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Full text of "Valentin Family Collection 1677-2002"

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Deutsche 
Rheuma-Liga 
Schleswig-Holstein e.V. 



Deutsdie Rheuma-Liga Schleswig-Holstein e.V. 
Holsienstraße 88-90, 24103 Kid 




Geschäftsslelle: 
Holstenstr. 88-90 
24103 Kid 


An Frau Hedi Lattey 




KoordinieningszcDl 


2500 28 Ave. 




Tel. 04 31/ 53 54 9-14 
Fax 04 31/ 53 54 9-10 


Vernon, BCV1T1 V6 
Canada 




eMail: b.moreno(9lrlsh.de 
www.rlsh.de 

Sparkasse Kid 
BLZ 210 501 70 
KTO120 709 


Ihr Zeichen Jh'« N»«»»"«** vom 


Unser Zeichen 

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Datum 

13. März 2001 



Sehr geehrte und liebe Frau Lattey, 

nach fast fünf Jahren Kampf hat die deutsche orthopädische Gesellschaft einen Schritt zur 

Wiedergutmachung gemacht und den Lebenslauf Ihres verehrten Vaters akzeptiert. 

Ich sende Ihnen mein Manuskript. Bitte verbessern und ergänzen sie alles was sie können. Ich 

wäre Ihnen sehr dankbar. .. r. uii *• 

Ich hätte fast aufgegeben. So stark war der Widerstand der Orthopäden gegen die Publikation 

Ihrer Nazi-Vergangenheit. 

Mit mehr Mut werde ich nun weiter am Lebenswerk Ihres Vaters schreiben. Sie smd die 

einzige nahe Zeitzeugin und benötige dringend jeden Hinweis, den Sie mir noch geben 

können Ich bitte Sie herzlich noch um Fotos und die Liste der Assistenzärzte. Bitte nennen 

Sie mir die Liste Ihrer Freundinnen und senden sie mir bitte das Gästebuch Ihrer Eltern. Ich 

werde die Portokosten bezahlen und bürge mit meinen Namen, dass Sie umgehend alles 

wieder zurückbekommen. * . * -u 

Liebe Hedi, ich hoffe, ich darf Sie so nennen. Ohne Ruth und Sie hätte ich diese Arbeit über 

Ihren Vater nie geschafft ! Dafür danke ich Ihnen aufrichtig. 

Die junge Generation der Mediziner, die den Nationalsozialismus ablehnen, stehen m Ihrer 

Schuld und wir können von Glück reden, dass es Menschen gibt wie Sie, die trotz des 

Unrechts an den Juden im Dritten Reich nie müde geworden sind, uns zu zeigen, dass 

soziales Engagement und Toleranz sich lohnen. 

Ich hoffe, dass wir und bald sehen können. Ich griiße Sie aus Germany und Hannover. 

Dr. med. Beatrice Moreno 



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Lebenslauf Bnino Valentin 

Bruno Valentin- Lebensbilder eines jüdischen Orthopäden in Deutschland 

Beatrice Moreno 

1. Die frühen Jahre 

„Ich, Bruno Valentin, jüdischer Religion, preußischer Staatsangehörigkeit..' 

(Lebenslauf, Bruno Valentin, 1910) 

Bruno Valentin wird am 20.09.1885 als zwglSö^ Kind des jüdischen Großkaufmanns 
Heinrich Valentin und seiner Frau Helenefgeborene Mannheimer, in Berlin geboren 

(31). 

Vater Heinrich betreibt ein Fuhrgeschäft in der Nähe der Jannowitzbrücke. Die 
Pferde und offene Wagen finden im Untergeschoss des Hauses ihren Platz. Die 
Firma Jacob und Valentin ist angesehen. 

Die kinderreiche Familie gehört zu den wirtschaftlich besser gestellten Kreisen der 
Hauptstadt des Reiches, die Wohnverhältnisse sind günstig. Das gesamte 
Wohnhaus wird von verschiedenen Mitgliedern der Familie Valentin bewohnt. Zum 
Familienbesitz gehört auch ein Sommerhaus in Köpenick (40). 
Der jüdische Glaube spielt keine zentrale Rolle. Die Familie konvertiert später zum 
evangelisch-lutherischen Glauben (40). 10 

Heinrich Valentin erzieht seine d|;^ii^n Kinder streng, fordert Fleiß, Disziplin und 
geistige Regsamkeit Das traditionelle jüdische Bildungsideai, ursprünglich 
ausschließlich religiös bestimmt, schließt besonders in den Großstädten eine 
allgemeine kulturelle und naturwissenschaftliche Ausbildung nicht mehr aus. Der 
soziale Aufstieg, durch die Judenemanzipation rechtlich freigemacht, wird über die 
Bildung gesucht und gefunden. Dieses Bildungsideal bildet die Grundlage für das 
Lebenswerk Valentins. 

Der Schüler Bruno besucht das humanistische Königstädtische Gymnasium zu 
Berlin, gehört zu den Klassenbesten, spricht zum Abschluss seiner Schullaufbahn 
fließend Latein und Griechisch, später auch Französisch. Nach dem Abitur 1904 folgt 
der einjährige freiwillige Dienst in einem Ulanenregiment. Mit bekanntem Eifer lernt er 
hier das Reiten und bleibt sein Leben lang ein guter Reiter (28). 
Zum Wintersemester 1904/1905 beginnt er an der Beriiner Friedrich-Wilhelms- 
Universität mit seinem Medizinstudium, das Sommersemester 1905 absolviert er in 
Würzburg, wird hier Mitglied der jüdischen Studentenverbindung Salia. Das spätere 
Schicksal der Würzburger Juden hat die Zahl der Mitglieder dieser Verbindung auf 
nur wenige im Ausland lebende dezimiert. Bis zu seinem Tode bleibt Valentin 
Ehrenmitglied der Salia. 

Es schließt sich ein ständiger Wechsel des Studienortes an, ein für Anfang des 20. 
Jahrhunderts für Studierende der Medizin keineswegs ungewöhnlicher Vorgang. 
Das medizinische Staatsexamen schließt Valentin 1909 mit der Note .Sehr Gut" ab, 
beendet ein Jahr später seine Dissertationsarbeit zum Thema Prostatachirurgie bei 
Professor Enderien an der Würzburger chirurgischen Universitätsklinik, wo er als 
Medizinalpraktikant arbeitet (49). Er untersucht 29 Patienten der Klinik, verschickt an 
diese Fragebögen, um über deren Krankheitsverlauf zu berichten. Der Chirurg 
Enderlen bleibt ein starkes Vorbild, prägt seinen späteren, disziplinierten Arbeitsstil. 



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Lebenslauf Bruno Valentin 

Im Alter von 26 Jahren heiratet Valentin Marta Hellmann, die Tochter eines 
Würzburger Weinhändlers. Martas Vater, Bernhard Hellmann, ist seit 1883 in 
Würzburg ansässig und Mitglied des jüdischen Kulturbundes. Die Mutter stirbt, als 
Marta fünf Jahre alt ist. Bernhard heiratet die Zwillingsschwester Julie Bach. 

Es folgt zunächst eine Tätigkeit an der Orthopädischen Universitätsklinik in Berlin 

(57), anschließend arbeitet Valentin bis Kriegsausbruch am Berliner Rudolf- Virchow- 

Krankenhaus. 1913 wird Tochter Hedwig geboren. In diesem Jahr verieiht ihm die 

Stadt Berlin einen Preis für seine Arbeit über „ Die auto- und homoplastische 

Faszientransplantation". Seine Arbeit erscheint in Brun's Beiträgen. Der Preis ist 

verbunden mit einer Geldsumme von 800 Goldmark (57). Am 23.01.1915 wird das 

zweite Kind, Sohn Gerhardt geboren. 

Am dritten Mobilmachungstag ist Sanitätsoffizier Dr. Valentin mit seiner Abteilung 

unterwegs zur Front. Mit der ihm eigenen Intensität engagiert sich Valentin für die 

ihm anvertrauten verwundeten Soldaten, wird selbst Januar 1915 bei St. Mihiel durch 

ein Granatsplitter ven^rnndet. 

Nach seiner Verwundung kehrt er ins Reich zurück, leistet seinen Dienst im 

Sebastianhospital in Nürnberg. Hier versorgt das Heer Knegsversehrte. In dieser Zeit 

wendet sich Valentin stärker den orthopädischen Themen zu. August 1917 kommt er 

erneut ins Feld. 

Während des ersten Weltkrieges werden ihm für den Einsatz an der Front 

verschiedene Auszeichnungen veriiehen: 

Am 3. November 1914 das Eiserne Kreuz II. Klasse. April 1916 das Bayerische 

König-Ludwig-Kreuz, Mai 1916 der Türkische Rote Halbmond, am 25. Januar 1918 

der Bayerische Militär-Verdienstorden IV. Klasse mit Schwertern, am 24. Juli 1918 

schließlich das Verwundetenabzeichen 

1918 beginnt seine Tätigkeit bei Ludloff an der Orthopädischen Universitätsklinik 

Friedrichsheim in Frankfurt am Main, wo er sich 1921 habilitiert (13). 

Der Titel der in Frankfurt vorgelegten Habilitationsschrift lautet: Zur Kenntnis der 

Geburtslähmung (Duchenne-Erb) und der dabei beobachteten Knochenaffektionen 

(13). 

Ab 1922 schließt sich eine erneute chirurgische Tätigkeit in Heidelberg an. 

Hier findet die Umhabilitation am 16.06.1922 für das Fach Chirurgie statt. Seit dem 

12.12.1924 trägt Valentin die Amtsbezeichnung außerordentlicher Professor und 

arbeitet anschließend dort ein letztes Mai als Assistenzarzt bei Enderien. 

Seit dem ersten Weltkrieg hat die Orthopädie in Deutschland einen gewaltigen 
Aufschwung ertebt. Naturgemäß bieten in den ersten Nachkriegsjahren viele 
Kriegsverietzte orthopädische Probleme. Die Kriegsinvalidenfürsorge, im Volksmund 
geläufiger unter Kriegskrüppelfürsorge, wird ein notwendiges Betätigungsfeld für den 
Orthopäden und bewirkt die öffentliche Anerkennung des Faches. Die ersten großen 
statistische Erhebungen in der Orthopädie beginnen (7). Die sogenannte 
Deformitätenorthopädie findet durch eine neue Sichtweise Ergänzung. 
, Nicht mehr die Fehler in der Form allein, sondern die Störung im Geschehen des 
Bewegungsapparates, nicht die Deformität, sondern die krankhaft veränderte Statik 
und Kinematik wird zum Kern der orthopädischen Fragestellung" (4). 
Die überwiegende Zahl der Orthopäden betrachtet sich nicht mehr als , 
Heilsonderiing für Kuriositäten" (5). Valentin gilt als wichtiger Vertreter dieser neu 
eingeschlagenen Richtung in der frühren Orthopädie des 20. Jahrhunderts in 
Deutschland. 



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Lebenslauf Bruno Valentin 



2. Die Entwicklung der Orthopädie in Hannover 

(Abbildung 1: Die chirurgische Schule am Steintor. Anatomie-Gebäude um 
I880: Quelle: Archiv des Historischen Museums Hannover) 

Die Orthopädie hat in Hannover ihre Anfänge mit Georg Friedrich Louis Stromeyer. 
1804 als Sohn des Chirurgen Christian Stromeyer In Hannover geboren, erhält auch 
er eine Ausbildung am Chirurgisch- anatomischem Institut zu Hannover, welches 
171 1 bereits begründet wurde und wo er später als Lehrer wirkte. 1834 gründet er in 
seiner Heimatstadt die „Heilanstalt für Verkrümmte", über die Valentin in seiner 
„Geschichte der Orthopädie" (56) ausführiich berichtet. Medizinhistorisch ebenso 
bedeutsam ist die an Little durchgeführte Operation bei lähmungsbedingtem 
Klumpfuß. Auf Anregung Stromeyers im Jahre 1838 gründet Little mit privaten Mitteln 
ein Orthopädisches Institut für arme Patienten, seit 1845 The Royal National 
Orthopaedic Hospital genannt (8, 9). Durch sein Lebensweri< gilt er als Mitbegründer 
der operativen Orthopädie und früher Verfechter der Krüppelfürsorge. 
Bruno Valentin beschäftigt sich während seiner Zeit in Hannover mit dem Wirken 
Stromeyers und veröffentlicht 1934 seine Briefe an den Chirurgen Dieffenbach 
(1836-1846) in einer sorgfältig kommentierten Fassung. Die in seinem privaten Besitz 
befindlichen Briefe übergibt er später an die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (53). 
Erstmals zeigt sich hier seine besondere Leidenschaft für medizinhistorische Themen 
und seine sehr sorgfältige Arbeitsweise. 

(Abbildung 2: Titelblatt des Bandes: Briefe an den Chirurgen Dieffenbach) 

3. Das Krüppelheim Annastift zu Hannover 

Ende des 19. Jahrhunderts engagiert sich Anna von Bornes in der Krüppelfürsorge 

der Provinz Hannover. Die Offizierstochter aus vermögendem Hause steht der 

Inneren Mission, der Voriäuferorganisation des Diakonischen Werkes, sehr nahe. 

Diese in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts am Rande der evangelischen 

Kirche rasch wachsende Bewegung verstand sich als Antwort auf die von der 

Industrialisierung hervorgerufenen sozialen Probleme (48). 

1892 belegt Anna von Borries in einem Kindertieim Hannovers drei Betten. Dieser 

Schritt erweist sich schnell als unzureichend. Nach einem weiteren Umzug 

entschließt das eigens gebildete Komitee sich 1895 zum Neubau einer Krüppelheil- 

und Erziehungsanstalt, die nach zwei Jahren bezogen wird und 1900 als Dank an die 

Gründerin Annastift genannt und 1902 zum Verein wird. 

Die ärztliche Leitung trägt Im Nebenamt zuerst der Chef der Kinderheilanstalt zu 

Hannover, muss sie jedoch bald wegen Oberiastung an den Facharzt für Orthopädie 

Dr. Peter Bade abgeben, der die ehrenamtliche fachärztliche Versorgung bis 1924 

übernimmt (33). 

Mit seinem Antritt bahnt sich der Umschwung im Annastift an. Noch bei 
Petroleumlicht muss Bade 1901 die erste Sehnenverpflanzung am Oberschenkel 
vornehmen. Ihm assistiert der Hausarzt des Stifts, der die medizinischen Kranken 
des Hauses betreut (1). 

(Abb 3. Annastift- Frontaufnahme) 



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Lebenslauf Bruno Valentin 

Das bis dahin nur für die Aufnahme bildungsfähiger Krüppeln" im Alter von 5-18 
Jahren vorgesehene Haus wird unter Bade zur orthopädischen Klinik. Ein Turnsaal 
mit medico-mechanischen Apparaten wird ausgebaut (32). 
Zwei Therapierichtungen werden eingeschlagen, zum einen die orthopädisch- 
chirurgische, zum anderen die soziale Integration und berufliche Ausbildung der 
Körperbehinderten (2). 

1921 übernimmt der preußische Staat die Krüppelfürsorge und Peter Bade ist bis 
1924 als Landeskrüppelarzt für die Provinz Hannover tätig. Auf dem Höhepunkt der 
Inflation, nicht zuletzt aufgrund zunehmender Konflikte mit dem Stiftungsvorstand, 
gibt Peter Bade alle seine Ämter auf und macht den Weg frei für seinen Nachfolger 
Bruno Valentin. 

4. Chefarzt der Orthopädischen Krüpoelheil- und pfleqeanstalt zu Hannover 
^ Die Orthopädie ist keine Mettiode und keine Technik, weder eine chirurgische noch 
eine mechanische, sondern Orthopädie ist, wie es Biesalski fomiuiierte, eine 
Totalbetrachtung des körperbehinderten Menschen, den es in seiner Ganzheit zu 
erfassen gilt. Sie ist sozialbiologische Einheitsbetrachtung.' (Konrad Biesalski 1868- 
1930, zitiert nach Valentin, 1957) 

(Abb. 4: Valentin infi Kreise seiner Mitarbeiter) 

1924 tritt der vierzigjährige Valentin seine Tätigkeit als Chefarzt im Annastift an. Es 

werden .die glücklichsten 10-12 Jahren seines Lebens" (28). 

Die Familie Valentin lebt auf dem Klinikgelände, direkt am großen Annateich, in 

unmittelbarer Nähe zum Stadtwald Hannovers. Der Stadt im Norden fehlen die Reize 

Würzburgs oder die der Metropole Beriin. Hannover ist aber auch die Heimat Kurt 

Schwitters und der Kestnergesellschaft (30), eins der renomiertesten Kunstvereine 

Deutschlands. So findet die kunstinteressierte Marta Valentin in ihrer neuen Heimat 

Anknüpfungspunkte. 

Das Gästebuch der Valentins zeugt von der hohen gesellschaftlichen Akzeptanz des 

neuen Chefarztes(39). Seine Verwurzelung mit der Stadt und dem Annastift ist so 

tief, dass Valentin zwei spätere Berufungen auf orthopädische Lehrstühle 1930 

ablehnt (15). 

In beruflicher Hinsicht wird die hannoversche Zeit die arbeitsintensivste Phase Bruno 
Valentins. Seine hier begonnene Chronik (1924-1936) protokolliert ein gewaltiges 
Reisepensum als Landeskrüppelarzt und vielfältige Fortbildungsveranstaitungen (51). 
Dezember 1925 beginnt er seine Lehrtätigkeit an der Tierärztlichen Hochschule 

Hannover. 

Ab Sommersemester 1926 liest er . Biologie und Hygiene der Leibesübungen", ab 

Sommersemester 1927 führt er .Sportärztliche Untersuchungen" durch. Mit Erlass 

vom 2.12.1925 wird er als Privatdozent zugelassen. Im Rahmen der 

Physlologievoriesungen hält Gastvorträge über sein Fachgebiet mit zahlreichen 

Falldemonstrationen ab. 

Bei der späteren Entnazifizierung wird Professor Alfred Trautmann, Ordinarius für 

Physiologie an der Tierärztlichen Schule angeben, dass zwischen ihm und Valentin 

eine Lehrgemeinschaft bestanden habe. Auf Antrag der Hochschule wird Valentin 

1930 zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt (10). 

Die sehr bescheidene Lehrtätigkeit von nur 1 1/5 Stunden in der Woche ermöglicht 

Ihm jedoch die akademische Betätigung in einer Stadt, die über keine medizinische 

Fakultät verfügt 



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Lebenslauf Bruno Valentin 

Wissenschaftlicher Schwerpunkt Valentins Anfang der 30er Jahren wird die 
Erforschung der Missbildungen der Extremitäten und des Rumpfes sowie die 
Bedeutung der menschlichen Konstitution und Vererbungslehre in der Orthopädie. 
Diese eignet sich nach Auffassung von Valentin insofern ganz ausgezeichnet dazu, 
weil hier die morphologischen Veränderungen gut erfassbar sind (50, 51, 52, 57) . 
Valentin und seine Mitarbeiter untersuchen morphologische Besonderheiten, nicht 
jedoch die Morphologie der Rassenmerkmale. 

Das systematische Erfassen der morphologischen Veränderungen wird oberste 
Zielsetzung der klinischen Forschung und führt zur langjährigen und engen 
Zusammenarbeit mit dem Göttinger Pathologen Gruber. Das von ihm 
herausgegebene Sammelwerk Schwalbe/Gruber , Morphologie der Missbildungen 
des Menschen und der Tiere" enthält mehrere Kapiteln von Valentin (29). 

1927 wird das Annastift, das bereits Krankenpflegeschule ist, als Massageschule 
staatlich anerkannt. Die orthopädisch.-chirurgische Therapie wird nunmehr um die 
physikalische Therapie ergänzt. Den Untemcht erteilen die Ärzte und zwei staatlich 
geprüfte Masseurinnen, in seiner Tätigkeit als Landeskrüppelarzt führt er 
regelmäßig in den Gesundheitsämtern sog. Krüppelberatungen durch und schafft er 
eine enge Verbindung zwischen den örtlichen Krüppelfürsorgestellen und der 
orthopädischen Klinik. Er erreicht dadurch eine systematische Erfassung aller 
schweren Krankheitsfälle und deren Überführung in die klinisch-orthopädischen 
Behandlung (11). Die VenA/eildauer der Patienten wird unter seiner Leitung kürzer 
(23), In seiner Amtszeit kommt es zu einem erheblichen Ausbau der Bettenzahl um 
100.' Seine Tätigkeit als Landeskrüppelarzt bringt es mit sich, dass eine Reihe von 
Kursen über moderne Krüppelfürsorge, Schulturnen und andere präventive Themen 
im Annastift abgehalten werden können. 

In seiner praktisch-orthopädischen Arbeit ist Valentin unermüdlich und erfolgreich. 
Finanziell geht es der Familie Valentin gut. Für die Patienten des Chefarztes aus 
Berlin stehen im zweiten Stock der Klinik 20 Einzelzimmer zur Verfügung (6). 

Mitten In dieser Expansionsphase des Annastiftes ereignet sich 1929 die 
Weltwirtschaftskrise. In mehreren Notverordnungen beschneidet die Regierung 
Brüning die Sozialausgaben, darunter auch die Gelder für die Krüppelfürsorge. 
In der Lokalpresse erscheinen die . Beschwerden über die Mißstände im Annastift. 
Hier beschwert sich ein Patient, nach viemnonatiger Liegedauer, über die schlechte 
Verpflegung . der kranken Proleten" im Annastift, die Sprache ist geprägt von der 
bereits existenten politischen Radikalisierung (64). Die wiedergegebene Speisekarte 
ist vorwiegend fleischlos. Die Weltwirtschaftskrise und die sinkende Massenkaufkraft 
verschlechtert die Situation der Landbevölkerung und der Arbeiterschaft der Provinz 
Hannover. Eine ähnlich Krisensituation erleben die niedersächsischen Handwerker. 

Der berufliche Erfolg Valentins bleibt von dieser Entwicklung vorerst unberührt. 
1931 wird Valentin in den Vorstand der Deutschen Orthopädischen Gesellschaft 
gewählt, 1932 führt er den Kongress-Vorsitz der Deutschen Vereinigung für 
Krüppelfürsorge (16), nach dem Ertass der Hochschulsatzung im Herbst 1932 wird 
Valentin als Vertreter der Nichtordinarien in den Hochschulsenat der Tierärztlichen 
Hochschule gewählt, was eine Besserstellung innerhalb der Lehrkörpers bewirkt 
Die antisemitische Stimmung tritt jedoch in Hannover immer deutlicher zu Tage. 



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Lebenslauf Bruno Valentin 

5. Arbeiten im Nationalsozialismus 

Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung am 30. Januar 1933 wird die 

Wohlfahrtspolitik umgeschrieben. Der politische Wechsel findet in Kirchenkreisen 

eine nicht unerhebliche Zustimmung, doch die nationalsozialistische Wohlfahrtspolitik 

bringt für das Annastift keineswegs die erhoffte Wirkung. 

Im Protokoll der Vorstandssitzung vom 12.Dez. 1933 wird deutlich, dass man die sich 

anbahnende Entwicklung durchaus erkannt hat (34). Dass die Rückläufigkeit der 

Belegung nicht auf eine Knappheit der Provinzmittel begründet ist, sondern dass 

„grundsätzliche Erwägungen der neuen Machthaber" hierfür verantwortlich sind, wird 

vermutet und zu Protokoll gegeben (34). 

Unter Zustimmung von Bruno Valentin, der dem Vorstand angehört, wird einstimmig, 

unter Änderung der Satzung, der hilflose und verhängnisvolle Versuch 

unternommen, durch Wahl staatilcher Repräsentanten in den Vorstand, die 

entsprechenden Stellen im Interesse des Hauses einzubinden und die finanzielle 

Situation des Hauses zu verbessern (23). 

Ein Jahr später verdeutiichen die Worte des hinzugewählten Oberreglerungs- und 

Medizinalrates Lambert das Resultat der Entscheidung als dieser fordert .das 

Annastift solle Heilanstalt und nicht Bewahranstalt sein, der Krüppel müsse eine 

produktiver Mensch werden" (35). 

Der Auftakt der Diskriminierung der Juden bildet das Gesetz vom 7. April 1933 „zur 
Durchführung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums", das 
sämtliche Beamtete verpflichtet, ihre „ arische" Abstammung nachzuweisen. Eine 
Ausnahmeregelung findet bei Valentin vorerst durch § 3 Anwendung. „Nichtarier, die 
Fronticämpfer im ersten Weltkrieg gewesen sind, dürfen ihre Stellung behalten. Am 
25.08.1933 beantwortet der damalige Rektor der Tierärztiichen Hochschule die 
entsprechende Anfrage: 

„ Hiemeben überreichen ich den mir heute zugegangenen Fragebogen des Professor 
Dr Valentin über seine Militär- Dienstverhältnisse. 

„ Professor Valentin ist hauptamtlich Landeskrüppelarzt der Provinz Hannover und 
Chefarzt des Annastiftes Hannover-Kleefeld und seit dem Wintersemester 1925/26 
Privatdozent an der hiesigen Hochschule für das Lehrfach „ Hygiene der 
Leibesübungen' (Es folgen die Kriegsauszeichnungen) gez. Völker" (Arch. 
Tierärztliche Hochschule Hannover) 

Am 22 Juni 1933 hat das Staatsministerium den sofortigen Übergang der Ven/valtung 
der Tierärztiichen Hochschule auf das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und 
Volksbildung beschlossen, Studenten nichtarischer Abstammung werden nur 
beschränk zugelassen (63). Im Wintersemester 1933/34 werden Valentins 
sportärztliche Untersuchungen nur nach besonderer Vereinbarung durch Valentin 
durchgeführt, ab Sommersemester 1934 kann er keine Lehrveranstaltungen mehr 
durchführen. 



6. Die Deutsche Orthopädische Gesellschaft 

Eine sehr frühe öffentiiche Anerkennung erfahren die Nationalsozialisten auch durch 
die Deutsche Orthopädische Gesellschaft. Die Kongresseröffnungsansprache des 
Orthopädieprofessors Schede aus der Universitätsklinik Leipzig vor der Deutschen 
Orthopädischen Gesellschaft 1933 dürfte die überwiegend herrschende Gesinnung 
der Orthopäden beispielhaft wiedergeben: „ Wieder ergeht an jeden von uns der Ruf 
Deutschlands durch den Mund Adolf Hitlers. " 



Lebenslauf Bnino Valentin 

I 

Sozialdarwinistisches Gedankengut zeigt sich unverblümt in seinen Ausführungen, 
die die geistige Grundlage bilden für das »Gesetz zur Verhütung erbkranken 
Nachwuchses": „Die Not unseres Volkes hat uns gelehrt, daß wir uns beschränken 
müssen, daß die Erhaltung lebensunwerten Lebens nicht unsere Aufgabe sein kann." 
Valentins Nachfolger Lindemann wird nach dem 2. Krieg zur Akzeptanz des 
besagten Gesetzes urteilen: "Von deutschen orthopädischen Fachärzten wurde das 
Gesetz, das ja der exakten wissenschaftlichen Grundlage entbehrte, soweit es 
überhaupt möglich war, übersehen" (zitiert nach 23). Die Praxis belegt diese 
Aussage nicht. 

Unpolitisch eingestellt und eher konservativ denkend steht Valentin wie viele 
Hochschulprofessoren der nationalsozialistischen Bewegung abwartend gegenüber, 
nimmt Hitler zunächst nicht ernst (22). Seinen für den Kongress der Deutschen 
Orthopädischen Gesellschaft 1933 geplanten Beitrag wird Valentin auf besonderen 
Wunsch der orthopädischen Fachgesellschaft nicht mehr halten können. 
Diese Ausgrenzung als Nichtarier führt zur ersten Einsicht und zu seinem freiwilligen 
Austritt aus der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie. Erst im 
Nachkriegsdeutschland wird Valentin zum Ehrenmitglied der Orthopädischen 
Fachgesellschaft ernannt (57). 

7. Verlust aller Ämter 

1934 erfolgt die Auflösung des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes und 
führt zu einer weiteren Verschärfung der sozialen Situation der Körperbehinderten. 
Trotz einer gewaltigen Anpassungsleistung Valentins im klinischen Alltag kommt es 
rasch zu Konflikten sowohl im Annastift als auch in der Funktion als 
Landeskrüppelarzt. 

1935 bittet Valentin den Rektor der Tierärztlichen Hochschule Hannover um die 
Erlaubnis, drei Kongresse im Ausland besuchen zu dürfen. Sein Anliegen wird 
negativ entschieden. 

Schließlich kommt es zur Entlassung aus der Dozententätigkeit an der Tierärztlichen 
Hochschule durch den damaligen Rektor Professor Götze. Grundlage ist hier die „in 
Aussicht stehenden Durchführungsbestimmungen zum Reichsbürgergesetz vom 15. 
September 1935". Götze spricht zwar von einer Beurlaubung, aber Valentin geht 
faktisch ohne Entschädigung aus. 

„Dass er in seinen wissenschaftlichen Leistungen wohlauf den Anforderungen 
entspricht, die an die Inhaber akademischer Lehrstühle gestellt werden," zweifelt man 
nicht. Valentin hafte Dezember 1924 an der Universität Heidelberg die 
Dienstbezeichnung eines außerordentlichen Professors verliehen bekommen. Nach 
den Bestimmungen dieser Universität erlosch aber das Recht den Titel zu führen, mit 
dem Veriassen der Universität In seinen Akten ist als Biaustiftkommentar zu lesen: 
.Dr. Valentin ohne Entschädigung"(19). 

Auch das Klima Im Annastift verschlechtert sich zunehmend. Valentins Oberarzt, 

SA-Mitglied, unterstellt, sein Chef würde „nichtarische" Mitarbeiter vorziehen und 

vorzugsweise einstellen. Er muss als leitender Arzt zusehen, wie zwei jüdische 

ärztliche Mitarbeiter aus seiner Abteilung entlassen werden (40). Am 20.08.1935 teilt 

der Landeshauptmann Geßner vom Provinzialverband Hannover dem Annastift die 

Entlassung Valentins als Landeskrüppelarzt mit (17). 

Schließlich wird auch Valentin gekündigt. Ein Gedächtnisprotokoll berichtet über den 

Entlassungsvorgang vom 31.03.1936 (3, 14, 17). 

Der Vorstand einigt sich bezüglich der Privatliquidation auf eine Übergangslösung bis 

zum Amtsantritt des Nachfolgers. Diese Kompromisslösung führt im weiteren Veriauf 



I C 



Lebenslauf Bnino Valentin 



ZU Konflikten, die Schwesternschaft verweigert teilweise die Mitarbeit bei einem 
NIchtarier, so dass man Valentin nunmehr als Störfaktor sieht und zügig einen 
Chefarztwechsel wünscht. Noch vor der offiziellen Kündigung Valentin schlägt Prof. 
Anschütz aus Kiel Dr. Kurt Lindemann als , etwaigen" Nachfolger vor (17). 
Die auf diesem Wege .freigemachte" Chefarztstelle wird Januar 1936 Im Deutschen 
Ärzteblatt und in der Münchener Medizinischen Wochenschrift ausgeschrieben. Über 
den Hintergrund der erzwungenen Vakanz der Chefarztstelle im Annastift dürfte in 
orthopädischen Fachkreisen keine Unkenntnis bestanden haben. Um so 
verwunderiicher ist die lange Bewerberiiste mit namhaften Vertreter des Faches. Der 
Zweckopportunismus der Fachkollegen überwiegt bei weitem. Die Wahl des 
Nachfolgers bei der Vorstandssitzung am 13.März 1936 fällt auf den NSDAP- 
Parteigenossen , S.A.-Reiterstandartenarzt und Sanitätstrupp-Oberscharführer Dr. 
Kurt Lindemann (3). 

Sein Nachfolger Kurt Lindemann übernimmt eine orthopädische Klinik mit 280 Betten 
und beschreibt unter verbaler Ausklammerung der tatsächlichen Ereignisse nach 
1933 die Übernahme der Klinik folgendermaßen: Jch trat am 1 S.Juni 1936 ein gutes 
Erbe an. Die Kranl<enkartei des IHauses, die Kartei des Landeskruppelarztes war 
vorzügiich aufgebaut und geführt. Eine auserlesene Pfioto- und Diapostivsammlung 
stand für Lefirzwecke zur Verfügung... Das aus politischen Gründen erfolgte 
Ausschekien dieses außerordentlk:h fähigen Arztes (gemeint ist Valentin) aus dem 
Amt am 01.04. 1936 fand in Kreisen der Ärzte und Kranken wie in der Inneren 
Mission allgemein großes Bedauern' (2, 41). 

Der Luftkrieg verschont das Annastift. Als einziges hannoversches Krankenhaus ist 
es am Kriegsende noch voll arbeitsfähig, wird von der britischen Besatzungsmacht 
mit einer Spende von 300.000 DM.- bedacht (42). Nach einer kurzen 
Beschlagnahmung kann es Herbst 1945 wieder in seine Räume einziehen. 
Es wird in den nächsten Jahren stark expandieren, eine der größten und modernsten 
orthopädischen Heil- und Lehranstalt Norddeutschlands werden (12, 24, 37, 45). 

8. Verfolgung und Flucht 

Valentin praktiziert nach seiner vollständigen Entfernung aus dem Annastift für eine 

sehr kurze Zeit mit einem Kollegen im Stadtzentrum Hannovers. Die Situation wurde 

unhaltbar, als Patienten, die sich bei ihm behandeln ließen, Pöbeleien und Schläge 

zu ertragen hatten (40). 

Von seinen .arischen" Fachkollegen weitgehend isoliert, hält Valentin lediglich im 

Israelitischen Krankenhaus von Hannover noch einen Vortrag über Knochen- und 

Gelenktuberkulose (51). Dieses durch den Israelitischen Verein für Altersversorgung 

und Krankenpflege gegründete Krankenhaus Hegt unweit vom Annastift im 

vornehmen Hindenburgviertel. Sein chirurgischer Chefarzt Wolfes wird 1942 in 

Thereslenstadt emnordet (18). 

Am 3. August 1938 werden allen noch praktizierenden . nichtarischen" Ärzten die 

Eriaubnis zur Ausübung ihres Berufes und damit die Existenzgrundlage entzogen. 

Aus heutiger Sicht muss man feststellen, dass sich Valentin zu spät zur Emigration 

entschließt und hierdurch in Lebensgefahr gerät und nur knapp mit seiner Frau dem 

Holocoust entkommt. 

Unmittelbar vor der Abreise gerät er in die Hände der Hannoverschen Gestapo, 

erleidet körperilche Mißhandlungen. Die Nacht vor der Fahrt nach Hamburg zur 

Weiterfahrt ins Exil verbringt das Ehepaar hinter dem Hannoverschen Hauptbahnhof. 

Das Betreten ihres Domizils wagen die Valentins nicht mehr. 

Oktober 1938, eine Monat vor der sog. Reichskritallnacht, befindet sich das Ehepaar 

auf dem Weg nach London. 



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I J 



Lebenslauf Bruno Valentin 

Für kurze Zeit sehen Martha und Bruno Valentin ihre Tochter Hedwig, die sich fortan 
Hedi nennt, in London wieder. Diese, von Beruf Krankenschwester, hat eine Stellung 
als Nachtwache angenommen, kann mit ihren Eltern wenige Stunden tagsüber 
zusammen sein, bevor diese nach Südamerika abreisen, wohin der Sohn zwei Jahre 
vorher ausgewandert ist 

So radikal wie die berufliche Ausgrenzung, ist die soziale Ausgrenzung den Valentins 
nicht. Sein jüngerer Freund Georg Hoeltje, später Professor für Kunst- und 
Baugeschichte an der Universität Hannover, gerät durch seine liberale Haltung 
stärker unter Druck, kann nicht mitansehen, wie seine jüdischen Freunde verfolgt und 
mißhandelt werden und folgt den Valentins Mai 1939 ins Exil nach Brasilien (43, 44). 

9. Die Zeit im Exil 

Für die nächsten 30 Jahre wird Rio de Janeiro die neue Heimat der nunmehr 
mittellosen Valentins sein. Die erlaubte Geldsumme bei der Ausreise beträgt 10 
Mark. 

Für die ärztiiche Berufserlaubnis müssen in Brasilien die wesentlichen Prüfungen der 
Medizin emeut in der fremden Sprache abgelegt werden. Es ist anzunehmen, dass 
Bruno Valentin den Anschluss nicht nur aus Altersgründen nicht mehr gelingt. Zu den 
Sprachproblemen gesellen sich noch die krassen Unterschiede im 
Gesundheitssystem und in der Mentalität. Die "bestrickend liebenswürdige 
Gelassenheit des Brasilianers" (26) mag ihn in seiner „ preußischen Genauigkeit" so 
manches Mal zur Verzweiflung gebracht haben. Für kurze Zeit verrichtet er seinen 
Dienst In der Poliklinik von Rio de Janeiro, unter Aufsicht eines brasilianischen 
Freundes, Mitglied der Nationalakademie für Medizin, wie er selbst. Es folgt eine 
wiederum kurze Tätigkeit im Krankenhaus: Fundacao Getulio Vargas im Staate 
Minas Geraes. Ein Ersatz für die klinische Tätigkeit im Annastift wird es nicht, er 
bleibt Gast und so wendet er sich anderen Themen zu. 
Vor dem zweiten Weltkrieg war das wissenschaftliche deutsche Schrifttum in 
Brasilien anerkannt und weit verbreitet. Das über Jahre sich erstreckende Verbot des 
Gebrauches der deutschen Sprache wie auch die wissenschaftlichen Fortschritte in 
der Medizin der Vereinigten Staaten von Nordamerika hatten dazu geführt, daß die 
deutschen medizinischen Zeitschriften und Bücher kaum mehr beachtet wurden. 
Seinem Freund Harmsen, derzeit Ordinarius für Hygiene und Sozialhygiene sowie 
Direktor des Hygienischen Institutes der Freien und Hansestadt Hamburg, gelingt es 
treffend, den mühseligen Alltag zu beschreiben (26). 

In zäher Kleinarbeit meistert es Valentin, in einer Reihe brasilianischer medizinischer 
Zeitschriften einen Referatteil wichtiger neuer Bücher aus beiden Hälften 
Deutschlands aufzubauen, unter den hervorragenden brasilianischen Fachkollegen 
Rio de Janeiros einen einigermaßen zuveriässigen Referentenkreis zu vereinen. 
Der entscheidende Teil ist zu erreichen, dass das Buch nicht nur durchgeblättert, 
sondern gelesen und kritisch besprochen wird. Im Durchschnitt bedarf es etwa 20 
persönlicher Rücksprachen und Anrufe, bis das gewünschte Manuskript voriiegt 
(Harmsen).Valentin hat seine Überiebensstrategie gefunden. 
Aus dem Nazi-Deutschland hören die Valentin in den ersten Exiljahren 
Schreckensmeldungen vom zweiten Weltkrieg und der Nachkriegszeit. Sein soziales 
Engagement schließt das Nachkriegsdeutschland nicht aus. Zusammen mit dem 
deutschen Benediktinerabt von Sao Bento und Professor Silvio Brauner gründet er 
das Hilfswerk für Deutschland , Socorro ä Alemanha", das dem Internationalem 
Roten Kreuz" angegliedert ist. Das Hilfswerk initiiert eine große Sammlung von 
Geldspenden, Lebensmittel und Kleidern. Bei seinem ersten Besuch in Deutschland 
lässt er seine alte Wirkungsstätte nicht aus. 



/ U 



Lebenslauf Bnino Valentin 

Im weiteren Verlauf nimmt er eine Tätigkeit für die Schweizer Firma Ciba auf. Es 
handelt sich um die Einrichtung einer ärztlichen Beratungsstelle, die er bis zu seinem 
70. Lebensjahr leitet. 

10. Die Geschichte der Orthopädie 

, The slightest query was taken very seriously and he never rested until every 
pqssible source had been explorecT 

( Über die Arbeitsweise Valentins, Nachruf erschienen im Engl. J. of Podiatry, Vol. 
34, 12. 1996) 

Im Exil wendet sich Valentin verstärkt der Medizingeschichte zu. Es folgen Jahre der 
Intensiven Recherche zu einzelnen Themen der Orthopädiegeschichte. Unterstützt 
durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und der Deutschen Orthopädischen 
Gesellschaft beginnt eine Zeit des Reisens auf der suche nach Originalquellen. In 
den folgenden 10 Jahren folgen wichtige medizinhistorische Arbeiten auf dem 
Gebiert der Orthopädie. 

1956 wird die .Geschichte des Gipsverbandes" veröffentlicht (54). Das Buch zeichnet 
sich durch eine umfangreiche, und für die Zeit ungewöhnliche Literatursammlung 
aus. 

In Folgenden beginnen die Vorbereitungen zur .Geschichte der Orthopädie". Sein 
Freund Hohmann gibt ihm die Möglichkeit über dieses Thema einen Beitrag in 
seinem Lehrbuch zu schreiben (55). 

Am 15.08.1966 schließt sich die Geschichte der Fußpflege an (58). Der Redakteur 
des Engl. J. of Podiatry, Thomssen schreibt 1966 dem Verleger Hauff: „Das Buch ist 
wertvoll, weil V. wie kein anderer imstande war, die Verhältnisse auf diesem Gebiet 
im angelsächsischen Bereich darzustellen". Die erste Auflage umfasst 800 
Exemplare. Sein Honorar beträgt 12,5 % des Ladenpreises (Thieme-Archiv). Es 
folgen kleinere Beiträge über medizinhistorische Themen, die er „ Rosinen „ nennt 
und der Redaktion der Deutschen Med. Wochenschrift überiäßt. (59). 
Seine Bibliothek, besonders reich an Werken aus dem Gebiet der Orthopädie- 
Geschichte wird testamentarisch der Universitätsklinik Würzburg vermacht (57). 



1 1 . Die Rückkehr nach Deutschland 

„ Seit dem Einzug haben sich Freunde von früher und Fachkollegen bemüht, uns zu 
zeigen, daß wir nicht vergessen sind, trotz der 30jährigen Abwesenheit in Brasilien". 

(Bruno Valentin an Verieger Hauff, 1967) 



März 1967 kehrt das Ehepaar Valentin nach 30järigem Exil nach Hannover zurück. 
Noch vor der endgültigen Umsiedlung ist Valentin das Bundesverdienstkreuz 
verliehen worden. Beide freuen sich „auf das neue Leben in Deutschland, das in 
vieler Beziehung erheblich mehr Anregungen geben wird"(60). 
Ihr neues Domizil befindet sich ausgerechnet in der .Kurt-Lindemann-Allee". 
Will man die Bedeutung Valentins für die Deutsche Orthopädie zusammenfassen, so 
ist festzuhalten, dass trotz der dramatischen Wendung in seinem Leben er es zu 
zehn Ehren- bzw. korrespondierenden Mitgliedschaften bringt, zu den Ehrungen 
gehört u.a. auch die Verieihung der Ernst-von-Bergmann-Plakette 1964 für seinen 
Einsatz für die ärztliche Fortbildung (21). 






Lebenslauf Bruno Valentin 

Der Niedersächsische Kultusminister ernennt den ehemaligen leitenden Arzt des 
Annastiftes Professor Dr. med. Bruno Valentin mit rückwirkender Kraft zum 
ordentlichen Professor an der Tierärztlichen Hochschule Hannovers, zugleich wird er 
emeritiert. Die Universität Tübingen verleiht Bruno Valentin anlässlich der 360-Jahr- 
Feier noch im gleichen Jahre die Würde des Ehrendoktors (39, 61). 
Bruno Valentin stirbt am 15.10.1969 in seiner geliebten Stadt Hannover. 
Keiner seiner Nachfahren lebt in Deutschland. 

In der Grabrede wiederholt Hoeltje Valentins Worte der Verbitterung Im frühen Exil: 
,30 Jahre verloren!". Er hat anders gehandelt. 



Literatur. 

1. Alpers, E.: Peter Bade (872-1956) Niedersächsische Lebensbilder. August 
Lax, Hildesheim 1962. 

2. Annastift-Chronik. Orthopädische Heil- und LehranstalL Hannover-Kleefeld. 
1950. Landeskirchliches Archiv Hannover. 

3. Arends, Tagebuch-Eintragung, Nr. 2367, 26. 03.1936. Landeskirchliches 
Archiv (Entlassung). 

4. Baeyer von: Bewegungslehre «ind Orthopädie Verh.d. Deutsch. Orthop. 
Gesellsch.. 19. Kongress, 15.-17. Sept, 25 (1924) 



5. Bayer von: Eröffnungsrede vom 15.09.1930. Verh. der Dt. Orthop. 
Gesellschaft. Bd. 25. (1931) 1-14. 

6. Büderbote: Das Krüppelheim Annastift in Hannover-Kleefeld. Evangelischer 
Presseverband, 1927. 

7. Blencke, A.: Skoliosestatistik der Magdeburger Schulkinder. Verh.d.Deutch. 
Orthop. Gesellsch. Bd. 21 (1926)113-137. 

8. Cressmann, C: Eine historische Operation... oder Little bei Stromeyer in 
Hannover. Orthop. Prax. 18 (1982). 183-188. 

9. Cressmann, C: Ein Medizinstudium im frühen 19. Jahrhundert oder 
Stromeyers Erinnerungen an seine Ausbildungszeil Ortop. Praxis. 19 
(1983)162-165. 

10. Bundesarchiv Berlin. Dokument R21 Nr. 10021, Bl. 9894. 

1 1.Dicke, W.; Lindemann, K.: 50 Jahre Annastift Hannover 1897-1947, Hannover 
1947. In: Centralauschuß für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen 
Kirche, Beriin. 

12. Dicke, W.: Jahresbericht des Annastiftes, Hannover 1958. 

13.Drüll, D.: Heidelberger Gelehrtenlexikon 1803-1932, Springer Verlag Berlin, 
Heidelberg (1986) 275. 



/ O 



Lebenslauf Bnino Valentin 



14.Elkeles, B.: Aktennotiz zum Chefarztwechsel. Nr. 689. Hist. Arch. Annastift. 

15.Elkeles, B.: Die Vertreibung eines hannoverschen Arztes unter der NS- 
Diktatur. Zum Gedenken an Bruno Valentin (1885-1969), Nierdersächs. 
Ärzteblatt, 24 (1989). 26-29. 

16. Einladung zur 12. Arbeitstagung der Deutschen Vereinigung für 
Krüppelfürsorge. 20. und 21.05. 1932, Hannover. 

17. Gedächtnisprotokoll zum Chefarztwechsel 1936: Dok. Nr. 719-Hist. Arch. 
Annastift. 

18. Gedenkbuch der Opfer der Verfolgung der Juden unter der 
nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland 1933-1945. Bearbeitet vom 
Bundesarchiv Koblenz und dem internationalen Suchdienst Arolsen. 

19. Geheimes Staatsarchiv: IHA Rep 76 Nr. 1162. Bl. 190-191 Rektor-PMLDF 
20. Geheimes Staatsarchiv PK Berlin Dahlem (Quelle: I HA Rep 87E Nr. 138 (M) 

21.Grosch, G.: Bedeutung und Kritik der Laien in der deutschen Orthopädie. Zum 
Gedächtnis an Professor Dr. Dr. Bruno Valentin (1885-1969), Z. f. Orthopädie 
und Ihre Grenzgb.107,3. (1970) 527-531. 

22. Grundmann, K., Anmüller,G.: Anatomen in der NS-Zeit-Partelgenossen oder 
Karteigenossen: Das Marburger Anatomische Institut im Dritten Reich. 
Medizinhist. Journal. Bd. 3 1.(1 996), Heft 3-4, 322-357. 

23. Hachmeister, G.. Geschichte des Annastiftes. (1897-1997). Festschrift. 
Hannover, 1997. 

24. Hannoverscher Provinzdienst: 20.09.1949. Helfen und Heilen aus Liebe. 

25. Hannover Kurier, Krüppelarzt, Heilpädagoge, Berufsberater, 25.05.1932. 

26.Harmsen, H.: Ein stiller Wegbereiter deutschen medizinischen Schrifttums in 
Brasilien. Sonderdruck 2 Ärztliche Mitteilungen-Deutsches Ärztebiatt, 
Jahrgang 60/Heft 51, 21. Dezember 1963, 2649. 

27. Hochschulsatzung, Herbst 1932. Sign: 1.1 1.2.2. Archiv der Tierärztlichen 
Hochschule Hannover. 

28.Hoeltje. G.: Grabrede Bruno Valentin. 20.09.1885 Berlin-15.10.1969 
Hannover. 

29.Hohmann, G.: Zum 70. Geburtstag von Prof. Bruno Valentin. Z. Orthop. U. 
Grenzgb., 88,2, 1956. 

30. Kestner-Gesellschaft Hannover. Geschichte und Programm. 1997. 



Lebenslauf Bruno Valentin 

31. Landesarchiv Berlin: LA/lll-B-Rou/644/97. Heinrich Valentin 

32. Landeskirchliches Archiv Hannover. Bittschrift, 07.1916. Faltblatt, Steinmetz, 
Arends. 

33. Landeskirchliches Archiv Hannover: Anna von Borries. Das Krüppelheim 
Annastift vor Hannover und dessen Entwickelung (1927) 



34. Landeskirchliches Archiv Hannover. Protokoll der Vorstandssitzung vom 
12.12.1933 

35. Landeskirchliches Archiv. Protokoll der Vorstandssitzung vom 14.01.1934. 

36. Landeskirchliches Archiv Hannover. Auszug aus der Jahresrechnung des 
Annastiftes 1935 

37. Landeskirchliches Archiv Hannover. Faltblatt: Annastift e.V. Orthopädische 
Heil- und Lehranstalt Hannover-Kleefeld. 1950 

38. Landeskirchliches Archiv. Hannover. Schreiben des geschäftsführende 
Vorstandes. 11.08.1964. 

39.Lattey,H.: Gästebuch der Familie Valentin, Privatbesitz 

40.Lattey. H.: Schriftliche Mitteilungen vom 03. 07. 1997. 

41. Lindemann, K.: 50 Jahre Körperbehindertenfürsorge in Deutschland, 
Hannover. 1960. 

42. Mc Cloy-Spende 1951: Landeskirch. Archiv-Hannover. 

43. Nachruf: Georg Heinrich Hoeltje. Von Cord Meckseper. 17.07.1996. 

44. Nachruf: Georg Heinrich Hoeltje. Von Stefan Schwerdtfeger, 17.07.1996. 

45. Nachruf Kurt Lindemann. Hannoversche Allgemeine Zeitung, 12.04.1966 

46. Nachruf Kurt Lindemann. Hannoversche Presse, Nr. 85, 12.04. 1966 

47.NH-Staatsarchiv Niedersachsen-1 71 -Hannover, Nr. 21364. 

48.Thomann, K.D.: Der . Krüppel": Entstehen und Verschwinden eines 

Kampbegriffes. Medizinhistorisches Journal. Fischer Verlag, Bd. 27 (1992) 
221-271. 

49. Valentin, B.: Beiträge und Bemerkungen zur Prostatectomla transvesicalls 
suprapubica. Inaugural-Dissertation. Julius-Maximilians-Universität 
Würzburg. 1910 



/ O 



Lebenslauf Bruno Valentin 

i 

50 Valentin B • Behandlung der Pseudarthrosen des Unterschenkels. 
. Verhandlungen der Deutsch. Orthop. Gesellsch. Bd. 27. (1932). 479-488. 

51. Valentin. B.: Chronik 1924-1936 (Besitz Hedi Lattey) 

52. Valentin, B.: Konstitution und Vererbung in der Orthopädie, Würzburg, 1932. 

53. Valentin, B.: Dieffenbach an Stromeyer. Briefe aus den Jahren 1836-1846. 
Johann Ambrosius Barth Verlag, Leipzig, 1934. 

54 Valentin. B.: Die Geschichte des Gipsverbandes . Beilagehefl zur Zeitschrift 
für Orthopädie, Bd. 87. Enke Vertag Stuttgart. 1956. 

55 Valentin B.- Aus der Geschichte der Orthopädie. In: Hohmann, Hackenbroch, 
' Lindemann (Hrsg.) Allgemeine Orthopädie. Thieme Verlag. Stuttgart, 1957. 

56. Valentin, B.: Geschichte der Orthopädie, Thieme Verlag Stuttgart. 1961. 
57. Valentin', B.: Curriculum vitae. Göttingen 22.07.1961. 

58. Valentin, B.: Geschichte der Fußpflege, Thieme Vertag, 1966. 

59. Valentin, B.: Brief an Verleger Hauff vom 10.01 .67. Archiv Thieme Vertag. 

60. Valentin, B: Brief an Verleger Hauff vom 2.06.1967. Archiv Thieme Vertag. 
61 .Valentin. B.: Brief an Verleger Hauff vom 16.02.1968. Archiv Thieme Vertag. 

62. Vortesungs- und Personalverzeichnis WS 25, Archiv der der Tierärztlichen 
Hochschule Hannover 

63. Vortesungs- und Personalverzeichnis SS 1933, Archiv der Tierärztlichen 
Hochschule Hannover, 3, 1933. 

64.Zahlman. G.: Beschwerden über die Mißstände im Annastift. 27.02.1932. 
Landskirchl. Archiv Hannover. Doku.: XXII, 3. 



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Pa'^ara of tha Loawon»faaily (C*I«*VI») • Roaa Loavan marriad ''artin 
Tftlontin in IPSD « atart in 1774 (C«I«No«l«)« Samual liapaaB Loavon (1747- 
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Abrahaa, »u*riad Joatia Talk in 1796» Thara is an oriiriaal doouoaat rith 
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Kupfamtich von (krarg Friadriob Sohaddt (17ia»177ö) ans d« 
Jthra 1782 Ip 2««4* Ss« Druck jalp 
dnni 9 riatitatt uabar Q9ot% Friadrieh Sduaidt* 



2« OonaratioB, Sohn von lliehal, JaohlaX 
11. Falk, Josun(17fiB~lPO&) * Roaaohan gab* 



(176^1626) 



I • Aussog «as Judanlistan botr» Falk ladiaal Hirsoh usd tainaa Brndar 
Borondt Hirseh, aueh Fk)oscl^ian AbraasoB ITTl und aoidar« Jahr» 
Photokopian v Haodschr 3^ eata Goh« Staatsarchiv Darlln 

2m "Acrtn vogan Varhairatanf dar Judan »ittva Abrahan Jospin alhiar 
nit dam Sohutirjtidan Sohn Falk idoha«! Hirsch aus PotadsM* 
Parlin 179B Pbotokopian v Handschr 20p aus Oah« Staatsarchiv Barlia 

3* Khavartmg Josun Kalk und noaschsB Abraosaoa Borlln 7*11 «1796 
Handaohr anf Pargamant Ip in habr* 2*^ Photokopi« 

dazu Kagat&r 
dnsn Dabsrtatzunf insDautt^a nandadir %> u Masoh« Absdtr Ip 

4* Todasbasehainignng fuar Roaschan Valontim gaat» S*7«lß26 Barlia 
auagastalH 1997 ly 



S« OenaratioA, Sohn von Falk, Josons 

^^^* ^»^•»^^j Martin (1799-1R66) • Tlosn gab* Loav« (iai»»lP97) 

1* (MburtabasohainigoBf ftiar llartin Talantia gab» 19»e»1799 Barlia 

ausgastallt 1988 Ip 
2» Praviasisahaa staatsbuargarraoht faar Martin Valantia Potadam 

90 «e »in 8 Orkund« Dniek n Handschr Ip 

2»u«.% '?x Photokopi6a dnsu Hogsdiv 

% Shavartraf Martin Vnlantia • itesn Loavas 21»4»lBa> Barlia 
urkundl« Abschrift 2fi a Uasch« Absohr 2p 

4» Baschainlgunf dar ^asohliaaaung an 29 «6 «16 10 in Barlia 
ausgastallt 19 9S Ip 

0» Buargarbritf fuar Martin Valantia Bariin 20 «9 «1841 Urkund« 
Druck Handschr u slagal Ip 2*^ Photokopia 
dntu Nagativ 



/ ' D U 
U L I 



▼ftl«ntliit Pamill*« Ooll«etleii 

t« rwsillanbu^A nü ^ntrosunf « olt 1794 Draok u 
Hioidtohr 11p 

7* Vorxoiohiiia von Q^^rjttvttkgm HmdudtiV 2p 

0« ViaittnkftrtflB Martin Valantüi, v»rlotiung»1cfirt«i (1029) 
4 Brltf« UttTtin und Hot« Yalflotln In4&*ie98 

B«rXiA 13«1.18d9 uricundlieh« 



itA-C«15oe 



Barlla 24.2.1P96 



9« TtatattMt t4«rtifi v^lwitia 
Abgohrlft 89^ 

lOi Invttntur d«a NftchlMtM Itartin VolontlB 
Hftndflohr 61p 

11* R«<3hnuiig d«r Kgl* R«rlin«r Ferx«llaii*ll(inuf&]ctur funr (ltn«l) 
VidMtia Berlin 1.0.1861 Druck u Handtotar Ip 

12« fDto van Oelblld i^rti» Valentin n«p* n«d» Bvtchrtibunf 
mt Ru«ok«elt« des Fotos Ip wogon QroMi« »«pinA 
d»ftt B«tchr«lbimc MMoh«sobr Ip 

IS« Foto von 0«lbild Rom Talontla n«p« »»d« Bdgohroibtmf 
auf RuookMlt« doi Foto« Ip «ogon Orootto •epartd 

von 12 und IS j« l 1el«in«r«t F^to« und 1 t^^to xuMonwn 
fomsr 1 a >ltor«i Kleinfoto zutoaraon 



n«p* B*d« 
n«p* n*d* 
alt jucmgor« frmä 
1P76 

und Sohn Folll 
K>91 
n«d« 
22* Faailiaicroppo 1P47 Oagoorrootyp Ip» 2 Foto-Abtuofo und r^egatlv 

2S« Foto von silbomor '^ekordoio aua dorn Betltg von Rot* Valsatia 

84* lefao Julio OohoB» geb* Joaohlm (Toehtor tat l*eh« von Rootoh« 
Abrahan) mit 2 Tooohtom Ihrot tiofbrudort Martin Valtntln 
oa« lCGO»lß66 Ip 



14«»22« ?otot 




14« Rotn 7a 


l<n 


1»« Martin 




16* /totn 




17* • 




le. " 




19. " 




30* " 




2l« • 





4. Otnomtlont Soahn« von Valaotint Uartlas 
^* 7«l«tin, Fall (lPaB»1867) 

!• Roitopatt Rorlln S0.12«lfi09 kuanttl* Dniolc u Rondtohr 1 Bofta 

?• Vklontin, Julian (1840- ) 

1. Postkart« « aoinoA Drudor Heiarieh txtr Ooburt teinet Sohnot 
Bruno Berlin 20«9.irc6 Ip 

2* Valentin, Martin (Sohn von Juliui vnlentia, geb«lf^S9) "FanlXin 
luliua Valentin" ^rlin Fobruar 1919 liaaeh«sehr u Maohtntf 
uftbbT Roaa valontin von Toni 7,olttr p*l*2» 7»46, und 2 nioht 
nuraerlorte seitM. Die im Znhalttverseiohnig ervnehnten p.48»147 
fehlt« 



U L D 



. .• 



t • 



. 4 - 

Valentin, Fandll«, Collae-bion 



/ 



An-c.i5oe 

SB19 



▼I. Yalentla. Heinrich (Xfi41-1926) - Helene, geb. Manhelmw (1850-1936) 

1* Oeburtsaeheia Heinrich Talentia, geb. 20«9«1041, auegeitelli 
Berlin 1871 Handtehr Ip 

2« Sohulxeugnisee Heinrioh Valentin ir49 - 1856, 1855 und 185« 
« 6» nriedrieh~?VllheI*»e~Oyaneeiini 

7. Blngabe betr. ]SiAJftehrig«Freivllligen-Didttit Berlin 17.1 .1861 
Hendeohr Ip 

e« Fuahrungi-Attaei dei Xgl* LGarde-Dragonei^-Regiraenie fuer Heinrich 
Valentin Berlin 14.2.1882 Druck, Handschr u Siegel Ip 

9* Heirathe-Atteei Heinrieh Valentin « Helene Manheimei» 
Berlin 30. 3.1871 Urkunde Druck u Handschr Ip 

10. Verleihung von Krieg». nenkmuenze von Stahl am Nleht-Oembattanten- 
Band« Urkunde Berlin 2.9.187S und i^ens« fuer Frau 
Valentin geb* Uanheimer 

11* Oedieht svm 20.11.1878 Handeehr 2p 

12« Fot« Goldene Hoohxeii Berlin 2*4«1921 rBmillengn^p« Ip 2 IX 

13« Uenu mr Ooldenen Hoehieit Brück ^ 

14« 29 Brief« unA Karten Heinrich, Helene Valentla 1875 - 192B 



15« TeslaiBent lelnrleh, Helene Talentin Berlin 20« 12*1909 

Maach.Abechr 14e 

16. wie 15. 17.4.1Ö12 Masch.Sohr 1^ 

17. Testanent Helene Vialentia t^erlin 1.4.1928 Uaich.Durohichr 



5P 



thal) 



18« Brief Heinrich Valentin betr* TeataBent (dnaetcherung) 

19. wie 18. von Helene Valentin 

20. Telogramm Tod HoinricJi» Valentin Berlin 18«6«1926 Ip 

21. Todeaanselge Helene Talentin 19*8.192B Ztg.Ausseha Ip 

22. Oertrud an Bruder Bruno Valontla "Srinnerungen an meine latem" 
n.p. n*d. Handachr ISjp u Brief an Bruno 3^ (Oertrudl vorh.to 

29««S4 Fotoa Heinrioh und Helene Valentin und Pamillt 
23. Kindergn^p« 1891 
24« " 1896 

25« Heinrieh und Helene 1908 
26. Kinder und Aikelklnder 1906 
27« Paadliengntppe ea«1910 in Bad Klaalnga« 
2B« " 1911 In Abbasla 

29. Heinrich Valentin n«p. n.d. In Fotoalbum 2.Sk 

30. Helena • • • 

femer 29. und 30. luaammen Ip 

31. Heinrioh und Helene n.d« 2 Kk 
32« " • ■ in Oberhof 
38., 34. Orabataln dam Negativ 

%. Fotoalbum Landgut Koepenlck b. Berlin 18 Fotoa In Album 
und 20 Fotoa beiliegend, datiert 190r^l938 



n j L 

U L O 



• 6« 
Valontln, Fanilit, Colloetioa 






^iTM^ili» !■ IW I IMÜ !■ ■! LI .11 I I I ■ I II IM J. ÜIWU*^ 

X» "Special- Borich t" dar Fa» SalaBonokl & Oo^p. Berlia 
12*2a9I0 Mfi««h«8ohr dBp 

2* Auskunft Rechtsftnn&lt 7.'«ilnborg !«rXla l*2ilC>10 H«Dclaohr Bp 

Sm^JBm 16 Orot*»F«to« u«4« 16p 
19«-id4« 6 Foto« und N*K«tlif« 
80« Idolntt TiOd«ptMteheh«& '*lfltti 7&e<»b & TalM^t Conf>lim<iiitt* 1914t* Ip 

Vm# Yal«ntia. Faul (lß4&.1917) 

!• !:«rt(inbrl«f an avinan Brt<)(ir Jullut VcamtSa Borlla 10«9*K!99 Ip 
2« ^!\Dfto Berlin n«d* Ip 



Scwid 6« <)«n«r«tlvit So«hn« und TMcal iroa ValontlA, ntinrlflh« «ovl« «nd«rt 
IX. Itamtin , Srngt (1674.19«» Vorwnndt« 

1* TalegnnB TodMancoif« Rio do Jimoiro 19«4«1960 

2« N&ohruf« Aufbf» und !Jotor«oli 

3« Ft>to n«p* n*4« Ip 
!♦ ?aXwti» , Mario (!«»»• ) vorh. Oeorf Ran btwr ||^ (1P69- l^bB ) 

1« nriof Bgrlla 2D«ia9M 
^* ISi2**j&f norothoik (1PP4» l'^'^l ) vorh. rm«t yioergholia (1073-1944) 

1* Brlof Anrterd« 16*ia9?« 

t» " l%7a94S Abt Ohr 

S* !^to ^>nat Floonboiai Hol 1910 in Onlfom 

4« Hoehnif " " goot« in Porgm-Bolo« ngcAUitolai Ip 

ö* nol^oondltc^ior Oodonkatoln fuor dio Onfor dor Vorfolsui^r 1940*1946 
Fbto Ip 

6*^* iteehrufo fuor Rllfrod C* Holt« 1962, vorh« Ilio Floorohoia 
Toehtor von Dorotho« und Amot 

^^« ^Xenti«, Broat (1»>5-1969) Artt, Orthepood* 

1* "Tofdlonftkroat fir Prof, Tfklontla* Ronnovoneho Allf «nf« 2'^»11«1966 
und FTdiikf. Allf.n«, 20aia966 jo Ip 

2t Lindttmnn, K« '*Profosior Dr« aod Bruno ValontSa sisa BO, Ooburtataf* 
-^oitaebr f orthopoodio und Ibn OronfgAbiott lOO«Bd» S.Hoft 
Sondordntok Ip 

9* o«ff«l« "Chronik «inor r.orlinor J6diiohoa Froillo" Aufbsa 2f)«ll«1965 
'{tg.Auaioha üp 

4« Nftohruf Sali» faorc 197D Ip 



U L 



Valentin, FaAiliAr Ooll«<rtioil 
X.-6> l'Oto« 

1* lerc 

2« 19 S7 In Huhlittorf b.TJerUn 

5* a»d» Sn Joh»nn«tbwrf» SiicÄafrlJca 

4« 1€40 " 

6*-<8» Vttlcntin, Frliff,sofan von Kurt (1018* ) 

6« Brief !)urbHi« South Afrlk* 2&«8«1967 
y^ » « « « 

8« Toi» ndt FafflUi« n«d« 

'^^^ y*X«>'^^Ot Ha« (li^*- ) vorh, rieh von suerjP {1P7&»19SB) 

X« Hittellt»^ dot TodM von Krlöh ttadan-Radon 24*&iil90Pl 

&«->6« 5 Foto« Um 

tji» 7» Um und arloh ^^to 

C»,9. 2 ?btog r:piA 
^* yaXintin p r^iprocht (lc)%» ) 

1— ö. Brl^fveoiiaeX 196» 
m* Kl Pitt , Anna 

l»->6« Brief «•obtoX l^dö 






AR-C.1£#9 
S)20 
Loewaa, Samuel Uapman (174%»1PS7) • Sar», geb. Mi^ tta (1769-1PS9) 



I« 



1« /tatzu« auf Judeali ata» potadea 1774 photokoplo v Hadadir 4p 

m von GA» st&atacrohiv Berlin 

2* ZeugnlnabflchrlfteR fuer '^enneX Lieprsan Loovoa no<^aVstberg XTBO 
Hendaohr Xp 

S» Brief rriedriflh Mlhela f -reoae. foenlg) m Dfnolaelle Sar» 
HfQruB in M«mheUl Terlin ?&.1.1794 FakaLidle Ip 
Donk fuer '^etttfihftft"» 

4* Kievnrtraf (Xtub«h) Söh«et?ijiieea 1796 pho Skopie v Haadtehr Ip In hebr 
2 KK und üegatlir fem<jr U9bc>n«tran^ ins nmitsobe 

ö* Antru« 8»s JudenXieten X7W Photokopie v Hundacbr ^ 

6. via 6 Xf^02 Ip 

7» Klntragungaa von 3amueX L« ImB^m botr» Onburt aeinor Kinder 
Xetste iCintraguns b«tr.i^©«iobeo, eob.t>«l«X^02 Haadioiir 2p 

e» stSSl(SSÄgahoäri4;keit fuer :'nap-ol Liepraann ijaw« potadad 
4«S,iriS Photoiropie v üric«n<!o Ip 2 1* n W««f«tiv 

9« Manoiran Samuel IMpmm Loevea» <?i^0nh., 1H24 2^ 

dam MaaditAbschr photokopi© 14p u»d sekuorrtiQr Auacxm Jtaach.S^u!' 6p 
femer /n;aertung«ti von Oeorge SnlosBon, Orent Mecfc, xuid Siegfried 
Aaoher» Haifa 



U L U 



■ t ' 



« f « 

I^MitiB, FMdli«, OqH»«tl<« 

Aft-C«1509 
^0« Todi>tb«teh«inictaif Sanuol U«s»R«t tiO«w«n j»tt« 29ai«lC27 ^^ 
in Berlin atttin»sttllt 1997 

11« T«tt«BMft Sam Lo«T«K Rtrlln 10.9.XI?Si urtundl. Abt^ir 9p 

12, Tod»fbMeh0iiiigttnff siur« l4»«vin go«t.24.«#lßS9 in ^rlin 
«atgtsttlH 1987 

18» KarollB« B«a«r, u©b«r nfadan« Loewwi'» In einm «u«h l?»9e, Photokopi« 
vaa Abdruck ia K&landar I9n Ip 

1^— !€• n>tei 

14« von OffMMld« 3MU91 tiepam Tx>«veR« At^iarell v-n i.F,D«rb«i 
Ip 2 Sl BMohraibtmg auf RuMktalt» des Fctot 

16* wi« 14« aar» Ii0«««i ]p 

fernsr Klalnfotoi van 14* und 16« und GlatnogmtlTr m 16« 
ftmar Tlotigan u«b«* I.r.Dtf^at (1747-lf^lO) Gjp 

16« Fo-Io voa Mniaitirbild Saewel Utpmen Lotwon o». 1795 Ip 2 ftt 

!?• von fast von Ptdroici Ip KrlMutwcm«« dftra «nf Rmektait« 
ßarlliivr Port«llan-iii«iufaktiir 1765 d«« rotot 

^^» l££HÄ.» lupoid (ieo»-ie74) • Bartha, gab, Uf|*a»an {lPlß«18fl8) 
1« Fot« Leopold n«p* n«d* Ip 
2a ** Bartha a«p« a«dt Ip 

Illt Uity ^ SiffBOBd (lß87. ) 

1« Atfiolohnungan uabai* Vorfalnran Hcndtchr üp 
2« wlo 1, ^ifiteh^Sohr Ip 
8. /Trtaf ^arlin Pai.lOOd 
4* Tcfi9 Jaal 19ü4 
•a " JUU 1909 

IT. Lcawcn, Pirant {lPPvVl042) 

1. Vortat ehalt altar Dolranante in lein« Baaii« Raadaohr 1^ 
2« Fofta tt«d« Ip 
V* Loawan^ Keiax (lni?e- ) 

1««21« RrlQfvaehaol 1962 • 1P€4 
22« 29« 2 Fanlllciifotot I9fi6 
\n* Loawao, l^via 0« 

1.-10* Rriafvoohoal 1962 • 1S66 



U L 



AlWC.lOlO 



• 8 • 
TttlmtiB» Faallit, Colleetien 

!• b«tr« Intttrla»»ccnnc«saioa dos !^hredci Jaoci» ^«rlia 1781 
Photokopl© V ümdtohr Ip 

2» JuddAlirt« batr« Oueipol Sfa-^non >Anäm 9 tt* X779 FhoiokopU Ip 

8» Todotbetchotnigung fu«r Ow^j«! Mlndm goat. IG^ß^lT'?« In Ptrli» 
coiss^ttollt 1937 

4« wlo S*fQ«r JMob Padx goitorbta 1P,8»1P00 In Derlla «aagtttellt 198^ 
&• »!• % ftt»r ElXka Paoh g««rt» 27»4«ie02 in 'iiwlia ftt4tgMt«llt 19 Sf 

*^* ^"^«a» Jmo^ {1?2S»1A00) - Bdlft, r«b» Ulnd iWi 

1» Oetuch ämt Jaisob .Abrah««, Ihn auf datt Privilag sein«« Sehviogarvatcn 
Ousapal Salooon lAnAm anfiiiotcoa rhotokopion v Flnndtfidu» 90p 
not 0«h« St«atffluribhlv Berlin 174d 

2* '^ZAfltruetloK für d«i :j«anilliir und staqpd-sahntiidflr JMob Abnbm" 
fuer dl« kgl» Utunn la Stettin ürkund« Ilsndtohr n ti|Mih 
Unttnoikr (X^tial«) von FHtdrleli dm Orostaa B«rlUi 6*2«1758 ^ 
2«E| Photokopl« dftsv !^laoiit«runem 

S. tirkund« vlt 2» f««r di«»?ittint«« In Berlin" n*d« H«»dfehr ^ 
2»a«S» l^ Photokopl» da«u Nogatlv 

^Idnl« Jftoob /(hr«h«B, Ül<»ittiftg«ichnung 6a« 1?P0 Ip u !2rl««ut«ninf 



4, 



^^" ^y«»«** Abraham (1764-lPll) - Taoubehen Jona» Hor«^ 

!• Kopio ain^r Telohntmg von Johann rwttfrioA Suhadow ' Kaf f ••vlaita" 
Borlia 1794 6 Person«: ^«naar AbrrRtofit iQiefran und Toehtor 
von Joh«m Oottfrlod Schado», Auguet »llhoba Schi egal (1767-1P46, ^ 
oicht«? und Shal-ospaord-üaberaotzar) und Ehafrau Ip ')j>r^U\. i<^i' 

2» Bildnif Abrana«, Kupfarstloh v« J,Ro8«ib»rg 1P02 Ip iV'^c^^^ 

XV« Abrahan «» Abranaoa 

!• ^^traeim£an von ISSat Vfdentia ir99 Handscäur 22p 

2« Abtchrifton eua Laxika vnd Buaeham von SigMund Uasar 
Konvolut ca.a^ 

8-9» r^tiroß 

I« Manbalmar. Tarilla AIM3.16U 

I« MotAairiwr, Devid fl77S-.lPi52) - Tlanrlatta, gab. Falk (17P4»lßö6) *® 
I9 Foto von Gameida Uavld n.d« ^ 
2f " - • Hanriatt» **'**'^P 

2*Oen«rfiiloai Soetm« vdb iayid !!onheli*6ri 

^^* « fheia^r, Tolontin (liPl&-lPQP) - Philippinen c«»b« Bahran d (Iß21*ie98) 

1« Loovoy I«, Slannia a« "Familie Valantla Uanhelnar* bis 19 SO 
Maaoh«3ghr 3p ib. tk iu :Al: \ 



U J U 



• 9 • 
TftlcmtlA, ffledllot colleotloa 



S# TottwBWit Valontla und l'hllipnln« !4en>ib9ir3«r, B«rllii 
»?»5.irrr boglÄUbig • Abaohr 4fcp 

4«a&t 2 Aktfn b«tr« ar^dttu»«k 0«ll«vu«8ir»e, B*rlla 
1P98 und 190f flei«h./b«ehr 1^ u üp 

6* Valsntin, ^)?mttt u9b«r Valontla Mn»h«im«r n*d« Matdi.Sohr Ip 

V« Trftu«rr«d« wn Rabbln»r "^t 'Jearbtan undfimohr^f» fumr Valmjtla 
Hftnh«lmor, f»tt«7.S.lßr»9 In Barlii !>ntclr « ^f.^Möh» 49p 
1 tohwaurc«!* ^«ertbißd 









0itX«Rd 

fft#>«od lAgntlv SU 6,9 Ip 
alt Juoagcrt Fr« 



9* " - « 

10. phiU,.pla» • " 

li» * • • 

12« d Kiad^P d«t )9i«pMrM *ri«rliii 1B66 Ip 
13.«16« JärtibttßitMbnii Valontia f^«nh«ln«r u phiUppliHI S^h» Rebrtnd 
■ovl« Dcvld UealiviaMr a rrleattrik« ^obt Bahrmd 4p 

17« von ?orf«llMttMt«, darttollittd aoteha^ftthatta u <%hnhant 
^mhota«r Ip u Hofwtitr 



I"» Ifi^SltSHt» ■'ort*« (1S26-.101«) 

1» *©to P«rll« n.d* Ip t» *lcj:«tiv 

IT« Mwrih«lniar. faadli«. Kcrr«snend<BC « Verift 

2« Oordon, Lort, Tochiw von Ret« l'enholner, mefi»«ebf»X 1969 4 Brltft 
S« Lo»v«, i^wolll«» f*ctltm tt '^e.Auf«<4m 4p 
4» H»og«r8, l?vik« f<rl«fv«c!)t«l 19G5 4 l^rl^fe 

6. 8ln»nli, nudolf " 191^, 19» ? Prl«f« 

6« 'btchriftwi, Jrtit«n ^ 

7. aebetbuch Helene Manheimer I.April 1866 Gebetbuch fuer jued.Reform- 
geraeinden Berlin 1864 m Familiendaten Handschr 3p u handachr Gebeten 8p 

P* Bolir'md, rtwdlU AII-C.1&12 

1, p«hr»iv|, jo»«ph (17Cl-lP7e) Vfet«r von Philippin« v«p!i.U«ihai««r 
Foto von a«aMild« n«p« n.d« Ip 

2* 94u*«nd, noiali«, ffob« Uindd«, \:ii^trtiu. vda Joso^ (179a»ie45) 
Foto von a«wMld« n*p« n*d« Ip 

.^•t4* 2 Fotot vnn CMnuMlden, «ahz*soh«inXieb »sa und Jop«ph B^r«ad% 2^ 



AA-C.lölS 



0« Kon*«inend«ag Bnae Valemtla und Vsri» 

!• Lw '»-?coi: Institut«, ^^e"» York 19«4-19«9 15 »Vlaf« 

8« Bft«7«r, Hont Y« ?rief 19M tind Manuskript "^Aus ä9r QMe^^lolit« 

»)«lner FpMII«" Httia«lb«rg ^>ü•ll•19SS üaeeh.sehr Sp 



U J 



«10» 
7almtlii, feBlll», OttllMtlon 



S* Bambcr«» H«t 19.^&»1987 6 Briaf« 

4* Brlllln«, B., ?^«bMn»r 19M-1969 S2 Brief« 

% F»llch«t«ia, ^Wdclf 1944 S Brloft 

«• aoldaohmldt, Pcblo f. 19» >'' Briof« 

7# Jacobton, J»cob X96.^19«Ö 8X Brl«f« 

Um, nan« 19«? 2 Vrietn 

htnrin, Jul» 1944 1 T^l«f 

?«a«iitln, Frlti (k«lB V«rw«dtiir) 101«, 1^57 10 Brlaf« 



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1967 2 BrUf« 



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^bt dir! ft«i dsr orehstoiiMi, !:^rlintr Juodl«ob« Fri«41io«f«9 
bertr« Fnndliaa LoMraa» Vtdentin, rellk, Abrahai «te* €p 
ßrilllBf» ßomhnrA "1)1« Slt«nt«n rirnbitoiatt dM j^iteh«! 
Kriedhofa von Herford 16RO»lP0e* Sondnrdniok aam n«rfort«r 
Jahrtwch 19«6 \l.Bd. Druck 2!^ 

aondormuxMT JuodU^« Faaill«a~For«ahu»f Jf«XIZ Haft 4S 
19 S8 anlfMS^Ueh dor Aussicllune '*tMnttr« Ahntn** vartn» 
atftltvt V»» Jusdlnoh«! Mutettn ^rlln KovalOSS 
Go-r^indablEtt ':«rliii ßft.Jf. 7I««48 l&*ll»ld86 
LAadsbtrgor« '^nn» *R«i dl» «««stöl^un« will* ni;*Ari« 
iwrg« 3tom stamiboJÄi .lobort J«sr ntor» «Ytnklln» 
?»• 1969 R«lt vor 17.J*z«hund«rt photokopi« v Dmdt 
1 Ttoson mit bandvchr ruttttt?«n 

Kiioh, Bruno '^brlel rnwtirv VrOwkln (lPJ»i-2PP») Tho Uf« 
ot a Jcvioh ilon««* of rtodwi^ V<»Al<Hlno'* (Irola Ttervandt«*) 
roprlat Vev ?ort 194ß 2^ 



g» *5oiturgaf..i88chnitto birtr» Vblkrportc KoopwiidK, frath« 
stuftdr V&lantiÄ (tiobo B.VI* f!0.aB) 19S6-1V» 6p 



Qrmäß» 



S* Aufioicbnungwi, Wofciioa von !Vuno Vrlentln, ".eitunssaugsdhBitt« 

No«l» Frl^^dlamidor, 'al 

No«2. Xtflf, Doolol 

rio«^* Mondalt söhn, F^nlli« 

^«4« ^.outor, Juliua 

no*0* Sprlngor, Juliua 

l<o«Ä, VoJ-antln SborJiardt.r.onrnd.y^'^art 

No«7» " l&hrao u?;d ~im«i Coqpflaqr 

fJo*9««9i* liaaoh.Abaohr v handsohr NbtiaoBt Kcmvolut 



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Photograph Extras Section: 

Following Section II (Varia) there is a number of 
folders in the collection relating to photos. All 
photos in the Valentin Family Collection have 
been moved to the Photo Collection for digitized 
access. A list of photos, some duplicates, and some 
negatives are in the section following Varia. 

Valentin Family Addenda 1: 



This is at the very end of the collection. Addenda 
1 contains the "Life History of Bruno Valentin," a 
manuscript written by Beatrice Moreno. 



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Geschichte 
der Familien 

VALENTIN-LOEWEN 

und 

MANHEIMER-BEHREND 

verfasst von 

BRUNO VALENTIN 
Rio de Janeiro 



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LEO BAECK INSTITUTE 

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GIFT OF 

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•♦Der Alten Krone aind kindeskinder, und der Klndor ühr© 

sind ihre Vaeter** 

(rfprueohe Jaloaonis Kapitel 17. Vers 6), 

fiattot "Uns hebt die ^elle, 

Verschlingt die <v«lle, 

Und vir versinken, 

Ein kleiner Ulng 

Begrenzt unser Leben, 

Und viele Ueschlechter 

Reihen sich dauernd 

An ihres Daseins 

Unendliche Kette". Goethe. 

Schon als oohueler und erst recht spaeter^in interessierte 
ich »ich fuer alles, was nit der i'amiliengeschichte caeiner Ültern 
zusammenhing, und sammeltev was sich an fhoto^raphien, Dokumenten 
etc. in onsoreia Hause oder bei Verwandten vorfand, iin iirud^r meines 
Vaters, Julius VAi^cIüTIt^, sowie dessen Sohn, mein Vetter aartiu VALiSN- 
Tia (jun.), hatten auch ei.-ige unterlagen fesacufelt, 3o habe ich 
wiederholt muenalioh und schriftlich mit ihnen in Verbinuung gestan- 
den und sie in ZweifelsfAe' xen um iiat gefragi. laicht zu vergessen 
bei der Aufzaebxur^ derjenigen, die sieb mit elrsa Zwe:ig doc Fami- 
liengeschichte befasat haban, mein leider viel ju fraeh verstorbener 
Verwandter und i:'re;xnd rran» Lij^iirfKA, der aino groüse üiider-ir.d Loku- 
meateneemmlung ueber cie taruilie meiner ürossmuiter Wiixtii aixgelegt 
und alt grosser Liebe gehuetet hat. Die Adresse eeines Johnes ist:- 
ürwin LüEa'EN - 56 Westwood Drive, rlast Hochoster, W,Y. , U,3,A. 

ftit Hilfe meines Neffen Hans j3Ai^iüii:RG (je tat: NowTork 32. 
515 »est 168 iitreet Apt. 6~L) habe ich mich s»Zt. betaueht, die Luecken 
auszufuellen. Leider waren die Zeitamstaende ii dem daiaaiigen Deutsch- 
land (1956-1939) nicht dazu angetan, diese /'orschur..? zu beguenstigen; 
dann kam unsere Auawanderung. Damit war die weitere Forschung un- 
moegiich geworden; so sina an manchen SiJolien j4iecKen, die vielleicht 
ein spaeterer dearbeifcor aasfuellen kann. 

Jerueckoichtigt sind die Jf'amilien ^AjJikil'lH und UJii/iEA von 
Seiten meines Vaters una die i?'amilien i«iAimiiiitJb;ii und JüHh ii^D von sel- 
ten meiner nutter. 

In einem (hier nicht veroef fentlici- tenj .\nhanö habe ich alles 
einzeln aufgefuehrt, was sich in meinem Besitz (Farellienarchlv) an 
ijuechern, Dokaaeiiten, Jildern etc. befindet, lujjgsn komyande «e- 
echlechter das eo muoheait geaammelte hateriai .-ior^icam haeten und es 



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- 2 - 

auf deoi Laufenden halten» Wach meinem Tode soll ea mein Sohn Gerhard 
VAU;i>iTIW, dann desaen 3ohn Xhomae VALiiWTDI in Verwahrung und i'flege 
nehmen und ee dem jeweils aelteeten Xraeger des Warnen« VALENTIN hin- 
terlassen. 

Die von mir an Hand der Dokunente etc. aufgestellten Stamm- 
tafeln, von denen hier nur ein Teil abgedruckt ist, dienen «ur leich- 

teren Orientierung und auessen jeweils studiert werden. 

Leider war es mir bei meiner Auswanderung (1956) nicht moeg- 
lich, alle Familienbilaer etc. mitzunehmen; so schickte ich einen 
grossen Teil an meinen Grossneffen Hitterfeutsbesitztor Helmut ZEuTiiH, 
6ohii von Toni Z., geborenen VAißWXLM, Tochter von Juüub ViU^^wIIW, 
nach üieuhaus, Kreis Greifenha^en in ir'ommern; Helmut Züi^EH musste 
aber vor den rtussen f luechten und hat alles zurueckßslaefenw wie er 
mir vor einigen Jahren er2:aehlte, als ich ihn in iJad Oldesloe, sei- 
nem jetzigen Wohnsitz, besuchte. 

üevor wir nun ino üinzeine gehen, muss zum '^erstaendnis des 
.oxgenden die Stellung und ^e aer Juden in Deutschlana und Oester- 
reich in der Zeit von ca. I6ü0 bis 1958 geschildert werden, wobei 
aach die historisch wichtigen Ereignisse waehrend dieser cpoohe we- 
nigstens im aligemeinen er^aehnt weraen sollen. Denn da ja alle 
zweige und Nachkommen aer oben genannten ramilien, fuer weiche diese 
iamiiiengeachichtie aufgeschrieben ist, aus üeutechLiiid auegewandert 
sind, so kann die Kenntnis der waehrend dieser Zeit sich dort ereig- 
neten ^orgaenge nicht ohne weitei^es vor; usgesotzt Atarden. Als Quellen 
fuer den folgenden kurzen Abriss standen mir u.a. zur Vcrfuogung; 
Georg aerlitz & tiruno Kirschner . Juedi scheu Le:cicoa ^un<^' I-V Berlin 
1920-1930; a.x^aeck . iJie u=*scnichte des juedischen Volkes, 2. Aufl. 
Frankfurt a.M. 1894; m^o^Lex^ooj^f Heiidbuch des juedischen Wissens, 
Berlin 1955; ILGraet^, Volks tuemliche Geschichte der Juden 5 Me, 
Leipzig o.Jo; JufidAssheXaaiiiSr^^ Mitteilungen der Gesell- 
schaft fuer - .; v^^g^M^h hioolai. iJeschreibung der Koenlglichen 
Hesidenzstaedte derlin * Potsdam, deriin 1779; Georg^^essier, Die 
jramiliennamen der Juden in Deutschland. Mitteilungen der zentral- 
Btelle futr deutsche lersonen-uad Fauiliengeschichta. Heft 53. 
Leipzig 1955; j^obert Kaelter . Geschichte der juedi^nhea Gemeinde 



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- 3 - 
SU Potsdam. 1905; Ludwig Gelder . ü«achiohte dor Juden In Ji«rlln. 
ßtrlln 1871; Kucyclo pag' d.la Judaica . 15 iJda. Berlin 1927 f f • J 
laviBh £noyolop«dia 12 üde.I4»w York db London 1901-1906; S.WlnnlngT . 
OrosB« juedlsohe Natlonal^üiographla. Csamovltz 1925» Jacob 
^^oobeon . Dia Judenbuargorbueohar dar 3tadt j5arlln. Varoaffantliohua- 
^n dar Derllnar Historischen Kooaiasion üand 4/Quallanvarka iiand 1« 
Yarlag tfaltar da Gruytar Sc Co. Itarlln 1962; Judenfolndsohaft, fiar- 
•tallung und Analysen. Heraus^scgeban von Karl Ihiaae .. Fiachar-üuaohar«! 
Frankfurt a.A* tt Hamburg 1963* 

Xoh besitze eine ganze tfenge ii'hotokoplen der ia Gehelaen 
Staatsarohlv in Berlin aufbewahrten Judenlisten und -akten» die utir 

Hans iJAMik.A6 hat atifertigen laaesn. Ausserciea noch benutzte Xilteratur- 

quellen «erden an gegebener Btelie zitiert verden. 

In fruehen HlttelaJterf d.h. zur Zeil: der Kreuzzuege (I.Kreuz- 
zug 1096-1099» Vll. Kreuzzv^g 1270) hielten in Peatschland die Kaiser 
sich fuer aie geborenen ."ich! raher ren aer Juden, und oo erhielten diese 
den Aamen "Kaiser knechte dsj roeaiech-deutschen Haiches". Als ooloha 
standen sie nicht unflfer dem Schutz des aUßoneiaen uud oeffcntliohon 
Hechtes, sondern als saohilcher Besitz des Kniaera unter dea unmittel- 
baren und persoenlichen t3chatze desselben, sodasr, i^eT Personen rjid 
Eigentum eines Juden verletste, sich gegen den lieaitz des Kaisers ver- 
ging; er wurde darum nicht von dorn ordentll'^hen Grerlohte seines Lan- 
des» sondern von dea kaiserlichen Kamme rgeri cht© angeklagt und verur«r 
teilt. Puar diesen ihnen gewaehrten Schutz hatten die Juden dem Kaiser 
die Jaehrliohen Bchatzgelder zu zahlen, auch ihai die halbe Judensteuar, 
d.h. von dam, was sie dea Landesfuersten zu znhian hatten, zu en^rioh- 
tan. Heben dieser Abgabe aa den Kaiser hattan sie auch eine solche an 
die Fuersten und ataedt«, in deren Gebiet sie vchnt;fen, von laendlichem 
Grundbesitz auch der Kirche den Zehnt abzuliefern. Br^chon Verfolgun- 
gen aus, muBsten sie den iJohatz, den Kaiser iu?.rt f xeretea gevaehrtea» 
noch durch ein ^««^eld erkaufen. 

In seinem tiefgruendigen, hervorra^ründca Buche "AtaTiurgenchich- 
ta der jeuzeit" Vol,I.p.97 iwuenchen 1929) schreibt rlÄon^riedej-A ueber 
die Zeit des 14.Jahrhandart8s 

"Kinen pathoiOÄlschea und üoidoaischen Charakter tir-j^ea euch die daaa- 
iiīn Judenverfolgungen, aber man kann nicht s'ijs-i, flass *tir ob hier 
iif ei^Sj^chii^Hrzi t^^ haben, die nic^t zi all.n Zeiten «oegiioh 
^re! tloi?zl!™rang in Buedf rankreich dei Goruecht auf, die Juden 



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- 4 - 
haatten di« Brunnen v«rgift»t, und drang, schneller als (Uo l»»öt (154Ö) 
In die benachbarten Laender. £3 k»jn zvä pcheutsllchcn Judenachlaechte- 
reien, bei denen die Geiflfii«%r die atoastruppe bildeten and die Juden 
jenen blinden Heroieraua bekundeten, der in ihrer ganzen Orschichto von 
Hebukadnezar und litue bis zu den ruaaischen ro^eronen suiaß« tritto 
Wuetter, die ihre üattien auf den üche.lterhaufen verbrennen sahen, stuerz- 
ten eich mit ihren Kindern zu ihnen in die Flejimen, in esslj.ngwn v©r- 
eammelte eich die gesamte Judennohaft in der iJyna<:;oge und suendete eie 
freivillig an; in Koiietejaz hatte ein Jude sich aus Angst vor dem Feuer- 
tode taufen laasen, wurde aber ni^aeter von rieue ergriffen und verbrannte 
sich und seine ganae Faailie in »einem Hau««« Die Judenverfoisungeu 
hatten in erster Linio reiltic&öe, dtuxeben aber auch sicher soziale Uruen- 
de. Die Stellung der dam»J.iir.i'n Welv zur Judenfrar/i var eino zwiespaelti- 
ge« üie s rötlichen \ind weltlichen Machthaber tolerierten die Juden, ja 
liesßen ihnen sogar eine gewißs« Protektion aiigedoihenj sie konnten sie 
nicht öut entbehren, nicht ^ur vegen ihr*r groaeseren wirtschaftlichen 
jöegabuug, die damals noch viel raehr ins Gewicht fiel als heutzutage, 
sondern wegen ihrer hoeherea i^ildunti; sie waren an den Hoefen als Ver- 
mittler der au'abiachen Kultur und beeonders auch als Aerzte gesctiactst; 
vor allem aber waren eie ein «benao ergiebiges wie handliohos .läesteuerungs- 
Objekt: unter den ßinnahmequellen, die den einaelnen Herrschaften als 
i'rivilegien verliehen «rerderi, figurieren neben den Muenzrecht, dem Zoll, 
den Salinen und dergleichen auch immer die Juden. Das Volk aber hatte 
niemals vergessen, dass es die Juden gewesen waren, die don Heiland ge- 
toetet hatten, und wenn einzelne milddenkende Prediger eiazuschaerfen 
versuchten, daso man fuer diese jchuld nicht alle l-iachkor.oien verantwort- 
lich machen duerfte, so lag d-jr Einwand nahe, das» ja die Judonechaft 
bis zum heutigen Tage das Svarigellua verleugne und sog^r tndgehelm oo- 
fehde; und mit diesem in d<sr Tat urigeheuerlichen Fakti'ü», d^mö unter 
allen Kulturvoelkern des Abondlünües dao kleine tej üCh!'Lu>oh£t« und ver- 
streuteste eich alB etaiigeä dem Licht öca ChriatentuKc hir^naeckia antd — 
zogen hat, vermochta i;ian sich in der dcirs.lig«5n i,eit rjooh licht psycho- 
analytisch abzufinden« Dazu xani noch di« wirklich h^rte Bi'drusckuriQ. durch 
den juedißchen Wucher. Die Juden i/sren di-i oinxi^.'.r>, 'lii^n-o-i. ihrs Hclißion 
das Zinsnehmen nicht verbot, Ja es nochti, in iYren Aug^n «oeri verdienst- 
lich erscheinen, den irrglaoubigen "Goj" moeglichet, zu etinaodigcn, 
zudem waren ihnen alle Bai-vSo versc^^fioosen, de 8?jl':!atv«retc.:indlich 
ein Chriet in eine Zunft aufg'^iioium-sn werden konnt->. ll,id -^o gab oa 
wenige, die es bei dieet^n VcrlolöUL^^en weniger auf di« Verbrejjaung 
Juden abgesehen hatten, ala auf die /erbranmmg der Schuldbriefe. 



und 

nur 

nicht 

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Gut", sagt ein isitgenoewciccuer CKronißt, 



'*war daw Gift, das sie gjtoo- 



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Ale besondere öraeokend und d«mutf)tig«iid rrv.»ic-K iiich }.n di-tt 
spaeteren Jahrhunderten deö Mittwlar-ters der Lr.ib7.«.ll. Jeder Jude 
muBSte, so oft or auf der Kaiae freades üebltifc )::arjioh-'to, dioson Leib- 
zoll erlegen. Auch wenn der Leichna-'n ©ir.es Jud^n von cWii ürto eeinec 
Todes iiach dem i'riedhofe gebra'jhi» wurde, forderte men r . dsn Orteaj, 
welche der Leichenzug beruehrfce, eii soloh».*. üeleitiieldo La Jued« 
Lexikon Bd, III S.426 heisst «ss 



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"Geleitet bedeutet uropruonglich den Jchutz^ den der Landesherr dem 
aeisendeu innerhalb eeineü Cfebiatos ^:egen eine {?:ojfiaee Abgabe gewaehr- 
te, um ihn vor den ü'ifahren der .fege und dsa .^aubrlttertums zu bewahren. 
Die Juden zahlten im aligonainen *5in hoehore» Geleitgold als die Chris- 
ten, aber es stand ihnen zunaeohst ebenfalls frei, die xleise auch ohne 
die Steuer zu wagen.. Allwaahlich aber kam die Auffaeüung auf, dasa die 
Juden zu einer ileise erßt boreohtlgt seien^ wenn p,ie vorher das Geleit- 
geld entrichtet haetten* Der Jude wurde nun gei^wunßen, beim /erlassen 
seines ./ohnortee wie an allea Orten, durch die er reiste, eine Abgabe zu 
zahlen, fuer die der Käme Judenleibzoll aufkati. '» 

Obgleich nun die Juden den 3chuts, den ale ^eniessen sollten, 
teuer und durch harte Demuetigongeu bezahlten, aussten sie sich doch 
viele Gewalttaetigkeiten gefallen lassen. 

JllSftg, i^ot>ler eohreibt in seinem echceuen Bach; Juden und Juden- 
tum in deutschen Briefen aus drei JeJirhunderton. Wien 1955 auf 3.15 
fo3gendes: 



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•Die hvindert Jahre deuüsch-juediecher Gecohicnte, die zwischen der Mitte 
f!n V,"^^ ^v ?^^ lt.. '^^ahrhonderts liegen, rJ.e lilinhoit zusammen zu fas' 
Ben, bedeutet kein^ viUkueriiche Grenzziehung, jjor 3inn dieses Zeit! 
raumes kann bestimu^t wordant in ihm finaet drs juedieche Mittelalter 
auf deutschem Boden sein Ende. Noch ist der juedi^ohp Mensch durrh flt«i 

Soorie"? e?°als'Sot,;if ?■" "°" '^^ '''''' Jueii.cLrUr.veirgeschiede'n''"' 
R.!l «!f r-^5^f i Gf^^^l^^ter, gezi*ungt,a, das ihm ^^ewp.ahrte MindeatLnass an 
fla^am und Laft durch druoc^encle Schutzgelder zu erkaufen, durch Juden- 

S!n2il!! Z, ^^•^^2^1\«^5t''^^''*'' ""^^ ^^^ ^'''^^^' abcecchnuc^rt, in Handel, 
Hausier-und Gsldgeschaef te ^^epreoat, von Aueti aibu.if.: staandig ber^-o^t 
lifl eng«rii j^öeaj.xreiß aer Gbi/t^inde. «och badeubot ß^e - die Kshiile"' 
(juedißche Gemeinde) - faor ihn die V/eli. NooIa spricht und schreibt 



er 



auf deutschem Gebiat lotend, die ihm ei«enc dr-T-^r; -> noch isht »rr >^*.>.f 
in seinem Indern der u«to.lieferte Glaub« mit\.o:-G;wal feiner S^tbaonder- 

lehrsamkeit, noch verfaellt er deia Zauber mecifcii..>iiech3r Uofmiw iber 
SSdLw'vL'*' f '^ '''? vielfaeliigen Ursprae..,..u her aiLe't^oheid'Me 
l^ttf^ T^ *^ ^crdenae kai^italisti^che \Vivt■iohaft^^8y*4ttM ra^.ai:it i^2 

«u«ohi?f!n f r'i ^°f!T' 'r ^^^^^^«-^^-« -«*^ e^^^^^ nna^imittal herbei! 
xußohalfen, unbedenKlich ^in unbesohraf^rktea .;^irL-i^..^4-£;fo.ld und l>riviieÄlan 
ein. juödische i^^aktorar. und Finanzagenten vordf.n ain^ re.-iujac^^i -e ^t 



scheinung deutscher if.e8ident©n, die Ideen d-.s 
des Barock nehmen auch die ;uealschan mnschmi 
zwischen Juden und Mcnt Juden verdichten sich. 



i'iifuii 35118 und der Goiet 



'^fars^n, die Bo-zUiran^en 



j?inft 



leleneform wird 



?,^!J!- !\i" "■ •i«.!''i'^=^'»» -»1- fiu^th Jairh-Anfls;-ta aa^aon Ausdruck ß».- 
fanden hatte.- - - Kaie«- Leopold I. ,™i«t 3.670 tie gesarts .Tudenhelf eu- 
Ort« aus "^f,?«'-°««;:»f'?' «1»^^'=»'«^ I-^üe und do-i £u.eran:.3nde,n vuißariachen" 
die »e?te'«eli .. '^'"'""' '™"*'" °^°'' ■^^"'^ ^^'^ t:a=;vbca-l.e:aderu uaid in 






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Auoh aus mehreren deutschen tJtaadton, »le Kuernberg, Ula, 
Maßdebarg, iiegeneburg werden die Jucien auo£;ewlea©nj aus Berlin und 
den ßrandenburglEchen Latadern wurden dU Juden ira Jahre 1573 durch 
den Kiirfuereten Johsurn Georg vertrieben. Ciöt nach dem JOJaehrigen 
Kriege (1618 - 164Ö) gab der Orcase Kurfuerst (Friedrich «ilhel« I. 
1640 - 1686) unterm 21. Mai 1671 50 aus l/lcn and Nieder-Oeeterreioh 
vertriebenen Judenjfarailien die Erlaubnis, sich in der Mark Brandenburg 
niederaulasöen, 00 daes aleo seit 1671 wieder Juden tu Berlin aneaeealg 
waren (e.spaeter). Dieeo Kaeenahaa entsprang imeohternen Btaatsmaext- 
nischen Erwaegungen, Der Kurfueret von Brandenburg verfolgte mit der 
Ansiedlimg reicher und wohlhabender O'uden auf eeinem Territorium nur 
merkantilietißche Interessen, an^eepornt von Pisiepiele Heilande, dem 
die Juden 2u wlrtechaftliohem Aufeohwung verhelfen hatten. Allein ge- 
rade diese elgennuetzige und zielstrebige lolitik mit ihrem streng ge- 
handhabtem Aualeseprinzip zueohtete eine juediache Oberschicht und Plu- 
tokratie, die zu einer fuehrenden Rolle innerhalb der gesamten Juden- 
heit bestimmt war. Diese neu in Berlin anaceesigen Familien vermehr- 
ten sich nach und nach so, dosa unter Koenig Friedrich I. (1586-1715) 
l.J, 1700 bereits 112 Judenfaailien in der x:ft;?i<''.e)i2stadt befindlich 
waren. 

Die Geldveriegephelten, iu velvhf. die ?uärkenkri9^;e (I6ö'3 Be- 
lagerung Viene durch die Xusricen) der. nivs^v L^üpolci 1. (1658 - 1705) 
stuerzten, not^tigten ihn, viader elnse.lna Juäoxi nach 7ien zurueckzuru- 
fen, allerdinge unter harte.i Bestioaiur ^en x.d untür dem auüdrueckliohen 
Verbots, keine Gemtindc zu bilden viid keina L:v:i^^...5s zu bauoiu Unier 
den neu Eingewa.iderten ervarban *ich .gmael 0;^?gnh_e_ij^er (e.spaeter) und 
Wamsen rfertheimer (s.sp&eter) grosca Yü-zdlörütv? ua ihre Giaub4«ne,seno8sen 
und entfeltetan ale privilegierte Hofjuden ihro lOOOfach veraöet3ii;e 
Taetigiieit im Dienste der kaiaerlichan Poli.i^. Das Loi? der oeöter- 
reiohißchen Juden uijter der Kaiserin Maria '^:rjVQeji&, (1740 - 1780) war 
noch recht traurig; so war z.B. nur dem aaiteeöt^n Sohno, der "Farailiant" 
genannt wurde, gestattet, einon Hausstand 1.'. ^ruonden, wayhn^nd die ehe- 
liche Verbindung der anderen, die "EmlgrrntGa" genannt wurden, als vor 
dem Gesetze imgueltlg angesehen wurde. CioDss pharaoüiacbe Gesetz trug 
Hader und Zwietracht in die Gemeinden und wir;de eine Qualle nlcnt ver- 
siegenden Hafiseß zwischen den »ahlreichan Btv/drbern um diy in Erledigung 



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• 1 ^ 



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- 7 - 

gekommenen "Famllions teilen". Trotz aller /orur teile gogen die Juden 
80huet2te Maria Theresia dieselben vor Wlllkuer, regelte die Verhaelt- 
niese durch Judenordnangen und gewaehrte auch den in rtLen aneaeßsigen 
Juden gewisse Erle ich terungen. Ein erhebendes Beispiel von Anhaenglioh- 
kelt an seine Glaabenagenossen ^b damals der maehrische Landesrabbiner 
Berusch Eskelei? (s.spaeter), der als Schwiegersohn des reichen Samson 
Wertheimer grosses Vernaoogen besass. 

Der Gegenspieler Maria Theresias, Friedrich II. der Grosse 
(1740 - 1786), erlieris am 17« April 1750 das sogenannte General-Privileg, 
in welchem die Art, wie eich Judenfamilien in den Koeniglishen Laendem 
ansetzen koennen, festgelect wurde. (Die schon aus dem Mittelalter 
stammende Juden- St aettigkeit bestimmte, unter welchen Bedingungen und Be- 
eohraenkungen die Juden in einer Stadt leben durften). In dem General- 
Privileg war den Juaen nur erlaubt, in den Residenzataedten 40 Haeuser 
•igentuemlich zu besitzen; nach dem Frieden von Hubertu'^burg (1765), dar 
die schlesischen Kriege absohloss, vermehrte der Koenig aue besonderer 
Gnade die Anzahl um 50. Die Zahl der Juden, die in ordentliche und aus-r 
aerordentliche Schutz Juden eingeteilt wurden, blieb eine besohraenkte. 
"Jeder Hausvater hat die Froyhoit, einaß seiner Kinder im Lande sioh 
setzen und verheyraten zu laaaen, auchj iinter gcvissen Beclingijiger, ain 
zweites Kind, jedoch haban verschiedsne der reichen Flaeusor Kauptprivile- 
gien fuer ihre saemtliche.i Kinder". (Nic ol??! )^ 

Hierzu bemerkt da« Juedischs Laxicon M. II. S. 1528; 

"Heiratsbeschraenkuufc-en, d.h.Ausnahsicg:; setze, die riareuf absielten, das 
Wachstum der juedischm Bovoeikerun.:: zu verhindern, biioben dorn Zeitalter 
der "Aufklaerung" vorbehalten, das sicn zu eii..t5r Dok;ir.lerur^£; der Ju.den- 
h^it nicht mehr der mit tele! tarlA eben Methoden der 2rraor^.uug vtA Vortrei- 
Oing bedienen wollte. De:i Ai\fan/5 Liachten die Jucienoranungen KptIe VI, 
aus den Jaliren 1718 - 1725, die fu<*r ^en nur C^::. aelteate;! Schie ^eder 
Juediechsn Familie die Eher-ohlleeeur.s geotatteten. Auch in Preuoei^n war 
man darauf bedacht, einer Veriohrung der Juden vorzubev^^en. Schon das 
Edikt vom 20. Mai 1714 bosjiijütt^, d^-sa nur die daLiaia daroh oln^ übte 
festgestellten "vergleiteten" Juden eecci^uetzt werden .^oilt^jr, jeder 
Schutz Jude nur 3 Kinder ••anßctzen" durfte, daasD nur die-^en die iJhe- 
echliesBung erlaubt w.ar, nr>d das3 d?.e Recht 2ur Kindere.r-^etzang zunaechst 
nur fuer das I.Kind, fuer das 2. Rind erst bei einom Vermoegen von }000 
Talern und gegen Zahlung oiner Gebuehr von 50 Talern, fuer rtae 5. Kind 
bei dem doppelten Vermoegan uixd gegea Zahlimg der doppelten Gebueh- Gel- 
tung haben sollte. Das Generalprivilegirm vor. 29» September 1750 begrenzte 



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die Zfihi der Öchutzjuden aiif 100 F^jciilien mid gestattete nur die 
Ansetzong zweier Ki.nder unter dem nach rlen JEdikt i»on 1711 fuer daß 
2. und 5» Kind geltenden Beding -angen^ das General privilegiuia vom 17. 
April 1750 gewaehrte gar nur die Ansät zuug eines Kindea, und dioee 
Vorsohrift wurde dann noch durch andere l'aDtimmmigen verschaerftv 
Aehnliehe Regelungen gab es in vielen deutßchen Staaten und Staedten, 
In Jöayarn gewaehrte die durch das rldikt vom 10. Juni 1813 göregeite 
"Watrikel"«bcafallB nur dem aeltesten Sohne das Recht 'zur Familien- 
gruendur^g, waehrond die ancleren auf ©ine Vakanz durch den lod oder die 
Auswanderung zur Ehoachlieesung >3erechtister warten muaaten " In dem 
Buoh von Georg Fisc hen Chirurgie vor 100 Jahren. Leipzig 1876 ha ladt 
es auf S. 91: "Man war intolerant genug, die Erteilung der üoctorti- 
tela von d«m Religionsbekenntnis abhaengig zu macheno Ein JJr.3chuette 
in Cleve schrieb unter dern Hamen J.HvSAc?lttarius 1745 eine Arbeit^ in 
welcher er zu beweisen suohte, l) daaa die Promotion eines Juden zum 
Doctor der Medizin gegen die ohristlicho Religion, ja eine Scnande der 
Arzneikunst sei, 2) daca dis .juedische Medizin sehr echaedlich ui*d un- 
ter Christen nicht zu dulden sei, 3) das3 ein Christ ohne Begehung 
schwerer Suende sich nicht von ainsra juecli sehen Arzte behandeln lassen 
koonne. In üesterreich lastete die iJlgotteria wie ein Alp auf dem 
Staate. Hicht allein, dade nier den Judon erst 1726 gestattet wurde, 
christliche Aerztt ^ Barbier« und Hebammen zu gabrauchen, die Juden- 
apotiieke dagegen keine Arzneien an Christen /arkaifen und der jusdisohe 
«Tundarzt bei dar schaerfetrra ;3traf9 keine Christen behandeln durfte. 
Joseph II. hob dami (178t») be.\ 
wie ©inen religioeasn Aiatrich 
der erste Jud«, Beer Jo3o> deu 



d<;a Pro'ictionen alles auf, was nur irgeud- 
hf->"ite. A® 14. Jan aar 1789 orhial*; m a^iei 
Doc'vortitel.'" 



Zur Zeit Friedrich 11. mueLt© jc?<ioi' Judö^ der sich vereholich- 
t9p aus der Kcenigl.FabriK ein3 grosae i'ion^e I-'orzoilaa on'ünehmrri ur.d 
auf seine Kosten %m Auüland verkaux*en. In jehilo-i-exikon (0-536) hoisat 
es: "Judenporzellan war das zwan^'awvsise von den «luden Irauöcenßs bos. 
Berlins anzukaufende JrorLoilan. Friedrich dsr Gros&o or(?n6ts IVt-w fo.T 
Hebung der Jieriiner Jt-orzellan-Manafalttur an, daas Judea vor Exlaabnia 
der Heirat, wlederlasjung usw. Porzellan Vraufen mucstenj 17b7 gegen 
Zahlung einer Abioesungoeuicue von 40.000 2alern abgaschafft, dn die 
Zwangskaeufe der Juden wider tirwarten Keine Hebung dos Absatses brach- 
ten". Im Jued.Lekifeon 3(!.1II i>.4.''9 steht: 

"iJei Eheschliessungen, Tcdeaiaellcn, H^ -.ßkaeufen usw. mussten die Juden 
groedsere Hengen Porzeilaa aus dar l?fl begroendoten lisrlincr i'orzalian- 
iianufaktur kaufen, die der Koenig 1765 gölcauft hatte, ohne das unterneh- 
men zur liluete bringen au koeniion. JJie Juden werden auch ö^fioetigt, das 
i:'orzellan iiu Ausland abraeetzen, uui dr.durch Celä ins Ausland zu bringen. 
Die erprosserieche fiethcde glij;> so^sir oowoJ t, Jegliches Jadenj-rlvilegium, 
das erbeten wurde ('Jescharjftf>etar.iiöru:''.j,, Kon^easionon u.agl.), nvr 
dann zu bewilligen, wenn die Juaen au a siCjchLeitig eine be«ti.ii:.te Men- 
ge i-orzollan ueoern&ehKct. Fusr da,o aedoihea der forzüllan-i-anulaktur 
hatten die ^wanöskaeufe nicht tiia gel^jff};© Wirkung, deun dae masoenhaft 
auf den auslaendieohen i»iarkt goorachl^ i^orr; ,l.la»-> drueckts den i^«t t der 
Ware herabj auch wollte uitm^nd c.ohr direkt i;ei der wan.xfskt \r ';.« ifon, 
da er ja das rorzplian oei den Judon vicJ b.M.vijrer haoen kor^n'ce» 



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[iebriajüti stellt heute cf.aö Uamals zwangsvoiae arit^okaifte Porzellaa, 
ooweiii es sich aocii im raoiiiie/ibesltz befindet, faer die Wachkoaiuen 
jener Juden vielfach einen kostbarea Konetschatz aax." 

So muaote auch jjamuel Liepmaan-Loewen (a.spaeter), um die Hei- 
ratseriaubnie zu erhalten, u.a. eine Vase aun der kgi. Berliner Por- 
zellan-i.anufaktur kaufen (Opferung der Iphiganie von i:edrozzi darstel- 
lend). Der /ater aea obea i^euarAnten Franz Loewen verkaufte diese \^ase 
1891 an das öchlossauaeun (frueher Kunstgewerbe-Wuseuw) in Berlin. Die 
i-hotographie aus deui Jahre 19 >2 gab mir Heins LoßMeAt der Bruder von 
Franz Loewea (Adresaej Heidelberg, Mo zart Strasse 17). Hoaea t<ten deloohn 
(s.spaeter) mascte bei seiner Heirat 20 masaiv porzellanene Affen in 
Leoensgroesse kaufen. 

Aus JLiUdvig Curtiue . Deutsche und antike .-.'elt» Lebenaerinner- 
ungen. ütattgart 1950 ü.54i zitiere ich: 

"Auch ao Berg (sein Krlan^jon) , aber völter unterh^:lbj wohnte Paul 
Hensei, der einzige Philosoph in dieser eehr unrrliliüaophischen fakul- 
taet. Durch seine GrossKntter, die ^jchveater d«s Komponisten Felix 
hendelesohn, gehoerte er zar Deszendenz von x'josss .lerideissohn und viea 
Bimichnai liit Stolz auf den haiblebenßi^rosr.e.i TtfieD auö Forzelian der 
Berliner ilanufaktur in seineta ivohnzimuer, elu i;t'.<eck aus einer üeris, 
die Friedrich der Crosse die Berliner Jader Bchaft. aln Auflage zu kaufen 
gezwungen hatte. i>öin Grosavater vaeti^rlicberselta var der italienisie- 
renda romantische Haler Wilhalm henael, der Catfce von Fanny Mendelssohn." 
Henaei hat ein ausgezeichnetea Buch ueOiiT ^.is Fpiailie Wendelssohn ge- 
schrieben: Die Familie K'endelssohn 1729"-lö<f7. lierlii« lö86. 

Um die damaiigtn Zuütaeude zu kenr.s<^iob.non, fuchre ich noch 

eine ;jteile aus dem Bach von iiicolai an (erschienen 1779) p weil auch 

einer oraerer /erfahren^ von de-i wir spaeter noch auäfuehriicher hos- 

ren werden, erwaehnt ist: 

"IB Jniue 1775 hac der Koeaig dio ti&heiigen A*\lt«sten der berlinischen 
Judenschaft, Daniel I tzi ^ (s.spaetor) und Jo^co^u .''ili®?!» ^u immerwaehren- 
den übeA-ael testen der' Judenschaf ten in saea^tilcheu Xoenigi.Laendern 
ernenie^o Diese «uessen sowohl^ wenn der Kooniü a.T &aeatiiche unter 
dessen Bohutz stehende Juden otwas beiTiehlt, solche i «ehoerigen Ortes 
zuschicken, und fuer deeaen Befolgang sorgon, Eondarn auch alle Aeltes- 
ten in den irovinzen mueosen sowohl, was i;.uo A'J^oben anbetrifft, als 
auch ihre uebrigen gemeindscnaftlicheu G*iKiio".»? bey Hofe, an diese über- 
aelteaten gelangen lassen. - - ~ Die Juden ifctiOu groet^ö^.onteils von der 
Handlung. Die reichsten Haeuser habe:! vcrachj^dcfiic nuetzliche Fabriken 
und i'ianufakturep. angelegt, sie haoen a-ich Anteil aa dan hiesigen Handels- 



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~ 10 - 

koapa^aien, uacl fuohron aaselmliohe rfechBerjarücsn. Die uebrigen fueh- 
r«ii einen AueaolinltthandcX lült allerhaj.d Waaren und. duarlen oflent 
Laedon haben. Ks ßibt auch unter ihnen verc»ydetie i". \nkomakler. iUt 

AU ^°^*" Haeuton, gejfasrhtem i<?dor, roheas Taback, Holz, Min 
und Hoeokerwaren zu hauideln, iot ihnen Ih C&iieraipflviiog^aa verboten; 
deegieiohou Iot ihucü auch, ürauhaouser nv halten vjnl j-.jguftigee Hand- 
werk 2a treiben, vorsäht. ijio Juden stehen unter besondere« ko#- 

Snfii^'.H'' f^^u^'V. ""T:^*' """^ ^'^^''^^ Ao^aben geben, au seaiessen da- 
durch die ireyheit, ciit allen, ausser den oben verzeichneten dachen zu 
handeln, ha befinden sich darunter nicht allein SRhv (^;ro38e und an- 
•ehnliche Haeuaer, als das Daniel iMj^gche (£;.epaeter; und andere, die 
einen grossen in- und auulaendiachen Hancel treiben, ßondern es giebt 
auch sehr viele üereeloen, welche mit ali^jlei Arten Kandlungsgeechaef- 
ten, sowohl im (Iroseea als auch im Kleinen, VeilceV.r haben. Die Anzahl 
der in üeriin ansaeoeiöen Jaden beiief sich im Jahro 1777 auf 4P45 per- 

üeiB Tode Friedrichs dee Croasen (1786) hat ton sich die Ver- 
haeltnisse der Juden nach allen Seiten ti©lioben und ihr Wohlstand war 
erhebxich gewachsen. 

Hier mag etwas nae^er umrissen werden, was unter "Horjuden", 
nioffaktoren", "Huenzjuden" zu verstehen ist, weil vorechiedeno unserer 
Vorfahren sowlfc ander© Ir» Sieser Faiiiilicncssohicht? sinfnehnte »'laermer 
diesec Amt bekleideten. Ich loige hierbei haupfc^r.ochllch den Ausfueh« 
rungen im JaedischcxiLexilcon oder auch .^n-dcren f:.i'?..iön, vlo z.B. dem 
Philo-Lexikon. 
"Hoffaktoren, eine Ar« i^rosron Üntßz^t^hDer 5; .•::., <^-i, 



'^ ■«—■.: 



llnllt ^^f;;°^^^^f/yf^f ^«•'^^^rha;;S::.is la '^n diut^chen'SindeS 
2«« ?;.« « ^ Kapitalkr^ft u^id weit:c-:ho::ac -p.^hacr. liehe und per-- 
soenxicae Üeziehurcjen horvci'r9^>->näf, will-.»r,:^rHOf\:l^e und klare Jeor- 
soenlichKeiten tratsn 3lz Ikmictoren in rix. der.onde.rcü, ^^uoWieaaten- 

und sich konsolidierenden ;jt;aÄten eoi-io r.u dcü» .M .-re.i < nr n^lan klsil 

finanzpolitischen Joratern -ler liocxo und ht^if^n d-.i :-uor:.!tcn als i3an^. 
klers, Agenten, üaterneh^^er, als nu^nß-urui h^ecAnihii^ ^^^jtn^ hai dar 
Durchsetzung des absoiut^a, von di-ri .iiufu-.. a- r^,f.ö.,;^:j,, ^jl^ sich 

befreienden Regimes. Hoffaxtoren ^ro.««tc ; .t'U 7 ::^aonnerf^ie 

JiST^i^n^*'''''" Kredit uad darti t aa3...r^-^.o.haU.hc:i uL.ixassI; ai^ 
veioiigten, waren vor alUn. rlic kaiterlichor ii.:rrta-ctcrcn .^uQ.3on ,vert- 
b£ime£, der zugleich uriirnric'Clier Loiide^: ab;; ir.gr var (s.ana oter) . und 
aamuel Oppenheimer in u'ian, dor ddn £pf..,iischen brln-olgokrieg finan- 
zierte (fl.spaeter). - - ^ Ü;'.« Hoffaktoron nahmen ni^U-'^r.t^^B zunsist 
in den oertlichon und landocJ^af fcliohea Or^t^^iUntioma d-r seit- 



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~ 11 - 

genooösi sehen Jadenechaften «inen hervorragenden Platz ein. - - - 
Jöurch ihre geechaeftJ.icheu, politischen und gesaliachaftiichen xJe- 
ziehunßen und durch starke-j persoenlichen Güitangstrieb hoben eich 
die Hofiaktoreu fruehzeitig ron der /laoee der Judeuschaft ab a.id fan- 
den die yerbindung mit der gsseLischaitlichen und wißsenschaftlichen 
Kultur ihrer Zeit, oie wuroen der /ortrab der auf soziale uo«?t kultu- 
relle limanzipation der juodischen Ctemeinde gerichteten Bewegung, la 
5üjaehri^en Krieg (also im 17. Jahrhundert) trater - zußi ersten i4a}.e in 
yrfien - "Hof Juden" in die tlreoheinang, eine voa don deutschen Kaisern 
geschaffene Einrichtung, um die Judea als r'in&nzquelle fuer den Krieg 
und sonstige Lpndeszwecke nutzDar zu mechen. Juödischo Kapitalisten 
oder Lieferanten wurden J?inanzagonten des Hofeßy dia man als "Hof Ju- 
den" bezeichnete, err.aiint. Diese 3itte buer^serte sich so ein, daes es 
im ganzen 17., ja noch im la.Jahrhunaert kaura erinan deufcachen 3tapt gab, 
der nicht Hofjuaen hielt. Ais Uofjaden aind u.a. zu nennen? die Oppen- 
heimere in Wien unter Leopold I. (s.spaetcr)» unter i^isria Theresia die 
Uertheiiaors (s.opaeter), Arnab&ins und .i^ffkgl>rB (a.apaeter), /eite} 
ßphraia, Daniel Itz ig un t «? r Fr i ed r i ch II. (TTöpa.' tes") • ''i*' al^ Hof Ju- 
den spielten Judeii auch als rleerestiefer-ii-tau einis fcedeatsame i-:ol3.e". 
(s.z.ß. die nachstehena^ Autobiographie uncferee \^crfc-hren 3akii\fcl LJop- 
maum^iOt'wen) • 

Kine aehxiliche .'iteiluu^ und oiae aohniich^ .aufgaoep vielieioht 
in noch groesserem Ausmasse, hattsn die "Ma0nzjuc'>»n". "huenzjude ' war 
seit dem Mittelalter die liozoicimia^ fuer iuodi3c!to .^aonslleferantoa 
oder -paechteFf die ."lit dera Einkauf df)P Sdcli^ctalln fuor die fueri;t- 
lichen Huenzetaetten bea^ftrii^-jt war'?n, bzVo döuen ("d'-i Kuenze vorpuchtet 

war. Die Juden wurden deshalb von den Lands ^fy^'/üten s.lö iidelaietali- 
lieferanten herougezogen, vfri» sie aiiein bei (i^u: a^aendig'in tJteic.ea 
des ireises der Jid.imetallo infolge der Muenzvtrouhischterunt und ooi 
derr Ausfuhrverbot von Gold und Jilber durch ihre XeiJrrfcnis des Geld- 
marktes und ihrt; internationale.! iieziönint^ca itsr. i.'3dt\rr zu decken im- 
stande waren. Dadurch erhieiten ait; in tiituer hiiiv^icbt eine geradezu 
aonopolartige .iteiiung, die \'on den Lf-ndGKfu'BrsU'n bi jwi'ilen zu einem 
Zwange zur liieferun^ von tdalraetaiien bc;ni<ti.t '■r<:;'Xilii, a^kfiiinte rtufuz« 
Juden lii Jfreasiien waren Hertz^jSunser^, Dani^3i,^in.ä \^J^t Veite,Lll«i:M 
Ephr aim in Berlin (s.spaetsr), aowie in ^/uert^o&bci/j foBe f Sue as 
Üppe nhjBimer. Wtxh i'hilo-Lexlkon a.266 v«^rat^ht. Gan xixvo: "l{ofjadou"s 

"juediBcne i'inanzleuto an den i'usrauor.ho'.fojn aya 17. ui.u IB.CüiiU'vJ:?- 
derts iii Deutschxand und üostarrcich, Durohn.f^ r.M.t.ir.^lß von: »fllJ.en 
der Herrscher hatten sie die iinpopua-aers Aufgaöa a?jr Iluens.- und Geld- 
bolieferung fuer die' l'uerstea, cier »ör^jrov.Li.ii.ier.uiiß ^»^i' .U'mee unc 



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" 12 - 

zeltweise wirtschaftliche iJonderauftraege. Seit etwa 1735 werden die 
hervorragenaea Horjaden HoffeJctoren genannt, allerdings nur dann, wenn 
sie t&tsaechlich als nnariaberater, als Muenz- und Heeresiieferanten 
groajen btiis taetig sind. Durch das Schwergewicht ihrer Stellung wa- 
ren Hofjuderi haeufig J?Mehrer juodisoher G©iBeind3n«»o 

AUS dem Vorstehenden ersieht man, dass die 3 Ue Zeichnungen« 
Hof Juden. Hoffaktoren, Muenzjudea, eich - we.ugatena teilweise - ueber- 
schneiden und je nach der Zeit und aeo Lai.de verschieden gebraucht wur- 
den. 

t:ine grundlegenüo Aenderun« in der iJteilang dor Jaden io Staate 
sowie ueberhaupt in ihreü. geistigen leben datiert seit der franzoeai« 
sehen Hevolution und seit der üiDanzipationezeit (1787 - 1848), An ers- 
ter stelle ist hier ^oo^c jie.iiaelee ohn (1729 '• 1766) zu nennen; denn er 
fuehrte nicht nur einen ÜMschw^ing in dem gei^^Afion Leben seiner GUu- 
benseieaüs^en, sondern auch in der .iteiiunc- der (;hri«ten zu ihnen herbei. 
Der erste Staat, der die Gleichstellung der Juden ausaprach, war die 
nordamerikanische Union, welche 1776 nit der iroklacüoruag der alige- 
moinen Menschenrechte auch d.« i^echtsglelclihoii alier Jiekenntnisae aus- 
sprach und damit die aaerikaniüchor. Juers^i' ^vöiJischen Glaubens zur 
vollen Gleichberechtigung mit den Jiek.iiuiern de.- ChristentuiBs erhob. Die 
sogenannte /irginischo Deklarat;on (12. Juni IT/Ö) gab aich die Vorlas« 
fuer nie ürklaerung üer »'lenochen- uii'^. «uer^^a, rechte waehrend dor frr.n- 
zoesiecher. .Devolution. In üestsrreich hob Jv^ep.b Tl. (1780 - 1790) d.lo 
entehrenden Jude/izeichon (gel'jor lUcciO, cien witwu€fdigeuden Leibzoll 
und nKjoh andere mittelalterliche Jestiiirauüeen tuf j er fuehrte die Ju- 
den Aber auch aus ihrer AbgaechiadönUel t ha-aua \üi^ versuchte, eie luor 
daß oeifentliche Leben zu erziehen, inr^m or aux' hlrrlchtunjf, jaediachör 
Volksschulen drang, Gymnasien und Unvveriu^vR»Ju(>r> •.hnen oeffneto, die 
Kr.langung akademischer Grade ihne.. enuootii^'hte uj]d sie zxr Hfir'dw^rk 
aufountertö, ür fachte auch ihren jt'atriot.w5*r»\i& an,, indeni er sie zur 
allgeneinon rtllltaerpf licht heranzog und oi.iTGiiig'?:!, die sich durch 
Tapferkeit auszeichneten^ 2tt Offizieren \'orru5Ckon iiosa. flie Kachfji- 
ger Joseph II., Leopold IX. (1790 - 179?) vu'.d Iranz II. (1792 - 1806) 
verschaerften wieder die AirjachLleseari^oxi um ^uru'sci^^et /nagen, welche 
die oeatarreichlschen Judoii sr> tiaf domuetigten uncl dio sie jetzt um so 
schmerzlicher empfanden, als die fort,geßo «ritiene Jlldang ihr Jihrgefuehl 



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'S 



" 13 - 
•rhoeht hatt». Hehrere Xroniaencisr, so Tirol (mit Auenahme von Hohon- 
•me)» üteieraark, Kaornten, jUeüeroeatorreicn (mit Ausnahme w'iens) 
waren ihnen verschlossen, in den iicbrigen Kroniaendern war ihnen der 
Aufenthalt gerade in den groeseerea 3tp*edten nicht gestattet. In rfl«n 
wurden nur einige l?aailien - "loiorierte" wurden dieselben genannt - 
geduldet; starb das i'amiiiorihaupt, maadten die Hinterbliebenen .^ien 
verlassen, ein© üestimiaung, dio erst lo37 aufgehoben wurde. Fremde 
Juden durften nur kurze Zeit, und nur gegen Entrichtung einer Steuer 
in Wien bleiben. In itoehmen, Haehren and iJchieaien war fuer Jede üe- 
Mlnde eine bestimmte Anzahl von Familien festgesetzt, die nicht ueber- 
sohrltten werden durfte; durch die nur an die i'aailiena teile geknuepf- 
te Jirlaabnis zu heiraten wurde ein Zustand grenzenloser Korruption ge- 
sohaffen. Ausserhalb des Ghetto durften die Juden dieser l»rovinzen 
weder wohnen nooh Grundbesitz erwerban, die Ausuebung mancher Gewerbe 
war ihnen verschlossen, dr^fuer aber hatten sie die laesbigen Steuern 
an den Staat und die Gutshorrschaft zu i^ahlen, 

Deutschland, vrorneiiialich iTeueseii, wo einzelne Jaden eine hohe 
gesellschaftliche Stellung rimiahaien, kon,rxte eich nicht ganz dem Geis- 
te der i'reiheit entschla^ion, der am tnöe oee la.Jfihrhanderta läuropa 
durchzog. Friedrich «iilhslü. U. (1786 - I7y7) schenkte den Juden 
manche wohlwollende üarur '•kBiohtii.ang, «-^5n3 dostrebungen wurden aber 
von den judenfeindlichcn Z^loerdsri duroli'i.suzt. Kr befreite die Juden 
gegen Erlegung einer hchau Ao^rbo vor r^o» ij^-Böi^jcn Zna^ige dor Pcrr.ei- 
lanabnahme, hob die soiidarj.ßche V •jrpfÄxc.i^.uiis <ißr Genieindsn futr ihre 
Mitglieder auf, verlieh sogar einzfjLr.^n hervorragenden Jaaen uas ßwar- 
gerreoht und gestattete dießan dea £rrferb von Grundbesitz. Die Ktianzi- 
pation der Juden in i^reusae.: ^rgec sich aoa der sllgoceinon Iiotwem\l,> 
keit. nach dem Zusac^enbruch bei Je.ia (IBOÖ) alle Kraefte in don Oienat 
des Vaterlandes zu stellen. '.;.ii so bic..:. die -iein-Hardenbergsche Ge- 
setzgeoung vollends alt cun noch Itmer herrschenden judenfeiKdiichen 
Anschauungen. Durch das rAU:':> vom ll.M^ors löi2 wurden alle Juden 
Preussens zu ataatsbuerfc^erii erklaart, iiiaen sleiche bucrgerltche «echte 
mit der, Christen verliehen, cio c;eiaehitung zur Verwaltung eines akade- 
mischen Lehr- und ßcr*<äamtr.o ihnea zi;fect:pro ;hen. Auch die anderen 
deutschen Staaten gewaeh.'t.n ceu Judoa die Gleichstellung mit den 
O-hrlsten. i*ur üayern und i..l^.er. konutcu .'.h hierzu nicht entschlies- 
sen, manche Striche Dautsohinnd. 'area ^rn Jaden nooh im».er ganz /er- 
schloseen. 



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- 14 - 

iNach den Befreiungskriegen (1815 - 1815) sollte der in Wien 
zusaauaengetretene KongreBS auch die fra^e der deutschen Juden re- 
geln« Waehrend dieses Kongresses und auch const waren die Salons 
der üaronin i?'8tnni von Amst ein (1758 - 1^16), oiner Tochter des Jier- 
liner i^ankiers Daniel ItzJK (s.spaeter), ihrer Schwester Caeciiia 
Frei in von ülekeles (1760 - 1836), sowie ihrer ;ichwo3ter Hebekka 
fiphrain t die Vereinigungspunkte alles dessen, vas jt^amen und Hang 
hatte. Die Vertreter Jfreassens und üesterreichs, Hardenberg und 
Me tternich , gaben woh^ die beetea Absichten kur.d, den de;itschen Ju- 
den ihre wohlverdienten Hechte zu aichera, aber diese acheiterten an 
dem h&rtnaeckigen Widers tando jiayoms, Jachaene imd der Hansestaedte« 
Wicht nur die Fuersten, auch die Jovoelkerung Deuteohlands var von 
einer den Juden nicht guepstigen 3troemung ergriffen. Bezeichnend 
fuor diese anti;iuedische ;itroeaung ist ein Brief VaTiaiiAag a von iünee 'B 
an seine Frau riahel . ^eb. Levin . Er lautet im Aaszug: 
Benin, 5. Juli lbl5. "Hier sollte voröostern ein Stueck gssen die 
Juden "Unser Verkehr" (Autor: ;>essa; betitelt, örscheinen, der ataats- 
kanzler ( V.Hardenberg) wurde aber sehr boese und verbot die Auffuehrung 

zuletzt Bit eifriger Heftigkeit. Bei Tische beim 3taatskanzler 

wurde gesagt , der und Jener Jude sei in der letz^ten Schlecht geblie- 
ben, andere ehrenvoll vervnmdet, ob das eins iQiz sei, die alten 
schaendliohen Vorurteile zu erneuern? Darueber sind r-.i»n aber viele 
Leute boese, denn Judenhas.i und Adelsstolz fluckarn nv.n in h'rloeschen 
noch zu guter letzt eiriÄCil recht auf." 

Der Hass dor jKuteohcn gt^jen dii. yvcuzceor^ und das durch den 
Sieg ueber dieselben errf4iichte öelbiobav.'^i^tseija ecZ'^üis'O'?- bei den einen 
eine ueberspannte Deutach tuo^eiei, boi ■Ujn rd:x::rsxi einer* u^iüsrachvaong- 
llchen LegitisiLus, die beide ge^ea die Ju5e.o yict^ riv';iitat:»n, welche 
ihr Buergerreoht d^^n l'ranzoasn ur«d ihre i'rfeihtitt u lar f rfcaz-oesi^chen 
x<evulution verdankten. Die nach den FrQih«ilfek2^i...*gen i.ebcrall iii 
Deutschland eintretende reaktionaere titro?;v^'iiie.; i..9h7 t'-i ?,a einöa Druck 
der Regierungen und einer Bevormundung tov Voälke.^, kurz zu einer 
atagnation, die Goethe 1820 zu der Aeusoe-riing nojti.-jto, äasa das voll© 

üefuehl voB "Unwerte der Gegenwart" horrachend 3öi« 

Hier ist auch der Ort, auf die K iHjneriO^o&s t:4e cinziigehen, die 
UB Ibüü allenthalben den Juden auferlegt ifurden, 17Ö7 oriiess dor 
schon erwaehnte oeaterreichisohe Kaiser Joseph II. ain Patent, wonach 



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- 15 - 

die Jadoii bestiauts Geschlechtsnamen und deutsche Vornamen su waeb- 
len haetten« Die Feetsetzang der Pamlliennaaon bildete die arund- 
lage einer ^ordneten /enraltung und ^{eohtapflege. Die Beveggruenda 
2U dlesea irlaas waren also zunaochat solohe der dtaatsraison. D9r 
Gedanke derAnnahae fester iraiiiilennaiien Ist aber auch eng verbunden 
alt den GeS«iäenko«piez der Kaanzipation. Diese, der das Kassenpro- 
biea In dea uns leider «eiaeuflgen öinne unbekannt war, loeate Ihre 
Aufgabe teilveise von aussen nach innen, d.h. sie versuchte, den Ju- 
den der aeussereu Erscheinung nach des Christen ßleichzus teilen, frei- 
herr von Schroetter . ein rtitarbeiter steine , gab In seinea Entwurf ei- 
ner preussisohen Judenakte bei den in $ 2 vorkoaaenden Vorsohlaegen 
(scheren des hartes, 'fragen deutscher Kleidung und Annahae fester Fa- 
ailiennaaen) s,B« folgende ßrlaeuteruBgens "Die Absicht, die Juden 
SU nuetallohen Staatsbuergern uazusohafien, kann allein auf dea tfege 
einer allaaehlichen Yerachiteiising alt den Christen geschehen. Der i 2 
aacht die Juden deiu Aeuesern nach den chrißten voellig gleich. Welchen 
aaechtigen hinfluss das Aeuasere auf den inneren Kensohen hat, darf 
wohj. nicht naeher angefuehrt werden, l/cx Eueglioh vorteilhaft wird 
dieses auf den christlichon gemeinen Mann wirken, dessen Vorurteile 
groessten teils voa abweichenden Aeuasorn derselben herruehren". Die 
Jr'estlegung auf einen bestiiiuiten ir"auiiilennamen atellt einan Angleichs- 
versuch an die Gewohnheiten der Christen der. Die Idad des (Jesetzes 
hat also eine Handlung durchgeaiacht. Eine uvsyrueneiioh adainiatra- 
tiv gedachte Kaseregel vurde zu einetr Ka-apfmitxol gegoo ein^a OeBrauch 
der Juden, ge<sen die Sonde reteliung ihr^r Kfii:*e-:geba:ig; «o wurde öle 
zu einea hixlsaittel zur Aeoiailierung der J Jden. Durch 'i^.e schon 
oben erwaehnte izidikt i^riedrich i^ilhelüie III. (1797 - 1840) von 11. 
Maerz 1612 wurde allen ia preussischea Staat wohonaften Juden und 

deren jraailien das preuasieche Staeit^buer^errecht verliehen. Der Kos- 
nig aaohte die Verleihung eb.^r von der iJedingiLig abhaen^ig, daiss die 
Juden kuenftig fest Oestiaate iramiiiennaudii fuenrtca. Ta le, und den 
frueheren Jahrhunderten legten sie eich naealich oft verschieden;» £V>r- 
■en desselben aaueriS, aber auch verechiedeue i4;«jiien boi. Das i-'ehlen 
fester j;"a«iliennaiueii und diA^ \ erwirrende Verwendung eigentlicher Vor- 
naaen als Jfaailiennainea brachte vielfache itißdverstaetidnisse, auch 
viele Hissgriffe mit sich, liriefe kauen an falsche Adresaaten, fal- 
sche li'ersonan erschienen vor den Nerval i^ur^go-und Geriohtsbehoerden 



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- 16 - 
uud bei etwa noeti^en Hauesuchujigen wurde an falscher Stelle naoh- 
geforsoht, vaehrend der Gesuchte entveichen kormteo In Ausfuehrung 
des oben ervaehnten Kdiktee aussten die An^ehoerigen des juedischen 
Glaubens vor der übrigkeit ihres rfohnortes erklaeren, welohsn Faal- 
liennaaen sie kuenftlg bestaendlg fuehren wollten. ß9i ihrer Jieur- 
kundung herrso^ite voelJige willkuer. 

Di« oben goeohllderten ;;iustaende nach den Freiheitskriegen in 
i>eat8chland und uesterreich und die daait verbundene Unterdrueckung 
der Juden, die an maachen orten, wie z.ö» in Wuerzburg, Bamberg usve 
sogar zu Judenhet^en sich steigerte, hielten an bi& zum Jahre 1846, 
Die Masrzstuarme dieses Jahres zertruemmerten in den meisten Laen- 
dem Kuropaa dsn morschen iiau der alten Ordnung;, und damit auch die 
Schranken, durch welche engherzige Regierungen die Juden von der 
Gleichheit Tor dem Gesetze aus^eeohlossen hatten. Der al3.gemeine Ruf 
nach IVeihsit und Gleichheit forderte in allen Laendoni auch fuer die 
Juden die Keohtsgieicbheit so naohd^niccklich, daas sie gewaehrt wer- 
den musste. Die maeohtige Umwandlung aller Verhaeltnie&e und An- 
schauungen gab sich in dex grossCii Zahl von Juden kund, die in den 
Parlamenten sassen und daselbst nicht geringen i^influas ausuebten. 
Aber die Heaktion setzte «sobald vie^ler ein, wenn auch nur fuer kur- 
M Zeit. Denn ee folgten iie gro.nsen iiiroignlsse der Jahre 1666 und 
1870/71. Und nach dieeeu Kriege hob Keiier /ilhelv? I« bzwo der deut^ 
sehe Heichstag die noch beatehenden i)e80hra»nkungen, welche auf den 
Juden lasteten, aaf; so varde ihnen die bis dahin verschlossene 
Hichterkarriere geoefiViet, sie wurden zi\ den ätellcn an hoeheren 
Lehranstalten zugelassen usw« 

Mamchtiger als in ir^^^ad eineui anderen Lanitc; >:ar die Umwael- 
sung, welch« die i»ia«rzrevolution des JfUiros 1843 fuar die Juden Oss- 
terreiohs herbeifuehrto. Die Stuerice, welch.e dicr.?c Heioh bi£ in 
•eine innersten liefen aufwuehlte, zerbrachen. Ruch (1^3 ^uhrankea, 
welche ein« mittelalterliche Gesetzgebung fu >r öXe J^'den aufgerich- 
tet, ^iit eineiä ;90hlage fi<;len alle fuer die Juaen bis d^-Jiln Dastehen- 
den besohraenkungen und Avsnahme^^^esetze, unc: mit einen Kaie trs-^^en 
dieselben in den unverkuerzten Genuas der hechte, uic uclche ei:> bis da- 
hin vergebens gekaempft hatten« Kaa;A gab os irgond sin Verhaelcnis, 
welches von der gewaltigen Bewegung dieses Jaiirea unbaruehrt geblie- 



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- 17 - 

ben waere; bis iu die irrjuiile hinein trug sie ihre gewaltigen üm- 
waelzun^en, erlceste diese von deio jJatme und aer Schmach, mit wel- 
cher das "faAiii enge setz" auf ihr lästerte. Eheleute ; oft Greise, 
deren tlie, weil sie nicht "Familianten" waren, nicht anerkannt war, 
liessen jetzt diese durch eine nochmalige Trauimg lagltioiiereri und 
gaben ihren Kindern ihren Namen, deii sie bi« dtJiin nicht tragen durf- 
ten. Auch in Oesterxeich trat, naohdaa die Devolution niedergeworfen 
war, eine Heaktion ein; eine Verordnung vom 2.0k<iobGr 1853 setzte ei- 
nen Toii der f rueheren Juden^iesotae wieder in Kraft. Aber schon .')ach 
dem itaiioniechen Kr:'c-^ (186u) und erst recht im Jahre 1867 wurden 
guenstigo Gesetze erlassen ui'.d die vcllHtasndigo Gleichheit aller 
ätaatsbuerger vor dem Gesetze ausgesprochen, die Juden in den Verband 
der Voeiker üesterreichs ale gleichberechtigte Mitglledor aufgenommen. 

üie zum üeginn des LVeltkriegee (1914) war al.^ö die Gleich- 
stellung der Judtn in den meisten Laendern -iuropao z^«'cr durch die Ver- 
fassung verbuert,t, a.'2er di» i'oauzipation der Juden aeit der franzoe- 
sischeu uevolution hatte doch vielfach uidorsiand und U iwiller. hervor- 
gerufen. Im Juedischen Lexikon (Jäd. I.S.144) wird d-ie V^rhaeltnls der 
Juden und Christen zueinander in der Zeit von etwa 19Uü bis zum ür- 
Bcheinen des Lexikons (1928) folgendermasüen treffend geaCüildertj 

"Der Antisemitismas, der ia Deutschland in den l'-jtzte.- Jahrzehnten des 
19. Jahrhunderts seinen Hoehcipuirkt erreicht hatte, bega'-ni allmaehlich 
sozusagen zivilisierte For5aaiai5;«uneI:iiön. Die i^aärupolitiii eines /Jil- 
wardt, i'ueckler und Genossen verfir-g nicht »ehr wi«* fruoher. Um do 
staorker wurae der gosellschaftlichi und z.T. auch der oeho eidliche 
Antisemitiofflus. Wohl war die Anzahl d^y cjitl sazaiticchca Abgeordneten 
im Heichdtag und in den Laen:!ern dar einz«?lne-7 Stsi&ton nur garing, 
aber die judenfeindliche Bewegung hatte liosh ia aine;^) Teil der koneor- 
vativen Jrartei eine starke Stuotze. 1%, Justli^rUsristt als Hotare cnd 
Richter, im 3chul-und Wiiitar^rdienst, besondere? abar rji den Hochschulen 
wurden die Juden stark zurue^kije setzt, teilveice gacz ausä^^schlosisen, 
so von den ordentlicnen Professuren i ad der OflisiJ9rßie.urj^hn. .vis der 
ufeltkrieg ausbrach, zeigte sich die innigy Verbondonheit aller deutschen 
Juden ohne Untersohi.^d der i'r.rteirichtung, a.-« t ihren» Va^erlanäe. - ~ - 
Je schwieriger sich die KriegciRge und die wi^tschaftlichon Verhaclt- 
nisse gestalteten, desto eifriger wexen die Judenfeinvi^^ b€ .strebt, die 
ychuld .^uf die Juden zu echioban. Auch der nliitaerit-che Zuaaramei-! bruch 
wurde ihnen zur Last /^9legt, die Hevoluticn a^f ihre K^uehli-^rbeit im 
Heere und in der i^e/oelkGri-in^ zuru-jck^refuöhrt, der ne.ie St>iat als 
"Juaenrepublik" geschmaebt, <^i3 Inilption und der ••irtsv-haftliche Huin 
des Landes aui ihr Konto geeatzt. Mit d:;o8t;rx Argiui'sntön operierto die 



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- 18 - 

Agitation der "Voei.kiachön" und ihrer Geelnnunt^sverwandtenp die sich 
bis zu der iforderung, den Jaden die ütaatebuergerrechv.© zu entziehen, 
veretiegön, ja auch vor politischeru Kord nicht zuruockschreckten 
(Kurt üisner, Gustav Landauer, «laiter Rathenau, r^u^en Levin^jo** 

Und der historikcr von Weltruf und rain arischer Aostammung aus 

einer nugenottenfamilie, ^eit Valentin , schreibt in seinem 3uchj itfelt- 

geschichte, Acisterdam 1939 i3doIl ^«379: 

"Das gebildete und wohlhabend werdende deutsche iiuojTgertuffl im Beaten 
und Suaden I>ecit8chl8nde war von antiseaiitiechen Jtiin>üuiigen ebenso frei 
wie die entsprechenden Kroißc» in England uir>d i-rankraichc Afeniger ge- 
bildete» mit Gluecks^uotcra und Geisteagaben «par&amor ausgestattete 
Schichten fuehiten sich von intelligen^/ea Juden leicht ueberfluegelt 
und quittierten öoiche ^irfolge mit Hiostrauen, ja mit aase. Der Unter- 
schied zwischen dem alt eingesessenen JuderJ^um des «tlcstens und dem be- 
sonders von i'olen herelndmengenaen Ostjudentum, der von den Juden ja 
selbst betont zu warden pflegte, konnte vorhandene Schwierigkeiten nur 
verschaerfen. Wirtschaf oli;;h und politisch war das deutsche Judentum 
eigentlich konservativ ges nnt, es war durch die iirschwerung staats- 
buergerlioher üleichberechUgijing aber h^^eufig nach links getrieben wor- 
den« Heligionsueberliel'erung und ir'amiiianzusarairenhaenge machten die 
Juden In der ueberwaelt.lgenden »-jehrheit zu loyalen Stuetzen jedes 
öystems, das sie menschlich behandelte und durch Arbeit hochkommen 
liesso** 

Aber die hier angeschnittenen fraigen berwiehren schon die Gegen- 
wart und haben nichts mehr mit unseren ^^orfahron &u tun, sondern nur 
noch mit una und unser an i^achkommeno 



Zum oeSGeren Verataendniß der nacUfitehonc«öfi Außfuehrungen sei 
folgeades bemerkt: die von mir aufgestPllt^r. '' otauiü-Tafel^i (s. Bei- 
lagen A«l-3) dienen als Grundlage und maeäcen je'^ejls studiert v^erdeno 
iir beginnen mit der Aszea^anz von iJrunoVal'jatiri i\Tx ManneE«iJa»cs 
Vaters Heinrich V alentin {?Ö41 -• 1925) i '/?t^r von Heini^i^h V&ler. tin: 
Hartin Valentin (sen^ ,) (1799 =• 1356); Vat^rr von Kartin^Vfilenti» («en«); 
Joaua JFalk (175b - 1805); Vater vcn Joaua ^'alk; Jechiol i:ioael (172?? - 
ca^ 1793); Vater des Jeohf ül hiche.l : hiroch M ^'-hglo 

VühJPAÜJttüii \'oiS ii r; I ri A 1 il VA L Ü^ ü I l H ( 1841-1925 )• 
Der Vater von Josua ifalli . hl^is mit siciierhcit Jcchlel Miche l Hirsch 
bzw» iiichjiel airfach bzw, riichael liiraci (dl; i>ch: eibweise variiert in 



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~ 19 - 
den versohiadenen amtlichen ;jchriftßtaöoken, wie es in der damaligen 
Zelt haöufig der fall iot;. Jechiei « lebe Gott (biblitjcher Kigen- 
namej nach Philo-Lexicon ao510. J oaua Falk ist in boteaam geboren 
(s Akten Geh.ataataarchiv iierXin, ülatt 17)» also muss die Familie 
dort gelebt haben. In deoi ^hevertrag (Ketubba) des Joaua Palk vom 
7oXIol79S heiest es in Uebersetzung: "3ohn des Rabbi Jechiei , dar 
auch genannt wird f^dohel**, laut Grabstein heiast es von Joaua Falk 
(in Uebersetzung): '*aohn des gelehrten Herrn Hichel . Raubin*ar zu 
fotsda&'^ Und in den Akten des Uoh. Staatsarchivs Jerlin 1798 hoisst 
•8 woertllohs " Falck Jftlohel tilrsch . üohn dos vormaligen ^chutzjaden, 
Habbiner und Hanf- und Leinon-i'abriquanten i41chael Hir6ch'*o 

Jeber Jechiei ?iiche l sind wir rocht g;)naa unterrich^iet^ da er 
der erste Hanbiner in i'otedam war, Ueber ihn heisst ös boi Ka glter « 
üeschichto der jtiedischsn Cieirsinde zu Totadara 1903; '^J^chlel r üchel 
war ein aus i-olen stauLaonder Gelehrter (s. dagegen v:eiter imten).> Ort 
und Zeit seiner Geburt eiiid nicht bekannt. Von 1760 - 2777 wnr er 
Habbiner in jr'otsdamy und i.uar der erste totadaaer A^.abbiner. In Jah- 
re 1773 tritt an die itöllc der von der schweren chereic^ieri 3 ti fachen 
Hand Hichels unt3rzelchr.ftt'=» i üehpltjäquittu'og ueber 5 iHhlr. monatlich 
•ine andere üntercchrlf &. Yi^shaib die i{at>binertaetit^kc7.t .Uohele in 
l'otsdam um 1777 aufhoerlve, ob er demals gestorben odör vor* totadam 
verzogen ist, viseen vir rieht* Kein Leichenstein d<„a Votsdamer 
Friedhofes zeigt -^ine Inschrift, die von ihjt kucnd^t. Auch ist nicht 
bekannt, mit wen er verheiratet war." Kaelt er nennt Jcc hi^l h Äclel 
einen bedeutenden i>iunn, dorn die lotedcmer Jem-^inda vj.e?w verdankte« 
Kit praktischen Geschick habe er kraftvolle Energie verbanden, ueber 
die ganze Gelehrsamkeit des soliios Anseheno aich 'oo-u\:ji,ß\>&a Tsdiraflge- 
lehrten wie ueber praktigches Gc-schicU und ZaGidgkGiu VoJifuagi. yr 
sei eine Persoenllchkelt ^'ewooen, der hohe Achtang jobd. hi^e, Mjim auch 
aeusserlioh der kleine üaMi im langen^ iLit i'dlz veru/^eoitön Hock und 
hohen :}Chalt8 tief ein, dem gleichfalls pelzb&setztsn itrpjoi&l a.vS dem 
Haupt, eine wonig impoaiinfco rirechclnung geooten haben rooge. Auf An- 
regung Kl Che 1*1 wurde dao iiguo von M03&;3 li^pnaüm zu i'otidam zwecks 
Umwandlung in dio erste i:'o todam^r Jiyr.atioge g©k«.ult. Von d$r Kraf summe 
▼on 2üüü fhlr. wurde der i vois fuar den öynagogonplatz Moses Llepmanns 



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• 20 - 
Torsiohtigvrvoise abgertohnet, Att«fl«r U>pttann warea ansoheinend 
Dicht oahr als dr«i Geaeindealtglledor sui iiesahiun^ von 3jnatfO««ii* 
plMtzen laetonde. i>ie Kaafsoaae vora« dann aaehaaa durch i>ariehan 
tufge bracht, dia ^yna^oga 1767 ain^weiht« L\k Moeaa Liepaana trat 
^aohlei aicbel ferner d&durch in i5e<iehune, dasa er dessen Kindern 
taiaudisohen Unterricht gab» wodurch er su seine:» JcOireagehalt von 
60 Kthlr* weitere 4 atblr. jaehriich einnähst« üie Araut der Pota- 
daaer Geoeinde veranlasst^e rtiohel zu Verboten ge^en unnoetigen Auf- 
wand. Als solcher galt schon das Aufstellen einer Bauakuchonpyraaide 
oder eines polnischen Pfefferkuchens auf einer Hochzeit, was Michel i« 
Jahre 1766 untersagte« Auf Anregung rtichels wurdo ferner verboten, 
aahr ala einen Dienstboten zu halten. Dieses Verbot ist die 12« der 
13 Mstiaaungen eines dtatates, das die "vornehnen, edlen und anga- 
sahanan iSuarger** der Potsdaaer Ueaeinde i«J« 1766 festsetzten und daa 
Kaaltar auf a.29 - 3^2 in deutscher Ue Der tragung wiedergibt. Das Sta- 
tut trifft JMstiaaungen ueber die Verwaltung dar Gemeinde, insbeaon- 
dare in steuerlicher hineicht, und aeber des Arnenunterstuetzungswe- 



Ausser durch seine ßegOi^eiche laatigkeit in der Geaeinde lebt 
Jaohiel Hichel dadurch weiter, dass ihn Geor^ Jf'riedrich 3chaidt in ei- 
ner xtadierung der naobweit ueberliefert hat« Ich besitv^e einen sehr 
schoeneu Abzog der uriginalplatte, den ich ala dtudent zufaellig in 
iifuerzburg bei meinem i'reuuue, dem Juchhaenu.ler und Antiquar Ludwig 
Lazarus entdeckte« Kaeltor beschreibt diese Radlerunej, die (s.Abb.l) 
ia i»hilo-Lexikon 5.570 p.bgsdru.ckt ist, gdr4£>u; sie wird auch in einer 
Aaihe von Kunstverzelchniesan und Kunetsclirif tca beochrieben« Auf der 
linken Seite in Kopfhoeho findet sich eine 3.£.teinisch6 Iiiachriftf die 
lautats "G«F*dchaidt ad vivujn Jeoiel. ^rolini .1762'*« Ausser dieser 
aaitliohan Inschrift befindet eich noch eine Unterschrift, die lautet: 
"Hirsch Michel« praesentiert an Isa&.o onis durch Aaron ^.onreca**« Ue- 
bar diese seitliche Inschrift und die Unterschrift s«bei Kaelter; sei- 
na Verautuflg, dass es sich bei dea iJare^ee teil ton ua den ersten ^ots- 
daaar Kabbiner Jechiel hichel handelt, kaiin Jetzt gar nicht mehr 
tvaifelhaft sein, ^enn Hl rech bzw« Jechiel i^ichel war eben der richtige 
äaae unseres Vorfahren. i;u der Unterschrift: "praesentiert an Isaao 
üais durch Aaron Aon«eoa" ist noch folgendes zur i£rklaarung hinzuzog 



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- 21 - 
fiMgent di«88r Text ist angelehnt an did dauaio v«it v«rbrelt«t«n 
"Lcttres juires. Ajneterdaa 1736", Der Verfasser dieses anoayB er- 
•ohleneaen ikiches war Jean Baptists de iioyer, Karcuis d'Argeas (1704- 
1771)« Oie Baisten liriefe sind ueDerachr leben i V.aron Monnioa k 
Isaao UAis'*e &n ist also falsoh, wenn sta^t '*Jeoiel'* an mancher 
dtalle (»o ft.i}. bei iia^ler, Kuenstlerlexioor, »uenchen 1835* bei 
Jacoby, ilerlin 181^ and anderen} zu lesen ist: '«faclebat", worauf 
schon Kaelter mit Hecht hingewiesen hat. Und da der Vater von Josuft 
J^alic (s.s.J. im ßhevertras) Jechl el oder (z.i). auf desa prabstain) 
Herr feichei , oder schliesslich auch y.lchel tiicech geheissen hat, so 
ist damit der üeweis «rbr&cht, dass auf der üadiorung der Vater des 
Josoa i?'alk dargestellt ist, der ja seit 1760 Habüiner in fotsdaa war. 
Auch spricht die Unterschrift "Hirsch Michel" nicht dagegen. Denn 
•ntge^n Kaslter 3.39 gab os daaals unter den Potsdamer Juden einen 
Hichel Hirsch , eben den Yausr von unserem Jooua FalK. wie aus der Ju- 
denliste des Generalfiskal d"Asni^res zweifelsfrei hervorgehto Die 
UAdrehang in Michel Hirsch besagt bei den damaligen (lepf logenhei ten 
nichts, wie ja schon daraus zu ersehen ist, dass er auf dem Grabstein 
«<iohel genannt wird, in den Akten ilichal Hirach usw. Die Unterschrift 
war also kein Phant&siooild des Kuenstlers, wie Kaelter meint, sondern 
;äohmidt wollte di*m Verfasse), eben dem Harquis d'Argens, mit dem er zu- 
saoaen in Jerlin lebte, eine Aufiitrksrjnkolt bazeigcn. Hirsch rtichel 
war ja, um es noch einaal mit aller iJautllcbkoil; su ^agen, der rieh* 
tige xiaoie uneeras Vorfahrten (s.auch zu die^cia 3tich: Catalo/^^ie rai- 
Bonn^4 de l'oeuvre de feu Qf or^e Fr^cÄric ich/aidbc Lordon i78y po 88; 
Jacoby . Loi:)i>i Schmidt «s Weikö, xierlin 1815 So 98; ailva Cary^ ilhc ; 
Daniel da Ponseca, juif porta^ais, cdl%>>ro n-iüsotn et pollticlen k 
Constantinople. In: i^eetschrift z. SO.Gebur^nta^ Majc iieuburgeitSp 

Mien 1948 3, 73). 

Der üarquis d'Ar&en a, urspraenglich franToeeischer Offizier, 
spaeter Direktor der sohauspivle- in lierlin, sieiioerte zu dorn frc-uudea* 
kreis Friedrich des Grossen. Jeoer in\eiatit ej bei Jr^ rRns Kursier t 
Geschichte Friedrich deu Gvossens '*In danesoucl vereiai/5te Jr'riedx'ich 
den Kreis der Aaenner ua eich, denen er sein besonderoa freundsohaft* 
liches Vertrauen schenkte. Donjenigrr, die ihm au& der schoenen 
ttheinsberger zeit geblieben varen, irusbte er L>a.lU neue Freunde zuzu* 
gesellen. Unter den letzteren Ist bssoiidera der iiarguis d'Argens zu 
•rwaehnen, der, von provenzali acher Geourt, in der Heimat wegen seiner 



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- 22 « 

freien Gesinnung nur Verfolgiingen erlitten hatte, hier aber ein 
sicheres Asyl fand; die Anmut seinec Benehmens, die fein© Bildung 
seines Geistea, vor allem aber die treue, anspruchslose Hingabe an 
den KoeniiÄ machten ihn diesem bald so wert, dass er nachiralfa die 
Stelle in Friedrichs Herzen einnahm, die frueher Jordan beseesen hatte. - 
Bis zur Zeit des bayerischen Erbfolgekrieges blieben Priedrich indes 
noch einige naehere Freunde erhalten, mit denen er der Veigangenhüit 
gedenken und sich auch noch so mancher anmutiger ßluete, die der 
Herbst des Lebens aufs neue emporspriessen machte, erfreuen konnte, 
Marquis d'Argena zwar, der waehrend des Tjaehrigen Krieget; so treu an 
dem Koenig gehalten und mit der 3chaerfe aeinex feder fuer ihn gekaempft 
hatte, fand sich, als das gebrechlich© Alter sich einatsllte, in der 
rauhen Luft des Werdens nioht mehr behaglich, und sehnte sich bald nach 
seiner warmen Heimat, nach dor scboenen Provence j, ssurueckc In der Koe-' 
nig sich entschieden weigerte, seine Zuetimmcrg isur HueckraiEe zu geben, 
80 glaubte dUrgens «ndlioh, J?riedrich halte ihn nur deshalb fest, weil 
er so viel« vertraute Briefe, die leicht zu Missbrauch Anlass geben kenn« 
ten, von seiner Hand besitze o Kr packte sie zusammei; und sandte sie an 
Friedrich zurueok, mit innig ausgesprochenem Dank fuc»r all die Gnade, 
die er bei ihm genoBsenf und mit der ernouttsi? Bitt« ua soiaen Absahiedo 
Jetzt gowaehrte Frijodrich, tief geruehrt, die Bitte des Freundeso 
D'Argens erhielt das Paket Briefe uneroeffnet wieder; gleichuahl nahm 
er sie nicht mit, als er, iai Jahre 1769, den gaetlichen Boden verlicsso 
Bald nachdem er seine Heimat erreicht natte» slEirb sr^o 

üeber Georg Friedrich Schmidt (1712 - 1775) p von dem ja die 
Hadierung unseres Vorfahren (^tajamt, waere noch ergaenzond zu sagen» 
dass er koeaiglicher Koilcupferotacher in Berlin varo Auch Richard No 
tfegner zitiert Schmidt in seinen schoenen Buch '-Bas Anatomenbildr.ia" 
Basel 1939 So 131: "einer der Hauptmeister des deutschen Kupferstiches 
in dieser Zelt, in Paris ausgebildet, schuf 1757 ein Bildnis von dem 
um die Eiagewe idelehre und i41kroskopbau verdi^rtcn, durah leine ly^Jek« 
tionskunst bekannten Johann Nathanael Liebcrkuchn (1711^^X756) im QvaT.o 
Kr schuf einige andere glaenzende Aerzt<9bildnl&8®'*o Schmidt war oin 
GrosBonkel des Goethe freundes Kai^l Friedrich Z<^lt^r^ mU de^rson Ur- 
enkel Rudolf Zelter, die Tochter Julius Valentin ^9, a^lso iralne Kusine 
Toni verheiratet war« Der Goethe-Zc^lter aehnelte seinem Grossonk^l und 
war sehr stolz auf ihn. (s. Brief© Zelters an (»OQthi Nr, 804, 816 nnd 
817 des BriafVechsela in der Riemerachen Ausgabe, Briofe Goethes rui 
Zelter Kr. 815) o 

Entgegen K aelter (So 58) stammt Jechiel hichel nicht aus Polen, 
sondern ist etwa 1722 in Potadaa geboren, und y:wav als Sorm des Hij[3^ 
Michel . Hans Bamberg , der je an Ort und stelle in Berlin die betref- 
fenden Akten studiert Lali, hat dies alt Sicherheit festgestellt; das 



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« 25 - 

9Ttr.i^'c etch pa*2 dem i'olgt^nö.^n, Leiit KA©lter d.l6 wurdp Jg chlQJ Mic hel 
1760 zim l^kote(Xtm<oT Ua^-oi-ii^r ^ievaehlt, er war »onlt nach meiner jöe- 
rechnang daiaale etwa JV^. iJpJ^m alt» Das üunl^elp das ueber H^cJlsJ:.'» Tod 
herrsch "fc (1777 endet seino /.'oetigkelt aia Habbiner i-i i^ot.Tdßiß laut 
Kaeltor 3.61), laessi ßäch viöiXoicht dajQit aufhelle^*, dc.ee man •'ji- 
nißUDtf er sei au eeinem 3ohne Jorur >'alk na;h ßeri.-«.r g<?ÄC£:en un«l dort 
geatorb^np doch iet das nicht a«)hr als eiriö V«rm^tur/.,; von mirp ciorn 
auch in Potsdam hatte JechieLi'iASliii «inen Sohn, i3er«^ ndt hir poh iiit 
Namen (s.> Juden-Liete öeh.ötaatearchiv lierlin;, Di*iser i3*i:endt__)H ireoh 
war It.Kaelter von 1774 - i8ül Beisitzer oder Vertreter i» Vor»t..^*d der 
JuedißChen Gemeinde in Potsdamj er war der aoltere jiruder von ;I,ia.ua 
^'alk und hatte 1769 die K.onceaeion zur haibhanlonen zeagfebrlk j "hal- 
ten, diese aiao von seineia y/ater uebernoaiaer;, von i/€J,cheai cfc in den 
Akten des aeh.."itaatBarchive^ Jieriin ja heiost: '»Habliaerp Hsuif- .ir.d 
LaineiifaDriquant"« Von Irulturhistorischeia Interesse ist di<r? weliicr« 
iiotiz in dar Juden-Liate uaocr i^^^rendt Hirach: er hatte dir,- Kou 3jß- 
sion 1769 erhalten mit rfer b-^dingang, öaos ar 12 Wöbistuehle halt'ui 
mueaee« 1776 hntti er #i»ic..'.' die vorgeschrict^en© Zahl, aocr in d»?.^* L:.ate 
von 178Ü hatte er nur noch 'i und vurde daher aufgefordert., inne; lalb 3 
monater uie fenxßndön Rr*?.u»o.aaf itHi; o.ietter ierwiu w..iro<» iutLttr w .vquv 
ainauög(»5chobenf bie 2t>c JuJJ lY8*io jir bssaBe »wei ?.'uö\i3<»r fuox iie 
fabrik« 

«er die kutter doa Jjjsu^. i^nlk, alao eis Prau dee Uatbinc J«- 
ohiel KJchel ßeweesr ist, icicaeii ni/: i.lcht, Die jp. fj.;Ujn /^fclt<i?r be- 
tont hat. Das-^öOn eiad wir ue^er hVJic'ö «JroEöelterc v?.r^t,ar.lio5iv/6e:'.tjrit 
doho die «iitern von J oohiel 1 aghf? i gut orie/?.tiert, Der ';..;ter hl )*J3 
iiiraoh Eichel und stacwte aua .Str^.saourg CwGhrr.che:n.'J.ch Xa Hav l'okitfr- 
nark), heiraieto 172ü od^r 1722 <':.ö Tochter doe £a9ob..-^qs;e© Mut ^^iat -öl- 
te nach Jr'ötsdafü ueber, yo «r d-is Jeacnaeft seines ^/srötortisrtn ^cMvt^" 
gervatsra, einen GeifUöra^.Äii'iel, uobernah&o Von Intcreo^f. slr.d die ;vk- 
tea auB dem Gsh.dta^vteai^chi'/ ii«)r.Un, we.lche die "V.jrs'leltutü.-" d<- -. Hirsch 
Gliche! betroffene Jlier Bfci noch erßrvenzond folgende? oectarkt: 

Dae von Friedrich d<ii. Großcor: i.Jo 17^0 c.rlaßeene "rieue r;-vi- 
üiert'i Ge^oralprivilegiu« u>:d :ic\2utzbriof vor i^io JufeÄOcr.fift in i'riua- 
ßen und der iAarK üriuideub Jir^;" öcstirmte raoh beige^e^Janor: ii8';en oiiie 
Xeilan*'' dar Ja(?en iü ordüatiiuhe und auanerordentlicit:^ Ijchüfc^aud«»; 



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- 24 - 

erster« hatteüi das Kocht, ihren äohutz auf ein Kind zu vererben» 
letztere genossen den benutz nur fuer Ihre eigene Person; fuer 
^anz besondere Uienete ward auch ein Generalprivilogium erteilt, 
welches fuer alle Kinder Johutzrecht (jewaehrleiatete. Juodische 
Dienstboten durften nicht heiraten, Handwerke, fuer welche Zunft- 
verbaende vorhanden waren, durften von Juden nicht betrieben werden, 
der Handel wurde nur fuer ganz genau bestiüu&te Waren erlaubt, der 
Hausierhandel auf dem Lande ganz verboten, der Ankauf laendlicher Gue- 
ter, der wenigstens zu de;i« Anlsuig einer Ackerl^aubeechaeftigung haette 
fuehr&n koennen, war untersagt. Ir'remdej Juden wurden ueberhaupt nur 
ins Land gelassen, wsnri e:'»® sehr reich weran, und erhielten auch dann 
erst ein i-rivileg, v;enn sie sich verpflichteten, Jr'abrikon anzulegen« 
Allerdings waren dieoe gösotj^lichen hassnahmen des grossen Koenigs 
nicht sowohl von eir»or Voreinsenoamenhtit ge^^en dto Juden diktiert, 
als vielmehr von dea gesunden oekono.'cischen Urundsatz, den Kleinhandel 
von einer Ueberfuelle von Auauebenden zu enfclasten und dafuer der gros- 
sen gewerolichon i'aetjgkeit auauebende Arb^üitßKraefte zuzuwenden. Gleich- 
wohl blieb d»s Unbilligen und Harten genug, las von den Juden um ao 
schwerer empfunden wurae, ala sie waehrend der Kriagszeiten gleich al- 
len anderen Bueigern des Landes treue Dienst» geleistet h«ttten. 

Die üchwiegerrautter von Hirsch rli ohel, y.lso die .vitwe von 
Jacob I'ioses . richtete 1720 - 1722 ein langes Cf^suoh ar. den Koenig 
Friedrich Wilhelm I, mit dsr ^itte, dass dm auf ilirsn veratorbenen 
i^iann, den ;jchutzjuden Jaco^a .»»ogee in Potsda« aucgestallte Privileg 
auf ihren dchwiegersolin transferiert werde (s.Aktsn), und dass dieser 
ihre Tochter heiraten duerfe. Die weiteren Aliten aind insofern von 
interosoe, als es - von anderen, mit uns nicht; vorwaiidte Juden - wieder- 
holt heisst: "Der unvorgleitste Jude X X oiuesce w^^jggeücbafft wrrden" 
oder: "Levin loasc aus Polen muesse weg" ot::.. i a/jh 1S?3 hat Hitler 
diese und anders Methoden iu 3 dsr '/ergessonhoit geholt und nieder zur 
Anwandunfj gebrecht. 

Jeber die ^-Itarn von Hir ocit ['li chel ist nichts D'^ka;int, auch 
nichts ueber seinen I'od urd aoino anderan Kinclev'o DagSrien wieseü wir 
mehr ueber die Vorfahrtu sciasr Prau, und iw.\i- aus den ükti^n des Geh, 
ötaatsarohivs iierlin aua don Jahren 1691 - l'jol, Üp war - wie .1a oben 
sehen g-wp/'-t - "M^ ;'orK.t*?r von {^Si^op: l^:-2ß^S:> dt.03c;.r stsr.n^-ü .».u.?. y'/.'.ßzen 
(oder) ';nd i<äl in Xoisc-.&n vor IV^O gestoyotiu, J'jXh iatar hißöe kose& 
Levin und ist I6ö3 goß türmen, aeino Prau wr\r oic rocrruor voix David 



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- 25 - 

Michel in i»otedaa, dor eWa 1700 starb. Omi Katlter (3.9 ff») 
finden vii' u^aer D avid Hiohel und seinen aohvie^erBohn Jacob Ko— 
folisendQSt Unter den 50 im Jahre 1671 aus OQSterraich vertriebenen 
und in der Mark ürandenbur^ durch den grossen Kurfuersten auf genos- 
senen Juden ist mit einiger üestliumthsit die Horhunft des ersten Ju^ 
den SU suchen, der als üewohner von Irotedaai gosohiohtlioh vsrbuergt 
ist» ebenso wie die groese I^achbargeaeinde Berlin ja diesen J:;inwan» 
derern ihre hüatstehung zu danken hat. Dieser erste Potsdamer Jude, 
der schon um 1690 als Besitzer eines eigenen Hauses genannt wird» 
beisst David i^'iichel . ^vid i*iichel fristete als verglelteter, d.h. 
mit einem kurfueretlichon aohutzbriefe versehener Jude schlecht und 
recht durch eine "Handlung'» sein Leben. Im Jahr© 1691 aber verliert 
er seinen Sohn, der iha in soinea Geschaeft an dio Hsnd gegangen war, 
durch den i'od, und dadter alte Mann sich den Anatrengongen des Ge« 
schaeftes wohl nicht mehr recht gewachsen fuehl'i, erbittet er von 
des Kurfuersten Oaatlen, viesa sein bio dahin in tfriezen ansaessiger 
Schwiegersohn Jacob i'joag^ mit Ueib und Kindern nach iotsd&m ueber- 
siedeln duerfe. Seine iäitle wird erfuellt und unter dam 27. Oktober 
1691 wird der Schut/briaf des Jacob i'iosee e\.\e Wriezen auf i'otsdam ein- 
^^erichceto Dieser achutzbriof (Photokopie das Originals iai meinem 
üesitz) gibt in bezoichnender Iv'eise dio Grunis&atze rieder) nach de- 
nen damals Juden in kurfuGrotiichen Landen gt^duldet wuirdon« i'jobcn 
den ueblichen ijrmahnungon und Verwarnungen Ir.scn vir in ihm, das)^ der 
Schutzjude von des demuetigon :^eibzoll, dem durc^hraifondo Juden da- 
mals noch unterworfen warun, geg;en eine jaehrlichr Abgp.oö von 8 B.t 
Schutjzoll befroit ».rar. Leider war die InnigK^ait dciH 7cr.a'>jr.dt schaft- 
lichen Verhaeitnissas zwischen David Wichel » öödi ersten Potsdamer Juden, 
und seinem nun gleichfalls hierher verzogenen Schvfla,^eröohn nicht von 
sehr langer Dauer; der Schwiegervater raounte ec!;on 1692 de« Juingeren 
das Feld und zo^^ nach Berlin, hier jedoch könnt« «r »ich nicht er- 
naehren und wollte darum 1555 '.-rieder nach Poljadam in sein ehemaliges 
Haus zurueokkehren. Aber er hatte die Rechnung ohne seinea Schwieger- 
sohn gamaoht. J acob fiOgt ^e, der auch die Schaldverbin'ilichkelten Michels 
uebernoiamen hatbo unu sir.h mit seiner zahirclchon Faüillie nur kuommer- 
lich durchschlug, wurde b^ia Kurfuersten vorate31ig: Die iMahrung in 
i-otsdam sei eehr schlecht da viele Kaufleute dort oneaea.vlg waeren. 



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- 26 - 
und der Handel auf dem Lande verooten sei, ao daae 2 Juden dort 
unmoegiich existieren koennten. üein ATotest hatte die yoige.dasB 
durch I>«ii:ret vom 5ü. Dezember 1695 beetimmt wurde (Photokopie in 
meinem üeaitz); Jacob aoaes, der "rite" vergieitct eei, aoUte 
bei seinem Privile« ^eschuetzt und kein unvergieiteter Jude in 
Potsdam geduldet wercen. Spaeter - 1701 - hat nochmals ein iUikel 
von David Hichel y Ja cob Hlchel (also wohl der 3ohn dea 1691 ver- 
storbenen iohne« von üavid M ichel, an dessen Stelle J2£obJ!i09e8 ja 
das Privileg auf Potsdam erhaltea hatte; eiaen Antrag eingersicht, 
daea er die iisMlung in PotedajD zusamoen mit Jacob^i^seja (also «ei- 
neu Onkel) ausueben duorfe» Jjieser Antrag wurde aber, genau wie der 

von 1695. abgelehnt. 

Der Vpter von Jaoon iioses war t'ioeeE Levin iu afrieaen an der 
Oder; er staro I6ö3„ Ueber ihn existiert ein auch kuiturhistorisch 
interessantes Aktenstueck aus dcai Jahre 1672= üs betrifft ein Gesuch 
dos Hos ea Levi n, ihm einen lichatzbrief auf «friezen auszu-steilen. da 
er menrmals seiner Habe beraubt worden sei, als er mit Hanöeleware, 
Pferd und iifa^en unterwegs gewesen sei. Auch der ^chatzbriel selber 
aus dem Jahre 1677 befindet eich in Photokopie in neineic öesitz und 
beleuchtet schlagartig Gie damaiigeu Zuatat^nue ujiter pri«»arion «ia- 
hela, deai Grossen Kurfuersten (1640-1688) sowie die ßeschraenkungen 
und ADgaoen, die damals der. Juden auferlegt waren. Schliesslich gev 
hoort zu diesem Aktenstueck noch ein Antrag des öohnes von Mosea 
Levin, des Jacob uosee , den bchatzorief nach dem Xode seines Vaters 
(1683) auf ihn umzuschreiben, zumal er bereits mit der Tochter des 
DaviQ Micha el verheiratet s»jio 

l>och nun wieder zurueck zu Joeua F*Uk r dem üohne Jechiel 
lUchols, von dem vir ja auch ausgegangen waren, Bv ist laut AKten 
üehodtaatsarchiv in i-obadam geboren i.Jo 1758 und ß^stoi ben ItoUrab- 
inschrift zu tierlin am 23,Jaau«r löo5o i-inen aelteren Bruder von ihm, 
Behrendt Hirs ch, haoen wir schon oben erwaehnt. uer Warn« £alk kommt 
oft zusammen mit Josua und apaeter auch mit V alenti n vor, und zwar 
nicht nur in unsere Familie, sondern auch in anderen Paaiiien .xj.t 
dem heutigen i^ame.i Valentin , die mit uns keine verwejidtscha.ft liehen 
Beziehungen haben, üi^ j^klaervji« fuer diese Komoination der nam^n 
jQ8ua»Palk-.Valentin ist nicht ganz einheitlich. J£.5H£ ^^«iöat »»»^ 



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- 27 - 
deutsch "üott hiii*" und iot aln Diöüsclier tiigerinaaec J/alk ßiit 
vieiieicht aie das oymboJ. aea Heiaen (nach zschr.Jaod.ij'amiiientorach, 
Vololiopagelll)c in dem -Vork von Geor^ Keoaler s i)ie jj'aciiian^isjaen 
der Juden in üeutochiaridc Wittöilua^en der ^entralateiie fuor deat- 
eche Jrersonen- und Jfamixiengeschiohteo lieft ^'ücheigziß I9'^5t heiast 
•8 Ö.2Ü; •♦rfarum Joaua und KalK gleichgöBetst wurden, ist mir nicht be- 
kannt« i;ioBe Gleich Setzungen sind jedoch ebenso alt und AlliStmeia ueb- 
iich wie die ebenso dunKien von Jamuei und Hellmann" j und an anderer 
jteile bei kessier: "JeLiate: Verdeutschte hebraeische naman: Josua: 
jf'aik (polnisch üokoI;, ^aiklein". Unser Vorfahr wird in den cmtiichen 
jchriftstuecksn verscnieden autöoluehrt: i'a Jcka Kich RelJiir_Bch, Falack 
Hichel Hirsch , falk iUchel Hirsch , VHlentin ü irach. Und was uaazTen 
heutitien wajjen Valentin anüetrilftp oo ist hxerau zu bemerken, aass, 
soweit ich es feststellen konnte, alle lYae^er des Wimens Valentin in 
ueatschiand jueaischer Aostauiiaunc; aind» (j-er oekannte hlat^riker Veit 
Valentin schreiet allerdings iai i\,achwort zu aeinea» Juche: welüßeeahich- 
te, Amsterdam 19?9 ö*711: "Ich stamme aus einer Hugenottenfanilic», die 
nach der Aufhebung des Kdikts von liantes aus deiü Lyonnais nach */ftst- 
aeutschland ausgewandert ist. Ich oesltze don heute im Jjeutgcheu 
weich eingefuehrien, ordnuncsmaeseife ausfcest^ilten Ahnenpaas, des auch 
alle Jriiroßaeltw«» enthaelto iV.eine /rau wa;f eoenfalia rein ariach"«)c 
her Warne Valentin taucht an den verschiedensten ürter. 'ind Jtcllen nach 
lÖOü, also nach ::.lnfuehrunö der vi amens^e setze, auf. (Bci-'itt» Jued.i'a- 
milienforschc Vol. m.pa^-.2U),. anfaxi£;s, wie auch bei aneerem Vorfah- 
ren noch, zusammen oder abvochselnd mit /alk, spaeter wird denn 
schliesslich Falk ganz fort^eiaeaen und ueorig Cioibl. nur elleln 
Va lentin . Ich natte mir imiaor vor/testellt, dasa VjOa^viTfx, ribi:alei.ten 
sei aus (i*m lateinischen vjUere (- i^esund sein), so siot es ja a-jch 5 
roemische Kaiser trlt aeui i,Ert.en Va.lons bzw, ValentiniauuSr forner 3 
christliche Maertyrer mit den: .^tarnen Valentinu», nach denen der i4o 
r'oDruar als Vaientinata^ noch heute im katholiochen KaLenaer oeseich- 
net wirac jo ain^t im Hamlet (IV. Akt, 5.^5iene) üpheiifes 

"Auf morgen ist iJanKt Valentins Tagt 
iohl an der ^elt noch frueh, 
und .\ch, 'ne rtaid, aa *'ensterschlag 
yrfill sein iiu'r Valentin." 
Auch in Goethes i'auat heisst Grotchena Jruder Valentin. Aber in den 



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- 28 - 

einöchlfciegigen Abha/idluixt^en koanfce ich kein« ijttetaetigang dieser 
fliöiner Vf^rmacang findon« Kaitarhikitoriöch iatereesant ist folgende 
ijotlz: "In Waerzourjp; geniosf^t eiüe in die ij'igar einee monachiichen 
llacLptes göfasste .leiiquie des hl. Valeatinuo, nach doic auch «iniS ur«. 
alte Kapöilö de» O.crtigen 4'llncritönkiü3terß gonannt wird( g^ossi« ^ 
Vertrauen in ^fefaeiirlichen XlndorKXgirikheitea; mcj?. iFi^^sst l>oaona<r<rs 
bei iiei'tiöen iieiirien, ailßeiaeineii KonvuJ.sioneii und anderen üympto« 
men scniif^ren Sröiriffoiiseins dea Gehirns den; kleinen Kranken "Vaien- 
tinshaupt auf3et2;en"e (Aoguet cJtoehr: Handbuch der ^g'.el.oxalnodisino 
19ü9oüo446j In der Arbeii: von Kessler i3t der name Valentin zwei Mal 
erwaehnt. In dem Aoachnitt ueber üi© altea HufpAmen der deutschen 
Juden erwaehnt K« als eine ir'orm der Anpaaeung der alt-henraolschen 
Hufnanen an die deutsche Umwelt die Verdeutschung heUraeischer iMa- • 
Den nach zufaelilfeeci üisichklan^v vie sie i:"'. waitem Jofang Anfang 
aes 19c Jahrhunderts bei de.* behoerdlich erzymngenoa ailgemainen An- 
nahme von ramiliennaaieri vortienomaen sei. I;7 dieaea Zusamnenhang 
zitiert Kessler als eina derartig» "Verdeut ichung" vcn '•i'elet**! 
"i'eld, "Weidmann" v.nd fue^t in Klammern hinzu: "auch Valtin, Va- 
lentin?", Also ein» ürklaeruag, üi*; Kessler selbst recht prablo- 
matiaoh erscheint» idum zweiten wale crwaehit. Xo den »iamün Vaist tin 
bei de*n in der Aufkiaerua^js- und Äinanzipatijriszeit voa den deut" 
sehen Juden ejigenoQtt-en«in "yillkuernaiaen*', j:?.C SK-ar in eir.er riui^rik 
"reinste rfixlkadrnamön"« In der Zeitschrift "j:;.v3äif.eUe .»«"ainiiiöjp- 
forechung" vird in llcit 40 Voi.XII 1930 an ? dt-ailec dex- Watra^ Vc • 
Xtntln in der Zueaiüitenetellang Fa lk yaleAtin a:ie^f^'-iirto liinwsl xn 
einer Aonauaxuu« ues .ore^l&aer jtaouiüfare ^■li^^'!^}Lj!j±^:;^^}k i^«*»*^* 
"Jreslauer in«ss<iaeste (1651 - 17:5ö)«; hier wird unter Mr osgaer-ten 
aus Äuelz aufgefuehrt: "ü^aa-k (Valentin) yclLtey^-r WIZ^ i"jJ7'*. Und 
ferner (So 724) in einer Uebersicht lieber den ijjatrjia des Archiv» 
der Gesellachaft fuer juedisohe *-'aiDilienfor-.3ch^Anß wirri e;j:ie Chronik 
•rwaehnt: "i-alK Valentin Grueufold und sein wo^K^o Unser iiamenp- 
Vetter, Herr Amtet-erichtsrat ad»» ü*rit2 Valertin (drüards ?Iaiaburi:>. 
Klein Joratel, iitu«behelde 102), desse.^. ar^rce^vater auch falk 
Valentin hiese, der aber nicht ciit uns verw-ndt ist, teilte mir 
foJeendes mit: "nach Ansicht des Herrn itaboinor Brillins in .3rec- 
lau Ist der ica^-nci Valentin der »oüenanatc "deutliche" i.>9i4e fuer difn 



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« 29 - 

juedicchsa li^meü j^aik (e;.- vernaJ.te sich ?.u Falk so wit horita zu 
hordechai odor l«o zu Loebol); daher ri^ehre die Tataachej, daas üi« 
i-tamen ValentiiT. und Pslk Lisist aaben~ und rai\io.luand©r aaftraterip oder, 
wie 68 ü<2i döo Zueizer Juden i'aiK Jchmeyer «:5fcwe3©n sei, abweohsoiad 
georaucht wuoraeiio Auch eine bekannte iroföeeorenfamiii«» aas iJree- 
iau nsnne sich Valentin, und zwar nach dem aroaevatcr i■■aiK"^ lieber 
die eoen erwaehnte üruenreld-Chroniit teilte der Voreitzendo der Ue- 
eeixschaft fu«r juedische ^amilienforschunßr H€?rr Dro Czellitzer fc 
jjeriirx, Herrn Arateßericht.orat «"ritz Valentin folgendes mit: "in ihr 
werde an einer ü teile der Vorname Jr'alk »rklaert als ein polnisches 
l^iminativ von Valentin, naemlich Valckc Herr üroCzellitzcr haelt 
diese Kombination fuer sehr wahrscheinlich, weil ihm mehrere, in den 
üstproviuzen geborene Juden bekannt seierij die eoenfalle beide x^amen 
"falk Valentin" als Vornamen truegen, forner weil ihm von? Kriege 
(1914 - I9I8) her erinnerlich sei, in Polen mehrfach ^anz entsprachen» 
de Diiainutiva, v;i€ Zet^o AiUtek fuer Ludwig, ^v^hoert zu haben, (Die 
i-irk^acrun^s fuer den iSr3.aen "Valentin» bleib i bui dieser Koaibination 
ja Imaor noch offen) "o .io woi^ unser ilcimefi'ivettßro jCei dwr erwaehn- 
tec "bek&i'inten areKlauer i-rofessoran-i^a/nilic'^ h&ndelt es oioh uic den 
beruehrat«n rhysiolcgen Gabriel Gustav \falqr.tint der 1010 zu iJreslßU 
geboren iet und nach 45-j&enriger Taetiekoi^ a.'.s Hochschulprofesaor 
in Jern 115Ö3 atarbe (Soueber ihn i^run o Kiecht Ganriei Uustav Valentin 
(161ü~lö83)o The .bife of a Jewish i'ion«*r of liodern kedicino, in: 
yiccor iiobinsoa weDorial Voiußi«« Wew York 1943 pol93)e Die gleich- 
falls oben erwaehnte familie f eVearuenfeld war in I3d?lin sehr bokiuint; 
sie war Inhaber eir^es gross<;n erstklasaigan L.exnen-r,€8Cl\€^ef cos mit ei- 
gener t'abrik in achlasieno Jnter den nitarbeir-ern döb Jusdiachen Lexi- 
kons wird auch angefuehrtj "Hugo ftauritz Valentin, Palvm (Schweden), 
uro philo Studienrat", also ein Beweis, c^aös auch ausserhalb üeutach- 
lands rraeger des i^iaae'-. Valentin jucc.ischer AbKtammur^: werenj denn 
alle uitarbeiter des Juvsdischen Lexikonfe waren, vie fjt. einer itelle 
des Vorworts «rwaehnt wird, Juden. Von weitsrwn Traeeorn des iiaaens 
Valentin sai d{»r Vator »einer Kutter, trcooranen Manhe^imer, erwaehnt, 
der d^n Vornamen Valent in fuehrte (uebor ihn Soßpseter), ferner fand 
ich in den jjaech^rn von üuetr ^ v .^arthg :r. Our^ndorinnc^rungen iäerliu 
19ü7 Sc 71 und von ^^arnhjird L^cBiue ; lilli ^-arthey, Tagebuechar aus der 



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iieriiner Jiederffleierzait, li«riin 1926 3o4,?l einen /erwandten der 
Pertheys tirwachnt, öamuei Valentin in ij'ranKenburg ia t,rzfc,eoirget 
geboi'en 17B7o Aus dessen »ihti mit uorotnea irar they entotaiLmten 2 
Kinder: i'riedrich Valentin and Christiaa Valentine Ich nehia« an» 
worauf ja auch schon der Vorname ;3&irtaol schlieasen laesst, daas 
auch diese Valentins juedinchor AöstaiaiL^ung w^iren. Verwandt sind 
sie nicht mit uns. 

•Jeber Josu a Falk wissen wir leider nur sehr wenig, ein ;Uld 
von Um ist nicht erhalten, ür ist, wie sclion oben ocmerkt, 17>ö 
(nach anderer Qu«l/.e 1755) in Potsdem geooreü, hat dort wahrscheinip 
lieh wia sein Vater und sein aelterer drudor denr endt Hirsch (so 
spaoter) die Hanf-und LeinenfabriKation betrieben, zog e%wa 17Ö& von 
dort nach Jerlin, wie aus den Akten des Üeh.ataatsarchiva hervorgeht ^ 
md heiratete am 7 Alol798 in Berlin die mritv« Hoeschen J o achim , geb» 
AorahamCson) (s.spaeter). Erhalten ist der aui" i'argamontpapier i^e- 
scnriebene lihcvcrtrag (hebraeisch "Ketubba") zwischen Jo m a i?'alk 
und seiner spaeteran i?'rau r ^oeschen, der in der s^it dorn 'elmud veb- 
lichen form ab^efasst ist und in deutscher Jebersetzung lautet: 

"Am Mittwoch, den 28, des l'ionats ChrjEf.thwan im Jahre ^»559 nach 
tlrsclnffung 1er >^«lt (7.isoveaiber 179Ö) nach der Za«»hlt\ng, die hl^ir in 
der ü\*adt der.lin vibiioh ißt, oezeugen wir, -daes Herr Jcsaa mit, deni 
Zunamen Falk « John des ilabbiners Jechigl, der auch genariit vira 
Michel, zu der .Vitwe Hoeachqn . Xochter des Jacob, gesagt hets 8*i mir 
zur Frau nach dem Gefietze 'lOses und Isruelse loh wer-ie t'uer dich F.r- 
beiten, dich in ühren halten, dich «rnaehran und ver3or£;nn nach der 
i^oiae der jueoischon haenr^v^^^, die fucr ihrts Frauen aroöi ien, si«. in 
ühren halten,» ernaehron und versorgen, in r.fcliohkeito \uch w©'dt 
ich dir aas üeld geben, d&h dir als alitwe : u^'omat: lüü üb naC' Vor- 
schrift der Alten, cbeaso deine Kost,, Kiöidi-ng und Kas d.i brauchst, 
und das eheliche iur-axiiiücns^in, wie uebiich. Üie tfitwe Frau Koe^chen, 
Tochter des JacoD^ hat ihre iiinwilligung dazu erklaert, sie wol^e ihm 
eine ühefrau sein. Das üi^^ntuin der Witwe n- a i .Hocachen und dii.- wit- 
gift, dl« sie ihm eingebracht an Silber, an ( oid und an .3chfouckr.achen, 
sowie auch die donutzung d^r üewaendcrp der Wohnung und des tihcbettesc 
alles hat Josua mit dem iu.iam«ü FalK, der tiraeutigam, fusr 50 ^>ilb»jr- 
l^nge ucüernommen, und der ^raeutigaa fusgt roch vom ^einigen 50 an- 
dere üilberlinge hinzu, al^ee in alleiii lüü üilb3rlingeo Und so spricht 
joeua mit dem Zunaaen £alk, der Jraeatigam: Die ^uergscaaft fuer den 
Ehekontrakt und dia i^iitgift und die Kenrzulaije deracloen uebernehme 
ich fuer mich and fuer oeine üroen mit der jiedingung, das© sie bezahlt 
werden vom besten 'ond schoensten der iiesitztuemer und des iiigenaums, 
das ich unter dem himool habe, die ich schon erworben habe oder erat 



I I L U 

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- 31 - 

«rwerbon w«räe, ji«)W«ßJioht lUid unbeweglich» tlueter ßoll«n buergen 
und 3icherh»it8pfa*nd«r E«iri, um von il- nen zu bezahlen ot^ige Ver- 
schreibung und die gemacht*^ Hehrzulage» selbst von dem ftantel auf 
meiiior ;ichulter, bei meinem Leben od9r nach meinem Tode von heute 
aD und weiter. Und die Ceiaehr fuer die Ver^chreibung, das Heirate- 
gut wind die hehrzulage hat u-soernommen Joaua mit dem Zunamen faikp 
der üraeutigam» n&oh der Art aller VerachreTb Angen \xa6 hehr-/.ulßgß- 
Urkunden, wie sie ueblloh Bind bei den Toechfcern la ^atls? uncl nach 
Anordnung unserer Weiaenp gösegneten Andenkono, abg'sfRSBt wurden,, 
nicht als dcheinzusage und nicht wie nur ein Jrkund^nforjaulare rfir 
haben die Zeremonie des ßeiiitzerwerbes gesei3X4.5süh x'ollzogen zwischen 
Joaua ait dem Zunamen ^aX^t iJohn des Haboinera Jechiel mit dem ;;una« 
»•" Wiche!, und der Wit'we a oeechen ,, Tochter das Jaco be Alles ist fast 
und rechtakraeftigo Das obige Desteetigon; Jamuel Daniel «[«il der 
3ohn des Claunlmaua, ein beglaubigter Bann und 3chroiber» Ahrndiber, 
aohn des Kasriel zi. asrlin^o 

Die iSraut brachte UoBc einen Lctteriftladen oiit in die ühe 
(Blatt 18 der AKtou des Gehoitaatsarchiva jtierlin)o Josua Falk siarb 
schon am ?3oJanuar 1805 in Berlin, iir ist beerdigt auf dem alten 

friefihof der jued;.ßchen Gemeinde in der Grossen Haaburgerstro eihe 
4Ü, Stein 2, jetzt iteihs 40 j, ni 1953^ Die Grabinschrift la-i^et in 
deutscher Uebertra^iungj "Hier ruht ein biederer, rechtschaffenem 
Manne In Handel und Handel bewaehrte er Treue o ds ist Herr Ha^K,, 
öohn des gelehrten Herrn wichel, des rtubbiner» zu fotsdam^ &t starb 
air Mittwoch den 25.>Schevat 5565 (25» Januar lö<J5)o Seine iJeele ßei 
aufgenommen in den Bund ewigen Lebenco" Das »inalgep a-s di-jsci ühe 
hervorgegangene Kind, also mein Grossvater Ma rtin VaJgnt.^n een c war 
bei dem Tode eeine:^ Vaters erst 5 Jahre alto 

yOhfAU Ke.» von Küült^Chiiiri fAL <C, f ^eboAüHAHAMCaü M) , rlu tter von MAHIXI< 
\i ALiL'nllH seno 

Josua Falk war verheiratet mit Hoescheu Abraham(«on)s grboren 
in Berlin im Januar 1767b gestorben in üerlin am 5<»Juli 1826» t?o eschen,, 
war, wie ja schon aus dem t;hevertrag (coOben) hervor/^eht, zvaiaul ver- 
heirate to AUS ihrer ersten Khe mit Joachim stsucmen Hin?^ .chs a»ner 
frueher in Guestrow (weckler. bürg j» aus ihrer zweiten lihe mit P^^Mi 
Valentin so Die Akten ueber ihre Wiederverheiratving sind im Gaho 
Staatsarchiv «rhaiteno Daraus geht hervor, dass sie in der are-ien 
Kh« (9iit Joacliim) 5 Kindor (Toechter) hatte o Das Schickaal von 2wei- 
•n ist bekannt, eis heirateten 2 J3ru6der Cohein in Guestrow; dij^ eine^ 



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U U I 



. 52 - 
Johanna^ verheiratet mit dorn rtiidhauer Loeger Cohen , starb kinder- 
los* Die aridere, Julie, erseußte mit ihrem Wann, üavid Cohen , 5 
Kinder» ^peitlie, ijau line und Albsrt Cohen . Albert Cohen heiratete 
Marianne Hinricb sLn .die Kinder nannten sich spaeter nach dem I4aed- 
ohennaaen der Äutter Hinrichsen« Was aus der 3. Tochter Joaohia ge- 
worden ist, weiss ich nioht. in den Twstament meines Crossvaters 
Martin Valentin sanosind nur die beiden erstgenannten arwaehnt» 

Auch ihren 2oilann Josua Jr'alk hat aoeschen noch 21 Jahre 
uaberlebtc äie ist begraben auf dem alten Friedhof der Juedischen 
Gemeinde in xJerlin, Grosse Hamburgerstr,, rteihe 29 ütein 1, jetzt 
Keihe 29» n« 2231» Die Grabinschrift lautet in deutscher Ueber tra- 
gung: "Hier ruht eine biedere J?'rau, als gottesfuerchtig ward sie 
geruehmt« Aus dem Munde ihres Mannes und dem Munde ihrer Sproess* 
linge wird ihr Andenken nicht weichen fuer und fuer» Der ihr tfe- 
sen widerspiegelnde iName war rtoeschen , Tochter des Herrn Jacob , des 
tfappensteohers, lihefrau des Herrn Falk aus Potsdam« Sie starb am 
Montag und wurde begraben am Diene tag, den 29.31wan 5586 (4, Juli 
1826), Ihre Seele sei aufgenocuDen in den üund ewigen 2iebens"o 

In meinem i^esitz befindet sich ein in Leder gebundenes Duchs 
I4athaii der tfeise von Lessing. Erstausgabe 1779t »it eingeschriebe- 
nem Besitzvermerk "Koeschen Abreiiamcon"« Aas» der Bescheinigung des 
uesamtarchivB geht hervor, dacs aoesc h en Vp .lent in ^^Falk) am 5c7II. 
1826, im Alter von 58 Jfüiren an £ntkraeftun£; f^uf dorn MTollankschen 
Weinberge in Berlin starb; ihre iifohnuiig war in der Koenigstr« 38o 
Üb der Wollanksche tfeinber^ die ufohnung eines ihrer Verwandten war 
oder ein Hospital, konntu ich nicht ormittoln. 

HQiiiäCHiili /ALKS yuaFAtlHO . 

Ihr Vater war der koeniglich preussische Inedailieur und 
Steapelschneider Jacob Abraham (1723 - 1900). Ueber ihn, seine Frau 
und seinen Sohn, also den j3ruder von aoesonen , Abraham Abramson , sind 
wir recht genau orientiert, da sowohl der ir^ter als insbesondere der 
Sohn s«Zt. sehr bekannte Kuenstler waren, ueber welche jedes Kueast» 
lerlejcikon Auskunft gibt. Ausserdem ist ueber beide ein sehr ein- 
gehendes werk erschienen von lassilo Hoffmann ; Jacob Abraham und 
Abraham Abrcucson« 55 Jahre Jerxiner Medaillenkunst« 1755 - 1810« 



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- 53. 

J,K.auffmami Verla«» Jf^ankfurt aa tiain 1927. loh besltM eines der 
20 ^enplare der Vorzu^sauagabe in herrliches iiaffianleder gebunden. 
Maoh der "Officianten-äohilderung** (Kondulte) dea General-Huenz- 
direktora Gentz aue dea Jahre 1787 (e.Hoffaann 3*10) ist Jacob 
Abraha» 1723 als 3ohn eines Hof Juden zu Heckienburg-Strelitz geboren 
und lernte in seinen l^eJahr« die ateinachneidekunst und dt-jB Gravia- 
rii in £>0lni80h->Lis8a. Auch Friedrich Hicolai in seiner ««iieschrei- 
bung der Koeniglichen Aosidonzstaedte Berlin und Potsdam** o Berlin 
1779 (alao bei Lebzeiten, und in der gleichen ütadt lebend wie Jacob 
Abraham ) schreibt VolelePelüll: '* JacoD Abraham zu Strelitz 1723 ge- 
boren**« In den amtlichen achriftstueoken wird Jacob Abrahcui oft ge- 
nannt " Jacob t'ach , identisch mit Jacob , dohn des Abraham Paoh aus 
iitrelitz** (z.do Gesamter Chi y). Paoh ■ Petschierstecher, hebraeisch 
Chaussins techer « Petschafts techer» Hoffmann geht dann auf die weit 
verbreitete Vermutung ein ( Sc z. B« Xhieme-Becker ; Kuenstler-Lexioon etc.)» 
wonach Abraham ruasischor bzw. polnischer Abkunft gewesen sei, und 
faehrt fortt " Abraham wird weder in der Jiadt noch in Laind atrelitz 
geboren sein, wenn er dort auch seine Jugend verbracht haben ma^» denn 
SU den beiden einzigen vor 1740 seit langem im Lcunde ansaessigen Juden- 
l'amilien gebeert er nicht. Anncheinead ksua er nach Mecklenburg- 
dtrelitz als 4Jaehriger Knab<^ des 1726 zugewanderten, aber sicherlich 
nicht aus Russland stammenden Schutzjuden Abraham Jacob , der 1731 
starb, und dessen Witwo mit zwei unmuendigen Kindern Lurueckblieb 
(nach freundlicher Auskunft des Hauptarchivs au iveuatre.litz)o Ver- 
mutlich ist die Witwe daiin in» Schverir.eche gezogen, wo Juden in 
groesserer Zahl lebten, weitergehende freiheiten geuoscen und wo 2 
pstsohierstecher (Liebmaim br.w. Aaron), mit denen sl« wnh r sehe ir^i ich 
Verwandtschaft verband, nicht unerheblichen rlinflus« gehabt haben 
muessen» - - - Ueber diese Verniutun^en hinauszugehen, duerfte muessig 
und nur die frage noch zu eroertern sein, woher die .Familie nach 
iieoklenburg zuwanderte und sich dann doch »ntflchloss, das damals ge- 
lobte Land der Juden in Deutachland spaeter niit dem an/^ebiich unduld- 
sameren Preussen zu vertauschen und hier Unterhalt sa suchenc In die- 
sem Zusammenhange wird man die Anmerkung nicht ale abwegig bezeichnen 
koennen, dass schon unter deu Grossen Kurfueraten in 3erlin 2 xirweder 



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ilÄSlP^ ^''^^' ^iS^l^LJ-^K^hSBi ^ -^ .\UeinBchr.«lder ,ind Pet8chi«rat«J0lv. r 
taetifo' Ä'ar«*a, wie öas Ausuaben dieaoe Haaclverke nach deiia GeneriilU 
iTlvile^; voi) l?5ü Can Juden ir. iTeuse^n auadruückiich g-jötattet v. . •» 
Zur iirk.UÄraBg des von Tho Hoff mann i41ftg'9teiltt»rA kann ich dadurch b-^i- 
tre^enj daat mii: ein Aktenstuöck aus dem G©h„;:=tastsarehiv üferiin c.i« 
d«ro Jahre 1746 2i\r Verfuetyaii^ stand^ es ist ein Gesuch d«« Ja/ ob 
^branaffl, ihn auf des irivllog flein')s i>ch-v;iegörvaterQ Cuff.go.l >?alpjtf.,u 
i'tiudon ( S^mp ^rt SaJomqa) al^ ?cXlnd an an 30 1 so n, "d.isg ihci freyßtel:-! 
sein«? i'e tschier-iitjecher frofesslon zu Jütadaci s:u tr«ib«n**o Jacob 
A)brahain achildcrii weiter in clisseu Gesuch^ wir or die rÄtschler- 
;itecher-Kunöt gruendi-ich erlt-Tr.t habe, ao-»*ohl 'Mn üristal als endf '«n 
kostbaTi^^n ;iteinen, nioht minofer in Mteiil"« Iii rotsdam ötaende er ich 
ait seiner Kunst besacr als in i)oi*iin, wsi.l in Jr'otsdaJft r».ie.'aiand wo) vt, 
der in ijtcin gravierea ko«a.v5>.. In dem licrichb der x^eho^zde uelr»r i'dn 
(Blatt 7 der Akten) h/^ioat eB, ''daaa er soiß i-iet,iar gvt ver-atfiro". In 
den i)uch von Kaelter (dalö) werden die 10 Paiaiiien auf^»ä/aehlt, &i j J5U 
iJeginn ier vierziger Jaiire des lÖoJalirhundertüs aie Anfaenge der j«. ii- 
sehen Gsaeinde in Potjdam bildeten. Zu ihnen gohoert " Jaooo ben i Ta- 
haw « in dtm wir wit aller WahrsichelnlioNK^it den Vater tlet» 175^ ge 'Ire- 
nen und hochberueha to i Kgl. iledailleare und HurriKenmeiPi sr« AorjihtH 
Abrahamg on zu erblicken h^b'-^n", .K^ärnei' wird ebcndort bei Srv:?.elt«;r 1 7B 
^hra^tato Abrahamgoa erifaeiuitj i«»r in der "ühreuv^iho" de« Friedhof:.' :3er 
juediBchen Gemeinde in. lotsönh. aifgefuehx't wirdf da or dort 1754 i ^o- 
ren wurde (begraben J^t er, v-if sein Vatar^ in Jerliu, ».»piiffto-r) 

Der wei^ieie JUebcnoiaui /o.a JaC:pb_4brrih?vs 'fivci o-ai dcflnr, . .30- 
achildert:« "Schou im Jahre 1750 finden wAr J2?;9ll J^M^-hrvT in Per.!; H vo 
er "bei der Weuordnun^ de» i-iue^^zwesr^nß fu«r die Koüni(jlich£j iMaeAxe :UMa- 
pel anfertifjte, ohne noch an ihr fest encesteiit n? seir. * In Aft,i /6 2,ei% 
oder nur wenig spaeter faellt Abrahama iJhe mit der un 5 J&h.^e acO '•en 
Tochter dsa •»gelehrten Herrn Cuc pol Hilden" ir i'otndaw -^ r.-.mtr.u i 
chen (der Vornane Bella oder ?.^ile ist aui den l'raazo» s" ach!» bell 
leitet), die nach der wohl nu; als vorueb.3rgei.'.incl ;-ui^«&ytthcnc>n Ver. 
ihres Äanüee nach ütisittin in» iilterlichrn Hauf.fr*''' blieb, in 'lern 17!^ 
aeiterer Soha Al>rahaifl geborer. vurde; 0-^ ax>s2c vci r.ir: -In J.otEdar 
"in elterlichen Haua«" fiti^iTit rieht, dÄ die ült«^rn /on Jacob Ab raV 



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- - 35 - 
Frau, das Khepaar G^mp »! ija lo mon Minden ja in Berlin wohnt«); di« 
spaetereb dagegen uiirden in rerlin geboren, als der Wedai- l«ur r.ACh 
dem Aufenthalt waehrend aieben unruhiger Kriegsjaüire in Stettin^ Koe- 
nigebergp Danzig iind Dreaoen hier eudgueltig festen Fu«b fassen i onn- 
te. War Abraham 1752 schon in fester Stellung an der I^euen Waei .e zu 
Jerlin tß«tig gewesen, so wurde er im Anfeuig des Jahres 1753 alf Koe- 
niglicher Medailleur und öteavpe Ischnet der an die von Friedrich c üb 
Grossen neu errichtete Äuenzctaette zu Stettin versetzt. Seine Titr 
Stettin ausgestellt« jieatallungs Urkunde macht uns mit den Pflicb'ien 
bekannt, denen hier ein Jahrüsgehalt von 40ü Heichstalern geger leber- 
atandj. ein üinkoramt a» das j^brahan auch in fat^^ fuenfzigjashrtge^ Tae- 
tigkeit nicht ueberstetgen soilto. Das Üriiiinel der vom ^gioese: Koo- 
r.ig zu i3erliu unter dem 6. jf^bruar 1753 eig'Jiihcendig vollzogene; "In- 
struction" befinde^, sich heuco im Privatbeai^.z und konnte durch ' iebena- 
wuerdiges Entgegenkoiaaen in Faksimiledruck wi«c«rgegeb©n -ferden", 
Goethe 1822 zu einer Handschrift iVieärichö dee Gro&se .? 

"Das ülatt, wo suine Hand geruht^ 
Die einst der Welt geboten, 
Ist herzustellen fromm und gut^ 
rreis ihm, ueu grossen loten. ** 

Vermutlich gegen ende de» Jahres 1762 kam dann j^branyt an 
die Uerliner Alte viuenze, bei der er ueber sin Mensohenalter bJ an 
sein Lebensende wirk«n sollteo Die iJcrliner ßeatallungsurkundc in 
ihrem Inhalt fast wcortlich uebereinetimmeni mit der fuer dla l atti- 
aer «uenze vom Jahre 1753. ist zufaellig ohne Datum, aber von Crn-a Ge- 
neralleutnant i'V.ßQ^lBlAV von Tauentz ien unterzeichnet, ier biß 1764 
hinsichtlich der Personalien der Berliner Muenzbeaaten dxe Funk ion 
eines General-Muenzdirektoi« ausuebteo Auf JacpA Abrahaxa ist tl9 
Schoepfong des neuen preueslßohnn Adlers auf den Taltm >:rie'lri '.h des 
Grossen aurucckzufu.ohren. Von dieser Leistung Abr&hcae haisßt as 
••Und so entstand die schoeußt» und charakteristischste K^^hrsei ^ 
aller preussischen huenz«n: der sum Kampf grruestetep au Weff*'- i be- 
sohuetzende, die tfaffen ergreifende, natuerJich geha3.tene Freu." ü sehe 
Adler»«. (FrhoV . Schroetter inj Hohenzollern-J ohrbuch 1911 Se99«. '. 
Auf die anderen, von ^brah yja und von seinorr Sohne angefertigte.. Schau- 
muenzen etc. kann hier nicht eingegangen werden, es sei auf dar; ^erk 
Hofflhanns hingewiesen, in welchem sie alle aufgefuehrt und ZoT. auoh 
abgebildte sind. Äein Onkel Juliu-S Valenti n hatte eine groessi-re 






- 36 - 
Sammlung <i.i.e8er Wuenzen, nach seinem Tode siiiö ele In den Beeil z /rei- 
nes Sohnes >filii V alentin uebsn^gegeuagen; ob ^.eassn Witv.e, die In o« 
hannesburg (Su'^öafrika) lebt, diese Sammlung r/och gerettet hat, wies 
ich nichto 

Ueber die letzten Lebensjahre van Jacob Abrehan schreibt 
Ho ff mann : "*<ur eiam&l noch hosren wir von Abraham« und zwar bezr ch« 
nenderweise an Hand oires Gesuches, das der Schatzjude Jaco b Abrfnam> 
trotz seiner iäigensohaft a3-8 F.ocnigiichor JBe&.Tter von damals 45 1 enet- 
Jahren, beia tie^ierungsantri ^ t, Friedrich Wilhelm IIo einztueicaer Ver- 
anlassung sah: "ihii und oeiu^r Uachkonmerachaft die Hechtf? und B« t^g- 
nisec chriEtlicher Untertanen au erteileü«» Ucber dieses Gesuch eue- 
sert sich c.er Qeneral-Muenzd.lzektor Gentz am 20o Dezember 1797f AI ; ajiaa 
sei ein sehr reoht3chaffen©r i:4annp habe sich nie mit juedlBcheic, G )wer- 
be abgegeben und sei eeinom Hetier stete treu geblieben. A^rahaBj habe 
auf die wichtigsten Begebenheiten des Sisbenj sehr igen Kriet;es sehr gute 
I4edaillen gemacht, habe auch seine 3 Soohne i^u Kaenstlcrn erzo.serif 
»Wenn ein Jude diese Auszeichnung verdient, ßo ist er es"« Aus w« chen 
Gruenden diesem Gesuche des alten Kglo-PreußC)oWeaaill«urs von des ^jun- 
gen Herrscher nicht stattgegeben wurde, ist euo den Akiien leidfr Jcht 
ersichtlich". Von Interesse ist noch, dasa in d<5r Juden-Liste dtv. Ge- 
neralfiskal d'Asni^ic sbei de: *:^.üflliliuig des Jacob Abraheia auairü ck- 
lieh verm«sr'<t ist» "Ist bei Ar >3etzung seiner Tochter vom pcrcs Uff:' n 
dispeneiertc CaboOrder vom 25cJano01". Dar-us /56ht hervor, v*l€-ien 
Ansehens sich der "Medaiüep.r" iibrahafi, ^^ie <^v ±<i der liste getarnt 
wird, erfreute» Im Jaedisohar Lexikon Bd. 1^3=38 vind Bd.I7.S.6 he-sat 
•s: "Die bedeutendsten 3U»dioohe*n Kedailleurf varer Jac objibraiiaai 
(1722 - laoo) und descen Sohn Abiameon {115A • lßll)o Ja5Sll?..A2i:»'^S5S 
bedeutendste Arbeiten sind d:U urspruen(;licho ?o:?m des pr.9US8i.?cfc<m 
Adlers, die Denkmuenzen auf die Si?5ge Friedrichs des Grossen i« Tiaeh-^r 
rigen Kriege, die Medaille ß>:f den Grossfuorr tcr. Paul letrcvioh (j,776), 
die Medaille zum Jubilaeum aer franzoeeifiche.: Csmeinde in Berlin fl772 
nach einem Kntvurf Daniel Gholowieokis) md die Medaille auf den Ver^ 
teidiger von Kolberg, Siegmuric v.d.Heyde (176ü)». Auch in "The J »fish 
iänoyclopediao Kew York und J^£.don 1901" vird J ac^lLAb tf MS£ iV^Sl) '^d 
sein Sohn & br»hftm Abrahamson (pcl25) erweehnt; "J'ioob A vaö rer.ut^.d 



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- 37 - 
th« foremoet medallst of his time in Goraany, and hia 3 oona, of vhOB 
Abraham and Jacob are xnoi»n, iaherited hia talonfo 

Jaoob Abrahan lat begraben auf dam alten Friedhof der jBerllner 
juediachen G«Deinde in der Groaaen Hamburgeratro Keihe 28 Stein 19o 
Die üeberaetzung der h^braaiachon Grabinachrift lautet: »«Hier ruht ein 
redlicher, rech tachaf^ euer Mann. Alle aeine Tage wandelte er auf des 
geraden tfege. Seinen ßerwt uabte er treu und flelaalg aua. ßr ver^ 
aaeuate aber deshalb das i^ethaua nicht, sondern fand aich am Morgen 
and aa Abend ein: Herr Jacob , der Siege lateoher, Sohn dee Abrahaa > fir 
Btarb und wurde beatatitet ais Äittwoch, dem 25, Sivaa 5560 (18. Juni 1800) < 
Seine Seele aei aufgenoounen in den Sund dea Lebens" o 

Sei Hoffaann h^isßt ea dann veiter: "Sei Abi-ahaaa Tode hinter^ 
blieb eine "schwache und huolfloae itfitwe* von ueber 80 Jahren und auaaer 
dea Medailleur Abraham Abramaon noch zwei unterstuotzimgebeduerf tige 
Soehne, naemlich der bei der Koeuigabarger Wuenze angestellte öteapel- 
aohneider Abramaon (i:. ) und der jusngsts Sohn, dar die Kupforstecher- 
inuist erlernt, wie Geutz in. scineji Soricht an der. Koenig auefuehrt^ Die 
Vitve richtete an den Koenl^^ ein Schreiben, in deji» si« mit Hinweis auf 
ihr hohea Alter ua Un tcrs tue tzui-g "in ihren bodraöngten Verhaeltniasen" 
bittet, und das ier Miiistsr Heini tz mit deu J3«aerken, daca Abrgil 'iiff 50 
Jahre treu und rechtichaf i«n djic Koenig gec^ioüt habe, befuonfortets 
der Medailleur habe «i.n Gohrilt von nur 400 Valt;m gehabt, und er schlag© 
vor, pji die Witwe 10 Ißler raorx.'JJ.ioh bis aa ihr Lsbansende zu zaixleno 
Unter dea i4oJv.li 1800 bewilligte dar Koenig 100 Taler jaehrlichj aber 
lange hat J?rau Seilchen AbrrJiaa dies?: kloiao Ultwonpaaaioa nicht genos- 
••B, da sie am 27. April 1Ö02 ia Alter 7on 85 Jahrca otarb^o Ausser den 
eben angefuehrtea 3 üoehn? t entstaaiaon der Kho A brahams Aioch 2 Toeohter: 
i^jgftf^ verehelichte »'«/c^äSS» ^^^ Hoeachcn , mit Joeua üal k verheiratet«, 

Jacob Abrah*^! ro^^n^Jo in Berlin an dor .Spsjidauer Brueckc, uad 
«war in dea zwischen ifall wuid Mauer gelegenen ficiciisuse des r.auf^juiiis 
Kypcke, Neue FriedricKntro ^Tr.4io Äit ihm zusammci) vohiii« e«in Sohn, 
der nach dea Tode des /at«ra in daa Haus Markgrafen» tr„ ?jro3 zog, in 
dea er sein Leben beaciiüfesoeii f=>ollt©. 

Jaoob AbrahaTi wtxr;, ifis achon obGD erwaohnt wardd, vorheiratet 
seit 1746 mit Soila, ::ochte-* def^ Schutz Juden. 5jj5X!£l_3&lc;5on W^^ 



I J 



- 38 c 
(In joanche» achriftatutscken wird si« auoh 'äilka genannt)« sie ist ge-* 
bor«n in Borlin« 

Gumpwrt Salom on Miadoa heiratete 1723 und hatte 2 Xoechterp 
SSil& *w die juenger«, also kann »i© fruchögten« 1725 oder 1726 ge- 
boren 8«ino Jiei Hoffnann heisst es« da«3 Jacob Abr ahame Frau 5 Jahre 
aelter gewesen sei als «r» Da Jaoob Abrahas 1723 geboren ist»£iues8to 
darnach die Frau i^ila 1718 geboren sein» l^t^hrscheinlich ist ihr Ge- 
burtsdatum 10 Jahre ßpaeter anzusetaen« doh« 1728o Das wuerde sowohl 
mit der 1725 erfolgte?! Hochzeit ihrer Eltern als aach besser mit ihrer 
eigffnenj 1746 stattgef^Jind^nen uebereinjtiBiKGrio Denn denn haette sie mit 
18 Jahren geheiraiiet,) vf&s aormal ist und e.eiu Xnhalt dor Atcten entBprioht< 
3ic wa«re also 5 Jahr« juanger gtwesijn aXe Ihr Manne nicht aelter, wie 
Hoffmann achroibto Wo.lchee abcsr nun da?5 richtige Geburtsdatum der ßei- 
Im Mindern ist, kann ioh heuio aii HsJid aeiner Uütcrlftssn nicht mehr fest» 
stelleuo Guapel ;3a lo£tort Miaden, a^xoh ku.i-fc Carpel 3aloirDÄ giinannt, ist 
geboren 1685, erstorben aa 16onai -17T9 in Hsrlin, begraben muf dvä» alton 
israelitischen Friedhof in der GroHafn'ourgerotro S^i-^ Yata? hifsce BäIo« 
mon Mindea o Gumpel 3<kloaiöR Minden hairat3\;5 im Jjhie 1723 Rahelr die 
mitwa von Levin Aron Joel in Jjerliti; cl:l«c:?i t/ar die lochter voirx aott- 
Schalk Joel o Hans Baaoo jv^ scb.Tlofc mir au €oV7.Ii,55 hierzu: "Die ?«?/• 
milie Joel soll nach Ansicht laelnec Frü>unöe3 und geriealo^lschaa PjOTse^ 
ters (Dr. Jacobsohn ii Archivar der Juodirjchen G^üierf^ö B<irlin) eine be= 
kannte Berliner Familie gewesen sein, £^o ö^xs^ß r-lch ueber diese ebenso 
wie ueber die Psmilie hiuder. sehr ^ ah.vyohcivlich rech Weitsrec wird er- 
mitteln lasseuo ^ ^ >» Kb handelte ei;h >>«i. dm: y^!- riegiirvater und ins- 
besondere bei dem 3ohff;'.egers3lm ufii so exri^aiA^votfi und be^^^annte Per-» 
eoenliciikelten, dass jij'9nauere riachfoiaohrx^'^CÄ sciicnfi dar Bahoerde nicht 
erforderlich ware;i"* J^eider sind weitere Ervnittliipgerif die ja sicher 
ein Leichtes gewesen vaeren, auf Grund d.oc lu'jßaiiiia unterbltebenj dceo 
sowohl Haas Bcjaber^ ald auch ich mit u::aeivT:" Auak^rjarivü^viUiJ: be'5chat?ftigt 
waren ut.d so keine Seit und kwiLS A^uni?'^ hatl:«*: j unrj alt Ftnilienfor» 

schung zu. beechaeftig^>no 

Die 5 Kiüder dea £h?paiii*es Ji?;Ci5£ i^.^?i!^«?.iÄ *^d Beil e, goboreiie 
^inde.a sind schon oben kura an^ei vi>^hrt; :/ä 3ini^* :? Soehn« and 2 To^cii« 
tero Von den 5 Soehucx ist dar bokHrtntijstc dar yiilteats-, A]>:£ah^ 



/ O 



- 39 - 

Abr—aon . der ebenso wie sein Vater Kfrl.freui^s.nedallleur and Stemp*!- 
•ohnelder var, auaaerdem v&r er nitgllQd der Akadeüie der Kuenate m 
ierlln und anderer Akadenisn. Üt Ist 1754 iu Potadaa geboren und tm 
2?«Juli 1611 in Berlin <;estorben und rviht/ auf den alten juedisohen 
Friedhof in der Gr. Hamburger etr« Helhe 34» Stein Mr*3. Im Jaed.I«xi- 
kon heiast es von ihm (B<I.I.3«49): »« Abrcimgon schuf zahlreiche Nadttll^ 
Isa zur preussisohen Geschichte» aaoh einen sogenannten Geschieh tstaler 
auf dl« Krteilung des Juergerreohts an die Juden ia Koenlgrei<^ Vssftf»» 
len und auf die angebliche "Befreiung** der Juden von dem ruasisohen Jooha 
imtar Alexander !• Von seinen Medaillen und Bildnissen berushmter Maeiv- 
nsr sind u«a« zu nennens Moses Mendelssohn, Kant, Leasing, Wialand» 
Ramlar« Von ihm haben sioh fast 230 Medaillen in oeffentlichaa und Pri- 
Tataammlungen erhalten. Er schrieb einen '^Verßuoh ueber den Geschmack 
auf Madaillon und Huenzen**« Berlin 1801**« Sehr ausfuehrlioh beschreibt 
Taaailo Hofflaann in seinem sohoenen Werk ^bramaons Lebenslauf, vie er 
bai salnem Vater lernte, spaetor mit diesem sTasaziuneü arbeitete, seine 
Studianreisen etc.; dort ist auch ein Verzeichnis nllar seiner Arbeiten 
lu finden« 

loh besitze die Heproduktion einer r<&lchnung in Kreide und Blal 
von Johann Gottfried Sohadow (Originsa in Besitze der Preusa. Akademie 
der Kuensta} mit der Unteroohrift: •»Kaffeeviüite"« Üeber den darge« 
stallten l'arsonan stehen ihre Namen, von links nach rechtst "Lotta 
Schadov, Madam Abraason, Farr Abranson, Madßii Mchadow üevidela 1794''o 
Dieae Zeichnung iat bei Hofffeiann (3.40) reproduziert und im Text ge- 
nauer beschrieben mit Uinblick auf die einzelnen Tersonen. Sohadow 
schuf u.fto die Quadriga auf dem jirandenburger Tor in Berlin (1795). 
Die aohvester Bchado%f8, Leite, war KaJnsnerfrau C.qt Koenigin Luise* Ma- 
dam sohadow, also Schadows Gattin, var s^iue erste Frau Marianne, ge- 
borene Bavidala. 3ie var die Xo3fete>r d€3 Wiener Hof juweliers Samuel, . 
Sohn des Isaak i;evidela vmd daassn ?r^x\ }3slla, geborene Kaudera. (a. 
Jued«Familien-iforschung Vol.Vvpsig.130)« Har:.6^inei Schadov/ war in l.iShe 
verheiratet mit dem juedisohen Kaufmann . lexander Coloman Gans, empfing 
am 28. Juni 1779 in Wien die Taufe. Hen ri tstto Herz orw&ehnt sie i.n ihren 
Jugenderinnerungen mit fol^^uden Warten; '*Kar? vor meiner Krankheit hatte 
ich eine junge» sehr lieb«»nawuerdi4'e Frau kaiaen gelernt« Sie war aus 
frag, wo aie, sich von einer uio^luecklic'ien ishe lo^smachend, sich In ein 
Kloster geflueohtet hatte« Ihr Vater, ein froiimer, im Gesetz lebender 
Jude, entfuehrte sie darav.a, obschon si« Ij&rö'.tt;, auf 7.u-iind Bereden der 
Klosterfrauen, katholische Christin gevorcV.n war. Der V'j.te9r liess sie 
in Berlin zurueck, wir gevarxien uns Hob und sahen nnu of !;; sie ward 
spaeter Gattin eines trefflichen Ku^^nstls^re« Auch .-^urd^a ihre Soehnet 
wovon der Aelteste nur zu .Trueh starb, waokera Kuenättl^r'*« 

Welches Ansehen Ak^^SSSSE Ö«ßoos* goht u.i:.. auo folgjndem ßrlof- 
waohaal hervor (o« £rna Arnhold i Goethes Beilinci' x-eztchunjeTi, (Jotha 1925. 
S«234)s "Am 7.Pebruar 1796 fragt Schiller boi Goethe an: "Kennen Sie 
dan Medailleur Abramaon in Beruft und h&bsn sie- otvas vor s«inen /xbsi- 
tan geaahen?** Goethe antwortet am l^.I'el^riiar: "Der M«<!öillour j^bramaon 
In Berlin ist geschickt, wenn Sie ihm goennisu ycllcn, dasa mr ihre Mo^ 
dailla macht, ao wuerdo ich raten, sich von uaL^rösi Klai.ar an medalllon 
boaaieren zu laasen und einon Gipsabguss nach Berlin zu echicken''o 



•* 40 "^ 

Schon AnfftAg September 1776 hatts Irfielr^nd i\n Glaim g-asohrieben: "Vor 
kurzen hat Goethe mein BiXcl en $>rüfi.l linj^^-Xchmt^ Es ist vunderbmr 
oh&rakterl3tlaoh and unatreitig das eirrüi^et dae mir ganz aehnlich 
alehto Wirklich wird es dea Medaillciur ^bra ason nach Berlia geschickt» 
der nich schon lan^e im acin Mldnis pcini]p*'o Auch Hoffmonn erwaehnt 
diesen driefvachsel zviachen ^-ichillor und Goethe, allerdings in abge<^ 
kuerzter Form« Abraham Abranson heirate;^ ia Fruehjahr 1795 Taeubohen 
Jonas Hertz aus Potsdam, Tochter des dor U^c>a CömeiTaäeaaltesteno Aus 
dieser Ehe entstaiimte ein Sohn, John Abrauapca, uobor ihn heisst es bei 
Uoffaann öo58s "iJen einzigen^ »x^'^oJ&axxwxVßQ geborenen Sohn, der nach 
seinem Grossvater muetterlicherF^its den VornaÄtn Jon* (John) erhielt ^ 
^^ Abramsoa nach seinen eigenen Jirrahruftg«n nicht J3e/amter und sicher 
nicht Medailleur werden lassen vollen« Da John Abramsoa . der das Pried- 
richs-Cymnasium besuchtö, studierer ^11 te, hielt es der Vate» fuer 
zweckmaesoig^ ihn taufen zu lassen^ dte^ geschah um die Jahreswende 
16llÄ2r »l»o a»oh Abrausons Tod«, in der Jerusalemer Kirche und hat 
insofera unser Intereeoe, al« di» böi dieser Gelegenheit damals in dio 
Erscheinung tretende Pciiz-si heut^ aus ihren fiXtfux «rkemiÄilaesst, weich 
guten Leumundes sich dio Fanilic uaaero& Medailleurs erfreute. Die seit 
1803 in der MarkgrafyasioWohnena^Ä ^-'MßAm i^ß^«» otöts einen sittsamen 
Lebenswandel gefuehrt, der $oha virci rIp yoliiebildeter Junger Hensch be- 
zeichnet; er soll spaeter Cie ?i'oih<i.i.\;e:i:-icstje toitgöiiaciit haben» Am bo 
Oktober 1814 ist John Abrani'e;2.^ £.1« 3tudent öcrr Modtsln an der Berliner 
Universitaet iiama'trikuXiert'^/oraen, üö)?9r o.<a 3(ihn und die Witwe hat 
sich bis auf d<jn Tod dar Ictxte.r^A im J»hi»a 1828 aonet i^slder nichts er- 
mitteln lassen, da das Poliv.5i?ift«alüiun ;?j. 5e'rlin 6.U orbtte&e Einsi^jht 
in die dortig'jn Judentkben von dawads hcv.to n'>oli üioht jojtatten zu koen- 
nen j^laubto^o 

MAHI.TN V A LKMTlh (seno) V^nS - IBSo), V«>r von 

Joawi Jftqk otid aocacheyr g^boreno .'.^L^Tsalsoö)« hatten einen 
3ohÄ, MsrtinJ£ai«rj.Ua (seno), «^borm r.! 19 o (n»oh aadsrer Angabe 17«) 
August 119^t ges^torbsr. aa 24oi'ebruar leM u-i ö Ohr T^orc^mis in ßeriia« 
iiilhelrostro lOlo Wartia Yo w5rd in »a^ncn^j^ f^it-^m auch bozeichaet als 
" Michel f personeagleich mit i^:t1.r,^ÄlcAtd,a*c ». i^Jia Y. h»t In eineua 
Familienbuechlein, das ^'on s^in«?? Witve v?eic«rjcfu«jhrt trurde, die Ge« 
burten, Hochseiten und Stcrbefai.lle der '^'amliic ai Agetra^ono Ia der 
Sterbetafel ist mit der chtraltUriB tischen ^lai^dfloh^ift Martin V c^s ver- 
merkts 1805 (darunter in hebraeiich) 2?o3c;l'*ov-Ät (»v 23*üanuar) seel» Va- 
ter (hinter seeloVater stehen Z'tf»i hobraolochr? Zoichei^« Es sind die 
gleichen, die auf dem Grabe toin von Josvi^^Dlk.den Kaiser* ?alk bedeuten) c 
An ^iweiter stelle der Eintrcgunf -»n steht: V326 JoJ.y 5o 1 Uhr morgens 



/ U 



~ 41 - 
(darunUr In hebraelrch) 23,J31waa (« 3.J^ull) seel. Mutter. Dar 2% 
Januar 1805 und der J.Juli 1826 aind uach den Grabinschriften die 
Iodeata«e von Joeufc loid Roa eohen Falk . Erhalten ist das "Attaat" dar 
daaala fuer Berlin zustaendigen kurmaerki sehen rtegierung zu Potsdam 
▼o« JO.Auguat 1815. "Ueber dao ataatebucrgerraoht fuer den Martin 
Valentin" c nachdem - wie es dort heiaat - der fuer den minorennen 
idartia V. au Berlin leetellt« Vormund vor der Polizeiobrigkeit seines 
tfohnorta arklaert hat, dass er den Damen VALüiMIIH als Familiennamen 
ferner beibehalten will, ßo wird in Gewac^aUeit des 5 4 der Verordnung 
vom lloMaari 1812 hi<>rdurch bezeugt, dass der Martin Valentin und sei- 
ne Nachkommen als kotnigliche Preussischa Einlaender und staatsbuerger 
angenommen und uebenai zu aoht«sn sind. Jürhalten ist ferner der Buer- 
gerbriaf der ötadt Berlin fuor den •»Eig^ntuomer Herrn rtar'.-ln Valentin" 
vom 20 «September 184}.. In der ßhebeccheinigning (Oesamtarchiv) wird 
ftartin V . bezeichnet als J3uchh0j.r,©r, wohr^haft Spandauarst. 17. In 
einem spaeteren sohrj f totueck wird ©r bezeichnet als "Parti culier"; 
80 nannte man damals oinon rtann, der ohne Anetellung und Gewerbe von 
seinem Vermoegen leb^,, heute wv-erde aan "aentier" sageno Mit 14 Jah- 
ren kam Martin V. al» .^ahrling in das iJsjiichßua F riebe in Berlin. Kr 
unterstuetEte und erhielt alsbald seine ve^rwitwote Mutter. In diesem 
Bankhaus sticsg or iiariei veiter »v.f und gsnoss das volle Vertrauen 
Frieba's, der ihn zu seiiiua allü-inigon i'eibanentevollstrecker ©s.chto. 

Der Berliner Bankier WliJl«ia.l^^SlV^iM«^?d>jM (1731 - 164?) 
hiess urspruenglich .'■achurtar Fraln^.öi'^Veitra Ephraißc (Baa i^lg^indft 
ist zu ßammeDges tollt n?oh ♦•Jv.ecllsch« laullicr-rorschuri^'' Bd,I*S. .Jf 
Bd.VII,a.345, und naoh ICeErler Sc 29 urd 8.104) o Wie 9chot <,r!.;^.x/aTit, 
wurden in der Eoanzi-^ationsseit (1767 - 1342) nicht nur •le.ua.mae ^oxx 
juedisohen Familien,* die bieiiair keinen FaT^.iliennranen e^fu-ahrt .otoun, 
zur Annahme solcher t^a^ien gezv<urigen, ifönd^rn es wurde auch Hander t^n 
von juedisohen FamiL-cn, die boreita iumilier^mmeri hat^ea, inü^felich 
«emacht, eich durch oine kurae Jlrklc^rur/r i«i der zufitaandlgen Vc-sr- 
waltungsbehoerde fuer den bisasr gefueur;.e- oinen uouen Fumili^nA!>« 
men einzutauschen. 

friebe entssaactc der bcktamt<»a S.rlinar Fiimiiie ä^iiraxic, 3r 
war ein Nachkomme voa Vc*it^l Höi*.« Ephraiia, dem Hof ji.ivaller und i>l)ien~ 
zantreponeur Friedri ;hä die di-j^ü^n. Wie dit.- Sprossen MSi^Jv ÜXiS' ^ 
(s spaeter) sind auih die iiacH coL^fa« :» n«inc» Kompagnojis iQ]}T>di)£-, des 
Oberlandesvorsteherß p.IUt Jads:* ia? pievA^3i3ch»rn öttsj^t; und Schwa^ara 
des Berliner Oborlarj.csrül Jincv.3 L^a/ia Fraerik«»!, tllmaehlioh Im Chris- 



' U 



- 42 - 

tentum Äufg«g«ng«ii. So auch äio Faailio Frl»l)0 (alias Fraenkalh 
Frieba hatta nur 2 XoAchter; die ju«nger« Xoohtar Bartha hairateta 
dan üraiSDnar-Rittnaiefear rrsiharnavon Thialaann, deaaan Sohn dar 
dtaata«akratalr Fraihjrr von Tliialnann war. Die aaltara Joohtar 
Äordia heiratato dan iatabesiiier von Batcoki, dar aainaa »•»•»^f« 
Naman friaba hiniufuasta, 3ein Sohn» Kxoo Adolph von öatocki-Friaoa, 
war waehraiid das lotfaltkrieses "Lobancmi^taldiktator" ^* »»»•J**'.- .^ 
überpraaaidant von üetprauaaan. Nach Kaaalar antstaaata Kphralii vnria- 
ba) dar NaohkOManacbaf t dos Hof^oden Joat LiabBann (gaatorbaa 1702; 
und eainar Oattin,dar Hofjuedin iiathar achaalhoff (gaatorban 1*14} | «u 
dan »achkomnan dar Ephraiae bazw. daa Hof Juden Joat Liebman» «•»^•'J» 
auaaar Priaba nooh: dar Koaponiat Mayerbaar, der Aagyptologa und Dich- 
ter Georg falbere (Verfaaeer frueher vielgeleaener hiatorlachar Komana, 
wie; Eine aegytiaohe Koanigatochter, üarda eto,, nach ij» dar ^W"^ 
Kbera benannt) o Joat Llebaann war Hof Jude «ea Orosaen Kurfuaratan und 
fungierte ala doeaen haupteaechlicher Heereslieferant und Kreditvar- 

mittlero ^^ ^^^ ^^^ ^^^ Bo^^toUülSÄaC* ßf^lin i* W*»^;! ^•!j?J«!!„ 
a.234 heiaat ea: «I» dem Hauae üntör den Linden 63 an dar waatlichen 
Bok^dar SohadowBtr., der fruehereu kleinen Vallatrasae, hat in den 
Jahren 1842 - 1845 Meyarbstr £-n\:ohnt, aachdei er 18<2 ala flachfoiger 
Spcntinia sum Genar«a»U8ikairektor ernsiuit worden waf. »^f «^^^**°_„ 
er »Das Feldlager in Scblasien« zrir EtnwsilivriS ösf ^«c^» <?>«; ^'^^^Sl^ti« 
!rb*^ten Cpernhauaod. Auch ^^a«hrend di^s^r Zeit lobte er d^jn groeaatan 
mi d*a jSSrea in Frria m.ö. erachi^r. in ßcrlia nur. un »eine groaaen 
üpern oLr^atudier*.« uad 7,u dirigieren. Wie sein Vorfahr, Joat Lleb^ 
^!!« «t«*! d«r lief iide von iTouasena aist«ffl Kocnlg, v\irc9 ©r do/ Hof- 
Är.f "L^Hoh2;icUerL^.u.cs. .1. «--%^^-^f -:t^Ji^Jr^rF^t- 
«r^icht• dea Hauaer^ 1 at ar 'xuHikalicch ii -a-i^triort alt Hyänen und Faav- 
iTxXn ^u den 'I!brrne.. mch^.itei. Friedric;. '^üheima ^^o und daa 
P??»««A Karl, «it '^arkclcar.ui^A zu Aex Vermach lungan vöirachiedener Prln- 

1858\^nd «chlieaaitc! ral v rs.« ;<.voenungBimi^£ch fuer Kocuig W?--^^;-^^^» 
1. Jahre I86I0 Troti. 3.U:>xr Vorliege fu.>:.- i^^Ma. vo ^^f^^/*«^'^' 
wollte Irir seiner Geburtsatadl; ü^rlln r^eb^n ^eitver Wu.t^r begraban 

"*^"'**' Daa ßankgeßjha.^ft Mab«, in -^nOrm moiii Grosavatar jÄliSiiJC- 
«.••tiir v«r befand ai^oh in dar rSöhröuotr., nsben der Katholischen Had« 
wt^aif^ha! brachen oLv. geru^nnta üchvie^^^rsohn Fri^bo^a. aittmaiv^ 
tif l^iron ]^an^ vSa -hielmrun, .AU-da von Karti^^^f^en. n..ben anderen 
bILnnten ß*rliner fl-inki^ra r,u »«in^a r3S>.eßt;ntovollatrÄC;kÄr err^^jmt. 

identisch mit dem vo x Goetlia a'^fgefit^hrton HiVBT^/^oauch boi Goet,ae am 
fi Juli lS2q) a bei K n» A.- iMid: Goethe» ."ierliac:^ j-^z-iehnügoR. Gotha 
1^2^144^ •^hfialfS^tt^^^^^ 

1829X "Dr Hubo, Jur.at vcn Berlin, J-*«. .^rii^'^tigaa c^er D^iuoia^xle .1» 
il^« (Tooitar de. H.fbanicior. in :^.i^..v). ^ Xm ''''^^!;:^ J^^f^^^^ 
lY So 1527 vird aagef lehrt: ''i^\bo, Jui:lU£, ..uri»«, £;«bol79';> J-i haibar- 
aUdi: 6eatorL^186S in U.IU, pror.ovii.vt'. :i317, liooj nich » r.aoh 
vargoblichau Verauch^n in voröchiocl-x.en L;.o'i<^.orr. ala Anyrlt s^ig^laaaaa 
«u werden - 182Ü in iall^ älö Fri'.c.idocent joiad^r und gi»g, nachdem 



n o n 
u u u 



- 45 ^ 

1822 ein Koeniglichee ßdlüt dis Zulaaeung von Juden zu «^«'^®"if?**** ^^ 
Lehraeatem aufgehobei l^tte, nach Berlin, vo er 1824 alß ^y?f^^**f^ 
JuediBOhen Gemeinde aigea...Ut wurde. ß-^to«^l«if«*%^^*?: ?^Q ^flutio. 
der er das Judengeaet. vou 1847 stark to<*^i"^l^*8«\*^**' ^i» J®:^' «.gT^' 
Rmat TraugQtt , Rieht ir und Straf rech ta.lehr€>r, Sohn dea ^°l^f^l^/^l' 
1834 inflSgllA wurde 187Q 3tadtrichter. ^t*irb 18?5 als aoO. Prof. der 
Re^te an der ünlveraltaet Berlin. Sein Hauptwerk iat der ^»«^J^**;, 
ueSer dla strafgeaetzbuuh fuer da« Deutsche Reich 1870-. Der let*t- 
«enannte Sohn von Dr. Julius Ruho, der Aatsgeriohtsrat f^J«^^:, fj^^^t 
fJaS^tt SSbS. war mi. de^^ Kindern von t^i^tin V.ffffn., inahesondere «It 
meinem Vater yxad dessen Bruder Julius befreundet und hat iSiiM-Z; »«" 
?;rSSde seiner Kinder ernannt, des epaeterea R^ei^j;^^«^*^^" t^^r 
S^d Seiner Schwester Bouaa. Die Familien sind bzw- ^»^•^^^•^^ 
^ der 3.Generation bafreundet. Ich erinnere mich a»cn noch ^^^* g!. 
JSr^id;n letzt-genaniten. obgleich «i« aelb.r vareu exs ich, von gela- 
«entlichen Besuchen in melrieifl Hlkernhaac©, Anv« •wand ter 

geniiionen ,^.^3^,,«^^ vcn }]^tin±.^s£.. wird noch «^?„i^!';^^*;S^ 

AB X5. April X829 verlobt, aloh «rirUn Val«ntln,.g9n, alt 22» 
ioeMSa und sclUo.« »i t ihr .ln»«i £hes.lo.bai6vertr««, in vloh.» aioh 
^liirf.ierlioh v.rlcb.n. die «utt.r 6.x- Braut fli«»r olu. .tand.a«.- 
I.«,,. Au»8tattu.« »sagt, vaehr^nd M£rUni.jS£. ä.r "«»»l«»!!» ^"i 
u^am fu.r d.n .■11. dar,e ,r vor der Hc,«.oit oU.bt, 5000 Thaler y.r- 
Z^, Di. Bocholt wr m 29.Au^aat 18:?J. üäEtiJLV. «»r 30, MäUSSr 
«n 18 Jahr. aJ-t. Mnun Jahrs vor s.ln.a Tod. .rkrankt« SäEiiSJt- « 
,ln.» Ru.ok.n«ark.l. -de« und «^r J^hre).^ er. da» Zim^T sef«"»". J^' 
Caamtwart ».in.3 Ha.hla«ß*s wird in d..» ^'acM^sinyc.tar auf di. da- 
,al8 a.hr hed.ut.nie avx^me vor u.b.r ?5S.?7l Thal.r an5e8fb.a. 

Unt.r »in'-- fl«rafBe.r.j»ssn, i^i «arJciort&veiesn, vnr KartiaJ. 
«u. r..hr «.achft u.d vurd. oft u« Rrf. £cfr.*t. Dl. von ihn. g.fu.hr- 
^ ..Papiare l,«tr. die fjj«.l.g.ah.its.. der Z.fxi.b,.c;.an Kr'^»". cb.»- 
BO »i« .in Buch ;»lt Oar.hs.-.hl.o3»n vo.. 1^« 8.«chrl6-o«,..r r.-l.fe z^ig.» 
BOharf.n V.r.tand, Jiriati.ci.o K.™t»ls8^ nnd auch in der K«n.!6.hrlft 
«.inlich. 0.n«.lek«i*. M'--'» tcaauif.':,it v«ri.«f.t. e:- an.Ä a-.r.ns von 
a.in.n Klnd.rn in A»tdruc-=, Aussprach., to.bor;«it d«r SoV.rlft. bir in. 
Rl.inat. s.h.nd.r O.driung bei Abfassur,, .on Brief.» a.v. M. Krzi.huag 
a.ln.r 8 a. L.b.a s.bUob.n.n Klndar =^oht. iha «aahr^nd ».In.r Krank- 
halt «roaa. Sorg.. EU,r da. .b»n S...:f.t, apr.chen auoh z».i Brief, von 
f, .rtln V. ..n . aUB f.« J^hr. 1852 -,:. .ein. noltoet. Tochter Barth., 



n o 
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Die«« Briefe zeigen tf.del3oso, gaubare Hwiösohrixt und gutes Deuteoho 
In einem der Briefe «rnui^i&t Martin V , aelne Tochter, die Adreaee rich- 
tig EU 8Chrelb«no Msrto Valentin gciiocrU »u den Begruendem der Ber^ 
liner juediachen "l(efona--üöaielnde"j ein Aufruf rur Begruendung von 22o 
April 1845 let von Ihn Bitua*-erK«s lehnet (a, Arthur Galli ngr; Slglenund 
Stern, der Reformator und der Paedegoge. .Frankfurt a.Mo 1950 3o60)o 

Martin Vosei o trug als Kaufmann daiaallger Zelt einen kurien 
Backenbart Cs,Abbo2)| ein Schnurrbart war fuer einen soliden Buerger 
verpoeat* Den epaeteren Mfcnn. ©«iner a«l testen bildschoenen Tochter 
(Berta, verh.Dornblai t) wollte tv schon deshalb nicht zum achwiegeraohn 
haben, well er einen Sohnurrbait, trug. H&oh auoöon hin aufsufallen, war 
Ihm verhaasto Frau vnd Kinder durften nur die aiafsohfiten Kleidurgs- 
etueoke tragen. Den sehnlichen Wimsch seiner Prau, ein blaue»» Kleid ru 
bekommen, erfuellte r r nicht. ^m±X er c?.l^se ?arbe fuer m «auffallend 
hielte in seiner Kn^helt wurd« hn£l^J.^ geraten, sich einen Wagen 
xum spazierenfähren ».izuschaffen; er lehnt« dlencis ab, um seinen Kln- 
dem nicht ein so lu^-urio^.e« Beispiel za *.ben. Doch erwarb er, u. 
dem Rat des Arztea, rehr In friaoher Luft lu sein, nachsukommen, das 
Grundstueck Wllhelms-.r. lOi, das el^en praechtige. groseon G^t^n hatte, 
der an die Gaerten d« a }?--ia2«n Albiecht und des Krlo6smlniot-.rlum0 an^ 
grenzteo Hier uchnt-^ dJ.. ' i^ili* i^ einem geraeimlgen Hause im Gartsa, 
also abseits der 3trrL.r,s uud uaauff.-.«.Ui£;o Osr Kßufpreia fuer das ISbo 
•rworbene Gru.^dstuac- betr.:< 36.500 Thßi«r. VorlosltrDr war der Gehei- 
me Archivrat Ko-^^m«« Dio ;:eka.int^r v«T3t:iijden ^s nicht, ittm man so 
weit ausserhalb vohnm Loonn... .^s ^i.:u r^^^hoi. <:uv;r u..ü^rnehmend, in dnn 
•ntfe-niten «'Unter de i Linden« ka v/ohurn» -orden ^a>hnte 6U FMiille 
äpandauerstr.31 I.Tr.pi;., I^cka ^.ue £vi.d:cl.h.tr., ^cch vorh.r !do^>t^c^ 
platz 4 loTreppe und Ov^yr^^r^v^tr.^e, U -r^rtyin. Vor d«r Sho. 
Schliessung (29.YIIia85^)) wohnt.i nj^vli^l'A'ij^.' Sp.^idü,uerstr„17r 
ftosa tioewen Frledrlcistic ?6o 

Dio!o;TMj:coyM!coi^ -^^ 

n.d d«r«n E LTERN; 3» mk Jj mMJ^U^^^l?^^^::-^^^ 

und SARA. g ^b^HAgüLÜJii^r^lg^^-^" , , 
\i^ bei MaitJ^ JLalentinj22Äc ^i^ä.n wir n..ch b.l r^'^n^r -rm 

Rcßi^^^-IfiÜSSa <ii« vorfahren im I"..nr.ee.tt«me la Potsd.n... Der Vatrr 



' ' U ZI 

u u c 



- 45 - 
VOÄ Hogft V o hi908 jjamug l Il e^at wn .Lotwmi laxid iel 11^ i» Potsdam gebor«», 
sein« frau, also die felu Uer von Ra ea V» , hl«sä 3ara Hayiw (Haym ) uad 
staant« aus MaamhelBe 0«r Vetcr v on Sa n uel Ll«pnann Loevn , also d«r 
Grosevatsr von rtosa V« . hisffK if;ilc.?»r Li«biaann L«vy und I«bt9 In i^ots- 
daBe Naeh«r«s könnt« loh uob$r ihn l«ider nicht in Erfahrung bringaa» 
nur das Jud«n«H«gi8t«r 3e269 seigt, dass «r ausser 3a«u«l aooh mitimn a«I- 
t«r«n Sohn Nathan hatte» Bol Kft«lt«r t Gaschiohte d«r juedisohsa 0«m«iad« 
KU Potsdam ist auf 3» 52 unt&r d«r Rubrik: Beisitzer und V«rtr«t«r d«r 
ju«d<i Gemeinde zu i:'otedsa angef-j.ehrt: "1776 Nfcwhan Liepmana ^o Das ist 
wohl dar gl«ich«, was d^r Jahreszahl nach sehr irohl stimmen koennte« In 
den Akten vird einmal IieJ>nann (^ccchrißben, ein anderes tial Lie^aann» Von 
Samuel Liepaann Loeven becttisan *ir elno '?lgc:ihaen<Ug gscohri ebene Lebcns- 
gesohichte, vorin er sclirsibt: "meinen \'i'i9r habe ich kaum gekannt, der Ist 
in meiner zarten Jugcnti gontorben^.. J:«i ucs. Sguauel l^Lo 17Sc^ geboren itt, 
ffluss sein Vater £ liee» r Lio^sa^in Lew «t^a \m 1759/gestarbGn aein^ Von 
seiner Kutter, also der Frca von i?:li©i*ir Lii^baa nn L? )vy, wisncn wir nur 
aus 6«r Lebensbeschreil .ag ihres tehacss, •So.'.a ela ia Alter von 74 Jrihren 
in Potsdam etwa 1786 stirb» diion^.ch Atvra 1712 geboren sein nueso Si3 
hless Voegelohen s i?» Ücsltr vos? ^?^^ 7i9Jl'i.iäi **'^« esinera Sohn ber.lw<iefc 
sich ein Oelbild von ihr ohnt !Cw:i.ti#«>riiJo 

Samuel Liepg iati L-o.ejyiifl n*wit -e »-.loh "'ft nur Loewea, deeaen Kin- 
der Hessen dann Liepmaon Qcm£ fort, die I'amili-^ to oven besteht uoch iR 
Mannesstamm« Sufm uel Lo Le hat kura vor s-i-i-rai To<^a * er ist am 30 o Novem- 
ber 1827 in Berlin im Alter von 60 JüJhrcr, g^r.torben « in Jahre 1324, alsJ 
77 Jahre alt^ auf 22 gras«€»ii, eng bjf chvL5bei»^n ;^«il/er. «»ins Leoerege- 
schichte seit seinem 14»Jrhr iiUfe:c-Ach:'ir/b9>% ::Ji38c AufacichnungÄSi, Äi<? 
ja in den Baginn dar E3inzi;>r.fcior.ezolt :sllor, 3lr.d r£c'i€ interessant, 
deswegen eoH 'lior ein iur::«»r AUEZug üaxiuij ^.Säb.n »ar1»>A: 

Br verlor - wie 3C'*»on clujn gs3iii;:t - sQiuai* VÄCi/r, als tr noch 
in za:rtem Alter war» £/ hcctta .^wm** lüftdiiiit! jcuöi.: :*t, «^i© Wurt-^r ^^ab 
ee Aber nicht -tu. Im Alter vo:'. 14 J&)zr©n ^a-a-ltj i.*i.i sein Ven^aadter^ 
i)aniel Itzig in Berlixi, nach Kitab'irg, rtv-it er dor"; aie Haiv;ivx..s l>»rnöc 
Mach Ji*aiä oiiijaohriger taovlg'ceit h^i ^y y.an.nunF j.n H.?,i:bure fallle^'t 
diese» and er achreibt an seine Verwardt^'.p «r 'la^e di« HeailiJEi; verktbrS 
gelernt, das B;ink«rottRacheri KUJ/ot, ••29 i^'ßuilioh 'l^^s iöt'stj rn H'-^in 
p/legeo Lokomiat ti ein arideres ^^feec-haofi ir ns^iburs; v>r d^akt xaiikbrjr 
SA DroHiohftrd uad den gslö^rtsn Dr.Gumpc/'oap <iii ihn aic Buacher:^ var« 
sahen und ihm '*Einleituig in die vdrschiftd.^ru'i Wi3S!ö'?i0criF,ft?.m'* giibea. 



U U J 



- 46 - 

und an ProfoDisch in Altonci, der den Hume uetor«etzt hatt« usd dem Jungem 
L. Unterricht Im ^n^llechen erteilte. Jeder* Mcrgen um 4 Uhr ging L» zu 
Prof* Sisoh nach Altona und war dann rechtzeitig e.uf dem Kontor in Hamburge 
In Hanbarg blieb er G»tva 4 Jahre, arbeitete ohne Salair und erhielt 30 
Thaler insgesamt ala GeschcriCo 

18 Jahre alt ging L« nach üerlixk; er wohnte ia Hause seines 
Vervandten Daniel lit lfj und wurde dort liebreich gehalten. Er glaubt, 
Itzig habe schon daüials im Sinne gehabt, ihm ^ine seiner Toeohter zur 
Frau zu gebeu; «r, I., habe JPranzoesisch und Englisch gesprochen, sei 
zienlich gebildet gevesan und habe nicht fucr i\:!ige schickt gegolten. Bald 
kann er s^ine Ge3chicltlichk«it beweise:^} Friedrich dar Qroase will das 
Salzfflonopol einfuehren« Auf Empfehlung von Itzig wird L. zum Minister 
Holtz gerufen, der ihn beauftragt, alles vom Ausland eingefuehrt« Salz 
in Koanigsberg, Klbii*g, Memol, Llbau unter cier Hand aufzukaufen. Dem 
Jungen Lo erscheint dieser Auftrag zu wichtig, \md or scheut sich, mit 
dem Koenig zu tun zu h^bsn, erklaert alao dem Minister, ich bin noch zu 
jun^ und kann duime ätrsiche machen. Der Minister erwidert, weil er be* 
sorge, dumme Streiche zu machen, vferde er keinen anderen waehlen. L» er- 
ledigt seinen Auftrag zxr vollen Zufriedenheit, kehrt nach Berlin zurueok 
und wird wiederum im Itzijg' sehen Hause aufgenoitraen und "besonaers sehr 
favorisierf*« Bald darauf kauft L« auf i^eoHiuiii^ des Koenige an verschie^» 
denen Plaetzen Silber aif, aus welchem er in Koenigsberg Kübel schlagen 
laesst, die uebei* Danzi^ nach Warschau gehsn« Auch dieser Auftrag, "der 
in das groesste Geheimnis traktiert werden uusste**, wird von ihm zur Zu- 
friedenheit ausgcfaehrtj Wach Berlin zurueckgc kehrt, bi*-t©t er Itzig, 
der das Generalprivilesium, also auch öxw JEVeiheit, mit noheff«! u^d 
Hetze zu handeln, besass, i^in in Koenigeberg, d<is ihm gefallen hatte, «uf 
dieses Privilegium hin zu etablinreno Dies geschieht; Lo'xonsznt in Koenige- 
berg gut vorwaerts« Br findet BtV'.annt schaff- mit den ereöen christliche» 
Haeusern; die dainaligeä Koetiigsbnrger Juden neunt ^r ur^^sblldetj Kenschsn, 
mit denen^ wenige auege kommen, nicht uQzugeh«n war, "Pollac^en in deut- 
schen Kleidern 'S »ohmutzig oiit langen Baerteco- Md Lo^^ledor einmal auf 
einige Wochen in Berlin ist, gibt laan ihn eoror. deutHcfc«r r^ vereteherj 
dass er die Tochter Itg.'.^ "!? zur rr%u bekommen sollso Die Tochter uad er 
beatimmtn schon di« Btu^sAf uie sie beziehen i/ollene Da«iiv laeuft c^ber ein 
Geschaef t schlecht ab, las !•• mit Daniel Itsi<;' eohea Gelde zusammen mit 
dem Baurat Itzif: (der sich spaeter Hit zig ntrnte) vnt^C a^Af df^ssen Anraten 
in Danzig unternom-aen hatte o 6-800D Thal#?r g«h<tn Vörloran; Itzig icsint, 
Lo haette das Un»«?nehman nicht zugeben solle a, und Lo fa^vllt in UngnadSo 
Um die Tochter bewirbt sich ein gelehrter und rnicher Ma.ni &us Wien« Hs 
kraenkt L» schwer, daea Itzig ihn auch noch um Hat fragt, wie er ueber die 
Partie denke, und er giot ihm eine hoehnische Antwort, die ihm die Gunct 
Itziit s ganz verscherzt. Hierbei erfahren wir, iase J,t2if^ dem Wiener 
Freier 2500 Thaler Mitgift zxigodaoht h?kt. Der ITreierliua Wien kommt duff» 
naoh Berlin, bleibt 14 Tage, verlobt sich mit dar Tochter, schreibt ihr 
aber, nach Wien zurueckgekehrt, ich bin ihr Dic^ner in Wiun, aber x^ioht in 
Berlin, dahin ziehe ich nicht, und die Partie gaht suruecko~ Loorklaert, 
er wolle naoh England« Das gibt Itzig aber £och nicht ::;u jrid veraxlas&t 
ihn, wieder nach Koenig aberg zu gehen und dort Tfisder auf X.tzi^ Namen zu 
handeln. Bald erfaehrt L«, dass die Tochter mit eineta ands.en \*orlobt, 
also fuer ihn verloren ist. In Koe^ilgsb^rg treibt Lo nieder Gesohaefte 



n o u 

u u I 



- 47 - 

mit Schaff »1 und Matz«, versucht aber nooh naachto anderer Einig« Jahr« 
hat er mit Muenzmoister Goeechö imd HauptsBaim ötaltenfoth »in© Wcchafa- 
hpilc, die aber als ertragloü aufgegeben wird, dann «ine Tuchhandlun«» 
Auf Rechnung e»gliBoher Haeuser betreibt er eiaen erfolgrejöhea Handel 
mit SchweineborBten nach En^iland und Holland^ die vor der Absendung ver- 
arbeitet werdea. Die auf England anders, aie die auf Holland, LobcKiag« 
eich haeufig ueber den Meid anderer gegen ihn. Seine Gegner in Koenigß- 
berg haetten ihm zwar uenig anhaben koennc, da er bei Ueoernahme de» 
Saligeeohaefts ein Sehr iftß tue ok erhalten haette, dafis «ich niemand um 
seine Gesohaefte zu kuenimorn liab» und er vor allen Vorfaellon zu echuet- 
zea sei; diese« Schriltatueck hatte er, da es iha nicht abgefordert, be- 
halten und machte daiDlt bei der Kammer yie beim Magie trat Koenigsocrg t.in- 
druok» Sein Auslandsh?ndel erweckte aber, wie er sagt, aolchtn Neid, Cass 
ihm die Oroessten der Kamiaer rieten, den Handel aufzugeben, und, aa er 
doch gern« in Koenigsbtrg bleiben wollte, dort Student zu weraen» L. 
studiert nun fleissig vater Kant und hoert auch Medizinkollegia. 

Seine Zeugnisse von Kant und Prof. Metzgor sind iai Besitze a^r 

Familie F ranz Loewea urd lauten: , ^ . t.u ^ /*-.• 

"Der Btu liotus Herr ßam.Loewen hat sich auf mein anrät hon dem 
studio Medice gewidmet. Ulr ist ein faehiger Kopf, oit den noetigen V02"v 
JeSntnissenrnfeml. sprachen, ein gebildeter GeschmaoK, r.ifen Beurt«ilungs= 
kraft mehr als es unter den Studierenden seiner Hation gewoehnlich ist, 
versehen, in seiner iVchrung und Bene^anen ^^^^^-'l^^a«. ^jl^^i« ^^ J«^;^^ 
colleÄia. und hat meines Wissens noch nie seine Zeit mit Muassiggar^ zuge- 
S?achto 'dSsss ZefSaire h^oe ich ihm, dem Studioso i^lS'^S^^-J^^!^^- 
Sicht iuf das hoechst intols?rant« und unlillige Begehr der ju^d.Aeltes- 
ul, ihm sein Matricul abzun<.hmec, desto wenigor y«'»«f f- f ^^"•?' ^. 
^T-L*« R*xr«hr«n «in Eii«riff in die hechte drr Univorsit-iot und in die 
nichte ^f Menschheit ft.mid ich es fver ...ine Pflicht h«lt«, di« Zu^^ 
Soerir der S^dJcinlsch n kcuitast, welche groc«F.tenth«lU di« wuerdig^ 
Un Jlltbu;rg«r der Acaciemi* ^ind, gegruuobe^: despotisch* 3ehancllung zu ver- 
eidigen» Koenigaterg dc8«Apl78tio Ketzg^r"o .*..,<« m«..« 
-Dass der a iud.eioe..^J.j£ewS£ ^^a i?otsdeii g^^buortlg ij Aiesom 
Sommer halben Jahr das GolJ.-v^iu.. der Philosoph, f ?^^'^>t-^-J^^«t. ''^' ^^^^'^ 
BiiT frsGuentiert habe, bözsiß;^ hi^irdu-c. • K->erg,do:.iio< .;«K.iint „ 
Big ^"^^•^J;J;*^^^/2 Jahreil Studium ^rkraa^fc UH llutt-.- uad veri-^ngta 
aach Ihmo Sein Proft»«f..or i4«tzg3r war zv&r t-^hr boe.f,e, co.e» ©r vom J tu- 
SS abging und wollte, er solle bleibor. v.nl -Rektor der a^M.iv .i^r^...^. 
Breies! sich aber aicht ^urueckhalt«^ di^. Ueb.» ^^-^r r. ;j.or v'.r ataer« 
k«r «ab das Studium auf und r«iote n<.:.cL ;oc';dfi-i Lirr rfattcr, die co.t 
IIa S?^m Sa^bSn SShTc, 74Ja«hrig starbt «ach «o l.n^^r ^^^^^^, 
JSnte l! niSt wieder nach Koenigsberg zuru.cfc. ^la^ i^.oa Barlir und 
fini dort «inen Handel mit Galanteriewaren .... V5rr;c>iaf bc zi.Jn au^a 
KeSStniö in Juwelen« Jein«n ^Warenvorrat kc^iV..: *r ia cinar ..xn«i^r«-u 
sS in seiner Stube uiaterbringon. Er n.c.t ^a:.a>...^t«ohaltcn, re^^ 
siert so ziemlich, w'er,;ro»2s.icrt d,^s Geschärft luia la^st^t a-5 V.ua.^xga« 
SiJg Haushaelterii u«d"i3edl.nt.n >.it seir.. ...chen und .exrea 2 Hunden 
nach Jöerlin kommen» D.ir Krieg m '^iziu Jrnc^ aus (i79>}- ^'if e^'^f^^ 
5Ilt rliste dorthin", ^tach L„, nachdem er dio Kanci:..^..g ^l.om Änße:»tell-. 
?In uJborgeben hatte; l«n er fuer treu hisit, der dan^ ab^r j-^.^lf ^« 
Tischt wirtschaftete L« ^obt ni.h^. weitor darauf ein. "«s bringt ihm 



U U 3 



das ülut au B«hr in ^^aJlung^o Iß iTankfur'« aoMo '/eioe »r alch durch 
BÄVOlr i'ciref wlf; »r »ich zum Huhm« u*ch»agön JiAna, ötld 2U vordi«»«* 
uiAd l«r»t dort aeiu6 BiÄ«t«r« Pritu k«rin«no 'H/«aÄ ihr» molßt li«b«a KIä- 
dtrp aus dÄ«a«r i'«i>chr«.ibuus «tv&a vort«siihÄf i;«» fu«r mi jh h«riiU8ftnd«» 
lto«iirtfc, soll «» fflir h©2 /.lioh li«b ««iric So v,l«l koeant Ihr glauben» aur 
durch mein ßetrsi^en unc dase ich r^ur den ^^erstlen '^•g g«saftg«»» 1^*^® ^°^ 
blB jetKt aeia» 77 Jfiiiie vollbriRgea koearea« Ihr seht, Kiader, wie air» 
bald gut, bald schlecht gegangen ist, ich risnecha au.a^ J*es Ihr die Lehre 
aus dieeea weaig«n Zeilen achllesBea aoechtet; dase maa bestaeadig dev. 
geraden Weg gchain oolltp eich freunde zu verschaffe» suchaa Uüid eeiaen 
Umgarig bestaeadig mit ^roesserea I«*ut«n, &1» maa i«tj, zu umgeben auchexxp 
hauptsaechLlch eich Kejwtnia zu «rw©rb*B »ucheu, üad weftn derelR»tea» 
Buch verheiratet, ouchi £uch eine Frau ai«, die aatuerlichca Verstand hat 
und seht, nicht darauf« ob sie nach jetziger Mode erzogeÄp selten» dass msa 
mit difeßöÄ eine glueckiich© Khe hato acaoÄdc^re aber »eht a^ch d*m Charalc- 
tero Solange Ihr Euch aicht verheiratet iv^id der Haadlujag vorsteht (Putz- 
waren und Üalaiiterietjei cha©ft), lait Vernunft vorsieht, <<«rdet Ihr und die 
liebe Mutter Euer Jörct habea, Ihr au»e8t Euch Bruedor ab«r vertrag«» und 
dem anderen nachgebeup dean nur durch Eiüig;i<.*it kann laaa das Ganze erhal- 
tenp daher haöen die Kcllaoader J^uf ihr«n Dukatea einer- Mann »it 7 Gar>>en9 
die zusAamengebunde», (.«setzto Das will ao viel aage^» solange die 7 
ProvinL«a ausaxj^ahaJ.tf n, wird ihnen ktiacr vas aahabeR koeaaeno Der Er- 
folg hat g<%zeigt, vi« i echt die Alten g«<»habto Lessiag öÄgt in seiner 
Schrift ia Nathan der weirx: "Nur auos a-tr K:iorr dea Kaubbea huebsch vor- 
trage»" (2..AKt, VcAuftiitt). Al»o auf Vertr^gfiÄ komiat alles an und die- 
ses erhjia.lt man nur duich wac^igcben**. 

Mit diesen Torten schltesse*; dl« Vafzeiclinuiigeiij i» depien Lo 
sich haeufj.ger beklagt^ das*« Ihm dae schrälJ^i doch schon r^cht «auer 
werclep ab«r auch htute rioch V:ana ma» s.ll^r3 tadellos leE.?.r-, üinige er- 
gaetizeade ^2*.d erklaerei.de Bowerkrj^^gea cto^gsr. hi^v rolgf.-i zum tos^arcn 
Verataeadais d*a Yorh»2g«h«adei4o 

Bei ^graer f agelb rech •. Dil* B'j!r?.iacri?i i» Sch^rzp Satlr© uaä 
Aaekdoteo Berlin 1954 i.o46 heiec.; tu: "Ma-ilaaie mtitrü l^.^.vS Urbild der 
res-elutens, praktisch drakeadta BK,rliaörl», i748~ir32T) voliti? ihre», bei- 
dea Toechterap die sicJ neu«» Huetc ht.ttcia mA>.:hsa ?.a3at'/c aioht nach- 
stehen und ging zur Mac.»uae Loev€» r der daaiai3 boruehmfce^t?)* Modistin von 

üerlino" 

Johi faR D anltl Metggej:? ^«i v;elcherc fJB^jl. /A^!J>fflJAa_^«Mft 
»Hedizin-Kollegia in KocnigaUrg hoerta uaa ^^relohei' ihm da« Zfk\i&aiti au.?- 
stellte^ ißt 1759 zu Slraseburg icß» £,ebo-<5a und kftn 1777 -a« Proi» der 
Medizin nach Koanigsheig icProf wo er oobwr AjcT-toiaie, riywiologiej 
PatholOiftie» Chirurgie^ hauptsaechlich aber Acber gerichtiiche M^disiin iaso 



U U O 



- 49 - 
Auch v«ro«ff«»tlioht« «r 1792 «Im pragmatisch« LitaraturgcachlohU dar 

Modizlm. Er atarh 1603 ia Koaalgabargo 

Wla Saaiwl L o ait Daaial Itzig vanraadt war, walaa ich aioht. 
Ja da» Varzelchnla dar 70 juadiaohaa KlMwohaar )?otadaM vo« lloMaara 
1812 ist auch aia Liamiaaa aufgafuahrt, wohl aia Varwandtar (Brudar odar 
Brudaraeohn ?) uaaaraa Vorfahraa. (Juad.Familiaa-FOraohuag JahrgoII.Sc 
1560 1926)» Waitar waura aooh au dam Labanalauf von Saaual L. «u baaar- 
kan, daaa daa Baakhauo Kphr^ln uad Itzlg in Barlia a.Zto das aagaaahaasta 
uad raiohata war« Spa»tar (1758) varbaad aich Ephraim ait dar Firma aai- 
aaa Bohwagara Harte Guiaparta »u ainar Muenzuatarnahmar- Gasallachaft, ia 
daran Haaadan dla Paohiuag oaaatlichar prauBaischar uad aaachaiachar Muaaz- 
ataattan varaiaigt war. Ephraim bauta eich 1761 in Bariin aia praachti- 
gaa Palais an dar Ecka dar Poatstro und das Koallnischon Flschmarktasj 
as ist aiaas dar schoanstüa Buargarhaeusar Berlins (abgabildat ia Philo- 
Laxlkoa Tafal 4 und So:.69), Ich habe «e aus n«inar Jugandzait noch rächt 
gut in Erinnaruag} dajia «s wurde uns Kindarx als das Haus gezaigt, in 
walchan ainar uncarar ^'orfahran goarbfcitat und gewohnt hÄatta» (üabar 
dia Nachkoaman dar Familie Ephraiw SoOban)» V*ital Hain« Ephraim' a Mut» 
tar Hanna war «ina TocUtar das W&than Vei1;*l Z»i:harias UAd dar öa/a, 
Tochtar das ho^^&^ot^Ul^MSlsJLlJ^^ ^^ oastahan mit der Famixia 

Ephraim varwandtschaft .icha 3(i2i«h^ang«n aoit-ohi zur Familie BfiCh (Gros«^ 
vatar mainar Frau), al^s auch zur FaiLilia a^hrg^d (maina Grossmuttar muat- 
tariicharsaits) SoSpaasaro 

Judan, dia ^^Jt?!^?!! ^.hrfibfa tlcht Vvda" tituliart vtrd«n durftan"o 

ist ^yiiai A*»y **;"'/ -^ „R- ii,ietatf als Huanzjwdyi, sait 1758 
''ii*;*i ?2'5.ltiJ^T«w2.'^» ^.iS".^.a 3t«t während d.» 7J..h- 



u u 



- 50 - 

Vo» 1764 bis zu nUma rode wtr »r ol)«r».lt«Bt.r d«r »»»■"»•^^"th^nr 
aalBd*. Br hl»t«rli««B 13 !ClB<l»r». In Juoä.l^xlko« *l'i'?"?"_i'! **' 
iu«rs*r*id D.IUl« *» and «eiMr Ang»ho«rig«« von J«hr« 1791 ^■•?? ".,. 

I . Jaoob D.I. UBd 8«lM üohirt«s«r80«ha«: i)r.J08«ph ni»«», B»yi» il,J.i 
lM»dIr. B.i3«lm I.Mie Wulff, Smu.I 3«lo«om Uvy, B«vliiläphr«l., «•■«•l 
oÄii«r ASe.rd.rh.iasi U .b.Hd« Bd.IV.3.94: «AbriA«« M..d.l.Mto. 
kÄIÜ 2.»S» vo. «08.B K..d.iB80h., «.b.1776 in a.rll«, «•?,""••, *^ 
ÄTlwi v.?h.lr.t.k «It L.« S.lo-0«, .l..r Knk.li. d.. Hofjud.» Dj^^ 
"•1 IUI«: Auf V.r«l*88uns 8.1»»8 Schw.s.r8. d.r b.i d"- '«"f»^" "*• 
M. d.8 f?».h.r.n a.8itz.rB a«i«.8 « d.r Ko.p.»lcl..r8trMe. s.l.«.«.« 
3«r.««ru»d«tu.olt.8, BBTtholdy, «a««noBm»n hett«, Balia auch er «l."»» ««f 
212: Hit b"»« ..it.Bt.» arud.r Joe.f (1770 - 1S48) b.8ru.»d.t. .r 
Tu "ä. hittü blBt.h.nd<. B«!ch.un «.ad.lBSoh» & Co. 3.1« Soha w«r d.r 

Muaik.r F.li« M.«d.lB80h«-B«rtholdy." 

" na- haruahBt. ubirur« 3trom.yor verkehrte waenrend selneB 

BTllner atuSSnÄÄteB^fatj^HirTa Hause BsadelsBOhn-Barthoia. 

iim.mii«en eines deutschen Arztes. Hannover 1Q74. 3d.I.S.197 ff.}« »ein 
H^otuaoan« war i« Baus« Menadssohn-flartholdy, an welches 10"^»?° «?;•*' 

^!^^»n ».r Von aen soehnen des Philosophen Moses Hendelesofca 
?lSt!n'JÄ2 «ii in SerUn. dS? Mit«'«. ^"^'^^ Bendelssohn, Banquier 
tn S« Ä«"mb«? u^ AS^ahsB Mendeleeohn-Bartholdy, der Stadtrat, 
t-in!I««tr Sr Ü^ ^TtA das Herrenhaus sich befindet. Die Mendels- 
i:Ä« ;«-3l;8;r:triL: ..re» trefniche, fein, '^•"»«. f fJ^SSsiC!' 
die Cattm des aeltesten aohnee Alexander, war von feit«"«' i^*:??!^ 
dirfcelt! Inder Leipzis.rBtraBBe nohnte das Wunderkind der Familie, 
ti^^T MendelSBObn-Bartholdy, welcher daDals 16 Jalire alt «ar (geb.1809. 
^it le'?)!« a?rS»eyer schilrtert d«m eenauor die Abende in Hause «.-B. 

und den lebenswe« ;on^^>^^-^; ^„^„,,^ £,»2.^.« f 'x»-»*''""«^ 
nur die in Berlin anßaoBsigen dchwiegersoehne angefueurt, nicht die in 

''^•"° In de» Buch von 3«j?dan JCrlafi£r.= Berlin im Wandel «"^?«\*«» _ 

3.442 heisst ess "Kiner ^^'^^''^^^^t^^lJ^^^^^^^^T 
f^Su J'fU« U?«2S"- - - 1L"«ietor ellZ^vLf^. v« der .Tude Ben- 
4* ? T.i;?Ii Ttsi^ den 93 nicht gostattst wuröe, in der SchloESsSr. ein 
äSi°zS^r«rbirt E» eine Kabinett^ordre Fii.drich «lh,ln.5 H. voo 
?r?etou!^ J79S genehSis'e den Hauskauf. Bin vr,rw«..3t«r yo.. um. Blias 
n!;i.i^t^li erwarb 1799 das Haus des Stelioeirt.;)?» LauV^, aisstj aioh 
2S2i iuvo? äit"StBie.'en lassen, uer iuedischa lobut^vcrrer.äte ttetmann 
?Si«rSdurftri796 noch einer besonderen Cen.h,.I;iV-.iig des üencraldirotto- 
ri^rzSSS^ertiineS Hausos tn Charlottenbure, die c.insr. Vator Baor 
f1iJm17B8 versagt worder. war, «ir sehen, däss unter rriedricn Wlh«!» 
TT S?. luden aloh in zroeeaerer Zahl in den -«fbluahondeii Goneinwasen 
^lifi^ltSn w eiMB^tSi^f zu der a.arlottanMrg«r ü 60/i turJcunde. die 
^i!m!8«efi?tt«? worden ist. heiost es ia. i2.Ab3ohnitt. dass Juden 
S^ettet k'in 'ottSihl^ errlchton duerfen "uni soll k,ine. derselben 
wJder itzo nSch kuenftig darinnen zu wohnen oder Ccv.erbo z-i treiben ver- 



n o o 
U u O 



• 51 « 



fltattet Verden**. Kaoh Gundlach gingen die juediAohen FaAilien in 
Charlottenburg zvleohea 1812 und 1819 auf zvei zurueok. " 

In der Lebensbenchrelbung unaerea Vorfahren flfffuel I^ewn 
Verden 2 Soehne» Ellaa und denjatcln Itzig sowie eine Tochter SaloBO 
enraehnt, diese Tochter sollte er heiraten. Was aus dieser Tochter 
3«10BO geworden ist, ist usir unbekannt, dagegen sind andere Toeohter 
kttlturhistoriooh von grossain Interesse, da sie in der Aufklaerungsselt 
und waehrend des Vlener Kongresses eine bedeutende Holle in des geisti« 
gen Leben Deutschlands und Oeeterreiche spielten. Bei Caroline Piohler i 
üenkvuerdlgkeiten aus iioinem Leben Muenohen 1914 lesen vir: **DeT Glanz 
des Arnsteinsohen Hauses (Firma Arnstein ft jßekeles) wurde durch Fannl 
Freiin von Arnstein (1758 - 1818), eine Tochter d^a Berliner Bankiers 
Itgig . begruendet» Nicht nur durch Schoenheit und Geist glaenzte diese 
Frau, die Kaiser Joseph IIc hochacheatzte und vm derenvlllen manches 
Duell sich entspann, sondern auch durch folne Sitten, und der Salon die<- 
aer geistvollen Juedin var nicht nur zur Kongresszeit, sondern auch sonst 
der Vereinigungspunkt alles detfisen, vas Hang und ^ame hatte **• Im Jued« 
Lesdkon Bd.loS«481 ist ueber Fanny von Arnstein folgendes zu lesens "Von 
Arnstein, Viener jued«, Bankier sfaaille. Unter Karl VI. war Isaak Arnstein 
(1682 - 1774) kaiserl »Ober faktor; seine beiden 3oehne wurden gegen Ende 
des 18 e Jahrhunderts geadelt. Fanny von Arnstein, bekannte Wiener Philan- 
thropin (1758 - 1816). Tochter des Bankiers Daniel ltz ±fi in Berlin, ver^ 
heiratet mit Beulen Matan Adam von Arnstein. Ihr Salon eipielte in Wien 
eine aiehnliche Kelle wie di& Salons voi Mue.H^caciier in Paris und Kahel 
Vamhagen sowie Henriette Herz in Berlin. Sie gebeerte zu den geist- 
reichsten jued. Frauen der Zeit nach Hoses Hendelsßohn, und in ihrem Sa- 
lon verkehrten Theodor Koernsr, Talleyrand, V/ellington, Hardenberg, die 
Gebrueder Schlegel und andere bedeutende üaeimer der napoleoni sehen Zeit. 
Ganz dem Kampfe fuer sohocii^sistlge Aufklaerung hingegeben, gab sich 
Fanny von Ao keine grosse Mut^he, juedische Interessen zu verteidigen, 
allein ihre bedeutende Per&oenlichkeit trug dazu bei, die Sympathien fuer 
die Juden zu verstaerksn. Sie betaetigte eich eifrig auf philanthropi- 
schem Gebiet« sorgte fuer den Bau eines Krankonhaufiest ^^ruendate die "Ge- 
sellschaft der Musikfreunde" in Wien und organisiexte die i'flege der in 
den napoleonischen Kri^sgen erkreiikton und Vüri/undoten i>cidaten. Ihre 
Tochter nahm den katlioliftühen Glauben an und heirate; ie den Baron Pereira, 
Stammvater des heutigen adligen HGUse,3 Peroira-Arnatoin"» 

Aus der Fod^ir von ü^l da Spi ol ist soeben ein ausgezeichnetes 
Buch erschienen; ?ann:r Vön Arn&.cin oder dif=; IlmanF.ipatiou. üin Fro-uen- 
leben an der Zeitenwende 1750-1818. Frankfurt S.Pischer Vorlag 19jß2o Am 
Schluss befindet sich «in jüchr uafangroichei- Staaatbaun dsr Familie /Itzig 
und Arnstein; danach .'latto das 'Shepaar Daniel Itzis; - flariann9 Wulff 15 
und nicht wie oben angoßeben H Kindör« 

Und weiter heisst es bei C aruline Pj . ghleL S "Caecilia ireiin 




1809)0 Ihr Salon var swar weniger glaenzend als der ihrer Schwester 
Panni Freiin von Arnatain, aber ihr Haus in Kiotzin^ sah die vornehms- 
ten und beruehmtesten -^ieuto, die sie mit gutmueti^jea Vfohlwollen empfing. 



n o o 

u u I 



g;> - 



31« ttaad auoh alt Gosthe in Verkehr, der. «le 1808 in Karlsbad keimea 
lernte u&d alt des i»le Briefe vechselta'*. (s.dazu auch F.PuohtiJM»r » 
Oo«the In Karleb&d« 1922 3.27 und fhiliipp Sfcein : Goethe Briefe .Berlin 
1902)« Erna Arnhold : üoethoe Berliner Bc siehuii^ca • Gotha 1925 echreibt 
9.217t "Kit Caecilia von üiekelee var Goothe In Karlsbad ia Au^st und 
Bepteaber 1808 viel zueammen. Auch Briefe hat Goethe mit ihr gewechselt} 
so bekaa sie einen langen teilnaha^nden Brief nach den Tode ihrer Vervand- 
tta, der frau £leo£iore von Plieafi» geb. von äskeies, die gleichfalls Sias 
Karlsbader Bekanntschaft v&r, Qoothe mit Auwographen vert^orgte und dafuer 
auch mehrfach soineii Dank empfHAgen hatte". Pernha rd JFreiherr voa Kskelsa 
(1755 - 1839), der Caecilia (Äippora), die l'ochtsr von D aniel jizig hsiraF» 
tete« war ein Nachkomme von Bafiiaoa WerthQiaer ia Wien (s.^ben;» sein Va- 
ter aaehrlooher Landesrabbiner Beinisoh fiekolest var der Schwiegersohn von 
3aason ><ertheiBer (s.Jued. Familiöa-Forechung H«8,3.182ol926). Bernhard 
von Kskelee gruendete«1772 mit seinein Bchwagcr Arne te in daa bedeutende 
Bankhaus Arastein & üskelee. Seine Klu^^heit und grosse finanzielle Be- 
faehigung wurden wiederholt von Kaiser Josef II. fuer staatliche Missionen 
in Anspruch genonmsn. 

Voa einer anderen Schwester heisst es bei C^aroliae l»ichler 
(Bd. U.S. 562) s "Rebeklia Ephraim, ßeb.Itzig, eine Schwester der Baronin- 
nsa faaal von Amstein und Gaecilia voa iskeles, var am 2.Wov.l762 in Bsr- 
lia geboren» war mit einen Bankier in Berlin verehelicht und zeitig tfitws 

Swordsn. Sie liess sich alo Witve in rfiea nieder, verkehrte hier viel 
Hause ihrer Schwester Eskeles. Sie fuchrte in Wien die ersten TeeabsnF- 
de ein und war sehr mildtaetig. schon Kur Kongresozei fc war ihr Haus sin 
gt««ll8chaftlicher Mittelpunkt«" Eiae weitere, in Berlin wohnende Schwes- 
ter fand ich erwaehnt bei Heiariclti Spiero ; Das poetische Berlin. Wuenchen 
1911. 3.32: "Dann die Schwestern K^yer, die eise, von f.ahel, gerne Grotta 
genannt, mit dem ü.iroa Grotthus, die anfiore unter dem Warnen einer ^au 
von Bybenberg mit ainem JTucrsten Heues vormaehlt« tficlitiger alß diese 
beiden ist Madame i3ara Levy, eine geborarie .Xt^iiSt i* dcre^i Haus auf dem 
Platz des heutigen Neuen Musaims «ich das l'jL törari ßche Loben am laengs- 
ten erhielt; Frau Levj war eine öohveswjr d^.^ Traaen voa iirnetein und 
von Jäskeles, die eine e8hniic':e :loll« iii \iiQ*: LvitO.ten". Kit Sera hsvy 
war Hemiette He ry. (iTß4 - 1647) incim bofreiu.vXet, :'^ia verkehrte zla Kind 
in dem D.Itzig' sehen Haua®, vie sie öe-C in ihrcia Srifti;erii2i;i;eu selbst ge« 
schildert KatT Henriette lierz, ilir Labe... irA iiirj >ic;it, hei-^-uagegeoen von 
Hans Laadabergo Weimar 1913. i^. 104: "MeiiiiJ Eitern vs-reA 5\it einem reichen 
israelitischen Hause (cae Dcnisl Itaii^aci::: Haus) f'.e ir befi'QUndeti ea wa- 
ren treffliche fisascher., velchö ihrer liahlroichen F9Jiiilie di«3 beste Er- 
ziehung geben lieasen", Ki^r ist auch aoch ciiia weitere Schwestar srvaehnt, 
eine Frau üppenheia. ^.och eii-ö rudere Tochtor von Danial I-^zl S heiratete 
1772 Davi d Friedlaendei ; er war 1750 tJ« John öia^r der re rohst eiAv.öd be- 
deute nasienTurärscEeirFamilien in Koenl.jeberj Laboren und kam 1771 nach 
Berlin in das Ceschaef t von Daniel Itzig o In d^r Aufklaeningszeit hat er 
eine grosse Holle gespielt, war e^S mit Küscc Ms:icletsohn bofx-euadet und 
trug viel zur Bmanzipation der Juden bei, er ^:cir r,.ß. j\uoh Mit>jegruender 
der juedischen Äeforagemeindo, In der lebeÄSbe Schreibung von Samuel Loe- 
wen wird er ebenso wie sein Vater srvaehnt. ünü schliesslich war noch 
eine Tochter von f> a*ial Itei^t mit Salomon verhei-atet; ob sie identisch 



/ U 



« 53 - 



ist Bit der la Lel)«iulauf UÄöwiae Voif&hron ^aju^l^J^^Mew« 
t«n Xoohter dalooio, di« er lulraten 9oXlt»«, 



^ oofter ervaehx- 

v^vThc ich niohit. hius Toch- 



ter dieaer Ehe höifÄt«t,e, wie aohoa oben arvaohnt, Abi**^-oa M^iaaeiesohn, 
den 2<,Öoim von Mooeo Mf:x\döIi.i3ohno Uel Jacob J-^cob-^on, die Judenbuerger- 
bueoher der ötadt ^rlja iat auf dea .'361^ 5 flfT Daniel Itzig aaafueM- 
lieh abgabanddt und ai.f den aetben 51 bia 54 sind Äeine aaemtllchan Kin- 
der u»d Klndeeklader aifgeaaehlt« u«4w-i 

Mit elaeia Al'kooiaiflling da© Daniel ItrlA var ^ca e*Zte in ueiaeA« 
ber« an der Uulvereltact 2Uö.-urup«n, aaeoilicn mit metneiii Speilalkoilögea 
Hana vo» Baeyer, Profe^teor aior Orthopat^dl«, der 1935 gleich nach der 
ftaohtuabernahme durch litis/' wagen aichtÄrisohor Abatamipung abgeaet«t voir- 
de« ßr war der Sohn di-a beru(ihmt&n Chedoikarä ta i*.aenohen Adolf voa i>*jy?^» 
dea Eatdeckere dea kuei.etlichoc laalgo ©toc In eeiner Familie warea nicni 
wenlÄcr ala 4 Orden povr le *iÄrlte und ein liobelpreie erworben wordea» 
^iae CroesBUtter flaeycr wai- elM Tochter dea Kaanergerlohtadirektors u»d 
ICrlaiaallstan Jullu« Ecuard Hitiig (die ioehne oder Sakel Daniel Itilgö 
nannten aich apaeter Hitzig), der aioh ala ütudeut 1799 unter Luthera 
jJildnia in der sohloaalirche in Wittenberg protestantiech taufen li«»"; 
^kannt let dieeer HitMg auch durch aelne Biographien von ß-T-A.Hoffm^, 
Zaoharla» Werner aad C> amlesoo Hltaig war einer der er:. . ^u aaaial Herten 
Judeao In aelnem iJuoh: Juden und Judenfcoa iu udutschea Brieten au» dr«^l 
Jahrhunderten. Wien 19/5 achroibt der Herau^t-rber ^m?/^^!?^ *;„^\?r•'^• 
-ßa iat von bedeutaamer iJymbolllM daoa Chaalsdo r?.ej- »»Potsr ächlemihl , 
dM nach des üichtera Lrief^-lohem 3ekemitni3 ru«.r Hitzig« Kinder godioht./- 
te i'iaerchen vom Mann ol.»e dohattex^, sarado iaa brieflich ziigeeignDv na^, 
dleaea einzigartige Hu.:h, iu dstv^-a Xitel le.i void Juglaecii verfolgteM ^u- 
den ein unzeratoerbaret Deaiaal gocetsit wurie." Koi«. goringaxer ^Uä 
Heinrich Haine hat in noir.^a Äotoansero XX7..3üoh Booraoisch© KeJ.oo.len Xv 
SinTlaiTiTauÄdachaftsvf.rhaQ.lvXii» zvlRChe^. i'nrn^ibeo und Mitilj^ hiAg?v±o- 
een aowie darauf, daas hitzl^i urrprußu^-Aica ii,r:ig; hießSo An der ^:,leio. ta 
ötello tat auch die Ab.eituAg v.nri crkinÄruixg doa Wortsa »«ach^eainx g«gb- 
beno Uxaiuiaao «a^t in eiaein 3riof aß £c;i^^ä-. Brüden Hippolyt, i7olu^era 
lC21s •*üchleurthl oder ieaa-sr Schl^miel iat jin hebrr^eiuchör Name \mc b's- 
deutet Gottlieb, IheopMI 3d«r aln^ dö diöUo l/ie-s ist in dar gawor^hnii- 
ohea Sprache der Juden dl« ßr-Aennung vo» ui&^e.-'chickteÄ u^d u.^ij..uec.aic..ön 
Leuten, de»en nichta ±n dak- 'rfslt (^^lU,^t. '-ii-. Schieiiihl bricht eich Jöfc 
Pingex- in der Weatentancho t.o, sr fLe}lt au< den Huccken utd uri';ht «ich 
daa WaeeRbein, er koauu . iaa:a zur ünzflt«. i.ir. üohn diesst i^i der deu^- 
achen Llteratv.r bekann -en hitsi^ ^'ar der '^oLitekt .^oo^rä. Hl^Rric^^J^lS^flSS 
Hitzig (1811 - 1830), ner u.a« ia Berll.x '..:.o Boeraa 1864, die üelOiiabaru: 
uJiTlie Techniache tioc]. schul« i> Charlottenburg brate; auch daa Haua aei- 
aea Groaavatera laaenl:jDUÄa»a«laör i-i ßai-Uftt 3ell^vuc»trc5 stwB.at von 
Um (ac apaeter). Er wiir Inhaber dee Order.« pour ^f ri^rite fuer Kunefc, 
Praeaident der Akadeaio der Kue»Bta in iJ^rliiP.c ßeiü Sona \ar aer durch 
aelne Hirnforaohungen lekaj^ate Pprycr.iBtev J3^}.j^M:^rääitzi.j, ia halle 
(1858 - 1907) o Ein anclerer vei^fanater Hitzig fiel t^ deji ^r2ii»3l:;.>Kae^- 
pfaa ala Äitkaempfer in ;ächillE;cheii freiicorpü, 

Dieeer lixkura auf die ?a«ilie iiSJti'Ü-IMi^ 

Wille u, in welchem unaur Vorfahr S£0ii'nJL^i9j?:i?Ji di?jti^.\» 



zei.«;*^ 



'unft 



1,: 



aan 
Berlin lebteo 



/ / O 



3 



- 54 - 
Urgaaazand vaere mooh nacbzutra^i «, das» er 35 Jahre alt war, als «r art- 
fiagp W«dizla la Koealgaberg su etudieraao Daa geht aus dea Zau«ais8«a 
voa Kamt uad Metzgar hervor, die daa i;atum 1785 tragen. Im Beaitza voa 
framz L^ewea 'a Pamllte la U.3.A. befiadea sich Gedichte voa ^amuel Loewea 
am Herra Ellaa Itzig (SoObea), "eis er sich mit Madame rtlat*lea verlobte« 
Im Wiatar-Koaat 1774, feraer aia laages Gedicht vom 20oIIIol788 aa Herra 
paaiel Itzig , Weiter besitzt die Familie Praaz Loewea die Koazessioa fuer 
dea Jud^n .- ^«muel Liemaaa-I^ewea /om ll.IIIol795, sich als ordiaaerer 
achatzj^ide la Berlia zu etablierea, schliesslich Briefe voa Friedrich voa 
Geatz (1764 - 1832), der ^amuel I . viel Geld schuldete (Kopiea der Briefe 
habe io:i). Geatz war eia bedeutcader deutscher Publizist uac J^Äatamaaa 
(Christ), der die fraiizoesiscbe kevolutioa uad Napoleo« bekaempfte uad im 
Dieaete Metteraichs die freiheitliche Politik mit glueheadem Hasse verfolg- 
te; er hatte groesea üiafluss auf daß Schicksal der Judea» 

la dem tferk: Wilhelm vad Caroliae von Humboldt. ia ihrea Brief ea 
(Berlia 1906) ist Friiid rich vom ( eatz als Freuad voa Wil helm VoHu m ^jldt 
oefter erwa<^hat, 



besOAdeTs charaä teri»; tisch fuer iha uad fuer die Zeit cies 



Sieaer Koagreseis ist folgeader ..uszu^j aus elaem Brief Bo«s aa Caroiiae 
lierjcJuJi 1815: "Ela sthr gro. ses Gescheak habe ich gestera ausg-^ech.a-. 
«el! seit dem Anfaag des Koagreises suchtea die Judea bestimmte buerger- 
Üche riecht« iaBeutichlaad zu erhaltea. loh bia dieser Sache immer ge- 
aeiKt «ew«coa, Es ist ueberdies eiae Jugeadidee bei mir, deaa Aiexaader 
uad ich vardea aoch, wie wir Kiac er wi:.rea, fuer Schutzwehre des Judeatums 
cehalbea, loh liesa mich auch hier um so mehr eia, als, da eiamal im 
Freuasischea die Judea fast alle aechte habaa, es aua fuer uas besser iet, 
dass diese Gesetzgebuag allgemeij sei, iadem soast alle Judea zu uas hiw- 
ueberstroeaoa. Seit aiaigea Woc} ea bemerkte ich, dass die Goeaaer Jes Ju- 
dea turne wudisea, uad da Geatz aa der .Spitze «Äiaad, so war die Ursache beJ-d 
klare vom Ilaaaoverscnea Kt^rdeab. rg erfuhr ich, dass dieser sogar eiaea 
sohriftlichna Koatrakt gewxht ht.tteo Mir geschahea iaoes keine Aatrae^ce, 
aber eia al&er Maaa aas Fr£^, de» sen V/esea mir ganz gut gefiel, de er nicht 
zu dea aeuinodischea Judea gehoer •, kaui ein paarmal z>* mir, uad empfahl wir 
die Aa^ele^^aiieito Ich meohte n\A einea Artikel meiaer üeberzeugua^ nach, 
fis wurde sehr viel voa der Sache gesprochea. Geater« kam aua der Ä^lte 
Haaa wieder, daakte mir UMtadlicJ. uad bot mir zum Geacheak drei Riage^ 
Smaragciea mit grossea BrilJ.e.*tea bea^üzt aa mit dem Zusatz, dass, waaa 
ich sie aioht wolle, ich u<»ber 4(00 Dvikate» auf seia«ä Kasse dispoaierea 
BOlltec Ich schlug sie aetuerli.fh ebihaso wie das Geld aus, uad Bu «aaact 
Dir die Vervuaden?ag des ^saaes <:ar aicht deakea, wi* loh ihm ohae alle 
Affektetioj. uad Ziererei etigte, «aas ich, was ich getaa, bloss dea Juder* 
zuliebe get.ioi haette, das« ich a: chta dafuer aehmea wuerde, dass aber, 
weaa ich jt ia eiaea i'all koaunea solüe, so er mir eiaea Cefallea erzei-^ 
gern kacaate,, ich iha gerae aiaehnen wuerde« loh hab« de» Vorfall aiema^- 
dem al» dem Kanzler uad Hardsaberg erzaehlto Alleia ich weiss durch Gesitz, 



/ L 



das» e« doch bckamit gavordöii t»t ana grocBon üi'fekt ftöiiiftcht hat.^ Der 
altu Jude will sich nicht sjuri^ieä-^n .s^^hov ^jiA hat nun -.las iTojekt, mir 
ein ailberne» Service oaohan zu. i,",8fl^n« um vs mir in eln«a Jaihre zu 
«chickön^ loh ha\)fe Geatz ei^öagv, das» ich auch ir, 10 Jahren nicht» 
nfthmen Viuerde, unJ tu© öh g-^.^Asa nicUvc Geutz hat aber so gar keinen 
Begriff davon^, das» ea iwoogrlich aeiy so etwsis nicht zu nehtten» daae er 
mir heate vaitiaeufig aiiK^Jiriandai^jeffetzt hat^ da^s ihm daß «in Haetael 
und &in unaufloesIicheB Vi ralr aei» da die Sache weder unrecht noch un- 
delikat «eip luid ich es auch nloht aun Oatentation, um damit zu prah- 
lenp oder aus Stolz, 'Juu nicht von einem Juden Geschenke 2U nehmen, tue» 
Das »6gte «r wirklich gasiz ernsthaft und im Grjmde sind dleee Maximen 
untar Mensohenj- die die GeachAoft« machenp digem^ln. Ich habe ihm bloss 
gesagt;, daöÄ krenn man aich dor Diage, die man ainiüai betriebe^ so warm 
als ich «nnftehmep die ocnls BQ^ing^fnz ein reire» Jdewufistseln selo Ich 
in mir kenne nichts so llnedlaa., In Geschaeften nicht rein und lauter wie 
Gold zu sein"« 

Ferner bewahrt die Faialiia J?raiiz , L oewen auf; Briefe und Einla-» 
düngen des Freiharrn von Sflkeieß Mud seiner Frau, bei ihnen in Hietzlng 
zu speisen, endlich vioi<: vjohl nicht 3ia{:eioe3te Schul d'^cheino und Wfoch- 
selp Verzeichnisse von vorpi a^aae ien a'aron rtc« .iiifc Hf^M^an aua den hoechs- 
ton, bekanntesten und angeseh-.^iii^te-:- prsoasiflchon Aficls-Familion aue dem 

heglment Gensiarueaü 

Die WohnuTtg von SBJt;^2^Lie:)aii Xin^liO ü\f^:i in 3eriin v/tAr erst in 
der Buigatr., wo ja auch Oivi±^^J.JM^^ vohnt^, vma öp^etor alte Fried- 
richatrc 76^ Er ist jograben r.uf dfccx neu3«n Fvißdhof de-.^ Juediachs.i G«- 
mainde in der Scaosnhaustv.- Allse 2'j/2:uFclö. /uHeihA ?ci\Oo59o Die Grab- 
Inschrift lautet; Vorierriölt-o (dev.tßch)« Sjf^Ml MSJe^m-HLiiSej'^B ß«*'^^ 
?0„NoVc55Ö3 iJuQO^celts \d^ut»üh ir. \i9brf\eii.choi Buchstaben}? Hier 
TMii% Harr 3eÄuel^iii©jiiaa^ iS^ßtc (ivilessil loher i^uchstaba) an 

Vora>2*nd des Meiligen Sf.bbath llrr.isiov 5^^^ . Seine trauerndes tfit^r« 
und Kinder vidcien Um disoen DenJcs? isJn. 

Ich besitze voii i.^iU2.LJ^l^^l£in:i.^Loo23m «in en' zusoliendee, auch 
kuenstlerlBch wertvolle*» Wiriiaturoild, daß ich in jRn\??ir 19:^7 bei ICunöt- 
haendler Malt dfijnalB aoc?* .borli-ir Lue*;zoyetr. Iif^ufbe« Ein ßnkol von 
Samuel LcL c^ ß igmord T,fieaar> d€*n ich nooh porsoeniich gakanr-^; habe, 
hatte das i3ild seinem Freunde, «ban daa KußP;tbL>eir::;ler J!ai, verj)ac>'.fco 
In einem Briefe vom 8o!Ioveiüü«r 1505 eoitreibü äifc^iia&.ii^ * *'^^^ hinisetur- 
bild des Grossvaters Ioe;£jrio x^laon ürzecJ'Jaiig rueiiier f'u^ter .^iix 3raü5>« 
geschenk, %\.tii aus der 2oHaalft9 der naunsiltrar Jai.rs •;/}& IScJahriiunüO.iÄ 



1 / 3 



• 56 - 
atammend und nach daiaalife«r y^ode bestiamtf am ßtiiartel getragen zu wer- 
den, worauf auch die Art d«r Kir^rahmung hlm-eiat»*« Auf der flueckseite 
eieht man daa Monogramai augj d^n ? Jluahstabcn ä L L. Das Bild war aua- 
geßtellt auf der Aus8tel3unß "Uneere Ahnen" im Juedlschen Mueeum Berlin 
Oranienburgerntro 51 i» Koveaiber 1936 (OcKata^-og der AusÄtellung in 
Hjued.Faiaili»n.ForßCh'„' 19% Heft 43 S»10 und 3ol7)o Nach diesem Katalog 
ist die Miniatur vielleicht gemalt von der ßhefrau dee '^Bmuel L.L > 3^r^, 
geb,Ha.7um (a. veiter unten). Dort auf der Auoatellung habe ich BcZto da« 
Bild geeehen und ea von Mai gekauft. J)ii)fter Schenkte mir auaaerdea ei- 
nen huebPChen Scheerenschnitt (öilhouette) cer FannjüJiaasaSo gebcLi££- 
m»nn ,Lpew^> aleo einer Tochtar von 3amuelJL.Io und aelteren 3chweet«r 
meiner "croeemutter ^«öCheiLlal^iL^i^r eb^nfailo aue dem Besitze de» Soh- 
nes öißmund L.^-ftar. Von di^s^.m «igem^acMig auf der auecka^it^ gesohrie- 
ben-. «MeT^T^^utter" Fanny geborene Lceven (2.XXa7g8 - 29. Joien)"« Auch 
diese Silhouette war au8g«stelit auf der Ait^^steilungc 

MUTTER VOM HQ3A V ^j^M'IN; BAKAH« Jf^^PÜlMUIl -Ul^^-^-^^^' 

Frau von gA^iüiüL Ll£f M/iWll..LvI^,L*[^^« 

Der Kri'^ am iihein, von velchom üa^uei Jb. in aöin^r Biographie 
erzaehlt, war 1793; in Frankfurt a,M„ lernt, .r, wie or dort schreibt, 
seine Fr&u kennen, die 1769 ^od^r 1770) in iiannhoim geboren war» Die 
Trauung fand 1795 in Schutt z-ui^^n bei hannhsim statti *ir.e Abschrift 
des Triubriefes befindet sich ir. meinen .\kt^n. Danach war seine Frau 
«Zortel, Xochter des «abbijim^k"- I^ ^^^ ßonc^tigen Urkunden und Auf-- 
zeichramgen wird sie Sara^HeSH o<Lot lU^M Snn.xmt, Sie war damnach 2(3^ 
Jahre ^uengor als ihr Mann« Die ife^ili^ H«-^ Ümi^ oder He^m) geho^art 
zu den'aelteeten Juediach.n FamiUen Mar.nhei.aß. «ei Csrl..Simon: "0- 
schichte der Fanliie Dinkelnplel» (t^üveia« abgedruckt in ^'Jued.Fami-^ 
lien-Forsch.heft 3 und 4 3.61 und S.B6) hei..t es auf S„3: '^Wir besitzen 
•inen interessanten laan der Stadt F..nr:..eim voia ^-oAPril 1663c - - - 1^'- 
diesem ?lan finden wir folgende. 14 KaGus^., velcV.a naohb^::^ lehne ton Ju- 
den gehoerten: Haus Nr, 309 J3>A.Kair5£- ^^^ ^'^-^^^ ^'-*« ^'^* a^jltoar.r. ju'sd. 
Familien Wannheims und sonach die er.ten l:it«lioc.,r ü.r Jue^, Gem^inöe 
hier gswesen«. Di« Verbindung von di^aea aelt^L^ten Yorf^iir rfayem bis 
zu unserer ürgroasmutter hab« ich leider nicht unnittoln !:oeim^no In 
dem Buch von j^lma Btern; Jud 3u*ss. Varoe^^r^ntUob^ngcn der Akademie 



/ f O U 



- 57 - 
fuer die Wißtsenechaft doa Judentuas. ^«r.Lln 1929 '^trä auf 3c 112 *in 
Blias Ua^Tuu &lsi aiig«schenor una reiiohor Hoffaktor und Uemnindevorsteher 
aus Ma>inhelm aiigafuehrt, obonso auf a.X38o Auch im Ju!»'.^..Lexi.icon Bdc 
IiIo3o751 wird Hof- und Mlizfaktor Bliae Hsluia alti üruendör und Stif- 
ter eiuee Lehr- und B«thaus9ö in Mexinheiai orwaehnt. Dieser Elia» Haium 
au90 etwa 1700 geboren a«sin, kann demnach nur der Groei^ivatar der jgfirg 
Haium gewesen »ein, wenn ueberhaupt direkte verwandtachaftliche Beziehun- 
gen beetehen, Frau ^t ira j oo wen hatti; eine Schwester (verheiratet mit 
Moritz öeul) in üruenstadt bei Mannheim, die sie in ihrem Testament be- 
denktc Diese Frau Geul (oder Gayl) hatte 2 Kinder: 1 3ohn Michael und 
1 Tochter Jöabotte, die auch im Tettainent srwaehnt wird. Diese Tochter 
Babette war verheiratet reit Fracnkwl in Grueustadt, hatta 1 Tochter Jo- 
hanna, geboren um 1845, die mit ftcriig ttosenhaupt in üJueruberg verheira- 
tet war« 

Frau Sara Lp e wen, £«b Kfijun, sauesj eine UiocKtigs und bekannte 
Petschaft^-Stoch^rin gewesen »ein; das gsht aus «^v^ffi eigeniiaendig unter- 
schriebenen Brief von Koenig Friedrich Kfllhaiaa llo vco 25o 1.1794 hervor, 
von deE ich eine Kopie habe, daa Grigiral Uefindet sich im B«aitz der Fa- 
mili« jeTfiii^_Lp»xgn, fcrn®r hcfiitzl äi?.,i;a .^■'cürilif» ©inii-e von ^arajfta^i^ 
gefertigt« Siegel mit Wappen, Wappsn-ruichriunt^en ßtc. L-^t Brief Koenig 
Friedrich tfllhelm IIo lautet: "üer i)feMioicyll6 aajua danke ich fuör daa 
Bit deren Schreiben vom 2oJaJiuar richtig b^jy mir oin^^mn^tßxie Petschafte 
ßs Ist ganz zu aeiner Zufriedenheit aiÄ^cfGi en, we3hi0.b die dafuer an- 
gerechneten zwanzig 3t leck Carolins au oh goru in dvjr Anlage erfolgen". 

Von Samuel L ^Lo und »»jin^i- .Frau l.cjitsen wir Iiu^r.« tierisch 
wertvolle ^^iSllbilder, von I> F« Jarbv'^fl; scm-catc Dai Original des Bil- 
des von Samuel L,L . befindet sich Im iicöibca dor FcuiiLia Frariz,Loew,enp 
das des Bildes seiner Frau Sr .ra haba ich ad^o vor meiner Aa©wand«rung 
ari ^>siter nach iNeuha-.ia ge?chickt; loa haoe al>or von cUowen Bildorn »y.i- 
te Photokopien (öcAbbo>-4)o 

Von Joseph Friedrich .^j^^^üÄÜiFrM» C'-^^J^^ibt BUtep^ in: 
Deut^-choB Barock undlTokokkOcTfipzi*? 191'1-: "eI-i'J<.1747 in Hamburg, gcrst. 
löiO ir Berlino Soin Vater ws^- üp<^ret<>nkorironi;'jt in H\..^burg und ant 
1748 G*?t.*«ldeha6ndlor in Kop^yina^^jn, v,o d. l'f5S ^1« ai^Si^^ni^c^y» ieichan- 
schu3e btaacht©. Von hier &x\ü ut ternahK or ..tv.di^»\roifccu dur^h Deuteoli- 
land, Heiland ui:.d Franl-aeioh. :)%it 1773 ^-o'otä «r urb^r ©in J^iirzefint m 



I i D 



Kurland udö iia^Bland, ^o ^r u.ac die Zarin Kataarina p- "^f;*^' ^^f und 
und 1786 i«t Darbe» in öorlin, vo ar «ich Bchli««alicli '»^''f ^i^*»» ^^^j, 
1796 Proieaeor an. der /ikadenl« dar Kuanste wxraQ. Hier hat er ««^f«!« 
den Koeuig Frladrich Wilhelm II und die KoeniUjin gemcilt, und »J;^^ •^'^» 
besonderen Hufe.i al« O.imaler. J?aStelUat und Kiniaturiat erfreut o 
Johanna achope nhauers Jugsndleben und rfanderbilder. J^*^*^« ^^^2 aohrelDT. 
von Ihm ; "filncft-lSi^a sah ich an der rUUaeabafel ^"Jf f Y^^^^^^^^^uf ^^j. 
IcLuetzerm ein^sn gan» einfach gelcieideten, ^^«^f ^.»^^^i'^?^/!^; i^"" 
amitm ni trmxi 3a llv fluestsrte »einen Waiaen cir zu; ea var acr »»»»»^» 
a'ir beÄie .^«tlllial^r Darbe». ä«r eaf d.« «•«.^"»».»'•^•"f « f =" 
"rUn"o!nS F^reundin, auch wohl »nemaiige aohuei.ri», ^"'jf '«^^J»^ 

da Aehnllchkeit aue". „. , , -aro 

rr>u äanu«! I.lapmanndLagwgn.^ra^gSt'.HsE» i"* geBtorbsa az. 24..unl x8?9 
in aerliu. Prl«driohatr.76 an "Itsrzuobel" imd xiegt S««raben auf den 
Friedhof m der schoenhausar All.« I«ld A.Helh« 2.Kroi.5'iO. Die Orablu- 
Bonrlft lautet: »ordere^te Cdeutach): äfiva J^eH£i> x€?laiiä!(H »*" ►^«»'81», 
ge»t. 2<..Junt 3599. Huec«.it. (deat.oh iu hetra.iec»,.n fluohetab.n), 
Hier v.l.t la Frieden Sa^a, Lcs:^n,^?b,x^-Ä, ^^ai. 1» 70.Jra«-e 12.T..«u» 
.^,599. rrtuerndo Kinder iä.'tzten ihf disoan i)cn)c«tein. 

3a£U5LuaOfeESJiiS^&aiUiSO«i-'5 hatten 4 Kia.^er. in ««lu.a ße- 
elti. be/ind.t »ich »i>. kleines i^en. ia «6-c:.en (vohl von Se.»uel L.aelb.t) 
dl, üeuuri«datea der Kinder in h«b:a»le.*ev uad deutscher Sprach. v*r.erkt 
•Ind. Eanach war die aelt.»t. loohtor fmm' '.g«ba7961. dl. »chon er*ae.mt 

vurde, »erheiratet alt m£Sm.i^£^- i"' '^°^ '^'"" ^'■^'"* ^*""* ^^ 
hohem Alter unverheiratot verstorbon, fcir.aoh kta eiü Sohn Hiller, ledig 
gestorben, dann äohn Leopold, 8«b.6.iV<,iW:i, dceer, ::obn Suotav (1848 - 
189?), dessen Soehne Frfsas und Ji5iil?_i^«i!SS «^"'^ •-" ^''^ «in^ig»'' l'''«'«- 
ger des MPinena Lpeven. Hit Franz_iMÜsi».? «L'iSa «''• i°^ ^-^ '"«^''•'' 'J'^" 
gend Viel zaaanmen; die äuttor XtthildJ (f:eb.':ehr} «.« aci,on daranie Wt~ 
«a «le wohnten In Berlin. Haferplati. fja&l igcvsü (ßi-baOfSJ), Inse- 
„iaur b.i Zai«, habe ich nach dem l.^eiilxvUs' r^xa^l-lä Ih Hsidelbe.ä 
auf der StrasM wieder getroffen, vor. i.r ab bio r« ecUne» Tode it Anguat 
1942 Bind wir in dauernde» wnn«>: •■ilyitor r-t>«n.^iotef i äabliabon, Kr 
var aia i>e«ouäei-fl ar-ataene-i-^r, b-Uer *id vorr>,hafr :'onc.ch. der »=,hr «.»1 
I„tezeo3. an de. .?a.iliene«6c.l.lcht« h.Ue., So hat. er viel wichtige r.lider 



' ' ü L 
I I U 



« 59 ^' 
und Dokuuncnte, die Famil ie Lo qyen betreffend, treu belmetet und seinen 
Kinderri, einem Sohne und einer Tochter, die gleiche Liebe von frueh an 
eingepflanzte Der andere ueberlebonde Loeven, Heinz ^ gebo 1886f war 
Chfcmiker und iot nach falaeetina ausgewandert, ihn habe ich 1962 in 
Heidelberg nach ueber 40 Jahren wiedÄrgesehd-no 

Das juengßte Kind des ülhep aares Sa/auel und Sara LoL » war Roea» 
spaetere Jftaa Martin Valentin sen«, alao raelne Crosemutter, Frau aara 
L»Lo hat ihren Kann 12 Jai^ire ueborlebt; ußoh seinem Tode fuehrte sie 
das Putzgeschaöft und den Galan tariewarezi-Laäen zuerst allein, spaeter 
mit ihren Sochnon Hilier und Leopold wöiter« Daa Gesohaoft befand sioh 
afi der Ecke der Jaeger-und Fricdriobstro, ira Hause von aeeger; der Miet- 
vertrfes ist noch erhalten und befindet sich bei Erwi n Loe ven« 

jaAU_MAP.XlN V/JJ::i<TII^ s&n.p H03A gebe LOK V/.g lU. (1612 °^ 1897 } p 

Meine Grosomuf^er Hos.a„Vai-®^^. ^^* geboren am 9 »Januar 1812 
(Donnerstag nachmittag 5 Uhr) in Berlin, ge*3torb?n pjr lOoJanuar 1897 
ura 1 Uhr nachmo in Berlin. "Sie ward© ^ebortsn, ala ihr Vater schon be- 
taet war, wurde 36 Jahre alt ujid hat 10 Kimi^rn das Lr>:en geacheiikt. 
Ein prsuesischer Prina kniff ds.ö ö©hr huebsche lejaenrlgo Maedchen in 
dem vseterlichen j>utzg«s'jhaeft in dia Wange^ tmo sie mit einer Ohrfelie 
quittierte» Die Wutter sprang ^^nböci^t da.wlscheno 3ia wurde »»in« 
huebsche, milde, guetige, haeuöliche i'J-au wifc wuiiderÄchconen klelnaa 
Haenden und Fuesson, die sich aus Geaellschaften wenig ar.chte. Mit mahr 
W«sltklUÄheit und EhrgelE ha*:ito sie ihre 4 ^Coschter basaer v^rheirftt^itj 
als es geachehrn ißt. Als liebtj Gro5flnnbi;e:> mit fr«äundlloh iieh?n Ge.^ 
Sicht lebt sie in der ürinr:«rung"c 3oveic ihr Er.kal, '^rtin^JjslGji^in 
juno, aeine Schwester, Tojii. ZcUcTp .mt auf meines Bitt^ diesen w^sniga^i 
Worten noch einige Krinnarungsvorte Idnau^efue/^ts 

"Von unserer liefern Crossmana Uosochsn musa ich durchaus ot-'faß 
rehr eraaehlen, als die Chronik bishvn' borichte^": und ihr, auch in i^inno 
ujisereo lieben Vaters, ein liebevolles Andenken sichsrn„ Wir aelteren 
Bruce! erinnern uns ßvvi a*» das sohoonc Cclbilä, dae -Si© sehr Jungo sch-je- 
n«3 Frau darstellt (CoAbb.?). ä« a«lßi d»« -«in« Oval des Gesichte» ci:.v 
auf fallend großsen runden v^llchenbiauen Auir«-^? ^«^in gsfiohwungancn Augen • 
brauen, einer fein gefonaten Kai;e. Der i'^sint war berushmt, er soll dc*m 



1 1 n 



- 6ü « 



Oastand susuBchr«lben sein, dass GrossnASd l^banslang Maadalklols bs- 
QUtits« D9r Bohosn gesoh^ungen« Kaie Ist mit siner dreifachen golde- 
nen Kette geschmuecktc Die dunklen Haare sind zu einem maechtigen Qe- 
baisude getuerat, an bcriden selten zu kunstvollen Schlsifen gewunden, 
die die Ohren bedecken, der dritte und groesste Teil als hohe Krone ge- 
baut« Groesaama hat mir auf meine Fra^e erzaehlt, dasa diese kunst- 
yolle Frisur jedesmal fuer mehrere Gelegenheiton vorhalten aueete; um 
sie zu erhalten, schlief sie ji&chts auf einer Art Holzcestello Die 
kornblumenblaue i3i9dfl:?3iaißrtaille hat rIeDaiigrosoe Puflaermelo Sehr 
merkwuerdig ist es, risse diöse« Kleid nur geborgt war, wo. darin gemalt 
SU werden, GrossaELmas sehnlicher tmnsoh, ein kornblumenblaues Kleid zu 
besitzen, kam nicht aur Erfucllung, ihr Mann hielt es fuer zu auffallend, 
es wurde schon an anderer Stelle b»tont, wie aengetlich er war, irgend^- 
wie al« luxurioes zu ©rscheiaena Auch von d«r sohoenen Wohnung in der 
Wlhelmatr, wurde erzaehlt, sie wai' mit dem grossen Garten harrlich fuer 
die Familie mit 8 lebenden Kindarn. Bald kam schwere Zelt durch die un- 
heilbare Krankheit des Vater? die ihn fuer 9 lange Jahre an den Rollstuhl 
fesselte, ünendlioh schwere Jaiire fuer die zai'te Frau» Schwer, die 
sorgfasltige Erziehung der Kinder durohzufuehren, wie sie der hochkulti- 
vierte Vater fuer sie «rwuenschte* Sohwer, ihn darunter leiden zu sehen, 
dass seinen Wuenschen nicht voll entsprochen werden konntep Liebevolle 
Mahnbriefe an seine Kinder zeugen von seiner Sor^a fuer sie«, Ceschwaecht 
durch die KreJikheitojahr© d^in Mannes blieb dia ijfitwe zurueck. Man ver- 
schwieg ihr, dase das Vertao«g$i) imzuer mehr zueammennohiuolZo Gin spaote- 
res schweres Nervenleiden, das sich in Weinkrticnpfon aouaserte, ist sicher 
auf diese aufreibenden Jahre zurv.eokzufuehren. Cläre Jassmann, seit ueber 
30 Jahre''^eeit 1870 in unoarem Hauao gewosen, erzaehlte mir noch kuerzlich 
(1953) aus ihren Erinnerungen: "Grossnaaa Vril'^ntln war eine achoene vor- 
nehme Da»e und so guetlg und liebenavuerdlg zv allon, loh s-she sie noch 
im schwarzen Gesellschaftskleid mit langer Schleppe, ira Haar nach damali- 
ger Mode einen Federputz, sie sah sehr gut und vornehm auso - Nach der Ge- 
burt der Kinder (gemeint sind die Kinder voti Jv.llua ValeAbin, öoVO kaia 
sie taeglich in die Ohaussoaetr» (vo die Faiüilio .r>llu^ YodtjEals >rohnta), 
sie sorgte fuer alles, zuletzt kam ei* j&desracJ. zu vms und fragte sehr 
frexmdlichj "bitte sagen Sie nir, fehlt nocn irgend et»#a»?" Ich selbst 
erinnere Croesmama in einer bohasJ-ich^ön Vfohnan^- "ara C^rlabad", auf öia«r 
gemeinsamen Reiüe r^oh llmerxu, ßpaet<9r in djr V/ohnimg Luikenwalderstro 
und zuletzt am schoenebergar üftr arhrt d<»r Pütsdamör 3rueckeo üie Woh- 
nung lag in der loKtage, sie hatbe aluen g.o^B.^n i3aikor.o Dort haöe ich 
sie mit den treuen Maodchan JSianka Juad Luiuc photographiörtc Papa und 
ich zeigten uns auch «inmai zu l^ferde. Sie .jinte n&chhor: "ßs muas ja 
Jetzt so üitte sein, Irudc reitet ja such**« (Trade Ist KJine Schwester, 
verhc Loewenthal, ßoV.)o Darfue klang, wie frtnd und unweiblich ihr wohl 
das Reiten der Haedohen crsohian, Kinder und ünkel besuchten die liebe 
alte Dame und erzaehltan von dem ihr fraaud girwordencn Leben» Sic hat uns 
noch in der rfauchstrc besucht, also nach 1B64, in den leisten Lebensjah« 
ren kam sie wohl kaum -lehr aus dem Hause « E3 vrarcn viel:rach Leidenajahre; 
als meine Eltern 1893 In lAuenchon die Silborhochr/jit ici^rton, schien das 
Lebenslicht zu erloesonen, so dasa di^ geplaiit© Italianreise aufgegeben 
wurde. Sie erholte sich noch einmal onü stüi'b datui lo97 einon Tag nach 
Ihrem 86o Geburtstgigo Sie ruht an der Seite dea so lang vorausgeganöienen 



I I u 



- 61 ~ 



Gattauo Wir erinnern un» gern« der alt«a DAme im schneeweiaeen Haeab- 
chen, AuB unter dem iiXnn göbunden war. Auö der Hucsche eah der ergrau- 
te öcheitel und ar) d«n jeitc^n d.t^^ uab©r die Ohren gesteckten Zoepfe 
hervor, Die guetigen Augen blickten noch ebeneo veilchenblau und sanft, 
wie auf dem Jugendbiideo" 

Ich aelber erinnere mich auch noch recht gut der Groesmutter, 
allerding» nur im üeit liegend, in der rfohnung Schoeneberger-Üfer, mit 
einer Haube auf dem Kopfr oft vor öwhmerzen laut echreiend» Stete sagte 
sie: '*üeh, hole Dir einncCakees." M« Calteadoae befindet sich noch heute 
als liebe Erinneruxig in meinem besitz. Auch habe ich eine schwarze, 
mit 3ilber aut-gelegto Uhr, die mit dea idonogramm H V geziert ist; ole 
Ist mit einem Haken veraehen, da sie d^r damaligen Mode ent?^prechend» 
am Guortel zu. tragan weu*« 

iijWitijijar^J^rj.a J/^ hatten 10 Kinder, von denen 8, 4 

maemiliche und 4 v<*i3ii.jhe, da« xrwf^.cJiSöiiwr alter erroichten^ Im Tr^sta- 
ment von MarUnJl' '^^^^^^ ^-"^■^« ^ Kinder mit Getaitadaten aufgafuehrto >:;s 
sind: 1« JäSC^l gcbdö^lf ve»^ho mit Albart iacrnbl^^tt (7 Kinder), 2o ^M^* 
geb<,ii333,, verh. mit Dr-Adol:: Lion (2 aoehne», unverheiratet), 3* üransieka, 
geb. ie?6, vörh. mit Otto ö}.ui>sonti>al (1 Toviht.or), 4- ^Felix, geb. Iö3c=, 
geeto 1867, 5c Clar>;i, geb. 1339, vßrh. uit i.auard ^bei, 6« JuUM» 
geb„ 1840, verhi. mit imSL.-^PJ:^^-2^ ^'^ Kinder; iiariixi, Vcjunc , ToniJiäl,t£r, 
rtlli Vc). 7o ääinrioli» ß«'^*!^^^? ^^''^^- 'ater, verhc mit HeleneJ1aiinii.ifar 
(10 Kinder), 8o Peul, g^bo IS^-?, v«rh. mit If€ai^nte_Bfig[er. (6 Kinder) o 

Erhalten i3t ein "Krinnarndes Familienbuch", begonnen im JsUi- 
re 105, in welche« Mfirt iu l ^ ae pc und spaeter KosaJ/o alle vlchtigen 
Familiendaten eingcr.ragan. haben, wi« vleburücu, Todeafaells, Äineegnun- 
gen, Hochzeiten eto« Aaoserdem h&ba ioA eine Daguerr-Dotypi^ au* dem 
Jahr* 1047, auf wicher ]^}lAos^X. nit ilaen 8 Kindern zu aohan istf 
utrin Vater Heinrich \T. ateht iur Küolrion c/imw rfuttero Die obc^n aur>. 
gefu^^^irten ^J^jcciviöisr .oinea Vate.-o V.e.l)c ich (mit Ausiiahmo v:>n :irc.4o 
Felix Yo, der ja schon 1067 iJ2 29oL':ia^n«if>>-r fl^.rrb), alle noch gelcann^o 
von F^liz Vo besitze ich «iaan Pasß aac\i KigTe^d und eine klein« Photio- 
gXAphit^ ZMiäcrndtio. mit «iAiner J^i^itiar« Dits ai«üV?r©D vest-'hvistijr iiabf.n ein 



/ I O O 



■ 



. 62 - 
i,lö:ü.ich hohee Alter t-rrslcJit, alle Bind ueöer 70 Jahre alt gewordeno 
loh wi\eoatc. vou den ©inzelvieii woniß: zu a^Q«Y\^ve,ß eich verlohnte, der 
i^£chw©J.t erhalten zu bi^ibon, «uch nichw von j>iöin.en diasbezueglichan 
Vettern »ind Cusinöiio Siazig der um 1 Jahr ncltöre Bruder meines Vater«» 
Juliua Vc, Du>iß hier erwaehnt wardar; er beauchte^ ebenso wie mein Vater, 
zuiicM&ch:!t (iie Karkgrafsch© Privateohale in Berlin, Sophienatr.» epaeter 
die Friadrichsj-ii^alöchuL© in dar Friedrichatr.., nahe dem Oranienburger 
tOT, WBWihrend mein Vater di?i.s Friedrioh-WiHiölia« Gymnaeiuzn bis Untersekunda» 
deh« bie zum «»o^^enoKinJaehrigen .Ejiamenj durchmachte, Julius V„ war noch 
groesser und etattlicher als mein Vater, ein wirklich besonders schoen«»r 
Mann, der es im Leben sahr weit gebracht hat, Zuesunmen mit seinem Schul- 
genossen und Jujendfreuvid l-; ^il Hathenau (g^bolÖ^S in Berlin, gest, 1915J, 
dem spaebcren Begruender und Generaldirektor der AcSoG, , üaufte er im Jah- 
re 1865 fuar 75.000 Tal»r die kleine Masohirenfabrik von MoVeber in der 
Chauseeestrasse, die neu ge^ruendota Finna hiwas "Valentin & Hathenau'*o 
Lp gleichen Jahr? heirabütea beide und bezogeu gemeinaart! ein Wohnhaus, das 
sich auf deai Fabrikgelaendr. befände Da« Unternenm^n orvlsie aich nach W5J- 
nigen Jährt n berf^ita elu n«. klein; sie kauftt^n deshalb ein Terrain In 
Martinikanfolde bei Berlin u/id «rrichtetci dort oiiia nsue Fabrik nach mo- 
dernen Crundsaetaen. Iii Jahre 1876 reisten üi.c gesaeinsasü nach Amerikaj, 
und zwar >,ur W'eltau«ateli\wg nach i'hilaCtl?hi?;\,, Die Fabrik ging dann aprae- 
ter in "jin« Akfcien-Gesellb^.haf fc u«btjr, und aulius //aXentin erwarb 1897 da« 
HoehroRiit-achaeft Hc Kosen thi-.!, L^rlin, Cro^^.b'icr^nafcraaas; die Firim er- 
Isuigte unfcsr «einer Leitung Weltrufe («.uebcr J gl i' AaV c auch bei Carl 
Fuerstenb er^f; Die Lebenßgepchichte ©inen dci.tLchen Bnnkiorso Berlin 19^1 
Ü0I70 ff). Ju lius V o war sehr vcraosgenö, rr lüsass oin sehr schoenea Hwus 
in Berlin W., Rauchstro?, r-ah« dem liei-gizaaani zuaoiumen itit seiner Fr&i> 
trat er t;chon fruah zum chiisttcatum ueber, vör::ahr1;c aueachliessllch in 
Berliner christlichen Vrei.zi>xi, Mirdc zufii Konniörzitjm'ut und speeter zum 
GehcKommc-Hat ernaimt und starb in hohesi Al-io-r nach dön I« Veitkrieg, bis 
zuletzt von sehr gepflegtem Aeussorcn und Ruf recht dahergehend o Ich habe» 
namentlich als Student, ziemlich viel in stinsa Ilause verkehrt» Die Ge- 
schwister, also die Kinder von .JuJ:J^s._?And _A.nnv Vel^^nUn, "«aran alle 3 



/ // n 
I u u 



. 63 - 
besonders gut ^«vachsono, groBß<ü und schoon« Menschen, irfi lhelm Y. 
war Rittaeiater d.i?, ]3e.l den Dtäutzer Kuorasalcrsin, Martin Yo jun « 
Korpsstudent und Hittr>«istcr d.H. bei Einern Ulananröglm«ntp Regiorungc- 
asBSSSor, washrend IVtlhels Y . das va®terllch» Hoebrengcechaeft Isitete, 
das er unter den JSamen l/ilholu Valentin, jRoehr'snwerkej fortfuehrte» 

Sovel t melr\<9 Auüfiiohrungen uebor die Ascendenz meines Vaters 
Heinrich Valentin . Es folgt nun die j^sendenz meiner Mutter Helene V ., 
ia^eborene ManV it ii mer» Ihr« Eltern waren; 

YALKMXL^ HA NHKTHER {1&I5 - 1839) und FHkU PHILIPPIKE» g eb.BEHHEND 

(1821 - 1893). 

Ueber die Vorfahren meiner i4utter Helene ^ g^b« Manheimer «, 

kann ich leider nicht so exakte Angebe machen, wie ueber die meines Va- 
ters, da wir Untcrlagi^n so gut wie vollstaendig fehlen« Das liegt einer- 
seits daran, »^aas in der Familie M&nheioier keiner var, dor rechtzeitig 
alle Dokumente usv. geaaiamelt hat, &nd*rern«ita daran, dass die Fejnilie 
Manheiaer nicht au« Berlin «tsmat und die Faiiiii«!: Behr;^nd «iret relativ 
kurze Zeit « wenigstens im Vergleich zu den iifü-e^Un» • in Berlin an- 
saessig wäre Es war al£0 nicht so Iciclit zrO'3£,.lich, die Arohive durch- 
zusehen, wie f'aa bei der A5aeiu5«na aeinsa Vatsre der Fall waio Ueber 
die Familie yfe.i.rtKtin Kar,h^l mer liegen m^r nur vor; lo -iine FÄmilienchro- 
nik, am 13.Jan.iar 1906 zuaanuncjügostvviib von 'jein<ja Onk*.l, dem GehcKoaai<!>r- 
zienrat i»idorJiCt^et 'Jone r?JLAirek bor der Wafl"en-u<:)d Muxä vionafabrik 
Ludwig Loew© 4 Co. j diese Chronik vurde von liiir fortgefuehrt auf Grund 
von Angaben «inoö i^orra R>idol f aiPianI a, deiaale in ßoi^lln, öpaeter nach 
Schweden auwgevandsrt (Adrerjss; w'&dstcaa (.Sv-srii^e). Oaatra Vallgatan 11 
c/o Linn<). Herr öiaoniü ist mit der ?r aa .,von_ JJ^'^MS«^^ -.^2}Ali^ 
fs b. Beh rend» verwandt. 2« die Ae^s^ndeAatafe.". der Frau ghil i ppine. Jjan- 
haimer y gebcBehrend . zusainmenge stellt von Herrn Huflolf .i^.aonis und 
sohlleselich 3. elnic^ Dokument», die HaiiiEj^?;£^^erg bocchafft hat, und 
die ich an gegebener Stelle erwsmhnen v-v^rde, 

ELTKMJi2£LJM^niLiiAiiM 1352) und 

HEJ^^IüiXJK MAli liallia^if geborene FA:'JC.117ai-_j:i..Äa2i) . 

Der Vater ineiuwr Mutter hi-sa-i l^al^ntin rignhei'a or, dc-asan Vatür 
^v^d Marheia er, latztorer iftt geboren ad 8.iXelVT2 in Gomnern, Provina 



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« 64 - 
Sachsen» wo er auch gelebt hat und gaotorben lot am 2.Maerz IQ52, und 
zvar It.Hogiator dee i:'reu88. Amtegerichts GoBu&ern "abends 10 Uhr in einem 
Alter von 78 Jahren 6 Monaten an der Lungenlaehmung**. öanach maesate er 
1774 (und nicht, wie in der Chronik Ton I^Loewe angegeben, 1772) geboren 
•ein« Sein Beruf wird verschieden bezeichnet: einmal Kantor oder juedl- 
aoher Kultiiabeaater, ein anderes Mal '«der Juedlsohe Handelsmann **. Di« 
yyau von David Manheiner. Henriette , gebe I'alk ist geboren am 28.Maer« 
1784 und gestorben am 15» Oktober 1855 in Gommem (It. IoLoewe )o Dagegen 
It.aterbeurkunde von Valentin Manheimer des Standesamtes Berlin imt FrwM 
Henriette Manhejmer g«^- ^alk in Berlin und nicht in Gommem verstorbeOo 
Laut Bescheinigung des iVntsgerioht« Gommern ist der Oebortsname der Ehe- 
frau Henriette Manheimer nicht falk . sondern Wplff oder l^olfo (Ueber den 
üeaen fj^l^ s.oben). Naeheres u*5bcT die Vorf&hren von David Mftnheim?j[ und 
seiner Ehefrau ^ ^enriette brw. ueber deren Leben wieaon wir nicht, da ee 
s^Zt. leider versaeumt imrda, in Somnun-n naehero flachforschungen anzustel- 
len, z.B. auf dem dortigan ^uedischen Friedhof, Ich besitze die Photogra- 
phien dieses Ilhepaares in vorgcru-csktea Leben»«! ter (um 1850 ?)| beide 
sehen £ut eituiert aiui, in vorn«^2i-buer^'5rlicner Kleidung, die Mutter 
meine« Grossvaters zeigt dla gleiche Wai^n- und G^sichteblldung wie ihr 
üohn Valentin üo und wie sie auch mein Brudev K..ir^i hatte, beide tragen der 
damaligen Zeitsitte entsprechend «in« ICopfbcöackuiig. er ein Samtkaeppi, 
sie eine Spitzenhaube, /alantlu Va. wpr der e/9ltcßte Sohn, danach kamen 
noch 2 öoehne, David und Mo rl.tz_ilaniiei.:ii>^, und 1 Tochter ^SBSlI:'* verhei- 
ratet mit gimon Mosler . DaLVid_ Jarihe lme.r ( Sohn) ie* geboren am 14* Septem- 
ber 1818 in Gommern und gestorben in i3arlin aji 15c August 1882 j er war ver- 
heiratet mit Friede rike Balirend , der juengeron Soliwt*ater meiner Grossmutter 
ghilippine Manbelniar. geb Bohrenc;. ; as haben also die 2 Brueder Manheimer 

2 Sohweetern Behrend geheiratet. Das ähapt^ar I}r.yi d Hanhelae-r jun, und 
Prau Friederike starb kindarloü in »Berlin, erhalten waren 2 sehr gut ge- 
malte Oelbilder dieoes Ehepaares (im Besitz meiner dchvvster Gertrud Loe- 
yenthal » zuletzt in Amsterfam). Diese beiden Portrr.eito waren ausgestellt 
in der von Ju6d,Mueetim in Berlin im i^ovöiober i9?6 veranstalteten Auaatel- 
lungf ••JnBore Ahnen" (SoK&taloc 3,10). M2rit/Jtoh^iBer, der jaengste der 

3 Brueder, ist geboren am loHai 1.825 in Gommern, er war verheiratet mit 
Bertha, seb.Lühwessj auch dietjee Ehepaar- etaj:-b kinderloe. Ich habe beide 



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*' 



« 65 . 
nooh reobt gut gekannt, ei« bewohnt«n ein aehr aohoene» Haus in Berlini 
Tiergar tenatrc 5&» varsn eehr vermoagend» auoh SQhx' vohltaetlg, aber 
auoh eehr sparaaiB» Sie errichteten mehrere atlftimgeiir u.fto das Alter- 
Vereorgungshela der jued, Gemeinde In Berlin, Or&nlenburgeretraaset neben 
der Heuen Synagoge, ferner die florltg und /Jertha Manheimer^Btlf tung , 
1920 sum Zweoke der Eri^ichtung elnoa Klndsr- und SaeugMngahelmea fuer \ 
alle KonfeBsion<m (ooPhilo-Lexlkon 3.696) • loh erinnere lalch nooh eehr 
genau folgender charakt&riötiecher algensohaft dieraee .ühspaarea: wenn man 
Tante Öertha Im Alterehelm In der OroMenburgeretre beeuohte» wo sie taeg- 
lloh vormittags zu treffen war, fuhr sie mit einer tferdedroschke nach 
Hause» klopfte, wenn die T%aameter-Ühr 1 Mark anzeigte - was gewoehnllch 
etwas jenseits des Brandenburger Tores zu geschehen pflegte •» ans fenster, 
bezahlte, ohne einen l^fennlg Trinkgeld zu geben, und ging das Stueck durch 
den Tiergarten zu Fuoc nach Hauee. Onkel Moritz trug eine leerueoke. 3ie 
wurden beide sehr alt, er 90, sie 81, fel®rt(^n das Fest der goldenen und 
sogar der diamantenen Hochzeit (60 Jahre), üeber die goldene Hochzelt, 
die loh als Student mitmachte, heisot es bei J. Logwe i "feierten das Fest 
der goldenen Hoohzoit am 2.Des5envber 1905 in Berlin. Zu ßhren dieser Feier 
wurde vom Vorstand der Juodiechen Gemeinde ©in Fesigottesdienst in der 
grosser. Synagoge üranianburgerstre voianstal^Jot, bei wolohcr der «rate 
Rabbiner der Juod.Gcmeiad* dem Jubelpftcire dio Gliieckwuenaohe Ihrer Kajss- 
taeten des Kaisers und der Kaiserin' aeberbracht« luid die goldene Eheju« 
bilaeatsmcdaillc uebersfriobte". Ln Jaed.Lex'.kon ßfl.III,3»l]5b2 heieat sss 
"Manhaiuer, Woritz, philt^uthrop, gab. 1826 i» Go^aem (^rov..^achs«n), 
gest. 1916 in Berlin. M. hat, zusoaiBeii mV:, seiner Frau BertLa, ii ael.ier 
Geburtsstadt und in Berl^'^i 7.a>ilrcicho üilftu^i^n und Anstalten begruendet, 
so in Berlin das Hocpital dur jued.Geun.-sindc, eine Altersversorgunssanetalt, 
das LehrlingahelB in P.jnicow, forner die hoseo Ficndelssohn-Stiftung (fuer 
Preisauaschreitx^n) bei der Bno Brich-Loge in Berlin und (fuer Bibelwissen- 
schaft) an der Hooheohule fuer die ltfiö«eaBOh;.ft das Judentums," 

Die Toohter ämajä des üb«* paare c David Kan heim er u nd Frau 
Henriette war verheiratat lait Sioiou rios ier p.-js Sob/au i.Obcrschleaieno 
Aus dieser Khe staminen 5 Kinder: Gaecille^^;., vsrb. mit Leopold Jaoobi,. 
Anna M., verhc mit puatav Mosler u:id_Uoaia gIoAl>>r, um^erhoirt^tst. Mit 
allen dieeen eben Genaniitsa und deren Kindfirn yaren meine £ltdm sut 



I U J 



- 66 . 
befreundet» im sommor betiiiohten si« une haeuflg ic Coepenlok. In Haus« 
von Gttfltav Moaler und Fraa AiUia in J3orlln, üdllevueatr, 9 habe loh in 
meiner Jugend manchen Sonntag verlebt. Die bewohnten den l.und 2«ätook:9 
vaehrend im Parterre die Schvoater meiner Hutter» Caeoille Friedlaander « 
damals aohon tfitwe» Inhaberin der Juwellerflrma Gebrueder Priedlaender» 
Unter den Linden, wohnte. Di&ees Hauet» Bellevueatr. 9 iet historisoh 
interessant; es gehoerte» bevor Hoslers es kauften» Bethel Henry atrous- 
barg (e. Joachim von Kuerenber« : Menzel 3.172). Strouaberg (eigentlich 
Baruoh Hirsoh oder Barthel Heinrich Strausberg) aus einer Schute Judenfa- 
milie in «Oldenburg (Oatpreussen) , geb» 20.XIoie23» gest.Äerlin 31.V.1884» 
getauft, Groesinduatrieller, baute «ahlreiche Strecken des deutschen Bi- 
senbahnaetses, auch Bahnen im Ausland, Zusammenbruch in den Graenderjah- 
rsn (s.Philo-Lexikon S»699). Und im huebochon Buoh von J«Kaatan t Berlin 
wie es war. Berlin 1925 3.35 lesen wir; "Dr. Bethel Henry strouaberg 
hatte fuer Berlin eine ganze Reihe gewaltiger, dem oeffentllchem Wohl 
dlonendor Anlagen g;epl«unt und z.T. scl^on zur Auafuehrung gebracht. Der 
in den 70cr Jahren erfolgta Zusasunenbruch der Strouabargschen Unternehmun- 
gen setzte all den woitaucsch^u-inden Zielen dieeos aerkwuordlgen Mannes, 
der elüo seltsam geartete Wischong von eiiioßi Abontouror und von einem 
neuzeitlichen Gross-Untoruahiier in sloh vereinigte, ein ;Jaeh«fi Ende». 
Gegenueber, 3ellevueetr.i:vr.l3, v/ohiita fcrdiuruid L&saalle, bekaont als 
deutscher Politiker und durch s*.\ne Beziehungen zu öisnarck; er fiel im 

Buell. 

also meinen Crossvater muettcrlichere sifcfi geboren am 13. Juli (nach an- 
derer Aiigebo am 5. August) 1815 zu Gomciern, habe loh nicht mehr gekannt, 
da er schon am 7„Fobruar i38S starb, ala ich erst 3 Jahra alt wäre (s. 
Abb.6)e Er muss ein auesorgewofchnlich fashi^or um\ tuochtiger Mann gewe- 
sen sein, der mit 21 Jahrsn nach Berlin kam tmd mit 25 Jahren die ^Irma 
YtManheimer grAendet©, die spaetjr Weltruf f.rlEin;^tc; als einer der an- 
gesehensten und reichsten Knuileute Barlins, ucberhaeuft mit allen Khren 
und Ordan der demalige.i Zsifc, eüjirb er im Alter von 74 Jahren. Ich be- 
sitze ein Buch mit der Grc>brode und üoitunc^isaucsclrinlttcn uebor seinen Tod, 
worin auch sein an Eri^olgcn wirklich uebervoi 5hes Loben geschildert v/ii-d. 



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- 67 - 

Naoh l».feQqye. kam er 1856 naoh Berlin, etablierte aioh im Jahre 1Ö40 in 
Berlia, üborwallatrcö unter der Pinea V.Manheiner, verlobte eich am 9» 
September 1643» heiratete am 14. April 1844» kaufte eich im Jahre 1862 
ßellevueatr. 8 aa und lleaa daseibot von dem beruehmten Architekten Hit- 
zig (s.oben) ein praohtvollea Wohnhaus errichten, in welchem er und seine 
Frau bis zum Tode lebten. Zum Kommerzieurat ernannt 1873, zum Geheimen 
Kommerzienrat 1884. In meinem JMsitz befindet sich der Ehering von Phi- 
lippine Manheimer . der Sitte der damaligen Zeit enteprechand in Geatalt 
einer Schlange als Symbol der i^vigkeit. (Die roemiache Goettin Aeterni- 
taa wird mit folgendem Attribut dargeatelltt eine in den Schwanz sich 
beissende schlänge oder auch ein Hing, zur Andeutung, ein J)ing bezeich- 
nend» wie auch die Kugel, das weder Anfang noch Snde hat)o In dem Aing 
ist eingraviert: "V.M. 9./9.43'* (Verlobungsdatum s.oben)» Valen tin Mo war 
urspruenglloh (1837) mit seinen 2 Bruedern, den oben genannten David und 
noritz M. unter der Finaa Qebruede r Kaiiheiaer etabliert, »le nahmen als 
erste die konfektlonema<338ige Anfertigung von Maenteln auf. Er trennte 
sich aber spaeter von ihnen und gruoadete die eigene Firma y, fanheimer ,> 
welche er zu sehr bedeutender Ent^-^icklung bracht®« Aber i^tuch David und 
Moritz Mo erzielten bai dar Fortfuehrung der Pirma Gebr.Manhaiaer glaen- 
zende HersultatSo Morlt-s M,, d«r tieberlabende der beiden Bruoder, ueber- 
trug das Geschaeft spaeter 2 Angestullteia, die sich als avYiT tuechtig be- 
waehrt hatten« Es uarc-a dies die iJnieder ßpxib er^ ; der «•".ne von iiinen, 
Kommerzienrat Hermann . J& ainber^, fuehrte ea sp&eter allein veiterc Zwei 
Keffen von Hermann Bfeuaborg, Huf o Loewenth?ü und Geo rg Ba Ti^'crg, wurden 
dann in die Firma auf^enomtion, beide htiiato'ucju Schvesterii von mir, 2S£"" 
trud und Marie « so dass aluo dia Firma G >jbr c i'l fe-nhe i a^ r eine Zeitlang wie- 
der gleichsam in. die Familie zuruackkchrto. 

Den Nachrufen aus Zoitun^en allor i-oiglichen politiajhen Wich- 
tungen entnehme ich uebor «/aa UirJcen maiiies Groasvatora doB Folgende: 

"Was der Dahinseschiodenü der Conf«^otion ge rescn, was er fuer 
dieselbe geschaffen, dana or ea gowcsen, dar laaers Uranohe zu ungoalnitor 
Hoehe gebracht, daas er Berlin zuiii Gen&ralpüjikt des Han<f.elo der Confec- 
tlonsbranche im Weltverkehr gfemacht, da^a er Tavsonden vor. Arteitarn loh- 
nende Jicachaeftigung gewa«nrt, ja viel«u döraelben sogai" f.'ohls i'and ver- 
aehafft hat, daas aus e^?in©r schule vioie hool aiigesehene Kauflaute hervor- 



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- 68 « 

gegangen sind^ die neben llim di'S Pabrikatioa und den Exx^ort von Confeo- 
tlonavaaren in grossartiger tfeiae betreiben, waehrend aloh vie}.e andere, 
die aioh seine ausgezeichneten kauimaennisohen Eigenschaften zun Vorbild 
genommen haben, in geachteter L«?l)ens8tellung befinden, beschreiben vir 
noch eingehend an anderer Titelle dieser Zeitung, Mit goldenen Lettern 
steht der Marne» Valenti n Manlieiaer in der Geaohiohfee der deutschen Confe^ 
tionsinduetrie auf ewix e^^ite n eingegrabeis " • 

•♦Einer der boktointesten und gerechtesten Industriellen jBerllnSf 
der Geheizie Koaunerzlenrat L'err Valentin t^anheime r« der flegruender und 
langjaehrige Inhaber der heute unter der Leitung seiner Soehne stehenden 
Weltfirma V»Manh«imer, ist in der varfiosaencn Naohiin seinem 74. Lebens- 
Jahre gestorben, V^Manheinier, der la Jahre 1835 nach Berlin gekommen war 
mit wenig mehr Mitteln in der Tasche, als fuor die Notdurft der naechsten 
Ta^e au.?relchv5n »acchte, etablierte hierselbet 1841 ein Modewaarengeschaeft, 
wendete sich aber bnld ssJLe der Erste der Branche, ntrohdciß er deren Lebens- 
faehigkeit mit scharf ecv iJlick erkannt, mit seiner ganuea Kraft und Intelli- 
genz der sogenannten Dt iLon-Konfektion ra, di^j er durch seine restlose Ener- 
gie und duroh die umsichtige Ausnuetzung aller ihr guenatigitn Umstaende zu 
einer Spezialitaet ausbildete und emporbrachtD, als weloha cie nicht nur 
fucr Deutschland, Bondt;rn fuer das gegamte Au'^ißnd tonari^rsband wurde und 
den Weltmarkt beherrachteo Tausende von flölbsigen Haoncaa verdanken in 
Berlin unmittelbar und mittelbar dem i3trob«n deü nun Heioigo^angexien seit 
Jahrzehnten lohnende Arbeit, und schon diaäsar Uaetand allain wuerde ihas 
ein dankbares Andenken sichern, ganz abgeeehea von seine i- steten Hilfsbe- 
reitschaft, mit der er die Not seiner isebeniceasahen tatkrieftig zu lindem 

suchte "o , . T.J. 

"Der Oeh.Koirinerzienrat V al e n t i n Vi > -. ih e^i jl^J ist in der Nacht zu 

gestern naoh kurzem Leiden im Alter von 74 "f^^'iran'lsasto^r'benc Kit ihm 

schied ein durch ßsine persosr.llchen Sigeneohaf cen vle durch seine ge- 

schaeftliche Taetighait gl.doh harvarr'ngondcjr Kr>,u.fra?nn f.ua dem Leben, des: 

in einem Zsitrau^i voa 40 Jahren fuer die deut-sche J.ndustrl.« Au&s«rgewoehn- 

liches geleistet hat. Kr ist *s, d^r cUs DaniankonfGktionabranche in Deutsch. 

land eingefuehrt und, durch di2 Organia&tion <"«;^ ürroort-? dieser Konfektion, 

dem deutschen Liaußel eine auseerordfutiicha Ejdeut\iiig a^f dieeem Gabiete 

verschafft hato F.r war es, der ßeriin zjr Zsritraliiiuikt d^s Handels der 

KonfcktionL'brarohe ia Welt/erk^hr g^aacjit uncl Tausonden von Arbeitern loh- 

nendo ßeechaefti^ung gewaohrt hat. Aus seinem- Schrie sind alle diejenigen 

hervorgegangen, velchn in d«n letatsn Jal-irzoh^it^n iioben iim die .rebriketion 

und den £Tq>ort von Kor\f'jk«:;lonfi>a£'.ren kultivio;/., hrVono Obwohl d<^r atillon, 

bescheidemm Welae i\c.a yerotorl.enen jede Galt 'zidißaohur..^ esiner Verdienste 

nach außsenhin vid^retrebte, sc vurde or dooh zvja Äitflied cle^ Aal*ie»ten- 

kollegiu-ne der BcrlinoT KeufmarLnichaft G-^vaohlt, jiusste a.)©r dieses Amt 

■einer Zeit wegen Geschs'if tsveborbuc^rdai^ r.iodorl uj ^a* ki& er eich zur 

Huh© 8®tzto, betaetigte er CIq stets von liia geueboc I'^ier-aoA-g.? fuer aeina 

Arbeiter durch die aru«nd\i.n«! einer unt-^v äi^v Lsilur-ö des lI&ö^L-^^trats atenen- 

den Stiftung fuer invalide irbsitor, w<3loh© unter deai ^.Qmnxi "V.Manhcimcr- 

atiftung" ine Leben getr^stan i.^t. iiur kura« /,eit v.ar e* 'Ism durch ein 

langes Leben rastlos t-ifsti^cn Mavm v»jr.-o'^nat, »ic^, der iiu^a^ au arirouea. 

Seine kau ftiaennl sehen Verdiene s© wie seine H<d'^^@niir:a^^t^ ujvI a^inj. «ohl- 

taetigksit sichern ihm ein shranvoliüs And«Jiki.n fuev alle ZQict^n". 



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- 69 « 

ßi« firwaii Vol'tanlie lmer ging /.aoh de»n Tod» rae.iu«ia Groaava^ers 
in den Be»ltz eeinar tJofihn« Cuntav, f«rdinand und Alfrad uetotr* Gustav 
und Alfred aoMisden nach einigem Jahren aus, so daac rejcj^ijii^ Jggu^ftg ime r 
der Alleininhaber blieb. Nach seinea Tode (1905) fuehrte der Sohn von 
Ferdinand, ^doXf KtanheiJgr, da« üntemahmea noch ein« Zeitlrmg fort; aber 
nach dem I. Weltkrieg hoerte dann die Firma auf, zu exi«t leren, i^ier mich 
verknuepfen eich frueheste Jugonderinnerungen an dieaes Hau» Oberwallatro , 
an aeinea i^orfcior (Schulz ?), einen atattlichön Mann in eohoener Livree, 
der mein« Mutter, yenji bU dort vorfuhr, fretmdechaftlich begruesate und 
ihr galant au» dem Wagen half« Sie licas dort ihre Kleider und Kostueme 
machen, oft nur neu herrichten und uma«ndem, da sie »ehr aparsam war, und 
sprach bei diesen Besuchen Jiit ihren Bruedern und den alten Angeotellten 
des Hauses, die sie Ja von Jugend auf kannte. Auch spaeter noch, als Pri- 
maner und Student, habe ich meinen 13rv.der Kui^t, der dor^; «ine Zeitlaig 
taetig war, oeftor nach Gesohaeftachluaa abgeholt. Der Wxn&oh m'siner 
iiutter war es, das« er in die Leitung c-ss Geschi.eft©s alntretc^n eolite, 
waehrend ich i^ach Juris tieohea ötudluff die Fi::m4i oa^inoa Vaters, .Tasob,*; 
Valentin , ucbernehmen solltso Ab«r mein JJrudar ^rZ hat mit dem kaufiaasn- 
nischem Scharfblick, der ihm Ugen war und den er wv:>hl von seinea Grosfc'/a-^ 
ter Y^Manh^-imer ö«erö* ^«^^® '"* «^ ß'-^^^* ^^ u.2bi l^ens aixch aeaESürlich -»iid 
im Charakter sehr - alsbald erkannt, daea da lich^fc^ mehr zu mach«n var. 
Und so zog er denn vor, in das v&eterliobe G»schFof>; et.iyitrotenp t'Anal ich 
nach einigen schuechtemen V«v; Tuch«n dt*r Jurl-p^radeuz den Ruecken k^hrt«, 
um mich dem Studium der md.izia zu widiDoac Paa leerstehende Gesühaeftthau» 
VoManheimer habe Ich noch manche Jahre bei gtle^jentUoh^n Aufenthalten la 
Berlin angeschaut und öabei an die yerffae-..silchk^it d^r Ifelt £;edacht. Ei- 
ne Biographie meines Groecvater© Valent in y.^iheiggr findet -ich Uoao bei 
Ö5rt_inJhili2S»2a- Noueete Geschichte des Juadi^^chen Volkeo. Leipzig 1910« 

BdoII,So261o 

Vor kurzem (19C2) ict ein «ehr hujosoh «useej^tsttevea üuch tr- 

sohienen: 125 Jahre Berliner Konfektion (Ern^.t; staneok Verlag .rtö/lln)o 

Hier wird das Jalir 1837 al3 Gruer.dungt>;}ahr Angejehen: "'fJsit .:w.«m 3ag im 

Jahr« 1837, an dem der Magdeburger Butrger Valentin Manhe-iTJor m Werder- 

sehen Markt mit üilfe einee Lotteri-^gewinne^ von .^vshr.ir«- hr.ndert Talern 

•ine Werkstatt eroeffnete, in der zum orav^n "lal^ a-b<^rnf..ur~. Dsmenmaentel 



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. 70 - 
auf Vorrat angefertigt wurdou, hat die üerllner Konfektion einen weiten 
Weg zurueckgelegt«" Da» Wort •»Konfektion» pra«gte V>aanheiaer . ea buer- 
gerte sich sofort ein« 

In meinem iSaSitz bofindet sioh daa Teatament von Valentin 
Manheia^r ; daraus geht hervor, das» er bei söinem Tode ein fuer die da« 
maligen Zeiten cehr grosses Yermoegen hinterlassen hat (nach Schaetzung 
10 - 12 Millionen M&rkl), Daa Haus BGllevueßtr» 8, erbaut von Hitzig^ 
ging nach dcßi Tode meiner Qrosemutl.er in den Besitz der Kinder ueber, die 
Tochter y.ara, vorho mit Julius . riartin i^ iedlaender . wohnte bis zum Tode 
darin, dann varde es in April 1907 an den Geh.Kommerzienrat Ernst von 
Kendelssöhn-Bartholdy f lar loBOCoOOÜ Mark verkauft, den Kaufvertrag habe 
icho Spaetcr htt e» dann dio Firma AeJlöjjtheim (Warenhaus) gekauft und 
fuer ihr« Kunstabteilung ivmbauen lassen, zusammen mit dem Hause üellevue- 
stro 7t in welchem einat Fardinci^id MarihelaiGr gewohnt hatte« Das Haue Belle- 
vuestre IIa be'wohnte dia .Mamille raein«*^« Onkels iJ^or^BM^s ^^ ^®'" glei- 
chen Strasse K* 14- wohata üuffitay^M^nhginöTo Aus neiner fruehcsten Jugend- 
zelt erinnere ich mich nooh rßcht gut dota Ha'-ieee i3Cillavaoßtrr.8; meine 
Grossmutter rinchen , wie .sie gonannt ifurd«, pflegte .ioden Sonntag abwsch- 
selnd einige ihrer zahlreichen Kakallcindcr z\>m Mittsagaason einzuladen; 
ich veiss noch, dass sie die Suppe sehr heisy rju essen pflegte, was mir 
bis heute nicht sioaglich ist, rir.d dann ung^tdvddis »nirde, yean der nacclm- 
te Gang nicht serviert werden konntoo 3naetor, als m«in Onkel Julius 
Martin Fr«, schon darin wohnts^ war icli oft riort und ha>:e m:st ihra Schach 
gespielto Ib Garten hinter dera Haua«, dor zur .i.änni5£?tra diirchging, stand 
ein schoencr Granitbrunrien« Ich habe xlß l:orfbarcn 3«.^;it?; zwoi Xftsaen 
aus der Koeniglo?orzellan-»Manuf«!ctur f-3'jilin .„ufbcvahrtj die ci*i« - etva 
aus dem Jalirs lö4ü - stellt das Haus über^/a3.1atrc 6 dar, in welchem Va- 
lentin Manheiiner biß taa .'iau des Hausesi Jiöll iW^estro 3 wohnte, das also 
gleichzeioig Ge^cha^fft« ~ und ^olinhaaia ^.'ar, md in welchem auch meine 
Mutter geboren ieto iie Xassi» :::oigt daa Hai.'j Cbc?rwall®tro vor seinem 
Umbau, boconderc intsresaant fuer Berilr« unc" oh&rakteristiech fuer die 
jäauart sind auch die beic'Gn N,:>bcn'''3ob^9ndöp cllf) simeter fuer des Geschaefta- 
haus hinzugekauft wurt^en* Ds-u Xir>ksetv»hende H&us hat einen grossen Kran 
am Dachp um die Moabol etc« in die verBG'iitiCi3ucn atoclcv/erke zu bcfoerdarno 
Die Taso^ ist farbig und f.ehr fein iu dar Benalv.r.ij und Auafuehrungc Das 



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I u O 



- 71 •- 
Haue Oberwallötre? ist orwayhnb bei K«inrich von Klölsfc ia aelner öe- 
aohraifcung ©iii^r tf8ihn&chtßaui9öte.llui]Lg, veraas caitet m 18oXII»1810 von 
der •TCunst- und Induatriehandlung von Mad. Henriette Warkmelater, überwall- 
atro N« T" (aoHeinrlcb von Kielet« Saemtllche Work©, Incal Verlag. Leipzig 
1910. £d»V.So226u.AnD.^&zu S.414)o Die andere Taaae dagegen, etwa aua dem 
Jahre 1870 ataiDiBend» iat In Form und Auafuehrung viel groeber, einheitlich 
grau und stellt die Stras&enfront dee Uauaea fiellevueatr^ 6 dar« 

Auf meinen Wunaoh aohrieb mir mein Bruder Ernat» der Ja erheb- 
lich aeltar war al.? ich und aich daher noch ganz gut an unseren Groaavater 
erinnert» ueoer ihn etwa folgendes: ''An bcatioraten Ingen veraammelten 
eich die Kinder und aelt«r©n Enkelkinder im Hauo« J3ellsvaeatro Jedes 
Enkelkind bekaxc beim Tortgohen ein stets neu Yon der Muenz« geholtes 1- 
Mark~3tueok in Silber» V«Mar.heiafcr stand in d^D i^ufo, rueckaichtslosp 
aber a^hr wohltactig ::u seine, i^r aer,G;or;;«9 rtaindiß seine Frau, maekelte 
lomer rm dem Bss^n au?" dt^rm Tiach l-cruiu und .^ague? "Vo?i.kBkueche, allou 
verbrannt i*» i>j'J13ag^B.''i J.'Jf-9MB '-röintr. b!;»kaia einen Aöth.-if anfedl"© Wio 
ich aufi üorichtcn sielnti-s Vatters Wü.is ;, rodeten (XUi Schvjicgeraoehne ihn 
röBpektvoll mit "Sie" an, waehrond er ihnen sügcmuebti- daa vertrauliche 
"L>u" gobrauchifCe Die erhaltenea 2rhotOö von yalfc/ifclE Ji*?;;*lSiij^-C ««lg«"™ ^^^ 
glatt raaiertoe CJcRlclit, tcharf bj^icKendö Aagca und einon enörgiachen Zug 
um den feat gösc;ilosP«n*n Rur^d^ Wie ich tjc) oa oIjca f^a^^v.e, aovohl aeiue 
Mutter ala auch sein 'unKolp n^.iu .arudcr Kujji, hatten eroes« Aohnllchkait 
1.-1 der GeaiciitBbildunij mit ihm. Ich habj ^ine-n Spaa^iorctcck aeines Groaa- 
vatera grerbt mit eintfi- nua Elf inbein ncliosri gööchui '>?.c-n Krueckö» i.o^K&n- 
iittmer liegt zusaminen mit seiner .?rau böiprßben ic: ErbbafeTJiebnia auf dem 
juediaahen Friedhof i)i Berlin ßchoonhauaer aIIüo. Bb\jv ich Deutachland 
verliefe, habe ich di;- Gvaeber photojraphicrt, öbonco wl« das Grab aeinea 
üruders ^avid Mnah .vi^imtr 'And seiner i'r,.'\ ^x^j/deiliMt <*:'-« auch dort begrtibon 
aind« 

Auaoer dor von l eidor liOa^e t.urfrjöuH.llten i> aiJ icnchronik lie- 
gen mir vor, 1. Machfjxschun;iöi: cpölno« Ksff;/! Ht-rvL-P^i^liXfi» "^^^ ^^ dcrlin 
im GeGautarcMv der Juden in Deutsd'laad arc^^-'tel?.t sirir und slaj.ge von 
ihm tcaojgtc ria*;liciit- Bg a che in AßUiige/u 2o Die acLon tir/r.ehntö Aa2Gndon;2-- 
lAfel dee Horrn öisoiic, guf die ich an jag' baner Stalla ziurueckkommen 



/ U I 



• 



- 72 - 

w«rd«o fest steht auf arund der euntllohsn Bo«chelnigun£ea folgendes: 
;^h|ligplne Hjsi^simer ißt am 20. August 1821 (uud nicht an? 19., wie ea in 
der Faaillonchronik von IcLoevj:} und auf dem Grabatein helast) in ^rlin, 
Klosters tr. 42 um 9 Uhr morgena geboren und am 3, April 1895 in ihrer Woh- 
nung Bellevuestr. 8 gectorbfin. (s,Abb,7). Ihr« Eltern w«.rans Behrend Jo » 
SSJäi (^losaph j3enrend) uid lioflalie. geh „ Minden , In der rrauungsliete der 
iJerliner juedisohen Oemeind© heiost es, "dass der Kaufmann Behre nd Joseph , 
wohnhaft zu jierlin, Jueienstro29, 31 Jahre alt, Sohn des 'Caufmanns Joseph 
Isaac Stargard in Schwerin a,Varthe, an 22.Au^-u»t 1816 Ha hle Minden , 24 
Jahre alt, Tochter des Joseph David M inden, wohnhaft zu Eorlin, Juedenstr, 
37, in Berlin heiratete ", Aus dieser Ehe war ausser Phil ippine noch eine 
Schwester da, und zwar die ochon oben .genannte Friederik©,, die den Bruder 
von Yal,e n tln M , . Davi d m» heiratciiej die Sh» blieb kinderloso Ausserdeoi war 
noch ein Sohn da, also ein Bruder von Philippine und friederike, der eine 
Tochter, iTrau Adele Gans, Pario, Rue de Jin»,, gehabt hatei soll (lt. Brief 
von Herrn Simonis), Kein Bruder blEnnt wohate zufaelli^ Aifßng dos Jahr- 
hunderte in Uew York In der glöiohea Penaion mit ihnj. V'eltere weios ich 
ueber ihn nicht, auch rich'c soinoa Assuvn, Auffraiend ictp dass In der Fa- 
milienohionik von leLoewo dieser druder nicht erv/r.ehnt i.e;. Der Vator von 
Phil^PP^^iP ^^^ yx' ieder ike Mcnh ^icier war also Joceph Üehi-endr Gr ist Ito 
Chronik von I.Loewe am 15. Juli 1791 geboren, itoder oben tsitierten Trau- 
ungslist« muesste er 1735 geboren sein, und zvrar wohl in ;3chwerln/Warthe, 
WC seine Eltern Joseph Isaac atargardt und Sc-ieindle, ^eb . AbraliaJt lebton« 
Er ist am 4, Dezember 1873 in Berlin gestorbon« Die Frau d«e JosejphJBeh- 
rend . also di© Mutter von Philippine iy! a::h3iiaf?r, ist Rehle (liochel und 
spaeter aosalie) geb. .Winden, geboren an 30.A' xi 17*57 in ß-jrXin (It.ße- 
soheinigong der Berliner juedischen Gcasind©)« ßt haisst dort woertlich: 
"Diese ^ochel ist identisch mit Rah«!, Xocht«:* des Haalöliinr.nns Jo»seph 
David , spaeter Josaph i}ivi d Hindo a geniAmit, und ueiivsr ih«»frau Rcj^oj«!, 
gebe Jacob *". Lt.Bterboliste dir Barlinor o*UiOl..aefr.c;in<3ö >s5 JToaglie l-iinden 
tm 6. August 1645 in Berlin, G©rtrsüdtea3lr<.?4 um 6-.1/2 Uhr Eoi-ö>na in (si- 
nem Alter von 53 Jahron an Sitorung des Kij-utdarificc geaiorben. DciDnach h^xt 
ihr Kann, ^joce ph iielirend, öio ua 33 Jai^i'J.' uoboricbt. HiM > t'..Hog:g.3.i>3) .^^^In- 
den muss 1792 uad nicht 17ö7 gaboren .*.cin: d^nn )ivi dar Trcuung 1816 (s* 
oben) war sie 24 Jahre alt* und eis aisi 1045 .v'teirb, 53 Js^^^^r*? Von Phil ip- 



I n 

I u 



- 73 - 
plne Manheiaer sellaat sowi* ihrön Elt;5rii bealtze ich PI otographien, 
allerdings steht nicht g&ni; f««l5, ob die Darsoötellten virkllch die 
filtern von Philippine Wanheiaar siadc Danach maas Joee ph Behrend in 
Beinen Juengerea Jahren eirx huehscher^ alegaiiter Mann gcweuen seine Von 
der Aszendens. de» Vat«xffl von ihilippine M., aleo von Joaeph Behrend, ist 
auflBcr dem oben Vermerkten nichts weiter bektsuintp da^etjea wissen wir 
mehr uebtsr die Vorfahren ihrer Mutter, aoaa lle geb. Kiride^, Deren Va- 
ter, der Henc'.olsBianTi Joseph^ Dayid_Mlr;deny ist geboren am 20. Dezember 1746 
in Berlin, er heiratete am IS.Augi^st 1776 in Berlin Hoejbal (Reisel) 
jaoob und starb in Berlin, Juedenetr« 37 am 29oUovember 1816 in einem 
Alter von 68 Jahren an achlagflusa. Vor dem Smanzipationaedikt (lioMaerz 
1812) hieaa er Joan^^^lL^iS^i o^*^ l2:»s£^„i2?^XLä ^id nrjonfcfc aich dann 
opaeter Joseph D nvid_^lna^.^o i'«in Vatsr hiesö DfviiLi'OL-^i'.lSiSii'' i^ä«»li 
Minden . geboJacob starb am 9,Juiii 1Ö31 um 9 Uhr vorm. 11. Berlin, Kronen» 
gasse 22, in einem Alter von 75 Jahren an der Atozehnin«<c Demnach muss 

sie 1756 geboren sein, 

öoweit sind die Angacen feststehend imd sicher, da sie sich 
auf amtlichen öeweisstuecken gruenden. Nun hat obengeiumatei Herr Simo- 
nie eine lange, in einzelnen Zweigen bis 1430 hinw.fre^chend? Aszendciiz^ 
tafel der zuletzt genannten HoeseLiLin±enj56r)oJEC^ota au:>!"gcateilt, deren 
Dichtigkeit aber nicht sicl.er b^^^ie^tn ist« ^^^.M^'IS »c^fi«b mir 
ueber di?;«e Aszendenztsfoi öeci terra 3taoni3 fQis^ndf.e t^m Lil< Janaar 
1936s -Die Srnri des Josjt'.r^^^.JM^.^^^VSl^^"'. ^^^ ^!^^Skf ^^-i^e Xoc;hter des 
Jacobo sollte dieser ösn Zunamer. Krorka ^efushrt haben, waa noch nicht 
feststeht, so l&er.st ftich dieser Zi/eig erheblich vr^iter fuenren». Und 
am e = ?ebruar 1937 sofirlcb er ^ixi "Die Abkunft der i:r::3.,ji0SM^^3M£Sk 
«eboJa cob ieb noch nicht m^z gckiaerto Dr.r Archivar 0.v>r jued.Gemein- 
de Berlin, DrcJacobüohn, will noch einmal dia HJchcirfk^lt der Angaben 
des Herrn Sin-onie, dor den lange^i Stammbaum fabrizisrt hat, r.achj-ruefcn 
und mir gegebüneufalle eins Abschrift dar Goburta^.vUU'kuudurig 3chicken»o 
Leider hat dicsö .Ns>.chpruefur^ nicht ^aahr »taöt.finden Ico.^nnv^n^dfi. alle Be- 
teiligten ausgewandert «indo Immerhin hat .lach lianj„J^'x:b«.:^ b^inersei ts 
selber einen St^wj.mbaum dar Hoeeel^Jac?^ au f^i^sf. 5^311 i, d^r aich im Ororeen 
und Ganzon mit dem de^ Herrn Siuionl« deckt, cödae^i mr.n ann3h..an kann. 
dass er zutreffend und richtig iat. Die QuelL^n, ^Am dei^an Kerr 'ö. gt- 



- 74 - 
80ho«pft hat, sind - sowait sie Berliner Daten batreffoa - dais Geaaat- 
archiy der Juden in Deutachland (Archivar Dr. Jacob john), die Wiener i)a- 
ten sind dem bekannten «ferk von ü.irfachatein: Inschriften Je^ au.len Juuen- 
frledhofs su i^ien entnomaeno üeber die In der Aszendenziafel genannte 
Familie Jaoob i)avid fraenkel Mirels^/^oua^ nn und seine j'rRU Hechel exis- 
tiert (in anderem 2ueaBunenhang) eine Deazendenztafel im Archiv der Geso 
fojuedo Familienforschung (N2 121 Mark iJrandenburg.Soigi)» danach ist der 
obengenannte Jacob i)avld Jy'racnkel rtirels-Meuayin 1657 Iü Berlin und nicht 
In Wien, wie es bei Siiaonis heisEt, gestorben, sonst stlnmen die Angaben 
ueberein» Aber richtig; ist wohl sicher die Angabe bei Simonie^ denn die 
Vertreibung der Juden r.us Wien find erat 1670 statt, öod«.ss nicht Jacob 
David JbYaenkel selber, condorn erst stina Kinder au^-iwündcrteno ßr hatt^ 
3 Kinderi 2 Soehne, j^JLamon und Benjamin, und 1 Tochter» Pesoe l. die mit 
Model-rtieS a ebenfalls aus iifien, verheiratet war» Diciser, in der Aszendenz- 
tafel des Herrn ^aimonis unter ti^ 2024 genannte ttodcsl Rleü« genauer A. 
rtordechai hodel-Hies Oettingen > gehoerfc«, ebenso wie eeine beiden 3chwao- 
ger :^alomon und Benjamin fraenkel » ssu den am 21 o Kai 1670 aus Wien vertrie- 
benen und vom Grossen Kurfuereten in der Mark Brandenburg privilegierten 
50 Juden (stoben)» Er erhielt unter a«5ii iiachfoigor dca Groesen Kurfuers- 
ten 1697 die Erlaubnis^ ein eigenes Bethaiis zu ©rrichteno Die« aergerte 
den damals allmaechtigen Hofjudon Jos^. Liebmann und seiiio Prsut und sie 
ruhten nicht ©her, bis auch sie die Erlauoniß hatten, futr ©ich ein ßet- 
haus zu errichten. In der Gemeinde konnte jeder waeh'l.an, wohin er gehen 
wollte» Waehrend die tJynagogö des Kopp el Klag in d^jp Hnidereuthorgasse 
lag war die Synagoge des Joat Xiiabaa nn ganz in dar ilaeh«^', in der 3pan-^ 
daueret!., zwischen Spandeuer Tor und Halde routhergasse-, Wegen dieser 
beiden ;;ynagoßen bildet<sn eich nun zwei l?a\'teieu, vmd e« kar.J zu argen 
Streitigkeiten unc^. grosser i'&iadschaf t in der Gömcindo» (a»oUöd,}r'aa»ilien 
fOrschgoJahrgoIVoK« 3 heft 15oi:.o69)« S.dGZU a vch JuGdoLsr.ikcn BdoIII*Sc 
1108 (Jost Liobmann) s«3c 1292 (i^^arcuo H«;gnu3)» Ucber lloiel Ki es Sotucli 
ebenda Jahrg» iJoHoft 44oiJo803o t'owohi i!CojIäl.jvlv^ö dU. tush soine Frau 
y»8sel (Tochter von Jakob jJavid tj eum^ii) sind In d&ri "Dcncvmerdigkjiton 
der Glueokel von Hameln" mehrf*.ch erw&ohat, da wie zur t.n^iSten Ver\*iaidt- 
sohaft gebeerten (s, Aol2 p.l05, 147, iS4, 165, 192c Auf po^as Sta:üabac;ume 
der ehemaligen Wiener, spaatorön Berliner jpaiullien itic-Sr, :4t reis und Veit 



I L 



- 74 « 
öCho«pft hat, sind - sowoit eie Berliner üaten betreffen - das Geaaat- 
archiv der Juden in Deutschland (Archivar ür.Jacobaohn), die Wiener l>a- 
ten Bind dem bekannten rferk von ü.tfachatein; Inschriften Je^ au.len J«*üeii- 
frledhofs zu nfien entnosaaen» üeber die in der Aflzendei»zcafel genannte 
famllie Jaoob jüavid fraenk el rtirele^jleuaj^nn und seine AYau Hechel exis- 
tiert (in anderem zueanmenhang) eine Teszendenztafel in Archiv der Qeso 
foJuedoFaBlllenforschung (N2 121 Mark Brandenburg, So 191), danach ist der 
obengenannte J acob jjavid Fraenkel rtirels^Meumann 1657 in Berlin und nicht 
in Wien, wie es bei öimonio heiset, geetorben, sonst sttnmen die Angaben 
ueberein» Aber richtig; iat wohl sicher die Angabe bei Simonis» denn die 
Vertreibung der Juden r.us Wion ffnd erst 1670 statt, aod^..ss nicht Jacob 
David jlfraenkel selber, sondorn erst scino Kinder aU/^Wünderteno ßr hatt^ 
3 Kindert 2 Soehne, ii^jLomon luid Benjyj nin c urd 1 Tooht;ei%> P.»!i82Krl, die mit 
Model-ities a ebenfalls aus Wien, verheiratet war, Dieser» in der Aßzendeaz- 
tafel des Herrn Simonis unter Wo 2024 genannt© ftod(s l Riet; , genauer R, 
rtordeohai hodel-Hies Oettingen » gehoert©, ebenso wie ze±ii9 beiden 3chvae- 
ger Salomon und Benjamin Fraenkel > ssu den am 21 o Mai 1670 aus Wien vertrie- 
benen und vom Crossen Kurfuereten in der Mark Brand-'jnbuce privilegierten 
50 Juden (soOben)» Er erhielt unter dea i<aclifo.lgor dca Groesen Kurfuers- 
ten 1697 die ErlaubniSt ein eigsnea Bethaus zu f3rricht«n„ Die« aergerte 
den damals allmaechtigen Hof Juden Jost Liebmaan und ssinc) ^rau^ und sie 
ruhten nicht eher, bis auch sie die Erlau'iinis hatten, fuer sich ein Bet- 
haus zu errichten. In der Gemeinde koruitc jeder wa^J^hlanf wohin er gehen 
wollte o Waehrend die tJynagogü dea Kopp el Hl ae in der Hai-iereuthargasse 
lag war die Synagoge ü»s J ost Li sb^aami ganz in dar Waeht, in der Bpan^- 
daueretr., zwischen Spandtuer Tor und Haideio.itherßasseo Wegen dieser 
beiden L^ynagogen bildeten olch nun zwei Parteien, und er, kaiß zu argen 
Btreitigkeiten un(^ grosser i'&indachRf t in der Gomcind«» (aoJued.i'aailien 
forschgoJahrg»lVoK9 5 heft 15« ^069). S.dGzu a ich JucdoLsr.ikcn ßdoIII.Sc 
1108 (Jost Liobmann) 8,3« 1292 (i^-arcuo rUignua)» Ucber ilp.isLMes Sctucli 
ebenda Jahrg. iJoHeft 44«iJo803o K:owohi .iy;oAtLjiii«^ ''^i*^ '-^^h aoine frau 
fasel (Tochter von Jakob jjayid tjqy.mM^) ainä in dort "D«)r.:nn;.erdigk3iton 
der Glueokel von Hameln" mehrf*.ch erw&ehnt, da «ie aur on'^Soern Ven^andt- 
sohaft gebeerten (sc A.12 p,lü3, 147. 134, 165, 192c Auf ?o329 Sta^rabacume 
der ehemaligen Wiener, apaator^n Berliner Fai'illien hleSf, :4trels und Veit 






- 75 - 
und ihr Zuojuumenhango 

ßoi öimoaiop cbi^noo bisi Hans .JBaaberg hei»aij der Vater dea 
j3,Sil±MlilJl'^^}^ä^i jjaphtgill Hir£ich_Heller (Heibblner In fMlda), bei 
i^oritz atern (Jued„ Familien Poreoh.Ao^oi^a 4,3o84) und ii» amtlichen Be- 
richt des Rabbinate Fa«rth ucbureinatimraand jACob Koppel Fraenkelo Daß 
lotsterc ist richtige Der Irrtum bei ;ii.'aonic und bei Hai sa Banberg lei- 
tet aich vielleicht daraus her, dass Jacob ^Koppel aue Wien als achwieger- 
vator statt als Vater atigefuehrt wirdo jJacob David ifratmkei var eine in 
der Geschichte dee juediachen Vollceo hsrvorra^^end© Peraoenlichkeit; denn 
er war Voristeher der ju«d. Gemeinde in Wien, galt i&Ib sehr gelehrt und war^ 
ebenso wie sein Vater^ der "reichste Jude von Wien«' Jacob Koppe l Frankl a 
aehr vermoegerdc Es ist alao bei der Vertreibung der Juden aua Wien von 
den Kindern biWo JSnkelkindcm de» Jaco o Koppel I'raer.kel ©in Teil nach Bez«^ 
lin ausgewandert (aoObevi), ein Teil nach i\ier:h. Und ao trefi'ea sich in 
einem Zweige die ."Stammbieu'-^: nii^ln-ör Familiü und der Pauiiüe meiner frauj, 
iiaemlich bei dem ganiein.3 einen Vorfitliren Jac2b_Kj3j^jgel_i|raon 

Von allgemeinem Inttreae : iot noch, dasis) auaRSi- cl^i: Klnö.öra des 
Jacob David Jj'raenkai auoh noch di :• Tochter a^ra 8<sii;ee jJrudrru Mor df-^chai 
i4irels (yarx Fraenkpf iio mit Nabhan Vaitol (V(:itel, Mayer) vtrhelratct 
i*ax'p nach i'eriin ausvanderte; vq.i Int^rcGöe detw^gta, W3il dieses Ehe^paeT 
2u den Vorfahren d^ö jjegruiaders des wsiiboruchitfr. l<?oiff3chön Telegraphen- 
bueros (rfcToBo) gclioert», naoalic'i dea Boruhai'd Wolff (gdatcl&79)o 

Meiner Groec^iUtt-or P hl 1 i n;?! nc Ktnü. : , Ijac r crimiere ich mich noch 
ziemlich gut, besondere im ;iuaafamsnhang mit 2 Tu tu ? che n; als h^iot« ein«n 
jpferdewagen mit Kutscher, dsrr J.'ris-drich hicsa. \:snn si-j. nun von ihrer *'oh" 
nung in der Bellevueatro uebar den i'otadamer Plüitr: fuhr, klopfte sie imaer 
ans Fenster, um Triedrich zu ermaJinen, ja lan^iöejR; und V()r«ichfcig z.u fahreno 
ferner waisa ich noch, dasa es steta eine .jro'js© Aufre/^'^ng gab, wenn Grame- 
mama una im aommer besucht^^ sei sa in üadova oder apawter in Coepönicko 
ii« kam den ganzen Weg von ihrer Wohnung aa ilandf) de« Tiergarteno durch 
die halbe ;;.tadt ucbcr Treptow bio Sadova (im 5;uodj!5t«n Jcn jäerlin) in ihrem 
itfagon, WAS immerhin eir*-? halb^ Ta^^aatour war, in ihr«m Al^Vji vir>.c: zinjnÄiche 
Anstregungo So lange ele lebt:. h^K'^üa jadea Kn>i;tA:?:i id '-.u ^v^iiiom Geburt i- 
tag iOü Mark ge8che)iktj O ich, als ei-? stnr'j, ovf.t 7 ,}^hrfi t.vlt vr.-s.r, ■fr.s.tt«» 



I 3 



- 76 . 
leb alB dtuAent ueber ©In apftrka»e«n&uch von oaaovK) «Utk tr«l* ?«rfa«* 
emg, den ü«8t hatte ich aiir durch Äachhllfootuadeii oder aoaatirl« v%r- 
diant« zu ihrem Tü.Geburtatag© bekan Jedes Knkelklnd eioa aohOM ama- 
gefuehrte JjenkHuenze aus DtikatangoXd geaoheiilct, auf deren VorderMlte 
ihre Inttialen (P.Mo) sowie das Geburtadatua grariert ist» auf der Ma«Qk» 
aelte steht» **;^ur gyixmerung an Groasaaaa**« Diese Huense wurde von den 
aeisten Enkelkindern in Bargeld uagewandelt» sie war in der daaaligeii 
Zelt oa. 60 Goldaark wert, ich habe sie stete pietaetvoll in Ohrmn gehal- 
ten, habe sie meiner frau an einer schoenen goldenen Kette sur Verlebung 
geschenkt» jetzt besitzt sie unsere Xoohter Hedwig , der sie neine freu 
bei ihrer Hochzeit mit Or. Michael Lattey schenkte, i)lese Srinnerungaae- 
dallle duerfte wohl ein Unikun sein» denn ich glaube nicht, dasa aehr 
viele Enkelkinder sie aus dem Chaos in Deutschland aii in die neue Heiaat 
nehmen und so retten konnten vor den iilazibedtlen» Aus dem tiaohlaas ael* 
ner Groeemutter besitr^io ich noch einige silberne Loeffel und Bestecke alt 
ihren Initialen P«Ne« ferner &in sogeni^nntes "Cabtaret" mit Holzgeatell 
und jb'orzellaDschaldn, aus der 2.H&elft& des 19* Jahrhunderts staaaend, 
mit Zeichnungen aus dem damals »ehr populaeren akiszenbuch von Henschel» 
(1621 - 1393), Derllnor s» trapsen typen daretall^ndo Schliesslich befindet 
sich vielleicht noch ia Familisnbesitz ein rioeongroEsea» von Anton von 
Verner gemaltes jramlllentild, nuf veXcheia saemtliche Kinder und Enkelkin- 
der des Ehepaares Vfcl<jntin Mt^nhaiaer dargestellt sind. Das Bild soll in 
den Besitz des jeweil>3 aeltesten naennlichsii Nachkommen aus Jeder Generi^ 
tlon uebergehen» Bei meiner Ausreise au« Deutachland gebeerte es aeinea 
Vetter Victor rianheime r als dem aeltasten Enkelkind« Dieser hatte es un- 
serer Cousine Yall y Goldachaldt . geboKanhei.ier £ur Aufbewahrung ueberlaa- 
aen, dort in Berlin in deren Wohnung habe ich es iiO Jahre 19?7 noch ge« 
sehen« 

Ueber die Kinder des Kliepaares V alenti n & Philippine ttanhel aeri 
alao die Geschwister aieiner iMutter, kann ich iiiich kurz fassen; denn es 
existiert Ja die von «einem Onkol l.J.o^wo in Jahr© 1906 aufgestellte P*- 
ailienchronik, die von cJimonis bis zum J&hrt; 1955 fortgafuehrt wurde. In 
dieser Chronik sind alle D&ton hinsichtlich Geburten, Hochzeiten und Xodes- 
faellen enthalten. Val entin und Phillppino Hc hatten 8 Kinder, 3 Soehne 
und 5 Xoechter; ich will hiur nur c<iaige crw^chnen und allgemeine Bamer- 



' U 



- 77 - 

kungen aachon. Die Soehnö G uotaiv and Alfrwd Maahelmer , also meine Onkel, 
waren mit ihrem Bruder Ferdinand verfeindet, auch die Kinder aus den be- 
treffenden familien durften nicht miteinander verkehren, obgleich sie 
doch z»T. wenigstens in derselben kurzen 3traoae (Bellevuestro), manch- 
mal direkt vis-k-vis wohnten, wie z.U^ Ferdinand iA . in der Bellevuestr.T 
^* tfugt(^v M. in der Bellevueatr» 14» Gustav und Alfred traten 1903 b«w. 
1904 aus der Firma V.Manheimer aus und lebten seitdem als Rentiere, einen 
leil des Jahres in JPario* Ferdinand war sicher geistig hoeher stehend als 
seine Brueder, in seinem schoenen Hauae v«rkehrtcn viele Kuenstlor, wie 
ZoB. der Pianist Kugen d»/Ubert, der Philosoph Max Deseoir, Sohn des be- 
ruehmten ^Schauspielers Ludwig üesaoir («i^^cntllch Laopoid Dessauer)« Üeber 
Betty hanheimer « die in 2,lähe mit dem Huaikhiatoriker Werner Wolffheia ver- 
heiratet war, sowie ueber ihren aaltcsten Sohn Victor M anhe iaier findet 
sich eine eingehende aohildening b©i l'iax JDi'SPOir. Buch dar £rinnt»rung<, 2» 
Auflag« Stuttgart 1947 p.l44 ffo, namentlich ueber die Istzten traurigen 
achicksaJ.e beider in d«r ^Rai-Z«it» i''erdinand*s Frau Betty, gebc»acoby, 
war sehr musikalisch, diu 3 Soehne wurden i^ohl etwas zu sehr mit Kunst und 
^Wissenschaft von Jugend a-. vollgopfropf t und zu luxurioea erzogen, sodass 
sie spaeter im Leben ihren l'la'cz nicht au8fuell«n konnten und den an sie 
gestelltea Anforderungen nicht grawachaen >fftrvn. Darauf ist es wohl auch 
zurueckzufuehren, dass dii; i/^ltfirraa V.Maahiimt'r schon ca. 40 Jahre nach 
dem Tode ihres Begruenderc aufhoerte zu existicron« 

Von den 5 Toechte rn des E hepaares ValGntin und Ph ilippine Jlan- 
heirateten 2, naemlich Clnra und (Xecilie, 2 Brueder Frisdlafander, Julius 
Har tin und Theodor F« Von Juli as .Mi ^rtin 1\ habe ich echon ab*a erzaehlTt» 
ich erinnere mich seiner mit beoonderor Ywrehirung, da «r mit ruehrender 
Geduld mir die Anfoiigsgruend«* des Sohachspi«la beibrachte; «r war in der 
Berliner Kaufmanncwelt othr angesehen, auch Stadworordn^^tsr, Geh^Koürnair- 
zienrat etc. heinen Onkel Theodor F . heb.) ich nlchi iu.»hr gekannt, da er 
schon 1893 starb, als ich orst 8 Jahre alt war» £r ¥Är Mitinhaber d^r 
weltbekannten Juw«lierfirma G^br o fr i € ö lacndy r in Bctilin, üiiter den LincTs^n« 
Üie Familie Friedlaendor war einrj der aeltojstsn und angsaeh^^r-dtcn jusdi- 
schen Familien Berlinsc .';«r bikaimte Kunsthiatorikxr P ro f. M ax I.Friedlaen- 
laender gahoerte auch zu diesem Zw^ig der Feuüilleo itichiieselioh iat noch 
die Juengste Tochter Julie zu nennen, die ßiit; d«tai G»hv!<onai!sr2;icnrat leidor 



I 3 



. 78 . 
L09]jm v«rh«iraUt war, d«B G«ntr«aclirektor der i/«ltbek;annt«n rfafftn-und 
rtunitionsfabrik Ludwig Lo«,w« & Co., Von ihm h«iaat es b«i C&rl F\x9rat9Ji ^ 
b9££, DU Leb«nsgt8chicht€ «Inta deutech^n Jöankiareo ßtrlin 1931 3ol27: 
"Kauf ma^nni ach noch bag&bt«r als Ludwig Loowe war viall^icht etin Brud«r 
laidor ". «s folgt dann •inlg«8 uobtr eeinea Lebenalaufn ürd FutroUnbtrg 
BUBSta tto wi8o«n, war «r doch «intr d«r fu«hr«näen Bankiers Dtutachlanda 
(Gaschaeftfllnhaber dar Berliner Hand«lsg©8«llschaft)o In »intr Auskunft, 
die im Jahr« 1910 «in Btrliner Hechtsanwalt tratatt«t«, htisst aas **D^t 
Gah.KoiM.Rat Ißtdor_Lo«w« iat unzweifelhaft einer der treten Indistriellen 
Deutschlands und einer der reichsten Leut«. Berlins, uebrigens persona 
gratlsBima bei Majestaet"» Ich erinnere mich noch, daaa in meinem Eltern- 
hause ocfters von den Zusammenkuenften gesprochen wurde» die auf Veranlas- 
sung von Kaiser üfllhelm II« stattfanden, und an den«n fuchrendc Gelehrte, 
wie ZoBo ProfoSlaby, NernBt,und Maenner aus d?r Industrie, wie iicin Onkel 
Isldor Loewe teilnahmen » Ueber Lud>/ig Loewc heisat «& im Jued» Lexikon ßdp 
111,3.1231 (dort auch »in Bild von ihm): ''Groseindustrleller, geb. 1637 In 
Heiligenstadt, gest. 1886 in Berlin, fortschrittlicher Politlksr, 1365 
Stadtverordneter in Berlin, seit 1876 Landta^äjatißoordnelerf seit 1878 Mit- 
glied des tieichstagSo In starkem seelischen Zuci&iamenhanT^ mit 5er Arbeiter- 
bewegung gebeerte L.nach der Verkuendi^-mg des i:ozlalist©rxgeB^tz3a 1878 ne- 
ben Eduard Lasker zu den irersoenlichkeiten aus buergerlichem .'sger, die 
ihre i>jB_;i^hien dea verfolgten Proletariat zuwandtsn. Boi den jariarnenta- 
rlschen Debatten um dio Bismarckßche bozialpolitik :i364 ctand Lo mit Vir- 
chow an der dpltze einer Iroislnnigan Minderheit, ai« ^sic/i gegen die Aus-" 
beutving der Arbeiter wendete. Seine volkatuaiilich^::; Bürcjvaaamkcit und Sach- 
kenntnis errang thia zahireioha parlamentarisciie Srfolgöo Bemf-rkenswert 
ist seine Jugendfreunds ehalt lait Lajsalle, de;3oe-.i Privatsekretaei* ur eiae 
Zeitlang war»- In bsxnem riatriob fuehrto L. Cie fiaerilcf^nieclie Praezisions^ 
maschine ein, vermittelte in Deutschland dia Kenntnis ihror Künstruktlon 
und war.doltö seine l<aehjQna^.chlnenfabriic in eine grorse WaffeniTabrik um 
(Ludwig Loewe & Co.AoCo). Der Antiflemitenfuchrei- Alilv;irdt warf Lo Im 
Keichstas die Lieferung minderwertger .ilintea (daher d^.ü geiliiegalte Wort 
"Judenflinten*') an die liegierung vor; f^ino vou einer iJtl'Jhrttriiskoiimisoion 
durchgefuehrte Untersuchung er^^ab die voeilige Haltlotifikeit diaaor Ver- 
daechtigungen. In den letzten Le bens jaiircn war L. iiaprft3.:5en^aiit der jue- 



- 79 - 

diochen Gemeinde Berlin" o Und ueber Xeldor Loeve heiöot ee ebendort 
So 1230: "Indaotrlellerj Bruder voa Ludwig L,, gebo 1846 in Heiligen- 
Btadty geat« 1910 in Berlin. L, trat 1675 in das bereits damals bedeu- 
tende Unternehaen seines Bruders ein und entwickelte eü nach dessen Tode 
durch Ausbau der Werke und durch Angliederung an andere Waffen-und Pul- 
verfabrikenc Er begruendete ferner die Klektrizitaetsgesellachaft '*Union'*p 
die den Bau elektrischer x^ahnen (Heuoburg, Bruessel uew») aufnahm.** 
Bei der Firma Ludwig Loewe bzw« ihren Tochter-Unternehmungen ist es zum 
Glueck anders gegangen als bei der Firma V«Hanheimero Denn nach dem Tode 
von lo Loewe hat erct sein achwiegersohn Oskar Qliyen (Mann meiner Cousine 
m^Qyhie Loewe Jr und dann spaeter meine Vettern Kgon und Kr ich IiOowe das 
Unternehmen weitergefuehrt, bis die Ijazi-Bestlen alles zerschlagen haben. 
Ebenso war es aach mit den firmen S ebr o gried laonder und Jacob & Vstlent ine 
In dem Buch von Franz Kob ler; Judan und Judentum in Deutschen 
Briefen aus drei Jahrhunderten. Wien 1935 ist auf S,319 ein Brief des 
Dichters Theodor Storss an seine Eltern abgedruckt, der hier woertlich 
wiedergegeben sei, da er recht interessant ifit: "Heiligenstadt, 20o.«ei>- 
teaber 1863o Uneer alter Hans ist nvui fest ontachloss^n, Techniker zu 
werden. Dies definitive und rasche Angreif t;.i der ,3ach0 verdinkon wir 
einem neuerworbenen jungen Freunde, Herrn Ludwig Loere in Berlin, Inha- 
ber einer Maachinenfahrik, einem Jud«>n, Sohn des hie&i^en juediachen Leh- 
rers, eines armen, kinderreicher.., abtr ochr braven Man^ieSc Dieser Bohn, 
er ist jetzt erst 25 Jahro alt - ist in geistiger, wie sittlicher Hin- 
sicht, sine Art Seltenheit, äechdem er hier aus Sacunda abging, wurde 
er zum Kaufmann ausgebilcot, und nachte sich ganz durch eigene» Studium 
zum Techniker f derart, d..as er jetzt ein wiesenscbaf tlicha« Werk ueber 
Technik heraaoglbt. Er ist von oiüer Koble-ae unrl Folaheit dos Wesene 
und der Erscheinung, daoö selbü^ de alt et^rkor Judenantipnthia ausge- 
stattete Frau von Wussow oich gaonzlich ucbörimnden er'ilaortü^ als ßie 
einen Abend .ait ihm bei uns zusammen v^ar« Kit 13 Jahren stand er einer 
grossen Blechfabrik vor; ich moine in Fre^furt a<.0. Kachden er durch 
ein hoechst energisches Eingreifen die Febrile und den ■Seeitz-' bsl eir.em 
entstandenen Brande gerettet, musBte, auf Aiordnunjj öe^j Koiamaxdantens ihn 
von den Wachen dieselben militaor Ischen Ehren ^eiaacht werden, wie einem 
Offiziere, so lange er dort var« Bei eeinsa. Fort^^nns brachten die 300 



/ o 



« 80 - 
Arbeiter Ihm einen i''R.cicelzuß,uncl aio '^r aai aiidoren Morgan in den Eisen- 
bahnwagen Btjegf meldete sich ein anterofflEier im Auftrage des Kozmaan- 
danten bei ihm,, der ihi al,^ Ehrenwachö zur naechstea 3tacion begleiten 
Bollie, m Berlin^ vo er seit 2»ei Wonaten etabliert ist, bewegt er »ich 
in den bedeutendeteu Kreieaii der liberalen Parteio Dahei ist er der 
ßeotaur&teur und ühef des ganzoa ßorl.lner Turnwe«en3c • - « Daneben iat 
er irae^iüenfc einer i>Gviirkavo.rateh^.r-Varaairuii\ung, {yiittjlied Gott weiaa 
welcher philoBophiachei" Gsöollachaften, mit. feirem Wort, rin eelten begab- 
tes Menschenkindo Ich hal)^ dies« Dingo nichc; von ihn., donn er tritt ntt 
i^eacheidenheit eines Jaen,vlin.ts -üuf und spricht ±,i dl^jwar VJäI le nie von 
aich aeibst^o 

jäevox' v/ir von der Jamilia 4r.l entin l'&ji'>h<^.< i n-^ai- Abeohiäd nehmest 
moegen :ioch einige allfjsaeine Bemerkupgen nent&ttQi eeiar W.le aus dem 
Vorstehenden eahon zur üenueje h^crvor^eht-, lobten alle diesa .^aiiJien in 
denkbar beaten VermoegonsvorhaeltniaKSUj frxu alle v^aren mehrfache Millio- 
naere. Und entsprechend war auch der geaarryt»? Lsfcensfvasiohnitt und die 
Leoenahaltung dieser Vorwandten in der Zeitf in viBlob>sr tnich meine Jagend 
abapielte, d.,ho uw dlo Jahrhundertwende c leic^er spielte di^ Bedeutung and 
Hochschaetzung des Geldes eins zu grosse >^olle, Zoßo aioh bei der Beui-tei- 
lung und wertachaet^un^j einea Menacherve Ka yurde nicht In erster Liniö 
nach der Pers^^oenl?.chke:. t des üinrciel-lndividur.aei gefragt, eonciern nach sei- 
nen Veriaoegenaverhaol^i.iiß'jeri und denen seiner Fa'tiiiie-, Von ^iner iceiner 
Tanten kursierte bei luio der Auef!?ruch, das« aid dia;ie oder j^ne );'er8on 
von vornherein ablehnt ), veil "boi ihr die Wi.ideln iight ger&uacht haectea'^ 
doho nicht aus i-leldo gewosea ^al^nc Von diö...or Anbatung doa Goldea war 
zum Giueck in ineinem Eliisnihjiuae nichts zu üi^rke-Jo liiii ;• doh» Ue Fgriilie 
Heinrich Va lentin, (gcAbb.B)., galten i>ei den Ge^cinvistörü meirter iiutioi' 
ala Aueaenaeltsr, als ?irr.i9 Yei-wancVce, achon &uc do^n Griiuöej vcil »vir niohc 
im Weaten J3erlina vohn'i.Qn, soiidern im Osten* In ji-i'itii J.inle i:3t di;33ö 
Geringfichtung dea Gt'ldoa auf neiuew VfUsr jurueckrijffuetvonp de^ m rseine 
Mutter Äla echte Manheimer-Tochtt.r neigte dar.a, dsn Ufert defs Goldes ;-;?. 
ueberachaetzen, obgleich !»ie, waa ihr© eigeyic l-orson ar.betr-ifftf Zelt Ih- 
rea Lebens von einer geradezu ruohrendcn >jebchf5idöni\3it und Ariapruchalosig- 

keit war» 

Obgleich ei.', groasör Teil ditscr reiner Verwandten der rtej.ii;;i0JiS- 






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zugehoeriäkeit naoh Juediach waren, habe ich kaum jemals in irgend ei- 
nem dieeer Haeuoer etwas erlebt, vas an diese Zugehoerigkeit erinnert 
haettej nirgend» w^^röen die juediacben festläge gefeiert, keiner mei« 
ner Vettern wurde konfirmiert, nirgends habe ich Je irgend etwas von 
juedischem Kultus oder Mtus kennen gelerato Auch die Jthyelognomien 
aller dieser vielen Menschen waren TroUstaendig und hundertprozentig an 
ihre deutsche üiügebung Eikklimatiaiert, ich eateinne mich nicht aus mei- 
ner naeheren oder weitarerx Yerwandtachaft irgend einea Geeichtes, das 
einen typisch juediachan Habitus gehabt haette« Vor la.i.r liegt die i-hoto- 
graphie der 6 juengateii Manheimer Kinder aaa den Jahre 1366; es duerfte 
dem ßet-rachtar schwer fallen, etwas a^idereo in dieeeit Bilde zu sehen, als 
eine gut aituierte ^^ßmilie der da/üeJ-igen Zeito Und eo war ea axioh in der 
i*afflilie meines Vatera, diö ja dea gleichen Berliner Milieu entstammteo 
Mit dem Üosagtan i^iil ich nur folgendes betoneiis in den Deu'.achland vor 
1935e bevor also der Unhold Hitler an die Maoht kam» insbeßondere vor 
1914» also vor dea lo Weltkriege, haben viele Juden bewleaen, dass sie in 
wenig mehr als 100 Jahrenp die seit der Gleichberechtigimg verflossen wa- 
renp durchaus imstande gewesen sind» sich zu aastmiile:! e^^ und tuechtig® 
Staatsbuerger zu werden, die dea allßf-mcinen Vertraueiu^ Ihrer Mitbuergar 
und der Wertechaetziuig auoh von hoechster atolle wuerdig waronc In Ihrer 
Lebensfuehrung haben sie sich in keinc^r Weise von ihrer Hitwelt und ihrer 
Umgebung i.mter8Chie<leno Und - waa noch bedondero ^ichti^ ist - so pat wit3 
alle, die es sagingj Christen und Jud!=«nj, waren mit die a:.- Ordnung der Din- 
ge zufrieden, wenn auch natuerlich wie ueoera.ll in der Welt und zu all-jn 
Zelten^ eine kleine Gruppe von Mi angue nötigen da war, diOj, wie -z^B^ ier 
Hof Prediger Stoeckerr d.^ü. Antiseaitlsmua auf ihre Tahne ßchriab^ 

Damit bösohiiesae ich diese i?arüilienge&chicht3j> unjgeben von den 
Geistern meiner Vorfaijren» in Braallii^na wi'j in den vorstehenden aalten 
wiederholt zu lesanp naemlioh dass diese unnf?re YorfE-hven ßrundiO"3 ver- 
trieben wurden von Hof und Hau»^ ao lat eü auch un:5 gasci^ehens und mit uns 
Tausenden und Aber tau ßoidcno Die inteni^ive Baccl'iaeftlijiing alt der Faml-^ 
lienges^jhichte hat mir viel irYeude gedacht und oir ueber manche truebe 
Stunde hlnweggehcXfon» Denn mitten aus einer eegenareicl.en Taatigkeit 



' C U 



- 82 -• 
und aua einem glueoklichen .Pamllienleben herausgeriaadn aru werden, um 
In ejner vollkommen anderen Welt, ohne einen Pfennig Geld, eich eine 
neue Existenz achaffen r.n mueasenp ißt ein schverea und harte« üchlck- 
»al.. Aber man findet einen Troat darin zu viaaenj daaa ea unseren Vor« 
fahren nicht andere ergaa;;on ist» Daa gibt den hut,, auch unter den neuen 
Verhaeltniaeen nicht zu verzwaiieln, aondern im Gegontoil ^etzt erst 
recht zu zeigen^ daßo die a<if uns gekomfiiene Erbmaaea keine schlechte 
iato Hier sind die /erne aus Goethe* b Hermann und Dorothea am Platzes 

•*i>©nn gelotst sind di? üancie der Welta 
Wer knuepfet eie wieder 
Ale allein nur die Wot, die hoech;:?to, 
Die una bevor ateht. 



Aber ea aiege der Mut 

In dem geaundan üeaohleahtS" 



Belo Horizonte (Minaa Geraia) 
rundagao Benjamin Guimaraea, 
hoapital da Bßl<aia«20 Septomber 1945o 
revidiert Januar 1963» in 
Hio de Janeiro (ßraail)« 



Rio de Janeiro - Copaca^ana (ßraßil) 
Calxa Poütal 392 - 07 



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Abb. 1 



Jechiel Michel (ca. 1722 - ca. 

noch dem Kupferstich von 
Georg Friedrich Schmidt 11712 



1780) 



1775) 



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Abb. 2 

Martin Valentin (1799 - 1856) 




Abb. 3 

Rosa Valentin, geb. Loewen (1812-1897) 



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Abb. 4 

Sara Loewen, geb. Haym (1769-1839) 




Abb. 5 

Samuel Loewen (1750-- 1827) 



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I C I 



Abb. 6 

Valentin Manheimer 0815-1889 




^Yr- ♦ Philippine Manheimer, geb. Behrend 

)rk%!^ (1821 - 1893) 



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Abb. 8 



Heinrich Valentin, 11841 - 1925) und Helene Valentin, geb. Manheimer (1850 - 1928) 



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Grosseltern 




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Vatersvater Marfin Valenfin 

geb. in 8er/m am 19 VIII. 1799 
Beruf Banquier (Rentier) Wohnorte Berlin 


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geb. in Po 
Beruf: Ka 
Wohnort: 
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Beruf Spediteur Wohnorte Berlin 
gMt in ßer/in-Coepenick am 73. VI. 1925 


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3. VII. 18. 


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Berlin am 

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Vatersmutter Rosa Loewen 

geb. in Berlin, am 9. /. 7872 


Samuel L 

geb. in Pol 
Beruf: Put 
Galanterie 
gest. in B 
30. XI. 18 


Elieser Liepmann Loevy 

in Potsdam 

gest. CO. 175$^ 


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Bruno Valenfin 
geb. !■ Berlin, Pnnzlauerttr. 79 >m 20. IX. 1885 


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Loewen 

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Vögelchen 

geb. ca. 1712 
gest. ca. 1786 in Potsdam 


Sara Ht 

geb. in 
1769 

gest. in B 
Friedrichst 
am 24 V 


Hillel Hayum 


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1839 






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Muttersvater Valentin Manheimer 

geh. la Gommern bei Magdeburg am 5. VIII. 7875 
Beruf Damen-Konfektion Wohnorte Ber/ in 


Da V id Manhe imer 

geb. in Gommern bei 
Magdeburg am 
8. IX. 1772 
Beruf: jüdischer Kul- 
tusbeamter und Han- 
delsmann 

gest. in Gommern am 
2 VIII. 1852 








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Henriette Falk 

(Wolff) 

geb. am 28. III. 1784 
gest. am 75. X 7855 






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Muttersmutter Philippine Behrend 

geb. in Berlin, Kloster str. 42 tn 19. VIII. 7827 


Joseph B 

geb. in Seh 
der Worthe 
am 14. VI. 
Beruf: Kauft 
Wohnort: B 
gest. in Ber 
4. XII. 1878 


Joseph Isaac Stargardt 
in Schwerin an der Warthe 




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Scheindel Abraham 










Rosalie i 
geb. in 
30. V. 7792 
gest. in 6< 
Gertraudie 
am 6. VIII 


_^ Joseph David Minden 




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geb. 20X11.1746 in Berlin 

gest. 29X1.1816 in Berlin 

Jü'denstr. 37 


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SAinden 

lerlin am 

irlin, 
istr. 24 
1845 


Roesel Jacob 

geb. 1756, gest. in Berlin, 

Kronengasse 22 am 


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9.VI.I831 1 



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Grotseltern 


Urgrosteltern 


Alteltern 




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Vatersrater Hirsch Michel 

geb. in Strassburg 1 Uckermark ? am 

Beruf Wohnorte Pofsdom 












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Vater Jechiel Michel (Michel Hirsd^) 

geb. In Potsdam am ca. 1722 

Beruf Rabbiner, tkmf- und Leinenfabrikant Wohnorte Potsdam 














Vatersmutter 

geb. in am 


Jacob Moses 

geb. in Wrieien an 

der Oder 

Beruf: Gewurzfiandel 

Wohnort: Potsdam. 

gest. in Potsdam vor 

1720 


Moses Levin 

in Wriezen an der Oder 
gest. 1683 


Josua Falk (Michel Hirsch) 

geb. ta Pofsdam «m J758 
Beruf Kaufmann Wohnorte B»Hm 
gem. in Berlin am 23.1.1805 






David Michel (aus Öster- 
reich 16 71 vertrieben?) Wohnort: 
Potsdam (er ster Potsdamer Jude), 
gest. in Potsdam ca. 1700 




Mutter 

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Muttersmutter 

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Eltern 


Grosteltcm 


Urgrosicitern 


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Vatersvater Abraham 

geb. in 

Bern» Wappenstecher 

Hof Jude 
geat IB Strelitz 

(Mecklenburg) 












Vater Jacob Abraham 

geb. In Strelitz (Mecklenburg) am 17 

Beruf Kgl. preuss. Medailleur Wohnor 

geat. in Berlin am 78. VI. 1800 




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Wohnorte 








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Roeschen Abraham 

geb. IB Berlin am /. 1767 
in 1. Ehe verh. mif Joachim, in 2. Ehe mit Josoa Falk 
Wohnorte Berlin geat. In Berlin am 3. VII. 1826 


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geb. in Berlin am '< 
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er Rahel (in 1. Ehe ve 
Levin Aaron Joe/ 

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n Berlin) 





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IIIIIALTSVERZEICIIIIIS 



V:?PWOPt 

ütollunc und Lac© der Juden In . Deutachland ä 
Oestorrcich In der Zelt von ca^löOO bis 1930 
Vorfahren von HEL-RICII VALEIITIII 

a) voetorllcherselts 

b) ouetterllcherselts 

c) Ooschwlster von II'^IIIRICH VALEirj.'ni 
Vorfahren von IIELEITE VALEIirnij cel^^llAiniEniER 

a) vaeterlichersGlt» 

b) nuetterllcherseits 

c) Geschwister von IIELEIIE VALEIITni 
Schlussvort 



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^P(hax}ö\M, ^aCg/H^vw 






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iOd^MuJU/t,, JUuLUMkd/x. CluWH/& ^I2ct€c4'' 



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17. )j. 1678 


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1761; 



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171 i:Nr.87,1757:Nr.l5 



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(Jacob Kronke) 



■«|t= Berlin 1$. 8.1796 



M..:BGrlin 29. 5. ,1765 

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•tu.: Berlin 9.6. l^^^l 



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'^"■' Schutz jud .List 



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Berlin I75O Kr. 
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Pradchen Liebmann Herford 



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nnd -Tau, Wohnorte, Sle^beorl ni 
aniteben, sowie den genancn Demi] 
allgemeine Anaaben wie Kanlmani 



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Brief von Paul Valentin (1842-1917) an seinen 
Bruder Julius Valentin , geb. 1840 

Von philatelischem Interesse ist die Marke 
(Berliner Paketfahrt Aktien-Gesellschaft '.) 



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Arnhold , Erna; Goethe 8 Berliner- Beziehungen 
Gotha 1925 xsrnuxigen ... 

S.25:Georg Priedr. Schmidt (1712-1775) , den Goethe 
so schätzte, dass er eine italienische Biographie 
über ihn ins Deutsche übertrug. Es war eine sei= ; 
ner letzten Arbeiten. Er hatte sie Zelter ge= ' 
schickt, der ein Verwandter Schmidts war. Sie wurö 
der erst mit Goethes Nachlass gedruckt." 
S.221 3. Zeile von unten; Vallentin genannt. 



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Geheimer Kommerzienrat Valentin Manheimer 
und Frau Philippine geb. Behrend 



VALENTIN MANHEIMER 

geboren am 13. Juli 1815 zu Gommern, Prov. Sachsen 
nach Berlin gekommen im Jahre 1838 
konditionierte bei H. C. Platzmann, Magdeburg 
etabliert im Jahre 1840 Oberwallstr. 6 in Berlin 

unter der Firma V. Manheimer 
verlobt am 9. September 1843 
verheiratet am 14. April 1844 

kaufte sich im Jahre 1862' Bellevuestr. 8 an und ließ 
daselbst von dem berühmten Architekten 
Hitzig ein prachtvolles Wohnhaus errichten, 
in welchem er und seine Frau bis zum Tode 
lebten, 
zum Kommerzienrat ernannt: 1873 
zum Geheimen Kommerzienrat ernannt: 1884 
gestorben am 7. Februar 1889 in Berlin 



PHILIPPINE MANHEIMER 



geboren am 19. August 1821 in Berlin 
gestorben am 3. April 1893 in Berlin 



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David Manheimer 
Henriette Manheimer geb. Falk 

wohnhaft in Gommern, Provinz Sachsen 



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geboren am 8. September 1772 in Gommern 
gestorben am 2. März 1852 in Gommern 



HENRIETTE MANHEIMER 



geboren am 28. März 1784 

gestorben am 15. Oktober 1855 in Gommern 



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Eltern von Philippine Manheimer 



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Rosalie Behrend geb. Minden 



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geboren am 15. Juli 1791 

gestorben am 4. Dezember 1878 in Berlin 



ROSALIE BEHREND 



geboren 1781 

gestorben 1845 in Berlin 



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Geschwister von Valentin Manheimer 



DAVID MANHEIMER (siehe Seite 6) 



MORITZ MANHEIMER (siehe Seite 7) 



EMMA MANHEIMER, verehelichte MOSLER (siehe Seite 8) 






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David Manheimer und Frau Friederike geb. Behrend 



DAVID MANHEJMER 



geboren am 14. September 1818 zu Gommern, Prov. Sachsen 
gestorben am 15. August 1882 zu Berlin 



FRIEDERIKE MANHEIMER 

Schwester von Philippine Manheimer 



geboren am 14. September 1826 zu Berlin 
gestorben am 17. September 1880 zu Berlin 



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geboren am 1. Mai 1826 zu Gommem, Prov. Sachsen 
verlobt am 5. Februar 1855 
verheiratet am 2. Dezember 1855 
Ehrenbürger seiner Heimatsstadt Gommern 

BERTHA MANHEIMER 

geboren am 21. März 1837 zu Berlin 
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feierten das Fest der goldenen Hochzeit am 2. Dezember 1905 
in Berlin. Zu Ehren dieser Feier wurde vom Vorstande der 
Jüdischen Gemeinde ein Festgottesdienst in der großen Synagoge 
Oranienburgerstrasse veranstaltet, bei welcher der erste Rabbiner 
der Jüdischen Gemeinde dem Jubelpaare die Glückwünsche 
Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin überbrachte 
und die goldene Ehejubiläumsmedaille überreichte. 



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Simon Mosler und Frau Emma geb. Manheimer 



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SIMON MOSLER 



geboren am 1. Januar 1821 zu Sohrau i. Oberschi, 
verheiratet am 8. August 1849 in Berlin 
gestorben am 3. Mai 1893 in Berlin 



EMMA MOSLER geb. MANHEIMER 



geboren am 28. August 1829 zu Gommern, Prov. Sachsen 
gestorben am 29. Mai 1895 in Berlin 



Kinder: 

CÄCILIE MOSLER vermählt mit LEOPOLD JACOBI 

ANNA MOSLER vermählt mit GUSTAV MOSLER CUt^^^o-^uä^ 



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Kinder von Valentin Manheimer 



GUSTAV MANHEIMER (siehe Seite 11) 

CLARA MANHEIMER verehelichte FRIEDLÄNDER (siehe Seite 12) 

CÄCILIE MANHEIMER verehelichte FRIEDLÄNDER (siehe Seite 13) 

HELENE MANHEIMER verehelichte VALENTIN (siehe Seite 14) 

FERDINAND MANHEIMER (siehe Seite 15) 

NATALIE MANHEIMER verehelichte LATZ (siehe Seite 16) 

JULIE MANHEIMER verehelichte LOEWE (siehe Seite 17) 

ALFRED MANHEIMER (siehe Seite 18) 



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Enkel von Valentin Manheimer 



Kinder von GUSTAV MANHEIMER 

ADELE MANHEIMER VALLY MANHEIMER 



verehelichte GUTMANN 



vcrehelichle GOLDSCHMIDT 



Tochter von CLARA FRIEDLÄNDER geb. MANHEIMER 

TONI FRIEDLÄNDER verehelichte HEYMAN 

Kinder von CÄCILIE FRIEDLÄNDER geb. MANHEIMER 

BERTHA FRIEDLÄNDER ALICE FRIEDLÄNDER 

verehelichte LEHFELD verehelichte KIRCHHEIM 

ELSE FRIEDLÄNDER KATIE FRIEDLÄNDER 

verehelichte HERZ lH'r<Äl£uMC yU^Oj^ 

Kinder von HELENE VALENTIN geb. MANHEIMER 



FELIX VALENTIN 
FRITZ VALENTIN 
ERNST VALENTIN 
GERTRUD VALENTIN 

verehelichte LOEWENTHAL 

WALTER VALENTIN 



MARIE VALENTIN 

verehelichte BAMBERG 

DOROTHEA VALENTIN 

verehelichte FLÖRSHEIM 

BRUNO VALENTIN 
CURT VALENTIN 
ILSE VALENTIN . 



Kinder von FERDINAND MANHEIMER 

Dr. VICTOR MANHEIMER ADOLPH MANHEIMER 

Referendar OSKAR MANHEIMER ROSE MANHEIMER 

Kinder von NATALIE LATZ geb. MANHEIMER 

MARTHA LATZ Dr. RICHARD LATZ 

verehelichte MESCHELSOHN ß^. BENNO ERNST LATZ 

Kinder von JULIE LOEWE geb. MANHEIMER 

SOPHIE LOEWE ERICH LOEWE 

HELLMUTH LOEWE 



verehelichte OLIVEN 

LUDWIG LOEWE 



EGON LOEWE 



Kinder von ALFRED MANHEIMER 

EDMUND MANHEIMER KURT MANHEIMER 

ERNA MANHEIMER 



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Kommerzienrat Gustav Manheimer und Frau Eugenie 

geb. Nachmann 



GUSTAV MANHEIMER 



geboren am 6. März 1845 zu Berlin 

erzogen in Berlin 

Lehrzeit bei Witting, Braunschweig 

Aufenthalt im Auslande: Paris 

etabliert im Jahre 1871 

verheiratet am 5. Juli 1874 

zum Kommerzienrat ernannt 1899 

aus der Firma ausgeschieden: I.Januar 1903 

EUGENIE MANHEIMER 



geboren am 27. Juli 1856 zu Frankfurt a. M. 






Kinder; 



ADELE, verehelichte GUTMANN (Seite 19) 
VALLY, verehelichte GOLDSCHMIDT (Seite 20) 
ELLA, geb. 3. Oktober 1882 ^ HrtüUuUt %llL 



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Kommerzienrat Julius Martin Friedländer 
und Frau Clara geb. Manheimer 



JULIUS MARTIN FRIEDLÄNDER 



geboren am 13. März 1837 zu Berlin 

erzogen in Berlin (Werdersches Gymnasium) 

Lehrzeit 1853—1857 bei Tannenbaum, Pariser & Co., Luciienwalde 

Aufenthalt im Auslande: Belgien 1858—1859, Schweden 1861—1882 

etabliert 1. Oktober 1862 in Berlin unter der Firma 

Jul. Mart. Friedländer 
verheiratet am 14. Mai 1865 
Handelsrichter seit 1885 
Kommerzienrat seit 20. Dezember 1895 
Stadtverordneter seit 2. Januar 1896 
Repräsentant der jüdischen Gemeinde seit 1897 _ 

CLARA FRIEDLÄNDER 



geboren am 24. September 1846 zu Berlin 

Kinder: 
TONI verehelichte HEYMAN (Seite 22) 



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Hofjuwelier Theodor Friedländer und Frau Cäcilie 

geb. Manheimer 



THEODOR FRIEDLÄNDER 



geboren am 17. April 1841 

erzogen in Berlin (Französisches Gymnasium) 

Lehrzeit in Hamburg bei der Firma R. D. Warburg 

trat 1862 in die Firma Gebrüder Friedländer in Berlin als Teilhaber ein 

verheiratet am 22. November 1868 

24. Juni 1874 vom Kronprinzen, späteren Kaiser Friedrich 

zum Hofjuwelier ernannt, vorher schon in den sechziger 

Jahren von der Prinzeß Luise von Preußen 
gestorben den 22. September 1893 in Berlin 



CÄCILIE FRIEDLANDER 



geboren am 29. Januar 1848 

Kinder: 

BERTHA verehelichte LEHFELD (Seite 22) 

ELSE verehelichte HERZ (Seite 23) 

ALICE verehelichte KIRCHHEIM (Seite 24) 

KATIE geboren am 14. August 1881 </4^r(/jlAMt Jß/^ 



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Kaufmann Heinrich Valentin und Frau Helene 

geb. Manheimer 



HEINRICH VALENTIN 



geboren am 20. November 1841 zu Berlin 

erzogen in Berlin 

Aufenthalt im Auslande: 1862—65 in England und Frankreich 

etabliert 1877 

Tätigkeit Spediteur (Firma Jacob & Valentin) 

verheiratet am 2. April 1871 , ^ 

HELENE VALENTIN 



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geboren am 7. März 1850 






Kinder; 



FELIX VALENTIN (Seite 25) 

Dr. FRITZ VALENTIN, Arzt, geboren am 26. Februar 1873 in Berlin 

gestorben 6. Oktober 1903 in Berlin 

ERNST VALENTIN geboren am 18. September 1874 in Berlin 

GERTRUD VALENTIN verehelichte LOEWENTHAL (Seite 26) 

WALTER VALENTIN geboren am 19. September 1880 in Berlin ^^W f.^ /^^^ ^h^M^U^ 

MARIE VALENTIN verehelichte BAMBERG (Seite 27) 

DOROTHEA VALENTIN verehelichte FLÖRSHEIM (Seite 28) 

BRUNO VALENTIN geboren am 20. September 1885 in Berlin ^ 3^ 

KURT VALENTIN geboren am 27. Juli 1887 in Berlin «^ ^3 

ILSE VALENTIN geboren am 31. Juli 1889 in Berlin 



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Kommerzienrat Ferdinand Manheimer und Frau Betty 

geb. Jacoby 



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FERDINAND MANHEIMER 



geboren am 6. Juni 1851 

Mitinhaber, dann alleiniger Inhaber der Firma V. Manheimer 

verheiratet am 4. März 1877 

zum Kommerzienrat ernannt 

gestorben am 17. März 1905 zu Berlin 



BETTY MANHEIMER 



geboren am 3. Januar 1859 



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Kinder: 

Dr. VICTOR MANHEIMER geboren am 7. Dezember 1877 UMi/^^^4^-^- ^-ö 
OSKAR MANHEIMER (Seite 3») ^<U^rU^^ Cu^ :i2.P(. ^f/l 
ADOLF MANHEIMER geboren am 10. Mai 1882 f/.^V 
ROSE MANHEIMER geboren am 8. März 1887 C '^^V 



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Kaufmann Emil Latz und Frau Natalie geb. Manheimer 



EMIL LATZ 



geboren am 30. November 1842 zu Berlin 

erzogen in Berlin (Französisches Gymnasium) 

trat 1867 in das Geschäft des Vaters und Großvaters 

in Berlin ein (Firma: Benno Latz, Getreide- 

und Bankgeschäft) 
verheiratet am 2. Juni 1872 
Handelsrichter von 1886—1902 
lebte als Rentier seit 1894 
gestorben: 3. Januar 1904 in Berlin 



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geboren am 7. Februar 1853 zu Berlin 

Kinder: ß.fj(C^4t^ ^i-'^-lfff^^^J' 

MARTHA LATZ verehelichte MESCHELSOHN (Seite 29) 
Dr. RICHARD LATZ geboren am 23. Februar 1875 
Dr. BENNO ERNST LATZ geboren am 2. August 1878 



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Geheimer Kommerzienrat Isidor Loewe 
und Frau Julie geb. Manheimer 






ISIDOR LOEWE 

geboren am 24. November 1848 zu Heiligenstadt (Eichsfeld) 

erzogen in Heiligenstadt 

besuchte daselbst das katholische Gymnasium 

kam nach Berlin am 15. April 1865 

Lehrzeit bei D. J. Lehmann, blieb daselbst bis 15. Fe- 
bruar 1868, von 1868 1872 bei F. W. Krause & Co Bank- 
geschäft. Aufenthalt in Amerika 1889 - 1870, vielfach 
geschäftliche Reisen in Rußland, Rumänien, England, Belgien, 
Frankreich, Vereinigte Staaten von Amerika, vom 1. April 1872 
bis 1. September 1875 Direktor der Posener Sprit -Aktien- 
gesellschaft in Posen, vom 1. September 1875 bis 
1. Januar 1878 Prokurist und dann Vorstandsmitglied der 
Ludw. Loewe & Co., Aktiengesellschaft, seit 1897 General- 
direktor derselben 

verlobt am 24. November 1878 

verheiratet am 6. April 1879 

zum Kommerzienrat ernannt am 9. Februar 1898 

zum Ältesten der Kaufmannschaft gewählt 1. Januar 1898 — 
31. Dezember 1902 

zum Mitglied der Handelskammer gewählt bei Gründung derselben, 
14. April 1902 

mit dem rothen Adlerorden IV. Klasse durch Se. Majestät den 
Kaiser persönlich dekoriert, gelegentlich des Besuches der 
Fabrik Huttenstr. 17 —20 — seitens des Kaisers, der Kaiserin, 
des Kronprinzen, des Prinzen und der Prinzessin Heinrich 
am 13. Februar 1903 

zum Geheimen Kommerzienrat ernannt am I.Oktober 1904 

in den Preußischen Landes-Eisenbahnrat gewählt am 30. Mai 1905 

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JULIE LOEWE 

geboren am 13. Januar 1856 zu Berlin . 

SOPHIE ALICE LOEWE verehelichte OLIVEN (siehe Seite 30) ^ 

ARTHUR LUDWIG VALENTIN LOEWE geboren am 30. Mai \^%<d,^^J^^^ 
ERICH VALENTIN LOEWE geboren am 11. Oktober 1890/. X ^V 
OTTO HELMUTH GÜNTHER LOEWE geboren am 27. August 1892 

gestorben am 16. August 1893 

EGON THEODOR LOEWE geboren am 12. Januar 1896 



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Kaufmann Alfred Manheimer und Frau Margarethe 

geb. Meyer 



ALFRED MANHEIMER 



geboren am 2. August 1859 zu Berlin 

erzogen in Berlin 

Lehrzeit in Roubaix bei S. W. Castor und in Brüssel 

bei Hirsch & Co. 
Aufenthalt im Auslande: London (außer der Lehrzeit wie oben) 
trat am 1. Oktober 1885 als Inhaber in die Firma 

V. Manheimer ein, aus der er am 1. Januar 1904 

wieder ausschied 
lebt seitdem als Rentier 
verheiratet am 4. Oktober 1885 , 



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MARGARETHE MANHEIMER 



geboren am 4. November 1865 zu Berlin 



Kinder: 

EDMUND MANHEIMER geboren am 1. Oktober 1887 
KURT MANHEIMER geboren am 14. Oktober 1888 
ERNA MANHEIMER geboren am 23. August 1893 




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Bankdirektor Felix Gutmann und Frau Adele 
geb. Manheimer 



FELIX GUTMANN 



geboren am 28. Juli 1858 in Leipzig 

erzogen in Dresden (Besuch einer Realschule, Ab- 
solvierung der öffentlichen Handelsschule der 
Kaufmannschaft) 

Lehrzeit bei der Dresdner Bank in Dresden 

Tätigkeit: Bankier 

seit 1. Dezember 1897 stellvertretender Direktor der 
Dresdner Bank in Berlin 

verheiratet am 8. Mai 1898 



ADELE GUTMANN 



geboren am 4. Mai 1875 in Berlin 
gestorben am 17. September 1898 in Berlin 



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Fabrikant Friedrich Wilhelm Goldschmidt und Frau Vally 

geb. Manheimer 



FRIEDRICH WILHELM GOLDSCHMIDT 



geboren am 28. November 1875 in Berlin 

erzogen in Berlin (Falk Realgymnasium) 

Lehrzeit 1892— 1894 bei Gebr. Veit & Co in Berlin 

etabliert am 1. Oktober 1902 unter der Firma Fritz 

J. Rüger, Pianomechanik-Fabrik in Berlin 
verheiratet am 30. Januar 1903 

VALLY GOLDSCHMIDT 



geboren am 31. Oktober 1876 in Berlin 

Kinder: 
HERBERT JULIUS GOLDSCHMIDT geboren am 12. Januar 1904 



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Bankier Wilhelm Heyman und Frau Toni 
geb. Friedländer 



WILHELM HEYMAN 



geboren am 18. Juni 1850 zu Diez a. d. Lahn 
erzogen Frankfurt a. M. (Realgymnasium Musterschule) 
Lehrzeit bei Gebrüder Schuster in Frankfurt a. M. 
etabliert seit I.Juli 1884 
verheiratet am 8. Januar 1893 



TONI HEYMAN 



geboren am 24. Juni 1873 in Berlin 



Kinder: 



BERNHARD V. HEYMAN geboren am 30. März 1894 
WERNER HEYMAN geboren am 1. Juni 1895 






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Justizrat Dr. Robert Lehfeld und Frau Bertha 

geb. Friedländer 



ROBERT LEHFELD 



geboren am 28. Mai 1857 zu Breslau 

Erziehung und Bildungsgang: Abiturientenexamen auf 
dem Magdalenen-Gymnasium zu Breslau März 
1875, studierte in Heidelberg, Leipzig, Jena, 
Breslau 

Referendar seit 14. Juni 1878 

Doktor der Rechte seit 28. Mai 1880 

als Rechtsanwalt etabliert am 1. April 1889 in Berlin 

verheiratet am 3. April 1890 

zum Justizrat ernannt am 5. August 1905 



BERTHA LEHFELD 






Kinder: 



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HANS ERICH VALENTIN LEHFELD geboren am 16. März 1891 

gestorben am 6. Juni 1905 

LEONIE LEHFELD geboren am 4. November 1892 <>uAjyLoUt Ujt^a^U^t/^MU*^ 
THEODORA LEHFELD geboren am 7. Mai 1894 ^'^ '*^ \^v«4i^[ f^^^^^o 



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Hofjuwelier Hermann Herz und Frau Else geb. Friedländer 



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HERMANN HERZ 



geboren am 11. Februar 1883 in Wiesbaden 

erzogen in Wiesbaden (Ober-Realschule) 

Lehrzeit in Frankfurt a. Main 

Aufenthalt im Auslande: England, Spanien und Portugal 

Tätigkeit: Lederwaren-Fabrikation, Schiffsmakler und 
Speditionsbranche, Exportbranche und seit 1890 
Juwelen und Silberwarenbranche 

selbständig seit 19. Oktober 1893 (Firma Gebrüder 
Friedländer) 

Hofjuwelier seit 15. Januar 1894 

verheiratet am 21. Januar 1894 



ELSE HERZ 

geboren am 20. Dezember 1874 

Kinder: 

THEODOR WILHELM HERZ geboren am 10. Mai 1899 
GÜNTHER WALDEMAR HERZ geboren am 27. Juni 1903 
WALTHER EGON VALENTIN HERZ geboren am 29. August 1904 

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Kaufmann Paul Kirchheim und Frau Alice geb. Friedländer 



PAUL KIRCHHEIM 



geboren 18. Oktober 1875 in Leipzig 
erzogen in Berlin 



verheiratet am 14. Juni 1003 



ALICE KIRCHHEIM 



geboren am 5. Januar 1878 in Berlin 



Kinder: 

GEORG HERMANN THEODOR KIRCHHEIM 
geboren am 3. April 1904 

WALTER MORITZ KIRCHHEIM 
geboren am 18. Mai 1905 



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Kaufmann Felix Valentin und Frau Martha Fanny 

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FELIX VALENTIN 



geboren am 25. Februar 1872 

erzogen in Berlin / Neubrandenburg i. M. (Gymnasium) 
Aufenthalt im Auslande: London, Antwerpen 
selbständig seit I.Januar 1901 (Firma Jacob & Valentin, 

Speditionsgeschäft) 
verheiratet am 10. Oktober 1897 

MARTHA FANNY VALENTIN 



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geboren am 4. Oktober 1877 



Kinder: 



GÜNTHER EMIL VALENTIN geboren am 31. Januar 1899 

HERBERT EUGEN MARTIN VALENTIN 
geboren am 1. März 1902 zu Berlin 



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Kaufmann Hugo Loewenthal und Frau Gertrud 

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HUGO LOEWENTHAL 



geboren am 23. Dezember 1868 in Stendal 

erzogen in Gardelegen (Gymnasium) 

Lehrzeit in Magdeburg bei Schollmeyer & Böhme, Konfektion 

Aufenthalt im Auslande: London, Italien, Schweiz 

etabliert 1898 als Mitinhaber der Firma Gebr. Manheimer 

in Berlin 
verheiratet am 4. April 1899 

GERTRUD LOEWENTHAL 



geboren am 4. Dezember 1878 in Berlin //iL viL 

Kinder: 

HILDEGARD LOEWENTHAL geboren am 20. Januar 1900 ^/{a-MLcMi üoly^l!/. 2'i) 
TONI LOEWENTHAL geboren am 4. Mai 1905 H^r^Lf^Mt f/6a^i^^f^{, ^"iQ 



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HUGO und GERTRUD LOEWENTHAL 



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Kaufmann Georg Bamberg und Frau Marie geb. Valentin 



GEORG BAMBERG 



geboren am 10. Juli 1869 in Bemburg 

erzogen in Bemburg, Gymnasium absolviert, dann Jura 

studiert, Kaufmann seit 1896 
etabliert 1901 als Mitinhaber Firma Gebr. Manheimer 

in Berlin 
verheiratet seit 26. Oktober 1902 ^ . 



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MARIE BAMBERG 



geboren am 10. April 1883 



Kinder: 



LOTTE BAMBERG geboren am 7. November 1903 (H^rtULJA j^^^y-^V 



KÄTHE BAMBERG geboren am 13. März 1905 u/^MAJA M^ 

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Dr. med. Ernst Flörsheim und Frau Dorothea geb. Valentin 



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ERNST FLÖRSHEIM 



geboren am 20. September 1872 in Berlin 

besuchte das Königstädtische Gymnasium in Berlin, 

studierte Medizin in Berlin und Würzburg 
als Arzt niedergelassen in Berlin seit 1. Oktober 1901 
verheiratet am 23. Oktober 1904 



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DOROTHEA FLÖRSHEIM ^^ J^ (^t EL- i^ ^ A^H^Wr^iA^ - 

geboren am 4. August 1884 ^ ^ ^ \\y 

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Kinder: 

DOROTHEA FLÖRSHEIM geboren am 5. August 1905 (,^-^0) 



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ERNST und DOROTHEA FLÖRSHEIM 



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Kaufmann Carl Meschelsohn und Frau Martha 

geb. Latz 



CARL MESCHELSOHN 



geboren am 8. Juli 1860 in Berlin 

erzogen in Berlin (Kölnisches Gymnasium) 

Lehrzeit 1. April 1877 bis 31. März 1879 im Geschäft 

des Vaters 
Aufenthalt im Auslande: Antwerpen 
am 1. Januar 1889 als Teilhaber in die Firma 

A. Meschelsohn in Berlin eingetreten 
verheiratet am 23. Oktober 1892 



MARTHA MESCHELSOHN 



geboren am 18. November 1873 in Berlin 



Kinder; 



HELENE AMALIE MESCHELSOHN geboren am 21. September 1898 .ffj, 
HILDE NATALIE MESCHELSOHN geboren am 12. März 1903 




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CARL und MARTHA MESCHELSOHN 
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Ingenieur Oskar Oliven und Frau Sophie Alice 

geb. Loewe 



OSKAR OLIVEN 

geboren am 1. April 1870 in Breslau 

erzogen in Breslau (Gymnasium) 

praktische Ausbildung als Präzisionsmechaniker in 

Göttingen, Studium der Elektrotechnik in 

Hannover, Ingenieur der Allgemeinen Elek- 

trizitäts Gesellschaft in Breslau, Oberingenieur 

der Union Elektrizitäts-Gesellschaft in Berlin, 

Direktor der Anglo^^rgentine Tramways Co 

in Buenos Aires, seit 1904 Direktor der Aktien- 
gesellschaft Ludw. Loewe & Co in Berlin 
verheiratet am 26. Juni 1904 / r/ // Q ^ /' / 

SOPHIE ALICE OLIVEN 

geboren am 31. Januar 1880 in Berlin 

Kinder: 
HANS GERHARD OLIVEN geboren am 28. Oktober 1905 

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Oskar Manheimer und Frau Erna geb. Schade 



OSKAR MANHEIMER 



geboren am 26. Oktober 1878 
studierte Rechtswissenschaft in 
verheiratet am 5. Oktober 1905 



ERNA MANHEIMER 



geboren am 7. Oktober 1885 



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'11 Briefschulden mit dem 

ra^rt/loh'frfeiren'^efsn, well ich ;nen^lie*^en^B^^^^^ 
^2 fju!y'l950 »It fast zwe Jahren V p ^^^^^ 

'^-^raifoniihe/»"---Bii^ 

alter K.aisLr »»j^^ - . unsere baJia, ^^^ -R-riefverlcehr nicht 

ilLii-ri^r^^£i;iia|?^^^^^^^ 

ilrief f entlicht, 'ferner w.^^^^^ als Mitgll^^ g^^ ^ ausserdem 

einlgunKen: PHI lAMBDA UPSIi-üN F^^^. ^er AAAS. ^ ^ 

Sitglied der American Chemical Society una ^^^^ ^^^ ^3^ 

Ferner machte Werner seinen I>oJ*°T^^^„^J°? universitaet Central 
Univlrsltaetsprofessor in Biochemie an der Unlvers eigenes 

in QuUo und Sn der technischen H?^J^?°S fithorltorio de investi- 
Sboratorium eroeffnet " CENTRO QYIMICO, i^oo ^^^ pflanzen 

etcion aplicada " und befasst sich f^J ^elt aam , ^^ ^^^^^ 

Sd wSrzeln des ecuat. Urwaldes ^^^^?,^J;^!^^^|? zur Zeit stellt 
e^wafsehr i^^^^f ^^*^L??J "lufgfoSSe?? industrielle Basis um 
er die La^oratoriurasarbeiten ^^^J J^°^;^^gLn amerikanischen che- 

Sbrnror„?.'?rreSor£^?res=hrort^Saifer^^rie Besprechungen 

einzuleitene - ^ . i*. „nT.-^e. i«?t ein frischer 

^S^^^.S^r^er/eratSis^crsJrifhfu^^allSfe^äe^^lpInlschun. 

ri^"Ko"„S?^n^f»"ofl/erS;hrea.esiUerne Hochzeit jegehenl» 

r,ff„?.rnrHr=hf^I?rwäfefi1e5«i^^^u^are??rr«enlst.^^^ ■ 



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Mit grossem Interesse und Inniger Freude lesen ^ir^i^Jf ^^^^i^. 
Saliaberichte und danken hiermit ^usdruec Zusenden. Auch 

i-Ln?ÄJ°Si^?^if« 

IZ I^r:i^??^^rlInr?iSf E n!l 5-n.: .ast- zu Viel des Outen, 

denn es ira.nt doch «fr viel A^^^^^'g, zigsten, ist noch immer 
Mein Scbw-.ege/ater Baml)erg, nun im «^ 5 ^^^^ ^^^ ^ ein 
aussergewoennlich ^^^^^^J "jLn S er freut sich immer wieder 

sr^r^a!Se?ic;?tirS^H^^^^^ 

^iLliS^n ^^^^in^ SS^LSJru^^JrSifleLgen. de^en Br.efe in 

dem Sericht a^^^d™^* ^^""J* alen Geleise weiter. Wir sind seit 
Unser Leoen hxer gehx im ^^J^J^i^^^g a^ch zum Ausdruck bringt, 
einem Jahr Ecuatorianer geworden, was jucn ^^^^,,11, laeuft 

lass wir hier zu ^l^^i^^^^^^^S^^^Ito^iln habeS sich sehr gut ein- 
%t und unsere kosmetischen Laboratorien ha ^^^^^ ^^^ ^^ 

Veineart und unsere Marke LYONEL ist hier ^^^^^^ ^ ^^^^^^ ^^^ 
eine grosse P'^opaganaa taeglicn in ^^^^^ ,„ ^eren Zentren 
haben>rosse L^uchtschi^der in den Staed.en^-^.^^^ ^^^,^^^ ^^^^^ 
auff3naent:c, eines J^t 16 meter lan^ un .^^^ bedeuten, so 

diese Dimensionen ^if ^^^^^^ifi^en L^nde eine Sensation., 
waren sie doch hier i« dem kleinen Linae | berichtet und 

Ueber Land und Leute 5^^^^^^^^^^°^ ';cbes wird moderner, sodass 
es hat sich nicht viel geaendert, manc^eb Wxr ^^^^^^ ^^^ 
sogar eine amerikanische Frau Wer leben k-^"". ^^^ ^^^^j^. 
bequemer geworden durch gute Fluglinien^ erheblich abkuerzen. 
kreuzen und die sonst langen ^^io^o^n^nhe Krise, aber wo ist die 
Zur Zeit ist mal wieder eane ^^^J^J^i^^^^^^ ilt es , dass Quito 
nicht in der Welt ? Kllm'-.tiscn i"^^J^^^^f ^_f ^i? uAsere alten 
in letzter Zeit viel kaei.er J^l^J^.^^^^^^^J^n ^m Se?ensatz zu 
europaeischen warmen Kleider t^^^en. v«ir n^u« . ^^^ spaer- 

frueher viel mehr Pegen und ^"^^;;;\J^^^!3^S. m'^^^"""*^ ^^^^"^^ 

hief nicht zu kaufen gibt, reine ^°l^,?f. "^^f^^^l^ und lege einen 
Nun moeohte ich auch noch meiner Schulden gedenken unaxg 

gSgf?lm versitzenden moechte ich noch meinen l%ll^fjf^^^^^ 
DaSk aussprechen fupr seine so glaenzende Leitung der Verbindung 
undeleichzeitig die Hoffnung, dass er noch viele Jahre unser 
ERSTER bleiben moege. 



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Alumna of Duke I« Engaged to 
John M. Rots Jr., Chemiit 

Announcement haa been made 
by Dr. and Mr». Wilfred C. Hülse 
of 110 Weat Ninety-slxth Street 
of the engagement of thelr 
daughter, Miss Irene Hülse, to 
John M. Ross Jr. of Metuchen, 
N. J., son of Mr. and Mrs. Rom 

-of Rutherfordton, N. C. 

• The prospective brlde, an alum- 
na of Duke Universlty, is attend- 
Ing the New York School of So- 
cial Work, 



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Geheimer Kommerzienrat Valentin Manheimer 
und Frau Philippine geb. Behrend 



VALENTIN MANHEIMER 

geboren am 13. Juli 1815 zu Gommern, Prov. Sachsen 
nach Berlin gekommen im Jahre 1838 
konditionierte bei H. C. Platzmann, Magdeburg 
etabliert im Jahre 1840 Oberwallstr. 6 in Berlin 

unter der Firma V. Manheimer 
verlobt am 9. September 1843 
verheiratet am 14. April 1844 

kaufte sich im Jahre 1862' Bellevuestr. 8 an und ließ 
daselbst von dem berühmten Architekten 
Hitzig ein prachtvolles Wohnhaus errichten, 
in welchem er und seine Frau bis zum Tode 
lebten, 
zum Kommerzienrat ernannt: 1873 
zum Geheimen Kommerzienrat ernannt: 1884 
gestorben am 7. Februar 1889 in Berlin 



PHILIPPINE MANHEIMER 

geboren am 19. August 1821 in Berlin 
gestorben am 3. April 1893 in Berlin 






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Eltern von Valentin Manheimer 



David Manheimer r^^ "C^^L^ ^^..^^ 
Henriette Manheimer geb. Falk ^^.M) 

wohnhaft in Gommern, Provinz Sachsen 



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DAVID MANHEIMER 



geboren am S.September 1772 in Gommern 
gestorben am 2. März 1852 in Gommern 



HENRIETTE MANHEIMER 



geboren am 28. März 1784 

gestorben am 15. Oktober 1855 in Gommern 



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Eltern von Philippine Manheimer 



Joseph Behrend (Behrend Joseph) 
Rosalie Behrend geb. Minden 



JOSEPH BEHREND 



geboren am 15. Juli 1791 

gestorben am 4. Dezember 1878 in Berlin 



{AcyUc). ROSALIE BEHREND^ ^. J^-^'^U^ 

/tty^ Y^r^ /^'^T-'geboren «^ J^^^^ r^f^' ^'^'^ ' l\ 

gestorben 1845 in Berlin o > (^ ■ ^^^-^^y.^l^^'^ Jit,^,XJ^ 



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Geschwister von Valentin Manheimer 



DAVID MANHEIMER (siehe Seite 6) 



MORITZ MANHEIMER (siehe Seite 7) 



EMMA MANHEIMER, verehelichte MOSLER (siehe Seite 8) 



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Geschwister von VALENTIN MANHEIMER 



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David Manheimer und Frau Friederike geb. Behrend 



DAVID MANHEIMER 



geboren am 14. September 1818 zu Gommern, Prov. Sachsen 
gestorben am 15. August 1882 zu Berlin 



FRIEDERIKE MANHEIMER 

Schwester von Philippine Manheimer 

geboren am 14. September 1826 zu Berlin 
gestorben am 17. September 1880 zu Berlin 



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DAVID und FRIEDERIKE MANHEIMER 



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Moritz Manheimer und Frau Bertha geb. Lehwess 



MORITZ MANHEIMER 



geboren am 1. Mai 1826 zu Gommern, Prov. Sachsen 
verlobt am 5. Februar 1855 
verheiratet am 2. Dezember 1855 
Ehrenbürger seiner Heimatsstadt Gommern 



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BERTHA MANHEIMER 



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geboren am 21. März 1837 zu Berlin Cf -Cif. ^ O. '/: /^/<7 

feierten das Fest der goldenen Hochzeit am 2. Dezember 1905 
in Berlin. Zu Ehren dieser Feier wurde vom Vorstande der 
Jüdischen Gemeinde ein Festgottesdienst in der großen Synagoge 
Oranienburgerstrasse veranstaltet, bei weicher der erste Rabbiner 
der Jüdischen Gemeinde dem Jubelpaare die Glückwünsche 
Ihrer Majestäten des Kaisers und der Kaiserin überbrachte 
und die goldene Ehejubiläumsmedaille überreichte. 



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Simon Mosler und Frau Emma geb. Manheimer 



SIMON MOSLER 



geboren am I.Januar 1821 zu Sohrau i. Oberschi, 
verheiratet am 8. August 1849 in Berlin 
gestorben am 3. Mai 1893 in Berlin 



EMMA MOSLER geb. MANHEIMER 



geboren am 28. August 1829 zu Gommern, Prov. Sachsen 
gestorben am 29. Mai 1895 in Berlin 



Kinder: 

CÄCILIE MOSLER vermählt mit LEOPOLD JACOBI 
ANNA MOSLER vermählt mit GUSTAV MOSLER 
LOUIS MOSLER 



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Kinder von Valentin Manheimer 



GUSTAV MANHEIMER (siehe Seite 11) 

CLARA MANHEIMER verehelichte FRIEDLÄNDER (siehe Seite 12) 

CÄCILIE MANHEIMER verehelichte FRIEDLÄNDER (siehe Seite 13) 

HELENE MANHEIMER verehelichte VALENTIN (siehe Seite 14) 

FERDINAND MANHEIMER (siehe Seite 15) 

NATALIE MANHEIMER verehelichte LATZ (siehe Seite 16) 

JULIE MANHEIMER verehelichte LOEWE (siehe Seite 17) 

ALFRED MANHEIMER (siehe Seite 18) 



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Enkel von Valentin Manheimer 



Kinder von GUSTAV MANHEIMER 

ADELE MANHEIMER VALLY MANHEIMER 

verehelichte GUTMANN verehelichle GÜLDSCHMIDT 

ELLA MANHEIMER 

Tochter von CLARA FRIEDLÄNDER geb. MANHEIMER 

TONI FRIEDLÄNDER verehelichte HEYMAN 

Kinder von CÄCILIE FRIEDLÄNDER geb. MANHEIMER 

BERTHA FRIEDLÄNDER ALICE FRIEDLÄNDER 

verehelichte KIRCHHEIM 

KATIE FRIEDLÄNDER 



verehelichte LEHFELD 

ELSE FRIEDLÄNDER 

verehelichte HERZ 



Kinder von HELENE VALENTIN geb. MANHEIMER 



FELIX VALENTIN 
FRITZ VALENTIN 
ERNST VALENTIN 
GERTRUD VALENTIN 

verehelichte LOEWENTHAL 

WALTER VALENTIN 



MARIE VALENTIN 

verehelichte BAMBERG 

DOROTHEA VALENTIN 

verehelichte FLÖRSHEIM 

BRUNO VALENTIN 
GURT VALENTIN 
ILSE VALENTIN 



Kinder von FERDINAND MANHEIMER 

Dr. VIGTOR MANHEIMER ADOLPH MANHEIMER 

Referendar OSKAR MANHEIMER ROSE^MANHEIMER 

Kinder von NATALIE LATZ geb. MANHEIMER 

MARTHA LATZ Dr. RIGHARD LATZ 

Dr. BENNO ERNST LATZ 



verehelichte MESCHELSOHN 



Kinder von JULIE LOEWE geb. MANHEIMER 

SOPHIE LOEWE ERIGH LOEWE 

HELLMUTH LOEWE 



verehelichte OLIVEN 

LUDWIG LOEWE 



EGON LOEWE 



Kinder von ALFRED MANHEIMER 

EDMUND MANHEIMER KURT MANHEIMER 

ERNA MANHEIMER 



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Kommerzienrat Gustav Manheimer und Frau Eugenie 

geb. Nachmann 



GUSTAV MANHEIMER 



geboren am 6. März 1845 zu Berlin 

erzogen in Berlin 

Lehrzeit bei Witting, Braunschweig 

Aufenthalt im Auslande: Paris 

etabliert im Jahre 1871 

verheiratet am 5. Juli 1874 

zum Kommerzienrat ernannt 1899 

aus der Firma ausgeschieden: 1. Januar 1903 

EUGENIE MANHEIMER 



geboren am 27. Juli 1856 zu Frankfurt a. M. 



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Kinder: 

ADELE, verehelichte GUTMANN (Seite 19) 

VALLY, verehelichte GOLDSCHMIDT (Seite 20) 

ELLA, geb. 3. Oktober 1882v^ea,.^ vtv4. k ^*^ 2-t •« ("«^ -l^^j/ 



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Kommerzienrat Julius Martin Friedländer 
und Frau Clara geb. Manheimer 



JULIUS MARTIN FRIEDLÄNDER 



geboren am 13. März 1837 zu Berlin 

erzogen in Berlin (Werdersches Gymnasium) 

Lehrzeit 1853—1857 bei Tannenbaum, Pariser & Co., Luckenwalde 

Aufenthalt im Auslande: Belgien 1858—1859, Schweden 1881 — 1862 

etabliert 1. Oktober 1862 in Berlin unter der Firma 

Jul. Mart. Friedländer 
verheiratet am 14. Mai 1865 
Handelsrichter seit 1885 — > _ ,— * — ^ 

Kommerzienrat seit 20. Dezember \mh '^i y] U< nv\*j.C dJCLCi i^nr iU HZ-u^^^c^ 
Stadtverordneter seit 2. Januar 1896 d Ü 

Repräsentant der jüdischen Gemeinde seit 1897 



CLARA FRIEDLÄNDER 

geboren am 24. September 1846 zu Berlin 

Kinder: 
TONI verehelichte HEYMAN (Seite it) 



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Hofjuwelier Theodor Friedländer und Frau Cäcilie 

geb. Manheimer 



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THEODOR FRIEDLÄNDER 

geboren am 17. April 1841 J^v^.'^^^ 

erzogen in Berlin (Französisches Gymnasium) 

Lehrzeit in Hamburg bei der Firma R. D. Warburg 

trat 1862 in die Firma Gebrüder Friedländer in Berlin als Teilhaber ein 

verheiratet am 22. November 1868 

24. Juni 1874 vom Kronprinzen, späteren Kaiser Friedrich 
zum Hofjuwelier ernannt, vorher schon in den sechziger 
Jahren von der Prinzeß Luise von Preußen 

gestorben den 22. September 1893 in Berlin 



CACILIE FRIEDLANDER 

geboren am 29. Januar 1848 ^'^«'i^^v-.* 

Kinder: 

BERTHA verehelichte LEHFELD (Seite 22) 
ELSE verehelichte HERZ (Seite 23) 
ALICE verehelichte KIRCHHEIM (Seite 24) 
KATIE geboren am 14. August ISSlt^i^Xi. iK 



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Kaufmann Heinrich Valentin und Frau Helene 

geb. Manheimer 



HEINRICH VALENTIN 



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geboren am 20. N o vember 1841 zu Berlin 

erzogen in Berlin 

Aufenthalt im Auslande: 1862—65 in England und Frankreich 

etabliert 1877 

Tätigkeit Spediteur (Firma Jacob & Valentin) 

verheiratet am 2. April 1871 

HELENE VALENTIN 

geboren am 7. März 1850 -Jy*^^-^-^ . 

Kinder: 

FELIX VALENTIN (Seite 25) 

Dr. FRITZ VALENTIN, Arzt, geboren am 26. Februar 1873 in Berlin 

gestorben 6. Oktober 1903 in Berlin y 

ERNST VALENTIN geboren am 18. September 1874 in Berlin, -^l;;^^^ ^^^^14.^. trr^.o^^U^^ 

GERTRUD VALENTIN verehelichte LOEWENTHAL (Seite 26) 

WALTER VALENTIN geboren am 19. September 1880 in Berlin 

MARIE VALENTIN verehelichte BAMBERG (Seite 27) 

DOROTHEA VALENTIN verehelichte FLÖRSHEIM (Seite 28) 

BRUNO VALENTIN geboren am 20. September 1885 in Berlin qJ^^üJS 

KURT VALENTIN geboren am 27. Juli 1887 in Berlin <j/V ^^ i^^ 

ILSE VALENTIN geboren am 31. Juli 1889 in BerUn oTu' Öl ^ Jf 



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Kommerzienrat Ferdinand Manheimer und Frau Betty 

geb. Jacoby 



FERDINAND MANHEIMER 

geboren am 6. Juni 1851 J)r<^ä.-^^ 

Mitinhaber, dann alleiniger Inhaber der Firma V. Manheimer 

verheiratet am 4. März 1H77 

zum Kommerzienrat ernannt 

gestorben am 17. März 1905 zu Berlin 



BETTY MANHEIMER 



geboren am 3. Januar 1859 ^■T'tA^ti-^-'. 



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Kinder: 
Dr. VICTOR MANHEIMER geboren am 7. Dezember 1877 ^^^-^ i-^'ü^ 1) 
OSKAR MANHEIMER (Seite 31) -^i^t v* . i / Ü/ ^ /^ s^^'^^ß^"'^^ (^^3 f) 

ADOLF MANHEIMER geboren am 10. Mai 1882 -^ ut. -irf:^ ^»^^ 



ROSE MANHEIMER geboren am 8. März 1887c^*<'^ '^^ 



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Kaufmann Emil Latz und Frau Natalie geb. Manheimer 



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geboren am 30. November 1842 zu Berlin 

erzogen in Berlin (Französisches Gymnasium) 

trat 1867 in das Geschäft des Vaters und Großvaters 

in Berlin ein (Firma: Benno Latz, Getreide- 

und Bankgeschäft) 
verheiratet am 2. Juni 1872 
Handelsrichter von 1886—1902 
lebte als Rentier seit 1894 
gestorben: 3. Januar 1904 in Berlin 



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NATALIE LATZ 



geboren am 7. Februar 1853 zu Berlin 



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Kinder: 



MARTHA LATZ verehelichte MESCHELSOHN (Seite 29) . 

Dr. RICHARD LATZ geboren am 23. Februar 1875 -^«^»-^ ^«^*-'^ ^ '^^' L 
Dr. BENNO ERNST LATZ geboren am 2. August 1878 wj'-^ <^ '' ''^ l 



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Geheimer Kommerzienrat Isidor Loewe 
und Frau Julie geb. Manheimer 



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ISIDOR LOEWE 

geboren am 24. November 1848 zu Heiligenstadt (Eichsfeld) 

erzogen in Heiligenstadt 

besuchte daselbst das katholische Gymnasium 

kam nach Berlin am 15. April 1865 

Lehrzeit bei D. J. Lehmann, blieb daselbst bis 15. Fe- 
bruar 1868, von 1868 1872 bei F. W. Krause & Co Bank- 
geschäft. Aufenthalt in Amerika 1869 - 1870, vielfach 
geschäftliche Reisen in Rußland, Rumänien, England, Belgien, 
Frankreich, Vereinigte Staaten von Amerika, vom 1. April 1872 
bis 1. September 1875 Direktor der Posener Sprit-Aktien- 
gesellschaft in Posen, vom 1. September 1875 bis 
1. Januar 1878 Prokurist und dann Vorstandsmitglied der 
Ludw. Loewe & Co., Aktiengesellschaft, seit 1897 General- 
direktor derselben 

verlobt am 24. November 1878 

verheiratet am 6. April 1879 

zum Kommerzienrat ernannt am 9. Februar 1898 

zum Ältesten der Kaufmannschaft gewählt 1. Januar 1898 — 
31. Dezember 1902 

zum Mitglied der Handelskammer gewählt bei Gründung derselben, 
14. April 1902 

mit dem rothen Adlerorden IV. Klasse durch Se. Majestät den 
Kaiser persönlich dekoriert, gelegentlich des Besuches der 
Fabrik Huttenstr. 17 — 20 — seitens des Kaisers, der Kaiserin, 
des Kronprinzen, des Prinzen und der Prinzessin Heinrich 
am 13. Februar 1903 

zum Geheimen Kommerzienrat ernannt am 1. Oktober 1904 

in den Preußischen Landes-Eisenbahnrat gewählt am 30. Mai 1905 . ^ ^y, , 

JULIE LOEWE 

geboren am 13. Januar 1856 zu Berlin 

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SOPHIE ALICE LOEWE verehelichte OLIVEN (siehe Seite 30) 

ARTHUR LUDWIG VALENTIN LOEWE geboren am 30. Mai V&'&d'Cflbt^CM /J/M 
-ERICH VALENTIN LOEWE geboren am 11. Oktober 1890 
OTTO HELMUTH GÜNTHER LOEWE geboren am 27. August 1892 , 

gestorben am 16. August 1893 
EGON THEODOR LOEWE geboren am 12. Januar 1896v/)wC: . 



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Kaufmann Alfred Manheimer und Frau Margarethe 

geb. Meyer 



ALFRED MANHEIMER 



geboren am 2. August 1859 zu Berlin 

erzogen in Berlin 

Lehrzeit in Roubaix bei S. W. Castor und in Brüssel 

bei Hirsch & Co. 
Aufenthalt im Auslande: London (außer der Lehrzeit wie oben) 
trat am 1. Oktober 1885 als Inhaber in die Firma 

V. Manheimer ein, aus der er am 1. Januar 1904 

wieder ausschied 
lebt seitdem als Rentier 
verheiratet am 4. Oktober 1885 



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MARGARETHE MANHEIMER 



geboren am 4. November 1865 zu Berlin 



Kinder: 
EDMUND MANHEIMER geboren am 1. Oktober 1887i 
KURT MANHEIMER geboren am 14. Oktober 1888 { .§ 
ERNA MANHEIMER geboren am 23. August 1893 p 






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Bankdirektor Felix Gutmann und Frau Adele 
geb. Manheimer 



FELIX GUTMANN 



geboren am 28. Juli 1858 in Leipzig 

erzogen in Dresden (Besuch einer Realschule, Ab- 
solvierung der öffentlichen Handelsschule der 
Kaufmannschaft) 

Lehrzeit bei der Dresdner Bank in Dresden 

Tätigkeit: Bankier 

seit 1. Dezember 1897 stellvertretender Direktor der 
Dresdner Bank in Berlin 

verheiratet am 8. Mai 1898 //, 



ADELE GUTMANN 



geboren am 4. Mai 1875 in Berlin 
gestorben am 17. September 1898 in Berlin 



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Fabrikant Friedrich Wilhelm Goldschmidt und Frau Vally 

geb. Manheimer 



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FRIEDRICH WILHELM GOLDSCHMIDT 



geboren am 28. November 1875 in Berlin 

erzogen in Berlin (Falk Realgymnasium) 

Lehrzeit 1892— 1894 bei Gebr. Veit & Co in Berlin 

etabliert am 1. Oktober 1902 unter der Firma Fritz 

J. Rüger, Pianomechanik-Fabrik in Berlin 
verheiratet am 30. Januar 1903 



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VALLY GOLDSCHMIDT 



geboren am 31. Oktober 1876 in Berlin 



Kinder: 



HERBERT JULIUS GOLDSCHMIDT geboren am 12. Januar 1904^^*441 



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Bankier Wilhelm Heyman und Frau Toni 
geb. Friedländer 



WILHELM HEYMAN 



geboren am 18. Juni 18J\0 zu Diez a. d. Lahn 
erzogen Frankfurt a. M. (Realgymnasium Musterschule) 
Lehrzeit bei Gebrüder Schuster in Frankfurt a. M. 
etabliert seit I.Juli 1884 
verheiratet am 8. Januar 1893 , / • 






TONI HEYMAN 



geboren am 24. Juni 1873 in Berlin 



Kinder: 



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BERNHARD V. HEYMAN geboren am 30. März 1894 ^ 
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Justizrat Dr. Robert Lehfeld und Frau Bertha 

geb. Friedländer 



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ROBERT LEHFELD 



geboren am 28. Mai 1857 zu Breslau 

Erziehung und Bildungsgang: Abiturientenexamen auf 

dem Magdalenen-Gymnasium zu Breslau März 

1875, studierte in Heidelberg, Leipzig, Jena, 

Breslau 
Referendar seit 14. Juni 1878 
Doktor der Rechte seit 28. Mai 1880 
als Rechtsanwalt etabliert am 1. April 1889 in Berlin 

verheiratet am 3. April 1890 ^ iri'Tl/'/ii ^P D /*• 

zum Justizrat ernannt am 5. August 1905 -ij'.CbC . dl/.^K /• ' O «.^^^^ 



BERTHA LEHFELD 






geboren am 23. August 1869 ^^^*^' 



Kinder: 



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HANS ERICH VALENTIN LEHFELD geboren am 16. März 1891 ^^«v^u:. 

gestorben am 6. Juni 1905 ^ yi ,^.7.m. 

LEONIE LEHFELD geboren am 4. November 1892 v^r^^uA'Ji<lP^j}S!^i'^^ f'^-^£2 




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THEODORA LEHFELD geboren am 7. Mai 1894i-f rf //"TavUc'w^^^;^/^;.^.,.^/^^,^ 



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Hofjuwelier Hermann Herz und Frau Else geb. Friedländer 







HERMANN HERZ 



geboren am 11. Februar 1863 in Wiesbaden 

erzogen in Wiesbaden (Ober-Realschule) 

Lehrzeit in Frankfurt a. Main 

Aufenthalt im Auslande: England, Spanien und Portugal 

Tätigkeit: Lederwaren-Fabrikation, Schiffsmakler und 

Speditionsbranche, Exportbranche und seit 1890 

Juwelen und Silberwarenbranche 
selbständig seit 19. Oktober 1893 (Firma Gebrüder 

Friedländer) 
Hofjuwelier seit 15. Januar 1894 _ ^ ., . » 

verheiratet am 21. Januar 1894 y t > -^ . » - ^ / ,' > J, v^ 









ELSE HERZ 



geboren am 20. Dezember \Klit ^ ■tü'^. •^'^-^ ' * ^ 



Kinder: 

^THEODOR WILHELM HERZ geboren am 10. Mai 1899 4^<-^ . 
GÜNTHER WALDEMAR HERZ geboren am 27. Juni 1903 " N 

ALTHER EGON VALENTIN HERZ geboren am 29. August 1904 -^ev^ 




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Kaufmann Paul Kirchheim und Frau Alice geb. Friedländer 



PAUL KIRCHHEIM 



geboren 18. Oktober 1875 in Leipzig 
erzogen in Berlin 



verheiratet am U.Juni 1903 



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ALICE KIRCHHEIM 



geboren am 5. Januar 1878 in Berlin 



Kinder: 

GEORG HERMANN THEODOR KIRCHHEIM 
geboren am 3. April 1904 

WALTER MORITZ KIRCHHEIM 
geboren am 18. Mai 1905 



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Kaufmann Felix Valentin und Frau Martha Fanny 

geb. Goldschmidt 



FELIX VALENTIN 



geboren am 25. Februar 1872 4*^^-^ ■ 
erzogen in Berlin / Neubrandenburg i. M. (Gymnasium) 
Aufenthalt im Auslande: London, Antwerpen 
selbständig seit I.Januar 1901 (Firma Jacob & Valentin, 

Speditionsgeschäft) 
verheiratet am 10. Oktober 1897 ./ /^^^^vl* M^i*^^ 



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MARTHA FANNY VALENTIN 



geboren am 4. Oktober 1877 y^^ 



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Kinder: 
GÜNTHER EMIL VALENTIN geboren am 31. Januar 1899 
HERBERT EUGEN MARTIN VALENTIN 
geboren am 1. März 1902 zu Berlin 



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Kaufmann Hugo Loewenthal und Frau Gertrud 

geb. Valentin 



HUGO LOEWENTHAL 

geboren am 23. Dezember 1868 in Stendal 

erzogen in Gardelegen (Gymnasium) 

Lehrzeit in Magdeburg bei Scholimeyer & Böhme, Konfektion 

Aufenthalt im Auslande: London, Italien, Schweiz 

etabliert 1898 als Mitinhaber der Firma Gebr. Manheimer 

in Berlin 
verheiratet am 4. April 1899 



GERTRUD LOEWENTHAL 

geboren am 4. Dezember 1878 in Beriin . r tr jL /■ A,^^ ) 

Kinder: 
HILDEGARD LOEWENTHAL geboren am 20. Januar 1900 -i^*^ ^/ 
TONI LOEWENTHAL geboren am 4. Mai 1905 "J CiXJL H 

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Kaufmann Georg Bamberg und Frau Marie geb. Valentin 



GEORG BAMBERG 



geboren am 10. Juli 1869 in Bernburg 

erzogen in Bernburg, Gymnasium absolviert, dann Jura 

studiert, Kaufmann seit 1896 
etabliert 1901 als Mitinhaber Firma Gebr. Manheimer 

in Berlin 
verheiratet seit 26. Oktober 1902 



MARIE BAMBERG 



geboren am 10. April 1883 



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Kinder: 
LOTTE BAMBERG geboren am 7. November 1903 <7Ju^ '^3 
KÄTHE BAMBERG geboren am 13. März 1905 <^ ^^'^ '^^ 



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Dr. med. Ernst Flörsheim und Frau Dorothea geb. Valentin 



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ERNST FLÖRSHEIM 



geboren am 20. September 1872 in Berlin 

besuchte das Königstädtische Gymnasium in Berlin, 

studierte Medizin in Berlin und Würzburg 
als Arzt niedergelassen in Berlin seit 1. Oktober 1901 
verheiratet am 23. Oktober 1904 



DOROTHEA FLÖRSHEIM 

geboren am 4. August 1884 J}^n.l^- 

Kinder: 
DOROTHEA FLÖRSHEIM geboren am 5. August 1905 Jy^'^ 









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Kaufmann Carl Meschelsohn und Frau Martha 

geb. Latz 



CARL MESCHELSOHN 

geboren am 8. Juli 1860 in Berlin 

erzogen in Berlin (Kölnisches Gymnasium) 

Lehrzeit 1. April 1877 bis 31. März 1879 im Geschäft 

des Vaters 
Aufenthalt im Auslande: Antwerpen 
am 1. Januar 1889 als Teilhaber in die Firma 

A. Meschelsohn in Berlin eingetreten 
verheiratet am 23. Oktober 1892 r>,l3|f,/; 






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MARTHA MESCHELSOHN 

geboren am 18. November 1873 in Berlin 

Kinder: 

HELENE AMALIE MESCHELSOHN geboren am 21. September 1898.^^^ S"^^,^ 
HILDE NATALIE MESCHELSOHN geboren am 12. März 1903^^-.--^« <^^. 






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Ingenieur Oskar Oliven und Frau Sophie Alice 

geb. Loewe 



OSKAR OLIVEN 



geboren am 1. April 1870 in Breslau 

erzogen in Breslau (Gymnasium) 

praktische Ausbildung als Präzisionsmechaniker in 
Göttingen, Studium der Elektrotechnik in 
Hannover, Ingenieur der Allgemeinen Elek- 
trizitäts Gesellschaft in Breslau, Oberingenieur 
der Union Elektrizitäts-Gesellschaft in Berlin, 
Direktor der Anglo Argentine Tramways Co 
in Buenos Aires, seit 1904 Direktor der Aktien- 
gesellschaft Ludw. Loewe & Co in Berlin 
verheiratet am 26. Juni 1904 



SOPHIE ALICE OLIVEN 

geboren am 31. Januar 1880 in Berlin 

Kinder: 



HANS GERHARD OLIVEN geboren am 28. Oktober XQQb^'Ui^ 



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Oskar Manheimer und Frau Erna geb. Schade 



OSKAR MANHEIMER 



geboren am 26. Oktober 1878 

studierte Rechtswissenschaft in .'^99 'TjC '^/X 

verheiratet am 5. Oktober 1905 -^^ '' • ^ <^- U^ 



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geboren am 7. Oktober 1885 ^ At^^..**^4_ 






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Ehevertrag 
Am Mittwoch, d. 28. des Monats Cheachwan im Jahre 5559 nach Erschaffung der 
Welt (» 7.NOV.1798) nach der Zählung, die hier in der Stadt Berlin üblich ist, 
(bezeugen wir),da88 Herr Josua mit dem Zunamen Falk, Sohn des Rabbi Jechiel, 
der auch genannt wird Michel, zu der Wittwe Prau Röschen,Tochter des Jakob, 
gesagt hat: Sei mir zur Frau nach dem Gesetze Moses' und Israel* ! Ich werde 
für Dich arbeiten,Dich in Ehren h«lten,Dich ernähren und versorgen nach der 
Weise der jüdischen Männer, die für ihre Frauen arbeiten,sie in Ehren halten, 
ernähren und versorgen in Redlichkeit. Auch werde ich Dir das Geld geben.das 
Di« als Wittwe zukommt: 100 Su8,nach Vorschrift der Alten, ebenso Deine Kost, 
Kleidung, und was Du brauchst, und das eheliche Zusammensein wie übüich. 

Die Wittwe Prau Röschen, Tochter des Jakob,hat ihre Einwilligung dazu er= 
klärt, sie wolle ihm eine Ehefrau sein. Das Eigentum der Wittwe Prau Röschen 
und die Mitgift, die sie ihm eingebracht hat an Silber, an Gold und an Schmuck= 
Sachen, sowie auch die Benutzung der Gewänder, der Wohnung und des Ehebettes, 
alles hat Josua mit dem Zunamen Falk, der Bräutigam, für 50 Silberlinge über« 
nommen,und der Bräutigam fügt noch vom Seinigen 50 andere Silberlinge hinzu, 
alles in allem: 100 Silberlinge. 

Und so spricht Josua mit dem Zunamen Falk, der Bräutigam:Die Bürgschaft 
für den LTiekontrakt und die Mitgift und die Mehrzulage derselben übernehme 
ich für mich und für meine Erben mit der Bedingung, dass sie bezahlt werden 
vom besten und schönsten,der Besitztümer und des Eigentums, das ich unter dem 
Himmel habe oder erst erwerben werde. Bewegliche und unbewegliche Güter sol= 
len bürgen und Sic>^erheit8pf ander sein, um von ihnen zu bezahlen obige Ver= 
Schreibung und die gemachte Mehrzuiage, selbst von dem Mantel auf meiner 
Schulter, bei meinem Leben oder nach meinem Tode von heute ab und weiter. 

Und die Gewähr für die Verschreibung (der gesetzlichen Morgengabe) , das 
Heiratsgut und die Mehrzulage hat übernommen Josua mit dem Zunamen Falk, der 
Bräutigam, nach der Art aller (anderen) Ver Schreibungen und Mehrziklagsurkun» 
den,wie sie üblich sind bei den Töchtern Israels und nach Anordnung unserer 
Weisen, gesegneten Andenkens, abgefas st wurden, nicht als Scheinzusage und 
nicht wie nur ein Urkundenformular. Wir haben die Zeremonie des Besitzerwer= 
bes gesetzlich vollzöge* zwischen ^osua mit dem HM^j^^^ Zunamen Falk, Sohn 
des Rabbiners Jechiel mit dem Zunamen Michel, und der Wittwe Röschen, T^ 
des Jakob. Alles ist fest und rechtskräftig ! 



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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch - Nr. ^2/^7 



Berlin N 4, den 26. ...Januar ipJZ... 

Oranienburger Str. 28 



Besehe iniguDg;. 

Wir bescheinigen hiermit auf Grund der Sterbeliste der Berliner 
Jüdischen jpmeinde für die Jahre iölö-lö^?, Blatt 69, dass die Witt- 
we Rooscben Valentin geb. i^braham, *ohnhift zu Berlin, Kö- 
niiBjsstr .38, am ^.July 1Ö26 uci 1 bhr morgens in einem A.lter von 58 Jah- 
ren in Berlin auf dem Wollankschen Weinberge an Entkräftung oi:estorben 
ist, majorenne Kinder hirterlassend. 




GesanfarcBlv 

der Juden Id DeulscblaDd 



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Gesamtarchiv der Juden in Deutschland 



Tagebuch-Nr. 1^390^ 

Es wird gebeten, vorstehende Tagebuch-Nr. 
bei Beantwortung dieses Schreibens anzugeben. 



Berlin N 24. den 17« April 1^.6 

Oranienburger Str. 28 

Fernruf: D 2 Weidendamm 5921 Oödische Gemeinde) 
Postscheck-Konto: Berlin 532 86 




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B»aoh#inigun f| ;. 



Wir bescheinigen hiermit auf (xrund des Alten Familienregi- 
»ters der Berliner- Jüdischen Gemeinde I77Ö ff., S,jJ90, dass dem 
Falack Michel Hirsch am 19- August 1799 ein Sohn namens Michel in 
Berlin geboren lurde. 

Dieser Michel ist personengleich mit Martin Valentin, 
der in der Berliner Staatsbürgerliste 1312 unter Buchstabe V, Nr. 
12a/29 als Sohn der Witt«« Roeschen Valentin geb. Abraham aufgeführt 
ist. 



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ju(N.^iU.Ä.?,*^M,*u«^«:— ^of Ijcr ^ofijei*£)bngfcit feinet ISo^nortö crfldrt 

^ar, &ag er l)cn 9(?amciu^ 



j (1(0 3-antiflcn*«ncinicn ferner beibe^affcn tDiU, fo toirb in ®cnid§^eit bc^ §. 4. 

j ber a5cror^nun3 üom n»'" gRdrj 1812 ^jcrburc^ bcjcuget, t>a§ ber ^/^eir 

\ Zin ^ciUnttTL^ er — ' ' ' tinb feine %irf)fommcn 

af6 Ä6nl(ifid)e yrcu§lf(f)e einrdnbcr unb ©taatöbürgcr angenommen unb überall 

ju acf)fen Onb, 

^otgbam, t)cnß«;-<'" C/«i^4i/ 18 /J. 

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certificate issued by the provincial «overnment 
at Potada«. legalizing family name Valentin 
fnd conveying ?ruseian citi-nshxp on Mar in 
Valentin under the Eaancipation Ediot of 
Document is da^ed August 30,1815. 



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Actum Berlin den 21. April 1830. 

Vor dem Unterechriebenen erschienen: 

1) Der Buchhalter Herr Martin Valentin 

2) Die Demoiselle Rosa Loewen,im Beistande 

3) ihres Vormundes des Buchhalter Herrn Heinrich Lashar. 

4) Die V/itwe Löwen Sara geborene Heyn. 

Die Komparenten ad 1 und 3 sind dem Unterschreibenden an Person bekannt. 

Die Komparenten ad 2 und 4 werden von dem dem Unterschriebenen von Person 
bekannten Gomparenten ad 3 recognoscirt. 

Der Buchhalter Valentin und die Demoiselle Löwen wollen einen Ev^egelöb« 
niss Vertrag abschliessen.Zu diesem Acte sind sämmtliche Comparenten dispo= 
Sit ionsfähig, denn die Comparenten ad 1,3 u.4 sind majorenn, die Comparentin 
ad^ist 18 Jahre alt und alle sind euch sonst im dispositionsfähigen Zustande, 

Nach dem mündlichen Vortrage der Comp«ienten ist der Khegelöbnisp-Ver« 
trag mit Vorbehalt der Genehmigung des Königl. Kurmärkischen Pupillen Col« 

legii wie folgt aufgenommen worden. 

§ !• 

Der Buchhalter Herr Martin Valentin und die Demoiselle Rosa Löwen ver« 
loben sich hierdurch feierlich und wollen die Ehe durch Trauung nach jüdi« 
Bchem Ritus noch in diesem Jahre vollziehen. 

§ 2. 

Der Wohnsitz der Eheleute soll Berlin sein. 

§ 3. 

Die Witwe Löwen, Sara geborene Heyn verpflichtet sich, ihrer Tochter bei 
ihrer Verheirathung eine standesgemässe Ausstattung zu geben. 

§ 4. 

Herr Valentin hat beim Patrimonial Gericht Nieder schönhausen ein Testa« 
meht deponiert und sich darin die Befugniss vorbehalten, Nach zettel zu ma» 
chen.Von dieser Befugniss Gebrauch machend, legirt derselbe hierdurch seiner 
Braut, der Demoiselle Rosa Loewen für den Pall,dass er vor der ^'ochzeit 
stirbt, die Summe von 5000 schreibe Fünf Tausend Thaler in Courant. 

Weiter haben die Komparenten nichts zu bestimmen und soll es namentlich 
wegen der Erbfolge bei den in der Mark Brandenburg geltenden gesetzlichen 
Bestimmungen verbleiben. Die Komparenten haben dahin angetragen, diesen Ver- 
trag einmal auszufertigen. Vorgelesen, genehmigt, unterschrieben: 

Ro^ Loewen, Martin Valentin, Sara Loewen, Heinrich Lashar. 

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Gesamtarchiv der Juden in Deutschland 



Tagebuch-Nr 



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Es wird gebeten, vontehende Tagebuch-Nr. 
bei Beantwortung dieses Schreibens anzugeben. 



Berlin N 24, den 17 • A. 193.6 

Oranienburger Str. 28 

Fernruf: D 2 Weidendamm 5921 Oodisdie Gemeinde) 

Postschedc-Konto: Berlin 532 86 



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Bescheinigung. 

Wir "bescheinigen hiermit auf Grund der Trauungsliste der Berliner 
Jüdischen Gemeinde, 1812-1837, S. 172, dass Martin Valentin, 
Buchhalter, Spandauerstr. 17, 'j>l Jahr alt, Sohn von Valentin Hirsch, 
in Berlin verstorben, am 29. August 18^0 Röschen Loewen, Friedrichstr. 
76, 18 Jahr alt, Tochter von Samuel Liepmann Loewen, verstorben, in Berlin 
geheiratet hat. 

Gesarotarcbiv 
der Jaden in Deutschland 



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Martin Valentin» s (1800-1856) Citiaenship Certifioat« 
issued by the Lord Mayor of the oapital city of Berlin, 
September 20,1841. The oath of allegiance is sworn 
inroking "the God of Israel," 







^u|u^rtn|iaiNt^.KrUn/crkUirm himnit. i^a(.s ^^>'ir bcw 



»uirjViu iji'|ti'mi'it6i'c.l^luj"ucl)fu. iim^ luiil) luii|il'riuhttT 
ct>ualituatioii mm ^n ün|i'r aiitjciiomiiitii. ihn iimb i^^fivi. 
iTmiu iHifuji'u Bün^iT ^ufti'hi'ni>i'n^\i'iiiti' um*>'^S>hlthii 
ti'U tlunlhaftiq mrutcn n''i)Ui;n. 

"T>iijmn i^crjVU'c. uir ^f crfiflu'ruiu) iViiicr ornii- 11111"^ 
(Viiut' c^'Oi'borjain'^ lulcl)^tcl)l'u^f u dii*^ ijcUiftd hal 

.Höuhilidifii lA^Mjcttdt \m\ ^prnmni mmmn '?lllfniiuiMi]iiru 
Vanu iil) umcrtOdnuj, trm uu^ iid)omm fdii, imimii 
Tn>riicfmtni unlüiK Ai>U]f Idnm, mdnr i>rlid)icn aU' "^Swx- 
iirr iifiPiiTnibaft mnllm un^ ^um "^SsM iV^ eicutiC' iiiu^ 
^lT (\mnnur, m ^fr iiD lUtorr, mul) allni mdiifu .Hrafini 
imnmrfrn null. 

\SSm\ irb falid) ifbnuMT. fp miimii miit allf Mr eiratVii 
ircnni, n>rti1)f mir in ^fr i]ii'fhd)nini ^^>minirminq aiu\r= 
bmtrt iporbm ^uu^. •^imriil 

fo ift ihm ^il•(Vr -llürqiTbnif nihcilfl U'on\-ii '^irluimV 
lul) i^iliT unjVrm iUiuNt Oufu^d -t^o i)i|VI)duii 

^f m Oim(Vii> :|Viln ^^MiiuVrt' tvin umS Vicr',ii| 

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§a(l in jebem ^arnUiettfreifc ivecf)fctn Srcigniffe mancherlei 2Irt mit cinatt^et 
ab/ «nb bicfer f!cfc 2Bcc(?fcl »on Men «nb lob, freute, imb "Trauer bc* 
Pafigt bie SSk^r^cit, baf aaeö 3rbif4>e »erganglic^) fei;. ®ie (Erinnerung 
baran bringt eine cigent^ümlicl[)e SJSirfung öitf böö ©emut^ i^erüor unb man 
»erweiit gern bei berfclbcn, wenn jte ou4) oft ^aüc in bic ©egenwart ruft, 
lit für bie gmpftnbung fd^mcrj^aft waren. <23cfonbertt Sinffuf erregt fte 
ober, wenn burc() ^iligc Q5iberjTcaen ber ©cij! gewecft unb Ui ^erj fromm 
gcflimmt wirb: bic^ gibt ber Erinnerung an Mi Sßergangene i^ren cigent* 
li^zn 2Öert^ unb i^rc 35ebeutung. ^u& biefcm ©runbc aifo wirb man cö 
ber @ad[jc angemeffcn ftnben, ba^ im ^ier angelegten ©ebac^tni^tafefn, 
m\^t bie Sreignijfe, jur fpatern Erinnerung aufnehmen fottctt/ paflcnbe 
@c(>riftüerfc gegeniibergefe^t würben. 






'J)ic, mit bm 2öorte: „QJcmerfung'' rubricirten Kolumnen (inb 
für gufa^c unb augerorbentlic^e, mit ben Ereigniffcn fclbjl in «^Uerbinbung 
ffc^enbe, ^aCc bcfümmt; tai^in geboren j. 35. für bie ©cburten: ber SRamc 
ber .^ebammc :c.; für bit Einfcgnungcn : burc^ ml6)cn Dvcfigiong'^e^rer {tc 
toCfü^rt würben; für bic .^odjjciten : biz vorangegangene «Scrlobung unb ber 
STame beö traucnbeu ^rebigerö, unb für bic ^Sterbefaffe: ber ölamc ber 
^ranf^eit unb beß 2(rjteö, ber bm SDerflorbenen be^anbclte. 



Berlin, ^uni 1835. 



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«ßatet gibt bcii @ö(>nen Äunbe »cn ©einet Streue." 

3efato«. 



1. 



3. 
4. 
5. 
6. 
7. 
8. 
9. 
10. 

11. 

12. 



O«" Äelme fcfton fal)en Steine Huflen mjcf), in ©einem SBuc^e aüe oufgejeidinet, ftnb 
bic Sage, für mid) beflimmt, al6 feiner nocf)_ berfelben tt)ar! ^falm, 139. 

®enn ®u entjcfl|l inid) meiner SDhitter @(^oop; an iijxtn ©rüflen ttarfi ®u meine 3"* 
t>erjld)t! ^f. 22. 

3d) ftel auf ©id) au? 2ÄufterIeib; idj tnttam i^m, unb ®u »arjJ mein ©Ott! ?Pf. 22. 

?tuf 'S)idi »erlief ic^ mid) »on ber ©eburt an! ^f. 71. 

£eben unb .^ulb wrliel)'|l ®u mir, unb ©ein* ^ut bewahrte meine» Obem! .f»iob, 10. 

©enn wer mid) ftnbet, ftnbet geben unb erlangt beö ^errn 5ßoI)lgcfaHen ! (Sprüche, 8. 

■Ouell bc? 9ebcn6 ijl 6()rfurd)t cor ®ott, ju cntgetje« ben ^faßinicfen id Sobe«. ©pr. 14. 

Job unb geben klängt ocn ber 3"n9« ^^i ^^^ !•« lieben, genießen il)re grud)t. @pr. IJ^. 

Um geben bat er ®ic^ — ba« gabfl Sh» i^m.; lange« geben für S!}fcnfd)enalter ! ?)(. 21. 

SBeifi* id)'« bod) wc^l, baß fic babei be« ©lürf« weiter nid)t empjinben, al« baß ein 
3eber fid) freue unb in feinem geben @ute6 wirfe. ^>reb. 3. 

©enu, »er noc^ mit ben gebenben t>erbunben ifl — bei bem iil Vertrauen! ^reb. 9. 

SDJein %M\jtil ifi ber .f>err — barum l)ojfe i^ auf iljn! Sl. 3. 



© c b u r t ö ^ Z a f t l 



3al)r unb 
?Konat. 



2)a-' I ®e-- 
nim.l fd)lci)t. 



5Dct- unb ^unante. 



SScmerfungen. 












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Sittfegitungen. 



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//Sei^e t»en itnoben ein, nad^ feiner gä^igleitj «uc^ wenn 
er ttlt Wirt), »eicpt er nic^t toson." 



1. «ißie fann t»cr Süngling »ürbig feinen ^fab Mreten? wenn et f?c^ nac^ ©einem 

SBorte ridjtet! ^f. 119. 

2. SD?cin®pl)n, wenn ©ein .f^crj weife »orben, fo freue flud) ic^ mid) Imperien! ®pt. 23. 

3. Gi)rfurcl)t eor bem etvigcn ift aüeö ffiiffen« Stnfang; Sljoren nur »erachten SSei«l)cit 

unb Sitte, ©pr. 1. 

4. ®er Sl)ür \>md)tet tti 95<jter« 3ucf)t; »er Surec^troeifung bead)tet, wirb fing! Spr. 18. 

5. ein weifer @ol)n erfreuet ben 95ater; ein tijctidjttx SD?enfd) Berfcfjmä^et feine SJiutter. 

@pr. 15. 

6. SSBat)rI)eit fnufe — unb »erfauf* fic nie; 3Bei«l)eit unb Suä)t unb 95er(?anb. @?)r. 23. 

7. Snnig frp^Iotft be« @ered)ten Sßater; wer einen 3öeifen erjeugt, freuet (Tel) feiner. ®pr. 23. 

8. a)iein@o!)n, eergiß nicJ)t meine 2el)re — unb meine ©ebotc bewal)rc®ein fjerj! ©|}r.3. 

9. ®er 3Sei«t)eit Seg Iel)rc icf) S5ic^ — fül)r' auf gcrabe SBaljn ©icf>. <Spr. 4. 

10. ©er Bcrfianbige @ot)n fammelt im ©ommer ; ber eeröc^tlic^e t>erfct)Iäft bic ernbte ! @pr. 10. 

11. 3ürd)te ben givigen mein So^n, unb ben Äönig — mit 2tufrül)rern laf ®i(^ nie ein! 

(^pt. 24. 

12. 3d) fdjwöre — unb wiü'i erfüßen, ju Ratten bic Steckte ©einer Sugenb! ^f 119. 



^infegnungö ^ Xafel. 






3fll)r unb 
SÄonat. 



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^otf unb Sunomc. 









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SRottoJ „^mt unb fßermügen Uni ©erlaffenfc^ofl ter €It«n; wn 
®ott aber er^üU man eine rnftänUst ^au/' 

©olomo. 

1. Unb ®oft Ut .<tm f|Mr<»(f): „e« i|l nf(l)t gut, ba^ bet «OJcnfcf) alfeln bleibe , (c^ wid 

i^m eine ©e^iilftn fcl)affen, bie um il)n fet)." ^entateuc^, 1. SB. 

2. ß« üeriaffe barum bec SWcinn feinen 95atet anb feine SWutter unb l)ange feiner %tM an. 

^entrtteuc^, 1. 35. 

3. tinb ic^ will ®id) mir eerloben auf immer -- für W Sugenb — für ben ©lauben unb 

®u foUfl ben gttjigen fenneu! ^ofea, 2. 

4. ^-ore Xodjttt unb fc^au — unb gönne mir Sein £)^r; »ergiß Sein Söelf unb ©eine« 

aSater« ^^au«! ^f. 45. 

5. !Sxi grauen 2Sei«l)eit bauet ba« Sau« — Vjcxljtit jerfiort mit eigen ^anUn e«. 0pr. 14. 

6. SBer ein SBeib gefunben — f)at öute« erlangt unb iji be« ^rrn Ounfl würbig 

»erben. @<>r. 18. 

7. din fromme« SBeib ifl be« 2Ranne« Srone. <Bpt. 12. 

8. ?(nmutl) iji trügerifd), <Sdjinljtit eerganglidj — ein gotte«für^tig SEBeib aber wirb 

gelobt. @>)r. 31. 

9. ©ein Söeib — wie traubenreid)er @torf an ©eine«^ufe« (Seite; wie £Xlbaum^@<>roffen 

©eine Äinber um ©einen 2if(f) iimml ^f. 128. 

10. eiiniepe ba« Seben mit ber grau, bie ©u liebjt! — ^reb. 9. 

11. Unb ©u wirft fef)en, baß ©eine 9?a(^fommenfc^ft groß fep — unb ©eine (Siproßlinge, 

bem Äraut be« gelbe« gleirf). ^iob, 5. 
12 ©er .f>err fcgnc bie grau, bie in ©ein f»au« gefommen, wie SRabel unb Seo, t>it beib« 
ba« ^u« Sfrael gegrünbet! SRutb, 4. 



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O^omc bet 95raut, bcren 
©eburtlort unb alter. 



^emerfunsen. 



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5Kotto: //W« «in 9luf, ol« JüfWi* Oel, unb ber Jag be« Siebe«, 
oK ber Jaj ber ®eburt!" 

1. 3nt i^cfeweife ©eine« Slngelicf)^« follj! ®u SSrob genießen, \M ©u »ieber jurörfgefcljrt 

fein »irjl jut grbe, ou« weldier ®u genommen, ^entateud), 1. ^. 

2. Sf^arft fam ic^ au« iSWutter fieibe, unb naÄeob fel)t' td) l)eim. ^icb, 1. 

3. iöcffer tjl e«, tn'« Srauer^au« ju gel)en, al« bem ©öjJgebot ju folgen, ^reb. 7. 

4. (Sin SWenfd) in Sßürben, »ernunftlo« — fäl)rt l)in, wie bumme« Sie^. ^f. 49. 

5. ®a« 2(nbenfen t»e« ®erecf)ten gereicf)t jum ©eegen. (^pr. 10. 

6. (Sr ift eingeben?, baß wir ©taub nur |Tnb! ^f. 103. 

7. Scn gejiern ^er finb wir unb wiflfen nicf)t« — ein <^itfi.\XtXi nur f?nb auf ßrben unfere 

Sage! ^iob, 8. 

8. ®u wirfl in'« ©rab im ©reifenalter wanbern, wie weggefüliret wirb jur 3«'* ^«^ ®'"^* 

ben^aufen. .f)iob, 5. 

9. l!3ebenfe bo(^, taf ©u wie S^on roic^ geformt, unb in @taub läffefl wieberf ei)ien ! 

|)iob, 10. 

10. 3Bie foUf ein SJRenfc^ »or ©ott gerecht, wie rein fei)n eine« Sffleibe« @of)n? .^iob, 25. 

11. Sitte« wanbelt nad) einem Orte ^in; aße« entfianb au« 6taub, atte« fe^rt jum Staub' 

jurücf. $reb. 3. 

12. 5Ba« nur Obern \)<xi, lobe ©Ott — ^atteluja! ^f. 150. i 



Sterbe ^ XafeL 



3ol)r unb 
^onat 



tum. 



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5Rome unb SJerreanbtfc^oft^grab be« 
SJerßerbenen unb beffen älter. 



SBemerfungen. 



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gioBK unb JßeroionbtWoftfjrob be« 
«Berflcrtenen unb beffen aUer. 



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Srfuc^en hiermit, unter fccm Serf^jred^eu einer boHfom^ 
menen SrtrieberunQ, alle SKilitair^ unb £ibil'S5el^örben auö^ 
tüärtiger Staaten, Unfern fämmtlidf)en SKilitair^ unb &ii\U 
Sel^örben ober befel^Ien ?Bir au^brüdflid^, auf Sor^eigung biefe^ : 



wol^nbaft in T " ' 

i?on ^ J_:;) über ^ .iU^ Qxlo^ 



saugen Csfv.,^ 
Uofr 

fiitttt 1 . - 

(6Htd)t ( 

Statur v...-v^VUjL^ 



äSefonbere ^enn^etdiben : 



reifet, unb burc^ ^:_ ^v^t#&^^» - ^^^Vr a(0 mmerbad^tig köitimirt ift, frei unb unge^inbert 
reifen, unb i?on bort bierber ,^uriic(reifen, aud^nötpigen %aM ib*»^ Scbu^ unb Seiftanb angebei^en 

©egeben Serlin, ben Ju^^w^J^ vtL^^^v^^v 



'/yryt ■■v^^y^■'^' 



auf aUerl)ötl)flctt Special -6efcl)l. 




$©er fWitttfler ^^eö Innern. 




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Karte meines Onkels Julius Valentin (Bruder 
von Heinrich V., meinem Vater)zu dessen Ge= 
burtstag & zu meiner Geburt; beide fallen auf 
den 20. September. Ich bin geboren 1885 zu Ber= 
lin, Prenzlauerstrasse 19, dem damaligem Ge= 
Schäftshaus der Speditionsfirma Jacob & Valen= 
tin (später Berlin 0.27,Holzraarkstrasse 65). 
Am I.Januar 1936 wurde die Firma unter dem 
Zwange der Nazi-Gesetze von meinem Bruder 
Kurt V. & dessen Sozius Hufeo Jacob an arische 






Herren verkauft .Mein Bruder Kurt ist / 
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fo?ii d€m, der seiner Väter qern geäenhtl 
Die Erinnerung sclwindet aber schneller, 
als der Lebende glaubt, wenn sie nicht 
festgehalten wird. Hoffentlich wird diese 
Zusammenstellung jf ort (je setzt, 

Berlin im Februar 1919. 

Martin Valentin. 



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Dr. K « • 1 t • r widmet Ihm In ••ln©r O^aohloht« 
der JOdlaohen Omelnde zu Potadaa, •raohlanen Im KOmdaalona- 
▼•rla« Ton Bdmund Staln, Potadam 1903 auf 3.17, 31-35 und 58-61 
1 Anger« Auaf(Ihx*ui)gen. 

Jeohlel Mlohel war «In aua Polen ataamander G«lelrt«p. 
Ort und Z«lt aalner 0«burt alnd nloht bakannt. Von 1760-1777 
war er Rabbiner in Potadam» und awar der «rate Pot adamer Rabbi- 
I ner. Im Jahr« lp78 tritt an dl« St«ll« der ron der aobweron 
obaraktariatiaoban Hand Miobela untersoiokneten Oebaltaquit. 
tung {Iber 5 RThlr. monatlich eine andere Onteraohrlft« Weahalb 
die RabblnertStigkeit Michela in Potadam um 1777 aufhörte, ob 
er damala geatorben oder Ton Potadam veraogen iat, wisaen wir 
nicht. Kein Leiohenatein des Potadamer Friedhof ea aeigt eine 
Inachrift, die Ton ihm kOndet. Auch iat nicht bekannt, mit 
wem ei^^^erheiratet war. 

Kaelter nennt Jechlel Michel einen bedeutenden Mann, 
dem die Potadamer Oemeinde viel Terdanke, Mit praktiaohem 
Oeaohick habe er kSftTOlle Energie verbunden, über di^ganae 
Oelehraaidceit des aeinea Anaehena aich bewuaaten Talmudge- 
lehrten wie über daa praktiaohe Oeaohick und die Zähigkeit dea 
Polen werfügt und aei eine PeraSnliohkeit geweaen, dar hohe 
Achtung gebührte» wenn auch iusaerlich der kleine Mann in der 
j I jlMaM^olniaohen Traoht im langen, mit PeHverbrIüBten Rock und 
hohen Sohaftatiefeln, den gleichfalls pelabeaetzten Stramel 



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1« lorm .1»,« Pohl«,,,!,. *'^ 

Art. 3 Augu«t IBOO 1, 3,rii, 
. K..t..4.rrtru«r l„5e 1. B..ai., Wilh.l« «t.lOi. 

lioh.r..it. ,„u... Wir di. .0. m.dri.h d.. Oro.... 
u.t.r..ieh..t. B..t.llu.g.urku.d. .„:. Kö.iglioh.. „...ui., 
u.d St.„p.X..,..i,„ 6...bru.ril 1753 u.a p.äohti«. vo. 

.1..» Buch üb., i.. ^, .,.„ ,„,. ^^,,^^ .ro..vat.r. u.- 
..r« G.o,.v.t.r.,^t a.„ ,r .ich „ d.r U.l,.„itat 
ar.lf.w.ld .1. .o...t rar Ku»!.™.« . .u h.Mlitl.r„ 
hofft. 



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8. 




auf dem fiaupt» ein« wenig iraposante Krsohoinung geboten haben 
■8ge« 

Auf Anregung lilohels wurde das Baus TOn Moses 
Llepfliann su Potsdam an der Plantags No*l (Jetzt Wllhelmsplata) 
Bweoks Umwandlung In die erste Potsdamer %iiagogs gakauft« 
Von der Kauf stimme Ton 800(7 Thlr, wurde der Prsls für den aigma- 
^ogonplats Moses Llepmanns Torslohtlgsrwelse abgereohnet • 
Ausser Llepmann waren ansolielnend nioht mehr als drei Oemelndo- 
■itglieder sur Beeahlung TOn ^jmagogenplät zen imstande* Die 
Kauf summe wurde dann mOhsam durob t)ar leben aufgebraoht> die 
Sgmagoge 1^67 elngewelbt» 

Zu Moses Liepmann trat Jeoblel Miobel ferner da- 
durob in B« siebung, daas er seinen Kindern talmudlsoben tnter* 
rlobt gab» wodurob er eu seinem Jabresgebalt yon 60 Rtblr« 
weitere 4 Rthlr* Jftbrliob einnabm* 

Der "angesehene* Moses Liepmann ist der UrgrossTater 
Ton Julius Valentin satterlioherseits (S* )• So sind also 
ein th*gros8Yater ▼ftterlioberseits und ein Urgrossrater mütter- 
lioherseits too Julius Valentin um das Jahr 1760 in Potsdas 
aus anmengekosnien • 

Die Armut der Potsdamer Gemeinde Teranlasste Mlohel 
au Verboten gegen unnBtigen Aufwand* Als solohar galt sobon 
das Aufstellen einer Baumkuobenpyramlde oder eines polnlsoben 
Pfefferkuobens auf einer Boobzelt, was Mlohel im Jahre 1766 
untersagte. Auf Anregung Miobels wurde ferner verboten» mehr 
als einen Dienstboten zu halten* Dieses Verbot ist die swBlfte 



U L O 
' U O 



9. 



der 13 BeBtifflmungen eines Statutes» das die *TOrnelBiien» edlen 
und angesehenen Bürger* der Potsdamer Gemeinde im Jahre 1766 
festsetzten und das Kaelter auf S« 29-32 in deutscher lieber- 
tragung wiedergibt. Das Statut trifft Bestimmungen über die 
Verwaltung der Gemeinde» inabesondere in steuerlicher Hinsicht, 
und das Amenunterstützungswesen« 

Mehr aber als durch seine» wenn auch noch so se- 
gensreiche Titii^eit lebt Jeehiel Michel dadurch weiter, dass 
ihn Georg Friedrich Schmidt in einer Radierung der Hachwelt 
überliefert hat. (s.das Bild auf S» )• 

Dr* Kaelter ist der erste Beschreiber der Radierung, 
der sich auch mit Jeohiel Michel beschäftigt hat« So weist er 
als erster darauf hin» dass das Bild den Jechiel Michel dar- 
stellt« Die Radierung wird in einer Reihe TOn KunstTerseioh- 
niasen und Kunstschriften beschrieben« Mich allen Besehreibun- 
gen ist auf der linken Seite in Kopf höhe der Figur eine latei- 
nische Inschrift, die bis zu Kaelter dahin gelesen wurde: 
G«F« Schmidt, ad TiTum fecit Berolini 1762« G*F« Schmidt hat 

I das nach einem Lebenden gemacht» Berlin«, 1762« Die meisten 
Radierungen, so auch die Absüge einer im Besitze Ton Julius 

\ Valent^uirgalTaniaohen Rochfttzung nach der ^riginalradierung 
haben nur diese seitliche Inschrift« Binige Radierungen haben 
aber ausser dieser seitlichen Inschrift noch eine Unterschrift, 

1 die yerschieden lautet, manchmal Hirsch Michel^l762^^ nach einer 
Beschreibung Hirsch Michel der Jude Ton Potsdam, mitimter wie- 



der wie 



auf dem Stich in der Kunstsammlung der Berliner 






U L O 

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10. 



JOdisohen Gerne inde 0r«nlenbiirger8tr*29: Elrsoh Mlohel prisen- 
tlex»t an laaäk Onis durch Aaron Honeeoa. 

Kaeltar führt aus» die aeltlloha lasohrift "ad 
▼iTUiB feolt* xmA die allerdings nur einmal erwähnte Unteraohrlft 
"der Jude Ton Potadam" machten es wahraoheinlioh» daaa ein Le- 
bender , und zwar ein durch Stellung und Eracheinung über den 

I Kr^is aelner Umgebung hinausragender Jude gemeint^ei und in der 
Potadamer Oeaeinde Ton 1762 käme fOr die Beseiohnung der Jude 
Ton Potadam nur/^in einsiger» nSmlioh Jeohiel Michel in Betracht« 
Hiermit atlLnde allerdinga die gelegentliche ünterachrift Riraoh 
Miohel in Wider apriioh. Unter den um daa Jahr 1762 in Potadam be< 
findllchen Juden aei überhaupt kein Riraoh Miohel yweaen« Un- 
geachtet dieses Bedenkens glaubt aber Kaelt ar» atrlkt naohge- 
«ieaen au haben» daaa die Figur kein anderer ala Jechiel Miohel 
aei» indem er die aeltliehe latelniache Inac^hrift wie folgt 

I lieats i.P.Schmldt ad Tivum Jeciel Berolini 1762. lach dem 
lebenden Jeciel (Jechiel) Miohel hat Schmidt die Radierung ge- 
macht« In der Tat aeigt die aeltliehe Inachrlft dieaen Wort- 

/ laut sowohl auf den ^hterachrlftaloeen Bildern Juliua Valentins» 



wie auf dem mit Ünterachrift yersehenen Stioh iiuer Sunataamm- 
lung der Berliner Jüdiaohen Oemelnde« 

lach der Kaelter'aohen Brklttrung beateht aber swl- 
achen der aeitliohen Inschrift Jeciel und der gelegentlichen 
ünterachrift Riraoh Miohel ein Wlderapruoh. Bine Mitteilung 
I dea verehrten Freundes» Kupfer etechera Wilhelm Orohmann 



bla 1916) bringt Aufklärung« Orohmann maoht auf eine Kaelter 



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f u 



XI. 



nicht bekannte Jammrkung In dem JaoobjF* sehen ^erselohnls der 
0*P« Schmidt' sohen Arbeiten Berlin 1815 «ufmerkaam» wo die Un- 
tereohrift: Hirsch Michel prftsentiert an Isaak Onis dxireh Aaron 
Monceca wie folgt erklftrt wird: Birsoh Michel: dieser und die 
{ ewei ande^ Hamen in der Unterschrift des Blattes sind aus den 
j Jüdischen liefen des Marquis d'ßv^mit' entlehnt. Dw Kfinstler 
wollte hiermit dem Verfasser eine Aufnerksamkeit bezeigen* 

Aehnlich Naglar im Ktbistlerlexikon unter Ho. 63 der 
G*F« Schmidt 'sehen Arbeiten* 

Die nur gelegentlich Torkommende Unterschrift 
Hirsch Michel war also für die Radierung bestimmt y die rom 
I Künstler dem Marquis d j nrgonV , (einem 'reunde Priedrichd des 
1 Grossen )|i<^ Wfcr dürfen hiernach mit noch grSsserera Recht als 
Kaelter annehmen« dass die Schmidt 'sehe Radierung dem Jechiel 
Michel darstellt* 
// *f[ 'li ^^^ königliche Hofkupferstecher G*P. Schmidt ist 

J L Ji^,Ji^ .;.cr ein Verwandter des Ooethefrexindes Zelter* mit dessen Urenkel 
A" f L'uT^ Rudolf 9elter die Tochter Julius Valentins Toni verheiratet 



/f<-tH 



''c^«-^. 



o^i^in/L 



\ ist* G*P*Solmiidt war eir|Bruder der GrossfCk^ei^ des Goethe- 
^Iter mütterlicherseits* Der Goethe Zelter fthnelte seinem Gross- 
onkel und war sehr stolt auf ihn (Briefe Zelters an Goethe Ho* 
804, 816 und 817 des Briefwechsels in der Riemer' sehen Ausgabe» 
Brief Goethes an Zelter lfo*815)« 



/t/2-O«-.- 



Wt^ -«t 



12. 



J«ohl«l Hlohvl hatte einen Sohn 



Joeua Palk^ 



geboren su Potsdam, Datum nloht bekannt, gestorben su Berlin 
den 23 »Januar 1805* 

Erhalten ist eine hSlsez*ne Tabaokpfelfs mit einen 
geeohnitzten Falken, die Josua Falk gehSrt haben soll« 
Ferner der auf Pergsaentpapler gesohriebene Eherertrag «Tischen 
Josua Falk und aeiner spiteren Frau RSsohen, der in der seit 

dem Talmud Obllohen Form abgefaBst ist und in deutsoher Ueber- 

♦ ) 
tragun^ lautet: 

Am Mittwoch den 28 «des Monats Chesohwan im Jahre 5559 
naoh Erschaffung der Welt (7.MoToml)er 1798) naoh der 
Zfthlung, die hier in der Stadt Berlin Oblloh ist, (be- 
zeugen wir) , daas Herr Josua mit dem Zunamen Falk 
Sohn des Rabbiners Jeohlel, der auch genannt wird Michel, 
Bu der Witwe Frau Röschen, Toohter des Jacob, gesagt 
hat: sei mir sur Frau naoh dem Gesetze Moses und Israels 
loh werde fOr dich arbeiten, dich in Ehren halten, dich 
ernihren und yersorgen nach der Weise der jüdischen M^* 
ner, die für ihre Frauen arbeiten, sie in Ehren halten, 
emAhren und Tersorgen in Redlichkeit* Auch werde loh 
dir das Qeld geben, das dir als Witwe zukommt: 100 Sus 
naoh Yorsohrift der Alten, ebenso deine Kost, Kleidung 
und was du brauchst und das eheliche ZussBrnena-^in. wie 



•) diese und die folgenden lieber tragungen aus dem Bebrtisohen 
sind Ton dem bei der Bücherei der Berliner Jüd, Gemeinde, Oranien- 



' J 
I C 



18. 



üblloh. Die Witwe F^au Rösohan, Toohter des Jacob» 
hat Ibre Blnwlllig;ung dazu erklärt , sie wolle llim eine 
Ehefrau sein. Das Bigentum der Witwe Frau Röeohen und 
die Mitgift» die sie ihm eingebracht hat aa Silber, 
an Gold und an Sofamucksachen* sowie auch die Benutsung 
I der Oewfinder der Wohnung und des Bhebettes, alles hat 
t( Josua mit dem Zunamen Falk der Bräutigam für 50 Silber. 
/ linge übernommen, und der Bräutigam fügt noch tob Seini- 

gen 50 andere Silberlinge hinsu» alles in allem 100 Sil- 
} berlinge» Und so spricht Josua mit dem Zunamen 'alk 
der Bräutigam: die Bürgschaft für den Ehekontrakt und 
die Mitgift und die Mehrsulage derselben übemelBBe ich 
für mich und für meine Brben mit der Bedingung« daas 
sie bezahlt werden Tom besten und schönsten der Besits- 
tümer und des Bigentxjms, das ich unter dem Himmel habe, 
die ich schon erworben habe oder erst erwerben werde. 
Bewegliche und unbewegliche Güter sollen bürgen und 
Sicherheitspfänder sein, um Ton ihnen su besahlen obige 
Verschreibung und die gemachte Mehrsulage, selbst TOn 
dem Mantel auf meiner Sohulter, bei meinem Leben oder 
nach meinem Tode Ton heute ab und weiter« 

Und die Gewähr für die Verschreibung, das Bei- 
ratsgut und die Mehrsulage hat übernommen Josua mit 
•) burgers tr. 28 be- 
schäftigten Dr^Pessen // dem Zunamen Falk der Braut Igam^nach der Art aller Vor- 
gefertigt» ^ , ^ * 

Schreibungen und Mehraulagsurkunden» wie sie üblich 

sind bei den TSehtem Israels und nach Anordnung unserer 



' ZI 

I 3 



14. 



/n^r^i^. 



W^leen» gesegneten Andenkens, abgefasst wurden» 
I nioht als Sohelnsusage imdKwle nur ein Urkundenfor- 
miliar« 

Wir haben die ^remonle des ^eslt zerwerbe s 
gesetslloh TOllsogen swisohen Josua mit dem Zunamen 
/ Falk Sehn des Rabbiners Jeohlel mit dem Zunamen 
// Hlobel und der Witwe RS sehen Toohter des Jacob. 
Alles Ist fest und reohtskriiftlgl 
Das Obige bestätigen t Samuel Daniel Well 
der Sohn des Olaunlmaus» ein beglaubigter Mann und 
Schreiber» Ahmdeber Sohn des Kasrlel sa Berlin« 

Josua ^alk Ist beerdigt auf dem Friedhof In der Gr.Hambor- 

jetzt Reihe 40 No. 193:5. 
gerstrasse Reihe 40 Stein 2. /Die Orablnsofarlft lautet In 

deutscher Oebertragung: 

/ Hier riüit ein biederer^ reohtsohaff ener Mann* In Ban- 
f del und Wandel bewährte er Treue. Bs Ist Barr Falk 
/ Sohn des gelehrten ^rm Mlohel des Rabbiners z u 

Potsdam. Br starb am Mlttwooh den 2S.Sohewat (23*Jtn* 
/ 1806) und wurde beerdigt am folgenden Tage am Donners- 
tag den 24«Sohewat 556S (24 «Jan* 1805). Seine Seele sei 
aufgenommen In den Bund ewigen Lebens! 






«V» 






I U 



- 15 - 



Josua Falk war verheiratet mit: 

Röschen geb, Abramson 
gestorben in Berlin am 4. Juli 1826. 

l ij s f e in a t Attügobo » s a t>B"(iLiUü «[ •■ W t ljft inxj luiu iTuluu 1770 '^ 

^o•^■ ^^r.|^ Mü ll thinnfimn n i ncrr nh vi n> i 1 n^ 

Röachen v^ar zweimal verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit 
Joachim stammen Hinrichsens in Güstrow, aus ihrer zweiten Ehe 
mit Josua Falk Valentins. Auch ihren zweiten Mann Falk hat 



Röschen um noch 21 



>***' 



y ^^ y/ ^ /• ;"*^'^^ 



Jahre überlebt. / ' (f ( i'/'^J^' ^ ^^(^ir/i^"iJ ^ ^i^{jf 



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,. liegt auf dem Friedhof in der Grossen Hamburger Strasse, 

/ ^ ' "» ^■^ Jetzt Reihe 29 No. 2251. 
Reihe 29 Stein 1./ Die Grabinschrift lautet in deutscher Ueber- 

tragung: 

Hier ruht eine biedere Frau, als gottesfürchtig ward 
sie gerühmt. Aus dem Munde ihres Mannes und dem Munde 
ihrer Sprösslinge wird ihr Andenken nicht weichen für 
und für. Der ihr Wesen widerspiegelnde Name war Rös- 
chen, Tocnter des Herrn Jakob, des Wappenstechers^ 
Ehefrau des Herrn Falk aus Potsdam. Sie starb am 
Montag und wurde begraben am Dienstag den 29.Siwan 
5586 (4. Juli 1826). Ihre Seele sei aufgenommen in 
den Bund des ewigen Lebens! 









I 3 



'^ 'iinoju^/ -j.yuv^, 



- 16 - 

\ Böacfaen >gic3b» Yerwaadtschaft: ihr Oroasvater Abraham ^ 
ihre Eltern, der königliche Medeilleur and Stempel- 
scianeider Jakob Abraham und Frau Beilcheh , ihr Bruder, 
der königliche Medailleur und Stempelaohneider. Hof - 
wappenatecher Abramaon, ihr Heffe Auguat Abrahamaon . 

Ton Hösohena Oroaavater Abraham kennen wir nur den Hamen. 

Röachena Tat er war der 

königliche Medailleur and Stempelachneider Jakob Abraham 

(Auch Jakob Abram). 
Geboren 1723 in Strelite, geatorben 18. Juni 1800 in Berlin. 
Rusaiacher Abatammung.l) Lernte in Polniach-Liasa dea Wappen- 
atechen und äteinaohaeiden. War rund 30 Jahre MlinEgraveur der 
preaaaischen Regierung. Wurde 1752 bei der Münze in Stettin 
ala Stempelschneider angestellt, als sie 1757 einging, bei der 
Münze in Königsberg, apftter bei der Münze in Berlin, wo er an 
der Spandauer Brücke wohnte. 2) 



1) Thieme Becker Xünatler-Lexikon. 

2) Friedrich Uicolai, Beschreibung .er königlichen Residenz- 
städte Berlin und Potsdaii., Berlin 1786. 

ifi Magiers allgemeines neues Künstler-Lexikon. München 1835. 
Dr. Julius Meyer, Allgemeines Künatler-Lexikou. Leipzig 1872. 



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if tlfoj)si}/uo}/ ■niujny ■ «f uoj/ 



- 17 - 



•Er eeichnete aicti durcki trefflicla gearbeitete Sohaumiinzen aus, 
okine uelbat zeicliaea, erfindea und modellieren zu können. Sein 
eigener Geschmack diente ihm, den immer fortschreitenden Anfor- 
derungen auch in diesem Zweige der bildenden Kunst Genüge zu 
leisten. "5) 

Ir begann als gewöhnlicher Wappenateoher und brachte es, ohne 
«eichnen zu können, doch zu Arbeiten, so gut sie in der damals 
maiigelhaften Stempelachneidekunat überhaupt zustande kamen. "^^ 

Jakob Abraham signierte A.J.A. 



)) JJagler a.a.O. 
4) Meyer a.a.O. 



•.miiiit-tikJUMi. jj^. 1,^-./:. 



- 18 - 






Instruktion/ 

,. ^ 

^ar den königlichen Medailleur und Stempelachneider Jakob 
Abraham, waa deraelbe bei der ^niglichen MUntze in 
Stettin zu t(6n schuldig und verbunden ist. 
1). Hat er die ihm aufgegebenen Stempel getreulich zu verfertigen, 
und wo aolches nicht mit der gehörigen Aktrateaae geschehen, 
mueä er aolche entweder korrigieren, oder falls solches nicht 
tunlich, andere verfertigen. 
2). Hat er vor eilen Dingen dahin zu sehen, daas es dem MOnlzmeister 
niemahlen au Stempeln fehle, sondern von jeder Gattung welche 
in Yorraht seyn mögen. 
3). Merket er, daaa die Stempel nicht gehörig geschmiedet, so hat er 
solches sogleich dem Muntzmeiater anzuzeigen und Anleitung zu 
geben, wie solches korrigieret werden können und müsaen. 
4). Musa er vor Niemanden anders, ala allein vor die^nigliche 

Müntze dergleichen ala bei der Müntze gebraucht werden verferti- 
gen, auch niemanden einen davon verabfolgen lassen, wann er 
nicht gewiaa überzeuget, daaa er zur Müntze gehöret, oder wel- 
cher achriftliche Ordre dazu vom Muntzmeiater auizuweieen hat. 
5). üeberhaupt iat er verbunden, alles daajenige waa er aiehet oder 
höret, das der Müntze zum Schaden und üachteil gereichet, oder 
verbeasert werden könnte, getreulich dem Geheimen Pinantz-Haht 
Grauman, de« daaigen Müntz-Director oder in Erma^elung desaen 
dem Müntz-Contoir anzuzeigen, damit aolches möglichst korrigiejTet 
und beobachtet werden möge. 

Dagegen und vor solche von ihm zu leistende Dienste 
6). Seiner Königlichen Majestät demaelben eine Beaoldung jährlich von 



'\ankt Hunau, Rankntmßt ?i' 



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,7 'niajity . »fuiiyf 



- 19 - 

400 Reichathaler und zwar (luartaliter mit 100 Thaler aus der 
6pLöaiglichen Miintzkeaae auaaahlen lassen werde. 

Nachdem nun Seine Königliche Majestät obateheiöe Instruktion 
flir deaMedaillet und Stempel schneid er Jakob Abraham allergnä- 
digat approbieret haben, so befehlen Sie den sich da^ch in allen 
Itttcken auf das Genaueste und Eigentlichate zu achten. 
Berlin den 6.Pebruarii 1753. 

Instruction 
für den Medailler und Stempelachneider 
Jakob Abraham, was derselbe bei der 
Königlichen in Stettin zu thun schuldig und verbunden ist. 

l^ fi o. diea e i Iihiti n Uti e a sind awoi AbdiLlcke im Booitg e von Juli m 



Valentin. J)er>ixLe Abdruck 
des Grossen untexzeichne 
Buchstaben vermerkt: I 
dio Stettjjäe-r^iinz 



ist mit dem ^igenhäÄgl 



ä^F 



ichs 
t mit hebräischen 

ner Majestät dem König Über 



idt eine Art 
,. en7».n p< i ^^n^ i. ]yg Knni| - n v n m Ml inniH i K t i \ Myi d m ni 



Aus der Beilage zur Tossiechen Zeitung Abendausgebe Donnarstag 
23. September 1886 N0.444: 

Heute früh ist bei dem Abbruch der alten MOnze auf dem Werder- 
schen Markt in einer Mische des starken Pundaments eine auf 
die Grundsteinlegung bezügliche, etwa 2 Puss im Quadrat halten- 
de und ein Zoll dicke Porzellenplatte und ein kleiner Kasten 
mit Münzen und sonstigen aus dieser Zeitepoche herrührenden 
Urkunden gefunden worden. Die Inschrift auf der Porzellanplatte 



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- 20 - 



? - ■ ' »X/ - /^ 



lautet wörtlich: Friedrich Wil^blm III, König von Preusaen, beschloss 
in dem ersten Jahre seiner Regierung, dase auf der Stelle des Fried- 
richs Werderschen Rathauses, welches vor 4 Jahren abgebrannt ist und 
darum Übrig f ux w ä e', ein neues Grebäude zum Kutzen und zur Zierde der 
Stadt errichtet werde. Der König bestimmte dasselbe zu Werkstätten 
der Münze und zur Aufbewahrung der Mineralien, Modelle, Bücher, Karten 
und Risse, welche das Bergwerks- und Eättendepartement sammelt. Hein- 
rich Genta, ^^Königlicher Professor und Hofbauinspektor, entwarf die 
Zeichnungen und Anschläge zu diesem Gebäude und hielt bei Legung des 
Grundsteins den lO.i^ovember 1798 die feierliche Einweihungsrede vor 
den nachstehenden Personen: aa folgen eine Reihe von Hamen, unter 
ihnen Jakob Abraham, Medailleur und Stempelscnneider. 

Jakob Abraham ist auf dem Friedhof in der Grossen Hamburger 
Strasse Reihe 28 Stein 19 begraben. Die Grabinschrift lautet in 
deutscQer üebertragung: 

Hier ruht ein redlicher, rechtschaffener Mann. Alle seine Tage 

wandelte er den rechten Weg. Seinen Beruf übte er in Treue aus. 

Am Morgen und am Abend fand er sich im Bethause ein, 

Herr Jakob, der Wappenstecher, Sohn des Herrn Abraham. 

Er starb und wurde bestattet am Mittwoch den 25.8iwan 5560 

(18. Juni 1800) 

Seine Seele sei aufgenommen in den Bund ewigen Lebens! 



» xv*- 



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Bositxa von Julius Valentin sind: 

1 gr. und 1 kl. Zeichnung mit dem Kopfe von Jakob Abrahaa. 

2 gleichlautende Instruktionen für den Medailleur und 
St aape Ischneider Jakob Abrahaja bei der Münxe in Stettin, 
deren Wortlaut oben wiedergegeben ist. Der eine Abdruck 
ist mit dem eigenhändigen P Friedrichs des Grossen un- 
terzeichnet, auf der Rückseite ist mit hebräischen 
Buchstaben vermerkt: Instruktion von Beiner Majestät 
dem König über die Stettiner Münxe^^^^illf^Z^ite Abdruck 
ohne Datum ist eine Art Koniep^r'^d naAens iUs Königs 
vom Münxdirektor unterxa*^finet. / 
Medaillen , von Jakob Abrahaa ang^ertigt. 



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- 21 - 

Heben. Jakob Abraham ruht seine Frau Beilcheh gest. den 27. April 
1802. Die Grabinschrift lautet in deutscher üebertraguug: 
Hier ruht 

eine geachtete und betagte Prau, die bescheidene Frau Beilcheh 
Tochter des gelehrten Herru Gumpel Minden sei. And. , Witwe des 
Herrn Jekob, des Wappenstechers sei. And. Sie starb und wurde 
bestattet am Dieustag d.2i>.ili8san 5562 (27. April 1802). 
Ihre Seele sei aufgenommen in den Bund ewigen Lebens! 

Bin Sohn des königlichen Medailleurs und Stempelaohneiders Jakob 
Abraham, also ein Bruder von Röschen Falk, war der 
köni'gliche Medailleur und Stempelschneider, Hofwappenstecher 

Abramaon 1 

ausserordentliches Mitglied der Akademie der Künste zu Berlin, der 
Aoademia dell« Soiena© zu Florenz, der Akademie in Kopenhagen und 
anderer Akademien. 

Der It'ame wird auch geschrieben Abraham Abrahamaohn oder 
Abraham Abrahamson oder Abraham Abramson. 
Geboren 1754, gest. d. 25. Juli 1811 in Berlin. 

In mehren Kunst lerlex4kona wird als Geburtaart Potsdam angefahrt, 
desgleichen bei Kaelter in seiner Geschichte der jüdischen Ge- 
meinde zu Potsdam. Aus Kaelter ist ersichtlich, weshalb Potsdam 
für deu Geburtsprt gehalten wird, und dass dies irrig ist. Kaelter 
schreibt S.16, die Potsdamer Gemeinde habe zu Beginn der 1740er 
Jahre 10 Familien gezählt, unter ihnen Jakoben Abraham. In ihm 
sei - nach Kaelter - mit aller Wahrscheinlichkeit der Yater des 
1754 geborenen " hochber ahmten ^niglichen Medaiillturs Abraham 

Abrahamsohn zu erblicken. Auf S.78y httlt oo Ka e lt er dauii # 



/?.-n/,. '.' ,,. ,','. \. 



I U C 



nimmt Kaelter dann echlechthin an, dase der Potsdamer Jakob ben 
Abraham der Vater Abramsone iat, folgert hieraus, dass Abramson 
in Potsdam geboren sei und fü hrt ihn junter Ziff. 2 seiner Potsda- 
mer Ehrenreihe^la gebürtigen Potsdamerjauf . Ebenda auf S. 78 
sagt aber Kaelter ganz richtig, dass auch der Vater Abramsons 
königl. Medailleur und Stempelachneider geFfesen ist, und wir wissen, 
dass der Medailleur Jakob Abraham von 1752 - 1757 bei der Münae 
in Stettin war. ])er Potsdamer Jakob ben Abraham ist also ein ande- 
rer als der Medailleur Jakob Abraham. Potsdam ist nicht Geburts- 
ort. Wahrscheinlich ist Abramson in Stettin geboren. 

Ein Bildnis Abramsons ist zu Anfang von Bd. 86 von 
KrUnitz-Flörke ökonomisch-technologische Enzyklopädie Berlin 1802. 
Siehe auch die zwei Bilder hier S. 
lachstehend Auszüge aus Künstlerlexicons: 
" Dqt Künstler hat die Kunst bei seinem Vater, dem geschickten 
königl. Medailleur Jakob Abraham erlernt. Er gesteht gerne 
bei Jeder Gelegenheit, dass er seineiü verdienstvollen Vater 
viel zu danken habe." Die im Besitze von Julius Valentin 

befindliche Denkmünze auf 

ist von Vater und Sohn signiert, von beiden also gemeinsam ge- 
fertigt. Im Jahre 1786 jedenfalls wohnte Abramson noch bei sei- 

2) 
nem Vater. 



1) Miscellaneen artistischen Inhalts von Johann Georg Mensel. 
Erfurt 1780. ' 

2) Beschreibung der königl. Residenzstädte Berlin und Potsdam. 
Berlin 1786 bei friedrich »icolai. 



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- 23 - 



Ein Kritiker aus dem Jahre 1780 gesteht zu, dass sich Herr 

Abramson viel llllhe gibt, um in seiner Kunst weitere Schritte zu 

tun; er studiert fleissig die alten Künstler, übt sich noch täglich 

3) 
im Zeichnen und der gl. mehr. 

Von 1788 - 1792 bildete er sich auf Reisen in seiner 
Kunst aus. Kach Rückkehr im Jahre 1792 wurde er von Friedrich 
Rilhelm II. zum kdnigl. Medailleur und Stempelschneider, sowie 
zum ausserordentl. Mitglied der Akademie der Künste ernannt. 

])ie Kiinstkrltiker meinen, dass diese Kunstreise einen Wen- 
depunkt seiner künstlerischen Entwicklung bedeute. Bis dahin habe 
er nur nach fremder Angabe und Zeichnung gearbeitet, erst seitdem 
seien seine Gepräge auch grösstenteils von ihm selber erfunden. 
Doch ist die Denkmünze, die als seine hervorragendste Arbeit 
gilt, die Münze mit der Büste frledrichs des Grossen schon vor 
seiner Reise im Jahre 1785 gefertigt. 

Koch einige allgemeine Urteile: 
"Seine Ideen sind meist glücklich, sinnreich, treffend und in An- 
ordnung und Ausführung gehört er zu denen, die den einfachen und 

5) 
reinen Geschm6M;k befördert en,** 

"Sr stand seiner Zeit als einer der besten Meister seines Faches 
sehr in Ansehen. £r übertraf bald seinen Vater. Insbesondere 
Bind die Darstellungen Chodowleckl*s auf ihn von Einfluss gewesen. 



^) Jf Miscellaneen a.a.O. 

^;>f Meyer , Allgemeines Künstlerlexlcon ,Lelpzlg 1872. 

jr;j<9f Hagler, leues allgem. Künstlerlexlcon, München 1835. 



U O C 

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- 24 - 

Er suchte der Matur näher zu kommen und die Ausartungen des Zopf- 
stils zu vermelden; daher auch die Blldnlsselte seiner Münzen 
das Beste, während der Revers Immer eine dürftige und frostige 
allegorische Erfindung zeigt. Auch In der Zeichnung geht er auf 

grössere Einfachheit als seine Vorgänger aus, lässt aber die 

6) 
freiere Hand früherer Meister venaissen." 

Abramson war auch literarisch tätig; er veriasste eine 
Schrift "Versuch über den Oeschmiwk auf Medaillen und Münzen 1801". 
Er signierte AA, AB , A/S. 



6) Meyer a.a.O. 



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- 25 - 



Abramaon naht auf dem Friedhof Oroese Hamburger Strasse 

in 
Reihe 34, Stein 3. Die Oral>4chrift lautet in deutscher üeber- 



tragung: 



Hier ruht Herr Abraham, Sohn des Herrn Jakob, iappen- 
stecher sei. And. Er starb am Dienstag, den 2,Aw. 5571 
(23. Juli 1611). und mxrde begraben am Mittwoch den S.Aw. 
5571 (24. Juli 1811). 

Ein Mann, geschickt in seinem Werke, selbst vor 

7) 
Könige konnte er sich stellen. Als Meister und 

Künstler war er tätig und stach alle Arten von Pet- 
schaften, Siegeln und Emblemen. Wegen seiner grossen 
Kenntnisse in verschiedenen Wissenschaften, die in sein 
lach schlugen, wurde er geehrt durch Erneimung zum 
Mitglied der Kunstgesellschaft in unserer Stadt, in 
Plorenz und Kopenhagen, sowie emderer hoher Oesell- 
Schäften für Kunst und Schönheit. 

Sein Werk fand Gunst bei unseren Königen und 
ViSrsten. Darum setzten sie ihn ein zum Graveur von 
MUxizen und allen königl. Wappen. Und weil er drei 
Königen in Treue diente und kein Makel an ihn gefunden 
ward, erlangte er ihr Wohlgefallen, und sie ehrten ihn 
durch Ernennung zum königl. Hofwappenstecher. 

Seine Seele sei aufgenommen in den Bund ewigen 
Lebens I " 



/ 



7) Anlehnung an 3pr. Salm. 2209. ^^^"^ ^ TT ^^^'^' /^ 



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Im Besitae von Julius Vedentin sind: 

1 Kupferstich mit dem Kopfe Abramaons mit der Unterzeichnung 



Abramson 
geb. 1754 



J. Rosenberg del, 1802 



S. Halle Bculps. 



Die Reproduktion einer BleistifteieichnungyS^n^' Johann 
Gottfried Schadow , die auch im Katalog der Seh adow- Ausstellung 
in der Königl, Akademie der Kunst e«Bm 27. Januar - 7. Mära 1909 
(Katalog verlegtbei Bruno Caasirer) mit der Unterschrift: 
"Kaffeevisite Zeichnung" wiedergegeben ist. üeber den darge- 
stellten Personen stehen ihre Namen, von links nach rechts: 

Lotte Schadow, Madam Abramson, Herr Abramson, MadaA Schlegel, Herr Schlegel, 

Madam Schadow. 1794. 

Schlegel war ebenfalls bei der MUnse tätig. 



von Abramson gefertigte Medaillen. 



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- 26 - 

£ln Brudersohn dea Medailleurs Abramson ist 
August Abrahamaon 
geboren von aus Deutschland eingevianderten Eltern am 20. Dez. 1817 
in Karlskrona (Schweden)^ gestorben am 6. Mai 1898 in Haas (Schwe- 
den). 

Abrahamson erwarb als Kaufmann Vermögen, kaufte das 
Landgut läas und setzte sich dort zur Ruhe. Hach dem Tode seiner 
Frau widmete er sich Wohltätigkeitsbestrebungen und legte 1872 
auf lääs eine Handfertigkeitsschule erst für Knaben, dann für Mäd- 
chen an. Der Stifter musste die Kinder anfangs noch dafür ent- 
schädigen, dass sie seine Schule besuchten. Diese linderschulen 
gingen 1888 ein. Aus ihnen war aber inzwischen - seit 1875 - das 
berühmt gewordene Handarbeitsseminar zur Ausbildung von Handfer- 
tigkeitslehrern entstanden, zu dem Jetzt Lehrer aus allen Welt- 

die 
teilen kommen, und von wo aus sich de» schwedische Handarbeits- 
methode über die Welt verbreitet ( 2. Beil. zur Voss. Ztg. vom 9. Mal 
1898 , Abendausg. Ho. 214). Der Schwestersohn des Stifters, 
Otto Salomon, ist Direktor der Anstalt in Haas. Ihm ist auch vom 
Staate die Aufsicht über die nach und nach im Distrikt entstandenen 
Kinderhandfertigkeitsschulen übertragen. 

Die Kinder, Knaben wie Mädchen, werden im Tischlern, 
Drechseln, Buchbindern, Schnitzen, Sattlern, Weben, Spinnen, 
Stricken, Hähen, Kochen, Metall- Bürsten- Stroharbeiten usw. 
unterwiesen. Der Zweck ist nicht, Handwerker heranzubilden, wenn- 
gleich manche das Erlernte beruflich verwertet haben, wie frau 
Horsböll in Kopenhagen, die nach praktischer Beschäftigung mit 



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- 27 « 



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Holzarbeiten eine erfolgreiche Künetlerin in Tischlerarbeiten wurde. 
Vielmehr soll die handwerkliche Beschäftigung die Kinder ganz all- 



gemein zu praktischen Menschen a uabiM e n; Auch auf körperliche 
tätiguÄg-ruad Abhärtung wird Wert gelegt, was bekanntlich auch den 
Charakter stählt. Der wissenschaftliche Schulunterricht bleibt 
trotzdem die Hauptsache. Handwerkliche Tätigkeit und Körpertibungen 
gehen nebenher und bilden ein heilsames Gegengewicht. (Vgl. den 
Aufsatz von Zepler "Bääs, die Heimstätte der pädagogischen Hand- 
arbeit" in "üeber Land und Meer" 1906 »o. 26, S. 624 ff.) wo es 
heisst: ** Die Abneigung deutscher Lehrer ist ziemlich unver- 

** ständlich und durch die Erfahrungen und Ergebnisse im 
" Ausland (Schweden, England, Amerika und vor allem 
** Irankreich) sind die immer wieder vorgebrachten Ein- 
** wände glänzend widerlegt. Ich wünschte nur, recht viele, 
** die ein warmes Herz für unsere heranwachsende Jugend 
** und gesunden Verstand und Eigenurteil haben, möchten 
" nach lääs gehen, an die Quelle des Sldjd (der schwe- 
** dische Same für Handfertigkeitsunterricht), um ihn 
** dort zu studieren". 
Man kann sich nur dem Wunsche anschliessen, dass alle , die mit 
der Erziehung der deutschen Jugend zu tun haben, nach Kääs gehen 

mögen. 

laciL Mitt4,ilai:^ von Herrn Otto Salomon hat sein Onkel eine 

grössere Anzahl Medaillen des Medailleurs Abramson gesamiDelt 

und sich euch einige Yamilienbilder veraohafft| die sich auf 

seiner Besitzung in lääs befinden. 



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- 28 - 



JoBua und Röschea Falk hat ton einen Sohn 

Martin^Valentln, 
geb. 3. August 1800 in Berlini gest. 24. Februar 1856 um 8 Uhr morg. 
in Berlin, Wilhelmatr. 101. 

U.V. hat in einem FamilienbUchlein, das von seiner Wit- 
we und seinen Kindern Julius V. und Prau weitergeführt ist, die 
Geburten, Hochseiten und Steibefälle der Familie eingetragen. In 
der Sterbetafel ist mit der charakteristischen Handschrift M.V*8 
vermerkt: an erster Stelle: 

1805 (darunter in hebräisch) 23,Schewat ( « 23. Jan.) 
seel. Vater (hinter seel. Vater stehen xwei hebräische 
Zeichen. Ss sind die gleichen, die auf dem Grabstein von 
Josua Falk den Namen Falk bedeuten) . 
An sweiter Stelle; 

1826 Juli 3. 1 Uhr morgens (darunter in hebräisch) 28. 
Siwan (» 3. Juli) seel. Mutter. 
Der 23. Januar 1805 ind der 3. Juli 1826 sind nach den Grabin- 
schriften die Todesteige von Josua und Röschen Falk. 



\ 



Erhalten ist das "Attest** der damals für Berlin zustän- 
digen ^nigl. kurmärk^schen Regierung xu Potsdam vom 30. August 
1813 '*Veber das StaatsbOrgerrecht für den Martin Valentin.** 
lachdem, wie es dort heisst, der fUr den minorenen Martin Valen- 
tin SU Berlin bestellte Vormund (vr der Polizeiobrigkeit seines 
Wohnorts erklärt hat, dass er den Namen 

Valentin 
als Familiennamen femer beibehielten will, so wird in Gemässheit 



S' V ^ 



dea § 4pär Verordnung vom 11. Marx 1812 hierdurch bezeuget, dasa 
der Martin Valentin und aeine Nachkommen ala Königliche Preuaai- 
ache Einländer und Staatabürger angenommen und überall zu achten 
aind. 

Daa Atteat iat ein Vordruck, in dem nur die Namen hand- 
schriftlich eingetreigen aind. 

Erhalten iat femer der Bürgerbrief der Stadt Berlin 
für den "Eigentümer Herrn Martin Valentin" vom 20. Sept. 1841. 

Mit 14 Jahren kkm Martin V. ala Lehrling in daa Bankhaua 
Friebe. Er unteratützte und erhielt ctlabald aeine verwitwete 
Mutter. In dieaem Bankgeachäfte atieg er immer weiter auf und 
genoaa daa volle Vertrauen Priebea, der ihn zu aeinem alleinigen 
Teatamentavollatrecker machte. 

Am 15. April 1829 verlobte aich M.V. mit Roaa Loewen 
und achloaa am 24. April 1830 mit ihr einen Ehegelöbniavertrag, 
in dem aich beide feierlich verloben, die Mutter der Braut die- 
ser atandeagemäaae Auaatattung zuaagt, und M.V. der Demoiaelle 
Bosa Loewen für den Fall, daaa er vor der Hochzeit atirbt, 
5000 Thaler vermacht. Die Hochzeit war am 29. Auguat 1830. M.V. 
war 30, Roaa Loewen 18 Jahre alt. 

Neun Jdhre vor aeinem Tode erkrankte M.V. an Rückenmark 
und war Jahrelang an daa Zimmer gefeaaelt. 

Der Gesamtwert aeines Nachlaaaea wird in dem Nachlaaa- 
inventar auf die damala aehr bedeutende Summe von über 258371 
Thaler angegeben. 



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- 30 - 

Unter seinen Berufsgenosaen, in BankierkreLsen, war 
M.V. sehr geachtet und vnirde oft um Rat gefragt. Die von ihm 
geführten "Papiere betr. die Angelegenheiten der Z.Priebe' sehen 
Erben'; wie ein Buch mit Durchschlägen von ihm geschriebener 
Briefe aeigen scharfen Verstand, juristische Kenntnisse und auch 
in der Handschrift peinliche Genauigkeit. Diese Genauigkeit 
verlangte er streng auch von seinen Kindern in Ausdruck, Aus- 
sprache, Sauberkeit der Schrift, bis ins kleinste gehender 
Ordnung!*! Abfassung von Briefen usw. Die g)*^ Eraiehung seiner 
acht am leben gebliebenen Kinder machte ihm während seiner Krank- 
heit grosse Sorge. 

Als Kaufmann damaliger Zeit trug er einen kuraen 
Backenbart. Schnurrbfo-t war für einen soliden Bürger verpönt. 
Den späteren Mann seiner ältesten bildschönen Tochter wollte er 
schon deshalb nicht aum Schwiegersohn haben, weil er einen 
Schnurrbart trug. Nach aussen hin aufauf allen, war ihm verhasst. 
Prau und Kinder durften nur die einfachsten Kleidungsstücke tra- 
gen. Den sehnlichen Wunsch seiner Prau, ein blaues Kleid au be- 
kommen, erfüllte er nicht, weil er diese Farbe für auffallend 
hielt. Der Maler des Bildes von Roda Valentin kannte diesen 
ihren heissen Wunsch und hat sie, um ihr eine Freude au machen, 
auf dem Bilde mit einem blauen Kleide versehen, das sie in Wirk- 
lichkeit nicht besass.-- In seiner Krankheit wurde M.V. geraten, 
sich einen Wagen aum Spaaierenfahren anauschaffen. Kr lehnte 
dies ab, um seinen Kindern nicht ein so luxlffiöses Beispiel au 
geben. Doch erwarb er, um dem Rat des Arates, mehr in frischer 



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- 31 - 

Luft XU sein, nachzukommen, das Grundstück Wilhelms trasse 101, 
das einen prächtigen grossen Garten hatte, der eji die 
Gärten des Prinzen Al'brecht und des Kriegsministeriuma 
angrenzte. Hier wohnte die Familie in einem geräumigen 
Hause im Garten, also abseits der Strasse und unauf- 
fällig. Der Kaufpreis fUr das 1855 erworbene Grundstück 
betrug 36300 Thaler. ¥orbesitzer war der Geheime Archiv- 
rat Koehne. Die Bekannten verstanden es nicht, dass man 
so weit ausserhalb wohnen könne. Ks galt schon für un- 
ternehmend, in den entfernten "Unter den Linden" zu 
wohnen. Vordem wohnte die Familie Spandauerstr . 81, 

I Treppe, Ecke Neue Priedrichstr., noch^vorher 
Monbijouplatz 4, I Treppe und Oranienburgerstr. 68, 

II Treppen. 

Letztwillig ernannte Testamentsexekutoron 

und Vormünder waren: der Bankler Hermann Samuel Helfft, 

iur. 
Dr ./Julius Rubo, Dr. iur. Heinrich Samson. 

Von Dr. Julius Rubo heisst es in dem Testa- 
mente H.V*s: 

"wte ich schon oft, und erst vor kurzem Gelegenheit 
hatte, die Mühe und Umsicht zu bewundem, mit wel- 
cher mein Freund Dr. Rubo , der Mitverwaltung einer 
Kuratel seine Zeit gewidmet.** 

Der Sohn von Dr, Julius Rubo, der Amtsge- 
richtsrat Prof. Dr. Ernst Traugott Rubo, war mit dem 



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-33 - 



Sohn von Martin Valentin, Julius Valentin und dessen Prau 

befreundet und hat Julius Valentin mum Vormunde seiner 

Kinder ernannt, des Jetzigen Regierungarats Julius Rubo 

und seiner Schwester Emma. Die Familien sind /J^üvin 

der dritten Generation befreundet. 

Das Bankgeschäft Priette war in der Behrenstr. 

teben der Katholischen Hedwigskirche, an der Stelle, wo 

Jetat die Dresdner Bank ist.Priebe hatte nur Töchter. Die 

Tochter Bertha heiratete den Dragoner Rittmeister Prei- 

herm von Thielmann, dessen Sohn der Staatssekretär a.D. 

_ ^^ die älteste 

Freiherr von Thielmann ist, «^mmtmi*«^^ Tochter den Gut- 

besitaer von Batocki, der seinem Hamen den Namen 'Friebe 

anfügt e.'^'^^^ Sohn,lxc.?.B8tooki-Priebe,z.Zt.0berpräBiaent 
von Oetpre ueeen^wr in der Kriegszeit "Lebensmitteldiktator". 
i ha'l in Vfti ent ift-^* -^^ ^" 



Im Besitze von Julius Valentin sind: 
1 Oelbrustbild -^v^^ Pu^-^ KJe^-^ 



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2 Photogr^hieiy, und »war eine grössere im Rahmen, 

eine kleinere ohne Rahmen. 

1 Schreibheft mit "Selbst Übungen" von Martin Valentin 

von 1813. 

f 
Bas Attest der Königlichen Kurmärk^Üschen Regierung 

»u Potsdam über das StaatsbürgerrechtMBr M.V. vom 
30.A\ig.l813. 



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- 33 - 



Der Bürgerbrief der Stadt Berlin vom 20. Sept. 1841. 
Heinemann: Krinnemdea Familienbuch fUr Jeden Haus- 
stand, enthaltend Erinnerungstabellen für Geburten usw. 
3 Visitenkarten Uajctin Valentin. 

2 Kärtchen: Als Verlobte empfehlen sich B^ Rosa Loewen 

^ Martin Valentin. 

{ Ebeverlöbnisvertrag «wischen M.V. und Rosa Loewen, 

' Berlin 21. April 1830. 

2 rosa Bänder , bedruckt mit einem Gedichte von Rudolf Lehwesz 
/^■^ <^l/^ "-^ ^-yf'^^ ^"^ Vermählungsfeier von M.V. mit Rosa Loewen am 29. Aug. 

'/►t-l-V S^uJ^ ,Vu^^-^ ^»^U, ^tr^9^_ 1830 . 

\,H.J^ ^.^.^.Jk^'^^ ' ^ Aktenstück : Papiere , betr. die Angelegenheiten der 

Z.friebeachen Erben. 

1 Heft mit ])urchacKlägen von Briefen M.V's (namentlich an 
Schwestern und Schwäger in Güstrow und die »rlebeschen 
Erbenj 

1 Brief^ M.V's vom 9. Januar 1845 an Schwager und Scliägerin 
Laasar, 

2 Briefe M.V's , Schönhauaen 14. Aug. 1851 und 9. Aug. 1852 
an aelne alteate Tochter Bertha. 

1 Geburt atagabrief von M.V. an aeinen Sohn Julius vom 3. Aug. 
1852: Ch^x^ ^^^Ac^J^^^^ /^^c^w .; 

^Gell^H^r Juliua, 




zu Dein^to^^ieut igen Geburt et age wünache ich,.©±f^ — 
von ganzem HerzeJr-v^el Glück. Mögest DuJÄWTliebens- 
zeit ateta geaund, sow^hj. an Karaa»-Älsan Gemüt 
verbringen, aber vor alle5fc4i«d«nken,da88 Du heute 
das 13. / irtb e M fJatohi^gtigieat, -and daas in dieaem Al- 
ter man vonai»«rXnaben, im Wisa^Öft^^md Lernen mehr 
verlaJictr^-tCla Du zu leiaten imatande üia$ . Du wirst, 
r Sohn, wie ich hoffe, anfangen, >iÄ^usehen, 



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1 Bri€f oon F, Hart in Meyer (damals erster Bankier 
Berlins) an Martin Valentin dou 31.Dexember 1830. 

Brille, Feder und Tabakdose, von M.V. benutzt. 

Das Testament M.V. 's vom 6, Mai 1843 mit Nachtrag 
Dom 13. Januar 1853, 

Das Machlassinoentar oom 24, Mai 1865, 



Julius Valentin hat seinem Sohne Martin 
Valentin überlassen: 

1 Petschaft, M.V. 

1 Kupferplatte zur Herstellung Don Visitenharten 

"Martin Valentin", 

Das preuss, Allgemeine Landrecht 

die tx>rher d<oi arossoater Martin Valentin gehörten. 



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Wie bei Martin Valentin finden »rir auch bei seiner 
Irau Rosa geb. Loewren die Vorfaiu*en im Mannesstamme in Pots- 
dam. Per Grossvater von Rosa Loewen «rar Moses Llepmann. 

Sein Sohn fügte den Hamen Loewen hinzu, nannte sich auch 

Dessen 
wohl nur Loewen. Sts Kinder nannten sich nur Loewen. Die 



Mamille besteht noch im Mannesstamme. 

Von dem Orossvater 

Mo£eg, Liepmaan^in Potsdam jum 1760_ 
hörten wir schon unter Jechlel Michel als von einem angese- 
henen Mitgliede der Potsdamer Gemeinde. Nachforschungen in 
Potsdam würden wahrscheinlich Näheres auch Über seine Vor- 
fahren ergeben. Von seiner 9rau wissen wir aus der Lebens - 
beschreibung ihres Sohnes (weiter unten) nur, dass sie 74J äh- 
rig in Potsdam gestorben ist. 

Von Moses Llepmann kennen wir zwei Töchter als Stamm- 
fflütter der Familien Lehwesz, Kunheim, Eschwege, Meyer, Itzig, 
sowie einen Sohn 

Samuel Jjie^mann Loewenj, 
geboren in Potsdam, gest.riH27 in Berlin, im Alter von 80 
Jahren. 

Im Jahre 1824 schrieb er, 77 Jahre alt, auf 22 
grossen eng beschriebenen Seiten seine Lebensge schichte 
seit seinem 14. Jahre. Danach verlor er seinen Vater , als 
er noch 1^ z^artemAlteU war. Er hätte gern Medizin studiert, 
die Mutter gab es aber nicht zu. Im Alter von 14 Jahren 
sandte ihn sein Verwandter, Daniel Itzlg in Berlin, nach 



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- 36 « 

Hamburg, damit er dort die Handlung lerner Daniel Itzig war 
eine namhafte Persönlichkeit in Berlin, Ahramson hat im 
Jahre 1793 eine Münze geprägt, die seinen charakteristischen 
Kopf mit der Umschrift Daniel Itzig zeigt; die Münze ist im 
Besitze von Julius Valentin.- Mach kaum einjähriger Tätigkeit 
Loewens bei der Handlung in Hamburg falliert diese, und L. 
schreibt an seine Verwandten, er habe die Handlung verkehrt 
gelernt, das Bankerottmachen zuerst« was eigentlich das 
letzte zu sein pflege. L. kommt in ein anderes Geschäft in 
Hamburg; er denkt dankbar an Dr. Richard und den gelehrten 
^Gumpertz, die ihn mit Büchern versahen und ihm Einleitung in 
verschiedene Wissenschaftütgaben, und an Prof. Disch in 
Altena, der den Hume übersetzt hatte und dem jungen L. 
Unterricht im englischen erteilte. Jeden Morgen um 4 Uhr 
ging L. zu Prof. Disch in Altena und mar dann rechtzeitig 
auf dem Kontor in Hamburg. In Hamburg blieb er etwa 4 Jahre, 
arbeitete ohne Salair und erhielt ^«t«M^ 50 Thal er insgesamt 
als Geschenk. 

16 Jahre alt ging L. nach Berlin; er wohnte im 
Hause von D. Itzig und wxirde dort liebreich gehalten. Er 
glaubt, Itzig habe schon damals im Sinne gehabt, ihm seine 
Tochter zur Frau zu geben; er, L. , habe französisch und 
englisch gesprochen, sei ziemlich gebildt^t gewesen und 
habe für nicht ungeschickt gegolten. Bald ft^nni o^ er seine 
Geschicklichkeit beweisen, friedrich der Grosse will das 



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- 37 - 

Salzmonopol einführen. Auf Empfehlung von D.Itzig wird L. 
zum Minister Holst berufen, der ihn beauftragt, alles vom 
Ausland eingeführte Salz in Königsberg, Elbing, Memel , Libau 
unter der Hand aufzukaufen. Dem Jungen L. erscheint dieser 
Auftrag zu wichtig und er scheut sich, mit dem Könige zu tun 
zu haben, erklärt also dem Minister, ich bin noch zu J\ing 
und kann dumme Streiche machen. Der Minister erwidert, weil 
er besorge, dumme Streiche zu machen, werde er keinen anderen 
wählen. L. erledigt seinen Auftrag zu voller Zufriedenheit, 
kehrt nach Berlin zurück und wird wiaer/HB^ im Itzig*8chen 
Hause a\if genommen und besonders sehr favorisiert. Bald da- 
rauf kauft L. / wid s fum 'auf Rechnung des Königs an verschie- 
denen Plätzen Silber aokt, aus demd». er in Königsberg Rubel 
schlagen lässt, die über Banzig nach Warschau gehen. Auch 
dieser Auftrag, '*der in das grösste Geheim traktiert werden 
musste**, führte er zur Zufriedenheit aus. j Wid e i yi U i ^ch 
Berlin zurückgekehrt, bat er Itzig, der das Generalprivile- 
gium, also auch die Freiheit, mit SchjBffel und Motze zu han- 
dein ^nct-t«', ihn in Königsberg, das ihm gefallen hatte, auf 
dieses Privilegium hin zu etablieren. Bios geschieht. L. 
kommt in Königsberg gut vorwärts. Er findet Bekanntschaft 
mit den ersten christlichen Häusern; die damaligen Königs- 
berger Jufen nennt er ungebildete Menschen, mit denen, we- 
nige ausgenommen, nicht umzugehen war, Pollacken in deutschen 
Kleidern, schmutzig mit langen Barten,— Als L. wieder einmal 



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- 38 - 

auf einige Wochen in Berlin ist, gibt man ihm schon deutli- 
cher zu verstehen, dass er die Tochter Itzig's zur Fra». be- 
kommen solle. Die Tochter und er bestimmen schon die Stuben, 
die sie beziehen wollen. Dann lauft aber ein Geschäft 
schledit ab, das L. mit D.Itzig'schem Oelde zusammen mit dem 
Baurat Itzig und auf dessen Anraten in Danzig unternommen 
hatte. 6 - 6000 Thal er gehen verloren. D. Itzig meint, L. hätte 
dfiks Unternehmen nicht zugeben sollen, \ind L. fällt in Ungnade. 
Um die Tochter bewirbt sich ein>9elehrter und reicher Mann 
aus Wien. £b kränkt L. schwer, dass ihn D. Itzig auch noch 
um Rat fragt, wie er über die Paurtie denke^und er gibt ihm 
eine höhnische Antwort, die ihm die Gunst Itzigs ganz ent- 
zieht. Hierbei erfahren wir, dass Itzig den Wiener Ireier 

kommt 
2500 Thal er Mitgift zugedacht hat. Der Freier aus Wien txltl 

nach bleibt vierzehn Tage, 

dann Is/Berlin n, /verlobt sich mit der Tochter, schreibt 

ihr aber nach/ niiekk^to ift WIor^ ich bin Ihr Diener in Wien, 
aber nicht in Berlin, dahin ziehe ich nicht, und die Paurtie 
geht zurück.- L. erklärt, er wolle nach England. Dies gibt 
D. Itzig aber doch nicht zu und veranlasst ihn, wieder nach 
Königsberg zu gehen und dort wieder auf Itzig*8 Hamen zu 
handeln. Bald erfährt L., dass die Tochter mit einem anderen 
verlobt, also ftlr ihn verloren ist. In Königsberg treibt L. 
wÄerj«' Geschäfte mit Scheffel und Hetze, versucht aber noch 
manches andere. Einige Jahre hat er mit MUnzmeister Goesche 
und Hauptmann Staltenfoth eine Wachafabrik, die ^ aber als 



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- 39 - 

ertragloB aufgegeben wird, dann eine Tuch Handlung . Auf Rech- 
nung englischer Häuser betreibt er einen erfolgreichen Han- 
del mit Schweineboraten nach England und Holl€uid, die vor 
der Absendung verarbeitet werden. Die auf England anders, als 
die auf Holland. L. beklagt sich häufig über den Neid anderer 
gegen ihn. Seine Gegner in Königsberg hätten ihm zwar wenig 
anhaben können, da er bei Uebernahme des Salzgeschäfts eine 
Schrift erhalten hatte, dass sich niemand um sein Geschäft 
zu kümmern habe und er vor allen Vorfällen zu schützen sei; 
diese Schrift hatte er, da sie ihm nicht abgefordert war, 
|»e4!i>ehaü.ten und machte damit bei der Kammer wie beim Magistrat 
in Königsberg Eindruck. Sein Auslandshaxkäel erweckte aber, 
wie er sagt, solchen Neid, dass ihm die Grössten der Kammer 
rieten, den Handel aufzugeben und^da er doch gern in Königs- 
berg bleiben wolle, dort Student zu werden. L. studiert n\in 
fleissig unter Kant iind hört auch Medizinkollegia. Seine 
Zeugnisse von Kant und Prof. Metzler sind im Besitze der 
Familie Loewen. Sie lauten: 

** Der Studiosus H.Sam. Löwen hat sich auf mein anrathen 
denvstudio Medico gewidmet. Er ist ein fähiger Kopf, 
mit den nöthig Vorkenntnissen, neml. Sprachen, ein 
gebildeten Geschmack, reifen Beurtheilungskraft, 
mehr a^s es unter den Studierenden seiner Kation 
gewöhnlich ist, versehen, in seine Pührung und 
benehmen untadelhaft, fleissig in sein Colegifl^ 
und hat meines Wissens, noch nie seine Zeit mit 
Uüssiggang zugebracht. Dieses Zeugniss habe ihh ihm 
dem Studioso Sam. Löwen in rücksicht auf das höchst 
intolerante und unbillige begehr der jüd. Aeltesten, 
ihm sein Matricul abzunehmen, desto weniger versagen 



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J U J 



- 40 - 



können, da dieses begehren ein Eingriff in die Rechte 
der üniversitaet und in die Rechte der Menschheit 
ist, und ich es für meine Pflicht halte, die Zuhörer 
der MediciniBche Bewultät, welche gros st entheil s die 
»fürdigste Mitbürger der academie sind, gegenüber 
despotische Behandlung zu vertheidigen. 

Koenigto. d.8.A.1785 

Metzger, " 



" Pass der stud. m. Sam. Löwen aus Potsdam gebürtig in 
diesem Sommer halben Jahr das Collegium der Philosph. 
geogra|Jhie bei mir fleissig frequentirt habe, bezeige 
hierdurch. 



Kberg, d, 5.A,85 



Kant, " 



Kach 3 Semestern Studium erkrankt L*s Mutter und verlangt 
nach ihm. Sein Professor Metzger war zwar sehr böse, dass 
er vom Studium abging und wollte, er solle bleiben und 
Doktor der Medizin werden. Er liess sich aber nicht zurück- 
halten, die Liebe zur Mutter war stärker, gab das Studium 
auf und reiste nach Potsdam zur Mutter, die dort nach einem 
halben Jahre 74jährig starb. Mach so langer Abwesenheit 
wollte L. nicht wieder nach Königsberg zurück, ging nach 
Berlin und fing dort einen Handel mit Galant eriewauren an, 
verschaffte sich audx Kenntnis in Juwelen. Seinj^arenvorrat 
konnte er in einem einzigen Spinde in seiner Stube unter- 
bringen. Er mfikcht^ aber Bekanntschaften, rentiert so ziem- 
lich, vergrössert das Geschäft und lässt aus Königsberg 
Hauaiiälterin und Bedienten mit seinen Sachen un37zwei Hunden 
nach Berlin kommen«^ Der Krieg am Rhein brach aus ; ' 1703 -^ 






- §1 - 

"Hie ganze Welt reiste dorthin«; auch h, nachdem er die Hand- 
lung einem Angestellten übergeben hatte, den er für treu 
hielt, der dann aber in eigene Tasche wirtschaftete. L.geht 
nicht weiter darauf ein, "es bringt ihm das Blut zu sehr in 
Wallung". In Irankfurt a.M. weiss er sich durch savoir faire, 
wie er sich zum Ruhm nachsagen kann, Geld zu verdienen und 
lernt dort seine spätere BIrau kennen. 

" Ihr seht Kinder, wie mirs bald gut, bald schlecht 
gegangen ist, ich wünsche nun, dass Ihr die Lehre aus diesen 
wenigen Zeilen schliessen möchtet, dass man beständig den 
graden Weg gehen solle, sich freunde zu verschaffen suchen 
und seinen Umgang beständig mit grösseren Leuten als man ist 
zu umgeben suchen, hauptsächlich sich Kenntnis zu erwerben 
suchen. Und wenn dereinstens Euch verheiratet, sucht Euch 
eine Ärau aus, die natürlichen Verstand hat und seht nicht 
darauf, ob sie nach jetziger Mode erzogen, selten, dass man 
mit diesen eine glückliche Ehe hat. Besonders aber seht 
nach dem Charakter. Solange aber Ihr Euch nicht verheiratet 
und der Handlung vorsteht, (Putzwaren und Oalanteriege- 
schäft), mit Vernunft vorsteht, werdet Ihr und die liebe 



/^ "Wenn Ihr, meine lieben Kinder, aus dieser Beschreibung etwas 
Vorteilhaftes für mich herausfinden könnt, soll es mir herz- 
lieh lieb sein. So viel könnt Ihr glauben, nur durch mein Be- 
tragen und dass ich nur den graden Weg gegangen, habe ich bis 
Jetzt meine 77 Jahre vollbringen können. 



J U O 



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- 42 - 

Mutter Euer Brot haben, Ihr mUsst Euch Brüder aber vertragen 
und dem anderen nachgeben, denn nur durch Einigkeit kann man 
dae Ganze erhalten, daher haben die Holländer auf ihre Ihika- 
ten einen Mann mit sieben Garben, die zueammeggebunden, ge- 
setzt. Das will so viel sagen, solange die sieben Provinzen 
zusanmenh alten, wird ihnen keiner was anhaben können. Der 
Erfolg hat gezeigt, wie recht die Alten gehabt. 

LessiBg sagt in einer Schrift, ich glaube, in Hathan 
der Meise: " lur buss der Knorr den Knubben (hübsch) vertragen" 
(Xathan der «eise 2. Akt, V.Auftritt). 

Also auf Vertragen kommt alles an und dieses erhält 
man nur durch Hachgeben. . 

Mit diesen Worten schliessen die Aufzeichnxingen, in 
denen sich L. häufiger beklagt, dass ihm das Schreiben doch 
schon recht sauer werde. 

Im Besitze von Julius Valentin sind: 

1.) 1 Brustbild von Samuel Ljjgemann-Loewen, Aquarellkopie. 

Das Oijgnal ist von dem namhaften Maler Dar bis gemalt 

und im Besitze der Familie Loewen. 
2.) 1 Phot. in Goldrahmen, sitzaad mit Buch in der Hand. 
3») Selbstgeschriebener Lebenslauf von Samuel Liepnann-Loewen 

auf 6 grossen Poliobogen. 



r Samuel Liepmann Loewen ist auf dem Friedhof in der Schön- 
CMo. 39 geldAReihe 2^ 

if ^ .^^?^^®^ Allee 23/25>6i5Fal?enr3ie Grabinschrift lautet: 
vorderseitejdeutech) Samuel Liepmann Loewen gest. 30 Nov. 5588. 
Rückseite (deutsch in hebräischen Buchataben) Hier ruht Herr Samuel 

Liepmann Loewen gest. (unleserl. Buchstaben) am Vorabend des 

Heiligen Sabbath ll.Kislear 5588. 

Seine trauernde Witwe und Kinder widmen ihm diesen Denkstein. 



-/ u o 



- 43 - 

Sauutl Liepmann-Loewen war verheiratet mit 

fraa Samuel Llepmenn-Loewen Sara, geb.Heym 
geboren in ÄannheiÄ -»^.(U.- i^fC^^J^y 7;^69. 

gestorben 24. Juni 1839 in iexlin, sA^e-<^^\uJ:^: /^^ ^^£^<C/. 
Ber lame ist ursprünglich Hayum später Heym. 
Sie wurde die schöne Sara genannt. 

Sie ist auf dem friedhof in der Schönhauser Allee Jo.1530 
feld ▲ Beihe 2 begraben. Die Grabinschrift lautet: 
Torderseite (deutsch) Sara Loewen geb.Heym aus Mannheim, 

gest. 24. Juni 3399. 
lückseit« (deutsch in hebräischen Buchstaben) 

Bier ruht in frieden Sara Loewen geb.Heym 
gest. im 70. Jahre 12 lamus 3399. 
Trauernde linder setsten ihr diesen Penkatein. 

Im Besitse von Julius Talentin sind: 
1 Oelbrustbild von Sara Loewen in Königin Luise-Tracht. 
1 iquarellbrustbild von Sara Loewen in Königin Luise-Tracht von 
Parbes, Pendant sum Bilde ihres Mannes. Künstlerisch wertvolles 
Originalbild, vordem im BesitES von Hiller Loewen, einem Sohne 
von Sara Loewsn. lach Magiers Künstlexlexikon war Darbas von 
fteburt Dänei •« kam 1783 nach Berlin und starb hier als Profes- 
sor und Mitglied der Akademie. "Darbes genoss den Huf eine« 
vorzüglichen Portraitmalers. Seine Bildnisse «eichnen sich 
durch sprechende Aehnlichkeit..aus.* 



-/ U O 



- 43a - 



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Schreiben auf Pergamentpapicz: 

"dez Pamoleell« Hayam danke loh für dae mit dartA 

Schreiben vom 2. «Januar richtig bey mir eingegangene 

Pettschaft. Is ist ganz za meiner l^ufriedenheit auage- 

fallen^ «eshalb die dafür angerechneten Zwanzig Stück 

Carolina auch gern in der Anlage erfolgen. 

Berlin 
den 25. Januar 1794 Friedrich Wilhelm 

(Siegel) 

▲n die Cemoiaelle Sara Hayum in Xannheim." 

Die Unterschrift ist eigenhändig. 

Testament der Yer«it«eten frau Sara Loewen geb.geym vom 

10 . Sept . 1834 . 



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- 44 - 

Samuel und Rosa Liepmann Loewen hatten vier Kinder. 
Das Jüngste Kind war Rosa, spätere 

i^au Martin Valentin, Rosa geb. Loewen 

geboren am 9. Januar 1812 in Berlin, 

gestorben am 10. Januar 1897 um 1 l/4 Uhr nachm. in Berlin. 

Sie wurde geboren, als ihr Vater schon betagt war, 
wxirde 86 Jahre alt und hat zehn Kindern Uas Leben geschenkt. 
Ein preussischer Prinz (Louis Ferdinand?) kniff das sehr hüb- 
sche 16jährige Mädchen in dem väterlichen Putzgeschäft in die 
Wange, was sie mit einer Ohrfeige erwiderte. Die Mutter 
sprang entsetzt dazwischen. 

Sie vmrde eine hUbcTche, milde, gütige, häusliche 
Frau mit wunderschönen kleinen Händen und Ftissen, die sich 
wenig auLB Oesellschaften machte. Mit mehr Neltklugheit und 
Ehrgeiz hätte sie ihre vier Töchter besser verheiratet, als 
es geschehen ist. Als liebe Grossmutter, mit freundlich liebem 
Gesicht lebt sie in der Erinnerung. 



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- 45 - 



Im Besitze von Julius Valentin sind: 
1 Miniaturbild der etwa 1 Jahr alten Röscben Loewen mit einer Tisch- 
glocke in der Hand. 

1 Oelbrustbild von Eosa Valentin, Pendant zu dem Bilde von Martin 
Valeatin, im blauen Kleide, aus dem Jahre 1855. Eosa V. war da- 
mals guter Hoffnung. So lieblich das Bild ist, behauptete doch 
ihre Schwögerin, so häaalich hätte Rosa tue ausgesehen. 

1 eingerahmte Photographie, auf die Julius Valentin geschrieben 
hat: Frau Rosa Valentin mit ihren Kindern aufgenommen etwa im 
Jahre 1847. 

2 grüne goldgestickte Strumpfbänder, auf das eine ist E.L., auf 
das andere A.-L.H. gestickt. Die Bänder sind eingewickelt in 
einen Brief der Amme Louise Herzogin vom 9. Januar 1813 an ihr 
teuerstes Kind. Sie sind wahrscheinlich das Jahrgeachenk der 
Amme, und die Buchataben A. - L.H. bedeuten vermutlich Amme 
Louise Herzogin. 

1 grünes Band mit aufgedrucktem Gedicht "Zum Geburtstage der 
kleinen Eoaa Loewen von '.V.M. Berlin 9. Januar 1314" 

1 kleiner Elfenbeinf äcaer . 

1 Album mit Sprachen von Schulfreundinnen 

1 Theaterstuck zu Eosa Valentin's 70. Geburtstege, 9. Januar 1882, 
von Anna Valentin verfasat und ihren Kindern Martin, Toni, Willy 
aufgeführt. 

1 Glaskrone mit groaaen geschwungenen Armen, die aus dem Hause der 
Eltern von Rosa Valeatin stamait. 



1 
1 



Stobwasser-Tablett. 

Brief von Eosa Valentin "Pur meinen lieben Julius und nur für ihn 
bestimmt* von Aug. 1887. 



Hosa Val*atia g«b. Löw«m £«b. 1b B«rli» 9.1.inil g»st. 1« B»rliA 



Von uns^rsr lieben Orossmana Rösch«]i «uss ick Aur^oktiTis «twas ««kr 
•rz&kl«ii,al8 «!• Ckronik bisher b«rloht«t unA lkr,auck 1b SIbbb UA8*rBS ll«bBB 
VatBrSjttln llebBvollcs AA«l»nk«n sicker«. 

Vir ält«rtii Sak»! «riBners uns gut aB das schöB« OBlblld,«las 41«^ ••K> 
jQBg« scköB« Fran darstellt. Es zalgt das felB« Oval des Oeslclites alt auffal« 
IsBg grosseB ruadea vellcheablaiiea Augen, fela gesckwuageaea Augeabrauea,elaer 
fsla geforatea Nase. Der Telat war beruhst, er soll des Unstaad zuzusckrelbea 
8slB,dass arosssana lebenslang Mandelkleie beautitel Der scköa gesckwiiBgeae 
Hals ist Bit eiaer dreifüoken goldeaen Kette geschaückt. Die duaklen Haare sia^ 
zu eiaea säcktigen Gebäude getärat,an beidea Seiteu zu kunstvollen Sokleifea 
gewuadsa,die die Oliren bedecken, der dritte und grosseste Teil als hohe Kroae 
gebaut. QrcssaaBa hat air auf aeinA Frage erzählt, dass diese kunstvolle Frisur 
Jedesmal für aekrere Gelegenheiten vorhalten ausste^um sie zu erhalten, schlief 
sis aaokts auf eiaer Art Holzgestell l Die kornblaue Bideraeiertaille hat riess^n 
gross« Puffarael. Sehr merkwürdig ist es,dass dies Kleid aur geborgt war, um dan^j 
gesalt zu werdeat Grossaaaas sehnlicher Vunsck ein kornblaues Kleid zu besitssi^^j 
kaa nicht zur Srf ulluag,ikr Mana hielt es für su auffallead! es wurde sokoa aa 
bBderer Stelle betont, wie ängstlich er war, irgendwie als zu luxuriös zu er80ke<. 
asa. 

Auok von der scköaen Wohnung in 4«r Wilhelnstr. wurde erz&klt,si« 
war Sit dea grossea Gartea herrlich für die Familie alt 8 lebeaden Kindern. 
Bald kam schwere Zeit durch die unheilbare Krankheit des Yat»res,di« ihn für 
9 lange Jakre aa dea Rollstuhl fesselte. Uaeadlich schwere Jahre für die zart« 
Frau. Schwer, die sorgfältige Erziehung der Kinder durchzuführen, wie sie dar 
kookkultivirt« Vater für sie erwün3Ckte.Sckwer,ika darunter It'iilen ztt|sek«a, 
das« ■«iaaa Yüascken aickt vollLatsprochea werdea koaate. Liebevolk« Makaliriaf« 
aa s«la« Kiad«r s«ug«a von seiaar Sorge für si«. 






R03« Vftl«BtlB '>) 

0*iOh*iblt 4ttro]i 41* ICrmii)c1»«lt8jfihr« d«3 Mftna«3 bli«b «i# fltw« suruok. las 
v«r30hwl#g i)ir,4A88 oa-j Varaögan iainar ii«}ir zu^anmaaschBolt. Sla s:>ätar«s 
sohwarad N.Tvaalaldaa,**« sich ia TföinkrÄai-fan äusaarta,!«! slokar «uf 4iasa 
aufralb aaaii Jahra xurüokzuf uhraa. 

Clara Jaasaaiia.dalt 1H70 übar 30 Jahra la unaaram Hausa £awa3an,ar»*lilta 
■ir aock kJx*aiicjh(lP3:5) aus ihraa Sriaaaruagaa: 

» 0t^O33BaBa Valaatia war aiaa 3chcAa vornahaa Dtt.Ba uad so gütig uad IIa« 
baaswUxMig zu ailaa! ich sähe aia aooh in sch'»*rz*«iia«aalls>c3inft8l(lai4 «It laB»*| 
gar 3okila4>^a,ia Ha«r AdCh d»malig«r »od« «iaan ?«aar;UtB, 3ia sah 4ahr gut iib4 
voraaha au». N*üh dar Gaburt ümr Kinder k»m aie täglloh in di» Cheussaastr. 
aia sorgte f ir ailaa I zuletzt kaa sie Jedasnal zu uas and fragte sehr freuad» 
liok:bitt«» sktgea Sie «ir, fehlt noch irgead et»*»?'' 

Ich selbst -jrinflere arosaaaaAia einer behaglichen Wohaung„4a Carlabad*', 
auf einer geneiftsamea Reise nach Iloeaaü, spätesr in dar ¥ohnUBg Luokenwaldartstr 



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uad zuletzt aa Schöaeberger Ufer a-dhe d«ryir':3ke. Die Wohnung lag in der arat^ 
Etage, sie hütt«^ einen grossen Btdkon. Dort habe ijh sie ait den treuaa Uädakai 
ßianka aad Luise , hcto^rk*. hiert. P»i;.a und ich zeigtea ua» Jiuoh aiasal «u Pfer« 
da. Sie aAttte nachLer:^ea uu5j3 Ja jetzt sc Sitte aeiB,Truda reitet Ja aucli." 
daraus klaai;,iri» fread uad unwelbiich ihr »ohl das Reiten dar Jungen Mädchen 
arschiaBl 

Kinder uacl Snkal besuchten die liebe alte D^ae uad erz&hlten von das ihr 
fern gewordenen Leben. 3ie hat uns noch in dar Rauchstr. basT«oht,alao BMCk 
1884, iB dan letzten Lebensjahren kaa sie wohl kaum a<^hr aus den Pause. 
Bs waran vielfach Leidensjahre, als Beine Sltera 1PÖ3 in MamokaB dla Silbarhool 
zeit fei*pteÄ,öchleft äas Leb^alicht zu erlöschen, sodÄSs die ge->l»Bte Itallsn- 
reisa au|«egebeÄ vurde. Sie erholte sich noch eisB^l und starb dann 1867 aims] 
lag nach ihren P.Q, Geburtstag. Sie ruht an dar Seite das solenga voausgegamga« 
BeB aattaa. Wir erinnern uns gern der alten Dame ia schaeevaissen K&ubchSB 
das unter dsa Kinn gebundes war. Aus der Rjehe sah dar ergraute Scheitel uad 

aa das Seitea die ibar die Ohren geateokten 2ö.)fa hervor. Dia gr.tigen kyx^mm 

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S^/ieinfac/LS ^oßizndatse 

^ae/trüc/een d fa creme mit ^emü/ert 

g'afat 

^Tu/eis mit ^o/iannisSeerffefee 

^ani/Te-^i/iazienSis 

^^Tarme STirfc/ttorte mit "S/iaucteau 

SfäfeffeSäc^ 



aawidmat von Hugo und Trud«. 






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■^ouiflon mit '^Tucr/s 

~JLffeinfaa^s ffoffandaise 

^Jiehrücken d fa creme mit ^^emüfen 
9^afat 

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Amtrsgerieht Berlin-Mitte Ab-t. -55. B3rlin/-den 4,September 1925, 

Gegenwärtig! Reehnungsrat Barwioh Justizirispektor als Reehtspflecor! 

Es erschien heute im Tei-min niemand* 
,pie Hinterlegungsseheine über die unter No. 104181 und 
. .-110667 des Verwahrungsbuohs eingetragene Verfügung von 

Todes wegen befinden sieh bei den Akten, ebenso die Storbo- 
• Urkunde, nach welcher der Erblasser Rentier Hein]Hreh'Tai-en«^ 
tin am 13, Juni 1925 verstorben ist. Die nach den'Hinteri* 
legungs scheinen am 21.12»1909 und 20.4,1912 zur besonderen 
amtlichen Verwahrung übergebenen gemeinschaftlichen Testa«* 
mente des Kaufmanns Heinrieh Valentin und Ehefrau geb. 
Manheimer' waren aus der Verwahrung entnommen.Die Testamente 
waren je mit zwei Abdrücken des Amtssiegel des Notars 
Kagermann verschloscon. Es ivurde festgestellt, dass die Ver* 
Schlüsse unversehrt waren. > Hierauf xur.den die Testamente- 
geöffnet und - einschliesslich der Protokolle über die Er- 1 



riehtung - verkündet. Ferner waren als Testamente fünf 



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offene Schriften abgeliefert, das erstere-Nachtrag Ill-ist 

die <J 

datiert": Berlin, den ~ 9. Juni 1915, beg-i,nnt:„Wir/Endesunter^ ^^ 

zeichneten " und schliossti» .Last fallen könnte.",^ 

Das. zweite - Nachtrag IV«ist datiert: Berlin, den 6. Mä.rz 

1918 , beginnt! „Wir die Endesunterzeichneten und sehliesstli 

der Vermögensverv/alter zuzuwenden.". Dasselbe ist durch* 

strichen und trägt den Vermerkt „ Durch Nachtrag VII vom 

25. Oktober 1921 zurückgesogen." Das dritte - Nachtrag V • 

ist datiert! Berlin, den 6. März 1918- beginnt: »Hinsichtlich 

unseres. Sohnes; " und schliessti» rechtmässigen Erben zu 



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fliessen". Dasselbe ist ebenfalls durehstriehen und trägt 

den Vermerkiw zurücligezogen." • 

Das vrerte - Nachtrag -VI- -ist datierti Berlin, den 9. Oktober 

1921 beginnt I «Die Köehin Helene Heinrieh " beziehungsv;eise 

« der Selma Rüdiger ** ( die ersten fünf Zeilen sind durchf» 

striehen)und sohliesstj.» mit Rat; und Tat beistehen.* 

Das 'fünfte • Nachtrag VII • ist datiert:Berlin, den 25.0Kto- 

ber 1921, beginntt» Die in der " und schliessts »gleiehge?- 

stellt sein." 

Sämtlich© 5 Testamente wurden ebenfalls verkündet, ob*?L . 
sie • • 

gl ei oh/wegen Verletzung der Formvors«hrift des § 2267 B,G.E» 



ungültig sind. 



Geschlossen : 
Barwich. . 



Pur die Richtigkeit der Abschrift, beglaubigt. 

Berlin,- den 11. September 1925., 
(L.S.) gez.- Unterschrift, Kanzleiangestellter _ 

als Gerichtssehreiber. 



-• No. 302 des Notariafsregisters für 1909. 
50,- Ä Stempel sind s#Zt. in Marken 
verwendet. • ~ • - 
Berlin, den 11. September 1925. r 

gez. Unterschrift, Gerichts-* • . ^ 
Schreiber. 

• Verhandelt 
« • zu Berlin, am. 20. Dezember 1909. 

Vor dem: unterzeichneten, zu Berlin, Kochstrasse 27 



wohnhaften Notar in Bezirke, des Königlichen Kanmergeriehts ^1 
zu Berlin . - 

Justizrat Georg Kager.mann 
und den beiden zu dieser Verhandlung zugezogenen Zeugem 

1) dem Bürobeamton Johannas M e i n i c .>l e zu Berlin, 
Koehstrasse 27, 

2) der verehelichten Frau Karoline Meinicke geborenen Aberle 
ebenda wohnhaft 

welche, ebenso wie der Notar, während der ganzen VörhanÖiiiBg- 
zugegen ;7ar^n, erschienen heute von Eerson. bekannt! 

1) der Kaufmann Herr Hej,nri.ch V a 1 an t i n zu Berlin , 
Holzmarktstrasse. 65, 

2) dfessen Ehefrau Helene Valentin geb. Manheimer ebendas.elbst 
wohnhaft. ...... 

- — —* » ■ 

Dieselben erklärten ihr bereits schriftlich abgefasstes ge- 
meinschaftliches J.estamen.t errichten zu T;ollen. Sie üborgaben- 
demnächst dem Notar die diesem Protokolle als Anlage beige«* 
fügte offene Schrift und erklärton mündlich:, 

dass diese Sc^irift ihren letzten Willen enthalte. 
Die Erblasser gaben den Wert des XJegenstandes des Testamentes 
auf. 2.000.000 Mark an.- 

« • 

Dieses Protokoli ist dep Erblassern in Gegenwart dos 
Notars und der^Zeugen vorgelesen, von den Erblassern g©* 
nehmigt und von ihnen eigenhändig, v;ie folgt, unterschri oben t ; 
gezl Heinrich V a l,.e n t j. n , 
" Helene Valentin geb. Manheimer, 

» 

* Johann Meinicke, 1 

. ", Karoline Meinicke geb. Aberle,., 



(Siegel). 



Georg Kagermann 
Notar. 



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^Gemeinsehaftliehes Testament. 

des' Kauf manns Heinrich- Va 1 e n ii 1 n ■ zu Berlin , Holz- 
markt Strasse 65 jind seiner Ehefrau Helene Valentin 
geb. Manheimor ebendaselbst. 

'•*Wir bestimmen von Todbs wegen t 



§ 1. 



n 



' yf^r widerrufen hiermit alle uns er^e f'r'Uh'eren letzt--^ 
willigen Verfügungen, insbesonders auch das beim König*- 
liehen 'Amtsgericht I zu Berlin laut- Auszug aus dem Vei*)^--)—^ 
wahrung^uch für ietztwiillge Verfügungen Hinterlegungs-' 
schöln.Mo. 85745 niedergelegte gemeinschaftliehe Testament 
vom 21.0ktober 1903. 5 

Wir vorbezeichneten Eheleute Hetzen uns gegenseitig 
zu Erben ein und bestimm;en, dass der überlebende von uns 
die freie und unbefschränkte- Verfügung übei^ das gesamte 
unbewegliche und- bewegliche Vermögen des Erstverster- 
b'enden erhalten soll. Nach d^m Tode es Letztlebenden 
von uns soll unser gesamter Nachlrass an unsere gemein« 
sämen Kinder fallen nämlich: 

. 1* den Kaufmann Felix V a-1 e^ t i n , 

2» den' Jngenleur Ernst Valentin, 
■' 3. Frau "Gertrud Löwenthal geb. Valentin, 
•4. den Käufmann Walther V.a 1 eh t i n , 
-' ' • ' 5. Frau Marie Bamberg geb. .Valentin, 
''6.'^ Frau Döra Flörsheim geb. Valentin 
7. -Bruno Valentin, 

ä.Curt Valentin; 
9V Jlse V a 1 e n t i n . 



-5-" 



und zwar zu- gleichen Anteilen« Der überlebende von uns soll 
somit Vorerbe des Erstversterbenden und unsere Kinder Nach- 
erben sein, und zwar sollen sie nur auf dasjenige eingesetzt 
.sein, was beim Eintritt der 'Nacherbfolge von unserem Nachlasö 
übrig Sein wird. 

^ § 3, 

Der überlebende von uns soll befugt sein, einseitig 
auch von Todes wegen darüber Bestimmungen zu treffen, ob 
einem unserer Kinder die freie Verfügung über den auf ihn 
entfall enden "Erbteil entzogen werden soll, und ob die Zinsen 
des Erbteils ganz oder teilweise für die Naelikommen des be- 
treffenden Kindes sichergestellt werdon sollen; überhaupt 
soll der überlebende von uns einseitig von Todes wegen über 
die Erträgnisse des Ei'bteils eines Kindes bestimmen können 
unbeschadet der Substanz" dieses Erbteils, welche dem betref- 
fenden Kinde v.örbleiben soll* * 

§ 4. ■ • 

Ausgeschlossen von der Nacherbfolge bleibai unsere ge- 
samten Raushaltungsgegenstände, vrelche der überlebende von 
uns zu unbeschränktem Eigentum erhält. Wenn der überlebende 
von uns das vorgeschriebene Vermögensverzeiehnis einreicht, 
so soll dieses Verzeichnis auch dem Vormundschaftsgericht 
gegenüber massgebend sein, und eine weitere Aufnahme des Jn- ^ 
ventars hiermit verboten sein. 

§ 5. • • 

Nach dem Tode des Letzlebenden teilen unsere vorge- 
nannten Kinder unsern gemGinsamen Nachlass nach den Grund- 
sätzen der gesetzlichen Ex^bfolge, und zwar sollen die- 
jenigen Kinder, welche bei|unsern Lebzelten von uns zur Aus- 



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stattung oder Etabliorung oder zu anderen Zwecken irgend 
welohe Beträge erhaltoh haben, sicli diese anrechnen auf ihj 
Erbteil, soweit nicht von" uns ausdrücklich Bestimiaungen ^o» 
troffen werden, dass die betreffenden Summen bei" der Erb- 
teilung nicht angerechnet werden sollen. 

Die unsern Kindern zugewendeten Summen sind von mir, don 
Ehemanne, alle genau aufgezeielinet worden in einem Schrift 
stück, welches sich in meinem Schreibtisch befindet, und 
dessen Jnhalt für die Anrechnung massgebend sein soll. 

Diejenigen Beträge, welche unsorn Kindern aus den vor? 
mir, Höinrich Valentin, zu ihren Gunsten bei verschiedenen 
Gresellschaften- geschlossenen yersic'herungen zufallen, sinJ. 
auf die Erbteile nicht anzurechnen. 

*^ «•; — . ■ 

Um allen dereinstigen Streitigkeiten vorzubeugen, soll 
unsere Erben mit .Stimmenmehrheit nach Stämmen drei männ- 
liche Testamentsvollstrecker erwählen, zu denen aber unser 
Kinder odar ihre Nachorben nicht gehören sollen'. Die 
Testamentsvollstrecker sollen über die Realisierung uns^-^o 
Vernogr^ns zu bestimmen haben, und unsere Erben haben sich 
deren Entscheidung untt-r allen umständen zu fügeil, sodass 
eine gerichtliche Einmischung ausgeschlossen istk 

insoweit mein, des Eliemannes, Vermögen aus meinem An- 
teil an dorn hlersolbct .unter der Firma Jacob A Valentin 
betriebenen H..ndolsgesehäfte und aL dem Grundstück Holz- 
marktstrasss 65 hier bjsteht, sind die BestlmL.ungGn dos 
Gesellschafts-Vertragos mit meinen Sozien massgebend.. 

§ 8, 

Alles dasjenige, was unsere Töchter von uns erbai^soll 



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den. Charakter des Vorbühaltsgüts habün. __' 

§ 9. 

Dasjenige unserer Kinder, welches diesen unsern letzten 
Willen anficht, verweisen wir hiermit auf den gejetzliehen 
Pflichtteil, . 

Berlin,- den 20. Dezember 1909. 
ges. Heimlich Valentin, 
• Helene Valentin geb. Manheimer^ 



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Um sc hl ag. 



50.— Mark in Marinen , entwertet. 
80/^.09. No. 302. 
: Berlin.- gez.Kagermannl . 

No. 104181. 
Hierin befindet ^ich das gemeinschaftliche Testament, 
des Kaufmanns Heinrich Valentin zu Berlin, Holzraarkt- 
strasse 65 und seiner Ehefrau Helene Valentin ge- 
borenen Manheimer ebenda wohnhaft. 

No. 302 dos Notariats-Rer.isters für 1909. 
gez#' C^eorg Kagemann 
Notar 
im Bezirke des Kgl. Kamm ergeri cht s. 



Dugl^ublgL. 

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-8t. 

Beglaubigte Abschrift I 

""1""'°""""""" • : 
3.— Mk; Stempel s.'Zt. in Marken verwendet! 

Berlin, den lll September 1925 

gez. Schneider, (Jeriehtssohreiberl 

Errichtung eines Testaments durch Übergabe einer 
geschlossenen- Schrift I 



No« 155 des Notariatsregisters für 1912^ 

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Verhandelt " 

zu Berlin am 17ten April" 19121 

Vor dem unterzeichneten Notar im Bezirke des König- .»l 
liehen Kammergerichts -zu Berlin wohnhaft zu Berlin,' Mohr enj 

Strasse 48 • '. ' \ " " . - . ^ ^;::;::;. 

• Justi?;rat. Georg Kagermana 
und dem zrur Verhandlung, zugezogenen zweiten' Notar 

Herrn Justizrat Paul L a..h n. 
wohnhaft zu Berlin, Mohrensträsse 48,. welcher ebenso vdLe 

der amtierende Notar während der ganzen Verhandlung' zu- 
gegen -war, erschienen heute von Person bekannt: ' 

1) der Kaufmann Herr Heinrich, V ä 1 "6" n""t" i"n ' 'tt Berlin, 
Holzmarktstrasse 65 wohnhaft ' 

2) dessen Ehefrau Helene V ale n t i n gejK Manheimer 
ebenda. wohnhaft. • . - - ----- 

Die Erschienenen Ubergciben dem Notai* ein Paket in - 



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Briefumschlag mit der Aufschrift! 

„ Testaments-Nachtrag des Kaufmanns Heinrich 
Valentin und seiner Ehefraü^Helene Valentin geh. 
Manheimer zu Berlinf** 

* 

und erklärten mündlicht 

^. . 

Die in dem übergebenen Briefumschlag befindliehe Schrift 
enthält unseren letzten Willen, wir übergeben diese Schrift 
und bitten, das Schriftstück in amtliche Verwahrung zu 
bringen. 

Die Erschienenen gaben den Wert des Gegenstandes des^ '" 
Testaments aut --^O.OOO Mark an. 

Das Protokoll ist in Gegenwart des amtierenden Notars und 
des zugezogenen -zweiten Notars vorgelesen, von den Erblasserr 
genehmigt und von'ihnen eigenhändig, • wie folgt, unterschrie- 
ben: ' * ' ' 

gez. Heinrich Valentin, 

Helene Valentin geb. Manheimer, 
* Paul Lahn, Notar 
" Georg Kagermann^ 
Notar. 



Unser letzter Wille. 



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Jn Ergänzung unseres gemeinsamen Testaments vom 20,Dezember 
1909, welches dem Königliehen Amtsgericht Berlin - Mitte am 
21. Dezember 1909 zur Verwahrung übergeben worden ist, be- 
stimmen wir folgendes: 



I. 



:*• 



Unser Sohn Felix Valentin ist wegen Geisteskrankheit ent- 



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-10. 



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mündlgt-. Sollte Olesa Entmündigung aufgehoben werden.sß | 
soll der auf ihr. entfallende Erbteil nicht an ihn golLgg 
sondern an seine beiden Kinder SUnthor und Herbert aus 
der Ehe mit Marta" Goldschmidt, und zwar soll das Kapital 
unseren Enkeln zu gleichen Anteilen zufallen, und dieser 
^teil ihnen erst nach Vollendung ihres 30tsn Lebens - 
Jahres ausgeantiortet werden. Falls der eine vor dem 
vollendeten 30tcn Lpbonsjahre versterben sollte, soll do. 
überlebend*- von den beiden dosson Anteil erben. Bi= zub i 
SCten Lebensjahre sollen die Zinsen nach den Ermessen do-^ 
V-ermög.nsverwolter ( siehe iTl) ganz oder teilweise für 
die genannton Enkel verwendet .oder, zum Kapital g-esehlagen 
werden« ■_..... 

m . 

Von ÜGD Erbtc.il unserer Tochter Jlse Valentin soll 
üiese nur den Zinsgenuss erhalten, '«ihrend das Kapital 
mündelsicihor in Wertpapieren oder Hypotheken angelegt.in 
der Verwaltung der weiter- unten zu III benannten Ver- 
mögensverwalto-r ver^leil.t■, Die Zinsen sind viertel jä2r- 
lioh an unsere Tochtor zu zahlen: Sollte unsere genannte 
Tochter sich verheiraten, so sollen ihre Kinder hinsicht-||- 
lieh des von uns an- unsere Tochtor Vererbten Nacherben 
ihrer Mutter werden. Stirbt unsere genannte Tochter ohne 
Leibeserben, so sollen ihre Geschwister oder'deren Kinder 
sie nach Stännen beerben. 

in. 

Während es hinsiohtlich der Realisierung unseres 
Nachlasses bei den Bestimmungen unseres vorgenannten 
Testainentes zu § 6 sein Bewenden behält, ernennen wir 



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Vermögensverwaltern .hinslelitlreh'dei: Erbanteile unseres 
Sohnes Felix und unserer ToeUter Jlse 

a) unseren Schwiegersohn Qeorg B a.m b e r g , 

b) unseren Schwiegersohn Dr.Ernst Flörshoin 
. o) unseren Sohn Dr. Bruno V a l'e n t i n . 

..Sollte einer derselben dieses Amt nicht annelniien wollen ' 
oder können, so, sollen die verbliebenen sieh durch Option er 
gänzen.Kann eine Einigung dabei nicht erzielt werden, so 
soll das Königliche Amtsgericht Berlin-Mitte die n^LCh- -- 
fehlenden Testamentsvollstrecker bestimmen. Dies letztere 
■soll auch geschehen, wenn etwakeiner der Benannten das Amt 
antritt. Die. genannten 3 Vermögensverwalter fassen ihre Be- 
schlüsse, falls eine Einstimmigkeit nicht zu erzielen ist, 
nach Stimmenmehrheit. Dieselben sollen auch befugt sein, '' 
abweichend zu den Bestimiuungen zu I und II das Kapital In ' 
die Enkel oder unsere Tochter Jlse ganz oder teilv/eiso aus- 
zuhändigen, jedoch nur, wenn- alle 3 Vermögensvenvaltcr ein- 
.stimmig dafür sind»- 

~ "■ IV. - — ' 

Dasjenige unserer Kinder oder Kindeskinder, vrelehcs 
unsere letztvalligen Verfügungen anficht oder gemäss § 
1948 Bürgerlichen Gesetz-Buches. die Erbscliaft als ^inno- 
letzter , Erbe aussehlagen und als i^esetzlIciierJErbe antre- 
ten will, wird hiermit auf den Pflichtteil vei^T^es^n. 

Berlin, den !?• April 1912 

gez. Heinrich Valentin, 

Helene Valentin geb. Maniieimer. 



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•12- 7 "" 

Umschlag» 

3,— Mark in Marken entwertot. 
17.Apr.l 1912 
No.155' 

Berlin. g©z.Kag3rmann. 



110667. 




f. 



Hierin befindet sieh der heute vor mir duröh Übergabe 
einer geschlossenen Schrift errichtete Testaments-Nach*» 
trag des Kaufmanns Hdrrn Heinrich Valentin zu Berlin, ^ 
Holzmarktstrasse 65 ^iohnhaft und seiner Ehefrau Helene 
Valentin geb. Manheinler ebenda wohnhaft. 
Der Wert des Testamerfts ist auf * 200.000 angegeben. 
No. 155 des Notai?iats-Registej?s für 1912. 
Berlin, den iT^^April 1912. 

^gez. Georg Kagermann 
Notar 
im Bezirke des Königljpmniergerichts 



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JBr^slaubigt. 






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Kanzlei Inspektor 
als Gerichtsschreiber des Amtsgerichts« 



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AngdfitBllur. 
als Ur^^undstbaamiar, 



Abfdhrift« 



B«rllB d«B fUsf uttd sw4Qil,^stdfi Nov^ftbiir. Elfi t^uMftd Q«8a hundert 
and attunzAhn« B«rllB dan 89* Noirse^bdr 1919. 

J9h bftttlam« hiftr&it dii^ aXX« tu udlndr Qard^rob« a&d Wisohd 
gthörlgts 0«g»sflUad»« alt K^olddr, Spüs^n, P*Xxs&oh«a, TltttiS^ug 
uBd aodtr« fäsaha, «bMto stlB« SCihsuokisaehftn ant^r 3»»lfid »loh 
üb«rl«b«iid»n tO«ht«r m glolehto t«U«8 gekeilt vardüB. SulltaB 
•loh BSlBe tleht»r hiotlehilloh der Vdrt^lluBi^ nisht elnig»B köaseB, 
so teil der derstltlge wert aelBtt fi^hlutsee «n d»B vori<&d«ioht^B 
9eteBttcindeB dor^h TaXi» f^etget^ieUt oBd In sc viel« gleiebw^trii^e 
feile lerlegt verdes alt Töehter bei seiiieB Tod» -m Leces tind. 
DäBaoh seil, tofem eine SinlguBg unter Kleine, sieh Uberl&b^ndaB 
flohter Bitht über die Zhi^teiXuBi der eiatelnen Teil« tu erreiche 
Ittt det Loet enteeheld«n. 

Oair LaBte »»iflaer Service Altt t^ll^i% SohueeelB, SauoiereB, 
Brotkörte« 3alt a Pfefferge&idlle tcllon g&^XBe beides Üehtar frai; 
|:;rie B«Hi»t«rg uBd P<^«m» 41 se v«B Suero sieh i^iX^Q« da dl«» ^BaareB 
Ttthter eia SeriPioe bei Ihrat V«rhftiratuBg erhaltea hatt^a aber 
Mdrie Baat^rg o Jlse von Sverc aloht- 

Birne Anfeehtung der vorfit<£h$ndQn BeitiaaungdB oder einet Teilt 



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und ihr Höbi&l « iünaUge ö«g«ciuiBd« zu ein«r atg«n«B Sißfioh« 
tuÄg sfi g«^«n tt «üo^a #in« 4ki»nUg»adÄ S««3i» x« vtirsiMiattB, daü si« 
•Idh •!&• »9^« Exlsidns grilttd«B li&mi* 

HaldBft VftluBtia gftt&r«B« liÄÄh#i&«r, 



D*f Dalirur Port#lXwi-lUd, d4f ab»r das larf«! u bb» 
BtrM EfitiBtttr hiagi irsra^h« leh «dinta Soha Kuru 
iä»rUB d. 14. f. i9Sd« 
Baltaa ? a 1 • 1 t i a gaboraa« llaah»lai«r. 

•trllB ddB aia uad uraasigataB Mlarx B«öai#hnhüa4«rt aobt wad 
««TÄRxig. iajrilB d«B 81. iiirx 192«. 

Mama SobmiakaaahaB bdatah«a miai 
1) Elua Perlaaltttta, ivtlraihig. Dia 1. Ralha 94 Pti^laa 
2. Baiha VI ParlcB alt Brlilant-Sohlofi. 1 PlatlaKaita alt t 
Aah&Bgani b««tah«ßd aaa t 1 grauar P«rlö a 1 SaarA^id* 4 Bruahaat 
1 Brooht Kopf atif KlfaBbala gaaalt alt BrUlaataa aiBöaraiiai, 
1 Broaha otal 1 Opal all BrlllABt»B uafcSäbsB. 1 %^^^)^ oval 
TUrUaftB IB dar Kltia aia Brillaat aaah aia Armbaad ai^ iragaa 
daxa alB goldaaai Arabaad« Broaha zua «lazahr^ub^B. 1 Broaha 
»It BtiahstabtB T.P.H. 1 goldaatr UaurUg vüb aalaaa liabtD 
»••Ba 1 mag alt Paria toa Brillaataa alagefadt 1 Armband ühr 
1 goldant DaadBtihr alt lao^ar Katta. 

B«toa •ollaa «•taa ««hwUi^artöahtar folg«ada SÄoha« »rbaat 
Ji*fi>J!*riM!ijLJii?jatijj. D^z Arabaad alt dar tar&laaa Biuaha« 
rystt il4y^a Yargitlg (Brvaoi prav) dla Broah« oTftl alt Brlllaa« 
taB in dar Mitt« aia Opa. 



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■fr^}i lUrgar^tha V^l«iiilni 1 Broeh« Kopf a»f Slfnib«lii gMAlt sii 
BrllliMBteii usg«b9n. 
ftm Lotte V«^l«ntln, "Di» Broti» tt|% JitllitifcMI 

V.P.M, H«l9ii« V * 1 « a t i n g»b. Hwihtlstr. 

iiwiia (i«»s U »rstü^n AprU »«unzehn hi^ndort a^tit uO(i swaotlg l$t8. 

Kr^rt du» jßir »u«s,»hilÄiid«n freien V«»rfaifcuaßsr#shtö Ub^r a«i« 

Qard'irofc» und Wis^h^ g«hörl»-3fii Gä'g anstand 9, «i« Kluldtr« Spitx^ti, 
PdIxtiiQheß, tlsaUx#u« i^nd ^ndsr^ f&toh«» lnfbO0r>iid&r« 4b4>r «i^uoli 
atln« Soh»coK«Äöhtn» enttr B»rüoK«l«htlgttBg d«jr »ndataheod 1« *!»• 
s«lßeii aiirg«f'mrt«B BestUiaaRg^«, t« glslBh^B t«ll«A «attr n^lii» 
üiloh ^lbtrX«b9iid«n TOohtor &\2fc;9t«»ili ward#ii* 

Solitflm «Itb »•lad töahttr binsuhtlioh d»r V«rt#liisag ttat«j> 
•iOJünä*r ttleht »lal^^n Kdanon, «o foll «in Ton IhÄis» %vi wihl»«4»r 
?örtr^«ttnaBßt a« boston 9i.n»r lhr«r BrUd^r» in Fe» »iatr lBt$r» 
»•B Aaktloa, ta velohtr l9dlgUeh a^m^ «lab ^btrldb-^adea tdaht»» 
hloxaiiahaa sind, dlasa Q«»g9BStr.ad9 adla« tlo'aar v^rit4lgüi<ii, 
Einigaa tlah 6«iaa töa'lter a«f die Fi»raoB dea Vtrtrauaasaaaaaf 
Bloht« ao aoXl i^x ra«p9KtlT« d^a X$si ujntsvt/Ilstreai&ar daa 
Vartrasaaaaaan bdatiaaaa« 

UnabblA^ig vom dl»sdr Vörniguag Vrsraaftha iah mHn gaaastaa 
Malfinar Sarrltat baatahaad mtu T«llarn» Sohüaaala« Staalaraa« Brot» 
körban, Salt «ad PfaffartaBtalla« a.a«v. ealnaa baldaa töaht^ras 
Fraa ll«kria Baabarg aad Fr«« Jlaa ▼• Soaro sc glalo'iaa Tailao odar 
abar« falla «laa diaasar b$ldan aioh nloht Sbarlab&n s<^Xlta« dar 
Ubaxldbandaa vv^a ihaao das gasaata Sanrioa, da »aina baidta a»» 
dsroB Toahtar aia ^^nrlaa bat ihrar farhalratuog arhait^n h^ttJOf 
Abar Maria Baabarg oad Jlsa voa St^oro »iotit* 

Mai na SOhni^akaaehao baatahas aosi 
1) aiaar svairaluigaa PsrXkatta, t<^a d^snon dia arata ftaiha 94 
Farlaa aatbili dla laalia Halha a»th&It B7 Parias »it Brillist^ 



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t) 9im9r Platlii>:9tt» »it g««i Anhtiii*rM bsstshtiid acs »Itttt 

grau an PorX« und 9 los 21 Sa^iTAgd« 

9) «inftr Broohe» Kopf mt Slfanbtin goDftltt Sit BrlUiuit®» nam 

4) 9la«r BvGOh», ovalar Opal alt Bnilüat«» usg4»b«8« 

81 dlntr Brooht« otüJL» tUrKis$» in d#r initt* «la Brillant ^^udh 
tlf ArabAGd XU tri^^oa« datu sla gold^oos Arai^^nd la dati dia 
Broah» hlsdingi&sohrAabt w%»rdan f^mn* 

6) alaar iroaha aü laohaUbna V.P.M« 

7) alaaa goldtaaa 2rtibu:rlRg Tca .ttini« gtliabt«B ^ätm, 

5) aiaaa Hiag alt Paila« voa Brillaaiaa aiagfrül 
9) alaar Atabaadahrt Flatia alt Brlllant^a« 

10) alaar gald^aaa |}^#ayhr alt i&agar Katia« 

IIa baralt a obaa 'varaarKt, Si^llan dl^sa SahsüOks^ariac untar 
aalaa aiab übarlabaad^a Xiabiar ^^»lalXt raapa&tiv» v^ra^aigdri 
v^rdäQ alt folgaad^B ElaaahrBaictsa^Dnt 

S£(»ln« Sahvi»gartC3!rw^r, soweit sla alah tibarl^b^a, «rU^aim 
VOR dlfsao scuatsaktaohant 

1) Friui g^rtha Valaaila gjib«.>r6>ao Gol dschaldit D&s Arab«aid alt* 
fUrklaaabroaha (Buss^r 5)« 

2) 7rau M4rta Yolaaila gi^bor^^a« Htllismant Dia BroaUü !sit o?alaa 
Opal und Btlllaataa (Mtkaotar 4) 

B) faau Mjirg.%raia Valaatla g<ibotftnts Baars^aan alntn Ring mil 
P#rla voB Brlllatiiaa alugafai^t (Buaxar 8«) 
4) ft^ Cliarlatta ftlaatla t^ibordne Andr«9t ala3 Broaha« Kftpt 
auf glfanbeln gaaaltf alt snxxaataa aingarahat (Bk^äar $)• 

iah bitte salna Kind^rg fUr aialna iraaa Aaga«taXXta H^Xaaa 
Hainric^i, dia vi^la J^ra uas tr^u g^dlant hat, und &ir la ala» 
aas« stunden stata »la» ftlrfgrgllahd uad hllfabafrflt« Gafahr» 
tlo «ar« ra aorgaa« Insbasond^ra Ihr aob^l und »gnatlgi^ Gagaa» 



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,t «und^» ,SQ «ißer H^mmm Unridhtnnu tu f#li^ «sd ihr d«tv»<t«» 

•IMB iöitisiKt^n Beitrag zxx v«»A(ihMi, di«&lt aU iloh «In« ottud 
SxisURt giUod^Ä k««n, odtft f*lit Äle« Bi«iit ••ia »olli«, ihr mm 
■llid9St9ii »o läfl^'s «IfiiMi soiiatl i d^iftt B^ttftg lo sahlto und ihr 9la« 
üntörimafi zur VörfUgung «ti stali«, bl« ü« tUh i« aah* i^int nm^ 
txlfit«at gt«i9h<irt htu 

^« abri||€n bastiü^d loh Att»iM<ikl49h, ^^i %xm A&fddlitoeg d#i 
¥i»r8tohi»»A^ B9fti»«ia«g9tt od^r ^in#f teil«» d«r««lfe#Ä *le \r*rtithi 
d«r anf»9>4t«ad«i ««Intr Slthttr mt ihtm imi^il m d#r Srb#0Jmft 
Mlats frlv«i«a Slgatttstst i« i«lt#B hjSi.t« 

iarlln d«a «rsVia AprlX 8«ii£i2^i@im huadtrt a^ht uad «vasuHn» 
t«rlia d«a 1. April tuw* 
frac M»ltÄ« Yaiontia g«bor*Bö Mfliah#isat« 



Stiaas Soha« Kurt B. fj^l^ntla v#raa0h# loh d^f 0aXft»rtild, 
waloUaa Ubar Am mif«t la Sdtiatttr li&agt für all stiaa yurtergt 
aad tiaba» die »r alr is tatst arwiea^a h%u 

«• U April 19». 
iörlie dsa »rstea April nm:nx«hR hcadart whi t^ad xvaiaSf 



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ipeför&crt ben 

um , 

in Stg — an 

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^tlegramm aitS 



fp^i^^lH^^ J^ ben f^lk... um ^l^r I2^te^ 




diM-Af^Ä.. 



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C. 187. 



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mätl fni%mit% b^ am w. 3«„r 

^eteia »öfeutiii 

ftt. SRas|tij»er 

»«I btoet Äronl^clt fonfi entWlufn, ift 
3« 86awen fcet ^titt«Hi*fitfn 

«Wött, 

Jli« ®[»*W«2"«fl>t dem 3Bunf4* b«e 



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Jacob & V alentin Spedition 
Berlin 0.27. Holzmarktstrasse 65 

Kurt'v'f "'""'"'^'^'''''^ ^"^ ''^ ^-^^-^ -n 
bex dir To ht ''''" '" Johannesburg (Süd-Afrika) 

113 T.T.T "' ''^' ^-Mrs,.Renat^aolds^ 
113 Westcliff Drive, Westclifr! ' " 






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Items 23-35 (Photos) 

AU Photographs Have Been Removed 
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Online Catalogue 



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Dm BMpt d«t b«i dar ▼orli«f«adM Anfm«« la 
kovMBdMi a»«ic«t «»r flMili« Tai^ntia i«t d«r 
«Mif«Miii IMarioli Vbloiua, «|l tl»««rlUMi«r und noch Jiü}*b«r 
ter in mmktm BNdM« ribiäl^Üdi MEMmtmi dpcditiomfir- 
«A J^Mb * VklMiUB ia d«r BoljMwktdti«««« 60. 

Itt« fi»a JlMi% * f^lMitta vard« Uk /alir« 1677 
Vda ■ml JiMdb,valalMr ia tHt^rar Uit d«i nt«i «la«« 



Spesen 



jyr. 



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9^rr: 



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Primtla. 



Mit der Aunahme dieser Auskunft erklärt sich EmpJ 
pertBnIieh und streng verlraulioh gegeben sind, und dass das Bureau für 
Weiterverbreitung der Auskunft ist der Empfänger derselben für jeden dem ] 
des Empfängers ohne jeden Ersatz-Anspruch hinfällig. 



•■■>. 09 fi. 



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mJS^fi sr^ 



2. 



Fortsetzung. 



VAl«iitin» Berlin« 



0«fa. OowiMnBlMirAU «rlil^It itnd E^lxirieh Valentin b«griUi* 
d«t. la Jahr« 1899 vurda <l«r tfobn ron Balarieh Valantln, 
f«llz alt Yomaman, al« T»ilhab«r aufganoiuami ,J«do^ Im 
Jahr« 1906 «ntanUndlgt und Ton dar Zeichnun« der Firma 
aatgeaehloaeao«*Ale Pfleger wurde der Ooouiersienrat Oeorg 
Bamberg ini Firoa Gebii'. llRhhe'imer'))^ teilt, tfchon rorhar 



•'.'.■ U'\ 



und s»ar am 1. .Januar deeeelben Jahree ear Hugo Jaoob » 
ein Heffe dee Oeh, Ooamer^i anrate ftull Jacob, ale Tailha- 



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ber aufgenonn«! worden; 

Oegenetaiiil' <j[ee' OUtiriiehm^nir in Firma Jacob A 
Valentin iet der °Bairi ab einee Speditionegeechäf tee. in 
dem dere«ä!beif 'gehörigen Orundettick BoläiAarktetraeee 65, 
Beeeelbe hat im Laufe der Jahre eeit der Begründung der- 
art an Onfkng gewonnen, daee die Finua heute in der Oe- 
eehAftewelt wohl bekannt iet und eine angeeehene und be- 
Toraugte Poeition einnimmt, Aueeer dem BauiptgeechAft ia 
Berlin baetehen Filialen in Bamburg, London und Bremen. 

Frilh#r 



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mß^U 9^ *• 



Fortsetzung. 



Valentin, B«rlin« 



Frtth«r wurd« auch ein« ZvQlgnladerlaaaung In law -York 
untarhaltan, doch gab autn diaaalba wiadar auf. Van tthar- 
tralbt gawiaa nicht, wann man die Finna j:aoob ft Valentin 
haute ala eine der grOeeten in der tfpedltionabranche 
nicht nur in Berllifi, eondem auf den ganzen Continent 
beaeidinet. In der Raupteaehe führen die geechAf tllcheo 
Verbindungen dereelben nach ftigland und Amerika, 

Ooifangllch hat eich der Betrieb inebeeondere 
la Laufe de« letzten Jahrzahnte ganz bedeutend entwickelt, 
beeondere eelt dem Bintritt dee Bugo Jacob, welcher eich 
des Oeachift mit eeiner ganzen Kraft widiaet, wälurend dea- 
een Onkel, Oah, Ooomersi anrät Jacob, in nicht gering ea 
Maaee durch die IhrenMmt er, welche er bekleidet, in An- 
epruch genommen iet» 

Die Gewinne, welche in dem Unternehmen erzielt 
werden, erreichen eine aehr bedeutende BOhe. Wie man uns 
▼on anecheinend beetene infomlerter gelte rereiohert, 

betrug 



•ßfaU S^. 4, 



Fortsetzung. 



V&I«ntin»B«rlin« 



betrug d«r Vutsan la er«t«n Jahr«^ al« dl« Pflicht dar 
tfelb«td«kla,ration sur U^koamsnsteuar auf kam, baroita 
Jt 180.000.- natto. In dar Zwlachanzalt sind dla lrträ«a 
ganz waaantlich gaatiagan und outn aohätxt hauta dan Bain- 
vardlanat dar firaa auf nicht wanlgar ala M. 400.000. • p,a. 

ialbatTaratftndllch partiziplaran dla baldan 
J Ungar«! Inhabar nicht in glaichar Eöha an data Oavlnn 
wia dla BcgrUndar daa Oaachäfta. Oanaua slffasmäaalga 
Satan nach dlaacr latztaran Sichtung hin aind Indaaaan 
ohna yarlat£ung dar Dlakration nicht su arlangan« Daa aina 
atdit nur faat, daaa dla Eauptlntaraaaantan Balnrich Va- 
lentin und Oah» Oommarsi anrät Jacob aind, während Sugc 
Jacob und Falls Yalantin nur geringe Anteile haben. 

Wann wir ia Anechluaa an Toretehende Auaftthrun- 
gen ttber den Bntwickelungagang und dan gegenwärtigen 
itand dee antamahaena in finaa Jacob 4t Valentin eine 
tfchätsung dea VermOgena Ton Balnrich Valentin knttpfen 

aollen 



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•JB£»u 9^. ft. 



Fortsetzung. 



yal«ntin» Berlin« 



•oIl«n, »0 lotim avalfello» alt T*t«aeh« mng««t«llt w«r<» 
d«n, das» Balnrleh Valantin Im Laufe dar Jahra ganz ba- 
dautanda flnanslalla Fortaehrltta ganacht hat. Man wird 
tich wohl nicht allzu wait von dar Wahrheit entfernen, 
wenn aan aeinen Kapitalbeelts auf 2|-d Millionen MarJc 
nomiert. le iat daa ferneren noch bedeutender und wert- 
Toller orundheaits rorhanden. Beinrieh VA aat in iet für 
teine Peraon BigentUmer auagedehnter Terraina in KtSpe - 
nick »welche!^ eeiner Zeit eehr hillig erworben wurde und 
bei einen artl« iTarkauf «o« beträchtlichen Gewinn ergeben 
dürften. 

Un nunmehr auf den verwand tankreia daa Beinrioh 
Valentin dea näheren eineugahan, eo eei 2unächet bemerkt , 
daaa deraelbe einer hochachtbaren und in Berlin aeit 
(•enarationtn aneäaaigan fandlle ontetanait. 

Bin Bruder iat der Kgl. Ooamerzienrat Juliua 
Valantin, Bauche traaae 7» Deraelbe batte eich im Anfang 

der 



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Fortsetzung. 



Valentin, Berlin« 



der 1870er Jahre In Genelnediaf t lalt Ball AatJ:ienau,deia 
jetzigen Oah« Ooocnerzlenrat und Oosieraldlrektor der All» 
gemeinen lldctrlcltäte-Oeeelleelmfty unter der. Flima Va- 
lentin & Aathenau mit einer llaechlnenfiabrlk In ]faa*tltticlcaii> 
felde etabliert und fUhrte dleee« Unternehmen In der 
Aeeoelatlon eine Belbe yon JaUiren hindurch, worauf dae* 
•elbe an eine Actlen-<}eeelleohaf t Überging. Im Jahre 
lft97 erwarb er dae untfr der eingetragenen Flma H.Boeen- 
thal, Oroeebeerenetraeee 71 beetehende BöhrengeechAft 
und hat dleeee.ln wenigen J^thren zu aueeerordentlloh 
hoher Blttte zu bringen gewuMt, nachdem er Inebeeondere 
m der Pereon dee Kaufmanne Braet Freund einen uageneln 
tttohtigen Partner gefunden hatte. Juliue Valentin gilt 
heute ale mahrfkcher thalermllUonär. Sr let Übrigen« 
«einer 2iBlt zueammen mit eelner Oattln und eelnen Kindern 
zun Ohrl«tentum ttb«rg«treten, ein Oäi«taiid»d«r Ihn «einer 
weiteren fualli« entfremdet hat. tn«be«cnd«re be«t«hen 

zwl«ch«n 



/ 3 



•J8£ai 9^ j'* 



Fortsetzung. 



Yal«ntl^, Berlin« 




2wi«ohan Ihm und ••inam Brud«r Halnrleli Ton dar Fixma 

J&ool) & Valantln «o gut wla gar kam« Bazlahungan malgr» 
Aua aalnar da |}aaitzt Qah. CoomarzlMirat Val antin drai 
Klndar, zwal tfOhna und alna Tochtar. Latztara, Toni mit 
▼omanan, iat mit dam Blttargutabaaltzar Zaltar auf Bau- 
hau« bal ftattln varhalratat und baflndat alch In glän- 
zandan Varhttltnlaaan. 

Auaaar dam Toranvähntan Brudar baaaaa Balnrleh 
alantin nur noch zaral ichwaatarn, 

Una daraalban war Bartha Domblatt gah.Valan* 
tln^valcha In dan Iat 2 tan Jahran ihraa Labana ala Prlra- 
tl ara In dar Gladiuchatraaaa 40 su tfchtf nabarg wohnta, 
#la Iat ttbrlgan« arat Tor wanlgan Jahran aua dam Laban 
gaachladan, 

Dia swalta tfchvaatar hat abanfialla baralta da« 
Zaltllcha gaaagnat. iia war yarhalratat mit Otto Bluman- 
thal^ dar alna Dakaturanatalt batrlaban. Auch diaaar 

Iat 



/ O 



mJ8/aei S^ B. 



Fortsetzung. 



Val •n tln »Berlin« 



i«t tchon llUifst ▼•rstorb«n. lin« Toc]»t*r aU« d«r Blu» 
ot«ntl3al«cb«n Wdm i»t ▼•rh«irat«t alt 0«c«r tfohOnlank, 
Tar0ldet«»ll««*ar von g«w«bt«n Waren, LaalorltzatfM»« 
13, welcher In der Bat^teache doch wohl ale Bentler lebt 
und eelner Zelt die Dekaturanetalt eelnee ^chviei^i^atere 
ttbemoiaaien hatte. Gegenwärtig befindet eich da« OeechAft 
▼on Otto Blisnenthal Im Beelts elnec gewleeen Alfred tftein- 
berg,w elcher glelchfall« rereldeter Vceeer fUr gewebte 
Waren let. 

Verheiratet let Belnrleh Valentin mit Belene 
geb. Sanhelmer, einer Tochter Toa Valentin Vanhelaertdea 
BegrtUider der bekannten Baaeneonfectloaeflnm V« lianhel* 
ner in der Oberwalle t rate e. 

Die yiamlUe Vanhelaelr let gleich der tamllle 
Valentin In Berlin altelngeeeeeen und genietet dae beete 
bürgerliche BanootAee. Valentin KanheliftertW elcher eelner 
zeit auch den Titel alhee Geh. %oaaersl «ftrate erhielt, 

war 



mJ8/^U &^ 



Fortsetzung. 



yalantin, 3«rlln, 



jJ' 



i> 



war ursprUnglieli lalt 2 Brttdam, Morits und David Vanhal- 
aer» unt«r d«r flnut 0«br. Ifeuahaia^r ota1>llart,t rannte 
«lob »bar In apfttarar Zalt Ton Ibnan und aatzta alna alga- 
na Firma V. ITanhalmar auf ,walcba vt £U badautandar Snt- 
wldcalung zm brlngan varatand, ao daaa daa Baua bauta 
In dar Branoba alna allararata Poaltlon alnnlmmt, Abar 
aucb ]Cont£ und David Vanbalmar arzlaltan bal dar Fort- 
fttbrung dar Firma Oal^r. Xanbalmar sl&nzanda Jlaaultata, 
Ti%T latxtganannta war mit alnar gaboranan Ifoalar Tarhal- 
ratat und lat abanao wla aalna Frau acbon Tor I&ngarar 
zalt ^aratorban, Vofltz Haidxalmar ftthrta daa Ontarnabaan 
alna Zaltlang ala Allalnlnbabar und tlbartrug •% aladann 
2»al Angaatalltan, dla aloh ala aabr tttcbtlg bawfibrt bat- 
tan. la waran dlat dla Brttdar Bambarg. Dar alna von ihnan, 
Banoann» lat nach hauta Mltlnbabar daa Untarnabmana; ar 
ftibrt aalt ainlgan Jabran dan Tltal alnaa Oömmarslanrata» 
Hont« Xanbalmar wobnt In aalnam Bauaa Tlargartanatr.Sa* 

ir 



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«>sä// st; '^^ 



fortsetzung. 



Vi»l«ntin , Berlin, 



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J\ "•" 



Ir itt da« In w«lt«n &r«i««n AngMtbn« Partönllclikalt 
und Tor alln duroh «aln« Tielfkeh 'b«wlec«n« Wohltätig- 
keit bekannt gewordio. 

Der Geh* Oommerzienrat Valentin Vahheimer eets- 
te «ich später zur Buhe imd eelne Uitinhaherechaf t in 
der Firma V. Sanhelmer wurde an !• Februar 1886 gelöscht« 
Vor etwa 20 Jahren eegnete er dae Zeitliche unter Hinter* 
laaeung einee ganz bedeutenden Yeraögene. Sie Bintarlae- 
•eneehaft dttrfte nicht veniger al« 10-12 Killionen Hark 
betragen haben und ging in den Beeit« dar Vitve Fnui 
Philipine Vanheiaer und der Kinder aus dieser Bhe ttbKir« 
O^eiaurat laiiheimer Überlebte ihren 'Gatten nur un 
etwa 3 Jahre, ec daee alae dae geeaate T«rmOgen inzvi* 
•chen ale Brbe auf die Kindar ttbergagangea iat» 

iMke die ftitvickalung der Inhabertrertaältniwee 
in Firma 1% Kanheimer anlangt , ec nahm tieh, Ooonierzien- 
rat Valentin Hanhelaaer aa 1. Jamtair 1874 «einen ältesten 

ichn 



' O 



«>RS// ^^ 13L« 



Fortsetzung. 



Valentin» Berlin« 



tfohn,Ou«taT 1fanh«lm«r»alc Till^iabar auf. Am 1. Januar 
1677 wurd« ••in Brudar F«r.dlxuuid Vanhalan* alt XlUiitaal)«r 
aufg«noaiman. An 18. tf«pt«&b«r 1893 wurd« dann «In anda- 

r«r Brudtr'^ICitlnhabar d«t»«lban Unt«rn«hiatn« . flach d«a 
Tod« dM Tatsr« bliabtn di« 3 iöhn« Inhabar d«r Firma. 
DlM«« Vsrhältni« bli«b lang« Ztlt hindurch bMt«h«n,bl« 
an 14..Vlüi 1903 Öustav 1fanh«in«r au» trat. Ferdinand 
lfanh«in«r «chlad gl«ichfkll« nicht lang« darauf durch 
Tod au«, 1« hab«n dam noch aanch«rl«l ▼«rftnd«rung«n 
Fiats g«griff «n, bl« «ohll«««llch dl« Firma V. 1fanh«im«r 
dl* Fom •in«r Oonmandi t-o«««ll«chaf t annahm. ForsOnlleb 
haft«Dd«r 0«««ll«chaf t«r d«r««lb«n «lad Adolf Hanholnar, 
•in iohn d«« T«r«torb«n«n OoQn«rxl«aratsF«rdlnand 1fiiinh«l» 

n«r^uiid «In g«wl««or Lud«ig llo««nthal. Auf d«n g«g«nirär- 
tlg«n tftand d«« Unt«rn«ha«n« in Flma T* 1lanh«lm«r nähor 
an di«««r tftoU« 0in&ugoh«n, «rUbrigt «ich wohl .Vir 
kOnn«n nur wl«d«rhol«n» da«« dl« Firma nach wi« ror ein« 

•«hr 



U U U 



•J8£*u SZi 



18. 



fortsetzung. 



Val«ntlnyB«rlln« 



• ahr gaachtet* und *n|(^»«li«n« Pocltlon alnnlamt. Fral* 
lieh «oll dla Bantabilit&t Aachgalaaaan lutban, allardioga 
▼arXautat auch wladarum, daaa In nauarar Zait abaraals 
mXa Aufaclwung aingatratan m9jt^% 

Von dan Kindarn da« Taratoi^anan Oah.Ooainiarzlan- 
rata Yalantln Manhaloiar lat dar ältaata,Ouatay, baralta 

» 

ganannt wordan. Halt aalnam la Jahra 1903 arfolgtan Aus- 
tritt aus dar Flnna V. Vanhalaar labt ar ala Kantlar.Tor 
mahraran Jahran hat %t dan Tltal alnaa Ooaufiarzl anrät« 
arhaltan« tfalna flnanzlalla Poaltlon lat alna ausaaror* 
dantlloh ^ttnatlga un<l nan aohätzt aalnan gaganvftrtlgan 
Baaltz auf 4}->5 Kllllonan Utrk. Xnabaaondara aoll ar an 

* 

L5»a Actlan und Actlan dar Barllnar dtraaaanbaha vlal 
Gald Tardlant haban. Aua aalnar Tarfl^aaünan Sha alt 
Euganla gab. 'laehoann aua Fk«nkfurt -a^. ^araa dral TtSoh- 
tar Torhandan. Dia lltaata von Ihnah, Adslä, litt la Al- 
tar Tcn 23«ä4 Jahran nach 6 aonatllchar lEha plötzlich 

Infolga 



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•JS^u S^.}-'^* 



Fortsetzung. 



VaXsntln, Berlin« 



infolg« innarer Verblutung »welche durch eine Fehlgeburt 
h^rrorgerufen war, Teretorben. Ihr Ehegatte war Felix 
Guttaann, Direktor der Dreedner Bank. Von den beiden an- 
deren TOchtem iet Yalll die Qattin dee Kauf^nanne Fried- 
rich Wilhelm Ooldachmidt, dee einsigen tfohnec dee ver- 
• torbenen KitbegrUndera der Fizma IfUheam & Goldeohmidt. 
|e iet die« eine wohlhabende Familie. Oeh. Oommereienrat 
OuetaY llanh«lm«r wohnt «eit Jahren Bellarueetra««« 14 und 
hat dort «in grO«««r«« ^uartlar Inn«« 

lin aDd«r«r iohn von Valantln 1fanh«im«r, d«r 
Ooauk«r£l«nrat Fardlnand lfanh«im«r, i«t nicht mehr am La- 
ben. AI« 1litlnhab«r d«r Flraa ▼• Manhelaer l«t «r b«r«lt« 
an and«r«r it«ll« «rwäluit word«n. Mx galt al« «in henror- 
rag«nd b«ftthlgt«r uAd tttohtigsr Kaufmann und dl« L«ltuag 
d«r 0««ch&ft« d«r Fliva lag /ahralang in dar Bktupt«ache 
wohl in «einen Bänden. Ferdinand Manheimer litt dem Ver- 
nehmen nach an nerTO««a 1btgenbe«chw«rd«n und nahm deehalb 

in 



U O C 



•J8^t^ s/r;. f*« 



Fortsetzung. 



Val«ntjLn,Berlln. 



In gro»c«i Hangen «chlaf aittal. tfein Alalaban «rfolgt« 
plStsllch. Jftr war mit Betty gdb, Jacol^, defa Xitglied 
•Inar «ehr wohlhabenden FÄmllle, verheiratet, Tieeelbe 
hat eich nicht eehr lange Zeit nach dem Tode Ihree Oatten 
mit dem Ateeeeor a.D. Dr. jur, Wolffheim verheiratet. ' 
Eine Zeltlang war ale nach dem Tode ihree ereten Itannee 
»it ihren 4 Kindern Inhaberin der Flima V; Manhelmer, 
eptter iet aber eine Aenderung nach dieeer Blchtung hin 
eingetreten. Hn 0ohn von Ferdinand Manheimer, Adolf mit 
Vornamen» wurde bei Umwandlung dee Unternehmene.wle echon 
erwthnt» pertönlioh haftender Geeellechaf ter der Firma, 
während swel weitere «ohne, Dr. phil. Victor und Referen- 
dar Oeoar Märiheimer, dem Unternehmen ale Oommanditleten 
alt JeiC 780.000.. beitraten. Hr. phil. Victor Manheimer 
iet unverheiratet, ^t wohnte frtther ale Privatgelehrter 
in ICUnchen und hat jetzt eein Domiall in Berlin, Faeanen - 
etraeee 66. Oecar iet bereite verheiratet und hat eine 

Tochter 



U U D 



•je/i^i s)^. xö. 



Fortsetzung. 



Tal^ntin^Berllii, 



Tochttr <!•• Apothakort tfchap« aiur Frau. Ir wohnt KurfUr- 
• tmawim 48/49. Da« vierte Kind de« yeretorbenen Ooaimer- 
eianrate Ferdinand Manheimer, Boea aüt Vornamen, heira- 
tete vor nicht langer Zeit den Äechteanwalt Tiktln In 
Berlin, 

»n weiterer «ohn iet Alfred Ifanhelmer. Der- 
selbe eohied am 1, Juni 1904 aue der Firma V. Xanheiiner 
nach eineoi Torangegangenen «c^reit mit eeinem Bruder Fer- 
dinand aue und lebt «eltdem als Äontier, LUtzow^^^ 4. 
Im übrigen iet er, wie man hört, mit der hleelgen Bank- 
flraaAron« A Walter, Qharlottenetraeee 56, liiert. Mr 
lat alt einer geborenen ICv«r.varhelratet. Von eelnen 
beiden iOhnen hat eloh der elne'^dem «tudium der VedUin 
gewidmet« 

Von den 8 Töchtern dee Valentin Vanhelmer iet 
eine die oattln Ton Heinrich Valentin. 

Üne andere, Juli« alt Vornamen, l«t mit Geh* 

Oommorzienrat 



U O U 

U O I 



mJ8£,u 9r;^^\ 



Fortsetzung. 



Yalantin^orlin . 



Coiom«rzl«nrat Isldor Löwo Yttrhalrattt, dam Oanaraldirek- 
tor der Action^Gesalltehaf t Lu<hrig Low« ft Oo. Uiui Toch- 
ter au0 dlaeer Ehe, tfophla, varhalratota eich mit den 
Direktor Oecar Oliven. Auee^rdem hat Gehelairat LOwe noch 
einige tfOhne. 

Sine dritte Tochter ist die Witwe Oäcilie Fried- 
länder. Der Gatte dereelben» Theodor Friedländer, war 
ICitinhaber der bekannten Juwelenflrma Gebr. Friedländer 
geweeen. Von den 4 Töchtern aus dieeer Xhe iet eine na- 
ment Bertha die Gattin dea Juetizrate Dr. Lehfeldt. Sine 
zweite Tochter, Ile*e, iat loit Bermann Berz i/Fa. Gebr. 
Fri Ödländer verheiratet, während «ine dritte Tochter, 
Alice, Paul Xirehheioi i/Fa. Xitner A lUrohheiia zua Hanne 
hat. Sie JUngete Tochter, tttti, Terhaizmtete alch vor 
wenigen Jahren oiit dem Gutebeei tzeir Berber t ^chfipe. 

Die Tierte Tochter nauiene Klara i^^t *«ie Vitwe 
dee Geh. Oommerzienrate Juliue Mkrtin Friedländer,»»grün- 

dere 



U U J 



•J8/aU B>^ IT, 



fortsetzung. 



V*I«Qtla,B«rlin, 



«•r« dmr gleichnamigen Flma.welche m der KlelderetofT*;- 
brmnohe eine angeeehene 4teUung einnimmt, Oehelmrat 
friedender war ein Bruder det ▼oreiM.älinten Theodor Fried- 
Itoder, Die einzige Tochter aue dieeer Khe, Toni, iet 
die oattin de« Banklere Wilhel« Heyman i/pa. Oebr. H^- 
«aan^ Vohrenetraeee 54/55, 

Die letzte Tochter endlich, Hatalie. welche eelt 
längeren Jahren echnrerhörig iet, war mit Änil Lata rer- 
helratet geweeen, welcher unter der Flma Benno Lata ein 
OetreldegeechVt betrleh und In den letzten Jahren eaine. 
LÄen. al. ««Uer lebte. JBln «ohn der Witwe Latz i.t der 
Jlagierungeaeee«eor Blchard Latz.welcher eich vor nicht 
langer Zeit mit der Tochter de. Juetizrate Wiener yerhel- 
ratete, »in anderer <ohn, Benno, iet Arzt, tr betrieb 
geraume zeit hindurch mit Dr. Parieer in Homburg ein 5a. 
«»toriu«, trennte eich aber ror mehreren Jahren von iha 
und piraktiziert jetzt in der Oarmeretmeee hiereelb.t. 

Verheiratet 



L O L 
U O O 



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m^/aU 9^ 



16. 



Fortsetzung. 



TAlantin^erlln. 



Verhairatttt l«t «r alt alxMir Toehttr der Witwe Man In 
Gruneeald.Dle einzige Toohter der Frau 9atalle Lat&,llarta 
alt Vornaaen,ltt die Qattln von Oarl Ifeeoiieleohn In flma 
A^ Weechelaohn, Juwalen-Ängrot , »tport und Diamant« ohXel - 
ferel, Behrene tracae 1, 

2u dar Familie IfGinhelmer gahBrmi dann auacer- 
dam noch zahlralche entferntere AnTenrandte, welche eich 
Im allgemeinen einer gavleaen Wohlhabenheit erfreuen. 

Ifa nunmehr auf Belnrlch Valentin und «eine en- 
gara Familie dea Näheren zurückzukommen, ao labt dleael- 
be, vle nicht andera zu erwarten, auf aehr «utam Fuaae. 
Der Verkahr, weicher gepflegt wird, era treckt alch auf 
die angeeahanaten Kraiae dea Barllner Flatzea. Demgamttaa 
hat auch die Familie zahlreiche und auch zlanlleh koat- 
apiallge geaallachaf tllcha Varpflichtungaa. Heiarich Va- 
lentin peraönllch lat ein Kann Ton llebaaawUrdlgan Wa- 
%%n und beatan Umgangaformen und Allüren. Im Öaachäft 

hat 



U O 



!/ 



•J8^u ^^ 1». 



Fortsetzung. 



Vkl^ntin, Bdrlin, 



bat «r Auw«ror<l«iiUiche Tüchtigkeit bewiaton. Er l«t 
•in kluger, utnelchtlger und weitechauender Kaufmann. Hein- 
ricli Valentin hat telner Zeit eeiner allitäriechen Dlen^t- 
piriieht ale liniÄhrig-Fraiwllliger bei deS^-^gonem ge- 
nttgt. Ar • teilt heute Im Alter TOn ca. 68 Jahren und er- 
freut tieh trot» Jahrzehnte langer ai«ettrengter geechtrt- 
Ueher WlrkewBkett noch einer ganz guten Oeeundheit und 
körperlichen ale auch geistigen Ittietigkelt und f rieche. 
Ir hält auf guten Verkehr.läeet auch eich und eeiner Fa- 
ftilia Richte abgehen. Alljährlich unterniafent er alt eel» 
ne» Angirtt9r&gen eine Irholungereiee. Der Grundbesitz in 
Xt^pmislp wird Übrigens ron der ftoiiie als tfcoBaerfitz ha* 
nutat, 

frau Valentin eteht gleichfalls bereits In dem 
60fr JaiMren und iet gesundheitlich gleich ihr«a Oatten 
noch besten* auf dem Pesten, «ie iet eine Same rpn hoher 
Bildung und beeten Oharaktereigenechaften.eine trsue 

Lebensgefährtin 



U U O 



•J8/aU S^ 



ao. 



Fortsetzung. 



VAlMitln, Borlln« 




L«b<in«£«fährtiii uod «in« llsberoll« «ind fUr«ori(lieli* Kit« 
t«r, weiche ihr« Klndar gllbuiand erzogen hat. 

Auf der fiie de« Heinrich Valentin und aetner 
Gattin Belene geh* lOinheiaier «ind 9 Kinder herrorgeffwi» 
gan. " 

Die älteate Tochter »Oertrud mit Vomatiieii,iat 
mit dem xaufteann Hugo tOwenthal rerheiratet »welcher au« 
Stendal etaauit und den Temehmen nach aue einer vohlim-^ 
henden Fanilie herTorffe^angm l«i« Ir iat ein Hefte des 
Ootaa er jsi anrate Henaann BanOjerg ««reicher echon an anlerer 
dtelle eniftthnt wurde, und lat «einer ZwiX Ton dieaen al« 
Vitinhaber in die firm Oebr« «aflkaimar.weaLcher er auch 
heute noch angehört, aurgenonnenircrdaia. Der LÖrenthaX« 
«chen Ihe «ind bieher 3 Kinder enteproefen« 

line zweite Tocht«r,larie, i«t mit o^offt Bam- 
berg rerheiratet, der gleichfalla ein Heffe de« «bener- 
wähnten Oommerzienrat« Bermami Jlamberg i«t^ Auch o^rg 

Bamberg 



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«>RS// st; ^^r 



Fortsetzung. 



VaIentin»B«rlln. 



BaiÄberg g^ört d«r Vima o«br. 1fanh«lai«r •X% ICltlnMbar 
»n, Ir •tammt dtta Vernabaan iiach aus Bornburg au« gut«!- 
tul«rt«r Pazailia und lat «in tfobn von Adolf Bamberg. Auch 
hlar alnd 3 Klndar vorhanden. 

tine weitere Tochter, Dora, heiratete den pnik- 
tiechen Arzt Dr. Bmet Flöreheio, KurfUretenetraeee 85, 
<ohn einer Wlture. Bae Ehepaar beeltat bereite 2 Kinder. 

Beaerkt eel an dleeer tftelie, daee die Ver- 
heirateten Töchter Ton Heinrich Valentin elcherea Verneh- 
men nach mtglften in Höhe von je jT 150.000.- erhalten 
haben. Auecerdea eoll jede dereelben eelten der Mutter 
noch alt einigen 1000 Thalern untere tut zt worden «ein. 

Die JUngete Tochter, Jlee, let noch unverhei- 
ratet . ile durfte bei der vorliegenden Anfrage im Vorder- 
grund dee Zntereeeee etehen, weahalb wir auf eie welter 
unten aucfUhrllch zurückkommen werden. 

Von den «Ohnen Valentin« i«t Felix Valentin 

al« 



/ U 



tJS/att 5^ 22 • 



Fortsetzung. 



VaI«ntln,B«rlln, 



alt mtJnhabar d«r Firma Jacol) A Valentin bereit» erwähnt 
worden. Ar trat vor Jahren In die Fima ein, darf dieeel* 
helndeeeen, wie bereite elngange der Daretellung auege- 
«thrt wurde, nicht aelchnen. Verheiratet let Fell» Va- 
lentin Indeeeen mit einer geb, Ooldechmldt, locht er des 
▼erstorbenen Goldechmldt TOn der Firm» a. «ieenaann.dprlt- 
fabrlk.VUhlenetniMe 6/7. Die Witwe dee letzteren, eine 
geborene Joeeph, befindet eloh noch am Leben. IrgÄnzend 
hinzugefügt eel noch, daee eine tfehweeter der Frau Felix 
Valentin lalt einem Kaufmann Weleemann ron der Firma Wel««- 
mann & Dlehn, Damenmtotelfabrikatlon, Cronenttimeee 45, 
▼erheiratet let. Felix Valeatla eoU «in leichte« n^rr^^ 
tee Laiden haben. Ir let zwelfelloe ein «ann von achtba- 
rer und anetändlger Oeelnnung und nach jeder Dichtung 
hin makelloe, hat dooh aber wohl «loh nach mancher Äich- 
tung hin engagiert, wae weder den Äeifail »einer lltern, 
noch auch der Familie »einer Frau gefunden hat. le wurde 

deewegen 



L O 



mJB^U Sfl. ?3. 



Fortsetzung. 



Valentln.Barlin. 



^^i 



I 



detw«gen dl« tfoheidung d«r Xba aingelaitat und Fallx 
ala dar achuldlga Tail ▼arurtallt. Ka Xiagt dlaa noch 
nicht langa Zalt zurück. Dia gaachiadana Frau ron Fallx 
Valentin unterhält Übrigens nach wie vor gute Beziehun- 
gen zu ihren tfchaieger eitern und wohnt auch heute noch 
In dem Haute Holzrnarktatrasaa 65. Felix Valentin ist ein 
sehr gebildeter Kenach und inabesondere ein enragierter 
Verehrer der Kunst in Jeglicher Füm. 

Ssr tfohn Ernst ist Ingenieur geworden und war 
längere Zeit bei tfiamans k Balsks als solcher tätig. 

Cia «rsiterar «ohn, Walter» war eine Zeitlang 
bei V^jtonheinisr tätig, hislt sieh alsdann im Ausland 
auf imA hat Jstst sine Position in dam Geschäft ssinss 
Vatsrs gsrundsn. 

Dsr iohn Bruno arwählts sinsn akadamisohan Ba« 
ruf und swar widmet* sr sich dam tftudiui dar Medizin. Br 
har kUralieh erat aaln dtaataexamen gemacht. Ber Junge 

Mann 



» C 



m/SfaU ^ 24. 



Fortsetzung. 



Valentin, Berlin, 



llann hat auch bereite •einer Militärpflicht genügt und 
zwar diente er bei den1)ragonern. Auch der vorgenannte 
Walter war doldat geweeen. 

Der Jüngete tfohn let Kurt. Dereelbe iet eben- 
falle Im Geechäft der Firma Jacob & Valentin mit tätig, 
nachdem er vorher durch längeren Aufenthalt im Auelande 
-eich gründliche kaufmännieche Kenntnleee eich angeeignet 
hatte. 

Iln «ohn von Heinrich Valentin, Fritz mit Vor- 
namen, iet bereite veretorben. ^ war Arzt geweeen und 
hat eich bei einer «ektlon eine Blutvergiftung zugezo- 
gen, deren Folgen er erlegen let. Inebeeondere let bei 
Ihm ale Folge jener Blutvergiftung ein Blerenlelden ein- 
getreten, von dem er eich nicht mehr erholen konnte. *e 
• el gleich an dleeer «teile bemerkt, daee gleiche, «^er 
ähnliche Erkrankungen In der Familie abeolut nicht vorge- 
kommen elnd. Se handelt eich hier lediglich um einen ün» 

glUckefall 



/ _;/ 



tJ8£,u S)^ ß5. 



Fortsetzung. 



Valentin, Berlin, 



glUck«r«kll. Die yiunllle ale »olche gilt ale durchaue 
gesund und mMi ▼•reichert une allgemein, daee Krankhel- 
ten.welche auf eine Heredität echlleeeen laeeen könnten, 
eelbet In der weiteren Verzweigung dereelben nicht in dia 
Irechelnung getreten eind. fbeneoewenlg Jet die Familie 
Ton Leiden wie Krebe,5chwindeucht, Epllepele und geittl- 
gen Anomalien heimgeeucht worden, 

Wae nun Fräulein Ilee Valentin anlangt, die 
einzige noch ledige Tochter von Heinrich Valentin, eo let 
dleeelbe ihrer äueeeren Brechelnung nach eine Dame von 
guter Vittelgröeee, echlank gebaut , normal und gerade 
gewachsen und blond, tfie kann zweifellos ale eine hUbeohe 
und einnehmende weibliche Brech einung bezeichnet werden. 
Daee auf ihre Crziehung ebeneo wie bei ihren aeechMletem 
▼on den Eltern die denkbar gröeete Sorgfalt verwendet 
wurde, iet wohl eelbetveretändlich. Fräulein Ilee let denn 
auch eine feingebildete junge Dame von besten Allüren und 

Umgangeformen 



/ ~/ 



•Jdfaii €)7^ 26» 



f ortsetzung. 



Val«ntin,B9rlln. 



(Jnigan£cfortn«n,w«lch« J«d«n Baut nur zur Zldrde gereichen 
k*nn. tfla durfte allen nach dieser üichtung hin an ele 
herantretenden Anforderungen Jn vcllan Umfange gewachsen 
•ein. Fräulein Ilee beeuohte eine htShere Töchterechul^, 
let au«h privatim unterv|leaen worden und erhielt Unter- 
richt In modernen Sprachen eowle In ITuelk. Auch die pxtOc- 
tische Seite der Irzlehung let nloht yemachläeelgt wor- 
den und die Mutter der Jungen Dame hat ee eich nicht neh- 
men laeeen, dieselbe auch In der Raus l»ltsf Uhr ung zu un- 
ten» eisen. Van geht wohl nicht fehl, wenn man annlrant, 
dass Fräulein Ilse auch auf diesem aehlete genügende Kr- 
fahrungen hat sammeln kOnnen, so dass sie zweifellos im 
«tande sein wird, auch einen grSsssren Blaushalt mit Tbi- 
sicht und tfachksnntnis zu leiten. IMts Ihr Wesen und ihre 
Charaktereigenschaften azilangt, so hOrt man gleichnilie 
nur wohlwollende und gUnstlgs Urteils, die Ist umgänglich 
und zeigt sioh sntgegenkommend, wie sis Uherliaupt ein 

konziliantes 



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«>a^// 9r^ 27. 



fortsetzung. 



Valantln» Berlin. 



konziliante« und liabanewttrdlga« Wesen an den Tag legt. 
Ibr Temperament iet eher rithlg ale lebhaft»: 
Fräulein Ilse unterhalt ehenao wie ihre ittmtlichen Ange- 
hörigen und epeciell ihr Vater und ihre Oeechwleter gu- 
ten Verkehr und iet in den betreffenden Kreisen wegen 
ihre« beecheidenen und liehen Auftretens gern geeehen 
und gelitten. Die finanziellen Verhältniece de« Baue et 
gestatten es der Jungen Same auoh, sich MJrt-^lichen 
Vergnügungen zu widmen. Insbesondere soll sie diue gewis« 
SS Vorliebs fUr den Aeitsport an den Tag legen. Im übri- 
gen aber ist sie, wenn sie auch von Jugend auf an einen 
gMrlssen Komfort gewöhnt ist, in ihren LebensansprUchsn 
durchaus bescheiden und massig und weit davon entfernt. 
Übertriebene Hoffnungen und Erwartungen zu hegen. Ihr 
Gesundheitszustand iet, soweit man dies als Lai« beurtei- 
len kann, einwandfrei. Die Junge Dame befindet sich in 
einer normalen körperlichen als auch geistigen Verfas- 
sung 



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^/afi 5^ 28, 



Fortsetzung. 



Valantln,Berlln. 



»ung, PUr eine eheliche Verhixidung kann eie nach der obi- 
gen Daretellung wohl ohne weitere« empfohlen werden. 

Wenn wir nunmehr der Frage der Mitgift näher- 
treten wollen, eo let dleeelbe wohl nicht ecbver zu be- 
antworten. Kreise, welche der Familie nahestehen, äussern 
sich dahin, dass Heinrich Valentin seiner Tochter Ilee 
ebenso viel bewilligen wird wie seinen verheirateten 
Töchtern. Is liegt kein grund vor, dae« er seine jUngete 
Tochter benachteiligen sollte. Im übrigen kann man den 
Worten dee alten Herrn, sollte er in der angedeuteten 
Richtung hin irgend welche Versprechungen machen, in vol- 
lem Umfang« Glauben schenken. Ir wird halten, wa« er ver- 
eprlcht und zur gegebenen Zelt dürfte an der In Au««lcht 
g««t«llt«n Witglft auch nicht «In Heller fehlen. 




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f)at/ l)a0 er l)cn Flamen — > 

af^ Jamificn^gtamcn ferner beibe^aften toiH, fo toith in ©emd^beit l)e0 §♦ 4* 
t)er QSerort)nung toom n*«« !lKdri 1812 ^ierburc^ beseugct/ t>ai ter Q^rCff^ 

^tl^ ^l^lxirityLirir^ er — ^ ' ' ""^ f^^"^ iJ^ac^fommen 

af^ ^önigfic^c ^reu§ifci()c ^infdnlJer unt) Staatsbürger angenonimen unl) überall 
SU arf)ten finl)* 

^otSt)am/ l>en ^c;.^«« c/^tj^ 18 VJ. 



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From This Folder and Can Be Found 
in Digital Form In-House, via the 
Online Catalogue 



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bic ^eroit>nc(e Jura mit 






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= ERKST SOEBEN QESTORBEN EEFRDIQUNG MORQEN 14 UHR = t 




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SEDK DA COMPAWHIA- "ELECIRA HOUSEV. VICTORIA EiAüANKXiLKl, LONDCM^J. W. C i 




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'in S«o Paulo. Brasilien, starb 
Im Alter von 76 Jahren der frü- 
here Geheime Regieruh|{trÜ im 
deutschen Reichsverkehrs - Mini- 
j^ eterium Dr. Ernst Valentin; ein 
\< gebäz^er Berliner und fttlhe- 
j Ter Herauai^eber der Zeitschrift 
*We.rkzeugmas Chine". Wilhelm 
hatte Ihn einst als 
usten Automobil- 
Jb«s<äfehnet. 

Ate; AQ^mfibU« ^rtoid Werjczeugma- 
te hingnt n# Mtl «ur Ii«tU^«r t^ Jungen 
Jbhrca MMndc StoUtii WZ»Mtschiand. 
Kiutfand^jmd Chin|Jta|Mt(Dabt und 
. friih dl« KSfA. t« I^HHSViaekm be- 
tetet. S«lii« fTtate^WW^lUumnw war 
«el« Erfolg fllslRelchsdemobllmSitiunsi- 
kommlssar f ür dM deutsche Aotomo- 
bUwMen nach #ln ersten Wettkriege. 
Er wirkte als beratender Ingenieur mit 
dea- lOhrenden AutimiobiUabrikanten 
der flWizen Welt bi». «r unter dem 
Nasfreglme Deutschlaäd verlless, um 
in Brasilien zu arbolen; Alter und 

f?ft?^ fa«ttSy«"g en ihn dann seine Ak- 
I "X5*r J5Mh1|™ Jnehr einzuschränken. 





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^j Geheimrat Dr. Valentin, der siA nicht nur hoh'e Ver- 

r dienste ,um die techniiche und organisatoriiche EUKridt- 

r lung des Kraftfahrweims erwarb, sondern audi einen 

.eigenen; Verlag für tedinisdie Zeitsdiriften und Büdier 

gründete und zu bedeutendem Ansehen bradite, verstarb 

■n Sv> Paulo im ,76. Lebensjahre. 







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vom 13. Huli 1943 



•g^e schrieb f;n von Ernst Flörsheim 
einige Wochen, ehe er abgeholt vTurde 




doch schrecklich leid, ilr 
was EntBkilt aas ihnen weiter 
h- n wir vorläufig noch mit 



Truh.^ hat sich das Lehen ■enonmen, sie starb am 50. Juni. Wir waren 
eanz^erschüttert. .Vir hört.n es hier von Fremden and halten selbst 
keine A^ang. Jetzt hat uns Hago geschrieben. Aber wie und wa» hat 
er nichrhi^zugefügt. Nur die nackte Tatsache. D.r alte Mann tut uns 
er nicnx ninzug ig ^^^ ^^^^ ^^^^ ^^ Lantfe, Heinz auch, aber 

wird, weiss ich nicht. Auf ^eden Fall ste- 
ihnen in Briefwechsel. Trade muss in höch- 
ster"verzweilfung^ gehandelt haben, so hören wir hier von anderen. Von 
Leni inSfrekt w^ gerade noch Nachricht gekommen, die man ihnen nach- 
schicken konnte. Du hattest auch an dort geschrieben, um wegen des 
Visums zu wirsen, aber unterdessen ist ja alles überholt. Trude war 
alsrLriO Tage fort und konnte nicht mehr v;eiter. Wir hatten natur- 
lich gern mehr 'gewusst, aber werden es wohl kaum noch erfahren. Ein 
tragisches Ende . 

(Trude war "fort" in dem Konzentrationslager Westerbork, von wo aus, _ 
r.; chdem dort alles registriert und konfisziert worden war, die Vertei- 
lung in die diversen Todeslager (Vlucht, Ber^en-Belsen, Auschwitz) ge- 
schah) . 

JLeni war dajnals schon in "Schlesien" sprich Auschwitz, und die indi- 
rekte Nachricht von ihr kam über ihren Freund Günther Joel aus Berlin) 



Aus Brief von "ule Lewin an Bruno Valentin vom 7.B.44 

Die Tragjidie Loewenthal habe ich von Anfang an miterlebt und habe es 
doch nicht verhindern können; trotzdem mir Gertrud Medikamente ausge- 
liefert und versprochen hatte, nichts zu untermehm n. Sie hat in sehr 
starker Depression gehandelt. Mann und Sohn sind getrennt und depor- 
tiert worden; ich konnte trotz meines Einflusses es nicht verhindern. 



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Am l\juU U44 verstarb 
•einem "^ Lebensjahr tan La- 
ger Bcrm-Belsen an «nt- 
krSftünc dbln geliebt. Mann.l 
wwer guterVater. Schwieger- 
vater \i. ^rosayvter, der Ner- 1 
verarzt 

Dr. ERNST 
FLORSHEIM 

(Cr. Bertin u.' Amsterdam) 

runbala» »rik. ▼ato»- 

llB. M W. Mth St., N.Y.C. 

9Uamm 4« HaM u. Frau ThM, 
vSr rittnlMlai. IM Bal- 
carce, Buenos Aires, Argt. 

D». Wllbad C. Hula* w._fr^ 
IlM 1^. riOralMim. a W. 

Ißth St., N.Y.C. 

Edaatd« E. no js lia l aa u. Frau 
Esthar gel». Monn. CalJM 
Postal »9a. Sao Paulo, BrazU 

Sasann* Ftanrshalni, 23 Ware 
St., Cambridge 38, Mass. 

IraiM Hula« 

Eraasto Fzancasco Flon]Miia| 

Flavio Eduarde Ftorshaim 



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rcinmtiMrnuDijtfi scmui 

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■ff ilUCÜviw- (ui aga" WHBBBIBI 

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tSmrSn nJU-K" rWTZWKI 

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Irifm ifi « •■^«J«" PiiLiPiUM 

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In Memoriam Wilfred C Hülse 




Es gibt Menschen, die, von einer 
ungeheuren explosiven Kraft er- 
füllt, sich auf das Leben stürzen 
und es in allen seinen Formen 
und Erscheinungen einzufangen 
und zu meistern suchen. Sie sind 
unermüdlich darin. Jede Minute 
Schlaf oder Ruhe scheinen für sie 
verschwendet. Nicht, dass sie 
menschliche Beziehungen miss- 
achten. Sie haben viel übrig für 
Frau und Kinder und auch für 
Gebiete schöpferischen Seins, die 
nicht unerfüllbar zu ihrem eige- 




gross«n ..Teil . des .Landet .be- 
herrscht? Ein Bruder dei Erxbi- 
ichofs, der sein Ami für Nord- 
und Süd- Vietnam erhallen hal. ist 
Leiter der Katholischen Kirche 
in Süd Vietnam. Ein xweiler Bru- 
der. Ngo Dinh Diem, ist der Prä- 
sident von Süd Vietnam, ein drit- 
ter, ML Hhu, kontrolliert all« Ax- 
beilerrerbände in Süd Vietnam 
und seine Frau hat (laut einer 
Bemerkung des Enbischofs su 
dem Korrespondenten der "Bal- 
timore Sun") "ihre Finger in 
kaufmäimischen und industriel- 
len Organisationen des Landes". 
• 

. . . dass die Verwaltung des 
Peace Corps plant, künftighin 
verheiratet« Aerzie in Uebersee 
su verwenden, selbst wenn, wie 
bisher verlangt wurd«. ihre Ehe- 
frauen kein« sp«ii«ll«n Fähigkei- 
ten für d«n UebArsccdiensl b«- 
sitMn7 



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nen Arbeitsbereich gehören. Sie 
sind auch in diesen Distrikten 
ihres Daseins intensiv. 

Solche Menschen drängen mit 
einer ungeheuren Kraft vor- 
wärts, weiten ihre Tätigkeiten 
immer mehr aus, stürmen immer 
neuen Zielen zu. Von einer in- 
neren ungeheuren Dynamik ge- 
trieben, sind sie keineswegs im- 
mer sehr einfach und, Persönlich- 
keiten von strotzender Kraft die 
sie sind, geistig und physisch, er- 
regen sie vielfach Neid und Geg- 
nerschaft der Langsameren, der 
Schwächeren, der hinter solchem 
Tempo Zurückbleibenden. Mit 
anderen Worten: sie haben viele 
Kämpfe zu bestehen und der 
Sprung von Stufe zu Stufe auf 
der Leiter des Erfolges muss im- 
mer hart erstritten werden. Aber 
sie schaffen es. Und wenn sie bei- 
nahe ganz oben sind, beinahe an 
der Spitze der Leiter, die in den 
Himmel ihrer Ziele stösst, werdeit 
sie von einem jähen Schicksal ge- 
fällt. Es ist, als ob der Neid der 
Götter über soviel glückliches 
Schaffen eines Menschenkindes 
sie endlich, tödlich erreicht hat. 

Solch ein Mann war Wilfred C. 
Hülse, der aus einem Konzert in 
der Carnegie Hall kommend, und 
noch eine kurze Stunde des Ge- 
sprächs im Russian Tea Room, 
den er sehr gern besuchte, genies- 
send, bei dessen Verlassen jäh 
umsank. Der Tod hatte wenige 
Sekunden gebraucht, um den 
Strich unter die Rechnung dieses 
Lebens zu ziehen. 

Dr. Wilfred C. Hülse, Arzt, 
Wissenschaftler, Psychoanalytiker 
ersten Ranges und mit tausend 
Fäden der Sozialfürsorge dieser 
Stadt verbunden, ist für den Auf- 
bau und den New World Club ein 
Mann von grosser Bedeutung ge- 
wesen. Er hat nicht nur im Club, 
dessen zeitweiliger Präsident er 
war, jahrelang produktiv an des- 
sen Ausweitung zu einem sozialen 
Organ der Hitler - Immigration 
entscheidend mitgewirkt, sondern 
auch in Zeiten, da der Aufbau 
noch ein kleines, unscheinbares 
Mitteilungsblatt war, wesentlich 
dazu beigetragen, dass sich aus 
ihm ein Organ entwickeln konnte, 
das über parochiale Interessen 
einer kleinen Gruppe hinaus zum 
Repräsentanten einer ganzen Ge- 
neration der deutschsprachigen 
Einwanderung in die Vereinigten 
Staaten wurde. 

Hülse hat von vornherein ge- 
wusst, was der Aufbau werden 



konnte, wenn er seine Ziele weit 
und hoch steckte, und er hat 
glücklicherweise in dem damali- 
gen German Jewish Club auch 
Helfer gefunden, die mit ihm in 
der gleichen Richtung dachten. 
Der Schreiber dieser Zeilen ver- 
dankt es Dr. Wilfred C. Hülse, 
dass er nunmehr seit über 22 Jah- 
ren den Aufbau leiten kann. Denn 
es geschah auf Hulses Veranlas- 
sung, dass er ein halbes Jahr nach 
seiner Einwanderung von der 
Westküste nach New York zu- 



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FrMoy, January 19, 1962 



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Am 9. Januar 1962 verschied mitten aus 
einem arbeitsreichen Leben unerwartet unser 
Heber Mann. Vater, Grossvater, Bruder und 
Schwiegersohn 

Dr. med. WILFRED C. HÜLSE 

in seinem 61. Lebensjahr. 
In tiefer Trauer: 

ILSE C. HUU5E, geb. nörsheim 
, JOHN und IRENE ROSS 

DAVID iBid WILUAM 

Dr. HEINZ G. und HELEN COHN 

Dr. HANS H. und LEONA COHN 

DORA FLÖRSHEIM 
350 Central Park West 
New York 25. N.Y. 



In grosaer Trauer und EracKütterung teilen wir hiermit 
Ja« unerwartet« Ableben de* langjährigen Mitglied« 
unsere« Board of Directora und zeitweiligen Präsidenten 
de« New World Club 

Dr. WILFRED C. HÜLSE 

allen KlubmitgUedern und Freunden mit. 

Dr. Wilfred C. Hulae i«t in den Jahrzehnten seiner 
Zusammenarbeit mit un« immer eine treibende und 
achöpferiache Kraft gewesen. Seine starke Persönlichkeit 
hat der Entwicklung, der Arbeit und den Zielen de« 
Klubs in vielfacher Hinsicht seinen Stempel aufgedrückt. 
Unausgesetzt bemüht der Idee zu dienen, aus der der 
New World Club geboren wurde — nämlich der Ein- 
gHederung der Hitler-FlfichtlinKe in diese« Land — hat 
sich der Verstorben« unermüdlich und erfolgreich für 
diese Ziel« einge«etzt. 

Mit Wilfred C. Hulae I«t ein Mann, immer voll von 
Ideen und beflügelt von einer kompromisslosen Ueber- 
Zeugung, dahingegangen. Aber die grosse Arbeit, die er 
für den New World Club, die gesamte Immigration seit 
1933 und nicht zuletzt als ein ständiger Berater und 
Wegweiser für den "Aufbau" geleistet hat, wird weiter 
auf viele Jahre kiaau« ihre Früchte tragen itad voa 
seinem Wirken zeugen. 

LUDWIG LOWENSTEIN 

President, New World Club 

ALFRED PRAGER 

Vorsitzender, "Aufbau"-Komile« 

MANFRED GEORGE 

Chefredakteur. "Aufbau** 



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The Board of Directors and the ^taflF of United 
Help, Inc., were saddened' by the untimely 
passing of 

Dr. WILFRED C. HÜLSE 

He served United Help since its inception as 
Secretary of its Board and Chairman of its 
Individual Aid and Scholarship Committees. He 
was held in high esteem for bis distinguished con- 
tributions and his devotion to the aims of the 
agency. His counsel will be sorely missed. 
HANS J. FRANK, President 
KURT G. HERZ, Executive DIrector 



We deeply mourn the sudden and untimely 
deeth of our colleague and friend 

Dr. WILFRED C. HÜLSE 

He served as a member of our Board of Di- 
rectors since the inception of our Federation and 
always participated actively in our manifold tasks 
and our work. 

His eminent gifts of mind and soul made him a 
constant source of Inspiration and encouragement 
for all of US. 

AMERICAN FEDERATION OF JEWS 

FROM CENTRAL EUROPE 

Dr. Max Gruenewald, President 

Dr. Herman Müller, Executive Vice Pres. 



The Council for the Protection of the Right« and In- 
terest« of Nazi Victims in the Former Berlin Medical 
Profeaaion recorda with deepeat regret the untimely death 

Dr. WILFRED C. HÜLSE 

member of our Executive Council. 

Hi« memory will be cheriahed with great reapect and 
gratitude. 

FREDERICK S. ARON, FRITZ W. ARNOLD, 
Chairman Legal Adviaor 



In tiefater Trauer zeigen wir hiermit daa plötzlich« 
Hinacheiden unseres langjährigen und hochverehrten 
Präsidenten 

Dr. WILFRED C. HÜLSE 



Der Verstorbene h«t — ^ mit einer kurzen Unterbre- 
chung während der Kriegsjahre — von der Gründung bis 
z<4 seinem Tode die Geachick« der Blue Card geleitet. Er 
war unaer treueater, dynamiachater und nie ermüdender 
Mitarbeiter. Ihm ist es zu verdanken, das« sich unser 
Hilfswerk von kleinen Anfängen zu der geachteten Stel- 
lung, die es heute im Kreise unserer Gemeinschaft ein* 
nimmt, entwickelt hat. 

Seinen warmherzigen und weisen Rat und seine tat- 
kräftige Förderung unserer guten Sache werden wir 
schmerzlich vermissen. Das Andenken an ihn aber wird 
uns ateta ein mahnender Anaporn aein, daa Werk der 
Blue Card in aeinem Sinne weiterzuführen. 

THE BLUE CARD, INC. 
Rabbiner Dr. Lee Baen^ald Alfred Moaer 

Chairman of the Board of Directors Executive Secretary 



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AUFBAU 



Gedenkfeier für Wi/fred C. Hülse 



Der Bedeutung von Dr. Wilfred 
C. Hülse, der im Januar dieses 
Jahres mitten aus einem arbeits- 
reichen Leben schied, ist in die- 
sem Blatte bereits eingehend ge- 
Group Psychotherapy Society ver- 
gangenen Woche von der Eastern 
dacht worden. Eine in der ver- 
anstaltete Zusammenkunft, sei- 
nem Andenken gewidmet, stellte 
eindrucksvoll das Leben und Wir- 
ken dieser vielseitig imd tief- 
gründig gewesenen Persönlich- 
keit, gesehen von der Warte der 
Berufskollegen, dar. 

Seine Tätigkeit als Arzt, als 
Psychiater, seine wissenschaftli- 
chen Leistungen, seine vielen Ver- 
öffentlichungen in der FachUtera- 
tur, seine bahnbrechende Piomer- 
tätigkeit auf dem Gebiete der 
Gruppenpsychotherapie im beson- 
deren wie seine internationale 
Bedeutung und seine mannigfal- 
tigen sozialen Funktionen und 
Leistungen wurden von verschie- 
denen Rednern dargestellt. Im 
Mittelpunkt der Veranstaltung 



stand die eindrucksvolle Anspra- 
che von S. R. Slavson, dem Präsi- 
dent-Emeritus der American 
Group Psychotherapy Association, 
der in bewegten Worten unter- 
strich, welch persönlichen Verlust 
er durch das Ableben von Dr. 
Hülse erlitten habe, ohne den er 
nicht mehr in der Lage sei, ge- 
wisse Arbeitsprojekte durchzu- 
führen, bei denen er auf die Mit- 
arbeit des so unerwartet früh 
Verschiedenen gerechnet hatte. 

Der Präsident der World Fede- 
ration of Mental Health, Dr. 
George S. Stevenson, würdigte 
das Wirken des Verstorbene im 
Rahmen dieser Weltorganisation. 
Dr. Harold Leopold sprach als 
Freund des Dahingeschiedenen. 

Die Leitung des Abends lag in 
den Händen von Asya Kadis, der 
Präsidentin der Eastern Group 
Psychotherapy Society. Sie schloss 
die Kundgebung mit der Zitie- 
rung der von Ruth Cohn-Wolt- 
man stammenden Gedenkworte: 
"There were cfiildrcn in pain. / 
There were men and women luith- 
out a country / and old people 
lacking medical care. / There 
were tortured minds. I There 
were also people who ujanted to 
help. / Yet did not get together to 
do so. / 'Something has to be donc 
ahout it' / you said. / And you 
always did." ^^ 



I O J 



Dr. W. C. HÜLSE 




^^■i ^2. 




Dienstag abend wurde un- 
igjähriger Freund und 'Mit- 
arbeiter Dr. Wilfred C. Hülse 
plötzlich dahingerafft. Dr. Hülse 
hatte an dem Abend ein Konzert 
m der Carnegie Hall besucht und 
erlitt kurz danach eine Herz- 
attacke, die den sofortigen Tod 
zur Folge hatte. Die Beerdigung 
findet am Donnerstag, 11. Januar, 
11.45 a. m., in der Riverside 
Memorial Chapel (Amsterdam 
Avenue. Cor. 76th Street) statt. 
Es wird gebeten, etwaige Blu- 
menspenden durch Zuwendungen 
an die Blue Card abzulösen. 

Dr. Wilfred C. Hülse gehörte zu 
den Männern, die den "Aufbau" 



3 

von Anfang an mitschufen, war 
gleichzeitig langjähriges Vor- 
standsmitglied des New World 
Club und zeitweilig dessen Prä- 
sident; er war auch viele Jahre 
Vorsitzender des "Aufbau"-Ko- 
mitees. Er hat sich unvergessliche 
Verdienste um unser Blatt und 
den New World Club erworben .Er 
war weiterhin einer der Schöpfer 
der "Blue Card" und machte sie 
zu dem, was sie heute ist; seit 
über einer Dekade war er deren 
Präsident. 

Wir werden über Dr. Wilfred 
C. Hülse, den Arzt, Wissenschaft- 
ler, unermüdlichen Helfer der 
Immigration seit 1933, Freund 
und Vorbild eines immer schöp- 
ferischen Menschen im nächsten 
"Aufbau" eine ausführliche Wür- 
digung bringen. 



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f erdienstkreuz für Prof. Valentii 

em in Brasilien lebenden früheren Leitenden i 
Annastiftes Hannover. P™J- °'„,J"f°- r?'i 
lentin. ist in der deutsAen BotsAaft m RioJ 
iiro das ihm vom Bundespräsidenten verlietn 
fße verdienstkreuz überreidit worde^ Profe 
lentin. der im September das 80 Lebe«s^ahr_ 
bete und trotz seines hohen Alters nodi wia 
laftll* tätig ist. wirkte am Annastift von 1924 
t SP«"" mußte er Deutsdiland aus rass^ 
{finden verlassen. Sein Wirken zum Wohle I 
krperbehinderten ist nodi heule unvergessen. , 




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Chronik ein« »•.'«»^ 

nover). hat lur JJ^^^e^ielfaltlg- 
men a^etwa 80 jerv^^ 

Familien ^»XJTnd" in erzah- 
Manl«lnjM;«el^,geTegt. Die 
lender '»'«tJrttod die Faml- 
V^^^ *vSS dS beiden lete- 
hSndi.'^iS'MSttersSeU^^^ 

Sirdabel aus ^^^Zt 
LrchlY wie ft^ *^S jüdischen 

rung. aber »««J '"^nd vor al- 
Nachschtagewerken un ^_ 

lern auf »«^^'^^6 Familien. 
Material; ^«t «lezu^^er- 

P'e^L^ Älhwn Ursprung I 
folgt »tod, haoen 1 .^ 

im wesenUichen in ^^ 

Auch der au^e^^t findet 
interessante Hjwei ^^«n- 

auf a«*^^^' den Münzmeister 
hänge so auf den ^ ^^^^^\ 

Frledrlcha de« oro^ ^ gerlln 

hm3S?i9)."den Hof^if^^^ 

i^^^'^'^lSfgSSin^ä^te^I^H 
1865 in Berllni^r^ dxAabcr: 1 

Valentin & BA«^®"^ gniU B«- , 
juUus Val^^n und_E^^, , 

thenau, «f ^\.„en- und Muni- 
A.E.O.).^e wallen ^^ & Co., 

tlonsf abrlk ^^*?'gerSa-Manhei- 
dle Morito- und Bervn^ ^rr\€tL-\ 
Uer-Stiftun« (1920^ J^ ^g^len 

l Kinder- «"SuSh auf den 

L'^r^ÄetSeS^-r! 

1 waren. 



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15 



Lire». 



- • I I I I' I ■ ^^~— "■ ' ' 1 T" ■ ■ ,". ' 

Leopold Kuenstler sandte folcanden Üacliruf der juedischen TTochen- 
zeitung, Dueäseldorf ein: P ro£.>ar . Sruno V alentin, der am ""^^ 
Oktober i960 in i.lter von o4 fahren Tn Hannover gestorbene 
Orthopaede, ist auch durch seine noch in der Enigratioa in Bi 
silien 'begonnene und 1963 abgeschlossene "Geschichte der Fami- 
lien Valentin-Loev/en und ilanheiraer-Behrend" l^elcannt geworden. • 
liier hat er, aus seinem Privatarchiv »./ie aus seiner Erinnerung, 
aber auch aus anderen .uellen schpepfend, in erzaehlender Form 
ueber die Familien vaeterlicherseits und muetterlicherseits be- 
richtet. Der Äutor vrar ein En^cel von Valentin ilanheimer (Goromern 




(1315 - Derlin 



1089) 



dem 



Degruender der Berliner Konfehtionl337 



und spaeteren Geheimen liommerzienrat. Prof. Valentin, ge:x>rener 

berliner, i7ar vor seiner i.usv/anderung (1936) als pralcti zierender 
und lehrender 7j:zt in Prantfurt am Ilain, Meidel'Derg und Hannovee 
tecqtig. nr hat auch in der rorueppelfuersorge eine "olle gc 
spielt. Hoch in nio de Janeiro erhielt er das Grosse 3undes= 
verdienstkreus. Seine letzten Lebensjahre veri:)rachte er in 
Hannover. 

"der rmfbau" schrieb: Im /.Iter von 8/!- Jaliren starb in Hannover 
Pyof. Dr.i -d.Druno Vilentin, der sich als Orthopaede weit ueber 
Deu"- chland hinaus einen Hamen goacht liatte. Der geb. Berliner 
habi; Itierte mit seiner Jirbeit ueber 31:elettveraenderungen bei 
Geburtslaeliraumgen und begann seine chirugische Z.usbildung unter 
Ilortiz :Lorchardt und Jnderlin in Heidelberg. 1924 xmrde er Chf- 
arzt der orthopaedisclien Heil- und Lehranstalt Hannover und zu- 
gleich Landesarzt der Behinderungsfuersorge in der Provinz 
Hannover, iiit grosser Sorgfalt und geradezu vaeterlicher Fuer- 
sorge naiiia er sich der aerztlichen Betreuung vericrueppelter 



I^inder an und baute zugleich ein grosses, 

liches Her!: auf, das sich im v;esentlichen 

forschungder Hissbildungen iDeschaeftigte, 

ztmnen, Deutschland zu verlassen. Rio de 

Jahre lang zv/eite Heimat, bis er im J»pr61 

zuruecklcehrte . 1960 erschien von ilim ein 

die Geschichte der Orthopaedie, 19 66 "Sie Geschichte der Fuss- 

pf lege " 



^richtiges , vrissenschaf t- 
mit der Honstitionsf- 

1936 v;ar er ge- 
Janairo \/ar ihm 30 
1967 nach hannover z 
umfassendes Heric ueber 



^ 



Durch das Hinscheiden seirhes Vajk^ers Karl ?.. am 21.1.70 wurde 
unser Db. Fritz Rosenthal in tiefe Trauer versetzt. 
Der r.ufbau widmete iliia folgenden Hachruf:.im 21. Januar starb 
Justiztat Dr. Karl Rosentha^, gebuerticrer- w^^(^y^•^o■rrtc^^ — dxa«. f»"i^4-'^i- 



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16/12/60. 



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20 Muthaiga Place, 
GrleÄWOod, 
Durban, 
South Africa. 



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Dear Bruno, 

Many thanks for your letter of the 3th September - it was nice 
to hear from you again. 

Entschuldige - ich bin so an das Englisch gewöhnt. Ich hoffe 
daß es Dir gut geht und daß Du den Sommer nicht zu heiß findest. 
Es tut mir nur leid, daß Brasilien zwar nicht zeitlich, aber 
geldlich noch so weit von uns weg ist, da ich gerne euch alle 
dort schon einmal besucht hätte. Na, vielleicht macht es sich 
noch einmal. 

fielfeJS^^ Dein Familienarchiv anbetrifft, kann ich leider we/nig 
, da in unseren verschiedenen Umzügen viele von den alten 
Papieren etc. nicht mitgekommen sind. Es muß aber eine überaus 
interessante Arbeit sein. 

Mir und meiner Familie geht es gut. Meine Tochter Ciaire 
geht nächstes Jahr zur Schule and mein Sohn Peter fängt gerade 
zu laufen an. 

Mit besten Wünschen für Weihnachten und das naue Jahr, 

Dein 




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Prof .Drf. Bruno Valentin Rio de Janeiro-Copacabana (Brasil) 



Caixa lostal 592 - ZG 07 



den 20.12.1964 



Lieber Ferr Valentin ! 

Eigentlich mtiaste ich Sie mit "Du" und "Neffe" anreden, denn fttr 
4?^of9^» ^.4.i^8eaV^t^,gr|fT«i^*Getoi»obl lau^DeTat^öken keineyi andere Be= 
jei,chniin^^S^itjjlb|»er;aWfel^n«chi6kf rtQijl?abe; icij nicb . SÄhtj^Ä^f ^^wt vh^tt^fr 
sie meihe Adresse von Ihrer Mutter ? Von ihr habe ich lange nichts 
gehört, wie mag es ihr gehen ? Ihren Vetter Zelter habe ich vor eini« 
gen Jahren in Bad Oldesloe besucht; ich hatte ihm vor meiner Au3wan= 
derung im Jahre 1938 vi^le' Familienbilder etc. geschickt, da ich eie 
nicM HEi'tnÄÜJitten^^ortöit'e.Ihre Tante Toni Zelter hatte sie mir etwa 1933 
^H:V^^e^*^<2ft Ä>.'^Ä^beiO«I<«14-«j:' ;i9t allee die£:es Material in Neu= 
jw^s .^^iytVcltgsbJliöbeja und woirl v.o«! <Ienc -Süssen b^iK^Einraä-if^eh Vöttaic^'fc'Ä^ 
worden, wie mir Herr Zelter sa^te.I.ch hatt^ ^aber rechtzeitig mir ?^o« 
■IkHlG ^*e rf Von ■ \i i e« ein "xmd ■ and'e^Äii ■ l&ijl d etn etc. mach e n la säen . 15^ is t -^ 
Ihne3*^Tiiel"l^ic*t ^b^Jeanrifi d*^^^T^t:^W Valentin "'ClHr 'ÖnT^elJ ' den ersten 
^twurX ;^in^r Fa«^il;i,eng«schicht^.'^r«rf aast hat; auch 'ich habe mich stets 
,.di;e ;i^ooGhdici;i;tQ 4or ij'^jijiiijsndVALirl^TIIJ - •I,o:qvvEN interes'si&rt ,u»id so 
e ich, äpMr* MP ^^twient. rii» fi«»s9 Ihrer GTO^aelterif in döi*^ RaUöhs^r. 
j,.^t.^^ ..^Anfi.^3 9heÄ,p^9j-^l^^B :V«a.Äa!t?in geaaiimalt hatte, ölÄter habe ioh 
Jpum eifrilf mit Ma,rtiii äug£|^t»U9<Ät,wa-3 jedi^r l^eueH gefunden hätte ^- 
^*^r .^ijner Keihe von Jal»jren-hftl)<^/icli dann eine Familiengöe'obiöbte mei= 
n^r lief den tot,e^ja igeschrieben,die' ich jetzt habe drucken lassen, unter 
Verwendiws ,YonTh<^to^iri«^iQn^,^ift)'Äljoh auch' von der Familiid ÜOBWBWSi. 
^-J^^^ ^fti Mi*^* ^; ^ ^^ /d«^ iA j4'^t 3^, ^Vi^fi^ jTEkqteb; mehiE, .ic^m^it, h atoem ■ ■ f^ T = 

jjj gGU u^cpa^Gü j,g8GU aojj Tcp gjG Gi-üi'eu HixeiabjaLG qGi ]g^^^ 
■An^foi. ijaLsa ai.oaaA&j'Gi'a 'ii7jj/iB A* ^9^ "sjug e6poi.«Aue i'osMSU' 







w,V++f^^'?u^^^ geordnetos Pamilien-Archir.Zu Ihrer Orientierung: die 
Mutter Ihres Groasraters Julius V. war eine geborene Loewen. 

In den nächsten Tagen soll ich die ersten Exemplare der letzt Ite« 
druckton i'amilicngeschichte erhalten;darin habe ich auch Ihren Gross= 



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\^: ?-jLr^'^^^'^^- xE^^^npJaj:*^ ;ß^r «ev^haben wollen^ foji^ /l»at5»^ ritft- ^l^e 
JBchräirikte An^h3»: ai^e^-^n; la^Än,».aber..Bchonj i:jetErb' «^lJi«&in'>ßi}^^%i*fö% 
V erwa?^d,te , \^^^ d|n^n, »i^hj latmrß, jiipteba.. goiittrt hQh&\ mwiderti mft<}i 'Oäkfe* 
ils^yion^n^w^e ,e^^».., äae Iieo-jBaec.lc^Ii;ijatitu,t jin >fep/:.Y<vrk,ö-i^©^ mi«*: ■■ o 



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TU fiüq öjqcüjoc pbüircp^ijcp ps^^G jpm aol iD6Ti;6i. Y-'^^m^^'« 

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JfiröPJöreib^n 3jß3;.m|r.4j{>cb;„geaeg9n;bilLohTejtwB?cflb«r>Ih*«vMttitt^^^^ 
Jchif;l€<ter und tibeptdie NacbkoBoon Jon Zeitejr^kj /GTkfGX^ suqei.e 5«= 
EJßGJjj^jjcp ujflBt.4^ iGp y:rG JüJi ..i)n., nug ../t-lie, 

G9TX» l.oacgj ^ö^^ - xc ÜA 



»DLGqGU'gGUJJ ^(Jl. 



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RUPRECHT W. VALENTIN 



1000 BERLIN 61 

QROSSBEERENSTRASSE 71 
RUF: 18 02 Ol 



5.1.1965 

^.^■^^^ 

Lieber Onkel Bruno ! 

Ich habe mich so aehr über Deinen Brief vom 20.12. 
gefreut. Noch mehr aber , daß ich nun endlich wied«r einen "Onkel " 
habe. Gerne bin ich wieder Ne|fe. Ganz schnell erat mal"Pamilie" . 
Meine geliebte Mutter verstarb vor einem Jahr (29.12.63.) in Palma 
de Mallorca. Ich hatte, wenn ich mich nicht irre auch eine Anzeige 
nach Ri^ geschickt. Natürlich kann sie verloren gegangen sein. Ich 
flog auf ein Telegramm hin am 18.12. nach Palma, traf sie dort sehr 
leidend an. Bwei Tage später kam meine Nichte Eleonor Klein aus London 
und meine Neffe Bruce Valentin aus St. Gallen ( Sohn von Eberhard V.). 
Meine Schwester Anna-Luise Klein kam einige Tage später aus Johannesbur 
Mein ältester Bruder Konrad konnte dann noch nur zur Beerdigung kommen. 
Mama starb so wie sie gelebt hat. Eine große Dame, in vollem Gottvers 
trauen. Sie wußte, daß sie sterben würde ( es war ein zu spät erkannter 
Darmverschluß ) und machte in aller Gelassenheit ihre Vorbereitungen. 
Sie ist in Palma beerdigt. Ich habe aber die Absicht, die Leiche 
eines Tages nach Berlin zu überfuhren und sie dort auf dem Dahlemer 
Friedhof neben ihrem Mann und ihrer sehr geliebten Mutter ( Anna. Marx ) 
zur Ruhe zu legen. 

Pamilienbilder. Es ist wirklich ein Jammer, daß das alles kaput ist. 
Du hattest der Mama aber noch Photos gegeben. Diese habe ich nochmals 
abphotogrephieren lassen bezw. vergrößern und habe diese mit Namen 
und Daten an meine Geschwister geschickt. Rosa Loewen war die Dame 
im blauen Kleide, was sie angeblich, so sagt es die Pama , nie besessen 
hat, dß ihr Mann die Farbe unschicklich fand. Meine Nichte Anna-Talbott 
, Konrads älteste Tochter , ist ihr sehr ähnlich. Sie hat jetzt am 29.12, 
geheiratet. Ich besitze noch eine Miniatur von|i Xnnchen Und Julius 
Valentin aber schon im vorgerückten Alter. Die Miniatur des Paares 
als Brautleute müßte mein Bruder Konrad haben. Das Petschaft ( Holz 
mit Messingplatte ) von Martin Valentin ( Mann von Rosa ) hat mein 
Bruder Eberhard. So hat jeder etwas. Die PamilisLoewen habe ich leider 
n*i kennengelernt. Im Berliner Telefonbuch ist keine verzeichnet. 
Meine Geschwister sind ai^r, wie Du vielleicht weißt ,alle verheiratet. 
Konrad W.Valentin -Phyllis Ivin .Eine Tochter Anne Talbott,ein Sohn 
Randolph. 1304 Barkley Avenue, Plorence, sd\h Carolina. USA. Ist 
Verkäufer bei Volkswagen in Plorence. Anna Luise Valentin - Hanns 
Richard Kl^in^_^5ocht5j^^Jleo^^o|.^ y^^^^^^ 18Jahr.. 

Gesoheidtes KindY'Eberhard W.Valentin - Peggy Schmidt. 2 Söhne 
Bruce 16 Jahre , Robert 6 Jahre. Ist Personaldirektor bei Volkswagen 



o n 
u u 



RUPRECHT W. VALENTIN 



1000 BERLIN 61 

QROSSBEERENSTRASSE 71 
RUF: 18 02 01 



i Volkswagen of Amerika in Englewood, New Jersey. Anschrift i 4506, 
Greenbush Road, Blauvelt, N.Y. USA. 

Ich bin Jungieselle geblieben. Man maß sich ja um die anderen kümmern 
können • 

Zelter: Hellmat Zelter - Ilse Behrenda, leben in Bad Oldesloe .Sohn 
Karl-Friedrich. Hat^eheiratet Antje. . . ? Zwei Töchter noch sehr klein. 
Ist irgendetwas Bedeutendes bei Ford in KölÄ^hein. y ^^^^ >. '^^'^^ 
Joachim Zelter - Grete . . .?iSöhne Burckhard und Rudolf. Burokhardt 
studiert in Berlin Flugzeugbau. Rudolf verheiratet , eine Tochter. 
Kenne sie nicht. Joachim ist vor zwei Jahren an einem Unfall verstorben. 
Annemarie von Witzleben geb. Zelter. Schon sehr lange geschieden, lebt 
in München und ist mit tat allen verkracht. Hat einen Freund von Gonthardt 
( Pferdemaler ?) 

Dieses ist eine Familiengeschichte im Telegrammstiel. Ich habe noch einige 
Briefe von Anna Valentin, die mir jetzt im Erbwege zugekommen sind, habe 
aber bis jetzt noch nicht die Zeit gehabt sie zu lesen oderzu ordnen. 
Wenn es möglich ist, wäre ich für eine Ausgabe Deiner Famllengeschlchte 
sehr dankbar. Ich würde sie dann reitaan an meine Geschwister weltergeben. 
Von Rathenau weiß loh nur, daß J.V. und £.R. zusammen in einem Haus in 
der Chausseestr. gewohnt haben. Dieses war eins der ersten privaten 
Häuser, die Elektrizität und Zentralheizung hatten. Frau R. cUie keine 
Schönheit gewesen seien soll und A.V. unterhielten sich jeden Morgen 
auf der Hintertreppe ( bischen tratschen ) wobei Frau R. immer ein 
weißes Atlas Morgenkleid getragen haben soll. Die Freundschaft zwischen 
J.V. und E.R. zerbrach, als R. sich auch die Valentlnschen Anteile der 
AEG unter den Nagel riß. ( Kann loh natürlich nie beweisen, aber so sagt 

Nun ist es aber genug für heute. Bitte sei nicht böse, wenn ich selten 
schreibe. Arbeit von 7 Uhr früh bis 6 Uhr Abends und dann noch Anderes 
dazu die Geschwister und die/ Verwaltung der Anteile in Madrid und das 
Haus in Palma. Für Beschäftigung ist gesorgt. 

Viele herzliche Grüße 

Dein 




u u c 



RUPRECHT W, VALENTIN 



1000 BERLIN 61 

QROSSBEERENSTRASSE 71 
RUF: 18 02 Ol 



15.1.1965. 



Lieber Onkel Bruno , genannt Onkel Professor ! 

Vielen Dank fUr Deinen Brief vom 8.1.65. 
Bei mir wird das auch nur ein ganz kurzer Brief. 
Geld, DM 12,- wird heute oder am Montag an die Bank überwiegen. 
Weitere Exemplare : Ich werde das Exemplar, was Du mir geschickt ha*, 
lesen und dann an meine Geschwister weitergeben. Es müßte dann bei 
meinem ältesten Bruder Konrad tn USA bleiben. Für mich werde ich 
höchstens einige Auszüge machen, um diese Sachen dann mit der Pamiliengeii 
geschichte Kollmann - Marx ( meine Mutter ) zuaammenzubringnen, damit 
dort ein Übergang besteht. In Berlin leben zwei Kusinen meiner Mutter, 
die ganz gut mit der Marx' sehen Geschichte beschlagen sind und die die 
Ahnen nur so herunterrasseln können. Mit denen will ich mich , wenn 
es die Zeit mal erlaubt, zusammensetzen und die ganze Sache in großen 
Zügen aufschreiben. Es ist ja immerhin ganz interessant. 
Jetzt muß ich gleich zum Geburtstage von Frl. Helene Bachmann ( 72 ) 
Bachi war schon in der Firma zu Zeiten von Julius Valentin, war dann 
die Privataekretärin meines Vaters und seiner verschiedenen Nachfolger. 
Sie hat immer treu zu unserer Familie gehalten und lebt jetzt im 
wohlverdienten Ruhestand. Seit Kriegsende lebte sie möbelliert und hat 
nun, Beit einem halben Jahr eine eigene v/ohnung wieder und " empfängt ". 
Auch sie soll die Familiengeschichte lesen, ienn es mir gelingt, so 
wird sie einige Anekdoten über Julius und seine Kinder aufschreiben , 
die ich dann weitergeben werde. Hoffentlich wird was draus. Am 29.1, 
Kommen Hellmut Zelter und seine Frau zu Besuch zur "Grünen Woche " . 
Irgendwann muß ich noch meine '^Vohnung saubermachen, sonst sieht es zu 
schlampig aus. 

In diesem Sinne , alles Gute 




X 



U U J 



Prof .Dr. Bruno Valentin Bio de Janeiro-Cor^oobana ^Braoll) 

TJ V Caixa Poatal 3Q2 - vr nj 

Lieber neugeborener Ne«e Ruprecht ! ''' "' " ,en S.Januar 1965 

tet-bi-achtelr^'Sirlocf "achrinht""""'?'?« ""' 8'°«" »>-"<ie berei= 
werten Stamn.ee VaLn?ln,d?e "h" T wohf 1^ Mitglleaern des ehren" 
Ton anderen hatte ich keine VpL+;?: Z°^i '*'" """«" "«o'' kannte, aber 
geschenk hat mir unser Sohn dirseir?«"lf °" «»/i«!'»!« WeihAachL- 
lieogeschiohte im Druck (hektoarlBMei??*!" ^Z" "J'" '«»-fasste Fami= 
Schiffapoet als Eruc^k^ar-v," »iS*??? ?"' «««eben.Ich sende Dir mit 

nein Konto ?405nei~der Dreednfr Banfc T "'"" "*°'''^'' 12-00 a« 
der HerBtellung.,preis. ^"^<*n" ^»"^ Hannover zu flberv/eisen;da3 ist 

yon'lullU8'v!'da*ich%a'keine 'lLlVTt\^l^'' genannten nachkommen 
ein Exemplar der 7^ilLn^e^oV?^v^!^\^°''^?^'*^"=ll«"^-t ""li-^n einige 
schränkte £ehl Ex^SSlare f ?^^v»« i '"'*"'"-I«l' habe aber nur eine bei 

Viel Anrord6?irJen ?on Ver^ndten unrv;;^«-,?°''°" ^'l'^ *'^^™'^'« "^ "' 
(s.B.Ieo Haeck-In8titute!Ja?bure-In^?i'S* !f '? T°" BohBrden usw. 
erachöprt sein wird. Also h?+f«f7iv-, !^'=*' •'^^^^ ^i« Auflage bald 
plare ?o„ DeinerLeütergeitt5n:c?t\:rLn-7^ Nachricht. wieviel lxem=" 

.ieJ?Se?r*1u??*rL?rf^^^ih=^ ge?^?«%'^t\?'-\^^-^'^=>^''^-^^ "- - 

-e war in Johannesburg ^i? ^r'l^^^^lt^^^J^r''' 
Alles (,ute (in Biie) und nochmals Dank fOr Brief ! 



80 



H U V 



I 



lieber Kuprocht ! _ ^on 27.!)ez-Tnb-r 196? 

tenen Paiail Len-^Taoh?^!^+^^"i^/^^ Deinen Brief nowie ffiv i^ , • 

er^jiDt 



ner 



viel St auf auf^ewj 
gehört haben. 



— .^«^.t,-o ,it;uacrit j:.at,maß Dir der " 
Alles Gute auch von uns für I966 von Deinem 



*«.j. x:?<;;o von üei 

t haben. ^'^^ ^^^^ nicht zu Ende i3t,w 



Brasil", die ..ier 
"irst Du {»icüer 



U U J 




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Mrs.i Anna^ Klein. Johannesburg (South Africa).42, 6th Avenue 
. , Parktown-North 



/ 



Sehr verehrte Nichte ! 



den 7. Februar 1965 



der Ihnen inzwischen 
Ihre Adresse mit, und 
Ilse von Sucro, worin 



So darf ich Sie wohl nennen. Ihr Onkeik Rupert, 
vielleicht auch schon geschrieben hat, teilte mir 
eben erhalte ich einen Brief von meiner Schwester 
A^ TU T, . ' ^^® schreibt, dass sie Sie besucht hat. um dort di^ 

«er 2M? lltl^'' befindlichen Familienbilder anzuseheS:ich hab. vor lan= 
ger zeit schon eine Familiengeschichte verfesst.die j nh letzt bab^ cirnnWr, 

TSnI'7eitefv«i-' ^\' ^MA;^^-ÄIMER, meine Eltern) .Zusammen mit^Martin V. unf" 
Toni Zelter habe ich s.?t. das fÄaterial dazu gesammelt und e>^^ =:üäter 
durch eigene Archiv-Studien vervollständigt. Ihrer Mutter habe i?h Aba^üirP 
2ir ieine^sX^^te^Ilf 'f ''^5^" Photogrfphien gesch'ickt'Sun schreib?^' 



schreiben Sie mir bald, denn ich habe nur eine beschränkte 
lassen. Der Herstellungspreis beträgt " 
den Betrag können Sie auf mein Konto 
Hannover überweisen lassen. 

Mit besten Onkel-Grftssen Ihr 



Anza};il drucken 

I 3.00 oder DM 12.00 oder £ ik.5.-; 
N« 34 056 bei der Dresdner Banic 



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tidita"^©l90 leBQlb ±od ab'iew bau ntlieQ dosn ifouB rfol »-«o^f rioil 
^ .nsriouelufl &t9qun lebui^ nenlea 

liebe Nichte Anna ! *** i^.lfc» i%fe 

Zunächst schlage ich yor,da88 wir "Du" aueinander 
Bagen,wie ich ea auch mit Deinem Bruder Rupert (den ich irrtümlich in 
meinem Schreiben rom 7. Februar als Deinen Onkel bezeichnet hatte) verab- 
redet habe. Ich danke Dir eehr für Deinen netten Brief , mit dem ich mich 
sehr gefreut habe, denn ich bin doch - wie Du wohl schon gemerkt haben 
wirst - ein Pamiliennarr.Mit Deiner Mutter haben wir uns sehr gut ver» 
standen, namentlich meine Prau mit ihr. - Mit gewöhnmicher Post sende 
ich Dir als Drucksache die Pamiliengeschichte;du wirst darin sehen, daas 
ich ehrend Deiner Grosseltern und Deines Onkels Martin, Deiner Tante 
Toni Zelter und auch Deines Vaters gedacht habe. Existiert eigentlich 
das Haus in der Rauchstrasse noch ? Dort war ich oft als Student. 

Deinem V/unsch entsprechend sende ich Dir wenn auch nicht eine Pho« 
tographie sondern einen Artikel, der anlässlich meines 70. Geburtstages 
erschienen ist, da kannst Dir wenisgstens eine Vorstellung machen, wie 
Dein neuer Onkel aussieht, und was er so im Leben alles getrieben hat, 
bis die Nazis ihn vertrieben haben. 

Ende April fahre ich (mit dem Schiff , für mich d)<ie schönste Erho- 
lung) nach Europa, um an rersc^hiedenen Kongressan teilzunehmenswahrscheina 



lieh kojme ich auch nach Berlin und werde bei dieser Gelegenheit 
Deinen Bruder Rupert aufsuchen. v^exegenneit 

Mit besten Grttssen Dein Onkel 

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!^ *??'""''*°'""*'« ^"^ "i^" beiliegend 2 Photokopien von ZeitUMaau« 
JS^SriS'S-eStüolfa:? ^e.'^t-Sl?."""^'^"'^- '"'" -»^'•' ^nTJllt^'^.r'' 

tauche ich trotzdem eines Tages dort auf. ^P^scne.ADer vielleicht 
Nochmals Dank für Deinen netten Brief und viele Grüsse 
Dein alter, neu erstandener Onkel 

?;n;io'nirSL%il^irSa.'ra^^: ^:S3\'r°*"°"°"' ^-^ ^'^ .ing.trof.. 



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•"*»., 




LEO BAECK 
'NSTITUTE 



ARCHIVE 



Leo Baeck Institute Archives 

AR-C Valentin Familie 

1508/3819 

AR-C Loewen Familie 

1509/3820 Abraham Familie 

AR-C 

1510/3821 

AR 3822 

AR 3829 

Box 2 

Loc: B 33/4 

1 Collection(s); Folder(s); .5 Feet. Inv-ID# 2051 



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ETie^ertrag; zwlechen Schmuel Llpmann und Zortel Hlllel 

Am fünften Tage der Woche (Donnerstag) den 18.1 jar de Jahres 5555 nach 
Erschaffung der Veit, entsprechend der Zählung, die wir Mhlen,hier in Schwet= 
zingen,hat Reb Schmuel, Sohn des gelehrten Reh Elieser Lipmann,der Jungfrau 
Zortel, Tochter des Reb Hillel, gesagt: Sei mir angetraut nach dem Gesetz Mo« 
ses' und Israels, und ich werde Dich achten und lieben und ernähren und ver« 
pflegen, entsprechend den Gebräuchen jüdischer Männer in Kuschta (Konetantino= 
pel),die ihre Frauen achten, lieben, ernähren und verpflegen, und ich gebe Dir 
eine Jungfern-Morgengabe, Geld im Betrage von 200 Susen (alte aramäische WSh« 
rung), welche Dir nach der Thora zukommen; ebenso werde ich Dir Deine Nahrung, 
Kleidung und sonstige Bedürfnisse geben, nach Sitte der Welt, Dir, ?rl. Zortel, 
die ich ehelichen will. Was die Mitgift betrifft, die sie von ihrem Vaterhaus 
mitbringt, sei es in Silber, in Gold, in Schmuck, in Kleidungsstücken und Haus^ 
gerät, beträgt sie 50 Pf d, zugunsten von Reb Schmuel, dem Bräutigam der obigen, 
und dazu soll gefügt werden in Geld 50 Pfd., im ganzen also 100 Pfd Geld. Und 
darauf gibt Reb Schmuel der Bräutigam der Obigen, einen Verpflichtungsschein 
in Form einer Ktuba,in der e» sich verpflichtet zu Lebzeiten und nach dem 
Tode mit ^ilfe des Ktuba-Geldes in jeder Hinsicht für sie zu sorgen, wie es 
verlangt wird von unseren Weisen. 

Untersc' riften: 
Schmuel ben Rabbi Lipmann Seckel ben Rabbi Simon als Zeuge 

Hachoson Jakob ben Leib als Zeuge. 



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Übersetaung der Ktuba (Dokument; über die Trauung 
Ton R. öchmuel ben ft, Llpraann mit Zortel bat R, Hillel. 

Am fünften Tage der v»oche (Donnerstag) den 18. Ijar des Jahres 5555 
nach ilrachaffung der .ifelt, entsprechend der Zählung die wir zählen, hier 
in Schwetaingen, hat Heb ochmuel, oohn des gelehrten Heb Elieser uip- 
mana, der Jungfrau Zortel, üochter des Heb riillel, gesagt: 3e± mir an- 
getraut nach dem Gesetz Moses' und Israels, und ich werde Dich achten 
und lieben und ernähren und Terpflegen, entsprechend den Gebräuchen 
jüdischer kanner in Kuschta v^onatantinopel) , die ihre Frauen achten, 
lieben, ernähren unü verjjflegen, und ich gebe Dir eine Jungfern-Morgen- 
gabe, Geld irn Betrage von 20ü busen Jalte aramäische '»ännmg), welche 
Dir nach der Thora zukommen j ebenao werde ich Dir Deine N; hrung, Klei- 
dung und sonatige xJed Irfraisse geben, nach ;Sitte der y»elt, Dir, i-'rl. 
Zortel, die ioh ehelichen will, /as die lyiitgift betrifft, die sie von 
ihrem Vaterhaus .iiitbrmngt, sei es in oilber, in Gold, in i chmuak, in 
jÜ-eidungsstüoken nnä Hausgerät, beträgt axe 50 ±fd, zuguni ten von Heb 
öehmuel, dem Bräutigam der obigen, und dazu soll gefugt werden in 
Geld 50 irf*, im ganzen also 1üO rfd. Geld. Und darauf gibt Heb Schmuel 
der Bräutigam der Obigen, einen Verpflichtungsschein in ]?'crra einer 
Ktuba, in der er sich Torpflichtet zu ijebzeitpn und i^ach c em i'ode 
mit iiilfe des Ktuba-Geldes in jeder t^iinsicht für sie zu scrgen, wie 
es verlangt wird von unseren /eisen. ('Sinngemäss:) Heb oclmuel, der 
Bräutigam, wird diese Ktuba nicht benutzen zur Declcung vor anderen 
iohulden.- Er versichert nochmal der Jungfer Zortel, Tochter des 
neb Hillel, alles Obige unbedingt einzuhalten. 

Unterschriften: 
achrauel ben naobi ajii>mctiin beckel ben Heb Simon (?) . • •• 
Choson Jaakob ben ijsib. 



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Trn-abrief dea Rabbi Sohemuel ben habbl Lipmann, 



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Donnerstag den iö. des Monats Jjar imJahre 5555 nach Br- 
3Gh«ffung der i^'eit(i795) fa»d hier in SohwetEingen die Trauung 
des Rabbi Soheauel, Sohn dos Elieser Lipmann, nit liortel, Toohter 
vi es P.abbi Hillei, nach dem Gesetze !^oses und Jsraels statt. 

Danit hat er alle Pflichten eines jUdisohen Ehemanns gegen 
seine Oattin Ubernoa-aen: sie zu achten und zu Holten, su verpfle- 
gen, standesgeottos zu unterhalten, und ihr alles zu gewahren, was 

ihr gebührt. 

Die Brnut hat mit der Annahme des Traurings eingewilligt, 
seine Khefrau zu werden, ihm Liobö und Treue angelobt und damit 
auch ihrerseits feierlich beirundet, gevvis feenhaft alle Pflichtea 

einer JUdisohen Shefrau gegen ihn erfüllen zu wollen. 

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Also haben beide ihren Ehebund vor f^ott n«oh Vorschrift 

d&r jiidisohen Religion geschlossen, um als Gii^tten zuaaouaeu zu 
loben in Frieden ung Eintracht, ohne Falsch und F*ehl, in guten 
wie in bösen Tagea, solange es deo Allmächtigen gefallt, sie ge- 
meinsohaftliot duroh das Leben ziehen zu lassen. 



Unterschrift: 

Sohemuel ben Rabbi Lipsi^nn 

Haohoson. 



Die Zeugen: 
Seokel ben Rabbi Simon 
Jakob ben Leib 



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X) ES hat der genaont. Brautiga» In Geienv^rt —fr 

zeugen s.lner Br.»t de. Trauring gegeben .it den .orte«: 5.1 »Ir , 
».gehoUigt durch diesen .lag nach de« O.s.t.e «o... -»<> JBr. 



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S Xfcv ^ctotHmci tjom u*'« SÖtdrj isia Oiert>urc^ bejcuoet, t)ö6 '^tt^^'^^^ ^ 

Qlö StbniglicOc ^Jrcußifc^e (5intdnl)cr unl) ©taatöburgcr attöcnommen un^ überall | 

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der Juden in Deutschland 

Tagebuch - Nr. jäj/j? 



Berlin N A, den 26.., ...•?. anUftr 19. 57.. 

Oranienburger Str. 28 



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BeschgJniruDg. 



lilir bescheinigen hiermit auf (Trund der Sterbeliste der 
Berliner Jüdischen Gemeinde für die Jahre 1018-16^7, Blatt 81, 
diss der Kaufmann Samuel Liepmac L o e w e d, wohnhaft zu Berlin, 
alte Friedrichstr.76, am 29. November 1827 ^^ H ^^r abends in 
einem Alter Ton Tf Jahren in Berlin am Schlagfluss verstorben ist, 
Vittwe und minorenne minder hinterlassend. 

Gcsarolarchiv 




der Joden in Deaiscbland 



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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch - Nr. "P^/Sl 



Berlin N 4, den 26. .« .. JäöUäP. 
Oranienburger Str. 28 



19^7 



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Be sehe in iffun?:. 

Wir bescheinigen hiermit auf Trund der Sterbeliste der Berliner 
Jüdischen ^remeinde für die Jahre 10^7-lö47, Blatt ^5, Nr.^^O, dass 
Sara L o e w e n geb. Heym, '«»ittiiiie des Kaufmanns Samuel Liepman 
Loewen, wohnhaft zu Berlin, it'riedrichsstrasse N0.76, am 2^. Juny 10^9 
um 8 Uhr abends in einem Alter von 69 Jahren in Berlin am uerzübel 
verstorben ist, majorenne i^inder hinterlassend, 

Gesarofarchiv 
der Juden in Deuiscbland 




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1931 



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T),cQlnf5„ge Oe« «rrUner e*«f,n,arrn(,<.«fr« C. e.i.lrr cnt«>Ccf et.cniid, .«67 in einem Äeller in 0er Sra«(enf.rafte 35 

CRfibrettirf) taugt, nucf> ??(eifd) i'om ??inO, 
©an« unK Da* IDilöbret nü^lic^i finD. 
löaO' toarm, laft :j?lut, ift Öüner, Rauben, 
"JJerfud)'« Obft, meiO Öen Woft unD Trauben. 

■a««liimoitat, au« IhiiriKofffr« »crllntr Sfll^n^^r, ISTH. 

Öatte OTaOame X>utltre ettra einmal «ebört, cu« «,eld,rm intimften etücf feiner abgeleaten ©arberobc 
gerfil^rten ©itu>enmunDe ,« oerneJ^men, u.(c OTaOame 'Outitre (l,ren ^^^^^J^L. ^u« me..,n. 3a.,.»,u,b,... .876, 



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J.F. Darb e n erwaehnt in Brief von 
üoetheWm 4. Dezember 1785. 

^s. Goethe-Briefe herausgegeben von Philipp 
^^^^J^^?*^ JII P-72 Berlin 1902 



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nufaktur aus dem Jahre 17 6 s i 
te^.f^r^^ I'oewen kaufen muss 

erhalten. (Opfemng der IpM= 

Photographiert 1932 im 
Schlossmuseum in Berln^n f n 

1891 die Vase verkaufte. 



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S amuel Liepmann-T.o_e wgri 
(1750-1927 in Berlin). 

Nach einem lüniaturbild (Pastell) 
in meinem Besitz (ca. 1795). 

/ 

Rosa Valentin. .^eb.Loewen 
(1812-1897 in Berlin) 
/ 

T^einricl^ Valentin (1341-1925) 

in Berlin 

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Bruno Valentin 



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Von Sigmund Lassar: 






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Urgroasvater ^^ ^ ^ ^^ 7ta^<^^^^ . 

He^ , lebte vermutlich in Marvnheim. Daten Über ihn sowie 

über seine Frau unbekannt. Bekannt sind zwei Töchter. 
X) Sara, verheiratet mit Samuel Liepmann-Loewen. 
■jK^) verheiratete Gayl in Grünst ad t^ alles weitere unbekannt. 

2 Kinder. 

1.) Michael, 

2.) Babette, verheiratete »ränkel in Grtinstadt. 

Tochter 

Johanna geb. um 1845, verwitwete Moritz Rosenhaupt in Nürnberg. 

2 Kinder . | 

1. ) Frieda, verheiratete Kohn in Schmalkalden. 

3 Kinder. 
2.) Josef. 



„1 [.WWUHN ■ * ■■■ 1 1 "" " "lim im fr-"" •"''•' 



Die Witwe Sara Loewen geb. Heym vemacht i:^ ihrem Testament 
vom 10. Sept. 1834 ihren Söhnen zur Pflicht: 
«nach meinem Ableben meiner Schwester, der verehelichten 
Moritz Geul in Grünetadt bei Mannheim 100 Thaler in Kur<int 
und meiner Nichte Babette Geul, der Tochter meiner Schwester 
ebenda aach 100 Thaler in Kurant als Legate auszuzahlen." 



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mit denen ich in gelegentlichem 

der, noch können sie mir irgendwelche Daten geben. 



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den 7. Mai 1962 




Lieber Heinz ! Mit Deinem Brief habe ich mich sehr 
ich konnte Dir nicht schreiben - wie Du erwartet 
mir bisher noch nicht au meinen Brief vom 
Deine Adresse bat »geantwortet .Obgleich M 
April in Haifa bist »hoffe ich doch,dass 



gefreut ; 

hast - denn Dein Neffe hat 
19. Februar »in welchem ich ihn um 
schreibst »dass Du nur bis Ende 
Dir mein Brief nacht;esandt wird, 



denn eine andere Adresse - etwa in Heidelberg - hast Du nicht angegeben. 
Ich bin übrigens fast jedesmal»wenn ich in Europa bin, in H. »da ich ja 
dort dem Lehrkörper angehörte und noch heute in den mediz. Fakultät tjute 
Bekannte habe. Ich arbeite immer noch fleissig,habe im vorii.en J>lahr bei 
Thieme ein Buch herausgegeben: "Geschichte der Orthopädie" »das jetzt m eng= 
lischer Uebeirsetzunr, heauskommen soll. Wir haben 2 Kinder: eine Tochter »m 
Kanada mit einem englischen Arzt verheiratet ( 4- Kinder) und einen ^ohn, 
hier in Rio lebend, verheiratet »2 Söhne, der eine sehr gute Stellung 
Direktor einer amerikanischen Firma hat. Gesundheitlich ^.eht es 
Frau und mir, abgesehen von den üblichen AlteFsbeschwerden gut. 

Loeweniana:von der Ketuba von Samuel und Serina Loewen habe ich eine 
deutsche Abschrift, lass mir doch bitte gelegentlich eine Photokopie des 
hebräischen Originals machen. Von eine bekannten Berliner Schauspielerin, 
die den Laden von Iv'me. Loewen erwähnt, ist mir nichts bekannt »dagegen heitts 
Verner y.np- plbrecht :Die Berlinerin in Sc>erz» Satire und Anekdote 
1954 S.46: "Madame Dutitre )das Urbild der resoluten»parktisch den= 
Berlinerin) wollte ihren beiden Töchtern, die sieh neue Hüte hatten 

nachstehen und ging zur Madame Loewen»der damals berühmt 
Berlin.". - Wie Loewen mit Itzi.? verwandt war »habe ich 
trotz vielen Bemühungen nicht herausbringen können. - Habt^Ihr denn all das 

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als 
meiner 

ich 



es bei 
Berlin 
kenden 
machen 
testen 



lassen, nicht 
I/.odistin von 



Material, das über die Familie L. in Eurem Besitz war, geteilt . ^ ^. ^ 
Dein Neffe einen Teil hat und Du einen Teil ?das ist düch schade, ich finde, man 
sollte ein Familienarchiv anlegen, das keinen gehör* und allen zugängig ist, 
80 habe ich es gemacht, denn ich habe vor meiner Auswanderung 
Staatsarchiv in Berlin noch sehr viel Kopien von Urkunden 
Nun mal zunächst genug für heute. Alles Gute und #iele 



im Geheimen 
etc. gesammelt. 
Grrüsse Dein 



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. -IM '.jrivm-.a^ ■!»?*•■ t 



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Heidelberg, 10. VI. 62. 



Lieber Bruno ! 



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Hab schönsten Dank für Deinen Brief vom 7. V. Er erreichte mich 
noch in Haifa - mein Arzt wollte mich nicht früher reisen las- 
sen. So sind wir am 29. V. von Tel Avito nach München geflogen 
(5 Stunden nonstop), haben dort übernachtet und sind am 30, 
mittags hier eingetroffen. So war die Reise überhaupt keine 
Anstrengung - abgesehen davon, dass ich im a^l{^emeinen sehr 
gut reise. Im notei in der Nähe des Flugplatzes T A habe ich 
lebhaft an Dich gedacht, denn es war dort eine grosse Reisege- 
sellschaft aus Brasilien. -X* x//* 
Dass Du dem Lehrkörper der hiesigen Universität angehör^t^war 
mir völlig neu - da haben wir ja Chance, Dich gelegentlich mal 
hier zu sehen - besteht zur Zeit irgend eine greifbare Aussicht? 
Schick mir mal ein Bild von Dir, damit ich Dich erkennen kann, 
.wenn Du hier vor unsrer Tür stehst ! 

■"Die Ktuba von Samuel habe ich mitgebracht, bin aber noch nicht 
dazu gekommen, eine Photokop^ie machen zu lassen, '^ird bald 
nachgeholt. Die Übersetzung ist wahrscheinlich Abschrift von 
einem Original, dass ich vor. Jahren habe machen lassen.. vWieso 
das hebr. Original sich bei imir befindet, weiss ich nicht - 
vielleicht noch von damals, als ich die Übersetzung machen liesi"^ 
Ich werde es spätor an Erwin schicken, damit es sich bei den 
übrigen Sachen bedTindet, wo es hingehört. 

Bei meinen Notizen hier fand ich^auch die Stelle, wo Sarina als 
;,eleganteste Putzmacherin Berlins^erwähnt ist: Karoline Bauer, 
Aus meinem Bühnenleben, 1876. ^emv ich mich recht erinnere, 
fand ich ausgerechnet diese Stelle auf einem Kalenderblatt'zi- 
tiert, auch vor vielen Jahrer;, Weisat Du, wo sich das Original 
von Samuels Aufzeichnungen befindet ? Und was hast Du im Gehei- 
men Staatsarchiv unsre beöcheidene Familie betreffend gefunden? 
Über Samuels^ Tätigkeit in Königsberg? Bei mir befand sich nichts 
ausser der K tuba, alles andere ist bei Erwin. 
11. VI. Hier wurde ich durch Besuch unterbrochen. Freunde aus 
Haifa (mein Anwalt, dessen Schwester mit meiner Frau zur Schu- 
le gegangen ist), die teils zur Arbeit, teils zum Vergnügen 
eben in Europa sind. - Dass ich es nicht vergesse: wie klein 
die Welt sich wieder mal erweist: am Tag, nachdem ich Deinen 
■firief Erhalten hatte, besuchte uns ein In^renieur mit ?rau, der 
mein Kollege beim Elektrizitätswerk gewesen war. (Jetzt auch in 
Pension.) Ich erwähnte, dass ich gerade einen Brief aus Rio er- 
halten hatte, und auch Dein Name wurde erwähnt - worauf die 
Dame fragte: aus Hannover ? auf meine Bejahung: dann ist seine 
Frau eine geborene hellmann aus Würzburg, Nichte (?) von Prof. 
Hellmann, der am Technion unterichtet hat, und mit mir verwandt. 
Die Dame ist Hansi Rüdenberg, geb. Rosenfelder aus Nürnberg. 
Das ist nicht ganz so überraschend wie Deine Begegnung mit Erwin 
seiner Zeit in der Eisenbahn, aber auch ein nicht alltägliches 
Zusammentreffen. 

Ich beschäftige mich seit längerer Zeit mit dem Problem der 
Kausalität, das für mein Gefühl eigentlich gar kein Problem 
ist, sondern von Philosophen dazu gemacht worden ist, und merk- 
würdigerweise aucn von Physikern, von denen man glauben sollte, 
dass sie es besser wissen sollten. Hat doch selbst Planck ge- 
sagt: ein Ereignis ist dann kausal bedingt, wenn es mit Sicher- 
heit vorausgesagt werden kann, während doch die Kausalität die 






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Bedin^ng für die yoraussagbjl.rkeit ist. Im Rahmen meiner Studien, 
wenn ich es so nennen darf, Habe ich mich viel mit Philosophen 
Zu beschäftigen gehabt, was :ich bisher peinlich vermieden habe, 
und wie ich je länger je mehr finde, mit Kecnt. (Der i'hiiosüph, 
der mich in Berlin s, Zt. zu 'prüfen hatte - er war neu hinge- 
kommen, und ich war sein ersles "Opfer" dort - hat mit mit gu- 
tem Grund die Note verdorben^ Ich will d- bei a::er nicht ver- 
schweigen, das;ii die Art, wie .er mich geprüft h?5t, durchaus fair 
war ! 

Das mag für heut geaußen. Enlähnen will ich noch, dass wir hier 
eine sehr hübsche Wohnung ha"»en, dass ich etliche Kollegs ge- 
hört habe, jetzt aber darauf jverzichten muss, weil ich mich 
noch ein üaar P-ionate schonen .soll. 




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lir mit einem " ?amilienfore 



Ein andermal erzähle ich, wie es ra: 

scher" in Haifa gegangen ist?, der glauote, unsern Stammbaum 

noch um zwei Generationen verlängern zu können. 

Mit herzlichen Grüssen auch 'von meiner Frau an Dich und die 
Deine 



Dein 



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, i ^^ JnT^pX^ -^x u^i.iiQTi iirief vom 10. d.M.; ich beneide 

Jich,dass Du in dem schönen Heidelberg bist. Aber ich norffe auch im i 
Laufe des Sommers wenigstens einige Tage dort in der Bibliothek ar- 
beiten zu können, denn wir wollen,wenn alles klappt, in etwa 4 Wochen 
von hier abfahren,aber bisher ist unsere V.'ohnung uncht vermietet , und 
das ist conditio sine qua non. 

Auf fJrund Deines Briefes habe ich den Akt "Loewen" herausgesucht und 
kann Dir folgendes mitteilen:das Original von Samuel L.'s Lebensbeschrei 
bung befindet sich in meinem Bes/itz,es ist auf gutem Pergament sehr 
gut leserlich geschrieben und tadellos erhalten.Hast Du eine Abschrift 
davon ? Ebenso besitze ich eine Original-Kopie des Testaments von 
Samuel L. ,für seine Tochter , meine (rossmutter bestimmt .Schleisslich 
habe ich eine entzückende Pasell-Minitur von ihm, die ich s.Zt. in 
Berlin gekaufthabe (aus dem Besitz von Lassar, dem Vetter Deines Vatsrs). 
Aus den Akten des 'eheimStaats-Archiv habe ich mir s.Z?^gSgien ver= 
schafft,u.a. von der Eintragung in die Juden-Liste Potsdam 1774. Danach 
hiess der Vater von Samuel L. Liebmann Levi .er hatte 2 Söhne. Ueber Sa= 
muel L.' Tätigkeit in Königsberg ist sowohl in seiner Autobiographie 
manches enthalten, wie Huch bei dem Neffen,denn ich habe Abschriften 
der dort befindlichen Zeugnisse von Kant etc. 

Ausser einer ausführlichen Familiengeschichte, die vor Isngen Jahren 
Verfasst habe,habe ich jetzt einen Auszum öaraus angefertigt , der ge= 
druckt werden soll, falls sich genügend zahlende Interessenten finden. 

Das Zusammentreffen einer Verwandten meiner Frau erinnert mich 
daran, wie ich s.Zt. Deinen Bruder Franz zufällig in Heidelberg traf, 
als er bei P^aquet arbeitete: als ich aus der Chirurgischen Klinik her- 
auskam, sah ich ihn an der Haltestelle der Strassenbahn stehen und redete 
ihn antseitdem waren wir viel zusammen. 

Von Deinem Neffen, den ich im Februar gebeten hatte, mir einige Pho» 
tokopien zu schicken, habe ich leider bis heute nichts gehört ; vielleicht 
kannst Du ihn gelegentlich daran erinnern, dass er mir schreibt. 

In der ^'Öffnung, dass es mit dem Wiedersehen in H. klappen wird, 
verbleibe ich mit besten artissen,auch an Deine Frau 

Dein 



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Heidelberg, 2. VII. 62 

^ X2. ^. 6 :^ 

Lieber Bruno ! ^»'1^ • 

Na das wäre ja fein, wenn wir Euch diesen Sommer hier in H. be«- 
grüssen könnten. Wie steht es denn inzwischen damit - besteht 
schon Aussicht die /Wohnung zu vermieten ? Wir haben uns dazu noch 
nie entschlossen, weil wir zu oft gehört haben, dass Leute davon 
mehr Arger und Verdruss als Nutzen, ja oft sogar Schaden gehabt 
haben. Ihr habt scheints bessere Erfahrungen gemacht, - Ich mii- 
ne mich durilfeBii zu erin.iern, wie Du als Junge aiisgeeehön hast, und 
das ist ein ganzes .Weilchen iher. Sehr brav von Dir, dass Du mir 
^ trotz des Riesenkrachs auf der Strasse geschrieben hast, 
■^ ^hotokopie von Schrauela Heiratsurkunde halte ich einstweilen mal 

n-. 

<w «hier für Dich bereit, ebenso eine Photographie von der grossen 

• cn iBeriiner Vase von Pedrozzi, 1765, d4.e Schmuel kaufen musste, um 

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*L':z M.en Heiratsconsenz zu erhaltön. Ich. habe sie seinet'zei't 1932 im 

S Kunstgewerbemuseum im Schlots in Bin aufgeaomraen ^njJ hab^ die Ne- 

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gative hier. Der Leiter der Abteilung i^einte seine,rzeit,'*'^ie 
stammte aus königl. Besitz, sie stand in der Tat zwischen zwei 

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solchen, nicht ganz so reich ausgeführten. Wäre es zuviel gebe- 
ten, mir wenn möglich einige Blatte*" von Schmueis Lebensbeschrei- 
bung mitzubringen? ich würde ^sie brennend gern mal sehen. Ein 
"familienforscher"in Haifa, Lflem ich ..neine Abschrift davon zur 
Einsicht überliess, behauptete z.B.;, d$r Mfessely, bei dem Seh. in 
der Lehre war, müsste Wessely heissen. Mit dieser Abschrift ging 
es sonderbar (wie» neulich erwähnt). Als ich sie nach etlicher 
ZQlt zurückverlangte, konnte er sie durchaus nicht finden. End- 



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SJT^tfch schickte er sie: sie hätte im Korb für eilige Sachen gelegen, 
und gerade dort hatte er sie nicht gesucht! 

Woher weisst Du, aaaa LieoüiaLi-n Levi, den Du auf der Judenliste 
von 1774 gefundeh hast, der Vater von Seh. war ? Mir scheinen 2 
Gründe dagegen zu sprechen. Erstens steht in der Trauungsurkunde,. 
deutlich, dass der Vater Elieser Liepmann hiess. Zweitens scheint 
es mir merkwürdig, dp.ss er auf einer Liste von 1774 erscheinen 
sollte, denu damals rauss Sch*s Vater lange tot gewesen sein. 
Seh beginnt seine Biographie mit seinem 14ten Jahr, das muss 1761 
gewesen sein, und erwähnt, dass sein Vater "in seiner zarten 
Jugend ^^estprben" wäre, also eher vor 1755 als sp.ater. Bei den 
Akten bei Erwin befindet sich ein Brief von einem Bruder an Seh 

von 1825 aus Glogau, nach einem Besuch in Bln. rlr unterschrieb 
sich Haine (oder Haines';') - das ist alles, was ich von ihm weiss. 



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Auch ich habe von meinem Neffejn Erwin Ikange nichts gehört and - 
werde ihm demnächst einen klei^nen Aippenstoss geben. Er erwähiU^ 
seiner Zeit Deinen Brief, und fiass er sich daraufhin die alten 
Akten wieder angesehen hätte H das war alles. /Jeiieicnt Kann ich 
ihn zum nchrol-c- b-w^^en, wenh ich sage, dass er an i>ich und nich 
gemeinsam schreiben kann? i-^allfe Ihr nicht kommen solltet, würde 
ich dann Sachen, die er für i.ich schickt, weiterleiten. 
i)eine Gross.nut, uer war das einzige Glied der älteren Generation, 
das ich aoch kennen gelernt hajpe. Zumal erianere ich mich an ihren 
Black-and-tan-Terrier Tiny - iph hatte von je eia besseres Gedacht- 





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nis für Tiece als für Menschenj Ich hätte J3iologie studiecen sol- 
len. Nun, ich hole das hier iniklemem Masstab nach. In Haifa 
habe ich mich statt dessen mitIKakteen getröstet, die dort vor- 
züglich gedeihen - semiarid unA so gut wie frostfrei. 

Was soll Dein Auszug aus der i-'iiuli engeschichte kosten, wenn er 

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gedruckt wird ? 

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Damit genug für heute. In der ^offnang, Dich bald hier za sehen, 

uneLmit besten ürüsaen ^on liu^^f zu Haus, 
Pl^ ^-c^a^iL^.^.^^ ^.^^^ (^6^..ML *■*«'-*- Dein 

^^'^ Mu^.^4-t^^ k^ir^i,u<M^ 5e:lk^tu..<t.,.^ 



^Li^ ^L^ »>«._ Ae^ J O^du^jU^ J^JVm^-^. -^v^^^^Z 



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(Jen 12. Juli 1962 

Lieber Heinz ! Heidelberg Mozartstrasse 17 

Vielen Dank für Deinen Brief vom 2. d.M., den ich in al« 
ler Kile beantworten will, denn am 19. soll mein Schiff abfahren, und da ' 
gibt es noch eine Menge zu erledigen. Das Wichtigste zuerst :wir werden 
in der zweiten Hälfte des August in Heidelberg eeinjsobald ich den ^je» 
nauen Termin weiss, schreibe ich Dir. Das gibt ein Wiedersehen nach über 
50 Jahren ! 

Dank auch für die Kopie der Heiratsurkunde sowie für die der Berliner 
Vase von Pedrozzi . 

Nun zu Liebaaann Levi ;nach 1933 hat auf meine Veranlassung ein Neffe 
von mir (Jurist) Nachforschungen beim ;eh. Staats-Archiv in Berlin über 
unsere Vorfahren angestellt und hat mir Photokopien der betr. Judenlisten 
machen lassen. In der Juden-Liste 1774 von Potsdam ist nun Liebmann Levl 
(als gestorben) angegeben mit 2 Söhnen;Nathan L. und Samuel . Hinter Sa= 
muel steht "19", d.h. Hinwels auf Blatt 19»von dem ich ebenfalls eine 
Kopie besitze. Dieses Blatt 19 ist die Liste der Königsberger Juden, und 
hier steht " Samuel Liebmann Loewen " ;das stimmt .-enau,denn damals befand 
sich unser Vorfahr in Königsberg. Ich habe leider keine Zeit mehr, um noch 
den Briefwechsel und die Aufzeichnungen meines Neffen herauszusuchen, da 
alles schon verpackt ist. Aber das Obige genügt ja vorl&uflg,in Heidelberg 
mehr darüber ! 

Schrieb ich Dir schon, dass ich Photographien von Leopold und Berta 
Loewen ( geb. Leff mann ) habe, die Du wahrscheinlich auch besitzet. Wenn nicht, 
stehen Sie Dir gerne zur Verfügung, da es ja Deine Orosseltern sind, die 
für mich ohne Interesse sind. 

Messely ist ein Schreibfehler meines Vetters artin Valentin, der s.Zt. 
die Kopie anfertigte, es muss natürlichheissen Wessely.Du hast doch eine 
Kopie der Lebensbeschreibung, warum willst Du da noch das Original einaea 
hen ? Es mitzubringen ist zu riskant, denn ich reise sehr viel herum, halte 
in der Chesoslowakei Vortr&ge, besuche viele Kongresse, arbeite in Biblio» 
theken etc. 
• Nun zum Schluss eine Bitte: ich erhielt schon vor geraumer Zeit die 
beifolgende Kritik meines Buches jwÄrst Du wohl so liebenswürdi,g,mlr eine 
deutsche Uebersetzung anzufertigen ? Ich hole sie mir dann in Heldelber 



ab. Bis dahin alles (Jute und auf ein schönes Wiedersehen ! 



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z.'Zt. 34 Gftttingen. "Jansen-iiaus. Pootfnch 444 .N^erkelstrnope 4 

20.111^.62 
Lieber Vetter, liebe Base ! (oder umgekehrt) 



Dank für die /Carte. Als Drucksache sende ich Dir ein Buch, 
intereav^ieren wird, da es eine Veritandte von uns behpndelt 
wir ja beide nicht wissen, wie wir mit Itzig verwandt sind 
gesehen von dem verwandschaf tlichen Interesse sind in dem 
zeichneten Buch die Verhältnisse der Juden in Deutschland 
t erreich um 1800 sehr gut dargestellt «Nach der Lektüre sc 
mir bitte nach Bio an die oben angegebene Adresse. 

Ich fahre am I.November nach London, um dort noch etwas 
tish i.useum zu arbeiten, denn dort ist die schönste Biblio 
Veit, dann geites Mitte November mit dem Schiff zurück nac 
lien. 

Alles Gute Euch beiden und auf ein frohes Wieders 
nächsten Jahr 

Euer Vetter 



das Dich 
, obgleich 
.Aber ab= 
au8ge= 
und Oep= 
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eben im 



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Heidelberg, 24. X. 62 
Chers Vaientinü ! Mozartstr. 17 

Da Ihr ängstlich vor uns geheim haltet, wie lange Ihr noch i^ Germanien 
zu bleiben gedenkt, rauss ich Auch gleich schreiben, da.'nit Ihr den rJrief 
noch in G. erhaltet. Haut herzlicnen Dank für das interessante Buch, das 
wir alsbald in Angriff genomiüen haben, damit wir es i-iuch beizeiten nach 
Rio schicken können, 'iann wollt Ihr denn dort sein? if I tnay ask such a 
personel question. Ich nöchte es auch Iilrwin L. mitteilen, für den Fall, 
dass er sich doch entschliesst die gewünschten Photokooien zu schicken. 
Ich habe ihn schon vor einiger Zeit daran erinnert. 

Die beiden Artikel von Leibbrand (Napoleon Gognac ist mein Leibbramd) habe 
ich mit grossem Interesse gelesen - Israel ist in der Tat ein hochinteres- 
santes und auch scnönes Land (besonders, wenn man nicht dauernd dort le^en 
muHS.) <Vir denken also am 27*l7nach München zu fahren und von dort 3.^ 29. XI, 
nach Israel zu fliegen. '^* * .V.» K . jv/sTT 

Hast Du, Bruno, Dir die Bibliographie in dem Buch ( ?anny A. ) angesehen ? 
£s könnte sein, dass sich dabei die eine oder andere Quelle befindet, bei 
der man wegen der Verwandtschaft Itzig - Liepraan nachforscnen Könnte. Ich 
nehme an, dass Du es hauptsächlich deswe, en gekauft hast, üs kommt ja 
wohl nur, wie gesa,,t, in Frage, dass ein Itzig eine Liepmann, oder ein 
Liepmann eine Itzig geheiratet hat. is käme allerdtngs noch eine dritte 
Möglichkeit i.i betracht, dass ein Itzig und ein Liepman zwei Schwestern 
aus einer dritten Familie geheitatet hätten. Jps würde die Sache sehr er- 
schweren, da der Mädchenname von Samuels Mutter /ogelchen L. nicht bekannt 
ist. 



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Sonst gibts nichts j^eues. Wir wünschen Euch weiter eine schöne Zeit und gute 
Heise und HeimKehr. Inzwischen freuen wir uns wie Ihr auf ein hoffentlich 
ausgibigeres .^Wiedersehen nächstes Jahr - wenn die l^rde bis dahin zufällig 
noch stehen sollte. 



Mit den herzlichsten Grüssen 



euer 



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Haifa, 6, I. 63 



Liebe Martha, lieber Bruno ! 

Ich hoffe. Eure Groastante Fanny von A. ist wohlbehalten bei 
Euch eingetroffen. Habt Ihr von Erwin L. inzwischen Nach- 
richt gehabt ? Er erwähnte in einem Brief Yom 2. XII.,dass 
Ihr seinen zweiten Brief über die missing papers niemals 
bestätigt habt - aber vielleicht habt Ihr ihn erst bei Eurer 
Itticlckehr vorgefunden ? Ich würde mich für alle Beteiligten 
freuen, wenn die dachen endlich in Deinen Händen wären, Bru- 
no. - Morgen Abend will ich zu einem Vortrag eines hiesigen 
Chirurgen über die Behandlung von Knochenbrüchen einst und 
jjetzt gehen (er heisst Leffmann, ist aber nicht mit "unsern" 
Leffraanns verwandt). Ich bin neugierig, oh er sich auf Dein 
Buch bezieht. Ich werde jedenfalls fieftig an Dich denken. 
Ich bin an dem Thema z.Zt. besonders interessiert, weil ei- 
ne gute iYeundin von uns gerade mit einem Überschenkelbruch 
in dem Hospital liegt, in dem ich vor 11 Monaten war. Man 
hat ihr eine riesige Sisenstange (Cr-Ni) in den Knochen ga- 
se tat- ich denke, ich werde gelegentlich eine X-Auf nähme 
davon zu sehen bekommen. 

'4rir sind jetzt gut 5 tfoclien hier. Anfang Dezember haben wir 
jje/as Yüsten in einem sehr schönen Hotel am Tiberiassee ge- 
feiert, iieider liess das .fetter viel zu wünschen übrig in 
der l/Toche, wir hatten nur einen wirklich schönen Tag, mit 
wunderbarer Sonnenuntergangsbeleuchtung auf den trans jorda- 
nischen Bergen und dem schneebedeckten Hermon. 
Und wie war der Abschluss Eurer Reise, war der Aufenthalt in 
London und die Arbeit in der Bibliothek befriedigend ? '^e 
war die Heimkehr - alles in Ordnung angetroffen ? #as macht 
die werte Gesundheit, seid Ihr zufrieden ? Ich fühle mich 
besser als vor meinem Anfall, und mehr kann man wohl kaum 
verlangen. »Tir sind froh, dem besonders kalten Vfinter in 
Europa entgangen zu seij^; Ihr habt sicher darüber gelesen. 
Mit meiner Arbeit über Kausalität bin ich schön vorwärts ge- 
kommen, sowohl in Heidelberg wie auch hier. In Hei. hatte 
ich Gelegenheit, v. Mises Kurzes Lehrbuch des Positivismus 
(einige 400 Seiten, die ich aber nicht ganz s>^k au lesen 
brauchte) und Ph, Franks Das Kausalgesetz und seine Grenzen 
zu studieren. Der letztere behauptet z.B., Laplaces berühm- 
ter Satz: ein umfassender Geist - wenn es ihn gäbe - der 
Kenntnis der Lage und Geschwindigkeit aller Punkte im Uni- 
Yersum hätte, wäre imstande, bei entsprechender Kenntnis 
der mechanischen Gesetze, den Zustand der Welt in Vergangen- 
heit und Zukunft zu berechnen - dieser Satz wäre die schärf- 
ste Formulierung des Kausalgesetzes ! #ie kann man einen ir- 
realen Konditionalsatz als scharfe Formulierung eines Gesetz^ 
es bezeichnen ! Der Satz hat das oder ein Kausalgesetz zur 
Voraussetzung, aber stillschweigend, nicht formuliert ! So 
hat man seinen Kimmer, und dies ist nicht der einzige. Er- 
staunlich ist z.B. auch, wie j»*cr}i fast alle Autoren, die 
ich gelesen %be, sich auf Hume beziehen, ihji aber ganz 
falsch zitieren, oder vielmehr unvollständig, indem sie we- 
sentliche Teile seiner Absichten fortlassen. Man hat den Ein— 
druck, sie hätten ihn garnicht gelesen, und beziehen sich 
auf irgend eine Quelle zweiter Hand. 

In der Annahme, dass Euch das vielleicht garnicht interes- 
siert, will ich mal Schluss machen. Ich werde mich sehr 
freuen, bald, viel und Gutes von Euch zu hören, und schlies- . 
se mit herzlichsten Grüssen und einem kräftigen Prost Neujahr! 



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den 15.Febuar 1963 



Calxa Postal ^^2 - 07 
//////////////////////// 



Ihr Lieben ! 

Dank für den langen Brief vom 6. Januar, der ja sehr erfreulich 
klang, namentlich inbezug auf Gesundheit und Kausalgesetz. Das Buch, d.h. 
die Grosstante Fanny, ist wohlbehalten hier ein,?etroff en.Von Erwin er« 
hielt ich gestern einen Brief mit den von mir s.Zt. erbetenen Photokopien, 
er schrieb, dass ein Brief von ihm mit noch anderen Beilagen verloren ge= 
gangen sei »schade jseine Frau hat vor einiger Zeit einen Oberschenkel ge=x 
brochen,es scheint aber alles o.k. zu sein. - Nachträglich herzlichen Glück= 
wünsch zu Leyas 70., wir wollen uns vornehmen, den 80. zusammen zu feiern, 
aber vorher wollen wir uns recht oft in Heidelberg treffen, damit die nach 
über 50 Jahren neu geschlossene Freundschaft nicht wieder abreisst. 

Ansonsten gibt es nichts Besonderes zu berichten, der Sommer >^at stark 
eingesetzt, aber Jetzt ist es wieder sehr erträglich. 

Gruss ijuch beiden, namentlich dar so vorcchönerten Kusine Kuer 



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jbiebe Valentins ! 



Haifa, 18. II. 63 



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Euer ^eihnachtsgruss iind der hochinteressante Bericht über 
die dortige Silvesterfeier haben uns richtig erreicht, wenn 
auch einigermassen verspätet. Habt herzlichen Dank. Den Be- 
richt habe ich hier schon verschiedenen Jj'reunden vorgeleseh, 
und noch jeder war sehr angetan sowohl von der Form wie vom 
Inhalt. Dagegen kommt man sich hier vor wie im innersten Eu- 
ropa. (Tatsächlich ist man hier schon recht im Orient.) 
Ich hoffe, Ihr habt unsern Brief von Ende XII (oder wars 
schon Anfajig Januar ?) inzwischen erhalten - und dies kreuzt 
sich nicht mit einer Antwort von Euch. Na, schlimmstsn Falls» 
Ich kann mir denken, wie behaglich Ihr Euch im schlampigen 
Rio nach dem Kalten Norddeutschland fühlt. 

Um Eure 30 - 40k beneiden wir Euch nicht. Vfir geniessen dies 
mal hier einen uhgwwöhnlich warmen /ifinter. Die Temperatur 
war auch nachts nicht unter 10 , bei Tag 2ü**und darüber, 
während es in Europa Stein und Bein and Neckar gefroren hat. 
Kolibris beobachten wie hier nicht, dafür aber das afrika- 
nische Äquivalent, Honigsauger(sunbirds) , die den Vergleich 
nicht zu scheuen brauchen. Sie sind kaum grösser, utid nicht 
weniger farbenprächtig, i>md wie der Name sagt, auch oüsa- 
schnäbel. 

Eure G-rüsse an die Damen ^oewenstein und Helimann haben wir 
noch nicht weiter gegeben - es wird waiirscheiniich schrift- 
lich geschehen, ^e/a krebst, seit Vir in Tiberias waren, mit 
einem depressiven Zustand herum, der, wie mans nimmt, ausser - 
lieh durch nichts bedingt ist gluckMcherweise, aber dem da- 
durch auch schwerer beizukommen ist. So ist sie etwas unbe- 
weglich selbst unsern alten Bekannten ^gegenüber, noch mehr 
natürlich gegenüber ^c^-sil^n, \ a<- 

Bruno, wie bist Du mit dem Ergebnis Deiner SVdien zufrieden? 
HQ.V der Besuch im British Museum lohnend ? Ich bin ganz 
schön weiter gekommen und habe allerhand gelernt. Kürzlich 
fiel mir ein Büchlein (Aus Natur und Geisteswelt) über die 
grossen Philosophen der Neuzeit in die Hand, das ich mir 
1909 zur Vorbereitung auf mein Dr-Exaraen gekauft hatte. Da- 
raals konnte ich garnichts damit anfangen, jetzt habe ich es 
grösstenteils mit Interesse und Verständnis gelesen, Dsunals 

Philosophie dementsprechend ! Heute ist 
Philosophen bei mir bekommen, dementspre- 
hängt nicht viel ab. Ich mach meinen Stie- 
be! weiter, und jenne auch^den ihren. 

Meine Zeit ist hier aufgeteilt etwa in Einholen, Kausalität, 
meine Unkräuter, jetzt meist einheimische Pflanzen, die 
jetzt, in der hiesigen Vegetatioireperiode, nacheinander zum 
Blühen kommen. Cyclamen, Anemonen X Narzissen, Itanunkein, 
Iris etc. Bei dem warmen, trocknen Vetter verlangen sie ganz 
viel f/asser, und dazu auch Zeit, raactaen aber auch viel ifreu- 
de. MTt der iUora Brasiliens können vrir natürlich nicht ent- 
fernt konkurrieren. Ausserdem hatte ich eine ganze Menge 
Krankenbesuche zu machen, yine sehr gute Freundin von uns hat 
sich im Dezember den linken Oberschenkel gebrochen und liegt 
noch im Hospixal. Der Bruch war nicht kompliziert, aber es 
gab verschiedenen Komplikationen anderer Art, nicht schön. 
Ich selbst war eine Zeitlang in zahnärztlicher Behandlung, 
und ich konnte die Besuche auf dem Klickweg machen, aber es 
brauchte doch eine Menge Zeit. 
Damit genug für heute, und schon ist der Bogen zu Ende. 



war meine Note in 
die Note, die die 
chend. Von bei dem 



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Liebe Valentins ! 



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Haifa, 20. IV. 63 



Eben fällt mir Euer Brief vom yehruar in die Hand. Ich 
glaube ^ch zwar bestimmt zu erinnern, dass ich Buch um 
die Zeit geschrieben habe, aber da wir inzwischen nichts 
von Euch gehört haben, schreibe ich auf alle Fälle mal, 
damit die Verbindung nicht abreisst oder wiederhergeistellt 
wird. Am 25. ds. gehts wieder nach Heidelberg, wo wir bald 
von Euch zu hören hoffen, und nur gutes. Wir sind froh, 
diesem strengen «'inter in Europa entgangen zu sein - hier 
war es ungewöhnlich milde, allerdings das fünfte Jahr mit 
Unterbilanz an Regen. Inzwischen hat in Europa der yrüh- 
ling begonnen, und Ihr habt den Sommer hinter Euch - Ihr 
werdet froh sein. 

Wir haben uns diesmal hier besonders ruhig gehalten, und 
so ist nichts weiter zu berichten. Mit unsrer (Jesundhait 
können wir zufrieden sein, das ist ja immer das Wesentli- 
che. 

Habt Ihr für dieses Jahr wieder Buropa - Pläne, sehen wir 
uns vielleicht ? ü^nn ja, lasst es uns möglichst zeitig 
wissen. Wir denken daran, Verwandte und Freunde in .unster- 
dam und jjondon zu besuchen, möchten Euch aber natürlich 
keinesfalls verfehlen. 

30 verbleibe ich in der Hoffnung, bald von Euch zu hören, 
mit den herzlichsten Grüssen 

Euer 




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Jm\ ^MttuMA 4^AUAIU/8^, 7hAÄAUÄ W ^^ ^4^ 



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den 30, Juni 63. Ihr Lieben ! Jetst komme ich, denn ich habe diesen 
Brief meiner besseren Hälfte bis heute zurückbehalten, nicht aus 
Naohlftssigkeit, sondern weil ich dem guten Heins eine Freude bereitten 
wollte ;icn warte nämlich mit Ungeduld von Ta^ zu Tag auf ein Buch, 
das ich mir vom Verleger De Gruyter & Co. Berlin bestellt habe: JACOB« 
SON, Jacob :Die Judenbürgerbttcher der Stadt Berlin. Veröffentlichungen 
der Berliner aistorischen Kommis*ion Bd.IV.Es enthält sicher eine 
Menge interessanten JÄateriales für uns; ich kenne den Verfasser von 
seiner früheren Tätigkeit aike Archivar der Jüdischen GeÄeinde dn 
Berlin. So wirst Du,Heinz,also früher als ich ev.in der dortigen 
Univ. Bibliothek Gelegenheit haben, das Werk einzusehen. - Ich habe zu 
danken für 3 (!) Briefe, einen aus Haifa vom 18. II, der sich mit meinem 
vom 15. II. gekreuzt hat, einen 2. vom 20. April & echliesslich der vom 
21. d.U. mit der Uebersetzung der Ktuba;l)ank und nochmals Dank für 






■jX»-!5. •--!«.■■ 



8ie%"icb i^ede^lanfvcf dir ?^.''^*' ^^"^'^ ^^' hinzuzufügen, daeJ 
nichts zu klagen''habeI°worSefifr«'h'^°JJ '^^^''^'^ *^«o «-^t. 
wie Tor herrlich,al8o WM wil? ™f? schreiben könnte.Wettep nach 

älTt ^^•^ ^fah^eifepSre Jai G^W ?iew iS"* ^•'^• nicht n2Sh 
da habe ich mehr daron (BihlJotheLn ?«!f ^"^ «Inen Europa-Trip, 
Hun seid Ihr im Bilde «ni^!^ 7 ?i^?'^''*88e etc.). 

geltet nicht eLl^bes «it^Llchem*! \n\' ^!"«" Schieben, rer- 
langen Jahren verfaeste ?aBiUenle8ch?oV$.•*7^*•?^* ^°« "»^^ vor 
i^^,;«^de nicht versaamen/Euch alsblll ««!>,''p'^ v^^J«^ gedruckt, 
•aplar zu senden. Gruse iA alter Treu2 Euer ^"•^^'^«^»«'^ «in Ex-' 




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den G.AuguPt 1^6.5 



üaixa Po6tal)92-_07 



//////////////////////// 
Ihr Lieben ! ^q^^ Dank für Euren Brief , der ja nur Angenehnes und Gutes 
berichtete, und das ist schon etwas sehr V.ichtiges in unserem Alter. 

Vor einigen Tagen habe ich nun endlich das mit Ungeduld erwartete Buch 
erhalten, von welchem ich in meinem letzten Brief schrieb/Für Dich, lieber 
Heinz, kommen folgende Seiten bzw. Nummern in Frage, die unsere bzw. Deine 
Familie betreff en;denn ich nehme an,dass die Univ. -Bibliothek Heidelberg, 
wenn sie es nicht selber hat, es Dir durch Fernleihe beschaffen kann: 
p.5 ff. sowie p.51 ff. Ks handelt sich um den bedeutenden Samuel Itzi g 
und seine Kinder etc. '«Vir sind mit ihm verwandt, ich weiss aber leider 
nicht wie. Ich erzfthlte Dir wohl schon, dass unser geraeinsamer Vorfahr_ 
Samuel Liepmann-I.oewen eine Lebensbeschreibung hinterlansen hat (Original 
besitze ich), worin es heisst,dass er in Berlin bei seinem Verwandten 
Daniel Itzig wohnte, er war dann auch meTbrere Jahre für ihn tätig. Ich wer= 
de in den nächsten Tagen an den Verfasser des Buches schreiben, vielleicht 
kann er Auskunft geben. 

Kö 277 ist ein Liepmann erwähnt, wohl sicher ein Verwandter (Bruder ?; 
des oben i?;9nannten Samuel Liepmann . N^ 336 & Anm. Leff mann . der wohl in 
Deine ^amilie gehört. M2 387 & Anm. Samuel Liepmann Loewen ,also Qnser ge- 
meinsamer Urgrossvater am-^eführt .Na 1792 Hill er Loewen ,Sohn des eben 
Genannten. Nö 1994 Leff mann , wohl in Deine Familie gehörig. N2 2027 Liep= 
mann Loewen . heiratet 7.2.1841 Bertha Leffmann ,gest ,nach 1868 als Leopold 
Loewen,also etwas für Dich ! 

Das Buch ist von hervorragender Gründlichkeit und rixaktheit ,wie man 
es selten findet, ich lese immer wieder darin, weil es - auch abgesehen 
von unseren persönlichen Interessen - hochinteressan« is(l,ich hoffe, dass 
Du das gleiche Vergnügen bei der Loktüre und dem Studium haben wirst ! 
Soweit mein Anteil an dem Schreiben, das .uch hoffentlich bei guter 
Gesundheit antriff t.Gruas .uch beiden Euer 



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He^il>^g, '27. IX. 63 
LieDe warta ! 

Das war ja eine Überraschung, eine/^Karte von üir aus Canada ! 
Ich habe gleich im Atlas nachgesehen, wo Vernon li-e^^^^'fund 80° 
westli'c^'urld 7cf nöJdlich von ^Rio, "und- nicht an den großen Flug- 
^bl'ai3^nvvi>^r^^^s4«ir>jfi'N|^und<8r, ,d^e de^ ^^1^^^ 28 Stunden gedauert 
%^-^:^^^f^ ciaB^DH sj -^nell^or^^warst, Aeln,..^a,te 
war.l5 h.ne ud^erfcgs; so antworte iih^gi"e?8h ' da:'nlt deV B^rie^ 
Dich noch sicher dort erreicht. Denn, daß ich es nur, gestehe, es 
lie^t kein lieber Brief voa uns in Rio, aber ohne Deine Karte hät- 
te ich dieser Tage dortiiin-geschrieben, und der Brief wäre dort 
. so kalt geworden, wie es-da-ß doz^tige Klima erlaubt. 
, . -^ie alt sind denn die.canadi^ache;i Enkel jetzt ? Wir haben uns in 
^ den letzten 7 Jahren nicht so sehr verändert -aber Kinder ! Es 
,., ist ja jammerschade, wenn man die Entwickelung nicht aur> der ^ähe 

verfolgen kann . schön, dass Du wenigstens so eine -.unerwartete Ge- 
;■ legenheit hast, wenigstens mal .nereinzuschauen. Ich- denke mir daß 

1 dieser Kontakt sich auch in dei^^ommenden Eorresponden, auswirken 
;;;, wird. - schade, daß Wien so weit weg von hier, und^ar Inicht am 

- ^eg liegt, sons-t hätte Bruno mal hier herein kucken können - so 
wage ich nicht darauf zu' hoffön.^ Bestehen Eure Europa Aäne für 
nächstes Jahr weiter ? Ich hoffe es. 

Dies ist nun auch Antwort auf .Ven Brief ™,„ August. Das Jacobson- 
sohe.Buoh konnte^ ich ^Ir noch^nilht öesohaffen, ich w.r zu r..hr 
:_ mi;t dem. Studium 2ur Kausalität ysohäftlgt. Letzthin soWen es mir 
-hotjig,„achzul8«e„, was Kant daz^sea^gt hat, und das war keine loibÄ. 
te. Aufgabe, gnnz interessant, ,.,ber nitbb „eht. 

«ya konnte sich zu keiner Seise ent- 



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.Vir leben hier sehr ruhi^ 

sehlie s.n, Jo. nicht ei äüSTfUr ein paar Tage hier auf den Kohlhof 




" n^^ .geijen. 



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Wir, tv^^en^.ülpr ,^^ ein^^ß^^r ^>yi(!^pB.c1^6ü^eT , ^iilf^Atffcanada 

?'Ü^t4y' t°i^'* '<o-urri^r„n,^^,lnui3n 3u^«,r,4§\J- 
sVel-ttfeFuUT, Und .^reet6nd «ort ,„uss doch herrL^oh dein. \ir waren 
.|hisr..^phi.,^^-,p,ar;aal fir<m,4oi(loa,'hUr BÖr^if%hei{ !^i} nur hier 

kin dp>r fJanh na rxioiir. p+- r^' ,• 



^m der Nachoarschaft 
-^JZiel-sitz auf.'dem'Werd 



<Und,;tfi,'leb ^m, sr^' .mr 1^inö ■ToohtJeV; 'djrf IciJ 'nis ^eine iiVce \ 



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Heidelberg, 16. XI. 63 

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Liebe Valentins ! yi/^^ -J 1, "^ 

Dieser Tage hörten wir von einer Bekannten, die auch Verwandte 
in Rio hat, daß dort nicht alles zum Besten steht - stiinmt das ? 
Wir haben lange nichts von Euch gehört, und da wir bald wieder 
nach tlaifa gehen, soll dies dazu dienen die Verbindung aufgecht 
zu erhalten. Wir fahpen am 3. XII. (in 4 1/4 Stdn) nach mnchen 
und fliegen am 4. (in 3 3/4 Stdn) nach Israel. 
Ist mein Brief vom 27. IX. in Vernon B.C., Antwort auf Martas 
überraschende Karte, nicht angekommen ? Und wie war es in Wien ? 
Wir hatten einen überwiegend schönen, angenehmen Sommer und 
Herbst, haben uns ganz ruhig hier in unsrer schonen Wohnung ge- ^jk 
halten, und das ist uns sehr gut bekommen. Ihr habt jn jetzt 
Frühling, aber es säei^t so aus, als ob in Brasilien und besonders 
in Brasilia nicht allg, Blüten tr?luiTie reiften. Ich hoffe, daß bei ^ 
Euch persönlich alles in Ordnung ist, bitte gebt bald Bescheid. 
Ich habe inzwiscnen wieder allferhand Interessantes, aber wenig 
Befriedigendes zur Kausalität gelesen. Ausser der Tatsache, daß 
awch berühmte Philosophen - sagen wir - merkwürdige Ansichten 
, nein, nichrwürdig des Merkehs, sondern sonderbare, geäussert 
haben^ habe ich nicnt viel daraus gelernt. Zuletzt war mir Witt- 
^^^j^t^^.s Tractatus Logico-philosophicus in die Hand gefallen, der 
./^.sehr g^^sen Einfluss in der modernen Phil, gehcibt hat. In puncto 
"^^aus8l<^t|t sagt er u. a. in seinem lapidaren Stil: Der Glaube 
an den Kf.ittsplnexus ist der Aber£laube. Aus dem Zusammenhang geht 
hervor, daß er hier nur von logischem Nexus spricht; aber das hat 
Hume schon vor 200 Jahren, allerdings weniger lapidar, festge- 
stellt,, und dies war nötig geworden, weil frühere Phil — phen 
geglaubt hatten, iHjan müsste Wirkungen aus ihren Ursachen logisch 
ableiten können. Daö wäre, com grano salis, als ob man die Nach- 
Kom:uen logiüch aas den Vorfahren ableiten könnte. 
Was macnen Deine Studien, Bruno ? Wie stehi es mit Euren europä- 
ischen Plänen für nächstes Jahr, khn man sich schon mal darauf 
freuen ? 
, Für heut lebt wohl mit seasonal greetings. U^MAOM/'ltiAAL^ ^ 

Herzlichst immer hhM&A/ (^(Hi fuOiJUv 



€L^ 19,^, ^^<.^C<^U*. 



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den 3. Januar 1964 



Caixa Pogtal 392 ~ ZC 07 



Ihr Lieben ! 

Auf Euch paast das Lied "Bald gras ich am Neckar, bald gras 
ich am Rhein" (sc. Israel) ;wir haben so lange nicht geschrieben, obwohl 2 
Briefe von ii.uch vorliegen, weil es in dem letzten heisst,dasö Ihr am 4.12 
nach Haifa übersiedelt .Von uns wäre folgendes auch für Euch wichtiges an 
Zukunftsplänen zu berichten: ich bin in V'ien beim internatirnalen Ortho= 
päden-Kongress aufgefordert worden, Anfang Mai in Hannover einen Festvor= 
trag zu halten bei einer Tagung des Vereins, den ich s.Zt. gegründet habe 
So werden also in etwa 3 Monaten die Ranzen wieder einmal gepackt. Nun 
erhebt sich die Frage: wo werdet Ihr ab Anfang Mai sein ? Denn das Pro» 
grararn für diese Reise, die ja nicht nur nach Hannover sein wird, richtet 
sich nach Eurer Auskunft und rauss rechtzeitig vorbereitet werden ! 
A propos Kausalnexus: in Deinem letzten Brief schriebst Du: "Der Glaube 
an den ILausalnexus ist der Aberglaube " .Goethe sagt: "Der Aberglaube ist 
die Poesie des Lebens" .Passt das in Deine Philosopie ? Alles weitere 
überlasse ich Marta zur Beantwortung und grüsse Euch in alter Treue "■ 
als Euer Euch wohlgesinnter Vetter 



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Haifa, 19. 1^64 
Liebe Valentins ! ^^. IV. ^i^- ^^ 

Der Verein in Hannover soll lange leben und gesund sein, weil 
er uns die Aussicht verschafft, Such im Laufe diesej Jahres 
wiederzusehen. ;Vir gedenken spätestens in der zweiten Hälf- 
te April nach Heidelberg zurückzukehren, hoffen unterwegs uns 
ein paar Tage bei freunden in Bern aufzuhalten, gedenken aber 
den ganzen Mai in Hei. zu sein. Lasst auf alle Pälle gleich 
hören, wenn Ihr J^ure Pläne fertig geschmiedet habt, damit es 
ja gut klappt. 

Daß in Brasilien nicht alles so geht wie es sollte, habe ich 
hier gemerkt. Ich habe ein paar City of 8. Paulo shares, die 
haben dies Jahr keine Dividende gezahlt. (Ich habe keine Ahnung 
mehr, wann und wieso ich die Papiere gekauft habe, so lange 
ist es her; auch ist es fast ein Wunder, daJ3 ich sie noch 
habe, denn seinerzeit mussten fast alle ausländischen -Wert- 
papiere ab^segeben werden, as^ der junge Staat Devisen brauch- 
te.) 

Der Dichter mag sagen, der Aberglaube ist die Poesie des 
Lebens. Mir scheintift- da!3 er mindestens ebensosehr eine (leiöel 
sein kann, zumal für X->rimitive Menschen; z.B. der Hexenglaube'- 
Mr leben hier weiter sehr ruhig, sehen viel von unsern 
Freunden, und geniessen das Klima, soweit es dazu Gelegenheit 
gibt. Die letzten Tage waren sehr nass und recht kühl, und 
mit 2 elektrischen Öfen sind wir heut nicht über I5" im Zim- 
mer gekommen. Hoffentlich kommt die Sonne bald wieder raus. — 
Ich habe kürzlich den "otellvertreter" von Kochhut geleseh, 
für meinen Begriff ein ganz ausserordentliches Werk, nicht 
nur wegen des Gegenstands, sondern auch wegen der Sprache und 
des dramatischen Aufbaus. Sehr aufregend, naturgeran^, ich 
wollte es erst nicht lesen, als Freimde es und gaben, aber 
war da:.n so gefesselt, nachdem ich mal begonnen hatte, dal 
ich es schnell mit einem seltenen Gemisch von Abscheu und 
Genu3 durchgelesen habe. 

Wie schön, da'S es nun heissen kann, bald mehr mündlich. 
Inzwischen seid herzlichst gegrüsst 

von Eurem altneuen Vetter im Altneuland 






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Prof .Dr. Bruno Valentin. Rio de Janeiro-Copacabana.Caixa Postal 392 - ZC 07 

1 den 21. März 1964 

Ilir lieben Israeli ! Dank für Euern Brief vom 19. Januar; nachdem die Pläne 
für die Reise jetzt festgelegt sidd,sei Euch folgendes mitgeteilt zieh werde 
am B.April von hier fortfahren, während Marta,die schon ssekrnk wird, wenn sie 
mich aufs Schiff bringt »fliegen wird. Zunächst bleiben wir in Hannover und 
Göttingen, dann geht es in langsamer Fahrt nac>> Prag und 01mtitz;dort werde 
ich vor der Medizinischen Pakultfit am 8.& 9. Juni Vorträge halten, dann neoh 
Wien und München. Wann wir ev.in ^^^eidelberg auftauchen werden, kann ich heute 
noch nicht sagen. Falls Ihr uns etwas mitzuteilen Vabt, bitte folgende Adresse 
zu benutzen: c/o Prof .Dr. Georg Gruber. 34 Gttttingen. Planckstrasse 8. Dort 
sind wir bis etwa 29. Mai erreichbar. 

Auf gesundes Wiedersehen in alter Treue Euer 



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Dear Uncle 'iruno 



Erwin G, Loewen 
56 '.Vestwüod Drive 
iJast Rochester, N.Y. 



G2. 



has been all 

last Tieeting 

it was , 

my surprise at finding 



Feb.3 1962 

The time between intmtion and deed in writin^^, this letter 
too long. Please f r^iive :ne . I remember quite clearly our 
25 years ago on the train from Hoek van Holland 



^fter all, the 



iiost lumsual coincidence 
so charming and pretty 
now do r.iy best to teil 



to Hannover- 
in my lif e . I also recall 
a wife vvaiting for you at 
you what is on hand by way 



( 




the Station. So I will 

of doc"u:nents h^^nded down through the Loewen family. 

Ferhaps first a word about our family. Joan and I will be married 10 
years this September, and we have two children: Oliver, 8 and Heidi who is 
nearly 6. Will see what we have by way of pictures we coild send. There 
are two rather old color pictures talen when Heini and Leya visiteo us in 
nur previous house in Rhode Island 1956. i'^or the last year and a half we 
have been 1 iving in this very corr.f ortable house in -last Rochester which 
we li^-e very much. I have been wort ing at Bausch c^'- Lomb since Juljf i960 
as head of the Engine^-'ring d^partment responsible for industrial nieasuring 
InstruTients and diffraction Grätings, a very interesting job. 

Schiiul =ind Sarah, now remounted in moT-e su: table narrow gold frarnes, 
lookk down on us benignly every time we go up the stairs . ivlost peo^le 
here find it nothi g Short of incredible that we not only have a set of 
100"^ genu'rie ancestors hinging u^, but also concrete evidence of what 
Schmul did in t'--^ for^ of ths old clock. Despite a series o# trials and 
tribulations the clock still runs c.r\^. Ireeps time surprisingly well,reminding 
US of every ^uarter hour passad. 

Here is a llst fo what seern the most important iterns: 



^ladarne 



Loewen' s millinary Shop and her 



(Traubrief) 



6 line notice 



\ 



1931 aalender page refering to 

enc unter with t' e Duchess of Eoburg. 

Report -nacje out by Metzger and countersigned by Kant, in 17S5, attest ing 

to oaii. Loewen' s attendance at lectures in Königsberg. 

Final repcrt signed by Lr .Metzger ^-nc Prof .Decany ,October 1786 

Certificate from the Rector of Königsberg, dated Oct.24 178o. 

Sngraving of Isayc Daniel Itzig 

Playlet on occasion of a wed. ing ,winter 1774. 

Transc; ipt of Scbnul and Sarah' s wedding certificate, 1795 

Konigl, privilegierte Berlinische Zeitin; , Jan. 21 1800 

Ditto Dec.16 1806, has 

of MadsTie Loewen' s esteblishment in Jaegerstrasse 33. 
AlOtBerlinische Nachrichten, .vinrch ?3 1813 
All ; Lebenslauf of Samual Liep'nann Loewen (13 pages) 
A12 : Biograr)h,notes of Moses LiepTnann,^Jamual Liepiüann Loewen^in some detail), 

Sarah Lnewen,Rosa Valentin. 14 pages. Due to H.Valentin. 
A13:Certificate for famual Loewen fron Collegii Tregii Medice- Ghirurgici ,1797 
Al4:Matriciil;^ti n certificate ,r.amual Loewen, Acadenia Regiomontanae , 

Dec. 22 17^4 
A15:Letter from S. Loewen to Daniel Itzig, Mar. 20 17S8 

A16:March 11 179^-Schutz Privilegiujn docu^ent , Cnly traces of seal lef t . 
A17:3even personal letters I cannot identify 
AI«: Rent contract be*#e-n S. Loewen rnd a ilr.Seeger ,1816 ,several extentions 

up to 1822. 
Bl: Wechsel und Document des Orafen v.Tilly 
B2: Mne page account book 1802-5 

B3 : Polder marked : Unterschriebene Rechnungen, 1798-1805 
B4: ivine l'ose loan documents 
B5: Polder: Loewen /v.Massow 
B6: Polder of loan letters Crraf Hertzberg and oathers 

/ 



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Gl: MilitRir Sachen und Lehrbrief- Leopold Loewen 

C2:Societats Gontract Hiller Loewen, inftludes Bürgerbrief Hiller Loewen, 
Burgerbrief aamual Loewen( I8I4) .Ab^anf ' s Zeugnis ,Gy:anasium »Gustav 
Loewen, L. Loewen birth cArtificate Leo. 2 I84I »/Oeclaration of _ 
as uraption of the name Loewen by Samual ,r,^arch 4 181?. Black mk 
orofile,ord)abl,y of Sarah. Imprint of a royal peal in sealing wax . 
Lettpr corT-ecting Liepmanh' s police birth re»;;isträlon from Liebherr, 
recipi 1841. A legal docurnent dated Sept. 10 1834 ,apparently a 
wili,listing the 4 children Fanny , Hiller ,Leopaiaid, Rose . 
Y, 03: Note frorn Friedrich Wilhelm, Jan. 2^ 1794 to Sara,acknowleging a 

64: Sketch in Black and red pencil of an elaborate oval seal. 

05: 26 innprints of various seals ^ -u. . 

G6: 31 imprints of various seals, in red. »creai^ ,brown and black wax. 

Dl: Hochzeitsfestschrift for wedding of Oustav Loewen and iviathile 

ßehr, July 16 1882. ^ . ^. ti.-.-, ^ 

El: Legal docunent ,evidently business agref-ment bet;nreen Hiller and 

Lieptiann Loewen, Aug. 23 1844 ,., r\ 

Fl: Photograph of Gustav and MathiDcb Loewen ' • ^-^ 

F2: Photagraph of Hiller (?) Loewen 
, F3 : Inheritance oapers Hiller Loewen 

P4: Oopy of iliniature o'^^ned by Valentins of 3. Loewen 

PS: :'isc.papers of Leopold Loewen, icl .Ber3 iner Intelligenz- .^lattol 

M July 20 l;-40,containing an engagement notice between Leopold 

Loewen and Bertha Leff'aann 
P6: Marriage contract Leo 'Old ^ nd Bertha, Jan. 31 1^41 ^ . o, - 

P7: M^mbership Certificate Leopold Loewen, Gesellshaft der Freaunde ,183b 
F8! Coliection of ^usines; letter? of Leopold Loewen 
F9: Group Photograph, not identif ied ,except that it incliised Leopold Loewen 



xöXl- 



This lists just about everything we have. Tf there is a.nything 
there of spepial interest to y.u I can have copies inade^ I^am plannin^ 
to t^ke colör photographs of^ Saxa ' s sample^-eals . ;i^ J^^ 



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Lieber Erwin ! 



'aa ni3 den 19. Februar 1962 txm dox sdisicfiev nxdßb ^xH 



..andj( n; 



Sehr herzlichen Dank für Deinen Brief 



vom 
für 



3. d.M. ,mit dem 
die 3 Pkotokopien 



ich mich sehr gefreut habe; insbesondere danke ich Dir xux- ux« :, r«,üuoicopien 
der Siesel--Sammlung,die ich dem Parailienarchiv einverleiben werde. Du schreibsi 
von einem Besuch von "Heini and Leya" bei Euch; ist damit Heinz, der Bruder 
Deines Vaters, gemeint ? Von ihm habe ich nie mehr etwas gehört, wo lebt er 
j ex Zu . 

_ Da Du Dich in so liebenswürdiger Weise angeboten hast, mir ev. Kopien von 
einem oder dem anderen der in Deiner Liste an^ezei-ten Dokumente anferti.<-en 
zu lassen, so mache ich gerne davon Gebrauch und mbchte Dich bitten, mir von 
den folejenden 4 je eine Kopie zu schicken: 

Al:1931 calender page refering to Madame Loewen' s millinary shop;A8:Köni'^l. 
Privileg. Zeitung Jan.l800;A9:dito;C2 :Declaration of assuraption of the naSe 
Loewen by Samuel, March 3,1813. 

Ich kann Dir ohne Schwieaigkeiten die Unkosten durch eine Bank in New 
York ersetzen lassen. In meinem Archiv befinden sich, wie ich eben feststelle 
2 Photos des Ehepaares Leopold Loewen und seiner Frau Bertha . geb . Leff mannt 
aber sicher hast Du diese auch, denn, sonst hatte ich sie wohl s. Zt. Deinem 
Vater ;^,egeben,da sie ja für mich keinen so grossen V/ert haben. 

Das hübsche Bild von Sarah Loewen, ;:eb.Ha^aim . von welchem Du wohl eine 
Kopie hast, ist leider verloren ge,5angen;da ich es bei meiner Auswanderung 
nicht mitnehmen konnte, habe ich es damals nach Pommern zu Zelters beschickt. 
Der Sohn von Toni Zelt er, meiner Kusine, hat es aber bei seiner Flucht vor den 
Russen zurücklassen müssen, wie er mir vor einigen Jahren, als ich ihn in ^i^i^id 
Deutschland besuchte , erzählte. ^p^^^ 

V/ie ich Deiner Mutter schon schrj.eb,soll jetzt eine von mir verfasste 
Familiengeschichte gedimckt werden; wenn es so weit ist, werde ich Dir ^^erne 
ein Exemplar senden. ° 



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Ich hDffe,dass ich noch in diesem Jahr nach New York komme und mich dann 
an den schönen Bildern, Siegeln und anderen Reliquien in Deinem Hause erfreu= 
en kann. 

Bis dahin verbleibe ich mit besten Grüsseii auch an Deine Prau 

iueh txni, .M.lj.^ mov I^Dein oitisü iM ^cui^. nöaoiil&ia.i ideS 

ns hio^io roAl 5 9x.-b liil ni^^ ujx 9?Inp.b oiöbnoasdenl; edßii tjjsilo, -i ^R rfoxni rfox 

dtoirlOH ;ja.96i9w necfxolievnxG vliioißnallxmü'^L rasb dox 9J:f),j,r£uIrrrnß8~Xe2;.9-t8 isb 

ishu^E ieb,sxixöH txiflßb d-ßx;rioira xorf "ß-^s.I bnß xxixsH" nov douaag wenxe nov 

19 ;td"9l ow, j-'^Ö.-f??-. nQV/d-6 iriorr ein- rfox adßd mdt rtoV ? tax9Ei9g,ai9t3V aonxeU 

nov XT9X<^o" ,ve ixm,vf3ßrf nsd-odg.jns Dnxe'V lagxbiihÄ/arTedexI 00 nx cfoxCT uQ ßC _ 
n9x:xtis'i J-nomjJ3.^oa ii9t>-JC9S9;.rtß sd-HXI limtod ni isb noiahns msö -pbo a^enLf^ 

nov iJi'i,n9d-^rd tiolCT. 9tfloöiii .bnu riour novßb - ' lioi sdoßm os,^-- "^ ^ 

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den 10. Juni (Pfingsten) 

Lieber Erwin ! 

loh bat Dich dar^'.nir^vSi "ve?sof DoL™^!??"^".*'^^^ ^°" 19.Februar ? 
fertigen zu lassen. Inzwischen tl?r,T^^rj^*S"- ''*"• Photokopien en- 
schrieben. dem Du wohl meine Adre^*«i,t™J''- ^f"-?^ ^- ™« I^^-ael .<5e. 
lekuns der von mir verfassen S=™f?? mitgeteilt hattest. Da nun die Druck, 
nimmt .mftchte ich meine Bit?" wJederh^Jl':^^"*'^. ■'^*'^^^«^« "-'^^XnXX an" 
Sitz befindlichen ^-^^^^xl Zlff^.Va'V^^^^^.l^l^^^^ '" ^^^"^™ «- 



VVit besten Irüssen 



Dein 



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den 3. Januar 1963 



Calxa PoBtal 392 - o7 \ 
//////////////////////// 



Lieber Erwin ! 

Ich habe noch zu danken für Deinen Brief vom 18. 
Juni v.J.;kurz nach Empfang desselben bin ich zu einer längeren Europa- 
Reise gestartet, von welcher ich erst vor kurzem zurückgekehrt bin.Du t 
wirst vielleicht erfahren haben, dass ich in Heidelberg (oder besser wir) 
Heinz mit Frau getroffen haben;wir haben uns sehr miteinander gefreut 
und die Jugend -Freundschaft erneuert. 

Leider muss ich Dir mitteilen, dass ich die s.Zt. von mir erbetenen 
Photokopien aus Deinem Archiv (s. meinen Brief vom 19. Februar v.J.), die 
Du mir in Deinem Brief vom Juni angekündigt hattest, niemals erhalten 
habe. Es ist sehr bedauerlich und so muss ich Dich bitten, mir nochmals 
das gewünschte Material zu senden, denn die ^gPflrnfiiHr« Familiengeschichte 
soll jetzt endlich zum Druck gegeben werden. So wäre ich Dir dankbar, 
wenn Du mir bald alles schicken würdest. Ich betone nochmals, dass ich 
ohne Schwierigkeiten Dir die Unkosten ersetzen kann. 

Mit allen guten ünschen für ein gesegnetes TTeues Jahr und besten 
Grüspen bin ich 

Dein 

P.S. Meine Brief -Anschrift hat sich etwas geändert;8ie lautet jetzt: 
Rio de Janeiro (Brasil) .Caixa Postal 392 - *" ^ ^^^ 



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an 14. Februar 1963 



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Caixa Postal 592 ~ 07 

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Lieber Erwin ! 

Mit Deinem Brief vom ? (kein Datum) hast Du mir zwar 
eine grosse T^reude gemacbt durch die Beilagen, abor der Rest,d.v,. die 
Pemurfraktur bat mir recht leid getan.Hoff entlieh ist, wenn dieser Brief 
i^nch erreicht, das Schlimmste vorbei. 

Zu schade, dass Dein Brief vom ? mit den Zeitungsbeilagen etc. ver= 
loren gegangen ist; waren es Originale ? 

Meine Familiengeschichte wird Jetzt haktographiert ;der Teil, welcher ^ 
die Familie Loeken betriff t, wird Dich int eressieron.Wenn es so weit 
ist, schreibe ich Dir nochmals. 

Mit nochmaligem Dank und vielen Grüsnen #on "aus zu vaus 

Dein 



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Erwin Loewen. 56 Westwood Drive. East Rochester, N.Y. U.S.A. 

den 30. Januar 1965 
Lieber Neffe Erwin ! 

Wir haben lange nicht miteinander korrespondiert. 
Heute schreibe ich Dir - was Du vielleicht schon von Deiner Tante weisst- 
dass die Familiengeschichte VALENTIN - LOEWEN jötzt im Druck vorliegt. 
Dein lieber Onkel Hein« hat sie noch in derersten Korrektur gesehen 
und «ir einige Verbesserungen mitgeteilt. Wenn es Dich interessiert, sie 
SU besitzen, so schreibe mir; der Herstellungopreis pro Exemplar beträgt 
$ 3. -.Den Betrag bitte ich auf mein Konto bei der Dresdner Bank Hannover 
Hffi 34 056 zu überweisen. 

Pur beute nur in Eile viele Grüsse an Deine Mutter, Tante Leya und 
Deine Familie und alles Gute für 1965 



Dein Onkel 



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Erwin Loewen. 56 Westwood Drive. East Rochester, N.Y. U.S.A. 

den 30. Januar 1965 
Lieber Neffe Brwin ! 

Wir haben lange nicht miteinander korreapondiert. 
Heute schreibe ich Dir - was Du vielleicht schon von Deiner Tante weisst- 
dase die Pamiliengeschichte VALENTIN - LOEWEN j^tzt im Druck vorliegt. 
Dein lieber Onkel Hein« hat sie noch in derersten Korrektur gesehen 
und mir einige Verbesserungen mitgeteilt. Wenn es Dich interessiert, sie 
BU besitzen, so schreibe mir; der Herstellungspreis pro Exemplar beträgt 
$ 3«-. Den Betrag bitte ich auf mein Konto bei der Dresdner Bank Hannover 
H» 34 056 zu überweisen. 

Pur heute nur in Eile viele GrüsRe an Deine Mutter, Tante Leya und 
Deine Familie und alles Gute für 1965 



Dein Onkel 



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^ONTINUATION SHEET 



BLUE STAR LINE LTD 



Hannover, den 23. Mai I965 



Lieber Erwin ! 

T,^. ^ ^ .^^^^ bestätige bestens dankend den Empfang 
Deines Schreibens vom 25. April, das mein Sohn mir hier= 
her nachgesandt hat; auch hat meine Bank mir bereits den 
Umgang der von Dir einbezahlten DM 12.- bestätigt. 

Ich bin - wie Du Ja aus dem Briefkopf ersiehst. auf 

!,'^wt'*v^'^v^v"?^^f ^ """^ ^'°'°"® ®^^^ ^^ Oktober nach Rio 
zurück. Ich habe hier kein Exemplar der i^^amiliengeschich= 
te, werde aber sofort meinem Sohn schreiben, dass er an 
Deine Adresse eines schickt. 

Die Frau von Heinz ist vielleicht schon zurück von 
Ihrer Amerika-Reise ; so hoffe ich, sie in Heidelberp be= 
grüssen zu können. 

^^ Mit vielen Grüssen an Deine Mutter und alle, die mich 

Dein Onkel 



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66 WESTWOO© DRIVE 
BAST ROCHESTER, NE^tT YORK 



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April, 25 1965 



Dear Uncle Bruno, 

I trust it Is^'not too late to thank 
you f or your note of January 30 . It must be a source 
of great satisfaction to see your long labour of 
love, the Valentin- Loewen family history, finally 
publtiJhed. Needless to say I am really loolrlng 
forward to having my copy, and Have just sent a 
I 3.00 check to your account at the Dresdener 
Bank, Hannover, 

•^- ••'/>.:^^., 

My two children are just about at an age when 
they should take an interest in the history of 
their family, so this comes at a very good time. 

All the best to you and your family 



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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch -Nr. 4Q2/^7 



Berlin N A, den 27...». ..J.».Ö.Uft.r.. 

Oranienburger Str. 28 



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Bescheinigung;. 

lir bescheinigen hiermit aui' (rrund des Samens-, Irau- und Ster- 
beregisters der Berliner Jüdischen Gemeinde 1751 ^^ •* ^•73*> dass 
(jumpel Minden am 16.5.1779 in Berlin gestorben ist. «ie sioh 
aua. der Bearbeitung der (rrabsteininsühriften der alten iJ'riedhofs in 
der (Crossen Hamburgerstrasse (Landshuth Nr .1^25) ergibt, ist Tümpel 
Minden identisch mit lumpel, Sohn des Salomon Minden, la den staat- 
lichen Registern heisst Gumpel Salomon Vlinden kurz Kumpel Salomon. 

Qesarofarcbiv 




der JudeD in DeulschlaDd 



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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch -Nr. ^Qfi/>7 



Berlin N 4, den 27*. ..Januar.. 

Oranienburger Str. 28 



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ß e sehe in i g u n p;. 



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Kip besoheinigen hiermit auf Orund des Namens-, i'rau- und Ster 
berejristers der Berliner Jüdischen gemeinde 17^1 ff.* ^^'Q3t dass 
Jacob Faoh am 1Ö.6.1600 in Berlin cjestorben ist. li'ie ads der hand- 
sohpiftlichen Bearbeitung der Grabsteininschriften des alten jüdi- 
schen Friedhofs in der Crossen uambur^erstrasse (Landshuth ^<r.l75l) 
hervorgeht ist Jacob Fach identisch mit Jacob, Sohn des Abraham Fach 
aus Strelitz. 

Gcsainfarclif7 
der Jaden m Dealschland 




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der Juden in Deutschland 



Berlin N 4, den £^7. .. .«^.ÄÖUÄr... 

Oranienburger Str. 28 



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Tagebuch -Nr. ^01/ j? 



S. X. 



Besoheininunp'. 



Vlir besehe inirjen hiermit auf Grund des Kamens-, irau- und 
Sterberegisters der Berliner Jüdischen (reineinde I75I ff., S.9Ca, 
dass die Witwe des «^acob Fach am 27.^.1602 in Berlin gestorben 
ist. V/ie aus der Bearbeitung der '^^rabsteininschrif ten des alten 
jüdischen Friedhofs in der Grossen iiaciburgerstrasje (Landshuth 
Wr.1752} hervorgeht, *ar der Name der J«'rau des Jaoob Fach (Jacob, 
Sohn des Abraham Fach aus Strelita) ßilka. 

GcsamfarcBfv 

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»rcrbunden gewesen. Im Staats- 
;t mandi' vergilbtes Pergament 
cn Tagen. In den Mensdien 

rinnerung an die eroße Vcr- 
erhalten, ihre bodenständige 

ind zu fördern, wird auch in 

5Ste Anliegen der „Ostfriesi- 

in. 



n der Burg in Hinte sind die 
Unterbringung eines Teiles 
■iesisdjen Landesmuseums ge- 
im Herbst 1952 dürften die 
diichtlichcn Ausstellung cr- 
inen Räumen \n. Emden bc- 
le Landesmuseum eine Aus- 
isdier Malerei vor. 



itswürdig 

;r ihm 1744 zugefallenen 
lerrühren? 

dlcnd sind die ostfriesisdien 
ie des Objekts bringt es 
daß man Männdien und 
dieidcn kann. Oder wissen 
je, Dieke, Ede, Eike^ Jab' *■ 
iilidie oder weibli '''*^'" 
, das Zögeri**»« 
: alle genannten Vorna 
nl Jungen wie Mädchc 
Igentümlidi ist auch dii, - 
stfricsen, durdi die Sdirei- 
s ihre kirdjlidie Zugehörig- 
gehört ein Jan der refor- 



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Donnerstag, 14. August 1952 



mierten Kirche an, während Jann sidi den Luthe- 
ranern zuredinct. • . i^i 

Endlich sei noch auf die patronymtsche Na- 
mensgebung der Friesen hingewiesen nach der 
z. B. der Sohn des Jan Gerdes den Namen Gerd 
Tanßen erhielt und die Häufigkeit der Namen 
Janßen oder Gerdes in Ostfriesland bewirkte. 
Das Kommando des Feldwebels „Janßen VI vor- 
treten'" war in ostfriesischen Kompanien keine 
Seltenheit. Durdi das Beibehalten der patronyrni- 
sAen Namensgebung nadi dem Festwerden der 
Familiennamen entstanden die sog. Zwischen- 
namen, d. h. die Kinder erhalten neben Vor- und 
Familiennamen nodi den Rufnamen des Vaters in 
der Form des zweiten Falles (Gcnitivs). Tragt 
der Vater z. B. den Namen Dirk Kruse, so 
könnte sein Sohn Uffe Dirks Kruse und seine 
Tochter Antje Dirks Kruse heißen. Von land- 
fremden Beamten werden diese Zwisdiennamen 
gcleRentlich nid« red)t „standesamtswurdig an- 
ies^en; dodi der Ostfriese hat audi in dieser 
sinnvollen Eigenart eine althergebradite Sitte treu 
und hartnädcig in allen Zeitläuften zu 1^7 ^h^" 
gewußt. /o^f P* König- Aunch , .,. . 



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Im Staatsarchiv zu Aurich liegt manch vergilbtes 
Pergament aus guten und bösen Tagen. Mandm 
Namenszug von geschidnlicher Bedeutung gibt 
Zeugnis von den weltweiten Bindungen dieses 
kleinen Landes. Wir finden dort die SchriftzUge 
Edzards des Großen, Graf von Ostfriesland 
(J494—1S28) die Unterschrift der Elisabeth l. 
von England 'und vom AltenFritz, der 1744 die 
Herrschaft Ostfrieslands übmmmn. 

Aufnahmen: (3) Atdiiv 



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Friedrich d. Große (1740-86. reg.) 
Medaille 1782 von Abramson zur Genesung 

^rtb?'m?tln';chri«r^ericus Borussorun. Re. 
RS*. Hygieia im Kampf mit dem Todesengel. 
Inschrift Diu Laetus inter sit populo. 17»^. 
(Silber. 42 mm) 



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g o e t h et 1822): zu einer Handschrift 

yriedrichB d^'p Grossen. 

"Das blatt,wo seine Hand geruht, 

Die einst der Welt geboten, 

Ist her-.ustellen fromm und gut. 

Preis ihm, dem grossen Toten ! 



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Copy of Johann Gottfried Scha<ioi»»a crayon- 
and pencil drawing »Kaffeeviait«" (coffee 
hour), Berlin I794. The drawing depicts 
the Abramson couple, the wife and daughter 
of the artist JoJwnn Gottfried Schadow 
U764-1850), and the poet and Shaieapear« 
translator August Wilhelm Schlegel( 1767-1845^ 
and his wife- ' 



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Hoh«nzpll«m-Jahrl)uch 191i 



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Di« Müa^v.nraltung Prifdrich d«8 Gross« von Friedrich tr«ih«rrn v.Sohrött.r 
S«it» 990.Dag«g«n ist ts höchst h«z«iohn»nd,da8» v^\t.n im »i«>«jii}ahrAg«i Kri«gf| 
>M scshönst« und charwkt.riatisc^st« all.r K^h^^ittn Pr»ue8isch*r mnzmn »nt- 
8tand:d«r z«n Kampf gar^t.t.^di« Waff« b«chüt»a»d«,di« Waff.n »rgr.if.ndt, 
natürlich «•h^lt^a« ^•u^eischa Adi8r..Ein Tal.r voij 11:61 »tigt diw.s Bild zun 
•ratan mal.Sahr wahr. dhaial ich ist a« von dam Madaijlla^ ,d,r Barlimax^ öros.an 

zm Ahrah« antworfaii wordan.Laidar yaraohwand aa mit iwi; Tola J^iadrijAha-in 
dam Jahra 1818 findaaVir aa noch ainaaLAhraham war aa auch.^^" ••^M? l-^ß^ di. 
Matriztn für dam Kopf für all. ilünzatättan anfartigta.An 8aU|a%^lt' «rat dann ^ 
dar hakannta Daaial Priadrich Loo8,da8afn Bafähigung. abar di4.inaagf8chio.ktan 
Handw.rk.ra nur wanig ftb.ratiag, i 

J'^Ay^^*^^*^ Allganwinaa Kün» JJ,.y_LtxikQÄ (JHia^u«. )Ahralia«(AWa»>Jako^:Madai- 
llaor und StainsöBabidar rusai.ch.r Ahatammung.gab.in Stralite 1723 ( od.r 172J 
gaat.in Barlinl? Juüi 1800.Arhait.ta üt)ar 50 J.üira an dan Mün^at^Mjt.n zu Statti: 
(1752)König8harg(17fe7)und Bariin und bracht. .8,ohn. z.ictoan unV »od.lliar.n 
zu könnan,dooh zu Ari>kitan,80 gut sia in dar dam^as mangalhaftan Re.mp.l8Chii.id 
kunat üh.rhaupt möglich .«'ar«m.,_Ala Stainaohn.id.r ist ar nio4»t h.dj^ut.nd g.w.8.D 
und ach.int auch nicht vi.l g.arh.it.t zu hah.n. , 



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29./ .9. 13. 



Hohenzollern - Jaiirbuch 1911. 



Die Münzvei-waltiuig Friedrich des GrosBcn von 
Friedrich Freiherrn von Schrötter. Seite 990. Dagegen ist es 
höohet bezeichnend, daeo mitten im siebenjährigen Kriege jene 
Bchönete und charakterist iBchate aller Kehrseiten preuu.ischer 
Münzen entstand; der zum Kan^f gerüstete, die Waffen beschützen - 
de, die Waffen ergreifende, natürlich gehaltene preuBnische 
Adler. -Ein Taler von 1761 zeigt dieses Bild zum erstenmal. 
Sehr wahracheinliOi iet es von dem Medailleur der Berliner Gros- 
sen l-ünze Abraham entworfen worden. Leider verschwand es mit dem 
Tode FriedrichB-m dem Jahre 1818 finden wir es noch einmal. 
Abraham war es auch, der seit 1764 die-<ltrizen für den Kopf für 
alle I/ünzstätten anfertigte. An seine Stelle trat dann der be- 
kannte Daniel Friedrich Looe. dessen Befähigung aber die eines 
teschickten Handwerkers nur wenig übei-stieg. 



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CIBA Symposia V0I.9 NS lo (1948rp!809 
"made'^p?^^ ''^'' Silbermünze von Abramson 
me^t'^fp^^LS^^nlaS? ff ^'^ Midi^ri^epart = 
an award,especianv ?n ;h ""^^ distrifeuted as 
.endered ^^^e^ltl^^t^^l^l^l^o^l^,, ^ 



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Wir zeigen hier die Moses 
tMendelsaohn-MedalUe, die auf 
der Vordeirseite das Portrait 
und auf der Rückseite einen 
Totenschädel mit einem 
fidtunetterlin« und die Inschrift 



"Phaedon" darstellt. Die In- 
achrif't auf der Vorderseite I. 
Abraham und F (lius) zeigt, dass 
Vater und Sohn auch diese Me- 
daille gemeinsam geschaffen 
haben. 



/^ Medailleure 

Leo B««€k-Institut »rhä 

Als däe KoUekUon seltener 
Judaiioa von Michael Zagayaki 
kürzlicih bei Parke -Bemet in 
New York venateieert wurde, 
wurde es dem. hiesigen Leo Baeck- 
Institut dupcii die Grosszügigkelt 
eines Freundes ermöglicht, die 
seltene und wohl grösste Samm- 
lung von MedaiUen der beiden 
königlichen Medailleure und 
Stempelsohneider, Jacob Abra- 
ham und Abraiham. Abrabaarson, 
ziPRisteigefir " 

Die Samonlung bestebt a\u 73 



It Medaillwtsammlunfl 

Medaillen, die In SU'ber. Zinn 
oder Kupfer ausgeführt sind, 
und die Porträts bedeutender 
StaatamÄnner, Philosophen, 
Dichter, Bandüera usw. darstellen. 
Unter ihnen befinden sich auch 
die PorträtinedaUlen des grossen 
Bmanaipators imd PhUosophen 
Moses Menideaaaohn, des berühm- 
ten Arztes, Phyisdikens und Philo- 
sophen M«irous Herz und des 
Oberältesten der preussSschen 
Judensohaift und Bankiers, Dan- 
iel Itzi«. 

Jaodb Abrahiaan,der nach einer 
Darstellung Im Jahre 1723 als 
Sohn des Sohuteduden Abraham 
Jacob in Meoklentourg - Strelitz, 
nach einer anderen in Polnisch- 
Lissa geboren und erst mit vier 
Jahren mit aeinen Eitern nach 
Mecklentoupg gekommen sein soll, 



erlernte das GravieTen und 
Stemipelschneiden in Lassa. Schon 
1750 soll er in Berlin für die 
KönSgliche Münze Stempel an- 
gefertigt haben. Zwei Jahre 
später befand er sich in fester 
Stellung an der neuen Münze 
in Berlin. Anfang 1753 wurde er 
als königlicher Medailleur und 
Stempelsohneider an die von 
Friedrich dem Grossen errichtete 
Münzstätte zu Stettin versetzt. 
Die wechselnden Schicksale des 
Siebenjährigen Krieges machten 
häufige Verlegungen der Münze 
notwendig. So konnte Jacob 
Abraham erst nach Wanderun- 
gen über Stettin, Königsberg, 
Danzig und Dresden sohliesslich 
in Berlin, wo die Königlich 
Münsse endgültig errichtet wurde, 
Fuss fassen. In jenen Jahren 
wurde er auch beauftragt, Me- 
daillen zur Venherrilichung der 
Siege Friedrichs des Grossen zu 
schneiden. 



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All Photographs Have Been Removed 
From This Folder for Digitization 



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'^^^^Tl, M ANH. IM EH. 

'""'^Tor r.'lLlT ^^•'^--^ ^906 

von rt. Simonis. 

Kurze Zelt, bevor Iah i« t u 

vor loh l„ j,tr, ly^^ P^^^^ 

»-b, ich a.„ 30 Jahr, ,orh.. .„„ j,,. , , '''""" *"'^«' 
•r yM.lll8 VALENTIN MANHKIKEft '. n. 

•" g.b „ir die Ver,nl„,un.. „..., ,.,„^ , 

• ■''■'-1 «erode mit dieser «•«mii. 
eingehend .„ be.ehüf tlge„ , ,„, , , . "^"'* »^ 

nerU Ich .Ich .o„ , ' '"" "'"''' '"^"^'^ "^°- 

• '°" "•l"*'- «"-»"mutter väterlich.,,«,. . 

"»ben, d«ss zwischen unserer Pm»4i, 
„ „ . . ""Bsrer Familie und der Pamin« 

V. «anheWr ver.endtschef tU.he Be.l h 

•«r „,ir n.wnict nicht klar, 
ich bin nun den Dingen nachgegangen und >, k . 
len können- • ''"'" folgendes feststel- 

We Verwandtschaft geht iih.» ^, 

--. PMllppin. .eb eh V """" '"" """"" •"-^-"'• 

-r. -.3. B er J g. T"^' ^'^ ''- --- »-- --o"-ut. 

fi«b. Marcua*. Jn Schwerin a d w«r.t. 
i»t. Deutlicher ^oaa^f di „ *-c*.Wartne gewesen 

*5«aagt. die Mutter von P««-^ i/ 

"t»utter. Hanne «.rcuso geh Star Z ' '"° ■"'"'■ 

^caeph ßehrend («ehrend """ "*"" '"'""*" »<» 

^- -. hier u ::. r^";."'"^ --— --• 

'— ^ noch eine, r d 1 r^'^' "" ^''^ ^^^^•■" ^ ' 
-- -e N.».r ..r Kl tel ^ "^ """"' ""^^ '^"^- 

-•— n .„nen.. l;: ^ ^ '7'' ""^""^*" ^^" '-^^ ^'^ 
'^^"".^ Khepa^r hat hl, ca l,,o T "-*"^' --«chelndel Abrah... 
--' ^ochterHan^, , Jl^''" " """'"« — ^. «<> - 1780 



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ü- 1790 .ch<.lnt die V^ru. n..^ 3,,.„,„ ..^..,.t^, .b«ew«aert 
.u ..in. .0 ^ 15.7.1791 ,„ 3^^ ^^^^^ ^^^ ^^^^^ ^^^ ^^^^ ^^^ 

bllckto. 

S«U !.„«„.. zeit tm 10,. ^.„uht. 1„ swit. .,»„. Er»l.tel^. 
6.n «.««teilen. M,.„ leia„ ohne Erfolg, «erade 1. .^,„,i,„, 
habe loh aur. Heue einen Her.n <la.it beauftragt, den Dln«e„ nach- 

zugehen, und warde cern daniiK^« k * i.^ 

« gern darUb^r berichten, sobald etwas PosltJves 

ermittelt werden konnte. 

Nebenbei „öehte Ich „och er.Uhnen, rtaa, ea\„lr gelungen lat. die 
Fannie .er Pr.u von ,c,e,h Behr.nd , Ho.alle Minden, In einzelnen 
alledem bla In, I5. Jahrhundert .ur«cl,zuverfo]gen. 

Interessenten stphA i^v ».4.- 4 

en stehe Ich mit meinem MaterAAl gern zur VerfUgimg. 



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Vadstana (Schweden), Im Mal I95Ö. 
Pudoif Simonis 



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VALENTIN WANREIMER 



Vanhfa i nier, Valentin, geb .1 -^.7 .I8I5 Oonwern, ge8t,7 .2.I889 Berlin 
verh.lIt.ii.lSiili. mit 

Bel-irend, Pnlllpplne, geb. I9. 8. 1821 Berlin, gest. ^.i4..l893 Berlin 



Kinder und Kindeskinder. 



l. yanhelmer , Ouatav, geb .6. ^.iSi+S Berlin, gest. 7.1».. I915 Berlin 

verh.^.7.l87li. ml n 

Nacianann, Exigenle, geb .27.7 .I836 Frankfurt a/M. , gest. 11.8 .I9I9 

WUrzbutg 

1.1. Manhelmer, Adele, «eo. 14.. '=..1875 Berlin, geat .I7.9.I898 Berlin 
" verh. 8.5-1890 mit 

Gutmann, Felix, geb. P'^.7.1358 Leipzig, gest. 2i4.. 12. I9I5 Berlin 

12; Manhelmor, Vally, g«b .5I .IC.I876 Berlin 

vern.^ü. 1 .I905 mit 

GoldsctiwJdt, Prledrlcl) A'llheliri,geb .?8 .11 .I875 

2.1. Ooldsch-Tiidt, Herbert Julius, geb .12.1 . 190i|. Berlin 

Z.2. ÜoldschiBldt, Friedrich vVilheim, geb.9.9.1906 Berlin 
"" verh. .rit 

Vogel, Hilde, geb. ll.^.i.909 Karlnrufee 

2.2.1. Ocldschmldt, Friedrich AI Iheliri, geb. ^1.5.1929 

Karlsruhe 

1 

1 .j^. Manhf^imer. Ella, geb . 5.IC.I882 Berlin 

verh. und gesch. mit 

Schiff , ..'igen, geb. I7.2. l877 Meiningen 

1.^.1. Schiff, Fanny Llll, geb .21^ .1 .lyll|. Berlin 

l.j^.2. Schiff. Hans Bernhard, geb.20. 5.I915 Berlin 

1.^.^. Schiff, 118'=^ Lotte Alice, geb.29.6.19l6 Berlin 



(f 

2. Manhelmer, Clara, geb. 2i4..9.l8ii.6 Berlin, gest. .2.I919 Berlin 

verh.ll;. 5.1865 mit 

FrltKliänder , Julius Martin, geb .1^.^.1857 Berlin, gest. .5.I906 

Berlin 

2.1. PrlGdlftnder. Toni, geb .2ii.6.l873 Berlin 

verh. 8.1.1895 niit 

Heyman , Wilhelm , geb.l8.6. I85O Dlez a. d. Lahn, gest. 25.9. I925 

Berlin 

2.1.1. Heyman, Dr. Bernhard V. , geb. 50. 5. IÖ9I4. Berlin 

verh. 5. 5. 1921 

Stern, Wllhelinine, gGb.9.7.1898 MUnohenglftdbach 

2.1.1.1. Heyman, Kana Jl/:artin Julius , geb. 20. 3. I92 3 Berl 

£.1.1.2. Heyman, Lieselotte Lina Sophie .ge^^ü,^'.'! 9^ 

Berlin 

2.1.2. Heyman, VVernAr, geb.l.6.1895 Berlin,ge8t.'<iC5 .I91I4. BerL 

^- Manhelmer, Cäcilie, geb.29.1.l8ii8 Berlin, gest. 28.1. I927 Berlin 

verli.22.11.1868 mit 

Friedländer, Theodor, geb. 17 .l^. 181+1 Berlln.gest .22 .9.I893 Berlin 

^.1. Priedländer, Berthe, geb .2).8.l869 Berlin 

verh. 3. [(.1890 mit 

Lebfeld , Dr. Robert, geb. 28. 5.I857 Breslau, gest. 29. 5. I918 

Berlin 

_^.l^.l. Lehfel(i,Han8 Erich Valentin, geb.16 . 3 .I89I Berlin, 

gest. 6. 6. 1905 Berlin 

^.1.2. Lehf©ld,Leonl«,geb. i1.ll.l892 Berlin 

verh. mit 

Piccsrd .^rnat. geb.l.8.1878 Berlin, gest. 7. 5. 1930 Berl. 

.i'i'i- L«>^feld,Theodora, geb .7.5 .1891+ Berlin 

verh. mit 

Berliner . Paul, geb. 7. 2,1890 Hannover 

J.l.^.l. Berliner, Hans, geb. 27. 1.1929 Berlin 

JL-i*-i'2. Borliner, Ernst, geb. 30. 12. 1931 Berlin 



CO 



_i.2. Prledländer, Else, g«b.20.12 .I87I4. Berlin 

v«rh.21. I.l89i| mit 

Herz, Hermann, geb.ll .2.186^ Wiesbaden, gest. 9.ii. 1923 Berlin 

^.2.1. Herz, Theodor Wilhelm, geb. 10. 5 .1899 Berlin 

verh. mit 

Heymann, Luise, geb .12 .5 .I906 Breslau 

^.2.1.1. Herz, Helno Hermann^ gob.l2 .5.I928 

±»2_'2 . Herz, OUnther ;Valdemar ,g«=»b.27 .6.I903 Berlin 

verh.und gesch. 

Ji.2.3. Herz, Walther Egon Valentin, geb. 29. 8 .1901; Berlin 

verh. mit 

Vlehöfftr, Oladys, geb.i7.l1.i905 London 

l«2.J.l. Herz, Evelyn, geb.22 .I2.I930 Berlin 

i-2.:'.2. H**rz, Margrlt,gGb.26. 9-1953 London 

2ll 2.4. Hera, Nora Phlllpplne, geb. 8.5.1906 Berlin 

^.J. Friedländer, Alice, geb.5.1.lB78 Berlin 

verh.li;.6.1905 mit 

Kirchhein, faul, geb .I8.IO.1875 Leipzig, gest. 6. 3. 192/4 Berlin 

^.^.1. KlrcWielm, Georg Hermßnn Theodor , geb. 3. 1;.l90l; Berlin 

^.^.2. Klrchijolm, Walter Mori tz ,geb.l8.5.1905 Berlin 

l'l'l' KirchneliB, Theodors, geb .1$. 1^.1917 Berlin 

^•i. PrledlfUider. Katle, geb .11^.8. I88I Berlin 

▼erh. mit 

Scha^, Dr. Herbert H., geb.6J^.l879 Breslau 

^.4.1. Schaps, Theodor, geb.l 1 .11 .I907 Berlin 



// c u 









Manheimer, Htlene, geb. 7. ^.1850 Berlin ,geat .I9. 6. I928 Berlin 

verh. 2. 4.1871 mit 

Valentin, Heinrich, geb.20. JV.18I4.I Berlin, gest. 1). 6. I925 Berlin 

^".1. Valentin, Felix, geb. 25. 2 .18^^ Berlin 

jj verh.lO.10.1697 mit 
■».i*^->v yvf /f • 
Goidachrai dt, Martha Fanny, geb. 1^ .10.1377 



/V 
/^. 1.1. Valentin, Günther Erall, geb. Jl .1 .I899 

( ^' 

\ j^".1.2.Val,enti] 



Berlin 



alentin, Herbert Eujjen Martin, geb.l.3.1902 
^'.2. Valentin, Dr. Prltz, geb. 26. 2. 187:5 Berlin,geat.6.10.1903 Berlta 



^;5. Valentin, Ernst, geb. 10.9.1871+ Berlin 

T©rh.ll.5.1917 mit 

Andre, Lotte, geb.2.9.1888 Berlin 

•/. , 

^ii^. Valentin, Gertrud, geb. i|. 12. 1876 Berlin 

verh.U. I4..I899 mit 

Loewenthal , Hugo, geb. 2 5. 12.1868 Stendal 

^^.-i^.l .Lüowonthal ,Hlldegar'i ,geb .20.1 .I90O 

verh.^/.U^-192l. mit ^ 

Cchn , Dr. Herbert. geb.l6 .<=. .'^^'^^ Berlin ^^<^*'^*^ 

».i^.l.l .Cohn, Reglra, g»»b . Z *?-/». I528 Berlin 

^-.1^. 2. Loewenthal, Tcnl, geb. ..5.190^ /" 

verh.7.2.1926 mit <;K^^»^*''*^ 

Kanpfnld , Hermsrr ,geb .s ^■''^ ^^?-Pm^ terdam 
^; 1^.2.1. ¥ahs^-ld,.- bert J . ,geb.l;5.2.1927 Amsterdam 
i=i*i'£' Man5feia,Penate, geb.ii^.lXjL^^y Berlin 
J^i^. ^. Loewenthal, He Inr! oh, geb. 5 .II.1906 Berlin 
i'-ii-ü- Loewenthal, Hei er..-', geb. 22. 14.1910 Berlin 



^.-5. Valentin, Walter, g-jb .I9 . ).] HBo Berlin 



'V 

Bnmberg. Georg, geb. 10. 7>l8b9 Bernburg 

^.6.i.BHmberg,Lott*,,geb.7.11.1905 Berlin 
-^ verh.^. 5.f<?i^mlt 

Stahl.Fellx,geb.l^.lO.-^^^^.^- ^''^^^^ 

j';6.i.i.Stalil,Loro,geb.l9.9.1925 Berlin 

5'^.6.1.2.SWa, Peter Benno ,g€b .20.2 .1928 Berlin 

^;0.2. Baxaberg. Käthe, ^eb. 1^.5.1905 Berlin 
"^ Vftrh.28.11.1925 »it 

Levx^Dr.Leo, g^^b.?-^- f^^-f Kalfteralautern 
f.6.2.i. Lev7,Wwner,geb.:M 1929 Kaiaerslautem 
^: 6. 5. Baalberg, Hans G^ org,geb.9.7-J-907 

|.6.1i.Baj«berg,Eve, geb. 21 -5 -1919 

V.7. Valentin, Dorothea, geb. ii. 8. l88ii Berlin 
^ -^ verh.23.lO.i90U mit 

. pibr8heim,Dr.t:rn8t,peb.20.9.l872 Berlin 

^^^j.l.Fiörsheim, Dorothea. geb. 5. 8. 1905 Berlin 

|.7.2.Plörahei»,Ilsa,geb.3.5.1907 Berlin 
•^ •*- - verh. 25. 5-1929 mit 

Cohn-Hüls# , Dr. Wilfried, geb.21. 3. 1900 Namslau 

l-I-2.1-Cohn-HUl8e, Irene, geb. ii. 7. 1951 Berlin 

J.J. 5. Flörsheim, Eduard Ernst , geb. 2^12 .1911 Berlin 

^•2.1^. Flor 3heiin,Susamia Marie Dora,geb.l5.8.19l8 Berlin 

"t.e.Valertm, Prof. Bruno, geb. 20. 9. 1883 Berlin 
^ verh.:^J15^^ mit 

<^cti?u..w^Martha, geb .29.11 .^«^'^^' ^^^"^"^8 . ^^ ■ j- 
|.8.1.Vftlentin,Hedwig,geb.a. V IPl^^;^-^*^ 

^. e. 2. Valentin, Gerhard, geb. 25.1. 1915 — ^^ y| 

C.Q. Valentin, Kurt, geb. 27. 7. 1887 Berlin *'':^ 
-2 ^ verh.l6.ll.i9l6 »1^ 

Beennann,MargfrPte.geb.9.2.l892 Berlin 

^.V. I.Valentin, Fritz Helnrich,geb. 10.1 .1916 Berlin 
'/|. 9.2. Valentin, Renate, geb. 8. 2. 1925 Berlin 



'tikmt».M.t:*%m>^i': 



6.1. l^.Meachelsolin, Helene Ainalle,geb.21 .9.I898 Berlin, 

gest. 20. I4.. 1920 Berlin 

6.1.2.M03cIiel8oiin,Hilde Natalle ,geb.l2 .3.I905 Berlin 
"" " verh.u.gen^h.ffiit 

Konaky 

6.2. Latt, Dr. Richard, geb. 23. 2. 1875 Berlin 

vorh.u.gesch.l^jBit 

WieDer/fraud 

^.2.1. Latz, Joachim 

verh.u .gesch.^.mit 

V .d . Ca ten , Margarethe , ger^ .20.10. I685 Neus trell tz 

6.2.2. Latz,t^enata,^'•f'■^.2^ .9.191_^ Wiesbaden 

V€.'i..lo.9.193l| mit 

Wolfes . Dr. Fr>.[ ' , t^.-b .;>i^..5.l897 Hannover 

6.2.5. Latz , Help; «^-r ^j;,.^manTi, geb .20.8.1920 Borlln 

6.5. Latz, Dr. Benno Ernst ,f'eb. 2.8. I878 Berlin 

verh. mit 

Marx, Annita, geb. 2?. ^i. 18. / Hamburg, gea 1. 18. ?.1929 Wiesbaden 

6.3.1 -Latz, Gotrfrled 'VcIfgang,geb.lj..U.1907 Bad Komburg 

6. ;f,. 2. Latz, Metrie Dorrt hea, geb. 11. ;J .I908 Charlottenburg 

6.3.5.Latz ,Hellmur cjnil Edmund, geb .2 .6.1910 Charlottenburg 

^.J.U. Latz, Hans Rudolf .L^feb ,12 .12 .19i8 Bad Homburg 

2- Manhelmer, Juli e, geb. I3.I .1856, gest. 7.6. I929 Berlin 

2- verh. 6. 14.. 187^ mit 

Loewe,Isldor, ^reb. 2l+. 11 .l8[j8 Hei ll^-^nstadt (Eichsf eid) ,M11IX2XXÄX» 

GEST. 27. 8. 1910 Berlin 



2. 
von Arco, Graf 



mit 



2. l.Loewe, Sophie Alice, gel:. 51. 1.1880 Berlin 

verh.26.6.190ii mit 

011 vea , Oskar. geb. l.Ji. 1870 Breslau 

2.1.1. Oliven, Hans Gerhard, geb. 28. 10. 190^ Berlin 

2.2.Loewe, Arthur Ludwig Valentin , geb. ^0.5.1889 Berlin, gest .20.8. 

1911 Paris 



> 



11 r ifii nur ti flMMiliTitfiirt'Mli 



< 4 



(16) 

2.3-Loewe,Erlch Valentin, geb. 11 .10. I890 Berlin Ul/ ^ M^ju'^ ^ 

verh. mit 

Levln,V«rÄ,geb.lO.U.l90U Berlin 

2-5.1.Loewe,Evft,gbb.8.11.1923 Berlin 

2.i4.LoGwe,otto Helmuth Günther, geb. 27.8. I892 Berlin, geat.l6. 8 . 

1893 Berlin 

I- 5. Lot.wo, Dr. Sgon Theodor. geb. i;:..i. 1896 Berlin, L^^ Jfe<.- Jc^ i 

8. Manhelmer. Air-ed .«eb .2 .8.l8Sg Perlin,ge8 t .I7.9.19II Wieabaden 

verh. 1|. 10. 1885 oilt 

Meyer, Margarethe, geb. I+. 11. 180s Berlin 

B.l. Manhelmer. Dr. Edmund, geb. 1. 10. lae? Berlin 



8. 2. Manhelmer, Kurr, geb. ll|. 10. 1688 Berlin 

verh. ir.lt 

W\igdan,Herta,geb.?0.^..l£93 Berlin 



ifi^K-^a. 



6.i.Manheliner.KrnH,geb.o.8.l893 Berlin, gest. 1;.5-.1923 Berlin 

verh. mit 

Schönlank 

S.^.l.Schonlanic.r'ranz Alf rMd,geb .lO.i^.1919 Berlin 
adoptie rt von Varihoimer.Kurt 




u 



ler 



D 2 Weidendamm 5921 (Jüdltdi« G«m«inde) 
v/ Postscheck-Konto : Berlin 532 86 



Juden io i^eutsuh "Berlin N 24, den 28 .Januar 193(7 



Oranienburger Str. 28 



Tagebuch-Nr. . _ 

Es w!rd/^«b«fen, voratehand« Togabudi - Nr. 
b«i BaoMwortung dl«Mi Schralbent anzugaban. 



j: ^'Zi. 



Herrc ur. hgns Bamberg 



ßerlin-QiarlotteDbuiso: 
Kaiserdacam 102 



Sehr geehrter Herr Doktor I 
In Erledigung Ihres Schreibens vom 21 .d.M. übersenden wir Ihnen 
in der Anlap:e sämtliche gewünschten Urkunden bis auf die (reburtsur künde 
des ßehrphd -Joseph, da Register aus Sohwisrii yon I7Ö5 nicht vorhanden 
find. Die Gebüliren für die Urkunden (Ö aus deutschem und ^ *us hebrä- 
schem Xext) in höhe von M 16.- haben wir wie üblich durch Nachnahme er- 
hoben • 

Mit voraüprlihher üochachtunf^ 



samlarchiv 
ien u Deuiscblaoi 



1^ Anlagen 




. I 



\\ 



\ 



x^. 



beglaubigte Abschrift, 



k 



aus dem Hegist er 
der im Bezirke der Königlichen Kreisgerichts^Kommission Gommem 
vorgekommenen Todesfälle unter den Juden« 



Laut Verhandlung vom 5. März 1852 / Pol.1 der Akten Tode8= 
fälle betreffend / ist der jüdische Handelsmann David Mannheimer 
hierselbst am zweiten März Eintausendachthundertzweiundfünfzig 
Abends zehn Uhr in einem Alter von achtundsiebenzig Jahren sechs 
Monaten an der Lungenlähmung verstorben. 

Eingetragen Gommem am siebenten März Eintausendachthundert! 
zweiundfünfzig . 

gez. Unterschrift, gez. Schulze, 

Kr»Oer.Rath. Kreisgerichtssekretair. 



Die Übereinstimmung der vorstehenden Abschrift mit dem Register 
über die Todesfälle der.Jud^n wird beglaubigt. 

Gommexil^ den 21. August 1935« 

ff£^Afy(^ Justizinspektor, 
jbeamter der Geschäftsstelle 




^W als 




des Amtsgerichts. 



•* 



' ' L 



Gen.XI 1. 



S.^ö- 



^ebur 1 8 s che in ♦ 



Valentin Hanheimer, 
ehelicher Sohn des Darid Manheimer \uid dessen Frau Henriette 
geborenen Wolf, ist in Gommem am 5. A\igust 1815 - dfünften 
August acht zehnhundertundfünf zehn - geboren* 

Dies wird auf Grund der vom hiesigen Magistrat geführ» 
ten, an das unterzeichnete Amtsgericht abgegebenen Seelen» 
liste der jüdischen Gemeinde hierselbst, welche gleichzeitig 
die in gedachter Gemeinde vorgekommenen Geburten enthält, 
hiermit amtlich bescheinigt* 

Gommem, den 25. April 1936. 
Das Amtsgericht* 




cfc,, 



Amtsgerichtsrat* 



' ' L 



1 






" ' VIU, 






St<jrbeurfun5e. 



Cc. 



S.^f. 



Berlin 



sax. 



176 



7, Februar 



18 



Ö9 



slJor bem untcr3ci(^nctcn ©tanbcSbcatntcn crfc^icn f)cutc. bcr "ipcrfönnchfcit nach 
aur •rund aes ärztlichen Totensonems 



aner 



d er. . Kau tman n -''' e r d iii and 



]f a n h e i m e r 



fannt, 



tDo^n^aft 3u .Berlin. i.n.MrJ^ip.ziger^ 2 

unb selgtc an, bafe ^®? ^®^®.^?^® M^^®^.^^^ Valentin 

rrrrrr- M s n. he Im er 



75 Jahre 6 Jaona.t.ft oü, mosai.a.Q.her 5ieligion, 

tDo^tiHt 3u Äe.rl.i.n..in .der.Mlley?:!^^^^^ 
geboren 3u.GrOmj»ern Kreis. .^f.eriGhp 

Philippine ge box enen ^ov^r'**'^ 



Sohn ^^Q ;jüdi80hen Kultusbeamten David Uanheimer 
yerstprben zu Gommem und dessen hierseiöst verstor- 
benen Ehefrau Henriette geborenen Falk 



3uÄerlin in seiner W^^^ 

am sieben --_____^ u» ,^e!?^ruar 



K Wl ■ J ^ l " . " ■■T^TW^ . 



bcSga^rcS taufcnb oc^t^unbcrt achtzig und n«un 



•» vormittags um drei ein halb 



Hlir 



»crftorbeu fei. Der Anzeigende. ..9r.k.^.är.t.e.^...<ia.ss. er... vq^^ 
zeictoeten Ster^^^^ Wissenschaft unter- 



richtet sei. 



gjorgelefen, gcnel)migt unb T^^er.Ss^.l^ieben 
Ferdinand Hanifeieimer 



9er Sianht^^tamit. 

In Vertretung Büsching, 

S>o6 öorfte^enbcr 5Iug3ug mit bcm ©tcrbe-ßaupt-SRegifter beS ©tonbcSamtS 3u 
Berlin 3 



«wn^^^ 



.B.erlln 



gleic^lautenb ift, toirb \3\vnx\X beftätigt. 
am.-ii.^.« April ^ 19.56... 




3)cr ©tattbeSffamtc. 




u C 



Stcrbeurfunbc. 



Cc. 



s.^^ 



9lr. ^M 



Berlin 



, am 



4. April 



18 



95 



sDor beut untcrscid^netcn 6tattbc8bcaiittcn erfd^ien ^cutc, bcr '^crfönlid^fcit nad^ 
auroh ärztlichen Totenschein ^ 



aner 



der Kaui^ahn Isidör I ö e w 



fattnt, 



too^n^t 3u öexX.in> J5elleyueatras.se 

unb selgtc an, \>o^ die verwitwete Philippine. 



M a nj^ ei in er, geborene B^^ 



70 Jö^e ,,______. alt mosaischer 



"Keligion, 



geboren 3u Berlin, verheiratet gewesöQjmi dem yer~ 

..fltorbenen Gehtlwe» CoDunerziexirat 

H a n h e i m e r, zule Berlin 

T.ooMerb^ KaufH^ann... Jpseph^ B 
Heor i e 1 1 e se öor en e» Mi n den ^ b ei de ye r s t p rb en , zul e t z t 
beide wohnhart zu Berlin 



- ^' 



KM 

Kftn.BiaiMdiaidB.Nr 

tu.«. «- ^-^ J: 



5u Berlin in ihrer Wohnung und in des Anzeigenden 6e- 
am genwart ^^^^ u^ April 

bes ga^reg taufenb ac^t^unbert n.eun.zig ...und drei 



nachmittags 
Oerftorbcii fei 



neun drei viertel 




93orgelefen, gcnef)migt unb unterschrieben 
Isidor Loewe 





9cr ©tanbeöbeamte. 

In Vertretung Herford. 



®a6 öorfte^cnber '!llu83ug mit bem 0terbe«§aupt»'3iegifter beg 0tanbe8otnt8 3U 
.Berlin...3 • . 



, — gIei4)loutenb ift, toirb hiermit beftdtigt. 

Berlin _ ii.ii... April ..--. i9...:^.6 . 




t^mti 




., , tttn- 

3)er ©tanbSBcamtc. 




\ 



« 

Cesamtarchiv der Juden in Deutschland 



Tagebuch-Nr. lS0&/'66 

Es wird gebeten, vontehende Tagebuch-Nr. 
bei Beantwortung dieses Schreibens anzugeben. 



Berlin N 24. den 10. IV., 19.^6 

Oranienburger Str. 28 

Fernruf: D 2 Weidendamm 5921 Ood«*« Gemeinde) 

Postscheck-Konto: Berlin 532 86 



J.^^. 



Beschein 



1 g u n g, 



Wir Lescüeinigen hiermit auf Grand der Trauungsliste der 
Berliner Jüdischen Gemeinue für die Jahre 1837-184? , Seite 44, Nr. 4^1, 
dass der Kaufmann Valentin Mannheimer .wohnhaft zu Berlin, 
Oberwall Str. Nr. 6, 28 Jahre alt, Sohn des Kantors David Manheimer,wohn- 
hagt zu Gommern bei Magdeburg, mit der Philippine J o s e p h ,21 Jahr 
alt, Tochter des Kaufmanns Behrendt Joseph, wohnhaft zu Berlin, Gertraud- 
tenstr. 24, am 14,(vierzehnten)April 1844 die Ehe einging. 



Qesam!arc!i!7 

der Juden ip Deutschland 



Uiiuk 



I L LI 



* 9 

' f 

Gösamtarchiv der Juden in Deutschland 



Tdgebuch-Nr l.^'^2/3A... 

Es wird gebeten, vontehende Tagebuch-Nr. 
bei Beantwortung dieses Schreibens anzugeben. 



Berlin N 24. den 10. IV. 19.36 

Oranienburger Str. 28 

Fernruf: D 2 Weidendamm 5921 Oodische Gemeinde) 

Postsched-Konto: Berlin 532 86 



f^^. 



Bescheinigung. 



Wir bescheinigen hiermit auf Grand der Creburtsliste der 
Berliner Jüdischen Gemeinde für die Jahre 18i;iJ-1823,da6s Pine Behrendt 
Joseph als eheliches Kind des Behrendt Joseph una seiner Ehefrau 
Rahel geb. Minden, wohnhaft zu Berlin, Klosterstr.42,am 20 August 1821 
um 9 Uhr morgens zu Berlin geboren wurde. 



Qesarofarcbiv 

der Jud**^ h '^-»-•'•-»''ind 



• 9t 

Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch - Nr. jSö/l? 



Berlin N 4, den . .26... ..J .tiflUÄr. 19.^7 

Oranienburger Str. 28 



J^.-^S 



Bescheinigung. 

Wir bescheinigen hiermit auf (rrund der 'i'rauungsliste der 
Berliner Jüdischen Gemeinde für die Jahre 101^-1629, Blatt 14 
dass der Kaufmann Behrend J o s e p 1i, wohnhaft zu Berlin, Juden 
Strasse 2p, ^1 Jahre alt, Sohn des Kaufmanns Joseph Isaao Starj^ard 
in Schwerin a/U., am 22. August 1Ö16 üahle M i n d e n, 24 «>ahre 
alt, Tochter des Joseph David Minden, wohnhaft zu Berlin, Jüdenstras- 
se ^7* in Berlin heiratete. 



Qesamlarcbiy 
der Jaden in Dealschlaod 




HiiM\ 






f 






Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 



Berlin N 4, den 2.6..... . J tiRUikr 19.37... 

Oranienburger Str. 28 



Tagebuch -Nr. 



J.^(o. 



Be»oheinicruncr. 

Wir bescheinigen hiermit auf (Jrund der Sterbeliste der Berliner 
Jüdische-^ 'lemeinde für die Jahre 10^7-1847, Blatt 1^4, Nr. 1^57, dass 
Rochel J • e p k geb. Minden, verehelichte Kaufmann ßehrönd Jo- 
seph, wohnhaft zu Berli«, CTertrftudteBstr.24, am 6. August 184^ um 
6i ühr morgens in einem Alter von 5^ Jahren in Berlin an Eiterung 
des Ifciltdarms verstorben ist, (ratten, majorenne und minorenne Kinder 
hinterlassend . 

OesaiDfarc6f7 
der Joden in DealscblaDd 




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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch -Nr. j66/37 



Berlin N A, den .26. 
Oranienburger Str. 28 



..J.ft.miÄr. 19^7. 



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Bescheinigung. 

Wir bescheinigen hiermit auf Grund des Alten iJ'ainilienregisters 
der Berliner Jüdischen Gemeinde 177Ö ff., S,257, dass den 'Joseph IßaTid 
am y^ , Mai 1707 eine Tochter namens Rochl in Berlin geboren wurde. 

Diese Roohel ist identisch mit Aahel, die in der Liste der* 
Ton den Berliner Juden auf Grund des Emanzipationsedikts yon 11 .3, 
1812 angenommenen Familiennamen unter Buchstabe M, Nr .3^/6^ als 
Tochter des Handelsmances Joseph David^ später Joseph David Minden 
genannt, und seiner Ehefrau Roesel geh .Jacob aufgeführt wird. 



Qesarofarcbtf 
der Joden in Deoischland 




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Gesamfarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch -Nr. 3^9/37 



Berlin N 4, den .?7........i&nuar . 

Oranienburger Str. 28 



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Be scheinigung. 

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Wir beschöinigen hiermit auf Grund des Namens-, i'rau- und Ster- 
berec^isters der Berliner Jüdischen (remeinde I75I ff., S.U9, dass 
Joseph Dobrisoh am I5.6.I776 in Berlin die Ehe einging. Joseph Do- 
brisch ist, wie aus demselben Register, S,22a, herrorgeht, iden- 
tisch mit Joseph David. Seine Frau hiess Reisel. 

GesaroiarcbiT 
der Jaden in DeaischlaDd 




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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch -Nr 396/37 



Berlin N 4, den '^..'.J-MmMr 19i7. 

Oranienburger Str. 28 



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Besehe inin-uD er. 



Wir bescheinigen hiermit auf örund des Beschneidungsre^isters 
der Berliner Jüdischer] rremeinde I7I5 ^^ •* S,li4Ö, dass Joseph, Sohn 
des David Dobriach, am 7. Tebeth 55O7, das ist der 20 .Dezember 17^6, 
in Berlin geboren wurde. Joseph, Sohn des David Dobrisoh,ist identisch 
mit Joseph M i d d e o, Sohn des David Dobrisoh. 

Gesamiarcblv 

der Juden m Dculschland 




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Gesamtarchiv 
der Juden in Deutschland 

Tagebuch -Nr. jö9/^7 



Berlin N 4, den 26 . . J-ÄDUÄr 19.^7. 

Oranienburger Str. 28 



Sxcr. 



Besche i nigung:. 

Wir bescheinigen hiermit auf 5i?aüd der Sterbeliote der Berliner 
jiidisoheü Crenieinde für die Jahre 101^-1021, dass der Handelsmann 
Joseph David Minden, wohnhaft äu Berlin, Jiidenstrajse No,^7, 
am 29. NoTember 1Ö16 in einem Alter tod 6ö Jahren in Berlin am 
Schlagfluss verstorben ist, if'rau und Kinder hinterlassend. 



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Tarif V. 10. Mai 1851. M. ^i; 
§ 9. Ges. T. 8. 3. 80 „ , 

Stempel „ J/^3^ 

CerpMÜien . . » ViS^ 



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Zur Uraohriff; sind sine Mark fünfzig Pfönnio > - "^npoZ r,w 



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Der y)€it6rß Stempalbetrag von 17998 Hark ÖO Pfennig isti 
nach erfolgter vormimdeehaftfegeriah^^licher nenaMigtmg 6c s 
Vertrages als Oerichtsgebühr xu bereühnön» JÄllgerusinn %r- 
ßigimg des Jusr.isninistere und des FinansnirAste^s vn .59. 
Febritar 1896 betreffer^ dae gerichtliche S'-enpelDöcen 
/jußtig- Ministerial-Blatrt Seite 6S ff»/ tsnd Srlass vm 
17. Juni 1900 Ijustis- rdniste-^al -Blatt Seite öOfij. 



Berlin, den 11. April 1907* 



Der Nota** 



gas. V. Sinson. 
fi'o. 130 des Uatariateregistere f!ir 1907* 



Verhandelt 
Berlin^ den 8. Ncrs 190^^ 
Vor' nir, den in Berlin Jägers trasee tümner Ö3 Döhnhßftcn 
Notar im Besirk des Königlichen Kamerg er inhts >'^eK^inör» 
Justisrat August Säuard von Sinson erschienen heute 
i« der Königliche Geheine Kormersie?tra^' Herr Jsid^r 

LoetfS, litohnhßft su Berlin^ Bellevuee*;rasse Muriner IIa, 



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2. der Königliche Justisrat Herr Dokto** der Rechte 



Bfibern 



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Hobert LehfeU, mhnhcijt su Berlin^ Poiisdan^r S'^rassQ 
Hujmerl34 />•, 

.?• der Königliche Gehoine Komnar.^i&nmS Hörr JSmsl; j^t; 

8r,rasse Niamsr 9S^ 

sämtlich nir^ dem mt,ar^ vfm Pa^rsnn ha^annr und ohn^ Peäcn-^ 

kan gsaohäJtafähiQ. 

Herr Geheine Momnerxi&nrat Inevm^ !^sahiänör su 1^ mrhcr.'- 

deltt i^ig er bepierkn, in seiner Kigonsohafi) als V(^mrfr^, 6or 

unten genannten minderjährigen Hose ::arAeimr unci zugleich 

als Shemumt seiner gleichfalls imHen gor^anntan SheQn*>1}in 

Frau Julie loeu^e geborenen Hariheinsr. 

Herr Justisraü Doctor I^hfeld, Srschienenör su 3^ vörK-.^ 

dels^ taie er bemerkn, in Vertretung der folgortder»^ ehr-n- 

massig unten aufgefiihrten Personan^ nänlich 

des Herrn Kaujkar»r^ Koimersi anrät s Oustav Manheimr in 
Berlin^ 

der Frau Kaufhann Kemr^erMenrat Klara FrieölSndör -.-?- 
borenen Manheimer in Berlin, und ihrefi J^enamo.r, ^xss 
Herrn Komersienrats Julius Martin Friadländer, 
der verMitmten Frau Kaiifhcmn Cäeilie Friedlänöar göb^- 

renen Manheiner in Berlin, 

ddr, 



in I 

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a€8 Herrn Doktors der PhiJiosojihia Victor HaTthsirt^r in 
S$ras8burg im Slsass, 

äea Herrn Hefo^eruiar Osccor Ha?ihit*>nor in Berlin,, 
des Herrn Kaufmanns M^lf Manhei.ner in Berlin^ 
der rrau Kaußtann Helene VaJer.iin in Bf^rlin tmd ih^eo 
Shemamtes, des Herrn Kaii,nan?is Hein^-ich ^alentin^ 
der verwiinaeten Frau KaufKumn Ha*;h:ilAif J4i*;s Qober&r^r, 
Manhetner in Berlin, 

der Frau KaufHann Geheinen Konner xfenra*; Julia Intfcje 
geborenen Manheimer in Berlin, 
des Herrn KaufHanns Alfred NarJieiner in Berlin. 
Sr üiird die Vollnachten der hier cturch i?m Fer^renerit^n 
nachträglich und Je^nfalls bis nur Anflne.vsng dcß in äer 
gegerA9ö^tigen Verhartdlung oerh(vtf*;en Gnfnds'jt;aiG^s bi?i brin- 
gen* 

Die Krsehienenen^ Herr Geheimer Konnar^ienra*; IjOetje ^»r^ans 
seiner Pflegebefohlenen Fraiüein Hose HanhrAner und Herr 
Jusiisraü Doctor lehfeld Haner., derjenigen, deren Velljnacht: 
er nach den Obigen beibringen uird, e-rich%^*;en hier^vf 
den nächst eheruten Kaufvertrag: 

$ J. 
Tm Grmobuchs des Königlichen Mtsgenehts Be-Un^m^e von 

Aon 



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den Umgdhmgsn von Berlin Band 10 Bl.an ffjtnnar ^sn sinrt 

als StgsntHmer ä9s dort vsrMsiühmf;on^ .vt Bor 1 in ^^oUcjjh:: 

Strasse Nipmsr S imd Len?ie S*;ras8a ,^>tinnftr m bölsg^n^m 

Grunds tUcHs gagernixirtig sing 9 tragen: 

Im der Kaufhann Gustav Nanhoinsr^ 

S. die Frau KaiiJ^iann Klara FriedMr^iar gäh^orar^ Mnr,hci- 

he insr 

3. die Frau Cäoilie Priedläniiar gn.b^reTv^ Mn^th'^jinyr^ 

4. der KaHj>tann Ferdinand NaTtheiner^ 

5. die Frau Kaufmann Helene ^ale?itin geborene HcmhrAnßr, 

6. die Frau Kaufmann Nathalie !^ts geborene mnheinör, 

7. die Frau Kaufmann Julie Ineaa gebf^rar^e IMriheinör , 

8. der Kaufmann Alfred /-Janheiner 
gu ungeteilten yü terbenrechtenm 

Herr KaufHam Komnergien^at Ferdir^mi Nanhöimr Ixtvil izt 
an 17. Mars 190Ö verstorben. Sein Anteil an den vorbcsc?rrie' 
denen Grundstück ist nach Inhalt der notariellen Srbaas- 
einartdersetEungs-Verhar^lung rfv? datf) Berlin den .5«.inr'i 1006 
/Register des tMtars Friedrioh Srn.it //-1. '^''fi v^»pi .^a*;- If^d^ 
laelche Namens der minds'^Jähr'igen Rsse Hanh^iner v^^r^fr^.r. 
»ohaftsgerichtlteh genehmigt oürden^ deinen üior Kindc^r:^ 
nämlich der vorgenannten Minorennen und ihrön drei Brikiör^*^ 
den Herren Dnctor Hütor Manheiner, Hefe-andar Oscar /to- 

heirkvr 



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hainer imri Kaufmann Adolf Martha iner Je xu öirusn Fier'föJ 



iibdreigne^ wortf^n. 



n s. 



Hßrr Justinrat Docnor 2^hfel(i in ^ert;rot:ung des Herrn Kaiif» 
manns Omtav Nanh^iner^ der ßYan Klara Priödlämiär g<sborenan 
MarJiaimer^ dar Frau CäciJie Friödlänciär Qöb'^r<fr*itn HaT%h3ir:ar, 
des Herrn Poküor Victor Manhein^r^ des .'ier*n iCaferända^'s 
Oscar Nanheimer, des f>^rm Kai^fHann Adolf y>a:th3in5r, ficr 
Frau Helene Valentin geborenen Manheimfir^ dar Frau iVathclie 
lat;g geborer^n Manheimer, der Frau Julie L^^ei-je o^horer.Gn 
M&nheimer und dsa Herrn .KauJHann Alfred MarJisiner, -> «?:rf 
Herr Geheimer Korvnerxienrar, If^eioe, in ^er^,^etnng f^einr^r 
Pflegebefohlenen Rose Manheiner, iierhtiiifen dar. i?z 1 1 *>-« 
Eeichnetfe Orundstilck ni*; seinen ge8e*;xlich^n FJAbeh^^v^ngcT.^ 
wie dasselbe stehn und lieg';^ an den Herrn Gehe inen H^nr^r^ 
Eienrat Smst von Hendelssohn-Barthold j^ Srr.chienenen r.u S. 



n S. 



Die Verkäufer sohlt essen die Cemhrleisiun^ fiir eine bj-* 
süimase Grosse und Be schaff enheit> des verkauften Gmr^,'- 
Stücks 9 fiir die Besehßffenheif; der darauf befind lic?ien Ge- 
bäude und ßir die Beschaffenheit des Bangnmdee aus* 

9 4. 
Die Verkäufer verpflichten sieh - mter de^ ''^nvi^sexr^^rc 



I U 



6. 



üor Srteilimg üar in 9 8 vorbshalnonen vo^mindscha^ßSQü'^ 
richtiichen Oenahmigimg äisass Vertragos -^ das vörHanflJö 
Grunästilck Zug im Zug gegen Snpfang des in 9 fi b6äifngön,T» 
Kaufpreises äen Käufer spätes ^ena an Jö» Juni 1907 (yfszir 
lassen^ ufiä der Käufer macht sich verbimUich^ die .l'v''-" 
lassung bei leiatung der bedungenen Zahlung spöljö^t-dr^'^' in 



diesem Temin ensgegenjfimehpien* 



9 ß. 



Der Kauf]irei8 ist auf Sine Nillion aGhthwidert Taiieortö /ürH 
/ 1800000 !4km! vereinbart und u^irti be* der Miflassting bS" 
richtigtm fSrfolgt die Auflassung nanh den !• .ip-^il 190?, 
se sind den Verkäufern ausserr^em fiir die Zeit von l^Ap^il 
2907 bis sim Zahlimgatape Zinsen nach den Satsa von u*sr 
von Hundert fiir das Jahd xu vergüten» 

9 6. 
Die Uebergabe erfolgt an Tage der Auflassung» 
Alle Nutsungen des OrimdstiicHs Bov?ie die Abgaben isnci Jjcatsn 
gehen mit den i. April 1907 auf den Käufer über» 

9 ?'• 
Mit den in Kraft eSehenden Hiets vertragen s^-a^ie nit drtr Sin- 
tragung in Abteilung II fämner »? des Grundbuchs ist dar 



Käufer bekannt» 



Dia 



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Dia Verhimfer genfährleist;en die Fröih9*.*'> cUffl Grnr^^'it-^ir^.s von 
anderen als den auf 6ffent;liohen Hechna bdrithOTiäor, dnnörr^^ 
den iMSüen und SinschränHungen des Higentitins^ söuis v^n 
Hypotheken imti Orundschuldenm 



^ S. 



Herr Geheimer Kemnergi^nraü loai^e b;ihä2*: j^'lr den hiä^^ />5«r- 
kur^det.en Kaitft^ertrag (ie ü^^y^imd^chafn^^gsrichil^che f^f^nöh^ 
migung Namens seiner Pflege he f ff Kler^^n Roao :ianheimör vo^» 



^ P. 



Die Kosten imd de>i S' enpel des KaHfiwrf,rngcs , aie /-^^^ft'Cn 
der Auflassung und der F.^ntfragimg des Fi*g^*i*;un^. dci^ Käufers 
und die auf den Sigentunsvjechsel gelsg^^-s (^^atT.f't<!^r^f''^ tr^gt 
der KÖiiferm 

Sollten indessen üroüx erfolgter vr>*Tiim(ischaf*;s:.6r*eh*lich3j^ 
Oenehnigung des Kaufvertrages ur^d dadu^rh h^r*>^igof'Q\^*:sr 
Fälligkeit des Kaufstempels die ^^erkäufer vjcgsn fffcht^rt^fi" 
lurtQ der in dieser Verhar^llung vo'^ahsgesetsten ^öllnachter, 
oder aus einem sonstigen Grunde nicht» spä*-'^ster^ an lö^ni 
1907 in der Lage sein^die Aitflassimg an riö.i Käufer su hC" 
wirken, abschon dieser sur Sntgegennahne d^r Anflciseur»g nr^ 
Zahlung des Kaufpreises sich bereit erklä^t^ s^ ^t^ dtrr 
Käufer berechtigt durch eine einset^tigcj der, Me^^-ön GehcAr^en 

Könner''^ 



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Kommergienrat und Jusixrat Doet6r lshf§ld gsgönüber abm^ 
gebende SrHlärung von diesem Kauft^ertrage nurüoHxutreten 
UTid, wenn er von dem RUektrittsweeht Gebrauch naoht, von 

ihnen die Riiekerstattimg des verausgabten Stempel betrag 68 

zu fordern* 

Sodann erklärte Herr Geheime Komnerxi anrät Loewe: 
leh bevollmächtigte hierdurch den mitanuje senden Herrn 
Justiirat Dr. Lehfeld, in meiner Eigenschaft als Vomitnd 
des Fräulein Rose Manheimer sowohl als in meiner Eigen- 

Schaft als Shemann der Frau Julie Loewe geborenen Mariheirusr, 
die Auflassung des eben verkauften Grundstücks bexiehungs- 

weise der Anteile meines Handels und meiner Sh.egattin an den- 
selben an den Käufer su bewirken, die Eintragung des letz- 
teren als des Eigentiimers zu beantragen, sowie andere Ein- 
tragungen oder Löschungen im Grundbuche des bezeichneten 
Grundstücke zu bewilligen und zu beantragen, auch das Kauf" 

geld in Snpfang zu nehmen und darüber zu quitt irenm Der 

Herr Bevollmächtigte soll auch befugt sein, die Erklärungen 
welche er in Kraft der Vollmacht meiner Ehegattin abgeben 

wird, zugleich in meinem Kamen zu genehmigen. 

Endlich erklärte Herr Geheimer Kommerzienrat von Mendels- 



8 ohn-Barth oldy: 



Ich 



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9. 



Ich hevüllnäch1;ig9 hierditrüh den Herrn PrnH^iris^en Carl 
Steinbarn, n^oHrJiafi; in Groas-l* ehtn^rfölAe ^ /^:ir nfeh diö .-*.!;/- 
lassimg des oben erkauften GrH?ui8*,iieks v9n dan Ffl'^käfiföm 
entgepenffim^hnent na ins Sint,ragimg ci23 Sigcn^^Hsr nu beer»-- 
tragen, sotaie andere Mniragimgan fider l^sfrhimgön in f^^Tid" 
buche des he^^eichnenen GrimdeiHcks xh beai^JAgön und nn 
beantragen» 
Se laird beantragt: 

diese Verhandlimg einmal flir den KÖiif^r^ ein svxii*,öd und 
drittes Mal filr die VerHäiiffir gmeinsahiX^.lUjh a^'^r^i'^^cr" 
tigen^ die si.'eite Ausfertigung den HeTn Jus'^-ir.^c.t D^* 
Lehfeln, die dritte Aiisfertigttng ddn He^m Gdht^in^n 
Komner Sienrat loem SHSustellen» 
Das vorsteher^le Protokoll ist den Herren hrsoMer.er^n in 
Gegemmrt des Notars lau*; vorgelesen^ von dan Botoil*gtcn 
genehmigt und von ihnen i^ie folgt eigenhändig mt.e-.-,e*c'T:et 



uiordenm 



Jsidor loem ^eber-^ löhfeld 

Smst von Mendels89hn-8artholdu, 

! L.S. ! August Sduard von Sinson^ 

A'otar» 



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Valentin Msnnheinmer aus Gominern bei Magdeburg, Ehrenbuerger von Berlin 
zum 70. Geburtstag, Barfuss vöh ^, nach Magdeburg gewandert. Gestorben 
kurz nach seinem 70. Gebutag, im Jahre 84 etwa, etwa in Napoleons Zeiten 
gebo'fen. Nach -Ber.lin etwa 25/30. Eltern unbekannt. Betaetigte sich als 
Schneider, kam auf, den Gedanken, die Keps auf Vorrat zu machen. In einem ' 
Hausflur (Oberwal^tr. ) fing er an. Stand in dem Ruf ruecksichtles, aber ^ 
wohltaetig zu sein. War immer sehr guter Jude. Sein Bruder David bedeu- 
^ tungslos. In spaeteren Jahren Wohltaeter derJuden in Berlin. Manieren eines 
V. y^randsegnieurs. Bestimmter Tag der Valentins Sonnabends. Jedes Kind bekam 
X,- •'^eim Weggehen ein immer neues Marks tueck in die Hand. Aergerte staendig sein 
V^ .• y*^*"» maekelte immer an dem Essen auf dem Tisch herum und sagt« Volkskueche 
X./'^^lle8 verbrannt etc. Pinchen heulte, bekam einen Asthma-anfall und musste 
I /ein Glas Wein trinken, was sie gairnicht mochte. In Mew York biess das Haus 
^Benjamin & Caspari. Erns t wohnte in der gleichen Pension dort nieder ver- 
schollene Bruder vonDrossmutter Pinchen. - Grosses Begraebn ,4 mit iiillt- 
aermusik etc. alles abgesperrt zum jued. Kirchhof Schoenhauserallee - Erb- 
begraebnis. Sein Aussehen aehnlich wie Kurt, hart los. Pinchen unbedeutende 

/?rau, sehr haeuslich un sparsam, litt an Asthma. Aeltester Ferdinand, Maezen 
Betti nach 25 jaehriger Ehe geschieden, 2. Gustav Lebemann, Verhaeltnis mit 
Schauspielerin. Beide im Geschaeft. 5. Alfred kleines Maennchen, be*cht ■' 
Spitzname Pitz. Stil des Hauses Bellevuestr. enorm. Jeden Sonnabend Kater 
abende sehr gut 1. Klasse. J,4^^0f 

Rosa Valentin. Sehr frueh Witwe. Heinrich Valentin 15 ^tsVater gestorben, 
ichoenheit, sass in der Luckenwaldstr, im Stuhl. Heinrich kam aus Paris als 
ebemann zurueck, Pferde etc., sehr elegant. Ritt durch die Bellevuestrs. 
Beirat nicht wegen Schoenheit - Geld. Rosa sehr viele Kinder, bescheiden. 
H. u.H. Valentin\suerkt sehr schlechte Jahre als Geld verloren. Ernst in 
ef von der Heyds^. ^b. spaeter Magazinstr. 4 Treppen hoch. Dann ging es 



-1 






besser. Rungestr. Wasserto^gtr. H. musikalisch, spielte in Quartetten 
,1. Geige und auch Klavier. T^ juedischer Gemeinde ausgetreten wegen ^ach, 
Kinder in der Schule müssten Religionsunterricht mitnehmen. Prenzlauerstr, 
Eigenes Holzmarktstr. Spe'd itionsgesch. mit Geld von M. gegruendet. Damlas 
noch so ^twas unbekannt. In den Ferien Reise nach Warnemuende. Reise laenger 
als einen Tag. Kein Klosett im Zug, zum Fenster raus. Haas Sommerhaus in 
Hirschgarten gemietet nur ein Jahr. Sadowa-Wasserburg, verfallenes Haus 
10 lahre dort, dampferetc. Dann Koepenik. Ehe H.u.H. war sehr gut - ausser 
wenn Umzug von Holzmarktstr. nach Koepenik gab es immer Krach, wenn die 
Suppe nicht ganz heisa war. Sonst niemals. Liebte unanstaendige Witze. 
Helene sagte dann, sie verstuende. sie garnicht. Stand auf oder sah dumm 
drein. Geniesser. H. sparsam krankhaft. Wenn ^t Sophie auf den Markt zogen 
sie sich alte Tuecher um, um besser handeln zu koennen. Konnte alle Klassi- 
ker auswendig. Als Grossmutter Pinchen einmal einen neuen Hut hatte und Hein- 
rich fragte wie er ihm gefiele, sagte er Sie sehen aus wie eine alte Hexe. 
Konnten sich nie recht vertragen. 



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'■)ü2 b^b Pinnn ^n'^j* *?i^ 



Äüinädjtiflcr t^ott ber l^eifter in aOem Aletjdie, 
»crv bcö lobe* imb bee ^ebeiu^ bev l)u öcrumnbeit 
unb lüieber Ijeilcft unb bic Iveuo bcuiat)veit beuen, bie im 
«rabe f(^luminem - laß 1?einen öcift über uns fommcn 
unb Vixn ©ort in unö niädjti« ^cin, baß »oir ben ®c= 
beulten Deine Iröftun« fünben unb ben ^iöe« be^s .sieilo 
unb befl cjoiflcn «ebene aufaeiflen benen, bic auf 3)ict) 
hoffen unb 5)einer ©nabc Darren ^ienieben unb in bet 

önrigfctt! «men! 

©eliebte^eibttaflenbe' .s^oc^fleeljrtc Iraucrpcmmmlun«! 
t^inc flroBe, überaus aatjlreidje ©cuieinbc oon irouer^ 
fläften bat fid) beute in biejen rHäumen einflefunbcn, um 
tu berainnifler leilna^mo n,it ben beWmmerten 2eib= 
traflenben, mit ber «ebeuqten Wattin, mit ben trauembcn 
ieinbem, ^c^miegerfinbem unb (infein, mit ben @e^ 



jc^imftern unb ^BeviuanMen um bieje 33a^re ficf) ju fd)aoven. 
3Bar ja ber .s>eimflec^anfleiic , luie nic^t Ieid)t ein 
Broeiter, bmd) 5aDlTeid)e 3)anbe bcr IMebe unb bcr Arcunb= 
jc^Qft mit bem hieben ücrfnüpft, burd) taufcnb AÖben 
inniflfter l^anfbarfeit, ^o^ev ad)tunfl unb ©crt^c^ö^un« 
üon gar iJielen feftflc^alten, jo baf? jein plö^Iidjer Job 
aüentljalben eine tü^lbare, id)merjlid)e l'ücfe Ijinterlafien 
t,at. könnten miv je^t in ben emften menen bcr l)ier 
t^erjammelten le^en unb bie loeljmütifien t^nipfinbunflen 
itjrev Seelen beuten, mx mürben ^itteifello« ber ein= 
ftimmigen Älagc begegnen, baf? tjier ber lob einen b«r 
tatfräftigften, loacferften unb lauterften Wönner, einen 
ber ertoIgrcid)ften , auf aücn Gebieten itjree ^tbtm 
unb aSirfene glücflidjften OJienid)en qua unterer Witte 
l)erau8ge!)olt bat - einen jener Wänner, bie un« burrf) 
i^r lieben luie burc^ itjr Sterben an bie '<Jatriard)en ber 
Sd)rift gemahnen, tt»eld)e nad) einem geben, reid) an 
^sa^ren, an loten unb (nfolgen oon Rinnen ge^en, 
jegnenb uiib gejegnet, unb alfr ^i^orbilber gottgefäfltgcn 
■Jötrfen« ouf (^ben fortleben im .'öer.^en b« J^rcn unb 
in bem ^ftnbenfen ber nac^geborenen ^ejd)le(^ter. 



:;^n biefer fömpfinbung aber, ob fie aud) anfang« 
roic eine Äunbgebung bes Sdjmer^ee crfc^einen mag, 
liegt ein gar reid)er Iroft befc^loffen, ben mir ^ier feft= 
t)altcn moUcn, ben i<eibtragenben pr (^r^ebung unb ben 
jal^Ireid^cn ^"^rcunben pr liebenben "Jiac^etferung. 

beliebte! ^Öa^j unö bae i^cbcn ber ^atriard^cn fo 
überoue anjie^enb unb le^rreid) moc^t, bas ift nic^t blos 
ibr glüdlid)eö erfolgreidjes :ffiirfen, nid)t nur bas longc unb 
gejegnetc l'eben, nic^t aud) bie ^a^lrcidje »'yamtlte, in beten 
'iJMittc fie ald baö aüoere^rte unb geliebte .s^ou^3t ^eröpr= 
ragen — ba« finb nur bie gellen, jonnigen iyarben, 
bie ben iiorbergrunb beö Mbcs beleuchten, unb bie mir 
aUerbinge in unterem ©efü^le für öJerec^tigfett ntc^t 
gern mtffen möchten. 5)ae Slnaicl^enbe unb ßel^neic^e 
aber liegt oielmc^r in bem .v^intergrunbe beS Silbe«, in 
ben fleinen unb unfd)ctnbaren anfangen, oon bencn fie 
au«gegongen, in ben kämpfen unb SSßibermärtigfettcn, in 
benen fie i^re ftttlidje Äroft bemä^rt, in ben ©runbfä^cn 
ber @eted)tigfeit unb ber Wenfd)enliebe, bie fie allcrroegen 
feftge^olten. 'Benn mir an ben igraelitifc^en Patriarchen 
benfen, erinnern mit um fofort a™"«'^ auSfprüc^e fcineß 



9)hinbcfi, bic und cc^tc« iiatrior^cnlcbcn fennaeic^ncn, 
be* einen 5L^orte*: „Denn mit meinem Stabe bin ic^ 
über biegen ;soTban qe^o^^en, unb nun bin id) p ^loei 
^aqem geworben * unb be» anbeten äl^ortee: ^3 nnjyi 

"{"'ic'? nDe,' bv W2n *d "ino dvd ^npi)i ,unb e* 

rotrb für mic^ jeuqen meine lugenb an jenem läge, an 
bem Du muftern loirft meinen ^noerb oor Dir.* 

^od^fleel^rte Iraueroerfammlunfl! Diefe jioei ft^ortc 
fennaei(^nen auc^ dnfanq unb ^be be« itatrior^enlebenff, 
baö ^ier abgejt^often oor una liegt, ^föae ber .t>eimflc= 
qan(^ene in feinem ©enif«Ieben qeleiftet; roie er burd) 
jeinc ieltene fletftifle «eqabunfl einen neuen tynoerbe 
jweifl gefdjoffen unb ,^ut »lütc flebrad)t; roie er baburdj 
laufenben oon Arbeitern eine neue ^oljrunflequeUe er= 
jc^lotlen unb otden «oc^ftrebenben bie ^oljn qeebnet, bie 
ju JÖo^Iftonb unb (^fyct fü^rt; roie Tt* in ioId)er »eiie 
an i^m beroäbrt i^at bae ^ort be« 6prud)bid)ter«: 02*^33 
n"ip Cnn C"^Cr .Dur* ben 6eflen ber *ebli*en 
roirb bie ©tabt fleljoben": Da« tft 0.l)nen «üen roobl 
befannt, wie e« ja aud) oon aUen, oon ^o^en mte fheberen 
loiebet^oU onetfonnt unb noc^ oor roeniflen i^a^ren, olfi 



ber ©erewifltc fein fiebcn,vfltte<j 'Biecienfeft feierte, in 
loeiten .^reifen iill)mlid)ft bevoorqcl^obcti louibe. Silber üb 
^l^nen auc^ ba« 'Jlnbere cbenjo »Dül)Ibefannt fein niatv ee ift 
flIetd)Uio'^I unfere ^Jfliti^t, I)ier nac^brücflid) lf)erüov,^nT)eben, 
baf} fid^ auä) ba« anbete ^attiard^eniüort on beni l<ev 
eroiqten beioäl^tt \)ai, ba« 3öott: „(ye joirb fflt mid) ,Kuqen 
meine luflenb an bem lafjc, on bem Tu muftem loirft 
meinen ßrtrafl oot Dit". 

«'vimoabt, eö qeteid^t nno ^ict ^ur inni(^ften (SJenu(^= 
tuung, bie rHec^ttic^feit unb bic A>eracn?flüte bee .'öeimfle= 
flanflenen betoot^eben ju fönnen, feine wätcrlicbe AÜtforc^e 
ftit ben öerinflften feiner '»Diitatbeiter, feine Areiflebtflfeit 
flehen Atme unb Dütftijje, bie banfbote öiefinnun»^, bie er 
feinet "i^atetftabt bemabtte, feinen fluc|en unb meifcn rHat, 
mit bem er niemal* forflte unb feinen befdjeibenen ^inn, 
ben er fidb tro^ aller feiner fllän^enbcn erfolge biö ^ule^t 
etbalten i^at. Ta* ift bie „luflcnb", bic uon bem 'Berte 
feine«k («batofterö jeuflt, beute, jdo luir ben C^rtraq feinee 
l^ebene prüfenb übctfcbauen. 

aUein, 3br beliebten, roüfiten mir oon bem ''yer= 
cmigten ni(^tö rocitet au fünben, ale baß er crfolgteid) 



in icincm 3?crlIf<^lebe^ RCiucien, luir fönntcn iljn beute 
rtlcid)iDot)l nidjt al<^ flliirflirf) pretfen. Mt9 äufjerc Wf- 
linqen ift ja loic cm Jrunf aui^ ia^iqer Quellt, hex nur 
neuen 'S^urft werfet, unb bei ein 'Dienid)enl)e^ ninnnei 
)u befriebifliMi uenuaiv -)h\v mer in beni heiligen Arieben 
ber Aainilie lüeilt, luer an ber ^eite eine« treuen 'jy.eibec' 
bie reinfte unb tjödjfte ^ebensfreube «enoffen unb uon 
i^it gearteten .Hinbcnt jein l'ebeneiverf fortfübren jiebt, 
nur ber ift in "äSJabrbeit qlürfltd) ,^u nennen. >>etl bctn 
'i^crejoic^ten, audj bieie^^ Wliirf ift ibm ,^u Icil qeivorben! 
Crr bot mit ber trouten ^ebeneflefäbrtin, ber Wenoifin ieiner 
.Häntpfe unb >8ieqe, eine ^aar blübenber Ainber rr.^o^^en: 
er Job teine Iöd)ter alt ^attinen unb "JJ^ütter be^^lürfcnb 
unb beqlürft an ber öeite luarferer ^3Xänner malten; er iab 
jeine ^öbne neue Aoniilienbäujet flrünben ; er jab ba« brittr 
Wetcbledit aiit feinem qottqefe(^netni ^stamme beroonpriefien 
unb Don blübenben l^nfelfinbem in ^itb( unb ^bi^erbietung 
firf) umworben; er fflblte fitb in htrj^Vxdtex Siebe mit bem 
ein^iqen iJruber unb mit ber trouten ^d))Defter oerbunbeti: 
io empfanb er mit innigem, banfbarem :ftufblirf \n 
Wott ben i^ntriardjenfeflen, ber ibm für ieine treue «ebene= 



arbeit (^lMuorben, bie taufenbfältiqe ©nabe beö .V)öcbften, 
bie firf) an ibm nod) in feiner legten Vebeuöftunbe be- 
u)äbrte. I'enn fanft unb milbe nobte ibm ber lob, ber 
eine Seele fc^merjloe pflürfte, um fie cinjupflan^en in 
(rben« feliflen ©efilben. 

Weliebte öeibtraqenbe ! ©o eine tiauernbe ACimilio 
m ber i)abre eine« folcben Watten, 'i^atcro unb '3riiberc> 
ftebt, ta bebarf eo nid)t erft beo tröftenben :]uiprud)i5, 
ba ift ber loobre Iroft bereite i^e^eben. ^Vicbt bie Äla^e 
fiirioabr ift an biefer :öabre am iUa^e, jonbem ber 
innige ^anf flehen ®ott, ber bai ^ebcn (iuree Irauten 
an ibm felbft »wie an ^u^ fo iiberauo reidb c^efe^net bat. 
Üon aUcn «5rf)ät}cn, bie (^urf) ber Iraute binterlaffen baben 
mac{, ift fein l'ebencbilb ber föftlirf)fto. ,\n ibm lie^t 
Iroft, (rrbebuni^ unb 5Jlufrirf)tun(^ , in ibm lieflt bie 
iidjerfte AÜbtunfl, bie p ©lürf unb (*bre bienieben, toie ,\u 
.V>eil unb oeflen in ber Cjioiqfeit leitet. C, baf} .'sbv Ov? 
ftetc in treuem .pcrjen tia^et: es mirb fid) an (yud), an 
I5uren Äinbern unb jlinboofinbeni alo ein 3ei^en beiuäbren' 

'Amen ! 



U'hül J'^b'm'l M^ "»'" «"tlaffen luir ^id) in 
Arieben", Tu (^ejectneter beo l^iuiflcn! Den ^öeltenföni« in 
leiner rtanjenSdiöne werben nunmehr Deine äuflcn jc^auen : 
niöd)teft Tu ben Deinen ijuni AÜrfpred) »werben oov ®ott, 
bem aabarnil)eraiften, bafe er ben .>>immcl«tau jeine* 
Iroftee in ibvc ."oeraen fliege, boR ber öeift ber tjinh:ad)t 
nnb be« Arieben.^, ber bi.> allljer aUc Wiicber Deiner 
Aantilie iuiantnienl)ielt, aud) fiirber in il)rcr mtte lueile, 
ban Deine luiienb unter ibnen fortlebe unb fid) forterbe 
üon (ilefd)led)t ju öcfd)led)t: 



Amen I 



zürnen! 



MMa «M-«».-! 



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eine tief erfc^üttcrnbc 2;rauerbotfd^oft I)ot 
uns übcrrofd^t. SDcr ©e^eime eommerjienrat^ 
SBoIentin aWan^eimer ift am 7. b. 3R. nad) furjem 
Äranfenlaget am bem Sebcn gefd^iebcn yiod) 
einen Stag oor^er in ^citerfter (Stimmung, umgeben oon 
feinen gomilienange^örigen, benen er fietö in unroanbel barer 
Siebe juget^on mar, ereilte i^n ber unerbittlid^e Xoh plöfelic^. 
„@« ift au« mit mir" waren feine legten SBorte, mit 
roeldjen er aus biefem Seben fdiieb, baä für i^n ein 
ebrenreid^es, feiten gliicflici^eä geroefen ift. aber biefe e^ren, 
biefed Öliid fiub felfaftoerbient geroefen, ein arbeitfames 
ßcbeir ^ot fie i^m oerfc^afft. „3lrbeit ift beä SBürgerä 
3ierbe, Segen ift ber aWübe «ßreir roar fein 
aSablfpruc^, nac^ bem er fid) ftets rid^tete. ^obe§ 
«Pfüd^tgefü^l roar ber ©runbjug feines SBefens, baffelbe 
fonntc aber nie bie fonnige Sebensonfd^auung cerfümmem, 
bie er fidb bis an feinen legten ^ag beroa brt ^at. SDiefe 
fiebensauffaffung roar aber nur ber Susbrudf eines ljar= 
monif(^en, in fiö) abgeflärten S^ojafters, ber bas fieben 
ernft nafim. 2ßie tief er von biefem (Srnfi bcs SebenS 
burd^brungcn roor, jeigt fein ganjer fiebenspfob, ber aüe 
2:ugenben eines edbtcn beutfc^en 3KanneS in pcb vex-- 
einigte. Seltene (Energie, anbauernbcr gleife, ein rid^tiger 
iölid für aOeS @ute unb JUiglictjc, feltene aWenfd^enfenntntfe 
jeid&neten biefeneblen recbtfc^affenen a«ann ous, an beffcn 
t)a\)xt neben feiner 2Bittroe unb feinen Äinbern 2:aufenbe 
Don SeiDtragenben trouern, bie in i^m au§er beoorjugten 
e^aractereigenfdjaften, eble aJienfdienfreunbli^feit oere^ren, 
bie i^n ousjeic^nete. Seitbem fein ©tiicfsftern aufgegangen. 



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leuchtete i^m eine glänjenbe Bufunft entgeßen; felbfl von] 
ben Ucinen Seiben, roeld^c boä menfc^lidje Seben fonft im 
©efolge ju I)obcn fc^eint, ift et i3etf(!^ont geblieben. 2Ba8 
ber 5Dabinge|c^iebene ber ©onfection gcroefen, roas ev für 
biefelbc gcfioffen, ba& er es geroefen, ber unfere 33ran(ä^e 
ju ungeahnter ^ö^e gcbradit, bafe er Berlin jum Sentral-- 
punft beä öanbelä ber Gonfectionäbrand^e im ageltoetfe^r 
gemacht, bafe ec Saufenben oon »rbeitem lo^ncnbe »e= 
ft^äftigung gemährt, ja oieten betfelben fogar ShJol^tftanb 
t>erfi)offt 5at, bo^ au« feinet ©(^ule Diele ^ot^angefe^ene 
Äauflcute ^eoorgegongen fmb, bic neben i^m bie gabrt* 
fation unb ben ©iport oon ©onfectionÄwaaten in groB«' 
artiger SBeife betreiben, roö^renb fid^ oiele anbete, bie 
fi(3^ feine au«gcjeid^neten faufmännif^cn @igenfd^aften jum 
aSotbüb genommen ^aben, in gea<i^tctet Sebenfiflettung 
befinben, befd^reiben mir nod^ einge^enb on anberer Steße 
biefer Seitung. 3)iefct Siod^ruf ift nur bem SBirfen eine« 
eblen treffUd^en SRonne« gcroibmet, bem, anfprud^slo« roie 
er jiet» in feinem Scben geioefen, bet fein ftillc« @lü(f in 
Äreife ber ©einen fuc^te unb fonb, jebe ©cUenbmad^ung 
feinet 35ctbienfic nad^ aufeen ^in roiberfhebte ; um fo xtx^- 
lid&cr roeroen Tic mä) feinem Xobe gcroürbigt. 8Rit 
aolDcne II Vettern fteJjt Der "Käme «olentiit Wtnijeliner 
in 5er <ief(4i(i|te Her »eittfd)eit gonfectioitdiniiuftrie 
«itf emtfle fetten eingegraben. ®a« er gef(i^ffen, 
bleibt für un« ^Ittc, bie mit i^m grofe geworben finb, ein 
weit ^inou« Icud^itenbe« Seifpiel für oüe Bufu^t^- 



@f(re feinem *Iln5enfen!! 



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.f>eute m t)ciu()icb um nnd) /'•'^f >" ««•''f" .J"^;" inui.welicl)ter, 
»ftmev «attf, u"Kt outcc iMter, övouoatei- uiib «uib^r, b« 

Söuiglitöc (Scijcinic eommcrjicttrnti 

¥« Maiilieiiiier, 

Ritter it. 

hn 74. i>ebensial)re. 2ici tl)«nci« flfltt icbct bcfonbctett 9RcIb««8 
tiefbetviilit mit ' „„ 

iBcrlin, ben 7. ^cbniflt 1880. 

JCic trrtMcrubcii ^ititetWicbcueit. 

Tic «fcrblflunft ffwbct am eotmta«, be« 10. litbtnat, 
mxmitmTnU&, uSmi ItrtncrDnufc, «ctfcVucftr. 8, a«d ftatt. 



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t $et SlfttHfw«itii fBnIriiHn Vtän^mtt, nr6rn6n ^ 
pemifr A'oiniiitrjieitrat, rittet bei bebentritbra ftonfcftioRdre SSnf hit, 
ift cuti DüHuevi^tag Sonuittag tiot^ furiein ftrauttitlofirr atftotbea. 
3iR 3al)K 1835 »Htr ber bonuld ftfUeiiloie .&<ui)>htiig«(|(^afr Won* 
brillier aus bei fleiitnt fä<^ftfd)<ii '4$roü(ii}iaiitabt Soimtem iuu% 
Berlin gefoinmen, mit loetiin ine^t SKiiteln iR ber %a\d^, cdä fte 
ble 9totbHrft ber näd^fteit ^o^e ati<$i-t>id}eii modfte. .fiettte IM bk 
«JOH i^m offlrAnbete giriiio 3.«. !Knitt)eiincr dntti ffiflttBf utib im 
Öniiff bet B'H ritte (Snttotcfeluiia grnoiiimen, mtU^ fie mm mt 
erficit ber (tniiaen IBraitc^e ber !3)aitirnfi<iifeftt0n semad)! ^ot 



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Pcraoiinlirn. Heut Nacht verschied nach kurzem Leiden 
eines der hervorraftendsten Mitglieder der hiesigen Kaufmann- 
schaft, der Geheime Kommerzienrath V. Manheimer, 
der Begiünder der Weltflrma gleichen Namens. Der Verstorbene 
war der eigentliche Schöpfer der Konfektion« • Branche 
und hat durch rastlosen Fleiss, Energie und kauf- 
männische Umsicht nicht nur sein eigenes Gescliäft aus 
bescheidenen Anfingen zu ungeahnter Ausdehnung gebracht, 
sondern auch unsem Platz zum Mittelpunkt des gesammten 
Weltverkehrs in dieser Branche gestaltet und dadurch einen 
Enweibszweig geschaffen , welcher vielen Tausenden dauenide 
und lohnende Beschäftigung gewährt. Während einer Reihe von 
Jahren war der Verstorbene Mitglied des Aeltesten-KoUegiums 
der Berliner Kaufmannschaft, musste dies Ehrenamt 
aber wegen zunehmender Kr&nkliclikeit niederlegen. Mit 
seinem vollendeten siebzigsten Lebensjahre trat er von seiner 
geschäftlichen Thätigkeit zurück, nachdem er vorher die Für- 
sorge für seine Arbeiter auch für die Zukunft dadurch be- 
thatigte, dass er eine unter die Leitung des Magistrats gestellte 
Stiftung für invalide Arbeiter, die „V. Manheimer-Stiftung" 
errichtete. 



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On«?.»«?!'**/" i^««"««- ,a5et »ftftorbene roor »er Scfiapfn bct 
SÄÖ/Ä^"* ^'^ tamofen |?If ife, (Sncrßie uS fauf. 



wJ^h^^J^i li!!""**" «»fAÄunB BttBöbtt ©äferenb einer 
MMleQttimf bct «düflcr üaufmatmld^ft mAte tift fiMWplJi« 

fieb|iflftmS^eb<n8)Q^re trat er von fehier aeWäftficften äSffl 
»ururf, no*bem er _^»orher bie ftetä oon il,m fleübte »fiSor« S 
ferne ?Irhetter au* für bie Sufunft boburd) betblliate, bafe e? eS 
unter bie Äe.tun« bf3 2J?agiftrata geftcllte Stiftunnfür inooHbe SS 
^tlrr, bie^S. 2Ran(,einier=8tifhmn- erri*tete. S^ie attSuSettn 
Giaenfdwfen, «.riebe ben «Berfroiflten jierten, »or «Oem feine Se 
«jerjenöQute, fctn ctnfocbcr, bieöerer Sinn, bie löJohItbSti«feit Ke et 
Z®*l£" *'!'*ft *»*"." '^"^ "" ''»^«•noode« annenfen in ben'fefrjoi 
«ner, ^ mit tbnu fci cd m ptwotem, (ei cd in flff*äftri4cin «er. 
»eprri^f Ifonben baben. ^^ - ** 



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ff»"«S*"*'c "."*«'' ber JBeitung lernet €«§ne ßebeK WRfimi 

?^rS?* %flierunfl*be,irt SJIoSK'b) 'S borSi il' u?f im sV« 
1»5 nadö »etitn fletommen taat, etoblttte bietferbft iRii 2i« 
aWobettmotenoefiWft, »enbete jli^ ab^ bcSb oW b«?Sfte bet »ran*» 

gu, oie et ourm feine taftlofe (htetaie nnb buttfi bie umfiAtin; w la 
nubunfl aner tlt Bfinfitgen UmftdrÄe |u dn«%,e?iQmat aÄbilbrt 
unb emporbrodöte, olä welche fie nicfit nut fatSeutf* anb inntSl 

matft bebertfc^te. laiifenbe Don |[ei§taen ©änben SetbSn i J sS l 
unmittelbat unb ntittelbat bem gtteb«t brt n^ffioStamS fJü 
3o^t4e^nten lo^nenbe arbeit, unb fdon biefei Umflort Qlle^rmßlh; 

S VS?tt "^H* "v^. 9^tU«nw SiebenmenWen tÄaftia 
«u Imbetn fudbte. SBobtenb einet «e b« »on 3obten »ot bet »11: 

fdatt " mS?Ä '«1 «eUeflen-ffoDegiu'mS bet^^nlinS Ä?nn 
t<t)ort, uiHBte bie» Cbrenontt obet »eoen »unebmenbet Oriniu^uU 

C^^M&^^H°'^' ^^' f""' arbeitet^ ou4 för bie aufSJft bS 
W I? "l^^'S*'' .]>«». « "«« «ntet bie ßcitung bc« ünaaifitot« at- 
Peate ghftunn fflt inbaltbe Arbeiter, bie .« ajlnnbeSt-gtiffinio- 

S 'hi/ÄuSfT* ^"^f ^^°^' ^etieneüute, ein einfadjer, bicberet 
fcinn, ottj^maUaUit bie et im gtilfen übte, fiebern iU ttie oe« 
jagt, eiu etornopüeä Slnben!cn in ben ßcr^n «0 r bie m t ibni ei e« 

S^l„Ä.^l"*"^J^* eine 68 3übre alte SÖittme btei ©öbne tt,el£ 
2^1" Q*** ^""5 »Ijm bearünbelen ©eWidftä finb unb fünf löA ei 
f ein fiei«enbeflanQn.6 finbet am nodjfkn ©onntafl »ormittoa inibt 
tom Jtauetbouf«. iBeDebueftrale 8, ouä md) bei5 olten Htiebbof ffi 
4Ubn4en Oemeinbe in bet ©(^ön^oufet ««et ftalt »^'»"W oet 



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SWUflneba btr liefigcit Äaufmannf^aft, b« «efteime ftom. 

^i*» f "^* 6«Welb«nen anfangen jn ungta^ntn «nebe^nung ge« 

Io5neBbe»ef4«fttQttnfl gttoäN. SrnSo^re 1836 toor btr bomal» 
J*"'J!'"«,f«l^'"»fl»ß»*«f«3}lati^elintr au« bn Mntn födifiit^w 

«J!fi* *f***'x r?^'' " *" *'"* *"'" 9?aturfn, «uf bie bie 

Wt|eJ(|aBng ber ,ffIbPgema(^»eu* SWönmr {m »oOen ginne btS 

porle« pofete. erfi litt* feinem flebjigften «(buitstage log ft* 

bet »««ranber bet »ellfitmtt »on bet «ef*äft««eitu«g ^,{»7 

bie ie|l ta b«» täuben feinet brri ©ö^ne Hegt. let »erftotben« 

^at ein «ttet »on btriunbPebjlfl 3al)ten enrei^K jföä^renb einer 

«,7a «"« 3o^r«n »or b«r «eiflorbeitr SÄitglieb be» 

«eIteBen.»onegiiiw8 bet »eilinet «onfntannf(|ttft, muhtt bie« 

m?"^!U* "^'A ■/?*" §n«f^ntn»bet ftränflidjWt niebetleoen. 

»le S^rfotge fflr fdne arbeitet fteOte et aud) fflt bie 3«r«nft 

;. « *Z H**''' ''"^ " *^"« ""'" We fieüuitg be« SWofliftrat« at* 

f»<me ©tiftung für inboltbe «rbeHer, .bie «. annn^eimer.eHftnng* 

enu^tete. «o<^ am Sonntag ^otte et in beftem 2Bof>(bffitiben 

unb ^orßer 6tim«Hng feine ja^keic^n Hn. «nb Angehörigen 

i"« *rl" »«»*«««*oW um fi<6 »erfamweit unb JJlemonb fonnte 

7tJi^,L?^^ ^, onf*tinenb no(^ f© tüftioen 2>lanne8 abnev. 

et iiBlertafet eine SBllttoe, »elc^e ito leb<r »ejiebung bie Arbeit 

Ut«c« ßebe«« get|(ilt ^at, unb oufter ben ettoäJiirten brei ©öbnen 

fflnf ttx^aüttt päßtr, foüiie ga^Irei^e C:ifel. 5Dle anSge. 

8ei(|neten eigenfe^aften, lodi^e ben »ereteigten gierten, oot aDem 

ll'^o S"6« ^erjen«gflte, fein ei«fo*er, bieberer ©inn, bie SBobt« 

ti«Hgfdt, bie et Im «tiffen flbte, fiebern i^m ein e^renttoRe« »n. 

benfen <" *l«n .©"jen «Cer, bie ntt ibm, fei eS iu Diioatem, fei 

'« in acf(bart(t4em »erle^ gefianben ^abttt. j 



ActV/CAl JCȣ^tpv^t l ^ 2- 



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VetfonÄtteii. ♦ ©er @ti. Äommerjicnrotß 
Salenttn ajlanjetmet, bet »«ötünber beS 
ÄonblunflÄboufeS 58. UWonteimet unb btffen Sfief, 
b« er, im »origrn 3obre but* ftin 6obe« «Itet 
bterju Beranla^t, bte geitung beefelben feinen ©öbnen 
unb »tflia^tigen 2Ritatbettern übetlieg, ift in bft 
9ladW ju fleftern na* furjem geiben im aittr üon 
74 Sofccen fleftorben. «Kit ibm f*teb dn but* 

f*oftIi<6e JtWtiflfeit ßlei* fcetoorraflfnbft Äouf. 

monn au8 bem ?eben, ber in einem Reittaum eon 

ux,^^^"?Jc^l bte beutf*e 3nbu|ttie guietgewötn« 

Ii*e8 fleleiftet tat (Sc ift e«, bet bie 35amen. 

ronfefhon«btoii*e in £Deutf*Ianb eingefübrt unb, 

biu* bie Orgonifation be« (Syports blefet Äon- 

{f?''"'«.^*'". bfutf^en |)anber eine augerotbent. 

i'T ^««tunfl auf biefem ©eblete »erf*afft 

bat. 9t wu e«, bet Setiin »um 3enttalpunft bt« 

©anbeW b«t Äonfcriujnflbtan*« im ätüoerfebi 

8emo4t unb laufenben oon atbeitmt lognenbe ;i> . 

.yWWnna aewÄM j&at «ufl feinet ©cbule flnb ottt 

»telenlgtn bfiBotgegangen, totltfee in ben lehten 3abf 

üebnten neben i^m bie gabtifation unb ben Srborti 

oon Äonfeflionßttaaren fultiöitt baben. DbmobI 

bet ftiQtn, bef^eibtnen SBeife beö gSerftotberrn jebe 

^ltenbmo*ung feinet Seibienfte no* au§en Ün 

tttbetfttebte, fo »utbe et bocö jum SRitglieb befl 

aelteftenfonegium« bet »erlinet Äaufmannf^oft ae» 

1ÄS?"I1'J''" ^*^ ^^^ f""« 3eit toeaen @e. 
faofteübetbßtbuna niebetlegea 910 et- n(^ )ut 
»Tube fefite, bet^öiigte et bie flet» Don ißm geübte 
gütfotge für leine acbeiter bur* bie ©rünbung 

äl'L ""*'f. ^^!^ ^;'*""ä *>** affagiftrata fte^enben 
Stiftung fut moaltbe arbeitet, toel*e untet bem 
piamen ,5J. ül'fanbeimet.iBliftung' in8 geben ge- 
treten ift. 3lat fuije 3«t toar e3 bem but* ein 
lange« geben raftloa tfcaHge« «Wann »etgönnt, ft* 
bft aRuge iu erfreuen, ©eine faufmönnif*e »er« 
iW^*" ^''"* ^etjtnflgüte unb feine SBobltMtig« 
fett fi*etn tfem ein eJötenoofleö «nbenfen füt alle 
octten. 



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ftz ^le «tniteffefer ffit htn f>er{itorIieneii 9tlttimeu 
nomuicriteurdt SBalentin manfftimn, njeldje am ©onnto« 
Sioriiiittag 93eneoue|tva6e 8 ftnttfonb, fleftnitete fic^ ja ein« ftberaul 
ef)renbcn Aliinbgfbiinfl für bcn Derflorbeiteii S3eflinnber ber qroften 
beilittcr .«unfeftioiieftvino. ®Qä dtöfete Äontiiigeiit in ber ävnuer. 
oeiifiiiimliiitg fteUtcn bie Siiljabet ber grofien berliner ©efd)nft«- 
l)au|er. SRnd) ciitleitenbem ©efong be8 ©ijimgogeiidjorä l)ielt 3lob. 
btiter ®r. SBJa^boum bie ©eböc^titiffrebe. 3>eiu ftiittltd)eii brauet- 
^ig, ben reitenbe ©(ftu^leute «liffiieten, ging ein Wiififcorpä ooroii. 
®ie UJJitglteber ber ©omenmäntelfc^neiber, ber ©oubleiueber nnb bet 
^üfornentier-Sunung gingen mit ibren ^a^nen im guge mit, unb 
mid) bad ja^lrcic^e mönnlid)e ^erfonol Öev 8irma folgte tu Ruft betn 
8eict)enrongen. ®ie Seife^ung erfolgte ouf bem Äirdj^of in bet 
©c^oiibatiier MQee. 



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SuifiT r"*". «I^i «'Wj!«"««w »onWobet HMt btr Coro »m bmIw 

edwifen rtDOt«.. «ItglleKt bM l(ell»n7nfo(K • bVr Saft «ouf! 

iSl^""*''?" «oriwfdwfte« ^tt«n fld) tbtnjaa* am Ctr« bt« Cm* 
gcH »oAbiffti t>t. SXoBboum biie'««Wiil,fnl*rtbc. J>tm ftatllW)« 

ä< WÄ i;fMit iliE"*'^??""''? «^^ »^ »»öt«« Ott 



'^tcijt'trtu^t /et^t^tta 



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g:iJS.*^^^^ **! ««"«»««S]«»«*^«« ®. «««Bclmet hat 

^«taten ©col t>eS (|tl»flff*offe8 inmitten einer reichen Slumenöefo. 
tattMj «uffleboört 2)ie gfüCe bec ftränje roat eine fo otofie, boft 
bet Äotafoltfribfi nirt einen S^tl (nitte oiifne^men tonnen, ronftrenb 
Die öongen tn ben JBotbersimmem ouögeleflt rooten. 2)ie Slelteften 
^ -?°"I'"'"'!ii*«>^n„n'«r"» «n *»« 2;roueroet(önimImta bur* ben 
S?!'*?!!!?*'.?"'^®'^' ^ttt^^rfnoel, bet »erein »erltnet sfaufleute unb 
gnbuftrieDet bur* mele aHitßliebet. bte ©tobt »erlin burd» StobtrotB 
«ocWaraj unb bte ©tabton. iJiebermonn ^onoift wnb 3»eDer oertrelen. 
»« bem Zrauetlioitfe iaVtt bie ^nminfl ber »omenmontelfineiber 
mtt bet utnpotten ^aijnc 3luffJ«nunß genominem 33er ©ijnaaoflen« 
4ot leitete b« jjeiet mU ©efana ein, bann fdjilberte «Hobbmer 
S'ä-^"?"" ««* «otrtai4enIeben be« öeimfleaanaenen, reo^renb 
^pijtatl» ^onoiC bem %eunb« mit Sorten bed »bfcbirbä einen 
ai?!L* 'E?'"!!^ ©itrauf orbnete fl* ber Xrouerjug. S^enfclben er« 
öffnete bie annung bet ajamenmonterf^neiber mit bem aJtuflfforpö 
1?"^ ^Ävr*^^'"'' *"-?" f^'öten bte «ngefteUten beö £>nuffö mit 
riüL^Ä^^. ^" 8lIe]?onber, iu SeÜen be« i?eicl)fnn)ngen8 
Ubntten^almcntraflet, Jiintet bem SetAenroofleii würbe ber Äron» 
tei ^fonoB Betroße«; «abireidje J^eibtrogenbe ^ gufe unb eine 
lonse gtetbe Söogen befcfeloffen bcn 3ug, ber RA oiii ©efdjnftölwuö 
l" }*^ Cbernwaflrüfee oorbei nadt htm J^rieb^of in ber Schön- 
lauter aflee bcaaii. .. -^ 



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'M/'^fzt: --rf^ •./»*-»,- 



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P ©if Ivauetfeiev füv ben ©c'fteinien Ä^omnierVtenratft 
95. 3)]ant)eimcr, ivcldie am Somitftg SJcrmittag tu bev sBeHetmc-i 
ffvafee 8 flaftfaiib, geftnltete fic^ gu einer ft)reubcn Äunbgelnuifl füv 
ben cevftovbenen äJfflvfiuber ber grofeen SBevIinet ,<ltünfefticueprmn. 
Unter einer %i\\lt üoii 53Iumcn unb Ärängen kax ber ©nrg im 
(irofeen 5Biilfcu|aiil aiifget'nl)vt. Jfiier fnnbeu fi(^ bereits eine Stiinbe 
i'iH- S3csiinn ber Iranoifeier bie Isamen unb 4>f"«n ^«8 (i)efd)ätf8« 
*iJerfonaU ein, um it)vem vercivigten ö^cf beu lejjten Slbjc^iebS« 
(iru§ i^u ivibmcn. Siielengrofte Avance unb ^l^nlnifnnjfbel mit 
Vvnrfitifl buftenbcu Slofcu' unb 33ciIrt)fn«a3ouqnet4 würben ücm Qöt- 
fdöftpijfrfonol, »cn ben Sc^neibermeiftevn, ben JpciuSbienern unb 
ben 9lrboitevn ber %\um am Sarge nietergelgt. 91n(^ ücn vielen 
nubeien ^Berliner C3e|(l)äfteiHiu|ern, ferner »ou ben Sieferanten beä 
*>anfe8, »cn fiekn fnufmännif^en UJereinen unb jal)Uei*eii 
Jöeiliner gnuiilieu trafen reirt)e Ävaiii(fv«"ben ein, bie fic^ 
fcliliefelirt) gn einem n?a^reu aäinmenbiigel auf »inb neben 
bem (Sarge anftt)ürmten. 5)ie gvofeen Siciume be8 Sroner« 
banied »ermcdjteu bie nal)Ireid)en ^eibtvageiiben nicftt ju fnfien, bie 
beul bebeuteuben fuibuftrieHeu uub uuermnblidien SOol)ltt)äter bie 
h'^te 0"£)re erivciieu njcUteu. . I>a8 giöytc Ärntingent in ber 
S^vaucrfcrfamnilung fifllten bie Su^aber ber groBen SBerliner 
(Mcfd^iiftSbnuier, bie mit ber Rirma 5J!anbfimer in SSerbinbung 
ftrljen. SJiitrilicbcr beä Sleltoflen • Äc[leginm8 ber berliner 
Äaufmannid;nft , bem ber a'ereaigte früljer felbft ongebfvt 
battc , bie SSiMftäube beS ä'erfinS IPovliner Äanfleute uub 
i^ubuftrietlen unb anberer foufmännift^er Äörveiic^aften batteu fid) 
cbenfa(l3 am Sarge be8 (Sntid;lafcuen eingcfnnbeu. 9iad» ein» 
leitentem (i>f(ang be6 Sängerrtjorä bielt Dr. ÜJJai)baum bie (Jdt- 
bi'idjtniferebe, ber wicbevuinSborgefang folgte. Teni ftattlid)en Iraner« 
i^ug, ben reitenbc Sd*n|}[ente eri^ffneien, ging ein Wniiffcryä fotan. 
ÜMe 9J?itgIieber ber •Damcumäutelj(öneiber', ber I)üubleivfber» unb 
ber 'jji.iamentier« Innung gingen mit ihren g^itjnen im 3»g mit, 
unb and) ba6 jablreidje ninunlidje ^evicnal ber l^irma folgte m 
J?n§ bem einfac^<en, fcbwarj üer^angenen öeidjcnmagen. B« 
leiten Seiten beg ie^teien ginge» bie Xniger ber 
piaditiioDen ^almenivebcl , uub bie laug^ 9Jci^e ber 
ilOagen eröffneten biejeuigen, in beuen äal;llcfe iträuje 
lagen. So bewegte fid) ber ftattlidjc Irauerfcubuft unter 
eiiiffen Äiängeu bind) bie Oeii.Miger- bi3 gur Söilbelmflrafee, bann 
über ben JöilfcelmiJvlafe bie >P(ot)renftra§e entlang bi« üuu» Öauä» 
ucigteitlafe, burdi bieDlerwanftrafee oorbei an ben G5ejd)äftSbäujein 
ter Jsivma sy. ajlanbeimer unb fo fort biä nad) bem Jsrieb^of in 
ber Sdiönbaufer-Jinee, wo nac^ ben ©cbeten tie JBeilcOnug im 
,'$amilien>(£'rbbeariibni{) erfolgte. 



/thiitryiit i ■<><-<«« 



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* ftic fif ifedNMg kr9 Or^eimca ftBMigl. ftsuinteriicu« 
MlQet O. VtAanbeincr. Unter X^tilnabme bicler iinnbert 
SciMtagtnbn iit itticm Sorwittag bct plöeli^ »eiftcrbrne @(> 
liiMt ftem«i(r|»urell^ ^. Wlann^timtT }ur Ic^trn Stube go 
teai» tootltn. S^oR eine @tuiibe cot S?rginn bet Xranerftitr, 
li« tai eittte^attfe ecncbuelirale 8 abgt^olten tturbe, erftbitnen 
lic ft«mia rnib f^emn beB ®({d)äfUp(rfonaU, aOe tief fcb»at} 
feicilit, bii ^emn 9(or a« $ui anb um brn Sltm tragenb. 
>«r tei^fte Blätter« unb S3(»meuf<finiud bcbtdte ben €»9. S)ie 
ftrAnje bei no(^ QunbertMi 2äf}lenb(ii ^erfonalB trugen auf langen 
•cbleifen bie SBibmunqtn tmb bie ^tarnen berer, con btneii ' fle 
ftfpenbet Aurben. »^aü (Fomptotrperfoiial", «bie Sßofanteutiere 
kc ^irma fO. aRanu^eini»", ,bte Cc^neiber", »bie ^anSbiener", 
^al KTbeitctpetfonal* — fo lauteten bie Snfdiriften. 
Ibet v\iit nur bie 9litarbeiter ber bebeutenben t^trr.iQ, 
fanbcrn au4 bie befreunbetcu unb berloanbten ®ef(^äft8()äufet ber 
Serlinct ftanfcftiouSbranc^. bon beren ^nbabern faum ein ein» 
iifCT bet Ironerfeiet fernblieft, blatten »rönje überlanbt, bei' 
Rieben bie Sitfeianten unb bie auger bem $aufe für bie ^irnta 
t)&tl|eii (^tiblverUmelfter. Xuc^ bou faufmänui)d)en Vereinen 
ȟbe laft Knbeufen bei Seretotgten burt^ $tTan}fpcnbcn geehrt. 
Sei Subraufl iu« XTQUcr^aufe »ar ein gau} gemolltger. Unter 
len Stibtraflenben befanben fi4 bie epi^en ber SinanümeU nie 
ka ftauf^auueft«nbe9. Der S3orftaub ber jAbifc^en OStmeinbe, 
fftj toel^e ber (^ntfdilafene namtjnfte @(lbfptnben gestiftet 6at. 
««r la corpore erf^Jitnen, S)le S'"""»"»'* wor pcrtreten bnr* 
bU (ccrcn d. eiet^röber,^. Üanbau, öitgo $ r i n g e > 
leim, (Beuctaltouiul 0$ (b be r g er; bie gonftrtion^brancfie, 
lMl4e bet a}tt(tuti)tc in iBalin ju fo io^tx iBltitbe gtbracbt W. batte 
cleuftUi i^rc Ocr&orragtnbftcn aSrrtrctcrtr.tfanbt. 91nrber Ütinfte 
Stell foHute todj 3utcitt jur SSobnung erinngen, too öor bem 
•<r|t bie JffiittBK «it i(ren €öl)n(n unb Xöcbtern, bie übrigen 
•tiaanbten unb bie erflen SdieefteQten bet i^iima jnnä^ft $Ia$ 
««(meo. Ses Sdugerdior ber neutiL SQnogoge, »ntet 'SSlü^U 
biielUt ScIMnbpivtfl'l i^eitung, eröffnete bie brauet [cier, »orauf 
den 9tabblntt S r. äJi a q b a u m bie (Scbac^lniBrebe l)\tU. dt 
ri%mtt Wt encm bie groge Untfidit bc» äSereroigten unb btn 
nimoifT ctmabenben ffic^Itbätigttittrtnn, bet lange nacb feinem Sobe 
s«4 Seien ftlften »irb. £)rau&en bitten ficb insmüdien piele$)nnberte 
eiflgefunben unb balbtntaiddtcflc^ bergroBartige2ei(^eu)ng. Sie brei 
•ettetli^aften ber ^ofamentlere, ber aJJäntelfc^neiber wnb bet 
»•ublewtbet ©erlin« Borcn mit Ibren tJa^nen unb aRufifforpi 



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«ufq«}oaen. Hai) bat etfo^^ntc ©efcdäflEptrfonnl Wob lidi }n 
Srui b«m,3u0e an, unb oud) on feiner ©Jjijfee fcftrllten Shifiter, 
kU obt»(($ftlnb iätctdouen'ic^c unb S^opin'fdie Srauermärfc^e 
f>UItcn. $inc faft uiiabü^bare 9l«i^e oon ^a^tn bcenbete ben 
3ug, bet 6on tcittnben 84u|}ttut(n btglcittt touibe unb äbaall, 
190 (r entlang tarn, aDgcmcinee Sluffc^en erregte unb SScrfe^rS« 
p«(fnngen aur golfle ftaltt. $DurA bte ßeipjia«f»ro6« ß^nfl «' 
imim Aber ben äSiildelntSVlo^» bit Wot)i'ei>ftrage entlang bis > 

Jmn 6ault)oigteipIa^, bann büxi) bie Obertoallftro^e, borbei an 
en OcrfAIoffcneu ®rfd]äfte^aufern ber ^irma S3. aRannf)c!mer. ^te 
«ItftriWen glammen brannten unb ble ©locfen waren mit Slor um«. 
(ftOt. »ann ging bet 3iig »eitcr über ben aßerbetfc^eu aHarft, 
€i(l»6pla|, Qacfcfc^en ^laxU \)vxd) bic Slofent^aler« unb Qd)i\x» 
%wUxftia%t na(( bem alten iäbifc^en <>(tebt)of, wo bie iBeife^ung 
fiattfaub. Sie (reiten aSege ber Scic^enboUe bl« sunt Scb< 
•fgraini^ iparen mit Rie2 unb Xanuenreifig beftveut. 3n ber 
XrauerliaDe fang moü) einmal ber gijnafloflenctior, §err 9lobbiner 
•t. SR üt) 6 a um fpra<4 nod) einige SlbfdjiebSwortr, Worauf bie 
•j^ue unb €i^U)tegeiiö(ine bti (^ntfd^.afcnen iibifdje i^iUIe bem 
«ffinen <Ürabe lutrugen. SSäl)renb ber 2)cifet.uing intonirte bie 
JltapcUe be» (Barbe=5fifitier=3Jegimentl einen Zranermnrfc^. Mm 
«rabe btf Serbli^enen tronern äJiele, bcnen er ein fteter 28oöI» 
tbAtcr getiiefen ift. ^ 



S//t'it*.d »^ 



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S)er ©e^ettnc ßoiiimcrcienratlj SJalen« 
tin ÜJianI)eimcv, ber ^egriinber ber großen toelU 
befannten (jonfectionc'fiinia , loiirbe l)€ute a^ormittag 
unter Qvofeortiger 3;l)eUnal)me »ueitefter Greife juv legten 
9lu^ Deftattei. Stn (Sterbct)aiite 33eUet)iiejtvafec 8 fanb 
bic SJ:i-auevf£iet ftatt. <Sd)on eine ©tunbe üov SSegtnn 
berfclben erfdöienen bie S)amen unb A^erven be§ großen 
®ef(^äft^pcxfonQl!§, Sllle tief fdjiucirs get'Ieibet, bie J^erven 
glor ami^ut unb um benSlrm trogenb— ein langet' onbem 
©arge i>e^ S?erbli(^enen Dorübev^ieljenbciö 2:roiiev=S)efil6. 
S)et rei^ftc Sölcittec» unb SJIunieuicI)uiurf, ber in biefen 
jEogcn beö (SifeS unb ®d)nee!ö nur I)erbeigej(f)nftt wer^ 
bcn fonnte, uingnb ben ©arg. ^Ikäc^tige JJorbecrbfiume 
l)oben fit^ mit it)rem jaftigen Ötün Don ben fdittiarj 
btapitten SBänben ab, ring^'Um breiteten fi(^ ja^Uofe 
fiorbeer!rän;^e unb 3JaImenrocbel ou§, rcunbcrbare SRofen 
unb aSeil^enfträUBc I)aud)ten bcraufcl)enbeu 2)uft. 
£ie Äriinäe bc§ nac^ ^niibcrten ?iäl)lenben ^jierfonalS 
trugen ouf langen Schleifen bie S^ibuiungen unb bie 
!}inineu berer, Don benen fic gcfpenbet JDurben. „©aä 
ßomptoirperlonol" , „bie ^tTojanientiere ber „^irma 
3?. 5ERannt)eimer''. „bie Sd)ueiber", „bie A^jauöbiener", 
„oa^ Slrbeiterpcrfonal" — fo lauteten bic 3»l£Öriften. 
Slber nic^t nur bie SDUtarbeitcr ber bebeutenben interna, 
fonbcvn miSf bic Befreunletm imb öethianbtm ®c«i 
{döäft&bäufcr ber berliner (4onfcctionShraud)c, Dou 
beren 2n^abcrn faum ein cinjiger ber Sraucrfeier lcrn= 
blieb, hatten Ärönse überfanbt, bcagletc^cn bie Siefc» 
ranten unb bie aufeer bem Aouje für bte Atrmo 
t^ätiaen J&onbwerrsnieijter. m^ ton faufniänni=: 
JAen äJereinen würbe ha§ «nbenlen bcö a3er= 
ewigten burc^ Äranafpenben gccljrt. ,^(Simae 
Öunbert Seibtragenbe ^tten fiö^ 8^9"' "i ^^^ 
in unb Dor bem Srauer^aufe eingernuben. 3iur 
ber tleinfte S^eil fonnte not^ 3"*"« }ur Söol^nung cr= 
langen, wo Dor bem ©orge bie SBittwc mit il)ren 
(Söhnen unb Söd^tern, bic übrigen Serwanbten unb bie 
erften Slngeftcüten ber ^irma junöc^ft *ßla^ "^"^,^"- 
©er (güuger^or ber neuen ©tjnagoge, unter m\\\iU 
birector üewanbowSfi'S ßeitung, eröfrnctc bie Srauer« 
feier, worauf ^err JRabbiner ®r. 3J{a»)boum 
bic OJebädötnifercbc ^ielt. ßr rül)mte Dor SlUem 
bic grofee Umpolt beS aSerewigten unb bcn 
nimmer ermübcnbcn a3ol)It^ätigfeitö]inn, ber lanoe 
nai feinem Sobc nod) ecaen ftiltcn wirb. 



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2)et SRcbner geba(i)tc feiner erfolgveidjen S^t)ätig!eit unb 
feinet monnigfadöcn gemcinnüjjigen SBeftrebuiigen. ÜJtit 
Svoftworten an 'äüe, bie in bem aSereraigten ha§ treu= 
forgenbe 3amiIien=Dberl)aupt, ben fürfotgliciöen 6^ef, 
ben ?^reunb, ben SBoljlt^ätct Bedoven, fc^lofe bet ®eift= 
Ud)e feine warmenipfnnbene SRebe, bev obcrraaliger @e= 
fang folgte. SDronfeen Ratten fid) in injiDift^en 
üiele 4junbcrte eingefnnben, um bem ©arge 
p folgen, imb 'balb entwicfelte fid^ bev 
großartige Cciä)en3ng. S)a er Don g)lufifcovp§ begleitet 
war, l)atte ber S3eginn be3 3ugeä bi3 nad) (at^lu^ ber 
Äird^en '^inau§gcf($oben werben muffen, ©ic brei ÜJe« 
tDerIfd)aften ber »ßofamcntiere, ber «öläntelfdineiber unb 
ber S5oubIewebev 5!3erlin§ waren in corpore auf« 
gejogen; il)re 5c\I)ucn würben on ber ©pifee ge»| 
tragen unb 9]Rufifcorp§ befonben fid^ m iftrer 
9)litte. 3luc^ baS gefammte ©ef^äftöperfonal fd)loB 
fiÄ m ^UB bem 3uge an, unb an^ an feiner ©pifee 
fdjritten «Bhififer, bie abwe&felnb a3eetl)0t)en'fc§e unb 
unb 6l)0pin'f^e itaucrmörfc^e fpielten. (Sine faft um 
abfel)bate 9ieil)c üon SBagen beeubete ben Sua, ber öon 
rcitenbcu Sdjuijleutcn begleitet würbe unb üDcraö, wo 
er entlang rani, allgemeines SMuffeben erregt«. unb 93er= 
fel)Vi&ftodungen m^ ^olgc l)attc. S)uit^ bie Setpjiger« 
ftrafee ging e§ aunä^ft über ben SBiUjelmöpla^, 
bie «Ko^rcnftraBe entlang bi3 mm ^auöüoigtet« 
plalj, bann burc^ bie Oberwanftrage, tjorbei an ben 
uerf^loffenen ©efc^äfti^ljäHfern ber girma 33. ÜJ?ann= 
' l)eiiiter, nber ben SBerberfd^en SJlartt, @d)lofepla^, 
Öadc'fdieu 8Jiarft bnr^ bie 3iofentl)aler unb ®d)ön= 
l)aufer Strafe nad) bem alten jübif^cn 5ficbt)of, wo 
bie a3eifet3ung ftallfnnb. SDland) armer SJiann ftaub 
weinenb om örabcSeffen, ber fein 3i3ol)ltl}äter gewefen. 



'*f^i( ^^>"V^^r Vt^iertfi 






Solciititt Vlmiuhtimttt bcr iB(|irtR^ bc» fctitar 
Statuen troocnbc« föelt^anfes t^ fftuU SRittaa nntcr ct|cfenber 
2;|d(tta^Rie Zan\tnUx }« 9ra6e 8<^«i luorben. fBknn et bc8 
SetveifeS nocg btburft ^ätU, • b«6 ber ^imgesan^ne wie frlfen 
einet eB öetflanben ^t, «(tluHfl unt» Siebe in twitefim Äreifen 
SU erringen — »er ben Slianersug foit, b«t b(r {lerMic^ttt ^üQe 
auf bfm legten ©auae Mi (Seltit gab, erblidte biefen SeiueiS oo: 
fid) und mußte Ifjn als foI(§;n erfeunen. S)er Utber» 
fü^riing ^er ßdrfje ging eine er^ebenbc Xrouerfeier 
in ber aBo^nuiig beS (gntft^Iofenen, in ber Sen«üUfftrfl&e 8 »oranf. 
S)er ©arg toar int ©aal btS Grbgcfdjoffe« an berfelbcn Stelle 
aufgebahrt, an ber ber Heimgegangene fo oft einen flreia treuer 
unb lieber 5wu"be «m fn^ gefeljen, ati ber er nod) mx 8 2;aflen 
Doli freubigen Seben?nmt^c8 feine trauten (Säfte beQrüfet .^atte. S)ie 
8iii§f(I}nuicfung be§ 31aiimes roor öon iibfriuültiflcubcr SJirfung. JDte 
SBänbe loaren l&inauj bis gu ber reidjgesicrtcn Sedc mit ft^irarjem 
Snd) ouSflefdjIngen. 3)cn fiöwarjeu Sfatafnl! umgab ein ^ain 
ibodjftänimigcr Sracäucn, l^errli(f)er Sucw unb bufctjiger fiorbeeren, 
ben fcblidjtcn -.Snrg felDft aber bctften bic SPIunicnfprnbcn, bie 
^bie trnuevnbc'-' gamüie unb ber entere greiiubeSfrcig als 
Dbfer inniger Cicbe, treuer S)anfbnrfett nrcbergelegt. SBaS bie 
Äunft beS ©ärtnerS, bent raube» SBinter gnnt Srofi betüorgu« 
gaubern öerfte^t, »or cerwcnbet, ben garg »nb Statafnff in einen 
bnftigen SJlumcnflor einsii^iinen. Knf bcni Qnxd lag bic ©penbe, 
meld)e bie brei 6ö^ue „i^iem ll^euren, ur.ü:rgeBlid)en bcftcu SSater 
in Siebe" geroibmet Ratten, ein Slumenarraugcment gebiibet auS 
Stamelieu, blagrofa iHofen unb weisen Qi^aihu^iW. S)ie Sibmung 
Utax in golbenen Settern auf fcb^arjer ®d)leife einges 
brudt, Weibe ecl)(eifen trugen bie jxamea ber brei @ö()ne. 
?lU(J> bie i^iebeSjcictien ber S5d){er war mit weiften €d)leifen ge» 
gierr. aim öufewbt lag ein entjrttfenbeS Slnmenfiffen, ben gangen 
6d)mu(f beS ©orgeS aber überragte ein Slrrangfincnt tjon breiten 
Siüingftonicn, »atanien unb mäd)tigen ®t)fas=3Sebeln, bie äufnuimcn 
gebolten lüurben burtfijeinen Xuff üon ^alberfd'loffenen ßanielicn. 
S)n§ §lrrangeuieitt war J^erßorgegangen aus ben (Sürten feines 
intimften greuiibc?, beS 6omujergieu«atöS ©piiibler, ber ibm fo 
einen f<tönen SSewciS ber ben S^ob überbanevnbct 9r«""bf(^oft 
iab. S)ie Shänge, welc^ bent gead)teten @ef(t)äfts?maun, beut Spater 
feiner Slngefteüten galten, fiattcn im Srauerfanle ielbft ntd)t ^laö 
gefunbcn, fie füllten suici ber Dorberen ©olons. iöier fab man ben 
jtiit Halmen unb fijftlit^cn Slnmen gejirtcn SRIefcnfraug, ben baS 



^crfonal bc8 .^aiifcä „i^rem fjoiftDcrc^rten ßfjcf tu baiiEDarem 
Slnbeufen an feine ©ewdjtifltctt niib §umnuität" ecwii)"!«*- §i« 
luav au(^ ba6 «j^olnicnarrntujemciit niebcvflcIcQt, mit beni bie üü» ber 
Öiriiia bcfdjäitiiUciiS^uciber bcmSSerftorbcricnüicbe unbSlncvEcinunig 
flfjoüt, f)i«r fai) man eliblid) iioct) ben flrnita, mit bcm bte etitfe* 
rimtra ber girma nocf) bcfonberö i^r« r 3;f)ciliiar)nic Slnsbrucf gcciebcn 
fiattcn. SlQc biefc C'Äiifer, n)elcf)c mit ber girma in flcf(f)äftlirf)cr 
Serbiiibmifl fttfjeu, ober nlc^t bie Käufer nUcin, aud) bereu 2öer!» 
fü^rcr nitb übrige Stnöcftcllle l)atteu fltäiue übcrfaubt. 2Iu3 
oflcn Sfieileii Scutfctiloub?, Dort'lIIem au§ ben 3»biiflricbesirfeu be8 
SSeftciiä roareu buftine Sliuuen eiuaegnußC». Slitcf) baS fveterabenb« 
l^oii§ in Stt^Iiö u"b bie Dielen milben ©tiftungeu, bencn ber Ser* 
ftorbene nafiegeftnnbtn, feattcn Icfete Seichen ber Saiifbarfeit gefpenbet 
a)ie 3af)l ber ücibtragcnbcn aar eine gemaUige. S)ie Slcltcftcn 
ber Äaufmannfctaft luoren burcl) bm Sorni^ciibcn ®e&. Sfom.- 
SRotl) grenfeel uiib Diele äRitglicber Dcrtictcn. ffiJir fa^cn 
ferner ^rof. ^ti\o6i, Sßrof. a»! a g n u 5 , Stabtrat^ SSoct)» 
(Öann, S^tabtücrnrbiietcr S i c b e r m a ii u unb aiibcrc SScrtretet 
ber €tabt, ©cneraliieutcnant d. SU o f e n b e r g , ajcrtiettr 
ber ©efellfdiaft ber grcmibc, ber Q*e&. Snfü^riJtf) SR e ij e r , ber 
SnfUsvatö f) r tt) i If n. «. Saß ^erfonol ber Sirunt ^ntte im Ölur 
SlufftcIInug genommen. Sor bcm Jraucr^auö ftanb bie Snnnna ber 
S>amcnmäntcl|(i)uciber mit ber umpfcirten Snfjue. 9<acl)bem ia gJ)« 
uagofleud}or„(i;ß gleist bcö aßenfdjcn Sebcu öer «[nmCgeinugfii^nttc 
ergriff Slöbbiii« ©r. Üüi a i) b a u ni bnS ©ort gu einer eingeöenben, 
tief ergrcifenbe« Zrauerrebe, in ber er ba& Sliibenfeii be§ ebelen 
SScrblid^euen feierte unb mit SBortcn be» ©cbeteS fdjlofe. Sm 
9iomen ber ^renube icibmcte bann nocf) 3uflijratt| ^ormiö bem 
fteimgcgangcnen einen tief empfimbcnen Ölae^ruf unb legte einen 
blumenbiir(i)fio(t>lenen flrnn,^ am 6nrge nieber; bann fcl)lD(} ©efaiig bie 
Seier im Saufe. »(» ber 3arg Ijinans getragen mnröe, ertönten feicr» 
lieÖeXranertiängc unb in 9D{aucöe3 2lngc falj mon beße S^ränen perlen, 
bann orbnete fid) ber inipofante 3ng. SJenfelbcn erijffnctc ein 
SKufifcorp^, hinter bem bie ©Aneiber folgten, ein smeitcä Sliniif. 
forp« firitt bem ®efrf)äftSperional Doran. 3« Seiten beö £eid)ciis 
tDogen» gingen 10 ^almentrnger . hinter bcmfclben mmbe ber 
Stran* bc3 ißerfonatS getragen. 3a^lrcidie Seibtrngcnbe ju öu6 
unb gegen 100 SBagcn befdjloffcii beti iJng, ber firt) bnrtf) bt« 
ßeipAiacr», aSil^clm. unb aJioljrcnfirafje, über tax .tinn^Dotgtet. 
5?lclj om a)lanl)eimer'fd)en CScfcöäilsrjauic Dorbei naA bcm 
giiebdof in ber 6d)ünljnui«c SlUec begab, too unter ita ufclläjen. 
.©ebeten bie iöeifefeuiia erfolgte 



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I 5 



^•«»rtttwt aammnUnttim «aUntln Vlanfmmtt wurbl 
aeftetn amttog üom atauetbaufe, SöellmieftraSe 8, unter nitoemeini 
lebWtet »tt&iltflung otlet «reife ber q3cöD!!erun8 gut legten a?iifie 
geleitet. 3)« Sliifba^rung bcS Sargeä in bem jt^luorabrnpirten enufe 
WQt eine getobeju impofonte. Unb brcl) wat c« nur ein fleinev Shell 
per Itränje, SBliimen unb Spoüucn, bie jum erf)mutf beö ^arocö fcUift 
liatten acrwenbung finben föiincit. Sluf bem Sarg log bnS ouä 9tofen, 
Kamelien unb tDei§en öijajintdon gebilbcte möditige *8liimeuarranßc= 
ment, twld^e«, wie bie 3nfd)rift ber f^liinvjfu Sltlaäfdjlcifai fmibgab,. 
,oie brei Qbtyn xf)xm tl)eiiren, uiiiicigc&Iic^eu, beften SBütetj 
m Siebe' geroibmet l^ottcn. ^u ijüffcn be§ ©atneä loqen' 
ein buftige« Sölumcnfiffen unb bte «tanje ber aJW^ier, 
ba« Äopfenbe aber überrtölbte ein niunbcvbate« Sltraiigement üon 
98atnicn unb buftigen i?amelien, bo§ lefete 2iebe«,?cid)cn, 'meldte« ber 
«ontmerjienratt) ©binb!et bem {freunbc gcfpenbet ^atte. fflcm gavge 
fclbft war bei ber giiOe bet bctrtic^cn »himen nid)tä ju fe()cn, aber 
ou^ ber breite Hotafal! felbft mar Mm öerbi-cft öoti ben snlötlofen 
a^himeufpenben. $obe ^Jatmcu unb Diifuiiac Sorbeem umgaben bte 
Slufbabvunfl, über weirfje bie ,5fcr]cn ber ü'utlreä unb filbernen ßaube= 
tobet il&r gtbÄnU)fteS SiAt tuorfen. 2)ie i-muberte »on !ßahuen unb 
Ärönjcn, toeirfje fonfl bem gntfc^Iafenou flcmibmet waren, füllten 
»»ei fealonä bet SBo^nung. Gin faft bctäubenbet SBIüt^eiibuft ent- 
ftr5nite ben ^iet ausgelegten ßiebesiieiflien. a3ier9Jlann baffni an bem 
SRiefenhan» }U tragen, jueld^en ba§ iJJetjonal be« 4>auieö .betn ^ocö= 
l)erel)rten ß^ef in banlbarem 3lnbeufcu an feine ®ered&tig!eit unb 
^umanitdt' »ibmele. SHe 6c^ueibermeiftet bet {>inna überbtod^ten 
einen auS feltenen Dolmen gettJunbenen Alranj mit^tloöfc^Ieife; ebenfo 
anbten bie ©titfetinneu unb fonftige bei ber JJinna Stan^eimet be» 
c^üftigte Arbeitet unb ätbeitetinnen , bie 5lßo^lt^|4tig{eitganftaIten, 
)era jpaufe befrcunbete Sirmen in Jöetlin unb auäwdtt« ic. jc. teilte, 
jum X^eil |n:ad)tboIIe »lumenfpenben. !£ic 3°^! bet Seibttagenben 
trat ganj geroaltlQ. S)et iE)anbel8ftanb rourbe butd& ben Sor^ 
fifecnben bet aelteften bet Äaufmonnfdtaft, ®c^. Rmnmetjien«5Rot^ 
5tenfcel toettreten, bem fit^ Diele SJlitghebet bet Itotporotion an- 
gefd&loffen Ratten; ferner waren bie ^^rofetjoren pmoti) unb 9Jlagnu8, 
@enetallieutenant ö. SHofenbetg, ©tabtratf) l^od^pann, bie Sufti^tdi^ 
^et)et unb ^ormi^, OtimnafialbireUot «^tiebldnbet u. %. etfc^tenen. 
l>ai $etfonal bei $au{e£ bilbete bot bem ^oufc unb im Sftut 
€paUei. 

SHe Xtauetfeiet feßfl geflaltete flc^ )u einet ungemein tofitbeboDen. 
ßintet ben 3}almen be« Xtauerfaale« war bet untet 2JlufiIbitettot 
öewonbowWI ßeitung ftej^enbe ©ünagoaendöot aufoefleHt, bet beti 9lft 
mit bet ßtjmne ,6« gleitet be« aJlenf^en geben ben 2)Iumen" ein- 
leitete. 2)onn trat bet SRabbinet 2)t. SOfla^bnum »u Seiten bti Satge«, 
um bem Skrftotbenen et« tiekmpfuubene @ebdcQtni^bc ju tsibmen: 



,eme^o«l^nJe^nlt«eX:tauemrjajnntIuno,- jo begann et, .hat fidi um 
btefengattt 8«m<»art, u« bem fo plöbtidö ©«imaeflanoencn ibteäßerth. 
fidtuno unb «lAhinogu begeußen. flönnten mx ietf bie »eWfitbiaen 
empfinbunoen ihre« ©etjen« beuten, toit toflrben »toeifeüo« bie em- 
ftimmtoe «tage ^öten, bofe ^iet bet Job einen bet ^ttcdftioßen unb 
kuterilen JWdnnet ou8 unferet.anitte ^etanSöetttfen ^ot, einen jener 
andnnet, bxe burd^ i^tSeben »le burd6 il)t Stetben on bie aJatriotAen 
I bet Sotjeit etinnetn, ble nad^ einem geben teic^ an Sabten unb Xfiaten 



juiei^ebuna unb «ufn^tuno feft^alten luoHen. Stti^t bU alütfltien 
Mo/fte, mdK bo8 gefegnete ßeben, nic^t bie saHteitfte Samilie, beten 
TOittetounlt fietoaten, maitunS baS Scben unfeter HJotttot^en f o anjiebenb 
unb lebtteift, bie« pnb Wo« bie glönjenben gforten, bie ben »ortet» 
gtunb be« »ilbe« beleud^, bo8 «njiebenbe unb Se^eiAe liegt Diel» 
me!)t xm ©mtergtunbe, in ben ©tunbfdfeen bet öiebe vm OeteAtig« 
«»♦. in ben,ft«5nujfen unb ®ibet»dttiflfeiten, in bene« fl(5 i^te fittliAe 
firaft bctoobit ^at. Da« SBott beä q3attiorc|en : .Äeugen wiib füt 
mid^ meine Iiigenb an bem Zaat, an bera S)u mu^etn rtitP meinen 
ertrag bor Ini,' lennjeidftnet Anfang unb ©nbe be« pattiar^alif^en 
SebenS, bo« biet bot un« aboefdilonen liegt. Sffia« bet ©cimgcganflene 
in letnem JBeviif Sieben geleiftet, wie et but(^ feine SBegnbung einen 
aaita neuen errterbSärtfiö oefd&affen unb jut »tütbe gebrn*;t, mie et 
babutt^ loufenben bon atbeitetn eine neue 3lobtung8gueUe etfiloffen 
unb Kielen Sot^fttebenben bie »obn geebnet, bie au ffftte unb ISol^l' 
ftanb fübtt, — ofl ba« etinnert on ba« f<*öne 2Bott be« 
EptuAbic^tet«: ,^uxä) ben Segen bet Reblic^n mitb bet 
2Öo^)lftanb einet oanyn 6tabt gel&oben." C« geteilt un« 
jut inniflPen SBefiiebtgung , on biefet So^ ou« gan- 
jem ßetjen ^Ktbovbeben }u bimen bie ©ered^tiabit unb bie ßetjen«« 
oute be§ bfitnpcgaiiaenen ©enofjfn, feine bäterUi^e gfitforfle Tut bie 
©ciingften feiner 5)!itarbeitet, feine SJlilbtbätigteit geoen'Sltme unb 
Tütftiae, bie bonfbate öegnnung, bie et feinet aatetttobt ben)ot)rte, 
feinen flugen unb weifen iRotb, mit bem er niemal« fotgte, unb ben 
bcjc^eibenen Sinn, ben et fidb trob feiner glänaenben erfolge bi« iu- 
Ic^t unoetborben erbalten, aber olleä dufeerlic^e ©elingeii i|t Wie ein 
Srunf ou« fotjiget Dueüe, bet ftet« neuen iEurft werft unb ein 3Jlen» 
fcbcnberj nimmer ju beftiebigcn üermoa. 9lut bet ifl glürflicb, bet in 
bem b<iiigen ^rieben bet ganiilie weilt, unb aud^ biefeS ®lücf ift bem 
Ctfimgeöangcnen öoH unb ganj |u Ibcil geworben.' JRebuer fcbilberte 
fobonn mit leud)tenben fjfotben ba« ftiUe ©liirf, b«« bei gntfclplofene 
im flteife bet Seinen gefunben, ben '^ottiard^enfegen, bet iljm }u aCgeil 
geworben, unb fein tupige« unb fanfte« Cube. 

9)acbbem bann bet S^or ,9Qa« bon Staub iß' gcfungen l^otte, 
nobm no(^ al« greunb be« ßaufe« Jtuftijrat^ i>x. box mi^ ba« 
ÜBott, um ben (Sefül)len 5Eerer vluflbrudT.Mi geben, bie bo« ®lütf oe« 
noffen, bem iicimgcnangenen perfönlidb nöljcr gcftanben ju bolien. «18 
le^te« 8iebe«Micben tcote et bonn einen ITrani am Satge nicbet. 3n 
einem etgteifenben SÄliifegefange tönte fd)lif&ti<ft bie etnfte Seiet ou«. 

Sfnawift^en ^tte fiq bot bem ^aufe bet impofantt Ztauetaug geotN; 



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net. 3)tn|elbcu eröffnete ein S0lufiHot<)8, bann folale bie 3tuiuno hn 
3)ainenmäntelfd^neibet mit bent umflotten Sonnet, ^^t f)atten M Diele 
anbete Qietuföaenofjen angefdiloffen. (Sin 3h)eite§5D'lufititott)S fc^rittfobonn 
bem *Pet|onal bet gfirnui üotan. irfu ©eiten be§ Seidientoagenä 
Jdjtitten »)QlinenttQ9enb ie fünf öetten be§ !Perfonat§ einljet. ©tutet 
Dem STÖageu würbe öon Slucieftctften beä ipaufcä bet ßranj beä .^et^ 
fonal'S getragen. 2)et equipage beä SSerftorbcnen folgten junädöft 
i^at)Ircid)e Seibtraoenbe »u 5u§ unb aläbanu m^n l^uubett aßagen. 
3:ev 3ug bemcgte m bie2eiV3igetsSßilhelni= unb anobtenftvafee entlang, 
über ben 5»auätioigteiplat, am ®efd)afts^aufe beä Jßetewigten üorbei 
nod) bem aäcgtöbnifeplofee bet iübifd^n ©emeinbe ©o^önoaufet« 
Mee 3lr. 23/25. . „ . 

©iet langte bei impofante Xtouetlonhult geflen IV4 Ut|t an. unter 
SJoranttitt in ajhififfotpä wutbt bet @otg ouf bem in bet !8ett)aUe 
ettiditeten itatnfol! uiebetgefebt. SS umgaben i^n ja'btteitiöe ftanbelabet 
mit btennenben «crjen, meldte bot einem 2Batb öon SorbeetMumcn, 
?l5almen unb SEopfgewdc^feu malctif* gruppitt waten. 3)ie SSetRaUe 
wot in ibret oanjen Sluäbe^uung f^watj btapitt, aud) bie ©aulen 
umgob birt)tcr Srauetflot. ^, ^ ,„ ™, « ^^ 

DladjSorttag berßemanboW8!if(i)enßompofltion ju^ßfalm 17,33.9-11, 
burd) ben Sljnogogent^ot ergriff Sabbinet 3)t. 3)ta^boum 008 JßJort 
au einer crgreifeuben Seic^eurebe, in roelci^et et, an ba8 äßoit ©lobs: 
,S!et ©etr ^at e8 gegeben, bet öetr l^at e8 genommen it." ennnetnb, 
ben Ivoft beä SlDmd^tiften ouf ©ie ^erabfle^te, weld^e bie Jöahtc be« 
öeimgegangenen iirnfteben. 3)et (Sefang 5Pfalm 42, 93. 11, bef Alofe bte 
öeier in bei 23etboae, bie TOufif ftimmte einen feierlicbeu 6^otal an, 
unb longfom bewegte fid) bet enblofe gug übet bie mitSaimenjWeigen 
bid^t beftreuten «Pfabe nadft berSübfeite beä TSegtöbnifeplateä. :Bott,gegen. 
übet bet ^Utetäüerfotaunaäonftalt bet iübif&en ©emeuibe (!Dloriö unb 
Jöettba SDlanbeimet • Stiftung) liegen an bet ©renmauet bie (Stb. 
begröbniffe, botuntet bo« übetou« fdftlid^te bet gomtlie ajlan^eimet, 
ein burdö ein eifengittet obgegtenjtet SRoum, beffen 4)intergtnnb bie 
f4m^«lofe gacabe eine« in borifd^em ©til gegoltenen SempelgiebeW 
bilbeF^ßiet würbe bie fietblit^e «)üUe be« SßetbliAenen.untet @ebet 
in bie~|föe (Stuft oefenh. S)et fleine ätaum öetmo^te biegtofee Jo^l 
bet gefpenbeten SttKnu. 5Polmenjweiae u. !oum ju fajfen. ©eoen jmei 
Übt ertt wat bie 23eijefeungäfeictlid|feit beenbet, unb bie 2ou1enbe b« 
ßeibttagcnben oetUefeen ben ftiHen gtieb^of, bet WoM mit geleacntU* 
bet Seilctuna bet Slbaeorbncten 2»t. ßallet unb ßubwig Söwe 
ein Bleich fltoBeS unb flldnjenbe« Xrouetgetolge gefepen i^ot. 



y^tA^ui <■'■ 



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— vjjte XiMuerfeJcr, \veU)e (leRcrii Jßovutittan um 11 \Xfit 
ben »eiftotbencn ©«teiuteu Äommcvjiciiwtb 9>aIcntJn 9Hft 
fecimcr im •2va«crl)aujc SSeHcBueftrafee 8. ftattfant, bxa&te 
bie Stete mtl) 9ld)luiifl ncd) einmal sum SluSÖrncf, ^ic ttt (Snti 
fci)lnfcttc im Öden in fo tci^m ?!J?n6c flencReu tjatte. Sli 
2;t)cilua6me entfuia^ ganj ber ftoDcn Scbciitung DeS ©elt^rtufe«^ 
bnS neben ben 2S3 männlicljc« »niD ben 167 weibliÄeu 8lBge4 
fteKteu Übel öOOO ^nnbrocrferu Sefdidftijinnf» fliebt. iSet Üinner^ 
oft BoHsofl ftd) in tem grcfeen Saal be8 UJnrtetrejieft^offe«, {t| 
bcm ber Gntfc^lnfene fo oft einen orcfeen Äreiä litbet grennb« 
um fiel) of ffl'«"- '^^ ®<"»' *"' "«"^ SBebeutnna beS evnftcn Slftel cnn 
fvred)cnb ncf*mürft. Sou ben2ßänbent)inaSIor^«rab, baSSageSJ 
Ii(l)t wavbiu-l) fdjwere ®cljänfle gcbämpft unb nnr bie Äcrjen bei 
ÄiDftatluftvc unö bet fllbevue» j?anbclnbci »erbreiteten einem 
milben IMtftterglans iibev ben Sdaum. Sic Jlufbaferuug bot einen! 
gerabcju bcAnubernbcn Slnblicf uub bcdj f)atte nur <\n fleiuetj 
iljeil Der JBIumen, aJalmeu unö dränge im Srnnerfaal felbft 
^lai cicfuttbcii, ber tteitau? flvööte Sbeil w.u in ^m\ ber dov«. 
tuen 'Galon§ niiggeletit. 63 ift töatfädjUd) «nmßglicl), ait&) mv 
anncifcrnb ber aihimciipracljt, Die fcicr cufsebfiutt war, pered)!! 
gu rccrben, Gin teirlidicr 'Duft erffitlte bie Släume. 5tuf tewi 
KgarA fclbfi Ia{} ein a«9 Iflofen, ^Jamclien, ©ija^inlljen H»b ?Jfil(^ej|f 
geliiöctee Oeminör, DaS mit f^wnv:;«! mii) wciBeu ©(bleifen ge». 
fdjmi"i(ft war. ?(uf ben fdwaräcn Sd^lfifen ln3 man: „S" ?iebei 
flCJüibmct ron feineu breiSöbnen". „Sbrcm tfieuren, unDergefelittjen« 
beften SRatev", bie ipcißcn Gfbleifcn trn^en bie 5Ramcn ?ev tSöhne^ 
Ueber biefer (Sjjeabe erbeb fid) eine Bnfnmmeni'tctluug ber fofl^ 
borpen ^^nlmen. 31h8 einem gä^cr von fc'.^faett?«belw Wegen, 
brci niädjtige Civinaftonicu emuor, gn (Seiten \al) man foftbam 
Satrtnien, bie «ÖJitte aber bilbcte ein Ünft »Jon Sorfccer unb Äa« 
' meliCH. 55ie Ijcrrlijfte ©abe war ba6 Icftte 3? id)cn ber Siebe, 
ttcldie« SeontmerMenratb Spinbler feinem grennbe unb ©eiftew 
aenoficn gcwibmct hatte, ?lm ;<u6cnbe fnl) man ein 3lnmen4 
fiffen au^ ÄamcUen unb 9Haib!«mcn, eine QJabe ber girma 
Gnftaö 3^1(1 «"b gricblänbev. Slncö bie oiraia ©nuib n. 6p.' 
fcatte einen vv5(I)tiäfnÄ'ianj9cfaubt. SJon beröorraflentcrSdjönljeit, 
war ber Äinn.:;, neu bnS ^Jevjonal bcS ^aubetmcrf^en j>aufel 
'Dem bod)Bcrebrtcn ßljef in bantbaiem Slnbcnlfen an feine ®e« 
rcdjtlnfeit unb Jbumanitnt" gefpeufcet hatte. Sie einzelne« «tbtljeU 
lungen beS Ckfdiäfts hatten auBerbcm bcfoubercÄränjc nicbergelegti 



/ 3 Ö 



I 

I 

I 
1 



I 



©ie (3cl)nclccr, Mc I'Oki Spawie Feicl)ä!tiflt 'werben, üBerbwifeieii 
einen mörtitiae« 5tv«ns, aiiifcöliefelicft au8 «ßalmen ncfloc^ten unö 
mit einem SiHJf weiöev Slumen neffljmücft, btc Gtldcriiinen etjt* 
ten baS äHnbcufen t>c3 .^peiuisegnnflcnen Muc^ eine Äidnjjpendaf 
von fcUeuet ^iad)t. 9Iu3 nllcu ificilen ©entidjIanbS roaren von- 
ben giinien, mit bene« baä »Waufidmer'icljc ipanS in Okfdjäftc- 
tctOinbunji fie[)t, Gjjcnbcn cinnenaUiifn, nid)t unubcr Ratten bie, 
humanitären -Vereine unb (Stiftungen bc3 vf;)eimnegaugeHcn 
ban!bar gcbndjt. 59efouber8 fdjön »at bet Ärana, benf 
tai Jseieratjcnbrjau« in Steglife fiberrcl*en lieg. Sen 
Stubrang ber öeibtvagettben mar fo gewaltig, ba& in 
bcr aüorinntig felbft nur wenige 5Jlnt} fanben, mm 
balOc Stnube tereeate M «« ununterbrochener Sfleilie bew 
Rng beror buvcö bc« Sranctfaal, welAe ber gamilie periönli(^ biet 
^bciluabmc an&brftrfen wollten. 5m SRaum jelbft »erblieben nutj 
bic Hn*flcii 2(nßef)ßtigcn unb bie crictjifueneu Seputatiouen. 
SScn Tiitglicbcrn ber ftiibtifdjcn JBebörben fa&en wir Gtabttotl): 
Ä0(j){)ann unb bic (Stabtt>erorbnften v^jorwife, 80fiet)et I. nnD 
ficbcrmann, bie Slelteften bcr Äauflcute würben butc^ ben a>or. ' 
flftcnbcn ©cb. JRatf> grcnfecl »ertreten. ®ct Cerein Scrllnet 
Äauflcute uub ?!ubnnriener, bie ©ejenfc^aft bcr greunöe unb- 
fiele anbere Äcrpovationcn Waren burc^ lUborbnungen «jettrettn. 
Sie Snnung ber 2)nmenmöntelf(t)netbcr war mit umnoitct galjne 
erid)ienen. ©ir fal)cn feiner bie fjeroorragenbften SBcrtrctet be» 
ÄonfeftionSbranAf, fowic «fJlanncr aUcr Jöeruf^-flaube, ]o be» 
Pieucranicutenant Den aiofcnbevg, bie qjrofefforcn §enno(ö unb' 
WagnuS. ©nrnnartolbircftor gricblnnbct n, Sl. Ser «nter bet 
Ceitnna beS 2)ir. 8ewanbow8fi flcfecnbe ©i)nagogen*ot eröffnet« 
bie Seier mit bcm ®eiang: „m gleicht baS gjfeufd&enleben be» 
IBlume", bann nat)m JRabbiuer Dr. «mat^baum ba3 aWort, um iti 
ergreif cnber Stcbe be8 Süerftcrbenen «eben, ©irFen unb Sterbe» 
mit bem ber «Battiarröen «u cergleidjen: „3Sa8 bet ^Iwoegan^ 
neue in feinem ©evnfSlcben gclciftet, wi« et bur« feine fetteni 
Scnaoung einen gang neuen (SrwerbSjweig flefdjafrcn unb ««• 
Slfitlie acbtad)t, wie et bnbutd) laufenben tjon Sltbeitetn ein« 
neue 9ial)rung8qHcne erf*affeu »«J,, A«.. »'«S^mÄ 
ftrebenben bic Sabn geebnet ju efete unb SBoWftM»^ 
ift 5fcncn aOen beEanut, nl4t mlnbet b« ®«»W 
feit unb bie fter»cn8göte be« ^etmgeaanfl«"«« . ,T.^^ 
lidje gürforge für bie gevingften feinet aRitotbeitet, feine aRitt» 
tStigS gegen airme uub ©ebfirftiae, feine «>anfbate ©ePnmnifli 
bie er feinet 35aterftabt bewahrte, fein fluget unb weifet «ollu 

mit bcm et niemals fatflte, unb bet .»«W»«»^»« ®'"2L,5tali2 
fl* ttote aOet glönjenben etrolfle etfealten." JDet ®««WW 
iftlimte fobflun ba8 gJü*««^« SamlMen^^en, ben »fltilat*enf«gj, 
bet if)m gewotDcn, unb ben tu^lgcn ««VW» »gj 
bet feinem Öeben ein ©nbe flefe*t „9t\lb «P»g 
bet 2ob genaht unb bot feine .©eele f4metilol jJfgglj 
MB. ne elSjujjflonjcn in ebenl^fcügen e^m," ^^ßm 



I J 



iaun trat Suftijtntfe Jjctwi^ au C«u Sota*. „®iefelben 9lOH«^ 
U hHonft er, «el(9c ten ätetctDiflten feit einet lauften SHeide con 
§9^ nnb «m8 moniieriei fefHit^en Slnlfiflen al8 tien gjlittel« 

Kmft eines gcfcÜtB telebten Steilcä gfjefien Imbtü, blefelben 
dHiHie veteluigett «n9 beute s« «"»«ö» '«fe*«" Slb^djieb toon 
T« teuren gteunJe. SBaS wat e8, baB fo weite greife boji 
Ionen cm» aHfu StäHben, aw8 alten Äteijen bet BütjctUAent 
Jäaft Mefem ^anfe immct wieöet nfifeerte, e3 waten nlQt: 
*uiet^ttb^ «nläfff, «8 aar ni(fet tie («afili(f)fett. tie onerbltmS 
In biefen mvmtn i^te frtjönflc ^elmftätte flefunbeu, e8 »nv We 
»afite giennbf^aft, Die «n8, feine grewnPe. bie ©einen mit iftm 
•ttbanb. «Run flub wir !)iet jnm fetten 2RaI cerfammelt, aber 
•r Ift ai^t bol)inflef*ie6en in Dem ©iuue, bafe wir ihn »ertoren 
fcttten, fonbetn wir erinnern . nnS beä tiefflnuigcn aBovte«, ba» 
H lontet: 2>leieuige 3eit fle!>5rt uu8 flanj, bie Bcrfiberflcganaen 
•Tt^ nlAte^abenwirflrtiererflebctflcn, aI8ba8, wa8 ni^t mel^r iit. 
„Sit oüc fller," foft^Iol er, „woüen bcn ^reuubeSbunb fcftDalten 
Sab iaunet fefter fnüpfcn, in bicfem Sinne woacn rott fem »n« 
»ebenfen ju einer pietätucDeu Stiftung machen, bie iinjere ©euc 
TrtHoK »tnb unb ncii n'itlt iibetbaueru foK" Gm ernRet 
Ktauetoefang enbete bann ben Slft Im ^auje, 3n ber 
•efleweRtafee tjatle flrt) tnäwffrtien • ber imjjofantc 3wfl 

fsrbnet. 21« ber Sarg {ilnawBflftruflen unb auf ben 
kiaen aefioben würbe, ftimmte bie Wui'if ben Gfiopmiften 
wmermorfO) an, bann fcfetc fld) ber 3«3 langfam in SBcroegunfl. 
ftBetft tarn bie Sunung bct Samenmöntelfrtinnber nut bem 
länflRort« be8 ®atbe.5üi\Iier'JRrgimcnt8, bann folgten bie 2W 
«naeSenten be8 JS)aufe8, benen bie 9legimentSmuf« ber »^eranber 
»mnfAtitt. 3u Seiten be8 ?ei^cn»agen8 gingen fünf S^uetbcr» 
weiftet unb fünf funge i^aufleute, feintet bem fiJcige« würbe »on 
»iet «Hfleftenten be« 0aufe8 ber SSiefentrans beS i^erfonaU ge- 
tragen, ©ine arofee 3aH Seibtraacuber jn J5"6 «nb euie unab- 
l|eWore®agenreif)ebef*loffcn ten^ug, ber fi* ««'«' ^«" «Ä" 
•Jtldnaen ton Jrnuetmärfften butd) bie Sftpiiger unb SJiUKlm- 
fStafee. über ben Siettnplat?, burd) bie «Jolirenftva&e unb _am ©e« 
RdlAf»6au8 in ber Dbeircatlftrafec rorbei ua* bem oltcn jubijcfteu 
mieb^cf In ber SrtHMtl^nuict SlDee begab, wo na* ben titucaen , 
debeten bie.93eife^ung erfolgte. . 



^jV.V Jf Ar ^<'*/r«• 



I L 
/ O U 



^etfonalicti. * 55et @tb. Rommeri^tntatf) 
aj. 9Jtanb«lmer, ber S3<flrünbcr bet »oeltbefannten 
ÄonfeftionSfittna , »urbe peftetn SSotmittafl unter 
aro§attifler S^eilnabme toeiteftet Äreife jut Testen 
SKufce btftattet. 3m @tetb<l&au[e , SetteDue« 
ftro§e 8, fanb bie Itauerfettt ftatt. ©d&en eine 
(Stunbe oot Se^inn berfelben etf^ttnen bie !Damen 
unb i>txun beS @efd;äfte)}eifonaId, ^de tief ((^trai) 
oefleibet, bie Ferren ^lot am i)ut unb um ben 
3lrm tragenc — ein langes an bem ©arge befl 
SSetblidbene« Botuberjiebenbeö ItauefDeple: 5)er 
reit^fte S^ldtter* unb ^Iumen[(^muc(, bei in biefen 
S^agen be« QtfeS unb @d}need nut J^etbeigcfcbafft 
«erben fonnte, umgab ben Sarg. |)rä(i>tige gor» 
bferbäume boben fiep mit-ibrem foftiotn &täa von. 
ben fcbwarj brapitten SBänbcn üb, tingBum breiteten 
fic^ jabUofe ^orbeerfrönje unb |>altnenn?ebel aa«, 
tDunberbare ^ofen unb Seil({>en bauc&ten ibre !Düfte. 
3)ie jtidnie beS 9)e(f0nale trugen auf lan» 

gen ©cftleifen bie SBibmungen nnb bie 
ütamen 2)erer, oon benen fle gefjjenbet tour« 
ben. 5tber nidjt nur bie 3)?itarbeiter ber girma, , 
fonbern au^ bie befreunbeten unb oerwanbten ©e« 
fcfaäftßbäufer, r>on bcren Snbabem faum ein einiger 
ber Srauerfeier fernblieb, batten Ähänje überfanbt, 
beSflleicben bie Lieferanten unb bie oufter bem i)aufe 
für bie girma tbdtigen i)anbn)erf9meifter. 3ln(J> »on 
ifaufmönnif^en Sereinen würbe baS ?lnbenfen be§ 
Verewigten burd) Äranjfpenben geebrt. (Jiniae 
|)unbert geibtraoenbe batten f\4 gegen 11 Übt in 
unb cor bem Irauerbaufe eingefunben. 9lut ber 
«etnfte itbeil fönnte noö Sutritt jur aSobnung er« 
langen, wo not bem ©arge bie Söittwe mit ibren 
©öbntn unb 5lß(6tem, bie übrigen ißerwonbten unb 
bie erften ^Ingeftellten ber girma junädjft |)la6 
nabmen. 3)er ©öngetcibor ber neuen ©«nagoge, 
unter *ü?uftfbireftot gewanbowflfi'S Leitung, er6ffnete 
bie ffrauerfeier, worauf ?Rabbir.er <Dr. «Wabbaum bie 
Oebätbtnigrebe bielt. ?lun entwidtlte fl* ber groö». 



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orttge 8eitfeenjufl. 2)a er von SRuftfforpS bealettet war, 

batte ber Sßeginn beS 3«8e8 bis nadb @cJ)Iu§ b« 

Ätr(^en binauöflef^obcn tccrben muffen. 3)te btel 

@en)erff(^aften ber ^of amentlere , bet aJläntel« 

fcfenetber unb ber 5)oubieweber SSetlinB toaren in 

corpore auföejoflen; ibte galjnen »rutben an ber 

(gptße fletraaen unb ^JDtufltorpS befanben f\4 in 

ibrer 3Jlttte. ^ud) ba8 fletammte OefdbSftSperfonal 

\i)lo% [xi) ju gu6 bem 3"ö? o«; aw* o" f""«'^ 

©pi^e Icfcritten uWurtfer. Sine faft unabft^bare 

JKeibe von 9öagen beenbcte ben 3ufl. ber bon retten« 

ben ®d)ußleutcn begleitet »rurbe. 35ur(ö bie SeiVii' 

fltrftra§e fling e9 junäd&ft über ben aöübelmSDlaß, 

bie aJlobrenftrage entlang bis jum f)au8ooigteipIaB, 

bann bur(^ bie Oberroau|tra§e, oorbci on ben oer« 

f(feloffenen ©efcfeäftStäufern ber girmo 23. ^Dlan« 

beimer, über ben Söerberfdben iRatft, ©cblo&plae, 

Äade'fdben Warft burd) bie JRo[ent6aler unb ©dbßn- 

5aufer«@trafie nacfe tem alten iübifc&en griebl^of, 

»0 bie S^eiiefeunfl ftattfanb. ^i 



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rf««,(A,5 ^^>'""^'i "" Bo«fi«»Ccnen flrofjew SoiiDß Co* fühlbar 

?.ÄÄ„T tiefe augföUe n,ictet auSanökiff ©« 
ttV. Ä^^" *au<3tfilftun98fa|fe »erben jegt 24 tooW- 
SÄf,PJ?"'8en unbgonM in J5,i56e von l\277 974 m. 

«i«,«fn* ,F/- -''?^''^" "'"'^^"' ^""^'^ «»« 1887 qjetfoncn außer. 

- p1 hl"'«r""> 1""'"?' «etjoncn würben feftli* bcairtbct. 

Sall/r -^f ^'T S^'?iV'*-'=" 3tii«be3). ferner bie ©runbftilrfe 
«>^kvK "tÄ ^^•' ^'•'^'orfir. Iß. nnb.Äöpuiifer Str. 47a. ©ie j 
Ifhel63.berf*«ffe aus biefcn J&äufern flelangcu anWbtU« tur^ 

wVm.J« "«6t*>'f6li* »ur llnterfffifitna bei „»erfAdmte 
Sn»I .e« «r^lT^'" ■'> Äoncfteugclbcr. n,clc6e"inn;r?alb ber 
^X „^ «r«ne'!fommifnou6be3irfc flcKimuielt werben, f\* »on 
vffi sÄ?f ")"t* »ermiubcrn. Sm Uütcn Sabre flnb mir no* 
fil^ . JMfnmmen flefomntcn. Unter bcn «cntiädituiffen unb 
©ei^eufcn bc8 lefctc« 3al,rf8 befinfcet TkI» eine Stiftunfl beS }ejt 
So? il^fll^'Ä""'/'*''""*"^ Valentin «manbelmer in Ä 

Blatter, ßel. ©mfemann, »on 20000 «QJf. unb eine Gtiftuna 
Jj'o^g^^f ^*"«fl«t8l'enfeer Ö»er8, geb. »aS. in Ä 5!S 



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Pleaae Bote; 

ünlesa consecutlTely mmbered, 
or in the aama box, each itea 
must be on a aeparate r^n alip. 



No Bore than 5 Itema 
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FACHVERBAND 
DER BERLINER DAMENOBERBEKLEIDUNGSINDUSTRIE E.V. 



DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG 



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Herrn 

Prof. Dr. Bruno Valentin 



Rio de Janeiro - Copacabana 

Agencia Copacabana - 
C. P. 392 



1000 Berlin 33, den 12 , 11 . 1962 
Podbielskiallee 42 (Dahlem) Il/Pl. 
Telefon : Sammelnummer 76 04 81 




Sehr geehrter Herr Professor! 

m??L?^-i?®^?^o^°? ^f'' Zeitschrift "Die Zeif, in Hamburg, wird uns 
mitgeteilt, daß wir in Ihnen den Enkel des Gründers der Berliner 
Konfektion Valentin Manheimer begrüßen können. 

hoL^®'^?'^®''^ ^®^''' ^^.^ "^i^ ^°^ ^^^^^ Existenz nicht früher erfahren 
haben. Es wäre uns eine Preude gewesen, Sie anläßlich unserer Jubi- 
laumsfestlichkeiten hier in Berlin unter uns zu wissen. 

^oLn^J^^S"" ^^? ^^""l^ in Kenntnis setzen, daß die Urenkelin des Herrn 
Valentin Manheimer, Frau Margot Gericke, Hamburg, Papenhuder ^tr.5, 
?,?v,^^®^ Ehrengast an all unseren Veranstaltungen teilgenommen hat. 
Auch Prau Gericke haben wir durch einen Zufall entdeckt. Auf dem von 
uns beigefügten Foto finden Sie sie links neben dem Vorsitzenden des 
Pachverbandes, Herrn Heinz Mohr; das andere Ehepaar ist der Regie- 
^®??®?^^e®^°^® ister von Berlin mit seiner Gattin. Das Poto wurde 
anlaßlich eines Empfangs des Regierenden Bürgermeisters im Schloß 
oharlottenburg gemacht. 

Anschließend erlauben wir uns, Ihnen die gewünschte Chronik "125 
Jahre Berliner Konfektion" zur gefälligen Lektüre zu überreichen. 
Wir hoffen gern, Ihnen damit eine kleine Preude zu bereiten. 

Mit vorzüglicher Hochachtung 

PACHVERBAND DER BERLINER 
DAMENOBERBEKLEIDUNGSINDUSTRIE E.V. 
Die Geschäftsführung 

Anlagen 




Bankkonto: Nr. 2021 bei der Berliner Bank Aktiengesellschaft, Depositenkasse 38, 1000 Berlin 33, Breite Strafe 32 

Postsdiedkkonto: Berlin West Nr. 98105 



/ / 7^ 



18. Dezember 1962. 
Sehr geehrte Herren ! Ich danke Ihnen bestens für Ihren liebenswürdigen 
Brief sowie für die Photographie der Frau Gericke,an welche ich sofort 
geschrieben habe, um zu erfahren, von welchem der 8 Kinder des Ehepaares 
Valentin Manheimer sie abstammt, d.h. wie sie mit mir verwandt ist. 

Ganz besonders aber danke ich Bhnen für das wunderschöne Buch "125 
Jahre Berliner Konfektion" , das mich sehr interessiert hat. Ich habe seit 
Jahrzehnten alles gesammelt , was sich auf meinen Grossvater V.M. bezieht 
und habe auch eine Familiengeschichte gescchrieben,die sich insbesondere 
auch auf die Aszendenz von V.M. bezieht. Ich erlaube mir daher, Ihnen einige 
Korrekturen Ihres schönen Buches zu notieren: sowohl im Vorwort (S.2) wie 
auch an anderen Stellen wird er als "Magdeburger Bürger" bezeichnet. Das 
ist nicht ganz rieht ig, denn er stammte aus Gommern bei Magdeburg »wo sein 
Vater Kantor (Jüdischer Kultusbeamter) war. Ferner: in allen amtlichen 
Schriftstücken wird stets Manheimer (d.h. mit einem m ) geschrieben; in 
Ihrem Buch steht an mehreren Stellen Mannheimer, was falsch ist. Auf Seite 
50 sl(3gt:"Manheimer ^t sich erschossen" ;der nicht eingeweihte Leser muss 
annehmen, dass es sich um V.M. gehandelt hat;dieser ist aber bereits 1889 
gestorben. Den Suicid hat sein Sohn Ferdinand Manheimer am IT.MÄrz 1905 
oder auch dessen Sohn Adolf Manheimer iam 3. Januar 1920 begangen, das weiss 
ich nicht genau. 
':jr,Aber diese^J^leinqn Schönheitsfehler sollen den Wert Ihres so vor= 

züglichj^^ ausgestatteten Werkes nicht herabsetzen, sondern Ihnen bzw. dem 
Verfasser nur Hinweise für Ihr Archiv geben. 

Zu bemerken w&re noch, dass mein Grossvater auaser der Firma V.Man= 
heimer Oberwallstrasse 6 noch eine zweite Firma Gebrüder Manheimer in 
der Jerusalemer Strasse gründete, die eine Zeit lang seine Brüder David 
und Moritz Manheimer führten, bis sie in andere HÄnde überging. 

So könnte ich Ihnen noch viel erzÄhlen,vor allem von den schönen, 
von dem berühmten Architekten Hitzift 1862 erbauten Haus Bellevuestrasse 8, 
in welchem V.M. und seine Frau bis zu ihrem Tode wohnten und welches 
sp&ter Wertheim erwarb, um dort eine Kunst abt eilung einzurichten. 

Hochachtungsvoll 



/;?^-.\. -.— ' 



MO'"^ 



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den IS.Depember 1962 



Frau 

Margot Gericke 

Papenhuderstrasse 5 

Hamburg 



Calxa Postal 392 - ny 
//////////////////////// 



Sehr geehrte Frau Gericke ! 

, ^^ ^ ^ Sie werden sich wundern, von mir, Ihrem nicht 
sehr entfernten Verwandten, einen Brief zu erhalten. Der "Fachverband der 
Berliner DamenoBerbekleidungBindustrie" Berlin schickte mir Ihr Poto.wel= 
ches anlÄBslich einea Empfangs im Schloss Charlottenburg .gemacht wrde. 
Ich bin ein Lnkel von Valentin Manheimen meinft Mutter Helene war die 
Tochter des Ehepaares V.M. »mein Vater Inliaber des weltbekannten Spediti- 
onsfirma Jacob & Valentin in Berlin 2? »Holzmarktstrapse 65. 

Gerne hatte ich gewu8st,von welchem der 7 Kinder von V.M. Sie abstam= 
men ? oeit vielen Jahren habe ich alle mir zug&ngigen Unterlagen über die 
Abstammung des Ehepaares V.M. gesammelt (Fotos, Urkunden etc.) und habe 
auch eine Familiengeschichte geschrieben. Wenn Sie Interesse an Ihrer 
Aszenaenz haben, schicke ich Ihnen gerne Auszüge oder Kopien davon. 



Mit besten Empfehlungen 



Ihr sehr ergebener Onkel (?) 



Prof .Dr. Bruno Valentin 



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^ UX)\AAM NA/I U/aOL \M,\lvl VV^JLla C'WUaAMA , VvLU 

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^iVUAM \\l W "^^ V^5U^ \M\^ Vuiv^H VMXÄ,^ 

-iu T\k vK ^ "^Vxx y^v VxaA ^^ V3l\Wx V^Hiv^. 




nr geehrte Frau Gericke ! 



yf/^T {^2 ////////////////////////^ 



Ich danke Ihnen bestens für Ihren Brief und 
die darin enthaltenen Angaben; leider haben Sie die Hauptsache, d.h. den 
Namen Ihres Vaters, so undeutlich und noch dazu abgekürzt geschriebH5i,dasP 
ich nicht klug werden kann aus der angeblichen Verwand schaft. Denn in der 
Familie meines Grossvaters, d.h. den Kindern des Ehepaares Valentin Manheiiner , 
gab es keinen Sohn mit dem Vornamen Jos.A. (so lese ich v/enigstens,wa8 S ie 
geschrieben haben), auch keine Tante "Plori",die lit R.Huth ^ n Halle ver» 
heiratet war. 

So möchte ich Sie bitten, mir nochmrls genau den Namen li res Vaters und 
wenn möglich sein Geburtsdatum zu senden, ebenso alles, was Sie Über Tante 
"Flori" wispen,d.h.was sie für eine ceborene '.7ar,denn - wie gesagt - unter 
den Manheimer-Tbchtern gab es keine dieses Hamens. Ich habe alle meine Tan= 
ten und Onkel sehr gut gekannt und hebe, wie ich Ihnen ja schon schrieb, 
nicht nur einen sehr genauen Stammbaum, sondern auch viele ßmerrtre- etc 

Mit besten Grüssen 

Ihr 



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Margot R.Gf^ricVe 



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ERLIN HILTON 



ijamburg ^^, aen 12.2.63 
-•^apenhuder Str. 5 



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Sehr geehrter Herr "Rrof . Valentin ! 



■^ch danke Ihnen herzlich für Ihre Zeilen und bitte 
um Entschuldigung, dass ich die Namen so undeutlich ge- 
schrieben habe. Ich freue mich sehr, dass .^ie wenigstens 
mehr Unterlagen und Dokui^te haben, als ich, schliesslich 
habe ich in i^eutschland^fTach während der Nazizeit leben 
müssen und bin wohl sehr viel Jünger und habe oben nur die 
Urkunden, die nir leider geblieben sind. 

Mein Vater hatte mehere Vornamen und zwar ^Josefi Arthur 
Meyer Julius und ist im Juli 1863 geboren, meine T^nte 
hatte auch mehere Vornamen, wurde i^lori (Flora) gerufen imd 
musste hier den Namen Sara4 annehmen, sie ist im Nov.1861 
geboren, da ich a1 le Unterlagen im Banksafe haben, kann ich 
Ihnen im Moment nur diese Angaben geben. Wir sind alle 
Mannheimer. Sie werden uns sicher, da Sie Ja viele Unter- 
lagen besitzen besser in Ihre Verw.ndt.ch.ft einreihen können. 
Ausserdem möchte ich Ihnen sagen, dass meine Angehörigen 
ein Bankkonto von 500 000,- Reichsmark hinterlassen haben 
und mich als Erbin eingesetzt haben, sodass ich weder von 
Ihrer Verwandsch^ft noch von irgendwelchen anderen Behörden 
Stil Ansprüche stellen würde. Auch leben wir hier in guten 
Verhaltnissen und ich bin dankbar und froh darüber, also 
Sie dürfen mir glauben, dass ich mich freute, als Ihr Brief 
von meinen :aigehörit,'en von Vacerssei-ce eöwa.^ ,u höi-^en. Also 
keine anderen Interessen für mich waren, als nur von Ver- 
wandten zu hören. 

Sollte mein Mann geschäftlich nach Rio fliegen, wie es bis 
aetzt vorgesehen -.var, damx väirde ich ihn begleiten und dann 
konnten wir vielleicht persönlich über alles sprechen, was 
doch netter war. 

T^-ir heute möchte ich nun meine Zeilen beenden, indem ich hoffe 
dass ich mit den D^ten ihnen etwas geholfen habe und grüsse 

BERLIN W3P/0ERMANY TELEFON 1303 81 T E LEX Ol 8 4 3 80/ TELEGRAMME HILTEIS B 

oie recht herzlich Thrz»' ^ ^ 

WORLD PEACE THROUGH INiriTlfATIO 



'■»«.jDwx I c Lc v> K A m ni c n I LI e 




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""" Sebf' geehrte ?faü Geric'ke ! ^ j n a ^y 

/ . * Gerade hatte ich Ihnen gestern einen Bri^f 

^''■-^ geachrieb3n,da kaft heute Ihr aus dem vornehmen Hilton ^^otel geschriebener 

fttr welchen ich Ihnen bestens danke. Nun klftrt sich wohl alles auf »denn 

Ihr Vater schrieb sich nach Ihren Angaben MANNT^EIMER (mit 2 N ! ^»während 

mein Grossvater und die bekannte Konf ektions-Pirma MAIT-EIMilR )mit einem 

N l)sich schrieb. So bedaure ich zwar sehr,das8 Sie nicht mit mir ver« 

wandt sind, werde Sie aber gerne als "Nichte" akzeptieren und Sie sowie 

Ihren Gatten hier in Rio begrlissen. Schreiben Sie rechtzeitig, wenn es so 

weit ist. bis dahin begrüsse ich Sie als Ihr "illegitimer Onkel" 



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den 25. Mai 69 
(Pfingstsonntag) 
Liebe Grossniciite ! 

Eigentlicii müsste icii böse und eingeschnappt sein, 
weil anstatt des unter so naüe Verwandten Du das "Herr" und "Sie" ge*^ 
brauci.t xaast in Deinem Brief ;aber dieser war so nett und üat mich so 
gefreut, dass ich verzeihen will. Dein Brief üat schöne Jugend er innemn« 
gen wachgerufen, denn Deine Mutter war unter den so zahlreichen Vettern 
und Kusinen diejenige, mit der ich micü am besten rerstand und die ich 
am liebsten iiatte;ala Zeichen unserer Freundschaft hat sie mir oinmal 
(ich mochte damals wonl etwa 16 Jahre alt sein) einen einfachen goldenen 
Ring geschenkt. Später, als ich dann Student wurde und von Berlin fort= 
ging (ich studierte in Wttrzburg) ,und besonders als sie sich verx.eiratete, 
habe ich den Kontakt mit ihr ganz verloren. 

Nun zu Deinem Brief und seinen Veranlassungen: ich habe mich schon 
als Schüler und erst recht später mit der Familinengeachichte meiner 
Eltern befasst,wie Du aus dem Dir als Drucksache zugehenden Schriftstück 
ersehen wirst,habe viele Unterlagen, Bild er, Akten etc. gesammelt und habe 
a.Zt. in Brasilien alles das niedergeschrieben, einige hektographierte 
Exemplare habe ich an Bekannte, Verwandte und an das Leo Baeck-Institut 
in New York geschickt .Eine sehr rührige Journalistin hat davon Wind 
bekommen und mich vor etwa einem Jahr besucht, um das gesamte Material 
über meinen Grossvater Valentin Manheimer einzusehen und darauf aufbau» 
end ein Buch geschrieben:Berlin Hausvogt eiplatz. Musterschmidt Verlag 
Göttingen 1968, zu welchem ich auf ihren Wunsch ein Vorwort geschriebben 
habe.Verfasserin; Brunhilde Dähn .Auf einzelnen Tafeln sind Bilder aus 
meinem Besitz abgedruckt. Lass es Dir doch kommen, wenn es Dich interes« 
'Siert.So könnte ich Dir noch viel über Deine engere Familie erzählen 
(insbesondere über Deine Grossmutter, über Deine Onkel Victor und Oskar 
Manheimer) »manches kannst Du in der Dir übersandten Familiengeschichte 
nachlesen, aber ich hoffe,dae8 wir uns doch einmal, sei es in London, 
wohin ich i^tHJi^% öfter zum Studium in der Bibliothek des British 
Muaeum komme, sei es hier bei uns in Hannover, sehen und dann ausführlich 
und gründlich in Ruhe alles besprechen können; bei dieser Gelegenheit 
kann ich Dir auch Bilder aus Böpenick, Photographien der verschiedenen 
Mitglieder der Familie Manheimer etc. zeigen. Dann erzähle ich ^^Sen Buch 
von meinen und meiner Familie Schicksalen, für heute mag dieser Brief 
genügen. 

Nochmals sehr herzlichen Dank für Deinen lieben Brief , der mich wikk» 
lieh sehr gefreut hat; er war ein schöner Pfingstgruss ! 
AXle Liebe und viele Grüsse Dein alter (beinahe) Onkel 



* O 3 



Tel: Ashford 20371. 



30. Juni 69 

Great Chart Rectory, 
Ashford, 
Kent 



Mein lieber (Onkel) Bruno l 

fi5r deinen lieben Brief danke ich ""ir 
sehr herzlich. Heute nur zur Nachricht, dass ich auch 
Deine Familiengeschichte wohlbehalten bekommen habe, 
ich habe sie mit unbeschreiblichem Interesse gelesen... 
-ie Schilderung der Schicksale der Valentins nicht 
minder bewegend - es r^hrt einen alles sehr vertraut 
an, besonders innerhalb des aufschlussreichen histo- 
rischen Hintergrunds usw. Es wäre so manches im 
Gedankenaustausch hinzuzufilgen. Hoffentlich gelingt uns 
dies, wie Du sagst, in London oder vielleicht mal in 
Hannover. Inzwischen notiere ich mir einiges. 

Ganz meiner Absicht entgegen, Dir 
l^n^st meinen innigen De,nk - . --^,-' .^j^^/^ehr'ein- 
^Lf !V.Tu rc=n: ^^^ -d-kSf unter- 
halte ich mich oft mit ^irl 

Sei innig bedankt und gegrusst 

von stets Deiner 



A-r 



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den I.Juli 69 



Liebe Groeeniciit© l 



•■ 25»Mai,alao vor me~ir als 4 'AocLen,.i be icu Dir nicüt nur einen aus- 
ftirlicüen Brief ala Antwort auf Deinen vom 19.Wai geecürieben, sondern nabe 
Dir aucii lie von mir varraasto FamiliengeBciiicüte g sciückt .Sollte beidoa 
nicht angeko.ümen nein ? 

Bisxijr i^ioc icü /on Dir nicüwS ge^iörtlasa alao bal i von Dir hören ! 

Beeten Grugs Dein (beinaiio) Onkel 



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WeMlin,Paul: Bilderbuch v^HITBerlin.Berlin-^ar^/tCb^ 1953 

^^^^^tAl^:^^^'^^^ L-i-- gruendeten Ludwig 

ilTGeschaeft zum Vertrieb von "A^h f. ^f^^!''^^^^^ ^^&bx^ 1864 in Berlin 
schinenfabrik r...^f^^Al^.ÄT.^^V^^^^^ -.-ne Ma- 

bei Massenfabrikation.Sein Bruder Isidor trat^flVR f^^^ Praezisionsarbeit 
brik ein & fing 1878 an, Waffen zu f abr?zieren.i ^^ Leitung der Fa- 
Der Grosse Brockhaua. 1 R. ai.-pi o^. Leipzig I932 

11. Band p.595: "Loewe-Gesfuerel A -a Rp-ni-jv, tt + ^ 

schinenbaus & d er Mektrofinanzi^ruA ^^^p n*^^^''''^^^" ^^^ Werkzeugma- 
& Co wurde 1869 als Kommandi?gesel?f ^kalt IurA??f^^"''" ^*^°^^ LudwfLoewe 
war Ludwig Loewe T ^Ph.T^.H i .^»^gtadt 2^ n^ f^^n^^^T g^g^^^ndetjGrue^nder 
1886-);nach dessen Tod ging die leitunl'fr^ ^^'^^^^""^^^^ Berlin 11. Sept. 
(geb. Heiligenstadt 24.Nov 1848 JeJtn^L^ p^^^'^^^S"'^^®^ Isidor Loewe • 
erfolgte die Umwandlung In elne^I-GD«« IV^^"" ^T.Aug.l cjiu) ueber.18 93 
der Firma war die Herstenung von'waf^en ^2^^^^^""^" J^"^^^^^=^^^g^^i^^ 
reits 1873 zur Fabrikation dfs deutschlS MiT?t«fr^''^S^^^''^'^' ^^^ ^^^^^ ^e- 
gen. 1887 wurde die WaffenfabrJk Mau^^^ ?r, oi ^?''^l''®^'^®^ ^^^ herangezo- 
Wehrfabrikation wurde i!j: 1896 Von Ipt- ?+^^J''^°''^ ^•^- erworben.Die Ge- 
neugegruendete Firma "D;u;sche wl??en nL r^^J"^^ abgetrennt & in die 
eingebracht. Bei der StaZfIml verb!?eb^fp ^^^1°??^^^^^^^^ A.-G. , Berlin" 

8chinen,Werkzeugen,MascMner?uirdirWa?fL?lb^^^^^ 

und Spritzgussjauf diesen Gebieten P^Phop^+!^^^°''^''»^^^^^-' ^Metall- 
Deutschlands. D^heben be?LtIgte^lTcf^ ?n IM "^ den groessten Firmen Sl 
zitaetsindustrie.1892 wurden von ihr St? "n.?n^ Finanzierung der Elektro- „ 
1894 die "Gesellschaft fuer elektri^oh^ ,,^?^° V^^^^^izitaets-Gesellschaft 









Literatur:Lud„xg Loewe &«Col "-d/^Llln 1869-W29 (1930) 



Lpewe & Co 



-_-- Be- 
\^chaeftigt. 



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ielenzle^er f Juden In der deutschen Wirtschaft .Berlin 1930. 
)S':23«f"Im J^jfe 183>ifeHmen Ijj^riJ^p^ Gebrueder Manhelmer die kon« 

' ^ektlonsm^slger^fertiguH^von^llaentelliauf''. ^a^. 
S.107 s "Das Werk,das Ludwig Loewe begruendet hat »Ist gesichert (sc.nach 8el= 
nem Tode). Leiter wird jetBt Ludwigs juengerer Bruder Isldor Loewe .. . .Ludwig 
Loewe Ist der technische Fachmann, Isldor aelgt sich vor allem als Flnazspezl= 
allst und Organlsator.Unter Ihm wird das Unternehmen zu einem Konzern von Welt= 
ruf ausgestaltet-^J.llls-Der Ehrendoktor-Ingenieur der Technischen Hochschule 
Charlottenhurg,der Isldor Loewe verliehen wird, Ist eine Anerkennung seiner 
grossen Verdienste um die deutsche Industrie. . . .Als er am 27.August 1910 
stirbt, hat sich der Machtherelch der von Ihm Ins Lehen gerufenen T7nternehmun= 
gen ueber die ganze Welt ausgedehnt -./s. 129 i "Emil Rathenau besuchte mit sei« 
nen beiden Bruedern die Marggrafsche Knabenschule und dann das Gymnasium zum 
Grauen Kloster. -^^l- "Gemeinsam mitj^^^em Jugendfreund Julius Valentin 
kauft Emu Rathenau^i^ahre^^ßfr^rfuS^^?^ Talei^ die kielne Maschinenfabrik 
von M.Weber In der ChajiäKltrasse.Im glel^he>W^ verheiratet er sich mit 
Mathilde Na^unan,i,^^Tocht^K^^ievJPr<^ Bankler^.Auch 

Valentlnjl#irf^et,und die be^^ielhS^iien beziehen gäh^lns^^J»tiCwohnhaus , das 
sich auf dem Fabrlkgel^^«drbeflndet>v^^^^^ .Das FabrlkmjA>^en\ deV Chaus. 
seestrasse erwelfi^^^^Ich nach wenigen Jahr^ berej^jr^als zu JHjn.VaWtln und 
Rathenaukajj*^ deshalb ein Terrain In Martli^uWelde und errichten\rt ein 
neue JUrtflk na^i modernen Grundsaetzen. ^. 1876 reist Emil Rathenau von 



Valentin begleitet nach Amerika zur 



Ltausstellung nach Philadelphia". 



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! GRIFF IN DIE GES CHICHTF 

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; )j]|p^enn man heute eine altmodische Waflen- 
ausstattung kennzeichnen will, sagt man 

i ^^ i f.^™ ^^^^^ ironisch, es handele sich um 
„Modell 71". Aber das Hinterladegewehr M 71. 
das 1872 — von Preußen ausgehend — in der 
deutechen Armee eingeführt wurde, war nach 

. Reidiweite und Feuergesdiwindigkeit die 
modernste Infanteriewaffe ihrer Zeit. Und sein 
Konstrukteur, Paul Mauser, rechnet, was die 
Waffentechnik anbelangt, zu jenen Männern, die 
ein Zeitalter verwandelt haben; ob zum Heil 
oder zum Unheil zivilisierter Menschheit, 
braucht hier nicht erörtert zu werden. 

Vor 50 Jahren, am 29. Mai 1914, ist Paul 
V. Mauser, dem der König von Württemberg den 
persönlichen Adel verliehen hatte, in seinem 
Heimatstädtdien Oberndorf am Neckar ee- 
storben. * 

Eigentlidi hatte ihm die Familientradition den 
Weg, den er gehen sollte, auf den Leib gesdirie- 
ben. Paul Mauser, geboren 1838, und sein vier 
Jahre alterer Bruder Wilhelm waren die Söhne 
eines biederen württembergischen Büdisen- 
madiermeisters, der in der Kgl. Württembeixi- 
schen Gewehrfabrik in Oberndorf angestellt 
war. Die Familie war insgesamt mit 13 Kindern 
gesegnet. Im Hause ging es nach gut schwäbi- 
s^er Sitte sparsam zu. Man verfertigte in Heim- 
arbeit Munition, und der junge Paul Mauser 
wurde sdion als Schulkind damit beschäftigt. 

Mit 14 Jahren trat er als Lehrling in die 
Obemdorfer Gewehrfabrik ein, nachdem ihm 
der Vater über die Volksschule hinaus nodi eine 
•^^ondere Bildung im Rechnen und im geometri- 
sdien Zeichnen hatte geben lassen. Mit 19 Jahren 
kam ihm die große Inspiration. Bei einem Be- 
sudi auf der Burg Hohenzollern bei Sigmaringen 
sah er zum ersten Male ein preußisches Zünd- 
nadelgewehr, jenes Hinterladegewehr damals 
modernster Natur, das Nikolaus Dreyse kon- 
struiert und das seit 1841 in der preußischen 
Armee Eingang gefunden hatte. 

Seitdem ließ ihn, wie seinen älteren Bruder 
Wilhelm, die Idee nicht mehr los, neue, bessere 
Hinterladewaffen, Kanonen und Gewehre zu 
erfinden. Aber sie hatten zunächst gar keinen 
Erfolg. Der Entuvurf zu einem neuartigen Hin- 
terladegeschütz blieb aus Kapitalmangel nur ein 
Entwurf. 

Obwohl der damalige König von Württem- 
berg den Versudien wohlgeneigt war, verbot die 
seit 1867 bestehende Militärkonvention mit 
Preußen die eigenwillige Einführung neuer 
Waffen. Erst kurz vor dem Ausbruch des 

i Deutsch-Französischen Krieges 1870 71 bezeigte 
man in Preußen Interesse für die Modelle der 
Gebrüder Mauser, die nadi einem kurzen Inter- 
mezzo in Lüttich, dem Zentrum der belgischen 
Waffenproduktion (an dem die amerikanisdie 
Rüstungsfirma Remington nicht uninteressiert 
war), wieder in Oberndorf arbeiteten. Aber erst 
nachdem der 70er Krieg gewisse Mängel des 
Dreyseschen Zündnadelgewehrs enthüllt hatte, 
begann 1872 der Zug der Mauser-Waffen über 
die Welt, nadidem die deutsche Armee das M 71 
eingeführt hatte. 

Die Gebrüder Mauser gründen in Obemdorf 
ihre eigene Fabrik. Sie kaufen die bisher könig- 
liche Gewehrfabrik dazu. Sie gründen die Kom- 
manditgesellschaft, später die Aktien-Gesell- 
schaft Wilhelm und Paul Mauser, deren Aktien- 
mehrheit freilidi 1887 an die Firma Ludwig 
Loewe und Kompanie überging, die seit vielen 
Jahren, von antisemitisdien Kreisen angefein- 
det, vom kgl. preußischen Kriegsminiiterium 
bevorzugt wurde. Wilhelm Mauser stirbt im 
DreikaiBerjahr 1888. Paul Mauser arbeitet wei- 
ter an der Vervollkommnung seiner Waffen und 
der dafür benötigten Werkzeugmaschinen. Noch 
zu Lebzeiten seines älteren Bruders wird 1884 
das erste Magazin-Sdinellfeuergewehr (M 71/84) 
in der deutschen Armee eingeführt. Paul Mauser 
konstruiert auch Selbstladepistolen. 

Mauser-Waffen werden begehrte Artikel in 
der ganzen Welt, von der Türkei und Serbien 
bis nadi Brasilien und Argentiniea W. G. 



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Jehlen^Dich alsb.r? ^ (otete alt «7^^»? f®^'^ch Bahre i^-i. ' soweit 
^ ^i«le srfleee Dein T.tte" * * ''° "i'^äe"«'*:»'', "'^^ «^t^«- 



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19 Cf.^ 



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..j .;nxi t^uxa; i9Ljjiä. n9T95 siwoe IgrfA astrfoöT 

rtlrl !J^??;T °-^''^^ °^^ ^^^^^ ®^^ B5..fiÖd98 9xIimß'T igb stlsB rsF.eib 

oL ?^äJ?o? f.i'J l 08/O'^^ß rfo^«jf^>^-i9H mi 9519W not bnu.dol alß neiaw 
Ef^^e "W^^P'^ ^^>^9t ßaßlrf03tx/9a rfo8nG*litotfltii^iBi«ii^ jhtf*«b>iy«W5*iri»cfD^i;a 

reitet, rief er ?r?Äf^^e1?^Efi^SJ,;^ "^"^?^*^^^*'^^^^^ 

Ruhe mündlich in HambuS'JirJJiS?-^^^.?« *^^?^ 



über die Schicksale Deiner '^^ffi^^e#-Är?H'7'2^'?<?RTOy^ 13 

in meiner, aber darüber in R^e mündlf^rT!^ u v "®J'*^*^^°^ ist is aubh 
schwister,an den ich mich erinnere ii?P«?a^^°'^?''?-^*^ einzige Deiner Ge 
umgekommen.Aber Deinen Sohn musR l.rL ^^f'"^^ ^®^ ^«^ J« so traurig 
Schwester Ilse ist:Ton s2c?o ??7^L« T?^^"*^®" ' ^^« Adresse meine? 
L''r ?\^^,"ioht, Ob- Sie sghd n 'lT^Tlf^^=i|^V^r^«-Vi^^°^i««tr.l2.Ich 
2u BesAch bei der Tochter meines Bruder« Kn^+ ist.sie w^r in Südafrika 
kenne ich recht gut, denn ich war irifnL^ ^ ".^^^ Lüneburger Heide 
Beilage . - Was übriÄ^ns d?P vo^ 1^ "*^! '^^^^^ ^» Hannover »fttig (b 

betrifft, 80 handeirfirhauptIächli?h''vn;^%'''=V''^?^^^«^««<^h^ 
lentin,die ich in lavipif^^; * . ^°^ '^^^ Vorfahren der Familie Va« 

sind dann auch - wenngleich nur 101^^!^!-?^^®™ Deines Vaters 

ter sind nur relativ kSr. aSgemrt lo^lluhp^s'^! Vorfahren meiner Mut 

-el ^ , l.t nicht .it .ir rlU.llV.tltl i^^^1e:efrJ;Äa1::^l^h^^ 



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sich da geirrt. - Die 2 



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l^ZZ. ?*•! «•^: "^* Z lachte« Abel eowle deren Bruder (Else und iJtte 

di^er Se?" SSr'lJM S^^SVJ" plebt.ich hebe langr„ieh?J>o ' 
aieser aeite flep P««ilie gehört, da aie nach Sfio Paulo verzogen sitd Ah«T. 

;iren\ir?S'un."?"r'^ ^?^?' geatorben eein.da a?e erheb?foh llref 
luV^^uSiW^l^^i^^^ 80 (I),bin aber no?h ganz 

. " r _ .^^^^^^^ ^^^^*^ ^•'^*^^ Deutschland jetzt Vorträge cl^o 



'^^^'^wJ{^f?S^«*^£^'*'*^^^**^i?'*^ friedigen, eonet könnte ich noch stundenUn« 

dduß B8 J-ei dollMW,:^3V?3\':ro3^Vin^ 9lße3{ojtrfoS sLb ladii 

=9ö leniaCr aglsnie isd.gi^jcfmß"^ nl doilntiün; sAuti ni isdUist isöSfisnism nt 

aitjjßicf 08 ß(; :fex leb brnjfie&ei ibw, oisr.ii-rs rfoiiT? rfol rrsb riß,T9;t'-3iwrfo!2 

Tsnism ss^siLA sxCT ! nerfioInsarreTf rfoi aeum nrfo8 nsnleO! iscfA.nommoiogiTTjj 

riol. ^I.Td-aBiioJjdV-ßiiaM » n9bß&-n9bßti VcV . oioi/S nov ijsi seil istEewcfoS 

tfT ff.v! ^,^'rc-t-^ 1:0 t(o r ? /:r o'o , t cf o 1 rr iscTß aeJfcew 
eanlsm isJ-dooT i'ti) Iscf doüasG jjs 
ißw rfol nnsb.j-L'^g j-rfosT ffoi snnsjf 



ß3iJ:ilßhlJ8 ni law oicjj-Bx 9GUß^' i/a it^'-'^'-i 
efieH lej^itrfisnM alQ. - .^fiJjJ-l ?»T9fjj'r8 
.3) 5J::tÄÄ i9voiin3H ni 9iciüL 9scel ß(; 

=rfß e ;f rfoi dos 98X1=' i ließ 'i s.tr;Hn'lT9v TJrr nov oifi cnogiTdÖ na?' - . {^'^aLI'^^ 

«=sV 3xliir!.«''r 19h naiiislioV ngf^ .f^ov rfr>i:IrfoB?3tqjjßrf eis +I^bnßrf ob, J 'ilii^'acf 

nsb rro-"- o«Iß,9<ffld nsrfai^jgsejjß ix9snui'[op.io noaf'öloiiißi, ni .i')i 9ih,ni<frfoI 

BT^d-ßV eeniöCE iiT9J"E9wrfo2 no jTfrfäv.'is lid rtov 9if); eT9tnV B9ni9(I a.'i^'>iL'^ 

»ti/M i6ai9ffl rrgidalToV 9iCr. tn^iöwTrj - siü7( tuh rforelgnnsw - rfojjö niißb fcrtis 

=e9T9.tiTX doi'T 9i8 -r!Bab,rfoi scfußlg 08. titfü'igartß sijjjt viJßle-r ijjn "onia 19t 

ain^w tun 9daH doi rmeb^i-nlli-.v itocfßfi bxs uCI cfo^'SIsff f^'^leids''! ; biiw neif^ie 

tira) i9ffli9dnxidM.d98,93foii90 tosißlii' jjaT'»! eid - .rre^Bßl naafojJiL e-ialqßisxS 

tsd 9iR,9dai< n9rf9iidoB98 i6.'b do± öiw^ct-bnawrav lim tim ^doin tgi ( n iews 



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Pe»tMb*ckkoiito: Barlln, 1724 65 
Parnapracher: H3 Rhaingau 02 02 




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SIMONIS 

Qaaalla. f. jQd. Familianforaehung 



Berlin-Friedenau, den 
Odenwaldstrasse 19 



1 

'. Juli 



30. Jyj.l 1955 



Herrn 

Professor Bruno 
Hannover 



Valentin 
- Kleefeld 



Annastift 



Sehr geehrter Herr Professor ! 



Nichte Frl. 
das fUr öie 



i'orothe 
von In- 



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Ich ischreibe an Sie auf Veranlassung Ihrer 
Flörsheim, um Ihnen folgendes mitzuteilen, 
teresse sein dürfte. 

Mit der Aufstellung der Descendenz der Familie Ihrer G-rossmut- 
ter Philippine Manheimer geb. Behrend beschäftigt, bin ich l.Z 
dabei, den im Jahre 1906 von Isidor Loewe aufgestellten Stamm- 
baum der Familie kanheiiuer bis in die Gegenwart fortzuführen. 
Ich selbst komme mit der Familie Ihrer Grossmutter in der Weis 
zusammen, dass der Vater von Philippine M. , Joseph Behrend 
oder, wie er ursprünglich hiess, Behrend Joseph, der Bruder 
war meiner ürurgrossmutter Hanne Marcuse in Schwerin a/Warthe. 
Hierzu noch folgendes. Wach Erinnerungen alter Familienmitglie 
der ist Hanne IL., die aus Strelitz i.Meckl. stammen soll, nacl" 
der Geburt von Zwillingen (Geschwistern meiner Drgrossmutter) 
Bnde der 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts jung getorben. 
sj( Die Kinder wurden von einem Bruder der Mutter aufgenommen, von 
v*-V^' Joseph Behrend, der erst etwa u m 1833 nach Berlin zog, und zu- 
^ sammen mit seinen Töchtern Philippine und Friederike erzogen. 
Hanne Marcuse und Behrend Joseph hatten noch einen Bruder Are 
Joseph, der sich Stargardt nannte und dessen Snkel noch in 
Berlin lebt. Von den Eltern der 5 Geschwister weiss ich bis 



jetzt nur 
Abraham. 



die Namen: Joseph Isaac 



btargurdt 



und Scheindel geb 



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Mecklenburg stammen, vielleicht aus ötargard i.M. habe 
iewanif h" '"? landesrabbiner Dr. bilbe^stein iA'fiostock 
gewandt, der ein beonderer Kenner der Geschichte der meck- 
lenburgischen Juden ist. Bisher hat er allerdings nichts 

Joseph'i7l2 ber«?^• f'\' f'^^? Jedenfalls, dass^lehrend' 
Joseph 1792 bereits in Schwerin a/W. geboren ist. Meine 
Ururgrossmutter scheint allerdings itWlTlO Jahre älter 
liTf^r^^'^H^^^fiA ^°^^?s es immerhin möglich ist, dass die 

^irt'^Lph m -^f"" '^^^"■^^ ^^^ 18, Jahrhunderts von Mecklen- 
burg nach bchweiin gezogen sind. 

Jh^«"^^?!? '^^®'' c}®^® i^^°^® irgend etwas bekannt V Wie ich 
^Sf^^c??^'"''?? t^® aelbst, sehr verehrter Herr Professor? 
ebenfalls seit längerer Zeit mit Ihrer Familiengeschichte 
Ich wäre Ihnen daher auch dankbar, wenn öii mf^'^noch fol!* 
S«vf.^ ^""""P? beantworten könnten. 'haben Friederike und 
vnn Fr^!?^^- v^"" keine üinder gehabt ? Wie hiess der Bruder 
d^n hf^n'^^^'a^! ^?^ i'hilippine, dessen Frau, sind Ihnen von 
den beiden öeburts- und bterbedaten bekannt, muEÄ und wel- 
che Daten über ihre Nachkommenschaft. Mir w4r die Adresse 
ihrxer -fochter Frau Adele Gans, Paris, Rue de J^na, aus- 
gegeben worden, jedoch habe ich auf wiederholte AnfrLen 
rlt'e?e Ki::^«^ erhalten. Ausserdem sollen noch 2 TnllXi- 
B013 L^h p k/?^'®''?^k'' ^®^"' ""^^^^^ ^^^ ^»^ie. irau Gans 
soll. "■ ^^®''' ''^'' ^^^^'^ ®^" ^°^^ gestorben sein 

Inn ?^«^^ mich freuen, sehr geehrter Herr Professor, bald 
von Ihnen zu hören, und empfehle mich inzwischen 



mit voraüglicher Hochachtung 
Ihr sehr ergebener 




* " " ■■ »»»i»« » m»^im»'mm^^i^m' 



m» nni „ 



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ö.. QeseHi/fi jQd. Familienforschung 

Anfertigung v. Stammbäumen u. Ahnentafeln 
sowie Beschaffung amtlicher Url(unden. 



Vadi^tena (Sverige) 
BÄ«l»CFKiia8Wäil, den 2 1 . F ebr . 58 

Östra Vallgatan 11 c/o Linne 



i>.^ 



Sehr geehrter Hprr Professor ! 



In der Anlage überreiche ich Ihnen die Ascendenz der Roesel Jacob 
Kronke, der Frau von Joseph David Winden, und gestatte mir, hierzu 
folgende ergänzende Bemerkungen zu machen. 

Roesel ist Ihre Urtirgrossm.utter oder AI traut ter und gehört in Ihrer 
eigenen Ascendenz zur V. Generation ksxw . 'Venn man von Ihnen ange- 
fangen die Reihe Ihrer direkten Ahnen laufend durchnum.rneriert, hat 
sie die Nummer ^1 . In jeder weiteren Generation verdoppeln sich 
die Zahlen, sodass man allmählich zu arithmetischen Grössen kommt. 
Ich glaubte, dieses in der Genealogie gebräuchliche System auch in 
vorliegendem Falle an^'^enden zu sollen, und hoffe, dass Sie sich 
dam.it einigermaspen zurechf inden. Die einzelnen Blätter nehmen je- 
weilig auf einand<^r Bezug, sodass z.B. das 2. Blatt mit Nr.506 und 
507 des ersten Blattes beginnt .u. s .f. Alle Linien waren selbstver- 
ständlich nicht "300 Jahre zurückzuführen, wie das in dem einen Fall 
geglückt ist. Die mit "ca." angegebenen Geburtsjahre kabe ich in 
der Hauptsache deswegen eingesetzt, um die einzelnen Generationen 
auseinanderzuhalten, mun rechnet ja für jee Generation etwa 50 
Jahre. 

Betreffs der von Ihnen erbetenen Unterlagen, so kann ich Sie le- 
diglich auf meine Quellen verweisen. Die Berliner Daten entstammen 
dem Gesamtarchiv der Juden in Deutschland, Berlin, und sind s.Zt. 
zusammen mit dem Archivar Dr. Jacobson aufgestellt worden. Die 
Wiener Daten sind dem bekannten -erk von B. Wschsteln: "Inschriften 
des alten Judenfriedhofs zu Vten" entnommen. 

Ich freue mich, dass ich Ihnen gefällig sein konnte, und teile Ih- 
nen zum Schluss auf Ihre Anfrage noch mit, dass ich das Honorar für 
Herrn Rabbiner Dr. Ed. Duckesz, Altona, So-^'^instr.'/y- , in Höh«^ von 
'"j!\ 25.- für angemessen erachte. vVenn Sie der gleichen Ansicht sind, 
bitte ich um freundliche Benachrichtigung. 

Mit vorzüglicher Hochachtung ! 



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ax Dessoir I.Buch der Erinne rung. 2 .Auf 1. .Stuttgart 1947. 



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p.144 :^f. "Wollte ich die Schicksale der Haeuser Man heimer und Volffheim 
einlaes^lich schildern, so beduerfte ich reichlich zugeme.-.:enen Papiers und 
der Feder eines Zola oder Galsworthy;da beides fehlt, so muss iclJtiiich beschei- 
den. Es mä^g der Hinweis genuegen,dass im letzten Viertel des 19 .Jahrhunderts 
das grosse Konfektionshaus "V.Manheimer" von Ferdinand r^nheimer klug und 
tat^raeftig ge]£Ltet wurde. Seine ■. tattliche Wohnung, in der Bellevuestraase 
gelten, unter st and der Puehrung seiner Gattin Betty, die eine gehobene Gesel- 
ligkeit pflegte und insbesondere Musiker und i'usikfreunde bei sich sah;drei 
joehne und eine Tochter wuchsen dort auf .Als d^es Ehepaar die Silberhoch- 
zeit begehen konnte, wurde die Feier, um sie im kleinen Rahmen zu halten, ins 
Dresdner Hotel Bellevue verlegt und nur eine geringe Zahl von Verwandten & 
Freunden eingelt ad en.Manheimer v;ar selbst an diesen Tagen er/nst , ichwer , 
wortkarg, sie, dreiundvierzig Jahre alt , schlang, hochgev;achsen,huebsch, strahlte 
um 30 mehr Leben und r^terkeit au3;die Huldigungen ihrer Kinder und Gaeste 
taten ihr sichtlich wohl. Nicht lange darauf wurde Ferdinand Manheimer eines 
Morgens tot im Bette vorgefunden; ob die Vergiftung durch ein Sch'sfmittel 
beabsichtigt gewesen war ^cLer nicht, liess sich nicht fe/st/stellen.gwei 
Jahre vergingen, dann heiratete Betty Manheimer von neuem, und zwar den Freund 
ihres aeltesten Sohnes Victor; er hiess Werner Wolffheim und war 16 Jahre 
juenger al- 3ie;der Bund verwirklichte sich, wie leicht verstf- endlich, unter 
den peinlichcten Hemmungen und -Schwierogieiten.Ehe ich ueber die neue Ehe 
berichte, muss ich wenigstens das ochi^cksal von Victor Manheimer beruehren, 
um eine Vorstellung von dem Zusammenbruch der alteingesessenen, angesehenen & 
reichen Kaufmanns familie zu vermitteln .Victor war das Gegenstueck eines 
Kaufmanns: ein Schoengeist ,der mit seinem Gelde sorglos und ungeschickt um- 
ging. Er hatte deutsche Literatur studiert und ein viel geruehmtes Buch ueber 
Gl'j^'phius geschrieben, dann ater nur noch kleinere yiufsaet^' und Besprechungen 
zustande gebracht ; seine Lebensarbeit galt dem Aufbau einer -Bibliothek, die 
ihresgleichen suchte und deren Katalog, mit wertvollen Nachweisen gesaettigt, 
die Bedeutung eine^ zweiten dicken Buches hatte. Als Victor Manheimer -seine 
Buecher verkaufen und Deutschland verlassen musste, begab er sich nach Bo- 
zen, blieb aber in enger brieflicher Verbindung mit deutschen Gelehrten und 
Schriftstellern. Da seine Beziehungen auch nach anderen Laeftdern re*<thten & 
sein Selbctbewus-tÄsein staendig wuchs ,waehnte er sich im Mittelpmnkt des 
gtÄB-tigen Europa. Auf dem Collo alto hielt er Hof, hier empfing er gelegent- 
lich Besucher & entwicklete weitgreicffende ,unerfuellbare f laene .Aus Italien 
fluechtete er nach Holland. Die Besetzun.;- durch die Deutschen schnitt ihn 
von allen Moeglichkeiten ab; er sah ein Paedchen Hoffnugg in der Einbildung, 
dass er aus einem Ehebruch stammen koennte,und schloss jeden nach Berlin 
gerichteten Brief mit dem verzweifelten Rufe : "Mutter, wer v7;:-r mein Vater?" 
Schliesslich machte er ein En^de . 

We rne r Wo "J ff he im blieb aehnliches erspart, da er bereits im Jahre 1930 
ötarb.Dem Berufe nach war er Assessor, der Neigung nach Musikforscher; durch 
die Heirat flössen ihm die Mittel zu, seiner Neigung in der edelsten Fprm 
zu leben. Seine Frau liess sich und ihm im Grunewald ein haus bauen, das 
aussen durch zwei steinerne Woelfe alo "Wolfsheim" gekennzeichnet und innen 
mit allen Bequemlichkeiten, sogar mit einem Fahrstuhl ausge.tattet war, und 
dessen Mittelpunkt ein Bibliotheksraum bildete, wie er zweckdienlicher, 
schoener und behaglicher gar nicht gedacht werden kann. Da standen nicht nur 
an den Waenden und auf den Galerien Tausende von Bue ehern, sondern da la^en 
unter besonderem Schutze die seltensten Drucke und Hand3Chriften;mehrere 
Tische und otuehle , sorgsam vorher auf ihre Eignung ausgeprobt , luden zur 
Einzel- und Gemeinschaftsarbeit ein. Von dem Katalog laesst sich dasselbe 
wie von dem Ma]**^raer sehen sagenrer war eine wissenscte ftliche Leistung, 
Woffheim wollte mit Kretzschraar zusaimnen die neue Ausgabe der Spittaschen 
Bach-Biographie uebernehmen ,und wenn auch hieraus nichts wurde, so hatte er 
doch bei den Vorarbeiten so viel Neue- gefunden, dass er die Bach-Forschung 
erheblich bereichern konnte. Vor allem jedoch unterstuetzte er alle Pachge- 
nossen grosszuegig,verstaendnisvoll und selbstlos .Mir half er bei der Vor- 

^grS^i^Hi^iiilflj fLiCr i' r^Pt ^^f^^^^'^^^^-^Q^^^^^^® ^^^ ^^^ ^®^ Leitung der 



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selbst 

Man- 



Gesellschaft fuer Aestlaetik und allgemeine .Kunstwi .senschaft" . o wirksam, 
treu und freundschaftlich, dass ich ihm bei schicklicher Gelegenheit die 
Verse Simon Dachs einschrieb: 
"Der Mensch hat nichts so eijgen, 
3o wohl steht ihm nichts an, 
Als dass er Treu erzeigen 
Und Freundschaft halten kann." 

Indem er Sachen & Menschen diente, die er dessen fuer wert hielt, sich 
jedoch im Schatten lies?, setzte er sich aufs deutlichste von der Art 
heimer: ab. Auch aeusserlich W8ren sie Gegensaetze ; Manheimer baumlang, 
breitschultrig, nordisch aussehend, Wolf fhe im knapp mittelgros3,verfettet , 
unverkennbar juedisch.V/aehrend Manheimer in den AngeXlfegenheiten des prak- 
tischen Lebens fahrig herurastuernperte , erwies sich Wolf f heilig als rechts- 
un<i geschäeftskundig,welt- und lebensklug. 

Ein gemeinsamer Freund sagte mir spaeter: Wolf fheim hat seine Lebens- 
klugheit auch damit erwiesen, dass er vor dem "Umbruch" die Erde verliess. 
Fuer seine Frau jedoch war dieser unerwartete Schlag, den um fast 20 Jahre 
juen^g^eren Mann zu verlieren, nur schwer und langsam zu ueberwinden. Unkun- 
dig der geschaeftlichen Angelegenheiten, die alle 'in Werners ^"^and gelegen 
hatten, unkundig der Verhaeltnisse ,in die sie als Juedin gezerrt wurde, 
aber mutig auch vor diesem neuen Leben, von vielen Seiten beraten, nicht 
immer 'uneigennuet zig, nicBit immer gluecklich,3tiess sie zunaechst bei Be- 
kannten und Fernstehenden auf gelinde abwehrende Bewegungen; dann aber 
pr--3selten die Faustschlaege mitten ins Gesicht .rjiemals mehr wertete ihrer 
des Morgens etwas Schoenes;sinnlos und leer . tend der Tag vor ihr. Sie 
vermochte das Geiuehl,ganz und gar ausgeliefert zu sein, schlechterdings 
nicht zu ertragen;rastlos ersann sie sich Be s orgungen, Be suche , Briefe und 
wurde zu einer P&lge fuer ihre Freunde .Allzulange gab sie sich einer Selbst- 
bezauberung hin, die ihr eine Ausnahmestellung vorspiegelte , eine Beein- 
flusdbarkeit des Schicksals vorgaukelte ,aiiif die keiner oonst zu hoffen 



wagte. Die vernutzte 



Wendung 



"Von Stufe zu .Stufe" gewann *jfuer die wenigen 



Getreuen, die diesen Abstieg miterlebten, eine grauenhafte Wirklichkeit 
er--:t mu:..ste sie lernen, hinter Mauern zu verkuemmern,dann gej^istig zu 
3terbea„schlies^lich koerperlich zu zerfallen." 



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zu Lotte Cassirer^ ^eb. Jacobl; 
Durieux ,Tilla:Eine Tür steht off en.Erinner- 
das en?an? tP^.iS?^^^''^''^ Frau, Lotte, erwähnen, 
w L qnh?«r,v I^^-^®.^?"* ganzen Familie. Sie 
LweseS ihnp'H^^^^''*'^^^ Gesicht w*re hübsch 
WprSio ^i^eng beieinander stehenden 

W?tz ;?ip Jir^""^^^^ ^^^ frechen amüsanten 
Witz eines Lausejungen mit der Taktlosigkeit 

le^i"" ^"^^^^^"^ aufgewachsenen FraS!jfder! 
der sie zum erstenmal sah, war eine Viertelttnr 

ä?ge?S^.'"''^'^''"" ^'^^ ^^ ^^^ nächstenluT 
T^^u . Tilla Durieux war in einer ihrer drpi 
Ehen mit dem Kunsthändler Paul Cassirer ver= 

verte ! 



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Der älteste Bruder der Cassirer's war Prol*. 
Richard C . »Nervenarzt »Ernst C.,der PhilosopJi 
Paul & Hugo C. hatten die Kabelf abrik»der 
Jüngste war Alfred. 



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döuatidjf ^nbod)t. 



»Irrte r(«{»irtr «nflaAe. 



lierlttt. 

©efbftüertafl ber jübi^d^ci. »Jeforniflemeinbe. 

1864. 



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5. 
6. 
7. 

8. 



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Jnr «orbfreiiuHi^ für b(n («cf<«bifnft .... ' xill 

«borile jiir (SinUitunfl Ui »ottertienM . i 

SlUmö<t)fntliite («cbfU . . 

«9CI«« I }, 

(^Vclu« II. . . *~ 

6DcU« III. . . °f 

C«l?clu<j IV. ... ,J 

(fVdu« V. . . J* 

6vcin« VI. ...;■.; ;■• j* 

ffijdn« VII "■' 

6l?iiii(} VIII.. "J 

ö«"'« IX .■:.■.■;;; 'a 

**(u69f|äni»f . . ■ . la» 

Äornmlarf für Kfonbr« Äamilifn.-ffrf.„Bifft ." !^? 

(fiiMBlfflfnte (Mebftf ... rT 

•WM<li(t)f anbaut ........""' 167 



-C^O- 



Der ®otte«bieitft beginnt reflefmägig mit einem cinreitenben 
e^oral, »Dcfc^em einer ber »erfc^iebcnen (Stielen foJgt, nnb 
enbct mit einem ed>(u§>jefdnyi. T)ie 9inmmern be« S^oral^ 
be« Gj^du« unb be« ©d^tnggefanfle« finb jebcömal auf ben 
lafeln im ®otte«^anfe »erjeic^net. 



D0rtti0rt. 



anbm tPir eine re»ibirte !»u8go6e unfere« ®ebetbu*e« 
ben mtnUcteru unferer ©enoffenfc^aft übergeben, Ratten tetr 
e« für unfere ^flic^f, bie pnncipieüen ®efic^t«|junfte furj an. 
^ubenten, ton n>eld)en bei biefcr 9?eblftcn auöflegangcn »mbe 
3uerft tear e« bie 3(rt unb Seife, toie ber ©ebonfe ber 
"Hu^emälfimt unb be« ^rie)terberuf6 0«rael« in unferen 
öffentlichen (»ebeten bi«il;er feinen 2lu«bru(f fanb, toeld^e un« 
•tner grünbfic^en, unferem ®Iauben«bett)u§tfetn entfprec^>enben 
Umgeftaftung ju bebürfen fc^iien. !Die augerroä^ll^eit 3«rae(8 
a(« eine« ^eiligen ^riefterbotte« unb göttric^en ©igent^um« 
tm in ber ^eiligen Schrift di eine feftfte^enbe, gefc^ic^tfic^e 
Vfdt^adfe auf, »a^renb fie nä^er betractUet boc^ nur als eine 
fubjectibc J^atfacfcc im ®Iauben8be»Du§tfein be8 jübtfc^en 
S3clfe« geften fann. T)aS jübifcfee SSoIf, in bem ü»a§e, als 
es fic^ gciftig erfeuc^Keter, fittlic^ gebifbeter benn aüe SBölfer 
be« ^eibent^um« fünfte; in bem ^:ma^e, al« eS fic^ im 2(u«. 
fc^lte§(ic^en ©cfit einer geläuterten ®otte«ibee unb einer 
fittlic^en ?fben«aufgabe, Deilig ^u fein, toie ©ott fettig ift, 
»u§te, unb barum in ber I^at unb in ber ffia^r^eit ®ott 
nä^er ftanb unb inniger mit i^m berbunben toar, als bie übri« 
gen, bie ^eibnifc^en SPötfer: in bem a»a§e fonntc unb mu§te 
es ftc^ felbft mit »ollem 9?ec^t als baS ou«crtoä^Ite SBolf 
@ctte« betrauten, mit bem ©ott in ein engere« «ünbnig 
getreten fei, unb loelc^e« er burc^ einen priefterlic^en «cruf 
flu«gejei(^net f)aU. 3n biefem @inne ift eS ouc^ für un« 



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VI 

nodf immer eine fPabrbeit baß lAr^.t „.„ . 

»cnife«, bic Ofcce eine« L'.r'Il f ""*'"'" ^'^^'"^"^" 
entern »ünbniffe.^S./lf .„f *!^'^" , tcbcut«n,.,ollrn 

bi. CbenWMic^feit («ctte i * t. '"' f "- ""' ^'"•^^' 

i^ev^üge flcitenb mac^, „rb i t' ' '" ^^'"'^^ ^'^"'^ 

«nb eine au« OKeiAaefinr, l, u ' ''* "'* ^-"''"'^f" 
3ej(tnen. - * »"i"rt(.*fn mfn^iro„t,(e .,u«i,r 

«e«eben Herten ftirüel'^^^^ ""'"' T'^ '^'*' ^-'^""« 

'euc^rnng be« ®eVr .fern ^^ '''"*' ''^'''' »'*""^' ^*^' 
^'i'i^en *ö*er„ „ ei L,?'"'- ^'"" ^•'^^ "' ^- 
'ßrli^or ©fif, _" , """, ^"".' ""l"fr i<äter in ütam 

begleitet - fleiporbene , 0«?"^ "''"■"'«'»''*'*"' <5.fct,ci„.n,^e„ 
a«*^r«cf eine« f ; c t. 2' H?" ^" ^" '^''"'^'''"• 



unfere SBäter in »oOer Äroft ber inneren SBo^r^eit befettgte, 
ouffaffen, bfffen cbifctioc 3:^iitfäd;(icbfeit toir jebo* für un« 
in Slbrebe nehmen müffm. Unfere 18orfaf)ren unb ba« jübifc^e 
aitert^um »arm i>cn ber Ucber,?euAnng, bo§ (Mt, bon beffen 
beiliflem 3i«efen unb Tillen fie bic reinften SJcrfteüunßen in 
il^rem .^er^en trugen, ibrcr, Weift crfeuriitrt unb i^m bie ^&c^. 
ften Sa^rbeiteu offenbart babc, fc tief burcbbvungen, ba§ fie 
eon bem ?lftc ber Cffenbarunfl fetbft nid^t anber«, a(« mit 
bem (ebenbiflen ©cfüblc ber Unmittelbarteit fprcdpen tonn* 
ten. 3n bem Tla^c, at« biefc Ueber^eugunfl mit größerer 
Vebejibiflfoit fie be^crvfd?te, muffte fi* bo« ©cfiibi ber Unmit= 
telbarfeit bei il^nen fteijicrn. 3)ie ^ebn^Scrte auf @inai 
»uvben nad) ber auuffit>r(td)en »acbilberunfl ber i). Schrift 
unter ben größten ,^eierli(bfeitcn offenbart. Un« gilt bie« 
Ol« ,8e"fl"ift, btift nnfcre U^ätcr ein ©efü^l oon ber unenblid^ 
<>öberen 5aMd)tigreit biefer ©runbpfeiler aUer fitttidjen «Srfennt» 
ni§ unb !ü3abrbett in «ergleid? mit aüen übrigen ©efe^en 
unb 33crfd,)riften in gleid,>er il^eife mit un« bo«en. 9ii(^t 
barum finb bie ^e^n-(»ebote »icbtiger unb t^eiliger, »ei( fie 
mit grö§erer Seicr(id>fcit offenbart morben finb, fonbern um» 
gefebrt, fie finb be«balb mit grö§erer geierlicbfeit offenbart 
roorben, tt)ei( fie bem "dJicnfc^engeifte an ficb wichtiger unb 
beiliger finb. Die le^te Onelle bc« Urtbeil« über bic grö§ere 
ober geringere ©ic^tigfeit be« 3n^a(te« einer Offenbarung ift 
unb bleibt olfo ber giJttlid; erleucbtetc iDienfc^engeift. — T)ie 
in ber tf. ©cbrift entbaUenen itöa^rbeiten »erben bo^cr »on 
un« nid>t barum al« g(jttlid)e ©abrbeiten anerfonni unb ber* 
ebrt, weil fie in ber ^Scbtift al« g(?ttlicbe un« em^foblen »er« 
ben, fonbern finb barum in ber «Scbrift enthalten, »eil fie bon 
ibr, b. b- »>on bem Wlauben«be»u§tfein unferer SBätcr al« gött« 
liebe onerfannt »urben. Die Uebereinftimmung unferer ©efüble 
unb Ijrfenntniffe mit benen unferer älteften SJorfabren bilben 
bie geiftige «erbinbung, ben gefc^id>tltd>en 3ufammen^ang 
^tfcben un« unb i^ncn, unb läßt un« cinerfeit« bo« un« bon 
ibnen überlieferte ^eiligtbum al« ein (5rbe ber 95ater an» 
fc^ouen unb »erel^ren, anbererfeit« ben ®ott be« ©eltaü«, ben 



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trüber ecbaffrn u». au t«„ (C'J.l f * ' "" ''"^'^' 
»orten ift. ' ''* ""^'■'" "^'^»^" '''mi i^mcmtn 

»eac^tnn«. Se ttaTT ""'''■ "^'^ ^^^^' ""^'" '^^' 

*."^em ,a (,„,e .efc.riebr'j^'^: J ^7^'''^"' 
f*>n,ct, „eta bfafe, ei^ C V""^ ^' ''•* '" «"' 

«nit bem ©ebanfrn ber (Me,L 'T- u"'"' '•'''""' -" '•* 
« <^- «. iJ/. JO, u. b.) mit anberii Haren 



©.bcrfprnc^ tel^t, „t bereit« »om Jalmub bemerf »oorben 
beffe., 3(«.gUicJung«m-fuc^e aber fämmtlic^ ntigflUic^ f ' 

^ut auf ben «Oben ber «ibef, al« mit beffen Slnerfcnnunl 

menn man m^t et^a mit ber ortbobojen (Einfalt bie „ X': 

ben al« eme 5re.|tatt für ben ®iberf^rucb erflären toiü 

lue... .„ 2Bal,r^eit bleibt ber Jalmub nur an b"r Ob rfl^;"e 

ngen. ^)hM feil nnb fann bie i^römmigfeit ber Säter unb 
bcren un«erbrau*ter ^n ben berbienftlofen ^nbern ,u C 

lubtfcbei „t - lonbern ba« SBerbienft ber diäter foU ben ^in. 
lll rl ^^"i"'"''"""« ""^ ^^rmunterunfl bienen, nac^ gleichem 
perf nMen i^erb.enft ^u ringen. 2Benn e« in ber «ibel 
m-. ©Ott «ebenfe ben Äinbern bie @c*„lb ber 5Bäter bie in« 
® fit TV®';^'.""^ teeren ^erbienfte bi. i„. tanfenbfte 
®efc*le*t, fo Legt b.efer orientalifc^en Sluöbrnrf.tteife ber 

^^I ber^ater be. ben ftinbern lange nacbmirfe unb ba§ bie 
a).rffamfe,t bc« guten bauernber unb nachhaltiger fei al« bie 
tee boten. aVnn tt)ir bal^er in unfern ©ebeten bon ber 
örömmigfeit ber mcv .er «ott fpred;en, fo brürfen mir bier- 
m.t m^t« anbere« al« ben «Junfd, am, ba§ biefe (Erinnerung 
fui un« eine (Ermunterung .^um ©uten fein unb un« jur 9?acbeife^ 
nmg bienon möge. Diefem @inn ontfprec^enb, finb bie L 
trerfenben Stellen im borliegeubcu ©ebetbucf, mobificitt n,or. 
ben. »ergl. 2. jpft. B. 22. 44. 65. 8(.. u. a. m. 

3n gleic^iem Sinn ale »ir in unfern Gebeten ber gött^ 
l.4>en evleuct^tuufl ber «äter unb i^re* frommen ©anbete 

'I«??i""'^'f"*'" "''^ '"^ """' «^" ^"«öen Äraft ber 
göttl.d^en @efefee unb berftel;en barunter t^eile bie ©ittli*. 
rett«gefe^e, beren ^eiligenbe ßraft bei un« nic^t gefc^mäcbt 
i|t, bruden bamit aber aud? unferc (S^rfurc^t gegen ba« gere. 
niouialgefefe au«, meldte«, tecnn e« auct> für un« feine «n» 
»enbbarfeit berloren, bod? auf bie SBäter eine ^eiligenbe Äraft 



XII 

flung ber Schale ju ,^e»,im,en, fict» jener ®j,n,6cre unfc «or« 
men rote bev flaitjeii ®cfd?ic^te ^e« 3ubcntl,um* al« i>ci.cbte m 
tebtenen, «m ben etoißen ©ebonfen bon bcn berflänali(t,en 
formen ju untcrfd,eiben, «nb nur noc^ tenjenigengomen 
emen rclafben relMiöfen Sev.^ juerfennen, bie für bif T/r" 
IteUung bc« (^ebanfen« unb L^rrocrfunj, ber ®ffül,Je fi(^ eignen 
^er fle,0,fle i^efer biefer (lebete, bem bie reformatorif c^,en^^e - 
fitebungen ber I^en Oa^rse^nle nic^^t fremb finb, tt,irb flnben 
ba§ b,e menten (ä^ungcnfc^aften auf biefem Gebiete, bie ^01,0' 
® anen unb ®efü^le, bie im l'auterungefomp auf bem 

bmattxten I,.er ju e.nem fc<,5nen «unbe oereinigr mct en fi„b 
®.r ma*en namentlid, auf fcrd^e ©ebete a fmerffan t 
C^eb nfen «».e b.e ber ^e.Iigfeit .«ctte. unb be« i/e„f*o ' bei 
^nefrerberufe* Mrael,, ber gelaurerten OJ^effia.ibee u ' m 
ju t^rem On^alte ^aben. ' 

aWöge nun ba« innerlich» geläuterte (Mebetbu* fcrtfabren 
ben (S^e.ft ber u,a^ren »eeligiofität in unferer ^^eZT^n 

«!;" TT "" '" ""^"^^ ^'^'^'"""'" ^^'-^-" 

acno|tenM,aft, mtt ber ton un @eifte unb in ber i'iebe al« 
me e.n.ge unb .nnige ®emeinbe oevbnnren bleiben, ein „a^ 
«e 3eugn.§ f«r bie 5Heinl,eit unfere. Streben« abj^Jege« 



-OiO^ 



3ur Vorbereitung für ben ©otte^bienft. 

(3n ftiUer Unbac^t.) 

v^n Deine« Jempet« ?)?äumen, o ®ott »crfammern tolr 
un«, um ju X)ir ju beten. Dod; mie foüen mir ju T)ir be= 
ten, $)err, ba§ T)ü e« ac!>teft; roa« foflen mir bon T)[r erfle< 
ben @ott, baß t)u e« gemäbreftV ffiir fleben ju Dir um 
bie ®uter be« l'eben«. X)oc^ Du gemä^rft in Deiner ©nabe 
bebor tDtr bitten; Du »erfagft in Deiner ÖJei«l^eit trob un< 
fcre« gle^n«. ^ 

©Ir banfen Dir unb preifen Deinen 3?omen für bie 
ffiol^It^aten, bie Du un« ertoeifeft; bcd; Du bege^rft nic^t 
unfern Danf, «Uliebenber, Du bebarfft nic^t unfre« greife«, 
ÄUmäd^tiger. 

ffiir befennen bor Dir unfre ©ünben, mir fjjrec^en »or 
Dir unfre ^Jcrfäfee au«. Dod> Du fennft, SlOgegentüärtiger, 
aü unfer Jbun, Du fc^auft, «üfe^enber, aü unfre Oebanfen. 
Unb boc^, p 3?ater, naben mir Dir, Deine 5finber, mit 
unferm @ebet; benn nic^t um Deiuetmiüen, fonbern um unfert* 
»tuen beten mir ju Dir. 

ffiir fpre<^en flc^enb bor Dir ou« aü unfer öege^ren 
unb aü unfer Serlangen, nidpt auf ba§ Du e« t)emimmft, 
um e« 3u getoäl^ren ; fonbern auf ba§ mir on gemeibter Statte 
unb in Deiner t^eiligen ©egenmart jebc« 5Bcrlangen au« un« 
ferm ^crjen bannen, ba« nic^t mürbig ift, ju Deinem erlabe* 
nen Il|rou emporgefenbet ju merben; ba§ mir jebe« öege^ren 
au« unfrer Seele tilgen, ba« Du ©ermerfen mu§t in Deiner 
^eiligen ©erec^tigfcit. 3m @ebet ju Dir, o ®ott, moüen mir 



!,? ""^^i'^^""'^' ^-« ""»Jpabfu^t u„b e^rflcij ober ba« 
•"* m mnnt 3or„ eingegeben. Om (Mebcnu^ r\per 

«r ":;: ::f "^ '^''^'^ '"•^^"^ ^" -v,.„,en''nfb /e . 
Unc mcnn loiv Dir banfen, y^err, für bic 2B«hffh>f.„ 
unfere« mudc, nbcrl^ebcn, al. mar- e. unf r eia^'e« ^^"rf 

z r;yr '^^^''^^ *" ^"" ^-"^^^^'"' ^^^r s 

benfen, burcü^b.c m.r finb unb bnrc^ bie mir (eben, fo moüen 

bTw;;.?^'"^"*^"' '"• *'^"^' X^eine. 9 Jen.," 

unfer ®,üe er,tarfe unb erfrüftiflt »erbe tuxdf ta^ (euAtenbe 
«orbtlb Deiner unenblic^en i>cUfc.nn.enl;eit ^ 

birr ..fj! ®''^'""!'"^ ""^««^ »crgel^ungen aber, la§ e« un« 
^er au^fpre^en, ^.err, al« ob mir e. Dir ablegten ber Du 
la alle« me.B^ bamu mir .or un« felbft >Jii*rö .erberaen 
mögen ma« D.r offenbar ift; bamii mir in, «emuptfein De" 
ner aüm.ffenben ©egenmart „i*t mir täufd,enben 'i m „ b . 
* mgen un.er .af.er, unb u«. nic^t rechtfertigen t,or u.,« 
fclblt, menn m.r un« „ld,t Per Dir gered^tigt miffeu «u« 

fae ber «eiferung cmpomuc^fen; unb menn loir it^n bor Dir 
au«fpre(^en, bamit Zu il,„ prflfeft unb bamit Du i^n biüigeft 
^ tt,erben mjr an il,m feftl^alten in ben Stürmen be« l'ebSnV, 

Si.Tr. r^^ f""'' ^^"' "•'^^ »" «>ergeffen in Jeic^^t. 
fertigreu ober tu geibenfc^aft. 

fo, ©Ott, lag un« ju Dir beten, ©ir fleJ^n »u Dir 
auf boB mir lernen, nur nöd, ben mal^r^aften unb eblen m' 

!« « uTt"' *" ^'''""'"' ^''''^ '^"*'^» ^^"•"> 'J'«'"en, um 
am Corbilb Deuier erl^abenen (S)ra§e iu ebler (Sntfd,Iie§ung ju 



erftarfen; m.r befeunen bor Dir, um unfrer «ergc^nngen fefbft 
eingebenf jn fem, unb mir fegen unfre «orfäfee auf Deinen 
auar nieber, bamit fie un« feibft fettig unb unberbriicb(icb 
feien im bemegten Sturm beS geben«. 

So laß un« beten, :^crr, mit ma^rl?after 3unge, mit rei- 
nem Sinn unb mit rebdc^em ®cmüt^, auf ba§ mir erboten 
unb geläutert, auf ba§ mir erftartt unb gefräftigt, anf ba§ mir 
rem unb l^cilig »on biefer Statte fc^eiben, ,?u ber Du un« 
ruftt ntd^t um DeinetmiUen fonbern um unfertroiüen 



-*exiGi»- 



CMrälr 

m ©nlctainfl k§ @ottc«iiicit|lci. 



4. 



2. 



1. 

I- <jOerr, jper barf in Deinem ^aufe 
2öo^nen für imb für? 
®ev »irb in ben ^eil'gen |)ö^en 
3Bei(eiv ftct« bei I)ir? 

®cr uniüanbclbar im l'cBen 
SBeic^t ucm died^te nic^t, 

2Öer mit toßem, reinem |)'erjen 
@tet6 bic ©a^r^eit fprict»t; 

©er mit feiner 3unge nimmer 
^a§ unb 3njietrad^t fä't, 

2Ber nie Jlrgeö t^ut bem 9?äc^ften, 
yiie ben 9iäc^ften fc^ma^t. 

©er ba« l^after ^a§t unb flieget, 

Unb bie Jugenb liebt, 
2Bcr, »a« Slnbern er ber^ei§en 

Jreulic^ f)^tt unb übt; 

©er ba« tN, nur ber toirb »o^ncn 

|)err mein Oott bei T)ir, 
ffiirb in t>einen ^etCgen ^ö^en 

«Beilen für unb für. 



} 



2. 

. ißoü iJl^rfuvc^t tref ich ^iii \uv ©feOe, 
T^k ©einem Diciif; irir, (i^ctt, gcrocibt; 
Unb lie§ Per ^iefc«l Joaufc«! Sc^iPfÜe 
T^ie Sorg' um meine 3f''''tt'fit. 
j%ci ben ber Cfrtc Viift »ut <S<ifmcri 
Crrbcbe iid) ju Dir mein j^^er^. 

?a§, ^err, micb beut tie ?Inba*t ftnben, 
Tie meine Seele Dir erf(^Iie§t; 
Die, aue bc« ^yx]cn» tiefften (S^rünbeii, 
(Sin Shcm au« lautrer Cuelle flif§t; 
3(uf ber mein Öeift jiä), leicht bef{^roiti,]t, 
(Smppr in Deine ^)iäl>e rin><t. 

?o§ un«, bie »ir bie« :^m9 betreten, 
vlm ftiüen Sert, im (J^orgefanfl 
anit Gruft unb W\\fc ju Dir beten, 
^ue reinem »oabren .{'^erJen«bran>^. 
©er betet, toai ffj„ j^^ff^ jj,„ i^^^^ 

Der toirb oon Dir, e @ott, erhört.' 



3. 

'• ®ie licMic^ iff*. ^e.T ^ebaot^,, 
£^te Jöo^nungen ju fcj^auen, 
«Je mir an Deiner Ve^re, (Mctt 
^(n frommen Siun erbauen- 
®obnt toir aüe freubig gel,«,' 
^'' ^^'''' »ir iu Dir rufen, 
'fo^n ,cü Demutb bor Cir fteb'n 
2ln Deine« 5ti,rone« Stufen 



2. $ier, 100 ju Slubac^t unb ®ebct 
ein ^eifgcr 9?uf un« mahnet, 
2ßo feine« ®otte« aKajeftät 
©er ü«enfc^ in ß^rfurdjt a^nct. 
^ci( benen, bie mit greubigfeit 
3n Deinem $aufe toeiren, 
Dein gob berfünbenb jebcrjeit 
3« Deinen "JJforten eifen. 

3. Der ^err ift unfer Sc^ifb unb t'ic^t, 
«ei abm ift ^ult unb (Sinobe; 
^ic bor .^^m hjanbcln ftrauc^eln nic^t 
Slijf bornenbotlem ^fabe. 
3a, Seügfeit ift unfer J^eif, 
Hn« ift nur ßjriicf befcfeicbcn; 
i^err ^ebaotb, l^u unfer ^eit, 
»erleil?eft enj'gen gvieben. 



1. ßr^öre, ^crr, mein 3Bort, 

ÜJiit bem idb bor Dic^ trete! 
Sie^' milb auf mic^ ^erab, 

O Du, gu bem ic^ bete! 
9?cig* liebeüoU Dein O^r 

3" meiner 2lnbad?t »^(e^'n, 
ÜJiein ÄiJnifl unb mein ®ott, 

SSon Deine« J^rone« ^ö^'n! 

2. Du bift be« Segen« Queü, 

33on Dir fommt jebe ®abe; 
Dir bant' ic^, nja« ic^ bin, 
Unb Slüe«, toaS idf ^abe. 



Du btft bfr mUffcit »crn. 

83fi Dir ift ßvoft uiib JKot^, 
Senn »ir Dir, fiJott, «jcrtrau'ii, 

®e(inget unfcrc V)at. 

3. Dein «u«' crfcrfdjet mi*, 

?3or Dir ift "JUtbl» Pcrbcrfleii; 
Du ipcigt, »Pti«( i(^ bcbarf, 

Unb feiincft meine «acrj^en. 
Drum laß mid) gan? oüein 

i(uf Deine Jpfilfc bau'n, 
Unb aud>, n>cnn Vu midf prüfft. 

Dir finblid) frcntm »ertrau'n. 



5. 

1. 3n frommer «nbacbt fcU mein «fift 
empor iü Dir ficb fct^icinijpn, 
Unb Dir, ben (hf unb ^immel »reift 
De« Danfe» Vcblicb bringen. 
C, Je^r mi* tbun, na» Dir flefäflt, 
Unb um mi* ^cr in Deiner ©eit 
De* ©Uten oicl verbreiten. 

2. eo§ mi* in »abrbaftem (Mcbet 
3" Dir bie Stimm' ergeben, 
^" »irft, n>a« i* t>on Dir erflel^t 
ffienn« frommt, mir gnäbi^ fleben;' 
Aret td) mit unbefledtem 3inn 
0/«ctt unb SBater, oor Di* bin 
©Tb Dir mein 5iel,'„ gefaUcn. ' 



1. 



6. 

Stuf! f(^tt)inge meine (gccie 
3u beinern CJf^ott bic^ (»immclan! 
Vobiinfi' 3^m unc er^ü^te, 
®a«J ©eine Jpulb »in bir gett^an! 
5öcrfünbc Seine Jveue, 
ißlit inn'flem i^crjencbanf; 
Dem ^oc^er^ab'nen njci^e 
Vcn frommen Vobgcfang! 
3l>n finblic^ ,^u ergeben, 
Sei beine crfte ''Pflicht! 
Dem ^errn gehört bcin i^eben — 
i^ergiB a, Seele nic^t! 

31nbetung, ^rci« nnc (i^re 

Sei 3^m, bcm ®ott ber ,f)ulb unb SWac^t ! 

Vobfingt ,^bm, tJngelcbiJre, 

3^m iau(^3c fvcubig Üag unb ^Jiac^t! 

l5r^ebt 3^n, Seine ©crfe 

55erfünben Seinen 9?u^m! 

"J^reift 3^n, ben ®ctt ber Stärfe, 

3n Seinem Jpeiligt^nm! 

Der ^err ift ®ott! aftn roä^lc 

3um ^eile jebe ßeit! 

l^obfing' 3^m, meine Scefe, 

Oc^t unb in ö^oigfeit! 



7. 

1. 3c^ miß, mein (^ott unb 33ater! Dir lobfingen, 
Unb ett>ig (H}xe Deinem 9(amcn bringen. 
Sei täglich, cn?ig fei ocn mir erhoben, 
Did? n'üi iö) loben! 



M 



2. !Da§ Tximx Serfe 9?u^m untrer crfdjciJIc, 
T^ie fficlt Pen T'einen Jtjatcn »iebcr^allc, 
Unb Deiner ©a^r^eit, Deiner ^utb Icbfinae, 

Unb ^rei« Xir bringe. 

3. Dein SBaUen, C^ctt! ift t)errlic^. (iUMg Ȋtjren 
Dein 9?eic^ unb Deine SOiac^t, bic roir bere^rcn, 
Unb etbig ttjcrbc bcn ber SBölfer jungen 

Dein ^ob gefunden. 



8. 



1. 2ßir toben Di(^, ^e^crrfd)cr oUer 'Bclt, 
Unb fingen Dir be« lauten ^^rcifeei Vieber; 
^r^Qbncr, ber Du t^rcnft im ©ternen^elt 
3?cU Demutt^ werfen »ir un« »or Dir nicbcr. 

2. mx gleichet Dir, o @ptt, an ^crrli^feit? 

SBer g(eid)et Dir m ©ciobcit, 9)iad)t unb G^rc? 
Der ^imnicl ift Dein Jl^rcn unb l'id^t Dein »leib. 
Dir bicnen bic unjä^lgcn Stcrucn^ecre. 

3. Unb ©cnn' unb ÜWcnb, bie Deine aWa*t erfc^uf. 
Die Di(^, bcn acuter aller «igelten, »jrcifen, 
0»e^crd>en e»big Deinem S(^(>pferrHf, 

Unb weichen nid^t »on il^rcn lichten Äreifeu. 

4. Dcct) and? jur (5rbe fc^aut Dein 2?aterKi(f 
33eÜ l'icbe, bcU «arm^er^igfeit unb iD^ilbe; 
Du fdjenfcft «den l'eben, J^eub' unb «lud, 
Unb ^eil unb Segen Deinem (.^benbilbc. 



9. 

1. 3n Dir, ben ade Selten loben, 
O ®ott, erleben n)ir ba« ^ex^. 
Du ^aft ni!8 i)od) jn Dir erhoben, 
3i?gft von ber (irb' un^ (;inimela>ärtö. 

3n Deinem ©ilbc ^aft Du um gefc^affen. 
Dag tt)ir un« tül;n bem (Srbenftonb entraffen. 

2. Du leud^teft unö auf allen SBcgen, 
3n Deinem Vid>te feb'u toir Cic^t; 

Dein Sßcrt gott)ä^rt unö Jroft unb ©egen, 
Sir fdjau'n auf Dieb nnb ipantcn nid)t. 
r feiig, jper bor Dir bicnicpen jpanbclt, 
Unb ftetii nad? Deinem f^cirgen Sillcn banbclt! 

3. „@eib heilig," tiJnt'e burcb alle Reiten, 
„Sic ic^, eu'r igcbijpffr, bfÜig bin!" 
Die^ Sort feil nne bienicbcn leiten, 

(5« fübr' unv\ i^oirgcr, ju Dir l;in, 
Unb uuermiib(id> ftrcbenb lag un* ringen, 
3" Deinem l'icbte um? empor^ufd^ibingcn. 



10. 

Der Cbera f^eil'ger ^^Inbac^t jiet^t 
©egeifternb ein in mein (Semiit^ 
2ln Oöottgeipeibtcr Stelle, 
Senn fid^ bic Seele aufioärt«i fcb»pingt, 
Senn fie ju Deinen ^ij^en bringt 
3« reinen l'icbte« .f)clle. 

Scltcnoatcr ! 

$?^'re« 8ebcn, 

Sonn' unb ©eben, 

\?uft unb Jrauer 
©hörnen in ber 9lnbad>t ©d^aucr! 



I I I 



B 



ffia« aud) bie «Belt an Sirrfat beut, 
ü)?it ffia^n unb Otrt^um micj» bcbräut: 
te^r' idf ju 3:)tr aurüdc, 
©onn tocrb' ic^ frei, bann frol; befliitrft; 
Dann fäüt bie Caft, bic mic^ bebrücft 
3m üDrängen ber ©efc^icfe! 

ffiettenbater ! 

Deine t'iebe 

©c^eucbt ba« Jrübc, 

T)eine @nabe 
?eitct mi(^ bie rechten '^fabe. 



11. 

. Du, meine Seele, fc^toinfle 
Dic^ auf ju ®Dtte« Il^ron, 
2lu« meinem JWunb erflinge 
De« Danfc« 3ubc(ton, 
Da§ (5t, ber ^err ber @nabe, 
Durc^ ©eine« Diencrc SWunb, 
Un« für bea l'eben« ^fabe, 
®ob Seine l^e^re funb! 

3a, 93ater, fei gcpriefeu. 
Du bort im ^immcfgjeU, 
Der fcld?e« ^eil erliefen 
Durc^ 3«racl ber ®elt: 
Du Reifer in ©efa^rcn. 
Du ©cj>u5 in ?eib unb lob, 
'Hüd) iö) ttsiü treu betoabren 
Dein bcilige« Oebot. 






1. 



2. 



9 



12. 

Öobfinget unferm ®ctt. 
Den |)erren boc^ ergebet, 
De§ yiame beilig ift. 
Der eroifl ift unb (ebet. 
Äommt 3um ®ebet Der 3^m 
3n (Seinem Jpeitigt^um; 
Denn @r ber ^err ift gro§, 
Unb cnjig ift Sein »Ju^m. 

3n Seine« Tempel« 9taum 
SJereint jur Slnbac^t, ^ören 
JBJir Seine« 9?cc^t« ®ebot 
Unb Seine« ®Iauben« Üe^ren, 
SÖ'iex fommclt unfer ®eift 
3ur (5rbenpi(gerfd;aft, 
3n trüben Stunben a)2utb, 
3u guten Ibaten ^aft. 



13. 

I. Seele wohlauf! be« Uncnblicbcn ®»abe ^u loben. 
Der bic^ jur SBürbe be« e»igen Veben« erhoben, 
^enlicb unb gro§ 
3ft fcbon bicnieben bein \!oc'9, 
®rö§er unb berrlid^er broben. 

2. Schwinge bicb aufwärt«, o Seele, mit jubelnber ^reube! 
Sc^mürfe bid) wiirbig mit reinem unb feftlic^em Äleibe! 
©leibe nid^t fern, 
^JJa^>e bic^ jaucbjenb Dem ^crrn, 
"^a^ fid^ bein ©rief on 3^m töeibe. 



/ I 



10 



3. güt>Ie, mie fvpiinb(tc(>, n>ie gnäbig, nie xc'id) an (Srbormen, 
ev bic^ ftet« (eitet mit mäd^tifl befc^ügeiibcn äirmen. 
5Bie (Sr bic^ liebt, 
2Bie (gr bir ^iinm(if(^f« fliebl, 
X>a§ bii nic^t mijgeft t)erormfn. 



14. 

aWein ®ctt, »renn au« be« $^er^en« Cftrunbe 
®ebet unb Jtel^'n ^n m fi* bebt einpcr, 
®o weiß i(^, ba§ ju meinem iUiunbe 
SBon feinen «ipöb'n i>u gnäbig nei^ff t^ein C^r. 
34 bin gctrcft; benn Vid), @ett, ruf idf an, 
Ter [)clfen »iü, bcv böri unb bcffen fanu. 

Dein ift bie ^eirlicbfeit unb dt^xe, 

■Dein ift ber ^JJubm, wenn t^u (5Jebet erbi>vft, 

t)rum flicb, ba§ niemal« id) bej^ebre, 

333a« l;u nid^t fclbft micb ^u begebren lel^ift. 

SWein Sßunf* fei ftet« I5ein Vcb biet in ber 3cit, 

5)ein l'ob anc^ bcvt in alle (vroi,]feit. 

«So Ia§ mi(t preifcn, 5?ater, Deinen Flamen 
Unb i^näbig Icucbfc mii Tm «ugriit^t; 
epvicb fclbft 5u meinem ,"^lel>'n lein «men 
Cm ttjabrbafte« Cficbet benrirfft Du nicbt. 
«0 ruf i* benn ;ir I>ir in j^reub' unb ^Votb 
Du bift ber ^err, e« ift fein aubrcr (»ott. 



11 



15. 

I. 20a« fo» ic^ fingen aufeer Dir, 
^<cnn ic^ auf Deiner Schöpfung i^ier 
aWit ftiüem Sluge blitfe? 
3Benn milb bie tSonne nicberfd^eint, 
SBenn Jicf unb i^ö^e ficf> bcreint, ' 
Da§ fid? mein ^erj erquicfe: 
SBenn micb Deine 23atergüte 
3n ber «lüt^e 
3n ben ^atmen 
JKuft 3u Danf. nnb SKonnepfotmen. 

*i. Dem 9?ame ^m oüein ift'« XDerttf, 
Daß i^n ber a}?cnfd> mit l'icbern e^rt 
Unb en?iglid; erhöbet. 
'Ji>o^l beul, ber froben .Iper^en« fingt, 
Unb Dir ein reine« Opfer bringt, 
^M, ©Ott, bcr Dir beftebet. 
i'e^r mid), ^cvr, Did; »iirbig preifen; 
Jpeil'ge ^l^eiftii 
C^ieb bem ajiunbc 
iöi« 5ur legten j^cierftunbe. 



1. 



16. 

9(uf, auf! ben A^crru ,^u (eben 
(irtt^acbc mein ®emiit^, 
©ring' Deinem 3?ater brcbeu 
&i\ banfrrfüUte« l'ieb! 
Denn tvcv erhielt Dein ?eben 
3n bicfer bunfeln 9Joc^t? 
Der Jperr, ber mir'« gegeben 
(5r' t)at e« ouc^ betpad^t. 



10 



3. glitte, Wie frcutiKtc^, nie cinabig, ipie teidf an Erbarmen, 
(5r bic^ ftel« leitet mit inäc^ti^ befc^üßenbcn armen. 
JBie @r bid? liebt, 
SBie (5r bir ^limmlifc^e« giebl, 
Da§ bii nic^t mi^geft oerarmcii. 



2. 



14 

1. aWein ®ptt, »enn au* teü ^er;en« C^runbe 
®ebet unb Jlftj'ii ^ii X^ir fi* t>ebt empcx, 
@o weife idj, ba§ ;u meinem '•Slmtc 
2?on feinen .^ö\f'n Z^ü gnäbifl nei^ft I^ein C^r. 
3* bin flctreft; benn Ticb, (»ett, nif id? an, 
Ter Reifen »itl, bcr bort unb bolfen fann. 

t)cin ift bie ^eiTlidjfeit unb iSbre, 

■©ein ift ber jRubm, wenn Zu ©ebet erbiJrft, 

Drum flicb, ba§ nicmal« icb be^^ebre, 

©a« Du nicbt fclbit niicb ^n bej^ebren leb»1t. 

a»ein ®unf(b fei ftet« Dein i'cb bi" in ber 3eit, 

Dein Vob andf bcrt in alle (iroi^fett. 

>So la§ mid) preifen, S?ater, Deinen "JJamen 
Unb ^näbifl lcud?tc mir Dein «nj^cfitfet; 
eprid? ffibft 5u meinem ,>leb'n lein «men 
Cin »Dabrbaftce i»ebet oerwirfft Du nid)t. 
so ruf i* benn ■,» Dir in j^reub' unb <1ht\, 
Du bift ber ^err, e« ift fein anbrer (»ott. 



U 



15. 

1. Sa« )oU ic^ fingen ouger Dir, 
fficnn iö) auf Deiner ©c^öpfung ijier 
ÜWit ftiüem Sluge blide? 
5Bntn milb bie Sonne nicbevfc^eint, 
Söcnn lief unb Jpöbe )ic^ ccreint, ' 
Da§ ficb mein ^erj erquide: 
©enn mid? Deine 3?atergüte 
3n bcr Slütbe 
3n ben ^olmen 
»iuft ju Donf' nnb ©onnepfalmen, 

*i. Dem yiame ^err aüein ift'« »ert^, 
T>a% ibn ber SJZcnfcb mit ^v'iebcrn e^rl 
Unb enjiglid; erbi?bet. 
So^l bem, ber froben ^erjen« fingt, 
Unb Dir ein reine« Opfer bringt, 
T}a(i, ®ott, ocr Dir beftebet. 
l'ebr mid), .^err, Did) »iirbig preifen; 
Jpfilge ill<eifni 
CAieb bem aJhinbe 
*i« jur legten ^cicrftunbe. 



16. 

3Ujf, auf! ben A;->crvn :^u leben 
I5rrt«acbc mein @emiit^, 
©ring' Deinem iPoter brcben 
&n baiifcrfüllte« i'ieb! 
Denn n?cr evbielt Dein Veben 
3n bicfer bunfeln 9ia(^t? 
Der ^err, ber mir'6 gegeben 
(5r' \)at e« audf betoadft 



I 



3. 



It 

«efd^ü^er aüex ®e(ten 
Sic baiif id) toürbig T)ir? 
2Bie fotl id> Xir öergelten, 
®a« Xu gct^an an mir? 
SWcin Opfer ift geringe — 
&n Dir eri^cb'iifr ©inn 
3ft 21ÜC«, toa« ic^ bringe — 
9?imm e* in ®naben ^in. 



17. 

. Oc^ fuc^e 55ic^, o ^en-, «nb finbc 
T)id) in ber |)ervltc^feit ber ©c[(, 
©enn in bc« ftiüen 2t)ak9 ©riinbc ' 

®er heitre l*i(t>tftra^( niebcrfaüt ; 
2Benn auc^ be« SWeerc« tiefe ©c^Iünbc 

Der mübe (SonnengJanj cr^cUt 

J)a, 93ater, fü^I' i* tcine« Cbcm« Selben, 
2Bo l'id>t unb l'ebcn biirct tic Sctiöpfung geV". 
t)i(^ finb' id), »c nur IDienfc^cn »c^ncn, 
» Die einig finb in J^rcnb' unb i'eib, 
Unb ?iebc fiel) mit l'iebe (o^ncn, 
3" iebcr eblcn Tbat bereit;' 
-)lav Siinbe Raffen, ©iinber fronen, 

©0 0ro§mut^ fc^tDere @c^u(b »erjeil^t. 
Did^ finb' id? in ber l'iebe fanftem ©alten, 
3Bc treu bie ^crjcn an cinanbcr \faltei\. 
Unb aud> ber (Seele ftiUer f^ieben, 
Den fic^ erfüllte •^flic^t erringt, 
Senn mir ber Sünbe SRei] gemieben, 
Senn eble« Serf un« »c^Igeling't, 
äeugt ^m bon Deiner ßulb l^ieniebcn, 

Dif iinci mit €e(ij^fcit turd)Mingt, 
Senn rcir gctämpft, gcficgt in tem *Pcrtronen 
Dflt Deine äugen gnäbig auf un« fc^aue«. 



18 



18. 

1. Unenbfic^er, ber ift unb toav 
Du, unfre Sufluc^t immerbav, 
©e^errfc^er oüei Reiten! 
e^' ©erge njurben, ©rb' unb Seit, 
Unb (Sterne an be« ^tmmclö 3clt, 
Sarft Du fd^on (5h)igteiten. 

QucU be« fiepte«, 

?eben«bronnen ! 

t)» fc^nfft ©onnen, 

?ic^t unb i'eben 
Deinen Schöpfungen ^u geben. 

2. 3n Deiner .f)anb fte^t unf'vc 3cit; 
Sir ftcrben wenn Dein «Huf gebeut: 
„*öinft in ben ©taub barnieber!" 
(5in lag finb ber Dir taufcub 3afft, 
Sie eine ^Jac^t bie geftern n^ar; 
®ie flcb unb fe^rt nid>t »icber. 

Du, ^err, bleibeft! 
Sir entfielen 
Unb »ergeben; 
auf Dein Serbe 
Surben »ir, unb »erben Srbe! 

3. äUein Du gabft ju unferm ^eif, 
55on Deinem l'ic^tc un« ein ZffeH; 
Unb n>o8 un« auc^ gefd)e^e — 
Senn un« be« ®tiirfe« ^anb ergebt 
Senn um be« Sc^merjee Se^ burd^bebt 
Sir fötalen Deine m\)e. 

Du, c 93ater! 
®tebft un* Stärfe 
3« bem Sevfe, 
Da8 auf (5rben 
Sir burd^ Dic^ »oüenben »erben. 



2. 



16 

22. 

T)\i, mtatex, beffcii aRübe ' 
3et>en JRaum ber SBeftgeflfbe, 

2öic ba» l'icfit ber Sonnen füüt! 
3u ^tr fteigt au8 atlen ©paaren 
Opferbuft, ber Den mtäxcn 

l^anferfüüler ^crjen qntDt. 

2J?enfc^en»ater, ber mit 9Wilbe 
T)m(i) ben 9faum ber ffieftgefllbe 

Slu* auf unf're grbe bticft — 
O, in njeffen ^erjen gtfi^tc 
9?ic^t (impfinbung I^einer ©fite, 

ffielc^e aüe ©elt beglurft ! 

greubc gabft T)u allen Söcfen; 
©a« jnm ^afein warb erlefen, 

iSmet aud) be« 3^afei^« @(ü(f, 
Me foü ^ein So^lt^un (aben; 
3eber nimmt uen lieinen ©oben, 

Seine« giebt ^ir je gurüd. 



23. 

1. ®ro§ ift ber ^err, rocnn Gr in Ungetcitfeni, 

3m Donner ©eine Stimm' ergebt, 
Unb um 3^n ^er bic ^immel gittern, 
Unb unter 3bni bie Srbe bebt. 

2. m ift ber ^err, »enn in bc« aWorgen« ©trabte 

eem (Sranj «jor un« »orüber gebt. 
Unb »enn bie junge glur im Zi)ak 
©ein fünfter Cebeng^auc^ burcbtte^t. 



17 

3. ®«nft ber^err! Sein Sinf gebeut ben SÄeeren; 

^r tft«, ber i^re 2Bogen bricht; 

Sein ftarfer 2lrm bewegt bie Sphären, 

Sie jögem unb fie »anfen nic^t. 

4. aWitb ift ber ^err, »enn in ber S^tütben güffe 

'Ccr J^rübHiig nnfer ^erj entjücft, 
Unb in be« Slbenb« Sternenfiiac 
Sein 2luge feg^c^^ nicbevblicft. 

5. Der ^err ift gro§! (5r berrft^t in eto'gen $ö^en, 

Unb alle ^immel finb fein I^ron. 

Der $)pn- ift milb! (fr bort mein ^le^en 

Schaut gnäbig auf ben iSrbenfobn. 



24 

1. Der ^err ift unfer jpirt, 
Unb toir finb feine ^eerbe; 

3ur SCeibf gob er un« 
Die »unberoolle örbe. 

Unb bürftet wo ein ^erj, 
(5r weift e« an bie Queüe; 

<5« finbet l'abung bort 
3ln (Sott geweibter Stelle. 



2. 



Durd? $:obe«nad)t unb ©raun 
®ir unerfcbrocfen geben; 

Sein äuge fcbu^et un«, 
?o§t un« nictt untergeben; 

Sein «rm oerfcbafft un« Sieg, 
bereitet J^rcub' unb Segen; 

Sein Scbufe »erla§t un« nie 
^uf aüen unfern ©egen. 



18 

@o folgen ^xeut' unb Suft 
Un0 nai) auf dien föegen; 

(&i toadfit, tDo^in lt>tr fc^au'n, 
"Ce« ^tmmel« reicher @cgen. 

(Sr fc^mücft ba^ ?eben un« 
SWit ®oben feiner ®nübe, 

®i8 cinft wir etüig ru^'n 
9Jad) longent '^Jifgerpfabe. 



25. 

1. 9Jacl^ "Dir, o ^err, »erlanget meine @eele, 
Unb meine Hoffnung fte^t allein bei Dir! 

IDu fie^ft e«, »enn ic^ ftrauc^le, »enn iüf fe^le; 
t)enn Dein aüfe^cnb Äug' ift über mir. 

2. O fei mir gnäbig, »enbe 'Dein (Srbarmen 
3u mir, ber o^ne T)\ö) eerlaffen ift! 
Umfaffc mid^ mit Deinen ©aterarmen, 
Der Xu mein Jr öfter, mein (Srretter bift! 

3. ©etoa^re meine Seele »er bem ©Jfeti, 
?o§ Dir gefällig meinen 3öanbcl fein! 
Sinft wirft Du mic^ pon aller ^JJptb erl5fen, 
Unb freubig gc^' ic^ bann jum ^immel ein. 



26. 

1. Du 9Sater Deiner aWenfcfeenfinbcr, 
Der Du bie Öiebe felber bift. 
Du, beffen ^erj au* gegen Sönbcr 
^od) gutig unb »oll ©naben ift: 
?a§ miäf bon ganjem ^erjen Dein, 
Sag mi(^'« mit aßen haften fein. 



3. 



19 

O ffieie^eit ®otte«, meine ©eele 
ftennt o^nc Dic^, rt>ai gut ift, nic^t- 
ac^, bag fie ftet« ba« «efte toä^le ' 
©etpä^re Du i^r felbft Dein gic^t.' 
Jerfft Du, iDo« täufc^en !onn, mir ouf, 
@o toanbf idf fieser meinen Oauf. 

3fo Du bift ©onn' unb ©c^ilb ben frommen, 
^u ^err glebft i^nen ®nab' unb g^r- 
Unb ton- nur erft ju Dir gefommcn, ' 
Dem fe^lt bae too^re ^eil ni(*t me^r: 
«Ja« Du öer^ei§eft, fte^et feft, 
ffio^l tem, ber ftc^ auf Dic^ ecrläßt. 



27. 

1. ®rog ift ber ^crr, bie »erge jtttem 
SSor ©einer ®otte«.aRaieftat; 
©enn (5r in bunflen Ungewittem, 
T)n ^eilige, »orüber ge^t. 
Do(6 l>iebe ftr5mt burc^ feine ^anb 
Äu» ftnftcm IDolfen auf ba« l*anb. 

2. »om 9?aum, wo fic^ ber ^alm entfaltet, 
©i« ju ber legten Sonn' ^inau« 
^crrfc^t ©ein ®efefe, al« 3Satcr waltet 
er burcj? ba« gro§e «Jclten^au«. 

iKit Siebe waltet er unb ftraft. 
Der 8eben giebt unb Oreube f^afft. 

3. Die fleinfte ©einer Äreaturen 
aWac^t ©eine äßmac^t offenbar, 
25erfünbct ©einer Siebe ©puren 
Unb ©eine ffiei«^eit immerbor. 
Cin jebe« @ra«ci^en lehret mic^: 
®ott ft^uf bie ffielt unb liebet blc^. 



j 



2* 



I I I 



so 



28. 

1. «ümäc^t'aer, 'Deine ^evilidbfeit 
®ar »er bem Slnfan^ aller 3eit 
Unb njirb in (^»iflfeit befleißen, 
©enn Selten untergeben. 

aWit ©onne fattißt fic^ mein ÖJeift, 
<So pft er Tieinen 9iomen prcift. 
®ie föftlic^ ift mir'«, T^ir lobfingen, 
"Dir banfen, ^err, Dir \iiin bringen 
Unb im ®ebet ^u Xir micb nafjn. 

2. ©ingt unferm ®ctte, fingt beni ^errn; 
Denn @r erbarmt (ic^^ unfcr gern, 
gü^rt un« mit SBaterlieb' unb Onabe, 
auf unerforfcbtem ^fabe 

Durc^ biefe« Seben« fur^e 3"^ 

3u ©eine« ^immel« ^errli(t>fett. 

(5r überfcfeüttet un« mit (jfreuben 

Unb fc^icft ju unferm Jpeil un« Reiben. 

3^m Danf, 3^>m Danf für greub' unb ©(^merj. 



1. 



29. 

3c^ aei§ e«, (Sott, ÜJu bift unb lebft. 
Sie Reifen fte^t mein Olaube; 
Du (o^nft bic lugenb. Du erjebft 
Sie mächtig au« bem ©taube. 
3n Deinen ©erfen nai)' unb fern 
Grfenn' unb fe^' id> Die*, ben ^errn. 
Den ©c^öpfer unb <5r^alter. 



21 



2. ergaben über ©dt unb ^eit 
?ebft D^u, ®ott, ol;ne ©c^ranfen 
33ou (5h)igfcit jn (Snjigteit, 

aWir fc^Jüinben bie ©ebanfcn. 
üßein ®eift erftaunt unb finnet nac^ 
er benft niib forfcfjt unb ift ^u fc^n^ac^ 
Dein ew'gee ©ein ^n faffen. 

3. Um («ottc« 3:^ron t>er ftrömt ein l'ic^t, 
Taif M)\\ per un« oerbüllet; 

xll;n faffen alle J^inimef ni4>t, 

Cbnjc^l er fie erfüllet. 
(5r bleibet c^pig, mic @r »ar, 
SPerborgen uiib nur offenbar 
3n ©einen ©unbermerfen. 



30. 

Dein ift bie (^rij^e. Dein bie aWac^it; 

Dieb lebt ber lag, Did> preif't bie iRac^t; 

Die ©tcrne fünben Deinen 9?u^m — 

Doc^ inniger lobfingen Dir, 

Die Did? befennen, ©ott, n>ie mir 

3» Deine« Üempet« Jpeiligt^um. 

XicJ?, ®ctt, bezeugt ber ©ternc l^ic^^t, 
D^a« mt oon Deinem Dafein fpric^t, 
©cbin and) nnfer 9lngc \ä)Mit — 
Dccb mc^r ^ongt 3«rael«* (^efrf;icf 
33on Deinem niilbcn i^aterblid 
Unb fünbet Deine 3lllma(^t taut. ' 



I I I 



22 

3. Der ffiurm im ©taube ruft Dir Danf, 
Der «ögel g^or im Pobgefang 
9Son Deiner SBoterliebe fpric^t —; 
Dc(t) bQ§ Du bur(^ ber 3eiten ^'aiift 
®efcl;ü^fnb über un» getüac^t, 
3eigt beUer Deiner ^iebe l'ic^t. 



31. 

I. 85on Deinem ®eifte fcnber f^e^e 
®abft Du, ©Ott, un« einen I^f, 
t'u fenfteft fie, 6ie reine ©eele, 
3n un0 ju unferm ero'gen $«(! 
^u »iüft, bo§ ©ir im (Srbenleben 
SBor ®ünb' unb ©c^ult fie ^üten treu, 
^o§ einft, )u Dir fitb )u er^ben, 
@te unbeflerft unb ttihtifl fei. 

2. ^ein @ctt, in »i(ben (Jrbenftürmen 
25erla§t un« oft cer iugenb ffraft 
ffiie. foüeii mir bie eeele f4>innen' 
3m Streit unb ©türm ber l'eibenfc^aft? 
augötger! brum in Bd,meximiauUn 
3Ie^nto.r:Dum5gftun«8näbi8fein, 
r' *"^ ^«' ^'^^^' ten un« bertrauten, 
«eJM^rten nic^t Don Rieden rein. 

3. aobann^eriger, f(^„r (Jrbarmcn 
Un« ÜWenfc^enfinbfrn funbig f(fc»ad) 
^jfl§ un« an i'iebe nic^t berarmen, ' 
m t)cffnung un« im Serien «m4. 

^r •""■ ""J^fl^n mt im »Ingen 
3"r unfrer ©eeie reinen gtug 
Um mafeflo« f.e Dir ju bringen 
«« unferm (e^jten atl^ernjug. 



1. 



2. 



as 



32. 

Un«, JBatev, lebrteft Du, 
3Bie »ir cor Dir iDanbeln foUen; 
©c^enf un« Deine traft baju, 
®ib jum SBiffcn auc^ ba« ffioUen, 
Unb jum Sollen ba« SBoUbringen, 
$)m, la% 2lüe« njobtgelingen. 

0, Du ®ei|t ber ^errlic^feit, 
©irfe fräftig in un« äUen, 
3ebe« ^crj fei Dir gemeint; 
Schaff' 3U Deinem ©oblgefaßen, 
Va^ »Dir, reic^ an Deinen ©oben, 
93?ei«bfit, Xugenb, ^rieben ^aben. 



33. 

1. ®t^aff, ©Ott, ein reine« ^erj in mir, 
Cin ^erj poÜ i'ieb" unb j^urd^t ju Dir, 
&n |)erj »oH Demut^, ^rei« unb Danf, 
®n fromme« ^erj mein l'ebelang. 

2. Schaff, ©Ott, mir einen ffaren ®cift, 
Der mi(b toni ffia^n unb 3rrt^|um reigt, 
(Sin ®eift, ber Deinem Siebt entfprie^t 
Unb mir ber SBa^rbeit Queü erfcbließt. 

3. ©(baff, ©Ott, mir einen (autern @inn, 
9fi(bt ibn iu Deinen ^ö^en bin, 

ßin ©inn, ber ftet« nacb (Sblem ftrebt, 
©i(^ Don ber (Srbe ©taub ergebt. 



I I / 



Schaff, ®ott, in mir bie vcö)te Äraft, 
Die ®ute« ttjiü unb @ute8 fc^afft, 
■Die ffiaft, fccr feine It^at ,^1 fd;n)er 
pr aWenfd^cnwcl;!, für ®ettc« {H)v\ 



34 

1. ®ro§ ift (»Ott! iroftin i4> fe^e, 
»In Riffen flro§ unc in bcr 4^iJ^e, 
3n allen Seinen Scrfen gvo§. 
O^n, fcen iSJott tei 'Madft unt ötärfc 
Die flanke «c^^öpfung preif't 3^n grog. 
Tic ^immel rnfen laut: 
Un« ^at ber ^err gebaut 
^aüeluja. 
auf ieber ^iux 
3n ber 5?atur 
©r^ebt 3^n jebe »reatur. 

2. Schauet auf jur 8ternen^aüe, 
O greifet ©eine SlUmac^t ?llle. 
Die 3^r ben eto'gcn 2Jater fcnnt. 
sßJer regiert in jener Jerne? 
©er (enfet bie ^JJiiüicnen Sterne? 
®er orbnete ba« Firmament? 
O a»enfc^, te« lebe« 5Raub, 
@inf nieber in ben Staub 

aßmäd^ttg l)äU 

Der ^err ber 3BcIt 

Da« gan]e gro§e Sternenjett. 



S5 



35. 

1. C ^err, mein ®ott, ic^ bitte Dic^, 
&üt?r Du miä) Deinen 533eg, 

3ni j^iiiftern leidet berirr' ic^ mic^ 
Unb meife ni4)t 2Öeg noc^ Steg, 
3d> möcljte gern ju Dir, ju Dir, 
Sei Dm, mein ®ott, ein güt^rer mir, 
®ib Du bem ©eifte Äraft unb ?ic^t, 
Dem ^erjcn fefte ^uberfic^t. 

2. (5r leuchte C^ctt, mir ben 93erftanb, 
aWein iPefte« einzufetten, 

Unb (c^re mic^, an Deiner ^anb 

Den 2Beg be« Jpeil« ju ge^en; 

®ieb l'uft unb Äraft jn jeber '^flic^t, 

(irljebung, toenn ber $Diut^ gebricht, 

3n ®lü(f unb -)lDt\), in greub' unb Sci(>merj 

(Sin gläubig unb bertrauenb ^erj. 



36. 

1. l'a§, c Qfictt, auf meinem 5Bege 
Deine SBei«^eit mit mir fein. 
Senn ic^ J^nrcbt unb ^Stt'f'K' ^ege, 
Deine Saljrbeit micf* crfreun. 
Venfr fräftig meinen Sinn 
2luf mein mabrco SßJo^lfeiif ^in. 
_ Ve^rft Du mic^, toa« rec^t ift, »ä^Ien, 
Serb' id> nie mein .f)eil berfe^len. 

2. Starte mic^, wenn ^ier jur Sünbe 
ajiein ®emiitf> bevfudjei ioirb, 
Dof fie mic^ nidjt überroiubc. 
^ab i^ irgenb mic^ oerirrt, 



II 



26 

O, fo fihrofe felbft mein ^crj, 
Da§ id> unter 9?eu unb ©d^merj 
Widf »or "Dir barüber beuge, 
Unb mein ^crj gur ©eff'runfl neige. 



37. 

1. S5on !Dir, mrin ®ott, fommt l'i^jt unb ?eben, 
Der t>a bo« gi^it unb geben f eiber bift; 
W\d) ^alt noc^ 5inf<fi^"i§ umgeben, 

Da« ?eben fe^It mir nodf, ba« au« Dir ifl. 
'äd) fenF in mi(^ ben ©hobt ber ©a^rbett ein, 
®elebe midf, fo (eb idf Xir oOein. 

2. Xein ©ort jog au« ben {^tnftemiffen 

aWit möt^t'ger Jhaft ber €onne PitJ^t berbor. 
Du ft)ro(bft — ba »arb'« bem 9?id>t« entriffen, 
Unb fdbteang ficb flar ou« tiefer 9?a(^t empor, 
^err, (a§ Dein fflort in mir gleich mächtig fein, 
Durebbring' mein ^er^ mit feinem lichten (g(^cin. 

3. <go leite micb in Deiner ffiabrbeit 

Den eeben«iDeg bnrcb 3rrt^um unb tüxäf -Jiac^t, 
iSrföfle meinen ®fift mit Älarbeit, 
Vü§ micb erfennen Deine« SiUen« Wadtt, 
©ei meine l'eucbte auf be« geben« «abn 
Unb rette mic^ bor ;>ntbum, Jel^l unb ©ab". 



97 



38. 

0, ®otte« Oeift, fe^r' bei un« ein 
Unb lo§ un« Deine ffio^nung fein, 
Äomm, ©eiftanb unferer ©eelen; 
(&xln\d)V un« burcb Dein göttli(^ Sic^t, 
feitjieb' un« Deine ^ilfe nid^t 
Unb rett' un«, toenn »ir feblen. 
Sog in un« ficb ®toub' unb giebe, 
9?eine Iriebe, 
Dir ju <5bren, 
®ott, erzeugen unb fi* mehren. 

ga§ Deiner ffiobrbeit mäcbtig l'ic^t 
2lu(^ ba, iDo einfielt nocb gebricht, 
3n beüem ®lon;je fcbeinen. 
UnlDiffenbe belehre Du, 
(Getrennte fübr' einanber ju, 
SWa(^ ©ünber ju ben Deinen. 
aUe, Me la§ ber ©a^r^eit 
l'autre filarbeit 
|Ho^ erfennen 
Dieb, ®ott, ^exx unb 95ater nennen. 



39. 

Dir bob' id) micb ergeben, 
aRcin ®ott im ganjen geben, 
3m Unglücf, »ic im ®lucf. 
Dir banf icb meine ^rfuben, 
Dieb preif icb aucb im geiben 
0t« ju bem legten Slugenblicf. 



I I I 



28 

T)ü biff«, ber füv mic^ machte, 

5fo(^ c^' id) war iinb bockte, 

Wirf; führte Teilte .^anb; 

I^u ^iift inid? tvcH fitUiM, 

2lmi? ba mein Qf^lM bereitet, 

2Bo id> nur ^(i)me^ nnb Reiben fanb 

35Ja« Reffen meine <3orf)cn? 
3ft mir mein ©lud berborgen, 
"Dir, |)err, tcrbirjn fic^>'« nid>t. 
Xlr, Dir ttiü id) yertranen, 
Sluf T'einc Viebc bauen, 
Vü, g3otfr, tt)ei§t, n>a« mir j^ebrtt^t. 



40. 

1. ffia« jagft I^n? Öio« regiert bie ffiett! 
Unb ®ptt ipei§ aüe T>inge, 
ee(b|t tt>a« ber OTcnfd? fnr fleinlid^ i)ält, 
3)'t v>bm nid)t ^n Acringe. 
Sein 2(uge fic^t 
3n Tein ©emfitb; 
Vit mte, bie I^u tbateft, 
25ernabm Gr, el^' Tm boteft. 

2. 2Ba« joflft rn? ^clf regiert bie ©elt, 
Unb öott ift ber Slllmeife! 
ßinft loerft V\(b, nja«t Vir m miftfäUt, 
3" ©eine« ^)/amene "i^reiie. 
<5r fübrt gewiß 
■Tnrd) ^vinfterni^, 
t^nrd> trübe 9^ad^t ber Veiben 
3">n l^ici^te ©einer Jreuben. 



29 



"Drum, (Siott, ba T^u bie 9Be(t regierft, 

2Bie fönnt' ic^ je »erjagen? 

v>d? fofgc Xiv, n)ie 1>h mid? fü^rft, 

Oiic^t« fcü mid) niebcr)d)(ogen. 

3(^ l?off' auf 3)id^; 

'X)u fegneft micb, 

Söenn id> auf Did; nur frf;aue 

Unb freubtg Dir oertraue. 



41. 

1. 5öerg unb TI^jI unb 8?Iütb' nnb 5S(nme 
Dienen, ©Ott, nur Deinem JWubme, 

Selbft ber ftcim, 

Der gebeim 
9?u^lt ncc^ in ber (5rbe €cboo§, 

(St beiueift, 

®ie Du fci'ft 
<go allmädjtig nnb fo gro§. 

2. Unb e« foüt' im üWenfc^enberjen, 
®ei'« in greuben, fei'« in Sd^merjen, 

'Jtidft Dein 33i(b, 

^ebr unb milb, 
töieberftrablen treu unb rein? 

C, bann n>är' 

Dir }ur (Sbr' 
ÖJürbiger ber tobte ®tein! 

H. Doc^ Du gabft ber freien 8ee(e 
j(raft unb (finficbt, ba§ fte toäifit 
d^ble <Saat 
^Jtur jur 2itat, 



i ,J u c 



4. 



30 

Do§ ber IWenfrf) auc^ fünbenfrei, 

gort unb fort, 

^ier unb bort, 
Dein, S3atcr, »»üvbtg fei 

©Ott, ^u ©c^öpfer oüer !Dinge, 
^ilf un«, bog e« un« gtHnge, 

Unrerfe^rt, 

■Deiner tocrt^ 
®tee ju fein, unb bleib' un« mf)' 

Du, bcn toir 

5öt unb für 
greifen ring«, ^üeluiaffl 



42. 

«üen ift (Jin ^eir bef(^ieben 
Unb ein dvbtifeH ougerfeb'n. 
Darum loffet un« in ^rieben 
©ruber! mit einonber ge^n. 

aücr ©treit 

©cit^e »ett 
83on bcm ©eg jur (Stoiglett. 

@(bce(e ©eitenbfJde tougen 
^idft für un«, für «nbre ni(^t; 
^abt nur euer ^eil »or «ugen, 
Ueberloffet ba« ®mdft 

Dem oflein. 

Der in meht 
Unb in bein ^tt^ fc^aut Ijineiu. 



3. 



I. 



2. 



•1 

^agt un« trad^tfii fcenn »er 3lUen, 
fflie »ir felber fru^ unb fpöt 
Unfevm Ferren mo^lgcfallen, 
@o »erf4>n)inbct, fo »ergebt 

«Uer Uieib, 

«Üer ©trcit, 
Unb mit i^m oiel ^erjeleib. 



43. 

31cb, ^err, mabne niicb on« (5nbe! 
Sd^reib e« tief in mcin.-n Sinn, 
Da§ icb, »obin icb mic^ tocnbe, 
Stet« bem ®rabe nai^e bin. 
Wabne micb, tcie biefe 3Be(t 
Cinft in Iobe«trümmer fallt, 
Dag tcb meine !Xage jäble 
Unb ba« rechte 3'?' crn>ä^te. 

©ei«beit ift e«, 9(lle« meiben 
©a« mit !Weu' ra« ^crj bef(^»ert, 
Unb ficb bütcn »or ben Jreuben, 
Die ber eünbe Dienft gctt>äbrt. 
SWenfc^enrubm, ber balb erbleicht, 
Vuft, bic im ®enu§ entfleucbt, 
Stiebt für »a^rc öüter acbten, 
'Jtein, nacb @otte« $ßei«beit trachten. 



/ .-' U L 



32 



44. 

1. 93or ®iv, ©ott, finb toufenb 3o^re 
(Sin 9(ugenba(f, fcer fd)iieÜ entflc^n. 
e« reid)t tk 3ett, bie njonbelbare, 
5^i*t bi«i ju Deiner .^c&eit J^ron. 
Sr^nben über 9?aiim iiiib 3eit 
$)errf(^ft J)u in ber Unenblid^feit. 

2. Do(^ »Dir, an 9?oum imb 3cit >]cbunbfn, 
Un« fü^rt i^r rafc^er i'ouf taffia, 

Unb mit tcm ©cd^fcl fliidjt'fler ©tunben 
Se^n ttir auc^ unfer i'ebcn flie^'n; 
ein ieber Jag lä§t unf'rc 53a^n 
®i«^ me^r bem 3iel be« l'cben nol^'n. 

3. T)od) »a« mir bo« OJefc^irf auc^ bringe, 
e« fommt pon 35ir, ic^ bin bereit; 
ffionoc^ id) raftlp* ftrebenb ringe, ' 

Du »et§t wann'« ju gcnjä^ren ^eit, 
l'ag Deinem Dienft, c ^crr, mid? »eilj'n, 
Dann tcirb mein Zi)m jum ^eil gcbei^'n. 



45, 

1. ®ie^, e« f(^täft unb fd>Iummert ni(«t 
®ctte« SBatertreue, 
Unb er fc^enfet ©eine ^ulb 
löfllic^ Dir auf« yieue. 
T:rDl)'i\ audf Stürme, brolj'n Oefa^ren, 
Äannft Du ^ilfe nic^t Awa^ren? 



Dem bic ©türme bienen muffen, 
Qv roirb bic^ ju galten loiffen, 
Senil herein ba« ffietter brid^t. — 
Unfer ^üter fc^lummevt nic^t. 

@ielj, e« fd^löft unb fc^lummert nicfct 

®otte« $ulb unb ®fite! 

v^bm bertrau' bic^ frenbig an, 

Va^ er bic^ behüte; 

Der bi« ^ie^er bicfc befc^ü^ct, 

Sei§ unb fenbet ©a« bir nüfeet. 

Sm nid?t! 
Der biä) rief in« (Srbenleben, 
tiJirb, tt)a» bu bebarfft, bir geben. 
Z\)üe bu nur beine iflic^t; 
Unfer ^üter fd^lummert ni^it. 



46. 

Seele, n>a« betrubft bu bic^, 
©a« ift bir fo bang' in mir? 
gü^Ift bu nidjt be« 23atere mf)e, 
Der un« aU' im ^erjen tragt? 
Mt fein @ctt ^ir in ber ^ö^e. 
Der ba liebt, auc^ roenn er f^lägt? 

Slufroärt« fc^au'I 

®ott eertrau'! 
©eele, roa« betrubft bu bid^l 

^immelroärt« 

j£)eb' ba« Jperj! 
3cbe I^räne, bie ba fäüt, 
^aifit ber Genfer Seiner ffielt. 



1 I I "t 



84 



©eefc, roa« betrübft bu tiäf, 
Wai ift bir fo bang' in mir? 
i>ot bic^ Slüe« beim enrlaffen, 
@te^eft bu bcnn gonj aUrin? 
Stammt bu "Jlid^ii !i;it ^'ieb" umfafffn, 
^fennft bu <)Jid?f« auf (Srben bfin? 

@ott bleibt bir 

gür uiib für. 
©eele, iSeelc, ^ofle ni(t>i! 

I^eft unb treu 

e*Dtt bid) roci^': 
©eine Ireuo nicmul« trüqt, 
Seine t'iebe nie ^?er|iej^t. 



47. 

1. ^nr, I;ein Cbcn; lebt in mir, 
^err, mein (Steift er flammt ocn t)ir, 
i'a§ i^n unbeflecft unb rein 
•Stet» Pen mir behütet fein, 
'Mx jum i>eile für unb für. 

2. ^err, »er fann eor X*ir befte^n, 
iöenn Tu ric^teft fein SPerge^n? 
Slber »Denn burc^ Xieine Äraft 

®id? mein (Weift ber @ünb' entrafft, 
ffiirft Du gnäbij) niererfebn. 

3. ÜKeiner eünben t'aft ift id^totr, 
Unb i* trage fie nict>t mebr, 
Doc^ ^crr, Deiner ©nabe ©lirf 
9iuft jum l'eben mic^ ^urürf, 
'^ü oerlagt mic^ nimmermehr. 



3. 



48^ 

1. «u« bem @c^oo§ ber bunfeln (5rbe 
Wuft, ®ott, Dein mäc^t'ge« ©erbe 
Sinen Äetm, 
"Cer geheim 

©einem ©aatfom flc^ entringt- 
Unb ertoac^t ' 

8u« ber yiaäft 
&rci empor jum gierte bringt. 

2. Unb Du fenbeft Deinen Segen, 
©onnenfc^ein unb milben 9?egeti, 
^a§ 3ur 3rit 
<5t gebeit^t 

Unb mit rechter gruc^t fic^ füOt. 
9?tng« um^er . 
Dedt ein SWeer 
Äeifer (Saaten ba« ®eflfb'. 

®o empfängt au« Deinen ^anben 

3eber feiner 9ia|>rung Spenben, 

^tet» auf« yieu 

©orgft Du treu, 

^err, für un« mit Speif unb Xranf. 

Drum ju Dir 

©enben loir 

^reifenU unfern ^obgefang. 



; .-' u o 






36 



ii 

1. ffitr fe^n 3^n nic^t, 

!Den Uncrfttiaffenen, ben Qintn, 

T>üx6} bfii bie ^fumrn blüffn, bir Strme ((feinen; 

!Do(^ tönt au« feinem eto'gen ^ic^t 

Dem aWenfcben, ben (Jt liebenb fc^uf, 

Entgegen «Seine« XBcrte« 9?uf: 

„3* bin ber |)en, Dein ®ott." 



S93ir tonnen 3^n 

On ©einen ffierfen nic^t ergrünben, 
Jiocfe fca« ®e^einini§ ©eine« föefen« flnben. 
T>m fd>t»ac^en ©terblicfeen erfAien 
Der ^o^en fiunbe ^elle (»pur 
Diirc^> Seine« ©eifte« Stimme nur: 
„^d) bin ber ^err, tein ®ott." 

O, immer fei 
Une biefer ^wcuf treuer, 
(5r fc^Joebe bor un«, »ie ein (ritenb Jeuer, 
3n unfre« Ceben» ©üftenei, 
©tr »erben, ©enn am 3ie( »Dir fte^n, 
Dann gan} ba« «Bort erfüllet fe^n: 
„3(^ bin ber |)err, Dein ®ott" 



50. 

1. ^5r'3froel! 

@ctt, unfer (»ott, ber ewig (Sine, 
(&x offenbart in tje^rem ®(anjc«fc^eine 
Dir ©eine ?e^re rein unb ^eü. 
@ie loar in t^tnfterni§ bein \!ic^t 
Unb beine Seele toanfte nic^t 
O ^öre 3frael. 

2. (Sinnig ift (5r! 

Du foQft an ®ott ben (Stncn glauben, 
35on feinem ffia^n (a§ beiner Seel' 3^n rauben; 
Unb nablet ber 33erfuc^>ung |)cer, 
$)alt feft an ö4ott, an 3^ aUein! 
(5r toirb bein Schuft, bein SRetter fein. 
^?re 3frael! 

• 

3. 3n Cttigfeit 

©äf>rt ®ctte« Öiebe; Sein (grbarmen 
«gd^Ungt lim ba« 3ße(ta(l ficb mit 35aterarmen, 
(5rt>aben über 9taum unt 3eit! 
So »o^r' e« feft audf bi« jum lob: 
„®ott, unfer ®ott, ift cinjig ®ott. 
O J^öre 3«raen" 



51. 

1. ©er fprac^ e«, ba§ bie (grbe, 
Unb ba§ ber ^immel »erbe? 
©er fc^uf in blauer gerne 
Da« grofe ^cer ber Sterne? 



; .-' u o 



38 



3. 



2. Unb ton ffat mfr ba« öeben 
Unb btffen ?eib gegeben? 
©er mir ben (Seift gefc^enfet, 
T^er fü^It, crfennt unb benfft? 

3. X)u bift'», ©Ott, Xeine ©erfe 
<5riä^(en I^cine @tärlie, 
Unb ffinben Xcinc ®ütf 
Dem fü^Ienben ®emöt^. 



52. 



2öerfunbet jebe Creotiir- 
3n oüem ©ec^^fer ter ©eftaften 
erfenn k^ Seine« ©irfen» gbur. 
^a« ©errall fpri*t> mit (antm k.^- 
e« febt e,n ®oft, ber e« erfct,uf. ^ 

^' l'Jlr ®?' ^^ S«n„e brauen 
^«n gIfler auf b,« Veben« ^fab - 
©"« «Jener fommt nur j„ ,;Uen 
"Hb unter ©türmen reift bie Lr 
«ertrauenb ,tet« an ®oftc« ^anb. 

^* »'er Stüdebenbc mir nob' 
Jen ic^ In ,„„^,„, ,.eben«fr;ube„, 
""^ .5"^ •" "»finem l'eiben Ut) 
Om j^ob bfü^t neue. ^>eben mir; 
^"febft, mein®ott, ic^^W'in'ijj,, 



53. 

1. ,^err ber ©elt, (5r t^at regiert 
25or ber Reiten 3tnbeginn; 

®eit bic Schöpfung warb ecUfü^rt, 
Jßanbelt fie nad) ©einem ©inn. 

2. Senn baö mi in ^J?ic^t« »ergebt, 
©eine StUmac^t bleibt allein, 
®ie Cr »ar in Üßajeftat, 

Oft unb wirb (ir cipig fein. 

3. lÄnfang, Gnb' ift in 3^m nic^t; 
©ein ift a)?adjt unb .^^errlic^feit; 
Qx ift ber (5r(5fung l'id^t, 

gel» unb Bdfü^ in ^rüfungejeit! 



4. 



aScnn mein ÜWunb 3^n fle^enb preift, 
Oft (5r :£)eil mir, ©tra^l be8 i'ic^t«. 
O^m befc^C ich -eib unb Oeift. — 
@ctt mit mir, ic^ fürchte nic^t«! 



54 

1. O^n' «nfong bift tm, ^crr, o^n' (5nbe, 
95or T:\r »erfc^föinben $Ranm unb 3eit. 
Rein ÜWenfc^engeift, ber 35icit> ccrftänbe 
3n feine« ®efen« (Snblic^feit. 
Dein ©ort regiert bie ffielt aücln; 
Du toarft, Du bift, »»irft etotg fein. 



BflHHittMB 



' 



40 



2. Du tearft, ol« no* in Sber fficttc 
Da« SIU, ein t»unf(e« ß^oe«, lofl. 

Du f?>ri4))t, Ca trennen fict) im (Streite 
Da« ü)?ecv, bie (Jvbe, ^?^a4>t unfc laq. 
Der ^imnicl ȧlbt |icb iftil unb rein: 
Du »arft, I^ü bift, wirft ewtcj fein. 

3. Du ^ältft ba« m mit Deiner ^iebe 
Unb ftrömeft au« bcr ®nabe Vicbt 
Dcc^ cb ou* (Srb' unb ffielt ^erftiebc, 
Du felber bift oergänflli* ni^jt. 

Du bift unenblic^. Du aücin: 

Du »arft. Du bift, wirft eioifl fein 



—C4Q^ 






JlUniadirnUtdit MtU. 



@l)CfU5 I. 



^crbeter. 

3tt Dir, ©Ott unb S3ater, »iü ic^ ^eute meinen (Seift 
erbeben, rrnm trct' id> ein in bie 9?aume biefe« ^aufe«, auf 
baft Tu bie ©orte meine« Öftebet« »crnimmft, bie icb in ber 
perfammelten ©emeinbe ^u Dir empcrfeiibe. @ieb mir ben 
rechten Sinn, c (5Äctt, unb ben rechten ®eift, bo§ id) nid^t 
mit meinen Vippcn fenbern mit meinem ^erjen }u Dir rebc; 
ta% xäf mit ber (Stimme meine« ÜWunbe« bie »at^r^aften 
Ötegungen meine« ®emütf>« eor Dir erfd>lie§e. 

Dir gereeit^et ift ber JKoum, auf bcm id) fte^e; Dir ge^ 
heiligt ift bie Stnnbe, bie mict; in biefcn lempel ruft; cor 
Dir t)ereiniAt ficb bie ®emeinbe, bie fic^ nad) Deinem ^Jiamen 
nennt. Dort» bor Dir, c ®ott, gilt nic^t SRaum unb Ort, 
nicbt 3eit unb Stimbe, nicbt 3a^( uiib aWcnge; bcnn ba« 
gan^e ffieltaU ift tic Stätte Deine« Saiten«, bie iSwigteit 
buribringcft Du mit Deinem Dafein, unb Deiner S^öpfun-- 
gen Unenblidjfeit nmfaffeft Du mit Deiner l'iebc. 

'iSlidf aber, ^•>err, ergreifet mäd^t'ge ß^rfurc^t, wenn iä) 
Mit bem ©craufd) ber Seit in bie ftiüen 9?äume bicfe« 
^aufe« trete, ba« fi* nur i^ffnet, um bie Stimme ber 2Öeten. 
ben }u PernelMuen; anbart)t«Doller griebe jie^et ein in mein 
Oemiitli, wenn na* Tagen mü^ebollev 3lrbeit be« Tage« 
SWorgen anbriet, ber mir 5Raft unb gveifjcit gijnnct, unb 
mid? in Deine 9?äl?e ruft, e C^ott, um meiner Seele ^eil ju 
pflegen; unb beilige «egcifterung we^t mi4> an, wenn meiner 
©rüber Stimme in mein T^r erflingt, einmüt^ig im ®ebct 



; .J c 



^« c ^0« mem ^cr^ jum n,a^r^afte„ ®ebet, „nb nimm 

e^or unb ©emeinbe. 
amen. 

m^fJrJr ^'' ^^^»«"«- ' eV'^ rr,v-m, c^e noc* ein 
^ fen ge Waffen mar; feit me^ öoin»ra<*t ift „ac^, Sein m 
^«en, ,jt (5r ber ntä*ti,e ^errfc^^er, nnb n, n„ bcrei:f 1^ 

. V' ~^ »ar-et mirb fein in 3Wajeftät. ^r ift ciinia 
«nfang, o^ne (5nbe. Sein ift bie aRac^t nnb bie 6err(i*feir 

J*"6, <5r ,|t mein ^eil, roenn id, 3l?n anruf 1„ ^ Z 

sCe- nl:b''„:?br7-^'^^^'' '^'"^'^ ^^"^J- -" i^ 

®elc6t fei Der, auf beffen ©ort 
t)fl« ©ellaü ift entftanben. 

©elcbt fei 3)er, ber ba ipxiä,t unb ^^äft, 
-Cer »erzeiget unb crfüat. 

®etobt fei ler, ber fi(^ ber ßrbe 

Unb aüer SBefen bäterlid» erbarmt. 

®eIobt fei X)er, ber eroig lebt 

Unb fromme ffierfc treu berailt. 

©elcbt fei Der, ber errettet au* jeber «efa^r 

Unter SHetter unb (5r(8fer bcn 2(„beflin„. 

ei>or unb ©emeinbe. 
®e(pbt fei (^! 



43 



95orbet er! 

T)\(if preift ba« 30 unb (obfinget I)tr, t)td? ergebt ba« 
ÄÜ nnb »ertünbet Deine A^crrlic^feit, @cb(>))fcr bc« SIU'«. 

Wemanb ift gleich Dir, 9?iemanb au§er Dir. Du bift 
aUer ©efen Jperr, »lepriefen bur* ben ^JKunt jebe« Sterblichen. 
Deine Viebe unb Deine ÜÄaieftät erfüllen bo« ffieltaö; ©ei«« 
l^eit unb l5vfcnntni§ um>Kbcn Deinen J^rcn; 9?ed>t unb ®e» 
recbtigfeit folgen Deinen ©cgen; l'iebe unb erbarmen ge^en 
bcr Dir ^er. 

t)crr, ber Du be« Often« I^ore täglich öffneft unb bie 
Dunfel be« J^irniainent« jerftreuft, ber Du ber Sonne tote 
bem iSUnt gebeutft, ba§ fie ber ©elt unb i^ren 33en>D^nern 
leuct>ten ; ber Du in Deiner «iebe alltäglich erneueft bie ©un« 
bertterfe ber Scl??pfnng: Jperr ber ©clt, ben üJionb unb 
Sonnen prcifen, unb Deffen @ri5§e ber Sterne ^eer befingt 
— Du f(J>aueft oon ben JDi^^fn Deiner ÜRajeftät aud) gnäbig 
auf ba« gcringfte Deiner ©efcfjöpfe, unb fc gebenfc auc^ unfer 
in Deiner unenblid^en l'iebe, unb »ernimm bie ©orte nnfre« 
gle^n«, mit benen rcir ju Dir nn« roenben, 93atev be« ©clt* 
aU«! 

(S^or unb ®emeinbe. 

?obe ben ^errn meine Seele unb ffia« in mir ift Seinen 
^eiligen ':)iamen. ^aUeluia^! 



SJorbeter. 
aWit untoönbclbarer l^icbe ^aft Du un« geliebt, .f)ert, 
unfer ®ott, nnb mit unerfc^iJpflici^er ®nabe ^aft Du Dic^ 
unfer angenommen. Unfer ^err, unfer 3?atcr ! roie Du unfern 
Tätern, bie Dir oertrautcn, ba« ®cfe6 be« l'eben« le^rteft, 
fo fei oud> un« gnäbig nnb fcbenfc un« (^rfenntniß. örleuc^te 
unfern Sinn, auf ba§ mir erfennen unb befennen, auf ta^ 
»ir lernen unb lehren, auf ba§ mir bezeugen unb bewahr- 
t^eiten in l'iebe, roa« Deine ^eilige lora^ un« (e^rt. Sr* 
leuchte unfer :Mugc burc^ Deine l'e^re, befcftige unfer ^erj 
butci 3)cine ®ebote nnb moc^e un« ftarf, um Dic^ ju lieben 



44 



unb T)tr ju ße^orc^en, uuf ba§ mir nie ju ^öfanben »erben 
©cnn 3>u ^oft un» serftreut über aUe I^eile ber (5rbc, auf 
bog mir I^cinen Seifigen iTiamcn befennen vor oUen Cö'lferu 
beren Oljr ibn nie bernenimcn ^atte. Unb un« i)ajt Du berufen' 
Don aücn jungen unb ^Jioficnen mit un« na^e nefälfxt ttx 
maf)xi>eit Deine« ©efen?, um Did? 3U preifen unb al« bcn 
<5in,5iflen ju befennen. Ö^epriefen feift Du ^err, ter Du 0«- 
rael berufen l^oft in l'iebe, um Deinen •Jiamen {u perbenlicben 
unler aUen (5rbeiif«>bnen. ^ 

e^or unb ©emeinbe. 
3Unen. 

33orbctcr. 
Unb fc ift e« an un«, Dir ju banfen, Vid, au preifen 
unb iu cer^errltd^en. ^eil un«, mie fc^ö„ if, «„fer Iheit 
»«e alurflic^, unfer l'oc«, ©ie befeligenb unfer «irbtbeil Ljl 
un«, bie teir au«rufen: ''^ 

(Di« «rmriib« ererbt g^) 

: in? nin; mb^ nin^ i?«-ijp^ yoe; 

ßbor unb ©emeinbe. 

: "in^ nin;. mb^^ nVT; i?«-i^ yo^* • 

, S3orbeter. 

♦• ny.V ü?iy> inD^D -1135 ük; ^n? 

ß^or unb Öemeinbe 
• "»VI 0b)vb lnD>ö 113? D^ rjnj 

Corbeter. 

reinriJlS " ""' ®'" ^^'* ""^ ^^inelnm 

m* ©emfinbt nimmt j^r, m^t n>M,r ,(«.> 



„"Du foOft (leben bcn (Swigen, beincn ®ott, mit ganjem 
^erjen, mit ganjer Seele unb mit i\a\\\m 5Bermögen. Unb 
d foUcn biefe ^L^orte, bie id) biv ^ciit' befef>(e, in beinern 
^er^en »erbleiben. Du fcüft fie eiiifc^ärfen bcinen Äinbern, 
unb baöon veoen, wenn tu fifeeft in teinem |)aufe, toenn bu 
geHt auf ^om ffiege, »enn bu biet niebertegft unb wenn bu 
aufftebft- 3:vai\c fie jum 3eugni§ auf tcinen ^anben unb ^um 
«nbenfen for beinen «ugen, unb fd^reibe fie an bie 'ißfoften 
beine« f^aufe« unb an beine T^re." 

Dein ©ort, o ®ctt, ift ^u unferm ^ei( gecffenbort, Da§ 
e« bie ffiobi-beit un« (ehre, im («uten un« bcfcftige unb i