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Full text of "Versuch einer mineralogischen Geographie von Schweden"

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V e r f u ch 



einer 



fflineralogifchen Geographie 

von Schweden, 



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von 



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Ucbcrfetzt iin3 noTt Erläuterungeu 
und Zufätzeu verfehen 



von 



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K. A. Blöde. 


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Mic einem Kupfer. 


> 


Freyberg, 

bey Graz und Gerlach. 

18*9-. 

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• 'V 1 



-«■ ft«i 







Ö c r r n 
yofeffor Dr. J. J. Berzelius 

in Stockholm,. 



Herrn 

^feffor J. F. L. Hausmann 

.',. . in GÖtiingen, 



$: 



Herrn 



likspatron W. Hifinger 

nif'KÖping und Skinskatteberg 
t; ' danfcbarlichfl zugceigaet 



% 



Ueberfctzer. 



.' 







I . ' 



Vorrede, 



. 



■ t 



JlUai^ers T^erßtch einer minerahgifchm Geo^ 

fnfMe von Schweden, welcher fchm im ^ahre 

I|d7. f» Stockholm heraus kam, enthält fo wich" 

HgtBeyträge zur mineralogißhen Kenntnifs jenes, 

fk den Natufforfcher in vielfacher Hinßcht fo 

Wtrkwürdigen Reiches, dafs der bisherige Mangel 

Mff deutfchen Ueberfetzung die/es IVerkchens 

Verwunderung erregen miifste, wenn nicht der 

Umßand, dafs eine hinreichende Kenntnifs der 

fckmedifchen Sprache unter den deutfchen Miner a^ 

bgtn noch nicht gnüglich verbreitet zu feynfcheint, 

ÜB Sache erklärte. Herr Profeffor Hausmann in 

GBttmgen, welcher einer folchen deutfchen Bear- 

Uiuag vor allen andern gewachfen gewefenfeyn 

witdi, hatte auch bald nach dem Erfchehien der 

Skbmr/chen Schrift, wie aus öffentlichen An- 



\ 



VI Vorrede. 

I 

kiindigimgen erinnerlich iß, den Entfchk^s 
g^fnjjt, wurde aber, wie er mirfchrißUch 
durch Zeituerhältnijfe und andßre ungänß^i 
ßände davon abgehalten. Daß Er diefen Vo 
aufzußihren verhindert wurde, iß ein offe 
Verhß für die Mineralogie, der durch die 
Uegeyide Arbeit, (welche die Nachßcht der K§ 
fiark in Anßpruch zu nehmen Urfache hat) 
zum Theil wieder erfetzt wird, 

Was diefe Arbeit felbß anlangt, fö bab$ 
darüber Folgendes zu bemerken. 



Vor allen Dingen halte ich es für Pßiekt^ i 
dem Herrn Profeffor Hausmann, dem Herrn ' 



Brukspatron von Hißnger felbß, und endlich dem 
Herrn Profeffor Berzelius, für die zuvorkom- 
mende Güte, womit ße mein Unternehmen zu be* 
fordern gefucht haben, öffentlich Dank zufagen, 
Herr Profeffor Hausmann hat mir nicht nur ge* 
fälligfl geßattet, von den Aufklärungen, welche 
feine Schriften Über die Mineralogie Schwedens enU 
halten, in den für nothwendig geachteten ErläutC' 
rungen und Zußtzen, welche dem Hifingerfchen 



' Vorrede. Vll 

WfirkB folgen, Gebrauch zu machen, fondem mir 

(mk TS» diifem Behufe handßhrißSehe Zu/ätze 

des f^eff affers, undfpäterhin noch die ak erfler 

Anhang über/etzte neuere Ueberßcht über diegeog^ 

fioßifchen Verhältniffe Schwedmr gütigß mitge- 

theiü. Dem Herrn von Hißnger verdanke ich , 

Aenfatts einige neuere Notizen, und Herr Pro^ 

fejfor Berzetias hat mich mit zuvorkommender 

Gefälligkeit durch Ueberfendung derßinfienund 

des ganz neuen fechßen Bandes der gehaltreichen 

Afhandlingar i Fyfik, Kemi och ßSneralogi, in 

den Stand^ gefetzt, in dem zweyten Anhange alles 

das nachzuliefern, was in den letzten fahren zur 

Bereicherung der Kenntnifsfchwedifeher Miner alten 

in Schweden felbfi gefcliehen iß^ 

War die eigentliche Ueberßtzung der Hißti- 
gerfchen Schrifi und der, den erfien Anhang auS' 
machenden Abhandlung anbetrifft: fo habe ich 
mich, ß) weit es der Genius der deutfchen Sprache 
geßattet, fo nahe als möglich an das fchwedißhe 
Original zu halten gefucht. Bey einigen Worten 
und Ausdrücken, deren Sinn mir zweifelhaft ge*-' 
fchienen, habe ich diefs durch 'Fragzeichen, meh- 



VIII Vorrede. 

V 

rere Male auch durch Beyfdgimg der fchwedifchm^ 
(Porte angedeutet. Zweifel und Ungewifsheitm^ 
diefer Art konnten nicht ganz aufen bleiben, wdk^^ 
die mineraiogifche Sprache der Schiffeden im ^ahr$ii \ 
iSofjn noch nicht fo vollfländig ausgebildet war qU\ 
ße jetzt fchon, und die deutfche Sprache noch im^ | 
höheren Grade, es iß. Uebrigens glaube ich fikr '\ 
die Sprach'^ und Sachrichtigkeit der Ueberßtzung . 
Tiemlich bürgen zu können, zumal da Herr von 
Hißnger, dem der Herr Bergrath Freyherr von 
Herder aufßiner vor Kurzem beendigten mine* 
rahgifih'bergmämufchen Reife durch Schweden 
eine Abßhrifi des Manußripts zur Durchficht 
fnitgetheilt hat, fowohl mündlich als in einem Brie* 
fe an michfelbfi, ein fehr günßiges Urtheildar* 
über fällt. 

Die beyg^lgten erläuternden Anmerkungen 
und Ztffätze wird man nicht ßir überflüßg haU 
ten, wenn man in Betrachtung zieht, daß die 
in dem Hißngerfchen Werke vom Jahre igoj, auf" 
geßeUten Anßchten über die geognoßifche Beßhcf* 
fenheit Schwedens durch dicßitdem bekannt gewor* 
denen gründlichen Beobachtungen eines von Buch 



r 



Vorrede. IX 

md Hamsmanni m mehrtrenuNffentSchem Pvnktm 

eine gänzliche t^erändenmg irBttm haben. Dh 

daraiu hervor gegm^mm (vorzügUcb die faß 

ihtr gafftS Skandinavien verbreitete, fiüher ßir 

Grafhit gehaltene Gneuformation betreffenden) 

Ferbejferungendurftenwohi in eifur netteren denU 

fchen Bearbeitmng der lüßngerifchen Geographie, 

wennße nur einigermäafen avf Branehbarhit und 

VoUßändigkeit Anfprueh nuuhen foUte, niehtfA» 

kn, und worden daher allenthalben an ihrem Orte, 

mitßeter Angabe der benutzten Quellen, naehge* 

tragen. Herr von Hißnger hat fich neuerlich, 

wie die im erßen Anhange gelieferte Abhandluug 

zeigt, diefen Anficht en angefehlojfen, und es wür* 

de daher ein Theil der in den Anmerkungen gege^ 

benen geognoßifchen Erläuterungen äberflüffig ge* 

worden feyn, wenn mir diefe Abhandlung früher 

bekannt worden wäre. 

Was den oryktognoßifchen und chemifchen 

Tieil der gelieferten dZuf&tze betrifft: fo habe ich 

euch darin alles zu leißen gefucht, was zu einer 

moglichft voUßändigen Kewntnifs der, in dem be* 

ßhriebenen Theile Schwedens vorkommenden Fof- 

b 



X. Vorrede. 

ßlieh gereichen kann, und ich hoffe keinen ywitiJc 
wurf darüber zu verdienen; dafs ich dann., mäfor 
manchen fchwedifchen Foß^n Hausmannr 'B§m:r 
fchreibungm mit benutzt habe, wmn diu in rlm 
Hißngerfchen Werke felbfl enthaltenen Charakteri^ 
ßiken nicht ausreichend fchienen. Die aus neM» \ 
rxn fchwedifchen Schriften, namentlich aus -'dm'-'iß 
vortrefflichen jlfhandlmgär i Fyfik u*f w^b^ge» ^j 
brachten Notizen, habe ick ohne Ausnahme auß v 
den Quellen felbß gefchöpft, ungeachtet ich dar i 
ßhätzbür-e Schweiggerfche Journal, in ^ welchen \ 
fchon Vieles daraus entlehnt worden iß, dab^ hat* \ 
te benutzen- können^ Dafs diefe Notizen fich weit 
mehr» angehäuft haben, als ichfetbß anfangs* ver* 
muthen konnte; davon iß die Schuld nicht mir, 
fondem dem unermüdlichen Forfchungseifer der 
fchwedifchen 'Mineralogen und, Chemiker beyzu^ 
mejen. - 

^' Mancher fchätzensmrthe Beytrag wiU^e-noch 
aus den nßuen Abhändlimgen der Akademie der 
JViffenfchaften zu Stockholnh ^nd aus den fünften 
TheitdvßH <Hausmanns Rdiß durch Skandinavien 
zu mtWiiMu gewefenfeyn, * t^nnerßere nicht in 



yövrcdi; IXE 

kr hießgen Kdnigßchm BibMothii mangekmh 
wd der letztere nicht erß nach FblUnäung 
des Druckes der vorUegmdtn fFerkchens erfchie» 
wn wäre. 

Von den, dem Original bey gefügten, Keh 
gfem iß diefer Ueberßtzung nur die erße Tcfpt, 
welche Durchfchnitte der ßhwedißhen Trapjfor^ 
mation enthält, beygekgt worden, weil die ubri* 
gen nicht genug allgemeines Interejfe zu haben 
fihienen. Endlich iß, um das Buchfo brauchbar 
als mogUch zu machen, noch ein Sach- und Orts^ 
regißer beygeßigt worden. 

Jfüt dtm fVmfche, daß man dieß in den we^ 
nigen Erholungsßunden eines Geßhäfftsmanuer 
entßandene Arbeit nachßchtig beurtheiten möge, 
verbinde ich noch die Nachricht, da/s Herr von 
Hifinger, wie er mir unterm 22. jäner d. y» 
meldete, in Kurzem wieder Bemerkungen zur 
phyßkalißhen und geognoßifihen Kunde einiger 
Theile von Schweden und Norwegen herausgC' 
ben, und mich in den Stand ßtzen wird, das deut- 
Iche Publikum^ wenn es gewünfcht werden foüte. 



XU Vorrede« 

mch mit die/m neuen Forßhungen bekannt zu 
machen. 

Dresden, ams. May iSip. 



K. A. Blöde, 
£. 5. Qeb. Ttnamratb, 



t • 



Einleitung. 



I. 

udiveden und Norwegen bilden zufammen 
oa ireit (Ich crdi eckendes Vorgebirge, was 
ioich Finnland und Rufsland mit dem feften 
flande verbunden wird. Gegen Mitternacht 
'.vird es vom Eismeere begrenzt, gegen Abend 
von der Weflfee, der Nordfee und dem Katte- 
gat, und im Morgen vom baltifchen Meere 
oder der Oftfee. 

Diefes weit ausgedehnte Vorgebirge wird 
der Länge nach, in der Richtung von S.S,W, 
mid N.N.O., durch eine hohe und breite Ge- 
birgskette, die man das Sevegebirge, die Kjü- 
Jen und nordifchen Felfen- oder Alpengebirge 
(aprrske Fjallen) nennt, in zwey Theile ge- 
tbeilt. Diefe Gebirgskette bildet fall allenthal- 
ben die natürliche Grenze zwifchen beyden Rei- 
dioi, und vertheilt das Wafler nach beyden Sei- 
|ep, nach der Weil.- uud.Oflfee. 

A 



2 EinUitung« 

Der Hauptzug diefes Gebirges erreicht die-j, 
Höhe der Alpen^ ift ohne alle Vegetation uod^ 
zumTheil, nänlhch von der Grenze vonDalar— . 
ne bis nach Tornea-Lappmark, mit ewigem _ 
Schnee bedeckt. Der hohe Gebirgsrücken liegt 
der WeftJee etwas näher als der Oftfee, daher . 
jdie weftliche Seite des Gebirges jäher abfällt,,^ 
die öftliche hingegen, zu Schweden gehörig^.'V' 
einen ianfteren Abfall bildet. 

.Das Sevegebirge uininit am Eismeere in " 
Norwegen unter dem 70. Breitengrade feinen " 
Anfang, von wo aus fein Hauptgebirgszug füd* •. 
weftlich nach Weftbothniens Lappmark, von * 
da füdfüdweflJich bis zur Grenze von Herjeäda- f 

'■il 

len und Dalarne fich fortzieht, ^ier theilt er "= 
fich, nördlich vom Fämundfee in Norwegen, '. 
in mehrere Arme, deren höchfter, in der Rieh- . 
tung von Mittagabend, durch Norwegen fich 
verbreitet, und dort den DovrefjaJl, Lomsfjäll, A 
Sognefjäll, Hardangerfjall, Joglefjäll, Läng- 
^älljiud mehrere andere Nebenjoche und Bergt 
bildet» dann aber in der Gegend von Lifter ah 
der Nordfee (ein Ende erreicht. Der zwey te 
Gebirgsann zieht fich wefth'ch vom Famundfec 
in mittaglicher Richtung vom Sevegebirge ab, 
fclieidet Wermeland und Dahlsknd von Nor- ' 
vegen, iäüft dann weiter füdlich durch Dahls- 
land und am welUichen Ufer des GÖtha-Elf 
fort, bis er bey Gotbenburg an der Kiifte fich 



Cinleituoff* 3 

ftt. Ein dritter Arm trennt fich ebenfalU 
' ^•'^ Fdmundfee von dem hohen MitteJjoche, 
(ich an diefemSee gegen Morgen hin nach 
;%(ldalekarlien und Tranflrands-KirchfpielC) 
^^iodet {Ich von da füdöfUich nach den Kirch- 
Von Näs und SifZen, und erftreckt fleh 
mehreren Kriimmungen nach Mittag hin 
Weflennanland, Nerike und Oftgoth* 
|.)>is nach SniSland. Auf diefer Strecke zie- 
fidi mebrerey veniger hohe Gebirgsjoche 
der Richtung nach Morgen von ihm ab, y/reU 
[/ito^' Gebirge von Dalekarlien, WeAerman« 
^linä; ' Nerike^ Siidermanland und Oflgoth- 
'liiiliilclen. In SmSland^ füdlich von Jönko* 
jÄigv-. vereinigt fich diefer Arm mit einem an- 
dern bedeutenden Gebirge, welches faft genau 
isidcv Richtung von Morgen in Abend das Land 
vcu| einem Meere bis zum andern durchfchnei- 
V^4fCv' jndexn es von der Nachbarfchaft von Go- 
Iboiburg aus durch Elfsborgs-, Jönköpings^ und 
Kaiaurlehn fleh hinzieht. Auch verbreitet 
' ^'fM''^ g^g^^ Mittag hin einfge Nebenjoche^ 
£c fich in Hallaiid, dem nördlichen Theile 
TQfl .Schonen, imd im Kronebergslehn allmä« 
' htk^ierlieren. (Man fehe die Karte des Baron 

-/""Von dem Punkte, mitternächtlich vonFä- 
Mndiee, an der Grenze von Herjeadalen aus, 
daa Sevegebirge (icli in mehrere Haupt arme 

A c? 



4 CinJjeijriiijis. 

theilt, bis zo dtCCen nörcUjchem jEnde am Ei»* 
meere hin» verbreiten fleh auf der öfllichea ' 
oder fchwedifchen Seite noch mehrere, ^enig 
bekannt, aber dennoch bedeutende Haupt- und . 
Nebengebirg&joche nach Mittag und Mittag* 
morgen, die fich theils an den bothnifcheÄ 
Meerbufen anfchliefen, theils im Lande verlie- 
ren, elve fie die Seekiifte erreichen. Unter Ih* 

nen find befonders bekannt, die GebirgskJette^ 
^reiche Dalekarlien vonHarjeädalen tretint, und 
in Geflrikeiand fleh endiget, und eine.zveyte, ^ 
Nrelcbe fleh an der Grenze von Herjeädalen und 
Jämtland liinzieht. Auch die fchwedifcheA 
Lappmar k«n find mit Gebirgszügen angefiiilt; 
die in Luleä-Lappmark ihre gröfste Höhe erz- 
reichen. ' : . . , 

Jenfei ts der Reichsgrenze gegen Nötv<f* 
gen hin, in der Nähe von TorneS-Lappmark, 
fondert fleh bey der Enontekis Gemeindegrenze 
ein Hauptarm ab, welcher gegen Morgen* hin 
nach Kiemi-Lappmark bis zur ruflifchen Grenrii 
frch fortzieht, fodann an diefer Grenze fUdlich 
bis nach' Oftbothnien hinläuft, Uleabergiiehn 
von Riifsland, Karelen und Savolax trennt, 
auch mehrere Joche bildet, welche fich liber 
TavaHland, Savolax und den mittäglichen 

Theilv^n Finnland in verfchiedenen Richtun- 

... • ■ .■.•.■•■ 

gen au&breitto. 



; « - j 



Binl6ltnn§^ 5 

Die Erhöhung dieferGebirge über clieMee* 
resfläclie^kann ai» Mangel aa MelTuagen nicbt 
mit Sicherheit benimmt werden. Die größten 
Höhen finden fleh ohne Zweifel in Lulea-Lapp. 
mark^und unter den dortigen Gebirgen zeichnet 
fichvon andern wieder die Sulitielma aus. Von 
dem hohen Bergen in Jämtland rechnet man 
Kjela-hög, Syltopp und Areskut unter die höch- 
ften. Der Sultopp erhebt fich 6652 FuG und 
Areskut 5308 FuG liber die Mecrcsflache. Der 
Svucku in Norwegen, in der Nähe desFämund- 

_ ■ 

fees, erhebt (Ich, nach Cronßedt, 4536 Fuhr 
über den Spiegel diefes Sees, deflen Geväfler 
nach vielen und (larken Fällen durch den 
Gotha-Elf bey Gothenbürg in das Meer ab« 
ffiefen. 

Aufet diefen Hauptgebirgen, welche den 
gröfern Theil des Landes bergig machen, fin- 
den lieh auch noch häufig an den SecküHen 
fteile, nahe zufammengedrängte. Berge, wie 
in Bohuslehn, Bleckingen, OAgothland, Ros- 
lagen lind an einem gewiflen Theile der nor- 
difchen Seekiiften. Das Ucbrige ift plattes I^nd, 
und die größten Ebenen finden fichinScho« 
nen. Oft- und Weftgothland, in mehreren Ge- 
genden von Nerike, Siid* und Weftmanland, 
Geftrikeland, und am meinen in Upland. An- 
fer diefen grofen Waflerbafiins (vattudragen) 



6 EiiileitüiiiP»^ 

trifft man auch mehrere grofere fliid kleiaere c 
Ebeoea innerhalb der Gebirgszüge aa*>i ... 

■ • 

IL 

In einem Lande von fo weit ausgedehntem * 

Umfange und von fo mannichfaltiger natürlW ^ 

eher Befcbaffenheit kommen auch Gebirgsar«; -• 

ten von mancherley Art und von fehr verfchic* ' 
denen Formationen vor, die grofen Theilf . 

noch unbekannt find. Bey Auffteliung der* ' 

feiben werde ich meift der Werberfchen Ein* < 

theilung folgen, weil fie die natürlich fte id, : 

indem fie fich auf das relative Alter der Qe- ^ 

birgsarteu gründet. Ich führe fie hier um fo • 

lieber in einer fyfiematifchen Ordnung auf, Hb ] 

Werners Klaflifikation zur ai^eit in Schwedpa - 
noch fehr wenig bekannt ift. 

A. Urgebirgsarten**). 

Sie machen die Grundlage alier übrigen 
Gebirgsarten aus, und treten gewöhnlich auf 
den höchften Punkten ohne Bedeckung hervor. 
Sie enthalten niemals verfteinerte Ueberrcftc 
aus dem Thier- und Gewächsreiche, und be- ^ 
Oehen einzig und allein. aus chemifchen Nie* 
derfchlägen« 

•) f; Anmerkuni; f. ♦•} f. Anmerkung 2, 




BialeiruBg« 7 

U^CMit. Ein igevUIer Theil Schwedens 
: ^kefleht aus diefer Gebirgsart. Er kommt vor 
* : lia den Gebirgen von Jämdaad, von dem 
''-liBerge JäfKjöhatt bis zum füdlichen Vafsdal, 
, ^} wtitk Hallfjäil und Fogelberge. Ferner in 
fjeädalen in dem Gebirgszuge am Fä- 
dfee und um den Rutefjäll herum. Am 

udvare bey Jokkniok i^ Lulea-Lappmark, 
^äft vie am NafafjUll in Piteä- Lappmark*). 
• 'MosA in den Ebeuep trifft man ihn ohne Be- 
i .! - /deckung von andern Gebirgsarten, rament- 
^Ji^üch iil Upland, Weflmanland, Süderman* 
w^ einem Theil von Ofl- und WeAgoth- 
und andervärts. Hoher nach dem Ge-* 
irgsriicken lünauf ift er meift mit Glimmer- 
rchiefcr,Urkalk, Quarz und andern jüngeren 
^(Gebirgsart ea bedeckt. Er geht zu>3t'eilcii 
'■'in Gneis und Syenit über. Seine Hauptabäu- 
.deningen (ind folgende: 

■ 1) Gemeiner Granit, aus Feld(path, 
' •Glimmer und Qu^arz innig gemengt. 

\\ a) Rother. Findet fich in Weflgoth- 
land, Smaland, Halland, Bohuslehn, 
Wermeland,Nerike, einem Theile von 



'n M. f. Tilas Utkaft tiU Svenges Min. Hiftorie, und 

:• -"^ron Hermelins Förfök tiU Miner. Hift. öfver 

> li^pmarkcn och Vcftcrbottcn Qias Letztere übevCczt 

"i >on B'umhof. Freyberg 1B13. beyCraz u. GerUch.) 



9 Einleiiuirfr 

Weflaaanlaiul, ' Rqslageo, Almd, I^'.- j > 

gisvara, Kiäuravare uad aii mehteCj^iy 

Stellen in den Lappmarken. 

aa) Schriftgranit. 

. b) Grauer. In den Ebenen von Uptah I, 

WeAermanland undSüdermanlsn^f. 

. aa) mit Granaten. 

a) Syenitartiger Granit mit Hör i- 

blende. Uplaod, Weflermanland.-; ] t^v ' 

geht bis'veilen in Syenit über. :ß-.x*i.' 

3) Gneisartiger Granit; am Öf^^Il^^,^ 

wellenfbrmigfchiefrig (vägskifrig)j jri'gflp'^i'. 

. ben Gneis übergehend. ^'■''■T'-"% 

a) Rother. In der Nähe des Venc!*.*' 
feetinWengothlandundinD^thtjl 
bcy Troilliäita. 

b) Grauer. Er ift oft mit Hornble 
und Schwefelkies geraengt, und ci;^;''- 
h'alt bisvetlen Lager und Gänge voö:.' 
derber Hornblende und GriinOein. 1^'- 
und um Stockholm, an mehcer« 
Orten. ' ■> t- : 

II. Gneis. Diefe Gebirgsart ift in Schweden, 
veniger gemein als anderwärts, doch koiiinjt 
lie mit Lagern von Kupfer- utid Eifenerle^^ 
in mehreren Gegenden von Südertnanlaj^K'' 
, Oftgothläad u. f. w. vor. ■■ '■' -^ vt'' 



Einleitüof« 



r. » 



jÄOlirmmerrchiefen £c ift fovobl auf 
^ 'iea H^apt- als auf dea Nebengebirgsf^ugen 
1«^ Hpi. i^crgeioieinftea verbreitet, und fcbUefl 
L^ meiftea Erzlagerdätten m fictu Ervech- 
^Jidt oft mit mächtigen Lagern von Urkalk, 
V'^)pan u* a. Seine Schichten haben a\rf den 
^-^liSdiften Bergen (pa fjällen) des Hauptrii- 
j d;en8, infonderhcit in Jämtland, eine faff 
^'^.ilbhlige und ^agrechte Lage, da fie einen 
.^^l^kel von mehr als 45° gegen die fefak- 
■;' Itdice Linie machen. In den Nebengebirgs* 
^* sffgen flehen fie dagegen mei(l auf dem Ko* 
fr pfe. Er liegt über dem Granit. 

^-«O Gemeiner Glimmerfchiefer, t)a- 

^r : . lekarlien, WeAmanland und auf den mei« 

. it - 

\.\ . fien Gebirgsrücken. 

^\.s) Dichter Glimmerfchicfer (Hörn* 
f chiefer Tilas*)), von faß nicht unter. 
fcheidbaren, innigft vereinigten Gemeug- 
tfaeilen. Er bricht in dickeren Schichten 
. und ift veniger deutlich fchiefrig. Seine 
Schichten haben meifl fenkrechte Quer- 
prange. Ädelfors, Myrbacksfalt bey 
Riddarhyttan. 

« 

' j}.-QaarzigerGlimmerfchiefer(Q£!art$. 



«•*«■ 



^ C Anmerkung 3. 



10 Einleieting. l 

rSdande, d. h. mit vorwaltendem Qoarzy-' 
der örtliche SiJberberg, Dalkarlsberg. :i" 

4yMit Granaten (auch NTorrka uäJ "t 
Murkftein genannt). Vafsdkl im Jämt* '-^ 
land; Bördel und Sandicka in Uplandj ^-^ 
Enkulln in Grangjärde u. m. a. O, ' '^' 

IV. Thonfchiefer. Der Urthonfchiefer 
kommt nur fparfam in Dalsland in den '' 
Kirchlpieicn von Stciicby und Tiflelfkog 'l 
vor, wo er als Dachfchicfcr benutzt wird: * 
ferner am Svartelf, im Kirchfpiele Helle- ■ 
foris, in ; Weftermanland ^ am Kerai-EI£ ; 
in Oftbothnien, In den Kirchfpielen von - 
iClora und Orfla in D^lekariien, findet fleh 
ebenfalls ein Thonfchiefer, den man dort 
als WetzAein gebraucht; nach der Befchaf* 
fenheit der ihn umgebenden Gebirgsarten 
zu urtheilen, dürfte diefer aber vielleicht 
eher zum Uebergangstlionfchiefcr zu rech-^ 
nen feyn. 

V. Talkfchiefer (Cronftedts und Tilas 
Tälgftcn). EdetinHeilefta; Byxbergin 
Norrbei'kej .Löddeby mUppland j ferner in 
Jämtland: beyHandöhi, Skurdalsporte und 
Kjäla-höga« Theils in ganzen Bergen, thcils 
auf Lagern und auf den Ablofangskiiiftea 
der Erzniederlagen* 



EinUitupfp' II 

rill f orp h y t. Urporphyr findet fich einzig 
[' !iuid aUein in SmSland bey Ingatorp, Säthäl- 
' la« im Kirchfpiele von Säby, -und am Viil« 
, . Iqol in Hellenberga« Die HauptmafTe ift 
dp qoarzartiger Hornftein (Hälletiiuta) mit 
.Fddfpatbkryftailen und Quarzkörnern. Er 
[ nhc auf dem Granit, 

^IJB. UrkalkOein (Bergkalk) findet fich 

' /fiA allgemein in den Nebenjochen des Ge- 

'-^9P« feiten aber in der Nähe des Mittel« 

• .^Dcbes. Er findet fich uieiA mitGIimmer- 

'iclücfer ab^echfelnd, und feiten auf dem 

Craoit (unmittelbar) gelagert, und i(l mit 

"Hornblende, Tremolit, (Juarz, Serpentin, 

'Granat, körnigem Magneteifenftein und 

Glimmer gemengt. Er ift oft erzführend und 

«nthält Rlcyglanz, Kupfer- und Eifenerze. 

:'. ' Eine Abänderung deffelben ift der ßit- 

i'terkalk oder Bitterfiein von Ljusnedal 

Jb Herjcädalen, der, gefchlÜFeu, Marmor 

. genannt "ot^ird. 

tfBL Serpentin kommt feiten rein vor, aus« 
f. flenommen auf einigen Erzlagerftätten ; er 
- Uloft mit Kalk gemengt, wenn er fleh im 
n Ududk findet, mit "OE^elchem er abweclifelt 
KolmSrden, Torrbarbo in Norbercke u. m« 



n ■ 'Binleitung;. 

IX. Quar«(Werü6riQüarzfels*~HällÄ^ 
flinta nach Tilas, Cronftedt und Rinma'n),^ 
Weifs oder röthlich ; derb und etvas d'irch- '""^ 
fcheinend, oder feinkörnig und ühdarih-o* 

' fichtig. Vor dem Löthrohreunfchmfelzbör, - 
Er findet fich entweder rein und in gänzehV? 
Felfen, wie in Dalsland um die Kirche von ■• 
Fröskog herum, fo wie bey der Kirche vonBrc^f ■ 
defta iuSmäland und mehrern andern Orten; 
oder auch mit Glimmerfchiefer ahwechfelnd, 

fs ' 

wie in Aminskog und in mehreren DahUIan- 
. der Kirchfpielen, auch in den Erzlagerftät- 
tcn von Persberg und Klackaj oder auch 
mit KalkAein, wie zu Dannemora.iund an» 
derwärts. Auferdem macht er auch oft die 
Ausfüllungsmaffe. der Spalten (fprikorna) des 
Granits und Giimmerfchiefers aus. 

i) Porphyrartiger Quarz — mit Fle- 
cken von blafsrothem Feldfpath, findet ftch 
iiiSmaland, im Kirchfpiele Marbäck, an der 
Landftrafe, der Kirche gerade gegenüber, 
— - zu Kurunavara in Tornea- Lappmark. " 

X. Urtrapp (Bergtrapp). 

i) Hornblende, mehr oder weniger 
dicht, bildet die Ausfiillungsmafle fchma* 
1er Gänge und Trümer in Granit ond 
Glimmerfchiefer von Weftermanland, Up- 



Einleitu-ag. 13 

l'WliiJi , Sudermanlaod und an anderea 
kiSteUttu 

|]f: -Hotroblenrde mit Feldfpath, bi»* 
s^ ^ireilen auch mit Qu a r z gemengt, ^-« Ur- 
*:|{rftaßein — bildet ganze MafTen auf 
und Quarz, vie am Taberge u. 
I. O. in Smaland; in den Kircbfpie- 
von Oeimehärad , Väfchärad und 
in Wermeland ; in Burfas und ver- 
iedenen andern Kirchfpielen vonDale- 
pcUen i auf Väderö in Roslagen. Auch 
t er fich lager- und gang^reife« 

[:, Hornblende mit Glimmer (por- 
l^^yrartigerTrapp). Dicht, mit einge« 
KAnPtei^ fchirarzenGlimmerblättcbea und 
^Ucinen Feldfpatbkryftallen. Alnön, auf 
^i;^licr klippigen Kufle, oder dem Scbeeren- 
.;. ^BWide (fkärgard) von Medelpad. 



. ..t- 



■)f^ Uebergangsgebirge«). 

.- iflie liegen zunächft liber den Urgebirgen, 
mI werden von den Fiötzgebirgen bedeckt. 
*^ a finden fich die erftenUeberreHe orga- 
Körper, als Korallen, Zoophyten und 
Att«, meid ausgeftorbene Seethierarten. Der 
ihlenfloff« von welchem ficb in den Urge» 



14 Einleltiiag. 

bifg'en kaum ehie ^por vorfindet, iRm'ihnea 
fchon allgemeiner verbreitet. Ihr Bau und ih» 
«"Zufömmcnfetzüng bcweifen, dafs. fie tum 
Theil durch mechanifche Niederfchläge ent- 
/landen find. 

I. Konglomerat und Sandfteiii.. Beyde 
.Gcbirgsarten unterfcheiden (ich lediglich 
durch die Gröfe der in fclbigen eingekitte- 
ten Steiubrocken oder Sandkörner von ein- 
ander, und find offenbar mechanifchen Ur- 
fprungs, Vcffleinerungeri finden fich darin 
in Schweden nur feiten. Das Alter der auf 
ihnen aufgelagerten Gcbirgsarten, des Por- 
phyrs, Trapps, Uebergangskalkdeins u. f. f., 
gibt zugleich den B^xs^eis ab, dafs jene nicht 
zu den FlÖtzgcbirgen gerechnet Verden 
können. Der: SMidflein aus diefer Klaffe, 
infonderheit der aitcfle (oder Fjä 11 fand* 
ften, Felsfandftein?) unterfcheidet fich vom 
Flötzfandflein durch eine w6it gt^fere Här- 
te ; auch ifl darin das Bindemittel, .welches am 
öfteften ^uarzartig -ift, in gröferer Menge 
vorhanden, undfcfaeint vor feinem Nieder, 
fchlage fich in einem höhern Grade der Auf- 
löfung befunden zu haben*}. 

*) och dct bindafite ämnct, rom oftaft fir ^uarrs-artadr, 
är i flörrc mangd närvarande, ocH tycka$ hafva varit 
mera upplcit 






Eialelj 



17 



j vi) Aclcerei Ron J :£):hiefer. 

. Hein — PortfjäU .S H^efcl. 

knd. Kurravara :3 g' ^» 

Heijeadaleii, an d< ^ , 

zehiu. Hernö 11; 

Kirchfpi'ele Särna, i 
^t mfl in Dalekarlien,: 

che Maileväla-Fjäll am FamundÜee. 

^ a) Jüngere — Der mittlere und oftliche 
K Theil von Schonen; die Infeln im Wet* 
k. temfee; Motala;^ Grenna; Husqnarn; 
; Oß- und Weftgothland; Nerikej Ovffk 
rti. und andere Kirchfpiele inDaiarne j Jämt« 
^' . landundGothland. Der Schonifcbe Sand- 
ig*, ftein führt Gänge und Trümer mit Bley- 
^ glänz und Flufsipath. 

IL Uebergangsporphyr. Im Kirchfpieie 
von Elfdalen in Dalarne. Die HauptmaiTe 
ift honifteinartig, oder ein Uebergang aus 
Qgarz in Hornftein. Seine Lagerung in bey 
nahe vragerecht gelagerten Schichten, die mit 
iSrfinflein über Konglomerat und SandAein 
abwcchfeln, v^^eift ihm feine Stelle in die- 
fer Reihe der Gebirgsarten an. Zum Theil 
a^gC er gleichfalls Spuren einer mechani« 

' &litn Entftehung, durch die rundlichen und 
algefuhrren Stücken eines andern Porphyrs, 



14 Xfiiiileitung. 

birgbn k^m eingevachfen find, uiid eine: Art ^ 
fchon/iDrekzie biideu. In den Berggebäudea ^ 
re;;?or-HaarnundRothenJal führt er Gänge mit .» 

Bleyglanz^ am Dy f verberge Eifenglanz. Klei- .. 

ne Eifenrieinköruer find auch inderElfdaler 

PorphyrmafTe eingefprciigr, und kommen^ 
' deuiiÜch zum Vorfchein, wenn dieferForphyr , 

gefchlifFen und polirt wird. Bey Rekaklitt . 
^ . in Heliingland^ kommt ebenfalls Eifenglanz \ 

im Porphyr vor^ doch ift mir unbekannt,«. 

zu welcher Formation der letztere gehört. \ 

IIL Ucbergangsthonfchiefer(Grauwa- i 
ckenfchief er?)» Er liegt zundchft aber 
dem Sandftein, und wird fehr oft vomUcbef- \ 
gangskalkftcin bedeckt, ßisweiien enthält '■ 
er vie^ Kohle, und geht dann in eine Art 
Brandfchiefer liber. Auch finden (Ich Ab- 
driickcyon ausgcAorbnen Seethiergefchlech* 
tern in ihm vor. 

i) Aelterer Urthonfchiefer. Li^na 
und TranAand in Dalarne« , ': 

a) mit Steingrus gemengt (grusblandat) \ 
— Grenna; Omberg. ^ 

b) mit Glimmer gemengt — Grenna. 

• ») Jüngerer Urthonfchiefer. Rätt- 
vik, zwifchen Kai-kßeinfchichten; Fpgel- 
fang bey Lund u. a. O. 



BitiIcieuBf. 17 

* t) Alannhaltiger ßraiidfchiefer. 
Er enthält aufer Kohle auch Schwefel- 
kies, und findet (ich in mächtigen La» 
gern (hvarf)zvifcbenKalk- und Sand- 
fiein in allen Uebergangsgebirgen 
von Schonen, Oft- und Weftgoth* 
land^ Nerike, Oeland und Jämtland. 
Am Hanne- und Halieberge te^ird er 
,^ vom Uebergangsgrunftein bedeckt. 

''• Er enthält oft Hepatit oder Le- 
berAein in Kugeln und Lager von 
Stinkftein. 



IC Uebergangskalkftein. Gothland; 

iOctandj Schonen; Oft-undWeftgorhland; 

Nerike; Kättvik und andere Kirchfpiele in 

L 'Dllarne; Jämtland. Er liegt in der Re- 

' gel zonächA über dem Alaunfchiefer; auf 

Gothland aber unmittelbar über dem Sand- 

Aein. Er ift feiten von andern Gebirgsar- 

..fn bedeckt; ausgenommen in WeHgoth- 

]and, vo Thonfcbiefer und Grünftein auf 

,».iba aufgelagert find. Er enthält eine Men- 

^ ge Verlleitierungen, als Orthoceratiten, Am- 

, SMDiten, Anomiten, Echiniten, Korallen 

«od Entrocbiniten, deinen Gleichen man jetzt 

aiebt mehr lebend findet. Seine Farbe ift 

gswöbnlich grau oder graulichblau upd 

B 



I 

ig £ialeituii|^ff 



röthlichbraun, oft mit griinlichen Adeniu 
'marniorirt. Er findet fich auch erzführend" 
im Kircbfpielc vou Rättvik, mit BleygUi*^; 

und Zinkblende. -^i 

i) Thonigcr UebergangskalkfteiÄ|: 
(M e r g tl fch i e f c r). Zu Styggforfs iiK 
Rättvik-, Weflgothlaud. i; 

2) Roggeudein (Rommften) bildet eii^ 
eignes Lager auf SandAein und unter Ko4 
railenkalk, auf Gothlaud. 

V. Uebergangstrapp. Er ift die jungife 
Gebirgsart im fchwedifchen Uebergangsgo)! 
birge, und nimmt meift die ohefften Lagt 
und Gipfel ein, was vorzüglich in W< 

. gothland der Fall ift, wo er fowohl gi 
Icbichtet als in unregelmäfiger Säulenfoi 
vorkommt Er ift niemals erzführend* 

l) Grünftein ♦). In den KirchfpiclcnliJ 
ma, Särna und Elfdfil in Dalarne, ti^ecj 
Sandfteine und Porphyre — Schonend 
Auf Kinnekulle, Billingen,. MöiTe« üodf 
Aileberge, dem Hunne- und HalIeberg0 
und mehrere in Weftgothland, auf UeJ 
bergangsthon- und Alaunbrondfchiefer. 



•), f. AriHicrkung 5". 



Einleitung* 19 

a) Grunfteinporphyr (porphyrarti- 
ger Trapp). Aus GriinAein mit einge- 

fprengteu weiiTen Feläfpatbkrydalleti be* 

Aehend., Megonskär und mehrere audere 

Orte ini Kircbfpiele von Lima und ia 

Tranfirand. 

a) G r li n p o r p h.y r. Dunkelgrüner Grün« 
Aein mit biallsgrüilemFeldrpatb. Am 
Lokaberg in Elfdalen. 

3) Mandelftein. Lima und Tranflrand. 

C Flötzgebirgc« 

Sie liegen (lets über und auf den vorge- 
nannten Gebirgsarten, . und enthalten eine An- 
zahl Verfteinerungen von ausgcflorbenen oder 
auch noch vorhandenen Thicr- und Pllauzen* 
gefchlechtern. Der KohlenftofF tritt ia Menge 
in ihnen hervor. Sie beflehen zum gröfsten 
Tfaeile aus mechanifchen, und nur zum Thcil 
einigermaafen chemifchen Niederichlägen. 

L Flötzfandftein. Der Gebirgszug um Hei« 
iingborg in Schonen. Er fchiiefl Lager 
von Thon und Steinkohle ein. Vermuth- 
]ich iß er auf den in Schonen fo weit ver- 
breiteten Uebergangsfandftein und auf Kon- 
glomerat aufgelagert. 

B a 



Il 



20 Einleitung. 

II. Steinkohle. Bey HeJüngborg im Flptz« ! 

fandfteinc. 

HL FiötzknlkAein. Schneckenkalkdein der 
jüngften Formation, in Flötzfchichten von 
zerfallenen kleinen Schaaltlueren (i flöts- \ 
beddar af föadergrufade Skalkrak) in Sehe- ! 
nen, in Egnaberga, Räbcfäfs und ixiehrera 
Kirchfpielen. Er liegt über dem Granit. 

IV. K r e i d e. Zu Limhamn bey Malmö. Sie * 
fdhlieft Kugeln von Feuerftein ein, und geht 

in der Tiefe in einen federn Kreidenftein 

t 

und Flötzkalk liber*}, 

I 

D. Aufgefchwemmte Gebirgs- 

arten. 

(Uppslammade Bergartcr). 

Sie machen die oberfle Schicht der Erd- * 
Oberfläche aus, und beliehen fafl einzig aus 
mechanifchen Niederfchlägen, die (Ich auf den ' 
vormaligen Boden des Meeres gebildet haben. 
In den innern Gebirgsthälern beliehen fie aus 
zertrümmerten Steinarten, in Stucken 

r 

von derGröfe von Felfen- und Steinblöcken, bis 



*) Eine beyliegende Tafel mit Profilen der Gebirgs- 
fchichten gibt einen deutlichen Begriff voa der La^ 
gerungsfolge der fchwedifchen Uebergangs- und Fldtz- 
gebirge. 



ElttleiCuBg«* 31 

zudier-Grofe von RoUfteinen, kleinen Riefeln, 
Grus, Saad und endlich von ganz feinen Staub- 
fand (oder fogenanntem Mo), In den äufern 
Thälern tipd Ebenen trifft man Th o n 1 4 g e r, 
aber meid mit Sand f ch i ch t e n bedeckt. Oft 
iftdcrThonbeydiefem Vorkommen mit jenem 
Staübfande gemengt, hält dann im Frühjahr 
Froft und Waffer länger als gewöhnlich zu« 
rück, fchwillt auf, wird fchwammig und heifl 
dann Braufethon (Vefa aller gäslera). Auf 
dien Ebenen, libcr Urgebirgsboden, liegt der 
Thon gemeiniglich in wagerechten Schichten, 
die fich über kahle und nackte Felskuppen aus- 
breiten und darthun, dafs fie vonMeercswaHer 
aufgefchwemmt, und bey ruhigem Stande def- 
felben abgefetzt worden find. Stets find diefe 
Thonlager mehr oder weniger mit Sande, bis- 
weilen auch da, wo fie iiber Kalkftcin liegen, 
mit Kalk gemengt. Auf dem platten Lande 
finden (Ich auch zuweilen eigentliche aufge- 
fchwemmte Felskuppen, ' die aus lofen Stein- 
blöcken liber einander gehäuft find, wie z. B. 
um den Mälarfee und anderwäits. 

Sand- und Grushiigel find wahrfchein- 
lich durch MeerflrÖmungen herbeygeführt wor- 
den, die irgendwo einen Wider (land fanden, hin- 
ter welchem fleh das flilleWaffer flauen konnte* 
In diefem Stauwaffer wurde der von den Strö- 



33 BinleiCniif» * 

tnungen herbeygefiihrte . Santcl abgefetzt»' .Qii4^ 
durch fortdauernde Niederfcbläge und StrömuiK;^ 
gen bildeten fleh endlich Züge (äfar) von gröfi^'U 
rer oder geringerer Längenerftreckung, diefich^ 
Dach dem Laufe der Tbäler und MetrArönne.. 
krümmten. Ihre ErAreckung (lebt daher £9 
keiner Beziehung mit dem jetzigen Zuge.der^ 
Meerftrömungen, die erfl entbanden, als fichf 
die Meeresfiäche fchon niedergefeukt hatte, und«^ 
die daher jene Saudürecken oft queer durch«- 
fchneiden, auch nicht feiten ganze Stücke da- 
von fortfpulen. Aus derfclben Urfache ziehen ' 
Heb diefe Sandzüge oft über niedrige Bergrfi. , 
cken hin, und felbA durch Seen hindurch, "^o- . 
von der Mälar-, Hjelraar« und andere Seen 
deutliche Be^^eife liefern. Die innern Land* 
ilriche von Finnland, Savolax, Karelen und 
Tavaftland bedtzen Sandzüge, welche iicjb 
über die Grenzen mehrerer Provinzen bis zo 
70 Meilen Länge erdrecken. In Schweden 
findet man weder fo hohe, noch fo weit aus* 
gedehnte Sanddrecken, wievohl mehrere der* 
felben Daiarne, WeHmanland, Upland> Su« 
dermanland, Nerike und OAgothlaud durch- 
kreuzen. Sie nehmen ihren Anfang meid an 
den niedrigeren Nebenjochen, und fetzen dann 
über das flache Land fort. An manchen Orten 
trifft man ebene Sandfelder, Sandhaiden oder 



''pjrillff genaant, ^1^ der Sand rein und vage* 
dkht liegt. Das Streichen diefet' Sandftrccken 
:Mitia Schweden im Allgemeinen von Mitter- 
^JUhtiiacii Mittag, oder von Mitternachtabend 
litk Mittagmorgen, alfo par&llel mit den 
llfcilptgebirgsrücken. In derfelben Richtung 
ICO in der Regel die Gefchiebe von ihrem 
^MjMbttergcftein aus; und man kann aus diefer 
ivfilUenieinen Richtung den Scblufs ziehen, daf$ 
Lauf der MeeresftrÖmungen in dem alten 
i' Qrui, irelcher fruherhin Schweden bedeckte, 
LMogefähr von Mitternacht nach Mittag gegan* 
feyn möge. 

Aufgefchwemmtes Land (lüfa jordhvarf) 

Ucberreften vonSeefchaalthieren, find 

^riaSchveden feiten. Die Hügel um Uddevalla 

f-^ni Kohuslehn, beAehcn faft einzig aus mehr 

j:|rfer weniger zerbrochenen und kalztnirten 

Vnicbel- und Schneckenfchaalen, "«^ovon die 

. fMtlder der meiden Arten noch in dem be- 

jr'Mchlyarten Meere angetroffen werden. Sie 

f^ffiegen an der WeAfee, ohngefähr 200 Fufs 

z^^iber deren Oberfläche. Achnliche Lagen von 

'ScbaaltfaieruberreAen finden (Ich auch auf den 

Jufdn Tjörn, Orouft, Stangenas, Sodenäs und 

Widere in dem Scheerengrunde (fkar^and) von 

' BAbuslebo. Mehrere Meilen landeinwärts trifft 

ße bey Lilla-Edet, 50 Fufs über dcmGö- 



J4 Eioleitipag* "m 

tJia^Elf, beyder Dienftvohnung (Boflälle) 9J||f^ 
nei UDteroiHziars. Bey Ausgrabung des TroUr« 
hättakanals (lies man bey Akersvafs auf ^tat. 
Tlionfchicbt. die mit denfelben Arten V04 
Mufchel- und Schneckenfchaalen angefäUf^ 
var, velche die Scbaalbügel Mm Uddevalll'; 
bilden. .L«i 



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pjalarne oder Dalekarlien*), 

ue ganze Lage diefer Landfchaft ift, einige, 
eoiea um den Dalelf ausgenommen, Hergig 
* uneben. Die Gebirge find von verlchie« 
if Höhe. In den an Norwegen grenzen- 
Kirchfpielen von Lima und Särna trifft mai^ 
;n, deren Höhe die Grenze des Wachse 
I der Bäume und gröferen Pflanzen über- 
; und die einen Theil des hohen nordi- 
^ bcn Kjölengebirges ausmachen. Pagegen 
rj^idet man auch waldige Bergkuppen von mit« 
teUnafiger Höhe. 

Von dem Gebirgszuge an dernorwegifchen 
Glrcnze, deiTen Hauptriicken von Mitternacht 
jach Mittag ftreicht, gehen zwey hohe Ge- 
' Ivgtanne nach SudoA ab. Der längere, nörd- 

P gelegene, folgt der Grenze zwifchen Da- 
nnd HerjeSdalen, Helfingland und Geftri- 
nd. Der Rücken des füdlichen Arms läuft 
:ben dem ^efUichen Dalelf und der Grenze 
¥ern]eland, vom Kirchfpiele Lima fudfüd* 

( Anmerkung 6. 



a6 Da!«rhe. 

öftlichbiszumKirehfpicIeNSs; hier fondert lieh 
ein Gebirgsjoch öflJich ab, das fich durch die 
Kirchfpiele von Gr<ingjärd, Norrbercke und So- 
derbercke nach den venmani'äudifchen Kirch* 
fpielen Vertanfors und Norberg hinzieht. Der 
Gebirgsrücken des Hauptarms fetzt von 'Na$ 
f^A orenau fiidlich nach Kircli(piele von SäfTeu 
ünd'diiteh Wenmanlatid, NWke und Weif» 
gothland bis .nach Smaland foit, und bildet ei. 
nen Hauptgebirgszug des Schweden- und Gpf 
therireichs. Diefo beyden Gebirgsärme crref- . 
ch.cn da, "vro Ci'o vom hohen Gebirgsrücken 
ausgehen, eine alpenähnliche Höh^^ nehmea 
aber bey ihrem weitern Fortflreicben nach utf(J 
nach an Hohe ab. Zwifchen, ihnen ftrömt def 
Dalelf*), der fich in zwey Hauptarme, den 
ottlichen und. weft liehen, theilt, welche bey de 
ätif den Gcbirjgsruckcn iniiCirchfpiele Särna 
emfpringen* Das Sfromthal des Daielfs bildet 
mehrere Ebenen, wovon fich die gröfsten in 
oen Kirchfpielen Tuna und Gufiaf befinden. 

Die Gebirgsarten 

diefes Landflrichs find eben fo veränderlich 
\ffie feine natürliche Lage. Die in den Kirch« 
ipielen von Rättvik, Mora, Yenjang und Ma- 
lung in Mittag und Mittagmorgen gelegenea 
lierge beAehen aus folchen Gebirgsarten, wie 
man fie faß allgemjein auf den Gebirgen von 



♦) f. Anmerkung 7. 




Dalarne. 97 

wttudicher Hohe antrifft; 2. B. aus rothli- 
llem und grauem Granit, Glimmerfchiefcry 
jpIlkftlK lind bisweilen UrgrünAein. Im Nor* 
.]|piiand Noi^d^wefteu, eben diefer Kirchfpicle, 
Jpjfft man diefelben Gebirgsarteu, jedoch von 
II bedeckt, welche gröfstenrlieilt zur Ue- 
gsibrmation gehören. Diefe letztern 
en aus Konglomerat (grus och kiapper- 
gar), hartem, kiefelartigen, fogenann- 
JFclsfaudAein (Fjällfandnen), und über die> 
#«JF ge^iiTen Trokten aus Hornflein- oder 
isporphyr , UebergiuigÄgrünftein , Gru'n- 
iporphyr^ Porphyrbrekzie und Uebergangs- 
lefer, und find alle mehr oder weni«^ 
beynahe wagerecht gefchichtet. 
Die Konglomerate, die aus Sandfteinbrek» 
und Breccia faxofa*) beflehen, kommen 
derfelben Bergkette, am Svuckufjäll, Elgs- 
Salfjäil, MäiTevala u. m. a. O* in der Nähe 
.Reicbsgrenze von Schweden und Norwe« 
t.^gB^ Vor« Weiter abwärts im Kirchfpiele Sär* 
na triät man den Felsfandftein, und über die- 
- inijmElfvedalerKirchrpiele, um denöflltchen 
jDalelf herum, einen weitläuftigen Zug von 
j0lbergangsporphyr, Porphyrbrekzie und Ue- 
angsgriinftein, der über einen Thcil der 
piele von Mora und OrfTa (Ich fortzieht. 
den Umgebungen des weHlichen Dalelfs, 
'Kircbfpiele Lima, kommt der Felsfand- 
ihin, Thonfchiefer, Trapp und Trappporphyr 





^ f. Anmerkung g. 



■ • 






ag DaUme» 

vor, fämmtlicb zum Uebergangsgebirgti g^ ^ 
hörend. >^.:: 

Auch in den Kirchfpielen von Rättvikj^ ?: 
Ore, OrfTa, Mora und Sophia Magdalena od^tf ^ 
Soiierö finden fleh Ablagerungen von Uebecw.>j 
gang9gebirgen, als Sandflein, Kalkftein, Thott^ .; 
und Mergel fcliicfer, die aber Verfteinefungoi j;- 
enthalten, daher auch ^ohl von einer fpäterij ^ 
Bildung als jene leyn mögen, auf welche fo -^ 
auch zumTheil aufgelagert find. Ueber die-^ i. 
ie Uebergangsformation kann Folgendes ange* ' 
führt werden: 

1} Das Oberiiächenanfehen ift meiftun^ , 
eben, einige wenige Ebenen ausgenommen^ [ 
wie z. B. eine Sandhaide^zwifchenRättvik und i 
der Bodakapelle; bey Dalby und Furudal im i 
Kirchfpiele Ore; die Skatungehaide und der- 
nördliche Theil von Sollerö. Die Kalkneia» ^ 
lager bey Wicka und Wämhus, im Kirchfpiele ] 
Mora, find ebenfalls im Ilachen Lande entblöfli' .;! 
Uebi Lgens iß die Oberfläche abwechfelnd von 
Höhen und Thälern unterbrochen (brutan), 
worin jene Gedeinslager entweder längliche^ 
gleich fortlaufende Rücken (wie um ßoda und 
am Osmundsberg) oder die Abhänge der An- 
höhen bilden, die an fich aus Urgebirge befle« 
hen, deren Seiten aber mehr und weniger mit 
jenen Uebergangsfchichten bekleidet find; wie 
unter andern am Digerberg in OriTa, bey der 
Skatungekapelle und auf einer Höhe zwifchen 
Wikarby, cler Kirche von Rättvik und mehrern 
andern Orten. 



Dalarae» 39 

f. Boe Erhöhung über dem Siljan- und OriTa- 
ii ift fehr verfchieden; bey Wämhus, bey 
VUn, bey Amin, auf Sollerö, und am Fufle 
tt Digcrbergs erheben fie ficb nur wenig über 
^ Waflerfläche, und bilden wahrfcheinlich 
\m Gruad des Orfafees« Uebrigens trÜFc man 
ii^;]iach Cronftedf^), bey in Dorfe Glikärna in 
ÜRfik bey nahe 200 Klaftern (famnar) über 
llKB« Siljan fee, und auf dem Osmundberge 
pührfcheiniich noch höher. 
^^Der Umfang und die Begrenzung diefer 
' '~ "r kann fchverlich ausgemittelt werden, 
fie mit Dammerde und zum Theil mit 

»den bedeckt find. Der Theil von Si- 

fjfß^ irelcher Rättvik genannt wird, 1(1 von eU 
ttp Kalkfleinlager umgeben, das auf Kuppen 
dpOtanit und Glimmerfchiefer aufgelagert ifl^ 
Ind iich von Asbäck, -l- Meile füdlich von der 
lll^fiker Kirche, bis an den Jcke-än, in demfel* 
MllLirchfpiele, erftreckt. Von Rättvik fetzt 
qhfet Lager weiter nordöAlich bis Bodakapel- 
h^ und dann gegen Mitternacht bis zumKirch- 
Mgl Ton Ore fort. Im Kirchfpiele OrfTa zieht 
MjBA von Granan, auf der Skatungebaide, bey 
H^dafigien Kapelle vorb.ey, am Ore-Elf und 
^ Ire hin, bis nach Wattnäs, an der Grenze 





4^ iß f. Mineral-hifloria öfver en del af Weftmanland 
% och Dtlftrae« 1752. Manufcript im Archive des Berg« 
*'^' tMlegii fdicfes Manufcript ift unter dem Titel : Cron- 
^- . ..Alte nineral. Gefchichte der weftmanUndifchen und 
' fUekirlifchen Erzgebirge, insDeutfche uberfetzi: von 
..' f, G. Georg], und zum Druck befördere von J. Ch. 
* 6. Schrcber. Nurnb. 1781. 8. m. K.) 



des Kirchfpiels von Mora. Ferner! findet es 
fich in Rättvik bey Bäckby, Alfarby, bey der 
Kirche^ bey Vikarby und den Ortfchaftea 
Öija, oAbjöike und Gliskärn^; in Ore, um 
Daiby und bey .den Dörfern Arf und Tilbed, 
fovie beym Furudalsbruche; — in Orfla bey 
Granän, Skacungby, Kallmora und Nederberga, 
Alurga, Holen, Lunden, Kargfard ; fodann am 
Digerberg und im Stromthale des Ore-Elf, da, 
wo er fleh mit dem Aman vereiniget. 

ImKirchfpi^le von Mora trifft man die Kalk* 
fteinformation beym Väm-Elf, an der Wämhus- 
kapelle und bey den Dörfern Vika und Selbäk, 
Das Lager bey Vika fcheinc eine Fortfetzung 
von dem auf Solierö zu feyn. 

Soilerö oder das Kirchipiei Sophia Magda* 
lena, befleht zum gröfsten Theiie aus einer 
fiachkugeiigen Anhöhe von rothem Granit, die 
gegen N. und N.O. fich verflächt. Auf diefem 
Abhänge zieht fich quer über die Infel herüber 
ein bandfbhniges Lager von Kalkfleio» und et* 
was weiter nördlich, auf dem Grunde und Bo- 
den von Utanmyra, tritt der Sandflein hervor. 

Jenes Kalkfleinlager erflrecktfich in einer 
Krümmung von Rättvik, über Boda, Ore« Ska* 
tungby und OrfTa, bis Vattuäs in Mora, oha» 
gefähr 7 Meilen weit. Die Breite beträgt da- 
gegen an manchen Orten kaum i Meile. Auf 
andern Stellen ifl Länge und Breite unbedeu« 
tend, nämlich da, wo der Kalkflein blos in 
kleinen Lagern' auf altern Gebirgsarten zer- 



Dalarne. 31 

m K 

m 

'Apnt ^vorkommt, vie bey Wamhus, Vika und 
ipf SoUcFÖ. Zvifcheii der Kirche von Rätt- 
1^ und Vikarby, fowie zwifchen letztern und 
4jBn Dorfe Öija, bedeckt der Kalkflein blos den 
^lA 4er' Granxthöhen, wogegen die Gipfel 
/Einfliegen, und ihr UrgeHein Ichen lafTen* 

!*-' a^ Saudflein und Kalkftcin, zwifchen vel* 

Am letzera bis'oreilen Thon- und Mergelfchie« 

"^jjpr angelagert ifl, folgen in diefen lieber- 

«g^ogsgebirgen in der eben genannten Ordnung 

Stf einander. (M. f. die beyliegende Tafel 

.^ttiqcdie Lagerungsverhälrnilfe). 

r* ;- Dafi aber der SandOein hier, fowie in an* 
[|fern Gegenden Schwedens, wo gleiche Ver- 
^^^EUtnÜTe Statt finden, die unterfle Stelle ein- 
en, . beweift feine Lagerung unter dem 
^ sHuiuiein auf Sollerö, beym Schleiffteinbruche 
[•I^Orfla, \ Meile von Dalby in Ore, am Fülle 
^^^liß Osmundsberge, bey den füdlichen Höfen 
l9ii 0orfes Kär&afen und bey Gulleräfen in ei- 
f-' jfmThale, wo ein Bach die Kalk- und Sand- 
ichten durchfchneidet, die alle nach 
. g. O. ftreichen, und wo die letztem 30 
40^, die Ralkfteinfchichten aber, 49^ weft» 
einfchiefen. Bey Styggfors, in der Nähe 
Boda, ifl: der Sandftein unmittelbar auf Ur- 
;e aufgelagert, über ihm aber liegen Mer- 
hiefer und Kalkftein. Auf SoUcrö und 
_ Vxkarby findet man zwar den Kalkftein 
|B|liirtelbar über dem Granit; dicfe Erfcbei- 
'ifmig wird Sibcr dadurch crklärUch, dafs der 






\. 



i. 



•1 



3a Dalarne. 

Kalkfteia erft nach erfolgtem NiederTcblagedoi i 
Sundlleius» und in einem gröfern Umfangc^jj^ 
mithin übergreifend über letztem aufgelagert ^ 
worden, düiier aber an manchen Stellen mlf . ^ 
mirtelbur auf das Urgebirge zu liegen gekooMi:... 
mea fejrn mag. jl\ 

Kalkdein iiAt untergeordneten Lagern voa->, 
Thou- und Mergelfchicfer bildet ail'o ftets üiO^\ 
oberften Lagen Jiefcs Ucberg«ingsgebirges. Di4tf; 
Schichten desTIion-und Mcr^^elfchieferskoni- [ 
mea:blos (auf dem Kopfe) flehend vor, und/ 
find 'mit gemeinem Kaikftein umgeben, deflea 
Schichten mit jenen parallel laufen, und daher 
ftrchg genommen, kein eigenthümliches Lager ,'. 
ausmachen, ßeyfpiele davon fieht man aiU-i' 
nord weillichen Abhänge des Osmundsberges; 4 
bey StyggforfTen; bcy Skatungby am Abhänge 
gegen den Orc-Elf, wo die von Ofl nachWcf! ^ 
fireichcnden Schichten des dunufchiefrigea . 
Thonfchiefers 23° nach Mitternacht einfchic^ * 
fi;n, und von gleichlaufenden Kalkfleinfchich^ 
fen eingefchl offen werden. Die Anhöhe, auf. 
welcher das Dorf Vikarby in Rättvik gebaut 
ifl; fleigt von Siljanfee fanft an, und befleht 
aus Kalkflein. defTen Schichten von O.N.O. g; . 
O. nach W.S.W, g. W. flreichen, und auf der 
gröfstcnHöhe nur 25«* gegen N.N.W, einfcbie« 
fen, weiter abwärts nach dem Laufe des Ba- 
ches hin aber bey nahe lothrecht flehen; ein 
kleiner Mühlbach, der feinen Weg qucer über 
die Gefleitislagen nimmt, hat fleh ein 2 3 Füll 
breites Bette durch einen grauen Thonfchiefer 



Dalarne. 33 

auigeviiblt, der mit dem ihn umgebende^ 
Kaikftein gIeiches.Streichen und Fallen hat. 

Die Gebirgsarten, aufweichen diefd Lager 
nihen, find einander dem Alter und der Be« 
fcbaffenheit nach fehr unähnlich. NordöAlich 
vom Siljanfee, am OrHafee und Ore-Elf wer- 
1 den lle auf eine weite Strecke von Ueber^angs- 
I porphyr und Trapp begrenzt. Ungefähr ^ 
I Meile vom KalkHcinlager entfernt, zeigt ficb 
/ im Mittage vom Dorfe Vängsgjärd, auf dem 
I Wege nach Mora, am FufTe des Digerber« 
[ ges, ein rotbes Konglomerat von Quarz- und 
r Ja^isgeTchieben, die durch Qi^arz und röth> 
iichbrauneo Hornftcin zufammengekittet fuid. 
Geht man auf demfelbeu Wege weiter fort, fo 
I flöd man -^ Meile von Noret in Mora unter 
der Dammerde auf ein gemengtes GeAein, das 
ans iaiger fallenden, von N. nath O. Hreicben- 
den, abwechfclndcn Schichten eines fchwarz- 
braunen, fchweren GrünHeins und eines gelb- 
lichen, blafsrothen und grünlichen Quarzes mit 
karniolrothcn Streifen und Flecken bcfteht, der 
aber durch, unzähliche Rufe und Sprünge fo 
zerktiifrct ift, dafs er bey der minderten Er- 
fchutterung in kleine Brocken zerfällt. — Bey 
Skatungby Ücgt der Kalkflein liber Porphyr. 
Die Landguter von Tdktbcrg, zwifchen Ska- 
tungby und Ore, liegen auf einer vom Ska- 
tungfee anfleigenden Höhe. Auf beyden Sei- 
ten derfelben liegt Kaikftein, der höchfte Riu 
cken aber befteht aus einem porphyrartigen Ge- 
Heia von vorwaltendem rothen Feldfpath, mit 

C 



34 Dalarne. 

Qtfarz gemengt, über welchen, auf der Sk 
tunger Seite, eia duiikelgraues quarziges G 
fteia gelagert ift, XK^elcbes an manchen Stell« 
durch einge^achfene Bruchfliicke von Jasp: 
Porphyr und Bergkryßall eine Art Konglom 
rat darflellt. Bey StyggforfTen liegt der Sau 
dein auf einetn quarzigen GeOein. UmGard 
jöby trifft man in geringer Entfernung vo 
Kalkftei% rotben Granit. Auf der Inlel S< 
1er Ö und bey Öija, in Rättvik, lagert er gl^ic 
falls auf folcbem Granit ; hingegen bey Kul- 
förka, iu Lekfand, auf Glimmerfchief^r. 

Aus alled diefen Beobachtungen folgt, ds 
diefe ^Sand* und Kalkfleinlager fpäter als i 
übrigen Uebergangsgebirge, als Porphyr^ Trat 
v.f. w. (Ich gebildet, und über diefe und d 
Urgebirge (ich (übergreifend) hinweg gelagc 
habeo^ daher aber theils auf Granit, theilaa 
porphyrartigem Gefleine ruhen. 

3) Die Neigung ihrer Schichten ift hÖcl 
verfchieden/ Zum Theil haben nämlich die 
Schichten ihre urfprSngliche lohlige, oder n 
um wenige Grade von den Schichten des l. 
gebirgs abdeichende Lage beybehalten; zu 
Theil aber auch eine fäft fenkrechte Stellüi 
angenommen. Bey Utanmyra, auf Sollerö, 
der Sandftein ziemlich ^agrecht gefchichtc 
ebpnfo in den Schleiffteinbruche imKirchlpic 
Orfla, zwifcheu Kallmora und Nederberg 
Horizontale KalkAeinfchichten finden (ich b( 
Vämhus, Vika, Sollerö, Furudal und Dalb 



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Dalaroe. 35 

In GranSn &lleh fie 10^ nach N.N.W, g. N. 

Dagegen trifit man ganze Strecken, vo die 

Schichten auf dem Kopfe ftehen, oder zvi» 

JcbcQQO^ und 40^ eiulchiefen, von derBoda- 

kapellean, beym Osmundbergc vorbey,voder 

Ükftem auf allen Höhen, zwar mk dem 

Gniudgebirge, ein gleiches Streichen von N. 

nach S. hat, dagegen aber die Schichten den 

•inen nach Morgen, die Schichten des andern 

nach Abend einfchiefen. 

DerOsmundsberg, } Meile von Boda^ 
macht den hoch Hen Gipfel diefes ganzen, von 
Tilai*) befchriebenen, Zuges aus. Öiefer 
Berg, deffen höchfter Rücken fich l Meile lang 
von N.O. nach S.W. hinziehti erhebt fich et- 
va 40 Lachter über der benachbarten See, und 
befteht aus Kalkdeinlagern, die von N.N.O. 
Bach &S.W. Arcichen, und etliche und 30^ 
nach W.N.W, eiufchiefen. Der Berg fteigt 
nelA fanft an, ausgenommen auf der nord« 
veftlichen Seite^ vo er einen Heilen Abhang 
von 90 Fufs Höhe hat, an >xrelchem (ich, von 
oben herab gerechnet, folgende Schichten be- 
obachten laden. Zunächfl unter der Damm» 
erde eine Schicht reicher grauer Thonfcbie« 
ftr, la Fufs mächtig; grobe graue, fogcnann- 
te Walkerde» 4 Fufs; dunkelgrauer feiner 
Thoafchiefer, i Fufs ; weiffe feine Walkerde, 
einen Finger breit mächtig; mit Sand gemeng« 

Ca 



*) R. Vctensp. Acad. Handl. v. J. 1740. 



te Walfcerd'e, I Fufs; tlunkelgraue ftfte and 
fette Walkerde, 3 Fufs } brauner Kalkfleid, 
I J Fufs ; lockerer brauner Thonfchicfcr.^Eufs;. 
graulich brauner Kalkftein, i^ Fufs; xreicherv 
im Feuer f^riogender, Tbonfchiefcr; diciiter 
brauner Ki*ikftcin, i Fufs; lockerer brauner 
ThonfGhiefer n^it Kugein von Kalkflem, von- 
I Zoll .bi^:'i Fufs Durchrnft^iTer, ^«reiche vieL 
Bergöl entjiaken, 2 Fufs; . bituminöfer Kalk« 
(lein, iFufs; brauner Tbonfchiefer, i Fufs^ 
blauer Thon, mit i| LothSilbcrgehalt iniGent« 
oer, i Zoll pi^chtig ; dacun folgt dergemeiacr 
Kalkftein. Ehedem lA ein Schacht zu Au& 
fammlü^ng des ^ergöU uiui ßiu Walkerdebruch 
dort betrieben vorden. In der Oelgrube (ie* 
len die Schichten 2 5bis 27^, im Walkerdebruch 
15^ von der fenJkrechcen Linie, nach derfelben 
Himmelsgegend» v^ie^dicübrigen GeOeinfcbicb* 
ten, ab. 0a« Erdöl ifi dkX^ aber Huilig; dua* 
kelbraun und verbrennt mit yie.lem Rauche*)« 
Der Digerberg erhebt fich längs dt$ 
OriTafees, an defTen Strande «r (ich ohng^fähr 
i Meile veit von N.O. nach S-W. hinzieht; 



^) Die Wdkerde enthält ^ ' 

Kiefeierde . -äM ' 

KohicnC Kalk .. .,5,7. 
- Talk ^o,j 

Thon ^ r • : 11,1 

Eifeapxyd . vj»?? 

• Warter 18,0 

w .;- 

100,0. 

S. Hjertfls Abhandl. unter Bergmanns Vorß^tz;' dfc 
analyli Lythoinargai:. ■' - - •• >"• * ■ 




^.ikbliäBge Aoh dein See xu firid mehrere 
• JikUÜbrüche angelegt,, in «relcheiL dk Schichp 
^.,ÄL>VP.O:N^. nach W-S.Wvftrci^^^ ihr 
^jMlWi'jft verfchieden; denn am FufTe des Ber- 
"h^y elneoi Bach^« zwifcben Holen und 
, ^weichen fie 68^ von der fenkrechtea 
-gegen S..S«0. ab;. \ veiter obea, nach dem 
zu, im Kacgärdfibruche, nur 2a°, find 
ditcr beynahe ßehind und fallet! der Haupt- 
des Berges zu (äodjaude fig mot berget« 
dmaila). IMcdafige Kalfcftein iftgrau, 

a t u n g,. ein Dorf xmt Kapelle,' liegt anä 

ichen Abhänge einer anfehnlichen und 

Berghohe, an deren Fuile der Ore-Elf 

tiefen und geräumigen Thalö hio- 

Am Abhänge^ z vifchen genanntem Or- 

ndi dem Elf, tri£ft man Kalkßein, der eia 

von Thonfchiefer einfchlied, und unter 

Norden fällt. In geringer Eutfer- 

_ idavon, am "«reAlichen Ende des Dorfes, 

ijAi^isr Näsbach die Höhe und den Weg nach 

^Adb durchfchneidet, zeigen fleh abvecfafeln* 

k^ide^Sduchten eines röthlicben HornHeins und 

tAiaca leberbraunen, rothgefleckten Jaspis, ne- 

^^-Im röthlicbbraunem, mit gleichfarbigem Feld- 

f Aitll gemengten Hornfteinporphyr. Diefe 

ijdiiditen ftreichen von O.S.O. nach W.N.W., 

r^iHÜchiefen d8° von der Lothlinie nach S.S.W. 

•iik . Diele Porphyrlager fetzen |^ Meile ^eit, 

Mii ia den KaJikAeinbruch von Kallmora, fort. 




i 



38 Dalarnt. 

▼o am Abhänge, nach dem Ore«Elf hin, dd 
Saadfteia auf fie aufgelagett M. " 

Der Wafferfall von Styggforfs, { 
Meile von der Bodakapelle gegen Morgen,^ ver- 
dient fotvohl vegen feiner pittoresken Anficb* 
ten gefeheaals auch, vorzüglich, von dem Na?- 
turforfcber, unterfucht zu verden. Das Waflef 
hat fich hier in einer ßreire von einigen loo 
Ellen eine Bahn von 80 Föfs fenkrechter Tiefe 
durch die Scheidung des Ur- und Uebergangs- 
gebirgs durchbrochen, und flürzt fich, durch 
die flehen gebliebenen einzelnen Klippen und 
Rücken in inehreren, in>der Tiefe zu einem 
Hauptftrome fich vereinigten Armen, dem 
Meere zu. Der öftliche Arm,' der über Mer- 
gelfchiefisr läuft, hat einen, langfamern, durch 
mehrere Abfätze unterbrochenen, Fall; der 
weflliche hingegen flurzt über Sandflein und 
Urgebirge, fafl in {enkrechter Richtung herab. 
Alle Schichten flreichen in der Richtung des 
Waflerfalles von N.N.O. g. N, nach S.S.W- g. 
S. Sie beftehen am öfllichen Falle aus grauem 
und rothem Mergelfchiefer (der veiter nach 
Morgen an den gewöhnlichen Kalkfleiu an» 
fchliefl), find ohngefähr r Zoll mächtig, und 
fallen 45^ nach Abend, ändern aber ihren £in^ 
' fchiefungswiokel in der Nachbarfchaft des Sand* 
Heins am veftlichen WafTerfalle bis zu ig^ Ab* 
veichung von der fenkrechten Linie nachMor* 
gen. DafTelbe Fallen bemerkt man an dea 
Sandßeinfchichten, die, zufammen genommen, 
höchftens einige Lachter mächtig find, aus ei* 



f 
I 



Dalarne. jg 

; lÜ-Ul&rötl&eiH feinkörnigen Sanddein mit 
>|Meii weiflen Flecken beftehen, und nach 
^jHtei htfi unmittelbar duf das Urgebirge anf- 
ielt find daher aberdiefetn nicht zu-, fon- 
^elmehr von ihm abfallen. 
';:^»Dcr Mergel fchtefer ift im Allgemeinen vag* 
gefchicbtet j allein in einem Durchfchnit^ 
\^itk Miihienfteinbruche, am Abhänge des 
^ifrfrfrfallt. bemerkt man gleichlaufende, foa« 
ausgebiichtete Schichten, die im Grofen 
'Vereinigung von zufammengedrehten 
lättern ähnein (iiknande i ftort en fam- 
«f hopvrtdne pdppersblad), und ein Zeug^ 
vov den Erfchutterungen ablegen, welche 
Schichten vor ihrer Erhärtung erlitten ha- 
mögen. Das ältere Gebirge, was der veft« 
Arm des WaiTerfalls ausgehöhlt hat, be- 
sus einem zvar feden, aber fehr zerkliif« 
Quarz, von blafsrother Hauptfarbe, der 
I- Adern eines vetiTen RergkryAalls durch* 
t vird, auf den Klüften mit rothem Ei« 
l||Mcyd überzogen iß, und in der Nahe des 
jHfiifirfalles mit kleinkörnigem Granit abwech* 
%ku In diefem quarzigen Gefteine gevahrt 
dbaan der redlichen Wand dit% Falles ein 
lij^fiSlltes (lebendes Trum, "welches, ^ie an* 
Wn Gänge, bald verdrückt ^ird, bald fich 
und bis zu et^a i Fufs Mächtigkeit er* 
mit dem Waflerfalle einerley Rieh* 

S\ hat, und von deifen oberften Rande bis 
den Boden verfolgt werden kann, vo es 
^ kmtfcff SteingerÖlle verfchvindet. Die Ausfül* 



40 Dalarne. 

luagsmaiTe diefes Trums befteht aus einwi 
graulicbgrüiien verhärteten Mergel, mit Gau 
und BruchASdken von Steinen durchknetet*; 
aus einem rÖthlichbraunenund grünlichen ver* 
härteten^ ebenfalls mit Steingrus gemengten 
Tbone, und aus einer röthlichbraunen, feftc- 
ren, porpbyrähnlichen Steinart, die von den 
obenaufliegenden jungem Gebirgsarten losge- 
trennt und in die vorher offene Kluft einge« 
fchiämmt worden (ind, an deren Aushöhlung 
das WaiTer jetzt von neuem nieder arbeitet. 
Durch: die/e Verhältnine "eo^ird die Vorftellung 
begründet^ dafs der WaiTerfaü durch mehrere 
folche, in je^^em Q;iarzge(lein auffetzende und 
jetzt hinter SteingeröUe verborgene Gänge, de- 
ren AusfüliungsmafTe das Walfer nach und nach 
fortfpült, fidi anfangs ein Bette ge^Qi^uhlt, dafi 
in der Folge Eis und Wafferllröme zum Ein- 
Aurz der Seiteuwände beygetragen, und die- 
fe (ich dann alimälich bis zu der jetzigen Brei- 
te des Waiferfalls erweitert haben. 

4) Im Jahre ^740. hat man in Silfberg, 
Högsmyra und Dunkbalsback, ohnwext 
der Bodakapelie, einigen Bergbau auf Silber 
betrieben. Man baute theils auf einer, theils 
auf mehreren parallel fortfetzenden Erzlager» 
fl'atten^ die zwar wohl einerlev Streichen mit 
den de umgebenden Kalkfleinfchichten hatten, 
jedoch auch oft queerdurch nach andern Welt- 
gegenden fleh richteten, und daher wohl als 
Gänge angefehen zu werden verdienen, die 
durch Ausfüllung früherer Klüfte entflanden 



Dalarne, ^i 

£nd, da fie uberdem ohne Ausnahme in 5 bi^ 
6 Lachtern Teufe durch ZufamtnenAofca d^$ 
Haugeuden und Uegendea verdrückt werden. 
Sie fallen theils nach Morgen, theils Uüch 
Abend; dieG^ugart iAK<iikÜeia und Kalklpiith, 
velcher ßlherhaldgen Bieygluuz, ZiukbieiKic 
und Kies führt. 

5) Das Bindemittel des Sandfteins befteht 
aus einem feinen« mir Eifenoxvd und zuwci- 
Jen mit Thon gemengten Kiefelmehle, woran» 
ter auch wohl etvas Kalk mit befindlich id. 
Es finden fich von dem SandlTcin folgende Ab- 
'äflderungen: 

Hellgrauer feinkörniger Sandflcin; vom 
Weiden bis ins Dunkelgraue übergehend ^ bald 
härter^ bald weicher. Kallmora; Styggforfs; 
SoUerö. : ! 

Hellgrauer Sandftein mit eingefprengtem 
rothen Eifenthou. (Bohus); Kallmora. 

Blafsrother, bald lichter, bald dunkler, 
feinkörniger, einfarbiger Sandftein, Kallmo^ 
ra; GuUerafen. 

Blafsrother, zerreiblicher (lös) feinkörni- 
niger Sandftein, mit weiiTen runden Flecken. 
Styggforfs; Kärfjßs. 

In den Kalkfteinlagern kommen vor: theils 
grauer, theils röthlichbrauner, dichter Kalk- 
ftein, in abgefonderten Schichten; erfterer grün 
gefleckt, letzterer mit grünen und gelben Adern. 

Sehr dichter (ilinttät, dicht wie Feuer flcin) 
Kalkftein, mit fpliitrigem Bruche, lichte röth* 



49 Ddlarnc' 

lich'gelb und veiis, mit Drurenhbhiüngeni AlAc 
mit Kälklpüth» getropften Kalkfteih (droppkalk* 
fteti) und Erdöl ausgefuiit find. FurüdaL uüd ^| 
DaJbykalkbruch. - ■'■'ik 

Grau und röthlicher, feinkörniger und mH»' ^ 
unter gemengter Kalküein. Am Berge bey dftf- )i 
Kirche vou Rättvik. ^ '^l 

Rolher und weißer Mufchelmarmor, miciji 
Jkieinen weiflen Änomiten und Entrocbiteo ia* ^ 
' röthlichbraunem ^ KaikAein. Kärfßs am Os*' ^} 
inundsbcrge. 

Derber und krydallifirter Kalkfpatb. Glis«' - 
kärna ; Furudal u. m. O» 

Grauer uud rother Mergelfchiefer. Stygg» 
forfs. i 

Erdpech findet fich oft in kleinen Adern ' 
in dem grauen Kalkflein des Digerbergs, der 
,häi^g vom Erdöl durchdrungen und dunkler 
gefärbt ^ird^ und beym Zerfcblagen einen Ge* 
ruch,/v^ie mancher Kalkflein aus der Gegend 
von Dalby, verbreitet, 

Diinnfchiefriger Thonfchiefer, von einem 
lichtem oder dunklern Grau, mit mehr oder 
' weniger beygemengtem Erdöle und Kalk. Os« 
mundsberg; Vikarby; Skatungby. 

Verfeinerungen find fowohl im Kalkßeia 
als Schiefer fehr allgemein. Ihr Lager folgt 
ftets den ^feigungsvinkeln der Gefteiufchich- 
ten. Orthoceratiten*), .fogenannte Kryftall- 
äpfei (Echiniten), Enthomolitus paradoxus. 



' •) f. Anmerkung 9. 



Daläirnc. 



43 



teBMUten' mit glatten Schaalen, Anorriiapec- 
IM, Twbiniten und Meriten finden (ich bey 
AUiibyi, am Digerberge und in andern K^lk- 
fleinbriichen. Kleine Auomiten undEntrochi- 
m im Kalkfteine des Osmundsberges. Eine 
Art gewundener Walzen, von der Dicke einet 
'.0iiiiekieles, im grauen KalkAeiiie des Oiger« 
bergs. Kleine geOreifte Anomiten^ neben Ab- 
iiificken von unbekannten Seethieren» Zoöphy- 
fM'ttncl Pllanzentheilen, zvifchen den Scliie- 
fcrkhichten am Osmund&berge, bey Vikarby 

Die oberfte aufgefcbwemmtelErdrchicbt be* 
b' flebc im .Allgemeinen aus feinern oder grobem 
Sand, aus vegetabiUfchcn.Ueberrcflen und bis* 
lirolen aus Thon. In den Felfenkliiften trifft 
Insan gewohnlich einen unfruchtbaren Sand, 
tnd in Gebirgsthäiern oft (den obenbefchriebe« 
IMn) Braufethon. Die Sumpfe und Meere am 
Tafle der Felfen führen eine eifenhaltige Sümpf- 
ende, die man Myrmaim (Sun'^pf- und MoraA- 
cifenflein '^)) nennt, und in den Kirch fpieien 
von Särna und Elfdal in niedrigen Oefen ver- 
iäoielzt. 

Ein Sandzug von bedeutender Längener* 
Üieckung ifi: derjenige, welcher, nachdem er, 
liii Balund, am Mälar, aus, mehrere Kirch- 
tüclc vonWenermanlanddurchnreifc hat, vom 
Xirchfpiele VeAer Farnebo aus in das Ktrch- 
fejf] Folkärna in Dalarne, von da bey Brunn- 

* •) f. Anmerkung lo. 



46 Djlarne« 

ihr Einfchieren ifl febr veränderlich,, man QU|g? 
einzelne Schalen für (Ich, oder in BeziehanSr 
auf die übrigen betrachten. Sie fallen metit 
beynahe faiger, neigen fich aber in grö(eilM& < 
Teufe mehr gegen einander, fo dafs fie in dAB 
jetzigen HaupttiefAen der Gruben zufamineib* :] 
fiofen. Ihre Mächtigkeit wechfelt von- veoi».: 
gen Zollen bis zu 20 Lachter; meiftens betrügt ;;• 
fie z^ifchen 1 und 1 o Lachter, verändert ficl( ; 
aber lowohl im Streichen als Fallen. Sie be» v 
Athen hüuptlächlich aus blättrigem und fchie« 
frigem grauen Talk, Talk- und Chloritfchie*': 
fer., und führen, aufer Serpentin, StrahlAeio^ 
Treniolit^ Granat, Gyps^ Kalk, Äutomolit und : 
andern Foflilieu, Kupfer- und Sch^efelkiei, ^ 
filberhaltigen Kleyglauz und Zinkblende. 

Diefj Schalen fchlieien z^ey grofe Erz* : 
aiaffen ein, die über Tage nur durch eine ganas 
dünne Schale, in der Teufe aber durch mäch- 
tigere Schalen pnd durch Quarz von einander 
abgefondert werden. Am mciilen iA die Erz» 
lagerAätte (malniföll) der Storgrufva bearbeitet 
worden, die man fchon bis in 188 Lacfater 
Teufe abgebaut hat. Das Källortsfeld lAour 
auf der morgen- undabeudlidien Seite bis zq 
1.30 Lachter Teufe bebaut.. 

Das Erz, vas in neuerer Zeit im Durch* 
fchnitt "Nren'ig über 2 bis 3 ^ Prozent Kupfer 
liefert, beAeht hauptfächlich aus einem Ge* 
menge von folgenden Kiesarten : 

a) Gemeiner Kupferkies, von geria« 
ger Härte, auf dem Bruche theiis glänzend, tbeiis 



Dalarne« 4j 

bem, tft ein dickfchiefriger Glinimcrrchiefer, 
deucQ Schichten meifl auf deiri Kopfe Oehen, 
and ziemLich genau von Morgen nach Abend 
flreichen. Gegen Mitternachtmorgen und 
Mktagabend vird er von rothem Granit be» 

Srcnzt. In der Richtung von NO. nach S.W; 
urchfetzt diefen Giimmerfchiefer, parallel mit 
iciQcn Schichten, ein febr mächtiges Lager von 
QuarZ) in weichem nur venig Glimmer uikl 
Talk, zuveilen auch Kupfer- und SchwefeU 
lüea eingefprengt ift. Diefer Q^^^'z ift grai/« 
lieh von Farbe^ und wird von mehrern foge* 
nannten Skölar oder Schalen durchfchnitten^), 
die zum Theil felbfl erzführend find, vorziig* 
lieh aber die in ungewöhnlicher Mächtigkeit 
hier vorkommenden Maifen von Kupfer- und 
Schwefelkies einfchliefen (omgif va ?). Diefe 
Schalen (Skölar) find meift an den Quarz und da9 
Erz angewachfen, und der Quarz ift in ihrei> 
Nachbarfchaft felbfl gröfstentheils erzführendi 
Hauptfchalen gibt es nur zwey, die Knipp« 
und Drottnings Grubenfchale und die Luife« 
Ulrikenfchale ) allein beym Auslangen (oder 
dem Ortsbetriebe utgreninkar) hat man eine 
grofe Anzahl anderer angefahren, die man, eh^ 
- üc durch Bergarbeit unterfucht waren, furver* 
ichiedene Schalen anfah. Sie ftrichen meid 
von Mitternachtmorgen nach Mittagabend, oder 
von Morgen nach Abend, jedoch mit mehre* 
ren Ab weichungen undZufammendofen. Auch 



») £ Anmerkung X2., 



4S Daitrue« 

:*. Tremolit*). Prinz Guflavs Kluft; Tuai- 
larj Neptunus; Mars. 

Gr^iiiateii, undurchiichtig, bräunlich« 
roth, von 'einigen Lothen i o bis 1 3 Mark aa 
Gtwichr, in Chlorit cingewaclifen**)* Al- 
brechri Ort 5 Hedcnbkd. 

Qu atz,' veifs ' und graulich, halbdurch« 
ficftti^;- Weiffcr, feinkörniger Quarz. Vrcd- 
fchuciit. 

* r 

, I r ■ '. 

Mehlzcolitb***),' von blafsrother und 
gelblicKveifler Farbe. Zerreiblich (mör) und 
abfät:bend. Feinkörnig; bildet mit . Säuren 
'Cr.aUerfc; fclimelzt vorm Lötbrohre für. fleh 
zieniTich leicht, mit wenig Auffchwellen und 
bisv^eilen kochend zu einem weiucn Glafe« Er 
enthält in loc Theilen 

.:• 60,0 Kiefelerde, 

15,6 Thonerde, ., 

81O .Kalkerde, 

1,8 Eifqnpxyd, 
11,6 ijvphtige Tbeile, 



Qy,0«jM J i if iii '. . .■ 

Die Verh'altnifle diefer Beftandtheile •freffeft 
mi^ den von Vau^jucUnliiiä Meyer im Stil bit 
aufgefundenen, nahe zufammen; der etne^äs 
gröftre Kiefelgehalt riHirt von feiner innigea 
Meuguug mit Quarzkörnchen her, deren voll* 
kommeue Abfonderung beynahe unmöglich 



•) f. Anmerkuno; 15, '»^ f. Anmcrkuns »6/ ***;f.Arii 
mtrkung; 17. • ■ 



Dalarne. 49 

iß. Er kommt vor im Hede nbladsflolln, 
Bockback und um den Ambros/chacht. 

Au t o m o 1 i t. Dunkeigrun , bis veileu 
blaulichgrün. Erfindet (Ich blos krynallifirt, 
ih regclmäfigen Oktaedern mit einigen Abän« 
derungcn, nämlich als plattgedrücktes und als 
gerücktes Oktaeder (O. transpofe'). Der Bruch 
ift bUttrtg, den Seitenflächen des Oktaeders 
gleichlaufend. Der Bruchglanz glasartig. la 
ganzen KryHallen ift erundurcbfichtig, in dun« 
öcn Splittern aber halbdurchfichtig. Er ritzt 
den Quarz. Das eigentliche Gewicht ift =r 
4^6a r. Für fich* ift er vorm Löthrohre un- 
fcbmelzbar, verändert aber die Farbe; mit Bo- 
rax fchmilzt er langfam zu einem klaren Glafe. 
Er iff vom ProfcfTor Gähn in der firik Matts 
Grube entdeckt worden, wo er im graulichem 
Talkfchiefer vorkömmt. 

Nach der UnterfucFiung des Herrn Ekeberg 
enthUlt er in 100 Theilen:") 

60,0 T honerde, 
4,75 Kiefelerde, 

24,25 Zinkoxyd, 
9,^5 Eifenoxyd. 

QMS- 
Fahl Unit ♦♦). Das in neuerer Zeit mit 

diefem Namen bezeichnete Foffil kommt in 

mehreren Berggebauden, am häufigflea aber 

• • , • ... - 

•) S. Afhandl. i Fyfik, Kemi «cK Mineral. I. Th. $..84- 

(S. unten Anmerk. 18.). 
••") f. Anmerkung 19. ' 

D 



5^ DcUvnvL 

Uodurdifiehdgv aur m kleinen Splittern darch« 

■ .fclMinetäh i * 
We&byVniebt-fonderlicb fchver» 

Vor deihiLöthrofare iik fich verliert es die Fat« 
bie^^xf^füd- veifs und fchfnilzc an den^Kantea 
zu einem weifTen Emaik^ 

Sein ^Äns&W Verbalten ift unbekannt ^^« 

■ '^Kryflifl^lifirter/S'ch^^^ --• föesku- 
geln^5'*lWä|hietkies. "^^ ' 

. ^[[ a 2.n e t e i fe u (l e i n, in regelxnäfigen Ok* 
tät^fctüMyffallifirt, findet fich mit Qüarz/im 
BockbaqfeL, auch jijit Chlorit überzögen^ yi70 
riiää ' ijifr.kry ftallc T*äjkwiirfel nennt,, vor denti 
^cgÄiiigsort und Hackopt. Diefe Kry/lallc 
bifteli^ii iaVendig ttjeili aus reinem Bii^ilefze, 
theiß/füs'^ch\Ä^efeh"und/K^ die oft 

in; einem 'Kfy (lalle zuf^thmengemengt find. 

Bitterfalz odcf fcWefelfaurei^ Tilk, 
mit l^ifeiivitriol' gemengt, findet fich al^ Aus^ 
Witterung im Mars ♦♦). 

" Räthlfchgelber , .eireiihaltiger fch^eiFel- 
iaor.er Zink (Zinkvitriol} beym Orgbrunn in 
StoragrubÄ 

Die Skytt grübe liegt f Meile von Fah« 
lun* Die :Gebirgsart ifl Kalkfiein, defien Schich- 
ten von; Mitternacht i^achMittag fir^icben.. . Die 
Erze beflehen aus Zinkblende, initiBl«yglanz 
und Kupferkies geum^ in Gangarten vpn 



•) f. Anmerkung 22. **) f. Anmcrfcöny 2J.' " '^ 



I I 



liftilhyin Kalk, Glimmer, StnOilßcin* und 

|tpfii<ii^ Di^ Blende von StcVdgrube hält 

|('iLiDlKb.5Uber im ^tntn^r; die von:LiUagrubft 

tJHÜlflffli 9 Loth. Der dort vorkommende 

^ilfiocfpatji ift wei& jind veißlidigrau ; ge^ 

iBfiMaftrig, Braufl nickt mit Säuren. : Das Et^ 

^IMfewiptit iü a,0!>8. 

Näfverbergs Kupfergrubew Aufden 
UbMen diefer neuetlicb aufgenommenen Gm« 
lie Hi0t man ein dem Automolit äboUcbes. Fö(- 
/it /.-El ift zum Tbeil iichtgrün, neftert^eiie ia 
t^an eingevachfen, meul derb,, .bisveilea 
apch in . kleinen Oktaedern kryftallifirt ; 
auch dunkelgrün, derb, in grautm Strahl* 

ifOHiX Kupferkies. . . . . . t 

^«»"«^Vn^c>^ die Eifenfteingruben gehören: 
^^•r'siäjttmy reg:rube (xiro fich fäulenf&rmig 
kffj^alliiirte Hornblende findet), Harmfar^ 
S«rSfen,Lurgruble,Helfingärdsgrube. 

Bey Näs am Rofee kommt graulicher Ur« 
kdkftein vor. 

Bey Björkarlsbo grünlichtsreiffer dichter 
UdaüL 

*'•■ Bey Efriksgarden blafsrother Feldfpath 
nut eingewachfenen Quarziamellen, foge«; 
IfbÄiter Schriftgranit. 

- Källviken. In einem Quarzbruche hat 
IteB- Quarz gefunden, der mit grün- und roth« 
geOecktem Jaspis, röthlichbraunem Hornftein 
nod Amethift durch^achfen ift. 




^ £ Aiuiierkuii|^;94« 



{4 Il4ll*ffl%» 

l -, i Finflioqüarxbrticbi ^i^ile-xrbkiF'ah- 
iuri, . im; Wege nach SundbVön ♦). Die" Ge- 
iMil^Sjliit lA eine Art?€ranit,\ aiis veifTem-iind- 
trldbocbenvFeidfpbtbi^Qftarz und veiffittn' diim^ 
merbeAe^nd; rn vi8li:b<0ilt>''abenalle^(Beitilshg^ 
theUdUin grofen Parthlett-vertheilt find. '• In: xüie* 
&m Geftein hat AfTefTor Gäi»n f^lgi^de ^Föffir 
dienieiiedetkt:: ' •'• :• " a' •■ / " »' ' ' ' = >" ^ 

^bcin^l4iereii,'^die mit einer roflferbigen Hani 
^rbyil£tfeitd3tyd umgebeniund^indie-Gebirgsatt 
♦MigwaibjCcn find, • -' ; ^ - 

: j n tf:yit p hy f al i t ♦^),fiD 'ttiehpenthetU I'itig* 
fiek«ld (NfieireQ. von - unb^tiimte«! Gewalt. ^^ :^ii 
find zumTheil zugefpitzt und nähern (i^h^itl(4ir 
und "«reniger la'l^ge^dgenen- {h feitigeiiy j^y ra- 
l^iddüi mit Seitehkanteüwinkein von ! acr' und 
$0^; andere,, mtt gleichen Wiiikelnr^ näherfi 
ficbjniehr; der «^'uU.: T .Sü:find.ftet§.:mlt:Talit 
iMlj^ GJjißmer^.über^^ .'. .1 

Die Farbe ifl weifs, ein ^enig ins Licbtgr(jad 

Der Bruch id uneben,' nur in einer Ripjbtitpgi 
/ '^eklie.fcpkr!?fibt auf der A« deyKryftalles 
, fl«{ht, blättrig und giänj^end*. , . , . . ^ ^ 
Er ift an den diinnfteii Kanten W is^emg durch« 
... fcheinend^ t.*^ , -.• » 

Qibt. am Stahle Funkea, wird aber vom Quarz 
.,; etwas geritzt. V 

Die Eigenfchwere ifl.= 3,451; f 



♦) t Anmerkung as» **) f-''Anpi«l:'k«iig Ä6#i k/ 




^Ml^^MVfiiKfcirbr Aem Ldthrofare oiHchinelz« 
J|^<ilOII' iiUl lA' flärkier* Hitze mit Heftigkeit 
MeGhlAWenaus, die bexfortgefetztem Feuer 
wMMlBrfl6re'vdr(}en; wo fodana die fcharf- 
Ih'Rluiteo ein wenig yerglafen. 
«rtl^Wp Theilcn enthält der Pyrophyfalit: 
^''^^9»» 5 Thonerde, 
i 3^988 Kiefelerde, 
%y'?''-/ö,88 Kalkerde, 
ij»:*-ö,88 Eifenoxyd, 
e,75 Gliihverluft, 
iffjö FlDfsfjpathfäure und.Verlufl. 

100,00. ^ 

diefem Verhalten zu urtheilen, ' ver- 
las FoflUeide Stelle: unter denjenigen 
welohe neben Thon und Kiefel» 
aftfiiure enthalten, als Topas, Pyknit 
wllit 

*Feldfpath*), weiis, Rrummblättrig, mit 
ä Arahlig'en Blättern, in die gewöhn- 
'cbirgsart eingefprengt. Seine eigen« 
hillllie Schwere beträgt 3,645, und er ent* 
ffjßtii Hedenbergs Unterfuchung : 
' : ' 73,75 Kiefelerde, 
■i'.^l.. I3>0Q Thonerde, 
9,50 Kalkerde, 

C •: ■ . J^o^J .Eifenoxyd, 

0,25 flüchtige Theiie. 





• • 



96,50. 



f. AMiiricttnK 37. 



c6. DaUrne.. 

Schwärzlich- und röthlichbrauner ZinA- s^ 

' Aein, iu kleioea und dünnen Körnern eing^ i-, 

fprengt. . ^ ^ ü. 

fiIf|fsrothe^ undurchfichtige Graiiate|% ,^ 
zuweilen ein venig kupferhaltig. 

Silber^eifTer Glimmer, tbeils in Blättern, ' ^^^ 
theils in Rhomben uudderStammkryiUllifation ^ 
des Glimmers. 

Afpeboda, Tochterkirche. Kufo, ein ^^ 
Schürf auf Kupfererze: halbdurchfichtige 
Quarzkry ftaile. ;^ 

Svärdsjö - Kirchfpiel. 

Svartviks Grubenfeld*). Die Gebirgs» 
art ift Glimmerlchiefer, d^slTen Schichten von 
N.O. nach S.W. ftreicben. Die Erze befteheb 
aus Kupferkies, gemengt mit Scbwefelkiei, 
Zinkblende und Bleyglanz, SonQ findeia (ich 
dort: ■ 

Weilfer Kalkftein; veifßr PoTzellanthobj 
derber imd kryftallifirtcr Granat**); ftern- 
fbrmigihrahliger asbefiartiger Strahlftein} 
fafriger und fternformiger Tremolitj- As- 
beft; daukelgrüuer durchfcheinender Ser- 
pentin; Magnetkies; gelberkubifcher Schwe- 
felkies. 
Björn myresveden. Sahlit oder Ma- 
lakolith, von lichtgriiner^ iu das Olivengrü- 
ne übergehender Farbe. Er findet fich blos 



•) f. Anmerkung 2jf. ••) f. i\nmcrfcung.29-- 



paUrnc. 57 

4A ^ 9^^^ Maden, von meid geradhlät^ 
Brache, mil drey Durcbgängea, isreicho 
rechdrinklich vierfeitige Säule einlchiier 
|pBa^ deren Seiien«r mit den Eodflächen. untei[ 
IRakcIn von 76 und 134^ zufaminenftöreii, 
pid4*6-nACh der Diagonale unter einem Win- 
I lpi^onx39^ theilbar find. Der mit denEnd« 
; ittchen parallel laufend^ Bruch (Durchgang) 
^ ^unoblättrig (tunbiadig), eforas perhnutter- 
fd/jaacndm Er ift nur an diiunen Kanten ein 
Wjeuig durchfchcinend. Ritzt das Glas. Das 
[ dagcntL Gewicht ift = 3,285* Er fchuiilxt 
[ vor dem Löthrobre iiir fich mit Auftrallen 
> AI einem grünen Gla(e, das'bey fortgefetztem 
fmer dunkel und matt ^'ird. Er ift in feiner 
. Jknictur und mehrcrn Eigenfchaften den Sah« 
■ lfe,ihnlicb, welcher fich beySahla vorfindet. 
i ™ Im VIndkärnsberge finden (ich mehre« 
, Tf^ dieils alte, thells in neuerer Zeit bearbeite- 
te Gruben. Das EifenHeinlager Üreicht von 
Ittirgen nach Abend, und fällt 3obis6o^ nach 
nlttag« Die Lagerarten find fcliwarzer Glim- 
ifit and rother Feldfpath. Es finden fich dort : 
'''Hochgriiner Glimmer; dunkelgrüner, klein- 
körniger Kokkolith. 

-i 

■ 

Vika - Kirchfpiel. 

•■•• Kalfbäcksgruben, beym Dorfe glei- 
dien Namens. In dem dortigen Gebirge, in 
weichem Hornblende vorhen fchend ift^ fefzt 
ein von Mitternacht nach Mitrag fircicheiider 



58 Dtlarnei 

und nach Abend fallender Garig^ iti£» äer 
mehreren Quarztrumern durchfetzt wrd,* ' 
che lUeyglanz, Zitikblende und Riefe fuhrei 
Die GtHiben, welche auf Kupfererze gebac^sr 
vurden, find auflUflig*). ' ' 

B 1 o 1 f s b o g ru b e am Vikafeetfrird ebec^ 
falls nicht mehr betrieben. Die' Gebirgsart'fflr 
ein- mit Hornbiendc und Glimmer gemehgtfel^ 
Quarz, welcher dünne Lagen von KupfeKudtf^ 
Schwefelkies einfchliefl. (CronftcdüMtii.'Hifl) 

S t a b e r ß. Man findet dort theiU undurch- 
(ichtigc, theils durchfichtige gelbliche lindrotb* 
liehe Quarzkryftalle mit Erdpech. 

■ » ■ fc 

Stora Skedvi-Kircbfpiele. 

LSfasfilbergruben**), 4; Meile vom . 
Hofe Lößs. Die Gebirgsart befteht aus Kalkflein, ' 
Quarz und GJimmer mit Quarz gemengt, die 
ichichtenweife mit einander abwechfelu« Die 
Sjchichten Areicheu von Morgen nach Abend. 
Die Erze beflehcn au3 Bleyglanz, Kupferkies 
und weiifem Arfenikkies. Der ßleyglanz hält 
9 bis 3 Loth Silber im Zentner. Die Begleiter 
diefer Erze find Kalkftein, Glimmer uiid Hora« 
blende. Gediegen Silber i(l auch einigemal 
dort gefunden worden. KupfeN und Arfenik- 
kies werden in folcher Menge gewonnen, da(s 



;. •) iCrpnftedt» Mineral-Hiftoric öfver en del af Veftman- 
iand och Dalarnc. Mscr. , . ; ; - 



Dalarae. 59 

Oi| tMmtÜnn Benatzung bedacht gevefea id 

4in|M kioniint dort vor : 
a.1 c^Awlr iibd rotfaadriger, dichter und blättrig 
m I f •(fcrlGalkftein^)) blauer derber Fiufsfpatb. 
T IJirNybe'i^ oder Boberg, welcher nur 
iAMi lein Thal vom Löfasberge J^efchieden ift, 
iK Miiltt aw denfelben Gebirgsarten. Es fetzen 
^1 AfiD'^re5r, von N.O. nach S.W. ftretchcnde 
Jmtl^igixOfitten auf, wovon zWyc Kupfererz 
^g lÜHÄfras gediegenem Wifsmuth uiid Wifs- 
Ivhj^äriz ((Vaf velbunden vismut) geführt ha« 
tafc Die dritte enthält Eiftnftein, durch wel- 
dfen ein Trum dichter Kupferkies mitten durch' 
/Ifeidit Das Lagergeftein ift aus Quarz iind 
Crfiihtner gemengt. (Cröüflcdi a. a. O.) 
'■^ Ver£lTlene Kupfergrüben findet nrtan au- 
ftrieb' noth am Tomteboberge, beym Dorfe 
i IVmtcbo, und im Lunaberge am Klingenfee. 

y> Säthers - Kirchfbiel. 



i.t» 



DerBifpberg oder Betsberg (faufTa- 

taifL abgebildet), - Auf der,, i Meile von Sä-» 

Aehr gelegenen, berühmten Bifpbergshöhe, 

IfÜchc fich von Morgen nach Abend hinzieht, 

i^geA z^ey hohe und fleile Kuppen empor, 

- likBiichofskuppe (Bifpers klack) am öfllichen, 

■pddieGregerskuppe amweftiichenEnde. Am 

nördlichen Abhänge der erOern fetzen vier 

JlMchtigcEifenfleinlager auf, wovon dasnörd- 



*) r. Anmerkung 3 X. 



6o Dtl^rne. 

Uchfle Blcvglaiit im Eifeaßfim fuUre} ^ Dt- 
Hauptgrube, welche jetzt dort im Gan^e ifll 
b^taüfdeodrey übivgenLageriivNrekbc eiaei 
duokelgraufrn, feiakörnigen, mürben oft (lös] 
iehr. guten .Magueteifenfiein^'^voh 70 bis 7- 
Prozeo.t Geliaic^ führeq. Sie ftreichen von G 
N.O. nach W.S.W.« und fallen iq- 90 Lachte 
Teufe 35^ nach S.O.^ in gröfer^r Teufe abe 
nur 14^. Ihre Fundigkeit lenkt fich von Tz 
ge nieder nach N.O. unter einem Eiufchiefsej 
yon ^vcnigHens 30*^. Diefe Lager führen di 
Naqaen Carlss Ulriken- und Fried richsgang 
wovon der erßere die beüen Erze liefert. Dl 
zwifchen ihnen liegende Bergart befleht au 
fchichtenweife gemengtem blättrigen Talk un( 
dürren röthlichen Quarze. : In diefem GeAei 
ne finden (Icii höher am Berge hinauf Trume 
und Nieren eines roth^n feinkörnigen Quarz^ 
welcher Kupferkies, Buntkupfererz, Kupfer 
glas, Kupferbranderz '•*% Bleyglanz, gediegei 
Wifsmuth (auf Angerfteins Verfuchort), Glas 
ktipf und gefchwefeltes Moiybdün, fuhrt. Ii 
einer der verfallcaen Gruben an der Morgeti 
feite des Berges, hat man weiüen, fp'ätigej 
TungAein (wolframfauren Kalk) nierenweili 
in ziegelrothem dichten Feldfpatb und Quari 
cingewachfen, angetroffen'^*}, Auch finde 
iich dort ein Lager von weÜlem und röthlichej 
Urkalkflein. 



«M 



•) K. Vctcnfp. Acad. Handl. Vol. XII. S. 229. ^ » 
••) BergmansAbhandl. on Jernmalmers pioberande pa va 
ta vagen. S. 12. - ;: :'.: 



paUrii9» 



63 



(^inu^^^ht au5 Quar?« Glimmer und bis- 

^ |^)dk(lei0, das Erz aus Kupfer- und 

ire^l)[ies. Sonf) fiadeii (ich dort : 

Ucfatgrüner derber Flufsfpatb, RäJambs- 

Kubcy. röthlichbraune Granatea im Gliin- 

'ichicfer*), geradblatiriger Glimmer, grün» 

lieber Talk, Zinkblende, kleinkörniger 

Vi(fiiiSrtämig, eigentlich Uein^ürflicher) Bley- 

>.|^aiiz auf Eriksgrube; Fahlerz (Grä koppar- 

v-aialm^ auf der aufläfilgen Bifchofsgrube«. 

'T-'-pÄFinnhütten-Kälkbruch, ^ Meile 

MiifSSftlich von diefen Gruben, "o^ird auf Oe- 

len,* von NO. nach S.W. flreichexiden La- 

eines blättrigen Urkalks betrieben, der 

dieilweife mit Glimmer gemengt i(h 

Arängs-Kupf ergruben liegen feit alter 

Zat wufte« Man hat hier Kupfer- und Magnet« 

'Um auf einem 4 bis 6 Fufs mächtigen, inMor* 

itt und Abend ^reichenden und gegen Mit« 

MMcht fallenden, Lager gewonnen. 

'**1fiky Eifengrube, i Meile von derKir- 

SÜJOhaveit einer alten verlaffenen Kupfergru- 

iMi* gleichen Namens, baute auf einerh'in Oft 

*itf 'Well flreichenden Lager, Nsrelches'einiea 

ftlN(|arzgrauen, körnigen magnetifchen Elfen« 

'in Quarz, mit fchVdrzlicbgräner bläftri- 

prnblende, führte. Auch fand fleh dort: 

drbther Quarz in ^eiffem Kalkfpath; 

''^iföflicri miiitcr und feinkörniger Mehlzea* 

^'^laii;* Erdpech. 




•V .. 



.'9'-C Anmerkung 54. 



64 Dalaraei 

Viks Kupfcrgrobe, fährte Kohleot^ 
Ucnde (Eifenbr^nderz) in grofea Srückim, dil^i^ 
man fonflfilrSteiokohie hielt. (S.K.Vet Acad«2. 
Hanil, 1751. 8.232.)- q 

Hummelbo Silbergrube. IhreTiefii': 
beträgt nur 4 Lacht er, und die ^ Fufs mächti-t- 
gc Erzlagerß'irre fuhrt Bleyglanz, welcher 50 -^ 
Prozent Biey, aber nur ^ Lcth Silber im Zdtat-' : 
ner halten foll. 

Ruilshütte, liefert lichtgrünen, langf^ . 
frigen, asbeflartigen Tremolit, der vorm Löth- ' 
röhre leicht, und unter Aufprallen zu einer 
veiHeu Schlacke fclunilzt. 



Folkäma - Kirch(J3ieL 

Bäfinge-Kupfergrubc. Die Gebirgs« 
art id ein Granit mit vorwaltendem Feldfpatlif 
der theils körnig, theils dicht ift, mit Quarx 
und grauem Glin^mer. Es fetzeu darin mek ' 
rere Gänge von Kalkdein, Quarz und Glimiper 
auf, wovon der eiuc\ welcher 2 Fufs mächtig 
x(\^ jUpd bey ein eui Fallen von ic bis 15^ nach- 
Klitternaclit, fein Streichen von N.N.O. nacl| 
S.S.W, hat, Kupfererze,. Eifenfteine undSchwe»^ 
fclkics führt. Die Gruben werden jetzt nicht 
U)dir betrieben. Die Kupfererze beitandeu aus 
dichtem CAültät) Kupferkiefe, Buntkupfererze 
und etwas gediegen Kupfer. Auch .kam ganz 
durchfichtiger Krilkfpiith (Doppelfpath) da vor. 
Vor einem Verfuchoitc traf man Erdpech, 



Wifimuthglanz und ^urflichen Schwefelkies, 
(CroaAedta. a.:0,) 

Bäfinge « Eifengruben, beyiii Dorfe 
Bäfinge, werden auf zwey parallelen Lagern 
betrieben, die uacK Mitternacht und Mittag 
flreichen. Auf Sjögrube begleitet den Eifen- 
flein ein gleichlaufendes zweytes Lager, wei« 
ches aufer dem EiienAeine auch Kupferkies« 
Bleyglanz und Hornblende führt. — Svart« 
grübe liegt in der Nach bar fchaft der Kupfer- 
grüben.' (Cronft. a. a. O.) 

Hedemora - Kirchfpiel. 

In dem Kirchfpiele Hedemora, ^as meift 
flaches Land hat, find einige Verfuche auf Sil« 
bcr- und Kupfererze gemacht, nachher aber 
nieder eingeflellt worden. Die Kiesbaue Skins- 
bo und Denkio wurden im Jahre 1658* aufge- 
nommen. UmReeiisbo uadNaren findet man 
aufläiCge Eifengruben. 

Söderberckes - Kirchfpiel. 

Die Eifengrube Tolfsbo, am Tolfsbo- 
• berge, iftdas einzige bedeutende Berggebäude 
iü diefem Kirchfpiele. Die dortige Gebirgsart 
' beAeht aus einem feinkörnigen Gemenge von 
röthlichem Feldfpath und Quarz, wozu noch 
Kalkftein, Hornblende und Glimmer treten. 
Der Eifenftein ftreicht von N. nach S. und hat 
ein (larkes Fallen von 30 bis 75^ nach Mop 

E 




66 DaUrae; 

gen. Die Lagerftätte föbrt in Knik, Glimnielf ;a 
und Hornblende einen gutartigen graulicb^ 
fch'flfirarzen, grobkörnigen Magneteifenfteilu 

Kottarberg beyPalby. DieGebirj 
art ift Quarz und Glimmer. Auf der Möifgl 
feite des Berges fireicht ein Lager von ö* zu 
nach W. zu S., weicheis in einem dichil 
blauUchgrauen Grunfleine ICupferkie^ ienthSI|^4! 
(Cronftcdt a. a. O.) * "-^1 

Uf berg. Auf diefem Berge, der iai}- 
Barkenfee gegen Morgen liegt, befindet fich . 
eine verlaüene Kupfergrube, welche armea . 
Rupferkies mit Leberkies lieferte. 

Am Bromsberge, beym Billfee, findj 
von Zeit zu Zeit mehrere Gruben betrieben undl -5 
wieder aufläfTig geworden, welche AnbriiciMi -■ 
von Kupferkies, blauem und griinem kobleH^-. 
faurem Kupfer (Kupferlafur und Malachit) und ^ 
Schwefelkies hatten. Von Eifenerzen tri£ft - 
man dort fowohl fchwarzgrauen MagneteifeOit r 
flein, als auch Eifenelinimer. Der letztera(> 
gibt zwar beym Reiben, wie gewöhnlich, eüt - 
rothcs Pulver, wird aber da, wo er an deil/ 
Schwefelkies grenzt, womit er bisweilen ge^ 
mengt ift, auch vom Magnet angezogen. Dii , 
Begleiter find Quarz, Hornblende und Glimt " 
mer. Auch findet fleh weifTer, veilchenblauer ' 
und rother Flufsfpath, mit grüner Eifenerde*}^ 
dafelbft. 



') f. Anmerkung 34.- 



Diliroe« 67 

Norrberckes • JKirchfpid. 

Diefes Kirchipiel ift mit aafehnlicbea Ber« 
gen . ao^efüUt, befonders uördlich vom Bar- 
keolee. Unter ihnen ift der M ö r t ka rn b e r g, 
an der Grenze des Kirchßiels Gros-Tuua, 
. einer der höcbften. Er liefert^ für die Höh« 
ofcD in den umliegenden Ortfchaften» einen 
ganz vorzüglichen, böchft feuerbeftändigen 
Gedell- und Ofenfchachtflein (ftällflen och pip« 
fien). Er befteht aus einem hellgrauen Glim- 
mer(chiefer, deflea Schichten von N.O. nach 
S.W. (fareichen^ ohngefähr 45^ von derfenk« 
rechten Linie nach N.W. einfchiefen, und bey« 
nahe fenkrecht auf die Fallenslinie von engen 
Spalten durchfchnitten werden, welche mit 
grfiaem, derben Talk ausgekleidet ßnd. Vom 
Ge/lellfteinbruche aus fetzt neben dem Wege 
nach Tuna ein dunkelgrauer Glimmerfcliiefer 
fort, welcher hohe und oft fehr ftcile Berg- 
rucken bildet. 

Veftra-Silfverberg, eine Meile veft- 
DOrdvefUich von der Kirche^ ift eins der Site* 
üca und ausgebreiteten Bergwerksreviere, mit 
vielen alten und verlafTenen Grubengebäuden. 
Der Berg gehört zu den gröferen im Kirchfpie* 
ie, iA in der Richtung von Mitternacht nach 
Mittag ^ Meile lang und ^ Meile breit, mit 
mebrern Gipfeln auf feinen zwey parallel lau* 
fenden Rücken, wovon der nach dem Starbo- 
thaie zu gelegene morgentlicbe der höchfte 
und Aeilfli^ id. Auf diefem höheren Rücken 

E 2 




6^ Dtlärnei 

Aeigen von Mittag her empor^ der iGrufberg i; 
oder StoUberg, dcrVaskberg, Svanberg und'7. 
die Laggärhöhe. Auf dem redlichen Rtfckep J;^ 
erhebt fleh blos der flache Välberg und dil.^ 
Norrgrubenhöhe. Die Gebirgsart iA Glüpmei^ ',., 
fchieler, bisweilen mit eingeOreuten Girana^ v^ 
ten *), auf dem Svartberge findet fleh häufig et* 1. 
fen- und manganhaltiger KalkAein (Bräuii^^ 
fpath?) ; mit fch warzer verwitterter Oberflachft ?i^ 
In diefer Gebirgsart fetzen, parallel 'fnit dm.; 
Schichten derfelben, eine Menge gleichläofen- > 
de Aehende Erzlager auf, welche Alberhälti ' 
Bley glänz, Zinkblende, Kupferkies und El 
erze führen. Man theilt Ae in drey Felder: 

1) Das Norrgrubenfeld, gegeii ]M[i|^ 3 
ternacht gelegen, hat drey parallel^ E'rzlaeeiy ' 
von 4 bis 5 Lachter Mächtigkeit, die in N.^ 
O. u. S. g. W. Areichen, unter 6° nach Abena 
einfallen, und Hlcyglanz mit Flufsfpath fuhrenjl - 

2) Das Svartbergsfeld liegt in wt^ 
Mitte, und nimmt die höchAe Hohe ein. la 
diefem Felde kommen fehr viele gleichlaufen- 
de Erzlager vor, die beynahe faiger einfchic^ 
fen, von N. nach S. fbeichen, in dunkelgfanea 
Glimmerfchicfer mit Granaten aufietzen. üi^d 
ebenfalls Bieyglanz, Kupfer- und Eifenerzft 1 
führen. ; 1 

3) Das Stollgrubenfeld, gegen Mltf'1 
tag gelegen, beAcht aus dem Vask* und GhiS» j 
berge, und iA zuerA auf mehreren parallclcft | 



•) f. Amncrkung 35. 



•. 



1 



Dalirne» 6q 

m N. und S« flrcichenden Lagern bebaut vor« 
den. Die Gebirgsart enthält hier vorherrfchen- 
den .Quarz mit Granaten. Die Gruben haben 
BleygJanz, Zinkblende^ etvas Kupfererz:. und 
ArfenikHIes ausgebracht 

. In der Stoligrube findet ficb in 4 bis 5 Lach«^ 
ter Teufe ein mächtiges Lager von theils mür« 
bem thonartigen, theils verhärtetem lörbiich- 
bcaifflen und gelben^ feiten kry ftaliifirtem Glas* 
köpf (?)• Aus einem Gemenge diefes Glas« 
köpft mit Spatheifenftein (hvit jernnialm) vom 
Svartl^rge, ift im Hohofen ein Roheifeo er« 
TCMgt «rorden, was bey geringerem Abbrande 
und Koblenaufwande, als gewöhnlich, einen 
ganzivorzügUchen Schmelzflahl lieferte. Der 
Betrieb diefer Glaskopfgrube iA vegen des 
grofen WafTerzudranges faft ganz eingeftellt 
Verden*). 

Uebirlgens finden iichim Veftra-Silfverberg 
folgend^ FofÜlien : 

Grüner Flu fsfpath; im Stollberge. 

Blaulichgrauer Thoneifenflein (jern« 
Icra *•), Rother Thoneifenflein (RötHel) ; 
Ebendafelbfl. 

Blauer verhärteter Mergel, der fleh fet^ 
tig anfühlt und im WafTer nicht aufweicht. Er 
ift mit Schwefel gemengt und gibt 1 5 Prozent 
Eifen, 4 Prozent Bley und deutliche Spuren von 
Zink} Skirefberg ♦♦<>). 

*^ Rinmans Bergverks-Lexic. I. Th. S.2S6b 
••) f. Anmerkung 56. 

^ kinm^n, K. Vet. Acad.. Handt« 1754« ^ - 



••• 




<2Ö Dalirne. 

Hellgelber, halbdarckfichtiger, kogelfSt^ 
migermanganlialtiger Kalk; Damgrube. ^^ 

Gelber und röthlichbrauner (ogem 
weifferEifenfteinoderStahlfteiaCSpaCJ 
e i f e n (^e i n), nieren veife im Bleyglanz. 
pulvert wird er auch uugeröftet vom Magnt 
'angezogen; Skrefberg*). 

Graulicher und gelblichweiller Späths 
fenftein, der beym Aufwärmen nicht ph< 
phoreszirt. Er bildet das oberfle Lager 
d^m, Svartberge« 

Zackige und kaftenförmige Drufen ' vw^ 
braunfleinhaltigem JK. a 1 k (Braunfpath) ; Svart^|: 
berg. • :M 

Schvarzgrauer dichter Urtrapp C^r|^i| 
trapp, Trapplköl), gangveife. Am Svartbci 

Nordwärts vom Veflra-Silfverberge, 

Abhänge des hohen Schiffeklack, Eni ^ 

ixian am WafTerfpiegel des kleinen JatturnfeeL j 
im UrkalkAein drey ausgearbeitete HohlungeiL| 
oder fogenannte Riefentöpfc (jättegrytof *^ ^ 

Der Nyberg ift eine in Mitternacht 
Mittag parallel mit dem Vefter*Silfverberj^ 
ßreichende, diefem gegen Morgen gelegene,^ 
und ;.durch das Starbothai /davon abgefonderccL'^ 
Berghohe. Man theilt iie in drey Gipfel: den ] 

*) Hjelm in feiner Abhandl. om hvita Jernmtlmel« •; 
S. 3«. 

**) Man nennte fonft det^leichcn, wahrfcheinlich vom* 
WaiTcr ausgefpültc. Höhlen in Schweden RicfenciS- 
pfe, weil man glaubte, die Einwohner hätten ehedem 
ihr Getfcide darin £;eftampfc. (A. d. Ueb.) 




3 

d 



Ollarne* 71 

Slattberg, Kjefarehack oder eigentlichen Ny« 
berg, und den SickQöberg^ der am veiteflen 
nach Norden hin liegt. Die Gebirgsart des Ny- 
bergs ifl ein mit Feldfpathkörnern gemengter 
korniger Quarz. Am vefUichen Abhänge fin* 
dee man einige Eiüsnfleiiigruben, die aber auf 
keinen regelmäfi^en Gängen bauen. Der Ei- 
fenftein ift ein khvarzgrauer^ körhiser^ oft 
mit Schwefelkies gemengter, Magneteilenfteiny 
velcber derben Granat (Granatberg), Hora* 
Uende und Feldipath zu Begleitern hat« In 
des Starbogrube bricht ein weifTer Talk, der 
einen fehr reichlialtigen und gutartigjen Ei« 
ienflein in Trumern, Nieren und eingevach« 
"icnen Körnern ftihrt, ohne Spurea eines La* 
gen oder Ganges ^^ Die meiften Erze des 
Nybergs geben fonft geNS^öhnlich ein rothbrü« 
^ges Roheifen. 

Die Gruben am Sickf)&berge find die 
älteßen im Kircbfplele. Man trifft in diefem 
Felde keine regelmäiigen Lager an, fondern 
das Erz, ein lehr vorzüglicher Magneteifen* 
fiein^ kommt in einer Menge uuregelmafiger 
Talktrümer vor, und hat Talk, Quarz, der- 
ben Granat und Kalkfpath zu Begleitern. Auf 
dem SickfjÖberge findet (ich auch ein Form* 
fand, der zu dem feinften EifengufTe brauch- 
bar ift. 

Der Byxberg, ^ Meile von vorigem ent* 
femt, befteht aus grauem und hellgrünem Talk« 

*) Rinmans Bergv.Lexicon, 



73 Dalarne» 

fchiefcr (Gronftedts Tdlgftch*), iev aus der- 
bem, mit ein venig Glimmer gemengten, - ge» 
radfchiefrigen Talke- gebildet, ganz feücrfeft; 
und daber zur Mauerung in FeuerAättea £s]fir 
brauchbar id. 

Der Ulfberg zieht (ich in anfehniicher 
Höhe von N. nach S. An feinem FufTe findea 
fich An^eifungen auf Silber, Kupfer- und Ei« 
fenerze, in einer Steinart, die aus vorvälteii- 
dem Feldfpath mit eingefprengter Hornblende 
befteht; man hat aber bis jetzt noch keine "ve« 
fentlichen Verfuche dort gemacht. (Cronftedts 
Miner. Hift.) 

Die Erzbaue von Hagges, in einem Bct» 
ge am Haggefee, find auf parallelen, von N. 
nach O. flreichenden Erzlagerftäcten, welche 
Eifen- und Kupfererze fSbrcen, die in Kalk 
und Hornblendgeßein einbrachen, betrieben 
worden, find aber jetzt aufläffig. 

Der Norsberg, zvifchen den beyden 
Hillenfeen gelegen, befteht aus einer quarzigen 
Steinart, mit rothen granatähnlicben Quarz« 
kornern. Gegen die Gipfel hin finden fich 
Spuren von Silber, Kupfererzen und Zinkblen- 
de. (Crönftedt a. a, O.) 

Hunboberg. Am mitternächtlichen Ab- 
hänge deiTelben letzt ein Lager auf, das von 
von N.W. nach S.O. ftreicht, 45® nachMoc-. 
gen fällt, und in Kalkfteine feinkörnigen Mag- 
neteifenfiein fuhrt. 



*) f. Anmerkung 37. 



Dai^rneb' 73 

-DerDagkarlsbo-Berg) z^ifchen dem 
Laren- und HUleofee gelegen, hat Glimmer« 
fchiefer zur Gebirgsarr, deiTen Schichten in 
N.O. und S.W. flreichen. Am Abhänge des 
BergesL findet man Kalkfleinlager, die ihrStrei« 
eben nach N.W. haben« Die dort befindlichen 
ErzlacerHätten, wovon drey, auf weichen die 
Gäddviksgruben am Flogree bauen, Ku* 
pfererze fiihren, haben gleiches Streichen mit 
der Gebirgsart. Es finden fich auferdem fol- 
gende verlaffene Berggebäude in dicfem Ge- 
birge: 

Fiodbergs-EIfengrube, an der fud« 
öftUchen Seite des Berges. 

Skarviks- Kupfergruben, am HU- 
lenfee. 

Skarviks-Eifen-undKupfergruben, 
noch inäher am See. Sie wurden auf mehreren 
parallelen Erzlagerdätten betrieben, welche 
Kalk- und Strahlftein zum Lagergedein hatten. 

Stöfvelgrnbe, auf der höchHen Hohe 
des Berges, war auf einem Quarztrume ange- 
legt^ welches filberhaltigen Bleyglanz führte. 

Kusgrube, neben der letztem gelegen, 
liat ebenialls auf Bleyglanz gebaut (Cronftedt 
a. a. O.) 

Die Hemgrube bey Gesberg, i^ Meile 
von der Kirche, liefert einen dunkelgrauen 
Msgneteifenftein, von ohngefähr 45 Prozent 
Gehalt, der in Hornblende einbricht. Das 
Erz kommt nierenweife (i kjörtlar) vor, in ei- 
ner ungefchichteten Gebirgsart^ die aus Quarz^ 



74 Dalarnc; 

Glimmer und Vieren von dichter Homblendtfiia 
befteht. Die benachbarten Eifehgraben dcfll'V 
Rödbräcktsberges liegen viifte. -i^i^^. 




Die Gebirgsart des Öftanberges.i; 
Gnei^, der aus vororaltendem Feidipath, 
Quarz und Glimmer zufammengefetzt iA. 
führt zwey Eifenfleinlager, die in Mitternaenc \ 
und Mittag flreichen, und deren LsTgergeflem | 
9US x^eiiTem und griinlichem Kalkdeih, Kalk« V 
fpath und Hornblende beOeht Das Eifen ifi '| 
magnetifch, fchwarzgrau und körnig, von 49^' .j 
Prozent Gehalt, zuweilen mit Kupfer und ; 
Schwefelkies gemengt. Zwey Lachter voa ,' 
der alten Grube befindet fleh ein verlailener > | 
Schürf, vro derber Kupferkies mit derbem und' ' 
kryftallifirtem Granat und Asbeft aofteht In !■ 
der Lim grübe kommt rother Erdkobalt (Ko« 
baltblüthe) als Ueberzug auf Eifeuflein vor. 

J o b s b o. Mehrere Gruben bey dem Dor- . ; 
fe Jobsbo liefern körnigen Magneteifenftein, ^: 
fowie Eifenglanz und kleinblättrigen Eifen« ^^j 
glimmer. 

Auf der In fei Solla, im Barkenfee, hatma« 
auf einigen Anbrüchen von körnigem Magnet* . 
eifenftein Baue verführt, welcher in Grünflein, 
mit StrahlAein und Schwefelkies, vorkömmt. 

Bey Ingevaldsbo findet fich röthlich- 
brauner derber Granat (Granatberg) in Menge ♦)• 



•) Rinman in d. K. Vct. Acad. Handl. 17J4. S.sgJ. 



Dalirne. 75 

'"'- le]f Stimmer bo, infonderlieit aber bey 
fWrrbärbo, bricht ein, mehr oder weuiger 
Wä Kalkflein gemengter, gelber und griinge- 
Iffenkeker Serpentin. 

: Dcx BlSkulsberg bey Spjutsbo liefert 

jbndilichtige Bergkryftalle. 

»•• • 
t. 

:v Grangjärde -Kirchlpiel. 

;:" Der Grengesberg, an der Grenze des 

jSidilpiels von Nya Kopparberg« bildet eine 

snädänftige, von N.O. nach S.W. fleh hin- 

«Mfeende Berghohe, mit mehreren Gipfelii 

{fifhojningar), vorunter der Sjufljern« 

Mrg, oder der eigentliche Grengesberg, der 

IjUIcUle i(L^ Diefe Gipfel find, von N.O. aus 

Mechnet: der Risberg und Strandberg, 

«r nordliche und fiidliche Grengesberg 

öder Sjufljernberg, und endlich nach S.W. 

lioi der öfUiche und vefUiche Ormberg. 

JXas ganze Gebirge enthält die gröfsten Eifen- 

iMovorräthe, die man auf einer Stelle beyfam« 

meo finden kann. Sie finden fich in vielen 

ppbe neben einander und in der Richtung von 

K z* O. nach S. z. W. im Glimmerfchiefer auf« 

' filzenden Lagerflätten, die ein geringes Fallen 

nach Morgen haben. Das LagergeOein ifl fel- 

^ ten bemerkbar, da das Erz in der Regel die 

guize Lagerftätre ausfallt. 

Die reichhaltigAen EifenfleinC*), die aber 



t 



•) f. Anmerkuns 38. 



7Ö DfUrnflL 

meiA kaltbruchiges Eifen liefern, brechen in 
den öAiichen Lagern; EifenglanzodcirDätr* 
(lein im Ormberge und Risberge. Man theüt 
die dort vorkommenden Eifenerze in 

^ S j u ft j e r n (1: e D« "«reicher magnetifch; grün- 
lich oder bläülichfchwarz, theils dicht und 
glänzend, theils grobkörnig, bisweilen auch 
flrahlig, und mitunter locker, feinkörnig und 
regenbogenfarbig'*) angelaufen ift. Diefe 
ErzQ geben meid kaltbruchiges Eifen,,undkom« 
mßn vorzuglich am Sjufljemberge vor. • 

M e 1 1 a n b r o 1 1 ft e n (MittelbrucWtein) kofS. 
nig, gemeiniglich magnetifch, aber ebenfalls 
liiit Eifenglanz gemengt} im füdlichen Gren* 
gei^berge u. m. ä. St.**). 

Ormbergften; blaulichgraufer, fcjiiefri^ 
jger und blättriger Eifenglanz mit eingeipreng- 
tem , körnigem Quarze ; im Ormberge und 
Risberge. 

Aiidere dort vorkommende FoflUien find : 

Apatit; graulichweiis, gelblich- und grau* 
lichgriin, halbdurchfichtig, feiten kryftalliCrt, 
mein derb und körnig; in den Magheteifen- 
fiein eingefprengt, und vermuthlTch Urfacbe 
des Kaltbruchs. Ekeberg. 

F 1 u fs f p a t h ; grün, in Oktaedern. 

Schwärzlichgrauer und eifenhaltigerT h on 
(jernhaltig lera, Thoneifcnflcin ?). Nord Gr£n- 
gesberg. Valkomgrube. 



•) f. Anmerkunj» 39. ••) f. Ainnerkung 40. . 



DiUrne» ffj 

Gruneifenerde; kiigeiig und concciw 
triicb-flrahlig. Välkomgrute. 

Schwarzer grosblättriger. Glimmen Ifi 
Gjwgesberg. ; ^t 

Dunkelgrüner Strablilein. S.. Qr.tt^ 

gcjberg. . . : ; 

Rother Feldfpath. Ocmberg. ' '." ;.* 

Mopsartige (? mäfslika) weiflc Q^ a r z d r u» 
f e n in EiienAein. VälkoiDgrube. 

Qu a r z k r y n a 1 1 e n, "^eifs, roth qnd viel* 
blau. Ni iihd- S. Grengcsberg. ^ • . : 

Gelblicher K a 1 z e d o n, als tropfneinarti« 
ger Ueberzüg von Quanidrdfen, mit Erdpecb. 
VSikötagtube. 

Bramichfchvarzer fafriger oder ftrahliger 
Magneteifenflein. Sjuftjemberg. 

Am Lindbaßmorberge, eine .Meile 
von der Kirche, fieht man verlafTene Schürf» 
arbeiten, wo Bley glänz, Ziiikbleiide uad Ku- 
pferkies gebrochen haben. (Cronft. Min. Hift.) 

Auf dem RoHberge, i Meile fiidweß« 
lieb von der Kirche, finden fich Lager, mit 
Bieyglanz, iSchvefelkies und Zinkblende, auf 
velche fonft Grubenbetrieb Statt gefunden hat« 
(Cronfledt a. a. O.) 

BeyEnkullshütteundHällfjÖ bricht 
ein Gliwunerfchiefer oder Murkftein, vonknor- 
rig und wellenförmig gebogenem Glimmer, 
mit eingefchlofTenen Quarzkörnern und grofeh 
Granaten, den man dort Bul ft alle nennt. 
Als Gefleline'm in Hohöfen zeigt er iich ziem«» 



78 Oriftrocr 

lieh feuerfeft, läfil fich aber nicht fo gnt hcMtfa 
beiten, vie der vom Mortfcärnberge im Kirdil^ 
ipieleNorrbercke» . 

Ind^r Vai: grübe auf dem Grund und Bo*^' 
den von Noi1>y, Iiaf *man grobkörnigen Bley»^ 
glänz in Quarz gefunden^ der 1 1 Loth Silbä^: 
und 50 Prozent Biey hielt (B.R. Geyer.) Vi 

Am Kökalberge iA ein Ver riichrchäcl|l|r 
auf Kupfererze «bgefunken worden, weiclhe^ 
dort in Trümern vQrkpmmen. (Cronftedt 

, Rödsjöberg oder Brunsvik. Man ha^ 
hier Bergarbeit getrieben auf zwey in Mittel^ 
nacht und Mittag (Irei^benden, nicht veit vom ^ 
Rödfee parallel neben einander auffetzendea j 
Erzlagerflätten. Sie führen Bleygl^nz^ rSth* ; 
üche Zinkblende, Ries und Eifenerze, in Kaik^ ^ 
flcin und Glimmer. (Cronft. a. aV 0.) 

} Bey So rvik trifft man auf einem anfehn« 
liehen Berge axifi Vefsmannfee viele alte Gm» j 
benarbeiten auf unregelm'äfig Areichendea 
TVfimern, welche wechfels weife feinkörnigea 
MagneteifenAein, Kupferkies und ßuntkupfer- 
erz gefuhrt haben. (CronAedt a. a. O.) ^ 

Der Främmundsberg liefert Magnet« 
eifenAein. 

Am H ä ck s b e r g e, beym Hohofen P e r s« 
bo, fetzt im Glimmerfchiefer ein EifenAeinla* 
ger auf, was eine anfehnliche ErAreckung von 
Mitternacht nach Mittag hat, und nur wenig 



Oalarne. 79 

jiacli Morgen einfchieft. Das Erz beAeht aiu 
Uäctrigem Eifenglauze. 

Die Grasbergs - Eifen^ruben iiegen 

J Meile nördlich von Fersbo, an der Grenze 

des Kirchipiels Norrbercke, am öHlichen Ab- 

bange einer parallel mit dem Vefter*Silfverber- 

ge von Nord: nach Süd fich hinziehenden aus« 

gedehnten Berghöhe. Die Gebirgisart beßeht 

AUS einem dunkelgrauen, dichten Glimmer* 

fchiefer, in welchem der Quarz kaum fichtbar; 

und ^reicher undeutlich fchiefrig id. Die be- 

deutendfteErzlagerflätte, von g bis 10 Lichter 

Mächtigkeit, zieht fich von Norden nachSü* 

den hin, vereinigt fich aber amfudlichenEude, 

z^fchen den Gruben Hercules und Grufberg 

mit einer andern, \erelche von N.W. nach S.0; 

(Ireicht. . Die erOere führt Eifenglanz mit kör- 

xiigeoi Magneteifeunein gemengt; die zweyte 

reinen Eifenglanz. In erfbrer fleht zun'achfl 

der Gehirgsart (ftar nÜrmaft bergarten) derber 

gelblichgrüner Granat an. Das Lagergeflein 

be(\eht aus hellbraunem derben Granat, Quarz 

und dem ebengedachten Granat. — Ein La* 

ger von ^Ereiffem, theils derben, theils faulen« 

Kirmig-drufigen Quarz, zieht fich, infonder« 

heit in der Mellangrube^ in die Erzlagerflätte 

hin und} verdrückt das Erz. 

Auferdem findet fich dort: 

Gerad- und krummblättriger K a 1 k f p a t h. 

Pyramidale Kalkdrufen. 

Du nkelgriiner gcmei ner C h 1 r i t, auf dru« 
figem Quarz. 



gO DaFa^rne« 

.Eetdfpath, in Rhombocdera (rombcHda^ 
llska Tärningar) kryftallifirt, voa blafsrotfafll^ 
Farbe, auf ^aoz; Sdmiiizt vor? dem Löth|7. 
röhre zu einem halbdurchficlitigen GUie. Mf%^ 
langvube. 

Gelbltchgriitier: derber Granat ^Gsai 
b^rg)^ von fcliiinmerndem, fleck^.eis gläusi 
den liruche. Er fahoiiht vor dtm Löthrol 
zu. einer fcbwarzen undurcbficlitigen Scbia« 
Das fpezifirche Gewicht beträgt 3,<2 1 5. . 

IJnifen von . fjulebförmig kryflaUifirtQnt.; 
Quarz, mit Kalkfp^th, Chiorit, Erdpedt, ^ 
Kupferkies und Fahierz (grä Kopperm^lmX 
Melldngrube. 

Dunkelrother, mit Kalk gemengter Ei- 
feiträbm. . . .^.j 

' Blättriger und diiifiger E i f e n g 1 i m m e n'S j 




t • I ■ 



Gros - Tuna - Kirchfpiel. " ' 

Öftra - Sitvferberg *). Auf. ein^ 
I Meile vonSäther entfernten Hohe liegen die 
alten Öftra -Silfverbergesgruben,. wovon diel 
ältefte fchon im Jahr 1597. als abgebaut üe^l 
geh geblieben ift. So trifit mau noch mehreri j 
verladene ßerggebäude. Die Hauptgrube (Stör« ] 
grufva ift bis zu einer Tiefe von 404 Lachtet | 
abgebaut, . ; 

Die Gebirgsart ift graulicliveifler Quarz 
mit kleinen Glimmerblättchen. Die mächtige 



*) f. Anmerkung 41. 



DtUrue. 



8k 



e hat ihr Streichen in O. und W.^ 

Ir nach S. Das Lagergeilein in der Stör- 

varetn milch^eifTer derber^ dickichie- 

igefenderter Quarz, mit graueniGlimmer 

denAbfonderungsfiächen. hn inorgentli» 

Fcide führte der Quarz einen grobkörnigen 

laoz von 6 bis 14 Loth Silbergehalt im 

er, nebft Schwefelkies ; im mittäglichen 

einen, wenig Silber haltenden dichten 

mit Zinkblende. Gegen Abend bin 

Steine Schale von dichtem Grünnein (Tr^j^p- 

auf. Das Silber hielt 30 Grau Gold in 

9lr Mark. (Cronfledt a. a. 0.) 



pBeyglanz 
M) 



•^Bovalls-Silbergruben, ^ Meile von 
[Öftra-Silfvcrberge entlegen, bauten auf meh- 
Mna in N.O. und S.W. flreichendeu Erzlager^* 
[ptten, in welchen fllberhaltiger Bleyglanz, 
[fiakbiende und etwas Kupfererz einbrach. Der 
flleyglanz hielt 1 i Silber im Centner ; die Blen- 
jm^ 'welche dicht und mit kleinen Punkten in 
^fi^ferkies gemengt iß, hielt 5 2 Prozent Zink, 
4l^özent Kupfer und 26 Prozent Schwefel. 
tJDime'^ Blende iß zur MefTingbereitiing ver- 
worden, und gab, wenn fie nach der 
;n Röflung in der Luft der Verwitterung 
Igelctzr, dann abergefchlemmt und kalzinirt 
:#ttrAe, dem Kupfer einen gleichen Gewichts- 
jnritaeht, wie der ausländifche Gallmey- al- 
* Im die zufällige Einmengung von Bleyglanz 
^^^^a niemals fehlender Eifengebalt, machte 

F 




8» Dalarp^. 

das MeiCojg fpröde und zum Dfahtzi^en w|| 
nlger tauglich '^). -iif 

Am Lo b e r g c ^^% i Meile lud^eftlich Töril 
Öftra-Silfverberg, bey Grengshyttan, var 
Jalire 16^9. eine Silbergmbe im Gange. ' Sj 
terhiü hat man oben auf dem Berge ein Ku] 
crzlagiör erfchiirft, welches, in N.O« u. S.W. 
ehena, ohngefähr 15 bis 30^ nach Morg< 
einfchieft, und in einem, aus Kaikftein uh( 
fcbvarzen Glimmerfchieifer begehenden 
ftein Kupferkies fuhrt. (Cronftedt a. a. O.) '/f 

Die Erzniederldge vonSkenshytteliegj 
auf einer Anhöhe an der Morgenfeite des Ul£ 
fees. Die Gebirgsart ift ein grauer fchiefrigec 
Quarz, mit rothem Feldfpath und durchfichti^ 
gen Quarzkornern. E$ fetzen darin, in deiir 
Richtung von-N.O. nach S.W. zwey Erzlager 
auf, welche grauen, dichten (tat) Glimmer« 
fchiefer ttiit ein wenig Quarz und Hornfteiii 
(hällefliinta) enthalten, und Bleyglanz, Kiflit 
und dichte Blende geführt haben. Die letzterqi 
hat man zürn Mtmngmachen benutzt. Aufer^ 
dem hat man in der Joliannisgmbe graues Kii? 
pfergfeis, und in Öhmamisgrube fchwarzen kpi^ 
nigen Mägneteifenftein mit Kiestrümern und 
Asbeft gefunden. (Cronft. a» a. O.) 

Fagcrlidberg. Die Gebirgsart ift ein 
rother feinkörniger Granit, der auf dem Bni^ 

' •) f. Abiiandl. de mineris Zinci, von Geyer unter Bexf* 

man8 VörÄ'tz, {In OpuscnL T. II. p, 309.) - -' 
**) r. Anmerkung 42. 



cl 



Dtlarnc. gj 

che einem groben Saiidfteine gleiclit. Am mit- 
ternächtlichen Abhänge des Berges fetzt ein 
von O. z. N. nach W. z, S. {^reichender Ku- 
pfergang auf, der ein Fallen von 20^ nach 
Mittag hat. Zunächfl den Saalbändern ift fein 
Gaoggellein taub, und befteht aus Quarz, Glim- 
mer und ct^as Feldfpath j nach der Mitte zu 
hingegen führt er mehrere parallele Lagen von 
Quar^ und Talkglimmer (Talkglimmcr ?), wel* 
che derben Kupferkies enthalten. Beym Be* 
triebe der Grube hat man auch KalkÜeio, vioi* 
blauen Flufsfpath und andere Follilien gefun- 
den. (Cronfledt a. a. O.) 

DesStorfallsbergs höchfler Rücken ift 
.1 Gj^anit«' Am weftlichen Abhänge befinden ficlx 
j Lager von KalkOein, Hornblende und derbem 
/ Granat, in welchem iparfam Bleyglanz und 
[ Zinkblende einbrechen. In grÖferer Teufe ift 
die Blende reiner gefallen und auf Skenshytta 
angewandt worden. Am nördlichen Abhänge 
£ndet man weiffen körnigen Kalkftein, mit La« 
gern von grünem Serpentin und Talk, die von 
O. z. S. nach W. z. N. ftreichen, und Bley- 
glanz und Kupferkies führen. (Cronft.a.a.O«) 

In der Galmeygrube kommen vor : röth- 
lichbraune Granaten; kryftallißrter Magnetei- 
fenfiein in Blende ; röthlichbraune, durchlich-* 
tige, grobwüriiiche Zinkblende. 

Der Häftberg, 4 Meile von Storfallsberg, 
hat mehrere Eifengruben, die auf parallelen, 
in Granit auffetzenden, in Morgen und Abend 

F a 



g4 Dalarne. ; 

■ . ■ ■ 1 

dreicbenden» und 40, 50 bis 55° nach Mit« \ 

tag fallenden Erzlagcrflätten bauen» Ihre \ 

Mächtigkeit beträgt g bis höchftens 10 Fufs« ; 

und der darin brechende Magneteifenflein hat ; 

einen Gehalt von 60 Prozent. : 

Der Ickerberg ift einer der hochfteaim 
Kirchfpiele, uiui bcHeht aus rothem Granit, 
Die darin auffetzenden Eifendeinlager führea, / 
Magneteifenrtein 60 Prozent Gehalt, Areichen | 
in O.N.O. und fallen eitlige Grade nach O.S.O. t 



Gagnäfs - KirchfpieL 

Der Högberg fteigt beym Dorfe Djnr- 
mo hoch und Heil empor, erftreckt fichvon 
N.W. nach S.O., und wird wegen feiner Steil- 
heit die Kuppe (klak) von Djurmo genannt. 
Die Gebirgsait iA ein Gemenge von vorwalten^ 
dem FeldfpathundQuarz, worin fich am abend* 
liehen Abhänge Nieren von Hornblende niit . 
Spuren von Kies, Kupfer- und Eifenerzen ein*' 
finden. Am füdöAiichen Abhänge traf man 
im Jahre 1 7 2 1 . einige Nieren von Magneteifen« 
ftein, weiche bisweilen auch Kupferkies, Bunt« 
kupfererz, Kupferlafur und Malachit (kolfyard J 
grön och biä koppar) enthielten. " ^ 

Die einbrechenden Eifendeinarten findr 
Blaulichfchwarzer, harter Magneteifenftein, 
von feinem Korn und mattem Bruche^, mit 
ockrigeu Ablofungsklüften durchzogen. 

-Dunkelblauerdichter EifenAein, fogenann^ j 






Dalarne. 



85 



i (blSberg ♦)), der dem erftern ähn- 

fkndTOnrotheiTiFeldfpath beglettetwird. 

ier und fehr harter Eifenftein, vel- 

ritzt und angefcblifFen einen fcliwar- 

annimmt. 

\ev glänzender Eifenftein» mit dem 
[emengt. . 
ler, fchimmcrnder und körniger 

terkden Magnete find die härtcAen 
ßcn**). 

^pcr'Gimsbe'rg. oder Gimsplack, an 
^fitenze von Tuna, ift lang gezogen (re- 
nod hat am mittäglichen Ende eine ke* 
ige Kuppe von Granit, x^elcber aus 
ödem rothen, "^eilTen und gelblichen 
mit irenigem Quarz und Glimmeir 
gefetzt ifl 

Glaunberg, deffen Gebirgsart aus 

dem Feldfpath mit eingefprengten 

t befieht, enthält einge^achfene Nie- 

üEifenftein und Schwelkies. (Crpn- 

O.) 

B'jörnberg enthält, aufer mchrern 
bebauten Eifengruben, Spuren von 
und Kupfererz. 

ffliärns Kupfererzfchiirfe, 2i Meile 
jlkfittagabend von der Kirche eutfeint, 



Tli 



^L Anmcrkuns 45. 

■^ I^^M. Acad. Handl. 1767. S.315. 



g6 Dalarne* 

find auf einen in Quarz und Glimmer eioge* 
fprengten Kupferkies, aber von jeher mit Ver- 1^ 
luft, bearbeitet worden. 

e 

Ahls-Kirch(piel. 

Der Flodberg liegt am Gopenfce, und' ■; 
befteht aus Giimmerfchiefer, deflen Sbhichten ; 
nach N.N.O. ftreichen, und lo bis i^« nachi; 
Mittagabend einfallen. Man triiFt drey En> .^ , 
lagerflätten, welche in einem, mit Glimmer ^ 
gemengten, Quarze Kupferkiefe führen. Auch : ^ 
ift gediegen Wifsmuth da gefunden worden. ;- 
(Cronftedt a. a. O.) , ^ 

Varg'berg. Die Gebirgsart befteht aus 
Quarz und grüniiehem Feldfpath, mit paralle« 
len Glimmerablofungen. Am mittäglichea 
Abhänge des Berges fetzen fünf, nach Mittag 
und Mitternacht ftreichende Kupfererzlager 
auf. In der Carlsgrube bricht, aufer dichtea 
Arfenikkies, noch Talk, rother Feldipath nnd 
gefchwefeltes Molybdän. (Cronftedt a.a.p.) 

Nicht weit davon, am Valsfee, liegt der 1 
Valsberg. Das Geftein deffelben befteht 
aus Feldfpath mit Hornblende, in welchem 
drey Kieslager in der Richtung von N.N.W. 
nach S.S.O. auffetzen. In dem aus Quarz nnd 
Glimmer gemengten Lagergefteine bricht ar«* 
mer Kupferkies mit ein wenig Eifenerz^ Leber« \ 
kies und Granaten. — Bey Tundammen 
befindet fich ein Schürf, wo Bleygianz, Ku« 



Dfflirne. g^ 

r, Zinkblende und Glaskopf anAelien« 
;dt a. a. 0.) 

^^- 0cr Insjöberg*), am Infce, enthalt iwey 

Itfggebäude auf Kupfer, "«welche auf einem, 

m einer aus vorhaltenden Feldfpath beftehen- 

^Gebirgsart auffetzenden Lager, bauen, das in 

^W. ond S.O. ilreicht, und 40 bis 50^ nach 

einlchlefi. . Aufer dem Kupferkiefe 

fich dort vurfiicher Schwefelkies. 

Storfuedsback. Im Jahre X787- wur« 
lliliier ein Schürf auf, melfl dichten, Kupfer- 
nut eingefprengten Leberkies und grob- 
ugemBley glänz aufgeworfen, die in Quarz 
fnd £hwarzem Glimmer einbrachen. 

, AmFufle des S ä gb e rg s wurde um das Jahr 

auf Kupferkies mit eingefprengtem Le- 

gefchürft, wovon mehrere SchÜ&* 

kd Kupfer auf der Insjöhütte ausgebracht 

Pie Eifeugruben von Grynsnebäck und 
Dij^crberg bauen auf mehreren Lagern im 
irfchiefer, welche graulichfchwarzen, 
LOmigen Magneteifenftein enthalten. 

Anf einem Äcker bey T u nft a d findet fleh 
Lager vonweifTem, mit Staubfand (mo) ge« 
;n, kurzen und ziemlich ftrengfchmel« 
Thone. 



Hü»«* 



M.» ^ C Anmerkung 44. 



gS Dalarae« 

Ejurfäs - KirchfpieL 

Am Storkarlsberge fidden (ich Berg« 
kry(ialle iu halbdurchdcbtigen Quarze mir ein* 
gevacbfeaem blafsrotben verwitterten Feld* 
Ipatbe. 

Am Smälingenree, i Meile von der 
Kirche^ am Wege nachFabluif, findet mauOcf* 
fcbiebe (berg) von Urgrüuftein, der aus Hom* 
blende, Feldfpath und wenig Quarz und Glim- 
mer zufammengeretzt ift. Manche Stellen zei« 

|en bisweilen ein bochblaues Farbenfpiel, wie 

ler labradorifcher Feldfpath. 

Leckfands - Kirchfpiel. 

Am Skidberge trifft man aujer einigen 
Schürfen auf Kupfererz, welche meift Magnet- 
kies lieferten, Brauneifenftein und theilsfchwar* 
ze, theiU bläulichfchwarze, dichte (glaftät el- 
ler matt Aältät), bisweilen auch ftrahlige^und 
drufige Zinkblende, röthlichen und gelblicken 
Eifenkiefel. 

ImNälberge findet fleh gleichfam Braun- 
ilein. 

Auf dem Asberge wurde im Jahr 178T. 
ein Schürf bearbeitet, in welchem ein armer, 
mit Schwefelkies gemengter, Kupferkies, in 
fchwarzem Glimmec und grüner Hornblende 
einbrach. 



Dalarnc, gg 

An der Morgenfeite des Dorfes OryN 
berg^ auf dem Bqrge gleiches Namens, liege 
eine EifenAeingrube, die einen zvar reichhal- 
tigen, aber Rothbruch verurfachenden Eifen^ 
Rein mit Granaten liefetjrt* 

' In -^ Meile veftlicber Entfernung vom Dor« 
fe VeAanors und | Meile fiidlich von der 
Lekfaodskircbe befindet fich ebenfalls ein Ei« 
feufteinichurf. . 

Auf den Fregasberge, am Rällfee, fleht 
der EifenHein ein Lacbter mächtig an, ftreicht 
in S. u. N., i(l mit Serpentin gemengt, magne« 
ti(ch und von 30 bis 40 Prozent Gehalt 

Rättvicks - Kirchfpiel *). 

Die Kupfergruben am Martanberge,die 
noch in neurer Zeit fo lange im Betriebe gev(;fea 
find, bis ihre reichen Anbrüche aufhörten, bau- 
ten auf niehrern gröfern und kleinern Erzflöckeli 
(malmdockar), die von unregelmadgen, nach 
allen Richtungen laufenden Schalen (Skölar) 
eingefchlofTen wurden. Kupferfahlerz mach* 
teauf Lundinsgrube dasHauprerz aus, und kam 
vornämlich in lockeren (lös) Glimmer vor^ 
verfchvand aber zugleich mit dem Kupfcrkie- 
fe, fobald die Gangart härter und quarzartig 
vurde. Sonft fanden (ich in diefen Gebäuden : 
WeilTer Kalkfpath in kugeligen Drufen; 
auf Lundinsgrube. 

♦■) f. Anmerkung 45. 



go Dalarne, 

Ziegelrother, feinkörmger mudber Mehl« 
zeolith; Carlsgrube. 

Asbeft; gelblichgruner Serpentin; Grüne 
Eifenerde*}; rother Eifenrafam ; feinköroi^ 
ger Bleyglanz ; derber Kupferkies ; FahU 
erz; Buntkupfererz; Erdpech in Kalklpath 
eingefprengt ; Carlsgrube« 

Rifäs, an der Grenze der Kirchfpiele Ratt« 
vick und Lekfand, führt neben Kupfererzen und 
Eifenncinen, die ein rothbriichiges Eifen lie- ' 
fern, auch fchwarze, faulenförmig kryßallir 
firte Hornblende in fchwarzem Glimmer^ 

H e d ä f e n. Auf diefem ^ Meile von der j 
Kirche gelegenen Berge findet man verlailene •] 
Schürfe auf Kupfererze,^ orin Arfenikkies vor* ' 
kommt. 

Vom Rädaberge hat man Probeftucken ' 
eines armen, fehr harten (Magnet ?)Eifcn« ■' 
fteins aufzuweifen, welche im Nothfall ali ' 
Schmirgel brauchbar feyn dürften. 

InGrifens-Kalkbruch findetiich veiA 
fer Kalkfpath. Was die Gruben bey Bod^ 
und an mehrern andern Orten anlangt, fo ift 
das Nöthige fchon bey der allgemeinen Ueber« 
ficht diefer Provinz angeführt worden, 1 

j 

Orfla-Kirchfpiel. \ 

In einem Schürfe bey Aman findet fich ein \ 
feinkörniger, ftrahldichter und harter Elfenftein, ■ 

•) f. Anmerkung 46. i 



Dalarne. 91 

llgi f inrn rothen Strich gibt» 33 Prozent EU 
jjbi enthält^ und am Stahle Funken fchlägt, 
iftemoch nicht die Härte des gemeinen Schmir* 
griscrrcichK C^eyer.) 

^' ' Die Berghohen^ welche abendlich an das 
h3tehQ>iel Mora angrenzen, beOehen aus Ue- 
Itecgtngsgebirgen, z. B. Jc-ispis und Porphyr, 
^Ichea man auf dem S vartkiintb.erge, 
ÜRornberge und Ladoberge, und rw^r 
MüleCzterin Orte Eifenftein führend, antrifit. 

^'' Am Nyangsbergc gibt es fchwarzgrauea 
Pötphyr; bey Klittfin.ntrop röthlichbrau- 
am Porphyr und grünen Hornftcin (Hälleilin- 
'^) mit Körnern von blauem Flufsipath. 

.., Auf dem Gräsberge, 4 Meilen nord- 
von OriTa-Kirche, rötblichbraunen Ue* 
igsporpbyr und Gründein. 




Am Myrberge blaulichen (Uebergangs?) 
. Tnonfchiefer. (Wetzftein.) 

' . .ImLovenberge, 3 4 Meile nördlich von 
I 'äif Kirche, bricht blaulicher Thonfchiefer, zu 
* Wctzßeinen tauglich. 

•, ■" AmLöfsanbcrge, Thonfchiefer. 

Die Schleiffteinbrüche bey K a 1 1 m o r a und 
. andere find in der allgemeinen Befclireibung 
Tun Dalarne ermähnt worden. 

Ml 



9> 



Daiarne. 




Mora-Kirchfpicl. 

Bleckie, 2 Meilen von dem Dorfe iiojjkj 
fes Namens, find im 1 7. Jahrhunderte Rupfi 
gruben im Betriebe gewefen. 

Am Flenberge, welcher von StUanfoi 
gegen Mitcagabeud liegt, findet (ich ein Schi 
auf Kupfererz. 

Der Leksberg und mehrere um Siljaii*| 
fers umher gelegene Berge bedehen aus Ueber*cr 
gangsporphyr. •— Der L u f e n b e rg aus roA: ' 
und grünen Jaspis mit Eifenflcin. 

Elfdals-Kirchfpiel*). - 

Diefes Kirchfpiel iA durchgehends mit ho- ; 
hen waldigen Bergen angefüllt, welche zuoDl *; 
gröfsten Theile, befonders um die Kirche her- ' 
um und an der Grenze des Kirchfpiels von Mo- 
ra, in einer Strecke von mehreren Meilen aus 
Uebergangsgebirgsarten, nämlich aus Hörn* 
fteinporphyr mit weißen und rothen Feldlpath- 
kÖrnern, Porphyrbrekzie und Uebergangs- 
trapp begehen, die auf einem harten Ueber- 
gangsfandflein aufgelagert (Ind. Sie finden 
fich in abwechfelnden Schichten gelagert, wel- 
che 10 bis 20 Grad von der wagerechten' Li-. 
nie nach Morgen oder Mittagmorgen einfchie- 
fen. Auf einem, i Meile von der Kirche an- 
gelegten Schleifwerke (Elfdaler Porphyrverk) 

*) C Anmerkung 47. 



Dalarnc 



93 



die heften Sorten des Porphyrs zu aU 
gefchliffenen und polircen Arbeiten, 
i|t TiTcbblättern» Vafcn und dergl. von al- 
IpäOtoten^ verarbeitet« 

P^Hyckieberg, einer der höchnendor- 
i'Berge, i Meile oftwärts von Elfdals-Kir« 
e gplegen, beHebt aus röthlichbraunem Por- 
|iliff''«ad Porphyrbrekzie. Die letztere zeich« 
fich durch abgeführte, rundliche Kugeln,. 
.einem Zoll bis zu mehreren Viertelellen 
;rO ^^ DurchmeiTer, aus, welche aus 
fjeipi und mehreren einander unähnjichen 
^ftepByrarten beAehen, in gewifTen Porphyr« 
[il^icihten eingelagert find, und fo eine Brekzie 
[ijuden« deren Bindemittel ebenfalls aus Por* 
befteht. Auf der füdöfllichen Seite hat 
Berg eine grofe Zerflörung erlitten^ wo* 
ein jäher AbOurz von 66 Lachcer loth* 
ter Höbe entflanden ifi. 

^* " Öer Granberg führt graulichen Porphyr 
reiden und grüuen Punkten. 



.^. r Dc^ H ed b er g, füdliche A u p s- und Kall* 
* iffberg, beflehen aus Porphyrbrekzie, worin 
tother Jaspis das Bindemittel macht« Am 
[Hedberge findet fich auch rother Jaspis. 

' Am Rlittberge fallen die Schichten des Ge- 
!4kii>u ohngefähr 20^ von der Senkrechten nach 
(jO. Die unterAen Lagen beflehen aus einer 
itoidAeinartigen Gebirgjsart; auf diefer iA eine 
Pbrphyrbrekzie aufgelagert, deren Bindemittel 



94 'Dalarne* 

Jaspis ift, und über diefer liegt Porphyr, von ei- 
ner fch^arzen und röthlichbrauner Hauptmafle. 

Bjölfafen. Porphyr, Jaspis und weifs- 
lieber Homflein, am (udlichen Ende des Berges. 

r r k li 1 1. Schwarzer und röthlichbrau* 
ner feiuei Porphyr und Brekzie, 

Steppäfar. Dunkel- und lichtebrauner 
Porphyr. 

Der Lokaberg beHeht aus mehrern ab- 
^echfelnden Schichten von Grünflein» Por« 
phyr und Brekzie. Kleinkörnigen Bleyghnz 
hat man in einem dicliten dunkelgrauen Grün* 
ftein, undfelbft in einem Grünfteinpor{^yr ge« 
fuhden, weicher heilgruneFeldfpathkryÄallen 
in dunkelgrüner Hauptmafle enthält. 

V ä f a b c r g. Rother Porphyr oüt weÜTea 
Feldfpathpunkten. 

.Bildberg. Die unterflen Schichten be- 
liehen aus röthÜchem Porphyr, weifs und roth 
gefleckt, auf diefem liegt Brekzie, und über 
aie(ex zu oberft Grunneiu. Auch findet fich 
auf diefem ein fchwarzbrauner Porphyr, ygro^ 
von die meiden Blöcke auf dem Porphyrwer- 
ke verarbeitet werden* 

• Der Skjordberg befleht aus Grunflein, 
der auf Porphyr aufgelagert ift* 

Der Sjurberg enthält amethyflfarbigen 
(viol blauen?) Kalkftein in grünlichem Quarz 
und Serpentin (Tilas}. 



Dalame« 95 

■Skärklitt befteht aus grobkörnigem Por- 
phyr, der auf Brekzie aufgelagert i(L 

Kieldberg — grober rother Jaspis. 

Skränklitt-— dunkel« und lichtbrauner 
Porphyr. 

Der Dyfverberc beHeht aus blafsrothem 
Porphyr. Ein verlaflener Schürf hat blutflein* 
artiges Eifenerz (Eifenglanz ?) geführt. 

Bey Asby trifft man in feften Trümern 
(fkft klyfT) eine Art Griinftein, t^elche einge« 
Sprengten Magneteifenflein enthält^ und aus 
ichwarzer, blättriger Hori^lende und veiffem 
Feldfpache unter yerfchiedenen Abänderungen 
in Hmficht auf Gröfe diefer Gemengtbeile, xu« 
fämmengefetzt ift. Da diefe Theile fehr grob 
gemengt find, fo kommt auch der Feldjpath 
mitunter in flachen Tafeln (i platta fkeifyor^ 
unregelmäfig kryftallifirt darin vor. Der Mag« 
neteifenHein ifl durch die ganze Mafle in klei- 
nen Kömern eingefprengt» 

Ueber die Porphyrformation von Elf dal 
finden fich ausführlichere Nachrichten in 
Hjehas Bemerkungen über das dortige Ge« 
birge. (KongL Vetensp. Academ« Handl. 1 805. 

Unter den, um das Porphyrwerk herum 
liegenden Gefchieben, findet fich unter andern 
ein .mit dünnen Blättchen weifTen Kalkfpaths 
durchzogener, berggrüner, derber und un* 
durchfichtiger Quarz, welcher^ nach AlTeiror 



96 Dalaroe. 

Gahns UnterfuchuDg, aufer 91,6 KiefeU und 
1,0 Thoaerde, auch Chrom- und Kupferoxyf 
enthält.' 

Die aufiäfllgenBjerggebäode vonRothen^^ 
dal liegen auf dem fogei)annten Silfverafei^ 
20 Lachter vom Roteif entfernt. In dem gc^M 
wohnlichen Porphyr fetzen Trümer (klyfta^: 
mit kryftallifirtem (anfkjutten) Quarz auf, dc&*' 
ren Salbänder aus braunem Jaspis beAehen^ 
und die in O. u. W, ftreichen. Diefe Gänm^ 
enthalten Kalkfpatb und wenig Rleyglanz, unv ' 
find, wie de in Reuterhohns Grube anfteheii: 
6'his 22 Zoll mächtig. Der Bleyglanz ift müM 
dicht (ftahät vcrmuthlich Bleyfchweif?), unlr 
hält i bis I Loth Silber im Zentner. Vomf 
Häuptgange nach Morgen zu wird gclbaJ: 
Raufchgelb (gul fvafvelbunden Arfenik) gefui^f 
den. (Cronfledts Min. Hift.) ' t 

Grüner, blauer und violetter Flafsfpatk] 
Halbdurchfichtige Quarzkryflalle. j 

Stor-Harns-Grube liegt nahe am Dal>; 
tlf. Die Gebirgsart ift Porphyr, worin cinj 
in N.N.O. ftreichender, zwey Fufs niächtigerL 
Gang auffetzt, welcher unter einem Winkfel] 
von ;^ nach O.S.O^ einfällt. In 4em Gan^ 
geAeine, welches ein fchwärzlicherKalkAein'mJI 
findet man Nieren (kjörtlar) von Jaspis, Talk^ 
Quarz und Flui^fpath. Das Erz war ein gix>l!M, 
körniger Bleyglanz mit Zinkblende. Eiiie-ifii^ 
N.W. Areicbende Schale von GrünAein hat ded 
Gang- abgefchnitten. (CronAedt a. a. O.) 



DalarnCr g^ 

J-;--' Säma-Kirch(piel. 

Die hohe Gebirgskette, weiche Schweden 

l^Vör^regen fchpidet, berührt diefes Kirch* 

' an feiaer mitterDächtlichea Grenze. Die 

ig^rflreckung diefes Gebirgszugs geht im 

Itoreinen von N.W, z, N. nach S;0. z. S. J 

nldet einen länglichen Rücken, von meift 

|jAii f Meile Breite, und feine Seitenabfälle 

feiten Spuren von Zerrüttungen, Der 

cku f j ä 1 1, an der Reichsgrenze, erreicht ei« 

KHobe von 4536 Fufs über dem am FuÜe 

jfcflclbcn gelegnen Fämundfee, welche/, als ein 

fee, fchon felbft in einer anfehnlichea 

fiber dem Meeresfpiegei liegen muß« 

(bmpfigen Gebirgsthälern rinnen Bäche 

Sand, der oft "veüs und ungemengt ift; 

*x über Braufethon. 

Allenthalben flöß man auf Uebergangsge« 

$ auf den höchften Rücken find die Sand« 

_ ff Konglomerate und Brekzien vorwal- 

^ ImI« zugleich mit Grünflein. Wahrfchein« 

3idi find diefe Gebirgsarten auf Uebergangs« 

l^httiiAein aufgelagert, welcher fich dann über 

pi|i;|^ze Kirch fpiel bis an die Grenzt von Elf« 

""^"■'■^rbreitet, vo der Porphyr über ihm liegt 

(Fjäll- oder Fe]s-)Sandf}ein ift im Allge* 

en hart, kiefelartig und auf dem Bruche 

cisartigem Anfehen. 

Von den einzelnen Bergen (Fjällen, Al- 
% velche den hochAen Rücken an der 
iäligrenze von Schweden und'Nor^egen 






9$ D a 1 a r u c. 

bilden, geben Tilas und Cronfledt folgende 
Befclireibuug : 

F ä m u n d s a f e n, am Fäinundfee im Nor- 
wegen, befteht aus einem Sandfteinconglome- 
rat, \irorin Sandfiein das Bindemittel aiusmäcbt» 
und Quarz-, Feläfpath« und Kalkfleinbrocken 
eingeHittet find. 

Der Svuckufjäll, an der Reichsgrenze, 
i Meile von gedachtem See gelegen, befleht 
auf feinem Rücken aus einer Brekzie, die don- 
legig einfchieft und allenthalben ftark zerklu& 
tet und jzcrriittet ift. 

Elgshägna befteht aus einem groben 
Conglomerat, von lockerem Zufammenhal^ 

Det ofUiche M ä f f e v fd a aus Saixd Aein* 
brekzie, mit Kalkbrocken gemengt. 

Der nöroliehe M ä f f e v ä 1 a aus einem Kon- 
glomerat von Kiefel-, Feueiflein« und Kalkge- 
fchieben, welche durch Sand und Grus zu ei- 
ner harten MaiTe zuiämmengekittet find. Auf 
der Spitze des Berges tritt von der Abendfeite 
her ein keilförmiges Lager eines röthlichen, 
feinkörnigen Sandfieins ein, was nach derMor- 
genfeiterhiu dunner wird. 

^'Storväla befteht aus kiefelartigeni Sand- 
fieinund Konglomerat. 

Der Sahlfjäll, Sandkonvala, Kun- 

nesväla. und StarkvSla, weicher letztere 

• - ■ . 



Dalarne. 99 

m/f^iifsm Waldgebirge (fkogsland) näher 
1^ beflehen famtlich aus BrekztexL (Gryc- 








|^-^0Cer dco Bergen, velche vom höchftea 
Lcn etwas abwärt liegen, iiad folgen« 
bemerken : 

Skrallftäd oder Städjan, '2^ Meile von 
lUmdie, beftebt ans grobkörnigem Sand- 
der auf der Höbe an Härte zunimmL 

Sickfjoberg fuhrt einen ähnlichen Sand* 

welcher mit Glimmer und Feldfpathnie- 

i gebaengt ifl, die verwitterten Kies ent- 





# •* 



^JFSckfjöberg befleht aus einem feinen 

in, der mit Trumern eines härterea 

[eins angefüllt iß, die fich unverletzt er- 

wenn der übrige Sandflein verwittert 

dadurch dem Gefteine ein ganz fonderbar 

Anfeben geben. 

***' ' : Lima - KirchfpieL 

m IMeies Kirchfpiel flöd, wie Särna, mit fei« 
iipll nördlichen Theile an die norwegifche 
und hat dalier ebenfalls eine fehr ge- 
Lage, Eine halbe Meile nördlich von 
indskapelle betritt man die eigentlichen 
ymiflta (fällen), die von allem Baumwuchs 
l, 'Und nur um den Fufs herum mit nie- 
-ni9 kriechenden Geflriippe bewachfen find* 

G 2 




r. 



100 0alarn*c. 

DieGebifgs&rten gehören imAllgerreineil dem 
altern Ueb6rgailgiJgebii»gfe toi 

Folgende Andeutungen darüber find aus 
Cronßedts Handfchrift eatnppamea: . 

Am Hemfjäll und •Gammal-Säther<>^ 
fjäll ift die Gebirgsart ein lagerveife g^ 
fchichteter (? lagcrvis liggande) rÖthlicher Sand- 
Rein. Der letztere Berg gehört' uatpj^ die 
höchften. 

Am Kj.Qarskalsf|äll, in der Nähe eine» 
Bachs, der den Namen Fählkälla führt, fin- 
det fleh ein ^eiiTer; in ofienem Feuer feuerbe* 
fländiger Thon, der als PfeifFenthön brauch? 
bat id. Der Berg felbA bedeht aus einem viol« 
blauen, gelbgeftreiften Thonfchiefer (Wetz* 
ftein, Brynften). 

Der Lim- oder Lerberg (Leim^ oder 
Thohberg), den dieDalekarler Limhäa nen- 
nen, dehntfich am^eflUchenDalelf i&N.N.O. 
und S.S.W, aus. Er ift hoch, aber mit Holi 
be^achfen, und hat nach dem Elf zu einen 
jähen AbAurz von mehrerea i oo Ellen Höhe. 
Die Gebirgsart ift ein gröber, grünlicher, bis» 
NR^eilen auch fchw'arzlichgraüer Grunft^in» 

Auf einem, mit dem vorigen zufammenflö^ 
fenden Berge, links vom Dorfe M5s vi k, fin- 
det man in löfen Blöcken eine Brekzie, die äitl 
kleinen rundlichen Körnern von Quarz, Kaf* 
neol, violblauem Jaspis, -fchwarzem und röth- 
lichbraunem Trapp und einer fchVarzen, mit 
Glimmer gemengten, eifcnhaltigen Steinartbe* 



Djilfirno. 101 

AcIk^ welche durch. ein hartes (andaitiges Bin« 
Jeioittel . vereinigt . find. Auch aoHehend fin- 
^etfitKüiveine fad ganz gleiche Brek'4&ie, nur ift 
bejr 4^efer der eingemengte Jaspis von lkhtej*er 
Farbe. Die höchfle Kuppe dicfes Berges, die 
fleh durch eine 60 Fufs hohe fenkrechte Wand 
auszeichnet, beHeht theiis aus einem grünlichen 
feinen GriinHein, theiJs aus einem gröberen 
fchxi^ärzlichgrauen,. der piit dunkelrothen> und 
grünen JäspisHreifen durchzogen id. Etvas 
nördlich von diefer Heilen Kuppe trifft man 
einen blafsrothen Thonfchiefer anHchend, und 
weiter am Berge abwärts, weiflen und grünli« 
chen Kalzedon, der mit Flecken und Streifen 
von hdchrothem Jaspis gezeichnet ift. 

Grade der L i m aXch a n z c gegenüber findet 
man neben der allgemein verbreiteten Gebjrgs- 
art, fteile Klippen von einer dunkelrotheti Jas- 
pisbrekzie, mit eckigen Bruchflücken einer 
grünlichen quarzigen Steinart, die mit Rän- 
lern yon weiffem Quarz eiugcfallt find. Ei- 
ner der dortigen Berge, am R ehnf ee, befteht 
aus rötblichem Thonichiefer. 

DerSkälmobeirg oder Storhammarrs« 
kl int, au der öfllichen >Seite des Daielfs^. H\ 
etvas niedriger, als dj^ Limberg. Die/fitein« 
art iß Grünßein} von Tranftrandskir^hf-jiukdi 
Mprgen hin aber trÜTtHnfirä einen jaspiiartigw 
Mandelßein an. 

Der Vörderäsberg, auf derfdb.cn. Seite 
des Dalelfs gelegen, etiHreckt fich voq N/t^O. 



. 4 



r 



1 



102 Dalira^; 

nach S.S.W. DieGebiresartbeßeht dnt einem 
dunkelblauiichen Grünüein. Beym Dorfe 
Afen kommt ein Mandelftein von griulidier 
TrappmaiTe, mit nrnden, dunkelgrünen Set» . 
pentinkugeln, . vor. •' 

Malungs - Kirchfpiel. 

Unter die bekannten Berge diefes Kircb* 
ipiels gehört der in S.S.O. vor der Kirche ge- 
legene Stora*Quarhftenberg(grofeMuhl* ' 
fleinberg), wo die fogenannten Malungsmühl^ 
Aeine gebrochen Verden. Das Geftein befteht 
au$ röthlicfaen Qüarzkörnern, die in Giiipmer 
eingewacbfen find. 

Der Fierösberg beßeht aus Granit. 

Der Mörkmorberg iß auf der Nord* 
und Wefli'eite mit Uebergangstrapp (GrünAein} 
bedeckt. 

Bey der Öjekapelle findet fich unter andern 
Uebergangsgebirgsarten eine Brekzie, die ans ^ 
Kalzedon- und Jafpachatbruchßiicken in Sand- 
ftein befleht. Auf den Infein im Öje-, Ty«. 
nien- upd'H'attfee liegt Uebergangsfandftein ; 
ebenfi>|.zNrifchen der Öjekapelle und Vänjans* 
kirche; nur den OUerktitt ausgenommen, 
welcher aus.einem föh^ärzlichenGrünftein' be* 
fleht*). 



^kongl: Vetensk.'Actd. Hilndl. 1S05. S.90. 



^'Dalärne« 103 



-C« * -i-'-«- »,:«•*% - 



Ifcf - Floda - Kfrch/pie]. 

i^j(Zb Salje hat man auf Silber, mii Bach- 
itfge auf Kupfer Verfuchbaue geführt, die 
hiv jetzt ^eder verladen find. 



% • «r 



? .r 



Näs-Kirchfpiel. 

Palahoid liefert kleinkörnigen Bleyglans 
i(^^lx>th Silbergehalt im Zentner, laebfl: 
■jriiati Zinkblende. 

^jm 6arberge bricht Kupferkies. 



iü^^ 



rr,'. 



iÄ.„ SäjfTens-Iürchfpiel. ' 



j. t - 



.4f^'M al mb e r g sh öi d findet fich Kupfer- 
||| v6o 33 Prozent Gehalt, mit eingefprengtem 
mfffiuDZ^ia violblauem Flufsfpath und Quarz. 

Sf^iOB Björn dal, Urkalk mit gelbem derben 




104 We(Lu^anla.iid. 



k 
I 



. I ■ 



Weftmanland*). 

tV cftmanland begreife ganz V e ft i? S.s* yxi4 
einen Theil der Landshäuptmanfchaft .^Ho^ : 
dingedöm) von Örebro. Es greiizt gegen ; 
N.N.W, und W, an Dalekarlien und Wer- 
nieJand» und nitnnxt in ihrer Nachbarlchaft • 
an der gebirgigen Lage diefer Provinzen An* • 
theil. Dagegen ift der an Upland ^upd dea 
Mälar angrenzende Strich niedrig und flach. , , 

■ ■ ■ ■ ■ 

Der hohe Rücken des Hauptgebirgszugei, 
reicher von der norvegifchen Gr^uzip . und 
WeA-Dalarne aus die Fortfetzung des $pvp<» 
gebirges am wefUichen Dalelf bin bildet, 
theilt ficb im Kirchfpiele Näs in Dalarne, fiid- 
\rärts vom Narfeafee, in mehrere Zweige» 
Der Hauptrücken läuft von diefem Theilungs- 
punkte aus durch das Kirchfpiel Säffen in 
Weftmanland, zieht fleh ferner durch die 
Rirchfpiele Hellefors und Hjulfjö, veft« 
lieh von der Stadt Nora, und dann weiter 
füdwärts durch Nerike und Weftgothland. 



*) r« Anmerkung 4g. 



Wcftm^nlaiid« 105 

Der einf im Kirchfpiele Näsvom Haupt riicken 
abgehende Gebirgsarm erHreckt (Ich oflwär^s 
durch die Kirchipiele Grangjärd, Norrbercke 
und Söderbercke, nach Weümanland,.. dan^ 
durch die Kirchfpiele von Norberg, Möklin« 
ta, £näker$ und Huddunge, nach dem nördr 
liehen Theile. von Upland, .mit flets abneh- 
mender Höhe. 

Ein zweyter Arm, der im fudlichen Thel* 
ie der Provinz, an der Grenze von Nerike, 
am Hauptzuge abglüht, wendet (ich nach Mor^ 
gen, zieht fich füdwärts von Sk'drmarboda 
Dach Nerike hin, danniam Arbognilufle hin 
über den Käglanforfl, und tritt endlich im Kirch- 
fpiele Arboga wieder nach Weftmanland. Bey 
der Kirche. von Sätherbo wird er da, wo der 
Arbogakanai herankommt, von einem Thalc 
durchfchnitten, fetzt aber dann am Arbogallufle 
weiter fort bis nach Kongför, 

Der ganze abendliche und mitternächtliche 
Theii von Weftmanland ifl: demnach mitmeli« 
reren gröferen und kleineren Gebirgszügen an* 
gefüllt, welche alle iliefende Gewäüer im 
Allgemeinen dem Mälarfee zuführen. Die 
Grenzlinie zvifchen dern gebirgigen und fla- 
chen Lande geht von der Grenze von Nerike 
aus bey Skärmarboda und Bondeby, im Kirchs 
fpiele Nora, vorbey, füdwärts nach Linda, 
durch die Kirchfpiele Skedvij Hed, Gunnil- 
bo, Ramu'as und Fernebo bis Mökiinta, wo 
de mit den Berghöhen zufammentrifft, wel- 



106 . Weftmauland. 

che den nördlicheti Nebengebirgszu^bildeo* 
Alles, was von titefer Linie nach Abend zn 
liegt, in bergiges Land, was fleh immer aiehr 
und mehr erhöht, je mehr es fich dem Haupt* 
gebirgsriicken nähert. Der lib'rige Thcü der 
Landfchäft beßeht grörsteothcilä au» ebenem 
Tbonboden, aus "welchem fleh hier und da 
kleine, niedrige Berge erheben, ohne zniam- 
menhängende Züge zu bilden. 

' Die Gebirgsarten des gebirgigen Hochlands 
beftelien im Aligemeinen aus Glimmerfchiefer 
und Urkalk, bisweilen auch aus Gneis und Ur« 
thonfchiefer, zugleich mit röthlichem Granit. 
Der Glimmerfchiefer und Kalkftein findet fleh 
oft iuabwechfelndeh mächtigen flehenden Mal* 
fen (i om växlaude niägtiga ochfläendcmaflbr), 
die auf Granit aufgelagert flnd. 

. Der Granit zeigt fleh meid am FufTe'der 

Gebirgsflrecken ödei: auf dem platten Lande in 

bervarfliehenden Kuppen ; doch kommt er auch 

auf dem Bergrücken felbfl nackt und ohne Be- 

^ deckung vor. 

Nimmt man Salberg und einige andere 
unbedeutende Erzniederlagen im flachen Lan- 
de aus, fo finden fleh auch hier alle grofe, Ei-' 
fen und etwas Kupfer führende, ErziagerflStten 
wieder innerhalb der Gebirgsflrecken, und un- 
ter folchen gehören die in den Kirchfpielen 
von Norberg und Nora zu den beträchtlich- 
flen im ganzen Reiche» 



Weftmanland, 107 

Die Gebirgsarten der einzelnen Berge des 
flachen Landes beftehen, mit Ausnalune euiigep 
t^enigen, welche gneis- und fyenitartigen Gra- 
nit fuhren, am gewöhnlichflen aus einem gleich- 
förmig gemengten graulichen Granit. Del: 
iyenitartige, mit Hornblende gemengte Grranit, 
findet fich infonderbeit zwifchen den Grenzen 
von Sala und Upland, viro der gemeine und 
fyeuitartige Granit abwechfelnd in einander 
uliergehen. BisM^cilen kommen Gänge von 
einem dichten ürgrünftein (Trapp, Probef- 
flen, Bafalt?) im Granit vor. An der Grenze 
von Nerike, in einem Theile des Kirchfptelt 
Fellingsbro, triäc man rothen grobkörnigen 
<jranir. • 

Einzelne aufgefchwemmte Höhen voh grö- 
feren und kleineren Steinblöcken, Gefcbieben 
und Grus findet man um Veftras und im Kirch- 
fpiele Barkarö. Auch vereinigen fleh diefe 
Steinhauifen zu fortfetzenden Rucken, derglei- 
chen man viere von anfehnlicher Erflreckung 
kennt. 

Der exfte zieht {Ich von Suderinanland 
aus durch das Kirchfpiel Torpa, dann bey 
Kongför vorbey bis zumMälarfee, wo er Mal- 
mö und mehrere kleine Infeln bildet, fodann 
über Köpin^ und durch das Kirchfpiel Malma 
bis zur Hedkirche, wo er ficb in zvey Arme 
theilt, "wovon der eine, dem Waflerzuge fol- 
gend, nach den Skinfkattebergsieen, der an; 
dere aber durch die Kirchfpielc Hed, Gunnilbo 



lOg WeftmaDland. 

und Veftaiifors. fich hinzieht und a^n See 
vonSödra Barken feine Endfchaft erreicht. 
pie CängenerHreckung diefer una der noch zu 
erreichenden Riic.ke*i: geht von JM^N.W.- nach 
p.S.Ö., und fol,gt dem Hauptwafl^rzuge^ von 
yelchem He bis^oc^eilen durch fchuitten ubd un« 
terbrocheu werden. Sie beh;iupten 2;ugleicii 
^m psjralleleif Streichen mit dem Hauptge- 
birg^zuge. 

Der R a m n ä 1 e r -R ü ck e n nimmt . feinen 
Anfang im Kirchfpiele von Weft-Vähla, oftvärts 
von Amänningen^ folgt dem Laufe des Ram-. 
fiäsflromes bis Scrömshohn^und fetzt dcinn über 
den Mälarfee bis Süderuianland fort. 

Der B a 1 u n d s - R ü ck e n beginnt am Mäiar, 
im Kirchfpiele Balund, geht nordwärts durch 
MubBo und Romfertuna, fchickt im letztern 
Kirchfpiele einen Arm nach Kumlakirche, den 
andern nach dem SHt-ra-Gefündbrunnen, \ffo die- 
fer zweyte Arm fich wieder in zwey Nebenar- 
me theilt. Der eine davon zieht fich über Flä- 
ckebo und Weft-Fcrnebo, nach Folk'arna in 
Dalarne, wo er weiter, dem Dalelf folgend, 
bey Hedemora vorbey, nach demRükinfee hin- 
läuft; der andere geht von Sätra nordwärts 
durch Möklinta nach dem ßyfee, ebenfalls in 
Dalarne. 

Der vierte Rucken kommt vom Mälar 
nnd Enköping, und erftreckt fleh durch die 
Kirchfpiele Hernevi, Torfluna, Altuna, Löffta, 
Enakcrs und Nora bis zum Dalelf. 



Weftmanland. 109 

Sala - Kirchfpiel. 

'^Iberg, oder die Silbergruben von Sa* 
1^ deren Silberausbringen im Jahre 1506. 
IQ 35,166 Mark angeflicgen var, in der 
ttm Zeit aber bis zu ohngefahr 2000 Mark 
Idttinter, herabgefunken ift, liegen im flachen 
^•iiahe bey dpr Stadt Sala, auf einer un* 
itenden Anhöhe. Die Gebirgsart ift eine 
» MaCTe von körnigem Urkaik, der bey 
an der Grenze des Kirchfpiels, fich in 
4'ichtes Gemenge von Glimmer und Quarz- 
nrn umändert (fom forändras tili en tat 
Imng af glimmer och quartseryn). Zvi- 
t.der Stadt und der Hütte trim mau Granit. 
iMf der Seite nach Norberg einen gefkeiften 
laoierfchiefer, der ^i^eit fortfetzt. Innerhalb 
(er Grenzen ift die allgemein verbreitete Ge- 
mrt theils ein grobkörniger Kalkflein, der 
laus nichts Fremdartiges eingemengt ent* 
auch nicht erzführend iA, und daher die 
.unedle Kluft (das unedle Lager) genannt 
Jf^i theils ein feinkörniger Kalkftein, mU 
.^palkr, Quarz- und Serpentintheilchen ge* 
yMiigt, welcher den Namen: edle Kluft, 
9^^ Es fetzen darin über hundert gröfere 
päd kleinere fogenannte Schalen (Skölar) aui^ 
.^che aus Talk, Asbcd, StrahlHein, Petalit, 
iihblity Kalkftein und Kalkfpatb, feltner aus 
HOmftein^) und Quarz beAehen. Da, wo 



•3 L Anmerkung 49. 




110 Wefttnaulaad. 

diefe Skölardie unedle Kluft durchfetzen, 
ren fle kein Erz, ^eder in noch neben fi< 
innerhalb der edlen Kluft aber wird bisweil 
diefeibe Schale noch erzführend, und das Eci^; 
was iie bringt, fleht entweder ganz n^e a)i|(. 
oder auch bisweilen i, 2 bis 15 Lachter abwäj 
Eben diefe^i Verhäitnifs tritt ein, wenn ein Ski ,^ 
auf der einen Seite die edle^ auf der andern di||^ 
unedle Steinart berührt. . {;>« 

Die Erzlagcrftätten- (raalmfalleii) fclWl'i 
beflehen aus einem noch feineren Kalkflei^'!^ 
als die edle Krufr, der mit Talkfchuppen und'^ 
noch mehr Quarzkörnern gemengt ift. Sie (dii jr 
Malmfällen) haben, gleich den GiAgens ätt^jj 
gewides Streichen und Fallen, fetzen anfehn»!; 
liehe Strecken weit fort, werden aber oft vtA] 
fchmalen Trümern durchfchnitlen, wodurch^ 
fie an Mächtigkeit und Teufe verlieren (hvaraC ; 
de ß bade korf ßlt ochdiup); bisweilen leiden" 
fie auch Verdn'ickungcn und thun fich wieder : 
auf. Einige fchleppen fich mit kleinen Scha« 
len> find aber meift mit ihnen zufammenge* 
wachfen und oft nicht gnüglich davon zu un* 
terfcheiden. Sie finden fich niemals im uneä» 
len Felde (oädla klyft), M'eil fie hier fogleich| 
verdrückt werden; fireichen in N.W. undS.O^ 
werden von den Skölcn durchfetzt und dann 



•) N5r defle ftryl« innom oadia klyften, fön de. icke 
malm, hvarken innom fig eller bredevid ; men innom. 
den ädla intancs ibland nägon fyndighet i fjelfva flcÖ- 
len, itundom ttSr malm nära invid, och ftundom i, 
2 tili 15 fiimnar derifrän. 



Weftmanland. lU 

veredelt, wenn iie fich mit diefen in 
ler Mächtigkeit uad Bauwürdigkeit 
Strecke fortfchleppen oder verdrückt, le* 
.fich jedoch in einiger E|ntfernung wieder 
Sie halten fich Rtts in der Nähe der Scha« 
,(die man jedoch auch ohne Erzniederlagen 
1) findet), meift zwifchen faigerfal- 
ond donlägig, und find iin Allgemeinen 
lo filberreicher, je mehr fie fich dem Tage 
Das Erz fleht bald derb an, bald ift 
das Lagergeflein eingefprengt oder nier- 
i. eingewachfen. . Gediegen Silber. wird 
hier gefunden $ das gewöhnliche Erz 
lanZf wovon der grobkörnige faß der 
[tigfle i{\, da er ohngefähr 3 Mark Sil* 
an Zentner hält'*'). 
\ßfinl\ kommen dort vor: 
Kalkflein^ weifs und von mehrern Far« 
l fchimniernd und körnig ; flrahlig, in ge« 
ten Lagen zwifchen grünlichem Talk. 
r feinkörnige Kalkftein phosphoreszirt fo* 
WB/^ durch das Erwärmen als beym Schlagen. 
:;,;kalkfpath, weifs, grün, rothundgelb- 
in (? brandgul ?), mehr und weniger 
l^chtig. 

^v JPyramidale Kalkfpathkryftalle. 
^Weifle, knospige (knottriga)G y p s d r u fe n. 
xhfichtigeGypskryftalle. Im Krön* 
icstiefflen. 



'*) M. f.Belandcrs und Bcrndtfons Relation, auch d'An« 
drada iin.N. Bcrgm. Journal, a. B. 3. St. S. S70 H- 



112 «rcftknäViliAd. 

Bitterfpath, krammrditefii« i 
blättrig ; häi tcr und fchverer all äet 
liehe ^). 

Sch'x^crfpath, gelblich nnd h 
flcluig, mit Bergkork uod Kalkflein. 
tigeiifchwerc ift 4i583- Vom Flintort; 
Schrcrfpath voiii Stockenfiromtort t 
fchalig und unregelmäfig fpathfönni^ 
et'vas Glimmer gemengt. Dat uiedi 
Ge'oricht beträgt 4,488- . In 100 "theileri 
hält der Schwerfpath**») ^ 

vonFliatorc voaStockenflH 
Schwefelfauren Baryt 79,0 66,<> 1 

Kalk 6,0 1,5 

Riefelerde 3,0 to^o ''■ 

Tlion und Eifenoxyd 4,0 13,0 . 

Wafler 1^5 0,5 

93,5 9I1Ö 

Drufigcr Gl im m e r. 

Gelber, hell- und dunkelgrunerSerpei 

Asbefl in mehreren Abänderungen, 
Bergflachs, Bcrgleder undBergkork. Ribl 
uudÜlrikas Oerter u. m. a. St. 

Dunkelgrüner Strahlftein. 

Dunkelgrüner, verhärteter gemeiner Cl 
rit. ^ . 

Grünliche Granaten in weiüem 1 
VorBjelkcs Ort**»). 



•) Andrada im N. Bergm. Journ. 3. B. 3. St. S. 2 
**) M. r. die Abhandlung: d« baro felenite etc 
■ Aizelius. 
•••) f. Anmerkung so. 



f 

Weftmanland. 113 






I itiodcr richtiger Malakolich^), fia- 

^iMPohl derb, blättrig als auch kry- 

in vierfeitigen Tafeln oder' Säuleiu 

jft bläfs graulichgrün. Er ift ia 

en undurchfichtig, gibt am Stahle 

4 ritst das Glas fchwach. £ig. 

iWeifTer P e t a 1 i t, mit hellgrauea 
ern durchmengt**). 

F c 1 d f p ä t h***) (Hällefli nta), fleifch- 

grünlich und blaulich. Carlsfchacht, 

u. a. m. St. Er ift an den Kanten 

:g durchfcheinend, von fplittrigem 

tlktt^ verliert in der Glühhitze die Far- 

ichmilzt vorm Löth röhre mehr oder 

riricht zu einem weiiTen durchfichtigen 
"Die Eigenfch^i^ere (des rothen) itt 
11959. Er enthält nach der Unterfu- 
B det Godon de Memin 
Stt 68«>o Kiefelerde, 
•^*' 19,0 Thonerde, 
9St'^ ],Q Kalkerde, 
^* 4,0 Eifenoxyd^ 

-''•' • 5,5 Kali, 
!**■ s.VFlüchtigeTheile. 

^ ..100,0. 

lUfiiTze, dichte Hornblende. Bergtrapp, 
^hirften. Cronft.) (Bafalt ?) **^»0- 




AaaMrkuaff59- ••) f- Anmerkung 53. •♦•)f.An- 
g^C 54. ••") f. Anmerkung SS- ■ 

H 



114 Weftmanland« 

Gediegen S über, theils derb, theils in H'di 
eben auf Bieyglanz und Serpentin; Frinfei 
ort u. a. m. St. 

Dichter (flältät) Bieyglanz, Stalmalm j 
nannt. 

Kleinkörniger Bieyglanz (SalaUe 
fchweif). 

Grobkörniger (? Hey ggande) Bleyglac 
(Skyggmalm). 

Strahliger, fpiesglanzhaltiger Bleyglai 
(Stripmalm), aus Bley, Spiesglanz, Silber nj 
Schwefel beftehend *j. Tcffins- u.Porats-Oert( 

Amalgam von'Queckdlber und Silber . 
in den Jahren i66o. 1689* und 1696« im Pe 
ningfchachte vorgekommen ^^^. 

Gediegen Spiesglanz hat maü zu En< 
des Jahres 1600. im Carlsort, und am Schld 
des letzten Jahrhunderts im Torgfchacht m 
Marknardsort im Kalkftein gefunden. 

Schwarze und rÖthlichbraune Zinkblei 
de«^). 

Derber imd fauleniormiger Arfcnikkie 

Der Högberg bey Aby enthält Eifenerz 
über welchen Trumer von rothem Kallip^ 
mit Bergkryflall und Bieyglanz auffetzen» 

Lovifeberg,RötboundDelsbo,Hei 
vigs- und Jungfrp- oder Nyagrufvcfil 
find verlaiTene Berggebäude im Sala-Kticblp 



•) C Anmerkung $6- ^0 Act. litten Sitte, tji 

T, ni. p. 59. •**).^ Anmerkung 57. 



Wcftmanland. 115 

* 

• nf Lagerßäcten gebaut haben, velche 
dies, Bleyglanz und Eifenfieixx» in einer 
«alt fiihrten, die aus Lagen von GÜm* 
pjcfcr, Taik^ und Quarz befleht, welche 
Morgen und Abend fti eichen. Zu Lo* 

abrechen Kalkfpatbdrufen, brauneQuarz» 
^ tetraedrifcher Kupferkies, Arfenik* 
r dichter fchvarzer Bergtrapp (Bai- 

k'Vcftcr Feraebo-Kirchlpiel. 

Hfingbricka. Diefer Berg liegt ohn« 
Iti^ Meile von der Kirche. In den Schür- 
l&^inan zp Auffuchung von Metren auf- 
^m hat, ift aufer Quarz, Glimmer, Gra- 
id vielen fchvarzen Turmalin, auch 
iges röthlichbraunes Titanerz ge- 
irorden. Es findet fich in kleinen 
HT. und Neftern, von uubeflimmter Form, 
I in Qaarz, theils in Glimmer mit Turma* 
ftttiwachfen, und von zweyerley Abän- 
MOL Die eine ift flahlgrau und gibt ein 
nmei Pulver; die andere röthlichbraun, 
llll hellbraunes Pulver ; fonft find fie ein* 
il^Wyde gleich. Der Bruch, welcher me* 
)if)a Glanz befitzt, ift etwas uneben, dem 
I^Hittrigen fich nähernd, daher der Glanz 
£h.([ichielend? fkyggande) ift. Es gibt 
tahle leicht Funken und litzt das Glas; ift 

Ha 

;^miScdt lUncr. Hift* Ufa* 




Il6 Weftmaoldnd. 

völlig undurchlicbtig, leicht zerfprlngbs 
und fchver. Eigenfchwere 4,207. I 
leidet es vor dem Löthrohre keine V 
ruüg, wird aber vom Boraxglafe leich 
löft.und nimmt dann eine hyazintbroth 
an. Mit Phosphorfalz erfordert es ei 
kere Hitze und die Gla5|)erle nimmt ei 
chenblaue Farbe an. Es enthält in 100' 
97^0 oxydirtes Titan und \ 
3,0 Chrom*). 

Schwarzer Turmali n, theils in 
theils in Glimmer. Gewärmt wird 
elektrifch. Mit den Zufpitzungen der 
eben findet man ihn feiten, meid find 
brochen« Die Seitenflächen (Längfidor 
unbeßimmter, geftreift. Eig. Schw. 
Er fchmilzt vor dem Löthrohre leicht z 
grauen Email. 

Apatit, in kleinen, regelmäfige 
feitigen Säulen kryfiallifirt, von wei 
was ins Grüne ziehender Farbe. (Ekeb 

Norbergs - Kirchfpiel 

gehört unter diejenigen Gegenden, we 
reichften Schätze gutartiger Eifenerze i 
Schoofe verbergen. In feinem gel 
Theile» nord- und weftwärtsvon der 
enthalten die meiften Berge mehr od« 

♦) Ekeberg in den K. Vct. Acad.Handl. 18 
Vauquelin in den Annalcs du Muf. 4' 
T. VI. p. 93. 



Weftmanland. li^ 

rfoBtande Erzlagerftätcen, meiß von EU 
illto Kapfen Der gröfste Theil der EU 
m beficht aus Eifenglänzen, uod zvar 
Btjeaisen Abänderung, welche man bey 
lohöfen Durrfteine (TorrAen) nennet, 
ie*^ lehr gutes Eifeu liefern. Von den 
tori&ltten fetzen oft mehrere parallel ne- 
lipimder auf, und die meifleu haben ihr 
ten YOU N.O. nach S.W. Unter den vie« 
ndcrn liegen der Risberg, Norberg 
llf rberg beynahe in derfelben Richtung 
i^' und in geringem Abftand von einan* 
dafs ihre Erzlager einen zufammenhän- 
itj^g nachN.N.O. auszumachen fcheinen. 
Itberg. Unter allen Grubenfeldern im 
Norberg, wird derRisberg für den 
in geachtet, fowohl inÄnfehung der 
der Menge feiner Eifenerze« Er liegt 
nordöfllich von der Kirche. DieGru- 
lle befinden fleh ohne Ausnahme auf pa- 
Wf in N.O. und S.W. flreichenden La- 
QVdche in einem, mit etwas dichtem Fluf- 
illiagten Glimmerfchiefer auffetzen. In 
pITcksgrube zeigen fich die Erzfchichten 
tit» ganz Sonderbare Art parallel gewun- 
Ddgebogen(fliagrade ochbucktade), zum 
K^/dafs die MafTe noch im ZuAande der 
Uutit fiarken Erfchiitterungen ausgefet- 
jwtffen feyn mülTe. Quarz und hellbrau« 
erber Granat bilden das Lagergeflein. Das 
en ift meiß ein feinkörniger, kleinblättri* 
biauUcbgrauer Eifenglanzv bisweilen mit 




Ilg Wef^ntanlaiicL 

fpiegelnder, b^ld ebener, bald gebogener < 
mche. Auch finden fich auf manchen La 
kaftenfbrmiger (? kiftformiger) Eifengtana 
fengliipmer und Magneteilenftein, jedocl 
ipärlich, ein. 

Die übrigen beybrechenden Fof&liea 
Kalkfpath, veifs und gelblich, 
halb-, theils undurchfichtig '*'). Masgrube 

grübe u. su . 

Weifler, krummblättriger Kalkftein. 
grübe. Eig. Gew. 2,67 S 3- Ei^ befteht a 
56,75 rdner Kalkerde, 
42,25 Koblenfäure, 
i,oo WafTer. 

100,0Q.. 

Kry (lallifirter K a 1 k fp a t h, theils in 
jnlden ,(Ch. milaftatique H.)) theils in J 
feitigen Säulen mit drey Flächen zugelpit: 
Mäsgrube. AUmänningsgrube. 

Flufsfpath, wcifs, blaulich, vic 
und grünlich, meift grobkörnig, in Mag 
fi^nflein eingewachfen, zugleich mitQuar 
^eifTem Glimmer, auf der Sandbackej 
Das Erz von diefer Grube ift fahr frefTen« 
leicht fchmelzbär (en ganska fkärande c 
Aen), und vird daher nur höchflens zu 1 
gefetzt, um den fch^arzfchmelzbaren Q2> 
len Norberger DurrHeinerzen als Seh 
mittel zu dienen. 



«) f. Anmerkung 58. ♦•) f. Anmerkung 59» 



1 . 

Wefimanland. irg 

Gemeiner Strahlfiein, von heller und 
dunkelgrüner Farbe. 

Weifler Tremoli t, in langen bufchel- 
formig vereinigten Strahlen. 

Biaisrother, in fehr kleinen Rhomboedern 
oder Würfeln kryflallifirter Feldfpath, als 
drufiger Ueberzug von Quarzkryftallen und 
Eifenftein} vonRUgrube. VordcmLöthrphre 
allein behandelt, verändert er feine Farbe in 
das Dunkelbraune und fchmlkt an den Kanten 
zu ..einem veiflen halbdurchfichtigen Glafe. 
Vom Borax 'vird er langfam aufgelöA, ohne 
das Glas zu färben. 

Kryftallifirter Q^arz, bisweilen äuferlich 
roth gefärbt. 

Schwarzer dichter Grünftein, (Trapp, 
nach Cronßedt). Er macht die Ausfüllung ei- 
ner fchmalen Querkluft und ifl oft mit lichte- 
grüner Eifenerde (Grünerde?) durch wachfen, 
welche kreisförmige GeAalten auf den dunklen 
Grunde bildet, wodurch diefe Steinart, die 
angefchlifien viel Glanz annimmt, ein fchönes 
Anfehen bekommt. 
Erdpech. 

Kohlenfaures E i f e n (Spatheifenftein), röhr- 
förmig und tropffleinartig und in Drufen, die 
cntftanden find, indem das kohlenfaure Eifen 
fich auf pyramidalen Ki'yflallen von Kalkfpath 
anfetzte, ^«reicher fp'äterbin ver'g7itterte» Auf 
der Fantfargrube. 

Kothkupfererz; grünes und blaues 
kohlenfaures Kupfer (Malachit und Lafur^j 



ISO Weftmanlaod. 

auch gediegen Kupfec finden fich sinreilea 
in den Gn'ällan« und Sand backegruben. • ' ) 

Am Snedberge^ zun'achft dem Kisbergti} 
wo ebenfalls Eifenbergbau im Gange ift^ < bre- 
chen rothe, gelbliche und farbenlole Bergkry« 
fiaUdrufen« mit gemeinem Chlorit. 

Auf dem Norberge, nicht weit VOtti 
Risberge entlegen, finden- fich mehrere pätäU 
lel ftreichende Erzlagerflätten, die Kupfer- und 
Eifenerze fuhren ; die Gruben find jedoch alle 
aufläflig. Mehrere fchmale Gänge voii dich- 
ter Honiblende(Bergtrapp, Bafalt?) haben jene 
Läger abgefchnitten. In der Utmalsgrube fand 
man heile und nufsbraune (fotbruue) Quarz- 
kryfialle, auch blauen derben und fmaragd« 
grünen oktacdrifchen Flufsfpath. In einigen 
andern Gruben: Quarzdrufeu, fäulenformigen 
Kalkfpath (Ch. dodecaedre H.), Erdpech und 
kryftallifirter Schwefelkies. 

Der Morberg, welcher nordwärts von 
dem vorhergehenden liegt, befteht aus dunkel- 
grauem Glimmerfchiefer, Die ErzlagerAätten, 
vier an der Zahl, ftreichen- parallel in gerader 
Richtung von N.N-Ö. nach S.S.W. Da« La- 
gergeftein ifl Quarz; das Erz blaulichgrauer, 
Ichiefriger Eifenglanz. Selten findet fich Ei- 
fenglimmer und oktaedrifcher Magneteifen- 
flein. Ferner: 

Grünlich welfler Tremoli t, braunfirah- 
lig, in weiflem Talk. 



WeftraanlanJ« tSl 

KryflallifirterMalakolithoder Sahlie^ 
in veiflem Qaarz. Die Farbe ift licbtgruu. Er 
fiodec Hch in achtfeitigen Säulen, von mittel^ 
mäfiger Gröfe ohne Endkrynallifation. Der 
Bruch nach der Länge der Säule ifl blättrig und 
glänzend. Er fpaltet fich leiciit in dieferRich- 
tung fowohl, als feiikrecht auf felbige, unter 
einem Winkel von ohngefähr 76°. Er ifl un- 
durchfichtig« Seine Icbarfen Kanten rif/en 
das Glas« Für fleh ichmilzt er vor dem Löth* 
röhre leicht und mit Aufwallen zu einem grün* 
liehen Glafe. 

Kallmorberg, i Meile nordweAlicb 
von Morberge*}. Mehrere Gruben haben hier 
auf parallelen Erzlagerftätten gebaut, welche 
Elfen- und Kupfererze führten, und in OA und 
Weft ihr Streichen hatten. Die Gebirgsart ift 
ein Hornblendgenein und das Lagergcfiein in 
den Kufpergruben Kalkßein. Es findet (Ich 
dafelbft noch weilTer Kalkfpath; Quarzdrufen; 
röthlichbrauner, derber und kryftallifirter Gra- 
nat; grünerStrahlfteinj Wifsmuth; in Strand- 
bergsgi-ube. (Cronftedts Min. Hift.) Auch 
kommt hier dunkelgrüner blättriger Malako- 
lith vor. 

Der Klackberg, i Meile von der Kirche 
auf der Weftfeite des Norenfees gelegen, be- 
fteht aus Kalkftein ; von N-O. in S.W. fetzt eine 
ErzlageriRätte auf, die feinkörnigen, fchwärz« 



') f. Anmerkung 60. 



IS3 Weftmauland. 

lichgrauen Magneteifenftela führt. Auch fin- 
det fich hier oktaedriicher Magneteifenfleki 
in grünem Talk« 

Der Kalkfteiubruch auf dem Klakbei^e 
führt weifTen und röthlichen, eifen- und man« 
ganhaltigen Kalkftein mit dunkeln Vervitte- 
rungsflächen (vittringfy ta. Er verwittert fogar 
zu einer hellbraunen Umbra, die zwar leicht 
ift, aber gefchlänunt eine brauchbare Malerfar- 
be von gewöhnlicher Haltbarkeit und Schvo- 
' re, liefert*). . 

Der nicht weit vom Rlackberge nach 
W.S.W. eatlegene Kolningsberg befteht 
aus Kalkftein, deflfen Schichten, fo wie das da- 
rin auffetzende Elfenfteinlager nach N.O. und 
S.W« flrieichen. Das Eifenerz iß Magneteifen- 
flein, theils fchwärzlichgrau und feinkömigi 
theils fchwärzlich, matt und dicht undunregel- 
m'äfig zerklüftet, daher es beym Zerfchlagen in 
unbeftimmte, äuferlich etwas glänzende Stuk- 
ke zerfällt. 

. Strip afen. Die dortigen Berggebäude 
liegen i Stunde von der Kirche, find aber alle 
verlafien. Sie bauten auf mehreren Lager(Uit- 
ten von Eifen- und Kupfererzen, welche in ei- 
nem von N.O. nach S.W. fireichenden Glim- 
merfchiefer auffetzen, und Granaten auch Dni- 
fenhohlungen enthalten, die mit grünen und 
violblauen Flufsfpath ausgefüllt find« Auch 
finden fich dort : 

«) Rinmans Bergv.Lexicon, Th. II. S. 1075* 



»» • • 



WeftmanliBd. 



133 



DflciMr vdfler Tiolblauer und grüner F 1 u f s- 

ihfX ^^ miSk das Eigentbümliche, dafa 
iMtzt nicht phosphoreszirt } 

liditgriiacr Asbeft} 

RSfhlichbrauner derber und dunkelbrauner 
[jkgrfiailifirter 6r a n at ; 

Blättriger, gefch'srefelterW i fs oi u t h (Wlfs- 
^. fag^aaz); 
..- Geich gefeites MoIybdän,in derbem Gra- 
ff0t und Fluffifpath. 

ItnAndersbenningberg, in der Nach* 
iKfftrb^fr von Stripäfen, am Wege nach Afvefta^ 
.ift'Jn aeuerer Zeit die Kofsgrube auf Eifeaftein 
iMrbeicet worden. 

Gillermarken. Sowohl auf dem Gil- 
itQB&rksberge als zu Lofsved, bricht man Gra« 
jiSk (£:hv. Blyerts) zu ökonomifchen Ge« 
HMiclu Er ifl jedoch fehr Aeinig, und die Ei- 

richv^re des ungefcblämmten beträgt da- 
3,339- 

Hackfpiksfält, zwifcben dem Kisberge 

ttd Norbergskirche, nahe am Landwege, ift 

im in OJSf.O. und W.S.W. ßreichende Erzla- 

Jälki^e, welche Eiienerz, Kupferkies und 

mgyg^nz führt. 

In feiner Nachbarfchaft liegt 

Smörberg, auf einer flachen, mit Damm- 
aie bedeckten Anhöhe. Die Eifenfleinlager 
flreicben ebenfalls in W.N.W. und in der Entfer« 



f 

•Kr 



^ C Anmerkung 6j. 



124 Weftmanland. . 

ming von 7 Lachtern atod der alten Smörgrube' •. 
fetzt ein z^ey Fufs mächtiges Lager von KaV'« 
pfer- und Schwefelkies auf. So finden {ich das 

gerad blättriger fch warzer Glimmer; 

hellgrüne, fpreuartige (finßdig)undfchwar- . ' 
ze, in vierfeitige Säulen kryftallifirte Horn-^ 
blende. 

Am Getback, zwifchen dem R.is- und * 
Rödberge, find fonift mehrere Gruben auf Ku- ■ 
pfer und Elfen betrieben worden. Es kommt 
dort derber und krynallifirter röthlichbrauner 
Granat vor. 

Der R ö d b e r g liegt am Norenfce. Es fet- 
zen darin mehrere parallele ErzlagerAätten von 
N«0. nach S.W« auf, die ehedem bebaut wurden« 

Bojmasfält. Die dafigen Eifengruben, 
wcjiche nur tV Meile von der Kirche entfernt 
find, führen einen blättrigen blaulichgrauen Ei* 
fenglanz, in welchem oft Würfel eines fchwarz- 
lichgrauenMagneteifenAeins eiagewachfen find. 
Die Erzlagerflätten begleiten Lager vonUrkalk, 
die einem weißen Ralkftein, mit kleinen Flecken 
und Lagern von fch wärzlich- u. gelblichgrünem 
Serpentin *), enthalten ; er ift theils dicht, theils 
dünnfchiefrig, theils zeigt er einen verfteckt- 
fafrigen (halftradig?) Bruch. Manche Stücken 
diefer Maife fchmelzen vor dem Löthrohre an 
den Kanten, anfangs mit ein wenig Aufwallen^ 
zu einem weÜfen Eitiail; andere hingegen 



•) f. Anmerkung 6t, 



WeftmanlincL 135 

len fehr leicht und mit ßarkem Auf» 
MBUmcOa 

Veftanfors - Kirchfpiel. 

Knmxnerafen, eine anfehnliche, InMor* 
«a und Abend fleh ziehende Gebirgshöhe, be- 
peht aus Lagern von Urkalk, der mit Quarz, 
Hornblende und derbem Granat (Granatiels^ 
gcaiengt iß. Allenthalben find Kupfer- und 
ueoerze eingefprengt. Nur auf der Höhe 
liegt das Kupfererz mehr beyfammen, ffareicht 
in Nord und S., vird aber nicht bearbeitet. 

Eriksgrufvefält, an der LandArafe 
swiichen den Kirchen von Veftanfors und Nor- 
L. bcrg, hat mehrere in N.O. z. N. und S.W. z. S. 
Aisichende parallele Erzlagerdätten, welche 
JBileii- und Kupfererze fuhren, aber nicht mehr 
bebaut werden. Es findet fich dort: 
^ich warzer, grosblättriger und drufigerGlim« 
mer; StrahlHein; Asbeft; gefchweieltes Mo- 
lybdän j körniger und oktaedrifcher Mag- 
seteifenftein j Kupferkies; Buntkupfererz ^). 

Die Eifengruben des Bilfjöberg 9 liegen 
Mlf Morens Landgute, an der Grenzfeheide von 
den Kirchfpielen Veftanfors und Söderbercke. 
fie find wegen der häufigen Grundwaffer vetm 
hitkn worden, und haben auf einem in N. 
tu S. flreiclienden Lager in lichtgrauem Glim» 



Q f. Anmerkung 6|. 



196 Weftmanland« * 1 

merfchiefer gebaut, velcbes theils einen gm^^i 
artigen fch^ärzlicbgrauen körnigen Magnete !iv 
eifennein, theils blaulichgrauen Eifenglanz iill «ü 
Quarz führte. -k 






Auf demfelben Grund und Boden find nodi jf 
naebrere Schürfe und Gruben mit Eifentlein, z.- ^'^ 
B. von Damfjeberg, Skorpberg u. £ ^ 
befindlich. ImMorberg, und zwar in del^ 
fogenannten Zinngrube, bricht ein fcbwarz«^ 
brauner derber und krynallifirter Granat, aiu '\ 
welchem Brandt in der Scbmelzprobe 1 3 bis 15 ^ 
Prozent Eifen gefunden, was 4 bis 5 Prozent * 
Zinn enthalten foll*). 

Der LindbotKaikbruch liegt am Bill« ; 
fjöufee, in der Nähe der Gruben gleichen Na« ^ 
mens. Der dafige Kalkdein, der in donlegi^ 
gen (lutarde) Lagern abwechfelnd mit dichtem 
(tat) und hartem Glimmerfchiefer vorkommt^ 
ift theils graulichweifs undkörnigblättrig, theils 
röthlichgelb und fpathartig. In diefem Kalk« 
Aeine findet fich weifler, kurzftrahliger Tro» 
moÜt; weifler Quarz; fchwärzlichgrune Horn- 
blende, oft in vierfeitigen Säulen kryftallifirt; 
körnigerMagneteifenßein; dunkel- und fchwärx- 
lichbrauner, hellbrauner und röthlichgelber, - 
derber und kryflalliflrter Granat. Der gelbe 
derbe Granat fchmilzt für fleh vor dem Löth- 
robre fehr leicht und mit Aufwallen zu einer 
Glasperle von ziemlich gleicher Farbe. Mit 



») K. Vct. Acad. Handl. 1746. S. i$2. 



Weftmanland. 137 

QrinCdz bildet er ein t)lar5gelbliches Glas, und 
beym Zufatz von Salpeter gibt fich der Man- 
gangehalt zu erkennen. Der kryflallifirt gel- 
be Granat fchmilzt auf gleiche Weife zu einer 
dunklen Kugel. 
* Ferner findet man dort: 
Ein gelblichgriiues,halbdurchfichtiges, ein- 
g^fprengtes Foflil, "«reiches für fleh vor den^ 
Löthrohre fehr leicht und mit Auffchäumen zu 
einer grünlichen, halbklaren Kugel fchmilzt, 
die im Innern dunkelgrün, äuferlich aber durch- 
fichtig wird. Mit Zufatz von Natron vird et 
fchwerer fchmelzbar und das Salz dringt meift 
in die Kohle ein* Pulverifirt fchmilzt es für 
fich noch leichter als in Stucken, wird aber 
höchft fchver fchmelzbar^ fobald man Natron 
auf das Pulver flreut. Die Farbe, welche das 
Natron annimmt, beveifl die Anvefenheit 
des Mangans. 

Eine lichtgn'ine, unregelmäfig blättrige und 
glänzende Steinart, mit eingeflreutem graulich* 
^veifTen körnigen Kalkftein und kleinblättri- 
gen fchvarzen Glimmer. Für fich fchmilzt 
diefs Foffil in der Zange vor dem Löthrohre 
2ienilich leicht an den Kanten, ifl aber fchver 
2u einer Kugel zu briugen. Im Borax löfl es 
fich nach und nach ruhig auf, und das Glas ifl 
vor dem Verkühlen ein'venig griinlich. Bringt 
man Natron auf die Kohle, fo vird es mit 
heftigem Braufen davon angegriffen, und ver- 
einigt fich damit zu einer undurchfichtxgen, 
hellgrünen und graugefprenkelten Perle. 



I2g Weftminland. I 

Kleine, im Kalkfteia eingefprengte^ Kije. 
Aalle (Pyroxene ?), von der Gröfe von Stec|&»^ 
aadeiköpfen» die eine hoch grasgrüne Farbe , 
haben, volikonunen durchfichtig und ^arifc»*]' 
glänzend find. Es fcheinen unregeloüfigcC^ 
fechsfeitige Säulen, mit abgerundeten End^^ 
eben, zu feyn. Oft find zwey Kryftalle mi^ 
den fchmalen Seitenflächen zufaoimengevaclK^! 
fen. Sie fpahen fich leicht in einer, mit deQi: 
Seitenflächen gleichlaufenden Richtung, uiid£ 
zeigen glänzenden Bruch ^ ritzen Glas und laflea iy 
fich leicht zu einem fad weifTen Pulver zerrti« .< 
ben. Ganze KryAalle find vor dem Löthrohre>; 
fehr fchwer fchmelzbar und erfordern ein anhal« ' 
tendes und heftiges Feuer, um auf der Ober- ^ 
fläche zu verglafen, Farbe und Glanz behaitea '\ 
fie dabey faü bis zum Schmelzen. Kleine J 
Bruchdückchen in die Zange gefafTt, fchmel- 
zen etwas leichter und mit wenigem Auffchäu- 
men zu einem braunen Giafe. Im Borax löft* ' 
er fich fchwer und ruhig; das Glas ifi durch*, 
fichtig und vor dem Verkühlen von grünlicher 
Farbe. Nach diefem Verhalten hat das Fofiii 
die meiAe Aehnlichkeit mit dem Pyroxen (Wer- 
ners Augit), fowie mit Andrada's Kokkotith*}» 

BeymDorfe Hedkärra bricht Urkalk, 

Am Saxberge, beym Saxenfee, findet 
fich ein geradfchiefriger (rätklufven) gemeiner ; 
Glimmerfchiefer, der zu mancherley Steinar« 
beiten brauchbar ift. ' 



♦) f. Anmerkung 64* 



Weftmaaland. 



199 



■ , 

Skinsk^ttebergs -Kirchfpiel. 



fs Kirchlpiel beHeht aus ixxittelmäfigea 
rfcbirgshöhen, vovon die anfehnlichften in 
eilen ^srefUichen und nördlichen Theile lie- 
sn. Blafsröther Granit ift die allgemeinfte 
ebirg9art in den niedrigem Gegenden, und 
if dielen ift hier und da in zerftreuten Mafien 
h-Öd'da maiTor) Glimmerfchiefer, auf den hö« 
sru GebIrgsOrecken :iber Urkalk aufgelagert« 
a ^Hnunerfchiefer fetzen verfcbiedne Rupfer« 
i^CiEliflnerz-Niederlagen auf, vpvoa die mei- 
^aiialjAer Gegenid von 

ftiddarhyttan,' einem j Meile vefllich 
3n*'ä^' Kirche gelegenen Kupferbergverke, 
di bc^fammen finden. Auf einer Strecke von 
s^JxahV ^ Meile in der Richtung von S.W. nach 
•O« Jiegen eine grofe Anzahl alte Grtiben» 
'eiche auf mehreren parallelen Lagern gebaut 
aben, die theils Kupfer«, theils Eifenerze, 
leils beyde zufammen führen. Sie haben 
leiches Streichen (nämlilch in S.W. und 
r.O.^ mit der Gebirgsart, die aus einem fenk- 
echt gefchichteten (ftaend?) gemeinen Glim- 
lerfchiefer befteht, "welcher aber in der Nabe 
Icr Erzlager in dichten Gümmerfchiefer über- 
;eht. Man hat die Gruben in 4 bis 5 Felder 
ertheilt: Blapulls - Feld; Urbansfons- 
)der das alte Grubenfeld bey Bruksgarden; 
wlyrbacks-Feld, was jetzt nur noch auf 
CupferbebauetwirdjKorphy tie-Fcld, und 

I 



1^ Weftmanlmd. 

Baflnäs*Felcl; ^as am ^eiteßen nach NX 
hin liegt, und 'wo mehrere Eifenfteinlager pi 
rallel neben den Kupfererzl^ffera hinftreiehen 
Das Erzlager im Myrback;stelde, in ^njeoi 
gen Gruben^ welche noch im Qange £[o4.(Sto 
ra-Öftergrufva, Jakobs- und Haggrufvorne), Ü. 
6 bis 8 Fufs mächtige meifl flehend, oder tÄ 
hert fich nach S.O. hin einige Grade der fraage 
recliten Linie (flaende, m^: nagre grad^ fbp 
ning vagvis at S.O.) Der Kupferkicit Icomiri 
theUi in Magneteifenflein, theils in'Q||iÜr^ 
auch zuveilen in dichtem GlimmerfchiefeirM 
Unter den auflaffigen Berggebäädfidi . id 
Myrbacksfelde, hat man in der MyrtS^ti 
grübe ein eignes Lager von einem Lcatgnmi 
feinkörnigen, gefchwefelten, eifen- usicL ^ 
jiikhaltigen Kobalt in dunklem Quatz^enifl 
den ; aui der alten Myrbacksgrube gediegen 
Kupfer und Rothkupfererz; in der kleinei 
Öflergrube, vo das Erzlager von durchfetzed 
den Klüften von rothem Thon abgefchnitcei 
und aus feiner Stelle verriickt wurde, gelbe Ei 
fenerde und gediegen Kupfer. 

Auf den Gruben, die im Myrbacks*FeUi 
noch jetzt bearbeitet werden, kommt vor : 

Weimer, veilchenblauer und fmaragdgrii 
ner F 1 u f s f p a t h. Der weifTe phosphoreszir 
nicht, wenn er erhitzt >vird, der grüne abei 
ftark, und zwar anfangs mit gelblichem, dam 
mit violettem Scheine. 

Quarzdrufen, zuweilen mit Erdpech. 
manchmal auch nufsbraune Quarzkry ftalJe. - 



Weftmanland* 131 

t 

Eifcnbranderz, nierveife ixä Schwe^ 

Kohleobleode (AnthracitjD H.), theils 

ichwarz und glänzend, theils fchvärzlicb, matr, 

JB dünnen Lagen. Eig.Schv. 1,434. Vor 

dem Löthrohre raucht fie und riecht anfanes 

[ etwas nach Erdöl (bergfettnia); venn dielet 

[ aber abgedampft und das FofTil lange geglüht 

! vorden iR, verpufft es noch mit Salpeter im 

[ Fktifltiegel. Wird es fo lange gebrannt, bis 

iUtr Geruch nach Erdöl und Schlrefei ver« 

Ichvondea ift, verliert es 26 Prozent an feinem 

: Gewichte. 

Griine E if e ne r d e in Quarz* 
Kohlenfaures Eifen oder Spatheifen- 
Aein} theils von erobkörnig abgefonderten 
Stflclieai die aus^ gelblichen, vielkantigcn Kör« , 
aern beftehen ; theils in moosähnlichen, knos- 
pigen und röthlichbraunen Drufen; auf Eifen* 
Aeinund Quarz*). Stora-ÖAergrufvan. Seine 
Beilandtheilefind: 

63,35 Eifenoxyd, 
3,00 Braundeinoxyd, 
1,00 Kalk, 
30,00 Kohlenfäure, 
1,75 WaiTer. 

99,oo. 
Schwefelkies; derb, flrahlis, mit kug- 
ichen Erhöhungen; knospig drulig; in Ku- 



«^ C Anmerkung 65- 

I 2 




133 Wcftifdt1il'ah"^ä. 

gclnühi kfryilallifirt in mihrfeitigen' ' Ki7{tal- 
ien (?) Stqta-Öftergrufvan. 

Blättriger gefchwei(^eltier Wi'fsfnXitli 
riiuthglanz) la Quarz. Ebendafclbft, 

Aiii fiid'S^efUichen Ende des Myrback^l;' . 
^es liegtdiis- Backe grube^ eine Eifenfleinarii;- ; 
be, 'velchc 'blaulichfchNKrarzen MagjA^teifeil ' 
Aein, ;V<>u der rothbrücbigM Art, mit gruni 
StrahJiit^^Q luid fchwprzeai Glimmer liefert. 

*' Avtiitta EifenHeinlager des Baflnttfek 
4 e i htickt blaulic bgrauer EifeoglaoK '^ «bA 
fch'QC^'drzlichgrauer Magneteifendein« Aofdet 
alten B a (In ä sku pf er g ru b e kommt ein tlun* 
kelgrauef^ theils biifchel-, theils ^dlcftiför- 
mig blättriger Glimmerv-äUch Talkfcbiefer mk 
eingev^acltfenen oktäe^driichen Magnetcifen^ 
(lein uiid ^ahlfteio, von ; 

Nya BadnUs« oder St» Göransgrübc, 
die feit mehr als 50 Jahren nicht mehr gebaut 
wird, hat einen reichhaltigen Kupferkies geÜ^- 
fert. Auferdem kommt auf diefer Grube vor: 
Lichtgriiner Asbeft, der in ii)o Theilea' 
enthält:*) 

16,8 Talkerde, 

67,0. Kiefeierde, 

6,0 Kalkerde, 

6,0 Thoncrde, f 

,4,2 Eifenoxyd. 



100. 



•) f. 11 j e r t a s Abh. de terra a8b.eftina. PraedcL Berg- 
mann. Upf. 1782. •' ■' '• - .' 



Weftmaniai^d. tj) 

Lang- und ftemformig {Irahiiger gemeiner 
SrrahlAein. 

Schwarze verworren blätterige H o r n b 1 e n« 
de*), von 3,77 Eigenfchwere. 
Erdpedi. 

Okcaedrifcher Schwefelkies. 
Geichwefelter blättriger und fcbielender 
(?fl(yfigande) Wi f s m u c b. 
Gelch wef eltes Molybdän. 
Schwarzer rhomboidalifcher Wolfram? 
{CköuQedts Min.Hi(l.) 
i ' Gefchwefelter kupfer- und eifenhaltiger 
Kobalt**) in weifleu glänzenden Körnern 
mit Kupferkies und Strablfteiu. Seine Beftand« 
:4 theilefind: 

43,20 metallircher Kobalt, 
14,40 metallifcbes Kupfer, 

3t53 • Eilen, 

38,50 Schwefel, 
0,33 Bergart. 

99,96. 

Cerit (oxydirtes kiefelhaltiges Cerium, H. 

Ochorie, Klaproth). Die Farbe wechfelt zwi- 

fchen rötblich- und leberbraun bis ins Nelken- 

/ braune. Er findet fleh blos derb. Der Bruch 

1 iß kleinfplittrig, uneben, ein wenig fchim« 

f mernd, übrigens aber fad ohne allen Glanz. 

Er ifl fefl und fchwer zerfpringbar (feg), gibt 

fchwierig Funken am Stahl, und ritzt das Glas 

fchwach. Das eigenthiimliche Gewicht beträgt, 

•) f. Anmerkung 66. •*) f. Anmerkung 67. 



A 



tu 



Weftmaitland» 



fiach der verfchtedeaen Reinheit der'Sl 
4,7 bi^ 4>93S« ^or dem Löthrohre ift 
iich gSnzlich unfcbtnelzbar, brennt (ich' 
gelb und gelblichbraün. Das Ceriiitä^ 
vas durch die Behandlung des Cerits 
reo und Fallung gewonnen vird, geht outi 
meiften Säuren Verbindungen eiii undbildetj 
ihnen eigenthümliche Salze. Es entvick< 
Salzfäure überfauertes faizfaures Gas, una 
aus feinen Aüflöfungen durch blaufaurö^j 
bernfleinlaure Salze mit veifier Farbe geflj 
welche, fo vie alle feine übrigen Niederfi^ 
ge, im offenen Feuer, während der Oxydatil 
braun werden. Es hat bis jetzt noch nidit 
vollkommen metaililcher Geftalt hergeAi 
werden können, und fcheint in diefem Zufh 
de fluchtig zu feym Die Beftandtheile des( 



rits find nach 

Bergmanii 

a2,o Kiefelerde, 
54,0 Kalkerde 
34,0 Eifenöxyd, 

100,0 



. Hißnger und Beri^Uus 
50,0 Ceriumoxyd, 

^33,6 Kiefelerde, 

5,0 Kalkerde, 

23,0 Eifenoxyd. 

IOC. 



Klaproth 

54,5 OchroLtejQ 
34,0 Kiefelerde 
4,0 Eifenoxyd 
5,0 WaflTer, 
3,5 Verluft, 



100. 

Vauquelin 

67,0 Ceriumoxyd, 
17,0 Kiefelerde, 
2,0 Kalkerde, 
3,0 Eifenoxyd, 
1 3,0 Wafler und R 
lenfäure. 



IOC. 



Wcftmanland« 1)5 

' Man fehe dikriiber nach : Vet. Acad.Handl. 
1784. S. lax. — AfIiaBdi.iFifik, Kemi och 
MiaeraL i.IXS. 58* — Neues allgem.Jouau 
^ Chemie^ a. Bd. 3.ä.4. H. — Annales 
d>Mu£d'Hift.nat. T. V. p.405.*) 

' Im Skarfjoberg, am nördlichen Ende 
des Sees Öfira-Skärfjön, fetzt in der, aus einem 
^üikelgrauen Glimmerfchiefer beftehenden 
lergart, in der Richtung von N.O. nach S.W. 
an etwas nach Abend geneigtes Lager von Ei« 
Un auf. Das Erz befteht aus blautichgrauem 
blättrigen und fchiefrigen Eifenglanze in quarz- 
srdgem Geßein. Manche Schiebten deflelben 
fiiia mit Würfeln eines fchvärzlichgrauenMag- 
fldeifenfteins gemengt. 

AmÖfra-Skärfjönlie'gen auch die ver« 
laflenenMo rg r üb e n, die auf parallelen Lagern 
Kupfer* und Eifenerze ausbrachten. Unter 
letztern befand {ich fchvärziichgrauer Mag« 
aeteifenflein. 

Die Eifengnibe H a r a 1 d s ] o, am See glei« 
ehen Namens, ift ein verlaffener Schürf, vel« 
eher wuriSichen und grobkörnigen Magnetei- 
ienAein im Glimmerfchiefer führte. 

DerHaraldsjön-Kalkbruch, amHoh- 
ofen von Skila, liefert einen weifTen feinkömi* 
gen Urkalkdein, mit kleinen Nieren und Lagen 
von fchwärzlich- und gelblichgrünem Serpen« 



») f. Anmerkung 68- 



136 WeftmanUnJ. 

tin. Darrifchen findca. fich ichwachc Lagen 
von Magneteifenflein. 

Auf Lindgrube, einem Kupferfchu'rfii 
auf dem Grund und Boden des Gutbes Lerkule, 
(lebt Kupferkies im rotbem Granit an, von Quarz, 
fcbvarzer Hornblende, Glimmer und Si^ahl« 
flein begleitet. Aucb findet ficb hier dunkel* 
grüner gerad blättriger Malakolith oder SahÜt^ 
welcher, mit Ausnahme der dunklern Farbci^ 
ganz dem bey Björnmyresveden in Dal^irae^ 
befchriebenen ähnlich ift. Seine Eigenfchwe^i^ 
re beträgt 3,294. 

Strip grübe, am Wege nach Riddarhyf- 
ta, i Meile von der Kirche, hat auf Eifenflein 
gebaut. 

Der Kärrboberg liegt am Wege nach dem 
HiittenN»rerkc Bagga, ^ Meile von der Kirche 
auf dem Guthe Kärrbo. Es befinden (ich hier 
mehrere ältere und neuere Schürfe auf Kupfer- 
kies, der auf einem Lager zugleich mit Schwe- 
fel- und Magnetkies vorkommt, vas in einer, 
aus vielen veiflem Quarze und wenig Glimmer 
und Talkfchuppen beftehenden Gebirgsart auf«> 
fetzt, die in der Richtung von O.N.O. nacli- 
W.S.W. undeutlich gefchichtet ift. Auch kom- 
men dort vor: lichtegrüner, gemeiner, aus ein- 
ander laufend flrahliger Strahldein und licht- 
grauer Tremolit in dunkelgrauem derben Talk, 

Bey dem Dürfe Öfra-HÖgfors find ei- 
nige Schürfe auf EifenOein und Kupfererz. 



I 



Weftmanland«' »37: 

Bey Silfgrufvefallet, am Damskärns« 
Moore, findet man Quarztrümer im Giimmcr«. 
fchiefer, die in Drufenhöblen belle Bergkry« 
ftalle und Erdpech enthalten. 

■ 

Die Eifengruben vonFrämsby tta, i Mei-. 
le von der Kirche, bey dem Dorfe gleiclien: 
Namens, bauen auf Lagerftätten, die in dec 
Richtung von S.S.O. nach N.N.W., mit \^*ent« 
gern Fallen nach Abend, im Glimmerfcliiefer. 
aufief^en. Die Gangart i(l Quarz, das Erz ein 
fchiefriger, feinkörniger Eifenglanz. — Naiie 
bey diefen Eifengruben bricht ein graulichweif« 
fer, blättriger Urkalk« mit eingefprcngtenPunk« 
ten von Hornblende und Magncteifennein, 
und mit Lagen von Hornilein. Sowohl 
dasEifenfleinlager, als derGirmmerfchieferund 
Urkalk, find von röthlichem Granit umgeben, 
auf velchem fie aufgelagert find. 

Der Darsboberg liegt | Meile von der 
Kirche, bey dem Dorfe Niederdasbo. Die ganze 
Kuppe diefes Berges, welche niedrig, von gerin- 
gem Umfange, ifolirt und von Granit umgeben 
iA, befteht aus einer mehr oder minder reichen 
Anhäufung von Magneteifendein, die wederein 
Lager, noch ein Gang ift, mit Ablofungen, die 
zv^ar unregelmädg, aber doch meid nach N.O. 
und S.W. flreichen, und nach Mittag einfchie« 
fen. Das mit diefer ifolirten Eifenfleiamafre 
einbrechendeGeftein (gangartcn) i A eine fcliwarz» 
lichgrüne, bisweilen blättrige, meiß aderdich* 
te Hornblende. Manchmal findet fich auf den 



138 WeftmanUaiL. 

Ablofungskliiftea auch veilcheDbiatid:Fluisi|>ad^i|g 
und Kies ein. 




DerDamfjoberg, amDamfec, aufdem^;, 
Gebiete von Björnbo, enthält eine LalgcrffeiCill^ 
von geringhaltigem Eifenftein, die in eiafsq^]: 
mit Talk gemengten Glimmerfchiefer auf(etal%^^ 
welcher von röthlicbem gneisartigen Grani^" 
umgeben i(L Das Lagergeftein Ul Quarz imd^ 
Kalkfpath. 

Lager von Urkalkflein findet man bey dm v 
Dörfern Öfra-HögforsundAllmenning-'; 
bo, fo wie in dem Gemcindeforfte von R- i d d ap- ' ■ 
h y 1 1 a n bey Gäddkärn. ^ \ 

■1 

Ramsbergs - Kirchfpiel. ' 

Die Kupfergruben vouHäkansboda Iieu ' 
gen am Wege nach Linde, am Abhänge einer 
mittelmäfigem Gebirgshöbe. DieErzlagerflät« 
ten Areichen in Mitternacht und Mittag, vmu 
fchen Lagern von graulichweüTem Urkalk» die 
mit Glimmerfchiefer abwechfeln, welcher aof 
Granit aufgelagert id. Das Muttergefteia 
(gängart) des Kupferkiefes ift Kalkftein. Im 
nördlichen Felde fetzt eine abgefonderte La« 
gerftätte auf, welche Bley glänz in ganz dichtem 
Kalkflein führt. Der Kupferkies ift theils dicht 
(daltät) und matt, theils gelb und granzend9 
gemengt mit Magnetkies und eingefprengtem 
Gianzkobalt, welcher auch bisweilen in einge« 
wachfenen Kryflallep vorkommt In der Nor- - 



Wcfttnanland« Ij^ 

ngnibe lA der Kapferkiet mit oktaSdrÜchen 
Magneteifenftetn gemengt. 

Stroffä-Eifengrube, baut auf einem 
fehr mSchtieen Lagen Das Erz ift ein bald 
donkel-, bald licbtgrauer körniger Magnetei« 
fenftein, fehr innig mit Hornblende geitiengt^ 
zuweilen auch mit Quarz und Schwefelkies. 

Lindes - Kirchfpiel. 

Auf den Fluren des Hofes Siggeboda 
find im Anfange des vprigen Jahrhunderts meh- 
rere Anweifungen auf Silbererze im Urkalk 
durch Bergarbeit unterfucbt worden« Der 
Kalkftein ift graulichweifs, blättrig, braunftein» 
haltig^^ mit dunkeln Verzitterungsflächen und 
mit grünem Strahlftein durchwachlcn. 

Die Silbergrube bey Guldfmedshytta 
lA in neuerer Zeit wieder aufgenommen wor* 
den, jedoch abermals liegen geblieben. 

Bey MSrtzhytta*) findet fich weifler 
Uättriger Urkalk mit asbeftartigem Tfemolit, 
und auf der von Guldfmedshytta nordwärts ge- 
legenen Stripgrufva Eifenglanz. 

Nya Kopparbergs -Kirchfpiel*^. 

Das alte Gruben feld (gamla Grufvefället) 
fiegt nahe bey der Kirche. Die Gebirgsart ift 



^) f. Anmerkung 69* **) f. Anmerkung 70. 



(^ Weftmiiiland. 



ri 



eiu' ! dickfchiefriger .Gl immer fchiefer mit vor-r 
waltendem Glimmer, der von N. nachiS. ge«; ^ 
ipbichtet iß, und n.ach Morgen ftark einfcliiefL' ; 
£$ fetzen darin mehrere Kupfererzlager auf|^ .*. 
die, unter (Ich parallel, mit der Gebirgsarf: . 
gleiches Streichen haben und 30. bis .40° nad) . 
Morgen fallen. Die Gebirgsart ixi der Nähe .. 
diefer Lager (gängftenen) befteht aus einem J 
glimmerrcichen, fcli warzeu und lockern Giim« 
merfchiefer, der {Ich vom Erzlager deutlicli 
ablöd, und im Orte Styan oder die ßergfcheide 
(bergAidan) genannt >K^ird« Das Lagergefteia 
(gän^arten) der Erze ift quarzartig, biswei- 
len mit Glimmer gemengt; der darin brechen- 
de Kupferkies i([ arm, und enthält auf manchen 
Stellen EifenPLein und Zinkblende eingefprengt. 
Diefe Erzlagerfl'atte wird von vielen Gängen 
durchkreuzt, welche aus blafsrothem Feld- 
fpäth, weiffem Glimmer und halbdurchfichti- 
geni Quarze beflehen und das Erzlager 
abfchneiden. Ihre Mächtigkeit beträgt* i bis 
4Lachter. — Die dortigen Vorkommniffe find: 

WürHicher Flufsfpath, we^fs und veil- 
chenblau, mit fchwarzer Zinkblende. Tyfk« 
grübe. 

Glimmer, filberweifs und dünnblättrig. 

Grunerflernförmig ürahligerStrahlfteio. 

Schwarze Hornblende. 

Petalic (auf der Finngrube), von röthli- 
cberund graulich weilTer Farbe; derb, in kör- 
nigen Mafien; fchiefrig; mit fchwachemPerl- 
muttcrglanze; an den Kanten durchfcheinend; 



nicht (bhderlich hart; ritzt das Glas, nicht aA>är 

den Feidrpath, Spez, Ge^«^. 2,oao. Vqr deifa 

Lötlirobre 1(1 er fiir fich unfchiuelzbah*7exbt 

aber mit Borax eia l^elles farbefllofeys Glas. 

(d Aadrada.) . '',; •.2": 

BiaulichgrMaer Qaarz*). GuHavsf^luQttf« 

Bl^yglfPZ. Tyfkgrubc 

Magnet«* und Schwefelkies. , . 






Die verlaflenen Kupfcrgrtffccn von ¥*f^ 
liegen .ii Meile N.N. veftlick von der Kir- 
che, auf einer fcbmalen Landzunge ZTvuiclita 
dem YxQö und Smalkärn. . Die Gebirgsatti^ 
Kalkflein, 'in Aebenden 'Schithten« idie mn 
W.z.N.'nbch,0.z;S. fiir^ichen, und eih:w^|g 
nach N. ein&biefen. Mi /diefcin Geftetqr £etzt, 
unter gleichem Streichen^ .binLager von Hont« 
blende.) Quarz und Glimmer auf, vas meill |9n 
den Kalkflein angewachfen ift^- und (gewiiO^- 
maafch)xlie Gangart decdottrgen Erze ausmacht. 
In denfelben findet fleh noch eine Lage eines 
GeAeins, "^as z^ar felbil feiten Erz fuhrt; die 
Schichten defTeiben aber flets: begleitet ♦♦}. Er 
befleht aus weilTem halbdurchflciitigen, derbeu 
Flufsfpath,der erhitzt nicht phosphöreszirt <?♦♦), 
In 6 bis fo Faden Teufe fchneidet (ich düs 
Erz ab; diefes Gcfleiu aber fetzt tiefjer fort ♦♦*♦}. 

■ / 

•■) Rinuians Bergv.Lcxicon, Th. II. S. 55g. 

••) Innom dem triifFas en gSngften, fom (jelf fällan fö- 

rer malm, mcn »tföljer alltid Ugrcn in nom gSligdVtiii. 
•••) f. Anmerkung 71. ., 

*••♦) T i 1 a s Miner.Hift. öfver en del af Veftmanland. 

Mfcr. im Archive d«$ Berg-CoUtgii. '-'V 



1^ Wcftmaitlfliiid» 

Unter iahdera ifi gediegen Kupfer un^in vier» 
feitigeri Säulen kryfialUfirte Hornblende dort 
^vorgekommea. 

- ' A6ch find in diefem Felde Baue anf Silbet 
betrieben, jedoch von Zeit zu Zeil' nieder aüfl 
gegeb'eh worden. Unter diefeGruben gehören: 
Cnriftiersberg, Svepareberg, .Carls« 
grübe und Ksrlicb^rrgsSreüi An bnuidien 
:Qrtßq iü auch Kupfererz^ angetrolSen ^worden. 

' ^ C^rieftiersberg bildet de6 Redlichen 

' Abhang des S tiil 1 ber g es« der parallel mit 4er 

•eröicn Kumlahöhe läuft, und von diefer 

ioorch den Hörkself getrennt wixA. ,.£r liegt 

.|- Meile nördlich von der Kirche.' '^ Mehroder 

weniger vemrittferter Kalkftein,'-der von Tru- 

-mem eines bläulichen, drufigen -und poröfen 

Quarzes durchfchnittent^ird, macht die Gangart 

aus. Es finden fich dort : 

.' Gelblicher blättriger Kalkftr^in mit Itleyi- 

crde gemengt. 

Fleifchrother Thon (Bolus). 

Weide Bieyerde mit grobkörnigem Bley- 
glänze. 

Kohlenfaures kryftallifirtes Bley (veifles 
Bleyerz). 

Dichter und grobkörniger Bleyglanz. 

Röthlichbraune Zinkblende. 

Svepareberg. Die Blankagrube, welche 
der PrinzCarlsgrube gegen Mitternacht liegt, 
wurde im Jahre 1750. aufgenommen. So- 
wohl hier, als auf der Bly bergsgrube und Bratts- 



Weftmanjand. 143 

m 

Vcrfiiclie, ift das Erzgeftein ein grauer, fchini- 
mernder Kaikfteb, dct vürflichen Bleygian^ 
veiflea Flufifpath, Kupferkies, derben und 
krydallifirfen Schwefelkies, blaulicbfchvarzen 
Magneteilenftein und fchwarzlkahlige ijorn« 
blende fuhrt 

« 

Auch mehrere Etfenjßetnlagerflätten kom> 
men in diefem Rirchfpielt vor. Die bedei»- 
feodften darunter find: Svartvicksberg, 
Sme^dberg, Salboberg, Brattberg und 
Lomberg. 

Die Svartvicksgruben liegen i Meile 
nordwefllich von der Kirche. Die LagerfUit« 
ten fetzen in der Richtung von N.N.O. nach 
S.S. W. in einem graulichveiden fchimmernden 
Kalküeine auf, in welchem ganz kleine Punkte 
von Hornblende und EifenOein eingefprengt 
find. Das Erz ift ein blauiichfchwarzer, grob- 
kömiger Magneteifenftein, weicher Nieren von 
derbem Granat enthält, und Ablofungen (löis- 
nor) hat, die mit Kalk ausgekleidet find. 

Die I Meile (udweftlich von Nya Koppar« 
bergs - Kirche entlegenen Salbo* Gruben 
bauen auf parallelen Lagei*ftätten, welche in 
der Richtung von N.N.W. nach S.S.O. eine 
ziemliche Erftreckung in die Länge haben. 
Das erzführende Geftein befleht aus Hornblen* 
de mit Streifen von einem grauen fchimmern- 
den Kalkftein, und enthält blauiichfchwar* 
zen magnetifchen Eifenftein, bisweilen auch 
wurflichen Schwefelkies eingefprengt. 



Der Lomberg liegt %i Meile ndrdwäm 
ydn der Kirche, und erflreckr fleh ziendich ge^ 
^KxL i'dfi N. nacIr'S; Nach eipi^er: Senkung 
Verei-aigt er ficii'|;egefi'Abend hin mit dem hoch 
"ftcSliielt: atiffteigeiiden Grengesbefgi-ia Dalanie. 
Erbefleht aus einem, von grauem Glimmer üad 
.rQri)f>un^ veiÜem Mraieen Quarre femeagten, 
-Gihnili^fohiefer^ ig welchem, iüBgs^ 4c>n q{1- 
.Jjphieii' Abhinge des Berges, mehrere parallel 
iilMicJie^de JLag<rftät<eA:Voa EifenerzeA auf£et- 
. zen, welche, aufer dichtem eifen&bvarzen 
;]Etr^»gIanz, auch körnigen Magnejtei(e<ifieiQ 
Ökk eiugefprengtem Quarze führen* ' 



:■'! 



Ndra*Kirch{picl, 
i^nebfirden Filialen (annexer) JcrnboSh and j 
'.V , , : ;" Hju11]ö. ; i 

••" Das- vorziiglichfte Eifenlager in dem Ge- j 
^S^ (hergslag) von Nora, nimmt eilie« Breite \ 
von 4 Meile, von Morgen nach Abend, und i 
•eine-Landllreckc von ohngefähr 3 Meilen- Län- 
ge, • von Mittag nach Mitternacht gerechnet, : 
ein. Es nimmt feinen Anfang gegen Mittag 
vam Vikernfee, zieht fich an der Morgenfeite 
deffelben hin, drängt (ich dann nordwärts 
zwifchen diefem und dem uAsbofee durcli, und 
erftreckt fich, weftiich vom Färfee und Usken, 
und öftiich vom Anfee, bis hinauf zu' den Berg- 
höhen von Hjulfee. 



[an kann ^ie darauf bauehden ElfcnHein- 
n>ija vier grofe Felder eintheilen: 

) DiS'lkaris-bcrgs« oder Mogrufve» 
^r^ttf dem Gebiete. von Skrikarhyttc. 

) Fersbycte-Grüben, um die Stade 
herünb. ' ' ' ,. . . 

j ■ '1 * * ■ . ■ 

) Nyberg, i^ Meile nordvefuich von 
Stripeberg, ' 1-^' Meile wcfllicli von 
shytte* ' MoäaBcrg, füdltch.vou Igel- 
• und Pniftaberg, beyde ab£ d^n Fluren 
Ling^bytte. Kärrgrube, 150 Lachfer fiid- 
i'^voiii PraAabergc. LeuiäsföJt, öftlidi^ 
Ilgabergsfält, r^ Meile fudlich von Rings* 
Svartbergsgruben, ^ Meile vpu Fogd- 
Gflipfcgfuben, ölUich vom Svartbf rge, 
jgruben, O.N.Öftlich, und Aspeberg, fiid- 
on den Glipfegrubcn, Langbansgruben, 
ifllich vom Aspebe-rge. Fallgrube, S.S.öA- 
von letztern. Taberg, z^ifchen Nora 
jögdhyttev in 0-S.O. von letzterer gele- 
Badnäsberg, nordöfllich vom'*Saßnäs* 
. ■ Kopparbäcksgtube, auf der Waldung 
Fogdhyttc. Ködbergsfält, veßüch. votfl 
e Fogdhytte. Kjäniabergsgrubenv ^cHp 
Humlabrerg^ fiidweAiich« Karaberg, A'id« 
b, und Eriksbcrgsgrubeu ebenfalls füd* 
h von Fogdhytte. Skliihyttcfalt^. am 
Lufee. Asboberg, füdweniich von i^shyt- 
nd Skoftorpsgrubcii, an der Morgenfeite 
Lsbolees. 

K 



146, Weftmattlalid; 

4) R 1 a ck ab e r g, auf defilGebicfe Von ] 
falla. Stotterberg, auf der Grenzfchtöle ^ 
fcben den Filialen Jernboäb und Hjulsfow i A 
bergs&lt, auf derfelbeo Grenze. RjiftaU 
!> Meile fiidlidi von Jernbqahs Kircbe;; ^J^ 
^Öberg, nordößlich vom D^mfee, auf demGn 
und Boden der Gan^elbytte. Kärrgnifv^ 
i Meile von Tlmansbytte. 

Die fcgenannten Dürrecze (Torrftenni 
mer) macben den grö&ten Vorratkin dem i 
birge von Nora aus; gutartige, leichifchn 
zende Erze (quickftensmalmer) finden Geh d 
weder in fp grcfer Menge, nocb infoaä 
tigen Lagern*}, 

In dem Keviere von tijulsfjo liegen 
Eifengrubengruben : GröndalsFält, Hadd 

berg, Quiddbefg) Rottkopsberg, üijpbc 
Kolnigsberg, Sängsberg. 

Der Dalkarlsberg, welcher, die 1 
zuglichfte von allen in diefcm Gebirge befi 
Jüchen Eiff^nAeinlagerAätten enthält, liegt 
Meile von Nora, auf zwey in N. und S. Oa 
chenden Berghöhen, über welche^ in der Ri 
tung von Morgen nach Abeud^ vier bis £ 
Lagerflätten von Eifendein in einem fehr 1 
ten und quarzigen Glimqierfchiefer hinOreicb 
worin die Glimmertheilchen fehr klein t 



•) Tunelii B»richt om Nora Bergsjag;. Mfcr. im 
chive des K, Berg-Collegii. 



fr 

1- 



3^ 



kaom bemerkbar Ood» und der .vou- den Erzn 
ducph dicke Saaibäiider (näppikölarjabgefoii- 
dert ift, in velcbeu der Glimmer vorwaltet, 
IXeEräelager (ind meid flehend, blsw^cilen nur 
wenige Grade geneigt. Ihre Mächtigkeit iil 
Htänderlicb, da iie oft verdrückt werden und 
fich vieder ei'veitern. Das Erz ift ein grau- 
lichrchvarirer, feinkörniger Magneteifenftein. 
Die Foililieo, welche dort vorkommen« iind : 

Kalkfteini in gleichlaufenden, geboge- 
nen (bugtäde} Schichten, die wechfeUwcife 
ausrothem (kornigen?) K.iikilein, diuchfichti« 
gea weiflein Kalkfpath und vcilTcm llrahligen 
((Möglichen?) KalkHcin bcÜehen. Bondegrube« 

Weirter JCalkfpath, in halbkügelKirmig 2u« 
fämmengchäuften (i upphöjde hnlfl^lot) Drufeu. 

Sechsfcitige Pyramiden von Kalkfpath 
(Cbaux metaftatiquc H.) auf Drufen von brau« 
fitm Quarz. Die KdlkCpatbkrydalle find oft 
mit kleinen Halbkugeln von rothem Glaskopf 
1)eflreut. 

Hell- und dunkelgrüner, langftrahliger, as- 
Wlartiger Strahl ft ein. -^ Sternförmig. 

Schwarzer, grobbiättriger, druGger und 
fchiefriger G 1 i tu m e r. 

Quarz, theils farbenlos, thells löthlich- 
fcraun, in fecbsfeitigen Säulen und ryiamideu 
krj'ftallifirt. Auf der A- und 1 .^aiggnibe. 

Oktaedrifcher M a g n e t c i f e n fl e i n, in ge- 
meinen Chlorit eingellrcüt. Mölings^rubo. 

Pershyttcgrubeu. In der Entfernung 
von i Meile von der Stadt Nora finden iich auf 

K 2 



liS Wefttninland. 

dem ' PersH/tteberge, Lockgrufvebergi 
Storgrüfvtberge drey yerfcbiedene En 
{hätten, auf y eichen mehrere Grubea 
Siei liefern mehrentheils einen ftrengfii 
Eifenglanz, der in einem aus Quarz und 
mer gemiehgten Gefteioe einbricht E 
birgsart 'des Pershyltebergs befleht aus 
gneisattigen Granit^ welcher viel Quuti 
-wenig Glimmer und Feldfpath enthält uj 
deutlieh gefchicbtet ift. 

■ Die £ifengniben des Tabergs lie 
geringer >€>fliudö(Uicher Entfernung von 
byttan, w^ Wege nach Nora« Die Geb 
ift ein undeutlich fchiefriger Glimmerfc 
in velchem der Quarz vorwaltet, der Gl 
aber- ipur iakleincn Flocken eingeAreutii 
Eifenerz befleht aus einem graulichfchip 
feinkörnigen Magneteifenfleine, der fl 
veife (randvis) mit dunkelgrünem, feii 
ligen Strahlfleine gemengt ifl. Weifler 
durchißchtiger Quarz findet (ich dort in 
ge, fo vrie gelblichveiffer und blaft 
Feldfpath, 

Asboberg, liegt ^ Meile von Noi 
einer vonN. nachS. fieh hinziehenden Gi 
höhe, auf dem Gebiete Ashytte. Der B< 
wird hier auf mehreren fchmalen Eifen^ 
gern betrieben, die alle nach Morgen eit 
ien, jedoch nicht weit ins Feld fortfetzen, 
ke Trumer von dunkelgrauen Glimmer i 
den diefe Lager ab und zertheilen de. 





Weftmanlanä. l^ 

jit<4(!afaLt, f^ Meile von Nora» beflcfht 
fdiiefer, mit Lagern von grauen 
€p feiakörnigem Quarz, .und bis« 
Streifen von Magneteifenftein. Es 
mehrere Gruben auf verfchiedenen 
n betrieben vordedi die man in 
if|e|y|;g8Pgbaren Stora-Lerbergserube bis zu 
[tcr Mächtigkeit vereinigt findet. Sie 
hier inN.N.W« und S.S.O., haben eia 
yoa 50 bis 60^ nach Morgen, und fuh- 
L%i eiilkem, aus Quarz und Glimmer beflehcn» 
in, graulichfch^arzen Magneteifen-^ 
Auch bricht hiei': 

€r S ch "«r e r fp a t h } Schwarzer gerad- 

wellenförmigblättriger Glimmer; 

ichfch'rarze Hornblende^ Rother 

3dfpath; Bergkryftalle inganz nie- 

an beyden Enden zugefpitzten Säu- 

\ Rqther Thoneifenfteia (Röthclj. 

I^Hn Stollen. 

ötterbergs-malmfalt,! Meile nord- 

vonjernboälis Kirclie, befteht aus ei- 

_en Eifenfteinlager, was mit der 

J;letcbe^ Streiclien nach N. und S» 
eflen Lagergeflein aus Glimmer, 
d Hornblende gemengt HL -, 

ölbergsfält liegt auf der Björkbergs- 
r.'in der Grenze von Jernboäh und Hjul- 
Aiuf den dafelbd; in der Richtung vonN. 
kdi S« auffetzenden Erzlagerfl'atten, die 7/«m- 
M (tariien Talkfchalen (ikölar) einen fein* 




Auch bricht dafclbft; hellgrür.e, lo' 
und feineGriineifenerde (terre verdü), wc 
aufer Thoii und Kicfel, 5 l^rozcntEilca h; 
Rösbcrgsgrube. 

RÖkäi r-undRagriks-Kupfergri 
"vurdea ichon im vorigeii Jahrhundert be: 
tet^ In der erflcrii bricht wciJTer und veiL 
bhiuer Flurslpadi, Kupferkies feinkörnige] 
oktaedrifcbec Magncteifeiidein. la der 
tern £ifcnbrandei*z mit eingefprengtem 
pfcrkic^.. 

Am Wege i^ach Greksasar, §- Meih 
Gyttorp, findet ßch ein llach gefchich 
lichtegraüer Glimmcrfchiefer, der bey 1 
ofenbaueii und zu Muhlftcinea benutzt wi 

In der Entfernung /J Meile von Nora 
dem Wege nach demDalkarlsberge, 
man ein Lager von graüüchweifTem Ur 
ftciii, \7elches fich von Gyttorp bis B 
torp, bevuahe l Meilen wgit hinzieht, 
im SteiaDruche bey Per^hytte brechende ] 

•) Rinmans Bergv.texicon, Th, n. S. 999, Ma 
übrigens Anmerkung 73. 



Wcftnanla.nd. 151 

ßfiüj^ifi; tiiitaibeOärtigemTermoUt gemengt: 
erjftveifs von Farbe, dicht; brauß nicht mit 
SÜRReq^ vird vor dem Löthrohre etwas dank« 
Ur nad dann Ichwach vom Magnet angezogen. 
ErJtot, ph^ipbore^zirt er ein wenig, fo vie- 
läkfl iipter dem .Schlage des Hammers. 

'Im Kirchfpiele H j o 1 f j ö. find beym Hob^ 
(^fired(]ö und bey Grengchytte Kalkbruche. 

' • 0qr dem Kirchdorfe Jernboäh findet (Ich 
gelbe- Ei fenerde (gelber Ocker, gnlocker) in 
grofer Menge. 

• t. - ^' ■ ■ , 

Hällefbrs- Kirchfpiel. 

"Die alten SUbergruben vonHällefors 
liegen l Meile nördlich von der Kirche, ha« 
beai^ früherer Zeit ein bedeutendes Silberaus!» 
kisgen geliefert, Verden aber jetzt gröisten* 
tbeiis nidht mehr betrieben. 

r, l^vifcben den N^rd- und Sud-Elgs und dem 

Wifferlanfe des Svartelfs, welche in paralleler 

Richtung von Mittemacht nach Mittag fliefen, 

liegt ein anfehnlicher Bergrücken, die Gi 11 er« 

lobe genannt, der noch Morgen bin am 

tpcbflen iA, nach Abend zu aber ilch bis an 

im Svartelf bey der Häliefors-Kirche lang hin» 

lieht, und einen Theil dei Gebirgs ausmacht. 

Welches iich an das Hauptgebitge* anfcblieft. 

Der'5 V a r t e 1 f flr&mt z wifchen niedn^^h Ufern, 



•) f. Aamerkuno; 74» 



15a Weftiuanfa'iid. 

durch citt geräomiges ThaV'vdiieF'Sahfäiie 
und 'Moore, von Mittornäcl^liach Mittag,* 
vird gegen Morgen von der-Gilierhöbey 
Ijöhöhe und andern RergeUi gegea Abehd< 
von einer fleiler anAeigenden* Bergkette 'ti 
fchioßen, «vovon der, .der Rifchc gegen 
gelegene Tlicit, die Saxeknutar^/ie^ri; 

Die Gebirgsart des Thaies, durdi 'iff^ 
der Svartftjf äiefl, vdn Hedgärden au, be^ 
I {ällcfDrs-Kircbe vorbey^ . bi9 gegen der Ki 
von Grythytte hin, ift ein fenkrechtgefchv 
ter, geradlchiefrigor, grauer Urthonfcbie: 

Auf der, dem Svartelf gf gen Morgei 
legcnen GobirgsOrecke, ileigen i Meile 
der Kirche, die ftellen Berge Silfknut 
Stollbcrg empor, iri 'vekher Geh die 
bergruben befinden, die ii)an in die 6^h 
und '^efllii-hea cintheilt. ' 'Jene liegen am- 
fe des Silfknuts, diefe afuf einem Abfatz< 
Füfle des Stollberg.s, nicht ^K^ci^ vom ' 
des Svartelfs. Der Stollberg hat gegen 
Svartelf einen Heilen Abhang von 20 bu 
Lachcer- Hohe, in .wekh<;ip man in,frii 
Zeiten Geh mit mcluein $,tollnarbeiten ei 
legt hat. Die Gebirgsart ift ein quarzart 
JiclU .oder dunkelgrauer,» theils einfarb 
theils . gefleckter Hornflein (Hiiileflinta), 
nach allen Richtungen zerklüftet iH:. 
perlgraue lehniilzt vor dem Löthrohre äu 
langfam, und nur an den diinnften Spit: 
der lcl\^''ar/iichgrauc zwar etwas leichter. 



WeftmanUlrd. 153 

immer fchverer als der eigentliche Hornßeio, 

zä eiiieiXL;vieUreo Glafe*). . In dem neuen 

StQll%;<velcher jetzt vom Ufer des Svartelft 

aitt»i;Uiiterruchung des. TB'eftUchen Gruben« 

&Uct '.getrieben vird, iß die Gebirgsart ein 

Achter, gleichfam körniger Glimmerfchiefer» 

yon undeutlicher iScbichtung« der zum Theil 

voudem oben befchriebnenhornfteinähnlichen 

Qaarzgeftein bedeckt ^vird. Die Erzlager« 

incteades ^eftlicben Feldes, g bis 10 an der 

ZaU,. flreichen in N. und S., und haben ein 

geringes Fallen nach Abend. Das LagergeAein 

(gangßen) ift ein gratüiclier, gelb- und gn'in- 

lich^ Hornftein. Im morgendlichen Felde 

trifft man Kalkftein, niit Lagern -und Nieren 

von Bleyglanz, auf "v^ekheü die dortigen Gm* 

ben lange gebaut haben« 

Nicht weit vonHäliefors hat man infchma« 
len Trümern des Hornfteins Kalzedon gefun« 
^n**). Die übrigen dortigen VorkommnÜle 
find: Auf den öftlichen Gruben: 

Feinkörniger (fingniftrig) veiffer, gelber 
oad gelblichbrauner SpatheifenAein, der 
10 Prozent eines ganz befonders harten Eifeitt 
^fert***). 

ßräuniichgrauer , grosblättriger Späth« 
cifeaftein. Er zerfpringt im Feuer und ver« 
breitet einen arfenik'ahnlichen Geruch. 

*^ f. Anmerkung 75*. 

**") Rinm. Bergv.-Lcx. i. Th. S. ;^;. 

**") f. Rinman in d. K. Vct. Acad.Handl. 1754. S.agrf. 



|]6 .Weftinanland. 

hSüt Lager von K^ikflem. DasEifenerz ift«ift 
hlaäUch/chwariter, feinkörniger Magaeteiieii« 
ftein, gemengt mit Stralilfleinj Kaikfpatb^ 

Quarz und Kies.' 

. b} die (iolmgruben bauea im veftlU 
che^ Theile dps Högbornfälts^ ganz nahe am 
St;^qde des §vartelfs,. auf einem, mit den 
Schichten des'Gebirgsgeßeins, in N. und. & 
{Ireichenden Lager, vas einen, in geradfchie^ 
frigen, grauen, lockern Talkfchiefer einge« 
mengten, graülichfchwarzen und feinkörni- 

;en ^Iagnetcifenfieiu, von 42 Prozent Gehalt < 
fiihft. 

Äufer diefen find noch folgende Eifenftein- 
grubenzu bemerken: Sikberg undTapre« 
b er g, ^ Meile von Grythytte-Kirbhe« H al f- 
trpberg, am Halftronfee. Finpäisgru- 
ben;^ nordmrts vom Vafiefee. 

■ 

Björkfkogsnäs ift einfchmales Vorge- 
birge, was fich -1 Meile weHlich von der Kir- 
che in den See Torrhvarpen hineinzieht. Es zei- 
gen fleh auf /eibigem an mehreren StelleoKalk- 
ßeinfelfen, mit fchwarzen manganhaltigea 
Verwitterungsflächen (vittringsyta) und Braun* 
fteindendriten, fowohl in girofen lofen Stein« 
blocken, ab aq^h andehend, mit einem Strei- 
chen von N. nach S. In den nahe am See be- 
triebenen Berggebäuden bricht Bleyglanz mit 
grosblättriger (groiTjäliigt) kolofouienbrauner 
Blende. Auch triiTt man in den mit Quarz ge- 
mengten KalkOeinblöcken bisweilen 2 bis 3 



.^WeAmtii'iaii.'d. ^5^ 

«ifächlfgo .Trfimer .mie Bieyglanz, Bleiv- 

'Fihl^rai* .'Das Erz hält im reinefn StulFr 

18' Lottv Silber, und die Blende vermelitt 

t4esKap&i::s um & 8 Prozent. (B.Ri. 

Anebr-fifidet fich hiec in lofea Gefchiaben^ 
i4ldtf3G«^ichte mehk'ererSc&alpfunde 0kil^ 
l«tfltl848 Afs) olivedgtäMr; fogenamiter 
itilcher Wetzflein (Bryuften''^)), der aber 
grellen voi^ ,Q^rkKift^ii !^\^P^ eifenfchülll- 
ÜB-Qaarzes durcnfetzt ^t^ircl,' und dann zum 
ttiSmd nad Pöliren'feibeiri Werkzeuge-^eui- 

erlibglichm 

j!;B<rWbcrgs-Silbercrzf^^^ ^ ^bU 

^iÜI^'vbh Grythytte, an]i' See Söderelg; hiiV 
B^cuS^ni fchmalen Lagei^ von feinkörnigem 
li^l^QZ und Schwefelkies gebaut. ' 

An der Haf feihohe,. ^ Meile o^Iich 
IbillLoka-Gefundbrunnen, liegt ein iCalkbcrg, 
igiein feinkörniger Kalkdein bricht, welcher 
rfifthr leicht zu einem ganz feinen, weiiTcii 
jil^ud (iXriffand) zerAofen läßt, und er- 
tOJteuiieii ftarken gelblichiothen phosphori,- 
Imi Schein von fleh gibt. An andern Stel- 
ifrift er dicht und feA. 

^ • Barkarö - KirchfpieL 

' Blyhäll, am Fulkrö-Hofe. Die Ge- 
ilgtart ift ein grauliclicr Granit, voria um 

O Crönftedts Minor;iL S. tC^. 



I5g WeftmjtalaAd. ,^ 

Strande des MUlar ia:der Riiclrtuag von O.N.O. •' 
nach W.S.W. Trumec : aufTetzeh, die einige 
Grade nach N.W. einfcbiefeni^ und atbis j^ZolL • 
mächtig find.' Die Gangart iA glQichfal]s.Gra- l 
nit, mit blaCfrotbemFeldfpath und vielem Glim^ ' 
mer» Das ErzrbcftandiäusRleyglaäZiiuudKu* 
pferkies, mit Kaikfpath^ und Flui'afpsitlikiyftaiU 
ien. Der V^rfiidiiftpVii^d^c' aufgegeben. 



I«.** ?* •: ■• 




f I 




Sowohl am Kobc^rge^ in der Nähe der 
Stadt, alsbey Ellholmenund Sv^r.thälls- 
Hofe am Fluffe Arboga, find Schürfe auf 
Bleyglanz in gn^sartigem Granit aufgeworfen, 
jedoch auch wieder verlafTen worden. Der 
Bleyglanz vom^Kobcrge war mit Zinkblende 
gemengt und hielt 6 g Prozent Bley und i-J^-Loth 
Silber im Zentner; (Geyer). 

. Bro-KirchfpicI. • 

Beym Dorfe Krokiinge hat min einen 
Verfuchbau auf Kupfcrz in quafzgemengten \ 
Glimmer betrieben. ! 

Tillberga * KirchfpieL j 

In friiherer Zeit find Kupfergruben in die* ' 
fem Bezirke im Gange gewefen. 



Wcft4B«.nIaAd. 159 

Malma^ Kirchipiel. 

Gislarba Auf den Floren von Krokby« 
•§- Meile vom ZoUhaufe von Gishrbo, kommt 
im Flintberge fchVär2ei^ TurniiiliD, in ei« 
nein groben Gemenge von halbdurchfichtigeni 
Qoarz, vielem weiiiea Feldipath und veifTeü 
Glimnierbläctchen, vor. Das eigenth. Gewicht 
des Turmolins ifl 3,1053^ 

Odensvi - Kirch (piel. 

Bcy dem. Focfle vonFrobbeAa ift ein 
Muhl(teiiibfUG}u 

■ . ... ■ . I 

Engsö - Kirchfpiel. 

Auf £ n g s ö, im Mälarfce, finden ficH halb* 
durchfichtige rothe Granaten im Quarz^ und 
lichtrother Feldfpath <>> 

Torftuna- Kirchfpiel. 

In einem Berge auf dem Gtunde und Bo- 
t den des Pfarrguthes kommt fchvarzer Toxtriä- 
I lin vor. 

Enakers - KirchfpieL 

Die Carlsgrube beym Dorfe Ekdal 
führt Kupfer- und Leberkics, in einem aus 



k 



^»•» -* 



♦) Cronftrft» Miaeral, J. 6^. 2. r. 



■akavM 



160 Weftmaalaad. 

Hornblende un4 A$be(l beAehefüden Geftein, 
ift aber vegen Gpriughdltigkeit der Erze feit 
17^7. liegen g^Miöben*; 

lag« b o. / Au£.ei{)er Kuppe,« ^Meile vom 
Ffarrguthe, ift ^imSghurf mit Bl^y glänz aqge» 
legt worden, welcher s bis. 4 Voth: Silber im 
Zentner hält, upd iq einem weiÜen oder grua« 
liehen Kalkftein eiobficliU 

Vala-Kirchfpiel^^ 

A spenä«- Grüble, *^ Meile von'demFrey- 
gutbe gleiches Namens, am Se&Tämoarh. Eia 
mit Kalk gemengter armer Eifenftein gab im 
Jahre 1683« Anlafs zu Aufnahme diefer Grube» 
die aber nur einige Zeit betrieben wurde. 

Huddunge - KirchfpieL 

Korn'angs-Grube, welche 20 Lachter 
niedergebracht wordeb ift, und Kblnings- 
Schiirfe, welche fämmtlich auf dem Grunde 
und Boden von SöderSiiiyra liegen, haben auf 
Kupferkies gebaut, welcher nierenwciife in ei- 
nem, aus Kalkftein, Quarz und Glimmer ge- 
mengten Gefteia eingewachfen war. — Auch 
S i n ä s • S eh u r f ift auf Kupfer betrieben 
worden. 



UplanJL 161 



Li 




Upland 






« ' * 




^^' V>A^Upland ifl Im Allgemeioen 
IJoclt'tfl ef mit einzelnen oi^drigen, kug« 
iil"Bedeckt« die ohu« Zufatnmen» 
;lieii Lande zu einer unbedeutenden 
ilrjfefgen. Nur ih dem nördlichen 
nr 'Prövinr^ von der ^eftmanländU 
an, durch einen Theil der Kirch* 
Vendeis, Danoemora und Mor- 
ia; an der Seekufte bin^ durch Res« 
rMii inlden^ am Mälar anliegenden 
bIbIcb^ !von Sfockholm bis Hro, find 
pprec' ct^as dichter zufammengedrängt. 

^ipcpirgsirt des ilachen Landes ^^^ . und^ 
jd(if groGfen Theils von Üpland, iA 
Gfanit, der oft durch den Zutritt 
llenide fjrenitartig wifd, Vie um Norr« 
^,. deb ' Kirchfpieieu Husby^Skäderöds 
Sl|-'*ii der Grenze von Weflmanland u. 
>•' .'Zuwiiilen gebt dtef( Gemenge in ei« 
Blüten UrgriinHeiu liben Im nördlichen 
iVoa Roslagen und iüngs dem Meeres**- 



•1 



l69 Uplao^« 

Hrande hat der cothe Crrault die Oberliand; 
er \trird von Ciiinmerfchiefer, bis weilen auch 
von Quarz und Urkaik bedeckt, welcher vor- 
nämlich in den Kircbfpieien Häfverö, Hargs, 
Börftells, Hökhufvud, Dannemora u« a- vor« 
kommt, in welchem Bezirke auch alle Erz» 
lagerßäcten eing^fchloflenr find. j 

In Stockliolm und am Mälar macht ^i^ 
welienförmigfchiefriger, grau^r^ gneisarttg^ 
Granit, die Hauptgebirgsart aus,*., der oft von 
verwittertem Schwefelkies eini;oftige9 Anfehen 
hat, und zuweilen Gänge von fchwarzem dich« 
ten Urgriinftein oder von dichter IJornhlendf 
(Proberften, Trapp, Cronßedt) (Bafalt?) ein- > 
fchlieft. 

Das aufgelchwenmite Land befleht meißen- : 
theils ausThonlagern^ unter welchen an mmi 
chen Orten, in zwey bis drey Fuß Tiefe, La- 
ger von grauem und röthlicheni Kalkmergel Üt* 
gen, was infonderheit auf der grofen EfaeiM 
der Fall ifl^ welche die Stadt Upfala umgibt 
— Von den hier vorkommenden Sandflrecken : 
(fandäfer) nimmt die eine ihren Änftng ia • 
Stockholm, und zieht fleh, bey Järf^a und 
SoUentuna vorbey, bis nach'Husby-LIngbun«' 
dra, wofie der Langas helft» Eine zwcy- 
te beginnt am Mälar, bey derFlötfunds-Fähre, 
läuft in N. und S. bey Upfala vorbey, durch 
die KirchlpieleBäling undJBjörkling, und dann 
weiter nordwäns bis Elfkarlby. Die dritte 
fteigt ebenüalls am Mäjar bey Enkoping aufi 



Uplaod. 163 

nicht durch Ungtora hinüber nach Her- 
ädTorfiona in Weflmanland. 

u .'Daimemora-K^ 

Ibt" Eiicngniben von Dannemora *), 
1^ ra den grofsten und vorzfiglichflen im 
li' gehören, und fchon gegen Ende des 
draiuiderts bekannt und im Umtriebe 
^' lUj(en auf dem Grund und Boden des 
^Wen^kes, auf einer niedrigen Berghohe 
{fSfinie Länge, und höchftens -/^ Meile 
^^ die von dem Dannemoxa-See^ dem 
ifltee, dem Grufve-See und von Moor 
iiähein Lande begrenzt ygritd. Die Ge- 
ll, i(l quarzartig, und enthält innerhalb 
ritüqgBrititten Lager von manganhaltigem 
'r ple Gangart i(\ gleichfalls Kalküein« 
jteinivon röthiichem HornOein. Man 
j&Groben in drey Felder. Das mittäg- 
'^jtntfySx alle von der Mafchinen- Grube 
iJCttag gelegene Gruben, das Mittelfeld 
iflfilJcet) die Storgrufvc-Strecke von der 
Vtid Ödes-Grube bis zur Ungkarls-Grube, 
ftoemaclit liebe Feld alle von da an tt^eiter 
"Jditternacht angefeffenen Berggebäude. 
iaiineo in diefen Revieren folgende Fof« 

rikfiein» ^eifs, röthlich und grau, fein* 
gj* birveilen eifen« und manganhaltig, 

Anmerkung 77. 

La 



104 ÜpUnd, 

* 

zuteilen auch von duoiien Lagen Hprnfleia 

gcftrcift. 

K a 1 k rp a t h (derber ?) vei&, griinlich und i 
roth. 

Krynalliditcr KalkTpath, von mehreren 
Abänderungen. Nämlich: linfenformigfOdei: 
in Ifugenannten Hiihnenkamm<'(tuppkain)Kry- 
Hallen; in iecbsfeicigen Säulen, roic dreyfiii* 
chiger Zufpitzuug; in Pyramiden oder foge- • 
nannten Schweinszähnen (Ch. metafiatique H.]l 
Die KrydaÜe der letztem Art find zum Thetl 
mit einer mreifslicben Rinde überzogen, vel« 
che Bergmann für kohlenfauren BraunAein ge* 
halten hat. 

Weifler, derber Seh wer fpath. Vcrviers» 
Grube. 

Asbefl in mehreren Abänderungen, als: 
Bergkork, Bergleder, Bergflachs. 

Granat mit geßreirten Seitenflächen*} 
(Aplome H.). Die Farbe ^echfelt zvifcfaen hell* 
Hraun und dunkel röthl ichbraun« DieKryfial- 
le find entweder einzeln cingewachfen, oder 
in grofen Mafien zufammengehäuft, und bil« 
den Dodekaeder), welche parallel mit deC 
Richtung der kürzern Diagonale fo geßreift 
find, dafir die Streifen beyin Zufammentrefiea 
ftumpfe oder fpitzige Winkel bilden, und die 
Kryftalle, nach dielen Streifen gefpalteny ein 
Rhomboid darflellen würden. Die Krydalle 
find halbdurchfichtig ; im Bruche fleta dicht, 

*) f. Anmerkung 7S, 



I 



Uplaod« l5j 

mehr und weniger glänzend; die eigenthiim- 
liehe Schvcre 3^903. Ihre BeAaadtheilefiiid: 

34,04 Kiefelerde, 

i8#07 Thonerde« 

l£iö6 Kalkerde, , 

0,56 Talkerde, 

23,51 Manganoxyd, 

10,03 Eifwioxji 

io3,77^ 
Der Ueberfchufs .am Gerichte rührt daher, 

daft dif Metalloxyde einen hohem Säuerungs» 

grad bey der Analyfe angenommen haben, als 

(ie in dem Foflil bedtzen *). 

Hornßein (dichter Feldfpath — Hälleflin- 
ta),inir fcbvarzen,hellrorbQn, blut- und Aeifcli- 
TOthen Streifen, in gleichlaufenden und ge- 
fehlängelteo Lagen. Er fchmilzt vor dem 
Löthrobre an den Kanten mehr oder weniger 
^ langfam zu einem veilfen Glale. 

Farbenlofer, gelblicher, fcUvärzlichbrauner 
(Raucbtopas) und violetter (Amethyft), 
kryftallifirter Q^arz, in fecbsfeitigen, an ei- 
nem oder an bey den Enden zugefpitzten 

Säulen. 
I * Bergtheer und Erdpech find oft Beglei- 
ter der Quarz^und Kalkfpathkryftallen. 
Befonders bemerkensverth And dteQuarzdnifen 
von der Eni ghets- Grube, welche Kugeln von 
Erdpecb enthalten, die man herausbrechen 

♦) Murr^y im 4. Th. ^er Afhandl. i Fyfik» Kcmi ocli 
Mincr. S. 188. 



l66 Üplaiici. 

kann, vo fie eine glatte Höhlung ganz vo 
der Geftalt der aufgebrochenen Kugel *saräd 
laiTen. 

Eifenbranderz, fchalig (fkölig)»und de 
Steinkohlen ähnlich. Storrymnineen. 

Der Magneteifenfiein^), der im mit 
lern Felde (Mellanfaltet) höchft gutartig un 
leichtfliiflig, auch im höchflen Grade maga< 
tlfcb ift, bricht bisweilen in quaderartigen Scui 
ken, mit glatten und fpiegelndea Abfond< 
ningsilächen, ift auf frifchem Bruche von blfl* 
lichfchwarzer Farbe, nieift dicht, oder auc 
feinkörnig, und vird oft von faß unmerkliche 
Trümern Braunfpath durchfetzt, die im Hp 
ofen einen leichten Flufs bewirken, und de. 
Eifen die Eigenfcbaft mittheilen, da(« es de 
zu dem vorzüglichften Stahle vorarbeiten 1'^ 
Mitunter zeige fich auch auf den Abfonderung 
flächen Schwefelkies als dünner Ueberzug. D 
Ers verliert beym Röften 3 Prozent am G 
wicht, und wird dann fchwächer vom Magn 
angezogen, verhält fich alfo den Kothbni< 
verurfachenden und iHh&üSxgcn (färskandc 
Eifenfteinen ganz entgegengefetzt. Im Ho' 
ofen liefert diefes Erz, wenn ßarkc Gicht« 
davon aufgegeben werden, eine fafl fchwefc 
gelbe Schlacke **). Der.Eifengehalt fieigt Ct 
ten fiber 59 Prozent hinauf, oder unter 4SVn 
zent herab. In der S j ö* und F i ch e r s • Gr 1 

•) f. Anmerkune 79. 

♦•) PS mtf\ig;n blir flaggen tf denna malm vid ftai 
malmsättning näihn fvafvelgul. 






f 



: 



Üpliod. l6f 

I)» bn DÖrdiidieii' Felde jft zutreüeii, neben 
MemEifeofteine, derber Schwefel kies ia 
grofeü Mfiflen vorgekommen, 'Toneiaem grün» 
raeiSpatheiieiifleta^rchiecz^ trelcherbesmi 
iMaeil fich (chwärzt, vom Magnet anciehbar 
iKrdrund 8 Prozent Eifen gibt. (B.IL Geyer.) 
Auch in einigen -Tagefchurfeh ift Magnet« 
^ifebfiein getrofien Worden. 
T^Ziakb-lende. iron Vatrholma-Orube, 
fihrm, blättrig and glänzend iiü Bruche. Sie 
endridtin looTheilen 
; 40 bia 50,o.Zink, 
j ::' a^^o Schwefelv 

9,0 Eifen, 
I bis • '9,ö gediegen Arfenik und 
- 45,0' Bley. 
ArJenik und Bley .find blos alt zufälli- 
gem MifiJmngstbeile diefer^ Blenideart zu be- 

ttachtcn**). 

Arfenikkies. {jernbundön Arfenik), derb 
Qfldin fäulenförmxgen KryjRallen. 

Gokum, ein Kalkfteinbruch, bey einem 
Dotfe gleichen Namens, liegt i Meile füd^orefi- 
lieb von den Dannemora-Grubcn« Der dort 
kechende graulich weüQfe Urkalk enthält einen 
liefategelben und grünlichen derben und kry- 
&UHurten Granat, NE^elcher« neben 1 6 Prozent 
Eileo,auch etwas Zinn entlialtenfqll**}. Diefs 
clürfte jedoch wohl auf einem Irrthume beru- 



*) f. Geyers Abh, de Mincris Zinci. Üpf. 1779. * 
*') f. Rinman in d. K* Vct. Acad. Handl. 1746. 



l ■ 
« ■ •> 

»I 

1 ■ 
• t . • , 



ij68 UpUo4f 

hciu ▼eichen die in Ata* St^oci eingcfprMg^ j 
t^a kleinen hky^lMtyi^ii^tl hey. der Sfc faii tfc r^ | 
probe febr leicht veranlaflc hihea: tödnjcfibiö -it 
Auferdeoi, kommt in didieto SteiA)pnieh0 
auehnrabligerTremolitiimdleiQfoüfil/vM 
oiivengmner Farbe vor, v^t^iü iiarejgelüöfi» 
gen, auf der Oberflikhe etvai! geAceiitiMill?^ 
meti kryftallifirt ift. Dei;Lwgei|bri«cbia:Hit^ 
trig ußd gl'^mteod i de«: QiiediriKSh i^teftigj 
au den dunnften Kanten 4ftei durchrclicifiMlnt 
jibt am Stahle Funken vt^d bs^ein-ei^BlhQQii 
liches Gericht van 39393. ^Vordem L6tb* 
röhre fchmilzt es für 6ch febr leicht, und an» 
ter (larkem Aufblähen tu eioem durchiiciitigen 
brännlichgrünen Glafe, Vom Borax virovei 
leicht) von Natrpn aber nicht au%elöft. Ei 
enthält in 100 Theilen*): : • i / 

JS187 KicfeJerdei ■ 
34,32 Kalkerde, 

17*87 Thönerde,. . 

3,78 Talkerde, 

6,75 Eifenoxyd, 

.0,31 Maüganoxyd, 

Oj35 fluchtige Tlieilow ' -• v'- 

Mit Ausnahme des geringen Autheils v(yATiäU 

erde, Aimmt diefe Anaiyie nahe mit Kfaiprotbi 

Unterfochung^ des fiberifehen Vefttviena fito^ 

ein« DieKryflalle find zwar fiir einelMe£[im|^ 

zu unregelmäfig; gleichwohl« find einige jWP 

"'. :'fi 

•) f. Mlirray in d«n Afhandl. i Fyfik, 2 Th. ?. 171. 

Man fehe übrigens die Anm:rkung 80. üH$r ditfes 

roffil nach. 



UpUqd. 169 

envinkei de^feDigen äbnlicli, is^clche dea 
bknadäre^ , KryAiülgcftalcea des Veluvi^^iis 
mgehören» 

.Fflfns-KirchfpieL 

Kai kbergf-Eifengrub«, auf der Grenz- 
cheidc' der Kirolifpiele Etlins und Vahiö ge- 
.egeiiy vurdezuerA L J. i694.aufgeaoininea*). 

Auf den Befitzungen derLaudgüther Gräs- 
bo und ABdfrfibo findenidian Schürfe auf 

Eeinkömtsen M^S'^^^^^^^'^'^^^^^* ^^^ er/lere 
vird nur ^or'gröfcra Nikren betrieben; im 
cweytea. jctxt nieder VerlafT^nen, hat . man 
den Mägnet^ift6(iein vom Tage nieder ange- 
troffen. Bley glänz und Scbvefelkies, welche 
ebenfalls faifi^yY^rkoainiep^- Tar^n urcht in fol- 
eher Men^e zu ge'vinnen^ dafs He des Ausbrin- 
gens verthgevcfeu Vären. 

Öftra - töfftads- Kirchfpiel. 

Lofflad-Kfuck, liefert einen gemeinen 
Thon (fjöl^ra, Flufschoo), von lichtgrauer 
Farbe» W^UhJ^r beym brennen fchvefcTgelbe 
Ziegel, und beym Schmeizea w ftarker Hitze 
eine gelbe Schlacke gibt« Nicht weit davon 
durchfet^t den Granit ein drey Fu(s mächtiger * 
Gang, der mit grüner Hornblende ausgefüllt iff* 



•) X, Bergs-Collcg. BerSttplfc om Bcrgv^rkcn- 1697. 



i 



f70 ÜpUnd. 

Auf den Flurenrön H&ckaAsbo, fty A-ad 
und R a n d b o Verden einige Schürfe auf Ma^ 
neteii^nftein bearbeitet. 

HaUtiäs-Kirch$id[. 

Engerskärs-EifengrübeV * nahe^ an 
dem Meere, ift in dem Jahre löfxö* im Betriebt 
gev^fexh 

Vefslands - Kirchfpidi 

Valla-Eifengrube, ^ i^loLe üord veft- 
lieh von Vefslands Werke, Üegjt jetzt tirfi(^ 
hat aber ein magnetifchei EifeQeni.geliefiüt 

Elfkarleby- Kirchfpiel; 

Auf der Infel H y 1 1 e ö, im Dalel^ Ul fonft 
Bergbau auf Magneteifenßein, in einer vielen 
Fclafpatb enthaltenden quarzigen Steinart, be- 
trieben vordeo» 

Bey Eggrund und Sagarbo, amMee* 
re, findet man Gelchiebe von rothem, dichtem 
Uebergangskalkftein, die zum Kalkbrennen an- 
gewendet werden. 

Tierps-KirchfpieL 

Auf dem Grunde und Roden von deroLand- 
^uthe Väs^by ^ar im Jahre 169 li eine Eifen* 



Üpitod. 171 

■h^'dit G oll grabe, im Gaogd, 4ie jetzt 
Ipl^guift. Einige Baue anf Küpferers am 
r*r0)ö4»erge, auf dem Väsby-Forfte, iitid 
S Eiinbafe betrieben worden. ^ : *. 






I Biey Egel 9b b, find einige Berggebäude, 
^ptß £i|enAeine auf dem Hohofen von ofver» 
\i.9iBfS![^aoolzen vorden find. 

l . " • • . . • .;'.... 

Vendels - Kircliipiel. 

-.f«r Bn tf H n g e, eine Eifengrabe '■ auf der Grenz« 
IIMde zvifchen UAäAge und Burange, 
Ü|i|i|« in Mittag von Vendels-Kii'che, führt 
1^ bljfiolichrchwarzf j^ fehr gutartigen, Mag<* 
ilpiftilflein, in t^elchen beilgrüne Horablen* 
tj^iy^Granateneingevaclifenfind. BeyUf* 
AlLgCi picht weit von jenerGrube, ifl ammdi- 
PIW Orten Bergbau auf J^enftein geführt 

t Bcy Sölbefga, -J Meile von der Kir- 
Apf vnd an mehreren Stellen der Klrchfpiele 
((Oßdds und Vickfta find Steinbruche im I7r- 
$(jk angelegt. 



' \ 



Lena-Kirchfpiel. 

Vattholma-Ralkbruch, | Meile von 
bm Werke (bruk) gleichen Namens. Der 
tM bcflcht aus graulich^s^eifTem körnigbrat« 
Igen (Jpsitgrynig), braunneinhaltigcn Urkaik, 



173 UpUod. 

der v<m Lagen und Nieren von rothltcheni 
Homftetü (Halieliiata)t Quarz, Tretn€rii;it^ grii» 
nem StrahlYlein und Kieipunktea dctrefafetzt 
vird, auch auf den iÜtifeen Glimmer und Ser« . 
pentio enthalt. Diefer Kalk gibt eia iehr bin- 
debdef und unter dc^mWafler erbarteiidei Ze- ' 
mint» «'Auch kommt dürin Birygtans und ein *! 
veilchenblauem, derb^ FoflU vor, N^ai 1ms fetzl [ 
noch nicht unterfucht ift, und dem zu Baldür* 
fta, Tandala und. Qarphytta^ vorkommenden 
Fodile fehr ähnlich ift. (Man vergleiche da« 
mk, .^^g bey diefeij^iQrten unter Sj^dbrmanland 
u^dNeri|i;e erwübnt vird). 

Koifftad. Släs^by^Eifenneiagrnbei i 

Vatthölma, Eifenhuttenverk. Bey 
Sprengung jpinetKanali durch gr{)uenuod rdcb* ; 
liciieo' Quan?, bat märt in den f^incfn Riileil 
def&lben biaffirofbeh« körnigen und minrbea 
M^hli^olith gefunden. 

BjörWinge > Kirclifpiel. 

Grumurs-Grube, auf dem Klgcnthumc 
des Landgutbes N o r d n] y r e, vurde im Jahre 
172V« aufgenommen, und führte einen mit 
Kalk gemengten MagneteifenOein. 

Rasbo •Kihls- Kirchfpicl. | 

.-Skallby*Grube, i| Meile von Danne- 1 
mora, liefert graulicblchwarzeu, fcinköruigeu * 
Jviogn?tcifcx^(lein, 



Uplaiid. 173 

Alunda * Kirchfpiel. 

■ 

Auf Rambälls-GrubeD, auf JerGrexi- 
le der Kttchrpiele Alunda uod Morkaila, hat 
rin Magncteir«dflein gebrochen, der tbeiU 
lichfi« voD 5 5 Prozi;nt Gchalc, und mit Hörn* 
^leude und GlinilQtr geineugc, theils feiiikör« 
ttigf. ^oü 41 Prozent Eifengebalt, und mit 
KalfcOtia und Rie.<punkten gemengt war. 

ißcyL&ddeby, ^MeUe wefllich, kommt 
etn Lager von detbem Talk (Cronfledts Talk- 
Aein) ün Granit vor, *\i^elcher (ich in der NHhe 
des Talklagers in ein Gemenge von veiflem 
Feldfpatb, veiilem-und blaulichem halbdurch« 
iicbtigen Q^iarz, und von beiden und dunkel- 
facbigen Taikblättchen verwandelt, und da* 
bey von glatten Talkkliiften durchfchnitten 
wird. Der Talk bildet eine gleichförmige 
Mafle« ohne Schichtung (jämn maiTa, man la- 
geOi l'^ gelblichgriin oder graulich von Farbe, 
lehr feinblätcrig und bisweilen von Quarznie- 
ren durchfetzt. 

Up/ala- und Bondk>Tke-Kirch(pieI. 

In einem Granitbruche beym SchloiTe Up« 
fa 1 a kommen im rothen und in einem grauen 
fyenitarrigcn Granit Gänge von dichtem Ur- 
trapp (Bafaltf) vor'''), mit fcbmalen Kliiften, 
die thcils mit Kaikfprtb^ rhcib mit einem noch 



») f. Aniaerkung; 81 • 



174 Upland. 

unbekannten ^eiiTen FofTde auigefiillt find, 
velches auf deni Bruche inatt und dicht, an ^ 
den Kanten ein wenig durchfcheioead ift^ das | 
Qjas fch^ach ritzt, und vor demLÖthröhrefae k 
fich mit vieler Leichtigkeit und mit Aufbräufea [ 
zu einem graulichen, halbdurchfichtigeu Glafe 
fchmilzt, mit Borax aber fchäumend zu einer 
durchfichtigen Perle aufgelöfl; wird. Eine 
dunkelgi^fine, etwas härtere Abänderung dteics 
Foffils,, die fich im Feuer ganz gleich verbalt, 
wo fie ein .dunkelgraues Glas liefert, wird in 
dem rothen Granite gefunden. 

lieym Sprengen eines Granitfellen anf dem 
Ladügärdsland in Stockholm, nahe beyra 
Hummelsgärd, hat man in dem blafsrothen 
Granit ebenlalls Adern und Streifen von einem 
grünlichgrauen Mineralkörper gefunden, der 
vor dem Löthrohre auf ähnliche Weife auf- 
fchwillt, und leicht zu einem weiden durch- 
fichtigen Glafe fchmilzt, 

Valö-KirdifpieL 

Björnebo - Kupfergrube, ^ Meile 
nordweftlich vom Forfsmarks Werke, ift nicht 
mehr Umtriebe. 

Vamda* Grube, auf dem Walde voa 
Vigelsboj 1^ Meile fiidwefljich von Forfs- 
mark, ifi in neuerer Zeit durch Sprengarbeitea 
auf feinkörnigen MagneteifcuAexn unterfiicht 



Uplmd. 175 

worden» Botilfbo-Eifengrube liegt auf 
füemlelbco f orfle. 

'RörbergB«Cifenfteingrube, auf den 
Fluren des Kirchhofs Val5 gelegen, hat einen 
hiaulichgranenMagneteÜenneio geliefert, wel- 
dier Kalk* Granat, Quarz und Hornblende zu 
Begleitern hattet und mit Schwefelkies ge- 
tnengt war. •-* Fogelleks-Grube, -J Mei- 
le weftlich von Valö. — Lanjgbro-Grubc 
auf dem Gebiete von Öftmora und Diup- 
karret, ^ Meile in O.N.O. von Forfsmark, am 
Meere gelegen, hahenmebr oder minder Roth- 
hruch verurfachende, magnetifche Eifenfuinc 
ausgebracht. 

Jufvans1>o-Grube,amElgree, liefert 
einen lichtbläulichen, feinkörnigen, mit Kalk 
gemengten Magneteifenilein, mit eingefpreng- 
tem Kupferkies. 

Börftels-Kirchfpiel. 

Grafätra-Grube, ^ Meile gegen Mit- 
tag von Börftels-Kirche, baut auf einer F.rzla- 
gerflätte, welche unter einer Neigung von 25^ 
von der fenkrechten Linie, in NO. und S.\V. 
fireicht, und einen, mit Hornblende gemeng- 
ten, Magneteifenftein fuhrt. Das Liegende 
derfelben beßebt aus derbem Granat. 

Mellby- Grube, ^ Meile nordöfllich 
von der benannten Kirche. Das daiige ELfcn- 



iTS Uplaad. 

Höckhufvuds - Kirchfpiel. ' .;< 

PieRoclarne*GrubeD, nicht ^oreit (pd-- 
veiUich voa der Kirche des Kirchipiels geh)«; 
gen, bauten friiherhin in rothem Granit, voii^^ 
ein blanÜchfchwarzer, feinkörniger, bisveilei 
mit Schwefelkies gemengter MagneteÜeofleuy; 
Ton 4S Prozent Gehalt, einbricht }• 

Borggards- urdBonde-Grube habc% 
einen didhten, mit Kalkftein gemengten Mag4 
neteifenftein geliefert 






Borggards - Silbergrube, nicht vekf 
von Sandby in Mitternacht, foU im Anfangt 
des Jahres 1600. bis zu 34 Lachter Teufe läd^ 
dergebracht gewefen feyn. Das Erzlager it& 
nach alten Nachrichten, 2 Fufs mächtig geira^ 
fen» und der vorgekommene Bleyglanz fijQf 
I o Loth Silber im Zentnef gehalten haben» te; 
der Forsby «Grube, die bis zum Jahr 1719^ 
im Umtriebe war, hat man vierlöthigen Blcy» 
glänz gehabt 

Bey V e d i ck a find Spuren von Kupfer« m^ 
Eifenerzen. .:« 

■ 

Häfverö - Kirchfpiel. 

Diefes Kirchfpiel bildet nordwärts eineilE 
das Meer voripringendc Landzuge, die mit 



chen, nur venig über den Meeresipiegel ficln 
erhebenden Hügeln, bedeckt ÜL Aut diefeT 



Hargs-Kirchfpiel. 



• i 



Björßa '-Grube, |- Meile nordweHlIch 
von Hargs-Kirche, ifl fchon im Jahre 1664. 
aufgenommen, und feitdem abvechfelnd bald 
bearbeitet, bald wieder verlaüTen worden. Die 
Gebirgsart befteht aus verfchiedenartigen Schich- 
ten (larskilt fortJöpande lager) eines grauen 
' und röthlichen Glimmerfchiefers, in welchem 
' ein- liidw^ftlich Areichendes, mehrere Lacjiter 
. mächtiges Lager eines feinkörnigen, blaulich- 
. fchwarzen Magneteifenflcins aufietzt, der 60 

Prozent Eifen hälL und mit Hornblende und 

...» * . • . 

\ Kalktriimern gemengt ifl. Auf der Mprgen- 
feite .wir4 das Eifenfteinlager von einem bis zu 
i^Fufs mächtigen Talktrume begleite^. Eine 
zwey te Grube, B j o r Ä a-fkärpning g^naiiUt^ 
fliegt über 40 Lachter gegen N.N.W- von der 
Hauptgrube entfernter der Eifenflein bricht 
dort mit derbem Grapat. und Hornblende. Auch 
kommen dafelbft vor : 

Weifler diinnfchiefriger (?) Kalklj^ath ♦); 
hellgrauer Talkfchieferj rother feinkörni- 
ger Mehlzeolith ♦♦). 

Kaiiicke^rd, nicht weit von Öftham- 
mar gelegen. Es find dort zwey Schürfe auf 
Bleygianz, Kupferkies und Zinkblende aufge« 
vorfen wprden. 



•"^ fiergmanni Opusc. Hyf. et Chcm, .Vol. JII. p. 224. 
**J f. Anmerkung 82, 

M 



■ 



i 
I 



l8o Uplaijd. 

Grüne, feinkörnige, derbe Hornbieii de.- 
Herrängen, -r Scliwär^lijchgrüne Hora» 
blende in vierfeitlgen Säulen. Lappgruben. 

Dunkelgrüner blättriger Maiakoiith öden i 
Sablit. !^uf den Lappgruben. Er fchmilzt ^ 
vor dein Löthrobre fiir fleh* zu einen^ dunkel» 
grünen Glafe, \xras bey {prt.gefetzte^l F^uer 
Ich^arz wird, ohne die Kugelgeftalt anzuqeh^ 
men. Dem Boraxgl^fe, worin er fich wllotli* 
theilt er eine grüne f arjbe mit. Das Üdi^i^ 
löft faft niciits davon ^p^ benimmt ihm. abefi, 
die Farbe. Was jfeiiie. GeAalt und. Blätt^^ 
durchgänge betriä[t; fo •bcz^Jie ich mich, f^uf. 
dasjenige, was ich bey Bonupyrelvedea jlaDap« 
larne (S. 56. und 570.4^i^^ber gefagtliaj^c^ ;:j^') 

Bleyglanz, Eifenj^lanz und /Z;ink^ 

blende^ in den Tagelchachten VQj()t^'Hcx» 

räneen» ' *'.'..' 

Oktaednfch kryßalUfirter Magncsfeir^^-. 

ftein in grauem Talk. Längskän . . .., 






Die Längs kar-Gruben ausgenoififaicn;' 
welche Eifengianz fuhren, kommt in diefeih Itö-' 
vier allenthalben ein, körniger IMa'gheteifeil- 
flein, von 45 bis 60 Prozent Gehalt utid dtSl 
her, vor. 

Utfunds-Grube, öfUich vom Utfundsn 
See, hat ein unreines Eifenerz von gexlngem 
Gehalte geliefert. 

Auf Si n g ö n, einer i Meile vom feften 
Lande im Meere gelegenen lofel, befleht die 



t. 



Upland. i.31 

GeHrgsart' im Allgemeinen aus einem röthli- 
cbea fplittrigen (^arz, mit Lagern von vei£i 
fem Quarz und Glimmer. Da vo diefe Lager 
ÜQfigef fich einfiöden^ haben fie eine deutli- 
dlcft* Schichtung in N.W. und S.O., fowie bey 
Herr^tf^en, indem Ae eine Fortfetzung derdor« 
tigen Schichten bilden. Man hat hier auf meh- 
reren Lagerflätreu Baue betrieben, aber auch 
nieder aufgegeben, und z^ar die Eifenßein« 
grubbii' "«regen des» dem EifenHeine beyge« 
mengten Schie^efei« und Kupferkiefcs, und die 
Rupfccgruben wegen Geringhaltigkeit der Er* 
«cii; .iStafsö tegarundEliaudde find die 
hedeutcndften Kupfergruben gevefcn. B a ck* 
byii nodGunnarsboda haben auf Eifenerz 
gdbia[tit^-..v'a& von grüner feinkörniger Hörn« 
blende begleitet gewefen i(L In dem Felde 
yoa Backbyn foli man im Jahr 1720. zwey 
tkcbter' tiefe Baue auf filberhaltigen Bleyglanz 
gefiihft Jiaben« 

. ; .oonft finden fich mehrere, mit der all« 

äenicinen Gebirgsart der Infel abvechfeln- 
e 'Lager von Ürkalk vor, die bey B?c|^byn 
unß .atn Högberg bey Norrvreta zu Tagf» aus« 
Areichen. 



• I» n ■ I« 



Väddö -Kirchfpiel.; .. 






« •- 



•-/ M^ffoms-Gtübe,' i Meil* ftdrdweft-- 
fich voteDorfe MaTfFömfe; Edb'yyM'<jltby, 
GäsviiCÄ, So d r a- Fjäils und mehrere EiTtii^ 



Ig» UpltnJ. 

gruben, welche zum Theil ivicbbaltige Erze 
gefchüttet haben, find jetzt aufläifig. 

Die Kiesgrube Qrtala, auf dem Ffarrgn- 
the von Väddö, ift der Schwefelbereitung hal- 
ber bis zum Jahr i6a6. betrieben vordeiu 

^ Vätö-Kirchfpiel. 

Auf Björkön, und eben io auf Rad» 
mansö, im Kirch/pieie Frötuna, wird ein 
rothlicher und grauer, harter Uebergan|[siäfid» 
flein (Grau'QEracke?) von grobem Korn, in loien 
Blöcken ausgegraben, ^«reicher zu Mühlfteiiitni 
Holiofenbauen und andern Steinmetzarbeiteii 
vielen Abgang findet, und an FeuerbefHindtg* 
keit mit den heften Geftellfteinen wetteifert; 

Im Bezirke des ganzen Scheerengruor 
des (fkärgStden), und felbft noch mehrere Mei- 
len in das Land hinein, findet man inlofenBlöfc- 
ken und Gefchieben fo^srohi den gewöhnli- 
chen grauen und bräunlichrothen, als auchei^ 
nen noch dichteren, fleifchrotfaenUebexgangi* 
kalkftein mit Verfteinerungen. Anftehend hat i 
man bis jetzt weder diefeu Kalk- und den vor- 
gedachten Sandftein> noch auch den in Ge- 
flrikcland mn Geile und im Kirchipiele Arfixn- 
da vorkommenden Sandftein und Uebergangs« 
kalk auffinden können« Ob mandenin düe- 
fer Gegend ^ vorkommenden tief unter der 
Dammerde, oder unter den unbekannten La^ 



r. 



Upland« 133 

gern im Grunde der Oftfee auffuchea folle, 
vird lange noch unausgemaclit bleiben. 

Ryds-Kirchlpiel. 

Bey Ytterby, i Meile mitternächtlich 

von der Feftung Vaxhoim, bricht man Quane 

für Glashütten und Töpfereyen^ fovieveiflen 

Feldfpath zur Porzellanbereitung. Reiner 

Feldfeath macht in dem dortigen Steinbruche 

die HauptmaiTe aus ; der Quarz findet fieb in 

bcfonderen Klumpen, und der Glimmer in ab- 

gefbuderten ftehenden Schicliten (i Aäende la- 

«r). In einem Gemenge von blafsrothemFeld» 

IpaAe und-graulichveifTen Glimmer entdeck« 

te der Oberlieutenant Arrhenius dasFoflil, vo- 

rin der ProfefTor Gadolin bey der angeAellten 

Prüfung eine neue Erdart auffand, welche den 

Namen Yttria, Yttererde, oder auch Ga- 

doliniterde erhielt. Das Foflil felbA hat 

man Gadolinit oder Yttrit genannt« Es 

ift fcfavarz von Farbe, hat einen mnfchlichen 

(ftaUikt?) glänzenden Bruch; gibt am Stahle 

lehwacfae Funken, undbefitzt eine Eigenfeh we- 

ze'von 49233 bis 4,0289 nach Geyer und Ga* 

dolin, oder von 4^049 nach Haiiy. Vor dem 

Lothrohre ichäumt (g'afer} es etwas, und wird 

weifs, ohne zu ichmelzen. Das Pulver davon 

bildet mit -Salpeterfäure eine Gallerte. Seine 

BefiaftdtheÜe Ibllea folgende fcyu: 



i84 


Uplan4> 


• 




nach nach 


• 

nach 


1 *■ *■ ■ 


Klaproth ■ Vauquelin 


Ekefanerj;'' 


Yttcrcrdc - 


59»75 35»o 


•.•55-.5- = "" 


Kiefelerde 


91.85 85,5 


83.0 


Thonerde 


o,so — 


«-" 


Kalkerde 


— a,o 


— ' 


Clukinerde 


• 


4.3 


Eifenoxyd 


i7'5o »5.0 


16,5 


Mangaaoxyd 


2,0 




Waffer 


0,50 — 


..•«. " 


Kohlenfäure 


10,5 


1 • 


FltichtigeTheile 


wm^m^ v^^B^p 


XOOfO 


a 


99.5 "oo>«> 


Man febe darüber nach: K. Veten 


fp. Acaid^ 



Handl; 1 794« u, 1302. Haäy Trait^ d. Min* 
T.III. p. 141. Klaprbths Beytr. ^. Bd. S.§2. 

* In den Feldfpathlagcrn deffelben Steinbruchs 
hat Ekeberg ein neues Metall, Tantal um •)» 
in Verbindung mit Yttererde entdeckt, und da* 
her das Foflil, welches bey de enthalt, Ytter- 
tantal genannt. Es findet fich eingeiprengC 
und in kleinen Nieren, bis zur Gröfe einer Ha« 
felnuis. Der Bruch deffelben ift kornig, ei- 
fenfchvarz und metallifch glänzend. Es lüflt 
(ich, vievohl nicht eben leicht, mit dehi 
Meffer fchaben, und gibt ein graues Pulver, 
was vom Magnet angezogen wird. Das ipe- 
zififche Gewicht ift wenigüens 5)i3o; 

V'äderön« Auf dem Grund und Boden 
des FreyguthesFrös vik, bey Skomakaretorp, 

•) f. Anmerkung 83- 



Upland. . 1^5 

Andet (ich- ein ganzer^lBepg von Urgrunftein 
mit eingefpreogtem Scb'Sfrefelkies. Durch die 
Schwere dlefes Gedeins und feinen geringen 
Eifengehalt von lO bis 12 Prozent verleitet, ha- 
ben Unkundige Eifenbergbau dort betreiben 
vollen. ••; 

Auf den Befitzungen von D j u r h o 1 m find 
einige unbedeutende Anbruche von Bleyglanz 
in einem feldfpatbreichen Granit entbldH 
vorden* 

Yärmdö^Kirchfpiel. 



•• 



Runmaren, einige, auf dem Gebiete von 
Oppeby.aufgevorfene Schürfe auf Bleyglanz 
im Quarz, haben die Ärbeitskonen nicht über- 
tragen. Auferdem findet. fleh dafelbfl auch 
Urkalk. , 

Amö-Kirchfpiel. 

Im Kaninberge, auf der Infel Arno im 
Mälarfee^ kommen gröfere und kleinere Dru» 
fenlöcher mit farbenlofen und durchfichtigen 
Bergkryflalien vor ♦). 



^ Fifcherftrom, om Malaren. S. 309. 



/ . 



lS6 Siidermanlaiid. 



fl 



t. 



Südermanland. \ 



dudermanlandumfaiTtNyköpingt-und \ 
einen Theil von Stockholms -Lehn, und.i 

hat z var eine bergige Lage, enthält jedoch nur | 

flache und mitDammerde bedeckt» Höhen, die | 

inzvifchen längs der Meerküfle hin dicht«: i 

beyfammen liegen. , j 

Das dortige Gebirge ift dgentlidi ün 
Nebenjoch der ZNEreyten Ordnung, das fich 

von ieinem Mifteljoche in Nerike, nord^ i 

öftlich von Snaflunda-Kirche, abfondert und \ 

mehrere Kirchfpiele diefer Provinz durch- ' 

ftreicht, bis es im Kirchfpiele Lännä« über 1 

die Grenze von Siiderinanland tritt Von \ 
da aus zieht es fich durch die Kirchfpiele Veflra 

Viiigaker, Öfteraker und Julcta, ferner uber^ a 

den Gemeinde^ald von Öfter-Rekarnes, durch j 
die Kirchfpiele Mällöfa, Malma und Dunker, 
fodann über Aker Harads-Gemeinde, durch die 
Kirchfpiele Länna, Akers, Mariefreds, Taxin- 

ge, Turinge und Södertelge, endlich über die ^ 

Landipitze z^ifchen der Bucht !des Malars bey . ^ 

Södertelge und den anftofenden Meerbufen, l' 

durch Södertörn bis Stockholm. Die Grenze ^^ 



t 



Sudernianland. lg7 

gogen OAgothland hin Ul, vegen des anfto- 
ienden Kolmards-Gebirges, ebenfalls bergig. 

Die gröfsten Ebenen in diefer Provinr 
trifft man in ihrem fiidlichen Theile^ fo wie 
nördlich neben dem Mälarfee, von der veft« 
manläiidifchen Gren7.e bis nach Strangn'as« 

Die allgemeinftc Gebirgsart id ein rother 
. Granit, welcher, vornämlich in den höher ge- 
legenea Gegenden, viele Lager vonUrkalk und 
einige Erzlagerftätten enthält. Der gewöhnli* 
die graue Granit kommt in den Ebenen vor, fo 
"wie der wellenförmig fchiefrige(vägfkifriga) in 
Södertörn, von Södcrtelge bis Stockholm. In 
dem letztern finden fich zuweilen Hornblende 
und Granaten. 

Aufgefchwemmte Hügel trifft man in der 
Kachbärfchaft des M'älar^es, bey Torshälla, 
Eskilstuna und in m. a» Kirchipielen. 

(Infel) UtöiL 

Die Eifengruben von Utön^ liegen auf 
einer Infel in der Oflfee, gleiches Nameni, die 
zu dem Kirchlpiele Üfterhaninge gehört. Die 
Infel ift 1 Meile lang und i Meile breit Ihre 
Lage ift etwas uneben, da fie mit niedrigen^ 
kuglichen Bergen bedeckt ift. Die Gebirgsar« 
ten, deren Schichten in N.O. und S.W. ftrei« 
chen^ beftehen aus wellenförmig fchie£ngem 



♦) f, Anmerkung 84, 



i38 Südermanland« 

(vagskifrig). Granit, Glimmerfchiiefer und dun- :'- 
kelgrauen Quarz, der bisweilen Lager von r 
grauem und biafsrotliem Braunkalk entliält, und-f^ 
von Quarz- und Feldfpathtriimern quer durch* -^ 
ichnitteu wird. In diefer zufammengefetztea -^ 
Gebirgsart fetzen ohngcfahr j ooo £llen vom |^ 
SeeHrande^ da, wo jetzt der Bergbau betrieben |i 
wird, die Erzlagerflätt^u auf, welche füdweft-^ ^ 
iich über UtÖn lortAreichen, und vielleicht b» ^ 
zu den Eifendeingruben der benachbarten Infel ] 
4hla-ö fortfetzen. Das Lagergeftein befteh^ 1 
qus Quarz, brdunlicb^OtheniEifenkief^l, yndbis^ r 
weilen Strahlftein.. ; JDas Erz ift zuweilen Mag« .1! 
netjeifenftein, meiA aber blättriger Eifenglanz. .. ^ 

Auf Nyköpings-Grubc kommen vorr ; " 

Weiffer und rother, körniger Kalkfte in; ^ 

derber und kryftallifirter Kalk fpatW. •? I 

Schwarzer, grosblättriger Glimmer. 

Blaulichgrauer, geradblättriger Feldfpath.* 

Schmaragdgriiner, durchfcheinender Feld- . 

fpath, in rothein körnigen KalkHein. i 

. Rother, dichter Feldfpath* 

' Weifslichgrüner Spodumen*). (Triphane 

Jt.) ih Quarz und Feldfpath. K^an üpdet ihn 

in blättrigen Maffen,' init' drey Durchgängen» [ 

welch? ■ beyrii 2^crfcWagen em rhohiboiaalc^ f 

Pinsnia mit Winkeln- von 128^ und 5a® geben«; f 

DiefeGeftalt entftcht aber^ *wie .Haiiy bemerkti 

aus zwey Durchgängen, die den^Seitenfläch'en 

des r^chtwinklichen Prisma's parallel find, und 

*") f. Anmerkunj gj:. 



I 




Sudermanland. igg 

«K zvey anderii, xs&'elche den Diagonalen def- 
ttben gleichUufen. Die primitive Gedalt, die 
mui jedocb nicht ohne Mühe erhält, iA ein 
lilomboidales Prisma, mit Seitenkanten>s7tukelu 
yoa. io und loo^, welches nadi der Diagonale 
;fllter einem Winkel von 52^ theilbar ifl. Durch 
;;Wdtere Zerklüftung erlangt man die Grundgc- 
^1^ nämlich ein dreyfeitiges Prisma, deflen 
tdllenkantenwinkel 80, 52 und 48 Grade be- 

;ciL Zwey dergleichen Prismen zufammen- 
igCi geben das vorbefchriebene Prisma mit 

iokdfl von 80 und loo^. 

* Himderc Theile des Spodumens beHehen:- 

IDefelerde 
TboDcrde 
Ukcrde . 
«äenozyd 
Rucbtige Theile 

97»o8 98,66 

Indigolit, theils licht-, theils dunkelblau» 
bis in das SchVärzlichblaue, fliulenförmig oder 
IfaaUie. Haiiy^s indigofarbiger Turmalin. 

Apopliyllit, oder Andrada's Ichthv- 
Oplithalmjt. Er ift von Farbe weifs, bis- 
WiSktk ein vcenig giiiniichgclb, halbdurchfich- 
|iy find hat Perlmutterglanz, Er kommt vdt: 
.•) in niedrigen, flumpfwinklichen (trubb* 
yifllJjga) Rhomben, deren Scitenkanten^iukel 
A^^o yod 96-^^ betragen, wogegen die Seiten 
int den «Grundflächen unter 90^ zufammenfaf^ 
Ion* Oft find die fch'arfern Ecken fehwach ab- 






nach Hifinger 


nach Berzelius 


63,40 


67,50 


39,40 


27,00 " 


0.75 


0,63 


3,00 


3,00 


le 0,53 


0,53 



190 



Stidermaiilaad. 



geüumpfiU Die Seitenflächen find grob, je* 
doch nicht tief geHreift, und z^ar fo, dais die ; 
Streifung lothrccht auf den Grundflächen fleht. 

b) in vierfeitigen Tafeln mit fchN^ach abge* 
fhunpften Ecken. 

c) in fechsfeitigen Tafein. 

Sein eigenth. Gewicht beträgt 3,491. 

Kleine Stücken davon in ein Kerzenlicht jge* j 
halten, M^erden matt und fpalten und zerklüftea *! 
fleh in Blätter. 

Für fleh verliert er vor dem Löthrohre fein . 
Kryftallifationswafrer, fchwillt auf, indem er 
fich zerblättert, und fchniilztfehr leicht, unter 
geringem AufVallen, zu einem weiiTen halb* 
iurchuchtigen Glafe. Mit Borax 10(1 er iich 
leicht und mit vielem Auffcliäumen zu einer un« 
gefärbten Ciasperle auf. Er enthält in loo ] 
Theilen 

nach Rofe nach Fourcroy und Vauque&a 

52,0 51,0 Kiefelerde, 

34,5 28^0 Kalkerde, 

8,1* 4,0 Kali, 

15 ^0 17,0 fl üchtige Theile u. 

^^^ ioo,o*) WafTer. 

Hoch- uad biäunlichrother EifenkiefeL 
Blaulicher Quarz**). 

Säulenförmig kryAallifirter Ärfealkkies, 
in Kalkfpath. 

^1 ■ ■ 

*} r. Ncue# allgetn. Journ. der Chemie, B.V. $.$5. und 
Annal. du Mufeum d'j^lift. nar. T. V. P-^a4* 

••)f.AiunerkuBsa6. 



Sil derma nlanjl. Iqi 

Sie y g ia 11 z in Qgarz und EiTenHein« 
Gediegen Silber, in grauem Kupfererze 
(Falilerz :) und im Eifenneine'^). 

Tuna Bergslags-KirchfpicI. 

Die Tunaberger*Kupfergruben iie* 
gea i^ Meile von Nykuping. Die fogenann* 
tenDeBefcIiifka-Gruben find von denAl- 
ten mitteUl ausgebreiteter Tagebaue bearbeitet 
Verden. Die alte Hauptgrube vurde im Jahre 
1756« von einer Gewerkfchaf; nieder aufge* 



Dos , Erzrevier enthält in einem Umkreife 
von i Meile mehrere An^eifungen auf Kupfer, 
Eifenftein und Bleyglanz. Die Gebirgsart ifl 
ein inniges Gemenge eines dürren ^oreiuen und 
graulichen Quarzes mit fchwarzem Glimmer^ 
velche beyde abwechfelnd als vorhaltender Ge- 
mengtheil hervortreten. KÖrnigblättriger (fpaf- 
grynig) Kalkftein begleitet diefes Geftein in La* 
gern, bildet auch die Gangart, und i(l oft mit 
Quarz und Hornblende gemengt, auch mangan- 
haltig. Die Schichten der Gebirgsart (Ireiched 
oßlicb» mit Abweichungen von ao, höchflens 
30^ nach Norden, und fchiefen 30 Grad, mehr 
und weniger, ebenfalls nach Norden, ein. Die. 
I Kupfergänge haben ihr Streichen in Norden 
r und Süden, mit 77^ ofUicher Abweichung ▼on 

•) f. Anmerkung; f;. , 



IQ2 Siiderinäuland. 

der fenkrechten Linie, in den De Befchißuh 
Gruben. 

, Im wcniiclien Felde gibt es mehrere Anbrit 
che von Kobalt. Die bedeutendflen findet 
man in den Kabbel-Gruben, wo der Kobalt auf 
einem nach Mittag ^reichenden Gagge in Kalk- 
ftein einbricht j dann auf den Öflerbergs-Gru- 
ben, wo der Gang von Morgen nach Abend 
flreicht und nacli Mitternacht einfchieß, auch 
zugleich Kupfererze führt. Die dortigen Vor- 
kommnifTe find : 

WeifTer und graulichweifler fpäthigel:, eifen- 
und manganlialtiger KalkAeiu, der böymRö«- 
flen 40 Prozent verliert, beym Auf tropf ein von 
Säuren nicht aufbrauft, und in der Luft bräun- 
liche Verwitterung&flächen bekömmt*). " 
• WeifTer undurdifichtiger und halbdurch« 
fiditiger, derber und kryAallifirterKalkfpath. 

Grünlicher Serpentin. 

WeifTer flernförmig flraliliger Tr-emolit« 

WeifTer und blauiichgrauer geradblättriger 
F e 1 d f p a t h. — Veilchenblauer F e 1 d f p a t h« 

Grünlicher kryflaliifirter F e 1 d f p a t h **). Die 
Farbe ifläuferlich dunkel- im Innern lichtegn'in; 
an den dünnen Kanten Kl er durchfcheinend. 
Pie Gcflalt ifl undeutlich, weil (lets * mehrere 
Kryflalle zufammengewachfen find, fcheint fleh 
abet der fechsfeitigen Säule mit Endfpitzen zu 
nähern. Aeuferlich ifl er wenig glänzend } in«» 

*) Cronftedts Mlnertl. $. 9, C. i. 3^ 
**) £Anmerkuog 88* 



SJrder1n«n1afi^; . 193 

L*giAii£eiid.' %pez. Schwere =±3,1849. 
AmIzC för ficK '?or dem LÖthrohre leicht 
er lUareii« ' etwas grunlichea Kugel, die 
Zäblaiea.fchäücnt und aufwallt. Erift 
idÜMiftieni^ 2iierA aufgefunden worden; 
HMbber Qu^tz^ Braune Quafzkryftal« 
Kupferkies; 

her Erdkobält CKobäitMuthe). 
olLchveÜTer ' Glanzkobait*), theils 
nd: körnige theils krydalliClrt, 
Si^üi-felo, - theils vollkonunen, theils mit 
pftuitf pften .Seiteokanten ; in Oktaedern, 
B^onimen und mit abgeftumpften Ecken ; 
Ckodekaedern, roit.ia fiinietkigen Flä« 
p[} and in Ikofafdcrn mit do dreyfeiti« 
rprächeo. 

ü^TfiiniertsUnterruchung enthalt er'^): 
,49fOO Arfenikmetally 
36,66 Kobaltmetali, 
5,66 Elfen,. 
6,50 Schwefel und 

\\\ ' 2,1 6 Vcrluft. 

itt&f, ■ 

iF^i. -99198. 

^§1^1)^ ende. ? 

«ibkörntger und fchieliger (ikyggande?) 

^^tachit (grünes kohlenfaures Kupfer). 
ppfcrerz. Kupferkies. Blafsgelber Ku- 
Bit***), von 2 2 Prozent Gehalt ♦♦*♦). 

C Anmerkung 88. ••) f. Anmerkung 89. 

) AÜaies de Chymie, T. 28. p 92. 
^ Croafitdts Mineral. $. 198« d. 

• - N 



■ * * 



r ;■ - 



!-• 



194 Siiderstaüland»', 

. Auf d«F Mormorf «Grube findet fidi 
ein fchvärzlichgriines Gefteiflit derb und von 
einem glänzend blättrigen -Gefuge, waieuf 
die primitive Geftalt des Kalkfpaths hindentet 
Es ifl nicht f onderltch hart i. das eigenth. GeVir 
beträgt 3,154. Fiir (ich Ul es unfebmelsbar 
und enthält in 100 Theilen'^); 
;. 40^62 Kiefelerde, 
P>37 Thonerdc, 
-Sr37 Kalkerde, 
S(,d5 Eifenoxydul, ., .. 

.9*75 fcbwarzes Manganozydi 

1,56 KohlenTauret 
16,05 Wafler, , 

g»o3 V erlüfU 
100. 

K ä r r g r u f V r n e, Diefe Eifengruben lie- 
gen I Meile von Tunaberg. Die Erze flrei« 
eben in Mittag und Mitternacht in rothem Gra- 
nit, welcher von Kalk- und Serpentinablofun- 
gen durchfchnitten ift« Das Erz bricht in der- 
ber Hornblende, derbem Granat, veiflem und 
rusfarbigem Quarz und Glimmer. Das Eilen- 
erz ift graulichfchvarz^ feinkörnig und mag« 
netifch« 

Utf erviks-Eifengruben, f Meileftid* 
iudöfUich von den Kupfergruben gelegen, bauen 
auf einer Lagerßätte, welche ihr Streichen in 



*) Hedenbers in den Alhandl. i FyTik, Kernt 3« Tk 
5* 164, Man fehe öbrigeas Aamerkuag 90« 



SdJcriBAfiUnd, igj 



hgm imd Abend bat Die Gangaiten find 
lUblende, Glimmer and Quarz; das Erz 
fitt Magneteifenftein, theils Eifenglanz. 

''Die Eifengruben des Damgrufvefälta 
geairefWaits von* Uttervik, und die Grube 
Iftpavik -f Kteile öniicb von Nafve^uarn. 

F!oda-Kirch(picl. 

'•Staff - Eifengruben bauen auf einer 
Metfl'dtte, velche unter einem Streichen in 
ralJKr« 'in Gneis mit rothem Feidfpath auf« 
IH^- «Oer dort brechende köriiige Magnetei» 
Üteihi ift mit Qj^ütt und derbem Granat ge^ 
Hlgt.^ Uebrigens komfncn dort vor: 
..WciÜer^ körniger Kaikftein; hochrother 
y^b^kfpath; weifler und gelblicher fchaiiger 
Sj^verfpath; grauer fetter Eifenthon (Bo- 
'^5 dunkelgrüne, blättrige Hornblende j 
blättriger, röchlicher und weifsgeaderr 
Feidfpath} berggrüner dergleichen } rötli- 
»-.Q^arz. 

p^f Hedvig^bergs-Eifengrube, oft« 
^4<8te der Floda^Kirche, in der Nähe des 
fs, finden fich : 
^chrother derber Granat } Ametbyft« 
Ibillcj Mngneteifenßein, 

;!Vt»llfalla-£ifengrube. Das Erz fetzt 
^ ^hcm Granit auf, und flreicfat in Morgen 
M Abend. Rother Feidfpath mit bräunlich« 
Granaten ift das Lagergefiein. Der ein« 

N 2 




196 Sudermanlahd. 

brechende Magneteifenflein ift blaulichfehvanc 
und glänzead, mit fchwärzlichcr Homhlendd 
gemengt. 



•-y 



Nyköpings - Kirch5)iel. 

In denUmgebungen derStadt Ny köping 
findet (ich an mehreren Orten Eifenneinbeig- 
bau, z.ß.die Norrmalmfchen und Vefter* 
m a l\n(c h e u G r u b e n« i Meile nord vefllidi 
von der Stadt, und die Kej.fer8-G,rub''eii, 
Auf GuAaf Adoifs'Silberjzrube ift ei^ 
gelprengter Bleyglanz iiv derbem Gr^iat und 
Quarz vorgekommen. • In N;0. von der Stadt 
liegen Stjprnbergs^, Brandkärr</f uod 
Liljedalj-Eifengru bexu 

Akers-Kirchfoiel. 

* . ■ ' 

Auf Handvinds-Eifengrube, •l^Meile 
vom AkepK^erke entlegen^* ift fouft ein grob* 
körniger Magneteifenftein in einem fyetiitarti« 
gen Granit vorgekommen, .Welcher aus Irochem 
FeldfpatH, veiflem<2uarz und griinlic^/ch^asw«; 
zer Hornblende zufammengefetzt ift. *■ .■ 

Auf den 'Befitzungeh vom Akers-Wer- 
ke*), bricht ein weiffer, kÖrnigblättriger Ür« 
kalkfteih, in welchem gelblicher Gliamier, 
bräunlichrother Granit und blaulicher Spin 



^y f. Anmerkung 91, 



SuderaiaBlancl. igj 

II mngmffmnp: (lad. Der Letztere zeige 
•goadesVcrhalten : 

t}U[¥£jA>e ift graulidiblau, feiten lichteblau 
jd manchinai rötlilich« Er kommt vor thcils 
nnregeln^gea Körnern, theils in regelmä- 
^en Oktaedern, die bisveilen etvas Jang ge» 
ktjjken («fiSnga) find, feiten in Segmenten 
IrakiaSderf (i omfatta Oktaedrer). Er ift 
täS^ ^BUtttmii der Bruch, parallel mit den 
Pkiiiekta des Oktaeders, blättrig; halb- 
ig; fehr'härt, da er den Quarz ftark 
Ipezif. Ge webt r= 3,482 bis 3,6843. 
^dem Lothrohre für lieh unfchmelzbar« 
Snedenfliema entdeckt, 

'^Kadi der Unterfuchung von Berzelius (in 
IBi Afiiandl* i Fyilk etc. Tlu L S. 99«), ent- 
Ml'dfteftr Spinell : 

7ft,a5 Thoncrde, 
c ' • f,4g Kiefelerde, 
•tMtv 14163 Talkerde mit Mangan, 
lilt^t / 4^a6 Eifenoxyd, 
ib^«*^ 1^8$ einer unbeftimmten Subftanz, 
^^^^^ if$5 Verlud 




P» 



Trofa.Kirchfpiel. 



T'fcnreholai. Auf einer Infel in der 
"toh Trofa, \ Meile von Thurdholm^ 
Ijidet fidi im Granit Urkalk, welcher mit Ser« 
Qgarz und Flufsfpath gemengt ift. 




I9B Suiermanlaad* 

Husby-KircKfpieL 

RofsvikS'Freyguth. Urkalk «itt griU 
acm und gelben Serpentin. . 

T a n d s 1 a. Bey diefem Dorfe bricht Uf« 
kalk mit einem Fo{file% was röthlieh-veitehen» 
blau von Farbe, derb, nicht fonderlith hart iß^ 
für fich vor demLöthrohre an denKantea lanfr 
fam zu einem weijOfen durcbficbtigcn. Glate 
icbmilzt^ und vom Borax mit iluqhtigem Auf« 
Valien angegriiFen, aber fcbver aufgelöft vird» 
Es gleicht einem ähnlichen Minerale voa Bai* 
durUa .und Garphy tta. . ' 

Svärta-Kirchfpicl. 

Sjöfa-Eifengruben. Die Erzlager» 
Hätten fetzen in Gneis auf, vie in den alten De 
Befchiska-Gruben, in NO. und S.W., und in 
der Fähus-Grube, in N. und S. Die Lagerar« 
ten find Glimmer und derber Granat; der Ei* 
fenftein ift blaulichfchvarz, magnetiich« Es 
kommen dafelbft vor : 

Hochrother Kalkfpath» Fähus-Grabe. 

Schwarze blättrige Hornblende. Källar» 
Grube. 

Meergrüner F ei dfpath, in Quarzlagem* 

Bräunlich rother S k a p o 1 i t h (ParanthineH.), 
in rotbem Kaikfpath. Fähus-Grabe. Er fin« 
detfichkryftallifirt: 



f« Aoaerkuag 93. 



V 




Vudemiaiiliiid» 199 

in racltfviiikllch vierieitigCA Säulen, an 
bMi rvrcf bii drey (?^ Seitefok^ntca abge« 
pftfiilds 

f i« ftchiickigen, plattgedrfickfen Säuleni' 
|^wi»jr. ctnaader gegenöber fteheadca brei« 
rlMnoflSiclien; 

IfAlWclif leitigen Säulen, nut rsrey und zwey 
i|igfU|B{lofenaen breiteren Seitenflächen; 
.Tfr^enfbnnigen Säulen, mit mehre^ 
iten. uqdeutlichen Seiten^chen. 

•1^6 Kryfiaile find fekundär, und enC^ 
der rechtvinklich vierfeitigen Säule 
nkryßallÜätion. 

ift im Sruche dicht, ohne recht deutli« 
Bfikcerdurchgänge ; undurchfichtig; irenig 
mnd} ritzt dat Glas; befitzt 2,6433 Ei- 
^rarvc} verliert vor dem Löthrohre zuerfl 
iFacbe« und ichmilzt fodann mittelmäfig 
it. und mit Aufwallen zu einem veifiea 
^ivdifiehtigen Olafe. 

Hidi Berzeliui (in den AfhandL i Fyfik,' 
pi, JB. Th. S. 9oa0 enthält diefer Skapo« 
M lOoTlieilen: 
j.! 61,50 Kiefelerde^ 
a5,75 Thonerde, 

3,00 Kalkerde, 

0,7$ Talkerde, 

iül '. >9$<^ Manganoxyd, 
1,50 Eifenoxyd^ 
5,00 fluchtige 

99,00. 



• . ' 



Die Gi U in ge -Grube, baue auf eioer« 
in fcliieffigem Granit oder Gneis auffetzctaden | 
Erzlagerftätte, welche bey einem Streichen ia j 
N. und & 30 bis 40 Grad eio&ilt» und büm- 
lichrdiwarzen Magneteifenflein führt. -Audi 
bricht dafelbft gelblicher derber und fch^tl* 
lichbrauner kry Aaliilirter Granat '^). 

Auf der, in den Fluren des Ffarrguthes von 
Svärta gelegenen, Vretii* Grube kömmt 'der 
Eifenftein mit derbem Granat und Hornblende» 
oder in einem, mit Glinuner giomengten Kalk 
üüae vor. . • ■ 

Die Läng-Gr üben führen Magnetelfeiip .; 
fleiii, Hornblende und derbem Granat. 

' Förola ift eine Eifengrube. 

-- Osmo-Kirch^iel. 

Nynäs führt fchvarzen Eifenglanz. 

Tyftberga - IGrch^ieL 

Hier befinden fleh die Eifengruben ; B j 5 r n- 
dals, Lumbra, Risquarniiind Elfsjö. 

Dunkers -Kir(jhipicl. 

Auf StarXöters-Eifengrube bricht 
MagneteifenAein im Quarze.* 

*) Ueber ein anderes dort vorkommendes Foflil fehe 
man die Anmerkung 9^* 



SfidcrtDaüland; 901 

"Cäfingc -Kirchfpiel. 

SkStvSnga-Eifcngrube liefert einen 
mit Quarz gemengtea inagnetifchen Eifennein. 

Bey der GSfinge-Kirdie ift ein Kalk- 
fteinbruch« . < 

Eskilstuna -Kirchfpiel. 

Bey Hinfta bricht kleinkörniger Bleyglanz 
in einem mit Serpentin gemengten Urkalk. 

Bey Kaifebergstorp, aordem Gebiete 
des Rönigl. Vorverks Eskilstuna wird Kalk* 
Aein gebrochen« 

» 

Halla-Kirch^iel. 

Bey Bäldurfla findet fich Urkalk mit ei* 
nem eingrcrächfenen FoflTii^ von rother, etwas 
ins Veilchenblaue ziehender Farbe. Es iOderb; 
auf dem Bruch dicht und matt; kaum an den 
duanßen Kanten durchfcheinend; ritzt das Glas 
ich wach, wird aber vom Stahle geritzt; und 
ichtnilzt fiir fich an den Kanten langfam und 
ruhig zu einem weiden Glafe; Gepulvert 
macht es mit Salpeterfäure eine Gallerte. Man 
fehe die Befchreibung eines ähnlichen Fofllls 
unter Tandslä, Garphyttan und Vattholma *). 



*^ Msn vergl. damit die Anmerkudg 9s. 



902 Siidermanlaad, 

Qillberga - Kirchfpfel,. 

Bey B 1 b y Urkalk mit Serpentin, 

: „ . I ■ . 

Betna-förch(piel, 

Ein Kaiknccnbruch im Urkalk. 

Björkviks - Kirchipiel. 

Bey Hjulbonäs Urkalk. . : 

Valinge - Kirch^icl. 

Skillöt; Urkalk. 

Vcftcrmo - Kircbfpiel. 

Auf der Infei Bäihufvud oder Barfta- 
Kalkiofeiim Hjelmar-See bricht Urkalk*. 

Lifta- Kirchipiel. 

Im Urkalk vonVinsleÖrkommenkleiniBi 
dunkelblaue, harte oktaedrifche KryAalle vor, 
welche dem Spiadl von Aker ähnlich find. 

Ar(j[alä - KirchfpieL 

Bey Vibyholm findet fich Urkalk, mit 
Serpentin gemengt. . 






S'udermanland. 303 

, Julea-Bröhrpid. 

Bcym Dorfe Löfäkers, mit Serpentin 
pmcogter Kalkfiein. 

Soninda - Kirchfpiel. 

T . _ 

Keyglanz auf den Aeckern von Lundby« 



4. 



Torshälla- Kirchfpiel. 



^ 'Am Hvitberge, auf der Tunbo^Haide, 
lüler fich Quarz und Talkfcbiefer mit cinge* 
Ifaeogfeni Kupferkies. 

>. 

f^.. Arla-KirchfoicL 

fc:. 

' J^v£ dem Gemeix^ewalde Öfter-Rekar« 

f'^onunt fch varzer feiner und dichter Berg* 

(Bafält?) in Granit vor. Et^ras Aehnli« 

^det man im Kirchfpiele Li IIa Malms, 

^cna Landguthe Koligheteo. 




I 



y 



^y 



'"i, 






904 



Nerike. 



natmi 






Nerike. 



xVn der Grenze von Norwegen geht von 
Hauptgebirge ein Arm aus, "o/elcher durch W< 
Dalekarlien und den abendlichen Theii 
Wcftmapland, dann aber in der Richtung 
N. nach S. durch Nerike ftreicht, "wro er 
dem Waflerlaufe des Svartelfs und der vel 
eben Grenze der Provinz nach Wefteothl 
iich hinzieht. Dieler Gebirgszug erfüllt 
t7e(Uichen Theil von Nerike mit anfehnlicl 
Bergen, von der veftmanländifchen Gremi^ 
an nach Mitternacht, bey Kihls-Kirche vorbcjr, 
in gerader Richtung nach Mittag, bis zom 
Rirchfpieie Bodarne, an der Grenze von WeA»; 
cotbiand. Die öflliche Seite diefes Gebirgd' 
fallt mehrentheils gegen das flache Land fl^ 
ab. Vom Hauptriicken geben, mehrere SeiteiiF^ 
Joche nach Morgen hin ab, ygrovon der cinft 
im nördlichen Theile der Provinz bey Rihlff* 
Rirche vorbey an der Grenze von Weftmaii" I 
land hinlauft, dann fudwärts am See Väringea \ 
hin, und weiter durch den Wald von Rägfan« ^ 
längs dem Arboga-Strom nach Weftmamand 
Hreicht. Das zweyte Seitenjoch iß das me* 



Nerike. aos 

le^ infonderheit bey feinem Anfange, vo 
3a Uebergangsgebirge bedeckt ift, daher 
ich nicht eher kenntlich vird, als oflw'ärts 

der Vinterafa-Kirclie, von vo aus es fleh 
rgeaVärts bey der Kirche von Almbjr vor« 

und am mittäglichen Strande des Hjelmars 
iziebt, bis nach Gökholms-näs, wo es fich 
äet. Das dritte und mittägliche Nebenjoch 
Mit den fudlichen Theil von Nerike mit 
lichidichen Höhen, vom Forfle Tifved, an 
er veftgothifchen Grenze an, durch einen 
^il der Kirchfpiele Viby, Halsberg, Skil* 
erfla, Asken und Lännäs hindurch, bis es fich 
lafh Sudermanland und Oflgothland ausbrei* 
et Diefe Gebirgszuge fcliliefen fonach die 
poKe Provinz ziemlich ein, und bilden zvi« 
chea fich Ebenen und flaches Land, Fad alle 
liefende Ge väiTer rinnen am Gehänge der Berg- 
Wkfen herab dem Hjelmar zu. 

' Di^ vorherrfchende Gebirgsart, fovohl 
n flachen Lande, als auf den GebirgshÖhen, 
f) der rotlie Granit, von meid groben, aber 
leichfbrmigen Gemengtheflen. Auf demmitt« 
fren Seitengebirgszuge findet fich im Kirch- 
licle Almby und am Wege von Emma in 
reqnevad nach Ofigothland, der Grünflein 
Q. Die Arten des Glimmerfchiefers kom* 
en nur auf dem Rucken der Berge vor^ 
\d ZV/rar nicht blos auf dem Hauptgebirgszu- 
I, fondern auch auf dem fudlichen Nebenjoi^ 
iQ im Kirchfpiele Askers, und auf dem nörd- 



2o6 Nerike. . 

liehen in Glaoshamtner. Viele und au 
tete Lager von Urkalk finden fich \ 
amFuire (rötter, Wurzeln) der Gebirgtf 

Elu grofer Thcil des flachen Lai 
init Uebergangsgebirgsorten bedeckt^ 
manchen Stellen felbft noch über d< 
der Gebirge ^eggelagert find. So tri 
Lager von Uebergadgsgebirge auf der 
des Hauptgebirg$zuges, ferner auf dei 
feite des mittlem» und an der nordnor 
clicn Seite des (udlichen Seitenjoches, 
diefen beyden Joche angelagerten (\t 
Zufammenhange mit den am FuiTe des 
2iiges aufgelagerten Uebergangsgebir) 
tjf elchef-letztere ficjh über einen Theil de 
IpJfeleTTyfsling, VintcrSfa, Hyding, K 
Kraklihg, Quiftbro, Tangeiräfa, Edsberg. 
v<:d', Hardemo und Viby verbreiten, 
mittlem Nebenjochc angelegten bedec 
vas. von Stora MällÖfa upd' einen Th 
Kirdi/piele Ahiiby, AnRadt und Grafvc 
licl^; die am Seitenjoche angelehnten 
Theil der Kirchipiele Vibjr, Halsberg,: 
Skylierftad, Askas und Lännäs ^. 

* DiefeUebergangsgebirge belieben a 
verfchiedenen, beynane waagrecht gelä 
NiederfchlSgen (vagräte hvarf Taf.L), i 
aus SandAein, der zunächA über dem 



•) M. f. J A. Gyllenhals: Anmärkningar i 
Mioer. Hill. M(cr. im Archive des Sifcn-Co 



Nerike; 907 

liegti dann über diefem aus einem alaunbal« 
^er Brandfchiefer, und zu oberß aus Kalk» 
(ra. Jedoch fmdet man dtefe Uebergängs« 
gebirgsarten nicht allenthalbeo auf einander, 
gfilagert. DeDin das an dem mittlem Seiten«« 
Joche aogelaeerte Uebergangsgebirge beftehe 
UosäusSaoditein} wogegen indem, zvifchea 
demHaupC-und dem füdlichen Seitenjoche ein^ 
gelagerten, der Sandftein gänzlich fehlt. Das 
Aolgehende der obern Niederichläge zeigt (ich 
im Füfle des Hauptgebirges nach dem llacfaeii 
Lande n, and 2var der Kalkftein an mehreren 
Oreeo, der Brandfchiefer aber bey Latoro« kü 
XiKhfpicle Tyfsling, bey Skarfäter und Me* 
aigaikerSy im Kirchfpielc Askers, vo man 
Bofttelfl des Erdbohrers Verfuche auf Steinkoh- 
len angeflellt hat. Der Sandflein kommt vor 
VeySvinbrp, im Kirchfpiele Vinterdfa, bey. der 
Brficke Snaflunda, am Trofeif, und etvas ö(U 
lidi vom Hjelmarsberg) im Kirchfpiele Almby» 

Was das aufgefch vemmte Gebirge betrifit^ 
& verdienen fünf Sandrlicken (Sandlfär) be- 
oierktzu werden, welche Nerike in der Rieh« 
ttng von Mitternacht nach Mittag, aifo paral- 
lel mit dem Hauptgebirgszuge, durchfchnei« 
veo, und quer über alle Nebenzuge, durch 
^e auf ihrem Wege gelegene Landfeen und 
fclbft durch den Hjelmarfee hindurchietzen. 

Sumpferze (Sjö-malmer) kommen im Hjer« 
^fee, imKirchfpiele Svennevad, fowie im Tof« 
tciu uüd im Väringenfce von 



aoB Nerik*. 

VIntcrafa-KirchfpteL - ' 

Heffelkulla- und 3antta^Gru1 
Die Eifenfleingaage (?), auf weichen die '. 
ielkuUa- und Sanna-Gnibea bauen, iti 
beym Dorfe Sanua^ in einem Abflande 
|- Meile von einander^ und fetten itf rot 
Granit auf. Das Streichen derfelbtn* in Hi 
ktfUa ift in S.W..Z. W. und N.O. z. O. mit 
gen Graden Fallen nach N.W. - Sie-fuhre 
Ben blaulichfch^VKaczen körnigen Magnete 
jßem, iin Quarti derbem Granat^ Kalk 
FeldipÄth. 

;*'-DieHfeffelkulia. Gruben liefern! 
' 'Kalkfparhf.ycifs^ blafs- und dunkelr 
ttieils ündurchOchtig'/ theils halbdurchfi« 
üi^d 'durchfclvÄnend» ' Auch kryftällifirt 
fedisreitigen Säüiöu* mit dreyflächlger Zt 
iüngV "deiche auf Py ramid en (Ch. meta 
qtie H.) fo auffitzen, dafs hier und da ein« 
rämide den Kern einer Säule ausmacht (?), 
. .. Brauner, rother und veilchenblauer F 1 

f^Äth. 

.: Natrolith*);/ Pic Farbe ift grunlichj 

gelu aber an den dünnen Kanten ins Gelb 

graue, über. 

*_ Er findet (ich derb, unvollkommen blai 

von.; zvey Durchgängen, welche, ^ina 

zieQilich unter einem rechten Winkel di 

f^fineiden. Im Querbruch iß er etvas ipli 

•) C Anmerkung 94* 



Ncrike. 209 

miteeimSffigein Glänze;, aber ungleich, 
[«veilennarichiuimernd; fchT^ach opa- 
d. An den Kanten «in 5veiiig,durciirchei* 
>^^p]JtoaiP;Sta{il..fchvacbe. Funken und 
^GJdft,' wird aber vom Feldipath geritzt« 
Xw^re a,746f Er fcbmilzt für ficb vor 
cHhjTQhc^^iebtieicbt und mit flarkem Auf« 
aen, ^ei^efn:weiflenbalbdurcbfichtigen, 
[eineil Lultbli^chen angefüllten Olafe, 
rax löft er'iicK völKUindig und ziemlich 
unter Ent'QEricklung von Luftblaien, zu 
klarc1^ ich wach, griinlichen' Perle auf. 
Beßandtheile find nach Eckebergs Un- 
long (Ih din'AfhandU i Fyfik, Th. IL 

'^ 4*^^^ Xiefelerdc, , 

^8,75 Thonefde, ■ 

.»3,5<> K^lkcrde,, . 
0,75 ,Eifenoxy4» 



* I ■ 



96,50; 

cfrbräuner iind dunkelrotheiV theils btät* 
-tbeils dichter Feldfpa^b;:^:-'' '■ ••' 

iklilbräuner, ^ derber und' ' kiyfiallifirter 

. • ■ ■ ■ » • 1. ■ • 

[itgruner gemeiaer Chiof itp,: , . 

^ und dunketbrauncatii ^fy^al^iilrter 

liegen Kupfer in Kalk. ; 

O 



810 Nerikc^ 

. Auf den SAana^G^ubeii.koniiiit.Ti 
'Graulichich^ftnEer M a ^'n e t e i f e n ft e i 
eiogefprejigtem derbeoi^einkJ&b^ 

Si^inbrp, ' NichtWcitvpii'clcmHoiJ 
chts NairteixiV^ni Wegevoü^VinterSfi;" 
Edbefgs .Sauna, tVicht Sin Jg^tiqÜchveiÄTer 
körniger SabiSAiiii in ^äägl^i-läbä'ten'Scbk 
der 2ü Hptiofenbauelii,.' MtlhJ^^^äcn,' Sc 
rteinen'ii'. ^ci-gL gebraüüit 'feif d. 



t (. 



.. iKreckIing;er:KirchQ)ieI. . . 

■ •■ •• I ' t *\ . t . 

Böy BiT^ttorp iftjpm SändfteinbrucI 

Tyslinge-jKircl^fp^ 

Bey L a t r ö'p enthält daS'Uebergangsj 
ge den alamihtiltigen Brandfchiefer, wc 
, zu Oarphyttan zu Alairti vera?beicet wird, 
fer Schiefer^ der fdiwarz ahd^geradfchiefi 
liegt an dem Abhänge nach dcmTyslin 
und nach ^m nahen tiefen Wlefen zu, i 
fähr iMeile. von dein fleileii Abfall^ des I: 
jocbesjiixiii^ofa.d^nJ^^W^ J9genannt|»n 
pen (kUntar} von Garphytte, uabedeckU; 

* ZänSefad^ ^hter' d6t^Ddimnienie MR 
zuerft auf den gewöhnlichen etwa 3 Fuff l 
tigen dichten Ueb^r^änjgffkälkftein, födan 
dünne^ un^efalir r $ Tüfo'Mäclitige Sefti 
von Stinkftein (orften^ und Thonfchlä 



») C Anmerkung 95: 






Nerikc. - 3il 

ater diefea liegt eine mächtige Schicht voa 
randfchiefer mit Stihkftein kugeln; dannNE^ie* 
PC...ly.Fuii mächtiger StinkAein, unter vcU 
\iäx födann der Alaunfchiefcr mehrere Lach* 
7 tief oiederfetzt. SämmtÜcfae Lager ha- 
eu, wie der Boden, eine geringe Neigung 
ach Morgen, und fallen von dem Gebirge, 
&f deflenFufs fie aufgelagert find, ab. 

Da diefer Schiefer in befonders dazu ein^e- 
iditeten, mit Rohren verlchenen Oefcn g&» 
traant ^ird: fo erhält man dabey in Menge 
len beßea Kienrus (kimrök), der mit Leim- 
rder zugerichtet, eine fehr guteTufche, auch 
baß für Gel- und Waflerfarbe das beftändigAe 
ichvarz liefert« Bey der Deflillation gibt er 
f Prozent WäfTer, was ammoniakbaltig itt ; 
itu wenig klares Oel; ein braunes, bren(ij)ares 
Oel, Was dem BernOeinöle ähnlich iflund ein 
Salz von gleichem Verhalten wie Berufteihfalz. 
(lii' t Rinmans BergvXex« 'Th. I. S« 46.) 

; Die hohem Berge, weldie man die Gar« 
piy.tter Klippen (kiintar) nennt, iiegea 
Htihe bey Garphytta, und gehören dem Urge- 
b-ge des Haupijoches an. Man trifit auf ih* 
Ben weifien und grünen Feldfpith Mn. , (n der 
Kacbbarichaft bey Hjuläfen findcb ficfa La* 
itt von Urkalk, mit Serpentin gemengt. * In 
aeiem Serpentin kommt auch däs:röthlich*vio- 
attofoffil wieder vor, was feinem Verbalten 
laäi. ichon bey Vattbölma, TandsU und Bai* 
ucfta befchrieben worden Üh 

O % 



ai3 N«rike« 



t t 
I ' 



Kihls-Kirchfpiel. . » 

r 

Auf d^m Forde von Sdiineboda %ifcd 
Urkalkftein gebrochen. ".'"*'' ' 



»'■1 

'■ 1' T 



. Axbergs-Kirchtpiel, 

Das Sch'orefelverk Dylta erhält feinea 
Schwefelkies von eintm Lager, was in einer 
rötblich* ^und weifslichgrauen quarzigen Stebf* 1 
art ntit Veiirg Gliinmer, am FulTe dtu dd der 
^v^eft^iahlandifchen Grenze hinlaufenden nSnl^ 

liehen Sdteiiioches aii0etkt. " ■ -/ 

••■■■. ■ ■ . ' :;. .■:.; 

*..*■■' ..-••# 

Glänshammars-Kirchipid:.. m' > 

■ m 

' ..■-■•#. 

Ein.La^er von Urkalk« was fich an dfeq 
FufTe des. e^eo^enannten Nebengebir^es .hn^ 1 
zieht, und bey dem Schwefclwerk in Axbercsr 
Kircbfpiel fich zu Tage aUis zeigt, fetzt von da, 
neben öinetn Rerge'Voi;^' -di^nkel grauem Glim« 
merfehiefefy etwas nördlich-bey Glansbammars« ,, 
Kirche vörbey^ - durch- diefes-uiid das Kirchfpiel 
Liükyrkebis zamH)eimarfoTt. Fn der Umge- 
bung der Kirche vonGlanshammar hat daifelbe 
ad ibancben • Stellen iäbferhüältigen BldfgUiik 
und Arfenikkies geföhrty auf Welchen^. « neben 
einer alten tiefen Grube^ rmehrere Schürfe mÄ 
geworfen worden find.^/öIinSl^labesge'fEiiMb 
man 17 54» eiuige Vetfochbliue: duf 4w^d^ 
und Kupferkies.« • . »-ino w ö-ci^i :,'%j:^3 r.lh'Sü 



Nerike. gl) 

idkfleinbruche find auf diefeii Lager meh- 
iogelei^, unter andern bey Skala, in 
Nttcbbarfcliaft der Glanshammar- Grube. 
kothmen im Kalkflein, aufer einem licht- 
xf Tremolit, einige Lager einer griinli« 
Sloiiiact vor, welche Rimuan dem levan- 
M •Wettflein gleicfanellc und zum Schar* 
Knidr- ichneideader Werkzeuge für taug« 
ttalu' (& d Bergv.Lex. Tb. L S. )a5.> 
ftBelife olivengrun, emtras in das Gelblich« 
ttBäb- siebend, und findet fich dirb, in gro- 
iÜcutUch fcbiefrigen Ma/Ten. Der Bruch 
-ig, matt und ohne Glanz. Das 
ichwache Funken am Stahle, ritzt 
rird aber vom Stahle geritzt ; ift an 
^^piien.Kantendurchfcfaeiuend; von 3,7a 58 
r.;fchmÜzt voniiLöthrohrefiiriichan 
zu einem klaren veiilen Glafe» und 
77,0 Kiefelarde, 
14,5 Thonerde, 
4,0 Talkerde, 
0,5 Kalkerde, 
0,5 Eifenoxyd, 

Q,o eine Spur von Manganoxyd, 
. a,o Gl ühverluftt 

98.5- 
IBwidL i Fyfik, Kemi, Th« H. S. 205.) 





r: 



S- ■: Gfötlunda.KirchfpieL 

*" ^.dem Dorfe Norra Lungers bricht 
fiMftcine von Glimmerfchiefer. 



314 Nerik'C. 

{ 

Länn^Sr^Kirchfpiel. ' 

Die ..Stenkülla • Etfeiiftciogr)i 
bauen auf feiner« in felnköroigem rotben i 
nit auffetzenden Erzlager Aätte, die in S.W, 
N.O., ihr. Streichen hat, etwas nach RWV 
fcbiefl, und von einer, mit grobkörnigen] 
then Granit ausgefüllten» bis zu 4 Fufs ma* 
gen , Kluft .durchkreuzt vird. . Das Erz if 
blaulichfchT/arzer, körniger Magneteifenf 
reichen derber Graiiatj Quarz und Feld! 
begleiten. 

Trytorp. Ana Fülle eines oftwarts! 
hin fleh erflreckenden Abhanges, kommen 
ger voaUrkalk vor, die in grauen Granit gh 
fam eingefenkt find (likfom infänkta). * 
find mit Serpentin, Taik und Glimmer 
mengt, und ftreichen theiJs inO.uiid W:, tj 
in S.W. und N.O., thcils in S.O. und N.W 

Kumlq-Kirchfpiel. 

Bey Hellebraten, |. Meile von der 
che, verfertiget man mehrere Sreinmetza 
ten aus dem gemeinen Ucbergaugskalkflei 

Halsbergs - Kirchfpiel. 

Bey Viby, einer Häuslernabrung (tt 
trifft man braune Eifejierde (Ocker*}). 

♦) Baron Hermelins Rede in der K. Gefcllfch. det 
fcnfch. 177X. gehalten. 




MrCxike* 3if 

[|lry%l^ Rulofer verk vüi^'^1764. auf- 
tiaatk^ «ad die D alhaf d 1 n g e -G r u b e» 
äUbKil^^s JUefert« mehrere. Jahre, hin« 
li betrieben. 

|iieuieiiiLBgerJ)e}r Em mik^kdaimt fchwar« 
Tannaltn, in fchv^rzlicbem jSlimmer vor. 
yjä^tbiie^ Welche bra/ärmt ftarke Elektri* 
|^(era^ find von mittelmäCgef Grofe und 
¥fik niedrige, .iDadurchfichtige Säulen, feiten 
^ ■ ], meifl^vön aeüri Seiten^ wovon drcy 
Jf die fibrigen fechs find« ^ Da$ obere 
}Cvöif dfey Flächen ; zugefpitzr, das ent« 
ifetzte aber rneifl verbrochen ; doch fin« 
.birreilen ^in^, der obern g909^ ähnli- 
'~ znng daran, deren- Flächen ^w,ac voll« 
eben, aber nicht glatt findl Die 
werc beträgt 3,0975. 

Hammer - Kirchfpiel. 

IlSjr dem Dorfe Hargs fieigt aus dem 
lKam*See ein Urk^lklager auf, ' welches fich 
der Rtditung von N.N.O. in das Land her« 
jjgpb^.und adf der Abendfeite ypii einem ho« 
i^ (bnlta Granitberge begleitet wird« Die 
IjAdiiikger fireichen in O. und W., und 
müa grfinlicbgelben Serpentin, Quarz u. m. 
BBen ein. 



3l6 



Neriko. 



Der Kalkberg beym Dprfip Dalmarki 
liegt in gerader Linie ^Meüd von Marg. li 
dortigen Kaikfteinbruche- findet -inaa' 
Lager von dunkel- und hallgrauem Hoi 

Bey V e 1 1 er b y ift^ eine Eifengrube. 

Snaflunda - Kirchfpid. 

Hier iA blos BeDfät(bri8rEirea|[rji 
zu erväbnen. . ..■ 

Viby - Kirqh^>jel. : ..'. ij 

* * j 

Bulltorps- fo>a7ie Benkifte-GrikVl 
am Wege von VredAorp aacbBodarn;' '^ 
einen blaulichgrauen Maj^neteifenflein geJRl 
der in einem, mit vielen Glimtner gemen ' 
Granit vorkommt. 



ib. 
^1^ 



In den Kirchfpielen 

Quiftbro y^. 

liegen die Kroneberger Eifenftelngr«*^ 



bcn, und in 



Kniffta 



7^ 



Landhults-Eifengrube und die M4Ml 
Gruben. •'''' 



.•!'■■• •; 



. 



ff 

Werneltad. 317 



Wermeland. 

j» ■'.'■■ ■ . • 

■ J - ■ R ■ ■ . 

I 

i-^iefe Ländfcbaft hat faft durchgängig eine 
bergige Lage, und lA von beträchtlichen Ge« 
btrgszügen durcbfchnittea, deren Haupterßrek- 
kuog von N. nach S. gerichtet ifl, und die nach 
dcni Strande des Venern-Sees hin zwar nach 
ttiid nach an Höhe abnehmen und fich endlich 
verlieren, dagegen aber naöh Norden, Nord« 
^■reft ündWeften zu defto höher anAcigen, vo 
iie fich dem hohen norwegifchen Grenzgebir« 
ge nähern, welches fich füdlich vom Fimund- 
See herabzieht und feinen höchften Rücken an 
iler Grenze von Wermeland bildet. 

Die einzigen Ebenen diefer Landfcbaft, die 
überdem noch von geringer* Ausdehnung find, 
befui.den fich in einem Umkreife von { bis i Mei* 
le um den Vernern-See, und ziehen fich an der 
Grenze zwifchen Nerike und Wefigothland 
äl|rch die Kirchfpiele Visnum, Chriftinähamit, 
Ölme-härads und VSfe-harads; Doch erheb«^n 
iich auch hier einzelne Berge, die fich fchon 
in geringer Entfernung vom Venern wieder 
dichter zufammendrängen. Zwifchen Carl« 
ftadt und Noors-Kirche ift eine andere Ebene, 



3ig WcrmelaadL 

mit tiefem Sande Gedeckt, und eine äholiche 
Sandhaide ift füdiich von Brattfors^K&rche» 

Rother Granit ift um den Venern herum 
die vorherrfchehde Gcbirgsart* In den Kirch« 
fpielen Ölnie-harads und Vrife*hSrads, foxrie 
im mittäglichen Tbeiie. des KircSfpiels Nyeds» 
Verden die Kuppen der Granitberge oft von. 
Urgrünßein bedeckt. In der N:rchbarfchji£r 
von Carlsftadt ift der Granit dic&t.(t%t), abet* 
zerklüftet und indicke, liegende Schichten xer-r 
theilt (fbrdelad i tjocka liggande lager), S3d» 
weiUtch vonCarlsÄadt ander GrenzeyonDahU^ 
land und am fogenannten Näs*. ift ervellen* 
förmig geßreift, grobgneisartigi ' mit flehen- 
den Schichten. Weiter landeinvartt ift.'der 
Granit oft mit Glimmerfcbiefer, Urkalk und 
andern Gebirgsarten bedeckt. Die hUhereo 
Trakte, die an Noi'V'egen und Weft'Dalarnc 
andofen, find zum gröfiten The'de noch ua« 
bekannt 

Philippftadts - Kirchfpid. 

Die; Pehrsborger -Gruben» die im 
Anfange des x 5. Jaluhunderts zuerfl entdeckt 
worden feyn folien,. liegen am Yngen-Seci auf 
einer kleinen, in N. und S. flreichenden. An» 
höhe, deren höchfle Kuppe (ich qur 1.7 Lach- 
ter über den WaiTerfpiegel des Sees erbebt» 

Die Gebirgsart befleht aus einem röthlicb 
und grauen quarzigen Schiefer, der ^us -einem 



Wcrmelandi aig 

oihUdiefifViürren und rauhen Q^nnE, mi^'la- 
(ervetfe eingemengter Hornblende und Glim^ 
OMr'beßäit. Am abendlichen Abhänge nach 
dem See zu findet man Lager vonUrkalk. Uli'' 
ttr mehreiix in der Richtung von N. nach S« 
anffetienden und ;iadi Morgen einfchtefendeh 
Enlagerffetten lA diejenige (Stör grufve*gangen) 
die mäeh'ägfte, auf 'wdcher ^ie Hauptgrubo 
(Storgra&a)^^ fernerBädAuge^Grube, Stre« 
tan-Kammar- und Bricke- Gruben, und 
Kafven bauen. Die Gangarten find brnunlich- 
rothcr derber Granat, körnigblättrlgcr Kalk* 
/leiii und Hornblende, weiche einen graulich- 
ichvarz^n körnigen MagneteifenAein führen» 
der 10) Hohofen ohncZüfchkg (engacnde) v^ri 
fciunolzeu ^irduud 6^i Prozent Gehalt hat ^ 

m 
I 

Aufer mehreren anderen minder bedeuten« 
ien hier und da zerftreuten Berggebäuden, He- 
ien in der Nachbarfchaft des Pehrsberges noch 
ie Jordafe-, Krangrufve-, Nygrufve- 
;ndHögsbergs-Felder, aufweichen meli- 
ere Gruben bauen. DieFoifilien, welche doit 
orkomnien, find: 

In Pyramiden (Ch. metaftlqu^ kryftallifirtcr 
[alkfpath. Kammar-Grube« 

KugelförmigArahliger K a 1 k f p a t h. . Eben- 

afelbft. 

Grauer und grünlicher Talk feine f er. 

Grüner durchfcheinender (edler?) Serpen* 
in, mit Lagern von Asbeft. Sandeis Grube. 

Lithtgrauer Asbeft. Ebendafcl bft. 



no Wcrtoelaii^ 

- Dunkelgrüner, grosblättriger, dniGgeiGlIah. |i 
mer. Storgrufvc. .*'• ri 

Bräunlichrother derber und kryflallffiital 
Grä n a t, EbendafelUl u. a. m. O.- * ^ '^-- '^V;: 
. Röthlicher und fleifchrother HornileiB 1 
(Haiieflinta). Storgr. Er Nt^ird im LodRoiiiii | 
{euer weifsi, zeigt üch aber . höchft ikeiig|l I 
fchmelzbar, felbftan den dünnAin Kanten* // 

Schwefelkies in Drufen^ bisweilen itf 
Oktaedern kryflallifirt. " ? 

OktaedriicherMagneteifenAeiniaTaUtt 
Sandeis-Grube. 

Ferner auf den Kran-Gruben: 
Weiffer und röthlicher dunnfchiefrigcr (TJ 
K a l k l'p a t h ; in Pyramiden kryflailifirter K ^Ik^ 
fpath; grüne fpäthige Hornblende; fair- 
benlofe und dunkelbraune Bergkryftalle. 

Jordas-Gruben: 

Kryftaliifirter P ift a z i t ; Wi fsmu th gla nz. '. 
(fvafvelbunden Wismut); Schwefelkies in 
regelinäfigen Oktaedern und in i gfeitigen gc^ 
drei ften Kry ftallen (in Wurfein mit abgeilumpf- 
ten Kanten). 

Högbergs*Gruben: 
Derber und kryftallifirter P i ft a z i t *). 

Auf mehreren Infein desYngen-Sees fio- * 
den iich Anbrüche von Eifenftein, find abef 
wegen des Zudranges von Wafler fchwierig 
zu bearbeiten. . Unter andern bricht auf G et- - 



*) f. Anmerkung 96. 



WermelanJ« 29\ 

ön fsiiy -gratilichfchvarzer Magneteifen* 
il6ia4'<i«r durch parallele Ablofungsklüfre iick 
in-Pat-aUc^peden von ungleicher Gröfe zei^ 
fpaltet.- 

^prskebäcks- Grüben, auf dem Ge* 
biete yon Torskebäck und Bornshytte, am 
mbrgentlichen Strands des Yngeu-Sees gelegen, 
fiad ifki 15. i6,und 17. Jabrhunde auf Silber- 
und Kupfererze betrieben vorden. In den fo* 
jgenannten Kupferziigen (KopparSfen) bricht 
Bleyglanz pbjrZipkblende uud Kupferkies. 

Nyhyttan, velches auf dem Grund und 
Boden der Nybytte an der Abendfeite des Yn- 
gen-Sees^ -^iMeile von Philippßadt liegt, baute 
mii dai- Jdbr 17^^ ikuf mehreren unbedeuten- 
den Lägerflätten, unter andern auf dem foge* 
iiannfeii- RSftSgan, mto Kupferkies mit Blende 
und «ingefprengtem Bleyglanz vorkam. 

N'ordmarks -£ifenneineruben..liiß* 
geniTMeile vonPhilippftadt, am abendlichen 
Abhänge einer von N. nach S. .fich erdrecken* 
den Berghöhe. Die Lauge des Erzfeldes be- 

ti^gt gegen 180 Lachter. ■ 

- • •■ » . ' - 

Die Gebirgsart ift ein.piit Hornblende ge- 
inengtei:. Glimmerfo^iefer» trorin der Quarz 
vqrvaltet, und welcher von rothem Granit 
umgeben ifL Die Erzl^gerfiätten haben mit 
der Gebirgsart ^leicb?^. Streichen in S. und N. 
An der abendlichen Seite haben fie keiji regcl- 
mäiiges Saalband (ßäpsköiar); auf der '^or- 



aas W«tm«Und« 

genfette hingegen Verden fie von IjomVciuie 
i^ügefällt, hinter welcher Kalkllein li^gt*. Sif 
find aa manchen StelleaAeheodt .weiter, saeli 
Mitternacht bin aber haben fie eine Neigung 
nach Abend. Ihre Mächtigkeit Wfscbfelt van ei- 
nem Lachter und drunter, bis 2 und 4, bisvreip 
len auch zu 6 bis 8 Lichter. Oft j ziehen iich 
iL^ifchenw'ande (MelUnbalckar) von Braun* 
kalk und derber HorhbIeodc(Cron(ledt8r^köcl» 
berg, Schörlfels^')}, felbft in die,jQ|uere in die 
Lägerfiatten herein, wodurch, diefe mahchei'« 
Icy Verdruckungch erleiden. In' der mittagli» 
eben Gf und fjö -Grobe wird das: Erzlager 
•in Morgen abgefchnitten, fetzt über' dann i|i 
feiner gewöhnlichen Richtung .[ojich Mittet- 
-nacht fort. In der nördlichen i6ru4d(]ö Gro- 
be macht es eine Wendung (kröker) ngch Mor- 
gen. Die Gangarten find Hornblende und 
Quarz, zuweilen auch derber Granat und K^k- 
Aein. Auch oflwärts yop diefen Lagerflättea 
trifft man einige Gruben, die auf unterichied* 
licheii» von KalkÄein und Hornblende ixmge> 
hen^d Lagern bauen. 

• ■« ■> « • ■ *.• 1 k I # ■ 

Auf den Nordmarks-Gruben kommen 
folgende Foililien vor: 

Dichter und korniger, bisweilen eifen« und 
braütiAeinhaltiger K a 1 k ft e i n. Durchfichtt' 
gef Kalkfpafh, 'durch wielchenaUe Gegen« 
ilande doppelt erfcheihen ; erwärmt pbpspho« 
'tt^ziri er mit gdblichrothem Scheine, und vor 

« ■ . ■ ■ 

^) X Anmeikung- ^f . ■ 



Wermeland. 23} 

dem Lothrobre brennt erficb hellbrnan. Sechsr 
icitige Säulen von Kaikfpatb, mit dreyfeitiger 
ZAifpLuui^ und pyramidaleKryAalle (CLineta» 
Aaciqur H.) . Bratrfors-, Gruudfjo- und uielinere 
andere Gruben*). 

Bergjkork. Brattfors-Grube. 

Schvarzer grosblättriger G 1 i m ua e r. Storgr. 

Dunkelgrüne feinkörnige Hornblende 

^SkÖrlbtrg^Cronfledt) und prisnoatiiche fchwar# 

ze Hornblendein Kalkfpath. Grundrj&Grube**); 

* ScbwÄrzer JcryftalÜfirtcr Salilit (Malako» 

Röthlicherj derber «und kryftallifirter Gra« 
nat. .Stör- und Brattfors-Gruben. 

Dunkelblaulicher fetter Thon, vorininaii 
ixn Jabcvi ?a&: derbes gediegen Silber, mit 
Nickelocker und Eifcnftein rand« (Act. littei> 
Suec. 173g«, p^ 420.) 

5in Fo f f il, welches Salzfdure enthält ****). 
£s ift von. Farbe äuferlich bräunlich gelb, y^af 
^ch ins Grünliche zieht j innerlich liebte gelb; 
Hcbgrüiv ^.findet fich krydallifirt, i« voll- 
koinnienen regelmäßgen, fechsfeitigen San« 
len, ohne Endkrynallifation, deren Hauptblät- 
cerdurchgang beynahe einen vollkommenen 
rechten Winkel mit der Axe der Säule macht. 
Inwendig auf demHauptdurcfagaogeift esgläor 
zend; derQuevbruch uneben und matt. Es ift 
undurchfiditig } lialbbart, indem esvomStafi^ 



•3 f. Anmerkung 98. ••) f. Anmerkung 99. •••) f Ä»- 
snetkung lOc«. ••••) f« Anmerkung loi* . .1 . .. i 



224 Wermeland. 

Ic geritzt vird. Die Gröfe der Kiyüalle be« 
jträgt zuveilea mehrere Zolle; das eigentk 
Gewicht 3,081* Vor dem Löfhrohre mr (ich 
geglüht, ivirdes dunkel braunlicliroth und ent* 
wickelt einen Geruch nach Saizfäare; bey ftar« 
kern Feuer fchmilzt es fodann zu einer fchwar- 
zem Schlacke, endlich aber zu einer nindlicben 
Perle, diemehr Und minder vonrMagnete :ange- 
eogen wird.. Es löfl ilch leicht und ruhig im 
Boraxglafe auf, und die Farbe desLetästern deu- 
tet auf Elfen« und Braunfteingehalt^ Vom Phos- 
phorfalze wird es fchwer aufgelöft. Unter feint 
Befbndtheile gehören Kteiel-iuiKl Kalkerde, 
Eifen, Mangan und Salzfäure. -Ml Es-üddet fidi 
in Bjelkes« Grube, begleitet vob 'Eiien^iii» 
Kalkfpath und kFiftallilirtem fcb^üzarzeA S^hüt. 
(Afl: J. G. Gähn). , : ' 

E r d p e ch mit Eifenftein. Ma&Ghlbe. 
' Grobkörniger Bleyglanz,/iiut'Zfnkbiefl- 
de im Eifenftein, von 3 Loth Silbetgehalt ioii 
Zentner, findet fich fowohl in StcSa-TAi*^ 
borgs- als auch in den Brattfors- und Grund- ' 
ijö-Gruben. 

I . > >. • 1 1 . • I < 

■ » Der T a b e r g ift vom N.ordiijtorksiReviere 
^rch ein 400 Lachter breites Tfid äbgefcbie- 
4en. Er i(l niedrig» mit- Damm^derbedeck^ 
cnd erdreckt fich in N.N. W, lind. S,&0. Di« 
^ebirgsart ifi ein, aus vorwaltcfidtem dürres^ 
dichten und feinen Quarze und geradblättri* 
gen Lagen fchwarzen Glinuners gemengt^^ 
Glimmerfchiefer, welcher ^egen • Morgen a<^^ 



Ift Linclhölie sn den Granit angrenzt. Die Erz« 
§gGtßätfca ßreichen in N«W. und S.O., und 
i^Ieil tinige Grade nach N.N.W, ein. Sie 
lipfrfl fy\tz 2u (De bafva en fpetsad fkapi^d), 
mdjyft-aber vermuthlich nur ein, verüchiedent- 
jj^i^lwinickteSf Lager ;aus. Die. Lagerarten 
lad Glimmer, Kalk undAsbeft. Das Erz ift 
ain gfaalichfi:hwarzer .körniger und fchim- 
ip|«4^ Magneteifenftein« Es finden fich da- 
uiA. folgende Mineralien : 
if l^l^iß.ciA un4 weij% Kalkfpath. Räms- 

; Weifler und heUgrüni^r derber F 1 u f s f p a t h« 

•.üieUgrauer, ein wenig grünlicher, krumm- 
kfektriger Bitterfpath. Nach Klaproth (f. 
leffen fieytr. Th. I. S. 3*06.) euthäit derfelbe: 
r,->72b^o kohlenfauren Kalk, 
^'35,00 -' Talk, 

- 2,25 etwas braunfleinhaltendes Eifen- 




10072 5* 

^th*): hellblau, mit Asbeft durchwebt; 

nriclifichtig; inwendig von ftarkem, ein 

Ig' perlmutterartigem . Glänze. . Er brauft 

' .virt nicht mit Säuren, und hat den vor- 

ten Bitterfpath nebft Asbeft zu Beglei- 

Itrit welchen er oft parallele Lagen bildet. 

ÜDiiwärzer grosblättriger G 1 i m m er. 

ittkclgniner T a 1 k in grofen Platten ; hell- 
er/ <trufiger und blättriger Talk« 

[.^ f;^ Anmerkung 102. 



9a6 . Wecmelaiid. 

Gruaer, tlieil$ dickftrahliger« theUs faih-v 
k&gftnihtiger asbeftartiger StrahlAetn*). 

Lidhtgriiner glasartiger Tremolit, üti 
von gerad auslaufenden, theih von fich dar 
kreuzenden Strahlen, in Kaliu Er ühaä 
vor dem Löthrohr mit Aufwallen zu eineaiiM 
fenEmaiL 

Hellgrauer langfiiriger A sb eft. 
Ein grauliches und fpeckfteinartijj 
Mineral**). Nach des Bergrath Gdj 
chemifcher Unterfuchung enthält dailelbo 
100 Theilen ungefähr: 

31,0 Talkerde, 
48)0 Kiefelerde,' 
.5,0 Eifen, 
16,0 Glühverlttß. 

lOO. 

Derber und wurflicher Schwefelki« 
Rams-Grube. 

Auf dem Wftlde von Stöpsjö fand a 
im J. 1774. den größten, völlig walTerhell 
Bergkryßall, der bis jetzt in Schweden voi]| 
kommen feyn möchte. Er wog liber i o L 
pfunde, und man trifft noch in mehreren 1 
neralienfammlungen Stücken davon an. 

Die Age -Gruben* liegen i Meile v 
Philippftadt. Ihre Erzlagerftätten flreichen 
N.W. und S.O., und fetzen in einem Glimm 
fchiefer auf, worin der Qu$irz vorwaltet, ao 



«) f. Anmerkung lO), V) (• Anmerkung 104. 



Wcrmeland* asj 

fcmblcnde eingemengc ift, und welcher von 
lliiito Ortnit umgeben "«rird. Sie fuhren: 
llfeWeifleai grünlichen und bräunlichrothen 
"^ ''k.fpath. 

^nmen halbverhärteten Thon (?) mit etß^ 
reuten fchvarzen Granaten, von derStamm- 
iallifation, und mit Klüften, welche mit ro- 
L; Eifenoxyd überzogen find. Vor dem 
SÄröhre brennt er fich leichter und harter, wird 
' vom Magnet angezogen. Plat-Grube. 
Sthirarzer grosbilittriger Glimmer. 
'^'^SdiWarze blättrige Hornblende, 
rf -Ibyibilifirter P i ft a z i t ( Akantikon) in Quarz. 
ifeGnibe. 

lichgrüner derber Fl ftazit(?). Er kommt 

^derfelben Grube in derben Stücken vor, und 

^oft mit fchwarzer flrahliger Hornblende ge* 

^gC, und von einem in der MalTe verbreite« 

^'rothen Eifenoxyd oder rothen EifentJion 

rbt Er zeigt auf dem Bruche drufige oder 

^gsbgefonderte glänzende Stücke, von klei* 

*Korn, die zuweilen in deutliche kleine 

Jfieidge?) Säulen übergehen. Er ritzt das 

jleiclit, vird vor dem Löthrohre fchwarz 

t^&lunilzt mit Schwierigkeit zu einer unebe- 

ücbwarzen fclilackigcii Maiie. In Borax 

er fich auf und färbt das Glas ein wenig 

bgelb, 
t^xgkork und langfafriger AsbeA. 
franer« grüner und rothgeArciftcr ;Horn« 
in. (HäUetiinta). 
^^'Qii«rÄkryßalie-— Maghctcifenftelu* 



22% Wermelan'^« 

Hökebergs- Gruben liegen einigie i 
Lachter näher nach Phitippfkdt zu>auf demGi 
de und Boden der Finshytte, und haben: eik 
Rothbruch verurfachendcn, Ma^^neteifeiil 
mit eiDgefprengtem Kupferkies geführt. : r* 

Kräkäs-Eifengruben liegen bheä 
bey Finshytte, die Mull-Gruben und' 
päs-Eifengruben aber^ wo der Grana 
grofer Menge vorkommt, ^ Meile in N.O«, 
Philipprtadt. 

Die Eifenfteingruben von I^ängbansb 

tefollen, den vorhandenen Nachrichten 9t) 
ge, noch früher als der Pehrsberger Beq 
alfo über 300 Jahre im Betriebe gewefen j 
Sie liegen am Längban-See, 1^ Meile '.\ 
Fehrsberge. Die Erzlagerflätten haben- 
fchwebendes Streichen (iväfvenda ftryknir 
in N.W. und S.O., und gleichen mehr den! 
nieren oderNeflern (malmkjörtlar). Sie fei 
in w^ifTem und graulichem eifen- und maQj[ 
haltigen Kalkflein auf, der kleine Eifenil 
liieren eingefprengt enthalt, und find miti 
liegend, zu'^eilen 40 bis 50 Grad einfchjefi 
meift aber faiger fallend. Da^ wo fie lifig 
find (pä Iiggande Aällen), geht ihre Mächtig 
bis zu g Lachtern und drüber; auf andern! 
len ift das Erz verdrückt. Die Begleiter 
Erzes find derber Granat, Eifenkiefel u. £ 
Man findet dafelbfl : 

Weiflen fchimmernden eifen- und manj 
haltigen Kalkftein, der mit Säuren nicht: 



Wejmeland. 939 

brauft« und enEräcintnurfch^ach« .beymSchla* 
ge.mit.d^oiHüinmfir aber mit eineui flarken 
rothen Scheine phosphoreszirt, 

.' Wei&graaer K.a:lkft ein mit gelbem uad grii- 
nttfi ,S e r p e n t i o gefleckt. 

Kugeliormiger flrahliger Ka 1 k*). 
. Weifler-Fjafergyps^ in dünnen Lagen. 

Wciflcr Braunfpath**), in Kugeln von 
Erbfengröfe, die^theils' aus dichten Schalen, 
theils aus zufammenlaufenden Strahlen beflehu 
(alfo Glaskopfflruktur beiltzeu), auf derbem 
brauolichgelben Granat'*':'^*)* Er braufl nur ge- 
pulvert mit Säure» auf^. ^ird vor dem Löth- 
rohre fogleich fch^arz, aber nicht für den 
Masnet anziehbar. Im Borax und Urinfalz löft 
er uch fchäumend auf, und theilt der Glasperle 
eine liocbrothe Farbe mit. Mehrere Verfuclie 
lülben beriefen, däfs dieTs Foilll aus Kalk, Braun- 

ftein und etvas Eifen beuciit, , 

• - .* ■"'■.■ 

Serpentin; B.ergleder. undBe'rgkörk. 
""Weiuer ftreugfchmclzender Thori,. in Ei-- 
lenitein. ' " . 

■ * ■ 

. . . Schwarze dichte" Hornblende. Bergtrapp. 
^öbirßein., Trappfköl. Croaftedt). 

Dnnkel- und bräunllchi other E i 1 e n k i e- 

V.KryftallifirterPiftazit. . ..;':.^ " 

" Gelblichgruner S a h 1 i t (Malakolith f)0^in Ei- 

fenftein eingefprengt. Er findet fich derb,, mit 

♦) f. Anmerkung löi. '•*) f. ÄÄmcrkuiigiö6'. *") fi An- 
merkung 107." ••*•) f. Anmerkung lo^-.- t) ^- An* 
inerkung 109. . ' - 



330 Wertnoland. 

ondentlich blättrigem Haupt- und kleinfprittigeiii 
Querbruche ; ift an den dünuften Kanten (chiB^sGli 
durchfcheinend ; ritzt das Glas ond ift 3,39 ei^' 
eenfcht^en Vor dem Lötfarohre fchmilzt e 
liir (ich mit Auffchaumen zu einer grauen Pepi^^ 
le. Mit Borax iöft er fleh langfam zu einem''' 
farbenlofen Glafe auf. Seine Beflandtheile find 
(nach Hifingers Unterfucbung) : 
14) Ig Kiefeierde, 
23,72 Kalkerde^ 
17181 Talkcrde, 
2,18 Eifenoxyd, 
1,45 Mangauoxyd, ' j 

i,ao flüchtige TheileJ' • ^ 



99>54. 
Dunkelrothe Granaten mit geßreiften 

chen,\relche 1 5 Prozent Eifenliefern. SchiiTSrz- 

lichgruner derber und kryftallifirter Granat 

Wachsgelber dergleichen, der in der Schmelz« 

probe 2 1 Prozent Eifen gibt« (M. f. K. Vet; 

Acad.Handl. 175g. S. 288« und RiumaosBerg« 

verks-Lexic Th. I. S. 649.) 

Braun fteingranat?*). Bräunlichrothcr 

derber Granat. Storgrufve. Seine Farbe ift 

bräunlichroth, au dünnen Kanten bräunlichgelh. 

Er findet fich derbj äuferlich und im Innern 

fchimmernd, was in das Gläuzende ubergehti 

Der Bruch ift uneben, körnig, in das SpÜttrige 

übergehend. Die Bruchftücke find von unbe- 

ftimmter Geftalt, fcharfkautig. Er ift an dea 

•) f. Anmerkung 1 la 



Wermeland. 331 

Kanten durchfcheinend ; hart, ritzt nämlich 
das Glas, nicht aber den Quarz, und gibt am 
Stahle Funken; eigentb. Schvere 4,136. Er 
fchmilzt vor dem LÖthrohre leicht zu einer 
ichwarzen Perle. Herr Link hat diefen Granat 
chemifch unterfucht, und darin gefanden: 

33,0 Kiefelerde, 

34,0 Kohlenfaurer Kalk, 

17,0 Eifenoxyd, 

I o,c et^asEifen haltendesManganozyd^ 

4,0 flüchtige Theile, 

a,o Verluft« 

100. 

(S. Neues aUgem.Journ. der Chemie» B.V. S455.) 

Erdpech« 

Kohlenblende (Cronfted tsEifenbranderz). 

Rothbraunfteinerz. Rofenroth von Far- 
be; . derb} der Bruch geradblättrig, mit drey 
Durchgängen, welche ein Rhomboid bilden; 
äuferlich glänzend ; undurchfichtifi; ; nur an den 
Ichärfilen Kanten durcbfcheinend. Die fchar^ 
üen Ecken geben am Stahle fchwer Funken und 
ritzen das Glas. Eig. Schwere = 395384. Für 
iich vird er^ in der Zange vor das Löthroiur ge* 
bracht, erft dunkel von Farbe, und fchmUzt 
dann leicht, mit venigem Aufwallen^ zu einer 
donkei biäunlichrothen KugeL Vom Borax 
wird er an£ings mit Schäumen angegriffen, und 
nachher aufgeioft ; das Glas hat die gewöhnliche 
Färbung von Braunftein. -^ Nach einer che* 



2%% Wermelancl» 

mirchen Anaiyfe des Hefrrii Berzelius find ferne 
Beftandtheile *) folgende : 

53,60 fch^arzes Mänganoxyd« 
39,60 Kiefelerde, 
4,60 Eifcnoxyd, * 
• 1,50 Kalk, 
2,75 flüchtige Theile. 

ioi,a5. 

Kriflallifirter Schwefelkies (Cubo-dode- 
cäedre H.) ii^it geftreifteh Flächen. 

Drufiger Eifenglimmer. Blättriger , £ i- 
fenglanz. 

Blaulicher Ei fenglanz, von mattem, dich- 
tem Bnichy mit eingeflreuten rundlichen Kor« 
nern von dichtem, glänzenden MagneteifenAein. 

Kry ftaÜifirtcr E i f. e n g 1 a n z (F. oiigi/le, H.X 
in flachen mehrfeitigen Kry Hallen, dem Eifen- 
glänze von Elba ähnlich. Er wird vom Mag« 
net gezogen, gibt aber einen rothen Strich. 

Lindbom$-V et fuch,- ein nordweftlich 
von LSngbanshytte am Hytte-See' gelegener 
Schürf, führt aufer Magneteifenftein aucb Ko« 
pferlafur und Malachit. Aehnliche Kupfererze 
landen (Ich im Jahr 1788* in derben Stücken in 
einem, ^eftxträrts von der WohnuiSg des Gruben- 
voigts von Langbanshytte entdeckten Anbrüche; 

Auf Malmön, im Längban-See^. trifft 
man Spuren von Eifenfielui. und am Seefirande 
einen weiiTen Thon. 



♦) f. Anmerkung 111. 



K e r n sb e r g, T7 M^üe veft^ärts am Hy t- 
te^See^ fuhrt einen harten, mit Granat ge- 
mengten Eifenfiein. 

Getebtrg, nordwärts von Langbanshyfte, 

im dz^figen Walde gelegen, hat eilenhaitigea 
Bleygianz'und Zinkblende ausgebracht* 

St|ernberg, auf Lesjöfors • Waldung, 
r ' I 'Melle nordöftlich von Längbanshytte, wurde 

fchpn im 1 6. Jahrhunderte auf Kupfer bearbei- 
• tet, auch im Jahr 1780. wieder aufgenommen, 

führte aber nur eingefprengten Kupferkies. 

Remsbergs-Gruben, ^Meile von dem 
i Hohö&n. gleiches Namens, und Päfe-Gru- 
f . bcn,./J, Meile von Lesjöfors- Werke, bey Räms 
t Kapelle, werden auf Eifenftein betrieben. 

I : i ilfar ne ift ein Bergbau auf Silbererz, bey 
; Langbansende, der in den Jaliren lygi. und 
178^- anfgenommen, und auf einem fchmaiea 
Lager ialichtgraoem Kalkftein betrieben wurde, 
welches grobkörnigen von 3^ Loth Silberge- 
halt in» Zentner, und 60 Prozent Bley führte. 
(RR. Geijer). 

Am Sang-See, ohnweit Gäsborns Kapel- 
le^ findet fich gelbe Eifenerde. (Ockergelb). 
(S..RiQmans Gefchichte des Eifens, S.70X.) 

• • ' 

' - Am födiichen Ende des MÖgrefven» 
Sees, m Gäshorn, finden (ich mehrere Spuren 
von Kupfererzen mit eingefprengtem (Schwe- 
fel)Kies. 



934 Werm^Ji^nd. 

Der Torrakeberg, i Meile fiidöftlich 

von Gußafftröms-Werke, in GSsborn, befleht • 
aus graulichem mit Serpentin gemengten Kalk« 
flein, in "o^slchem mehrere flehende Erzlager ; 
in der Richtung von N. nach S. auffetzen. Die 
Gangarten lind rother und beider Hornftcio, 
Kalkflein und Serpentin. DasEifenerzbefteht 
aus einem graulichfch^arzenMagneteifeoAein. 
Sonft finden (Ich dafelbfl: 

Dichter, gelber, grüner und fckvarzer Ser- 
pentin; gelblicher derber Granat; dcrbier 
Arfenikkies. 



In i Meile iiidlicher Entfernung voo 
fem Berge liegt der Fagerberg. Er beflebt 
aus einem Granit, ^orin der FeldlpaCli vorwal- 
tet, und mehrere Lager von MagneteUenfleiO) 
mit Kies gemengt, in der Sichtung von S. nadi 
N. auffetzen. Man findet dafelbU einen gelb- 
lichbrapnen derben Granat, welcher in vnk£d/^ 
formigen Stücken bricht (i quadriga Ayd^eo)^ 
ungebrannt vom Magnet angezogen wird» ig 
bis 1 9 Prozent Eifen enthält, und bejr Anwen* 
düng dienlicher AuflÖfungsmittel einen Zinnge* 
haltfpuren laifen folL Auf den Saxeltnuteiit 
einem bey Hellefors^Kirche gelegenen hohen 
Berge, trifft man einen ähnlichen Granat, der 
in gefchobenen parallelepipedifchen Stucken 
bricht, und einen körnigen, etwas fchimmem- 
den Bruch hat. (M. f. KongL Vet. Acad. HaadI» 
1754. S. 2880 



Werineland« 935 

MSnhöjd, liegt ^ Meile abendlich vom 
Svartelf und i Meile S^.^efUich von Guftafs- 
ftröni« Am FufTe diefes Berges ift ein Stein« 
bnich ia veiflem grosblättrigen (groffj'ällig) 
UrkalkAeio angelegt. 

Bey Thyn, am Hög-See, findet fleh ein 
dunkelrothes Gedein, was man dortRödberg*) 
(Rot&fels) nennt, und aus wellenförmigen, 
knorrigen, und geflammten (veiiig och maiure- 
rad) Lamellen» mit fchwarzen Flecken beftebt, 
und 1 4 Prozent Elfen halt. 

Kroppa-Kirchfpiel. 

Hornkullen, ^ Meile nord veftlich vom 
Kroppa-tlofe gelegen, ift ein altes Silberberg« 
irerk, vas zu König Karls IX. 21eiten in vollem 
; Umtriebe Var. Seitdem find diefe Gruben zn 
, inehreren Malen wieder aufgenommen und ein« 
gefiellt worden. Sie führen kleinkörnigen 
Bleyglanz, mit Zinkblende und Leberkies, in 
dunkelgrauem Glimmerfchiefen 

Ansvicken, Aker-Grube, Gat-Gru« 
b e und Fred-Grube, fowie mehrere andere 
Eifenfleingebäude, auf dem Gebiete von Garn« 
kroppa, Nykroppa und Storforfs-Werk, haben 
einen reichhaltigen und gutartigen Magnetei« 
fcnflein ausgebracht. 



*^ f. Anmerkung; 113. 



uciucy vun kciuciu luuucrucu i9iiococ|Ci 
halte war. 

Auf dem Silfverhytten-Walde; 
T rö ö s e l f, in derNachbarfcbaft vouBjdri 
Kapelle, ift in früherer Zeit Bergbau 'au 
ber betrieben worden. Man ftndet da 
eine gelblichgriine, kleinkörnige, halbd 
fichtige, phosphoreszirende Zinkblende in 
fem Kalkflein« 

Bey m Granberge, nicht weit von 
yerhytte, trifft man gelbe und rothe Jaspis 
W^ ingrofeu, lofen Blöcken. 

Rada-Kirchfpiel. 

Im Gerichtslprengel von V i s n u m bei 
iich, nicht fem von Giillspang, ein Talck 
ferbjcucL • ; 



ft • • ' ■ * 



der Konigl. Akaden^ie.der Wiflenfchaften^ 
m Jahre 1771O 

^'Attx ätrande des Mängeu^Sees^ nord- 
f vontindforfs-Eifenrhiittcnvcrkc, 'wird ein 
tdiXäxwätzer feinkötoiger maghetifcber 
(d Von 30 Prozent Gebalt gewonnen. 

V .Räda-Kirchfpiel. 

:]lii Kirchfprengel von Elfvedal, aujf der 
i|^'öj[de, bey Mokärn^ - Hiitte, und am 
*11eh-See flndea fidb Spuren voü Gra^ 
Id dem 




&#• .;: V Ny-Kirchfp;ele 

WiiDäan* Anbruche von Eifenglimmer, :d(sr 

' ' ■ ■ ■ 

Dalby-Kirchfpiel. 

c^-^ Auf dem Gebiete von K i n d s j ö n kommt 
fßffsr Glimmer, in grofen, geradblättrigen 
mthcik'vor. 

- • • 

Lysviks - Kirchfpiel. 

|pi Gerichtsbezirke von Fryksdal, am 
buade des Fryken - Sees wird Eifenfand 
^ ibeii. 



k ■ 



'240 Wermeland. 

jiörnlger MagneteifenAeui mit genngh^lügem . 
Kupfer- und Scliwefdkies. 

Jägmäftar-Grube: Buntkupi^ererz mit 
Kupfererz, in grau- und weifsgeftreifteiil Quarz« 

Bock -Grube: Kupferkies mit Magnetei* 

ßnftein. . -, 

* • ■ . ■ 

Im Mangen- und Teen-See findet man 
Rafeneifennein, in rundlichen Scheiben .und 
röhrigen Kugeln (? i kakor och pipiga bollar) 
zufammengehäuft. loo Tbeile. diefes Er- 
zes verlieren beym Roftien a6 Theile. und der* 
Ueberreft gibt dann 24TbeiIeEiren, was nach 
dem geröileten Er^^e berechnet ^2^ Trözent 

Verluft ausmacht. (ß;R. Geijer.) . ' ". ' ' 

• • ■ 

Eda-Kirchfpiel. 

Kyrkoskogs-.S.chürfe, fiihreh in ei- 
nem Glimmerfcniefer,' worin grofe braune 
Granaten eingefprengt find, tonnlägige Quarz- 
lager mit eingeftreutem Kupfer*- und Schwe« ' 
felkies. 

Glafv^a-Kirchfpiel. 

Ruds Silber- und Kupfergruben ha« 
ben reiche Erze geführt, nämlich Graukupfer« 
erz (Fahlerz), Buntkupfererz, Kupferkies, klein- 
ükörnigen Bleyglanz von ^ Loth Silbergebalt im 
Zentner, in grauem Quarz. Auch kommt dort 
derber Schwerfpath vor. 



Wcrmeliod. f4l 

-''' DtfrBtHliilfebfrrg, welcher ^ Meäe VOft 
Gt«iili)ordra-See:. liegt,' ift i MeH« lan^nnd-^ 
Meile brein- Er liöfcft-eineu bellgrauen^^cliiDn« 
und geradfchiefrigen Glimmerfchiefer, der in 
der Gegend fib:Dfif:)ifcJliefer geb|;aucfat wird. 



- f • -- 



Skillüigehärks- K]ixhj|)id[. 

Im Gerichtsbezirke von Nord mark liegt 
Holj^i.reruds»3<^1^4i^fi! dereinen bläulich- 
[ fchvarzen körnigen MagneteifenAein, von un« 
i ktfkhv 60 Prozent Gehalt, fuhrt 

Silbodals * KirchfpieL 

> i.- Zn TVärdalen bricht Kupferkies und 
ürfiicher Bleyglanz in weiilem Quarz. 



- » 






Silleruds - Kirchfpiel. 

•■ Auf einer Mftrlf von Torgeliby, ftd- 
' VSirts von HSihült, fing man im Jahre 1782. 
in auf Bleyglahz zu bauen, velcher 17 Pro-* 
ztn.rSl^y und 2^ Loth Silber im Zentner aus- 
gab. ^ In der Teqfe var jedoch der Bleyglanz 
. mehr in der Gangart zerftreut. CB.R. Geijer.) 

Auf dem Landguthe S k o g e n und bey E g e- 
niit iA auf Eifenerze gebaut worden. 

Langferuds - KirchfpieL 

Auf dem Grund und Boden desl^andguthes 
By o^ im Gcriehtsfprengei von Gillb^g, Hn- 



248 WermeUB 

Aen ficb Abbruche eines eifenT^hwarfleii diciu 
ten, . ieio]&<}roigen und mit Q^arz geaiei|gtt|| 
EifeDglwises, von 34 Prozent Gehalt.,. 

■ • • " ■ 

^ Stafhäs-Kirch^iel. -. ' 

Stöipne, jelae Kupfergruhe auf dem Ra- ; 
ß a b e r g ei Ütgt feit 1 660; vöfle; ' ^ 



■ '» 



By^KifchfpieL • M 

Im Gerlcbtsbezirkevon Näs encdecktt maii 
bey By elf und der äöfle-B rucke im jaliir 
1 780. bey Sprengarbeiten im grauen Granit ein 
r^ty Zoll breites Truni von Bleyglanz« mit 
I iLoth Silbergehalt im Zentnen (B^l^Qeqer.} 



Grums - KirchfpieL 

In dem Malfjö-K'alkbruche» itMeilt 
von dem Ifofe gleiches Namens^ bricht vci(^ 
fer und bräunlicher, dichter und blättriger Ur- 
kalkÖein; ..ingleichen Skapolith, veifs und 
gelblicfiiweiis, iaulenförmig, ^theils undurchficlh 
tig, theils halbdurchficiitigy vor dem 
röhre mit Aufwallen fchmelzban 



> « ■ •• I 



Carlsfhdt; 



• k 



•..i*4« 



Eine Viertelmeile von CarlsAadt finden (ich 
Anbrüche von Magneteifenfteln; 



•f 



Olli Irland; ^43 



iftnlM 



.).. .. 



i • 






DähhlancL 



sr Bobe Rücken des Hauptgrefizgpbii;gc», 
eher vom Famuud-Se^ ab aiaf der Grcnzq 
kh^a Norwegen und Wermeland (udWäi 4 
.herabzieht» tritt am See Stora^Lee nacJi 
hl.9)a.od über^ Orcicbt dann in 'födlichcf 
litiing faft mitten durch diefe Proyiiiz hin^ 
sh,' und sieht fv:h' ferner veflltch yöihl^rieiip 
^rivatcen und der Stad^ Vennersbctrg Aber 
Qtentt nach Bbhdflülii, ^q er fodann dem 
Uichen Götha-Elfs bis zu deflhi AisÜättfe in 
Wefifee bey.Götlieborg folgt. ;. Ein^Seiten- 
t .di^ef Gebirgs Aeigc durch Att^in^ksr La- 
»y, Trcskogs, Aminskogs und mehrere an« 
B toniliegende Kirdifpicilebiirzfitft^VfMern- 
-herab; "v^iid der* Köpmanna-f)'äU'|gMüaän^ 
"«fohl tr nur von mittelmäfiger Hohd iß, 
i ^riihit den Venem in der Nähe äfSr Köp- 
^Brücke. Die Streieke Landtir« ' ^clthe 
i'dieiem Seiten jocbe* ans nach Mitta^bk^ge* 
^emiersborg hin fi^h ausbreitet«' tfndrige- 
. Morgen an den Venera-Se« än(toA» "^irg^ 
md aber von dem, mitten durch das Land 
ichenden Hauptgebirgszuge und den foge- 

' Q2 



i 



nannfen ÄrböIs-fj3nflP%!ft^fefctil(B!en"wiK!, iß 
ineiA eben, und befleht zum gröüten Tfaeile 
aus flachen Thonfcbichten. Innerhalb det' 
HauptgebirgsZDges kommen einige Sandeb^ 
nenvor, \rovon die gröfste im Kirdifpiele Öd»- 
ftÖlds liegt, und naf;^|f^|tifiqpt (6desköld^' 
moar^ beaaoat Vird.' * '^ 

Das Gebirge in der Nähe diefer Eberitt 
(lerfl3tt«n);'ara Vererft-^e,-'^ovie ^öü ÄÄn 
bbZnrGi'ihzev0ü.W<niieIafid, befl^ht aui «^ 
nem' riclieti Granit',' cWr 'girtisartig, -(rtüd»« 
förmig Ichiefrig und faiger ge(chi<miet'iftü 
ftleiide iagir)/ Uiti' die' Kirche vÖn Hd|^ 
liüs..trin^ man an den Afb'olIsfjäÜen Oliiqme^ 
fcfiie&f, niiVabwec]ifelÄdeii.r-.agerHV,Qll'^«uim 
)fnd ij^tplicbem Qtnr^, -^.fkbe 45° ^^fj^ 

Öi]ei^l$I%'1>Äiim btf(tebiJ!s^'-röAfcilt^ärAiüt;'^ 

vr:to7<illP» Nebepjpöttfcr.idem i(>g(mp«t|a 

mfrlfitütfe^ ipit.QäB^yrp TOr, fnulj^^pD 
taehxef^-Qr^P ^bfiriHa^Kupfarerjtft'.fiJiijCjH 
ftrtt««*J^ofcht4fe-,der.ali Daj:hfc4qe||i^tilt 
nuf^(^^,i und UB}-. Fröskogc-Kifft^ji^dft 
ia4nb:«Fi0w »Büi, rqttö<4i^a ^^^nSt^^fB^ 



^ Rpiftbj-Grubenfiad au^Eiffinftem bis 

F *^ l^cAter T«u^; gebaut; im Jahr itSB-aber, 
i ^^gen Mäiigeh^än^AnbriichbD, vieier verlaf« 
[ l» worden. %s fanä iicli dort: ' ""'' 
f ^; 'iSi^atheififtnfl'eUih vielen Abändenin^^ 
I ' "S chwcrf jirar h;iKVeyerlcy Art. Der eine 
&r^' ifhalig und hal^durchfichtig, von 4,518 
!^i^"Schvere, entbait .\ 

63,0 fchvefeliaure Scbvererde, 
.M.'?t a,o •• '. ' 'Kalkerde, 

19,0 Kiefelerde, 
■*>:.* ...ii.. 9^0 Tho^ und: Eifen, 
a,o WMTen 



; -/» 






• • • ' 



Ditt irndere. AlsSnd'erung ift mit Eifenftein- 
cb'eilchen geme&gt, rch^ärzlich * von Farbe, 
4|,39^ eigenfchVer, uHd enthält': 

59,0 fchwefeifaure Sch^ererde, 
7,0 -. . - ^kerde, ^ 

do,o Ki^felerde, 
*"'"* ti,o Tbon'uhdEifen, 



^MW« 



., , joa*). 

.,„/, ^ ,, Tydje - Kirchfpiel. . . 

DieNötö-Grabe fährt: Spatheifcnfteia 
mit brannea Vervitterungsflächen ; Kupfer* 
: kieil Fahlen. 

'' *) Man fehe die unter A^Eelii Vorfiti vertheidigte Ab- 



146 DaÜltUiil. 



• » ■ ■ 

Aminskogs 




Die F (ii r h op p n i p gi« oder Kn o 17 egiriii 
en liegea^f Meile« die HvArtvikij 



B 
»••• 



ben liegea f Meile« die Hvaftvikigrii> 
ben i Meile von dem Gafthofe Lund. . Vlßß 
GebireiQit diefer Gegend ift quanaitig, jHÄ 
wecbteit mit mächtigen Lagern des gemeinen 
Climmerfctiiefers ab, welcher in dichten Gliofr* 
merfchiefer übergeht Der letztei^e führt Erst 
inl Quar2 und Braunipath. 

Auf.derKn4)lle*Gruba brechen; Blafi* 
rbther Kalkfpath; Drufen von Quars^ Kaikp 
und Braunfpatbv mit Erdpecb} ieberbranner. 
Braunfpath} Fiufsfpath, tbeils veilchenblaa 
und derb, tbeils ^eifs und in Würfeln' kry(lal- 
lifirt ; grünes Kupfcrglas ; Bantkupfererz j F^bt 
erz, aus Silber, gefch^efeltem Kupfer und Spies- 
glanz beflehend, was n^cb Cronftedt 26 Lbtk 
Silber im Zentner und 94 Prozent Kupfer cnt« 
hält; gediegen Silber in Quarz; Silberbrand^ 
erz, der Steinkohle ähnlich, flockenveife in 
grauen verhärteten Thon eiogeflreuu Es ift 
kupferhaltig, riecht im Feuer, nach ^chvefel^ : 
und gibt 33 Lo^h Silber Im Zentner*). . 

H v a fs vi k s «G ruh e n: Kalklpäthdrufen; 
kleinkörniger Bley glänz, von 40, Loth Silber« 
gehalt im Zentner; gediegen Silber in Quan; 
Kupferkiei, in Tetraedern kryflallilirt. • ' 



«Mli*i 



handlung von FryxcUi de Btrordenice in Säeda if* 
. . perto, Upf. i7t8. 
*) Rinm. Bergv.Lex. Th. I. S. $02. 



; * Pi« Eiftnfleui-Scbufffe Skälleby und Vu 
k a, die tV Meile Von einander liegen, fuiiren 

' ' VingnU» • Oru6en: Spa'tbeifenfteln^ 
Sdiwer^th, rdtliiich und veils, Jtörnig und 
icludig; von 4,391 Eigenfch'o^ere, enthält: 
71,0 icfawefellaui'e Schvererde^ 
li^o . . • Kalkerde, 
I3f5 Kiefelerde^ 
0,5 Thon und Elfen, 
4,0 Wailen 

. ■! ! I I I 

• lOO*). . 

FaUerz} Kupferkies; Buntkupferer^ 

/2$Kckärr8^*-öruben haben Bleygtanz und 
Kupferkies geführt« 

Im Kalkbruche von S'aby bricht veifier 
Urkalk mit irofenrothen Streifen. Er phospbo* 
ressirt erwärmt ziemlich ftark, mit gelblichem 
lichte und felbft ein venig unter dem Schla- 
ge , dea , HammerSt 

Fröskogs • Kirchfpiel 

. , £|i^Klapperiad8-Eifengruben liefer« 
tea ehedem einen armen Eifenftein, welcher 
vieijBraunflcIn enthielt lind ein manganhaltiges 
Roheiifen gab, was mit geringer Mühe zu 
Sehmeizftahl, aber nur fehr fchwer zu zähem 



IM 



r) S. die angei AbhiucUung Afzelii» de Barofelenite. 

9^m . m • • • 



J4S Dab-Itfand^ 



Ei&h.verarbeket werden kodnte. ImLuppen- 
feuer liefert, et einen voftrefflicbefi Sta^l*). 

Auf diefen Gruben kommen auferdem värt 
Seh varzer dichter und glänzender Braun- 
ftein**), .. der nach Klaprotlii , Ünterlqc^iing 
(S. Beyö:. Bd. VI. S. 139.) ; 

$0,0 Manganoxyd« . . * 

2^,0 Kiereierde, 

1 3,0 Hüchtige Thcile. ' ] 

98>o. ; ': ... 

enthälr. Ferner: Kolophoninmbr'aun^r, durch« 
fichtiger, kry flallifirter Braunflein (?). ^ ^Fäfri* 
ger Malachit. , .V •" 

Auf dem Gebiete. de^^I^andguth^c Kn^rr« 
by bricht ein hellgrauer Dachfcluefer, der'aus^ 
fehr dünnen Lagen von Quarz und Glinfiner 
bedeht. 



• • n 



.' Hcßleskogs -Kirchfpiel. . . ' 

Am Hafsasberg find mehrere ]^ue auf 
Silbererze geführt worden, in Quarziagern, 
welche im dichten GliiniDerfchiefer, auffctzea» 
E3 ift fonft dort vorgekoinmen: weijler und 
bläulicher QäarztnitgefcbWerelteni Md^ylrfen ; 
Buntkupferetz ; blaisrother fchaliger whiirer*' 
fpath von 4,333 Eigenfchwcre, wcKHtr^^niy'' 
hält***V; ^::: -j.-u.i 

•) Bcrgv.-Lex. Th. I. S. jai. 

••) f. Anmarkung 1 13.. ^ . ^ ^ 

***) S. Afzelii oben erwähnte Abhandlung. ' ' - 



80,0. TSchirefclfaqre, Schvererde« 
3,0 • kaikerde^ 

^iifili^^ Riefelerdev 
%i : ) :• « i^^b Thon und fiifoiiDXy d; 






*J ••*. 



■-1* ■ , •. 




98,5- 

Die BjÖrby-Gruben find ehedem, für 
sehaung des vorm<iligen Dalilfchen Silber«^ 
aks« ebenfalls auf Silbererze betrieben wor- 
iNft. Et brachen dafelbH: Bräunlichrother Kalk« 
Kill $' Bieyglanz ; Kupferkies; Buntkupfererz. 

Slädkärrs* Grube führte: gelblichen 
;iipath; Fahlerz, vras aufer dem Schvefel« 
Ite s6,o Kupfer, 30,0 Spiesglanz und 
Xoth Silber im Zentner hielt; gediegen Sil« 
pr in Branderz und Quarzdrufen ; Kupfer« 
Miiderz» 

\ Tifsleskogs - Kirchfpiel. 

f-' Anf dem Gebiete von R a m d a 1 s bricht ein 
IMrarzer dünn* und fein ^ellenförmigfchie- 
Urthonfcbiefer, der zum Dacbdecken 
lehbar i(L 

giiL'Bey^Vermbu: Urkajk. 

' Atn Kittel berge, -1 Meile fiidlich von 
^innbu, Urthonfchiefer(Dachfchiefer), deflen 
ehichten in N. undS. ftreichen und 25^ ein- 
shiefen. 




V 



Ufa 



DabfvUoA» 



Sfttteby •'■Kirdifpiel. *• 



Auf dem Landgudie SkjbtbOk.^l M 
oftlicH vom Lax*See, findcic mati ^qi^UIi 
neu fchv^iTCca .dvan« und geradCc^efijj 
VJrthonfcbiefer^ iet zum Dachdecken au 
vwdct i^ird. 






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Weßgothland. 



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WefigötUand, Velcfaes jie beydcn Lch« 
neSkaraborg undElfsborg uaäaiTt, ift ia 
geognoflifcher Hinffichc eines dar merkwürdig^ 
Aen Länder. -^ Der nördliche Tbeil^ Wd« 
eher* Skaraborgs*Lehn ausmacht, wird gegea 
Abend vom Vencr-See, gegen Morgen vom Vet- 
tern-See eingefchlofTen 1^). Per bphe Rucken 
des Hauptgebirges adebt ficb» nachdem er Nerv» 
ke und Weftmanland durchwandert hat, etwai 
abendwärts vom Skagerp'See, zwifchen di^fem 
und dem Unden-See, nach Weftgothland, fetz( 
fodannin füdlicher Richtung durch ganz Ska«> 
raborgs-Lehn, ücts dem we(Uichen Strande 
des Vettern-Sees in weiterem oder kürzerem 
[ Abftande folgend, fort, bis er oflwärts vom 
Sträkern-See tiber Smalands Grenze tritt, und 
fleh dort mit dem Gebirgszuge vereiniget, v^U 
eher fich von Göthebprg aus quer durch W£^ 
borgs-Lehn und Smaland bis zur OA>See .ia 
Calmars-Lehn hinzieht. 'Eifborgs*Lehn ift 
daher zum gröfsten Theiie . bergig ; dochfalU 
das Land nordwärts nach den Ebenen von 



•) f. Anmerkung 114. 



I raborgs-Lehn oft gneisartig und wellenJ 

' fchiefrig ausfällt^ ift die herrfclieöde (h 

art. Auf dem RücKeu der Gebirge trif] 
hier und da Glinimericbiefer'än^ /laii 
Lande ündet man Uebergangsgebirge, 
Sdiiehtcn zu eigenen ilblirten Bergen üb 
ander gebaut find» 

Der rothe gneisärfcrge Grainit*), ^ 
meift um den Venern-See und' am Gö 
▼orkommt, befleht theils aus ebenen^ 
atis gebogenen und Zellenförmigen Lage; 
(Einigen Linien bi^ zu mehreren Zbüen! 
tigiceit, welche ab^cbfelnd bald ausfc 
zem 'Glimmer mit'TÄrenig Quarz und Feie 
bald äus^ei^ein nndröthlichemFeldfpa 
Qbäirz, bald aus Quarz, ^eiflcm Fcldfpal 
Giitnmer beftehen u» f. TEr.,ninter dllen nui 
iUhea- V.erhähniflen. Die Glimmerlagi 
ftiuiämen das Streichen und Fallen der S 



W«tgotlilaail. asi 

Kdasoii langBftrofieD, lut Em- 

1 duokelgriifier'Hornbleilde, gm» 
IWV'F^cUpathe,. feetuieijbg räulenföruiigeiH 

lliiliji rpriprrli. SdnrefffliSesT' und eiui^ok 
i,,(iBP¥elldJj)3th tHKlQaarR;'.rcbvareeo-|hiiy- 
'""ffnibTitatait(T'}tBikeiriliceo-c8lcairei(h«& 
i»''Hi)t->— IhüimiUThonlagerb^ÄVeF»- 

|t0W%ebaIeDToh-Mu(ctieto uAd'Me(h^< 
jiöUz. BjMuVtftiJdefpectUB^ M;ätmi 
j||lOf(lA'Ulai]4icä, Lbptt5 baJeaua;L: tintin^ 
Uf '\lytUas phblidif, M. edul^, ArAi 
|-'TeUiiu plftflstb LiAB. n.'m. a, Aeb'a- 
tltfKyad'infehrere ttaAive Arten findet msh fti^ 
|f4wCtttrt-(iüd zaeigtlhcnAäppenaü^diaQft 
K iAm Bergea um 'UddcTaUa in Bottiltf-UbtiD; 
ftyq.l ^.o Fufs Höhe über der Meenifläcbe. 

i^ U, (lein flachen LäiiJe von Slcata&oVgV 
i^:£'%elcbea gegen MitternachtuntiMorgeji 
Pinif^tgebirge, tindgegea Abend' voiii Vf. 
■feSee eingcfclilo/ren wird, gegeii Mittag ä^er 
(p ;|B^ie Gebiege ;vfm-£J£itorgfrLebA an* 
IHiw «rfteben ficli;cützeliie, iäachkiigeligs 

iSimKYOa Udköptng-und auf demi&g^ 
|l^[teK^:£enK)oa unLSngen-See. Dti'Cra^ 
PtÜritipiAilgemeineo'von vaagereebt'di^- 
Ül^fgtmt' TboakbithUA bedeckt; 'M'UiEfti^ 
Mk Orten aber auch von Sandebenen, vie, 
if der AxcTalla-Haide, aäv'ärts Yoa-'>Sk4ra. 



954 Wcügotbla^nd. 

Gegen Morgen van: derKymbo-Kircli« Komet 
«iainäciitigesSaodlftgervor,'Vas afKetnegalif 
eigene Weife lii|&gd2adkt(ucat^ttrüeyift^<.afld 
ein Feld Ton lauter grölcrn uüd klctKoecnSand» 
kuppen bildet. :. EinlKdae, groj« kiiglkhe^Soni 
liugei oder fogenannte Högar (Haufen),, in» 
4let-09ah fowohl ita Gebiete der Ueber^on^ 
eis der Urgebirge ; dahin gehören diel Varfcoue 
und Qd^ikulle beyFabl^öpingUvin. ^' JSm 
Stradkd von, fernerem Sande (Flugrand)Aiintt 
ibi;en: Anfang um Lidfcdging« urid dehnt fick 
hiß zum mittäglichen Enpe 4er KionekttU.^aiUi 
wo iie fi'ch in. einer. Eb^nte bis zum VenernpScc 
aMsbreitet. .In d^m: npi^lichen Tbeile von 
.Wefigptblandv näher näqh dem Gebirge bifli 
kommet; die Sand/tp^^eii; läufiger, vor^. ^jbvk 
f^n Kinii6&og uqd anderwärts. • • 

1 ■ ■ 

Aüferd'em trifft tnah'in dem eigeätlichea 
flachen Lande, zwifchen dem Vener ^pd.Fahl- 
k^n^, >ine Anzahl Tor^mo9re, y^elfhfi xuQ 
T^eil die Feuerungsmittel für diefe ii^Ql|äf06 
C»end liefern. 



/ . •• 



• ■* 



Auf dem erva&ntenrfbichen Lande ^), Qfl^ 
fiber. d^ rothen Granit, ■ erheben fiek'^ 
Scbiehten des fjmgern Uebergangigebitge% 
^nkäha lieh zu einzelnie»fiergkuM>ei&bn' an* 
iehnlicter Höhe und Jungleichem iJhb£«^g0^ 
itAlten. .. Man trifl^,dftvon.nerVetfdiiddflneZfr 
ge (trjikter) an. ; AUeift fowobi die gldd« 



itfe ihrer Niederr<;hiageJip4 die AufeiHai«^ 
ige vcm dr^j^'deffeiboi), als aoch- ibrexatiJci» 
Utalt, weicht 'Spvcea . von; ; df» lerftöreD^ 
Wirkungen iiei WafTers an .wli. tragt| beverff 9 
iutlich, dafs jene vier Zügc^U einander im ij^* 
Dunenhanse geftandeb, und iniherhin einen 
Biigen Zug gebitdet'babeb^-Srelcher durch 
7ellenfcfalag und Ströiiningeft*des Meeres dkeilw 
rdfe fortgefähtt 'vordeirifV; üüf glticlie Wei« 
^ wie imFahibygds«Zi^«v'^ byd^bWdi^tiriteri 
«I bald auchJdie zi^ytb üfld drifte For^afioil 
ociaildenm^die ubtigetfiifaW 'V^rfeh'tf^b^ 
rodens üÄd nur «ulf mandIttt-Bltfgkuppeä lUMeii 
QZQCrefieil findi '- ^'^ «^ • ^ -^ ^■'^} 

Unter diefen gehören Rinnefcdlö^ 'fttttn^ 
nd der Falilbygds-Zug^ nebOLungafeniiluei 
od derfelben BildungsKeit ai^]^,;^ogegcfi der 
loone« und • der Haileberg, deren Schielte 
be andere BeichafFenbeit und Ordnung haben» 
i eioe andere Periode gehören« Im üuferea 
uiiefaen ftinimen alle diefe .UebergangsgeVr^ 
ttia liberein» dafs fie in Abfii^zen oder treppen» 
etigen (trapvis). Schichten empqriielgen un4f 
Dm Weiten betrachtet» das Anfehn dnesi , mit 
iacr ebeneil Flache abgefhimpften Kegels hsh 
Uu. Die meiden ihrer Berge .find iänglichi 
Ich N. und.S* geflreckti^^ ihce, ^diltermchiiipjti 
l fleil, die Sü'dieite hingegen allmälich ab^cia4 
od mitauijzefchwemmtenBodeii bedecktt zun 
eireis, dafs der Lauf der Meerflrilimet ip^^^tMi 
U Oberflächenanlehen veranderMf vonr.Mi^ 



04$ ^e^lfithU^^; 

^<«ii^ich'tpn^'^^ndiil:1i'ici^'lidS(«^)-< 
¥f e^ -'• VÖchtti'üä' Ibfen' iMd&i^'iroi 

ftr^ velcneoenbeydenunterflctei.Sichicb 
Kinnekuile und desBiliiiigen entfprechen 
fiobö^l'tfclxiiji^ vmhUlc gev&hnitc^^ Lag 
fitiflkffori)i^iwft(n)^^ ^vOF9us Kajk gebr^nr 

•i--'^ Attf^efftd^cmfeKenScitb cTes'Bcrj 
FuSfe'il^if Säiidfteiafchicht, findet ttiau < 
tb%A6railit ön-fflanchen Stellen' in äriem 

■ ■ ■ » 

tern^ und Vervf^iherten: Zuftimde, • däf» 
fcfttort den Händen zerdria-kcnlärtt'. J( 
der; AüHageruhg^Sche . des Sandfteins,' 
ÄftHr ift der Granfr^ verwittert udd* raurÜe 
bii*zd-ihehrerefÄ-TLkhtern- TeUfe. Er 
#(li '■'•äbregelfiiSßg- körnigem -gelWrch 
FfeWi^ÄÖi, gnlnlithöni Glimmer, ^eifleiia 
•lid' i^ml^rri in gaii^h MaiTen eingeHreUte 
Weigi?n KiefelriiehleJ -. Die BergRüppcö 
iSitr iii gchingcr -Entferiiiing von der San 
jfiäiicfat vörkdmhTen;* beftehü aas derfelbi 
V^^art^oHiilrficK Jedoch in einem fo t 



Weftfothland. 357 

Znflaadc zu befinden, und mit dem Uu- 
EUi^e, da(i fie ein venig weiiTenFeldfpath 
f^lilill^vcrvitterte Hornblende in ihrem Ge- 

3ge Aofgenommen haben, wogegen das 
hnehl ganz darin Termillt wird. Da die 
ildipatlitrumer des mürben Granits fcharfkan- 
Bod von frifchem Anfehn find, fo ift es 
gfamblicb, dafs das Kiefelmehl durch Auf« 
des Feldipaths entftanden feyn könne, 
väre es, dafs es von einem fniher zu 
'zerflörCenFeld/path herrührte, was dann 
übrigen Gemengtbeilen zufammenge* 
t worden wäre. In diefem mürben 
; haben die Einwohner der Kirchspiele 
r und Lungäs einen Mählfteinbruch an* 
wiewohl der Zufatz von Ktefelpulver 
Mehle, was fie mit diefen Muhlfteinen 
n, nicht ohne Einflufs auf die Gefund« 
feyn dürfte. Diefer Granit verdiente zu 
en bey den MeiHngwerken verfucht 
Verden, da man diefe jetzt aus dem Aus« 
«u verfchreiben genöthigt ift. 

icn diefem Granit und den unterflen 

ifchichten liegt ein Lager von konglo« 

m rundlichen Gefchieben, in deren Bin- 

jenesKiefelmehl ebenfalls mit eingeht.. 

bey Björfäters Miihlfleinbruche lie« 

»I feflen Granitkuppe find dünne Schieb- 

Sondftein mantelfbrmig (käpor) ange- 

als Ueberrefte der Sandfteinfchichten, 

ae fruherhiu das Ganze bedeckten, dann 

R 



2S8 Weftgothiand. 

abervomWafTer fortgeführt wurden. : In dem- 
ielben Berge findet man auch im Granit Kläfte, 
bis zu 2 Zoll Mächtigkeit, weiche bey der Bil- 
dung der Jüngern Gebirge offen geftanden ha- 
ben, und daher mit SandAein auiigefüllt wor- 
den find. 

B. K i n n e k u 11 e *), liegt am Venem-See , 
ift in der Richtung von N.M.O. nach S.S.W. 
I i Meile laug, ungefähr halb fo breit, und fleigt 
treppenartig bis zu eiuer Höhe von 780 Fufi 
über den Waflerfpiegei des Venern empor. 
Diefer Berg beßeht aus waagrechten Schichten; 
zu unterO, alfo zunächd über dem Granit, liegt 
SandOein; über diefemderÄlaunbrandfchieferi 
mit Kugeln und Lagern von StinkHein : fodann 
eine mächtige Ralkfleinfchicht, auf dieier Thon- 
und Mergelfchiefer, abwechfelnd gelagert, und 
oben auiGrünflein, der die oberfte Kuppe bil- 
det, und oft lothrechte, in unregelmäfige Sau* 
len zerfpaltne Seiten zeigt. (S. Taf. I.) 

Die Grundlage diefer Schichten ifi der ro« 
the Granit. Er zeigt (Ich an der Morgeniei- 
te des Berges, zwifchen den Kirchen von Ful- 
löfa und Forfshem, unter der SandAeihfchicht 
in niedrigen, flachkuglichen Erhöhungen, und 
horizontalen Schichten. Am Strande des Ve* 
nern, unterhalb der Wicfc Veflerplaua und 
einer lothrechten SandAeinwand, welche von 
Hefsliugs-Kirche den Namen hat, trÜFt man 



*} C Anmerkung 1 1 7. 



Weftgoihlatid, 359 

am Waflerfpie^el einen niedrigen Hiigel, der 
atfs blafsrothem gleichförmig gemengten, aber 
in diinne und ebene Schichten vertheilten Gra« 
nit btfteht, welche Letztere ein O^i'kes Fallen 
haben. Unterhalb Hjelmsäters Möhle, eben» 
falls am Strande des Venern, am Abbange der 
unterften Schicht des Kinnekulle, tV Meile 
nördlich von Hattarvik findet man den Granit 
in verwittertem Zuftande, mit eingefprengten 
kleinen oktacdrifchen KryOallen von Magnet* 
eifenftein. 

Martorps klef (Klippe?), fowie Kl ein- 
Und Gros*Brattefors, ^o mehrere Bäche 
Ach einen Weg gebabnet haben, und über ftei* 
Ic Wände des Uebergangskalks in Kaskaden 
hel:ab flürzen, find Stellen, welche gefehen 
zu werden verdienen. 

Die Mafle diefer verfchiedenenUebergangs« 
gebirgsarten ift am Lugnäs, Kimiekulle, Billin« 
gen und Fahlbygden allenthalben von gleicher 
Befchaflfenheit, und ich werde fie daher, um 
Wiederholungen zu vermeiden, gleich hier 
näher befchreiben, jedoch mit Ausnahme der 
oberflen Grunfleinfchicht, die wir beym Hun» 
ne- und Halleberge einer genauem Unterfu- 
chung unterwerfen werden* 

i) Der SandHein ift graulichweÜs von 
Farbe, feinkörnig, nicht fonderlich hart, und 
oft mit Schwefel kies würfeln gemengt« 

a) Der alaunhaltige Brandfchiefer *) ift 
fchwarz und fchwärzlichgrau , dünn* und 

*^ C Anmerkung 118« 

R 2 



a6o WeftgothUnd« 

meid geradfchiefrig. Man trHFc in ihm Lage£ 
von grauem und gelblichen, dichten und Ipa- 
tigen Stinkftein, plattgedrückte gröfere und 
kleinere Stinkfteinkugein, und dünne Lagen 
von einem graulichen lockeren Thonfchiefer. 
Verfeinerungen von kleinen gefireiften Ano- 
ixiien, und vom Entomolithus paradoxus, Linn. 
enthält diefer Stinkftein im Ueberduile, Auf 
diefer Schicht baut Hönsätters Alaunverk am 
nördlichen Ende der Kinnekulle. 

3) Die Kalkfleinfchicbt beflehc au» den 
gewöhnlichen grauen und bräunlichrothen Ue«^ 
bergangskalkdeine, mit einer Menge Verftei. 
nerungen, worunter dieOrtoceratiten undEchL* 
niten aie gemeinden find. 

4) Die obere Schieferfchicbt befteht aui ab- 
wechfelnden Lagern von Thon- und Mergel- 
fchiefer. Zwifcben denfelben hat Gyllenhal 
auf der Morgenfeite der Kinnekulle ein 4 Foft 
mächtiges Lager von Walkerde entdeckt 

5) Die aus Uebergangsgrünftein beßehend^ 
Trappfchicht ift zwar auf Kinnekulle ebcO 
fo mächtig, wie auf den übrigen Bergen, ]t* 
doch mehr mit Dammerde bedeckt, und ihre 
Säulenform dort weniger bemerkbar. IndelTen 
hat man auch hier ein Stück einer gefchobenen 
vierfeitigen Säule von 4 Zoll Stärke gefunden« 

C. BillingenundFahlbygd erdrecken 
fich auf eine Länge von ungefähr 5 Meilen, 
von Timmersdala-Kirche nordwärts bis Näs- 
Kirche im PaHoratc Äfaka und bis Bredene-Kir- 



WcftfothUnd. a6i 

die (udlich vom Olleberg. Die größte Breife, 
ion Gökeixis-Kh-che veftlich bis nach Kafläs 
xa der Gemeinde von Hömbs, beträgt 2i Mei- 
len. Unter den Schichten dieles Berges, wel- 
che mit denen der Kinnekulie völlig uberein« 
flimmeni ift die unterfle, oder der Sandfteiir, 
vollkommen zufammenhängend gelagert ; der 
AUunbrandfchiefer hingegen und derKalkfteia 
. ' find in drey grofen Parthien oder Flächen (pla- 
ner) aufgelagert, auf denen die ifolirten Berge 
: fich erheben, welche durch die obere Schiefer« 
1 uid Trappfchicht gebildet werden. Diefe Ber- 
\ gt liegen, von Norden aus gerechnet, in fol« 
gender Ordnung hinter einander: 

Biilingen, ungefähr 2 Meilen lang. Bnin« 
ttomsberg, ^ MeUe. Bornaberg, fehr klein. 
PSredals- oder Kongslenaberg, mit einigen an- 
\ dera benachbarten kleineren Bergen, als dem 
Högftenaberg und.demGiiTe- oder Gerumsberg, 
zufatmnen | Meile lang. Der MöiTeberg, oft« 
^rts, i Meile, und der Olleberg, iudöfliich 
▼on Fahlköping> 4 Meile lang *). 

Von diefen Bergen flehen der Billingen, 

Bmnnums- und Bornaberg auf einer gemein- 

iehafrlichen Kalkfteinfchicht; der Möue« und 

Olleberg auf einer zweyten; und über der 

dritten erheben fleh der Högftena-, Färedals- 

und Gerumsberg. Die ebenen Kalkfteinfchich- 

teil zvifchen diefen Bergkuppen nennt man in 

dortiger Gegend Fabian oder Fahlbygd^ die 

•) C Anmerkung 119. 



a6a WcftforhUni. 

gröfste diefer Ebenen findet fich ana JFaIilk9% 
ping. Piefe Ebenen find mit einem, aus mehr 
ddei' minder kalkhaltigen Thone (Mergel) htf^ 
Gehenden tragbaren Boden bedeckt. Verfchie- 
dene B^che, "«welche darüber hinfliefen, hjibea 
fich ein ziemlich tiefes Bette ausgevafchen, 
auf eiper Stelle bey Lesby, am Fufle des Olle- 
bergs, fogar bis auf den Granit hinunter, wai 
aber "«rahrfcheinlich von ähnlichen beftigea 
Strömungen herrührt, ' als diejenigen gevefea 
feyn mögen, MErelche auf manchen Stellen die 
oberden Schichten des Üebergangsgebirgei 
gänzlich fortfpiilten, auf den vorgenannten 
Höhen aber Aehen liefen. 

Der rothe Granit, welcher die Grnndiage 
des Uebergangsgebirges ausmacht, findet (ich 
auch hier an mehreren Orten zunächft unter der 
unterAen Uebergangsfchicht verbittert und im 
Zuflande der Zerflörung, fowie dieis bey Lug^ 
näs und Kinnekulle fchon angefiihrt \e^urde. Er 
kommt von diefer Befchaffenheit vor am Fufle 
des Billingen, bey dem Landguthe Sufen, im 
Kircbipiele. LäAad, und zwar in kleinen Kup- 
pen, \relche fiidwefllich bis zu dem Gutbe 
Kulsas, im Kirchfpiele Timmersdala, fortfet- 
zen. Ferner bey Svensberg, im Kirchfpiele 
Kymbo, am Wege nach Slättäng, undamFuA 
fe des Mörsbergs im Kirchdorfe Gökhem. 

Auf der Oftfeite diefes Uebergangsgebirgs- 
zugs find mehrere Alaunfchieferbruche zum 
Behuf des Alaunfiedens angelegt. Unter ao< 



WtfftgothUnd. 363 

dera findet man rrey foiche Bruche am Fofle 
desF&redaUberges, beyOttorpuudKaflas, und 
tttoeä- am Billingeti ' bey Mulltorp, im Kirch- 
ipiele-Ry, 

Die AlaunbrandrcHieferfchiclit bey MuU« 
torp, befteht nach OyUenlials Angabe aus fol« 

Senden Lagern : zu öberil Stinknein, mit dem 
azvifchen liegenden Alaunfchiefer 5 Lachter 
1 4f Zoll mächtig. Unter die fem folgen z vey 
auf einander liegende unebene Stinküeinlager, 
vovon das unrere mit kleinen Anomien und 
Infektenfchalen zufammengekittet iß, und die 
zu/ämmen 5 Fufs i Zoll ()etragen. Dann 
komttxt Alaunbrandfchiefer a Lachtl^r 5 Fufs 
i|Zoll; Srinkftein 1 Fufs UZoll; Alaun« 
fchiefer 3|- Zoll; Stinkftein, zufammengefetzt 
aof tpchter- oder kegelförmigen fcbaligen 
Stücken (fammenfatt af fkalige trattar eller 
koner) 2 Fufs; Alaunfpbiefer a Fufs 4 Zoll; 
grünlichgrauer Thonfchiefer 3 Fufs i^Zoll; 
Sciakflein, uneben und oft gänzlich fleh aus- 
keilend, höchftens a Fufs, vorauf andere hÜ 
jetzt noch unbekannte Lager bis zum Sandftein 
hinab folgen. 

Der Grunflein auf den Gipfeln diefer Berge 
zeigt oft abgeänderte Stucken von* regelmafi« 
ger Säulenform. Am Bornaberge trifft man 
vierfeitige Säulen, x^elche am allgemeinfien 
Vorzukommen fcheinen. Seltner find die drey* 
ieitigen Säulen und eine einzige fitnfTeitige hat 
man am Olleberge gefunden» 



24ß WcftgotbUudl. 

In demGrunfteinedesMöiTebergcs hatOyU 
lenhal eine Art Zeolith (Kirvans Aedelit) ent^ 
deckt, der hellgran van Farbe, matt, der iik 
fern Geftalt nach einem knolligen Stalaktit (m 
knÖlig fkarpften) .Hbnlich ift, und theils dicb- 
ten, theils Arahligen Bruch bat« Er gibt am 
Stahle Funken, bläht fich vor dem Löthrobre 
auf, und enthält, nach Bergmanns Unterfa- 
chung (indenKong. Vet« Akad, Handl. 1784t 
5.114.) 69,0 Kiefelerde, 

ao,o Thondrde» 
8,0 Kalkerde,' 
3,0 Waflcn 

D« Der Hunne- und Halleberg*) lie- 
gen auf der Grenzfcheide zvifchen Elfsborgs- 
und Skaraborgs-Lehn, | Meile von Venen- 
borg, nüchft dem Venern-See, und ungefähr 
5 Meilen von KinnekuUe. Beyde Berge wer- 
den durch ein enges Thal von einander ge^ 
fchieden, "«ras an manchen Stellen kaum f 000 
Ellen breit ifl, und nehmen zufammen eine 
^Strecke von i^ Meile in der Länge ein. Der 
Hunneberg hat auf der breiteflen Stelle eine 
Breite von ^ Meile und ifl: zweymal gröler als 
der Halleberg. Der Letztere "vird nördlich 
vom Venern begrenzt} fonft werden beyde 
vou Ebenen mit flachen und kuglichen Granit- 
hügeln eiDgefchlofTen. 

Ihre Erhöhung über den Venera durfte 
200 bis 260 Fufs nicht uberfteigen. Bis zu 

*) f. Anmerkung lac* 



WeftgothUnd. 365 

M^Öntdieilen diefer Höhe find ihre Seiten 
m^isBkcecht, feiten mit Dammerde bedeckt 
eraUdälich abfallend. Den Fufs umgibt ein 
iecii ^ lAigetrennte und herabgefh'irzte Steine 
id Blöcke entflandener niedriger Abfatz, vel- 
pr/die ooterfte Schicht verdeckt. Die Kup« 
ifc^&*4 eben, mit Holz bewachfen und bie- 
ll^ei^eB fogar mehrere kleine Seen. 

^-"Vejrdc Berge, die fniher vahrfchexnlich 
fUjtn einsigen zufammen ausmachten, befte* 
Ck ins drey fbhlig oder waagerecht gefchich» 
itf^ und in gleicherOrdnung aufeinander fol- 
in Uebergangsbildungen ; zunächft über 
raait liegt nämlich derSandAein, auf die« 
fdiibr Alaunbrandfchiefer mit Stinkftein, und 
fibertk ein mächtiges Lager von Grünflein. 
luiih) Die hefte Gelegenheit zu Beobach- 
.liiefer Lagerungsverhältniile bietet der 
ich dar, welcher vom Hunnebcrge durch 
j^lial zwifchen beyden Bergen, -j- Meile 
rvNygSrd herabflieft, und alle Schichten 
Tobneidet. 

ir Sandftein, welcher auf diefer Stelle 

3 und 4 Lachter Mächtigkeit durch fchnit- 

}, iß hierauf dem frifchen Bruche grau- 

nnd perlfarbig, feiner ganzen Zufam* 

mg nach quarzig, ohne ein fichtbares 

im Anfehen einem dürren Quarze ahn- 

mtt gelblichen Flecken und Adern, und 

Jiait, fo dafs er am Stahle Harke Funken 

Da vo er der Einwirkung der Luft aus« 



^ 
\ 



266 Weftgothland. 

gefetzt i(l, wird er gelblich. Ungeachtet 
le Sandfteinfchicht meiß mit Oämmenie 
Steinfchutt voa der Trappfchicht bedeckt 
fo findet man fie doch an mehreren Stellen 
blöft: unter andern auf derAbendfeitedeiF 
nebergs, aa der Tunhems-Kirche^ bey Vi 
tifl; auf der Nordfeite diefes Berges hiylA 
bo; ebenfo am Halleberg indemTharlei 
fcben beyden Bergen, vo die Schieferfbn 
tion auf einer 5Uelle (zwifchen Hjerpetorpi 
dem Walde) fich ganz auskeilt, und der Tr. 
unmittelbar auf dem Sandflein aufgelagert 
Ob diefe Schicht unter dem Thale zvilcl 
beyden Bergen theilveife noch fortfetzt^ 1 
iich ohne eine Unterfuchung mit dem Erdb 
rer nicht ausmitteln. . 

Die Schichten der Schieferformation lie| 
am ßybach in folgender Ordnung über einand 

Zunächft über dem Sandftein liegt e 
Schicht von dunkelgrauem, fehr eifenhalti] 
Thoh oder Wacke <Vacka), mit Schve 
kiespunkten, welches Geflein ungebrannt v 
Magnet angezogen wird, und für fich zu ei 
fchwarzen Schlacke fchmilzt; i Fufs mäch 

Dickfchief riger , fefier fchwarzer Ala 
brandfchiefer, mit Querkluften, die mit Sch^ 
felkies ausgekleidet find ; i bis i i Fuis. 

Schwarzer feinkörniger Kalkfiein, mit i 
gefprengtem Schwefelkies ; einige ZolL 

Schwarzer dickfcfaiefriger Schiefer^L ein 
Viertelelien (^uarter)« 



Wcftgothiand. 367 

Duonfchicfriger Alaunbrandfcbiefer, mit 
Kugeln und däniien Lagen von Stinkftein; meh- 
rere Lacbter bii zur Trappfchicht. 

Der alatinhaltige Rraodfcbiefer iß fchwarz« 

thcilt Geh in geradflächige, feiten keilförmige 

Stucken; id oft von lofem Zufammenbange 

ond geht fogar bey Nygärd in den oberflen 

Sdiichten in eine lockere fch^varze Kreide 

(^ichenfcbiefer; über. Er nimmt in der Luft 

bciunlichrothe VervitterungsAächen (vittrings* 

yta) an, rot (1 et fleh und zerfpringt im Feuer 

mit bituminöfem Geruch, ohne jedoch eine 

deatliche Flamme von fich zu geben, und gibt 

I dann beym Auslaugen Alaun. Bey Nygard 

• Irird derfelbe in befonders dazu eingerichteten 

Oefen gebrannt, und Aatt der Fuzzolanerde 

als Zement bey WafTerbauen gebraucht. 

Man findet in diefen Schichten fehr viele 
kleine, geAreifte Anomienfchalen, fo^ie den 
Entomolithus paradoxus^ ferner gelbe halb- 
durcbfichtige Zinkblende in kleinen Körnern« 
und veiffen fp'athigen StinkAein. Aufer dem 
Schieferbruche bey Nygard, zeigt fich der 
Alauxifchiefer.auch am Huiineberge, bey MS- 
(ebo, Bragnum u. a. in. O.; am Halleberee, 
auf der Morgenfeite bey Sköttorp, und auf der 
fVbendfeite bey Ofvendal. 

Daa Trappge Aein auf diefen Bergen gleicht 
(rollkommen demjenigen, N^elches die Gipfel 
der KionekuUe, des BiUingen und die übri« 

i Uebergangsberge bedeckt, nimmt aber am 



a68 Weftgothland. 

Hunne- und Halleberge ungefähr xwey Dric- 
theiie der ganzen Berghohe ein^). Die Seiten 
find meift lothrecht und in unförmliche, imeifl 
vierfeitige Säulen, mit vielen Querfpriingeo, I 
zerklüftet. Die MafTe befteht aus Uebergangi- 
griinftein, der zu unterft und zunachft über der 
Schieferfchicht in dünne Lagen fchieferutig 
zerfpalten ift, eine dunkel- oder blaulichgraM 
Farbe, matten und dichten Bruch, ohne ficitf* 
bare Gemengtfaeile, und bräunliche Verwitto* 
rungsÜächen befitzt Diefer fonach völlig 
dichte Grundein geht veiter nacKobenzaia 
einen gewöhnlichen Grünftetn über, an wet 
chem man mit bloien Augen die Gemcngthriki 
flrahlige Hornblende und veilTen dichtenFeld- 
fpath, deutlich unterfcheiäen kann. Ein der- 
gleichen Lager von grob gemengtem Griiafleiii 
trifft man infonderheit auf der Kuppe des Hat 
lebergs. Zwifchen beyden Extremen aber fuh 
den (ich von der unterflen bis zur oberflea 
Trappfchicht alle mögliche Abftufungen ia 
dem Gemenge vor. Bey dem gröbern Griia- 
Aein find die Vervitterungsflächen lichtegrao, 
und dringen oft eine Linie tief in das Gefieia 
ein. Die äufere Geflalt ift bey den unterflen 
Schichten fchiefrig, mit zunehmender Hö^ 
nimmt aber auch die Regelmäfigkeit der Sau« 
lenform zu. Die meiden abgefonderten StSk- 
ken find parallelepipedifch, feltner find die 
dreyfeitigen Säulen. Am Bybach hat maa ein 
einziges vierfeitiges Stuck gefunden^ iras an 
-^ f. Anmerkung 12 1. 



Weftgothland. 069 

;in einen Ende mit zvey nngleich grofen 
erfeitigen Flächen zugefchärft war. 

In dem Kirchipiele £ 1 g e r ä s, gleich unter- 
alboder iudlichvon der Almühle, wo ein Bach 
OS dem Alfee herausflieft, [hat Gyllenhal ein 
lager von einem Jaspiskonglomerate beobach« 
et, vas eine Felfenvand an der Abendfeite 
ies Baches bekleidet. Diefes Konglouierat 
rcbeint, fowie die*'in den Umgebungen der 
Kicche von Finnerödja umherliegenden lofen 
Platten einer in der Nachbarfchaft wahrichein« 
lieh anftehendenSandfleinart, von älterer For* 
nution, als die vorbefchriebenen Uebergangs* 
gelttigsarten) zufeyn« 

Im Kirchipiele U n d e nä s, fo^ie in Skara* 
krgs-Lehn, ludiudöftlich vom LandguthBöle, 
bey Granviks Hohofen, kommen im Granit La- 
ger von Glimmerfchiefer vor, welcher theils 
uchten, theils ßrahligen blaulichgrauen Braun« 
kin fuhrt, der auf Glashütten gebraucht wird. 

Im Kirchfpiele Stenftorp, bey der H)t« 
etorps-Britcke iß ein Lager von hellgrüner 
ifenerde. (& Fatr. Sälhk. Journ. 17 81. Mäy.) 

Bey dem Dorfe Hogßena, im Kirchfpiele 
>ala, bricht gelbe Eifenerde (Ocker), oder fo* 
enanffte Cederfarbe (Köllerfärg). Qsil. f. Rin« 
lans Bergv,-l4ex. Th. IL S.aio.) 



V on dem Hauptgebirgsriicken, welche 
Dalekarlien aus fiidwärts durch Wcftmai 
Nerike und Wefigothland bis nach Sn 
^ch hinzieht, gebt in dem mittäglicben 1 
von Nerike beym Paradismäfs, in Skarat 
Lehn, einGebirgsarm ab, der nach Snafl 
Kircbe in Nerike hinHreicht, und fleh no 
Kch von diefer Kirche in zwey Seitenjoche 
Das nördliche von diefen zterey Seitenji 
geht durch mehrere Kirchfpiele nach S 
manland; das füdliche durch die Kirch 
Lerbäck und Svennevad in Nerike, nach 
na-Kirchein Oftgöthlafid, undSimonf 
Kapelle; dann veiter liber Kohnärden 
Rrokek vorbey^ nach der Tunaberger I 
in Südermanland, ^o es endlich an der ( 
fich fchliefl. Diefe Bergkette umfafft der 



n-»« •! #Srt 



Oftgothland. 271 

idräg) liegt, von dem Anfange des letztern 
1 Strande des Vettern-Sees an, bis zu deflen 
isflufle m die Bravik-(Bucht)^ fetzt auch an der 
itternachtfeite diefer Bucht bis zur OHfee fort, 
e fchlieftfonach das ganze Öftgötha-Bergrevier 
. (ich, und fällt gegen das Motalavalferfchnell 
id fleil ab. 

Der mittägliche Theil der Provinz iH eben- 
(ib bergig, von den Nebenjochen des Gebir« 
was fich in der Richtung von O. nach W. 
Elfiborgs-Lehn und Smäland quer über 
Gothland (Gotha Rike) vom WeHuieere 
Oftfee erflreckt. Diefe Berge fallen 
allmälich nach dem. flachen Lande von 
ind ab, vas (ich in der Richtung von 
nach Abend von dem Vettern bis zur 
ausdehnt, in Mitternacht von dem oben 
iebenenerflen Gebirgszuge und dem Mo* 
Ter, Im Mittag aber vom Holveden oder 
zuletzt gedachten Gebirge an der Grenze 
:SmSland eingefchloffen wird. 

l^lvla beyden Gebirgen, dem nördlichen fo* 
als dem (udlichen, ift der rothe Granit 
lerrfcbend } doch kommen auch Glimmer- 
r, Gneis, Urkalk und Urgrunftein nicht 
vor« Die Ebene zwifchen dem Roxen 
iad der Oftfee ift mit zerftreuten kleinen Gra« 

ßuppen bedeckt, welche näher nach der 
lufle hin (ich mehr zufammendiangen und 
'erden. 





2^2 Oftso^^I^nd. 

Ein Zug (trackt) .von Uebergangsgebirg 
arten nimmt eine Strecke zvifcben deo beyd< 
Seen, dem Vettern und Roxen, ein. Seil 
nördliche und nordnordöOliche Seitenlin 
folgt ziemlich genau dem Motala-elf, von fe 
neni Austritte aus dem Vettern-See an bis z 
feinem AusfluÜe in den Roxen-See, und get 
fodann durch letztem See hindurch bis LinlUi 
piug im Kirchfpiele Näsby. Von da an läui 
derfelbe fiidlich um Skenninge bis zu Veßr. 
Toliftads-Kirche, nach der MittagsfeitedesOm 
bcrges^ vo er den Vettern-See berührt, ai 
deften Strande er fich fodann trieder bis zun 
Ausfluife des Motala-elfs hinzieht*). Die (H- 
pfel diefer Uebergangsberge find eben, ood 
ihre Höhe überfteigt die des Vettern-Seei aar 
um Weniges, und fie find daher nur etwa 

^ Folgende Kirchfpiele (ind mit UebergangsgefieiD 
bedeckt: ein Theil von Nykyrke und der gröfere 
Theil vom Kirchfpiele Motala. Ganz Veftra Sten, 
Kielf vellen, Hagebyhöga, Tifsrelftad; St. Pehr. Stri 
Orlunda, Hclgona, Hvarf, Styra,, Ask, VinnerM 
Källftad, Härdad, Orberga, Näfsja und der ganxe 
•ngcbaute Theil von Rogslöfa und Väfvermnda. 
ferner ganz Kumla, Svanhals» Heda und Vefttt 
Tolftad, ein Theil von Rok und Aby. Ganz Klokr 
kricke, Skcpp§«,Elfve(lad,£kbyborna, Fornäfa, Lfo- 
fäs und Vallcrdad, fowie derjenige Theil vonBrunn* 
by, welcher fudlich am Mutala-elf liegt. Weiter: 
ganz Veftcrlöfa, Björkeberg und Fliftad. Ein Theil 
von den Kirchfpiclen Liung und Vreta Klofter, am 
Motala. Ganz Högby, Skruckcby, HögiUd, Jftres- 
ilfld, Bjälbo, Vädersftad, Harsfhd, Hof undApun^. 
Der gröi'erc Theil von £kby, Rinna, Normldu, Le- 
berg und Rappitad. Ganz Kaga und Käma, ein 
Theil von St. Lars und ein Idciner Theil vom Kirch- 
fpiele Näsby. 



tA "Mlür eis ^ Rpxcn^Sce, nach wel« 
Sehicbten noch liemlich fteil ab- 



:'• . - 



'^Öcbirgsarten bilden drey waagerecht 
Efihtece. Formationen, in derfelbeu Ord* 
p/^e die ünterflen Uebergängsgebirgsarb 
i^mer Kinnektrlle und Fallbygd in^eft. 
Küd; luimlicb zu nnterft liegt der S<and- 
^Vber dielem der Alaunfcbiefer, Und zu 

I ^grauer und brauner KalkHein, (M f. d. 
JLl Die Sandfteiufchicht lA am Abhan- 
^ äcm RoxeU) in den Rirchfpiclen Vreta 
ic;iiiid Näsby entblöft; der Brandfcbiefer 
1^ .Dorfe Björlöfa« im ^irchfpiel'e Vreta 
ki^ qnd auf den Fluren des Dorfes Vaf« 
naa'im lürcbfjpiele gleiches Namens. Er 
i^'Üeeln una Lagen von Sdukftein und 
^#efelkies gemengt, fchwarz von Tar« 
fr^inc bisirei^n gut und theilt (Ich inBlät« 
IBa in den obern Schichten mit bfäuolich- 
An Sifenoxyd {iberzogen find« 

• r 

)if rKplikAeul, der in der Regel die beyden 
ilcp Uebergangsarten bedenkt, ift an meh- 

II jSIceUeu entblöd Im Motal^k-Kircbfpiele 
j in Hageby höga^ Vimerftad, Ve- 

; im Rirchfpiele Brunnby, auf den 
^ron Rongs Norrby. In den Rirchfpie* 
Ifar^ und Elfveftad^ Ljung, Heda, Toll- 
mA Vädcrftad; in Vefterlöfa und Rogs- 
im Vcttern*See. Er vird fovolii zum 
Bp^iUien als zu Steinarbeicen verrendet. 

S 




Aüfer. den. vora:?iräiäitiiii XJebdreai 
doflgoa^ dÜeinitVerfleiueruageiiiaitigelall 
findet man an mehreren Stellen des öd 
Straa^es des Vettern*Sees in OAgotMa« 
Smäland Lager einer altern Bildupg,.olmi 
fleinerungeo, jedoch eb&u&l|s.^umyeber{ 
gebirge gehörig. Dqs Zuiaiiupenhaxige 
ber ^niüiteA hier diejenigen Lager mit er 
Verden, -veldie ij(i SmuJand am Vettej 

(ichfiu4ep. • V. ., . :, 

• « ■• 

PSefe "altern Uebergangsgebilde triHi 
am benannten See, und xyar:^ i) In Otli 
ia n d an folgenden Orte'ü: ' in den Kirchl^ 
VeAra Nj; pder Nykyrke, bey dem Hot 
oder Stubbepäs; im'Motala Kirchfpicli 
deoGut^ern Uimmen<e, Liniming.stor[x,uii 
iaHäls; auf der wenticlicn Seite des'O 
gcs, virq er an Jeu See andöO« a) In i 
1 a n d,, Lai Jönköpings*Lehi^ Kirchipiel Gi: 
zxe^iichenVeftana und der .Stelle, wo dieQ 

von Snv'iland und pHgothiand fleh nach den 
tern-See hinzieht j iti Hakarps-Kirchfpleh 
Hasquarns Gewehrfatrik/ 9) Im Veti 
See felbft : auf den Holiüen Vifingsö, F 
oder Jungfrun, FjükholmV Ahoim und K< 

Vorgebirge. 

• . . ■ « 

Diefe Gebirgsartea faeflehen ausKo 
merat (kullerdens- oth .klapperdens-gycn 
Sendfteim und zu oberfl aus. mit Grus geu 
teil Schiehtea- von Thon- und McrgeUoI 



^10^>iwd ili«gw in, diefer Ordonag über 
^Icr^^-rlid^cli.^det.iiiaa auch den Saad- 
«jftllMniaelltar.W 49n Granit ausgelagert^ 
ri^,;Ligcr jicATelbea von wteit grÖlcrer 
IdMVHtg» und td^t auf dem Kogglomera* 
»ef gi^^od ai)%eUg^ find. , <• :_ 

Ih'dbb ktrchRriielen Nykyrke und !^^ 
l'fi^k' def Säiidftiein'Bey den Vofg^nahiften 
eJ!|||fi|2bf Strand das grobe Kon» 

Üthlj^ kuf der Landzuge Längfiiäf^f^äi b^ 
lll^e Lilla HaU, in Motala. 

JBIpkifilnib er g liegt ifolirt auf dem flacben 
jiftl^yjaoit feiner Wefifeite am Vetteni«S«e, 
m:d$& er die Kirchrpiel« Rogflöfa, Väf- 
liidtr'iind Veftra Tolftad beiiihrt. Seine 
M^lttträ^t 1 Meile, die Breite i Meile, die 
ip^getähr looLachtfer, und ifeine bödi» 
ißmkit find der HiäfTeü und Marberg. Die 
ift ein rOther grobkörniger Granit. 
Jtefeite ifi der Berg felir fteii, und an 
:.Stelien. ganz unzugänglich} deffea 
^er ift er gcofen Theilf ' mit Koo» 
^fiberkleidet, was .fich von dem nörd» 
t£f)de des Borges bis zu und mit .den fo- 
m, AbcndVanden (VeHra V'aggar) hin« 
iK<..7sZ^l£?hen diefem Punkte und der Land* 
jMjBtfrimim'tfegt über dem Konglomerate 
gJMmcio, . ThQUr und Mergelfcbicfer, und 
MSlfttram gegen Mittag findet mto fleck« 
*^ iriieder Konglon^erat, Die fogenannten 
■m^de und die LandzugeEifvei-uiDiVel* 

O 2 




376 Oftgö'tthl%%'d. 



the üMiheb i Meite -Wn ethflAder ea 
liegen^ umgcfben eine Budic^ ^Mlche dei 
berg fmCüen Muf liAüer n^Vtendfette btldctj 
^ohl tr'ddrt eben ib fteiJ, al« 'atfAnr 
itt. In dt^f Bucht li^n'die Sdikslifa 
SandAeins und Schlefb« ^ demfelbeil 
glomoratet , parallel mit^djem äuferen ,Ui 
de& Berses» u^^bf oder veajigef hoch i^ 
Ful»deuclben hinauf, )velcber auf dem ( 
de des Ve^tcrn-Sees aufirubt« In de,r N^b 
Abenclwäncle CVeHra Vgggar) reicj^tia 
Schichten ab bis 30 Laehter an den' "Wt 
hidflv^ veiter nach Mittag bin aberlau£ri 
obern''Ränder (kantef)lÄ einen fcbnnlen^ 
reni etva^^bb 7 Lacbter- hohen Streifen^ 
remfa) oder Abfatz aas, der fich mit i 
Morgenfinte bis zu den aufidei'genden B«r{ 
den hin^ mit der Abendfeite aber, veicfa« 
fleile Schiefer- und Sanddeihwand biidi 
den See hineinzieht. Die Schiöferüc 
nimmt ihren Anfang innerhalb der Abend 
de, ^reicht aber kurz vor der Landzunge 
verutnihreEhdfchaft. ' DieStelle^ vo £ 
See herabftaigt, wird, v^gen ihrer Aebl 
keic mit einem Erdfalle;- MuliikrädetdJ 
nannt: An denjenigen Stellen, vo dcff' 
mit Konglomerat libbrzogen ift, trifft ma 
ter dem Fuffe deflolbenam Waflerfpiegel, 
fchiedene Grotten an^^ wie : z. B. in Ana 
und anderwärts.' . . -. ^' « 

Bef-XSrgnna i/i'Snialand bildet d« 
bergän'gsgel^lrge zvlfclieu einem höhea 




Q4|rot bland. .' 377 

Mt'jQfaoitbinge unc) dem Strande des,VeN 
Sc« cinea Abfatz«. der ^ Meile brpit ifl, 
lllfi^^yi:^ deniKiii^erguthe Veftanäbis an die 
pjiworfjfrhc Grenze hin erAreckt Diefes 
^/^giiH^'gßS^^^g^ befteht aus SaadAein, auf 
^m^. eia mir Steingrus gemengter Thon- 
,44ci;geiiGhiffer aufgelagert iil^ der am 
i(dc,ofc 3 bi9 4Lacbrer hohe fleile Wan« 
Der Gera-Bach, welcher darüber 
hat an mehreren Stellen ein ziemlich 
in dürfen Steinfchichten eingebahnt, 
;c die befte Gelegenheit zu ihrer Beob- 
dort 

^b^ Meile födlich von Grenna trifft man 
tftßcfk^ hsiger von^ SandAein bey der Ge- 
Kbrik vouHusquaro, im Kircbfpiele Hak- 
fiiwo fie dai Strombette des unteren Waf« 
fUpf .''aasmachen, der über eine Aeile Gra« 
iteB herabfturzt, und vo die Schichten 
BfUi4Aeins unter einem Winkel von sa^ 
\'igMta die waagerechte Linie) nach S.S.O. 
ifyWm Von difsier Felfenvand abwärts 

l'&s^ Land bis zum Wettern-See hinunter 
}ff Ebene, die mit tiefem und feinem 

ri)cdeckt ift« 

JKyettern kommen Sandfleinlager am 
I^Mii' Ende der Infel Vifingö vor. Die 
^ffAholme und Fagerö oder die Jung« 
befldm aus Konglomerat. Aholm aus Sand« 
.F 7 rRoknöhufvud zeigt nur auf der fnitäg« 
Iflbiaildmn ge entblöfte SandfteinfcUcjbteni 



378 OftucH bland. 

» 
die aber ^ahrfcheinlich unter dem Waflfer bu 

Stora Rokna förtfetzeiu 

• . . . ■ 

Die Lage der Schidiren ifl fehr verfcliiedea, 
da fie fleh nach den Unebeitlieuen derFfdch^. 
richten, auf welcher ile aufgelagert find. M 
den Kirchfpielen NyKyrke und Mötala fallen fie 
nur 23^ nach N.N.W. Am Omberge^' vo Uc 
{Ich über Heilen Granitfe^feh erheben; find die 
Sandftetu« und Scliieferfchicfhten faft fieheod, 
und reichen an einigen Stellen nur einige und 
ao Grad von der fenkrechten Linie ab. Um 
Grenna richtet fich die Neigung der Schichten 
nach dem darunter liegenden Urgebirge; ihr 
Neigungsvinkei iß aber defto kleiner, }e Leiter 
fie iicli von den FelfenNEränden entfernen, und 
vechfelt daher zvifchen 35 und 16^ Abwei- 
chung von der ^waagerechten Linie. 

Das Konglomerat beOeht aus gröferen und 
kleineren BruchOucken und Gefchieben des ro- 
then Granits, die bisweilen fo gros find, dals 
ihr körperlicher Inhalt 5 bis 6 Kubiklächter be- 
trägt; ferner aus kleinern Quarz, und Feldfpath- 
fiitcken, die theils durch einen bräunlichrbthe^i. , 
Jaspis, theils durch röthliches Feld/patbpulver 
(?iältfpats-pulver) verbunden find. 

Der ^ndfiein, der an Härte dem bey Rosla- 
gen gleich kommt, ift grau und graulichweifs» 
etwas grobkörnig und lehr fefi, mit kiefelicti» 
gern Bindemittel. 

Zwifchen den Schieferfchichteü kotnmen 
Konglomerate vor, welche aus Qjiarz* und Kalk- 



O ft g o4?bU A cL 379 

fptthkornern^ biswcilieiv aus Gliuunerblättchen, 
beftehen, und durch ^runlicbgrauen uud bräun» 
lichrothen Thon zufanunengekittet iiod:. Die 
^hicferarton felbft fiod: Grünlichgrauer und 
bräimli.chrother Thonfchiefer, mit Sand und 
Grus gemengt. Feiner, graulichfchvarzer und 
graulichbrauner Thonfchiefer. Hellgrauer und 
rothlicber Mergelfchiefipr. Die fenkrechten Kliif« 
fe find mit bräuniichrothem Mergel ausgefüllt. 

' Die aufgefchvemmtien Gebirge in Oflgoth- 
Ittnd beflehn aus Thonlagen ; innerhalb derGe» 
biigsflrecken aberfind Sand, Grus uud Gefehiebe 
^opraltend. Ein Sandzug (fandäsX veldier 
erß Nerike und das Kirchfpiel Svennfcvad durch- 
zieht, geht in Oftgothland über KälUho nach 
Chriflbergs-Kirchfpiele, und dann veker in der 
Ricbtung Von N. nach S. durch die Kirchfpiele 
Löniäs, Fornäs und Skeppäs. — *» ^ 

Die Brüche des Ombergs füliren iaft. fäiitunt« 
lieh Kalk, den fie in ihren Betten thQi{jt in Pul« 
vergeßalt (fom bleke, Bergmilcli),. theüf als 
Inkruftation abfetzen. Der Berg belfleht .W2t 
aus Granit, ift aber obenauf mit Kalkfleingelclue« 
ben bedeckt, die vahrfcheinlich den; SicdT zu 
jenen KalkvafTer geben. Auf deui Boden et» 
nes Mondes, welcher nördlich von VadQena* 
Ziegelhütte, dem Wege iiacli Motala gegen 
Morgen liegt, findet man ebepfalls feinen erdi« 
gen Kalk (kalkbleke). - 



•4 -• 



980 OftgothUttd« 

Regna-KirchfpteL 

Auf den Fluren des LandguthesMark« bück 
nahm man im Jahr 1685* eine Siibergrube'aii^ 
die aber 2 Jahre nachher fchon vieder zum Ecw 
liegen kam. 

Krokeks * Kirchfpiel. 

Das fogenannte Marmorwerk« vaKalk« 
(lein durch Schneiden und Schleifen zu allerhand 
Pingcii .verarbeitet vird, liegt ^ Meile füdöft^ 
lieh von Krokeks^Kirche. Den Steinbruch tish 
det.tpan in der Björkckind-Gemeindewaldungt 
auj^rdqr; Berghöhe von Kolmard, die ficfa'auf 
det J^onlTeite des Bravik von NX), nach S.W. 
hinzieht und aus Granit befteht, auf welchem 
Urkalk auflagert. Der Marmor felbft, velchei 
ein graülichwcifTcr, grün- und gelbgefleckter, 
mit Serpentin und Kalk gemengter Kalkfteia 
ift, unterfcheidet fich durch feine Ablöfungoi 
von debi gewöhnlichen Kalkßein der dortigen 
Cfebirge. 



Eifengnibe VeHerberg liegt auf der 
Gemeindd Krono. •— DieEifengrubeKungs- 
berg nicht weit von Sandvik nach N.W, 

■ • > ■ • ■ ■ 

Quai^bo • Kirdhfpiel 

befitzt einen Steinbruch in UrkalkAein. 



Oftgothjmd. agi 

Borgs -Kirchipiel. 

Vinspang^ eine Silbergrube, die im Jahr 
137« «Ol einer Wiefe, HusLagen genannt, be- 
icben wurde. Der dortige Bleygjanz hielt 
I ,bit 4 Loth Silber im Zentner und 30 Pro- 

HäUcfta-Erchrpiel. 

'■' IMe Eifengniben von Häilefla, wovon 
l|idl Jelzt einige im Gange, die meiAen aber 
NfllMn find, bauen fämmtlich in rothem Ora« 
iK'la't^elchem Erznieren und I^ger in allen 
[en auffetzen. Man theilt die Gruben 
mitternächtlichen und mittäglichen Zug 
t). Das Erz ift ein graulicbfchvarzer 
lmpcti(cher Eifeoftein, der meift in fch\rar- 
Mq jeUeohaltijgen Glimmer einbricht. Sonft 
plmfichdalelbfl: 
.Wcidbr, rotber und gelblicher Kalkfpatb. 
ifve« Kalkfpath in fechsfeitigen Sau« 
Hag*Grube, 

ophyllit (Tchthyophthalm , Andrada), 
und etwas röthlich} krummblättrig (bla- 
med bugtade lameller); halbdurchuchtig; 
_ j^ Chrv*« 3,4 1 7« Er fcbmilzt vor dem Löth- 
fßiuß |dbiiumend zu einem undurchfichtigen 
Olafe, und macht mit Säuren eine Gallerte. Sö- 
i*gnibei Nach Rinmanns Unterfuchung foU 
tt iü ioo Theilen enthalten "0 : 

^ K. Vetenfk. Aktd. Htadl. 1784* $• fs* unter dem 
Ntmtn Zcolith. In dicfer Anfllyfe fehlt awtr der 





flga pftgotUaod. 

55,0 Kiefelcrde, 

2 7» 5 Kalk, mit eiu venig.Talkerdc, 

a,5 Thoncrde, 

0,3 ^Eifenbxyd, . 
1 7,0 Kohlcüfaure uud WafTer. - 



■ » 



103,3. 

Duukel brauner, derber und kryftaliifirter 
Granat^). Griinlichgclber Granat, der zu 
einem fch'oc'arzcn Glafe fchmilzt« Södergrube« 
WeifTcr T r e m o 1 i c in-Kalkflein. 
Dunkelgrüner Malakol i tli (Sahlit). 
Gelblichgriiner, grobkörniger Kalkfpath 
findet ficli fovobl auf der i\fcbro- als Sträkärs- 
Grube. Eig. Ge'or. 3,3739. Er befteht nach ' 
Vauqaelins Unterfuchung aus : 

50,0 Kiefelerde, 
34,0 Kalkerdc, 
10,0 Talkerde» 
1,5 Thoncrde, 
7,0 Eifenoxyd, 
3,0 M/inganoxyd, 
4,5 Vcrluft. 

100. 

Grasgrüner Pyroxcn (Augit) in kleinen, 

in "srcifien Kalkftein eiiigcftreutcn Kryflallchen, 

die man als Kryftblle des oben ersehnten Kok« 

koliths anfeilen kann» (Man vergleiche damit, 



Kaligehalt, deflfen Anwefcnheit in den Foflilien tbet 
damals noch nicht entdeckt war. Man vergleich« 
damit das, was über den Apophyllit von Utön ge- 
fagt worden i(t. 

*) f. Anmerkung 1 32* 



OftgothUnd. 983 

was oben .voll dem, im Kalkbruchc Lindbo in 
Weftermanland vorkommenden ähnlichen Fof- 
file gefagt worden ifl). 

A m 6 th y fikr y A alle. Hug-Grube. 

Auf den Fluren von Torp, bey der Hlius- 
lernahrang Edet, bricht ein Talkfchiefcr, der 
in den dortigen Hohofen als Geilellftein ba^ 
nützt wird. 

Rifiiige- und Vänga-KirchfpieL 

DieGias-Grubeu, amSceGlan^ auf den 
FJuren von ReOa, bauen avifMaeneteiibnftein«^ 
lagern im rotheu Granit. Eben lo 

bey Solskeps-Eifeugruben, welche 
auf dem Gebiete eines Landguche^, gleiches Na* 
mens, liegen» 

VangaStorgrufvcbackeoder dieHe- 
dengruben auf der Flur von Däfverftorp, auf 
der Grenzfipheidc der beyden Kirchfplele Rifin- 
ge und Vänga, find in früherer Zeit Aark auf 
Eifenfteinlagern betrieben worden, die in ro- 
theni Granit auffctzxn. Jetzt. find für Recbf 
nung des Eifenhiittenwerks Finspäng noch ei- 
nige Gruben im Gange. 

Kärrgrufvefält,liegtj^ Meile in Kf.N.W. 
von letztern, und 

Flasbjörkefältam See gleiches Namens. 

r 

Krokgrube fuhrt einen gutartigen aber 
armen Eifenßein. Es kommt hier fchwarzer 



a84 Oftgothland* 

Turmalin in einem, mit Feldfpath gemengtett, 
xreUTen Qnarzc vor. 

Häradshammars-KirchfpicI. . 

Bey H e r n a d ift eine Eifcngrubfe betrieben 
worden, velche einen mit Ries gemengten 
Maghetetfenftein geführt hat» 

Dollemyrs-Gruben haben einen reich- 
haltigen Ei feuÄeiu geliefert, der aber Rothbnich 
verurfacbt. 

Mogata - KirchfpieL 

Die Norrtims-Eifengruben, auf dem 
Grund und Boden des Landguthes Norrum, 
haben Magneteifenftein, mit Kies' gemengt, 
ausgebracht. 

Auf deuFluren von B o r r u m brichtRalkftein. 

Atveds- und Värna - KivQhfyid. . 

Das Kupferrerk im Bergrevier Atvida- 
berg, dedcn meifte Gruben in den Kircbfpielen 
Atveds, Värna und Grebo zerftreüt liegen, hat 
hat fchon im Jahr 1413» vom König Erik von 
Pommern Priviiegiea erhalten. Nachdem es 
fehr lange wiide gelegen, wurde ein Theil der 
Gruben im Jahr 174^* Nirieder aufgenommen« 

Die Lage diefer Kirchfpiele ift uneben und 
bergig, befonders in Atved. Die Gebirgsar^ 



Ollgoehlttid* 9g5 

teo find im lAllgetneinen rother Granit, grauer^ 
gocisaniger Granit und einige Lager von Glim« 
mer(chiefer ri» Kirchfpieie Atved. In dem 
letztem liligtn 

Malvik's-Gruben, an der Mitternacht* 
feite des Olan-Sces. Die dortige Gebirgsart ift 
grobkörniger rother öranit. Die ErzlagerHät- 
leii |lrcfic|a^j):in N.O. uqdr&W.^ mit Tiiiqxerii 
von Qj^ar^, und. Olimmer, und fuhren 

Kupfe(Kij?S i>^ Quarz; Kalkfpathkryßalle; 
eifeohaltigen Jaspis } grauIichfchwarzeq^Mag* 
OjeteifenHeiu und blaulichen Eifenglan;.; ok- 
tpedcil^lieni kobalthaltigen Arfenikkies in Ku- 

{)ferkief eineeftreut } Bunckupfererzi juyftal- 
iiirten Kupferkies. 

Garpa-Grube, nahe bey Atveds-Kircbe, 
ebenfalls in rothem Granit, bauet auf Erzlager- 
flätten, welche a bis 1 2 Fufs mächtig (lud, in 
N.W: und SO. ihr Streidien haben und nur 
venig von der fenkrechten Linie nach N.O. ab« 
fallen. .Sie führen in VeifTem und rSthlichem 
Qjiarz Kupferkies und Buntkupfererz« Aufer* 
dem noch:; 

WiirAichenFlufsfpath; rothlichen Hornftein 
•• • mit veiiTen Quarzftreifen } verhärtete grüne 

Eifenerde.; Kupferlafur und Malachit» 

■ ■ • ■ 

Värna - Kirchfpiel. 

DieRersbo*Gruben theilt man inzvey 
Reviere, in das Catharinen- und Bon de« 



986 OftgdChlanil. 

G r u b e D f e 1 d, die. nahe beyfammen lieigeii)^] 
erOeres iii rutbem Granh, letzteres 'in graueofi 
Goeis^ deiTen Schicfatdo ia N.WiUad.&aflrcii^i 
dien. Die ErzlagerHätren beydcr Gnibenfei^:!: 
der haben ciuefolche Ric)itung, d^fsfie.finenl: 
Winkel gegen einander uiachei^ Vfi^txz ift ia 
Kupferkies. '] . '['^h- 

Auf den Bersbo'-Grüben findet fieb:-''l 
Kalkfpath, weifs und gelblich;, bey der 
v'drmung ^hosphpreszitond ; braijne Uättigi;! 
Blende ; xt'iirüi eher Sch^'efei kies j g|:1ai)ii(cbt| 
fch'Krarzcr, dichter Magnetcifenflei.u'; 'eifeoi^ 
fch'srar/cr Eifeiigliiimier, und abfäirbM^cirRot 
eifenrnlim ( ? röd Eifenniann } ia,[ druiigc 
Quaiz*), 



Ringcrums'^ Kirch(pieL 



i 



Auf Bullerrutns-Eifcngrübe hat Ko- ! 
pferkies und Bleyglanz in.graucm KalbOcin ood 
Hornblende gebrochen. 



I 



Yxncrums:Kirch(pieh . 

• • • • ■ I 

In jden Urkaiklagern des Steinbruclis von ^ 
Borkhult'^*) kommt ein vetlchenblaulichef 
Foffil vor, welche mit dem bey Tandsia, Garp»; 
hyttan u. a. m. a. O. befchriebcnen Aehnlicb- 
kcit hat, jedoch mehr Hlirte als letzteres befitzt. 



•) f. Aametkung 125: . ^»f) f. Aixmnkttn^ 124. 



OftgOthland« tgj 

Sndet ficb nur^derb^;^ ^^ dj^n Kanten durch« 
pnendj von unebenem Bruche; mehr und 
ügeiE^^anteöd, an nifatücHeh Stellen beyna- 
HfitmBiBghnz. '^ Es rit^.f 'Glas und gibt dkti 
i^'FiUflMn'. ' Däiifiie Splirter davon fdhiWU 
itf dftr^Ziiige vor dem Eothrohre leicht und 
}Ai|f#BUeD 7.U einem veifTen halbdtedUGch- 
M'Oläre. Das eigenehumliehe Gericht fol^ 
ie#flckM, die nicht ganz frey von fremdai% 
tmG«iti^gc find, i[kt= ll^S- Es ift nim^ 
tflUJ^nefis theils dbt^bes; theils kryftallifiri 
tfMÜHdat'itt dnge^rächiefn;<^8 dem'^lafigeii 
ßU^fB ,iUiaeit,und et^a^c^vierig zu einem 
■"^' ~\\QlRk (chwilu. ...AucIlikommcÄ :Wcrri8 

vQft fehvarzem Titanit (T. dttctracrdrä 
)äu^nygr. Esliefettia^iooTheileofs ..:i 
l ,.^.4^j4o Kiefclerdej. . .- 
^ ;.4i:;?9»?ö Tboucrde> .:. - . ;. 

17,90 Kaikerde, ^ 

0,70 Eifenoxyd, ; : * ^ ..* 

"* 3,sto im Feuer fluchtige Theile. 

97,ao. 
•Pohl diefeBeßandthcile als das Verhalten vor 
n Lothrohre, die Eigenfch^ere und andere 
imawicfaen geben Anlafs, das Foflii für Preh- 
^lialteD, von welchem es fleh nur dadurch 
prfäeidet, dafs es beyro Ervrärmen keine 
j^trisitat äufert, ^^as jedoch bey dem nicht 
l^jbUifirttn Prehnit wohl auch der Fall feyn 
1^. 



8gg Oäfotfaiahd. 

Sömmen - See. 

» . . .. ' ■ 

■I ■ , . ■ 

Auf einer.und dnr andern Infel diöfes S^ 
trifit.man vervittotco Granit, der aus feldfppdi« 
yad Qiiarzköraera inir wciiig Gliaiatcr |>f ftebtb 
flleothalben aberM^ga^teifet^oiAiüpTUjer beyge- 
coe^ngt eathalt, yelclic vom Wafrer..«U9gefpält 
p^d ^ Eifenfaad aa den Ufei^i au^eluwea 
v^deOv An mapchen Sieli^ n i^ 4i96iG«birg% 
9rt;9pch zfemliidb feil, aoi Seefinpde «bfr,ib 
mifHbf^. dafs gauzf Felfeo davon «aus etm^ndcir 
falloL : (M.£Rinm«Bergv.J.ex.Tl^|LS4:f*87;^ 

.' "■ An demfelben See kotxitrteaLtfgervo&(!Ur-) 
Thoflircbiefer und' ^n einem [^röbKörnige^ 
fchvarzgrauen qüadeitttrigen'Thipp (Urgrfinji 
fleid)» vor, der im^kficfa niägnemcb'ifti' ori> 
dentiiche Pole zeigt üad- \ g Prozent BiKen hält 
(S. Rinin« Bergv.*Lex. Tli^II. S# 961 .und 7 3.} 

*) f. Anmtrkung ut*' . . 



1 « ■* 



■ I 



m- — 



SoplUacl. d89 




y.i) .ri 



-;^;^ ;i *i\ 



• I 



* • * ^ * *• ■ ■ • ■• . , • . . . • . 



• • • I ■ ^t 



• ■ ■ ■ • 

SnO'älaiidO* 



J:8^iil6piägi-4 K/onobergt- und Kal- 
milff -Lebo : macbon xufamaieu <U« freitläuQi* 
geV^Eibdfduift aus, "vclcfae den Namen Sm 3- 
4:^ tlId^4lihlti Ibr Obeiüächenanfehen ' ift im 
AHgiäbMiHen fehr uneben, und die Bergt iind, 
ibefonderr in dem nördlichen Theiie von Kät» 
;iiiai«'{;chti, :in den Oencht»bezirke Tpifla^ feBr 
'Ibbtöff ^(karpa 1) und zufaxiimengedrängCki; Ddr 
mittägliche Theil von Kalmar-Lefaii lAnach 
^cr Seeküfte zii mehr flach, fo vie dar fadiicho 
TJlieir von Kronpbergs-Lehn, welcher iich.nAc^ 
der Grenfe von Schonen. Un nuri.ällxKälicn 
yferBSicikt .. . " A 



< • W ..1 . t i 



DerhobeRücken (oder kjöl>deaGtiMge$, 
W9I von Göthoborg aus durch ElB^bocgi^Leba 
und fudöfllicfa nadh Jödköptng hihnrftciit,tdaiia 
bey dem Dumme-Moore 'fleh mit dem von Ska« 
faborg64.ehn berabfteicenden Hanpt^irguu'- 
'ge vereiniget, wendet ^chrfiidlicb yongeoaoa- 
teih Moore abendvärts nach dem Tabecge.uad 
MSiifarp^-Kirghe, maclit datin ntrieder ei Ae Wen- 



■ I < ■ I I I I 



T 






290 SmSUtti« 

düng o(Warts durc^ das förcEi^ier AlmisSkn, ' , 
läuft bey der Stadt Enfjö iaN., und Viinmerby 
etwas nördlich vorbey, und wendet fich endi 
lieh wieder nach Nordoftv in welcher Richtang J 
er im Gerichtsfprengel Tjufta bis an die OfUee 
fortftreicht. 9ey.dCf.^Kiridiftt^on AlmisSknii 
in Jonköpings*Lehn,fondert fich einNebenjoch* 
davon ab, das in mittäglicher Richtung bis mr 
foettaÄ Mn* Krodobergs^EÜm liinftre^£ty'diu«| 
m diefctH Lehne fitdSfllicb äa der^orgeafinte 
desLagfkifles (Ich fortzieht bisnachKord»Sdtf^ 
nen^. wo es' fich allmäfidi verliert..: MehreRT 
kletnr^Seltenäfte gehen im Innern vonrJä>pk9ir 
pings-Leha tbeils nacK Südwefi,. theils';iilidi 
Sädoft'uozfo Hauptmitteljodie ab^und üAitiatdif 
^efenjden Gewäüer beyderfeitS:naclideisiWsft> 
faieer^odet.der Oniee. -, •;•.. * '..•;;%;.! j..s 

". *S^ Ausnahme d^ Ueber2angsgebir|^ tcjü, 

'ipre^^t die bey Oftgöthlatid mit befchriöfiä^ 

^^ordeä fihij, gehöret irlle'dofrrieeHSebirge der 

Urzeit an, zeigen aber viele unamer Rvui^fi^ 

• Al)ähBeiBn)gqa. [ JDÜe'allgemeise Gcuä^age 

Jxna^litdeFrothaGraiik aus*^); jedoehifind .dfc. 

'Quar^ioderHorn&kfi^v dichter Glimaiedbhie- 

-fer^-iUrgriinflein uiid-jehnige Male, auch iDrpor- 

pbypaisf ihm äufgeiageitjir Ich fehe toiohLibar 

genöt}iiget^ die Gebirg^en diefes auigedebii» 



'»\i '"' f j »• ' . . rif 



**) Unter diefer Benennung Wird oft das Ccftcin'vcr- 
(bnden, was Cronsted, Tilas und RinmaQ HlUc^ 
flinca nennen, was aber nicht den eigentlichen Cbt* 
rakccr des Hällcflin« (Hofnfteins) }n£ " ' 



SmSiaad. 391 

(en I^andbeziiks flrichveife anzufübr^i^ fovie 
ich fi^Qsich und nach bey tnehrerea Reifen ha« 
.)sic kennen, lernen. 

In der Nrxhbarfcbaft deji Taberg v 1 i Met« 
le m Mittag von jQnköping, trifft man Granit, 
auf welchem die micEiienftein gemengte Grün- 
ficiamaiTe des Tabergi aufgelagert ift« Diefer 
Granit fetzt durch das Kircbfpiel Svänarum bis 
Vrigflüfort, wo or in derN'ähe der Kirche La- 
ger VoirGlimmerfchiefer enthält, defTenSdiich- 
-ten in S.O. und • N.W. flreichen. Zwifchen 
dep Kirchen von Vaiif|ö und Lannaskede fleht 
fjöcUicber Granit an, welcher mit glimmcrrei« 
cbe^. Gebirgsarten abwecbfelt, und nebfl die* 
Jen a^Iehnliche ^^f^d lang erilreckte Anhöhen. 
.bildet» : Bey Uvetlanda, wo der Boden ilächer 
wird; findet (Ich der Granit in mehreren Ab-^ 
änderungen. Im Kirchfpiele Alsheda wird er 
•¥Oi\ dichtem Gümmerfchiefer und Quarz be« 
4ctkt. Weiterhin, über Afeda, Notebäck, bis 
VexiöinKronobergs-Lehn, bleibt rother 
.und bisweilen grauer Granit die allgemeine Ge- 
birgsart, die Anhöhen werden aj^r immer nie- 
driger, das ganze Land nimmt einen fanfteu 
Abhang nach Mittag hin an, und verflacht und 
cbenet fich immer mehr, je mehr man in der- 
felben Richtung der Grenze von Schonen fich 
Aühert. In dem Kirchfpiele Stenbrohult triflfc 
man um den Hohofen Dioden Rishuita-äfen, 
welcher fich |^ Meile weit nach S.O« hinzieht, 
defien weiteres Streichen mir aber unbekannt xfl, 

T a 



2g2 S-miland. 

Dir Wig von JÖnkopiiig naeh* HalnAfliii^, -ii 
Hailatid, 'fährt diirdr d* TKal, auixA wcJ 
ches der NiflTaliurs läuft, der mit Vielem Sand 
angefüllt U\^ «us velc^eiii. einzelne Gr^uitkup 
penji^rvorftehea. Eimge MciUn n'alier naol 
Jönköping bii^wird das Thal enger, , und ;du 
Anbeten« welche es uuiscben, anfehnlicher. 
,$ie beOeheo, aus .rö.tb|icjiem gneisartigon Gj;^ 
nit, ..ypn, undeutlicher^$i;l)jich(ung;. ,ug)|. b^ 
LedfbäfteFf im Kircb(pklf!.,Mullsary^^^U'eteo 
Bergkuppen von Urgriiiifiein bervor. , ) 

Inrjöhkopinys-tehii, bey det Kifthe 
von Säby, /kommt Quarz und bräunlichro^ 
Urbornfleinpörphyr^^ii htcM'ganz regeltnüfl* 
gen, nhdeutlicben ftehehdji% ^Schrchten • vo^ 
untl'zvat aufhoben, lang g^edehnten Bergruk* 
Ken^ welche- innerhalb ^^ Meile auf dem Wtp 
nach dem' Kircbfpiele Marb'ack, niedriger ve^ 
dtn und dann aus Granit be'flehen, auf velches 
fonach jener Porphyr aufgelagert i(l Dit 
Kirche von Marbäck Gerade gegenüber^ td^ 
man am Wege Quarzfels^ der aus gemiiiacffl 
iireiflen Qüar% beflibt, in welchem aberblafi* 
rothe Feldipathkörn^r porphyrartig eingeflrtdt 
find. Die Berge, welche' das der-Kiixhe vdn 
Bredeßa in 'Morgen gelegene Thal (KnfcbliV 
fen, befte&rtn aus graulich VeifTem Qu&hl, tfiit 
fenkrecbt^n Kiif ften ; ein Berg, in dem Tbih 
felbft, aus GriinOein, mit einem Lager von 
fchiefrigem Quarz, der mit Hornblendoi g^ 
mengt ißr . 



SfnalanJ. 393 

Int'-KirchfpieleFlisby und um deaEk-See 
9ip,ift der Granit vorwaltend, jedoch aiehr 
^. g^agert« . Im Kirchfpiele Ingatorp, 
Wegr nach Viiiimerby, foll uralter Horun 
nporphyr, von leberbrauner und rötbiicher 
!^t,mit weilten Feldfpathkry flauen und 
ilien Quarzkryftallen, vorkommen. Von 
ttlap4a bis zu dem Kirchfpiele. Bexbed^ 
iterau- und roth gefpreakelter Gr/init in 
F^Sm, zufammenged rnxigten Bergen . anV 
y^ ypn Korsberga^Kirche nach Mittag.hin, 
'0^., die Kirchrpiele Nöteback und Len- 
H^v.laufen, immer mehr und mehr fich 
ijwftlif und alle noch aus rothem Granit 

■ •». . ■•..* 

^im' Kirchfpiele Häileberga, nahe bey 
i-Marktplatze VillkjöU, kommen niedrige 
wiMton uraltem röthlichbraunen Homnein« 
mhft mit blafsrothen Feldfpäthpiinktien vor^ 
rfich in parallelepipedifche Stücken abfon« 
Von da an fetzen in Kalmar-Lehn, 
ii[<ege.nach Bränahult, im Kirchfpiele Ma- 
^^uarzige Steinarten fort, und ^das Land 
ijijcli,nach dem Meeres{fa;ande % immer 
Si}nd mehr. 

jAij^. Alhelms-Kirche» : in Kalmar-Lehn, 
H. nuk' .wieder rothen Granit in oiedrigea 

S^jfciL' Durch Langemäfa bis Fliferyd 
fitih tlas Land, und es tritf bräoplichro« 
r.'Qja^z hervor. Im Kirchfpiele Mörlqnda 
tsvur'an dem W:ege.alieiitiUib|n.Grä« 



flieft. Itey dem Dorfe RlÖfdala trifft n 
der auf Grunftein. Näher nach Repe 
KirchffYiele' Alsheda, zu, verändert i 
Granit irni^er mehr und mehr; der F 
wird verdrängt, der Glimmer nimmt ul 
und d'Ä5 GieHein wird mehr und mehr d 
Bey dem Goldbergwerke zu Aedelfors j 
felbfe fcbneJl tbeils in dichten Glimmer! 
theüs in dunkelgraueja Quarz über, mit 
tta^ ^ie tiach Morzen und Abend fl 
und tbeik boy nahe iothrecht ftehen, t 
bis 4oGrad nach Mitternacht eiufchiefe 
fes Gefteio fetzt dan£^ bis Al^beda-Kircl 

Durch .die ; Kirchfpiele Lannafkei 
Sändi]ö * hindarch findet tnan wiedet 
in gbridgeii Erhöhungen. An der.L 
fe durch das Riröhfpiet Bringetofta' 
dann wieder Urgrunftein, auf hohen ui 



onrotbon Granit umg^eii, Mrulphei^ in iue<i 
rigen Kuppen .bis .zum Värclifpiele Maixnbäck 
brtfetzl» Im • Pors&rui^is - Ktrckfpielc , frifft'^ 
naa bpSooIichrotheti Qubtz in niearinn Ber« 

EiU vclche weiter hin höber werpen^ in« 
D^cheit um den .$e9 TenhuU iierum nicht 
Unbeträchtlich find, ood aus rotheip. Granit be-. 
fleheD» weicher fodann bis Jönkoping fort« 
flEeichtk hier und da. aber, z. B. bisy. Ingaryd, 
im Rirchfpiele Rober^a« mit fyen.i^artigem 
gimeo: Granit abwechielt. Das .Geftein . der 
Vetge weftvärts von^ Jönköping befteht, zu« 
)äd0 4^r Stadt, . aus einem knotjgicihiefrigen 
Giimmerfchiefer, mit Quarznieren, der weiter 
Bieh: Abend hin, in der Nähe der prenze von 
Siuraborgs-Lehn^ in Granit übergeht . 

AJsKeda -Kircbfbicl. 

-•;•■■■■■■ I • * • 



Das Goldbergwerk zuAd el£o rs*) würde 
äi Jahr 1738- v'öih Bergrath A. S^ab entdeckt, 
tisd iHü folgenden Jahre in Angriff genommen. 
& liegt zwifchen ' grofen kugliobeif-llergen,' 
QKÜ' die meiden Anbruche zeigen &ch in der 
Kibi- eines von R 'nach S. Areichendeü Thak 
^' auf deflen M orgenfeite die alte «od neue 
Kfangrube am Öflandahult, odersifti weft- 
liäien Abhänge des (pater fogenalQnten«Kfone* 
Bbc^ fich befindet Die Gebirgs^ifT^ dich^ 
iet (Sliittoerfchiefer, Heflen iSchtchteb, tüey ei- 

•5 k -Anmcrkuiig.i^. - > -' r i"* CfthnH. ■ •. 



9g6 Smllan^' 

neoEi Sfreichisii in Morg€a dfid Abeful^ 
Senkrecht eiDfehieren, oder höchftenf i 
Oräd vdn'dcrLotbliiiie noch Mitternacht 
Icii. 'EMefer'-Sehiefer nndet fich in liieh 
Minderungen, als fchvarzlich^ dunkelt) 
röthlicK'und grünlich; ihehr oder vc 
leiebt rpaltbar, bald hart, bald mildf oi 
börften, - leri Allgemeinen aber fchirer fch 
bar« Die Gänge bedehen hauptfacbltc 
dunkelfarbigem Quarz nnd Hreicben in V 
nädht and Mittag quer durch die Gefleialc 
ten^ verfen aber oft Hacken (fräoganc 
ofta in bügter). Ihr Falflen beträgt g^ü 
in Adolf Ff edriki-Orube aber voiA Tage 
der bis 40 und 45 Grad veAiiche Abvetc 
von der Lothltuie; ihre Mächtigkeit ßeie 
% Zoll bis zu 3 Fufs. Das Gold fuidet uc 
rin fowöhl gediegen, alsmit Bifen undSc 
fei verorzt, theils in die Bergart eingeipt 
tbeils uiid Tomämlich aber in den Gängef 
die edieo Ersfälle baidfichtbares Gold in 
tern und. zackig, bald mit 3cbvefelkiei 
Janrt enthalten, von unmerklichen Spur< 
bis zu a^ Loth Gehalt im Zentner. Dx 
ge haltenvverdruckte Stellen abgerechnet, 
haupt ÜB Durchfchnitt 8 bis t o Loth Go. 
KuÜklachter. Bisveilen ^ertrümern de 
Gänse,, oder werden auch quer durch 

ä* m ' ^ % " .'1. 

loinijbljcni^fibbleppen^aber gewöhnlich c 
Truoaer.mit fich fort, velche dann Anle 
zum Wiederaufnnden des Hauptganges g 
Der Betrieb des Werkes ift, als wenig 



SmSland. ^97 

sqdi^ jcfze zum gröfsten Thelle eingeteilt 
'Orden *). Es findet (ich auf diefen Graben ; ' 
Grobkörniger Ka 1 kfl e i n und Ra 1 k f p a t h« 
lichtgrauer kuglicher Zeoiith? (Kirvans 
ledelit) auf Adolf Fredrtcks«Grube» Er kommt 
'or in Halbkugeln, die einen etvas ftrahligen, 
dänzenden Bruch befitzen ; ritzt das Glas leicht, 
Ichvillt'vor dem Lothrohre etvas auf, und 
Fdunilzt dann leicht und unter Auffchäumen 
KQ einem fcbvarzbraunen undurchfichtigeu 
GUfe« Er bat äuferlich Aehnlichkeit mit dem 
&botti(cben Prehnit, der jedoch einen mehr 
flnUigen Bruch befitzt, und mit Leichtigkeit 
so einer veiflen fchatimartigen Schlacke 
fehimlzt Er enthält nach Bergmannt Unter* 
rnchung (in den K. Vet. Akad. Haudl. I784f 
S.II4.} 63,0 Kiefelerde, 

18,0 Thonerde^ 
16,0 Kalkerde, 
, 4,0 Waflcr. 

100. 
Blafi- und ziegelrother M ehlzeolith (Zeo« 
^t rouge de d' Aedelfor« H,). Er findet fich 
^etb, theih dicht, theils feinkörnig i auf dem 
Brache matt, erdig; ftetsundurchfichtig; theili 
K^n^iblich, theils nur mürbe (lös). Das Pul« 
^ macht mit Säuren eine Gallerte, Vor dem 
^throhre fchmilzt er mit geringem AufWallen 
BQ einem veiflen Email. Nach Bergmanns 



*) Bergmanns phyrikfllifche Erdbefchreibung, I.fid. K. 
Vet. Selsk. Handl. 1745- 1769. 



igg SmIlancL 

Analyrc (m. f. Troils Bref om bland S. n6^ 
find feine Beftandcheile: * /v 

8o«0 Ülicfelerde, 

9,50 Thonerde» . « 

O950 Kalkerde, \ 

4,00 Waffer. 

■ T 

iOO. 

Grünlicher und rothlicher Hornfletn; lidit« 
eruner körniger Qoarz ; Bieyglanz ; Magnetcäj: 
lennein } Kupferkies \ Malachit und Rupferlafnr. 

In einem eigenen Gefteinlager n^he bqr 
Adolf Fredriks-Gnibe kommt ein grauiichwä& 
fet dichtes F o f f i 1, von feinkörnigem BmchÜ 
vor« vas hier und da zerflreute Strahlen zeigt ^X 
Es gibt am Stalile Funken} im Tiegel erhitil 
phosphoreszirt es gepulvert, vie Flu£ifpati4 
mit einem gelblichgrünen Licht} eben fobeyal 
Schlage mit dem Hammer gelblich. Die &' 
genfchwere betrügt 3,584. Vor dem Löd^ -* 
röhre fchmilzt es lür (ich an den Kanten zu ei^ '^ 
nem weifTen klaren Glafe. Im Borax löft ei ?. 
fich nach und nach, ohne zu (chäumen, it:^ 
einem farbenlofen Glafe au£ looTheile dei^^ 
felben geben: ., t 

57,77 Kicfelerde, 
35*50 Kalkerde, 

1,83 Thbnerde, 

1,00 Eirenozyd, mit Spur vonMao 

D,75 flücbrige Th^e» 

3,15 Verlaß. 

ICO. 




*} r. Anmer!(un^ 1^9. 



' SsiSiand. sgg 

^'^ttiinerikogs^Rupf ergruben emhal- 
II : Kothenbaibdarchlichcigen Quarz; gedie- 
m Silber in Quarz j Buntkupfererz; Rothku^ 
*ererz} Malachit; Kupfergias, theils dicht, 
leils kleinkörnig ; gediegen Kupfer« 



Beym'Dbrfe L i u u a s findet man : grobbfat- 
iges gefchvefeltes Mo1)[bdäa in QjJiarz und 
cldil^tb) ingleicben gelbes MolybJänoxyd 
i dm Kluften des MuttergeAeins« 

,j\ ' Manwrps-Kirchmici. 

f . ... 

r DcrTaberg*). Seine ganze Länge beträgt 

rft( tiüe Vierteimeile, vovon aber der hoch« 
RScken kaum die Hälfte einnimmt Erer- 
Mt ficb von N.N.W, nach SSO., ftetgt von 
Ib^ni Bördlicben Ende allmälich zu einer ziem* 
lAenHöhe an, fenkt (ich dann ein venig, er* 
Ut fich aber vom Neuen vieder, um die 
MdUlci Kuppe zu bilden^ die gegen den 
MufinpapStrom hin, über welchen de 420 Fuß 
Nhben'tft, eine fteile Felfen'orand bildet. Vor 
Ifler Wand liegen eine grofe Anzahl herab« 
MÖQme Eifenfteinblöcke, oft bis zu derGröfe 
Biiner.HäuCei:, 4ie fo hoch über einander ge» 
|lllii|.find« dafs iie unge£ihr drey Viertheile 
^ > ojUUEeft Hohe der Wand einnehmen. Zvi« 
Ol' umen iA feiner Sand in waagerechten 
lüiläiteo eingelagert. Der ganze Berg befleht 



^ t Aamerkung 130* 



3ex> SnlJand. 

aus Urgrunftein, mit äner grolea An 
fchmaler, parallel^ laufender Lag«r voa 1 
neteifenflein, die meift nehend find, den. 
nach feiner Längenrichmng durchftreichen, 
in den unteren Teufen von rothem Granit 
gefchloilen werden. Die reichbaltigften 
diefen Lagern find. kaum über i Fuis ixüc 
Verden im Orte Elfenbäuder (Jci'nband) 
nannt, und führen einen fchvärzliehbrai 
glänzenden EifenHein von 32^ Prozent E 
gehalt. Der geipöhnliche Eifenftein hal 
eigenes duxAletf, -gleich fani beruftes Anfe 
und hält ] I Prozent Eifen. Die fogenan 
Striemen- oder Elftererze (Rifp- ellerSkatnü 
haben nach der Läftgenrichtung ihrer fehl 
gen 'Abibnderungen veifle Feldfpatbflec 
and teigen auf dem Querbruche weide Stre 
Sie halten nur a i Prozent Eifen, und ihre 
ger find infonderheit auf der Abendfeite 
blöft.v Das Eifen, vas diefe Erze geben, ifl 
niglich gut und in den Manufakturen brä 
bar. Der ganze Berg gehört fonach mit 
fonft fo oft in Smäland vorkommenden Ur| 
fteine, zu einer und derfelben Formation, 
unterfcheidet fich von diefer blos durch dii 
wohnliche Beymengung von Eifenerzen. 

Grünlicher und hellgrauer Eifendic 
(Jemlera) ift von Rinma'n efh Fof/il gtt 
worden, das von Farbe meift hellgrfih ift, 
derb, oft auch kryftallinifch vorkommt, i 

*) C Anmerkung^ iji. 



f«fergypf; .und ibi« daisdii^ Fafcctu^voa tt* 
r Rernf^ braunea JE:iijca9c]^ers 4iy^r<^^end 
oifcsi. *^ Ei Ut ohne Glanz und' Ziemlich 
;|j|^}. dat Pulver fafrig } es Ichmilzt für fich 
t jr^ybd^ktLöthrolUle, 'Mld ti^ird ihn Borax 
tVollkoiiuueqaufgi|j[Q|^>: In Aarker Hitze 
MtUt ei fich in Fafern^ vird fchvarz und 
fl(|li8''|lnd:.äann' voib A^ anj^^gen. 

Üjlfaft nitht mit 'Säuren^'vehn man ahik 
^i$tfidkchtiiii&Scheid^aiIer digerirt,viFa 
ingcheit; tiufsgetögen,' und 6$ blisibt ein 
lÜi^ ]hilve.r?urück, \vas inißarkem Feuer 
tSI&t mritd. ^t - bcfieht au» rciiwr Ki^ 
dtsf io ipreuartiger Geftalt, und il^fw fich 
Ittlielzbar. Die Auflöfung, mit Blutlauge 

pti fii|y:i^ 5 ProaftojEifcnfX ; Von ähnli. 
r Beichaffenheit, den dichten und weniger 
Bruch aus(^taonfiftien, ift di^ MafTe, 
faiiTabierger'Srcdtn däs Bindemittel der 
tt EifenfieiAAtkrkeh iusmaeht. - Die 
liühnte&Beftandtheile bereifen übrigen^, 
''daflelbe nicht zu den Eifenthonarten^ge- 
Mt Verden könne. 







••.'•■•• * 1 

,yi Frödcryds-Kyrchfpiel. ,, 

IhC^&ntaFredriksberge-r-Revier komrnen 
^fitrel-eä 'Gruben im ^limmerTchic&r Lah 
^ftcn vor, velche Kupferkies, Bleyglads, 



Etfun. Btr{v.Ifx. Th. l. S. 903. 



309 Sjntland» 

Zinkblende, audi- clfen^ and^ bieyhaltige 0)' 
bräuniichrothe Granaten fuhren *)« . 

'/ IngUmäUiOemeEir^gr^^^ 

• Gladhaiamais^Ku*cypieL 
Ktflnidr^Uhn. 



• • > « 



/ V ■ • 



Anf den dott^en Kupfergrtibeo bracht: 
ic|i^ärzlicher, blauer, violetter und rotblicher 
.Quarz» kleinkörniger BleygUn?; Kupferlues; 
ÜUQtkupferers in EUenftein ondQuar?: ^ veiiTer 
gläflEender eifen- und fchvefelhaltiger Kobalt, 
nierveife in EiTenerzej gelcbwefeites Molyb- 
^n in Quarz. 

Mifterhults - Kirchfpiel. 



«-• 



.. . Sahlftads«Kup£.0i;grubea vurden im 
Jahr 1 74t. nieder vOm Neuen aufgenommea 
Sie liefern: Blaulichen Quarz;. Kugeln. von 
Sehwefelkies, äufediah kryflaUUlfti' Kupfer- 
kies und Buntkqp&r^ri;. • 

Hjortheds • Kirchfpid. 

Die Kupfergnibe Lebo« fo^srie die La- 
rums*, Hycklinge- und DamAugehagl- 
Gruben find mehr oder minder üef auf Ku- 
pferkies betrieben worden. 



*) Cronftedcs Minenl. $• 69. 



I 



SmalcnJ. 303 

Väfterums - Kirchlpiel. 

Die Kupfergrube Skjeiö, beyxn Rittergu- 
the H e 1 g er u m liefert Kupferkies^ derb, drtip* 
(ig und ia Tetraedern ; auch dunkelblauenQuari^ 



Lofta-KirchfbieL 

Die auf den Fluren des RittergurhesHäf« 
felly gelegenen (Tedvigsfors «Grüben 
bauen auf Kupferkies, der auf Erzlagerßätten 
vorkommt^ l^edche in derRich^g von Mor* 

cen nach Abend im Ciimmerfchiefer auffetzen» 

9 . . . . ' ■ . \ 



s * t • k 



.Ukna*KirGh(pieL 

Auf der Eifenfleingrube Degen äs bricht 
MagaeteifeiiAein iia Quarz und derbemGranat. 



Tryferums-^Kirchfpid* 

In der Flur von Skärf iö liest eine Eifenr 

>••#.• ' . ^? • . ,■ • • 

gnibe. 

Skrickerums - Kupfergrub^: .fühlt 
fchvarz- und veifsgef^ckten Kalkfpath^ derr 
ben Kupferkies, ' Buntkupfererz, 

Töraevalla-JCirchfpid. 

Allerfpecks-Eifengrube liegt auf ei« 
üßt in die Oflfee voripringenden Landzunget, 



3P4 



SmlUad« 



und baut aof magnelifcheiXiEire^fKrin, der mit/ 

Quarz gemengt i A uud im Granit brichL 

• • ■ . . 

Die Eifengrübfcft; Nöniafa; " ^Eds-^ten- 
bö, .Torehults'-S.t'eiib'o uad Sparback? 
liegen gleichfälh m diefem Kifcliffpiele.' la 

■ ■ ■ '" . > ' 

Lofthanimai's -Kirchfpiel 

Iß Snörums-Kupfcrgrubc 2u befaferkQD«)j 

m ■ 

■ « 

DalhdmsrKirchQHel» • 

Zu K i I a, einem Schürf auf Kupfererz, bi 
Kupferkies, mit Schwefelkies gemengt, ia eii 
ner quarzigen Steinalt gebr^^cheh. 

Gamleby- JKirchfpiel. ... ;/ ^ 

Auf den Fluren des Landguthes Ramfta^ 
ift Buntkupferetfli iii'Quurz- vorgekommen, und 
auf dem Grund und Boden des Quthes Roma 
liegt ein verlafTener Schürf aurKupfeferz. 

Im Scheerengruude (fkärgard) von We-] 
flervik, und inronderhelt auf S'Ki'arön, fia*! 
den (ich da mehreren Stellen unbecfeuteode f^ 
Anbrüche* von Kupfererzen. 

GieKerum - KirchQ)ie]. 

Auf der Eifengrube G u 1 1 e b o hat ein, mit j^I 
Kupfer* und SchwefeUUes gemengter, blaulicb' 



Smtltnd» 305 

P iehvarzer feiukSroigiU' MagncCeiicnflem ]ge« 
brochea. 



{ 



Gerdesrtnns - Kirchfpiel. 

In den Flareo de« Ritterguths Quifterum 
findet man Spuren vonSckwefelkieymir eioge* 
fprengtem Kupferkies; und aufdenFlureu von 
Rotorp ein Eifenfteiniager, was aber nur 6 
bis sZoli mächtig ift. Im 

Sjiftdala-Kirchfpiele 

bricht auf den Befitzungen der Landgäther 
Hnmlen'ds und Maijehult Glimmerfchlc* 
fer und Urkalk, 

Von See- und Morafierzen *), die theils in 
rundlichen Scheiben von rauher Oberdäcbe, 
theiis in gröferen und kleineren, bisweilen ab* 
geplatteten Körnern vorkommen, und im letz- 
tern Falle Pfennig« oder Erbserz (Penninge-och 
[. Artmaim) genannt werden, befltzt Smäland in 
mehreren Seen anfehniiche Vorräthe, die in 
vielen Hoböfen mit verfchmoizen werden^ 
Mao findet fie namentlich in 

« 

Jdnkö'pings-Lehn^ 

im Rirchfpiele Alsheda: bey Germynderyt 
und im LiUan bey Ädeifors« 

*} C AiUMrkun^ ijS. 



3o6 Sin Hand. 

Im KircHfpiel Vernamo: bcy Malmbro^ < 
beym Eifenhiitten'orerke Hörle. i 

Im Kir^liiniele Anderste; rp: beym Ei« 
fenwerkc'Gyllcnfbr».' '• J**- 



Im Kirchfpiele B a r.ib a r p c in djen Sceotira- 
narp und Ackern. < ;. {} 



. t 



In Kronobcrgs-Lchn. • ■ -^ 

• • . -■ . , .. ■ 

Im Kirclifpiele Vireftad: inü See glriches 
Namens. §ch varze £iiex\er49.rjn Skäggmyran 
bey Horshult. 

lii S k a t e 1 ö f s und mehreren umlieeenden 
Kirchfpielen : in den Seen Afcn, Flen, Saled; 
Flaten. 

Im Ktrchrpiel Lenhofda: beym Dorfe 
Nible. Sch'srarze Eifenerde bey Signtlstorp. 

Im Rirfchfpiel E 1 g h u 1 1 s : im Ufva-See. 

ImKirchfpiel H o f m a n t orp :zuToilftocp, 

In Kalmar-Lehn. 

Im Kirchfpiel Mali! ja: im HuUinj 
bey dem Ritterguthe Hagelsrum. 

Im Kirchfpiel Miflerhult: auf den Flu* 
tenvon Virbo. 



Schonen. 307 






{ .V 



Schonen (Skäne*))* 



iOnen macht die (udliche Landfpitze von 
fed^D aus, ^vird von der Oftfee und dem 
Sunde eingefchioflen, und begreift 
ihne Ch^iftianftadt und Malniö 




r aus Smaland über Markaryd' in der 
^ÖOg von Mitternacht nach Mittag nach 
poen und bis an den mitten im Lande geje- 
pD Riugfee fortfetzende Gebirgsrücken, hiU 
im mittlem Theile diefer Provinz ihrb be- 
llAdften Höben, vie^ohi er fchon'vor 
llc^ung der Grenze von Schonen und dann 
ier nach Mittag zu fleh immer mehr und 
Vt abplattet. Eine nach Schonen zu (leii 
Üibpde Landhöhe, Hallandsas genannt, zieht 
fdf^ 4^r Grenze von Hailand, ungefähr lä 
ftlthtuiig von JEilorgea nach Abend hin, 
.vereinigt (Ich an der fmaHindifchen Grenze 
HeCD-vorgedachten Gebirge. Diefen fenkt 
isaUn^ich nachMittagzu, und bildet th^ils 
IfigeNebenjoche, theils mehr oder xreiiiger 



f.Annierkuns;i|;. 

ü 



I 

3o8 Schonenl 

zufaxmnenliängende Kuppen, bis fie Cdj eod* 
lieh völlig in den gröfsten Ebenen verliem, 
welche Sdiveden befitzt. Auf diefen Ebcneo 
erheben fich jedoch wieder einige ifolirteUr* 
gebirgsböhen, welche gegen das fonA fladie 
Land immer noch hoch genug erfcbekieQ, oad 
in der Riclitung von N.W« nach S.O. das Land 
von einem Meere zum andern fcbief durchp 
fcbneiden. Hierzu gebort der Kulleo odgr 
Kullenberg'^), der die auferfle Spitze diitr 
mitternächtlich von Helfingborg in dasMect 
hinaus laufenden £rdzunj[e ausmacht. Dana 
folgt der Söderas, ferner LinderSs, imd en^ 
lieh Stenshufvud an der pdfee, Cimbiitsl^naa 
;egen Mit^nacht. Ganz ifolirt erbebt fidh 
ler Romineleklint auf dem flachen Lande zv» 
fchen Lund und Ydad. 

Die Jierghöhen beflehen mebrentheils m 
bla&CDthem Granjt. Ein verwitterter Gwi 
findet fich einige Meilen nordwärts von Cbri 
ilianfiadt^beym Dorfe Quünge, im Kirchfpiel 

Sleiches Namens, wo man flache Berge voi 
lafsrothem Granit antrifft, welcher da, wo e 
init Danimerde bedeckt iH, . mürbe und zu ei 
nem groben Grus zerfi^llep, wo er aber kcioi 
Decke von Erde hat, fefl'ünd halt iß. 

Die Ui^bergangsfoimation zeigt* fich den 
nach im nordlichen TheÜe von Schonen meÜ 
in zufammenbängenden Strecken^ i&ittcn in 



■h 



*) r. Anmerkung 1^4. 



Sekoaen. 309 

b-UogBgeö ia einzi?IiieD Kuppen. Alles 
i^C m theiltf mtc Uebergangts theils mit 
^flliea Flötzgebirgsarten bedeckt.. Die 
feco feVileliea dem Ur- und dem auf^ela* 
stUebergangsgebirge fovobi, aisnrÜcbea 
vvriidiiraenen Arten der jüngeren Forma- 
k&uien nicht mit .Genauigkeit angegeben 
len. Die mächtigen Niederfcbläge von 

i .quarzigen Uebergangsfandftein und 

imeräiti die iich mitten im Lände um 
igfee, bey Hardeberga unweit Lund« 

hdradmm, bey Cimbritsbamn u. m. a. O. 
machen die Grundlage aller . darfiber 

(den Uebergängsgebirge, und vermuth- 
&äi des Steinkbhlenfiötzgebirges tim Hei« 
ii&|(aus. 

Eüifiichft über dem Sandflein liegt der alaun« 
gdfira'ndfcbiefer, bedeckt mit einem mäch* 
l Hiederfchlage von Uebergangskalkfleint 
im; . Alaun(chieferbruche von AndrarunA» 
f iuvLtx um Liftarum, Toroarp und Bon« 
In in der Gegend von Cimbritsbamn, auch 
^OgeUang, in der Gemeinde von Sandby« 
sUa von Lund und anderwärts entblöß ift. 
^jb£^IÖ In diefelbe Reihe von Qebirgsar- 
{ji^ärt auch der Grfinftein, der fich auf ei« 
a Stisllen mit fauligen Abfonderungen vor- 
i|^-wie bey Tunbyholm, im Gerichtsbe- 
»^.Ingelfta, im Kirchfpiele Stehags, im 
^tlfprengel Oufiö u. m« a. Orten. Man- 
MO kömmt b«y Q^veds-Klofter vor. 



glO Schonen. 

Der . eigetitliehe Flötzländftcin, 
eingefchichteten Lagern von Steinkohle, Bi 
fclüefer und Thon, erdrückt fich-läogi 
Seekofte aus der Nachbdrfi:hafc von Land! 
na bey Tofb-Rirche, bey Helfiogborg voi 
nord väcts bis zum Kuilaberge, und in i 
unbekannten Breite von einigen Meilen ir 
Land biöein» 

Nabief am Meere, (lidlich von Malmo 

• •• ■ ~ 

Limnhamn, zeigt (Ich einjzweyter flöt 
birgszug, der aus mehr und minder feHef} 
de mit Kiigeln ubd Lngen von FeuerAeiD 
Aeht, und in einiger Tie£e in einen feAernl 
deartigen Dötzkalk übergeht. OhneZv« 
verbreiten ilch diefe Flötze, die mit au 
fchvemmten Boden bedeckt fmd, meli 
Meilen Weit unter den umliegenden Ebej 
und haben, ehe das Meer fle durchbrach, 
den auf der entgegengefetzten danifcheii S 
des Sundes, bey Möens und Stevensklint» 
legenen Kreidefcbichtea in Verbindung' 
flanden. 

Die jungfle Flötzkalkformation, die 
liber einander gehäuften Lagen und Hügeln 
zerfallenen Scbaltliiereh, Kaikgrus und 
fchieben, velche durch aufgelöHen Kalkl 
mehr, bald ^o^eniger locker verbunden { 
beftebet, trifft man nördlich von Chriflianfl 
im Kirehfpiele Egnaberga bey Vedhygge' 
ürctorp, ' am Baisberge, im Kirchfpiele 
belö^ und um die Seen Räbelöf und Ojü 




SoboojDa* 311 

ift rrA6£ d9t veäi..£&cqa Hermelin h^causge- 
glibM^. petrogrApIä/qlien Karte you Scfaonea 
^fk^pf lÄan'iemen ähnlicben.Fiötzgelfirgszug aa 
4(c JUifte. 4e(B 800^4, ßwifchen fiarie^äck und 

' '^' Dtttfiif^efch^ernnlteLand beftehf im nord- 
lichen Theile vdn Scbbiien aus gewöhnlichem 
Sande,. Knd GfU5, der; an .der. fm.aiändifclien 
^ «iini Loshult in tiügeUueen v.on kürzer 
Lung über einander gehäuft ift. . Die iiidf 
-Wand des Kallendäs, die nacli.. Schonen 

BJ^ehrtifl, ift ebenfalls, von Sand undGrm 
eckt; &in reiner und feiner Sand, der oft 
in den feinflen Flugfänd ubergehi, bildet mei* 
fleai die Decke der Seekiiften, befonders um 
Sbnör uadTrelleWfg iäi inittaglic^n Theile 
voa Schonen, on^ zt^ht fich oft in grofen Fel- 
dern ti^f in das Land hinein. Dagegen findet 
nan' an^er^ Ebenen hauptfachlich mit Thon 
bedeckt, der theils mit Kalk gemengt ifl, theils 
nit'ätober Kreide uad tiner Me;nge Feüerfteii; 
3e, die bald gröberrr^ bald feinei'n Bruch ha« 
^ä, 'und fch^arz, gelblich oder j^räu find». 
^hibj^ehbrt dip weit ausgedehnte Ebene um 
I&: Städte ]pünd, Malm&und Landskrona.' 

.. BernfteLn ißndet fich in kleinen Stucken an 
'cjB Öfl-'\ind Südkuften von Schonehl' in' der 
?egen4 vßn Falfterbp, . Raflunda, Abus u.-.ä. Ö, 

Brenntorf kommt oft in grofen Mafien vor, 
'efoi^ders in den Qiitt'^licben EbeqepVlÜm 
'ftad, "Trelliebörg und Malmö« In den Tficf« 



SI9 



Scbottc«. 



möQrea bey Ston-Sllgenm- vnd Sfonipi m fla^ 
richcsrprengel vonSkjut; ferner bejlnfflAdlt^ 
Lille $vecula n. OL a. O. find foiCle OcUfinn 
fdiadel und Hörner von ungewöhnlicher ^ktt^ 
fe, die vahrfcbeinlicb Aueroehfen aogdiftrt 
haben, ingleichen Schädel und Höniw dei 
Elenthiers ausgegraben worden^ 

Lager tron feuerbefländigen Thottärfeilfift^ 
vomämlich in neuertr ZeUf in anfelinlktMf 
Menge und Mächtigkeit adfgefonden vodäK 
infonderheir in den Kirchfpielen FiriogttH 

IIa, Röftanga und BSniof^ Helfingborg gfegOt 
Morgen. 



Andramins - IQrchf|)ieL 
Chriftianftadcs-Lehn. 



• I • •!- 



Das Alaunwerk von Andrarum itt zuerß 
im Jahr 1637. aufgenonmien worden '^). Diö 
ÄlaunTchieferlager liegen hier auf den> imvoc^ 
flehenden Abfchaitte erwähnten weiilen qüar« 
zigen Uebergangsfaudilfin, der im untem 
Thetle des AlaunTchie&rbruchs, nicht wieit von 
Andrarums-Kirche* entblöd ift. Sowohl die« 
fer Sandftein als die Scfaiefcrrchichten &Uea 
nach Süd weften 8 Grad von der waagerechten 
Linie ab. Der Schiefor ift fcbwarz voa Farbe, 
dännfcbiefrig, oft von fenkrechten Klüften 



■MM 



«) Prof. Retzius In d. IC. Vet. Actd. Hand). iJK». $- 349. 
'••) f. Anmtrkung ijj. 




Schaneu. 513 

l tBlrfi'ti*^ * *" i vnd bricht in dtinnen Streifen^ 
yim^iZoll mächtig und auf den Kluften mit 
ipHD'lßhneeveiflcn feinfafriscn Faferkälk a» 
(riUkluid* Man findet darin kugltchen Scbve- 
lyrift^ avicih Kugeln voa Lebcd^ein (jetzt He-* 
pi4ti]tt94St|iikftein, von allen. Maafen, Inder 
Sfölc V9A Vogeleyerq, bis zu einem Durch- 
pn^dcr von mehreren Ellen; meiAentheUs eu 
abgeplattet, und in eigenen Lagern zvi* 
"i &m Schiefer. Man hat eine Stiukftein« 
t gefunden, welche 14 Fufs lang und 
fr'|8 ZoU in der Mitte ftark van Eine 
IHilin folche Kugel var in znrcy Hälften zer- 
^fochen, die aus ihrer Lage verrückt und dann 
^loKch Rilk und Kies wieder zufammengekit* 
let waren. 

. ; Die L«berAein<(Hepatit-)Kugeln enthalten 
i^crgmanns*) Unterfucliung in x 00 Theilen 
.33«^ Kiefelerde, 
* 99,0 Schwererde, 
5,0 Thonerde, 
' 3,7 Kalkerdet 

S9,3 Schwefelfiure und WafTer* ^ 

.IPO,0. 

hk Trfimem weiflen Kalkfpathf findet man 
Bergkiyftallcy an beydete Enden zu* 





^^'|>ir Kalkftein liegt hier nicht über dem 
Bcbicfcrj vielmehr kommt im neuen Bruche 

4^ Scitgrspb. Regni miner. {. 90. 



314 Schoneiu 

irinige Lactiter unter der obem Sehieftfrchidxt 
ein über 3 Fufi mächtiges Lager vdqi grauem ' 
Kalkftein vor, dfsmit-dem Alaunfchiefcr» vel- 
checdaninterfottTetzc, gleichet Failca* hat' , 

Z^ifclien den Lagen des Alaanföliieferi liä^ ' 
gen Abdiiicke von kleinen Entoniolithcfh -(Enti 
paradoxus,Linl\ die oft mit Seh veffrlkies fibtar- ' 
zogen find. 

Schürfe auf Bleyglanz, der ip den ausg^ 
füllten Kluften jA^s Sandfleins vorkomitnt, qni^ i 
fruherhin geWniiqn vordcn ift, findet maa i 
um Andrarums-Kirche. ^ 

Gladsax- und Nöbbelöfs -Kirch(pieL 

■ 

. In dicfen Kirch fpielen, welche an der Oft* • 
fee in der Nachbarfchaft von Cimbrifshamq lie* 
gen, hat man in den Jahren 17^4. bis 1739* 
Schürfarbeiten auf Bleygianz betrieben. 

Die allgemeine Gebicgsart ifl; der oben be< 
fchriebcne ^eiife quajzige Sandflein^ mit La^ 
gern von Konglomerat, xirekherd^c. Grundlage 
der Üebergangsforniation in dem' ganzen füd« 
liehen Theile von- Schonen ausmacht. Da(s 
diefer Sanddein auch hier vom Schiefer bedeckt 
vird^. bereifen die kleinen Kuppen*tind Lagen 
von Schiefer, die man bey Gislöi auf den Sand* 
flein aufgelagert findet.. In diefer Gebirgsart 






kommen fowohl auf dem Berge Hoi:(eAall« , 
beym Dorfe Gladsax» als auch bey Qislöf, im 
Kirchfpiclc N ö b b e l ö f, mehrere fchmaleGän- 



Seboneii. 315 

gtt oder aufgefüllte Spaiteh vor, deren Ausfül* 
iungsmsdie aas Flufsfpatb, Kalkfpath, • kryftal- 
Lifirtem Quarz und Bleyglanz bsftehc« •Dal 
A^usbringen ^n Fiufsfp^tb ift hier bedeutender, 
bIs an irgend einem andern Qifte in Schweden. 
Er fiiidct'.jflch weifs, liglite» und meergrün;» 
rötlili.c.b«..vipl-und dunkelblau; derb, und in 
>Viirfelh und Oktaedern kryftallidrt^ mehr 
und ^«Erei)i£erhalbdurchfig1itig« DieQuarzkry^ 
flalle fincTtheils ungefärbt,' tlieils gelb. JDer 
Rleyglanz iÄ theils grobkörnig, theils in Wür^ 
fein mit abgefluniptten Ecken kryflallinrt '^}. 

Auch i(l in den Schürfen von Gislöf Schwer* 
ipatb vorgekommen, der gelblich, et ^eras durdi* 
icbeinend, blättrig und fchalig, und 4,401 ei- 
genfcbver ift. Er enthäh in too Tlieilen^*): 
. '8-4tO Sc^hlffefelfaure Sch^ererde, 
. . •; 5i« : . - . ■ Kalkerde,. 
7,a Refelerde,. 
1,5 Thon und Eifenoxyd, 
0,5 WaflTer. 

: ■ .'■ ' 

t 

Yoiparps - lÜrchipiel. 

Bey der Kirche iA ein Bruch im Ueber* 
gangsiüilkfiein angelegt, der graulichfchwarat 



•^ M«n tiht BR. Geijers Anm'arkning;är öfver Blyglant 
och ^lursCpaths-anledningu i Skän«, in den K. Ve« 
tensk. Akad. HandK 178O. S. 3S. 

**3 Prot. Afzelius Abhandlung de Barofelenite. UpC 1 78^. 



3i6 Schonett. 

tind .dicht ift, und Verftetaerungen von 
niteo, Anomia gryphoides und EotomoL pao» 
doxus wtbält ^ 

Eine Viertelmeile nördlich von RSbelöt 
Kirche, und i Meile von Chrifltanftadt gegea 
Mictemacht, liegt der Baisberg, in vekhcffl 
fich eine veite Grotte findet, die in dem Ge- 
flein defielben ausgehöhlt ift. Dieres GefleiA 
befleht aui beynahe waagerecht gefchicbteten 
FiQt^lagen von züfanunengefchvemmteniGnif , 
zertturtimerter Schaltluere, Korallen tind Kalk* 
ift von Farbe gelbiichgrau und graulichveifi« 
und ineift fo zerreibHdi, dafi marr et Zwilchen 
den Fingern zerdriSchen kann. Die Schichten 
find nicht deutlich von einander abgeroodcctt 
fcheinen aber 8 bia 9 Grad von der waagerech« 
ten Linie nach W. oder S.W. cinzufchicfefl* 
Zwifcbcn diefen Schichten liegen mitunter iSOr 
ne Lager von Sand, der Ök mit GefchidieD 
von verwittertem; ingleichen yfoa dem gc« 
wohnlichen harten Granit, fowie mit Kalk und. 
Thon untermengt ift. Der ganze Berg iftinit 
Graiütbiöcken überführt Aehnliche Flöt^ 
fchichten, die der erften Formatton angehöreüt 
findet man auch im Ktrchfpiele Egnaberg^i 
bey den Höfen Vedbygge und Öretorp, "^^ 
aber das Geftein etwas mehr Zufanimenbalt 
hat; ferner am Opmanna- und Isvar-See, voa 
wo fie bisBlckingcn undCarlshamn fottlettc^ 

Die Verfteinerungeni die in diefen Fl*^^ 
fchiohten die HauptmafTe ausmachen^ aber i^^' 






Sebonea, }I7 

teo ganz. Immer mehr und weniger zerbrochea 
sagetroffen Verden, find : Belemniten, die in 
gelblichen« halbdurchfichrigen, aus einander 
lanfead fafrigen Kalk übergehen. Sogenannte 
Wanenfleine (Stenvurtor, Acetab» Echinx^^ 
Nadel« und kugelförmige Echinitenftacheln. 
Pcktiniten, OHreaedulis, diluviana u. a.Oftra* 
titenr Die fogenannten Brattenburger Pfen- 
BigCi oder Anoniia craniolaris, nebd mehreren 
Anotniten« Cornu Ammonis frondofum tind 
'ifiig^ Modreporen. 

Hardeberga - Kirchfpiel. 
Malpiö-Lehn. 

Der harte Uebergangsfandftein, welcher 
inChriftianftadts-Lehn, auf der Sudoftfeite von 
Schonen, tbeils entblöß, theils mit Alaun* 
'^hitfcr und Kalk Hein bedeckt, angetroffen 
^rd, ift auch mirren im Lande um den King- 
^ herum verbreitet, ftreicht von da füdlich 
^ nach Hardeberga, i Meile im Morgen von 
l-ond, und macht wahrfcheinlich die Grundla« 
S^ aua,^ auf welcher die Lager von Flötzfand- 
^^in und Steinkohlen in der Nachbarfchaft von 
"^llingborg aufgelagert find. 

Qiefe Sandfteinart Ifl gänzlich quarzig, fo- 
^ohi dem Korne ala dem Bindemittel nach« 
Z,^y Hardenberga und an mehreren anderen 
^^ndorten, il\ er in manchen Schichten oft fo 
'^Uikörnig, dafa er einem dürren^ körnigen 



3r8 Schoneu, 

Quarze höchft ähnlich ift ; dagegen findet er 
(ich in andern Schichten mehr grobkörnig. Ein 
Tb.eii feiner Lage iß mit eingefprengten Kör« 
nern von vaflTerhellen Quarze, von der Gröle 
kleiner Hagelkörner, angefüllt; in aadernfia« 
dßt man Mieren von der gewöhnlichen Gröfe 
der Kicfei (klapperften). Diefes Konglomerat 
kommt im Kirchfpiele H o ö r s, um den Ringr . ; 
See herum, vor, wo es bcy StraqdstQip u, m^ 
a. Q. zu MuhlHeinen verarbeitet wird. Die 
Fafbe id allezeit weifs oder weiHilichgrau;. iuL 
den feukrechten Klüften d^fTelben Htzeu zu vei- | 
len Quarzdrufen, wenn die eingedrungene i 
Auflöfung der Kiefclerde genug Raum zum 'j 
Krydalliflren geliabt hat. In der Mineralien- 
fammlung des FrofefTor Retzius in Lund findet 
man Srücken diefes Sandileins mit eingetchlo(l 
fenen Stückchen Holzkohle, und andere, die 
zwifchen ihren Lagen Abdrücke von Stängeln 
und Blättern unbekannter Seegewächfe zeigen. 
Die Letztern find im Kirchfpiele Rifeberga, 
auf den Fluren des Freyguths Snelleröd gefun- 
den worden, wie es fcheint, in lofen Stücken. 

In den Umgebungen der Kirche Hardeber- 
ga i([ der SandHein auf einer ilachen Ebene 
verbreitet, die jedoch noch eine etwas höhere 
Lage, als die weiter unten anzuführende Ebene, 
hat. In einem Bruche zunachA der Kirche lie^ 
gen die Schichten in folgender Ordnung : oben- 
auf Dammerde, 3 Fufs; Sandßcin, ii6 Zoll; 
blaulicher lockerer ^rhon, i-^Zoll; SandHein, 
9 Zoll; und darunter mehrere Sandneiofchicb- 



'i 



Schonen. 3:9 

1, . deren Mächtigkeit bis zu 2 Fufs beträgt, 
e Schichten fallen 9 Grad von der waage« 
:faeeu Linie nach W.N.W« z. W. ab. 

Bey Fogelfäng, ^ Meile von Hedeberga, 
der Gemeinde Sandby^ komiiu in einer ebe- 
•114p jedoch über das SandAeiniager erhöhten 
S^he^ im Fogelfungbach ein Lager von dun- 
flgrauem Thonfchiefer, Alaunfchiefer und 
tnkfleio, über diefemaber ein fch warzer dich« 
rUebergangskalkßein vor, welche Gebirgsar- 
tH-fiimmtlichauf dem voreroerähntenSandnein 
Oi&^agert find,und 2 bis 3 Grad nach W.N.W. 
iflen. Unter den Stinkfleinfchichten ift eine 
fcfiodHch, welche durchgehends aus lauter, 
i^oisnder gefleckten Kegeln oder Trichtern 
^fiellt^ ungefähr fo wie der bekannte Tutten** 
lipfjgei (Trattmergel) von Görapsmölla bey 
HAfingborg« Die Thonfchieferfchichten ent- 
ölten Abdriicke von unbekannten Seepilanzen 
ed kleinen Anomiten, derfchwarze Kalkftein 
kiCOloniithus paradoxus etc. 
• • Pey Lund kommen Gefchiebe von einem 
Gindelftein von brauner wackeaartigeuGrund- 
iafle vor, mit Mandeln von Kalkfpath und 
jiBfier Eifenerde. Auch findet man Flötzkalk* 
ißhiebe mit Blätterabdrücken bey der Kirche 
kSgona. 

Malmö. 

** Auf den niedrigen Ebenen um Maimo, 
; Meile von der Stadt, bricht bey Limhamn 



3^0 Scbooeo» 

Flötziudkftei n, der aui mehr und weniger ver- , 
bärtetter Kreide mit abwecbfeluden Ligen Feuer« 
(leiu beftdit. Die Flötze find nicht veit voa 
dem hier ganz niedrigem Seeftrande» entUfifl^ 
Viud böchüenf mit einer zollhoben Decke voa 
Daiiimerde bedeckt. Die Schiebten find dicki 
nicht deudicb von einander getrennt; fo dilf 
fie oft einer unzertrennten MaiTe gleichen, ood 
fein, aber unregelruäfig zerkKiftet. Die Farbe 
jfi ^eifs, graulich* und gelblich veifs. Die 
oberen Schichten find zerreiblich und abfiirbeai 
die tiefern aber zu einem feftern, gelblichwrit ' 
fen KreideAein oder mürben Kalkfiein ireno- 
dert, mit Trümern von Kalkfpatlu Indergro« 
bern Kreide Itegen^^ meid in eingevachfenenl> 
gen, knollige Kugeln von fchvarzem Feuer* 
ftein. Z\7ifchen den oberen Schichten findet 
man einen gröberen graulichen Feuerftein aA 
verAeinerten Echiniten, welcher das Merkvür« 
dige hat, dafs die Höhlungen allezeit gröierals 
die vcrßeiucrten Thiere find, daher dicfe lo- 
fanimengekrümmt, lofe und klappernd darin 
liegen! Diefe Schichten, die fich wahrfch«^ 
lieh unter def ganzen Ebene hin und bis tD 
den ßodci) des Meeres verbreiten, liegen vöUjg 
waagerecht. Der grobe Kreidcnftein entWilt 
verfteinerte Entomol. Cancri, Echinitcnfli' 
cheln und ganze Echiniten, in Feuerftein ver* 
Wandelt, 



- Sch.oii«ii. 331 

'• ..r ...Hyby-Kirchfoiel. ■ 
, ' / * Cenciitsbezirk Bare,; ' ' 

•"'In^em Torfmoore von V iVmi r 1 ö f findet 
Uin'Mra'e Efrener(le(Bier}Tnerb&tt; j^osphor- 
nnt9'E{r<m\''die aüc^ in miefart^ei\ ianclefa 
f6oir^h'd^s flachen flättdes' tr^ttlScficima vor« 

'7 I . • ■ . 1 .- I 1 

I. • ■ ■ ■«!• !■ r-tci •■:• |. 1, 

l)ie Flbtzformatroo^ vc]c)ir. die Meeresku- 
:e auf der Nord^eftfeite von $chooen ein« 
luniutl iind aus SändAcin, Steiükoble^ ftra^n4- 
Ät und Thoh beftelit, littUKren Aii. 
bii'iä S.O. von tand^krona bey Tb'fta-Kiixrhe, 
(nceli^er aufehnliph^A Erhöhung 'über -das be« 
iadAäirte flache Land, flreichc mit- einem ftei« 
BirKtfnde (braut kam) in J Mcil^ lElrrtferhung 
!l|]r Laüdskrona yorbcy nach Mitternadhr, nä- 
Vrtffiidi'dahn, ' etVas nördlich vdn der Kirche 
on Säby« mehr der Secküfte, föl^ tiefer bey 
id^pgborg.vprhey bis zu den RTcfieHiäu fern 
ird^, der S(ad< gegen Mitternacht gelegenen 
Q^t, . und verflächt fleh dann alknälich zu ei« 
H*'&b^^, ^e'lche' a^ti der SeckiH^i\)TS zum 
jjUabqrge fortflreicht, \rb fTch dhs Fl'otz 
«lieft:- Ihre' Uigri betragt fDn'bcll;5 bis 6 
teilen ; ihre Breite itiätii l^ndf 'hinein if\ un* 
JJbunt^ dürfte äbiörVohl ^ bis -3 Meilen ge- 
cnnet Werden können. Öer ÜÖden auf i hrer 
:hbhüng iÜ allenthalben eben. • 

Die Aufeinanderfolge ihrer Schichten zeigt 
:h ai\piebrercn Orten bis. in gröfereüder gc- 

X 



gaa ^cbo4ioii. 

rtagere Teuiiiy- Sey.^oini^ar^idieiLZolUui 
fe von HelfiQcbtbrg liegt .in einem Sandflci 
brache "0 der danofteih 2u obierjfl; nnterih: 
leUie SdiKAtjBrqndfcbicf(ö5 oße^^ 
>ohle, ,(&öjig».ften^^^^ ^Suäjgi 

,c}apn vip9^.e|o/? SbiUif^eBi^ndfcUdr^ 
Sandüeip;.^;^^ Sohiclirt;-,» 

hartem $and(iein nsit fchvarzen Streif qfi 
Strichen;, SandO^in, ThQn, und unter äifiei 
abertiials S^dfleiri. " ']' '■."": • '^'^' 

iü dem^tpü^^ B 6 f e r n ^y^ 

Uch VM )H(fJ^^ 

KaCtj5|^&Xa^ ^^£ jetzt i)ichf. ipphr imG^f^i 
'feitdcttn..Qi&n ^weichere K9)]Iepflöitze b^i(| 
sanä;| aufg^flinden batj,^j(ind die Scby?l^tefi,i 
lolgeodef prämiag unter 4fr,. |:)amnaeixt^^ 
troffen wordeil:. ;.,.,,. •.•. 

UohtgraHi^f Sandnein, jmit. ^gern vmJ 
fenthöi^» 'j bi^ 4 ^chtcr i^^ 

St^iakoKLe^ ,,1 FÜG} : ] .. ' 

Scb^ari^er ..dichter. .dfenhaLtiser "^ 1%Q 

4. bis Fulsi: , :• .;:■ V ,-,-; •.. •; .j^;- 

LichJtgrauer Sand{|l4i^ ipit $^^^^^ 

fen, 6Vs'9'Fufs; « ^ ^ *', ' ^ 

Sch^ar^^Pt ThoAfcüidfer ■ (Lerskifer.r 

ai bi» 3i Fufe raHchtig f: \V. ' ;. 

Steinkohle^ : I bis iJ^.Füfsij ' ^ ' 

Grauer, 'veiEhärteter fchielriger Thön, .6 1 

7 Fufs, der in der Teufe Jb'ärter vird^und 






1 ■ ■ • : 

♦) fn Anmerkung 136. ' " , 

'♦•) 0!ine'2w«it?l: Sohiefertfieni (DvUcberfi)' - < 



Schon cji. 333 

•andifteiA übergebt (NL £.K. Vetensk. Akad. 
landL 1772. & 336.} 

Bey Gorarpsmölla in derNachbarfchaft 
'on Helfingborg, findet niait Lager eines g)elb- 
ichgrancn und röthlichen verhärteten Kalk« 
nergeit, der aus groferen und kleineren Tut« 
ea oder Trichtern (trattar) zufammengefetzt 
A, velche einander bedecken ^J. 

B^y den Fifcherhäufern am H o g a ü ä s <><*), 
inRbpchrpiele V ä thyi H Meile Wegt tnttter. 
iädflÜeh von Helfingboi^^ find auf einer nach 
dir Meerkufte fanft abfallenden Ebene mehrere 
Schächte auf Steinkohlen niedergebrachtvon' 
äoa^; welche xregen des vorzüglichen Reich* 
tjqimsiuad der Güte der doitigen Flötzezu An- 
Icgnag eines, nur tV Meile Von der See ent* 
ftraten« bedeutenden Steinkoblenwerks Gele» 
genheit gegeben haben. Das aus Sandfleiu, 
Stejakohle, Brandfchiefer und Thoa abvech» 
ielipid befiehende Flötz fchiefi an diefem Orte 
5 Ini 7 Grad nach S.S.O. ein, und fäUt alfo 
von dem in einiger Entfernung davon gelegc- 
Bcn KuUaberge ab, auf defien Fufic es aufgela- 



1 1 



*) f. Anmerkung IJ7. **) f. Anmerkung i}9. 



X 2 



334 



Ölaiidi 





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Öl and. 






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DI « * ■ \ •• 

ieil^felüland gehört zu Kalmar 
Mn(|;i(^>yoiQ.fefteaLaQcle darcb einen X 
jSunddbg^ fordert. Sie ift in der Rtchc 
N.IJ.'Pf ;nacbi S.S. W» . J 3 t Meile lang i 
ich^n; t bif f js Meile ; br^it, . 

' lÜ €iiälsn^' einige töo Eilen bis zu- 
betrjk^ie^ü; Abftaiide von der Seeki 
fitkt Ö&nd auf feiner Abendfeite einen 
befenv'baJH niedrigem Landriickön, d 
nigen Sttllennach demMeere zu lothi 
fäliCfatetfflentheils aber einen fanften 
hach der Ktifle Mn bildet. Von diefei 
iräckcür^tt^/ Welcher an der Abendfeitc 
fei ficK hinzieht, und nur eine Höhe ' 
bis h&ebßenr i'4& f\i(s liber der Meei 
erreicht, hat das ganze Land einen 
Hang nach der Ö(Uichen Kxifte hin, oh 
merklichen (leilen Abian?, jedoch dergel 
der Boden in der Mitte derinfel fad eil 
rechte Ebene bildet, der Abliang in d 
des öOlichen Strandes aber etwas fchn 
fällt. Auf diefem Landrücken, und z^ 
rentheils neben dem hüchdcn Rande di 



Hrt^in Sai»]ziig.-(Sandäs) faui^ .äefanf der 
[£Atc am böchHeirifl« und run^ um di« 
im; okicfti ovaieii Kreife ficb büenimziehc» . 
auf der Morgeofeite, wipivölil er hier 
jg«* und bUveiien unterbrechen «vird. 
iiAdrfickeh uod der Sandzugziifammen« 
nmcn, irerden infonderheit d&; ^'vo fid 
irochen (Ind, ^on den Ein'^^ohft'eFn die 
Aopg genannt; vogegen das flache Land 
IkpinMitte der Infel, da vo es^ ulobt mir 
|l|Mracb(ea oÜer angebaut lA^ d«n Na- 
illiRrar führt. Die gröfste Höhe undSteiU 
^.(•andcborg findet man um das Scblofs 
bcütoiy deden Gruxidmaueru nach der Ab« 
lilg.Z4o Fufs über derMeeresiläche liegen 
^ .q^d welches alfo den höchilen jPunkt 
pWKCn Infel einnimmt. 

f 

Jh^z Öland wird vom Uebergangsgebirge 
MJKc, was fich in zwey entblößen Forma« 
1^; zeigt; zu oberft nämlich der Kalkftein, 
^hter diefem der alaunhaltige Rrandfchie- 
ul: StinkAeia. Der Kaikflein bedeckt die 
|)| JoTel« einen einzigen fchmalen Streifen 
Üpder WeftküHe am dortigen Abhänge des 
IrSekens ausgenommen, "oro der Alaun« 
IC^' allein hervortritt. Diefea trifit man 
Ktfi in dem Alaunfchieferbruche im Kirch« 
e iSödra Möckieby ; beym Dorfe Eri ksö 
*urilunda; bey Aleklinta in Alebäcke« 
beym Dorfe G r ö n s 1 u n d a, im Kirchfpiei 
u Das Kälkneiiitlötz kommt allenthalben 



3^6 Ölittd« 

vor, uad flrercht längs idcr OAkfiAe {tMMi 
IQ dasrMeer hinein, wie bey den Rireten icli^ 
Huiterftadt» Sandby und Böda» Die&hftwd&j. 
dafrdtef<ssFlöcz nach Morgen einfcbien, .^oir 
gegen der Alauntchiefer, in Betracht feiner 
waagerechten Schichtung auf beyden Mdct»- 
ufern anzutrefiPen feyn dürfte. Nacli demVcfi 
halten der Uebergangsgebirge in Schonen, 0A-: 
und WeAgothland und anderwärts, zu orth»: 
len, lA dieie Schieferformation venniidiiidL^ 
auf SandAein aufgelagert, diefer aber unter dcrii 
Meere verborgen. 

Die SchieferformätiQn beAeht aus dein ge- 
wohnlichen dünnfchiefrigen, fchwarzisn alaufr 
haltigen Braqdfcbiefer, der gebrannt und vm 
gelaugt Alaun gibt ; mit Lagern von Stinkftdiii 
der Ach dicht, blättrig (fpatig) und in Kugelge« 
Aalt vorAndet. Beyoi Dorfe Eriksö tnflt 
man . zwifchen d^n KalkAein- und Aiaun^chi^ 
ferlagern eine Schicht von dunkelgrünem halb- 
verhärteten Thon, welcher nach dem Glühen 
vom Magnet angezogen wird. 

Der KalkAein, der infonderheit im nördli* 
eben Theiie der Infel zu Fufsplatten, Trep- 
penAuffen u. dergl. verarbeitet wird, iAtheüS 
bräunlichroth und grün geädert, theils hell- 
grau, wie der gewöhnliche Uebergangskaik* 
ftein*). 



*) Nach einer Analyfe von Simon (im Neuen aUtca* 
Jouin. der Chemie, 4. Bd. $.451.) enchidten diefe 
Kalküeine : 



öl and. 332 

• fDie« Verßeinirängen, dsai JAnreilea mit 
divfefeikiet • üfaferzogen iiiidi.' ifeÜbohen : im 
äokfieiiij auf kloinep AnoiD.itflaiiftAFjiithoiPa» 
thiü jparadoxttf.^ ,t im . Ralkftein- '.fioA^ ! die Pi> 
3ceratiten mit ebenen geftreiften, wob - gerin« 
[clten Schalen am gemeinHen« Auferdem 
indea fich darin verfchiedene Arten von Ano- 
tüten, Entrochiteu, Enthomolithus paradoxus 
k £ f. an mehreren Orten ; die Ammoniteu 
md Litniten hingegen kommen hier feite* 
\K von 

Am Seeufer bey BÖdahamn kommt im Kalk- 
hin Echinus pomum und Echinus aurantium^) 
ror, tbeilfl mit dichrrar Kalkftein, theiis mit 
Kryßallifirtem Kaikfpath und Bergöl ausgefiillt, 
agieichen eine andere noch unbekannte Gat- 
»ng deffelben Gefchlechts *«). 

Das aufgefchvenmiteLand beßebt über der 
bikfteinformation ausSand, kalkhaltigemThon 
lad zuweilen aus Bergmilch (?Kalkbleke). Ue« 
er der Schieferfchicht liegt faft allenthalben 



der brftunlichrothe: der grtuliche: 

47,25 49)25 Kalkerde, 

38»25 35tOO KohienHiurt« . 

5>75 8i75 Kiefelerde, 

3,75 2,50 Thonerde, 

2,75 2,75 Mangan- u.Eifcaoxyd, 
2,25 i»7J Waucr. 



100. icx>« 



*) GyUenhal in den K.Vet. Akad.Handl. 1772« $. 245* 
••) tbendaf. 1802. Tab. VU. Fig. b. 



sag ÖUn^ 

vervicrtnerSchiefer oder-Sdbit&rnüiIiik^^ 
der grofcö fibene la der Mkte • der* ii 
dem fc ge iteDiitcn Afvary ift ' die Decke 
diinn, dafs der Kalkfleinkaam dadarcb 
deckt' vitxL .• 



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Gottland. }3^ 




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■ Gottland. 

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J^iefclnfelkann man, vietrohl He (Ich ziem« 
lieh über die OAfee erhebt, im Allgemeinen 
a\s-ebeues und flaches Laiid betrachten. Sie 
Heigt zu einer Höhe von 150 bis aooLachter 
aus dem Meere empor, und zwar entweder mit 
fteilen und fenkrechten Wänden, die unmittel- 
bar die Kufte bilden, wie in Mittag und Mit- 
ternachtvonVisbyj odetinmehreren> entfern- 
ter vom Strande aufißcigenden fleilen Abfatzen, 
-^ ie bey den Kirchen von Klinte, Fröel und Öfter- 
garn; oder auch endlich mit langfam anftei- 
geoden niedrigeren Abfatzen, welches der Fall 
auf der Morgenfeite der Infel ift. Gegen Mit« 
tag bildet fie eine Haibinfel, die durch eine 
icbmale Landenge bey Fide-Kirche mit den 
übrigen zufämmenhängt... Diefe Haibinfel iiät 
eine niedrige Lage, und.nuf.fta ihrer Südfpitze 
findet man einige Heile, nach der See zu fenk- 
recht anflehenoe Felfen, worunter der, unge- 
iähr 20 Lachter hohe Hoberg der anfehn- 
lichfte ift. 

Högklint, fudlich von Visby, im Kirch- 
fpiele Vefterhede, zeichnet fich in der Entfer* 



330 GoCtIaad. 



nung durch einen 'jShen, nach'^dem Mieren j 
völlig fenkrechten Abfturz aus. Der höcbfk 
Punkt auf der ganzen Infel ift Torfborg, eia 
auf der Morgenfeite gelegener Berg, i Meila 
von Kräklingbo«Kirche gegen Mittag; Unter ; 
den übrigen Heilen Äohöhenfind noch bemerk- 
lich zu machen : der Rlinteberg, bey RliflC^ • 
Kirche; ehi Berg bey der Kirche Öflergam; 
die Felfcn um Kylie) und Slitebamn, auf itt 
Öftfeite der Infel, vo das Wafler die Kalk- 
fteinfcbichten durchfcbnitten, theilveile M*. 
ftört« und koloffale unförmliche Pfeiler fle* 
hen gelafTen hat, die allerhand Geftalten nach^. 
bilden, 30 bis 40 Fufs Höhe über dem Bodea 
haben, und am Abbange des Berges fteheOf 
welchem de angehören *)• • 

Bey Öfverftequarn, im Kirchfpiele Luoune- 
lund, bricht aus einem fteilen Kalkfelfen, 4 bis 
5 Lachter unterhalb feines oberften Randeii '■ 
durch ein 6 Fufs hohes Gewölbe ein unterirdi« 
fchcr Strom hervor« Diefer Bach, welcher ei* 
nige Mühlen treibt, flieft vomMartebo-Moore« 
aus erft ein Stuck über flaches Land, ftürzt fich 
dann in Berghöhlen, und kommt, nach|< Meile 
untehrdifchen Laufi, ' i^ieder zum Vorfcheifl. 

FärÖn, und die übrigen Gottland umgeben- 
den kleinen Infein befitzen mehrentheils eiae 



•) Achnlich o;eftaItctc zcrftörte Kalkfteinfelfen findet 
man zu Riums im Vivarais. $ o u 1 a v i e hat fie bc' 
fchrieben und abgebildet in f. Hidoirc nat. de li 
France meridionale, T. I. p. 199. Tab. 4. 



Gottland; 331 

geringe Hohe, mit Ausnalime der CartBinfelä 
(Carlsöarae), welche fefl überall lotbrecht bii 
ZQ'eincr (Höhe von DngclfdhF;k50 Füffv-nach 
dem Abgedmiiafe gerechnet^ emporneigen und 
oben abgeplattet find« 

Ganz Gottland mit den umiiegendeh Hol- 
men und Unfein beOebt aus Uebergangsgeb|rgs- 
arten, iind z^ar aus den zwcy Formationen 
des &ia'dftetn5 und desfiberibmliegendehKalk- 
''«^.C^V(rTatI.),. ; / • 

Die Sandfleinforaiationy mit einem mäch'- 
^S^a Lager von KBik(lei^ bedeckt, findet man 
zvar 'nur auf den (lidlichen Landfpitzeo von 
Gottland, fowie auf der mittäglich von Fide« 
Kirche gelegenen Halbinfel, in den Rircbfpie- 
l^n Näs und Grotlingbo, und zvar inbedeu« 
^nder Höhe über der Meei'esfläche. Da im« 
n^ittelft der SandHein fonft allenthalben vom 
i^^IkAein bedeckt wird, und man den Letztern 
^uf dehCarlsinfeln und am nördlichen und oft* 
''chen Strande von Gottland in demfelben Ni- 
'^au antrifft : fo folgt daraus, dafs der Sand« 
jein nicht waagerecht gefchichtet feyn könne, 
andern nach Mitternacht undMitternachtmor- 
jj^u einfchiefen iiiuflc. Die Suferftc Spitie von 
'Otrland, weiche der Hoberg bildet, befteht 
*^ Fufle aus Sanddein, der 4 bis 5 Fufs hoch 
°er die Meeresßächefich erhebt und vonKalk« 
^ih bedeckt ifl. 

Bey Kufsvik find mehrere Sanddeinbruche. 
^^e obcrdcn Sandfteinfchichten werden von 



333 Gattlandri 

V 

Rogeöfleinlagern (Ronunilen octkfifylit'k 
bedeckt imduatcFbrodiea*); unter .-didfea 
geru vechfela die Sdhichtcn desSaodfteiai 
Lagern von grauem: SchieferchonMiu^dkvcA 
einigen Zollen bis zu i^Fuf« ndcbtig üofL 
Dici^r. S«i>ciAein ifl voü. hellgrauer.Far$e, feini 

körnig, vonlocker^ni.Gfd'ügV« ^^^'^yS^i^ 
iier Brauchbarkeit zu Baufteiuen, . .$c{|!I^U " 

u. (! V, allgen^eia bekannt. Sein Buvd.-^ ..^ 

ifl ein mit Kalk gemengter Tlionl 'Eui jm^". 

blättriger Glimmer i(\ überall euigeffir^l^^i l^. 

fonders zwifchen den Schiebten. In niänclitt j^ 

Schichten trifft iliaii amHoberge und^hejrlliWv^ 

vik Verfleinerungen Voti Anomia pecteiit il^' 

gleichen von Mytiliten und Belemniten. ' 'jj 

Die KalkHeii^ormation findet man aufdefl^ 
Iiöchflen Punkten, auf Torsborg, äögidii^ 
und denCarlsinfelnfWenigßeus 3obis4oLadi*. 
ter mächtig liber der Meeresßäche. Die on- 
tecn:en Schichten derfclben bedchen bey Btt(s- 
vik, wie fchon oben gedacht "oerorden, aus weif« 
fem und gelblichem Rogenftein, find unge- 
fähr 4 Fu fs mächtig, liegen unmittelbar über 
dem Sandflein, und enthalten VerAeinerungenr | 
von Anomien, Turbiniten, Mytiliten und an« j 
deren Seethieren. Etwas hoher als diefe La- 
ger, auf der nackten Ebene zwifchen den Kir- 
chen Oija und Vamblingbo, kommen Lager 
von KalkOein- Konglomerat vor, mit unebe- 
ner, zerklüfteter Oberfläche, und aus einem 



•) f. Anmerkung 139. 



raneorpäthigen, mit V^einerufigea gemeng- 
n KalkAeine beftehehd, iik welchem ruudli» 
leStückeA-von aadereaKalkAeioaiten-eioge- 
ttetCnd. - ^ 

• %• • : 

Auler' dreien z'vey'Abäaderangen finden 
:Ii noch mehrere andere^ . Die oberße Lage 
!S H ob p r gs^ welche ziei\slich mächtig ift, be* 
ibi aus einein hochrotl^en und weiden kör- 
^hlMrigen (Ipatgryoig).' Kalkftein, ü nter wei- 
tem dünnere Schichten ^on graucfm dichfen 
alke'Iiegen. Sodann folgt ein mächtige^ La- 
if von Kalkftein mit Korallen und Entrochiten 
nnengt, welches bis auf den Sanddein beruq« 

• fortfetzt. Ein Tliell diefer Lager ift bey» 
be.aus. lauter Verfteinerungen zafammenge- 
zt, die in einem grauen mergeiartigen Kalk 
»gehjullt find. Doch fcheinen hier, wie in 
iigen andern Durchfchnitten der Kalkfbrma- 
n, gewifle Arten derVerfteinesungcn eigene 
ger einzunehmen und gewöhnlich nicht 
ö unter einander vermengt zu feyn. Der ro- 

• Kalkflein kommt übrigens auch auf Störa 
rlsÖÄ vor. 

' * * • 

Der Klinteberg zeigt an &inem fenkrech« 
i Abflurze mehrere Abänderungen von Kalk- 
en und Yerdeinerungen. Am gemeingflen ifl 
le graue kornigblättrige Varietät niit kleinen 
igen Korallen. Eine andere Abänderung 
i^icbt tnehr einem Konglomerat von Koml* 
ibruchflficken^ rundlichen Nieren von mdf- 
n dichten KalkAein und weiflfer halbverbär- 



334 Gat^lsnd. 

teter Kalkerde,. j^wÜcfaeti: velclie; gelbiidiweif 
fer halbdurchllehligcr Kalkipath eiagekittct<& 
Die oherücQ Schielten nur der .Nonifeee dei^ 
Berges beliehen zum Theil «us einem. didif^b' 
feinkörnigen, durchfcbeineudea Kaikflein, d(r i 
mit. Adern und Nieren voa grauem verbärtete» j 
Mergel' diirchvachfenift und keine yerfleiae^j 
rungen (enthält. Andere Schichte filpd vallfV ^ 
VerHeinerungenf di0 durch eiden meii[elarti* 
gen Kalk^ von ungleichen Graden der Ili^ 
locker verbunden und. Zu'os'eilen trifit nuii 
dißfen grauen Mergel in eigenen dubnea Li- 
gern zwifchen den KälkAeinrcliicbtca. Der . 
Berg hat übrigens viele olFene fchkrechte Spat 
teil, deren Wände mit vieleckigen^ hellenKi)!* 
Aallen (von Kalkfpath?) und mit feft aiiiitie«i 
den (faflklibbade) Korallen und änderen Vtf- 
fieiherungen überzogen und. Nicht feiten fin- 
den fleh Entrochifen mit zur Hälfte abgebro* j 
ebenen Gelenken ; bisweilen find de auch gaax j 
zufammengedrückt und platt, wo denn die KSfli^ 
der von dem erlittenen Drucke geborOen fiai 

Die obern Schichten der Torsbargeo^ 
halten einen weifTeo, graulichen uad blafsro- 
then, dichten, fchimmernden und^kÖfiiigblat"' 
trigeii Kalkftein. 

Aus dem Angefiihrten ergibt {Ich eine.gro- 
fe Ungleichheit zwifchen den. Uebefganglg^ ! 
•birgen auf Gottland, . und deneu.vQn Üiaodi 
(KUchonen, üil- und WeHgothland. .und K«&. 
ke.' Bey den Letztern werden die Smidfki»' 



GottUncl. 335 

id Kalkforaiatioa durch den Alaunfchiefer 
m einander gtfondert, der hier gänzlich fehlt. 
jTa^farntrdie BefcbafFenbeit decMafTen felbft 
blangsC; fp findet (Ich hier der Sandfltin mehr 
■firbe und mit Glimmer gemengt» auch mit 
■ät molircrea Verfleineningen, als ge^ÖhilF- 
Bcb aadrtvärts. Diegröfste Verfchiedeobcit 
Bäg^ücb bey dem Kalkflein,. ijadem der gott» 
IbMilcbe bey feiner Entftehung fich in einem 
Mmw' Grade, der (chemifchen) Auflofungbe« 
iMdn VabM muff, wie fein oft körnig biät- 
i%n Gefiige und der ihm bisweilen eigene 
.0M der DurchCchtigkeit andeutet^ wogegen 
ppc UAergangskalk in den übrigen vorgenann- 
Ijirjfcovinzen einen erdigen, matten Bruch, 
PH eine Spur von Durchfcbeinenlieit, befitzt. 
Mh diefes zufammengenommen beweiß« dafs 
pi Berge auf Gottland einer mehr chemifcben, 
md folglich auch älteren Formation angehö- 
fiO. Auch die VerAeineiimgen find ganz an-* 
iktr Art Gottland hat Ueberflufs an Korallen 
lad 2U>opfayten, die in den übrigen Ueber« 

Sgebirgen nur fpariam anzutreffen find; 
en kommen diejenigen Arten, die hier 
iergemeinfien find, wie z. B. die Ortocc- 
ititen, auf Gottland am wenigfien vor, 

.. ^ Man hat auf Gottland, infonderbeit am 
QUnteberg, Kapelshamn, Buisvik und Hoch- 
HRCg folgende Seethiere und Zoopbyten be- 
Pectiniten (Klinteberg) ; Anomia Pecten 
igberg im Sandflcin^^ Anomia plicatella. 



336 Gottiaad. 

liKTunofa; farcta^ Gryphuff, hy^eritdr biiocu- 
laris *(He]m. pateliaria. Coäcbidiimi Unn.), 
^Mytiius cygneust und andere Myüliten (Hö- 
berg und Bufsvik) ; AmmohiteOi Tutbiniteü 
(im Rogen(lein); Tubipora muflcdv catenu- 
•Ibria« ferpens, fafcicolaru; Madrepora turbi- 
'natfi, Porpita, fungites, pileus^ labyrinthica, 
favofa, Ananas, polygama^ truacata,' /tellarii, 
Organum, flexüofa, porites, liidricaCa; ocula* 
-ta; Millepora folidd^ coriäoea;- • Celleporen} 
iCis Entroch a, von mehreren A^ähderungeit; 
Tubularia. ; . •' 



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Anmerkungen. 



Anmerkung i. 

Die.Ebeoen und T-häler im mittlem und Aidllchexi 
rhcile von Schweden, fo wie in den jenfeits des bottni- 
xhcni Meerbufens'gfilcgenen, jetzt rulGfchen Provinzen, 
w.erdtn voo sahllofen Seen und GewäiTerndurchfchnicten. 
[)•£&. ScBD, die nach Ausweis der vonreffltchcn Hermeli* 
nifgfcaw Spezialkarten, faft ohn« Ausnahme mehr in die 
Llag« gedehnt, als breit find, folgen in ihrer Haupterftrek- 
kun^> nämlich der Länge nach, beynahe ftets dem Haupt- 
ftrctchen der dortigen Gebirge, von Norden nach Süden. 
üiuftinaifen hat in f. Reife durch Skandinavien (vorzüg- 
lich Th. IV. S.324. u. folg. und I. 155.) über diefe Seen 
und die mit ihnen in Verbindung flehenden Elfa höchlt 
intereifiintei Anfichten aufgehellt, welche zu VervoUltanr 
digung des .allgemeinen geognoftifchen Gemäldes von. 
Schweden nachgelefen werden mülTen. 

Anmerkung 2. 

Ürgebirge — Granit. Hausmani^ i;in(|lr.vpn 
Buch haben faitaufcr allen Zweifel gefetzt, dafs.^jir ül- 
cefte oder Urgranit i^ Norwegen und Schwj^d^n g^u^Iicli 
mangelt, wenn nicht etwa der von Leczterm bey ivauto» 
kejno In Finnmarken (f. y. Buchs Reife di^rct^ Ho^^^'C' 
gen Th; n. S. 188.) aufgefundene. Graqjt der,. äkaft.ca .For- 
mapo.n ^mgehprt. Diefcn iilfu au$gcnqiniTieiC j^clcher 
' ' Y 



39g Antnerkungeii, 

nach V. Buchs Vcrmuthung die Grundlage des K; 
gebirges in Finnmarken {bilden dürfte, fcheint all 
Norden von £uro|:a vorkommende Granit* fowol 
rothe '^Rapa-Kivi der Fi nnl ander) als graue, weld 
Verfafler genau unter fcheidet, einer Formacion an 
hören, die jünger ift, als die des Altern Gneifes, i 
mer- und Hornblcndfchiefers» und fel]}fl jünger ab 
^ünftein und Üikalk. Ja, es fcheint die Bildun; 
Granits fogar bis in die ITebergangszeit Statt gefund« 
haben, da v. Buch (in f. Reife Th. I. S. 158. u. 
am öftlichcn Ende des Sannesjös über Chriftiania 
eine, über den unbezweifelt zum Uebergangsgebirg 
hörigen Zirkonfyenit und Porphyr gelagerte granii 
Gebirgsart aufgefunden hat. Ein grofer Theil-di 
Granit angciprochcncn Gebirgsart fcheint überdaai 
wahrer Granit, fondern ein, diefem -durch feine- Stn 
(}ch nähernder, Gneis zu feyn ; wenigftens macht H 
mann' in (einer Reifebefchrtihung (wie hier mii 
der Folge erwähnt werden foll) an vielen Orten J 
namhaft, wo Hifinger- das Geftein für Granit tofp 
Diefc Verfchiedenheit der Anflehten fcheint darauf « 
lieh zu werden, dafs nach Hnusmanns Beobachti 
(in f. Abhandl. in Molls N. Jahrbüchern der IL u. 
I. Bd. I. Lief. S. ic. fig.) der- jüngere Granit Schw 
und der, zu derfelben ronnacion gehörige jüngere ( 
und Glimmerfchiefer nicht nur ohne alle beftimmce 
nung und in der verfchiedenflen Verbreitung, bald 1 
weife, bald in gröferen, nicht üelten' mehrere Meilei 
lieh crflreckenden Gcbirgsmaffen mit einander abi 
fein, fondern auch Granit und Gneis, welche weit 
figer als der Glimmerfchiefer vorkommen, gemein: 
fo voUlcommene UebergSnge bilden, dafs nicht feite 
Entfcheidung, ob ein Geitein zu einer oder der ai 
Gebirgsart gehöre, höchd fchwi^g iit. 

Darauf ergibt fich zugleich, dafs das, was der V 
fer welter unten vom Gncife fagt, dafs derfelbe nft 
in Schweden weit weniger gemein als anderwärts fey» 
nicht^ilrönäfch 'iu nehmen, vicfin ehr wahrfchdnllc 



Aamcrl^ungea. 329 

Ter Theil feines Granits, vorzüglich der rotke, cia 
irer Gneis feyn möcAte« 

Ausführlichre Nachrichten über das Vorkommen des 
mits und Gneifes in Norwegen und Schweden findet 
1 in B u ch s Reife, vorzuglich Th. I. S. 43. 51. 97. 1 1€. 
. 120. 122. 136. 138* f43* 27s. 284. und Th.Q. S. 8i* 
85- 189* 228- 239. 248- 2^1. 255- 996. 305. u. 308. 
ner in Hausmanns oben erwähnter Abhandlung (in 
Us N. J. B.) und in dcflen Reife an mehreren Stellen, 
che weiter unten gelegentlich angeführt werden foUen. 
r dasHauptrefultat von Hausmanns Beobachtungea 
1.1.:$. 296.) finde hier eine Stelle, nämlich: „dafs 
neis im füd liehen Schweden und vonSwine- 
tnde bis zum weftlichen Abhänge des Egeber^es m 
orwegen herrfchende Gebirgsart ift^ dats die 
tcfte Granitformation diefcn Gegenden völlig fremd 
i feyn fcheint ; und dafs die granitfthnlichen Gefleine» 
eiche in ihnen vorkommen, nebft manchen andern Ge- 
igsarttn, nur untergeordnete^ wiewohl oft fehr weit 
;h ausbreitende Lager im Gneife bilden.^ 

Diefes Gneis-, Glimmerfchicfbr- und jüngere Granlt- 
irge ift übrigens meifl deutlich gcfcUichtet, und ent- 
t, aufer einer grofen Anzahl von Erzlagern, auch ipch- 
e Gänge von Grünftein, dichter Hornblende, Quarz 
f. w. Seine Schichten haben im füdlichen Theile 
rwedens das Hauptftreichen von Mitternacht gegen Mit- 
, und fällen, mit geringen Abweichungen, 60 bis 8c ^ 
;h Abend. (S. Hausmann Abh. S. 260* 

Anmerkung 3. 

Der« dichte Glimmerfchiefer, oder fogenannte 
» r n. f k i f f e r und Hornberg (Hornfcls) der Schwe* 
1 ift nach Hausmann (Abh. in Molls N. J.B, S. 22* 
M ganz eigene, noch unbekannte Gebirgsart, die aus 
«m innigen Gemenge von Quarz, Glimmer und Hörn« 
ade bdteht, fich durch eine auferordentliche Gefteins« 
Ügkeit auszeichnet, und bey A e d e 1 f r s ein Stückge* 

Y 2 



340 Anuierkunge«. 

birgc conüiniirt, in welchem die bekannten Goldkii 
gc auffetzen. Da diefe Gebirgsart in Deutfchland 
weuig bekannt iit ; fo fey es erlaubt, dasjenige« was 
mann (in feinem, leider j noch nicht verdeutfchten 
Ycrksicxicon) darüber anführt, hier beyzubringen. 
Hornberg bedeutet bey den fchwedifchen M 
logen einen mit Giimmcrblättchcn gemengten verhi 
Thon (ftenhArdad Lera ?), und darf nicht mit dem '. 
(lein verwechfelt werden. Sein Glimmergehalt ift 
wenn die Gemengtheile überhaupt von einander i 
fchieden werden können, deutlich Achtbar, am fiel 
aber durch fein Verhalten im Feuer zu erkennen, 
fich mürbe brennt und in Blätter zerfällt, die mei 
goldfarbiges Anfehn haben, was auch beym Glimm 
Fall ift. Der Hornberg theilt fich in folgende Ar 
1} in den eigentlich fogenanncen Hornberg, d 
feinen fpreuähnlichen (agnlika) Blättchen befteh 
ganz 4ichtes Anfehn hat, «twas hart ift, aber fiel 
mit dem Mefter noch fchaben läfft, und in den n 
fchwedifchen Kupfergruben vorkommt. Seine Fat 
fchwarz und dunkelgrün. 

2) Segflag (die zähere Art) ift zwar von loc 
Gefüge, aber fchwer, mit dem Hammer zu zerkJ 
Zu r^hlun und Sahla finden fich mehrere Abänder 
davon, von fchwarzer, grauer, hell- und dunkel^ 
Farbe, Sie ift zuweilen fo weich, dafs fie fich mi 
Nagel fchaben läftt, und zerfällt an der Luft w. 
Thon ; auch trifft man fie zu Sahla mit Kalk gemen 

3) verficht man unter Hornberg auch andere 
meift fchiefrige und gröfstenthcils aus körnigem 
und Glimmer zufammengefetztc Steinarten, die f 
zum Gr§berg oder Granitgefchlecht gehören u. C w. 

Der Hornberg erhält dann den Namen Hörn 
fer (Hornfchiefer), wenn er von (chiefriger Text 
Kinmann betrachtet diefen, befonders wenn er* 
in feinem Gemenge hat, für eine Abänderung des ' 
fchiefers (f. Bcrgv.Lex. I. S. 806.). Er ift meift dich 
von dürrem, erdigen Anfehcn, wird vom Stahle ge 



Ao in erkling CO« 341 

;ibc dum einen flarken Thongeruchvon fich; ift 
er fchiefrig oder bricht fchwieriger in Platten, als 
honfchieftr, und ilt fehr ungleich von Farbe, näm- 
mid dunkelgrau, bald braun, oft roth, auch grün* 

Er verlangt einen hohen Hitzegrad um zu einer 
rsem Schlacke zu fchmelsen. Diefer Hornfchiefer 

hinfig Erzlagerliätten mit fich ; befondcrs Kupfer- 
nd Kiefe, jedoch auch edlere Metalle. Beym Gold« 
rirke von Adelfors macht er das gangführende Ge- 
am. Bisweilen bifdet er auch die Saalbfinder, for 
.:fa IKnpfer- und Eifen- als in Silbergruben,- und 
: dann den Namen S 1 i oder S 1 i b er g. 

Sßf^ frhr glimmerreichen Hornfchiefer, die nSchfte 
'ttckerlle Art, nennt man auch Hornfkimmer 

Sau« mann erwähnt (in f. Abhandl. in Molls N. 
SiSsO unter den fchwedifchen Urgebirgsarten noch 
tkloritf chicfers, welchen der Verf. hier mit 
Zweigen übergeht, und eines noch unbenannten 
Hgen' Gemenges von Quarz, gemeinem Feldfpath 
lemeiner Hornblende, was in Weftmanland, in der 
id von Sala, ziemlich verbreitet feyn foll, und vicl- 
r cit der, oben erwähnten zweyten Art des Homfels,- 
tai;{lag,' gehören könnte. 
#»♦ 

/; Anmerkung 4. 

4» ■ 

|ibfir das höchft intercHTante fchwedifche Ueber- 
^ggcbirge find vorzüglich Hausmanns Schrif- 
jiincntlich die mehrmals angef. Abhandlung in Molls 
ij^ S.)i. flg., ferner ein AufTatz im Magazin der 
Oticlirch. naturf. Freunde, Bd. IL S. 157. flg., end* 
iefien Keife an mehreren Stellen, ingleichen eine, 
4 unvollendet gebliebene Abhandlung von Wer- 
kk Bergm. Journale 1795. Bd. II. S. 90. flg.; und 
|jjuM,^bh. de montibus Veftrogothicis, in Opusc. 
ft$» nachzulefen. Im Allgemeinen ift hier zu 
(■iivils daCv die Uebergangsformgtion im forden, auf 



IT. 

. ■ • « 



342 Aumtrkungciu 

dem jüktgern Grtnit-, Gneis- und Gliramerfchiefergebirgc 
ruhend, einen Theil des bergigen Landes und der hfigli- 
chen Ebenen conftituirt, und hiebt allein im Öfflichen 
Norwegen» fondem auch in Nerike, DaIame,.Herje&dtleB 
und J&mteland fowohl die hiedrigften Ausfüllungen swi- 
fchen den höhern Gebirgsketten bildet, als auch auf dem 
Rücken des jungem Granits, und zuweilen felbft bis zum 
Ültern Glimmerfchiefergebirge (ich hinzieht. (Haut- 
mann.*) Die grofe Verbreitung deflelben in Schweden 
ergibt lieh aus dem vorliegenden Werke, und feine Auf- 
IkgerungsverhältnilTe erhellen aus der, auch diefer Uebe^ 
fctzung beygefügten Tafel. 

pic in Schweden vorkommenden Glieder des Ueber- 
gangsgebirges find: feiten grobkörnige Grauwacke, fafta- 
figcr Thonfchiefer, Kalk (lein, ein oft fch einbar in Quatz- 
fels übergehender Sandftein, Alaunfchiefer, Grünfteioi 
Mandelfleia (? in Lima und Tranftrand) und Kiefelfchie- 
fcr. Bey Elfdalen foU (^nach Hausmann) auch ein ia 
Norwegen weniger feircncr Uebcrgangsgranit und Ueber* 
gangsfyenit vorkommen. Ferner gehört der dortige Por- 
phyr diefer Formacion an. Diefer Elfdalener Porphyr fettt 
ufimlich ^nach Hausmann) auf einem eifenfchüfligea 
Uebergangsfandlleine auf, und bildet die Ausfüllung zwi- 
fchen den beyden Gebirgsrücken, welche von einem Stam- 
me auslaufend, Elfdalen von Wefterdalerne und auf der 
andern Seite von Herjeidalen trennen. Das nordifche 
Uebergangsgcbii'ge ifl nicht reich an Erzlagerftfitcen; nur 
bey tlimbrishamn und Gladsax findet (ich darin Bleyglanz 
mit Flufsfpath, auf ganz ahnliche Weife, wie in Dobf^ 
fhire. (Hausmann). — Die Schichtung deflfelbeo Ü 
nicht felbifftündig, fondern richtet üch meift nach des 
Auflagerungsflächen. 

Atunerkuflg 5. 

Uebcr die Vermuthung, dafs einiger fchwedifdiff 
ärünftein, befonders dar am Olleberge in Wefigoik- 
land> welcher dem Flärztrapp einiger norddentfchen Bcr« 



Anmerkungeiu 343 

ge^ ^ B. cies t>ninsberges bcy Gdttingen und des Meifs- 
nen cäufcheod ähneln foll, zum Flötzgebirge gehören 
könne, iftHausin^ann (Reife Th. I. S. 171. 194.} nach- 
culefen, der es jedoch aus guten Gründen für erwiefcn 
hfilr, dafs diefer Grünftein ein Bürger der Uebergangs- 
föcmadon fey. 

' lieber das aufgefchwemmte Gebirge in Skan- 
dinavien findet man fehr lehrreiche Betrachtungen in 
Ha u s m a n n 8 Abh. in Molls N. J. B. B. I. L. i. S. 45. flg. 
I>ie.mineralirchen Quellen, welche Schweden enthält. 
hat der Ver£a(rer gänzlich mit Stillfchweigen übergangen. 
Mehrere derfelben find von Bergmann (f. dclTcn Opuft. 
V.l. p. 149. 165. -und Vol. IV. pag. 346. und 3^9.) und 
Berzalius (in der Afhandlingar i Fyfik, Kemi och Mi- 
nenüogii Th. U« S. 109.) analyfirt worden. 

Anmerkung 6« 

Mit dem, was hier von Dalarne tm Allgemeinen 
angefahrt wird, kann verglichen werden: Tilas Utkaft 
til Saeriges Mineral-Hiftoria (Stockh. 1765.) S. 27. flg.» 
, welche eine reichhaltige Literatur über den dortigen Berg- 
\ßXL anfuhrt ; und C r o n ft e d t s Mineralgcfchichte der weft- 
manttndifcheii und dalekarlifcheo Erzgebirge» überfetst 
von Georgi ttc Nürnb. i78l* 

Anmerkung 7. 

Ueber den Dal elf, einen der gröfsten und interef- 
fantäle'n Strdme Schwedens, feinen Lauf und die Fälle, die ' 
er bildet, ift vorzuglich Hausmanns Keife Th. XV- 
' S* sa6. flg* nachzufehen. 

Anmerkung 8* 

Breccia faxofa nennen die Schweden Jedes Rön- 
L glom^rat, was aus Bruchftücken und Gefchiebtn mehrerer 
I verfcbiedener Steinarten safammengefetzt ift. Sie' unter« 
t!k fchciden davon Br. arenacea, calcarea, indeterminatai por- 



344 Annerkungen. 

phyrei, quarzofa und filicou M. f.Cronftedti 
ralqgie und Rinmans Bergv.-Lex. onter d. W« 

•* 

Anmerkung 9. 

Hausmann (Reife Th. III. S. $oi.) fah ia d< 
neralienfammlung des Bergcollegiums zu StockhoU 
merkwürdige Folge von dtefcn Orthoteraticen. Si 
theils gerade, thcils haben fie ein gekrümmtes od< 
wunden es Ende. Bey manchen war das Ende £0 ilai 
wunden, dafs de wohl mit der Hälfte ihrer ganzen 
einem Ammonshorne glichen. 

Anmerkung 10. 

Die M y r m a 1 m c r der Schweden find mit i 
Sumpf- und Moraderzen identifch. Man findet fic i 
Sümpfen und Mooren (rayror), und unterfcheidet £ 
Jordmalm, dem Rafeneifenf^cin dcrDcutfchen, der in S 
den ganz zu fehlen fcheint, und von den Sjömalmer 
cifenerzen, die in den Landfeen gefunden werden. 

Die Sumpf- undMoraftcrzc (Myrmalmcr) wordei 
6g verfchmolzen, und man bediene fich dazu ^nach 
mann im Bcrgv.-Lex.) in WelWalekarlien und Her 
len, befondcrs in den Kirchfpielcn Särna, Elfdaler 
Lima, ganz eigener niedriger, nur si Elle hoher 
(^M y r j ä r n s- cder.B U ft e r v er k genannt'). In W 
lekarlien nennt man diefe Erze Ö r k e, und cheilt fii 
• ihrer verschiedenen Bcfchaffenheit und Güte in : B r 
örke, die fchwarz, locker und erdig lind, und al 
fchmelzwürdig ausgeworfen worden; Grönerke 
brauner und grünlicher Farbe, grobem und fcharf 
gem Korne, und von mittelmäfigcr GxitQy und Röd 
die dunkelroth von Farbp, grobkörnig und am reicht 
(Un:f\nd, -da ßc aus reinem Eifenoxyd beitehn un(! 
der Tiegelprobc 49 Prozent Eifen halten. 

Dia S e e e r z e (Sjömalmer) finden fich auf dem 1 
de der Liindfcen, in. vorzüglicher Menge in Smälan 



Anmerktingen« 345 

KronobergsHLelin. Man fifcht fie entweder im Winter 
unter dem £ife, oder im Sommer auf HoIzflofTen heraus, 
und bedient fich dazu eiferner Scharren und Siebe. Jhre 
Farbe ift ftuferlich roth oder braun, auf dem Bruche leber- 
braun oder fchwarz; roh find de dem Magnet niciK folg;- 
läm, nach dem Roden aber, wo fie eine mehr dunkelbrau- 
ne und fchwarze Farbe annehmen, werden fie fchr (hirk 
von ihm angezogen. Sie verlieren beym Glühen unge« 
gef^hr 38 Prozent am Gewicht. Diefer Verlufl befteht 
aus einem trüben WafTer, was man durch Dedillation er- 
hält, bey welcher das Erz einen erflickenden Geruch nach 
Erdöl von (ich gibt, und auch etwas flüchtiges Kali im 
Uezipienten aufgefangen wird. 

Man theilt diefe Secerze, die fehr leichtflüfTig ind, 
aber ftets ein mehr oder minder kaltbrüchiges Eifen ge- 
geben, in 

a} Skraggemalm, was aus grofen pfcifenröhrigen und 
fchlackenartigen hohlen Stücken bedcht, und nicht fon- 
derlich viel, aber leidliches Eifen liefert ; 

b^ P u r 1 e m a 1 m, aus kleinen rundlichen Körnern, wie 
Nüfie und Bohnen, begehend, und dem Bohncrze der 
deutfchen Mineralogen verwandt; 

c) Krut- und Hagclmalm, gleicht dem gröberen 
und feineren Hagel oder Schrot, und gibt das meide, leicht- 
flüfligfte, aber auch kaltbrüchigde Eifen *, 

d} P e n n i n g m a 1 m, in der Geftalt von runden Pfen- 
nigen oder Krähenaugen, liefert eine leichtflüflige Schlak- 
ke und verurfacht weniger Kaltbruch. 

Man vergleiche damit, was Hausmann (Reife 1. 152. 
und IIL 520.} über diefe See- und Morafterze fagt, 

Anmerkung ii. 

Nach einigen, in meinen Hfindcn befindlichen iltern 
Berichten des BergcoUegiums an König und Reichstag 
i^Berftttelve om Bergslagernes och Bergverkens tilldSnd. 
1769. und 1771O» war der Kupferbergbau von Stora-Kop- 
parberg' in damaliger Zeit in ziemlicher Verlegenheit, fo 



34^ Antnerkungeiu 

dafs der Ronig zu Unterhaltung der ganglmreii Xauc und 
zu Fortftellung von Verfuchbauen noch einen Vorfchuls 
von yo,ooo Dalern Kupfennönze machen muftte. unge- 
achtet die Gewcrken zu letzterem Zwecke fchoa dteSum- 
me von 289,200 Dal cm aufgebracht und verwiendet hat« 
cen. Das Ausbringen beRand in den 6 Jahren von 1765t 
bis 1770. dem ungeachtet noch in 

26,498 Schiffspfd. 8 Liespfd. » Mk. 
oder in 

105,993 2Sentncr 62 Pfd. 
Kupfer, den Zentner zu 100 Pfd. gerechnet. 

■ 

Anmerkung la. 

Die Skölar der fchwcdifchen Bei^Ieute, welche in 
den Erzlagern von Fahlun, Sahla und nordwärts vorkom- 
men, bleiben nach allen Erklärungen und Erläuterungen» 
die wir bis jetzt darüber beßtzcn, noch immer einiger- 
maafen räthfclhafcc Erfcheinungen, wie folgende Zyfam- 
mendcllung der mir bekannt gewordenen Notizen bewd- 
fen wird. 

Wallerius drückt (ich in feinen Elementis metal- 
lurgiac fpeciatim chcmicae (^Holm. 1768. in das Deutfche 
fiberfetzt, Lcipz. 1770.) f. 9. obf. 2. Cap. 3. folgenderge- 
fialt darüber aus : „Vocabulum Schi dl diverfunode quo- 
que ufurpatur: alii Venam fimbriis donaram appellanC 
Schidl, alii ipfas fimbrias, feu lapidem minerae ac pctne 
interjacentem *< Nach ihm würde alfo das Wort Sköl bald 
einen Gang mit Saalbändern, bald die Saalbänder felbft 
bedeuten. — Er fiigt hinzu : „Forfan Vena, quae • fiflun 
originem habet, appellari pofTet Schi öl, venae vero reli- 
que, venae," will alfo nur die wahren Gänge der deut- 
fchen Sköl j;enannt wifFen, die übrigen Erzlagerftätten 
aber venas, womit feine Erklärung der Letztern im 6. C. i 
deiT.Kap. infofern übercinftimmt, als er darunter »«ttactufl 
fubterraneos in montibus inclufos, ad diverfas piagas ec 
diverfam profrinditarem, recta vel obliqua aut den vii 
extenfos, in quibus minerae metallicacgencratae rcperiun- 
tur," verftcht. 



\ 



Aomerkuogea. .347 

Attdi Blirgmannift über diefe BegriflTe in Ung^ewifs- 
lieit.* Br fagt darüber in feiner phyrikalifchcn Erdbe- 
Cehreibung: »Gänge (gängar) nennt der Bergmann wie- 
der »»{[cfUlte Spalten. K 1 u f t und S k j ö 1 bedeutet bey 
ihm uQgefUhr daflelbe; aber Trumer (drummer) bezeich- 
nen eine kleinere wieder ausgeföllte Spalte, deren Wände 
sufammenftofcn und glcichfam einen Schweif ausmachen/' 
Rinmanns Bergwerks - Lexicon enthält darüber 
folgenden Artikel : „Unter Sköl, Skjöl oder S k ö 1- 
gSn'g muffen von Rechtswegen folche Gänge in Grüben 
and Bergen verfianden werden, welche taube und unfön- 
dige Bergarten fuhren ; fie können aber dennoch biswei- 
len Gefiihrten (följcslagare) feyn, welche Anleitung zu 
Auffindung einer Erzlagcrilätte geben, wenn diefe verlo- 
icn gegangen ift, wie z. B. der grofe Sköl von Kalkftein 
sa Seit, und der Trapp-SkÖl zu öflra Silfverberg. Auch 
kfenen folche Skölar, die aus fremdartigen und wilden 
Gcfteinen beflehn, die Enlagerftätten (g§ngar) oft ab- 
läneident verwerfen und verdrücken. Manche verdehn 
unter - dieüem Worte daffelbe, was man unter Gängen» 
Bngttngen oder Flötzen begreift; dann mufs aber hinzu* 
.^iietzt werden, ob von einem Erd-, Thon-, Quarz-, Kalk- 
• • oder anderem Stein- oder auch von einem Erz-Sköl die 
JUde ift. Andere meynen mit Sköl dafTelbe, was unter 
den Worten Trum und Kluft verftanden wird." — Auch 
!ditfe ganze Erklärung gibt kein (icheres Anhalten. 
'^' Bi fing er erläutert das Wort Sköl in der vorliegen- 
diMi Stelle des Texts durch das eingeklemmte Wort: af- 
;J'10aninga-klyfter, d. i. Ablofungsklüfte. 
i;^ ^So weit die mir bekannten fchwedifchen Minera- 



Werncr leitet (in f. Neuen Theorie von der Entfte- 

y«Baag der Gänge $. 3. $.4.) aus den oben angeführten 

AeuToningen des Wallerius die Folgerung ab: „dafs die 

'|Mtweden alle ihre Erzlager (gSngar) Gänge, die wahren 

•Ginge aber Skölar nennen. 

• Otmic ftimmt in der Hauptfache d'Andrada über- 
§bk welcher in feiner Befchreibung des Silbcrbergwerks 



2JQ Anmerkuiigeo«, 

ftimmt ftls : plflttenfönmge befondereLsg^rflStttb der^of- 
^ien, welche fall immer die Schichtendet Geftelns durch- . 
üchneiden ; und infofern eine von diefea afaweichaodc La- . * 
g« haben, auch mit.emer von der Gebirgsau mehr oder 
weniger verfchiedc&en Mafle angefüllt rmd».-C««B<cbenfiilli 
bey den Skölarne der Fall ift);. fo fcheinc .^ AUcxdbgii 
«Is ob kein Grund vo^handca&yn kdnn«,dic(kiiichK eben- 
falls für wahre Gänge insufprechen* Nur-diegenecifeha 
Definition der Gängt (Gingdi. S. jO, .daCt lie atolicb 
nin den Gebirgen eatttaadene Spalte fiadt rwdfehe'fich nach 
ihrer Encftehung mit verficUfdiierUy von d«r Gangmaflr , 
mehr oder weniger vesfchiedenen FofTdien ausgcfiiUc ha- 
ben/' kann infofern wieder einigen Zweifel dagegen er- 
wecken, als die Skölar» nach . Hauspianns. Verfichmrung. in. . 
der erften der oben angeführten Stellen, mit dinr Lag^. 
mafle von gleichzeitiger fintüefaung feynfdlen. Die Grün- 
de für diefe Behauptung find zwar nirgends entwickelt; 
auch hält Hausmann den fogenannten fchwarnen [ 
Trapp-Sköl zu Sala Cd. Sc. IV. S. 278.) felbft für einen 
wahren Gang, und man könnte daher wohl glauben, da(s 
di^s, was von einem Sköl gilt» auch von dem «ndem gelte» <• 
müHe. Allein ein (6 gründlicher Beobachter wie Ha-nt- 
m a n n hat für feine Behauptung wohl hinreichende Gründe - 
gehabt, und diefe Betrachtung fowohl, als die Ueberzett- 
gung, dafs ein Zweifel der vorliegenden Art nicht fuglich 
tm Schteibetifche gehoben werden könne, hat mich bewo- 
gen, das Wort Sköl nicht durch Gang, fondern nach Haus- 
mann s Vorgange einfhreilen durch S ch a le zu überfeneflt 
wiewohl das Ichwedifche Sköl urfprünglich eine durch die 
Gewalt des Waflers entihndene Höhlung, Kluft, Spalte bk. 
bezeichnet. 

Anmerkung 13. 

in Leonhards Tafchenbuch der Mineralogie, XI. 
jahrg. S. 19s:. werden aus den KongL Acad. nya Hand- 
lingar, T. XXXII. folgende neue hiehcr gehörige Analyfan 
von RothofF angeführt: 



Anmerkuageo« 35^ 

tttiirktlk» fpftthigcr Bitterkaik, beyde von F A li ) ua«- 

i»l4-. . 30»ia Kaikttrde, 

i>89 20»ga Bittertrd«« 

^41 1,75 BlTcn- uod Miotanosyd» 

t!5 46.50 i^hlenföurc. 

,39- 99.20. 

Anmerkung 1 4. 

licr crwlhntf gluordgc Strahlfttin iftoftmic 
gern Bkyglanze Ib inntg gethengt, daft crnichf 
Farbe, fondem auch den metallifchcn Glanz du 
mnimint, \i\t ich mit einem in meiner Sammlung 
icn Exemplare belegen kann. Auch H a u • m 1 n<li 
Ucfcs Gemenge in £ Reife Th. UL S. |oo. ' 

• « ■ * 

Anmerkung 15« 

V.-Bend der lehrreichen Alhandlingar i..Fffik, 
Ifiatmlogi, enthilcS. f74.dieBeichreibling'ttad 
unts auf den Fahlugpmben auf General .ToUf Ort 
» Trcmolitf. 

irdn Farbe gränlichweUf , mit heUgrflnea Schüli» 
id Flecken 

iHifin in gefchobenen vierfeictgcn S&nlett«.mift 
»en Enden. Dia Lftnge.der KryAalle.'betrlge 
dl, die Breite a bia | Linien* Sic find in dtebM 
;eiirach(en und fchmtlatB imr dem L&hrohr aitair 
t und mit Aufwallen su einem weüTea Suiail* 
iif inger untemommene Analyfe gab: 
59,344 Rieftlerfli^ 
' 39,731 Talkerde^ 
i5t30O Ralkerde^ « ... 

1,1 II Eifenoxyd, 

i,oco Manganoxyd» « 

e,888 Thoneide und 
0,020 W afler. 

99>796. 



353 Anmerkuogeiu 

DM'Thon^rde, tnglcichen das Eifen- und Manganoxyd vnd 
Wafler hielt Hifinger für unwefentliche Mifduioguheil^ . 
und berechnet daher hach Berzelius Methode : ' 

'die Kiefeiniure Ku 2^.62 z=z 7 Theilen Kitfclarde. 

die Talkfäure - 8,41 = a - Talkerde. 

die Kalkfäure - 4,3; = t • Xftlkerde, 
daher die Formel für diefes'FofliI mit 

CS' + a MS* 
ausgedrückt wird. 



I • I 



Anmerkung 16. 

Die grofcn Granatkryftalle, welche zu ^fllituii«' 
vorzüglich in Albrechcs-Ort, in Chlorit eingewachfen und 
damit überzogen vorkommen, hat H i fi'nger (_in det) Af- 
handl. Th.IV. S.385O neuerlich chemifch unterfucht, und 
ihnen den Namen Fahl u^ra-nat beygelegr, unter wil-. 
cheni fie auch Berzefiul Inf chemiichcn Mineralfyftem . 
CAmiandl. Th. IV. S.'96«.ifnd.Leonharda Tftfchenbuch 
Th. X* S. 527.) als befoudere Gattung au^eocmmen hat. 
'■ •Sib find, wie HiCingev am angeföbnea Orte .bc* 
merke, von dunkel bräunlichrother Farbe, an^fQ.düQQca 
dttrcHfcheinenden Kanten aber .purpurrot ji ^?). . Ihre Eigene 
fchwerc beträgt: 4,?. Vor dem Löthrohre fchmelzen klei- 
ne Splitter dieles Granats zu einer (chwarzen uodurchfich- 
tigen, 4em Magnete folgfamcn, Kugel, l^it Sonut gibc 
derselbe ein klares Glas* wasi im Reduktionsfeuer grün ift. 
in der Oxyd ationsflamoie aber tief blutr<i|h wird, ^dche^ 
Farbe beym Verkühlen abnimmt, fo wie beym fiifenoxyd » 
gewöhnlich der Fall iii:. Mit Soda brauft er auf und gübc 
eine grünlichgraue fchlackigeMalTe Seym Erhitzen ver- 
liert er höchltcns | Prozent -Feuchtigkeit. Seine Befhod- ' 
theile fipd : . ^ . 

Kiefelerde 39.66^ -• .. . .39»66 

Thoncrde 19,66 . • • 19)66 

Roth Eifenoxyd 44,20 oder Eifenoxydül 39,68 
Manganoxyd 1,80 . . • i»8o 

105,52. ico,5c. 



Aanerkuagen. 353 

'Bf fing er nimmt nfimlich an, dafs der Gewichts« 
iviciht iron Si$i Prozent; nur daher rühren k0nne, dafs 
it/Eifen tb Oxydul in diefem Granate enthalten fey, und 
iher ferne Farbe wahrfcheinlich vom Manganoxyd ablijinge. 
Die ehemifehe Ronflitution des Foflils ^väre alfo fehr 
nfiKh, und liefe fich durch die Formel AS + FS ausdrücken. 

Anmerkung 17. 

' Die hier abgeführte Anaty fe des M e h 1 2 e 1 i t h s ift 
l^faii'lII,TheiIe der Afhandlingar erc. S-3i3< enthalten. 
ic ffihrc -ebenfalls voti H i fi n g e r her» welcher dabey 
rtlA-4M%eiidef über das Vorkommen des Foffils anfiihrt. 

Die Ftrbe ift röthlichweifs, zuweilen blafsroth oder 
jribliciiweirs. Es findet fich nur in halberdigem Zuflande, 
^idut und abfärbend) mit eingcfchloffenen Quarzkornern« 
Ufrieben gibt es ein feinkörniges weiflTes Pulver, was nicht 
pi^ Sittten brauft» aber eine Gallerte mit ihnen bildet* 



t • 



Anmerkung ig. . . 

Rbfinanns Handbvche derMineralogie,Th«I.S. 530. 

Sleberg fftlichlich als Entdecker des Automolits 

^ Ak doch diefer felbft in der Abhandlung über 

lüng diefea-Foflil^ (Afhandl. Th.I. S. 85.) die 

,img deHelben im Jahre igo^. dem AflefTor Gähn 

K«' Die fchwedifchcn Mineralogen haben daher 

fMc^ticIi, nach von Mol Is Vorfchlage» das FoITil 

{[enanntt 

Anmerkung 19. 

Heus mann hat den hier fogenaAntetl Fahlunit, 
feiner dreyfachen BlätterdurchgSnge, welche eine 
^bea vierfeitige Säule mit Sei tcnkanten\yin kein von 
ir 110^ und 70^ bilden Tollen, Triklnfit ge- 
lt^ unter diefer Benennung Kuerft in $t olls £|^hcmcri- 
I der Berg* und Hüttenkunde, Bd. 4. S. 39^6. («iVInie» 



r 



• 



3)4 Anmerkiiagea« 

ben, fpäter aber die Gattung in drcy Arten: O 'cn bl9t- 
trigen. b) den fchaligenund erdichten abgedieilb- 
über wekhe deflea Handbuch der Mineralogici S. 667« flg; 
nachzufchen ift. 

Anmerkang 90. 

Das hier crwälinte FofTil von Erik Matts-Grube hat Hi^ 
finger (Afhandling. i F.R. o If. Th.IV. S.343.)neua[u 
lieh, unter der Benennung: harter Fahlunit» belbbrie« 
ben und analyfurt. Nach dieferBelchreibung ift duF«ffilr 
von Farbe gelblichbraun und dunkel wachsgdb; 
derb, mir dunkelgrünen Fahlunit und mit GlimnittUlct- 

chen durchwachfen ; 
tn den dünnen Kanten wenig durch(chcincn4; 
der Bruch uneben, etwas (plittrig; 
von unbefHmmteckigen Bruchftäckcn; 
Glasglanz, der in Fettglanz fibergeht; • 

hart, in mittlerem Grade; gibt am Stahle Funken; 
das Pulver ift gelblichweifs ; 
fiigenichwere ==: 2,616. 

Vor dem Löthrohrc fchmilzt es för (ich nur m den Kalb 
ten langfam zu einem halbdurchfichtigen farbenlofen Glaft^' 
worauf fich das Ganze erft weifs brennt. Im Borax wM 
es anfangs mit flüchtigem Schiumen angegriffen» und löft 
fKh dann allm&lich und langfam au£^ ohnc.das Glai tu fite* 
ben. Vom Natron wird es mit wenig Aufbiuufen aagcgri^, 
fen, jedoch nicht weiter aufgclaft. Als feines Pulver ahr.. 
mit Natron verfetzt, wird das Aufbraufen itirkcr und dJB 
Probe fchmilzt zu einer emoilleartigen, etwas gelblidMJI 
Kugel zufammen. Die Analy£e hat folgende Miftfannil« 
theiie nachgewiefen : 

45,90 Kiefelerde, 
31,10 Thonerde» 
ij.yo Talkerde, 
3,00 Eifenoxyd, 
o,;o Manganoxyd, 
0,30 Spuren von Kalk, Zink U* dgl^ 
3,00 flu chtige Xheüc 



^ 



''S. - 



\ 



Aanerkuugem 355 

Ktch den von Berzelius aufgcfundonm Gefftzen 
bertchnet, gibt dtefe Analyfe: 
45,9 Kiefelerde, 
38»o Thonerde, 
16,6 Talkcrdet 
6,7 Eifen- und M>ng;anoxyd ecc 

97.«- 
.and die chemifche Bezdchnungsformel ift MS* -f 2 AS. 

Diefcs FolTil ift ohne Zweifel Hauimanns dichter 

Trtklafi^ Man vergl. Molls Ephemtriden der B. und 

H«K. B.IV« S. 3. S.96. und Lconhards Tafchei^b. der Mi* 

ntraL Jahrg. HI. S« 151- 

Anroerkung dt. 

tn den Berichtigungen und Zudltzen, welche Act Vr- 
fchrift deii vorliegenden Werkes auf der letzten Seite bey- 
gedruckt find, gefchiehc noch eines, von dem Betgmeiiter 
Befgmeifter L. Hedehberg auf den Halden des Adolf- 
fchachts aufgefundenen F f f i 1 s £f wShAung, was folgender- 
geltalt befchrieben wifd. Es ift von Farbe hellröthlich, 
dem Violblauen (ich hährend, in vierfeiiigen, beynahe recht- 
WinklicheA Sftukn, ohne Endfpitzcti, kryftallifirt. Üie 
"Kryttalle find von mittelmafiger Gröfe, und in QuaVz oder 
dne Abähdefung des Fahlunits elngewachfen. Es hat zwey, 
mit der Ax« der Säule parallele Blätterdurchgfinge, die aber 
feiten techt deutlich und glatt find. Der Lfingenbruch 
ift etwas fplittrig und wenig glänzend. In grofen Stücken 
Ift e» vndurchfichtig) an den Kanten aber dutchfcheinend. 
.fis ift hart, fo dafs es den Quarz ritzt; von 9,4919 Eigen* 
Ichwcrc;- vor dam Löthrohre für (Ich unfchmelzbar) wird 
CS vom Natron angegriffen und aufgeloft, vonr Borax hin- 
gegen nur wenig und langfam« 

Nach, einer von dem Herrn FrofcfTor Hausmann 
mir gütigft micgetheilten eigenhändigen Nachricht Hifin> 
gers, welche mehrere handfchrifrlichc Nachtrage zu fei 
nef Mincralgeographie enthält, ift diefcs Fod^l neuerlich 
för Andalufit erkannt worden. 

Z 3 



356 Anncrkungea. 

Anmerkung 22. 

Im IV. Bande der Afhandlin2;dr i Fyfik etc. S. 9c 
haben Gaha und Berzelius ein folTiles Salz t( 
Fahlugruben, und zwar vom Insjd-iciefenke, befchr 
welches wahrfcheinlich mit dem hier erwähnten einer! 

. £b findet Geh in tropülcinartig; zufammengehftufn 
then Rryftallgruppen, di« gewöhnlich an einem Kon 
Gyp8 feilfitzen. Bisweilen haben fie keinen Gypsket 
find dann fehr verworren in einander verwachfea« Di« 
ilallc find kleine vierfeitige Silulen mit fchief angci 
Bndflächen, aber gewöhnlich fo zufammengehäufr, di 
wahre Geftalt fich nicht mit Sicherheit befUmmen Ufl 
fmd von bräunlichrother Farbe; durchfcheinend u: 
mit kleinen Stuckchen Gyps, bafifchen fchweftlfturi 
fenoxyd und Bitterfalz gemengt, welches Letztere n 
doch feiten mit den Augen entdecken kann. 

An der Luft befchlägt es» wird matt, mit eine« 
llchgelben Pulver bedeckt, und erweckt auf der Zun 
nen rein zufammenziehenden Eifengefchmackr 

Vor dem. löthrohre fchmilzt es, fchwillt tui 
WafTet von (ich, und hinterläßt eine gdblichrothc 
welche bey ftärkerem Zublafen in rothes oder fch 
£ifenoxyd verwandelt wird, je nachdem man ei in dii 
dadons- oder Eeduktionsflamme bringt. Mit Soda ih 
geblafen fetzt es im Reduktion$feuer keinen Zinkmu 
Mit Phosphorfalz gibt es ein rothes Glas, was bejc 
kühlen die Farbe verliert und mit Salpeter kaum ein 
von Mangan gibt. 

Drey von den obengenannten Chemikern unn 
mene Analyfen gaben 
1. 2. 3. 

48,30» 46,77, 42,62 Subfulphas ferricus und BiC 

ferrofo ferricus« 
20,80, 17,10» 26,88 Sttlphas magneficus, 
0,00, 6,71, 2,22 • calcicus, 
50,90, sr»43) 28)28 WfliTer und Verluft. 



Aamerkiiugen. 357 

Anmerkung 33. 

Den edlen Serpentin von Skytrgrufvan hat Hi« 
fing er fpäcer analyfirt. Die Befchrcibung findet fich 
ebenfalls im IV. Theile der Afnandlingar etc. S. 33gv 

Er kommt mit Biccerfpath vor, und findet fich von 
mehreren Abänderungen des Oliven-, Apfel- uqd Bräun- 
lichgrünen. Es iit an den Kanten durchfcheinend ; von 
gro»- und flachmufchlichem Bruche (f^orskSligt, flitr); 
gibc im Stahle keine Funken und ritzt auch das Glas mit 
den fchärfften Kanten nur fchwach ; i(l aber ich wer zcrfprcng- 
b«r. G^fchlitTen nimmt er einen fciiönen Glans an, und 
kann su kleinen Graveurarbeiten angewendet werden. Sei« 
ne Bcftindtheile find in loo Thcilen: 
43,07 Kiefelerde, 
40,37 Talkerde, 
1,17 Eifenoxyd, 
c,50 Ktikerde, 
0,3; Thonerde, 
I2,4S Glüh verlud. 
2,17 fonltiger Verlud. 

99.98- 
Hifinger bezeichnet ihn daher mit der Formel: 

C2MS + Aq) + (S*Aq). 
Nach der in der 32. Anmerkung erwähnten hand- 
schriftlichen Nachricht Hifingers kommen auferdem 
«tif Skyctgrube auf Tremolit und Chloric vor. 

Anmerkung 94. 

Im Sommer d. J. 1814. hat Berzelius in Gefell- 
Ichaft von J. G. Gähn» und im Sommer igi6. unter Be- 
gleitung von Gähn, Wallmann und Eggertz Durch* 
fiichungen der Fahlnuer Gegend, und vorzüglich der 
Steinbrüche von Finbo und Broddbo unternommen, die 
eine reiche Ausbeute von feltenen und zum Theil bis dt- 
hin unbekannten Mineralien geliefert haben. Berzelius 
hat über die Refultate der erftenDurchforfchung im IV. Bd. 



358 Anmerkungen. 

der Afhindlingtr, S. 14g. flg. Bericht ebgefhittee, deflen In* 
hftlt ich nur fo kurz, als die Deutlichkeit es immer erhobt^ 
hier tnfuhrcn will, dt eine ausführliche Nachricht dtfoo 
fchon in dem fchfttzbaren Journal von Schweigger cntfaai- 
ten id. Von der zweyten Unterfuchung fcheint in Deutlch- 
land bis jetzt noch nichts bekannt zu feyn. Dagegen fin- 
det fich in Thomfons Annais of Philofophy, Jun-igiS. 
S- 457* flg* eine Nachricht, davon auf, aus welcher ich du 
hierher Gehörige einfchalten werde. 

1. Finbo 'Q^uarsbruch 
ifl auf einem ftehenden Quarzgange angelegt, der mehrere 
Ellen mächtig im Gneife auffetzt und nach Nordweft ftretcbb 
In diefem Quarzbruche haben de gefunden : 

Gadolinit, auch Ytterit genannt, eingefprengt 
in der Geftalt kleiner Körner, die feiten dieGröfe der Erb- 
fcn überfteigen, und nur einigemal wie Hafelnüfle gros 
gefunden worden find. Sie find meid von einer verwitter- 
ten rothen Rinde, wie Eifenrod, umgeben, daher fie leicht 
tus dem Muttergedein' herausfallen. Zuweilen findet 
man Spuren von Krydatlifation, die auf ein Oktaeder fchlie« 
fen laflfcn. Sonft ill er fowohl nach feinen fiufera Kenn- 
zeichen, als dem Vcrlulten vor dem Löthrohre nach, dem 
Gadolim't von Yttcrby vollkommen Ähnlich. Er gab bey 
der chemifchen Unterfuchung: 

25»go Kiefelerde oder 25,80 Riefelerde« 
45aOO Yttererde - 45»oo Yttererde, 
17,92 Ceriumoxyd - 16,69 Ceriumoxydula 
11,43 Eifenoxyd - 10,26 Eifenoxydül, 

0,60 Glähvcri^ft, 



lOOkif. 98.35. 

3) Pyrophyfalith. Er enthielt; 
57,74 Thonerde, 
94,36 Kiefelerde, 
7,77 Flufsläure, 

"^.87. 
3) Flufsfpath, theils dunkle veilchenblau, entweder 
In kleinen dreyfcitigen Pyramiden (?) kryftalliiirr, odtr 



AaiBcrkuaf eo« 359 

lg; «if tnderenFoflilien; theils grdolkli« derb ond 
lifichdj^. Der Letztere scichnet fich dadurch tut« 
je demLöthrolire to« Qyps tu^eMft wird und in 
Keduktiontfeuer einen Arfenikgenich verbrtitee. 

der Unterfnchung auf dem nl^n^Weg« zeigt (ich 
!r, ntfbh nicht t Prozent betragender, Gehalc von 
irem Kalke. 

ttrocerit, emganzneues, ausflu&laiirerKalk- 
ßfaurem Ceriuinöxfd und flu&fäurer Yttererde, 
et Foflil. 

e delTelben tft i>ald dunkel violblao» bald röth- 
j, bald weifs oder grau. Bitweilen finden fich 
fe Farben lagenweife an einem Stöcke» Die tu* 
Verflache tft zuweilen verwittert mid dann meift 

lieh derb, ohne ikufere Spuren von Kryftallifatioii 

efögc ift halbkryitallinifch» blftttrich; von mehre- 

rchgängen. . 

I ift im Allgemeinen eben; nach den natürlichen 

gsflichen glänzend» im Querbruche weniger gtän- 

- Et ift undurchfichtig, felbft an den dönnften 

■9 

1 Quarz geritzt, ritzt aber den Fluftfpath leicht. 

2uar» etngewachfen, in regelmiligen Stücken CO 

beftimmter Geftalt, von dünnften Anfluge an bis 

mpen von | Ib. ichwer. Doch kommt es nicht 

lg alt andere bey Finbo brechende Foffilien vor* 

fchwere ift = 3»447. 

sm Löthrohre verliert es noch vor dem Glühen 

7e, und wird weifs, mit einem Stich in dat Ro- 

chmilzt nicht für fich, wohl ab^ mit Zulatz von 

liner Perle, die jedoch bey keinem Hitzgrader hell 

iewohl dicft beym Flufti^h der Fall ift. Di« 

dr beym Verkühlen weifä« 

•ulverifirt Idft fich der Yttrocerit fehr leicht, oh- 

and und mit gelber Farbe in kodiender Salz Aure 

Aach in SchwefÜfture zerfetzt er fich leichter als 

Imliche Flui^padi» unter Entwicklung von Wä»- 



360 AQuierkiiagcQ. 

tat und mit Aufbrtufcn. Dit »crfetxte MaiCi ift dunkd 
pomcniDMnftrbig;» wird tber beym Glühen weirt. Der 
Rückftand ht( doen mehlijeni tber »ugleich cuckcrfikflen 
GefchmKk* 

Die Analyf« liefert folgende BefttadtheiUt 

47,6^ bis 50,00 Kalkerde, 
9,11 - 8« 10 Yttererde, 

ig»ia - 16,45 Ceroxyd, 

25»05 * 35t45 Flur«rpidi(llure, 
oder nich wifTeafchiftlicher Berechnung : 

65,163 bis 68,18 fludfaure Kalkerde» 

ii,6is • 10,60 • Yttererde, 

33i226 - 20,33 • Ceroxyd. 
Hier i(l aus Tbomfoms Annab die oben tngedeu-. 
tete Nachricht von zwcy im Sommer igi6. bey 'Finbo ent^ 
deckten FolTilien einzufchalten, welche ebenfalls Fluls- 
fpathfilure, Ceroxyd und Yttererde enthalten, und folglich 
mit dem hier befchriebenen Yttocerit verwandt find, wie- 
wohl fich auferdem auch noch eine neue Erdart unter ih- 
ren Beftandtheilen befindet, welcher B e r ze 1 i u s, tum An* 
denken der alten nordifchen Gottheit ThOr, den Namen 
T h o r i n a beygelegt hit. 

Berzelius bezeichnet diefe beyden FoflTilian tlt 
t) Neutrales Deuto-Fluat des Certums, und 
b) Doppel-Fluat von Cerium und Yttererde. 
Das neutrale Deuto-Fluat findet fich zu Finbo von 
▼on dunkelrother Farbe, bisweilen kryftallifirt^ in mehr 
langen als dicken fechsfeitigen Sfiulen, fonft auch in mehr 
und weniger dünnen Platten, ingleichen in ungeftaltetea 
Mafien. Es ift in Begleitung von Smaragd und Yttcrtanial 
in ein Geftein eingewachfen, wasaus AlbitCf* unten), Qutrs 
und Glimmer befteht, kommt aber fo fparfam vor, daft 
alle au^efundene Stücken zuftmmengenommen nicht tili* 
mal zu einer voUftändigen Analyfe hinlftnglich waren. Bcy 
der Zerlegung erhielt Berzelius aus 48 Theilca nur 

17,4 fefic Theile und 

10,6 Verluft, welcher wahrfcheinlieh von der VInli* 
fture herrührt. Unter jenen feften Theilen bcfandtn fich 



Aninerkiingen. 36t 

t6«) 'Cwiumoiiyd ; ^ie übrigen 11,1 befhinden aus Kiefet-, 
r«er-» Al«uil-«nd Thorinerde und etwas Man^noxyd. 

!>«• Dop^el-Fluat bommt häufiger zu Finbo vor. 
Seine Farbe ift •gewöhnlich blafsroth, was bald mehr zum 
lotheo, bald sam WeifTen fich neigt, auch bisweilen dem 
Sdben nfthert. Es findet fich in unregelmäfig geßalte- 
len Körnern theils für fich, theils mit Gadolinit verwach- 
fen. Niemals zeigt es eine Neigung zu regelmäfigen Ge- 
ftalcen, noch ein kryftallinifches Gefüge. Es ift fo weich» 
daft CS Eindrucke vom Nagel annimmt, und leicht mit den 
Fingern vom Muttergeftein losgetrennt werden kann, we 
et dann eine rauhe unregelmüfige Höhlung zuTücklSHt, 
Von den Befhindthcilen diefes FofTiIs enthält Themfons 
Nachricht nichts weiter. Defto ausführlicher ift die Be- 
Icbreibung des Verhaltens der neuen Erde, die ich aber« 
da nicht hierher gehörig» mit Stülfchweigen übergehe. 

5*) Zinnerz. 
,.Von Farbe fchwarz, faft unmerklich ins Rothe und Röth- 
'i Mchgraue fallend. 

.Mcen kryftallifirt, und dann in kleinen, die Gröfe eines 
Banfkoms nicht überfteigenden Oktaedern. Gewöhnlich 
In Idainen Körnern von unbeftimmter Form. Selten in 
! gröferen Klumpen. 

'^ ImC unebenen Bruch, metallifchen Glanz ; ift undarch- 
* iAchtig und harti ritzt Glas. — Findet (ich eingefprengt 
I in Qnacii TyrophyfaUth» Albit und andern hier vorkom- 
n FoflUien. 
^Qew- =1 6^SS* 

VcNT dem Löthrohre bleibt es für (ich unverändert; von 

»phoriila wird es trftge angegriflfen, wird weiU und 

dem Glafe keine Farbe. Gepulvert fchmilzt es bey 

;ein Zubltfen mit dem Phosphorfalze zufammen, färbt 

dea das ebenfalls nicht merklich, weder in der in- 

WoA iafem Flamme. Leichter löft es fich mit Borax 

mÜMBlhdbdurchfiGhtigen greulichen Glafe auf, was beym 

ilen unverändert bleibt. Es erfordert einen ftarkem 

^atag» um das Glas völlig trübe zu machen. Das Glas 



[ 



36a Anmerkungeiu 

wird wtnt% oder gw nicht trübe« wenn niaa ei' von aetuoi ] 
gelinde erhitze. Mit Soda gibt es gepulvert icichliche VmÄ 
kügelchen, wenn man mit der räucherigen Reduktioiiifitm*2 
mc darauf bläft. Die Menge des reduzirtea Zinaei n»>a 
mehrt ftch noch bey einem geringen -Zufttze von Bons. : 
Von Säuren wird es nicht angegriSen. Die chcmifclw.^ 
Zerlegung defTclben gab: 

93 16 Zinnoxyd» 

3»4 Tantaloxyd» 

1,4 Eifenoxyd« 

0,8 Manganoxyd. 

6) Tantali t. Die Entdecker hielten ihn anf)lng^ic!h 
f&r Zinnftein» bis der Tantalit von Broddbo entdeckt war. 
wo iie ihren Irrthum erkannten 
£rift mehr von reinfch« arzer Farbe als der befchriebcot 

Zinnftein. 
Derb, ohne innere oder äufere Merkmale von Kryftallila- 
tion; von unebenen, metallifchglfinzendem Bruche. Uo- 
durchfichcig; harr^ ritzt fchwach das Glas. Das Pulfcr 
davon fieht erft fchwarzbraun aus, nimmt aber bey fitr- 
kerem Reiben die Farbe des Milchkaflees C^^^i^beU- 
gelb?) an. 
Das fpezififehe Gewicht ift nicht unterfuchr« 

Vor dem Löthrohre bleibt er für Geh unverändert Nk 
Phosphorfalz Löft er (ich, befonders gepulvert, ztemlieh. 
leicht auf, und gibt ein gelblichbraunes Glas, was bcym 
Verkühlen nur gelb, in der Reduktionsflamroe aber niete 
fafrangclb wird. Im Borax löft es fich noch leichter iu( 
und gibt tin klares gelb^ Glas, was nicht nur beym V«^ 
kühlen, fondera auch beym abermaligen gelinden Srhitxin 
in der äuferen Flamme feine Durchfichtigkeit verlien 
eine milchweiflfe Farbe annimmt. Durch diefe Mcrknili«! 
i(l der Tantalit leicht von dem tantanhaftigen Zionfteiae 
zu unterfcheiden* Mit Soda gibt er im ReduktionsfiMT 
einige Zinnkügelchen» befonders wenn ein wenig Bons » 
gefotzt wird. 



%. 



Anuerkungco. 363 

■ 
• 

Diefcr Tflnttlit findet (ich meid in gröfern Klumpen, 
r mich felcner als der Zinnftein, und \i\ wie diefer in 
m, Albie« VcldfpflChundPyrophyfalich cirfgewachfen. 
M Bcfiandtheile find : 

66,99 Tantfllo?fyd, 
16,75 Ztnnoxyd, 
7,67 Etfenoxyd, 
7,98 Manganoxyd, 
3,40 Kalkerde« 

ioJ,79- 
r nach der von Berzelius feiner Methode gemus 
icftellccn Berechnung: 

57,5 Tantalit, 

I5i4 Tantalfaurer Kalk, 

17,1 Zinn. 
\ andires Stuck Tantalit, auf diefelbe Weife analy^ 



fib: 



13,22 Tsntaloxyd, 
83,65 Zinnoxyd, 
s,i8 Eifcnoxyd, 
1,32 Manganoxyd, 
1,40 Kalkcrde. 



100,67. 

ft Analyfe betätiget übrigens, dafs der Tantalit mit 
ifjSnnfteinc nicht chemifch vereiniget, fondern blos 
ift. 




Smtragd oder Pfeudofmaragd, wie Ber« 
dic(cs Foffil lieber genannt wiffen möchte. 
fft gtfin» vom Dunkeln bis zum Gelblichgrünen, was 
|||'4ft'ai einem Stücke beyfammen findet. 
HMPer 10 regelmifigen fechsfeitigen Säulen kryftaUi- 
fji die iuferlich rauh, meill» wie der Pyrophyfalith mit 
yUkblSttchen überzogen find, und bisweilen einen 
telffllfrii einichltefen. 

dPiach ift uneben und entweder matt, oder von einem 
' Mben Fettglanze, ohne Spur von Blätterdurch- 
jangco» 



»•I 



j64 Aumerkungeo. 

Er ift weich und Ififlt fich fehr leicht mit dem Meflcrfchi- 
ben. Manche Stellen, befonders die lichteren, findhir* 
ccr» geben aber doch dem Mcflcr auch nach. 
Das Pulver davon ift weifs, ins Gelbliche fallend undte 

anzufühlen. 
An den Kanten ift er gelblichgrfln durch fchcincnd. 
Eig. Schw. .=: 2,701. 

Bey der genauem Unterfuchung diefes Foflils fiud tt 
(ich, dafs es ein Gemenge von wirklichen Smaragd tini 
von dem unter der folgenden Nummer befchriebenca 
Talke fey, die ungefähr fo, wie die vcrfchiedenfarbigai. 
Gypsanen im Scucco, und ohne Zweifel im flül&genZn*. 
ftande während dem KryftalliGren des Smaragds mit ein- 
ander vereiniget worden und, oder wie in dem bekannt« 
Kalkfpathe (^oder fogenannten kryftallinifchen SandAdn^ 
von Fontainebleau der Sand mit dem Kalkfpathe mccbii*c 
nifch gemengtworden ift, ohne das KryftallifirendcsLctit 
tern zu hindern. Beyde Gemengthcile find nach den voci» 
genommenen Analyfen und Berechnungen uttgefilhr ia 
dem Verhältniftc von 

59 Smaragd und 
41 Talk 
miteinander verbunden. 

8) Talk (fchiefriger). 

Die Farbe wechfeltzwifchen grünlichgrau und braunlich- 
grün, bräunlich- und leiten zinnroch. 

Er findet fich derb, fchiefrig, ohne Spuren von Rrythni- 
fation, zerflllt aber leicht in Rhomboeden 

Der Bruch ift blättrig, von mehreren Durchgängen, and 
glänzend, von Wachsglanz. 

Er ift an den Kanten durchfcheinend ; weich, Ulßfichnut 
dem Meifer fchaben und bey nahe fchneiden. DerSttidi 
ift weifs, und das Pulver fettig anzufühlen. 

Das eigenth. Gewicht ift = 2,718. 

Er kommt fowohl in gröferen und kleineren Mafien« tli . 
auch alt Ueberzug von andern Foflilien vor» und ifc 
gewöhnlich nach allen Richtungen mit filberweiffoi 
Glimmer durch wachfcn. \ 



.i 



Annirrkiingeii. 365 

Bey tiner unvollkommenen Analyfe lieferte er: 
■ r . 51*40 Kiefclerde, 
33,16 Thonerde^ 
4,00 Eifcnoxyd, 
i 5,00 Kalk- und Talkerde, 

' 8,44 Verluft, welcher einenr entwichenen 
4; Kali beygemelTen wird. 

II er 2 e 1 i u s glaubt, dafs dai Foflil zu Haüy's Roche taN 
^ueufe lameHaire .gehöre. ■ 

9^ Talk (erdiger), von lichtgrfiner Farbe, aerreib- 
lieh, .-fettig im Anfühlen, mit dem vorigen oft eine MaflTe 
bildend« 

10) G 1 i m m e r, in fchönen, aber feiten groTen Kry- 
fiillea« Er iil geradblättrig, theiU füberweifs, theils in 
dünnen Blättchen helldurchfichtig, in dickem fchmuzig 
hyasinthroth durchfcheinend und in noch dickeren Stücken 
{HIB undurchfichtig; «uchfchwan, einen grünen Strich 
gebcüd» 

11) Gemeiner Feldfptth, oft mit angeflogenem 
Yttrocerit. 

. lO Albit, ein eigenei Foflsl, was Hede'nberg 
(in den Afhandl. Th. I. S. iig.) als krummblfittrigeti 
^cld(path befchrieben hat, dem es aber wegen feines 
krummblättrigen Gefüges, feiner oft fc'hnee- 
weiffen Farbe und feiner Härte, indem es^ vom Quarz 
nich^-geritxt wh-d, wahrfcheinlich nicht angehört. Bg- 
g«r(s )iat delTen genauere l/ntcrfuchung unternommen. 
(S. übrigens Anmerkung 27») • 

1^^ Eine eigne Art Granat,, feiten regelmäflg kry« 
ftallifirt, meift nur in kleinen Körnern vorkommend; und 
noch nicht näher unterfucht«. 
• 14} Quarz« ? ' 

II. Broddbo. 
. Bcy B rx>dd bo, auf der ändern Seite von Fahlu, auf 
dcm'gtofen öden Stenback, der einen Sreinhaufeh von 
§ Qufldratmeile im Umfange bildet, fand man, durch Zu- 
fiill darauf aufmerkfam gemacht, daffclbe Geftein, wie bey 
Finbo, ingröferen und kleineren Stücken auf ei^rStVek 



366 Anmerkungeii» 

ke von einigen loo Ellen Breite ceriheiit. . Bejfm .^na- 
gen einet grofen Blocks erkirit man unter indem r^e^, 
mafige fechsfeitige Säulen des Smangdf, von 6hii7 Zofl 
DurchmefTer, und nach ihren 13 bis I4zdlligen Bruch* 
ducken zu fchliefcn, von bedeutender Lflnge. Unter dem' 
Steingerdlle fanden fick fetner ungeheure Stücken Pyto» 
pliyfalith, worunter zwey ScAck 27 und 84 Pfund wogen |^; 
Stücken Tantalit, wovon drey unter andern 1 1, 14 nnl 
38 Loth, die übrigen meiit nur gegen .2 Xiodi tn Ge» 
wicht hatten. .( ! - 

1) Der Pyrophyralith war dem vonFinbo vdllif 
ähnlich; nur fand er fich in weit gröferen Kryftallen. 

a) Der Smaragd 
ift von Farbe theils grünlich, und zwar vom Bläulich» 

grünen bis in das Gelblickgrune, theils weifs, oder du 

wenig; ins Gelbliche feilend« ■ 
In regelmäfigen fechsfeitigen SXuIen kryftallifirty dlemeift 

swey fchmälere Seitenflächen haben. EndkryftallifatkHi 

ift feiten s die wenigen, dieinän fand, waren die von 

H a a y PI. XLV. Fig. 40. abgebildete Varietät (nämHck 

die Ecken- an den Endflächen fchwach abgeftumpft)« 

Gewähnlich iind die Kryllalle fehr gros. 
Der Bruch ift uneben, fplittrig und von Fettglans, jedoch 

mit nicht undeutlichen Spuren eines blättrigen Gefu* 

ges. Bruchftücken unbeftimmteckig* 
Undurchfichcig, oder nur in dünnen Splittern -durch« 

fcheinend. An polircen Stücken zeigen (ichi weehfds- 

weife durch fchcinende und undurchfichtigc Stellen, je« 

doch haben letztere die Oberhand» 
Er ift hart und ritzt den Quarz. 
Die Eigenfchwere beträgt zwifchcii 3,67^ und 2,6gf . 

Vor dem Löthrohre verändert er (ich anfengs garoiclits 
nur nach langem heftigen Zublafen fängt er an, fich aa 
den Kanten zu runden, und zuletzt an einzelnen Punk* 
cen mit Blafenwerfen zu fchmelzen. Die Blaftn fellca 
dann wieder nieder, und die gefchmolzene Stelle gleicht 
bcrnach unter dem Mikrofkop einer fsrbenlofen Schiede* 
Mit Phosphorfalz foivohl. als iw Borax, ^bt er ein 



AamerkangeiU 367 

ellcs CUas^ Btvas langfamcr löft ihn die Soda zu nntm 
larcn Glafc aof» wodurch er fich vom Pyrophyfalith un<* 
erfcheidec welcher mit Soda nicht fchmilzt. Er eathilt 
»-SOO Thcilcat 

.689}^ Kicfelerde» 
l7>6o Thoncrde, 
lhi3 Beryllerde» 
c\72 Eifenoxyd und 
0,27 Tantaloxyd, 
>der wenn man die beyden letztern Oxyde als zufaiHg; 
!>ctrAchttt 

68,64 Riefelerde, 
17*96 Thonerde, 
15,40 Beryllerde. 
0crs€liu« btteichnet ihn mit der Formel : 

GS* + a AS» 
f) Tantalit. 
XMe Farbe ift gleichförmig fchwarz, (elbft auf gefchliflfe- 

Hen undpolirten Fliehen. 
Ungcftnltct und t)hne Spur eines kryitallinifchen <2e(Üge5» 
X>«r Bruch «neben; metallifch gUnzend; die Stücke uh-^ 

beftimmt eckig. 
Uodurchfichtig, felbft in den dunnften Splittern. 
IHs Pulver kaffeebraun ; und wenn «• ganz fein ift» von 

der iFarbe des Milchkaffees. 
£r ritzt das Glas nur ganz fchwach, gibt am Stahle keine 

Funken und wird vom Quara geritzt. 
1>as cigenthüml. Gewicht eines «grofen, reinen iiJLotli' 
fchweren Stücks wurde bey so"* C^«?) 6,a9is b«y klei» 
neren 6,208 gefunden. 
£r wirkt nicht merklich auf die Magnetnadel ; wird von 
Säuren nicht angegriffen, hächftens eifi wenig Von kd*^ 
chender konzentrirter Schwefelfiiure. 
Vor dem Löthrohrc bleibt er auf der Kohle ganz un- 
verändert. Im Phosphorfalz Ijöft ^r fich, befonders ge» 
pftlveit, zu einem klaren gelblichen Glafe auf, was im 
Reduktionsfeuer tief fafrangelb wird, gerade von der Far- 
tbe» weicht das PhosphorffUz von einem geringen Zufatze 



368 



AniBorkuDgeiit 



des wolfrftmfauren £U(B'noxydt'tnfuinmt* ^ Dkft Fi 
kommt beym Verkühlen des Glafes noch merkliclicr i 
Vorfchein. 

Mit Borax fchmilzt er ebenfalls zu einem klaren p 
liehen Gfafe, welches von neuem erwSrmt, milchig i 
undurchfichtig; wird. Mit Soda gibt er Zinnk^elcl 
befonders wenn ein wenig Borax zugefetzt wird. 

Die verfchicdene Analyfe des FofUls zeigten folge 
Beftandtheile : 



A. 


B. 


C. 


66,66 


68,22 


66,345 Tantaloxyd, 


^78 


6,19^ 


6,120 Wolframßurc, 


S>oi 


8,a6 


8,400 Zinnoxyd, 


10,64 


9.J8. 


11,070 Eifcnoxyd, 


10,20 


7.15 


6,600 Manganoxydt 




i»i9 


1,500 Kalkerde» 



louso 100,59 100,189* 
Da Berzelius nur Eifen- und Manganoxyd o* 
der Kalkerdc für wesentliche Mifchungstheile des T 
taU, Wolfram und Zinn aber für zufällige hält; fo 
rechnet er den Gehalt folgcndergeflalt : 

67,586 Tantaloxyd, 
5,902 Manganoxyd, 
7,560 Eifenoxyd, 
1,504 Kalkerde, 



82,552 



Tantalir, 



8,690 


•..♦;. • 


Wolframi 


8.750 


* 


Zinn. 


100,000. 






4) Gadol 


i n i t, ^anz dem von Finbo ähnlich, 


In gröferen Stücken, bis zu Wallnufsgröfc. 


Er befteht 




24,16 Kicfelcrde, 






45*93 Yttcrerdi, 






16,90 Ceroxydül, 






11,34 Eifenoxydül, 






0,60 Glühvcrluft. 





98,93- 



{ Anmerkungen. 369 

I . ' -f} Yttrocerit, nur in. undeutlichen Spüren auf 
den Snuiragdkryfiallen. 

6} Gshnit (Autonfolit) in fchöncn ^sgrünexi^ 
Rgclmfiiigen OktaSdern, mit Granat und Gadolinit in 
Qparz vcrwachfeD. 

7} Granat, wie der bey Finbo, nur in grdferen 
Stücken, bis zu mehreren Pfunden fchwer. 

8) Eine eigene Art Yttrotautal. Es ward davon 
ein einziges Stück gefunden. 

9) Eine befondere ArtErdpech, in runden Kügel- 
ehen. Es verbrannte vor dem Lothrohre mit Flamme und 
einem ganz eigenthümlichen Gerüche zu einer lichtuTö- 
nen Afche, welche Kupferoxydfalz enthielt, und mitFlufs 
«n grflnes Glas gab. 

10) Gediegen Wifsmuth. Ein einziges Stück, 
fj Loth fchwer. 

11} Glimmer, in grofen MafTen, voii mehreren 
Pfänden. 

'la^'Albit, dem von Finbo ähnlich, doch feiten 
gint weifs- 

Jj) 14) Feldfpath und Q^uarz. 

- 15) 'Ein eigenthümliches, weifTes, in kleinen Kdr- 

äem kryftallißrtes Foffil, was dem Zucker fo ähnlich ift, 

dafs die Entdecker es einftweilen ZuckerÜein genahnt 

haben. t,6 i(l hart, gibt am Stahle Funken, ift in Säuren 

tlfUiüflöslich, fchmilzt langfam vor dem Lothrohre und 

.gibt mit Flüffen ungefärbte Gläfer. Eine nähere Unter- 

■ftichung fehlt noch. 

r 16) Flufsfpath, arfenikhaltig, wie der von Finbo. 

f ' Im Sommer 181 5* entdeckte Berzelius in Gefcll- 
fchflft des AlfefTor Gähn und. des Gefchwerenen Eg- 
bert z in einer andern Gegend von Fuhlun, nicht weit 
vom Bcrgmannscigenthume Kärarfvet, wieder eine 
lieue Gadoli nitart, welche in einem, die Ausfüllung 
eines zwey Ellen mächtigen Ganges bildenden weilfen 
und rpthcn Feldfpathe eingefprengt vorkommt. Er be- 
fohreibt diefcn Gadolinit (^im IV. Th. der Afhandlingar 
S. ^89- flgO folgendergeftalt : 

Aa 



370 Anmerkungen. 

Die Farbe ift üuferlich fchwarz, inaerlidi dunkd^lnrtvn?) 

ins Gclblichbraune übergehend, was infonderheit aa 

lofen Splittern fichtbar id. * 

In der äufern Geftalt ahmt er Kryflallform nach, di« 

gleichwohl niemals ganz deutlich ii\. Am deutlich*« 

den findet fich noch eine plattgedrückte (gefchobene) 

vicrfeitige Säule, deren Seitenflächen ungefähr unter 

113 und 67 Grad zufammenftofen. Doch ift dieie Mef- 

fung keinesweges fo zuverläflig, dafs ße nicht um eini« 

^e Grad falfch feyn könnte« Bisweilen find die einge- 

wachfenen Körner ohne Merkmale einer -regelmäfigen 

Geftalt. Sowohl die Kryftalle als die ungeftaltcten Stük- 

ke enthalten oft einen Kern von gcwöhnlichcfin Gado • 

Unit, der fich dann durch feine fchwarze Farbe und 

feinen ^lafigen Bruch auszeichnet. Zuweilen findet 

man im Innern noch einen Kern von Quarz odcir Feld« 

fpath. Die Kerne des gewöhnlichen Gadolinits find von 

verfchiedener Gröfe, bald ganz klein, bald fo gros, dafs 

(ic fafi die ganze Maffe ausmachen, und nur mit einer 

ddnnen Rinde des hier in Frage befangenen Gadolinits 

umgeben find. 

Letzterer ift im Bruch uneben, dicht und matt, oder auch 

feinkörnig und wenig glänzend, ohne Merkmale von 

kryftallinifchen Blätterdurchgängen. 

Br gibt ein dunkelbraunes Pulver. 

Ift hart, indem er das Glas ritzt und vom Quarz nur gani 

fchwach geritzt wird. 
Das eigenthümliche Gewicht konnte wegen des einge- 
wachfenen gemeinen Gadolinits nicht unterfucht werden. 
Vor dem Löthrohre brennt er fich weifs, ins Blauliche 
fiillend; fchäumt nicht fo, wie der von Ytterby, undver- 
glimmt auch nicht wie der gewöhnliche Gadolinit. Er 
fchmilzt fiir fich erd bey fiarkem Zublafen zu einem 
dunkel perlgrauen Glafe. Mit Borax gibt er eiii durch- 
fichtiges gelbes oder grünes Glas, worauf er in der äufe- 
ren und innern Flamme fchmilzt. Verfetzt man diefe 
Glasperle mit Gadolinitpulver, fo wird das Glas fchwan 
und undurchfichtig ; kryitailifirc beym Verkühlen und 



Anmerkungen. 371 

, Ins KocKe oder Grdne fich ziehend, nach dem 
ledcncn Siuerungsgrad^ des Eifens. lin Fhdsphorftiz 
rJch» mit Zurucklaflung der Kicfelerde, zu einem 
ts odtr gelben Glafe auf. Mit Soda Ochmilzt er lang- 
I einer röthlichgrauem Schlacke. Das Refultat fti- 
MHyfegab: 

j. 39.18 Kiefclerde, 

47,^0 Yttererde» 

8»oo Eifenoxyd, 

3«! 5 Kalkerde, 

SaOO Beryllerde, 
ii:.'i.. ; . |»40 Ceriumoxyd, 
'* tt^o Manginoxyd, und 

M ■ y,ao W aifer. 

'-•"' 99»53. 

dl der vonBerzelius angeftellten wiflenfchtft« 
V^cchnung enthalt diefer Gadolinit: 
83,67 eigentlichen Gadolinit, 
*■ 7,27 Kalk-Bifilikat, 

2,90 Beryll-Silikat, 
4,33 Ceroxydül-Silikat und 
i»83 Mangan-Silikat. 

100,3?. 
hnel dflüär ift : F$ + 6YS + 3Aq. 

Anmerkung 25. 

UBhiragsweife ift über den hier befchriebencn Pyro- 
ih von Finbo, aus dem 1. Th. der Afhandlingar, 
noch zu bemerken : „dafs er mit Borax ziemlich 
m einer klaren fiirbenlofen Perle fchmilzt und vom 
i mit wenig AufTchäumen angegriffen, jedoch nicht 
» verwandelt wird, fondern eine röhrförmige Q>i- 
ifi surackllOt.«« 

Anmerkung 26. 

I hier bezeichnete FodTl ift der, in der 34. An* 
lg fcbon vorläufig erwähnte Alb it. Heden- 

Aa 2 



was dem Flufsfpath ähnlich zu feyn fcheint. 
Im Hauptbruche i(t er mehr oder weniger vc 

krummblätcrig; im Querbruche Tcrworren fti 

fplittrig. 
Er hat keinen ftarken Zufammenhalr, und bricli 

gelmäfig; rhombboedrifche fchartkantige Stüct 

den KftXKep durchfch einend find. 
Er gibt «m Stahle Funken, wird aber vom Quai 
Das eigenthümliche Gewicht ill ?,62S bis 2*645 
Vor dem Löthrohre fchmilzt er für (ich 
durchfichtigen, farbenlofen Glafe, was voller k 
fen ift, und fich fchwierig zu einer Kugel bilde 
rax und Phosphorfalz löft er fich nur langfam 
lenfaurem Natron aber gar nicht auf. 

Da diefes FolTil fchwer^r alt der Feldfpath ii 
2^ bis höchßens 2,57 wiegt, auch härter zu fe^ 
als hier angegeben wird, jndem Berzelius ic 
angeführten Stelle vcrfichert, es fitze den Quara 
te es ^hl kaum alt eine An des Feldfpaths zi 
tcn feyn ♦). 

•) Nafch einer iiiLeö-nhards Tafchenbuci«* 
S.'i6j. aufgenommenen Notiz von Suedeaft 



Anmerkungen. g73 

AniMTkung 37. 

'h den oben gedachten Berichten des Bergkolle- 

itten die Swartwicks-Gruben in den drey Jahren 

iht mehr afs 

-^ 21 Schpf. $ Liesp£ 6 Pfd. 

im Jahre 1768« aber nichts ausgebracht. 

Anmerkung 28- 

» 

eer Granatberg .verliehen die fchwedifchen 
e ^nach R i n m a n n s Lexicon, Th. I. S. 648O ^^' 
eine eifenWtige Steinart» die zwar aus derfelben 
'^ der Granat belleht, aber immer in ungeftalte- 
j(ei| bricht» und niemals in Kryftallen vorkommt, 
ro.wohl ohne Zweifel unfer derber Granat, wie 
pch «Ilenthalben überfetzt habe. Er findet fich« 
nmanns Angaben, in Schweden von verfchie- 
arben» als gelblich weifs und grün, halb- 
(cinend, zu Gjökerum, im Kirchfpiele von Dan« 
.röthlich braun, in der ganzen Weldcrbcrgs- 
nd zu Ingevaldsbo, in Norrbercke ; hellbraun» 
umnccr Korkberg (wegen feiner holzbraunen Far- 
19 Pxozent Eifengehalt, zu Norbcrg; gelblich* 
am Fagerberge bcy Hällefors; und fchwarz- 
xu Hören bey Weilanfors ; endlich wachsgelb 
Eliengruben von LSngbanshytta, mit 2i| Prozent 

alt. 

Anmerkung 29. 

Silbergruben von Löfäs haben, nach den mehr* 
«führten Bergwerksberichten an den Reichstag in 
kS Jahren 1765. bis 1770. noch 

180 Mark 8 Loth Silber 
en'40 SchifFspfund Bley ausgebracht. 

Anmerkung 30. 

nsniann rechnet den hier vorkommenden Kalk* 
leinem fchaligen, und bemerkt, dafs er zu dem 



374 Anmerkangeik 

fogentfinten Papierfpath« gehöre. Bltnfehc dcflenHend- 
buch der Mineralogie, S* 904. 

Anmerkung .31» 

In dem Hifingerfchen Werke gefchieht der fogettuuH 
ten B r a n d e r z e, (Kupfer- und Eifenbrandertes) .fo oft 
Erwähnung, dafs es noth wendig fcheint su bemerken, wil 
die Schweden darunter vergehen. Nach Ri nmänn^erg* 
werks-Lex. Th.L S. 301.) nennt man nftmlich Branden 
diejenigen Erze, welche neben ihrem Metallgehalte bey- 
gemengtes Erdpech enthalten, was fich im Feuer theili 
verkohlt, theils verflüchtiget, und die oft den Steinkoh- 
len ähnlich fehen« Es findet lieh in Schweden vorzfig- 
lieh als Kupfer- und Eifenbranderz. Das crftere 
kommt zu Bifpberg und auf Sliidkfirrs-Grube in Dahlf- 
land vor, unterhält das Feuer, wenn es einmal in Brud 
gefetzt ift, und verbrennt zu Afche, woraus man reina 
Kupfer reduz'tren kann. Das EKenbranderz ift entweder 
mehr feuerbeftändig, wo es im Röftfeuer nur etwas von 
Gewicht verliert, oder flüchtig im Feuer, wo ies unter der 
Muffel zum gröfsten Theile verfliegt und nur ein wenig 
Eifenkalk zurückläflt. Am häuiSgften findet es fich aol 
der Finngrube, im Kirchfpiele Grythytte, wo es in der 
Tiegelprobe 26 Prozent Eifen gibt. Auf derSpak-Gmbe, 
im Weftra Silfverberg, kommt Eifenbranderz vor,' wts 
mit Ausnahme der Härte und Schwere dem Erdpeche WS- 
Hg ähnlich ift, und nur 12 Prozent Eifengehalt hat. Mio 
fehe übrigens Cronftedts Mineralogie, S. i6i. 

Zu Kongsberg in Norwegen hat ehedem auch aia 
kohlenähnliches Silberbranderz gebrochen, was 1% 
Loth Silber im Zentner gehalten hat. So hat- man auch' 
auf der Knollegrube in Dahlsland einzelne Körner eines 
fteinkohlenähnlichen Silberbranderzes in grauem verhar« 
teten Thon eingefprengt gefunden, was nach der Probe 
20 IfOih Silber im Zentner, auch etwas Bley und Kupfer 
enthielt. 



5:3 

% 



'm« 



Anmerkunged« 375 

. - Uebrigeat ift hier noch zu bemerken, daft zu Biet« 

ler Bifpberg «uch der fogenannte f a fr i g e Magnet- 

i f e n ft e i n vorkommt, welchen K a r ft e n zuerft als 

ne cigenthümliche Art des Magneteifenfteins betrachtet, 

ad dann auch Reufs (Th. II« Bd. 4. S.46.') und andere 

I ihren Hand- und Lehrbüchern der Mineralogie au%e- 

Dnimen haben. Die äufere Befchreibung defTelben fin- 

ct man bey Reufs a. a. O. Hausmann in feinem 

landbuchc der Mineralogie, S. 728- hält ihn für ein blo- 

M inaiges Gemenge von Magneteifenftein und asbeftani- 

jam Scrahlftcin (nach Analogie des in der 14. Anmerkung 

nvihnten Bleyglanzes von Fahlun), und ich trete, nach 

pmner Betrachtung zweyer, in meiner Sammlung be-« 

ladiichen Exemplare diefes Eifenftcins, der Hausmann- 

r^en Anficht völlig bey. Eine Analyfe, welche neuer« 

iiii der Herr Apotheker Gärtner in Hanau von diefem 

ilifrigem Magneteifendein von Bitsberg unternommen 

ntf ibheint diefe Annahme auch nicht zu widerfprechen, 

iHlem dcrfelbe darin 

70,74 Eifenoxydül, 

14,50 Kiefelerde und 

7,26 Talkerde 
^— ^ ■ ■■ 

iarin gefunden haben will, und von den fehlenden 7,$ 

rkeile 

6t2S in hypothccifch mit der Talkerde verbunden 

]fcht- Die übrigen 1,2 s Aber als Verluil betrachtet. Da 
,ua der Magneteifenftein in der Regel aus reinem Eifcn- 
xydül befteht, und nur bisweilen etwas Titan-, Man- 
pin« öder Chromoxyd beygemifcht enthält: fo läfTc lieh 
lic Wahrfcheinlichkeit annehmen, dafs die übrigen 6c- 
nndrhcxle in obiger Analyfc dem bcygcmcngtcn Strahl- 
)on angehören. M.f. Lconhards Tafchenb, B. IX. S. 97. 

Anmerkung j2. 

Oas Kupferbergwerk zu Garpcnbcrg war nicht 
ktir in früherer Zeit ziemlich auscräglich, da es (^nack 



37^ Annierkungcd» 

den angef. Berichten des BergkoUegiums von den Jihtta 
1769. und 1771.) in den Jahren 176^. bis 1770. 
876 Schiffspfä. 17 Li»pfd. g Mk. 
Kupfer, ausbrachte^ fondern hat nach Hausmtnns Zeag- 
niiTe (Reife d« Sk. Th.IV. S. 393.) auch jetzt noch' das 
Ruf des heften Kupferbergwerks in Schweden. 

Nach Hausmanns Angabe ift die dort herrfchehdt 
Gebirgsart Gneis; aber in der Nähe der Erzlager hat 
fich der Feldfpath zurückgezogen, und das Nebengefteia 
ift Glimmerfchiefer. Daher vermuthlich die Angabe un- 
fers VerlafTers, dafs die Lager in Glimmerfchiefer auffetz« 
ten. — Der Glimmer ift thcils dunkel tombackbraun« 
theils (ilberwcifs, und von diefen verfchiedenen Farben 
zuweilen in fo feinen Schuppen gemengt, dafs man das 
Verfchiedenarti<;e nur mit bewaffnetem Auge erkennen 
kann. Der Quarz ift weifs. In der Nähe der Erze tren- 
nen (ich Glimmer und Quarz nicht feiten von einandert 
und jener umfchlieft dann wohl in gröferen Schuppen 
und Blättern ellypfoidifche Erznieri^n von Linfen- bii 
zu Fauftgröfe. Die Erze liegen durchgehend» in einzel» 
nen an einander gereihten Nieren, und bilden fo meh« 
rere parallele, durch Glimmerfchiefer getrennte und von 
diefem ui 1 chlolFene Lager. (Hausmann a. a. O.) 

Anmerkung 33. 

Der hier vorkommende Granat gehört, nach Haus» 
mann, zum edlen Granat, ift oft von blutrother FarbCi^ 
fo dafs man verleitet werden könnte, ihn für Pyrop zu k 
halten, und findet fich theils in gewöhnlichen Rhcmboi- 
daldodekacdern, theils in der feltncren Leuzitkryftalli£l- 
tion. (Hausmanns Reife, Th.IV, $.45.) 

Der Flufs, welcher hier bricht, ift dichter, von 
fchmuzig fcladongrüner Farbe. (Hausmanns Reifci 
S.IV. S.43.) 

Ann[>erkung 34. 

Das Wort grön Jcrnjord habe ich hier und an an- 
dern Stellen mit grüner Ei fenerde überfetzt, wiewohl 



fc 



Anmerkungen. 377 

ch die Ueberzcugung habe, dafs darunter nicht Werners 
Grüneifenerde zu vergehen fey. W;)s die Schweden, und 
namentlich hiet unfer VcrfalTcr darunter mcyncn, iü zwar 
lüchc genau sn beftimmen, aber doch eini^ermaafen t\\ er- 
ratken, wenn man andere Stellen, wo die fo'^cnmnre ^rüne 
Bifeiierde vorkommt, zu Rathe zieht. Sie wird aber unter 
indem noch als Vorkommnifs des M-Srtanber^a, im Kirch- 
Ipiele RlKCvik, und dann beym Rösbergsfält, in Wetier- 
■Minland» erwähnt. Am erdern Orte wird, nach einer Ana- 
tyfe Hifingers (im iV. Bde. der Afltandlingar i Fyfik, 
S.350.}» wovon weiter unten die Rede feyn wird, ein chrom- 
htifiger -Thon darunter verlhnden; und in der zwcyten 
Steife wird "die grön Jcrnjord durch terre verde er- 
kJirt^ und "auf Rinmanns Bergw.Lex. Th. 11. S. 99g. 
rcrlHefen. Hier erklärt aber R i n m a n n, dafs darunter 
pcriNnden werde: „eine grüne feine Thonarr, die zuwei- 
in mit Talk- oder auch mit feinen Glimmerfchüppchen 
•taeagc ifeya und ihre grüne Farbe, nicht, wie manche 
ffttbten, vom Kupfer, fondern vomEifen erhalte, manch- 
isl mic SSuren aufbraufe, manchmal auch nicht, in der 
3uhhitze aber erhärte und eine braunrothe Farbe anneh- 
t^, zum Theil auch in flarkcm Feuer zu einer fchwarzen 
shlflcke fchmelze" 

£a fcheint daher wenig zweifelhaft, dafs die Schweden 
afere Grünerde grüne Eifenerde nennen, und da der 
iromhaltige Thon, welcher mit demfelben Namen bezeich- 
et Wird, wohl nicht fo häufig vorkommen dürfre: fo i(t es 
i^rCcheinlich, dafs fowohl hier, als an andern Stellen, wo 
I gvdfi Jernjord die Rede id, eine Are Grünerde darun- 
r SU verliehen fey. 

Anmerkung 35, 

Jinusmann fand in der akademifchen Mineralien- 
Liriinlung zu Stockholm gemeinen Granat von Velira 
Ifverbcrg in fechsfeitigen Säulen, an den Enden mit drcy 
läclien zugefpitzt, von denen zwey Flächen fo fchr die 
iberhand harten« dafs fie eine Zufchärfung bildeten und, 
on der dritten Fläche kaum eine Spur übrig war. 



378 Aninerkungeo« 

AninerkuDg 36. 

Unter JernUra verftehea die Schweden nicht den, 
befonders als HauptmalTe des Mandelfteioft vorkommendea 
Eifenthon, welchen Werner in feinem Mineralfyftcmt 
•li eigene Gattung des Thongefchlechts auflteilt» fondera 
theils eifenhahigen Thondein, cheils Thoneifenfteine. Rio^ 
mann gibt nämlich in feinem Bergw.l.exic. Th. I. S. 931» 
.feigende Erklärung davon: ,J8r nl er or nennt man thon^ 
trtige Eiienfteine, oder eifenhaltige verhärtete ThonarteOv 
die beym Reiben einen Thongeruch von (ich geben. Waf- 
fer einfiiugen, wie jeder trockene Thon, ohne jedoch davon 
•ufgelöft zu werden ; im Feuer hart werden und bey Rar- 
ker Hitze zu einer fchwarzen Schlacke fchmelzen. Sit 
braufen nicht mit Säuren, find fchwerer als gemeiner Tboo» 
da de 3^0 bis 5,45 Eigenfeh were befitzen, und halten 10 
bis 40 Prozent Eifen« Man findet fie in 'Schweden von 
mehreren Farben, als hellgrau, gelblich, gelblichbnua, 
blaugefleckt (von Vedra Silfverberg), röthlichbraunt dua- 
kelroth, heilgrün, fchwarz u. f. w. Sie kommen auf den 
fchwedifchen Eifengruben meid in fchmalen Trümern (Ckö^ 
lar) und in nicht in grofer Menge vor. Man C d. RongL 
Vet. Acad. Handl. 1754. S. 294. 

Anmerkung 37. 

DieSchwedenunterfcheidenTalkften undTSlgften. 
Unter jenem verdehn fie jede mit Glimmer oder Talk ge- 
mengte Steinart (z, B. den Glimmerfchiefer vom MÖnkärr- 
berg"). die feuerfed und zu Gedelldeinen und andern Feuer- 
bauen tauQilich id. Tälgdcn hingegen (von tälja, fchnei- 
den, abgeleitet"! id der fogenannte Topf- und Schneide- 
ftein, den (ie fond auch Grytdcn nennen. Er findet 
(ich in Schweden an mehreren Orten, z.B bey Handöls, im 
OtTerdals-Kirchfpiele in Jemtcland, im Kixhfpiele Stenbf 
in Oahlsland u. a., und wird ebenfalls häufig su Feuer* 
bauen gebraucht. (,M. f. Rinmanns Bergw.Lexic un- 
ter diefen Worten.) 



Antnerkiingeiu 379 

Anmerkung 38- 

Torrftenmalm. Die Schweden tlieilen ihre Eifcn* 
Seine in Hinficht ihres Verhaltens beym Schmelzen ein, in 

a) gutartige (godarnde)i die für fich und ohne Zu- 
Ibhleg ein gutes Eifen geben ; 

b} rothbrüchige Ci^adbr9ckte), die wegen beyge- 
fnengcer Riefe oder andrer fchwc (ölhaltigen Foffilien roth- 
brüchiges Eifen liefern ; 

c) kaltbrüchige (kallbrSckte), Eifendeine, welche 
Kaltbvuch verurfachen, wie die meiden See-, Morad- und 
Kflfeneifendeine (und von den übrigen Arten diejenigen^ 
welchen Apatit bsygemengt id); 

d) f e 1 b d f ch m e 1 z e n d e oder felbd gehende (englen* 
de eller (jel%§ende), die den Flufs befördern. Sie können 
In Menge aufgegeben werden, und liefern ohne Zufchlag 
ein ^utes Eifen, unterfcheiden (ich aber durch mehrere 
oder mindere Schmelzbarkeit in zwey Arten : nfimlich in 
fcbwer fchmelzbare Ch§rdfmilte) und leicht (chmelzbare 
(Uttfmilte). 

e) Torrdens malmer (Diirrerze), auch Blotdens- 
tn almer (Blutdeine) genannr, fmd eigentlich alle Eifen- 
Heinarren von eifenlchwarzer (oder dahlgrauer) Farbe, die 
einen rothen Strich geben, z. B. rother Gliskopf, und vprzüg» 
lieh Eifenglanz, der in Schweden, vornftmlich in LtfppUnd 
Cm. vgl. Hermelins Befchreibung, wo unter Blutdein ohne 
Zweifel allemal Eifenglanz zu verdehen id) hftufig* vor- 
kommt. Sie können kaum ohne Zufatz von Kalkdein oder 
von andern leichtflüfTigen Eifendein verfchmolzen werden» 
geben aber im Allgemeinen ein weiches und gutes Eifen. 

f) leichtflüffige (Quickden oder Blandden), wel« 
che entweder wegen der beybrcchenden Steinarcen, als 
Hornblende, Glimmer, Granat u. f. w. oder für fich, wie 
der Spatheifendein (hvit JSrnmalm) fehr bald in Ffufs 
gerathen. 

g^ frifchende Eifendeine (fHrskande). Man verdeht 
darunter Magneteifendeine, die geneigt find, fchon beym 
crften Schmelzen, oder im Hohofea, an der Form und im 



jgo Anmerkungen« 

Obergeftelle Frirchfhlcken anfeczen, und die fii&hcr fjh 
fchmeidiges als flüifiges^ Eifen geben, fabald fic nicht mit 
l>afrendrin ärmeren Eifenftein oder mit Relkftein bcSihickt 
werden. QA. f. Rinm. Bergw.Lejc. u. d. W. Jenunili&> 

Anmerkung 39. 

' Hifin^er hat den fogenannten Sjuftjern-ften od« 
regenbogenfarbigen Magneteifenftein Ghemifch uncerfu^ui 
Er ift mehr oder weniger inic graul ich weiflTen körai^r? 
Apacit, auch mit Talkbl&tichen und graulichfehvanea 
Magneteifenftein gemengt, gibt wegen des eingefprcflgten 
Apatits kaltbrüchiges Eilen, und lieferte bey der Antl|ftl 
94,38 braunrothes Eifenoxyd» 

2,75 phosphorfi^rea Kalk» 

0,16 Talk erde, 

1,2 j Bergart. 

o,SO Glühverluft» 

99,04. 
M« t Afhandlingar i Fyfik etc. Th. III. S. 323. 

■ 

Anmerkung 40. 

• 

Das hier vorkommende fchöne Gemenge von bUttrig- 
körnigem Eifenglanzc und kryflallinifchem Magneceifea- 
ileine, mit welchem auch zuweilen Apatic vorkommt, ift 
Linnes ferrum plejadicum. (Hausmanns Reifet 
Th. IV. S. 40.) 

Anmerkung 41. 

Nach Hi finge rs handfchrifclichen Bemerkungen ift 
neuerdings auf den Gruben von Öfter Silfverberg auch 
(derber) körniger A utomo lit oder.Gahnit in Quarz auf- 
gefunden worden. 

Anmerkung 42. 

Die Kupfergruben am Loberge hatten in den Jahrta 
!7^ nur no;h 



Anmerkungpen» 331 

Kupfer «Qtgcbracht, und. waren daher in den folgenden 

Jnhren liegen geblieben. (Ber&tc. af Bcrgs-Coileg.) 

• ■ 

Anmerkung 43. 

Mit diefem fogentnnten Bllberge, einem blaulich J 
IbhwflFZ«!! irmen^ Magneteifenfteine, find ehedem auf dem 
H^b«rge fehr wirkfame Ifta-gnete vorgekommen. Die 
jMlkflen'ftttd oian immer-'in..zu Tage ausgehestiien- Trü- 
mjerU, tls kleine ketlförmigo», mit £ifenroft bedeckte abge« 
ibndcrie Stüi^kcin, welche 'durch, eine Menge, nach 'allen 
Sichtungen fich durchkreuzenden Klüfce gebildet wurden. 
In mehrerer Xetife fchiencfDt.diefe Magnete zu verfchwin- 
dco« Qltinmannt Bergw;L(ex. Th.Il. S. 73*) 



Anmerkung 44. 



■» I 



Diefes Kupferwerk produjdjct^ . in den Jahren 1 76^« 

bis 1770» 

3U Schpfd. IQ Lpfd. 4 Mk- 

Kupfer. ^Nach'dem angeführteti Bericht d. B.C.) 

Anmerkung 45. 

Hifinger hat über die geognoilifche Befchaffenheic 
der Gegend von Rättvik eine befondere Abhandlung ge- 
fchrieben, die ich aber nicht habe erlangen können.- Sie 
fteht in den K. Vet. Acad. nya Händl. 1804. S. 141. und 
führe den Titel: Minerogräfiske' AnmÄrkningar öfver Flöt^ 
fcrna i Rittvik och nftrgriinrande Socknar i Dalarne« 

Anmerkung 46. 

Schon oben (Anmerk. 34«) ^urde vorttufi|f betnerkt^- 
diifii'H ifi nger die hier vorkommende fogenannte Qrün« 
e if ene rd e neuerlich unterfuchtund alschromkaltigeii 
T h o n befunden hat. Er liefert davon (in den •Afhandlin- 
{•r iFyfik«tG, Th. IV. S. 350. folgende ftufereBefchreibuog: 



384 Anmerkuiig'ta» 

chef elA, aus vorwtltendem'FcldfpatK, gnueih iQu«n und 
dUnlielfiirbigem Glimmer zufammengefetzter» bisweilen 
auch. .mit Hornblende gemengter, granitartiger Gneis am- 
• meif^en .. verbreitet ilt In diefem Gefteine iit ein in der: ' 
l^chcang nach N.Ol f6oo^ Lachtet lang fprcftreichendes 
Lager von Urkalk eingelagert, welches 'die Lagerft&tte der 
Erze ißi, .und in d^r. Näh« der Gruben auf 150Q Lachter '^ 
Mächtigkeit hat,, die aber beym weiteren Foftftreichen ab- 
nimmt,,' .^n i6co Lachter nördlicher Entfernui^g iiuf nocb* 
30a Lachter beträgt, -und weiterhin bisvu einer fchmaleD 
]^Iuft zuifammengcdrückt wird. OefUich und (ildlich ift 
diefes Kalklleinlager fcharf abgefondert üa4 YQn. dem ge- 
dachten granitartigen Gneife begränzt; weftlich hingegetti 
verläuft fich der l&alkftein.aUmälichin .ein inniges Gemen-; 
ge von Feldfpath und Quarz, und nordwefllich fchlicft 
fich ein mächtiges La^er yon Talkfchiefer an, der hin und 
wieder dem Glimmer-oderdemChloritfchiefer fich nähert. 
Die ftfiheren' Verhfiltnifle diefer Erzlagerilätt^ und die Be- 
fdhtöibilfig der fie- durcfifeüzenden Schalen '(]fkÖlflt)'mi-, 
gen in dem Werke felbft nachgefehen werden. .- 

In den Jahren 1765. bis 1770. betrug das Silberaus- 
bringen von Sala (^napJi den öfter angeführten Berichte des 
BcrgkoU.) nur " ' 

•:. ' ^ ■ g98iMk. s Ltt • ' • 

aICb.1497 Mk. jährlich. Im Ji 1806. wer* (nach Hausffl.- 

a« a.0;; 5.303.) daffelbe auf 2334 Mk. 5 Lth. geftiegen. 

. • • . . ■ . . . » ,• • 

Anmerkung 50. 

'\ 'Üer in den Salaer Kalkftein vorkommende Serpen- 
tin giehprt (nach Hausmanns Reii]e, Th.IV. S. 283.) 
zum' Tniittrigen edein Sergejntin, . und findet, üch von ver- 
fehl ede'nen Farben, bcfonders lauchgrün und wachsgelbi 
theiis derb, theil» eingefprengt. 

■_ . Anmerkung 51. . . 

Diefer gemeine Granat findet fich von brauncoi 
znwtilen in das Grüne fich' ziehenden ^ärbenj gemcini- 



Atri9trkuiig.«tv 38f 

iii«cIfM»b<ih'iBlcyglam tht^ewackfim^n Kryftal- 
itx fogcflsnnlcn lÄutitkrylHiIhitti»«. .Ergthdn 
ttccnticir. FofiUica cks Stlbergf s. (^Üa usm a n ns 



\.\ 



' ftnmtrkung 52. 

hicfige Sthlic p4.ar MdlflJcoUth ift.(nAch Jltu»- 
ILeife» Th.V. $. 283O von fpargelgrüner Farbe, 
a das Grüidichgraue und wohl bis in dti Grän- 
I sieht. Dic'Kfyfttlle pflegen in Bleyglanz, luch 
Kalk« und' Bitterfpath eingewtchfj^ vorzukom« 
tichen ab^ Qiie.die Gröie der Kryftalle von Buon 
p^cn« Uübrigeu« gehört der Malakolith jetzt su 
qftci^ Fufliiie^ des Salberges. 

ff 

• . 

Anmerkung 53. 

jsman'n zwtiCeit X^. a. O., S. 284O «n dem 
B.8n.4ca von d'Andrada befchriebeoeii pQtaljits* 

AnmerkuDg 54. 

^Sälbergar Httllefllnt« ilt nicht Homftein, Tondern 
^tldfpath. Ef -komme theils rein, theils mit Quarz 
Igt» von mehreren weiflen Farben vor, die durch 
ilicbw<ei(rt ms 'Rauchgraue, und durch das Roth- 

• in das Flcifchrothe übergehen. Die letztere 
wäg kat G. H: Memin unterfucht. QMaa (ehe 
ikttü a.a.O.) 

I 

AnmerkiiDg 55. 

SiTodsa hior- aamhaft gemachten erdigen 9MUtn 
[aus mann (a. a. O.) noch folgeadc, als Vor* 
ft..von5ala an: 

laHtigtn TyemoUc-(Grammatit) von grOnüch- 
glthCf gemeiniglich in kleinen kr^iibllimiahcn 
CiiUidütm kvroifan Gemenge mit Kalkrpark 



3g6 Aiimerk'isBgeift 

SclAifq^giiuit:. und .gemanl^ . IS h.ijojp^<,!'^VDiit dünfcil 
kuchgrMAcr f«rbf«*4€];bQildr^8ofprangi^ t * . :: rv. 
. . Sqhic&cieqi» Si p eck ft.e in (wdlülcr.vorcuglich ia'dtti 
fogenannten Schalen vorkommt^t vpi^^.kcuninlfclUiI^itbi 
gefondercen Stücken, auf den Abfonderungsfiächen fett- 
artig glänzend, durchlbheiAeafi, jfad.vpn apfdgrüner Far- 
be, die fich eincrfcits in das blafs Lauchgrüne, anderer- 
fcitfi-ih däa'Girünlkhgrätie'sialirP -i'-ii • " [•• "* •-ü 

.:. .- . ri : • • •- V .'- • • '. •• '". i a.. i: 

... .Anmerkupg.ßg.. ...,, 

- leh Kabe'die Benennung „Jkygganid« Bly^Ians** durch 
fcHi«! etidWa >leyglanfe' überftkzft, weil die' Sckwc^ 
di^n- das - ' ^f «ichbed eutend e Skygmalm dureh " miifetü 
oblique refplcndens erklären^j-'UilA Rfft^mann iik-ftfnetf 
Bergv.Lex. hinzufetzt, dafs man zu Sala vorzüglich eine 
Art Bleyglanz fo nenne: .f«oi'UtP(Tif0a vändningar emot 
dagen reflecterar IjusftrSlamc och yifar fig gl anfand^, men 
uti en aiinah-vindning helt l«8tkt"'(;det ^bty manghea 
Wendurigtrt- 'gegen das Licht'df« ifclitfti^ie'n'iifriack- 
wirft und glänzend erfchcint, bey einer andern Wendung 
aber ganz dunkel ilf). '-' '^"'-'^ ' '^ 

Dif Schweden theilen übrigens dfli .Bleyglanz r4n 

a) gro/tär.nig, grobwürflfchcn^'jden üe.auch. Tir- 
ningraalm ^Würfelerz) nennen i; . . . >»•.• . . .i.; '• r .. 

b) f m 3 1 ä r n i g,- kleinwür^flif^hefi, .-jtyovoi» der . fchjeligt 
eine Abänderung ift; *.;;.., ' ,: s. i . ut^'r. 

g.r f g n i ft r i g, grpbkornigeir pder gro^fpeiflgcn ;'. 

d) g r an d g n i ft r i g, kleinkörnigei^^^r klcH^fpc^^eiK 

e) ftältät, ganz feinkörnigen; dahin gehört das StUl- 
malm von Sala und Hellefjücs j^ .,. . . . * 

t) f m ^ f j ä 1 1 i g,' kleinblättriger, auch Sala Blyfchweif 
genannt!, .'der- aber mit dem.deÜTfchen BleylchlvJiß'fuchK 
identifch zu feyn fcheint. ....,;:. ,•..•.: 

g) S k ö 1 m a I m oder G 1 a n s m a<l m^ - «renn^ei^Jfo'ftihiia 
ein Andcfea .Heftern eingefprengoxft^ daSTs er dic£lBrciae 
blaulTch« ddcr. {graue }?arbaitiitth^lc; : feine Theilchenabtf 
nur darih .das Mikroikop fichtiiar find« ' Man £tfdeH'lis 



A n me Vicu o gea^ ' - ^ 7 

tö'ih^Atbcftund'Schöfhfwo er Sprue- odct^Granrifi-intim 
.heift> Kalkftein, $petik((«iti; dichtem Feldrpfltb^ Gliiiu 
'«tttr tMm f. W. (R i n m. B^f^.Xex. unt! d» Wj Blf^Unj^j 

■ '^ • 4 . • ' ' . . ■ '' - ♦ » -.1 ■ • * . V . . • . 



- I' 



Arimerkling 57. 



' r. .* Kach der fchonmehrmalea gedachten Jundfehrifkli- 
, eben. Nachricht Hifingers- ifl vor Zeiten im Penni«^- 
fohaohcc.auch dunKjelcathjer Zixx^.QbBSi.9iidüim2r 
Ueberzug (beflag) auf Speckd^rin vorgäkommca. 

Aonierkung 58. 

. .. • .Im II. Theile der Afhandlingar etc. wo die hier anic- 
. ffihrteAn^Iyfe des kru.miitbläctrig.en ILalkfparhs, 
J5. ii7i-.flg* ausführlicher enthalten ii^ theilt Uifing'cr 
.jiQjoh folgende äuüsrc Kennzeichen (fes FoffiU mit. 
£s iii wcifs, hiei* und da mit rothen Flecken, welche vo.i 
den, zwifchcn den Lamellen eingewachfcnen dünnen Fel(i< 
fpathblättchen Iierrühreujj -^ hat fchwachen f'crlmui - 
terglanz und ift in dünnen Stückchen halbdurchfichti;^. 
i Cr fituter fleh dörb^-ifi -Stücken, die aus*dünnen, gebc- 
-.'-■^«rfctn -und in einander vcrwi6kelt6n BUttchcn Äufani- 
mengefetzt find. Er hat einige Aehnlidikeit mit Schic- 
.fcrfpat^, dochider weniger fcfl und glänsetid als diefer. 
dgenth. Gewicht ift'm 2,6725. ' - ' : .-. 

...^ : Im Tiegel erwärmt phosphoreszirt er fchwach mit gelb- 
lichem Lichte und brauft mit Säuren. 
. Hifingcr ward durch das äufere Anfehn zu der 
. Vermuthung veranlafTt, dafs diefer Kalkfpath Bittererde 
enthalte, was üch aber durch die Analyfe. nicht befläti- 
.get hat. . 

Anmerkung 59. 



» .T 



1.- 



'- Hausmann befchreibt (in feiner Reife, Th. lif. 
S'299«} eine, in der Minetalienfammlung des'BergkolIe- 
giums zu Stockholm aufbewahrte Drufe von -K^fkfpath 
von der Musgrube, welche auf eine merkwürdige Weile 

Cb 2 






Ai:oi«rkur.gent 



„••r f.-a-c-^ ^^^ ^^^ Refultäten diefer Analyfe, 
•/.-: Kapier als Eifen, in dicfem Erze nur mit 
\i-i-^^ des Schwefels vereinigt fcy, wie dtsKren 
^l^-f^eie, mit welchem das Buntkupferera auch in ' 
• -irx «inige Aehnlichkelt habe. Es würden fonack 
: :i K.ir-'*'*' I7'7^^ Schwefel au%eiiommen haben, (weil ■ 
.5j-*-fcl für 11,8 ^4 Eifen abzuziehen find), und es 
. ..jj; ibnach loo Thcile Kupfer im Minxmo 28 Theile 
<-wsU^' aufnehmen. Weil aber dicfe Annahme nicht 
r Ferrclii Verluchcn über das'^efchwefelte Kupfer, 
ch mir den voin Kiipferoxydül hergeleiteten Berech- 
in'cn zuIammcnfUmmt, nach welchen 100 Theile Ku- 
.. '^rfifh im Minimo nur mit 2^ Thoilcn Schwefel veriuni- 
„3, und l'onnch hier mit '5,^3 Thcilcn Kupfer nur 15,83 
Theile Schwefel verbunden fcyn könnten : fo nimmt Hi- * 
i.n ;«t in» dafs dns Ucbermaas an Schwefel von ganz 
.;.neingefprcn^;tem, dem Aiv.',e unfichtbaren Schwefelkiefc 
;:rrührcn könne, und gibt für das Buiitkupferz folgende 
Kcrzeliuslclic l\i"mel : l-eS* -f 4 CuS. 

Anmerkung 64. 

Dicfcs FüflTil fcheint neuerdings beftimmt fürKok- 
;, dich anerkannt worden za leyn. VVenigltens verli- 
^hcrt die oft erwähnte handfchrifcliwhc Notiz H i fi n gers 
'.as Vorkoiiimcn dicfcs 1 ofliis im Kaikbruche von Lindbo. 
\uch Ibll nach derfcibon Nachricht neuerlich wciiler f|u- 
.•nförmiger Skapolith dort gefunden worden feyn. 

Anmerkung 65. 

Im zwcyten Theile der Afhandlingar i Fyfik etc.. S. { 
.^g. hat Hi fing er eine volllundigere Charakteriilik |^ 
iicles Spatheifenftcins geliefert. - 

Seine Farbe i(l in frifchem> unverwictertem Zuftande gelb- 
lich, bisweilen gelblichbmun. T 

Cf findet fich mciit in knospigen, moosähnlichen Drufen, j. 

dls Ucberzu^, auf drufigem Qiiarz und Magneteifcn- j.. 



\ 




[ 



Annerkuagoif« 389 

Aiimerkuag 6a« 

' '> Dst abweichende Verhalt^ diefct Serpentins vor 
d^n, tsMkn^rt hacHifin^era zu einer Analyfe defTel« 
bi^- vttrtnlifllt bef welcher er in 100 Theilen folg;endt 
^ BsÜMidchcil« {gefunden hat: 

37,34 falkerde,. 

|9,oo Kiefelerde» 

io>i6 Kalkcrdc, 

Oijo Tj^nerde, ' 

■ - 0^60 Eilenoxyd, 

14,16 Kohlenuure und flüchtige Thdlc« 



95. »o, 
Vertnuthlich veranlafste der, in andern Serpentinen noch 
nifchf ftu^efundene (tarke Kalkgehalt jene leichte Schmelt- 
barkeit vor dem Ldthrohre. (Afhandlingar i Fyfik tte, 

Tium- S.301. 



■ M 



Anmerkung 63. 



Auch das, auf der Eriksgrube brechende Buntku- 
pfcrcrz (lefverfärgad Koppermalm) hat Hi fing er 
fpftterhin (In den Afhandlingar etc. Th.IV. $.359.) einer 
gcWaucttf Ünterfuchung unterworfen. 

Die Farbe delTelben ift auf frifchem Bruche tomback» 
braun, Iftuft aber bald mit blauen und violetten Farben 
M. Der Bruch iü uneben, ftark glänzend. Oft find klei- 
ne Oktaj^er von Magneteifenftein eingewachfen, die (ich 
aber durch den Magnet leicht abCondem laflTen. Vor dem 
Uthrohre geglüht, entwickelt es Schwefelgeruch, wird 
fchwars und dem Magnete fehr folgfam. Bey fortgefetz- 
cem Feuer fchmilzt es zu einer fchwarzen Kugel» Der 
Borax löft es fchmelzend mit grüner Farbe auf. Es cnt-^ 
balc in 100 Theilen : 

63,334 Kupfer, 

11,804 Eifen^ 

24,696 Schwefel und 
0,166 Kierelcrde« 

-IOO,OÖO-.-' ■' . 



990 - Aiiinerk,u.ngenr •,,- 

Hifinger fchlieft aus den Refult4teil dxefcr Antlyfe, 
dafs fowohl Kupfer als Eifen, in~'(dierem £ne nur mit 
dcnr Minimo des^ Schwefels vereifligt 'Cey» wie diaffSai 
im Mag;iietki'efe» mir welchem- das 3ttntkup»feren *uäi in *^ 
der Farbe', einige Aehnlichkek iMix: "Es würden (ooidr 
^^i?34l^upfer, (7,766 Schwefel au%eilommen ha^, («cd- 
6,9; Schwefel fiir 11,804 Eifen äbzwiiehen find), und« 
würden fonach 100 Theile Kupfer im Miniiiio 28 Theile 
Schwefel aufnehmen. Weil aber diefe Annahme nicht 
mir B e r z e 1 i i Verfuchen über dit^efchwefelte Kupfer, 
Doch rnftf» den -vom Kupferoxydü! Hergeleiteten Berech* 
nungcn zufammcnflimmt, nach welchen 100 Yheile Ko- 
pier fi^h v^ Minimo nur mit-s^Thoilen Schwefel ^ptfia^ ' 
$:eni und^fon^ch hier mit '^j,S3 Thcilcn Kuj>fcr nur 15.8) 
Theile . Schwefel verbunden feyn konnten : fo nimmt Hi- ! 
finger an, dafs das Uebermaas an Schwefel von ginx 
fein eingefprengtem, dem Auge unfichtbaren Schwefelkiefe 
' herrühren könne, und gibt für das Buntkupferz folgende 
Berzeliusfchc Formel : FeS* -f '4 CuS. 

Anmerkbng 64. 

Diefes Foffil fcheint ne)iqi>ding8 beftimmc fiir.Kokr 
Uolich.anerkannt worden zu feyn. Wenigflens verti- 
chcrt dk oft erwähnte handfchriftliche Notiz H i f i n ge rs . 
das Vorkommen diefes Foflil« im Kalkbruche von Lindbo. 

Ai|ch foll nach derfclben Nachricht neuerlich weiffer ftu- 

■ ■■ . . ■ . ■ • 

i enförmi^er S k ap o 1 i t h dort gefunden worden feyn^ 

Anmcrköttg 65. 

Im 2weyten Theile der Afhandiingar i Fyfik etc. S. 
158. hat Hi fing er eine voiUländigere CharakterÜlik 
diefes Sp a t h e i f e n ft c i n s. 8|^lie£ert. 

Seine Farbe ift in f rifchem, uaverwitterten Zufttnde gelb- 
lich, bisweilen gelblichbraun; 

Er findet fich meifl in knospigen, moosähnlichen Drufen, 
als Ueberzug, auf drufigem Quarz und Magnetcifen- 



iderteir9riidcen"irar. * •/.>?.• v \»'ü ■ 

;9ttt 3€igr erauibeiivet hei^eiil9}itteiiM>I]Kinkelli' 
«acht,. £cHAeU^inMMibcrgehemU::rii;dsphor«Krint: 
mc wM*c¥ iiioiik'.yom^ag»ii^fn^ogctr<} deftq 
iber nach - dem- Giuhea. InidtV'ttMft' vtnvittevt 
Ibräun. -In > gflune» ^Stücke»- bcUbft- 4r Aidit Mtf 
jf, fondern nur gepulvert. Vor dem tdchrohrtf 
.Hbgietch blatiHciiAibwtrz^ r|i^:fiiiy Idkhr und 
, wenig Aufifehiii^eii- .im BQraK:i*afr tind rfiirbtf 
davon' gelbltthgfrüxL..' MicZufiui^'vaai ai» ^nlg^ 
eatltehtf: Aufbrafifen; da^'Gla^ sieht warai i«U 
braune, ii^ivd ab^r beym Verkfihl/sfrgröntich, Wie 
en. Hit Natron', im 'Piatinldffel' gcfchmolstn, 
•iae kaum 'meckbare.Spur von Mangan«'?:': 

■ ••«»■■ , . J t 

•ftnmci4cuirg 6ß»* ' * '" 

I H i 1 i n g e r s handlchriftlicher Nachricht find die 
fchiefrige Hornblende und der Wolfram aus die- 
eichnifTe wö^(^ei^eä. ■ "• - ^ 

'■•■-.■•■ » p •* ■ ■ ■ . ■! •»r^ T. ■ I 

hfer angeführte gefchw'efeltev' kifeh 'finfl' Haifffcr 
de, K b a 1 1 xft als iäne neue Gattung tfes kblHatg^i 
■zii betrachten, -uitd' Von H a u'itn*ä'n H (Ifihdbnch* 
hllogie, S. 1 5SO ^°wt 'dem Natrien 'k tW»rtk*f if 
imenwötdeii. NafcJrfWwil'ünd Hrftng-fcVs (Äf- 
h.III. S.316O Charakterimii i(t\fr<tl^Rbbali9B\feV 
:fe' ftahlgraiier Farbe, dufdj'dlüi Anlsttifeft'^ineQ 
:h vöh Kupfcrroth erhaltend i ' ' ' ' '"- ' 
R derb C?) in Nkren'CkjöAl»y'(fö^BWWen-|pfc^^ 
' Fliehen zeigen, aber fb ütnei(eliii'fl^'fiMF; tlkfir 
(tryftallFörm ■ erkennbar ift; -'^''' .r.r- ib^u'^uU'. 
h M uneben, liach ti i f i n g'er atSdi'ltArnig,' iiifth 
*inr1rnn in das Mofehfiche &Bi3^'e|ref%l;;Aiii^l^* 
rftecktblättriger Textur i metalUfchgTintcnä^ halb« 



s« ju uiu .i|in-uiin aui xmyu omkuni»* vuci' a 

Gnib« vorgdcomoieOy und van frühem Minwalo 
vcrfchicdeiicB /Namen erwfthnt .wordmi. . B r a n 
ilMi (Vcu Acad. Handl. 1746» -8/ 119.) KoboU 
och fvifvelfyra ;: Cronftcdt (MinbriK S. «sc 
med förivifladc . jcrn ^Bergmann CScugraph. 
ner. $.339..$, LC9.) Cobalcaniy; cum. fern»» acido 
contaminacum u« f. w« 

Hausmann fcheint zu vfcrmudien, da(s d 
kies auch zu Askcrfund in Schweden vorkomoie. 

* f 

Anmerkung .6g» . . 

Uebcr den C e r i t ift noch Folgendesnachzuli 
war früher unter dem Kamen Xu ng^^en von I 
kennt, wa .er Jm Jahre 1750^ auf der St^Görans- 
B^dnlft^Gruke ■ a)s Gangart . der dortige^ Kupfc 
Begieicung von HoniblendetStrahlft ein« ■ Glimmet 
ki^s, Wifsnivith und Molybdän vorkami^- in eic 
von 17 lachtfni aber von Qyw und Horoblende 
^'urde. CA£handl.Th.i. S.59O 

Vor dem LAtbrohre \i\ er (tiv fich uoichmel 
Sauerftol^ fchmilzt er. apf d^r Kohle zu eine/ S 



Anmerkitugea 39} 

ffc di«fet Foflils iinterDominen, welche nach feiinr fi^ 

«cknung in 100 Theilen: 

Vt - ... .-...6Ä.59 JCMiumoxydi . , 

i8»oo Kiefcicrde, . 
t 1,25 Kalkcrdc, 

9,0C3r' Eifenoxyd, 
, _, : . . . • ■SI.6Ö- W affer und Kohlenfäure 

^- • • • 99»44 

Riefet hil. (Afhaiidl. Th.III. S.487O 

s - Jalm hatiMücrlich den Cerit ebenfalls umerfuchrund 

- 7it40 CeriuRioxyd, 
öa: -' 5,15 Eifenoxyd-, 

igiOO bis 19 Kiefelerde, * 

,*•'••" - 4,00 flüchtige Thcüe, 
"'xr • 10,35 Kupferonyd und 

3:.«..;: •-■ . \ . unbekannten Stoff 
Ülia ' &ii%efundea. (S. d. ehem. Unterfuchungen« Th.fl;* 

li?tiiy*agO •■••- 

Seitdem ift ein, Ton diefesn Cetit wefentlich Verfbhie-' 
dCBCi, aber ebenfalls Ceriuinoxyd enthaltendes, Fofril^auf 
dcifdben Grube entdeckt und unterfucht worden, was »an 
IHKher für Hornblende, wohl auch für Wolfrflm gehalten, 
und welchem Hi fing er, von dem die nachfolgende Be« 
iebrabung und Analyfe (aus dem IV. Bde. der Afhandl. 
Sb 3^70 ^enühnr den Kamen 

Cerin 
k^^Kfelcge hat Esift 

»^Mmi Farbe äuferlich fchwarz, zieht fich aber auf dem Quer- 

;'' Imichc etwas ins Braune; 

ce findet fich derb, theils dicht, theils fchiefrig tbgefondert 

'licr^Hiuptbruch. iil ftark gUnzeod und verworren blättrige 
! ' oi*<Bnarigtningar),wiees fcheint nur von einem Durch« 
^•" (enge; wenigftens find mehrere Durchgänge mehrdeut- 
ig lieh SU fehen. Sehr feiten zeigt (ich eine Seitenkante, 
C-sTvclebe dann mit dem Hauptdurchgange einen rechten 
:^ Winkel macht (fom da Ir vkikelrfltt mot hufvudkhyfnin- 
2^^* Der Querbrueh ift faft ohne allen Glanz und 
■ Die Bruchftücke find platt. 



jc)4 Anmerkungen* 

Es giln ein ^Iblidigraues Pulver} '-* /' 

ift völlig undurchfichcig; • ■ ' • ' , 

von mittler Härte, indeai es du' Glu ritct und tm Stth- 

Ic Funken gibt, 
bas cigcnth. Gewicht ift = 1,77 bis 3,8. 

In der Löthrohrfiainmc fchmilxt der Ccria för ftth leicht 
und mit Aufwallen zu einer undurchfichtigen, fchwarsea 
gUnzenden Kugel, welche vom Magnet fchwadi angczor 
g^en.wJfid. BoraxgUß l^il ihn mit Leichtigkeit auf» und 
wird davon röthlich- odet,.gelblichbraua geftrbt. Das 
Natron nimmt im Schmelzen nur wenig davon «u( und 
bildet damit eine dunkel ^raulichgrüne Kugel. 

Er untcrfchcidcc fich von Wolfram und Hornblende» 
mit welchen er einige fiufcre Aehnlichkeit hat, durch (eine 
Eigenfchwere, Schnielzbarkeit, Strich u. f. w., und findet' 
fick .tbeils in den gewöhnlichen Ceric eingifprengt. tbeili- 
blättrig und glänzend in lichtgriinem $trahlftein • eiage-' 
w^Jiikn. Seine Beftandthcile find: 
30,17 Kicfelcrde, 
11,31 Tl^oovdc» 
9,12 Kalivcrde, 
28, «9 Ceriumoxyd, 
20,72 Eifenoxyd, 

c,87 Kupfer (zufallig bcygcmengt), 
0,40 flüchtige Theile. 

100,78- 
-...■■•• 

Anmerkung 69, 

Nach Hifingcrs band fchrifdichen Bern erkuhgco 
kommi eu Märtzhyttan auch Molybdän vor. 

Anmerkung 70. 

Hausmann führt von nya Kopparberg tuch grofe 
fchwftrzlichgrüne (augitähnliche) ZwillingskryftaUe von 
Sahlit oder Malakolith an, die er im III. Theile feiner Reife, 
5. 299. und Taf. 2. näher befchrieben und abgebildet hat. 



ÄomerkMagen. J95 

if :^ Anmerkung 7ir •" • 

"Diefer Fiufsfputh gehört zürn dichten Flufs. Er.ift^ 
uneben im Bruche, fchr wenig dem Feinfplitirigcn fich nä- 
hernd ; durchfcheinenft; wenig' jltsgläDzend, weifs. (S. 
Hsusmanns Reife, Th III. $.307.) 



• ••» .• ^ 



Anmerkung 73. .^ - 

Vor '«inigtn Jahren ift aufder Öder-Srorgrrufve des 
Dsdknrlborses in Nora Bergslag- eine geringe Quiintirät ei- 
nes graulichen derben T u n g (l e i n s, von kötmgem ßnich 
vorgekommen» welchen Berz e li u s analyfuc, und worin er 

80,417 VVoIframilure und 

19,400 Kalkerde 

18.997 

[ .f^^deh hix. ' (S. Afhindl. Th'. IV. S. 305.) 

- ■ • • 

Anmerkung. 73. 

f '• ' Ucber dicfc fogenanntc Gränrifcnerde ift oben' die 
' 15. Anmerkung nachzufehcn.- 

Anmerkung 74. 

.Hifinger hat diefen vermeinten Kalkfteiii hty einer 

m^erdinge unternommenen chemifchen Unrerfuehuog für 

lyj^r.terkalk anerkannt. Er enthält nämlich • 

34i8o Kalkerde, • . •, • 

15^56 Talkerdc, 

■'. .'45.28 Kohlenßiure und Wa/Tcr, 

•• '1,76 Eifenoxyd; 
• '• 0^60 ManganoKyd# • 

Ifi C Aftand^ingar i Fyfik etc, Th.IV. S.'374. 

*^*' "" '\ .Anmerkung 75. . ,. 

.. Der Hfllleflinta von HäUefors f^ehort theils zum 
licIlBStfeldfpffthf theils zmn Kiefelfchiefer. M. f. Haus- 



396 Annitrkungen« 

mannt Reife, Th.lV* S.41. EbendaC S. 4|. wird lacli 

H o 1 z a s b e ft all ein Eneugnifs der HUicforfer Grobe an- 
geführt. 

Anmerkung 76. 

Diefer angebliche Granit fcheint, nach Haiianianna 
Aeufcrungen CReife Th. IV. S. 68)% tbcnAIla dtrfelbe grob« 
flafrige granitartige Gneis zu feyn. der auch in dar NIha 
Ton Upfala vorkommt, und überhaupt in den weftlichen 
Provinzen des mittlem Schwedens das am allgamciaAia 
verbreitete Geltein ift. 

Anmerkung 77. 

Ueber den berühmten Bergbau zu Danncmora ift Leo- 
polds von B u ch Abhandlung über die Eifenerzlager in 
Schweden, im Magazin der Gefcllfcb. natorf. Freunde ia ' 
Berlin, Bd. IV. S. 46 flg., vorzüglich aber Hausmaaoi 
Reife d. Skand. Th. IV« S. 74. flg. UKhzuIefen. j 

Zur VervoIUUndigung unfercs Texts glaube ich aiM j 
beyden Schriften Folgendes anführen zu müITen. j 

Die Gebirgsart von Dannemora, welche der Verf. 
blos eine Qiiarzarti;>e nennt, ift ein (dem Glimmerfchiefer 
gar nicht verwandter) grobflafriger, hin und wieder ia 
Granit fleh verlaufender Gneis, mit gelblich- oder graulich- 
weilTem kleinkörnigen Feldfpath, grauem Qiiarz und dunk- ^ 
lern Glimmer, der parthienwtife fchuppig in Blfttichen über , 
«inander Wf^u Die Erzlagerdättc ifl nicht Gang, fondern 
ein Lager, was fein Haupt (Ireichen parallel mit den Ge- 
fteinfchichten von N.N.O. nach S-S.W. hat, und im Allge* 
meinen 70 bis 80 Grad nach Abend einfchiefh Das Lager 
ift ein ftockförmiges, hat in einer Gegend, die ziemlich in 
die Mitte feines Fortftreichcns fällt, feine gröfste Mächtig- 
keir, von ungefähr igo Fufs, und verfchmälcrt fich nach 
beyden Seiten mit abwechfelndem Zufammenziehen und 
Wicderaufthun, bis er fich endlich völlig auskeilt. 

Die Hauptmafte des Lagers ift ein, von Kalk und rödi* 
lichem dichten Fcldfpath begleiteter ganz vorzüglicher Mag* 



Aanerkuagen. 397 

illmft«!!» der für denbeftcn in Schweden gehiltcn wird» 
I dM esonrtflichfte Eifen lifcfert« . 

•• . ■ 

Anmerkung 78« 

Dicfen Gftnit bat Berzelius in feinem ckemi(clien 
acri^fyfteme» unter dem Kamen D a n nc m or a g ri^n t r, 
c|g«|ic Caciting aufgeführt» Zu yervoIliUndiguqg det 
.Tcxtt gegebenen Bcichreibung delTelben durfte es nicht 
trflülfig feyn, tut Murray*i Analyfe im II. Theile der 
hnndlioger etc. S. 19c.) noch Folgendes über fein Ver- 
Insn vor dem Ldthrohre nachzuholen: 

Br TCrlierc beym Rothglühen feine Farbe und wird 
bwnrslmun ; in der Weifsglühhitze fchmilzt er leicht zu 
D«r giefigen fchwtrzcn Schlackenkugrl, die nicht vom 
itgatt tngezogen wird. 

fm ^nxglas löft er Geh leicht auf, und bildet damit 
B GiftS» was warm die gewöhnliche Farbe hat, die das £i- 
mojKjd veranUrrt, beym Verkühlen tber walferklar i^« 
i« lufcre Flamme macht es ungewöhnlich fchön amethyA« 

ibig. 

Dte Miosphorfali greift ihn langfam an, und das Glas. 
i^oil.. ift nach dem Verkühlen farbenlos, wird aber beym 
fmfcbiBeliea mit Salpeter hoch violblau. 

Von den Alkalien wirkt das Natron faft gar nicht auf 
iki tfit Ktli bildet er aber leicht einen blaulichgrüneA 

)il(k. 

' NocV R t f i n g e r s handfchriftlichen Zufliuen komnea 

■ ])iiincmoni auch noch Chlorit und Strahlftein 

•or/ Ba ift jedoch dabey nicht angegeben, welche Arten 

itydtr Foflilien hier brechen. — Der dafige H ft U e f li n« 

t. ift. wohl ohne Ausnahme dichter Feldfpath« 

'•'■'•• • 

Anmerkung 79. 

*-' Dk- BifenflcinmafTe ift (nach Hausmennt Reift 
ni.IV. S.78O ^^^ ^*^' ausgezeichneter Struktur, nimlkh 
ibiriui fcharf rhomboedri f ch abgefondert. Die abgc- 
ra Stficke brfitzen oft eine bedeutende Gr6fc^ bth- 



I 



•39S AfttBcrhiitt^eiu 

mtfi libtr tucH bis ewr Stffrke von' i Zoll nnd'driioter fbb 
A ufer di efer drey fachen '(chiefwinklichen - AMonderuiig 
mich: ficfi noch eine vierte bemerklich, welche die rhomboe» 
drifchen Stucke ii\ diag^ntler Richoibg durchletzt. Diefo 
Srruktur gewinn.t dadurch noch mehr IncerefTe, dafs mit ihc 
'dtr 'StridctUT des Lagers im Groftn gttiit^cftrftfriA itf. Dkl; 
vAbfönderun^sfiachcA tin'd gtfmeiniglich «heu, oft' Togtf gÜb 
tmd^glainiend, und m^ifl mit einer mehr ddllr'wetii's«rfifl>< 
fcett Haut von ChloHt übcrzögem^— 'Diefchirffianiga ü 
BetTftchttiit^en, weldfe H i u § m a n n Übkf'di^fe Vigenthäm- 
libhc' Sttukmr aufteilt, find am ans;efahrten*<!^nc iclbft 
uachzurehcn. ' ' 



, ,: . Aninjsrl^ttng 80. ... 

Von dem n^uen. Fpffil. welches lAuTraiDolitilB 
'Kälkbimch« von g6 k u m. vorkommt, befitz^'m,' loftr 
dfcrim Texte enthaltenen* Chffrakrer'iftik, noch ixfty wÄ^'S 
Befchrtifaungerf, die 'eine v'cfd Mur'rfly'cW II. Wt. ^ 
Afhandlidgar i Fyfik etc/S. i7;0> ^^^ andere von ]. von 
Lobo, K. portugiefifchem .Gefandten zu. Stockholm (vä 
liii Bde. dcfTetben Werks, S.476., aus w«lfcheiif He in ei- 
-het Ueberfetzun^ in Leonhards Tafchcnbuch der Mine* 
ralogie, Jahrg. V. S. 16. flg. übergetragen w6r(}en ift). 

Hlerr von Lobo hat dicfs FofTil äahriit ncnoca 
^wollen ; B e r z 1 1 i u s -fchT9gt aber, weil der Autöniolit fdiqa 
diefen Namen führt, .4^^'^^. <^i^ ficnennunj^ Lo.boit vöff 
'(Afhandl. Th.IV. S i47.). 

Es ift (nach M u r r a y) von olivengrüner Farbe, die fidh 
- '-biswdlen ins Braune zieht, (nach v. L'o b 0) dufchgiagi| 
' •• -«nerley dunkel olivcngriiri 
Es linder fich' derb Mnd Icryftalilfirt, und zwar lAi^ift ih Un- 
deutlichen, der Länge nach geftreifren, laulenfSmiigca 
Kryftallcn, ohne Etidfpitzo,- Telrner (nach von Lobo) 
% }^ yif:cfuügea Säulen mit rhomboidalen .TDiochgin- 
.^g«n (romboidali^ka genomskärningar*)). . Die beyd9> 



1 ■>■ 



..*) Dicff^r etwas undeutliche Ausdruck kann wohl ktnii 



Ai^merk.tMicgrjp* ;3g9 

^^l90gfÄftehcndea/IQ|pce9, welche durjshdie 

fich fpitzwinklich .durchrchneidenden Seitenflächen ge- 
j»-Ui^c#eiiiat(airi^die fcharfea S^icenkanten der gefchp- 
'. 4>encn •riemCcicigefO-.SäuleX fiod - nett, abgedumpft. ^So* 
i rmtM die Seiten- Als diefc Abftumpfungsflächen rind.dei^- 
'S^ Jich gcftccülib iVM swar in einer und *d<^cfelben Ricbfung, 
r« dj* ibhfvf 'Sii^die'vAxe aufgefetzt ift C* ^^^^ rigtningi mot 

nein). Ein einzige Kryftall fand.fich mit einer )c^nc- 
IdfidtaLEndttfehi^:. welche dimh die unvoUkommne, aber 

gleichwohl einfache Abftumpfung der Seicenkanten und 
»t •■ Bbkeft' (ei»unvf>]lftomnlenes AchcecHb^l^*^« ^^^: ^^P^^?^ 
vcbcnlalb Streifen. fichtbar warei^,. die einander duüch- 
.t. fchniiim\uildfhbmboidaleZwifchcnrftume bildeten,. «AU 

le übrige unvollkommenere Kryftalie verrathen djefe|I;e 
' Geftolt, jedoch* mehr oder minder verileckt, je nachdem 
fi. j ^ Mt ir id gf / iüe Zahl der Abftumpfting^fif^hen, oder die 
&^5cfiiM.dev JRryfhlle durch das: gan&.iugenfc^«ij9lidl|e 
a^ltewicSif«^: mehrerer derfelben« zuQimmti. Denn . alle 
94*hii'")ttit uaterfttchte- Kryftalte. kommen nicht •^inzelf» 
. Ibiidm:^«! mehr oder weniger;. mit. den Seitenflfici^^ 
ii3(MfimiMagewachfen vor, und> bilden- meift rFurchei^ von 
tt tverfiehiedener Tiefe, die mit.di^rGn)n,dflache einen; rech* 
uä«Hi flSflkd machen. Je grfSCer.di^ Abweichung, /j^fer 
f VJLrj^ftlllt /von der befchriebenen Säulenform j(l^ odec^ 
jf'j^mÄP'd^t:} KryftaUe doppelt iM&mmengewack(enifmd, 
.jOB'.dtfto mon^mifiger ift auch die Querflreifung der^Sei* 
;7>iHlflMi«n».uad defto undeutlicher iit die. fchiefe-Rich* 
.« iHk^ÄerfolbeD gegen die Axe. .< Gleichwohl bemerkt min 
fjdt'M unMut diefen zufammeogehAuften Kryftallcn 4ie 
ffü^'^t fiitk£ «diixchfchneidende • Q^erfpi^nge. Djefe Krjc. 
fiille find meift mit einer, leicht abzutrennenden. Ha«! 
ft/vcMiiKilkfptth» oder auch bisweiljBn mit Kiefelerd« über- 
sijt'^iMseiU *CL O'b o.) Die KryAalle find gewöhnU^b ux 4u 
^>;.fcrhfi'3gcffil eingcwachfen, und werden von Kalk- .uatf 

ii^ii{erwie> Anden bedeuten, el8.da(ii.4ie Säuje nicht rcchr* 
^., , imkllch, fondem gefchoben ift, was. auch «vi dem 
'.• ^?idi/9lg«nden Satze noch mehr erhellt. 



4do AnnerkuHgen. 

' F^dfpach, nidic fdtt» tuch von Idtiimi GtiMtcn ud 

' r zuweilen nteh v6ii Bleyglihx btgletitt. 

Der Ungenbruch ift Mlrtrig; der QutrbnMli ftinUniig^ 
* '- fplinrigi hier und da ins KleiamuCchltcbf Qbtrgchend. (L.) 
^Acuferlich iftesftirkg^llnkead; inwenfU ^^wtnigtr gUnwiidt 

' Ton einem Mitftf! KwifelMn Fett- undtSlfligi«»» (Nich 
Murray fufdcin-Lfingenbruche voa VtaehsgUnxe, luf 
' dem Quer bru che weniger gISniend;) ' ' '^i 

IMe BruchftOcke ürfd UnbiftiinoircckifC; «iefat fondcdtt 

- ' fcKitfktmig. .;•*/.. 

'Elf itt in dünnen Splittera durchicheiüdid ; — htUtn ah 

Glts, wird aber vom Quarz gericzf, und gibr dabcy 

"«in üchtgranes Pulvers —• fprddcund leicht xnfpriiigbtf* 

'Etjentfi; Schweiz, nach Murray M93« 

' nach Lobo 3,545. . 
Es gibt (nach Mii v r« y) nicht nur bcym tteibmnui dem 
-Haminicr,- fondern- abch («lach Lobo) (tih gerieben, «od 
Hiuf '^Httiende Kohlen geltreut» einen augcablicklkhea 
«fchAiradheti phosphorifchen Schein von- ticb. iBIefctriiick 
'gibt et weder beyni Reiben noch erwärmt m'crktniiaa. 
' Vof'dein LöthroM^ fcbiflilzi es in dem Planddngcldiei ' 

tiemlich leicht, und anfangs mir wenig CerSufch zu ein« 
^gelblichbrftuneh purSftif Glafe, auf der Kohlcf tber nci. 
*ner böuteillengrOnen undurchfichtigenGlasptric« (Lobo.) 
«-' Borffirglas 16(1 es Uiclit ui»d nimmt <jne ungewöbnlich 
'^(e Menge von ihm auf» Das dllashat, fo. lange es warm 
*ift. die gewöhnliche Farbe, die ihm das EiCen gibt, wird aber, 
''Wenn es im Redukrionsfeuer gefchmolzen ift, ftcfatnlos. 
^m Oxydatiofisfeuer wird es, bey (larkem Zufiitzt» ichwad 
•«methyft^big, bleibt aber in bcydea Fillen völUg dorcb- 
fichtig. (Murrty.) 

- 'Mit 'Phosphorfalz 1'dft es iich langfamv und in «dt 
'{eriff^drer Menge auf, und gibt bey geriogem 2ufatn «iie 
Vügis9,'die warm eifenfarbig,. bey m Verkühlen «bcr-ftfben* 
los und in beydcrley Flammen völlig durehfichtig wM 
^etih man fe viel zufetat, als das Salz luftalöfcn vcnnagi ' 
fö wiird das Glas beym Schmelzen in der äuferen Fhmol 
opalifirend, was in der innern Flamme wieder vcifd^ 



Ajimerkii iigcn. 401 

n- Zuia» von Stipeccr wird die Perle «methiftfarbig;. 
kniStoni Ntcron wi^kt im Silbeniegcl gtr tiichr dar« 

HmA der ton Bcr zeit U4 uniernoimnchen Analyfe 
die Beftandiheile diefes Fi^Tils: 

36*00 Ktefelerde, 
i -.-» 57.65 Kalkerde, 

I7»5P Thoncrfict 
2,52 Talkerde, 
5i5 5' Eifenoxyd, 
». . - o»36 C töhverlutt. 

nttt'smann ift (f. d. Mit^cral. S.634.) derMeynung, 
iiflHft ' VöfTiI dem V e f u v i a n oder I d k r a s angehöret 
mme man die chemifchen Beftandtheile zum Anhalten, 
rln es fich blos durch dvn geringen T^lkcrdegehalt voii 
t inlienifchen und llberifchen Vefuvian (nach Klap- 
Chs Analyfe beyder Abänderungen) uncerfchcidet: fo 
fr^fjmm allerdings geneigt feyn, diefer Meynung beyzu« 
Kki;' -Herr v n L o b hat eine andere Ueberzeugung, 
dhSlccs für eine eigene Gattung, da es fich nicht nur voii 
WÄS^Syazimh, 'Chtyfolith, Turmalin, Sömmit, Schorl 
9 pyicnit Tinterrcheide, fondern auch vom Vefuvian 
ft i fiiette li durch CSewicht, Bruch, kryftallinifches Gefüge 
tjAUAfägning) und ungleiches Verhalten vor dem Loth* 
nt^vkfentlich verfchicden fey. 

t(Äti'€ das Foffil felbll gcfehen zu haben, würde ich 
*^M^i]^ltfr Charaktcrik nach, mit einem vor Jahr und Tag 
tdrrifi von Schonberg bey Haslau, ohnweit Egct 
lien, entdeckten, von Wernern Egetan ge- 
fofXiit für identifch halten. Um den Lefer^u Ffll- 
Og'läiici' eigenen Urtheils in den Stand zu fetzen, fiige 
iHJi^'die CharakterilHk bey, welche Wern-cr in fei«^ 
KlCttrin oryktognoitifchenVorfcfungen im Jahre 1816. 
iri^Jpj^^Mn gegeben hat. 

"^ft'^fi 'Farbe dunkel röchlichbraun (^bisweilen ins Le- 
tftrtnätxiit fich ziehend) ; 

|i||^'fteh derb und kryftallifirt, in wenig gefchobenen 
tge.n Säulen, mit vollkommener Endliche» die 

Cc 




'.4CO Anuterkungen. 

' F^dfpach, nieht fdetB tueh von kttineii Gnuti 

' 'Zuweilen n^h v6ii BIcyglihz btgleiftt. 

Der Längenbrucb i(l Mirtrig; der Querbruch ftin! 

*'*' fplinrigi hier und da ins Kleiamitfchltdvf übcrgtheo« 

"Aeuferlich iftesftirkgllnkcad; inwencü ;iw«niger gU 

• ( von einem MiMl tWifeh«» Fett- uiidt5lat^4«liE» 

M u r r I y auf dem • Lfingenbruche von WtchigUn; 

d<em Quer bruche weniger gISaiendv) '- « ' 

Üe Bruchftücke lirfd UDb«ttiiiioirccki(tV Aicht fan 
' * fcKitfktmig. • *. . 

'Elf ift iil diinn«! S)>titteni durchfchethend ; »- bii 
' Glts, wird aber vom Quarz geritzt, und gibt 
'-ein üchtgraues 'Fukers -^»fprdde und leicht znfpri 
'Eijenth; Schwere, nach Murray 3,393» 

' nach Lobo 3iS4>. 
Es ^bt (nach M-li v r4 y) nicht nur bcyin fteibtnm 
- Haniikier, fondem-abch (^aich Lobo) -fei^ geriebei 
niyf '^HMtende Kohlen geltrcut» einen augenblick 
«fchWadheti phosphoHfcheti Schein vitmfich. «BIcki 
'gibt ct"^eder beyni Reiben noch erwärmt mcrittat 
' - Vordem LSthtoM« fcbiflilzi es in dem Ploiüislng 
tiemlich leicht, und anfangs mit wenig Ceräufch zu 
^gelblielibrftunefi i^orsfeif Glafe, auf der Kohle aber 
>ner böuteillengrönen undurchfichtigcn Glasperle (I< 
•-' Bortxgles lAft es Uiclit und nitmnt ejne uogewö! 
'^ft' Menge von ihm auf. Das d^lashat, fo. lange es 
*ift. die gewöhnliche Farbe, die ihm das Eifen gibt, win 
'wenn es im Redukrionsfeuer gefchmolzcn ift, tuh 
^m Oxydatiofisfeuer wird ei, bey (larkem Zufatzt, fd 
•«mechyft^big, bleibt aber in bcyden Ffilien völlig d 
fiebrig. (Murray.) 

- 'Mit Fhosphorfalz töft es Hch langfamer und ia 
^^rafgdrer Menge auf, und gibt bey geringem Zufai» 
Vüg«, die warm eifenfarbig,. beym Verkühlen aber fi 
los und in beydcrley Flammen völlig durckfichiig 
|WjiMh man fe viel zufeczr, als das Salz aufisulöfcn vc 
(![} wi>d das Glas beym Schmelzen in der äuferen Fl 
opalifirend, was in der innern Flamme wieder v« 



A.II m e r k ii II g e n. 401 

■ 

i-Zufan von Stipeccr wird die P«r1e «methiftfarbig;. 
enfiturei Nttron wiükt im Silbeniegd gtr tiichr dar« 

Imck der ton -B « r z c 1 1 u-s uniernominehen Analyfe 
dit Beftindtheile diefcs Fi^Tils: 

^6/x) Kiefelerde» 
■.t 37165 Kalkerde, 

I7,jp Thoner^c 
2,52 Talkerde, 
'' 5,« 5" Eifenoxyd, 
V . - o »36 Clöhverluil. 

nttK'smann ift (f. d. Mineral. S.634.) derMeynung, 
Üiift Voini dem Vefu vian oder Idokrasangehörel 
imc man die chemifchen Beftandcheile zum Anhalten, 
in CS fich blos durch dtrn geringen T^lkcrdegehalt voii 
i italienifchen und liberifchen Vefuvian ^nach K I a p- 
;hi Analyfe beyder Abänderungen^ unterfchcldet; fo 
kjiifacL allerdings geneigt feyn, diefer Meynung beyzu- 
ikti''''tterr v 1> L o b hat eine andere Ueberzeugung, 
l hültcs für eine eigene Gattung, da es fich nicht nur von 
lifafti.''tiyazmth, 'Chryfolith, Turmalin, Sommit, Schorl 
t pyknit "untcrfcheide, fondern auch vom Vefuvian 
veurfich durch Caewicht, Bruch, kryftallinifchesGefuge 

K^Wflfegntng) und ungleiches Verhalten vor dem Löth- 
ji^cntlich verfchieden fey. 
jMitte das Foffil felbll gcfchen zu haben, würde ich 
uj^ Charaktcrik nach, mit einem vor Jahr und Tag 
[errh von Schönberg bey Haslau, öhnweit Egcr 
lien, entdeckten, von Wernern Egeran ge- 
iiCffsi^olfiie für identifch halten. Um den Lefer^u Ffll- 
i^'lÜiicl eigenen Urtheils in den Stand zu fetzen, fiige 
f^iA'^die CharakterilHk bey, welche Werner in fei<^ 
llilffEren OfyktognoftifchenVor?cfungen im Jahre 1816. 
ifiPi^Mn gegeben hat. 

ill'^h 'Farbe dunkel röthlichbraun ^bisweilen ins Le- 
HMIritüfie fich ziehend); 

tef' fich derb und kryftallifirt, in wenig gefchobenen 
iniSftitIge.n Säulen, mit vollkommener Endfläche» die 

' • Cc 



402 AnmerkuBgeiu 

Seicenkasten gewöhnlick fchwach abgtftumpft. *- Dit 
Siulen find Itng, ftark in die Siflaga^eftrcifc und gl&n- 
zend. 
Im Brückt ift er wenig gliniend, dem Glfinxenden fick 

näkernd. 
Der Bruch ift beym erften Anblick« uneben, von grobem 
and kleinem Korne ; genauer b^ftrachtec zeigt er aber 
buttrigen Längenbruch, von ^reichem aber die Durch- 
ginge noch nicht genau beftimmt find* (Man glaubt zwey 
Durchgänge beobachtet zu haben, .die (ich rechtwink- 
lich fch neiden.) 
Die Bruchftücke find unbeftimmteckig, ftumpfkantig. 
Der derbe zeigt Anlagt zu dünnil&ngiieh abgefbadertea 

Stücken. 
Er ift kaum an den Kanten durchfcheinend. 
hart, 

leicht zerfpringbar und 
nicht fonderlich fchwcr, dem Schweren fich nShernd« 

Man findet ihn in' einem Gemenge von Feld^dt 
Quarz, Tremolit etc. 

Vergleicht man diefe Befchreibung des Egerans mit 
obiger Charakteriftik des Gökumer Foflils, fo wird 
man (zumal da auch jener feltener in einfachen, als in 
der Länge nach zufammengewachfenen Kryftallcn, wie 
diefes, vorkommt, ferner auch die Kryftalle des ^gerus 
nur feiten eine vollkommene Endfläche zeigen, da fle hSt 
immer verbrochen (ind,) zwifchen beyden kaum einea 1 
andern Unterfchied im Aeuferen finden, als die vonHerni 
v. L o b o beobachtete fchiefe Querilreifung des Letztem« 
Diefe Querftreifun^ ift nämlich an den Egeran fchiecbter- 
dings nicht zu bemerken; wohl aber fieht man an ihm 
häutige Querfprunge, welche die Axe der Kryfblle unter 
einem fchiefen Winkel fchneiden. Die fpezififche Schwe- 
re, die ich bey einem ganz reinen dunkelbraunen Kryfiall 
= 3>372 gefunden habe, ftimmt mit dem Eigenwicht des 
Gökumer Foflils ebenfalls nahe zufammen. Eine genaue 
Prüfung des Verhaltens des Egerans vor dem LöthrohR 
und eine zuverläfTioe Analyfe deffelben wird entfchcidfl^ 
ob meine Vennuthung gegründet fey oder nichc 



A&m.erkung&a. 403 

Anmerkung Sf* 

Nach Hausmanns Beobachtungiea (Etife durch 
;and. Th.IV. S. 64.) ift auch bey UpfaU; die. hf rrfchende 
sbirgsart, ein undeutlich uod verworren . gefctiicht^er 
neis, mit vielem theils grob-, theils I[]einbl^ttrig;en 
ifchrothen Feldfpath» weniger fchwarzen- GÜmmer und 
hr wenigem wcifTen . Q^iarze. Jedoch,; fchjieft diefer 
neis michtige Lager eines grobkörnigen Granits ein, mir 
elem fleifchrothen Feldfpath, wenigem weifTen odergelbr 
shweiffen Quarz und fehr wenigem duoJk^ tomback- 
raunen Glimmer. 

■ ■■ :. . . ■ 

Anmerkung 82, . 

Diefer Kalkfpath' hat dünne geradfclialige Abfonde- 
ingen und eine Art Perlmutterglanz auf den Abfonde- 
mgsflftchen, und wird daher zu dem fogenannten Papier- 
»th gerechnet. ^M. f. Ka u s m a n n s Reife, Th. III. S. 
36. und defien Handbuch der Mineralogie, S. 904.) 

Anmeckung 83« 

Ueber die bey Ytccrby brechenden feUeheh toflilien, 
en G a d o 1 i n i t, oder früher fogenannten Y 1 1 e r i t, uiid 
envonEkeberg entdeckten Yt er o tan tal, und fol* 
ende neuere Beobachtungen nachzuholen. 

j^ Der Gadolinit iil, nach Hifingers band* 
:hrifklicher Nachricht, zu Ytterby auch in Oktaederp 
ryfiallifirt aufgefanden worden. , ■ 

_sl) Von dem Ytt^otantal hat Bcrzelius in 
kcbergs Nachlafle dreyerley Arten, die ee 

■ .. 1 a) fchwarzen Yttrotantal» 
.. . . b) gelben . - : . * ■; 

c) dunklen - . , 

ennt, aufgefunden, und in dem IV. Theile der Afhand- 
ngaf i Fyfik, Kemioch Mineralogi, S.a6S. flg« folgende 
ihavakteriitiken davon geliefert. 

Cc -a 



404 Anmerkungen. 

a) Der fchwarz.e Ytrr.oeantal iil 
fchwarz von Farbe. 
Er findet fich grob eingefprengt, höchftens von Hafelnufs 

jprufe, bisweilen mit undeutlichen Spuren von KryfliI 

lifacion, lugleich mit Cladolinit, zwifchen rochem Feld 

fpach und Glimmer. 
Der Bruch ill nach einer Richtung blättrig, nach eine 

andern grobkörnig und metallifch glftnzend. 
Die Bruch ducken find unregelm&fig. 
Er i(t felbft an den dfinnften Kanten andurchfichtig; 
han; ritzt das Glas; 
leicht zerfpringbar; 
gibt ein graues. Pulver; 
Ichwcr; zz= 5,395. 

Vor dem Löthrohre zerkni{(Crt «rlfchwach, 'wirddun* 
kclbrauD und etwas weniges lichter von Farbe, fchmilz 
aber nicht ftir fich. Oft wird er in der Glühhitze voi 
ungleicher Farbe, bcfonders in gröferen Stücken, wc 
Punkte fichtbar werden, die ihre Farbe nicht verinden 
und zu erkennen geben, tiafs dieMifchungsthcile desFoi* 
fils ungleich vertheilt find. 

Im Phosphorfalz löll es fich trSge,' entweder fkrbenlo! 
oder gelblich auf; fetzt man während des Zublafens mehi 
und mehr gepulvertes FofTiI zu, fo erhält man in ftarken 
Reduktionsfcucr ein fafrangclbes Glas, was endlich un« 
'durchfichtig wird. Dabey halt fich die längde Zeit eini 
weiffe Maffe ungelofl im Glafe. Leichter löft er /ich in 
Borax. Das ungefärbte oder gelbliche Glas M'ird beyn 
Verkühlen undurchfichtig, oder erhält fich auch bey ge- 
ringerem Zufatze zwar klar, wird aber undurchfichtig- 
weifs, wenn es in der äuferen Flamme vom Neuen er- 
wärmt wird; 

Mit Soda fchmilzt es unter Aufwallen, worauf das 
Kali fich in die Kohle zieht, und eine weifl'c MafTe zu- 
rück läfft, die fich nicht mehr vcränändert. 

In Säuren ift er unlöslich. 

Vom Gadolinit unterfcheidet er fich am leichtefteft 
durch fein Verhalten mit dem Boraxglafe, was durch den 



Anmerkiiagciu 405 

Gadplitvit dunkelgrün oder foft fchwarz gefärbt wird. 
Die Anftlyfe des fchwarzen Yttertantals gab : 

STfio Tantafoxyd, 
8.2 j Wolframfäure, 
20%2S Ytterde, 
6,25 Kalkerde, 
3,yo Eifcnoxyd, 
0,50 Uranoxyd, 
4,2 y V erluft. . . . 

IOC,CO, ' . 

b) G e-l b e r Y t r r 1 a n c i^l. 

Die Farbe ifl gelblichbraun, an manchen Scückjsn inj 

Grüne fallend ;-ofc auch grün gefleckt und gellreifr. 
£r findet fich in diinnen, unregelmäfigen Platten zwifchen 

Feldfpath cingefprengt, feiten in Körnern, welche nicht 

die Gröfe eines Pfefferkorns überfteigen« Er zeigt keine 

^pur von Kryilallifation. 
Der Lüngenbruch der Lamellen ift blättrig; der Querbruch 

feinkörnig, glafig (?). 
Der Glanz ift äuferlich Harzglanz, auf dem Querbruchs 

Glaiglani. 
£r ift uodurchüchtig ; gibt ein welfTes Pulver. 
£r ritzt kaum merklich das Glas, wird aber von diefem 

fehr ftark geritzt» 
Eig. Gew. = 5*882» nach Ekebergs Wäguag. 
* Vor dem Löthrohre fchniilzter für (ich nicht, fonderni 
dekr^tirt fchwach, verändert die Farbe und wird blafs 
ftrohgelb. 

Mit Phosphorfalz zeigt er folgendes Verhalten« Wenn 
ein Srcinkorn in die Perle gelegt und gutes Reduktions« 
feuer gegeben wird, fo löft fich ein Theil des Steins mit 
Zurfioklaifung eines weiflfen Skelets auf, welches höchit 
fchwierig vom Glafe aufgenommen wird. Lflifc man die 
Perle verkühlen, fo zeigt! (ic, fo lange fie noch helft ift> 
eine gelbe Farbe, wird dann farbenlos, und bekommt 
nach einiger Zeit Sprünge, aufweichen fich unter gcwif- 
%n Richtungen eine fch wache aber reise grüne Fache 



4C8 A n ui e r k II II g e rf. 

Anmerkung 8^5. 

B e I' z e 1 i u s hat auf H i fi n ge r s Vcranlaflung eine 
neue Analyfc des Spodumens untemouim^a und daria fol- 
gende Beüandcheile aufgefunden : 
67,50 Kiefclcrde, 
27,00 Thonerd«, 
3tOO Eifenoxyd, ■ 

0,55 Kalkcrd/j, 
0,53 fiuchtige Theile» 

98,66. 
1,34 Verlud. 

1 00,00. 
•;S. Afhandlingar i Fyfik etc. Th. II!. S. 294.) - 

, Aimierkuog 86« 

Hausmann hat diefen blauen Q^ane als Unteratt 

feines Fectquarzes, unter dein Namen Saphyrquarz in 
fein Syflcm aufgenommen (f. deflfen Handbuch der Mine^ 
ralogie, S. 383O) ^^^ begreift darunter nicht nur den 
blauen Quarz von Utö und aus Finländ ^vermüthlich den 
von Orijcrfvi, welchem nach einer in LeonhardsTa- 
fchcnbuchc, Bd. IX. S. 302. enthaltenen Nachricht* von 
Pahsner, der ProfefFor Gadolin aus Höflichkeit den- Na- 
men S t c i n h e Mi t beygelegt haben foll), fondern fcheinc 
auch den fond fogenannten Saphyr d'eau, Luchs- oder 
Wafferfaphyr dazuieu rechnen. Den Letztern hat W e r n er 
in neuerer Zeit unter der Benennung Peliom in feinem 
Syfteme f\üfgenbmmen, und hinter dem Jolith eingeord- 
net. Er hat damit den blauen Quarz von Bodenmtis 
(nicht aber den fogenannten Sicdrit, den er dem gemeinen 
Qiiarze beyzählte,) in Verbindung gefetzt. Den fiufern 
Kennzeichen nach fcheinen der Jolith oder Dichroite der 
Franzofen, und der Peliom oder Saphyr d* eau wehigftens 
als vcrfchiedcnc Arten einer Gattung anzugehören. Ob 
in einem, auf rein chemifche Grundl^tze gebauten Sylte- 
me der Mineralogie bcyde Foflilien als eine Cattung be- 



AnuicrktingeiL 409 

rächtet werden können, fcheint mir xwcifelhift, da nach 
xmelins Antlyfen (in Schweiggers Journal, Bd. XIV. 
;. ^S) der Pcliom unter andern auch 9,7 Talkerde, und 
,0 Kali hält, welche ficflandtheile dem Jolith gänzlich 
iehlen. So viel fcheint a-bev gewifs, dafs der Peliom oder 
Vanferfaphyr dem Quarze nicht beygezählt werden könne, 
ia faft eben fo viel Alaun- als Kielelerde, ferner Talk- 
ind Kalkerde» auch Kali zu feinen Bellandtheilen gehören. 

Anmerkung 87. 

Unter die auf der Infcl Utö vorkommenden fqltenen 
Mineralien gehurt auch der hier mit Stillfchwcigcn über- 
gangene 

Lepidolith. 
Er findet fich dort, nach Hifingers Angabe (in den Äff 
handl. Th.ilL S. »94. flg.) in zweyerlcy Abänderungen, 
einer graulichen und einer blifs violotrothen. Die letz- 
tere hat Hifinger analyfirt, und theils davon folgende 
iufore Befchreibung mit. Diefer blafsviolette Lepidolith 
findet fich derb, i(l ohne Glanz, aber allenthalben mit 
kleinen weiiTen glänzenden Punkten beftreut. 
Der Bruch iil uneben. An den dünnftcn Kanten iil er 
durchfcheinend ; er wird vom Stahle geritzt, fchneidct 
aber fchwach in das Glas. Er iit fo innig mit kleinen 
Quarzkömchen gemengt, dafs eine mcch-anifche Ab- 
fcheidung derfelben ganz unmöglich i(l, daher auch der 
bey der Analyfe aufgefundene Kiefelgchalt ohne Zwein 
fei zu gros iil. 
Vor dem Löthrohre fchmilzt er für fich nach geringem 
AufTchwelleu bey guter Hitze zu einer halbdurchfichtigcn 
weiHen Glasperle. Mit Borax löft er fich ohne Geräufch 
mittelmäfig leicht zu einem farbeniofen klaren Glafc auf- 
Mit Natron auf Kohh iöil er fich mciflcnthcils, und mit 
AufTch&umen, zu einem blafigen, ungefärbten klaren Gla- 
fe« Gepulvert auf erhitztes Blech geilreut phosphorcszirt 
er grünlich. Nach H i f i n g er s Aoalyfc enthält er: 



410 Aumcrkuiigcii. 

'61,60 Kicfelerde, 
ao,6i Thoncrdc, 

1,60 Kalkcrde, 

0,50 Manganoxyd und eine Spur von Eifenoxyd, 

9,16 reines Kali, 

i,S6 flüchtige Theile. 



Nach Hausmanns Angaben kommt mil diefem Le« 
pidolith zu Utö auch das kryfttUirteFoffil vor. was den 
Lepidolith von Roczna in Mähren begleitet, und was maa ! 
fonil für krydallifircen Lepidolith hielt, ietzt aber theils 
zum Turmalin rechnet, theils nebft dem (iberifchen ro- 
theii Turmalin (Siberit, Davourit etc.) unter dem Namen. 
Apyrit als befondere Gattung oder Art betrachtet. (M. 
f. Ha vsmanjis Reife, Tbl IV. & 43. und deflen Hand- 
buch der Mineralogie, S. 501.) 

Anmerkung 88* 

Der grüne Tunaberger Feldfpath foll oacb 
Hausmanns Beobachtungen zum Adular gehören. 
Nach feiner Angabe (in der Reife durch Skandinavien, 
Th.IU. S. 317O ift die blättrige Textur diefes Feldfpaths 
fo ausgezeichnet, dafs man von dem Bruche, welcher 
mufchlich zu feyn und nach gewiffen Richtungen eint L 
Anlage zum Splittrichen zu haben fcheint, feiten etwat- 
fleht. Auf den reinen Spaltungsfiächen zeigt ficli ein flv- 
ker Glanz, der zwifchen glas- und perlmutterartigem dar 
Mittel hält. Er ii\ durchfcheinend, in dünnen Stflckes- 
beynahe halbdurchflchtig. Seine Farbe ift ein Mittel von 
dunklem Meer- und Seladongrün. Er fcheint nur kryflii* 
lilirt vorzukommen, und zwar in fcchsfeitigen an den 
Enden fchräg zugefchärfcen Prismen, die zuweilen tn dca ^ 
Seiten und Endkanten oder Ecken Abftumpfungen lei«, 
gen. Die Flächen der cingewachfcnen Kryftalle find glln« 
zend, von einem dem Wachsartigen mehr und weniger < 
fich hineigendcn Glasglanze. Kanten und Ecken find 
zuweilen gerundet, und erfcheincn dadurch wiegefchnol- 



•i 



Anmerkungen«' 411 

sen, nach Are mindier Kryilalle von Arendaler FolElien. 
(Hau 8 m «an a. a. O.) 

Anmerkung 89. 

Eine vollftändigere Bcfchreibung des Tunaberger 
Glanzkobalts findet Hch in Hausmanns Reife, 
Th.lII. S.514. 

S c r m c i e r hat neuerdings eine hdc hfl: intereflance 
▼crgldchehde Analyfe des kryftallirten weiflTen Speiskobalts 
(von Riechcisdorf)« und des Glanzkobalts (von lidoduniy 
mit welchem der Tunaberger völlig ubereinftimmen foll,) 
geliefert. QM. C die Göttinger Anzeigen, 1817. Sc 72.) 
I^ach diefer Analyfe enthält 

a) der Speiskobalt: 

51 »69 73 Arfenikkobalt, 
9^1662 Arfenikeifen, 
1,5556 Schwcfcleifen in maximo, 
0,2046 Schwefelkupfer, 

36,377c Arfenik, 

b) der Glanzkobalt hingegen^ 
; 49*3852 Schwefel kobalt,' 

7,0324 Schwefeieifen in mixirnq, 
43,4644 Arfenik. 
Bcyde uaterfcheiden fich alfo dadurch, dafs der Glanzko- 
halt den Kobalt in gefchwefcUem Zuftande enthält, der 
Sp^skobalt aber als Arfenikkobalt. Beyde kommen darin 
fiherein, dafs in ihnen diefe Kobaltyerbindungen wieder mit 
Arfenik verbunden find, wodurch fich der Glanzkobalc 
wieder von dem Kobaltkies unterfcheidet, welcher ganz 
frey von Arfenik ift. Auch enthalten beyde Schwefeieifen, 
Mir der Glanzkobali mehr als der Speiskobalt, woför es in 
tetzterm wahrfcheinlich mit- Arfenikeifen und Schwefel- 
kupfer verbunden ift. 

Anmerkung 90. 

Das hier nur kurz erwähnte Fofiil hat Berzelius 
unter dem Namen Htdenbergit als eigene Gattung in 



412 Anmerkiiiigeii. 

der Eifenfiimilie feines chcmirchen Mineralfyftenis m^inoni- 
men. Es dürfte daher wohl inichc unincereflkac feyn. eine 
genauere Befchreibung dicfes Minerals hier einzufchalten. j 
wie fie H e d e n b e r g im II. Bde. der Afhandlingor i Fyfik j 
etc. S. 164. flg. geliefert hat. ; 

Es findet fich ineift in Gefellfchaft von Kalkfpath, der swi- 1 
fchcn den Rhomben delTcIben dünne Lagen bildet \ind 
mit kleinen Kiespunkten durchwachfcn ift. Auch wid 
ts, wie die ganze MafTe, von eingefprcngtcm Quarz und 
GHmmerbUtcchen durch fetzt. 
Et. ilt von Farbe fchwSrzlichgrün, und geht bisweilen ia 

ein Dunkelgrün über, was fich in das Braune zieht; 
Es findet fich derb, von glJinzendem bUttrigen Gefug^. 
Beym Zerfchhgen erhält man rhomboidale Bnichftük- 
ke, welche genau 'die Winkel der Primitivgeftalt des 
kohlenfaureii Kalks be^tzen. 
Der Bruch ili; uneben (Irahlig (ojemn (lraHg>. Die Bruch- 
(lücke find nicht fondcrlich fcharfkantig und uiidurch- 
fichtig. 
Es gibt olivengrünen Strich ; wird vom Flufsfpath geritzti 

ritzt aber leicht den Kalkfpath. 
Das Pulver des FoHTiIs iil olivengrün, ins Braune Tallcnd. 
£s zeigt weder hcym Erwärmen noch beym Reiben Elektri- 
zität, oder Fhosphorenszenz. 

'Wenn es fchncU der Löthrohrflamme ausgeferzt wird, 
zerknidert es mit Heftigkeit, verliert feinen Glanz, wird ' 
nach einigen Augenblicken fchwarz und dem Magnete fblg- 
fam, fchmilzt aber nicht für fich. — Mit Borax fchoiUit 
es in kleinen Stückchen leicht und mit Ausftofung von 
Luftblafen. Die Glasperle wird gelb, gelblichgrün, gri- 
natfarbig, fchwarz und endlich völlig un durchfichtig» jt 
nachdem man mehr und mehr Pulver des Foffils hioni- 
fctzr. Beym Zufchlage von Salpeter komme eine merklicht 
Purpurfarbe zum Vorfchcin. Mit Phosphorfalz wird die 
Auflüfung grün oder gelbliehgrün, bey itärkcrem Zufatit 
dunkclroth, was zwar in der inneren Flamme verfchwinder, 
aber bey Schwachem ^^ublafen wieder hervw'gelockr wer« 
den kann. Mit Nation fchmilzt es im goldeneii Ldifeistt 



AaiuerkuiTgeik 41g 

icm gy M&rtte y JFlufle» der ia ftSrkerem Feuer ichwarz 
xvU 

. . \,. Anmerkung gi^ 

Zu VerrolllHIndigung diefer Chankteriftik des S p 1- 
flls vom Äteiftaus Hifingers früherer Befchreibung 
Albcii'Cm Afhandlingar i Fyiik, Th. I. S. icc.) noch 
i^cndies vtclituhöleii. 

* Di« Kryftelle diefes Spinells, die Im Allgemeinen die 
idfe einer klonen Erbfe haben; und feiten bis zu § Zoll 
ii Dviffctanefler vorkommen, find meid mit Kalkfpath 
i idiwa ch fcn, alfo unganz. Der Querbruch derfelben ift 
oder unvollkommen mufchlich. Die Bruch (idcken 
«AMümitatcckig fcharfkantig. . Er i(t hart, ritzt den 
fiirk, wird aber vom Saphyr geritzt. — Vot dem 
Ädiiohre ift er für fich gänzlich iinfchmelzbar ; im BoHix 
b«r wird er ruhig und langfam aufgelöft, ohne die Far- 
m oder Durchfichtigkeit des Gla es zu verftndem. 

Anmerkung 92. 

'Hidi einer von'Hiflngern unternommenen Afiälyfi 
jb dte 'Afhandlingar etc. Th. III. S.31CO enthält äiefes 
llott 51 »50 Kiefelerde, 

' "^' 3COO Thonerde, 

;•';• ' -jr. . 8,00 Kalkerde, 

^*..' . ^: Of7^ Eifenoxyd, 

S', . . 5.00 flüchtige Theile, 

^' 0,00 eine Spur von Mangan. 

^ . * 95««5. 

lUsidavonfiehe unten beyBorkhidts-Kalkbruche, im Kirch« 

■« Xxafnua in Oftgothland. 

17 ' Anmerkung 93. 

l|*'*''VilUrdicfcttSkapolitk kann aus Hifingers Be- 
PlllTiiinjt deiTelben Im II. Bde. der Afhandlingar i Fyfik 

STI^tüOcfi Folgendet bemerkt werden. 

• » ■ 



I 



414 Amnerkuagcrt« . 

.... . Die Kryfttllc find von mittdmljigcr Ct6(c« 
zwey Zoll lan^, und in dunkdrothen RtlkTpath v 
eirtgewfchfen. Sie zeigen beym Zetlchlagen im Ion 
nen Blfinevdurchgan^; fondern einen dichten, etwas 
fplittrigsn und. ichimmernd«n Bruch. Sie.jb^^ibcivvi 
mene, auf der Axe rechtwifik^'^h auffitzende Bad 
chcüen fich auch unter dem Hammer oft ioidieferRk 
jedoch deutet diefe Theilbarkeit mehr BuC.viriMrgti; 
ten,. als auf einen wahren BUtterdurchgang'.' - .S^e '^m 
undurchfichdg und felbft an dei) dün^jtftpn J^Unte^ ü 
eine Dttr^h(cheinhei|; bemerkbar. Aeuferlich find-i 
glatt; nnr die walzenförmigen Rryftalle find, ein we 
üsQt&y übrigens habeo fie einen Ochwachei^ .pl^uiz. 

ImBoi;ax utidUrlnfalr löft fich das Fo(Gl allmSli 
rer. Entwicklung einiger Glasblafen, vollftftndig oii 
du Glas zu f&rbea, auC. 

- . . . . ■ -■ . . - i 

ÄnthWkifng ^sb. .V 

■ 

Auf der Gillinge-Grube i(l neuerlich ein neue 
entdeckt worden, was eine eigene Gattung, zu ieyn 
und .yoa, B e r z e 1 i u a« unjter der Benennung .••.., 

Hifin^rir^ 
in feinem chemifchen Mineralfylhme aafgenonim< 
unter die Silikate der Thonfumlie eingeordnet word 

Nach der Charakteriftik» welche im UI. Bde. d 
handlingar i Fyfik etc,' 5« $04. davon geliefert won 
daflelbe -'*. n;* t. 

ftuferlich von Ichwarzer Farbe, innerlich fchwärzb'cli 

£6. findet fich blos dbvb^-ttieilf fich aberofc'in gett 
rallele Lagen oder Blätter, mit glänzender Obe 
zwifchen welchen oft Lamellen von Kalkfpadi und 

' Häute eines gelblicbgrauea Fofiils fich befinden. 

' Der Bruch ifi matt, erdige die ^nichfiücke ^d 91«; 
und eckig. , , ^ 

Et'ih mild und weich, .und iSfift fich. niit ^p.ri» 
fchaben. Der Strich ift grünlichgrau, wie das Pu 



Anmerkiingeo* 415 

fühlt fidi. glatt und fanft (len) an. 
lig. Sckwh z;= 9,045. 

Wenn man es. vor dem löcbrohre gcb'ndo gluWt, Wird 

ta dem Magnece folgfam, fchmilzt auch für fich leicht zu 

aipcr dichten fchwarzen, gSnzHch undurch fichtigen und 

llaittloftn Schlackenkugel. Vom Borax wird es leicht zu 

liiptiii ftlblichgrunen Glafe aufgelöft, das bey ftärkerem 

Aifiitza diinkel und undurchfichtig wird. Nach der Ana« 

Ifft voa:BexseUus enthält es: 

51,50 Eifenoxyd, 
... »7f5o Kicfelerde, 
5,SO Thonerde, 
0,77 Manganoxyd, 
•- • eine Spur von Telkerdc* 
11,75 fl üchtige Theile. 

■» . 

Anmerkung 94. 

-' ■ . 

Dta hier ids-N a tr o 1 i t h angefprochene FofTil von H.^f^ 

i, ^vas man mitunter auch Sodalith genannt hac^ 

VOft Hausmann als eine Art feines Wernerits, und 

ala buttriger Wernerit C^. defTen Handbuch 

r.Minaralogie»S.523.) von Berzelius ^ber als eigene 

iDg betrachtet, und in dem chemifchen Min.eralfyfte- 

dis Letztem unter der Familie Natrium, mit dem Na- 

Ekebcrgit aufgeführt. Da die in der vorliegcn- 

Stdle gegebene Charakteriftik diefes FoHils nicht fehr 

idig -ift*.' fo mag folgende aus Hausmanna und 

^ebetf^f Btfchreibung (in den Afliandlingar i Fyfik, 

II. 8> 1440 zufammengeftellte das Mangelnde erfetzen. 

•Foffil ift von einem mit vielem Grau gemifchten Sela- 

^iongtdh^ snweilen in das Oelgrüne (nach Ekeberg 

hl dac Hellbraune und Graulichweifle) übergehend. 

mcift von Quarz begleitet. 

BMipd>nieh ift geradbUttrig, doppelten, rechtwinklich 

llkh fchnaideoden Durchganges, mit Querfprüngen, wel- 

\t dk Blfltter unter einem nicht ganz beiHmmteo Win« 

iMlAtrshTcRtn. 



4i6 Anmerkungen. 

Der Querbruch i(l (ntch Ek'eberg) unebhi, fieia 
(nach Heu s me hd) kleinmufchlich oder fplimt 

DerLäügenbrudi ift' Ramend, von einem dcm'Pcrt 
glänze ■ fich nfihcraden tSlisglanze; der Qui 

■ fchimmernd. 

Die Bi'uchlhicken find fcharfkantig,.theils keilförmig 

■ trig?), theils unbelbmmceckig, nfthem fidi flb 
' bisWiilen durch den Läti^enbruch der Sftulenfom 

Es ift an den Ktncen und in dünnen Stücken 

fchcinend. 
Kur die Icharfen Kanten geben einige Funken am St 

ritzen Glas. 
Es ift fchwer zerfpriagbar und das fpezififche Gewi 

trägt = 2,746, 

Vor dem Löthrohre fchmilzt das FolTil (Qr fich i 
halbdurchfichtigen blafigen Glasmafle. In Borax 
fich leicht zu einer klaren, ichwach olivengrünen G 
auf. Im Phosphorfalz wird er langiamer aufgelöf 
bihiet ^ainit eine helle] Glasperle, welche- ViacK'dei 
kühlen farbenlos wird. Mit ^Natron verehngft es ( 
<3oldldflfel fchäumend ztt einein grasgninen Gläfo^ 
blofen Rothglühhitze bekommt es eine afchgraue 
wird undurchficbtig und verliert dabey a| proztni 

Gewichtl. 

# ' ' ■ ... 

Anmerkung 95. 

Hifinger ondBerzaliüs haben den verfi 
nen Arten des fpäthigen Stinklteins« welch^ i 
Alaunfchiefer von Garphytta oder Latorp einbridil 
fehr genaue Unrerfuchurg gewidmet, und in dem lU 
le der Adhandlingar i Fyfik etc. S. 379. Rechei^hl 
über abgelegt. Sie gkigen dabey von. 4$r ;Be<itb« 
aus, dafs die kryflallinifche MafTe des StinUfparhs« w 
idurch das Vcrgröferungsglas fich gnüglijch üben 
-kann, in der Regel kl«ne Flocken eines fr^mdarMgec 
4ieii: Küörpers einfchlieft» von deren Menge die .'gel' 
braune oder fchwarze Färbung des ScinkCpaihs abMOj 



Anmerkuugcn, • 41^, 

fr fueüien diihtfr, um zuerft die Fefhindrheile des reinen- 
ink^pwths genau unterfuchen zu können, einige gaqz 
iiK Kt^ftalle 'davon ans, die vollkommen durehfichcig 
id nor wenig gelblich von Farbe waren. Diefer reine 
inkfpaiii be(hind aus 

99,1 kohlenfaurem Kalk, 
0.9 kohlcniaurer Talkerde, kohlenfaurem Mangtin-.'« 

und Eifenoxydül, und 
o,*) einer Spur riechendem Beftandtheile oder koh- 
lenartiger Ma0e. 

ioo«o. 

O Wurde ein . f ch* w a r z e r Sein k fp a t.h von denv- 
{bcn Fundorte unterfucht, welcher einen ftarken fafl un- 
tiigliqhea Geruch veibrekete, der fich anvfrifchen Bruch* 
Scken mehrere Tage lang erhiek. Er lieferre aufer den 
>en bemerkcen BeftandtheUen noch eine Panhie. einer fehr 
gn xenhcilcen, leichten fch warzbraunen Mafle und einer 
^ec^ die aus gröferen. Kornern be(land. I,.e^teres wa- 
m Schwefelkieskdrner, mir eingefprengtem Alaunfchiefer. 
|b ^Bi^ braune MafTe wurde einer befondem forg^higen' 
'pRfuchung unterworfen. Sie gab einen ftarkenStink- 
liagenich von fich, und wurde, völlig getrocknet, afch-. 
npb; Offen hingeftellc nahm fie nach und nach ihre braune 
übe wieder an, und gewann dabey, durch eingefogene 
endicigkett, betrachtlich am Gewicht. Mit kauftifchem Ka- 
gekocht ftrhcefiench fchwach gelblich, ohne (ich im Min- 
eAea ^fu&ulöfen. Säuren fällten nichts aus dem Kali» löften 
llh von der Maffe felbft nichts auf. Alkohol und Acther 
rUfttt tfe ebenfalls nicht an ; doch blieb nach Abdunftung 

^ Letztem eine äiifcrd geringe Spur ciiies harzigen Kör- 
SUfflck, Ein Gramme davon wurde in einem kleinen 
Mveigcncn Apparat delHllirc. Es ging dabey zuerft eine 
ftw eines hellen Gels über, welchem fogleich ein gelbes 
msliches Oel nachfolgte, das nach und nach 'immer dik- 
lir #ardct bis es zuletzt nicht mehr, flofs. Nach dem 
Mben der Retorte hatte die MafTe 0,18 Gr. am Gewicht 
|rlim»'inBd war: in eine pul verförmige Kohle verwandelr. 
Hi'Otf» .welches fich bcy der Dcdillation . cntwigkelre, 

Dd 



4l8 Aiiinerl(iin(;en. 

trubie dit BlcyzuckertuftSfuns; fchr (tirk» und gtb dit An 
wefetthcic vielen gefchwcfdtfn Waflerftof^fet zu erkennen. 
Die' kohlige Maflc brannte im offenen Tiegel unrer Entwick- 
lung ftorker fchwefel(aurer Dämpfe, und hiaterlies cadlick 
0,6713 Gr. einer r($chlichgrauem Afche. Auch diefe Afidie 
wurde einer genauen Analyfe unterworfen, und des Reful- 
tat der ganzen Arbeit war, dafs die braune Mafl« dei Stink- 
fpatht 26,77 Bitumen, 

i8«33 Schwefelkies, 
44,70 Kiefelerde, 
10,30 Tbonerdc. 

1 oo,oo. 

die analyfirtb Are des Stinkfpiths felbft aber 

95,0 kohlenfaure Kalkerde, 

1,3 kohlenfaure Talkerde, dergleichett Eilen- und 

Manganoxydfil, und 

3,5 Alaunfchiefer- undSdiwefelkieskCJmcr^ 

enthalte. Das Gewicht des riechenden Beftandtheils su be- 

ftimmen, war aller mühlameü Verfuche ungeachtet an- 

möglich. 

f) Ein prismatifcher Stinkfpath CwahrfchciB- 

lich von 'ft9fi<>;lichabgefonderten Stücken), von Garphytia 

gab 98«6 kohlenfaure Ralkerde, 

0,9 " Talkerde, Mangan- und Ei- 

Eifenoxydül, 

o,; Alaunfchiefer. 

I00,C. 

4) Einer dergleichen von HdnH^rers Alaunwerk auf] 
der KinnekuUe^ von gelblichgraucr Farbe, enthielt 
97,^5 kohlenfaure Kalkerde, 

i>25 - Talkcrde, Mangan- und fii* ]~ 

oxydüI, "" 

1,50 Alaunfchiefer. 

I0C,X5. 

Anmerkung 96. 

Hausmann, welcher den Pif^azit oder Epidot il 

vier Arcen getheilc hat, rechnet den zu Pehrsberg vorkoBi' 



Aaiuerkuugeiu 419 

picnden zu (einer dichttn Art, die im Bnich<t feinfplictrig 
'oder uneben feyn, zuweilen auch eine Anlage zum Scrth- 
ligtn haben, inwendig m^ oder wachsartig fchtminernd, 
undurchiichtig oder an den Kanten durchfcheinend feyn 
foll. (^S. Hausmanns Handbuch der Mineral« S. 674.) 

' Anmerkung 97, 

m 

Aus Haut man ns Reife durchSkand. Tb.IV. S.4$. 
ergibt (ich, dafs die Schweden unter dem hier erwähnten 
Skdrlberg nichts Anders, als den, in der vorftehenden 
Anmerkung erwähnten dichten Pifhzit zu vergehen fcheincn. 

Auaierkung 9 g. 

Der- unverge($lich'e Werner hat vor ungefiUir zwey 
Jahren ein neues FoflU nnitr dem Namen 

Kela-mit 
iti fdnemSyfteme aufgenommen, und zwifchenPiihzit und 
Diaspor eingeordnet, welches, nach einer, von Herrn In- 
fpcktor Breithaupt in Freyberg (in der ig. Anmerk. zu 
Werners letztem Mineralfyfteme (Freyberg und: Wien 
1817.)') ertheilten Nadirieht von der hier erwähnten Bratt- 
. fbra-Grube herrühren foll. . Werner hat ia feinen letzten 
Vorlefungen von diefem FoiTUe folgende Befchreibung 
gegeben: 

Der Kalamit ift von fpargelgrüner Farbe; 
kömmt kryilallifirt vor, in ibnrk gefchobenen vierfeitigen 
(fchilfartigen) Säulen, mit abgetlumpften fchar&n. Sei- 
tenkanten; Die Seitlenflächen der Säule find ihirk in die 
I*inge geüreitt; die Kryitalle mittler Gröfe und ein- 
gewichfen. 
Aeuferlichift er glänzend^und ftark glänzend) 
im Bruche (^ark glänzend, von Giasglanz; im Qjierbruche 

wenig glänzend. ..- - 

Der Lingenbruch ift blättrig, cweyfachea fchiefwinklich 
(ich fchneidenden Durchgangs i der. Querbrach dikht und 
uneben von klcio^em und feinem Korne; 

Dd 2 



• a - 



430 Aiitii«rkuiig:eii. 

die Bruchdücke find unbelliiflniteckig i 
er ift durchfichrig, 
hart, in ziemlich hohem Grade, 
ziemlich leichr zerfpringbar und 
nicht fonderlieh fchwer. 

In Hinfichi der Hfirce und Schwere kenn ich diefcr Be- 
fchreibung noch bcyfügen, dafs. der Ktlamit den Feldfpidi 
ritze, und ein Bruchiluck eines Kryllalli bcy 15^ Reaum. 
2.949 wiegt. 

Anmerkung 99. 

Herr Ström hat im J. i8i3. auf den Berggebloden 
von Nordmarken, und namentlich auf GrundQö-Grube, 
ein in grauem Thon eingewachfenes neues FoflTü entdeckt, 
was mir« nach der Befchreibimg, welche Hifingeria dem 
IV. Th. der Afhandlingar i Fyfik f tc. S. 352. geliefert hat, 
mir dem in vorgehender Anmerkung erwfihnten Werner« 
f ch e n K a 1 ä m i t, wo nicht identilch, doch wenigftens fehr 
nahe verwandt zu feyn fcheint.. ,Nach Hi fingern ift 
diefes FoiTiI ) . 

von Farbe hellgrün, in dickeren Splittern» gegen duTi* 
gclichc gefehen, ins Bräunliche fallend. 

Es findet fich blos kryltallifirt. Die Krydalle find klein 
und von mittler Gröfe, fehr platt gedrückt, der Linga 
nach gefurcht (rftffladc), meid mit verbrochenen, feiten 
mit auskrydallißrten Enden, welche in dielem Falle mit 
zwey Flächen zugefchärft fmd, die gegen die Seitenflä- 
chen der Säule Winkel von 195 und 153*^ machen. Die 
platt gedrückten und oft rundlichen Seitenflächen des 
Prismas bilden ungefähr Winkel von 17 und 143 Gra- ' 
den, können aber unmöglich genau benimmt werden. 

DXinne Kryftalle find dUrchdchtig, dickere nur durch- 
fcheinend. 

Hs ift äuferlich und im Innern von GUsglanz, 

Der Querbruch ift uneben. 

£s gibt am Stahle Funkeq und ritzt das Glos. 

Seine Eigenfchwerc ift = 3,149. 



A it.i|i c r k II n g c lü . 4'2I 

Oqpch Reiben Itifert «si fchwiaehc Elek'triaicät.' 

Vor dem Löchrohre fchmilzt es für fich mit AufTchäu- 

•GerftttfchefehrltBchit zu einer durchfichrigen Glas- 

«■Iche» in der,: Zange gefchmolzen, i grünlich, auf 

llt&lc liiiigfgen hochrod» ift. Es löft fich leicht im Boraxt 

daBeb'.fiilts in' der .iaferen Fltmme roth und durchfichrig, 

m^M^km^rtn Flamme eher . gelblichgrün wird, und nur 

«Mki-iiifto hin int Sothe öbergehr. Mit. Natron fchmilzt 

CS auf der Kohle mit (larkem AufTchäumen zu einer dnn- 

MdrodicB klaren Perle. 

' "pie ivon Hifinger unternommene Analyfe wies fol- 
ipdito Brflimlrhrilr narh 

41,^0 Kiefelerde» 
p i'-.v. . . . 45,84 Kalkerde, 

l'dr ' '^»^^ Thonerde, 

lo,cx) Manganoxyd, 
•- • «• 7.56 Eifenoxyd, 

i'^'^'. r' 0,10 flüchtig» Theile. 

''^"- • ' 98, JA. • ■• 

Bi ri n ge r hat die Vermuthung, dafs diefes Foflil dem 
f' lilfa i t ' verwandt feyR'k6nne,'und daher die Refultate die- 

läf'^'Atialyfc mit den Bcflandtheilen vergHshen, welche 
ff yi^rü^iielin und RIaproth in dem Axinit auf^funden 

MMl Ob diefes Foflil Werners Kalamie fey, wie die 

Vtigltichung der fiuferen Charaktere zu beftfltigen fcheint 

INW^ Zukunft lehren. 

*'!/ Aamerkung loo, .. 

•fHdi den oben angeführten handfchrifdichen Zufttzen 
'ViKt^t'trs J(ommt auf den Nordmarka-Gruben auch 
Ap oph y 11 i t oder Ichthiophthalmit, in dünnen vierfeiti- 
/fiB'nrftlfi» mit abgeftuinpfiben Kanten und Ecken, vor. 

• f ■■■". 

Anmerkung 10 1. 

^'* '*ilff«t-mann hat das hiev erwfihnte, felbft in Schwe- 
dts lidehft felcne Foflil, wegen feiner ausgezeichneten £i- 
gtiftllaft, vor dcnv Ldthrohre ein ganzes Zimmer mit dem 



432 Annierlcuugea« 

Gerüche der Dxygenirtea Sdsftiir« > cu erftllett» P. y« o d« 

malit genannt. « . * 

Da die im vorKegenden Werke, eilithaltenc Chinkwi* 

ftik des Pyrodmalits tu Erkennung dtflelben niclic vAUig 

ausreichend «u feyn (cheint; fo halte ich fiir*sweck8dfigv 

auf den Notixen, welche Hauamann in Handfaöich dar 

Mineralogie, S. ic69. und H i f i ng e r in der AfhandÜBg^ 

i Fyfik etc. Th. IV. S. 318* liefert, feigende BefchreÜNm 

davon zufammenzuftcIIcQ : 

Das Foflfil ifl; (.nach Hifinger) ittierlich (wahrfidieinlicb 
zuflillig^ gelblichbraun, im Innern lichte gelUichgrünJ 
(nach Hausmann) lichte leberbrann, in daa Piftttian;* 
grüne übergehend. 

Es hat fich bis jetzt blos kryfUUifin gefunden, UQd zwar ia 
regelmäfigen fechsfeirigcn Sfti/len, von einigen Liniea bis 
zu 1 Zoll Länge, mit verbrochenen Bnden (nach Haut- 
mann an den Endkahten abgeftumpft). Die Rryftalle 
find in ein Gemenge von Kalkfpath, Magneteifcnfitii 
und Hornblende eingewacbfen. 

Die Endflüchen der Kry Halle, fo wie die Hauptfpaltungs- 
und Abfondcrungsflächen And perlmutterartig glänzend; 
die Seitenfläche der Kryftalle«: wenn fie nicht von einer 
rauhen, matten Rinde bedeckt find, glänzend, von Glas- 
glänz. Der Querbnich i(k fchimmetnd. 

Es zeigt vier Bläcterdurchgänge ; nämlich einen fehr ausge- 
zeichneten, welcher, parallel mir den Endflächen, dieAxe 
derSäule unter rechtem Winkel durclifchneidet, und drey 
verdeckte, den Seitenflächen parallele Durchgänge. 

Der Brach ift Uneben, in das Feinfpliirrige übergehend. 

Die Bruchdücken find, nach der Haupcfpaltung, platt. 
(Hifinger.) 

Den Endflächen d^' Säule parallel zeigt es zuweilen (cha^ 
lig abgeänderte Stücke. 

Es ifl: undurchfichüg, nur an den Kanten durchfcheinend; 

halbhart; wird vom Stahle geritzt; 

gibt einen lichtgrünen Strich und hat eine Eigenfckwcrc 
von 3i08». ' 

Vor dem Lddirohre wird es für fich dunkel röthlich- 



Anmerkungen. 433 

und tntwickelc fälzfaure Dfimpfc; fthmilst fo- 

ntt in ftarkem Feuer zu einer fchwarxeh Schlacke, und 

dlich m ctncr rnndcnPeiie» und wird dem Magnete folg- 

n» Bs löft ficli leicht und in Menge int Boraxglafe auf, 

flen Fcrbe einen Mangan- und Eifengehalt anzeigt. 

»m Phosphorfalz wird es gans langfam aulgelölb 

MAch der von Hi fingern allein Unternoinmenen 

ttm Analyfe enthält der Pyrodmalit 

SStAO Kiefclerde, 
32»5o EifenoKyü, 
23, 10 Manano::yd, 

O960 Thonerde und 

6,50 S alzfUure und Waflcr. 

98.20. 

£iiie zweyte von ihm und Berzclius gemeinfchaft- 

Hi bewirkte Zerlegimg wies als Beftandtheile nach : 

3 5f8 50 Kiefclerde, 
35,480 Eifenoxyd, 
33,444 Manganoxyd, 
2,90; Salzfiiure und 
i . ' ... 1,210 Kalkerde. 

98.889« 
Hi ring er ifl aus Griinden, deren Angabe hier zu 

i^ fiCihren würde, der Meinung, dafs die, einen Mi- 

hüngstheil ausmachende Salzfäure an einen Theil des 

ilengehfllts gebunden fey, und ftellt daher die Refultate 

ev-sweycen Analyfe fo zufammen 

3^*850 Kiefclerde, 

21,810 Hifenoxydül, 

21,140 Maneanoxydül, 

14,09; bafi(ches (alzfaures Eifenoxydn 

1,210 Kalkerde (zufällig^, 

5>895 Waffer und Vcrluft. 

* ' 100,000. 

fd.. f. Afliandlingar i Fyfik etc. Th.IV. $«319. u. flg.) 

Anmerkung loa; 

Kflch H i f i n g c r s handfchriftl icher Nachricht kommt 
» Tabcrgc auch ein weiffcr, halbdurchfichtiger Bitter- 



434 



Anmerkungen. 



rptth vor, wtlchcr nach einer» vQn R.o^hoff uatlf- 
hommejnen. Anelyfe «athäU: 
jO)73 Kalkerdei 
.; i8,ao Tilkerde, ,.....- i . 

. i,3o Eifenoxyd,. . , 

1,52 Manganoi^yd und 
..4^»4^ Kohlenfiiurer 

98,64. ... 

Anmerkung 103. 

Zufolge der eben angeführten ^ Notix ift hier, fian: 
lichteblauer Bitter fpath, vielmehr eu lefen« 

Flufsfpath. 

Zugleich wird bemerkt, dafsäuch gemei'nerChlo- 
rit zu den Vorkominniden des Tabergs gehört. 

Anmerkung 104. 

Das hier erwähnte grünliche, .^eckfteinfihnliche Fof- 
iil ift daffelbe, was Hausmann, unter dem Nainen 

P i k r o 1 i t h, 
als eigene Gattung in fein Syftem aufgenommen, und S. 
826. flgf f, Handbuchs der Mineralogie befchrieben hat. 
Nach feiner Charakceriflik ift der Pikrolith : 

lauchgrün, was durch das Berggciine bis beyoahe ins 

fchmuzig Strohgelbe übergeht. 
Er gibt langfplittrige Bruchftücken ; ift fehr fchwer «r- 

fprengbar; 
wenig oder gar nicht an der Zunge hängend ; 
halbhart; an den Kanten durchfch einend; 
wird durch das Begreifen und Reiben wachsartig glfinzend, 

und bildet,' wenn er lange mit WäiTer gerieben wird, 

zarte Flocken. 

Hausmann flellt zwey Arten davon auf, die fich 
vornämlich durch den Bruch von einander unterfcheiden ; 
nämlich : 



einen dich {.en,. , 'Welcher im Br^ch« grob- und hngfplits 
trig, in das Ebene übergehend, an. lieh masr ifl, und 
derb vorJcommt L und ...*:..* 
einen f a Cr ig e n, von büfchelförmig aus einander -laufend 
zart« und. yerflecktfafrigem Bruche ; Iconifchp,- gnd zu- 
gleich wellenförmig krummfchalig. abgefondcrt; auf 
den Texturflächen feldenartig fjchimmernd, und nur 
in fchn^ftlfn Gangtriimem, vorkommend. 
Er bricht auch auf dem Taberge in Sm&land,. und 
zwar auf eigenen Gangtrumcrq; mit Kalk und Bitterfpath 
.und durch Serpentin abgelöft. Von diefem wird weiter 
unten idie Rede feyn. Auf dem Taberge in Wermcland 
findet er lieh mit Magneteifenftcin, blärttigem Chlorit, 
Kalk- und Bitterfpath. 

Anmcrknnfg 105. 

Diefer flrahlige Kalk ift (nach Hifingcrs hand- 
fchriftlicher Berichtigung) kernförmig ftrah liger 
Arragonit (fogcnannter Iglit). 

.; Anmerkung 106. ^ 

Der hier erwähnte Braun fpath oder kohlenfaiire 
" Mangankalk' ift (nach H i f i n g c r s Befchrciburig irt" d^n 
" Afhandlingar iTyfik etc. Th. IV. S.364.) 
von fchnecweiflcr Farbe; 

findet Tich blos in Halbkugeln, von Erbfengröfe, die zum 
Theil äuferlich glatt fmd, konzcntrifchfchalig abgcfon- 
derte Stücke und einen dichten, matten Bruch befitzen ; 
theils äuferlich feine Kryllallfpitzen zeigen, und dann 
aus nadeiförmigen Kryftallchen zufammen^eHitzt (ind, 
welche in einen Mittelpunkt zufammcnlaufen. Diefc 
Haibkügeln find hier und da in den Drufenhohl^iigen 
eines gelblichbraunen derben Minerals aufgewaclifen, 
was feinen Beftandtheilen nach fich dem Augit Um' mei- 
ften zu nähern fcheint, und in der folgenden Anmer- 
kung genauer befchrieben werden wird. 
. Die Härte ill wie bcym Kalkfpath. 



426 A nmerkiinfj^en. 

Die dichte Abfinderuiij^ ift auf dem BnicHt mttt; die 
ftrahlige glänzend. 

Säuren bewirken) fchnell vorübergehendes Aiifbnufen. 

Vor dem Löthrohre wird es für lieh foglcich fchwart, 
tber dem >fag:nete nicht fblgfam. In Boras - und Phos* 
phorftlz 16(1 es fich fchäumend auC und theilc der Glas- 
(>erle eine ibrk dunkclrothe- Farbe mit. 

Die von Hi fingern unternommtdd Analjfe veift 

folgende Beftandtheile nach : 

42, f 6 Kalkerde» 
11,77 Manganoxydül» 
44,27 Kphlcnfäure und WalTer« 
1,80 Talkcrde. 

I0C,0O, 

oder in kohlcnfauren Salzen ausgedrückt: 

74,75 kohlenlaure Kalkerde, 
2 1 ,00 - Manganoxydül, 

4,27 •» Talkerde. 

100,02. 

Anmerkung 107. 

Das in der vorhergehenden Anmerkung; erwähnte 
braune FoflU, auf welchem der befchriebeae Bfaunkalk 
vorkommt, ift neuerlich von Hi fingern analyürt, und 
im IV. Th. der Afhandliiigar i Fyfik etc. S-SJ?« ig. et- 
was genauer charakterifirt worden« 

£s hat im Aeuferen viel Aehnliches vom Granat; fin- 
det fich nur derb, hier und da mit drufcnformigen Höh- 
lungen, deren Wände eine nierförmige Oberfläche haben, 
und mit dem gedachtem Braunkalk bewachfen find. 

Die Farbe ifl gelblichbraun, die nierenformigenThei« 
-le in den Drufenhohlungen find, wenn man' Re mitdtm 
Vergröferuiigsglare betrachtet, inwendig grünlich, glän- 
zend, halbdurchfichtig und von der gclblichbraunen, un- 
durchfichcigen Hauptmafie umgeben. 

Letztere ift matt, hat unebenen Bruch, unbcftlmmt- 
cckige Bruchftücke, gibt ein gelblichgrauet Pulver und 
kaum einig« Funken am Stahl. 



Anmerkungen. 497 

Vor dem Ldchrohre wird er för (ich erft fchwtrr, 

ohne dem Magnet folgfam zu werden ; brennt (ich dann 

in Aerkcr Hiczo grau, und fghmilzt langfam und mit Auf- 

iHßlh II «n ;deQ. Kanten zu einem weifslichen Glafe. Mit 

.locaxgjlas zcrtheilc u. löft es fich, und gibt in der äufern 

[#kwune Mangangehalt zu erkennen. Vom Natron wird 

'Aofiingt mit Aufwallen angegriffiin« die Löfung hört 

dann «u£ und die Mafle wird grünlich, undurch- 

Cdicig. 

Die' Beftandtheile defTelben fiitd nach Hifingers 
Üntcrfucfaung : 

52,80 Riefelerde, 
13,76 Kalkerde, 
12,40 Tilkerde, 
8»30 Manganoxyd, 
ä,oo Eifenoxyd, 
8,74 flüchtige Theile. 

9S1OO. 

H i f i n g e r macht dabey die Bemerkung, dafs diefs 
Vttffil nicht mehr, wie bisher, zum Granat gerechnet wer- 
Jm könne, und feinen Beftandtheilen nach einem, mit 

BS 

iridem Manganoxyd vereinigten, Augit am nächften 
le. 

Anmerkung 10 8« 

Elfen kief ei, von zinnoberrother, röthlich« 

hpuncr und leberbrauner Farbe, von feinkörnigem fchim- 

in, oder flachmufchlichem Bruche, und 3,951 Ei- 

'ohwere* enthält nach H i f i ng e r s Analyfe : 

90,00 Kiefelerdc, 

5,99 rothes Eilenoxyd, 

!P' 5>I5 Kalkerde und Manganoxyd, 

?*"• eine "Spur von Thonerde, 

! 0,86 Verluft. 
f.- 

t . 100,00. 

(M. f. die Afhandlingar i Fyfik etc. Th.IV. S.257, Ag) 



'•*• 



^ßg Anmerkungen» 

Anmerkung 109. 

Im in. Bande der AHiaüdlingar etc. S. 298. litt Hi- 
f i h g c r ' eine etwas- - vollftfindlgcre Befchrelbung ^tCes 
Malakoliths oder SaÜüth» geliefert « 
Et ift'von ^arbe gelbliehgrün ; 
findet fich derb, in" nnregdmfifigea MaflTen in dichten Et- 

fenglaAz eingewacfifen ; 
von undeutlich blättrigem Hauptbruche, deflfen Durch« 
"■ Stnge jedoch deift- Anfehen nach den 'Blütctrdurchgln- 

gen des kryftall. Malakoliths gleich zu feyn fcheinea; ' 
der Querbruch ift fplittrigs - 
er ift nur nn den dünnften Kanten durcHfcheinend ; 
ritzt das Glas und hat eine eigenth. Schwere von 1,39. 

Anmerkung 110. 

Der fchwedifche Chemiker, K o t h o f, hat eine iwey- 
te Analyfe diefes dem Granate ähnlichen Foifils, und <U- 
bcy zugleich (ji\ den Afhandlingar iFyfik, Th.UI. S.325.) 
folgende etwas voUdändigere Befchreibung davon ge- 
liefert: 

Die Farbe ift im Ganzen dunkelbraun, in dünnen Split- 
tern gelblichbraun. Derbe Stücken find bisweilen röth- 
lichbraun, diefe Farbe nimmt aber ab, und verfchwin- 
dec endlich bey den Kryftallen, felbft wenn de mit den 
derben Parthien einen homogenen Zufammcahang haben. 

Es findet fich nicht allein derb, fondern auch kryftallifiR, 
in RhomboidflUDodckaedern, an welchen bitweilen ei- 
nige Ecken abgeftnmpft find. Die Grdfeder Kryftalle 
wechfelt vom fehr Kleinen bis zum Gt^fen, von unge- 
fähr s Zoll DurchmcfiTcr. Sie find äuferlich oft parallel 
gefireift, und fcheinen diefe Streifung mitunter im In- 
nern beyzubehalten. 

Der Bruch ift uneben und blättrig; der unebene ift von 
fe ncm Korn, ins Splittrige übergehend. 

Es ift in dünnen Splittern durchfchcinend. 



, Antnerkungen, 439 

Atuferlichiftesfttrkgllnzend; innerlicli oft fchimmemd; 

4uf dem unebenen Bruche von Hianglanze. 
Kl gibt «m Stahle Funken änd ritzt das Glas. 
bas fpezifirche Gewicht ift bey den Kryftallcn 5»8| bai 

3*94; beym Darben und minder reinen nur 3,690. 

Weder vor, noch nach dem Glühen wird es vom Mag« 
Her angezogen. Beym Glühen, wo es blSlTer am Farbe 
Und mehr roth wird, verliert es | Prozent am Gewicht. 
- Vor dem UthroKre fchmilzt es für (ich iuf der Kohle 
nt ciiMT fcbwtrzen Schlackt; dem kohlenfaurco Natron 
heilt CS im SUfaerlöfTel eine blaulichgrüne Farbe mit, und 
len Borax färbt es mit der gewöhnlichen gelblichgrünen 
Lifenfkrbe. 

Gerieben gibt es ein gelblichgraues Pulver. Nach 

L o c h o f f s Analyfe find feine BelUndtheile : 

|5,20 Kiefelerde, 
24,70 Kalk erde, 
Oizo Thonerde, 
36,00 Eifenoxyd, 
• 8»6o Manganoxyd, ' ■ ' ', » 

, . 1,05 Natron, .1 

2,00 Kohleulaure. 

7^97- 

Rot hoff hält die KohlenHiure nicht für einen w<- 
Bntlichen Beftandtheil des Fofllls, fondern glaubt, dafs 
e «den weiflen Häutchen angehöre, welche zwifchcn den 
paltungsflftchen der Kryftalle liegen, und beym Zerklei- 
en dcrftlben fichtbar werden. 

Hftusdiann rechnet diefs Folßf (im Handbuch der 
«üneralogiet ^601 .) zum A 1 1 c h ro i t, .(^wobey gelegent- 
Lch zu bemerken ift, dafs in die dafelbfl angeführte Rot- 
i o f f f ch e Analyfe ein bedeutender Druckfehler einge- 
iphlichen ift, indem das Foftil nicht 0,20 Kalk und 24,70 
rhon, fondern umgekehrt 24,70 Kalk- und 0,20 Thon- 
!rde enthält). 

Bcrzelius betrachtetes als felbftftändige Gattung, 
ind föhrt es in feinen chemifchen Miueralfyftem unter 
ier Benennung Rothof fit als ein, zur Familie Alumi- 
nium gehöriges Silikat auf, wogegen er den A Hoch ro i t 



4 JQ A 11 in c r k i? ;i g >.* n. 

als ein* Silikst der Faittilie Qdcium betnchtet« Seine 1 
mel für den Rochofiic ift: 

ingS + F»S+4AS; 
für den Allochroit hingegen: 

iQgS ^.fS 4- 3 FS + AS -I-6CS. 

Aumerkung izi. 

Berzeliui hat diefes Rothbraunfteiners 
ner neuen forgftltigcn Analyfe ' unterworftn, und t 
mehr folgende Beflandtheile darin gefunden : 
48,00 Kie(elerde, 
54,42 Manganoxyd, 
3,12 Kalkerde, 
0,2a Talkerde, 
— - — eine Spur Eifenoxyd« 

105,76. 
Weil nun 48,0 Theile Kiefelerde 23,80s Theile Sl 
enthalten; ferner 54,42 fchwarzes Manganexyd c 
Quantitfic Oxydul eatfprechen, deren Säure 10,884 
trigt, und endlich 3,12 Theile Kalkerde 0,873 Säure 1 
nehmen, und die beyden letztern Säurequanticäten, 
zuiammen 11,757 betragen, mit 2 multiplizirt z=r sj, 
geben : fo zieht B e r z c 1 i u s daraus den Schlufs, dafs 1 
fes Braundeinerz ein Bifilikat des Manganoxyddls, ' 
der dabey befindliiihe Kalk nicht als Kalkfpath, foB( 
als Tafcllpath, oder als ein Doppclfilikat von Ralk< 
und M-anganoxydül darin enthaltcfi Tay. Er betrachte 
daher als eine Zufammenfetzung (^iammangjutit) von 
93 9^88 Bifilikat des Manganoxydüls, 
6,712 - der Kalkcrdc. 
(M. f. den IV. Th. der Afhandlingar iFyfik etc. S.382.I 

Anmerkung iia. 

Rödberg nennt der gemeine Mann in Schw( 
eine röthJiche, etwas fchicfrige Hornbergsart (f. die 
Anmerkung) oder «inen verhiirteun Thon, der 14 bi 



AnmerkuDgeiip. .431 

oxent EiXcm. hfilt, und im Ftuer 2tt einer fchwirzen 
hlacke fthmilzc. Man findet ihn in Schweden theils 
mkelroch» mit fchwarzen Flecken, theils briunlichroth 
[t grftuen Rftndern und grünen Speckfteinfleckcn. (Nach 
in mann s Bergv.-Lex. Del.n. S.47a) 

Anmerkung 113. . 

In Klaproths Beyträgen, Bd. IV. S.266. ift diefes 
»unllcinen als Seh w arz brau nft ein, inKarfteiis 
tbcUcn (ste Aufl. S, loi. in der 103. Anmerkung) aber 
s Mang anblende befchrieben« Es iil nach Kar- 
ens Chorakteriftik : 
chcc blcjrgrau, wird aber an der Luft allmälich dunkler; 

erb; 

irk fchimmemd, ins wenig Glänzende übergehend; von 

Mctallglanz ; 

ic flachmnfchlichen, in das Ebene (vch verlaufenden Bruch ; 
nbfftimmteckige, ziemlich fcharfkantige Bruchllücke; 
roa«» grob- und kleinkörnig abgefonderte Stücke ; 
inen matten, zwifchen zitron- und ifabellgelb das Mittel 

haltenden Strich; 

I. balbhart^ fehr fprode; nicht fonderlich fchwer. 
'' Vor dem Löthrohre auf Kohle geglüht, geht deffen 
larba ins Gelblichgraue über, bey ftärkerem Glühen run- 
ac ficb das Korn zu einem halbgefloHenen Email von 
fnli^hrother Farbe. Mit Borax flieft es zu einer granat- 
Dchen Glasperle. (Klaproth.) ^ 

Anmerkung 114. 

Ueber den Wener- und Wetternfee ift Hausmanns 
Lcifc durch Skandinavien, Th. I. S. 153. 219. und 251. 
achxulefen. 

Anmeiiaing 115. 

> •• ■ 

. . Auch der hier erwähnte rothe Granit ift ein grobfa- 
rijg^ Gneis, der ein Streichen von Mittag nach Mitte- 



43^ An merk Hilden. 

nteht hat, und gegen Abdnd-einfchieft, und!in welchem 
bald der Glimmer, bald der Feldfpath den vorwahenden 
Beftandtheil ausmacht. Der Letztere' ^hr- nicht feiten, 
wenn er fein fpäth^'ges Geföge mit fplittrig'em Bruche ver- 
taufcht, in den fchOnen dichten Feldfpath (Hllleflinca) 
über. Zuweilen finden fich in diefem Gneife auch gemei- 
ne Hornblende, fchupptger Chlorit und Piftazit eia. Bcy 
Götheborg enthält er mehr fremdartigje Lager als ander- 
wätts, vorzüglich Granitlager, die von dem Gneife feiten 
fcharf abgefondert lind ; ferner Lager von ChlöHtfchiefer« 
meift mit HjUleflinta vergc feil fc haftet, und endlich Lagetf 
in welchen Hornblende die Oberhand hat. Der eingela- 
gerte Granit enthalt häufig hafelnufsgrofe Körner voa 
Magneteifehdein, ferhei* cdlch Granat, und feltener wei- 
fen und violblauen Flufsfpath, der bisweilen in Dnifen- 
hohlungen in Oktaedern kryflallifirt vorkommt. (M. f- 
Hausmanns Reife, Th.L S. 200. 205. und 210* flg) 

In den Lagergranit von Trolhattk find auferdem 
noch Schwefelkies und WaiTerbley eingefpfengt ; auch 
enthält er zum Theil eine eigene Abart des Piftaziti, wel- 
che Hausmann erdigen T h a 1 1 i t genannt hat. Sie 
iil feinerdig, matt, mager anzufühlen, abfärbend, von licht 
zeifiggrüner in das licht PiHazicngrüne fich ziehender Far- 
be, und kömmt theils derb auf fchmaien Lagern, theils 
eingefprengt, theils als Anflug auf Rluftflichen vor. 
^Hausmann ebendafelbft, S. 239.) fieyläufig bemerke 
ich liier, dafs in der Gegend von Bautzen, in der Ober- 
laufitz, eine dielem erdigen ThalUt ganz ähnliche Abän- 
derung des Piitazits in einem jüngeren Granit vorkommt, 
der bisweilen ganz j>rün gefkrbt ift, und vorzüglich an- 
gefchliifen lieh fehr gut ausnimmt. . ^ 

Anmerkung 116. 

Uebcr die intcrcflante Ucbergangs - Trappfonnarion 
von Weltj^ochland find vorzüglich ciachzulefen : 

i) Hermelins Untcrfuchungcn die Mineralhiftorie 
von Skavaborgs-Län betr. in den Schriften der Schwcd. 
WürenCch. Akadem. v.J. 1767. S. 23. 



Anmtrkungen. 433 

i^ B e r g m ft n n, de montibus veftrogothicis, in d. Opus- 

cul. VoLV. S.ii5.flg- 
;) Uebcr den Tnp der Schweden, von A. G. W e r n e r, 

im Bergm. Journ. 1793. Th.ll. S.46. flg. 
i) . Minerografiska Anmärkningar öfver cn del af Ska- 

raborgs-Lftn, i fynnerhec Halle- och Hunneberg, af 

W- Hi finget, in K. Vet. Akad. nya Handling. 

Tom. XVm. 1797. p. 23— 43. 
f) Hausmanns Reife durch Skandinavien, Th. I. 

S. 169^ flg- 

Anmerkung 117. 

Hausmann hat die hier angegebene Aufeinander- 
ge der Gebirgsarten vollkommen beftficigt gefunden. 
ir ift auch hier wieder unter dem die Grundlage ausma- 
enden fogenannten rothen Granit Gneis zu verliehen. 
U L deflen Reife, Th.L S. iSi- 192. 194. flg.) 

• Anmerkung iig. 

Ocr Alaunfchiefer von Hönf^ter ift von bräunlich - 
liwaner Farbe, auf den Abfonderung&fiächcn matt, ent- 
k wenig Riefe eingefprengt, und ift daher nicht fo fehr 
ir' Zerfetzung geneigt. Er ift waagerecht gefchichcet, 
kicnthilc-ellypfoidifche Nieren, welche einen Kern von 
Innlichfchwarzem dichten Kalkftcin haben, der nach 
r Peripherie inftänglich abgcfondertcn Srinkfpath über- 
hu C^ausmanns Reife, Th.L S. 18S* Uebcr diu 
Sendchcile dief«s Stinkfpaths f. m. die 9^. Anmerkung.} 

Nach Hausmanns Angabe (Handbuch der Miner.tl. 
^3 .^ kommt hier auch fchuppiger Anthrakonit vor. 

Anmerkung 119. 

Eine genauere Bcfchreibung des 01!cberj?.s, MölFe- 
Igs und der übrigen hier benannten iicri;e üadet iUU in 
Ittsnanns Reife, Th. I. S. 170 Hg. 

£c 



434 Anmerküofe^^ 

Anmerkung I30. 

Auch über den Hunne- und Halleberg bttt 
Hausmanns interelTante Schilderung in feiner 
Th.I. S.242. flg. nachzulefen. 

Anmerkung I2T. 

Nach Rergmanns Uncerfuchungen (in f. Ab 
lung de productis vulcanicis, in Opusc. T. IIL & 
follte man glauben, das fftulenförmig abgefondertcT 
geilcin des Hunnc- und Halleberges fey wahrer 1 
Auch fcheint Werner, auf Bergmanns Angaben gc: 
(in f. Abhandl. über den Trapp der Schweden, im B- 
Journ. 1793. Bd. II. $.90.) idiefer Meinung gewef« 
feyn. Die Befchreibung, welche Hausmana (J 
Th.I. S.a46.) von diefemGeftein liefert, fcheint aucl 
fer Annahme nicht entgegen zu feyn. Es ifl nämli 
Bruche im Grofen uneben, dem Flachmufchlicher 
nährend; im Kleinen fehr feinfplittrig ; gibt zie 
fcharfkantige Bruchflücke; iil fchwer zerfpringbari 
lockt dem Stahle einzelne Funken; ifl an den fc) 
Kanten fchwachdurchfcheinend; von einer dunkel r 
grauen Farbe; gibt einen licht afchgrauen Strich, u 
auf dem Bruche matt, nur mit höchfl feinen glimt 
den Parthien. Allein das Gedein erfcheint nicht ü 
fo homogen, vielmehr ift an anderen Stellen fehr dei 
wahrzunehmen, dafs es ein Gemenge von Hornbl 
Feldfpath und Quarz ift. Diefe Gemengtheile find 
aliein oft durch Farbe, Glanz, Textur und Bruch^j 
von einander zu untetfcheiden, fondern treten auc 
wcchfelnd in kleinen abgefonderrcn Parthien aus 
Gemenge hervor. Hin und wieder ift Magneteifci 
cingcfprengt, der dem Gcftcin eine ftarke Wirkun; 
die Magnetnadel mittheilt. 

Anmerkung 122. 

Auf der Södergrufva, zu Hällefta, ift, nach 
fingers handichrifclichen ^^ufatien, neuerlich 



ABmerkunfeii« ^35 

blaulichgrtuer ftuknfijrmiger Skapolick ^fanden 
worden. 

Anmerkung td$« 

Nach Hausmanns Ang;abe (in der Reife durch 
Skandinavien, Th. IV. $.41. und Handbuch der Mineral. 
5.5230 kommt auf den Bersbo-Gruben auch das FollU 
vor, was obeü in der 94. Anmerkung bey Heflelkulla be- 
Ichriebett worden iß, und von Hausmann blättriger 
Wcrnerit, von Berzelius aber neuerlich Eke ber- 
eit ^nannt worden ift. Von der hier, vorkommenden 
Ablnderung liefert Hausmann (Reife Th. IV. S. 4 1 .) fol- 
gende Charakteriflik : 

Es ift von fchmuzig meergrüner Farbe; ^mit einem fchwa* 
^hen himmelblauen Farbenfpiele ; theiU gerad-, theils 
knimmblättrig ; auf den Spaltungsflichen ibrk giän« 
zend, von.einem zwifchen Glas- und Perlmutterartigen 
das Mittel haltenden Glänze; hart; vor dem Löthrohr« 
fiHr fich fchmclzcnd. 

I 

Anmerkung 134. 

Das hier erwähnte zeoHthartige FolTil kommt nicht 
«Uein zu Borkhult, fondem auch zu Tandsla und 
Baldurfta in Südermanland, zu Garphytta in Neri- 
ke* und zu Vattholma in Upland, und zwar allem* 
halben im Urkalk vor. Wenn man die im H i f i n g e r- 
fchen Werke bey Erwähnung des Foflils an den genann- 
ten Orten angegebenen einzelheuaKennzeichen zufammcn- 
ftcUt; fo ergibt (ich daraus folgende Charakteriftik des- 
felben: 
Es ift von einer veilchenblauen Farbe,^ die bald mehr 

Roth (Tandsla und Baldurfta) bald mehr Blau (Bork' 

hult) in ihrer Mifchung hat; 
findet fich blos derb; 
v<li\ unebenem dichten Bruche, 
welcher theils matt, theils mehr i)nd weniger glänzend, 

Yon Glasglanze, ifip 

Se 1 



436 ÄDmerkuagta. 

Es ift an den Kanten fch«ich durch fcheinendt 
mehr und weniger hart, indem die zu Borkhult vorkom- 
mende Abänderung am Stahle Funken gibt, dasFoflil 
vcn Tandsla und Bald urftt aber das Glas kaum ichwadi 
rit7i. 
Die Ei^cnfwhwere beträgt bey nicht ganz reinen Stücken 

Ei bildet mit Säuren eine Gallerte, fchmilzc vor dem 
Löchrohr für fich an den Kanten und in ganz dünnen 
Splittern mit Aufwallen zu ciac!a weiiTen. mehr und min- 
der durw'/.i'.w.iri^em Glafc, und I'chäumt mit Corax auf, 
wird aber langfam davon auf^cloil. 

Nach Hifingers Analyfe, die im III. Theile der 
Afhandlin'^ar i Fyfik etc. S. 307- flg* nachzulcfcn ift, be- 
geht das FolTil von Borkhult aus : 
46,40 Kiefelerde, 
29.00 Thonerde, 
17,14 Kalkerde, 
0,70 Eifenoxyd, 
5»20 Veriuft beym Glühen. 

96,44. 

tfifinger hat das Foflil noch einer befondem Un* 
terfuchung auf Kaligehalt unterworfen, jedoch davon 
keine Spur darin auffinden können. Ganz ähnliche Re- 
fultflte hat die oben in der 92. Anmerkung gelieferte Ana- 
lylc des Füflils von Tandsla gegeben. Hifinger macht 
dabey bemerklich, dafs diefes Folfil, feinen Beitandtheilen 
nach, dem Prehnit vom Cap am nächilen komme. Die- 
fe Bemerkung i(l auch iillerdings gegründet, da letzterer 
nach Klaproths Unterfuchung 
4C,'/3 Kiefelerde, 
50)33 Thonerde, 
18,33 Kalkerde, 
1,^3 WaflTer und 
5,66 Eifenoxyd 

97.08 



:. 



Anmefkiingea. 437 

itliSlt. Ob hiernicli das FofTiI zum Prehnit gerechnet, 
id mit der von Htusmann (im Handbuch der Mine- 
K S. S62.') au^eftellcen, zur Zeit noch nicht hinlänglich 
»kannten dritten Art deflelben, dem dichten Preh- 
i c» vereinige werden könne, muffen diejenigen entfchei- 
sn« welche diefes in Deutfchland bis jetzt noch ganz 
^bekannte Foflil genauer zu unterfuchen, Gelegenheit 
ibena Berzelius fcheint indeffen diefer Meinung 
cht beyzutreten, da er es in f. chemifchcn Mineralfyllem 
5 eigene Gattung unter dem Namen Borkhult-Zeo- 
ith angeführt hat. 

Anmerkung 125« 

Des leicht verwitternde granitartige Geftein, von wel- 
lem hier die Rede ift, nennen die Schweden Sjelfrätt- 
en» Es beileht, nach R i n m a n n s Angabe, aus einem 
tehlichen körnigen Feldfpath mit Glimmer, und enthält 
fb K6rner von Bleyglanz und Magneteifenftein. Es fin- 
Bt Ikih an mehreren Orten in Schweden in mehr oder 
Inder verwittertem Zuftande, z. B. in Finland, im Kirch- 
»iele Eure, in Björneborgs-Lehn ; bey Ny(tad, im Kirch- 
Mit Leyges; in KymmenegSrds-Lehn, bey Garphytca u. 
HniOb C^* f. Rinm. Bergv.Lcx. Th. II. S. 586.) 



'»» 






Anmerkung 126. 



; i^^Ueber das Oberflächcnanfehn vonSmSland ift Haus- 
im'ons Reife, Th.I. S. 138* flg* nachzulefen. 

Anmerkung 127. 

;-' Die Berge um JönkÖping bcftehn, nach Hausmanns 
^jitiicherung, ebenfalfs aus Gneis, der fich häufig dem 
Sttfaitn^rfchiefer, feltener dem Granite nähert. Er ent* 
ilt oft .fremdartige Lager, die mehr dem Glimmerfchie- 
ir'Üla dem Gneis eigen zu feyn pflegen, nämlich Lager 
M Iraikfchi^fer, Chlontfchicfer und Quar^. 



438 AamerkuDceo. 

Auf dem, 9 bis lo dcucfche Meilen betrasenden We- 
ge, von Öhr bis Svenarum, kommt allenthalben lixan- 
fänglicher Grünftein, mit mehr nnd minder deutfichea 
Gemenge der gemeinen Hornblende und des dichten Fdd- 
fpaths, zum Vorfchein ; hin und wieder mit untergeord- 
neten Lagern von Chloritfchiefer. Nirgends IftlTt fich ei- 
ne regelmäfige Schichtung des kryftallinifch kömigen Ge- 
fteins wahrnehmen. (Hausmanns Reife» Th.1. ^156. 
und 148.) 

Anmerkung ia8» 

Der Glimmerfchiefer, in welchem die Gold führen- 
den Gänge von Aedelfors auffetzen, gehört zu dem foge* 
nannten Hornfchiefer der Schweden. Rinmann he 
fchreibt ihn folgendergeftalt. Der Hornfchiefer in den 
Goldgruben von Aedelfors ift eine fchwarze, fchwfirzlich- 
oder hellgraue, fchiefrige und bisweilen quaderatig zer- 
klüftete (quadriga) Gebirgsart, die meiftcntheils aus Glim- 
mer und vielem Quarz befteht. Sie gibt Funken am 
Stahl ; ift auf dem Bruche meift von feinem Korn, und 
dicht; wenn aber das Korn gröber wird, dann fcheint 
das Schiefrige zu verfchwinden» Sie befteht an raancheä 
Stellen aus feilerem Hornberg, und ift dann mit rothem 
Granit» Feldfpath, rothem dürren Quarz, grauem Granit 
und grobbUttrigen Glimmer gemengt. Bisweilen enthfilt 
(ie weiften Quarz, Kalk, röthlichen Zeolith, Talk und 
grünen ftrahlichen Glimmer, mit goldhaltigem Kies, Ku- 
pfer- und Eifencrz, auch blaftem Schwefelkies. (Ris* 
manns Bergv.Lex. Th.I. S. 807. 

Das Gold kommt auf den Aedelforfer Gängen fehr fei« 
ten gediegen, nach Rinmann nur angeflogen, meift mit 
Schwefel und Eifen vererzt vor., Rinmann führt fol- 
gende Abänderungen der dort brechenden Goldkicfe 
auf: 

a) dichter hellgelber Goldkies, von glänzendem Bra- 
che, mit kleinen unordentlichen Kanten {T)y hält 2 Us 



Anmerkunged* 43g 

s{ Loth im Sentnerrb*) grobkörniger, mürber, mit un- 
baltigen. Schwefelkies-Oktaedern, gibt im Durchfchnitt 
ifl^th im Zentner;, c) weüTer und grobfpiegiicher, von 
|. J>is 1 Loth Goldgehalt; d) mürber feiner Sandkies, 
bilc§ Loth; e) fltchfpieglicher, mitweiffen Würfeln ij\ 
von ^ I^th Gehalt ; f) grobkörniger leberbrauner, wel- 
cher eigentlich kein Gold hält, aber bisweilen reines 
Wefehgold mit fich fuhrt. ^ (Rinmanns -Bergv.Lex. 

XK. I. S.718O 

IHs Aedelforfer Goldbergwerk brachte in den Jah- 
ren 1765. bis 1770. überhaupt 

45 Mrk. 92^3 Loth 
reitfeft Gold aus ; doch war das Ausbringen in den letzten 
beiden Jahren im Steigen, und man hoffte 1771. ge^;en 
SO Mrk« Gold su Gute zu machen, (fierättelfe af Berg« 

CoUtsO 

Anmerkung 119« 

Betselius hat diefes Foflil in feinem chemifchen 
Ifinemlfyfteme, unter der Benennung Tripel filikat 
f^ron Aeddfbrs, als eigenthümüche Gattung aufgef&hrt. 
*Attt der Befchreibung, welche Hi finge r fruherhin (^Af- 
fiendlingtr 1 Fyfik etc. Th. II. S. 185O ^^^von geliefert 
liA^ ift noch nachzuholen, dafs es 

nuitt und nur an den Kanten ein wenig durchfcheincnd 
itt, and mit Säuren nicht tufbrauÜ;. 

Anmerkung 130« 

Ueber den berühmten Tabcrg in Smäland find vor- 
": aftglich nachzulefen : 

Ktpioni^s Brief an Werner, mit des Letztern An- 

,' merkungen, im Bergm. Journal, 1789. Th.n. S.acoo. 

L -• Auch in dasFranzdf. überfetzt im Joutn.' de mines, 

No. 96., und aus dem Franzöf» ins Schwedifchc von 

^-'X-idbek, indem Samlingar i Bergsvettenskapcn, 

s, Heft. S. S7. ingleichen 






440 ' AnmerkungeiL 

Hausmanns Reife durch Skandinti^en, Th. I. S. 
158. flg. •' 

N a p i o n i ' s Beobachtungen liefen über die eigentli- 
che Struktur des Tabcrgs und über die Formation, wel- 
cher er angehört, noch imtner viele Zweifel übtig. Jetit 
fchcint es durch Hi fingert und Hausmanns Beob- 
achtungen wohl entfchieden zu.feyn, dafs diefer berühm- 
te Berg dem Urgebirge angehöre, und dafs, mit Havs- 
m a n n s Worten zu reden : die Maffe des Tabergs eia 
mit vielem Magneteifenftein gemengtes Grunfteinlager im 
Gneife (Hifingers und Napioni's Granit) von fehr 
grofer Mächtigkeit fey, welches den 'zerftöiendcn Einwir- 
kungen der Atmofphfire und der GewäflTer mehr, wie der 
angrenzende, leichter verwitternde Gneis trotzend, als ifo- 
lirtes Stückgebirge «us der übrigen Gebirgsmafie hervor« 
ragt. Für diefe Annahme, welche vorausfetzt, dafs der 
Gneis erft bis zur Höhe des jetzigen Tabergsgipfel, und 
vielleicht noch höher aufgeftiegeh feyn mufste, fpricht 
noch der Umiland, dafs nach Hausmanns Beobachtun- 
gen, auf den Gipfel des Tabergs wirklich an mehreren 
Stellen gröfere und kleinere Granitblöcke aus dem Rafea 
hervorragen. 

Anmerkung. 131t 

Das hier erwähnte Foflil gehört zuHausmanniPi- 
krolith, über welchen die 104. Anmerkung nachzule- 
fen ift. 

Anmerkung 132. 

. Lidbe k hat drey Arten von den, in -SmS^nd vor- 
kommenden S/ee- und Morafterzen analyfirt ; nämlich 

1) ein Seeerz (Sjömalm) -aus dem Kirchipiele Gelfe- 
rum, in Kalmar- Lehn, was aus gröferen und kleineren, 
7 um Theil platten Körnernf von dunkelbrauner Farbe 
bcftand ; 



Anmerkungen« • 441 

3^ ein Moraderz von LilU Ryds Bruk^. in Rrono* 
iergs-Lehni in Körnern von Wallnu&gröfe, von wenir 
{cr dunkler Farbe als das vorige; 

- s) ein< fogenanntes Ffennigerz (Pennig«>malm) von 
{elblichbrauner Farbe, aus Kronobergs-Lehn. - Die Ana» 
iyfe gab folgende Beftandtheile von ' 
Nr. I. Nr. 2. Nr. 3. 

^4*^ 30,00 10,60 Sand und Kiefelerde, 

2,80 Thoncrde, 
4,40 Manganoxyd» 

i»co phoiphorfaures EifeMxyd» 
78,72 Eifepoxyd, ...*,■. 

— 0,01 Schwefel, 

2,96 2,47,Verluft. •....•:•■ 



1.4 


1,60 


1.9 


0,80 


6.4 


4.00 


67.0 


61,00 



> < ^ 



100,9 100,36 100,00. .1 

Alle drey Erze enthielten übrigens eine fehr gering« Spur 
von Kalk, fo wie das erftere von Schwefel. Den Gehale 
in metallifchem] Eifen berechnet Lidbck^ nach Bvch» 
liolztns Analyfc des Eifenokyds auf 

47*235 bcy Nr. iw 
43>oo5 •' • 2.- = ' 

55,497 • - 3. • 

[Nach Lidbeks Abhandlung in den Samlingar iBetgsvct- 
tenskapen, 9. Heft. S.69 flg.) .: 



I • 



Anmerkung 133. ' 

Hausmann hat im I. TheUc f; Reife durch Skaadi* 
navien, S. 13 4-. flg. eine höchft intereflfante allgemeine Ue- 
berficht der geognoilifiehen VerhSlcnilTc der Brovinz.Scho« 
Dcn geliefert, welche an Ort md Stelle naohzukftih ifLi":: 



... t. . 



Aiitncrkting •134. 

• Die Gebirgsart, aiis^ welcher jder Kulleft beftebt; 
ft ibcrmals nicht Granit^ Ibadem ein deutlich gefichich- 
ittergrobflafriger Gnei^ dcffinütupcmatfe aus tidem fleifi^h^ 



44a Aoaittrkiiugen« 

6rbtoen Feldfptrli, groben Korni, graulichweiflem Quai 
und tombtkbraunctn, hin und wieder gelb! ichtem, Glininer 
zufammengeretzt ift. Mit diefem, dem Granite allerdinp 
fehr gmiiherten Gneis, wechfcln Lager dünnfchiefrigea 
Gneifes und Lager von Grönftein und Homblendfcluefier. 
(S. H a u s in a n n 8 Reife durch Skandinavien, Th. L S» 1 1 1*) 

Anmerkung 135. 

Eine fehr volIftSndige Befchreibung des Alaunwerks 
v<m Andrarum und des doreigen Alaunfchicfers liefiert 
Hausmann in der Reife darch Skand. Tli.L S. lai. il|{* 
Ich hoffe den DSnk der Lefer zu verdienen, wenn ich zu 
VervoUftfindigung anfers Textes daraus Folgendes nach- 
trage. Mit dem eigentlichen Alaunfchiefer wcchfeln meh- 
rere voaii Fufs bis zu mehreren Ellen mächtige fiSnke ei- 
nes dichten, fplittrigcn, afch- und fchwfirzlichgrauen Kalkr 
ileins. Zwifchen diefem und dem Schiefer liegt ein bcin- 
fch warzer, feinfch üppiger, dem dichten (ich n&hernder, anf 
den fchuppigen Theüen glänzender, auf den unebenen 
matter Anthrakonit, der hin und wieder einen fchwa- 
chen Stmkfteingcruch vorräth. ■ Aus dem Alaunfchiefer ra- 
gen fphäroidlfche Maflfen hervor, die eben'fo verfehiedtn 
an;Gr6fe.undGe(lale, als den Beftandtheilen nach find. Sie 
beftehn nämlich entweder, befonders die kleineren, aus 
dichtem oder ftrahligen-Schw.efelkies, oder aua Schwer 
felkies und Stink kalk, wovon denn j^ner gemeiniglich 
den Kam bildet; oder aus Stinkkalk allein, oder endlich 
«US Hepatic (^Lefverilen). Der Stinkkalk ift entweder 
dicht oder fchuppig« Dar letztere pflegt nur bey den grö« 
feran Bällen, und zwar an ihrer Peripherie vorzukommei^ 
und gegen den Mittelpunkt durch den« fchuppigen in den 
dichten überzugehen. Die Farbe des Stinkileina zieht fich 
aus dem Rauchgrauen in das Pech- und fietnfchwarze Bef 
dem Stinkfpathe pflej^t fia am lichttften zU feyn, und an 
Tiefe- in dem Grade zuzunehmen, wie die fpäthige Textur 
abnUnmt. Der Sti&kfpath ifk krommblätcrig und zeigt zu- 



] 



Anmerkungen. 443 

i^di gcichobcn vierfeitig kciifönnige Abfondemugen. 
it S^txtn der abgefondercen Stücke find gegen den >iic- 
Afonkt der Nieren gerichtet, fe wie die convexe Bafis der 
MIetn die Peripherie derfelben fällt. Die keilförmig eb- 
jrfMdertcn Stücken leigen auferdem auch gerade Blätcer- 
ksdigftnge nach ihren Scitenflichen. 

Der Hepar ic von Andrarum gehört unter die noch 
venig bekannten Foflilien, und ift von dem Kongsberger 
BrfMlend verfchieden. 

Er ift von nicht ganz geßctigter kehlenfchwarzer 
Esbe; hat eine klein- und zwar oft gebogen-blättrige 
Vennri die eincrfeits in das Schuppige» andererfeics in das 
SnUige übergeht. Die Blätter licgeM gemeiniglich ver- 
«mcB» und et ift bey ihnen ein mehrfacher Durchgang 
■ueht leicht zu unter fcheiden, wenn gl eich diefer nach aller 
"WMiBhdnlichkeit mit demdesSchwerlpathsübereinftimmt. 
iXk Strahlen laufen von dem Mittel*punkte der Nieren aua* 
SSawailctt ift eine Anlage zur keil'Vormigcn Abänderung, 
^.bcy den Srinkkalkniercn, zu l>emerken. Inwendig ift 
Vdidls glänzend, theils wenig gHlnzend, das Mittel haltend 
Michen Glas- und Perlmuuerglanz bey den krummen» 
%nd iwifchen Wachs- und Glasglanz bey den geraden Flä- 
«htn. .Er ift undurchfichtig ; gibt ein afchgr^es Pulver; 
M lälbhan und entwickelt beym Reiben oder Zerfchlagen 
«mrftarken hepatifchen Geruch. 

Wir bcfitzen von diefen Hepatit von Andrarum fbl. 
gCBdc^BweyAnalyfen»a)vonKlaprotb und b) von John: 

gl^sf 93975 fchwefeluurer IBaryt» 
C3b50 s»oo Kohle (undBitMimen bey b), 
6^ • SfCO fchwefelfaurer Kalk, 
5,00 if59 Eifenoxydül («), Eifenosyd (b)^ 
gfiO — Thon, 

^995 ii9S Wafler Cbey.b) und Vcrluft durch Feuch* 

tigkeit und Schneefel (vom ^hweftUue« 
f e bey a> 



444 Anmef kuDgen* 

Auch hat Jofiit fluferdem Spuren von Schwefel, Mangne- 
fiamoxyd, Chroin(aure (?) und Thon dirin aufgcfund«. 

Anmerkung 136« 

Ueber die Steinkühlcnfocmation in der Gegend tm 
Hclfingborg hat Hausmann in f. Reife durch Skandina- 
vien. Th. 1. S. 101. flg. ebenfalls fehr tncereflfantc Nacb* 
richten geliefert, tuf die ich hier verweife» niuls. 

Anmerkung 137. 

Der hier erw&hnte verhftrtete Kalkmergel» dem die 
Schweden fonft auch Scrutmergel nennen, ift dai fo«- 
derbare Foflil, was Werner vor einigen Jahren nodiab 
cigenthflmiiche Gattung» unter dem Namen 

Tuttenkalk, 
in feinem Syfteme aufgenommen, und hinter, dem Mcrgd 
tingcordnet hat. Da Werners CharaktertlHk diefes Mi- 
nerals, fo wie er ße in feinem letzten oryktognoitifchea 
Rurfe gegeben, fo viel mir bekannt, noch nirgends ge- 
druckt worden i(l; fo glaube ich den Mineralogen gcHlUig 
zu werden, wenn ich diefe Befchreibung hier mittheile. 

Per Tuttenkalk ift von lichte rathlichbrauner, den Uiac« 
braunen (ich nähernder Farbe. 

Er bricht derb, 

ift im Bruche kaum fchimmemd, und 

undeutlich fafrig, ins Splitttige übergehend. 

« 

Dit Bruchftückc find fplittrig und keilförmig. 

Er ift von tuttenförmig gebogen«», dünn- und krummfcha- 
lig abgtfondtrtca Stucken« welche tuf eigene An gereif- 
te Abfonderungsflichen leigen; 

undurchfichttg^ oder doch kaum tu dtu' Kanten duich- 
fcheinend; ' ^ ' 

hält das Mittel zwifchen halbhart und weich; 

ift wenig fpröde ; 



Anmerkungen. 445 

« 
cht scrfpringbtr und 

shc fonderlich fchwer, in geringem Grade. 

Uebcr fein Vorkommen gibt Hausmann in der Reife 
irch Skandinavien, Th.I. S. 104 genaue Auskunft: Sr 
tdct fich nämlich füdlich vom Dorfe Görap im Steinkoh* 
iflöcze. Bin^mit dünnen Schiefeithonlagen wechfelnder 
iKlftcini dem Helfingborger ihnlich, bildet die oberfte 
Ötzlag^c. Er ift dickfchtefrtg abgeändert und wellenför- 
iS gelagert. Darunter liegt bald mit der Sohle des Tha- 
I gleich, bald über oder unter derfelben das Flötz, wei- 
tes derv Tuttenraergel einfchliefl, und J bis 2 Fufs mäch- 
l zu feyn pflegte Es itt ein verhärteter rehfahlgrauer 
hon, in dcflen Mitte die Mergellchicht liegt. Der Tut* 
nmergel felbft befteht aus einem mit Thon inniggeroeng- 
n Kalkfinter. Unter der Thonfchicht, welche den Tut- 
nmergel einfchlieft, kocnmt wieder Sandftein zum Vor- 
hein. Ucber die wahrfcheinlich ilalagmitifche Bildung 
SS XVCtenkalks ift Hausmann a. «. O., S. io6. nach* 
liefen. 

Anmerkung 13 g. 

Di9 oberften Lagen des, nur durch Schächte und 
ccinbrüche entblölten Flötzgebirges von Höjanüs, beüe- 
en aus J bis 1 Fufs mächtigen Bänken eines aus kleinen 
>geführten Quarzk6rnern locker zufammengcfetzten weif- 
!n Sandfteins, der, des Mangels an Bindemittel ungeach- 
:C, in gröferen Maflen Zufammenhalt genug hat, um zu 
[Üblfteinen fehr brauchbar zu feyn. Unter diefem lok- 
eren liegt ein feilerer Sandltein, welcher zwey Kohlen- 
)cse einfchlieil, die 9 bis to Zoll mächtig find, und wo- 
in das eine 13 Ellen unter dem andern liegt. DieStein- 
Dhle ift gut und zur Glanzkohle (Blätterkohle) zu zäh- 
st» die fich der Schiefcrkohie nähert. Unter den Koh- 
*n liegt fchwarzcr Schicfcrchon, der keine Pflanzenab^ 
rücke zu enthalten fchcint. (Hausmanns Reife, 
I1.-L S. 108O 



44^ Antnerküngeii. 

Anmerkung 139« 

Der VerfafTer äufert weiter unten die Meinung, itti 
die Uebergangsformarion auf der Infel GottUnd filter fcyn 
dürfce, als die auf Öland, in Schonen, Oft- und Wefi^ 
gothland und Nerike. Seine Gründe dafiir find, dfl& 1) 
die Alaunfchicfcrfchicht, welche in den genannten Ue^ 
bergangsgebirgcn den Sand- und Kalkftein von einander 
trennt, hier ganz mangele; dafs s) der gottlflndfclii 
Sanddein weit lockerer und mehr mit Glimmer geme&gt 
fey, auch weit mehr und ganz andere Arten von Ve^ 
deiner ungen als anderwfirts enthalte, und dafs endlich 
S) der dalige KalkHein oft fchon ein körnig bltttrigcsGi- 
fuge und einen gewiffen Grad von Durchfcheinheitbefiizcb - 
wogegen der Uebergangskalk der übrigen namhaft ge- 
machten Orte von erdigem und matten Bruche und Jlnx- 
lich undurchfichtig fey. Mir fcheinen aber alle dide 
Gründe vielmehr das Gegentheil zu beweifen, nSmIicb, 
dafs die Bildung der gottländifchen Gebirge in eine weit 
jüngere Periode als die der angeführten fchwedifchen Uc- 
bergangsgcbirge falle, und dafs jene vielleicht fogar der 
Flötzzeit angehören möchten. 

Denn der Alaunfch'iefer ift wohl eigentlich ein Glied 
der Schieferformation aus der Uebergangsperiode, und 
foine Stelle fcheint in denFlötzgebirgen durch den Brand« 
ichiefer erfetzt zu werden. Sein Fehlen im gottlindifchen 
Gebirge fpricht daher wenigftens eben fo ftark für dif 
jüngere Bildung des Letztern. 

Eben fo fcheint der lockere Zufammenhalt des glim- 
merreichen Sandftcins und die grofe Anzahl der in ihm 
enthaltenen Verfleinerungen ebenfalls mehr feine neuere, 
als eine ältere Entilehung zu beweifen, und nach der 6e- 
fchreibung, welche Linne ^in der Reife durch Oelind 
und Gottland etc. Halle 1764. S. 28O von diefem Sasd. 
deine liefert, fcheint kaum ein Zweifel übrig zu bleibeo, 
dafs derfelbe nicht dem bunten oder fogcnannten Grund» 



AauierkuBg CO, 447 

fiifidftcin« angehören follte. Er ift nfimlich, wie diefer, . 
fcnkrecht zerklüftet und diefe Klüfte fetzen, wie Linn< 
iägt, in ewige Teufe nieder. Die Klüfte, welche nach der 
Lftnge des Berges gehen, werden Lingfned, diejenigen. 
hingegen, welche jene in der Quere durchfetzen und ii 1 
den Berg hineingehen, Twärfned genannt. Auch fcheicit 
föne abwechfelnde Schichtung mit Schieferthon (fkifri g 
I^ra>, welche Linn^ (a. a. O., S.284O fehr genau an- 
gibt» darauf hinzudeuten. 

Die in demgottländifchenKalkfteln zuweilen hervor* 
tretende Neigung zu einer Art kryllallinifchen Gefugea 
fcheint eben fo wenig ein Grund zu feyn, um an feiner 
Bildung in der Flöuzeit zu zweifeln» da diefcr Periode 
kryftallinifche Bildungen ja überhaupt inicht fremd lind» 
Ueberdem fcheint fein Reichihum an Vcrfteinei-ungen 
und zwar an folchen, die dem Flötzkalk durchaus nicht 
fremd find, ebenfalls mehr für als gegen feine Entlieh ung 
in einer jüngeren Periode zu ilreiten. Ja, der gottländifcho 
KalkfEein fcheint fogar, wenn pian L i n n4' s Befchreibung 
defTelben zu Biithe zieht, fchon dem Mergel fich zu nä- 
hern. Er befchreibt nämlich a. a. O., S. 284O ^^^ Kalk*. 
' fchi^t im Gamla Kulan bey Bufsvik folgendergeftalt : 

Kalkhält, 8 Viertel mächtig, ein etwas f ch i e f r i ger» 
bleicher, aus unfühlbarcn Körnern beftehcnder Kalkftein.. 
Auch nennt H i f i n g e r felbft den Kalkllein am Hoberge 
einen grauen mergelartigen Kalk. 

Endlich ifl das hier ausdrücklich erwähnte Vorkom- 
men des Rogcnfleins (Romften), der ebenfalls Verfteine» 
rungen enthält, nicht aufer Acht zu laffen, da diefer be* 
Icanntlich nur dem Flötzgebirge angehört; wenigftens 
irftre fein Vorkommen im Uebergangsgebirge fo viel mir 
wifTend, bis jetzt ohne Eeyfpiel. Dafs es aber wirklich 
eine Art Rogenftein fey, fcheint keinem Zweifel un- 
terworfen ; denn L i n n £ fagt : er beftehe aus weiffen fcha- 
ligen Körnern mit konzentrifchen Schalen. — Schlüfs- 
lich fcheint au^h das ganze Oberfiächeo^anfehen von Gott;* 



448 Anmerkungeo. 

land FlÖtzgebirge zu bezeichnen. Denn H i f i n g e r feil 
Tagt, diefe Infel fteige zwar ziemlich hoch über die Oftfi 
empor, könne aber im Allgemeinen als ebenes und fli 
ches Land angefchn werden. 

St wäre daher wohl zu wünfchen, dafs die Inf 
Gottland aus diefem Gefichtspunkte näher unterfacJ 
wurde. 



£rfter Anhang. 



Feberficht der bekannten geog- 
. iioftifchen Verhältnirie 

Schwedens^ 

. von Hifingen 

^9M Effle, was beym Ueberblicke der Ober- 
Blclic eines Landes dem Auge des Beobachters 
idk darbietet, find feine äufern Geftaiten die 
Unredbfelungen von Bergen, Thaiern, Ebe- 
Mü; Seen und Strömen. Durch de und die 
läge des Landes in Hinficht auf Polhöhe ver« 
Sea die Veränderungen des Klimas befiimmt, 
itd diefe zeichnen wieder den verfchiedeuea 
Ineagoifiea der organifchen Natur ihre Gi-en« 

mvor. 

. .Schweden liegt zum gröfsten Theile unter 
uän milden Klima } nur da, vo es an die 
arwcgifchen Hauptalpenkette, das fogenann« 

Ff 



450 Brlle.r ALiiiiaiig. 

KöIco-(odcrSeve-)Gebirge^ der Oftfee und dem 
bothnifchcn Meerbufen gegenüber fich aiK 
fcblieft) finden Abänderungen der Temperatur 
Statt, die fowohl durch die Folhöhe, als.durcb 
die ungleiche Erhebung des Bodens über den 
Meerfpiegel niodifizirt Verden; und da der 
hohe Klicken jenjsr Befgkett« feine Laogeoer- 
flreckung ungefähr von Mittemacht nach Mit^ < 
tag hat, fo hat nicht nur die» Lage eines Orts ] 
nach Norden und Süden, fondern auch feiflc , 
Lage nach Often und Weften auf dellen Klims i 
Einflufs. 

Die Oberfläche Schwedens ift, vermöge die* : 
fer feiner geognoftifchen Lage, zum grofstea 
Theile uneben und bergig, und befteht theiii^ 
nänilich zunächft dem Hauptgebirge, aus al- 
penähnlichen Bergrücken, theils aus Nebeajo- 
chen, die (ich nach Morgen und Abend Üo 
verlaufen, und nur der kleinfte Theil iß As- 
ches Land. Zu dem Letztern kann man die so* 
fammenhängende Ebene, \irelche den gröfkea 
Theil vonUplandund Weftmanlandeio* 
nimmt, und einen geringen Theil von Suder* 
maniand, um den Mälarfee herum, recbnea 
Nerike enthält ebenfalls ein Stück Üaches 
Land, \7as einerfeits an den Hjelmarfee anAöA» 
auf der andern Seite aber von Bergen umgebefl 
ift. Der Venernfee liegt in einer Ebene, te 
nach Wermeland und Dahlsland hin nur eine 
geringe Ausdehnung hat, in Skaraborgs-Lebn 
aber fich mehrere Meilen weit verbreitet. OA» 
g o t h Li n d umfafTt eine weitläufige Niederung 



Erfter Anhang. 451 

vifcben dem Vetternfee und den Buchten der 
»ftfee. Die Seekuften von Hailand, und 
am Jdeiaeren Theile auch die Kiiften von 
»iekingen, find in einer'geiiogen Breite von 
krgen frey, der gröfste Tbeil von S cfa o n e n 
ber, fovie die Infeln Öland und Gotb'land, 
leftehen aus vollkommen flachem Lande» Piefs 
Snd aucii die Gegenden, die in jeder Hinficht 
lei hiildeften Himmels fich erfreuen, den gün- 
iKgflen Boden zum Gedeihen der Gewächfe ge* 
nC», und von der Natur felbfi zum Ackerbau 
beflunmt zu feyn fcheinen. 

' Der übrige Theil.des Landes, einige unbe- 
kstende Ebenen am bothnifchen M^erbufen 
hid in der Nähe der ^röfcren Seen und Gewäf- 
fern ausgenommen, befieht aus einer fleten Ab- 
vechielung von gröferen und kleinern Höhen 
üd Thalern, erfiere mit Wald bedeckt, letz- 
iOEemeifl angebaut; ferner aus Seen, Strömen 
Itod Moräfien. Ein in diefen Gegenden oft 
loAerrfchender, mit Steinen gemengter Saud- 
!»odeu, ein in Verhältnifs ihrer höheren Lage 
^ ihrer Waldungen Arengeres Klima; Alles 
leiijlnindet, dafs die Natur den Bewohnern 
ImÜn: Gegenden den Ackerbau nicht zu ihrer 
ifanptnabrung hat anweifen wollen. Allein 
Itbr natürlichen Hindernifle ungeachtet, Iiat 
leverhtleis auch hier beriefen, was er auszu« 
Ichteil vermag. Die Bewohnerhaben nämlich 
1^ den Erzeugniflfen des Bergbaues, der Wal- 
liagen, der Viehzucht, Jagd und Fifchercy 
BOe Nahruogszweige gefunden. 

Ff 2 



) 



452 Erfter Anhang. 

: 
Die Gewinnung der Produkte des Mineral«* 

reichs macht den HauptnahrungstVeig einef 

Volksflammcs aus» der aufefdetn« beyfolcher 

Stärke, in diefen Gegenden kein Unterkommea 

gefunden haben viirde« 

Eine Ausnahrtie von diefen Landflridieil 
machen die alpenahnlicbehhöchft^ Berge, di^ 
alles Waldvuchfes beraubt, nur kleine Alpeo- 
gewächfe und Moofe erzeugen. Allein diele 1 
rauhen Gegenden, die nur von Lappen fparltm | 
be'srohot Werden, nehtnen nur einen kleiuea 
Strich längs dem nördlichen Zuge dei Haopt- 
gebirgsriickens ein. Diefe Alpen, fo verthlot 
lie auch in Hiniicht auf Ackerbau, und in der 
Allgemeinheit felbft für den Bergbau erfcbei« 
nen mögen, bereiten gleichwohl dem Bodea 
unfchätzbare Vortheile. Denn fie fanunela 
und zerfetzen alle WafTermeteore, und dai 
Aufthauen ihres Eifes und Schnees während 
des Sommers wirkt wohlthätig auf das ganze 
übrige Land, deflen Quellen, Bäche, Stro* 
me und Seen dadurch gelpeift Werden. 

Der hohe Rücken des Hauptgebir* 
ges, der oft die ewige Schneegrenze libe^ 
fteigt, erftreckt fich, meift in der Richtung 
von SS.W. nach N.N.O., vom Lifter an i^ 
Nordfee bis zum Ausfluffe des Tana-elfs in das 
Eismeer. Niedrigere Joche trennen iich von 
diefem Hauptjoche in Enontekis-Lappmark g^ 
gen Morgen und Mittag, und verbreitet fich 
bis nachFinlaiid und Ru(siand. Sie vertheilen 
die Gewälfer theils nach der Oftfee und dem 



Erfter Anhang. 453 

thnifchcn Meerbufen, theils nach dem Eis- 
tcr^ der Nordfee und dem Kattegat« Der 
luf der Ströme vird durch die SeitenäHe des 
ttuptgebirgszuges beflhtimt, und in SchxsE^eden 
shmeo fie daher ihre Richtung meiH von Nor- 
so nach Süden, S.S.OHen und SüdoOen. 

Unter den Neben jo eh en flnd vorzfiglich 
lejenigeh bemerkens'o^erth, die um die Gren- 
e von Norwegen, Dalekprlien und Her- 
ädalen vom Hauptjoche abgehen. Eines die- 
er Joche geht vefllich vom Fämundfee ab, 
cheidet zum Theil Wermeland von Nor^e* 
{CO, und endet bey Götheborg am Weftmeere. 
Sa zvey tes Joch liiuft oftwärts von demfelben 
kt durch Wefldalekarlien, Weftmanland, Ne- 
äci Weftgotliland, und vereiniget {Ich mit 
Ion Landhöhen von Sniäland. Z>K^irchen bey- 
ka ftrömt der Clara-elf> der Ausflufs des Fä- 
DDondfees, der zugleich mit einer Menge ande- 
rer fliefeader Gev'afTer, fich im Wenernfee 
uunmelt, um durch den Göta-elf bey Göteborg 
Bch in die See zu fliirzen. Hohe Seitenjoche 
Iclieiden ferner Dalarne von Herjeädalen, und 
}ides Land von Jämtland, und fetzen dann 
■weiter nach Mitternacht fort. In allen, zwi- 
Iciien diefen Jochen liegenden Hauptthälern 
offi man gröfere fliefende Gewä^er an, wel- 
ilie die kleineren alle aufnehmen, um fie dem 
ifeerc zuzuführen ; dergleichen Ge väffer find 
er Dal-elf, Ljusne-elf, Indals-elf u. m. a. — 
>ie gröferen Vertiefungen der Oberfläche find 



454 Erfter Anhaug. 

mit Wafler angeföllt, und bilden Seen; wo- 
von der Wcner-, Wetter-, Hjelmar«^ 
Molar«, Siljan- und der Storfee in JSm« 
land, nebft mehreren Seen in den Lappnur<> 
ken unter die gröij^rn gehören. Von die/ea 
Seen liegt der Mälar nur 6 Fufs höber als dar 
Meer, der Storfjö hingegegeu ia38 Fufi*); 
Die Erhöhung des Siljanfees über das Meer b^ 
trägt etwa 500 Fufs, feine gröfste Tiefe aber ^ 
z^ifchen 1 50 und 300 Faden oder Lacbter**)- ' 
Der Grund diefes IStes liegt daher, wenn die ' 
Angabe fciixer Tiefe richtig ift, weit unter der " 
Oberfläche des Meeres. Dailelbe trifit beyo *• 
Wettern fee ein, welcher bey einer Tiefe voo 
360 Fufs nur 99a Fufs über der Oftfee lie^ ] 
Die geringe Erhöhung des NTälars macht, dab 
man ihn als eine tief in das Land eindringende 
Meerbucht betrachten kann, wiewohl er vou 
den vielen aus Upland, Weftmanland, Suder- 
manland und dem füdlicheii Theile Dalekar- 
liens in ihn einnrömenden FliiiTen füifes Wa& 
fer führt. 

Die Höhe der Hauptgebirgskettc ift noch 
fehr wenig bekannt, nur die Lage einiger ve- 
nigen Puukte über der See ifl gemeffen, und 
aus diefeu Mefllingcn fcheint hervorzugehen, 
dafs die Höhe der jänitläudifchcn Alpen 6 bis 

•) K. Vctcnsk. Akad. Handl. 1787. 

**) Tuneids Geographie, 1. Del. J50 bis 200 Faden 
(ru 6 fchwed. Fufs, und jeden Fufs zu 13 ij Pari- 
fcr Li nie. gerechnet, betragen 822^ bis 1096! P«*" 
rifcrFufö). C^. Ucbcrf.) 



Erfter Anhang. 4(5 

>o ich^ed. Fufs crreicbeu dürfte '^), dafs lle 
> vom Snöhättan io Norwegen, von den 
:hfiea Punkten des Dofrefjäld, und fogar 
si ganzen Hauptriicken an Höhe noch über- 
ffcii werden, da die Kuppen des Letztern, 
chfisniarks Abwägungen, bis zu 7620 Par. 
6 aufzeigen follen**). Von dicfer Höbe 
igen die Rucken der Seitenjoche auf der 
kvedifchen oder Oflfeite febr allmäiich in ei- 
nr Ausdehnung von 30 bis 50 Meilen herab, 
lib viel nämlich im Allgemeinen der Abßaud 
» Hauptriickens vom bottnifcben Meerbufen 
Inet; Auf der Abendfeite nach Norwegen 
id dem Weflmeere zu ift ihr Abfall Heiler und 
r Fttis oft kaum einige Meilen vom Haupt« 
ckea entfernt. Am nördlichen Ende des Letz« 
a, am Nordkap und bey Alten, ßofen die 
jea mit 3300 Fufs Hohe bis aa die KüAen 
I Eismeers ♦♦*). 



):Die H6he des^ Syltopps betrigt 6652 -fchwed. Fufs, 
und die des Ärcskutans 5308 Fufs über dte 'OÜfee. 
K. Vet. Akad. Handl. 1 787. S. 226. 

•) wBu chs Reifen durch. Norwegen etc. TJi. L. Sisoj. 

•^ EbendaC Tbl. II. S.1^2. Nach Wahlcnbergs Mef- 
fuBgen in tuIea-Capmark hat von den dortigen Al- 

pön der ■ • 

, nördliche Sulitdma 5796 Pai* Fufs 

füdliche - " 5173 - •' • 

•Almajalos 5200 - - ' 

.5anlo 5509 - r. .' .' 

, Staika 4750 - -. " . 

Alkavara 4750 - ' • 

. . . Uiro 3c»8 - .-. . u.* \ 

Wallifpik 4000 - - . 

Höhe. Die drey crfVen Berge find von Qftfifchetrt 
umgeben* y'i-.'il^*,; 



456 Erfter Aahang. 

Amficberften bezeiclinet die Vegetation die 
Abändeningen de$ Klii das. la Schweden tnffi 
man die Buche nicht über den Hanneberg, und 
Omberg (in 5 8 ^ 20' Breite) hinaus. Die Eiehe 
nähert fich der Breite von 60 ^ 40' beyHaroäiia 
Geflrikeiand. Die Ulme und Linde wiicbftnocli 
beyHamrSnger unteröo^ 55« DieEfcbeuamr 
6a® 15' am Njurunda-elf. Die Buchwcide 
(Salix fragilis) bey Sundival, unter 6a^ aj'. 
Der Ahorn am Angermans-elf unter 62^ 49' 
K. Breite. Die Ackerbeere oder nordifcbe Him- 
beere (Rubuf arcticut) vächft bis Ober-Tor- 
neS, 66^ 2o\ Die Tanne (Pin. abies) bisSöü- 
ga muotka am Muonio-elf, unter 60® la' lu 
Breite und in 779 Par. Fufi Höhe nber dem 
Meere. Die Riefer findet fich noch bis Lep- 
päjarvi unter 68t^ n. Br. und 1247 Föft Er- 
höhung über dem Meerfpiegel. Die Birke 
hört erA nördlich von Kautokeino, itn norre« 
gifchen Lappland, unter 69® Polhöhe und bey- 
nahe 1706 Par. Fufs Erhöhung über dem Mee- 
re auf. 

Die Grenze für den Holzwuchs trifit man 
in J'ämtiand unter 63° 30' n. Bn und in 3430 
fdiygr. Fufs Höhe; auf der Infel Stegen, an der 
nororegifchen KüAe, unter 68^ Br. bey 1977 
Par. Fufs Höhe. Auf dem St. Gotthard und 
den Alpen tritt üc erA bey 6000 Far. Fufs Hö- 
he ein. Die ewige Schneegrenze erhebt fich 
bey Talvig in Norwegen unter dem 70. Brei- 
tengrade nur 3300 Parifer Fufs über denMee* 
res^iegeL 



Erfter Aiihait|p> 4J7 

So ift, fliicbtig überblickt, das Oberfläebea« 
ao&hea ^cbvedent befcbafTen, und es bleibt 
nun noch übrig, die fefteo Theile, aus v^l- 
eben es beAebt, die Berge und Erdfchichten, 
naber 2U unterfucben« Bcy Betracbtung der 
Beftandtbeile derfelben erlangen vir fchr bald 
die Ueberzeugung, dafs fie urfprünglich aus 
einem allgemeinen Auflöfungsniittel uiederge« 
fchlagen worden find, dafs aber fpäterbin ihre 
Oberfläche durch gewaltige Naturumwälzun« 
gen vmgearbeitet, und der urfprfinglicbe Kern 
mit vericbiedenartigen Decken bekleidet vor* 
den ift, die anfangs aus gemengten cbemifchen 
und mechanifchenNiederfclilägen, zuletzt aber 
am blos mecbanifchen Ablagerungen befanden 
haben. Wir finden nämlich, dafs der innere 
Kern des feilen Erdkörpers, fo tief vir in feine 
Rinde eindringen können, (vas freylich, gegen 
feinen Durcbmefler gehalten, nur fehr unbe- 
deutend ifl:,) aus einer allenthalben gleichartig 
gen Mafle befleht, die den Namen Granit er« 
halten hat, und aus einem gleichförmigen, 
körnigen Gemenge von Feldlpatb, Glimmer 
und Quarz zufammengefetzt ift. Diefes Geftein 
ibvohl, als mehrere über ihm aufgelagerte 
Gebirgsarten von mehr und weniger regeln»* 
fig fchiefrisem Gefüge, z, B. Gneis, Glimmer- 
und Thonfchiefer u« a. beflehen durchgängig 
aus cbemifchen Niederfchlägen, die Heb froher 
als die organifche Natur gebildet haben müf* 
fen, da man noch niemals Uebcrrefte der Letz- 
tern mit Ge^ifsheit darin angetrofifen hat ; wes- 



458 Erfter Anbang. 

halb man auch jene Steingebilde die üralceo 
benennt. 

Auf ihnen aufgelagert finden vir eine o* 
dere Klaffe von Gebirgen, die aus einem on» 
gleichen Gemenge von cbemifchen und n» 
chanifchen Niederfchlägen befteht, velcheLett» 
tere von zerflörtenTheilen der Urgebirge nidit 
nur, fondern felbft diefer letztern Klaffe vt» 
Gebirgen herrühren. Ueberrefle und Alxirak« 
ke vonThieren und Pflanzen find in diefeDFor" 
mationen mehr und minder einheimifch Ue 
ältefte diefer Formationen, welche zunächflaof 
die Urgebirge aufgelagert ifl, und. mehr dl^ 
mifche Niederfchläge, auch meifl organiifibs 
Ueberrefle von unbekannten ThiergefchlcdH 
tern enthält, fiihrt den Namen Ue bergaag^ 
g e b i r g e, zum Uatcrfchiede von den jüsge^ 
oder Flötzgcbirgcn, worin die mcctoni' 
fchen Gemenge kennbarer werden, und Ueber- 
refle desThier- und Pflanzenreichs von bekann- 
ten und unbc kannten Gefchleclitern mit einafld^ 
vermengt find. Oft find beyderley Fornoa- 
tionen Ichwierig von einander zu unterfchet- 
den, und die Natur fcheint bey ihrer Bildung 
in einer gleichförmigen Prosreflion von ^^ 
meifl chemifch zufamnlengeietzten Grundfo^ 
mationen bis zum letzten Giiede der meißm^ 
chanifch gebildeten Flötzgebirgsarten fortge* 
fchiitten zu feyn. Was wir am ficherftcfl^ 
unterfcheiden vermögen, ift ihr höheres oO/X 
minderes relatives Alter, nach ihren Auflag«" 
ruugsverli'dltnillcu, Beymcnguugcii u. f. v. 



Eriler Aiihangf. .45g 

Üeber diefen Formationen bildet das auf« 
gefchveininte Gebirge (Slam formatio- 
ner) die oberfte Decke der Erdkrufte. Es be* 
ileht aus rein mechanifchen Ablagerungen ohne 
Zuiammenhang der einzelnen Gemengtheile 
durch ein gemeinfchafdiches chemifches Bin* 
deniittei. Das aufgefchwemmteLand ifl haupt« 
fachlich aus lofen Steingefchieben, Saud und' 
l'hou zufammeiigeretzt, und meid' von einer 
^^efar oder minder dicken Lage verwefter Pflan« 
*ca- und Thieriiberrefte, welche die fchwar- 
2e Dammerde bilden, bedeckt. Diefe Forma- 
^OD, fo einfach fie auch ift, gehört gleichwohl 
zu den wichtigften ; denn de ift der Grund und 
^ Standpunkt für das ganze Gewächsreicb, trägt 
zur Ernährung der Pflanzen ohne Zweifel fehr 
i^ieles bey, und es beruhet auf ihrem richtigen 
Gebtauche gröfstentheils die Theorie des Acker- 
baues, Sie entAeht durch Ablagerung zerßör-i 
ter und abgerollter Theilc der vorgenannten 
Gebirgsartein, bildet (ich noch jetzt fortdauernd,. 
und \{\ einer fortwährenden Abnutzung und 
Fortfchwemmung durch Gufsregen undStrömd 
äusgefetzt. . 

Ehe ich zu näherer Beleuchtung defien über« * 
gehe, was ich oben über die Gebirgsformatio- 
iien im Allgemeinen gefagt habe, ift es nötbig, 
voraus zu bemerken, dafs jene Gebirgsmailen 
nicht immer und allenthalben in der oben an* 
geführten- Ordnung auf einander gelagert find, 
auch niemals an einer und derfelbcn Stelle alle 
beyfammea angetrojQfen werden. Vielmehr 



460 Erfter Anhaag, 

ruht btrreilen ein Uebergangsgefiela umnittel* 
liar auf Granit oder Gneis, eine Flötzgebirgt- 
fchichtbald aufUr- baldauJFUebergaDgigebirge . 
u. £ V. Die angeführte Ordnung derfeibca 
darf daher blos als das allgemeine Kefuitat der, 
über das relative Alter der Gebirgsarten anver- 
fchiedenen Orten des Erdbodens gemachtoit 
Beobachtungen betrachtet Verden. 

• 

Ohngeachtct die HauptmaiTe des feftenlaiH 
des von Sch'sreden ausUrgebirge befleht, fo ul 
es doch ausgeipacht gewifs, dafs die GrundM- 
ge aller Urgebirgsarten, der vabre alte Gra- 
nit, bis jetzt noch nicht dort aufgefuadea uu 
Gleichwohl kommt in melireren Gegenden eia 
inniges Gemenge der Beflandtheile des GraoitSi 
und zwar ohne Spuren eines fchiefrigen Ge& 
ges und ohneBeymengung fremdartiger Theu^ 
vor, was der weniger Unterrichtete für unb^ 
deckte Parthien des eigentiicheu Grundgrafli^ 
anfehcn kann, in fo weit man nicht geneigtem 
ift, da$ Dafeyu eines jüngeren, dem Gaeik 
untergeordneten Granits anzunehmen» 

Die Gneisformation, in mannichfsdti' 
gen Abänderungen und von verfchiedenem M' 
ter, macht im Allgemeinen in Schweden ü^ 
Grundlage für alle jüngere Formationen ^ 
und tritt am allgemeinfien unbedeckt hervor» 
Sie zeigt (ich in den meiden, oben als plattet 
Land bezeichneten Theilen des Reiches, (o 
weit fie nicht hier und da mit Uebergangs» oder 
Flötzgebilden bedeckt find. Eben fo oft trifft 



Erfter Anhang. 461 

man fie auf den Bergrucken der roreyten und 
dritten Ordnung, und zwar, je veiter vom 
Hauptrücken entfernt, um fo häufiger j auch 
in den Lappmarken, in Jiimtland und Herjeada* 
len« Die Gneisformation bat daher in Schwe- 
den den ausgedehnteren Umfang, und nur der 
Glimmerfchiefer kann fidi mit ihr mefTen. Daf« 
felbe Verhalten findet auch auf der vefUichen 
Seite des Hauptgebirges in Norwegen Statt. 
Denn auch hier bildet der Gneis die Grundlage; 
fiber ihm findet man den Glimmer- und Thon« 
fchiefcr mit ihren mannichfaltisen untergeord« 
neten Lagern ; dann über diefen im fudlichen 
Norvegeil die Uebergangsgebilde des Kalk- 
ileins, Thonfcbiefers, Sandfteins^ Syenits ubd 
der GrauVaeke. 

Die innere Zufammenfetzung des Gneifes 
ift höchft veränderlich. Oft i(l die Verbin. 
düng feiner Gemengtheile, des Feldfpaths, 
Quarzes und Glimmers, fo gleichförmig und 
fo ebne alle Anlage zumSchiefrigen, da(s man 
ihn kaum vom ächten Granit unterfcheiden 
kann. Allein bey genauer Betrachtung be- 
merkt man hier und da ungleiche Verhältnidc 
und Lagen der Gemengtheile, eingeftreute frem- 
de Mineralkörper, bis'reilen felbfl fremdartige 
Lager und Gänge, feine Ablofungen u, dereU 
mehr, und überzeugt fich dann bald von der 
' rechten Stelle diefer Gebirgsart, Mit Recht 
"vird fie immittelft granitartiger Gneis 
genannt, zum Unterfcliiede von demjenigen 
Geftein,' vas durch die linienformige Stellung 



462 Erller Anhang^i 

feiner Glimmertheiicben fich zum Schiefrigen 
oeigt unddeineigeatUchenGneife mehr nähert. 

Eiue andere jüngere Abänderung iftdeat- 
.lich fchiefrig, und findet fich in bauchigen 
(buktade) zieailich inachtigiui Lagern, die fich 
.oft durpb ein fehr ungleiches Geinenge'ihrer 
Gemengtheiie von einander unterfcheideu. Die- 
fe Abänderung des Gneifes umgibt zum gröfeen 
Theile den Wernernfee in Weflgothlaud und 
Dahisland. Zuweilen findet man den Gneis 
in mächtigen liegenden Schichten*^} feltener 
dünnfchicfrig und tafelförmig**}. 

Häufig und in die HauptmajQfe Mineralien 
eingewachfen^ die eigentlich der Zufammen- 
fetzung des Gneifes fremd find» Diefe find 
infonderheit Hornblende ♦♦*), Granat ***^)^ 
Schwefelkies , körniger Magneteifenfleiu , 
fchwarzcrTurmalin,Gadolinit,Titanit u. f. w., 
welche entweder^ wie die erft genannten iu 
ganzen gleichförmig vertheilten Maffen einge* 
wachfen, oder nur fleckweife eingefireut find. 
Gänge und kleine Trümer find gewöhnlich 
mit Quarz, Feldlpath und Hornblende aus- 
gefüllt. 

Auferdem fchliefi der Gneis eine bedeuten- 
de Anzahl untergeordnete Lager vonGlimmer- 
fchiefer, Hornblende, Urkalk, Magneteifen- 

*) Zu LUppiovara und Avafaxfl am TomeS-elf, In den 

Bergen um Karlsftadt. 
••) Am Strande des Wcrnern, unterhalb Wefterplana, 

. am Fufs der Kinnekulle. 
***) In Upland und den wcitmanlfindifchcn Ebenen. 
••*•) Um Hudiksvallj Norrtelge; auf der lofcl Engsö 

im Mälarfee. 



Erfter Anhang. 4Q3 

(lein, Kupferkies, BleygUnz u. dgl. m. ein, die 
nicht feiten fo bedeutend find, d<ifs viel Berg- 
bau darauf betrieben Verden kann. Diefs ift 
infonderhelt der Fall in OAgotbland (zu 
(Hellefiad, Väuga und Riilnge, Ätvidaberg)} 
Sfidermanland(aufUtö, zu Staf, ValfJla, 
Sjöfft grufvor u. a.)» Kerike (bey Steukulla, 
Bullcorp, Heifelkulla und Sanna); Upland 
(die meiften Gruben inRosiagen); Weftman« 
land (zu Nya-Kopparberg, Pershytteberg u. 
f. wOi Dalekarlien^), in den Lappmar- 
ken^) und Weßbothnien. 

Zunachft und unmittelbar auf den Gneis ift 
der G 1 i m m e r f ch i e f e r aufgelagert, delTen 
Veit ausgedehnte Formation die höchflen Punk- 
te der Hauptgebirgskette, fo vie der Nebenjo- 
che einnimmt, dagegen aber niemals im flachen 
Lande oder als Lager im Gneis angetroffen vird. 
Unter den in ihm eingewachfenen fremdarti- 
gen Körnern find Granat und Hornblende die 
gevöhnlichflen. Die in ilim vorkommenden 
untergeordneten Lager, (ränge und Trümer 
find mit einer grofen Menge verfchiedenartiger 



^ Die Gruben im Rirchfpiel Söderberke; ^fifinge in 

Folkitna ^ Nyberg, Öftanberg, Ulfberg in Norrber- 
kc.; Storfiillsber^, Fagerlidbcrg, Skenshytta u. a. in 
Tuna; Högbcrg in Gagnäf und mehrere Gruben im 
Kirchfpiele ^1. 

••^ Itagisvara in Tornel-Lappmark ; KiSuravara Routi- 
vara'sn LuleS-Lappmark ; Nafafjäll in Pitel-Lapp- 
mark. (Hermtl.Min.Hiftorie.), Gellivarc und meh- 
rere ungewöhnlich mächtige Eifenlleinlager in dea 
Lappmarken und von Gneis umgeben. 



464 Urftcr Anhang, 

FoITilien angefüllt. Eigentliche, vahre En- 
gänge fetzen höchft feiten in ihm tuf, und die 
merkwürdigflen darunter find die goidfuhren* 
den von Aedeifors. Defto allgemeiner ifl dai 
Vorkonunen mächtiger Lager von Magnetei- 
fenftein, Kupferkies und BleyglanXt welche 
den Giimmerfchiefer^ nächft dem Gneife» in 
wilfenfchaftlicher und ökonomifcher Hinficht 
zur merkwürdigften Gebirgsarc machen. Bu- 
weilen find mehrere folche Lager von auferor- 
dentlicher Mächtigkeit mit einander vereinigt, 
und bilden dann Stock werke, wie zu Fahliu. 

Zu den im Glimmerfchiefer eingefchlof* 
fenen Lagern gehören auch die Lager von Ur* 
kalk> Talk« Talkfchiefer, Quarz, dichtem Feld* 
fjpath und Hornblendfchiefer. Das Gefüge des 
Glimmerfchiefers ift mitunter fehr dicht, ohne 
Glanz und fichtbaren Glimmer, und bildet dann 
einen Uebergang in Thonfcbiefer, vie z. B. 
bey Aedeifors u. a. m. a« O« 

Beym Glimmerfchiefer, welcher fiets voll- 
kommen fchiefrig ifl, zeigen fich die Verhält- 
nifTe der Schichtung und Struktur weit deutli- 
cher als bey deni gegenwärtigen Gneis. Doch 
folgen beyde in ihrem Streichen und Fallen ei- 
nerley Gefetzen. Auf den höchflea funkten 
des Hauptgebirgsjoches ifl der Glimmerfchiefer 
meift ibhlich gefciüchtet, oder die Schichten 
haben höchflens eine Neigung von 45 Grad 
gegen den Horizont. Auf den entfernteren 
Seitenjochen liingegen flehen feine Schichten 
meifl auf dem Kopfe, oder weichen doch nur 



£rfter Aahansf. 465 

üSig vöo der Saigerlinie ab"*). Das Strei* 
ea der 'Schichten ift fovo'bl beym Gneis als 
mi Glimmerfchiefer iin Ganzen mit der 
■uptrichtung des Mitteljoches parallel, unge« 
br ton Norden nach Süden, oderzvifchen 
.W. und N.O. i am allergemeiaften von N.O. 

.,\^epiger gleichförmig ift das Fallen der 
Richten, doch fchiefen fie im Allgemeinen 
ijim..naqb Morgen und Mittagmorgen, nur 
isifeilen nach Abend ein. Die übrigen, la« 

rtJi^Aiec die merkwürdigften Gefieinsfchichtungen g;e« 

..•.hÖrt^die, von Tilas befchriebene, bey der fogenann« 

^'Wn Skjördalspforte auf den Alpen von Jämtland 

'^f(tn der norwegifchen Grenze)» wo ein ganzer Trinkt 

"j mrkanciger, oben flacher Bergkuppen zu fehen 

* . Ä 'Wiche durch 3 bis 4 Lachter tiefe ftcile Thäler 

^ «(oder vielmehr Gräben, dike. Tagt Tilas) von ein- 

^ Joder unccrfchieden find, und wo die Schichten der 

!^,,Gebir^sarr, eines mit Talk gemengten Glimmer- 

'«^^•(bhiefers in ihrem 'Streichen den- Ausfchnitten der 

Oberflfiche genau nachfolgen. 

^'^ In den Gebirgen von Öfter- und Wefterberg Qrintm 
' / Tbeile von Weftmanland und DaleRarlien), geht das 
'ifi l^uptftreichen von N.O. nach S.W. in den Kirch- 




jedoci 

,(f ...In den Kirchfgielcn Nora, Nya Kopparberg, Hel- 
jdprs (Ireichcn äie Schichten von N. nach S., und 
'-^'^1Nm N.O. nach S.W., und Allen nach Morgen. 

In Upland ftreichcn (ie in N. und S., N.O. und 
; S.W. und N.W. und S.O. 

'J^* 'In Sudennanland und Nerike in N. und S., N.O* 
*1M1W. * 

In Wermeland und Dahlsland, in N. und S«, t>is- 

weilen auch von N.W. nach S.O. 

',. In Weftbothnien von N.W. nach S.O. lo PiteS- 

^•- lAppmark'^nd fowohl der Gneis als Glimmerfchie- 

?. '.%\!3 liegend (üggande). In Tomea und LulcS- 

' Uppi^ark ftrticlitn die Schichten in NO. und S W 

Gg 



468 Erfttr Anhang. 

infonderfieit'in SmSlän'dJ . Selbft die liMgntt- 
eifenAeiuiDaflfc des TaBergs gehört idSieier 
Formation.'. In Weruiebind, in ölrätöni^ 
Väfehärad lind im fudlichen Theile'des-ICi^fa- 
fpieU Nyed, zeigen fichiliedrige KÜpp^sW fön 
Gneis^ deren Kuppen ausGtunftein beft^b^ 

Wal die Gebirgsarten der zweyten 
und dritten Klaffe, dieUebergangf^Diul 
Flötzgebirge anbetrÜFt, fo' rcc^hfitf -ich' n 
jenen: 

das Konglomerat, den Fels« (ö(ferki^ 
fclartigen)Sandftein,^orph3rrundRiiB- 

fei fehl ef er, Ue1)ergangsfandfteio, 
Thonfchiefer,ala:anhaltigen3'ra'Dd- 

fchiefer, KalKAe.inund Uebergang^ 
trapp. 
Zu den Flötzgebirgsarten zähle ich: 
den Flötzfandftein mit Lagern von 
Steinkohle und Thon, den Mufdiel- 
kalk und die Kreide mit Feuerfteio* 
Knollen. 
Ihre gegenfeitigen Laeerungsverhältnifle Ver- 
den durch ihre oben bemerkte Altersfolge b^ 
Aimmt; 'Weit entfernt jedoch; diefe Forma« 
tionen i\ttt alle beyfaknmen zu finden, trift 
man vielmehr Stelkn, ^0 nur eine derfelben» 
andere und mehrere Gegenden, yro zvey und 
drey bis* fünf diefer Formationen libereinan^ 
d'Sir gi9Jiägert vorkommen« Manche derfelbta 
find ^ach unter fich Völn verfchiedenerBefdiaf« 
fenheit und BüdungSkeit,. z. B. der weifle Kp* 



i:; r ll c r ' An hang. 469 

Uenkalkflftin oacl iiaadAein von Göttland, 
irglicben cnk demilirntren uud gpau«ii Or* 
ozecsilicoakfilkftein m^Oft« und Weflgoebland ; 
wattidtet Orukftein' der-i^eflgoclufchen Berge 
nd' 4er."'ia der'^£d:iler PorphyFforaiation 
ILiir. .*• ■ ■* •.'■•» •■ 

'Bit. ^0 1 Ae^f oeru n ge n, velcbe i m Ue* 
ergaligsgebirge ' vorkommen, gehören 
ImelAusnakmo unbekannten oder ^usgeftor- 
eoea' Seetbiergefcblecbcem an, als« z. B. die 
Irtboceratiten, die glatten Echiniterf, Madre* 
oriteiii, .Entrochiten, Anomiten, Onifci u. a. 
i; : Die Kalkftein* und Tbonfcbieferformatio« 
ca find damit überfüllt; feltener find fie im 
andfitiin. in den übrigen Uebergang^gebirgs* 
rtea hattnan bis jetzt noch gar keine gefun« 
eo. Im Mufchelkalk und in der Kreide findet- 
aan* vVerfteinerungen unbekannter Attea ver^ 
Eita^ mit bekannten Gefcblechterxi« l ^ 

Gänge und Lager fremdartiger Minera« ' 
ien£nd indiefenGebirgsarten veit:fel« 
paer.ftl» im llrgebirge. /FiuXsfp'a^h, Kalk« 
patb und Bleyglanz füilea.fcbmale Gia* 
l9 lA. SandOiein um Cimbritshamnaus. . Bley» 
(buuB und Zinkblende findet fich im Porphyr 
'Ml ;£lfdalen ; ELfenglanz im Porphyr am 
]ty£Hrberge, bey ElfcUien und beyj^äkakütt 
H Helfingland, Bleyglanz und Zinkblende- 
Bi|-Rükftcin von Rätiv*^ hty Bbda* ' /['/J , -' 
..«w^ai|lalkfte Information bir^ Insii^ei- 
Ite'Uipf Ton Thon'^ und Mergelfchicjfe^ der 
Uauafchief er Lager von Stinkftetn undlle- 



. N 



470 Erfter Anlijiiig. 

psrtit; der Sandfteia SCeiiikohie ttindThoa; 
dio Kreide Lager viHi^Feuerfleiiu ; 

Eiägeiprengt fiadetman befoad6ss.Scbvc* 
felfcici.ini BraadtkouifGliiefierv i*«veldicr 
dadurch zur Alaunbereitung . tauglich-^ virdj 
ferner im Kalk-, Sand« und Grünftein. Feld- 
ipath, i Scbv'efelkiiQs^ Körniger. Magneteifea- 
Aeia und felbft Bleyglanz.« kommt imGruo- 
flein des Xokaber^eaitaJSlfdaleu vor. * Gelbe 
Blendie im. Braadfcbieför des Hunneber- 
ges u. £ V. 

Im Allgemeinen üiQgea die alteren.Ueber- 
gang^formationen dem Hauptrucken am^äadu 
üeai difi jüngeren entfernen iich fdion veiter 
von ihm, und die jüngfien oder, eigentlichea 
Flötzformationen nehmen die entfernteße Stet 
le an der Küfte von Schonen ein. Um dieiii 
EU beveifen« verde ich die Züge und abgebro- 
chenen Lager und l^l&a derfelben namhaft 
machen^ 

' In Torneä-Lappmark, im Kirchlpielejuk- 
kasjerfvi, befteht der Kurravaara, der von hö* 
heren Alpen umgeben ift, aus Konglome* 
rat. "'■ In demfelben Gebirgszuge an der Gren- 
ze v von ^Norvegen und JämUand, bey dem 
iropvegifchenLandgutfaeQuedlie und am Port« 
i^y/ '£ndet man ebenfalls Konglomerat*). 

■ 

*^ Diefc Forouttion ift eine .der merkwürdigftcn. Dit. 
nifijdlicheii Geichicbe dcrrdben beliehen Mi köcni- 
- ' gcini QjtMi^ find nieh ^m-Fufle der Bci)^ su ¥001 
Drucke ganz däpn »^^geplittct, nehoM« ^ber aidi 
oben hin immer mehr in Rundimg so, und find in 
buttrigem Glimmer «ingebctm. Am Fortwill fieht 



Erftcr Anhang, 471 

nter demfelben liegt bcy Nordhalleii, im 
irchfpiele Are, um den Linbottenfcc herum, 
id in den Rirchfpielen MörfiU, Alfeii und 
'nder3cker, T ho n f ch i e f e r. In Hcrjbadalcn 
nd die Bergrücken, welche die Grenze gegen 
imtldnd bilden, mit Brekzie bedeckt« eben 
I' duth die Felfen auf der Grenzlinie zwifchcn 
Nilarhe und Norwegen, infonderlicit in den 
bigebungen des Fämundfees und im Kirch- 
siele S'arna. Unterhalb diefer Konglomcrat- 
arination kommt in den Kirchfpielen Särnn, 
»ima, Elfdal, Venjan und Malung, eine \sreit 
usgedehnte Formation des kiefel artigen 
'elsfandfleins vor, und über diefem Hnd 
31 Kurchipiele Lima .T h o n f cb i e f e r, G r ü n- 
tein^ Grünfteinporphyr und Mandel- 
(ein; in denKirchfpielen Elfdal, einem Thei« 
e von Mora und Orfa aber, Porphyr, Por« 
»hyrkonglomerat und Grunftein über 
fioander gelagert. Weiter entfernt vom Mit« 
d^ncbe, jedoch auf anfehnlichen Höhen, trifft 
üao, an der Grenze der vorci-^ähntcn Por« 
4iycformationen, in den Kirchfpielen Mora, 
Mä, Ore und Kättvik die jüngeren Formatio* 
leo, nSmlich den gemeinen Uebergangs- 
andßein, Thonfchiefer und Kalkftein« 
Der Uebergangsthonfchiefer und 
ilalkftein zeigt (ich in den Buchten am bott- 
ifchen Meerbufen^ um Kalix, Torneä und 



mtn fic in den ftcilen WSnden einest Schluckt im Pro- 
file. TiU9Utk«fttaiSver.M.H«£.7Q» 



N 



4?3 Eriler Aabang. 

Kemi*}. Weiter nach Mittag bin,ain Strande 
der Infel Heraön, . un^vreit AngemiaolaiKl, 
kommt KoDglomei::at zum Vprfcbciiu Jaspis- 
kougiomerat crifit man in Skaraborgs^Lcbii, 
im Kirchfpiele Eigeräs, bey einem fi/ichci .der 
aus dem Al(]ö ausflieft. 

Nach der Menge lofer Sandfteingefchiebe 
zu urtheiien, die man in Geftrikland im Kirch* 
fpieie Arfunda.und umGefle, fo vie inilosU- 
gen, findet, mafs fich diefe Gebirgsart ia &^ 
ien Gegenden auch anflehend vorfinden. Die* 
felbe Vermutbung findet im Kirchfpiele? Fume* 
rödja, in Skaraborgs-Lehn Flatzy wo der gan^ 
ze Diftrikt um die Kirche herum mitS&ndßeiA« 
{Kicken überfuhrt ifl. 

Ein Zug von Kougiomerat uudBrek« 
sie, vonSandflein» Thon-und Mergel« 
fchief er zeigt fleh hier und da imWettern' 
f e e, auf den Infein Vifingsö, Röknö und meh- 
reren Holmen ; ferner fliickweife auch am öA- 
liehen Ufer des Sees in den Kirchfpielen Ny* 
kyrke und Motala, auf der Seefeite des Otn* 
bergs, und in Smäland um Grenna, fo vie aA 
untern Wafferfalle von Husquarn. 

Wir kommen nun zudenXTebergangs* 

ebirgsarten von jüngerer Bifduagi 

lie mit geringen Ausnahmen waagerecht (ooec 



*') Am ToroeS-elf, zwifchen Vo}tkktl« und KMAk 
bey der Kirche von t>^ieder.-Tome3. Auf Scorön, 
bey Li skSrct, Häftskftret u. a, bey Kalix, Bey der 
Kcmi-Kirchc und tm Kemi-e!f. 



Er.fter Anhang. 473. 

föhJig) gefcb jcbtct .fiqd, .au». Üt^hlichm. 'St^ifir« 
arteOf vip: diie ält^fu^ t^Hi^iIlehii jundiAn'^in^r- 
^»^wqU an JOiianpheq Stellen .«016 odor :difi ^n» 
4cire FormulipWfeUt .. i;l.;h..icji::/jiM .i * v ,ti. 

H^O UegpiPif?r^y A^.4f cNi^^bbar^b^ftfideiiNAtl?^ 

teljocbes;. ^ein^ uaiplichiiu.JicntlandyjiÄtf 

df IT .UmgdtMing des Storfip }i ^t;) le \dÄdcä:ei. üdbota 

objsa ^vähato.ia RätiYikmud;iß«Aigeä and^oä 

Kirchfpielea yoa Paiekai;Ueii>I; iGie ub^igj^o, 

trifft mau fioferabwUits,; qpt^je^^p vpn nio^n,* 

gen Bergrü^keu uiiigeben,: wjis u^ Nqrike/un^ 

ÖAgothland } oder ielbflnändig iip i\stc)\ cn (jaih^ 

de, tf^ie in SkaraborgSfLebQ,...im öftlichea 

X^ile von .S^bo;ien, auf Gipttiand. und Ötajftd. 

:;. Düe UebergangsfoniiajrioA.,tn:Skaraborgf.« 

Lehn ift, derAnzabi der Glieder .qach, :dic;zu-:. 

faminengefetztefle. Diefe Aebcia hier in kel* 

nem Zuianunpnhange» fqndern bijdeui eigene 

Höben, dieolt.vqn dem ;^f Gfieis beAehen« 

denUrgebirgjfjgapz abg^ fq^ert find.. . Di« vei:^ 

{q^i^denen Glieder (Gebiigsar^n) .liegen; vpn 

• unten angeJFangen« in folgenderiOrdnung ,u^ 

einander: .zu untei*ftSand{le'i9;}^über di^^^il 

•launhaltiger'' trand(di\f^f^pj^;^^fi 

fiein; über diefem Thon- und Mersel« 

fd^ief er^i-üdd zu ober A ein-Trappglsbildcrvon 

Grünlleini Zu diefet-FoFiteltiön gehört«! 

die ifolirten Höhen: Kinnekulle, Biliiagen und 

der Zug um P^llköping, D^e- l^ugni^ofae m 

deVfelben Provinz befiezt blas die z^vey unter« 



474 Brftec -Anliaiig« 

fleii'Giieder. Die weiter näcl^ Abend gelege- 
Den Hunne- und Halleberge -beftdhen biosatft 
Sandftein, AJaunfchiefer und Ortlfifteiii, oai 
es mangelt ihnen fonach die- Katkftein- mt 
obere Tbonfchieferfchicbt. Aüf-Gottiandfindet 
AaaflnrdenSdnd^undKalkfteiiL Diedrey uoter« 
fleiiXSUeder, den SäodAein, AUftfifcbiefer und 
Kalkftein, findet man in eben derr6i6exK)rdflimg 
in allen übrigen Ablägerunmn di^r Formi^, 
laon, und zvar im^morgentrichM-Theile von 
Schonen, auf der Infelöland^, EftOftgot&- 
laiid, zwifchen dem Wettern und Roxcn; iö 
Kecike und in Jümtlaad. In den Bergen von 
Rättvik fehlt der Aiauhfchiefer, und der Kalk- 
ftetn ift mitThonfcbieferlagern durchfchDittcfr 
Einzelne Parthien der Trappfonnation kom- 
men auch in einigen Gegenden von Schooea 
(2. B, bey ÖfvedskloAer, Tunbyholm, To» 
marpu. a.) vor. 

Eine fo grofe Uebereinflimmung diefer 
Formationen in Hinficht auf die Aufeinander- 
folge» Struktur und Zuianimenfetzung ihrer 
Glieder, und der darin vorkommenden Ver- 
Aeinerungen, liefert den deutlichften Bewd' 
ihrer gleichzeitigen Bildung, ungeachtet ibret 
zerAreuten Vorkommens. 

Die zuletzt gebildete eigentliche Ftotf* 
formatioa findet fich einzig und allein in 

O.Auf Öland ift der Sandftein von der Oftfet bediete 
fo da(s nur Altunfchieftr und Kalkftein über do* 
Niveau der Set zum Vorfchcin ktmncA. 



Erfter Äubaiig;« 47J 

:hoiieii, der füdlichften Spitze Schwedens. 
er Fi^ötlsfandftein, mit Lagern von 
(«inkoshle und Thon, nimmt auf der 
i^eftßite von Schonen die Kufle um Heifing- 
org ein, erffareckt fleh mehrere Meilen landU 
invärts^ und ruht wahrfcheinlich auf dem, 
nitten in Schonen zum Vorfcheiu kommenden 
Jtbergangsfaodfteine auf^ der nach Morgen 
un bis zur Oßfee fortfetzt. Einige Meilen 
treiter nach Mittag zeigen ilch am Sunde um 
^imo herum Lager von ptiehr oder "«reni« 
;er fefter Kreide, die oft mit Knollen von 
chlriirzgrauem FeuerAein augefiillt lA. 

Diele Kreidefchichten, die fleh nur wenig 
iber den Seefpiegel erheben, fetzen unter dem 
Sande fort, und fteigen an den entgegengefetz* 
taKfiflen von Seeland wieder empor, yxro üe 
)t]rSteven8- mid Möens-klint fichtoar werdeni 
lad ganz gleiches Verhalten, auch diefelben 
i^erfleinernngen, >x^ie auf Schonen, zeigen, mit 
ledi einzigen Unterfchiede, dafs fie auf der 
«äoilchen Küfte zu einer beträchtlichem Höhe 
^itfleigen'f). Im nordöfUichen Theile von 
kiuHien findet man auf einer Grundlage von 
fUeif noch jüngere Flötzgebilde, näm« 
idi einen Mufchelkalk, vorin die Mufchel« 
chalen nur ganz lofe verbanden und giröfs* 
^ntlieile zertrümmert find, OHraziten und 
'ektiniten liegen hier mit Echinitenftacheln, 
ifadreporen, Belemniten, Änomiten u. a. m. 

*) M. f. Abi]g«ards Btfchreibung von Stevens* und 

Möens-klint. 



N 



476 Lrftcr Anhang. 

untct-einftrider gemengt. ! Hügel, welche ans 
dieTcnv Mufclici kalke beftebeoi vie.ft.*B>(ier 
Baisberg« findet man um denOpmädnifeehcr- 
unu'ünii 3bis.4MGtleAlandoiaväit«inKtrch* 
fpifik Egnnberga. 

• • • 1 » I ■ • ' 

. , Mit ilineu fchlieA Geh die fcfte ^riode, 
doch. ei]häjlt fie noch eine Bedeck u()g-durch das 
2 u tgo^fdlx x(^ e m nit e L and, de^fTeu Haup)uuf- 
(c aus Tbeilcn /erilörter Gelurgsarten, voa al* 
len .Graden der Gröfe, von grofen Fe}reoblök* 
kenaa bia zum feinAen, leicht be^veglicheo Flug- 
fände, befleht. Die gröferen Blöcke und ver- 
möge ihrer eigenen Schwere, durch den W^' 
dJsrAand der auf ihrem Wege getroffenen Ao- 
höheu, innerhalb der Gebürgsziige felbft 2U- 
riickgehaltcn worden, und werden dahervcit 
häufiger an bergigen Orten, als implatteuLaa* 
de angetrofFen. Man findet fie meifl in ß^^' 
eher .oder fiiJöfllicher Entfernung von ihrc'Ä 
Geburtsorte, indem fie im Allgemeiueu oc' 
Richtung der Tliäler gefolgt find. Die gfofeß 
Sandziige, die vorzüglich in den mittlei^ 
Provinzen Schwedens gemein find, folgen €i* 
nem gemein fchaftlichen Hauptflreichen paial* 
lel mit der Richtung der Hauptthaler, vonM* 
nachS., oder von N.W. nach S.O., und fetzen 
fowobl durch Seen und Ströme, als auch übet 
niedrige Landhöhen forL 

Den gemeinen Thon, der an undföt 
fich einzig und allein aus den ausgewafchenen 
feinflen Th eilen derGebirgsarten zufammcnge« 



Erfter Anhang. 4*^7 

I 

fetzt'ift, daher auch, hauptfachiich Kiefelerde 
et.thält, trifte man inoerhalb der Gebirgszfige 
nur in den Thalern an, und meift mit Sand be- 
decke Im flachen Lande, auf Urgebirgsboden« 
liegt er mieift waagerecht. Von feuerfeftcren 
Thcnarten hat man mehrere in Schonen enu 
deckt. Hier ift der Boden kalkartig, und hat 
iich mit den aufgefchvemmten Schichten ver« 
mengt, fo ^rie denn dtefe überhaupt fleb etvas 
-von der Gebirgsart aufnehmen, auf welcher ßt 
aufeeiagert find. Aus folchen Beymengongeit 
cntftebt der Mergel« Staubfand und manches 
andere, ähnliche Gemenge. 

Laservon kalziuirten SchaltJittreii 
konunen vor auf den Infein an der Kufte von 
Bohu8*Lehn*) und auf dem feften Laujde bey 
Uddevalla, ungefähr aooFufs über derMeeres« 
fläche. Die Originale von den mci(len-diefe( 
Schnecken und Mufcheln flndet man in, dem 
benachbanen Meere. Diefelben Arten von 
Schalthieren wurden bey Grabung des Troll- 
hätta-Kanals, bey.Ackervafs, im Thone einge- 
troffen, und bey Ulla Edet liegen ähnliche See* 
thieriiberrefle 50FU fs hoch über dem Göta-elf ♦♦). 
Zertrümmerte Ueberbleibfel von Schalthteren 



•) KSmlich auf den InfcInTjarn, Orouft» StSogOli^. So* 
denäs u. fl. von Murex defpecnii, M. antiqutts, Bttc* 
cinuin undatuin, Ofhea islandica, lepts balahus» 1. 
tintinabulum, Mytilu^ pholadit, Area roftrata« Mya 
truncata, Teilina plana», Cardtum cdult u. m. t. 

.«•^ Aehnliche Seethieruberrcfte findet man wieder tiif 
den Seeküften des füdlichenNorw^ensuttd auf meh- 
ren Infeln im Norden von Drontheini. 



47S £n>er Auhang. 

der Landfeea tiiiTt man auferdem an inelirera 
Orten. 

Da das Ei Ten in den feflen Gebirgen anfers 
Nordens fo allgemein verbreitet i(l, fo darf es 
nicht vunderu, dafs man diefes Metall auch 
im aufgefchvemmten Lande allenthalben vie* 
der. findet, bald in au5gevafcheneii Körnern, 
alsEifenfand, an den Seekuften, bald mehr 0x7- 
dirt in den See- und Morafterzen von Smäiand, 
Wermeland und den nördl. Kirch(pielen Dale- 
karliens, endlich auchinderGeftalt des Ockers. 

Salzhaltige Schichten und dadurch 
entfliehende Salzquellen find feiten und von ge« 
ringom Gehalt. Auf den Wiefen von Rödbeck, 
an der Mittagsfeite des Umeä-elf^ enthält der 
Sand ein in dürren Sommern auswitterndes 
Kochfalz, vas mit fchwefelfaoren Natron ver- 
mifcht ift« In Skaraborgs-Lehn kennt man meh- 
rere Quellen als falzhaltig ; allein ihr geringer 
Gehalt gibt wenig Hofmung, dafs Schweden 
durch fie mit einem Theile desBedürfntjßes ver- 
forgt werde dürften. Sogenanntes englifches 
Salz (fchwefelfaure Talkerde) mit etwas falz« 
faurer Talkerde gemengt, wittert auf den Wiefen* 
des Pfarrguthes, im Kirchfpiele Kuddby in Oft^ 
gothland, fo wie im Kirchfpiele Jäders in Su- 
dermanland aus. 



' 1 ■• • 

Zweyter Anhang» 



. . (Zu Seite 54. und 357. Änm« 24.) 

UAterfuchüog einiger, io der Ge* 
g^nd qin Fahlun gefundenen Foffl- 
lien und ihrer Lageriiättent von J. 
G. G.ahn, JacBerseliusyCWall- 
männ und H. P. Eggerz. 

XAiit dem V-Bdc. der Afhandlingar i Fyfik, Remi 09h 

Minertlogi etc.) 

JLlie Gegend ufn Finbo(bcyF«hluo)liirdurchdielaiieiie«^ 
rerZetc dort 'entdeckten neucaund C^cenenFoflilien fo eit- 
les loterelTt erweckt, dafs die oben gehanncenfchwediiclMn 
Mineralogen, im Sommer igi^ iich einer genauem Untef- 
fttchung detielben uhterrogen, wobey nifillig Dr. Chr. G. 
Gmtlin voh Tübingen, und N. Norden(kj61d am 
Abo fich anichlolTen. 

Den Anfang machte man mit 

i) dem Finbofchiirfe (SkSrpoiog)! 
Diei Finboböhe liegt oifaiordöftlich vonFafalun «ndifer 
gedachte Schürf ganz didit neben 4er tandftraib ntdiGaflc; 
In der ganzen Umgegend liegen grofe Steinbldck« ring^ 
iiinlicr zerßrent, die zum Theil aus dem (in Schwedea gc^ 
wohnlichen (wenig Glimmer haltenden) Qatife^ thctiiL tbtr 



48o Zweyter Arnhäng« 

fluch tut einem fe'.ir grobkörnigen Granit beftehea. Die 
Granitblöcke zeichnen fich durch ihre weiflc Farbe eiUh 
und haben, ob fie gleich nur lofe auf dem Boden Hegen, 
bisweilen die Gröfc eines kleinen Kaufes. Von mehreren 
diefer Blöcke wurden Stricken abgefprengt: fie enthielten 
aber aufer den gewöhnlichen Gemcn^^theilen d«s Gmun^ 
welchen bisweilen etwas Gadolinic bey gemengt war, nidio 
weiter^ von dep d^r Ge||ind eigenthqmlich^ f oflilien. Nor 
in zweyen diefer Blöcke fand man einigt von dicfen Foffi- 
lien. Der eine davon, der bcy Broddbo liegt, ift Ichoa frä' 
her (^Afhandlingar etc. Th. IV. & igi* flg.) belcbrtebefl; 
in dem andern, der auf Hrn. . Wallmanns Eigenthume lall- 
arfvet, ganz nahe bey Fahlun und am Wc^e nachFiabo 
liegt, fand man zinnhjinge Schmaragde,'Albic vodGido- 
linit, der eine Anlage ^yr^KrylUllifapon zeigt. 

. Riqgs um den Weg nach Finbo liegen mächtige Stndcn 
Gneis, die von Toth'en Granit|Sngen durchfetat werden, 
deren Mächrigkeir vorder Stärke einer Gftnfeleder bis la > 
l Elle abwechfdt. Der Granit in diefen Gingen ift voa 
zweycrley deutlich verfchiedenen Abänderungen. Die eine 
Ar{ nämlich ift feinkörnig und zugleicji gleichföraig p- 
mengt, enthält wenig Glimmer, der zuweilen aucH gts< 
fehlt; und die damit ausgefüllten Gänge haben oftSiiibiD- 
der« jlie zwar ebenfalls aus den Gemengtheilen des Granits 
beftehen, aber von dunkler Farbe (ind. Die andere Arti^ 
weit grobkörniger; der Fcldfpach zeigt fich darin auf dem 
Bruche in grofen Flächen, und der Glimmer gehört zu i^- 
ftark manganhaltigen, undurchfichtigen Abänderungi vd- 
che früher (Afhandl. Th. IV. S. igo.) erwähnt word» 
ift. Diefe Varietät des Granits findet Ach weit hlufig^ 
als die feinkörnige, und da letztere, wenn (ie mit der gro^ 
körnigen zugleich vorkommt, von diefer allemal darcb' 
fetzt wird, fo nennen die Verfafter, nach Werners }J^ 
von den Gängen, den feinkörnigen, älteren, deo ffA- 
körnigen eberjüngef«) Granit. 

Der Weg von Fahlun nach Finbo geht unausgebiS 
bergan, und die Crdfchicht, welche den Boden bedcdn,ft 
fo dAnn» dafs das unterliegende Geftcin an mehreren Stet- 



Zweyter Anbaus. 4Q1 

a zu Tage ausgeht, und immer mehr hervortritt, je mehr 
An (ich dem Finbofchurfe nähert. Wenn man bey Myk- 
.dinyni vorbey ift, findet man linker Hand, wenige £1- 
ri^vöm Wege abwärts, eine hervorflehende Felfenma^Te 
nm' 'ireifiem, gäriz gtobk6rnigen Granit. Der Feldfpath 
iie|t darin in fehr grofen MaflTen und gehört zu dem fchön-^ 
Ik pörtmutterartigcn Feldfpath, den man fehen kann. 
Ehs Innere diefer Felfenmaflc, deren Erflreckung man 
aocli hhcHt kennt, zeigte beym Sprengen nichts als die 
^fihnlichen Gemengthellc des Granits. Mehrere dort 
mthUSfte Ähnliche Granitmaflcn find auf beyden Seiten 
^'iSneis umgeben. X.1hcr nach dem Finbobruche zu 
in der Boden mehr bedeckt und fparfam mit Tannen 
^ewachfe^. 

Schon früher (Afhandl. Th. IV. S. 149.) wurde die 
Vctmuthung aufgehellt, dafs diefer Bruch auf einem, im 
Ghiis auffetzenden flehenden Quarzgänge angelegt fey, 
|<^' Wird diefc Vcrmuthung in fo fern berichtiget, dafs 
^e OiiarzmafFc, die man im J. 1814* durch Sprengen ent- 
^Ulfik und unterfuchtc, den Gang nicht allein bilde. Denn 
0^ Fortfetzung der dortigen Sprengarbeiten kam man 
inf ebm fo grofe MafTcn reinen Feldfpath und Glimmer, 
^Q4 es ift daher anzunehmen, dafs das Ganze ein Gang 
%• wdchcr aus dem grobkörn igflen Granit beficht, den 
1^ nur immer finden kann. Der alte Bruch war in dem 
'^a SoVnmer igi6. ganz mit Waffer angcflQllt, Man lies 
^)>eyden Seiten den Boden beraumen, in der Abficht, 
^ijeftein, worin der alte Bruch angelegt ifl, der Breite 
liach zn entblufen, die man crft nicht für bedeutend hielr, 
iv^nun auf der öfllichen Seite des Bruchs auf eine Maf- 
^c Kinns in dem Gcdeine flies, die aber nachher weit be* 
■j^cBäicher gefunden wurde. Als das Geflein der Breite 
^ch bi^ sfcu dem anflehenden Gneife entblufl war, fetzte 
^ das Abräumen nach Mitternacht und Mittag, tlfo der 
änge nach fon, mufste es aber nach Mittag und Mittag- 
ibend zu bald wieder einflellen, weil hier das Geflein gleich 
i^'tcf der Dammerde fleil aufRieg, und wegen der nahe 
orSeWehvnden L^ndÜrafe nicht gcfprcngt werden konn- 
•• • ' -Hh 



489 Zweyfcr Anbang. 



rn 



tc. In der Ricl^tung nach Mittcrn|ieht zu, wo die Erd- 
decke wieder ftftrker, und zuletzt bis ftuf 4.£Uea dick 
wurde, lies man nur noch ii Lachtcr weit abriumen« weil. 
man glaubte,, dafs eine weiter« Fortfctzung der,ArMt. 
die Koften nicht lohnen würde. 

Aus allem ergibt fich, dafs die entblöfie IigerfiSne 
ein Gang fey. Das nebenani|ehende Geftein ift Gndi; 
er wird durch kein Säalband vom. Granit abgefondect, foo- 
dem beyde Gcbirgsarren findj mit einander verwtchfen. 
Gleichwohl gehen fic keinesweges in einander fiber, fon- 
dem find fcharf von einander abgefchnitten. Der Gang 
fcheint fich nach der Tiefe zu . nicht zufammenznzidien, 
nimmt aber von Mittag nach Mittemacht hin immer mehi 
an MIchtigkeit ab, und dürfte. fich ein» Strecke «fcicer 
-nordwirtt vermuthUch auskeilen. ' 

Auf beyden Seiten des Ganges flehen im Gneife fremd- 
artige Lagerftfltten an« Auf der Abendfeite fetzen nfim* 
lieh i) drey Ginge von älterem Gninit auf, wovon der 
erfte fehr fchmal, der mittelfte aber ziemlich breit ift,wui 
fich nach aufenhin erweitert« Der ältere Granit beftehc 
hier aus dem oben erwähnten gleichförmigen Gemenge, 
wird, wie der Gneis, da, wo er den grobkörnigen Granit 
des Ganges berührt, von diefein fcharf abgefchnitten, und 
die diefem grofen Gange eigenthümlichen Foflilien, wel- 
che vom Gneife gleichfam hervorbrechen und un^en n^ 
her befchrieben werden foUen, koinmen auch bey jenen 
altera Granitgängen zum Vorfchein., Auf der Mjürgen- 
feite findet man von diefen Gängen keine Spur. 

Gleich neben dem letzten diefer drey Gänge nach 
Mittag zu fetzen nahe beyfammen zwey Mafien von Grfin- 
flein, von ungleicher Mächtigkeit auf^ die fo fcharf von 
dem Gneife abgefchnitten find, dafs. man fie wohl eben- 
falls für Gänge halten kann. , Auf der entgegengefemen 
Seite. trÜTt man nur einen folchen Grünfteingang, aber 
5 Ellen weiter nördlich und nur zweyDricttheiie fo mäch- 
tig, als jene beyden zufammen find. Diefe Grunfteinxnir- 
fen werden njcht fo, wie daa.übrige an den grofen Granit- 
^ng anfiofende Geftein» von dem Granit fcharf abge- 



Zweiter A/|h«Qg. 483 

dudttai, rondera dringen in fcliinalcntufreehtfiehtndea 
lu^en (fldfvor) von Gränftcin in den Granit tin. Dkfe 
lutea find ktum fo (Urk wie Papier oder eine dünne 
^t ftt flehen liemlich gleich weit von einander ab ; und 
hl die Zwifchenrftume mitQuan ausgefüllt find, fo ift der 
Moontale Durchfchnitt. diefes Gefteins einem fchwarz 
pftreiften Zeuche ähnlich. Diefe Streifiing nimmt abei^ 
ild'lb nnd verfchwindet etwa in einem Abftande von 
««hia Ig Zoll im Granit. 

^- 'Auf der Morgenfeite findet man noch zwty fehr fchma" 
|L jGinge, welche mit dem neueren Granite des Haupc« 
l^pa tusgefiUlt find. 

}; In diefem Hauptgange felbft findet man aa mehreren 
ItOcn. Stucken Gneis eingewachfen, deren UmrifiTe fcharf 
ihviiit, und die zum Theil von ziemlicher GrCfe find. 
P«y.^dierer Gneisfiücken fiofen mit einer ihrer Kanten 
I den Grünfiein an, find aber übrigens von allep Seiten 
Pl'iGniiit umgeben, mit welchem de fo sufiimmenhänr 
ftk all ob fie mit ihm aus einer Maflfe befifinden. 
U^ Von mehreren diefer Gneisfiücken aus fchieft ein 
Stidigea Fofiil in den Granit hinein, was diefem und 
Ckt An Gneife angehört, und auferdem in der nöi*dli- 
Itn Hülfte des Ganges fehr häufig an deffen abendli4:her 
fknA verbreitet ift. 

*• Dafii diefe in die Gangmafle eingewachfenen Gneis- 
ieken früherhin den benachbarten Bergen angehört ha- 
lii durch gewaltfame Urfachen losgeriiTen worden und 
I den offenen Gang herabgeftürzt feyn mögen, ift nach 
•tt' Wemerfchen Grundlktzen über die Entftehiing der 
Ifalge, höchft wahrfcheinlich ; wiewohl es fchwer zu er- 
Hf^ feyn möchte, warum diefe .Stücken fo hoch oben 
A'Qange fitzen geblieben und nicht tiefer hinabgcfunkcn 
■dl' da doch die Ausfullungsmafie des Ganges hinrci- 
lend fifilfig gewefisn feyn mufs, um felbigp von allen Sei« 
n^inzufchliefen. 

. Die Gangmafic ift fich übrigens nicht überall gleich. 
B nördlichen Ende ift darin ein dunkel fieifchroth^r 
Urpath vorwaltend, der in unfurmlichan Maifen ein»c- 

Hh a 



^g4 Zweytcr Anbang« 

wachferi ift, deren dichte Ablofungsflächcn mic einem dün- 
nen mehlichten Anfluge eines ntfj^elüften Mmeralkörpen 
überzogen Hnd, welcher vor dem U'ithrohre, leichtef ils 
der Feldfparh, zu einem weifTen halbdurchlichtigen Gli- 
fc fichmilzr, und von Spuren nicht zerfetzt wird. Die 
Zwifchcnriuine (ind mir Qiiarz, fchwirzemGlinmer und 
bisweilen mit etwas Albic auagciüllt. 

Drey £lkn vom nördlichen Ende dts Ganges findet 
man hier und da Zufammenhäufungcn von einem rdthU« 
chen Albir, in welchem mei(l kleine Kömer vonYttrotan« 
ral eingefprengtfmd, welche ihm die rochliche Farbe geben. 
Zwifchen diefen liegen ganz kleine, dem Auge kaum ficht- 
bare graulichblaue Körnchen, die lieh leicht aus dem 
Muttergedein ausbrechen lallen, kleine und kurze vier- 
fcitige Säulchen mit vierleirigen Endfpitzen bilden und 
Zirkonc fmd. Wahrfcheinlich findet lieh dieCer Zirkon 
an mehreren Stellen des Ganges; war aber damals nirgends 
weiter aufzufinden, und wurde vcrmuthlich aut jener 
Stelle ebenfalls der Aufmcrkfamkeit dei: Unterfuchenden 
entgangen fcyn, wenn fie nicht Yttertantalkörner zum 
Behuf einer chemifcheii Analyle aus dem Aibit ausgebro- 
chen und dabey die kleinen ZiikonkryfUllc zufällig ent- 
deckt hätten. 

Zwifchcninnc finden fich hier und da kleine Xicren 
von Yttrocerit, und in ziemlicher Menge regelmäfig fcchs- 
fcitige Säulen eines flcifchrothcn Foilils, was bey genaue- 
rer Prüfung für Schmaragd erkannt wurde, der von Eifen- 
oxyd gefärbt und mit vielen fremdartigen Köipern.ge. 
mengt ift. Manche von diefen Schinaragdcn fmd an einem 
Ende roih, am andern gelblichgrün ; andere gehören zu den 
fogcnanntcnPfcudofchmaragden und find von einer hänc- 
ren rothen Schale umgeben, welche den fcchsfcitigen Säu- 
len mehr Zufammenhalt gibt. Die Farbe diefer Schmaiag- 
de wechfelt vom Dlinkelbraunen bis in das Lichterotheab. 

Von einem etwa i^ Lachter vom nördlichen Ende des 
cntblüflen Ganges nach Mittag zu gelegenen Punkte aus 
verminderten fich die rothen Schmara» den, und werden von 
'grünlichen und gelben vertreten, welche meilten« fo viel 



ZweyCcr Anhang. ,4^5 

loxyd enclifllten, dafs man bey ihrer Behflndlun^ mit 
on auf Kohle vor dem Löthrohre ein kenntliches,Zinn* 
. daraus reduziren kann. Ungeßihr in il Lachter anf- 
ing vom alten Schürfe nach N. zu, aber mitten, im 
j^ findet man wieder rothe Schmaragde, theil& einzeln» 
s in kleinen Zufammenhäi^ngen. Auch Gadoliniee 
nen hier und da, doch feltener im mictemSchtlicben 
le des entblöden Gant^cs, als gegen Mittag -«Oi vor» 
ie in grofer Menge in den Granit eingefh-eut finfl. 

Von den oben gedachten zwey GründcinmafTcn an bis 

nach dem nördlichen Ende des entblöften Ganges bin, 

ht die der abendlichen Wand des Ganges zunächftiie- 

e GangmafTe aus einem rörhlichcn Granit mit ein* 

eingcwachfenen breiten fchwarzon GlimmetbUttsrn. 

•r Granit wird von langen, geraden Strahlen duroh- 

die meift von dem Anlagerungspunkte des Oiieifes 

Anfang nehmen und in horizonnler Richtung ior die 

;inafle hineinfchiefen. Sie werden von dnem'icbwar» 

jrianzenden Fofllle gebildet, was an Glani 4ifld Ftrbe 

Gadolinit ihnclt, fetten oft in gerader Linie '6 Zoll 

in das Geftein fort, finden fich aber auch bisweilen bis 

) Zoll Länge. Die Entdecker haben diefes neue Fof. 

'elches weiter unten näher befchrieben werden wird« 

a feiner geradlinigen äuferen Geftalr, OrthirCvon 

p, gerade) genannt. Diffelbe Mineral ftndet fich auch 

>r K8he der im Gange eingefchlofienen fcharfkintigan 

sftücken, und von diefen auslaufend, doch in geringe« 

[enge. 

[n der nördlichen Hälfte des Ganges brechen grofe, 
liehe Kieiren von einem weifl<en und fehr fchönen AI* 
90tk ftr^hligem Gefuge, wo die Strahlen von einem ge- 
tchaftlicben Mittelpunkte aus nach dem abgerundeten 
reife Uufen, fo dafs das Foffii mit dem Mefotyp und 
»lith Aehnlichkeit hat. In diefen Nieren kommen die 
en» diefem Gange eigentliümlichen, Folfilien vor. 
;heo ihnen liegen oft mehrere Kubikellen grofeMaflfen 
ftft ganiLlfauben, höchßens -einige Ga^olinite enthal- 
»» grauen und weniger grobkörnigen Granits. Di< 



49& Zweytet Anhang. 

Ttimllte findtn fich meifttet Im Albit, {cdoch auch dm 
nur (^rftm. Eini^ grofc Taauditftufen £uid man io ej- 
nem Granit, der weniger feinkörnig und ungleicher ge- 
mengt ift alt der fibrige Granit. 

Zinnftein und tantalhaltiger Ztnnftein kommt in geria* 
ger Menge im Gange cingefpreogt vor, vorzüglich ia dff 
mitHlglichen Hälfte. 

Paft in der ganzen L8nge und bis zum födlichen Eod- 
punkte des entbldften Ganges bricht hic^ und di, mcift 
iolAlbit» feltencr im Glimmer, Quarz oder Feldrpilht da* 
faft ecdartiges FolTil, von wcificr, rofenrother oder dunkel- 
röther- Farbe, in kleinen unregelmafigen Madfen voo det 
Gröfe einer Erbte, höchllena einer Bohne. Es befteht aus 
flufa;faurerYttercrde und fiufafauremCeriun, 
und wird nur feiten von ein wenig fluft&urem Kalk begleiteti 
der )C9dooh mit Kiefelerde gemengt ift. Selten'kommt diefei 
Folfit in derben Mafien von fchmuzigrother Farbe vor, 
die .-dann fich in der N&he der Gadolinite befinden, oder 
dieftf wohl tuch einhüllen. Bisweilen nacht diefes foffil 
den g'röfem Theil der Gadolinitkörner aus, und es gewinnt 
den An(chein, als ob die Fluisfiiure in die Maife des Gi- 
dolinits eingedrungen wäre, und fich der Yttererde und da 
Ceriuinsoxydsl>emächtigc!t hätte. < 

. Fuft genau in der Mitte des cntblöften Ganges wurden 
einige Stufen eines andern [nelben flulsfiiürehaltigen Foflils 
angetroffen, was bey der genauem Unterfuchung als ba- 
fifches flufsfaures.Ceroxyd erkannt wurde. Seit- 
dem hat man zwifchen diefer Stelle und dem mittäglichen 
Ende des Ganges auch ne.utraies flufsfaures Ce- 
rium, in kleinen Cechsfeitigen Säulen von bräunlichgelber 
und rdthlicher Farbe gefunden, jedoch nur in fehr gerin« 
ger Menge. An den Stufiso, die auf den Halden des alten 
Bruches umher lagen, bemerkte man, dafs diefes letiwce 
FofiU auch in dem verlaflcnenSchurff vorgekommen, konn- 
te aber bey dem deshalb apgeftellten Sprengen, nichts wei- 
ter davon entdecken. 

Von den^Topafen oder (()genannten .?yroph7fali- 
t h f n traf man vom fCK^lichen Endpunkte desGanjgesan bb m 



Zweyter Äabing; 4g7 

die Mitte durchau« keine Spur ; von da an Ins zum Rande 
des alten Bruches nur etwa c wey oder drey Stücke. Ihre 
wefentliche Heimath (cheint alfo der mittftgliche Theil des 
alten Schurfes zu feyn, v/o de in folcher Anzahl vorkom- 
men, dafs man feiten einen Schufs thOt, ohne mehrere 
Stufen davon mit zu erhalten. 

DIefs xft ungeföhr das Vorkommen der im Finbogange 
entdeckten FofTilien. Das Merkwürdige dabey ifl-, 
dafs der Orthit nur am Rande des, Ganges und niemals m 

der Maflfe deffelbcn einbricht ; 
dafs da« Vo der Gang an Mächtigkeit abnimmti die fremden 
FoflUien entweder gar nicht» oder doch; nur fparfam vor- 
kommen ; 
dafs hingegen ihre Menge mit der Mächtigkeit des Ganges 
zunimmt, und, mit Ausnahme des Orthits, der gröfste 
Theil davoA in der Mitte des Ganges fich findet. 

Ob in mehrerer Tiefe diefe Vertheilung der Fodilien 
eine Vcrftnderung erleide, lies (Ich nicht genauer unterfu- 
chen, ^weil man in dem neu entbl6fteil Theiledes Ganges 
nur etWa i bis 2 Ellen tief hinein arbeitete. Der alteSchüif 
i& ungefähr 5 Ellen tief, und wenn man aus den Refulta« 
ten ik$ eine ganze Woche lang auf der Sohle deifelben fort- 
|;efetzten Sprengens, wobcy nur Topafen und einige weni- 
ge Gadolinite gewonnen wurden, einen Schlufs tuf den 
übrigen Theil des Ganges machen kann, fo fcheinen die 
dem Gfflige eigenthdbiUchen Foflilxen in gröferer Teufe 
nicht eben häufiger zu werden« 

« DieCe Fodilien find, mit Ausnahme der G<;:mengtheile 
des grobkörnigen Granits, wozu auch der fchwtrze und 
der gewöhnliche durchfcheinende Glimmer gehört^ folgende: 
Q'Det Albit» früherhin von Hetienberg knimm- 
bitaiger Feldfpath genannt» Icommt fehr häufig vor» 3t 
'ftber.alle Theile des Ganges verbreitet, und hat |;ew(Sho- 
kich die übrigen FoflUien zu Begleitern. Er iit, ^ö viel'be- 
kattnt,1>is jetzt noch nirgends» weiter als hier und unBcoddbo- 
gefteio gefunden worden. Seine genauere B^hrcSbung und 
AnsLyCe folgt weiter unten, und hier wird nur fo viel vor« 
läulig. bemerkt; dafs feine chemifche. fConftitutiöo der des 



4S8 Zweyter Anhang. 

Feldfpaths ähnlich iftt nur dafs bey ihm an die Stelle des 
im Feldfptth «ithaUencn Kilis ein Verhfiltnifstheil von Na 
cron tritt. — i) Gadolinit. — 3) Zinnftcin. — 
4) T a n t a 1 i t, in verfchiedehcn^ Abandemngeo. Der Qm 
IV. Theile der Afhandl. S. 164. befchriebene Tancalirius 
dem alten Schürfe enthält keinen. Wolfram. Dagegen i& 
der höher oben im Finbogaqge vorkommende Tantalit wolf- 
ramhalcig und auch mechanifch und ungleichförmig mit 
Ytcertantal gemengt. — 5) Yttertantal. Eine voll- 
ftftndig durchgeführte quantitative Analyfe ift von dieftfli 
noch nicht gemacht worden ; er verhält fich aber in aDen 
fiufern Kennzeichen und felbft'vor dem Löthrohre gcotu 
fo, wie der von Ytt^rby. Auch enthält tt Wolfram and 
Uran, und nach der grüneren Farbe zu urtheilen, welche 
er vor dem Löthrohre dem Phosphor falze mitcheilt, (cheini 
er reicher an Urangehalt, als der von Ytterby, zu kja. — 
Auch von gelbem Yttertantal findet fich hier und 4a «na 
Spur. Der Yttertantal kommt hier metft in kleinen Kör- 
nern, von der Gröfe eines Hanfkoms, fclcco von ErSfen« 
gröfe, vor. Da er fich mcifl im Albit findet, fo färbt er 
diefen gewöhnlich ^ bis ^ Lini^.tief um fich herum roth.-;- 
6) Topas oder Pbyfalith. — .7) Flufsfpatti. — 
8) Yttrocerit. — 9) Talk, von mehreren Abände- 
rungen ; er ift oft mit Schmaragd gemengt, und bildet dann 
den fogcnanntcn Pfeudofchmaragd, bisweileq auch den 
Kern der Kryltalle. — 1 o) S ch m a r a g d, von drey'9:ley 
Art : von Eifenoxyii roth oder braun geerbt und undurch- 
fichtig ; halbhart und grün, wie der von Broddbo, durch 
Tantalit gefärbt , gelblich, mit einem fettig glänzenden Bra* 
che, von Zinnerz geflbrbt, was fich oft bis zu me|ireren Pro- 
zenten darin findet,-* ii)Döppelf|uat von Cerözyd 
und Yttererde. — la) Bafifchcs flufsfpathfau- 
res Ce^oxyd. — 13) Neutrales fiufsfpachCau- 
res Ceroxyd. — 14) Orthit. — 15) ZirkQn. — 
iO <^raniic. Die Befchreibungtn und Analyfen dicfer 
neuen FofTiIien folgen weiter unten. 

Wenn man von dem Finbogange weg in gerader tinie 
noch Mittag hin fich wendet, findet man wenige Lachtec 






m 

i 



I 



Zyrcyter Anhang« 48g 

fenfeits der Landflrafe wieder eine anflehende FcirenmafTe, 
die, wie (ich beyrn Abräumen zcig^te, aus rothcm Granit 
belleht. Man entblöfte darin bcym Sprengen einen Gang 
von fticerem Granit, 5 bis 6 Viertclellc breit, und von 
Morgen nach Abend (Ircichelid, der jedoch keine ficnid- 
artigen Foffilien führte. 

3) Gottlicbsgang» 

Man hat den eigentlichen Finboberg an keiner Stelle, 
als' auf dem befchriebenen Gange, entblöd finden können, 
ungeachtet man ihn umging, und die dicke Erddcckc auf 
mehreren Punkten fondirte. Der Boden erhöht fich nach 
Mitternacht zu ungcfiihr 50 Lachter weit, fenkt fich aber 
dann wieder und bildet eine fumpfige Stelle, durch wel- 
che ein kleiner Bach rinnt. Auf der andern Seite Iteigt 
er wieder allmälich an, und zeigt hier und da zu Taget 
ausgehende Felfen, in welchen man Gänge von nltcrcnt 
vnd jüngerem Granit wahrnimmt, wovon jene gewöhnlich 
Bedeutend mächtiger als diefe find. Man hat mehrere! 
derfelben unterfucht. Der erfle, den man antraf, liegt 
«'Wg ^ Meile nördlich vom Finbogange, aber viel höhei: 
■1« diefer. Beym erften Anblicke fchien er fehr mächtii^- 
*^ fcyn; beym Abräumen und Sprengen aber zeigte fichf?, 
^^ft er in einer fehr fchicfen Richtung, ungefähr unter 
.45*, einfiel, und dafs feine Mächtigkeit im Mittel nur 10 
^^11 betrug. Um diefe Stelle genauer bezeichnen zukön* 
^^>i> nannte man ihn Gottliebsgang. Er hat eine weite 
."^^^eckung und id der Länge nach mitten durch gefpal* 
^^li fo dafs an mehreren Stellen Klippen emporftehen» 
^^ welchen die eine Hälfte des Ganges noch feft fitzt, wäh- 
*^nd die andere Hälfte mit dem anhängenden Gneife fort- 
geführt ift. 

Beym Sprengen auf diefem Gange fand man, dafs fei- 
'^e AusfÜllungsmafle aus einem Gemenge von rothein 
*eldfpath, Quarz und fchwarzem Glimmer beftand, in 
sichern oktaedrifcher Magnetcifenflein, etwas Gadolinic 
«nd ein anderes, diefem ähnliches, Foffil eingcwachfen 
%ir, was 2 bis 3 Zoll lange (längliche Stücken, von der 
IStärkc eines Gänfckicles bildete. Diefes Foflil, was man 



490 Zweyter Anhang. 

bey geniuercr Untcrfuchung für Orthit erHannt. hat ei^ 
nen fo geringen Zufammenhang mit dem Granit, dafs es 
beytn Ausfchlagen einzelner Stufen jederzeit verftummelt 
wird, und grdfstentheils aus der Hauptmafle herauaflillt. 

Auf einer andern Stelle wurde ein ganz ihnlicher, je- 
doch nur 30^ einfallender Gang erfchürft, der aus dcrfel- 
ben Graninrt beftand und ganz diefelben Foflilien führ- 
te. Ueberhaupt fcheint diefe Art voit Gängen in dem 
Finboberge nicht feiten zu feyn. 

3) Kärarfsberg. 

Diefcr Berg Hegt gerade unter demBergwerksdorfe*) 
Rärarf, i Meile M^ülich von Fahlun, | Meile {udweftlich 
von Finbo und dem Gambcrge gegen K.W. Er ift nur 
hier und da mit .wenig Haide und Kaufchbecren (Empe- 
trum nigrum) bcwachfen, fonft aber zum größten Theile 
mit lofen Srcinen bedeckt, die (ich von da bis zum Gam- 
berge hinziehen. Da, wo das fefte Geftein auf dem höch- 
.flen Rücken des Berges in ziemlicher Breite entblöft ift, 
Hft daiTelhe durch die Zeit, und vcrinuthlich vom Erzrd- 
fien ftark verwittert und zerklüftet. 

£s wird an unzählichen Stellen von weiden Granit- 
gangen durchfetzt, die von fchr ungleicher Mächtigkeit 
und hier und da fehr unregelmäfig geiialtetund gekrümmt 
fmd. Zwifchcn ihnen fetzen eben fo unregelmäAge, aber 
weit mächtigere, Gänge oder Lager von Grünftein auf. 
Bef den Granitgängen ficht man auf mehreren Stellen 
deutlich, dafs fie zu den Gängen gehören ; bey den Lager- 
fiätten des Grünftcins aber bleibt man, befonders da, wo 
fie fehr mächtig And, zweifelhaft. Doch da de das Gefteio 1 
nachallenRichtungcn, bald gleichlaufend mit den anfchci- 1 
nenden Schichten, bald diefe in die Quere durchfetzen, fo j 
dürfte es wohl richtiger feyn, fie als Ginge zy betnchcen. l 

Die Gebirgsmaife ift eine Art feinkörniger Gaeii» 1 
Feldfpath und Quarz find fo dicht und in fo kleines , 

*) Bergs-Frälfe-Egendom, heifen diejenigen Gniadftflk« 
ke, die zu Beförderung des Bergl)aues von derKroae 
flbgabenfrey zur Benutzung überlaflfen werden, und 
unauflösliches Eigenthum des Bergbaues bleiben. 



Zweyter Anhang. 491 

Thtilclii^ mit einander gemengt, dafs fclbft-das be^'aflf- 
. nete Auge ße nicht zu unterfcheiden vermag, der Gliin- 
mer aber, liegt in ganz dünnen Blättchen zwifchcninne, 
und gleicht einer fchr feinen Schattirung, daher auch das 
ganze '•Geilein eine lichtgraue Farbe hat. Da.wodiefer 
Gneis entblöft ift, bcfitzt er allenthalben eine wciffe oder 
graulichweifTe Farbe, die lieh gewöhnlich von ckr Ober- 
üfiche einige Zoll tief in das teile Gcflcin hineinzieht. 
Der Feldfpath darin hat nämlich eine fo grofe Neigung 
xum Verwittern, dafs einzelne Stücken dicfes Gncilcs, dem 
Sonnenlichte ausgefetzt, in Zeit von einem, Jahre äufcr- 
lich eine fchneeweifTe Farbe annehmen, ohne, jedoch mch- 
licht zu werden, weil flc der Quarz und Glimmer zufam- 
menhftlt. Man findet nicht feiten folche Stücken in den 
Mauern um Fahlun, wo ihre WeKfc und ihre anfchcincn- 
de Homogenität aufFällt. 

Auf dem mächtigUen von den im Kararfbcrge auffet- 
senden Granitgängen hatte man fchon im Sommer i8i5- 
einigemal fprengen lafTen, und dafelbil aufer Yttertantal 
auch noch eine eigene Art von kryfiallifirtem Gadolinit 
auffanden» welche beyde fchon früher (im IV. Th. der 
Afhaadlingar etc. S^ 9880 befchrieben und unterfucht 
worden find *). Diefer Gang ift ungefähr 3 Ellen mäch- 
tig' uiid von anfchnlicher Frftreckung. Er üreicht von 
N.W. liach' S.O., verfchwindet Sey einer Vertiefung des 
Berges unter der Dammerde, (Ireicht aber höher aufwärts 
wieder zu Tage bis gegen. die Kuppe des Berges hin, wel- 
che entblöd ift, wo fich der Gang nicht mehr findet. Man 
lies im Sommer ig 16. an dem füdöfllichen Ende defielben 
fprengen und räumen, was wegen des verwitterten Zuftan- 
' des des Gefteins ziemliche Schwierigkeiten hatte. Man 
ftnd den Gang noch ziemlich 3 Ellen mächtig ; doch än- 
derte er hier fein Streichen, wendete fich unter einem 
ffMhtenVrinkel nach Mitternacht, fetzte noch einige Lach- 
eer in diefer Richtung mit gleicher Mächtigkeit fort, zer- 
^ tfUnmerte fich aber dann und verlor fich ginzlich. Die 

»^ M. f. oben S. 369. darüber nach« 



493 Zweiter Anbaa|;. 

FoflUien. die man im Jahre t8i5- hier hndi geliAtefi ge« 
rade diefem Winkel an. Der Granit ift auf diefer SteUe 
röchlich, ziemlich grobkörnig; und gleichförmig 'i^cmengt, 
und hat, wenn er ausgetrocknet ift, ein eigene! fehr fchö« 
nes Anfehen. Der Gang fuhrt gegen die Stelle 'hhi, wo 
er fich auskeilt, noch diefelben fremdartigen FoflUien; 
tufcrdem aber Granaten, wie der Finbogang, und noch 
ein anderes neues Foflil, was der Orthitgattung mje« 
hört, lieh aber von dem eigentlichen Orthit durch feinen, 
ziemlich ein Drittheil feines Gewichts betragenden Koh- 
lengehalt unterfcheidet, wodurch es brennbar wird, 
und deshalb Pyrorthit genannt worden ift. 

Der Feldfpath diefes Granits verwittert fiuferft locht. 
Die im Sommer I8i5« aufgefchüttete Halde war auf der, 
der Luft zugekehrten, Oberfläche, nicht aber anf der un- 
tern, fchneewcifs geworden, und man konnte* hier und da 
den Feldfpath bis zur Tiefe eines Zolles mit dem Na^el 
abkratzen- Da die untere Seite der Luft und der Feuch- 
tigkeit eben fo gut wie die obere ausgefetzt gcwefeo« 
gleichwohl aber nicht verwittert war; fo fchien die Ver- 
witterung eine Folge der gemeinfchaftlichen Einwirkung 

des Lichtes und der Luft und Feuchtigkeit zu feyn*). 

■ II ■ ^~"~^— 
•) Um die Urfache diefes Verwicterns genauer kennen 
zu lernen, wurde das dadurch entftandenc mehlichte 
Feldfpathpulvcr einer Analyfc unterworfen. Es wur- 
de zu diefem Bchufe mit kohlenfaurem Baryt ge- 
glüht, dann auf die gewöhnliche Weife durch Suz- 
fäure zerlegt, wodurch 9^elius 

63,7 Kiefelerde, 

i8,o Thoncfdc und 

14,7 Kali 
erhielt. Da diefes Rcfultat von der Analyfe des 
gemeinen Feldfpaths und der Formel fi&r die reinfte 
Art deffelben nur um ein Unbedeutendes abweicht; 
fo kann man nicht annehmen, dafs das Verwittern 
eine Folge von der Veränderung der relativen Men- 
gen der Beftandtheile feyn. Eben fo wenig kann 
die Aufiiahme einer Quantität chemifch gebundenen 
WalTers die Urfache davon feyn, da der verwitterte 
Feldfpath beym Glühen i p. C. feines Gewichts ver- 
lor. £s bleibt daher,, blos die Vermuthung übrigf 



Zweyter Anhang» 493 

Das Sprepgen wurde von dem Winkel an auf dem 
iptgange fongefetzt, diefef aber ganz taub gefunden, 
r Granit blieb hier weifs; derFeldfpath nahm cioCchü- 
pcrlmutterartiges Anfehn an, und verwitterte nicht 
hr, uhd diefe VerhältnifTe fetzten fo weit fort,- tAs der 
Qg entblöft wurde. Dagegen führt ein kleines Trum« 
I gegen N.O. fich abfondcrt, rothen Granit mit den 
mdartigen FofHlien. 

Da wo der Gang nach feiner Verfenkung unter der 
immerde wieder zu Tage austetzt, iü er wieder mit ro- 
tm Granit ausgefüllt, in welchem G a d o 1 i n i c e einge- 
rengt find. Ob auch der Yttcrtantal und Pyrorthit hier 
ieder einbrechen, lies ficli durch die angelegten zwcy 
:hB(rc nicht ausmitteln. 

Der Kärarfsgang, der feinem Fallen nach unter die 
ehenden Ginge zu gehören fcheint, durch fchneidet zwar 
m feinkörnigen Gneis querdurch, ift aber mit ihm vcr* 
achfcn und ohne Ablofungen. Die Foflilicn, welche er 
!k1ter, haben einen ganz andern Charakter als die vom 
lobegange; auch iii ihre Anzahl geringer, da nur 1) der 
tiqphe Gadolinit, 2) eine diefcm Gange eigenthümlichc 
Abänderung dclfelben, 3) der Yttcrtantal» 4) Pyrorthi(. 
od 5) Granat hier vorkommen. 



dafs diie gemeinfchaftliche Einwirkung der Kälte und 
des Waflers eine mechanil'che Veränderung in dem 
Aggregfltionszuftande des FoiHls hervorbringt. In* 
zwifchen ilt es ibnderbar genug, dais dcrfclbc Feld- 
rpath höher aufwärts im Gange, wo dicfer taub wird, 
nicht verwittert. Dicis deutet auf eine Ungleich- 
■ heit der Porofität hin, indem eine Abänderung Waf- 
fer einfaugen kann, die andere aber nicht. Wenn 
mtn den frifchen Fddfpath pulvert und fchlfimmt, 
fo fetzt lieh das feine Pulver auf dem Boden zu ei- 
nem fefteii Kuchen zufammcn, von welchem man 
da) .Waflcr abgicfcn kann« Bricht man aber diefen 
Bodcnfatz auf undt rührt ihn um, fo wird er flicicnd, 
.wie Btey. Dagegtn gibt das Pulver des verwitter- 
ten Fekirpaths eine loi'^, unzufammeuhiingcndc Malfe. 



494 Zweyteir Anhang. 



.■ !• 



' . (Zu Seite 55* und 371.) / ' 

Befcjireibung uuä Analyfe des Al- 
biu,i von Hans Peter Eggertz. 

ie£» Föifi] erregte gleichzeitig mit den Finbo-TofMifea 
oder Pyrophyfalichen die Aufmerkfamkeit der fchwediichca 
Mineralogen, und wurde zuerft vom Bergmcifter Heden- 
ber^ "(in Afliandlingar ecc Th. I. S. 128.) unter dem 
Namen Icrummblättriger Feldfpath, befchrieben. 
(S. oben Anmerkung 26. S. 371.^ Es findet fich nur zu 
Finbo und in den, im Sommer I8i4* von Ga h n undBerze- 
1 i u s unterfuchten, Steinblöcken um Broddbo. Am letz- 
tem One kommen zwey, der ftufern Geflalt nach, ver- 
fchiedene Arten davon vor, der. ftrahlig krumm- 
blättrige, den H e d e n b e r g befchrieben hat, und der 
kleinkörnige, welcher dasGeftcin bildeti .wasGihn 
und Berrtliui (im IV. Thcile der Afhandlingae etc. 
S. 215O unter der Benennung Zuckerftein (Sockerften) 
erwähnt haben. Eggertz nennt jenen ftrahligen, 
dicfeh k ö r n i ge n A Iba t. 

l) Der ftrahlige Albit. 

iß von fchneeweifTcr Farbe, die (Ich bisweilen 'etwas ins 
* Blauliche oder Grünliche zieht; feltener fchmuziggrau, 
und manchmal graulicli|;oth, wo er von fed'eingewach- 
fenen Yttertantalkornern gefärbt ift. 

Er findet fich derb und bildet gemeiniglich grofe .rundli- 
che Nieren, ohne eine Spur von fiuferer Kryftallform. 

Inwendig zeigen diefe Nieren ein (hrahlig kryllallinifches, 
gkichfam aus feinen gekrümmten Blättern zufammenge- 

. webtes Gefüge. Diefe Strahlen laufen von einem ge- 
Yneinfchaftlichen Mittelpuhkte aus nach dem UnkTeife 
der Nieren. * • 

Der Bruch ift uneben ; die Bruchflächen find nach einer 
Richtung ftrahlig, nach einer andern krummblfttcrig. 

Die Bruchftücken Und ünbeftimmceckig und fchtrCkiiuig. 

£c ift nn den Kuntcn diirchfcheineods 



JLweyfer Anbangi 495 

art ; tittt .4en Quarz und lumint eine fchöne iPoXnir in » 
ein fpez. Cjcwicht I>eträgt =r 2,6i^. 
Er wird von SSuren nicht aiige^iffen. 
Schmilzt Tor dem Löthrbhre für fich lansfam zu einem 
nrelflen halhdurchfichtigen, mit Flulsmitteln «her zu ei- 
lem farbenlofen Glgfe. 

JBcy der Analyfeierhielt £ g g e r t s fiblgencUBeftandthe ile ; 
.1, . 70,481 Kiefelerde, 

is»4^ Thonerde, 
10,50 bis 10,9 Natron and 
^,o>55 K alkerde. . •. 

Bey mthrefen wiederholten Analyfen blieb fich der 
Ktlkgehalt nicht immer gleichr und Egger tz hält daher 
diefen Befiandtheil für einen zufUlig beygemengten» wel* 
eher der Quantität. nach (ich nicht gleich bleibt. 

' Das Foitl vcrdimt'' wegen feiner chemiTchen Konfti- 
tntion bcfondere Aufoicrkfamkeit. jo,$ bis 10,9 Prozent 
Natron enthalten 2,7 bis 3,8 Theile Sfture. i8>45 Prozent 
Thonerde enthalten '8,6 Th. SSure. £>a nun 2,g X 5=8t4 
ift : lo efithält hier die Thonerde dreymal fo viel Säur« 
als das Natron; fo wie (ie im Feldfpathe dreymal die Sau* 
re des Katis enchSlt. Ferner enthalten 70,48 p. CKi«- 
felorde 34,97 Theilc Säure; rechnet man^ nun die mit der 
Thonerde, dem Natron und dct Kalkerde gebundene S9u- 
n C^tS + 8>4-f 'o,]f3) zufiimmen, fo bf;tragt die Summe 
11,53, und diefe mit 3 miilHpltzirt gibt 

• • 5 X 11,53 = 34.59» 
fo dflfs in diefem Foflile die Kiefelerde, wie im Feläfpa*« 
ttfe, dreymal die Säure der Bafen enthält. Nach dicfc« 
Berechnung erhält der ftrahlige Albit die Formeh 

. -■ ^' - NS» +AS» ■■; 

und findet hachemifchen Mineralfyftcme feint SrcUe nci* 
bea dem Mefotyp. 

2). Der kornige Albit 

iÜ sur Zeit nur bey Broddbo gefunden worden, und bey 
Wlüho kommt kefne Sput davon vor. Br gleiche der Yor. 



496 Zweyter .Anhang» 

hergehenden Art in feiner Zurammcnfeczung und den re- 
futivon VerhältnifTen feiner BeiUndeheile g;flnz voUkom- 
nicn. Sein eigenchümliches Gewicht beträgt 2,619 ^^^ 
er unrerfchcidet fich im Acufern von jeiicm nur durch fein 
körniges Gefii^c. Die Kornchen fch^inen aus feinen vier- 
feitigen Säulchen zu beliehen, die faft eben fo dick als 
lang Cnd. Kr kommt feiten ganz rein vor, und hat daifa 
ciiic äufTallcndc AehnÜchkeit mit dem Zucker. Der min- 
der reine iit gewöhnlich von Quarz umgeben, und enthält 
ganz kleine Granaten mit Gadolinit. Da'^r blos in den 
lofen Steinblöcken von Broddbo gefunden wird, fo ift er 
fchwcr zu haben, und man kann ihn als ein fehr feltencs 
FolTil betrachten. 



Zu S. 357. Aoraer^ng 24. 

Unterfuchuiig des Orthits, von J. 

Berzelius. 

l) Orthit Von F in ho. 

Ueber fein geognoHirches Vorkommen i(l weiter oLeii 
das Notlüge bemerkt worden. 

Seine Farbe ifl theils fllchgrau, theils etwsis ins Braune 
•fich ziehend, wenn Verwitterung eintritt. Er iil in diefer 
Hinficht dem Gadolinit fo völlig ähnlich« dafs man ihn 
beym erften Anblick kaum davon untcrfcheiden kann. 

£r findet fich in langen, fchmalen, geraden, paralle- 
len,, oder doch nur wenig aus einander laufeiiden, feiten 
bis y\ Zoll ilarkcn, gleich breiten Strahlen, die zuweilen 
bis zu I Elle Länge haben, ohne von ihrer fchnurgeraden 
■Richtung abzuweichen. Gewöhnlich nimmt er an der 
den Gang begrenzenden Gneiswand mit einem fchmtlen 
Strahle feinen Anfang, der fich dann verbreitert, wie eine 
Eisblume auf einer Glastafel gehaltet, und dann an fei' 
nein breiteren, der Mitte des Ganges zugekehrten Ende, iQ 



Z weyttff Anhang. ^ 497 

itnge» {trade Strahlen autfcbieft. Ob ditfe Strahlen flbri* 
gc&fl eine befttmmte regelma6|se Geftalt haben, ift fchwet 
aofsumachen, weil fie fo feft mit dem Feldfpathe verwach« 
fcn find, dafs fie fich viel leichter der LSnge nach zer- 
Iplittem als lostrennen ladend auch nach ihrer ganzen 
Unge mit Scheidewänden von Feldf^th dicht durchwebt 
find. Beym Ausfchlagen ift es fchwer, Strahlen von eini- 
ger Lftnge zu erhalten, wenn nicht etwa der Granit felbft 
Quefklüfte hat. 

Er ift felbft an den dünnften Kanten undurchfcheinend, 
und wtnn er fich ja zuweilen etwas durchfcheinend fin- 
det, fo zieht er (ich ins Rothe. 

Jper Bruch ift in allen Richtungen kleinmufchelig, und 
zeigt keine Spur von einem Blätterdurchgange. 

Die Bruchfiückeu fmd fcharfkantig, ohne befiimmte 
Gefialt. 

Aeuferlich ift er fehr wenig glänzend, faft matt; innerlich 
glänzend, von Glasglanz, wie der Gadolinit. 

£r ift hart, ritzt den Quarz, wird aber auch von ihm wie« 
der etwas geritzt. 

Spr(^e und leicht zerfpringbar/ kleine Stacken zeigen 
- mehr 2ufammenhalt als grofe. 

Das Pulver ift grau, ins Braune ziehend. 

Dai fpezififche Gew. =: 5,388' C^^^^ ^^^ Gottliebs- 
gang.) 

Vor dem Löthrohre fchdumt er für ^c& auf wie ein 
Zeolith und wird gelblichbraun« in ftrengtrem Feuejt 
ichmilzt er unter vielem Aufwallen zu einem fchwarzen 
bitfigen Gläfe. Mit lV>sp^orralz löft er fich langfam auf, 
und liic ein Skelett von Kiefelerde zurück« waa fpäterbin 
noch lakgfam aufgel^ft wird. Das Glas bleibt im Reduk- 
tionsfiBucr farbenlos, nimmt aber in derOxydationsfiamme 
CUM brandgelbe Farbe an, die beym Verkühlen wieaer 
vergeht. Mit Salpeter zeigt er bald mehr, bald weniger 
deutliche Spuren von Mangangehalt. Mk ]Borax giU er 
leicht ein klares Glas, welches in der Reduktions^mmt 

Ji 



49S Zweiter Anhang. 

grünlich wird, im Oxydationsfeuer aber blutroth, was 
beyin Abkühlen gröfstcntheilt wieder v^rfchwindet. Er 
wird von Soda zerfetzt, aber nicht aufgelöft. Der Ueber- ' 
flufs- von Soda zieht fich in die Kohle und es bleibt eine 
graugelbe MaiTe darauf zurück. 

Durch Digedion wird er in Sioren aufgdöft, wo doe 
gdienartigt Kiefclerde zurückbleibt. 

Nach Bctzelius Analyfe enthält diefer Onhit vfm Fio- 
bogangc folgende Beftandtheile : 

Kiefelerde 36,^5, deren Säuregehalt =: j8>o6i 
Kalkcrde - 4,99 - - ' = i,j7, * 

Thonerdc 14,00 » - = 6,54» 

Ceroxydül 17,39 - - = a,6, 

Eifenoxydül 11,4» - - " = 2,6; 

Yttererde 3,30 «> - = cBi 

Manganoxyd 1,36 • - = OA* 

WafTcr 8,70 • - = 7,68, 

Verluft 2,19 



lOC.CO. 

Den gefundenen KieCelerdegehalt hält Berzeliusföt 
zu gros, vermuthlich, weil zu der Analyfe nicht völlig 
reine Stückchen des Orthits genommen werden konnten, 
da er fo innig mit Quarz und Feldfpath verwachfen if(» 
dafs er davon nicht vollkommen rein gefchieden werden 
ksnn. Was die relativen Mengen verhältnifle der übrigen 
Bellandtheile anbetrifft, fo fand Berzelius beyzwey Wie- 
derholungen diefer Analyfe fo geringe Differenzen hieriiv 
dafs er fie nicht einmal zu erwähnen für nöthig hält. 

2) Orthit vom Gotc liebsgange. 

Es gleicht dem Vorhergehenden ^follkommen, mildem 
einzigen Unterfchiede, dafs er in gröferen Mafien vor^ 
kommt, die aber allezeit bedeutend länger als breit und. 
Zu den Analyfen wurden völlig reine Stücke aitsgcfuaht^' 
die fichtbarer Weife durchaus nichts Fremdartiges an fich 
hatten. - ., 

Die beyddn Analyfen AeiTelben gabea fitlgende 
Refult|u; N 



Zweyter Äoha-ug« 499 



icTeterde 


I. 

32»oo 


a. 
3ä»i84, deren Säuregeh» 


= 16,00, 


tlkerde 


7^4 


7,960 


= 2,24, 


booerde 


i4»8o 


14,810 • 


= 6,91, 


BTOxydul 


I9>44 


20,510 ' 


== 2,S8, 


ftnioxydül 


12,44 


12,380 - 


= 2,84» 


rtererde 


3>44 


2,870 - 


= c,57, 


uiganoxydül 
afler 


ä.40 
5.36 


3.360 - 

5*360 


= 0,67, 

-z= 4,50. 



98.72 99»4I4. 
Summe der mit den Bafen verbundenen Säare be- 

Igt 16,11, alfo fad genau fo viel, als die Säure der Kie-^ 

lerde, und das FolTd enthält daher lauter Bafen, welche 

it einem Theile Kiefelerde verbunden und, deiTen Säure 

ur Säure jeder Bafe gleich ilh 

Vergleicht man hingegen die Säuren der Bafen mit 

nander, fo findet man keine folche .allgemeine Ueber* 

inftiromung zwifchen ihnen, als man vcrmuchen foUte, 

rtnn alle Theile eine getneinfame chemifche Verbindung 

nimtchcen. Diefer Umftand, fo wie die Mengen der Bc- 

Indtlieile, fcheinen für die Idee zu fprcchen, dafs der 

tatfait aus einem Gemenge von mehreren verfchiedencn 

SQikatfn bellehe. Vergleicht man nämlich die Bafen gegen 

euitttder» fo ergibt (ich, dafs hier das Cerin- und Eifenoxy-^ 

ttb gerade wie im Gadolinit, gleiche Quantitäten Saure 

Muhalten, und dafs die Thonerde genau mit dreymalfo viel 

Säure als die Kalkerde verbunden id. Es iü daher höchlt 

^vahricheiinlich, dafs diefet Orthit hauptfächlich aus einem 

Gemengt diefer zwey Doppelfilikate bellehe. Pas Dop* 

Idfikat von Thon- und Kalkerde (=z= CS -f 3 AS) findet 

fah als felbMändig im Mineralreiche vor in dem foge* 

Qinnten ftangcnfteinartigen Skapolith, welcher 

^ dem Zcolithgcfchiecht der altern Mineralogen gehört» 

tod vor dem Löthrohre zu einem blafigen Olafe fchmilat* 

Bis zweyte Doppelfilikat (fS -f- c^^) ^^^ zwar noch nicht 

Sfar Ach heftehend aufgefunden, und wahrfcheialich eben 

b mechanifch dem Gadolinit, Cerin und AlUnit beyge- 

nengt, welche Folülien von ihm ihre fchwane Farbe er- 

Ji2 



500 Zweyter Anhang» 

halten, und es i^ daher fehr bemerkeniwerth, dafs dielcr 
gemeinfcbafth'chc Beftandtheil dem Orthit ganz vollköfli- 
men den ftuferen Charakter des Gadolinits aufdrücke. 

Dem ungeachtet find im Gadolinir diefe Bafen nur vaSi^ 

halb fo viel Kieielerde als im Orthit verbunden. 'Esil 

fehr wahrfcheinlich, dafs das Yttererdefilikat» b^ne ds 

Cerium- und Eifenfilikat, ebenfalls farbenlos feyndfirfift 

Wenn es nun feine Richtigkeit damit hat, dafi( fonacfa der 

Onhit als ein mechanifches Gemenge des ftangeoftcinin|' 

gen Skapoliths mit dem Doppel filikate des Cerium- andEi- 

fenoxyduls zu betrachten ift: fo wird die Analyfe fiilgeodt 

wilfenfchaftliche Refultate geben: 

46»48 Doppelfilikat von Thon* und Kalkcrde, 
CCS + 3AS + «Äq.) 

43,^2 Doppelfilikat von Cerium- und EifenQxydnl 

C=ceS + fS); 

4, Ol Yttererdefilikat, 

4,73 Manganoxydülfilikat« 

Was den Orthit von Finbo anbetrilTc, fe unterfcheidtf 
er fich von dem zuletzt befchriebenen dadurch, dafs in ibfli 
die Thonerdc fünfmal fo viel Siure als die Ralkerde, und 
die Kiefelerde etwas mehr Säure, als die Bafen zufammeo* 
genommen, enthält, welches Letztere wahrfcheinlich ?on et« 
was beygemengtera Feldfpath und Quarz herrührt. Berech- 
net man die daraus fich ^gebenden VerhältnifTe, fo wird 
man auf die Idee geleitet, dafs das in diefem Orthit ent- 
haltene zeolitharrige FolTil Werners Nadelllein fcy, def- 
fen Zufammenfetzung nach Vauqelins Analyfe*) fol- 
gende Formel gibt: CS' -|- 5 AS + 3Aq. — Bey der 
Schwierigkeit, völlig reine Stucken des Orthits von Finbo 
7.\x erhalten, läflt fich indeffen auf diefe Uebereinftinunung 
kein fonderliches Gewicht legen, fo palfend fie auch ibnft 
(eyn würde, die wunderbare Erfcheinung zu erklfiren, difo 
diefes FoiTil immer lange, fchmale, linicnarrige Strahlen xn 
bilden (hebt, ohne übrigens in feiner äuferen oder innerca 
Geftalt Merkmale von Kryftallinicöt zu zeigen, die wahr« 



Journ. des Wincs, No. 44. p. $^6. 



Zweyter Anhang. 501 

fcbeinlich durch dM Eifcii- und Ceriumfilikit vertilgt ift. 
Bbcn fo findet man, dflft dit Gadolinite, wdche die ge- 
^iHAinliehe Mtnge von diefcm Doppelfilikatt enthalten« 
■ichc kryftallifirt find, dagegen aber diejenigen, die eine 
geringere Menge davon enthalten, viele Neigung zumKry- 
MUfiren zeigen. Befonden fieht man diefs an den Gado- 
■iilen von KSraflVet, welche von beyderley Art find. 

Die dem Orthit zunSchft verwandte Fofliliengattung 
ü der Cerin, welchen Hifinger entdeckt, und im IV. 
Thcfle der Afhandlingar etc. S. 337. bis jiiO befchrieben 
Imc*)* Der Hauptunterfchied zwifchen dem Cerin und 
4rai Orthic vom Gottliebergange befteht darin, dafs jener 
Jtein WafiTer enthält. Uebrigens ift auch bey ihm die Siu« 
Te der Kiefelerde dem Säuregehalte der Bafen zufammen- 
genommen gleich» und das in ihm befindliche Doppelfilikat 
von Thon und Kalkerde tft ;;=: CS -f 3 AS. Dfe beyden 
Ifetalloxydüle enthalten jedes ungefähr vier Antheile Säu- 
ren, und es ift daher eben fo wenig beym Cerin eine^che- 
niichc?) Vereinigung zwifchen diefen Silikaten zu ver- 

Nach dem Angeführten hilf et Berzelius för ziem« 
leh tmgemacht, dafs zwar fowohl im Onhit, als auch im 
ttdolinic und Cerin, Doppelfilikate des Ceroxydüls und 
Mfcnwydüls von gleichem Säuregehalte mit einander ver- 
loodca, fedem diefer Foflilien aber noch andere, unter fich 
wichiedene Silikate mechanifch beygemengt find. 

Bs ift fehr wahrfcheinlich, dafs eine grofe Anzahl von 
Voffilico, die man bisher für eigene Verbindungen geh^A- 
mhitp.blos folche mechanifche Gemenge find, und dafs 
A Verfchiedenheic der Refultate bey den Analyfen folchcr 
9offilicD, die man (ur gleichartig hält, von den ungleichen 
Hcogcnverhlltnifren diefer mechanifchen Gemengtheile her- 
iflhic. Vermuthlick hat auch die ErfchcSnung, dafs bey 
Aoalyltn eines und defifelben Foflils von verfchiedenen 
iudorten, die Mengenverhältnifie des Eifenoxydüls oh 
b ungleich tusfiillen, in dergleichen mechanifchen Bey- 



*) }iL L oben S. 391, diefe Befcbreibung, 



JOS Zueytcr Anhaof. 

mengaiigen von Eifenoxydfilfilikit Ihm Gnind. Es ver- 
diente daher wohl nlher uoterfuckt au werden^ ob derfo 
•fc wechfelnde Eifengehtlt im Stn^tftein, KokköUHi, Fi- 
ftazit, Skorza, Zkrifit, Anthophyllit, Augit, Hornbleode 
und in mehreren Schörlarten» bloe in ungleichen mccbmi* 
l'chcn Beymengungen von Eifenfilikat fefnen Grund hib^ 
da die eigenchütnli^hen chemifchen Verbindungen, tuswcl« 
eben alle diefe Foflilten beftehen, nach Abzug des Eifeo- 
gehfllts, ftett DoppelfiUkate der Thon- und Kalkerde find, 
Dicfe Frage all inzwifchcn nicht leichc zu endckeiden, 
fe lange wir noch nicht wifTen, welches die* höchfte Anzilil 
der oxydirten Körper ifl, die üch zufammen zu eifler ein- 
zigen chemifchen Verbindung vereinigen können. 

Da die Gadolinite, Orthite und dergl. m. von rerfchie- 
denen Fundorten etnerley [mechanüche Gemengthetle ia 
fich aufgenommen haben; fo könnte man wohl audi die 
Frage aufwerfen: ob nicht mit gleichem Rechte, diefe Ge- 
mengtheile vielmehr für chemifch beygemifcht, ab fär ln^ 
chanifch eingeflolfen zu halten feyn möchten, .befonden da 
man nicht vorausfetzen kann, dala diefs allenthalben Statt 
finde? — Allein es ill dazii eben fo wenif; Grund vor. 
banden, als wenn man aus demUmftande, dafii gewifleFor« 
filten, z. B. Zinnftcin, Wolfran), Topas und Schmangd, 
häuBg und in den vcrfchiedenften Gegenden dei Erdboden^ 
zufammen vorkommen, den' Schlufs ziehen wollte, dafs 
eine befondere Anziehung unter diefen Mineralkörpem 
Statt ßndc. So enthalten alle bis jetzt bekaimc gewordene 
Arten des Tantalits ein wenig Kalk, alle Ytttotantale etwas 
Uranoxyd, fo verfchieden auch ihre Fundorte fmd, und fo 
wenig auch, nach dem dermaligen Standpunkte unterer 
Kenntniffc, angenommen werden kann, dafs diefer geringe 
Antheil von Kalk und Uranoxyd jenen FpfTilien ebemifch 
angehöre, d. h. dafs diefelbc ohne diefe Beftandtheile nicht 
das feyn würden, was fie fmd. Wenn fonach der Gadoli- 
nit von Ytterby, eben fo wie der von Finbo, Eifen- und 
Ceriumoxydul, und noch überdem zufiülig ziemlich in 
gleichen Verhältniffeh enthält: foläfTt (ich daraus noch nicht 
folgern, dafs in ihnen eine chemifche Verwandtfchaft zwi- 




/.«eytcc Anhang:* 50$ 

den Silikaten der Yttererde und jenen Oxyden Statt 

fo lange andere Umftftnde eine folche Verwandtfchafc 

«•hrfchetnUch macfien. 

Wir kommen nunmehr zu einer andern Art des Or« 

die noch deutlicher mechanifche Gemenge in ihrer 

ifidnmenfetzung aufgenommen hat, und die fo eben an- 

euteten Ideen noch mehr beftftrkt« 

3) Pyrorthit vom Kärafsberge. 

Diefes Foflll findet fich mit kry(lallifu*cen Gadolinit in 
rdjBiB oben befchriebenen Granitgange des Ktrar&berges. 
^^ Scma Farbe ift pechfchwatz» an verwitterten Stücken gelb^ 
P ...iidibraun« 

^ . £a faildei lange Strahlen, die bisweilen einzeln, meift aber 
L '■ mcl^rere beyrammen liegen und dannBüfchel (quaft) bil- 
k .^cn. ,Die Stärke diefer Strahlen wechfelt von der Fein- 
■^. hctc eines Haares bis zu der Dicke eines Zwirnfadens. 
;.. ^. $18 haben eine beflimmte Neigung, gcfichobsne «derfeitige 
< Siulen zu bilden, deren Seitenflächen nach der Linge jre. 
. ^eift find, und die durch eine tiefere Furche in der Mie- 
te das 'Anfehen bekommen, als ob He aus zwey f ris- 
men zufammdligeretzt wären. Die Winkel find wegen der 
Kleinheit der Krydalle und der Unebenheit ihrer Seiten. 
fischen nicht mcfsbar. 
Der Lftngenbruch ift kleinmufchlich, zum Tbeil fplittrig; 
der Querbruch uneben. £ine Spur von kryftallinifchen 
BUtterdurchgängen i(t nicht zu bemerken ; wohl aber i(t 
bisweilen fowohl der Längen- als Querbruch erdig. 
Aeuferlich find die Prismen matt, auf dem Bruche aber 
glänzend, von Pechglanz. Beym erdigen Bruche verliert 
fich aller Glanz. 
' pfl^o(fiIifi:undurchru:htig, felbft in den dünnften Splittern ; 
liillihtrt, wird vom Kalkfpath geritzt i 
gi)>c einen bräunlichfchwAfzea Snrich 
iiäd fein fpez. Gew. beträgt zr 9,19. 

Vor dem Löthrohre gelinde erwärmt und dann auf ci- 
sten\FuriktezumGlähenerblt?t, fängt es Feuer und brennt 
4ann iur fich, mit Gluhei^ aber ohne Flamme und Riu:h, 



j(04 Zwcyter Anhang» 

fort Dtt Brointii 'ift nodi Icbhtfttr, wenn nn mehren 
Stückchen des Foflilt snferamenlegt, oder deiTetbe grob 
pfllverr, und wird durch Zubltfen noch verftirkt. Diefe 
Feuererfcheinung ifl fonech ein wahret Verbrenn^ und 
nicht etwa wie beym Gadolintt» blot ein nlheres ZufiuB* 
mentreten der Beftandtheile. Wtgen diefer Sigenfchaftr 
das Feuer wie ein Brennmaterial su onterhalten» hat Ber- 
zelius dem Foflile den Nameo Pyrorthit bey^cgt 
Nach dem Brennen wird er weifs, etwas ins Grauliche 
oder bisweilen auch ins Rdthliche fiich siehend« and fo 
leicht, dafs es beym Zublafen mit dem idrhrohre kaum 
auf der Kohle erhalten werden kann. Es fchmilzt für fich 
fehr langfam su einem fchwarien Email ; löft fich im Bo- 
rax und PhosphorAUe su einem durchfichtigen Glafe auf, 
was das gewöhnliche Farbenfpiel des anwefendea^Eifens 
zeigt ; verrith bey Anwendung des Salpeters einen gerin • 
gen Mangangehalt, und wird vom Natron nicht au%elöfl. 
Siuren löfen es beym Digeriren auf, doch bleibt ein 
fchwarzes Pulver ungelöft zurück. 

Bey der Analyfe defTelb^n ergaben fich folgende Be- 
ftandtheile ; 

10.49 Ktefelerde» 
9,59 Thonerde, 
1,81 Kalkerde, 

13,93 Ceroxydül, 
6,08 Eifenoxydül, 
4>87 Yttererdc, 
1,39 Manganoxydül, 

96.50 Wafler und flüchtige Theile, 
31,41 Kohle (ymd ein wenig Verlufli)» 

100,00. 
t>ie Thon-' und Kalkerde ßehefi fonach in diefem Py- 
rorthit ziemlich, in demfelbtn Verhftltnifle wie in dem Ot- 
thit vom Gottliebsgange; auch die.Kiefelfäure ift de^ 
Summe der Bafen ziemlich gleich, fo dafs diefes Fofill 
daflelbe doppelte $ilikat (CS +3 AS) zu enthalten fcheint. 
Doch ift das Verhfiltnifs der [Sfture des Eifen- und Ce- 
riumoxydflls (wie bey dem Gadolinit von KärarfJ, auch 



1 



ZweyCer Anhing* 505 

liier omg^tlirt, und m ift daher wthrfehelnlich, difii dbr 
Fytorthit, aufer dem Doppelltitkaie diefer beyden'Oxydü* 
le> noch verfchiedene Silikate von Ceroxydfll, Manfin-^ 
oxydfil und Yttererde enthalte.— Dafs die Kohtk thit 
ditfön Salzen in einer chemifdhen Verbindung ftehen-roll« 
et» Ulflk fich nach den jetzigen 'Anüchten der WiiC^nfehafc 
nicht annehmen, vielmehr mufs man vermuthen, dafs fie 
htfH mechanifch beygemengt fey. • 

Von ihr rfihrt auch die Brennbarkeit des Fofllik ttitd 
feine Farbe her. Wenn fie in graferer'Qnftntitik b«yge- 
gemtngt ift; dann wird der Bruch des-Foflils iriatt und 
erdig; im entgegengefetzten Falle aber bleibt ,nodi et^p^ 
von dtm glinzenden Bruche des Orthits zurück. 

Ditfes Foflii ift übrigens, als ErzeuJ^ifs des Vrgebif « 
ges, durch feinen Kohlengehalt, auch in geognoftifchet 
Hillficht merkwürdig. 



(Zu S. 360-) 

Befchreibung und Unterfuchung der«^ 

jenigen Foffilien vo.n Broddbo und 

pinbo, welche fiufsfaures Ceriüio 

und flufsfaure Yttererde 

enchaltexi. 



r. 



1) Neutrales fiufsfaures Cerium ve^tt .' 

Broddbo« 

jbiS findet fich in graulichem Albit, feiten in Quarz ein* 
^ewachfen, und wird von einem erdigen FoflU (dem wei- 
ter unten zu befchreibenden Yttrocerit); inglciehen . von 
Glimmer, Granat und Yttertanftal begleitet. 
Seine Farbe ift blafs ziegelrotli, ins GelblicTie fich sie« 

hend, und wird beym Anfeuchten dunkler. • 
f s ift undurchfichtig, nur in dünnen Splittern und anr 

den Kanten ein wenig durch fcheinend« 



5o6 Zweytor Anhang. 

Pjndtl (Ich nur kryfttiiirirCr In rcgelmifigen rcthsfeitigea 
Siulen, die geiiröhnlich mehr dick als lang, und dabey 
. tn den Kanten, abgeftumpft find. 

Der Bruch ift uneben und fpUttrig. 

Dit Bruchflüchea find weni{ glänzend, und haben das An- 
fehen» als ob das Fofiil in allen Richtungen zerfprun- 
gen wäre« 

Die BruchftOcken find unbeftimmt-eckigund fcharfkanti^ 

Es Ift rpröde und leicht zerfpringbar ; gibt etniweifles Pul- 
ver» wtt ins Gtlbliclie fällt, ritzt den Kalkfpath, nicht 
aber den Flufsfpath, und wird vom Quarz geritzt. 

Das eigtnth. Gewicht = 4,7. 

Vor dem LÖthrohre fchmilzc oder verändert es fich 
ohne Zufiitz gar nicht. Mit Borax, fo wie mit Phosphor- 
falz, löft es fich l'angfam, aber vollkommen auf. Die Per- 
le wird im Oxydationsfeuer blutfoth, verliert aber die 
Farbe beym Verkohlen wieder. In der Reduktionsflammc 
wird das Glas in allen Temperaturch farbenlos. Das Bo- 
raxglas wird beym Wiederglühen milchicht und gibt beytr. 
Verkühlen ein wcifTes Email. Vom Natron wird es nicht 
aufgeldft, fchwillt aber davon auf und wird zerfetzt ; das 
Natron zieht fich davon in die Kohle und läflteine fchmu- 
2ig graue MafTc zurück. 

Das Foflll ficht dem Granat von Broddbo, befonders 
dem blafsfarbigctif fo ähnlich, dafs man es, ohne kryüal- 
linifchc Kennzeichen, nur durch Hülfe des Löthrohrs da- 
von zu untcrfcheidcn vermag, wo fich der Granat durch feine 
Schmelzbarkcit zu erkennen gibt. Die Analyfe dicfcs 

Fofifils gab : 

82,64 Ccroxyd, 

r,i2 Yttererde und 

16,24 Flufsfpathfäure* 

2) Fliifsfaures Cerium von Pinbo. 

Dafifclbc Foffil findet fich auch bcy Finbo, nur von et- 
was röthcrcr Farbe, theils kryftallifirt infechsfcitigenSäS- 
Icn, die mehr lang als breit find, theils in mehr oder we- 
niger dünnen Platten (lameller), theils auch in unregel- 



Zweyter Anhang« 507 

# 

aififfen, derben MtfTen. Es. findet lieh fovoh! im Albit, 
«1$ im Quarz und Glimmer eingewachfea; und wird bald 
von Schmaragd, bald von Yttertantal begleitet. Gleich •» 
trohl kommt es fo feiten vor, dafs alles, was man davon 
suftimmenbringen konnte, nicht einmal zu einer vx>llilSndi- 
gen Analy fe ausreichte. Berzelius hat daher nur durcb 
«tnzelne kleine Verfuche auszumitteln vermocht, dafs die» 
fesFoffil neutrales flufsfaures Ccrium ifl, und dafs def* 
im dunkelrothe Farbe von beygemengtcn Mangan herrührt, 

3) Bafifches flufsfaures Cerium von 

F i n b o. 

Diefes Foflll findet fich ani allerfelteften, und zwai; 

theils im Albit, theils im rothen Feldfpath eingewachfea* 

t}i€ Farbe iil fchön gelb, mit etwas Roth, in unreine- 
. ren Stücken bäunb'chgelb ; 

CS findet fich derb, trägt aber Spur^ einer granatartigen 

Rryftallifation an fich ; 
Jit undurchfichtig, felbd an den dünnften Kanten kaum 
durch fchcinend ; 

im. Bruche mufchlich und glänzend, daher im Ganzen ei- 
nem bräunirchgelben Porzellanjaspis nicht unähnlich; 

die Bruchfiücken find ünbefiimmteckig, fcharfkantig; 

«s i& halbhait ; wird vom Glafe geritzt, ritzt aber den 
Flufsfpath ; 

und gibt ein bräunlichgelbes Pulver ; 

e% wird in der Wärme von der Salpeterfture mit brand-^ 
j^elber Farbe, von der Salzüiure aber unter Entwicklung 
von oxydirt falzfiiurem Gas, aufgelöft. In beyden' Fäl- 
len bleibt eine geringe Menge eines weilTen- ■ Fulvets 
ungelöfi zurück. 

Vor dem Löthrohre erleidet es» ohne Zufats» weiter 
keine Veränderung; als dafs bey erhöhterTeo^pcratun Nef- 
fen Farbe dunkler und zuletzt fchwara wird ; beym Ab-« 
kühlen geht die Farbe wieder durch das Dunkelbraune, 
und ein ichönes Roth bis in das Brandgelbe zurück, was 
«ber merklich mehr Roth behält, als es vor dem Brennen 
hatte. Mit Borax und Phosphorfalz zeigt es dierel|)Qn Er- 



508 Zweyter Anhanf, 

fchthnnigca» wie dts neutrale flufsfiure Cerium« Von 
Namn wird es nicht tngeprifteo, fchwillt und verfallt 
auch nicht, wie es mit dem neutralen der Fall ift. 

Nach der Berechnung einer mit einer geringen Menge 
dicfes FoClt vorgenommenen Analyfe foU es enthalten s 
* 84.30 Ceroxyd, 

io>8^ FluftOiure, 
if,9f WaiTcr. 

4) Prufsfaurci Ccrium mit flufafaurer 

Tttcrerde« 

Zu Finbo kommt hier und da ein erdiges Foflil vor, 
zwar häufiger, als die vorhergehenden-, aber doch nur in 
kleinen Parthien» meid von der Gröfe einer Erbfe. 

Es ceigt fich von Farbe gewöhnlich blafs karrainroth, 
bisweilen aber auch weifs, dunkelroth und gdblich. 
Ss sft fo mürbe, dafs es mit dem Finger zerrieben und 
leicht aus den Höhlungen, worin es fitzt, ausgeklaubt 

' werden kann. 

Bisweilen findet es Ach in ungeftalteten derben MaflTen, 
die theils einzeln eingewachfen ßnd, theils die Gado« 
ftiite umgeben, auch wohl mit diefen fo zufammen- 
hiUig^, dalTf fie ein Ganzes mit ihnen auszumachen fchei- 
li^ii. Dieft MäfTen zeigen niemals eine Spur von regel- 
mfifiger Gefialt oder krydallinifcher Textur. 

Der Bruch ift uneben und (plittrig, theils matt, theils 
. Schimmernd« Die Bruckfiücken find unbeftimmteckig» 
; fdiarikantig. 

£s ift ziemlich fchwer zerfpringbtr; 
gibt einen weifiTen Strich, der etwa$ ins Rdthliche fällt; ' 
wird vom- Glafe geritzt und ritzt es wieder; auch den 
Fkiitfpath und Yttroceric riut es ftark. 

Spez. Gew. :=: 4,1^ 

Vor dem L^throhre yerhllt es fich ganz wie das flufs- 
faüre Ccrium, nur mit dem Unterfchiede, dafs es eines 

t t r 

bedeutenden Zufatzes davon zum Borax bedarf, wenn es 
beym Wiederanwärmen undurchfichtig.werden foll« 



Zw«yeer Anhäiif« 509 

Bcr4keliii8 hat mchrert Antlyfen d«flclbcfli unter« 
Bommen^ theils durch Glfihcn mit K«li» chcils durch 
Zerfcfining mit Schwefel Attrc, aber immer grofe Ver» 
fckicdenheiten in den quentitativen Verhiltniflen der Be« 
iuulthcile gefunden. Eine mit Kali gemachte Analyfe 
der diclitfoen Abänderung gab : 
22,9 Ceroxyd, 
36,3 Yttererde, 
3,9 Kalkerde, 
3,0 Eifenoxyd, 
I9>3 Kiefelerde und 

14.0 Flufsfäure. 

99>4- 
Sine mit Schwefelfäure ange(l<llte Analyfe der ei^igct^ 
Abänderung lieferte : 

33,5 Kiefelerde, 

31.1 Ytfererder 
iiji. Ceroxyd, 

2,5 Thonerde, 

21,8 Verluft, der theils in Kiefelerde» theUa 
InFlufsföure beftand. 
Di«iibrigen rein chemifchen Betrachtungen iftber die Mi- 
fd^ung dicfes Foflils müifen hier mit Stillfchweigen über- 
gangen Werden ; nur fo viel ift noch zu bemerken, dafs 
Herr B« r z e 1 i u s in einigen der befchriebenen flufslauren 
Foflßfien die neue Thorinerde entdeckt hat, die feitdem 
Criion bekannter worden ift, 

(Zu S. 369O 
5) Yttrocerit von Broddbo» 
Mit dem neutralen flufsfauren Cerium kommt in dem 
(ntten Albit von Broddbo noch ein weiiTes, ziemlich trd- 
«tiget Folfil vor, was man anfangs nichc leicht, fondern 
'trft dann deutlich bemerkt, wenn man das Gefiein an* 
iMchtet, wo der Albit dunkler grau und jenes Eoilil ver^» 
hilcni&mfifig weifler wird. 

Bf ift von Farbe gewöhnlich wei&i tnanchoul Auch veil» 
chenbhu ; . 



jn ' ^ w y tcx A II h a II gCV h 

Andctfida tlieiltdsrb, tEicrls und am üftcrften in fchi 

Sveifen, die wnter Winkeln von 6o" und iso" vor 

ander auslaufen, und «ocwedet dcndritifche Fij 

«der gUich feit ige Dceycckc bildfn. DieMslTe itt, 

wtnn.fie ganz dicht »usfichi, von feintn Trür 

durchzögen, die aus Albit oder Quarz belieben. 

Ktyftallinirche in der Tewur des Foffila feheint i 

und allein dem beyge^mcngien Fddfpath anziigehi 

Der Bruch ift erdig, malt, mit deutlichen Diirchi;in 

Es 1*11 weich, nimmt Eindrücke vom Nagel an, und 

phoresiitt bcy dem Erhitzen mit einem fchön gl 

LicbU. 

Das eigen thümlichc Gewicht konnte nicht unter 

■ werden. 

Vor dem Lüihrohre knilterl es ein wenig, fch 
nicht, wird ibet »iegelrotii, Beyni Verkühlen wird 
fe Farbe lichter und das FolTil endlich dunkel- und 
roth mit Weifs gefleckt. In dünnen durchfcheint 
Splittern wjrd die ungleiche Vettheiluug der Farbe 
deutlicher fichibiir. Da die Firbung vom flufsfaurei 
rium herrührt, fo bewtilt diefs, dafs die Ecltiadi 
nicht gleich vertheiit find, und das FolTil daher nicli 
eine chemifche Verbindung bctrichtei werden kann, 
verhält Geh übrigen« iTiit Flülfen, wie das llufsfiurt 
rium; fchmilzi aber nichi, wie der Yttrocerit vcn Ei 
mit G^, Die Analyfe des Faifils gab: 

^, 31,15 Kslkcrdt 

■ 3,78 Ceroxyd, 
,j - ; ig.oi Yttererde, 
3>40 Thonerde, 
' .„;,, }»iIS Flufsfäure und Verluft, 

uii^VvifJU^^ betrachtet es aU ein Gemeng« VOB 
tattremicilli ^t jBufsfautem Ceüum und flulsf»uti 
»ereräil,"'.'^.. .^ . . ; . ' 



V^ 



Zwajftec Aahang« 511 

(Zu Seite 357« und 94.) 

Zirkon von Finbo. 

•^ - 1 ... 

^r fitrftt fuh mit feinkdrnigem Yttertdnttl ini'Ohern 

heil« def Finbogangts, wo er in einem, von Ytttrtanu 

^UT*c)th geßrbten Albit eingewachfcn id. 

^^e Xi*«rbe defTsIben Idt grau, ini Veilchenblaue ziehend. 

^ie Stiferc Gedalt ift eine mehr i;nd minder deutliehe 
"■^«lit^inklich viörfcitige Sftule, mit vier, auf dit Sei« 
•^'^litntcn aufgefetzten, Flächen zugefpitzt. Die Kry- 
^^ 1 lefmd meiftens fehr klein, feiten eine halbe Linie lang, 
^*^^ daher im Muttergeftein fchwer zu erkennen. 

^^^ allen übrigen Kennzeichen ftimmt er mit dem un- 
^^difichtigen Zirkon öberein; verhält fich,auch mit 
*^^^^iiiitteln vor dem Löthrohre ganz- wie Zirkon und 
'^y^^inth. 

^Cr fich ift er unfchmelzbar, verliert aber feine Farbe 
***** wird matt milchweifs. 

^n Stückchen wird er wenig von den Flufsmitteln^an- 
^^iffen; gepulvert aber wird er mit Borax bis zu einer 
^WiOen Menge, zu einem klaren Glafe ailfgelöft. 

Vom Phosphorfalz wird er fichtbar nicht «ngegriffeil, 
'^ l^erle ficht aber wegen des feinen ungelöften Pulvers, 
^^ Email aus« 

Patron löft ihn nicht auf» rundet ihn aber an den 

^nten' etwas ab und zieht fich dann in die Kohlen. Im' 

^^el gibt er mit Natron eine grüne Mafife und zeige 

^^en von Mangangehalt. 

Beym Zerlegen durch Glühen mit Kali gibt er unge« 

u: } feines Gewichts Kiefelerde und f Zirkonerde, die 

en- und Manganoxyd enthielt. Beym Glühen för fich 

Ucrc er ungefähr 5 Prozent Waffer, was ihm aber wahr» 

unlieb nicht chemifch angehört. 



S«^ ^«»MT Aak 



c,i.i fite Sei» s4*-:^> 

Bcfclircib9«g^1^a;4:Uat«cMiAaag de 
braiiBCB Graaatt tob Finboi. ¥o 
riMkObHMvvicmaitt ^^nril' kUfftr ' 

fäür lUH ifl dtn Gnäit da ob« it-i 
Fiobofuiff eüigancUtt» wid «ww tbeß ii 
Lt^ihlaryiillititMM. 
Arfcc ift Ud dnfcel-, iMdd tidUdbtniw ftin ge- 
pfllvtR aber «ci6» int Udklidie si^cwL 



iV 




ift tafaUdi Md Mf den Bnidic ftngliaMid; 
flidm ddntii Kinmi -dwchudwiiicBd; 
(ibc tm Stahle Funken, wird aber vom Ogais fcrim. 
lfm «ifcdib. GewIclK benign 4f 109. 

Vor dem Ldchrohre fchmilzt eir sv einer febig aiic B 
Scb hc ii t , die von Mtgnec fchwach engtaug e n n i t d . Vom 
Soru wird er au^elöft, und fchmilzt damic su einem 
bellen grünen Glaie, was fich in der iuferem Flanune 
ilioht yerinderc Mit Soda gibt er eine fcfi warze Schlacke. 
Von Phoaphorfiüz wird er geldft, und fdimilzt damit 
ebenfalls zu einem klaren grünen Glafe» was nadi dem 
VerkMlen die Farbe verliert und durch Znläcz von Sal- 
ier nicht verändert wird. Die Analyfe gab (nach Ab- 
zug .^t9 Uebergewichts, welches wahrfcheinlich daher 
rührt, dafs Eifen und Mangan nur ifl oxydulirtemZttftUL- 
da in dem FoiTile enthalten feyn inögen) : 

Kiefelerde 4s,og s 20,88 SfiuVegehalt« - * 

. ' Thonerde 17,75 s: 8,28 

....'Bütnoxydül 19,^ s= 4,38 »> 

Manganoxydül 19,66 sc 4,91 *• 

Kalketde 1,24 z: 0,34 

Verluft 0,01 

109,00. 



Zweyter Aahanf« 513 

, und dis FoiTil wird dther mit der Fofmel: 

mgS 4-fS*-l-2AS 

j bezeichnet. 

• Berzelius bemerkt in einem Zufatze (S. 23 1 .)) dafs 
I dicfer Granat als eine Verbindung von einem Verhiltnifs- 
I rheileEifenbirilikatundThonerdefilikatCFS^+AS) mit ei- 
c nemTheileManganfilikatundThonerdefilikat (mgS-fAS) 
zu betrachten fey. Er macht dabey noch auf die Kon- 
ftitution des Broddbogranats aufmerkfam* welcher nach 
^ ctner vom Ritter d'OhTfon (in den.Kongl. Vetensk. 
-^ Acad. Handl. v.J. 1817. S.2^) gelieferten Analyfe aus 
r I Theile Eifenbifilikat, 2 Theilen Manganfilikat und 2 
I Theilen Thonerdefifikat (FS^ + 2 mgS + 2 AS) beflehen 
1. foll, und der (ich alfo (chemifch) vom Finbogranat da- 
durch unterfcheidet, dafs er ftatt eines, zwey Theile Man- 
gan-OxydülfiJikat enth&lt. 



* 



i 



*■ 
? 



(Zu S. 53.) 

Analyfe einiger fchwedifchen Horn- 
blendartep, von W. Hifinger« 

(Aus dem VI. Bde. der Af handl. i Fyfik etc. S. 199.) 

1) Hornbleode von Pihlens Grube bey 
Slättmyran ohn^eit Fahlun, 

X^iefe Hornblende findet fich in fäulenförmigen Kry- 
Itallen ohne Zufpitzung» deren Seitenkantenwinkcl mit 
der Stammkrydallifation fibereinftimmea. Die Kryßalle 
find fchwarz von Farbe, in fchwarzen kleinblättrigen 
Cl^lorit eingewachfen, geben ein grünes Pulver und be- 
fifeen übrigens alle fonftige Kennzeichen der Hornblende. 
Die Beftändtheile find : 



Kl; 



514 Zvieyter Ankinf. 

Kicfelerde 47,639 emhtltca d5i6i Siure, 

Ttlkerde 14,810 ^ 5,87 

Kalkerde 12,694 ' - ^,46 

Thonerdc 7,378 - 3,44 

Eifenoxydül I5,77tf - 3f$9 

Manganoxyd 0,323 - — -« 

989605. . 

(Zu S. 126.) 
2) Ho/nblende aus dem Kalkbrtiche von 
Lindbo im Kirchfpiele Weftanfors. 
Sie findet Tich theils blättrig und parthienweife ia 
körnigblättrigen Kalkfleia eingewachfen, theils in nicht 
völlig regelmärigen,oft mit einander verwach fenen Stamm* 
kryftallen, die^bisw^len an den-Epden mit zweyFlSchen 
zugefchärfi find. . Die Farbe i(l fchwärzlichgrün, in dün- 
nen Splittern und auf dem Querbruche lichtergrün. 

Von diefer Hornblende, die vorher durch verdünnte Sa!« 
peterlUure forgfliltig vom anhängenden Kalkfpathe befreyt 
wurde,, wurden zwey Analyfen veranitaltet, die eine durch 
Behandlung des Geflcins mic bafifchkohlenfa^rem Kali, 
die andere durch ditekte AuflÖfung in konzentrirtcr Salz- 
fäure. Die Refultate waren bey der Analyfe : 

1) mit Kali: 2) mit Salzfäure: 

Kicfelerde 45^»376> Säure 22,52; 44*75» Säure22,i9, 
Talkerde 16,337, • ' 
Thonerde 13,818, 
Kalkerde 13,919, 
Eifanoxydül 7,740, 
Manganoxyd 1,500, 
Waiier 0,226, - 

98,9 «6. 97,96: 

(Zu S. 63.) 

3) Hornblende von Wiks Eifen^rnbej im 
Kirchfpiele Garpenberg. 
Sie findet fich hier, mit körnigem Magneteifenficln, 
in weilTen Quarz eingewachfen, i(t von Farbe fchwarz 
oder fchwärzlichgrün, von geradblättriger Textur, und 
zeigt die gewöhnlichen Blätterdurchgänge der Hornblen- 
de. Bey der Analyfe lieferte fie ; 



6,31; 


i7»«y. 


- 


6,65, 


6,44 ; 


13.21, 


• 


6,17» 


3>89; 


1 2,80, 


- 


3>58, 


1,76; 


8,09, 


• 


1,84» 


— • 


i«74» 


• 


0,51, 


*— _ 


C,22, 


«• 


*- 



Z^cyter Anhang. 515 

Sfturegehalt» 



Kiefttlsrde 


53>5ro 


— 


26,5:3 


Kalkerde 


11.35 


1 - 


3»«7 


Talkcrdc 


4.65^ 


^zzz 


i,76 


Thoncrde 


4,40 


— — 


2»05 


Oxyd, ferro-» 








fo-ferricum 


23»23 


-*— 


6,25 


Manganoxyd 


0,35 






fluch tigeXhcil 


e 0,60, 


• 





97*«o- 



(ZuS. 49. UBd 353. 354* Anm. I9.U.20.) 

A nalyfe des fchwärzliche^nFahlunits, 

von W. Hifinger. 

^ (Aus dem VI. Bde. der Afhandlin2;ar i Fyfik etc. 

S. 210.) 

X/as mit dem Manien Fahlunit bezeichnete Foflil (indct 
' £ch (wie oben S. 49. und 553. mit Mehrerem zu erfehen 
i(l% auf der Lonifa uiid Erik Matts Grube zu Fahlun« 

Die fchwfirzliche Abart, welche Hifinger gegenwärtig 
analyfirt hat, findet fich n^eift in länglichen Nieren in 
gtauen Chloritfchiefcr eingewachfen. Im Querbruche 
zeigen diefe Nieren bisweilen Anlage zur prismatifchen 
Geftalt, jedoch ohne deutliche Durchgänge der Blätter, 
wie man de zuweilen beym grünen Fahlunit anftÜTt. 

In ganzen Stücken ift er fchwarZ üitd ünduithßchtig» 
auf den dünnilen Kanten aber gtütt dUrchfcheinend. 

Xr ift wenig glänzend, von WachsglanZ ; wird vom StaK* 
Ic geritzt; hat unebenen Bruch und unbeftimmt eckige 
Bruchllücken^ 

Bigerith, Gew. =: 2,^i. 

Bey der Erhitzung vor demI6throhre geht feine F^rbc 
fogleich in das Hellgraue über; das Stück fchwillt etwas 
|iuf ^nd fchmilzft .an den Konten leicht zu einem wciiFen 
Smaft. Die A nalyfe ergab: 



5i8 Zweytcc Aobaag. 

Finngrufvt zu Nya-Kopparberg und* su Slla vorkommt, 
jedoch »von der durch A r f v c d f o n unterfuohren Stein- 
art verfchleden zu feyn fcheint. Von diefer gibt nämlich 
Letzterer folgende Bcfchreibung : 

Die Farbe ift am gewdhnlichften milchwcifs» mitunter ro- 
fenroth, was fich dem Fkifchrothen nähert. Bisweilen 
i/l (le grasgrün, was aber wahrfcheinlich von mecha- 
nifch beygemengtem Chlorit herrührt, der auch den 
(^arz mitunter fo fäFbt. 

Er. nndet fich nie kryftalii(irt,fondem blos derb, doch 
feiten ganz rein und ungemengt, Köckftens in der 
Gröfe einiger Kubikzolle. « 

Aeuferlich ift er mehr oder weniger glftnzend, meift von 
Perlmutterglanz. Inwendig und auf dem frifchen Bru- 
che zeigt er mehr Glasglanz, und bisweilen ein fchim- 
merndes (fchieliges ? fkimrande) Anfehen, was von feinen 
Blättern») herrührt, wenn diefezufiÜlig durch Abfckla- 
gen fo entblöd werden, dafs fic treppenförmig über ein- 
ander liegen. Wenn das Fo(Hl ganz rein ift, liegen die- 
fe Blattet* regclmäfig und parallel über einander, und 
können in der Stärke von ^V Lii^ic und, noch dänner 
von einander gefpaltcn werden. In minder reinen Maf- 
fen hins;egcn haben fic ein fchuppigcs, gekrümmtes und 
weniger bcftimmtcs Anfehen, Der Querbruch ift dicht, 
wie beym Quarz, bisweilen etwas feinfplittrig. Nach 
der Diagonale, wenn die glätter (fki^or) vertikal auf 
ihre Dicke und parallel mit ihrer Längenrichtung ge- 
fpalten werden, ift der Br>ich uneben, bisweilen auch 
krummfafrig. "^f' 

Die klein^ef^^ruphftHcke bilden Qach^ Prisnicn, die aber 



»} Im fchwedifchen T<;xte Verden di^fe Blätter Skif- 
vorna, d. h. Schiefer, genannt. Ohne eigne Anücht 
des Foffils läfft lieh nicht darüber urtheilen, ob dar- 
unter wirklich Blätter, oder vielleicht plattenförmig 
abgefondcrte Stücken gemeint fmd- Aus dem nach- 
folgenden Satze füllte man faft das Letztere vermu- 
then; indcffen ift einftweilen der Ausdruck >>Blätter** 
oc wählt worden. 



Zweyter AnbatiiP« 5I9 

«neift ungltiche Kanten haben und oft an den landen 

fcharf zugefpitzt find. 
£r aft an den Kielten und itf. kleinen Brnchftficken völlig 

durchfcheinend, weniger a))cr in Stücken von | Zoll 

Stärk« und darüber. 
Er ift ziemlich hart, und kommt darin dem Feldfpath und 

Spodumen am nächften, von welchen er nicht geritzt 

Wird. Er ritzt dagegen das Glas und gibt am Stahle 

reichliche Funke^. 
Nach dem Lftngenbruche ift er leicht, nach dem Quer* 

bruche aber fchwerer zeftprengbar, wenn er nicht von 

kleinen Klüften durchfetzt wird. Nach der Diagonale 

IfiiTter fich am fchwerften fpaltcn.- - 
Das Pulver davon ift undurchfichtig und milchweifs.' ' 
Sein fpez. Gewicht beträft 2,421^ - ■ ' '- 

Er zeigt weder bey m Reiben noch bcy m Erwftrmeh Elck- 
trizitit, und hat einfache i Strahlenbrechung, w'enigften^ 
wenn man die Gegenftlnde' hinter die breite Seite (bredf- 
fidan) der Blätter ftellt. 

Vor dem Löthrohre fchmilzt er ohne Zufatz, beynahe 
wie der. Adular» zu einem anfangs weifslichen, bey ftär» 
kerem Zublafen aber farbenlos durchfichtigen, ^innerlich 
«cwas blafigem Gl^fc^ Im Borax löft er fich ebenfalls zu 
einem klaren Glafe, und zwar dem^ Anfcheine nach noch 
leichter als der Feldfpath. B^ym Kochen mit Slturen 
wird er zum Thcii zerlegt« ^; . : 

Seine durch künftliches Spalten entwickelte Gruadge» 
Halt foU« nach flaüy's Berechnung, ejn rhomboidale^ 
Prisma feyn, in welchenvc^ie Diagonalen fich gegen einan* 
der verhalten, wie JTis : K's, fo da^ 4il* SAitenkan^eii* 
Winkel 137^ 8* und 42^ 52* betrag^. Diefes Prisma läiÄ 
üch nach der kürzeren Diagonale in zwey dreyfeitige Pris* 
mea von gleichfchenkUch triangulären Grundflächen 
theilen, welche tk di« int^ir^nd^ Mol^ftle batrachtet 
werden. ', 

Bey der dfter wiederholten. Aaalyfe diefes Poflils tnt*' 
deckte Arfvedfon bekanntlich ein neues Alkali, wel« 
ehern Berzelitta den NimenLitbion besiegle« Der 



Fttilitk ttddk ftlaUeli w^^^üüßB^ HJ|t|ijPlfti1ftiii ^tf 
4ny kam Ztricg;iuigCAt .'..'»n jTM/?^i'i;i v«. 

\.; .. . n.m3g^witiw....:. , ■ :.-. 

* j • '«'-Ji* ^'__. ioati98 . . ^;JJj^* ' •' ■ ' • ■ ' ■' j'^«' •" » • ^ 

,9) Spoduäftn vo.tt Ulftjl»!. .,N.. ' 

V«ii(iMliiit der ihn marftiaatci^whifi fimddfiriii 
S bis 9 Proitnt lüdL Mach swey fpltci;«« AintifbAjUe* 
Icf Folfito (£ obca S. 189») fda«» ctjibi«; k«i|>MUii su 
cnthtltm, Arfvedfoft hte fich .hiwojiciii ft^lliidtiift 
«f vwi Qtium» und zwtr mit Rftckficht fi|£d#s ofu cat> 
dtfsktt Alkftli «Uwr PrOteg su imttfwcrfeä,: QU. C Af« 

jMttdL tcc. Th. VL S. HüiO ihmI pbt. ii9iii0d)r,.fUgM* 
Biftitidthcüc dtvon an ; • .it : ^ . 

, 66940 Kiefdcrde»- 
üStio Tbonerde, 
S»85 Lithion, 
it4S Eifenoxyd, 
0,45 fl üchtige Thcile, • 

102,45» 
DleUrfiiehe des, bey diefer und der vorherg;ehenden Ana* 
lyfe ausgefallenen GewichtsüberfchuiTes weis Arfved* 
fofi 'nicht zu erkUren.' Er betrachtet übrigens den Spo* 
dumen als eine Zufammenfetzung von 1 Verh. Theile Li- 
thlontrifilikat mit $ Theilen Thonerdebifilihtr, und be- 
zeichnet ihn daher mit der Formel : 

LS» -f. 3 AS*. 

* <ZU S. 189O / 
^ Zu ' Ut6n kommt ein kryftalHftrtes ^flt! * vor, iNtf 

man zeither theils zu dem blauen Turmalin (Indi^lith^ 
gerechhet, theils Mi "kryTlalHfirten- Lepidolitb 
b^mchtetr hat. •• •'•'■•' " •- • f- -^ . 1 ■ / 

• - • r 



1 







Zweyter Aohang. 521 

Ss ift von Farbe dunkel oder lichte blaulfchgrün; 

fiadet (ich in regelmäfigen Säulen» die der Länge nach ge- 
ftreift find, und viel Aehnlichkeit mit den Kryflallen des 
Turmalins haben. Dfe Kryfhille find gemeiniglich in 
Albit oder Quarz eingewachfen, können aber leicht 
herausgebrochen werden. 

£s ift halbhart, läfiTt fich mit dem MefTer fchaben und gibt 
dabey ein graulichweifTes, etwas ins Grüne fallendes, 
Pulver. 
Vor dem Löthrohre fchipilzt es nicht ohne Zufatz, 

verliert aber feine 'Farbe iind wird grau lieh weifs. Mit 

Borax löft es fich langfam zu einem hellen (arh^nlofen 

GlAfc auf. 

In dicfem Foflile hat Arfvedfon ebenfells das Li- 
eh ion bereits nachgewiefen. Es enthält nämlich nach 
einer Torlftufigen Analyfe: 

40,90 Kiefelerde, 
% 40,50 Thonerde» 

4,30 Lithion, 
• 4,85 Eifenpxyd, 

1,50 Manga.ioxyd, 
1,10 Boraxfäure, 
3,60 fl üchtige Theiljfe 



'(ZuS.297. undaps). 

Analyfe des rothen Zeoliths von 
• Aedelfors, von Hifingcr. 

(Afhandlingarctc. Th.VL S.177.) 

•L/icfef Foflil. was fchpn von Anton Sw^b (in den 
IJLongL Vet. Akad. Handl. Vol. 29. unter dem Namen 
Bni;^efteitt(Gäfsften)befchrieben, dann von Hafiy (in f. 
Trair^ de Min. T.IV. P.413O ^^^ Zeolithe ^ouge d'AedeU 
forsaü^efuhrt wurde, hat L u c a s (im Tabteau das efpö^ 



jaa Zweyttr Aahsng. 

ees mineraU T* I. p. 940«) ^!s tdentifch mit dem Rrokal- 
lir» für «ine Abinderun^ des dichten Stilbits angefehen, 
und Kaufmann (im Handbuch« der Mineralogie, S. 577.) 
zum fandigen Stilbit gerechnet. • 

Es kam vormals auf den Goldgruben von Aedelfbn 
in SmSiand auf einigen kleinen Lagern vor. theils mit 
Kalkfpath gemengt, .theils rein, aber von dünnen lagen 
eines aus fchwarzem Glimmer und Quarx b^ftehteden 
Gefteins durchwach fen. 

Seine Farbe iil blafs ziegelroth ; fein Geftige ift theils 
fehr feinkdmig, von erdigem -Bruch, theils kleinkörnig, 
von gl&nzendem Korn. ' 

Es ift weich und mürbe ; un'durchfcheinend : gibt ge* 
pulvert mit Salpeterfjiure eine fefte Gallerte; verliert vor 
dem Löthrohre fogleich die. Farbe und wird w«i£i'; bey 
weiterem Zublafen fchmelzen allenthalben kleine, ifiirben- 
lofe halbdurchfichtige Glaskügelchen hervor, die üch end« 
lieh vereinigen und das ganze Probeftuckchea uberiiehen» 
Mit Borax 16(1 es ßch fogleich zu einem klaren ungefib:||^ 
ten Ghife auf. 

Ein von Kalkfpath forgfältig gereinigtes .StAckgah 

bey der Analyfe folgende Beftandtheile: 

5^,76 Kiefelerde, 
18,47 Thonerde, 
10,90 Kalkerde, 
11,23 WafTer und 
4,02 Eifenoxyd» 

98>58« 
Mehlecolith von gleicher Zufammenfetzung, nur fein« 
körniger und mürber, von bläfferer Farbe, kommt bey 
Fahlun, auch auf der Grisgrufva am Bispberge und auf 
der Carlsgrube am Märtanberge vor. Weimmanbey dem 
Fahluner IMehlzeolith wegen der mechonifch beygemeng« 
ten Quarzkörner, und bey dem von der Carlsgrube wegen 
der eingefprengten Kalkfpath kdrnchen, bey jenem etwa« 
Kiefelerde, bey diefem etwas von dem Kalkcrdegejialte in 
Abzug bringt ; fo läfTt fich die Zufammenfetzung diefesFof- 
Bis durch folgende Formel CS*-f S^S^+SM ausdrücken» 



Zweyter Anhaof;. j^} 

(Zu S. 300. uudÄnm, 131.) 

Analyfe des Pikroliths vom Taberr 
ge in Smaland, von.N.'VV. Almroth. 

JrX ausmann hat in feinem Mineralfyifhsme ein, auf dem 
Taberge in Smäland, fo wie zu Norrdmarkcnund an meh- 
reren andern Orten in Wermeland, vorkommendes Föllil 

un^r dem Namen 

Pikrolith 

flu^enommen, und 'in der Reihe der Talkfalze, als Kie- 

felerde und Eifenoxyd halti^en kphlonfauren Talk, cinge« 

ordnet. 

Nach Herrn Almroths Angabe wird der Pikrolith 
durch SaliHiure, zum Theil unterAuf brausen, angegriffen, in 
Königswaflfer aber mit Beyhilf« von Wärme völlig zerfetzt» 

Mit den Spitzen eines Plattnaängclchens vordie^öth« 
rohrflamme gebracht, nimmt er eineröthlichbraune Farb^ 
niW die aber erft beym Verkühlen zum Vorfchein kommtt 
Im Kolben erhitzt, Wt er Feuchtigkeit (13,98 Pvoient) 
^ren), die üch im Hälfe des Kolbens i|i Tropfen famm* 
let. Im Borax ld(t er fich langfam auf, th^ilt aber dcfn Glafe 
obgleich diQ grüne Farbe des EifeQs mit, die jedoch beym 
Verkühlen wieder verfchwindet und ins »Weifte übergeht. 
Gepulverter Pikrolith wi^d leicht von diefem Glafe au%e«( 
nommen. Phosphorfalz löft dtnfelben fehr fchwer auf; 
doch nimmt di^ Perle noch ziemlich fchnell die Eifenfar- 
be an. Gepulvert gibt er mi| Natron ^ine gelblich brauna 
cmaiUrtige Perle^ 

Der unternommenen Analyfe zu&lge enthält der 4jch»> 

ti Pikrolith vom Tabcrge in ^näland 

kicfelerde 40,04 := 20,52 Säure, 

Talkcrdc , 38,80 ==14,^9 - 

Ertenoxydül Si^S =1,88 - 

Waffer 9,08 =* $,01 ■ • 

Kohleilfture 4,70 = 3,39 » 

. Herr Almroth macht bemerklich, . dja^ diefer Pl-- 
krolith fonach dem edlen Serpentin von Skyttgrube ^f. 



5^4 ZweyCer Anhang« 

■ 

oben S. 557.) fehr fthnlick fey, der nach Hiftngers 
Analyfe 

Kiefelende 45,7 r=: 21950 ßänre« 

Tftlkerde.. 40,37 = «S»33 * • - 

Eifenoxyd i»i7 

Kalkercle 0,50 

Thonerde. .0^15 

Glühverluft 12,45 =: 10,9s * 
lieferte Er hält daher beyde Fpflilien für identifch, nioi* 
lieh für Verbindungen von zwey Theilen Talkbifiliktt 
mit einem Theile Ttlkbihydrat«1 und bezeichnet fie mit 
dcrformel; sHS"" + MAq*. 



(Zu S. 303. Skrickerums Kupfergrube betr.) 

Ueber das Vorkommen des Selen's 

im Mineralreiche. 

xSekanntlich entdeckte Berzelius vor Kurzem im 
Schwefelkiefe von Fahlun einen neuen metaQifchen Rör- 
per« den man Anfangs, wegen feines Rettiggeruchs, fiir 
Tellur gehalten hatte, deflen Eigenthümlichkeit aber bey 
genaueren Verfuchen fehr bald erkannt wurde, uYid dem 
Berzelius fodann den Kamen Selenium beylegte'. 
Die Gefchichte feiner Entdeckung, die Art und Weife fei- 
ner Attsfcheidung und die merk^irdigen Eigenfchaften 
diefes neuen Metalls find aus mehreren deutfchen Zeit- 
fchriften zur Gnuge bekannt, daher hier nicht die Rede 
davon feyn kann, obgleich die vollftSndige Abhandlung 
über diefen Gegenftand in dem noch nicht ganz im Dnik- 
ke vollendeten VI. Bde. der Athandlingar i Fyfik etc. S. 
42. bis 144. zur Zeit, wo ich diefs fchreibe> noch nicht 
ins Deutfphe überfetzt iil. 

Aus diefer Abhandlung fcheinc indeffen dasjenige 
hieher zu gehören* was die noch unbekannte Auffindung die« 
fes Metalls in einem andern fchwedifchen Foffile anbetrifft. 

Schon vor einigen Jahren hatte nämlich Berzelius 



Zw^yecr AiihiQg. 535 

vom Herrn AfT.Gthn ein kleines Stück eines metallifchen 
FoflTils zur Unteriuchung cfhalten, wts diefem durch einen 
Freund als fchwcdifches Tellurerz zugefchickt worden war, 
und vor dem LÖthrohre allerdings einen autgezeichneten 
Uettiggeruch verbreitete, jedoch zu einer genaueren Analy- 
ktn klein war. Bey den Unterfuchungen über das Sele- 
nium erinnerte (ich Berzelius diefes Fo/Iils wieder, war 
auch fo glrflcklich, durch Hrn. Gähn noch eine, zu einer 
Analyfe hinreichende Menge kleiner Brocken davon zu er- 
langen, an weichen folgende Aufere Kennzeichen fichtbar 
waren; 

Das FofTil ift von Farbe bleygrau, von Mctallglanz, fein- 
körnig, zeigt ziemlich kryitaMintfchen Bruch, fonft aber 
keine Spur einer Krilhllifarioh 
Es ift weich, UflTr fich mit detn Mefler fchaben, erhält davon 
einen filberglänzenden Strich, und nimmt Eindriicke von 
dem Hammer an. 
Vor dem LÖthrohre fahmilzt es fehr leicht, unter Ver* 
Vreitung eines ftarken Oelgeruchs, und hinterläßt dabey 
•in bleygraues Korn, woraus fich jener Geruch nicht vdllig 
«uitreiben läfTr. Schmilzt man diefes Korn mit Borax, fo 
wird dtefer von Kupfer gefärbt, und es bleibt ein fprödes 
Metallkorn Zurück, was felenfiaftiges Silber if^. Eine Auf- 
USfung diefes Foflils in kochender Salpererühire läfTc beym 
Zugiefen von kaltem Walfer ein weiflTes Pulver fallen, was 
felenfaures Silberoxyd iit» und durch feinen Rettigg^*h 
wahrfcheinlich die Vermuthung veranlaflt hat, dafs das 
Mineral ein Tellurerz fey. 

Es ift mit Kalkfpath und fchwarzen MalTen verwäch- 
fen, die beym Schaben mit dem Meiler Metallglanz zeigen, 
vor dem Löthrohre langfam fchmelzeo, Selengeruch ver- 
breiten, mit der Farbe des Kupfers in Borax und Phosphor- 
falz aufgelöft werden, dabey ein Korn ^ on Selendlber zu^ 
rücklaifen, nnd daher viel Selenkupfer zu enthalten fcheinen. 
Zu der Analyfe wurden folche Stucken Selenfilber 
auserlefen, die von dem fchwarzen FoflTil möglichft frey 
waren, und in kochender Salptterfture a^ifgeloft. « Die 
Attflöfung wurde mii kochend im WafTer gemengt und durch- 



536 1^,11 cyttc Anlift^lK 



fifinfai^ wobtf di« dttfdwFatrttm -c^l^dt^MPaMt^ 
tto JMdiendiwiffi Apjtofiiag n" ^ilrtWMh j|ii>ft ^i»» T iü i . 
U det tiifJttltflUii Vodils gtb« auf «pfelMfefO^XlMii ^ 
nrflaOai« MsCnitit SOfcffosyd» iJi^qlid IM3 'i^ipMit 
nMlliftliw SUbm i^dd^fnd. Aaf ;4na»toiwt tüA 
»tdwnifelibtygancygf K i rf al^ rf t pif' w)»p t ni m wlii|: 
siirdcl^ .dit sofimiiMn 4 Fmast «0M«i.,,:iw.h{,« v -v 

Die fom lUzfaunn SiUMmeyA divcb Filtcin|i MHfl» „ 
Flüfligkck wurdt biertuf mk fij^VflEilMi jBM«rft0%ii 
ffifiÜUiuid wiedtf tiift Filarum |tbryc|itst^.Ni«d«lcU«g 
injlöiiipwafler au^döft» and weiter hin dleftm mefarSids- 
Autt sugefenti.uiti unter fiNtgelctztar Digeftioii «11t Sil- 
peterfllure lu lerftfi^oi* Die fiiure Au8Mii|gw«de kkr* j 
«uf mit Wafler verdünnt und derfelh^i (ckweftUhNVÜchea ' 
Ammoniak zugefenK. STwa nach la Standet woidedas 
Gemenge undurchfiditig einnobcrrotli« hiereuf bie «HnKu« 
eben erhttii^ und swey Stunden lang wirkHch inr Kaclkcn 
jtfhtfcen» wobey vom iSek ftu,Zeie fehweftüfttte rl id ie e An« 
snoniak tugefem wurde«. Dabey fchlog fich du Salcntai 
in Geflalt einet (chwafaen Pulvere nied^»vwaa» «tf «inim , 
«bgewogenen f iltrum gefammelt^ nach dem TVbqfcaiai «od 
Glühen (halfsm&Uning) auf dem Filtrum a6 Prozent wogi 

Die rückftfindige, mit Schwefel fture überfttzte, FKKBf- 
keit wurde nun durch Kochen entfauert« während dem mit 
bafifchem kohlenfiiuren Kali verfetzr, und dadurch kohlea- 
iaurea Kupferoxyd niedergefchlagen, was geglfthc 17 Thei* 
le Kupferoxyd gab» welche 2i^ss Theilen Kupfer cotfpre- 
chen. Die alkalifche FlülTigkeit fiel noch etwa« insGräne; 
fie wurde daher mit . Salzföure geftttigt, und fetzte beyn 
Oigeriren auf eingelegtes Eifen noch ifS Prozent Kupfer 
ab, fo dafs der Kupfergehalt fonach 23,05 Prozent betrug. 

Die mit SchwefelwafferftoIFgfls behandelte V]a%kcit 
wurde dann mit itzendem Ammoniak gefällt. Der Die- 
derfchlag wog 1,8 Prozent und beiland aua einem Gemenge 
von Eifenoxyd und fehr wenig Thoaerde. Das mit Am- 
moniak gefällte Fluidum wurde kochend mit bafifchem 
kohlenfauren Kali uberHittiget und damit in gelinder Wir* 
me bis zur Trockenheit abgedampft. Dabey blieb eine 



Zvttytet Anhang. 527 

wtiffe Erde zurück, die ntch dem Glühen 3,4 Prozent wog 
if ic Schwcftlfture übergoffcn brauße fie etwas auf und gab 
Gypt» und die davon abgafonderte FlüfligHeir, die, zur 
Prüfung a«f Talkerdc, abgedunftet wurde, gab zwar eine 
Gallertt« aber keine recht deutliche Spur von Bittet falz. 
£inc nähere Prüfung diefer erdigen Bellandtheile unterblieb, 
«eillia der eigenthümlichen Konftitution des FofTils offenbar 
frtind waren. Das Letztere befteht demnach auf 

3g,93 Silber, 

33,05 Kupfer, 

26,00 Selenium und 
8,90 fremdartigen erdigen Beßandcheilen, 

96.88. 

Die 38.93 Th. Silber nehmen a,86Th. Säure auf; 23,05 
Tlieilc Kupfer (ind im Ovydül mit 2,91 Theile Säure ver- 
bunden, und auf die 26,9 Selenium kommen io,s Säurege- 
halt. Man ficht hieraus, dafs das Kupfer etwas mehr Sau- 
r% als das Silber, das Selenium aber doppelt fo viel als bey- 
d« zufammen aufnimmt; denn es ift wohl kaum zu be- 
zwttleln« dafs der entdandene Verlud gröfstentheils dem 
Salenium angehört, welches fich fehwerlich auf irgend eine 
Weife Irein ausfcheiden laffen dürfte. Sonach würde die 
Zudunmanfetzung diefcs Fofllls durch die Formel t 

2CuSe + AgSc* 
autgedrückt, unddaffelbe hätte in feiner Zufammönfetzun^ 
.«ine auffallende Analogie mit dem von Hausmann und 
Stromeyer bekannt gemachten Silberkupferglanie, def- 
fen Zuiamntenfeczung durch die Formel sCuS -f> AgS* 
bezeichnet wird. 

Berzelius hat diefes Mineral 

Cukairit 
(ftm tvKeuQof<t wii zu rechter Zeit kommt,) genannt, um 
daran zu erinnern« dafs die Entdeckung des Foflils gerade 
aa dne Zeit fiel, wo Auftclärung über das Vorkommen 
dasSekns im Mineralreiche von vorzüglichem InterefTe war. 

DiMvh H 1 f ing e r erfuhr Berzelius, dafs dicfs Fof- 
lU lirüherfain auf einer jetzt aufläHigen Rupfergrube zu Skri- 
ckcrum, im Kirchfpiele Tryfenim iu SniSland« vorgekom* 



I 

I 

538 Zweyter Anhang« i 

men ift. N«chher fand (ich in der Stm«lung dti Rönigl. 
Bcrgkollcgiufns noch ein fehr ^tes Exempltr des Ettktirin 
fluf. An diefem Stücke ift er mit vielem feletthtlii{en(tber 
filbertrmen) Kupfer in eine dichte fchwtnEc oder dunkel« 
grüne Art Talk oder Serpentin eingewachfen, aMh hier 
und da mit dem, bey obiger Analyfe genau abgefimdanen« 
fchwarzen FofTiIe und Ralkfpathe gemengt. In der Nihe 
des Eukflirirs Hl noch an manchen Stellen fo yiel (gedie« 
gen) Kupfer eingefprengt, dafs man beym Schaben mit den 
MeiTer Metallglanz erhält; an andern Stellen gibt es gtänoi 
Strich und grünes Pulver, wu^vor dem Löthrohre Hettigge- 
ruch entwickelt. Salzßiure zieht daraus weder Selenhim 
noch Rupfer, zum Beweifs, dafs beyde nicht oxydirt fiodi 
dagegen zerlegt fie das dunkle Foflil. K^^nigswafTcr Idft 
das felenhalrige Kupfer mit ziemlicher Leichtigkeit auf» 
eben fo die Salpecerfliure. 

AufSkrickerums Rupfergrubi brachen fonftnodiKodi* 
kupfererz ^dels ftaltftt och dels regobägnfllrgad kopparmalm); 
Kalkfpath, dunkelgrüner Serpentin, lichtgrünec Scrpcnthi, 
beynahedem Meerfchaum ähnlich, und Rohlenblende (An* 
thrazit), welche durch feine Blättchen von Kalkfpath in 
dünne Lagen von } bis ^^ Linien Stärke abgefondert war* 

Durch diefe Entdeckung aufinerkfam gemacht, üntfr« 
fuchtc nun jeder Mineralog die in feiner Sammlung befind- 
lichen Mineralien von Skrickerum genauer. Unter andern 
fand Herr Suedenfljernaein fchwarzes FoflU in Ralk« 
fpath, ^as er Herrn Berzeliuszur nähern Unterfachung 
überlies. Es (chien beym erden Anblick aus langen, gleich- 
breiten fchwarzen Blättchen zu beliehen ; bey nähver Be- 
trachtung ergab (ich aber, dafs (ich ein dunkles FoflU zwifchen 
die Ablofungen des Kalkfpaths eingedrängt hatte, wasbejrm 
Zevfpahen einen dünnen Anflug eines (ilberglänzenden me- 
tallifphen FofTils zeigte, welches . unter einem zuftnunengt- 
fetzten Mikrofkop filberweifs ausfah, eine nnregelnd^ 
Vegetation bildete, aber keine weitem Spuren von Rry(bd* 
lifation an fich hatte. Diefe Vegetation zog lieb auf beyde« 
Seitender Ablofungskluft in die MaflTe des Kalkfpadis noge- 
f^hr I Linie tief hinein, und bildete fo das fchwarze Foffil* 



i^weyter Aohaai^, 529 

rntcr dem Mikrofkop (tk man ganz deutlich, wie die 
Dendriten fich in den fCalkfpach verbreiteren, wiewohl du 
ilofe Auge nur eine gleichföfmig gemengte Muffe erblickt. 
Berselius löite zuerd denRalkfpech mit Salzllure, 
ind dann das hierbcy unaufgelöft gebliebene feteu hakig« 
?bflil in Salpecerfflure auf, worin et fich unter Entwicklung 
ran falpeterfaurem Gas auch vollkommen und ohne Ruck- 
Ind auflöfte. Die AuflÖfüng war b!aa und wurde voä 
klifture ganz fchwach, von falpeterfaurem Baryt und 
iefawefclfture aber gar nicht getrübt. Aerzendes Ammo^ 
Mk, im Ueberfchul's zugefetzt, bewirkte keinen Nieder^ 
ehla^ Dagegen flUte kohlenfaurei Kali kohlerifaures Ku- 
■ftr^yd, und aus der ruck bleibenden FIuHlgkeit erhielt 
i er z ei i u 1 auf die vorbefchriebene Weife Selenium. Du 
K den Kalkipath eingefprengte Foflil war fonach kein Eu- 
airir, fondern felenhaitiges Kupfer; auch gab der nachher 
och bcfonders genau unterfuchie metallifche Anflug nmr 
abcfeutende Spuren von Silber. 

Bciiierkenswerth ift. es, dafs nur das Selenkupfer im 
«rperitro undKalkfpatheingefprengt(infiltrirad^ vorkorhtnc, 
^dl daraus zu folgen fcheint, dafs dalfelbe, als* es feine 
^gfi GeÜtalt annahm, in einem flüifigcrea Zaftande als 
crEukairit gewefeö (eyn müife. 

% Du Selenkupfer hat eine lichtere Farbe als der Eukai* 
i^ «nd ficht faft aus wie ein Anflug von gediegenem SU- 
CT.. Ba ift fehr miid(mjuk), fo dafs ficii die vom Kalk- 
Mtii.abgeldllen BUnchen ausplätten und poliren lafljen, wo 
wau-'iii polirte Seite eine etwu ins Zinnwei(fe fallende 
erbe, bekommt. Selbft der damit durchdrungene Kalk* 
anhaimmtbeyra Feilen und Swhaben metallifche Polituren, 

' Wir befitzen demnach bereits zwey (elenhaltige Fofli* 
BAt welche im chemifchen Syfteme beyde zur Familie du 
ui^fiKB gehören, nämlich das S e 1 c n k up f e r CCuSe) und 
a £ tf kt i f i t CAgSe» + 2CuSe> 



t • 



LI 



B e r i ch^t igungenin Hinficbt der beigefügten An« 

merkungen und Zu(atze. 

Seite 52 Zeile S v.ob. u. letzte Zeile ftreicbeman *und 
An1n.22.wcg, undfürAnm. 23.1ere inan22. S.jsl. Z.für 
Anm 34. 1.1x1.23. S.54.I.Z. 1, in. Anm.24-2;. ft»25. z6m 
S. SS !• Z. 1. m. Anm. 26. ft. ::7. S 56 1. Z. 1. m. Anm. 27. 2g. 
(l. 2?.29. S. 5g I.Z. l.m. Anm. ~ 9.(1.30. S.59 1 Z l.m* 
Anm. 30. ft. 31. S ^)0 Tollen die drey letzten Zeilen heifen: 
•^ f. Anm. 3 1. •• ;. K. Vetenfk. Akad. Handl Vol. XII S. 229. 
S. ' ! 1. Z. iit Anm. 32. zu itreichen und dafür daaZiut S.6o. 
**j Bergmanns Abhandl. u. f. w. zu fetzen. S« 62 1. Z. 1. m. 
Anm.32.ft.33. S.6>l.Z.l.m Anm. 33.(1. 34. S.ri2Z.2i 
ift bey Serpentin •••\ Z 29 bcyBjelkes Ort****) und un- 
ter den Te.\t ••••) 1. Anm. 51. su fetzen. S. 146 Z. =o ift 
bey Dalkarlsberg die Anm*72. anzuziehen. S. 177 Z.30 
aft für**'^ •), und Z.29 für *) **) zu fetzen. S. 193 Z.31 
ift*) wegzula(ren und O^.**)» ••)ft.*••^ •**)ft.****.) zu 
fetzen. S«i9g Z.26 ift bey Skapolith Anm. 93. anzu* 
ziehen. S. 200 Z.26 ift Anm. 93b zu lefen. SL325 !• 
Z. ift noch Anm. 103. anzuführen, und S.226 Z.2.U. l.Z. 
*)f.Anm. 103. wegzuftreichen. S. 25g Z.g gehört das *) 
zu Z. 7 hinter find. S. 351 Z. 7 v. u. 1. m. 22,133 ä> 22,733. 
S. 375 Z. IG V. u. 1. m. fucht, die übrigen u. f. w. S« 3g2 Z. 
19 u. 20 1. m. 39,0 Kicfel- u. 36,0 Thonerde u. f. w. S. 389 
21.9 l.m. io,6oft. ]o,i6. S. 395Z. i4l.m. 99,gi7ft. ig,997. 
S.406 Z. 19 Lm. 99,89 ft. 94f89. $.-429 Z.23 l.m« 97,75 
A- 75*97* S.515 Z.6 l.m. 22,25 ft* 22.23. 

Auferdem find folgende kleine Druckfehler 

zu verbeffern. 

Seite 26 Zeile 8 lefe man SäfTen S. 29 Z. 4 und S. 30 

Z. 1 1 1. m. Aman S. 44 Z. 6 1. m. Skedvi S. 53 Z. 19 1. 
m. Harmsarf S. 54 Z. 3. l.m. Sundborn S. 85 Z. i| 
l.m. Gimsklak $.87 Z. 21 1. m. Grysnebäck S. g9 Z. 16 
l.m.M^rtcnberg S. 94 Z. 19 1. m. Blidbcrg S.11CZ13I« 
m. Kluft S. 1 28 Z. 26 1. m. Kokkolith S. 1 3 2 Ueberfchtift 
l.m. Weftmanland S 146 Z. 17 ift gruben einmal wegzu« 
ftreichen Z. 19 1. m. Kolningsberg S. 151 Z. 2 l.m. Tre- 
moiit S. 1 56 Z. i 7 1. m. Kirche S. 170 Z.6 1. m. Enges- 
kärs S. 176 Z. 5. 1. m. Stcnfjerds S. 20u Z.23 l*in- Sof- 
fätcrs S. 202 Z. 14 l.m. Vingsleör S. 216 Z,6 l.n. Ver 
fterby S. 236 Z. ?.l.m.M§ngshöjd S 242 Z. iol.m.S&flc 
S. 263 Z. 3 1. m. Öltorp S. 283 Z. s 1. m. Hag S. 302 Z. 
I '; 1. m. Sohlftad S. 387 Z. 7 1. m. Penningfchacht S. 440 
Z.4 V. u. l.m. Gjelferum S. 462 Z.5 v. u. l^m. Wcncrn 
S. 503 Z. 9 V. ob. 1. m. Kärarfsberg. 



■ 

Sachregiller. 



Die Ziffern bedeuten die Seitenzshk!). 



A. 

/\bdrficke unbekannter Thiere umd Pflanzen: 45, 319. 

Adnlar: 410. 

Alaun: 210, 267. 

Alaunbrandfchiefer : 17, 207» 210, 211, 256, 258t 259, 
2.60, 261, 263, 265, 266, 267, 273, 309. 

AUunfchiefer : 311, 262, 263, 267, 312» 317» 3191 325» 

4Sh 442» 446- 

Albits $6s, 369, 371, 480, 484» 485> 487- 
Analyfe: 494. 

Amtlptm, Silber-: 114. 

Amethyft: 165* 195» 283« 

J^nufMimten : 43, 337. 

.Aadaluilt: 355- 

.'Anbydrit: 47. 

"Anomicn: 42, 43* ?I7* 1^7» 352. 

Aaofnienfchalen : 367. 
.iAnthnkonit: 433* 442« 
•Aathtazit: 538* 

Apatic: 76, 116. 
• Apophyllit: 189, 38I» 421* 

Apyrit: 410. 

Amsonit: 425* 

LI 2 



53) Sachregifter« 

Arfenikkies: 5g, 1)6, 114, 115, 913, 334. 
fä ulen förmiger : 14, 154, 167, 190« 
oktaedrifcher kobalthaltiger: 285. 

Asbeft: 56, 74, 90. 123» «25, ija. 164. 319, ai^, 336, tlfi 

Auerochfenfchädel, follile: 312. 

Auf^it: J28> 282. 

Automolit: 46, 49* 5H> 5^» 38o. 
ähnliches Fp(&l: 5^ 

Axinic: 25. 

B. 

Belemnitea: 317, ^52. 

Berg;kork: 223, .227, 229. 

Bergkr>-ftall : 34, 75» 88> 120, I37>i49» «S5f MO, aaö^Jlj. 

Bergleder: 229. 

Ber^milch: 27v> 327. 

Bergöl: 36, 42? 

Bergpech, f. Erdpeck« 

Bergtheer: 165. 

Bergtrapp: 113, 115, 120, 10$, 

Bernftein : 311. 

Bitterkalk: 11, 351, 39;. 

Bitterfalz: 52, 356, 

Bitterfpath: $3^ 112, 225, 433. 

Blende: 41, 4'^. ^2, 56, 58» 63, 68, 69, 72, 7g, g;, 83, 87, 

88» 103, ii4> 142, 167, 177, igo, 193, 231, 255, 

236, 267, 302, 

Bleyerde: 142, 155. 

Bleyglanz: 52, 58, 60, 63, 65, 68,^9, 75, 77, 83, gj, 87, 
90, 94, 96, 114, 11^ 123, 138» 141* 142» 141» 1^^ 
154. «56, 157» »58, 177» 180, I8y, 191, 193,196, 
201, 203. 221, 224» 23h 241. 247» 249,286^298, 
301,502,314,315. 
fchieligcr: 386, 

filberhaltigcr : 41. 4^« 58, 64^ 68, 73» 78» 81, 96, 103. 
III, i6c, 170, 181, 212, 224, 233, 340,341, 342» 
24^, 281. 
ftrahliger fpiesglanzhaltiger : 114, 154. 

Brandfchiefer: 322, 323. " ' 

alaunhaltiger, f. Alaunbrandfchiefet. 

Brauncifenitein : 88* 



Sachregiften 533 

' Braunkalk; 1S8, 223, 426. 

Braunfpath: 28, 70, 2:9, 246, 149, 428, 439. 
I Braunltein: R", 15^, ^^n, 43«. 
:•: durchfcheinendcr krydallifirccr: 248- 
. BrtUDfteinerz, rothcs: 231, 43c. 

Sraunfteingranat : 2jO, 428« 

firckzie: 100, 102. Br. faxofa: 27, 343. 

Puntkupfercrz : 84. 9^1 i25> 247, 248, 249, 285f 299» 3Ca, 
305, 304, 58y. 

c. 

; Cerin: 393. 

j Ccrit: 133, 392. 

f Cerium, fluffifpathraures : 38^> 505 - yoS« 

- Ceroxyd, flufsfpathfaures : 488* 

Chlorit: 47, 79, 80, 112, 209, 3^7, 386, 3<?7» 424> 43«^ 

Chloritfckicfer: 4'^» 47, 341, 4329 437. 

Chromhalcig;er Thon : 381* 

D. 

.Dflchfchicfer: 248 - sfO. 

Doppelfluat von Ceroxyd und Yttercrde: 48!* 

Echinitcn: 43» 320, 321. 
Stacheln: 317, 320. 

Eifenbrandcrz : 1 3 i , 1 50» 1 66, 3 74. 

Stfenerde, blaue: 321. 

gelbe: 130, 151, 214, 333, 369. 
grQne: 90, I3i> 150» 269, 285s 37^» 38l« 
icbwarze: 306» 

Sifencrze: 68, 72, 78, 84« "4» >20, I3!, 132, 123, 125, 

last» '^^* '^^* '7^' '^^' '^'* '94> 239, 341. 
blutfteinartiges : 95. 

2i(ciiglans: 61, 74, 76» 79« m?« ii8t i3C, 1341 126, 13^ 
137» 139» 144« ■48> 180, j88> 19S* aOO, 9329338» 
^ a3y» 242. 247, 28J. 
Eifenglimmer: 66, iiS, 120, 232, 237, 386t 
Eiicillüefel: 88» 188« 190, 329s 427« 



\ 



534 Sachregifter,. 

Eifennieren: 85- 
Eifenrahin : go, 90» 286. 
Eifenfand, magnetifcher : 237, 288- 
Eifenftein, magnetifcher : 57, 59, 60, 6f, 65, 64, 65, 74, 
76, 73« 85» 89, 90, Ii5t 122, 123, 130» 136, 138. 

143, 146, 149, 160, 171, 177, 200, 20I»320,223i 

232, 233, 236, 281, 284»305i 509, J8C» 
Eifentbon; I95> 3CO, 
Ekebcrgit: 4I5. 435-' 
Elenthierfchidel, fojTiIe: 312. 
£nrhomolitenabdi*ucke : 3 1 4. 
Enthomolithus paradoxus: 42, 267, 319, 327« 
Sncrochiten: 42, 43, 327, 334. 
Erbserz: 30;. 
Erdkobalt, rother: 62,74, 193. 

Krdpech: 42, 58, 64, 80,90, 119, 120, 133, 1^7, 155. 165, 
224, 231,-2416, 369* • '* 

Euktiric : 527. 

F. 

Fahler«: 63. 89» 9©» >^7» 240> 245-247» ^49» 
Fahlunit: 49, 353» 354> 5i5. 

Feldfpath, gemeiner: 33, SS^ SS* S7* ^o» ^^ 7»> 72» 8c> 
82, 84» 85, 86, 95, 148, I49> »59» »73» 183. »88, 
192, 195» 198, 208, 209, 211, 369, 481, 492- 
dichter: 113,385» f* übrigens HäUeflinta. 

Felsiandftein : 27. 

Feuerdein: 310, 311, mit hohl liegenden Verfeinerun- 
gen: 320. 

Flötzkalk: 20, 310, 320. 

Gefchiebe mit Blatterabdrucken : 319. 

Flötzlager von zertrümmerten Schalthieren : 3 16. 
F]ötzfiand(lein : 19, 310. 

flufsfpath: 59, 63, 66y 68» 69, 76, 83. 96, 118» lao, 123, 
150, i38> '40» 141» 145» 150, 155» ao8» 325iM6> 
285.315. 358.432» 488. 
arfenikhaltiger: 369. 
dichter: 388. 
Form fand: yu 
FofTil) bräunlichgelbes derbes: 425, 4126. 



/^ 



Sachrcfifter; }3j 

dergl. kryfttll. falsfaures: 225, 430, 433. 
erdartiges von rofenrother Farbe : 486. 
gelbes flufsfaürei: 486. 
gelblichgrünes dur»h(ichtiges : 137* 
grauIichweilTes dichtes: 398, 439» 
hellgrünes: 300, 440* 
olivengrünes : 51* 168» 355» ^9S* 
fchwarzes: 414. 

fchwärzlichgrönes: 194« 411, 413« 
veilchenblaues: 172, 198» 201» 2ii> 386» 413, 435« 
weiiTeskryftallifirtes: 369. 

G. 

Gadoliivt: 54, i83* 358> 368, 369» 370, 403* 48q> 485> 

488» 493- 
kryftall. 491« 

Gahnit, f. Automolit« 
Geftellftein: 67» 378- 
Glaskopf: 6o> 69, 87- 

Glimmer: 45, 47« 53» 5^» SS9 59*^3» 64,66,74, 77, 112, 
115, 124, 125» 132, 140» 141» »47» M9» *79» 195. 

198, 220, 223, 225, 227, 28l> 365, 369. 

GlimmerfchiefeF; 9, 10, 27, 29, 34, 4^, 56, 62, 6ji 68$ 73f 
78j 79» 82, 86, 106, 109, 115. J22, 125» 128, 129, 
135» 138. 140, 144» 148. 149» *50» »53» 163, 176» 

177» 188» 205, 313, 222, 224, 239, 246,248,269, 
371, 285» 291, 294, 295, 301» 303» 305» 328, 329* 

Gneis: 8» 74. 106, 271, 328, 397» 403> 43i» 433» 437» 44«» 
480, 482. (f. übr. Granit.) 

Gold: 296, 438. * 

Goldhaltigfes Silber: 81* 
Goldkiesgänge: 34p, 438* 
Grammatit, f. Tremolit. 

Granat: 46, 56, 63, 68, 69, 71, 74, 77, 79, 80, 83» 86, 112, 
iH» J17» »21, 132, 123, 125, 126, 159, 164,167, 
17»» «75. 179» »87» 195» 198. 20Ö, 208, 219, 22ä, 

232, 223, 337, 338, 330, 334, 336, 346, 382, '302, 

303» 352» 365» 369, 376» 377» 385» 396» 488^493* 
513. QAnal.) 

Ctanit: 7, 8» 37, 30, 34, 4^ 103, 106, 107, 109, 139, 157, 
161, 162, 174, 178, 185. 187. 188. 195» 20o,30jp, 
ao8, 314, 221, 244, 352, 25^ 256, 258, 359* 262. 
365,' 271, 381, 385. 288, 390-295, 300, 308, 43»^ 
433» 480, 489» 49^ 493- 



fj6 Sachreiifter: 

Grtphil: UJ, 137. ' 

Gnuwicke: tSi> 
Grünet rencrdc: 77, si6> 
Griincrdd if6. 

GrÜDHciDi i9, 66, ai,^f,9A>9if ico. 101, wa, 119,10;, 
a58> i6}> 30h. 36s, a(i<|. syi, :9a» ^^. jo^ }4i, 

Grünfteinporphyri 19, 97. 
Cygt\ 46, 47, Uli S19- 

H. 

HSlIeflinit: 11), |8j. 39^. )97- 

Htp«it: j»3,44l. 443, 

HifiDgrit: 414. 

HolusbeCt: 396. 

HoTDberg: 34O. 

Hornblende : ca. 13, jj, 57, 58. 6$, 66, jt, 73, y^, §|, (4. 

>6, gä, 113, HO, 'ii, m, 140, 141, 143,149, '<>9> 

>69i '7'. 17^. lao. 187. iSS. 198. 20o,jiwaoo, 

ai3, 11.;, 43a. 
kryftillißrtei 53, ijo, 1:4, lati, 142, 180, aaj. 
Analyfen r ; J14. 
Hornblendgedein lai. 
Hornblfndfchiefer; 318. 
Homglimm« 341, 
Hornfchiefcr 34c 4J8. 
Hornltein: aö. 33, 37. 9'> 94> '5«. "JJ. I5f, 163, 166, 

171, ai6, aao, 3i7t a3'(' s8;. 393* 
HorDfleinpgrphyr : 37,9a. 



Jaspit! 35. 3i. 9'-9J. 23J. 
JiSjiisbtekzie: 101, 236. 
Jaspishongloinent ; 269. 
Jatpisporphyr : 37. 
IcbihyaphthaJmiC; 1S91 28I1 
Indigolit: 139. 



F 



2>tchregitter. 537 

K. 

KtUmic: 419» 410« 

Ktizedon: 77, 101» tSh . 

Ktlkmergd: 162» 323, 334, 444« 

Kfllkfptch: 41« 4^64» 70, 79>90. 96» 111» 11^, itg^ iso, 
121« 138s 1479 ^55* 104» 177, 179» 188» 192, 19;, 

198» 2089-219, 320» 228, 224, 225, 227, 246, 249, 

281, 282, 285i 286, 297, 303» 375. 387t 403» 528- 
KAlkfttiH: 28 •* 379 4U 47* 67, 70, 83, 106, 118» 121, 122, 
13S1 14U «43» 147. »S3. 155. ^56, 157. 163,201, 

207, 219, 222, 22J, 229, 234, 258, 261, 273, 27c/, 

«80, 284» 3i3* 317» 325» 32^ 330.33if334. 425, 
.447. 
bituminöfer : 36, 37, 42. 

bunter: 41,42, 59, 61, 74, 111, 147, 1889 326, 333. 

dichter: 42, 222, 334, 442. 

ciren- und manganhaltiger: 122, 139, 192, 222, 228* 

körniger: 47, 83« 109, 126, 188. 195« 222, 233. 

mit Serpentin und Talk gemengt: 94, 109, iio, 124, 

(5J« 203, 229, 234. 
nie Bleyerdi: 142, 155. 

Kies: 41, 84; 138- 
Kiefelmehl: 41, 150, 257. 
Kietkugehi: 52. 
JCobalt: 62, 130, 192, 202. 
'Kobtltblüte: 62, 74, 193* 
Kobtltglanz: 193,411. 
Kobalckies: 133, 391. 
Kohlenblende: 64« 131, 155» 231. 528* 
Kokkolith: 57, 128, 390. 
Konslomerat: 14, 27, 34, 97, 98« 374« ^7S* 277, 178» 27^. 

318, 332»333- 
Korallen: 516, 333, 334. 

Kroide: 20, 310. 
fchwarze: 267.* 

Kreideftein: 320. 

Kryftalle, kleine grasgrüne In Kalkllcin : 128« 

Kupfer, gediegen: 64, 12O, 130, 142, 209, ä^38, 299. 
kohlenfaures: 238. f- Kupferlafur. 

Kuplerbrandcrz: 24^, 374. 

Kupfererze: 58» 599 62, 64» 68* 72» 78> 8t» 82, 84. 85. 88, 

Mm 




■: 4fc A fs, X}. jö. 5«.5?.«4«> -4.0 
y^llitl. tt. t« «^ »7^ H. 9^ ic^ IIS. n». ■> 



rHf l 1 l f ii;«^tfcli»ai«.»i»«tS,tf». 




>. 7J. 7*. A 71 
r, 115, ijä) 1)1 



Ibgnetcifcnftcin : $1, 60» £1, 66, 71, 71, 
78, 79< Sit 83. S4> Mg, 130, 113. 
I3J. IJ7. 'J9. '43i IM. 147. '48. "49. «so. I5fi 1 
■j^ 166. 170 - 17g, ISO, igg, i9r, 196. 19g. 90th 
3(4, 3IO, 916, 319, 3ZO. 311, 937, 238, SJ4, IJf, 
3}8> a39> 341, 3gj - 3g6, 998, 300. ;pj, £04, jofc ! 
380, 396. 

Uagoetkic«: 47, ji, ;6, 88, tj6. 141. 

MilKhJt ; 66, 84, 119, 19J, 359, 139, 9S6t 39I, 399. 

MaUkoliih; s6, iij, I90, isi, 136, tio, nj. 04, »af, 
189. 385. 3SS, 394> 4>8- 

Mand«]fl«iu: 19, 101, lo:, J19. 

Mangunblende : 431. 

Mannor : aSo, f. Abr. bunter Kilkltthi. 

Hchlieolith: 48, 61,63, 90, if9, 177', 997, 3JJ. 

Mergel ;"4r^ 69, aäa, 979. 

Hcrgelfchtefer : is, 3S, 31, 33, 38)19.44. 158. a6o.i7« 
377. 379. 

Molybdlni 60, g6, 113, 135, 133. 948, 349, 30g, ^94. 



Sachrcgiften 53g 



[olybdänoxyd, gelbes : 299. 

ivi 15a. 
[afchelmacmor : 42. 
[yrmalm ; 43, 44. 
[ytiliten: 332, 



N. 



'Hftdelftein: 400. 
Natrolith: aoSt 415« 
Kenten; 43. 
-Nickelocker: 233. 



o. 



Ocker: 214, 233« 

Orthit: 485. 487. 488- Analyfe: 496. 
Orthoceratiten : 42,327, 344, 
Oftraziten: 317. * 

P. 

I 

^ Papierfpath: 374, 403, 

Pcktiniten: 357, 

"Peliom: 40S, 409. 

Petalit:'ii3, 385- Analyfe: 517. 
. Pfennigerz: 305, 441. 

Pikrolith: 424,440. Analyfe: 523. 

Piftizit: 209, 220, 22 f, 229, 4181 43 2« 

Porphyr: 1 1, 34, 91, 93, 94, 95, 96» 3«8t 382. 

Porphyrbrekzie: 27, 92, 9$, 94, 96. 

PorzeÜänthon : s^» 

Prenitähnliches Foffil : 287, 436. 

Pfeudofmaragd, f. Smaragd. 

Pyrodmalit: 422. 

Pyrophyfalit : 54, 366, 371, 385i 486 - 488- 

Pyrorthit : 492, 493, 503« 

Quarz: 12, 33, 39, 48, 53. 58. 59» ^o» 6^ ^4» ^5. ^1 7'. 
74. n* 19% 80, 82, 85. 96. ii9i »2^C>> »a'f "6, 140, 

Mm 2 



Quancrümer: 1J7. 

R. 

Rireneirenflein : 240. 

Rauchtopas : 165. 

Rtufchgelb: 96. 

Riefentöpfe : 70. 

Rödl crj: 235, 240-. 

Rogenftein: 18, 33^*447* 

Rothbraunfleinerz : 430. 

Roth Fels: 295. 

Rothkupfererz: 119» 130» 299, 523« 

s, 

Sahlit, f. Malakolith. < 

Sand; ji» 327. 
Sandebenen: 25r3, 254* ^ 
Sandhaiden: 152. 
Sandhögel: 21. 

Sanddein : . 14» 28, 31 - 34> 38» 59» 4U 98> 99t > 
206, 207, 210, 256 - 259, 261, 273, 274, \ 
314» 321,322, 331. 

harter: 97, 98. 265, 278. 

mit Eifenthon: 322. 



SacbrCfifter. 541 

'. Schilca (akfltr) ; 4i, 89, 109, H6t 34S' 

Schiltn von Utffelitln: 15J. 

Schiefer, quiniger; 318. 
; fchwtrecr: 166. 

Sckfiilfelt: ;it. 

Sch*«tibraun[ifia: 411- 
■■ SchwcftlkiH: 45, 46, 47. js, j6. J8, 6j, «4, 66, 74, 77, 
Bi. R5. 87> ti(*, 'U< >]i< !}]• Mit I4J> i57t i^Jt 
iSit ii9i 3io> 32a, 333, ]03, }i3, 443. 
I Sdi«trfptth: iia. 149, 164, 19J, 940, 341, «47. 148, 
JiJ- 

8«««: JtW.J4f.440- 

*gflig: 140. 
: Stjen:5i4as. 

Sttpcndo: 17, 46, 47, si. J«. 7f. «. 90. "ä. "4. »9*1 

311, »li, 3J9. J8> 

•dl«: j6,ji9, jf7, J84. J38. 
Silbir, gEdit^n: (14, ivi< 33J, 346, 349. 199. 
SiibcTbraadcre : 946, J74- 
Silbtieti: .39,331,148, 349. 
Silberhilcigei Thoni j6. 
Uapoliik: 19t, 343, 390, 41], 4JJ, 499- 
»Wbtri; 41 y. 
t^^trf. Hl. 
Wqd: ;6i, 3«6. 484, 4W- 

BiüilulEiger: 48o> 
Sodilhk: 41;. 

SpuhoCaadD: 70, 119, i)i. i5}< *!*• >*'• *47' '^o* 
*«**»: 38«. 137- 
IfH^lluu. pdictcn: 114. 
*-=■)«. 4.3 

i: 110, 40J, 40». 5SO- 
pubche: ii}. 
~M bUnrtdie: iir- 
1: 1=. 1»:. ». iio. !!■-!>!•«*•*«• 



»»«IS. 



543 SachregifteTr. 

Strthlflein, tsbeilartiger: 47, 55, $6^ 147« 336.- 
gemeiner: 61, 77, 112, 119, 121^ IJ|, 140,' 17«. 

glasartiger: 47» 551 • 
Sumpferde, eifenhaltige: 4$» 
Sumpferz: 207, 344. 



T. 



N, 



Talk: 45, 67, 8J. ii^, i2$^a2Sf 488- 

blättriger: 46, 60» 173. 
, erdiger: 365. 

fcKiefriger: 46, 364. 

Talkglimmer: 83* 

Talkfchiefer: 10, 46» 47f 7.3» l|2f 1779 203» 219, 236b 

283. 437. 
Talkftein: 378. 

Talktrümer: 71. 
Tantalit: 362, 367, 486, 488« 
Tantalum: 184. 
Thallit^ erdiger: 432. 

Thon: 40, 87» 100» 142t 169, 427, a*9» «ja, a66, 3ai» 

326, 327» 540. 
Thon mit Silber, Nickel &c. : 36, 223* 
Thoneifenftein : 69» 149, 378* 
Thonlager: 21. 
Thonfchicfer : 52, 35f $6» 42» 91, lOO. lOi, 263, 274, 277, 

279» 319» 322. 
Titanerz: 115. 
Titanit, kryftall.: 253* 

Topas : 487» 488. 1 

Torf: 311. 
Torfmoor: 254, 321. 

Trapp, 27, 33. 260, 261, 266, 267, 288» 434. 
Trappporphyr: 19, 27. 

Tremolit: 46, 48, s6, 119, 120, 126, 136, 172, 192, 213, 

282, 351» 357- 
glasartiger: 226, 385. 

Triklafit: $$3^ SSS* 

Tripelfilikat: 439, 

Tungftein ; 60, 395. 

Turbiniten: 43> 332. 



Sachrvgifter. 543 

Turmalln: 115, 116, 159, 1899 215» 284« 52c. 
'Tuttenkalk: 319,444. 

ü. 

Uebergtngsgebirge : 341. ältere ohne Verfleiner. 374. 
Uebergangsgranit : 342, 
Uebergangsgrünftein : 37, 260» 268* 
Uebergangskalkftein : 17, 170, 1^3, 21c, 214» 259» 260^, 

309» 316, 319- 
Uebergangsporphyr:' 15, 27^ 33, 91, 92. 
Uebergangsfyenit: $4^, 
Uebergangsthonfchiefer : 16, 27* 
Uebergangstrapp : i8> 92» 102. 
Umbra: 112* 
Urgebirge:.6, 327. 
Urgranit: 337. 
UrgrOnftein: 27, 88» 107» 161, 162» 1 85» 271» 288,293» 

294, 300, 328.* ' 
Urhornfteinporphyr : 2939 293. 
Urkalk: 27, 53, 60,62, 6^, 106» 124, 125» 128, 129, 138, 

150, 162, 171, 181, i85. 187» «97> 202; 211,212, 

314, lisy 218, 242, 349,371, 380,^^86, 305, 328. 
braunilcinhaltiger : 171. 
Urkalk mit Granat, Hornblende, Serpentin, Spinell und 

andern fremdartigen Gemengtheilen 1 103, 125, 

135* i37> «39» 196» «98» 201, 202. 
Urthonfchiefer: 16, 106, 152, 2^4, 249, 250. * 
Urtrapp: 12, 70, 173. 

V. 

Verfeinerungen: 28, 42, 274, $169 317» 32C, 327, 332, 

333> 335, 336. 
Vefuvian: i68* 



w. 



Wackc : 366. 
Walkerde: 35, 36,360. 
Warzenftein: 317. 
Waflcriaphyr: 408« 



544 Ciachcegilter. 

Weifsbleye» : 142. 

Werncrit: 41 s% 435« 

Wetzdein, fogen. levantifcher: 157, 212. 

Wirsmuth, gediegen: 59. 60» 86« 121, 369« 

Wifsmuchglans .' 65« 123» 132» 133, 220. 

Y. 

Yttererde: i83* 

Ytterit: i83f 358f 403« 

Yttrotantal: 369, 403, 404, 4Q5* 488» 49«* 493< 

Yttfocerit: 359^ 36 J» 369» 484t 488'» 509. 

z. 

Zeichenfchiefer: 267. 

Zeolith: 264, 297» 437« Anal. S2U 

Zink, 52, 69. 

Zinkblende, f. Blende. 

Zinnerze: s6% 3619486,488. 
tantalhaltige : 486. 

Zinnober: 387- 

Zirkon: 484» 488« 53l* 

Zirkonfyenit : 328* 

Zqophytcn; 43* 335. 

Zuckerftein: 369« 



■1 



Geographifches Regifter. 



Die ZifTern bedeuten die Seitenzahlen. 



A. 



A 



dolpk -Fredricksgrube ' 
a97, 298. 
Afve(lt( 125. 
Agegruben 226. 
Albreohtsor^ 48» $$2» 
Aleklinta 325. 
Alleffpecks-Eifengrube 5(^« 
AUmfinningsgrube 1 18« 
Allmenningbo i|8. 
Almby 207. 
Alniis^kra 294. 
Alaön 1^, < 

Alpen 25. 99» 45«» ASS* 
Alfarby 30, 43. 
Alfen 471. 

Alsheda 291» 295> 305* 
Altuot io8* 
Alunda 173. 
Ambrosfchacht 49« 
Andersbenningberg |ft|t 
Andersbo 169. 
Andcrstorp 306. 



Andrarum 309. 312, 442. 
Ansvicken 235* 
Arboga 105» 158* 
Arf 30. 
Arfvika 239. 
Askers 207. 

Aspis-Eifengruben 228. 
Aspeberg 145. 
Aspeboda s6> 
Aspenisgnibe i6o« 
Aupsberg 93, 
Avafaka 462. 
Axberg 212. 

o 

A. 

Aby 114. 

Afebrogrubc 282. 

o 

Agrubc 147» 
Ahl 86» 463. 
Aholm 277. 

o 

Ahus 311. 

o 

Aker 196* 

Nn 



546 



-G«ofi«y t ifc ft «|>i^W' 



ÄkcTfrab* a)$. 
Akcrafte 306. 
AkcfcmA n, 95}, 477. 
Alhclmdürchc S9]. . 
Xllcbers II- 
Atfot 369. 

Vw j* . 

An^inningca loS- 
Amiotkog 1:, 346. 
AnfM 144. 

Anu^o-Kapf«xnibe 6i- 
Art 471. 
ArdaU 9«. 
Amkut 5* 
ArAiods 1711 473. 
-Afirae 33 j. 
AtbSk 39. 
Asbeig 8S- 
Asboberg 14$, 14g, 
Asbofee. 144 14J. 
Asby 9J. 
Afenrce jo$. 
Ashycie 143- 
Atvedt 384- 
Atvidtbetg 3S4> A^J. 

Ä. 
Ädtifors 9, 995, jof. 339> 

4J8, S3I. 
Amin 19, ]0, 9a 
Andring 47. 
ArU 303. 
Äsktkätrsgnibcn 347. 



Btckberg löj. 
Backbja igi. 
Bidftugegrube 919. 
B>s2i HütKDMrk r]6- 
Btldurfia 201, 4)f. ' 
■■Ubitgjia. jiö,4*, 

Birbortf ifj. 
Barkcnfii 67, 74. 
Baraarp jo£. 
Biftnitberg 14J. ' 
Bcftnkfeld 130. i]i- 
Baftnäs-Kupfersrubt l}U 
B»ftiiäs Nyagrube jyi' ; 
SSIhufvudiafel aal. ' 
BEnlof 313. 
BIrtini Schürf 339. 
Blckby 30. 
Bflckegnibe 131. 
BiGnge 6;, 463. 
BSfmgi-Eilcnäi-iibe 6i- 
Bäfingc-Kupfurgrub« 6A- 
Bengstorp tfr). 
Benkiflegi'ube 316. 
Bcnlas 63. 

Bcnfic«rs-Etfengmbe äl6. 
Bersbogruben igj, 435. 
Betna 302. 
Biby ao3. 
Bjeikesgrube jj^. 
Billingen ig. 3J5, 359,160, 

»'■ä. 473- 
Bilifee 66, ia6. 
BiJfjobcrg 125. 
Bjölfäfen 94. 
Bjdibygraben 349, 



6c&gr«ph.- Rcgifter; 



H- 


Borniberg- afii. 


öhc 145. 


Borruin 4S4. 


5i, 17J. 




Js Ij6. 


Bwilsbo-EirengTube 175. 


'I. 


Botnlfsbcgrubc sS- ' 


i- 


BovaDs-Silbergrubeo 81. 


5. 


Bodahamn 117. - , 


I- 


Böle 369. 


engrube 100. 


Börftell 10, 16a, 17J. 


ipfergrube 174. 


Börftell-S« .76. 


lehn 437, 


Bragnmn =^7. 


eden $6. 


Erandkäirs-Eifengruhe.IjS. 


177- 


Brattbtrg 143. ' < 


ipe 59. 


BraiiefoTs, Klein und Gros 


J. Sas- 


559- 




Brattrorsgtube 33J, 419. 


Hi. 


Braits Verfushe- 143. 


7r- 


Irännebcrg 241. 


129. 


Bränahuh ag]. 




Bredefta 11. 




Brickegtube 119. 


i.e MI. 


Bringetolla 394. 




Bro IJ8. 




Broddbo 3J7,J«J.4M. JOS-. 


1. Ja- 


■509- 


15, 240.' 


Brogrub« ijj. 


31. 3 J. 469. 


Bremsberg 66. 


177- 


Bröttorp aio. ' ' ■ 


24. 


Bruksgirden IJJ. 


ai. 


BvunabiSck 43, 






147- 


Brunnumshecg a6i. 


39- 


Bullerums-Eifengrubf Bg$. 


173. 


BuIIwrp ti6, 461. 


IbMgtub« 17g. 


BurSfen 5j. 




Burß» ij. 


S- «r.: 


Burunge 171. 



S4S 



6«0f f «f h« R«f Mk w 



Bafsvik IJI, lif. -- - 

By *a4«» 
Bybach ft65* 
Bjdf 24a. 
Byn 341/ 
ByiM loi« 
Byftidt 170. . 
Byxbtqi lOw 70^ 

Ctrligtng 60. 

CarUgrube 86^89» M^tl^V» 

CtrUinfeln 3S>>3ls* 
Cirltfogi aa6« * 
Carlsfchacht iii« 154. 
Carlsftadt 243. 
Chriüianftadtlehn 107. 
Chriftiersberg I43. ' ' 
Cimbricshamn J089 142» 469. 
Claraelf 453- 

Dagkarlsboberg 73. 
Dahlsland Ucbcrßcht 243^ 
Dala 26). 
Dalarne Ueberficht 25, 543. 

Dalby 28, 30» 3«> 35» 62, 

237- 
Dalby-Kalkbrucii 42. 

Dalelf 26, 44, 108, 343» 

Dalhelm 304. 

Dalhofdingcjrube 215. 

Dalka?lsbcrg 10, 14(5, 150, 
3y5. • 

Dalmarks 216. 

Damgrube 70. 

Damgrufvefalt 195. 



■ 'i 



DimM 138.146« :i 

Otmilcbergs • Etftniltili- : 
fchurf ift6,- I 

DamQöberg i)8* '4^ 
Damftogjsbagsgnd»« §oif • 
Dannemon la; i6ii i^tf 

3V6. 
Dannemortfec i6|,i. .;.. 
Danboberg 137* 1 
Dlfvr]:ftorp agf« 
De Befchiskagruben 191* 
Degenüs-Eirengnibf i(4» 
Delbo 114. . . • , ] 
Denkio-Kiesbau 6f, 

Digtrberg 2%,2^i0,th%^ 

4a> 43» 87* ' 
Diupkftrret 175. 

Djurholin 185. 
Djurmo 84* 
Dollemyrsgrabeii i^» 
Dufvedal '23'6* . , 
Dunker 200. 
Dunkhälsback 40. 
Dyfverberg 95, 469. 
Dylta-Schwefelwerk 212» , 

E. 

Ed^ 239» 240. ' 

Edby 181. 

Edet 10, 283* 

Eds Stenbo-Eifengrubajof 

Efriksgardcn 53. ^ " 

Egclsbo 171.- 

Egenas 241. 

Eggrund 170. 

Egnabarga ao» 310,316» 47^ 

Ekdal 159. 

EkcbergsfchurT 2$^ 



Oeogüph. Regifter. 



»49 



. iJ 



in 15. i8t 9^y S42« 

469, 471. 

Iby 162, 170. 
rg 2Si. 

rgslehn 464, 269. 
Eifcngrubc aoo. 

al2/i'237- 
ad 273. 

538. '^ 
:rgefält t4S. 

^s.a69;472« ^ 

t 366r 

5 «75. 

ige '27. 

ägna 98. . 

de- Kupfergrube i8x«. 

Imen 158. 

i 215. 

bflufs 294. 

5rs"i*05, 108, 159. 
kärs-Eifengrube 170. 

) 159» 4^2. 
letsgrube i65« 

ping 162. 
illshytte 71. 

Matsgrübe jo>3J4»5l5 
ibergagrUben 145. 

sgrube 389» 
igrufvefiilt 125. 
Qö 325, 326. 
Ifluna 201. 

437- ' 

F. 

irberg 2J4, 373. 

irljidUrg 8«. 463. 

arP'.277i 

bygd a59r 260» 261. 



Fahlbygdwüg ajf^i ' ; 
Fahlkoping 254» 261* ^6i'; 

473- 
Fahlun 44, iS^t 464» 479» 

Fallgrube 145« ' , * 

Falfterbo 311. ; ., • 1 
Firedalsberg 2611^ a6§. 

FSrön 33a ' '['■'■'■ 

Firfee:i44. - 
F'Ahlkalla loo, 
Fähusgmbe 198» >' 

Fämundfifen 98- . " 

Fämundfee 7> 97«'98»i4ft« 
Färingtofta 312^ 

Fcllingsbro 107. ' ' 

Feriiebo 105. 

f jäskSrns-Kupferfohdrftff; 

Fierösberg loz, 

Films 169. 

Filmfee 163» 

Finbo 54» 357^ S6o» 494^ 
496, 5c6, 5J1, 51J. 

Finbergs-Eifengrübea 154^ 
. Finnerodya 269*472.. 
' Finngrube 140, 374. 

Finnhytcen-Kaikbriich 6$. 

FinpäUgruben 156. 

Finshytte 228« 

FinspSng-5ilbergrubc 281. 

Fifchersgrube i66u 

Fiskalort 47. 

Fjukholm 277. 

Flasbjörkeülle 2g|. 
: Flatenfee 306.. 
• Flenberg 92. 

Flenfee 3o6r 
» Flintberg 159. 






^f^. 



Obtofctpilu Il«'ffiftei& 



■ !• '• 



Flintore iit^ r 

Fiodbergf-Eifengrabe 79; 
Fldttan 47* • 
Fo^hyrta 14^0 I4f.. 
Fogel^.7. 
Fogellckssrube I7(« 
Fogclflng i6f 509» l<9^ - 
FogeldnglMich $19* 
Folkänu 4h 64t 108^ 
Fonbygrube 17S. 
Fprfti^am 391« 

Forfsgrubea.i55- 
Forfihem ajS* 
Förhoppningsgruben 246« 
För<(h?iBi&ogrube soo. 
Friimmundsberg 78* 
Främshytta 157.. 
FrcdgTubc 13^. ' 

;^redr\klberg 301* 
FrcgSshcrg 89. 
Frideros-Kupfergrubsn 239. 
Friedrichsgang 60. 
Frobbefta 159- 
Froderyd 301- 
Fröskog 12, 247. 
Frösvik 184. 
Frötuna' 182. 
Frykenfec 237. 
Fryksdal 237. 
FuUöfa 2^8. 
Furuberga-EiTcngrubc 61. 

•Furudal 28» 30, 34> 42« 



I « 



a 






. »»"i- 



Gagntf 84» ifÄI- .. 
Galgbcrg 44.' . 

Gali^tygnibf iu . 
Gaiunal SScfccrtjttl 
Gämmelliycte i4lSm^ *, 
Gamleby 304-' . . ; .. 
Qarbagrub« : 
Garberg tou . 

Garpenbaiy i9- ; 

Garpenberger Kiipfebcsg* 
werk 62, 37f«" 

Garphytta 210^' ai^ 4ti« 

41»» 435. 437.' 
Gatjgrube 255. 
Qfisboni'-23S. 
Giniige aoi; 
Gftddkim 1^8. " 
Gäddviksgrubea jfi 
Gfirdsjöby 54. 
GSsvxk i8i* ' 
Gefle 182, 472. 
Gellivare 465*. 
Gerabach 277^ 
Gerdesrum 30^. 
Germynderyt 305. 
Gerumsberg 261. 
Getback 124. 
Geteberg 233. 
Getön 220. 
Gjärdesgjöla 294; 
Gielferum 304» 440. 
Gillberg 241. 
Gillberga 202. 
Gillerhöhe 151. 
Gillermarksberg 123» 
Gillingsgrub« 200.-414. 
Gimsberg 85* - -r ^ 



Ocograph» Regifter. 



351 



Gimsklack 85* 
Gjökerum 375, 
Gislarbo 159. 
Gislöf3i4. 
Gifieberg 261. 
Gladhammar 302* 
Gladfax 314, 342» 
Glafva 240. 
Glanfee 283* 
Ghnshammai; 212. 
Glasfjördenfee 241. 
Glabgruben 283* 
Glikänia 29. 
Glipfegruben 145. 
Gliskärna 30. 
Gnällangrube 120* 
Gopenfee 86. 
Gotdand 329« 446. 
Gottlicbsgang 489^ 498* 
GÖkhem 262« 
Gökum-Kalkileinbruch 167, 

398. 
Göransgrube, St. 132« 
Görarp 445. 
Gorarpsmölla 319, 333, 
Gotha Elf 252. 
Götheborg 432. ^ 

Gotlunda 213. t 

• Granan 29t 30. 
Granarpfee 306. 
Granbäck 238* 
Granberg 44, 93, 236. 
Grangjärd 26, 75, 105. 
Granwik 269. 
Grldo 44. 
Gramursgrube 172. 
Graf&tragrube 17;, 
Gräsberg 91. 



Grüsbergs-Eifengrubcn 79, 
Gr4sbo 169. 
Gräsgrufva 522. 
Gräsmark 238. 
Gregersuppe 59. 
Greksifar lyo. 
Grengesberg 75, 76, 77, 516. 
Grengshytte 82, iji, 
Grcnna 15, 16, 274, 276, 
472. 

Grifcns-Kalkbruch 90. 
Groflingbo 331. 
Gros-Tuna 67, go. 

Gröndalsfält - Eifengrube, 

146. 
Grönslunda 325. 
Grufberg ög, 79, 
Grufrisberg 44, 
Grufvefce 62, 163. 
Grum 242. 

Grund(}ögrube222, 223, 420. 
Grysnebäck S7. 
Grytberg 89. 
Grythyttc 152, 154, 157, 
Grytnäs 28. 
Gryts-Kupferwerk 214. 
Guldfmedshytta 139. 
Gullcbo-Eifengrubc 504. 
Gullerafen 31, 41. 
Gullgrubc 171. 
GullspSng 236. 
Gumhojde 237. 
Gunnarsboda 181. 
Gunnarskog 239. 
Gunnilbo 1Ö5, 107. 
Guftaf 26. 

Guftaf Adolph-Silbergrube, 
196. 



I 



--^ 



Geograph. Regiftox- 



Guftifäiröms Werk sM- 
KyllenfoTS-Ei fcnhüttenwtik 

Gyctorp ISO. 

H. 

a«ckon J3. 
Hackspiksfilt Hj- 

Hsffasbtrg 148- 
H»s«byhögi 173- 
H«gelsrum Jc6. 
Basges 7a. 
Hagsef« 71- 
HaggTube i3i. ^U- 
Haggrufvome ijo- 
H*karps 174- 
HalftrubMg is6. 
Hsifttonfee iSÖ- 
H»lfv«rsnorofee iSJ- 

H«ll»ndläs }07. 
HtUeberg i7.aSJ. a64.4J4- 

■474- 
. HallendSs jii. 

miinäs 170. 

Wftlsbers ai4- 
Himmer HS- 
Handol» 10. ili- 
Handvindä-Eifengrub« 196- 
Haraldsjö 13 s. 
Hardeberga ji?. 
Hsrgs 163. 177« a>J- 
Harmharf 53- 
Haffelhöhe 157- 
Häekansberg - Eifengrube 

t4ä. - 
Häckansbo 170. 



Häckaiubod* lit 

Häckibetg 7I. 

Häfvsrö 16:. 178- 

mlltberga a«. 

Hitlclla 281. 4!4- 

Hillfio 77. 

Häradähammats 384- 

Harsbäcksgvube 117- fl 

Haftberg 83. Ä 

Hairelby jo3- | 

HäfskStet 471. J 

Hättfee loa. i 

Hsd 10s, 137. i 

Heda iyj, ;] 

Hedäfen 90, aj6- ( 

Hedberg 9}. 

Htdemora 44. i°8. 4 

Hedenblad 47. 48. 4jf 

Hedcogruben a83- 

Hedgätden ija- 1 

Hedkaira ia8. 4 

Hcdvidbergs - Eif«»^ 

I9S- 
HcdvPigsßlt 114- 
Hcdvigsforsgruben je 
Hclgcrmn 303. 
Heläoiiakirche 519. 
Hclkbrätcn H4- 
Hellefors 10, I04. »f 
Hdlcftad 46j. 

Helfingborg 19, JOJ 
JH. 444- 

Hcmfiäll 1-0. 
H=mgrube73- 
Hereules 79, 
Herjeäd^ien 7, IJ, 4 
Hernevi 108, i63> 



Geograph. Kegider. 



553 



ö IT, 472* 

ängen 179, igo. 

ad 384. 

!lkulla 208) 415» 465. 

[eskog 248« 

en 275. 

nariee 202» 454. 

petorp 266. 

afee 207. 

nfec 72, 73. 

a 201. • 

hfd 302. 

Sfcn 211. 

bonäs ^02# 

ee 104, 144» 146, 151. 

rg 331, 353» 335. 
lantorp 306« 

1 30, 37- 

1 gruben 156« 

iferuds Schutf 34 !• 

berg 91. 

kuUen 235« 

chall 314. 

näs 322> 44;. 

erg 84» 114» 18I1 38h 

bergsfeld 219, 220, 
»ornsfält 155, 156. 
;lint 329, 332. 
myra 40. 
tena 269. 
tenaberg 261. 
bergsgruben saS*. 
lufvud 162, 178« 
äter 260» 4189 433* 
3i8- 4 
>elf 142. '.: 

r-£irenhätteiiw«d& ^* 



Hubbo log. I 

Huddunge io^t/i6o* 
Hudiksvall 462. ^ 

Huggarnäs 244. 
Hullingefee 306« 
Humlaberg 145. 
Humlenäs' 305*. 

Hummelbo-Silbergrub« 64« 
Hummels^lrd 174. 
Hunboberg 72« 

Hunncbcrg 17, 255, 264^ 

267, 434, 470, 474. 
Husby 198. 
Husby Skäderads 161. 
Husquarn 15, 277, 472» 
Hvaftviksgruben 246. 
Hveclanda 291. 
Hvitberg 203, 
Hvitgrube 62. . 
Hyby 321. 
Hyckiebcrg 93. 

Hycklingegruben 302* 
Hyrketorp 269. . . 
Hytteö 170, 
Hyttefee 232« 

Jakobsvornc i^q» 

Jädcrs '478. 

JäfFjöhatt 7, . ; . 

Jägmäftorgrubu 24p». ! 

Jfilkom 62. 

Järfva 162, . . ' 

Jätturnfee 7a 

Icke-än 29, 

Ickerberg 84« 

^Jcrnboih i44»I44rWv 
Igelkärai45, .V 



5S4 Geograph, 


. Rerifter. VI 


Igelkitn i4f. 


Kinicktbrod 177. 


logaryd i<)j. 


Kaninberg i8j. 


Ing«orp II, 595,467- 


Kapelshainn jj5. 


logebo 160. 


Ksraberg 145. 


Ingclft« 309. 


Käfallz r46. 


Ingellladt 313. 


KSfvtngrube 319. 


Ingevaldsbo 74. jjj. 


Kärgirdsbruch »7, 


Ingliinäla-Eirengrube 30a. 


KärgjSrd 30. 


Inf« 87. 


Kallarj^rube 19g. 


Infjöberg 87. 


KUlomfeld 46- 


Iniiögefcnke Jl, jjö. 


Källvik«ii 53. 


InfjöhütK 87. 


Kärarftbeig 490. JOJ. 


Johsbo 74. 


Kirarfvei 369. 


Joh«nnisgnibe 83. 


KirfsäUn 31, 41, 45. 


jordgrute i6), 


Karin jshricki 11 J- 


Jordäfcfcld flij. aao. 


Kirtbobcrg 136. 


Jönkflping 39J. 437- 


Kirrgrubc 14J, 194. 


JönUöpingsIthna74,38s.Jos. 


Kärrgruf«fä!c 146, tih 


Joffe aj8- 


Kqren-Eiftngrubui ffi- 


ItvaiTce ji6. 


Keini-Etf ic. 


JufVansbogrub« 17J. 


Ktmi- Lappmark 471- 



JungfiufSUt 114. 

K. 

KabbelgTubtn 193. 
KaaSi 103. 
Kiifbak Sgl üben J7. 
KaliK 471. 
Kalkberg 216. 
Kiikbtrgslfen 143- 
Kalkbergs-Eifengrubea 169. 
Kilkbergsiotp 201. 
Kallmora 30, U' 4'- 
KaUmotbcvg 121, 3S8- 
Kallsarberg 93. 
Kaimarlehn 189, 30a, 44O. 
Kammirgrube 219. 



Kernsberg 53 J. 
Kiäuravara 463- 
Kjaia>häga j - 10. 
Kjlrnab«rgigTubtD HSt 
KiEldberg 9J. 
Ki«n« ,j6. 
KiW« 1094 
Kihlt 313. 
Kilirchurir 304. 
Kilgrube iig. 
Kinds jön 337. 
Kinnekullc ig, 9f5, ij 

3J9. 473- 
KjöarskalsOäll 100. 
KjölenasS. 
Kjölengebirgc aj, j|J. 
Kiitelbcrg 249. 



Oeograph. Regifter* 



555 



Klickt 13. 

Klackflberg 146. 

Klackaflle 149. 

Rlackberg 121, 192. 

KUpenids-Eifengrobea 247* 

Klingenfee 59. 

KÜÄteberg 130, |3J. 

Kiittberg 95. 

Klittfintrop 91, 

Klöfdala 294. 

Klyftcmoon 255*^ 

Knmbf. 248* 

Knlffia 21 6« 

Kiiififtad 172. 

Kn«llegruben 246, 974« 

Koberg 158* 

Kokalbcrg 7g. 

Kolmgrden 11. 

Kolningsberg 122, 146. 

Kolnings Schürfe i6o« 

Kongilenaberg 261.« 

Kongs Norrby 275. 

Rongför 105« 107. 

Ropmanna-£)ill 245. 

Kopparbftcksgrube 145« 

Rornftngsgrub« i6o. 

Korphyttefeld 129. ^ 

Kottarberg 66* 

Rjoping 107. 

Krangruben 219« 220« * 

Kräkis-Eifengruben 228« 

Krftklinge 210. 

Krokby 159« 

Krokeks 280« 

Krokgrübe 28}» 

Ktoklinge 15g, 

Krpneberg 295« 

Rroneberger-Eifenfieingru- 
bcn 216. € 



Rrongrube 29^ 

Rronobergslehn 289» |o6f 

441. 
Rronfchacht iii. 
Rroppa 235. 
Ruddby 478« 
Rullenberg 308, 44f*. 
RuUsjörka 34. 
Rumla 214. 
RummerSfen 125. 
Runesvala 98« 
Rungsberg-Eifengrube 28Q« 
Rurravara 15, 470. 
Rürunavara 12, 467« 
Rusgrube 71. 
Rufo s6» * 

Ryllei 930. 

RymmcncgSrdslebn 437, 
Ryrkoskogsfchfirfe 240» 

L. 

ladoberg 91. 
Ladugärdsland 174. 
Lallarfvet 480» 

landhults-Eifengrube 216, 
Landskrone 310, 311. 
Lannaskede 291, 294« 
Lappgrubea 179. 
Larcnfee 73. 
Xarumsgrüben 302. 
Latorp 207, 210, 416» 
Laxfee 250. 
Lingl 162. 
iSngbansende 233. 
LSngbahsgruben 145. 
LSngbtnshytte d38> «32^ 
' 373- ^ 

LSngbrogrube 17^, 
o 2 



5sd Geosttpb 


RegUlcr. ~ 


LSngtnfee a53- 


Lindboms Verfuck 131. 


Llnggrube 147- 


Linde 1)3. 


tanggruben =uo. 


Linderes 199. 


LSngfeTad S4I. 


Liniici tJ9. 


LSnjskärs 179, igo. 


Lindgrube IJÄ. 


LSrnrntoe 174. 


Linnw 299. 


LinnSs 114. 


Liltx 101. 


tct>o Kupfcr^ubc ;oi. 


Liftarum 509, 


Ucküni 88. 


Ljung 173- 


Lcftihnlfer ]9]. 


Ljusnedul 11. 


Lek5berg gj. 


Lub*rg 8:. J80. 


Lemäsßlt 145, 


lockgrufvcberg 14t. 


Lei« ,:.. 


Luftved laj. 


lenhofda 306. 


lofia J03. 


Lerberg 100. 


Lokaberg 19, 94, 470. 


Lei'Nul« ij6. 


tomberg 14J. 14^. 


tEsby i6a. 


LQfthammar 304. 


Leyg« 4J7. 


Louitenärube S3i JIS- 


Lidköping ?5J. 


LQvenberg 91, 


I.iIgcda]i-£ircD!;rube igf. 


Lovifcbera 114. 1 ij. 


lilienbergs Kluft 47. 


Löddtby 10, 17;. 


Lilla JI2. 


Löfää-Silbergruben 58,57} 



Lill« Edet 1), 477. 
LilU Hall 374- 
-Lilli Ryds Brak 441. 
Lillän JOS- 
LilluHenfte 137. 
Um« ij, 16, i8> >9>l^99> 

47'. 
tiinberg lOO. ' 
Limgrube 74. 
Limbimn 10, jio, 319, 
Limmingstorp 974. 
Limudden 6i. 
Linbottenfte 471. 
LindbafCinorberg 77, 
Lindbo-Kalhbruch iiti(39o> 

JI4- 



Lfifäkers 303. 
Lötät lOg. 
Letiltd-Bmdc 169. . 
LönSsgruben 14s. 
LöfTanberg 91. 
Lugnashöhe 473. 
Lumbra-EirengTufae. 300. - 
Luniberg J9. 
Lund 311, 319. 
Lundby 203. 
Lunden 30, 37, 
Lundhulc 116. 
Lundinsgrube 89. )8«. 
Lungnis sJ5, 2SÖ, 359. 
Lu ofa vara-Eifenäeiiiltgitr 
467.' 



Geograph. Regifteh 



557 



Luppiovart 462* 
Lurgrube 55. 
laufen berg 93. 
I^utskfirec ^73% 
Xysvik 237. 

MtdcQö 291. 
Maljehulc $0S*' 
Malmt 107, 1^9; 
Malmbäck 295. 
Malmbergshöid ibj« 
Malmbro 306. 

Blalmö 107, 232« 31I1 ^19» 

475. 
IdalmSlehn 307. 
HaKjö-Ralkbruch 242* 
^alung 26, IJ2, 471. 
JKalviksgruben 285* 
Hangenfee 237. 
Mangs-Kupfergrubc 238. 
Harbäck 12, 467« 
Marbcrg 27^. 
Markebftck 280. 
Marmorwerk Krokeks a8o« 
Mars 48 52. 
MarQöbcrg 171. 
Jiiartorpsklef 259, 
Maflbmsgrube i8l« 
Mäiilja 306« 
Mängshöjd 236« 
Mänhöjd 235. 
Mänfarp 299. 

MSrtcnbcrg ^9, 377, 382, 
522. 

MSrtzhytta 139, 394* 

Mäfcbo 2669 267* 

MSflevala 27, 98* 



MSflcvala FjÄll 15, 
Mäfsgrube 118, 224, 387^ 
MSavik loo, 1 

Mälarfcc 21, 43, lof, lOTf 
lOg, .153, 161, 162» 45^n\ 
Minfe« 61. 
Megonskär 19« 
Mellangrube 79/ 80^ 
Mcllbygrub« 175, 18I. 
Menigaskers 207# 
Midfommers Schürf 239, 
Miftcrhult 302, 306. *" 

Mogata 284« 
Mogruben 216. 
Mokimshütte 237. 
Mora 10, 26, 92, 471. 
Morberg 117, 120, 126. 
Moren 373« 
Morgruben 135. 
Mormorsgrube 194. 

Motala 15,273-275» 47«» 
Motalaelf 272. 
Motala wafle): 270» 271* 
MofFaberg 145« 
Möcklcby 325. 
Möens-klint 475. 
Mögrefvcnfec 235. 
Möklinta 105, rog. 
Mölingsgrubc 147. 
Mörkmorberg 102« 
Morlunda 293. 
Mörsberg 262» 
Mörfill 471, 
Mörckärnberg 67, 78« 
Mofleberg 18, 261, 264» 433. 
Muckelberg 62. 
Muhlfteinbruehe 102, 159, 
357* 



558 Geogrjph. Rcgifter. 

L Müllgruben ast- 
I Mulltorp i6}. 



Uyrtiictt«(i:ld 9, 119. ijo. 
Myrberj 91. 
Mjrrräckcsgmbc ijo. 

N. 

> VahlTfia 7, 46}. 
Nälbirg 83. 
MSren 6f. 

NSicn-EtfCngruben 65. 
Närfenree 104. 
Näcktjöberg 99. 
N i fv erb crg( -Kupfcrgrube 

SJ- 
NSs jj, 103.574. 3JI- 
Nfisbich 37. 
JJSsby S7J. 

Ncdctbergi JO. 34. 

Neptunxis 48. 

Nerike ij, 17. Ueber- 

lichE aC4. 
Nible J06. 
Niederdai^io 137. 
Nieder-Torneä 47«. 
Nifliflufs igt. 
Nifshüttengrubcn 6 t. 
Nora 104. 144* 
Nora BeVgslig 39S- 
Norberg 36. lO;, iiÖ. 117, 

HO. J73- 
NordhtllcQ 47 ■• 
Noidinark 141, 420- 
Nordmarks - Eifentteingru- 

■ Notdmyre 17a. 
Norenf«« m, is4- 



Noret JJ. 
Norragrube ijg, 
Nom Lungert 1 
Norrberice a6, loy, J' 
Norrelgsgruben IJ4« ' 
Norrgrubenfeld 68. 
Norrmalins-EirenfteinglU- 



1 

If4* 4| 






184- 



161, 461. 

- Eifengrubui 



Norivecra igl. 
Norsberg 7a. 
Nobbelof 514. 
Nöiögrube 345, 
Nöinära-Eifengrube J04. 
NyB Baftnüsgrube 593, 
Nya Kopparberg 119,46} 
Nyängsberg 91. 
Nyberg jp, 70, 145, 463, 
Nycd ij, aj6, 237, 468. 
Nygird 167. 
Nyärufvefcld 119. 
Nyhyttin lai. 
Nyköping 196. 
Nyköpingsgrube 1S8- 
Nykytke 274, a7J, 47s. 
NynSä aoo, 
Kyrymningsgnibe ijo. 
Nyftad 43 7> 

o. 

OdenskuUo 314. 
Odenm 119. 
Ofcndit 367. 
Olleberg 361,363,41?. 
Ollerldin I03. 
Oltorp 36). 



Geograph. Rcgiaer. 



559 



EOmbcrg i6, 375, 379, 466, 
f 47a- 
Epnfld J09. 

S.^pnunnifee 310,31^,47^. 
lOppeby i8i. 
fOre s8 -|i, 471, 
[ Ore-Elf 39,33, 37. 
R Onnberg 76. 
T- Orouft aj, 477. 

Otrldiit 94. 

Orflii 10,37-31, 90,' 47». 

Otl&fec 99, 33. 

OrcaU-Kietgrube Igl. 

Osmundsberg agi 39, Ji, 
3S. «. 

OSbjfirkc 30. 

Oltgothluid Ueberrdi, 370. 



Ödfsgrnb» 163. 
ÖdMk«ldi 344. 
Oeiter Rekarnes SC]. 
Öflindflhlilt 395. 
ÖfvEdsklDlter 309, 474. 
ÖfTtHögfor* 136, 138. 
OtverftcquRm jjo. 
Pjefee 101. 
Öij« 30,31,34. 
diand 334, 474. 
ÖimannsgTube gl. 
Ölmchtrad I), 468, 
Örcgrund 176. 
Öretorp 316. 

Ornbergä-Silberfchurf 157, 
Ofiöbcrg-Eifengrube ifö. 
Osmo 200. 
Öftinber^ 74. 46J. 
Oßerbergsgtuben 193. 



Olttrbywcrk 163. 
Öltcrgflrn 330, I. 
Oftergrube 130, 

Oftcrhrnining 1S7. 
Öfter- Sil fverfaerg 80, J8». 
Ofthainmar 176, 177. 



Otlm 



7J 



Önra-Löfltxd 1^9. 
Öitra-Skaiijonfce ij;. 

Palflhoid 103. 
PaUnsquiftsort 47. 
Pmtfargi'ube 1 r9. 
Päfegruben 333 
Pehrsbergcrgruben ai8. 
Pcnningsfchacht 114.387. 
Peisbo 7S, 79. 
Pershytrcberg 148, 403, 
Peigbyite Eirenftcingrubea 

MJ. 147- 
FhilippHadi 318. 
PihleQSgrube ;t3, 
FUtgrub« 337. 
Plogrce 73. I 

Poratsoit 114.' 
Forphyr-Schleifwcrk Elfda- 

let 93. 
Fraßabcrg 14;. 
'Prinfeaert 113, 114. 
Fiioz Gufhv 47. 

Qiummynii t7& 
Quirofteiubcrg foi. 
Quarfebo sgo. 
Qiiedlie 470. 



5fc 



Geograph. Kegißer. 



Quiddberg-Eifeogcube 146. 
Quiinge ;o8. 
Quiftbto 16. 
Quifterum 30$. 

R. 

Raflunda 311. 
Ragiävira 465. 
Kamdal 149. 
Samlifliltgruben 17J. 
KamnJs 10?, 
RimnKsIlroin lOg. 
Samaad 3-^4. 
Ritndbo 170. 
Rasbo-Kihls 17s. 
Raflaberg 1461 341, 
Rabelof 3 10. 
Rada 236, 137- 
Radaber^ ■^a. 
Radmansä tg2. 
Rasrikb-Kupfergmbe ijo. 
RaUmbigrub« 63. 
Rattigan asi. 
Rashulla-afen 391. 
RlbeAf* 10. 
SiUree 89. 
Rlmsgnibe aif. 
RStcvik 16, 17, 3S-So> 89, 

S9, 466, 47'. 474- 
Reensbo-Eifenllein^. (j. 
Regeringjort f3. 
Regna 280. 
Rehnfee lol. 
Bekaklitc lä, 469. 
Rcmsbergsgruben 333. 
RcfCtU 394* 



Reit« iRj. 

Reutrthoinisgruba 96. 

Riddarhytia 1-9, 136, ijg, 

Kingerum 2g6. 

Rirgfee 307, J17. 318. 

Sin^shticte 14;. 

Rinman 47. 

Rifa KarcsloTa 333. 

Riras 90. 

Risberg jj, 76, 117. 

Rifebcrga 31a. 

Rilinse ^83, 46;. 

Ri 3 g ua rn $ - E i fen Hei n^ube 

Rodarnegruben 178- 
Rogilöra J73. 
Rolfsbygmben S4J. 

Roinfertuna lo^. 
Rommcleklint 308- 
Rofee 13. 

Roslagen )6i, 463. 471. 
Rofsgmbe 133, 
Rofsviks-Freyguth 198. 
Roflberg 77. 
Kocbo 114. 
Rocelf 96. 
Rochendal 16, 96. 
Rotorp joy. 
Roitkopsb«rg.EifeiilUiB- 

grübe 146. 
Koutivare 7. 
Roxenfee 373. 
Rö ifii. 
Rödbech 478. 
Kädberg 114. 
Rödbergsfilt 14;, 
Rödbrikulittrj 74, 



.'^ds^erg 7g. 
jßkäfr-Jlupfergrube 15a 
.^kn<5 472. 

.^rbergs Eifenfteingnibe ' 

•I7'5. 

;i5sbergsfält 146, 149, 377. 

.Ösbergsgrube 150. . 

iöfebcrg 238. 

iöilanga 312. 

.uds - Silber- und Kupfer- 
gruben 240. 

.üllshytte 64. 

Lütimaren i85» 

l^n'nfee 44, loS* 

^ujefjäll 7. 

»V^s 183. 

aÄ^«,tJree^467. 

^Vi;<J;§^;|4o. 383. 385. ' 

ab'-§t^i^ruben 109. 
alböi-g iö6, 383» 385- ^ 
ajboberg 143. 
albogruben 143. 
alcnfee 306. 
afjäll 27, 98» 
amuelsgrube 154. 
andbackegrube 118, 12c. 
aiidelsgrube 219, 220. 
ai^dicka 10. 
i.i^iconvala 98. 
(RÄijd 29^. 
atiiiat i>c^V463. 
irtnef^ö 338c 
a?cberg 128, '^ 
ftxcknutar 152, 234* 
axenfce 128. : 



Geograph. Regifter. 



561 



S^ngsberg 146. 

SSngfee 233. 

Säby n. 

Säby-Kalkbruch 147^ :, , 

Säfle 242. '"-^i^C- 

Säffen 26, 103, I04i - 

Sftgberg 87- 

Sälje 103. 

Särna 15, 18» 25-27, 43* 

97» 471- 
Sachalin II, 467. 

Säther 59» 63. 

Sätra 108. 

Scheerengrund 182. 

Schifleklak 70. 

Selbäck 30. 

Sevegebirge 2, 104. 

Sickljöberg 71, 99. 

Siggeboda 139. 

Signilstorp 306, 

Sikbergs - Eifenftcingr, 1 56. 

Siken 47. 

Silberberg lo« 

Silbodal 24?. 

Silfberg 40. 

Silfgrufvefallct 137. 

Silflinuts-Silbergruben 152. 

SilfverSfcn^iS. 

Silfverberg 6fi.y 

Silfverberg Oftra 80, 8 1 » 3 8o. 

Silfverberg Vclira 70, 377, 

378- 
Silfverhyttenwald 236. 

Siljanfee 32. 454. 

Sjllerud 241. 

Simundfö 176. 

SinSsfchurf 160. 

Singdn i8o* 

pp 



^v 



.1 1 ■• • 



:1k 



5» 



Geograph. Regifter. 



Sjorfl-Eirengruben 19B. 
SjögTiibc 65. iti^- 
Sjäfa grufvor 46J. 
Sjörup jis. 
Sjurbtrg 94. 
SjuöjtmbMg 7J. 7^. 77- 
Skahbfrg 3i3. 
Skalbygrub« 173. 
Skanfir ]||. 
Skaraborg ifi. 
SkaroborgBlehn »64. 369, 

AT- 47J. 478. 
Skarviksgrubcn 7J. 
Skitetöf 306. 
Skatung i^. 

Skaiungby 30. Ja»»' *?■ 
Skatungfec }}• 
ShSlmoberg 101. 
ShSlleby-Eifenfchurf 347. 
Sksrfjo 503. 

Skättvängs-Eifengrube aoi. 
Skäggmyran }06. 
Skithytteial 14J. ■ - 
Skärilnfee 14J. 
Skätklicc 9S. 
Skärmiboda loj. 
Skärfäter 207 
Skärflöberg ijj. 
Skedvi 44> '°i- 
SkenshytK gs, 463. 
Skeppis i7J- 
Skepsvik I9I' 
Skill 13;- 
Skiilingenarl; 341. 
Skillöt 103. 
Skinsbo-KLcäbflu öj. 
Skinskatieberg 107, 139- 
Sk)aiän J04. 



Skjeld-Kupfergrube j«. 
Skierbo 350. 
Skjördanpfone 4ÖJ. 
Skjut j : 

Slioftorpsgvuben I4J- 
Sko^en 14 
SkomakarEtiop 184. 
Skoipbergs-EifenfteinTcliUtf 

Sk6trorp 367. 
Skrtllftid 99. 
SkTänkiiti 9?. 
Skrefbcrg 69. 

Skticketii ms-K.upfergnibe ' 

303, S17- :-;j . 

Skrikarhyttc 14J.-^ - ' ■^. 

Skurdalsporte 10> >,. 

Skyttgrufvan ja, 337. 
Slädkärrsgrube 149. '< 
Släsby-ELrenftGingnibe 171. 
SUtÖ 176. 
Slättberg 71. 
SUiimyran ; ij. ,; 

Slitehamn 330. 
Slatterbergsmalmfälc I49> 
Slotter^kürs ^6. 
Sinai kirn 4 

Smäland Ueberfieht 389. 4J7. 
SmSrutnsfioIIn 47. 
Smäüngenfee 38- 
Swedbcrg 143, . 
Smörberg llj. .■ 
Sm^rgrubt r3'4. 
SnaÜunda 307, 316. 
Snedberg 130. 
SnsUeröd Jig. 
Snörums-Kupfergrubc J04. 
Sodenli 3|, 477. 



Geograph. Regifter. 



563 



Soderberke 36, 6;, 105. 
SoderSTüfve agi. 434. 
Sah Ißads-Kup fergruben joa. 
Selber^ 171. 

SollB 74. 

SoUentun« 163.- 
Sollerfl a3> 3i> J4- 

Solskeps-Eifengiuben agj. 
■Sommenf« aS8. 
Sonneboda 312. 
Sophia Magdilene 47- 
Sorundt] soj. 
SÖderainyra 160. 
SÖdetSs JOS. 
Suderbf 176. 
ä^dbrtls 1J7. 
Sfiderff 176. 

Sfidra-Barken log. 
. Sodr^-Fjälls J8i. 

Sudra-Mäckleby 33J. 

Sörvik 78. 

Spakgtube J74, 

Sparbacka-Eifengiube 304> 
^pjunbo JS; 

Staf 4 >3. 
Stafnis 241. 
Stafs-Eifengruben 195. 
Stafe-Kuprcrgrub« 181. 
. StarlÜtErs-Eilensrube sOO, 
Stark väU 93. 
Stängenäs 43, 477. 
ScättiDYregrube 53. 
Stehags jojj. 
ScenbrobuU ^91. 
Slcneby 10, 250. 
SieDkulla 463. 
SteakulU'Eifcnfteingr. 214. 



Stcppafar 94. 
Stentjerds-Eilengcube 176. 

Sienshufud 503- 
Stenftorp 169. 
Stevens-klJnt 47J. 
Sc. Görnansgiube 392. 
Srjernbei-g i 3 
Stjetnbergj-EifeiigrubeioOl 
Stjernfund 63. 
Slimmcrbo 75. 
Sri sbo- Silbergrube 62. 
Stockcnftrfim 47. 
Stockenftrüinsotc 112. 
Srockholm 3, 162. 
Stockwerke 464- 
Siollbcrg 68. 52. 
Stollbergs-SilbersrubemSS- 
ScoHsrubenfeld 68- 
Stora-Carlfdn Jj. 
Siora-Koppäi'bevg 44, 34f' 
Stora-Lerbüi-gsaiubc 149- 
Stoia-Ölteri-rufva IJO, 131. 
Stora-Skcdv sS. 
Stora-Slägcrup jii. 
Stara-Trineborgsgrube «4. 
Stcffa-Quarnftenberg 102. 
Scoifallsberä 33. 403- 
Stoigrufva 46, 13. 5]> ^i> 

8i> aao, 130. 
Storgrufvebetg I48> 
Scorhainrnarsklint lOl. 
Sior-HaaTn 16, 
Stör- Harnsgrube 96. 
Sto^karliberg 83- 
Storrymningen 166. 
StoTön 473. 
Swrfee 4J4, 473. 
Storfvcdsbah 87. 
Pp 3 



564 



Gcogriiph. Rcgi.ftc'f- 



StorvSla 98. 
SrSfvclgrubc 73. 

Stömne 242- 
StöpOö 226. 
Stotwrbcrg 146- 

Strand 239* 
Scrandbcrg 7^- 
Strandbcrgsgrubc 121. 

Strandftorp 3 »8. 

StrSkarsgrube 282. 

StrcttangTube 219» 

Stripäfcn 122, 388. 

Stripcberg I45« 

Stripgrubc 136» >39* 
Stroffa-Eircngrube 13«. 

Strömholm io8» 
Styggfors 18, 3 "»'54» 41» 42- 
Styggforffcr Waflerfoll 38. 
Suliticlma 5- 
Sund 239, 47^' 

Sundborn 54» 
• Sunnerskogs - Kupfergru- 
ben 299. 

Sufen 262. 

Südermanland . Ueberf. 186. 

Sudcrelgrec 154- 
Svucku 15« 

Svartberg 68. 70» MS- 
Svartelf lO, 151» «S^. 
Svartgrube 65- 

Svarthällshof 158. 

Svartklintberg 91. 

Svartvicksberg I43' 
Svartviks-Grubcnfeld 50, 

375. 
Svärdfjö 56. 

Svävta 198. 
Svcnnevad 207, 215« 



Svensberg 16«. 
Svepareberg i4*' 
Svinberg 62. 
Svinbro 210. 

Svuckufjäll 27, 97» 98- 

Syltopp 5* 



Taberg in Sm^Und 291,299. 

42s. 459* -^68» ^^5- 
Taberg in Wermeland 224, 

423- , 

Taberg inWeftmanlanai45» 

148- 
Tandsla 198, 43 ?• 
Tapreberg-Eifenfteingrube 

156. 
Täktbcrg 33* 
Tämnarn 160. 
Teenfee 240. 
Tenhulfee 29^. 
Terra nova 51. 
Teflinsort ii4* 
Thüreholm 197. 

Thyn 235. 
Tiemannsgrube 225. 

Tierps 170. 
Tilhed 30. 
Tillberga iS8- 
Timanshytte 146. 

Tjörn 23- 

Tiffleskog 10, 249. 
Toftenfec 207. 
Tolfsboberg 65. 
Töllftad 273. 
ToUftovp 30^' 
Tomarp 309» 3 1 S» 474- 
Tomtcboberg 59* 



Geograph« Regimen 



565 



Torehults-Stenbo-Eifengru^ 
be 304. 

Torgelsby 241, 
TorncI 471. 
Tornei-elf 472. 
Torp 28|. 
Torpa 107. 
Torrakeberg 234. 
Torrbarbo 11, 75. 
^jTorrhvarpenfec 156. 
y, Torsborg 330, 332, 354. 
Torshälla 203. 
Torskebäck 221, 
Torftuna 108, 159, 163. 
Törnevalla 303. ,^' 
Töflb 245. 
Tranftand 16, 19. 
Trelleborg 311. 

Treskogs-Kupfergr. 239. 
Triton 47. ' 

Trollhätta 432. 
Trofelf 207. 
Trööself 236. 
Tryferum 303. 
Trytorp 214. 
Tumlar 47. 
Tuna 26, 463. 
Tunaberg 191,410,411. 
Tunbyholm 309, 474. 
Tundammeu 86. 
Tunftadt 87. 
tuskö 176. 
Tvärdalcn 241. 
Tydje 245. 
Tynienfec 102. 
Tyskgrubc 140. 
Tyfsberga 200. 
Tyfslinge 207, 210. 



U. 



Uddevalla 23, 24, 253» 477- 
Üfberg 66. 
Uflunge 171. 
Üfvafec 306. 
Ukna 303. 
Ulfberg 72, 463. 
Ulffee -82. 
Ulrickengang 60. 
Umea-elf 478. 
Undenäs 269. 
Undcracker 471. 
Ungkartsgrube 163, 
Upland Ueberficht 161. 
Uppbo 44. • 

Upfala 175,396. 403. 
Urbanlonsfeld 129. 
Usken 144. 

Utmälsgrubc 120, 

Utön 187, 407» 409, 465, 
517.520. 

Utfundsgrube jgOf 
Urfundsfee ig'o. 
Uttcrback 236. 
Utterviks-Eifengruben 194, 

.V. 

Vahlö 169. 
Valgrund 176. 
Valla-Eifengrube 170. 
Vallfalla-Eifengrube 195. 
Vallfjö 291. 
Valö 174. 
Valsbcrg g6, 
Valsfce 86. 
Vamftagrube 174. 
Vargberg 86. 



Gcofzftph. Refiftcr. 



• «4- 

VuWm ijiS. 
Vifidd 7, lo. I}. 
VtnholmB 4}f. ' 
VattholiiM- Eifenhöt tenwerk 

Vattholnt^nibe 11^7. 
Viitholma-Kilkbrucli 171^ 
Vanals 39,30. 

virt ite. 

VSIbcr{6S. - 
VlIiDgc SO). 
VSTgtubt 7I. 

viddo 181. 

ndMrff*i|, 114^ 

Viderlhd 97t. 
\ifwtaait «73. 
Vllkongnibe 76, 77, f itf. 
VIngi 181. «tij' 
Vlnijsgjlrd j|. 
. VSrJTi^nfM S07. 
Varmd.5 i8J- 
VäTna SS4, 381- 
Väshy 170. 
Väfehirad 13, 468. 
Vifaberg 94. 
Vjfe 136- 
VälTermn ?03, 
vaftSna 166. 
VItö 183. 
Vedhygge Ji6- 
Vedicka 178. 
VendeU 171. 
Venernfec 341, isi, 358, 

43'. 4J4- 
Ventan ij, aS, 47'- 
Ytcmhu 349. 



VtniuBD 306. ' 
' Verviersgrub« l64> 
VefäUnd 70. 
Vcfsmannfee 78- 
Veftlnfors 36. lOfc Itf. . 
Veftanor g?- 

V ißerbe rg - E i r« odeingr.: So- 
Vaftetby sj6. 
Vefter-Färncbo 4J, iiy. 
Vtfterlöfa 37;. 
Veftermalms-Ei fanßu Deru- 

be 196. . ' 

Veftermo aoa." 
Verter-Silfvecb. 7C,J77,378. 
Vaflra-Stcn 373, \ 

VcctemfM IJ, aij, sji. 

aji, 173. 174, i77, 431, 

4M- 
Viby 314. U6, 
Vibyholm 301. 
likkßa 171. 

Vika 38 - 31, 34. 44. JT« 
Vika-Eiftnfchurf 347, 
Vikarby 18. jo, 33, 42, 43. 
Vikafee 53. 
Vikernfee 144. 
Viks-Eifenfteingruben 6j, 

S14- 
Vitts-Kupfergruben 63,114. 
Villkjöl II, 467, 
Vim«rftad 373. 1 

Vindkärnsberge sj. 
Vingnäsgrubtn 347, 
Vingskör 20J. 
Vinteräfa 307, 308. 
Virbo jo6. 
Vireilad }c6. 
VifingÖ 477, 471, 
Vismailof 331. 



Ceograph. Regifter. 



567 



•► \ 



Visnum 3 3 6« 
VörderSsbcrg 101 • 
Vredfchacht 48* 
Vrcta 273. 
Vretagrube 200. 

w. 

WflttnSs, C VattnSs. 
WSmhus 2g, 29, 31. 
Wenernfee, f. Venernfce. 
Wermeland y eberficht 217. 
Weftervik 304. 



Weftgothlandüebcrficht 251. 

Wefttnanland Ueberficht 

104, 38}. 
Weft-VShlä 108. 
Wettcvnfee f. Vetternfee. 

Y. 

Yngenfee 218, 220. 
Yftad 311. 
Ytterby 183.403. 
Yxnerum 286. 
Yxflö 141. 






^ ' ' ä. 



Noch einige Berichtigungen. 






S.495* Z. 19, 20, 21» 22, 24) 25» 30. S. 498. Z. 
S. 499. Z. I, 10, 11' 13, 14, 15, 24» 26. S. 500. Z.dU 
S. 501. Z. 13» 14, 1;. S. 504. Z. 2. V. u. S. 512. Z.7i 
u. S.514. Z. I, 24. S.515. Z. i.^ S.516. Z. I. S.51 
Z. 5. S. 523. Z. 8. V u. S. ^24. Z. 5 ift allcnthal' 
Sauerlloffilatt Säure, und SaueriloffgebaW 
Säuregehalt zu lefen. 



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