien-Capitalee für aioh 
im Anaproeh als in den Provinzen. Im Allgemeinen aber drängt sich die Wahr- 
«taiBg amt, daaa Terloate, ao oft solche eintreten, ffir die betreffenden Inetitate 
in'n Gewicht fallen als sonst die Gewinne. — - Ton dem Jahre 



Ooitsmiclu Buk- and Cndit-Inatitnte in dea Jahren 1872—1863, 
Tabelle XXXIT. 



187 



Im Jahrs 



Gewinn (+) oder Verlast (— ) 

für säninitllche Actlen-Banken 

(ohne itU-nag. Sanli} 



In 
Wien 



1870 +22-07 

1871 + 30-63 

1872 +67-89 

1873 -4309 

1874 +5-99 

1876 +1-90 

1876 — 0-21 

1877 +7-00 

1878 + 9-32 

18?9 + 13-66 

1880 +13-70 

1881 + 18-45 

1882 '■ + 16-41 

1883 +14-69 



In den 
Provinzen 



Zu- 
■ammen 



Erträsniai; 

der 

Banken 

ohne 

Actien- 

Cai'ital 



{BrträKnisa 

der 

iiet.-DnK. 

Bank 



Ge- 
winn (-f ) , 

oder 

Verlast (— ) 

t. simmU. , 

Banken ! 

Incl. I 

3at.-ant|. i 

Bank 



Millionen Onlden öaterKlohieeber VKbrong 



2-88 
4-01 
10-38 
7-15 
3-35 
2-09 
1-73 
2-61 
2-40 
2-67 
2'34 
3'24 
317 
3-34 



+ 24-Ö5 


+ 34-64 


+ 78-27 


-50-24 


+ 9-34 


+ 3-99 


+ 1-52 


+ 9 61 


+ 11-72 


+ 16-33 


+ 1604 


+ 21-6« 


+ 19-58 


+ 18-03 



+ 0-14 
+ 0-19 
+ 0-33 
+ 0-27 
+ 0-45 
+ 0-46 
+ 0-44 
+ 0-55 
+ 0-47 
+ 0'33 
+ 0-45 
+ 0-23 
+ 0-13 
+ 0-12 



+ 8-25 
+ 9-18 
+ 10-28 
+ 10-86 

+ 



+ 
+ 

+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 
+ 



909 

7-51 : 

7-01 

714 

6-86 

5-85 

5-75 

5-86:: 

6-62 I 

6-61 ]■ 



+ 33-34 
+ 44^1 
+ 8888 
- 39 11 
+ 18-88 
+ 11-96 
+ 8-97 
+ 17-30 
+ 1905 
+ W-51 
+ 22-24 
+ 27 78 

+ 26-;« 

+ 24-76 



1676 Kb biltnciert in Wien, nnd van 1880 ab in den Provinzen keine Actien- 
buik mehr mit Verlast. Die Gewinne der Wiener-Aotienbanken wacbsen von 1 876 
ab, in welcbem Jahre sie nsr 3'24 Uillionen (S. 186) betrogen, in rascher Progression, 
am im Jahre 1881 mit 18'45 Millionen Gulden ihr Maximam za erreichen. Die 
Ternninng des investierten Actien-Capitales aber hatte schon 1879 mit 11*70 
Percenten ihren HBhepankt erreicht, von velcbem sie dann, nod xwar cnnächst 
in Folge der raschen Yermehrnng des Actien-Capilales, später aber wegen des 
mdigaogeB dea Gewinnes bis anf 7-74 Fercente im Jahre 1883 allmälig herab- 
nnk. Bei den Frovinz-Actienbanken aber war weder die Depression des Gewinnsatzes 
nm die Mitte dec Siebziger-Jahre, noch deren Anwachsen am Ende des vergan- 
genen Deecnninms so auffallend gewesen, wie bei den Wiener-Actienbanken. Auch 
hat aieh seit dem Jahre 1881, in welchem mit 10-55 Percenten das Maximum 
orreieht worden war, biä Ende 1883 kein bedeutender BUckgang in der Gewinn- 
zmte der Provinz-Banken bemerkbar gemacht. 

Ganz unabhängig von der Bewegung im Ertrügnisse der Actienbanken 
ist die Bewegnng bei den Banken ohne Actiencapital. Spurlos geht die Krisis 
an ihnen vorüber. Ihr Erträgniss steigt coostant von 0-14 Millionen Gulden im 
Jahrs 1670 bis auf 0-55 Miliionen im Jahre 1877, womit der HShepankt erreicht 
iat. Fortab findet ein — zuerst langsamerer, dann rascherer — Rttckgang statt, 
weleber in den Jahren 1882 und 1683 die Gewinnstziffer sogar unter das im 
Jahre 1870 erreichte Kiveau herabdrückt. Diese Erscheinung erklärt sich einer- 
aeita aoa der schon früher berührten allgemeinen Abnahme der Lncrativität des 
Pfandbriefgeschäftes nnd andererseits aus den bedeutenden Verlusten, welche ein- 
»Ib« Inatitnte in den letzten Jahren erlitten. 

Haben wir im Vorstehenden den Gewinn als einheitliches Ganzes be- 
traahtet and seine Beziehungen zum Actiencapitale nntersncht, so ist es Aufgabe 
der folgenden Tabellen, die Verwendong der Reinerträgniase znr Dar- 
■tallnng za bringen. Tabelle XXXV veranschaulicht dieselbe in absoluten ZifTern ; 
Tabelle XXXVI enthält den anf jede einzelne Yerwendungsart entfallenden Percent- 
betrag der Gesammtsummen (ohne die Ziffern für die Oesterr-nngar. Bank). 



188 



Dr. Beinrid BanchberE 



TiImD« 



)B7t 



lert 



U74 



um 



ifli 



Vom Baisartnce d«r mit 6ewinii 
bilaftsiami<laii Bukm wniden verwendet 



«9 40 , U M II 4B 

Buiken Bankm Bmnken Buik«B Etenkan B>nfc«M 



MilliiMUii Onlden SMen. Vihr. 



xnr ZftUnng won ( Oett.-vaf. B&nk . 



I 



T-l 



Zinaca a. Snper- | Wiener BtnkeD 
diridenden an d. ] ProTinx- 

ActiODlTB 



9-69 lOflS 

42-80 8-44 

7-86 2-01 



9D8 

10-3Ö 

1-86 



7-50 
't4-78 



6-75 
2-47 
205 



7-06 
2^ 



Samae . »0-35 ; 20-50 21-24 ") il-K 11-27 1516 



xnr ZaUung tob 
TaatiineD 



(Oett.-iuis. Ba&k 
Wiener Banken 

1 



Provinx- 



5DI 0^41 052 
0-89; 0-12 0-16 



Bttr Dotimng 

TOD 

BeaerTefondi 



Andenreitig 



l Oeit.-img. Bank 
I Wiener Banken 



ProTint- 



0-09 0« 0-18 

0-15 0-14 0-20 

Samme . 5-90 [ Oli • 0-68 0-24 0-19 0-38 

0-581 0-80 — _ 0-25' 0-09 

' 13-7* 0-55 0-79 0-35 0-50 0-55 

■ - .L^ ^ 0-26 0-46 0-47' 0-49 a60 

Somne . 15- 18 1-61 1-25 082 1-24 1-24 



Oeal.-nag. Bank 
Wiener Banken 
ProTinK- 



Snmme 



OOl 0-01 ODl 

6-36 0-37 1-69 

1-08 ! 0-16 1-97 

7-45 0-54 " 3-67 3-70 059 0-58 1 



0K)1 OK)l — 
3-27 0-26 0-33 
0-42 0-32 0-25 



Znsammen 



Oest.-ong. Bank .... 

Wiener Banken .... 

Prorina- , .... 

Sämmtlicbe Banken . 



10-28 
67-89 

_1»71 

88-88 23-18 



10-86 
9-77 
2-55 



9-09 ■ 7-51 

13-30 '•)8-49 

4-45 3 08 

26-84 ") IHS 



7-01 7-14 1 
3-28 7-09' 
3-00 3-13 



13-29 17-36 



ohne OMt.-ong. Bank . . 7860 12-32 '; 1775 ") tl-ii, 628 \ 10-22 
Tabelle XXXVI. 



Vom setammten BaJorrtrage entiiflen anf 



I nt J a li I e 



Zinsen nnd Dotieroag andem-ei- 

Supei^ Tantiemen d. R«Mrve- tif^ V er- 

Fonda weodang 



JiTidenden 



Petcentfl 



1870 
1871 
1872 
1873 
1874 
1875 
1876 
1877 
1878 
1879 
1880 
1881 
1882 
1883. 



78-71 1 


7-25 


12-35 


82-74 


7 53 


7-40 


64-45 


7-50 


1858 


84-81 


4-27 


6-61 


6S-51 


3-83 


7-04 


51-73 


2-44 


8-33 


71-94 


307 


15-73 


7927 


3-78 


11-31 


7516 


2-95 


12-87 


7115 


4-73 


12-81 


73-98 


4-90 


12-71 


77-80 ■■ 


5-28 


12-17 


8111 


4-50 


10-89 


82-82 i 


3-98 


1018 



t-69 

2-33 

9-47 

4-28 

20-62 

37-50 

9-26 

5-64 

9-02 

11-31 

841 

4-75 

3-50 

302 



100-03 
100-00 
lOOW 
lOfrOO , 
lOOK» 

ioo«i ; 

100-00 ■ 
lOOK» 

loooo ; 

lOO-Ol» 
lOOflO 
lOOflO ' 
100-00 ■ 

10000 : 



Wu raniohst die wichtigste und berromgendste Verwenda ngAweise des 
Bünertngea, nimlidi xnr Zahlang von Zinsen nnd Saperdividenden 



*') IndnsiTC 1,733.481 Gniden, welche dem Reeerreronde der Creditan stall fdr 
Hikidnl ud Savotw nr Ersinnang du Oewinnea anf eine ffiafpercentige Diridende ont- 
»«■■■ wmd«. 



Oflsterreicbti Bmnk- and CndiMnatitnte in den Jahren 1872—1883. 189 

XXIV. 



18TB t»n IWD IBM la-'i IMBS 

Tom SeinertraKB der Eult Gewinn ' ~~ ~~~ ,~ , , 

bilu(ieraad«D Banken «ntden verwendet „ *' ^ ■',' „ ** b 't u i » 'L. 
, Raiik'D BiDkeo Hinken Biiuk^a Binlten Uknkeu 

Millionen (iulilen iist-rr. Wiktir. 



■nr Zkblnng von : 

Zinaen n. Saper- I 

dividenden «n d. 

AttioDäre 


Oest.-UDg. Bank .... 
Wiener Banken .... 
Provinz- „ .... 


6-60 
7-25 
1-9-2 


5-55 
9 9-i 
l'Jö 


5-74 

104IJ 

2 15 


5-85 

14-ilO 

221 


6-45 

1406 

200 


645 

12-93 

2-14 


Summe . 


15-77 


1773 


18-29 


2:i-% 


2251 


21-57 


Bnr Zahlung von 
Tantiemen 


Oest.-nng. Bank .... 
Wiener Banken .... 
Provinz- , .... 


022 
0-14 


0-61 

U-18 


65 
018 


U-9J 
U-22 


i)-69 

020 


0-49 
024 


Summe . 


0-36 


0-79 


0-83 


1-16 


0-89 


073 


anr Dotirnng 

Ton 
BeaerrafondB 


Oeat.-unfc. Bank .... 

Wiener Banken .... 

Provint- , .... 

Samme . 


108 
0-49 
1-57 


1-69 
11-45 

214 


1-57 
"216 


193 
0'7.'' 
2-63 


126 
■ 2-16 


091 
0-94 

1-85 


Anderweitig 


Oeat.-nng, Bank .... 

Wiener Banken .... 

Provinz- „ . . . ■ 

Samme . 


0-26 
0-84 
0-26 


i 

1-J8 
0-41 


0-01 
108 
034 


0-01 
068 
0-.H6 


0-17 
040 
029 


016 
U-31 
0-24 




136 


isa 


1-43 


lt'5 


0-86 


U-71 


Znaammen 


Oeat.-nng. Bank . . . 
Wiener Banken .... 
Provinz- „ .... 

Sümmtlicbe Banken . 


6-8fi 
9-39 

2-81 


585 
13 70 

300 
22 55 


5-75 

13-70 

3-26 

"2271 


5-86 
18'45 

3.54 
27-85 


6-62 
16-41 

3-39 
26-42 


6-61 
14-69 

3-56 
24-86 




uhne Uest.-ang. Bank 


12-20 


16-70 


1696 


21-99 


19-80 


1825 



anbelangt, so künnen wir liier genau dietielbe Itewegang coDstatiereo, welche an» 
■cbon frHber Tabelle XXXIl bezüglich det« Reingewinnee, dnrch welchen die Actten- 
note ja bedingt ist, zeigte. Jeduc-h oHenbart dich hier der achon frtUier berührte 
G^enaitz zwiachen der ÜeAterr.-nngar. Bank and den anderen Banken in ganz 
bewfidere cbar&kteridtiscber ^^'eiee, ond findet inabeBondere die dnroh die Suspen- 
sion der Bankacto ^kaiaerl, Verordnungen vom 13. Hai 1873 and vom 11. October 
1874, B. G. Bl. Nr. 65 -für 1873 nnd Nr. 128 für 1874) ermSglickte Erweiterung 
dar GeschäftaactioD der Oeaterr.-ungar. Bunk wäbrend der Jahre 1873 and 187-1 
in der hohen Dividende dieser Jahre ihren prägnanten Aaadraok. *'] 

Bei der hohen Bedeutung, welche die Actienrente eineraeita aU Grnnd- 
Uge der Carabildong, andererüeils ala privatwirthachrnftliahe EinkommeDsqn^Ue hat, 
lei es gestattet, in der naiihntehenden Tabelle XXXVII alle dieselbe betrclFenden 
Homeate Uberaichtlich zusammen zu fassen, wobei die Ziffern fUr die Oesterr.- 
nngar. Bank nicht in Anschlag gebracht wurden. 

Die Bewegung in den 3 Culonnen dieser Tabelle ist eine xwur annähernd, 
nicht aber vollkommen parallele. So colossal z. B. die Steigerang d» DiviJt^nden- 
betrages vom Jahre 1871 bis zum Jahre 1873 war (von 28'82 auf 50-6i) ^Itllionen 
(julden), 80 -R-urdc tie doch dnrch die des Actiencipitales derart ijbertFaffen, dann 
der Percent an theil der Actienrente an diesen letzteren larttckging und im Juhrti 
1872 nur 16-&3 Percente gegen 17*48 im Jahre 1871 betrng. Ein an:tlogea 
VerhältniGH, aber in weit btscheideneren Dimensionen, trat auch in den Jahren 



*') VerKl. Lucam: Die gaterrflSehlache Natfonalbank wAlirKiiil il-i- IJ.ni^r ihre* 
dritten Frivileginms. Wien 1S76, S. 79 ff. 



IUI) 



Dr. lieiDricii Rknchberg: 



Tahelle XXXVIl. 



Mtro^dlB 



Im Jahr« 



betroK ditt 
Acii«ii'Bent« 

B h Percente 

;S3 '- 

■ =* dw d. Ac- 

^ .; Rstn- Uen- 

■ = S »r- I capi- 
tis ttap tkli 



_ Hb I 
Acti«n-RMit« [ 



Is Jkttre 



fli: Penente > 

,=* dM d. Ac- 



ts . 



^1 «- 



H«iB- tian- 



u£r 



l^^0 a01li78-71 H^el JT: 8-11 79-27 5-54 

ISTl •J8-82;8:i74:-d :?:¥ 9l7|75-lb 627 

K^'-i äüöblwi; jiiJI >T!# tr88i7M5 7-93 

K**":' lÜ-Jüi&i-!^ i 51 :S^^ ia-55'73-98 7-26 

i^l* »:i-l6'äe3- r»VJ :*1 !l7-ll|77-80 7-77 

i«";:-^ ■ bSxr^.-ic :-^i :?<?J leoesi-ii 7-22 

If"' ibZ-;f^ r> :SnJ ||15-W|8282 6-77! 

lS7i> und t8SU t>iu. Im Gn»« tvi ijdiizeii aber kann die Verünanng des 
iiiitt<rrt>ifhi«i-hfn ItankcapitalM 3 a-:3 c*zit<n QuinqaenniDm als darchaas befriedigend 
Wxf iihot-t wrrdtn. — ly^ ««»«Kmi^D in der Bnbrik , weloho den Peroent- 
untlifiil tivr «U DividendcB sz^ "^fiteüaag ^langten Beträge an dem geaamniteB 
ItvinvrinK riittiült, erkUm ?»« *» iw»t Terschiedenea MomeDtea. Entena au 
dvn tiothcvilrangcnen T«rBR-.\ >t;>u«bua^n, welche für die Bewegung in den 
/.ilTttn dw poit „Inda» T--««.i'iii^ii* der Tabelle XXXVI nobst den „Gawinn- 
vi)rlrä{;<t>n «of dw rol^o.-« .'«<X-* :uaMg«bend Bind, nnd zweitens ans den An^ 
wriidui>|;vQ nr Stirkaac ac »uji«!!«» Position der Institute; je bedeDtender 
\iit*v waren, desio ^r:i;$«r« iSviri^ konnten den ActionSren zngewendet werden. 
Die Ter^B«: A?»-''i-eibttngen waren relativ am bedeutendsten in 
d«-« Jahren XST4 a»i :S\v 11 weliheo -*0-62, resp, 37-52 Peroente des Eein- 
K«*innes hasptaifliii^ m i:(>*«iii /.wn-ke verwendet worden and noch bis znm 
Jalire 1879 gpaim ivm $*nwiao^a früherer Schäden eine nicht anbedentende 
KoUtt in dar ViaptmnM vn'^nr l!auk»n Über ihren Beingewinn. 

Die D«t-.cr«3$ ■i»^ K^dcrvefonds erfolgte Ms znm Jahre 1875 in 
ziemlich BaMeia««^«- H«ik'. wiv die Sprünge in den absolnten nnd in den 
relativen ZiAm w^'*' ^'"" ^'"''"^ ^^^^ ^^^ ^^"'^ Jahre 1881 Teieeo die 
•bEolotn Zifl^ ("M >vu»iAutv /.uualiiiie auf (von 1-99 Millionen im Jahre 1876 
Mb zu 3'C8 MIiMm ^ -Uliiv t8?<l), worauf dann ein neuerlicher, nnd zwar 
nicht ubMriicMKdiM !^Kkx<ii>K 'Tfidfit. Von lt:f77 bis I88I hatte die Dotierung 
des Iti.mn)lti«it kI >») il'giuii-iitru ^Steigerung der Bentabilität gleichen Schritt 
KclialtMi Jtjifr \\wwHHa \\iM Ttilittivtin ZiHtfro. Die Abnahme derselben in den 
Jfthna lJi$8«N t^'^'* !H>n>iktp pino Vrntrhiebnng des Yerhältcisses zu Ungunaten 
de* CuiUiaftiJ» ■«*<■ *" ^'»""li'" *'>'■* l>ivideiide. Die hierauf verwendeten Betrage 
▼•rbi«hl« *•* V**' ''^'^''' *"' *''*" ""* l-'l^; 1883 aber wie 82-82 zn 10*18. 
y^ r«iitiiuiv<ti i>ii<lltk>h butlen i» der Zeit vor der Eriae von 1873 
fana ^«MVi^ Mmi<<'' "»'' >""''' <'>i>t'» niuht unbedeutenden Tbeil des Bein- 
MViVM * kwf ««''> g^'^^^'"'^">'ll, Sip lutlruRi'n z. B. 1872 5-90 Millionen Golden 
uBil tut (^WMtM <'vx UiintionitiiitM. Naoli der Krise änderte sich dieses Ver- 
hftli^te Ma ^*'*l^^' '''*' l'<tt<<>' »i(*» iixi* eine ziemlich unbedeutende Bolle. Xnr 
IHitl Mkik ^^ '''** ^**"'"'*' ''*'* "1 'hiiilii-mun verwendeten Beträge Über eine 
MtUii»wihll **'■'' "''*" "^ IVit'ioili^ di'M Koinertrages. 

llÄ Ki«-i<>->i"K 'l''-* ■■> 'l'obi'Ur X\XVI1 gebotenen Einblickes in die 

UiA ^^"*t"*"'""'' '"'""*' tiii'i<i-<i>iiliortt> )irivutwirthschaftliche Productivität der 

atf^^V^**^ l'iii<vi|»' l>oHibi<Mtlt>it tiAiikuHlcrnehniungen dient die nachfolgende 

■^ j^Hiu ilfi i>ii««t'liiiiii Xiiitnllou in (fruppen je nach der Höhe 

> '"Wi \\i<)»» tliH Pivor^ut der Verhältnisai! entsprechend — 

^ uv«(>iiiUnl \(>ii drii l'i\tvtux- Banken zur Daretelluiig gelangen. 



:5^- 



0«tarm«ltt Buk- vai Cndit-Inititnte io den Jalinn 1873—1883. 



191 



TklMlle XXXVIU. 



Im J a, 1i r a 



Z»hloj 

dai I 
hastan- ' kein» 

AmtD zijueo 
iAotlen- gtig^Mt 



Btivüs bhben 



Bimmden c&suU im Betrag« von: 




! 


T 


«fr 


f 




I 


! 

4 


O 

u 

i 



feraiAmt^a 



in Wisn 



]fi70 
1S71 
1872 
1B73 
1874 
1875 
1B76 

isn 

1878 
1879 
1880 
1881 
188« 
1683 

1670 
IS71 
1673 
1B7S 
1874 
187B 
1876 

isn 

1878 
1879 
1880 
1881 
I88S 

leas 

1870 
1871 
1873 
18^ 
1874 
187fi 
1876 
1877 
1878 
18» 
ISSO 

lasi 

IflSS 

isra 



! 21 


i 


31 


2 


59 


16 


42 


31 


' 26 


13 


25 


13 


18 


9 


i IS 


5 


14 


3 


14 


1 


1 15 


1 


15 


— 


15 


— 


15 


— 



3 
& 
14 
& 
5 
6 
fi 
S 
8 
9 
4 
4 
6 
9 



7 

10 

i 

2 



3 I 

~~ I 
— I 



— , 3 
1 ' - 



in iia PMVi&tes 



26 
32 
62 
50 
36 
35 
33 
26 
31 
31 
31 
31 
32 
33 



1 
6 
27 
12 
8 
6 
2 
2 
3 
3 
2 
3 
1 



9 

5 

16 

11 

la 

14 
13 
12 
17 
18 
IS 
15 
14 
18 



9 
10 
7 
7 
6 
6 
7 
9 
5 
2 
4 
6 
7 



B 
U 

26 
2 
3 
2 
2 
2 
S 
4 
4 
4 
4 
3 



ira Ganzen 



47 

63 
121 

92 
64 
60 
51 
43 
45 
45 
46 
46 
47 
48 



» 

3 

2Sä 

55 

25 

21 

15 

7 

5 

4 

4 

2 

3 

1 



12 11 
11 ' 15 



16 
16 

a9 12-30 

7 

9 

7 

8 



17 
18 
20 
19 

17 U 
25 8 
•47 5 
a 22 10 

4 19 15 
6 2J 13 

5 27 11 



3 

10 

15 

2 

2 



2 — 

5 ' 3 

6 4 

- , 1 

- 1 



1 



**) Dio für «inigtt Jkhr« eintrete nden Differenzen swischen den Ziffern dieser 
taMk isd doB Ai^aben der Tmbelle m, S. IIÖ erklären sich danae, dass bei dieser simmt- 
Ivk« dsMftla bestandenen, hier aber nar solche Banken in Bechnong Ko'>n<^'>^ 
mdam, dsrsn Rschenschaftiberichte rorlafen. 



■■J 



192 



Dr. Heinrich Rinchberg: 



Wir Beben , daee in den l'ronnzen TerhSltDisBinäaBig weniger Venohie- 
bangen eingetreten sind, als in Wien. E§ waren zumeist Wiener Institute, welche 
TOT 1873 jene blendend bofaen Dividenden, weniger Ei^gebnisse reeller OeiohUfts- 
th£tigkeit, als vielmehr Lockmittel der Agiotage, zur Auszahlung brachten. Naohdem 
einmal die anmittelbaren Folgen der Krise überwanden waren, breohte die Hehi^ 
zahl der Provinz-Institute consta&t Dividenden im Betrage von & bis n 8 Per- 
centea znr Auszahlnng, In Wien aber fond ein ziemlich lebhafter Weohael in der 
BBbe der Dividenden statt. In den Jahren unmittelbar nach der Knee war die 
Mehrzahl der Banken aoseer Stande, ihren Dividenden-Coupon einzulösen. In d«n 
Jahren 187S und 1879 war eine Terzinsung von ö bis zd 8 F^oesten die 
allgemeine Kormj der Aufschwung in den Jahren 1880 und 1881 bewirkte sodann, 
dasB die Gruppe , welche Dividenden von 8 bis zu 1 1 Percenten bezahlte , die 
stärkste wurde, worauf die Jahre 1882 und 1883 wieder die Ktlokkehr za den 
ärüheren Verhältnissen brachten. 

Wie in den früheren Abschnitten unserer Untersuchung wollen wir nun- 
mehr auch hier die Ziffern Air das Jahr 1683 analysieren, nm die Terhältaiese 
der einzelnen Kategorien der Bank- und Credit-Institnte kennen an 
lernen. Die GewinDverhSltnisse derselben zeigt Tabelle XXXIX. 

Tabelle XXXEK. 



Kategorien 

der 

Bank- nnd Credlt-Iuetitiite 



Oesterreichiscli-nngarisclie Bank 



Bacompte-, ( . 
Depositen- I -" 



Wien 



u. Lombard- '" ***" ^'■'™""™ 
Banken | Z"" '""'«'■ ■ - ■ 



Crfdit- (in ttlen .... 
mobilier- i m den iVotrinseti 
Banken I ZnaammeD . . . 



Hypotbekar- 

Credit- 

Institnte 



' AetietiSypolhekar- Bartken 
InttittUe m. gegeai. Haft. 
PJandbrUf-Antt. v. Spare. 
Znaammea 



Tolksbanken .... 
PfandUib-Aostalten . 

Sämmtlicbe Bank- und 



Zahl 

der 

beetaii' 

deoen 
Banken 



14 
16 

8 

5 

13 

7 

7 

3 

17 



Zftbl 

der 
Backen 

mit 
Gewinn 



Credit-Institnte 



58 



2 

.1-t 

16 

8 

5 

13 

7 

5 

3 

14 

6 
5 



Eln- 
jreialiltei 
(äpltal der 
Bütkenmit 
Gawlon In 
HiUlonen 
Gnld. e. W. 



Q e w i n n 



In 
Millionen 
anld. ö. W. 



90-000 

10000 
Jä-973 
22-973 

mOO'JS 

12102 

172-127 

31-300 



21-200 

0-479 
5-939 



6-608 

0-934 
1-504 
2438 

jiasi 

1011 
12-392 

3-875 
0-187 
O039 
2-891 

0036 
0-495 



IB 

Peroontm 

dea 

oorraapmid. 

Aottan- 

CapitalM 



7-34 

0-^ 
lt-59 
10-61 

7-07 
8-35 

7-«0 

12-62 



12-62 

7-48 
8-34 



55 I 312-718 ; 24-860 



7-95 



Der Reingewinn sämmtlicher österreichischer Aotienbanken betrog dem- 
nach im Jahre 1883 im DurchBchnitte nahezu 8 Peroente des Aotien-Capitales ; 
die einzelnen fianken-Kategorien aber weisen auch im Beinertrage charoktenstieohe 
Differenzen auf. Es ist wohl kein Zufall, sondern vielmehr von typischer Bedeutung, 
wenn in einem normalen Jahre — und ein solches war wenigstens für die Banken, 
abgesehen von den Ereignissen im letzten Quartale, das Jahr 1883 — der Gre- 
winnsatz der Banken mit vorwiegend laufendem Geschäfte 10*61, 
jener der Cr6dit-mobilier-Ba,nk9n abernar7-20 Fercente betrug und nicht 
unerheblich unter dem Dui chschnitte blieb. Von nicht minderem Interense ist es, 
dass hei beiden Gruppen der Gewinneatz der Wiener-Banken ein geringerer 



OesterraicbR Bank- nnil Credit-Imtitatfi in dsn Jahren 1872—1883. 



193 



mr all jener der ProTinz-Banken nnd dass — wie BcbaD Tabelle XKX[T[ 
nägtt — Bberhaapt der Gewinn der Wiener-Banken nnr 7-74, jener der Provinz* 
Banken aber 10 Fercente des Actien-Capitalea betrag. Sollte dieses Verhältniss 
nicht ein Fingerzeig fSr die Riohtnng sein, nach welcher hin eine Expansion 
der Bank tb ätigkeit eintreten könnte? 0nd wird nicht bald an ttneere Banken 
die emete Kothwendigkeit herantreten, das laufende Bankgeschäft zu erweitern, 
um die Einbosee zu ersetzen, welche ans der nothgedmngenen Bednotion der 
Specnlatioiu-Untemebmangen resnltieren dtirfte? 

Die hfichsten relativen Gewinnziffem, nSmlich 12'62 Fercente, weisen die 
Hypothekenbanken anf. Es mass jedoch znm richtigen YerständnisBe dieser 
Ziffer bemerkt werden, dass nir dieselbe die glänzenden VerbältnisBe eines einzigen 
proueo Institates, nämlich der k. k. priv. allgem. Boden-Credit-Anstalt massgebend 
wann, welches bei einem Actien-Capitale von 9,600.000 Gulden in 6old nnd 
einen Gewinn von 1,572.537 Gnlden in Gold, d, i. von 16'48 Fercenten 
enielte. Aneb ist bekannt, dass dieses Institut sich keineswegs anf Immobiliar- 
Crsdit-Gflscbäfte beschränkt. 

Wenn endlich der Beingewinn der Ffandlei b-Anetalten im Dnreli- 
■chnitte nicht so bedeutend war, als die früher (S. 177) besprochene Hentabilitilt des 
PbndleihgeschSftes erwarten Hess, so erklärt sich diess darans, dass die weit* 
aas gröaste aller Csterreicbisohen Actien-Ffandleih-Anstelten, die k. k. priv. allg. 
Terkehrsbank auch noch eine Beihe anderer Geschäfte von bedeutend geringerer 
BentabilitSt betreibt, woraus für sie ein Gewinnsteatz von nur 6 Fercenten resnl- 
tiarta, der bei der relativen Bedeutung dieser Bank für Bildung des Durchschnittes 
aehwer in's Gewicht fiel. £s sei jedoch bemerkt, daaa bei dreien von den 5 Pfand- 
laib-Anstalten der Gewinnsatz 1883 je 10, 12 and 13 Fercente betrug. 

Die Verwendung des Reingewinnes des Jahres 1683 bei den 
aintalnen Bank-Kategorien zeigt die Tabelle XL a nnd b. 

Tkbelle XL ■. 



Eategorian 

dar 

Bank- und Cndltrlnrtitnt« 



Vom goiammten Keiogewlnn entB«len anf 



K«»»t-va- 1 andsrw. 
fondi-Do- Verwcn- 
tlemngAn du DK«n 



Dividon- 
dan 



Tan- 
tlflioen 



Samme 



Hillionen Gnlden Oitart. watirung 



Oesterreicbiauh- angarische Bank . ■ . | 6'45 

SSTiS^" f '» "''«« ^'' 

«.^mbard- i," <^'' Provinzen .... OS? 

Banken Uosammen 171 

Credil- ( m Wien 10-37 

Kobilier- { in den Provinzen .... 0-49 

Banken | ZoBammen 1085 

„ ., . Aelien-Ifunolliele»- Itwden' 311 

:>-"- usrre'/-':":'-.':'^- .ti 

I Volksbanken 003 

' Pfandleih-Anstalten . . 042 

1 aLmntlicb« Bank- nnd Creüit-Tnstitnte . .. '4lbT 





1 


fror, 
OIJ 
017 


0-09 1 
027 

0-36 ! 

1 


0-31 
0-05 
0-36 


or,5 
0-44 : 
0-99 1 



0}8 
018 
002 



0-2G 
Oriil 
003 
0-45 

001 
005 



016 

OOß - 
0-14 
0-20 : 

I 

0-0 1 
019 

<rvJ 
O03 ' 

016 i 



6-61 

0-94 
ISO 
2-44 

JI'.l* 

KU 

lS>-39 

207 
Ol» 
<f0:i 
2-89 

004 
0-49 



073 



1-86 



0-70 



iM86 



\ 



194 



Dr. Heinrich Banehberg: 
Tabelle XL. b. 



Kategorien 
dn 

Bank- UDd Credit-Iastltnte 



OeiterreichiBch-anguiBche Bank 



EsGompte-, 

Depositen - 

n. Lombard - 

Banken 



m Wien .... 
tn den Frovinseu 
Znaammen . . . 



Credit- | in fPien . . . . 

mobilier- \ tn den Provinnen 

Banken I Zniammen . . . 



„_,.L„fc_„ Aetien-Bjfpolheien- Banken 
Hypothekar-I^^ «^ 9'Scr^- Bafiung 



7om tcnammten BelnBewlniw enUelen auf 



DM- 
dendea 



Taa- 
tibmen 



Raaerre- 

fbndfDo- 
tJernniceD 



and erw. 

verwand. 

Betriiea, 



Sanme 



Peroanta in den dnselnen Bonk-KatagmteB 



97-61 

78-78 
84-78 
70-14 

9108 

47-68 
87-54 

78-98 



7310 



Volksbanken |l 80-34 

Mandleih-Anetalten [i 84-18 



5-2B 
8-26 
711 

3-72 
4-71 
2-89 

8-57 



609 



390 



9-7* 
17-49 
14-54 

4-85 

43 48 

S'OO 

9-99 

81-89 

10000 

15-52 

19-16 
11-07 



S&mmtlicfae Bank- und Credit- Inatitnte 



8ti-75 



292 



7-47 



2-39 

S18 
9-47 
8-21 

iSfi 
413 
157 

18-il 

6-29 

0-50 
0-85 



2-86 



10(K)0 

lOOrOO 
100-00 

lOOOO 

lOO-OO 
100^00 
100-00 

loo-oo 

100-00 
100-00 
lOOW 

lOO-OO 
lOOOO 



lOOOO 



Oeaterreiclüscli-imgariscke Bank . . . 

Escompte-, . „,. 

DepoBiten- J^ Provinzen '.'.'.'. 

"^Är'-l'^— " 

Credit- ( in Wien 

mobilier- ( in den Frovitaen . . . . 
Banken [ Znaammen 

n ^t. ■L. ,Actien-I/ypotheken- Sanken 
Hypotiekar-j ^^^,„ „;( ^^^en*. Haß. 

Volkebanken 

PfandlBib-ADstalteo ■ ■ ■ 

Oeaammt-Samme . 



Pereente der ßeBammt-Snmme der efnialiteii Ve 
wendnngaarten 



29-91 

S-41 
4-62 
7-93 

«■06 

334 

50-30 

9-80 



9-80 

0-13 
1-93 



1712 
23-87 

4S'es 
e-56 

24-22 



24-22 
267 



4m 

14- m 
19'C8 

93-68 

53-43 

24-17 

0-37 
2-95 



100-00 I 100-00 I 10000 



2223 

813 
3(f03 
28-15 

3t&9 

S-87 

27-46 

ie-7S 
4-76 

21-54 

003 
059 



26-59 
e-os 

9-ei 

4-07 
49-8S 



lOUOU 




Im AnscblasBe daran fasat sodano Tabelle XLL di« die DiridaAi 
betreffenden Ziffern für das Jabr 1883 ttberBichtliob zusammen. 

Waa die Ergebnisse der Tabelle XL anbelangt, so aeheD wir, 
abgesehen ron der Oesterr.-nngar. Bank, bei welcher 18A3 dia S« 
Dolierang Uberhaapt entfiel — die OridU-mobäier-BaLkaa dca 
Tbeil ihres Gewinns zur Zablong von Dividenden, deo n 
Kräftignsg des Reservefonds verwendeten ; 87'&4 Peraea' 
wurden Hir ersteren, nur 8 Fercente fär letEteren Zw««^ 
das analoge VerbSltnias fUr die Banken mit Turwi** 



Oartemiclia B4iik- und Credil-Inatitnte in den Jahren 1872—1883. 



t95 



Tabelle XLI. 



Dl V 1 d e Q d e 



Kfttazorien 

der 

Bank- and Credit-InatitDte 



in HUlion. 
fl. a. W. 



in Perofsteo 



de« Bdn- 
ertrtgea 



,dei Actlen- 
CapiUlea 



OwtarreidiiaGh-iiDgarische Bank 



6-460 97-61 717 



SKompte-, Deposit«n-| im Wien . . . . 

nnd I in den Promnsen 

Lombard-Banken t Zusammen . . . 



(in Wien . , . . 
in den Frorinxen 
Znsammen . . . 



(Aetim-IIspolheken' Banken . 
Jn*lilute mit 'je-jenneitiger Haftung ' 



0-735 
0-974 \ 
1-709 1 

W-:i66 

0-48-2 

10-848 

■2114 



7a- 7« 
64-78 
7014 



7-30 
7-5/ 
7-44 



91-08 6-48 
47-C8 3-il8 
87-45 6-30 



78-98 



9-97 



Pfandbrief- Amialt. c. Sparcauen |i 
ZDsammeu {| 



Institate 

I Tolksbatiken . . . 

j PfaBdleik-Anstalten 

SlamUicIie Bank- und Credlt-Institnte \. 21-567 



2114 

0O29 
0-417 



7310 997 



80-34 
8418 



601 
702 



86-75 I 6-90 



70-14 in 14-64 stellt Nfichst den Tolkebanken vervenden die Hypothekai-Credit- 
Institate die grSaste Gewinnquote zn KeserTefonds-Dotiernngen, nSmtich 15'52 
Fercente. Diees erklfirt aioh daratiB, dass jene Institute, welche nicht auf dem 
Aetien- Principe beruhen, entveder — wie die Pfandbrief-Anetalten der Spircaaaen 
— den ganzen, oder doch — wie die Inetitate mit wechaelaeitiger Haftung — 
fmat dm ganzen Beingewinn dem BeserrefondB zuweisen. 

BemerkeuBwerth ist, dass die Antheile, mit welchen die einselaen Banken- 
Kategorien oinerseits an dem gesammten Actien- Capitale und andererseits an den 
Sunmen sowohl des Reingewinnes, als auch der Diridenden participieren, nicht 
uavesentlieh verschieden sind. Da uns diese Differenzen fUr die Benrtbeilnng 
dar Bentabilitat der einzelnen G-ruppen von Belang zn sein scheinen, fassen 
wir die hezägliehen Yerhältnisazahlen zn nachstehender Uebersicht zusammen. — 

Ei participierten 1883 

am Actien- am Rein- an den Dl- 
Capitide 

die Owterraichiscb-ungariscbe Bank 2873 

, BankaB mit vorwiegend laufendem (Jescbäfte . . 7'33 

B Oää-mo6iIter-BankeQ 54-95 

. Hypothekar-Credit-Institate 693 

, die Volkabankon 016 

. Pfendleih-AnsUlten 190 



gewinne 


videndea 


mit Peroenteu 




26-59 


29-91 


9-81 


7-93 


49-85 


0-30 


11-62 


9-80 


014 


013 


1-99 


51-93 



Zusammen . . 100-00 10000 lUUlXI 

Zur Besprechung der Dividenden-Leistungen, welche uns durch 
Tabelle ZLl veranschaulicht wurden , übergehend , finden wir zunächst, dass die- 
selben — wie nicht anders zu erwarten — im Grossen und Ganzen durch das 
Haaa des gesammten ReinerträgnisEes bestimmt werden. Die zweit« Bubrik unserer 
Tabelle zeigt uns aber, wie verschieden die Quoten des Beinertrages sind, welche 
die einselnen Banken-Kategorien unter ihre Actionäre vertbeileo. Dieses zweite 
Homent bewirkt bedeotende Differenzen zwischen dem Percentverhältnisse des 
Bonertragea (Tab. XXXIX) und dem der Dividende im Vergleiche zum Actien-Capitale. 
Zwar gilt aoch hier das schon früher über die BentabilitSt der einzelnen Gruppen 
G«sgta ; die relativ höchsten Dividenden leisten die Hjpothekar-Credit-Institute, 



)9G Dr. n.Baa«lili«te: Oetlemlrlti Buk- u. Hml-Iiuttt. I. d. ]»Iifni I6TS— 1803 



dtcMn zuolErhflt komuien ilie Bank«» mit vorwi«gea<) l&Dfentlem G«tobMft«, villi 
die tJrcäil-mobiUiT-hnaktn den vorlrlkUn und di« Vulk^bknkoii dtui leUt«o PUU 
ftinDcbneii, Kj mnKH dabei iMdacht «arden, d&sB boi diesen iiiebt lo '^ehr die Ei-, 
sieinng des IMuecwinaw nU Tkloivbr diot'redil^wXhrnng der Ttualaebiacr du« Hanj 
ziel der Geach3;(tBttiätigk«it ist, während bei jenen du ertte HomeDt mMs^beod irt.^ 
Ik-'Jcutirtiil at)«r tiuA die UilTerenMo. sobaM wir ituerbttlb der dascloca 
Katc'gorien die Sondemng in Wiener- und in ProTiae-ü«nk«ii darob 
fu)ir«i). Bei den Wieiinr-Banken stil vorwiegend laufendem GosaliK/le beirng d< 
ßeingevina 9-83, txii den ProTinz- Banken die«er Kategorie I1'5S Perccnle du 
Actieu-f^apitnle«; die norre«[iondierQnden VerJiiltniiiKUhlen tiezUglicli der Dividesdai 
iiind aber 7-35 und 7*öl, Die Wien« CredU'mobilicr-ht.v.kea enialtui ein 
trttgniM Ton 7'07, di« I'rovinE-lnBtitat« dieser Art von 8'3& Pereantea d« 
Actien Capitalra; die crstcren vcitfaeilten aber 6'48, die lutztvron DDT 3'96 Peroeot 
ihrea Capitalei ala Dividende. Bei beiden Gruppen zeigt ■iob aocnit die Eraclteinaog, 
daM die Provinx-IaHtitiito einen relativ viel b»dout«Rderen Betrag rar Krüflignng 
ihrer inneren PofitioD rerwenden, nnd fnilich in manaben Füllen aaeb v«rw«n4«n 
siQiiHen, nla die Wiener- Banken. 



Am Emle unterer Unter-tuubiiiig angelangt, wollen wir nunmebr die 
XekniBVC derneltwa mit wenigen Worten znaauuonfasaen. 

Zwei Kracht!) nangen sind tn, welche der neneren •»tetrmofai'^heD Baal 
geMliicbttt ihre Signnlnr K^^cn. Dnrrb 1 Ifniordr^ngan der a|ienilatiren Elemcoal 
ist die ^exAmuire BaiikltiStigkieit b^'ünndem »eil dam Jahre 18)38 tit einer darcbail 
ungesinden Ausdebnuag veileilet wurden. Die Mehnahl der in den Jahren 18( 
bin 187.1 gegründeten Hanken «nUprach von vorneheiein niebt einem bestellend« 
Volk swirtliHchitltliL-li eil B»iUrfniue. Die Cepiulien, welche ai« an äeb zogen, fanden 
lum gr^iwcren Tbeil keine Verwendong ianerbalb der Ünnzcn dca normalui 
BaokgufiohUftes und ntuHeleii daher Verwendungen aufzucken, welche naeh den 
GrumlsKtsen gesunder B«nkpt>litik Überhaupt ni<jit oder weiigotenis ni^ht in solcher 
Anadohnung aaltfieig waren. Dadurch aind aber nicht blon dieae ephemerao Bukao 
oelbot en Schaden gekommen, sondern ea übertrug aich die Wirkung diecea Gc- 
btbrena auf alt« und wohlbcgrandete Institaie, welche wohl oder Übel den Kampf 
um den Reinertrag der im Bankwesen investierten Capitalien mit ühnlicben Uitteln 
aafnchmen mosalen, wie nie damala zntn Schaden der Tolkawirlhecball lq 
Bankpraxia eiogeftlhrt worden waren. 

Dann aber int dareh die» uaaalose Aoidehnong dee Bankbetriebcs aaeb 
eine alle Qrenien tlberechreitende Confnndiernng aller Zweige des Bankbetrinbn 
and der Credilvermitllaiig eingetreten, welche geeignet war, dou Charakter den 
IJBlerreiehischen Bunkweaentt von GriinJ au< sn vcr^ndam, ond an die Stella einer 
klaren TheÜang der Arbeit einen confoeeo Wettbewerb alter ÄnMalton anf nllc 
Gebieten dea Cr»iitverkebre8 wtilo. 

Der zweite Abschnitt der dergeateUteo Periode Hatte nnter lolrhen Tel 
hKltniesen die Anfgabe der Corraetur nnd allmUligen Sanierung dieser Verhiltnis 
in errfUllen. Einüchränknng and /unlükhaltung bilden aeinn Signatur. Das «oL 
Bankgeschäft tand wieder sein« alten Geleise, freilich Dicht ohne gewnitaame Sl 
»rbOtleiungen und acbwere Verloate; der Bankbetrieb Ut aowolil der Zahl a| 
der UrCtHB der tieacbültlgttn Capitalien nach wie-ier mit den BedDifniaHen dt 
V'olkawirlbxchaft in «in entaprecUende« VerbSllaia« gekommen. Die Tfaeihing der 
Arbeit, die Vereinigung homogener, die Treonnng diRp:tr4tor GeAchäffatzwoige hnl 
FüTtaebritte geraaeht: doeh bleibt et die wiebtig^ie Änrgabs der kSnriigeu Knt- 
wickelaiig dea Bankwaaenü, eich na^h dieser Seite bin ne^li weit mehr r.n länter 
und dadnrch nach eio*r Peri'>de grüiut«r Unklarheit, gefübrlicbeter Experiment 
tu wner Epoche geeicfaerter nnd woblthäligdr Wirkiamkeit za gelangen. 



Mittheilnngen nnd Miscellen. 



StttMIk d«t istnrelohisolwi Tabak-Mcntpires wihreMl d«r Jthn 1875— r883. 

I. Allgemeinea. 

Deneit bestehen in den im Beichsratlie Tertreteaen Königreicben nrnl Ländern 
S8 T&bkk-Fabrikfln, nnd iwar: 4 in Nieder-Oeaterreich (2 in Wien — Bennwef; nnd 
CoMMB — und j« 1 in Uainbarf nnd in Stein), 1 in Ober-Oeaterreicb (in Linx), 1 in Sali- 
ba^ (in Hallein), 1 in Steiermark (in Pärstenfeld), l in Kirnten (in Klagenfart), 1 in Kraln 
(in Laibach), 1 im EöHtenlande (in RoTigno). 2 in Tirol (in Sacco nnd in Schwaz), 5 in 
B6famen (in Bndweis, Joachimsthal , Landskron, Sedletz nnd Tabor), 6 in Kährea (in 
Bantaeh, GOdioE, Iglan, Nentitschein, Stemberg nnd Ziritlan) nod endlich 5 in Qalizien (in 
Jagtelnica, Krakan, Monaxterzyska, Winniki nnd in Zablotow). Von tliesen Fabrikea hesltun 
deneit 22 Kotoren, nnd zwar 4 Fabriken (2 in Tirol und je 1 in Böhmen nnd Galizien) 
dnrch Wasserkraft betriebene, während die ttbrigirn 18 Fabriken zasammen 16 Dampfmaschinen 
nnd 2 Oaimaichinen (lelatere in Wien) mit 473 Pferdekräften besitzen nnd i)0 Dampfkessel 
■adiweinii. 

ObKleich von diesen Uotoren derzeit 699 Arbeitsmaschinen getrieben wurden, 
beftnft sieb doch noch immer die Zahl dar kleineren Arbeitamaschinen und Bet riehsei n rieh - 
tugn, welche dnrch Hftadearbeit bedient werden, anf 3.719 Stück. 

3. PerwmalHtaad. 

Znr Bewältigung der Arbeiten, zur BeaabichtigaDg der Arbeiter nnd anr Ver- 
waltBDg dieser Fabriken bestand in den im Reicbarathe vertretenen Königreichen nnd 
Lindem in den Jahren 1B80— 1883 nnd im Dnrchachnitte des Qainqaennioms 1875—1879 
folgende« Yerwaltnnga- nnd A rbeitspereo naie ') : 



Linder 



Hisdar-Oesterreich . . 109 

Ober-0«BterRich ... 10 

SftUbnrg 5 

Steisrmark 14 

Kbrnten S 

Knln 13 

KBatsBland 4 

Tirol J>3 

Böhmen 41 

HlhNB &2 

Galiiien 4I_ 

Samme 1883 . . 3x0 

1882 . . 322 

1881 . .308 

1880. . 306 

DnrdiMluiitt des Qnin- 

qoeuinrns 1875—79 298 




56 313 



') Eine Znaammenatellang dieiea Verwaltangs- nnd Arbeitspereonalee, sowie der nach 
Tabellen for die einielnen Jahre iDTS— IBSS Undet eich in dar aUtlBUaalieD MOBatachritt, 
labnßag, B. Sft n. d. r. 

StatlaäMiM MonaUohTift. isss. 15 



198 



MitihailuuK«! ■■<) 11üc«Um. 



. Wu du Verw-kllnuKiiperMiUil» iNtriOl, wakba* in d«a IhUIho tioiiltB Jahnm ful 
Mf tieieh bobBr Slnfu f:<^liliah«a i»t. ho erkliirt «ich d«r höbe SUad dmvelliM) (b Nintlor- 
OeMerreieh dkilarcfa, dui itu üeamlbeii 6^ Beami« anil 6 l>ianer iImf (fuicral-OirMlIoa il*r 
k. k. Tabak-Hegi* in W[«ii, djiBn 4 BAante du UtTUiiu-CigarreQ-Ukgiulnti In WIkb hioRO' 
^rMhnet werden. 

Hit den |i;r>>Mftrbn Caabsii an Thbftk nni] d«r d&darch b«diBgUa Viimehrani; irt 
Arbait musU «neb da« Atbellä^ aod AafnicliUpflra&iifcle ron Jahr ga Jahr aieh v*riii«hri>n , 
dl* grOMe Aboalinic der Kinder ant«r H Jabrcn in den 1-^lxtin vi>^r Jabrea in ■Jpg-inliilit' 
xn dar Onrch^cbailtnabl dm (luiminMninin» |!^5— I87'l wnrO« aUt-r dqrck dis sait l^TI 
trlttaaavn Lindea-Scbnli:i:«etKa reraolasit, welcb« di« Bindnr im KknlltHickÜg«« AlUt 
nUkige», fortan die Sciinle £■ beviichen, 

Di« Jabraaicebllbroa des VtirwftllauKS-l'etBanalea belnpii !■ Jabro 1683 48fi.2-'t 
GdIJcd, JciMi dar Dirner 26.603 Onldvii und dia rabilkallouakaatea und ArlieiuMl 
d.«G&:m Golden. 

3. Humanitiu-Anataltoa. 

Ma 1c. k. Tahafc-Rcgic govälirt ihren Arbaitari nlebt nnr aasraieband» Lahn, 
lendarn ai* bringt fir dinaolban tibcidia* bvdtutvnd« niaUrialla Opfitr an aoleli*n Zai-ii-T, 
(ör welcli« Pnvalarb«iUr baofig Ma oigvuvn Uitlela aarkamman nfttun, £a <.i ..^ 
frviwillif lkb«m«nuiHooii Vtq>llichtoiii;tn der B«|cio E<b4iea: 1- *i« K'^l dn«jiti)jg«n Arbviturn. 
woldie bei den k. k. TabakFabrikL-n dnrcb «cnigaUnt |5 Jabnn oonntarbroob«» £sHi«i)t lubau. 
in Falb der Arbeitonnfabijcktil aad aackfewitKoon Amntb le))«n.4aaflicti« Uat«r^läUui:>; n. 
wakba sieb nich 2.^jifarijctr and SÜjahrlgGT Dicnatieil eTbuhoB; V. ti« erbAlt ' -: i. 
Kabriknclualfn ain notcnitatEl dio OrtascIiulMi wcgou dar Tb^ilaabrau dn FaliniLi- 
kiDiInram Univrrichl: 3- Ktipppn. Klriakindrr-BcvabranntalteD, Coamm-VorMUB etc, iraran 
Tabak-FabrikMrbcittirthRilnrbiDiro, wcinloa vntn T>t>ak-Oefalte iiabrantioalerl ; 4.dat Rrankro- 
pflex« wird din mnintr Sorsfall riieclrüRiIni und e« liuHieht bni joder k k. Tabakfibtik 
ein vom (Icnile bcMldcler Arat Bai daa bcidüii Winacr F^kbrlken b««l«hGn Qberdic» llnur- 
lllltznnprond»nDddiej«aiKi!n Krankwi, liia darbkuxliibeii fd«i;e caibckren, worden auf ärariacbn 
KoM«B an ilio aSnatlicbaBKrankananftalUtn absKS'bcn. Bei dm FabriKna in dan iTOTlnsea 
bwlehen enUjir«rhund orsaniaiert» Krankan-Imltiute. und jeder Artwitvr, in sich um ai 
tuhll* SUiil« in dan k. k. Taliakrabrikxn b«a:irtit, raaR« dem Knuiken-Inaliiuie tieltml» 

Dia HanpiciiiiiAhniitii di«Mr Inatiiut* baatehem In d«u RinirlltageliUbniu and 
Woefceabeitr<f;an drr Arli*ili>r. in d*n Strafbetriigni w*geB DiMlpliaar-Verrehea und in dvn 
ZImm tob anfcrsammnltcn ra^iilalian. Dafdr gcaieaaea alle InMltuta-Uitgliader im I^rkrantiuuitx- 
Ml« nnsiitg«|ilidi(! ärxtlidiK llilfn nnd den Resnt; ron Hedlcanmt«n, and »rhiltcn 6!tf.*lirH 
den balban Tactohn kq ihrer Mf^non VcrI'ngiiB);. Jm Kalle dM Ablabene tinoa InititaU- 
Hltgliedea wird an die Uintcrblicbenoa oin Lvichvnkasl^nbcitiax eKolgt, jt iB9hr»ra Iniiiiuir 
«lad Buch >ch«n Ut d«r Lag«, den MitsliuJeni ;^iiM«otaliotiÄ-B«itnga cu ^nwahr^n. ArbtiUr. 
wvklia im l>i<B«l« ohne ihr Ver9':Iialdea hcirbadi);! werden, verdan auf OefallFko«ten rri- 
pfl«Sl nnd gelieilt. 

Wie aebr dl«>e KrmBkcB-inatitnte doB AiboiUni a^m Vi*rtli«II« K«rei<lieB anil mit 
dieselben voa Jahr xn Jalir n«br nmirarblftben, aeigl die BBAhfulgefiile ZusaiBBteut«llan( 
dieser ArbciluT-Rioakcn-tniiiitutc^ 



li r 



Hit 
Cllcdar- 
ahl 



Kln- 
Dabsk 



Ana* 

K*han 



OOldai 



Uurclimtluii'.liii'Ii •iitUitUeii 

p«r K«pr 



anTdia 
Bin- 

iiiiwieti 

a. kr. 



ABajab«';^,^- 



8. 



1883 

1882 ..... 

1881 

1880 

Dttrck-cbuiit den 
QaiB.i.i875— 79 a2.lft3 



86.1-1 ^^4.923 

23.21.1, u^.iü'j no-Ja9 
21.966 l!0.4ariW.41i 



ULSOO 103.687 



51 
3S 
43 
44 



4 63 3 



kr. 



>r. 



V urmocmuutiiad 
la Un l jBa 

. I NoiBiMl- 



60 
57 

7a 

66 



71 
78 

78 



ii , 41 



laaoo 

9.11:^ 
7.830 
Ö.9S1 

7.843 



4Ö7J 
339,410 



tlflck dit-aer Tabelle lUeK <!■« Zahl der MJtKJieder coBBtant nad denpamfiai ebaaso 
dl* Binnahaio; vtbrend J«doch in dtin Jahrvn 1880 nnd 1K)^ der DabtraehBaa aariaok 
•len Bisnahmoa nnd Aaagabeo aefnan b&cbateu t>und. dnrclmelmittliuh 78 kr. asf dw Arbaitoi 
ko|>r orraicbt«, blisli daa Jakr 1883 dnrcb uklreiclm KikraukaofM v«b ATbailam aii 
KnrDok (71 kr. par Kopl). dndi abmtle; die IIboiUi de« OebencbnMes wob Inaier 



Mttbeilanit«! mi MlMaUm. 



199 



im» Jfthr 1B6I (65 kr. fv Eopf). acwic du gmue QBiaqomniiai 187S— 1879 (dndtsckaiit- 
Hell 41 kl. per Copl). 

t>*B bcBiM Beweti der Prn«p*rltU diwtr Ermkra-Inttitiit« li«r«ft abnr ikr V«i^ 
■ dccvaatsnd, «clch*r nMk d*r ohign £iiiunn«Mt«lltiiis nirbt allein ccaatail ■It'igt, 
Ma4«n la da- )ran«s -Spaaaa ZMt d*F kinj lMf6ck«icbt)K*«ti JUit« sich Cut verilo[tli«lt 
k«t «ad MiBlt d»B gmitE«n ImiUtais olu* focU Qnwdiftg« bi«t«t. 

Vu dia KAbi der ErkraDkiBgea und TodvMfill* dn ArimiUr utHUBCt, 
w U. iti« mUn mjw alcht nubatrirbUirlie, ;« iuhd dfli-n« ju T«r(l«icliE mit ArboiUra 
RrwnliMnrtig* ngva, ris« kobs, wie die uchlolgwida DuaUllang uviehtliali maobl : 



1 ■•■Ja* It^" ■■" "^ . knanii la Teralarbe- in rtrt ir—t. 


Sfrl.0«l«n.{2F«br.) 

A bwr^nrt« micb 

^ilitmrj ... 

sui'iriBU'k 
bUntm . 
FJCniii . . 

T Kaat«Bl*ml 

, Tirol (2 rftbrikca) . 

BAhmai (6 rabriken) . 
, MikrcB (6 rBt»rik«n) . 
LSaliilam (S P»brvkul 


2.339 1.578 
6fö 3]f9 
46S 231 

2105 1.15:i 
525 2ä9 

1344 624 
706 497 

8.419 1.793 

5.y72 ao2i 

7.103 3 112 
3.155 1.84.^ 


62-8 47 
494 14 
49-7 6 
:>i-d 41 
WD 7 
464 31 
70D ß 
74-2 , 22 
47-8 70 
44-8 ! 87 
47-6 51 


21 
iü 
13 
1-9 
13 
»•3 
0-8 
1-0 
Vi 
1-0 

1-1 


17-9 

IM 

8-1 

in 
1») 

16« 
151 

ito 

13-8 


1 SmuuB 1883 . . 

1 1882. . 
F 1881. 

1880. . 

I>Bfrb*ckiiitt d. ClaiD> 

([•«nnhiBi 1875—79 


26.858 
26.14& 
23.213 
21.996 

22.163 


14.475 
137Ö1 
I2i30 

ia9i9 

12.162 


53-9 
52-4 
527 
49-7 

SO-9 


382 
3J8 
376 
312 

315 


1-1 

1-3 
16 
H 

1-4 


11 H 
148 
16-S 
164 

146 1 



Di> Anuhl d«r «rkntakba Mit(li<ilcr smichU ia •ntfeiftaite* JBkn 1883 smm 
to-kct* Ziftr (53-9 Parceald ; «ähmi4 du Jahr [891 di« f^riogaW Am*H dsvMlb« asf- 
nibrt Dime bob« Zahl in Jahre 18^3 )«t roriAfflieh dnrcb di« Tieltn ErukbaJtilUlB fe d«n 
rabHken w fioTigno m KOaUnknd« (7U P<ir«DU) ud xb Smmi and S«bwaz ia Tirol 
(74 ParonU), »wi« aickt minder Indtn bcidan Fahribea an Hklnbarg nad »U\a in Kiad«r- 
0«BtamI^ (62-8 Ptrceat«), «eiche <reit die Oonkfcliaittniffer 5b«T«tets«a. b(irvarf;»br>ehi. 

Otseaaber der In dieaam Jabre la bcobacbt enden karxM) BrankbdlAdaQcr tllt% 
xw%t die abiolDte 2ahl der TMleafkll«, Sbcnli4| aber daaacnaDSoMfalet nicht die fki dU 
Jakre 167fi— 187<J «nnltulle VcrlüItaiMukl dar ftitortwiMn UiteU«der (14 Perccata). Die 
i[r««yl> relativs äierbllcbkelt war in den Tabrikes sn Uaa, Lalbach nad In dm beidea 
l^akrikdo Ton Nieder-Oeilarrclcb (SUin nad Hainbat;) la htobacbten, a«brn»I dl« Falirlk 
KahleUiw ia ItatfariwB CU kdaeo äterbufall oaebcBwelRen kaU«. 

DUaa grouB Anaabl vnn KrkruiksBi^in aadTod«s£UJaii«rfor4eita allein in dicvent 
iakte eine Subb« vaa A6.428 GaMito an Kraakeaertd, «eklias eineai Detn(e voo 3 6. 
00 kr. per Arb«jt<Tko|if entxpricbt nnd einpa Betrag von 19027. Gald«a fat nrnb- 
tolftm Ancneiea, irdchos »jeder «incai fklnice tob 52 kr. auf den Arbeiterkopf sleiabkanunt. 



4. Material-Anachaffiinc. 

Welelia groaae Ueosva tob Bobstefraa aail fraadea Palirikatan t« (loa 
TakakfabrikcB alljÜrllDk b«a&Üiigt wardaa, Baift die nadiTolsanda ZnaBauaeaateUniis. Du wca> 
ackafle Maierlal-QBastaai voo Tabak-Bob iloffeB und Fabrikaien batraf ia aelrlacliaa Ccataera : 



U" 



200 



UittheilnoKen nnd KiscelleB. 



Jahrs 



InläDder- 
BUttor 



Anelftitder- 
Blätter 



Fremde 
Fabrikate 



Contn- 
bande- 
Tabak 



Zasammen 



1883 

1882 

I 1881 

'1880 

I DnrGhaelmitt des Quin qneuninma 
187&-1879 



292.985 
286.487 
371.160 
262.065 

289.811 



97.961 
96.312 
76.279 
84.891 

104.286 



207 
176 
150 
430 

328 



76 

108 

93 

54 

113 



391.229 
383.083 
447.682 
347.440 

394.638 



Der alljihrlich sich etelgenide Conaam sollte auch eine von Jahr an Jahr grössere 
Anachaffnog von Bohstoffen erfordern; dennoch steigt die Anschaffang von Inländer-Blättern 
durch eigODe Einlösnng in Sttd-Tirol, Oalizien and in der Bukowina, dann im Wege der kdaig- 
lichen nngariscben Tabak-Regie, sowie der Änkanf von Ausländer -Blättern nnd fremden 
Fabrikaten nicht in diesem Verhältnisse, da bei reicher Brnt« nnd niedrigen Preisen 
in einselnen Jahren mehr Yon^tbe aogeBchafft werden nnd in kommenden Jahren der An- 
kaof dnrch die vorhandenen Vorräthe eingeschränkt wird; so wurden im Jahre 1381 die 
meisten Inländer-Blätter, im Jahre 1883 die grösste Anzahl Ansländ er- Blätter angeschafft, 
während im Jahre 1880 ein grosser Vorrath von ftremden Fabrikaten besorgt wurde. 

Der tur Anschaffung obigen Material-Qnantnms erforderliche Geldaufwand 
stellt sich fSr die einaelnen Jahre nnd fflr da^ besprochene Quinqoenninm folgen dermassen ; 
der (jleldanfwand betrag in Onlden Ssterreichi scher Wähmng f&r: 



Jahr 



Inländer- 
Blätter 



Ansländar- 
Blätter nnd 
fremde Fabri- 
kate 



Contrebande- 
Tabak 



1883 6,427.989 

1882 ! 6,383.497 

1881 , 8,557.062 

1880 || 6,062.148 

DnrchBcbnitt a. Uninqnenninms L 

1875-1879 ;, 6,783.889 



9,797.509 
8.940.556 
7,376.946 
7,799.990 

8,022.216 



2.064 
2.228 
2.231 
1.694 

2.961 



OeNunnte 

Ansahathingt- 

Eoeten 



16,227.562 
15,326.281 
15,936.239 
13,863832 

14,811.066 



Die Kosten der Inländer-Blätter stellten sich für das Aerar in Galizieu anf darch- 
scbnittlich 15 — 17 Gulden per metrischen Centuer, in Sttd-Tirol ttt grflnen Tabak anf 
darchschnittlich 5 Gniden nnd ftr maceriertea Materiale anf durchschnittlich 36 Gnlden per 
metrischen Centner, endlich in Ungarn für einen metrischen Centner eingelöstes Hateriale 
an Pflanzen, Gebfihren, ungarische Administrationakosten nnd Arbeits lohne anf durch- 
schnittlich 19 Gnlden. Fassen wir aber diese Bezugsquellen näher in's Auge, so werden in 
Sfld-Tirol etwas mehr als 1 Fercent, in Galiaien und in der Bukowina gegen 12 Fsrcenta 
nnd das Hanptcontingent (87 Percente) im Wege der kOniglich nngarischen Tabak-Regie 
jährlich eingelöst. 

Bei der Anachaffung von AnslSnder-Blättem nnd fremden Tabak-Fabrikaten 
variiert der Preis per metrischen Centner bedeutend, denn je nscb der Qualität der 
Ausländ er- Blätter werden für dieselben 20 Gnlden und auch 350 Gnlden gezahlt, ao dass 
sich eine Durchschnittszahl von 107 Gnlden für alle angescbaiften Aasläuder-Blätter heraus- 
Rtellt. Fttr die fremden Ganz-Fabrikafe wird für einen metrischen üentner Havanna-Ciearren 
durchschnittlich 2.222 Gnlden, för ausländische Cigareiten aber 910 Golden nnd fdr Va- 
rinas-Bollen 107 Gnlden per metrischen Centner gezahlt. 



5. Tabak-Fabrikation. 



Die Verwendung von RohstoiFen ond die Prodnctlon der einzelnen Tsbakbbri- 
kate in den Fabriken der einzelnen Länder während der Jahre 1880 — 1883 nnd imDnrch- 
schnitie des QninqaenninmB 1875—1879 zeigt die nachfolgende Tabelle: 



HittbeilungeD nnd UiBuUea. 



201 



VerwendODK von 
Tabak- RohBtoffen 



Länder 



Nieder-Oeat erreich (4 Fabr ) . 

. Ober-Oeaterreich 

: Salsbnrg 

, St«iermark 

' Kirnten 

! KraiB 

KöiUnlaDd 

Tirol (2 Fabriken) 

' Böhmeo (5 Fabriken) .... 

Mlhren (6 Fabriken) .... 

GalixioD (5 Fabriken) .... 

Summe 1883 . . 

l^Si. . 

1881 . . 

1880. . 

Darchschnitt d. QniDqnenniams 

1875-1879 



Ans- 
Under- 
Blätter 



13.755 

1.5rt7 

841 

1.7M 
11.993 
979 
11. -479 
10.436 
14.2« 
17.291 



Ikuder- 
Biaiter 



Snmme 



Ersaaconr von Tabak- 
Fabrikaten 



Schnupf- Raneb- 
Ubak Ubak 



Hpinn- 
■t« 



Metriaebe Centner 



29.744 
16.651 

2.190 
17641 

7.216 
10.639 

3.265 
13.279 
58-876 
54.835 
17.081 



43.499 
18.218 

3-031 
21.273 

8.972 
22.637 

4.244 
24.558 
69.312 
69.071 
.34.372 



87,770 231.417 319.187 
83.250 321.094 404.344 
71.890 242.200 314.090 
68.285 246.394 314.679 

.106.411 219.130 325.&41 



4.218 



2.761 

3.347 
6.532 
1.448 
3.719 



31.191 
15984 

15.337: 

7.745! 

12.175 

2.380 

6.283 

56.] 19 

49.291 

22.952 



104 

1.747 

980 

733 

793 

7.684 

511. 

1.663 

2.320 



Snmme 



35.516 

17.731 

980 

16.070 

7.745 
15.729 

2.380' 
17.314 
63162 
52.402 
28.991. 



22.025 2 19.46U 
23.144 222.460 
22.273 219234 
21.823^227.959 



16.535 259.O20I 
18.864 264.468i 
17.036 258.593 
17.533 267.315 



29.057 224.317 18.251 271.625 



L S n d e r 



Nied.-OMteTr. (4 Fabr.) 

Ober-Oeaterreicb . . 

SalxbaTK 

Steiermark .... 

Kirnten 

Knin 

KBttenland .... 

Tirol (2 Fabriken) . 

Böhmen |5 Fabriken) 

Ukren (6 Fabriken) 

Galiziea (6 Fabriken) 

SDDime 1883 

1882 

1881 

1880 

ODTChschnitt d. Qoinijuen 
ninna 1875—1879 



ErieagDog von Tabak- Fabrikaten 



n ' Oin Geaimmt- 

gmrim ■ retten «""»">• 'Äkatr '^'«*"«' 



Fabrikate 
Metriacbe Centner 



5.376 
1.525 
1.252 
3.766 
1.006 
4.756 
1.365 
8.435 
13.255 
15.533 
4.405 



6H.674 
56.658 
49.889 
43.431 



692 



6.068 
1.525 
1.252 
4.0 1:^ 
1.075 
5.1)70 
1365 
8.505> 
302 13.557 
553 16.086 
441 4.846 



217 

69 

314 

70 



41.584 
19.256 

2.232 
20.083 

8.820 
20.799 

3.74» 
25.819 
76.7 li< 
fi8.488 
33-ai7 



2.6b8 63.3ti2 

2.041 58.699 

981 50870 

625 44.056 



321.382 
323.167 
309.463 
311.371 



50.935 566 51.50t 323.126 



Clcaretten 



ataeke 



107.43aa25 

32,215.700 

26,735.500 

77,826.000 

20,488.000 

94.156.600 

29.128.400 

167,330.000 

277.752.500 

321,657.400 

92,557.000 



56.572.940 



17,300.000 

5.153.050! 

27.109.2801 

5,710.000: 
24,544.400! 
46,67i250; 
32.925.300i 



1.247.285.3251 

1.160,797.955! 

1 025.937.336! 

867,887.5551 



215,98^.220 

171.788.100 

86,472.240 

59,490.806 



996,148.118 47,281727 



Zufolge der ausgiebigen Anschaffung von Ausländ er- Blattern sehen wir im Qaiu- 
qneADinm 1875—1879 eine hohe Ziffer der Verwendung solcher Blätter, welcher xd Beginn 
der 80er Jahre ein Fallen dieser Verwendang, in den Jahren 1881 und 1883 wieder ein 
frflaMrer Verbranch an ausländischen Blattern folgte. Die Verwendung von Intänder-BIIttem 
•■tnlac dagegen grüasereo Schwankungen und nahm im Jahre 1880 ihren höchsten und im 
Jahr« 1883 ihren tiefsten Standpunkt ein. 

Was die Erzengnng der Tabak-Fabrikate betriflt, so wird der Schnapf-Tabak nnr 
ia 6 Fabriken nnd von diesen »eit den 80er Jahren in sicmlicb gleichen 11 engen 



SOS 



KltüiailancBn aai Mt8oalI«n. 



hbrieigrt. wttkrand nit AoRn&kae d«r Fahrfk la Sallein sich >llt Fabriken nlt im 
KoaKUBE von BkuhUlinb aotl «it Anuakne der Ptbriken In EUc^B'orl and BoTtga» «ai 
mit il«r Kabrikallou xoa OMpiaattea befuteo. Auch von Baachtabak und Qcipianataa bli( 
ilic «raengie Uonfie iii i«a letsUa vlar Jalifea «loe aiMuliob ^Islcti«. dafvgaii ninant dl«'' 
F'abrikatlon voa Ciearras voa Jahr so J^kr ankr b9d«at«Dd xn, nock nakr aber jpae dtr 
t.'tgareKeD. Obgleieb dir Fabrikea Id Um. Haltain oad Ruvifso licfa mit d«T KrzirDpiti)[ 
der letzlerrn gar nicht belaii>en, dU»g di« Menice dorwtbaD dach in Lanfii d«r I«t7:t*u fant 
Jahre auf mehr als du Dreifach» nad g*5«n dia DarckaebaiUaialil im ((niniiaaoDiam lä7j 
hia 1879 auf n«hr als die vierfache Huf«. 



0. Tabak-Varachleiaa. 



In Kacbrolf^ndea wolloti wir iLie Er(ti4)ßisM de» Tnbak<Teraa klal att 
nacli dao ransdnen Tabak' l'abriluil«a aad tat die «inmlmin [«ändnr irabrcnil dar Jahr* |( 
bis \6Wi and im Durchnclioitte ükh i^uiii'iuünaitiB« 1^75—167^ inr DaritallatiK hlla| 
and avar aligHtonderi den Varsohlnu ; 1. daa Ranetitabak«, 'i. dea äehnniiflabaka, 3. 
ri|;arTKa und Cigar«tten. 

1. An Banctatabak feaefanittea nad In Bollen words verkanfl nad daftf < 
genamman : 



I. ( n d n r 



JabrM- 
Taracfaloin 



t>i9r Kopr 
der K«. 

vOlkerüag 



Ninl«r*OwlerTelcli . . 
Obnr-Ouitorrelcb . . . 

SaUbuiT 

Steiannark ... 

Kiiuuu 

Krain 

Kbtenland . . . . . 
Tirol und Vonrlbarg . 

BAbaten 

lUlmn 

BehleeieB 

e«liri«n . . . 
Bakowtna 
Dalaiatico . . 



ClIeinvBM 



n 



a.07B, 

1362. 

330, 

I.Ü37, 

!m. 
tm. 
au. 

I.ÖU 
7.313 

a,31!. 
071. 

ü.y-w 

■171 



743 

IM 

o■^b 

715 
057 
.522 

da? 

■170 

tut 



Satiini" l.-.^^:-) . XS.bail.tiOd 

i&^ . . i2i.921.6S*J 

1681 . ■ m.630.\iZi 

1890. .124.476.037 

Darcbaobnltt des Ctolnu*""^"^' ' 

1S76-1879 24.006Äli 



i-ea 

1-78 
1-99 
1-34 
151 
IIÖ 
0-93 
1-78 
1-30 
1Ü6 
1-18 
Ol» 
081 
0-50 



U4MmiBt- 

KrlOa 



i p«r K4pf I Terkaate- ' 

d*r Ba- I proia 
TOlkanuf I per Slla , 



O n Id ei 



4.099.15? 

1.470044 

a4I.W8 

1,756.072 

552.380 

572.9T1 

»984)93 

1.276.567 

7.605-079 

11,430476 

71.3.191 

5. 180.611 

852.188 

2W.116 



ICD 

107 
1-07 
IUI 

1-ia 



ae, 114 653 

:;7.H03,658 
:<7.:j.i6«fia 
27.304.554 

!e&.050.532 




117 



1-04 



In den AlpcnlandurB SaIxbnrK. Obor-Otvtemiali. Tirol, Vorarlberi; ond Kkrnt 
wird aonit avcit der meiitit Raiichtabak Cftnanaierl, die Eeringvte Hanc« por Kopf ab 
ratiUJt auf Gaür.itn nad Dalmaiieo - andern xcataitüt dcb der ConsaiatioDipmiit |><!r Eil 
Eramu. trelohet ia tiallaita ond in d«r ßnkovina aicti bedeutend bfther ala tn 
fiUriipen Kionlinderii, der dortodbat ^'nachten Ibaaireren Tabak-fterua we|Mi, dantalli. 

Vergleiolit naa die ei u seinen Jalire miteüiaader, an bvobaiibtet man eiaanefts eine' 
Ktetige AbukaM in der QnanliUi auf den Kopf der Bev&lkeranc, eeiaii eine Abualunc 
des Ti-nrMtlMea, amlrrcneita eina atoiige Snnahne daa ErlOaea, herbelsef&brt 
die Erb6fctiiiK des VerksafapreiBca : dann wUreod tm Jabre 167& der Prcia dea Rllogran 

ik noch 97 kr. kostelr. itlee deraetbi Im Jahr« 18S3 KkoD aaf 1 1 19 kr. 




UittheilongeD nnd Hiscellos. 



203 



2. An SchnnpftkbKb inirde verk&aft nnd difär eingeDommen: 



L * n d fl r 






Niader-OeaUrreich || 

Ober-Oeat erreich f 

Stlsbnrg jj 

8tai«niiark 

KirnUn !* 

Krain ; 

Efistentand I 

Tirol nnd Vorarlberg i; 

BOhBen 

Mibreo , 

Scht«rieD 

Galiafea 

Bukowina 

Dalmatien 



195.361 

53.047 

15.711 

47.110 

22.244 

20.664 

211.241 

296.765 

652.666 

78.758 

14.941 

504.041 

13.588. 

13.866 



O-nS 
0-07 
009 
004 
006 
0-04 
0-32 
0-32 
OJl 
004 
002 
0-03 
002 
0-03 



Snrome 1883 . . 2,140.003 009 

1882 . . 2,190.537 010 

1881 . . 2,163.934, 010 

1880 . . 2,155.217 0-09 

Darchscbnitt iIsh QninqaeuDiamB . 

1875—1879 2.262.939 010 



Geaan mt- 
Erlöa 



p^r Sopf t Ver«anfB- 

der Re- preis 

völkerong per Kilo 



476.484 

112.117 

' 30.304 

93.783 

35.456 

35.982 

322.430 

471.233 

1,333.391 

191.727 

32.957 

671.075 

18.185 

1^2.765 



G Q 1 d e n 

I 

0-20 ■■ 

014 ; 

018 1 

0-08 I 
0-10 

-007 i 
0-49 

0-52 ; 

0-24 i 

0u9 ! 

0-06 I 

ÜU j 

0-03 I 

0-05 : 



2-44 
211 
1-92 
200 
1-59 
1-74 
1-53 
1-58 
2-04 
2-43 
2-20 
1-33 
1-34 
1-64 



3.847.889 
3.969.767, 
3,946.301 
3,958.692 



017 
018 
017 
018 



4,124.951 019 



1-80 
1-81 
1-82 
1-84 

1-84 



2.262.939 

Die hödiate Qnote per Kopf von Scboapftabak eutfillt anf das Eüsteoland nnd 
tat Tirol nebtt Vorarlberg, doch Bind die dort conaamiertea Sorten Schnopftabaks von gerin- 
Cerar Qoalitftt, wie der Verkaufspreis per Kilo 1 fl. 53 kr. bia 1 fl. 58 kr bezeugt ; locrativ ist 
daa Brtrignin aaa dem Verschleisse in Böhmen, welches auch über der Dorchacknittszifier 
aller Linder in Betreff der Quantität per Kopf steht, dann in Nieder-Oeaterreich, Mähren, 
Sehieüan nnd selbst noch in Ober-Oesterreich, wo wohl geringere Hengeo, dagegen bessere 
£larteD verkanft werden. 

Zieht man die einzelneu Jahre in Betracht, »o ist ans der obigen Znaammen- 
■lellDOg in ersehen, dass die Consnmtion im Jahre 1880 gegen den Durch schnitt des Qnin- 
qaeiBinma 1875 — 79 weit zarflc kg ablieben, 1881 nnd 1882 etwas gestiegen nnd 18^ neaer- 
lleli wieder gesnnkeo ist, so wie weiter, daas der Erlös für Schnnpftabak ein tod Jahr an 
Jahr beackeidener wird. 
3. Den Conanm aoCigarren nnd Cigaretten gibt die nachfolgende Daretellnng : 



Länder 



Jahrai- 
Vereelilcies 



per Kopf 

der Be- 

vülkernng 



Stücke 



Nifldar^Oe:)terreich 384,897.682 

Ober-Oeaterreich 42,562.940 

Salabnrg 10.801.000 

Steiermark 80,180.690 

Kämton 21,398.135 

Krain 21,526.715 

iKttstesland 5u,42>).l00 

Tirol nnd Vorarlberg .... 42,9-^2.388 

.BShmen 420,537.671 

MUiren 12ö,080.l46 

dcUesien 42,-.(85.51ä 

.Galiwen 134.228.497 

BnkowiD« 2.829.000 

Dalnatien 10,671.425 

I 8omiDel883. . 1.391,35».»04 

1882. . 1.269000.843 

: 1831 . . 1.153,780.031 

I 1880. . 1.076,006.403 

iDnKliBCfanilt des Qninqnen- 

I aiiiM 1875-1879 .... 1.011,950.300 



160-61 
55-64 
65 25 
65 39 
6068 
44-38 
76-38 
46-96 
7471 
5806 
7406 
2212 
2-83 
21-74 



61-89 
56-91 
52-10 
48-52 



Gesamint' 
Erlös 



per Kopf Verkaofb- 

der Be- preia per 

välkeroDg loo Stack 



Q n 1 d e n 



13.225.441 
1.182.987 

315.937 
2.10<J.857 

532.287 

483.388 
1,177.817 
1,222.955 
9.854.790 
3,255 507 
1, 035.264 ■ 
2,340.889 
67.317' 

241.581 



5-52 
1-55 
191 
1-71 
1-51 
1-00 
1-78 
1-34 
1-75 
.1-50 
1-81 
0-39 
012 
0-49 



37.037.Ö20 
35.065.876 
32,037.085 
30,264.357 



165 
1-57 
1-45 
1-36 



47-32 28,839.292 134 



3-46 
2-78 
2-92 
2-62 
2-49 
2-25 
2-33 ; 
2-B4 
2-34 . 
2-58 i 
2-45 . 
1-74 I 
2-38 : 
2-26 , 

2-66 1 
2-77 I 
2-78 ; 

2-80 ; 

2-85 



ao2 



UiUkfltlaBKeii vai HisodI<n, 



fat>rid«rt, vfthrand mit AoMalmie der Fabrik In Btlteli vfch klle Pttirikeai mit 4«r 
uugung TDü RauclilalMk und nit Aoanohisa der PabrikaD In KUi^riirQTt and IlDvi|nv> ondT 
nit der FsbrikaUoD von Ocipion«!«) b«baen. Auch tod Banclitabik and Ocspl Hatten Ulrti 
die ancniEte Henpr« in den leUUa Tl«r Jaliren eint stanlicli «laich«, ät^titt Dtniai diu 
Pabilkation vra CiKKrrfta voi Jahr zu Jahr nbr bedmtaod ra, noch malir abi>r jan* in 
Cigareii^n. Ohgleidi die Fabrikea in Lina. Hallals »nd Rovin« sieh mit d«r Brx««fna( 
der letilpr«n ^r nicht b«la«-en. «liee die M«aife danplben di»h im Ii>iif« der letxtan fioT 
Jahre aaf mehr als das Dreifactie oad gvgeo die Darchaohaittacabl in QDtiiqtieBliiam IG 
bfa 1879 aaf melir ala die Ti«rfaciio Haage. 



S. Tabak- VarachleiM. 



In NacbfoMt^tideD wullan wir dis Er(*bai>8e dt« Tabak* Vers« hlei*««« 
nach diu eiitx«ln«u Tabak-KiiIirikaJRB und flir dia uintalavii Liader «rthrooi) der Jabri' -• 
bin 18^H ond tn Dan-Iurheiiiv d« Q(iiDi]UtiniiiiuBa 1676--1S7U ttir DarrtallnnK 't 
und swar abgeaanderi d«B Ventcbleiai : 1. dm BaaebUbaki, 2. d«a HohnnpfiatMJta. .i t'T 
Cigarren ud Cf|arell«n. 




l. 
geaorameB ; 



Aa Raai-blabak («Mbailtu «nd In K«llBa w«rd« varkanft und da/ftr ein- 



* 



L k a d a r 






KltoKKmm 



Nieder ■OMlerreJcüi . 

Obcr-OtMttarrelcb 

8aIiburK 

älEiemurlt . . 

Edrutan ... 

Krala . . 

Klstenlaail 

Tirol tind Vorarlberg 

BOtamaa ...... 

HUtlOB 

8«kl«slaa 

6alM«n . 
Bukowina , 
Dalualiea . . 



3,07ft.-43 

t.«37.025 

530.7:^« 

S3ti.542 

614.715 

l.6U.(fi7 

IMAAUa 

2311.988 

Ö7 1.497 

-171 ;i--(! 



Summe 1883 . 

1882. . 

IB81 . . 

1880. . 

OnrcliBabBlU daa HainiiuflnaianK 

1676-1879 



; 24,006.5 19 



1-Ä8 
1-78 
1-99 
1-34 
151 
llli 
0-93 
176 
130 
1-08 
MS 
048 
0-81 
0-50 



Ifö 
107 
107 
110 

I-IÄ 



tieaaumt- 
firUia 



per Rofif 

der Be- 

. vfilkanmc 



Verltanrc- 
pnr Kilo 



4.099.1571 

1.470.044! 

341.648' 

1 ,756.07^! 

672.971; 

998.093' 
t,27(>.M7| 
7.6»»6.079' 
a,430-476! 

713.191 
6.1*?0.611 

852.168 

SW-llÜ 



Bilden 

1-71 
I«2 
2<M 
14» 
157 
1-18 
1-61 
I-JIO 
1'35 
1-lÄ 
135 
0«5 
1^ 
0-54 



28. 1 14 l:m 
27.y03A58 
27.:i56685 
*7.304.554 

26,060.532 



i-SS 
1-S4 

1-17 



1-38 1H 



1-38 

i-oe 

1-04 

107 
104 
106 
1-54 

0-79 
1-04 
IHB 
1*06 
l-Vß 
1-79 
li« 
TW 



h 



In doB AlpenUnderv Salzbanc. Ol)«r-Owl«miob, Tjr«1, Vonrlbcrf; ai^ 
wird aoBiit noeb der larwt« Kanclitabak consnogiErt, die cninKrt« Ueiig« pi 
eatfUlt aar Gaüxien und Dalaaii»; «ndera KealalUi siob der CooiamtioaitJI 
giamm, walobar in OaUticB und in dnr Itukowinn nch btdtiiitend 
ftbrlgan SiAulAadarn, der doruclbai sennchten theuerana Tabak-Surtan^ 

V«rKlei<i> naa üieelusalnen Jalirc mltuiuander, ao bei>baob| 
aUtlgD AbnabaM In dor Qaoatität aaf den Kopf der ItoT&lka 
das Vcmdileiaaes, andereneita cina stetige Zciualime den 
die £r1iUaDg d«i Varkanfiprelses : denn wUireod im JatiraJ 
Ranilitabak oodi 97 kr kastele. Blies <lerH>b>? loi Ji 



Hitth«Qong«ii und UiBceUen. 



205 



Dor BnittD-Ertra; fiir die fiHber angeraiirteit Tkbak- nnd Cigarran-Qaanti täten 
e^>b Im EiüEelnen und im Ganzeo folgende Summen in Uillionea Galilen: 



Im aUgemeiaen Verkaufe 



J Kk r 



!ia83. . . .1 
iissa. . . .1 

1881. . . . 

X880. . . -i 

Ihirdiachiiitt i 

d. Qüinqnen- 

Dinns 1875 

biil879. . 



Sdutnpf- 
Ubak 



3-8 
41J 
3-9 
40 



4-1 



Baacta- 
Ubak 



27-5 
27-3 
26-7 
2t>-8 



2-I-6 



l'igarren 

und 
C tKuratteii 



35-5 
33-6 
307 
28-8 



27ti 



Ziuammen 



66-8 
649 
613 
596 



56-3 



Im SpecUlltäten-Ternchlelas« 



06 
05 
05 
0-5 



0-5 



1-ti 
15 
1-5 
1-4 



1-2 



a-2 

:iO 
20 
1"J 



1-7 



Vergleicht maa das Jahr 1883 mit dem Dorcbsclinitte des QuinqnenniomB 1875 
bia 1879, EO erKÜit sich im allgemeiDen Verkaufe eine Zunahme des Brutto- Ertrages von 
105 MillioDeD Golden oder I5'7 Perceoten nnd im Specialitateu-Verachleisse eine solcbe von 
500.000 Golden oJer 22-7 Percenten. Da jedoch im aUgemeioen Verschleiase der Schnupf- 
tabak durch seinen Mioderertrag eine Eiobaaae von 300.000 Gulden Dachweiset, der Bauch- 
tabak nur einen Mehrertrag von 2*9 Millionen Gulden oder 10*5 Percenten enielte, ao eot- 
fUlt die grSssle Einnahme auf die Cigarren nnd Cigaretten im Betrage von 79 Millionen 
Gslden oder 223 Percenten ; im Specialititen-Verschleisse kommt der nicht sehr hohe Hehr- 
•rtrag bei Vergleicbnng obgenaanter Jahre allen Tabakfabrikaten zu Gute. 

lo. Oesamnit-VerKhleisa. 

Zieht man den Gesammt-VerachleiBS mit dir Gesammt-Bevölkernng in Ver- 
gleich, BO betrag der durcbscbnittliche Jahres-Verschlei«s aller Tabake and der hierfür 
cnidte Erlös; 



L K n de r 



Jahres- 
Verecbleiia 



per Kopf 

der Ee- 

Tölkernng 



K ilogtamm 



Hleder-OeaterrBicb . 
Ober- Oeater reich . . 

Salibnig 

Steiermark .... 

Kinton 

Krain 

KflatonUnd .... 
Tirol und Vorarlberg 

BShmen 

Kthren 

SeUeaion 

Oalizlen 

Bukowina 

Dalmatian 



4.993.168 

1,611.014 

394.811 

2,039439 

646.150 

645.514 

1,028.282 

2,100.521 

9,855.423 

2,957.873 

875.036 

3.862.617 

497.795 

300.806 



208 
211 
a-38 
1-67 
1-83 
133 
196 
2-29 
175 
1-36 
1-53 
0-63 
0-85 
061 



Summe 1883 . . 

1882 . . 

1881 . . 

]88u . 

Dnrdischnitt des QninquenDinms 

1875-1879 



31,808 449 
31,839.064 
31,192.405 
31 .786.754 



141 
1-43 

Hl 
IM 3 



(1,174.893 1-46 



Geeammt- 
Erläa 



l>er Kopf I Verkanfa- 

der Be- ! preis per 

v&lkerung jKilogramm ', 



Q 



1 d a n 



17.801.082 

2,765.148 

688.089 

3,950.712 

1.120.023 

1,092.341. 

2.49a340 

2.970.755 

18,793.260 

5.877.710 

1,781.412 

8,192.575 

937.690 

530465 



7-43 
361 
415 
3-22 
3-18 
2-25 
3-78 
3-25 
3-34 
271 
312 
1-35 
UV) 
1-08 



3-57 
171 
1-74 
1^4 
173 
1-69 
2-43 
141 
1-90 
1-9!* 
2-03 
*2-|2 
1-8*) 
1-76 



b8,999.602 
66,939.201 
63,240.041 
61,527.603 



3-IJ7 
3f>J 
285 
2 78 



58,014.7:9 271 



2 17 
2-l'i 

191 

1=- 



Fasit man zuerst die einzelnen Länder iu'sAog«, ao comfumieren duich a"- .'k:.-; 
Undnrch mit Bncksicht anf die Beirobnenahl derselben die Länder SalK^iorg, Tir ! 
OMterreich und Nieder- Oesterreich — Ivtiteres wegen der Bwidenutadt Witso — d'r f- >>'- 
Mengen Tabak, während die Bokowina, Galizien nnd Dalmatien weit onler der D=r. i~ :: > 
tUtti iteben. Was den Gesammt-Erlüa betri^, to entfiUt die hAcfaat« OeUh:: -i ti --- 
Kopf der BevdlkernnginNieder-Oesterreich, da hier wagaiderBaaidenasUJt Wi>= -,: -.i-yr^t 
Tabak gekanft wird. Diesem Lande achliessen sich loch du Kistenland, Bob-t- "~ i^-^:- 



»>6 



]Ut(Mlwi«ca nnd Mbc«)l«ii. 



■ark an, da, wja in V*Tfcmaf«pr«li p»r Kilo ■«ehmber, auch dart itamr» Ttbukmt 
gflrsnrlit «pr<]«ii. 

Di« Muetoen Jabf* mit elBkiidar VMglidMn, ulgt elilf^ Dftm«1titiiK. du« d«r 
ß tss m ait- Verseil I ei fM grM»a S«1iirwiknD|;i\o uolcrlivcl an4 ini J*liro 18%! mocii b^h-'irn 
Kluiil »innkhiii; ii«]it mis die Oe*ani>it-if«ri>lk>rrcius bicss in Oalrkclif, >« ■telltaiC'U fiir •]■-> 
Jahr 18^. mit d«r Datclisicliiultaaalil des UainqoenaFui»» vprslitiliia. eine Abnahnifl de« Go»acaeit- 
V'ii'i.-hUisvrx von 0*05 Eilegraatai [ler Kvpf der Bav4Ik«ruDB "^«f *oa 3'4 fero«i><«a beinii? 
Jadvra gntaltet «ich der QeaaUBt-GrlAii, der «ine von Jahr nii Juhr bObere äauBQ nach- 
«citot uul diu beides crwi^leo Jahm Tetxl'cbea ein« UchruiiiiuJina van 10,964.823 Galdaa 
odar 16 PoroeatcB cnichtllch Maokl, c[ao Hehre In nah ae, die vuraUglioli am ilea srhohten 
(SsatTHi- and Clgartlton-TeraclileitiHi! emelt ward«. 



II. Export -VarBctaUiaa, 

y/fna von Ei|mrt da* Tatukit hier die Bede, lo iil eben uar jeaef aas dM cia- 
lelltaaaladten LAndeni goraniot und nm Jedem II iiotcnilJindii lernt vorzati^ageii, »i aar kc 
vrwabDt, dai« der Tatiik-Rxiiert von 0»lFrrelcli-IIa(»iti alch jiliilkb kiif 7aOO.) 
80.000 netriBche Centner im Wertlin voa SbU!>',<, MillioBeoUnlden sielli. BerfickxivUi^ m 
nar Jen Ki[>ori ilen Tabak« naeli den Auawetuo deröeterr. TabaK-Ba^e DadKU^eldi d'^ii Werili 
dieaeit Kxficri-Anikels, «o crgilil lieh falcende Zannmenslelloa^. Der Kxporl von Tal>uk ai 
dM im UeliEii^rathit vertfL-IcErn Koiui-r ' .L''ir-[i i<di| Undera betrug- 



Jahr 



1883 , 

1832 . . . 
1881 . . 

1880 .. - 

DnKhseliaiU d«8 (join^nan- 
Uta«.« 1675-1870 . . . - 



du*fubr van 

nuk In 

iMCrlaeben 

CeniBBr» 



BzICe In Oalden fKr 



Talak- 

Kabriket« 



Taliak-Btitter 
aDd AtinU« 



I&Ü5-23 
I17849 



831.65« 

252. »19 
156.S50 



192355 

7l7.a.W 

ft74.y72 

4S.&&5 

29.010 




dan 
Tatefc-Kxpaitil 



17*»)60 



Obifn Znsaiii tDfU stell DU e leUri aiii. data, m \i«lv*n\>Tr>cwaii die Kiiiorl-Vcrfcait- 
nlsM aicb für die Jahr« 1^81 nod 1882 g^srelll haliao. ilw Ei|t()rl im Jahre 18'^J eieeu 
IxdeDlendeu RAcknchlag erliit^n bst. d>nn d^r V'<n-kanf im Aitalande aa raliakfabrikalcn 
tieg (die Jahre \H.i »it 1*82 Tergückeni nn 35.yü7 Gulden oder 138 Pweents Jiaar 
voa Tabakblatlera nnd MIalten om 624.878 tialden udor nni 79*2 Pereirnte inrork. 
*« daaa der geauaBto Tabak -Eipirl «in« Kinbn«» von 6607.S5 Golden oder von 57'.) Fercenien 
erleidet. Etp« AaHiliirn&g über die lirdnde dioae« pl&txllchen cnonnea Amrfnlle« lln];i 
aicbt vor. 

18. PiatacieDe Ernebni»«. 

iJchlicMlich otnbtiKl gai nocli, dlo fiiiauulellen Br^etinlCM dos TabakKcfUlw nAbcr 
aa beleuchtOD. Die BiDnabmen Kerfallen la Jene vom Verschleim« Im Inland« nnd in jene 
d>r Tal>aker7eutaBffl-A«ni»r inclusive dei Venclileiaaea In Äoalande. In Jahre I8ä3 b 
trugen die BinDahmen für den T^rBChleiss In InUade t)!).040.n'6n Saiden. fUr Fabrik atcii-Ab([k1 
an die kÜnJiElirk iiii£anxrbeIt*cü-Sl' 121 Qulden, farFatirlkat«D-Abeabo aa die ix<:apie 
Länder 103.(^71 Guldnn, Ut Export 41fi{)|0 Oolden, f&r Licen&^babren 192.101 da 
(üT Uieüi- Dad Pacblsin»' I OÜft Gntdca, fnr EraiM aller Art 5I.S67 Gulden and fdi 
schieden« Bj-inahnen 943.795 Gnldm, XBaauBeo 70.97!).ß:iS Gnlden. 

Die Auagaben aerfalUn in anlchc fDr du AdminiaUatioa. fAr Hrsamtnost» nnd 
AnicIininutit^Kosi*!;, filr Ken bauten d«rSn«nfiin;i- oder Versohleiulmtar nnd fOrVerühleiu- 
■ulkfCD. tu Jabre 1SS3 boIntgtQ dia Aaagaban Tdr BetQpi der Beamten nnd FaDctionlra 
511.724 Gilden. fDr Bexti^n der Dianer 54.106 Galden, fBr B«labnnnc<n und AnihUfttn 
7.60a Ooldea. fBr Mietbxiuer i:j.iS9 Galden. fUr Bsise- nad UebrnnledlaoitakOMen 31.826 
Golden, für Getilnde-tCrbaltnns lO*J.08d Golden, rtir Kaualoi-Rvtileu 27-558 Üaldeo. fbr 
SiinRoges and Aci]uivaii.'nle 7.305 Gnldon. für Tabak-Hatrrial.Ankaaf ll:,21^062 Gntdeii 
rar Fibrihat'ouk«*t«n nnd Aibeitalöhno 5,766-291 (tDlden, (llr Verpfiegakoaten der Kranken 
."118 Golden. fUr FraebikMten 1.219.601 Onlden. fdr Ncnbanien 142.443 Gnlden, f&r ver- 
Mbjedene Aasgaben 11.779 Golden, für Gerolte- Rückfällen 85-527 Gnlden, flir VerMbleli»- 
ProTiiionet 798423 Gnidva and fflr lalündcr-PabTikat« an» CoKam 4,841 fl., sasnoiKeo 
25,<)34.350 Oelden, worana eicti necb AbsoK der Aoefn^lxia von den Eionabneii ein G«U- 
Sobaraagt-CeberrohaM von 45.M5J285 Galdtn or|ibt, und TukI man sa dieaoa aeoli di« 



jene 
rei^^l 



HitUieiliiiigeD nnd HiBcellen. 



207 



■Bohgaviaseii« Znnahma der Activ« an Vorntban etc. fainsD, so Btsllt eich für du Tftbak* 
SsAll p«r 1883 ein BeinertraK von 47,542.743 Gulden hirraii'. 

Ziehen wir aacfa för die« Zahlen ei ae Vergleicbnog mit deDein»lnen Jahren and 
»t der DarcliBchDittssahl des Qainqaenniumü 187ä — 187!^*, so erfaaKen wir folgendes Ge- 
miatbild der GebaranK dei Taba k -Gefall es : 



üeber 



Ziinabiie : Ahnibrnn 



Jahr 



lIEionalimeo AuBBabeu bcIidbs 



der Actlva 



. Koinertrig 



Q o 1 d e n 



I : I 

1883 ;70.979.635'25.034.350 45,945.2851 

1882 69,282.32123,851.639 45.430.682 

1881 65,176-731 83.588.115 41,58S.6l6 

1880 62.844.00520.985.13841,858.867 

DurchflGhnilt des Qnin- 

qnenniums 1875—79 59, 16:^.765 22.30S.213 36.R60.552 



1.597 458i - ,47.542.743| 

— ; 530.664 44.895.018' 
l,793.e70: - .43.382-286 

— 373.233 4 1,485.6;14 

— 531.98-i36,3-.i85-i6 



Das Tabakgefal) wirft somit in den im Sviuhsrathe vertretenen KÜDigreichen nnd 
Lindani ein von Jahr su Jahr sich steigernden BeinertrAgnias ab, welches im Jahre 188i'} 
BKCh der erhöhten Einnahme im inläDdischen Vurscbleisse wobl seine 50 Millionen er- 
rsicht hätte, wenn nicht der so bedentende Änsfall im Tabak- Sipo rte eingetreten wäre. 
Torsleicht man das Jabres-ErtragniBB fdr den Staat mit der Gesammt-Bevölkerang, so wurde 
bviwillig dem Staate für den Kopf der Bevölkerung eine Steuer geleistet im Jahre 1880 
▼OB 1 fl. 89 kr., im Jahre 1881 von 1 B. 95 ki., im Jabre 1882 von 2 fl. 1 kr. und im 
Jahre 1883 eine solche von 2 &. 16 kr. Bratattevii: 



Die Bebiudebfände uid Higslschiden Oesterrelchs In Jahre 1883. 

Der für das Jahr l!^83 von den Gemeindeämtern Oesterreichs nachgewiesene 
Oabtndebraud- and Hagelschaden war zasemmengenommeD wieder ein bedentender, 
indam derselbe anter den zwölf Jahren 1872— 18B3, vom geringsten zum höchaten Jabres- 
Bchadaa gereiht, mit 30'6 Millionen Oulden die nennte Stelle einnimmt and sich über 
dem Scbadendarchscbnitte dieser zwdU Jahre von ^8'8 Millionen Gniden nm 18 Millionen 
Salden oder am 5'88 Percente erhebt, nnd zwar rangiert das Jahr 1883 bezüglich der G e- 
btadebrandscbiden mit 16*0 Millionen Gntden an fh nfter Stelle also unter dem 
Dnrchachiutte von 17'8 Millionen, bezüglich der Hagelschäden mit I4'l Millionen Golden 
abn an zehnter Stelle, also hoch tlber dem Jahresdarchschnitte von 10'9 Millionen Gntden, 
WM au folgender Debersicht hervorgeht: 

Gebände- n..«,i >»„ Gebinde- j,.„., Za- 

at ^^'^ «-^sv^ ,g^ ^^^ rn 

in Qtilden ö. W, „ ^'" Percenten der 

SchadBDiDmme aller Jahr« 

IffJi 18,170.367 8,557.181 26,727.548 8-49 6-52 774 

1873 20,859.899 6,414.068 27,273-967 975 489 7S0 

1874 22,046.742 8,74;äJa75 3ii.789.017 10-30 6-66 8-92 

1875 15,975.660 11,666.982 27.642.642 7-47 889 81« 

1876 17,610.135 5,017.020 22,627.155 823 382 6-55 

1877 18,972.856 10,792.875 29,765.731 8-87 8-22 862 

18TO 15,592.714 5,122.994 20,715-708 7-29 390 600 

1879 13,978.940 9,663.892 23,642.832 6-53 736 685 

1880 18,434.732 24,249.992 42,684724 861 18-47 1236 

1881 16.241.190 11,795.896 28,037.086 759 898 813 

1882 19,692.833 15,122.122 34,715.005 916 1152 10-05 

1883 ■ 16,509.710 14. 135.490 30,645.200 77 1 1077 8-88 

1872-1883 :il3,985.828 131,280.787 34ä.26b.B15l ™.,^ ,„,^ ,^,,^ 

Jahr««-Dnrohschnitt . . 17,832.152 10,940066 28,772.:il8] ^^^ ^^'^^ 1^"" 
la urteilten der Schaden- 

BiimBe beider Ursachen 6]-98 3802 10000 

Demnach entfallen von der Gesammt Schadensumme aller Jahre auf die Fener- 
■Akden nahean zwei Drittel, anf die Hagelschäden atwas ober ein Drittel ; daas aber die 
Taaanehldn grösser als die Hagelschäden sind, gilt nnr för Oeaterreich im AUgeneinen, 



206 



HitüwnnorvD md HfatcAlUii. 



nark so, ■!», vi« ilur VvrkiafKprvifl pvr Riln naeh ««»•(, isdi tlorl tawra TKb>k:MrUa_ 
pnuchl wrdvn. 

DU oiBxpInni J*br« mit finvndvr vtrflickra. i«iKt obtp Darftnltnnf, 4mb 
GüNtBat-VprieU^iiu tro*"*« Scbwankancra «iilnrlirgt and in Jahr« iSSÜ »oinan hKcfaKt 
SUnd cinniiliim; si«hl niRn di« GeuBinit-ßfl*<>Ilti'riinp: Lirsii lu Bttrubl, *o «ti^Jlt ilr.Ii rrir 
Jk)>r 19°3. n>it ^«r DnrolittiinitUxiikl d«* UjitniiaDnD'tiiu« v*f^icli«i, ein« Atuuliiiie dt* tinksil 
VcrncliIcikM» von fj''*5 Kili'piaani |>i>r KuiirdtT Bav6lkamaK o>liir von 3'4 I'«rretilao h*ni4 
Anilrff fTcKtullut sitli der Uei>ft»iiit-iii'lu», der «li*^ ron Jahr iQ Jahi bök*» SanxDit 
wcJMl aa<l dir l>«idoa erwilbnten Jakiv vcrKÜubm «ine McbrviBDBknc t«d 10,9&4.833 GnHn 
«ilcT 16 PeicealMi «rüoklLiob macht, da« Hchmtniiahnii), di« roraäcHek ana dem «rh&hun 
Cicamu- aad ISguottm-YrrachlciM« orxicU wurde. 



It. Export- VftrMhlciB*. 

Wenn roD Eifiort ile« Tabaks hier dir Rodr, ko ist ehea aar jener «na den 
lKitku(sch»n bftndera (:«m«iat uail um j<?deiD Uit^veP'tiLndaMiiR vnr]»ib>nK«B. Mi 
«rvjibiit. daaa an Tabsk-Eiiioil von OücIerrficb-tluEara «icb jabrlii;ti auf 7<>( 
80.000 meirische C»iilD«r im Wenlie vo^i Ti bi» 5',', UillionHoOiililRii »Ulli. Ueriiekiicbt 
aar dtn ExpoR dca Tabak* naub den Ausi>»iMin >liTl>!(Vi^rr. Tal>aK-H«glc imd Ettgl«ioli<UD^ 
d(ee«a ExiKirt-ARikels, m erclbl aiub folg4ii>I« 7.0 xamianDit;»! lauf. Der KzpoK von Ti 
den [m Reicb^mh« vnrireleDeti E(iDignidl6B und LiBdarn hatnig: 



Ja b r 



1883 . . . . . 

)8S8 - . . - - 

1881 - 

im» 

IhirehRcbnilt da* QBlaqiieB> 
DiBM 18T&-ie79 . - 



AaaAiliT tOB 
Tabak Ib 

m«t(iMbca 
CnBinam 



KrUa in Galden Ar 



IKa-23 
H2M98 

2.U1 72 



Tabak- 
Fabrikat« 



224 550 

l»ä<JÖ3 
2ä2.»19 

1&6.650 



Tabak-Blkttei 



192 355 

574.071; 
4a.655 



den 

natmnua 

TabiüiEipBttl 



416.dll 

977.690 
7ti8.ü:(S 
1^96.474 

178.600 



(Ibigc itaiaaimunilvlliitis labrl nut, dasd. ao v toi versprechen il iiv P.i|«)n-Vai 
uiBK« Bkh fBr die Jahre 1(-81 und l^SU sttivUl batiitn. der Sxport im Jalire 13S:-| >i 
hedeolnadeB Raekachla); erlilUn bat. doon der Vorkanf im Auslände an TabakCabrikai 
ring (üie Jahn IfSA mit Ih&i vurglicheo) nm 3&.907 Gulden oder Bt< Pervontt jM 
*un Talwkbltttera nnd AbfUlea nn .%24.B78 Golden mler iini TAX fnrcrDL« anrUdc,' 
Bo daia der gosamBle Tabak-Eipott einu Kiebnaa« von 560. 7^ Ooldsn od«r von 57 '3 PerCBBian 
erlaidet. Bin« AafUknBg über di« Grbnd« (]l*swi piOtslicbou on<inn«ii AiufaU«« I' 
Bioht vor. 



la. Financlell* Brg^abiÜBSC. 



8«)ilie«BtHb erübrist an« noch, die ÜnancicUsa Erseboiase dea Taba)tg«iU]M bW 
SB beleBoblea, Die Einnahmin »rfallen in jene voni Vcrichlcittg im InLande uud in jea« 
der TabakenwuKua|i»-A»mt(ir inoltMir« den YorncUleiaxcx im Ait»land«. Int Jahr« 1 
Iru^u dia Biunaiinea für dfu Vrrnoblv'Ks la InUad« 69.049.065 Gutdcii, Tür Fabrikaten 
an die höniclieb uuearisrhv R-^ein ;^1T L21 (ialden. fArFabrikaton-Abcabe aa die OC' 
Uadcr 10.^,071 Ouldeu. für Ei|>orl 4lljt(i0 r.aUou. fdr Ucmscebbbron 1(12.101. 
iar Mletb- snd Pathtxlo>e l(X& Gulden, för Eriaiui aller Art 51.567 Golden und 
BCbiedene Eitiaabnen 943.795 Onldea. aoMniaieB 70,979.635 fluiden. 

Ilie Anafrabeu aerralUa iu solche ttr die AdaiinitlnLlaB, für Fnrntranca' 
AHchaffnoenKiwe:-, fir Henbaalen dar Bni«iigung>- oder ^'enchlaiislaitar <n 
ansUfieo. Im Jabre 1683 belrngen die Antsabep (Or Beztire der Bern 
M1.7S'I Ooldsn, für BezUit« der Diener Sj.lClG Gnlden. für h'lobn 
7605 Onldm, for Hietlislnte lt. 139 Galdeo. for Beise- nnd Uri>L>re 
OnldcB. Ihr GebMade-Krhiltnaii 109.069 Gntdea, für Kaaelei-K 
StifIcBcea nnd Aeqaivalente 7305 Gnlden, Kr Tabak-M atonal 
für F&brtkat'oaskoaUB and Arbeiialbbne .'i,766.:f!*l Gnldan. fär 
318 Gntden. Kr Fncbthoalan 1.3)9.601 Onlden. Tar Xcabaai 
whwdoae AnBgafaon ll.77'J Gnldea. fUr Gefalls-Ita<; kgab^n 
ProvIatBBen 796.423 Gulden nad (ttr Inluder-Fabrikate 
!f&,fl34.350 Golden, woraus eieh narb Absag der Ana 
«•iarooiia-nebereelieM tod 45,[l'lS.S3S Gulden ergibt, 



] 



Hittheilnngen und UiaceUen. 



209 



bMdU]gt«B Oebäadfl nni fibn deren Bedach nngsut, sowie Aber die Aauhl der davon 
▼enieherten Geb&nde länderweiee folgen: 



Linder 

nnd 
Gruppen 



Anzahl der BrandAlle 
g I Dreichen 

H ■ 



Anuhl der beecbädlcton Gebinde 



Donanlinder: 
NiederOesterreich . . 
Ober-OesU rreich 

Alpesläuder: 

SaUbnrg 

Steiermark .... 

Kärnten 

Krain 

Tirol nnd Vorarlberg 



620 43 ; iOI 27 
206 25 25 27 



31 1 

451 47 

150 15 

1Ü7 7 

159 9 



Sndetenländer: 

BSbmen 1.687 110 

Uibren 755 79 

Schienen 156 16 

Earpathenländer: 

Galiiian 1.549 237 

Bmkowina 74 9 



KflatenlKader: 
Oat.-Ul7r. Küstenland 
Dalnatieo 

Sammarinm: 
Dosanlindcr .... 
Alpen Untier . . 
Sodetanländer . . 
Karpathenlän der 
Kflatanländer . . 



163 
98 



13 
53 



San 

918 
2.593 
1.623 

261 



6B 

79 

205 

;i46 

71 



8 
63 
18 

4H 



liö 
8U 
It) 



335 
17 



63 



126 
191 
216 
352 
70 



22 
43 298 



2 

10 

4 



111 
22 

11 



89 
1 



115 
61 
93 



1.316 
574 
113 



888 
47 



86 
33 



4 



449 
129 



Sedacbnopart 



w\l 









947 404 348 188 ! 7 876 
385 214 158 13 - 361 



47 — 47 — 

thlO 4^H 128 54 

304 51 243 10 

474 433 18 'Zi 



354 



9 271 71 



2.fW5 1.347 1.209 

1.648 l.OliS 462 

•ii9- 99 115 



4.484 3.697 i 
87 23: 



774 
63 



^99 
1 



10 
1 



54 578 

59 589 

144 : 2.033 

901 935 

1 119 



199 55 1 142 
128 105, — 15 



1.332 Ö18 5Ü6 ZOl 
1.809 939 7Ö7 158 
4.7622.5111.786: 385 ; 
4.ö7i;3.720 837] U j 
327 160 1 157 



30 
36 
14 



33' 
446' 
263; 

i;78i 

246 



2.475 

1.293; 

154' 



U15 
12 



7 
5 
80 
3 
9 



4f 
4 



1.237 
1.271 
3.922 
1.3^7 
52 



Oeeterreich . 6.226 669 955 34« 4254 la.SUl 7.943 3.837 91a ; 1U4 7.809; 



Wilirend der Fenerschaden des Jahres 1883 nnter den zwölf Jahren 187^—1883 
TOo Biederet in hOcbat gereiht, den fünften Hang einnimmt, stellt sich die Anzahl der 
Brände in die zehnte Reihe, ein Beweis, dass Böswilligkeit nnd FabrlMsigkeit sich nn- 
BorUich verninderten; die Brandfilte durch Blitzschläge erreichten aber im Jahre 1883 
•inaHBhe, die die Blituchlagbrände jtides der voransgegangenea Jahre nm ein Bedentendes 
tbarragen, indem vor 1883 die höchste Zahl der Blitzschläge 250 erreichte, im Jahre 1883 
aber 348 betrag, nnd zwar waren die Blitzscblige in Böhmen, Galizien, Steiermark nnd 
ia Ober-Oesterrtich am zahlreichsten. Die Zahl der nnbekannt gebliebenen Brand iirsa che n 
bUeb leider noch im Jahre 1883 noch immer eise sehr hohe, wag an f eine nicht genng ee er- 
lösche Brhebnng der Brandnrsachnn seitens vieler Gemeindeorgane achliessen lässt. Wollte 
MBB nach dem Terhältniss der wegen Br»T]dt>^gnng no'l Fahrlässigkeit bekannt geworJeneti 
Brnsdanachen die Zahl der onbekannt gebliebeneu Brandfälle benrtheilen, so dnrften auch 
TOB den 4'2S4 unbekannten Brandnrsachen zwei Pttnftel anf Brandlegnng und drei Fünftel 
■ilf Pabrliaslgkeit bemhen. 

Was die beschädigten Gebäude betrifft, so ist zu constatieren, dass deren Anzahl 
BBter den zwölf Jahren, von niederst zu höchst gereiht , die vierte Stelle einnimmt , also 
■ich relativ gBustiger gestaliete als der Brandschaden, indem im Jahre 1883 unter allen zwölf 
Jahren zwar die geringste Zahl mit Stroh gedeckter Häuser abbrannte, also die erste Stalle 
aioDobMeB, während die mit Holz gedeckten Hänser anf der vierten and die Bit Ziegeln 
gadecktea Häuser aber anf der neunten Stelle stehen. 

Di« Aniabl der versicherten Gebände beträgt in Percenten aller beschädigten 
Gabinde 61 Percente gegen 53 Percente im Vorjahre nnd 61 Perceute im Jahre 1881. 



210 



Hittlieiliiiigeii nsd KUcollon. 



la Betreff der Hafelwattsr sei nnr noch die Annhl der Hkgflltagi dM JakrM 1883 
nacb aisBel Den Monaten nnd Ländern, dann die behagelte Flfcche der Aecker, WieaaD, Obtw 
nod WeingiitoD, ebenfalls nach Ländern dargestellt, erwähnt: 





Amalil d«r Bageltage 


sau 


" 


Lind -BT nnd Gruppen 


i 1 

i 


< 


ol 

3 


1 


7i 


1 

M 


J 
"1 


S 

9 


e 
a 




1 

Donanläadsr: 










1 












Ober-OoBt«rreicI) 







1 

1 


a 
s 


6 
6 


4 
1 


3 
l 


— ^ 


15 


35.630 
7.694 




Alpon länd e-r: 


























— 




3 

1 

8 


2 

10 

1 

z 

4 


2 

10 

'6 

6 

U 


6 
3 
3 
7 


3 

1 
3 


— 


6 
30 

7 
13 
27 


J.997 
28.927 

4.94S 
13.165 
51.758 








Tirol and Vorarlfaer; ..... 




Sude tenländer; 


























1 




7 

5 


13 
14 

2 


17 

Jl 

1 


9 
S 

1 


9 
l 


— 


55 

36 

5 


130.5M 

15.353 

570 




Mähren 




Karpathenlikniler; 






— 


i 


12 


26 
7 


26 

9 


21 

6 


6 

2 


1 


93 


212.»7I> 






21 5.56? 




KBst entänd Qr: 


1 






OeA'Urr.-Ulyriscliea Eösienland . 


1 


il 


3 


8 
6 


la 

2 


4 

6 


4 

2 


— 


31 

20 


21.456 
20.990 




Summ ario la: 
























Alpanländer 

OcBtarreioh . . . 


1 
1 


1 
1 


1 
6 

11 

12 

5 


12 
U 
Hl 

27 
11 


9 
19 

2U 
26 
13 


4 

11 

U 
23 

9' 


4 
4 
8 
6 
6 


1 


30 
54 
73 

98 
4fi 


43.3 U 
1 00.79 S 
146.617 
218.442 

42.445 




2 


1 


U 


ai> 


bu 


^8 


2t> 


1 


134 


SM.öxa 





Die Anxahl der Hageltage vom Jahre 1883 käme jener des zwölQUirigen Durck- 
Bchnittei Ton 1872—1883 (130 HagelUge) sehr nahe, was anch fär die einHinen Monat«, 
mit Ausnahme vom März, April und September, zutrifft, jedoch Abeixogen die Hagelwetter 
im Jafaie 1883 gegenüber dem zwöIQfchrigen Dnrchachnitte namhaft grösaere CaltarUchan, 
indem das bebagelte FlächenaaBmaas obgenanoter Cnltnren anter den awQlf Jahren 1872 
bis 1883 gleich nach dem Jahre 1880 von 572 Percenten den zweithöchsten Rang mit 
3'85 PercBDten der rorbenaunten Caltarflichen einnimmt; jedoch war der relative Schaden 
nicht so gross , ala jener vom Jahre 1680 (29'6 Gntden per Hektar), iadem der Schftd«o 
vom Jahre 1683 per Hektar 25'6 Onldsn betrag, also eelbst unter dem KwSlQihrigen 
DarchBchnitle von 27 Gulden per Hektar stand. 

Für Oberösterroich bewährte sich anch im Jahre 1883 die schon seit dam Jnkra 
1872 beobachtete Eigenthftmlichkeit , daas dort die veihältnissuässig meisten Blitibr&nde, 
dafür aber nnr geringe nagelscbäden vorkommen -, Galiaieu hatte aber, fOr sich bstrschtct, 
»eit 1872 im Jahre 1683 nicht nur die zahlreichsten Blitzbrände, sondern anch die grOsat« 
behagelte Cnlturfläche nnd den grOaaten Hagelschaden aaftnweiseo. Kraft, 



)liiili*1liiDg«a und MUmIIul 



211 



OMlerreloh-UiiBEru Auuwluiiilel In labre I8S4. 

Die fArHcgenden provb*i)iclira AMnls* llivr dl» Mengn d'r Im Jwkn IdSi 
in 4M4atenBlcUMk-nMCuiM-beZaUjcebiet «In- nsd •■■ dfnvm OvblcteaitgefahTleii IfMrea, 
«cteW i»m mit dm Aiulaodc ond oüt den SolltumchlBaMii Trieit nod Plane cspSo^neB 
GfttrnsiUnMk Bar Anicliaiiua; briiiKn. Unfcni flnei btredlcn Covnifiitir mr Lica de« 
WKAKD-Kuktaa nnil bu «iaielnen ÜcIkUs tretti dfo Witknneen dra ZoIluriTes vtn 
Sa. IUI 1682 in mtit prtKnulcTer W»1m harvor, al« iIIm in Jahre 1883 d«r Ttil vu. 
l>a da» l{«niDhaug dw Wer<h«B der «in- an') aasctMirtM Vaarra «nt aaeh 
d«r ilarcli dl» L. k. PetBUiMHhCoainUflloii Hr dl» llHn<lil8w*rlb« »i [ifl«KmdeB Brlubiiait 
der WertliviuhelUn TorgaMHimeA wfrdva kann, wollva «ir nni in d«n folfvadm Z«11ra dU 
Avlfsli« fftsUcD, die viekl lösten ia das Hwngvn an Tag« iTttamdaa Dif«reDS«ti, »riehe 
•Ml bal dann Tar^telcli mit dea Vorjakr* «i^boa. k>TTomibcb«ii. 

£iuik«krt BimiBi dar Gctrcide-Ex- and Import aaMr4 ADfai«rfc«a«kait in 
Aavpnek. Uagcarhiet d«r befricdifeadan Erau und ditr g*4rdakt«B PralMbtiak dj« Itufnhr 
um l,()74^7ü H*t«rc>ata#r nr««k, wSkr«D<l «I^Ji der Import n» 300-931 ll«t«fcentaflr 
0\H%»ti^. I>*t Hasd*l in i»a «inx»Jn*n wicliti^*ren I'raebtgatiao;^!) hiUnaUrI üeh fftr 
ISS3 iiDd 19S1 is aaclifolg*«''" WeiM. 



^ 


Im J 


Blnrakr 


StraM d«r Aatfahr 
!■ Jalin 


Inlir «ar 41« . 
(■f ) ndst K«tlii 

laes am 


i KM lior KU- 
knafoL; rtfiMMr 




IMS 


I-S4 


IBMS 


IM« 


IHM um 








U » t • r 


■ B 1 n 


e r 




Htftam 


. . 1. «02.041 J 


i.3ii.87y 


2ÄJ8.279 


1.103.687 


+ M4d.23d 


- 20ftl92 


b^PRI 


tM-S&i 


l.*36-WI 


kG6.d:^ 


81.789 


- 417.057 


- i.ia5JM)2 


n«rst'- 


517 3^0 


3öJ8äl 


■i 241.260 


2.7USH 


+ I.72i9«0 


+ 2,3W.743 


tUlt. . 


)«< 


mi 


&Ü.'i75 


»15.302 


+ 832.098 


+ 914.361 


Hafar . 


. -152,'^83 


3S9 600 


QU-20? 


70&&S7 


+ ::£61.dXd 


+ 316^18 


afofat . . 


. . 1.7:^0961 


:i.oy«j,"XW 


7dt).31!« 


338.607 


— 998.645 


- 1.757387 



Die Eiofutir bat io WaUm mi S«rslv ali-, In RtinKn, Uati, Harer nnl >taia 
4ac*K*a ancRnommcD. Elej der An^lir crcolicn akb ia Veixn. Rviocn and Hain nindricnra. 
U <l«rate, Uala oad IlafWr ober gräuute Mraren. Dia m't 1 Jani 1632 lmt'h<rnden Gr- 
ircidcadla [wr 25 und 51) Knnicr konDicn dieEtttnkr dea fntindUndiiicim Oetreidci nicht 
•nfball«8. ZttdciB wird da» Oio» de* laaporü loa Bananlaa, donta Ofrlntide canvaniiuna- 
cna&w ^Ufinbeli genieaat, bcaargt, saht deauacb xollfral IImt naiar« OreaxRn eia. Et 
lu dit» aaa dca folgandan AnaUaaa aa anabaa. 



G«ti*ia*-Klafatir 



l«to 



Dlir«r<tn> 



eana ZaUcauicblanc 
aoDfrat 



1.47I.62.T 
3,S1D0*4 



Uatarc*ntn«r 

2.177,287 + 705u4M 

;-t,4i>4.8u - 4as£\a 



•iagaifMi Anafabr 
dabcr Mehr-Aufuhr 



Za«aMm«ii 



7,551 i)6V 



6.5t« 'J»S 
5.877.598 



- 1. «4.370 



si.'i70.10l 



.(i*5,ä0o 



— i,y74-e«i 



iua d«r Von U«tr«iide «Ird nach dieano ZUTara ein aar adir laiaigea Htaa 
flr d«n letiv-SaldB der lVaar«n- Bitana vor 1^84 mnlllcKii. 

Nabel dar Abnahma d«B Getrcide-Kiparta lit antrh nodi ein Rlcbgaa; in ittr 
AaaTabr an Hakl au 34^ 070 Heter»BUer oder an Tolla 18 PtirecniB ond aa &ad«r«n Uabl- 
pttidaclan an 11-791 lltUroaatn«r odi^r iiia 39 Pemnta tn coBitaiierati, Da xadan aavb 
b«f dM PiMUlnaitn: Oeluat, Holacnfraclile, Kirtoffeln, Eier, Ratt«r, Schafe, Schvein« and 
t(|iasf»rk<i! erbablicli garjniar« ExportmaBKen varaelehaat «ardea, m darit«n i)ia Wartba 
d«r UndwlniuKltatiliehna Pradaata Ar 1884 ta dra ExporDialaa nin« batrackllick ^ria^ar« 
SnauBS MiaxiMB, *i« fkr 1883. 

Eiu AoafaU tob Btlaag trat wetlar« «in fn Biport an ^branataa jjalaligtn 
PlSaaiikctlrn, waraatar naniretlirk dl« cingan>'tien SpiFitn>-Ilf«Bn«r«i«n an laidtit katton, 
daas an ThMi, Blaiglätte, Ziakvaiar, S<b«a[«l*äurii nad OvbcbI. Bei Iclater«« Ajtik«) 
arkUrt aitb dk Akaabm« de« Biporta nad slaicbseiti^ 8t«iKaranc drr Ei&fsbr atu doia 
Cautaadfl, »hü dia Uttadiachoa Wtrke nkbt im Stande wann, den (roaica Oadarf flr 
Uaaababii-, Bttvkca- Bod «ODütiKv Daatco in dcckea. 

Von FabrIkalaB sind aar XaKbinoa, Leineacuae, SUba, Rloobe and PlatUn 
aaa Bisea nad Stahl ab aoldi« «■ aaonn, deren Anafohr sUifk abtenammon hat Dar Bficfc* 
daf Haacbineii-Aaafnhr nn (kal QO.0OO ICabrwataer triSl dia LoooiaotlTan-FabTlken, 



2VJ 



MiUMlBkcei uxt MiaDtlbii. 



WBlok« BOdi 1883 BTttBMn Aaflrti« van AtwUnil« «rlUeltea, In Jihn 1S84 itgttf* 
wclu LttcMiatir« and mehB Itodvr dahin HlnBlur«» b&lUi. 

RMkt b«fri«dif<iad« BaralUt» liatunu Ul« Aiufiilir m Obat^ vdckvn dl« UDip 
Rlkvfrackl n Suiion kamKt, W«tB («ehr fit PraiikralGli), KUa, Hophn. TfthftkbUtl>ra, 
Wr.rkli4lK lumiBaetlieb aiibo*rb«itai«a und kkrw SftgeWAueB), Glu iind Gluv&am (iw> 
bwtoeilcni tifiblj(I»j. Papiar (voroebvUfk PukpftpUr), SUi&BBtxu-ixiUa, W«Dmw«si«b, 
l^nndwtuTao nnd Zint^eln. Am ZncktT •wvitt In i*a iBttten Httiftl«« V^ gnm* Anfokiw 
«ffKiDiert, welche dcD Clunkur v*n KotkvcikaBfrn batt«« ud xs «aHaÜidi riduMf1«a 
I'roUen errDlgUii. Vob iIoi §vtvu St4a«r-Uc«tttntia« •aBE«'^Iutoit Z(iok<>rBMOg*a MtMM 
Ä^t Zocker 



u 



tau 






«itar Cluu 
itritta- CluM 



IlHiitiitloiiB' 1 8 fl. 40 kr. 
Heirag per 9 „ -10 , 



Ml3 
1.ÜS1.334 



II f- 1 a.r « « n t s a r 



1(396 
1.8at8I3 



4S&.781 

l»»fi«0 



Sun 



liivrTAr wnnisn rpKtititsrt OtiMan 









ti,Ii«Mf 



■esoa 



Weitats nfljaam wir «laaa H«wl<to-Artikeb ecJiBk^u, iI^smq Aiufakr cjch an 
■•kr ah UIO PsrcraU geliolwa bat. Ea sind d« dis nidii bcModan Iteuamten Gsritn 
• torr-Eztracl« d«r TarirNDmiutr 113- Von Jicmd vardoa In Jahn 1883 iX-ZV) 
Uncnratner Qail im Jalue 1884 4&.420 HeUTwatatr eiportiart. IHr SeadnBKeii erfotpo 
aaiatl«t >tiii LlptoDJtar tu Oiifam ud butebta In oinaiii ■«« Richcarindr fsvcaaesoa 
LohBabanil, vcichai In Bozlojid |ntt«n Abtats llndet. Wibrcad dir YcxseDdnagaa 
Jährt 188) aiiMchUaBlwh flbar Odtrbars vMgt0a. hibea de in Jahre 1884 i 
den Smwoi; (Bb«r Fimi«} »JagwdJagta. 

Bin« iiHirriMiiiIn Encbaianf in uuerea AnvfuhrliüUa ift aarh der (nn^«ab>> 
lioh gro an ) Espoit voa 47.341 H«tar«nt8«rn PatrolaoiB. «dcbirr waU baupuwblich 
für ilui Zollauwblus Piamp bmUnittt rar and aat d*n uiobirt ii'inm* i^lcfwiea Patmlm« 
Ramaericn »tattfaad. Int Jabr« 1883 b«lnif diaaa Aufabr nur 3.IJ33 HitsrreaUvr Ancb 
ilie Eiefabraii U ineralfilcn valat baM«rk«Uvertb« nattrHrhivde auf. Di» BnhCI- 
EinTahr bob sick In Falg« d<r tnl«aflTaa "RiitiKkait, ««leb« di« genannt« n P«tr6l«m' 
Kamiiiiriiiii mtwlekaU, ron 241.40[ naf gOO.SSI ]fH«irMla*r, j«» an raffint 
Uncbt&l tank dag«g«(i vav 868.169 «nf 751.670 lI«t«r«t(ito<T. Di« A«ndarvo|c dM 
uiiw* d<!rRoh<il«infabr aa jeo«r an {Uffiaal dbrft« in der Fi>l|;« witttrr« EFarttehriU« 
«ttdnteb (lio ZoIlvisBahBiva Blvigred« EiaboH««! orleidvn >«H«n, 1b Jabn IR^ bl>«b 
baa&gtich» AMfall auf :ii!J.l(»2 1. bwdbrtakU Bs barvcha«t ««b säniich dar ZuIIcrtn« 
G«ldEiild«o wjo folgt; 






IMS 



1.0|f».464 + 



ror Bln|E«rnhrU< lt»b«l auf . . 310.796 

, IiBp«rti«rtCfl nfSnhrtw MtarraliH anf . . . . . . 7.7&H.a05 

ZataMin«« . . , . 8.U74.CWII ~W4SJS — 



t;.8H.:i74 - 




Aller BcachtnoK vettb erscbelnen die Purtscbnlio, weiche die Bimtakt 
DirfoTvnxialKoll-Artlkel über auKr*! äMhKfcn ntachl. Sie sind au aiaoa Ta 
der Jnbra 1883 nad 1^^. »I« Belber üi dca folfeuden Dairn mboun vitd. sa ancdcäT 

Ea «anlan eincafAhnt 

bb«g din tfatitana Sranaa *b«r omarr.-wn, Maaiiifta 

im i»M DIS*r«a( tt>i laM DHTv«* 

KalTw . 98.845 80. WO — l'i."?»»' %43.373 '^«66« +33^70 

Oew«nu) . ä373 I.M2 — 830 19,731 -^ m + 1.43& 

Tb» 2.145 1.632 — 313 »39 1.7b~7 + 846 

Eeü nm roIieroD 3.72ti 4 754 — 6.417 4.10:« WO — SSKß 

TkiK »r »tärkeervuKUDK . . 16.291} 9.87» + 1.028 146.131 186.173 + SfljOtt 

Paln- bdJ C<Kx»aas«äI . . . . 66 97^ 67.59» + 619 19.318 41JJ2ä +1^-806 

ÜacMbohn»» 2^1 2JS98 + 237 1.417 17J4 + 317 

Indigo a.637 S.610 — 27 3242 4.108 + 856 

OocbaBllie ■ ■ - - 558 4<H — 153 106 134 4- 26 

äniBBe . . 1V2.6I7 174-035 - 1&A62 43tU71 53^471 + 94.100 



Mittheilnngen und MiHcelleu. 21-H 

Dorcb die Differenzialzöüe KiDd hiernach dem Han<Iel der ä'jterreichisi'h-DDgkriscben 
SeehiftB und iDsbesondeiH jenem Triealii im Jahre I8S4 iieu>-riliiigs erhelilich ET<>s:ierc 
Stengen Jer vorstehendeD. meist hochwerthip-'n Wanren zni;ewa(;bäeii. 

Die Bedentusf und Wirknng der seit Jnoi 18S2 bestebeudeo Zoll nachlasse für 
die mr See, dan beisBt über nationale Häfen erfolgte Einfuhr wird erst klar, wenn mau 
den Toratehenden Ziffern über den im Jahre 1884 snr See erfolgten Import die torrespun- 
dierenden Daten den Jahres 1831 gegen übe re teilt, wie diea im Folgendeii geachteht : 

Menfe der Kinfnbr Ü ber natlonala H.if.'n 

iD Ueteroentn^rn Znoahme 

ISnl loM AbvnlDte in Ferceotea 

Ekffee 87.463 27604:^ It^g-lS') 2lti 

Gewüne 0994 21-160 14.172 202 

Thee 88 1.787 1.699 1.931 

Palm- und CocuonaBüI 13.134 41.526 2S.H92 21>i 

Cacaobohnen 50 1-734 l.t>84 3.348 

Indigo 6.711 4.10rf (— Z.W<I (~ 39) 

CoelenÜl« ■ - ■ - 8 134 12'j 1.575 

Snmme .... 114.448 347-098 2:^2.63U 203 

Die hier enichtliche Abnahme dea tndigo-Tmports beraht anf dem Umstände, weil 
dieser Farbstoff aenealer Zeit nicht mehr in so bedeatenden Quantitäten zur Verwendnng 
kommt, wie noch vor wenigen Jahren. Ueberdius war von der Einfohrmeuge des Jahrea 1S81 
ein Theil aar Dnrcbfalir bestimmt. 

Der Umfang der Einfohr a n Re i e znm Polieren nnd xnr Stärkrfabrikation, wek-he 
erat aeit Wirkiamkeit des Zolltarifes vom 25. Uai 1862 zu begünstigten Zollsätzen statt- 
fladct, ist für 1881 nicht bekannt, daher dieser Artikel in der vorstehenden Tabelle weg* 
bleiben nosste. Dass die Reisochäl-Anst alten nächst Flame im Jahre läSi um 39-042 Meter- 
ccntncr mehr nngeicbälten Rein com Polieren bezogen haben, dürfte als ein Beweis ihres 
Proaperierens betrachtet werden und mag theilweise wenigstens als Erklttrang dienen, waram 
der Import an geschältem Reis um 55.4HtJ Metercentner zarückgegaugen ist. Der Zollertrag 
Tom Artikel Beii hat im Jahre I8S3 448.404 fl. nnd im Jabre IS&4 399.308 fl. betragen, 
demnach eine Einbnsse von 49-096 fl. erliiten- 

Eine neue Erstbeinung im Einfuhr- Aasweise ist der grosse Et ier-Im port. Die 
■ode, bayriscbe Biere zum Congnm der Wohlhabenderen gegen Entriihtung eines Ei ngangs- 
zollea Ton 3 fl. per 100 Kilogramm Sporio nach Oesterreicb und speclell nach Wien zd 
fabren, datiert ans den letzten Monaten de^ Jahres 1833. dessen Bier-Imjiortziffer per 
14-393 Ueiercentner gegen das numitieüare Vurjahr (1^82) eine äteixernng nm 3-146 Meter- 
Cintner aufwies. Weit grüs>ere Dimensioni-n nahm aber die Bier-Einfnhr im Jahre läS4 
U, denn sie stieg auf 3:1.260 Metercenincr. das ist um 131 Perceute und erreicht bereits 
nnliD Percente der bezüglichen Auüfiihr, welche nur unmerkliche Fortschritte macht und 
in Jahn 1879 noch Tömal so gross als die Eiulubr war. 

Bcxdglicb des Import» der anUreo wichtizereii Waarrn ist zanäcbst die Abnahme 
dar Banmwoll-Einfulu-, welcher ein Mehr-.\ii!>tubr dieses Anikels zurfjeite steht, bervor- 
xnheben. Die reine Einfnbr, das hi-iiist der Tebcrschnss der Binfuhr lilier ilie Ausfuhr, 
erreichte in den letzten vier Jahren füllende l|'iantiiäten : 1851 — 7n.S84. 1882 = 069.810, 
1883^953.680 und 188-1 &4Ü.I71 Metercentui-r. wonach M/ieres Jahr, wtnu aucb gegen 
18^3 im Rückstände, gegen It-81 und |sS2 noch immer ein bedeutendes Pias aufweist. 
Die Abnahme mag daher auf vurhamleue Vorrütbe ans dcu abnorm hohen Bezügen des 
Jahres 1883 znrückzufiihren sein. 

Auch in Baum wo llg:irnen ist ein merklicher Kückgaog der Beziige (um 
12.960 Meiercent ner o<ler um ne un IVrcente) eingetreten. Er betrifft die rohen Garne von 
Hummer 30 bis Nummer n<J englisch. Dagegeu ergibt sii:h bei den Banm w o II wa aren 
eEno Uehreinfnbr nm 3.921 Metercentner gldch 25 Percenlen, von welcher auf die mehr- 
ftrbig gewebten, bedruckten uud türkiNcb roib gefärbten, gemeinen, glatten Itaumwullgewebe 
2£00 Ueiercentner, di' restlichen 1.121 Meteicentner dage;;en zumei.ot uuf gemeine, 
dickte nnd feine derlei Gewebe, danu auf :>ummt>.' und sammlartige (lewebe eutfalleu. 

Noch wäre von deu benierkens wert bebten Erscheinungen des Iniport.s, welcher 
nahe an eilf Unndert KachweieuueH-Positioneu unifasst, kervurznhebi-u die Abnahme der 
BasAge an Jntegeweben (um nahezu ',Vä IVrtente), Roheisen. Bruclieiseu, Oflürni»», Hopfen, 
Pnbriksfil , Spodiam, Olivenöl, :^L'bal'en uud :?cbweinen , dann die erb ub tun Bi-züge an 
Enffee, Häringen, Eisenerz, Cement. FuUeu und Ilauten, liarz , Mineralkuhleu, Brenn- nnd 
Werkholi, Wolle, Wollenearuen, Palm- und Oorntnussbl. B>-zue!icb der Ein- uud Aosfuhr- 
Bengen der «ichtigeren .Artikel vuu 1654 und der gegen l^S'-i ^•■^uilie^enden Diftereuzen 
BHasen wir anf die folgendeu b<^idcn Tabellen, welche auch die b<-zuglicbcu Daten für 18S1 , 
18S2 nnd 1883 in sich Hchliessen. verweisen. 

Stttlatiacke Honatschiift. iMä. Iti 



314 



HilUMilnBüeii am) MiiMllen. 



HkchveiaaaK der «iokiif ar«B Blnfithr-Waaren )■ danJftbre« 1861— IE 



Q £ ^ 



il t ^ K i n ( n h r 



WaareaeottCBK 



101 



isn 



ims 



tM4 



BftanvaDa 

B*unir«)lg*nie 

BaanwoUwaarei 

Baal-, BioMD-, Sttffll- etc. Wuna 

BfilnnareB 

BtfT 

BUdw 

BnaBkots 

Büalwr ud Zsiudirlftaa . . 

CuBobobnaa 

CantsBt 

Cli«iBigclie HilfMlolTo .... 
ClieiDiiichoProJncU, Annei- d. 

Parbwuirea 

Ki« 

EUcBin . 

Einen nni Uit«Bvakr«B . . . 
>Iar«Bttr : 

HohcUcn 

JLIt- a. UrarbeiiicDU: Ki«cafells 

Unlb' a. Gaufabrik. a. EImd . 

EMWBaroo 

ITarth uod Girbeslofffl .... 
F«lln nBd naaU, rolio . . . . < 

Fette »llet Art 

ilBTiitiUr : 

Tale ttiiRriBchnr 

Cocoraau- ood fKlini>l . . 
FetlviurtB |K«TXan u. S«ifea) 

Placbe, frldcba 

BUth» 

FI«Uob Dnd Vanti' 

OebraoBte goiU. Flii^^kniUio 

Sntilde , . 

Getnida 

dkruBt«: 

Gar*U 

Bafw 

UbI« 

B«|g«B 

Wuceo 

OewSiM . 

GUs and Qlunraaren . . . 

GumiDija und Hart« 

Birins« 

HBBt 

BoIb 

HolAWBftmi 

Ropr«D 

BülMBfrtlcIlt* 

tadiKo 

ImtrnmMit« 

Jftt« 

JaUiaraa 

JoUllrtBnB 

Kaffi« 



T 



797347 
114.1^ 

7.419 

833 

U.I98 

2.440 

631.229 

3-77«' 
35U5I 
56U2& 

7S-845 

£9.750 

301808 

1.448.915 

803.403 
337.212 
■259,3<)ö 
195.603 
307.55? 
163.443 
19a757 

42.44« 
71.J40 

7.015 

Ät5 490 

4.1201 

12.564 

2.(m 

ti,520.5&& 

3t>-y.v94 

ÄJ:d,y34 
«.657.8401 

493.S03 

2,4S3.155 

20.87ä' 

51.737 

290378, 

74284i 

S7.933| 

]315.«36 

144. Iä2 
15.074 
d2j008 
lL64d 
2.9e9 
57.583 
18.814 
81.587 

357.fl3$ 



tun- 



WUutomxmm 



776.710 

128.387 

13.714 

7.Ö78 

977 

U.a47 

2.235 

671^103 

2&477 

4414 

415.6331 

5Ö7.4301 



1.039.156 

143.399 

15.679 

7.75» 

1.035 

14.393 

2.148 

706.821 

S8.816 

3.478' 

266,Ül8 



949.205 — 

1304391- 

19.600 + 



+ 

+ 
+ 
+ 



8.035 

1.134 

33:260 

ä.l80- 

746 3191 + 

39.232; + 

4-032 + 

S99.H7 + 

588.173- 



9S:983 82.536 

32570 lO-%0 9.510 

109.336 I&4.148 325.774 

1.704.789, 2.315.1471 1,692.156 



1.00Ö.487: 
307 470 
390.83ä, 
198.167 
3tM.«i05l 
Iti9.0«l6 
LDl-SO» 

20.653 

94.997 

Ul.tiäl 

7.493 

3L2.89S 

354« 

16.407 

1.851 

6,(127.369 

485.-ift) 

433.881 

8.467.837 

4H5661 

2.^96.073 

27.0)5 

52£39 

259.922 

79.3&2, 

29M6I 

1,9:^8.3561 

l'MM& 

7.101 

L2078 

98.301 

3.613 

86.719 

75.969 
378.193 



1,318.922! 
471.S26I 
524.399! 
189.690 
366722' 
167.369 
1 82.303 

I8.89U 

66.294 

20.998 

8.683 

301.803 

4-368 

10519 

6381 

5,281.867 

5 17 .MO 

352.^83 

1,72*5,964 

J84.K64 

1,662 040 

£2.103 

49.402 

74451 

36.818 

ljS934Bi 

92.415 

20.662 

33.815 

8.889 

4.102 

109.455 

16.0B2 

81.801 

336.383' 



924^&3 
334.233 

433.480 

SO1.190 

361.84 

181.503 

217.919 



29.305 + 

109.121 + 

19.879 - 

9.0lä+ 

301.3171- 

5.47S! + 

12.500 

603 

5-S82.096 



+ 
+ 



363^91 

389.608 

2.096.004 

1.236.991, . 

1.311.879- 

22.70el + 

43.644 

282389 

68.7^0 

44-110 

2,360.7361 + 

81.697- 

lä.30lU 

23.073 — 

9.718+ 

4Jj58)+ 

111916 + 

13.813- 

49.968'- 

356.841 + 



+ 
+ 

+ 



+ 
+ 

+ 



32.9SS 
41.06^ 

10.45713 
790 ^ 
141.626 
688.991 

394.4 
137.6 

90.911 

lU 

14.11^ 
3fi.7M 



&5e 

2.461 

a.239 

31.819 

aofiisJ 



Hittheilnngea nnd HiBGelleo. 



215 



UeoKe der BlnfnUc 



VaarengftttTLni 



iwi 



ittj 



itss 



PIir«HU ISM 



Mtter&AatoeT 



EKffeanuTOgste | 12.861 

KÄTtoffeln Ii 177.593 

Ki» 15.4Ö6 

KKtttschnk und Gnttaperclia . 3-493 

SsnUcli.- n. äBtlaperchawnBrec 5.4C9 

Kliidniigen nsJ Pntzwaaran . 2,350 

Knpfer, roh 49.9ti3 

Xnntwaftren bbA Uhrsn , . , 2,792' 

I»^er 80,443 

Ledorw-aareo , . 3,558 

LeinenKKriifl 16,5S7 

Iieinenw«»reii ....... 1.820 

lUblprodnct« S>S8.422 

Muehinen aller Art :i26,18S 

HeUJle, edle und UsozeD mx 

edlen Uetallen 2.138 

Metalle, anedle n. Uetallwasren 

(eicl. Biaen n. EiBenwaaren) 193.417 

Minertlkohlen 22,000,819 

Mineralöle 1,476.51H 

Miöerilwässtf 19,633 

Sätnasoliiiien 14.937 

Ot»t, ancb NDsse 62.&9§ 

Oele, fttte 170,864 

Ocbmat 112,979 

OIJTenftl, deiuitarfert .... 40.690 

Papier und Papienratren . . 79.644 

B«ii 457,205 

Sal» 321.359 



12.171' 

2W.840 

16-545 

4.002 

5.204 

2 2B9 

54.284 

3.48 !■ 

83.80ä 

a.549' 

14.619' 

1.905 

367.45S 

40^.560 

636 

I 

181,369' 
21,^91785 24 



1,252,599 

22.236 

24-305 

63.000 

179.808 

95.578 

35.748 

92.351 

484-437 

201.473 



678: 

209.506 ■ 

19.791; 

a.S30| 

4.854 

2-328 

&&,464 

4.426 

59.554 

3.380 

16-707 

1.636 

36.491 

374-516; 

988| 

240-645- 
,200.071 
,10ä.590- 

33-348 
4.62S 

67.110 
277.710 

60.408 

76.441! 

81.161 
571.230 
213.984 



422- 

204.982 - 

81.264J + 

3-180 + 

4.9731+ 

2,620' + 

61.214'— 

4-570,+ 

55.375- 

3.387; + 

16.097 — 

1.519- 

3aS99:- 

360.595 i — 

343j- 

251.142 + 

25,648-390 + 

1,351.994 + 

20.879- 

5.932 + 

71.881 + 

SK7.853 — 

50.672 — 

42.939 — 

70.005i~ 

544.788;- 

217.1681+ 



266 

4.524 

1.473 

890' 

119 

292 

5.250 

144 

4,179 

7 

610 

117 

fi.592 

13.921 

645 

10.497 

1,448.819 

249.4U4 

2.469 

1.306 

4.711 

49.857 

9.736' 

33.502 

11156 

26.442 

3.184 



Sehlachtrieli nnd Zngtbiere . " 525.858 1 

dunnter : | 

Kilber , 23.932! 

Kahe I 8,5671 

Ochien 45.310] 

Pferde 8.510J 

Schafe 62.623 

Schweine 341.569! 

Seide nnd Seidenabfälle . . . Ij 13.598" 

Seidenwaann !i 3-795' 

Seilerwaaren 7.587 

Shoddywollo 8.873 

Stirke , 18-558; 

Steinwa&ren 465.877 

Sftdfrfichte ■■ 310.818 

Tabak, rab 103.437 

Ttbakfabrikste 24.070 

Thee 4,400' 

Theer 14849 

Thonwuren 1' 479.006 

Wela 30-271: 

TerUiolx, ^meines 1,178.969 

Tolle (excl. ShoddjwoUe} . . | 210.902 

VoUeagune I 38.763 

WoUenwuren 34.052' 

ZiflSd 413.031 

. W»k, nb 83-072; 

KflBdwuna '\ 10.806 



S ^ ti c k^ 

"74U01, 940Ji71 6TTB52P 3^:519 



22.797 

9.105 

19,431. 

9-959, 

313.622: 

324.7921 



19.591 

11.0X2 

25.650 

6.176; 

468.139 

328.603! 



19.925 + 

12.442 + 

24.879,'- 

5.672— 

240.568;- 

248.820- 



334 

1.430 

771 

504 

227.581 

79.783 



Metercentner 



13.439 
3.434 
7.379' 

16-192 

20.147 
559.391 
316.022 
111.657 

22.261 
6.819 

12.657j 
749-387 

39-409: 
,241.740 
238.585: 

42.924 

34.726; 
6ti0.699 

86.806 

12.787 



14.2651 
3.3601 
6.346 

16.351: 

10.474| 
536.673! 
328.6271 
119.080' 

11,251 
3.084 

14,405' 
781.608 

41870 

l,175.85(j 

244.856 

42.343' 

30.362 
666.346' 
122.675 

14.774 



13:947 - 

3.290- 

6.811'+ 

19-561 + 

7.586- 

542.288 + 

336.103 + 

115.641 — 

25.626 + 

36191 + 

U.O6OI- 

935.596 + 

39.257 — 

1,587,606 + 

263-504 + 

49.418'+ 

28.0171- 

818.841 1 + 

127.0171+ 

14.1681- 



318 

70. 

4651 

3.310 

2.888 

5.615 

7.476 

3.439 

14.375 

535 

3.345 

153.988 

2,613 

411.750 

ia648 

7.075 

2-336 

152.495 

4.342 

606 

16* 



2H^ UittheilQDgeii nnd Hiscellen. 

NaohweisnDg der wichtig«ren Änafnlir-Waaren in den Jmhreii 1881—1884. 



WkiiHiigkttiiiie 



Baumwolle und ^Abf&Ue . . . 
Baomwollparne ....>.. 

B&DRiwolln'aBren 

BB8t-,Binaen-,Slroh-eic,WaarBn 

BeiawaaruD 

Biar 

BiWar . 

BreanliDlz, 

Bücher and ZeitBclirirteii . . 

Üem-ent 

CliemlAcha HJIfsstoS'e .... 
Cb^miGChe Prodncte, Arznei- u. 

Farbwiarea 

Bior 

Eisener« ... - 

Eisen und Eiaeiiw&Bieii . , . 
damnter i 

Roleiseii 

A]t-ii.Brncbeige]lit.Eiseareile 

Halb- o. GsDzfabrJk. a,iu< Ruea 

Esennren . 

F&rb- and GärbeKlL>ffe .... 

Felle und BAnte, rohe . . . 
Fette aller Art ...... . 

ilaniuti'r : 

Qntter, Ein'lBcliDiIklZ . . . 
Fett-vaftreD (Kerz«ii und Seifen) 

Fische, friacbc 

Placba 

Pluiech nml Würele 

Gebrannte K«i Et. Flüsaigkciten 

Q«mäld« . r 

üi'tri-idfl , , 

ii)irant<»r : 

Gerate . ■ . 

H«ft)r 

Hiis 

Mal» 

Joggen .... 

Weizen 

Glas and Ulaawaarea . . . . 

Gummen und Harse 

Haof 

HöiK 

Bolzwaaren 

Hopl'en 

HHlFteaf rächte 

InstTQinente 

ELffeeEnrrogate 

Kartöfleln 

Käae 

KautsehQk-D.Gattntienlilwaar. 

Kleeaaat 

Kleider au« Welle 

Eleidangea und PaUEwaaareci 
alter Art ........ 

Surawaaren luid Ohren . . , 



HfiBge d«E Anafnhr 



iSftl 



isia 



leaa 



iSBt 



DlffeiAnc 18S1 
g*gea laaa 



MetSFoentnei 



79.4fi3 
7.236 

34.005 

2.S61 

4.äl8 

317.905 

881 

l,568.5ii6 

9.378 

359.108 

874.829 

51,702 

296.628 
458.639 
504.101 

135. 16^ 
12.396 

3Sa540 
üti.635 

368.015 
71.002 

175,339 

64.514 

10.029 

8.447 

58.492 

13.323' 

230.780 

2.824 

7,899.247 

1,775.1 24 

1.23(3.957 

75Ü.03tJ 

727. ä&8 

6r-i.520 

3,080.380 

329.286 

Ö8.16ti 

15.493 

19,168.001 

329.708 

16.818 

525.196 

4,162 

3.409 

91.275 

S.368 

3.090 

103.022 

8.169 

14577 

34.4^9 



2ü, 



lOfi.900 

6.860 

31.616 

2.973 

6.171 

326.080 

1.166 

.440.709 

10-552 

208.006 

235.131 

57.355 
245.407 
404.453 
413.128 

27.755 
19.445 

365.928 
66.500 

381.381 
71.629 

166.482 

58.7frl 

9.984 

IL. 432 

38836 

21.344 

149.991 

3 05S 

.171.560 

1,922..317 

658.665 

Stl4.983 

775.734 

746.a5+i 

I.3Ä.769 

363.320 

70.176 

13.374 

.091,781 

330.035 

37.Ö3Ü 

572.101) 

S.56e 

4.124 

111.116 

6.229 

1.612 

70.208 

6.0731 

12.130 
31.688 



85.476 

8.323 

40.042 

3J!&6 

4.256 

356.075 

1.145 

1.827.0281 

10188 

93,556 

227.620 

66.023 
338.841 

364,721 
425,042 

52.415. 
16,596 

356.031 
72.288 

381.671 

74.007 

162.691 

50.0 L8 

IE. 871 1 

14.576 

3S.143i 

20212 

294,fi73 

1746 

7,551.968 



+ 



2.241, 

614 

758 

8.52 

266, 

2,8u8 

371 

90 

13, 

2M25. 

286 

U. 

646 

A. 

5 

141, 

7, 

2 

40, 

4 



100.034 + 

7,489 

38.363 

2.974 

3.606 

361.733 

787,- 

1.963.519 + 

10,596 + 

72.241 

194.107 

64.735 
273,;J08 
355.798 

363,6^6 

58.217 

7.768 

297.641 

72.996 

473.853 
76-376 
156.700 — 

41.699- 

12,699,+ 
18,592.+ 
34.647- 

21,665 + 

ie4.*:104 — 

2,082 + 

5.877,598 — 



+ 



+ 



2,714.634 + 

70t), 527 + 

338.607 — 

915.352 + 

81.';89 — 

1,103.687- 

403,356 + 

93.513 + 

9,804 — 



260 
207; 

319' 

.375j 

,^27 

279! 

600, 

SfJÜi 

603 

692 21,945.441 + 



.008 
.140 
,618 
.482 
635 
.464 
,177 
096 
366 
696 



11.917 

*4.5ia 



291.002 + 

25.844 + 

507,125 — 

3.640 + 
4,876 
117.817 
9.906 
2.230| + 
72,213 + 
4.949' + 



+ 



13.094 + 
. 37.81Si+ 



14.&&8 
B31 

LS80 

262 

650 

5.656 

358 

136.491 

408 

2U15 

33.513 

lJi88 
65.633 

8.9Ü3 
61-416 

5.802 
8.828 

58.it9Ui 
708, 

9-2.182 
2.;i69 
5.991 

8.319 

8X3 

4,016 

3.495 

1.453 

110.369 

336 

1,674.370 

473.374 

92.320 

419.712 

82.477 

184.5-18 

1,704,592 

31.756 

2.958 

3.798 

819.749 

4.99* 

11.704 

139.493 

158 

759 

23.647 

2.729 

la 

31.847 
253 

1.177 

3.304 



Htttheilnngau ond MiKeDan. 



217 



Witrenr^&ttanE 



isei 



im 



itsa 



IBM. 



Diff«r«DX iMi 
gtgt a ISSi 



J_ 



in Hetarouttoem 



Ladn 

Ledarwuraa 

Leinonganu' 

LafBumaren 

MüddnndDcte 

HiTtilnrn iller Art 

KaUllc, edle und UätLnen aaa 
edlen MelKllen 

Hatalle, nne'dle d. MetKllvauea 
(excliuive Eüan aod Eiaea- 
wa&ren) 

lODeraUahLaQ 

Jlmer«16ie 

Kinentl'ÄBHi 

0\i«t, uch Nfissä 

Oala, httc 

Oelaut . 

Papier and Papiervnaren . . 

KBMM 

' S«lm 

i SehUchtTich nod Zagthtere . 
daranter: 

KUber 

' Kahe 

Ochsen 

' Pferde 

Schaf* 

Sckweine 

! Spssferkal 



IS.733: 
80-538 

91.196 

45.351 

1,963.097 

99.354 

635 



11.470: 

28.360] 

102.5&2 

41.536 

i,85ü.iae 

122.970 
6.072 



14.370 
21.28-i 
94.W9 
26 876 
1,901.767 
157.848 

;ia8 



12.210 — 
21.50* + 

87.818 — 

24.785 — 

1,547.901 — 

98.209 — 

I 

1.178 + 



46.886 

36,619.449 

«.695 

12:!.353 

453.973 

53.815 

11Ö0.873 

• 286fl4:i 

K7.927 

I 265.920 



63.535 

34,863.298 

22.483 

136.732 
501.880 

29.890 
402-431 
316.209 

12.803 
300.114 



68-674 
40.749.044 

20.600 
140.452 
575-402 

21.906 
413.429 
331 872 

15.340 
231.698 



79.471 + 
38,625.668 - 

58.&00 + 
161.243 + 
719.186 + 

18.142 — 

37U.9Ö3 — 

408.689 + 

9.2tiö — 

198.819 — 



2.060 

221 1 

7.0611 

2.091 ; 

353.864 
59.639 

890 



10.797 

d,123.376 

37.700 

20.791 

143.7S4 

3.7W 

4:^.466 

76.817 

6074 

52.879 







S t fl k 






999.499 


1,248.616 


1,283.480;' 


9a7.525 — 


35^.^ 


17.664 


18&tö! 


15.825' 


20.766 + 


4.941 


26.727 


37.268 


41.593: 


35.142;- 


6.451 


34.962 


39.595' 


55.654 


50.337 — 


5.317 


40.865 


29.568 


28.284. 


25.673,- 


2.611 


4011.854 


757.564 


857.257 


582.062 — 


275.195 


361.272 


250.412 


a)2.509 


147.874 — 


54.635 


54.653 


60.321 


32.397 


22.278|— 


10.119 



Hatereantner 



Saide und Seidensbralle . . . 

SeidcDWiuren 

Sailerwaircn 

S«tifl4»ri, Sklieln, FotterkllDgen 

Sboddjwolle 

Stirka 

SieiiivaaTen 

Tabak, nb 

Tsbak-Pabrikate 

Theer 

ThoDwsaren 

Waia 

Varkbola, geneinee 

Wolle (eiclnBive Siiodd.r wolle) 

Wolleogarae 

WollanwiareD 

Ziegel 

Zocker 

Zttndwaaren 



11.090 

1.903 

7.889 

34.030 

4.016 

8.^66 

430273 

62.115 

14.058 

24.346 

310.867 

438.213 

17.599 361, 

91.fi31 

13185 

63.637 

. 235.860 

2,787.997 

59.661; 



6.418 

2.929, 

7.829' 

27.835 

4.129 

8.4 14' 

282.244 

53.982 

16.736 

30.022 

311.061 

410.42? 

18,650.9.^9 19 

96.997 

14.319 

52.840 

2-.i7.4l!^ 

2,289.087 2 

73.566 



9.965 

3.512: 

6.24r 

30.132' 

2,054^ 

14.790 

179.884 

55.842 

12.941 

47.0a7 

369.766 

406 680 

,298.647. 

122.901! 

12.907' 

46.680 

279.616 

,606.016 

83.077 



8.788 — 

3.533 + 

4.796 — 

30698 + 

4.005 + 

11.443— 

«8.608: + 

74.475 + 

14.608 + 

33.916^— 

527.977 + 

455.590 + 

19,981.846 + 

112.616 — 

16.149 + 

50.500 + 

424.298 + 

3,230.818 + 

92.703 + 



1.177 

21' 

1.445 

566 

1951 

3.347 

168.724 

18.633 

1.667 

13.111 

158.211 

48.910 

68:1199 

10.285 

3.242 

3.820 

144.682 

624.802 

9.626 



J. J'iaala. 



Literalurboriclito. 



Dr. Carl DÜsImq: Die Reailiruna des &«»chlecliUverhältniisee bei der Veraiehmng dti 
MeMOhen. der Thlere und PBanier. Mit «iuer Vtirnede vgn Dr, W. Proyer. o. ft. Prof. 
Physiologie tW, Jeoit Verlag von 0. Fbefcer 1B84. XX «. 363 S. 

S« bttiult Rieb du nni vorliegeDde Bnch. il«m Prof. Prvyor — antcr 
A««i»i«i«i> <^ «nKhiuen ist — Hinen G«I«iucli«ift mit auf d«n Weg giM. Latstartr 
da»! dorch diu in ditMir ibhuidlcnB mledergcltgto Theorie, die lieh gartellU Anfgtb« iiteU 
nur ikrVT L&iuiiK frccentlicb nilltvf j^tUcIcI, »ondern n«thon aae d«in bi« JeUt fwIfvsuUlra 
B«f(iiiclo »Q vivi Iolt;(, ditxK in Alliti-mciB«n die Borradilnng eitiM jangtn RiM mit ftitea 
Spa Tina l>«i B«lor Kraithrvig d«r Uvtter «fler ««ibliub«, »I» mäanliehe, dia all»« 
alloa Eie» mit jancom Sporna. xniual Vi *twna nangellisfltr EraiLkniBg «ftew miDti- 
[icke »Im weibliche Fdcble >ar Polga kabea wird." Zvar iat m nictit B«liins*°t ^l* 
Prsyer selbHt bervorbabt, dit Tbmiie inioh du EipariiBeot «s ||G»r>ok«eiiie^es n 
beHUligeD cndfUrdeu £! '.I aus^rsprocbcDeu FundameDtalMU: ,d&aa ein Dabrrachnti 
ilea eiueaGeachleohiea alnc Mebrgebnrt das aoderea bovirkt und sich daa- 
actltH »on seihst regMlirt", den etprri mentalen Nacbweia au liefern; diwh »«1 die Zt»l 
der Itt dieser ßi'hioDRVDa beide« Porsclierii jremtiD»») aageiteUton Venaohe bial«V a«ek 
21t klein and die voricekoiBBBDen Schvanktmitn seien diesen) Umstände, wie Audi 4ob 
■naanlgfslllEen 8<:b«(eri|;keitea iind ^lAmneftn, die aicb dabei arjreben kaben, sD&aackranira. 
DI«i vornus^icbickt . werden vir Tenncben. «it die cardtnalao Pnnkt« ili«sei, 
•ine fast übersckwluglicbe Fälle von physioloeisofaca Thataacbeu und statfiüscken DkU» 
entkalleaden mnbeTOilen Arbeit In meglidist IbaralchUlcher Weise elsEnfiehao. 

Terfasaer Teir&hrt thittls In-, theil« dednetiv ond ^bl nater Anweodng d« 
IlKr w t n'tchea Theorie anf die voTlIe^ead« Frage von der Vera esset lung ans, dosa. lUU^ 
den ea (ttr Lebeweaea e^trennttn Getchlechtts tod Natun in, wena ihr sexaellat Vtf 
hbltniis ein annähernd gleifhes bleibt, sieb bei StSnig dtaaelbM Pnetoren «installeiu 
weleke es tnr Norm snrnelcfBhren. Verfaaser tbedt diese OvaUnde in anIchs ein, ««lähc 
auf eioen der beides Eraooger nnd in ealcbe eis, welche anf b«ido Rntenitfr *irk<n. 
Kialcre wrralUn wieder in di rede ITrMcben: wirklieb er Mangel an ladi v Idnao 
in einen Cescbltcktes «od Indireele. weldi« einem solchen Hanget kqnivalent 
sind. Zn den enivrea tihlt Aoler aii<ib folgende Zuatisda: 1. Temfiperle Be- 
frnobtnng tlea Rica, welche einem Mangel an Ulnucben gi«icbgi:atBlil wird, ü. SUkrker* 
oder aehwUcber* geKkledilllche Bcanspracbnng des einen oder Mideren Tlioiles: je mAr 
d» elsD Oasdileolit «der |e frObseiliger ea bennepniobi wird, deeta nMbr «sUprlcbl 
die« eluem Itnaicl denselben; dnruu seilen bei fräkneitiger Befrachtung dM Eies sebr 
Wülbcben, bei an splter nelir Uänuchen euUt«bea. Der hbcbute Ond der BMaiproding 
des Eies sei die Arrenotokie ^^ 2eagoa^ von lUnncben ohne voraiiJic«Eangene Begsttnng ^ 
Inzicht börhiten Grades. Ferner snbsamiert Antor unter die indiracten Ursachen die Er- 
iilklirnnK nnd relatives Alter. l>s es nämlich bei verlisodeneia Ueberflaue au Hahrange- 
mlttetn fUr die Art nütxlich sei, dnss. }e mehr WelboJit^o eiistleren sollcD. am das rerchltcb 
vorhandene Matetisl aus&DnOtxeu und die Eepiodactlon asTi höcbstmuuliche Ma» kq 
ateigcm, so entslalMD onler sokfaen CoDJnnrtaren mehr Weibtthen, bei etmreteDdem Nahrnns^ 
nauxel mehr llAnnohea, da die manicelharia Rrn&hmng. aaraeuUicb de« mDttiir liehe a Tbdlaa. 
die ReprodactioB von Nachkominea einsdiiinfcen wird. 

Wie sieb Terfvser dlesea Zusammen wirken gegent heiliger oder gleiehnamlca 
Paetoren an dem Desallale deaht, wird S. Ij82 doreh «in ltei(|>ie1 erliatert- ^Ein Ei teadira 
Bach seiner Ahlbsnng in Folge seiner C|nalititeD ikb zam wDibtieUen Ge^thletbte ansm- 
bild«n. Wird «s jetit nech nicht befmcbtct, sondern durehUnft es einen Uagtn Vrg, so wird 
die genannte Tendeoa, die sich nach der Jugendlichkeit den Kic* bemiaet, immer »etiwkehsr 
und es *sd«ra sich «ein« Eigenschaften •cbliesslicb derart, dasi es die entere Tendenn 
^anlich anfgitt nnd di« entgegengeeotst« anaimml. die nämlicti . ein mknntlcbea ladivUiiaa 
nv bilden. Wird dieses £1 vonfpema borracktct, das die QuatiUten (z. B. eis hoboiAltvr) 
beaitat , welch« ein fii bei der Befracbtung aus weiblltliea GctiGlilMbt hurtfariMtn kCaas. 




Lll«ratiirh(ri<Al. 



219 



M wird dii> Taaduix dw Eis« in dn SpwiM ffni(es«niririL«n. anil o« UbhüL dmnBf kh. 
wBleb« Um Rttrltsrn tob bfiden iit. Irt diM s, B. die d«a ÜftmeaCiduii, m wird du 
Ki «tMimiüa di« TpDdnx urvcbstln viid licii den w«ibIiobM SaKhlccbts genUtx tmibUdiin ." 
Dvnalb« GtacblKhUvoebstl kson BDob beim nliiBlkbeB 3UB<a {t. B. tn Folg« nuiritBKidCB 
Alter« od«r das tM luicen VtTWtihtiB in iln i<«Blr<Dtueliui) «inlrelAB. D« J*dMJi dB« 
G»>DhlKbt dBt Bnbryo bei dvr Bofniehtaag Bwh oicbl dtflnitW btirinKt Itt, «oadcra Baeh 
du ■«Boat der KmähniDK nach htQsntrjtt, so bAngt dencD ««lt«r«B ScUchnl eb«a aiuüi 
««■ IMxl4rkr tb. 

D)m Ut in (;roM«ii Zä|:«ft dar du Bsnb dRrcbxi«h«Dd« Ide«iigBix); de* Vertreten 
«tlMtr mEl jn» Tbar}'* and Pi<|Brt'i ciniceriBB**«» verwaadlCB Tbeorie. OkneWeiUrM 
hat diM« dun dApptlten Vorzug , data eicb («Ich« dar moderuna AntfobBrnias von der Avm- 
Im* Bod VfrvrbBiiK aÜUlicbcr Gigejucbaftui anpual, sodAna abtr BSch, dam Nolcbe cdH' 
BBi9«Mt and aiemlivb aBKMWBDRta akb uch anf die oiedarstea Thtet« tuul Plaoua 
»Dwadra OMt, oad von Thafaacbtn, die iIIbmb bsldsn Clanve van LebawBaen natlebni 
lud, HlcliltE ontcrstätzt wird. Jtdocb icMtattet m dar aas« Sahmaa einer Beiprecliuai: 
BJobt , in dio uhlreklma, kaaai an beviltignndea physiolOEtadieB und BUÜBlIachen l>euDi 
Bibsr •iBsneekrn. 

Die fUarÜKJhinK der lelztcnr&bDisn lUar- ood pftaDie3[>hyBialaglKhiaB ThaUacban 
dvB Bpeciellr.a PachEelehnrn nberlaawad, wa^t ea Befer^nl flel<hvabl — da Ja der Var- 
CaaMT »elhtt nrnj dee»«» Gaw&hnamiiii Prof. Pttjet die anfceitetlU Thmrie alchl für 
mifalilbar aad Abor alle Kweir«! nlia(>«B 1>«tracb(*a — von aciaaBi ätandponkte ane 
dia SebwieH(k*itai) xa baieicbnea, wekba sich einer onbadiBgteB Bei]iflicbtaDe ent- 

Vorcnt Bei errtbat, dasa sieb sibo RrkliroDK BBBcber allgeaela bakauBtaR 
EtBchelnu»; dnrek ieat Thaori« nicht fabsB laaee: laot dieser Bollten die Ulegitimen Kinder 
«fnao büberen KnaMatbcrecbnn als di* lagitiBieB anfreieea, da die PauaA Miechtn den 
Oacaptianea offenbar bei «ntoren B^f«r itnd , ihr« Baaaapraehvng iei eins relailr 
aehvtcbere, mixhin Mlhen nach der Tkeerle <tirrit p^irUm, liti den ill>-gititBea 
■ahr Rsabea rorkoniiaen, Rad doch iet b«k»nnt!ieh da« G'-f:«Blb*il der Fall* Truta d«8 
ttBalandeB, Üae* valct di^Hm di« m*!«!»! K7*t|:Tt>iir«Bil<tit aind aad ili««« »iod ja f^caeiiEt, «inen 
babcB XnabeiiflberecliDM xa arxcnfteo; freili<h i>t aei-h Itlxtrr« TbkUedte nocli nicht bin- 
ivkbend verti4T(t. Jcb habe micb dtt«bczfi$It<:Ii , da Is den isreeliiieckta Hatriktla in dea 
fröbarea Oecennica eua coofesaio Bellen HoLiren die Ersl^bart oolkrt wacde, an Hrrrn 
QaldbciB), Jlatriknlfnhrei der Fester ünMlitiBCheo Gmeiode nll der Bllt« (eveadet, mir 
«ioea BckijÜiriiEea Aaeaafc aber die SeaoaliUt der ErflieborDca aur VerfSgnac zu itellaa. 
Dcnelbe hatte die Oflte, eich dieser snbr schviericeD nad aeitranbeoilen Arbeil su nnler- 
fliehea. Da* Baoltat war. doss enter 24Sl^ Gebarten |186C-l$dO ladaeive) eich 3,1)17 
Kmcrlion» — ä-$l Percent« bcfandca. mid diese ia 1 958 Pillca Bulonhrhen and In 1.879 
Fillta «ritlicken Oeacblecblea erarrn, laiihin »ar die SrxnaJiiai KitKb 1031. «Bbreaddem 
•OBNi bei viel nohwacberoB absolatvn Zalilen steh acbon ein arhehlttker RnebeatWricfaDE* 
b>t .Itidianen xriet. Rtiforent hat aa eamicht. den hAheran RnabeaoberachBM der Jadinnen anf 
"Auen Wlderalendafcnltdesmftanlidisn F&tiu. raepecItTe der Scboaaaf d«r Scbwangeran 
iiufnkrc«- da in den ersten Kbejahrea AbortsB vIbI leirhifr «an hn^ietSiokeB OrkodeB 
cntiletiai kane, als KpiUr. tca üBrft« der ^riage Kaabeatb(»cbniB ■rttKebilrBBdpr Jadiaaaa 
*»tk M U tiklireii uin. näain; lelbst Heilet nach sein«D Tabtiien nbenralla siebt bat 
KmcaMUecden, ■ODdcm b«i Mehrpibäreadra ntsen Ktirkuran Knaheenbernetins« fS. 18), Int 
Wldeisprache mit «Ich selbat saft D. (S. 17l)| Kniiende«: .Im «rKtee Tkeil der Arbwit 
«nrd« bcielta danaf hincewlcMa, da« Kmlfjebireiniii eiaca gröiseren KnabcDiibM-acbiuii(?] 

selgen ladeaiea liui sieh derMlbe viellaicht anrh dadsMh erhiirea, das* di^M ihre 

Fmehls akht so gut «rakkren, v-ie Uehrgcbäreada ; bierfOr apraobea die GswichluviThäll- 
niaae da* Kinder. Naeb yrankeahfcnKur int jou» bei UehreeUreedcn darFfan-hiiittllch 
-^ 3&00, bei BnlfebdreBden = J3Ö9 Gramm a. t w." — Da> RichttK« xtbeint Brrtillon'B 
Anatme, da>* in Aa(*agv einer Kbc die KnaWa vorberrFibcii , clttickvolil kaaa 
eiller den allereriit teborneB ein Kciincerur Knabi^äberEchaio tiiiticron Besüclich 
itr aBtkftlick OobArendcn sei cocb bemerkt, daes dieae i:e«i»s nicht )<ra>rr Gveäkrt ■inii, 
ala die VBrhefratetea, milbin da* navh Vcrfasner aar Weiblichkeil diapiiolrvcde Moaitnt 
hacaarer l^ikrnBs ebenfell* enttUIUi vieloiuhr inl xa ervarlen, daiH ■a&xFlhafte El- 
mUrmac and naaselbafte Schuanng vtibrend der Scbwaaecrscbaft die Lebeaifdhickeit 
BB^eUeh BfieitKiar PrOclit«, Bad awar beaaadem der Knaben ^ welche ja ubnebln 
•ise alAtteliicfa nacbgewleecn«, deata käiere Ifotlailiti baiuen. je «eviger ate entnickolt 
■ lad — dsrart berabsetzen. das« bereiia im aerelfen ZusUnde deren mehr abaterben, 
ala die« bei des ekelldiem der Fall Ist, wie dies Bcfereat ia dieser ZdtKkrlft 1884. 9. ISS 
ausftftbrt bat Da Vertasaer «loe beeserc Brahhrnne der Uutier — L'ebrrdnsi «■ al* einen 
fnr «nbllcbe Nuebkomueosebaft gBDStlgea Factor aohtellt. so lit nicht recht elaaBieheii. 
«arum bat dea Ueiirlmgsklndero aIleatbalb«B ein gerla^erer Knabi>nflberBcbais beob> 
achl«t wird, ala M KlaaeleebttracB — and die« Ist nicht ani bei Z«iJUDg«B. easd>m aocb 



22S 



LiUrttttrbcricU«. 



UnsUr Tou Sor^ftU an<l aap«l<IUc]i<r Abvüfaiit der V«rUi«lla odiI Nacltlbcil« de« U- 
•ittnUa. Kwar bodiuil aUk ilta B«wci«nttniii| «ler Datlonsl-SkoDomlBdieD and socltlpoli- 
ri«oh«B Bedeatooi; dot Fuuillen-PltlBlcoBimiisas faii «naachlleBallck dur doduellvAD UeUinde, 
da eis« Statistik der Pidrica iDttiHSR . abEeitliEii toq «cnttrfvn liieren Anealiao fttf 
PreiMaca nnTl «inlj^e klrfoLTc ilenl-cli« Soalrn nnr far Oesiuiiekh vorlieel nnJ In 
abriseo nur Eiiie«)bf«l)BclitDoiEcii fibrr dit WirkKinkoit drurlbcn lo G«botfi standBB. Dndk 
hat der Vfrf*isi-r nirbt hloa« Ton ilintrin Haurlal dcD ai»Ei*bigat«i ßehinnrli cBmaclit. 
■nndern »r x«bl incli Wi dfo ibfontiKchra BtttracbMafva auf alle Ersiptiif en bib, velcbf 
die Vr«DDd(i wj« üi« GaEDec dv« loatitota ancsiitallt faabvs. am dadarvh dm l/enr rna dar 
DDhefklle«^b^jt and Sieiwrbvit a«inM »ifpmrti Urlb«ilit aa aiMnanian. Br tialool initbn«nd«rB 
die «ielfick nlivTKnbflnnTbatBacbe. «rplnbd anofa din Oxlprrrtiichjiiclin PiiI«ioaininif«-Stiiiiitik dar* 
gsthan bat, ilau ilif Aiiidebn«ngdarFiJeJc<iiniBttiii7ill'r<Ii>itnaI*D in Vürglaicbe tnr tin>aiii»)arra 
fctincvwBga bedeuUnd tat, also aach aine Gefahr, via«» im AlisuBaiiKs tu ttbnrsrvoma Bashs 
d«r todtao Oand geaeben «erdm kann, dermaUa nlcbl ia Midi trlgt, wana an«h aaf Uafaann 
Gabiatan aicb «tva ein [kbtnuaai gebandanen Bwltaca aelion maviaUr«!! tiNnt nnti ilivTao 
dm dar hwijüidfgaa AnibrdiDng dcnlastiiDieaeiBBrKalflrnadi loc«wahai. lanuk-m« tiaui 
di« tSlalluDg, welcb* die Fid«ic«aiBiM-BaBtU«r aar Landirlrthicban aavio aaai ganftn Cnltar- 
Uben d«B Volke«, nnmeallieb aber ram Siaaie snd winBB ADfgnben emaiiniBt , rar in 
Urtlieil Ober dta Fid^icomiDirae ejuei Laad«! iMBugeb^ad \M , m lat dl* IfeluDng ii- v<t 
faucrt ftir dU nicbMe Zrlt ^wiss b«rtcbtjf;', daw, wie der Stud der 6ro««gmadl>- -i'.- 
tfli Allgvnainon, a» niaivDtlieb aoob die Fidcicoainiaa-BBBitKrr ibr k&DftiGeB Scbifk»! 
«ulbat ia Hbadea baboa. Toraeacb reiten anfdar Babn laDdwittbHclia.rU)cli«r Poriacbnit«. 
bMonde» |ifl«glicba Krbkituag dar VAldei, dar asturgaBa^eBten FideicanutMinliar «ad 
TeisttndaiHToll« Uineabc an doo MK:ial«s hvnf doB groaaao OniiidbcBiUea obne atarrn 
PcBthalUB na votalictoa friTÜrititii — «o soldie Tbalaacheo bexulitii, «crdea al« Midi 
iMredt für daa ÜDln r]>rtclicii. «bb au üBOBten d«r Fidvicomalsae liUerba^ip*. ^eaagt werden 
kann. Aacb dvi Bearifacilsni: dor KxhtlicheD Orduung dra FantUica-FidücumailBarS llagt 
die reidich«tc l'tbcrlcjtiini; dm enoMD biabciii^n ButwickcIoagagMlgfla sa Gmode; drr 
V«rfaaaer in gcoeist. *on drt wcitcrto AnnihrniDK de« PldetcaBBlasroclilas an daa all- 
genuine Ancbt im Sinn« der bikberixen deatatbrn pari iknlamclitKf hee RatwickrlnaK nntu 
AufnthB« dri dum rRiwaadtea ongliacbrn Bauits zu Gmoik lioxendra Oi^ankciia die 
BBieRigtiBg der baopltkcUicb«D RcbatteuaitRa die««« Imtitsts and eise Enmitemag de> 
Princitxi aaf die groBKn und initikrra Gam der bUrgnrlichtn nad blnfrücben Fanitiu 
a.B «rwarten und liblt ilaräi, daia t% in dieser Weise aicb dann woblb«rer.htigt aach ta 
der Bod«n>*B Buelliiirbiift lieben Ordsang bebaaplen kboae. Si?hli«e>licb am) aJi fOtachMi- 
dend fBliil aber der Verf. die Ervkgnng ein, diii» FiiliiicnintniRiti> aiicb in solvb' Bodllicii rt" 
F<irn Der in eiaein Laetle aill ananoigTacb abgvKtufina GraD'i'>ii;<'rit!iuni nnbadankllcU :' i>ii 
wenn zaglunb deia iuililer«u und kleineraa Ortuulbuuita im KrbtMht eis analoger Scbatx 
gegea Zarachlagang uiid AnfBaiieuiig des Oraadbenitanx ca Galiota «teht. Wo aber des 
grosaea GnudbesiU fadlsck allein ein «ingullrei Krfarechi sa tietn kdinait, wia b* in de« 
PidekotaBiaereebt besteht, da aal doeb der Vortbeil auf der einen ^ite gvrioger al« die 
Gofabr anf der anderen Dod der geaannte Und- und foraiwtnbMibattlKb benfttzte Gnad- 
b«(ila einen geBBlauBea gleicbeo Erbrecht >n untriwerfen. 

Dieae ilagnitr« Erbfolge fQr mittlere« und kleiuei Onuid eigen tbam aatennclil 
der Verf. den Wetterea ea denn Inelitute de« landwirlhadis filichen Erbgut», d«i Anerbe«- 
recbtea und der Uebefgebs vertilg«, Di« moderno IlccbUliilduBg des landwirtbBobaftUdwa 
Ktbgatee siebt V*rr. nit Rocht al« «ia Bipvriment vin^r cuagervatiron ävdaIp«ltUk an 
nad iinterUut «a demoacb, dioaca Institut au verwaudte bftiutilicbä Erbnubtitverbillnlaae 
lltemr Zeit anauknUpfcn. Die iteriuceu Erfolitc, weJdie dieae BrbgÜter-OiiMlxgebaBK ia 
ßayarii, Heaseii nnd HcckInnbarE gehabt bbt und die wenig belfüilige Anrnabrae iUiB- 
licber Voreckiaga ta UedeB. Karbcann (nad vie wir hinzaf Igen dflrfen. ancb in Occderreicb) 
«igeu andi, daas hiefir keine AaknUpfna^]innkte fa den BecblagewolinlielleB doi bjtaor^ 
Uchsn BevaUvroüE an Ondm aind. Und auch die Wiedarastkinlime der Dnterscbelduiig ron 
geeckllMMMlB niK) walaendiim Oinndbesils wird ans deauribeil Grunde, de wo lie alcb nlebi 
etwa gevohnbeiurotbllkb crbalioa hat, kaiun den BedOrfnluen nnd Aaffeaiiaogao nnaervr 
LandbevOlkernng ontapreclien. 

In fachten Gcgrnaalxc an diesen] Versnche in den Kreia der binerlicfaen Benkts- 
rar Mtcl langen nnd Gewohnheiten eiu nrnpi ihm biaber fremde« Princlp etnxqfUhrea. BnAeint 
nach d« Terf't wnbibegriluileter Anacbauung daa AnaTbenrecbl ala aia Erxengntiia äea nr- 
«igeaatm Valktigeiam. deiaen Anflinge ar.ben im nlidenlsehaa Erbracfate liegen und daa «loh 
im Laafe vieler Jabrhanderte unentwegt, wann nndi in wackseladea Pomea tind nnter 
wechaalnder AnerkenDung eon Seite der mrantlicbea Qewall alleatbalhen in denisefcca 
Landen erball«ii bat. l>abel l«t ee g«g«Blberse vfelan willkürltebea GeicbiebtiicoBitiraMioiieB 
In Beeng anf daa alle btterilcbe Brbrecbl iBsfaeMadern anitr1:ennead bervnntabehen , dui 
aleb der Verf. den GegWUaUca ▼oUkABuacn bewnui ixt. «rldier awiBehen dem Jatmebiliai^ 
«rbreobt der geaefatMim Onndbeätacr nnd dem Uofrtelil der Gmadhorraekaften btaland, 



Ufantnrbtrkkt«. 



m 



Wi* ff ftBch die erat unter in Uesncbafi da WBUMndea P«»liMt8UAira «oOiUBdeaeM 

' 'lieben ErlibeM-htknkoDKea tob d«m rntttolaltorltckcn, binerlictira GevohnltBitB* 

il BD oDterBcbridea weiM. Ana der Stfttbtik iIm U««rlich(ii Erbrechlj nad dar 

1 V«rubaiij;<t4itte . fir w«lch«* Anm Verf. reiche* Hitnrial is 0«bi>le lUad, 

' DIU. da» der deotscb» Ban«nuUoil «ich auch anf wcit4e Oabi<t«ii du AbvtImo- 

■ ■■■■ — joDur A(t der VMvrbDas brdirat, «nlclia dia Aoweadaojt dw K*n«iaaii Erbracfata 

• aaaBVM'htieaeo aud <t«n«D b«deakli<bii n'irttiag in Bciag aaf biiuriiebMi Onodbasit« 

anlnbaltra alcb ^MlgiMi crwleccB hat. Dadurcb . da» dai Priacip dei AaerbtiiradiU ia 

d«a n«a«ru KrttrecbUraforiBM ail den (3nuidkUa«a dar moderaen IrtiLeitUfbaa AKranaf' 

fananit osd Kaobtaglelebheit fa Binklang gebracht, die DIspoaiUMufretb«!! dei Aaerhaa 

E'Wübit. iIpt Anrrb« alt-ht aun ailf|]i>gi'ii Eiben ia d^n GrnnÜbeslU, aoadaro aar za einan 

in Braue aef <!■■ Ei^athum dca Hofrs bevorzagtan Erb<>a ^ankacbt wird, arsebalot ea aaeb 

KwIkd«!. tun IntdHtateibrecbt fsr landirirtbscBaftlieh lieafttata GOlav «iitved«r dfr««t odor 

Bin«lNt (Irr F.iairagniif in «ioe H<>ferollD iadiract erbobu va verdeB, abaa daaa ea mb 

(Im allftneitxn BarbtacaicbaaangMi RBd Vrrfc«hra£«vubBkatlra naserer tnadarafla Oaaats- 

Krhuu^ and Volhawirtbschafl ib Widanpraeb irelim «drda. Daaa der Verf. die» Raekt»- 

liildoEc d«a A&crbcarecbU ala »in« Aufgab* d«a g*M*iarn K*rklii ia Ansprach niaml nad 

dtED [lariltalaraa Kacki aar ilU akb«n Bii|tT«nKnBg, ab<r sicbl dia princjpialla ForaiDliaraBg 

tiivriifi, jit, «de «t acbaial, niuc luuibiraiHliiire Coa»i|aaDa ■«inor itRaaatMiBB AnafbkraacaB- 

Wir hiLiD Bja Mlb«t früker 

Z.(i-rhrif(, Bd. Xt o:. ■■■■■■ 

Urs V»rr.'a ia allen >■ :i Pniütt'M) äbiivuiBtleimvD ; «vss wir daliei die SchwivriK 

keilen il«t gei&cjar*ctiLi:';iitc r'unnolivruai; d*9 Auvrboiirchti Wnundcn boten! b»beii, ■• 
•alllr iliDÜt dock daa I'uilDlat dt-r gt nuiar eck Ui eben Bef«laoi; aicbt tu Fräse nexlctlt i>dR 
aa>k uer rvtcJaiualien «exdea, litai Vtrf. abar daakan wir aliJiL diu (Ur Heia etitauk)«d«Dea 
KiBtnl«a u Goailea d«8 ainEnläien laadwlrtkacbBftJühea Erlirrckta, Nondara nock »akr 
fOr die bttHe and aldten Pna Janas ti<nuif, wclcka er mit idaan UalanBckBagen dl 
Peatntal« c«C«l><!B kai J. 



B«bon ta dem cUickra äinuc augiaprookca (OrSabul^ 
i.v dnrcb EroägtingaD erführt^ werden, welcli« atit deota 



Werke, 



«•Icka dar BiblUlkek d»r k. h. atailittietaca Caalral-Coi 
bin Uittt litra 1S64 angearacba*« aiad. 



imliafQB 



t. SUlistrk. 

4} AllKeneiBaa. 

AulrtB. AnUv für Sesetigatattog Bod gutlillk a&f dea OaUalaa der Oewetbe. 
d>a Haadfl* aud der Scblfübrt. Radi^ii^ri aed baraiUKex. «gm aUtlatisvkaa bepanemaot 
!■ k. k. Haiidelaailnlsl«riain- 36. Jabig. Wiaa ISSd- 

ifu/lcAu (fa gtatitii^tu et dt UpUUuiifti tomparft (Uimül/n dt* tl»-tna*J. BuHihtB 
aa«M. Paria 18S4 

CorRN|ioadMiB, BUtJRÜgc^. 10. Jalhtf. Heranacef. von £. BJanck. 1B&4. Berlia ISSt. 

HaDi)*U-Ar<;klv, denUr-bwa. iteitackrift fOr Baadal and Ocwcrb«. HsraBsgag. I» 
Ba^akaatni d« loBcrn I. n. II Theil Jabrf. lfS4. Berlia L8S4- 

Jabrbtcfcor Ar Kationalokaaonii' and Slatfatih. Üagrtadet vbb B. UiJdakfBad. 
»•tAua«*^. ran Dr. J. l'onrad. K. V. &. Band- Jena 1BS4. 

Joiimnl lift iaiitomititt, t3e att»4: Paria 1684' 

Iir A. rcicrmuin'* lliUbMlnag«a hiu Jaatiu Paribea' geofrapbifcber Anatatl. 
Uarauaie«. ron Ur. K. Bebai (l'ml. Ur A. tfapan). 3CI. fi»d. 1681. Ootka. S.a. 

ZsiUthrirt för ilenUcbo Volkawlrtbrcball- Organ dea Veraia« flr daataeba Velk»- 
virtk»cb«(t. Rcdacirar: Dr. U'rmaan Ürotke. V. Band. B«rlin 1884. 

ti) Oeatarrelek-DBiarD. 

laraH B.-. Die G«ac-h«ftareaalute dar «starr.-nsfBr. LabeDir«nlck»mD|[s-6«BeU- 
««bafl«» lia /abre t&ß.1 6. JabifcaBC- WIea 1884. 

Kacbricfatsa. atattattai^ ttbor die BiacnbahaaB dar BstcrTelchiack-aBcariaekea 
Konanhi« für daa Belricbijakr 168S. Bearb. a. ber&nases. rata aUtiaUtcbea DeiMMeaieot 
in k. k. Qandrliisiiiiitflriaai ia Wibb oad tob k. nag. alatiatiachaB LaBdeabBraBU ia Buda* 
paaL IAw)b wl noKariaclifin Taal Bad Titrl.) Wia« 1884. 

üeboriichun. BODatllehe, der RrzabniMe ron hjdzaBctriacben BcobBCbtOBKan I» 
&0 6utlaB*n dar Oatarr.-niiKar. Monarchie, daaa in 5 Statlonai det OoOBpBtioni-Gabletea. 
9. JakrxaBE- 188d. Ü'ber Aaerdaiuie d«t k. k. Balcka-Krlegaailniatariiau nnBiianfeitallt 
•OB dar III. äeotkn daa leebnlacbea und adBiniatrativan llUltAr>ComiUa. 8. 1. et a. 

17 • 



224 



LlurtKurberictil«. 



i'l üesiorrcicb. 
B«richt, AntliehT, det k. k. ftll;«DalnenKmmk«nliMi>*«t itu Pr»« r«m JitareldSL' 

Prn 18»*. 

B«ri«bl dM k. h. KyukHi&iiisM Vfi»im» vum Solarjabr« 1868. la Aqftncc im 
h, lUniitfriaui« varfilTMUicIat ianh, di« DinctJoB dw BntaknhMMp. Vica 1883. 

Boricbl iIm t.uide>-Aaai«linM«i> Hb«- üod Zastud d«i V<»U[MchaJir>Miu t» Ja^n 
1684. (Dnick XXSU Um bOUa. LMdURmi.) P[<i« 11^. 

K«lB]gE der v«n d*» k. k. Pririldick-u-Ar.'-bJrv im Jsiin 1881, 1682, 1^ 
«Uiertcn inmcblitaamdw Pri>tl»KNii. Wien 18&4. 

DJ Digarm. 

Ardiir doB VereUet ftr siebvaMrKiKhii Lftwlaskaiidc. NttiB Folg«. 19- Baoil, 
HaTDanuUdl 1884. 

S} Aiidete StaatsB, 

Sutiiük dcfl dsaUckta lUldM. Henatg^g. ram kalt. lUtlflliichrB Ant. N. F. ' 
B.XII. Beriln ISSfl. 

VcrüffcnUicbiiiifei) des kmi*. dentMhon OMandhfit»i«it«t. VIII. JaliiK- 1884. 
Berlio. S- a. 

SUtistik. preiumiBcbe. (ABtlJcli«Btln«ll«iiwerk.}fi9r)a«g«c- v«ai kfrnifil. rtatiittfohM 
Bnnaa ia B«rlia. LXXIX- Ifoilin le&l. 

Zeitacbrift d«» k6a. pnoMisclioa KUtisUacbea Busans. Elvraiucas, loa d«w«a. 
DImtor E. Dl'rurk. äi. J»bre. 1884. Berlin 1881. 

KeiUchriH d«> k. »adwiacken »Uliftttodieu Bnrcaat, Rcdigkn von dewea DEreutn 
Dr. V. BBkuctt. XXIX. Jikrg. 1883. Dmd«n. S. a. 

OaBcral-BeTicbl dber dio SaaiUta-Vcrwaituiii; iai Ettaitctticha Bayen. In Anftnit« 
dea kOn. httyn. SUauainlstvrioiDs dta luatia. Von Dr. med. Cul Friedrieb MkjV XVI. ~ ' 
1882. Mancboi ISSi- 

Kiskelia H.; Die Bcvclkernns dw Kanlona Baiiel-ätatit an ]. beoenber t68l)> 
Ib AaftnRB d«9 h. Beeirrane.vaifaM b-;arboftet. Baaol 1884. 

Annati äi Aifrieollunt. iHiniutro lii AgncaUura, Indf tritt t f.'twinuro*. /^resioMi 
j/marttU delV AffriwtliiraJ ISHI : foncitrti ttgrart rtfionaii. .V. 14. Strie 'da. Ami-i ISJVi 
Conuormi da Catena. Fireum J88i. — Ktliiie r ifMiincnli mUe mtai« aiiNcrarf« ärl ütj/na^ 
Borna iSSi. — L'ii/iene niraU dtgü »iitkhi Jiomam in rtiatümt id tmtifiemiunita dtH' ugr 
Brnnan«. Per I.ttiffi Ma»ti. Bvma J8Si, 

IhttttUinv mcutUe tlfllf mltiaaimi df* ronli de^i iitiinti ifepiuMan«. (itiaitirr» 
AsrwÜttro, InäHMtri« e {anmtrtio. Divition» Ittituti dt Crtdita « Pmidmä*^ Jnno XI 
JtOOM IS84. tlia&. 

ÄWiai'iMi« '»"' tttminUlmeint» lUtl» jaitU« ptr f'iwno lilS9. fjtinittera 

^atiiliett ffiuditian* rieilm e wmmtrtiatt pn- Cann» i88I. (ßirtaiaat fttmrai» 
fletidicaj Jtv»a t»$4. 

S(ci'>«'tim yiufJetdW« fttutle per Paimu tSSI. f/Mrciione gvtumt* dt •!< 
Bmna 18Si, 

jMnmaire ilotitlifM di ta Ffuttce. StpUhnt annf*. tll3i. Pari* IQSi. 

ßocvtnaitt ■(dfü'iyusi riuni* jutr tmlminittration tUt dvuann ntr '< tvtwttrr« itt 
U Fronet. Jnme« 1^^, tf^^'^ «* i>*^-l. (U«naul>«ritlitv.) I'ari« 1634. 

ir. AMier« FScher, 

C«Dtralb1att (*s da« iteweibtidie CDUrricliUwi-atm in Ootarrdch. !■ Auf 
dea k. k. Uiniitvriaa» Dir Goltni und Unterricht ntdijriert voo Dr. Fraaz Biliar v. Bf 
UI.Band. Wi«&ie84. 

IIiincuMki T... Ytr.ihKTT rou: Praxaient« inr Gnchicbl« dor Rnmanea. Qvraos 
vom kfin. tnmaoiiiclir.i] Oatlu»- ood tTnlDiri<^hlH-Uiiiiiterinin oiit«r Amt Aaraiclit drr küatgljl 
nm. AkadunU d«r WiueaMbarua. IM. Band. BukaroM ]tiS4. 

TintaJjabreiiacbriR, DatarraiehiMba, ßr FantvaMO. Uaranataf. vom Mnr. Caiolia.- 
roralvonin*. N. W. II. B. Wiua 1884.. 

Veraciebaia« dur BDcbor, Ijandkartan etc., «alche vom JSnnar bis aaa Jani 1{ 
an aracbiaDen odar neu anffdagt worden sind. (Hlarlctu.) S. I. 1881. datto. /oli bla aan" 
Daeambar 1884. 8. L 1884. 

iToebeaaekrift dei niedareitamdckiHehan Sevwba-Vanlnaa. 4&. Jahrgang. 1864. 
Badlglart von SeorcUrlata dea niedertat GaverberarelDea. Vian L884- 



■t^ Na «««ilu» ikMri a om^, «>n^ U «■ioiu«iawH U. 



Abhandlungen. 



Die Statistik des österreichischen VereinsweseDS 

seit dam Jahre I8G7. 

Von A, von Randow. 

L Stand der Vereine am Sohlnsse des Jahres 1882. 

liie Gesetzgebung über das YereiBSweaen ISsst bicIi in Oesterreich ecbon 
ul llngo' als Iinndert Jahre mrUok verfolgen. Die ältesten Decrete und Erlässe 
hstaheo ■ioh fast nnr anf das Verbot geheimer Gfesellschaften. Ausser diesen 
IberaiM sablreichan Emanationen der Verwaltung tritt uns in dem Hofreserratsbefehle 
Harn Theresia'B vom 25. August 1764, welober den Grundsati ausspricht, doss 
tmr Oiltigkeit eines Vereines die landesfUrstliche Brlanbniss sflthig sei, die erste 
geaetelidie Bostimmung entgegen, welche das Vereinswesen regelt. Die nächste 
geaetsliohe Bestimmung ttber das Vereinawesen finden wir erst in dem gc^nwir- 
Ugeu Jal)riiund«rt wieder. Es ist dies ein Uofkanzleideoret vom 26. September 1616, 
wdohe« die Grondsätze bestimmt, nach denen bei GrUndung von „ Fraueovereinen 
nt BefBrdarong des Guten und Nützlichen " verfahren werden soll. Ein weiteres 
Hofkanxleideoret vom 3. Januar 1817 spricht den Grundsatz ans, dass dem Äsao- 
utionawenn, ufern es sich mit erlaubten Dingen befasse und gemeinDützige Zwecke 
nrfblge, aller thunliohe Vorschub zu leisten sei. Ein Hofkanzleideeret vom 
14. Februr 1838 ordnet die Gründung von Gewerbe- nnd Industrie- Vereinen, während 
IBr Aetienrereine speciell dss Commerz - Hofcommissione - Decret vom 15. October 
1831 nnd das Hofkanzlei-Decret vom 24. Februar 1840 massgebend worden. Man 
aniaht dvAtu, dass das Vereinswesen in Oesterreicb nach und nach sieh auf sehr 
Tendüed«Den Gebieten entwickelt hatte nnd die Gesetzgebung bereits lebhaft be- 
■difiigte. Deberall nnd immer aber wurde die Genehmigang nnr von Fall zu Fall 
BiBBBloan Verunea oder ganzen Gruppen von Vereinen ertheilt. 

Die erste Codtfioation der Vereinsgesetzgebung tritt uns in den Hofkanzlei- 
Deereten von 6. August 1640 und vom 5. November 1843 entgegen, welche 
das F^eip der Coocessionswerbang zom Allgemeinen erhoben. 

la dieser Lage traf das Jahr 1848 die Vereinsgeaetzgebnng, Die Ver- 
haaiuig vom 35. April 1848 sanctionierte im ÄilgemeiueD das Princip der Vereins- 
Arührit, ohne dass es bei der damaligen stürmischen Zeit zu einer speciellen Regelung 
las TeraintwesenB gekommen wäre. Schon das Patent vom 4. März 1849 enthielt 
wiador BeetrietioDeD nnd Vorbehalte, nnd in dem Yereinsgesetze vom 26. November 
18S3 kehrte die Gesetzgebung zum Concessionssystetn zurSck. 

So lag die Sache, als zu Anfang der Sechziger-Jahre wieder coDstitntioDelle 
BinriebtaDgaa in'a Leben traten. In der ersten und zweiten Session der ersten 
VoaatMhrift. isss. 18 



226 



A. von RKSdoT; 



T«^Hlaturp«riode mscht« du khgtoTiatitnhtw «inig« AnlBufe zur gwettlkbm 
Betj^Iun^ des V«r«iiMwe8«ns, die &ber in dar dritten Sdsaion rniiten. Knt nül 
Beginn der sweiten Lej^inliitiirperiode wurd« dt« Initiative enutlirdi wiejrr ui 
genommeo and a«b dem HcbooMS dcii Abgtonlaete&baVMa png der Entwurf «in« 
VereiDHgesetzeu liervor, wfiliread kurz darauf die Regierung aocli üirnruelts euin 
solchen einbrachte. Abb beidnn Entwürfen ist du noch facnt« beatehcmJc Vereina 
^BMtz vom 1&. Norember 1867 hervorgegangen. Daa Geaebc Kebliev^t du Canr«»- 
aionawerbnng nos und gestattet jeden Verein, der nicjit innerbalb vier Wo(;b«it ti^i:^ 
der Anmeldmig bebSrdlicti iinterüagt int. Amgeecbloesen van dem allgemeinen Vereine 
geMtu ud beaoQdem ger^elt «ind all« Bank-, Credit-, yenicfavrBRgn , Kenwii , 
Spar- und Pfimdleib-Aoatatteo, dia auf Gmnd der Borg- onJ Gcwerli<^««ct>e et- 
riebtotea Gcwerkachafteiij Bmderladen, GenossenMthnftRn und rnlrirililliiiii^iiiiniii, 
Bowie liclipoosgeDOtMaecbaften, gmtliciiB Orden und Congregationen. 

Mit der Kntwickelong Am Vereiniwesenn and der VereinagmvlzgebvBg 
ging auch eine tfoicbo dtt TcreiaeHtati«tik üniid in Hund. Am 30. MXrz I^ITi 
wnrde in Koige ällethSchster KDt*«hlipREüng die Einleitong getrolTen, dust. mil ii«o 
SoblosM eines Jeden Kaien derjabre» v&n Bllmmilicben Land erstellen taticUarivcbf 
Knebweiiiingni aller «>nr«ft-<ionierten Verein« mit den «tva erforderlichen B^imi 
klingen ringc.tendet werden ȟIUbd. Zwei Ministerial-Erlliae Tom 6. Fvbruar If^M 
onii I. Dccemb«r 1852 epracben dieselbe Anordnnng uns, woraof toitteUt Erla*«« 
dcH M IniHUriDmi) de« Innern vom 17 Koventber 1 dfii ein cjgeoeti mit der obemm 
Polixcibehvrde Tereiubartce Formalar« tu CnnaeribiflniBg der Vereine suagegebes 
and dorcb Erlau vom 'A. October 1$&5 die Verntgnng getroffen wurde, dnss ren 
den ULnderstellen bei Ertbülting dar Bewilligung xnr Erricbtnng eines jcilea 
Vareinaa, desasn Conoeenonierang ihnen zastrht, eoglnieb die Anzeige an dai 
UiniatBriun dee Iniwm «retattet werde, «ütireod dn Erlas« vom 10. Februar 16&<i 
bestimmte, daas jeder Verein «eine in Ilrnok gelegten verÜlTentlichteo J abresbericbte, 
wenn aber eolcbe niofat vurhundvn, einen Jabreö tuswein über »eine Tbütigkah und 
«eine Geb^brang vorsolegeu büLte. Zugleiob wurde mitlelst Er)a«8 de» HiniAterioiw 
dea lRi>em vom 6. April 1853 in letr.tereni m\h*t eine „stSndige ConiuiiMiDU 
fOr Tereinaan gelegen bei ten" nnter der Leitung eine* 8eAtionMbefe etnge««txt, dvrra 
Hitglieder eni Abgeordneten der Hndcren Miniaterien und der obersten Poltxeibelrijirde^ 
und aua einem vom Uinietcr doa Innern cmanoten Protokolirubrar xusamtnengeMtat 
sein sollte. Kinige Zeit darauf erhielt der Profeaeor der öaterreicbiaohen Verwaltiagi- 
gemlsgebung an der Wieocr UniTcnitit, Dr. Uoriz t. Stubenrauch, vom daualigea 
Minister dee looern, Freiherr» v. Baeh, den Auftrag zur AbfaKsnng einer «tati* 
titiscben Uonographi« Über dun VeteinaweMD in Oealerreich, welche im Jabre 18^7 
und «war noch so rrchtzeitig im J>raok eraßhien, dnes dimelb« dem in demeelhui 
Jahre nach Wien berufenen Internationslen at&tiatJHebeD Congresse Torgelegt werdet 
konnu. In derselben bat der Verfaseer die Verhultnisae de4 Vereineweawu io 
Kateertbum Oestarreicb in eben«« uinfa«i«i'iider wie gediegener Weis« zor Aasoltaauiig 
gebracht. Inzwischen ergab sich, dssa die in vorgeilacbter Weine g<;r<-gfite Orga 
nisotiua der Iteichitittfllititik deii Yereinaverwaltniigeo eine unverhÄltnisungaaige 
Arbeitslast aaniUrdete, ohne glciehwohl ihrem Zwecke gans zn enttiprrobeu, Üa 
diu galieTerteo Daten xa tiebr Mraplittert waren , sri ein gvoaues Bild der in 
Tereioelabnn aioh kundgebenden eoeinlen Verbältaissc za bieten , und als aaf dem 
nbift«n, im Jahre 1863 in Berlin abgeballesan, ktatitttincben (-'ongreate dessen fiatt 
Bection in Bezog auf die GeonweaachafleB für HoaJBlo Scibsthilfu eine Jieib« rim 
VonchUgen formnÜerte, benaixte die öatcrreichisohe Begiernng diesen AnlaM m ämn 
nmfiusenden Ueform der Organisation der geaammtcn VereinastatiAtik , welche, 
paiallel linfead neben den legidatoriscben Arbt-itcn über die Verefn^meiKgcbnng 
Überbanpt, nscL jahrelangen Verband langen mit dem ErlosHo dea StaatauiintsteriDmi 
vom 13. Ueuombw 1686, 2. 93ö9, ihren AbaoUtua fand. An den durch dieaen 



Di» Statistik iIm tetvirclcIiiMlieii T4niniVMaii* wJt i»m Jahn 1887 



227 



ErU« fe«t^te]ll«ii Nomon wiurd« wit^Hn in Wcbsb nif^ht geriltt«!) ; «i« wardon 
fldiMlU' Doch erue'-türt ddiI «InirL einige KinbtnifsvorordiiDii^ii rervolIaUndigt, 
(tuu ii«ii«rdui^ aber, 70o doiD Jabrc 1886 uifas^Dd , in Dtsug ftuf die Berieht- 
•nUttQDg über die Vereine bei iJereD Ite^ndon; ond b«i Aogitbe ibrer «tAtiüliiieli 
etiWntiu« Leiatuugna mittclat Hinutcriiü-i^Uuuin Tom 13. Feirrsir 1885 dnroh 
Tereinfactutog der Kammlare UbersioblUotier gaatalui. 

N&cb iliMfin KrluMs vom 13. I>eoember IU66 Ut die VcreineaUtiallk in den 
Binden der k. k, itatiatiselieo CentraleonunUiuoii in der Art conMBtriert , dua 
die B^zirttatauptmaonecliafteD von d«r Nenbegr^odiing, Aendening' der SUtuicn 
reap. Anflünitif jedes Vereinea qnd van dwa«ii allguneiner TfaStigkeit dnroh die 
VereiBalejtaa^D Klbit die erfordeTlicliea KiUilirirhteD empfangen, vnlclt« dann dra 
ntp. Lisdsnteilcn and von diTK-n der k. k, #Uti*ti#4'h«n CcntraWinimsttioo iB- 
gcräbrl werden . die itireraeita daa gesammelle Uaterial ihren alatiBtigdien Anf- 
atcUangtD xo tirund« |«gt. 

Obvohl p« an einielnen sUtifitiachen Poblieation«ii ilWr du Vereina- 
weMO itLA amUtcliw Qsclloii in den Viorsiger- Jahren »dJ nuraentlicb »aoh dem 
Mob^ten nnd Anfange de« aiebenteo Dec»nniami) meht fchll. welohn wir nameat- 
litb in deo von der Direclion der administrativen tiutütik beraimgegebeaea „Uit- 
tbetlvngva ann ^em Gctneta der Statirtik** (dio seit dam Jalir« 1S7& in die 
statiktiKcbe Monntsschrift llbergin^n) finden, »o be«il»;n vir ilocb rcf elinlaaige 
l'nhlicationen über du V er«in(iw«aen erst nach dorn Krla«« vota 13. Deuembar 
18GG. J>ie erste dorsclben erfolgte im Jahre 1B70 im „StatiRtitcbeD .lahrbnuhe" ; 
«e gab cineo Ueberblick der Ergubniffic der «tatiatiaehtL AurBlvlIannren Ober das 
Tvreiiuwesea a<is den Jahren 1867, 184)8, It^Gt). PUr das Jahr 1S70 sied die 
Daten eiat t\AUt naobs«tragea worden. Kctt 1871 aber i»t alljübrlich das Heealtat 
der VereiQ-«tatt«lia im „ät«tiBtit>ebeD Jahrbuehe" verSffentlicbl. 

DiB Kam Jahre 1870 onltTMibicd die amlliche Statiotik i(t An^n von 
Tereiseu, ajoptierte aber diun seit 1871 eine Eintheilnn^ In 'J\) Arten, die noch 
heutigen Tigofl in (tcitang ist; und, wenn aaoh diew Eintheilnng nicht allen An- 
fordaritn^o «ntapriobL, t» mochte ein« abertnali^ Aenderonf; der Gnip^ntboilaD^ 
doob Hchwer an enpfebleo sein , am nicht noebmalii eine Unterbrechung der Con- 
tiBUittt , wricbe den Vergleich der GegKSwart mit der Vt^rKAUjtenb'-it er*chwort 
ad»r lom Theil aelbHl ganz amuBfclinh mnohl, lierlxnsLführeii. \Venn der VerfuMf 
dieacr Abbandlotig deun«oh die 29 (iruppen aof dsren 13, r««p. 18 aurS>rkgef)lhrt 
bat, BO geaekah ea aur Erleichterung de« Ueberblicbes nod ohne der Ablieben 
Cintbcilang Zwang aosnthan, indem die Kenoiatbcilang durch Combination mehrerer 
der biaber BBgeeomnitinrn (iruppen gebildet ist, wodarcb /agleich m&jlieh wurde, 
die im Jahre 1670 nnicrbrocbcDc l.'oatinuiut wieder heriuvtallBU. 

Seit dem KrUä» vom 13, X)e««aiber 1866 i«t die Üteratnr Bber de« 
fiatcmiebiacbe VeraiiiiwcMn and dessen Statistik retchlkher gedu«ien. W'r finden 
tt.e.iin 1. Ue(t dee 16. Jahrganges von 1869 der vorjredaobtea .Htttheiluugcn aaa 
den Gebiete der Statietik" einen litD^ren Anfaatx des ebcm. yice-Directora Priedr, 
Schmitt, «über die Vereine in den im Iteicliirathe rertretenen ESnigreicbeo nod 
LAndern"; ferner im Jahre 11475 einen A'ifiiats deM ilamaligaa Prtt«lilentcn der 
lt. k. tVatnlcommiAsioD, J)t. Ft«ker, .über die Urdes und Cungrcgationen den 
lulboliBcben Kirehe in üostarmich" im 1. Band der „StatiitiMcben Moealeehrift " , 
Bsd wdlerhin von demselben Jahre ab bi« in die neuere Zmt hinein in eben dieeer 
■totiBtiiehen UDnalacbrift aoa der Feder von Fruu Sprang, Hor. Kaspaar, 
Pilat, Kwillinj* und vor alten von Eh reu ber^ter, grtiMere und wenhvolle 
AftfeitM über ciuzelae L'artien der Tercinsatatiotik, wllbi«nil die „Mitthcilnngen 
de« Tereines ftlr die Geschichte der Deutschen in BSbmen", VU. und VIll. Bd. 
Bfral die •Vereioaatalietik" OeeteiTeiatia betreflJHide ^Keaet« Gstay» de« Dr. V. John 

18* 



228 



A. TOD Kftndo*: 



und die „Oettamitliüoh« ZftitMhrift ftir Vorw*ltiinj{* mÜ dem Jkhi« 148Q «u 



gUttA Serie von Beilräj^ zur OescUirhtc ooj Statiitik der poHUichen Vereine 
OMlerruob tod l>r. Carl Eq sei man d, bracbttn. AvtserJem t«t in dea Pnbli 
tionan der Venice für LuidBHkande da« Veninnresen «nzelner LKnder, Boirie la 
«iner atettUobeD Litentor dae wirtbecbafUicbe ÄkMoistionBweaeo Oeetarrricfa 
lielenclitet. 

Alle diese Arbeiten aber bebaadeln nur die VereinsHtatiatik grappen- 
wttM ond fllr kQrsore Purioden. An einem DebfrUiok tihtr daa gtutm 
Yemnaweeca in der Gegimirart and Vargangenbeit aber fehlte ea bis he«te; 
DftRk fut ISjKhrigem Bestände einer Orgtniiation der Statiattk He« VerHiuvi 
miicbto ein Ueborbtiek tlber den gegeowKrtif^ Stand der Vereine nad 
Kllckbliok aaf die doreh die Statictik na* ersebloBMne Vergangenheit der SMer- 
reicbiichen Vereme gewiss nicht aberfidtwig aein. Wir werden nne dabei nur bi 
die Zahl der Vereine beschränken und ron der AbwSgung der Lei »lang 
derselben abstrahieren, wobei wir da« Jahr 1882 sU den Zeitpankt der Gegrn 
d.h. döBJenigan Zeitpunkt, bia £B welchem Überall mvcTlä.<taige Nachrichten r 
li^Oi betraehten. 

Ea existierten am Sohlissc dea Jabrea 1883 in den einKelnea Merreiobii 
LXndem nachstehende Vereine : i) . 



M 



oppen- 
mmtJUH 
JetdH 

.d n^ 



TabeUe L 



L « a d a r 


DnUr- 
haltoiLC«- 
.1 a. Q«»e1' 

Tonlne 


V»relD«xiu 
Eatvick»- 

tnnitn.Vw- 
wotUddk 

b&TpflrileD. 
Rnft nnd 
0««aiidt- 


Verein« tur 
PBidaronit 
«llrnmelD. 
BiUaajt 
nnd 
Betelu-oDc 


Vwalnetnr 
Fönlemnc 
d«T Laibd- 
WtitbHb., 
FUotiarel, 

Oarteo- 

wirthNli. 


V»r«ine«ir, „„j., 
PÖrderuK ^*^ 
4,0eirerb*, „__, _ 
A.InduUle ^"^°- 


Hoalk- 

nnil 

Goauc- 

Tualna 


Qr. 1 n. B,Or. «, u. a*\ Gr. l. M Or. u, m 


Gr. G «. f 


i».°Än«"-"l 


Viad.>OB>Umicli 

Obor-0«nerT*ieh 
SalBbanc . . . 
Stelarmüric . . 
KknUo .... 

Erain 

Eftatenlaad . . 
Tirol a. Vorarlb. i 
fi^bmea . . . . 1 
nuten .... 
BehlaaleD . . . 
fTellitfwi .... 
BnkoirLna . . . 
Dalmatien . . . 

Snnune . , 


2S6 
21 
11 
46 
« 
10 
38 
31 

773 

170 
10 

IS» 
2S 
SS 


586 

161 
47 

176 
98 
42 
19 

I(M 
1619 

379 
88 

124 

14 

4 


57 

4X 

8 

59 

16 

42 

68 

58 

356 

39» 

30 

146 

17 

34 


149 
»b 
11 
42 
IL 
S 
10 
84 

397 
96 
26 
12 
2 
18 


IIS 
U 

9 

U 

4 

3 

4 

12 

lU 

SS 

10 

49 

7 


8S 

19 

14 

38 

10 

7 

9 

33 

119 

ds 

7. 
26 

8 


809 

63 

11 

69 

S9 
8 

19 

77 
fiSl 
179 1 

87 1 

81 ' 

17 j 


16S0 


a&it 


1140 


S6& 


390 


403 


1316 1 



') wir bamarkea KotD Vintladaifa aachstahender TaboUe, dua die in der unt 
Hellen Statistik gebriacbtlchca Vcrei[iB|:TDpp«ii fwlgevde ifad : 1. Actien-Gflselliiclianvn I 
2, Bildnngs-TeroiDe; .H. CuiDvV^rciDn ; 4. Consaa-Tardne ; 6. GevdTtüliclie Fackirer^iiMi i 
6. Feac nrebfTe reine ; 7. OaaaniE-Vereinn ; 8. 0«ieUlgkett«-Vereiii«-, ^ Veroioe sar Fönl«ntiii 
te« QflwtriM «nd Hudsl im Altcomelnon ; 10. EraBken-HDtentdUangs-, LuirbeDbeatAinmfii* 
nnd TiteraneD^VerelBe ; 11. Knnat'Tereine ; 12- Teretoe nr F«rdening der Laadwirtliieliaftj] 



Dia Statistik des aitemichlBclLCii Terelnswosetis soEt dem Jfthre 1867. 



229 





; 


1 iDtereMen ■ Ouneln- 












Poll- 
i tische 


' lobi 


ftan 

WsHihaal- 
Beltige 


lürwerbft- 
Qemeln- 


Wohl- 
th&tiekeite- 


Sonatixe 


Debec- 


1 vor- 
1 wiegend 
; ffit uaos- 
1 wlrth- 
KhtJXÜcbr 
■ Zwecke*) 

Or.i, t0,25 


Linder 


1 Vereine 
Gr. 17 


Sahn tc- 
Qemein- 
aohkften 


Bcbftften 


Vereine 


Vereine 
Gr. n 


haspt 
Vereine 


Qr. 10, 13, 


Or. 1, 18, It 


Or. SB 


Hivd.-Oestemich 


97 


224 


681 


686 


263 


87 


3509 


Ober- OMtorreich 


29 


70 


343 


45 


48 


20 


909 


Salibnrs . . . 


10 


8 


91 


10 


28 


6 


264 > 


Staienurk . . 


78 


102 


194 


37 


63 


18 


935 


Kirntaa .... 


15 


23 


27 


6 


42 


5 


290 : 


KniB 


4 


10 


27 


6 


16 


3 


184 


Ktatonlud . . 


8 


13 


71 


39 


26 


2 


310 


Tirol B. Toiwlb. 


40 


43 


153 


28 


57 


14 


734 


Böhmen .... 


99 


583 


1629 


370 


401 


154 


7166 


Ulhren .... 


54 


423 


426 


218 


106 


33 


2359 


Schieden . . .■ 


13 


53 


98 


25 


65 


6 


468 


0«lixian .... 


4 


185 


194 


36 


185 


9 


1141 


Bakawin« . . ^ 


3 


10 


36 


2 


32 


8 


170 


Dnlmktien . . . 
Sniiune . . 


— 


6 


6 


10 


7 


2 


124 


454 


1753 


3976 


1517 


1329 


367 


18552 



Ausser den 18.562 Vereinen OesterreiohH, velche eich aoa der Tabelle 
•rgeben, exiatieren nun noch 2,877 Filialen derselben, bo dasa die Gesammtzahl 
illar Tereinsbildan^n sich am Schiasse des Jahres 1882 anf 21.429 etellt. Von 
diewn Filialen (Sectionen, Ortsgruppen etc.) feilen auf 



du Wohlthltigkaita-TereiDB .... 1.117 

„ Undwirthschaftljchen Vereiee 352 

a SehntsgemeiiuchafteD ... 326 

a Bildnngs- nnd Belahrnngs -Vereine 87 

j, hanaviithsch. Vereine 47 

, Husik- nnd Getaug-Tereine . . 29 



die Kunst» und wissensch, Vereine . 22 

„ Geselligkeits- Vereine 10 

„ Kraft und Gewandtheit fSrdemden 

Vereine 1 

sonstige Vereine 886 

Snmme . 2.877 



Wenn wir von den Zweigvereinen abstrahieren , so folgen sieh die LSnder 
OMterreiolu in Bezug auf die Anzahl ihrer Vereine in nachstebendeT Ordnung, 
£■ Iistten anter 1.000 der in Oesterreich befindlichen Vereine: 



BAhman 



iritder>Oeslerreich 189 

Hthran 127 

GaUaiea 61 

Steiermark 50 

Ober-Oealerroich 49 

Tirol und Vorarlberg 40 



386 Vereine Schlesien 25 Vereine 



Kfiatenland 17 

Kirnten 16 

Salzburg 14 

Krsin 10 

Bokowina 9 

Dalmatien 7 



13. Lehrer- Vereine ; 14. Leee-Vereine ; 15. Uusik-Vereioe; 16. Feneions- nnd Altersrersorgnnp- 
Teraln«; 17. Politische Vereine ; 18. Piodoctiv-ABsadatianen, Hagszins-Vereine, Bau- Vereine, 
Bohatoff-OsnonanBchaften ; 19. Schützen- Vereine ; 20. Sparcasaenj 21. Spar- und Iiooskauf- 
Venia«; 28. Stenograpbeu-Vereine; ^3. Tarn- und Sport- Vereine ; 24. Vcracbänemiigg- and 
Anpfliaanngs -Vereine; 25. Vorschnssca^eeD ; 26. Wechselseitige VersicherungB -Vereine ; 
27. TfsMnsehaftliche Vereine; 28. WohltbätigkeiU-Vereine; 29. Souatige Veraine. 

*) Es sind dies slmmtlich Vereine, in denen sich die Sorge för die persSnllche 
Biiataiia nnd fOr die Zakunft der Familie verkörpert 



230 



A. von Randow: 



Böhmen besitzt also msbr &la ein Drittel nnd nahe an Mwti FSnftel, 
Kieder-OeBterreioh fast ein Fünftel ond Mähren etwa ein Achtel aller Terane; 
alle drei Lfinder zusammen aber enthalten über 7 Zehntel aller Ssterreifibiaohen 
Vereine, Unter den TerBofaiedenen Arten der Vereine kommen aof je 1.000 
derselben : 



195 Schntzgemeinackaften, 

185 Vereine znr Entwickelnng der Eörper- 

kraft nnd Gewandlheit, 
114 hanswirthachaftliche Vereine, 

86 Gesell ig keita- Vereine, 

82 Erwerbigemeinachaften, 

73 Wohlthätigkeits-Vereine, - 



70 llnaik- nnd Geiang-Vereine, 

61 Bildnnga- nnd fielelirangs -Vereine, 

46 landwirthBcbaftliche Vereine, 

24 poli tische Vereine, 

23 Vereine fQr Kunst und WiBaenackaA, 

22 Gewerbe nnd Handel fordernde Vereine, 

20 Vereine anderer Art. 



Obenan in der Zahl der Vereine stehen die Sohntz- and InteresBongemein- 
Bobaften nnd nach ihnen die zur Fßrdemng nnd Verwertbnng der EOrperkraft 
nnd Gewandtheit beBtimmten Vereine ; eie absorbieren fast die Hälfte (49*4 Peroente) 
aller Vereine , während die Geselligkeits- Vereine , die ErwerbsgemeineohafteD, 
die Woblthätigkeits- nnd die Uneik- and Gesang-Vereine etwa 3 Zehntel repri- 
Bentieren nnd alle übrigen Vereine sieh in der sehr zurücktretenden Minorität von 
etwa einem Fünftel aller Vereine bewegen. 

Wenn es jedenfaÜB nicht ohne Werth ist za erfahren, welche Art der 
Vereinsbildnngen jedes der einzelnen Länder Oesterreichs vorzagsweise caltiTiert 
oder welche Vereine in mfissigerem oder [geringem Verhältnisse vertreten sind, 
gleiehviel ob daa Land selbst j^berhanpt viele oder wenige Vereine hat, so hilft 
nns dazn nachstehende Tabelle. In den einzelnen Ländern Oesterreichs entfallen 
Ton je 1.000 der darin Torhandenen Vereine nachstehende Chaoten anf die vei^ 
Bohiedenen Vereinsgrnppen : 

Tabelle n. 



Länder 


. nnterbal- 

tnngB- und 

i eeMllig- 

keltt- 

Vereine 


Vereine z. 
Entwiobe- 

Inng nnd 
Verwert h. 

kßnierl. 
Kran nnd 
Oewandtk. 


Vereine z. 
Förderung 
allKemeln. 
Bildung n. 
Belebrnng 


Vereine z. 

Fdrderanz 
der Land- 
wlrthsck. 


Vereine z. 

Fördern ne 

deaHandelB 

nnd der 

Gewerbe 


Eunit- und 

BChaftlicbe 
Vereine 


Uneik- nnd 
Oeaang- 
Vereine 


Nied.-OeBt. . 
Ob.-Oest. . . 
Salzbnrg . . 
Steiermark . . 
Kärnten . .. 
Krain , . . 
Kastenlaitd . 
Tirol n, Vor- 
arlberg . . 
BQhmen . . 
Mähren , . 
Schlesien . . 
Galizien . . 
Bukowina 
Dalmatien 

Im Ganzen . 


76 
, 23 . 

42 
1 49 . 

21 

, 54 

12Ü 

43 
108 

1 72 

22 

i 133 

148 

■ 177 


167 
177 
178 
188 
340 
227 
62 

141 

225 
160 
195 
108 
79 
32 


16 
46 
30 
63 
52 
228 
168 

79 

50 

96 

65 

127 

100 

274 


42 
38 
42 
44 
37 
32 
32 

114 
51 
40 
54 
10 
12 

129 


33 
14 
34 
27 
14 
21 
13 

20 
16 
11 
22 
44 
41 


25 ' 

21 

53 

40 

34 

38 

29 

45 
17 
11 
15 
22 
47 


60 
70 
42 
74 
100 
43 
61 

105 

81 

76 

59 1 

18 

35 
137 


ll 8Ö 


185 


61 


46 


üi 


23 


70 



Dte Statiitik des SBterreichlsobni VereinavMenB seit dam Jiüat 1867. 



231 



Intereuen- 
Gemeiutcliatteii 



L t a d r 



Nied.-OML . 

,0b -0«L . . 

Salabnrg . . 

iSteiermwk . 

IKiratui . . 

Knin . . . 

Kflitonluid . 
Tirol o. Tor- 

srlbeig . . 

BOk<B«B . . 

Hkhnn . . 

SehiniBn . . 

GalisisD . . 
fiskoviiu 

Dftlautlan . 

Im Oftiueu . 



PoUUaeLa 
Vereins . 



28 
32 
38 
83 

5ä 

21 
26 

54 
14 
23 
28 
4 
18 



vor- 
wtecend 
für beiu- 
irirttuob. 
Zwecke 



72 
77 
31 
109 
79 
54 
42 

69 
81 
179 
116 
156 
59 
119 



WaehiclB. 

Sdinti-Qe- 

meln- 

eeluAen 



186 
377 
344 
207 
93 
147 
229 

205 
228 
181 
214 
176 
213 
49 



Erwerbe- 
Gemein- 
■chAften 



24 



114 



195 



195 
50 
38 
40 
17 
32 

126 

38 
52 
92 
55 
32 
12 
81 



Wohl- 

th&tlE- 
kelts- 
Vereine 



SoDetJKe 
Terelne 



75 
53 

106 
57 

144 
87 
84 

78 

56 

45 

142 

162 

189 

56 



25 
22 
22 
19 
17 
16 
6 

19 
21 
14 

13 

8 

47 

16 



Ueber- 
hkapt 
Vereloe 



82 



72 



20 



1.000 
1.000 
1.000 
1.000 
1.000 
1.000 
1.000 

1.000 
1.000 
1.000 
1.000 
1.000 
1.000 
1.000 



1.000 



An der Spitzs aller Tereioe stehen also der Zahl nach, wie man «ieht, 
die SohntsgemeiDflohafteo in den Laadera Ober-Oesterreioh , Salsbnrff , 
Staiermark, KBateoland, Tirol nnd Vorarlberg, BShmen. MShren, Schleaien, Gralixien, 
Bukowina; die ErwerbsgemeinBoliaften in ^ieder-Oeaterreioh ; die zar 
BefSrdernng der Kraft und G-ewandtheit bestimmten Vereine in 
Kirnten; dieBildnngs- und Bei ehrongs- Vereine in Krain nnd Dalmatien. 
In zweiter Beihe finden vir die Sohntzgemeinschaftenin Xieder-Oesterreich ; 
die Kraft und Gewandtheit fördernden Vereine in Ober-Oesterreteh^ Sali- 
bnTg, Steiermark, Erain, Tirol, Böhmen, Schlesien; die Wob 1 1 hätigkei ts- 
Te reine in Kärnten, Galizien nnd der Bukowina; die Bildongs- ond Be- 
lehroDge-V ereine im KüBtenland; die hanswirthschaft liehen Vereine 
in Mlbien ; die G e s e 1 1 i g k e i t s - V e r e i ne in Dalmatien. Innerhalb der einzelnen 
Undfli absorbieren über ein Drittel aller Vereine die Schatzgemeinscbaften 
in Ober-Oflsterreiob and Salzburg und die kraftfördernden Vereine in Kärnten ; ein 
Viertel bis nahe ein Drittel die Btidangs- Vereine in Dalmatien; fa3t ein 
Viertel die Schntzgemeinschaften in Böhmen nnd im KUstenlande, die Bildnngs- 
Terdne in Krain und die kraftfördernden Vereine in BShmen und Krain. Die Kunst* 
ond die wiaaeiuchaftlichen Vereioe, welche eich durchechnittlich auf 2-3 Percente 
bowegen, bringen es nirgends aber 5'3 Percente (Salzburg) nnd die politischen 
Vereine, deren Durchscfanitt 2*4 Percente ist, nirgends über 8*3 Percente 
(Steiermark). 

SiJien wir bisher, wie sich die Vereinaverhältniase innerhalb der 
eincetnen Länder Oeaterreicfaa gestaltet haben, ao gewinnen wir einen Ueber- 
bllek, wie sich die gcsammten Vereine Oesterreicha in jeder einzelnen Gruppe 
anf die Länder Oesterreichs vertheilen, indem wir den Antbeil jedes 
IitDdea &a je 1.000 Vereinen einer jeden Kategorie feststellen. Wir sehen dies 
ani nachstehender Tabelle: 



232 



A. von Bandow; 



Tabelle in. 





■i 
11 


Terelne s. 








1 




' DoterliBl- 


Entwicke- 


Vereine s. 


Landvirtli- 


Gewerbe 


Vereine f. 


Hnalk- \ 


Linder 


tnng*- und 
äe«elUck.- 


luDg n. 
Verwart h. 

karparl. 
Kraft nnd 
Gawandth. 


FörderanK 
aUgem. 


■ohaftllche 


n. Handel 
fOTdernde 


Eanit nnd 
WlaHn- 


o. Oenar-i 




Terelne 


Bildung n. 
BelehmDg 


Vereine 


Veraina 


■ebaft 


Ver«ina 


Nied.-Oert. . 


168 


170 


50 


172 


297 


218 


158 


Oti.-Oe«t. . . 


13 


47 


37 


40 


33 


47 


48 


Salzburg . , 


7 


14 


7 


13 


23 


35 


8 


Stoiermark . 


28 


51 


62 


49 


62 


94 


82 


K&mtan . . 


4 


29 


13 


13 


10 


26 


S2 


Krain , , , 


6 


12 


37 


7 


8 


18 


6 


Kftstanland . 


24 


5 


46 


12 


10 


22 


15 


Tirol n. Vor- 
















arlberg . 


20 


30 


61 


97 


31 


82 


60 


Bübmeii . , 


490 


465 


312 


424 


292 


295 


440 


Mähren . . 


108 


110 


197 


110 


64 


65 


136 


ScUsflien . . 


6 


26 


26 


29 


26 


17 


21 


Oaliaien . . 


96 


36 


127 


14 


126 


62 


16 


Bukowina 


16 


4 


15 


2 


18 


20 


5 


Dalmatien . 
Sanune . . 


14 


i 


30 


18 


— 


— 


13 


1.00Ü 


1.000 


1.000 


I.OOü 


1.000 


1.000 


1.000 



L t n d e r 


PollUsche 
Vereine 


iBlereuen-flemetn- 
Botaafien 


Erwerba- 

Qeniein- 

Bohaften 


Wohl- 

tbätigkeita- 

Vereine 


Sonailge 
Vereine 


Vereine 
aberhsapt 


iror- 
wlefcend 
mr hauB- 
wlrtbBoh. 
Zweoke 


Wechieli. 
Setints- 
gemelD- 
Bohaften 


Nied.-0e8t . 
|Oh.-Oort. . . 
;Salsbarg . . 
Steiermark , 
Ebrnten 
Krain . . . 
Kastaaland . 
Tirol B. Vor- 
arlberg . . 
Bökmea . . 
iMShren . . 
SchlBBien . . 
Galizien . . 
Bukowina 
Dalmatien 

Sanune . . 


213 
63 
22 

172 

33 

9 

18 

88 

218 

119 

29 

9 

7 


152 

84 

9 

58 

12 

6 

7 

32 

317 

203 

25 

88 

5 

3 


162 
66 
22 
48 
7 
8 
19 

36 
425 

116 

27 

53 

10 

2 


452 

30 

7 

24 

3 

4 

26 

18 

244 

144 

16 

24 

\ 


198 
36 
21 
40 
32 
12 
19 

43 
302 

80 

49 
139 

24 
5 


237 
56 
16 
49 
14 
8 
6 

38 
420 
90 
16 
25 
22 
7 


189 
49 
14 
50 
16 
10 
17 

40 

386 

127 

25 

61 

9 

7 


1,000 


1.0ÜO 


1-000 


1-OOü 


1-000 


1.000 


LOOO 



Wie man aas dieser Tabelle sieht, repräsentieren die Vereine von Bfihmsn, 
Nieder-Oesterreich nnd Mähren, gleich wie im Reichadarchsohrntt, so 
anch innerhalb der meisteo Yereinsgrappen die überwiegende Majorität ; die GheaeJ- 
ligkeits- nnd die hauswirthschaftlichun Vereine dieser drei Länder betragen Ewei 
Drittel aller Österreichischen Vereine dieser Art, die landwirtbschaftliohen Vereine 
and SchategeDOBsensohaften 7 Zehntel, die Kraft und Gewandtheit' fSrdam- 
den nnd die Musik - Vereine 3 Viertel nnd die Erwerbagemeinsohaften sogar 
7 Achtel aller entsprechenden Vereine in Oesterreich. Ausserdem bilden die 
Bildnnge- und Belehrungs- Vereine von Böhmen, Mähren and Gl a 1 i s i e n 
zwei Drittel, die Gewerbe- Vereine von Nieder- Oesterreich , Böhmen nnd 
Galizien sieben Zehntel, die Eanet- and wissenschaftlichen Vereine vonifieder- 



Die SUtiHtlk dn ftatemtclilachen TenluTuetu seit dam Jahie 1667. 233 

Oesterreich, BShmen, Steiermark and Tirol eiebeo Zehntel, die poli- 
tiHhm Vereina von Ki eder-OesterreJch, Böhmen, Mfthren und Steier- 
mark sieben Zehntel bis dreiviertel, die Wohlthätigkeits- Vereine von Nieder- 
Oesterreiob, BObmen nnd Ga I i zi e n zwei Drittel aller dieser Vereine. 
Kieder-Oesterreiob steht in Bezug auf die Zahl der Gewerbe- Vereine und 
der Erwerbsgemeinsehaften an der Spitze; bei allen übrigen Vereinaarten hat 
Bohnen den ersten Platt. An zweiter Stelle finden wir Nieder- 
Oea:erreieh bei den GeselligkeiU- , den Kraft- nnd Gewandtheit fördernden, 
deo landwirtbflchaftUchen, den Eanst- nnd wisBenschaftlichen, den Musik-, den poli- 
tiachan Vereinen , den SrhntzgenoBsenschaften und den Wuhlthätigkeits- Vereinen, 
M S k re n bei den Bildnngs- Vereinen und den hansvirthscbaftlicheo Vereinen, fi S h m e d 
bei den Gewerbe- Vereinen and £rwerbBgemeinschaften. Die dritte Stelle 
beaupmcht HShren bei den Geselligkeits-, den kraft- etc. fSrdemden, resp. ver- 
«ertbeaden, den landwirthscbaftlichen, Unsik-, den Schatz- and Erwerbs-Gemein- 
aohiften, Galizien bei den Bildnngs-, Gewerbe- nnd Wohltbätigkeits-Vereineu, 
Steiermark bei den politischen und Ennat-Vereinen. 

Bis ZB 50 Percente bringt es in den einzelnen Vereinsgrappen kein Land 
Oetterreichs ; doch streift Böhmen mit 49 Percenten bei den Geaelligkeits-Vereinen 
nnl 46'6Percente bei den kraft- etc. iörderoden nahe an diesen Peroentsau. Auch 
N'eder-Oesterreioh mit seinen Erwerbsgemeiosohaften (45-2) kommt der 
Hilft« nahe. 

Die lotensiUt des Vereinsleben« wird natfirliob erst durch die Bezie- 
bnngen der Vereinszahlen auf GrÜsse nnd Volkszahl der einzelnen Dlnder klar. 
£b antfüUt ein Verein: 



ia Sabbnrg 


. . anf 27-09 Qn^dr. 


-Kilom. 


621 Einvohner 


, NIadar-Oett erreich 




5-63 




n 


674 








7-25 




n 


783 








13-18 






83Ö 








9-41 






914 


IT 






35-54 






1.199 




a Tirol and Vorarlberg ..... 


• n 


39-90 


IT 


3 


1.234 


n 




' B 


11-23 


n 




1JS42 


n 






23-90 
25-70 


n 


n 


1.301 
2.088 




. KOsteuland 


• 






n 


54-52 


n 




2.6:^3 


n 






61-47 






3.432 






' n 


103-48 


n 




3.923 


n 


, Galixien 




68-80 






5.289 






n 


16-17 


Jl 


1? 


1.203 


p 



Wollen wir die Länder Oetterreichs untereinander anf ihre vereinn- 
bildeade Thätigkeit prUfeo, so müssen wir andere Tabellen, als bisher, 
m Hilfe nehmen. Zn diesem Zwecke berechnen wir, wie viele vuq den verschie- 
denen Vereinen in jedem Lande und überhaupt in Oesterreich auf eine Million 
Einwohner entfallen. Wir gelangen hiebei zn nachstehenden Resultaten : 



234 



A. Von Bftndowi 



Auf 1 Hillion Einwobner kamen in den einzelnen Ländern und in Oeeter- 
reioh tlberlianpt Vereine : >) 

Tabelle 17. 





Qeiellig- 

keita- nnd 

ünterbal- 

tanxe- 

Verefue 


Verein e t. 
Eotwicke- 


BüdDngs- 


Gewerbe n. 


Landwlrth- 


Vereine f. 


XnKlk- , 


Länder 


iooK kör- 
perl. Erafi 


and Be- 
leb ruDgs- 


Handel 
fördernde 


Bobaftllcb» 


Knnet- and 


n. Qeaanc- 




und Ob- 
wandtb. 


Vereine 


Vereine 


Vereine 


WiBeeoaDh. 


Vereina 


N.-Oe«tejT. . 


113 


248 


24 


49 


61 


37 


89 


Ob-'Oeaterr. 


27 


212 


56 


17 


46 


25 


83 


SalEborf . . 


67 


286 


49 


56 


67 


86 


67 


Steiormark 


37 


145 


49 


20 


34 


31 


67 


Eftntten . . 


17 


284 


43 


11 


32 


29 


83 


Erain . . . 


21 


87 


87 


6 


12 


15 


17 


Kastenland . 


59 


29 


80 


6 


16 


14 


30 


Tirol n. Vor- 
















arlberg , . 


34 


115 


64 


13 


93 


36 


85 


Böhmen . . 


138 


266 


64 


20 


65 


22 


104 


Mähren . . 


79 


176 


104 


12 


44 


12 


83 


Scblesien . . 


18 


156 


53 


18 


44 


12 


47 


Galizien . . 


25 


20 


24 


8 


2 


4 


3 


Bnkowina 


43 


24 


29 


12 


3 


14 


10 


Dalmslien 
Darcbacbnlttl. 


45 


8 


71 




33 




35 
















in Oesterr. . 


71 


156 


51 


17 


39 


18 


59 



Länder 


Folitiiohe 
Vereine 


latereeiten- 
Oemeiniohaften 


Erverba- 
Qcmein- 
aobaften 


Wohl- 

th&tigkeits- 

Vereine 


SooaUge 
Vereine 


Veralne 
Oberhaupt 


voi- 

wieeend 

für bans- 

wirthHch. 

Zwpcke 


Wechsels. 
Schatz- 
gemeia- 
Schäften 


N.-Oesterr. . 
Ob.-OeBterr. 
Salzburg , . 
Steiermark . 
Eärntea . . 
Krain . . . 
Kdateeland . 
Tirol n, Vor- 
arlberg . . 
Böhmen . . 
IHähren . . 
läcbleaien . . 
Galizien , . 
Bokowina 
Datmatiea . 


41 
38 
61 
64 
43 
1 8 
12 

j 44 
18 
25 
23 
10 
5 


95 
92 
49 
84 
66 
21 
20 

47 

104 
196 

93 

31 

17 

12-5 


288 
451 
555 
159 

78 

56 
HO 

169 
291 
198 
172 

32 

62 

12-6 


290 
59 
61 
30 
14 
12 
60 

31 

66 
101 

44 
6 
3 

20 


112 
63 

171 
44 

120 
33 
40 

63 
72 
49 
114 
31 
55 
14 


37 
26 
36 
15 
14 
6 
3 

16 
27 
15 
11 

1 
14 

4 


1.484 
1.194 

1.609 
769 
834 
381 
479 

810 
1.277 
1.094 
805 
197 
291 
265 


Dnrchechnittl 
in Oesterr. , 


20 


79 


178 


68 


60 


16 


831 



Unter Voranssetzung einer gleich groseen BevSlkerangszahl jedes 
Landes vertheilen eich naoh der vorstehenden Tabelle die einzelnen Tereinaarten 
in folgenden YerhältnisBen über die Länder Oesterreiche : 



') SelbstveratandUch entsprechen die Qaerproportionen denen der Tabelle IL 



DJ« SUtistik des Qiterre ich i sehen VenlnawaBena aaft dem Jahre 1867. 



235 









Tabelle 


V. 












Teretoe mr 












Linder 


QeaeUlR- 

kalta- nnd 

Unter- 


Knt Wicke- 
lung und 
Verwerth. 
kdrperl. 
Kraft and 


BildouKB- 
nnd B» 

lelmuiKa- 
Veraine 


Gewerbe n. 

Handel 

fordernde 


Landwirth- 
acbartUebe 


Vereine f. 

Knnat- n&d 

VriBsen- 


Hatik- 
n. Qeaang' 




baltnaica- 
Vereine 


Vereine 


Vereine 


Bohart 


Vereine 






Qa wandt b. 












Nied.-Oast. . 


156 


119 


30 


198 


110 


110 


112 


Ob.-Oert. . . 


37 


102 


69 


69 


83 


74 


105 


Salsbnrg . , 


1 93 


138 


62 


223 


121 


253 


85 


Stoierniark . 


51 


70 


62 


81 


62 


92 


72 


Kftmtan . . 


24 


137 


54 


44 


58 


86 


105 


KnÜD . . . 


29 


42 


109 


24 


22 


45 


21 


KflatenUnd , 


82 


14 


101 


24 


29 


42 


38 


Tirol n. Vor- 
















arlberg . 


47 


55 


80 


53 


168 


107 


107 


Bahnen . . 


' 191 


138 


80 


81 


118 


65 


131 


MUiren . . 


109 


85 


131 


49 


80 


36 


105 


SchlMien . . 


25 


75 


67 


73 


80 


36 


59 


GKlixian . . 


35 


10 


30 


32 


4 


12 


3 


Bukowina 


59 


11 


36 


49 


5 


42 


13 


Dalmalien 
Snmme . . 


62 


4 


89 


— 


60 


— 


44 


i 1.000 


1.000 


I.ÜOO 


1.000 


1.000 


l.OOU 


1.000 



Linder 



FoUtiacbe 
Vereine 



laterexten- 
Qemeinwiharten 



wiecend 
für bana- 
wirtbaoh. 

Zwecks 



Nied.-0«>t. . 

Ob.-Oest. . . 

Salxbnrg . . 

Steiermark . 

Umten . , 

Erain . . . 

KOstanluid . 

Tirol D, Vor- 
arlberg . . 

BöhmeD . . 

kUhren . . 

Schlesien . . 

Oaliaien . . 

Bukowina 

Dalmatien 

Summe , . 



105 

97 

156 

163 

HO 

20 

31 

112 
46 
64- 
58 
25 
13 



1.000 



103 
99 
53 
91 
71 
23 
22 

51 

112 

211 

100 

33 

18 

13 



Weobael- 
aeittge 
Sobatz- 
gemein- 
Bchaften 



109 
171 
211 
flO 
30 
21 
42 

64 
111 
75 
65 
12 
24 
5 



1.Ü00 



1.000 



Erwaiba- 

Qemeio- 

Bobaften 



364 
74 
77 
38 
18 
15 
75 

39 

83 
127 

55 
8 
2 

25 



1.U00 



Wohl- 
tb&Ug- 

kaiU- 
Verelne 



114 
64 

174 
45 

123 
34 
41 

64 
73 
50 
116 
32 
56 
14 



Senat ige 
Vereine 



164 
116 
160 
66 
62 
27 
13 

71 
120 
.67 

49 
5 

62 

18 



1.000 



1.000 



Vereine 
flberhanpt 



130 
104 
140 
67 
73 
33 
42 

71 
111 
95 
70 
17 
25 
22 



1.000 



Abs diesen Tabellen gewinoeD wir einen leichten üeberblick Über die 
vereinabildende ThStigkeit der Länder Oesterreiobs , sowohl in Bezag 
auf diq Frage, vie viel stärker oder schwäoher unter bestimmten gleichen Yoraas- 
setznngen ein Land gegenüber dem anderen von Yereinen tlberhaapt und den 
ODSelnen Arten derselben dnrcheetzt ist , als auch in Bezng anf die Frage , wie 
weit eich unter gleichen Voranasetznngen das Geltungsgebiet der einzelnen Vereins- 
arten über die Länder Oeaterreicbs erstreckt. 

lo erster Beziehung springt sofort in die Augen , wie grundverschieden 
die YertbeiluDg der Vereine und ihrer einzelnen Gattungen tlber die LUnder Oester- 
reiobs sich darstellt, wenn man die Länder nimmt, wie sie sind, d. b. ohne Btlok- 
ncbt auf ibre Bevölkerungsdichte (Tab. I n. II) oder aber, wenn man von jedem 
Lande eine beatimmte gleiob grosse Zobt seiner BerGlkeniQg in Betracht zieht und 



886 



A. TOB Rftlido«: 



doiiii barftoliDet, vio rielo Verriae «nf jo4<t Luiiieitqaot« dkaer rombiBiertn ßr 
vfilkerong kommen. (Taf. IV und V.) 



Id iIrb iTMteB Falle conitk 
liartea wir [Tab. III, Seile 23S). 

1b Qflhnca iQH Venbe 

, NWvfOestamich . 189 , 

, Mfthreo 127 , 

. OaliucD 61 • 

^ Si«ianiiu'k .... Sl) , 

^ dlifr-OwlifiMlCli . . 49 , 

, Tirol 0. VomrllwrK 40 , 

. ächletüMi :tö , 

In Eaiteola&d« ... 17 » 

In Kinites Iti , 

. SUxbarg li „ 

, Krain 10 . 

, d«r Büuiwiiia ... 9 , 

, Balnurtioo 7 , _ 

SoBiin« .... LOOO Toraia« 



In dem Kirei tsn falle «TftitKt 
sieli daEecon (TaV.V, Seit« 235). j 



flr 8«IxbvK .... 


MO T« 


. NioderOealcmikk 


lao 


, B(t)UD«l 


111 


„ Obor-OMtanaldi 


104 


. UUuvn 


96 


, ElUVtCB .... 


73 


, TInil n. VorarilMTf 


71 


. Sckle«!«! .... 


70 


a Sleienuart 


67 


, BlUl«]üaiid . . . 


4ä 


,. Krai« 


33 


, die Bukoiriaa . . 


ii 


, Dalniitl«D , . . . 


33 


, Oalisitn . . 

SauuDD .... 


17 


1.000 Ye 



B«lativ Bt«ht bieroadi in fiosag auf die Anuhl aeiii«r Vereise Bber- 
hanpc aat«r den LSndera Oeitterreichi obsasn flslEbarg, ibm t'oift 
NK«ier-0(>itorroicii, (vrolohoa aoeli io den eraUa Falle dio aweitn BugstDlle fiin- 
almtat), dann erst koniiit Bfifauea; Ober Oetterreieh rangiert vor Mäbreti; Galisiea, 
welches, veoa man «eine Volksdicbt« niobt ia Betracht sieht , den vierteo Platt 
hat, moM sieb relativ mit dem leisten be^nllgen nnd wird eo^ar vuo der Bako> 
wins und T>almBtieii Ubertroffen , welche verhültniisnitieai^ mehr Vereine bobcs. 
KSrnten und Tirol mit Vorarlberg treten vor äteiertnark, Sdilefliet behalt mEu 
■chte Raogsielle und dax EtiitenlaDd tritt aar nm eine 8ielle znrflok, E!rajn aber 
bleibt aach relativ in ni^hiter Nnchbarechaft mit der Bukowina nnd DAltoatito. 

Auoh in fietng aof die einzelnen Arten der Vereine stebl naeh 
Tab. V DDter dea Ländern Oent^rreicbt Salti) arg an erster Stelle, indem ee rcUti? 
am bSaSg^ten die oberalen Percentiitxe leigt. Viermal bei den Gewerbe* Vereinen, 
Kunst- und wineenecbaftl. Vereinen, Sehnt xgenoeeeoeohaftcn und WobllliKiigkeita. 
Vereinen — steht es mit den hOehiten Feroenuatien an erster und riernal — 
bei dcB Kraft- nnd Uewandthcitrilnierndeo, landwirthicbarUicheo, pulitiaohoo and 
eonstigen Vereinen — an «weiter Stelle ; Nieder-Oesterretcb finden vir 8 Mal oben* 
as, und awar bei den Erwerbsgemcinsciieftca und HiDttigen Veieioeo, aUo 3 ILd 
an erster und bei den Ge«elligkeiU-, Gewerbe-, Knast- nnd WisMotohafta- und 
UuBik- Verein«D aleo 4 Hat an tweiter Stelle. Böhmen eraobeint 4 Mal und » 
3 Xel bei den (jceelligkeitM-, den Kraft- nnd Gewandtheiifördemdea nnd 
Mnaik-TereineD an erster und bei den hauHwirthichafLliübeo Vereioen an zwei 
Stell«, lltbren -i Uel — sweimol an erster {Bilduaga- nnd banswirthach&ftU 
Vereine) UDd 1 Kai (Erwerba-GemeinMibafteii} an zweiter Stelle. Ansaerdem finden 
wir noch Tirol — beidea UodwirlhMhafUichea Vereinen — und Steiermark — bei den 
politiHchen Vereinen — je 1 Ual an ereler Stelle und OberOeaterniob, Kämtao 
nnd Krain je I Mal an zweiter Stelle vertreteo, nnd swar bei den Scbuts-GeooBMO- 
nobafteo, reap. den WohllbtttJgkeit«-, Bilduogs- nnd Belebmnga- Vereinen. 

Ueber de« mittleren Onrohaehnitt (Tef. IV, letäte Zeile) Uherhanpt 
erBebeinan; 



i 



meder-OeaUrreich . . 12 Hai 

fiObBen II « 

Ufthreo und Selabnrg Je 9 . 
Sclilesieii u<l Tirol ja 7 , 



Kfcnilcn . 


. 


. 


5 Ual 


Stelermerk 


II-. 


, 


4 . 


Eoatenlaod 


und Krmin 


Ja 


l . 



KlMit de 



TireiiuwvBU ieil dem Jakn If 



GKliciu, Bnkovtna qdJ Dalnitisti eireiebeo niaiD«la ilie Ußha dea mittlenii 
l}iircli»ctuiitteH; DaimBlieo itl 3 Ual (bei iea Gewerb«-, den Knnst- und wiMeti- 
•chtftlichea QDd im politwcbea VerÜDen) gar nUbt vertr«t«n. 

Wu dwi Gellnagigebiftt der eiaieloeo Vereinaarton in 
Ocslarrvich ttD Gtnxen uibeUngt , so und (ffl- Tut. Vi , wenn maa 
itte Differenz iwiMbsn der atÜrksteD und nebwkchnten ig [Wr mille-SKtKRo iiieli uus- 
iträckendcn Vettrotung in dea ein^clMa LSadera fQr mAMgcbead uisieht, an 
gleicbnCaaigsten Hbar das Staatogsbiet verbreitet die Kraft- and Ga* 
Kllbait/Srdenidwi Veruine, die Unsik-Vertlnii and vor Allen diu Bildnogfl- 
rseioe (liiBenazea : 134 — 138—101) ond am nnglsiolimaBBigateD die 
Gevrr-rbf und Handel fördentden Vereine, die veobaelaeitigen änhabCfemeinDchaftaa, 
die Kanal- nad wiesMiaehaftUobea Vereine ond tot Ailsm die Erwcrba-Geaiein- 
•d)aften(DiffercDxen:301-— 206— 341— 362). ÜaA weoa man fUr die ßaliebt* 
h«it einer Vereiaiart die Eigtosthulx Hr tnas^bend hSlt , da» di«e«lb« in 
rielen Lindern und in diesen mit hoben ZilTera eracfaränt und di« Länder mit 
niedrigtn Ziffern aifh aof eine geringere Zahl r»*JaiäoroD, w or^bt »teh, da** die 
euuelaeD Vereiscarten in fotgeoder Ordnaog rangisreo: die Büdonga- and Be- 
leliraiigi-y«reiDe (is 10 LSndera mit Bber 60 p«r mille vortreten), die landwirtlj- 
whafiUobes Vereine (in 10 LSndern), die Uoaik-VereiDe (in 9 Lüodem), din Erafl- 
Bod Gevandtfaeit tTinlermlen Vereine (in 9 LSadern), die banewirtbiiohafUichen Ver- 
■ÜM {in 9 Ltadara), die politJM;beB Verein« (in 8 Lindem), die weehedseitigea 
8diatt-<I«D0Menai^alten (in 6 LSniiem), die WobltbitigkeitH- Vereine (in 8 Lindern), 
difl GaaeUigkeite- Vereine (in 8 Landera). Die fibhgM Veroinaarten atiihen in diaaer 
Bcdahnng turBck. 

Am meiatcn (mit 8bvr je 100 per mül«) vertreten «ind flborbanpt: 

die G«MUiKfc«it«-Vet«iD« la Babnaii. NiulaT-OMUmiek oad lUkrcn. 
, Kraft ul ({«»andthslt r»rd«red«a Varatn« in B9lii»»n, Salibnrg, KimUn. Medvr-0«fl*r- 

reich, Ob«rOee<«rfei*ii. 
. Bildnac*- «ad B^lokraaci-Vrrnno ia UUiren, Kimin and in Käatenlaada. 
, Uaodel and Gewerbe rardv^rodea Vereine la SAltliBri; und NirdefOeetanalek. 
p laadwirtbKliaftlicliea Vereine in Tirol, Salabar^. UAbm«a, Nieder-Oeaterrelcb. 
, Kooit' nad wiucaaobafüichea TenioQ ia Sal&barjc, Nl oder -Oe-'l erreich. Tirol. 
, Uunk-Tereina in Bühnfla, üinder-0«*iarreli:li, Tirol, Ober-dsUrreiek. Kirnten. Itiltreo. 
, politlBchcB Vereine in SteirrMark. Satxbnrt. Tirol, Kftmtea, SiedcT-Oestmrlfrb. 
B liaaaietrtlucbafUlcliea Vereine ia Uabrco, BAkiBMi. Niader-OeeterrcJoli. ScUeeivn. 

v«chMlaeiti(«n Sctieia^emeinscbarten in Salabaii. Ober4>a(terrefcb , Bäbaiait. Nieder- 

Oeetnrrelch. 
Irvetba-QeiBeiaachkfteo in Nieder-Oeetemicb, HUiren. 
WidütUtifkeitt-VereüM U Salzburg, Kanten, Scblaailen, Niailei^cMernicli. 

Die« das Bild von den Stand« der Vcrbilte uufa den ErhebDngea dea 
JahrM IBSa. 



IL Sl« Eatwiekolnug in Voroinswesom in OnUrrdich seit 1867. 

Vm einen Ueberblick Übe« die bi«toriH«be Kntwiiütelnng des Vereinawesena 
bi Oeaterretoli in gewinnen , bringm wir eiuiiiohet nachstehende amba Tafeln 
(Ti/al VI bk XI), tob d^nen die Tafeln VI, VII, VIU und die letzte Coloane 
dar Tafel tX die Entwickelnng der Vereine Uberhaa[it, ohne tTRter»oheidnn< 
tltrer Arten in Oeeterreich und dessen Ländern, die Bbrigeo Cotoaneo der Tafel IX, 
aowi« Tafel X, XI die CtitwicJcelong d«r Vereine naeh ihren Arten um 
G«|:eeBtuid« habui. 



238 



A. von Bandoir: 











1871 -. 

1874 

1877 

1880 

1882 


er- 
M 
B 

n 
'■^£■2 


1 


• 

s? 
1 

er 
s 

A 

-1 

s 

E 

8 

a 
g 

3 

• 




dh»s1-> !-■ OD 




■-■»-1 

— oto OD Ol 

ce^cnoo 


3?2 

¥ 

"■? 

»3 

« 

E. 




oocuiece 

co-ji^öi-^ 












Ml CO ob -j dl 




cÖcOK><3»^ 


"?■? 
gg 

St 




2SSS;S 

i-'i-' 

^SQ CD noai 




Qtccomoi 

qSCM CO it> CO 

00 <l O: •»■ W 

»• töcni^ cö 


e 






. hQ 

■ sl 




(DODOpcucp 

>— eji cn w CO 


' 4» 




CT O" -^ W" o 


Ig 

5 ' 

□ 











iS£ 



SSSSS 



rfkOi CT )tw 1^ 

CO kW lote CD 



I^CTl^CUOS 



cnoiCTOien 






►3 0000^- 



~)~3~3-jcO 



Oco>4£5 



)OD~J~J~J 

ICUQDCTl*^ 



)«IOCUIfc.CT 
M-IOjE-«! 



er 









7 - 



5& 















SP- 



Ol «71 cn >b> G» 

i-'tD-jeDW 



II 



I nO 
IT». 



CO OD -J Ol Ol 



^oococoo 



5.^ 



o 



■^1 
s ■> • 









5- 



ob 



CDO^OOb- 
1^ -J w CR 






Ji-' oaojc 



OiCtitOWtO 
!f^ CT »^1-. 



38? 



II 



g 



OD 



CO SP 00 -j Ol 



CpUI UiH- c 
00i0*.0 



"■? 



£ 



0I03^DO 

03OS Wfc- 



3B cu^s^c>Ml-> 
Ol OCT00^sa> 



S -JOIOI^CU 






3> 



Ol-OODi 



coocoföcu 



>#i tlk U K) !-• 
V >— C3> CT CO 

Osui >— '-S CO 






55 

oa 



«-CD-ICTOJ 

1^. OS -JtDI— ' 
"-OJQ0~JtD 



-9 






ICICCUk'fO 



o 

Ol 



OaCTCM toco 
CTCO' 



_ __ *a >D < 



Die Statistik des Saterrelcbisclieii VeninsweseiiB leit dem Jabre 1867. 



239 













«WMftnowt-octÄoo — — (NM 






CT! 1- -r > a '- t- ,.• i!i 5 ui S? ,T ^5 e g 



-^ M --■■.■) I-; [>.-<: c 5; ii 13 « <-i K5 i.1 



— '-fffsooooc^io-cO'.'iaSÄiaQÖt- 






Ä =C r' IC ti ~. "Oi ^ iJi 3D a :> 3i t. e« -- i-i 

os ^ <Q tt r». ca o —. -S ;;-;-; S ~ -, 



p; ■-: 1«. ?. = ": -.^ >- 5: = =; S 2! 3 2 ••■ 









O 






>CO'K 



I rf 

•uianA'^Q'M I ~ 

^_ lO 

00 ffi « Ev o ro «s OD o -r" M -f »o < 






_„_, s^tM^ic^^Tfl«:«^'* 



'UA apniep 



■! ' — < — 9* 9i Si ** IM JJ ?» i» ec flS m 



•ai»i«A 
aitB|i|V*qH 



•■Mt*A 






ei 






CM07— 71 — *»3*t»— '— «■«»■-OaiSl* 



•DE , m ^ lO :2 t~t 



— — — i— Z^3(3***CftM 



«qauA 



_.___L^i__ 



SM rf; T irt 



■5*! 



u 






.oösSsSöosSSSSsS 
oooociöoööööoöööö 



I O -HOOM Ä »t- OSOT CO o> i-" n-eo coiSS 



00?^ « «3 






Ol -M 









(>tDt<NM04^3>ieJ7i3«INM:N7^S40J 



a ":; i^ ü:: ::; jü? ^ '^ SB " 3P ■" a> c- ^ 3"» 
., *■! sj ci o C) s- ~. ;2 ^ ^ t^ 2 o ■; ^ Ä «4 



*■ 
•0 _ 



t-! ?i rj IN ■?! w ?» ?i rt ?i n ?i w ?; s: 2 



— s» si Ol 5 



1^ 






ojOMr*— ■00-»"— ■Äiowor-»!«'* 



OS ^ ci -15 1« 5* Ol t- 00 w ;o •.■! ■^ M O 



S 



o-^gi-fior^oitooor-MQtQrfiifti-- 



.-I — w:?»?»:^-^ — — — — — =M 



03a»ooo-'cor-iE°°E:t;Gr^r:^ 






es -^ m -j> (- -j -*■ »* -Ä r» tn O 2 Q ^ t- 

OCGOXOCOSSDÄ— ÖHW»'»Öt~CO® 



»«r--HTi»n;e-i.T03si"OOOJo*cao«cii 

-^r-r-t-tttor-r-r-ooootuooccooco 



240 



A. TOD BaDdow: 



Tabelle XI. 

Auf 1 Hillion Binwobner OesterreicliB in je einem Jahr« kamen folgende 

Vereinstabien: 



Jabrg&iiKe 



Wirtheobaftllobe 7erelne 



IiitereeMn-3«meliiBcbalt«n 



I, 



1871 
1872 
1873 
1874 
1875 
1876 
1877 
1878 
1879 
1880 
1881 
1882 



vorwiegend t&r baaewirth' 
■obartllehe Zwecke 



Con- 

enm- 

Vereine 



22 
25 
23 
2t 
19 
17 
15 
13 
11 
11 
10 
10 



Spar- 
caBBen 



10 
11 
12 
13 
13 
14 
14 
14 
15 
15 
15 
16 



Vor- 
•chaeg- 

OMBCO 



37 
47 
49 
52 
55 
53 
54 
52 
51 
52 
61 
63 



Deber- 
henpt 



SoliiiU- 
lamelii' 
Bobeft. 
Inebe- 
eondere 



69 
83 
84 
86 
87 
84 
83 
79 
77 
78 
76 
78 



92 
107 
111 
121 
129 
135 
140 
145 
153 
161 
170 
178 



neber- 
benpt 
Inte- 
reBflen- 
Oe- 
m^n- 
BcbafL 



Erwerbecem ela- 
Bobanen 



Aot,-Qe- 
aeUaob. 
n.Prod.- 
nnd Er- 
werbag. 



J6l 
190 
195 
207 

aie 

21S 

as3 

334 

230 
239 
236 
2Se 



25 
35 
36 
33 
31 
29 
27 
25 
24 
24 
24 
26 



Spar-n. 
Looa- 

likiif- 
Verrine 



Br- 

werbes. 

tiber^ 

hanpt 



26 
29 
29 
27 
26 
24 
24 
23 
25 
27 
36 
43 



61 
84 
66 
60 
ST 
68 
Bl 
48 
49 
61 
60 
88 



Wlrth 

■ohaft 

liebe 

TereiBe 

übei^ 

benpt 



212 
254 
260 
267 
373 
272 
274 
872 
279 
290 
306 
324 



Jahr- 



1871 
1872 
1873 
1874 
1875 
1876 
1877 
1878 
1879 
1680 
1881 
1882 



Nioht, wirthanliaftlLche Tereln 






30 
36 
39 
42 
47 
49 
51 
53 
56 
59 
66 
71 






38 

47 

54 

65 

74 

83 

94 

105 

IIB 

126 

139 

lö5 



■* . 



lll 



39 
40 
41 
4Ä 
41 
41 
41 
41 
41 
42 
45 
51 



B dl D 



13 
15 

16 
17 
18 
19 
21 
24 
27 
29 
32 
39 



1^1 



-31a s 

^ «ja 



^3 



_££_ 



s 
11 

14 
13 
13 
12 
12 
12 
12 
14 
15 
18 



9 
U 
12 

14 
14 
15 
15 
15 
16 
17 
18 
18 



40 
44 
45 
46 
40 
47 
48 
49 
61 
53 
6i 

59 









27 
Sti 
26 
25 
24 
22 
21 
20 
19 
20 
20 



26 
30 
32 
36 
41 
44 
46 
48 
51 
53 
56 
60 



äs 

s-3 



2 

3 

4 

5 

6 

6 

6 

7 

9 

12 

14 

16 



Nicht- 
wirtb- 
Bcbaft' 
ticbB 
Tereiea 
nbei- 
ban|it 



226 
264 
283 
306 
324 
339 
356 
375 
398 
425 
461 
607 



Ein Blick asf die drei Tabellen VI bis VIII and die letzte Colonne der 
Tab. IX genagt zar ErkenntniaB, in welch' bedentendam Hasse sich die Veraiae 
seit 1867 vermehrt haben. Die Geeammtzabl der Yeretne in Oesterreioh belief 
sich im Jahre 1867 auf 4.348, so dass aaf 100.000 Bewohner nicht gani 
22 Vereine (21*7) kamen, nicht viel mehr, als sich beute in Galitien finden 
(18'9), dem Lande, welches unter allen österreichiscfaen Ländern nach TerbSltnin 
seiner BevBlkernng die wenigsten Vereine zShlt nnd weniger, als das heate nftohst 
Galizien am wenigsten mit Vereinen besetzte Land Dalmatien aufweist (35'6). 
Während die 6esammtbev6lkening von 1867 bis 1882 nar nm 11'5 Peroente 
gewachsen ist, stieg die Zahl der Vereine in derselben Zeit nm 326*6 Peroente. 

Vergleichen wir die Cregeowart mit der Zeit zn Anfang der ateben* 
ziger Jahre, so geben nachstehende beiden Zahlenreihen Gelegenheit za einer 
interessanten Vergleichang. Es hatten aaf 100.000 Einwohner Vereine (vgl. 
Tafel VIII): 



Die Statistik des üsterre icU sehen TereioBwesens seit dem Jahre 1867. 



241 



im Jahre 18T1 



Kieder-Oesterreich 85'7 

Salzburg 791 

Hihren 695 

BSbmen 641 

Ober-Oeaterreich 602 

Steiermuk 44'7 

KärnUn 44'4 

im Darcbschnitt aller Iiänder 43'6 
Tirol nnd Torarlberg . . . 40'3 

SchlesisD 37'9 

du Kaatenlaod 28-4 

Krwn 21-6 

Dalmatien 200 

die Bukowina 8-3 

Galizien bl 



im Jiihre JStt^ 



Salibnrg 160-9 

Nieder-Oerterreicli , . . , 1484 

Bühmen 127-7 

Ober-Oesterreich 1194 

Hftbren 109*4 

Karaten 83-4 

im Darchscbnitt aller Liknder 831 
Tirol DDd Vorarlberg . . . 81*0 

Schlesien 80-5 

Steiennark 76-9 

das Kästenland 47 9 

Krain 38-1 

die Bnkowina 29-1 

Dalmatien 25*5 

Galisien 18-9 



Der Darofaschnitt aller Länder bat sich eonach in dem gedachten 
,Zflitranin fast verdoppelt and die Länder, die im Jahre 1862 im mittleren Darch- 
flchnitte stehen , zählen augaHihr so viele Vereine , wie Nieder-Oesterreioh , als 
TareinsreicbBte? Land, im Jahre 1871 gezählt hatte. Aher im Einzelnen haben sich 
die TerblUtnisBe sehr veraohoben. In Bezug anf die Zahl ihrer Tereine ist Nieder- 
Oeetarreich von Saliborg, Hähren von Böhmen nnd Oher-Oesterreieh überholt 
worden. Das EUatenland hat seinen Platz behauptet, aber Steiermark, das früher 
über dem iDurohschnitte stand, ist anter denselben herabgedrückt und von 
Tirol nnd Schlesien überholt worden. Das Küstenland, Erain, (ralizien und die 
Bnkowina — letztere beide trotz ihres bedeutenden VermehmngB-Percentsatzes — 
sowie Dalmatieo nehmen noch heute in der £eihe der Länder die vereinsärmsten 
Stelleo ein, wobei nur Dalmatien hinter die Bnkowina zarQckgetreten ist. 

In Bezug auf dai Mass des Wachsthums der Tereinszahl 
enahen wir ans Tab. VI, dass die Länder Oesterreichs in nachstehender Stärke- 
folge eine Vennehrung ihrer Vereine erfahren : 



die Bnkowina . . . nm 286'3 Percente 

Oalizien „ 2586 „ 

Schtsuen » 130*1 „ 

Salzburg 119-1 

Bahmen „ 112-6 „ 

im Durchschnitt aller 

lAnder um 1061 „ 

Tirol „ 105-6 



Ober-OsHterreich . . um 105*2 Percente 



Nieder-Oeat«rreich . 




lOH 


KäTDteD 




93-3 


KQ&teDlaDd . » . . 


• n 


84-5 


Steiermark , . , , 


■ ti 


82-4 


Krain 


n 


82-1 


Mähren 


n 


67-0 


Dalmatien . . , , 


n 


37-7 



Es ist indesB misslicb, die quantitativen Wandlungen der Vereine in der 
Zeit nach dem Differenzpercentsatz twiscben dem ältesten und nenesten Status 
ihrer Zahl zu bemessen , da sich nur ähnliche Dinge vergleichen lassen nnd 
die Länder Oesterreichs mit ihrer Bevölkerungsdichte und ihrer Area so grand- 
retschiedea sind, wie deren Vereinszahlen and eine kleine yeränderung zum Plus 
oder Minus bei kleinen Fundamentalzahlen, sogleich in grossen Differenzziffem 
sieh danteilt , während dieselbe ziffermässige Veränderung auf eine grössere 
Fandamentalzahl angewendet ein kaum beacbtenswerthes Flns oder Minus ergibt. 
Umgekehrt wird wieder, wenn wir die Tabelle VII einer Prüfung der Yer- 
aehmng der Vereine in den einzelnen Ländern za Grunde legen wollten , diese 
Vergleichnng dadurch anzDverlässig , daas die grösseren Zahlen in der Decimal- 
vertheilung anf die kleineren driicken und daher Veränderungen in den kleinen 
kaum bemerklich auftreten oder ganz entfallen. Man wird daher beide Tabellen 
VI und YII vergleichend zu Ratbe ziehen müssen; schliesslich ausschlaggebend aber 
wird die Tabelle VIII bleiben. 

Wir nilBsen hiernach bei Tabelle YII von vornherein auf eine genaue 
Prttfnng der Länder mit kleinen Vereinszahlen ganz verzichten , wenn wir dis 
gUUatlaeho HonaUohiift. last. 19 



242 



A. TOD Bkodov; 



XiuK tler Yennefarang der Vtrvim eruieren vollen and nna M TabelLe VI ilantf 
LeachnUiken, die lioziebiingen der Mnulnrn VerDebrnngeperceotafttM lan AllgenieiDM 
(lDKluiclinitÜichdil V erRiehnmgnpttrMntMl« fettxtitlellcn. In letsterer Bauebmg 
Ibdcn wir nan, dmu eigcDtÜob nur ilie Bukowina, Gklitien, Schleiica, 
Salzburg nitd B8 h m e n eine über ilen GetatnintilerchMhnitt biiaiug«bwdt 
Vennebrnng orfabren haWn. Tirol, über- nntl Nieder- Oeatcrrcich stebeo in Beauj 
auf eine V^riuebniiig ihrer Verein« oaliv dieneoi DunibecbDitt. Alle tlbngea 
Dlndtir lind binttr d^nDutlben wtiaeiitliuh lurdck^blivbcii, ud wenigsten noob 
Kiünteii, &m meiateD Uäbrca xmA Dalmatien. Wie Tubelle Vll «rwMst, tKga 
vlj^BlIieb oiitf^r d«n votkreteben Lündern cor BObmea und Galizien dsB 
stetige VcrtDofaruDg»tcBdeii£ ihrer Vereine im VerbältoiHse zu dea Vereinea 
der anderen ULnder. Die BafwärUgehende Hoala der Vereinavennehrong b«i Nieder 
Oestorreiiik wnrde aacb dem Jabru 1874 nnterbroofaeo und bei Mikreo ist, gqgsD- 
tlber den anderi>a LliBdarn Oeaterreiobe , eine aletig ahwJfrLagubead« 
TendenB erkennbar. Will msa noch bei Tafel VI! Ober-OeatcrrBich, trteiermifi 
und Tirol znm Vergleicb beranzieben, tu itind Ober-Oevterrcicb nod 1'irol w> 
Vorarlbi-rg vom Jahre 1871 bh 1882 auf ihren umprUng lieben Standpunkt, da 
eie im vretgedaebtcn Jabre in der Uoihe der ÖetorreichiMhcn Uinder uinDahuKa, 
ccrUckgekebrt, nacbdeni in eraterem bis 1877 die Kabl der Yereiue nicb venuekrt 
nod Hitdeni wieder «bgontinmen, in letatenni aaob dorn .Tabre Id71 ein Btck- 
■ehUg eingetreten nnd ieitdem ein otetiget Wachstbnm erfolgt tat. Steieraarki 
Vereine aber baten an ihrer Ükllaog gegenüber dea Vereinen der andarBO Liadtr 
vom Jabre 1871 eine Einhussa erlitten. Trotz der UnzuTerLu^igkeit der Uecinal- 
rertiSllnisnzablen bei kleinen Ziffern neben BberwKltigend groaaen sind doob bö 
Salzburg, Kirnten, Erain, dem Küstenland, der Btikowina und Ualmatien üt 
VerXndemngen in den Ver«in«z«blea immerhin noob «tark genag asagndrUdu, 
um solche an» den Kelativzablfln dea Jahres iHS'i gegenüber denen dt» Jahre* 
11^71 III erkennen. Wir >>iflieii dabei, daae die Zabl der Vereine, im VerbllUiti* 
SU anderen Landern, in Solabnrg nnd der Bokowina, betoDder« stark ta leliterer, 
xugenommea, in Kdrnleo, Krain, dem KUatenland and Dalmaneo, b«»on<!>-r> ^'nHi 
in leUterem, eiuBD Niedergang erfahren bat. 

EffecLi ve KinbuaBe bnbea in den abaulolen Zi ffet n » o w'> til, 
als auch in Bezug auf die Kclation sur Bevälkcrungsdiobte die 
VereiDH keines Lande« erfahren. 

Wie Tabelle VIII mgi, iat in fast alten lÜDdem nicht blo« In dea 
abeolnten Zahlen, sondern auch gegendber ihrer BevOl kerungadiohle 
eine aletige Vermehrung der Vereine eingetreten. Nor N ieder-t>eHterreioli 
und DainatiflD mteboo in letzter Besiebnng Autn&hmeti. Bei Nioder-Oeatcrreifrli 
f*nk die Vereinazalil nach dem Jabre 1874, um dann wiedi^r zu Ntingen, ie 
Dalmatien tat Miit 1877 ein Niedergang und ilunn ein ätillnliuiil erfetgt, BftlxliBrg 
iat süt 18S0 «iemlioh anf demselben Ktat geblieben. 

Der Tabelle VUi entnehmen wir, da«e tüoh die Vereine in dar Xelt vm 
1871 bia 1883 alljXbrlich fUr je I Million Einwohner vermehrt haben: 



In äaltboTx 

, NiadBr-OMUarrttfch . . 

, BOhasB 

„ OberüaalcrFeicli . . . 

, Sclüeai«n 

, Tirol nnd Verarilicr); 
. Hibren 



am 74 Vereine 

. 57 . 

„ W „ 

. M „ 

, 39 _ 

, 36 . 



KuraUn ,35 



In Stelennark . . . 

a der Bakotriaa . . 

- den KOKtvaUndo . 

. Krala 

, Oalinen .... 

, Dalnatieo . . . 
In DsrcliMhaUt aller 

LBnd«r ,30 



, nm 3U Verein« 



18 

13 
5 



Sehen wir nnn zu, wie üob die einxelneD Venllisaitini ' im Laufe der 
Zeit entwickult haben (Tabellen IX, X, XI). 



Dl* Stiitutik liw SitcmJelilMtkai V*niakW(Miu »«It 4sn Jikn 18b7 



243 



^F Dm Jahr 1B67, »nl «elolieiii die k. k. statiittsobe Ümtnl'Comtn isflion 

•iek reg«lmSHig mit der T«r«iBBgtmtistiic behs^t, fällt in dea Zeitpnakt, in wvlcbtm 
ji« öcMtzgebang ttber die Vereine in Gange Dod ibniin AtnohluvM aabe war. 
E« BBtei-lag kttnem Zwftihl , da»« dca neae GeseU Über <lw Vereinswwen eine 
befretnog von den Zwasga der CoDeMnioDS warbung bringen wUrde and diwe 
Uebuiesgaiift ftkrte gegM du Eod« 1867 enr Grandong vi«l«r nencr Vereine. 
Vor Alteoi nucbtea «ch die (jegang- and Mosik-VcreiBfl, die Bildenga- nnd 
Belahrungt-Vureioe und die (leBelligkeitB-Vareine znnSfihst bcmcrkbcr, Aber aooh 
aber ihnen sUslienJ an Zahl eneheinen die wirthecbafl lieben Vereine, welche 
damal* bereite eioe seit 16&3 geoelxliob geacbützte hiaioriiiicbe Kotwickelnn^-oteit 
binter «ieh hatten und daher, unabbingig von dem Ver«in«ge«etz, Terrain fr«winnsn 
konnten. Politiscke Vereine fUhrt die amtliche Statistik du Jahres 18t>7 noob 
n»lit aaf, da dii»e vor Erlau des Ver«ia«g«eeUfre nicht gettatlet waren. nnmanitJlU- 
Verdne waren nnr in miniger Zahl, landwirttiBobaftliehi; and gewerbliche Vereine 
aar in hSchet antergeordneten Zahlet) rorbaaden. 

Dai war der Stand der Dinge, bei weteliem die eigentliche Bntwiokelanf* 
nnKrea Vereineweeea» and der Vereinstttatisiik anhebt. Ein Blick anf Tafel X, 
.Seite i39 , »igt alabald , dasa das Zahleaverbfiitniis der Vereine in den 
etoMlaen Arten dereelben nich seit 1S67 wcMDlüdi renchobon hat. Die weehtel- 
■dtigu Scbntz-Ve reine sind allerdings aoefa 1BS2 an erater , ille haitxwirth- 
■dbaftlkbeo Vereine an dritter Stolle rerbHeben. Dagegen sind dir tjesaiig- 
und Uuxik-Ven^ine, di>* ehedem in der Reihe der Vereine ifarer /ab] naeli, 
dm Ewcitbn I'tatt einnahmen, sehr earUek getreten «nj wir finden dieselben 
ent a« Mcbiter Stelle wioder, wSkreod die Kraft nnd Gewandtheit fiSrderaden 
rosp. vcrwertbeadcn Vereine, welche ebemal» die »echitt« Rangclasse bililetea, an 
ihr» bteUe getreten *ind. Beide Vcretoboc'.on babna ihre PUtz« gelaoiKbt. Die 
GeaelligkeiU- nnd die Hunianitäts-Vereine sind in den VorJergrnnd getreten und 
dagegen die Erwerbe ■GemcinscbaHeo nnd vor Allem auch die Btldttogä- Bad B«- 
lehmnge- Vereine iitrilekgegaogeo. 

Wir Mhen mit ZngnaMtgawg dar Tabelle [K, daie airii die einiclneo 
Vereinaarten seit 1871 in naehaiebeader Webe Termebrt babm; 

din Knft und Qaoraadthcit ntderadon Vereine um iU9 Pcrccate, 

s kadwirtbidiaftlieben Vvnta« »o £58 Parunte, 

. Ilaadeto- and Q«w«(l)e Arderadea Tnrciae am SSO Peroenle, 

a Owiellirkeitt-Verciae nni lÖO rerceal«. 

, Scbats-GeBielnieliiftes nm XU Pcmnle, 

. XnnM- aad »iiuciucliafUlcbea Vereise nm 107 Percente, 
■II« Terelaa in Darcluehalu nm llKi'l Petccnie. 
dU Spar- aad LeoadLaur-VerelBe on 79 P«rceiiie. 

. Sparkuneii-Vetcia* nm 63 Ptrctote, 

, Hoilk- u&d Oe»a{a-TeniiM na 5S Pere>-nlc, 

, Vanehnueawea-Ti reine nm &$ Pereent«. 

a BUdnnga- nad Bvlehmag»- Vereine um 40 PErc«ttt«, 

, Aetlea- and PrednotiT-OeMllMbaften am 9 Pereeate; 
dagegen tartekgegangea slad dl« pollMeehen V*rttla« um 4 Parcente end 
die Ckmna-Vetelae nm 48 Pereant«. 

Dis»e Waohelbnma-PenMBMUe kanoen indou fUr da correctm Urtheil 
sieht nnbedingt massgebend sein, da die WaehatkaoiH- PereealsAtxe bei Vereiniarten 
Ton minderer }<&bl sich unTerhSItntsimas-'iig atirker markirvn als bei anderen. Es 
wird daher noUiwendig nein, die Tafel X.t vor allen Dingen »t Ratbe tu aiehen. 
Dana kommen wir la folicenden ungleich fiberelchtlicheren nad die Verh&ltaiaec 
richtiger erfusenden i^«D]laten: 

Seit 1871 haben f9r je eine Uillion Einwabaer die politischen Vereine 
dnvKsebnittlteb all« 4 Jahre om einen Verein abgenommen, desglaJcbon die CoBaun- 
Verelae nm circa jlhrlicb einen Verein oder in Gasten am mehr aU die H&lfto 

W 



244 



A. voD RAidow: 



ilirut nrH]ir(liiglicbeii B«8lftnfl«*i. Vermehrt haben rieh da^e^en in dertelben Wtitt 
dia SfartMseD alle 3 Johrc am 1 Tereio, die Kuait und WtaaenschKft ßrdcrniati 
Verein« «lle 4 Jahre nm 3 Vereine, die Handel nnd Uewsrbe fUrdenidGii Vereine 
nUn Jabrc an 1 Vareio »der jihrlic^ ävn 6. Tboil, die Bildungii- viid BelehriDg»* 
Vereine jUhrliob um 1 Verein oder den -iO. Tbeil, die VorBobniscaMen-Vereine 
and die Spar- und Lvunkauf- Vereine alle Z Jahr«- aoi i Vereinig, die landwirtb' 
Mlultliclien Verein« alle Jahr« nm 3 Vereine oder den 6. Theil, die Geaelli{>keit«- 
TereiiM) alle Jalir« iiia 3 Vereine oder den 10. Theil, die Wolilthülifkeit»- Voreine 
alle Jabre om Ü Veriine oder den 8. Th«il, die Inlerfttses-GciBcimtcbaftcii all« 
Jalire um 9 Vereine oder den 9. Theil, die Kraft und tiewandtheit illrdemdea 
Vor«iDe aJle Jahre am 9 Verein« udcr den i. Tbeil iUh anprÜnglicIieD Bettonde«. 

Dir Actien- und I'iodnctiv-GenoKfiDnsL'liaften eiad auf ihrnn ursprUnglicben 
Etat sti-boD KuhliL-bun. Uio laniiwirtb^cliaftliclitn, die WoblUiKtJgkeite-, die Kraft 
und ßewandtbeiL filrdernden Verein«, dann di« luteraawn-Gemeiauhafl«!! baben 
daher onbeAliogt das Ri^icht auf Am PrSdint der forlgeschrittMtst«n. 

Ueber die Waadslnn^n , welche dif eintelnen VureinHaiien MÜt 1871 
durchlebt haben, ^ibt udh gleichfalU Tafel X! das deutlichste Bild. Wir emebro 
daraus, da« vom Jahro 1871 aef lH7'J die <^n»oiii- Vereine, Vortebn«- Vereine, 
Actien- und Produrtiv-Geic1Ucha.rt«ii, die Hchutxgemeinschaftoo, die Handel und 
Gewerbe Tördcmdeo Vereuie, cowie aneb die Kraft und Gewandtheit förleroden attd 
die GeHelligkeiu -Vereine in ihrer Vermebmog sehr betriebt liehe, die Spu- und 
LouKkauf-Vcroine, die Wobllbätigkcit^-V^ureiae, die Uauk- and poIitiMthen Vereine 
erhehliithe nnd die Sparuaiuea, die Bildaiig«- und Belehrungs-Vprsine , di« land- 
wirtbflchaftlichi'i] Vereine unil die Eunttt- nnd wiueiiaolwfllirbea Vereins nnr mSaaige 
Fortschritte gemacbt hatien. Von 1872 auf 1S73 niaderl sich das Waeh«tfaHmst«npo 
bei df!» VoriichaHacaiiflon, dei> ScbntK^.TenicinHcharten , d«n Aetien-GeeelLichafteo, 
den landwirtliecbaftlichen, Gewerlm- nnd Handel«-, Geselligkeits-, Knnat-, Kuslk- 
und Woblthi((igkeil^Ver«inen , wiihrcnd der mHuigB Gang bei den Bjiarca^-wn 
uud Bildungs-Veroinon osd der dcbnclle Gang l«) den Kraft und Gewandtheit 
fSrilemdeu Vereinen weiter geht. Dangen nimmt bereits die /ofal der (.'oniam- 
ond der |)u)iti(tebea Vereine, emlerer bi« 1B79, letzterer bia 1680 atvtig von Jalu 
zn Jahr ab. 

Vui» Jalire 187S ab befinden «iob die WoblthSti^keils-Verein«, di« 1>- 
tereKsen.Geuieini'uhsfUn and die Kfirperkraft nnd Gewandtheit (Brdemde« Yereioc 
in fltark«!) FortHubreiteo, am niKssigsien die ersten, etflrker die zweiten und in 
wahrhaft rapidem Tempo die leisten. Die»«, von Tiel kleineren Anfangen tn«- 
gehend aU die iDtereKen-OemeinKchaften , erreichen letztere faat in ihrem Ver- 
meltrnngagang«. Die GeMelligkettn-Vt^rcine machen ?on 1872 bi« 1876 groM«, 
von da bia 1880 müHsi^ und Beildem wieder rauche t'oi-tsch ritte. iJie landwirth» 
acbaniiohen Vereine echreitcn bi» lt>76 nur mü«iig, dann nbur riMcber und aclt 
18H0 «ehr lebendig vor. bie Hparcawen, Kunst- und wisBenHcbsflliGfaen Vereine 
nnd die Muaik- Vereine eatn-ickeln nur ein sehr b«e«heidanM t'or1«chritttttemtio. 

Vom Jahre 1)474 ab bleiben die Sparcassen and vom Jabre 1&75 die 
Vomebuflscaasen in mäimig werh^lnder KUrke zieinlicb auf demaelbea Etat bia 
1883; die Aotien- und Prodamv GenoHnentt^baften und die Spar- and Ixpaskanf- 
Vereine geben, eralere biti 187^, von wo sie xwei Jahre aioh auf denselben Stand* 
punkt crbatteo , letzter«! hU 1878 EUiUrk , um dann inebr wenigtr in fae- 
Hobli^nnigtem Tempo bia 16^2 zuEnnchmcn. Die Handels- und ßeweibe-Vereia« 
und die KiNong^-Vt reine bleiben, naolidem erstcre 1873 — 74, klKtore 1874 — 75 
ein wenig irurllcbgegangen. bi» 1879, resp, J8S0 «nf deniRelben Ktat Rieben, nm 
nach iUrer»eits dann bia 188^, jmi eine mStiaig«, dieiia uine atArkcro Vertnobrang 
zu xeigen. tiie Kuniit* und wisaensckaftlicbeii Vereine »igen anch Jetzt eine kann 
über den BtillatAnd hinantigelicnde VermobrangflleDdenr ; daaaelbe gilt von den 



I 

4 



I 



Die Statistik des ÖflterreiuliigclieQ Vereins wese na seit dem Jahre 1867. 



245 



Goung- und Uuaik-Versiosn, nur da.?» diese vom Jahn 1879 sb einen rtthrigeren 
Eatwickelongagang gewinnen. 

Nicht geringes Interesse bietet e», dem Eatwickelnngsgange der Vereine zu 
folgen, indem wir die wirtbschaf tl ichen Vereine von den Vereinen nicht 
wirthsch aftlicber Xatar (Tafel IX) trennen. Zu den ersteren gehören sam 
Tbeil aneh die Wohltbatigkeits- Vereine. Wir glauben indese, diese stiit 1870 als 
Tweinurt ftlr sich aofgeftthrte Gmppe nicht in Be:4landiheUe zerlegen xa dürfen, 
am nicbt in die seitdem adoptierte Eintheilung eine Bresche za legen nn^ die 
Continaität der.Verglelchnng xa schädigen. Nehmen wir alle Vereine in jedem 
Jahre za 10.000 an, so bildeten seit 1867 beiderlei Vereinsarten nachateheude Quoten : 



Jakr 


wirth- 

schsftlicbe 

Vereint» 


andere 
Vereine 


Jahr 


wirth- 

acbsAlicbe 

Vereine 

4.571 


andere 
Vereine 


1867. . . 


. 5.168 


4.832 


1875. . . 


5.429 


1868. . . 


6.082 


4.918 


1876 . . . 


4.452 


5.548 


1869. . . 


4.922 


5.078 


1877. . . 


4.350 


5.650 


1870. . . 


4.815 


5.185 


1878. . . 


4.:>04 


5.796 


1871 .. . 


4.827 


6.173 


1879 . . . 


4.175 


5.825 


1872. . . 


4.908 (!) 


5.092 


1880. . . 


4.049 


5.951 


1873. . . 


4.784 


6.216 


1881 . . . 


3.988 


6.012 


1874. . . 


4.676 


5.324 


1882. . . 


3.906 


6094 



Han sieht ans dieser Gegeuäberstellong, dass beide Vereinsarten sieb sehr 
Biigleicb entwickeln, and dass die wirthschaftlichen Hcheinbar mit Qoerschiitter- 
liober Conserjaenz snrilckgehea (nur das verhängnisavoUe Jahr 1872 macht eine 
AnsDahme), während die nicbt wirthschaftlichen znnehmen. Von Anfang an über- 
wogen an Zahl die wirthschaftlichen Vereine; aber schon 1869 trat der Wende- 
pnokt ein und sind die wirthechaftliehen Vereine bis zam Jahre 1882 gegen 1867 
bia auf etwa zwei Fttnftel zurückgegangen. Damit ist keineswegs gesagt, dass 
sie an nnd für sich im Rückgang begriffen seien ; not ist ihr Fortschreitea gegen- 
Sber den anderen Vereinen ein überaus geringes. Wir besohränkeo uns natürlich 
hier nar auf die Gesammterscheinnng, denn im Einzelnen werden wir später 
wirkliche BUckgänge zn verzeicbaen haben. Naobetebende übersieht macht dies klar. 

Äof je 100.000 Bewohner Oesterreichs kamen Vereine : 



In den 


wlrtbscbaRI. 


andere 


Vereine 


in deii 


wirtbecbaftl. 


andere 


Vereine 


Jataron 


Verelnn 
11-2 


VTBine 


äberhaniit 
21-7 


Jahren 
1875 


Vereine 
27-3 


Verein» 
32-4 


öberbaopt 


1867. 


106 


59-7 


1868. 


12-4 


121 


21-6 


1876. 


27-2 


340 


61-2 


1869. 


15-2 


16'6 


30-8 


1877 


26-9 


35-6 


63-0 


1870. 


18-9 


205 


39-4 


1878. 


27-2 


37-6 


64-8 


1871. 


210 


22-6 


43-8 


1879. 


27-9 


39-8 


67-7 


1872. 


26-4 


26-4 


51-8 


1880. 


289 


42-6 


71-5 


1873. 


260 


28-3 


54-3 


1681 . 


30-6 


461 


767 


1874. 


26-8 


30-6 


55-6 


1882. 


32-4 


50-7 


83-1 



Die Tabelle ergibt, dass sieb die Zahl der wirthsobafllicbeD Vereine noch 
nicht ganz verdreifacht, die der nicht wirthschaftlichen aber fast verfüniracht hat. 
Letatere sind fast alle per Jahr um je 2 bis 4 Vereine gewachsen, wäbrend 
entere zwar von 1869 bis 1872 namhaft zugenommen haben, um aber dann bis 
1680 hat stehen zu bleiben. Legen wir unseren älassstab vom Jahre 1871 an, 
■0 sind die nicht wirthschaftlichen Vereine seitdem am 123*3 Perceut, die wirtb- 
aohaftlichen not um 53-5 Percente gewachsen. 

Sehen wir nun zu, wie sich die Sache in den einzelnen Ländern Oester- 
reieba verhält. Wir erkennen dies aus nachstehenden drei Tabellen. 



246 



A. TOB Bandoir: 



^ l— (-" hJ !-■ h- 

tt oocgccoDOD 



-Jim-- 



a- ■ 



• 

sr 

B 

K 

^- 

s 

E' 

a 

« 



s 

B 



a 

^ 

g 

s 

^- 

CO 

-j 

£' 

•e 

s 

s 

g 



^ - J O iti (O OD 



*? ÖD *. I— ■ aa >-' 



*? "- Ci> -J 00 OD 



OtO "-•— 0>OJ 



Cu 












d K) «-J ot t« •-' 



~ja> v< ut ib. 

■ <ST -JOS*. 
"-00*0 K-K 



c «— <o -1 o; .^ 

i^ i« ib. ^ fk- bi 



CUM— OCX -3 









s; 



— S *. rfi 



■ ^CMOÖ«J 



8?£ 



,i 0> 1^ Ctf lO Nl 
■^ ^- !-■ U1 <Ö •.] 

oeowÄ-Äo 



■V gp -.1 gp -J >-■ 



£enbiQo»aö> 



C0-4O 0>-4 03 



e 



U9UOCUOII 



•r (Ol^AOQDfc- 
llk — it: Ol «J IC 



^ 



occo&o>cu 






"r o> CO -- ci -j 



•h 
er 



m 









sg. 



^5 



<^4 
2=3 

BS-f 



fc" T* T* 



OCnoi CO 



3.=sg: 



fit ^^ ^* ^^ 

cwoiStSJoto 



m 



5 «TS 

S CT 



^O 



f9 WCUMMW 






cucuoooi 



2 25» 

•tr 



*^ V m «R en cu 

00O1CU-Q<IO> 






»-> V CM U> M >(•■ 






= 1 



I 

r 

»«> 

er 
S" 






W» StKtlrtik das Sitamtehisehen TentnnroMiu Hit dem Jahn 1867. 



247 




m -VHS io<o 









a 



fO O ^ GDÖ) 



CO ^ ^ ^ "^ 



|S j 

Oh 1 






—11» CO OD 03 



d 
« 

a 







W3 



a 



S 



I £• 






— l«5iOO>tO 
>Ön3l--Os 



S: 



S I 

H 
.0 






eo3«t-^n; 



Oi — ' crt r- — 
?? «5 ä» s* i 



ä?S5S; 









152 s 












M 

'S 

D 

1 



•O US ■* »tt- 



O0 9ip:cr- 



a 
a 



«■»■*(-» 

rt --le« 






■s 






o-vptoot 



8 



cn-^iOiow 



J9 



s 
» 



CO O» OS «5 Ol 



IN— l«po 



-HOOCOIBO 

ä> 04 -^i --b Ä 



•I 
O 



io>-im<oa3 



■g 












SS 



8 





'S 

h 

M 



cpqocp^m 



■bÖ3ä>'4>0) 






CO ^10 CO O) 






DO QCOO CD CO 






SSE:! 

CO 00 001 



248 



A. TOD Bandoir; 



Nimmt man die gesammt« Vereinaiabl jede« Jahrgangea is jadem Lande 
zn 1.000 an, so bildeten die wirthacbaftliclien Vereine nachstehende per mille-Qaote& 
dieser Zahl : 



Tabelle XIV*). 



ll 

Jahr ' Nleder- 
i| Oeaterr. 


1 1 
0«at«rr. : ^ mark 


Kfirntaa EraiQ 


Kfiaten- Tirol a. 
laod Yorarlb. 




1871. . 
1 1874 . . 
1877. . 
1880. . 
1882. . 


532* 

489 

456 

430O 

453 


600* 4050 
556 1 477* 
■ 560 •■ 444 
530 , 426 
503© j 413 


345 

3440 

361- 

357 

356 


240 

266* 

228 

207 

1900 


267 

280 

295* 

259 

2330 


321© 

386 

395 

404» 

397 


2430 

265 

301 

333* 

305 





Jahr 



BQhmdn 



M&brtn 



Scblvsien i Qalialen 



Bnko- 
.wina 



Dalmatlsn 



Uabsr- 
hanpt 



1871. 
1874. 
1877. 

1880. 
1882. 



539« 

501 

456 

430 

463© 



514 

526* 

502 

500 

4560 



447 

482* 

407 

409 

364© 



260© 

303 

350 

356 

364* 



272 

291« 

271 

260® 

282 



211 

207* 

192 

207* 

177© 



482* 
457 

435 
404 
3908 



Wie die drei Tabellen zeigen, ist die firscbeionng — dass die wirthsolitft- 
licfaen Vereine gegenüber den nicht wirthscbaftticben tob Jabr zu Jahr im Niedo- 
gange begriffen sind and dase zwar die Zahl beider Arten steigt, dag Waobsthnn 
der wirthschaftliohen aber von dem der nicht wirtbaohaftlichen überholt wird — 
nur eine Darchschnitterscbeinang, die in den einzelnen Ländern vielfach Ton Auf- 
nahmen durchbrochen wird. Während wir im DnrcbBcbniltabild conetatieren konnteo, 
dasB die wirtbscbaftlichen Vereine bis 1868 unter den aämmtlicheo Yereinen du 
Uebergewioht hatten, sehen wir anf Tafel XIV, dass Ober-Oesterreicb noch heatigM 
Tages mehr wirthschaftliche Vereine hat, als Vereine anderer Art. Mit Znhilfe* 
nähme der bezüglichen VerbältDisstablen der zwiscbenliegendeo Jahre findn 
wir weiter, dass in Mähren erst im Jahre 1880, in Böhmen im Jahre 1875 and 
in Nieder-Oesterreich im Jahre 1874 da« Uebergewicbt der wirthachaftliehea 
Vereine aufgehört hat, in allen Übrigen Ländern aber überhaupt niemals üne 
Parität beider Vereinskategorien conslatiert werden konnte. Wir finden ferner, 
dasB eine naheza stetige Abnahme der Zahl der wirthsobaftlichen Vereine Ühtt- 
haspt nur bei Ober-Oesterreich vorhanden war, dass bei Mähren ood DalmatieB 
die Abnahme mit ZuwaohazifTem gew ecbselt hat, bei Nieder-Oesterreich und BShmw 
die Abnahme überhaupt nur bis 1880 stattfand und dann wieder eine Zunahme 
zu bemerken ist, dass bei Satzburg, Steiermark, Tirol etc. und der Bukowina auf 
eine schwankende Ab- und Zunahme schliesslich eine Znuahme und unter gl«ioben 
Verhältnissen bei Kärnten, Erain und Schlesien eine schliesslicbe Abnahme du 
wirtbschaftlichen Vereine im Gegensatz zu den nichtwirthscbaftlicben beobachtet 
wurde, und dass im Eüsteulande und in Galizien sogar eine stetig forlgesetzte 
Zunahme der wirthschaftlicben Vereine nachgewiesen ist. 

Alles die» gilt aber nur bei Gegenüberstellung beider Vereinakate- 
gorien. An uud fUr sich hat, wie Tafel XIII zeigt, überall eine Zunahme ebenso 



*) Die mit * bezeichneten Positionen bedeuten den höchsten, die mit © beieicb- 
neten den niedrigsten Stand der Tereinszahl des betreffenden Landes seit 1871. 



Die SUtiBÜk des Üsterraichüchen VereiDSweaens seit dem Jabre 1867. 



249 



der wiitliBdiaftlidien, wie der anderen Vereine stattgefandea j ansnahmalos kommen 
«nf bude Tereinearten im Jahre 18S0 nngleich mehr Vereine □ach Maesgabe 
der BeTÖUerang, aU 1871 vorbanden waren. 

Auch das grijaseie Wachsthnm der Vereinezahl int nicht überHll auf 
Saita der nicht virthachaftlicben ; in Salzburg, Steiermark, KUetenland, Tirol nnd 
Vorarlberg, in Galizien und der Bukowina ist der Wach-sthumupercentsatz der 
wirthacbaftliefaeD ein höherer, al»-der der nicht wirthschaftlioben gewesen (Tafel XII). 
Die Tafel X^T ergibt folgende Progressionen. Ea vermehrten Hieb seit 1871 in 
Perceston: 



dia wirthscbafUlclieii Teroine 


du sieht wirtbBcliftfilicheii 
Vereine 


die Vereine überbaupt 


in Galädan .... am 


400-0 


in der Bokowiaa . 


am 


269-4. in der Bukowina . 


nm 


286-3 


a der Bukowina . „ 


336-3 


„ Galizien .... 


n 


2080 , Öaiirien .... 


n 


a586 


a Tirol u. Vorulb. „ 


176-5 


, Böhmen .... 


H 


1949 1 . Subleaien . . . 


tt 


1301 


itt Kftttenlande . . , 


127-8 


„ SchleaieD . . . 


ff 


156-3 „ Siilibnri; . . . 


n 


1191 


in Salsbnrg . . . „ 


122-4 


., Ob.-Oeaterreich . 


n 


1540 > ■ BöhneD . . . . 


n 


U2-6 


a Steiermark . . „ 


99-4 


im t> archechnit t 


e 


limDnrcbHchnitt 


e 


■ 


a ScblesieD . . . , 


97-7 


aller Linder . 


1, 


172 3 1 aller Länder . 


Tl 


1061 


, N.-Oeatei reich . „ 


74-4 


in N.-Oe8terreich . 


H 


1380 in Tirol o. Vorarlb. 


n 


105-6 


, Ob.-Oe«terreicJi . „ 


72-2 


„ Salzbarg ... 


n 


115-3 „ Ob.-Oesterreicb . 


n 


105-2 


imDorcbaclinitte 




, Eärnlen .... 


T1 


1061 ' , N.-Oeaterreicli . 


?) 


104'6 


aller Länder . „ 


671 


„ Krain 


n 


90-5 


„ Kärnten . . . . 


n 


93-3 




59-3 


„ Tirol n, VoMrIb. 


II 


88-8 


im Kuatenlande . . 


11 


S4-5 


, Kirnten . . . . „ 


52-8 


B Haiiren .... 


n 


87 3 


in Steiermark . . 


q 


82-4 


. Mthren 


47-9 


, Steiermark . . 


n 


74-3 


a Krain 


11 


82-1 


, Böhmen . . . . „ 


424 


im KiiBteDlande . . 


n 


64-0 


a Mähren . . . . 


n 


67-0 


a Oalmatiea .... 


15-8 


in Dalmatien . . . 


B 


43-6 


_ DaiDiaticn . . . 


n 


37-7 



Wenn wir von den vereinsarmen Ländern Galizien, Bukowina und Dal- 
matien abaeben, bei denen eine Vermehrung nm einige Vereine sogleich einen 
rioaigen Vennebmngs-Percentsatz gibt, so finden wir, duse ächleeien, Salzburg 
und BBhmen Überhaupt dnrch eine Vermehrung ihrer Vereine nich hervorgethan 
habeo, bMondera Schlesien, welches auch bezüglich der wirtbschaftlichen, wie nicht 
wirtluchaftlicben Vereine zo den Ländern befindet , deren Vereine Über den 
mittlertn Durchschnitt sich vermehrt haben. Böhmen ist nur bei den nicht 
«irthBohattlicben, Salzburg bei den wirtbGchaftlichen Über den mittleren Durch- 
■ehnitt vertreten, Ober-Oesterreicb bei beiden Arten, nicht aber bei den Vereinen 
ttberbaopt, Tirol, Küstenland, Steiermark und Nieder-Oetiterreich nur bei den 
wirtbacbafUichen. Kärnten, Krain und Mähren haben in Beziehung auf die Ver- 
mebrong ihrer Vereine nirgends den mittleren Durchschnitt erreicht, inabesosdere 
iit aber Uähren stark zurückgeblieben. 

Der verbältniasmässige Durchschnitts-Hühepunkt der wirthschaftlioben 
Yereine lag im Jahre 1871, derjenige der wirtbschattlicben in Nieder-Oesterreich, 
Böhmen, Hähren snd Ober-Oei:lerre)ch insbesondere im Jahre 1872 ; in Salzburg, 
ESrnten, Krain, Schlesien nnd der Bukowina trat er in den folgenden Jahren ein. 
Bei dem Ettstenlande, Tirol, Galizien und Dalmatien finden wir ihn erst in den 
Aehtiiger-Jahren. Den nicht wirthschaftlichen Vereinen gehört in Bezug auf ihren 
HShepankt faat durchweg die Gegenwart, d. b. die Zeit seit 1880, an. 

Im Allgemeinen charakterisieren sieb bei fast allen Vereinen 
sweiZeitabschnitte als Periode deeWachsthuuis und zunehmen- 
der Kraft; die Jahre 1872—1874 und die Jabre 1880—188-2. Unter allen 
Vereinen kann man zugleich fünf verBchiedene Bildersclieinungen 
erkennen: 1. Das Gepräge lebendigen Fortschrittes (Kraft etc. fördernde Vereine, 
Interessen - Gemeinscbuften , WublthätigkeitH - Vereine), 2. Mj.'isiger Fortschritt 



260 ^- VO» Bftndow; 

(Genlligkeits-Tenine , Haeik-Yereine, landwirtluoluifüiahe Tflnune). S. Btill- 
stuid mit schlieBsliolieiii Fortschritt (TonohnsMisssen, Spar- nsd LoMuikaaf- 
Venine, BUdnngs-, Handel' und Gewerbe-Yeieine). 4. StiUstand mit liie and 
da zn Tage b-etenden dürftigen Spuren einigen F«rtBchritteB (Sparoauen, Knnst- 
und viseenechaftliolie Vereine), ö. Effectiver Bäokaohritt (Conenm^Tereine, poU- 
tlBohe Vereine). Die beiden grossen GegensStxe zwischen wirthsohafüi^m ud 
nicht wirthschaftlicheD Vereinen finden wir charakterisiert dabin : steten starken 
Fortschritt der nioht wirthechaftliohen Vereine and äberstürzend raschen Fortschritt 
der wirtbsohaftliohen bis mm Jahre 1873 mit dann folgendem Stillstand: hia 1879 
und rnftsaiger Weiterentwiokelang seit dem letztgedaohten Jahre. Ueberhanpt tritt 
die BOckwirknng der wirthsohaftliohen Phasen anf die Tereinsbildende ThStigkeit 
überall erkennbar zn Tage, wenn wir von den Kraft nnd Gewandtheit fordernden 
Vereinen nnd den wechselseitigen Sehnt zgemeinschaften absehen, die sieb rflok- 
haltloB nnd stetig entwickelt haben. Hit dem rapiden Grttndangsgebahran der 
Actien-, der Prodnctiv- nnd Erwerbs-Gemeinacbaften ging das GhUnden von Vor- 
BchnsHcaBsen Hand in Hand, welches anch noch eine knrzs Zeit darauf eine Tra- 
denz nach TorwSrts zeigt, ehe dasselbe in zittendem Hin- and Hersohwanken dem 
GrUndangswesen auf dem Gebiete der nach schnellem Erwerbe jagenden GmsII* 
Schäften in seinem Niedergänge folgte. Handel and Gewerbe hStten wohl gerne 
in der Vermehmug des Vereinswesens ein ehrliches nnd solides Mittel gewinnen 
m&gen, am nicht hinter den Termeintlichen Erfolgen der Gltlcksjagd allsnaehr 
znrflokznbleibun. Aber zu einer Sorge für die Landwirthsohaft, fUr Belehraogsiwaeke, 
fUr Ennst nnd WisaanBchaft gab es in jenen Tagen keinen Baom, eher noeb ftr 
Politik, für Hnsik nnd Geselligkeit. 



MittlieiluDüon aud MiBcollen. 



Am iI<ii SItxuligan der k. k. stKtlstlHkM CeRtraJ-Conmbtlon- 

AmBXKf tna de« Protckolli an 197. Siua&i «■ 26. Xkrt 1885. Uater 
Tanllxt dM k. h. HoAklliM ond Prllcldnitm Dr. tou laamm-StorBAgg. 

Dar PMUJdcnt stellt dan Uitc't^*™ ^^ V«nuDinlM( Cxaniplare der voQ dvr 
•■lknp«le|lMliBB OpMlbcbBlt ia Wien b«raiiaf«g8bMi«a ,Brli«baBfaa dbar dis Puh« der 
Att*A, d»r Hau» aad dir Hkat bei da« Sefaolkladftn OMtorreidu' mr Verfi(«Ds and 
baa«rki hlrav. dus diese Erhebtmgan ober Ajirv{aB| dar Cratnl-CaasmissioD (lueliXHttg nit 
d«r DeUUmaMriptioB dar VoLkasdiolaii in Jahre ISSO aaigenbrl wnrden «od die ante 
ZsiaaiMvatullBBt derMlbtn im Bnraan der Ceatrsl-ComHiiwloa erfolfU ; nsekdeB Bb«r ein« 
b«*t|Elicha PibliMtiOB ront k. k. DaUfrlcliteaiRiiUrkan nicht in &a«i«ht gtoooBaa wat, 
M vnrde diMM lliiuri«! der aatbropolo; lecbta Q««<illschftft tn niao lor w*iUr»B VerwertbBBK 
ftWrlMMft bbJ «on di«t*r d«a Begitrangsretbo G. A. ädimmtr cor wtM«Mck«ftli<;li«D 
9a«rtreJUiB| Bb«rg*b«ii, welcher dieee Atif|(kb« eavh in TorsAicUcker W«Im («Ifirt bat. 

V«B dan (ifOBSQ Public atioB«ii dor Ci-ntrAl-0«mmiSiio& UgX der PriaJdeuL du 
nralla Heft dea 8. BaBd« der ,Oeeterrelchiscban äutittik", «athaltwad die I}ev4tktninct- 
tcwtcuc roa 1883. vor «ad fA0 bei, dui dai dritte Haft diene Bwidea Bit der SeattUe* 
ilatietik Cb 1682 dtäsiclist cncbeiaea werde. Vod den DtlBilOrtarepeiteriea iat der oaifBBff- 
nicke Band ftlwr Hdkotea HMkiciwo nad jcaer Ab«< Tirol bte auf dae KanearBetitor in 
Dncka vullcadiit. 

Daa k. k. Hiaiatcnnai drs laown kal, eateprKhend dem ADtiitfco der Ccnlrat- 
CoiMiii«ioa. die EialcitanKcn aar Darchfllhnuif: der Kretatlans ran rattliBtaMieaa Snnitata> 
Toelieatwricbtea (Ur die Krftneren 3l4dta aad Gemeiodea Ketrotfea; dae k. k. Onterrickta' 
aialftariBiii bat gleicfafalU dem TorukUKe der Cenlral*CDDiaiiiaioB aiiKBRtiinat. dan die 
DetailcanecriplioB der TolkMchalea im Jahr« lä86 eatCall« aad erat in Jahre IgfK) atatt- 
flade, |[lPicli»ittK abar dia Lanilee-.S^hnlbekfirdw ancevlBasfl, die itatistiMkea Anaweim lo 
ikxaa Jahrev-Baaplberitkiea ftr da« Jahr 1685 nack ScknltMÖarken eiagetbeilt inr Variasa 
la briBf«a, damit ftr diaaaa Jahr eiae eiageheaden» Dareiatlnaf der 7oIkasekal«D ermOfliefct 
«ard«. aiMEQ «pricht Bormth Dr. Riiter roa NeamaaatBpallart d» Wnaaob aas, dSM 
tUa aaMatolociKhaa TerlilLltDiaN« wieder arkaben werdea migea, worauf der VonilsaDde 
•fwUdtn, daäa dieea Fra^e erst bei dea Varbarathaaien thr dl« vlckrte ToikeaehaleB-Coa- 
•crlptloB das Jakree ISM) m •rwkgtn aoia wArd*. 

Z>aa k. k. Acherbanaiaiittnit» hei diti Drockltfuaf; dar ,ErlkaUrBiiKU omI 
«tlUMka/tlickea Kr^aXangrs in d*a Datea der ViabaUlaDC tod 31. [>eeamb«r ie8ü* tn 
Baadc der HOeal«rreieki(cbeD älatixtik" KtathoiiKt und eiaa B*ili*iUgnBg an dea 
kken Dr^ekkostoB iDfeeithert. Daa k. k. MioiMeriam de* loacrD bat die rom der 
•CottBiufea «mpfoklone BefelBMt der Kanbweiaaoiten äb«r die Vereia« eiaKoleltet, 
nd wtrdaa die aeoea Poravlare bareila f&r die ürKebauie de« laafcBdea Jahrea sei 
Verweadaac celascta. 

Im Wec« de» k. L UaterricbtamiaiBtariams liad d«r Ceotral-ComaiUaioa mitUecug 
tmi alaaa Im October^Befte der BUtistiaeliea Uoaateobrift onokieoeaea Ao&au über die 
lahlfsiiiifilU UiitkailBBCBa aa(ek«maMB ahai die in aeaerer Seit bei den SetolBcUffea «in- 
galkkrtaa tochDiM-^kea Varbeaaeransen, wsicka eiDo Vermtndemac imSinadc der Bemaasoac 
^■MBS , ee wie Bber dk zuaekawade Caocarreax der DempfBchifle ah üraache der Tar- 
Btedamig im BMtaade der SecelacblSa ; der Präsiden i beaitrkl hiezn. der Daratalloag disMr 
T«rhUat«M la der ctaliaÜBekaa Maaatackfltl an eatapreckeade«' Stelle Kaum gaben «a wollen. 

Ton der .^attttical S^itUf' in London Iat annmekr aneb eine direci« KioladiiDK 
BJi dea PMaldaBtea dar Oentral-OammlaBloB mr TbaUaafame aa dsf Im Joni 1686 sutlAndudoB 
JabalMer dlaear GasellMhaft «(ai^laufeD. Eatapnekaad dea ia der letalen Sitmac dar 
Caatral-Cammimton (efUsten BeacUBiae, wocaeb eise aolehe Vetuetnog decatlben «b ktakrt 
arwOM^t kaaaleknn worde, hat der PriKiJcnt liereiu So. Bxeallana dan CnlamclitMmIriilac 
die BTlehUgnag gabetea. an ditaex F»i«r al* Venretar der Ceaifal-CommiBalaB Tksll 

dtt^fea. Aassardem wird Hofratb Dr. Ritter roa Neamana-Spallaf t aof aetaen 



Bifa 



262 



Mil1faeiltiuK«D Hill Jlit>«<ll«D. 



HpedtUiD WtiBsob iIh xwcitef Vartretcr dietttr ComiBisüoa Im! tax 1m*lD)tMt«a Jsbi 

8r. Esoelteni dsm Vnterricltuuninlkief mit de« Rnaobtia iwailiilert, auch dlDana anr D«ba<^ 

ualinic d«i UftwUUa m cmicfaUeea. 

Don k. k. .^dterbaumiDlitsriun ward« berdu der srbHU Thull der fu- 
Kw««ke vrrfuftleo amfangretcbeD ZnannraiitDUDaKea aber die Bewe^uug Im ß«&ii 
dfr Re4lltBl«ii uuil tbor dl« {]j|>oilM)harbeUilnDg des GcundlieiilxM auf Terfiij^nn^ ^bauU^j 

Vom itilwiekUicb-aogarlMhon Couinlala In Uavra irnrdo «ia* Anträte b«B(UliAj 
d«rdoiteiag*sctiiin«fitot«rreloblBoli«iiA!iiJvaader«rd&liLi) b«anI«on«t. duadiateterr«lcbls(lii 
QDd DSgariMheD Awiraiidflnr io llavrt> bisher nur Bummarisch rsgiathcrt wBrd«s: m 
jedocb verancht «srdtn. fttr die FoI^f d«teD aliiEesandene Kidiweiatajc an «rlaLBfM. 

D«m b. DBi) k. UiDJBUfiTim dM ArasAern uorde dio levOiucltt« ZtHaai 
dar im Aaslaadt Isbeaden (teUmicbiaclMii and nngariaclien Staatuji^hOrtfeii tat G| 
d*r letxUn TolbasUilii&^ergaboiw« nni dar AmsvandaniiiedislM uttgttthnjlt 

Eioe ABfrago Abv dia haabai^litfgta amtlieho AnMelir«ibiD( aiiuHiPraivM 
titatiiÜKh« BcArbpiiaag das Bmü«- und LaetanaUodos dar cpanBfitiigan Baiieraarti 
noMt* damit b(i«n(vort«t wArdrn. daaa von «iiiar aoleb«B PrtdaaiMMbKibaBg an eMi| 
S1«II* Birht* litkaaat »ri. 

Dar Dottan-Voroin h*t, *at*|>r«cbeiid «ioar bvxdKh'etitn Hinladnett, xn das 
deaMD Aorff^nii); eitic»l«itctu» ß«rAthuaf;ca Wegan BfuMbnffnitf; «~iuir iJouan ÜtOitlatlk 
Uofratfa Kitttr von W«£ oad ^chriflffibror Zela all) iviao PaUjäcrtoii boxejchtivt, 
Uir«ctor Uodi« in tfono wurden dig erbftenca Aaflilaniiis«!! bbtr dit NM:h«r«iauB|f 1 
Zolledrilfc int SMcricicbUcben and Ducarivcbna Bndfici tcoscbcB, 

FlaaBtdirodor Curl E^ihorr tdu Cx6rui% in KJaseafnrt lint ein BxonplAr 
etlwolacJidien Arbeit: .Diu oibno loci* eben VurbUKnia«« daa fieterreitbiacbqn Rttawal 
aacb dcai rltliticsootetltoa ErsobolKao d<?r YolksMblaasToin 3I.Dee»HiborlS80*«iog 
in welcher die liitcnnusa swinrheD dea GrhebniiCQn dm- letstaa Votkastblanc BtNr] 
Uracanctapracba and d«D Alleren Erbeb i)ni;efi aber di« ÜaiionatitAt >i«qir<icben w^rdaa.] 

Dvr Verein fqr 0«a|;Tapbie vnl älatiatik in Pratikfurt ani Hain »nnicbt. aa 
all« für denadbcn bulionaten BbcbonendaoKen an diu dortJE» St.idtliibliutbvk >□ 

Da« öBterrelcbiaDh-uDgarisohe Oeneraloaunulat in Ijoo'tuii th«ilt dfln WsnHftj 
dortigen ItandaüdiUHin«-, die vad d«r C'mlnl-CDiamlatiou beraiu$H{«h«n«B Handel 
im AiiNtantebe g»gta Ikr mciuaUichB« Jonraal zu erhalten, mit, and Mlmmt die Vt 
diawm Antraf« tn. 

Hlaranr «etat der VoraibMnde iitiHmDander, dam die ZaasnmentUJInnyvB dw J 
k«r von (Bnl an fOiif Jahren fiifittogonan BrtittbaDgno Abar den Cinnw in den aini ' 
LbBdern nlf^htnurna«!) v^Tt^biadancnGntodsitaen arfolstn, »ondorn anch — nam'ntlicli 
lieh der Naehweiirnng iIm Ertrigni(i«a der IM'rSnden, no wie iIor Vermäxdiu) der Kl 
Oad Kl Alter — eine VorvollaUndignDK wäBKlii'.tiicv'irtb amch^iann Iramo ; die aUan ia V«IR 
atebend« Rs^iefaBg derCoBüraa aebeine der ^eeisnetii Zoiipankt, nn dimt* Kacbweiaaa 
xleiobniiitiK bu xeaUltoa. Denialbe beantriKt daber. lUr aiot *«lako etafafritticbe oad 
vcllttÄudiKte GoalaltaoK dar Erfaebangea Qb«r dcoCIcn» di«QciicfaaiKUB|; de* k. k.Uiniataril 
fOr Colin» and UoterrJclit oiainbolcB. 

Miaiaterialratb Dr. Kittor roa Jire£«k itiiniBt dieaein Aatraico vellaUindic 
BcUfti^alii^rweiiorvor, daMnacberwirklerpnncipiellrTZnatlnimuaicdeiiKenKDntailliitiatTtB 
bobiifa FeetdielliiDK der beaÜKlicben FonnnUre ein Spen'alcomitj bernfen werde, vak 
auch die drei MiBiaterial-Iteferenten für die Ter»rbii:drnea Calte beiscKocon Verden 
Dleae bdden Antiiee werden einatiauic zum BwblaMie erbobeii , nat^at die 
geadüeneo wird. 



Die Aufnahmsprijfuagen an den isterrtioliitoheii Mitteteehiten ia Sobuljabre I6S4-I 

Wie Khan üolt wehroron Jahren wucdon die Hacbiroiaaaiun äboi dis Ai 
ptfihinfen an dea UIitel'cLulNi atith für daa Jabr iS&i vom Borean der atatbtiKli 
Öcatral-Commiaaiou an elucr IkBdcrweison L'ebcnicbt ziuammoniieMtellt, daran Ergebeiu . 
äfibloaae dieaer Mhtlieilnui: wiDderj;cctbeD »ifd. 

IlieniHcb war die Auiibl der Schiller, wnlt:hR nidi brim DiKioiie Ars dcbulja 
1664 — 85 inr Ablegnuic der PrllCnni: an einer Miitelschale mdilcten. lr>.8i>8. In den 
Jahren bia 1880 snrbck, lell velchvm Jahre dioae staüstiacbeu ErhcbnnKen Sberl 
pllosan werden. b«tmcendie*eZif«>m 1680: lt;.07(l. 1881: 15 321. 168S( : 16.039. IE 
E* ariil ajcbiomjt eine «tat» Zunabmaaoit |6S1 nnd besonder* daa lotste Jahr bracbt« dW^ 
HKlmllcbate VerroabrnnE. wetcte andi luitnrxemiM* in der VermehrnnK der /um Beenebe 
Millalacbntan beranrciTeDdan AltrnDcla>»i'ii. *■> wie dem immer rBfalbereren Andrang 
diesen BildongaamtalUn »einen,. Grnnd hat, obwohl le den lelalanJakren darcb die 
lieben Knvbaelialen tli^ro -Strcim dir nadi «inar über den Kr»tii derVolkSBCknle bii 
dea Bildung Strebemlirn eine meae Klebtnnp rieh arblTnnte. 



Lkodani. 



enthult die Aurcahmiwerbtir <■ dsi alstelnii Jahran Hil 
bvldui Uaii)iikai(i!uii«u iler Uitl«lM!bg1eii_ 



pnadBrOMtarr. 

■* 

Ktntrji . . . . 

Knla .... 

fTlnl B. Tormrlh. 

Io^Wm . . . 
IiUnktiM . . 



()y«»Ml«fi niid B««I-U TMUloa 



Rml-Sobnl*!! 



1.551 

■416 

tu 

'££7: 

417 

. ■ ,.i 

10& 



l-MO 

232, 

lul 

444 

S90 

307 

468 

iA(/9 

346 
I03l 



1.561 
£13 
110 
407 

357 
SSI» 

315 1 

3.30O' 
1.611 

2,303 
314 
101 



1.6G0 
223! 
114 
36d 

373 

470 

3.}J« 

1.3H7 

30 1 

ISS 



1.748 


1-076 


1.023 


i.ist 


1.181 ' 


2H7 


60 


&>t 


78 


ft4. 


93 


Vd 


31 


35 


3fi' 


4Ü0 


97 


Ul 


130 


17» 


im 


iü 


2» 


30 


44 


26) 


62 


45 


71 


62 


3(14 


24» 


237 


239 


301 


4<Uf 


1U8 


113 


125 


157 


3.303 


1.067 


1.1(0 


M8ti 


1.237 


l.b-i6 


816 


76» 


81» 


1121 


371 


äit« 


265 


294 


238 


a.372 


182 


137 


203 


185 


320 


Bä 


77 


5» 


HS 


141 


2d 


&e 


42 


24 



1.332 

85 

44 

103 

37 

68 

303 

112 

1.258 

909 

2»! 

262 

78 

39 



iKNBMun*!! . .[ill,9'.i9 \\Sei\\l[5l& ll.&i>Ci ll.8>lt)| 4.071 4.0liJ i 4.461 4.7lßi 4.:)92 

Din Kahl il*r AarnabinH<iafllioi4«n ui iIph Gymuuitn war in ilen 1«Ie(mi Jabna 

' n klcinvran ijAndern pin« Kintnlirk conitanii) , nnr In iIru Lftoderii KieJcr- 

ri4 Dalnatieu ursr Jer Zairarlia Hin j[t6a«i)r«r. Kihren halte fa ita eiaxdii«n 

JaJiii>u i1;f ;iünt«a ITnli^rschied^. ila aaf Rio .Fahr mit gr&aMrea Kudrasga «l»der in 

nAclutao Jahre eia llUckHcbUf; rintral. Die t[r<l<aeren Linditf Bülimcu Dod Gallxi«D endlicli 

hatira dl« leuifB Jahre li«lDaba dlca«lbe £ahl an Profan gawerbara KafknwelaM. Öti dua 

BaaJattialn dagegen Iti die Xalil dar AnraabinaiRictieiidaii aeit 1880 Im Btoten äielgen be- 

rtlW'n. baaondera rapid In Nleder-Oaaiarreiok, Stolemark und in latitM Jahr« ia Galtslea. 

A««h Bübanaa nnd Mahren hallen aBMhnllch« Zniinbni«i. Wibrend die G^mDiaien In 

Jftbr* 1684 »och nicht dfe» eUUlicn ütuid. wla Im Jahr« 1890 arralcbtea, habe« die Anf- 

■»>Maniiil>w an ^«n RealMfenlc« Mit dl«a*n Jalitv an 921 oder 22^ PareMi« masannca. 

T«n iIh In di«anin Jahrs sorPrfirang sratbisueaen ScbaUra wnrda« 1.035 oder 

9^ f*aroF«(« an deo Gyninmaieu «ibiI Bnal-O^anaaiee , nnd 424 o^tr 8'5 PereaaU au den 

BnftlMhql-i' ..'(■•^rvi^na. Seil den Jakr« 1891 sank die ZM der Ahg«»i«t«li«n an den 

Qtwuk iresd. an den B«aliKlialeD mr dia !&alil derMltes im letxten /«hre* 

«iwaar r.i 

[(M ErEvtiBiisi« Jer cinaelnna Jaltrc irarnn MKen4a: 

rij-noMUii and ItAal-UjrBaaii«« RaaUcbsltfa 



J a k r *" 


Ajafnalimi- 


a 


linial'inii 


■ 


abgcwleicD 




»BUBi-BTu aiiroaoBi« 






warher 


/.ah 


farDenta 


'/*bl i>n>>nie' 


1661 


ii.dira 


1.4.^4' 121 4.071 


3äi 79 


K 1862 


UJ281 


1-313 11-7 4.M0 


405 100 


■ I8KS 


11.578 


I.:fl4 10*5 4.4SI 


354 TB 


■ 18»4 


11600 


i.(W7 8-9 4.riii 


362 7-5 


■ I8S5 


11.86« 


I.f>3a 8-7 4.992 


424 »5 


In den • 


iBzelueo 


•Indern 


vares alier dh Reanltale in ilfeser Hiailcht aehr ver> 


arliUdc«, wie nachfolgende Tabelle tti^t. Unter lOO SeliUlern, welche 


die Pnlfanjc ablegteu. 


mmtiaa urtch«ewl 


eaea: 










an den 


BD den 

Oym- 
naiien 


an dag 




an dan *S^' an 4en 
"ijM- p^ Kaal- 
naaUa Gym- «^^ 


I. • R d • 7 


Gym- 
" naalra 


Heal- 
Sebilea 


1. k n d e r 
















■ ■ ■*'- ■ q 


MWer-Oetlrrralcll . 


12-97 


9-9Ö 


150« 


BaliiDeB 


3-76 303 4-63 


01«f^e*t#rr r i dl 


0-75 


—, 


3-16 


Uahren . 


7 30 10 22 «-M 


9ftlXliWT 


fl«8 


— 


455 


Ijchieajen . . 


1159 - 4<ie 


JMtIcraark ... 


I.V71 


— 


15-95 


Onllxiea 


1234 15-Ot 1031 


Kiratra 


14'OV 


— 


CK» 


Bakowlna . 


llltA — 266 


Knln 


613 


— 


0-00 


DatmaiicD . . . 


£13 ~ 0-00 


K«ntaBlAn.l ... 


d«I 


— 


924 


Smo« .... 


9!M «ÜO 8-49 


fiMl n. VerwrlbxrK 


8-75 


2-5Ö 


2-68 







IHe neiateo AbwAiF-onfini au den OymtiBKl'a kaB<ni tvt Iti ^tcioranark. Elrateo, 
Wedar-UcMUrraicb nad Gallaien, die weaii;fteD, nüt .AaioaliiM) von DAlnatien, wo aich aber 
■w 141 SekBler an aänntllcliefi 4 Grnnaaloa netdeUn nad davon nnr 3 Scbdlvr an d«Bi 



254 



MiUlitUkas«ii and HJMtlln. 



and iiwu anr 79 Abwaivuspii aa «ämniUicbea 36 G7nuiwi«D oder 3*75 Parcente 4«r 
OeprÜflcn. AncL bri de« Bvkliidal«» aUhcB die achon ccBAanten 3 L&ndvr u iJnr Sjittu 
Bit tlan ratisteo AtiwdaDDEQO, v&hrnod BfibnrB nmtu hihwtvo Platx ciotiimBt. KiniVA 
Rnia aaA DalmatioD hativn kein« AbwciiinnK »> vaneiclmcB. 

Die Äb««i*iiBc<:<> •t«l>oii mit dem ZoilnoKo n den Soknten. nuatatlick ^ 
Gklixies Ikd Ht«d«r~OMtemick, in aiiTerk«ntibar);m ZnumBsnliaiiZF , indem mIImi 8dl 
■H KVtfl* PriftUKiarfolK« w*f«s tUammanscl abiewioMB werde« bowImi, Kihrend *»i 
seita Schulen nil gtilaget Zahl der A]iBeldu>c»ii k«iiw nd«r nur «renice AtansUmiifes 
mdIi AnfnabmeD nit oiclit guten PflfangserfolgB aafvaJMa. 

An 51 HftUlMbolen kam gar keine AhweUaag vor, mit »nr ainar oder i 
w«lioDgen warea auuerdeB fa den grOMeran Lftadern Hiedet-Oeciertelek 7 , In 
24, In Mtlirea 11 nnd 1d üallslen 4 ScbDliui aiigeatallu 

Id Bohmea und Mähren uat«rscli«ldM lick die Abw«i>Bne«n fllUbcr DKck 
IlBUrrlohtMpndie der Anatallen nnd knmM bei dn daatschen JQtUiMhnlei) 
■ekr ZnmdEwelBOBgM, als an de« äMhiwbva var 8» «ntflalen : 

inSfibmenM ilea deauoken Oxanaaim . . anf 1.066O(prafte45 AbweinnaKen odsr4'SI 
f - . . . Real-eyniuaieti , 166 „ 8 „ .49 

. „ « . „ Real-ßcholen . 6 64 . 37 . , ■■ 

ZnuBmnt . . 
in Mkkren *n den denlMhen Gymnaaion . . anf 
P , , . n Bval-C^niauiea 

... . B«al-ScbDlen 



l.H^O*prflfle90Ab««iann£en odsr > . 
678 0«pnifte t>5 AbwAUtag«» «itvr i^ r> Pftc 
lU . ti , , 5-3 

711 . 57 . 



SuamineD . . . . l.üuSGeprüftalSS Abweiaaiic«B odt; ^ 
In iMUimen an den tecbbcken 6jnina«len . . auf 1.042 Oe|initU 34 AbweinuiKUi oder i3 fvc 



R«al-GjrnBuleo 

R«il-Sohnlen 



1.119 
&»1 



31 
20 



3-4 



in Uikreti 



. . 2.T6&etpnifte85Abv«4aiiagenoder3ir[|> 

auf 623 0rpTtfta3ü Abwalmi|;«fl»d«r ISFyn 

- 111 . n - .113 . 

. 198 , -ß . , 3lJ . 



Znnammaii . . 
i d«B fwblukea Ojnnaeien . . 
. » ■ . ■ Beal-OrmnaaieB , 

R . . . . fieal^knlao _^ 

ZnaaBBvn . . . T 98^ Octtrirü G3 Äbveiaugaa oder 5 7 Pmc 
AalTallead vial» 7>nrack«eitaag<n faadon b«I den Uitldulialaa dar 41 Bwmm 
ätkdt« ror. docb anrk ia ditaaa nickt allgemein. So «nrden aa 9 Hllteltektlu 
Wi«a von 993 AofnabiiKwerberB 227 oder 23 Psrrralc, aa den (lla^s«ti 1& Uiiul 
dar Hauptstadt roa l.i'il OaprAftno anr dl odar Ü'O Pcrcnnie xarfiekcfl wiesen. In 
warden an b MiilelMkalHB von 466 Qeprtfian 48 ad«r 10*3 Peroenta «nrflckgaerieaaB 
aadaria 7 Soknlan mit 1$i59 ABfnakttverbum a&liliia aar 21 Abfewiatane «dar 3^ 
Di« AaaakI dar aareeaaBiBeaan Sehlilei betrag: 

an dea RMl-Sehalaa 



im Jaluo 


■B nauuTBiiieaivD ui 
HaaJ-ti r nnaalea 

10.^45 


1680 


lesi 


9.968 


188ä 


10.364 


1883 


10.473 


1884 


10.331 



3.760 
3J)36 
«.107 

4^88 

Bb Imt Kunneh diir äckälvfilaad in der fnXtn ClaB§e au Anfang dieB«t J*lrM 
den kficbstea Stand rrTuiilil. aiid auanerdem tratan sa dtutalbm nocb die BapeUntea it 
betra'eadtn Oiaiwe hinan. In den vorllageadea Anaweieta int die Aniafal der BepetcatB 
nicht Bbarall angogeban, und bei eiaigan Sahalen aocli lUckeahnft, so dasi die anagevt^Mau 
Zahlen Ton Uli! Repetenten an dan Oystnulen nnd 24ti an den Realaehnlea aa f'- 
Die Anubl der anfgetiomnenan Sekdler von d«n •immtliehea QeprilAeB «rar ia daa 
|.kndem folgend« 



aa den 
Oyiu- 
1> a n d nealea 

Siadar-Oealerreioh . I.Ul 

Obei^OeaUrrelcli . 281 

Salsbars 84 

Steicronuk . . • . 353 

E«niten 141 

Ermio S4S 

HUteaUai .... 329 

Ttrol-VararlWg . 386 



an 4eB 
Etaal- 

g)rBB. 

388 



38 



Beal- 

ealmlan 

t.131 

08 

48 

137 

37 

66 

27S 

109 





aa dee 


an dea 


an In 




Oym 


anel- 


Baal- 


Land 


aaalea 


KyiaB. 


»Atam 










BdbmDB .... 


. ijm 


IJMS 


L»l 


Ifkbnm .... 


. 1.SO6 


SOS 


sa 


SohlaMen .... 


. 388 




99t 


Qaliaian .... 


. 1.646 


22ö 


ii.\ 


Bukowina . . . 


. 884 





lÖ 


Datmatiea . . . 
Samme 


. 138 


— 


» 


. a73i 


8.100 


4.S6II 



Hitthailangn nwl MiMellaii. 



25Ö 



koi 



Beehflfll mui ta dieMr Anzkhl nocb die «tugewieaenen Sepetonteii hiuta, so 
aif oina Scbole in den nftchatelienden Linder» Tolgende Schülerqaoten : 



■n den an den an den 

Qfm- Real- Beal- 

L a n d naafen K7n»i- acbnlcn 

Nisdsr-Oartnrraicb . 71 67 70 

Obar<Oaaten«icli .55 — 4ti 

SMlsbus 43 — 50 

SteiarmftA .... 61 ~~ 46 

Xftntos 48 — 43 

Sraio 56 — 66 

KflilMlud .... 82 — (i9 

Tirol-TonribBTs . . 39 38 28 



Land 



an dan an den an den 

Gyio- Real- Real- 

Datien icymn. acliulen 



Böhmen .... 


. 61 


73 


74 


Mähren . . 


. 67 


54 


59 


Schlesien .... 


. tl 


— 


■75 


Oalizien .... 


. 84 


76 


58 


fiakowina . . . 


- 76 


^ 


41 


Daliaatien . . 


. 37 


— 


19 


Ssmnie 


. 65 


67 


&^ 



Dia Ontcnchiede bei den einxeloen Scbaleo sind nebr stark. So kamen in Nieder- 
OMtanaicb 10 Hittelach den vor mit über 100 Anfgenomnenen, in Ober-Oeateireicb eine, 
im Sraia eine mit 129 Schalem, im Küstenland 2, in Böhmen 6, d&mnter eine mit 128, in 
H&hren 4, in Galiaien 7, darnnter eine mit 155 and eine mit 148 Schttlem, endlich in der 
Bukowina stne mit 156 AnfgenommeDen. Unter 30 Scbftlem hatten nachstehende Uirtelschnlen : 



in NiederOestarreich 6 Schalen mit 15, It», 

SO, 2a 26, 29'). 
, OberOesUmicb 2 Scbnlen mit je 1:9, 
_ hinten eine Schnle mit 21. 
. Krain 3 Sclinlen mit 24. 28, 29, 
{■ Kttstenlsnde (Pisino) eine Schale mit 7. 
IB Tiral 5 Schnleo mit 14, 14, 19, 19, 23 
Schaisrn, 



Böhmen 2 Schnlen mit 24 und 25, 
Mähren 5 Schalen mit 15, 19, 20, 24. 24, 
Schlesien eine Schnle mit 20, 
Galiiien eine Schule mit 28, 
der Bokoirina eine Schnle mit 27, endlich 
Datmatien 5 Schnlen mit 13, 26, 29. 29, 29 
ScbQlern. 



Dia AltersTerh&ItnisHe der aar Prüfong erscbieneaen ScbSier 
der latstan 5 Jahre folgende: 



waren im Verla nfe 



an d. Grmnaa ien u. Rnl-Oymnaaifn 



Die Schdler 

waren 
im Alter Toni-isao-si 'is»— 8> iB8i— u isss— M iSM— e& 



9— lOJahrea' 
' ud jBager 
■ 10— llJihren 

11-12 - 
12-13 , 

il3-M . 

1 14-16 , 

Iflb. 15 „ 
■«abakannt . 



9— lOJabren 
ud jUngar 
10— llJabras 
11-12 , 

12-13 , 
13-14 , 
14-16 „ 
ftb. 16 « 
■nbekannt . 



386| 

2 4(i7 ! 

8.297 ! 

2.863 1 

1.683 

761 

390 

212 



3-2 

20-0 

27-5 

23-9 

14-2 

6-3 

3-2 

1-7 



374 

2.230 

3-420 

2618 

1.504 

658 

340 

137 



345 

2.419 

3.426 

2.7-19 

1.601 

643 

328 

67 



357 

2.359 

3-584 

2-668 

1473 

714 

297 

48 



359 

2.542 

3.&54 

2.648 

1.493 

591 

281 

98 



an den Bealsobnlen 

IBM}— 81 IB81— S>'18M-»3il881-HlBM-(li 



25 

431 

1.105 

1.179 

834 

3^9 

121 

47 



24 

469 
1.187 1 
1.150 . 

7871 

283, 

93' 

47 1 



30 

557 

1.305 

1.337 

8Ü6 

310 

98 

18 



24 


33 


597 


648 


1.481 


1.638 


1.353 


1.486 


843 


805 


310 


289 


89 


73 


19 


20 



oder in Percenten 



3-3 

198 

303 

23 2 

13-4 

5-8 

30 

1-2 



30 

20-9 

29-6 

2H-8 

13-8 

5-5 

28 

O-Ö 



3-1 

20-5 

312 

23-2 

12-8 

Ö-2 

26 

04 



30 

21-4 

32-5 

22-3 

126 

50 

2-4 

08 



06 

106 

87-1 

290 

20-5 

81 

30 

1-1 



0-6 

U-6 

29-4 

28-5 

19-5 

70 

2-3 

1-1 



I 



07 

12-5 

29-3 

300 

180 

6 9 

22 

0-4 



0-5 


0-7 ; 


12-7 


130 : 


31-4 


32-8 1 


28-7 


29-7 ! 


17-8 


16-1 


6-6 


5-8 


1-9 


1-6 


0^ 


0-4 



>) ft Printsohalas nnd daiLandei-Beal-Ormnaalenln Waidhofona.d. Th. mit 10 Sohnlen- 



2ft8 



llltlb»{|aiie4i ud XbeoDen. 



Am in ^mttAmim Tkhtlls U»t alcli «iito^neii, iua df* Anfnabi 
an d«n GyiBiiMf«B tat iltRnaciniiii tiFd^iitond jUnior «I* aa ttu RsKlKlralnii sind, 
jttDferen AnHialiomrrTlirr nlicr hb am Uiltnlicaittaa in sUt«r Zunaliitio li«crillton 
beMOdtrs an <l«ii BBAlBcbnlfO; vakretiii di« lülnrna AtifMknrvarbcT ilch *a drc Oywi 
««rniadern , rvIuimd diowllwR nn dm Baalacbnlin kbiplat nanh xa. AciidauilIcW 
wird dies U«i dar Sohcidts; d«r Sebfllfir ii solch* hi> mit and &b«r IV Jah»: 



£* w»r*ti Anf 


•n il. ujniiiuRl'ii 11. UiMU-ÜjniaiitBo 


■ i: 'TiudBii n 


iukMi>iicrb<r 
fai Altar vcn 


l>M»l ' IHAt lU 


ISi)«] l«UJlt 1 lK>4><i 


)M^>81 1 »■> ' 


iK-4( M ! »MM 


9- 12 J«br*a 

12 l>iB üb. ]b 

Jakre . . 


&.f)97' ßJäi 


(>.iyv ii.ijyy 6.;ö& 

5.t;il M52 5013 


U61I l.trt-' 1«« 
2.403 i 2,313 ' 2.561 


iidBrlnl'crcKnleD V 


.{I~I2 Jahnn 
12 bin ttb. 15 
1 JakK . . 


&0'7 ! »3'4 
476 45 4 


63-5 1 M8 , 551) 
45-9 44-6 ' 4K3 


36^ 41-6 
606 57' 3 


42-5 
571 


441) 4ti SX 
65« 53-«fl 



DJ« AlUrava-lmltaisM der Aafaabnuworber in dta oinsilaBn l*&ad«rB «» 
dnrchw«K« eben mlclic Untiirschitd*, deaa aa ergeben aicli pcnciileal äckltn* litt Mi 
Allcrokalc^fisn : 




i(iedaT^OeUcn«tch . 78-3 

Obw-Oastemioh . . 57-4 

SalBbarR 398 

SUiermark .... 476 

Rärvtro 4S;^ 

Kraiii ....... 4ÄI 

Ka»t«Blatid .... I tr7-7 

Tiral und Vorulbnrg* 473 

Bfthmtn 61-0 

Uahren 57 7 

Schlaalao 486 

Oaliaian L 62-8 

BnkowiBa U SOfl 

Dolnaties . . ■ . . 65-g 



»IT 

4^-6 
58-1 
61-4 
61-8 
57-1 
40-7 
6«-5 
38-8 
4t-0 
51-0 
44-4 
488 
34 1 



41-1 



ee-4 



36-9 
479 
62-0 

600 



31-6 



48S) 
4J»-0 



&an 



■17 -.1 



M-8 


4$« 


«•7 


«•l 


43-S 


54-€ 


49-1 


5l>fl 


514 


43« 


47-0 


530 


581 


4lfi 


32-1 


ÖS-l 


37-8 


«2-0 


176 


51-6 


1130 


661 


89^ 


592 


lifrS 


705 


4»7 


51-3 



46-6 



55 K 



Holir ia Li'ihcrtiu T.«boMalt«r italMBd* ScbSIrr tralm ja SaUbniE. .■strlrri 
Kifatro, Kraiii util Titol. aUü Tänathirölio In 0«a Ali>siiliiQ<jiirii, in dir HiltalsrbalEn n{ 
>lum ittcli ib l>iil«n fidtiBicaii and DklmalJcn« buioi 

dcpt-H !" vt ■ i'.b aWr gvfcann gar mir Xl'71'ei 



df 

di> 
Ju;i- 



-j lUalMliulaii ereeloiii mrli «Iwii auii 

rr.rnrr K&rnten and Kiint^nUtKl mehr 

in Aip«inUnder nad din xiniMillekab 

lita: BaiiwnUea. 

Ih|| rnkbc kbar lli Jaltr* dUan, worra 



f 



Uittheflnnmn nnd HiscelleD. 



257 



L I n d « r 



Von den Anfttahniiwerbem waren gebnren in den J^liren 
1867 



18S8 



IBM 



I86S 



1S64 



1863 



1860 



Kisder-OMt«n«!ch . 
ObarOasterreloh . . 

SaUinrt 

Stoleiwk .... 

Klralen 

Krsin 

Kfiitaoluid . . . 
Tinl nad Torftrlberg 

BObmen 

lOhnn 

ScUadttn . ... 

OalUian 

Bakowbit 

Dahutien 



1 
1 

1 
6 
1 

5 
4 
9 

a 

26 
6 



Snmine 



2 
1 
3 
1 
1 

'20 
3 
1 



1 _ I _ 



1 ; — i - 



2 2 I 1 I - 

1 i , - - 



&i 



37 



1 



Aach jangera Bewerber als Bolche, welche 9 — 10 Jahre alt warea, dass ist Ge- 
bor*iie an* dem Jahre 1875, kemeD 5 vor, nnd zwar im KüBtealand eioer nnd in Galiaiea 4. 
Aber ancb nnter deoen, welche im Jahre 1S75 geboren traren, kamen riele Fälle vor, wo 
dia Altemuw blicht eintrat, da die Schüler bei der Prafnng nicht das gesetxliche Uinimal- 
■Itar hatten. 

Die Anaahl der Schfiler, welche ucb sor Aufnahme meldeten nnd privaten Unter- 
«iebt erhaUan hatten, war im Jahre 1881 und 1883 geringer als 1880. In den letzten 
S Jahren abor stieg dieaelbe wieder bedentend an, besonders an den Ormnasien, an welchen 
ttbarbanpt gegenüber den Realschnlen mehr Privatisten Anfnahme snchen. 

Die Ansahl der in den verflossenen 6 Jahren angemeldeten Frivatistea betrag 



I« J>bn 

1880. . . 

1881. . . 
iSßt. . . 

1883. . . 

1884. . . 



An den Gjnnauleii ond Seal- 
gyamunen 



An den Realschnlen 



Anzahl 

767 
662 
623 
669 
742 



Percente d. 
Prüflinge 

6-4 
5-9 
6-4 
5-9 
6-3 



Anuhl 

166 
132 

lao 

134 
160 



Parcente d. 
PrQdings 

41 

3-2 
2-7 
3-8 
3-2 



Ud nach den einzelnen Länden Tertheilteo sich die Privatisten des letzten Jahres wie folgt: 



Uader 



AntabI 



■todcrOastareich . 94 

OfewOartOTBidi . . 2 

aaUmrg 4 

OHlMBMfc .... 12 

MMmUn 2 

KniB 5 

... 29 

... 18 



Pereante 

aller Präf- 

lin ge 

3-1 
06 
2-9 
21 
10 
1-5 
4-4 
3-1 



LBnder 



Anialil 



Böhmen 64 

Mähren 59 

Schlesien 21 

Galizien 445 

Bukowina .... 110 

Dalmatien .... 37 



Percente 

aller Prflf 

lin ge 

1-4 

2-5 

3-2 

16-9 

27-6 

20« 



Summe 



902 



54 



¥> 



Hsr die Under Galizien, Bnkowina nnd Dalmatien habRn eine relativ grosse 

Rrirntisten nnd namentlich am Gymnasium in Tarnopol sncbten 54 Privatisten neben 

Talke- nad Bflrgerachälern, am Beal-Gjmna.sinm in Brody 52 Privatisten neben 54 Volks- 

BlrsarKhfllern Anfnahme, an der deatschen Abtheitang des griechisch- orientalischen 

In Sncnawa waren sogar 34 Privatisten gegen nur 22 Volks- nnd Bärger- 

r Prttfong angemeldet. 

Dia beneren oder schlechteren Erfolge der Anfnahmsprüfungen lassen sich im 
wohl ichoB auB dem Verhältnisse der Abweisnngen und Aufnahmen beurtbeilen, 
■fear noch aehr ans dar Classification der SchtUer bei den Prflfnn^n und aas dem 
TolkB- nnd Bfirgerschnlen von den An fnahm.i Werbern mitgebrachten Zengninnoten 

Uoaatiehrin. 1889. ^0 



am 



Int IiPE£ii^s«ua MrwoU all Aoeb die PröAme Mlbn gebvn tb«r di« 3 LAr- 
7C>3»aDiM S^l.fi:i. r^tciTitlitMprscbe nnd B«boen Aabeblus, dock decken neh dit 
J.kt:ic-3 uiüir ''l-lix. ^itm Scboler, «eiche emer Confesiioo aD^ehftrcB, fär welche !■ b«- 
r-<fMiUHn "lüx/ir: iti^ Pnfer lieb befindet, Z«!ipaisM oboe Noien bber die BeligiaB ait- 
■nci?>a ma ui*-i aj.x-:äntal die Xotea för «lle od«r »neb eiiuelie GeecuttDda fehlen. 
ii-.iii iijinaixii 7L1( t«;. vo beicn Abicbloue d«a Präfiins<bericbtea noch Zcncnisw toi 
irxriUiiQ i^kijicx kxssithtu. PriTjii>chäler baben im AlI^neineD k«iae Attcat«, nur Ki- 
■K-.av. -w^idit «'ü tlt der AnfnalinispräfDag io di« Miitelcchnlen nocb einer Präfnng u 
lUi-r ">ili»- 1*^ Birptnchnle nnterziebeo. briogeo ZeBgni»e nit. Von den aäHBtlickee 
t>.?ö^ 33r 7niz:i4 acnmeldeten Schölern feblteo daher in den einselnen GcgeasUndn 
(.•i^uüit J..i.£Ül T:n Xoten: 

Koten 
r.a. BecbncB 



Beüsiocinot«o 



Sprachnoten 



la wn i.-yiiaA*:s= - . . 



933 
162 
251 



666 
121 
194 



647 
118 
174 



fiomme . 



l.Mti 



981 



939 



!>.< ^«'nlend^D Xoteo in den beiden ittzten Gegenstinden decken eich zun Theik 
Uli iiiii lfr-.T4:uMD i^>Z). wahrend die Mebrxalil der feblnnden Beliponsnoten nnfdie nickt- 
LF|irtl*'^a, 4ad«nn ConfesHonen nngebürendeD Schülern kommt. 

A:i2ii:eDd ist die groiwe Anzahl der fehlenden Koten in Galiiien, bewmderi ia 
11- Saii^wa. ebenso in Nieder- Oeaterreicb. 

Vie'e Auf na bnu Werber finden auch ohne Präfuog io einzelnen oder nnch in nllcB 
^-i^rxiftaS'lviL Anfoabme. Ha n[jt«üc blich ist dies bezüglich der Religion der Fall, «til 
.» ^.sr-^t»; !«r. Schnlem, welcbe den Calcal „sehr guV* oder „gnt^ im Zengniave besitm. 
.IV KriuHu^ in diesem GfgenHtande zn erlasgeo. 

Öt« Anzahl der Schüler, welcbe keine Prafnng in den 3 Gegenständen able^n, 
«AT i'ui^nie: 



A» dvD Gymnasien 
^ . Real)cymaa.Hien 
_ Realschulen . 



io der 
Relifclon 

ti.9&i 
1.775 
3.618 



In der 

Fnterri-btB- 

wpracbe 

249 

25 

9 



tm 
Rechnen 

21 
33 



Zusammen. . . 12.375 283 260 

In der Religion wnrdiin also nur 4.483 Anfnahmswerber geprüft. 

Für die zwei andtreu neeen^tänd« fehlen ',i83, beziehangs weise 260 Koten, nni 

»«,ir ^Lanen an einzelnen MittulRcliDJen Ualiziini xolcbe Befreinngen von der Prfifang ror 

;i Juc VuierricbUiipraclK: 247 und im BechneD 193. In deu nodereo Lindern ist dies oir 

.iiomdisvh dt-r Fall ni.d iladurch entütanden, dass Schüler mit angenügtndem Präfnogi- 

,-itul|t>.* in xirei Gegeaittänden zur Prüfung ans dem letzten Lehrgegeoatande nicht mehr er- 

-u-iiiijuen, bvsonderH in Wien. Die eigeolliche Anzahl der geprüften Schüler oder gegebenes 

N<?tvu war daher in dun einzelnen Ländern folgende: 

Geprüfte in allen drei 
ti egenattnden 

an deu an den an den 
Gjm- 

nusieo 



Geprüft« ia nllen drei 
GersnuiHiidea 



Linder 



an den 
Uym- 
nii'lcn 
2.95li 
5IJ2 



an deu an deu 
Ki'sl- Keal- 



\j<hi*t-Oe»terreich 
v'.'vifilVsterreich . 

:ja£ibBrK 244 

^iMiM-mark .... 993 

li.uHteo 344 

&r^» .*>38 

lf.ut»utsnd .... 6U8 

t»wl n. Vorarlberg 892 



ÜtS2 



n 



Rchalen 

2.777 

209 

98 

398 

74 

131 

749 

258 



L & n d e r 



Böhmen 4.764 

Mähren 2.927 

Schlesien 792 

üalizieo 4.745 

Bukowina .... t>72 

Dalmatien .... 346 

Snmme . 



Eaal- 

a.776 

486 

612 



Keal- 
schslen 
2.91» 
2.076 
667 
bSO 
177 
103 



.21.4^3 4.917 11.316 



Die Calculn , welche die Schuler in den Zengnissnoten haben sollen, sind; sehr 
Mt. gnt, mitlelmäsdig nnü ungenügend. Diejenigen, welche bei der Prüfung an den Itlttel- 
w^Lskn vorgescli rieben sinil, heilen: ausgezeichnet, vorzüglich, lobeaswerth, befriedigend, 
MatgeBd, nicht genügend nnd ganz nngenügenil. Ansser diesen Calculen kamen aber noch 
AB vielen Schalen, sowohl an deu Volks- und Bürger-, als hauptsächlicb an den Hittel- 
m^kIm die versubieJenartigsten ClaRsiflcationanoten vor. Es ist daher oft schwer, dsrlei 
Klawiftcn*<"nBn in den gegebenen Rahmen einzufügen. 



Hittfaeiliuigeii und UiBcellen. 



259 



Die Zencniu* nid PrBfiutgsDoteii Tertheilten sicli auf die einzelnen Calcale and 
OogcmitlDde in folgender Weis«: 



C K 1 B I « 



ZangniiBDoten: 

tahr gnt 

«nt 

' Biltelm&uig v. a. w. 

I 

t PrBfnnBiBoten: 

j ▼onl^eh . . . . I 
; lobeaswerth . . . . < 
; befriedifend • • ■ | 

. genBcend 

ksam genflgeiid , . 
' Hiebt genägendn.s. I*. 



an den QymnaHien 



BeU- 



5^25 

3.104 

358 



Uoter-! 
richte- 1 

Sprache 



Bech- 
neu 



113 

403 

829 

1131 

98 

64 



I 



I ZeagnissDoteD: 

: Mfcr gat ■ 602 

«ot 35-7 

niltelmXuig n. b. v. | 4*1 

I PrflfongBnoten: | 

'■ ▼oisfiglick .... 4'3 

: lobentwrrtli .... 153 

befriedigend .... 314 

; geBfigend ; 42 9 

: kmnm genagend . | 3'7 

< MicbtgenflgendD.a.«-.. 24 



4.109 4.339 

4.280 1 4.022 

565 1 612 



8.687 8.954 8.973 



476' 

1.652: 

3.167 

3.187 

206 

683 



928 

1.950 

3.015 

2.946 

151 

42-t 



2638 . 9.371 i 9-414 



bh den Bealgymnuieu 






1.253^ 990 1.106 
714 : 970 867 
117 ! 165 155 



2.0ä4 2.125 2.128 



U 94 : 329 

67 426 ■ 497 

163 746 701 

182 769 593 

18 59 ■ 48 

30 127 57 



an den Realiohnlen 



Beli- 
gion 



unter- 
richte- 1 
Bpraebel 



Bech- 

nen 



2.105 1-581 

2.171 2.515 

465 702 



1.883 
2.3041 
631 ' 



4.741 4.79« 4.818, 



I I 

13 ' 150 396 ; 

150, 896 1095! 

443 1.888 1.776; 

708 1.612 M07 

31 89 I 82 

29 348 203 



471 2.221 2.225 1.374 4.933 1 4.969 



in Pereenten 









45-9 


48-4 


60-1 


47-8 


44-8 


34-3 


C-3 


6-8 


5-6 


51 


9-9 


2-3 


17-6 


20-7 


14-2 


33-8 


32-0 


34-6 


340 


31-3 


38-7 ■ 


2-2 


1-6 


3-8 , 


7-3 


45 


6-4 1 








" 


" " 




46-6 


52-0 


54-4 


33-0 


391 


45-6 


40-7 


458 


52-4 


47-8 


7-8 


7-3 


9-8 


14-6 


131 


4-2 


14-8 


10 


30 


80 


19-2 


22-3 


109 


18-0 


22-1 


3.1-6 


31-5 


32-2 


380 


35-8 


34-6 


26-6 


515 


32-2 


28-4 


2-7 


2-2 


2-3 


1-8 


1-6 


5-7 


2-6 


21 


7-0 


41 



an den Gymnasien 



Länder 



{ arhr gat, 
I lobenH- 

' werth. vor- 
: aüglich 



rot, be- 
friedigend, 
genügend 



mittel- 

D)iltBi)C, 

kanm und 

nicht 
I füeeii^end 



,Prüf.iZeag. eräf-j Zeuic | Priir.jZeaK 



I 



HladwwOeaterreich . 27*62 65 
Ob«r-Oe>terreicb . 4024 66 

Salibnrg 27-87 50 

Steiermark .... "2699 55 

Kirnten t3198 63 

Xnän 2417'48 

Kbtenlud .... 12-26 42 
Tirol n. Vorarllwrg 25-90 60 

Mbmen 3510 54 

JUhitn 36-73 50 

Seblmlen .... 30-68 55' 

Oaltxiea 1075|36 

Bikowiu . . . .12-50 50 

Dilutten . . . ■ U'85'41 

Summe. . iÄ6-77 51-37 66-64;42 86 



20 62-43 31 04 
76 48-80 32-39 
OU 63-94 47-35 
30 61-54 39-65 
32 59-14 35-8Ü 
■51 68-58 48-77 
86 79-83 50-y8 
8468-50 33-33 
.18 62-21 37-48 
93 57-53 42-05 
99 60-98 40 67 
9177-98 59-55 
52 79-90 47-58 
14 82-95 46-25 



9-95 
10-9Ö 

8-19 
11-47 

9-88 
7-25 
7<J1 
5-60 
2-69 
5-74 
8-34 
11-27 
7-60 
5-20 



3-76 
0-85 
2-65 
505 
0-82 
2-72 
6-16 
5-83 
7-91 
702 
3-34 
3-54 
1-90 
12-6 



ao den Realacholen 



Mhr gat, 
lobeuB- 
werth, vor- 
züglich 



pit. be- 
friedigend, 
genügend 



mittel- 
miaefg, 

banm aud 
nicht 

genügend 



Prüf Zeng.l Prüf. Zeug-, Prüf. Zeng. 



19-62 

a2-97 

25-51 
26-64 

37-81 
30-60 
18-43 
25-97 
28-21 
26-74 
30-44 
11-601 
8-47 i 
26-21! 



44-32 

43-01 
31-06 
43-69 
35-18 
21-36 
2332 
44 03 
40-94 
3757 
36-03 
20-78 
32-10 
33-08 



69-92 
72-73 
68-37 
6603 
5946 
B7-U1 
74-10 
60-86 
67-&9 
68-64 
66-11 
70-29 
S9-27 
6700 



44 93 10 



55 56 
6S-18 
4741 
5;i78 
66-14 
5534 7 
41 90 13 
43-85, 3 
49 89: 4 
51-25- 3 
71 91 18 
64-81; 2 
49-431 6 



46 10-75, 
30, 1-431 
12| 0-76' 
28| 8-90 
70: 12-01 
49 12-50 

47 2r34' 
17 1407; 
80 15-21 
62 12-54 
45 12-72 
11. 7-31 
26 3-09 
79 11-49 



7-59 5-77 23-86 3Ö-79 69-23 48-69 6-91 12-52 

20* 



258 UitthetlUDgen nnd UiMellaii. 

Die ZengoissDoten sowohl bIb ancli die PrAfaiig selbst geben Ober 
gegenstände Religion, Untern chtsspracbe und Bechnen AnfsoIilnttH, doch deck* 
Zahlen nicht völlig, inilem Schüler, welche einer CoDfeasioD aDgehöreo, fSr w>-: 
treffenden Schnlort kein Prüfer sich befindet, Zeagnisse ohne Noten über die I( 
bringen nnd snch manchmai die Hoten für alle oder auch einzelne Oegetutn 
Auch Icommen Fälle vor, wo beim AbHchloBse des Prüfangsberichtes noch 7.v 
einzelnen Schiüern aasstehen. Privatnchüler haben im Allgemeinen keine Attest 
Keine, wfiche sich vor der Aufnahmspräfüng in die Uittulschalen noch einer 
eieer Volks- oder Bürgerschale unterziehen, bringen Zengniase mit. Von den 
16.858 znr Prüfung angemeldeten Schülern fehlten daher in den einzelnen ( 
folgende Aneahl von Noten: 

Religion enoten Sprachnoten 



an den Gymnasien 933 666 

„ „ Reat-Gymnasien 162 ISl 

„ . Realschnlen 251 194 



Summe . 1.346 981 



I 



Die fühlenden Koten in den beiden letzten Gegenständen decken I 
mit den Privatinten (902), während die Mehrzahl der fehlenden Beligioiisnob 
geprüften, anderen Confessionen angehörenden SchUleni kommt. / 

Auffallend ist die grosse Anzahl der fehlenden Hoten in Galiiw 
der Seligion, ebenito in Nieder- Oeslerreich. J 

Viele Aufuahmswerher finden auch ohne Prüfung in einzeluui • 
Uegenständen Aufnahme. Haapt«&chlich ist dies bezDglicli der Reiigi« _ 

BS gestattet ist. Schultern, welche den Calcul „sehr gut" oder „gnt" im r ~ 

die Prüfung in diesem Gegenstände zn erlassen. § *' 

Die Anzahl der Schüler, welche keine Prüfnng in den 3 Getf ** 

war folgende: f * 

tB ,tmr •" der ' X 

an den Gymnasien ti.982 249 

„ „ Realgymnasien 1.775 2S 

„ „ Realschulen . . 3.618 9 

Zusammen . . . 12.375 55*' 

In der Religion wnrden also nur 4.483 Anfnahmswarber f 

Für die zwei anderen Gegenstände fehlen 283, beiiehnng^ 
zwar kamen an einzelnen Uittelschnlen OaliaiitM solche Be&elnnge 
in der Unterriehtssprachn Si47 und im Rechnen 193. In den ander 
sporadisch ilvr Fall ni.d dadurch entstanden, daas Schflier mit 
erfolge in zwei Gegeeständen znr Prüfung ans dem letzten Lehrgi' 
schienen, besonders in Wien. Diu eigentliche Ansah! der geprflfl*H 
Noten war dahiT in den einzelnen Undern folgend«: 

Geprüfte in allen drei 
GetenBiiinden 

an den an den an den 

_L ä p dar Uyni- Kral- Real- 

" ■ ' na>len eymu. schnleD 

Niedor-Oesterreich . 2.85'i 062 2.777 

Olier-Oesterreich . . ÖV-i — 209 

Salzburg 244 — 98 

Steiermark .... 993 ~ 398 

Kärnten 344 — 74 

Krain 5S8 — 131 

Küstenland . . . . 8(J8 — 749 

Tirol u. Vorarlberg 892 81 268 

Die Calcnle , welche die Scholar in dpty 
gut, gut, mittelmässig nnd nngenUgend. DMi 
schulen vorgeschrieben sind, heisiteu; anigw 
genügend, nicht genügend und gaui nngo» 
an vielen Schalen, sowohl an den Toi) 
schulen die verschiedenartigsten CIihF 
Claasiflcälioncn in den gegebenen B»1 



Linder 



Bohnen 
Mthm. . 
SeUauaB . 
OmIislaB . 
BnkowlM 
DalutHK 



• % 




258 HitthelluDgen aai Hiioelleii. 

Die ZengoiBsnoten sowohl aIh auch die Prttfnng selbst gebea Aber dia 3 Lahr- 
gegenstänile ßeligioo, TJnterrichtssprache und Kechneii Anfschlaas, doch docken dch dia 
Zahlen nicht völlig, indem Schüler, welche einer Confeasion ani;ehören, filr welche im ha- 
treffenden Schnlort kein Prüfer sich befindet, Zeagnisae ohae Noten über die Religion mit' 
bringen nnd anch maachmal die Noten für alle oder anch einzelne Gegenstände fehlen. 
Aach kommen Fille vor, wo beim Abschlasae des Priifaagsberichtes noch Zengnian vdi 
einselnen Schülern annstehen. PrivalachSIer haben im All(;emeiaen keine Atteato, nnr Eia- 
zelne, welche eich vor der Anfnahmsprüfbng in die Mittelschnlen nocb einer Prüfnng la 
einer Volks- oder Bürgerachale unterzieheo, bringen Zengnisse mit. Von den sämmtlicksa 
16.858 znr Prüfung angemeldeten Schillern fehlten daher in den einielneo Gagenständaa 
folgende Anzahl von Koten : 

BeligioDsnoten Spraohnoten j d BeS»Mi 

an den Gymnasien 933 666 647 

„ . Real-Gymnaaien 162 121 118 

„ , Eealsclinlen 251 194 174 



Snmme . 1.346 981 939 



Die fehlenden Koten in den beiden letzten Gegenständen decken sich xnm Thatle 
mit den PriTatisten (902), während dieHehraalil der fehlenden Beliglonanoten anf die nicht- 
geprüften, anderen Confessionen angehörenden Schülern kommt. 

Anlfallend ist die grosse Anzahl der fehlenden Noton in Galitien, beaondera In 
der Religion, ebenso in Nieder- es terre ich. 

Viele Anfnahmswerber finden anch ohne Prüfung in eincelnen oder anch in alba 
Gegenständen Anfnabme. Hanptsächlich ist dies bezüglich der Religion der Fall, weil 
ea gestattet ist, Schülern, welche den Calcnl „sehr gut" oder „t^t" im ZengnEsve besilc«. 
die Prüfnng in diesem Gegenstände &u erlassen. 

Die Anzahl der Schuler, welche keine Prüfung in den d Gegeniiänden ablegt«]!, 
war folgende: 



ppraehe 



an den Gymnasien b.982 249 206 

„ „ Realgymnasien 1,775 2Ö 21 

„ „ Realsehnlen 3.618 9 33 



Zusammen . . . 12.375 «83 260 

In der Religion wurden also nur 4.483 Aufnah ms werbnr geprüft 

Für die zwei andtrun Ge^onntände fehlen 283, bezieh nogsweiae 260 Noten, uti 
zwar kamen an einzelnen Mittelschukn UaliziiTM solche Befreioni^Aa von der Fräfaiig vor 
in der Unterriclitssp räche 2-t7 und im Rechnen 193. In den anileren Lindern ist dtn aar 
sporadisch der Fall ni>d dadurch entmanden, dass Schüler mit ungenägendem PrOfaiga- 
erfolge in zwei Gegenständen znr Prüfnng aus dem letzten Lehrg«geDdlAucls nicht mehr er- 
schienen, besonders in Wien. Die eigentliche Anzahl der geprilfiea dchfiler oder gegebeaea 
Noten war daher in den einzelnen Ländern folgende: 

Geprüfte iu allen drei Ceprüfte in ttUwi dnl 

GerensiKnden I tjecensttadsn 



an drn an den an deu . aa deu an den a.a ilni 

Länder Uyio- Hi-hI- tteal- : Länder üyni- 

Qii>ien iiymn. schalen l "" ' ' iihhioö 

Böhmen 4.7ti4 

Mähren «,927 

Schlesien 792 

Ualizieu 4.74'ä 

Bukowina .... 672 

Dalmatien .... 346 



Summe . . . 'ilAWA 



Qii>ien rymu. schale 

Kieder-Oesterreich . 2.356 962 2.777 

Oher-Oesterreieh . . 502 - 209 

Salzburg 244 — 98 

Steiermark .... 99;-! — 398 

Kärnten 344 — 74 

Krain 538 — 134 

Küstenland , . . . 808 — 749 

Tirol n. Vorarlberg 892 81 258 

Die Calcnle , welche die Schüler in den Zenguisanoter 
gnt, gut, mittelmäasig und ungenügend. Diejenigen, welche ' 
Bchnlen vorgeschrieben sind, heissen : aasgezeichnet, ^ 
genügend, nicht genügend nad gauz nngenügen'I 
an vielen Schulen, sowohl au den Volks- ' 
schulen die verschiedenartigsten Classifica' 
Classificationen in den gegehenen Rahmen 




Hittheilimgeii nad Uiscellen. 



259 



IH« Zenpiiu- und PrflfangSDoten vertbeüten Bicli auf die einzelnen C»IciLle und 
eagcmrilDde in folgender Weise; 



C ft 1 c n I • 



BD den Oymiuiiien 



Seil- 



Unte^ : 
riehta- 



if- ;,V^h; 



Rech- 
nen 



ZangDlianotea: 
■ehr n&t .... 



Biltalmiatfg n. s. 



t PrOfnugsBotea: 

I Torrtglich . . . 

lobeuweiu . . , 
. befHedigend . . 
, SenSgend .... 

kmiB gen&gend . 

nickt fenfigend a.B.^ 



5J225 : 4.109 , 4.339 

3.104 4.S60 4.022 

358 ' 565 ; 612 



8.087 8.954 , 8.973 



113. 

403 

829: 

1131 1 

98 1 

64' 



Ksagnisanoten: 

Mhr gnt 60-2 

gut 35-7 

■tttelniissig n. b. w. \ 4-1 

PrafangmoteB: i 

Tonfii^icli .... 4*3 

lobenswertii .... IS'S 

befriediKBDd ... 314 

genflgend : 429 

knnrn genügend . j 3'7 

aichtgeDügaDdn.B. w. 2'4 



476' 

1.652 ; 

3167 

3.187 

206 

683 



928 

1.950 

3.015 

2.946 

151 

424 



2.6-^8 9.371 1 9.414 



an den BaalETniDasieii 



BeU- i 



Cnter- 



Beeh- 



»:'- i.?ääei »» 



1.253, 
714' 
117' 



990 1.106 
970 867 
165 155 



2.0d4 2.125 2.128 



U 
67 
163 
182 
18 
30 



94 
426, 
746 
769 

59 
127 



329 
497 
701 
593 
48 
57 



■D den Eealüchalen 



BeU- 
glon 



, Unter- 
I richte- . 
leprachel 



Rech- 
nen 



2.105 1.581 1.883 

2.171 2.515' 2.304 

465 702 631 



4.741 4.79a 4.818, 



13 150 396 ' 

150. 896 1.095 

443 1.888 1.776 

708 '■ 1.61ä 1.407 

31 89 . 82 

29 348 203 



471 2.221 . 2.225 1.374 4.933 4.959 



in Percenten 



45-9 


48-4 


60-1 


46-6 ' 


52-0 


54-4 


47-8 


44-8 


34-3 


45-6 


40-7 


45-8 


C-3 


6-8 


56 


7-8 


7-3 


y-B 


51 


9-9 


2-3 


i 
4-2 


14-8 


10 


17-6 


207 


14-2 


19-2 


22-3 


109 


33R 


320 


34-6 


33-6 


31-5 


32-2 


MO 


31-3 


38-7 


34-6 


26-6 


51-5 


2-2 


16 


3-8 


27 


2-2 


2-3 


7-3 


4-5 


6-4 


57 


2-6 


31 



I 

33-0 39-1 

52-4 . 47-8 

14-6 : 131 



30 

18-0 

38-0 

32-2 

1-8 

70 



8-0 

221 

35-8 

28-4 

1-6 

41 



II 



an den Gymnasien 



L 2 n d B r 



1! lobena- 
'werth, vor- 
. cugllch 



gQt, lie- 
fnedigend. 
genta gend 



mittel- 

I kanin nnd 

nicht 

eeobKead 



Prüf.lZeag. Pr&r.! Zeug < Prür.lZeni;. 



madei^Oesterreich . 2762 65-20 6243 31 04 
Obar^estsrreich . 4024 6676 48-80 3239 

BalnhBfg ||27-87 50-00 6394 47-35 

Stoiennark . . . . '2699 55-30 61-54 39-65 

Kintwi '31 98 63-32 59-14 35-86 

KmlB 2417 43-51 68-58 48-77 

KUtenlud .... ia-26 4286 79-83 5098 
Tirol u. Vorarlberg 25 90 60 84 6850 33 33 

Böhmen ;35-10 5458 6221 37 48 

«ihren 3673 50 93 D7■5:^ 4205 

Sehleaien . . . .30-68 55-99 6098 4067 

OBJI«i«B 10-75 36-91 77-98 59-55 

Btkovisa . . . .112-50 50-52 79-9047 58 
Dalutt« . . . ■ ' ll-85'41-14 82-95 46-25 

Somm«. .IJJ5'77 51-37,66-64,42-86 



9-95 

10-96 

819 

1147 

9-88 

7-25 

7 91 

560 

2-69 

574 

8-34 

11-27 

7-60. 

5-20 



3-76 
0-85 
2-65 
5-05 
0-82 
272 
616 
5-83 
7-91 
702 
3-34 
3-51 
1-90 
12-61 



an den Roalschnlen 



sehr ent, 

lobe IIB 

werth, vor- 

sü glich 



gnt. be- 
rnedigeod, 
genügend 



mtttel- 
misBJg, 

kaom nud 
nicht 

genügend 



Prüf Zeng,' Prüf. Z»ng, Prüf. Zeng, 



19-62 
-^2-97 
25-51 
26-64 
37-84 
30-60 
18-43 
25-97 
28-21 
215-74 
30-44 
U-60 
8-47 
26-21 



44-32 
4.3-01 
31-06 
4369 
3518 
21-36 
23-32 
44 03 
40-94 
37 '57 
36-03 
■40-liy 
32-10 
33-08 



69-92 
72-73 
68-37 
66-03 

59-46 
67-91 
74-10 
60-86 
67 09 
68-64 
66-11 
70-29 
89-27 
6700 



44 93 
55-56 
6S18 
47 41 
5^78 
6614 
55 -.34 
41-90 
43-85 
49-89 
5125 
71-91 
64-81 
49-43 



10-46 
4-30 
lil2] 
7-28! 
270 
149 
7-47 

1317 
3-80 
462 
345 

18-11 
2-26 
6-79 



1075. 

1-43 

076 

890 

ViiH 

12-5U 

21-34 

14 07 

15-21 

12-54| 

1272 

731 

309 

11-49 



7-59 5-77|23-86 38-79 69-23 48-69 6-91 1252 

üO* 



260 



Hitthei langen nnd MEacelleD. 



Die weiUnn gröaate Ansalil ganstiger Zengnissnaten erhtUaa die ScbOlor au da 
BeligioQ, während in der Unterrichtssprache die Uehrzahl der Noten anf den Calcol gnt eat- 
tiUt. Auffallend ist der Dnterschied der mitgebrachten Zengbiunolea an den Qynmaaien ud 



Uebereicht der Ergebnisse der Anfnahms- 



I. An den Gymnasien 



Stsadort 
LeliraDSbalt 



NiHJer-OB starre ich 
Ober- O&äl erreich . 
Salzhnrg: .... 
Stt^iermaTk , - , 
Kärnten .... 

Eraiu 

Eilstenland . . . 

TiiigS und Vorarlberg 

Böhniei] 

Uähren . 

Scblesiea- 

OalizieD 

Bakovin« 

Dalmatii^a 



— n 



Von dl«B«ii 

wardoa 






■e-i; 



*5 






3 

o 
tt 



■a Sa 

3 SS 



Qa^roAen 



Älter der 
QeiirüCIeTi. n. rv, 
Ce)>0'r«D Im J»hi< 






^i 



II 



Summe . 



1.742 

ir, 

S3 
42< 
IM 
261 
Ü6j 
46^ 
3-393 

371 
8.370 

141 



213 i.san' 

161 2211 



9 
R7 
23 

16 

35 

ä8 

HS 
118 

43 

300 

rf6 

3 



84) 

353; 

141 

245 

H20 

424 
3.275 
UCB 

-H2Mi 3« 

2 0721 2 

284 m 

i:-)8 11 



82 

t 

15 

4 

79 
4 

L8U 
73 



1.611 
221 

8& 

US 

27? 
408 

4as 

3,4&5 

1.4S1 

367 

2,074 

14« I 



1.S6S 
23S 

89 

409 

103 

258 

34i 

44'i 

3.348 

l.47ä 

301 

1.983 

2U 

U2 



76 
1 

4 

11 

I 

3 

19 

16 

47 

SO 

li) 

389 

S> 

3? 



e 

9 

6 
31 

7 
20 

7 
26 
19 

7 

6 

121 

21 

H 



27 
7 
4 

4iü 
13 
32 
20 
25 

141 
5S 
21 

1&4 

27 

5 



104 
35 
20 
72 
27 
50 
45 
82 

4(8 

184 
50 

3i| 
4& 
10 



ll.SöÜiJl.U35,10.aai|| 542 ;,1U731J.124, 742 li23liÖ91 U93 
In Fercenten 



Nied er-Oesterr«ich . 
Ober-Oesi«rreich . . 

Sab.hiirg 

Steiermark , . . - 

Kftnitou 

Krain 

KäBtealanil .... 
Tirol und Vorarlberg 

Böhmen 

Mähren 

Schlesien 

Gftlizien 

Bukowina 

Dftimatien 



I — 



12-23 

6-75 

9-68 

15-71 

1402 

613 

9-61 

822 

3'4B 

7-7.1 

li-59 

12-65 

U-25 



87-77 
93-25 
90-3-i 
8429 
85-98 
93-87 
90-39 
91*78 

yb-5z 

9ä-27 
88-41 
87-35 
88-75 
97-87 



Im Darchnchnitt . 



8-72 I 91-28 




Uittkeilnngen nnd Misc«ll«i. 



261 



B— Iwhllen. Hier lubeo die Aafaakmswarbflr an den BealacImleD im Allgsmeinen bedeutend 
BBCfiut^ere Zengnisse anfEnweisea. Die Clusificationen bei den A.DfaaIimaprilfniigen bleiben 
in Dnrebäehnitte alier Scbaleu siemlich gleich, an den einislneti aber herraclien die grbssten 



prftfimg fbr die I. Gluse 1884/85. 



and Real-GymnaBien. 



Alter der OeprÜfUn, 
QBd svar KPboren Im Jahre 



FrafuDgenoten 



Zenftnli^saoten 



i i 



a 
9 

9 



Si- 



te 






SS l-g 



der Volkuschüler 



•Sil s s 

Mi :^5" 

-B'= ade 

a _ a g."««. 

« s s td b 

■': s M B a 

•5 OS 



a 

s 

B 



aat 699 


556' 


67 




318 751 


1.300 


1.099 


89 


261 


3-083 


1.558 


231 


50 104 


31 


1 


— 


34 168 


161 


84 


29 


26 


472 


229 


6: 


25: 25 


12 


— 


2 


8 60 


91 


65 


12 


8 


■ 132 


125 


7 


751 102 


90 


8 


4 


63 205 


320 


291 


1 


113 


: 663 


479 


61 


39. 32 


43 


4 


— 


44 66 


91 


109 


1 


3i 


■ 258 


175 


55 


47; e-i 


40 


4 


2 


8 122 


213 


156 


15 


24 


375 


377 


21 


7ö: W 


96 


20 


6 


28 71 


274 


371 


8 


56 


438 


521 


63 


112: 131 


75 


9 


2 


88 198 


315 


320 


Ifl 


33 


798 


443 


75 


8341-236 


601 


63 


11 


821 1.799 


2.772 


1.931 


45 


17z 


5.462 


3.773 


708 


405 M2 


296 


29 


s 


387 779 


1.196 


830 


16 


20 '• 


2.188 


1.846 


336 


112 111 


65 


4 


2 


69 174 


221 


262 


— 


66 


519 


438 


120 


44? !S92 


524 


128 


62 


65 495 


1.367 


2.766 


337 


327 


2.142 


3.514 


234 


63 76 


74 


13 


1 


16 68 


206 


331 


— 


51 


345 


325 


13 


30 44 


39 


9 


1 


2 39 


94 


1931 


8 


10 


137 


154 


42 


2 648 3.854^54-^ 


359 


98 , 


1.9ä 14.995 


Ö.621 


8803 


580 


13!S5 


17.022 13.957- 


1.972 










In P 


ercenten 












16-2-. 40-12 3lW 3-85 


1 


8-33 1967 


3405 


28-79 


2-33 


683 


63-31 


3195 


4-74 


21-10 43-t8 1308 042 


— 


6-77 33-47 


32-07 


1673 


5-78 


518 


66-76 


32-39 


0-85 


26-88268412-90 


— 


2-15. 


3-28 24 59 


37-3U 


26-64 


4-92 


3-27 


5000 


47-35 


2-65 


17-8« 24-29 21-43 190 


0-95 


6-34 20115 32-23 


29- n 


0-10 


U-37 


55-30 


39-65 


5-05 


23-781967 2616 244 


— i 


12 79 191Ö 


-^645 


31-69 


0-29 


9-59 


63 32 


3586 


0-82 


18-01 25 28 15-3^ 


1-53 


0-77 


1 49 2268 39-5'J 


28-99 


2 79 


4-46 


48-51 


48-77 


2-72 


20-88x5-)^226 37 


5-4a 


1-67 ; 


347 8-7Ö 3:V91 


45-92 


0-99 


i>92 


42-86 


5098 


616 


2424 28-351624 


1-95 


043: 


904 20-35 32 37 


3^89 


195 


340 


60-64 


33'66 


5-70 


26 05 36-43 17-71 


186 


0-32; 


10-9Ö 23-86 30-76 


2561 


0-59 


2-28 


54-93 


37-95 


712 


26 54 3552 19-39 


1-9Ü 


0-33 ■ 


11-34 2282 3506 


2430 


0-47 


6-0 1 


5007 


42-24 


7-69 


30-19 29-92 17-51 


1-08 


0-54 j 


8-71 21-97 


27-90 


33 08 


— 


834 


5599 


40-67 


3-34 


18842496:22-11. 5-39 


2-61 : 


1-21 9a4 25'52 


51-64 


6'29 


610 


36-37 


59-66 


3-97 


19-69 23-7523-13 40ö 


0-31 


2-38 1012 3U-65 


49-25 


— 


760 


5052 


47 58 


1-90 


21-27 3I-21Ä7-65 6-38 


71 


U-58 11 27 a717 


55-78 


2-31 


2-89 


41-14 


46-25 


12-61 


22-32 32 48.:jl41l 


303 


0-83 


741 . 189ii 


32-72 


33-45 


220 


5 26 


51-66 


42-36 1 


5-98 



■'1 



262 



Mitthai Inngm und HisceUen. 



Oegenaätse, sog&r an den Schalen ein and derselben Stadt. Die «nf S. 259 nnteitst«heg>d« 
Tabelle zeigt die grouea Unterschiede in den eiozelnett Lftndern in der Cluiifieation der 
Frtlfangs- and Zengniasaoten. 

Dia Tabelle III, Seite 264 scheidet die Besaltate der AnfoalimBprBftiiigen nach 
der Unterrichte spräche der Uittel seh ölen, an welchen die Früfangan abgelegt varden, wohel 
die nicht deatscben Abtbeilnngen der Gymnasien in Laibacb, Trient nnd Socxawa als 
besondere Lehransialten gezählt worden, also die Oesammtiahl der Hittelschnlen ntn drei 
hfther steigt. Die Zahl der Anatalteo, welche den einzelnea Idiomen zd Gebote stehm, 



n. An den 



StaiLdo ft 
d<r 

Ijehrftnitalt 



Sieder-OeBterr*icb . 
Ober-Oesttrreich . . 

Sal&bars 

Steiermark , , , , 

£ilTiitea 

Eiain 

EÜBteaUad .... 
Tirol nnd Vorarlberg 

Böhmen 

U&liren 

Schleflien 

Galizieu 

Bu!koviua 

D«]maliij:a .... 

Slimm«! . . 



•hg' 

11 i 
^*5 



1.338 

95 

4i 

163 

37 

66 

303 

112 

1258 

909 

294 

262 

78 

39 



Von JiBMB. 
varden 



11 



201 

3 

86 



26 
3 
57 
63 
12 
27 
2 



a 



W 



61 



l.Bl 

48 

137 

37 

ijti 

275 

1Ü9 

1201 

846 ;' 43 

tiSr. 19 

2ää'' bi 

7fi ' 7 

39 i — 



3 
5S 



y«rriiii4i«i Alter itor 

i«T OerriiriflD. n. aw.. 

Qepriiften geboTea im Jahn 









1-192 11,314 
92 1 D4 
60 40 

137 II 162 



43 

66 
275 

112 



36 

64 

293 

110 



1.256 I.ä41 
889' 9Ü0 
301 : 283 



289 
83 
39 



206 

51 

1 



^1 t 





18 
1 

1 

1 

2 

10 

S 

17 

9 

U 

66 

24 

6 



8 

1 

2 

2 

11 

14 

7 

6 

14 

3 

3 



63 
8 

10 

1 

5 

8 

IS 

66 

4& 

33 

2fi 

8 

1 



1^ 

13 

6 

26 

4 

11 

40 

19 

245 

147 

66 

45 

22 

7 



4.99äl< 424 I 4.56811 246 ||4.SL4 4.838 | 160 [| 73|289|e0ä 
In fercenten 



Niedef- Oest^rr eieh 
Ober-O esterreich , 
Salzburg: .... 
Steiermark . , . 
Kärnten , , . , 

Ernio 

Ktis-tcnland . . . 

Tirol und Vorarlberg 

BOhiaeii 

Mähren . 

Schlesien 

Galisien 

Bukowina 

Dalmatien 



Im Darchscbniile . 



16-09 
316 
4-55 

15-95 



9-24 
2-68 
4-53 
693 
4-08 
10-31 
2.56 



- ,1 8-49 91-ßl 



84'91' 
9684 
9545 
84-05 
lOO-dO 
lOd'OO 
90-76 
97-32 
95'47 
9307 
95-92 
89'69 
9744 

loo-oo 



98-65 
98-95 
100-00 
99-39 
97-30 
96-97 
96-70 
98-21 
9d-65 
99-01 
96-26 
78-63 
69-23 
79-49 



1-35 
1-06 

0-61 
2'70 
3 03 
3-30 
1--9 
135 

oy« 

3-74 
21-37 

30-77 
20-51 



0-60 



1-23 
2-70 

3-03 
0-66 
982 
111 
0-77 
2-04 
5-34 
3-&5 
7-69 



3-98 
2'U| 

614 

2-70 
7-58 
264 

1072 
6-83 
4-95 

ll-2:i 
954 

10^6 
2-56 



11-64 

13-68 
113-64 
13-95 
10-81 
16-67 
1320 
16-97 
19-46 
1617 
2244 
17 1 7 
23-21 
'17 a5 



- II 96-791 3-21 II 1-46» 5-79il6'131 



MittheilnngeK and Miscellen. 



263 



obt sieh wohl »ach bezüglich der BenötEDng derselben bemerkbar, im üebrigea aber sind 
■ar waoiga WahraebrnnoKen ed veraeichneD, welche anmittelbaj am der Mottersprache der 
Scbaier nnd nicht am andereo VerhältniBHen abzaleiten wären. So wird der grosae Aotheil 
dar xnrfickgewieBeneD polniachen nod mtheniscben Schäler wobl anx dem Umstände zu 
crkUreB nin, daaa sich an den AnxtAlten dieser Unterricht saprauhe sehr viele Schüler 
BteldcB, welche onr Privat- Unterricht genouen haben. Charakteristischer ist, da»s die 
Italioaer wsiuns mehr Schäler im jün^kten, eben gesetzlich snlässigen Alter an die Mittel- 
■cfeoJsa «DtHoden, als die übrigen Sprachatämme, 



Baalaehnlen. 



&lt«r der Gepröftau, 
nnd zwar gnboien Im Jahre 



Frätangsnoten 



ZeuKnlBtnoten 



der Volksschüler 



t*» 


1— 


^ 
i^ 


vi 


4* 

a 


ja 




1» 

.11 


■e 1 




3 a- 


4^ 


a 


1 

s 


DD 


«ft 


m 


B 


s 

a 
a 


1 


m a> 

— a 


11 


o 1 

909 1 


=■= = 

•3 

- ^ . 

45 


e VC 
a 3 


M 1 

S 1 


•c 


"cl 
H . 


1 1 

363 536' 200 


15 




107 


438 '1.033 


245 


1.735 


1.759 


421. 


25 


38 14 


— 


3 


14 


34 68 


84 


4 


5 


120 


155 


*i 


18 


U 6 





1 


3 


22 ; 42 


25 


4 


2 


41 


90 


1 


4h 


55 


25 


— 


— 


38 


68 


101 


162 


— 


29 


211 


229 


43' 


12 


13 


6 


— 


— ' 


14 


14 


28 


16 


— 


2 


38 


57 


13 


17 


21 


10 


— 


— 


— 


41 


49 


42 


— 


2 


41 


127 


24. 


76 


95 


77 


4 


1 


27 


111 


243 


312 


10 


46 


201 


477 


184 


»2 


26 9 


1 


2 


13 


U 


55 


102 


27 


7 


144^ 


137 


46 


435 


368 108 


1 


1 


246 


574 1.114 


8tja 


30 


80 


1.507 


1.614 


560 


270 


309 118 


ti 


7 


ti2 


493 1 846 


579 


_ 


96 


1.014 


1.323 


335: 


»1 


70 27 


— 


1 


M 


172 ! 2:« 


209 


— 


23 


303 


431 


1071 


71 


65 33 


6 


3 


~- 


82 ■ 195 


299 


82 


32 


128' 


443 


45 


22 


17 5 


— 


1 


1 


14 : 74 


84 


— 


4 


52 


105 


5 


9 


9 10 


— 


— . 


3 


24 ; 27 


42 ' 


— 


7 


34 


43 


10 


1.486 


I.636i 648 


33 


20 


5p9 


2.141 4.107 


3.727 1 


202 


580 


5.569 ; 


6.99Ü 


1.798 












In Perce 


D t en 












27-25 


1 
4039^15-01 


1-13 


1 


a-ai 


1 
15-77 37- 19 


3273 


1-62 


884 


44-32 


44-93 


10-75 


26-32 


40-00' 14-73 


— 


3-16 


6-70 


16'27 3i54 


40-19 


191 


2-39 


43-01 


55-56 


1-43 i 


4091 


31-82 11-35 


— 


2-28 


3-06 


22-45 42-86 


25-51 


4 08 


' 204 


31-06 


68-18 


0-76 


27-61 


33-74 15-33 


— 


— 


9-55 


17-09 Ü0-:i8 


40 70 


— 


728 


43-69 


47-41 


8-90 


32-43 


35 14 16 22 


^ 


— 


1892 


18-92 ^7-84 


21-62 


— 


270 


35-18 


5278 


12-04 


2576 


31-82' 15-14 
3I-35'25-42 


— 


— 


— 


3060 36-56 


31-35 


— 


149 


21-36 


6fi-14 


12-50 


25-08 


1-32 


0-32 


361 


14-82 3244 


41-66 


1-H4 


; 6-13 


23-32 


55-34 


21-34 


28-57 


23 20 801 


0-89 


1-79 


ö-l»4 


20-93 21 ;« 


39 54 


10-46 


. 271 


44-03 


41-90 


14-07 


34-58 


29-25. 8-59 


0-08 


n-oß 


8-46 


19 75 ,3833 


29 66 


1-03 


2-77 


4094 


4385 


i5-i;i 


2970 


33-99,12-99 
23-81: g-19 


066 


077 


2-W» 


23-75 40,75 


27-89 


— 


■ 4-62 


37-57 


49-89 


1254 


30-95 




0-34 


4-65 


2579 34-78 


3133 


— 


3-45 


36-03 


51-25 


12-72 


87K 


24-61 12-61 


229 


1-14 


— 


U-60 2826 


'4203 


11 -CO 


6-51 


20-78 


7191 


7-31 


28-21 


21-79. 6-40 


— 


1-28 


0-56 


7-91 4181 


47-46 




2-26 


32-10 


6481 


3-09 


23-06 


23-0825-64 


— 




2-91 


2330 26-21 


40-79 




6-79 


39-08 


49-43 


11-49 


2*77 


32-81 


12-98 


6-66 


040 


494 


1892 


36-29 


132-94 


1-7^; 


5 13 


3879 


48'69 


. 12 52 



264 



Hitthellnngott nnd Hiac«I]«n. 



] 



III. Die Resultate der Anfnahmsprttf nn ^en nach der ünterrichtiaprache d«r i 

WirtelBohtil^n 18B4;85. 





Slia'voa dl«enl c^ li i Vör-tnaiM | 




.ilterder i^aiirbften, 


UntenietitB- 

der 

Lehi-ttuataÜDU 




ward«D 1 ä 1 
S 1 




uor 




und zwMT seboron iin Jabra 


t 

'IT 9 


B 

B 


S 


3[do 

BcOi. 

St-* 

—4 


a □ 

'S b 


•■g ' 

■äs 


% 

-0 

a 


1 
1 

1 




-4 


? 

V 




1 


Gymnaeiiio. 


" 1 " 


1 ■■ ■ 1 




1 


1 






r^ 


QentHche . . 


Pe 5.370 S4t 4.823 '--^71» '5-095. ß.093 277 


109 


223' 580 


1.112 I.B16 


1.322 179 


29 


CAöhi^fh« . . 


34 1.745 70 L.67ä 97 1.772 1.718 27 


4 


80, 238 


453 j 648 


292, 24 


6 


PoldUiihe . . 


a'ti.Basa^? l.bas 21.0:17 i.Bia 249 


9ti 


131)1 272 


364l 477 


425 82 


16 


Buibvutitch'e . 


1 71 8 öi —1' 63 52 19 


3 


7 4 


5 7 


7 


i 


35 


Slavenisclie , 


1 139 10 129 1 18,1 147 |;w — 


14 


17 


33 


:«, 87 Ift 


— 


1 


Serltö-Crost. . 


2 58 - 5*, r>' ti3 48 10 


2 


3 


tj 


15 J7! 12 


li 


l 


Jtaliunievhü . 


289 21 2<>3 ' 5' 318. )ib'i 'iQ 


ft 


7 


30 


50 


83 


es 


SG 


— 


Bnmtinisuh« , 


l 55| 5 ■ 5Ü, 7 57| 41 11 


g 


9 


11 


11 


8 


7 


— 


— 


DeutHch-Slfiv, 


1 31 3 ; 28 2 M m lli 3 


5 


7 


2 


8 


4 


2 


— 


Samnit] . 


!142,9.li20 «89 8.7.'H 4&19.182i|a.ai>U[tiaO 245 


481 :l IHl 2044|3.liy 1^1721-^181 88 


Real- 


1 


! 1 i It !< 1 


1 1 • '" 


1 g;y in D asien. 


1 


1 ' 1 




! Denlai-he . . 


lr>. 85Ö| 78 1 77a Ü-\ soll 784 72 i 8 


3Ö' 9?; 202, 319 


176 23 


l 


C«chLiirhi.' . . 


16!l.i;3U|I 48 ' 1.182 ' liS'LaäUi" 1.21» Ui 11 


es 189 376' ^99 


IQ^ 15 7 


Folniacbe . . 


2' ItiOil 20 ' 140(— i; Wt'i'] laii 29, 17 


15 26 26' 45 


26 3i 2 


SnaiiDH , 


. a^,2.2Jt>' 146 ia.iiw,, 9i;a.iüi||s.i3*; 112 üb 


110' 31ä| 61M 7ti;i' 37u 


41 


10 


Realeulialt:». 


' 1 


1 


1 1 








^ DcniiiCho , . 


58 3,7543(i4 .1:190 .!lf>ej.l558 


3 573 1 81 ' Sa 


202 574.1118 1.277 


490 


25 


16 


ii l^echiaclii) , . 


lli 792;; 2U ' 7&6'^ 22! 788 


781 ! 8 1 


Si IUI' 251 251 


74 




1 


Folnisi'tac . . 


5: a62 2* aaö'i 54 2891 aOü i 5(i ' 14 


25 ' 45 71 65 


31 


6 


3 


lialii^DJiicli« . 


1 4, 184;i 7' 177 !i 2 179; 169! 15 (j 


9 , 25 4(i -15 


51 


2 




1 tiamna . 


7S: i.9.)2 , 424 ( 4.5tJS 240:4.814 -iMi \ L6U 73 


2891 8Li5:i.48d'l.(i3a 


t>48i 33 20 1 


1 


In PercentBM. 

.- - 




, 








— 1 


ftymiLiiEi en. 


1 ' 


DentBcha . . 


— - ■10-06' 8ft-84 - — - UH 5-It> 2'0;i 


4-|5 10-fl020-7i33S224-6a,3-33 »5* 


CecbiRch« . . 


_ _ ; 4-01' 95 99 — — 1 98-4S Ibb 23 


4-58 1 3-64 25-96 37" 13 16-75, 1*371 O-U 


Polnische . . 


— 1 — '12*191 ö7-f*l - — 1 8li-ü:^ 13-37 5-15 


6-98 14-til 19-55 25 62 22-834'40i (K8S 


RiitbeniscliD . 


-■ — 11 27' 88-7:-i — — ,1 73-24 2ti-7ti 4-22 


9-86,' 5-64 7-lM, H-8&' 9-8tj'4-22;'l9a» 


Slavenia('hi> . 


— ■ — , 7-19' 92-81 — — ,lO0-0iJ — 10-0712 2.1, 2.'(-74 2:^02, I9'')2 10-P0i — 


078 


. Serlo-Croat, . 


_ _ _ iliiO-OO — — ' 82-7B17-2-1 3-44 


5-tB 10-32 2ä-86,a9'4a 20-64|:-l-44 


ITO 


Its.linniHche 


— — 7 27. 92-7:^ - — ' 87 54 12-J6 1-73 


a-424ü-.^8 17-30 28-7a 30-45 9 -fO 


— 


' RDraanieii'he . 


.— — 9-09 90-91— —.: 8U'OOao-O0.1ti-.^6'16-.16laO'0O2O-C}lV14-55. 12-73; — 


— 


Deuiech-SIov, 
Real- 


1— , - 9-08 90-.H2 — - 

1 
1 1 ' ' 


9«'>7 3-23il 9'(;d|ltJ-i:i2^-5S^ t;45 24-Sl|l2-90;6-45 


— 




1 


i 1 






nentache . . 


>_, _ 9111 90-89,, -1, - 


91 -SS 


S-41|' 0-94 


3-5011-33-2360.^7-27 


20-55! 2-69 


OIK 


Cechiaclie . . 


— - ' 3-90 9Ö-I0, — , - 


99-ll| 0-89i, 0-89 


5-28 I5-3'l30-ß7l3a-44 


13-6Ö 1-aa 


«■5T 


folaiüflie . . 


,— — ,12-50, 87'50 —1, — 


8188II8-11! 110-62 


9-37 16-25u6-25 28-14,16-25;l-87; 1-Mf 


Eaalscb alen. 


1 ' ! ■ 




1 




1 


, J 


DentscUa , . 


— • — 9.70 90-30 - — 97-84 


8-16 


, 1-39 


5-38 15-29 29-78 


34-021 1^-06 


0-66, 0-44 


CecUiache . . 


— ! — '■ 3-28, 967j;. - — 


98-99 


1-01" 0-13 


6-69 2i}-33 31-69 31-69: 9-34 


-_- 


(Ui 


Polniiche , . 


-1 - 10-3l! &9-ti9i'l-'| - 


78-63 


21 37 5-34 


9-54:17 17 27 10;24-81 


12-61 


2-29 


i-iä 


ItAlWiüchB . 


1 — 1 — 3-80 96-2l>| - |! — 


1 918fi 


8-15 3-2Ö 


4-89 13-59 2500 24-46 


27-71 1 09 


-1 
























1 


'. Kü 


E. 





■itthsOiuig«!! nod UUceUen. 265 



Avhvaod fDr die adMlnlstrative Statistik in den veractiledenen Staatn. 

Dia „Annaii di Ütatitliea" briogea in Seris '6, Vol. 12, eine In^lractive Du8t«llQng 
Sbtr die Organiaatioo der amtlichen Statittik in Italien. Daran achlieast lich eine Ver- 
glaichang der für die verschiedenen statiBtischen Bareans in einxelnen Staaten verweii- 
deten Konen. 

Im Folgenden ist versacht, die wichtigsten der daselbst gegebenen Daten eq einer 
«yDoptischea Tabelle sn Terv«nden. Was mit dm dort eingrEtellten Sammen gesahlt wird, 
ist natftrlich Ton verschiedenstem Umfange. Um nnr x. B. ein Bild von der aasgedehnten 
Arbeit der italienischen General direction au geben, gestatten wir ans hier noch kurz, 
BOT die Titel der Arbeitadepartemenis des Bare&ns aazuführen, bevor wir den eigentlichen 
Oegenstand dieser Uittheilang besprechen. Es werdi-n bei der dem Mlnisterinm für Acker- 
ban, ladnslrie und Bändel unterstellten Oeoeraldirection, deren Dienst Director BoJio in 
den Bericht an den Minister mit Recht den am meisten central organisierten in Baropa 
(Schweden ansgeooKm'U) nennt, folgeo'le Gebiete bearbeitet: Die Rewegnug im Civilstande ; 
Answaaderang; Sanitätaatatistik (Stati:»tik der Todesnrsachen , Statistik der Spitäler); 
Hathematischo Statistik (PeniqDation der Tafeln über die Vertheilnng der BevölkTong 
nach Altersclassen , mathematische Interpolation snr Erreicbnng einer synthei ischen 
Dantellnog der Classification aller an den Commonalstenem Beitraifendea, Btati8tisch4 
Stodien za einer Kationalcasse fflr Altersversorgung nod Arbeitsunfälle, andere mathematlsch- 
«tatiatische Arbeiten); Statistik der Beamten nnd Pensionäre des Staates (Zählung der Civil- 
and Hilitftrheamten, Zihlang der Pensionäre, Familien derselben, jährliche Bewegung im Be- 
antenkSrper, Sammlung zur OfganiKattoo der Verwaltnag nnd Pensionsgeaetze, Tafeln Über 
den Capitaltverth der Lebensrenten); Statistik des öffentlichen anl privaten Unterriclili; 
Jiutiattatistik (Civil-, Strafjostis nnd andere Arbeiten) ; Commnnal- nnd Prorinzial-Finaos- 
aiatiatik (Commanalbilanaen, Provinatatbilanaen, Commnnal steuern, Tarife der Commanil- 
Vcnekroogssteuera, Communal- nnd Provinxial-Vermügen und -Schulden, Handelskanim^r- 
bllauHD ; Statistik der milden Stiftuugen ; Statistik d?r Creditinstitute (Volksbanken, Boden- 
credit); Statistik der industriellen Prodndiun ; Statistik der Gehalte; diverse andere stati- 
sdache Arbeiten. 

Diese Agenden in Zusamtarnstellnng mit anderen, oTt nur periodisch zu machenden 
Erhabnogen, deren Anfsahlnng zu weit fuhren würde, sind durch königliches Decret vüdi 
23. October 1884 in ü Classen getheilt; die der ernten '4 Classen müssen im ersten Semester 
dea dem Gegenstand sjahre folgenden Jahres pnbliciert, die der dritten Kategorie mit eint^ni 
notivierten MinisteriaJdecret autorisiert werden. 

Haa wird es begreifiich finden, wenn in dem Berichte an das Ministerium her- 
Toncehobea wird, dass die Mittel des Bureaus nicht ausreichend sind. — Vm nun eine Ver- 
IclelchiiDg 8 wischen den Staaten zu ermüglicheu, haben wir in der folgenden Tabelle die ständigtu 
BiDfichtiiBgeu für Statistik von den zeitweiligen Specialerhebnug<:n geschieden. Auf diese 
Art wird es möglich, zu sehen, waa jeder Staat jährlich enm Mindesten verwendet. In der 
eratan Colonne haben wir dann auKedentet, was wir uns, von diesem Gesichtspunkte ans- 
Kshasd, xQsammenzozichEii geaötliigt sahen. Die letzte Colonne wieder zeigt, was nicht als 
■tiadige Ausgabe betrichtet wcrdeu konnte. 

Die absoluten Ziffern de^ t bat sächlichen Aufwands fär dii; Statistitt. erhalten 
ihr« richtige Beleachtung erst durch die Ceziehnng auf die Bevölkernng, da die><e dann 
Tor Allon die Arbeit compliciert. Berechnen wir in dieser Hinsicht den Aufwand judis 
«DSelnen Staates für Statistik auf l.OÖO seiner Einwohner, so verwendet: 

Italien ~-At) OnUlvn 

Deutschland ') l-'Mj , 

Preussen') 15 Üy 

Bayern-) IbtjiJ 

Sachsen-) H-i-tji'l 

Wärttemberg') :»48Ü 



■) Dtea Ist nur die tjnote für den Roklis Autwaod. 

^ Bei dlraeo tüinselstaateu ist natürlich der ihnen zo Uutc kommsude Aufwand des 
Kaichea angaiMhaet. 



266 HitthflÜDngen and HiBcoIlen. 

Oestarreich 6"60 GoldBii 

Unfarii 9-20 

Gi-oMbriUnnisD 19-20 „ 

Frankreich 4-30 

Schweiz 10"70 „ 

Belgien 4-70 „ 

Id den EiazelsUaten DentschUnds gibt es noch verBchiedene, gnt dotierte stati- 
stiache Bureans, wie E. B. das von Weimar für Thfiriusen, das Strasabarger fSr Elsasa- 
LotbringoD etc., welche in diese ZtuammenstellDng nicht einbeiogeii sind. Auch fehlen noch 
verBchiedene andere Behörden, von denen ein Tbeit der Statistik fSr du Reich gearbeitet 
wird, insbesondere ist der Statistik des deatachen Eeichs-Eisenbfthnamtes gar nicht gedacbL 
Anch bei den anderen Staaten ist noch Maocfaes Übersehen. Wir möchten namentlich daranf 
aufmerksam machen, daas das bedeutende Ueberwiegeo des Uaterialanfwandes gegenüber den 
Fersonalaafwand in Frankreich, ähnlich wie in Prenssen nod Bayern, schon daranf hin- 
deatet, dass gewisse Arbeiiskräfte bei derZ&hlang übergangen worden, weil dieselben awar 
znmeist , aber doch nicht ansschliesslicb, statistische Arbeiten zn machen haben, was b«' 
sonders in Frankreich, wo die de central isierte statistische Thätigkeit die einxelnen lüni- 
sterien belastet, zn bedenken ist. Die geringe Durchschnitteciffer für Belgien dfkrfie an 
Bedentung tiemlich verlieren, wenn, abgesehen von verschiedenen, nicht einbezogenen 
statistischen Aufwänden, die grosse Dichtigkeit der belgischen fievölkemng in Betracht 
gezogen wird. 

Es erübrigt noch von den Vereinigten Staaten zn sprechen, die nnn sehon 
so weit sind, dasa Enropa nicht mehr nmhin kann, die eigenen Einricbtnngen an denen 
jenseits des Oceans za messen. Die „Annali'' beschranken sich daranf, die Arbeit des Ceuntt- 
Offiee im „Ministeriam" des Innern von 1880 darzQstellen. Dieses Riesenwerk, dessen Umfang 
man anf pag. 64 der „Ännati" angedeutet findet, ist allerdings etwas Anderes, als was wir 
anter einem „Ceosna" verstehen. Es worden anch 10,028.400 Gnlden darauf verwendet. Dock 
vermag dies nur ein Streifliebt anf die Werthschätznng zn werfen, welche die ITnion der 
Statistik angedeihen Usst. Da Streiflichter aber oft greller belenchten, als der aasffthrllchita 
and hellste Zahlensonnentag, sei ans gestattet, ein solches auf die Pflege der Arbeit!' 
Statistik fallen zn lassen. 

Die Dotation des Bundesamtes für Arbeitsstatistik, das anf Betreiben der Aaltonal 
Labor Union endlich errichtet worde, ist nns noch nicht bekannt. Doch genügt es ann- 
führen, das« in 10 Sonderstaalen eigene Bareana fSr Arbeitsstatislik bestehen und dieselbea 
reichlich dotiert sind. So verwendet blos für Arbeitsstatistik z.B. 



Pennsylvania Jährlich durchschnittlich circa 16.000 Gulden, 

New-Jerssy „ „ , 16.800 „ 

■ Michigan , , „ 12.500 „ 

California „ „ „ 26-300 , 

Massachosetta „ „ 35.000 „ 

Das ist gewiss ein gewaltiger Anlaaf zur Erksnntniss der socialen Probleme. 

Wir haben in den oben angeführten Zahlen einen bedeutenden Aufwand gesehen, 
den der Staat einsig dazu macht, um die thatsächlichen Verhältnisse zu erfassen, dam< 
stellen und verbindend zu begreifen. Manchem werden die Summen vielleicht llberm&sfig 
gross erscheinen ; gewiss dem nicht, der es zn schätzen weis«, dass der Staat vermöge 
seiner Einrichtungen überhaupt allein die Pflicht des ^ui^t aaÜTuv für Jie Geiammthalt 
zu erfüllen im Staude ist. 



HitthtllnngMt and lUsoeUsD. 



267 



AnBfabsn fär aULndlge EibelinDKeD 



Bowtniiiiiiiiic 

dtr hirr 

baröekilehtlc- 

tm BnKMu 



Saiunldirset. 
fir SUtiBtik 



SUt. R«ichB- 

KBt B. Beichi- 

gMBndhflite- 

unt 



I , . , . , Per» 
. . Zahl der : 

Jabres- 'ordeotl lohen; nalans- 

i Dud anaaei^ i cab«» 
ubl .ordenUlohen * 

I < ) BHiat«ii 



1884-86 



26 
(127) 



¥?*•■ Snmms I 

nal- n. ; 

dtvene der | 

*"^ AMzaben 1 
gab«n 



AnBfk beu 

für 
S pec ialirhvbineeii 



Qclden BaterrelebiMher Wibronft ') 

? i 208.400 !l881 VolkBiähluag 322.600 



188J-84! 



1 1880 VolkszäklnDg 
(135) 251300 78.500| 329.800 1 1882 ' ^*"*-*'-^*'"'''''^ 



69 



'J 



I 



'iBfi^ ^ Betrieben.) 1.109.500 
/*^l ViehKihliiDg J 



KfL pnoM. 
•tot. Bnnan 



■tat. BoreM 



Volk«-, Tieh-^ 



1883-84L,.n^^orvi. 100.000,114.700, 214700 I§§9 **'''■', .^«"'■j 368.000 



'j (150-2001 



1883 



I Gultor- I 



1883 



3 
(12) 



15.600: 33.800 49.400 1880 VolkgEählang 43 000' 



I Kgl. wUhB. 1BCU QR 23 
IrtitBar-M/^-SS, (16) 



49.900! 34.300i 84 200 ;i88a! ^f^^^' "='1 .»«'■"«l'«- 
I ,1 Stat. von Keicbsw«gen 



|K^ varttom. 

j berg. atat- 
upogr.BanKn 



1883-84: 



3 
(3) 



19.900, 14.600 34.500 1880 Tolksahlaag 13.500 



Statut. Cent. 
OoBB. a Stat. 
Im Ackerbau- 
n. Handeltm. 



! 1883 



45 

(7) 



107.500 



Mom' ij«i7nn 1880/ Volkazihlnng in die Bi- 
38.200, 145.700 'igggj ,,„, igsa einbezogen 



Stat. Cenlral-! 
Borenn 



1883 



43 
(48) 



aounn J4 inn(l^^-^00)')i Dnzn kommt das Agramer 
ai-MV 4a.lUU 143 goo statiat. Barenn für Croatien 



I Board of 
trade ; Omt. 
\Meg. Offlee; 
JifMhfl Aiuv. 



1883-84 



^jjj^ ;509 700 169.300') 679.000 



1881 Tolkszäblong 2,174.000 



IStat General- 
nA', Bep. im 
Tin.-, Jutis-, 
Aekerbaamin. 



1883 



Bnndesamt; : 
nit PoBt-, 
Felegrapken-, 
Budelwtat. 



IS83 



4t 

(?) 



12 

(8) 



75.100 



' TolksaählQQg separat v. Mioi- 

88.000' 163.100 Hterinm des Inoera dorcbge- 

rnhrt 



19.000 



11.500 30.500 I88.i 



Unterricbts- 
■tatistik znr 
Zöricb. Ans- 
äte! long 



|6«D«raldirect.i 
nr Statistik I 



1883 



19-500' 6.200, 35.700 '1880 
i 



I Bevölk.-,Agri- 
\ cnltnr- d. 1d- 
I dnstr.-Anfn. 



13 500: 



345.400 



■) Dabei wurde die Lira bd O'ts fl. gerechnet. 

*) Dieaa Snmme wnrd« anm Tbeile verwendet, nmdan Einzelataaten die Kosten mit fi, reapeotive 
p« Kvpt dar BevSlkemng sn vergüten. 

^ Dia prillnlniarte Snnune wnrde nm IB.OOO fl. tiberaclirltten. 

^ Uatna, Haläimg nnd Belenohtnng der Localitlteu geht auf Rscbnnug des Offu* af Work», tiberdlea 
- Hatarialanfwand gröattentbeils vom StaUoHaiy o^ie« besorgt. 

Dt. Moris Ertl. 



Literatnrbericlito. 



Die SanHSIsvM-hXItRrMe des k. k. Hcrrea 1« dn Jahrci 1860. r881 und 1882. XtB« 
■tiiUiUclirn .lalirbufli ibr die Ixkie i^m. 1881 uil ]F>'-2. II. Tbril. BearUltthl and kenn 
^g;<it>en ton der III. S«ctl<in An tMlmlKibca neil idintiiUtr»livea Mililir'CoiBiU'a. 

Vii kibcD tnl kilrxlidi') j<-irn Tbril Ata Qiilitär-iUiiiiLiJtchQn ifthrbuk« 
liea|ilocbea. «oJcbcr die ^oitAlirribAlroluc Art k. k. B»tn^ imJattTC I67S lirtiM)d«li. csd 
«clion Ueitl DDB *)D Mti*r nmfaiisrri^^bHr Ban'l jhm JahrbiickeM vor, irRlchcr nnt eb« 
Fott* van hdckst iot«mig*iiT>iD atd inatiOk-tivti Datna atxir >liR Uililbr-^aoitiinTtirttAltoiu* 
dreier Jalire auf «innial l>rinKt, oo dua dintilbeK bii xa tfnda Am Jabrti ISSlJ icirba. 
iJleH itt «in STOMMir ri>ilM:brilt , ili-nn Merdorrh tcsvinneii di« Erx*hniur an aciui 
Red^numi; «td Wichti|;kfit unJ Kir bi^rlicurn da)i«r dies« ueauiitd Pttli]t<Nitinti du Hill 
äaniitiK-f'oniit^'g mit wnhr«r Pfiid«. Dimm variiMinieha Arbait nird in ilfta interBMlMun 
ParhhruitftB dio vurdiRntit An'rknnniiiif flndn; nber anch der Lai« llnd«t in du FiUU d«a 
UaUirialM, weirh«« di^r (aal ti>Xi l^eiian ainfatiBitmlA ({aartltaod In «icli btr^t, JkDrvfiiBg ~ 
B*t*hnii)|;. Wir theil«n ilubnr nnch«t«bfDd am ätm r«i«beti ZIHcramaltfial einig« der wli 
■ ipUa and lantracrtivficn Kr^ebDl««! Bit. 

Ucr V(ir[tflfi|;i*tanil d«a k. k. HiMrM batmic i« Jahr« 1890 dUi 
Mhnitllich ^04.170, im JUr« 1881 204^7 uod i« Jahr« l^^ V78-'l^ Hann. 

Von die»n erkranki«n 1880 3ti2.4et. 1831 M'i lil ani l^i 354.6)9 X* 
A. h. bei j< I.OOU Haan den VcrpHecMUDde-. >iad ]&W l.^Q. 1^81 l.ijtt? «nd H 
l.lfTit KrkranknassD vorKekominuD. Ditx bab«a i« Vorlaafe der Jahre bia If 
noaaterbrocbco al>jceiit<tnn)«n, ja rrTrivblra iai Juhro IfiSj so (tlnaltso VerhiltaEiW« wb 
knia«n] Jahtu de» RaDK'-n ToraiiKrKaiiErnrn DrcrDoiaiiiH. Divirr nomtiinil int nm «u bea«k' 
wcrtber. aln im Jahn; \ÄS'i. anlaMlicii drr Cnruboa in Stid-Dstmatioa uad Im Ooca 
(iabirtr. ria nkbt uulirtrarbtlichcr Theil dn k. k. ITcrri*} in ßf?.af anf phyBiKho Wl 
■tandimbiskait nuKnorcewühnlirlira Ab fordern itKoa sa «aiaprccbcn halt«. 

VerbillniMtniiMilt die «paisitcn Rrkraaknn(«a «ran)«ii in den General-OiBmaii 
Qcbietrn l'rag nod ßrOnn ln-ubachirt. die niFittra in jenen «uo Atram, im Jahre 18S3 
Jfilitür-Conoiaodii'ürbiRl« IiiTi>bn:rk. tlincer kliütnr-Tifmtiinal'Bexirk M anch der elaxlKe, 
in wetcbcu tias Verbähni» der Erknoknoseo iu den Jabren 1878 bii 1S82 bedeatcad 
KAKiicim) ui. näulieb von 1.309 Mt aaf 1.705 per nilla d«t dnKii(choi(üi«haQ Varpflec** 
Masd*«. Ueb«r diu rrHicben ilip«er äl«lseions tiefero die vorlitgcaden Sanittubarlclti« der 
UUit&rCumMandot keinen AofwhlQU. 

Der Keit oaeh trai»ii die in«tRt#n Grkniitkungea im Jahr« 1880 la Jlaaer 
nd Jnli. 1^1 inJfixinvr nndMal nad 1^^ in Mal auf; die VDtlgaUB ErkruBkanpn fialfn 
dagegen in Jahr« 18d) auf den Uon&i Oelob«r. ItVH and ISSü nnf d*« S<.>pL»iabar. 

Wat die Ter-i!hi«d#n«n Wa fronf;nitaDg«ii li^irilTt, so B«ig«B mit Aainiah 
d*r Saoitiint nippe nad der Tratnlrnppe alle WafTcngaitnncen in den Jahr«n 1879 tikK | 
alfle faal durrkw-pi lObtlant (orta<hrei(end« Abnahme d«r Erkrankoiig^n Am auffallandei 
iit dio« Ii*1m PtA&ni^r Rr^inienl«, bei vnlcbem dia UorMditit von ^.126 per nille aaf 
l.i)£V per RiilJ« doe doralisobnitUicbuti V«q>(l-gest«adM g««aiikeii t«l. 

Vi« Ahitaba der Rrkraiiklni un di« Hui.lanslaltvv ><t, Ina- 
beavadcrv Ui der lofanUrin und AntlUriu. voa Jiikr »u Jalir aelleKer gewordea. D«i 
k. k. üt«K üni in tltD Jakiuu 1&8U, 1881 und 1862 JIhrllch i« Otticlncbniue ] 
(anf j« l.OÜÜ MuiQ) erluanbt, wtbrvnd die Abgaboa «a die UatluisUltoa jUrlich 419 (i 
in 1.000 Mann) Ulngou. 

Der Binflnss der NntionalitKt mf die Rrkrankangen Ut 
schon üflor kerTorceliobcn «ordeu nnd anck im vorlieicenden Wrrkr flndco «Ir darfllxir 
Bpeciell« ErbebanjccD. wrichir lonKialleTvn. daia bei den ftnilicaeu die ventgsteD, bei 
den Croairn nnd hvnJUiea dl« neislea Brhraukluigen votkonMO. Bei ilrn Dvolaclica 
ud hei d«D Crthen siad mehr Erkrankungen vorfekonman als bni den Polea ssd 
KutbaneD, j«docb veniger Abtabcii an Heilaastalt«ii. Iiubesonden sind bf<i d«a Croatni 
Blnd<diMit-Kalarrli«, acvi« fLmadiial-Katarrhe und wnndgodtaokU FdMie, bei dao Eigntnan 
W«cfaMld«btP, hei da« H&gyuvn veneriache und syphUiliscba KrankhoUea. iMi don Cerbea 



rwn ^ 



■I^V 



Ina- 

m 



<) StaUst. Honataduift. XI. Jahrg.. i. lieft. 




Litentnrberickt«. 269 

DwBtyphni, sowie acate Ha^n- ornl Darmkalarrhe heileotenil häutiger rorgekommea , als 
bei des flbrige» Nalionalitätea. V»o den aanstigen Krankheiten wnrJen am hänfi^aten 
betroffen: vom acuten Rhenmatiamaa di« Croaten, roa Lungensacht die Palen, von Krank- 
h«iteii der LuftrObre die Ratheaen, von Langen entznuduog die BnmKnen, von Brostfell- 
gDtsandsBg die Polen, von Handalentxfiodoog die Deotschen, eodlicli von Äbacessen nnd 
OM^wfiren die Polen. Im Tergleicbe gegea das Jahr 1879 »igt alcb bei den Uagvarco 
eine anthllende Zuoaliine der Ven«rie nnd Sypbilis (von 70 anf 111 per mille). 

Nach der Charge befanden sich nnttr Je 1000 Kraukfn änrcbfchnittlich 
13 Stab» und Oberofficiere, 108 UnlerofSciere , 879 flonstige Mannschart. Im Vergleicb« 
Enm Jahre 1679 haben die tJaterofflciere in den drei Berichtsjabren am 5 permille «tärker, 
die anatige Hannicbaft um ebenBovial geringer zo den Erkrankongen lieigetragen. 

Dia Daner der ündienstbarkeit in Folge von Krankheiten betrog 
■■ Jahre 1879 dnrchiicbnittlich 19'8 Tage ffir den Uann. Dieselbe bat seitdem nm volle 
3 Tage abgenommen, denn die Geeammtsnmme der Krankentage betrog im Jahre 188:^ 
4,688.132 Tage nnd es entfielen demnach anf jeden Mann des durchschnittlichen Verpflegs- 
atandea 16*8 Krankentage, nnd awar 4 5 Tage bei der Treppe (in Casernen oder eigenen 
Wohnnsgen) und 12*3 Krankentage in Militär-Heilanetalten, 

Die Todesfälle in Folge von Krankheiten ha)ien in den Jahreo 1880 nnd 
1681 itark abgenommen; aber im Jahre 1882 (2-!^27 TodeBtUlle) trat nenerdingA eine erheb- 
liche Steigerung ein , ohne dasa jedoch das Nivean vom Jahre 1879 (3.518) nnd ISSO 
(2.263) erreicht worden wäre. FiJr die drei BericblBJabre (1880, 1881 und l8Sü) snüammen- 
gflBOBunen , berechnet sich die dnrchHchniltliche Mortalität des k. k. fleerea mit 
7*6 anf je 1.000 Mann des Verpflegsstandei«. Im Jabre 13S0 waren 'i Tage. 18S1 S Tage 
uid ISw 4 Tage ohne Todesfall. Die meiateu Todei^fälle sind vorgekommen im Jabre 18''0 
am 17. April (16 TodeafUte). 1881 am 18. Jaoi (14 Todesfälle) nnd 1SS2 am I. April 
(18 Todeafille) Die Monate Uürz nnd April bringen die meisten Todearitlle, in den Monaten 
deptember nnd October ist dagegen die Mortalität am geringsUn. In allen drei Jahren 
brachte der FrShling die meiEten Todesfälle. Bemerke na werth ist auch der Laheen con- 
staHte Astheil des Herbstes (mit den geringsten Todesfällen) an der Gesammtcabl der 
TodeifUle. 

Wie viele Personen in den Militär-Heilan)>talten Anfoahme gefunden haben, dann 
wie viele Transferiernngen von einer Sanititsanstalt in die andere notbwendig worden und 
vie gross der Abgang an Genesenden, Beurlaubten, Gestorbenrn etc. gewesen , l&«st sich 
flr die drei Berichtsjahre ans der folgenden Znsammenstellang erkennen: 

Von den dem He eres verbau de angebürigen Kranken verblieben am Ende des 

Jahres 1879 In den Uilitär-Heilanot alten in Behandlung 9.848 

Neu aefgenommen wurden : 188<.^ 147.607 

1881 ... ■ 1H8.-I64 

188a ._. :^iö0.m i3^2 

Summe der Behandelten . . 44t>.l^U 

Dagegen betrug der Abgang: 1880 148.785 

1831 138.655 

188i ■_■ ^^j_ 100.15^ 437.5ft6 

Hithia verblieben Ende 1882 noch in Behaniilnng -"..." 85^*4 

Von den 437.596 in Abgang gebrachten 

■iad geseaen: 1680 114252 

1881 1U6.672 

1882 li:i9..S4i^ 330.760 

■Jnd angeheilt xnr Trappe eingerttckt: l-S^ 1730 

1881 1.68d 

iEB-4 ^2.088 5504 

worden krankheitshalber benrUnbt ; 188<.> 6 654 

IS^l 6.062 

1882 6769 19.4f<5 

warden mperarbitriert : 1880 5.374 

J881 5.465 

1882 i.m_ _ 16.694 

abd geatorben: 1880 2.139 ' 

1881 1.564 

1882 2.061 5.764 

ktbn ifcli geflachtet: 1880 45 

1881 30 

1882 36 111 

Zasammen . . . 376.327 



270 



Utsntwbericlt te. 



Dn- Reit wurde roii«Ji«r SanhätmniUltRA eine amlervftbgoeelMii (£3.701 Kmkh*) 
Diltr v&rua dnw HeeieKverbknde aieht tsgcliOTen«! and kimen (Iclier in uderar Art ia 
Abcanc (35 5öS PmooenX 

VcrelldirD mit dem Jtlire IS79 , liabna «ich <11<) iteliAaJlDiieimrfDlse z^nt-i'.--! 
gcilallct , dat^en bat bei iIrd cDBehcilt sar Tnipjx! KaiIaHeD«n und bei den >-',i>:- 
at>llrleiuf)Ken tine Zoikaliina iiialts«riiDdeii, witinad die Bemrlatib»n|cn adlciHT OAit 
wetullg «Ditlen. 

Kln ]ioclüntffT«nnlM BeobaGblungifeld bl«tet das TorU«eaiid« Werk la icfiMi 
Hblraicbe« Tabellen ab«r die behandelten 34 Knankbeita/urmen, diren Verht«itnB( 
BBiI den Terlanf iler Krankbüiiea. VTIr greifen bei der Falle dea llaterfali nar die wiek- 
llgalen Krtnhbeluer>«h«lntiDgeD berwuL bi« Erkruikangeo an aonleRi Bheonailiaa* 
Bind gestiegen nnd du JUUiiar^Bnniido Inubniek «eiset die nwlat^n Fftlle dlesec An, 
«nd X»ar aaOUUnd mi-lir als jcdt« aadare Geacnl-OiMBMSSda ans. Vit Seorb Dt-Krank*a 
waren namtntltch in Jahre ISSO im OccnpntiooBgebtet s«lir aahlreivb (A.CISO Ibun), hnbea 
aich aber s«itd«in dorcb bessere Ernubrnng nnd önterkanft der MBCD•«haf^ bedmta»! 
verringert. Oaru-TjplKia kam ukiuviiüicb in d«o Uilil4Tb«alrk«n Zan und 8tr*jßm 
m. Beim WecL«eirieber f«ii<l efe» prbebliohe Abiwkme «Utt, «beaao b«! dir 
Lans«nenoLl, AlkoliQlviireiflang*Q wurden in Itö FAllen befaanil'lt, t«a denen 
1& anm Tode fUtrten. Die Pt«qn«i>s der Angonkraukbeilen b*(te s«g«eeain«B, 
nameotlick Kbrangt das General-ComiDando Leinberg bei dieser Krankheit aUe ftbri^ea 
Benirke. Anch die Obronlelden waren Uaflger. Dagegen haben dl« ErkrankanitD 
der Aihniangaorgane von Jabr an Ja^r «bganonmea, aanMaUicb ancb der uaic 
BroDchiaikalarrb i ebenso diDBrkrnnknngan der Vordaanngaorgnse ovd 
die lypliMltiBcbon Krankheit en, Tou ioiEitrea kamen im Uoneral-CtntBunda 
Budapeei die meisten FUlu vor. Onrctucbniitlicfa vnrden jahrllcb 18- bi> 19.000 Haan 
an dieser Ktankcil in den UiliUr-BeilanElaltMi behiBdelt. Die Blaitorn nabmtB 
lauEsam ab und kamen am banlgatan in den UilliAiheiirken Wien. TentaTiir nnd Ilrr- 
maaDitadt vor. im letst^ren traini nie anck nebet dm UasHta epideniiKb anter der 
Civilbovaikeraag anf. Der Wunddruck der Fflssn bat in deu Jabrao 1^76 hu lüß'i 
weaentlieh abgonoaiBinn, nabezn bis xnr Hilft« der iioJabre l^S bnotiaobtxtnn FreqnMia: 
dagegen haben Abaceite nnd Geschwftro, («wie ancb die Krbtxe xagenoBmsa. 
nie ICaU der nicht diagnoatioierlen Fkllo ^'4 bin ^'4 f«r mllle) hat in den 
drei Berkhbjahren am «in Gerlage<i abgenommen. 

An ab^khilicben Selbst b e schAdignn gen sind im YerpflegHtAndo vnr>^ 
gokommna: 



Ijdbatmorde 

SelbstnurdversBche 

Selbst verslUnmelnngen 

SoiDine - . . 



306 
63 



34fi 
TU 



dl 

71 



4M Öli 476 




ti«n 

m 



Die fielbilmorde kamen am hlnfl£«l«n bei den Rntheaei, SelbsLaorilTenii 
ilan Cechen, .Selbst verstlmnel nngen bei den Polen tnd den Butheuen vor, Dolden 
und Croaten sind Suthstverctinmelun^cn gar nicht, bei den Cro«toii anch krino StÜ 
mordvenacbe vorgekommen. Dieselben hatten nncb dlo geriRgale Kahl der Selbatmonla. 

Qeinteekrankbe ilen wirwn tn den Jahrm 1880 ond 188) etwas hinllger 
■Ih 1d den Jahren 1&79 und ]Sr\2 Die niHifUm Ftllo wnrdm so« den Uiliikr-Commandm 
lannbrDfk. Agrom nnd Triest bericbiet, dax«P"> halten Zara 1880 nnd Rnkan ISSl n 
If^SÜ keinen Val\ aibowclaen. unter der Gnsaaiml mihi befanden nit^h 73 Oflinerp. i.i Onti 
olHciere nnd 1^7 Soldaten: «b waren eomit üih urftciere fast tina) so hAn 
Verlrotea nla 1 4i Verp Fl ogietaadi? de« k. k. Heerae. 

Olo kraakbeitsUalbur verfägten BcnrI anbn n gon liad von S.&90 Unna ^im 
Jahre ISSO) nnf M'J'i Uann 0» -lobro \ji»'i) fttallii. 

Wegen K ri egndinnd-Untaag Jicbknit witr.liin entlBimea au* dem Haeraa- 
•mrbaiid» 1880 10.9-11 UHbn, 1881 12.144 Hsnn nnd 168:^ I U!j5 »inn. Di* inb» 
half« im Darcbscliaitte <len grüssien, diu Traintrappe den geringetitn .Abgang wugnn 
lieber Invalidität. Von Mmmtltcben 31.510 Gntlassenen atasdeo im Pröeenadlünsto 
«1> drei Uocilc 10.&:ii4 Maus nnd von 3 Uonaten bis an 1 Jahre 6.061 Ka 
bcsoadur« aufkllig tsl. Allgeaieiao K^rpenchwäcbe , Fallan^hl, KonalcktlRkeit, 
leiden uLd Stupf Tvtnntiusten namentlich die Bnliasanngen wahrend de* enUa Diefk 
jabresi dngogan wann bei längerer DienaUvit äcropheln. Lnngensocht, KnodienbrlUiba^ 
Tmcbom. chronieGher BrennhialkaUrrh nnd lviioc:hoiifraB.H die vemnbvtseoden Urtuban, 

Der Gcanrnntverloat dea k. k. Ueeree aowohl im Verpflega-, ala Im Urlnohnr 
nnd Bescrvostande war folgeader: 




d 



Ut<r«tvrt>«ri«lil4. 



871 



mt UtnUAltiDt; ilcr Cicnntiilliait vorlca livarUnbt 
vr^D antittliol' barer UvslidiUkt vmrdca catlamcn 
(d Ft^lgm \<ja Kratikboilcia nai Xfatorltua . . . . 



8&dO 

10.941 
"Iti" 



im 
6.623 a392 

ia.H4 UAih 



UuamntnrlDM . - :i>6li8H* 20.9^ 'dtiXai 



I>«ti srAtBtM) Abganfr <iwth EatUoimB aoil ToilMftlle lullen die Poltn, dann 
ÜciliRclitn BDil 'Lp Rali»n*r. dva ceriDgatcn Jic C'oatin (rud dio rpTho». 

>n i]«ti <lT«i BerklnojabrfQ ksuva io Jen lliUUr-iI«<UuUllsa 'i.'^l chirar- 

'l'ixAlion«* T«r, feistr 5582 puthuluKivcb-anatontiicliB ObilttctiuseD iiimI 

i^stlkbe OtiducUfto«!). Toa den 2.X47 Opcnctti-n «onleu giiheill ;j.03^ , gc- 

a-]:(i bl', ulcbt {«kellt 34 umI aind K*«Urlitti 97. Bei 15 Plllia war dar AupiBK 

Noch »Are sti emkliaeii, daas 8 KnptilKcbe TaMn den Vertli diea« ^roMen 
Verke* bedcainil »liAlm, ima UbnT dio äutliAurcräJÜlaiaae des k- k. He«ras wäkrenJ d<T 
drei Dcricktqkkre irflodlicb oiintliert. Bnuustrt^. 



fr. I. Sinorr: Untn-suchuBgen üfeer die McUlen Zuttinde in de* Fabriksbuirken dt« 

■«rdliehen BÄtineB. Kin »«itras ur Metkodik Mii^tliuilBtlarher RMbaclitiing. l^tpxiir, 

bnaofcsr k BinblAt ]88&. 8'- 26? & 

n« ^tthrtmita SithUtt der KMiftBkliU«»«»!«'', »ia «an 41« ADküng^r Art 
wlrtlg wieder ia Aafiubia« g«k«niii«ik«a d«Mn'pUv*B Wirikflckkrtehntdi^ cvnnl 
weleka lu ÜcDUriiUnd «in ^«ilvadllck »ur cI«arri|>ti«-bi«U>h«GL«n ttickluoi; bild««, 
'ad MJt B r A ra „Sioitii-n ah«r nordtiAkinltvbe Xrtiaitnrvcrltällaü««* nuumvkr aatli 
In Oaatnreick tctUcUu. ilitaa Scbols iat Heb io OetiPrieicli nicht itin itatiossl&koDODifech, 
■osdern livwt]^ akh *,u! uli^roaieia «ociaJcu G<bl«t«, ««an aack alle diwo Stadien duck 
vMatuiukta HcTvortritfia des mauriellen Uomiatra und bat der carad« hcascboadaa dahn- 
liaran AvITatauiK *on <l«r NatioDal&koD^nile sich dock ah ao leUterer K*l>^ffs betrachtea. 
t^rbcrFinotimmcnd eilt fdr bcid« ecBaaate Scknlen die doecripiivr «je dio histnriEclie. daaa 
(f«D ZuisKiDeabaDf mit den dognatlMbea VIueiKichafleii d«r poUtiicben Oekononle 
Vectit ciialtra, indum si» ilcli mettiodolociKban Cfa»r*ki(i b«ll«(en; vcncktedan iat aar 
ip SuIIanc. vrIcIm ije n den eiDubten Oekletra 4er WirtbickaflnrlMutackafi alnneknen. 
Dil! •Uscripi tvc WirtkaohafUknnde bkit vontehnllcti mit tisr Wirtk«cbaftip<>]lul Fablna« 
nad itelit Ihr» ErtebmoK*» laabeaandere Dbor die ÄatwiicIiM laodenen wirthscbaflllclieii 
Iiebraji alt Atu|iai>g«piiDkto ftr Heilveimioks bin, «fihread die kietoriscka Seknle dnrck 
ßflradttiiDf der Br(riffe ttnd loatilDtlimiil In der Zeit etna elgsne AoOksanag in der 
Rtlaiiviui der BarriAbaabtaUiiag begrtndei. ]n beiden Sokaloa k«Kimt dl* Statlatik, ia 
rr^urer »ehr, la totaterar v«Nlg«r, Ksr äeltnsg. 

Uebar die Eatstakoag der dMoriptirea Itiektsag in der |»Iitii«lMn OakoMml« 
aebalBea aiehl cas« ricbtiKa Aniiekt^o v«rbr«ft«l n mio and aark dar lilerar-kiatoriwke 
Deliaibllek. den d4r V«rr. vorllegondan Boekea giht, tat ««■ wakran Saehvarkalte vtil 
ntfeml, ohircki man bef*(hti|;t irtf«, gerade an di«<aer Stella imaa ander« AoflMlilaMe n 
amiteo. Wir w«idi>u dic^e Bekaai'lnng; i;oglticl) bei^madm, na^bdem wir aavor tw«i 
lntklai«f «idnrJcpi haben Tcrden, die t)b«r die G«oeete der dcscriplimb S^Liil« anxiitrvffno 
i. Xaa iat anatcbat f«neigt aaaaaeliaian , dadf awiacLea DeicHption nuJ Blitorle la 
[«iltiiclica Ookenomie cm nrtlflUkhaa TerbUtslas laMferic briiteke, alt aicb die eretare 
iobtnoK aoe der awciica fniTickell kabc: dnrch BeaekrclbanK Ternngaaer Perioden dei 
Wirtknclian and wirtbM:bartlit.bDs VoIkalebcDi sei mau datanf cefllhrt worden, aack dan 
■tcseDvartice der Brlractiianc es vaterzieken. Gana ebgesekaa to* der Dnvakmheliükbkail, 
>r«t auf dem tIm«rK fibnr VencBDKeoea anr Gegenwut in gduicaa. apricbt gegan dioae 
Aadaunng . wie os £r»intlrt ael adlOl hier «a b«metk«0, der Dnslaad, daa die unter- 
aacbaagKAliJocie drr beidiin Ricktniigaii TsrnUadeii sIbiL Na DMoiplion bracbaftigt aith 
«»ivir-ir-nil ibh doo Uebtlatkadeii and abaormalen Tarkiltaiaaso im Wirlksckaftilffbaa, 
Htatorle fagcB das Nomale ond Abnonoale gana Indiffetenl. aaden und hii^ 
£■ r XU bertkreade Zwccka rerfolci. Dnrck dirfws fUr div d«»eri|>tire Schala cbarak> 

leruuicka CatarsnchnDKKgdbiet varanlam bat ajth der tweite Irrthnm «alwi^'kfilt , da*« 
Ȋmticb diinta Svi\o ilir Foni4iang ia der pocialpolittidifia Srkalr der Gogeawart ihre 
Eatjtehttng aa incktB kab». Anck g«^a dian AnariiKneng Lüoarn wir eiueu voHanligen 
Elavaad erkebae. dam e« nJUnlieh dnrckana aiebt im Wokmi der D«i«ri|ilibB llngl, aar 
gemfa dM Aanwirh«! ttci Winhnriianalebass an benbaefcten ; «a Ul . da normalB Verkllt- 
■iMr lelekt anasor Betradbt hi^ilHn, nicbl abcaMkta, waran niebl auch bamadera kllhende 
Zsiiatide ann Objeet» Rraomiaan wardaa a»lltan, aad wir llndea aneb tkaUkekllek darartige 
VciAiicb*- 



ani 

m 



273 



Litarfttailwnclit«. 





WeDD ann ancb nklit KelougiiBt woidsu kaBVi Ju« mvoU Üi lii*(«cil<^, ^fl 
ibvnrctJMrlirn nDlornivIinDctii alileDkeiidß , mit nach Ale noviatpolilbcbe , wtoillw latonifl 
nad pnkltncho Wlc)ltit;lcl^il b««ii9pnioli«itlK Srbala tJindiflD i)i»orI(it[Teir VmXai i:a(«Btbv 
sicli li«*iiiideiH nitdertitl Tvrhattcn lislicn. ao Eckt inaii dock Im, In (lleaen kaldsD dta Biit> 
HtebaugKunaclie r.u iv(ti«p ; vielmehr iit dt« dncriptlve Rlchtang «benao ah all di» kUlartM-li' 
aad aller al> dhi vi*tliftUiii«i)i äisJg laace ■ocikl|iüllibckH. Snni Belog iJcucn AJcftc (i ~ 
llleraig«Kliklitli£ke RuniDtiMni , dte an <l(e*en PlaiM niiuonebr gMUKnt icin 
«la xcboD oben knn aogBileiiut word«, die wirltiHcbafUIcka Sokitdarnafr mit varl 
.UnlviinicbDDfen eti." naf Jcii«a Dod«o xnrDekkehrt, aof dem wir ikr t'orftU vor naki 
Blnirm Viencl-Jahrliiind^n begi>f;iten. Der t-nle Vollisu-inh. «eicker aach Art dar .fakraa 
SchElur' B}-itüiB«liE*ib« BeoiMchtnDReD aber tkatsach liebe wirtkücliarUicItn VeriiAltMlMa 
■inBlellle bbJ motl.uJuIujiaeh vemertbet«. war Uiachler ia Freihntf t. B. Kr nnbVBSba 
ilerartigv Slnilitordfiaa ro^eliaflBslg mit Minen BArvm nad batrartitvte «ie at* |>rakii*r 
ß<«tHi]dilioi) winvr Cvlli>gieii Ober i^UatatrirtkacfaaflatakrB. AU nrxie i^^ibnn dtrter Art 
diiMG Anlurc „Schwanwald, ein Blich t& dio volkiwirtlisekanlic-biui ZwiUUido dea badiseki 
ObfrUcdM" «Q« ilon Jahr« 18JI in neonan. WlkrADd der «pnleren Präger I.chrtbkUi 
lÜHM GnlohrttD bildete vaiviegMid Nordb31itB«B du StadicnfcM, iind at aDUi 
„Uenkickrift cor Abbilf« don NoUisUadM im Bra- aad RlMOBifbifpe, gMickrleben ] 
im Uöhrnea eiachte nun din Rirlitnni; SI i ■ vli )• r'« Scliiila uod theU* aofii''- ' ' 

Üditiler ««Ibfll. (kcib auf Mtuc luRcreat abnrkaupl, ist di« rMckhalÜEt <i<' 
autvckanftihrcB, wltb« Ende der fÄnfxijier and Aufange iler sribsiRoi Jahn- in -f m 

V«B diticr «cbciccn äinccr allndioK» DurTli. Fieliiig'» ,NHlii>Qali>kon <: 
<l«iu Bci(io>llJr|it& HOhioei)'' tiekaiint eu irin, wkkicud anüi dcaeelbeo ,Volk>i>iri^-'n,iii r.»^ 
A rtieitii|>ScEv ioi briliniiiifkcD V.TXgtVirKr" l^liL, daou saai mindoelen nuck PaaaVn*. Der 
initxvr'a, äcliDlick'« Arlitilen aa civikkoen Kowcaen wkrcn. Sei den Svkbpfrr dto*« 
dibale, wie bei suincti N*rli(nl);om bis benlo — vkI. t. &. „Vnn Wiea aack Berlin, [leiib- 
ackiaasen eliiea winkKhaUlichi^a Belaendon 1864. ^. A, ti>d Peox — ontckeint daa 
lartkodologiiKbe Verliähni«» der Bcakacki angea aar Naiiunalülianoicie «alter and bikar 
anlgefaSBt, Indem aic mit Ubckaicbt aut Volkswitlbacbarifpolilik (nicht wie baate auf Vol 
arlrtbsckAfiapoUxel) aOEBil<rlll «nrdMi. Auch fixt tiih liiarin ela nnieradiied . daaa 
viel eDK«r anf daa eigentlivba (lebiel der NaiKMialOkoaumi« beMihrAnkt btiebsn utid n> 
«a( das Veite alicenein Mwtala Feld Bbcrgiill^. 

Zar Bennbeilaatt illaaer deacTlptJT-polfUMkBa Setiiil« der bShmlickes NationaU 
OkOBoaea dei fla/xiger und seduiger Jahr* tat )Atl«eb eta llnxtanü fcauskalten, dar al ' 
einem gaax beeondeiün Liebt« vracbeineB lAset, aad «nr Beurtheilnag dar keailgen l>D*crl|ii 
die einzig rlckllg« Baudhabe biHvt. Dam aln waren nimlich die Haadelakammein kann 
geechaffen aad die laatitation der liewerW- and fahrikalneiMctoran rnkte nodi In Sebi 
der Zeil; dsnala war ea dne Kacke du Kothvendigktit ttt den foni-'ker, ttfh niübat ilaä 
b«nt4 darcli diase C«rporatianen nad Ori;anc weeigatHaa tbellveiie vctm ittr^lt« Hatartal« aof 
pHyatam Wage an TetscbaBen. Die erwähnte Schnlc eDtataod alao In KrkebntaiH di 
Msageta nrid war unter Giltickcil dioKr UnuKtnde voll bcreiktiict and vom b>'>akHtTa K' 
Bei Anfrecbterfaalluag der Ooatinuitiil drr bcaligen Vertreter mit dieavn viw^bnteJt 
Uh(ixr«ncbang«a und bei Bewusatiiein d<M ZarammcnknaK«« vit diesen miUste sK*b die 
deaciiptiTu Bicktuai; fibtr 2iol and Zwecke klarer »eia. ab ee tbatakcUicb der 
and ea bfttle In ikr nie die Anaoliaansc eotfiie)i«n künaen, dami mit ikr eine neue 
der National&konomie* segchcn eci. danx analnc wie eiast an die SIella der Co: 
der Üonring-Acb« BWali'ifcheu Statintiker diu lieutiRa adiainlatratire SiatlHtlk 
ial, werden wokl annh die ptivat«u ünterxichanKen lilxir die VirtknebafUT^rbkltni 
Gcgcnwari, roadeti aicU immer mehr aiubroitmdcn nnil vürrullkotumn enden durch die Fi 
Hchritte der S(Kial]>olitik Iredingiea and diexe wieder bedingendeo Bericblen der tTi 
wachuBtncrKBne dca vi rtlisrhaftl leben Lebern, nOetn ai« ««leben Hamen Inunor Iwbrn. «nettt 
wetdon. Nur anlang« nnd liiaoweit diese U«riukle anEoiaDgllok alod . remiOgen wir dtf 
dascrivliven RicklnnK eine allgeinelne tiiltigkell aasoipreclivn. — Wir haben «inen lang«« 
Omweg gemacbt, nm auf dafi vorliegende Bncli inracksukommen, aber mögen diei« 
fabmagea deabalb gtsiattet gewesen aejn, well sie gerade durch dia ,1'ni 
Siagnri angeregt wnrdeo und weil, wie wir glanben. durch sie auf eins jetzt 
breitete Rirhlang eia aenes und b^zeichDendce Liebt geworf'U wird 

Wnndea wir una nun d*Bi Bndie selbet kd. Das Prograaun daaanllias ,Dae 
wia (tr eich in wirthidiaftHcLrr, pbysJMhör nnd paychiacker Beaiehnng lubar Rinwiikaaf 
dar FabriksarWil entwickelt hat", tat wnhl etwas loblef ansipdrllckt. Von ainar Eotwiekaltinc 
ala« einen kiatoriacken Vorgang» i«l Taal tiicbt« ku ersehen nnd wollte wekl aniik alt 
g«tahri«bea wcrd«i, dagegen aind die EntwickelaDgtb«dingaag«a, taioveii aie in lUt G 
Indaetrie tivgen. daa «igealüoke, mehr als der Znstand d«r Arbeiter in »haa g«aaaai 
Bcneknag, Dargoetellle liit dicMm antkropaloeiackau Programnf wftrd« aich der Aotor 
mit der anderwftrta geiii^Iliea Anfgaba «totiatisüacli« Unten scliaoK«v'' anaiutelUa in Wideh 
spmch Bautet halms. Der Verf, eackt die Bedeutang seiner Schrift ia swei llomenl«*: 



tkar 
lonai^^ 





ton«, 

i 



Literelnrln-richte. 273 

ant«ni kttDnen ilim die Berichte der lDdn:itne-In«p<'i-ii>re